Einzelpres 70 gener. Redaktion und Verwaltungs Prag, I., Nefazanta 18. Telephone: Tagesredattion: 26795, 31469. Nachtrebattion: 26797. Poftichedamt: 57544 Inferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Donnerstag, 24. März 1927. Bezugs Bebingungen. • Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kč 16.olerteljährlich halbjährig ganzjährig. 48.96.192.Rüdstellung von Manu( tripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarken. Erigheint mit Ausnahme Des Montag täglich irih Nr. 70. Gut und Blut für den Gemeinsames Vorgehen Englands, Frankreichs Ein Warnungsfignal. Militarismus! Unter den Regierungsparteien ist keine, die sich mit solchem heiligen Eifer für die eben im Parlament zur Verhandlung stehenden Wehrvorlagen ereifern würde, wie die beutschen Christlichsozialen. Nur noch die deutschen Landbündler sind bemüht, ihnen im Bekennerfanatismus für den tschechoslowafischen Militarismus den Rang abzulaufen, aber die Partei der Ruttenträger und der männlichen und weiblichen Betbrüder ist ihnen boch immer um einige Pferdelängen voraus. und Deutschlands am Balkan. Internationale Untersuchung der Zwischenfälle an der albanischjugoslawischen Grenze. Paris, 23. März( Tsch. P. B.) Außen minister Briand konserierte heute abend mit dem italienischen und britischen Botschafter und emp fing auch den jugoslat. Gefanden Spalajlovič. Die englische, französische und deutsche Regierung haben, wie die Agence Havas meldet, beschlossen, an der jugoslawisch- albanischen Grenze eine Enquete auf genügend breiter Grundlage zu veranstalten. Es erübrigt nur noch, das Programm dieser Untersuchung mit der jugoslawischen Regierung, die zu der Enquete die Anregung gab, festzusehen, allerdings muß auch die italienische Regierung diesem Vorgehen zustimmen. ** Entspannung im italienisch- jugoIlawischen Konflitt. ** Die Kantonarmee vor Nanting. London, 23. März. Die Nationalarmee rückt ständig gegen Nanting vor. Die Evaluierung der europäischen Frauen und Kinder aus der Stadt nimmt ihren Fortgang. Die Militär- und Kriegsbegeisterung liegt eben in der Natur dieser Partei der katholischen Kirche, denn Säbel und Weihwedel waren immer untrennbare Begriffe. Eine Zeitlang sahen sich die deutschen Christlichsozialen leider ge- Belgrad, 22. März.( Wolff.) Von zuständiger zwungen, diese Begeisterung in ihrem Bufen Seite wird in den Abendstunden erklärt, man bezu verschließen und die friedfertigen Lämmer trachte die durch die italienische Zirkularnote gezu mimen, denn der Abscheu und Empörung schaffene Lage mit Optimismus. Man glaube, über sie, die als Habsburgs allergetreueste in der Erklärung des Ministers des Aeußern vordaß weder eine Völkerbundintervention noch die Knechte„ Gut und Blut" der österreichischen geschlagene internationale Untersuchung zur Bei- rung der europäischen Frauen und Kinder aus Völker geopfert und über das vierjährige Mor- legung des Konfliktes notwendig sein werde. den segnend die frommen Hände gehalten hatten, war zu gewaltig, als daß sie hätten wagen dürfen, ihre Tradition ohne eine gewisse Anstandspause fortzusetzen. Berfolgung der Weißrussen in Polen. Shanghai, 23. März.( Reuter.) Die Evaluieder Stadt Nanking geht ruhig vor sich. Die Evafuierten werden von Handelsdampfern und auch britischen und amerikanischen Kriegsschiffen nach Shanghai gebracht. Die Stadt Nanking wird je doch nicht bloß von Europäern und von Amerifanern, sondern auch von zahlreichen Chinesen verlassen. Die Kantonesen befinden sich bereits in der Nähe der Stadt. Der britische und der französische Generalfonsul in Shanghai sprachen heute frith den Wunsch aus, mit dem OberfomFühlung zu treten. Derfelbe berficherte, er fei aufrechtzuerhalten. Bisher ist aber die Lage hinter entschloffen, die Ordnung wieder herzustellen und den Verschanzungen der ausländischen Konzession so chaotisch, daß Parlamentäre aus derselben nur mit der größten Gefahr sich entfernen könnten. Der heutige Demonstrationsstreik der Bergarbeiter. In allen Kohlenrevieren der Tschechoslowafischen Republik, im Falfenauer und Brürer, Nürschaner und Kladnoer, Schaßlarer und Rojsizer, im Ostrauer Revier und in den flowafischen Kohlengruben ruht heute jegliche Arbeit. Die Bergarbeiter fahren heute nicht ein in die Tiefen der Schächte, wo sie sonst in unermüdlicher Fron, in der Size des Erdinnern, wo die Tücken der Gase und des Wassers auf sie lauern, die Kohle zu Tage fördern. Das Leben auf den Schächten ist erstorben und die Grubensflaven ziehen in großen Massen in die Versammlungen, um voll leidenschaftlicher Empörung gegen das Unrecht zu protestieren, das man ihnen anhaben will, voll bitterer Enttäuschung darüber, daß man ihnen 1927 das wegnehmen will, was sie 1854 und 1889 erhalten haben, daß ihnen die aus den Stürmen der Revolution hervor. gegangene, von der tschechischen Arbeiterschaft ben will, was ihnen der halbabfolutiſtiſche, feumitgeschaffene Tschechoslowakische Republik raudale Habsburgerstaat zu nehmen sich nicht getrauen durfte. Das Dunkel der Reaktion lagert über diesem Staat, die Maulwürfe sozialen und fulturellen Rückschritts unterwühlen den Boden. Die Bergarbeiter, welche die Vorfämpfer der Arbeiterklasse in den Sudetenländern seit den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts waren, welche so oft die rote Fahne gehoben haben, die den herrschenden Klassen das Aufbliven proletarischen Stampfgeistes fünden sollte, treten wieder an zum Stampfe um den Aufſtica dessen, was mit den größten Opfern, mit dem der arbeitenden Klasse, um die Verteidigung all Blut und dem Schweiß unserer Vorfahren er rungen wurde. Warschau, 23. März.( Tsch. P.-B.) Wie aus Wilna gemeldet wird, haben die Polizeiorgane im Noch bluten zwar die Wunden, die der Laufe des gestrigen Tages auf dem Gebiete der von den Klerikalen mit heraufbeschworene Krieg östlichen Woiwodschaften Haussuchungen in den allen Völkern zugefügt hat, noch leben auch in Lokalen der weißrussischen Gromada" and unserem Lande viele zehntausende der zu Hursti" vorgenommen und alle diese Lofale amtWracks zusammengeschossenen Menschen als lich versiegelt. Das in der Zentrale der weißZeugen und Opfer des von den Christlich ruffischen Hromada" in Wilna vorgefundene mandanten der Kantontruppen Baitfchingfi in jozialen geprieignen„ herrlichen Stahlbabes". Archiv wurde beschlagnahmt. In Wilna wurde aber die menschliche Bergeßlichkeit ist groß, und lich versiegelt, wobei die Aktiven der Bank zugunaber die menschliche Bergeßlichkeit ist groß, und ferner die weißrussische Genossenschaftsvant amtso glaubt der christliche Sozialismus" der sten des Staates mit Beschlag belegt wurden, da Mayr- Harting, Fritscher, Zajiček, Böhr und die Bank von der kommunistischen Internationale Hilgenreiner aus seinem Herzen nicht weiter zur Unterstüßung der Umsturzaltion in Polen geDie großen Gefahren, mit denen die Arbeit eine Mördergrube machen zu müssen. Mit der gründet wurde. untertags verbunden ist, die Mühjal des gleichen Vehemenz, mit der die deutschen Christ- xxxxxxxx Grubenproletariers haben seit Jahrzehnten nicht lichſozialen im öſterreichischen Parlament sich für das Ganze von Ruhmes- und Lobreden auf söhne sein, für die sich der aktivistische Er- nur innerhalb des Proletariats die Anschauung alle Rüstungskredite und Vorbereitungsarbeiten den Aktivismus, der für das deutsche Volt folg" in einer auf drei Monate verkürzten gefestigt, daß den Bergarbeitern ein besonzum Striege einſeßten, arbeiten sie jetzt für den Werke von unvergänglichem Werte schafft, militärischen Ausbildung auswirken wird, die derer Schuß gewährt werden müsse. Insbes tschechoslowakischen Militarismus. Noch be- während die anderen Parteien, besonders die übergroße Mehrheit der Bevölkerung wird von sondere mußten die Grubenarbeiter gegen die teuern sie zwar mit scheinheiligem Augenauf- Sozialdemokraten, in ihrem verbohrten oppo- dieser aufreizenden Begünstigung einer Hand- besonderen Gefahren ihres Berufes geschützt schlag, daß sie keine Kriegsschwärmer" sind und fitionellen„ Negativismus“ verharren. Seht voll Privilegierter nicht das geringste haben. werden. Das nach der Bewältigung der 48er die allgemeine und gleichzeitige Abrüstung boch, wie die Regierungsdeutschen von Erfolg Was die Regierungsdeutschen dem Militaris- Revolution vom Absolutismus erlassene Bergaller Staaten ersehnen" eine Sehnsucht", die den Vorzug hat, daß sie nichts kostet und zu Erfolg schreiten! Auch bei den Wehrvorlagen muß zu opfern bereit stehen, das wird die acieß von 1854, ebenso wie das aus dem so haben sie, wie die christlichsoziale Presse ver- Gesamtheit schwer treffen, aber für zialpolitischen Zwischenspiel der achtziger Jahre dem Kriechen vor dem Militarismus feine sichert,„ einschneidende Erfolge" erzielt, aber ein paar ihrer Wähler lassen sie sich in Form stammende Bruderladengejeb von 1889, hat das Hindernisse bereitet aber schon verfallen sie die Sozialdemokraten und die anderen Neider von Militärdienſterleichterungen ein Trink Recht der Bergarbeiter auf Krankenversicherung, in die alte, liebgewordene Gewohnheit des Ver- des Affivismus verschweigen dies geflijfentlich. geld geben und das genügt, um sie von„ Er- Unfall- und Invalidenrenten, Witwen- und naderns, indem sie den deutschen Sozialdemo- Machen wir einmal eine Ausnahme von folgen" fabeln zu lassen! Waisenversorgung festgelegt. Noch am 11. Nofraten vorwerfen, sie hätten von jeher versucht, dieser verwerflichen Totschweigetaktik gegenüber Die stärkste Aufschneiderei aber ist es, vember 1926 erklärte im Abgeordnetenhause den Keim der Zerjeßung in die Reihen der den Erfolgen" der Regierungsdeutschen und wenn die christlichsoziale Presse den vorläufigen der Minister Spina, daß die besondere BergArmee zu tragen", was den posierenden Anti- prüfen wir, worin sie bei den Wehrvorlagen Verzicht der Heeresleitung auf die vormilitä- arbeiterversicherung aufrechterhalten bleibe. Aber militaristen von gestern heute schon als ein un- bestehen. Es sind zwei solcher Erfolge, welche rische Erziehung als einen Erfolg des Wider- es waren kaum drei Monate ins Land gegangen, jühnbares Verbrechen erscheint. Die deutschen als Rechtfertigung für die Zustimmung der standes der deutschen Regierungsparteien bucht. als die Wirtschaftsminister eine Beratung abSozialdemokraten sind so lächerlich konsequent, deutschen Aktivisten zur Verlängerung der Behnmal schon wurde diese Unwahrheit aufge- hielten und zu dem Beschluß gelangten, der jedem Militarismus gegenüber, ob er nun Dienstzeit und zu den anderen militärischen deckt, aber die frommen Lügner wiederholen mehr als 70 Jahre alten besonderen Bergschwarz- gelb oder weiß- rot- blau ist, nach der Vorlagen dienen sollen: die Schaffung sie stets aufs neue. Diesmal ist es ein besonders arbeiterversicherung ein Ende zu machen. Was Parole Keinen Menschen und keinen Groschen" einer Ersapreserve von 8000 aufgelegter Schwindel, mit dem sie die Täu- gelten auch Versprechungen einer bürgerlichen zu handeln, sie sind eben negativ", sie leisten mann, die nur drei Monate statt achtzehn schung der Bevölkerung versuchen. Ja, wenn Regierung, wozu auch Treu und Glauben und nichts fürs Volf, wohingegen die Christlich- Monate zu dienen haben werden, und die Zu dieser ungeschickte Udržal nicht wäre, dann Worthalten in den Schicksalsfragen des Prolesozialen, Bandbündler und Gewerbeparteiler rückziehung des Projektes der Heeresleitung auf fönnte man das Märchen vom Widerstand tariats! Wohl hat sich der Bergarbeiter, der " positiv" und„ aftiv" arbeiten, was am Einführung der vormilitärischen der Deutschbürgerlichen gegen die vormilitä- Jahrzehnte lang den Bergherren aus den TieRüftungsfonds, an der Verlängerung der mili- Erziehung. Die Herren Deutschbürgerlichen rische Jugenderziehung immerhin einigen Idio- fen der Erde gleißende Schäze geholt, ein Recht tärischen Dienstzeit und an der Entdemokrati- sind darin sehr freigebig, sich Erfolge zuzu- ten aufbinden, aber der Herr Wehrminister auf die gesetzliche Altersversorgung erarbeitet, fierung der Wehrmacht deutlich zu sehen ist.. sprechen, aber wie steht es darum? Die Schaf Udržal war so undankbar für die Pfeifendeckel- was liegt dem Bürgerblock daran, er fürzt ihm Wer früher im Unklaren war, was At- fung einer Ersaẞreserve ist beileibe keine Ein dienste, die ihm die deutschen Regierungsparteiler frohgemut die Rente um ein Drittel. Wohl tivismus" bedeutet, der lernt dies jeßt ver- schränkung der Wehrmacht, sie bedeutet auch leisten, daß er die wahren Gründe verriet und haben sich die aktiven Bergarbeiter Anwartschaf stehen. Aftiv" arbeiten, das heißt an der nicht zu fleinem Teile eine Herabjetzung ausdrücklich im Wehrausschuß feststellte, daß die ten erworben, in der Hoffnung, auf die sie Praxis der Gefolgsmannen Spinas und Mayr- der Dienstzeit, sie ist vielmehr eine Stär- Militärverwaltung die vormilitärische Jugend- ihre Arbeit leichter und geduldiger verrichten. Hartings gemessen: Hinauftreiben der Preiſe fung, eine Vergrößerung der be- ausbildung vorläufig zurückgestellt habe, weil Machen wir einen tiefen Schnitt", so denfen die der wichtigsten Lebensmittel durch Zölle, Er stehenden Wehrmacht, die in ihrem sich unüberwindliche Schwierig- Bürgerparteien, die für das tschechische und höhung der Pfaffengehalte. Erhöhung der vollen Umfange aufrechterhalten teiten finanzieller, grundsäß- deutsche Volk zu sorgen vorgeben, und setzen Zuckersteuer, Zerstörung der Altersversicherung, wird und zu der die neu zubildenden licher und rechtlicher Natur er wir diese Anwartschaften gleich um fünfzig Verschlechterung der Kranken- und Unfallver- Formationen der Erjapreserve geben haben! Mit dem„ Erfolge des Prozent herab!" Der Vergarbeiter, der 65 sicherung, Unterstellung des gesamten Verwal- noch hinzukommen werden. So sehen Widerstandes" daß Gott erbarm'!- der Jahre alt geworden ist, will seine Rente haben? tungsapparates unter die schrankenlose Herr die aktivistischen Erfolge bei Licht besehen aus! deutschen Regierungsparteien läßt sich also nicht Er möge sich einen anderen Beruf suchen, der schaft der Bürokratie, Auslieferung der Staats- Die Armee wird um die 8000 Mann der Er- Staat machen, auch wenn sie die Lüge noch tau- leichter ist! Die Witwe des Grubensklaven will bürger an eine ungehemmte Polizeigewalt, sabreserve vermehrt und darin erblicken die sendmal wiederholen! eine Pension haben? Möge sie arbeiten gehen! Ende des Hausrechts, Raub jeder Selbstverwal- Deutschbürgerlichen eine ihnen gewährte Kon- Man kann den deutschen Regierungsknech- So wollen es die Bürgerparteien, so streben es tung. Einschränkung der politischen Rechte. Auf zession! Doch freilich, diese 8000 Neuhinzu- ten das Bedürfnis nachfühlen, ihre Zustim die frommen Christen an, die für den Glauben der Linie dieser„ aftiven" Tätigkeit liegt auch kommenden werden nur drei Monate statt acht- mung zu den Wehrvorlagen irgendwie zu ent- streiten, so beabsichtigt es der Geweihte des die Fütterung des Molochs, der sich die deutsch zehn dienen. Wieviel von diesen 8000 werden schuldigen, aber die Wucht der Tatsachen ist zu Herrn, dem das Ministerium für soziale Fürbürgerlichen Parteien gegenwärtig mit hin- auf die Deutschen entfallen? Bestenfalls werden schwer, als daß ihre faulen Ausreden Gehör sorge anvertraut ist. Sie beten täglich für die Armen und Leidenden, aber wenn es gilt, den gebungsvoller Liebe widmen. Und begleitet ist es zwei bis drei Tausend Bürger- und Bauern- finden könnten. Belle 2 Grubensflaven, Sen Wiven und Waisen zu helfen, dann stößt man die vom Leben hart Mitgenommenen in den Abgrund des Elends. Laßt sie betteln gehen, wenn sie hungrig Aussperrung in Glasbetrieben. Die Steuerreform. Donnerstag, 24. März 1927. Sprache. Diese Prüfungen werden schriftlich un mündlich abgelegt. Externe Prüflinge haben ausnahmslos aus der zweiten lebenden Sprache Tannwald, 23. März.( Eigenbericht.) In-[ lange nicht auch die fünf noch ausgesperrten Ar- schriftliche und mündliche Prüfung abzulegen. find!", mit diesem Wahlspruch, fönnten die folge der Demonstration der Glasarbeiter gegen beiter zur Arbeit zugelassen werden. So ist bei Externe Prüflinge, welche ein Reifezeugnis eines Herrschaften die grüne und schwarze Fahne, der die Erzeugung von Schmirgelwaren, die am der Firma Karl Riedel auch heute nicht gear- form- Realgymnasiums, einer Realschule oder Gymnasiums, eines Realgymnasiums, eines Refie folgen, schmücken. Montag in Gablonz stattgefunden hat, ist es in beitet worden, ebenso nicht bei der Firma Breit, eines Lyzeums aufweisen, haben, wenn sie die Schlag auf Schlag führt die Regierung mehreren Betrieben zu Aussperrungen gekommen. letzteres aber nur aus technischen Gründen. eines Lyzeums aufweisen, haben, wenn sie die des Bürgerblocks, deren staatsmännische Kunſt Verbot der Teilnahme an der Kundgebung her arbeiter des Jfergebirges, die sich mit den Ar- ebenfalls eine Prüfung aus Relt. Die Glashüttenfabrikanten hatten nämlich ein Seute tagte eine Konferenz der Glashütten- Matura für Lehrerbildungsanstalten ablegen, bei ihrem Regierungsantritt in alle Welt hin- ausgegeben. Unter dem Druck der Wassen jedoch beitern der Firma Karl Riedel solidarisch erklärte gion zu machen, obwohl an den geausposaunt wurde, gegen das Proletariat. Nun haben sich die Arbeiter der Glashütten der Kund- und beschloß, den Zentralverband der Glas- nannten Mittelschulen von der viernehmen die Deutschen teil an der Regierungs- gebung ebenfalls angeschlossen, weswegen in arbeiter noch einmal zu beauftragen, den Versuchten Klasse aufwärts tein Religi macht, so lautete die frohe Stunde. Diese Anteil- zwei Betrieben, nämlich bei Breit in Wiesenthal einer gütlichen Beilegung des Streites zu machen, onsunterricht vorgeschrieben ist. nahme an der Macht bedeutete für die Massen und Karl Riedel in Josefsthal( beides bei worauf die Vertreter der Hüttenarbeiter das Die Prüfung aus Religion tann auf Grund der deutschen Bevölkerung bisher hohe Zölle Gablonz) die Arbeiter ausgesperrt wurden. Der weitere beschließen werden. eines besonderen Ansuchens, welches im Jahre und teures Brot, stärkere Besteuerung des Dienstag mit den Unternehmern verhandelt, arbeiter in Josefsthal ausgesperrt wurden, er- Amtswege vorzulegen ist, vom MiniZentralverband der Glasarbeiter hat nun am Auf Grund der Nachricht, daß die Hütten- 1927, spätestens bis Ende Aprill. J. im Massenkonsums, größere Militärlasten, Ein- um dessen Maßnahme rückgängig zu machen. Das Klärten sich die Glasschleifer des Kamnistales fterium für Schulwesen und Volkskultur nachschränkung der politischen Freiheit. Diejenigen, Ergebnis war, daß die Aussperrung aufgehoben mit diesen solidarisch, zogen vor den ausgesperr- gesehen werden. Während also bisher die die vermeinen, daß die Langmut der arbeiten wurde, bis auf einen Teil der Arbeiter bei der ten Betrieb und noch vor einen zweiten, und Prüfung aus Religion bei der Matura nicht den Klassen kein Ende hat, werden eine grau- Firma Karl Riedel, die bei der Kundgebung an- erzwangen die Herausnahme der Arbeiter. Diese vorgeschrieben war, muß jest fristgerecht ange same Enttäuschung erlejen. Gerade die Brutalität geblich besonders feindlich gegen die Firma auf Betriebe haben inzwischen die Arbeit wieder sucht werden, wenn diese Prüfung nachgesehen der Herrschenden, die Ungeduld der bürgerlichen getreten sind. Unter den fünf nicht mehr ein- aufgenommen. Der Verlauf dieser Bewegung werden soll. Auf diese Art lernt man die freiParteien, die darauf brennen, die Ernte vom gestellten Arbeitern befinden sich zwei Verhängt gleichfalls von den Verhandlungen des heitlich eingestellten Lehramtskandidaten kennen Parteien, die darauf brennen, die Ernte vom trauensmänner, und die Arbeiterschaft beschloß Zentralverbandes der Glasarbeiter mit den Be- und kann bei der Zuweisung von freien LehrNovember 1925 in ihre Scheuer zu bringen, daher, so lange nicht zur Arbeit anzutreten, so fizern der Hüttenwerke ab. werden für die Arbeiterklasse dieses Landes ein stellen nach den Wünschen der Klerikalen vor Lehrkursus sein, eine harte Schule, die unbeuggehen. 201 fame und trotzige Kämpfer erziehen wird. Der lage scharf Stellung. Genoffe Schweichhart mal sehr schlecht klappte, schloß der Vorsitzende nach nationalen Nordböhmischen Tagblatt" in Tetschen Ein journalistischer Unfall. Dem deutschfonzentrische Angriff des Bürgertums wird die betonte die Notwendigkeit eines wirtlichen Wälder mehr als dreistündiger Dauer die Situng, ohne und seinen Ablegern( darunter die Sudeten Armeekorps der fämpfenden Arbeiterklasse zu schußes im volkswirtschaftlichen Interesse, doch daß die Generaldebatte beendet werden konnte. deutsche Tageszeitung") ist ein arges Malheur sammenschweißen und den Tag bereiten helfen, müsse derselbe sachgemäß und allgemein sein. Die passiert. In der Abendausgabe vom 22. März b. J. da das Proletariat aus der ausgebauten Ab- Vorlage mache den Eindruck, daß die Bürokraten ist groß aufgemacht eine Rede des Abg. Doktor wehrstellung, an der es durch Stärkung seiner gegen die deutschen Großgrundbesitzer losgelassen Saibi aus B.- Kamnit abgedrudt, die GenannEinigung der bürgerlichen Parteien. politischen und gewerkschaftlichen Organisatio- werden sollen, die ihren Waldbesitz von der staat ter in der Nachmittagsigung des Abgeordnetennen ungefäumt und emsig schaffen muß, zu später namens der Mehrheit zu Worte kommende die Steuerreform haben gestern zu einer Einigung gehalten haben soll. Bekanntlich sprach in der lichen Uebernahme aus uplündern suchen. Der Die Beratungen der Mehrheitsparteien über hauses am genannten Tage zu den Wehrvorlagen einem Angriff gegen seine unbarmherzigen Abgeordnete Dubicky bestätigte dies ausdrück geführt. Auch die strittigen Fragen der Grund Debatte nur der Abgeordnete Spatny; Herr Raibl Klassenfeinde vorgehen wird. lich, indem er bestimmte Namen und Bezirke und Erwerbsteuer, wo die Gegenfäße am heftig- fam erst am 24. März zu Worte. Seine Rede Der heutige Streif der Grubenproletarier nannte( Sartiq. Czernin- Morzim, Rumburg und sten waren drohte doch der Finanzminister ist also 24 Stunden zu früh erschieist ein Warnungssignal für die Herr- Schluckenau). Die Mißwirtschaft auf den Staats- mit seinem Rücktritt sind geregelt. Der Budget- nen! So kommt es, wenn man seinen Wählern schenden und ein Sammlungssignal für waldungen und Restaütern wurde ins- ausschuß wird Freitag zusammentreten und in um jeden Preis imponieren will. Geschwindigkeit die Arbeitenden! besonders von den tschechischen Sozialdemokraten Tag und Nachtsizungen den Rest der Vorlage ist heute zwar feine Hererei, aber allzuviel Eile Chalupka und Koudelka gegeißelt. Sie aufarbeiten, so daß das Plenum die Steuer- ist ungesund und macht den Gifrigen lächerlich. schilderten auch den grünen Terror der tschechischen reform noch vor Ostern wird beschließen können. Agrarpartei gegen die Forstarbeiter und bemerk- Im Senat dürfte dann die Erledigung des GeEin Protest gegen die ungarische ten, daß der Staat gegen die alten Forstarbeiter fezzentwurfes spätestens Ende Mai erfolgen. Realtion. Schlechte Regie der Regierungsparteien. beffa beantragte Uebergang zur Tagesordnung und rücksichtsloser vorgehe wie Schwarzenberg. Kou Der landwirtschaftliche Ausschuß des Abgeord Vorlage eines umfassenden modernen Schutz netenhauses beschäftigte sich unter dem Vorsitz des gesetzes, weiters verlangte er Zuziehung der VerAbg. Protupet am 23. März zunächst mit der treter des Bodenamtes und das Erscheinen des Wahl des Vizepräsidenten. Als solcher Landwirtschaftsministers. Er protestierte auch gegen wurde der Tschechischtlerifale Smalit gewählt. die Wahlmache betreffend die Landesfuiturräte. In einem Zwischenruf frug Genosse Schweich- Die tschechischen Nationalsozialisten, Kommunisten hart, wo denn die vielgerühmte Gleich be- und Abg. Krebs sprachen ebenfalls gegen die rechtigkeit für die deutschen Regierungspar- Vorlage. Letzterer hob angesichts des hartnäckigen teien bleibe? Sodann wurde die genau ein Jahr Schweigens der deutschen Regierungsparteien, die alte Regierungsvorlage( Druck 222) betreffend den durch Böhm, Player und Scharnagl vertreten provisorischen Wälderschutz in Ber- waren, deren offenkundige Einflußlosigkeit hervor. handlung gezogen. Der Gesetzentwurf vom Dr. Simon ging auf einzelne Beschwerden ein 23. März 1926 ist sehr einseitig. Von der Be- und bemerkte, vor Durchführung der Verwaltungsstimmung der pflichtgemäßen Errichtung von Forst- reform ließe sich ein definitiver Wälderschutz nicht wirtschaftsplänen und Genehmigung derselben schaffen. Er sprach auch von vielen Aenderungen, wird Abstand genommen. Doch werden jene Wald die ar Vorlage beantragt feien, doch hat die besizer, welche nach festen Plänen weiter wirtschaf- Opposition. dieselben nicht in die ten, verpflichtet, diese zu erneuern. Waldbesitzer mit Hand bekommen, was diese lärmend einer jährlichen Nutzung bis 25 Rubikmeter sind feststellte. nicht verpflichtet, dieselbe anzumelden; im übrigen soll aber die Anmeldungspflicht der Nußungen in den Fällen, wo nicht nach Plänen vewirtschaftet wird, allgemein fein. Die Behörden fönnen willtürlich Maßnahmen bezüglich der Waldverjüngung und der weiteren Holznutzung vorschreiben. Den Waldbesitzern können Garantiefonds vorgeschrieben werden, die Behörden können zur Kontrolle Vertrauensmänner ernennen und die Zwangsverivaltung verhängen. Die gesamte Opposition nahm gegen die VorInland. Die grinsende Fraße. sterpräsidenten. London, 23. März.( Eigenbericht.) Der Vorsitzende der Sozialistischen Arbeiterinternationale und Generalsekretär der englischen Arbeiterpartei, Arthur Henderson, Mitglied des englischen Unterhauses und seinerzeit Innenminister im Kabinett MacDonald, hat heute dem ungarischen Ministerpräsidenten Bethlen folgendes Telegramm gefchickt: Der Wehrausschuß hielt gestern nachmittag Der Vorsißende der S. A. J. an Ungarns Miniim Beisein des Verteidigungsministers eine Sibung ab, in der der Regierungsentwurf über die Erfahreserve dem Gewerbeparteiler Petáref zur Berichterstattung zugewiesen wurde. Die Opposition beantragte, die nächste Sigung erst für die nächste Woche einzuberufen, damit genügend Zeit zum Studium der Vorlage vorhanden sei. Der Minister beharrte jedoch darauf, daß die nächste Sibung schon heute Donnerstag stattfinde und das Referat bereits in dieser Sigung erstattet werde. Die Koalition nahm diesen Befehl des Verteidigungsministers auch gehorsamst mit sechs Stimmen gegen vier Stimmen der Opposition zur Stenntnis. Da ich erfahre, daß ein Abgeordneter in Ungarn verfolgt wird, weil er an einer Sißung der Exekutive der Sozialistischen Arbeiter- Internationale in Paris teilgenommen hat, bei der ich den Vorsitz führte, betrachte ich es als meine Pflicht, Sie in Kenntnis zu setzen, dazz die Arbeiterklasse der ganzen Welt von Empö rung darüber erfüllt ist, daß Sie fortfahren, die für die unmittelbare Kriegsgefahr bestimmten Ausnahmsgefeße gegen politische Gegner in der Friedenszeit fortzusetzen. Arthur Henderson. Klerital ist Trumpf. Der Erlaß des Ministeriums für Schulwesen und Volkskultur vom 18. Feber 1927, 31. 153 146/ 26- II, betreffend die Ergänzung und Abänderung der Vorschrift über die Reifeprüfung an Lehrerbildungsanstal Gegen diese unerhörte Mißachtung der Oppo- ten, ordnet an, daß in Zukunft auch die fition protestierten die Abg. Koudelka, Maturitätsprüfung aus Religion Schweichhart, Krebs und Praschet aufs abgelegt werden muß. Ebenso erstrect fchärfste. Abg. Plazer( B. d. L.) stellte hierauf sich die Reifeprüfung an allen Lehrerbildungsfest, daß auch die Regierungsparteien anstalten in der tschechoslowakischen Republik mit die geänderte Vorlage nicht erhiel- anderen als tschechischer Unterrichtssprache auch ten, diese fei lediglich in der land- auf die Staatssprache und an den Lehrerbildungs- Genoffen! wirtschaftlichen Osmičfa ausgear- anstalten mit tschechischer Unterrichtssprache, an Traget bei jeber Gelegenheit Guer beitet worden.( Zurufe: Desto schlimmer, da welchen vom Schuljahre 1923 bis 1926 fortschaut ihr schön aus!) Unter dem blamablen Ein- schreitend die deutsche Sprache als Pflichtgegendruck, daß die Regie der Regierungsparteien dies- stand eingeführt worden war, auch auf diese Barteiabzeichen! M Die Gepäckstücke, die Ballen, alles wurde ins| reich ist uns nicht weniger gefährlich als England. Der Doktor entfaltete das Pergament und Meer geworfen. Dann räumten sie die Kabine Unfre Rettung aus Seenot hätte am Galgen ein fagte: aus. Laterne, Fässer, Säcke, Bottiche, der Koch- Ende gefunden. Bemühen wir uns, soweit es in Bört zu!" topf samt der Suppe, alles flog ins Wasser. unsrer Macht steht, das Böse, was wir getan, Und mitten auf dem Meere, auf diesem sinRoman von Victor Sugo. Das erleichterte Wrack sant etwas weniger wieder gutzumachen wenn es noch möglich ist. tenden Wrad, begann er ernst und feierlich zu 13 Aus dem Französischen übersetzt von schnell, aber es sant. Das letzte Mittel war er- Wenn das Kind am Leben bleibt, wollen wir ihm lesen, und das ganze Dunkel schien zu lauschen. Eva Schumann. schöpft. zu Hilfe kommen; wenn es stirbt, wollen wir ver- Ab und zu, wenn einer dieser jämmerlichen Blide Haben wir noch was ins Meer zu werfuchen, ob es uns verzeiht. Laßt uns unsre Fre- eine Erklärung zu erbitten schien, unterbrach sich ,, Dann steuern wir eben draufios, ganz gleich, fen?" rief der Führer. veltat von uns tun, befreien wir unser Gewissen der Doktor und wiederholte die Stelle, die er wohin." Der Doktor, an den keiner mehr dachte, kam von diesem schweren Druck. Auf die Knie, sage ich. eben gelesen hatte sei es auf französisch oder ,, Wir haben fein Steuer mehr." aus einem Winkel am Einstieg zur Stabine und Die Rene ist eine Barke, die nicht untergeht. Ihr auf spanisch, auf bastisch oder auf italienisch. ,, Wo ist das Rettungsbot? Alle hinein. Wir sagte: habt keinen Stompaß mehr? Da irrt ihr euch. Man hörte erstickte Seufzer und dumpfe Schläge „ Jawohl!" Ihr habt das Gebet." gegen die Brust. Das Wrad sant immer weiter. Tudern." Wir haben fein Rettungsbot mehr." " Dann rudern wir auf dem Wrack." ,, Wir haben keine Ruder mehr." ,, Dann segeln wir!" Mast." Wir haben feine Segel mehr und keinen Dann machen wir uns einen Mast aus einem Balken und ein Segel aus Teerleinwand. Wir müssen uns helfen. Vertrauen wir uns dem Wind an!" ,, Wir haben keinen Wind mehr." Das war richtig. Der Wind hatte aufgehört. Und dieses Aufhören, das sie für ihre Rettung " Was denn? fragte der Führer. Der Doktor antwortete: ,, Unser Verbrechen!" Ein Schauder überflog alle, und sie riefen: „ Amen!" Der Doktor, hochaufgerichtet und leichenblaß, hob den Finger zum Himmel empor und sagte: „ Auf die Knie!" Sie schwankten das ist der Anfang zum Sinien. gehalten hatten, war ihr Verderben. Der Sie wind hätte sie an irgendein Gestade getrieben, an eine rettende Sandbank vielleicht. Stein Wind keine Hoffnung mehr. Sie würden zugrunde gehen, weil der Sturm nicht mehr wehte. Das Ende nahte. Ohne Gile, doch ohne Stillstand, unwiderstehlich und träge stieg das Wasser im Schiffs raum, und in dem Maße, wie es stieg, sauf das Schiff. Es ging sehr langsam. Es schneite, und da das Wrack totenstill lag, hüllte diese weiße Watte das Schiff in Leichentuch. ein Ueber Bord mit der Ladung", sagte Führer. der -NO Der Doktor fuhr fort: Diese Wölfe wurden zu Schafen. Sie hatten die letzte Hoffnung für das Diesseits abgetan. Darum wandten sie sich dem Jenfeits zu. Ihre einzige Hoffnung lag in diesem Dunkel. Sie riefen dem Doktor zu: Du! Du! Wir haben niemand außer dir! Dir gehorchen wir. Was sollen wir tun? Sprich." Der Dottor antwortete: Als er mit Lesen fertig war, legte der Doktor das Pergament flach auf das Dach des Kajüteneingangs, ergriff die Feder, und auf einem weißen Rand, den er unter dem Geschriebenen freigelassen hatte, unterzeichnete er seinen Namen: Doktor Gerhardus Geestemünde." Dann wandte er sich zu den andern. Kommt und unterschreibt", sagte er. Die Bastin trat heran, nahm die Feder und unterzeichnete Asunción". Sie gab die Feder an die Frin weiter, welche nicht schreiben konnte und ein Kreuz machte. Neben dieses Kreuz schrieb der Doktor: Barbara Fermoy von der Insel Thrryf." Dann hielt er die Feder dem Führer hin. Der unterzeichnete: Gaibdorra, Kapitän." Der Genuese schrieb seinen Namen unter den Führers: Giangirate". Wir sind im Begriff, den unbekannten Abgrund zu überschreiten und ans andre Ufer des „ Werfen wir unsre Sünden ins Meer. Sie Lebens zu gelangen, das jenseits des Grabes lasten schwer auf uns. Sie machen unser Schiff liegt. infen. Denfen wir nicht mehr an die Rettung, Das niedrige Dach über den Kajütenein. benfen wir an unser Seelenheil. Unser letztes gang, auf das er den Ellenbogen stützte, bildete Verbrechen von allem, das wir eben erst began cine Art Tifch. Ans seiner Tasche zog der Doktor gen, oder richtiger vollendet haben, unser letztes das Tintenfaß und die Feder sowie die Brieftasche, Verbrechen, ihr Elenden, die ihr nun lauscht, der er ein Pergament entnahm- dasselbe, auf des drückt uns schwer. Es ist ruchloser Uebermut, daß dessen Rückseite er vor ein paar Stunden etwa Unergründliche zu versuchen, wenn man eben die zwanzig enge verschnörkelte Zeilen geschrieben Absicht zu morden gehabt hat. Was einem Kind hatte. angetan wird, wird Gott angetan. Wir mußten ,, Licht!" sagte er. " Der Franzose aus dem Languedoc unterzeichnete sich als Jacques Quatourze". Der Provenzale unterzeichnete: Luc- Pierre Capgaroupe, aus dem Zuchthaus zu Mahon". uns einschiffen, ich weiß es; aber es war der Der Schnee, gleich dem Gischt eines Wasser- Unter diesen Namen schrieb der Doktor folsichere Untergang. Uebrigens braucht ihr nichts falles niederfinkend, hatte die Fackeln, eine nach gende Anmerkung: zu bedauern. Nicht weit von uns da in der Dun- der andern ausgelöscht; nur eine einzige brannte Da der Patron von einer Sturzwelle über felheit, liegen die Sandbänke von Vanville und noch. Ave- Maria, der zweite Matrose, holte sie Bord gespült wurde, blieben von der Mannschaft das Kap von La Hague. Das ist Frankreich. Für und stellte sich, die Fackel in der Hand, neben dem nur zwei; sie haben gezeichnet." uns gibt es nur eine Rettung: Spanien. Frank Doktor auf. ( Fortjepung folgt.) Donnerstag, 24, März 1927. Gegen wen wird gerüstet? Die Deutschbürgerlichen unterstützen Rüstungen, die nur gegen Deutschland gerichtet sein tönnen.- Genosse Seeger über die Wehrvorlagen. Prag, 23. März. Heute nachmittags| nationalen und Nationalsozialisten erinnert Redwurde die Debatte über die Wehrvorlagen fort ner an die große Verantwortlichkeit" gefeßt, wobei der Nationaldemokrat Ježek bezüglich der Verteidigung unseres Staates und ganz offen den eigentlichen Grund unserer wünscht, daß alle staatserhaltenden Elemente sich Rüftungen zugab: Deutschland, dessen heim- dieser Verantwortung bewußt wären. liche Rüstungen er in den gräßlichsten Farben Nach Beendigung seiner Rede wird Ježek schilderte, ist der Urgrund all dieser forcierten von Kramár und den übrigen NationaldemoRüftungen, denn es ist, wie schon gestern ein fraten ostentativ beglid wünscht, was Referent zugab, neben Ungarn der einzige auf den deutschen Bänfen mit ironischen Zwi Feind, der für die tschechoslowaschenrufen quittiert wird. fische Armee in Betracht tämc. Die beutschen Regierungsparteien sanktionieren also Ausführungen Bolens und erklärt, Masaryk Geršt( tſch. Soz.- Dem.) polemisiert gegen die ausdrücklich die Rüstungen der Tschechoslowakei habe nur den Wunsch vieler Millionen Leute gegen Deutschland! Genoffe Seeger legte in der Debatte den des letzten Krieges noch nicht vergessen haben. ausgesprochen, welche bisher auf die Schrecken völlig ablehnenden Standpunkt unserer Partei Redner glaubt, daß es dem organifiergegen alle diese Militärvorlagen in temperament ten Proletariat der ganzen Welt voller Weise dar und hielt namentlich den deuten gelingen wird, ein für allemal fchen Regierungsparteien ihre Sünden vor. Was allen Kriegen Krieg anzusagen. Er die Tschechischbürgerlichen von der allnationalen befaßt sich sodann ausführlich mit den einzelnen Roalition troß aller Bemühungen nicht er Vorlagen und protestiert namens seiner Partei zwingen fonnten, die Verlängerung der Dienstzeit, das bekommen fie heute von den deutschen gegen den Entzug der bürgerlichen Rechte der Regierungsparteien bewilligt, die als Gegenführung von Begünstigungen für die besitzenden Soldaten und Gendarmen und gegen die EinLeiftung nur leere Versprechungen vorweisen lassen in der Erfüllung der Wehrpflicht. Seine Fönnen. In entschiedener Weise nahm Genosse Partei wird gegen alle diese VorSeeger gegen den ganzen Rüstungswahnsinn überhaupt Stellung und zeigte auf, daß bei der agen stimmen und wird unter der Bevöl ferung gegen sie agitieren. heutigen technischen Vollendung der Mordwassen es nur auf die Zahl der Flugzeuggeschwader und Gasbomben antomme, die Ausbildungsdauer des einzelnen Soldaten aber überhaupt nicht maßgebend jei. Bei der Besprechung des Zertifikatistengefeßes verwies Genosse Heeger eindringlich auf die große Tschechisierungsgefahr, welche sich aus der Durchdringung deutscher öffentlicher Rorporationen und selbst deutscher Privatfirmen mit tschechischen Unteroffizieren ergibt, bei denen die Frage der nationalen Verläßlichkeit sicher eine entscheidende Rolle spielen wird. Die Slowaken ließen sich zusichern, daß man in der Slowakei nur slowakische Unteroffiziere anstellen wird, während die deutschen Regierungsparteien nicht daran denken durften, ähnliche Sicherstellungen dagegen zu fordern, daß die deutschen Gebiete mit tschechischen Unteroffizieren überschwemmt werden. Man kann begierig sein, ob und in welcher Form sich die deutschen Regierungsparteien, die bisher der Debatte völlig ausgewichen sind, gegen diese schwerwiegenden Vorwürfe nationalpoli tischer Natur verteidigen werden. Nachstehend der Sitzungsbericht: Nach Eröffnung der Sigung um 3 Uhr nachmittags befaßte sich befaßte sich der Deutschnationale Saibl in fortgesetter Debatte mit den Wehrvor lagen. Er wies namentlich darauf hin, daß bei uns die wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen Ausbau der Wehrmacht fehlen. Die nordischen Staaten haben ihre Heeresausgaben längst auf das Mindestmaß herabgesetzt. Sie ha ben aber vor uns die ehrliche und geradlinige Außenpolitik voraus, während man bei uns keine Gelegenheit unausgemußt läßt, die Nachbarn zu reizen und zu schädigen. Die Tschechoslowakei will gar feinen Frieden, besonders nicht mit dem deutschen Volke, um Frankreichs willen. Das ist das Regierungssystem seit 1919, das auch jest nicht geändert wurde. Daher muß das tschechoslowakische Heer schlagfertig dastehen und muß entpolitisiert werden. Ma Genosse Heeger: Der Landesverteidigungsminister leistet gleich gründliche Arbeit, indem er nicht weniger als fünf militärische Vorlagen dem Hause vorlegt, die alle von der Devise„ Ausbau und Stärkung des Militarismus" getragen sind. Außerdem soll auch noch eine sechste Vorlage über die Erfahreserve im Wehrausschuß bis morgen erledigt und zugleich mit den übrigen Vorlagen vom Hause genehmigt werden. Die Herren von der Mehrheit und namentlich der Herr Verteidigungsminister haben das feier liche Versprechen vom Jahre 1918 vergessen, die Heeresorganisation in eine Voltsmiliz umzu wandeln. Es wurde seinerzeit ein Uebergangssystem vorgesehen und bereits für die im Jahre 1926 Affentierten follte die 14monatige Dienstzeit in Kraft treten. Diese Bestimmung soll nun aufgehoben und die 18monatige Dienstzeit wiederhergestellt werden. Die Militärvorlagen waren schon innerhalb der allnationalen Koalition Gegenstand langer Beratungen, doch haben damals die tschechischen Linksparteien die Wünsche der hohen Generalität zunichte gemacht. Was die Tschechischbürgerlichen von der allnationalen Koalition nicht erreichen konnten, das haben ihnen nun jeßt die unentwegten Kämpfer für Pazifismus und Abrüstung bewilligt, jene deutschen Vollsgenossen in der Regierungsmehr heit, die sich früher bei jeder Gelegenheit als antimilitaristisch gebärdeten. Jene deutschen Volksgenossen stimmen jeßt bedingungslos all den Militärvorlagen zu und seßen sich für die ganz offenkundig zugegebenen Rüstungen ein. Welchem Zweck diese Rüstungen zu dienen haben, das haben wir gerade vor einer Weile aus dem Munde des nationaldemokratischen Redners gehört. Wie die Vertreter der deutschen Regierungspar beshalb für die Vorlagen, weil ihnen Versprechungen teien im Wehrausschuß erklärten, stimmen sie nur gemacht wurden, daß die 18monatige Dienstzeit nich: auf 12 und 9 Monate herabsetzen will. Wenn die französischen Generäle, die unsere Instruktoren waren und heute noch sind, die Ueberzeugung gewannen, daß man in Frankreich einem tüchtigen Soldaten das Sandwerk innerhalb 3 Monaten beibringen fann, so 9 wird dadurch die gegenteilige Meinung unseres Landesverteidigungsministeriums treffend widerlegt. In fast allen Staaten geht man daran, die Dienstzeit her abzusetzen, während man bei uns die Dienstzeit noch ausdrücklich verlängern will. Der Friedenspräsenzstand soll vom Oktober bis März mit 140.000, vom April bis September mit 100.000 Mann festgelegt werden und die Militärverwaltung hält diesen großen Friedenspräsenzſtand für notwendig, weil eine starte Armee die beste Bürgschaft für den Frieden sei. Aber gerade das ist ein Tänast widerlegtes Schlagwort aus heute neuerdings als Begründung für die unge der alten Zeit; trotzdem schämt man sich nicht, es heueren Rüstungen anzugeben. Die Herrschaften sollten ein wenig daran denken, daß nach dem heutigen Stande der Wissenschaft der ganze Militarismus nichts anderes als eine foftspielige Soldatenspielerei ist. Wenn es zum Krieg kommt, dann werden der Fort schritt in der Chemie, die Gasbomben und die Fliegerflotten entscheidend fein, die Millionen von Menschen in einigen Stunden vollständig hinwegzuraffen imstande sind, nicht aber die Tatsache, ob der Soldat eine 14oder 18monatige Ausbildung genossen hat. Der starle Friedenspräsenzstand soll zur Sicherung der Grenzen" notwendig sein. Man fragt sich nur, welche Gren zen das sein sollen, denn bisher haben wir vom Außenminister immer gehört, daß die ganze Welt mit uns in bester Freundschaft lebt. Obschon der nationaldemokratische Vertreter es hier ausgesprochen hat, daß alles nur eine Sicherung gegen Deutschland sein soll, während der Herr Außenminister in Genf erst vor wenigen Tagen dafür eintrat, daß eine Verschärfung der Abrüstungskontrolle Deutschland gegenüber 31 erfolgen hätte, stimmen die Herren von den deutschen Regierungsbänken, die bei jeder Gelegenheit " Deutschland, Deutschland über alles" fingen, für diese Rüstungen gegen Deutschland. Der Grenzschutz ist eine nicht gerade stichhältige Begründung; ein tschechisches militärisches Organ hat festgestellt, daß wir trot unserer 140.000 Mann von den 3000 Rilometer Grenze nur 192 zu schützen im stande sind und darauf verwiesen, daß wir in einem neuen Krieg bloß mit den Kräften unserer winzigen Armee die Selbständigkeit gewiß nicht erhalten fönnten. In demselben Blatt wird auch festgestellt, daß schon jetzt bei der Armee für die gesamte Ausbildung der Soldaten eigentlich nur 166 Ausbildungstage in Betracht kommen. Daher ist die Beibehaltung der 18monatigen Dienstzeit unter Hinweis auf die nötige Ausbildung der Mannschaft nicht zu begründen. Außerdem sollen ja auch die Erfahreservisten bei einer Dienstzeit von nur drei Monaten tüchtige und brauchbare Soldaten werden. Aus all diesen Gründen geht wohl zur Genüge hervor, daß gar feine Ursache für die Beibehaltung der 18monatigen Dienstzeit besteht. Der Herr Landesverteidigungsminister hat noch eine Reihe anderer Geseze dem Parlamente unterbreitet, so das Gesetz über die Versorgung der längerdienenden Unteroffiziere. Dieses Gesetz wurde schon im alten Desterreich auf das schärfste bekämpft und die revolutionäre Natio nalversammlung hat es im Jahre 1919 ausdrüdlich Seite 8. Man darf weiter nicht vergessen, daß bei der Unterbringung der längerdienenden Unteroffi ziere zweifellos auf die politische Zuverlässigkeit das größte Gewicht gelegt werden wird. Auch hier zeigt es sich wieder, daß die Regierungsparteien mit zweierlei Maß gemessen werden. Den Vertretern der Slowaken hat man zugesichert, daß in der Slowakei nur slowakische Unteroffiziere unter gebracht werden. Die Deutschen sind aber so an spruchslose Menschen, daß sie es gar nicht für notwendig halten, ähnliche Zugeständnisse zu fordern, stimmen. und bedingungslos für all die Verschlechterungen Mit den Stimmen der deutschen Regierungsparteien werden nun in deutschen Landgemeinden tschechische Gemeindesekretäre oder tschechische Schuldiener angestellt werden können. dieser Boften eine ungeheure Macht; wenn ein solcher das Ministerium hat in bezug auf die Auswahl Posten ohne Bewilligung des Verteidigungsministeriums besetzt wird, dann kann sogar der betref fende Angestellte ohne irgendeinen Entschädigunge anspruch hinausgeworfen werben, um einem Länger dienenden Platz zu machen. Sehr naiv heißt es im Motivenberichte, daß die Unteroffiziere für Privat. poffen doch gewisse Fähigkeiten mitbringen, zumindest aber Disziplin und Ordnung". Unseres Er. achtens aber sollen im wirtschaftlichen Leben nicht Sabtachimenschen ohne eigenen Willen, sondern selb ständige Menschen mit eigener Meinung stehen; denn nur solche werden die geforderten Dienste leisten lönnen. Das ganze Gesetz famt feinen Straßbestim mungen ist ein Ding der Unmöglichkeit und wir müssen es daher ablehnen. Das letzte Gesetz, das zur Beschlußfaffung unterbreitet wird, betrifft das militärische Disziplinarrecht. Man hätte meinen sollen, daß mit der demokratischen Gestaltung des Staats and die Disziplinarvorschriften anderen Formen nehmen werden. Bei uns hat man bei der Neuregelung dieses Zweiges im Jahre 1923 unter dem Schein eines Rechtes die brutalite Willkür in dem Geseze verankert, so daß selbst aus Offiziersfreisen ein scharfer Kampf gegen dieses Gesetz geführt wurde, daß der Willfür der Vorgesetzten vollständig freie Band gelassen hat. Schon damals ist angeführt worden, daß das Gesetz zu dem wichtigsten Grundsatz der Verfassung im Widerspruch steht, daß niemand seinem ordentlichen Richter entzogen werden darf. Im Jahre 1923 wurde ein neues Disiplinar. rech: geschaffen, wodurch auf der einen Seite eine große Zahl von Privilegien und Begünstigungen geschaffen und auf der anderen Seite der Willkür Tür und Tor geöffnet wurden. Man erinnert sich noch an die gewaltige Macht der Disziplinaraus. schüsse im aften Oesterreich, welche gegen jene Versonen schonungslos borgingen, die die sogenannte Standespflicht", die Standesehre verletzten. Was alles unter diesen Begriff fällt, geht am besten aus dem Ehrenfoder der Offiziere und aus dem Dienstreglement für die Mannschaft hervor. Nun kommit der Herr Minister mit einer neuen Vorlage, die ein zelne Bestimmungen des Gesetzes vom Jahre 1923 ergänzen soll. Der Teil bedeutet eine kleine Ver befferung, weil das Strafrecht nur mehr von Truppenkommandanten und nicht mehr auch von Unterfommandanten ausgeübt werden kann, doch fehlt auch hier jede Vestimmung zum Schuße der Soldaten gegen nebergriffe der Kommandanten und es wird sich auch in Zukunft ereignen, daß Richter und Kläger in einer Person auftreten; es bleibt weiters dabei, daß dem Beschwerderecht der Mannschaft leine aufschiebende Wirkung zusteht. Der zweite Teil behandelt die„ Verlegung der Standespflichten", über die man verschiedener Meinung sein kann. Man kann darunter nicht nur die Spionage von Generälen, wie wir sie bei uns in letzter Zeit zu beobachten hatten, Waffenschiebungen, Benzin, Pferde- und Heukorruptionen verstehen, sondern es fönnen auch private und gesell. schaftliche Vorkommnisse in diesen Begriff einbezogen ten diese auch schon gewiſſe Begünstigungen und Ab- werden, weil das Gefet von Unflarheiten wimmelt. fertigungen beim Verlassen des Militärdienstes; die Bezeichnend für die„ bemokratische" Auffassung ist heutige Vorlage ist aber eine bedeutende Erweite es, daß Verfehlungen der Militärgagisten auch außer. ung des alten Zertifikatistengesetes, weil auch alle halb des Dienstes und sogar während des Rube. öffentlichen Körperschaften und Anstalten, ja jogar standes im Disziplinarwege geahndet werden können. eine große Anzahl von Privatunternehmungen, an Die Entscheidung liegt in der Hand eines ernann. denen der Staat beteiligt ist, länger dienende Unter- ten Ehrenrates, also eines willenlosen Werkzeuges offiziere unterbringen müssen. Während die öffent- der Militärbürokratie.. lichen Dienstposten, die für Unteroffiziere in Betracht kommen, wenigstens tagativ aufgezählt werden, aufgehoben und alle Stellen bei Aemtern und für die Söhne der Landwirte und der Gewerbetrei Behörden allen Staatsbürgern gleichmäßig zugängbenden in Betracht kommen soll, sondern vor allem Volen( Kommunist) beschäftigt sich zunächst lich gemacht. Heute sind es dieselben Parteien, die mit dem Budapester Kommunistenprozek und für das Proletariat! Dann wurden ihnen angeblich Versprechungen gegeben, daß die Dienstzeitauf einmal wieder ein viel weitergehendes Zertifika fordert von der Regierung ein Einschreiten. Spä ter polemisiert er gegen den Ausspruch verlängerung auf zwei Jahre terminiert und die tiſtengesetz beantragen. Das neue Gesetz soll notwensaryks, daß der Friede auf 90 Jahre gesichert sei, militärische Vorbereitung der Jugend fallen gelaffen dig sein, weil der Herr Miniſter angeblich sonst keine werde. Der Herr Landesverteidigungsminister hat längerdienende Unteroffiziere bekommt. Bisher hat und erklärt, daß mit dieser Voraussage die Ur teile der tschechischen Klassenjusti; in Widerspruch aber erklärt, daß er seine diesbezüglichen Pläne feien, welche für jedes schärfere Wort gegen den nicht aufgebe, sondern nur zurüd stelle. Er Strieg zu Striminal verurteilt. Ausführlich be hat überdies bezüglich der Miliz schon öfter feierliche faßt er sich sodann mit den jüngsten Ereignissen Bersprechungen gegeben, was ihn aber nicht hindert, auf dem Balkan, in denen er lesten Endes einen heute den Milizgedanken restlos aufzugeben. Die deutschen Regierungsparteien begnü Angriff auf Sowjetrußland erblickt. Der Nationaldemokrat Ježek sieht in Sow- gen sich aber mit bloßen Versprechunjetrußland den Brandherd von kriegerischen gen, objchon sie nirgends verankert find. Konflitten, was bei den Kommunisten erregten Widerspruch und heftige Zwischenrufe veranlaßt. Er sucht sodann durch Vergleiche mit ausländischen Staaten die Berechtigung der Wehrvorlagen zu erweisen. Ein Teil der Regierungsparteien hat allerdings noch andere Beweggründe für die Wehrvorlagen. Der Berichterstatter hat gestern wörtlich gesagt: Die unstreitige Tatsache, daß der mög liche Feind für unseren Staat nur aus dem beRedner verweist dann eindringlich auf Deutsch- nachbarten Deutschland oder Ungarn land, das cifrigst an dem Wiederaufbau seiner tommen kann, mußte alle von der Notwendigkeit Armee arbeite, so daß diese Armee heute nur ein der Erhaltung des Nadersystems überzeugen." Rader von Kommandanten für den Fall einer Das ist also ihr Hauptgrund, die natürlich auch Mobilisierung sei. Deutschland habe heute fast für die deutschen Regierungsparteien gilt. Das muß 60.000 Unteroffiziere, welche jederzeit bei der man festhalten, ebenso wie die Aeußerung, die vorhin Mobilisierung ihren Dienst antreten können, der Nationaldemokrat Ježek über die Secresorga während die Tſchechoslowakei kaum über 7500 nisation des Deutschen Reiches getan hat. Er hat Unteroffiziere verfügt. Das deutsche Heeres- dabei scheinbar vergessen, daß diese HeeresorganisaSudget sei zum Teil in den Ausgabeposten aller tion auf Grund des Diktats der Entente nderen Ministerien versteckt. Die übrigen Mi- entstanden ist, und er fönnte sich von seinem Paristerien willfahren jedem Wunsche der Militär- teiführer Kramar Belehrungen darüber einholen, verwaltung, ob es sich nun um strategische Straßen oder Bahnen oder um andere Unter- weshalb Deutschland diese Heeresreform ausgezwungen nehmungen handelt, an denen die Militärber- wurde, die er heute so scharf fritisiert hat. Auch sonst zeigt es sich, daß die Motivierung der Vorlagen durch die Heeresverwaltung nach keiner Richtung hin stichhältig ist. An Hand eines ausführlichen Ziffernmaterials waltung interessiert ist. Aus seinem ausführ Ichen Ziffernmaterial sucht er nachzuweisen, daß eutschland insgesamt 8% Milliarden Kě für in Militär ausgebe, die Tschechoslowakei da' gen nur 1370 Millionen. Diese großen finan- weist nan Genosse Heeger nach, daß ziellen Forderungen der deutschen Heeresvervaltung feien ein Beweis, daß man auf ungefeßliche Weise eine neue Armee mit allen zur Mobilifierung notwendigen Einrichtungen schaffe. ist und daß selbst Frankreich, das uns immer als Unter vielfachen Zwischenrufen der Deutsch- Musterbeispiel hingestellt wird, jetzt die Dienstzeit in fast allen andern Staaten die Dienstzeit viel fiirzer ist es bei den Posten in der Privatindustrie vollständig dem Landesverteidigungsminister überlassen, später mittels Verordnung zu bestimmen, welche Posten auf Grund dieses Gefeßes durch Zertifikatisten zu beseßen sind. Daß diese Vestimmung gewissen Tschechisierungsbestimmungen dienen wird, ist eigentlich ganz selbstverständlich und das Verteidigungsministerium als Arbeitsvermittlungsstelle für die Privatindustrie wird sicher dafür sorgen, daß die von tschechischer Seite diesbezüglich gehegten Wünsche in Erfüllung gehen. Wir müssen entschieden dagegen protestieren, um somehr als wir die Fürsorge, die der Herr Lanbesverteidigungsminister für die gesunden Sol daten an den Tag legt, restlos bei den Opfern der Soldatenspielerei, bei den Kriegsbeschädigten vermissen, um deren Schicksal man sich in diesem Staate verdammt wenig kümmert. Man ist der Meinung, fie hätten ihre Pflicht erfüllt und überläßt sie ihrem Schicksal; sie sollen selbst schauen, wie sie vorwärts kommen oder dabei vollends zugrunde gehen. Bis heute hat man die den Kriegsbeschädigten gegebenen Versprechungen nicht eingelöst; dafür will man den länger dienenden Unteroffizieren zum Teil auch noch jene Stellen zuschanzen, die heute von Kriegsbeschädigten besetzt sind. Die Kautschutbestimmungen des Gesetzes lassen dic unmöglichsten Auslegungen zu; wenn man weiters bedenkt, daß Unkenntnis und mangelnde Kenntnis der Dienstsprache als schlechte Qualifikation ausgelegt werden und den Grund zur Versetzung in den Ruhestand bilden können, so geht schon daraus allein die Absicht der Gesetzgeber flar hervor. Wir werden gegen dieses Gesch stimmen, weil es eine Verankerung der brutalsten Willkür dar, stellt. Aus den früher angeführten Gründen werden wir auch gegen alle übrigen hier eingebrachten Militärvorlagen stimmen! ( Lebhafter Beifall.) * Als letzter Redner sprach der deutsche Nationalsozialist Jung, worauf die Debatte abgebrochen wurde. Der Vorsitzende erklärte, es sei aus dem stenographischen Protokoll sichergestellt worden, daß Abgeordneter Steibl ho chverräterifche Aeußerungen getan habe; er rufe ihn deshalb nachträglich zur Ordnung und teile mit, daß das Präsidium die betreffenden Stellen aus dem Protofoll ausgeschlossen habe. * Nächste Sigung morgen Donnerstag, 3 Uhr nachmittags. Seite 4 Tages- Neuigkeiten. Ein Wizzblatt ist auch in den miserablen Zeiten, die der bölfi Donnerstan, 24. März 1927. 1 fchen Bewegung jetzt beschert sind, der Aussiger Die Berliner blutigen Zusammenstöße. fönnen, diefe haben sicher von dieser gottgewollten nach außereuropäischen Ländern ausgensandert. Tag" geblieben. Da lesen wir in der Folge vom 23. Lenzmond: ,, Dieser Tage hielt die gelbe nationaldemo fratische Bergarbeiterorganisation eine Konferenz аб Ob nicht mancher völkische Leser bei dem Gedanfen, daß dieser feine Farben sinn erst unter dem Schuße des neuen Brezgesetzes fich entwickeln konnte, rot wird? In einer Meldung über die Zusammenstöße zwischen fomunistischen und hafenfreuzlerischen Bersammlungsgarden in Berlin findet sich in derselben lenzfrischen Folge des heiteren Blattes die Schlußfolgerung: Die Kommunisten organisieren planmäßige Ueberfälle, wobei nicht gezweifelt werden kann, baß diese Terrorbanden von den jüdischen Sapitalisten bezahlt sind, um die ver haßten Antisemiten auszurotten." Troß der Schwindsucht der völfischen Bewe gung halten wir sie doch noch nicht für so flein, daß alle Antisemiten durch ein paar Ueberfälle ausgerottet werden könnten. Ist es doch nicht ein mal den Völlischen gelungen, die Juden, die doch laum stärker sind als die Antisemiten, einfach auszurotten. Bei der Refordzahl 500 blieben die Mörder wohl oder übel stehen! Dagegen könnte die Finanzierung der böl tischen Presse die Ausrotiung des Antisemitis mus ſehr beschleunigen. Denn wer bliebe noch Antisemit, wenn er im„ Tag" läse, daß die Juden die Abschaffung der Todesstrafe deshalb for dern, weil ein Jude( jener Schlesinger, der übrigens gar fein Jude ist aber wer wollte dem Tag" derartige Falschmeldungen abgewöhnen?!) hingerichtet werden soll? Der Prozentsatz der in Deutschland hingerichteten Nichtjuden dürfte den der Juden wohl übersteigen und unter den durch den Henker, um dessen Ehre ein Sakenkreuzler mit Recht besorgt ist, ausgerotteten Ariern könnte sich ab und zu sogar ein Antisemit befinden, für dessen Ausrottung die Juden sonst doch wieder die Kommunisten bezahlen müssen! Katastrophen und Unfälle. Majjen Arbeitertod im Lastauto. Ein Toter. Berlin, 23. März. Zu den gestrigen Zu jammenstößen zwischen Kommunisten und Schuß polizei teilt das Polizeipräsidium mit: Nach den bisherigen Feststellungen sind die Schutzpolizei beamten planmäßig von den Demonstranten tät lich angegriffen worden. Mehrere Beamte wurden durch Messerstiche, Steinwürfe und Schläge erheblich verlegt. Einige Beamte, die zunächst Schreckschüsse abgaben, waren schließlich in der Notwehr gezwungen, von ihrer Schußwaffe ernst lich Gebrauch zu machen. Dadurch wurben sechs Demonstranten verlegt, von denen einer im Krankenhause seinen Verlegungen erlag. Die Gesamtzahl der Verwundeten ist nicht festzustellen, da die De monstranten wahrscheinlich einige ihrer Leicht verletzten fortgeschafft haben. Merseburg, 22. März. Auf einem Neubau im fund oft hören, daß diese Ordnung eine von Gott I Defterreichische Einwanderung und AusLeuna- Wert stürzte ein Gerüst ein, wobei fünf gewollte ist und daß an Dingen, die von Gott eine wanderung. Nach einer Mitteilung des AusArbeiter, davon zwei schwer, verlegt gesetzt sind, nichts geändert werden darf. Die wanderungsamtes beim österreichischen Bundeswurden. tausenden Arbeitslosen, die vielen Mütter, die den fanzleramte find im Laufe des Jahres 1926 nur Sunger und das Elend ihrer Kinder nicht stillen 3895 Desterreicher gegen 4627 im Jahre 1925 Ordnung ihre eigene Meinung. Doch es gibt Die Auswanderung in die europäischen Staaten außer diesen vielen tausenden Arbeitslosen noch ist statistisch nicht erfaßt worden, doch war sie eine Auslese in der bestehenden Gesellschaftsord immerhin bedeutend. Bemerkenswert ist, daß die nung, die mit allen Fasern daran fieben, daß Einwanderung nach Desterreich i. 3. 1926 nichts geändert wird. Daß sind jene, die bei den fast ebenso groß war, wie die Aus= in den letzten Wochen stattgefundenen General wanderung nach Uebersee. Es wurden versammlungen der Aktien- Gesellschaften nämlich im Jahre 1926 in 3870 Fällen Be ihre Reingewinne festgestellt erhielten, jene, die willigungen zur Beschäftigung ausländischer Arimmer über die große Rot jammern und denen beitnehmer in Desterreich erteilt. Da in dieser doch bisher von dieser großen Not nichts anzu- Zahl die tschechoslowakischen landwirtschaftlichen sehen ist. Sie haben, um nur ein Beispiel an- Saisonarbeiter, die mindestens 10.000 erreichen, zuführen, Reingewinne, die die Vorstellung eines nicht eingeschlossen sind, so fann gefagt werden, fo armen Arbeitslosen so übersteigen, daß er es daß die Einwanderung nach Oesterreich im Jahre nicht foffen fann. die tschechoslowakische Bant 1926 größer war als die Auswanderung. weist einen Reingewinn für das Jahr 1926 von Zu der Eifersuchtstragödie in der Berliner über 6 Millionen Stronen aus. 6 Millionen Arztens familic Singermann wird gemeldet: Frau Kronen hat eine Bant in einem Jahre ihren Dr. Grifa Singermann, die in der Nacht zum Soun Aktionären in Form von Dividenden zuführen tag ihren Ehemann, dan praktischen Arzt Dr. Ottov fönnen, 6 Millionen Kronen werden Menschen, Singermann, durch Beilhiebe und einen Revolverdie sicher nicht die Not kennen, die nichts vom schuß tötlich verletzt und dann Veronal genommen Sunger wissen, deren Kinder sicher nicht unter- batte, ist im Krantenhause ebenfalls gestorben, ernährt sind, zugewiesen, damit sie vielleicht eine ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. mit fie um ein Auto mehr haben können, damit ichen Städtchen Steinbach- Hallenberg warf eine Ar Reise mehr unternehmen können im Jahre, da Wahnsinnstat einer Mutter. In dem thüringi. sie besser für die gottgewollte Gesellschaftsordnung beiteris, offenbar in einem Anfalle geistiger Umnachwirken fönnen. Wir glauben recht gern, daß für tung, ihre drei Kinder in Alter von ein bis vier diesen Teil die bestehende Ordnung die gewollte Jahren in einen Leich und sprang dann .. Da aber tausende schaffende Menschen mit selbst nach. Mutter und Sinder find extrunken. diefer Ordnung nicht einverstanden sind, daß um Arbeit bitten, um leben zu können, und den eingige deutsche Arbeitergefangverein Prags, fordert hungernde Kinder und Mütter, daß Arbeiter, die noch feine erhalten, in gerechtem Zorn dieser Ord- alle fangesfreudigen Genossen auf, ihm als Witglied nung fluchen, daß diese Menschen heiß und er beizutreten. Die Die kommende Arbeitero! hm. bittert um eine Aenderung dieser Ordnung famp pia de macht einen tüchtigen deutschen Arbeiterchor fen, das darf nun einmal nicht wundernehmen. zur Notwendigkeit. Es gilt, die aus dem Deutschen Mögen sie alle ihre Kunst anwenden, den Schaf Reiche uiw. fonmmenden Brudervereine gebührend zu Der Sohn Klofac durch Zufall in die sonn- senden noch immer die Mär von der Gott ge begrüßen. Zu diesent Zwede ist ein Kommers Abend tägige Schlägerei geraten. wollten Ordnung beibringen zu wollen; es wird im großen Luzerna Saal geplant. Sowohl Anfänger gerade jest, in einer Zeit, in der die Arbeits- als auch schon geübte Sänger mögen sich melden. ofigfeit wächst, in der durch die Mitschuld jener Die lebungsstunden finden regelmäßig Freitag, Parteien, die die Lehre Gottes zu verbreiten vor- 8 Uhr abends, im Vereinsheime in der Typ. Besedo, geben und gleichzeitig für die Verteuerung der Emerschlagaffe 27, linke Sriege, 4. Stod, statt. Lebensmittel durch die Einführung von Zöllen ihre Stimme abgeben, die Lebenshaltung unerträg lids erschwert wird, auch in jene weiten Streife des schaffenden Volkes die Erkenntnis dringen, daß diese Gesellschaftsordnung eine ungerechte ist und daß alle, die sie zu erhalten trachten, nicht die Vertreter des schaffenden Volfes, nicht die Neuerlicher fommunistischer Zusammenstoß. Berlin, 23. März. Gestern abends veran ftaltete der„ R.ote Frontkämpferbund in Berlin mehrere Rundgebungen wegen der blutigen Zusammenstöße auf dem Bahnhofe Richterfelde- Ost. Beim An- und Abmarsch der Demonstranten kam es an verschiedenen Stellen der Stadt zu schweren Zusammenstößen mit der Schutzpolizei. Mehrere Personen erlitten dabei schwere Verlegungen. Die Polizei nahm über 20 Festnahmen vor. Bei diesen Bus sammenstößen soll auch der kommunistische Reichstagsabgeordnete Thälmann burch einen Säbelhich über den Kopf verlegt worden sein. * Der Gesangberein Gutenberg", Brag, als der Gerichtssaal. Mama, weh weh Mama! Prag, 23. März. Diesen Ruf stieß ein fleiner mieste, während ihr von dem Dreirichtersenate des DeGR. Selfriegel die Anlage wegen eines bersuchten, jedoch nicht vollendeten Taschendiebstahles vorgelesen wurde. Der Tathestand iſt kurz folgender. Berlin, 23. März. Die B. 3. am Mittag" meldet: Die tschechoslowakische Ge sandtschaft hat beim Auswärtigen Amte Beschwerde darüber eingelegt, daß am Sonntag zwei tschechost. Staatsan gehörige bei den Ausschreitungen bei der Kaiser- Wilhelm- Gedächtniskirche mi handelt und beraubt wurden. Ein in Paris lebender Tscheche, der sich nur einen Tag auf der Durch reise in Berlin befand, traf hier zufällig auf der Rudowa( Schlesien), 23. März. Ein Laft- Straße einen Freund und Landsmann, den Verfechter der Interessen der Arbeiterschaft sein Bub beständig aus, den automobil, das 70 Arbeiter von der Ar- Sohn des früheren tschechosl. Striegsministers fönnen. Zu groß ist die Kluft: Generalversamm beitsstätte nach Hause beförderte, stürzte heute früh Slofac, Ing. lofac, der in Berlin wohnt. fung. Reingewinn von vielen Millionen und auf auf der Straße zwischent Studowa- Sadisch und Da die Freunde gemeinsam in Orford studieri der anderen Zeite tausendfältiges Elend und unGellenav in eine Schlucht und begrub sämtliche haben, sprechen sie gewöhnlich englisch mit ermeßlich Leid. Zu groß die Kluft, um über Infassen unter sich. Bis zur Stunde fonnten einander. Sie gerieten nun zufällig in einen brückt zu werden. Nur eine vollſtändige Beseifieben Tote und 18 Schwerverlette gefahen sich plößlich von einem großen Trupp von tigung wird Erlösung für alle bringen. jungen Leuten umringt, die sie auseinander- Bibel und Touristif. Die apostolische AdminiWien, 23. März( un). Durch Selbstentzün- rissen. Beide wurden zu Boden gestratur Feldkirch Innsbrud hat mit der Ueber dung brach in der Spinnerei und Webe lagen und mußten Rettungsstellen auf schrift Frauenwelt und Touriſtik" eine Verlautrei A. G. Trumau- Marienthal( Bezirkshaupt- suchen. Dem Herrn aus Paris wurden dabei barung erlassen, in der es heißt: mannschaft Mödling) ein Brand aus, durch den Mantel, Brieftasche, Scheckbuch und sämtliche der Puzraum vernichtet wurde. Im Puzraum Ausweispapiere gestohlen. Er fuhr sofort, nachenistand unter den Anwesenden eine große dem er auf der Rettungsstelle verbunden war, ju Panit. Ein Arbeiter erlitt durch eine Stich seiner Gesandtschaft und meldete den Vorfall, den flautte schwere Verletzungen, denen er turz dar die Gefandtschaft an das Auswärtige Amt weiauf er lag. Die Höhe des Schadens dürfte sehr bedeutend sein, da viel Baumwolle durch die Wassermassen beim Löschen unbrauchbar gemacht wurde. Der Brand rief feine Betriebsstörung borgen werden. hervor. Rom, 23. März. Auf der elefirischen SofalFahn zwischen Lodi und Mailand entglette einer der Lokalzüge, wobei Ser Maschinist getötet und vier Rei sende( unter denen sich aber fein Ausländer befand) schwer verletzt wurden. Rundfunt für Alle! Programm für morgen, Freitag. terleitete. Die von Gott gewollte Gesellschaftsordnung. Tausende und tausende Arbeitslose, unterernährte Kinder und mit Leid erfüllte Mütter sind die tägliche Erscheinung, der wir in diesem Staate überall begegnen. Die bösen Sozialdemokraten, die schon durch Jahrzehnte einen furchtlosen Kampf um die Beseitigung dieser Gesellschaftsordnung, in der es unermeßliches Leid und tausendfältige Not gibt, führen, müssen neben den vielen Verleumdungen und Verdächtigungen ofi Wettbewerb. 16.45: Leichte Dieltermuli. 18.30: aueras rifcher Vortrag. 19.30: Sornquintett. 21: 3igeunermufif. Orgelbortrag. 14: Mittagsfonsert. 15.30: Grand National Steeplemafe. 16.50: Schulfinberfonsert. 19: Drchelterfonzert. Daventry, 1600 12: Quartet und Gefang. 18.30: 20.15; Conaten von Beethoven, 20.45: Militärtonzert. 21.15: Ballabenabend. 21.30: Chorgefana. 22.30: Bunter Abend. 28.30: Irischer Abenb. 21. Zangmufif. Rom, 140, 17.15: 3033 Band. 20.45: Orcheſterfonzert. Wien, 517. 11: Bormittagsmufif. 16.15; Nachmittags Am 22. Dezember v. J. gab es am Přibramer Ringplaß einen großen Andrang von Menschen, meil dort Fische für Weihnachten verlauft wurden und die guten Přibromer fromune Leute sind, die doch Weihnachten ohne Weihnachtslarpfen nicht feiern werden. Unter der Menge der braven Hausfrauen, die hier Ein Weib soll nicht Mannesfleider anziehen. Fische billig erstehen wollten, befand sich auch dic Denn ein Greuel ist vor Gott, wer solches tut. Angeflagte Mearic Milovcová. Sie wollte aber Demzufolge sollen Frauenspersonen wenig die Fische noch billiger haben als die anderen Frauen. stens nicht in Mannskleidern das Haus Gottes Aus diesem Grunde führte sie eine zufällige Bebetreten. Es gilt im Winter für den Stisport, megung zur Handtasche der Emilie Červená, die plötz im Sommer für die Hochtouristik. Der christlich geöffnet an ihrem Arme hing. Jemand aber lichen Sitte widerspricht es, sofern man diese An- bemerkte die Manipulation der Mikovcová und schrie: gelegenheit ernst erwägt, sicher auch, wenn„ Achting. Taschendiebe!" So blieb die Geldbörse, in Frauenspersonen, in männlicher Touristenkleidung der sich 120 K befonden, ruhig und unversehrt in der durch die Straßen der Ortschaft marschic geöffneten Handtasche, die Whiteveová aber wurde ren, wo sie von allen Leuten gesehen werden fön festgenommen. nen. Dies zu vermeiden, ist wohl das geringste, was vom Standpunkt der christlichen Sitte gefor dert werden kann. Auch auf die Turnfeste fin det dies finngemäße Anwendung. Wozu wohl benterft werden darf, daß in den biblischen Zeiten, trop einiger Bergbesteigungen von Propheten, die Touristik noch sehr wenig entwidelt war und namentlich der Stisport im argen lag. Vollends die Frauen hielten sich dem Sport und dem Turnen fern. Wäre es anders gewesen, so hätten die Propheten und Apostel gewiß mehr Verständnis für die Vorteile der Sportkleidung gezeigt als der Bischof von Feldkirch. Dieser Fa natifer würde es vermutlich auch als Greuel empfunden haben, wenn er Moses ohne Kniehosen und Wadelstutzen auf den Sinai steigen gesehen hätte. Hat Goethe Schillers Tob verschuldet? In einer deutschen chemischen Zeitung wurde jüngst Sie hatte sich wegen dieses unvollendeten Dichstables zu verantworten. Sie leugnete die Absicht eines Diebstahles, erschwerend jedoch war ihr Leumund, bereits einmal wegen dieses Deliktes verurteilt worden zu sein. Ihr kleines Kind, das sie int Arme wiegte, schrie und weinte während der ganger Verhandlung. Die Mifovcová befam wegen lebertretung zehn Tage Arrest mit einer Faste, unbedingt, und wurde nach Pankrat gebracht, wo sie und ihr einer Bub zusammen die Strafe abiizen werden. Daß kleine Kinder mit ihren Müttern ins Kriminal wandern, ist to in dieser fukturvollen Welt bereits eine Selbstverständlikeit geworden! Die Angeklagte wurde von JUDr. Hader( für Dr. Stein) ham. freten. Die Tochter verloren und noch bestraft. Prag, 349. 11: Schallplattenmufif. 11.40: Sandwirtschaft. Itcher Rundfun? und geitftgnal. 12.05: Preffenachrichten 12.15: utagetonaert. 1. Saiman. Serbsumanover. 2. Balb. fongert. 17.45: Womenbericht für Sport und Frembenber zeufet: Schliffmubläufer. 3. Pospisil: Cofoflieder. 1. Profehr. 18: Wirffante Reflame 18 30: Pemerabschluß und hasta: im Meeresftrand. 13: Runofunt für Sanbel und Bilans. 19: Franzöfifa. 19.30: Englifo 20: Einfam Gelverbe. 14: Börsennachrichten. 16 30: Nadinitagsfonzert. Menschen". Drama von Gerhart Bauptmann. 1. Berdi: Nabuchodonofor. Ouverture. 2. Steler: Edmetter Sürid, 494. 12.30: Echallplattentongert. 20: 2ilhelm Tingsjagb. 3. Thaifomffii: Rique.Dame. 4. Doppler: Lie- Schola Stunde. 21: Deutscher Operettenabend. beslied. 5. Grünfeld: Konsert- Boffa. 6. Wiadigersf: Liebelei. Deutschland. 17.30: Börsennachrichten und Hopfenmarktpreise. 17.45: Kinderstünden. 18: Vortrag. 18.15: Landwirtschaftlicher 12: Sprechtegnit 15: ie eine Arbeit über giftige, arfenhaltige grüne Far Eine Anflage für die Gesellschaft, die Frauen swings, Rundfunt. 18.35: Deutsche Sendung. Wetterbericht und härte ich mich ab. 15.30: Einheitsfurafchrift. 16.30: Die Togesnenigkeiten vom Presbüro, bierauf: deutsche landwirt Sunft des Sprechens. 17: Frühgermanische Dichtung. 18: ben veröffentlicht. Die Gesundheitsschädlichkeit fchaftliche Sendung: Zng. Rudolf Erlenberger: Quali Wie verbeliert man feinen Rundfunkempfang. 18.30: des Schweinfurtergrüns, das start arsen tät der Braugerite durch Düngung. 10: Borirag: Heber Englifa. 18.55: Wie die Börsenfurfe zustandekommen. unfere suderindustrie 10.15: Bottag: Das Schubwerf. 13.20: Wiffenfchaftlicher Bortrag für rate. 20.30: Heber Bettervorausfagen und Breffenachrichten. 20 08: Biasmufif. quartert op. 18, Nr. 1. An die ferne Geliebie. Streichquar; Rönigswusterhausen.1300. 19.15: Sandwirtschaftlicher Bortrag auf elle 1110. 20: tragung von Berlin, 184. Beethoven- Kammermusif: Streich 20.45: 1leber das Erdbeber in Japan im Jahre 1923. 21: Seitfignal. Ruffifche wufif. 1. Einleitung. 2. Ifai. Lowfitt: Samlet. Ouverture. 3. a) Gre: fcaninow; b) Rimftij- Storfalow: Sommernachtstraum. 4. Greifaninow: Arie aus„ Dorynia Nitutis. 5 Glazunen: a) Chant du Menestru; b) Serenade Espagnole. 6. a Borobin: 1. Das tett op. 135. 22.30: Tanamulit. Breslau, 323, 12.20: Schallplattentongert. 16.30: marth Beste Nachrichten des Breßbitos, liebersicht der Tageser, 21.15: Jägerlieber. Prag, 28. März. Wieder eine§ 144- Geschichte! sich verbotene" Einoriffe von unberufenen Perhaltig ist, ist ja schon seit langem festgestellt. Diese sonen vornehmen zu lassen, statt eine Geburtenfon Feststellung führte dazu, daß die Verwendung die- trolle klinisch durch Aerzte vornehmen gu lassen. fer Farbe für Tapeten sogar gefeßlich verboten Antonino S. führte ihre schwangere Tochter zur wurde. Nun tann man aus dem Briefwechsel Hebamme Františka 6, einem unintelligenten Nachmittag. 19.35: Elteritunde. 20.25: Wenn der Frühling in die Emhläfing fommt. 22.15: Berufswahl der Mädchen, zwisches Schiller und Gosthe entnehmen, daß Frauenzimmer, die mit einem spiten Gegenstand eine Frankfurt, 429. 13: Neue Smallplatten, 15.30: Jugend. Schiller grüne Tapeten sehr liebte. Er hat sich innerliche schwere Verlegung der Schwangeren rertunde. 19.45: Umichan in Wiffenfchaft und Tecnif 20.05: pleer; 2. Lied bes bunften Waldes; b) muliergilii: Goval. Filmuwomensday, 20.15: Ronzert. Bach: Cellofonate. Beet solche Tapeten für sein Haus in Weimar von ursachte, wodurch der Ted der Unglücklichen herbei7. Ravrabnit: Arie aus„ Dobrovity". 22: Beufignaf. 22.02: boven: Bariationen, op. 66. Beethoven: Cellasonate op. 69.( Spethe direkt bestellt. Die deutschen Gelehrten, geführt wurde. Mutter und Hebamme murden wegen eigniffe, Sport und Theaternachrichten. 22.15: Tanzmusit Gamburg, 305. 14.05: Saustonzert. 16.15: Solisten. gründlich, wie sie schon einmal sind, haben nun§ 144 des St.-G.-B. angelagt. Die Hebamme erhielt Brünn 441. 12.13: Mittagstonzert. 1. Soufa: Unter fonaert. 17: Das Marionettentheater, 17.30: Gummi. 18: nach diesen Tapeten zu suchen begonnen. Tai- drei Monote, die Mutter der Toten sechs Wachen dem amerikanischen Banner. 2. Bendin: Le Papillon. 3. Reb. Sumor in Wort und Lieb. 19.15: Die Tiere des Wallers. hal: Tolenblut. 14.30: Gifettenbörse, Wetterbericht. Breffe- 20.15: uer!". Drama von Sans Ebtle. 22.30: Tanamulit. sächlich fanden sie in Schillers Sterbehaus ein bebingt. nachrichten, Sport und beater. 17.15: Ainberede. 17.35: Laugenberg, 169. 13.30: Ruftige Mufit. 17: Lieder und Wandbrett, das mehrfach tapeziert worden war. Deutime. Brellenachrichten. 17.45: cutime Gentbung. labiervorträge, 18: Welchen Beruf mehr. Die unterste Tapete ist nun eine grüne Tapete. Dr. Kreisler: M m Milfe. 18: Seitfianal. Landwirt. deutsche Jugendbewegung. 20.15: alte und neue Chormufit. Thaftsfunt. 18.20: Bortrag: Die ruffifche Mararebolution. 22.10: Resitationen. 23 10: Tanamufif Bei der chemischen Untersuchung dieser untersten 19: Ronsert. 1. Mozart: Titus Ouverture. 2. Gaubin: Leipzig, 366. 12: Schallplattenfongert. 16.30: a: Tapetenschicht fand man einen starten Arsen Türkische Suite 3. Mofafowoffi: Liebesmalaer. 4. fchai mittagstonzert. 19: Der Borstoß in den Weltenraum. 19.30: Loreftit: Der Schwanenfee. 5. Difenbach: Solimanns Erzäh. Die Bedeutung ber Bolfslunde. 20.15: Sächsischer Mund- und Kupfergehalt, die Tapete war mit Yungen. 20: Luftine Reaitationen. 20 30: Sonzert. 21: Tana artenabend. 22.15: Tanamuft Schweinfurtergrün gefärbt. Wenn diese Tapete München, 586. 14.45: Brauerunde. 16: Nachmittags. Brehbars, 300 17.40: Stonaert. 1. Zeber: Oberon. Boltsschauspiel von Peter Rofegger. 22.15: Lawinen, die wurde, fönnte man zu dem Schluß fommen, daß Yongert. 19.10: Sorammeltrio. 20: Am Tage des Gerichts". Schiller nun tatsächlich von Goethe beschafft Ouverture. 2 Saint- Saens: Samfon und Dalila. 3. gabigth: größte Gefahr. Der Traum der Salasmice 4. Plon: Intermezzo. 5. Rebbal: nasintbenwalser. 6. Wegner. Nienai 7 Ofeit: Baraus dem Reiche der Frau. 16 15: Nanmittagstonzert. fährlichkeit des Schweinfurtergrüns noch nicht Stuttgart. 350 13 10: Goallplattentonsert. 15.30: Goethe unbewußt- denn er selbst tannte die Gebhzake auf bas Rofentieb 8. Adam: Der König von 3betot. obe Globalischer Sprachkurs für deutsche. 20: Wie Prog. teuer in Oftarrila. 20: Dr. Luther: Meine merita Ein an Schillers Kränklichkeit und vorzeitigem Tod bride. 20.30: Beethovenfeler: 2. Symphonie. An die Soff- mitschuldig sei. Bubapet, 556. 10: Beethoven- Konsert. 16: Literarischer nung. Biolinkonsert. muf. 22: Wie Prag. 22: Wie Brag. 18.45: Bor den Toren des Berufslebens. 19.15: Rowenaben. -w riegel zu den weinenden Frauen, daß Sie nie mehr " Sie sind bedingt verurteilt," ſagte LGN. Sell wieder mit einer derartigen Sache vor Gericht tommen!" So wehr hier der Christus hängt," sagt die Hebamme, nie wieder!" Jahre oder lebenslänglich," sagt die Mutter der Meinermegen berurteilen Sie mich aur manzig gestorbenen Wöchnerin, die Hauptsache, wenn es nur midder!" Die Anklage vertrat Staatsanwalt Spinar. bedingt ist! Meine Tochter gibt urir niemand Donnerstag, 24. März 1927. Brag, 23. März. Eine feine Abfuhr erfuhr der Uebermut des allmächtigen Herrn Baťa heute vor dem Berufungsienate in Prag II. Eine Schlaner Beitung hatte die Rede cines Abgeordneten im Barfamente gegen das System des Herrn Bata, die leinen Schuhmachermeister allmählich zugrunde zu richten, wortwörtlich abgedruckt. Herr Bata sandte dem Blatte eine§ 19- Berichtigung, die das Blatt nicht brachte. Herr Baťa klagte. Und das Gericht entschied, daß es ausgeschlossen sei, die immune Rede eines Abgeordneten und deren wörtliche Wiedergabe mit einem§ 19 richtigzustellen, well man dann nächstens sogar die stenographischen Protokolle des Abgeordnetenhauses mit diesem Baragraph rich tigzustellen verlangen könnte. Den angeklagten Redakteur Jaroslav Svoboda vertrat JUDr. Bas. Seite 5. Herr Bata will Abgeordnetenreben Jugendbewegung klar. Er wies darauf hin, wie als aufbauen kann, finden bald ihren Nährboden in der schöpften, sondern von vornherein die Bohnforde mit§ 19 berichtigen! Reaktion auf die platten, verspießerten Verhältnisse Arbeiterjugend. Hier tritt noch das interessante rungen zurückgezogen haben. Einige kommunistische in der deutschen Kleinstadt, die dem deutschen Geistes- Moment hinzu, daß sich der Arbeiter, im Gegensatz Vertrauensleitie haben die Konferenzbeschlüsse ausleben um die Jahrhundertwende ihr Gepräge gab, zunt rebellierenden jungen Kleinbürger, erst den An- geplaudert und deshalb fann hier festgestellt wer sich die erste Wandervogelgruppe herausbildete. Schon teil an der bestehenden Kultur erkämpfen muß, um den, daß schon vor den Verhandlungen von Seite der Name Wandervogel" drückt eine gewisse Natur- sie dann, als Unfultur erkannt, abzulehnen und wie der Settion, in den engeren, gefiebten Vertrauens verbundenheit aus, die von der Jugendbewegung in der zu bekämpfen. Warum die Jugendbewegung in männerkonferenzen beschlossen wurde, die Lohnden Zivilisation gebracht wird. Ohne irgendein flares dafür gibt der Marxismus eine hinreichende Erklä bewußten Gegensatz zur lebensverbildenden herrschen ihrer typischen Form gerade in Deutschland entsteht, forderungen zurückzuziehen. Programm zu haben, lehnt sich die Jugend gegen ge- rung: Nach dem von Kawerau in die Soziologie wahrscheinlich auf dem Umwege über Prag ihre Das war die vielgepriesene taktische Linie, die wijje Aeußerlichkeiten der Lebensführung auf, erkennt übertragenen biogenetischen Grundgeses, wonach sich schöne revolutionäre Gestalt eingebüßt hatte. Den aber in der Folge, daß eine individuelle Ignorierung in der geistigen Entwicklung des Individuums die Unternehmern wäre es sehr unangenehm gewesen, und sieht in der Vernichtung der herrschenden Ethit Jugendbewegung auf einsur geistigen Niveau, das durchführen müssen. Wenn dann die Arbeiterschaft aller sogenannten bürgerlichen Ideale nicht genügt, geistige Entwicklung der Art wiederspiegelt, steht die wenn sie den Lohnabbau von neun Prozent hätten ihr Kampfziel, jener Ethik des Kapitalismus, vor der dem der bürgerlichen Klasse vor hundert Jahren ent- den Kampf begonnen hätte und die Unternehmer nichts Gnade findet, was sich nicht irgendwie auf den spricht. Ideell betrachtet war ihre Entstehung ein hätten die Aussperrung durchführen müssen, so Generalmenner Geld" bringen läßt. Weniger der Protest gegen die in Deutschland ant typischesten zum wäre es vor der Aussperrung immer noch Zeit soziologische Daseinswiderspruch des Kapitalismus ift Ausdruck kommende Geistigkeit des Feudalismus, des newesen, einen Rückzug an utreten, und selbst es, den die junge Generation als Grund zur Ver- Militarismus und der verknöcherten Erziehungs- wenn die Aussperrung erfolgt wäre, so war nach neinung des Bestehenden findet, es ist vielmehr seine methoden( siehe Wedekinds Frühlingserwachen"). der Sachlage sicher, daß wir trop alledem aus Rulturwidrigkeit. In ihrer geistigen Auswirkung auf die Gesellschaft ist diesem uns aufgezwungenen Kampfe fiegreich hätIn ihren Bestrebungen, die bürgerliche Schein- die Jugendbewegung erfolglos geblieben, und nur ten hervorgehen müssen. Die Unternehmer fönnen fultur zu bekämpfen und dem Ideal einer neuen Ge- wenn es ihr gelingt, die kulturellen Energien in poli- jich ihres billigen Sieges freuen, sie werden in sellschaftsfonnt auf solidarischer Grundlage näher su tische umzuwandeln, und damit den Anschluß an den Sinkunft noch viel frecher werden und wie wird tommen, ist sie antitapitalistisch, ohne sich aber über Sozialismus zu gewinnen, wird sie ihre Sendung er- dann erst die strategische Rückzugslinie der Kommudie Wege zur Ueberwindung des Kapitalismus selbst füllen fönnen. In der Debatte sprachen Prof. Dr. nisten aussehen? im flaren zu sein. Und die Ideen von der Umgestal. Rádi über den Myſtizismus der Jugendbewegung tung des ganzen inneren Menschen in sittlicher und und Dr. Kohn über die geistigen Beziehungen mit diesen neuen Menschen eine neue, bessere Welt fultureller Beziehung und der Glaube, daß man erst Margens sur alten und neuen' Generation. Borträge. Bon Newton bis Einstein. Unter diesem Titel sprach Genosse Ernst MühlDach, Redakteur der ,, Urania", Jena, Dienstag, den 22. 6. M. in der Prager Urania". Der Vortrag felbft bot bei weitem mehr als eine bloße Uebersicht über die Entwicklung der Astrophysik seit Newton. Wohl gab der Vortragende eine umfassende Dar Volkswirtschaft. stellung von der Entwicklung dieser Wissenschaft, er Nochmals die Lohnber egung der zeigte feinen Hörern aber auch die Ausblicke, die diese nordböhmischen Textilarbeiter. -ischhätte gekämpft werden müssen. Ein herrlicher, nichts, ich tu Dir auch nichts"! Daß die Kommu revolutionärer Erfolg, nach dem Motto: Tu mir Der beschönigte revolutionäre Rücksich nur lächerlich machen, ist klar. Sie schreiben nisten diese Behauptung selber nicht glauben und zug der Kommunisten. Wissenschaft gewährt, Ausblicke auf die Synthese und die Ordnung in Weltenaufbau. Es ist unmöglich. im Rahmen einer kurzen Besprechung den Gedanfengang von Mühlbachs Vortrag kurz wiederzugeben; zu reich ist die Fülle dessen, was der Vortragende au In der fommunistischen Presse wird nunmehr bieten wußte. Es sei daher nur furz auf einzelnes nach Abschluß der nordböhmischen Lohnbewegung hingewiesen. Genosse Mühlbach brachte etwas zu in allen Tonarten die Gewerkschafts- Strategie der stande, was selbst dem Vater der Relativitätstheorie Sektion der Textilarbeiter befungen. Ein harmloses nicht gelang: er gab dem Prager Publikum eine der Birkular des Unternehmerverbandes, in welchem art verblüffend einfache und daher vollständig ber diese mitteilen, daß die Lohnbewegung abgeschlossen ständliche Darstellung der Relativitätstheorie, daß und die Verträge unterfertigt sind und aus eder, der den Vortrag hörte, endlich wußte, worum diesem Grunde die Beschlüsse der Unteres sich bei diesem Problem handelt. Vor Jahren nehmerorganisation aufgehoben werden, besprach Einstein als Gast der Prager„ Urania" über nüßen die Kommunisten, um der Arbeiterschaft die Relativitätstheorie. Genosse Mühlbach hat trob- mit dem schwaren Mann zu drohen und ihr weis ben des Verdienst, den Bragern als erster die Rela- zu machen, daß der Rückzug vor dem Unternehmer tivitätstheorie gemeinverständlich dargestellt au haben. Zweifellos ist Genosse Mühlbach einer der besten Vortragenden, die als Gäste in diesem Jahre in der Prager Urania" sprachen. Es ist zu hoffen, daß das Prager Publikum recht oft Gelegenheit haben wird, Genossen Mühlbach als Vortagenden begrüßen zu J.&. fönnen. wörtlich: ,, Ein in dieser Art, unter den jezigen Verhält nissen eröffneter Kampf gegen das geschlossene Unternehmertum wäre nichts anderes, als ein Verteidigungskampf für das, was die Arbeiterschaft schon hatte, gewesen. Es wäre ein Kampf um die Erhaltung der bereits seit zwei Jahren bestehenden Kommunisten wer weiß was ein. Sie glauben, Auf ihre Verhandlungsstrategie bilden sich die wenn sie mit Nebensächlichkeiten die Verhandlun Kommunisten wer weiß was ein. Sie glauben, gen hinausziehen, die Arbeiterschaft irreführen zu fönnen, indem sie ihr vormachen, daß sie zähe und gewissenhaft für ihre Forderungen gefämpft haben. Rein Arbeiter wird ihnen etwas derartiges glaubent. Tertilarbeiter! Wollt ihr nicht eure Aftionsfreiheit, euren Kampfeswillen einbüßen und dahigh in Glen, verfiten, ſo müßt Hr den Weg durch im so ihr se früher desto besser! Textilarbeiter! Wenn zu den freien Kampfgewerf' chaften zurückfinden. Kampfgewerkschaften Reichenberg auf dem Theaterplay revolutionär de in China Shanghai gefallen ist, dürft Ihr in monstrieren und Euch an den Siegesnachrichten erfreuen: Wenn Euch aber die Reichenberger Stapitalisten einen derben Fußtritt verseßen, müßt hr Euch, wenn auch gegen Euren Willen, in ein Maufeloch verkriechen. So wollen es die Mos faujünger! Sellerzulage gewesen. Zu einem solchen Stampf konnte Wiederaufleben der schwarzen Listen! und durfte die Seftion nicht ihre Zustimmung geben und schlug daher, nachdem der Angriffskampf durch die Ablehnung der anderen Organisationen unmöglich wurde, die Linie ein, daß die Lohnbewegung in der Form beendet wurde, wie das auch tatsächlich geschehen ist." Wie das„ Pravo Lidu" erfährt, versendet in der letzten Zeit der Zentralverband der tschechoslowakischen Industriellen einen Fragebogen, an feine Mitglieder, in dem er die Beantwortung folgender Fragen verlangt: 1. Name der Firma, Siz des Betriebes. 2. Vor- und Zuname der Angestellten. 3. Staatliche, nationale und politische Zugehörigkeit der Angestellten. 4. Seit wann im Betrieb angestellt? trieb? it er Spezialiſt? 5. Art der Tätigkeit des Angestellten im BeJst 6. Ist er verläßlich? Bei unverläßlichen, warum? 7. Ist der unverlägliche Angestellte durch Diftat die einzig mögliche und richtige Taktik war. Sie schreiben, daß fie die richtige, taktische, ftra- den Bauch legen, wie Ludendorff in München. ZuDas heißt, sich beim ersten Schuß platt auf tegische Linie gefunden und eingehalten haben( in erit wollen avir feststellen, daß die Seftion niemals Prag?), weil die Unternehmer angeblich durch während der ganzen Lohnbewegung einen Andieses Birkular befunden, daß ein einheitlicher, gegriffekampf vorgeschlagen hat, sondern die Kommu schlossener und gut disziplinierter Angriff der Un- nisten haben vom ersten Tage der Lohnbewegung ternehmer geplant war. Einfach großartig! Böse insgeheim Sabotage betrieben und zweitens ist Zungen sagen allerdings, daß die fommunistischen diese Redewendung und diese Beschönigung ihrer Die lozialistische Jugendbewegung. Gewerkschaftsstrategen zu Ludendorff in die Schule Taktik einfach lächerlich, nachdem die Unternehmer As dritter Referent in dem Vortragssyklus der gegangen sind, von welchem sie das beim ersten mehrmals während der Lohnverhandlungen be- einen verläßlichen zu ersetzen, durch wen? Filosofická jednota über den Margismus follen. Der Arbeiterhaft wird in diesem Artikel einen Lohnabbau durchzuführen, sondern daß der Filosofická jednota über den Margistus Schuß auf den Bauch legen sehr gut gelernt habenteuert haben, daß fie aar nicht die Absicht haben, 8. Anmerkungen und Erläuterungen. sprach Dienstag Genosse Dr. Emil Franzel über eingeredet, daß die Sektion der Textilarbeiter die Beschluß des Unternehmerverbandes nur als 7. In der ersteren intereffiert sich der Induſtriel Am interessantesten sind die Rubriken 3 und obiges Thema. Sowohl für den Redner als auch neunprozentige Zulage gerettet hat. Welch groß- Druckmittel zur Erreichung eines Vertrages an- lenverband um die politische Zugehörigkeit des für das Publikum war es schwer, über ein solches artiger Erfolg! Jeder einigermaßen erfahrene Ge- gewendet wurde. So wird den Arbeitern etwas in Arbeiters und Angestellten, an der zweiten Stelle Thema zu referieren, beziehungsweise zu bebattieren. werkschafter muß über eine derartige Schreibweise die Tasche gelogen, was gar nicht beabsichtigt war. fragt er, ob der unverläßliche Angestellte durch Der Referent mußte den Vortrag vorausseßungslos folcher Revolutionäre lächelnd den Stopf schütteln, Der Arittelschreiber malt schwarz in schwarz, um einen verläßlichen ersetzt werden kann. Der Zwed aufbauen, das Publikum wieder stand einer Sache denn wenn dies die kommunistischen Arbeiter feinen eigenen Mitgliedern die Augen mit Drucker- dieses Fragebogens fann fein anderer sein, um gegenüber, deren Wesenheit ihm nicht nur neu, fon- wirklich glauben sollten, dann wären sie zu schwärze zu verfleistern, um den unglaublichen Daten zu erlangen, auf Grund deren der poli dern größtenteils sogar fremd war. Schwerer als bedauern. Dak die kommunistische Verdrehungs- Fehler, den die Kommunisten aus finanziel- tisch tätige Angestellte verfolgt und um sein Brof irgendwo fällt es hier, eine geiffige Brüde zu schla funst unübertreffbar ist, bevei'en auch die Aeußelen Gründen begangen haben, zu beschönigen. gebracht werden kann. An der Hand der Fragegen. Von welchem Standpunkte aus soll der tschecht- rungen über die Taktik der Union. Aus diesem Wenn bei jeder Lohnbewegung die Gewerkschaften bogen werden wahrscheinlich Verzeichnisse angesche Intellektuelle ein solches Problemi betrachten, wo geplanten Angriffstampf tonstruieren sie einen Ab- vor solchen Unternehmermaßnahmen zurückschrecken stellt werden, die aus der Vorkriegszeit bekannten eventuell den Hebel der Kritik ansetzen? Fehlen ihm wahrkampf, indem sie sagen: Die Taktit und die würden, welche als Druckmittel benügt werden, so schwarzen Listen, auf Grund deren die im Inter doch jedwede inneren Beziehungen zur Sache selbst. Vorschläge des Genossen Zimmer hätten die Lohn müßten die freien Gewerkschaften bei jeder Lohn- effe ihrer Klaffengenoffen tätigen Arbeiter um ihr Kritit üben, heißt im wesentlichen nichts anderes als bewegung sofort von einem Angriffstampf in einen bewegung die Flinte ins Storn werfen. Der größte Brot gebracht werden sollen. vergleichen; und an welcher Größe soll er messen? Abwehrkampf geführt", und sie behaupten, daß sie fehler, der während dieser Lohnbewegung beEingangs feines ausführlichen und aufschlußreichen ohne einen Kampf den Arbeitern die neunprozen- gangen wurde, ist eben der, daß die Kommunisten Referates legte Genoffe Dr. Frenzel die Wurzeln der tige Hellerulage erhalten haben, um welche erst nicht einmal alle Verhandlungsmöglichkeiten aus Prager Filmbörse. -Seichte Spielfilme- Ein neuer Frigo. United Artists filmen Caldoron. Im Verleih der Filmwerke( Ing. Hans Gregor) erscheinen zwei Paramount- Erzeugnisse, deren eines den befannien Roman„ Die ganze Nacht geöffnet" des franzöfifchen Schriftstellers Paul Morand als Vorlage benüßt. Der Hauptfehler des Stückes ist, daß es teine richtige Handlung hat und sich in zahlloſe Milicuschilderungen und Episoden auflöst. Die Fabel will folgendes besagen: Eine Frau will als Gatten nicht einen Waschlappen, der sich von ihr alles gefallen läßt und jeden ihrer Wünsche bereitwilligst erfüllt, sondern einen wirk lichen Mann, der ihr mitunter auch mit seiner physischen Straft seine Ueberlegenheit beweisen muß. Zwecke sich eines ihrer Mitglieder als Pilot an- Schalheit dieser dümmsten aller dummen Gewohnwerben läßt, aber im Laufe seines schweren Dienstes heiten der Menschen klar bewußt wird. Eine Aufüberzeugt er sich von der Albernheit seines Planes zählung aller Feinheiten der Handlung würde entSandlung müßte gar nicht sein, denn das Bildwert und wird ein ehrlicher, anständiger Mann. Die schieden zu weit führen, aber abschließend sei gesagt, bringt eine fesselnde Reihe herrlicher Luft- und Flieger- Aufnahmen, die man sich gerne ansieht. In den Hauptrollen Warner Bayter, Billie Dove und Douglas Fairbanks der Jüngere, der den unbestreitbaren Vorzug hat, der Sohn eines berühmten Vaters zu sein. daß Frigos„ General"-Film zu jenen amerikanischen Filmen zu rechnen ist, die für uns bis heute ein unerreichtes Muster sind und wahrscheinlich auch fernerhin bleiben werden, denn die Groteske ist in Amerika zu Hause und hat sich dort zu ihrem jetzigen Stand entwidelt. Das Stüd iſt wärmstens empfehlen. Nach einem Werk des spanischen Dichters Calderon de la Barca( 1600-1681). iſt der Film„ Nacht der Liebe"( Das Recht auf Liebe) gedreht worden. Der Schauplatz der padenden Handlung ist das Spanien des 15. Jahrhunderts, wo damals wie übrigens in ganz Europa- die Herrscher Herren über Leben und Tod ihrer Untertanen waren und auch das„ ius primae noctis"( das Recht der ersten Nacht) hatten. Die Konflikte, absichten der Unternehmer die Lehre ziehen, daß Die Arbeiterschaft muß aus diesen Angriffsnur durch den festen Zusammenschluß in starken Organisationen solche Absichten der Unternehmer abgewehrt werden können. Die Arbeitslosigkeit wächlt! statistischen Daten über die Arbeitslosigkeit herDas Fürsorgeministerium hat soeben die ausgegeben. Die Anzahl der Arbeitslosen ist nun in dem Monat, über den berichtet wird, bedentend gestiegen. Die Anzahl der nicht unterge brachten Bewerber beträgt, 83.271, das ist um 12.000 Personen mehr als im Dezember. Unterstützt wurden am 31. Jänner 33.371 Personen, also etwas mehr als ein Drittel der arbeitslos Gemeldeten. " Die Urabstimmung der Berliner Buchdrucker über den Manteltarif hat in Berlin laut Vorwärts" eine knappe/ Mehrheit für die Annahme ergeben. Englisch- russische Gewerkschaftskonferenz. Der Zwei bemerkenswerte Neuheiten bringen United Artists. Der leyte Buster Keaton Film mit dem Titel„ General" entpuppt sich als eine lachfrohe, uftig zusammengestellte Groteske, in der Frigo wieder einmal seiner meisterhaften TeppenGestalten verkörpern kann. Die Frage nach dem Inhalt des Filmes wird angesichts dieser herrlichen Lebens- Satire fast hinfällig, trosdem der Film mit Viola Dana verförperi so eine junge, aber mit Handlung nur so geladen ist. Frigo verkörpert einen die sich aus diesem unmenschlichen Recht ergeben Generalrat des britischen Gewerkschaftskongresses ihrem Gatten( Adolf Menjou) unzufriedene Maschinenführer aus der Zeit unserer Großeltern können, schildert der Film in einer starken, mächtig Frau, wird aber durch die Geschehnisse einer einzigen und fährt mit stoischer Ruhe und heißer Liebe für wirkenden Handlung, deren Wucht man sich nicht beschloß, eine Zusammenkunft mit Vertretern des Nacht, die sie beim letzten Tage des Sechs- Tage- sein Mädchen im Herzen auf einer vorsintflutlichen entziehen kann. Die Regie von George Fit- alloussischen Gewerkschaftsrates auf den 29. März Radfahrens in Paris verlebt, gründlich geheilt, denn Lokomotive stolz durchs Land. Da bricht der Krieg maurice hat Sinn für künstlerisch abgerundete, nach Berlin einzuberufen. ihr Gatte wird zum erstenmal in seinent Leben grob, aus( gemeint ist der Krieg zwischen den Nord- und inhaltlich padende Bilderreihen und hat für die Devisenturie. weil sie ihm seine geliebte 3igarettenspitze zer- Südstaaten in Amerika, aber das ist ja herzlich tragenden Rollen würdige Darsteller gefunden. bricht, wodurch die Geschichte ihre Lösung findet. gleichgültig), Frigo will sich zum Militär melden, Ronald Colman und Vilma Banky verleihen Prager Nurse am 23 März. Inhaltlich ist der Film völlig belanglos und un- wird aber nicht angenommen. Aber das Schicksal will ihren Gestalten ein überzeugendes Filmleben und finnig, aber das Spiel der Hauptpersonen( außer den es, daß er dennoch in den Krieg eingreift und seine werden durch eine Reihe anderer Schauspieler beiden schon angeführten noch Jeta Gondal und Heldentaten" führen den Sieg seiner Landsleute geschickt zu einem straff geführten und gut zusammen- 100 holländische Gulden Raymond Griffith) und das gewiß interes- herbei. Schließlich ist ja der Inhalt Nebensache, denn gespielten Ensemble ergänzt. Das überraschende an 100 Reichsmart fante Sechs- Tage- Radfahren, in dessen Getriebe man das Gehaltvolle des Filmes ist in der eigenartigen dem Stück ist die glückliche Verschmelzung von dra- 100 Belaas genauen Einblid gewinnt, machen das Stüc an- Philosophie und in der beißenden Satire zu suchen matiſchem Realismus, der stellenweise von zarten 1 jund Sterling nehmbar, wenn auch nicht gehaltvoller. Der zweite mit der die ganze Filmfabel geradezu. getränkt ist. lyrischen Bildern unterbrochen wird und in der 100 Dire Film betitelt sich„ Die Luftpiraten", ein Es gibt keine menschliche Schwäche, die da nicht ver-| Gesamtheit doth einen Spielfilm mit starker Hand Dollar padender Film aus dem gefahrvollen Dasein der spottet würde, es gibt keine besseren Waffen gegen lung und wuchtigem Tempo bildet, dessen Haupt- 100 französische Frants Flieger. Die Handlung ist fenfationell; wie schon der den Krieg und den Militarismus, als ähnliche Filme, gedanke erhaben und kitschig zugleich ist: Wahre 100 Bengös Argus. 100 potnische Bloty Titel andeutet, dreht es sich um eine Verbrecher- die in liebenswürdiger Weise alles Striegerische" Liebe fiegt. 100 Schilling. bande, welche die Luftpost berauben will, zu welchem derart lächerlich machen, daß man sich der gangen 100 Schweizer Franks 100 Dinar.. Geld Ware 1349.121355.12% 79.803.467.62% 470.62% 648.50 651.50 163.40 164.60 155.17% 156.57% 38 61 33.911 13.90 133.10 59.22% 59.72% 589.621. 592.62% 2 876 87 879. 37 474.87 477.37 Bette 6. Dem guten Schuh BERSON O Donnerstag, 24. März 1927. den besten Gummiabsatz BERSON 750 Kunst und Wissen. Ottokar Ševčit, 75 Jahre alt. sen Vierteljahrhunderts neuzeitlicher Musikgeschichte hat keine eine derartige Weltberühmtheit erlangt, wie der schechische Geiger Ottofar Sevdit, ber am 22. März dieses Jahres fein 75. Lebensjahr vollendete. In den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, als Seveik die Musikwelt mit seinem bedeutendsten Schüler Kubelik überrascht hatte, war der Name Sevčiks in aller Munde, wurde die Geigen. schule des Prager Musikfonservatoriums mit einem Schlage zum Mittelpunkte der Geiger aller Länder, die nach Prag pilgerten, um der neuen Methode Seveiks wenigftens in ein paar Stunden teilhaftig zu werden. Denn Sevčiks neue Methode des Violin spicles war eine wirklich neue, durchaus persönliche, der kaum Achtzehnjährige bereits Konzertmeister des Mozarteums in Salzburg, fommt 1873 als Stonzertmeister nach Wien, unternimmt im darauffolgenden Jahre eine große Konzerttournee durch Rußland, läßt sich vorübergehend in Charkow nieder, um im Jahre 1875 eine Professur des Violinspieles am bamaligen faiserlich russischen Konservatorium für Musik in Stiew anzunehmen. Erst im Jahre 1892 lehrt Seveik wieder nach Prag zurück( über Auf: forderung seines Lehrers Bennewis) und übernimmt die Leitung der Violinklasse des Prager Musik. fonservatoriums; am 5. März 1893 stellt sich Ševčik auch dem Prager Publifum erstmals als Violinvirtuose vor, indem er in einem Konzert des Lönsabend. Der in Prag bestbekannte Schriftsteller und Rezitator Gustav Herrmann aus Leipzig spricht heute um 8 Uhr abends im Odborovy dům, Perštýn, dus den Werfen Hermann Löns' Restliche Karten bei Optiker Deutsch, Graben, Kleiner Basar, Verein deutscher Arbeiter, Smečky 27 und im Sozialdemokrat. einsinger mit recht wechselhaftem Glücke dirigierte, war die Leistung des leider viel zu wenig beachteten und beschäftigten Bassisten Theo Hereinigungen haben sich aber bereits zu einer Gruppe mann als Kardinal Brogni. Rezujamuntengeschlossen und werben für die Gründung eines Arbeitersportbundes. Eine schwedische Gis. hodeymannschaft ist über Helsingfors nach Moskau gefahren, um mit den Russen in den Wortkampf su treten. Vereins- Konzerte waren zwei der beliebtesten und| gänzlich versagt. Bei guter Aufsicht und strenger jüngsten Prager Künstlerinnen zu hören: Hella Stimmzucht fönnte Färbach zweifellos Bedeutendes Toros, die dramatische Sopranistin unseres Deut. leisten, umjomehr, als er auch als Darsteller wieder schen Theaters, als Liedersängerin und Mqvorzüglichen Eindruck machte. Auch die SopraButer allen musikpädagogischen Größen des lez.rianne Theiner, die beim letzten philhammoni nist in Ingeborg Holmgren gefiel uns in der schen Konzerte im Deutschen Theater gefeierte Gei- Koloraturpartie der Prinzessin Eudora besser als gerin. Hella Toros als Liederfängerin hat einiger unlängst in der Rolle des Evchens. Schon die Vielmaßen enttäuscht; nicht nur, daß die technischen Män- feitigkeit dieser Künstlerin; die uns diesmal eine gel ihrer Stimmkultur, vor allem die Unausgeglichen- tadellose, flüssige und in den Kopftönen schlagkräftige heit der Register und fehlerhafte Atemführung, im Koloratur zeigte, macht sie für jede Opernbühne als Liode schärfer zu Tage traten, sondern auch im Vor- vielverwendbar empfehlenswert. Der dritte Sängertrage des Liedes selbst zeigte sie nicht jene unmittel- gast des Abendes, Herr Karl Fälbl, der als bar padende, persönliche und fonzentrierteste drama. Spieltenor oder Tenorbuffo in Frage käme, hat tische Ausdrucekraft, die ihr im Operngefange so be- als Reichsfürst Leopold stimmlich genau so versagt fenders eigen. Frl. Theiner bewährte sich nich in wie als David in den„ Meistersingern"; sein Endiesem Konzerte als technisch hochstehende und geistig gagement ist unbedingt abzulehnen. Ein besonderer überraschend reife Violinistin, deren schöner, großer Genuß dieser Jüdin" Aufführung, die Rapelmeister und gesangvoller Ton auch von echter Empfindung getragen wird. Im großen Luzernasaale sang der die nicht nur ihrem Namen nach als„ Balbton polnische Startenor Jan Riepuro einem zahlMethode" Neues brachte, sondern auch in der reichen, leicht begeisterten Publikum zu Dank. Sein Die Deutsche Musiker- Zeitung"( Schriftleitung Bogentechnik neue, glänzende Wege wies. Die Programm enthielt durchwess Opernarien, und zwar aus der Schule Seveils hervorgegangenen Geiger in ſtrupellosester Aufeinanderfolge. Der Sänger Teplis- Schönau, Mühlstraße 1/ II), die aus Anlaß der waren immer sofort zu erfeimen; denn alle zeichnete Stiepura feſſelte durch seine schöne, weiche und echt 100. Wiederkehr des Todestages Ludwig van Beet lyrische Tenorstimme; der Künstler Siepura aber hovens in jeder Nummer dieses Jahrganges den groder große, volle Ton und blendende, unheimlich unvermochte nicht immer zu überzeugen, denn er nimmt ßen Meister in Auffäßen und Nekrologen chrte, er fehlbare und intonationssichere Technik aus. Amerika. Der Arbeiter- Turn- und Sportverband Ottokar Ševčik, der 1852 zu Horoždiovic in Süd es mit der Stimmkultur, mit der Atemtechnik, der schien neuerdings als Beethoven- Nummer. Eine sehr von Nordamerika hat seinen Bundes- Turn- und Löhmen geboren wurde, begann seine musikalische Phrasierung und Deklamation nicht allzu genau. An eindrucksvolle Zeichnung von Karl Bauer, den Kopf Sportbericht für das Jahr 1926 veröffentlicht. Es Wagners Gralserzählung aus„ Lohengrin" wurde Beethovens darstellend, schmückt das Titelblatt. Die Laufbahn frühzeitig. Bereits im Jahre 1866 trat er war ein enormer Fortschritt zu erkennen. Im Jahre aus dem Gymnasium gleich in den zweiten Jahrgang tum in seiner Beifallsraserei nicht zu hindern ver- fchen Musiker Verbandes, ist das einzige deutsche verbeppelt. Eine emsige Werbearbeit im Jahre 1927 sein Können völlig zuschanden, was aber das Publi.„ Deutsche Musiler- Zeitung", das Organ des Deut 1926 hat sich die Zahl der aktiven Mitglieder nahezu des Prager Musikkonservatoriums ein, wo er Schüler des Geigers Anton Bennewit wurde. 1870 ist mochte. Eine fünstlerisch bedeutsame kammermusi- Musiker- Fachblatt in der Tschechoslowakischen Ne. berdepelt. Eine esige Werbearbeit im Jahre 1927 soll diesen Erfolg bedeutend vergrößern. Unsere Gekalische Veranstaltung dankte man dem deutschen publik. nossen haben zum ersten Male ein Handballspiel vorKammermusikverein, der unter Mithilfe des Gustav Freytags Journalisten" gelangen Dongeführt, das großen Anklang gefunden hat. berger, des Wiener Meiſtercelliſten Bugba um langjährigen beliebten Mitgliedes unseres Landes( Französischer Arbeiter Sportverband) tagte in Paris. und des Prager Klarinettisten Firtſchaf eine ſtil. theaters Philipp Veit, der heuer das Jubiläum Es wurde sehr viel praktische Arbeit geleistet. Die volle( nicht angekündigte) Beethoven Feier ins feiner dreißigjährigen künstlerischen Wirksamkeit in Berichte gab der Genosse Guillevic. In der allgemei Werk gesetzt hatte, bei der des Meisters Cello- Sonate Prag begeht, zur Aufführung. in D- Dur, die Appassionata- Sonate für Klavier, die nen Diskussion wurde das zu wenig entgegenkomCello- Variationen über das Bauberflöten" Thema Donnerstag( 110-2), 7% Uhr;„ Cardillac" vügt. Das internationale Turnfest Pfingsten 1927 Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. mende Verhalten von Partei und Gewerkschaften ge„ Bei Männern, welche Liebe fühlen", und das Klari- Freitag( 113-1), 7 Uhr:„ Der Diktator". in Straßburg wurde gutzcheißen und ein Betrag nettentrio opus 11 zur meisterlichen Aufführung ge- Samstag( 115-3), 7% lhr:„ Vogelhändler". von 1500 Franken für die französischen Vereine zum Dangten. Das Wiener Rosé Quartett be schloß mit dem fünften Kammermusikabend den Zyklus der Beethoven Streich quantette zu Ehren des hundertsten Todestages Konservatoriums das erste Violinkonzert von Bieng Beethovens und begeisterte die zahlreich erschienene temps spielt. Mit nie dagewesenem Erfolge versicht Zuhörerschaft wie in den früheren Veranstaltungen Seveik sein musikpädagogisches Amt als Violinlehrer burch die flassisch abgeklärte Art und einfühlende Jn. ant Prager Musikkonservatorium. Unzählige ausgebrunst seines vorbildlichen und unerreichter Quartettzeichnete Geiger gehen aus seiner Schule hervor, um Spieles. bald in verschiedenen großen Symphonicorchestern der fand ein Sonatenabend, den die ausgezeichnete Nur geringes Interesse beim Publikum Welt eine hervorragende Rolle zu spielen, etliche Violinvirtuosen danken ihm ihre glänzende Starriere, Beigerin Christa Richter zusammen mit der Violinvirtuosen danken ihm ihre glänzende Karriere, Pianistin Gisela Kettner Fröhlich gab, furz, Sevčiks Schüler beherrschen jahrelang die Kon zertsale; Symphonie- und Theaterorchester reißen sich Konzertabend auf zwei Klavieren, den und ein als ganz seltener Konzertgenuß gebotener um sic. Unter den Schülern Sevdiks, die Weltruf der Lifzt- Jünger August Stradal mit seinem erlangten, ist an erster Stelle Jan Kubelik zu Schüler Hubert Miller veranstaltet hatic. Es ist nennen, der bei seinem ersten Erscheinen im Konzert jammerschade, daß so viel gute Mujit bei der gegen faale beispielloses Aufschen erregte. Neben ihm erwärtigen Konzertübersättigung des Publikums verlangter die Geiger Kocian, Feuermann, Toren geht.- Unter dem Konzertierenden InstruSchneiderhan, Erica Morini Ruhm. Seveik hat mentalsolisten hatte den Haupterfolg der in Prag seine Methede übrigens auch schriftlich niedergelegt. wohlbekannte und immer gern gesehene Wiener Unter den veröffentlichten musikpädagogi pianist Serfin, ein Künstler auf seinem Inschen Werken aus seiner Feder sind zu nennen: strumente, der in der impulsiven, leiderscheiftdurchdie Schule der Violintechnik", die Schule der Bozentechnik" mit 4000 Bogenstrich Uebungen(!), brudsfraft seines Vortrages und in der stupenden glühten Art seines Spieles, in der elementaren Aus. Arbeiter port. eine ,, Vorschule der Violintechnik" und eine„ Violin Fertigkeit seiner Klaviertechnik nur wenige Rivalen Arbeiterflugsportverband in Desterretch. In den schule für Anfänger". Auch mit kleineren komposito hat. Beachtenswerte Technik, aber unzureichende letzten Tagen fand in Anwesenheit zahlreicher Inter reichert. Vorübergehend wirkte Seveit auch als geistige Reise im Vortrage zeigte in einem eigenen eſſenten die konstituierende Generalversammlung des Slavierabend der tschechische Pianist Mirella. Arbeiterflugsportverbandes in Wien statt. Das tschechische Staatsfonservato. Finnland. Die finnischen Arbeitersportler verrium hatte in der Reihe der zyklischen Beet anstalteten eine Aufklärungswoche. Alle sozialistihoven- Konzerte den elften Abend veran- schen Blätter brachten Artikel der Führer der Arbei- ming Club 3: 3. Zu Ehren des 75. Geburtstages Ottokar Sevil ftaltet, bei den abermals ein Musterprogramm intersportbewegung oder gaben Spezialsportnummern Meter Brust verbesserte Frl. Braun den Weltrekord hatte die Prager Stadtgemeinde ein Fest mustergiltiger Weise zur Ausführung gelanste. heraus. 218 Vereine veranstalteten Werbefeste. 271 von 6: 59.4( Inhaberin Frl. Hazelius, Schweden) Ponzert veranstaltet, bei dem unter Mitwirkung Der Vollständigkeit unseres Berichtes halber er. Ansprachen über die Ziele der Arbeitersportbewegung auf 6: 54.6. der von F. Supka dirigierten tschechischen Philharmonie Schüler des Meisters aus aller wähnen wir als bemerkenswerte Konzertveranstal- wurden von 40.000 Personen gehört. Nich: weniger Herren Länder als Solisten spielten und Zeugnis des humoristischen Gesangs.Quartetts worben.- Ein Eisballwettkampf Finnland gegen tungen der Berichtszeit noch: Einen Vortragsabend als 1600 neue Witglieder wurden damit sofort ge. caben von der wirklich hervorragenden und erfolg." Schmaß er" der Wiener Staatsoper der Herren Schweden endete 5: 2.- Der finnische Arbeiter. Min., 2. Vinzenz, 3. V. Strniště( alle SS Zidenice), reichen Pädagogik ihres Lehrevs. Dem greisen Mei- Schmta yer, Tomek, Schramm und 3eind. sportbund regt an, daß alle Bruderorganisationen ster, der zur Feier eigens aus Piset, wo er gegen Ter, einen iederabend der ausgezeichneten der Länder beginnen sollen, in ihren Organen allgewärtig wirft, gefommen war, wurden begeisterte Brager Altistin und Gesangsprosessorin Brömse- mein intereffierende internationale Nachrichten in Ovationen gebracht; in einer Zwischenpause wurde Schünemann und einen Beethoven- Abend Esperanto zu bringen. ihm eine Erinnerungsplatette der Prager des Holleschowiper deutschen Sängera Stadtgemeinde überreicht. Unerklärlich ist uns, daß bundes. gerade Ševčiks größter Schüler, der tschechische Violinvirtuose Nubelit, ſeine Kunst nicht in den Dienst dieser Festveranstaltung gestellt und das tschechische Staatsfonfervatorium, dessen Longjähriger Lehrer Seveik war, diese Feier nicht selbst ins Werk gesetzt E. J. vortrefflichen deutschen Pianisten Severin Eisen- nerstag, den 31. d. M. anläßlich des Ehrenabends des Frankreich. Der Nationalvat der U.S.S.G.T. rischen Arbeiten hat Seveik die Violinliteratur beMeisterlehrer des Violinspieles in Amerika, welches Land seit jeher das Hauptkontingent ſeiner Schüler ftellte. batte. Spielplan der Kleinen Bühne. Donnerstag: Besuch des Festes bewilligt. Termine für Fußball„ Spiel im Schloß". Freitag: Miß Choco Länderspiele wurden festgelegt. Zu Ostern spielt Tate". Samstag: Kopf oder Schrift". Sonn- Frankreich gegen Belgien. Zu Pfingsten soll in tag, 3 Uhr:„, arren Eden"; 7% Uhr:„ Pünkt. Straßburg ein Spiel Frankreich gegen Deutschland licher Eros",„ Post amt". Montag:„ Toni".stattfinden. Die leichtathletischen Bundesmeisterschaf ten wurden für den 4. September 1927, der Kongres für 24. Juli nach St. Gervais bestinumt. Bürgerlicher Sport. Schwimmen. Vereinsnachrichten. EREIN Touristenverein„ Die Naturfreunde", Prag. Sonntag, den 27. März: Chuchle- 3brailov; 3- Internationales Schwimmeeting in Brüssel. Am fammenkunft 8 Uhr, Endstation der Samstag und Sonntag veranstaltete der Brüsseler AMEREU 12er Gleftriſchen, Blichov. Führer: Swimming Club ein internationales Schwimmen, an berg und Dresden. Fahrtermäßigung ab 1. April Plant. Osterfahrten: Reil. dem sahlreiche ausgezeichnete Schwimmer anderer ab 16 Stilometer bei sechs Personen 33 Prozent. Nächsten Sam si ag: Führung durch Alt- Prag. Treffpunft: Altstädter Ring, nachmittags 3 Uhr. Turnen und Sport. Schweden. In Schweden besteht noch kein selbc. j. ständiger Arbeitersportbund. 45 ArbeitersportverErnst Sattler, Karlsbad unterhält ein reichhal. tiges Lager jeder Art „ Die Jüdin", Halévys unverweltlich schöne Die Bolfsbuchhandlung Oper, diente am Dienstag dem gleichen Zwecke wie Wagners„ Meistersinger" am Sonntag: Dem Probesingen dreier engagementwerbender Sänger. Unserem Urteile, das wir über die Künstler am Sonntag gefällt haben, ist nicht viel neues hinBrager Konzert'aal. zuzufügen. Der Tenor Färbach wirfte als Wenn wir diesmal über ein Dußend innerhalb Eleazar, da diese Rolle wenig repräsentative Er einer einzigen Woche gebotener Stonzertveranstaltun scheinung fordert, im allgemeinen noch günstiger gen berichten müssen, beweist dies das unheimliche denn als Walter Stolzing. Jedenfalls hat er den weitere Ansteigen der gegenwärtigen Konzerthochflut, Nachweis erbracht, daß er auch eine höher liegende die sich heuer über die Per Konzertsäle besonders und mehr ins lyrisch- dramatische Fach einschlagende heftig ergossen hat Dabei ist zum besseren Verständ- Gesangspartie zufriedenstellend zu singen vermag. nis diefer ungefunden Konzertwur noch darauf hinzu. Schade, daß der Stimme des Sängers die ent- fündigten Bücher und weisen, daß wir über drei Konzerte der Berichtszeit sprechende Ausgeglichenheit fehlt; denn er fingt Beitschriften bereits separat referiert haben. Im Schulpfennig- stellenweise ebenso ausgezeichnet wie er stellenweise rascheft geliefert. Literatur. Alle nicht lagernden oder wo immer angewerden Länder teilnahmen. Rademacher( Deutschland) Sonntag versuchte Frl. Braun( Holland) den Weltgelang es, feinen alten Weltrekord zu verbessern. Am reford im 400- meter Brustschwimmen zu unterbieten, der auch gelang. Nachfolgend die wichtigsten Resultate: 100 Meter Freistil: 1. Arne Borg( Schweden) 1: 01.4, 2. Derichs( Deutschland). 200 Meter Brust für Damen: 1. Frl. Baron( Holland) 3: 18.8, 2. Frl. Ertens( Deutschland). 100 Meter Rüden: 1. Fröhlich( Deutschland) 1: 16.4, 2. Thienpondt( Belgien). 200 Meter Brust: 1. Rademacher( Deutschland) 2: 38 ( Weltreford), 2. Van Parys( Belgien) 2: 57.6. 400 Meter Freistil: 1. Arne Borg 4: 59.2, 2. Bruſſels SC.- Staffel. 100 Meter Freistil für Damen: 1. Fr. Braun( Holland) 1:17, 2. Frl. Erkens 1: 17.6.Wasserball: CN. de Barcelona gegen Bruſſels Swim Im Refordversuch über 400 Leichtathletik. Groß- Country in Brünn. 1. J. Strniště 18: 45.5 4. Pichot( Mor. Slavia). Herausgeber Dr. Ludwig Czech Verantwortlicher Redakteur Dr. Emil Strauß. Drud: Deutsche Zeitungs- A- G., Praq. Für den Drud verantwortlich: O. olit. Für die Beweise warmer Anteilnahme, die mir und meinen Angehörigen anläßlich des Ab'ebens meines lieben Vaters aus den Kreisen der Parteigenossen und meiner Berufskollegen zugekommen sind, sage ich auc auf diesem Wege 4623 herzlichen Dank. Prag, im März 1927. Hilde Franzel.