Sietpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag, 11., Relajanta 18. Telephone: Tagesrebaftion: 26795, 31469. Nachtrebattion: 26797. Poftichedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Elegien. Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Mittwoch, 27. April 1927. Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kč 16.vierteljährlich halbjährig.. ganzjährig. 48.98.192.Radftellung von Manuffripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Ericheint mit Ausnahme bes Montag täglich irib Nr. 97. Das Ergebnis des österreichischen Wahlkampfes Die Wiener Arbeiter- Beitung" enthält keine regierungsfähige Mehrheit der in ihrer Dienstagnummer unter anderenu auch folgende Feststellungen und Betrach tungen über den Wahlsieg vom Sonntag: Das Wachstum der Sozialdemokratie. Das wichtigste Ergebnis des großen Wahlkampfes ist das ungeheure Wachstum der Sozialdemokratie. und Wienerinnen haben am Sonntag für die den Sapitalisten so verhaßte Breitnerei" gestimmt. um mehr als ein Fünftel ist, dank der Werbekraft der großen Leiſtung unserer Gemeinde, unsere „ Einheitsliste." Bisher hatten im Nationalrat die Chriftlich sozialen und die Großdeutschen zusammen 92 Mandate, die Sozialdemokraten 68, bündler 5 Mandate. Mehrheit von fünf Stimmen. fann selbstverständlich feine Regierung regieren Mit einer Mehrheit von nur fünf Stimmen - jede zufällige Abwesenheit weniger Abgeord neter würde sie ja in die Minderheit setzen. Die neter würde sie ja in die Minderheit setzen. Die Einheitslistler haben also keine regierungsfähige Mehrheit mehr. Das bisherige christlichsozialgroßdeutsche RegierungsSeipel hat zu gehen! system ist gestürzt, die Regierung den Tod verzweifelten Marrismus am Sonntag| Die Elegien unserer Feinde sollen uns darin sarbeit, dann werden wir uns, selbst den lezten Gnadenstoß zu geben. Seipel aber nur bestärken! Gehen wir hinaus zu in dieser schweren Zeit, nicht bloß Bei der bekannten Tradition der bürger- der Spizenstürmer, redete in 70 Versammlunden Säumigen und Kleinmütigen, an den Erfolgen anderer, sondern fichen und kommunistischen Presse gehört nicht gen zur höheren Ehre des Ausbeutertums die verdoppeln, gen zur höheren Ehre des Ausbeutertums die verdoppeln, verzehnfachen wir auch an den eigenen Erfolgen viel Phantasie dazu, sich vorzustellen, wie das Sozialdemokratie_maujetot. Wie sollten die unsere Aufklärungs- und Werbe- freuen fönnenl Gesicht dieser Zeitungen heute ausgesehen hätte. Großmäufer die Tote jetzt wieder ohneweiters wenn es dem christlichsozial- jüdisch- hafenfreuz- ins Leben zurückkehren lassen! Nein, das Lügen lerischen Einheitslisten- Klüngel in Oesterreich ist man allein schon der christlichen Moral gelungen wäre, den Sozialdemokraten auch nur schuldig, darum überschreibt die„ Deutsche ein paar hundert Stimmen oder gar einige Preise" ihren Wahlartikel mit dem Titel: Mandate abzujagen. Die Ritter vom Hafen Die Niederlage der österreich ifreuz, vom Sowjetstern und vom goldenen Kalbhen Sozialdemokratic". Dem Pfäffhätten mit gleichem Eifer die Sckkästen nach lein, das sich da schornalistisch betätigt, ist der den größten Lettern abgesucht, um der Welt Schrecken derart in die Glieder gefahren, daß die zerschmetternde Niederlage der Sozialdemo- es weiße Mäuſe ſicht. fratie oder doch wenigstens den Anfang vom Zu demselben Ergebnis, daß die EinheitsNunmehr hat die Einheitsliste" nur noch 85 nahen Ende" zu verkünden. Erinnern wir uns liste des vereinigten Bürgertums gesiegt habe, doch nur, was sie bei uns nach den letzten Par kommt auch Seipels Hausjud, Dr. Ernst Mandate, die Sozialdemokraten 71, die Landlamentswahlen trieben, wie sie höhnend und Benedikt von der Neuen Freien 571.464 sozialdemokratische Stimmen. Nunmehr In Wien hatten wir im Jahre 1923 bündler 9 Mandate. Die Christlichsozialen und die Großdeutschen poſſenreißend unsere Partei zum Tausendsten- Breffe", der allerdings besonders troftbe- haben wir 694.099 ſozialdemokratische Stimmen. zusammen hatten bisher eine Mehrheit von neunmale zu Grabe trugen, obwohl doch diese Wah dürftig ist, denn wochenlang übte er sich im Das ist ein Wachstum um 21 Prozent! zehn Stimmen. Nunmehr haben sie nur noch eine len gegenüber den vorangegangenen Gemeinde- urwüchsigsten Sauherdenton gegen die Sozial- So ungeheuer wirbt die große Leistung der roten wahlen eher ein Fortschritt als ein Rückschlag demokratie, um Seipels Wohlgefallen zu er- Genteindeverwaltung für uns! 694.099 Wiener für uns waren. Erwartungsvoll spißten jetzt ringen, und sieht nun alle Mühe nußlos vertan. wieder die Schreibknechte der Bourgeoisie und Der Sieg" wird wie folgt hergestellt: von der der Moskauer Giftmischer die Ohren, denn am Sozialdemokratie wird frech behauptet, sie hätte Sonntag sollte das langerwartete Ereignis schon für den Tag nach der Wahl die Etablie einer sozialdemokratischen Wahlniederlage ein- rung der sozialistischen Gesellschaftsordnung in Stimmenzahl in dreieinhalb Jahren gestiegen! treten, das die unterschiedlichen Schmocks dann Aussicht gestellt, und da dies nicht zugetroffen batten wir 1923 740.406 Stimmen. diesmal, nach In den anderen Bundesländern lügen und fingerfertig zu einem vernichtenden ist, so deklamiert Benedift:„ Der sozialSchlag, der die gehakte Sozialdemokratie be- bem okratische Ansturm zurüdge- men. Das ist ein Wachstum um beinahe ist in dem neuen Parlament nur noch dadurch zu den vorläufigen Berechnungen, 830.009 Stim Eine regierungsfähige bürgerliche Mehrheit troffen, umgeformt hätten. Die Gelegenheit erfchlagen... Desterreich wird nicht mar 11 Prozent. Es ist nicht so groß wie in Wien, bilden, daß die bisherigen Regierungsparteien schien ja so aünstig, dan sich die Vertreter der ristisch regiert werden.... Die groß- wo die Leistung der roten Gemeinde am unmit auch die Landbündler in die Regierung aufnehfotholischen Kirche nicht scheuten, an die Spitze artigite Gelegenheit ist vorüber, die Hoch- telbarsten wirft, aber es ist auch ein gewaltiges men. Eine solche Regierung hätte noch eine Mehrdes Kreuzzugs für den dreimal heiligen Geld- wassermarte des roten Schreckens Wachstum. heit von 23 Stimmen. Die Christlichsv= jed zu treten und heisa, iuchheifa! auch ist erreicht.... Die Sozialdemokraten werden auch ist erreicht.... Die Sozialdemokraten werden In ganz Desterreich ist unsere Stimmenzahl zialen geraten also jept in vollstän die kommunistischen Schnappiäde waren mit jegt vier Jahre lang feine Möglichkeit feit 1923 von 1,311,870 auf 1,524.108 Stimmen Bige Abbängigkeit von den neun Landhabei, um ofs Marodeure des Klassenfampies haben, wieder Neuwahlen vom Zaune zu gestiegen, also um 16 Prozent! Ein Wachsbündlern, mit denen sie im Wahlkampf so heftig Teichte Beute zu machen. Aber nach Wilhelm brechen." Ganz anders tröstet sich die agrarische tum um ein Sechste I in dreieinhalb Jahren, gerauft haben; denn ohne Unterstützung der Land Busch, dem größten Propheten aller Zeiten, Deutsche Land po st", die angesichts des das ist die Antwort des Volkes auf die Setz: bündler fönnen sie nicht mehr regieren! fom es auch diesmal erstens onders, zweitens fo schmerzlichen Wahlausfalls mit ziemlicher aller Stapitalisten und aller Pfaffen gegen uns! Schwere Niederlage der Christlichals man denkt. Statt der Sozialdemokraten Sicherheit prophezeit", daß Oesterreich„ bald Sozialdemokratie und Einheitsliste. Sozialen. wurde Herr Seivel mit seiner buntscheckigen wiedervor Neuwahlengestellt wer- Herr Dr. Seipel ist ausgezogen, die sozialHeerschar in die Pfanne gehauen und die Kom- den wird, bei denen vielleicht die endgültige demokratische Alleinherrschaft in Wien zu bremunisten bekomen die Sowiethofen so vollge politische Richtung der Republik" usw. Jeder chen". Was ist das Resultat? In Wien stehen flopft, daß an ihrem anderen Ende, dem sucht eben Trost, wo und wie er fann. Der 694.099 Stimmen für die Sozialdemo Munde, eine bedenkliche Lähmung eingetreten eine Teil der Geprügelten erblickt seine Hoff- tratie gegen 421.198 immen für die iſt. Wer die Ausschleimungen des frechen Ge- nung in baldigen Neuwahlen, bei denen„ viel Einheitsliste. Mit riesiger Mehrheit hat lichters der Bourgeoispresse vor der Wahl ge- leicht" vielleicht auch nicht das Unglück das Volk von Wien die sozialdemokratische Allein sehen hat, wer da les, wie es auftrumpfte und repariert werden kann, der andere atmer er- herrschaft bestätigt! Herr Dr. Seipel ist ausgezogen, einen„ Rud sich geberdete, als wäre es die Stimme des leichtert auf, daß die Wahlen vorüber sind, und nach rechts zu erkämpfen. Was ist das Resultat? Volkes selbst, der wird jeht bei der Lektüre der daß neue Wohlen hoffentlich erst in einigen In ganz Desterreich 1.521.108 fozialdemokratische Wohlbetrachtungen fröhliche Stunden haben Jahren kommen. Vor den Wahlen aber sagten Stimmen gegen 1,678.433 Stimmen der„ Ein und es gar nicht glouben können, welche Besie alle einen„ Ruck nach rechts", einen Sieg beitsliste". Die fapitalistisch- flerika scheidenheit in den bürgerlichen und fommuni- der Einheitsliste voraus, der der„ Breitnerei" fascistische Einheitsliste" hat in stischen Redaktionen eingefehrt ist. Die öster- und dem ganzen Marrismus ein Ende machen reichischen Wahlen. die ein Ereianis ersten werde. Nanges gewesen wären, wenn die Sozialdemo Die Sprache völlig verloren haben die fratie die Schlacht verloren hätte, sind auf einnationalsozialistischen Hafenmal ganz bedeutungslos und die Zeitungen von sowjetroter wie grüner, blauer, schwarzer und freuzler, von denen ein Teil sich in der Seipelschen Einheitsfront die verdienten Siebe goldener Kouleur find sich alle darüber einig, holte, während der andere Teil sich als„ völ daiz eigentlich nichts geschehen ist, daß sich keine fisch- sozialer Block" blamierte. Großschnauzig Bisher fehlte den Sterifalen mit ihren 82 wesentlichen Veränderungen" ergeben haben, Mandaten von 165 nur eine Stimme zur In Jahre 1923 haben die Christlichsozialen. absoluten Mehrheit. Das neue Parlament hätte, und daß, wenn man die Dinge genau befieht, ist nur die kommunistische Preisegeeigentlich alle gciiegt haben, nur nicht blieben, die das Wahlergebnis als einen„ großen Stampf mit kleinen Ergebnissen" bezeichnen. In die Großdeutschen, die liberale„ Arbeitspartei" wenn sich die Großdeutschen und die Landbündler gesondert fandidiert. Jufolge der Zersplitterung ihrer freiheitlichen" Gesinnung erinnern wolldie Sozialdemokratie. So fann man denn wieder einmal die der Tat ein„ kleines Ergebnis“ für die Sozial der bürgerlichen Stimmen gingen bei der Man- ten, eine unzweideutig antiflerifale MehrSunſt, wie man eine effatante Niederlage in demokraten, die nahezu eine Viertelmillion batsverteilung die liberalen Stimmen zur Gänze, heit: 90 oder 91 Sozialdemokraten, Großeinen Erfolg umlügt, an mannigfachen Bei- neuer Stimmen gewonnen haben, während man die großzdeutschen Stimmen zum Teil leer aus. Deutsche und Landbündler gegen 75 oder 74 ledas Häuflein Wähler, das für die Moskauer Sätten die drei Parteien damals schon eine„ Ein- rikale. So hat sich der Prälat Seipel den„ Ruck spielen studieren. Da ist beispielsweise die christlichsoziale„ eichspost“ und Verräterpartei ſtimmte, im Schneuztüchel da- beitsfront" gebildet, so hätten sie im Nationalrat nach rechts" nicht vorgestellt! Wenn die Großvontragen kann! Ein so„ kleines Ergebnis" um vier Mandate mehr, im Wiener Gemeinderat deutschen und die Landbündler wollen, fönnen ihre hiesige würdige Schwester, die Deutsche für die Sozialdemokratie, daß die gesamte fom- um drei Mandate mehr bekommen müssen, als sie also die Reform des Cherechtes, die Uebertragung des Reichsvolksschulgesetzes auf das Burgenland Presse". Die erstere weiß das Wahlergebnis Diesmal haben sich nun diese Parteien zur in dem neuen Parlament durchgesetzt werden. unter dem Titel zu melden:„ Der Mar" Der Mar- munistische Presse,„ Vorwärts"," Internatio- bekommen haben. nale" und„ Nude Pravo" bis zum heu= ristenjieg vereitelt!" und die letztere ſtellt gar fest:„ Der weiße Sonntag in tigen Tage die von den Kommuni-" Einheitsliste" vereinigt. Wäre das Verhältnis Wir werden ihnen die Gelegenheit geben, zu zeiDesterreich". Der Marristensieg wurde soen erreichte Stimmenzahl ihren unserer Stimmenzahl zu der Stimmenzahl der gen, ob sie diese Reformen mit uns durchießen war, so hätten wir infolge des Zusammenschlusses Auf dem Wege zur Macht. gründlich bereitelt", daß die Sozialdemokratie, eiern unterschlägt. Nie sollt ihr es Bürgerlichen unverändert geblieben, wie es 1923 wollen oder nicht! der Bürgerlichen zur Einheitsliste" vier Natiodie der Prälat Seipel an die Wand drücken erfahren!... nalratsmandate und drei Wiener Gemeinderatsmandate verloren. ganz Desterreich nur noch eine Mehr heit von 154.325 Stimmen. Wir stehen der Einheitsliste" im Verhältnis 9:10 gegenüber! Ein gründlicher Rud nach links! Die Verschiebung in den Mandaten. Freilich, diesem riesigen Wachstum unserer unserer Mandatszahl. Woher kommt das? Stimmenzahl entspricht nicht ganz das Wachstum Am allerschlechtesten haben diesmal die Von den 85 Mandaten der„ Einheitsliste" fallen nämlich zehn bis elf den Großdeutschen zu. Die Christlichsozialen erhalten daher nur 74 ober 75 Mandate. Christlichsozialen abgeschnitten. Bisher standen im Parlamen: 68 Sozialdemofraten 82 Chriftlichsoziale gegenüber. Im neuen Barlament werden 71 Sozialdemokraten nur 74 oder 75 Christlichsoziale gegenübersißzen. Bisher hatten die Chriſtlichſozialen um vierzehn Mandate mehr als wir; im neuca Parlament werden sie nur noch um drei oder vier Mandate mehr haben als wir. Wir sind hart darau, die Christlichsozialen zu überflügeln! Die Einheitsliste" hat also nur als Mandatsversicherung für die Großdeutschen gewirft. Die Christlichsozialen bezahlen die Kosten! Die der Strategie des Herrn Dr. Seipel schwerlich) entzückt sein. christlichsoziale Partei wird von diesem Ergebnis Nach den bisher vorliegenden Ergebnissen, wollte, mit einem Plus von nahezu einer Vier- Aber wie sie sich auch alle Mut zusprechen die nur noch geringfügige Aenderungen erfahren telmillion Stimmen aus dem Wahlkampf her- und sich selber täuschen, durch alle WahlbetrachIn Wirklichkeit aber ist unsere Stimmenzahl fönnen, beträgt die Stimmenzahl der drei großen borgeht! Und was den„ weißen Sonntag" an- tungen der bürgerlichen und kommunistischen Nationalrat drei Mandate gewinbetrifft, so hat es am Sonntag in Oesterreich Prejse flingt es wie eine wehmütige Elegie, gewaltig gewachsen. Die Folge ist, daß wir im Gruppen: nur das eine weiße gegeben: die Gesichter der und man merkt es, am liebsten möchten sie vor nen, statt vier zu verlieren, und im Wiener Antimarristen und der Kommunisten, als aus Schmerz wie die Schloßhunde heulen. Ueber- Gemeinderat unsere Mandatszahl den Urnen das Wahlresultat emporstieg! Am lassen wir die Geschlagenen ihrem Stazenjam- behaupten, statt drei Mandate zu verlieren. Das Wachstum unserer Stimmenzahl hat Freitag vor der Wahl schrieben die christlich- mer, lassen wir sie ihre Slagelieder greinen, laßt fozialen Blätter:" Sie geben die Schlacht be- uns vielmehr des herrlichen Sieges unserer also das Mandatsverhältnis im Nationalrat um reits verloren", nämlich die Sozialdemokraten: österreichischen Genossen freuen und den Vor- sieben Mandate(+3 statt- 4) zu unseren Gun- die auf die drei großen Gruppen entfallen sind, und sie forderten ihre Anhänger auf, dem auf fat fassen: in a chen wir es ihnen nach! sten verschoben! Sozialdemokraten Einheitsliste Landbund Zusammen · • . 1,524.108 1,678.433 • 202.735 • • 3,405.276 Wir haben also 44 Prozent der Stimmen, bekommen. Bette& Im Jahre 1923 haben wir nur 39.60 Pro gent der Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen aufgebracht. So wächst von Wahl zu Wahl unser Anteil an der Stimmenzahl! So wachsen wir mählich aur Mehrheit und damit zur Macht! Die Einheitslistler trösten sich: Lemberg noch in unserem Befit!" Noch hat das Parlament eine antimarristische" Mehrheit. Gewiß, noch hat es eine. Aber von Wahl zu Wahl wird Diese Mehrheit fleiner! Von Wahl zu Wahl rücken wir der Eroberung der Macht näher! Der Stimmenzuwachs, den wir diesmal er Yangt haben, würde, bei gleichem Aufmarsch der Parteien, eine Mandatsverschiebung um sieben Mandate bewirken; nur durch die Aenderung im Aufmarsch„ Einheitsliste" statt gesonderten Aufmarsches der Parteien- drückt sich diese Machtverschiebung nur in einem Gewinn von drei Mandaten aus. Würden bei den folgenden Wablen die Parteien in gleicher Weise aufmarschieren wie diesmal und würden sich die Stimmenverhältnisse bei jeder Wahl in gleichem Verhältnis zu unseren Gunsten verändern wie dies mal, so würden wir bei der nächsten Wahl der absoluten Mehrheit schon sehr nahe rücken, bei der zweitnächsten sie erobern. Das ist nun freilich nur ein Rechenerempel; die tatsächliche Ent widlung hängt ja immer von den verschiedensten wirtschaftlichen, sozialen, politischen Bedingungen im eigenen Lande und in der Umwelt ab. Aber dieses Rechenerempel macht immerhin anschaulich, daß die Eroberung der Staatsmacht mit den Mitteln der Demokratic ein in verhältnismäßig wenigen Jahren erreichbares Ziel ist, wir es nur verstehen, mit gleichem Fleiße, mit gleicher Begeisterung, mit gleichem Erfolg für unsere Sadje iveiterzuarbeiten, wie wir in diesen Jahren, in diesem Wahlkampf zumal für sie gearbeitet haben. Sowjetrußlands militärische Bereitschaft Mostau, 25. April.( Taß.) Der Kriegs- und Marincfommissar Woroschilot erklärte auf dem Rätefongreß in einem Berichte über das Vers teidigungswesen der Sowjetunion, daß die ver stärkten Rüstungen der Mächte, auch der nächsten Nachbarn, die Sowjetunion zu besoederer Wachsamkeit zwingen. Woroschilow hob den außerordentlich friedli chen Charakter der Politik der Som jetregierung hervor und dementierte entschieden die Mdungen über angebliche Son zentrierungen von Sowjettruppen ia ber Mandschurei, sowie die Erklärung Des englischen Kriegsministers im Parlament, daß die Sowjetunion sich angeblich zu einem chemischen Kriege aftiv rüſte. Der zahlenmäßige Bestand der Noten Armee halte sich auf dem Niveau früherer Jahre. Auf dem Gebiete der technischen Rüstungen und der chemi schen Verteidigung bleibe die Sovjetunion hinter den westeuropäischen Staaten zurück. Indem Woroschilow das Erstarken der lebendigen Kräfte der Armee und das Wachstum ihres politischen Bewußtseins, fotvie die Verbesserung des Zustandes der Flotte hervorhob, sprach er die Ueberzeugung aus, daß die bewaffneten eräfte der Sowjetunion es verstehen werden, ihre Pflicht zu erfüllen. Bei der Aussprache lenkten mehrere Redner die Aufmerksamkeit der Regierung auf die No: wendigkeit, die materiellen Mittel für die Lan desverteidigung zu stärken, sowie die technische Grundlage zu verbessern, die der der anderen Mächte erheblich nachstehe. Die grinsende Fraße. Roman von Victor Hugo. 36 Aus dent Französischen übersetzt von Eva Schumann. Der Rud nach links. Bürgerliche Preffeftimmen über die Wahlen in Desterreich. Selbst ein großer Teil der bürgerlichen Preſſe des In- und Auslandes muß zugeben, daß die Wahlen in Desterreich einen glänzenden Sieg der Sozialdemokratie bedeuten. So schreibt das Berliner Tageblatt": Dente mal nach. Wenn alle Leute, denen es schlecht geht, sich beilagen wollien, das wäre ein schöner Lärm. Da heißt es stille sein. Ich bin überzeugt, daß der liebe Gott den Verdammien befiehlt zu schweigen, sonst wäre Gott dazu verdammt, einen ewigen Schrei zu hören. Das Glück oben geht auf Stoften des Schweigens unten. Also, Volk, hal: den Mund. Ich bin noch flüger, ich billige und bewundere. Berehren wir das Bestehende. Die Käfer fressen die Wurzeln, und die Großen fressen das Bolt auf. Warum nicht? Werden wir die Gesetze ändern. Die Herren gehören zur Weltordnung. Weißt du, daß es einen schottischen Herzog gibt, der dreißig Meilen weit! über seinen eigenen Grund und Boden reiten fann? Weißt du, daß der Erzbischof von. Canter bury eine Million Jahreseinkommen hat? Weißt du, daß Ihre Majestät jährlich siebenhundert tausend Pfund Sterling als Zivilliste bezieht, ohne die Schlösser, Wälder, Domänen, Lehen, Bacht und Freigüter, Pfründe und andern Einfünfte zu rechnen, die über eine Million Pfund ausmachen." " Ja" murmelte Gwynplaine nachdenklich, „ die" Hölle der Armen schafft das Paradies der Reichen." Man hatte bei den österreichischen Wahlen mit einer wesentlichen Veränderung nicht gerechnet, und insofern hat die Voraussicht recht behalten. Trotzdem ist die Verschiebung zugunsten der Opposition nicht ohne Bedeutung. Die sozialdemokratischen Führer selbst hatten feinen Sieg prophezeit, sondern nur gehofft, daß sie gegenüber dem Ansturm von wechts standhalten würden. Wenn sie trotzdem vier Mandate im Nationalrat gewonnen haben, so stärkt das ihne Stellung beträchtlich. Es ist daß die Stellung einer Opposition, gegen die feine wichtige Entscheidung gefällt werden kann. Man muß sich klar darüber sein, daß der Angriff in diesem Wahlkampf von den Christlichsozialen ausging, deren Führer, der Bundeskanzler Seipel, darum auch die bürgerliche Einheitsfront zusammenschmieden wollte, was allerdings nicht restlos gelang. Es sind starte Positionen der Sozialdemokraten, aus denen diese hin ausgedrängt werden sollten: der Mieterschutz, die Militärgewerkschaft, die Verwaltung der Gemeinde Wien, das Bestehen des Republikanischen Schutz bundes. Das Programm Seipels war darum auch im wesentlichen negativ. Domgegenüber hatten die Sozialdemokraten vor allem ihre positiven Leistungen in der Wiener Som munalverwaltung einzusetzen, die ihren Eindruck auf die Wähler nicht verfehlt haben. Die Bohemia" betrachtet den Ausgang der Wahlen mit Recht als eine Niederlage Seipels: Einer ist auf der Wahlstatt geblieben: Bundeskanzler Ignaz Seipel, in der zudenden Hand die Einheitsliste. Von dem Rud nach rechts, den er predigte, ist nichts, gar nichts zu spüren. Wenn man sich vor Augen hält, daß nach den eigenen Worten des Bundesbanglers der Zweck der der Bekämpfung des sozialdemokratischen Programms. Die Regierung in Desterreich fämpft also für die Passivität, während die Opposition aufbauen und schöpferisch wirken will. Sogar ein Teil der Presse des tschechoslowafischen Bürgerblocks muß den sozialdemokratischen Erfolg zugeben. Das Blatt der Regierung, in der der Christlichsoziale Mayr- Harting sitzt, die Prager Presse", schreibt: Bundeskanzler Dr. Seipel ist mit seiner Prophezeiung, daß, wie in anderen konservativen Län dern, auch in Desterreich bei den Neuwahlen ein Rud nach rechts erfolgen werde, durch den Ausgang der Wahlen im Unrecht geblieben. Anstatt der von den Christlichozialen erhofften Rechts schwenkung der Wählerschaft ist ein fühlbarer Rud nach links zu fonstatieren. Wittwoch 27. April 1927. the Schallenbe Ohrfeige bedanken, die ihr da von dem Regierungsblatt verabreicht wird. Besonders bemerkenswert aber erscheint uns die Auslassung des Venkov", des Hauptblattes der tschechischen Agrarier, das da feststellt: Trotzdem die Sozialdemokratie nicht die Mehr. heit im Nationalvat erobert hat, muß man wegen der Verhältnisse in der Tschechoslowakei feststellen, was eine einheitliche soziali. stische Partei bedeutet. Sie stellt dort eine solche politische Macht dar, daß man mit ihr in jeder Frage rechnen muß. Das bürgerliche Blatt sieht also ein, welch große Macht die Einheit der Arbeiterbewegung bedeutet und welch große Gefahr eine im Lager der Sozialdemokratie stehende geeinte Arbeiterflaffe für die Bourgeoisie der Tschechoslowakei wäre. Die Spaltung der Sozialdemokratie durch die Kommunisten hat gerade hierzulande die Stel lung des Bürgertums gestärkt, das erst dann wieder in die Verteidigung gedrängt wäre, wenn der kommunistische Svaltungsbazillus aus dem Körper der Arbeiterklasse entfernt würde. Das ist Die christlichsoziale Deutsche Presse", die wohl die wichtigste Lehre, welche die tschecho vor Schred den Verstand verloren hat und flowakischen Arbeiter aus dem herrlichen Wohlwie wir an anderer Stelle erwähnen von siege unserer prächtigen österreichischen Genossen cinem christlichsozialen Siege faselt, kann sich für werden ziehen müssert. Zerfall der tommunisti chen Reichstagsfrattion. Auch Dr. Rosenberg tritt aus. Berlin, 26. April.( Eigenbericht.) Die Zerschung der kommunistischen Partei macht immer weitere Fortschritte. Seute wird mitgeteilt, daß auch der Reichstagsabgeordnete Dr. Rosenberg, der einzige fähige Kopf in der kommunistischen Frattion, aus dem fommunistischen Klub ausgetreten ist. Er begründet seinen Schritt mit dem völligen Zusammenbruch der Politik der fommunistischen Internationale in China. Rosenberg wird sich den sogenannten linken Kommunisten anschließen, die somis 15 Mann start werden und nunmehr eine eigene Frattion bilden können. Wahlen war, die roten Vollverke der Sozial. Der kommunistische Parteivorsitzende demokratie, ihre Mehrheit im Wiener fehrt zur Sozialdemokratie zurüd. Rathaus und ihre überstarke Opposition im Die Sowjetpropaganda in China. Koiten 10 M alionen Golddollar. Peting, 26. April.( Reuter.) Aus der Prüfung der bei der Durchsuchung der Sowjetgebäude in Peking beschlagnahmten Buchhal tungsbücher der russischen Bank geht hervor, daß die Sowjets zum Unterhalt der Südtruppen und zur ausländerfeindlichen Propaganda mehr als zehn Millionen Dollars in Gold beigetragen haben. Außerdem wurden vollständige Berzeich nisse der von den Sowjets der Südarmee ge lieferten Munition gefunden. Unter den beschlagnahmten Dokumenten befinden sich auch solche, in denen die Sowjets ersuchen, daß in allen Aus schüssen der Nationalisten Russen vertreten seien, und in denen sie die chinesischen Generale als dumme Ignoranten charakterisieren. Tschangtnischek rüftet zum Kriege. London, 26. April. Einer Meldung des Kor. Helsingfors, 25. April. Ein finnischer respondenten des Daily Expreß" in Schanghai Nationalat, su erschüttern, läßt sich nicht| Reichstagsabgeordneter hat seinen Austritt zufolge trifft General Tschangkaischek fica beschönigen, daß das Ergebnis dieses Feldzuges, aus der Kommunistischen Parteil dessen schärfste Waffe die Einheitslöfte sein sollte, Finnlands angemeldet. Mit ihm sind allein in Er soll wegen einer Verbindung seiner Truppen der Kommunistischen Partei berhaft Vorbereitungen zu einem Kriege mit der extremen Santauer Regierung. der letzten Reichstagssession drei kommuni. stische Reichstagsabgeordnete aus mit jenen des ehemaligen Gouverneurs von der Fraktion ausgetreten, unter ihnen der Vor- Schanghai Suntschuanfang in Unterhandlungen sipende der Kommunistischen Partei, Hut- stehen. tulen, der zur Sozialdemokratie aus Peking haben chinesische Delegierte gestern Nach einer Meldung des„ Daily Expreß" vecht läglich ist. Das Prager Tagblatt", das einen recht oberflächlichen, stellenweise schnoddrigen Leit artikel über den Ausgang der Wahlen bringt und das den Wahlerfolg in Wien selbst nicht einsicht, muß zugeben: Das Modewort vom„ Rud nach Rechts" hat durch die österreichischen Wahlen keine Bestätigung erhalten. Weit cher fönnie man, wenn man sich von der Sprache der Ziffern allein feiten läßt, von einer sachten Schwenkung nach Links sprechen, die gekennzeichnet wird durch den Mandatsgewinn, den die Sozialdemokraten namentlich in der Provinz und den Landtagen zu verzeichnen haben. Auch die Brünner„ Lidové Noviny überschreiben ihren Reitaufsatz mit den Worten: " Die Verschiebung nach links" und bemerken: übertrat. Im November Fortsetzung der Abrüstungstoniöbie. Genf, 26. April. Der vorbereitende Ausschuß für die Abrüstungsfonferenz hat heute abends halb 6 Uhr seine am 21. März begonnene dritte Tagung mit einem Schlußwort ſeines Vorsitzenden Loudon abgeschlossen. Loudon wurde ermächtigt, die nächste Tagung für die zweite Lesung einzuberufen, wofür zunächst der 1. November in Aussicht genommen wird. In der In Desterreich schauen nun die Dinge so aus, Schlußfaffung wurde auf Antrag der deutschen daß die Regierungsparteien fein positives Pro. Delegation die am vergangenen Freitag angegramm haben. Ein solches Programm haben nur meldete deutsche Generalreserve in vollem Wortdie Sozialdemokraten und die gange agitatorische laut an die Spitze des Kapitels über die RatifiTätigkeit der Regierungitoolition erschöpfte sich in' fationsbestimmungen eingetragen. den Vertretern der verschiedenen Mächte in Peking den Entwurf eines Abkommens bezüglich der Rüdgabe der britischen Konzefa sion in Tientsin an China unterbreitet. Rüdgang der Arbeitslosigkeit in Deutschland. beitslosigkeit ist auch in den vergangenen Halb Berlin, 26. Aprif.( Eigenbericht.) Die Arbeitslosigkeit ist auch in dem vergangenen Halb monat stark zurüdgegangen. Während die Zahl der Hauptunterſtüßungsempfänger am 15. März 1,436.000 und am 1. April noch 1,121.000 betrug, ging sie am 15. April auf 987.000 zurück. Die 3ahl der über ein Jahr Erwerbslosen hat aller dings um 11.000 zugenommen. Insgesamt ist die Zahl der unterstüßten Erwerbslosen seit 15. März von 1,659.000 auf 1,221.000 zurückgegangen. tief herabgeschlagenen Hut, damit sein Gesicht sich auf der Straße nicht abnußte. fiegten Chaos" mißfiel Dea das Wort monstro, Ursus erzählte über die Einnahme des Ta-| nachts aus, und dann trug er einen breitrandigen, das sie zu Gwynpaine zu sagen hatte. Manchmal ersetzte sie es mit den geringen spanischen Kennt nissen, die damals jeder hatte, durch das Wort quiero, das heißt: ich will es. Ursus duldete diese Veränderung des Textes nicht ohne eine gewisse Gereiztheit. Die grinsende Fraße". Unter diesem Namen war Gwynplaine berühmt geworden. ein eigentlicher Name Gwynplaine war unter diesem Spitznamen verschwunden wie sein wirkliches Geficht unter dem Lachen. Doch stand sein Name auf einem großen Da Schild an der Vorderseite der Green- Bor. fonnte die Menge folgende von Ursus verfaßte Inschrift lesen: Hier ist zu sehen Gwynplaine, im Alter von zehn Jahren in der Nacht des 29. Januar 1690 von verbrecherischen Comprachicos am Strand von Portland ausgesetzt; aus dem Kind ist ein Mann geworden, heutzutage genannt: ,, Die grinsende Fraße". ges, dann wurde zu Abend gegessen. Wenn man liebt, wird alles zum Fest, und gemeinsames Essen und Trinken gibt Liebenden Gelegenheit zu allerlei verstohlenen süßen Vertraulichkeiten, die einen Bissen zum Kuß machen. Man trinkt Bier oder Wein aus demselben Glas, als tränke man Tan von derselben Lilie. Gwynplaine bediente Dea, er schnitt ihr das Fleisch, schenkte ihr ein, beugte sich alluzuweit zu ihr hin. Mit unbedecktem Gesicht sah man ihn nur auf dem Theater. Uebrigens hatte die Green- Box nur wenige. Städte besucht. Mit vierundzwanzig Jahren hatte Gwynplaine faum größere Städte gesehen als die Fünf Säfen. Aber sein Ruf nahm zu; er verbreitete sich bereits über das niedere Volt hinaus in m", sagte Ursus und wandte sich ab höhere Schichten. Unter Kuriositätenjägern und aber sein Brummen wurde wider Willen ein Lä- Liebhabern von Jahrmarktswundern wußte man, cheln. daß irgendwo beim fahrenden Volt bald hier, Der Wolf untern Tisch hielt gleichfalls seine bald da eine ganz außerordentliche Maske existiere. Mahlzeit, gänzlich achtlos auf alles, was nicht sein Man sprach davon, man suchte danach. man fragte sich: Wo ist sie denn?" Die grinsende Fraße wurde entschieden berühmt. Ein gewisser Glanz fiel auch auf das„ Besiegte Chaos". Knochen war. Vinos und Fibi aßen mit ihnen, aber sie störten wenig. Diese beiden Landstreicherinnen waren halb wild und scheu geblieben und sprachen miteinander ihre Zigeunersprache. Dann zog sich Dea mit Fibi und Vinos ins Frauengemach zurück, Ursus legte Homo an die Kette unter der Green- Bor, und Gwynplaine versorgte die Pferde; so wurde aus dem Liebhaber ein Pferdeknecht, wie zu den Zeiten Homers oder Starts des Großen. Um Mitternacht laa alles in tiefem Schlaf; nur der Wolf, durchdrungen von seiner Verantwortlichkeit, machte ab und zu ein Auge auf. Das Dasein dieser Gaukler glich dem Leben der Aussäßigen in einem abgeschlossenen Siechenhaus und dem Leben der Seligen auf einer fernen Insel. Jeden Tag erlebten sie einen jähen Uebergang von der lärmendsten Jahrmartischaustellung zur vollkommendsten Abgesondertheit. Staum war das Schauspiel beendet, kaum fingen die 31- Am Morgen fanden sich wieder alle zusam ichauer an, sich zu zerstreuen, so zog die GreenBor ihre Seitenwand hoch wie eine Festung die Zugbrücke, und die Verbindung mit dem WienDa trat Dea ein. Er sah sie an und sah schengeschlecht war abgeschnitten. Auf der einen nur noch sie. So ist die Liebe; man mag von Ge- Seite die Welt, auf der anderen diese Jahr danken wie besessen sein- die geliebte Frau marktsbude; und in dieser Bude herrschten Freikommt herein, und plötzlich brinat sie alles zum heit, Mut, gutes Gewissen, Hingabe, Unschuld, Verschwinden, was nicht ihre Gegenwart ist, Glück, Liebe alle guten Sterne. ahnungslos, daß sie vielleicht eine Welt in uns Die mittlere Abteilung diente zwei Zwecken: weglöscht. für das Publikum war sie Theater, für die SchauBe- spieler Speisezimmer. Berichten wir hier eine Kleinigkeit. Im So daß eines Tages Ursus voll Ehrgeiz er Flärte: ,, Wir müssen nach London." Drittes Buch. Es beginnt unbehaglich zu werden. In London gab es zu jener Zeit nur eine einzige Brüde; auf beiden Seiten war sie mit Häusern bebaut. Diese Brücke verband London mit Southwark, einer Vorstadt, deren Gassen und Gäßchen mit dem Ufergeröll der Themse gepfla stert waren; alle Gebäude, steinerne Häuser und hölzerne Hütten, standen dicht beieinander wie in der Stadt London selbst ein leicht entzündliches Durcheinander, wo eine Feuersbrunst gute Arbeit findet. Das hatte 1666 bewiesen. men; es wurde gemeinsam gefrühstückt, meistens Tee mit Schinken; Tee gab es in England seit 1678. Dann schlief Dea nach spanischer Sitte noch ein paar Stunden; das hatte Ursus, der sie sehr zart fand, so angeordnet. Unterdessen verrichteten Damals war Southwark ein Flecken, heute Gwynplaine und Ursus all die kleinen Arbeiten ist es eine Stadt. Aber die Schiffahrt brachte viel drinnen und draußen, die das Wanderleben mit Leben mit sich. In einer langen Ufermauer an der sich bringt. Themse waren Ringe eingemauert, an denen die Selten kam es vor, daß Gwynplaine im Freien Marktschiffe festgemacht wurden. Diese Mauer herumstreifte, nur in ganz verlassenen Straßen hieß die Effroc- Mauer oder Effroc- Stone. und einsamen Gegenden. In Städten ging er nur| ( Fortsegung folgt.) Mithvoch, 27. April 1927. Abgeordnetenhaus. Eine Reihe kleinerer Vorlagen erledigt. Prag, 26. April. Nach einer Pause von meh gelegten Lohn- und Arbeitsbedingungen genau] noch verhandelt werden; ein Ausweg werde sich! überwacht und lebertretungen strenge bestraft etwa in der Richtung finden lassen, daß die Einwerden sollen. Ueber die Mitwirkung von Kon haltung dieser Arbeitsbedignungen durch Beauftrollorganen beim Gewerbeinspektorat werde wacht werde. peren Wochen trat das Abgeordnetenhaus Die Strafbeſtimmungen des Steuerentwurfes. nachmittags zusammen, um vor der Inangriffnahme der Steuerreform zunächst noch eine ganze Reihe kleinerer Vorlagen zu erledigen. itt Schwere Steuerstrafen für Angestellte. getausschuß das VIII. Hauptstück des Steuer- Kaufmann für Handlungen, die der Angestellte Montag und Dienstag behandelte der Bud- noch viel zu groß. Deshalb verlangte Genosse reformgefeßentwurfes Strafbestimmungen". im Auftrag seines Dienstgebers vollzog, wobei eine Weigerung Nachteile im Dienstverhältnis zur Folge gehabt hätte, einen Zusatz des Inhaltes, daß der Angestellte in diesem Falle nich t strafbar sei. Seite 3. Unfere Mainummer. Als Festblatt zum 1. Mai erscheint heuer bereits die Nummer vom 30. April, um dieses Blatt( so wie dies bei der Osternummer geschah) rechtzeitig in die Hände aller Leser gelangen zu lassen. Die Sonntagsnum mer entfällt am 1. Mai. Inhalt und Umfang der Festnummer werden unsere Leser für diesen Ausfall entschädigen. Zagesneuigkeiten. Die Zweifel der ruffischen tommu nistischen Jugend. Zu einer Debatte kam es nur beim ersten Punkt der Tagesordnung, der Verlängerung des bisher geltenden Gesetzes über Gebührenbe günstigungen bei Fusionen bzw. Anderungen der Rechtsform gewisser Unternehmun= Die Bestimmungen dieses Hauptstückes tangen; besondere Erleichterungen werden Sparkassen giren die Interessen der Arbeiterschaft verhält und Genossenschaften gewährt. Der tschechische nismäßig gering, da bei ihr im wesentlichen von Sozialdemokrat Klein wendet sich dagegen, daß den direkten Steuern nur die Einkommensteuer Fufionen gewöhnlich dazu benügt werden, von Dienstbezügen in Betracht kommt und auch Zum§ 192, der die Festsetzung der Strafen eine Restrinktion des Personals durchzuführen; da eine strafbare Verkürzung der Steuerpflicht beinhaltet, verweist Genosse Kaufmann auf das eine Restrinktion des Personals durchzuführen; fast ganz ausgeschlossen ist, da der Arbeitgeber Fehlen einer Bestimmung über die bedingte er erklärte jedoch, daß seine Partei für die Vorlage stimmen werde in der Erwartung, daß durch Grund der Lohnlisten gibt, sondern auch in auch beim Steuerstrafgesetz nicht das Moment der nicht nur die Daten für die Steuerbemessung auf Verurteilung mit Bewährungsfrist. Da fie die Produktion belebt und Arbeitsgelegenheit vielen Fällen den Steuerabzug durchführt. für unsere Arbeitslosen geschaffen werde. Der Rache, sondern das der Erziehung zu höherer Kommunist reibich dagegen erblickt in der Anders ist die Auswirkung der Strafvestim Moral vorherrschend sein soll, wurde eine disbe Vorlage ein Gesetz zur Förderung des Kapitals, mungen für die Angestellten, die beruflich an die zügliche Ergänzung dieses Paragraphen beantragt. bas nur den Zweck habe, den Kapitalisten die Mitarbeit bei der Ausarbeitung des Steuer- Bezüglich der Beihilfe zur SteuerDie im heutigen Rußland sich neu entvidein Durchführung einer Maßnahme, die ihren Pro bekenntnisses gebunden sind. Die Strafbestim verkürzung durch falsche Aussagen oder Ant- den sozialen Gegensätze laſſen viele kommunistisch fit erhöhen soll, noch obendrein ein Geschenk zu mungen nehmen nicht nur fast gar keine worten(§ 194) ist bei den angeklagten Personen beeinflußte Arbeiter an der Richtigkeit der kommachen. Der Berichterstatter Samet mußte in Rüdsicht auf das Abhängigkeitsbezüglich des Motive zur Handlung ein Unter- munistischen Politik zweifeln.„ Komsomolskaja feinem Schlußwort ziemlich lange gegen Kreibich verhältnis der Angestellten vom schied zu machen. Das allgemeine Strafgesetz Prawda"( Nr. 48), das Zentralorgan des kommu polemisieren weil inzwischen erst die Abgeordne Arbeitgeber, und wo sie dies tun, wird ihre macht diesen Unterschied zwischen Anstifter und niſtiſchen Jugendverbandes, veröffentlicht das ten der Mehrheit zur Abstimmung zusammenge- Wirkung durch die Bestimmungen über die Verleiteten und berücksichtigt auch den eisernen Schreiben eines Jung Communisten aus Rostow trommelt werden mußten. wissentliche Mitwirkung durch unrichtige An- 3wang" infolge wirtschaftlicher Abhängigkeit. Die am Don, welches diese gedrückte Stimmur flar der Geschäftsbücher usw aufgehoben. gaben, Leugnen der Schuld, unrichtige Führung Sorge um die Existenz, um die Familie und der zum Ausdruck bringt: Auftrag oder Wunsch des Unternehmers bringen den Angestellten in schwere Pflichtenkollisionen, bei denen das erstere Moment die Bedenken über die Folgen der Handlung in den Hintergrund drängt. Deshalb beantragte Genosse Kaufmann eine Ergänzung dahingehend, daß ein Dienstnehmer, der über dienstlichen Aufirag gehandelt hat oder eine Schädigung seines Fortkommens im Dienst befürchten mußte, nicht strafbar sei. Die Verhängung einer Arreststrafe bis zu sechs Monaten bei Üneinbringlichkeit der Geldstrafe sieht der§ 196 vor. Genosse Kaufmann beantragte Streichung dieses" Paragraphen, weil er ein schweres Unrecht gerade gegen den Minderschuldigen beinhaltet. Der Besitzende wird die auf ihn oft gar nicht als Strafe wirkende Geldstrafe leisten. der von ihm verleitete Angestellte, der die Geldstrafe nicht bezahlen kann, muß die Arreststrafe abbißen, was für ihn nicht nur moralisch, sondern auch wirtschaftilch oft Vernich tung bedeutet. Die Sozialdemokratie hat die Er ſatzarreststraße schon immer grundsätzlich bekämpft. In den SS 185 bis 190 wird die Beihilfe, die ein Angestellter( auch unter wirtschaftlichem Zwang) ausübt, dem eigentlichen strafbaren Delikt gleichgestellt und gleich hart bestraft! Die folgenden Punkte der Tagesordnung wurden ohne Debatte mit unheimlicher Schnelligkeit erledigt. Es handelte sich um meh rere Verträge zwischen den Nachfolgestaaten über die Liquidierung der früheren österreichischen und ungarischen Postverwaltung sowie der Feldpost. Dann wurde der Beschluß des Staates bezüglich der gegenseitigen Gültigkeit von gewerblichen Dadurch, daß die Beihilfe unabhängig vom Schulzeugnissen in den historischen Ländern und eigentlichen Täter als Steuerdelikt behandelt in der Slowakei genehmigt und die Vorlage über wird, wird auch der mitwirkende Angestellte die Rechtsmittel der Staatsvertretungsbehörden zum Steuerdelinquenten gemacht. in Firmaangelegenheiten angenommen. Endlich wurde noch der provisorische Handelsvertrag mit Kanada und das internationale Eisenbahntrans portabkommen, das im Jahre 1924 in Bern unterzeichnet wurde, genehmigt. Hierauf wurden einige Immunitätsfälle verhandelt. Ausgeliefert wurden die Abgeordneten Schollich und Tom anet wegen privater Ehrenbeleidigungen. Große AufmerkDaß der Angestellte nach Befehlen und Wünschen seines Chefs auch in Steuerfragen handeln muß und bei dem geringsten Widerspruch seine Entlassung zu gewärtigen hat, daß diefer Umstand auch bei Aussagen vor der Behörde einen starten unwiderstehlichen Einfluß ausübt, bleibt unberüc sichtigt. Zu den einzelnen Paragraphen sprach für jamkeit erregte die Immunitätsangelegenheit des Auch weite Kreise der Kleinbauern und kommunistischen Abgeordneten Stubicko, der Stleingewerbetreibenden kommen, wenn auch von der Staatsanwaltschaft in Saschau wegen passiv, für das Steuerstrafrecht in Betracht. Verbrechens des Betruges und der Erpressung verfolgt wird. Wie aus dem Bericht des Immuni- unseren Slub tätsausschusses hervorgeht, soll es sich um sehr unsaubere Geschichten bei der Durchführung der Bodenreform han deln. Viezu meldete sich sein Klubkollene 3 a poGenosse Kaufmann. die dieser an den einzelnen Baragraphen übte, Aus der scharfen Kritik und den Anträgen, bzw. zu denselben stellte, wollen wir nur das wichtigste anführen: In Ergänzung dieses Standpunktes beantragte Genosse Kaufmann zu§ 197 einen eventuellen Zusatz des Inhaltes, daß der Arbeitgeber für die dem Arbeitnehmer auferlegten Geldstrafen haftet, sofern dieser wegen einer das Unternehmen wäre eigentlich canz falbſtverſtändlich, daß der betreffenden Steuerstrafsache verurteilt wurde. Es Unternehmer, der der Anstifter und Nußnießer der strafbaren Sandlung ist, auch für die daraus entstandenen Schäden aufzukommen hat. § 199 hervor, worüber wir noch berichten werden. Die schärffte Kritik und Abwehr rief der tocky zu Worte, um den Verdacht zu widerlegen, daß der kommunistische Klub die Sache vermschen wollte oder zumindest nicht rechtzeitig ge3um§190 verwies Genosse Kaufmann gedrängt habe. Er erklärte, seine Partei habe den für die Angestellten beinhaltet, weil sie nach mug auf eine energische Untersuchung der Affäre besonders auf die Gefahren, die dieser Paragraph Wut, mit Lumpen abzurechnen, die in ihren Rei- demselben wegen Anſtiftung und Beihilfe zu Die heutige Sibung soll die restlichen Parahen auftauchen sollten; dafür sollien aber auch die Finanzdelikten strafrechtlich zur Verantwortung graphen des VIII. Hauptstückes und die EinfübMehrheitsparteien alle Korruptionisten herausgezogen werden können. Wenn auch die wirtungsbestimmungen erledigen, worauf die 2bwerfen, welche von der Durchführung der Bodenschaftliche Abhängigkeit in besonderen Fällen it immung über die Vorlage und die zirka berücksichtigt wird, ist das Risiko bei unserer 2000 Abänderungsanträge durchgeführt werden schwankenden Judikatur für die Angestellten soll. reform profitiert hätten. Die Auslieferung wird schließlich mit allen Stimmen beschlossen. Damit war die Tagesord nung erschöpft und der Vorsitzende schloß kurz vor 7 Uhr abends die Sitzung. men. Rundfunk für Alle! Die dieswöchige deutsche Arbeiter sendung Programm für morgen, Donnerstag. fibertragung. 19.30: Uebertragung aus dem flowakischen Nationaltheater. Wiforaffii: Boris Godunot. nachrichten. Prefe Stafchan, 1870. 10.30: Bortrag. 20: Stonzert. 1. Webfler: Luftige Neger. 2 Strauß: Südrofen. 3. Weninger Toselli: Serenade. 4. Robrecht: Dear One 5. bl: Madonna. 6. Dasler: Lied 21.30: Reproduzierte Musik und Breffenach richen. ,, Wenn wir unser gegenwärtiges Leben betrachten, so entsteht vor unseren Augen so manches Zerrbild Wir haben die Revolution mitgemacht, wir haben an den Fronten gekämpft, Blut ist geflossen, wir dachten aber, daß wir dann besser leben würden. Wie sicht jedoch die Wirklichkeit aus? Arbeitslosigkeit in großem Maße, Tausende hungernder Menschen, die bereit sind, um ein Stück Brot ein Verbrechen zu begehen oder sich zu verkaufen. Unsere Industrie entwickelt sich ja, ich habe mit eigenen Augen viele neue Fabriken gesehen, die während des Zarenregimes noch nicht da waren, aber vor den Arbeitsnachweiſen ſehen wir Legionen Arbeitsloser. Und wer ißt das Brot mit Butter bestrichen? Die Bourgeoisie, verschie dene Intellektuelle, die Buchhalter, Ranglisten, die Parteilosen, alle, die sich versteckt haben, als die Kugeln pfiffen und die jetzt die Rolle unserer Borgesetzten spielen. Sie siben in Moskau und wissen vieles nicht. Wenn man aber in der sozialistischen Republik vor Hunger stirbt, so kommen unwillkürlich verschiedene Zweifel auf. Wo bleibt das Ergebnis der Revolution? Wo bleibt die Gleichheit?" Die Redaktion des jungkommunistischen Blate, tes ist ob dieses aufrichtigen, wenn auch hilflofen Schreibens sichtlich aus dem Häuschen geraten und dition, die Ehrlichkeit des Verfassers anzuzweifeln: fucht vor allem, getreu der kommunistischen Tra ft Basta( so ist das Schreiben unterzeichnet) wirklich ein Jungfommunist, arbeitet er wirklich in einer Fabrif( wie in dem Schreiben behauptet entspricht." Nun hat aber das Schreiben Fragen wird)? Wir glauben nistt, daß es der Wahrheit aufgeworfen, die wirkliche Jungfommunisten und viele chrfiche Anhänger der Sowjetregierung beunruhigen," und so sucht das Blait ihnen flar machen,„ daß die Gleichheit durch eine Revolution nicht geschaffen, sondern nur angebahnt werde, daß in einem Tag, in einem Jahr, selbst in zebu Jahren die Klaffen nicht zu beseitigen find". So sei der wundeste Punkt" die Arbeitslosigkeit nicht ohne weiteres aus der Welt zu schaffen, hat sie doch auch vor dem Kriege bestanden und ist sie doch auch in Westeuropa sehr verbreitet. In den fapitalistischen Ländern bildet die Arbeitslosigkeit eine gänzlich hoffnungslose Ange feaenheit, in der Sowjetunion bildet sie zvar auch schaftlicher Rundfunt. 17.02: Nachmittagstonsert. 18.20: ein dveres, sehr schweres Uebel, aber jeder, der vechender Borrad. 19 Bortrag. 10.45: Stammermuir sehen kann, sicht, daß wir einen Ausweg haben" ( nach Jonzert. 15: Abenblied. 16: Orchefterfonsert. 17.15; timber der Rationalisierung der Landwirtschaft. Mit Daventry 1600. 11: Orchesterkonzert. 13: Schallplatten in der Industrialisierung des Landes und in solcher Zukunftsmusit ist den Arbeitslosen kaum viel gedient! und Tagesnenigkeiten vom Presbüro, hierauf: Ing.. Budapest, 556. 11: Schallplattenfongert 16: Landwirt abend. 21.15: Sigeunermufir. ftunde. 18.20: Tanzmusit. 19: Sonaten von Beethoven. 10.10: Baudeville Stunde. 20.15: Leichtes Orchesterkonzert. Rom, 323. 13.30: Stonzert. 17.15: Jass Band. 20.45: 22.30: Tanzmusif. Konzert Wien, 517. 11: Bormittagsmufif. 16.15: Nachmittags fonzert. 17.50: Witteilungen aus den Bundestheatern. 18: Die Sanatorien Defterreichs. 18.30: 2ie soll die Jugend wandern? 19: Die wichtigften findlichen Infeffionstrant beiten. 19.30: Englifd. 2005: Symphoniekonzert Mozart: Duberture Entführung aus dem Serail" bayon: Sum bonie es dur. Lanner: Steirische Türze. Grünfeld: Meine Serenade. Jobann Strauß: Mompositionen. Sürich, 494 12.30: Schallplattenfonaert. 15: Gaus Deutschland. Elektrische Straßenbahnen und Maifeier. Die nächste Sitzung findet Freitag, den 29. um halb 3 Uhr nachmittags statt. Außer einer Reihe fleinerer Vorlagen steht bereits der ist vom normalen Mittwoch auf Samstag( den Mißtrauensantrag unserer Frat- 30. April), als dem Vorabend des 1. Mai tion auf der Tagesordnung. Nach dem Beschluß legt worden. Genosse Walter Taub bringt der hout gen Präsidialfißung soll nötigenfalls auch 7 1hr abends) ,, Rezitationen zum 1. Mai". noch der Samstag zu einer Sigung benüßt wer den, damit die ganze Tagesordnung aufgearbeitet werden und nächsten Dienstag bereits der GeBrag. 349. 11: Schallplattenmufif. 11.40: Landwirtschaft. neralberichterstatter Dr. Hnidek über die Burduf und seilfignat, 12.05. Brefferadr, 12.15; Mittags, fonzert. 1. Brafe: Mondnacht in Benedig. 2. Dofbitomo: Im Steuerreform sein Referat erstatten kann. Für japanischen Teebaus: Sommernachtsfahrt auf dem Sumioadie Debatte sind 60 Stunden in Aussicht genom ber metterling, Seft in Zoft. 3. eb: Ungeachtet des Einspruches des Eisenbahnbal: Sochzeitsreife. 4. Weiß: Erpres nach Nizza. 5. Giebe: ministeriums, das sich auf die den Elektrischen Früblingsbummel. 6. Gaubin: Der Streit. 7. Samef: Gambrinus. 13.15: Rundfunt für Sandel und Gewerbe. 13.30: Börsennachrichten. 16 45: Pörfennachrichten und Straßenbahnen der Prager Gemeinde erteilte Sopfenmartpreise. 17. Nachmittagskonzert. Jarnach: longert. 16: Tanamuif. 17.30 Augenbftunde. 19.30: Salo Konzession stützt, haben die Angestellten der Pra Vorsprache der Glasarbeiter bei der Regie- uintett. 2. Beethoven: Streichquartett c- moll is 10: siin nifi und Stonftantinopel. 20: Dautbenbey- Stunde. 20.50: rung. Gestern begab sich eine Deputation des deuftündchen. 18.25: Deutfche Ser- bung. Wetterbericht Deutscher Opernabend." ger Straßenbahnen mit 2174 gegen 264 Stimmen Glasarbeiterverbandes unter Führung des Ab- etmfch, Auſfig: Die Bilbtelegraphic. 18.50 Landwirt bei 226 Stimmenthaltungen beschlossen, den 1. geordneten Genossen Roscher zu dem Innen- schaftlicher Rundfunt. 19.05: Bortraa: Ueber die Körper19.20: Bortrag: Mobisin in her Schule. 19.35: Königswusterhausen, 1250 14.30: Gausfrauenwünsche Mai durch Arbeitsruhe zu feiern. Die Organisaminister Dr. Černy, an den sie als Leiter des Franzöfifch. 20.30: Betterhorausfage und Breifenachrichten. am obnungsbau. 16: Student und wirtschaftliche Selbsttionen der Straßenbahner fordern in einem Auf20.40: Ein Abend bei Franz Lebar, 1 Marfch aus Wiener bilfe. 17: Deutsche Siedlungstätigkeit in Brasilien 17.30: Ernährungsministeriums die Forderung stellFrauen". 2. Ouverture„ Der Göitergatte". 3. Arie aus Japan. 18: Die Bedeutung der Bienenzucht. 18.30: Spanisch ruf an die Angestellten, diese auf, am 1. Mai nicht ten, daß zur Unterſtüßung der notleidenden" Eva". Balzer aus" Der Graf von Luxemburg": 5. Arie 18.55: Bum 175. Geburtstag Friederikes von Sefenbeim. Glasarbeiter und namentlich deren Familien arteriet Silide aus. Die infine 20.30: Hebertragung von Bertin, 484. Joachim Minaetnav. zu fahren, keinem Druck zu weichen und den geein größerer Betrag flüssig gemacht werde. Der Marfch. 7 Sigeunerfoit". 8. a) Ebeiweintico aus„ Endlich Breslau, 316. 12: Schallplattenfonsert. 16.30: Morbische rechten Kampf um den Maitag bis zum Siege Minister versprach, eine Ausspeisungsaktion ein einer wird fominen aus Ter Barewitfch"; mufif. 18.50: Crite Silfe bei Unglüdsfällen. 20.05: Frobe c) Komm', die Nacht gehört der Sünde. Aus Clo- Glo". Dichtung, 21: Baftien und Bastiana" Ope: von mozart. durchzufechten. Die drei Gewerkschaftszentralen: für die Kinder der notleidenden Glasarbeiter 9. Tonlteder. aus Paganini". 22: Beitsignal. Leute Nachrich 22.30: Tanamufti. ten des Presbüros, Uebersicht der Tagesercigniffe Sport durchzuführen; eine darüber hinausgehende nachrichten. 22.15: Theaternachrichten. 22.20: Schallplatten Konzert, 17.45: Die Suitur der Renaiſſance in Italienwakische Gewerkschaftsvereinigung und AllgewerkFrankfurt, 429. 13.30: Mittagsfongert. 16.30: Dvorat: Tschechoslowakische Arbeitergemeinde, Tschechoslo Altion sei Sache des Ministerrates, in dem er muli Brünn, 441. 12.15: Mittagskonzert. 1. Tschaikowoffit: von Oscar Wilde. Tanzmusit. einen diesbezüglichen Antrag unterstützen wolle. Bolonaise aus Eugen Onegin". Suppo: Ouverture Dic Samburg. 395. 12.30: mittagstongert. 14.05: Saus schaftsverband haben einmütig den Beschluß der Von dem Fürsorgeminister Sramet verlobermans" af 11.30 Effertenbärfe: fonsert. 16.15: Opernpbaniafien. 18: Unterhaltungskonzert. Organisationen der Straßenbahner gebilligt un langte die Deputation, daß den Beauftragten der Frauenfunt: Aus der Geschichte der Tracht. 17.35: Den Nörig". Komödie von Schurig. empfehlen gleichzeitig den Straßenbahnern der Gewerkschaften Legitimationen zur Stontrolle Frauenfunt: Langenberg, 469. 13.05: Mittagskonzert. 17: Teemusif. Deut de Breffenachrichten. De utfde Sen 10.10: Gutes Teutfch. 20.05: Funftecnif. 20.15: Seitere ganzen Tschechoslowakei, dem Beispiele der Prager jener Betriebe ausgestellt werden, welche unter bung. Dr. Simon: Cinſt und icbt. 18: Seitfianal. Stunde. 20.45: Guges und fein Ning", Tragödie von zu folgen und gleichfalls den 1. Mai durch Eindie durch die Distriktskommission für Heimarbeit andwirtschaftsfunt. Seifragen ber Saustierbygiene. 18.20: festgelegten vertraglichen Bestimmungen fallen. Roval: Melancholische Liebeslieder. 3. Dvokal: azurfa. Tonzert. 10.30: Die Boltstunde als wiffenfchaft. 20.15: Das stellung des Verkehrs feierlich zu begehen. Die Der Minister hielt die Kontrolle durch Gewerk- Sivapil: Variationen. 5. Nobat: Melancholiche Liebes Lieb der Böller. Organisationen der Straßenbahner in der Proschaftsvertreter in dieser Form für nicht mög- gämmtein". Stomödie von Bisse und Thurnes. 21: Militär- jährige Strieg. 16.30: Stonzert, 17.30: Mochenendausflüge. vinz sind übrigens von Anbeginn an auf dem lich, doch erklärte er, es werde ein Erlaß an die fonzert. 22: Wie Prag. Preßourg, 300. 17.45; Vortrag. 18: Konzert 1. Förster: Seidelberg". Schauspiel von Meyer Förster 22.30: Bojan Standpunkt gestanden, daß die Arbeitsruhe auf Bezirkshauptmannschaften der Glasarbeiter- Bieber. 2. Godard: Aubade. 3. Fillmet: bant. auf flowanenquartett. bezirke hinausgegeben, daß die Einhaltung der fische Boitsfieder 4. Noval: Lieder 5. Dente: femann: e Stuttgart, 380. 13.10: Schallplattenfongert. 16.15: Nach den Straßenbahnen am 1. Mai unbedingt durchtrémolo. 6. Gounod: Invocation. 18 50: 28ic Brag. 19: mittagstongert. 18.15: Dramaturgic. 18 45: Ueber Migräne. durch Distriftskommissionen für Heimarbeit fest- Vortrag: Die flowafijve Liga. 19.15: Einleitung aur Opern- 20; Stammermusit. 21: Italienischer Opernabend. geführt werden soll. Witive". a) Walzer- Intermezzo; b) Bilia- Lied; c) Weiber 21.25: 22.30: Tanamusif. 18.15: Antenne und Blibgefahr. 20.15: Bunbury", stomödie Wetterbericht, Breffe, Sport und beaternachrichten 17.15: 18.50: fbest. 19.10: Ueber seunsterziehung. 20:„ Snider Frauenfunt: Aus der Geschichte ber Tracht 17.35: ebbel. 23: Tanamufif. Vortrag: Die Ernährung. 18.50: Wie Prag. 19: Stonzert. Leipzig, 366. 12: Mittagskonzert 1630: Nachmittags lieder. Dvoraf: Romantische Stüde 20: Hörspiel. Das München, 536. 12.30: Operettenkonzert. 16: Der Dreißig 18.45: Woltere. 19.15: Unterhaltungskonzert. 20.15: Alt Wennom 27. ptn 1927. Genossen und Genoſſinnen, rüstet für den 1. Mai! Jetzt! Jetzt nimmt eine Weltall- Minute ihren Anfang und Majje Materie freist mit gefähr licher Wucht im Weltraum. Tausende Sonnen leuchten. Auf der Europaseite unseres falten Pla neten ist Nacht. Jest löscht wohl ein Bauer das Licht in der Stube und streckt sich ins Bett, und ein Hund bellt, daß es weit durchs Dunkel schallt. Die fascistische Preſſezensur. Was alles verschwiegen werden muß! Aus Mailand wird der Leipziger Volks.[ Beginn und Darbietung der Revue ,, Alles für Dich, Mailand!" durch die Pariser Truppe Lambert und eitung" berichtet: Roger.) Die Stellung der Redakteure an 12. September 1926: Verbot, über die 3 widen fascistischen Zeitungen, den einzigen, die bekanntlich in Italien gedrudt werden dürfen, ist denfälle nach dem Attentat 2ucettis ohne Zweifel nicht beneidenswert. Die zu berichten, insbesondere untersagt die Erwähnung absolute und unmittelbare Ron der Kundgebungen vor dem französi. trolle der Blätter durch die Regierung machtchen Konsulat. jede Entfaltung ihrer Arbeit heifel, verhindert jede äußersten Vorsicht bei Wiedergabe aus aus 15. September 1926: Die Präfektur ermahnt zur Initiative, jetzt sie schwerbestraften Mißänßersten griffen aus. Sie dürfen einzig und allein nur ländischen, besonders französischen Blättern und noch übertreiben, aber nicurals fritisieren deren Artikel und Kommentare zu der Bolemit zwi schen französischer und italienischer Presse. und Vorbehalte selbst in Einzelfragen erheben. Jetzt schläft das letzte Gespräch zwischen den Kranken in den Sälen der Krankenhäuser ein. Jetzt scherzt eine Mutter mit ihren kleinen Rindern und überredet sie zum Schlafengehen. Jetzt lieſt ein Arbeiter in feiner Zeitung, was in der Welt geschah, während er werkte. Jest streicht ein Arbeitsloser wieder einen Tag feines Lebens durch und geht zur Ruhe. Jetzt beginnt das Leben der Großstadt: Lichtreflame Todt. Je schlechter es der Welt geht, Die Regierungskontrolle über die Presse wird um so glänzender scheint sie. Mufit spielt in tau- durch die Präfekten gehandhabt, die gemäß jenden Vergnügungsstätten. Autos huschen, Men- den Anordnungen des Junenministeriums und den fchen eilen, noch ein Stüd Flitter haschend, das Weisungen der lokalen Fasci die Redaktionen über Sie vom vorhergehenden Tage in kommende hin- geheimzuhaltende Nachrichten unterrichten und ihre übernehmen könnten. Saltung in besonderen Fällen bestimmen. Die Mitteilungen der Präfetien werden telepho nisch gegeben mit dem ausdrüdlichen Verbot, von ihnen aus irgendeinem Grunde eine Niederschrift zu machen, da sic unbedingt verbale Mitteilungen bleiben müssen". Sie beschäftigen sich mit jedem Gebiet, von der Außen- bis zur Finanzpolitik, von der allgemeinen Nichtung der fascistischen Politik bis zu den fleinsten Vorfällen der Chronik und des inneren Lebens der fascistischen Partei. Jetzt fahren tausende D- Züge durch die Nacht, jetzt flirren Millionen elektrische Wellen, Nachricht, Musif, Bilder verbreitend. Jetzt werden hunderte Reden gehalten, jetzt jizen tausende Menschen zu Beratungen zujam men in Vereinen und Verbänden. Wer könnte eine Minute Europa aus Schöpfen? Von Jetzt zu Jetzt wird Europa immer neu geboren, fein Ruben und Beharren, sein HaSten und Vorwärtsdrängen. In diesem Jett iverden Fesseln geschmiedet und in jeder frohen Minute der einzelnen und in jedem Zusammen stehen der Massen Fesseln gesprengt. In diesem Jet wirkt der große Organisationsprozeß der Menschheit, der Kampf der Klaj jen, und was im Kleinsten geschieht im Guten und Bösen, ist ewig eingewebt in das Netz des Geschehens. Jet sammeln die Organisationen des öffentlichen Lebens die zahllos kleinen Einzelkräfte und schmieden jie um zu realer Macht. Jetzt wird der Kampf zwischen Altem und Neuem ausgefochten, zwischen Abhängigkeit und Freiheit. Jetzt wirft der große Wachstums und Schöpfungsprozeß, der eine geordnete Welt der Arbeit will. Und du? Reiner fann diesem ewigen Jett" entflie hen. Wenn aber feiner dem Wirken entfliehen fant, fann auch feiner der Verantwortung entfliehen. Ein tausendgestaltiges Jet" rnst dich zur Pflicht. Auf den Zoteninseln. Wir sind in der Lage, aus durchaus unterrichteter Quelle eine Reihe von Anordnungen wiederzugeben, die in den letzten Monaten von Präfekten den Zeitungen gegeben wurden und für deren Echtheit wir einstehen. Sie sehen so aus: Der Parteitag wird bereits am Freitag, den 6. Mai, um 18', Shr eröffnet. dem gelang es ihm abermals, von der Handels. von 24.000 K herauszuloden, für welchen Betrag und Gewerbeiaffe in Niedereinsiedel einen Betrag er zwei Wechsel ausstellte. Langhammer trat mit verschiedenen Serrschaftsbesitzern in Nordböhmen in Verbindung und suchte u. a. die Schlösser 16. September 1926: Befehl des Regie Friedland und Lämberg bei Deutschgabel zu rungschefs, jede Polemik mit der fran faufen, um sich als Dollarmillionär ein stautessösischen Presse einzustellen."( Woraus gemäßes Seim zu schaffen. Dieser Schwindel ge erhellt, daß, als die italienische Presse ihre wütenden lang ihm jedoch nicht. Bei der gegen ihn durchAusfälle gegen Frankreich begann, sie dies auf Be geführten Verhandlung gestand Langhammer fehl der fascistischen Regierung tat! lediglich die Fälschung von Wechselunterschriften 23. September 1926: Anordnung des Rezu, während er die Belege für seine Millionererbfchaft aus Amerifa von einer Wiener Firma ero aierungschefs: halten haben will. Das Gericht verurteilte Langhammer zu einer Strafe von 18 Monaten schweren Surfers sowie zum Verlust des Wahlrechtes. a) jede Veröffentlichung des Endplädoyers des General Staatsanwalts im Prozeß wegen der Ermordung des Fascisten Lupo. rini und es Antifascisten Renniolini in Florenz unterlassen; b) jede noch so geringe Andeutung über die wirtschaftliche, finan zielle und politische italienische Durchdringung Albaniens vermeiden. 13. Oktober 1928; Es ist verboten, etwas über die von italienischen Soldaten in den Hotels von Meran verübten Diebstähle zu berichten. 9. November 1926: Jeder Bericht über 3er. störung und Beschlagnahme von Ber einshäusern und die Verhaftung ist verboten. 5. August 1926: Es ist verboten, irgendeine Andeutung auf das von dem indischen Dichter Tagore der„ Neuen Freien Presse" in Wien gewährte Interbiet zu machen, in dem er die Zusicherung seiner ihm von der italienischen Presse nachgejagten Bewun derung für den Fascismus dementiert. 10. November 1926: Der vorige Befehl bestätigt. 25. August 1926: Es ist verboten der Ausdrud eines von einer Londoner Intellektuellen Gruppe herausgegebenen Manifests, das die Beseitigung der Zwangsaushebungen bezweckt. 25. August 1926: Nichts bringen über einen Unfall, der einem Auto des Gefolges Mussolinis zwischen Barma und Sant'Ilario zugestoßen ift. ( Man weiß, daß in der Nacht vom 8. zum 9. eine große Anzahl Abgeordneter der Opposition verhaftet wurde, bevor die Regierung sic des Mandats ver. lustig erklärt hatte.) 15. Nevember 1926: Verbot, den Brief des Abge. ordneten der Statholischen Vollspartei De Gaspari zu druden, in dem er die Weldungen der Agentur Stefani dementiert.( Diese hatte verbreitet. De 30. August 1926: Verboten ist die Ver- Gaspari hobe die Verdienstlichkeit des Fascismus öffentlichung von Notizen über den Erauerfanut.) werb von Kriegsmaterial in Italien 29. November 1926: Anordnung des Regierungsdurch fremde Staaten. 3. September 1926: Es ist verboten irgendetwas über die Unterschlagung von 200.000 2ire zu melden, die ein fascistischer Advokat von der juristischen Abteilung der Mailänder Sparkasse zu deren Schaden begangen hat. es An die Delegierten zum Parteitag! Die Delegierten zum Parteitag werden dringend ersucht, dom. Genossen Rudolf Ridl, Teplitz Schönau, Theresienstraße 18, mitzuteilen, vann sie eins treffen und ob sie auf ein Hotelzimmer reflektieren. Sozialdemokratisches Zeitungsjubiläum in Serbien. Am 24. April beging die Sozialdemo fratic in ganz Serbien in feierlicher, Weise das dreißigjährige Bestehen ihres Bariciblattes Radnitschke Novine"( Arbeiterzeitung). Schon vorher hatte es fozialistische Blätter in Serbien gegeben; der 1871 von dent undergefzlichen Svetofar Marlowitsch gegründete „ Radenit"( Arbeiter) war sogar die crite, vom Geist des Sozialismus beseelie Zeitung auf dem ganzen Balkan. Aber die im April 1897 erftals erscheinende ,, Arbeiterzeitung" übertraf in gjern ihre Vorgänger, als sie es nicht nur auf die Aussaat sozialistischer Ideen, sondern auch auf organisatorische Zusammenfassung der Arbeiter anlegte. Durch ein schonungsloses Polizeiregiment unterdrückt, wurde sie 1900 und 1901 durch„ Na pred"( Vorwärts) und„ Rodnitschti List"( frbeiterblatt) erseßt, aber 1902 fam fie unter dem alten Namen aufs neuc heraus und fonnte sich bald, nach der Ausrottung der Dynastie Obrenowitsch chefs, Propaganda für die Littorio- An- und dem Ende des ärgsten politischen Druds, auf Leihe zu machen durch redaktionelle Artikel, Re- breiter Front entfalten. In ein Tageblatt um flame und vor allem weitestgehende Aufnahme der gewandelt, zu dessen Klarheit und Schärfe die Regierungs Witteilungen.( Dieser Beschl wurde Arbeit von Männern wie Tragischa 2 apichte witsch, Dimitrije Tuzowitsch( r) und mehrere Wale wiederholt.) Duschan Popowitsch() viel beitrua, erwarb sich die Arbeiterzeitung" große Verdienste um die Aufklärung und Sammlung des serbischen Proletariats; die Jahre vor dem Weltkrieg, in denen fie für eine gerechte Regelung der Balkanfrage und gegen die Entfesselung des nationalen Chaus binismus fämpfte, waren die hohe Zeit ihres Dajeins. Nach dem Kriege abermals auf den Plan D. C. 25. Feber 1927: Die Bräfettur verbic Ein Brief aus der Teportations- Hölle. 4. September 1926: Es ist verboten, über die tet die Ankündigung der Abreise Gran Ein Brief, der auf geheimen Wegen in Zwischenfälle bei Wiedereröffnung des Mailänder dis, des Unterstaatssekretärs im Freundeshände gelangt ist, die die Tyrannei Mus- Eden Theaters zu berichten.( Infolge eines Artikels Außenministerium, der sich nach au jolinis verhindern, ihre Schuld durch weitere Ver- des Popolo d'Italia drangen die, Fascisten in Remo begeben hat, um mit Stresemann brechen anzuhäufen, lehrt uns das marter. bas Theater ein und verhinderten feindselig lärmend zu tonferieren. bolle Dasein der aus politischen Gründen Verbannten fennen; der Brief kommt von der Deportationsinjet Ustica. Dieses furze Schreiben zeigt ohne jeden rethorischen Zierari, wie der Faschismus das italienische Volf in ein System bodenloser Willfür gestürzt hat, denen sich die zynischsten Gewalthaber des Mittelalters gefchämt hätten. Der Brief lautet: Insel Ustica, im April 1927. Mein Lieber! Herzlichen Dank für Deinen Kartengruß, den = sur besteht und noch eine audere, die die Brief-| Svoboda aus Brünn. Außerdem waren die iretend, pflanzte sie in ihrer ersten Nummer die marten Teiner Karte abgerissen hat, um Kultur- und Sportvereinigungen und die Gewerk. Fahne der vollen südslawischen Einigung, Serben, zu schnüffeln, ob Du unter ihnen nicht einige schaftskommission durch Delegierte vertreten. Der Stroaten, Slowenen und Bulgaren auf, aber als Pläne irgendwelcher Art aufgezeichnet hättest." Parteitag wurde nach Vortrag des Liedes der die heulenden Derwische des Kommunismus die Dieser einfache Brief bedarf feines Kommen- Arbeit vom Genossen Steffet( Teschen) cröff- Partei, furz und klein schlugen, bekam auch sie ein tars. Es genügt, ihn zu lesen und anderen vor- net, worauf die erwähnten Gastdelegierten dem böses Leck, und heute noch erscheint die„ Arbeiter zulesen, damit die allgemeine Verach Parteitag in längeren Reden begrüßten und ihm Beitung" nur einmal start wie vor dem Welttung, die Mussolini und den Fasciszu seinen Beratungen den besten Erfolg wünsch friege sechsmal wöchentlich; ein sozialistisches Tamus bedeckt, sich vervielfältigt und vertieft. ten. Jeder Redner betonte tie Notwendigkeit des geblatt gibt es in ganz Südslawien nicht. Aber ergeren Zusammenschlusses der sozialdemokratian Zeichen neuen Aufstiegs fehlt es nicht. Wir scher ich mit großer Frende als Zeichen der Anhänglich. Die Ueberschwemmungen des Miffiffier Parteien dieses Staates. Eine kommunisti- wünſchen dem Jubilar, daß es rasch wieder auffeit und des Gedenkens erhalten habe. Eine sche Deputation überreichte eine Aufforderung, die wärts gehe. Stimme, ein Gruß aus der Ferne ist ein heller London, 26. April( Savas). Nach einer Mel- Mai- Feier mit ihnen zu veranstalten. Nach Er- 152.000 Sigaretten beschlagnahmt. In der Nacht Lichtstrahl in die Finsternis des Lebens, das zu dung des Daily News" aus New Port haben ledigung der Geschäftsordnungsfragen wurde in zum Freitag gelang es der Berliner Kriminalpolizei, führen wir hier gezwungen sind. Weit mir zusam sich die Ueberschwemmungen des Mississippi auf die Tagesordnung eingegangen und die Berichte in den Räumen der Zigarettenfabrik Tusa in der men hausen hier der frühere Abgeordnete Conca ein Areal von 6 Millionen Acres ausgedehnt. erstattet. Sowohl die Weitgliederzahl als auch die Alexanderstraße 55 cine der größten Zigarettenfäl aus Verona, sein Kollege Romita aus Turin, Die Ueberschwemmungen nehmen durch die von Abnehmerzahl der Parteipresse ist gestiegen. Im schungsunternehmungen zu entdecken. Obwohl be. Fiorio aus Mailand und mehrere Kommuni den Rocker Mountains, den Felsengebirgen her Verlaufe der anregenden Debatte wurde das An- fann ist, daß die Polizei seit einigen Wochen nach sten, Anarchisten und Republikaner. Ustico ist zuströmenden Wassermassen einen immer grö- bot der kommunisten abgelehnt. den Herstellern gefälschter Zigaretten und gefälfaner eine kleine, im Mittelmeer verloren liegende Klippe heren Umfang an. Nach der Ansicht von Weitere Referate beschäftigten sich mit der inter- Banderosen sucht, wurden die Faischumen trordent bulkanischen Ursprungs Wir sind 1000 Bewoh Sachverständigen werden die Ueberschwemmun- nationalen wirtschaftlichen und politischen Situa- fortgesept. Neben der Fälschung der Marke Overmer, 600 wegen gemeiner Verbrechen Degen noch einen vollen Monat andauern. tion und mit der Stellung zu den Bruderparteien. stolz handelt es sich ganz besonders um die Moslemportierte( eine Sammlung von Uebeltätern jeder Die Partei Stribrnys veranstaltet Sonntag, Sigarette der Firma Problem. Der Verdacht war Art), 60 fascistische Milizsoldaten, 10 Carabinieri, Memphis( Tennessee), 26. April. Infolge den 8. Mai eine Tagung, in der sich die neue auf die Zigarettenfabrik Tuska gefallen. Als die etwa dreißig Wächter und Beamite und ungefähr der letzten Dammbrüche wurden weitere sechs Partei konstituieren wird. Beamten in der Nacht erschienen, fuhr eben ein 40 Araber, ebenfalls politische Verbannte aus Städte in Arkansas und Mississippi überFuhrwerk, mit 152.000 3igaretten beladen, ab zu nationalistischen Gründen. flutet. Die Zahl der Obdachlosen vor dem Erkenntnissenate des Streisgerichtes er, der in einer Berliner Wahlfahrtskommission Ein Hochstapler amerikanischen Formates. Som Empfänger der Ware, einem Kaufmann Krü Es fehlt alles: elektrisches Licht, Trink beträgt gegen 200.000, die der Toten Böhm.- Leipa hatte sich der 27jährige Photograph tätig ist. Gegen ihn wurde sofort ein Bassbeschl ger, wasser, und wenn der Dampfer wegen der vielen wird auf 300 geschätzt. Die Ueberschwem- Albert Josef Langhammer aus Georgswalde erlassen, er scheint aber geflüchtet zu sein. Der Stut Stürme zur See night herankommen kann, find mung hat sich jetzt auf über 9.500 Quadratmeilen wegen des Verbrechens des Betruges zu verant- cher des Fuhrwerts gab zu, schon einmal eine solche wir sogar von dem allernotwendigsten Bedarf ent ausgedehnt. worten. Er hatte int September 1926 unter Be Fuhre gefahren zu haben. bloßt, der zumal auch noch sehr teuer bezahlt werrufung auf eine Millionenerbschaft, die er nach Fuhre gefahren zu haben. Die Zigaretten selbst den muß. Die Regierung gibt uns täglich 10 Lire, Parteitag der polnischen sozialdemokratischen dem in Hoboken in Amerifa im Jahre 1922 ver- waren noch wicht mit Banderolen verschen. Mehrere die aber bei weitem nicht ausreichen, um Essen, Arbeiterpartei in der Tschechoslovakei. Sonntag storbenen Mr. Josua Langhamm gemacht haben gefälschte Firmenstempel anderer Zigarettenfabriker die Wohnung bezahlen und sich sauber halten zu hielt unsere polnische Bruderpartei in gear win wollte, der Stredit- und Wirtschaftsgemeinschaft wurden ebenfalls gefunden. Der Inhaber des TuslaTonnen. Schließlich tragen wir unsere Ziviltlei ihren diesjährigen Parteitag ab. Der Besuch war Wige" in Groß- Schönau in Böhmen einen Stres Betriebes, ein Staufmann Cohn, wurde verhaftet. der, aber bald, wenn sie abgenutzt sein werden, sehr start. Delegierte hatten auch entsendet die Bit von 10.000 K und später einen solchen von Es scheint sich bei diesem Unternehmen um eine der werden wir gezwungen. sein uns Sträflings sozialdemokratische Partei Polens, und zwar den 12.000 K herausgelockt. Als Laughammer wei- größten Fälscherfabriken in ganz Deutschland zu tleider anzuziehen. Trotz alledem geht meine Abg. Genossen C; a pinfti, die Deutsche sozial tere Stredite in bedeutender Höhe in Anspruch handeln. Der Schaden, den die Steuerbeh.rde für Gemütsverfassung hoch wie der Himalaya und demokratische Arbeiterpartei der Tschechoslowakei nehmten wollte und hiebei abermals Briefe und jedes Tausend der gefälschten und unversteuerten meine Hoffnung wie der Montblanc. Schreibe den Senator Genossen Hans Jokl, die tschechische Dokumente vorlegte, ergab die eingeleitete Unter- Bigaretten erlisen hat, wird auf 15 bis 20 Wart mir öfter und dente daran, daß eine örtliche 3 en- sozialdemokratische Partei den Abg. Genossen fucbuna, dak die Beleac gefälscht waren. Trozz- geschätzt. * Mittwoch, 27. April 1927. Klerus und Politik. Der Erzbischofl von Wilna, Jalbrzykowski, hat eine Anordnung getroffen, mit welcher der Geistlichkeit der Wilnauer Diözöse die Beteiligung am politischen Leben, insbesondere die Teilnahme an Gemeinderatswahlen und an eventuellen Neuwahlen ins Parlament, berboten wird. Rerensti zum zweiten Male geohrfeigt! Das Berliner Tageblatt" meldet: Kerenski wurde Montag während seiner amerikanischen Vortragsreise zum zweiten Male in aller Oeffentlichkeit geohrfeigt. Bei einem Bankett zu seinen Ehren in Chicago trat ein ehemaliger zaristischer Offizier auf ihn zu und schlug ihm ins Gesicht. Es entstand eine allgemeine Prügelei, in derem Verlauf der Augreifer hinausgeworfen wurde. Frauen als Flugzeugführer. Die internationale Kommission für Luftfahrt hat Morning Post" zufolge beschlossen, daß von heute ab Frauen das Recht haben, Passagierflugzeuge zu führen. 60 Mitglieder der mexikanischen RäuberBande, die den Zugsüberfall bei Guada lajara ausführte, wurden nach fünfstündigem Kampf mit den Bundestruppen bei Elguitarrero im Staate Jalisco getötet.. Pestepidemic in Holländisch- Indien. Nach einer Meldung der„ Chicago Tribune" aus dem Haag, wütet in Holländisch- Indien bereits seit ungefähr acht Wochen die Peſt, der bereits 1388 Personen erlegen sein sollen. Für die Aufhebung des Pakvisums zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei. Wie die „ Pracer Presse" erfährt, sollen Anfang Mai Ver handlungen zwischen der Tschechoslowakei und Deutschland im Zusammenhang mit den Handelsvertragsverhandlungen aufgenommen werden über den deutschen Vorschlag betreffend Beseitigung des Visumzwanges im Verkehr zwischen den beiden Ländern. Ein internationaler Architektentongreß, für den bereits aus 20 Ländern Anmeldungen vor3u den Kämpfen in Shanghai. Eine Straße als Schlachtfeld. Seite 5. des Publikums plöblich erwacht. Merkwürdigerweise kann man jedes Buch, auch wenn es verboten ist, bei dem Verleger durch die Post bestellen. Besonders angenehm war das Verbot für einen gewissen Perch Marks, der das verbotene Buch " The Plastic Age" verfaßt hat. Er hatte, so erflärte er einem Journalisten, schon längst einmal nach Europa fahren wollen; er be az aber nicht das nötige Geld. In wenigen Tagen wurden nun soviel Eremplare feines Buches unter der Hand verkauft, daß er sich jetzt eine schöne Reise nach Europa leisten kann. Merkwürdigerweise hat der bekannte Herausgeber des American Mercury", S. 2. Menden, in einem Interview die Bostoner Polizei in Schuß genommen. Man darf nicht vergessen, daß seine Zeitschrift in Boston vor einent Jahre verboten war. Er gelang aber menden, durch einen Prozeß die Aufhebunn des Verbo's durch usetzen. Seitdem ist er sehr bostonfreundlich aestimmt. Jn Boston erflärte Menden in feinem Interview, fann man am besten Bücher schlüpf rigen Juhalts absetzen. Schweres Vauunglück in Berlin. Auf dem Gelände der Schultheiß- Babenhofer- Brauerei in BerlinTempelhof ereignete sich ann Sonnabend mittag ein schwerer Banunfall. Beim Bau eines Brunnens stürzte ein Hängegenüst, das im Innern des Schach tes angebracht war und auf dem sich vier Arbeiter befanden, plöblich in die Tiefc. Der Absturz der Arbeiter war fünf Meter tief. Der Feuerwehr und dem Rettungsamt gelang es, die Verunglüdien innerhalb furzer Zeit zu retten. Einer der verunIndien Maurer hat mehrere Rippenbrüche davon. Getragen und innere Verlegungen erfitten. Die übrigen drei Verunglückten Tamen mit leichteren Verletzungen davon. Bollswirtschaft. Die Arise in der Glasindustrie. Wäsche verschwinden zu lassen. Er war aber becb. Hilfe, Fütterung. Stall, Fahrtpraxis und Kapitel 1 lückten achtet worden, und als ihn der Gerichtsvollzieher aus der Gewerbeordnung, betreffend Kutscher und zur Rede stellte und ihm den Diebstahl vorhielt, Dienst eber, schließlich auch Informationen begestand er die Tat nach einigem Zögern ein. Gine treffs des Kollektiv- Vertrages. Die Feier fand das Anzeige unterblieb zunächst, erst jest erhielt die durch einen würdigen Abschluß, daß sich Vertreter Staatsanwaltschaft Kenntnis von den Vorgang. Der des tchechischen„ Spolek t ochraně zvitat" und der Herr Amtsrat entschuldigt sein Verhalten mit einem Prager Vereinigung der Tierfreunde" eingefundyweren Unfall im Jahre 1923, wobei er sich eine den hatten, welche die Kutscher in würdiger Form Schädelverletzung zugezogen hat. Er ist inzwischen ermahnten, mit den Tieren stets milde um ugehen feines Dienstes enthoben worden, außerdem wurde und Rohlinge in ihrem Stande nicht zu dulden. geleitet. gegen ihn das Disziplinarverfahren ein- Die Prager Vereinigung der Tierfreunde" hatte zehn Rutscher, von denen bekannt war, daß sic Die fonntägigen„ Narodni Listy" befassen sich Durch eine Refelerplosion in einem Kohlenberg- Tiere besonders lieb haben, Belohnungen zu 50 in einem Artifel mit der kritischen Lage in der liegen, wird vom 29. Auguſt bis zum 4. Septem- werf bei Montigny jur Sambre wurden zwei Kronen gewidmet, was den Beteilten eine große tschechoslowakischen Glasinduſtrie, aus welchem wir ber in Amsterdam stattfinden. Der Kongreß Arbeiter getötet und einer verlegt. Freude bereitete. einige bemerkenswerte Zahlen anführen wollen. wird der erste dieser Art seit dem 1911 in Rom Ein Museum der Presse. In Pariser Tages- Im Jahre 1921 betrug der Wert der Glasaus veranstalteten sein und soll sich u. a. mit der Re- Wieder eine Zugsentgleisung. Die Staatsbahn- zeitungen wird in lepter Zeit mehrfach angeregt, ein fuhr 2.1 Milliarden, im Jahre 1926 nur 1.2 Milgelung der internationalen Preisausschreiben für direktion Königgräb teilt mit: Am 23. d. Wr. um Museum der Preſſe zu schaffen. In der Leitung liarden. Innerhalb von fünf Jahren ist also die Architekten, dem Urheberschutz, dem gefeßlichen 17.15 entgleifte zwischen den Stationen Arnau und der französischen Presse- Ausstellung, die dieser Tage Ausfuhr von Glas um fast eine Milliarde im Schuße des Architektentitels, der künstlerischen Bilnikau bei Trantenan die Maschine mit dem erſten eröffnet wird, hat man diesen Gedanken bereits auf- Jahresdurchschnitt refunken. Insbesondere kataEntwicklung des Bauwesens seit 1900 und dem Räderpaar des Personenzuges Nr. 404. Die Strede gegriffen; gewisse Teile der Ausstellung sollen even- strophal ist der Rückgang der Ausfuhr von GaVerhältnis zwischen ausführendem und entwer- war um 18.50 wieder frei. Die Züge Nr. 87, 404 thell den sent des fünftigen Museums bilden. blonzer Waren. Im Jahre 1920 betrua die Ausfendem Architekten beschäftigen. Den Teilneh- und 409 erlitten eine Verspätung von einer Stunde fuhr 543 Millionen, 1926 mur noch 96 Millionen, mern an dem Stongreffe sollen in Rotterdam, 50 Minuten. Verlegt wurde niemand. Die Ursache Allerdings ist bereits während der Vorbesprechungen cin Streit um die Priorität der Anregung enistan. iſt alfo auf ein Fünftel gesunken. Während sich im Haag und in Silversum Bauwerke im der Entgleisung wird untersucht. Deutschlands Glaserport hebt. acht der unfrige neuen Stile gezeigt werden. Ertrunken. Nach einer Blättermusdung aus ben, der unter Umriſtänden den ganzen Plan noch zum Scheitern bringen wird. zurück. Deutschland führte 1924 für 35 Millionen der München kenterte ein Boot mit vier jungen Louten Dollar Glas aus, die Tschechoslowakei für 37 MilEine internationale Geldfälicherbande wurde lionen, 1926 aber führte Deutschland für 45 Mil an der Westküste Norwegens gelegenen Insel mö- bei Donauwörth. Zwei der Infissen ertranden. Ien, die nur von einer Familie bewohnt ist, hat Schwere Feuersbrünste in Rumänten. In Buälich um gefälschte ägyptische und englische Pfund millionen Dollar aus. Die qualifiserten Gas in Belgrad ausgehoben. Es handelt sich haupt lionen Dollar, die Tschecho Towakei nur für 35 sich eine furchtbare emilientragödie abgespielt. Inarest brach am Samstag in einem Strankenhaus und englische Aktien. einem Anfall von Geistesfrankheit erwürgte die Frau ein Brand aus, dem der Pavillon für Frauenkrant durchfuchung' echs Side mit Banknoten im Werte Arbeit zu suchen. Man fand bei der Hausarbeiter sind gezwungen, außerhalb des Landes ihren Jungen und schnitt dem fünfjährigen Mädchen heiten zum Opfer fiel. Die Stranken konnten alle ge- von 500.000 englischen Pfund. die Kehre durch. Daraufhin brachte sie sich selbst rettet werden. In Naszod( Siebenbürgen) wurden tödliche Verletzungen bei. Als der Mann nach Hause 150 Häufer durch ein Großfeuer vernichtet. Der Bom, war es für eine Rettung zu spät. Schaden wird auf 50 Millionen Lei geschätzt. Familientragödie auf einſamer Inhil& Ein Amtsrat stichlt silberne Löffel. Potsdam Kutscherschule. In den Räumen des gewerbl. bat abermals einen gesellschaftlichen Standal, der in Technologischen Museums in Prag fand Sonntag,| Ein Obergerichtsvollzieher den 24. b. M., eine Schlußfeier eines siebenwöchi veranstaltete vor einiger Zeit in Potsdam die Aufgert Kurses statt, an dem sich 167 Kutscher aus tion eines Nachlasses, unter dem sich besonders Prag beteiligt hatten. Die Kutcher wurden über schweres und kostbares Tafelfilber befand. Unter den alles, was mit ihrem Berufe zusammenhängt, zahlreichen Besuchern war auch der Amisvat Kühne durch Fachleute eingehend instruiert, um mit den von der Oberrechnungsfammer, dessen ganzes In Pferden sowohl richtig, wie auch human umzutereſſe ſich auf filberne Löffel konstruierte. Im Laufe gehen. Die Vortragsthemen umfaßten: Die Lehre der Versteigerung war es ihm gelungen, 14 dieser vom Pferde, den Beschlag. Die Bechirrung, die Löffel an sich zu nehmen und unter aufgestapelter Erläuterung des Wagens, Pferdekrankheiten, erste Aus dem dunkelsten Amerila. Die Sorge der New Yorfer Polizei um das moralische Niveau des amerikanischen Theaterspielplans gibt den Be hörden in dem als besonders bigott bekannten Boston feine Ruhe. Vor einigen Tagen wurde in Boston plötzlich der Verkauf von neun Büchern polizeilich verboten. Eines von den beschlagnahm ten Büchern wird eit drei Jahren öffentlich ver fauft, ein anderes war eine Gedicht sammlung des im Striege gefallenen englischen Lyrikers Edward Thomas ein ganz harmloses Wert. Sämtliche beschylagnahmten Bücher lagen jahrelang im Schau fenster Buchhandlungen und hatten gar keine Verbreitung gefunden. Jetzt aber ist das Interesse Trotz dieser furchtbaren Lage der Glasindustrie wenden weder die staatliche Finan verwaltung noch die Bahnen der Glasindustrie ihr Intereffe zu und gewähren ihr durchaus feinerlei Erleichte rungen. Unsere Glasindustrie ist gerenüber der reichsdeutschen im Hinblick auf die Stehlentarife und die Kohlensteuer im Nachteil. Ebenso in berug auf die Tarife für das Fertigprodukt felbit, die um etwa 40 Prozent höher sind als die Tarife in Deutschland und Belgien. Es ist bezeichnend, daß das Blatt des chechichen Bürgertums, das Blatt, das dem Handelsminister Peroutka nahesteht, die Untätigkeit der Regierung in bezug auf die Förderung der Glasindustrie feststellt. Das Bermögen der Liechtenſteine. Das er erworben hatte, ging dann auf die andere bera von Boskowit vermählt und so eine große fordern auch an der königlichen Kammer war fo Ter Ahnherr ein Renegat, Dieb, Senker und Münzfälscher die Nachfahren Protektoren des christschon im Jahre 1712 erlosch, aber das Vermögen, hatte er sich mit der reichen Erbin Anna Schem-| wollte. Der Diebstahl nicht nur an der Nation, Linie über, die von seinem Bruder Gundafar ab- Herrschaft im mittleren Mähren gewonnen. offenfundis daß die Kammer dann von den Erben ſtammie. Stloukal bezeichnet sowohl die Ehe wie den Start Liechtenstein zehn Millionen Gulden SchaWir wissen nicht, ob die Nachkommen eines Uebertritt, der in theatralischer Weise in Brünn denersatz verlangte, worauf diese allerdings nur Alba in Spanien und Holland eine politische erfolgte, als eine geschäftliche Spekula eine einzige Million zu zahlen brauchte. Rolle spielen können, eines Alba, der achtzehn- tion. Ein Spefulant blieb Liechtenstein im Wetausend Menschen dem Henter überliefert hat. fen auch dann, als er die Rolle eines Spions Aber Karl Liechtenſtein hat mehr getan, als aus des Erzherzogs Matthias am Hofe politischen Gründen tausende Menschen dem seines Bruders in Prag übernahm, und zugleich Senter zu überliefern. Start Liechtenstein hat sich den Kaiser Rudolf gegen Matthias unterstützte. an dem, was sonst als politische Tat erscheinen fönnte, bereichert und hat dabei fein unehr liches Mittel gescheut, um dieses Ziel zu erreichen. Die gefezwidrige Konfiskation der Güter der Rebellen wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht Liechtenstein mit Wallenstein zusam mengearbeitet hätte. Diefer hatte als Vormurd des schwachsinnigen Seinrich v. Smiric die Wie auch sein späteres Verhalten zeigte, wo er Stonfistation des Vermögens feines Bruders sich durch Intrigen und Doppelspiel zu einer ein- Albrecht v. Smiric angefochten. Ein Erfolg diefiußreichen Position bei Rudolf verhalf und zu ses Prozesses hätte alle weiteren Stonfistationen gleich zum Siege des Matthias beitrua war er unmöglich gemacht und gegen den mächtigen entschloffen, sich immer auf die Seite zu schlagen, Wallenstein konnte man das Recht nicht bengen. Rudolf und entschied im Jahre 1608 den Sieg des dung hinaus und inzwischen bekam Liechtenstein Matthias, wofür er dann in den Fürstenstand ervom Kaiser den Befehl, mit Wallenstein über hoben und später zum Herzog von Troppau er- einen Ausgleich zu verhandeln. Tatsächlich kam nannt wurde. Nach der Niederwerfung des böhmischen Rechtsstandpunkt aufgab und sich bereit erklärte, ein Vergleich zustande, wonach Wallenstein seinen Jeder, der sich nur ein wenig mit der Ge- standes das Recht beugte und die Güter der Aufstandes bekam er den Auftrag, die Führer des in die Konfiskation der Hälfte der Güter u wil schichte der Gegenreformation oder mit dem Aufständischen fonfiszierte. Aber da- Aufstandes zu verhaften und dann die gegen das ligen, wenn er die andere Hälfe verkaufen dürfe, lichsozialen Wahlfonds. Am 12. Februar 1627 ist der aus der Geschichte der Gegenreformation befannte Fürst Stari Liechtenstein gestorben; sein Andenken hat die Geschichte mit Schmach und Schande bedeckt. Aber in der Monarchie hat die Familie, die seinen Ramen trägt und sein Vermögen geerbt hat, eine Die politischen Ehrlosigkeiten Karl Liechten große Rolle gespielt. Und wenn man auch wußte, daß dieses Vermögen nicht nur aus dem Blut der steins kann man in jeder Geschichte des böhmischen gemordeten Aufständischen herrührte, und wenn Aufstandes nachlesen. Man wird da erfahren, wie die siegte. So leitete er den Abfall Mährens von Deshalb zog zunächst die Kommission die Entschei man sogar wußte, daß es auf unehrliche Weise von er bald gegen die Protestanten, bald gegen die jenem Liechtenstein erworben war, der sich in Katholiken, bald gegen den Kaiser Rudolf, bald feiner amtlichen Tätigkeit persönlich bereichert gegen deſſen Bruder Matthias intrigierte, alles hatte, so konnte das den Glanz des Liechtenstein- nur, um hinaufzukommen. Man wird da auch erfahren, wie er nach der Niederwerfung des Aufschen Namens nicht vermindern. Gesetz eingesetzte Eretutions tommismit ist der Charafter dieses Liechtenstein, dem die Dreißigjährigen Strieg beschäftigt hat, weiß, daß und namens die zur geplanten Errichtung eines Majorats jener Start Liechtenstein einer der traurigsten Ge- Familie ihr Vermögen und damit ihren Glanz fion" zu leiten. Obwohl das Gesetz und nament überflüssig sei. Und wirklich verkaufte Wallen fellen jener Epoche ist, ein Renegat, der aus verdankt, noch nicht erschöpft. Deshalb sei lich der Majestätsbrief Rudolfs vom Jahre 1608 stein schon im Jahre 1623 einige Güter, und schmutz giten Motiven seinen protestantischen vornehmlich an der Sand einer Würdigung, die ausdrücklich feststellten, daß die Stonfistation der schmutzigsten 600.000 Scheffel Meißner Groschen wovon Glauben aufgegeben hat. Er war ein Striegsliefe- ihm Dr. Traub in der Prager Tribuna" zu Güter ausgeschlossen sein sollte, erkannte diese zwar an Liechtenſtein. Der Kaufpris betrug tant und Spefulant, ein Intrigant und Bluthund, teil werden ließ auch sein persönlicher Charaf Kommission auf Stonfistation. Der französische allenstein noch 266.666 Scheffel nachließ, Geschichtschreiber der böhmischen Gegenreforma- während der Rest in der berüchtigten langen" ter dargestellt. tion, Professor Ernst Denis, nennt diese Komp ten Gelde) gezahlt wurde. Es war klar, daß sich mission ein„ Syndikat vor Dicken", die Münze( das ist in dem von Liechtenſtein gefälsch sich bereicherten. Aber Traub verweist darauf, daß die beiden geeinigt hatten, den Naub an dem Gute auch ein Synd kat von Münzfälschern unter der Führung Liechtensteins und des jüdischen Wucherers Jakob Bassewi eingesetzt war. Für einige Millionen befammen sie das Recht, die. alten Münzen einzuziehen und aus einer Wart nicht! Silber statt 32 dann 79 Gulden zu prägen. Die Folge war, daß niemand das neue Geld nehmen ein Dieb und Geldfälscher, der aber gerade darum so recht zum Werkzeug für die habsburgische Gegenreformation taugte, der aber auch dadurch in der Lage war, eben jenes Vermögen zusammen zuraffen, des dann den Liechtenstein Ehre und Ansehen, Macht und Würden verschafft hat, das die einen zu erblichen Gesetzgebern, die andern zu christlichsozialen Führern, noch andere gar zu regierenden Souveränen gemacht hat. Dieser elende Henker und Dieb ist zwar nicht der Ahuherr der heute lebenden Liechtensteine, da sein Stamm Karl von Liechtenstein, dessen Großvater zum Luthertum übergetreten war, wurde 1569 geboren und dann an der Eibenschitzer Schule der Böhmischen Brüder erzogen. Sein. Familie hatte schon seit jeher Militärlieferungen. Sie erzeugte vornehmlich Pulver, außerdem lieferte sie Wein und Getreide, ja sie lich dem Herrscher zu guten Zinsen Geld. Dr. Stloutal schätzt sein Einfommen auf hunderttausend Taler jährlich. Im Jahre 1599 trat er zum Katholizismus über. Vorher der Smiric zu teilen. Dreihundert Jahre sind vergangen, feitdem jenes Vermänee erworben wurde. Geld stinkt ja Gustav Bollatschef. Weite Mittwoch 27. April 1927. Parteigenoffin! Parteigenosse! Bist du schon Mitglied der „ Kinderfreunde?“ wenn nicht, dann tritt bei. „ Freundschaft!" Berhandlungen in der oftböhmischen Devisenturie Prager Kurse am 26. April. 100 holländische Gulden 100 Reichsmart 100 Welgas.. 100 Schweizer Frants 1 Pfund Sterling 100 Lire.. 1 Dollar 100 französische Frants 100 Dinar 100 Bengös 100 polnische Bloth 100 Schilling. Geld 1849. Ware 1855.798.20 802.20 467.75 470.75 647.75 650.75 163.36 164.56 Kunst und Wiſſen. Der heutigen Nummer liegt ein Erlagschein zweds Einzahlung der Bezugsgebühr bei. Wir machen besonders darauf aufmertsamt, daß die Zahlung unter demselben Namen geleistet werden muß, unter welchem der Ver. sand der Zeitung erfolgt. Die Bezugsgebühr beträgt monatlich 16 K, vierteljährig 48 K, halbjährig 96 K, ganzjährig 192 K und ist stets im vorhinein zu entrichten. Der Abonnes mentsbetrag muß spätestens bis 10. Mai in unserem Befiße sein und ersuchen wir, dies zu berücksichtigen, damit leine Unterbrechung in der Zustellung eintritt. fen bas Leben im einsten Raum. The Neberfibt von Arbeiten aus dam Laboratorium für experimteat telle Biologie am Moskauer Zoopark macht mit Fragen der Geschlechtsbestimmung, der Wirkung der Drüsen mit innerer Sekretion und der Beeinflußbarkeit der Eigenschaften des Organismus durch die Umwelt bekannt. Zur Weltlichen Schule, der heute wichtigste Teil freiheitlicher Kulturpolitif, ergreift 189.67 191.07 Lehrer Otto Schrank( Düsseldorf) das Wort, um die 33.61 33.91/ 2 Verhältnisse in Rheinland und Ruhrgebiet zu schil132. 133.20 dern. In der Abteilung„ Soziales Wandern" berich 59.23 59.73 tet Dr. Helmut von Braken( Gera) in Bildern 589.- 592.877.50 380.50 aus Ostafrika über die Jugendfeiern bei den primi473.50 476.50 tiven Völkern. Im Beiblatt ,, Der Leib" finden sich Aufnahmen aus dem Freien Körperkulturkreis Ber. lin. Die erzichliche Wirkung des Sports würdigt K. Meis kritisch. Dr. med. Georg Wolff( Berlin) erläutert den biologischen Sinn des Schmerzes. In der von altersher viel erörterten Frage der RechtsHilde Schulz- Nästelberger, die am Montag als und Linkshändigkeit bringt Dr. med. Friz Lidint Nadja in Granichstaedtens Operette ( Zwidau) neues Material bei. Interessante Notizen urteilung zu rechter Würdigung fremder Leistung In der oſtböhmischen Leinenindustrie finden„ Der Orlow" als Gast auf Anstellung sang, ist über allerhand Wissenswertes und gesundes Leben erhebt. Darumt, Ihr Arbeitersportler, mach: euch gegenwärtig Verhandlungen statt. Die Vertreter bereits die 3. oder 4. Anwärterin auf das Fach der vervollständigen das Heft, das mit dem Aufruf„ Der frei von allem Fanatismus, wie er im Lager des der Arbeiterschaft fordern eine durchgreifende Wohn- Operettendiva an unserem Theater, die wir im ver. Mensch ist frei" als Liedbeigabe schließt. Intereſſen bürgerlichen Sports herrscht, und vergeßt eins nich:: louse weniger Wochen hörten. Unbedingt ist Frau ten erhalten Probehefte und Prospekte fostenlos von gerecht zu sein. erhöhung, weil sich zwischen den steigenden Preisen Schulz- Nästelberger die beste unter allen bisherigen der Urania- Verlags- Gesellschaft m. b. H., Jena. Das der Lebensmittel und den tiefen Löhnen in der Bewerberinnen, troßdem auch sie nicht vollkommen Urania Freie Bildungsinstitut verleiht neuerdings Flachsindustrie ein Mißverhältnis herausgebildet als Operettenbiva ist, da ihre grazile Erscheinung fidxer auch wertvolle Lichtbildervorträge. Prospekte, die hat, das für die Arbeiterschaft von Tag zu Tag zur Soubrette prädeſtiniert und ihrer Stimme in der über Näheres informieren, liefert der Verlag gratis. nerträglicher wird. Die Verhandlungen, welche Höhe Grenzen gezogen sind. Aber glänzendes schau. Sever a vychod. III. Jahrgang, 4. Seft, Ver am vorigen Samstag stattfanden, haben vorläufig fleinste Detail erfüllt, und ungewöhnliches, winflich sidedhifce literarische Revue bringt schöne Gedichte, spielerisches Talent, das die dargestellte Rolle bis ins Tag Müller a spol., Turnov. Diese moderne zu einem Ergebnis nicht geführt. Die Vertreter echtes und jugendfrisches Temperament stempeln die Prosa und Essays aus der Feder der modernsten der Unternehmer wollen sich weitere Vollmachten junge Künstlerin zur wirklichen, überzeugenden und tschechischen( lebenden) Autoren wie Srámek, Křička, einholen, um über den Vorschlag der Arbeiter in ihren Bann zwingenden Persönlichkeit, deren Novomy, Visa, Čaper, Pavel Fraenki n a.- Allen, schaft in Verhandlungen eintreten zu können. Die starke Eigenart jedem Ensemble, dom jie angehört, die sich fir juna chechische Dichtung interessieren, niedrigen Löhne in der Flachsindustrie zwingendhu Ia- Nästelberger auch stimmlich Nutzen und Anregung bringen muß. Da sich Frau sei diese Zeitschrift empfohlen. die Arbeiter, auf ihren Forderungen zu beharren und sie, wenn es sein muß, im Kampfe durch zujeßen, Die Lage auf den Eisenbahnen. Die foalierten Eisenbahnerorganisationen übermitteln uns folgenden Bericht: und beffamatorisch von ausgezeichneter Qualität erwies ( thre Singweise und Aussprache erinnern auffallend an jene der Berliner Operettendiva Emmy Sturm) und als Tänzerin ebenso viel Grazie und Ammunt wie dezente Feichheit seigte, ist ihr Engage ment wärmstens zu befürworten, um so mehr, ils auch das Publikunt sichtlich von der besonderen Lei stung der Debütantin überzeugt war und ihr begeisterten Beifall spendete. 201 Zum 25jährigen Jubiläum der Begründung der Tschechischen Philharmonie werden vier Festkon serie am 5., 12., 19. und 24. Mai d. J. im Sme tanajaal unter der Leitung des Chefs des Orchesters, V. Talich, stattfinden. Die Plenarsizung der Exekutive der foalierten Eisenbahnerorganisationen behandelte eingehend den Bericht der engeren Kommission, welche d Anträge der Exekutive zu der Regierungsverordnung Nr. 15-27 ferner den Motivenbericht zu diesen Anträgen sowie die Einwendungen der Beamten der schechoslowafichen Staatsbahnen Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. und die Angaben des Bezirksvertrauensmännerausschusses Brati lava auf Regelung der slowaki- Mittwoch( 141-1), 7 Uhr: ,, ohengrin". Don fchen und podkarpathorussischen Begünstigungen erstag( 142-2), 7 Uhr:" Carmen". Freit vorlegte. Diese Anträge fowie die Motivenberichte( 143-3), 7 Uhr:„ Wiener Blut". Samstag, wurden nach abeeführter Debatte von den beteilig 7½ Uhr:„ Fidelio“. Sonntag, Montag( 144-4), ten Organisationen einhellig genehmigt. 7% Uhr: Tosco". Aus der Partei. Jugendbewegung. J. R. S. J. Prag. Heute Mittwoch um halb 8 Uhr abends im„ Verein deutscher Arbeiter" Zusammenfunft. Alle Mitglieder werden gebeten, pünktlich und bestimmt zu kommen. Turnen und Sport. Deutscher Arbeiter- Turn- u. Sportverein Prag. Anders ist es mit dom Publikum. Das Sportpublikum, das sportlichen Kämpfen beiwohnt, ist gemischt, in ihm ist alles vertreten: Jugend und Alter, Männer und Frauen. Wirkliches Sportpublikum sollte und könnte Schiedsrichter der kämp Gelegenheit hat, die Zuschauer bei Sportveranstal fenden Parteien sein. Ist es das? Nein! Wer tungen zu beobachten, der wird zu der Erkenntnis gekommen sein, daß das Sportpublikum troy aller Erziehungsversuche durch einwandfreie Sportleute nur seiten objektive Werturteile fällt. Meist lassen sich die Zuschauer von einem blinden Vereins- oder Personenfanatismus hinreißen. Wo sich Sportfanatiker noch unter den Arbeiter. sportlern oder unter den Zuschauern bei Darbietun. gen des Arbeitersports finden sollten, da ist es Pflicht eines jeden wirklichen Arbeitersportlers solche Fana. tiler aufzuflären über die wahren Ziele und Auf. gaben des Sports. Diese Aufgabe mog zwar schwer fcin, im Interesse der Arbeitersportbewegung muß sie aber unermüdlich geleistet werden, der Lohn wird dann auch nicht ausbleiben. Arbeitersport. Fußball. Neudorf gegen Union Tepliß 4: 2( 1: 1), Eden 3: 2. Das Spiel fand auf dom Sportplate in Sec. Heute, Mittwoch, um 8 Uhr abends, stadil statt und brachte guten Sport. Union mußte nach der Pause gegen Wind spielen, außerdem war findet im Jägerstübl des„ Café Nizza" eine die Stürmerreihe viel zu weich. Beide Mannschaften Mitglie erversammlung statt. Auf der Tagesordnung: Wichtige Berfehr propagierend in Seestadtl. Schiedsrichter gut. befleißigten sich eines fairen Spieles, wirkte daher einsangelegenteiten. Anschließend: Gemüt Weiters wurde beschlossen, daß zu den am Spielplan der Kleinen Bühne. Mittwoch:„ Der liches Beisammensein. Mitglieder, seid zahlreich zur Donnerstag, den 28. April 1, J., zwischen dem Garten Eden". Donnerstag:„ Gefälliger Stelle. Zentralvertrauensmänneraus chuß beim Eisen- Thierry". Freitag:„ Meine Rusine aus bahuminiſterium mit den Vertretern des Eiſen war schau". Samstag, 7½ Uhr:„ Spiel im bahnministeriums stattfindenden Verhandlungen Schlo"; 10 Uhr: Meine Rusine aus über diese Anträge die Abgeordneren und Senaarschau". Sonntag," Montag: Rarussel". toren der foalierten Organisationen und je cin Vertreter jener foalierten Organi/ ationen, weiche im Zentralvertrauensmännerausschusse nicht vertreten sind, zu delegieren sind. Die flowatischen und podfarrathorussischen Begünstiguneen werden aut dem Elenbahnmiti sterium im Beisei der Vertreter der ilowakischen Eisenbahnbediensteten in einer eigenen Beratung behandelt werden. Ferner wurde beschlossen, daß neben diesen Verhandlungen mit dem Eisenbahnministerium die Antwort der Regierung auf diese Forderung in allerfürzester Zeit zu fordern ist. Die genehmigten Anträge der Exekutive werden gemeinsam mit der zugehörigen Begründung in den Fachblättern der foalierten Organisationen veröffentlicht werden. Prager Film örje. Der Mann im Feuer. Die Czardasfürstin. Zichele Guttmann contra Appelbaum. Der tanzende Tor. Literatur. Nrania", Kulturpolitische Monatshefte über Natur und Gesellschaft. Im Aprilheft der„ Urania" wird der zweihundertsten Wiederkehr des Todestages Jaak Newtons gedacht. An einer Stelle seines Hauptwerkes wird gezeigt, daß er die moderne Denk. meise der Relativitätstheorie bereits vorausgeahnt hat. Den neuesten Stand der Wirtschaftsgeschichte be. handel: O. Jenssen in seiner Darstellung über völkerkundliche Wirtschaftsgeschichte. An der Hand zahlreicher, prächtiger Naturaufnahmen zeigt C. 3 mme I Entstehen und Vergehen des Granits. Der Wiener Dozent E. Schild enthüllt im Wassertrop. treten wurde. Man hat viel dezugegeben und manches geändert, aber der Gesamteindruck des Stückes ist jlau und farblos. Auch die Besetzung kann den Film nicht herausreißen: Oskar Marion, Liane Haid, Jbi Boya und Imre Rada y sind stelienweise qut herausgebracht, ragen aber nicht über das Mittelmaß heraus und zeigen auch keine besonderen schauspielerischen Leistungen. Die Vereinsleitung. Gibt es Sportfanatiker? Leider ja. Es sind Menschen, die über dem Sport alles andere vergessen, die nur noch für Sport zu haben sind, aber gleichzeitig ungerecht in ihrem sportlichen Urteil, daß sie nur ihrem eigenen Verein und nur ihrom besten Sportfreund Recht zukommen lassen. Gerede der Arbeitersportler muß sich vom Fanatismus freizumachen wissen, er muß die Lei stung über die Person stellen. Nicht jeder Verein Weitere Resultate. Ladowitz gegen Gleich. heit Weiskirchlis 5: 2( 1: 1): Gleichheit nur mit zehn Mann und davon noch zwei Erstspieler. Sedwing Dur geçen leischa- Aussig 3: 1. Raffball. Softomik 1 gegen Sobrusan 23: 2. Freund. schaftsspiel in Sobrusan. Hostomių, die jüngste Mannschaft im 7. Bezirk, fann mit diesem Resultat zufrieden sein. Sobrusan mit sieben Mann und außerdem spielte die linke Seite zu egoistisch, so daß eine Niederlage unausbleiblich war. Schiedsrichter gut. Klostergrab gegen Sobrujan 2: 1. Dieses in kann der beste, nicht jeder Sportsmann der tüchtigste Janegg stattgefundene Serienspiel brachte den So. sein. Der Beste soll siegen. Die Mitglieder eines brufanern eine unverdiente Niederlage, da sie sich Vereines sollen nicht unzufrieden sein, wenn es ihr mit den schlechten Platzverhältnissen und mit dem Bester nicht geschafft hat. Wir treiben Sport ja nur, nassen großen Ball nicht abfinden konnten. bru um Geist und Störper frisch und gesund zu erhalten. san technisch überlegen. Wahre Chanoftergröße zeigt nur derjenige, der neid. Serienspiele. Hundorf gegen Weiskirch. los anerkennt, was gut ist, auch wenn es von anderer i 0: 0; nach 20 Minuten von Hundorf abgebro Seite kommt, der sich über voreingenommene Be- dyen. Weiskirchliß gegen 3udmante! 2: 1. Weiskirchlitz gegen 3udmante! la 1: 4.- Eichwald gegen Weiskirchli 1: 5. Herrlich gegen UIIersdorf 8: 1. Herausgeber Dr. Ludwig Czech Verantwortlicher Redakteur Dr. Emil Strauß. Drud: Deutsche Zeitungs- A- G., Brag. Für den Drud verantwortlich: O. Solit Allen Genossen und Genossinnen empfehlen sich zur Herstellung GARTHER Gin ganz hervorragendes Bildwerk ist der von der Nordist in Kopenhagen hergestellte Film Der tanzende Tor", für unser Gebiet im Verleih des Wolfram Filmes in Aussig. Man wird sich vielleicht erinnern, daß dieser Film vor vie. len Jahren schon einmal erschienen ist und zwar hatte damals Waldemar Psylander, der schon zehn Jahre tot ist, die Hauptrolle inne. Der neue Ein sehenswertes Bildwerk ist der Ufa- Kultur- Lloyd Film bringt das Hegewald- Erzeugnis Film beweist, daß die Fabe! des Stückes, menschlich Film„ Der Mann im Feuer", ein Drama aus Liebelei" nach dem bekannten Bühnenwert von wahr und tiefempfunden, geradezu das klassische Liedem Leben eines Feuerwehrmannes, das unter Mit- Arthur Schnipler. Den Regisseuren J. und 2. besdrama des Filmes darstellt: nur das Manuskript wirkung der gesamten Berliner Feuerwehr gedreht led ist es nicht gelungen, die menschliche und tief- kann die Grundlage eines wirklich guten Filmes wurde. Die Fabel ist nicht originell: ein alter Feuerschürfende Liebesvision Schnißlers packend auf die fein! Der Regiffeur A. W Sandberg verstand in sämtlicher Drucksorten wehrmann( Rudolf Ritner) wird bei einer Leinwand zu bringen. Die einzelnen Bilder sind meisterhafter Weise ein Bildwerk zu schaffen, das Feuersbrunst verwundet und für den weiteren Dienst meist farblos und nichtssagend und die an und für der schwedischen Filmerzeugung ein Ruhmes eugnis als untauglich erflärt und entlassen. Er kann aber sich starte Handlung vermag sich stellenweise gar nicht ausstellt und an jene Zeiten erinnert, da die schwediohne seine geliebte Beschäftigung nicht leben( man durchzusetzen. Nur der Schluß des Filmes ist so ge- schen Filme als Gipfel der erreichbaren Filmkunst erinnert sich unwillkürlich an den„ Letzten Mann"!). bracht, wie man gerne das ganze Werk gesehen hätte: galten. Gösta Edmann in der Hauptrolle des lieDurch Vermittlung seiner Tochter( Helga Tho Szenen, die erschüttern und haltlos mitreißen, die benden, betrogenen und fast verkommenen Mannes, mas), die einen Feuerwehr Offizier( Henri durch wirksame Bilder die ganze Tragödie der flat- der zum Schluß nicht durch die Vereinigung mit Stuart) liebt, fommt der pensionierte Mann noch terhaften Jugend und ihre naturnotwendigen Fol- dem geliebten Weib, sondern mit ihrem Kind vor cinmal zur Prüfung, ob er sich für den Posten eines gen eindringlich dem Zuschauer nahebringen, Bilder, dem Aergsten gerettet wird, ist in blendender Form Straftwagenlenkers eignen würde, aber er versagt. Die erfüllt sind von niederprasselnder Handlung. Die und stempelt sich mit seiner Leistung zu einem herAuch in der Fabrif, wo er Schachteln klebt, wird er Besetzung ist mit Ausnahme der Bankiersfrau Doris vorragenden Schauspieler. Seine Gestalt lebt. Stawegen Unbrauchbarkeit entlassen, aber als das( Vivian Gibson) durchwegs gut. Den flatterhaften rina Bell als seine Gegenspielerin ist reizend als Theater, in dem seine Tochter beschäftigt ist, ein Raub Studenten Friß Lobheimer verkörpert Louis Ferch, verliebtes Mädchen und liebendes Weib, versagt aber der Flammen wird, stellt er seinen Mann und rettet seinen Freund Theodor Kaiser Henry Stuart, die gänzlich in tragischen Szenen; außerdem versteht sic ihr und dem jungen Offizier das Leben. Ein pacen- fleine Christine findet in Evelyn Holt eine tref- fich nicht mit Geschmack anzuziehen, was ihren Eindes Bildwerk, das vom Regisseur Erich Waschsende Darstellerin. Der Gesamteindruck ist mit Rück- druck sehr herabsetzt. Ihren Vater verkörpert nec( der Name ist nirgends genannt!) eindrucks- ficht auf die gute Fabel und auf den packenden Maurice de Féraudy und schafft eine gut gevoll auf die Leinwand gebannt wurde. Die zielsichere Schluß zufriedenstellend. Guttmann con- sehene und tief empfundene Rolle. Die Photographic und auf tiefe Bildwirkung ausgehende Regie ver- tra Appelbaum" betitelt sich eine amerika-( Christen Jörgensen) durchwvegs sehr gut. Die stand aus der Vorlage einen vollwertigen, eindring- nische Tragikomödie aus dem Leben der jüdischen Regie arbeitet musterhaft und einige Szenen lichen Film zu machen, der von den üblichen konven- Auswanderer in New York. Ein echt amerikanischer B. wie Joe auf die Untreue seiner Frau kommt oder tionellen Stücken erheblich abweicht und volle Beach Film mit dem üblichen Vorwurf, aber die ziemlich am Ende, wie er das Kind seiner einstigen Frau tung verdient. Weniger gut ist die„ Czardas- gut erfaßte jüdische Umgebung und die annehmbaren findet bleiben unvergeßlich in der Erinnerung fürstin" nach der Operette von Em.& a I man, Typen lösen vielleicht ein leichtes Lächeln der Zu- des Zuschauers haften. Dem Film kann man einen die unter der Regie von Hanns Schwarz zu einer schauer aus. Der Film ist anspruchslos, aber immer- durchschlagenden Erfolg voraussagen. Argus. langweiligen und schlecht inszenierten Sache breitges hin sehenswert. -― 3. Nordböhmische Druck- u.Verlags- Anstalt Gärtner& Co., Bodenbach a. E. G. m. b. H. Großbuchdruckerel, Stereotypie. Buchbinderel, neueste Setz- und Gleßmaschinen mit einer l'ages leistung von 500.000 Buchstaben, Rotationsmaschinen mit einer Tagesproduktion von 250.000 Zeitungen. Fernsprecher Nr. 271 Postsparkassa Nr. 127 863.