Einzelpreis 70 Sellet. Redaktion und Verwaltung: Prag. 11, Nelajanta 18. Telephone: Tagesredaktion: 26795, 31469. Nachtredattion: 26797. Postichedamt: 57544. Inserate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Dienstag, 22. März 1927. Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kč 16.vlerteljährlich halbjährig ganzjährig 48.96.192.Rüdstellung von Manuferipten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarken. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich rib Nr. 68. Die Brandfackel Europas. hin, daß vom Balkan das Gewitter aufſteigt. lichkeit oder mehr noch Sal‍sſtarrigkeit erzielt aut daran tun, dieses Regime der Svedas Europas Frieden gefährdet. Er zeigte, wie hat. Ob die tschechisch deutsche Bürgerregierung Ia und Mayr- Harting heute schon als Mussolini in den meisten Fällen die Erregung allerdings einer Festigung der Demokratie zu stillen Bundesgenossen des kriegsim letzten Moment zu dämpfen verstand, ohne strebt, ist wohl mehr als fraglich. Man wird lustigen Fascismus anzusprechen. daß es zu einem Kriege kam, den er aus perfönlicher und politischer Feigheit genau so scheut, wie ihn Wilhelm II. im Grunde seines Herzens gefürchtet hat. Beiden ist gemeinsam ſcheut, wie ihn Wilhelm II. im Grunde feines Großer Wahlerfolg der Großer Wahlerfolg der Sozialdemokraten im Burgenland. der unausrottbare Hang zum Säbelrasseln und Eisenstadt, Sauerbrunn und viele andere Orte gehen in sozialdemokratische Hände über. Das Landproletariat erwacht. Seit Jahren spielt der italienische Fascismus mit der Gefahr eines Krieges. Bald bedroht er Frankreich, dann wieder Deutschland, abwechselnd die Türkei und Griechenland und unablässig, einmal unter der Maske der Freundschaft, das anderemal offen drohend, seinen sidslawischen Nach barst a at. Italien hat bei der Verteilung der Bramarbasieren, beiden ist auch gemeinsam die Beute an der Adria mehr Band erhalten, als Angst, einmal ihre Worte in Taten umjeßen, ihm nach dem ethnographischen Gesichtspunkt ihr Schicksal dem Kriegsglück anvertrauen zu Wen, 21. März.( Eigenbericht.) Gestern fan-| anderen Orten die Mehrheit erobert; nach den bis. zukommt. Einige hunderttausend Südslawen müssen. Es ist nicht dasselbe, unbewaffnete den im Burgenlande Gemeindewahlen statt, herigen Weldungen kommen zu jenen Orten, wo find gezwungen, auf italienischem Gebiete zu Untertanen niedermeßzeln zu lassen oder gegen denen angesichts der bevorstehenden Nationalrats schon eine sozialdemokratische Mehrheit bestam, leben, nicht nur Triest wurde zum toten Hafen eine Armee zu kämpfen. In Albanien ist aber wahlen große Bedeutung zukommt. Die Wah- noch acht neue Orte hinzu. Unter diesen befindet ohne Hinterland gemacht, weil der italienische Mussolini zu weit gegangen und das Gesetz des len haben mit einem großen Erfolg sich auch der Ort Loipersbach, wo der lleber Nationalstolz den Gedanken nicht ertrug, daß Handelns kann ihm leicht durch die Verhältnisse merkenswert war die starke Wahlbeteiligung, die Schußbund in Schattendorf vorbereitet wurde. der Sozialdemokraten geendet. Be fall der Frontkämpfer auf den republikanischen dieje umstrittene Stadt nicht italienisch sein Diftiert werden. Vor vier Wochen schrieb Ge- an vielen Orten bis zu 96 Prozent ging, vor Ebenso wie Schattendorf hat nun auch Loipersdorf könnte, auch Fiume wurde in zwei Teile zer- nosse Ellenbogen in dem erwähnten. Ar allem aber das Anwachsen der sozialdemokratischen eine sozialdemokratische Mehrheit, während in könnte, auch Fiume wurde in zwei Teile zerrissen und von seinem natürlichen Hinterland tikel: So gewandt nun Mussolini im Zurüd- Stimmen namentlich bei den kleinen Landwirten. Schattendorf selbst die sozialdemokratische getrennt, damit der Savoyerstern über dem la schieben ist, wenn die von ihm angezettelten Die beiden größten Städte des Landes, Mehrheit noch ganz wesentlich vergrößert wurde. wischen Meer strahle. Dem fascistischen Italien Intriguen und Verschwörungen gefährliche Si- Eisenstadt und Sauerbrunn, wo bisher Das ist die Anavort der Bevölkerung auf den ist das zu wenig. Es will imperialistische Groß- tuationen erzeugen, so fraglich ist es, ob ihm die Sozialdemokraten und die Bürgerlichen gleich Frontfämpferüberfall. iſt das zu wenig. Es will imperialiſtiſche Groß dies im Falle Albaniens gelingen, ob start waren, werden in Sinkunft eine fozial macht sein, will den Balkan beherrschen, die Bodenschäße der slawisch- griechischen Halbinsel er da noch Herr der Situation sein können wird. demokratische Mehrheit haben. Außerdem der Ausbeutung durch das italienische Kapital Alle diese Nord- und Südstämme sind haben die Sozialdemokraten auch in zahlreichen zugänglich machen. gegen den Vertrag mit Mussolini, und da im Während es sich bei den kriegerischen Wor- im ersten Artikel des Vertrages von Tirana Frühling die„ Verirrungen", die ten und Gesten gegenüber Frankreich und Deutschland meist um großsprecherische, nicht vorgesehen sind, dank dieser inneren Anarchie ernst gemeinte Drohungen handelte, die mehr die fascistischen Horden im Lande befriedigen und mit Phrajen jättigen, als dem Ausland ernstlich Furcht einjagen sollten, ist die italie nische Angriffspolitif auf dem Balfan eine durchaus ernste halten. werden, wobei sie natürlich offen oder geheim sich ausbreiten und die Stämme losgehen Jugoslawiens Unterstüßung erhalten werden, wird der gewünschte Anlaß für die militärische Intervention Italiens zur angeblichen Herob die im Laufe befindliche Kugel dann noch aufzuhalten sein wird, ist mehr als zweifelhaft." Außer den Sozialdemokraten hat auch der Landbund auf Kosten der Christlichsozialen Fortschritte gemacht. Shanghai im Besitz der Kantonesen. Die Kantonesen wollen die Fremdenstadt respektieren.- Neue Truppenlandungen der fremden Kriegsschiffe. Bujammenstöße mit Chinesen. Schanghai, 21. März.( Reuter.) Die Kanton- Truppen find in Schanghai eingedrungen. Der Generalstreit hat begonnen. General Pisutschen, der Kommandant der Verteidigung Schanghais, ist in die französische Konzession lich von Schanghai in der Mitte zwischen Schanghai und Nanking) bemächtigt und beherrschen vollständig die Eisenbahnverbindung Schanghai- Nanking. Der Stadtrat von Schanghai hat den Ausnahmezustand erklärt. europäische Angelegenheit, stellung des Status quo gegeben sein und geflüchtet. Die Südtruppen haben sich gleichfalls Tschantschans( westanhaltendes großen Menschenan Durch Zusammenstöße mi: Demonstrations. zügen ist es gestern bereits zu Zwischenfällen gefommen, bei denen indische und japanische Trupven eingesetzt wurden. Dabei wurden drei indische Soldaten erschossen. Der internationale Gemeinderat von Schanghai hat daraufhin den Belagerungszustand über die Stadt ver hängt. Mussolini hat den italienischen Kapitalisten ben fetten Bissen Albanien zugeworfen, fie haben sich gierig auf ihn gestürzt und werden Der Frühling ist da. und die Unruhen dos Regime, das sie bezahlen, das in feiner treten pünktlich ein. Mussolini hat sich durch ganzen glänzenden Machtentfaltung doch eine den bessarabischen Vertrag, in dem er seine alte Söldnertruppe des Kapitals ist, zur Verteidi- Freundschaft mit den Sowjets auf dem Altar Shanghai, 21. März. Auf Wunsch der ab. Die Propaganda der Kantoniruppen hatte gung Albaniens zwingen. Italien beherrscht den feiner Petroleumintereſſen opferte, der Dank- Gemeindeverwaltung der internationalen Nieder- gut vorgearbeitet; an vielen Stellen gingen die albanischen Handel zu mehr als drei Vierteln, barkeit Rumäniens versichert, dann ging er los. laffung sind nunmehr auch holländische, Schantung ruppen ohne weiteres zu der Süditalienische Bankiers haben die albanische Na- Seine Note sucht Serbien ähnlich zu über spanische und italienische Seefolda armee über. Im Augenblick find noch leichte tionalbank majorisiert; der Italiener Valvassori rumpeln, wie es Achrenthal im Jahre 1909, ten gelandet worden. In der franzöfifchen Rückzugsgefechte mit nur geringen Verlusten auf Perroni, eine Kreatur Mussolinis, ist der Prä- Berchtold 1914 unternahmen. Die Kriegsgefahr Konzession wurden französische Seefoldaten ans beiden Seiten im Gange. Die fremden Truppen sident dieser„ National"-Banf. Die Bahnen, ist da und wird überall als solche gewertet. Was Land gefeßt. Ferner find 1500 amerikanische und Freiwilligen befinden sich in höchster AlarmStraßen, Petroleumquellen Albaniens gehören den Krieg verhindern fann und vielleicht ver- Seefoldaten mit Maschinengewehren gelandet bereitschaft. Die Zugänge zu den internationalen italienischen Gesellschaften. Albanien ist aber hindern wird, ist der un zweifelhafte worden. Im Norden der internationalen Nieder- Niederlassungen sind gesperrt. Zu schwereren Zwi auch, von Italien in kürzester Verbindung nur Friedens wille Jugoslawiens. Die- lassung wurde ein gegen plündernde chinesische schenfällen ist es bisher noch nicht gekommen, da wenig über 70 Kilometer entfernt, eine vores in droi Striegen und einem halben Dußend Soldaten vorgehender Panzerwagen unter die Kantortruppen überall Proklamationen ange Maschinengewehr- fchlagen haben, in denen die Sicherheit der Frem zügliche Ausmarschbasis, eine Plattform für Feldzügen, in drei Jahren feindlicher Okkupa- feuer genommen. Ein englischer Offizier und den garantiert wird. Der Generalstreifparole des italienische Feldzüge auf dem Balkan. Und tion und in schweren inneren Strijen erschöpfte brei Mann wurden verwundet. allgemeinen Arbeiterverbandes sind bisher etwa wenn die römischen und Mailänder Banfiers und ausgeblutete Land will feinen Strieg. Die Gestern nachmittag fam es in einem der größ- 40.000 Streifende gefolgt. Der Streit hat auch nach den serbischen Provinzen im Herzen der Erklärung des Außenministers, die Reben in ten chinesischen Warenhäuser in der inter die Niederlassungen betroffen, was den auf chineBalkanhalbinsel gelüften sollte, so brauchen sie der Skupſchtina zeugen von einem ehrlichen nationalen Niederlassung zu einem Zusammen- fische Dienerschaft angewiesenen Fremden sehr ihre Trappen nur wenige Tagmärsche marnur wenige Zagmärsche marriedensvillen. Ob Jugoslawien bei dem stoße zwischen Polizei und Streifenden. Sikhars unangenehm ist. schieren zu lassen, während sie gleichzeitig die schwächlicher Völkerbund Hilfe finden zerstreuten hierauf die Südslawen an der kroatischen Grenze in Schach fann? Man wird die Frage ruhig verneinen fammlungen, die sich in der Umgebung gebildet hatten. Ein ausländischer Polizist und ein Hilfs können. Wenn der Druck Frankreichs auf Al- Italien Nantingstraße lam es zu Zuſammenſtößen. Im Vertrag von Tirana, der den Al- Italien nicht ausreicht, Mussolini im Baume Polizist wurden leicht verwundet. Auch auf der banesen im vorigen Herbste aufgezwungen zu halten, dann wird sich Südflawien vergebens wurde, schuf Mussolini alle Voraussetzungen für nach den Beschützern der kleinen Völfer, nach die fünftige Expedition nach Albanien. Er den Wahrern des europäischen Friedens um garantierte nicht nur die Grenzen Albaniens, fchen. Sein Zweifel, die Striegsgefahr ist afut wozu die Botschafterfonferenz seinerzeit Italien und kommt es selbst zu keinem Kriege, so wird ermächtigt hatte, er garantierte auch die lebens der Fascismus versuchen, aus diesem Konflikt längliche Präsidentschaft des Achmed Zogu, der Stärkung und neuen Ruhm zu holen. Eine ben Italiens Gnaden Albanien„ beherrscht", Demütigung des Staate 3 SSS. vor soweit die immer aufständischen Stämme in den Mussolini fommt aber einer Demütigung albanischen Bergen sich eben beherrschen lassen. Der Demokratie vor dem Fascio gleich. Für Serbien bedeutet das nicht nur eine Pro- Für unsere foniervative Außenpolitik Der Papst verlangt„ ernste Sicherstellungen" gegen eine Wiederholung bokation im Sinne landläufiger Prestigefragen, fönnte sich aus dieser Kriegsgefahr endlich die Der Ereignisse anläßlich der Husleier im Jahre 1925. es bedeutet die ständige Bedrohung seiner al- Lehre ergeben, die jedem flarblickenden MenRom, 21. März.( Stefani.) Der Papst sandte schwerde der tschechoslowakischen Bischöfe in Angebanischen Grenze durch die Banden Achmed ichen schon lange einleuchtet und der gegenüber Bogus und die Ohnmacht, sich gegen diese Beneš den Kopf in den Sand steckt: daß die den tschechoslowakischen Bischöfen ein Schreiben, legenheit der Beleidigung vom Jahre 1925, b. i. freundnachbarlichen Sundgebungen zu wehren, Sleine Entente night funktionie in dem er auch die Frage des Verhältnisses zwi- der Teilnahme der Prager Regierung an erwähnt. Beleidigung bei einer Nation erfolgte, welche die ohne einen Krieg mit Italien zu ristieren. Für ren kann, daß die tschechische Bündnispolitik chen Kirche und Staat in der Tſchechoslowakei Husfeiern an, spricht ſein Vedauern aus, daß die bas junge, aufstrebende Jugoslawien bedeutet auf Sand baut, daß die Verbindung mit RuDas Schreiben ist die Antwort auf die Kol- diplomatischen Beziehungen mit dem Heiligen die italienische Bastion auf dem Balkan die mänien der Demokratie in Mitteleuropa nur lettivadresse, in der das tschechoslowalische Epi- Stuhle angeknüpft hatte und deren größter Teil ständige Bedrohung seines Adriahandels, seiner Unheil bringen kann, daß es den Ring der fa- flopat seine Bläne in Angelegenheit der Erzie- katholisch ist. Das Schreiben erwähnt ferner, daß Verbindung mit den Häfen am Aegäischen scistischen Staaten um Jugoslawien zu pren- hung der Geistlichkeit darlegt, um die durch das der Papst im Jahre 1925 seinen Vertreter' aus Meer, für Jugoslawien bedeutet Musso- gen, daß es der italo- ungarisch- mänischen Schisma vom Jahre 1920 verursachten Schäden Brag abberufen mußte und erklärt schließlich, daß linis Feſtſeßung in Albanien im Verein mit Allianz einen festen Damm entgegenzusetzen gut zu machen. In dieser Abreise wiederholte das der Papst keineswegs aus Zorn, sondern wegen seinen diplomatischen Manövern in Sofia, Bu- gilt. Nur die enge wirtschaftliche und politische hechoslowakische Epikoſpat den Ausdruck feiner seiner Mission Gott und der katholischen Welt gefareſt und Budapeſt die Gefahr der völligen Verbindung der Tschechoslowakei mit den Heiligen Bater für die Beleidigung zu trösten, bes apoſtolischen Stuhles, des Rechtes und der Deutschland und Desterreich unter die ihm die tschechoslowakische Regierung durch Ehre der tschechoslowakischen Katholiken, ernst c Einkreisung durch feindliche Mächte. Im Zeterbeit des„ Stamps" schrieb Ge- Einbeziehung Jugoslawiens in dieses den bisher nicht erledigten Zwischenfall vom Sicherstellung.( Assurances Serieuses) zu noſe GIIenbogen über" Faicismus und Vertragssystem, kann den unheilvollen Vor- Jahre 1925, soweit er das Verhältnis zwischen fordern, daß sich eine ähnliche Beleidigung nicht Kriegsgefahr". Mit allem Nachdruck seiner über- sprung wettmachen, den der Fascismus außen- Kirche und Staat betrifft, zugefügt hat. Der Papst Inüpft an die wiederholte Bezeugenden Beweiskraft wies Ellenbogen darauf politisch nicht zuletzt durch Beness UngeschickShanghai, 21. März. Die Besetzung der Stadt durch die Süd ruppen ging im allgemei nen ohne größere Stämpfe vor sich. Schaverere Kämpfe spielten sich nur in der Nähe des Bahn bofes und der Polizeiwache in der Chinesenstadt Mit dem Falle Schanghais verfügen die Kantonefen über den Haupthandelsplay Chinas, der besonders als Geldfat or in Vetracht kommt Päpstliche Ueberheblichkeit. Solidarität und Treue zum Heiligen Stuhl, um genüber verpflichtet ist, zum Schuße der Würde wiederhole. Bette 3. Dienstag, 22. März 1927. Die Wahlen in Defterreich.. Aber diese faktische bürgerliche Ein- die Christlichsozialen hoffen können, das ganze fapi liches Machwert und soll noch immer weiter ver beitsfront genügt Herrn Dr. Seipel noch talistische Bürgertum für sich aufzubieten, so wird schlechtert werden. Er hoffte dann vor den Wählern Knappe sechs Wochen stehen für die Wahl nicht. Er will auch ein ganz formelles Bündnis der Kampf um den Mieterschutz das ganze Klein- die Sozialdemokraten beschuldigen zu können, daß aller bürgerlichen Parteien unter feiner Führung bürgertum, die ganze öffentliche und private An- fie die Altersversicherung der Arbeiter verhindert bewegung zur Verfügung. Dr. Seipel hatte den ustande bringen. Er will dem Bürgertum jede gestelltenschaft in einen Gegensatz zu der fapitali hätten. Aber die Sozialdemokraten haben den Vorschlag der Sozialdemokraten, die Wahlen am 15. Mai oder an einem andern Tage im Mai ab- Gesinnung austreiben und will es zu einer nichts tischen Einheitsfront bringen, die damit zugleich Spieß umgedreht und haben sich sofort bereit erzuhalten, abgelehnt, weil er befürchtete, daß der als bürgerlichen Parteikoalition bringen. Die frei- eine aus herren front und eine Kapitalärt, über das Gesetz im Unterausschuß zu verzuhalten, abgelehnt, weil er befürchtete, daß der Heitliche Gesinnung im österreichischen Bürgertum liftenfront wird. Besonders aufreizend muß handeln, und so wird jetzt in der Wahlbewegung Aufmarsch am 1. Mai so furz vor den Wahlen iit ja schon lange verschwunden und nur kleine aber dieser Kampf der Christlichsozialen für die vor der breitesten Oeffentlichkeit die Verhandlung die beste Agitation für die Sozialdemokraten wäre, und er hat den 24. Avril als Wahltag beſtimmt, Splitter der ehemaligen deutschnationalen In Hausherrenrente auf die Kleinrentner wir dieses Gesetzes durchgeführt, und die Christlichweil er hofft, daß die Osterfeiertage die beste Gestelleftuellen haben sich noch in die großdeutsche ken, die durch den Sturz der Währung um ihr fozialen müffen Tag für Tag ihre Arbeiterfeind Legenheit zum Mißbrauch der Kanzel für Partei gerettet. Aber so schwach ist dieses nationale ganzes Vermögen gekommen sind, für die aber lichkeit dokumentieren. So fchlägt die Demagogie die christlichsoziale Algitation bieten werden. Die freiheitliche Bürgertum heute schon, daß die Groß diefe, bürgerliche Einheitsfront nicht viel übrig hat. Seipels gegen die Christlich sozialen selbst aus. deutschen schon bei den vorigen Wahlen nur mit Sozialdemokraten haben diefe taftischen Erwägun Seine Demagogie und seine Leichtfertigkeit hat gen des chriftlichen Führers nicht sehr tragisch ge- Mühe das eine einzige Mandat in ganz Oesterreich Seipel veranlaßt, auch die Frage der Altersnommen und sie glauben nicht, daß der 24. April aufbrachten, das es ihnen ermöglichte, dann aus versicherung, wenn vielleicht auch nicht absichtlich, die Aussichten der Chriftlichsozialen verbessern wird den Reſtſtimmen in der Reichsliste noch ein paar in den Mittelpunkt des Wahlkampfes zu stellen. oder daß der 8. Mai die Aussichten der Sozial Mandate dazu zu gewinnen. Diesmal aber müssen Er hatte geglaubt, es werde ihm durch demagooische oder daß der 8. Mai die Aussichten der Sozialfie befürchten, vollständig zu verschwinden. Hier Mäßchen gelingen, die Sozialdemokratie dazu zu demokraten gebeffert hätte. Es beweist die ganze fetzt nun Seipel ein und es ist ihm gelungen, mit bringen, daß sie erklärt, fie fönne das Altersver fleinlich demagogische Natur Seipels, daß er von solchen Märchen eine Beeinflussung des Wahl iche Einheitsliste für ganz Oesterreich nahe- nicht durchlassen. Es ist nämlich wirklich ein schänd den Großdeutschen über eine antimarxistisicherungsgesetz, das die Regierung vorgelegt hat, Aber schon dieses kleine Vorspiel zeigt, wie aut schon einig zu werden. Schwierigkeiten macht die Chriftlichforialen den Wahlkampf führen. Stein allerdings noch der Landband, der ehemals Mittel der Demagogie ist ihnen zu fleinlichy, feines dete und auch jetzt noch zu ihnen in innigen Be mit den Großdeutschen zusammen eine Partei bilzu schäbig, und unser österreichisches Elend zeigt ziehungen steht. Obwohl er politisch den Christlichfich auch darin, daß die ganze bürgerliche Bresse foialen fogar näher steht, als die Großdeutschen, den Wahlkampf auf diesem Niveau führt. Aber schon aus dieser unbedingten Gefolgschaft. die der wehrt er sich aus taftischen Gründen regen die chriftlichſoziale Führer in feinem fleinlichen Stampf Einheitsliste, weil er auf Kesten der Christlich- wische gegen die Sozialdemokratie bei der kapitalisti sozialen in den ländlichen Bezirken Mandatsgegegen die Sozialdemokratie bei der kapitalisti winn erhofft. Es ist aber nicht ausgeschlossen, daß sozialen in den ländlichen Bezirken Mandatsge fchen Buesse findet, fann man erkennen, daß es Seipel zum Schluß doch noch gelingt, auch den glücks erhofft. das Proletariat in diesem Kampfe der geeinigten Bourgeoisie gegenübersteht. Schon seit Jahren sind die politischen und Weltanschauungsunterschiede in der österreichischen Bourgeoisie immer mehr ver wischt worden, und heute ist die ganze Bourgeoisie wirklich eine einzige reaktionäre Masse gegen die Arbeiterschaft. Noch lange nach Lueger waren die Christlichsozialen stolz darauf, von der. liberalen Breffe befämpft zu werden. Wenn auch ihr Anti femitismus immer weniger aggressiv wurde, so haben sie ihre Wahlpropaganda doch immer mit dem antisemitischen Schlagwort betrieben. Oft juden und jüdische Schieber, jüdische Kapitaliſten gaben sie als ihre Feinde aus, die das christliche, bas deutsche Volf, durch die Wahlen niederringen misse. Aber je stärker die Sozialdemokratie wurde, um so weniger glaubten sich die Chriftlichsozialen und die Großdeutschen den Lugus gönnen zu können, die jüdischen Kapitalisten und Schieber beschimpfen zu können. Schon bei den verschiedenen Bantskandalen fam ja heraus, daß auch die christlichsozialen und großzdeutschen Antisemiten und Antifapitalisten mit ihnen zusammen Banken gegründet, an der Börse gespielt und allerlei andere schwierige Geschäfte gemacht hatten. Aber nicht nur das! Je mehr sich die kapitalistische Bourgeoisie von der Sozialdemokratie in der Wiener Gemeindeverwaltung und im Bund an ihren heiligsten, den Profitintereffen, gefährdet sah, um so mehr fam sie zu der Ueberzeugung, die ein jüdischer Sapitalist bei den Stämpfen um die Vermögensabrabe in die Worte gekleidet hatte:„ Besser ein fleiner Pogrom, als eine große Vermögens abgabe!" So fam denn zuerst ein geheimes und dann ein immer offeneres Bündnis wischen der fapitalistischen Bourgeoisie und den Christlichsozialen zustande. Dr. Seipel hatte schon bei seiner Sanierungsaktion, die ja im wesentlichen darauf ausging, die Kosten der Sanierung auf die Schultern der breiten Massen zu laden und die besißenden Schichten zu entlasten, in der liberalen, der großen Wiener Presse die werktätigste Unterfügung und bei den Enthüllungen, die der parlamentarische Untersuchungsausschuß über die christlichsoziale Korruption brachte, stand diese bürgerliche Presse unbedingt und unverschämt an seiner Seite. Die grinsende Fraze. Roman von Victor Hugo. 11 Aus dem Französischen übersetzt von Eva Schumann. Landbund zu gewinnen. Wie aber immer dieses Geschäft ausfällt, in den Städten dürfte diese antimarristische Einheitsfront bis zu einer gemeinsamen Liste zu fammengeschlossen werden. In Wien namentlich wird das ganze Bürgertum unter der Führung der Christlichsozialen und mit dem Segen des Erzbischofs, zugleich aber unter dem Trompetengeschmetter der liberalen Presse gegen die Sozial demokratie geschlossen aufmarschieren. Gilt es doch den Kampf gegen die„ Breitnerei"! Breitner, der städtische Finanzreferent, der die Nachtlokale und die Vergnügungsstätten der Bourgeoisie, den Uebermut der feudalen Prasser und den Lurus der kapitalistischen Kriegsgewinner besteuert, um Wohnungen zu bauen und Bäder und Schulen und öffentliche Gärten zu errichten – der, wie es ein fapitalistisches Blatt so schön ausdrückte, für forgeinflation". treibt ist heute der bestgehaßte Mann in der Bourgeoisie. Sie hoffen durch die Einheitsfront den„ Rathaus Marrismus" zu schlasen und damit eine Aenderung des kommunalen sen und damit eine Aenderung des kommunalen Steuersystems herbeizuführen, durch die Aufbietung des ganzen Bürgertums gegen Breitner aber auch den Sozialdemokraten einige Nationalratsmandate wegnehmen zu können, Aber wie wenia Angst die Sozialdemokraten vor dieser Parole haben, haben sie schon durch die Tatsache gezeigt, daß sie beschlossen, auch den Wiener Gemeinderat aufzulösen, und so werden auch die Gemeinderatswahlen in Wien zugleich mit den Nationalratswahlen am 24. April stattfinden. Auch die Nationalratswahlen werden um Breitner, das ist um das rote Steuersystem geführt werden. Damit ist aber auch die zweite Parole schon gegeben, um die der Kampf gehen wird: der Mietersch up. Wie das Breit nersche Steuersystem auf den kommunalen Wohnungsbau, auf die Ausschaltung der Hausherrenrente, die Erhaltung des Mieterschutzes abzielt, so geht der Kampf der Christlichsozialen im ganzen Bundesgebiet und in der Bundespolitit vor nehmlich auf die Beseitigung des Mieterschußes, dieses, wie es die Christlichsozialen sagen letzten Restes des revolutionären Schuttes". Aber so sehr Und die Bande heulte in den Sturm hinaus:, „ Burra!" In dem Augenblick, als dies Geschrei im Sturm erstickte, erhob sich eine ernste laute Stimme am andern Ende des Schiffes und sagte: „ Still!" Aber das ist nur ein Detail in dem großen Kampf, der jetzt geführt wird. Die„ Antimarxistische Einheitsfront" sollte ein Mittel sein, die Arbeiterschaft niederzuringen. Aber es ist nicht ausgeschlossen, daß sie was Seipel wohl nicht era wartet hat, breiten Schichten die Gesinnungslosig feit der bürgerlichen Parteien aufzeigen wird. Die sicht in den Kampf. Sozialdemokratie geht mit Soffnung und Zuvers G. P. Vermittlungsaktion der Ratsmächte. Die Anrujung des Bölferbundes nicht wahrscheinlich. Paris, 21. März. Der italienisch- südsla-| Frieden bedrohen könnte. aufmerksam macht. Es wiſche Konflikt ist nunmehr in seiner Gänze fönnte auch eine außerordentliche Sißung des useits sind die diplomatischen Zentren der Groß- wie Jugoslawien fönnten aufgefordert werden, Gegenstand einer diplomatischen Aktion. Böllerbundrates einberufen werden und Italien möchte eifrig bemüht, eine Verschärfung der be- sich vor dem Rate zu äußern. In Genf ist man Allseits stehenden Spannung zwischen den beiden Staaten aber der Ansicht, daß dieses Vorgehen in Rom zu verhüten. Die größte Bedeutung wird in hic nicht begrüßt würde. figen politischen Kreisen der gemeinsamen Demarche des italienischen und des eng Jugoslawien betont seine Friedensliebe. lischen Botschafters in Belgrad zuge schrieben, welcher Schritt, wie den hiesigen Blättern Belgrad, 20. März. In fortgesetzter Budgetaus Belgrad berichtet wird, die öffentliche Mei- debatte hielt Außenminister Dr. Perič ein Exnung in Südslawien unliebsam berührt hat. Der posé, worin er angesichts der alarmierenden MelBelgrader Korrespondent des" Matin" teilt dar- dungen über die angeblichen militärischen Vorüber seinem Blatte mit, daß der italienische und der fehrungen Südslawiens zweds Hervorrufung eines englische Botschafter den füdslawischen Minister des Aeußeren auf die ernsten Komplikationen auf- Umsturzes in Albanien erklärte, daß Südslawien merksam machten, welche entstehen könnten, wenn bereit sei, diesbezüglich eine Enquete der ganzen die südslawische Regierung ein eventuelles Ein Welt zuzulassen.( Stürmischer Beifall. Der dedringen albanischer Revolutionäre mokratische Exminister Timotijevič ruft auf die auf albanisches Gebiet nicht verhüten würde.mokratische Ermidiſter Timotijevič ruft auf die Minister Perie erklärte in formeller Weise, daß Diplomatenloge zeigend:„ Martinovič, der angebsich keine revolutionären albanischen Organisatio- lich in Albanien einen Aufstand vorbereitet, sitt nen auf füidslawischem Gebiete befinden und daß dort auf der Galerie". Neuerlicher stürmischer Beidaher von südslawischer Seite ein derartiger Einfall fall.) Perie schloß sein Exposé mit der neuernicht denkbar sei. Den beiden diplomatischen Ver- lichen Versicherung der Friedensliebe und der tretern soll außerdem die Versicherung erteilt wor tretern soll außerdem die Versicherung erteilt wor- lichen Versicherung der Friedensliebe und der den sein, daß die füdslawische Regierung nichts Loyalität Südslawiens gegenüber seinen Nachunternehmen werde, was den Frieden auf dem barn sowie der Treue gegenüber seinen Freunden Ballan trüben könnte und daß sie in ihrer Frie- und Verbündeten. densliebe ausharrt. * ¡ lawien. Paris. 21. März. Die im Zuge befind- Französische Warnung an Jugolichen diplomatischen Unterredungen zwischen Paris, London, Rom, Belgrad und Berlin haben noch keinen konkreten Borschlag gezeitigt, wie die Paris, 21. März.( NS.) Außenminister italienisch- jugoslawische Spannung beseitigt wer- Briand ließ dem französischen Gesandten in den könnte. Wie es scheint, denkt man bisher nicht Belgrad Instruktionen zugehen, in denen er ihn an eine Intervention des Völkerbundes. In auffordert, der südslawischen Regierung Mäßigung informierten Kreisen herrscht cher die Ansicht vor, und Vorsicht bei der gegenwärtigen Krise anzudaß der Konflikt, der von bedeutenden Journalen empfehlen. Der Direktor der politischen Abteilung aufgemacht wurde, durch direkte Einwirkung der des Außenministeriums Berthelot empfing den Großmächte in Belgrad und Rom beigelegt wer- südslawischen Gesandten, bei welchem er in diesem den wird. Sinne intervenierte. Wie bereits angedeutet, glaubt man auch in Die Mächte, welche Mitglieder des BöllerGenfer Kreisen vorläufig nicht an eine weitere bundrates sind, sehen ihre Beratungen fort, um Vergrößerung der italienisch- jugoslawischen Span- durch gemeinsames Einvernehmen sich auf geeig nung. Auf Grund des Art. 11 des Bölferbund- nete Mittel zur Beilegung der gegenwärtigen partes besteht zwar die Möglichkeit, daß ein Spannung zu einigen und gegebenenfalls den neutraler Staat, z. B. Holland oder Schweden, Völkerbundrat zweds Geltendmachung des Arden Bölkerbundrat auf dieses Verhältnis, das den tikels 11 des Böllerbundpaltes einzuberufen. gefommen. Diese Glocke ist der Schiffbruch, der habe es schon schlimmer mitgemacht am Stap uns das Totengeläute läutet. Jetzt seid auf eurer Machichaes." Sut." Und als er festgebunden war, umfaßte er die Die Glocke, durch ein Nachlassen des Windes Steuerstange mit beiden Händen, voll jener beruhigt, hatte während der Rede des Doktors seltsamen Freude an der Gefahr. langsam weitergeläutet, Schlag für Schlag, als wolle sie die Worte des Alten bekräftigen. Es Sie erkannten die Stimme des alten Doftors. war wie das Totengeläute der Tiefe. Sört!" Aller Köpfe wandten sich. Alle schwiegen. Das Eigentümliche am Schneesturm ist, daß der Himmel schwarz und das Meer weiß ist, umgekehrt wie sonst bei Unwetter und Wind. Da hörte man deutlich aus der Finsternis Unten Schaum, oben dunkel. Und aus diesem das Läuten einer Glocke. Dunkel rieselt ein Staub von weißen Flecken Der Schiffspatron am Steuerruder lachte gleitende, schwebende, tanzende Schneeflocken. laut auf. Eine Glode! Ausgezeichnet! Was Im Polaripind gefrieren diese Flocken sofort zu beweist diese Glocke? Taß wir Land an SteuerSagel, die Luft ist von Geschossen erfüllt. Das bord haben." Wasser, mit Tausenden von Geschossen überschüt tet, prasselt und siedet. In einen solchen Sturm war die Barke mit vollen Segeln triumphierent hineingefahren. Raserei gegen Raserei. Die Barke flog nur so dahin. Simmel und Meer waren finienschwarz. Gifchtstrahlen schossen auf, höher als der Mast. Immerfort spülten Sturzwellen über das Deck wie Sintfluten. Die Frauen katten sich in die Robine geflüchtet, aber die Männer waren alle auf Ded geblieben. In Wirbeln fiel der Schnce, Schlagwellen gischteten und schäumten dazwischen, alles tobte in wildem Aufruhr. Die feste, langsame Stimme des Doktors anitvortete: Ihr habt das Land nicht an Steuerbord." ,, Aber natürlich!" rief der Patron. ,, Nein." Aber dieser Glockenton kommt vom Land." " Dieser Glockenton," sagte der Doktor, kommt vom Meer." Ein Schaudern erfaßte die beherzten Männer. Man hörte die Glocke läuten im Dunkel der Nacht. Der Doktor fuhr fort: ,, Mitten im Meer, halbwegs zwischen Portland und den normannischen Inseln, schwimmt, mit Ketten verankert, eine Boje. Auf dieser Boje In diesem Augenblick, hoch aufgerichtet am ist ein eisernes Gestell befestigt, in dem eine Glocke Sed, mit einer Hand im Tauwerk verklammert, aufgehängt ist. Bei hohen Seegang treiben die riß sich der Führer die Müße vom Kopf, schwenkte wogen die Boje auf und nieder und die Glocke sie im Schein der Laterne, und herausfordernd läutet. Wenn ihr den Klang dieser Glocke hört, und befriedigt, mit stolzer Miene und fliegendem so wird er vom Wind zu euch getragen. Also Haar, trunken von all der Finsternis, schrie er kommt der Wind von Westen, und die Klippen von Aurigny sind im Osten. Ihr könnt die Wir sind frei!" Glocke nur hören, weil ihr zwischen der Boje Frei! frei! frei!" wiederholten die andern. und den Klippen seid. Auf diese Klippert zu treibt Burra!" schrie der Führer. euch der Wind. Wir sind vom rechten Weg abhinaus: Alle lauschten, feuchend und angsterfüllt, bald auf die Stimme, bald auf die Glocke. Doch der Patron hatte sein Sprachrohr er griffen. 3icht die Segel ein! Scharf nach Westen zu, aufs offene Meer! Auf die Boje zu, auf die Glocke zu! Da draußen ist offene Sec. Es steht noch nicht ganz verzweifelt!" ,, Versucht's," sagte der Doktor. Die Befehle des Patrons wurden ausgeführt; alle legten Hand an. Aber der Orkan, wie ein eiliger Henfersknecht, machte sich daran, das Schiff zu vierteilen. Im Nu war das Marssegel aus dem Lief gerissen, die Schiffsplanken wegrafiert, die Halsgatten aus den Fugen, das Tauwerk durcheinandergewirrt, der Mast gebrochen, Strachen und Zerschmetterung und schallendes Getöse. Eine große Welle riß den Kompaß mit seinem Häuschen fort, eine andere das Rettungsboot, eine andere die Rahe des Bugfprietsegels, noch eine andere die Madonna am Bug samt der Laterne. Nur, noch das Steuerruder war verschont geblieben.. Die Laterne wurde durch eine große mit flammendem Werg und brennendem Teer gefüllte Brandergranate ersetzt, die am Vordersteven aufgehangen wurde. Jezt nehmt ein Tau und bindet mich an der Steuerstange fest," rief der Patron. Es geschah. Er lachte dabei und schrie das Meer an: Brülle du nur, meine Alte, brülle nur! Ich ,, Alles steht gut, Kameraden! Es lebe die Madonna! Nach Westen!" Eine ungeheure Sturmwelle ging über das Seck. Das ganze Hinterteil der Matutina war mit Schaum bedeckt, und in diesem Durcheinander von Wasser und Nacht hörte man etwas aus den ugen gehen. Als der Schaum sich verlaufen hatte, als das Heck wieder zum Vorschein kam, waren kein Patron und fein Steuerruder mehr zu sehen. Alles war fortgerissen, in das wichernde Brodeln des Sturmes hinein. Der Anführer starrte in das Dunkel und vief: Spottest du unser?" Aber auf diesen Schrei der Empörung folgte ein anderer. „ Werft Anker! Wir müssen den Patron retten!" -Alle liefen zum Gangspill; der Anker wurde losgewunden. Jede Barke hat nur einen dieser hier sollte nur zum Verderben gereichen. Der Grund war harter Felsen, die Wellen rasten. Das Tau zerriß wie ein Haar. Der Anker blieb auf dem Grunde des Meeres. Von diesem Augenblick an war die Barfe nur noch ein Wrack. Die Matutina war endgültig abgetafelt. Die Schiffbrüchigen klammerten sich ans Tauwert fest, an Planken und Bohlen und zersplitterten Brettern, deren vorstehende Nägel ihnen die Hände wund vissen. Von Zeit zu Zeit lauschten sic. Der Glockenton wurde schwächer. Dann erstarb er ganz. Die Matutina flog von Welle zu Welle. ( Fortsetzung folgt.). Dienstag, 22. März 1927. Inland. Knödel für das Stift Tepl. Die Kündigung einiger Marienbader Objekte vont Bodenamte zurückgenommen. Streit und Arbeiterurlaub. Ein Prosessor der deutschen Universität in Prag auf dem Kriegsplad gegen die Arbeiter! Von Abg. Franz aufmann. Seite 8. genehmen Arbeitern den Urlaub zu versagen. Die Begründung dafür wäre dann eben, die Arbeit wurde wohl geleistet, war also ständig", aber nicht zufriedenstellend, nicht gehörig". Aus allen diesen Gründen ist die Auslegung des Artikelfchreibers nur eine Wortklauberei. Der Zweck des Urlaubes ist die Erholung des Arbeiters, das Recht hierauf erarbeitet sich jeder Arbeiter innerhalb eines Zeitraumes von einem Jahr. Daß fprechen, wenn in dem betreffenden Betrieb Kün gesprochen, und zwar noch zu einer Zeit, wo das diesen Fällen, von einer Arbeitsverweigerung zu dies so ist, hat auch das Oberste Gericht aus digungsausschluß besteht. Der Arbeiter hat in Urlaubsgefes überhaupt nicht bestand. Es ist dies diesem Falle, genau so wie der Unternehmer, das die Entscheidung vom 29. Mai 1923, Nv. 784 Recht, ohne Kündigung, also jederzeit, das Ar bis 83, wo der Grundsatz ausgesprochen wird, beitsverhältnis zu lösen. Man kann doch bei einem daß der Urlaub( damals der kollektivvertragsArbeiter, der seinen Arbeitsplatz unter den angemäßige) ein Bestandteil des Lohnes sei, erarbeitet führten Umständen verläßt, nicht ganz einfach nach werden muß und dem Arbeiter nicht vorenthalten träglich den Paragraph 82 d. G.-O. in Anwen werden darf. Wenn dieser Grundsatz, bevor das dung bringen, denn durch die Verwirklichuig feines Gesetz in Straft trat Geltung hatte, um wie viel Willens, die Arbeit nicht fortzusetzen, hat er das mehr muß diese Geltung heute beſtehen! Arbeitsverhältnis unterbrochen und dem UnterDer Artikel des Professors Egon Weiß, der nehmer die Möglichkeit genommen, ihn zu ent geeignet sein mag, bei Juristen eine Aenderung laffen, Von einer Entlassung zu reden, wäre hier dieser grundsäßlichen Anschauung herbeizuführen, genau so widersinnig, wie wenn man sagen würde: wird, davon sind wir überzeugt- an der es bindet jemand einen freilaufenden Sund von objektiven Rechtserkenntnis der Richter des Ober der Kette Yos. sten Gerichtes nichts ändern. Wir hoffen, daß die Richter des Obersten Gerichtes nicht nach dem alten, sehr bequemen Grundsay: Wie hat das alte österreichische Gericht darüber geurteilt", rechtsprechen werden, fondern nach dem gerechten Grundsay, daß auch dem Arbeiter ein erworbenes, ev. gefeßlich gewährleistetes Recht, nicht genommen werden kann. Laut einer beim Bezirksgerichte in Ma rienbad ausgehängten Kundmachung, hat das Staatsbudenamt die Sündigung einiger von dem Besitzer des Stiftes Tepl beschlagnahmten Objette am 7. April 1870 in Kraft trat, gab dem Arbeiter Das Gesetz über das Koalitionsrecht, welches zurückgezogen. Diese Aufhebung der Kündigungen das Recht, Vereinigungen zu bilden, die den Zweck bezieht sich auf die beschlagnahmien Barzellen in verfolgen, beffere Lohn- und Arbeitsbedingungen A baschin und Auschwitz, sowie auf die anzustreben und zu erreichen, nachdem bis zu nachstehenden Objekte in Marienbad: Brunnen Siefem Zeitpunkt die Paragraphen 479 und 481 bersendungshaus, Zentralbad, Goldene Kugel, des alten Strafgesetes dies verboten haben.. Schon Tepler Haus, Neubad und Siederei. Es handelt bei der Schaffung dieses Gesetzes haben die Unterfich durchwegs um Realitäten, deretwegen beim nehmer die größten Anstrengungen gemacht, es zu Verwaltungsgerichtshofe ein Streit anhängig ist, Fall zu bringen, doch dank des Widerstandes der ob sie überhaupt in den Rahmen der Bodenre- Arbeiter ohne Erfolg. Als dieses Gesetz den Arformgesetze fallen. Eine für das Bodenamt un- beitern das freie Recht auf Vereinigung und das günstige Entscheidung ist diesbezüglich erflossen durch die Möglichkeit gab, sich beffere Arbeits und und es ist bezeichnend, daß sich das Bodenamt auch Lohnbedingungen auch mit Hilfe des Streifes zu diesmal vorbehalten hat, im Rahmen einer neuer ergivingen, fannte die Hinterhältigkeit der Unterlichen verwaltungsgerichtlichen Entscheidung die nehmer, samt ihren gelehrten Helfern, bei den VerObjekte aufs neue zu fündigen. suchen das Gesetz zuungungsten der Arbeiter aus Die befagte Marienbader Kundmachung beden- zulegen, feine Grenzen. Man versuchte auf un- Der Standpunkt des Artikelschreibers steht tet also feineswegs, daß die betreffenden Objekte geraden Wegen das zu erreichen, was auf geradem aber auch im Widerspruch zum Verfaffungsgefes aus der Beschlagnahme im Sinne der Bodenre- Wege nicht möglich war. Wir wollen nicht die der Tschechoslowafischen Republif, das in seinem forgefeße ausgefchieden sind, sondern nur den tausend und abertausend Chikanen der einzelnen Paragraph 114 den Grundsatz ausspricht, daß das Aufschub der Uebernahmte( Enteignumg) Gerichte, die den Arbeitern das bißchen Recht Recht auf Roalition, zum Schuße und zur Unter bis zur Stiarstellung der Rechtslage. Sofern der wieder nehmen sollten, im Detail anführen, müssen stüßung wirtschaftlicher Bestrebungen, den ArSchritt des Bodenanntes als ein neuer aktivisti jedoch auf die Dentschrift der Vereinigung der Arbeitern und Angestellten gewährleistet ist. Jn scher Erfolg" gedeutet werden sollte, muß betont beitgeber Desterreichs vom Jahre 1905 verweisen, feinem weiten Absatz verbietet es sogar alle Handwerden, daß es sich um eine Geſte des Entgegen wo ebenfalls von gelehrten Herren der Versuch fungen, die eine Verlegung dieses Rechtes dar kommens handelt, die in jedem Augenblicke ivider gemacht wurde, das Stoalitionsrecht der Arbeiter stellen. Es dürfte höchste Zeit sein, daß der Geist rufen werden kann. Und wenn es den deutschen so auszulegen, daß vom Gesetzgeber nicht beabsich der alten österreichischen Rechtssprechung, der auch Regierungsparteien schließlich gelingen sollte, den tigt worden fei, den Arbeitern ein R e dyt zu geben, heute noch auf unseren Hochschulen den Hörern Besitz des Stiftes Tepl ganz oder teilweise zu ret fich zu vereinigen, sondern daß das Gesetz nur eine eingeimpft wird, verschwindet und einem neuen sen, so wäre diefes neue inödelgeschenk mit der Duldung der Koalition ausspreche. Also Geist, der den tatsächlichen, neuzeitlichen Verhäft Breisgabe der sonstigen Bodenreformansprüche Tein Recht follte es nach Meinung der damaligen nissen angepaßt ist, Plaß macht. der deutschen Bevölkerung teuer genug erfauft. Schreiber dieser Denkschrift fein, sondern nur eine Die deutschen Kleinlandwirte, Häusler und Land freiwillige Sache der Behörden, Organisationen zu arbeiter haben unter dem jetzigen Regime noch bulden. Diese Denischrift hat ebensowenig ihren nichts wahrgenommen, was einem gerechten Ent- Zweck erreich, wie die Polizeischikanen, die Augegenkommen oder einer Sinänderung des Bo- wendung des Prügelpatentes gegen Sireikende, die Paragraph 85 G. O.( Folgen des Kontraktbruches und Schadenersay), 98( Erpressung) und 99( gefährliche Drohung) St. G., den beabsichtigten Erfola herbeizuführen vermochten. Denamtes ähnlich sähe. Im Kampf gegen behördliche Willtür. Aus der Tätigkeit unseres Abgeordnetenklubs. In den letzten Tagen hat unser Abgeordne tenflub eine ganze Reihe von Interpellationen eingebracht, die sich mit Uebergriffen der Behörden befassen. Genosse de Wit te interpellierte den Innenminister wegen der Ronfiskation eines Leitartikels im Karlsbader Volkswille", der unbeanständet auch in unserem Blatt und einer Reihe anderer Parteiblätter erschienen war. Weil darin von dem Leiter der Karlsbader Staatspolizei Votava als Pascha von Karlsbad" die Rede war, machte Herr Votava furzen Prozeß und tonfiszierte die betreffende Stelle. Die Interpellation stellt fest, daß es sich hier um einen Willküraft der Karlsbader Polizei handelt, und daß die betreffende Stelle nur deshalb der Beschlagnahme verfiel, weil er einen persönlichen Angriff auf den Leiter der Karlsbader Staatspolizei enthält. Genosse de Witte verlangt vom Minister des Innern, daß er das Karlsbader Polizeikommissariat darüber belehre, daß die Pressepolizei feineswegs nach persönlichen Empfindlichkeiten, sondern nur nach dem Gesetze gehandhabt werden darf. Wenn der Unternehmer das Recht hat, die Arbeiter seines Betriebes auszusperren, weil er etwas von ihnen ergivingen will, ohne sich dabei irgendwelche Beschränkungen auferlegen zu müssen, muß auch umgekehrt der Arbeiter dasselbe Recht bejißen, denn der Grundsatz unseres Rechtes ist doch Gleiches Recht für Alle", dem man, wenn es den Arbeiter betrifft, nicht mit dem vom Ar tifelschreiber angewendeten lateinischen Satz: Lege non diftinguente nec noftrum eft diftinguere" ( Wenn das Gesez feine Entscheidung trifft, ist es nicht unsere Sache zu entscheiden), aus dem Wege gehen fann. Wir bedauern nur, daß sich unsere Gelehren, von denen wir wissen, daß sie in ihrer Mehrzahl den Arbeiterintereffen fremd gegenüberstehen, dazu hergeben, den Arbeiter, der als der wirtschaftlich Schwache den geringsten Widerstand zu leiſten vermag, zum Objekt ihrer Versuche zu machen, das Recht den Wünschen der Unternehmer anzupassen und dem Arbeiter dadurch das bißchen Recht das er besitzt, noch schmälern. Wir sind überzeugt, daß es troß aller Bemühungen auf die Dauer nicht möglich sein wird, den Arbeiter auch in der Rechtssprechung nur als Objekt zu behandeln, sondern daß er bald auch als Subjekt auf diesem Gebiete sowie durch die Gelehrten Beachtung finden wird. Für uns ist die Sachlage klar. Der Arbeiter, der auf Grund des Koalitionsrechtes dem UnterDie Rechtsprechung im alien Desterreich benehmen seine Arbeitskraft entzieht, hat für die wegte sich in der vom Artifelschreiber angegebenen Zeit, während der er im Betrieb arbeitete, das Richung, daß jeder Streif eine Arbeitsverweige Recht auf seinen Urlaub erworben; wenn es ihm rung darstelle, doch glauben wir, daß unter den genommen wird, ist es eben ein Unrecht, das an heutigen Verhältnissen diese Formel nicht mehr Aber auch der Sinn des Urlaubsgesetzes wird dem Arbeiter verübt wird. Tritt der Arbeiter angewendet werden kann. Bei einem Streif hört vom Artikelschreiber verkannt. Wäre es richtig, nach Beendigung eines Streikes bei demselben der Arbeiter zu arebiten auf, weil ihm entweder daß der im§ 7 des Urlaubsgesetzes ausgesprochene Unternehmen oder Unternehmer, in die Arbeit der Lohn herabgesetzt werden soll, er einen höheren Grundsatz, daß die Arbeit„ ständig" und gehörig" ein, so muß ihm die im Betrieb vor dem Lohn erreichen will, weil er schifaniert wird, aus zu verrichten ist, so auszulegen sei, daß der Be- Streit verbrachte Dienstzeit ange= Solidarität für einen entlassenen Mitarbeiter oder griff ständig" die Zeit umfaßt und gehörig" rechnet werden, außer es werden dafür sepa aus einem anderen wirtschaftlichen beziehungsweise mit zufriedenstellend übersetzt werden soll, so hätte rate Vereinbarungen getroffen, in moralischen Grund und es ist ein Unsinn, in allen der Unternehmer die Möglichkeit, allen ihm nicht denen der Arbeiter freiwillig seinen Verzicht 600esssee80600 00020003338080086c000000000000000000088850822e ausspricht. feier für die Märzgefallenen mit der Begründung| tungsbehörden widerspricht, daß jedes Wort verboten, daß an diesem Tage die Geburtstags- der Kritik überflüssig sei. Die Vertei feierlichkeiten des Präsidenten Masaryk begangen lung von Flugzetteln sei nicht nur eine der ältewürden und die Abhaltung einer Trauerfundge- sten, sondern auch heute noch eine der verbreibung an diesem Tage daher den Charafter einer Demonstration hätte. Eine Gedenkfeier wurde nur für den 4. März unter zahlreichen Einschränkungen bewilligt; so wurden gemeinsame Umzüge zum und vom Friedhof sowie das Tragen von Abzeichen und Fahnen verboten und die vorherige Vorlage der zu singenden Choräle gefordert. Die Interpellation stellt fest, daß es der Bevölkerung von Sternberg ganz ferne gelegen ist, irgend eine Demonstration gegen den Präsidenten zu veranstalten, und daß der Geburtstag des Präst( Schluß.) Rundfunt für Alle! Programm für morgen, Mitiwoch. Prag, 349. 11: Schallplattenmufit. 11.10: Landwirt3. Goldmann: a) Stabber; b) Zu fa. 1. Bakata: In der tetsten Waffen im politischen Kampf und jeder Versuch, dieses Kampfmittel zu unterdrücken, müsse la cherlich genannt werden. Aber auch schaftlicher Rundfunk und Zeitfignal. 12.05: Breffenach das zweite Verbot ist unhaltbar, weil ja gleichzeiten. 12.15: Mittagskonsert. 1. Urbach: Auf Flotows tig die Veranstaltung der öffentlichen Versamm lung unter freiem Himmel bewilligt wurde und nicht einzusehen sei, wodurch die öffentliche Sicher heit gefährdet sein soll, wenn die Teilnehmer dieser Versammlung nach Schluß in geschlossenem Zuge abmarschieren. Spuren. 2. Delibes: Indisches Ballett aus" almé". giebesiaube. 5. Linde: Riette. 6. Sasler: Lieb. 13: Sund funt für Sandel und Gewerbe. 14: Börsennachrichten. mann. Suverture. 2. Sobed: Concertino. 3. Delibes: Bal eile Sylvia. 1. Bafft: Nocturno. 5. Smetana: Die 16.30: Nachmittagsfonzert. 1. Lorking: Zar und Simmer Genosse Schäfer interpellierte den Innen- denten dem Sternberger Bezirkshauptmann nur Kommunistische Gesinnung bei solvaten rieler von kelimezib. 10: Borttan: Wie soll man bie minister wegen ein willkommener Vorwand zum Verbote der Märzgedenkfeier an einem Sonntage Konfislation eines Platates der Bankbeamten, war, um so die Beteiligung der Arbeiterschaft aut worüber wir seinerzeit schon berichtet haben. Der der Feier hintertreiben zu fönnen. Als sich tros Verband der Bauf und Spartassenbeamten hatte des Verbotes die Arbeiter von Sternberg am 6. in seinem schweren Stampf um die Aufrechterhal- März doch in größerer Zahl am Grabe der März tung der erworbenen Rechte der Bankbeamten ein gefallenen einfanden, weil sie sich an dem vom Blakat herausgegeben, das unter dem Titel Bezirkshauptmann gnädigst ausgewählten Werf Was ist mit der Revision der Direk tag nicht an der Feier beteiligen konnten, und torenverträge" auf die„ verdienstvolle" hiebei ein Vertrauensmann der Arbeiter in eini Tätigkeit einiger Direktionsmitglieder der Mährigen Worten schilderie, warum man heuer die Geschen Agrar und Industriebauf hinweift, welche Denkfeier nicht am Sonntag veranstalten durfte, durch eine gerichtliche Stlage Willionenabfertigun ordnete der Bezirkshauptmann von Sternberg gen zu verlangen drohen, obgleich sie bedeutende schon am nächsten Tage durch die Gendarmerie Bezüge erhielten, ihr Vermögen erst seit ihrer eine hochnotpeinliche Untersuchung Tätigkeit in der Vanf erworben haben und ob au, wer zu dieser Veranstaltung" aufgefordert wohl sie die Weitverantwortung für die Sanie- habe, und der erhebende Gendarm verlangte sogar rungsaktion ihres Institutes tragen. Demgegen von dem Redakteur der„ Volkswacht" aller über gehen die meisten der im Verlaufe der Sanie- dings ohne Erfolg- Auskunft darüber, wer eine rungsaktion entlassenen 108 subalternen Beamten diesbezügliche Notiz für das Blatt eingesendet einer ungewissen Zufunft entgegen. Das Plakat babe. Genosse Hadenberg fordert vom Jumenhatte schließlich verlangt, daß chestens ein Gesetz minister die Feststellung, daß das Verbot der herausgegeben werde, das die Möglichkeit einer Märzfeier gefeßlich nicht begründet war, sowie Revision und Neuregelung der Verträge der Vorkehrungen gegen derartige Willfürafte. Bankdirektoren gib:. Die Prager Polizeidirektion hatte die Affichierung dieses Plakates im angeb Den Reigen der Aktionen, die unsere Abgelichen Interesse der öffentlichen Ordnung unter- ordneten in der jüngsten Zeit gegen behördliche fagt. Die Interpellation stellt fest, daß die lebergriffe zu führen gezwungen waren, schließt Prager Polizei dadurch ganz offen- eine Interpellation des Genossen Leibl wegen tandig in einen Lohnfampf in parteiischer Weise zuaunsten der Unternehmer eingegriffen bat und verlangt vom Junenminifter geeignete Vorkehrungen, um folche Vorfälle in Sinfunft zu verhindern." ** * ein Verbrechen. Schon wieder ein Berratsprozeß gegen Kommunisten. verlaufie Braut, 6. Strauß: Kuß Walzer. 17.30: Börfent nachrichten und Bopfenmartipreife. 17.45: Sinderſtündchen. 18.15: Landwirtschaftlicher Rundfunt. 18.35: Deuifche Sendung. Wetterbericht und Tagesneuigkeiten vom Breß ofiro, bierauf: Juc. starl Scharf. Leitmerity: Sur 700Witshafts. und Börsennachrichten in den Zeitungen lefen? 19.15: Bortrag: Die ärztliche Behandlung des Gebiffes. 20: Wellervorausfage und Preffenachrichten. 20.08: Gla wifcher Abend. 21: Seitsignal. 21.20: Rundfuntspiel: Die Ausgebinger. 22: Seitfianal. 22.02: cyle Nachrichten des Brehbüros, ebersicht der Tagescreignisse, Sport und Theaternarichten. Braun, 141. 12.15: Wittagstonzert. 1. Strauß: Marfch. 2 Corvina: Bar und Zimmermann. Ouverture. 3. Urbach: Grieg Erinnerungen. 14.30: Effeftenöörie, Wetterbericht, zähmung wilder Tiere. 17.35: Deuifche Breffena.hrichten. 17.45: Deutfche Sendung. Ing.. Korzinffy: richten. 18.20: Bortrag: Eindrüde aus Rom. 19: Konzert. 1. Glinta: Das Leben für den Zar. Ouverture. 2. Muf Die folafenbe Würffin. Breffenachrichten, Sport und Theater. 17.15: Sinderede. Stabi und Eifen. 18: Seitfignal. Warft und Börsennach forffil: Suite„ Aus der Bilderausstellung". 3. Borodin: Brünn, 21. März. Vor dem hiesigen Divi sionsgericht begann heute ein auf sechs Tage berechneter Prozeß gegen vierzehn Soldaten des Infanterieregimentes 31 aus Iglau, die wegen Berbrechens des militärischen Verrates, des Aufruhrs und einer Reihe anderer Delikte angeklagt sind. Bei näherer Betrachtung der Klageschrift schrumpft die ganze Auflage ziemlich zufammen. Der Hauptangeklagte Cihet soll sich abfällig Rebitoff: Romanze. 5. Efchaikewffit: Dornröschen. über die Offiziere ausgesprochen haben, foll fom- fife Eleber. 21: Rongeri. 22: Wie Bras munistische Blätter gelesen, verteilt und für fi geschrieben haben, ja er soll sogar bei einer Feier der russischen Revolution ein Gedicht rezitiert haben! Schließlich wird er beschuldigt, er habe sich einen Nachschlüssel zu Amtsräumlichkeiten ver sorgt, wichtige Geheimakten photographiert und sie abschreiben lassen, um sie den 3glauer Stom munisten in die Sände zu spielen. Bei seiner Einvernahme erklärte sich Cihat für unschuldig. Er habe keine Dokumente verraten, feine fommunistische Werbearbeit betrieben und bei der Revolutionsfeier nicht rezitiert. Die Verhandlung wurde dann abgebrochen. Gemeindewahlerfolg. 20: Proben aus den Dichtungen Gellners. 20.30:@lowa Preiburg, 300. 18: oberne Tänze und Lieber. 19.05: Slowafifcher Sprachfurs für Ungarn. 20: Wie Brag, 21: Beltfianai. 22: Bie Prag. 2ten, 517. 11: Bormittagsmufit. 16.15: Nachmittags. fongeri. 17.05: wärden. 18.05: Züchtung von Obft und Gemüte. 18.30: Tas Tien der Stadierweiterung: 19.10: Franzöfifch. 19.30: English. 20.05: Bunter Abend. Deutschland. Königswusterhausen, 1300 12: Franzöfifch). 14.30: 16.30: wrobe und stultur. 16: Stunft und Erziehung Englisch. 17: Unfere Stirchenmufif. 18: Blächen und einem Laien durch die Börfe. 19.20: Oft- und Elidasien Maummeifung. 18.30: Enalifch. 18 55: Spaziergang mit in der heutigen Welipolitif. 20.15: Hebertragung von Bertin, 181. Beethoven Abend: Brofa. 21.15: Beethoven; 9. Symphonic. 22.30: Tanamufif. Breslau, 323. 12: milionsfonzert. 13.20: Schallplatten fonzert. 16.30: Unterhaltungsfonzert. 18.50: Lebensglück und Lebensfunft. 20.10: Bunter Abend. Frankfurt, 429. 15.30: Jugendstunde. 16.30: te Tanzmusif. 18.15: Grauenstunde. 18.30: Naturfunde. 18.45: Neuere Seelenforschung. 19.15: 1tbentiche Zafelmalerei. 19.45: Junge ruffische Dichter. 20.15: Wer weint um Judenad?", Traaifomödie von Rebfifch. 18: Rollstümliches Ronsert. 19.30 Die zareszellen. Oratorium von Sabhu. Tanzmusif. Hamburg, 395. 14.05: Sausfonzert. 16.30: Tangtee. Langenberg, 469. 13.30: Mittagsfonzert. 17: Strabier mufit und Lieber. 18.10: Das Problem: des Fernsehens. 20.05: Bunttecnit. 20.10: Schnepfentrich. 20.30: Stonsert. 22.20: Tanamufit. Unterdrückung von politischen Kundgebungen. durch die Bezirksverwaltung in Slattau. Diese hatte mit Bescheid vom 3. Feber d. J. die Verteilung eines von unserer Partei herausgegebenen Flugblattes mit der Begründung untersagt, daß nach§ 23 des Preßgesetzes die Verteilung von Druckschriften außerhalb der dazu bestimmten Lofalitäten verboten sei; am selben Tag untersagte dieselbe Behörde auch einen von unserer Partei in Neuern nach Abschluß einer Versammlung zur Nede. Dort hatte die politische Bezirksver- unter freiem Simmel geplanten Umzug. Die In waltung die Abhaliung einer von der Sternberger terpellation stellt fest, daß das erstere Verbot in so ben auf unsere und acht auf die Partei der wien. 19.15: Bom Sinn und Babu des Gewefenen. 20: Arbetterschaft für den 6. März geplanten Gedenk frasser Weise der ständigen Praxis der VerwalGenosse Hadenberg stellte den Innenminister wegen des Verbotes der Geder seier für Märzgefallene in Sternberg Am Sonntag, den 20. März wurde in Schönau( im Bezirk Gra slip) die Gemeindevertretung neugewählt. In diesem rein länd lichen Gebiet waren bisher die Landbündler doppelt so start wie wir; sie hat ten zehn Mandate, während unsere Partei nur über deren fünf verfügte. Am Sonntag nun er hielt unsere Liste von den insgesamt 127 abgege benen Stimmen 60 und die Landbündler 67 Stimmen. Von den Mandaten entfallen nun sieLandbündler. Leipzig, 366 16.30: Jugendfiunde. 19: Berufsarbeit Ifchaifowoffii- Abend. 22.25: Funtbretit. unter Lebensgefahr. 19.30: Training und Affefe. 20.15: München, 536. 12.30: Mittagsfonzert. 16: Nachmittagsreichischer Albend. 22: Weltwirtschaftliche Rundschau. Stuttgart, 380. 13.10: Edjallplattenfonzert. 15: Jugendfonzert. 17: Jugendftunde. 19: Liederstunde. 20: Dester Volkstümliches Ronzert. 21.30: Jass Band. Gette 4 Tages- Neuigkeiten. Beitrag zur tommunistischen „ Einheits ront". Jm Berliner ,, Vorwärts" finden wir die folgende Zusammenstellung der zehn Gruppen, in die die deutsche kommunistische Partei zerfällt und die sämtlich fraftionell zusammengefaßt sind: offene Brandler Fraktion ( Böttcher, Walcher, Siewert, Rosi Wolfstein, Rofenberg ufm.); 2. die Ernst Mener Fraftion; 3. die Parteibeamten( Gwert, Pied, Ulbrich, Pfeiffer usw.); 4. die Thälmann Fraktion( Thälmann, Dengel, Heinz Neumann, Schneller, Seinrich, Karl Volf, Neubauer); 5. die Chemniper Linte( Bers, Gruppen in Chemnis, Mittelrhein, Berlin usw.); 6. die Weber Gruppe; 7. die Kötter Gruppe( Weddinger ( Weddinger Linfe); 8. die Iine Opposition( UrbahnsGruppe); Eine Maffendemonstration der Gablonzer Glasarbeiter gegen die Schmirgelware. 15.000 Arbeiter gegen die Verschmirgelung der Glasindustrie Dienstag, 22. März 1927. Sympathielundgebung für nnfere Bergarbeiter, Auf dem Verbandstag der österreichischen Vergarbeiter in Wien. Wien, 21. März.( Eigenbericht.) Gestern, trat in Wien unter zahlreicher Beteiligung der Ver. ,, Der Bergarbeitertag hat aus den Ve. grüßungsansprachen der ausländischen Gäste von den Kämpfen erfahren, die ihre Kameraden überall zu führen haben. Die Bergarbeiter has ben daraus ersehen, wie der Kapitalismus überall die gleichen Ziele mit den gleichen Mitteln anstrebt. Vor allem wendet sich die Aufmerksamkeit der österreichis schen Vergarbeiter ben schweren Abwehrfämp fen der tschechoslowakischen Kameraden zu, der ihnen von der bürgerlichen Regierung auge zwungen wurde. Die österreichischen Bergar. beiter wünschen ihren Kameraden in der Nach barrepublik den besten Erfolg. Die österreich jfen Bergarbeiter rufen die tichechoslowafi h Kameraden zur Erkenntnis der Notwendigkeit ciner einmütigen, geschlossenen Organisation als einzige Voraussetzung der Erfolge auf." Auf dem Spielplate des Gablonzer Turnver-] vorlage über den unerlaubten Wettbewerb eine bandstag der österreichischen Bergarbeiter zusam. eines fand gestern eine Riesenfundgebung der Bestimmung aufgenommen werden, nach welcher men. Er wurde u. a. für die Union der Bergar Glasarbeiter gegen die Schutirgelware statt. Für der Regierung das gesetzliche Vollzugsrecht gegebeiter in Tepliz vom Genossen Pohl begrüßt. den Zentralverband der Glasarbeiter eröffnete die ben wird, die Einstellung der Erzeugung von Nach den Begrüßungsreden wurde auf Antrag des Versammlung der Gehilfenobmann ölzel, als Waren, die den Handel sowie die Arbeiterschaft als Bundesrates Schlager folgende Resolution erster Redner sprach der Sekretär des Zentralver auch die übrigen beteiligten Faktoren schädigen, einstimmig angenommen: bands Genosse Redziegel, oft von leiden sofort und zuverlässig durchzuführen. Weiter, daß schaftlichen Zurufen der Massen begleitet. Für die die Gesetzesvorlage als ein Dringlichkeitsantrag Landeszentrale der Vereinigten Gewerkschaften von den gesetzgebenden Stellen behandelt werde. sprach der Abgeordnete Genosse Schäfer. Für Die Versammlung erklärt, daß bei der ungeden tschechischen Glasarbeiterverband in Teplit heueren Not und Arbeitslosigfcit, Seba, für die Seftion des J. A. V. Va bu lif, wie sie in den drei Glasarbeiter Bezirken vorhan für den deutschen Glasarbeiterverband, Sig Gab den ist, das Gesetz vom 19. Juli 1921 als völlig long, lani, für das tschechische Gebiet der unzureichend ist. frühere Senator Lissy. Eine Resolution wurde angenommen, in welcher ein Erzeu gungsverbot für Schmirgelware verlangt wurde, daß alle jene Erzeuger, welche die Bestimmung des Heimarbeiterschußgesetzes nicht einhalten, firenge bestraft werden, daß alle jene Erzeuger, welche den Achtstundentag nicht einhal ten, ebenfalls bestraft werden, daß die von der Arbeiterschaft bestellten und bezahlten Kontroll organe Legitimationen zum Besuche der Betriche erhalten, daß fufort eine bessere Fürsorge für Ar beitslose durch Schaffung eines Gefeßes über die beitslose durch Schaffung eines Gefeßes über die Arbeitslosenversicherung einsett. Zunächst be stehen die Glasarbeiter auf der sofortigen No. bellierung des Gesetzes über den Staatsbeitrag zur hat Walfischtvan im Werte von 500.000 Pfund erFafzistische Lausbüberei. Die Jaurés- gewerkschaftlichen Arbeitslosenunterstützung: der Wir wollen hoffen, daß endlich den Forde beuret. Die neuseeländische Regierung erwägt cas Statue in Perpignan ist wie aus Paris ge- Staatsbeitrag ist zu erhöhen und feine Auszahrungen der fergebirgler Glasarbeiter entsprobiesem Anlaß, Mittel zu ergreifen, um die voll. meldet wird in der Nacht auf den Sonntag lung nach Ablauf der gewerkschaftlichen Unter- chen wird, sonst ist zu befürchten, daß diefes einst ständige Ausrottung der Walfische zu verhindern. Die mtt Teer besudelt worden. Von den Tästüßung bis zu einem Jahr zu verlängern; ferner so blühende Industriegebiet bald nur noch ein Tatsache, daß der Tran, der in dieser Saison im Roß. fet fehlt vorläufig jede Spur. wird gefordert, daß in die vorbereitete Gesetzes wirtschaftliches Trümmerfeld ist. Meer erbeutet wurde, so viel wert ist wie die ganze ¶¶¶st Solsousfuhr aus Neuseeland in einem Jahr, muß zu 9. die Korsch Gruppe. 10. die Schwarz- Gruppe. Diese Tatsache der zehn geschlossenen kommuuftifchen Fraktionen wird nicht etwa vom bösen " Vorwärts" zuerst berichtet, sondern von der linten fommunistischen Opposition! Wir teilen diese erbaulichen Ding: deshalb mit, damit die Arbeiterschaft auch hierzulande erkenne, was es mit der kommunistischen Einheitsfrontparole auf fich hat. Die Eröffnung der Luftlinic Berlin- DresdenPreg- Wien. Montag mittags um 12 Uhr 30 Min. landete auf dem Flugplaze in bell als erstes Flugzeug der neueröffneten Luftlinie Berline Dresden Prag- Wien ein drei motoriges Junderflugzeug der Lufthansa mit neun Reisenden. Das Flugzeug war um 9.35 Uhr in Berfin gestartet und hatte in Dresden kurzen Aufenthalt genommen. Zehn Minuten nachher lan dete das Wiener Flugzeug mit sieben Vasjagieren. Noch 20 Minuten Aufenthalt in Prag traten die beiden Flugzeuge, das eine nach Berlin und das andere nach Wien, die Weiterreise an. Marftplatz als Versammlungsort nicht bewilligt die politische Bezirksverwaltung den batte, wurde neuerlich interveniert und dann von der politischen Bezirksverivaltung gestattet, daß die Versammlung auf dem Marktplatz abgeführt werden kann. Die Maffen strömten von Spielplay auf den Marktplay, der dicht angefüllt war. Am Martt sprach dann für die kommuni ſtiſche Partei der Abgeordnete Elftner, für die Nationalsozialisten Abgeordneter Simm, cin Vertreter der Angestelltenorganisation, sowie Ber treter der Genossenschaft und der einzelnen Par teien. Das Schlußwort hielt mieder der Genosse unter den dortigen Walfischherden geführt, und mon Redziegel. feitner Brüdengasse verlassen hatte, sprang ihm| 18 Sekunden einen neuen Weltreford auf. benfen geben, und man fürchtet, daß das Roz- Meer der Arbeiter Winnarif aus Hlubotſcher, mit dem Der letzte Weltreford war 2 Minuten 50.2 Sebald von Fängern überflute: fein mwird, die feiren er vorher im Wirtshaus gestritten hatte. nach funden. und stach ihn in den Oberar mi. Mynarik einzigen Walfisch mehr am Leben lassen. Der austro. fiche Forschungsreifende Douglas Mowson erklärt in diesem Zusammenhang, daß die Walfische im Süd. polar- Meer in 20 Jahren ſicherlich ausgerettet sein werden, wenn nicht die größten Anstrengungen ge macht werden, um den Walfischfang einzudämmen. Unterschlagungen untreuer Baufbeanten. In lief davon und konnte bisher nicht gefunden wer- Kopenhagen verhaftete die Polizei das gejemuc den. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus ge- Perional einer Filiale der Privatbank, da fid; her schafft. In einem Břevnover Gasthaus trafen ausstellte, daß diese Angestellten in den letzten Jah zwei alte Feinde aufeinander: der Kutscher ren 600.000 Stronen durch Unterschlagungen verun Johann Cerveny und der Schlosser Josef Rezni trent botten. Angeblich soll der Abteilungsleiter das Hochzeit auf dem Berliner Funkturm. Am Sons. ček, beide aus Břevnov. Rezniček veysezte seinem ganze Geld allein eingeitellt haben, eine Angabe, die tag nachmittags hat in dent Restaurant des Berliner Gegner eine schalende Ohrfeige, worauf wenig Glauben findet, da man es für unmöglich hält, Funkturms die erste Sochzeitsfeier statigefunden. diefer ein volles Bierglas ergriff und mit dem eine solche Summe ohne Mithilfe des Rasierers und diese Che ist also sozusagen holbwegs im Simmel gr. Glas das Gesicht Červentis solange bearbeitete, bis uchhalters verschwinden zu lassen. Das Geld ist schlossen worden. Rezniček nur der ventet des zerschlagenen Glases fowie für die Finanzierung einer schwindelhaften Er. dieser blutend zusammenbrach und für Spekulationen in deutscher and finnischer Mart in der Sand blieb. Cerveny fam ins Stranfenhaus, findung draufgegangen. Da die bestohlene Bank 1326 Reznicef wurde verhaftet. einen, Nettoüberschuß von zehn Millionen Kronen er hiclt hat, vermag sie den Verlust immerhin zu tragen. Eine blutige Familientragödie ha: sich in Leip Zuwidere Zollbeamte aber sie lassen handeln! Einen neuen Beitrag zur unwürdigen Eine Neberlokomotive. Die New Yorfer Zentrol, Behandlung der Grenzbevölkerung lieferte am Güerzugiofomotiven in den Tienst gestellt. Bei den Eisenbahngesellschaft ha: fürzlich nene efeftrische vorigen Samstag das Zollamt in Fleißen. Eine Reichsdeutsche war zu Fuß von Brambach Probefahrten hat eine dicier Maschinen einen Güter. über die Grenze nach Fleißen zu dem Zuge unt Blutiger Zusammenstoß zwischen Hafenfreuz zug von 108 Wagen, der ein Gemicht von über 3000 viertel 3 Uhr nachmittag gekommen und hatte ein lern und Kommunisten. Sonntag abends fam es Die Erholungsheime der Allgemeinen Pen Tonnen hatte und rund 1600 Meter long war, mit halbes Rilo Feigen und eineinhalb Kilo Orangen auf einem Berliner Nororte bahnhose fionsanstalt werden am 1. Mai 1927 eröffnet der normalen Güterzugsgefchwindigkeit gezogen. Unbei sich. Am Fleißner Bahnhof wurde die Damen einer Schlägerei zwischen Angehörigen der werden. Da nach den Erfahrungen des verbelastet erreichen die neuen Lokomotiven eine Ge ven einem Zollorgane angehalten, und für die Rechtsverbände und Kommunisten Jene waren flossenen Jahres zu schließen heuer wieder ein schwindigkeit von 140 Stundenkilometern. Die MaFeigen und Orangen ein 3olf von 185 K(!) ge- anscheinend aus einer Versammlung schon früher großer Andrang von Anstaltsmitgliedern in die schinen wienen 170 Tonnen und haben ach: Motore, fordert, der dann von dem Beamten auf in den Zug gestiegen und bereits unterwegs mit Erholungsheime zu gewärtigen ist, empfiehlt die die zusammen 3330 Pferdekräfte leisten.. Sie sollen 40 kronen ermäßigt wurde. Da die Frau Kommunisten zusammengeraten. 250 National Anstalt allen Mitgliedern und vor allem denen, jetzt für das Gesamteisenbahnnetz der Sted: New nur 30 K in tichechischem Gelde bei sich hatte, fozialisten standen gegen 25 Kommunisten. Bei der die bereits in früheren Jahren in den Erholungsort eingeführt werden, das mit Dampffofomtiven begnügte sich das Finanzorgan auch mit diesem Ankunft in Lichterfelde Oft verlangte der Führer heimen untergebracht waren und deren Gesund nicht befahren werden darf. Betrage. Die Frau, die mit dem halb drei Ihr der Nationalsozialisten von dem Aufsichtsbeamten heitszustand einen abermaligen Kurgebrauch cr zuge nach Eger weiterfahren welite, wurde zur die Feststellung des Führers der Kommunisten mit fordert, von der von der Anstalt in den Erho- sig abgespielt. Der Bürobeamte Friz Bepold er. Protokollaufnahme zurückgehalten, bis der Zug der Begründung, daß die Kommunisten mit Re- lungsheimen gewährten Begünstigungen insbe abgefahren war und konnte erit um halb 7 Uhr volvern ausgerüstet ſeien. In diesem Augenblicke fondere in den Monaten Mai und September stach nach vorausgegangenem Streit seine Frau Lido, nach Eger weiterreisen. Als sie sich darüber be fingen die Kommuniſten an zu schießen. Es wur- Gebrauch zu machen, da dann ihre Ansuchen cher gemene Görner, mit einem Messer. Hierauf ver fd werte, wurde ihr geantwortet: Was glauben den 17 Personen verlegt und von diesen berücksichtigt werden können. Die für die Auf- fuchte er sich die Bulsadern zu öffnen. Hausbewch. Sie denn, wie Ihre Beamten unsere Leute be- fechs ins Krantenhaus gebracht. Der Zustand der nahme von Mitgliedern geltenden Vorschriften ner riesen die Polizei herbei. Frau Pegold war 101. handeln? Die werden noch schlechter behandelt." leßteren ist bedenklich. sowie die für die Gesuche vorgeschriebenen ForDer schwerverlette Fris Petzold wurde ins Krankens Ein untergeordnetes Finanzergan übt also furzer Mussolinis Auftrolizei. Die römische Trimulare werden von der Allgemeinen PensionsHaus gebracht. Seit längerer Zeit bestanden zwischen hand Vergeltung wegen wirklich oder vermeintlich buna" veröffentlicht Einzelheiten über die Aufgabe anstalt in Prag II- 390 oder deren Landesstellen Bepold und feiner Frau Streitigkeiten wegen der schlechter Behandlung unserer Staatsangehörigen der neuen Luftpolizei. Die Polizei wird sich ins über Verlangen zugesendet. Die Gesuche sind kei nierzehnjährigen Tochter der Fren Verald aus erster im Reiche! Es ist notwendig, daß solche Organe besondere an den politischen Grenzen und an den den zuständigen Landesstellen spätestens bis he. über ihre Pflichten im Umgang mit den Parteien jenigen Punkten betätigen, die von Fliegern nicht 15. April 1927 einzubringen. aufgeflärt werden. Uebrigens macht es schon überflogen werden dürfen. Die Polizeiäroeinen sehr merfwürdigen Eindruck, wenn der Be plane, die durch besondere Fahnen fenntlich sein amte erst 185 Stronen Zoll fordert und sich dann werden, werden den Bufifahrzeugen den Befehl er mit 30 Stronen begnügt. ieilen, unt: utehren oder sofor: niederzusehen. Die Polizeiäroplane werden das Recht haben, nach einer unbeachtet gebliebenen Aufforderung eine zweite durch blinde Schüsse folgen zu lassen, und wenn die Luftfahrzeuge auch dann nicht gehorchen follten, scharff chicken. Falls die Polizeiäroplane nicht aufsteigen fönnten, um andere Flug zeuge aus gewissen Zonen herauszubringen, müßte die Fliegerabwehrartillenic in Tätig. Sonntag nachmittag nach 2 1hr mußte ein Ein sächsischer Ballon in Böhmen gelandet. großer deutscher Ballon mit vier Insassen in Wils benichwert hinter der Fabrif Tera" eine Notlandung vornehmen. Die Flieger versuchten vor her. durch Abwerfen von Ballast einer Landung auszuweichen, was ihnen jedoch nicht gelang. Der Ballon war in Schwarzenberg in Sachsen um 12 Uhr nachts aufcestiegen. Sommandant der Bejagung war Gerhard Höchst aus Chemnitz, die übrigen Flugteilnehmer waren die Flieger Erich Wathes und Streyiz. Die Autoraserci. Montag frith stießen in Brags fammen. Das Lastauto wurde von der Straße gegen Holleschowiß ein Personenauto und ein Zastouto zu das Ufergeländer der Moldan geschleudert, durchbrach dieses und stürzte die Böschung hinab in den Fluß, wobei es sich einigemal überschlug. Der Chauffeur Svoboda, der Verletzungen am Kopfe und Genid erlitten hatte und ohumächtig geworden war, lam im Wasser wieder zum Bewußtsein und löschte das Feuer im Wagen. Beide Autos wurden starf beschädigt, das Lastauto wurde im Laufe des Vormittags aus dem Wasser gezogen. Der Chauffeur Noval tam mit dem bloßen Schrecken davon. 16. tschechoslowakische Klaffenlotteric.( GrundDer Sohn Battistis auf einer Stifahrt vers Staubexplosion in einer Korfmühle. In unglückt. Dr. Battisti, der Sohn des chema- ahlen 04 und 46). 3c 90.000 K: 56304 82104; je Murr( Württemberg) entstand am Samstag ligen Abgeordneten des österreichischen ParlaAbend infolge einer Staubexplosion in einer Kortments Dr. Cesare Battisti, der zu seinen Landsleumühle ein Brand, der das Werk vollkommen ein- ten deſertierte, ergriffen und in Trient durch den äscherte. Ein 17 jähriger Arbeiter ist da Strang hingerichtet wurde, ist auf einer Stipartic, bei mit verbrannt. Der Obermüller die er ohne jegliche Begleitung unternahm, auf star b. noch in der gleichen Nacht an den bei der dem Pordoijoch gestürzt. Er fonnte sich lange Explosion erlittenen schweren Brandwunden. Zeit nicht von der Stelle bewegen und mußte Durch eine umstürzende Mauer wurden Durch eine umstürzende Mauer wurden ein viele Stunden im Schnee liegend verbringen. Im Mann schwer und drei leichter verletzt. ein viele Stunden im Schnee liegend verbringen. Im Trienter Spital, wohin er gebracht wurde, wurde die Amputation von acht Fingern und einer 3che vorgenommen. 60.000 K: 97904 214946; je 40.000 K: 19504 85146: 173604 182004 224246 233204; ic 5000 K: 12046 30246 je 10.000 K: 2404 41204 42804 46604 65404 169046 50804 62904 84546 103204 110646 138146 161346 170204 170304 171346 177046 194246 198246 213704 226046 226246 233804 236304: je 2000 K: 9604 14704 17004 17804 27646 31704 85904 38746 41646 43801 44104 53504 53546 56546 61146 61204 63046 63704 65046 66546 70904 75104 98704 95404 96546 104245 110546 122946 124046 125946 128104 132046 185.04 192404 198004 198704 203204 204246 209604 213546 Großstadtbilder. In der Nacht von Sonntag auf Montag haben sich in Prager Wirts häusern folgende blutige Ereignisse zugetragen: In einem Roschirscher Gasthaus ge rieten der 25jährige Arbeiter Johann Carda aus Roschirsch und ein an dem Nebentisch sitzender un befannter Mann, der sich in Begleitung eines ungefähr zehnjährigen na ben befand, hart aneinander. Als der Unbe- feit treten. fannie, nachdem er seine Zeche gezahlt hat, das Gosthaus verlassen hatte, lief ihm Carda nach und griff ihn tätlich an. Der Unbekannte zog jein Ta chenmesser und ſticß es Carda in das Herz, der tot zusammenbrach. Der Mörder und der fleine Junge liefen davon, sprangen in eine ju Slamovka" fahrende Elektrische und verschwan den an der Endstation. Eine Bolizeipatrouille, die nom Wir: herbeigerufen wurde, nahm sogleich die Verfolgung im Automobil auf und er wischte den Mörder in der Nähe von Motol. Als Hungerted auf hoher See. Havas meldet aus dieser die Polizeimänner jah, warf er das blutige Miesser weg. Der Mann wurde zur Polizei geSt. Etienne: 48 Maroffaner, die sich ohne 215946 219446 235704; ic 1000 K: 3104 5804 7946 bracht, wo er sich als der Rutscher Rudolf Erlaubnis auf einem kleinen Dampfer eingeschifft Das Land der Wirbelstürme. Ein Tornado, 10704 13746 14046 16346 19604 21104 22304 24204 Cerny aus Radiis legitimierte. Er gestand die hatten, und bei St. Etienne aus Land gefeßt wurder zweite innerhalb achtundvierzig Stunden, hat 25204 29404 35146 87046 39204 39604 42946 46804 Tat cin. In einem Gasthaus in der Zizfover den, hatten während der Ueberfahrt schwer zu das nördliche Arkansas heimgesucht. In Green- 47504 48604 51146 53204 54446 59946 63604 66104 Mitovcergasse brach unter den Arbeitern leiden, da das kleine Schiff nur für fünf Tage forest wurden fünfundzwanzig Perio- 66846 67704 68146 19146 71846 78704 78304 80546 2. 92446 96904 98746 99746 106646 106846 108404 Bruša aus Zišfov und Adalbert Becvar aus Lebensmittel hatte, wegen schlechten Wetters aber nen getötet. 110504 110804 113446 117404 119646 122446 126204 Vysočan eine Rauferei aus, wobei sich beide 23 Tage unterwegs war. Drei Marokkaner Massenbergiftung durch Milch. Durch ver- 133904 135146 137146 143301 145946 146704 147046 ihrer Taschenmesser bedienten. Pruša mie auch ſtar ben während der Uebersehrt, vier weitere unreinigte Milch sind in Montreal fait a cht- 152146 158404 153804 154246 160446 161304 161846 Vecvar erhielten mehrere Messerstiche. mußten ins Krankenhaus gebracht werden. hundert Personen ertranft, von denen 164604 165704 168704 169146 169446 172246 172804 Die Verlegungen Becvars sind ernst. Rademachers Schwimmreford. Aus Brüs bisher fünfzehn gestorben sind. 178504 176546 191546 194046 196546 199616 202746 Bruša wurde in Haft genommen, Becvar ins sel wird gemeldet: Bei dem sonuiägigen Weit- Die drohende Ausrottung der Walfische. Die Ex 218404 219504 220104 221104 222746 227704 227804 203804 205146 205546 206004 207946 209346 209704 Trankenhaus gebracht. Als der Arbeiter Start schwimmen siegte Rademacher im 200 Meter- petition der norwegischen Roß- Meer- Gesellschaft nach 227846 227946 230346 231446 231704 232204 234616 Borechovsty aus Prag ein Gasthaus in der Klein- Brustschwimmen und stellte mit 2 Minuten der Antarktis hat zu einem furchtbaren Gemiezel 238846 239904. 137704 139846 141946 148604 158604 175846 182404 Dienstag, 22. März 1927. Bittolo, ach Bittolo! Wackere Polizei! Seite 5. Sfarat faßt einen Monat schweren Serfer, der Arbeiter ist die obligatorische staatliche Sozialvermaßes Berufung an. Staatsanwalt meldet wegen zu geringen Strafaus- ficherung. Der Kongres nahm denn auch eine Resolution an, in der die allgemeine und obligatorische Sozialversicherung verlangt und bedauert wird, daß die Regierung diese wegen Geldmangel gegangen ist, in Erwartung besserer Zeiten wenig noch nicht eingeführt hat und noch nicht dazu überitens die Unternehmer und Arbeiter zu Beiträgen zu verpflichten. Als Uebergangsstadium hält sich im übrigen der Kongreß an die Forderung der Schaffung eines nationalen Unterstützungsfonds auf Gegenseitigkeit. jungen, intelligent aussehenden, sympathischen Wen Prag, 21. März. Der Gerichtsdiener führt einen schen herein, der von ihm bis zur Antlagebant geführt werden muß, weil er schlecht fieht. Richter: Heißen Sie Eduard Schmied? Der Angeklagte starrt auf den Richter. Richter( wiederholt lauter): Heißen Sie Eduard Schmied? Angeklagter: Jotvoh!! Prager Kurse am 21. März Richter( verliest die Anklage): Haben Sie ver 100 holländische Gulden. 100 Reichsmart. 100 Belgas.. standen? Angeklagter starrt auf den Richter. Richter( sehr laut): Haben Sie die Anklage verstanden? 100 Schweizer Franks i Pfund Sterling 100 Vire. 1 Dollar .. 100 französische Frants 00 Dinar 100 Pengös 100 polnische 3loth 100 Schilling. Geld Ware 1849.1355.799:- 803.--468.62% 471.62% 648.75 6 1.75 168.85 164.55 155.30 156.70 33 61% 33.91% 2 13.90 138.10 59.27% 59.771/ 589.37% 592.87 876 37 474.50 379.87% 477.50 Genosse Arnold Taub gestorben. Sonntag ist in Brünn im Alter von 50 Jahren Genosse Arnold Taub, einer der Begründer der freigewerk fein Lied aus dem Walzertraum, das dem 16jährigen Prag, 21. März 1927. Nein, diesmal war es schaftlichen Angestellten bewegung und Mitglied des Pikfolo Josef Ch. in den Ohren flang, als ihn Borstandes des Einheitsverbandes der Angestellten, DLGR. Souček im Dreirichter Senat des Landesder Bruder unseres Abgeordneten Genossen Taub, von Gßbeſteden, Serviertellern, ſechs Blajchen Gham strafgerichtes Prag II. die Anklage wegen Diebstahles einem schweren Leiden erlegen. Die Brünner pagner, an seinem Dienstherrn vorlas. Dieses Bürsch Parteiorganisation verliert an ihm ein treues Mitchen machte den Eindruck eines Kindes. Es tennt glied, die freigewerkschaftliche Angestelltenbewegung weder Vater, noch Mutter, weiß nicht einmal ihren einen ihrer ersten Funktionäre. Namen, es weiß nur, daß es in Wien geboren wurde, Fahrpreisermäßigung für die Mitglieder der doch kennt es nicht einmal den Bezirk oder jemanden, Wandervereine. Das Eisenbahnministerium hat die der ihm seine Jugend mit ein bißchen Liebe erträglich bisherigen Bestimmungen für die Erlangung einer gemacht hätte. Es ist im Waisenhaus erzogen wors Fahrpreisermäßigung für die Mitglieder der Ge- den, hat aus Sitten stets„ Eins" gehabt, ist unbebirgs- und Wandervereine( z. B. unserer Natur scholten und heult wie eben ein Kind, das weiß, daß freunde" wesentlich erleichtert. Während bisher zur es etwas tat, was es nicht tun sollte, ohne sich der Erlangung der Fahrpreisermäßigung bei gemein Folgen bewußt gewesen zu sein. Mit ihm sitzt ein jamen Fahrten die Mindestzahl von zehn Mitgliedern und eine Mindeſtfahrtlänge von 31 Kilometer erforschon etwas schäbigeres Bürschchen, Vaclav berlich waren, wird diese vom 1. April d. J. an schon Simoun, 21 Jahre alt, auf der Anklagebant, DieAngeflagter: Nein, ich bin tantb! bei sechs gemeinsam fahrenden Mitgliedern und einer ner in einem Ausschanke, hochelegant gekleidet, Lad- Richter: Sie sind angeklagt, am 22. Feber bei Mindestfahrtlänge von 16 Kilometer gewährt wer- schule, einen englischen Rammgarnanzug, Seiden- einer Arbeitslosendemonstration am Graben der den. Das bedeutet eine namhafte Verbesserung der socken, einem Ulster nach dem neuesten Schnitt und Wachaufforderung, auseinanderzugehen, keine Folge einem weißen Seiden- Halstuche. Der Letztere wurde geleistet zu haben. Außerdem sollen Sie gerufen bisherigen Fahrtbegünstigung. um 3 Uhr früh vor dem Weinkeller des Wirtes, dem haben:„ So geht die Polizei mit den Arbeitslosen ständig Sachen wegfamen, angetroffen, in seiner um! Jest geht es auf den Altstädter Ring!" Nähe lag ein Zimmermannsbrecheisen. Außerdem Der Angeklagte sitzt teilnahmslos auf der Anwurden bei ihm daheim Sachen gefunden, so ein Bentlogebant, weil er ohnedies fast kein Wort, das um tilator, die dem Wirt abhanden kamen. Das Urteil ihn hervant gesprochen wird, hört und außerdem lautet für den Pikfolo auf zwei Monate schweren schlecht sich:. Er ist ein armer Schneidergeselle ohne Kerker, für den Verführer auf drei Monate be- Posten, der in Prag Arbeit gesucht hat, und verhaftet dingt auf 3 Jahre, weil beide noch unbestraft wurde, weil er den Ruf der Polizei nicht hörte. Dis sind. Sie machen einen entsetzlichen Eindruc", jagt infriminierten Aeußerungen will er nicht getan OLGR. Sonček zu dem eleganten Herrn Wirtshaus haben. Die Zeugen Wacharann Wenzel Smej. diener,„ trosdem wollen wir Ihnen mit Rücksicht ka 1, der den armen Teufel verhaftete, und Polizei darauf, daß Sie noch nicht vorbestraft find, Gelegen Inspektor Stazil behaupten, daß der Angeklagte sie heit geben, sich zu beſſern. Wenn Sie nochmals her unbeding: gehört haben mußte, weil sie auf ſechs kommen, werden wir es Ihnen mit Zinsen geben." Schritte Entfernung die 30 Demonstranten zum Ausleticha ihren besten Mann, die beiden Seiterhalfs viel Glück bei der Abwehr. Die Halfreihe hatte in Der Pittolo hat seinen Bosten verloren. Das Gericht einandergehen aufforderten. Der Richter läßt den weist ihn dem„ Dobry Pasty ř( Guten Hirten) zu, Angeklagten auf drei Schritt Entfernung herankom wo er inzwiſchen wohnen wird, bis er eine neue men und überzeugt die Polizisten, daß er Stelle gefunden hat. Wer wird den armen eltern auch da nichts hört. Troydem wird der orme Teufel, losen Buben aufnehmen? Eine Mutter, eine gute, der schon einen Monat in Untersuchungshaft sitzt, zu liebevolle, verſtändige Mutter, wo ist sie für so ein drei Wochen verurteilt, welche Strafe schon durch elternloses, verführtes Kind? die Untersuchungshaft abgebüßt ist, weil der staat erhaltende wadere Wachmann darauf beharrt, daß der Angeklagte den entsetzlichen Ausruf angeblich tat: So geht die Polizei mit den Arbeitslosen um! Jetzt geht es auf den Altstädter Ring!" Gerichtssaal. Eine menschliche Bestie. Ein ungemein abstoßendes Individuum präsen tierte sich in der Person des 30jährigen Hilfsarbeiters Johann Mauerböck aus Grieskirchen dem Gericht in Bels( Ob.- Oesterreich). Der Mann hat bereits neunzehn Vorstrafen wegen Körperverlegung, darunter mehrjährige Sterferstrafen, hinter sich. Wird er aus der Haft entlassen, so pflegt er seine Arbeitslosen unterstübung in Alkohol umzusetzen. Frau und drei Kinder leben in bitterster Armut. Besonders die Frau macht an der Seite ihres brutalen Gatten ein jahre langes Martyrium mit. Ständig war sie den größten Mißhandlungen ausgefeßt. Am 2. Feber d. J. behob Manerböd in Grieskirchen die Arbeitslosenunterstüßung. Statt Lebensmittel für seine hungernde Familie zu kaufen, besuchte er einen Maskenball und fam gegen Morgen, leicht alkoholisiert, nach Hause. Die Frau tochte eben die Morgensuppe, als der Gatte eintrat und sofort zu toben begann. Er ergriff den Rochtopf mit der Suppe, warf ihn der Frau an den Kopf und ließ den Schnellfieder nachfol gen. Dann begann er die Einrichtung zu zerTrümmern. Die erschrockenen Kinder brachen in Weinen aus. Da sprang Mauerblöck, mit einem Besenstiel bewaffnet, auf die beiden jüngeren Kinder los und schlug den Besenstiel an den Körpern der Kleinen in Trümmer. Darauf schleppte er seine älteste Tochter in seine Kammer, verriegelte die Tür und zwang das Mädchen, das sich verzweifelt wehrte, ihm zu Willen zu sein. Als er sie mißbraucht hatte, schleuderte er sie mit einem Fußtritt aus der Kammer und warf sich Den Pittolo verteidigte Dr. Marben. Ein Dieb bestiehlt andere D'ebe. Volkswirtschaft. Kampf um die Sozialversicherung auch in Belgien. Turnen und Sport. Bürgerlicher Sport. Fußball. Prag schlägt Wien 2: 1( 1: 0). Bei schönem Wet ter und gahlreichen Besuch wurde Sonntag in Prag diefer Städickampf ausgetragen. Die Prager Mannschaft hat diesen Sieg auf Grund ihrer nicht allzu Hervorragenden Leistung als Gesamtheit nicht verbient. Stoplif im Tor der Prager gut, die Vertei digung Seifert- Burger nich: einheitlich und hatte Papp und Mikše fielen ab. Die Stürmerreihe war unnügen Gebribbel geleistet wurde und wie hilflos sehr sehenswert, was da an Ueberkambination ind und ungeschickt sich der ganze Sturm vor dem gegders die linke Seite Jelinet- Hajny war ein glatter merischen Tore benahm, ist nicht zu schildern. Beson. Bersager. Capet als Sturmführer konnte kein Syſtem in den Angriff bringen, Soltys war ihm ein schlechter Sekundant und Podrazil am rechten Flügel versuchte feine teilweise und auch technische Unzulänglichkeit Prag, 21. März. Rudolf Stabal, geboren burch unfaires Spiel zu ergänzen. Die Wiener boten 1900, bejipt feine große Bildung: er fann weder lesen aber auch als Einheit nichts besonderes. Gut war noch schreiben, doch das ist ja nicht notwendig, wenn Köhler im Tor, der aber das zweite Tor bei mehr man sich davon ernährt, andere Leute zu bestehlen, Aufmerksamkeit hatte verhüten können. In der Ver. d. h. Staval ist Spezialist für fleine Sohlenbiebstäble teidigung bot Schrameis eine sehr gute Leistung, woauf Rangierbahnhöfen, ein Handwerk, das vielleicht gegen sein Parmer Becher etwas abfiel. Die Halfseinen Mann ernähren könnte, wenn es genügend Am 6. März fand in Brüssel ein von 242 reihe bot in der ersten Halbzeit ein ausgezeichnetes geschickt antsgeübt wird. Gott Merkur meinte es dies. mal mit Staral besonders gut: Er war gerade in Vertretern der Gewerkschaften und 135 Delegier Spiel und war der heimischen etwas überlegen, nach Beroun damit beschäftigt, von der vielen Kohle( eine ten der Unterstützungsfassen auf Gegenseitigkeit ber Bause hielt aber Bilet nicht mehr durch und das Sünde ist's, soviel Kohle beisammen, dachte er) besuchter außerordentlicher Kongreß zur Bespre- Prager Innentrio bekam dadurch mehr Bewegungsetwas für ſein Geschäft unter der Hand zu beschlag- chung der Frage der Sozialversicherung statt freiheit. Der Angriff war bis auf die Fehloejepung ( Krankens, Invaliditäts-, Mutterschafts-, Alters- am linken Flügel gut, doch schoß er viel zu wenig neuerdings auf seine Frau, die bereits aus zwei Stopfnahmen, da bomerfie er wei Diebe, die eine ge- und Lebensversicherung). In den Debatten traten und auch zu weich. Technisch waren die Wiener der wunden blutete und sich kaum mehr aufrecht halten stohlene Stiſte unter einem Kanal versteden. Die zwei Forderungen in den Bordergrund: 1. Direkte Bragern glatt überlegen, besonders ihr Kopfspiel. fonnte. Diesmal bearbeitete er die Unglückliche so tiſte ſteht wie für ihn dort, er brauch; sie bloß weg staatliche Sozialversicherung unter Beteiligung des Das erste Tor der Prager erzielte Caper in Abseits. lange mit einem Eichenprügel, der zum Wäscherollen zutragen. Es war eine Stifte Seife, die eine Fabrik Staates, der Unternehmer und Arbeiter und 2. stellung und das zweite schoß Pleticha. Juvančič diente, bis die Frau bewußtlos in ihrem von Refonit nach Proschwitz senden ließ. Leider kom Beibehaltung und Förderung der bereits von den ichoß den einzigen Treffer der Wiener; er war der Blute liegen blieb. Außer schweren Kopfdie Sache auf und und Sharel ins Arrest. Arbeitern geschaffenen Versicherungsgesellschaften beste Stürmer om Plate. Die Prager Verteidigung auf Gegenseitigkeit. Bei dieser Gelegenheit wurde hatte ihn darum ein besonderes Augenmerk zugewen besonders eindringlich auf die mit den Institutio- det. Rappan( Wien) tam jelten- gum Schuß. Schiedsnen der Arbeiter fonfurrierenden Unterstüßungs- richter war Herr Görö( Budapest). Er leitete das faffen der Unternehmer hingewiesen, deren Zahl Spiel mit Diplomatie und versagte in dieser Hinsicht. immer größer wird und die immer mehr zu einer Seine Entscheidungen in der zweiten Halbzeit warem tatsächlichen Gefahr werden, obwohl jeder weiß, sehr zum Nachteil der Wiener, bie während des Trefdaß diese Institutionen nur gegründet werden, um fens eine leichte Ueberlegenheit für fich buchen konn Die Arbeiter nach einigen Scheinanstrengungen erit ten. Und nichts charakterisiert besser seine Leitung, recht ihrem Los zu überlassen. Daß es sich um wie er in der giveiten Halbzeit eine Hand im Prager einen Betrug handelt, geht schon aus der Tatsache Strafraum einen Meter von der Torauilinie! hervor, daß die Unternehmer dauernd gegen jede mit einen Corner ahndete!! Sozialreform kämpfen und nur in diesem Spezialfalle aus dem alleinigen Grunde eine Ausnahme und eigene Anstrengungen machen, um die Kaffen der Arbeiter zu zerstören. Die beste Waffe der Richter: Kennen Sie die Männer, die die Stiſte ſtahlen? Staral: Ja, aber nennen werd ich sie nicht, denn wenn ich dann wieder einmal auf den Bahnhof fomme, fönnie ich ein paar Watschen von ihnen aus. faffen! wunden waren ihr die zur Abwehr erhobenen Einzelrichter LGR. Svoboda: Wuß Arme mehrmals gebrochen, auch zweiten Sie, daß Sie Diebe bestohlen haben? Rippenbrüche hatte sie davongetragen. Sno- Staral lächelt und bejaht. chensplitter hatten die Lunge verlegt. Mauerböck vollendete dann sein Zerstörungswert an der armseligen Einrichtung und wurde schließlich von der Gendarmerie verhaftet. Die schwerverletzte Frau rang wochenlang im Krankenhause mit dem Tode. Kaum eine Stelle ihres Körpers war heil geblieben. Mauerböck hatte sich nun vor den SchöfStaatsanwalt Hraba: Hoher Gerichtshof! Ein fen wegen schwerer Körperverlegung und Blutschande erleichterndes Moment für den Angeklagten ist es, zu verantworten. Seine Heimatsgemeinde bezeichnete daß es sich um Seise gehandelt hat. Staral hat sich ihn als eine Lanoplage und bat das Gericht um vorher mit der gestohlenen Kohle schwarz gemacht, strenge Bestrafung. Das Urteil lautete auf awei- iept mußte er sich doch reinigen und dazu ist Seife cinhalb Jahre schweren Kerters. jnötig! Prager Filmbörse. -enzwei Erzeugnisse der Berliner Aafa, typische maßlärt und im Laufe der Zeit ein erfahrener Flieger. auf. Der österreichische Angriff war eine Enttäuwien fand Sonntag dieses Länderspiel unter der Tschechoslowakei gegen Oesterreich 2: 1( 2: 0) In annehmbaren Leitung Ivancics( Budapest) statt. Der Sieg der Tschechoslowakei ist ein verdienter und ein Verdienst des besonders gut disponierten Saca, der Verteidigung und Planička im Tor. Der Angriff Sturm führte in der ersten Viertelstunde ein schönes Spiel vor und kann mit 2: 0 in Führung gehen. Die Golfreihe der Tschechoslowakei war auf der Höhe, war Schillinger konnte die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen und fiel durch sein unfaires Spiel schung und konnte sich nicht zusammenfinden. Erst gegen Schluß der ersten Halbzeit bedrängen sie stark, doch verfehlen ihre Schüsse weit das Ziel. Nach der Pause ist die tschechische Elf in Angriff. Die Oosterreicher kommen langsam auf, sind aber durch ihr kopfloses Spiel nicht instande, ein Tor zu erzielen, sogar einen Elfer verschießen sie in der Aufregung. Erst Blum gelingt es, aus einem Freistoß den ersten und einzigen Treffer zu erzielen. Dadurch ermutigt grei. fen die Desterreicher energisch an, aber die gegneri fche Verteidigung kann mit Glück den Ausgleich vereiteln. Durch das bessere Spiel seitens der Hintermannschaft der Tschechoslowakei wurde dieses Treffen zu ihren Gunster entschieden. Der uns bisher unbekannte Josmo- Film in L. Brox 7" herstellen. Ein junger Bursche aus Teplitz Schönau führt sich mit dem Namen dem Böhmerwald rückt nach Prag zum FliegerDeutsche Kitschfilme. Ein unmöglicher Film„ Präsident Juarez und Kaiser Magi- regiment ein, macht die erſte militärische Ausbildung milian I." so ungünstig wie nur möglich ein. Es durch und meldet sich in die Pilotenschule. Nach inländischen Ursprungs. Ein Propaganda- Film. handelt sich um ein deutsches Erzeugnis( Rolf eingehender ärztlicher Untersuchung, die teilweise im Im Verleih des Lloyd Filmes erscheinen Randolf Produktion, mutmaßlich in München), Film anschaulich geschildert ist, wird er tauglich erFilm anschaulich geschildert ist, wird er tauglich erdas den bekannten geschichtlichen Stoff von der deutsche Durchschnittsfilme, wie sie eben vom Maximilians, eines Bruder Kaiser Franz Josefs Jept schlägt der nüchterne unterrichtsfilm in einen gebankenlosen Publikum geliebt werden. Zu Ende von Desterreich, zum Kaiser von Mexiko und dessen Spielfilm um, in dem Liebe und Sensation die vorigen Jahres äußerten sich die reichsdeutschen Kampf und Untergang behandelt. Es ist flar auf Hauptrolle spielen. Der junge Soldat verliebt sich Sinobefizer auf eine Rundfrage, wer der beliebteste der Hand liegend, daß diese geschichtlichen Vorgänge in die Tochter eines Flugzeug Fabrikanten, dessen deutsche Filmschauspieler ist, dahin, daß in aller- einen mehr als zugkräftigen Filinftoff abgeben, aber neuerfundener Apparat Slavia 2. Brox 7 beim erster Linie Harry Liedtke in Betracht tomme. was sich hier Herr Rolf Randolf leistet, der als Ver- nächsten Wettfliegen den Rekord brechen soll. Am Auf Grund dieser Abstimmung entstand der Film antwortlicher für das Szenario, die Regie Vortage des Wettfluges wird der Pilot des Flug aschingszauber" unter der Regie von und eine Hauptrolle zeichnet, grenzt heute zeuges von der Stonkurrenz überfallen und durch die Rudolf Walther Fein. Die Fabel ist nicht im Jahre 1927 an einen Unfug, der unseres Einsprißung eines Giftes arbeitsunfähig gemacht. gerade originell, zeigt aber immerhin eine gewisse Wissens nur hierzulande möglich ist. Der Film" iſt der junge Soldat soll die Führung des Flugzeuges Anziehungskraft, wenn man es zustandebringt, nicht das stümperhafte Werk unbegabter Anfänger, etwa übernehmen, aber in der Nacht ruft ihn ein fingiertes über Logik, Vernunft und ähnliche schöne Dinge zu vergleichen mit manchen der Prager Fachleute". Telegramm an das Krankenlager seiner Mutter. Er nachzudenken. Harry Liedtke ist bemerkenswert die zeitweise hier an der Arbeit sind. Ganz unglaub fliegt in sein Heimatsdorf, ſein Flugzeug fängt bei dadurch, daß er auch einige gute tragische Szenen lich scheint die Tatsache, daß die Darsteller anscheinend der Landung Feuer und verbrennt. Er telegraphiert Seine Gegenspielerin ist Grete Moosheim, die sind! Es sieht natürlich auch danach aus, ganz abzuholen, beide fliegen zurüd und gewinnen do Wenn man die Ausstellung berücksichtigt, mit der die aufweist, in denen er echt und überzeugend wirkt. alle ungeschminkt vor die Stamera getreten um Hilfe, die Tochter des Fabrikanten kommt, ihn für die Rolle viel mädchenhafte Aumut und Schüch ternheit aufbringt, ohne aber deshalb sympathischer zu wirken. Die Intrigantin spielt Grit Said, die in sehr guter Form iſt. Der zweite Film heißt„ Der moderne Rinaldo Rinaldini" ein Sensationsstüd, in dem Luciano Albertini eine Doppelrolle inne hat Ueber den Inhalt dieses Filmes( nach einer Vorlage von Paul Rosen hayn) gilt dasselbe wie von dem ersten Stüd. Einige gute Regieinfälle bringen ein wenig Leben in die abgedroschene Fabel, aber sonst ist an dem Stüd nichts Bemerkenswertes. Außer Albertini wirken noch mit: Grit Haid( ziemlich langweilig), Elisabeth Pinajeff( ausdrucksvoll) und Hans Albers. Der einzige Vorzug des Filmes find einige schöne Außenaufnahmen. DFC. Amateure gegen SA. Zlichow 4: 3( 2: 1). Amateure zu diesem Spiele antraten, ist es hoch einzuschätzen, daß sie über die der 10- Kategorie angehörenden Zlichower doch Sieger blieben. Cimera war sehr gut und erinnerte an frühere Zeiten. Stiefel in Tor war diesmal nicht so verläßlich wie sonst. Bei den Tschechen war der Torwächter sowie die rechte Angriffsfeite ausgezeichnet. Der Schiedsrichter leitete das scharfe, aber faire Treffen gut. abgesehen davon, daß die guten Leutchen gar nicht noch den ersten Preis. Die Regie führt VI. filmten, sondern Schmiere spielten: anders Studecky( es ist sein erster Film); er zeigt noch tann man das wahrlich nicht nennen, was man da eine große Unsicherheit und versteht das Filmische zu sehen bekommt. Ein Stapitel für sich iſt die Birage nicht auszunüßen( z. B. iſt die Flugzeugkatastrophe ( Färbung) des Filmstreifens, die fast durchwegs sehr naiv gemacht). Dagegen ist außer dem Mädchen braun(!) gehalten ist. Ebenso läßt die Photographie( Nelly Arden) die Beseßung recht glücklich: Oblt. gar manches zu wünschen übrig und die Filmerzeuger Sascha Heß in der Hauptrolle, Kpt. Rauch in der haben anscheinend gute zehn Jahre Entwicklung glatt Rolle des Intriganten und Dr. Cifanet als verschlafen; es iſt entschieden eine Tragit, daß ein Fabrikant sind ausgesprochene Filmbegabungen. Die Film, der im Jahre 1915 eine Großtat ersten Ranges Photographie( Stfpt. V. Vyši n) ist durchwegs gut. Wien schlägt Preßburg 7: 1( 1: 1). Gine dritte geworden wäre, ein technisches Wunder, heute so Der Film dürfte seinen Zweck als Propaganda für Wiener Mannſchaft spielte Sonntag in Preßburg unmöglich ist, daß sich seiner wohl kein Kinobesiter das Flugwesen voll erreichen. Für das Militär- und erzielte einen hohen Sieg. mit gesundem Verstand erbarmen wird. flugwesen besorgen ja die zahlreichen, meist nicht waren bis zur Pause noch in der Lage, den Wienern so märchenhaft wie in dieſm Film ausgehenden einen ebenbürtigen Gegner abzugeben, aber dann unglücsfälle die entsprechende Pro- brach das Unheil über sie herein und mußten einen paganda. Treffer um den andern über sich ergehen lassen. Die Masaryt Flieger- Liga ließ zur Propagierung des Flugwesens von der Kinoabteilung I des Verteidigungsministeriums den Film Slavia Beite 6. Dienstag, 22. März 1927. ale, the Schicht Schicht Terpentin Seife mit den 7 Vorzügen 5.Vorzug: Die Packung schützt die Seife vor Schmutz und Eintrocknen, die Verbraucher vor Verfälschungen und Nachahmungen, denn Marke und Packung sind gesetzlich geschützt. 1. Terpentingehalt. 2. Großes handliches Stück. 3. Guter Geruch. 4. Shutzpak ing. 5. Märchenbilder auf der Packung. 6. Besonders licht. 7. Schicht- Post gratis. Schicht R 2 don In der tschechischen Profi- Liga gab es wieder zwei Ueberraschungen. Samstag konnte CAFE. gegen Viktoria ein Unentschieden erringen, und zwar 3: 3. Sonntag vormittags fand das Treffen AF. Vršovice gegen Nufeisty St. statt, und endete trot dauernder Ueberlegenheit der Wrschowitzer mit dem 2: 1- Siege der Nusler. Mitteilungen aus dem Publikum. Das Beste für Ihre Augen Hefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25, Kl. Bazar. Die Union der Geschäftsreisenden und Vertreter gibt die Nachricht von dem Hinscheiden ihres Mitgliedes Arnold Taub in Brünn. Sämtliche auf der Tour in Brünn weilende Mitglieder nehmen an dem Begräbnis am Dienstag, den 23. d. M., um 11 1hr, teil. 4619 Kunst und Wiſen. der Sängerin aber müßten noch eine Festigung er- Spielplan der Kleinen Bühne. Dienstag:„ Der fahren, wenn sie für ein großes und verantwortungs- Weibsteufel". Mittwoch:„ Adieu Mimi". volles Rollenfach an unserem Theater in Frage komDonnerstag: Spiel im Schloß". Freitag: men soll. Fehl am Orte war Herr Karl Fälbl als David; seine gewandte und muntere Darstellung ließ Schrift". Sonntag, 3 Uhr:„ Garten Eden"; ,, mis Chocolate" Samstag:„ Kopf oder leider nicht darüber hinweghören, daß seine Stimme, 7% Uhr: Pünktlicher Eros",„ Postamt". namentlich in der Höhe, verbraucht, gepreßt und stumpf flingt. Wir aber brauchen an unserem Thea- Montag: Toni". die Verteidigung, Haftl; Sindelař( früher Slavia)| der Mittellage und Tiefe edyt heldentenoral und in Samstag stattfinden. Die Künstlerin mußte nämführte sich gut ein. Banasz nicht so gut wie sonst, der Höhe ausgesprochen lyrisch und weich flingt, lich in Wien ihr Gastspiel verlängern. In Prag aber doch besser als Stefft beim DFC. Sehr schwach würde ihn zu dieser Doppelaufgabe befähigen. Auch spielt sie Freitag Hedda Gabler" und Sams und taktisch richtig arbeitete die Prager Verteidi- als gewandter Darsteller erwies sich Herr Fährbach; tag Weibsteufel". Zu diesen Vorstellungen gung samt Taussig im Tor. Schiedsrichter Schirmer was ihm aber schl:, ist repräsentative äußere Er- haben die schon gekauften Eintrittskarten mit dem ( Prag) objektiv. scheinung und Kultiviertheit im Gesanglichen. Daß Datum vom 22. beziv. 23. d. M. ihre Gültigkeit; der ein Teil des Publikums gegen den Sänger prote- Anfang beider Vorstellungen ist für halb 8 Uhr anstierte, ist lediglich ein trauriges Zeichen gut arbeiten- gefeßt. ber Claque, die wider ihn aufgeboten worden war. Richard Wagners„ Meistersinger von Nürnberg", Ingeborg Holmgren, die das Evchen fang, scheint Dienstag( 111-3), 7% Uhr:„ Die Jüdin". MittSpielplan des Neuen Deutschen Theaters. diese nicht nur volkstümlichyste, sondern auch festmäßigste deutsche Oper, deren Aufführung lobens- bestimmt, mit erweitertem Wirkungstreise Fri. Starft woch( 112-4), 6% Uhr:„ Egmont". Donnerstag mäßigste deutsche Oper, deren Aufführung lebens- zu ersetzen. Sie besitzt vor allem eine gleichmäßig( 110-2), 7% Uhr: Cardillac". Freitag( 113 werter Weise bisher immer nur bei besonderen Anschöne, leicht ansprechende und auch genügend große-1), 7 Uhr:„ Der Diftator" Samstag( 115 lässen stattfand, diente am Sonntag vein praktischen, Stimme: Musikalität und darstellerische Fähigkeiten-3), 7% Der Vogelhändler". theatergeschäftlichen Zwecken. Denn eine Sängerin und zwei Sänger fangen als Gäste auf Anstellung m dieser Meistersinger"-Aufführung, während das vierte Gastspiel des Abends nur ein Not- Gastspiel war, da unserem Opernensemble der eigene Hans Sachs noch immer fehlt, feit Josef Schwarz vor zwei Wintern an die Berliner Staatsoper berufen wurde. DFC. Prag verliert gegen Teplißer FR. 1: 4 Es war eine echte Freude und ein wirklicher Genuß, ( 0: 2). Der DFC. rat zu diesem, in Teplit statt. der sonntägigen Meistersinger"-Aufführung ter, das haushäfterijch mit Engagements umzugehen gefundenen Spiele mit Ersatz für Patek und Schillin Josef Schwarz als Hans Sachs wieder zu ſehen hat, unverbrauchte und frische Stimmen, wenn endlich ger an. Letzterer wurde gut durch Wholek ersetzt. Im und wieder zu hören. Zwar stellt dieser chrgeizige Zuverlässigkeit in der Gestaltung unseres Opernspiel. Angriff operierte Wohryzek als Mittelstürmer und Stünſtler keinen allzu persönlichen und schauspielerisch planes herrschen soll. Musikalischer Leiter dieser gut Seuffert an Stelle Pateks, während Stannhäuser in eigenwilligen Sachs auf die Bühne, aber seine Sachs besuchten„ Meistersinger"-Aufführung war Kapell. S. J., Prag. Mittwoch, den 23. d. M., um der linken Verbindung tätig war. Die Niederlage Figur ist illusionsvollkomen und den besten Vorbil meister Steinberg, der Wagners Werk frisch. halb 8 Uhr abends im Verein deutscher Arbeiter" des DFC. ist verdient und das faire Treffen dieser dern angepaßt. Stimmlich und gesanglich kann Monatsversammlung mit Vortrag des Ge. beiden Rivalen sah die Teplitzer überlegen. Das Schwarz den Vergleich mit den bedeutendsten leben- zügiger anpadte als wir es gewöhnt sind. Fehlen Pateks darf hier nicht als Entschuldigung her- den Sachs- Vertretern aushalten; im Gegenteil, Als Auftakt zur Wiener Zentenarseier Beet. nossen W. Jaksch über das Thema„ Gegen angezogen werden. Daß aber der DFC. doch Schwarz' weiche, warme und gleichmäßig schöne hovens fand Montag vormittags durch den Wiener wartsfragen des Sozialismus". so hoch verlieren konnte, hätte man nicht erwartet. Stimme verleiht seinem Sachs etwas Sonniges, Herz. Männer- Gesangverein die Enthüllung einer Donnerstag, dem 24 d. M. um 8 Uhr abends im Die Teplitzer sind in der ersten Halbzeit ständig über- liches, dessen manch anderer Sachs entraten muß. Gedenktafel im Theater an der Wien Odborovy, dum", Perštyn, findet mit dem Schrift. Tegen und können zwei Tore erzielen, davon eines Unter den auf Anstellung gastierenden Sängern sog statt, wozu sich sämtliche Mitglieder des Männersteller und Rezitator Gustav Hermann aus Leipzig unter Mitwirkung von Weigelhofer. Nach der Pause bas meiste Interesse der Tenor Fährbach auf sich, Gefangvereines und zahlreiche Vertreter Wiener Ge- ein„ Löns- Abend" statt. Wir machen besonders die rafften sich die DFC.- Spieler auf und aus einer Vor- ber den Walter Stolzing sang; denn er soll berufen angereine eingefunden hatten. Parteigenossinnen und Genossen auf diesen Abend Tage Stannhäusers erzielte Bressany den einzigen sein, bei uns fünftig nicht nur Heldentenorpartien Emma Gramatica. Aus dem Weinberger aufmerksam. Restliche Karten bei Optiker Deutsch, Treffer für seine Farben. Die Teplitzer übernahmen zu singen, sondern auch das lyrisch- dramatische Tenor. Stadttheater wird gemeldet, daß die beiden für Graben, Kleiner Bajar, im Verein deutscher Ardann wieder das Kommando und erzielen in rascher fach zu übernehmen. Die Größe seines Stimm- heute und morgen angesagten Gastspiele der berühm. heiter", Smečky 27, und im„ Sozialdemokrat“. Folge zwei weitere Tore. Bei den Teplißern gefiel materials und der Charakter seiner Stimme, die in ten Tragödin Gama Gramatica crst Freitag und Vereinsnachrichten. in Der Mitbegründer unserer Bewegung, einer unserer ältesten Führer, unser bester Freund Arnold Taub ist am Sonntag, den 20. März d. J., aus dem Leben geschieden. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 22. März halb 12 Uhr vormittags von der Leichenhalle des israelitischen Friedhofes aus statt. Ehre dem Andenken dieses unvergeßlichen Kampfgenossen. Brünn- Prag, im März 1927. Einheitsverband der Geschäftsreisenden und Vertreter. Einheitsverband der Privat- und öffentlichen Angestellten. 3187 -cf. Aus der Partei. Jugendbewegung. Am Freier Radiobund, Zweigstelle Prag. Morgen, Mittwoch, um 8 Uhr im Verein deutscher Arbeiter, lubabend. Die Filosofiela jednota veranstaltet heute, Dienstag, um 19% Uhr im Naulichuv dum( Karlsplay 21) den dritten Vortrag in dem Zyklus ,, Ueber die heutige Philosophie des Marxismus". Es spricht Dr. Emil Franzel, Redakteur des„ Sezialdemokrat", über das Thema„ Die sozialistische Jugend. bewegung". Nach dem Vortrag Diskussion. Mitglieder haben freien Eintritt, Nichmnitglieder zahlen 1 Krone. Herausgeber Dr. Ludwig Czech Verantwortlicher Redakteur Dr. Emil Strauß. Drud: Deutsche Zeitungs- A- G., Prag. Für den Druck verantwortlich: O. olit. ROTE NELKEN für 1. Mai letert Adalbert Wirsam, Aussig a. d. E. Bezirksorganisationen erhalten über Verlangen kostenlos Muster. 46J6 DRUCK- U. 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