Einzelpreis 70 Seller. Rebaffion und Verwaltungs Prag, I., Nelajanta 18. Telephone: Sagesrebattion: 26795, 31469. Vachtrebattion: 26707. Poftichedamt: 57544. Juferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlah. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Die Handelspolitik der Reaktion. Zum Zollkampf mit Oesterreich. Es hat jahrelang gedauert, bevor die Tschechoslowakei zu Handelstarifverträgen mit einigen ihrer Nadybarn gekommen ist. Die Festjeßung und möglichste Hinauffeßung der Zölle der vornehmste crichien ant als Musdruck der jungen Staatssouveränität. Erst die furchtbare Krise von 1921 bis 1923 hat die Leiter unserer Wirtschaftspolitik dazu gebracht, regelrechte Handelsverträge mit Deutschland und Desterreich abzuschließen. Kaum aber war die Freitag, 15. April 1927. Sapan droht. Für den Fall, daß Ruhland Truppen in die Mandhurei[ chitt. Paris, 14. April. Wie ,, Daily Mail" aus Tolio erfährt, beschloß das japanische Kabinett, unverzüglich für die japanischen Missionen in Tientsin und in Beling Verstärkungen zu entsenden. Auch Artillerie werde abgehen. Im Hafen Dairen( früher Dalny) find zwei Kriegsschiffe eingetroffen. Baron Schibchara erklärte, er glaube nicht, daß die Soviets Truppen in die Mandschurei senden werden. Der Sowjetbotschafter habe ihn dessen versichert. Baron Schidchara fügte hinzu, es liege für die Sowjets hiezu auch kein Grund vor, den sie misten in diesem Falle mit einem Zerwürfnisse mit Japan rechnen. Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kč 16.vierteljährlich halbjährig ganzjährig. 48.96.192.Rüdstellung von Manustripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich rüh Nr. 89. Katholisches und sozialistisches Erziehungsideal. Die Deutsche Presse" ist das Hauptblatt der christlichsozialen Volkspartei, u. zw. der deute schen, wie der„ Ce ch" das Zentralblatt der tsche chischen Selerifalen ist. Daran wäre weiter nichts verwunderlich, daß deutsche und tschechische Stlerifale ihre besonderen Blätter haben. Verwunderlicher allerdings ist bercits, daß sie, die Nierifalen, so absichtlich das nationale Moment Deutsche Presse" und„ Ce ch" betonen; denn ihre Anhän gerschaft setzt sich doch durchwegs aus- katho lifen zusammen, aus Leuten also, die vielleicht täglich wiederholt bekennen: Ich glaube an die heilige, allgemeine fatholische Stirche"; denn alle Menschen umfassend. In dem allzu absicht das Wort katholisch bedeutet doch allgemein, und den Nordtruppen cine gemeinsame gegen lichen Betonen des Völkisch- Besonderen liegt eine Torio, 14. April.( Reuter.) Man erwartet, den Kommunismus abzielende Vereinbarung Verlegung jenes zitierten Glaubensartikels, ein erzielt worden sei. allzu bereitwilliges Zugeständnis an die Gegentwart und ihre nationalistischen Bestrebungen. Shanghai, 14. April.( Savas.) Die anti- Aber die heilige allgemeine, d. i. katholisme tommunistische Action macht Fortschritte. Die Kirche, hat ihre Meinung immer der jeweiligen Truppen Tichanglaischels legen große Energie an hauptet Herr E. Reichenberger, einer ber eitſtrömung anzupassen verstanden. 3. B. bea den Tag. Für morgen ist in Nanking ein öffentligsten und gewandtesten Apostel des„ ,, deutschen" liches Manifest geplant, auf der eine Resolution angenommen werden soll, die sich für die gemäßigte Politik Tschangkaischels ausspricht. schwere Krisis von 1923, die uns fast eine halbe Berdoppelung der japanischen Truppen auf daß zwischen dem General Tschanglaischer Million Arbeitsloser gebracht hat, überwunden, trat eine abermalige Versteifung unserer Handelspolitik ein, die Schußzöllner erhielten wie- baß die japanischen Truppen in der Mandschurei der Oberwasser, der autonome Zolltarif wurde gegenüber dem gegenwärtigen Effettivstande wer1926 in einer Reihe von Sätzen erhöht. Un die Stelle der 10. treten, deren Ueberseedienst damit den verdoppelt werden. Die 14. Division wird an sere Handelspolitik ist in einer endet. Im Hinblid auf die momentan gespannte Sackgasse: mit Deutschland und Ungarn Lage bleibt aber die 10. Division vorübergehend wird seit Monaten verhandelt, ohne daß ein noch in der Mandschurci. Vertragsabschluß erzielt werden kann- Handelsverträge mit Kanada, der Türkei und Finnland, das sind so die Erfolge unserer Unterhändler, vermögen uns das Fehlen von Verträgen mit unseren Nachbarn nicht zu ersetzen. Der ärgste Mißerfolg unserer Handelspolitik in den letzten Jahren ist aber das Außerkrafttreten des Tarifvertrages mit Oesterreich, was am 22. April eintritt. * Die Nordtruppen haben bisher den Yangise nicht überschritten. Ein Gewerkschaftsführer hingerichtet. Stillstand der Operationen. London, 14. April. Der Korrespondent der Times" in Schanghai meldet, daß in den und in militärischen Operationen in Puten. General schinliang ein Stillstand eingetreten ist. General Suntschuanfang habe sich Tschinliangs noch nicht London, 14. April. Nach Meldungen aus Nach der Meinung unserer staatlichen Wirt- teilweise schon verlassen hätten. Auch in Paten beitergewerkschaft Wong, der am Montag in Demächtigt, wiewohl die Südtruppen diese Stadt Schanghai ist der Vorsitzende der dortigen Arschaftspolitiker ist dies min durchaus fein Un- haben die Nordtruppen bisher noch nicht den glüd. So wenigstens behauptet es die„ Prager Bersuch unternommen, den Fluß zu übersetzen. der französischen Konzeſſion verhaftet worden Presse", das Blatt, dessen einziger Grundsah Der Korrespondent der„ Times" klärt dies damit darin besteht, jeder Regierung zu dienen und jede Regierungsmaßnahme unter reichlicher Verwendung von Fremdworten zu verteidigen. Das Blatt hat den Mut, folgendes seinen Lesern. vorzusetzen: Es soll nicht geleugnet werden, daß der Churchill will die Rüftungsausgaben nicht herablegen. war, von den Nationalisten hingerichtet worden. chriftlichen"" Sozialismus“ in der„ Deutschent Presse", daß Religion nur in bestimmten Son fessionen bestehe, selbst die Konfessions osigfeit ist eine bestimmte Ros fession". Diese Auffassung erinnert lebhaft an jene Darlegungen des Herrn Hilgenreiner, ,, seleinen Schulgesetzes" im Frühjahre 1922 int Senate erläuterte, er fönne sich lebhaft vorstellen, wind; er sei darum nicht religionslos. Aber wie daß ein Mann, dessen Urteil und Verstand gereift ist, sich von der Kirche iossant und konfessionslos be Frau, deren Urteil und Verstand nicht so gereift soie, dürfe nicht fonfessionslos werden; und für die Kinder seien Religion und Stirche identisch. Wie fein der Herr Senator zu unterscheiden wußte, Der gelegentlich der Beratung des fogenannten wie jesuitisch schlau der Herr Sekretär Reichen weshalb dann aber der Herr Sefretär Reichen berger Religion und Konfessionslosigkeit gleichsetzt! aus der Lage in China uns Aegypten sowie an der indischen Grenze, wo jest wieder eine große, möglicherweise gefährlich werdende militärische chloß die allgemeine Aussprache im Unterhaus über Großbritannien nicht gerechnet worden sei, da die erfindlich. Die Simultanschule, in welcher Stinder London, 13. Aprii. Schatzkanzler Churchill Wacht heranivachse, mit der 20 Jahre lang von berger so furchtbares Entsetzen fühlt und die Si mutanschule als unmöglich erklärt, ist un den Staatshaushalt mit einer Rede, in der er be- europäische Lage Feindseligkeiten an dieser Front verschiedener Konfessionen und auch konfessions abnehmen müßte. tonte, daß es infolge der notwendigen Ausgaben un chädlich cemacht habe. Die Regierung hoffe, cine lofe Kinder unterrichtet werden, ist den Seleritaten für foriale Reformen sowie für die Armee, die sehr große Verminderung im Flottenbau zu erfeit je ein höllischer Greuel gewesen. Die„ Deutsche Flotte und die Luftstreitfräfte schwierig sei, Erreichen, aber es feien feine umfangreichen Er Breffe" begeht ganz bewußt einen Denkfehler, sparnisse zu erzielen. Man sei sich darüber sparnisse in den Ausgaben für die Flotte möglich, wenn sie schreibt, es sei unmöglich, tschechische, einig, daß das Land größere Luftstreitkräfte haben wenn nicht irgend ein Abrüstungsübereinkommen deutsche, magyarische deinder, wenn sie in einer müsse, und die Notwendigkeit der Aufrechterhalerzielt werde. Die Debatte wurde darauf ohne Ab- Stlasse vereinigt wären, zu guten Deutschen zu tung der gegenwärtigen Heeresstärke ergebe sich stimmung geschlossen. erziehen. Also sei es auch unmöglich, Kinder vertschechoslowakische Export nach Desterreich eine Verlang'amung erfahren und der Handel mit Desterreich an Volumen(!) Aber die Tschechoslowakei fann auch einen solchen Schlag aushalten." „ Mich und den Metternich halt's noch aus", hat Kaiser Franz gesagt. Der„ Prager Bresse" wird der Rollkrieg mit Desterreich nicht schaden. Wie aber wird die tschechoslowakische Wirtschaft und wie werden die Arbeiter davon betroffen werden? e Ebenso steht im Widerspruche mit der Wirklichkeit eine zweite Behauptung des Regierungsblattes: richtet..." Im Jahre 1926 betrug die Einfuh" aus Desterreich 1125 Millionen Kronen, d. j. 7.3 Prozent unserer Gesamteinfuhr, unsere Ausfuhr nach Desterreich aber 2901 Millionen, d. s. 16 Brozent unserer Gesamtausfuhr. Dank der trefflichen Handelspolitik der Brotgeber der„ Prager Presse" ist unsere Ausfuhr nach Desterreich von 1924 auf 1925 von 3.5 auf 3.25, von 1925 auf 1926 von 3.25 auf 2.9 Milliarden zurückgegangen. Durch die BeseitiGerade umgekehrt wird ein Schuh daraus! gung des Vertragstarifes werden die österreichi- Der Wiener Großhandel, der eine gute Berschen Zölle auf unsere Ausfuhrartikel vielfach faufsorganisation hat, wird sich die Textil, das Doppelte der jetzigen betragen, was uns Glas- und Porzellanwaren oben anderswo be hunderte von Millionen an Ausfuhrwerten schaffen, wenn er sie aus der Tschechoslowakei kosten, die chronische Krise unserer Industrie wegen der hohen Zölle nicht beziehen kann. Wie verschärfen, die Arbeitslosigkeit vergrößern wird. war es denn unmittelbar nach dem Kriege? Bedroht i vor allem uniere Textilindustrie, die Nachdem die Tschechoslowakei auf den„ Sieg" im Vorjahre für 1327 Millionen Kronen nach im Weltkriege pochend, ihre Zölle um 200 ProDesterreich ausgeführt hat, unser Sohlenbergbau zent erhöht hatte, erhöhten die Desterreicher die ( 344 Millionen), die Ausfuhr von Zuder( 229 ihren um 350 Prozent und die Wiener Groß Millionen), von Eisen und Eisenwaren( 143 händler, die ihre Textilien nicht aus den alten, Millionen), von Glas und Porzellan( 100 in Böhmen und Mähren gelegenen Erzeugunas und Porzellan( tädten Millionen). Die„ Prager Presse" fann es aus- städten beziehen konnten, verkauften italienische Die größte Vervenenheit aber bedeutet es, halten, die Regierung zahlt, und wenn der Erzeugnisse und unsere Tertilarbeiter wurden wenn das Organ der übermütigen BürgerreakFehlbetrag noch so arojz ist, aber Tausende von arbeitslos. Genau so wird es jetzt kommen, und tion davon spricht, daß in Desterreich gegen Arbeitern, die von Kurzarbeit und Arbeitslosig- unsere Textilarbeiter werden die Sochnäßigkeit wärtia„ die angesichts der Kapazität der öfterkeit bedroht sind, werden ein anderes Urteil und Einfalt derer, die so denken wie das Prager reichischen Wirtschaft eivas überdimenſionalen haben über die bodenlos leichtsinnige Handels- Regierungsblatt büßen müssen. Der Wiener sozialen Lasten wirksam zu werden beginnen", politik, welche einen Staat, der ohne die Aus- Großhandel wird Geschäfte ma chen, deren Folge die Hochschutzzollpolitik sei, denn fuhr seiner Industricerzeugnisse nicht leben aber unsere Fabriken werden still angesichts der hohen sozialen Lasten kann sich die terreichische Industrie nur mittels hoher fann, in einen schweren Wirtschaftskonflikt mit stehen. cinem Lande treibt, das uns für drei Milliarden Die gesamie Regierungspresse möchte die Zölle erhalten. Dem Regierungsblatt scheint es Waren abnimmt und von dem wir nur für eine alleinige Schuld daran, daß es soweit gekommen nicht genug zu sein, daß sich die sozialpolitische Milliarde laufen, so daß unsere Handelsbilanz ist. Desterreich zuschreiben. Gewiß hat Defter- Reaktion bei uns zu Lande immer mehr ausmit diesem Lande mit fast zwei Milliarden reich seine autonomen Zölle erhöht, aber ist breitet, daß bei uns ein konzentrischer Angriff attiv ist. denn die Tschechoslowakei das klassische Land auf die Sozialversicherung im Gange ist, es vill des Freihandels? Ist die tschechoslowakische Re-! womöglich noch die österreichischen Christlichpublif nicht vielmehr der Bahnbrecher des Hoch- sozialen anfeuern, die Altersversicherung nur ja schutzzolles in Mitteleuropa gewesen? Die Zoll- nicht einzuführen. Vielleicht kommen wir, wenn " Su emem nicht unbeträchtlichen Teile wird politik der ersten Jahre nach dem Kriege hat die bürgerliche Regierung noch lange am Ruder unser Export nach Lesterreich zu Reexportweden in nichts anderem bestanden, als in der Er- ist, soweit, daß unsere Unterhändler Desterreid) verwendet und eine Erschwerung nach dieser Rich höhung der Zölle, die Valutakoeffizienten be- Bollermäßigungen gewähren, unter der Bedintung kann nur zur Folge haben, daß fid untragen bei vielen Waren das 15, 20, 25, ja gung, daß Seipel die Strankenversicherungsbeisere Industrie auf direkte Beliefe 30fache des alten österreichisch- ungarischen Zoll- fräge der Unternehmer herabsetzt! Die Bürgerrung der Abnehmer tschechoslowatt tarifs von 1906, obzwar das Verhältnis der regierung fühlt sich mit der Reaktion in allen scher Waren in anderen Ländern einschechoslowakischen zur Goldfrone wie. 1: 7 ist. Ländern solidarisch, sie strebt dahin, daß die An dem Bewilligungsverfahren hat niemand in sozialpolitischen Errungenschaften der Arbeiter Mitteleuropa so festgehalten, wie die Tschecho- nicht nur bei uns, sondern in allen Ländern abjlowakei und nur weil Deutschland unseren gebaut werden. Unterhändlern förmlich den Revolver auf die Die parlamentarische Gesetzgebung des letzBrust gefeßt hat, ist der Abbau des Systems ien Jahres hat erwiesen, daß die Kosten der der Einfuhrverbote, die an die Wirtschaftspolitik innern Wirtschaftspolitik der gegenwärtigen des Vormärz erinnern, erreicht worden. Wie Regierung die arbeitenden Selassen zahlen. Man darf man vom„ überspannten Proteftionismus" Desterreichs reden, wenn die letzte Zolltarifnovelle durchweas Zollerhöhungen und nicht eine Rollherabjetzung vorjah, und wenn die Vorlage eines neuen Bolltarifes jahrelang auf sich war ten läßt, weil man auch nicht eine einzige Zollposition herobjekten will! dente nur an das Klassenbudget, das den Militarismus und die Geiftlichkeit reichlich füttert und für Sozialpolitik und Gesundhe wesen nur wenig übrig hat. Man denke an Banförderung, Erhöhung der Zuckerſteuer, Rüstungsfonds, Reform der direkten Steuern. Der hendelspolitische Konflikt mit Oesterreich lehrt wieder, daß auch die auswärtige Wirtschaftspolitik bürgerlich- reaktionär ist und all. Laſten den arbeitenden Klaffen aufbürdet. Das furzfichtige Profitinteresse der agrarischen und industriellen Besißer treibt zu einer Politik des Sochschußzolies, welche die internationalen wirtschaftlichen Beziehungen stört und die Arbeiter der Exportinduſtrien aus Pflaster wirft. We't Sturzarbeit. Arbeitslosiakeit, Unsicherheit der Griftens, Hunger und Elend muß die arbeitende Bevölkerung das Werk jener Gleichgültigen büken, die den Bürgerparteien zur Macht verholfen haben! Geite 2. Jugoslawien ruft den Völlerbund an? Freitag, 15. April 1927. fchiedener Konfession zu bilden. Diese„ Logit" ist zu schlau, als daß sie nicht sofort erkannt werden Der Dftermontag auf den follte. Als ob das Erziehungsziel der gute Deutsche, der gute Tscheche, der gute Katholik oder Eisenbahnen. Wenn der gute Jude wäre! Das Erziehungsideal aller Italien eine Erörterung des Vertrages von Tirana nicht zuläßt. Stulturen ist der Mensch. Die„ Deutsche Presse" Belgrad, 14. April.( C. P.-B.) Die Fortaj Sollie auch die italienische Regierung eine Regelung des Dienstes. freilich gibt unumwunden zu:" Das tatho- feßung der Kampagne gegen Jugoslawien in Erörterung der durch den Trianaer Balt ge- Mit Rücksicht auf die Unzukömmlichkeiten, lische Schul ideal ist im Corpus juris cano- einem Teile der italienischen Presse, besonders schaffenen Lage auf der Ballanhalbinsel ab- welche anläßlich der Aufhebung der bisherigen nici, canon 1372 niedergelegt und gipfelt in die ablehnende Haltung gegen direkte Verhand- lehnen, dann wird das Königreich der Serben, Feiertage, Ostermontag, Pfingstmontag und Steder Forderung der unbedingten uneingeschränkten lungen zwischen Belgrad und Rom über die Kroaten und Slovenen nach Ansicht hiesiger poli- phanitag in den letzten zwei Jahren zutage traten, alleinigen Herrschaft der römischen Stirche. Um Souveränität Albaniens, rufen in der jugoſla- tischer Kreise die albanische Frage dem Völker- forderte der Zentralvertrauensmännerausschuh aber völlig zu ermeffen, wessen Geistes Kind die wischen Deffentlichkeit einen sehr ungünstigen und zur Lösung überweisen müssen.. sb Spionenriecherei in P Kommunistenverhaftungen. 3. beim Eisenbahnministerium von der Staatseifenbahnverivaltung die Herausgabe grundsäßlicher Richtlinien für das gesamte Per " Deutsche Presse" ist, muß man daran denken, Eindruck hervor. daß dieser Corpus juris canonici, d. h. der kanonische Rechtskörper, bis auf das Jahr 1145 zurüc reicht, daß dieses Werk in die greuelvollste Zeit machte sich in Kommunistenversammlungen auf- sonal der tschst. Staatsbahnen, um zu vermeiden, des düstersten Mittelalters zurückreicht, in die Zeit fällig. Seine Verbaftung wurde bei seiner Rück- daß die Regelung des Dienstes einseitig durch die cines Gregor IX., eines Bonifatius VIII. reise aus London vorgenommen und es wurden in Betracht kommenden Dienststellen durchgeführt Der furchtbare Stampf zwischen Papsttum und bei ihm 70.000 Franken verschiedene Banknoten wird, da dies in den vergangenen Jahren zum Saisertum, der mit dem Untergange des glänzenParis, 14. April. In der Pariser Presse beschlagnahmt. Die Polizei ist der Ansicht, daß es Schaden der Bediensteten geschah. den Geschlechts der Staufen endet, das Stonzil von mehren sich die Berichte über Verhaftungen und fich um einen boffchemistischen Agenten handelt. Der ZentralvertrauensmännerLyon 1245, find der historische Hintergrund, von Sicherstellungen von Versonen, die insgesamt int In Cherbourg stehi ebenfalls ein Fall der ausschuß wandte sich in einer Eingabe bereits dem das tatholische Schul ideal unserer Zusammenhang mit der Tätigkeit der Dritten Versorgung von Stommuniſten mit militärischen am 8. d. M. an das Eisenbahnministerium und Pfaffen und Pfaffentnechte getragen wird. An Internationale gebracht werden und der Dokumenten in Untersuchung. Auch in Brest in der Vorwoche wurde den vorsprechenden Verdem Namen des Papstes Bonifatius VIII. Spionage verdächtig sind. Gestern wurde der wurde nach einer Weldung des Matin" em trauensmännern erklärt, daß der Ministerrat noch aber brennt für alle Zeit das grausame Mal, daß polnische Staatsangehörige Gheller verhaftet, der Mann verhaftet, der kommunistische Flugzettel feine Entscheidung getroffen habe. Naturgemäß er es war, der den Irrwahn von Heren, an den unter falschem Namen auftrat und im Besive folportierte und der Sammlung von Dokumen- verwiesen die Vertrauensmänner auf die Notgeschlechtlichen Verkehr des Teufels mit Wenschen eines gefälschten Schweizer Passes war. Erten militärischen Charakters überführt wurde. zum Glaubenssage erhoben hat. Wäre das S Stöhnen und Wehklagen der ungezählten TauSozialversicherung. Eine Vorsprache beim M nisterpräbenten. wendigkeit der dringenden Bereinigung der ungeflärien Fragen und forderten die telegraphische Verständigung der Dienststellen über die getrof famte Staatsbahnbereich gültigen und notwen digen Durchführung. Heute wurde nun dem 3.-V.-A. folgende Erledigung durch das Eisenbahnministerium zugestellt: Eisenbahnministerium der tsch. Republik. Bahl: 17.482-pers./1-27. Prag, am 13. April 1927. Regelung des Dienstes am Ostermontag, den 18. April 1927. An den Zentralvertrauensmännerausschuß beim Eisenbahnministerium in Prag. Auf Ihre Eingabe vom 8. April 1927, Zah:: 283-1. V. D- 27 geben wir den an alle Direk tionen und die Zentralbauverwaltung herausgege benen Erlaß zur Kenntnis: ,, Gemäß Gesetz von 3. April 1925, Zahl: 65 Slg. d. G. u. V. über die Feier- und Gedenktage, ist der 18. April 1927, der sogenannte Ostermontag ein Werktag. fende, die unter der Anwendung jener entfeßlichen ner der Geschütze rede? Anderthalb Jahrtausende Gegen bie Berlechterung der fene Entscheidung im Intereſſe einer für das geBulle des unfehlbaren Papstes Bonifatius VIII. ist die Kirche die Wacht schlechthin gewesen, was gemartert, zerfleischt, geschändet und vernichtet hat sic getan, um das Wort wahr zu machen worden sind, in einem einzigen Schrei der un- Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst", aussprechlichsten Qual zusammenzupressen möglich was hat diefelbe heilige fatholische Stirche getan, gewesen, die Erde hätte bersten müssen. Und diese daß erfüllt werde das Gebot Du sollst nicht töten". Dämonen des Mittelalters, der schauerlichsten Uni- Ist„ Religion" aber überhaupt lehrbar? duldsamkeit, des abgrundtiefen Hasses der Kirche wenn die Deutsche Presse" meint, Religion er Am 2. Aprif tagte auf der Sophieninjel in das ist der Inhalt des" katholischen schöpfe sich in der gedächtnismäßig mechanischen Brag die von den Gewerkschaftszentralen einberu Sayulideals auch von heute. Dieser Aneignung des Statechismus, seiner Fragen und fene Kundgebung gegen die beabsichtigte Verböse Geist finstersten unversöhnlichsten Hasses, Antworten, oder Religion bestehe in der Errei schlechterung der Sozialversicherung und für die schrankenlefester Machtgier soll, so will es die chung von Rekordziffern„ religiöser"„ Uebungen", Forderungen, die die organisierte Arbeiterschaft " Deutsche Presse", in unseren Schulen herr- bann freilich ließe sich die Frage bejahen. zur Berbesserung der Sozialversicherung stellt. schen. Darum verlangen die Klerifalen so stürDas Präsidium der Versammlung wurde beaufDer flassenbewußten Arbeiterschaft genügt fragt, bie angenommene Entschließung der Regie misch den endlichen Abschluß eines Kontordats, eines Staatsvertrages mit der römischen Sturie. nun selbstverständlich diese Antwort längst, längst rung vorzulegen. Dies geschah Donnerstag, den Sie wollen das Mittelalter, u. zw. das dunkelite, nicht mehr. Das klaffenbewußte Profetariat hat 14. April in einer Borsprache beim Ministerpräsifinsterste Mittelalter, wieder aufrichten, die Zeiten längst erkannt, daß Statechismusfäßze, Bibelverse denten Svehía. An der Abordnung nahmen des spanischen Philipp II., des fatholischen Fer- und Liebertexte fein Glend beseitigen werden. Das teil die Abgeordneten Genossen Roscher und dinand II. folien wiederkehren, wiederkehren foll Proletariat verzichtet auch darauf, nach einem Tayerle, ferner Tuma, Bosecky und Frau die Nacht des Stonfortats des Jahres 1855. Das Leben voll Entbehrung und Not ewige Glückselig Botava. nennt die Deutsche Presse" die Schule der feit versprochen zu erhalten, wir Menschent In einer längeren Unterredung machte die ,, Gewissensfreiheit", wenn die katholische Kirche baben das Recht und die Pflicht zugleich, auf dieser wieder unumschränkt herrscht, Hirne und Herzen Erde glücklich sein zu können. Was uns am Glide Abo bung den Ministerpräsidenten auf die be zwingt. Das fatholische Schulideal ist das behindert? Es sind die herrschenden Machtverhält rechtigten Forderungen der Gewerkschaftsorganiiont die Deutsche Presse" ausdrücklich, jene nisse, Unrechtsverhältnisse, sie bedingen Vergewal fationen nicht nur bezüglich der ArbeiterversicheGrundregel des Corp. jur. can. von 1372! Das tigung, Rechtlosigkeit, Unterdrückung der arbeiten rung, sondern auch bezüglich der Pensionsverfatholische Schulideal ist heute nicht den Menschen zwingen sie in das Joch der Lohn- ficherung der Privatangestellten und der Bergarim allgemeinen zu verwirklichen. Es fuechtschaft. Wir Sozialdemokraten lehren beiterversicherung aufmerijam. Der Ministerprä leben im Staate nicht bloß Statholiken, sondern fere Genossen und. Genoffinnen, unsere Proletarier Angehörige der verschiedensten Konfessionen, und nicht allein, die Ursachen ihres Glends erkennen, der verschiedensten Stenfessionslose. Die Stirche fann und wird nicht nein, wir wollen michr: wir stärfen und stählen aufhören, ihre Miffionstätigkeit auch auf diese aus ihren Stampfeswillen, wir erfüllen sie mit der judehnen..., fic wird aber nie die Andersdenken- heißen Leidenschaft revolutionärer Begeisterung, ten in ihrer Ueberzeugung vergewaltigen, sie wird wir wollen, daß sie aus Menschentieren zu Wen sich vielmehr bemühen, fie innerlich zu erfassen fchen emperwadjen, wir iebren sie, endlich ihrer und sie von der Wahrbeit ihrer Lehre zu überzen Wienschenwürde bewußt als Gleiche unter Gleichen gen", sagt die Deutsche Presse" wörtlich. Wer zu stehen. Wir weden in ihnen das Bewußtsein Die Vertragsarbeiter haben am angeführten bas nicht glaubt, ist wie ein Beide und öffentlicher der großen Verantwortung, die sie tragen, sich und freien Tage keinen Anspruch auf Lohn." Sünder; denn die„ Deutsche Presse" ist ein fatho- der ganzen Stlasse gegenüber. Wir Sozialdemokra lisches Blatt und als solches mit dem fatholischen ten lehren nicht totes Buchwissen, wir lehren die Aus dem Eisenbahnministeriumt: Apostolat ausgestattet, somit unfehlbar. Armen und Elenden, daß sie lernen sollen, wie Keine deutschen Schulen in Hultschin. Dr. Kroužilka m. p. Wir Sozialdemokraten und alle flassenbewuß Menschen zu leben" und wie Menschen leben zu ten Arbeiter nehmen uns die Freiheit zu erflären, wollen. Und das ist unsere Religion: einigen Tagen tauchte in einigen Blättern die Dieser Dienstbefehl wurde über Verlangen des daß wir, durch die Geschichte belehrt, nicht glaureiheit, Gleichheit, Brüderlich feit! Nachricht auf, daß in Sultichin deutsche Schulen 3. V. A. den Dienststellen telegraphisch ben können und nicht glauben wollen, was die Das Proletariat, durch Jahrtausende aus Stren; worden errichtet werden. Einige Uebereifrige gaben bekanntgegeben, und besonders die Bedienheilige oder scheinheilige Deutsche Presse" uns geschlagen, aus unzählbaren Wunden blutend, zer das schon als einen großen Erfolg der Attivisten steten des Werkstätten- und Bahnerhaltungsdien zu glauben vorstellet. Oder will die Deutsche bricht nun das Kreuz, es recft sich auf in ewiger aus. Wie nun die„ Lidové Noviny" feststellen, stes werden aufmerksam gemacht, im Sinne die Preffe" uns vergessen machen, daß der leyte Welt- unvergänglicher Schönheit, die Menschheit feiert frieg von der heiligen Stirche als„ Gottesgericht" endlich, endlich ihre Ostern, ihr Auferstehungsfest. wird es zur Errichtung deutscher Schulen in Sult- ses Erlasses die Urlaube für diesen Tag bei erklärt ward, daß Gottes Stimme aus dem Donden Dienstvorständen zu fordern. " Die grinsende Fraße. Roman von Victor Hugo. 29 Aus dem Französischen übersetzt von Eva Schumann. Außer diesem Gesicht hatten seine Erzieher ihm auch die Fähigkeiten eines Afrobaten und Athleten mitgegeben; feine Gelenfe waren auf besondere Art ausgerenkt und befähigt, fich im entgegengesetzten Sinne zu bewegen. An feiner Erzichung zum Gautier und Seiltänzer war nichts vernachlässigt worden. Seine Haare waren ein für allemal ockergelb gefärbt ein Geheimnis, das man in unsrer Zeit wieder entdeckt hat. Schöne Frauen machen es sich zunuze; was früher häßlich machte, gilt heut jutage als verschönend. Givynplaine hatte gelbe Saare. Das Färbemittel hatte offenbar die Haare angegriffen, so o sie sich wollig und flodig om fühlten. Dies gefträubte fable Gelb, cher eine Mahne als Menschenbaare, überdeckte und verbarg einen riesigen zum Denken geschaffenen Schädel. Die Operation, welche die Harmonie des Gesichts zerstört und die fleischigen Teile verschoben hatte, hatte den knochigen Sirntasten unverändert gelas sen. Hinter diesem Lachen steckte eine Secte, und war nun ganz fahl. Der Wolf wurde greu. Es steht nicht fest, wie alt Wölfe werden. Nach Molin können sie achtzig Jahre lang leben. Das kleine Mädchen, welches der Stabe bei der toten Frau gefunden hatte, war jetzt ein gros ßes Geschöpf von sechzehn Jahren mit bleichem Gesicht und braunen Saaren, schlaut und durch fichtig; es war, als zittere sie vor louter Zartheit, nd man batte Angst, sie zu zerbrechen. Sie war hinreißend schön, ihre Augen strahlien voller Licht. Sie war blind. Jene unheilvolle Winternacht, welche die Bettlerin und ihr Kind in den Schnee niedergeworfen, hatte mit einem Schlag zwei getroffen: sie hatte die Mutter getötet und die Toch ter blind gemacht. Ihre toten Augen strahlten. Sie war die Nacht, und aus diesem Duntel. mit dem sie unlöslich verbunden war, ging sie auf als Stern. fident erflärte, daß die Regierung die Frage der Sozialversicherung studiere und ihren Entwurs nach Anhörung von Fachieuten vorlegen wird. Die Delegation stellte bei dieser Gelegenheit auch die Forderung auf, die Reform des Geseßes über den Staatsseitrag zur Arbeitslosenunterflüßung zu beschleunigen, und machte auf die ernste Be ahr aufmerksam, welche aus der Vererfie Gefahr aufmerksam, welche aus der Berschleppung der Forderungen erwächst, welche die Gewerkschaftsorganisationen hiezu vorgelegt haben. schin nicht kommen. Vor drängen ließe, in Gwynplaine und Dea wäre es zusammengedrängt gewesen. Sie schienen beide in einen Winfel des Grabes geboren Gwynplaine im Grauen, Dea im Dunkel. Es war etwas Schemenhaftes an Dea und etwas Geivensterhaftes an Gwynplaine. Dea lebte in der Fin sternis, Gwynplaine in Schlimmerem. Die tiefste Tiefe des möglichen Leids war erreicht. Wer sie gefehen hätte, dom hätten Sinnen und Denken grenzenloses Mitleid auslösen müssen. Unheil lastete sichtbar auf diesen beiden Menschenvesen, und nie war es dem Geschick beiser gelungen, zwei fchuldlosen Geschürfen das Schicksal zur Qual und das Leben zur Hölle zu machen. Sie lebten in einem Paradics. Sie liebten einander. Gwynplaine betote Dea an. Dea vergötterte Gwynblaine. Du bist so schön!" fagte sie zu ihm. Eine einzige Frau auf Erden sah Gwynplaine. Das war diese Blinde. Insoweit es jedoch das dienstliche Interesse und der ungestörte Dienstbetrieb zulassen, gestattet das Eisenbahnministerium, daß den Bediensteten ber tschst. Staatsbahnen am angeführten Tage in dem Umfange frei gegeben wird, wie dies bei denjelben Feierten ohne Einrechnung in den Erholungsurlaub zutrifft, insoferne für das Unterneh men feinerlei besondere Ausgaben oder Ansprüche der Parteien erwachsen. Es wird daher besonders im Güteraufnahms und Abgabsdienste eine Bereitschaft notwendig sein. dunklen, bewegten Dingen, die für sie die einzige Empfindung der Wirklichkeit war, in dem unruhvollen Stillstand eines passiven Geschöpfes, das stets auf der Hut ist vor lauernder Gefahr, in dem Gefühl der Hilflosigkeit, welches das ganze Leben des Blinden ausmacht, spürte sie über sich Gwynplame, Gwynplaine, der immer da war ,, der nie erkaltote, der nie erlosch, Gwynplaine, der Mitleidige, Gute, Hilfreiche. Gwynplaine war der Bruder, der Freund, der Führer, die Stüße, das Abbild von oben, der geflügelte, strahlende Ge mahl; wo die Menge ein Ungeheuer sah, sah sie einen Erzengel. Denn Dea, die Blinde, sah die Seele. Gwynplaine war berauscht von Dea. Sie war wie ein Traum, der ein wenig Körper geworden ist. In ihrem ganzen Wesen, in ihrem hauchzarten Bau, in ihrer feinen, geschmeidigen Gestalt, die unruhig war wie ein Rohr im Wind, In seiner Begeisterung für lateinische Namen in ihren Schultern, die vielleicht unsichtbare Flü hatte Ursus sie Dea getauft. Freilich hatte er gel tungen, in den verschwiegenen Rundungen, die feinen Wolf erst um Rat gefragt; er hatte zu ihm Von Ursus wußte sie, was Gwynplaine für ihr Geschlecht andeuteten- aber mehr ser Seele gesagt:„ Du stellst den Menschen vor, ich stelle das sie getan hatte; ihm hatte er von der schrecklichen als den Sinnen, in der erhabenen heiteren AbTier vor, wir sind die irdische Welt; diese Kleine Wanderung von Portland nach Weymouth erzählt, schuld ihres lächelns verriet sich die köstliche geschiedenheit ihres Blickes, in der heiligen Unda soll die himmlische Welt vorstellen. So viel und von der Angst und Qual, die er durchlebte, Nuhe des Engels, und dabei war sie Frau genug. Schwachheit ist Allmacht. Auf diese Art haben als er ausgesetzt und verlassen war. Sie wußte: wir das Weltall beisammen: Menschheit, Tierheit, er, der Verlovene, hatte sie gerettet. Er hatte und er verglich Dea. Das Unglück hatte die Sano Gwynplaine, wie gesagt, verglich sich selbst, Gottheit ist in unsrer Hütte."- Der Wolff hatte seine Hand ausgestreckt und sie, Dea, dem offenen auf ihn gelegt- das Glück auch. Auf ihm ruhten nichts einzuwenden gehabt. Grabe entriffen; selbst balonadt, hatte er ihr seine ein Fluch und ein Segen; er war der verfluchic Lumpen gegeben, weil sie fror; selber verhungert, Auserlesene. Wer war er? Er wußte es nicht. hatte er daran gedacht, sie zu speisen und zu tran- Sah er sich an, so sah er einen Unbekannien. Aber ken; für diese leine hatte dieses Sind den Tod dieser Unbekannte war ein Ungeheuer; das unbefämpft in allen Formen, den Tod als Winter glückliche Herz, welches von diesem Gesicht masund Schnee, als Einsamkeit, als Grauen, als fiert und verleumdet wurde, schien auf immer zur Stälte, Hunger, Durst und Sturm. Und jetzt, als Einsamkeit verdammit. Aber nein! wo die unbe Mann, war er für sie, die Schwache, die Straft, fannte Bosheit sich erschöpft hatte, vergeudete sich für sie, die Arme, der Reichtum, für jie, die auch die unsichtbare Güte. Neben das Abstoßende Kranke, die Heilung, für sic, die Blinde, das ftellte sie das Anziehende, auf Bindesflügeln Auge. Durch all das Unbekannte hindurch emp- schickte sie diesem Verlassenen eine Seele, und fir fand sie deutlich seine Hingabe, seine Selbstverließ die Ungestalt von der Schönheit vergöttern. lengnung, seinen Mut In der Umgebung von ( Fortferung folgt.) sie träumte einen Traum wie wir alle. Gavynplaineder Leser hat ihn gewiß schon Und so wurde das Findelfind Dea genannt. lange erkannt war jenes Kind. das an einsm Wit Gwynplaine hatte sich Ursus wegen Winterabend an der Küste von Portland ausge- eines Namens nicht zu benrüchen brauchen. Noch setzt worden, war und in Weymouth in einem am Morgen desselben Tages, an dem er das ent armseligen Wohnwagen Aufnahme gesunden hatte. stellte Gesicht des Knaben und die Blindheit des Jegt war das Stind ein Wann. Fünfzehn kleinen Mädchens entdeckt hatte, hatte er ihn geJahre waren vergangen. Man schrieb das Jahr fragt: Junge, wie heißt du dein?"- Und der 1705. Gwynplaine war etwa fünfundzwanzig Knabe hatte geantwortet: Die Leute nemmen mich Jahre alt. Gwynplaine." So heiße meinetwegen Gwynplaine", hatte Ursus gesagt. Ursus hatte die beiden Kinder bei sich behalten. So bildeten sie eine wandernde Gruppe. Urhus und Homo waren alt geworden. Ursus Wenn menschliches Elend sich zusammen reffag, 15. April 1927. Das„ rote Jesuitent'ofter". Draußen in Döbling an der Peripherie Wiens, steht ein Schlößchen, das vor Zeiten einmal der Kaiserin Maria Theresia gehörte. Heute ist es Besitztum unserer österreichischen Bruderpar tei und beherbergt die Arbeiter hochschule, die eben am 1. April ihren zweiten Lehrgang beendete. Hier bietet die österreichische Sozialdemo fratie wissensdurstigen Proletariern Gelegenheit, fich das geistige Rüstzeug zu erarbeiten, dessen der Sozialist bei seinem praktischen Wirken für die Partei bedarf. Sechs Monate lang fann hier der Parteischüler, unbeschwert von den Sorgen des Alltags, lernen und sich jenes Wissen aneignen, das den Nichtbegüterten in der heutigen Gesell schaft vorenthalten bleibt, obzwar gerade sie es amt dringendsten brauchen würden. Das Sprichwort: Wissen ist Macht", das schon der Wahlspruch der Bildungsvereine der Arbeiter vor Jahrzehnten war, hat heute noch ebenso, wenn nicht noch mehr Geltung als chedem. Noch immer ist es so, daß die Arbeiter in ihrer übergroßen Mehrheit auf die Armeleuteschule, die Volksschule, angewiesen sind und dort gerade recht und schlecht lesen und schreiben lernen. Allzuviel Wissen könnte den Arbeitern schaden, denken die Herrschenden und be= trachten auch die Bildung wie so vieles andere als ihr alleiniges Vorrecht. Also bleibt den Arbeitern nichts anderes übrig als sich selber Bildungsmöglichfetten zu schaffen. Die Arbeiterklasse hat diesen Weg beschritten, weder Mühe noch" Opfer gescheut und hat Erfolg gehabt. Heute ist die österreichische Arbeiterschaft schon so weit, eine eigene Hochschule, eine Arbeiteruniversität, ihr eigen zu nennen und darauf kann sie ebenso stolz sein, wie ihre Gegner wütend sind. Die Klerikalen nennen das Schlößchen in Döbling nicht anders als das„ rote Jesuitenkloster", ein Spott name, der zugleich verrät, wie sehr die schwarzen Jesuiten die Roten" fürchten. Das Schlößchen ist für die Schulzwecke vom Genossen Karau entsprechend eingerichtet und ausgestattet worden. Im Vorraum weisen Fresfo gemälde des proletarischen Künstlers O. Scha z auf die Bestimmung des Gebäudes hin. Im Erd geschoß befinden sich noch die Küche und die Wohnräume des Hanspersonals. Im ersten Stock sind der Lehrsaal. Studierräume, die Direktionskanzlei und einige Schlafzimmer untergebracht, im zweiten Stock gibt es gleichfalls noch mehrere Schlafräume. Badegelegenheit ist vorhanden, auch ein ,, Radiosalon" fehlt nicht. Die Schüler essen und wohnen in der Anstalt und finden keinen Anlaß zur Beschwerde. Ein kleiner, aber sehr hübscher Garten macht den Schülern den Aufenthalt dop pelt angenehm. Die Kosten für die Schüler tragen die delegierenden Organisationen. Die Zahl der Teilneh mer am gaveiten Jahrgang, der vom 3. Oktober 1926 bis zum 1. April 1927 dauerte, betrug 31; 30 Schüler, darunter vier Genossinnen, waren aus Desterreich, einer aus der Tschechoslowakei. Dic Schüler befanden sich im Alter von 20 bis 36 Jahren. Unterrichtet wurde von 8 bis 12 und von 13.30 bis 18 Uhr. Der Mittwoch und Samstag Nachmittag wurden in der Regel zu Exkursionen benüßt, die Abende zu geselligen Zusammenfünften oder zu Vorträgen, die außerhalb des Lehrplanes lagen. Der Sonntag war schulfrei. 18 Parteigenossen trugen in 20 Unterrichtsgegenständen vor. Die wichtigsten seien angeführt: Nationalökonomie: Genosse Otto Bauer, Politif: Genosse Karl Renner, Revolutionsgeschichte: Genosse Siegmund Kunfi. Vor Beginn einer jeden Unterrichtsstunde wurde das in der vorigen Stunde Vorgetragene furz wiederholt, außerdem mußten die Schüler des Defteren schrift liche Arbeiten machen, die sich auf den Lehrstoff bezogen. Journalistische und rednerische Uebungen waren im Unterricht inbegriffen. In den Schlußreferaten, die in den letzten Tagen vor Schulschluß stattfanden, hatten die Schüler zu zeigen, was sic gelernt haben. Das Verhältnis zwischen. Schülern und Lehrern war das denkbar innigste, es war das Verhältnis von Mensch zu Mensch, von Freund zu Freund. Die einzige Autorität in der Schule war der gemeinsame Wille. Ein gewählter Schülerrat regelte im Einverständnis mit der Direktion, die Genosse Luitpold Stern innehat, alle. Angelegenheiten, die sich durch den Aufenthalt in der Schule ergaben und die zuvor in Schülerversammlungen besprochen wurden. Die Schüler, die das Glück hatten, ein halbes Jahr lang sich ganz dem Studium widmen zu können, haben manche frohe, aber auch manche feierlich ernste Stunde in dieser Schule erlebt. Unvergeßlich wird allen bleiben jene Viertelstunde, in welcher der in Schattendorf gemordeten Arbeiter gedacht wurde, jener Augenblick, wo Genosse Frizz Adler von den Schülern sich verabschiedetc. Nur ungern schieden die lernenden Genossen, die wetteifernd sich bemühten, in sich aufzunehmen, was die Schule ihnen bot, voneinander. Sie gelobten beim Abschied, das erworbene Wissen weiterzutragen unter die arbeitenden Massen, das Gelernte anzuwenden in dem großen Befreiungslampfe, dem sie mit ganzem Herzen sich zugeschworen haben. Schwerer als je ist heute der Kampf, den die Arbeiterffasse gegen ihre Gegner zu führen hat. Alle Seräfte der Reaffion haben sich gesammelt, um wieder zunichte zu machen, was die Sozial demokratie unter ungeheuren Opfern aufbauen fonnte. Die Entscheidungsschlacht zwischen Rapitalismus und Sozialismus hat begonnen. In haben vor allem die Mann zu stellen. Sie werderhochschüler ihren erfüllen, sie werden mit freudigem Herzen der Mahnung folgen, die an sie ergeht: Rote Jesuiten, an die Front!" Genossen und Genoffinnen! Arbeiterinnen und Arbeiter! In einer Zeit, da nicht nur in der Tschechoslowakei, sondern auch in einer Reihe an derer Länder die bürgerliche Reaktion sich ausbreitet, aber auch in einer Zeit des raschen Anwachsens der sozialistischen Bewegung und in einer Zeit, da der Weltfapitalismus sich in einer seiner wichtigsten Positionen, im fernen Often, aufs äußerste bedroht sicht, rufen wir euch zur Feier des ersten Mai! Wir vereinen am ersten Mai unsere Stimmen mit denen der sozialistischen Arbeiter der ganzen Welt. Für die Wiederherstellung der politischen Freiheit und der Demokratie in den durch den Fascismus versflavten Ländern. Für die Befreiung der politischen Gefangenen. Wir werden an diesem ersten Mai antreten zu entschlossenstem Kampf gegen die reaktionäre Front des tschechisch- Deutschen Bürgertums! Dieselben deutschen bürgerlichen Parteien, die mit der Parole des Kampfes für die Lebensinteressen des deutschen Volkes in die Wahlen gingen, haben sich, bedingungslos die so oft gepriesenen nationalen Belange" preisgebed, mit dem tschechisch- chauvinistischen Bürgertum zur Durchsetzung ihrer Klasseninteressen verbündet. Sie haben um ihres Profites willen euch Arbeitern das Leben unsäglich erschwert durch die Zölle und durch die Erhöhung indirekter Steuern, sie haben euch neue gewaltige Militärlasten aufgebürdet und schicken sich an, durch eine reaktionäre Verwaltungsreform die Grundlagen der Demokratie zu zerstören und sich die Herr schaft in den Verwaltungsförpern zu sichern, um jede soziale Verwaltung unmöglich zu machen. Sie hetzen gegen die Sozialversicherung und gegen die sozialpolitischen Errungenschaften. Sie geben widerspruchslos dem fapitalistischen Staate der nun in Wahrheit auch der Staat des deutschen Bürgertums geworden ist, was Bureaukratie und Militär für ihn und damit auch für das am Staate profitierende Bürgertum fordern, sie nehmen für sich, was sie zu erraffent vermögen,- sie handeln nach dem Grundsav kapitalistischer Ethik: Alles für die Ausbenter, nichts für die Arbeiter! Diesem fapitalistischen Ausbeutungs- und Knechtungswillen stellen wir gegenüber den Lebenswillen, den Troy, die Kraft und den unbeugfamen Freiheitswillen des Proletariats! Durch den Aufmarsch gewaltiger Massen werde ber erfte Mai zum Gerichtstag über die arbeiterfeindlichen Bürgerparteien! Der erste Mai war einst der Erweder des Proletariats zum Klassenbewußtsein, er hat Jahr für Jahr neue Massen proletarischer Streiter in den Kampf geführt. Von Mai zu Mai lassen sich die Etappen des proletarischen Aufstieges verfolgen. Oft und oft war er stolzer Siegestag des Sozialismus. Gestaltet ihn d'esmal, Genossinnen und Genossen, zu einem Tage der Entfesselung des Volkszornes wider die Knechter und Bedrücker, zu einem Tage der Aufrüttelung bisher unserem Wollen und unserem Kampfe fernstehender Arbeiter, zu einem Tage der Sammlung der proletarischen Sträfte, zu unüberwindlichem Widerstande gegen die reaktionären Bestrebungen des Bürgertums. Wir demonftrieren am ersten Mai: gegen die reaktionäre, arbeiterfeindliche Bürgerregierung und besonders gegen den immer gefräßiger, immer anspruchsvoller werdenden Militarismus, gegen die geplante reaktionäre Verwaltungsreform! gegen die kulturelle und politische Reaktion! gegen die Angriffe auf die Sozialpolitik, die vor allem die Sozialversicherung, die Bergarbeiterversicherung und den Achtstundentag bedrohen! Indem wir den Achtstundentag verteidigen, unterstüßen wir den Kampf der Arbeiter anderer Länder um die Ratifizierung. des Abkommens von Washington, gegen die kapitalistische Steuerreform! Wir kämpfen am 1. Mai: für den Ausbau der Sozialpolitit! für die ausreichende Unterstüßung der Arbeitslosen! für die Bekämpfung der drückenden Wohnungsnot! für eine Steuerreform, welche die Arbeiter entlastet, insbesondere durch Festschung eines entsprechend hohen steuerfreien Existenzminimums! für die Abschaffung der Lebensmittelzölle! für Jugendschuß und Jugendrecht! für die Rechte aller fämpfenden Arbeitergruppen, vor allem der Bergarbeiter, der Eisenbahner und der Glasarbeiter des Jsergebirges, denen wir unsere brüderliche Hilfe zusagen! für die nationale Autonomic! für die Abrüstung und den Völkerfrieden! Arbeiter, Arbeiterinnen! Gebieterischer denn je drängt sich euch die Notwendigkeit des Kampfes für den Frieden auf! Während die Diplomaten schöne Reden über die Notwendigkeit der Rüstungseinschränfungen halten, geht das wahnsinnige Weitrüsten der Staaten weiter. Immer deutlicher zeigt es sich, daß die bürgerliche Welt unfähig ist, die Kriegsgefahr auch nur zu mildern durch Einschränkung der Rüstungen, immer eindringlicher lehren die imperialistischen Exzesse in allen Teilen der Welt: die Festsetung Italiens in Albanien, der fapitalistische Streuzzug der Vereinigten Staaten gegen Merifo, die militärischen Vorbereitungen gegen das revolutionäre China, daß der Kapitalismus, wenn nicht der erstartende revolutionäre Wille des Proletariats ihm Salt gebietet, die Völker in nene Striege treiben wird. Als Proletarier eines Staates, der durch die Kleine Entente mit zwei Balfanstaaten verbündet ist, die daher durch jeden Konflikt auf dem Baltan in Mitleidenschaft gezogen werden können, schließen wir uns mit besonderem Nachdruck der alten, nun wieder so aktuellen Forderung der Internationale nach Schaffung einer Förderation freier Balfanvölker an. Die weltpolitischen Ereignisse mahnen das Proletariat, sich zu einheitlicher internationaler Abwehr zu sammeln. Unsere Maifeier muß darum werden ein impofautes, erhebendes Befenntnis zum revolutionären internationalen Gozialismus! Am ersten Mai geloben wir erneut allen tämpfenden Repolutionären der Welt underbrüchliche Solidarität, güßen wir vor allem das revolutionäre China! Wir schließen uns an der Forderung der Sozialistischen Arbeiter- Internationale nach Rüdbcrufung der fremden Truppen und Striegsschiffe aus China! Zur Stampfansage wider die kapitalistische Welt, zur Bekundung sozialistischen Wollens rufen wir euch, Arbeiter und Arbeiterinnen, rufen wir cuch Söhne und Töchter des Proletariats, die ihr Erben unserer Kämpfer und Vollender unseres Werkes sein werdet, euch Frauen der Arbeiterklasse, denen der erste Mai die alte Heilbotschaft von der Befreiung der Frau durch den Sozialismus fündet, euch Männer des Proletariats, die ihr kampferprobt und siegeszuversicht. lich geworden seid in hundert Schlachten des Klassentampfes, euch alle, das gesamte deutsche arbeitende Bolt, rufen wir zu würdiger Feier des ersten Mai, zur Demonstration für die Forderungen des Proletariats! Der Parteivorstand ber deutschen fozialbemokratifchen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Seite 3. Rundfunt für Alle! Brogramm für morgen, Samstag. Brag. 319. 10.45: Uebertragung aus dem Barlament: Die Friedenserklärung des Roten Streuses. 18.30: lleber tragung aus der Sanft Wenzels- Bafilifa, Emichow: Aufcrftebung. 1. Ravanello: Chriftus reffucerit. 2. Reinberger: Ofterlieber. 3. Mendelssohn: Resitatib und Finaie aus der Geigenfonate f- moll. 4. Lifat: Auferstehung aus dem Oratorium Chriftus 5. Brudner fam 150 6. Bicfa: Te beum. 7. Alleluja. 20 30: Schauspiel: Oftern. Rund funtfsenen von Dr. Stares. 21.30: Stonzert 1. Fibich: Der Fall Arlunas. Ouverture. 2. Novaf: Ballade. S. Dvorak: Drei Legenbent. 4. Sur: Webitation. 21: Seitfignal. 22: Seitfignal. 22.02: Leyte Nachrichten des Presbüros, Uebers ficht der Tagesercigniffe, Sport und beaternachrichten. Brann, 441 18.30: Wie Prag. 20.30: Wie Prag. 21: Seitfignal. 22: Wie Prag. Presburg, 300. 10.45: 23ie Fran. 17.35: Gregor: Ofterlegende. 18.30: Wie Prag. 20.30: Wie Prag 21: Seit fignal. 22: Wie Brag. Wien 517 17.30: Barfifal", Over von Wagner. Bitrim, 494, 16: Zanamufif. 17.30: Weinberftunde. 19: Glodengeläute. 19.30: Germanische Sagen vom Weltenbe. 20: Symphonic jingfier Dichtung. 21. Gefang und Konsert. Deutschland. Königswusterhausen, 1250. 15: Franzöfifch 15.30: Efpe ranto. 16: Einbeitsfurafchrif: 16.30: Familie und Schule. 17: Die Entwidlung des Berufsbeamtentums. 17.30: Der Pingestellte in der Wirtschaft. 18: Zechnischer Lebraang für Facharbeiter. 1830: 2iffenfchaftlicher Bortrag für Tierärzte. 18.55: Oftern in Dichtung und Tondichtung. 20.30: Ueber. tragung von Berlin, 484, Bläferfengert. 22.30: Experimental bortrag über Fernempfang. 23.30: Aus auft von Goetbr. Breslan, 316, 16.30: Unterhaltungsfonsert. 18: Die deutschen Materdichter. 18 50: Internationale Martellierungen. 20.15: Lift- bend. Frankfuril, 429, 12: Songert. 15.30: Rinberlieber. 16.30: vändel stongeri. 19.15: Theodor Bontane. 19.45: Ruffifche Ofterbrände 20.15: Symphoniekonzert. Sändel: Concerto groffo. Schumann: Cellofonsert. Symphonie. Langenberg, 469, 13.0: Mittagsfongert. 15.30: mär chen. 16: Götterfagen aus be. Ebba". 17: Teemufif. 18: Klang und Formmittel der Wufit. 18.35: Indien und feine Stultur. 19.40: start warr. 20 10: Ostern in Rom. 20.30: stongert 22.15: Glodengeläute. Hamburg, 395 16.15: Oftergefänge. 17: Nachmittags. Tonzert. 19: Faust", von Goethe. Tanamufit. Leipzig. 366, 16.30. 9aomittacofongert 18: Bastel, stunde. 19: Envas über Bbonctif 20.15: berühmte Dramen faenen. 22.15: Orcheſterfonzert. München, 536, 17.30: Das jüngste Gericht in der bildenden Stunft. 19.15: Paifion", von Wünfter. 20: Abendfon aert. Schubert: Symphonic codur. Bier 2: eber von Frans. Schumann: selavierkonzert. Stuttgart, 380, 15: Märchen. 16: Unterhaltungskonsert. 18.15: Dramaturgie 18 45: Gefangenenfürsorge 19.16: Oftergeist. 20: Kammermufi! Beethoven: 3. Biolinfonate. Bier Lieber. Streichquartett op. 18, 9r. 1.„ Ein Spiel vom Lode" von Terramare. Brünn, 441, 17: Wie Prag. 18.30: Wie Brag. 21: Prag. 349, 17: Hebertragung aus der Strenaberrenfirde. 1. Gounod: Andante religioso. 2. D'Jnch: Maria Magdalena. Tagesneuigteiten. ,, Du lollit töten." Vor dem Kriegsgericht zu Lyon stehen zwei Brüder. Ihr Anblid ist kaum mehr ein menschlicher zu nennen. Sie sind zu Steletten abgema gert und verantworten sich mit verlöschenden Stimmen, sprechen mit einem letzten Aufwand an Krafi. Der eine ist 43 Jahre alt, der andere 46. Im August 1911 sind sie desertiert. Am Tage, an dem ihr Bataillon ins Feld zog, flüchteten fie ins Gebirge. Sie wollten nicht töten, nicht cuf ihre Brüder schießen. Sie sind Nachkommen jonev ffrenggläubigen Protestanten, die einst von den religiösen Verfolgungen geflohen waren und sich im Jura- Gebirge niedergelassen hatten. In Fröm migfeit und Gottesglauben sind die beiden Brü der erzogen worden und in ihren Herzen sind die Bibelworte: Du sollst nicht töten und: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, zur heiligen Wahrheit geworden. Was sind ihnen alle Geseze, von Menschen geformt und umgeformt, gegen ihren reinen Kinderglauben von Güte und Menschenliebe' Zwölf Jahre haben sie im Gebirge von 2000 Meter Höhe gelebt, zwölf Jahre ein unbeschreib liches Dasein geführt, in Höhlen gewohnt, notdürftig von den wenigen Bissen gelebt, die ihnen. mitleidige Bergbewohner zukommen ließen. Sic haben kein Fleisch angerührt, weil sie fein Tier töten wollten, wie hätten sie da auf Menschen schießen fönnen? " So furchtbar war ihr Leben, so unmenschlich und voll ununterbrochener Entbehrungen, daß einer ihrer Landslente, der jahrelang in der Front war, sagt, er hätte sein Leben im Schützengraben nicht gegen dieses erbärmliche Dasein vertauscht. Zwölf Jahre nicht gewaschen, verkommen fast in Schmus, vor Hunger, in furchtbarster Einsamkeit und nur noch am Leben erhalten durch die Hingabe an ihren Glauben und die Straft ihrer Menschenliebe. So haben sie hoch oben in ihrem Versteck gelebt und unten schlach teten sich die Völker, im Namen des Vaters und des Sohnes wurde gehaßt, verfolgt, getötet. Im Jänner dieses Jahres hat eine Gen darmeriepatroille bei einer Streifung die beiden Brüder aufgefunden. Sie wurden vors Kriegsgericht geschleppt. Sie wissen, daß sie nicht mehr lange leben werden. Aber sie können noch sprechen, sich noch verantworten. Denn sie glauben, daß sie bor einem Menschen stehen, daß menschliches Urteil und ein menschliches Herz entscheiden. Darum fagen sie dem Richter:" Wir anerkennen nur das höhere Gesetz 1 Für das Kriegsgericht gibt es feine ,, höheren Gefeßze". Nur das Gesetz: Du mußt töten. Das Gericht entscheidet: Die beiden sind Feiglinge, weil sie nicht- töten fonnten, Desertenre, veil sic ihre Pflicht" nicht erfüllten. Das Urteil: Drei Jahre Gefängnis. Ein fünftes Todesopfer von Brünn. Brünn, 14. April. Seute früh ist in der Banbestrantenanstalt der Arbeiter J. Rausar aué Ričet bei Rossitz seinen Verlegungen erlegen. Raušar erlitt eine schwere Verlegung der Beber und einen so großen Blutverlust, daß eine Blut transfusion vorgenommen werden mußte Sein Vater, der zu dieser Blutübertra gung sich sofort bereiterklärte, fonnte feinen Sohn nicht mehr retten. Brite& Freitag, 15. April 1927. Genoſſen und Genoſſinnen, rüſtet für den 1. Mai! Der Stadtpräsident non 2013 ermordet, die Impfung, das heißt, er zicht gegen die der Wut über die Leistungen des roten Rathauses Jmpfgefegebung der Republik zu Felde und stelle es in blauten Dunst. Man mache einen Lodz, 14. April. Hente gegen Mittag wurde und verlangt die Einführung der englischen schwarzen Brei herum und garniere das Gericht der Stadtpräsident von Lodz, Dr. Marjan Gewissensflansel, um auf diesem Wege mit Stapuzinertreffe; Fünfzehntausendruldenkraut Cynarski, ermordet. Er wurde vor der Tür die leider unter der deutschen Bevölkerung noch und faltem Aufschnitt. Der Einheitsschmarren feiner Wohnung mit einem Meijerstich in zahlreich vertretenen Impfgegner für seine Partei empfiehlt sich vorzüglich als Mittel zur Befördeder Bauchgegend tot aufgefunden. Infolge zu gewinnen. Da wird ihn denn gewiß folgendes rung des Durchfalls. der tödlichen Verletzung und des gleichzeitig ein- intereffieren und er wird sicher nicht ermangeln, getretenen Herzschlages ist der Tod augenblidlid) es in seinen nächsten Versammlungen der Zuhörer wird gemeldet: Stürzlich hatte der ReichswehrIn Deutschland nicht strafbar. Aus Berlin eingetreten. Von dem Mörder fehlt je de fchaft mitzuteilen: Im Jahre 1926 betrug die minister einen Strajantrag gegen den verantwort Spur. Die Bolizei nimmt an, daß der Bürger- Zahl der Bodenfälle in Deutschland sieben, lichen Redateur der sozialdemokrati meister von einem Einbrecher ermor- nachdem 1925 24, im Jahre 1924 16 Fälle zurichen„ Volfszeitung" in Meißen gestellt, det wurde, den er in seiner Wohnung beim Anzeige gefommen waren; jene jieben wurden weil in einer Kinderbeilage des Blattes von Sol Diebstahl ertappie. Dr. Cynareti war feit wieder gesund. In England gab es dagegen im baten gesagt worden war, sie seien berufs= dem Jahre 1922 Stadtpräsident und gehörte der Jahre 1926 über 10.000 Bodenfälle! Dabei nationaldemokratischen Partei an. fit aber noch zu bedenten, daß Deutschland an ich en". Wie eine Sorrespondenz mitteilt, hat mäßige Mörder ihrer Mitmen Polen und Litauen mit sehr schlecht durchimpfter das Amtsgericht in Meißen die Eröffnung schen". Bevölkerung, grenzt, so daß von dort immer wie- bes Sauptverfahrens abgelehnt mit der Boden eingeschleppt werden. Wie würde es in der Begründung. Die wiedergegebene Ansicht über Deutschland aussehen( und auch bei uns!), wenn ben Soldatenberuf jei ohne erkennbare Bezie es feinen Impfzwang gäbe? hung zu fonkreten Personen und insbesondere zu Angehörigen der Reichswehr". Es liege somit eine strafbare Beleidigung vor. „ Im Interesse der öffentlichen Dronung". Jm Obzor", dem Organe des@ druženi penežniha úřednictva lesen wir folgende Betrachtung: Noch bevor gegen dieses Verbot im Instanzenwege Berufung eingelegt wurde, versuchten wir durch Vermittlung eines befreundeten Abgeordne tent zit erreichen, daß der Herr Minister des Innern die Freigabe des Plakates verfügt. Vom Mi- beschäftigten Menschen gehört unzweifelhaft der nister des Innern, Dr. Cerny, wurde jedoch dem intervenierenden Abgeordneten mitgeteilt, daß kein Grund vorliegt, warum das Ministerium aus eigener Initiative die Aufhebung des Verbotes vornehmen soll. Unfer Blatt zu Ostern. Die Osternummer unseres Blattes ericheint bereits am Samstag. Verstärkter Umfang und reichlicher Inhalt werden die Leserschaft für den Wegfall der Sonntag nummer entschädigen. Redaktion und Verwaltung haben sich zur früheren Herausgabe der Osternummer des wegen entschlossen, weil diese doch rechtzeitig, eben spätestens Sonntag, in die Hände der Abonnenten und Leser gelangen soll und weil, wenn die Osternummer erst am Sonntag er schiene, die Abnehmer vieler Bezirke unser Blatt erst am Dienstag erhalen würden. Nach den Feiertagen, als welche wohl für die gesamte Arbeiterschaft nach wie vor Osterjonntag und Ostermontag gelten, er scheint unser Blatt wieder ab Mittwoch, den 20. April, regelmäßig. Redaktion und Verwaltung. Christo. Der Entdecker der Begräbnisstätten ist der Oberlandesgerichtsrat Miroslav Chleborád aus Butschip. In Mähr.- Oftrau mehren sich in der letzten Zeit die leberfälle und Einbrüche. Als Mittwoch Die Prager Polizeidirektion hat die Affichic- nachts die Eheleute Arm in ihre Wohnung in der Welche Urlaubsrechte haben Ancestellte und rung eines Blafates verboten, in welchem. a. Schlesisch- Ostrauer Straße zurüdfehrten, bemerf festgestellt wurde, daß Serr Franz Aschenbrenten fie am Gange zwei Männergestalten, die Lehrlinge? Mit der schönen Jahreszeit naht auch ner, der ehemalige Oberdirektor der Mährischen Arm, der die Taschenlampe anzündete, an die wieder die Zeit der Urlaube. Der Zentralverband Agrar- und Industriebant, der drei Millionen Mauer drückten und die Flucht ergriffen. Die der Angestellten in Industrie, Handel und Verkehr, Stronen Vermögen hat, Herrschaftsbefizer ist und Eheleute liefen hinter ihnen.her und riefen um Si Teplitz Schönau, ersucht uns mit Rücksicht auf eine beträchtliche Pension von der erwähnten Bant Hilfe. Die Einbrecher vermuteten, daß fie ver- die ihm zugehenden zahlreichen Anfragen, die bezieht, nunmehr eine Klage wegen Auszahlung folgt wurden und gaben zwei Schüsse ab; emne zeigen, daß über das Urlaubsrecht der Angestellten einer Millionenabfertigung einzubringen droht. Der Stugeln traf die Frau. Die Unbekannten und Lehrlinge Unklarheiten bestehen, darauf aufDas Verbot der Platate wurde mit dem Intereffe flüchteten und verschwanden im Dunkel auf dem mertfam zu machen, daß Angestellten laut der öffentlichen Ordnung begründet. anderen Ufer der strawiza. Auf die Er- Paragraph 17 des Gej. v. 16. Jänner 1910, RGBl. greifung der bekannten Räuber Kaspařit und N. 20, nach ununterbrochener Dauer des Dienst Detet hat die Polizeidirektion in Mähr.- Ostran verhältnisses von sechs Monaten ein ununter eine Belohnung von je 1000 K ausgeschrieben. brochener Urlaub in der Dauer von mindestens Ein Raubmord in Troppau. Am Dienstag, Bisher fehlt von ihnen jede Spur. zehn Tagen, nach einem Dienstverbältnis von den 12. April, abends, bemerkte ein Sicherheitsfünf Jahren ein solcher von mindestens zwei wachmann in Statharin bei Troppan, daß der Simms Geschichtsgänge". Zu den meist- Wochen, und nach einem Diensverhältnis von Seutscher eines gegen die Stadt fahrenden Bier 15 Jahren ein folcher von mindestens drei Wochen wagens das Geficht mit Blut besudelt hatte und Herr Abgeordnete Simm. Und damit die Mit- in jedem Jahre zusteht. Während des Urlaubes fich faum rührte. Der Wachmann hielt den Wagen welt stannend erfahre, wie er sich müht und ab- behält der Dienstnehmer den Anspruch auf seine an und stellte fest, daß der Wagen aus der Trophetzt, erscheinen seine Taten gleichzeitig in allen Geldbe üge. Die Zeit, während derer der Dienſt pauer Bürgerlichen Bierbraugesellschaft stammte bürgerlichen Blättern gebucht, wie sichs nehmer durch Stranfheit oder durch einen Unglücks- und daß dem Seutscher, in den er den Arbeiter anch gebühret. Eine Entdeckung" aber hat der fall an der Leistung seiner Dienste verhindert ist, Schneider erkannte, die Schädeldecke zertrüm Herr Abgeordnete Hugo Simmi auf einer gro- darf in dielen Urlaub nicht eincerechnet verden. mert worden war. Schneider, der noch LebensDie Občanské Noviny", das Tagblatt der zen Protestversammlung in Gablon; von sich geehrlinge haben lant Paragrath 4 des Gej, zeichen von sich gab, wurde ins allgemeine Landeshristlichsozialen Landwirte, veröffentlichen unter geben, die wunderlich genug ist, daß sie festgehal. v. 1. April 1925, Sig. 67, nach halbjähriger Ver- frankenhaus überführt, wo er sich einer sofortigen dem Titel„ Im Rausche der Millionen" folgende ten werde. Der genannte Führer fagte nämlich| wendung in terselben Unternehmung oder bei dem Operation unterziehen sollte. Dazu war es aber Nachricht: wörtlich:„ leber der politischen und wirtschaftli- felben Dienstgeber Anspruch auf einen bezahlten bereits zu spät. Bald nach seiner Einlieferung ist In diesen Tagen wurde der Kauf eines chen Verelendung triumphiert als einziger Sieger Erholunasurlaub im Ausmaße von acht Tagen in Schneider den tödlichen Verletzungen erlegen. Von Großgrundbefißes in Střilty in Mähren, darunter der Geschichtsgänge der letzten Jahrzehnte das in- Jahre. Den zum Besuche der gewerblichen Fort eine Polizeifommission wurde an der Unfallsstelle auch ein Schloßbesis, vollzogen. Der Käufer war ternationale Stapital." Wie wird uns? Vor bildungs chule verpflichteten Lehrlingen ist der Ur- mit absoluter Sicherheit festgestellt, daß es sich um der Attaché des Außenministers, Dr. J. Cerny, einem Jahrzehnte der von Herrn Abgeordneten laub in der Regel in der Zeit zu erteilen, in der einen räuberischen leberfall handelt. Sohn des Herrn Junenministers. Denjenigen, die im m berufenen Geschichtsgänge" wußten die an dieien Schulen nicht unterrichtet wird. Für die Am Erdboden bemerkte man noch eine große Lache in die Verhältnisse in Mähren nicht eingeweiht Völfischen noch nichts von dem internationalen Angestellten und Lehrlinge ungünstigere Be Blut. Schneider wurde an der Grenze zwischen sind, wird es verwunderlich erscheinen, warum das Stapital, da mukten sie in ihren Gedankengängenft immungen in Arbeits- oder Dienstverträgen Statharein und Klein- Hoschüß von einem un Schloß und der Großgrundbesitz von Herrn Dr. noch vom„ harten Frieden reden, da machten sind unwirksam. Černý, einem ganz jungen Manne, angetauft fie andere als feige Friedenswinster verächtlich, bekannten Täter überfallen und des wurde, der erst im Beginne ſeiner Starriere ſteht. da ergossen sie Fluten teutschen Zornes über die Afrifas) spüttele ein heftiger Wirbelsturm nieder, raubt. Die polizeilichen Erhebungen sind im Gange. Stürme. Ueber Oran( an der Nordküste Geldes( über 2000 Stronen Betriebsgelder) beDie Erilärung ist höchst einfach: Herr Dr. Černý jüdisch- marxistischen Verräter, die dem dent der an der ganzen Süfte beträchtliche Schäden verdem bent. ist mit der Tochter eines Bankmagnaten, des chefchen Stapital wehren wollten, sich der Erzgruben ursachte. – Die„ Daily Mail" meldet einen hef- der soeben erschienenen Nummer 17 der Mittei maligen Oberdirettors der Mährischen Agrar- und von Longwy und Brien zu bemächtigen. Etwas Industriebant, Serru Aschenbenuer, verlobt, von Longwy und Brien zu bemächtigen. Etwas tigen Sturm nordöstlich von Gibraltar. Un- lungen des Statistischen Staatsamtes" gab es im welcher auf diese Weise, soweit es befannt ist, schon spät aber doch kommt Herr Abg. Simm dazu, unterbrochen gehen dort Woltenbrüche nie- Desember 1926 5.133 Eheschließungen, 27.826 die dritte Serie seiner Millionen anlegt. Er selbst nachdem er die Geschichtsgänge der letzten Jahr der. An der marokkanischen Stüste bei Melilla Geburten( davon 662 Totgeburten) und 18.613 besitzt einen Großgrundbesitz sowie ein Schloß und zehnte" durchgefrochen iſt, zu einer merkwürdigen find drei bisher unbekannte Schiffe Todesfälle. Rechnet man zu diesen Zahlen noch feiner älteren Tochter, die mit dem Sohn des Entdeckung: auch für ihn und die verpagelien gefentert. Die bei Melilla verursachten Schädie schäßungsweise angenommene Anzahl der ehemaligen Senatspräsidenten Prá jungen Strebschen gibts von nun ab einen„ inter- ben sollen enorm sein. Eine Person soll ums Fälle, die noch nachträglich gemeldet werden, jo set verheiratet ist, faufte er gleichfalls ein Schloß nationalen Kapitalismus“. Ob sie diesen be- Leben gekommen und eine ganze Reihe von Per- findet man, daß im Dezember 1926 im Vergleiche samt Grundbesitz in Südböhmen und die jüngste fämpfen werden und wie sie das machen wollen, sonen verwundet worden sein. Bei der Sturm- zum Dezember 1925 die Eheschließungen Tochter wird nun Herrn Dr. Černý als Schloßfrau muß abgewartet werden, bis der Herr Abgeord- tatastrorbe in Arkansas und Texas sollen it m mehr als 300 zunehmen, die Zahl der heimführen. Die Schlösser des neuen tschechischen nete Hugo Simm noch weitere Geschichts über 200 Personen getötet worden sein. Lebendgeborenen um 40 und der Totgeborenen Adels scheinen gesegnet zu sein!" gänge" fommender Jahrzehnte wird durchwühlt haben. Doch freuen wir uns, daß die reinen Den Wohnungsschüssel geschluckt Im Verlauf um 74 abnahm und daß sich besonders die AnHakenkreuzelschreiber heute vom„ internationalen eines ehelichen Streites mishandelte der 25 Jahre Kapitalismus" zu fallen beginnen. Oder sollte der alte Arbeiter Hensel in Berlin in fchyverbeirun Herr Abgeordnete Simm gar von den verdamm fentem Ruſtand ſeine Frau so schwer, daß sie in ten Marxistenjuden mit schnödem Mammon be ihrer Verzweiflung ein Beil ergriff und ihrem stochen sein? Sollte an die ragende Gestalt des Wanne mehrere schwere Siebe über den Kopf verhehren Führers sich schleichend jüdisch- marristi- setzte. Nachdem Bolizeibeamte den Verletzten in scher Blendgeist aus den ,, Geschichtsgängen der letz- eine Rettungsstelle gebracht hatten, fand sich dort ten Jahrzehnte" verderblich gemahnt haben? Es auch seine Frau ein, was den Betrunkenen in solche wäre entsetzlich! Wut vereßte, daß er seinen Wohnungsschlüssel verschluckte. Bier Verurteilte' ollen würfeln, welcher von ihnen( terben foll! Amerikanische Justiz. 14. Ostermond( April) veröffentlicht folgende ErVor zehn Jahren ist der Präsident von Bolivien, José Pando, ermordet worden. Aber wiewohl man die Mörder gleich damals erwischte, hat man ihnen erit jetzt, nach jo langer Seerferhaft, den Prozeß gemacht und sie alle es waren deren vier zum Tode verur- Abgetane Verleumdung. Der„ Tag" vom teilt. War die südamerikanische Justiz hierin klärung des Abg. Hans Krebs als verantwortlichen von einer besonderen Brutalität Todesstrafe verschärft durch Zuchthaus ist in Europa eine Redakteur des genannien Blattes: Rarität, so zeigte sich dieselbe Justiz vielleicht noch unmenschlicher dort, wo sie Gnade übte. Das Gericht ipcach nämlich zugleich mit dem Todesurteil den für ein Normalgehirn unfaßbaren Zusaß aus, daß war alle vier verurteilt seien, aber nur einer zu sterben brauche. Wer aber dieser eine sein folle, darum sollten die vier selber Die Zeitschrift„ Der Tag", Tagblatt der nationalsozialistischen Partei, hat in ihrer Felge vom 25. November 1926, Nr. 224, unter der Ueberschrift 3ur Gemeindewahl in Weipert" einen Artikel veröffentlicht, in welchem Herr Adelf Palme, Parteisekretär in Elbogen, unchrenhafter nud unanständiger Handlungsweise bezichtigt wird. Die gefertigte Redaktion des Tags" erklärt hiembo four und ihn mit dem Ausdrucke des mit, daß sie einen solchen Vorwurf nicht aufrecht erhalten Bedauerns und der Entschuldigung zurückzieht. Leitmerit, am 7. April 1927. Sans Krebs." Eine national'ozialistische Verleumdung mehr Genosse Palme stammt aus würfeln. Wen dann das Todeslos treffe, der müsse aufs Schafott, während die andern drei mit noch zehn weiteren Jahren Zuchthaus davonkomtmten mögen. Gerührt über soviel Menschlichkeit, haben die vier Berurteilten gegen diefes absonder lichste Dolument der Göttin Jutiti Berufung eingelegt. Die Sacco Banzetti Justiz ist damit abgetan. ist, wie man sieht, im gelobten Lande Amerika Steinschönau. nicht vereinzelt. Sie ftavit getreu in den Spuren des Mittelalters dahin. Der Einheitsschmarrn. Die Arbeiter- Zeitung" chreibt: Man nehme Geld vom Bantenverband, Dem Herrn Abgeordneten wensel ins Stamm- dent Hauptverband der Industrie und den Groß buch. Um dem im unheimlichem Maße sintenden grundbesivern. Lügen von Alexander Weis. LeoEinflusse der Hafenfreuler etwas nachzuhelfen, pold Sunschat und Ston'orten, würze das Ganze scist Herr Wenzel herum und hält Vorträge über mit Horthyschem Paprika, übergieße es mit kochen3ahl der Sterbefälle sehr bedeutend u. zw. um 900 verminderte. Infolgedessen ist auch die natürliche Zunahme von 8.551 Secden um 866 höher als im Jahre 1925. Eine lange Partie Villard. Vor acht Jahren beschlossen zwei paſſionierte Billardspieler, der Dregiſt Will Quingley und der daufmann Harry Wills, beide zu New York, cine Partie Billard zu spielen. Sieger solle derjenige sein, der seinen Geg ner um 100 Punkte überholt habe. Die Partie be gann und dauert heute noch an. Allerdings Der Flugverkehr Berlin- Prag- Wien. Ab 18. spielen die beiden Gegner nicht dauernd. Sie trefApril gilt auf der Strecke Berlin- Dresden- Prag- fen sich an jedem Dienstag in ihrem Lokal und spie Wien folgender Flugplan: Ab 13.15 von Berlin, ab len dort von fünf Uhr nachmittags bis Mitternacht. 14.50 von Dresden, ab 16.15 von Prag, um 18.15 Ein Bekannter funktioniert als Sekretär und trägt in Wien; zurück: ab 8.45 von Wien, ab 11 Uhr von den jeweiligen Stand des Marches in ein dides Buch Prag, ab 12.35 von Dresden, Ankunft in Berlin ein. Die beiden Gegner haben bis jetzt, wie aus. gerechner worden ist, 2990 Mal gegeneinander gespielt. unt 13.50. Prähistorische Funde. Die„ Lidové Noviny" melden: Bei Butschowih wurde eine interessante Eline neue Münzanstalt in Prag? Der„ Večer" prähistorische Grabstätte aufgebedt, welche sechs berichtet, daß die staatliche Münzanstalt in Rrem verschiedene Begräbnisperioden aus verschiedenen niß in der nächsten Zeit allmählich ihren Betrieb ſtätte für Feuerbestattungen Zeiten aufweist. Bis jetzt wurde eine Begräbnis. einschränken und schließlich ganz einstellen werde. Als Ersay soll in Prag cine modernst eingerichtete Aschenurnen aus der Zeit des römischen Staisertums-- Spuren Münganstalt errichter werden. von Hallstedtgräbern aus dem 7. und 8. Felsenabsturz. Wie aus Valence an der Rhone Jahrhundert vor Christo, Feuerbegräbnisstätten mit gemeldet wird, stürzten in der Nähe der Gemeinde schenurnen und Bronzen aus dem 13. bis 14. Jahr. Pouzin 5000 Rubikmeter Felsen ab und vervammel. hundert vor Christo, weiters andere Feuerbegräbnis- ten bie Strede Shon- Nimes sowie auch einen Teil Stätten mit Laufizer Aschenuvnen aus dem 15. bis der Reichstraße. 16. Jahrhundert vor Chrifto, einige Hockergräber mit Selbstmord eines Liebespaares. In len efeletten und Gefäßen der Unětigform etwa aus torf( Braunschweig) wurde am Dienstag morgens dem 16. bis 18. Jahrhundert vor Christi Geburt in Stuhstall eines einzeln gelegenen Gehöftes ein sichergestellt. Weiter wurden gefunden Hockergräber Liebespaar mit durchschnittener Stehle aufgefunden mit Steletten und Gefäßen mit Streifenornamenten, Liebestunumier hat die jungen 2cunc veranlaßt, gc wahrscheinlich aus dem 22. bis 23. Jahrhundert vor meinsam in den Tod zu geben. Freitag, 15. April 1927. Gerichtssaal. Das Urteil im Kriegsanleihe- Prozeß gegen Groh, Salda und Konsorten. Groh drei Jahre, Dostal drei Monate, die übrigen Angeklagten freigesprochen. Prag, 14. April. Heute Bunkt neun Uhr früh wurde unter großem Andrange von Publikum das Urteil in dem seit 4. d. M dauernden Prozesse in der Kriegsanleihe- Schwindelaffäre durch den Vorfizenden des Senates, O2GR. Sladit verkündet, dessen Inhalt wir nachstehend wörtlich wiedergeben. Das Landesgericht für Strafsachen Brag II., hat nach den Hauptverhandlungen vom 4., 5., 6., 7., 8., 9., 10., 11. und 18. April zu Recht erkannt: wege faum fobiel abbekommen, als ein Mittagessen| Der Senat fällte einen Freispruch. des Herrn Groh während der Untersuchungshaft mend für unsere Gesetzgebung, unsere allerintimsten -Wie beschä Bartei aber ist dieser Prozes tros der Versicherung mal das Recht der Verfügung über den eigenen gekostet hat. Für die tschechische nationalsozialistische Dinge vor Gericht offenbaren zu müssen, nicht einihrer Presse, daß es sich um Leute vor dem Brün- Rörper zu befizen und vielleicht noch unschuldig einblatt in den in letzter Zeit erworbenem Lorbeerfranze der sich um die abgetriebene Leibesfrucht auf Grund ner Kongresse" handelt, wieder ein neues Ruhmes gekerfert zu sein! Wie fürsorglich ist doch der Staat, ihrer exponierten Funktionäre. ciner anonymen Anzeige fümmert und die Mütter auf Misthaufen gebären läßt! Er hat nicht gedroht, sondern nur Reminiszenzen angestellt! Boltswirtschaft. Deutenturie Seite 5. Prager Kurje am 14. April. 100 Belaas. 100 holländische Gulden. 100 Reichsmart. 100 Schweizer Frants 1 Pfund Sterling 100 Lire 1 Dollar 100 franzöfifche Frants 100 Dinar 100 Bengös 100 polntiche 3loth 100 Sling www Geld Bare .1849.25 1855.25 798.12% 802.12% 468.62 471.621. 648.75 651.75 163.422 164.6212 166.17% 167.57%. 38.61 38.91% 182.138.20 59.72 59.22 589.50 592.50 877.50 880.50 474.80 477.80 www unter dem Vorsitze des OLGR. Bouček stand der Prag, 14. April. Vor dem Dreirichtersenate Ing. Antonin Mašef, geb. 1887, angestellt bei der Firma Novak& Jahn in Prag, wegen des VerUeberstundenarbeit im Jahre 1926, Das statistische Staatsamt veröffentlicht in 2. Vittor Dostal, Kaufmann, dzt. in Haft in$ 14, Abs. 2 des Ges. vom 19. März 1922 schuldig gen zufolge wurden in der Zeit vom 1. Jänner nehmung oder bei demselben Dienstgeber Anbrechens der Aufreizung gegen eine Rasse und Reli- Nr. 16 feiner Witteilungen Daten über die leber- laut§ 4 des Gef. v. 1. April 1925 Slg. 67 nach 1. Františef Groh, Direktor der Produktiva". gionsgenossenschaft unter Anklage, wonach er sich nach stundenarbeit im Jahre 1926. Diesen Mitteilun halbjähriger Verwendung in derselben Unter Pantrap sind schuldig. 1. daß sie gemeinsam vom 29. September 1923 bis 26. Juni 1925, 2. František Groh in der Zeit vom 23. Oktober 1923 bis 20. Feber 1924. den staatlichen Kommiffär für die 4. Staatsanleihe Wilhelm Glaser durch Fäl schungen von Dokumenten und Sustribtionen auf Grund wertloser Striegsanleihen irregeführt und dadurch den Staat geschädigt haben, S. Frantisek Groh hat dem Otto Fischer in September 1926 nach Wien telephoniert, er möge auf der Gesandschaft die Wahrheit verheimlichen und ihm Weisungen gegeben, die Tatsache des Betruges zu verschleiern. Frant. Groh wird nach§ 197, 200, 201 a b, 208 des A. G.-B., ferner nach§ 5 und§ 214 zu drei Jahren schweren Kerters, verschärft durch eine Faste vierteljährig, Viktor Dostal nach§ 197, 200, 201 a 6 203 des St.-G.-B. zu einer Ergänzungsstrafe von drei Monaten, verschärft durch eine Fajte monatlich verurteilt, die Angeklagten Jaroslav Salda, Direktor der„ Melantrich, Josef Kozeluh, Direktor der Ceffe Lidova Založna, werden freigesprodjen, gegen Rudolf Novat, dzt. in Haft in Bantray, die Anflage aufgehoben. Der privatbeteiligte tschechoslowakische Staat wird mit dem angemeldeten Betrage nach§ 366 auf den Zivilrechtsweg verwiesen. Der Verteidiger Grohs den Zivilrechtsweg verwiesen. Der Verteidiger Grohs JUDr. Bašlyř, meldete Berufung an. gemacht hat. Bankenkonzentration in der Tschechoslowakei. bis 31. Dezember 1926 durch die Gewerbeinspek spruch auf einen bezahlten Erholungsurlaub im Ein ganz leiner Vorfall hatte dem Herrn In- torate und politischen Behörden 1. und 2. Instanz Ausmaße von 8 Tagen im Jahre. Den zum Begenieur Beranlassung gegeben, aus seinem Herzen 3346 Bewilligungen zu Ueberstundenarbeit ersuche der gewerblichen Fortbildungsschule ver eine Mördergrube zu machen und sich als Gentleman teilt u. zw. an 3626 Betriebe für 177.877 lleber- pflichteten Lehrlingen ist der Urlaub in der Regel vom Scheitel bis zur Sohle zu entpuppen. Es war stundenarbeitleiſtende, d. i. für 29.2 Prozent der in der Zeit zu erteilen, in der an diesen Schulen im Sommer des Jahres 1926 in 3braslav, wo der Gesamtzahl der Arbeitnehmer in diesen Betrie- nicht unterrichtet wird. Für die Angestellten und Staufmann Ditelar Pollat aus Bras, in einem bringt auch Rüdblide jeit dem Jahre 1921, aus beits- oder Dienſtverträgen find unwirksam. Herr Ingenieur mit einer jüdischen Familie, dem ben. Die erwähnte Nummer der„ Mitteilungen" Lehrlinge ungünstigere Bestimmungen in ArOttokar Hause wohnte. Am 24. Juli waren auf der Schwimm- denen sich ergibt, daß sich im Jahre 1926 eine schule der Neffe der Familie Bollat und der sechs starte Abnahme der Bewilligungen zur Ueber jährige Schn des Beklagten wegen irgend etwas mit stundenarbeit einstellte, u. zw. nicht nur gegenüber einander in Streit geraten. Den Herrn Ingenieur dem Vorjahre, sondern auch gegenüber dem erregte dieser Vorfall unter den Buben so, daß, als Jahre 1924. Der Rückgang der im Jahre 1926 Čestá banga Baubant. Emil edulboj ant irenster des Herrn Ingenieur Jahre 1925 19.6 Prozent und trifft namentlichten, daß die Vereinigung von vier mährischen Frau Bollat mit ihrer Schwester und einem Herrn erteilten Bewilligungen beträgt gegenüber dem Schulhof am Erst vor wenigen Tagen konnten wir berich vorübertamen, der Herr Ingenieur angeblich fol- die Textilindustrie(-5.0 Prozent), weiters de Banken zu einer Großbant bevorstehe. Nun wird gende schöne Aeußerung gemacht haben soll: ch metallverarbeitenden Betriebe(-4.4 Prozent) wieder die Vereinigung zweier Prager Banken war in Galizien Hauptmann und ließ und die Erzeugung von Maschinen, Apparaten gemeldet, und zwar der Cestá banka und der Baudort Juden hängen, ich weiß mir von und Transportmitteln(-4.2 Prozent). Die durch bank. Die Verwaltungsräte der beiden Banken ihnen zu helfen." Daran schlossen sich anch ein schnittliche Belastung eines Arbeiters durch haben bereits beschlossen, ihre Institute zusam paar Ehrenbeleidigungen. Die Zengin Röschenthaler leberstundenarbeit betrug im Jahre 1926 52.1 menzuschließen, für den 29. April sind die Gene gab an, daß der Herr Ingenieur gejagt hat:„ Es( im Jahre 1925 59.3) Stunden. Von der Gesamt- ralversammlungen einberufen worden, um ihnen wäre beffer, alle Juden zu hängen", was der Anzahl der in solchen Betrieben Beschäftigten, denen die Beschlüsse des Verwaltungsrates zur Genebgelagte ableugnete. Er will seiner Meinung über Ueberstundenarvei: bewilligt wurde, betei migung vorzulegen. Das neue fusionierte Insti die Juden mit nachstehender Charatteristik Ausdruck ligten sich die Frauen an der Ueber tut, das Cestá banfa firmieren wird, wird gegeben haben:„ Es wäre beſſer, ein paar Juden tundenarbeit in weiterem 3 hängen. Im Striege wart ihr alle Patrioten, auf als die Männer, eine Tatsache, die zurüd Kapital der Baubaut betrug 30, der Cestá banka Maße über ein Kapital von 60 Mill. K verfügen.( Das eure Angaben hin wurden unsere Leute gehängt. zuführen ist auf die starke Beteiligung der Frauen 60 Will. K.) Die Reserven der vereinigten InWährend des Krieges habe ich einige Lieferanten an der Ueberstundenarbeit hauptsächlich in der ſtitute werden 22 Mill. K umfaſſen. Im Zusamwiederholt aus meiner Kanzlei herausgeworfen." Wie Tertilindustrie, denn die Zahl der in die menhang mit der Fusion wird die Česká banka erkennt, wollte er den Leuten bloß erzählen, wie er Frauent ergibt volle 31.2 Prozent fämtlicher Arnehmen, daß eine eigene Abteilung für Baukre man aus der Verteidigung des Angeklagten flar ſem Industriezweig Ueberstundenarbeit leistenden eine Erweiterung ihrer Agenda in der Form vor in Galizien als braver Reserve- Hauptmann gehandelt beiter( Männer und Frauen) und 66.3 Prozent dite errichtet wird. Das Filialnets der Cestá banka habe, eine Aufreizung gegen die Juden liege ihm ferne. Der Senat glaubte es ihm und erblickte in Frauen im Laufe des Jahres in allen Industries so daß sie insgesamt über sieben Filialen und sech von der Gesamtzahl der Ueberstunden leistenden wird um die drei Filialen der Baubank erweitert, den inkriminierten Aeußerungen feinen Grund zur ,, Bevollmächtigter des Parteisekretariates der Verurteilung, tweshalb dieser freigesprochen weigen. Die Mitteilungen find in allen Buch- zehn Expofituren verfügen wird. tschechischen nationalsozialistischen Partei", wird man wieder bald in den Räumen des Strafrufung an. wurde. St. A. Jellinet meldete die Behandlungen für 1 Kč erhältlich. Der Sieg des Achtstundentags in der gerichtes sehen, u. zw. bis die Anklage gegen die Privozer Sparkasse zur Verhandlung kommt. Die oberschlesischen Industrie. Erbitterung des Publikums gegen diesen Gauner Warschau, 14. April.( Tsch. P. V.) Das machte sich in Prag bereits in den Mittagsstunden vor Mit der schönen Jahreszeit nalt auch wieder Ministerium für Arbeiten und soziale Fürsorge hat den Mittagsblättern der Zeitungskiosken Luft, da Prag, 14. April. Die Gendarmerie hatte eine die Zeit dir Urlaube. Der Zentralverband der man allgemein urteilt, daß Groh gegenüber dem anonyme Anzeige bekommen, daß die Fabritsarbei Angestellten in Industrie, wandel und Verkehr, angeordnet, daß spätestens bis 1. Mai in der oberunlängst verurteilten Direktor Fischl( 8% Jahre) noch terin Julie S. jich bei einer Prager Geburts Siz Tepliß- Schönau, ersucht uns mit Rücksicht uns mit Rücksicht schlesischen Süttenindustrie der achtstündige Armilde weggekommen ist. Das Höchststrafansmaß, das asistentin einen verbotenen Eingriff vornehmen ließ. auf die ihm zugehenden zahlreichen Anfragen, die beitstag für alle Arbeiterkategorien wieder eingeder Senat bemessen kann, beträgt bekanntlich fünf Die Arbeiterin war nämlich an einer Blutvergiftung zeigen, daß über das Urlaubsrecht der Angestellten führt wird. Bisher galt für einzelne Kategorien in Jahre. Es ist klar, daß ein derartiger Millionen- und einer Brustsellentzündung erfrankt und hatte und Lehrlinge Unklarheiten bestehen, darauf auf der Hüttenindustrie der zehnstündige Arbeitstag. betrugsprozeß am Staate unbedingt vor die Geschwo- Heilung in einer Seilanstalt gesucht. Die Geburts merksam zu machen, daß Angestellten laut renen gehört hätte. Bedenkt man, daß Tausende affisientin, die bereits einmal bestraft war, wurd:§ 17 des Gej. v. 16. Jänner 1910 RGB, N. 20 Auswanderungsbewegung im vierten Kleinrentner noch heute mit der Finanzprokuratur in Haft genommen und wie wir bereits in unserer nach ununterbrochener Dauer des Dienswerhält. Auswanderungsbewegung im vierten um Anerkennung von ein paar Hundert Kronen Schilderung des Pantrayer Gefängnisses berichteten, niffes von 6 Monaten ein ununterbrochener Urrechtmäßig erworbener Kriegsanleihe einen regel gerade während der Weihnachten dort für furze Zeit laub in der Dauer von mindestens 10 Tagen, In Nr. 13. feiner Mitteilungen" veröffent rechten Stampf führen und daß hier ein mit allen in Untersuchungshaft gefeyt. Heute hatte sich Julie nach einem Dienstverhältnis von 5 Jahren ein licht das Statistiche Staatsamt ausführliche Daten Salben geriebener Gauner, der einen 29 Millio- S., ihr Geliebter, ein junger Bursche, und die Ge- solcher von mindestens 2 Wochen und nach einem über die im 4. Vierteljahre 1926 ausgestellten neu Ke Betrug ausführte, mit Einrechnung der burtsassistentin wegen§ 144 vor dem Senat des Dienstverhältnis von 15 Jahren ein folcher von Auswandererpässe und über die in dieser Zeit zum bedingungsweisen Entlassung, bereits in zwei Jah. OLGR. Bouček zu verantworten. Die Gerichts- mindestens 3 Wochen in jedem Jahre zusteht. Uebersectransport übernommenen Auswanderer. ren auf freiem Fuße ſein ſolt, und bei seinen ausärzte Prof. Diettrich und Dozent salmus Während des Urlaubes behält der Dienſtnehmer 3n zer zanger Republil wurden 2758 Auswan gedehnten internationalen Beziehungen sein Schäfchen gaben an, daß sich nach einer solchen Zeit, da die den Anspruch auf seine Geldbezüge. Die Zeit, im Trockenen haben dürfte, so findet man die Erre Angeklagte vegen ihrer Brustsellentzündung Heilung während derer der Dienstnehmer durch Krankheit gung des Publikums über die Milde der Strafbe- fuchte, nicht mehr feststellen lasse, ob sie einen Abor- oder durch einen Unglücksfall an der Leistung sei messung nur gerechtfertigt. Der Tschechoslowakische tus hatte. Die Geburtsassistentin erklärte, die Anner Dienste verhindert ist, darf in diesen Urlaub Staat dürfte mit seinen Ansprüchen im Zivilgerichts geflagte nie im Leben gesehen zu haben. nicht eingerechnet werden. Lehrlinge haben Damit haben sich die Atten über einen Teil der Funktionäre der tschechischen Nationalsozialisten geschlossen. Herrn Direktor Groh, einen Betrüger von echtem Schrot und Korn, und wie es in der Urteilsbegründung wörtlich heißt Kleine Chronit. Unberechtigt wegen§ 144 verhaftet und angeklagt. Lungenheilstätte Grabensee als Volontärarzt gewirkt, ohne daß der Leiter der Anstalt, Generaloberarzt a. D. Dr. Schultes oder einer der anderen elerzte irgendwelchen Anstoß nahm. Im Gegenteil, Urlaube für Angestellte und Lehrlinge. tann ein Stugelblip Surch offene Fenster, Spalten und Risse in eine Wohnung eindringen. Allerdings ist seit 20 Jahren in Dänemar! fein Kugelblitz mehr becibadhtet worden. · Vierteljahre 1926. bererpässe nach europäischen und 2712 nach überfecifchen Staaten aussestellt. Bum Uebersectransport wurden jedoch 2545 Personen übernommen zum Teil mit bereits in früheren Vierteljahren ausgestellten Pässen). Von den europäischen Staaten nahmen die meisten Auswanderer Frankreich zum Ziel, mohin im 4. Bierteljahre 1926 Päffe fitr 1844 Personen ausgestellt wurden. Von diesen waren 1093 tschechoslowakischer, 489 russischer, 155 deutscher, 97 ungarischer und 20 sonstiger Natio nalität. Von den Ueber'ecauswanderern nahmen Henry Clay. Der Name des vor 150 Jahren als er zu seiner weiteren chirurgischen Ausbildung Todessturz im Segelflugzeug. Auf der Wasser im 4. Vierteljahre 1926 die meisten Argentinien am 12. April 1777- geborenen amerikanischen an das Streiskrankenhaus Oranienburg überzutreten tuppe bei Fulda verunglüdte bei einem Uebungsflugum Ziel, und zwar 1289, ferner die Vereinigten Staatsmannes Henry Clay ist heute außerhalb der suchte, erhielt er eine ausgezeichnete Empfehlung mit mit einem Segelflugzeug der 20jährige Flugschüler Staaten von Amerifa 931, Kanada 191, sonstige Vereinigten Staaten nur noch aus einer Import auf den Weg. Hier wurde er allerdings vom Chef Walter Rosenblatt aus Leipzig tödlich, indem er Staaten 134 Personen. Von ihnen stamniten 1808 sigarrenmarke befannt. In seiner Heimat hat Henry arzt auf Grund seiner mangelnden Kenntnisse bald beim Landen aus, etwa 20 Meter Höhe abstürzte. Er aus der Slowakei. 448 aus Mähren, 182 aus Clay fast ein halbes Jahrhundert lang eine hervor erkannt. Als er daraufhin fristlos entlassen wurde, erlitt beim Sturz einen Schädelbruch und schwere Böhmen 62 aus Schlesien, 45 aus Karpathorußragende Relle im öffentlichen Leben gespicit. Er ge- fündigte er unverfroren in den Zeitungen in Dra- innere Verlegungen, so daß der Tod auf der Stelle land. Tschechoslowakischer Nationalität waren von hörte mehrmals dem Parlament von Kentudy, nienburg an, daß er sich in dem benachbarten Fich- cintrat. den Ueberice Auswanderern 2121, 174 ungarischer, dem Repräsentantenhause und dem Bundessenat an, tengrund als praktischer Arzt niederlassen. 155 deutscher, 37 russischer, 47 sonstiner Nationalis war zweimal Sprecher des Repräsentantenhauses werde. Nach Auffassung der Striminalpolizei hat er Brillanten auf der Straße. In Hanan sand tät. Berücksichtigen wir den Beruf der Personen, und bewarb sich auch dreimal erfolglos um die Prä- diese Ankündigung, jedoch nur erlassen, um sich seine ein Angestellter de: Poſt beine Leeren eines Brief- für welche Auswandererpässe ausgestellt wurden sidentschaft der Vereinigten Staaten. Als Staats- sahlreichen Gläubiger vom Halfe zu halten; er hatte bastens eine Streichholzschachtel, die er jedoch weg-( 6500), so gehörten 3093 der Land- und Forstvirt sekretär während der Amtszeit des Präsidenten nämtlich bei vielen Geschäftsleuten Schulden gemacht. warf, da er an einen Ult glaubte. Spielende Seinder schaft sowie der Fischerei an, 1831 der Industrie Adamus criarb er sich durch seine politische Tätig. Dann verschwand Schuchardt aus Oranienburg und zerstreuten den Inhalt, den sie für Glassplitter hiel. und dem Gewerbe, 122 dem Handel und Verkehr, leit die chrenvollen Beinamen„ Der große Friedens war kurze Zeit in Jena und in Nathenow, wo ten, auf der Straße. Erst als Sachverständige näher 91 dem öffentlichen Dienste und freien Berufen stifter" und„ Der große Schiedsrichter". Dem Staats er weitere Betrügereien verübte. Im Gerichts- zusahen, entdeckte man, daß es sich um wertvolle 1363 zur Gruppe„ sonstice Berufe und ohne Anmanne Clay wird die Urheberschaft des„ Missouri- gefängnis effen, wo er nach seiner Verhaftung in Brillanten handelte. Diese waren in einer gabe des Berufes". Zur Zeit der Paßausstellung Stompromisses" zugeschrieben, der die nördliche Grenze Wünsdorf zunächst untergebracht wurde, unternahm Schmuckfabrit von einem jungen Vader gestohlen waren 2422 Personen beschäftigungslos. Als häu ber Skavenstaaten festsepte. Unter seinem Einfluß er einen Selbstmordversuch, indem er sich einen rosti. worden. Nach dem Diebstahl hatte er das Kranken- figsten Auswanderungsgrund wurde von den Innahm der Kemgreß im Jahre 1831 eine Stompromiß- gen Nagel in das Herz zu stoßen versuchte. Der Ver- haus aufgesucht. Dennoch fiel der Verdacht auf ihn. habern der Auswandererpässe( es gab ihrer 6669) vorlage in the silmie het bestehenden Schuzzoll such mislang jedoch, da dem„ Mediziner" auch hierzu Um sich seiner wertvollen Beute zu entledigen, legte die Suche nach Lebensunterhalt( 3804) oder der wieder abschaffte. Später entwarf er das„ Kompro- die nötigen dennisse zu schlen schienen. Schuchardt er die Brillanten in die Streichhochschachtel und warf Antritt einer Stellung( 1226) angegeben. Die ers mig vom Jahre 1850", das dem langen und erbit- wurde jehr in das Untersuchungsgefängnis in Berlin. diese in den Briefkasten. wähnte Nummer der Mitteilungen" bringt auch terten Kampfe um die Zulassung von Kalifornien Moabit überführt. Der Lötve im Gepäckwagen. Im D- Bug Paris- die Ercebnisse der Grenzfuponstatistik und ist in als Stlabenterritorium oder freies Territorium ein Ein Kugelbliß. In dem dänischen Städtchen Wien wurde dieser Tage im Gepäckwagen ein Löwe allen Buchhandlungen für eine Strone erhältlich. Ende machte. Zehn Jahre nach dem im Jahre 1852 Randers in Jütland wurde dieser Tage die mitbefördert. Während der Fahrt in Sesterreich) war promise über die Skloverei zum blutigen Bürger. Durch den Breiſkaſten eines Househbe, wo sie auf ten wurde mit Entſeken ſeſtgeſtellt, daß aus der ge- die Verbreitung unserer Zeitung agitieren. erfolgten Tode von Henry Clay führten die Kom- selterre Erscheinung eines Seugelbliges beobachtet. es dem Tier gelungen, sich aus seinem Stäfig zu beIhr manet un. fam eine große, freien. Bei der Ankunft in der Station A must et. Genossen! ausgesetzt r triege der Nord- und Südstaaten. Die bedeutendste regenbogenfarbige Stugel in die Lebensbeschreibung Clays ist von dem berühmten dem Boden entlangrollte und schließlich mit einem öffneten Wagentür des Gepäcwagens der Löwe herDeutsch- Amerikaner Star Schurz verfaßt worden. Stnall explodierte. Nach Auffassung des meteorologi qusschaute. Der Wärter, der schlief, wurde rasch Setzt euch überall für unsere Parte preſſe Der falsche Vediziner. Der in Wünsdorf schen Institutes in Kopenhagen entsteht ein Stuget geweckt und es gelang ihm, das Tier wieder in seinen ein. In das Heim des Arbeiters gehört die bei Zessen verhaftete Betrüger Richard Schublin aus einem niederfahrenden Blitz durch Indul- Käfig zu bringen, Arbeiterpresse. Darum, hardt hat taijädlich ein halbes Jabr Jana in der tion. Obne feine Lunelartine Gestalt zu verlieren, Genoffen u.Genoſſinnen agitiert effe C Borträge. Freitag, 15. April 1927. beller, großer und warmer Geigenton, ihr technischschen Konzertbesucher ebenfalls fünf Kronen zu ver langen, da der die ,, Missa solemnis" betreffende dent sche Tept genau 24 doppelt gespaltene Druckzeilen enthielt. Verdienen die Konzertunternehmer bei solden Konzerten etwa nicht genug an den phantasti. fchen, hohen Eintrittspreisen, daß sie auch noch aus dem Verkaufe der Konzertprogramme übermäßigen Gewinn ziehen müssen? c. j. Spielplan der Kleinen Bühne. Freitag: Geschlossen. Samstag:„ Der Garten Eden". Sonn tag, 3 Uhr:„ Spiel im Schloß"; 7% 11hr: Trigte". Montag, 3 Uhr: Tartüffe",„ Der zerbrochene Krug"; 7½ Uhr: Spiel im Schloß". Turnen und Sport. Rein Absatz für seine Glaswaren im verarm- 1 ten Mitteleuropa. Die hochentwickelte Glasindureifes Spiel, ihr vielseiriges Stilgefühl und nicht zu strie der Tschechoslowakei liegt gegenwärtig darletzt die einfühlende Art ihres Vortrages fanden auch nieder. Keine einzige Fabrik fann ihre Leistungs-„ Unser Heim in der Vergangenheit, Gegenwart diesmal die verdiente und Lauteste Anerkennung. fähigkeit ausmützen. 19 große Werke arbeiten mit und Zukunft". Als Gaft des sozialdemokratischen Weniger glücklich war der zweite Solist dieses Kon Sturzarbeit, fürzlich wurden sogar neun große Be- Frauenbezirkskomitees Prag sprach Mittwoch Gentes, der Prager Arzt Walter Altschul; zweitriebe stillgelegt. Die Strise beschränkt sich nicht noisin Anna Bloch( Brünt) über das Wohnungs fellos besipt er eine schöne Baßstimme, aber sein genur auf einen Zweig der Glasherfte.iuno sondern problem. Von der Wohnungsnot ausgehend beleuch fangstechnisches Können ist nicht reif genug, um der erstrekt sich fast auf alle. Vor allem hat die Kon- tete die Vortragende die hygienischen Mängel der schwierigen Liedkunst etwa Hugo Wolfs oder gar Turrenz der belgischen Glasindustrie die tichecho proletarischen Wohnungen und die gesundheitsschäd- Gustav Mahlers gerecht werden zu können. Eine Heute geschlossen beide Bühnen. flowakische aus dem Sattel geworfen. Gegenwär- lichen und sittenberderblichen Folgen des engen Zu- ausgezeichnete, technisch brillante und im Vortrage Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. tig ist eine Zusammenschußbewegung zur Schaf sammenlebens. Sum eigentlichen Thema übergehend ungewöhnlich temperamentvolle Geigerin lernte Heute, Freitag: Geschlossen. Samstag( 130-2), fung einer gemeinsamen Verkaufsorganisation im schilderte Genoffin Bloch in großem Zuge die Ent man in der jungen Amerikanerin Thelma Given 7 Uhr:„ Don Juan". Sonntag, 2% Uhr:„ Der Gange. Es ist aber zweifelhaft, ob dies viel hel- wicklung der verschiedenen Wohnstätten der Menschen, kennen, die zusammen mit dem Wiener Pianisten Garten Eden"; 7 Uhr:„ Wiener Blut". fen wird. Die wirtliche Ursache der Strife ist so von der primitiven Wohnhöhle des Urmenschen aus Otto Schutthoff ein eigenes Konzert gab. César Montag, 2% Uhr: Mis Chocolate"; 7 1hr führt der Manchecher Quardian Commercial" gehend bis zum heutigen Heim. In den großen Frands schöne Violinsonate stand als Hauptvert auf( 132-4): Nacht in Venedig". aus in der Verarmung der mittelfrendlosen Mietfasernen, mit ihren sonnenfosen, der Vertragsordnung, deren Edfäße sie unerhört rasch europäischen Bevölkerung zu suchen, Höfen und dunklen, lichtarmen Räumen, oder in den im Zeitmaße spiele. In Meineren Stücken bestrebte und gleichzeitig in dem Bestreben der einzelnen nüdernen Werkswchnungen, die dem Arbeiter nur sie sich, vor allem durch die Virtuosität ihres GeigenLänder, unter dem Schutz von hohen Zöllen solange gehören, solange sein Lohmverhältnis zum ipieles zu blenden.- Unter den Vokalfonzerten der eigene Glasindustrien zu entwickeln. Die Produk Bejiper dieser feinen engen Häuschen besteht, schen Berichtszeit ist an erster Stelle der Lieber- und tion der Industrieländer kann freilich an Quali- mir die typische Bauweise von Proletarierheimen rienabend des ehemaligen Bassisten des tät mit den tschechoslowakischen Waren ni ver- im fapitalistischen Staate. Als Gegenjay malte die tschechischen Nationaltheaters Wilhelm 3itet zu glichen werden, sie ist aber immer noch gut ge- Vortragende die vorbildlichen Wohnhausbauten, nennen, der dem Künstler ungeheuere Beifallsovativnug, um den bescheidenen Ansprüchen des inlän- welche die sozialdemokratische Gemeinde Wien für nen eintrug. Ausgezeichnete gefangstechnische Schu dischen Marktes zu genügen. ,, Die billigen Dua- Profetarier bannte. Die innere Einrichtung unserer lung und vornehmer Geschaned im Vortrage machen itäten fönnen in jedem Land mit dem nitteen Wohnung soll sich unserem Lebensstil anpassen, nicht dicfen gegenwärtig in Italien wirkenden Sänger zu Industricapparat in Massenproduktion hergestellt Formen und Stilarten des Bürgerbums, die für das einem der besten Vertreter seines Stinutfaches. Daß werden und vermögen die feineren und von ge- Proletariat nicht zweckmäßig sind, soll unser Heim fich Zite! aber nicht nur als Interpret von Spern schulten Arbeitskräften hergestellten Waren zu aufweisen, sondern jene Formen und Möbelstücke, die arien Beifallsstürme erfang, fendern auch als Lieder berdrängen." die Arbeiterfrau nicht unnüt belasten und ihr die sänger spontane Wirkungen erzielte, spricht auch für Da Hohe Löhne, niedrige Preise in Amerika. ohnedies knappe Beit rauben. Wie zwed mäßigste Ein- das hohe geistige Niveau seiner Gesangstunst. Hohe Löhne, niedrige Preise in Amerita. füchenhäuser sind, ersah jeder aus dem Vortrag. Ge- gegen bereitete das Konzert eines fremdländischen Das Bekleidungsgewerbe und die Textilindustrie Rossin Bloch ging dann zur Schilderung einer Reihe Basisten namens Lino. Vesco eine arge Entstehen in den Vereinigten Staaten zur Zeit in der von Einrichtungsgegenständen über, die der Hausfrau räuschung. Weder die stimmlichen Qualitäten dieses Breisherabjetungsbewegung mit 9.8 Pro; t( im in Wohnung und Küche große Erleichterung und Sängers, noch seine mangelhafte Gesangskultur, noch Vergleich zu den Preisen vor einem Jahre) an der-Spipe. Es folgen: landwirtschaftliche Brodukte Beitersparnis vermitteln.-- Reicher Beifall lohnte die willkürliche Art seines Vortrages berechtigten ihn Spipe. Es folgen: landwirtschaftliche Brodukte die interessanten Ausführungen der Vortragenden. zum Auftreten vor der großen Konzertöffentlichkeit. 9.6 Prozent, Chemikalien 83, Baumaterialien Auch seine Begleiterin om Flügel, eine auf den 4.6, Nahrungsmittel 4.2, Metalle und M- tallrüdNamen EITH frendländischen Aszkanasy stände 3.4. Alles in allem beträgt der Preisrüdhörende Dante, war fehl am Orte, denn sie war ihrer gang auf dem Markte für die wichtigsten vedarfsAufgabe nicht einmal technisch gewachsen. Das artikel in den letzten 12 Monaten durchschnittlich tschechische Staatsfonservatorium setzte 5.8 Prozent. In den meisten dieser Industrien die Reihe seiner Beethoven Festkonzerte find ie Löhne im Steigen begriffen. aus Anlaß des hundertsten Todestages des Meisters erfolgreich fort. Es ist staunenswert und zwingt zur restlosen Bewunderung, über welch zahlreiches, technisch und geistig reifes Schülermaterial diese staatliche Muster- Musikbildungsanstalt verfügt, um mit seiner Hilfe einen so groß angelegten Konzertsyllus in konzertreifster Ausführung veranstalten zu können. Dreistündiger Poststreit in Polen. Aus Warschau, den 14. April, wird berichtet: Die Post-, Telegraphen- und Telephon- Bediensteten haben bor furzem beim Minister für Post und Telegraphen, Miedzinski, um die Gewährung einer ein maligen Geldaushilfe angeucht. Das Finanzminifterium hat jedoch ein diesberügliches Ersuchen des Ministers Miedziniti abgelehnt. Infolge dieser Ablehnung seiner Forderung hat der Verband der Bost, Telegraphen- und Telephon- Bediensteten für heute Nachmittag einen dreistündigen Demonstra tionsstreit in ganzen Lande angekündigt. Der Film. Die Universal wird den bekannten Roman, Der Manu, der lacht" von Viktor Hugo, der zur Zeit in unserem Blatt unter dem Titel Die grin fende Fraze" erscheint, verfilmen. Die Regie wird Paul Leni führen, in den Hauptrollen Conrad Beid: und Mary Philbin beschäftigt sein. Unter diesen Umständen fann man auf den Film wahrlich gespannt sein. Der Dntel aus Sibirien. M. D. Kunst und Wissen. Brager Konzertsaal. Achtung Wintersportler! Die Begünstigung der Relationskarten für die Wintersportvereine( desgleichen für die Naturfreunde) wurde vom Eisen. bahnministerium bis einschließlich 1. Mai verlängert. Wo verkehren wir? Café ,, Continental", Prag, Graben Gastwirtschaft LIDOVÝ DŮM der Genossenschaft Ganymed Täglim Honzert. PRAG II., Mubernska Nr 7 Café„ Nizza Kgl. Weinberge, Fochova 27. Unser Stammloka: 66 196 DRUCK- U. VERLAGSANSTALT GESELLSCHAFT MIT BESCHRANKTER HAFTUNG Den Ostertagen ist es su danken, daß die Prager Konzerthodslut einigermaßen eingedämmt wurde. Trotdem gab es noch bis in die Osterwoche hinein genug fünstlerische Veranstaltungen in den Prager Konzertsalen. Ausgezeichneten künstlerischen Eindrud machte ein Max Reger- Abend, den die Dresdener Sopranistin Margarethe Thum und der gleichfalls aus Dreiden stammende Pianist Auffallend gering war in der Berichtszeit die Hermann Drews im„ Mozarteum" veranstaltes Zahl fonzertierender Pianisten. Bedeutungsvoller hatten. Margarethe Thum ist eine echte Künstlerin war nur der Klavierabend des tschechischen des Liedgesanges, der es weniger um den Effekt als Pianisten Adolf Havlit im Morzarteum". Sein um die Empfindung und den Ausdruck im Liedvor- stilvolles Programm, sein bedeutendes technisches trage geht, die darum ihre schöne, zarte und gut ge- Sönnen und sein völliges Aufgehen in den vorgepflegte Stimme nur als resonanzreiches Instrument tragenen Tonstüden stempeln diesen Pianisten zum ihres innersten Fühlens im Liede verwendet. Auch wahren, der Kunst um ihrer selbst willen dienenden Hermann Drews ist ein ganz in seiner Kunst auf Künstler. Nech ein paar Worte über den Wucher gehender Pianist, der sein außerordentliches techni- mit Konzertprogrammen. Anläßlich der sches Können unbedingt in den Dienst des inter- großen Festkonzerte der Wiener Philharmo pretierten Kunstverkes skellt; den Stil Regers mei- nifer zur Beethoven- Bentenarfeier war ein für IN stert er wie wenige. Der beschämend schwache Besuch beide Konzerte gültiges gemeinsames Konzertpro. bewvies, daß Regers schwer zugängliche Tonkunst dem gramm aufgelegt worden, das sage und schreibe Prager Publikum noch immer fremd ist. In einem fünf Kronen kostete. Abgesehen davon, daß der Wohltätigkeitskonzerte der Prazer Schiller" Orts- Inhalt und Umfang dieses Programmes in keiner gruppe hörten wir abermals Marianne TheiWeise dem geforderten Preise entsprad, war es aber ner, die prächtige, immer mehr zur Geltung Tom- jedenfalls unerhört, bei dem zweiten Konzerte mente, junge Prager Geigerin. Ihr wunder-( Missa solemnis") für dieses Programm vom deut Er blidte mich an, lächelte vor sich hin und fagte: „ Jeder anständige Mensch muß Vegetarier sein, und ich bin sest überzeugt, daß ich auch dich bald befehren werde!" " Wenn du Charakter hast, wenn du mir meine Wir ließen uns nieder, aber kaum hatte der Onkel ein Ei in die Hand genommen und wollte es aufschlagen, da sprang ich vom Platz auf und rief voll Empörung: nicht essen!" " empfiehlt sich den p. t. Behörden. Vereinen. Organisationen. Gemeinden und Kaufleuten zur Herstellung von Drucksorten wie: Tabellen. Büchern. Broschüren. Zeitschriften. Zirkularen. Mitgliedsbüchern. Einladungen. Plakaten. 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Ich werd dir eine GeMensch, hat seine Schrullen und ivar empört, wenn ,, Liebster Onkel, wenn das so ein erfahrener Weil das ein Verbrechen ist.. Sie essen das schichte erzählen. man seine Anschauungen über das Leben nicht Mensch, wie Sie sagt, so darf ein junger Mann Ei auf, und wenn man es bei der Henne gelaffen Sör mir mit deinen Geschichten auf!", rief teilte. Er lebte friedlich in dem fernen Si- nicht widersprechen und muß gehorchen. Von diesem hätte, so würde sie es ausbrüten, ein lebendes We- der Onfel. biren, wollte das fleine Städtchen nicht verlassen Moment an werde ich fein Fleisch mehr in den sen zur Welt bringen... Sie haben dieses Leben Also, schön, verzichten wir auch auf die und an seine Existen; erinnerte mich ein bis zwei Mund nehmen. Dieser wunderschöne Braten auf dem Gewissen!" Sparael!" Mal im Jahre ein Brief, den er mir mit zitternder wird meine letzte Erinnerung sein." Der Erbonkel schaute mich an, schüttelte nachEr goß sich die Milch in ein Glas ein, trank Hand schrieb. In einem dieser Briefe teilte er mir Der Onkel schob sich die Schüssel mit dem Bra- denklich den Kopf und bemerkte nach einer langen und an ein Stück Brot dazu. mit, daß ich nach einem Tode sein beträchtliches ten zu und rief: Pause: Vermögen erben werde.... Er machte dabei ein so griesgrämiges Gesicht, Hm.. von deinem Standpunkt hast du ja Enes schönen Tages, als ich gemütlich mein recht".. Aber da das Ei bereits gekocht ist, so..." daß er mir ein wenig leid fat, aber er mußie Mittagsmahl verzehrte, läute'e es, eine bekannte Nicht essen!" rief ich nervös.. Ein anstän- furiert werden. Ich ging auf ihn zu, flopfte ihn diger Mensch darf nicht ein Lebewe en vernichten!" auf die Schulter und fagte: Stimme ertönte im Vorzimmer und plötzlich stand ,, Aber, lieber Ontel.." ,, Lieber Onkel Ihr Befuch war für mich auf der Schwelle des Speisezimmers lachend mein Der Onkel erwiderte fein Wort, schob das Ei " Gewiß" bemerkte er erregt, du wirst mir fa- zur Seite und sagte nur: eine Offenbarung und ich bin überzeugt.... Es Ontel... Servus, mein Lieber! Der Erbonkel aus gen, daß dieses Rindvich vor langer Zeit geschlach zur Seite und sagte nur: Sm..ja.. ich sehe du bist auf dem besten ist das Vernünftigste. Vegetarier zu sein. tet wurde.. daß es nichts fühlt.. Zugegeben. Wege Vegetarier zu werden!" Sibirien ist da. Ich habe die lange Reise nicht ge- Aber trotzdem ist es eine Leiche... es ist gegen Es ist eine Sünde, wenn man an der Vernichtun lebender Weien teilnimmt. Ab heute trage scheut... wollte sehen, was mein zukünftiger Erbe feinen Willen zur Schlachtbaut geführt worden.. Da trat das Dienstmädchen ins Speifezimmer ich feine Schuh mehr, denn sie werden ja aus der Haut der Tiere, die wir morden hergestellt, Er flovfte mir wohlwollend auf die Schulter, man hat es ermordet.. Ein anständiger Mensch und brachte zwei Teller Karfiolfuppe. Der Ontel schaute auf den Teller, schnalzte mit und laufe blokfüßig herum. Auch Sie, Onfel, trat ins Zimmer, schaute auf den weißgedeckten darf aber fein Leichenfleisch effen." Tisch, wich erschrocken zurüd: mach!!" Ah!" Ortes, was ist passiert?" rief ich voll Schred. Er sah mich mit seinen Fettäuglein empört en und' agte: Lieber Neffe.... Das ist ja Mord.. Wer ist der Täter?" Ich schaute ihn verdußt an und bemerkte kleinTaut: Was für ein Mord? Welcher Täter?" Da wies der Onfel schweigend auf den Braten hin, der auf dem Tisch stand und sagte: Und was st das?" Willenstraft beweisen willst, so darf von heute ab ein Vissen Fleisch über deine Lippen kommen... Das arme Tier..." Der Onkel lächelte: " . müssen das fun!" Ich schaute mit lebhaften Bedauern den herr- der Zunge und rief: Karfiolsuppe. Fabelhaft... meine Lieblichen Braten an, verfluchte den Moment, wo der Der Erbonkel schaute mich wie geistesablingssuppe Onkel ins Haus gekommen war, machte aber noPfui Teufel!", rief ich energisch... ich esse wesend an, stand auf, wankte und rief nach einer Pause: lens volens eine freundliche Miene, denn mit cinem Erbonkel darf man es nicht verscherzen... nicht diese Suppe!" Weshalb nicht?" fragte erstaunt der Onfel. ,, Liebster Nefic, ich sehe, du bist ein braver Lieber Onkel, gestatten Sie, daß ich Ihnen erl, der sich die Lehren älterer erfahrerer Leute Ha, ha... Mach dir keine unnüßen Kopfschmerzen, lieber Neffe... Hol deine Stöchin, ich eine tleine Geschichte zum Besten gebe.. Sellen gern zu Herzen nimmt. Ich habe mich in dir werde ihr sagen, daß sie uns ein vegetarisches Wahl Sie sich einen Gemüsegarten vor. Dort wachsen nicht getäuscht.... Jest fann ich wieder nach berchten foll. Das Menü stelle ich zufammen, und frieblich verschiedene Gemüse, freuen sich über ihr Sibirien abreisen.... Ich wäre ja gern längere ich bin überzeugt, daß dir dieses Mahl ausgezeich: Dasein. Da taucht eines schönen Tages ein Beit dein Gast gewesen, aber der Trubel in dieser net schmecken wird... Und jetzt gehe ich auf einen Mann, ein Gärtner auf, reißt sie mit wilder Hand Stadt paßt mir nicht und deshalb zieht es mich Sprung fort... In einer Stunde sehen wir uns aus dem Boden, vernichtet das Leben der Pflan- in mein ſtilles Nest urid. Er umarmte mich. gen.. und dann werden diese Lebewesen den drückte fest meine Hand, zog rasch seinen Mantel Menschen zum Essen als Nahrung angeboten... an und verließ fluchtartia mein Haus. Ich bin Ich bin ein Vegetarier geworden.. dank Ihnen, fest überzeugt, daß er feit diefer Zeit kem Vegelieber Onkel, und kann prinzipiell fein Lebewesen, tarier mehr ist, daß er mich enterbt hat. Was denfst du!", rief empört der Erbonkel.. In einer Stunde lam der Erbonkel wieder. wenn es auch gefocht ist, vertilgen." Der Ontel Staum hatte ich den Onkel verabschiedet. ließ ich ich foll das Fleisch eines actöteten Tieres essen... Die Stöchin hatte den Tisch mit weißen Linnen geschaute mich traurig an: mir das Essen geben und ak alles allein, und Quafi ein derartiges Verbrechen guthe ßen.... deckt und auf dem Tische sah man nur vegetarische Du bist sehr gewissenhaft.. Das ist löblich.. noch nie hat mir das Fleisch so geschmeckt, wie Nein, dante schön, lieber Neffe.... Dazu bin Speisen, darunter Eier, Butter, Milch etc. Aber ich habe einen Mordshunger.. Was soll an dem Abend wo der Erbonkel aus meinem ich nicht zu haben!" ,, Das ist das richtige Essen für einen normalen ich essen oder trinfen?" Haufe die Flucht ergriff.... Onkel, du scheinst den vegetarischen Tendenzen Menschen bemerkte schmunzelnd der Onkel.„ Seten Ich schob ihm schweigend die Milch zu und Berechtigte Uebertragung aus dem Russischen zu huldigen?" fragte ich neugierig. wir uns zu Tisch, ich bin verteufelt hungrig.." fagte dann: von Maurice Hirschmann, Wien. Jch zuckte die Achseln. Was soll das fein? Ein saftiges Stüdel Bras ten. Kosten Sie es doch!" wieder.." Und dann verließ er das Zimmer." "