selpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag, H., Nefazanta 18. Telephone: Tegesrebaftion: 26795, 31469. Nachtredattion: 26797. Poftfchedami: 57544. Juferate werden laut Tarif billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisna lah. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Die WeltwirtschaftsKonferenz. Mittwoch, 4. Mai 1927. Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Pok: monatlich.... Kě 16.vierteljährlich halbjährig ganzjährig. 48.96.192.Rüdstellung von Manustripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken. Ericheint mit Ausnahme Des Montag täglich früh Nr. 102. nisse, der gegenseitige Austausch der Güter usw. für den Konsumenten sofort: gelingt die rest-| Menschheit ne gegenseitige Solidarität schwer und eine der wichtigsten Vorausseßungen der lose Startellierung, dann ist auch das Preis- auszukommen vermag. Die Entnationalisierung wirtschaftlichen Stabilisierung überhaupt ist monopol da, der Konsument kann überall der Wirtschaft, die nach dem Kriege schwere damit gefährdet. zahlen, auch wenn die Zollschranken fallen soll Semmungen erlitt, sogar in ihr Gegenteil ums Währung und Finanzen reden? Weil er weiß, Startellierung stellen können, aber sie wird, so dem Boden der kapitaliſtiſchen Ordnung, gewiß, Warum also will Loucheur nicht über ten. Die Konferenz wird sich nicht gegen die schlug. beginnt sich wieder anzubahnen. Auf daß das Zentralproblem in der Verschulder Verbraucher geschützt werden soll, auch über auf dem Boden des staatlich zerrissenen Europa. Sung der europäischen Staaten an eine Kartellkontrolle zu reden haben. Das wäre aber der internationale Gedanke schreitet doch ein Minimum an Schuß. fort und für die Träger der gegenwärtigen Zum Schluß: was haben wir demnach von Bewegung, die zuhause meist politisch den wüder Konferenz zu erwarten? Sie wird feine tenden Nationalismus repräsentieren, mag es Bumber wirken und ihre praktischen Ergebnisse geringer Troft sein, daß ihr Profit es ist, der Wunder werden wohl faum bedeutend sein. Aber schon sie zu ihrem gegenwärtigen Vorgehen veran die Tatsache, daß die führenden Wirtschafts- laßt. Der Same wird nicht untergehen. Bringt feise der Welt den gegenwärtigen Zustand als auch die Konferenz für den Augenblick keine in unerträglich empfinden, daß sie ihn einer Lösung. so bedeutet sie doch den Beginn einer Beratung unterziehen, zeigt doch auf eine ge- neuen Aera und in diesem Sinne begrüßen wir wisse Entvidlungslinie. Man erkennt, daß die sie. Am 4. Mai tritt in Genf die internationale Wirtschafts- Konferenz zusammen. 36 Staaten haben ihre Teilnahme angemeldet. darumter auch die Vereinigten Staaten, die dem Völkerbund nicht angehören. Ebenso wird merifa liegt, das allein instande wäre, ohne Gefährdung seiner eigenen Suprematie wahrscheinlich Sowjetrußland mindestens inder europäischen Wirtschaft auf die Beine zu offiziell vertreten sein, so daß ein ziemlich voll- helfen, indem es einen starken Abstrich an jei ständiges Weltwirtschaffsparlament zusammenner Schuldenrechnung vornähme. Fast 12 Mil fommt. Die Arbeiterschaft hat an dieser Konferenz fiarden Dollar, über 400 Milliarden Ke schulein erhebliches Interesse, das ja schon darin den die europäischen Staaten an die USA, zum Ausdruck kam, daß es gerade der JGB. gegen 20 Milliarden jährlicher Zinsen muß die mar, der mit größtem Nadserud ihre Ein- europäische Volkswirtschaft aufbringen, um sie berufung betrieb. Leidet auch der Kapitalis. dem amerikanischen Kapital als arbeitslojes Einkommen zu sichern. Allein die CSR muß mus unter den gegenwärtigen ungeregelten jährlich über 400 Millionen Ke zur Verzin Verhältnissen in der Weltwirtschaft, indem eine Senfung des Profites eintritt, die Affumula- jung ihrer fast 7 Milliarden Ke betragenden tion bedroht wird ungleich schwerer lastet Striegsschulden aufbringen. Aber Amerika heat die Dauerkrise auf dem Proletariat, das in gar keine Luft, in solcher Weise die weltwirschaftseiner Eristenzgrundlage gefährdet ist. Bon diesem Standpunkt aus muß es außerordentlich bedauert werden, daß faum ein Staat den Grundjaß der paritätischen Vertretung der Arbeiter und Unternehmergruppen eingehalten hat. In der Tschechoslowakei sind z. B. unter durch die Teilnahme Ameritas doch gewisse zur Stenerreform abgab, die wir nachfolgend im erhöht, die Zudersteuer, die Spiritussteuer wurde acht Delegierten und 13 Experten nur zwei Vertreter der freien Gewerkschaften, nämlich die Genossen Tayerle und Pohl. lichen Probleme zu lösen, indem es der europäischen Wirtschaft Geschenke macht. Um also nicht von vorneherein eine Blamage zu holen, hat man wohlweislich diese Frage nicht auf die Tagesordnung gefeßt und hofft nun vielleicht Stonzessionen zu erreichen. J. B. Die Steuerreform für uns unannehmbar. Eine offizielle Erklärung unseres parlamentarischen Klubs. Prag. 3. Mai. Das Abgeordnetenhaus ging heute in die Generaldebatte über die Steuerreform ein. Als erster Kontraredner ergriff Geoe Diets das Wort, der am Schluffe feiner Rede eine prinzipielle Erklärung unseres Klubs Wortlaut veröffentlichen: vornimmt, da die breiten Maffen die Lasten der Verbrauchsstener faum mehr zu ertragen ver mögen. So wurden die Veratungen eines Gesetzes von geradezu fundamentaler Bedeutung für die Lebensverhältnisse der Bevölkerung und die Entwicklungsmöglichkeiten der Volkswirtschaft zur bloßen Formalität herabgedrückt. Die Zölle auf Getreide und Vich, auf Fett und Fleisch, ja selbst auf Kartoffeln und Heringe wurden hinaufgeschraubt, die Umsatzsteuer wird mit wach sender Strenge eingetrieben, so daß sie trotz sinken den Konsums immer höhere Erträge liefert, aber die Steuern für die Besitzenden, für die Induſtriellen und Landwirte ſeht man herab. Nach dem Voranschiog für 1927 betragen die direkten Steuern 2167 Millionen, die indirekten 6494, ja wenn man die Reinerträgniffe der Monopole und der Tabakregie, die den Charakter indirekter Steuern haben, dazu rechnet, jogar 7841 Millionen. Volle vier Fünftel der Steuerlasten bedrücken den Massenverbrauch, gar nicht zu reden von den hunderten Millionen, welche die Arbeiterklasse als Einkommensteuer entrichtet und die, während gleichzeitig den Großkapitalisten alle möglichen Begünstigungen und Nachlässe gewährt werden, von den armseligen Löhnen mit aller Strenge und selbst für die zurückliegenden Jahre ein getrieben worden sind: Aber die Steuerreform setzt die Steuern für die BeNicht minder wichtig ist für die Arbeiter„ Das erste Wort bei der Beratung der Steuerschaft das Wanderungsproblem. reform im Plenum des Abgeordnetenhauses ist der Untersucht man das Programm der Kon Europa ist in den meisten Staaten überböffert, entschiedenste Protest gegen die Methoden, welche ferenz, so sicht man. daß es sehr weitläufig der vordem normale Ablauf durch Abwondering auch bei der Verhandlung dieses umfangreichen Ela ist. Der erste Teil soll eine Art Generaldebatte ist heute infolge der rigorosen Absperrungs- borates, das eine außerordentlich fomplizierte und über die Weltwirtschaftslage bringen, wobei maßnahmen der USA gehemmt, nach den schwierige Materie zum Gegenstand hat, von der man sich über die Ursachen der im Handel und agrarischen Gebieten Kanadas und Südomeri Mehrheit des Hauses angewendet worden sind. Vier Industrie auftretenden Stodungen flar werden fas infolge des Kapitalmangels faum möglich. Monate lang haben sich die Verhandlungen im Bud will. Hat sich die Konferenz ihre Basis so ge- Gerade die Frage der Kolonisierung bradi getausschuß hingeschleppt, aber nicht etwa, weil eine brach- gründliche, gewissenhafte Beratung stattgefunden hat, wijfermaßen erarbeitet, soll sie fonkret über liegender Agrargebiete müßte eine Sache der nicht, weil die Anregungen und Vorschläge der Oppo fein. um das brennende Arbeitsition in ernste Erwägung gezogen wurden, sondern die Beseitigung oder Milderung dieser Stoffungsursachen beraten. Auch hier ist aber schon losenproblem Europas, das der produktiven weil die Beratungen durch den Schacher im Schoße eine Reihe fonfreter Punkte aufgestellt, über Wirtschaft ungeheure Werte entzieht, einer ge- der Mehrheitsparteien immer wieder unterbrochen welche eben beraten werden soll und ihre Ueber- wissen Lösung näherzubringen. Die 10 bis 15 wurden und oft auf Wochen hinaus ins Stoden gesicht zeigt, daß an positiven Ergebnissen von Millionen Arbeitslosen, die man heute in Euro- rieten. In geheimen Koalitionsberatungen, in der pa einschließlich Rußlands zählt, belasten die smicka, welche offenbar die von deutsch aktivistischer dieser Konferenz nicht viel zu erwarten ist. Interessanter nämlich als die Aufzählung Produktion mit sicherlich 20 Milliarden Ke Seite angelündigte Ueberwindung der Petka dar stellen soll, ist der Regierungsentwurf gründlich um all der vielen einzelnen Beratungsgegenstände jährlich, wenn man die höheren Unterstüßungs- gearbeitet worden, in der Geheimküche der Koalition ist die einfache Feststellung dessen, was sich fäße in den valutarisch beſſergestellten Ländern wurde die Reform gebraut. Die verfassungsmäßige jibenden herab. Der Finanzminister Engliš bat unter ihnen nicht befindet. Man hat das in Betracht zieht. Man vermöchte unschwer mit störperschaft, der Ausschußz durfte dann über die An selbst zugeben müssen, es geschah dies auf der Finanz- und Währunnsproblem der Hälfte dieser Summe bei geeigneter Aus- träge der Wiehrheitsparteien reden, aber zu sagen Manifestationsversammlung der Industriellen daß die wirtschaftlichen Verhältnisse vor allem einen cbenso wie das Wanderungsproblem wahl einem erheblichen Prozentjat der dauernd hatte er nichts. Immer im letzten Momente, von der offiziellen Tonesordnung ausgeschloß- Arbeitslosen eine neue Eristenz zu schaffen, immer erst bei der Beratung des bestimmten Rapibbau der von ihm als Geschäftssteuern bezeich jen. Loucheur, der gewissermaßen als Proteftor wobei die reugeschaffenen Werte vom allgemein tels, wurden die Anträge der Regierungsmehrheit neten indirekten Steuern erfordern würden, die stei vorgelegt, so daß die Opposition gar nicht in der gende Teuerung, die wachsende Arbeitslosigkeit, das flägliche Lohnniveau machen die Abbürdung aller der Konferenz auftritt, hat fürzlich in Berlin feminichaftlichen Standpunkt aus eine Lage war, sie gründlich zu studieren, und die ganze einen Vortrag gehalten, in dem er dieses sicherlich äquivalenie Verzinjung böten. gewissenhafte Vorbereitungsarbeit, der wir uns unter Lasten, welche die Lebensbedürfnisse vertenern, zur dringensten Notwendigkeit, aber die Steuerreform ehlen io wichtiger Punkte bearündet hat. Man wird froß der eigentlichen Absicht um zogen haben, fast völlig entwertet wurde. jetzt die Steuern für die Kapitalisten und Agrarier Er meinte es mit dem Hinweis cut- die Besprechung dieser lebenswichtigen Fragen herab. schuldigen zu können, daß die Finanzwirt nicht herumfommen. Ihre Behandlung wird Die Industriellen vor allem haben nach dieser schaft in den einzelnen Steaten aereaelt und die ich schon aus den aktuellen Problemen der Reform geschricen und ihre Beschleunigung Währung stabilisiert sei. Herr Loucheur fonnte Schwierigkeiten der Produktion und des Hanimmer und immer wieder verlangt. nicht voraussehen, daß ihm das Schicksal im ja- dels ergeben. Diese fird nun wahrlich nicht neDas allein beweist uns schon, was das Wesen dieser banischen Finanzfrach, dem größten der letten rino. Beim Handel ist es in erster Linie die Aber die Krönung dieser Methoden ist die Beratung Reform ist. Wenn sich die Industriellen heute ungu Jahrzehnte, so bald den Gegenbeweis liefern d) ut 3 ollaciekgebung, weiche den im Plenum. Zur Berhandlung eines Gesetzes von frieden stellen, wenn ihnen die Ermäßigung der Schutzol würde. Das phantastische Ansteigen des Lire- aegenseitigen Handel außerordentlich hemmt. folchem Umfange und von solcher Bedeutung gibt Steuersäge, die einschneidende Berfürzung der Befunies spricht ebenfalls von keiner Währungs- Befowders die neugegründeten Staaten, dann Steuerreform jahrelang vorbereitet wurde, nachdem Umlagen noch zu wenig ist, so fönnen solche Beschwer man uns gerade eine Woche Zeit. Nachdem die messungsgrundlage, die Drosselung der autonomen ſtabiliſierung. England. Frankreich und Deutsch aber auch das infolae des Kriegsabschlusses sie ein halbes Jahr im Hause gelegen ist, soll nach den niemanden täuschen, der aus der Lektüre der land haben für den Augenblich ihre Finanzen überindustrialisierte Frankreich verfallen af dem Dittat der Michrheit, dem sich das Präsidium als Dividendenschäßungen und Bilanzen ersehen kann, unter schwersten Opfern heregelt. Aber schon möhlich in einen Protektionismus, der aus willfähriges Werkzeug unterordnete, bis zum 12. Mai, daß die kapitalistischen Unternehmungen im Krisen dieses Jahr hat Churchill ein Budget vertreten, allen euroväischen Staaten einschließlich der bis zu einem bestimmten, knapp bemessenen Termin jahr 1926, das so viel Not und Glend über die Arbetdas mehr als frisiert war und wahrscheinlich Protektionisten Bettler machen muß. Daß die der Entwurf in beiden Lesungen verabschiedet ſein, nächstes Jahr aus dem Gleichgewicht kommen Stonierenz, wenn sie einen praktischen Zweck damit auch die bloße Stritif des Geseves in die der wird. Deutschland leistet gegenwärtig seine Re- erfüllen soll, in erster Linie wenigstens moralisch Roalition genehmen Grenzen gebannt wird, damit parationszahlungen, die hauntiächlich der Aus einen Druck in der Richtung eines scharfen Zoll- auch die Möglichkeit, die Bevölkerung über Inhalt und Auswirkungen der Neuregelung aufzuklären, balanzierung des französischen und belgischen abbaus ausüben muß, ist wohl zu klar. auf das von der Mehrheit gnädigst gestattete Maß Etats dienen. In zwei Jahren wird aber der Die Produktion vernicht den Schwierig reduziert werden kann. " normale" Höchststand der Meparationen er feiten, die sich ihr aus den gegenwärtigen Verreicht werden und man ist sich in deutschen hältnissen ergeben, auf andere Weise beizuWirtschafts- und Regierungsfreisen heute kommen. Gerade die internationale schon klar, daß es nicht so ganz einfach Martellierung soll einen wichtigen Aber geradezu aufreizend muß es wirken, daß selbst die Agrarier die Gelegenheit benüßen, auch sein wird. die alljährlich wiederkehrende Programmvunft der Konferenz bedeuten. Die ihre wahrhaft ganz und gar unzureichende SteuerMilliardenbelastung zu tragen. Die kleinen französische Industrie hat hier ein Sonderinier- Aber dieser plumpe parlamentarische Trick wird leistung noch herabzudrücken. Staaten mit ihrem unverhältnismäßig esse zu wahren: ihr liegt im Rahmen der inter- seine Wirkung verfehlen. Zu fraß ist das Unrecht, großen und teuren Verwaltungs- und Militär- nationalen Startelle on einer möglichst hohen das an den Massen der arbeitenden Bevölkerung auch Seit der Einführung des geltenden Systems der durch diese Steuerreform wieder begangen wird, zu direkten Steuern hat sich die allgemeine Eriverbstener apparat können ebenfalls kaum behaupten, daß Quote, so wie sie sich diese im Rohstahlfartell deutlich ist die Begünstigung der Besibenden, die in in den historischen Ländern auf das Fünfzehnjache, fie so felienfest daſtünden. wie es dem Serrn acſichert hat und nunmehr auf Konto der zu ihr enthalten ist, als daß man die Erkenntnis dieser die besondere Erwerbsteuer auf das Einundzwanzig Loucheur scheinen mag. Sind aber die Finanzen gering bemefienen deutschen Quote Sonder Tatsache durch irgendwelche Mittelchen verhindern nicht geregelt, so ist es die Währung erst, recht profite aus dem Neberschreibungspönale der könnte. nicht. Ist aber die Mährung in ihrem interna tionalen Geiautverhältnis nicht stabilisiert, dann leiden die internationalen Kreditverhält Seutichen Schwereisenindustrie bezieht. Aber der Pferdefun diefer internationalen Startellicungen zeigt sich gerade in dieser Beleuchtung In diesem Vorgehen erblicken wir eine Vergewaltigung der Minorität, wie sie selbst in der an ähnlichen Vergewaltigungen reichen parlamentarischen Geschichte der Tschechoslowakei vereinzelt dasteht. Dieser Steuerreform ist das Urteil schon durch die Feststellung gesprochen, daß sie eine Herabsehung der direkten Steuern just in einer Zeit terklasse gebracht hat, fast durch wegs dieselerzielt haben, als im Konjunkturjahre 1925 und dies unter der Geltung der jewigen angeblich so unerträg lich hohen Steuersätze. Diese Tatsache beweist unwi derleglich, daß die Steuerreform nicht den Zwed hat, der„ notleidenden" Industrie bessere Konkurrenz bedingungen zu schaffen, sondern daß sie ausschließ lich von der Tendenz erfüllt ist, die kapitalistischen Profite noch zu vergrößern. ben, ja zum Teil sogar höhere Gewinne fache, die Personaleinkommensteuer auf das Hundert zwanzigfache, die Grundsteuer aber nur auf das Vierfache vermehrt. Und trotzdem wird auch diese Steuer noch herabgesetzt, das Steuerprivilegium der Agrarier noch ausgebaut. Betrachten wir demgegen Gette 2. über die Behandlung der wirtschaftlich Schwachen. 1 Heller für Heller, Krone für Krone wird die Ein kommensteuer vom Lohn der Arbeiter allwöchentlich eingetrieben, ohne Rücksicht darauf, ob das Gesamteinkommen im Jahresdurchschnitt den Abzug recht. fertigen würde, ohne Rücksicht darauf, ob Krankheit oder andere drückende Laſten, die sonst Steuerermägi gungen zur Folge haben, den Arbeiter treffen oder nicht. Beim Proletarier erinnert sich der Staat der Erfüllung der Steuerpflicht bis zum letzten Rest, beim Kapitalisten verläßt man sich unter nicht ganz ernst geinten Strafandrohungen auf die Steuermoral. Ja die Mehrheitsparteien haben die Stirn aufgebracht, deu Arbeitern für das zweite Halbjahr 1927 den doppelten Steuerabzug aufzuerlegen. Während Sie den Kapitalisten im Uebergangsjahre die Möglichkeit geben, ihre Bilanzen mit steuerfreien Reserven vollzustopfen und so den Eintritt in das neue Steuersystem mit einem Extraprofit zu feiern, sollen die Arbeiter in sechs Monaten die Steuern eines Jahres bezahlen und die verspätete Erledigung der Roalitionspadeleien mit Hunger und Elend büßen. Nicht minder empört uns die Lösung des Problems des steuerfreien Minimums. Dieselbe Steuerreform, die Spekulationsgewinne schonend genug behandelt, setzt das Existenzminimum mit 7000 kronen fest, was nicht nur hinter der Steigerung der Lebenshaltungskosten, sondern selbst hinter der Geldentwertung weit zurückbleibt. Wenn diese Vorlage Gesez wird, wird der Millionär Hunderttausende an Einkommensteuer ersparen, aber der arme Teufel wird nach wie vor sich den Vissen vom Mund absparen müssen, um seiner Steuerpflicht zu genügen. Das Bekenntnis eines Kommunisten. Ein vernichtendes Urteil über die Gewerkschaftstattit der Kommunisten. Der Einheitsfrontschwindel.- Zur Zur Gewerkschaftseinheit wird es trotz den Kommunisten kommen. Wir haben bereits darüber berichtet, daß der chemalige fommunistische Abgeordnete Světlit über die kommunistische Politik und Taktik ein vernichtendes Urteil gefällt hat. Wir wollen nun feine Erklärung, die ein Bekenntnis ist, wörtlich bringen. Světlik schreibt im Organ des Verbandes der tschechischen chemischen Arbeiter: Mittwoch, 4. Mai 1927. Inland. " Der Schwindel mit der Deutschen Boltsgemeinschaft. Nachdem die verschiedenen Wahlgemein schaften, Hausbesizer- Beamten- Arbeiter und Sonstige Gruppen zur Bekämpfung der deutschen fchaftsfrage angenommen wurde, sind Kollektiv. Sozialdemokraten nicht mehr genügen, haben sich vertrag und soziale Gesetzgebung keine Mittel des die bürgerlichen Parteien einen alten Schwindel Gewerkschaftskampfes. Die Arbeiterschaft braucht neu zurecht frisiert: Die Deutsche Wahlgemeinaber nicht den Kampf um jeden Preis, fadern schaft." Sie ist eine nahe Verwandte der Deut Verbesserung ihrer Existenz. Diese Ueberzeugung schen Volfsorganisation", die vom deutschnatio dringt durch und es befestigt sich die Anschauung, nalen Abg. Sorpynka, als einziges Mittel, um daß die alten Gewerkschaftsorganisationen ge- die Sudetendeutschen aus der trostlosen Lage her. wissenhaft ihre Sendung erfüllen. Der kommunis auszubringen," in einer Versammlung in Schlut stischen Partei handelt es sich nicht ernstlich um tenau empfohlen und vom deutschnationalen die Einheitsfront der Arbeiterschaft und um die Abg. J. Kaibl in einer Versammlung in Ober Einheit der Gewerkschaften. Die Parole der Ein- Einsiedel als schädlich erkannt wurde. Anläg heitsfront wird nur deswegen verkündet, damit lich der Gemeindewahlen in Roßbach meldete sich nach den Thesen der kommunistischen Partei in die Deutsche Wahlgemeinschaft," wie unser Karls gemeinsamen Versammlungen die Arbeiterschaft bader Bruderblatt berichtet, mit folgenden Wahlgegeneinander aufgehetzt werden könne. Wenn aufruf: diese Thesen nicht wären, wonach jeder ernste Gewerkschaftskampf Reformismus, Patriotismus und Verrat ist, gäbe es wieder die gewerkschaftliche Einheit. Aber zur Einheit der Gewerkschaften wird es kommen. Die Arbeiterschaft begreift und unterscheidet zwischen ehrlicher Arbeit und Dema gogic. Sie kommt zur Ueberzeugung, daß sie nach dem Umsturz von dem rechten Weg abgeleitet wurde und daß nichts anderes übrig bleibt, als auf den alten Weg zurückzukehren. Den Fehler einsehen und daraus die Folgen ziehen, ist ehrenvoller, als im Irrtum zu verharren. Deshalb rufe ich: Arbeiter, Angehörige der kommunistischen Partei, ihr seid auf unrechtem Wege! Kehret zurück auf den alten und sicheren Weg!" „ Ich wurde Kommunist aus Idealismus. Aber ich wurde getäuscht. Ich habe mich von der Verderblichkeit der Leitung der Gewerkschaftsbe= wegung durch gewerkschaftlich nicht organisierte und nicht erfahrene Leute aus der kommunistischen Parteileitung überzeugt. Daraus find Streitig keiten zwischen den Gewerkschaftern und der Leitung der kommunistischen Partei entstanden, die seinerzeit bei einer Beratung ein Vertreter Moskaus selbst ausgleichen wollte. Es hat sich gezeigt, daß die kommunistische Partei andere Ziele habe, als die Stellung der Arbeiterschaft zu verbessern. Alle Verbesserungen der Verhältnisse sind nach Meinung der Führer der kommunistischen Partei Reformismus. Der Abschluß von Kollektivarbeitsverträgen ist nicht das Ziel der von der kommis nistischen Leitung hervorgerufenen Streiks. In der Slowakei gibt es viele Opfer leichtfertig hervorgerufener Streits. Die Zentrale des Internationalen Allgewerkschaftsverbandes unterlag dem Kommanda des Politbüos und die Bezirkssekretäre der Gewerkschaften des J. A. V. der Bezirksleitung der kommunistischen Partei. Wie oft Diese Kundgebuna ist um so bemerkenswer ist es geschehen, daß der Gewerkschaftssekretär schon einen befriedigenden Kollektivvertrag verein- ter, als es sich bei Světlit um einen alten Gebart hatte( Tuchfabrik in Trencsen), aber die Lei- werkschafter handelt, der schon in der Zeit vor dem tung der kommunistischen Partei hat ihn mit dem Striege als gewerkschaftlicher Vertrauensmann der Befehl vereitelt, den Streit fortzusetzen. Aller- Arbeiter' chaft tätig war und schon viele gewerkdings, Ergebnis dieser unsinnigen Weisung: die schaftliche Sämpfe geführt hat. Sein Bekenntnis Arbeiter ohne Brot, verwundet und andere Opfer ist ein Beweis, daß die Wahrheit auf dem Marsche und Verluste. Wer diesen Unsinn in der kommu- ist, und daß die Arbeiterschaft die Demagogie, welche die Kommunisten mit den Lebensintereffen entkleidet und ausgeschlossen. Nach der Resolution, der Arbeiterschaft treiben, immer mehr durchschaut. die vom kommunistischen Parteitag zur GewerkGenau so wie mit der Einkommensteuer verhält es sich mit allen Ertragssteuern. Sowohl dem kleinen Gewerbetreibenden wie dem kleinen Landwirt wird ein steuerfreies Existenzminimum verweigert. Die Steuerreform schon die Kapitalseinfommen, fördert die Besizanhäufung, läßt ſtenerfreie Abschreinistischen Partei kritisiert, wird seiner Funktion bungen im weitesten Umfange zu, aber die harte Arbeit des fleinen Landwirtes, die unsichere Existenz des Kleingewerbetreibenden wird neben der Einkom mensteuer noch mit Ertragssteuern belastet. Wie die Arbeiter, so werden auch ihre Organisationen behandelt. Während die agrarischen Genossenschaften fast durchwegs steuerfrei bleiben, sollen die Steuersäge für dic Konsumgenossenschaften gegenüber der Regierungsvorlage verdoppelt werden. Der Bespizzelung und der Denunziation aber wird durch neue Strafbestimmungen Tür und Tor geöffnet. Der stolze Bau unserer genossenschaftlicher Organisation wird auch durch diesen Angriff nicht erschüttert werden, aher in offen zur Schau getragenen Gehässigkeit gegen die Institutionen der Arbeiterschaft tritt der arbeiterfeindliche Geist der Vorlage geradezu handgreiflich jutage. Vielleicht das größte Verbrechen aber begeht die schaft der Gemeinden von Zuschüssen aus Fonds abhängig, in deren Verwaltung gleichfalls die Bürokraten und die reaktionären Paricien das entscheidende Wort sprechen werden. Das Gesch über die Finanzwirtschaft der Selbstverwaltungskörper wird so zum Totengräber der Selbstverwaltung und es wird in dem Buch der Schande, das die Geschichte den deutschen Regierungsparteien schreiben wird, auf einem besonderen Blatt mit unauslöschlichen Lettern stehen, daß sie den deutschen Gemeinden, daß sie dem letzten Rest deutscher Selbstverwaltung in diesem Staate kapitalistischen Profitinteressen zuliebe einen geradezu tödlichen Stoß versetzt haben. Ganz im Geiste der materiellen Bestimmungen sind auch die Vorschriften über das neue und vereinheitlichte Steuerberfahren gehalten. Sie jetzen ernannte Kommissionen anstelle gewählter, sie verdrängen die Arbeiterschaft vollständig aus ihnen, sie schließen der Gleichberechtigung der Geschlechter zum Sohn die Frauen von ihnen aus, fur; sie machen auch die Steuerverwaltung zum Privileg der herrschenden Reform an der Selbstverwaltung. Sie verstopft die wichtigste Einkommenquelle der Gemeinden, sie unterwirft ihr Budgetrecht nicht nur der formalen, sondern auch der materiellen Kontrolle der Aufsichtsbehörden, die insbesonders nach Durchfüh rung der famojen Verwaltungsreform vom bürokratlassen. tischen und fiskalistischen Geist durchdrungen sein Drafonische Straf- und Eintreibungsbestimmun nerden. Sie bedroht die Bürgermeister mit Strafen gen, die für die kleinen Steuerträger unerträgliche und selbst mit der Abseßung, falls sie mehr Sorge Härten mit sich bringen, werden für die Besitzenden für die sozialen und kulturellen Bedürfnisse ihrer durch Stundung, Abschreibung und Strasablaß ungeGemeinde als Respekt vor den Stenerprivilegien der fährlich und unwirksam gemacht. Wenn das neue Besitzenden zeigen sollten, sie macht die Finanzwirt- Steuerstrafverfahren gut wäre, wozu bedürfte Die grinsende Frage. Roman von Victor Hugo. 40 Aus dem Französischen übersetzt von Eva Schumann. Was denn?" „ Sie mal." Wo denn?" ,, Auf dem Platz da." Ja, und?" ,, Siehst du den Mann dort?" ,, Den im schwarzen Gewand?" " Ja." ,, Der eine Art Hammer in der Hand hat?" " Jawohl." Nun, und?" Nun, Gwynplaine, dieser Mann ist der Wapentafe." Wer aber nun gar einen anderen im Schlosse des Königs schlägt, dem wird die rechte Hand abgehauen. Ein Nasenstieber und eine blutende Nase und du bist einarmig. Wer vor einem bischöflichen Gericht der Seßerei überführt wird, der wird lebendig verbrannt. Wer Ihrer Majestät den Eid bricht, dem wird bei lebendigem Leib der Bauch aufgeschlitzt und das herausgerissene Herz um die Ohren geschlagen. Präge dir diese Be griffe von Recht und Gerechtigkeit ein, mein Sohn. Sich nie ein Wort herausnehmen und bei der fleinsten Beunruhigung sich davonmachen, das ist meine Tapferfeit, und ich rate sie auch dir an. Was Wagemut anbetrifft, so mach' es wie die Vögel; was Geschwäßigkeit angeht, mach' es wie die Fische. Im übrigen hat England das Gute, heißt daß seine Gesetzgebung sehr milde ist." Nach dieser Ermahnung war Ursus noch ein paar Tage voll Unruhe, Gwynplaine jedoch nicht. Die Unerschrockenheit der Jugend beruht auf Mangel an Erfahrung. Immerhin schien es, als habe sich Gwynplaine ruhig verhalten, denn die Wochen flossen friedlich dahin, und es hatte nicht den Anschein, als ob die Auslassungen über die Königin irgendwelche Folgen gehabt hätten. Ursus war, wie gesagt, feineswegs gleichgültig; wie ein sicherndes Reh witterte er stets nach allen Seiten. Eines Tages, furz nach der feierlichen Ermahnung Gwynplaines, blickte er durch das Guckloch in der Mauer, das auf den Play hinaus ging, und wurde totenblaß. Gwynplaine?" ,, Was ist denn das, ein Wapentafe?" ,, Das ist der Vorsitzende der Hundert." Was ist das: der Vorsitzende der Hundert?" ,, Das ist ein furchtbarer Beamter." ,, Was hält er denn in der Hand?" „ Das ist das Jron- weapon." ,, Was ist das Iron- weapon?" ,, Etwas aus Eisen." ,, Was macht er denn damit?" " Zunächst schwört er darauf. Und deshalb er der Wapentafe." Und dann?" dann neben den schon bestehenden Gesetzen gegen die Presse noch eines besonderen Schußgefeßes für die Steuerbehörden und die Steuerkorruptionisten, das der ohnehin überlasteten Klassenjustiz neue Opfer zutreiben wird? So ist die Steuerreform in ihrer Gesamtheit und fast in allen ihren Einzelheiten ein würdiges Produkt der bürgerlichen Klassenpolitik. Haß gegen die Arbeiter, Haß gegen die Selbstverwaltung, Rücksichtslosigkeit gegen die wirtschaftlich Schwachen, aber Botmäßigkeit gegenüber den Befigenden aus allen Paragraphen. Wir lehnen dieses Werk zur Gänze ab und wenn wir uns bemüht haben und auch im Plenum bemühen werden, es durch Abänderungsanträge zu ver bessern, so bedeutet dies keineswegs eine Zustim mung zu seinen Grundzügen. Wir sagen viel. mehr dem Entwurf und dem ganzen System, dessen Ausdruck er ist, unseren schärfsten Kampf an, den wir auch nach Gefeßwerdung der Vor lage fortführen werden. Wir werden gegenüber dem Votum des Hauses das Urteil der Bevölferung über die Steuerpolitik der Mehrheit anrufen und wir sind fest überzeugt, daß gerade diese Steuerreform zur Austlärung der Massen über den wahren Inhalt bürgerlicher Politik wesentlich beitragen und die bevorstehende Abrechnung der breiten Massen mit ihren offenen und ver= stedten Feinden beschleunigen wird! ,, Nein." ,, Wieso?" ,, Er redet kein Wort, und man redet auch tein Wort." ,, Aber..." „ Er berührt einen mit dem Jron- weapon, und alles ist gesagt. Man muß mitgehen." ,, Aber wohin denn?" Sinter ihm her." Aber wohin mur?" Wohin er will, Gwynplaine." " Und wenn man Widerstand leistet?" Wird man gehängt." Ursus hob den Stopf an das Guckloch, atmete befreit auf und sagte: „ Gott sei Dant, daß er vorbei ist, er ist nicht zu uns gekommen." Ursus ängstigte sich wahrscheinlich mehr als nötig wegen möglicher Klatschereien über die unbedachten Worte Gwynplaines. ፡፡ " Deutsche Volksgemeinschaft, Humanitärer Verband für allgemeine Wohlfahrt in der deuts schen Heimat und damit, vor allem, für Woh nungsnotabhilfe. Die wirtschaftliche Not, verstärkt durch persönliche Vorteilsspetitlationen im öffentlichen Leben wie durch dauerndes, über flüssiges Parteigezänke, hat es notwendig er fcheinen lassen, eine neue Gemeinde- Wahlgruppe unter obigem Namen und Ziel auch hierorts ins Leben zu rufen, um allen ſtrebsamen, jedoch minderbemittelten hiesigen Einwohnern und Volksgenossen Freund und Berater zu sein. Die politisch freie Stellung dieser Wahlgruppe in Verbindung mit ihren selbstlosen, sozialen Bestvebungen fönnten es eigentlich allen lebenscrfahrenen Kleinbürgern zur Pflicht und allen freidenkenden Wählern zur Aufgabe machen, sich dieser Gruppe anzuschließen, um ihr die beabsichtigte spätere Gründung einer Vereinigung Für Wohnungsfürsorge und humanitäre Hilfe auf Gegenseitigkeit und in allen Lebensnotlagen" zu ermöglichen zum Wohle der Heimatsgemeinde, vor allem aber zur Besetb gung der Wohnungsnot und zur wirtschaftlichen Aushilfe der breiten Bevölkerungsschichten ohne Unterschied der politischen Anschauung oder Parteirichtung." Ja, das ist's, was dem deutschen Volke noch fehlt! Eine Gesellschaft für humanitäre Hilfe auf Gegenseitigkeit und in allen Lebensnotlagen. Eine große Idee! Kein Wunder, wenn dann die Roßbacher Gruppenführer der Volksgemeinschaft" die Kandidaten begrüßt, die allen Schichten ents nommen sind. Nummer 1: ein Weber, Nummer 2: ein Gastwirt, Nummer 3: ein Industrieller Nummer 4 bis 7: Gewerbetreibende, Nummer 8: ein Maurer und Nummer 9: ein Landwirt. Wie tlug ausgetüftelt, diese Volts- Hilfsgemeinschaft, auf Gegenseitigkeit!" Der Fabrikant gibt z. B. zum Wohnungsbau das Geld, der Maurer und die Ge werbetreibenden bauen, der Wirt liefert Trinken und Essen und der Bauer das etwa noch fehlende. Juchei, die soziale Frage ist gelöst! Die Wähler von Roßbach sind aber auf den Schwindel n'cht hereingefallen, so caß die Deutsche Wahlgemeinschaft" leider nicht in die Lage kommt, sich vraftisch zu beta gen. Nun: Hilfs nicht so schads nicht!" Bielleicht haben die Gemeinschaftler im Sampf gegen die Sozialdemokratic bei Dümmeren Glück. Späte Erkenntnis. Seit Jahren schreiben wir darüber, daß die Politik des Hochschuzzolles gerade für einen Exportſtaat wie die Tschechoslowakei schädlich ist. Vor einigen Tagen ist nun zu dieser Erkenntnis auch Die Prager Presse" gekommen, die in ihrem Leitüberfüllt. Kein Pflasterstein war im ganzen Hof mehr zu erblicken nur noch Gesichter. Nur die„ Loge" für den Adel blieb leer. Aber eines Abends war auch da jemand. Es war ein Sonnabend der Tag, an dent die Engländer es besonders eilig haben mit dem Amüsieren, weil sie sich den ganzen Sonntag langweilen müssen. Der Saal war übervoll. Wir sagen Saal". Auch Shakespeare hat lange Zeit nur den Hof eines Gasthauses als Theater gehabt, und er nannte ihn Saal", Hall. Als der Vorhang sich teilte und Ursus, Homo und Gwynplaine auf der Bühne standen, warf Ursus, wie gewöhnlich, einen Blick auf das anwesende Publikum; es durchfuhr ihn. Die Loge für den Adel" war besetzt. Eine Frau saß allein, mitten in der Loge auf dem Lehnstuhl aus Utrechter Samt. Sie war allein, und doch füllte sie die Loge. Von gewissen Wesen geht ein Leuchten aus. Diese Frau verbreitete Glanz, wie Dea- aber Es ereignete sich etwas Neues. anders. Dea war bleich die Frau war rosig. Jmmer heller loderten im Tadcaster- Hof Dea war wie der erste Schimmer des Tages Lachen und Freude empor. Der Wirt und sein diese Frau war das Morgenrot. Dea war schön Junge hatten kaum Hände genug, um all das diese Frau war herrlich. Dea war die UnBier auszuschenken. Am Abend waren alle Fen- schuld, die Reinheit, die Weiße- diese Frau ster des niedrigen Saales hell erleuchtet, und fein war der Purpur. Ihr Glanz strahlte über die " Der Wapentafe berührt einen mit dem Tisch blieb frei. Es wurde gesungen und gebrüllt; Loge hinaus, in deren Mitte sie reglos thronte in Iron- weapon?" ,, Dann berührt er einen damit." ,, Womit?" ,, Mit dem Fron- weapon." " Jawoh!." ,, Was bedeutet das?" ,, Das bedeutet: Folge mir." Und da muß man ihm folgen?" „ Jawohl." ,, Wohin denn?" Wie soll ich denn das wissen?" het?" ,, Nein." „ Aber man kann ihn danach fragen?" -M der große, alte, vergitterte Ofen glühte, vollge- der überströmenden Fülle eines Götterbildes. stopft mit Steinfohlen. Es war wie ein Haus aus Feuer und Lärm. Im Hof, das heißt im Theater, waren noch mehr Menschen. Das Vorstadtpublikum, das Southwark liefern tonute, strömte zu den Vorstellungen des Besiegten Chaos" so zahlreich zusammen, daß In dieser schmutziger Menge strahlte sie wie ein Sarfunkel, sie überschwemmte das Volk mit so viel Licht, daß sie es in Schatten ertränkte, und all diese dunklen Gesichter erloschen vor ihr. Ihr Glanz überstrahlte alles. Aller Augen waren auf sie gerichtet. Tom- Jim- Jad war unter der Menge. Auch „ Aber er sagt einem doch, wohin er einen fein Bläßchen mehr zu finden war, sobald der er verschwand wie die andern im Strahlenglanz Vorhang aufging( das heißt sobald die Seiten- dieses blendenden Geschöpfes. wand der Green- Boy sich niedersenkte). Die Fenster quollen über vor Zuschauern, der Balkon war ( Fortseßung folgt.) Mittwoch, 4. Mai 1927. ten lieſt: Seite 3. auffat den Industriellen folgendermaßen die Levi- von seinem Amte als Vizebürgermeister zurüd- politisch wäre nicht zu klagen, alles ist in bester und Wege finden, sich ihrer Steuerpflicht zu entzie zutreten. Der Grund ist der, daß Skala ein Reche Ordnung man muß schon nach China gehen, hen, während nur die Kleinen und Unwissenden in Da ist zunächst die Frage des Zollschußes. Sier ter ist. hat der Staat alles getan, was nur von der Judu- Was macht Smeral? Die Arbeiter, die des aufspielen will. Man geht ja übrigens auch nicht wenn man der Konterrevolution ein Tänzchen den Maschen des Gesetzes hängen bleiben werden. strie verlangt wurde, aber gerade dadurch, daß er naiven Glaubens find, daß ein Arbeiterführer, gan; freiwillig; man hat vielleicht wieder etwas Die Steuerreform ist zu einem Klossengeset allen, auch den egoistischeſten Wünschen der Indu auch ein kommunistischer, an die Spitze seiner in Moskau ausgefressen oder aber die alten Sün Die deutschen Landbündler, die Christlichsozialen und im Klassenstaat geworden. strie nachgekommen ist, ist vielleicht auf lange Sicht Partei gehört, müssen sich jetzt belehren lassen, den sind noch nicht ganz wieder gutgemacht. Wenn Gewerbetreibenden geben jauchzend um ein paar mitunter mehr Schaden als Nußen gestiftet wor- daß dies überlebte Ansichten sind. S meraí, der man mun mit Aufgaben im Fernen Osten betrant Brosamen willen die Intereffen des kleinen Mannes den. Jedenfalls hat sich unsere Induſtrie allzu erste Führer der tschechoslowakischen Kommu wird, hat man natürlich noch mehr Zeit als bei preis und verkaufen sich mit Haut und Haar dem ipät umorientiert, sie hat von ihren hochschutzöll- nisten, gibt den Arbeitern das rechte Beispiel, bloßem Aufenthalt in Moskau, zu zeigen, daß Großkapital. Wer aber Wind fat, wird Sturm ernten, wohin der vorderste Vertrauensmann fommu- mant fern von Europa unerfeßlich ist. Schließlich nistischer Arbeiter gehört. Bor wenigen Monaten haben die Kommunisten ja neben Smeral noch ist er erst nach mehr als einjährigem Aufenthalt vierzig Abgeordnete im Prager Parlament, die ja aus Moskau zurückgekommen und schon meldet ausreichen zum Beweis, daß auch eine Million wieder eine Korrespondenz, das Smeral sich be- Wählerstimmten für die Kommunisten nichts be reits wieder in Moskau befindet, wo er deutet. Sollte aber troß der überaus günstigen zum Leiter der Propagandaabtei- Lage des Proletarites in der Tschechoslowakei lung für den Fernen Osten( insbe- doch einmal und ausnahmsweise eine Arbeiter fondere China) ernannt worden ist" frage von größerer Bedeutung auftauchen, ſo iſt Na, also. Jetzt wird die Revolution erst so richtig in der erste Mann der Partei leicht ersetzt: dann in Schwung kommen! In der Tschechoslo fommt eben furzerhand über Moskau ein Chinese wat ei gibt es für einen revolutionären Führer in das Prager Politbüro oder in die Agitprov ja ohnehin feine Arbeit. Bei uns blüht des Bür die Leitartikel im„ Vorwärts" werden schon jetzt gers Glück in nie umwölktem Frieden, bei uns nur noch von Chinesen geschrieben und alles geht es den Arbeitern wirtschaftlich ausgezeichnet, geht sofort wieder am Schnürchen nerischen Forderungen erst nachzulassen begonnen, als unsere besten Abſayländer sich selbst mit einer lüdenlosen Zollmaner gegen uns abzuschließen be gonnen haben, ein Prozeß, der jetzt unaufhaltsam geworden ist und dessen Ablauf wir eben so gut als möglich mit Geduld entgegenschen müssen. Das Bewilligungsverfahren, welches jetzt nur noch die Funktion, die Vertragspartner gegen uns scharf zu machen, hat, hätte schon damals gänzlich verlassen werden sollen, als Frankreich und Belgien als erste dies verlangten. Die Regierung wollte, aber die Induſtrie wollte nicht. Man forſche lie ber nicht nach, weshalb wir nach faſt vierähriger Arbeit noch immer keinen brauchbaren autonomen Zolltarif befizen. Für die Regierungsfreise, deren Sprachrohr doch die Prager Presse" ist, ist es feine Entschuldigung, die Schuld an der Hochschutzzollpolitik den Industricelln in die Schuhe zu schieben. Die Verantwortung tragen Regierung und Parlamentsmehrheit und sind die obigen Ausführungen das Eingeständnis, daß ihre Wirtschaftspolitik eben Banferoft ist. Steuerreformdebatte im Plenum. Scharfe Kritit des Genoffen Dietl an der Vorlage. Uns fällt die Aufgabe zu, die Aufklärung hinauszutragen in die Reihen unserer Brüder und Schwestern, sie aufzurütteln aus Dumpfheit und Verzweiflung. Aber dann wehe jenen, die sich heute auf ihre Macht flüßen! Sie werden Rede und Antwort stehen müssen und unsere Sorge wird es sein, daß ein Strafgericht über sie herniedergehe, wie dieser unerhörte Verrat es ver dient. chem Beifall belohnt wurde, namens unseres Klubs Dann gibt Genesse Dietl, dessen Rede von reiveröffentlichen. die Erklärung ab, die wir an leitender Stelle Krebs( d. Nat. Soz.) ist mit dem fachlichen Inhalt der Vorlage feineswegs einverstanden und leg auf die Abschaffung der indirekten Steuern. und Einführung einer stark gestaffelten Einfommensteuer das Hauptgewicht. Er bemängelt weiters die ungleiche Verteilung der Lasten und die Höhe der Staatsausgaben, die weit über unsere Verhältnisse gehen. Der tschechische Agratier Dr. Zadina ist mit der Steuerreform, soweit sie die Landwirtschaft betrifft, begreiflicher Weise ganz zufrieden. Cibulla ( omm.) befaßt sich u. a. mit dem 1. Mai auf den Prager Straßenbahnen. Machaček( Slow.) macht der Regierung zum Vorwurf, daß die Vorlage nur eine halbe at fei. Nicht einmal der oppositionellste Redner habe ein derartig vernichtendes Urteil über die Zustände in der Steuervorschreibung und Einhe bung gefällt wie der Finanzminister. Erst sollte man die alten Sünden tilgen und dann erst eine Reform machen. Prag, 3. Mai. Heute begann im Abge- in treuer Pflichterfüllung gegenüber unseren Manda ordnetenhause die auf sechzig Stunden festgesetzte taren; die Zeit wird die Berechtigung unseres heroiVerschlechterung des Wahlrechts ins Abge- Debatte über die Steuerreform. Es war äußerst schen Kampfes um eine gerechte Steuerreform aner ordnetenhaus? Kaum ist der Verfassungsbruch traurig, daß die Kommunisten troß allem Geschrei fennen. vorbei, den die Regierungsmehrheit dadurch be ihrer Preise über die ungehenre Bedeutung dieses Genosse Dietl gibt nun eine geschichtliche Ueber gangen hat, daß sie die Soldaten vom Wahlrecht Werkes nicht einmal so viel Anerkennung für die ficht über die Stenersysteme der früheren Zeit. Der ausgeschlossen hat, wird eine Nachricht bekannt, gewiß große Arbeit ihres Generalberichterstatters englische Volkswirt Adam Smith stellte allgentein aus der hervorgeht, daß die Regierungsmehrheit Dr. Hnider ausbrachte, um bei seiner Rede anerkannte Grundsäße über die gerechte Steuerveroder einzelne ihrer führenden Männer an eine eine gewisse Präsenz zu halten. So sprach Snider teilung auf, an die sich unsere Finanzverwaltung bei weitere Verschlechterung des Wahlrechtes in die so ziemlich vor leeren Bänken und selbst bei der Steuerreform allerdings nicht gehalten hat. gesetzgebenden Körperschaften denken. Am 18. April Beendigung seines Referates war fein Dußend Nicht das„ gerechte und sittliche System der Gleich off nämlich, wie das„ Pravo Lidu" berichtet, in Regierungsparteiler im Saal, die ihm Beifall mäßigkeit" fommt in ihr zum Ausdrud, sondern es einem Provinzort eine vertrauliche agrarische Ver- gellatscht hätten. So schäßt die Mehrheit selbst werden im Gegenteil für die Besitzklasse Erleichterun sammlung stattgefunden haben, worin der Landes das angeblich so große und bedeutsame Wert ein! gen in großem Ausmaße geschaffen, während die verteidigungsminister Udržal erklärte, daß die Für unsere Frattion sprach als erster Redner verftätige Bevölkerung leer ausgeht. Bei uns stehen Es sprachen weiters der tschechische Agrarier Festsetzung des Wahlalters für die Wahlen in die überhaupt Genosse Dietl, der in sachkundiger den Einnahmen von 2167 Millionen direkten Steuern Nejezchleb- Marcha und der Nationaldemokrat Pe Landesvertretungen den Sinn hat, daß dies eine Weise die schweren grundfäßlichen Mängel des 7848 Millionen indirekter Steuern gegenüber. trovicty, worauf als letzter Redner des Tages der Vorbereitung für die Beschränkung des Wahl- Gesches hervorhob, das einseitig die Bejikklassen Unter dieser Last muß alles zusammenbrechen. Landbündler Böllmann zu Worte kommit. Er be rechtes auch in die Gemeinden und in das Ab- begünstigt und für den Arbeiter nur noch neue Die Steuerrückstände betragen bis Ende 1927 4500 beren Ergebnis man zufrieden(!) sein könne. Die tont die Notwendigkeit der Steuerreform, mit geordnetenhaus auf Versonen vom 24. Lebensjahr Lasten bringt. Es ist deshalb für uns einfach Millionen, woran die verspätete Vorschreibung schuld Bevölkerung werde allerdings etwas(!) enttäuscht an fei. Wenn das die Regierungsmehrheit wirk- unannehmbar und die volle Verantwortung für ist, die ihren Grund wieder in der Desorganisation sein, was die erhoffte Serabjegung der Steuersätze lich im Sinn hat, so wäre das ein efla tanter die Vorlage fällt auf die Regierungsparteien, der Steuerbehörden hat. Die Deflationskrise, die betreffe, denn eine solche sei tatsächlich nur bei der Bruch der Verfassung, denn das Wahlrecht namentlich aber auf die deutschen, die dieser allgemeine Weltwirtschaftskrise und die Wirtschafts- Einkommensteuer erzielt worden. ins Abgeordnetenhaus vom 21. Lebensjahr ist im schweren Verantwortung auch nicht entrinnen frise in der Tschechoslowakei im besonderen wirken daß das Gemeindefinanzgesetz eine gewisse(!) Be Paragraph 9 der Verfassung ausdrücklich fest werden! zusammen, um unser blühendes Wirtschaftsleben zum schneidung der Autonomie mit sich bringe, doch gefeßt. Zu einer Aenderung der Verfassung gehört Nachstehend der Sizungsbericht: Verfall zu bringen und einen Trümmerhaufen zu gehe es nicht an, daß die Umlagen ins Ungenach Baragraph 33 der Verfassung die Dreifünftel Nach Eröffnung der Sitzung um 11 Uhr hinterlassen. Wir haben wohl eine aktive Handels- messene steigen. mehrheit, das sind 180 Abgeordnete, über die die bilanz, aber die schweren Opfer zusammengebrochener vormittags ergreift der Regierungsmehrheit nicht verfügt. Wie also wollen der Herr Minister für nationale Verteidigung, be ziehungsweise die Regierungsmehrheit, die Aende rung der Verfassung erreichen? Eine Antwort darauf täte not. Unternehmungen zehren das Aftivum vollständig auf. Um 6 Uhr abends wird die Situng früher Der Junenmarkt ist nicht aufnahmsfähig, der Export als beabsichtigt geschlossen, da die Rednerliste für leidet unter der Unsicherheit der Handelsbeziehungen, hente erschöpft und weitere Redner in der Eile der Mittelstand ist infolge der Inflation und Defla nicht aufzutreiben waren. Nächste Sigung mor tion verfallen. Den Nuznießern dieser Zustände aber gen, Mittwoch, um 9 Uhr vormittags. sollen jetzt noch Steuererleichterungen ge= Warum beginnt man, wenn man schon an einen Steuerabbau denkt, nicht bei den indirekten Stenern, bei der Umsaß-, Verkehrs- und KohlenSteuer? Schon heute beträgt die Staatsschuld 2.500 Stronen auf den Kopf der Bevölkerung. Dazu kommen die ungeheuren Militärausgaben und auch noch der Rüstungsfond. Die Vernunft müßte uns zwingen, die Rüstungsausgaben auf ein Mindestausmaß einzu schränken, zumal uns in allen Variationen die Worte entgegentönen:„ Wir sind arm geworden und müssen uns den Verhältnissen anpassen." Generalberichterstatter Dr. Hnidet das Wort zu seinem Referat über die Steuerreform. Er erklärt, daß es sich um eines der wichtigsten Der Skandal der Landestulturratswahlen. Gesetze handle, das einen Markstein im wirtschaftDas„ Pravo Lidu" veröffentlicht das Verzeichnis lichen Leben unserer Republik bedente. Die Steuer- wahrt werden. der Wähler für den Landeskulturrat im Bezirke reform soll die Produktion von den großen StenerDeutsch- Brod. Daraus geht hervor, daß allen lasten befreien, welche unsere Produktions- und KonOrtsgruppen der national- tschechischen Schußver- furrenzfähigkeit erschweren. Um ein definitives. eine das Wahlrecht zuerkannt wurde. Das Pravo Gesetz über die Sienerreform zu schaffen, ist heute Lidu" erklärt selbst, daß dies ungehörig sei, denn die Zeit noch nicht gekommen; man müsse die nationalen Schutzvereine hätten ganz andere sich daher mit einem Provisorium begnügen. Wenn Aufgaben als die Landeskulturräte. Evenjo ſind man nur die staatlichen Lasten erniedrigen, die zu die agrarischen Jugendorganisationen dieses Be- schläge der autonomen Körperschaften aber unverän sirles, also ausgesprochene politische Organi- dert lassen wollte, wäre nichts getan. Man müsse fationen als in den Landeskulturrat wahlberechtigt also in gleicher Weise auch diese Zuſchläge regeln, erilärt worden. Auch die Ortsgruppen des Bun- obschon der Referent anerkennt, daß die Gemeinden des der Deutschen in Böhmen", einer ausgespro- durch die Uebernahme gewisser Agenden die früher chen deutschnationalen Organisation, haben das dem Staat zufielen, in schwierige finanzielle VerhältWahlrecht in den Landeskulturrat. nisse geraten sind. Ein weiterer Grund für die VorEin neuer Generalinspektor der tschechoslo- lage ist die unumgänglich notwendige Unifizierung walischen Armce. Wie mehrere Blatter melden, und Kodifizierung der bisherigen unübersichtlichen wird zum Generalinspektor der tschechoslowakischen Steuervorschriften. Wir können hente zur Regelung Armee( ein Bosten, der seit dem Abgang Machars der Steuern schreiten, weil wir die unumgängliche unbesetzt geblieben ist) der Landeskommandant Boraussetzung, eine stabilisierte Währung, von Mähren, General Podhajsfy, ernannt bereits besitzen. Im zweiten Teil seiner Ausführun werden. Der Genannte ist ehemaliger österrei- gen befaßt sich der Referent mit den Tetails der einchischer General, war im Striege Divisionskom- zelnen Steuern. mandant, wurde dann von der tschechoslowakischen Als er endet, ist faum ein Dußend Regie Armee übernommen und war furze Zeit General- rungsparteiler im Saal, deren Beifall mehr als stabschef. schwach flingt. Als erster Kontravedner kommit Genosse Dietl Der Vorsitzende verfündet, daß nach dem BeZur Präsidentenwahl. Die Leitung der kom munistischen Partei hielt am vergangenen Don- schluß des Präsidiums in der Generaldebatte die nerstag eine Sigung ab, in der beschlossen wurde, Redezeit mit einer Stunde pro Redner festgesetzt für die Wahl zum Präsidenten der Republik einen wird. eigenen fommunistischen Kandidaten aufzustellen. Sollte es jedoch zu einer Stampfabstimmung zwi schen Masaryk und einem Kandidaten des Bürgerblocks kommen, dann werden die Kommunis zu Worte, der zunächst feststellt, daß die Steuerre ſten für Whafaryk stimmen. Es scheint jedoch, daß form dem werftätigen volte feine Erleichte fast alle Parteien der Stoalition, vielleicht mit rungen bringt, da die drückenden indirekten Ausnahme der slowakischen Klerikalen, Masaryk Steuern in vollem Umfange bestehen bleiben. Der wählen werden. So hat in Mährisch Ostrau der Motivenbericht gibt zu, daß die Frage der Auftei Mährisch- Ostrau Abgeordnete der tschechischen Seferifalen Čuřitung der Steuerlast ein vorwiegend soziales und erkirät, daß die cauze Koalition zum Präsidenten politisches Problem sei. Wir müßten also das Los der breiten Massen erleichtern, indem wir den Drud der indirekten Steuern mildern; statt dessen entzieht man durch die Verminderung der Kaufkraft dem innern Markt den Abjaß und tut so alles, um den Leer: lauf der Wirtschaft in einen dauernden Zustand zu verwandeln. Alle diese Umstände erfordern eine erhöhte Tatkraft der Arbeiterklasse, denn schlich lich wird darum gekämpft, ob die Errungenschaften der Revolutionszeit weiter bestehen oder aufgehoben werden sollen. Ausland. Rußland in Genf. Das erste Ziel, das Moskau bei seiner Verständigung mit der Schweiz verfolgte, kann jest, nach der Abreise der russischen Delegation in der am Mittwoch beginnenden Weltwirtschaftskonfe ren;, nicht mehr zweifelhaft sein. Sowjetrußland fah sich aus den verschiedensten Gründen gezwungen, möglichst an dieser Weltkonferenz teilzunehmen, und deshalb suchte es unter Verzicht auf einen wesentlichen Teil feiner anfäng lichen Forderungen einen Ausgleich mit der Re gierung in Bern. Es ist bisher offiziell nichts darüber verlautet, ob die Delegation nur zur Be obachtung entfandt worden ist oder den Auftrag zut einer regelrechten Beteiligung hat. Immerhin zeigt die Zusammensetzung und die Stärke der russischen Vertretung, daß es ihren Auftrag gebern in der Praxis auf mehr ankommt, als auf eine Beobachtung. Man darf sich natürlich über eine unmittelbare praftische Rückwirkung dieses Schrittes vorläufig feinen übertriebenen Soffnungen hingeben. Die Konferen; als solche Ueberall ist heute nur ein Zug sichtbar: Die dürfte ja überhaupt wegen ihres zu weit gesteckten Macht des Bürgertums zu festigen, die ArbeiterRahmens mehr Anregungen und moralische Wirklasse zu knebeln und zu drücken. Dem soll auch fungen als unmittelbare fonfrete Erfolge zeitigen. die Steuerreform dienen. Die Teilnahme Rußlands bleibt trotzdem insofern Der Ertrag der Einkommensteuer allein ist bedeutend ein Ereignis von grundsäßlicher Bedening, höher als die Erwerbs, Grund-, Hauszins- und als man sich in Moskau für eine offizielle Füh Tantiemensteuer zusammen und ihre Hauptlast tralungnahme mit der Welttagung des Kapigen etiva 950.000 3ensiten mit einem Einkommen talismus unter der Aegide des Völkerbundes bis zu 20.000 Stronen. Die Unternehmer, die Steuerentschieden hat. Dieses Ereignis wird seine Befachleute als Ratgeber heranziehen, wenden die kühndeutung und seine Folgen für die Entwicklung in ſten Experimente auf, um dem Fiskus ein Schwipp der Sowjetunion auch dann behalten, beziehungschen zu schlagen. Dem kleinen Steuerträger dagegen weise haben, wenn ihm zunächst positive Maßfehlt jede Möglichkeit, sich gegen die Willkür der nahmen nur in geringem Umfange folgen sollten. Steuerbehörde zu schüßen; allen Schikanen steht er Der Weg nach Genf zu der fapitalistiwehrlos und ohnmächtig gegenüber. Die Finanzichen Welttagung ist angetreten, das kann jetzt verwaltung gibt dem Stenerträger nicht einmal so auch die kommunistische Presse nicht mehr be viel Recht, daß er die Mitglieder der Berufungskom streiten. Aber sie wird versuchen, und die Sowjets missionen selbst wählen darf.( Zwischenruf: Sic werden sie in diesem Sinne zunächst wahrscheinlich aufmuntern, daß Rußland es nach wie vor gewöhnen!) und sie kann sich nicht einmal dazu ablehnt, aus seinem jüngsten Schritt nunmehr der Republik Masaryk wählen wird. Dieselbe Bei dieser Reform Tommt aber keine soziale Meinung wird in einem Zeitauffat der„ Lidové Ausgleichung zum Ausdruck, sondern nur der Noviny" ausgesprochen und sogar„ Narodn Machthunger der Koalitionsparteien. Listy" schreiben, daß sich die Stealition auf einen will ihn an den Abbau des Wahlrechtes Eine Reform von solcher Bedeutung müßte unter Kandidaten einigen werde. Daß dieser Kandidat Teilnahme aller Parteien gemacht werden, statt kein anderer sein wird als Masaryk, darauf deutet dessen aber haben sich die deutschen Regierungspar aufschwingen, das Spigel- und Angebertum zu besei auch die politischen Konsequenzen zu ziehen. Eine. die Aeußerung des Blattes hin. wonach die Stim- teien sehr rasch dem von ihnen früher leidenschaftlich men der Sozialisten nur die Folge haben können, bekämpften System der Pětka angepaßt. An dem daß der Präsident schon bei der ersten Wahl ge- starren System der Stoalition prallten nahezu alle Verbesserungsanträge der Opposition ab, die brutale wählt wird. Rücktritt tigen. Man fühlt sich förmlich ins Mittelalter verseßt und es fehlt nur noch das Recht, durch brutale Folterungen die gewünschten Geständnisse von den Steuerträgern zu erpressen. des Praner Vizebürgermeisters 3ahl der Majorität entschied und so ist das Gesetz Slala. Wie mehrere Blätter berichten, hat die in seiner heutigen Form entstanden. Wenn wir hier sind das die Mittel zur Sebung der Steuermoral? kommunistische Partei den ihr angehörenden Vize- nochmals all seine Mängel und Gebrechen kritisieren Wir wollen den Stenerbetrug der Besitzenden nicht bürgermeister von Prag Dr. Stala aufgefordert, und seine Abänderung beantragen, so tun wir dies im mindesten schützen, aber gerade sie werden Mittel Lockerung der weltwirtschaftlichen jolierung Rußlands, die in seinem jüngsten Schritt liegt, ist trotzdem nicht mehr länger zu leugnen und auf zuhalten. Das wirs letzten Endes auch nicht ohne politische Rückwirkung bleiben. Je früher sie eintreten wird, desto besser wird es für das rusfische Volt sein. Bette& Das Gemeindefinanzgefeß. Eine Nachtsißung.- Vergewaltigung der Opposition. Zwei Minuten Redezeit zu einem Paragraphen. über die Redner, die sich an der Aussprache beteiligen follen und die in die einzelnen Kommis fionen zu entfendenden Mitglieder einigten. Zur Sicherung eines einheitlichen Vorgehens in allen diefen und den übrigen Fragen wurde ein achtSeit Freitag den 29. April, vormittags 9 Uhr gliedriger Geſchäftsausschuß ernannt. Der erste dis Dienstag, früh 9 Uhr, hat sich die Opposition Arbeiterredner, welcher in der allgemeinen Aus im Budge: ausschuß vergeblich bemüht, die Gesprache der Konferenz das Wort ergreifen wird, setzesvorlagen betreffend die Neuregelung der wird als Vertreter der Arbeiterorganisationen eine Finanzwirtschaft der territorialen Selbstverwal einheitliche Erklärung abgeben. tungsverbände zu verbessern und den letzten Rest der Gemeindeautonomie vor dem frechen Zugriff der Feinde der Demokratie zu retten. War der Gesetzentwurf schon für eine wirkliche Reform im Sinne der Selbstverwaltung u11tauglich, so bedeuteten die Abänderungsanträge der Regierungspar'eien mehr noch wie bei der Steuerreform eine Verschlechterung aus dem unversöhnlichen Baß gegen jede Selbstverwaltung entsprungen. Alle Proteste der Opposition ließen die Vertreter der Mehrheitsparteien umbeachtet, der Befehl der Osmicfa das Gesetz termin= mäßig fertigzustellen, mußte befolgt werden. Schon Freitag, den 29. April sollte die Vorlage im Budgetausschuß erledigt werden, was sich als unmöge lich erwies. Die Verhandlungen wurden Sams tog fortgesetzt. Da das Präsidium eine General debate ablehnte, haben alle Redner der Opposition die geschäftsordnungsmäßige Möglichkeit benüßt, §1 in längeren Ausführungen Stellung zu nehmen. So zog sich die Debatte den ganzen Montag nachmittag bis spät in die Nacht hin. Erst um 2 1hr nachts war die Debatte zum Paragraph 1 beendet. Die Mehrheitsparteien beschlossen nun, die Redezeit durch einen Gewaltati so zu droffeln, daß die zeitgerechte Erledigung der Vorlage gesichert sei. Die Vorlage wurde in drei Teile zu 8 Paragraphen geteilt und für jede Gruppe 15 Minuten, das ist für einen Paragraphen 3tvei Minuten Redezeit, festgefeßt. Nun war das richtige Tempo erreicht und um 8 1hr morgens war die Debatte beendet. Um 8.50 Uhr konnte der Vorsitzende den Vollzug der Abstimmung und damit die Verabschiedung der Vorlage durch den Budgetausschuß dem anwesenden Finanzminister melden. Eines der folgenschwersten Gesetze für die Bürger dieses Staates, das Werkzeua zur Erdrosselung der Gemeindeautonomie, war beschlossen. Schleften verraten und verkauft! Die Einverleibung bereits im Finanzgesch vorgeschen! Für unsere Frattion griff, wie wir bereits berichteten, Genosse Kaufmann wiederholt in die Debatte ein und protestierte gegen die Durchpeitschung der Vorlage Er gab sodann eine umfangreiche programmatische Erklärung über die Forderungen unserer Partei hinsichtlich der Finanz wirtschaft der Selbstverwaltungsförper ab und er flärte, daß die Vorlage unseren Forderungen nicht entspricht. Er verwies namentlich auf den§ 10 des Entwur ses, wo bei der Festsetzung des Dotationsfonds im ursprünglichen Regierungsentwurf noch von Mähren und Schlesien als selbständigen Ländern gesprochen wird, während der Abänderungsantrag der Regierungsparteien das Land Schlesien nicht mehr fennt. Das bedeutet die in der Verwaltungsreform geplante Einverleibung Schlesiens nach Mähren, gegen die Genoise Kaufmann scharf Stellung nahm. Der Kampf um das Gewerkschaftsgefeß. Hoover gegen Rüftungsanleihen. Mittwoch, 4. Mai 1927. Abends wurde das Theaterſtüd Die Waffen nieder" bei vollbeseßtem Saale aufgeführt. Seestadtl. Dic vormittags abgehaltene Maidemonstratio. Washington, 2. Mai.( Tich. P. B.) In einer Ansprache auf der panamerikanischen Wirtschaftsfonferen; richtete Staatssekretär Hoover einen scharfen Angriff gegen die von einigen Nationen die unsere Partei diesmal gemeinsam mit den tſche aufgenommenen Anleihen für Rüstungen und an- chischen Sozialdemokraten abhielt, geſtaltete sich zu dere unproduktive Zwede. Hoover führte unter einer nachtvollen Sundgebung der sozialdemokrati anderem aus: Wenn feine Nation die Gewährung fchen Arbeiterschaft gegen die Reaktion in diciem von Anleihen erlauben wollte, die zum Ausgleich Starte. Unter flingendom Spiele einer Musikkapelle des Budggets, für militärische Ausrüstung und für marschierten mehr als 700 Personen im Demonstra Kriegszwecke und überhaupt für öffentliche Ar- tionszuge. Bei der Demonstrationsverfamurlung beiten welcher Art immer, die nicht produktiven sprach Genosse Jarolim( deutsch) und Prof. Zweden dienen bestimmt sind, dann würde das Janovski für die tschechischen Genossen. Beide Refe. Es würde sich dann die Frage, ob die Betreffen für die ganze Welt nur großen Segen bedeuten. renten ernteten stürmischen Beifall. Werkwürdigerweise veranstalteten die Słommu den zur Zurückzahlung fähig sind, nicht ergeben, niften ihre Mademonstration gemeinsam mit den und dant dieser zunehmenden Sicherheit würde tschechischen Nationalsozialisten. die Aufnahme von Sapital inner billiger und billiger werden. Auch würden die Gefahren vermieden werden, die der nationalen und der in dividuellen Sicherheit drohen, falls der Gläubiger den Versuch macht, die Schulden einzutreiben. Es fönnte fein wirksamerer Schritt zur Verhütung von Striegen getan werden. London, 3. Mai.( AR.) Bei der zweiten Lejung der Regierungsvorlage über die Trade Unions erklärte in der Debatte Clynes namens der Arbeiterpartei, daß diese das Gefeß widerrufen werde, sobald sich ihr dazu die erst beste Gelegenheit bieten werde. Er bezeichnete die Borlage als ein dem Kommunismus zufallendes Geschenk. Der Führer der Bergarbeiter des Not tinghamer Revieres, Spencer,( der gegen Schluß des Bergarbeiterstreifs dort eine von der Bergarbeiterföderation unabhängige selbständige Schon wieder eine Abrüftungskonferenz. Bergarbeiterorganisation gründete und deshalb aus der Arbeiterpartei ausgeschlossen wurde), ist mit der Regierungsvorlage einverstanden, da er der Ansicht ist, daß, solange sie nicht Gesetz geworden sei, Revolutionäre wie Cook und Pollit die Politik der Trade Union le ten werden. Die leten Extremtisten müßen im Interesse der Arbeiter im 3aum gehalten werden. Die Debatte wird heute fortgesetzt. Katharinabera. Die Maifeier des Bezirkes wurde heuer in Brandau abschalten. Die Beteiligung war in folge des ungünstigen Wetters nicht ſo ſtart wie die Jahre vorher. Die Festrede hielt Gen. Kühnet aus Bilin. Kreis Bodenbach. Aussig. London, 3. Mai.( Reuter.) Die vom Präst- als im Vorjahre. An dem Umzug nahmen geschlossen Die Beteiligung an der Maifeier war stärt, denten Coolidge einberufene Dreimächtekonferenz die Straßenbahner teil, die den 1. Mai tros der über die Marineabrüstung wird wahrscheinlich Schikanen des Eisenbahnministeriums durch Arbeits. am 13. Juni in Genf zusammentreten. Führer ruhe feierten. Auf den Warfiplas prach Abge. der englischen Delegation wird Warineminister ordnete Genesin Kirpal uno Genosse Rögler. Bridgeman sein. In Londoner diplomatischen Nationalsozialisten waren ungefähr so start wie im Die kommunistische Rundgebung und die der Kreisen wird der Konferenz eine große Beden Vorjahre. Die tschechischen Genoffen hielten ihre Mai. tung beigemessen. feier im Narodni dum ab. Die Hafenfrenzler feierten, hundert Mann start, den 1. Mai beim Bier. Böhmisch- Leipa. Unsere Maiversammlungen. Wir tragen im Nachstehenden jene Waifeier- Berichte nach, die wir aus der gestrigen Nummer zurückstellen mußten, und jen e, die erst gestern bei uns cinlangten. Kreis Karlsbad. Marienbad sah heuer eine machtvolle Rundgebung der arbei tenden Bevölkerung des Bezirkes. Das Referat er stattete Genosse Rohner aus Karlsbad. In einem Eläglichen Aufzuge machten sich die Christlichsozialen bemerkbar, die auf Geheiß des Tepler Stiftes aus. gerüd waren. Von Neudek sug mit's der wenfik dit geben der Stadt statt, vorzeitig abgebrochen werden mußte. Die Versammlung am 1. Mai( auf dem Boſtplay) zählte 7-800 Teilnehmer. Referent war Genosse Fellinghauer Anschließend an die Versammlung fand ein Umzug mit Musik durch die Stadt nach Bärenstein statt, wo auf dem Wartt. play Genosse Heine aus Buchholz eine kurze Ansprache hielt. An der Feier nahmen Genossen von Bärenstein, Schmiedeberg, Pleil und Christofhammer teil. wird ebenfalls eine stärkere Teilnahme als im Vorjahre gemeldet. Zu der über 3000 Per. Von gegnerischen Veranstaltungen sind lediglich sonen zählenden Versammlung sprach Genesse Won die Kundgebungen der Kommunist en zu erwähbrat aus Starlsbad, worauf ein Wiener Genen. Die Versammlung zählte nach Schätzung der noffe über den Wahlkampf des österreichischen Bro- bürgerlichen Blätter 660 Teilnehmer, die Neugieriletariats sprach. gen eingerechnet. In Asch war die Versammlung von etwa 1000 Personen besucht. Auch in Neudef war die tommunistische Versammlung schlechter besucht als im Vorjahr. In Faltenau wurden einschließlich der Königsberger 600 Personen gezählt. Eine zweite Versammlung für das obere Erzgebirge tagte in Platten wo Genosse Lehrer Schaffelhofer aus Rarlsbad nach Abschluß des Demonstrationszuges zu den Ver sammelten sprach. Stark unter der Ungunst des Wetters litt die Versammlung in Podersam, Warta die Gründe dieser angeblichen Mißwirtschaft auf, an in der die Genojjin Schaffer aus Karlsbad refeder der Staat durch Ausbürdung neuer Lasten und Schlamperei bei der Steuer- und Umlageneinhebung sammlung hat der Bezirk rierte. Einen besonders guten Besuch der Maiver schuld ist. Die Gemeinden werden künftig bei ihren Aufgaben auf allen Gebieten der Kommunalverwal Wildstein tung und Sozialpolitik zu völliger Untätig Leit verdammit sein. Kreis Teplit- Saaz. Bilin. Der Saal in der Vogelstange war überfüllt, die Stimmung ausgezeichnet. Das Hauptreferat erstattete Gentoffe Greu IT. Elbleizen Obzwar die Witterung nicht besonders einladen war, nahmen an dem Demonstrationszuge, der sich) von Jonsdorf über Rosendorf, Binsdorf nach Arns. dorf und von da nach Elbleiten bewegte, rund 60 Radfahrer mit geschmückten Rädern, 200 Kinder und rund 400 Parteigenossen und Genossinnen teil. Besonders auffallend war die große Zahl der Frauen. Im Demonstrationszuge wurde eine Musikkapelle fotoie eine Anzahl roter Fahnen mitgeführt. Für die Lichtbildern statt. Die Festversammlung tagte aut Sinder fand im Saale eine Märchenvorlesung mit Ortsplage unter dem Vorsitz des Genossen Hanfc Das Referat erstattete Genosse Fister. Kreis Reichenberg. In Gablonz fand die Versammlung in Heidrichs Gasthause aut Vormittag statt, in welcher Genosse Heder das Referat hielt. Der Besuch war zufriedenstellend. Eine ausgezeichnete Maifeier veranstalteten die Genossen des Krakau- Grottauer Gebiete in Gerstorf. Die Versammlung war sehr gut besucht. Redner war Genosse Franz Macoun. Für den Bezirk Friedland- Neustadt a. d. T. fand die Versammlung diesmal in Heinersdorf Die Maifeier des Biliner Bezirkes war tros der Ungunst des Wetters eine wuchtige und imposanic wo Genosse Schneider aus Kaaden referierte. Sundgebung. Auch der starke Regen vermochte die Im weiteren Verlauf seiner Rede wendete sich Den Verhältnissen entsprechend gut besucht war Arbeiter und ihre Frauen von der Kundgebung nicht fernzuhalten. Sie kamen in Massen, um ihren Genosse Kaufmann auch gegen den Pauschalvorwurf, die Parteiversammlung in daß die Gemeinden schlecht wirtschaften, und deckte Stampfes und Siegeswillen zum Ausdrud zu brin- statt, die ebenfalls einen guten Besuch aufwies. Die Langugest, Preschen und Briesen ein, anschließend tungsvolles Kampflich vor. Als Referent war Gegen. Präzise um halb 3 Uhr traf der Zug der Orte Sängerriege des Arbeiter- Turnvereins trug ein wir die Züge des Biclatales und des Mittelgebirges. Der nosse Leopold Wan et aus Reichenberg erschienen. In Demonstrationszug bot ein farben- und abwechs. lungsreiches Bild. Voran die Kinder, geschmückt mit Hohenelbe der roten Nelke, mit ihren Wimpeln. Die Rad- fand eine mit den tschechischen Sozial Schamit ihren herrlichen Fahnen, die Turnerinnen in statt. Für unsere Partei sprach Genosse Borbach fahrer flantierten den Zug der Kinder. Die Turner demokraten gemeinsame Kundgebung Sehr ihrer schmuden Kleidung, die Jugendlichen mit ans Reichenberg, für die tschechischen Genossen der ihren Wimpeln, sodann die Frauen und den Schluß Eisenbahner Genosse Silhan. Der Festzug bewegte bildeten die männlichen Parteimitglieder. Rund sich durch die Straßen der Stadt. In dem Festzuge. leb- wanzig Standarten wurden im Zuge getragen; wurden vier Musikkapellen geführt. Diese KundEinen fünf Musikkapellen besorgten die Marschmujit. Die gebung litt besonders unter den schlechten WegverFestversammlung auf dem Marktplat munde vom hältnissen, da es bis kurz vor Stattfinden der Ver Genossen Stolar eröffnet. Die Arbeiterfärger trufammlung geregnet hatte. Am Nachmittag fand in gen sodann das Lied: Arbeitergruß" meisterhaft vor. Niederhof Genosse Rüd I nahm hierauf das Wort zur FestZum Schlußz rief Gen. sse Kaufmann den Regie rungsparteien zu:„ Wenn euch, wie man sagt, nicht alle Götter verlassen haben, dann kehrt um und tragt den sachlichen Anträgen der Opposition Rechnung. zu verzeichnen, wo über 1000 Personen an der Verjammlung teilnahmen und wo der Genosse ring über die Bedeutung des Tages sprach. gut besucht war auch die Versammlung in Klösterle Roßbach Für das, was ihr hier nur aus Haß gegen das Promo Genojie Sacher aus Karlsbad eine unter letariat, mit dem ihr die Gemeindeſtube teilen müßt, haftem Beifall aufgenommene Rede hielt. begeht, werdet ihr Rechenschaft vor der Ge- schönen Verlauf nahm die Versammlung in schichte geben müssen. Die Arbeiter werden auf ihrer Hut sein und den Kampf auch auf dem Boden der Verwaltung aufnehmen, wie sie ihn durch Jahr wo die Genossin Becher über die Bedeutung des zehnte um die Teilnahme an der Gesetzgebung 1. Mai sprach. In einem Demonstrationszuge, in geführt haben!" dem vier Musikkapellen lebhafte Weisen spielten, wurde durch die Stadt marschiert. w Supplanter and starter als in den leg. Lelegramme. Gozialisten in Gens. Genf, 3. Mai.( Eigenbericht.): Anläßlich der hier zusammentretenden Internationalen Wirt schaftskonferens sind hier eine Reihe führender so zialistischer Politifer vieler Länder eingetroffen, die auch bereits eine Beratung abgehalten haben. Unter anderem nahmen daran teil: Der Sefretär der sozialistischen Arbeiter- Internationale Fried. rich Adler( Zürich), aus Deutschland Dr. Sil ferding und Eggert, aus Oesterreich Emmy Freundlich, aus Holland Oudegeest, aus Belgien Mertens, aus Frankreich Reuandel und Longuet. ten Jahren, war auch die Maifeier in Graslik 3u Beginn der Sundgebung intonierte die Musil dic Internationale", worauf Genosse Hrdlička über die Bedeutung des Tages sprach. Die Arbeiterschaft Joachimsthals rede, die wiederholt von Zustimmungs- und Ent- eine Maifeier statt, an der sich Genossen von Hohen. rüstungslundgebungen unterbrochen wurde. Für elbe zahlreich beteiligten. Ein Wald von Sänden erhob sich für die vorgeschla. Bersammlungen überall einen erhebenden Berlauf gene Resolution und brachte zum Ausdruck, daß die genommen haben. Bemerkenswert ist, daß in NeuArbeiter des Biliner Bezirkes einig sind, mit 3u- stadt a. d. T., ciner rein proletarischen Ortschaft, in bersicht und treuer Hingebung für di: Durchsetzung diesem Jahre auch die Satenfrenzler cine fämpfen wollen. Saaz. Kinder und Musifer teil. Maiversammlung abhalten fonnten. Das sind die Folgeerscheinungen des Bruderkampfes, der be schlagen hat. sonders in unserem Gebiet schwere Wunden. ge Niemes. An der Demonstration nahman 2000 Arbei ter und Arbeiterinnen teil. Auf dem Martiplay sprach Genosse Pa helt unter stümniversantmelte sich vor dan Volkshause, wo Genosse Franz Balme das Referat erstattete. An der Ver- schem Beifall. An der kommunistischen Demonstra Die Maifeier war im Garten des Schüßen ſammlung nahm als Gast auch der Nationalrat Ge. tion nahmen über 400 Personen einschließlich der hauses geplant, mußte aber im Saale abgehalten werden, der sich viel zu flein erwies. Das Fest noise Forstner aus Wien teil. Bemerkenswert ist, Postelberg. programm bestand aus musikalischen Konzertstüden daß der später als der kommunistische Demonstraund Liedervorträgen der Arbeiterfänger. Ueber tionszug gemeldete sozialdemokratische De. monstrationszug von der Behörde verboten Bauses" versammelten sich ungefähr 200 Ge- Genosse Goth. Warnsdorf, unter voller Aufmerk Vormittags um 9 Uhr int Saale des„ Deutschen unsere politischen Forderungen am 1. Mai sprach wurde, weil die Stommunisten erklärt harten, für ihre nofsinnen und Genossen. Als Referent war Genosse jamkeit des gedrängt vollen Saales. Seinen Aus Ginheitliches Borgehen der Arbeiter auswärtigen Teilnehmer keine Bürgschaft für die Rudolf Sirsch, Teplis, erschienen. Die Arbeiterführungen wurde stürmischer Beifall zuteil. Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung über- fänger leiteten die Stundgebung mit dem„ Liede der nehmen zu fönnen. Der fommunistische Umzug da. Schaffenden" ein, worauf Genosse Rudolf Hirsch ein gegen wurde bewilligt. vertreter. Weipert. Genf, 3. Mai.( Tsch. P. B.) Die Delegierten und Experten der Arbeiterorganisationen hielten gestern und heute im Internationalen Arbeitsamt Beratungen ab, bei welchen sie sich über ein einDie Maifeier hatte sehr unter dem regnerischen heitliches Vorgehen bei den Konferenzarbeiten, Wetter zu leiden. Am Vorabend fand ein Lampions Kreis Trautenau. Schaklar. cineinhalbstündiges wuchtiges Referat hielt, wofür Redner am Schlusse mit reichlichem Beifall belohnt turbe. Die vorgelegte Resolution wurde einstimmig angenommen. Mit dem Absingen der„ Interna beiter am Demonstrationszug teil, trotz des furcht In Schazlar nahmen mehr als 2500 Ar tionale" fand die Kundgebung ihren Abschluß. baren Regentvetters. Die Reben der Genossen Cech Rittwoch, 4. Mai 1927. und Haase über die Bedeutung des Weltfeiertages unseren Festzug zu begaffen und abends ein Mai für die Arbeiterschaft und die Forderungen der Arkränzchen" abzuhalten. So sieht ihr Kampf" für beiter wurden begeisternd aufgenommen. die Intereffen der Arbeiterschaft aus... Marichendorf. Arnau. Staab. Mähren. Znaim. Alt- Moletein. Seite B. An dem Umzug und an der Versammlung, die unter freiem Himmel stattfand, nahmen 200 Arbeiter und Arbeiterinnen teil. Das Referat erstattete Ge nosse Leiter, der insbesondere mit den Christlichsozialen scharf abrechmete. Goldenstein. Marktplatz zählten etwa 500 Teilnehmer. Die Feft. Der Demonstrationszug und das Meeting ant Wigstadtl. Der 1. Mai wurde diesmal gemeinsam mit den Der Demonstrationszug führte über 700 Arbeiter und Arbeiterinnen auf den Schulplay. Die Rede Lundgebung in Staab, an der sich die deutschen hat. Das deutsche Referat erstattete, stürmisch be Troß der Ungunst des Wetters nahm die Mai- cine so starke, wie sie 3naim noch niemals geschen tschechischen Genossen gefeiert. Die Beteiligung war bes Genossen a wel über die Bedeutung des ersten und tschechischen Genossen gemeinsam grüßt, Senator Genosse Nießner, der die ForMai wurde öfters von Zustimmungslundgebungen beteiligten, einen erhebenden Verlauf. Ein impo- derungen der arbeitenden Bevölkerung eingehend muerbrochen und schließlich mit tosendem Beifall fanter Zug von mehr als 2000 Menschen mit präzisierte. An die Versammlung schloß sich ein quittiert. Nach ihm sprach Genosse Fider in bevielen voten Fahnen bewegte sich durch die Stadt und machtvoller Umzug durch die Straßen der Stadt. rede hiel: Genosse Schreier. geisterten Worten zur Arbeiterschaft und forderte sie nahm vor dem Rathause Aufstellung. Sowohl schon Besonders fielen in dem Zug unsere strammen Turauf, in den Reihen der Sozialdemokratie und der während des Demonstrationszuges starker Regen einner auf, die das erste Mal mit ihren Fanfaren freien Gewerkschaften für unsere Ziele mitzufämpfen. gesetzt hatte, füllte die Versammlung, Kopf an Kopf Bläsern ausrückten. Am Nachmittag vereinigte eine Die diesjährige Waifeier war die größte und gedrängt, die ganze Breite des Plages aus. Die gesellige Maifeier die deutschen Genossen im Arbei- imposanteste seit den Umsturstagen. Schon om Abend In der gleichen Stärke wie im Vorjahre zogen zeirig stattfand, wies cama ein Fünftel der Teilkommunistische Versammlung, die gleich terheim. vorher fand eine Gedenkfeier am Friedhof statt, bei unsere Arbeiter zur Demonstration auf, um am der Genosse Mader referierte. An dem Demon nehmerzahl der sozialdemokratischen Versamurlung Marktplay das Referat des Abg. Genossen Schäfer auf. Vom Balkon des Rathauses eröffneten die Ge Beteiligung abgehalten. Der Versammlung ging Bersonen. Unter stürmischem Beifall sprach Genosse Die Maifeier wurde heuer unter sehr starfer ftrationszug am Sonntag beteiligten sich gegen 1400 über den 1. Mai und seine Bedeutung für die Arbei terklasse entgegenzunehmen. Nachdem der Beifall für sammlung, worauf nach einem Chor unserer Arbeiter- infolge eines behördlichen Verbotes die Kindergrup nossen Tid( deutsch) und Knopp( tschechisch) die Verein möchtiger Umzug voran, an dem allerdings Ramler. feine Rede verhall war, sprach Jugendgenosse sänger die Genossen Dr. Wiener- Brag( deutsch) pen nicht mitmarschieren durften. Die Versamm Stepan über Jugend und Militarismus unter und Uhl- Bilsen( tschechisch) die Festrede hielten. starter Zustimmung der Demonstrationsversammlung In Güntersdorf mußte die Demonstrationsversammlung megen aligu schlechten Wetters im Arbeiterheimt abgehalten wer den. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Reden der Genossen Namba uste aus Braunau und das Genossen Rindt aus Güntersdorf fanden lebhafte Zustimmung der Versammlung. Die Bersammlung bewies, daß auch in diesem schwarzen Winkel Ostböhmens die Arbeiterschaft Schritt hält mit den anderen im Klassenkampfe. Braunau. Mit Musik, Standarten und roten Fahnen zog die Arbeiterschaft des Brannaner Bezirtes in einem Zuge an, der bei dem starfen Regenwetter allgemein Bewunderung erweckte. Vor dem Stadthotel am Ringplas nahmen die Domonstranten Aufstellung, Tachau. Zlabings. lung selbst fand im Volksgarien statt, wo Genosse Schramet aus Brünn ein, wiederholt durch stürBei strömendem Regen zogen über 1500 unserer das den Regierungsvertreter des öfteren veranlaßte, mischen Beifall unterbrochenes Referat erstattete, Genoffen und Genossinnen des Bezinkes vom Ver- den Redner zur Mäßigung zu mahnen. Das Vorenshaus im Feſtzuge mit zwei Musikkapellen durch gehen des Regierungskommissärs rief bei den Ber die Stadt und nahmen am Marktplatz bei der Redner fammelten lebhaften Unmut hervor. Nachmittag tribüne Aufstellung. Nach Vortrag des Liedes der wurde die Matfeier durch ein geselliges Fest im Abgeordneter Genosse Schuster in marfanten WorSchaffenden durch unsere Arbeiterjänger beleudete Bolfsgarten abgeschlossen. ten den Inhalt unserer Maidemonstration. Neulosintal. Troß des ungünstigen Wetters war der Besuch ein guter. Die unter dem Borsize des Genossen Schusser tagende Versammlung nahm die Ausfüh ungen des Abgeordncien Genossen Schuster mit großem Beifall zur Kennmis. Stankau. glau. Der 1. Mai im Auslano. Wir haben bereits von dem herrlichen Ber Siegesfeit der Sozialdemokratic wurde, wie es lauf der Wieter Maifeier berichtet, die zu einem Wien noch nicht gefehen hatte. Sicher ist diese Wiener Maifeier die größte und schönste, die von jozialdemokratischen Arbeitern veranstaltet wurde. Ob angesichts der vorher nie erlebten Wassen beteiligung, die aus der Ringstraße von der Oper bis zum Schottentor ein einziges Meer von roten Nelken machie, die Zahl von einer Viertelmillion Unsere Waiversammlung, welche im Bräuhausjaale abgehalten wurde, hatte einen guten Besuch Teilnehmern nicht noch zu niedrig angegeben ist, aufzuweisen. Als Referent war Gen. Theodor Zufäßt sich schwer feststellen. Obwohl die Kommu stig aus Znaim erschienen. Vor dem Referate fan. nisten für Mosfau eine Beteiligung von einer Million Menschen bei der Truppenparade und gen unsere Arbeiterfänger den Chor„ Arbeitergruß" Maidemonstration melden, dürfte Wien doch an von J. B. Blovner sehr wirkungsvoll. In einem einstündigen Referate serpflüdte Gen. Lustig die ar der Spite des Kontinents marschieren. Denn ein beiterfeindliche Politt der tschechisch deutschen Bür Vergleich mit der Bevölkerungszahl Moslaus gerregierung, gedachte des glänzenden Wahlausgan allein zeigt, daß die Million eine Hausnummer ist, ges unserer österreichischen Genossen und forderte die wozu noch kommt, daß es sich bei den Zuschauern In diesem Orte demonstrierten gemeinjom 2000 worauf die Feier mit einem Prolog, vom Genossen tschechische und deutsche Genossen und Genossinnen. Anwesenden auf, unerschrocken den Kampf bis zur der Parade natürlich um Neugierige aller Be Seidel vorgetragen, eröffnet wurde. Dann sprach Tros des regnerischen Wetters harrten die Versam. Erreichung unseres Zieles zu führen Mit dem Chorvölkerungschichten handelt. Genosse Krejci über den 1. Mai und seine Be- melten standhaft aus. Die Referate der Genossen Im Morgenrot" von Uthmann, wurde die würdig Machtvoll waren heuer auch die Maifeiern Lundenburg. deutung für die Arbeiterklasse, oft unterbrochen vom Alika aus Pilsen( tschechisch) und Halbritter verlaufene Versammlung geschlossen. Beifall der Versammlung mit stürmischem Applaus( deutsch) fanden begeisterte Zustimmung. Für die ant Schluß seiner Rede. Dann sprach Genossin Lug tschechischen Jugendgenossen sprach Genosse Stahl. über die Aufgaben der Frau in der Arbeiterbewe gung. Auch ihre Worte fanden lebhafte Zustimmung und Beifall. In Wekelsdorf wurde die Demonstrationsversammlung im irber füllten Saale des Hotel Aſtoria abgehalten. Es sprachen hier unter dem Beifall der Versammlung Genosse Krejci und Genossin 2ux.- In Oberadersbach mußte nachmittags um 5 Uhr eine eigene Demonstranahme. Littiz bei Wilsen. der sozialistischen Arbeiterschaft in Deutschland. Am 30. April fand im Grand Hotel die Vor- Seit der Parteispaltung ist es in Deutschland feier zum 1. Mai, ausgeführt von dem Arbeiter- Sitte, daß die Gewerkschaften die Maifeier verSier feierte die deutsche sozialdemokratische Turn, Sport- und Gesangverein Freiheit" und der anstalten und die Sozialdemokratic durch ihre Arbeiterschaft den 1. Wai gemeinsam mit den tiche TJ. statt. Eröffnet wurde die Feier mit der Agitation die Beteiligung an diesen Feiern stärft. chischen Genossen. Vor 500 Teilnehmern, welche sich„ Internationale", welche die Gesangsriege des Ar- Die Kommunisten haben in einer Reihe von Orten froß der Ungunit der Witterung eingefunden hatten. beiterturnvereins sang. Die Tumer and Turnerin mit wenig Erfolg Sonderaufzüge veranstaltet. Die sprachen Genoise Groß( deutsch) and Genosse Sonnen führten dann den„ Sieg der Arbeit" auf. Am Sozialdemokraten hielten in den Städten an der( tschechisch). Die zum Vorschlag gebrachten 1. Mai fand um 10 Uhr vormittags im Grand Hotel Abend fünstlerische Feiern unter dem Namen und Mai- Resolutionen fanden einhellig begeisterte Auf gemeinsam mit den tschechischen Sozial- der Parole der Partei ab. In Berlin folgten michr als 200,000 Arbeiter dem Rufe des Gewerfdemokraten eine öffentliche, sehr gut besuchte Versammlung statt. Der Referent Genosse Ratchaftsbundes und der Sozialdemokratic. Die schinta sprach ausführlich über die Bedeutung des Kundgebun wuchs sich zu einem lauten Protest 1. Mai für die Arbeiterschaft. gegen die Bürgerblodwirtschaft aus. In Groß Hamburg marschierten 100.000 Arbeiter auf, was in dieser ehemaligen kommunistischen Hoch Die Maifeier fand im Gasthaus des Herrn burg einen glänzenden Erfolg darstellt, zumal die Bittner statt. Die Versammlung unter Kommunisten nur eine kleine Demonstration von freiem Himmel wurde von der politischen 12.000 Personen aufbrachten. Sehr schöne DeBehörde in Nikolsburg verboten. An monstrationen fanden in Sachsen und Thü der Versammlung nahmen die Genossen Feldbergs ringen statt, eine überraschend große in Köln und Lundenburgs teil. Obmann Uhlried begrüßte am Rhein, wo 40.000 Arbeiter demonstrierten. die Anwesenden, die Gesangsricce eröffnete die Ver Galt die deutsche Maiparole dem Bürgerblock, fammlung mit der Internationale", hierauf refe so war der 1. Mai in rierte Genosse Travnicef über die Bedeutung des 1. Mai für die Arbeiterschaft. Die Versammlung war gut besucht. Dobrzan. tion durchgeführt werden, weil es der Arbeiterschaft Tros des ungünstigen Wetters beteiligten sich an dieses Ories unmöglich wurde, bei dem vorherrschender Waifeier etwa 100 Personen. Das Referat crden Wetter den über zwei Stunden weiten Weg nach stattete Genosse Hilgarth aus Mics. Der Umzug Wefelsdorf anzutreten. Mir Musik und Fahne sagen fand gemeinsam mit den tschechischen Sozialdemo die Arbeiter durch das Dorf, worauf auf freiem Praten statt. More Genosse Kreich über den 1. Mai und den Kampf der Arbeiterklasse sprach. Seine Rede wurde feciffert aufgenommen, ebenso auch die, welche Wegen des strömenden Regens mußte die VerGenessin Qur zur oleichen Versammlung in ge- jammlung im Saale stattfinden, der 1000 Perschlossenem Lokale bielt. sonen faßt und dennoch nicht alle Erschienenen aufnehmen konnte. Das Referat erstattete Genosie Zettel. An dem Demonstrationszug nahmen 1600 Personen teil. Starf abt. Neuern. Bischofteinit. Um 10 Uhr vormittags waren trotz des herr schenden Regens die Arbeiter aus Starkstadt und Umgebung äußerst zahlreich vorhanden, so daß die Versammlung eröffnet werden konnte, worauf Genosse An dem Umzuge beteiligten sich) 800 Personen. Gebhard: aus Trantenau unter starfer Zustimmt überfüllten größten Saale der Stadt referierte mung der Demonstranten über die Aufgaben der Genosse Gottfried. Nach ihm sprach Genosse Arbeiterklasse und den 1. Maissprach. Die Versamm. Mizner. luna zeigte, daß auch in diesem von der Welt ver. geffenen Teile des Braunauer Gebiets Flassenbewußte Arbeiter leben, die für unsere Ideen kämpfen und leben. Kronstadt Die Festrede wurde vom Genossen Strobel aus Arnau gehalten und fand begeisterte Aufnahme. Diese Versammlung gibt uns ein Recht zu hoffen, daß die Bewegung nun auch im Adlergebirge vormärts gehen wird. Landskron Südböhmen. Die Maifeiern verfiefen über Erwarten gut. An der Sprachgrenze fanden sie gemeinsam mit den tschechischen Sozialdemokraten statt. In ruman, das bis zum Vorjahre eine fommunistische Hochburg war, war der Erfolg geradezu überwäl igen d. An der gemeinsamen Stundgebung beteilig ten sich 2000 Personen, in der Mehrzahl Deutsche Der kommunistische Festzug zählte 2000 Leute. In unserer Versammlung sprach Genosse Dinnebier und Genosse Krečan. In ganzen Kreis fanden ficbachn Maifeiern unserer Partei statt. Suchental. Eisgrub. Zwittau. Vor 2000 Arbeitern und Arbeiterinnen sprach geordneter Genosse Ta nb unter stürmischem Bei fall. Die tschechischen Genossen nahmen geschlossen an unserer Demonstration teil. Ten Kindern war die Teilnahme am Festzuge verboten worden. Neutitschein. England heuer eine gewaltige Rundgebung gegen das halbfascistische Gewerkschaftsgesetz der fonservativen Regierung. In London demonstrierten im Sydepart eine Viertelmillion Arbeiter, was angesichts der Tatsache, daß der 1. Mai in England, in dem sich neue Sitten schwer einbürgern, bisher wenig gefeiert wurde, ein Riesenerfolg ist. In fast 4000 Versammlungen, in denen 10.000 Redner sprachen, protestierte das englische Auf dem Stadtplay sprach vor etwa 700 Teil- fach wurde aus den Massen spontan der Ruf nach Proletariat gegen das Antigewerkschaftsgesetz. Viel nehmern Genosse Schuster. Die Beteiligung an dem Generalstreif als Antwort auf die Frechheit der Versammlung der tschechischen Genossen war eben falls sehr gut. Die Nationalsozialisten und die Kom- an diesem 1. Mai sehen, daß die Zeiten des Burgder Konservativen erhoben. Die Regierung fonnte munisten versammelten je etwa 100 Personen um friedens endgültig vorbei sind, nicht nur für das fich. Kapital, das ihn schon längst zur Unterdrückung der Arbeiter benützt, sondern auch für das ProSeit Jahren fand hier wieder eine Maifeier letariat, das die altenglische Demokratic jetzt im statt. Der Besuch war gut. Die Festrede hicft Gerechten Lichte sicht. nosse Nitschmann. Genosse Nitschmann referierte In auch in einer gut besuchten Versammlung in Frankreich. Engelswaid. In Senftleben sprach in wurde der 1. Mai vor allem in der Provin; geeiner sehr gut besuchten Verjamenifung Genosse Stö feiert, da die Regierung in Paris Kundgebungen Botenwald. Mährisch- Neustadt. Welch herrliche Maifeier wir hier hätten haben können, wenn das Wetter nicht gegen uns gewesen wäre, bewies die große Beteiligung der Arbeiterschaft Die Maijcier wurde heuer von den deutschen on dem glänzend verlaufenen Fackelzug der Turner, und tschechischen Sozialdemokraten gemeinsam beter, in Fu! act Genosse Schuster, in Sedini unter freiem Himmel verboten hatte. Die BeKinderfreund und Roten Follen am Vorabend gangen. Die ſtattlichen Demonstrationszüge mar Genosse Sinbrun, in Bodenstadt Genosse teiligung bei den sozialistischen Feiern war sehr des 1. Mai Die Ma feier selbst war verschierten vereint durch die Stadt auf den Martiplay, Brich: a, in Zauchtel Senator Genosse Joff. rege. In regnet, der Umzun mußte unterbleiben und einige wo etwa 800 Personen an dem Meeting teilnahmen. Belgien hundert Genossen, die man aus den weit entfernten Die Versammlung wurde tschechisch und deutsch erDörfern der Umachung erwartete, fonnten nicht kom- öffnet. Für die tschechische Sozialdemokratic refe men. Ein oroßer Teil dieser Genossen, der schon rierte Genosse Dr. Sto ſteela, für unsere Barici unterwegs war, mußte des Regens und der schlechien Genosse Goldschmidt. Beide Referate wurden Wege halber den W- rich abbreden. Im Arbeiter mit starkem Beifall aufgenommen.„ Das Lied der heim versammelten sich etwa 700 Arbeiter und Arbeit" beschloß die Kundgebung. Nachher hielten Franzel( Prag) wurde wiederholt von stürmischenstrationszug" marschierten etwa fünfzig bis fecha prach am Mozartplaß Senator Genosse Polach ungünstigen Wetter litten, immerhin aber be Arbeiterinnen. Das Referat des Genossen Doktor die Kommunisten ihre Feier ab. In ihrem„ DemonProtestrusen gegen das Bürgerregime unterbrochen. Dann. Kreis Mies. • es Die Beteiligung am Wertzug und an der Verfanden mächtige Stundgebungen statt, die vor allem ſammlung war stärker als im Vorjahr. Trotz im Dienſte der Abrüstungspropaganda unserer des ungünstigen Wetters hatte Genoffe Schloß belgischen Genossen standen und Proteste gegen nickel eine Zuhörerschaft von etwa 700 Personen. Den imperialistischen Strieg beschlossen. Aus Mährisch- Schönberg. Polen Müglik. Schweiz meldet sehr starke Beteiligung bei den Maifeiern. Bor 2000 Genossen und Genofsinnen wird gemeldet, daß die Kundgebungen unter dem aus Brünn und nach ihm Genojjin Langer. Die sonders in Warschau, Lod; und Oberschlesien schr Erdweis. Kinder, denen die Teilnahme am gemeinsammen Umstarf waren. Auch die Unsere prächtige Organisation in Erdmeis ver- aug verboten war, veranstalteten einen eigenen Zug anstaltete auch heuer wieder eine ausgezeichnete Mai- und eine eigene Feier, on der etiva 700 Kinder teilIn diesem vorwiegend agrarischen Bezirk sah der feier. Die Genossen von Erdweis und Zuggers( ins- namen. 1. Mai ebenfalls einen stattlichen Aufmarsch der gesamt etwa 500) versammelten sich nach gemeinHassenbewußten Arbeiterschaft. Der Festzug bewegte jamem Umzug im Garten bei Červenka, wo Genosse sich über den Hauptplatz zum Ablersaal", wo die Goldschmidt unter wiederholten Zustimmungs Maiversammlung stattfand. Unter dem Vorsitz des fundgebungen und unter ſtarlem Beifall die feftrebe Genossen Sch a la referierte Genosse I a Isch. Stür. hielt. Besonderen Widerhall fanden die Hinweise auf mischer Beifall begleiteten seine Ausführungen. Er den herrlichen Wahlsieg der unmittelbar benachbar freulich stark war die Beteiligung der Frauen und der ten österreichischen Genossen. Auch heuer nahmen in Jugend an unserer Maifeier. Die Hakenkreuzler Erdweis die tschechischen Sozialdemokraten an unserer begnügten sich damit, mit Kornblumen geschmückt Stundgebung teil. Wegen des schlechten Wetters mußte die Feier im Saale stattfinden. Die Mairede hielt Genosse eiter. Ein kommunistischer Stänferer wurde gebührend in die Schranken gewiesen. Budigsdorf. Die Versammlung war sehr starf besucht. Mairede hielt Genosse Dr. Morgenstern. lein In Ungarn und Südslawien konnten Maifern abgehalten werden. In Italien und in dem mit verrn Beneš verbündeten Rumä nien herrschte die Ruhe des Friedhofs, aus der fein Ruf der Freiheit zu uns herüberschallt. An den Genossen in den nichtfa'cistischen Ländern wird es liegen, auch den Arbeitern Die Italiens und Rumäniens wieder einen 1. Mai zu erfämpfen! Lagesneuigkeiten. Reichsgesundheitsausstellung Nach Die Opfer des Miſſiſſippi. Mittwoch, 4. Mai 1927. Zur Reichsgesundheitswoche. In stintigen Kontoren wird die Tuberkulose gezüchtet. Kämpft für den Achtstundentag und die Sonntagsruhe der Handels. angestellten. wuchse, dent in der Staatsanstalt" die Ausbil Imitiags in der Voffsbücherei in Aussig statt. Durch dungsmöglichkeit zudem benommen ist und Mitglieder eingeführte Gäste sind herzlich will in seinen Konsequenzen geradezu grotest ausartet! fomment. Das Professorenkollegium der Das Sommermester an der Prager deutschen in Mährisch- Trübau. deutschen medizinischen Fakultät bat universität weist den Höchst stand der Studies Samstag, den 30. April, wurde die Gasund sich mit diesen unhaltbaren Verhältnissen befaßt renden in einem Sommersemester überhaupt auf. heitsausstellung, die im Solzmaistermuseum in und verlangt für die Novellierung des Gesetzes Von 1930 im Sommersemester 1919 ist ein steter Mähr.- Trübau in der Zeit vom 30. April bis vom Jahre 1920 die Hinzuziehung von Sachver Anstieg der Studierenden zu verzeichnen, der mit 15. Mai I.. stattfindet, durch den Bürgermeister digen, insbesondere die Beratung mit den 3420 am 30. April 1927 den Höchststand erreicht Jing. Steinbrecher im Beisein vieler auswärtiger fliniken der Republik und gab seine Forderungen täten wie folgt: Theologie 46, Juristen 1213, Vorständen der vier zahnärztlichen Universitäts hat. Diese verteilen sich auf die einzelnen Fakul Vertreter des Schönhenasiganes eröffnet. Begrüßung durch den Gymnasialdirektor Sans über den Inhalt der Novelle bekannt. Mediziner 1197, Philosophen 464, Naturwissen mann erfolgte ein Rundgang durch die Ausschaften 500. 3ufammen 3420 Studierende. Dar stellungsräume, wo die ausgestellten Gegenstände unter 381 Frauen und 345 Ausländer. und Bilder die Bewunderung fämtlicher Besucher Von den 345 Ausländern waren aus: Polen 136. Eine Viertelmillion Obdachlosc. auslösten; auch muß die vortreffliche Gruppierung Rumänien 85, Ungarn 37, Oesterreich 24, Litauen der Ausstellungsgegenstände lobend hervorgehoben Washington, 3. Mai.( Reuter.) Staatsjefretär 13, Deutschland 12, Lettland 9, Bulgarien 7, Südwerden. Soover erstattete gestern dem Präsidenten flawien 7. Ukraine, Rußland je 2, Italien, Coolidge den ersten offiziellen Bericht über die Schweiz, Griechenland, Georgien, Palästina und Lage in dem durch das Hochwasser des Mississippi Amerifa je 1. Zur deutschen Nationalität beund seiner Nebenflüsse überschwemmiten und ver- fannten sich 2606 zur tschechischen 29, zur ſlowawüsteten Gegenden. Dem Berichte zufolge wird fischen 11, zur magyarischen 187, sonstige 587. die Zahl der infolge der Ueberschwemmungen ob Todesurteil gegen eine Kindesmörderin in dachlos gewordenen Personen auf eine Viertelmillion gefchäßt. Hoover erklärte, er habe Ver- Bilsen. Das Biljner Schwurgericht verurteilte trauen dazu, daß sich die Verhältinſſe in den Gertrude Köhler aus Eger, die im Winter****** Montag das 21jährige Dienstmädchen vom Hochwasser betroffenen Gegenden infolge der vorigen Jahres ihre zwei unehelichen Kinder in Kindes mordes verhaftet. Ihm wird zur Last Aktion des Roten Kreuzes bessern werden, und Mies in den Fluß warf, wo beide zugrunde gelegt, im Feber 1926 feine Frau und im Oktober fügte hinzu, daß die gesundheitlichen Verhältnisse gingen, zum Tode durch den Strang. in den von der Katastrophe heimgesuchten Ge- gingen, zum Tode durch den Strang. 1926 feinent 16jährigen Sohn erschossen zu haben. bieten günstige sind. Die Bevölkerung wird Ein begnadigter Preistreiber. Der General Sowohl die Frau wie der Sohn waren sehr hoch massenhaft geimpft. Generalmajor Jadwin, der direktor der Wiener Anterbrotwerke Fried, der bei Lebensversicherungen versichert, insbesondere Chef der militärtechnischen Hilfsoftion, welcher vor etwa einem Jahre wegen Preistreiberei und sollte die Versicherung bei einem Unfall verdoppelt Hoover auf seiner Fahrt in dem Hochwassergebiete Wuchers zu 9 Monaten Sterker und 100 Milliar werden. Straffer hat angegeben, daß die beiden begleitet hatte, gab der Ansicht Ausdruck, daß die den Kronen verurteilt worden war, welche Strafe Todesfälle auf Unglücksfall zurückzuführen seien. Stadt Orleans jetzt vor den Fluten dann vom Oberlandesgericht auf 6 Monate und Kleritale Frechheit. Das„ Pravo Lidu" cr sicher sei, sofern sich nicht enva unvorher 24 Milliarden herabgesetzt worden war, wurde zählt: In der Launer Gegend, und zwar im Orte gesehenes ereignen follte." rom Bundespräsidenten Sainisch begnadigt, in Bochyvalov, wurde ein Kind geboren und der dem ihm die Strafe auf 10 Milliarden Kronen Pfarrer verlangte vom Vater des Kindes einen New Orleans, 3. mai. Infolge des Durch herabgesetzt und die Freiheitsstrafe überhaupt Revers, in welchem sich dieser verpflichtet, das bruches der Mississippidämme wurde ein großer erlassen wurde. Es ist dies offenbar auf den Kind, wenn es schulpflichtig ist, in den katholischen Teil des niedriggelegenen Gebietes im Staate Druck der bürgerlichen Parteien hin geschehen. Religionsunterricht zu schicken und auf das Recht, Louisiana überschwemmt, weitere Boden- Ein Schuß in den Sizungssaal der Wiener die Konfession des Kindes vor dessen 14. Lebens flächen sind bedroht. Das von der Ueber- Arbeitersportler. Montag abends war der Vorjahr zu ändern, zu verzichten. In einer Beilage schwemmung heimgesuchte Gebiet hat eine Aus- stand des Wiener Arbeiterfußballver- erffärt der Pfarrer, namens Primes, er werde. dehnung von etwa 10.000 Quadratkilometer und bandes zu einer Situma in feinem im Mez das Kind nicht taufen, wenn der Vater den Revers war von ungefähr 70.000 Menschen bewohnt. nicht untenschreibe. Wir hoffen, daß der Vater dem Pfarrer die richtige Antwort auf seinen Schreibebrief geben wird, indem er darauf verzichtet, das Kind taufen zu lassen. Nach Besichtigung der Ausstellung versammel ten sich die Vertreter der verschiedenen Korporationen und Gemeinden sowie Parteien des Schönhengstgaues zu einer Feitigung im städtischen Sinojaale, wo sie Begrüßung durch den Vorsitzenden des Arbeitsausschusses, Oberlehrer Wawerda, erfolgte, sodann sprachen im Sinne der Voltagesundung Minister Dr. Spina, ferner der Vertreter des Ministeriums für Gesundheitswesen, Prof. Dr. Renauer berichtete an Stelle des erfrankten Prof. Waudrak, Dr. Svoboda als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung. Dr. Löwil als Vertreter der internationalen Gesundheitskommis sion in Genf, Vizebürgermeister Gen. Friedi, der die Gefundheitsaussteilung als solche, im Namen der Arbeiterschaft des Schönhengftgauce begrüßte und auf Grund der Ausführungen der Borredner befanntgab, daß der Gesundheitszustand der Arbeiterschaft des Schönhengitgaues als schlecht bezeichnet werden muß, daß speziell die Tuberkulose in Prozenten zu den anderen Erfranfungen 25 bis 30 Prozent beträgt und dies die Folge der schlech ten Wohnungsverhältnisse sei, daß die Arbeiterschaft infolge der niedrigen Löhne und der teueren Lebensmittel nicht imstande sei, sich und ihre Kinder so zu ernähren, daß der Körper gesund und fräftig und widerstandsfähig gegen Erkrankungen bleibe. Die zwei Lungenbeilstätten, in Baffet für männliche und in Gewitsch für weibliche Erkrankte, zanin des Michelbeuerngebäudes gelegenen Klub müßten verdreifacht werden, um allen Erkrankten lofal versammelt, als plötzlich eine Schußdetona die Möglichkeit einer rechtzeitigen Seilung bieten Ihr wahres Gesicht. Die Kommunisten sind tion erfolgte und im nächsten Augenblick ein Abzu fönnen. So ist es in vielen Fällen schon zu bekanntlich die einzigen, wahren Revolutionäre, rieseln von Mauerkalt zu vernehmen war. Die ipät, eine Heiluna vorzunehmen, wenn die Einberufung monatelana auf sich warten läßt und gegen die wir nur Stümper find. Sie hassen Teilnehmer der Sigung verdunkelten sofort das aus tiefster Seele die gegenwärtige fapitalistische Zimmer und stürzten dann zum Fenster, konnten müſſen Hunderte von Menschen, denen noch ge- Gesellschaftsordnung und lehnen es mit aller aber niemanden mehr entdecken. Der Vorsitzende holfen werden fönnte, irop der größten Anstrengung und finanziellen Opfer der stranken Entschiedenheit ab, mit dem Bürgertum und der Arbeiterfußballer, Siegfried Deutsch. verversicherungsanstalten, zugrunde gehen. Ebenso sei seinen Parteien in irgendein Kompromiß ein ständigte nun das Polizeikommissariat. Einige eine Verbesserung des Zozialversicherungsgesetzes gehen. So fönnen wir es in jeder kommunisti- Kriminalbeamte stellten einwandfrei feſt: Das nonvendig, wobei er auf die Vollsgefundung in schen Zeitung lesen, von jedem fommunistischen Fenster des Zimmers liegt nicht nach der StraßenDeutschland auf Grund der dortigen, seit Jahr Redner hören. Wie sieht dieser fompromißloſe feite, sondern gegen den Damm der elektrischen zehnten bestehenden Invaliditäts- und Altersver- Klassenkampf der Kommunisten in Wirklichkeit Stadtbahn zu, wo eine Wagenhalle im Bau ist. ficherung hinwies. Des weiteren führt er an, daß aus? In der„ Leitmerißer Zeitung" vom 22. Der Attentäter fonnte also, ohne von jemandem die Arbeiterschaft des Schönhengstgaues sowie in April, einem gut bürgerlichen, gegen die Arbeiter gesehen zu werden der Nachtwächter war gerade abivesend auf eine Leiter des Baues allen anderen Ländern und Gauen bemüht ist, fämpfenden Blatt, lesen wir: steigen und von dort ganz bequem das Zimmer durch Turnen und andere sportliche Leistungen den Schütteuiß. Die arbeitende Bevölkerung von überblicken. Er hat gan; offensichtlich auf den Kopf jährige Salzburger Advokatursbeamtin Elfriede Bei einer Skitour auf dem Hochkönig ist die 25Körper widerstandsfähig gegen Erfranfungen zu Schütteniß und Umgebung sei schon honte auf die Siegfried Deutsch', der ihm zunächst gleich beim Ehrenpfordt tödlich verunglüdt. Sie fuhr bei machen, daß aber von Seite der Regierung feine 1. Mai- Feier aufmerksam gemacht. Sommelpunt eniter- jaß, gezielt, und in der Tat fonnte der Abfahrt über einen Steilhang mit solcher Wucht Unterstützung erfolgt und bei den Bodenaufteilun und Abmarsch von Kriesches Gasthaus mi. Musi der die Untersuchung führende Polizeiinspektor an einen Felsblock, daß sie sich die Wirbelsäule brach gen gerade den Arbeiterturnvereinen keine Spiel- um 8 Uhr früh. Abends 8 Uhr findet ein 1. Mai alsbald das Projektil in der gegenüberliegenden und noch während des Transportes ins Spital, ſtarb. pläge zugewiesen wurden. Er richtete an alle An- Kränzchen stan. Pflicht eines jeden Arbeiters und Mauer genau in der Verlängerung der Schußrichwelende, die es mit der Volfsgesundung ernſt einer jeden Arbeiterin ist es, sich an der Maitung finden. Es wurde aus der Mauer heraus- burg wird berichtet: Montag ereignete sich ein ErdErdbeben in Südafrika. Aus Johannesnehmen, den Appell, dies zu berücksichtigen und in Demonstration zu beteiligen. Die Parole eines gegraben und von der Polizei in Verwahrung beben von 30 Sekunden Dauer. Zu gleicher Zeit er diesem Sinne für die Volfegefundung zu wirken, jeden Klassenbewußten Arbeiters lautet daher:„ Aufgenommen. Es handelt sich hier ganz offenbar um folgte in einem in der Nähe befindlichen Bergwerk wobei die Arbeiterschaft nach besten Sträften mithelfen wird. Im Sinne der Volksgesundung Kommunisten fündigen in der bürgerlichen, Radauelemente. Die Genossen Arbeiter- und 20 verwundet wurden. cinen Laus bubenstreich politischer politischer ein Felssturz, durch den zwei Eingeborene getötet sprechen noch die Abgeordneten Sodina und Stenzl, arbeiterfeindlichen und regierungsfreundlichen sportler versichern daß die ganze christlichsoziale wahrscheinlich, um später um so ausgiebiger gegen Zeitung ihre Maifeier an! Zu dieser Art von und hafenfreuzlerische Umgebung schon seit Tagen Doppelmord aus Eisersucht. Eine furchtbare die Volksgefundung handeln zu können, worauf Klassenkampf sind weitere Worte unnöng. der Vorsitzende allen, die zum Gelingen der Gevor Wut schäumt, weil vom Michelbeuerngebäude Mordtat wurde am Montag früh in Hamborn Bruckhausen entdeckt. Die 27 Jahre alte Ehefrau sundheitsausstellung beitrugen, den Dank aus Zentralverein der deutschen Lehrerinnen in die rote Fahne weht. Martha Cocomeri und ihre Mutter, die Witwe sprach und die Festsißung schloß. Böhmen. Die diesjährige Hauptversammlung des Gatten- und Kindesmord wegen einer Ber- statharina Greskowiak, wurden mit durchschnit Zentralvereines der deutschen Lehrerinnen in ficherung? Der Schuhwarenhändler Strasser tener. Kehle in ihrer Wohnung aufgefunden. Der Böhmen findet am 15. Mai um 10 Uhr vorBöhmen findet am 15. Mai um 10 Uhr vor- wurde in Harburg wegen Gatten- und Ehemann Cocomeri, der geflüchtet ist, hat, wie aus einem hinterlassenen Briefe hervorgeht, die Tai ver übt und angekündigt, daß er nach Beseitigung seiner Feinde Selbstmord begehen werde. ur 1. Mai Feier!" Rundfunk für Alle! ten. 12.15: Wittagsfonzert. 1. Weber:" Preciosa", Ouver 1. Corelli: 2a folia, 2. Bazzini: Le ronde des lutins. 3 Noval: Lieber. 1. Smetana: Arie aus" Die zwei Witwen". Konzert. Verwertung industrieller Abfälle. 18.35: Die Wiener Vororte. 21.10: Bom lieben Augustin. Leichte Abendmusif. Sürich, 404. 12.40: Wittagsfonzert. 17.20: Jugendstunde. 20.30: Buntes Allerlei. 21.30: Alte Tänze. Deutschland. Gefeßliche Unfruchtbarmachung geistig Minderwertiger. Aus New York wird gemeldet: Der Oberste Gerichtshof bestätigte in dem Berufungsprozeß einer Epileptischen das Gesetz des Staates Virginia, das die Unfruchtbarmachung geistig Minderwertiger vorschreibt. Von Ratten angefressen. In Paderborn wurden in einem alten Hause nachts einem zweijährigen Kinde ein Ohr und eine Wange von Ratten angefressen, einem anderen, sechsjährigen Kinde, ein Finger angenagt. Die erschwerte zahnärztliche Fachausbildung in der Tschechoslowakei. Wir erhalten folgende Zuschrift: Der Numerus clausus in der„ Staatsanstalt" 5. Smetana: Arie aus„ Die Teufelswand". 6. Rebifoto: Lieb ohne Worte. 7. Schneider Trutabffh: Slowakische Lieber. hat durch Nicht zulassung zahlreicher Aerzte einen Programm für heute, Mittwoch. 21.30: Echallplattenmusik und Breffenachrichten. Gefährliche Verbrecherjagd. In Ingoldstadt Höhepunkt erreicht, der nicht mehr übertroffen werBudapest, 556. 16: Rinderlieder. 17.15: Symphonicfon sollte der aus Augsburg stammende Landstreicher Brag, 319, 11: Schallplattenmufif. 11.40: Landwirt gert. 20: Stricasbiftorischer Bortrag. 22.15: Zigeunermufit. Sertle festgenommen werden, weil er beim Karden kann. Die dieswöchige Nummer der Medizi- fchaftlicher Rundfunf und Seitfignal. 12.05: Breffenamrich 23.15: Lanzmusif. nischen Klinik nimmt hiezu in sachlicher, die unDaventry, 1600. 13: Konzert. 15: Szenen aus Shakespeare. tenspiel einen jungen Mann niedergestochen hatte. ture. 2. Gebele; Neapolitanische Serenade. 3. Labfth: Bban 18: Trio. 18: Orgelfonzert. 19.15: Stabierborträge. 19.45: Semer Verhaftung setzte er sich mit der Waffe in der haltbaren Verhältnisse geißelnden Weise Stellung. tafie über ifchechische Lieber. 1. Sann: Abendstimmung. Bunter Abend. 23: Tanzmusif. Der Autor verwirft die ohne Hinzuziehung von 5. Komzaf: Jägerlatein. 6. Bačfar: Der Großvater bais Rom, 323. 13.30: Stongert. 17.15: Jazz Band. 20.45: Hand entgegen. Verschiedene Kriminal und Polizeigefagt. Liebeslied. 7. Gane: Ertale. S. Smoch: Marsch. zahnärztlichen Sachverständigen zustandegekom- 13.30: Börsennachrichten. 16.45: Börsennachrichten und Hop Wien, 517. 11: Vormittagsmusif. 16.15: Nachmittags beamte sowie Angehörige der Reichswehr wußte er menen Schöpfungen" des Gesundheitsministe fenmarfipreife 17: Nachmittagskonzert. 1. Roffini: Wilhelm fongert, 17.10: Märmen. 18: Wien und die Wiener. 18.10 sich durch die Abgabe zahlreicher Schüsse vom Leib Tell, Ouverture. 2. Chopin: Ballade as- dur. 3. Frand: riums vom Jahre 1920 und 1926, welche die in Biece béroique. 4. Chopin: a) Walzer ct- moll, a- moll, ces: 10: Franzöfifa. 19.30: Englisch. 20.05: Bunter Abend zu halten, wobei der Kriminalassistent Peet schwer dur: b) Mazurfa a- moll, c- dur. 5. Lifat: Bom Fels aum den gänzlich unzureichenden Räumen der tschechiverlegt wurde. Als der Reichswehrsoldat wandMeer. 18: stinderſtündchen 18.15: Deutfche Sendung, schen Zahnklinik untergebrachte Anstalt als Betterbericht und Tagesnenigtetten vom Breßbureau, bier: ner die Verfolgung des fliehenden Verbrechers aufStaatsanstalt" mit dem alleinigen Rechte der auf: Brof. Dozent Dr. Julius 23wy, Traa: Berhütungsnahm, drehte sich dieser plötzlich um und gab auf ihn der Berufsfraufbeiten. 18.45: Landwirtschaftlicher Rundfunk. Ausbildung von Aerzten zu Zahnärzten erklärt und 19: Rundfunk für Gandel und Gewerbe, 19.15: Bortrag: Rönigswusterhausen, 1250 12: Einheitsfurafdrift. 16: Owander auf dem Wege zum Krankenhaus. Schlickeinen Schuß ab. In die Kehle getroffen, starb Bor 60 Jabren. 19.30: Bortrag: Was ist das Glück des Das Spiel. 16.30: Englisch. 17: Die franzöfifchen Impreffioden vier Universitätskliniken in der Republik die stindes. 20.30: Wetterbericht und Breffenachrichten. 20.40: iften. 17.30: Bom Singspiel aur Opereite. 18: Flämen lich gelang es doch, den Flüchtling einzubolen. Im Möglichkeit einer solchen Ausbildung benimmt, ein Bunter Abend. 1. Blasmuff. 2. Tamburizza- Chor. 3. Chan, und Raumrechnung. 18.30: Engliſch, 18.55: Die Saftpflicht legten Augenblid jagte er sich eine Rugel in den wahrhaft ungeheurer Eingriff in die Rechte der bär 5. Säge. 6. Tamburizza- Chor. 7. Blasmusif. 21: Sell Renaiffance. 20.15: llebertragung bon cipsig. 366. Kopf, ohne daß jedoch die Verletzung tödlich gewesen fons. 4. a) Hrubes: Volta; b) Jueif: Der alte Brumm der Boſt. 19.20: Stultur Europas im Zeitalter der Universitätsinstitute. Das tschechoslowakische Ge- fignal. 22: Seiffignal. Leute Nachrichten des Breßbureaus,„ Der G'wissenswurm", Vauernfomödie von Augengruber. lebersicht der Tagesereignisse, Sportnachrichten. 22.15: Be 22.15: Tanamufit. sundheitsministerium, an dessen Spiße ein Geist- richte über die 3. Arbeiter Olympiade. 22.20: Radiofcuille licher(!) steht, hat dieses in der ganzen Welt einzig on. 22.35: Theaternachrichten. Schallplatten. Dvorak: Star dastehende Faktum zustande gebracht, indem es die innocents acroforie Noc: fachliche Ausbildung der Aerzte zu Zahnärzten den Fauft. but solet. Gounod: Fauft. Chapi: Las Hijas bei Universitätsinstituten entrissen hat. 26 deutschen, Brünn, 44.1. 12.15: Reproduzierte Mufif. 14.30: Brager tschechischen und jugoslawischen Aerzten, die vom Effeftenbörse, Wetterbericht. Breffenachrichten, Sport und Staatsinstitut" abgewiesen, das letzte Jahr den beater. 17.15: Bür die reifere Jugend, ever Aftrologie und Alchymic. 17.35: Deuife Breffenachrichten. 17.45; Kurs am deutschen zahnärztlichen Institut gemachte ut fe Sendung. Dr. Prof. B. Kaplan: Wasser als haben und den Titel Facharzt anstreben, wurde Gericauellent, 18; Beltzeichen. mart und Börsenbericht Brünu, Olmüt, Mähr. Ditran. 18.20: Bortrag. Der vol ohne Rücksicht auf die vorgebrachten triftigen nime Nationalfeiertag. 18 45: Wie Brag. 10: Konzert. Gründe im Gesundheitsministerium, wo sie vor Erzählungen. 3. Rubinstein: Melobie. 4. Delibes: blbia. 1. Tichaifowffij: Dub. Nußknader 2 Offenbach: Hoffmanns sprachen, erklärt, daß„ der Vater" der geseßlichen 5. Buccini: Tosca. 20: Hörspiel. 20.35: Konzert. 1. Chopin: Bestimmungen über die Zahnheilkunde( das Ge- Walzer. 21: Blasmufif. 22: Wie Brag. Ballade As- bur. 2. Bieber. 3. Chopin: Nocturno. 4. Chopin: fundheitsministerium) auch für strenge Durchführung dieser Vorschriften Sorge tragen müsse. Also ein verlorenes Jahr für diese Aerzte! Schwer lastet die unsoziale, deutschfeindliche( Vorträge und Demonstrationen in der Staatsanstalt sind nur chechisch!) Verordnung auf dem ärztlichen Nach turno. Sabu: Si vers avaient des ailes. Lebedeo. Tofti: Serenata. Preßburg, 300. 17.45: Stonzert. 1. Chopin: Trauermarsch. Bieurtemps: IV. Geigenfonsert. 5. Kodaly: Epitaph. 6. Berbi: 2. Schneider Trnavffy: 2 Lieber. 3. Liszt: Totenlieb. 4. trie aus" Traviata". 7. Dvokal: Am Grabe der Selben. sandwirtschaftlicher Rundfunk, 19.10; Slowafischer Sprach 8. Bella: Wieland der Schmied". 18.45: Wie Brag. 19.05: furs für Ungarn. 10.30: Die Landwirtschaftsunfallversiche Berlin, 484. 12: Stundengeläut. 13.30: Glodenſpiel. Rettungswesen in den Seebädern. 19: Stundengeläut. 19.15: wäre. 16: Funfdienst an Bord und Nüfte. 16.30: Funfprinzeffin. Der 83jährige Gattenmörder. In Danzig 17: Rachmittagsfonzert. 18.20: Die ameifen. 18.50: Das Langfuhr hat der 83jährige frühere Eisenbahnbeamie Sotrates, 19.15: Das seilfige Band der westeuropäische Friedrich Wendt nach einem häuslichen Streit seine Bioitt: Biolinkonzert. Reger: Bariationen und Juge. 22.30: Taschenmesser getötet und seine 22jährige Tochter se Bölfer. 20.15: Symphonicfonzert. Händel: Concerto aroffo. 60 Jahre alte Frau durch mehrere Stiche mit seinem Nachtmufif. baltungsfonzert. 20.15: Cellofonzert. 21: Gröbliche Stunde. wird. Die taubstumme Schwester der getöteten Frau Breslau, 316. 12.20: Schallplattenkonzert. 16.30: Unter schwer verletzt, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt fonzert. 18.15: Granenstunde. 18.30: Saarbrüder Land und flüchtete in die Küche und blieb dadurch unverlegt. cute. 20: Bilanzenieben im Frühjahr. 20.15: Kammermusic. Wendt war infolge starter Schwerhörigkeit gegenüber bergs Totentanz. 20:" Wann wir altern", dramatisches Ge- Ermordeten in zweiter Ehe seit 22 Jahren verheiDer Mat ift gefommen. 18.50: Clans Groth, 19.30: Strind Frau und Tochter sehr mißtranisch. Er war mit der dicht von Blumenthal. 21: Chorfonzert. Tanzmufit. Frankfurt, 429. 15.30: Jugendstunde. 16.30: OperettenSamburg, 395. 14.05: Sausfonaert. 16.30: Tanztec. 18: Langenberg. 469. 13.05: Mittagsfonzert. 17: Teemufit. ratet. 18.05: Entwicklung von Platten und Filmen. 19.15: Das Ewige. 10.40: Alfohol und Geisteskrankheit. 20: Funktechnif. 20.30: Wiener Abend. 22.30: Tanzmusir. Ein Kreuzer auf Grund geraten. Der 32.000 München, 53C. 12.30: Mittagsfonaert. 16: Kinderstunde. 17. Jugendftunde. 19: Jofef Saas- Abend. 20.40: Münchener der amerikanischen Kviegsflotte, die gegenwärtig New Tonnen- Kreuzer Colorado", das modernste Schiff Tanamufif. Bilderbogen. 21.45: Weltpolitischer Monatsbericht. 22.40: Yort einen Besuch abstattet, ist zwischen Manhattan Stuttgart, 350. 13.10: Schallplattenkonzert, 15: Jugend- und Governors Island auf Grund geraten. Auch bei einsetzender Flut ist das Schiff nicht slott geworden. rung. 19.45: Schallplattenmufif. 20.30: 28ic Pran. flunde. 16.15: Nachmittagsfonzert. 18.15: Wärdjen. 18.45: Saftan, 1870. 19.30; General Stefanit. 20: Ronsert. Empfangsschaltungen. 20: Liederabend. Wunschabend. god), 4. Mat 1927. Genoffen! Arbeiterpreſſe. Darum, agitiert Berichtssaal. fiert er fich nicht um fie. Was fo ein Poliziſt Bette T. iſt es denn?- Josef: Schau'n S, Herr Richter, nale Föderation der christlichen Angestelltember, Ihr müsset nn. Ist die Anrede ,, Polizist" eine Ehren- über Buft, nannte ihn einen Trotte und noch einigestionen von Angestellten und Technikern, wogegen ausgesetzt für beleidigung? andere. Dieser klagte ihn wegen Ehrenbeleidigung. Beamte ausgeschlossen bleiben. die Verbreitung unserer Zeitung agitienen. Der Jnter Prag, 1. Mai. Der größte Teil der Bevölkemung - Richter: Haben Sie den Herrn einen Trottel nationale Verband der Hotel, Restaurant- und Geht euch überall für unsere Parteipseſſe lebt in völliger inkenntnis, mit welchen Wachtbefug Sie eine Ehrenerffäring abgeben?- 3oief: Na. gehört ebenfalls dom Internationalen Gewerk genannt? Josef: Ja. Richter: Wollen Café- Angestellten hat seinen Sitz in Berlin und ein. In das Heim des Arbeiters gehört die nisjen so ein Polizist auf der Straße ausgerüstet ist. Solange einer mit der Polizei nichts zu tun hat, Richter: Warum nicht? Josef: Weil dös schaftsbund an. Seine Mitgliederzahl betrug am Ehrenbeleidigung is. Genoffen n.Genoffinnen Richter: So. Also was 31. Dezember 1925 63.754. Die Internatiofür ein gewaltiger Herr ist, das erfährt der harm- Trotter sagt ma zu jemand, der nig was. Hab'n bände umfaßt acht nationale Organisationen in loseste Bürger fofort in dem Augenblice, wenn er vielleicht scho amtail den Namen von an g'wiff'n sechs Ländern. Der Sitz befindet sich in Paris. mit dem Polizisten impendwie zu tun bekommt. Sat Sokrates g'hört?... Seg'n S', der hat gag, das Amt 31. Dezember 1925 waren 484.150 Miteiner ein Temperament, das ein wenig lebhafter ist, hab' i' fernt und in an' Surs amtal g'hört:„ Mir glieder vorhanden. De wichtigste Organisation. Er brauchte- Stoff zu einem Roman. Bolizist mit Bendret und Revolver repräsentiert, teln. Sie, Herr Richter entschuldigen scho- Angestelltengewerkschaften mit 411.113 Witglie so läßt er sich, wenn er sich der Gewalt, die so ein wiss'n, daß ma nig wiss'n!" Also mir san alle Trot. dieser Gruppe ist der Gesamtverband deutscher Prag, 1. Mai. Der 28jährige Franz Ch., Privat- nicht gleich fügt, zu einer Bemerkung hinreißen, im beamter in Zižkov, wurde in der Administration Nu hat der Polizist darin eine Wachebeleidigung ge da fitz'n... also konn dös la Ehrenbeleidigung sein. der Angestellten wurde anfangs 1925 gegründet, i, der Herr da, der mi klagt, und alle die, was dern. Eine vierte internationale Organisation des Stribrny- Blattes Pondělni Liſt" gerade dabei funden, und da die Polizei kaut Prügelpatent das crappt, als er einen Telephonapparat in die Akten Recht besißt, an Ort und Stelle mit Geldstrafen dann lacht er mit den Anwesenden im Zuhörer hängiger Angestelltenverbände mit dem Sitz in tasche ſteckie. Der Administrator ließ ihn verhaften. bis 200 K oder sogar Amtsstrafen bis 14 Tagen raum Taut auf. Schließlich läßt er sich mit dem Straßburg. Ihr gehören elf Verbände in acht Was ist Ihnen denn eingefallen, den Telephon- den Staatsbürger zu„ euzichen", jo beginnt oft ein Ruscher in einen Dispur über Sokrates ein und Ländern an, die Ende 1925 345.000 Mitglieder erparat zu stehlen?" fragte ihn der Einzelrichter Leidensweg für den unbescholtensten Bürger! Und bringt jenen dazu, doch eine Ehrenerklärung abzu. hatten; auf den Gewerkschaftsbund der Angestell kommt der Fall gar vors Gerich:( alles hängt davon geben.„ Daß der Sokrates unrecht und der Bezirks ten entfielen davon 273.016. ab, ob ihn die Polizei weiterleitet"), dann erfährt richter recht hab'n sollt', dös verstoh' i net," bruman der Staatsbürger erst recht, was es heißt, wenn ein er im Weggehen. Polizist zur Zeugeneinvernahme" auftritt! Eine Polizistenaussage bei Gericht wiegt doppelt so schwer als jede andere und so wird im wahren Sinne des Wortes oft aus einem Floh ein Elefant! Wieviele Leute können davon ein Lied ſingen, wieviel erger, Rummer und Auslagen hat ein oft in beredtigten Die nächste Zagung der Internationalen internationalen Organisationen fichen noch sehr OLGR. Dr. Masák. " Birte, ich wollte ihn nicht stehlen!" Na, was denn??" Wenn ich die Sache sagen würde, wie sie wirklich ist, würde man mir nicht glauben-Also, die Wahrheit allein kann Ihnen helfen und das Urteil mildern, heraus also mit der Wahr. heit," sagt der Richter. Bert Hat, ich habe Stoff zu einem Roman Herr gebraucht, ich wollte wissen, wie es auf der Polizei und in der Untersuchungshaft aussicht, deshalb habe ich den Diebstahl vorgetäuscht „ Büg nicht!" ruft aus dem Auditorium von rüdwärts die alte Murter des Angeklagten,„ Schande hast du mir bereiten wollen!" ruft sie schluchzend. Der Administrator sagt aus, daß noch andere Kleinigkeiten früher verloren gingen, die der Angeklagte höchstwahrscheinlich auch zu dichterischen Zweden mitnahm. folche Schande zu bereiten Phantasie eines Geisteskranken? 3orn gegen einen Polizisten gebrauchtes Wort schon verursacht! Volkswirtſchaft. Arbeitskonferenz. ein Internationaler Bund der Vereinigungen von Außerdem besteht Handelsreifenden mit dem Sit in Paris un 29 angeschlossenen Organisationen, die sich auf 13 Länder verteilen. leber 2½ Millionen Angestellte sind mithin stehen international zusammengeft. Außerhalb der viele nationale Verbände, deren Taktik jedoch in mancher Hinsicht mit jener der Internationalen übereinstimmt. Von diesen nicht angeschlossenen Verbänden ist der Allgemeine freie Angestelltenbund der stärkste; er hatte Ende 1925 in 14 Verbänden 428.185 Mitglieder. ganzen oder einen Teil ihres Unterhalts durch Also die Macht und Würde eines Polizisten sollte Die zehnte Internationale Arbeitskonferen; auch der 21jährige Arbeiter Jan S. zu spüren be- wird am 25. Mai d. J. in Genf eröffnet werden. kommen, der mit einem Handwagen durch die Foch auf der Tagesordnung stehen drei Punkte: gasse fuhr. Da er auf der unrichtigen Seite fuhr, 1. Krankenversicherung, 2. Mindeſtlöhne, 3. Realiermahnte ihn der Polizist, der dort Dienst hatte, tionsfreiheit. Für die letzten beiden Punkte fommt H. soll sich aber darum nicht gekümmert, sondern zum ersten Mal das Verfahren der sogenannten Studenten als Handarbeiter. gelacht" haben. Der Polizist„ strafte" den Arbeiter doppelten Verhandlung in Betracht. Verhandlung gilt ausschließlich der Diskussion formation" herausgegeben vom Internationalen Die Zeitschrift Industrial and Labour Jnan Ort und Stelle mit zwei Kronen, die aber der Das Urteil lautete auf drei Monate Arbeiter nicht bezahlen mochte oder konnte. Da der eines Gegenstandes, ſo daß die Delegierten in die Arbeitsant, berichtet über die Ergebniſſe einer Arbeiter ohne Legitimation war, forderte ihn der Lage kommen, über die Hauptgrundsäße zu entschweren Kerker bedingt auf drei Jahre. Und lassen Sie Ihre romantischen Einfälle Polizist auf, mit ihm auf das Polizeikommiffariat scheiden, die sodann den Regierungen der Mitfürzlich in den Vereinigten Staaten durchgeführ zu gehen. Der Arbeter sagte, daß er sich doch nicht gliedstaaten zur Aeußerung vorgelegt werden. Erſt als die Hälfte der amerikanischen Studenten ihren Mitten Erhebung. Es ſtellte sich heraus, daß mehr gehn!" emmahnte ihn der Richter. ,, Aber Herr Rot," sagt die Mutter ,,, mein Sohn so beschämen Tassen werde, in Begleitung eines Poli- nachdem die Konferenz ein zweites Mal die be= hat das alles doch nicht nötig, er soll lieber schann, siſten über die Straße zu gehen und weilte weiter. treffende Frage verhandelt hat, kann ſie eine end irgendwelche Arbeiten verdienen. 3bre zah daß er sich bald ein Mädl aufgabelt, als mir eine fahren. Der Polizist padte ihn beim Arme, da erhob gültige Entscheidung treffen, d. H. den Entwurf wird auf 50.000 gefchätzt. Sie verteilen sich auf der Arbeiter die Hand, ohne den Polizisten git be- eines internationalen Uebereinkommens oder 24 Universitäten. Die Arbeiten, welche die Stu rühren, und rief:„ Dimmel, Safra, Polizist!" Dar eines Vorschlages beſchließen oder aber den Gegen denten außerhalb ihrer Studienzeit verrichten, sind aufhin wurde der Arbeiter verhaftet. Die Anlage Weise wird gehofft, die Ratifizierung von Ueber durch Stundengeben ein Einkommen zu gewinnen. stand vertagen oder ihn verwerfen. Auf diese sehr verschiedener Art. Nur selten versuchen sic gegen den bisher unbescholtenen Arbeiter lautete jetzt Prag, 3. Mai. Bor dam Dreirichtersenate des gleich auf zwei Verbrechen des St.-G. B., Fällen dadurch gehindert wurde. daß Einzelheiten Abwäscher in Studentenklubs, Zeitungsausträger, einfontmen zu beschleunigen, die bisher in vielen zumeist arbeiten sie als Friseure, Schuhputzer, LLGR. Hloušek stand Houte der Berauner ledige zw. auf das Verbrechen der öffentlichen Gewalttätig ber internationalen Uebereinkommen und der Wärter von Zentralheizungen usw., die Studen Rutscher Bohumil Skurovsky unter der Anklage, den feit gemäß§ 81 des St. G.-B. und auf Beleidigung nationalen Gesetzgebung schwer in Uebereinstim- tinnen finden zumeist Arbeit als Hausangestellte Wenzel Husák, also eine Person des gleichen Ge- einer Autsperson wegen der Anrede„ Polizist" geſchlechtes, zu ſeiner geschlechtlichen Befriedigung miß. mäß§ 312 des St.-G.-B. Der Einzelrichterung gebracht werden konnten. Eine mehr ſorg- und dergleichen. braucht zu haben, wodurch sich der Angeklagte des| OLGR. Dr. Knaut erkannte ihn beider Verbrechen wird folche Schwierigkeiten vermeiden helfen. Das Verbrechens der widernatürlichen Unzucht Taut für schuldig und verurteilte Jan H. daher zu § 129 b des St.-G.-B. schuldig gemacht haben soll. schwerem Kerker in der Dauer von sechs Der Kläger Wenzel Susák schlief mit dem An- Wochen, mit Rücksicht auf die bisherige Unbe geklagten zwei Jahre hindurch im selben Raume. scholtenheit des Arbeiters, bedingt auf drei Jahre. Wie Husák der Gendarmerie angezeigt hatte, soll ihn Daraus folgt die Lehre: Sütet euch vor der Sturovsky während der letzten zwei Jahre mehrmals Polizei und wenn sie ouch auch berechtigten Anlaß mißbraucht haben. Der Angeklagte leugnet ent- su erger gibt, dann denkt such von ihr was ihr schieden die Straftat ab und beruft sich darauf, wollt, aber fast es ihr nicht ins Gesicht, denn schon daß Husák für geistesfrank erklärt ist. Die Gerichts- die Anrede Polizist" ist eine Ehrenbeledigung! ärzte erklärten, daß Hufák Verletzungen aufweist, die auf eine Richtigkeit der Behauptungen schließen laffen. Sokrates im Bezirksgericht. Der Kutscher Josef K. steht vor einem Wiener Nichtsdestoweniger wurde der Angeklagte frei. Bezirkspericht. Als er eines Abends nach Beendigung gesprochen, da die Schuld durch die Behauptung seines Dienstes mit der Tramway zu einem Stell des Geisteskranken nicht einwandfrei festzustellen sei. dichein fuhr, gab es aus Verschulden des Otto R. -Siezu bemerken wir: Das Los cines für geistes cine Fahrtunterbrechung. Otto M. wollte dem frant" erklärten Menschen ist das Schauerlichste, was Schaffner weismachen, daß sein Fahrschein noch ntan sich vorstellen kann. Wird ein stummes Tier gültig sei. Der Schaffner aber bestritt dies. Da R. brutalisiert, so nimmt sich wenigstens ein Tierschutz- weder aussteigen, nocy sich einen Fahrschein lösen verein in den meisten Fällen seiner an, die Aussagen wollte, blieb die Tramway stehen und der Schaffner eines Geisteskranken werden nie geglaubt und so lief um einen Wachmann. Dom Josef K. war dies muß so ein Unglücklicher alle Brutalisierung und sehr unangenehm. Er fürchtete, daß ihm sein Mädel Entarrung seiner Umgebung, ob es nun durch davongeht, wenn er zu spät fontmt. Sie wissen ja, Wärter, Äerzie oder andere geschieht, erdulden, ohne Serr Richter, wie die Madeln von heute jan!" Er daß jemand für ihn eintrit. machte also seinem bedrängten Herzen dent R. gegen Der König streitt... Von Arfadi Awertschenfo. ( Einzig berechtigte Uebertragung von Werner Peter Larsen.) Eines schönen Tages, als der Kanzler gerade dabei war, dem König Vortrag zu halten über die laufenden Geschäfte: wandte der König ihm das finstere, blasse Antlitz zu und brach ganz unerwartet in die Worte aus: Sm, ich will Ihnen mal etwas sagen: mag fie alle der Deubel holen! Weinenvegen mögen sie sich den Kram alleinmachen!" Wie Majestät befehlen. So darf ich also die Reise ausarbeiten und das Auto bereitstellen lassen?" neue Verfahren wird auf den ersten Punkt der nicht angewendet, da hierüber bereits auf der Kon Tagesordnung, nämlich der Kranfenversicherung ferenz im Jahre 1925 die Vorverbandlung statt deshalb bloß über die Annahme eines Ueberein fand. Die zehnte Tagung der Konferenz wird fommensentwurfs oder eines Vorschlags betref fend die Krankenversicherung zu entscheiden haben. leber die zwei anderen Punfie der Tagesordnung findet diesmal lediglich eine Aussprache statt. Die internationale Gewerkschaftsbewegung der Angestellten. senschaften zusammen zur Ausführung von Bu Die Studenten schließen sich oft zu Genof reauarbeiten, zum Betriebe von Speisewirtschaf werden, nach denen besonders in studentischen fen und Konsumvereinen, wo waren verkauft Kreisen Bedarf besteht. Die Waren werden an abgegeben, wodurch eine Verbilligung der LebensGenossenschaftsmitglieder zu ermäßigten Preisen balming erzielt wird. Im Sommer gehen manche Studenten als Hausierer aufs Land oder sie neh men an Erntearbeiten teil, wobei sie außer Soft und Unterkunft noch einen Taglohn von drei bis sechs Dollar erhalten. Der Unterverband Nordwestböhmen" des Reichsverbandes der deutschen Strankenversiche Die gewerkschaftlich organisierten Angestell rungsanstalten in der Tschechoslowakischen Repu ten in Handel und Industrie befizen vier große blik veröffentlicht foeben seinen Bericht für das internationale Organisationen. Der Internatio- Verwaltungsjahr 1926. Der Bericht beginnt mit nale Bund der Handels-, Bureau- und technischen einem Nachruf für Gen. Johann Frömel, von dent Angestellten, der 1921 in Wien gegründet wurde auch ein Bild gebracht wird. Von Interesse sind und dem Internationalen Gewerkschaftsbund in auch die Photographien des Genesungsheimes in Amsterdam angehört, umfaßt 41 nationale Orga- Johnsdorf bei Brür, einer Anstalt des Unterbernisationen in 19 Ländern, denen am 31. Dezem- bandes. Anschließend findet der Fachmann den ber 1925 zujammen 726.303 Mitglieder angehör- rechnungsmäßigen Bericht sowie statistische Ta ten. Es handelt sich ausschließlich um Organisa- bellen. * Schuljunge in die Hände und fand, daß diese Behaujung seinen Ansprüchen voll und ganz genüge. Nach und nach machte sich aber doch der Hunger fühlbar. In dem Bach, der da hinterm Hause vorbeifließt, werden sicher Fische sein", dachte der König." Wenn man sie nur fangen könnte! Aber mit was?" denen Sprachen mit einander, oder geben Sie sich vielleicht einige Brillanten oder Smaragden vermur den Anschein, mich nicht zu verstehen?" streuen ließen..." ,, Ganz Ew. Majestät ergebenster Diener!„ Nun, Freund, habe ich aber tatsächlich genug Was geruhen Ew. Majestät nunmehr zu be- von dir! Und wenn du diese Dummheiten da fehlen?" wirklich machen solltest, so schmeiße ich deinen ,, Nischt! Keinerlei Befehle! Diese civige Rucksack und Rosenholzstecken zum Fenster hinaus Befehlerei hängt mir ja dirett zum Halfe raus! und gehe einfach ohne alles meiner Wege." Ich werde jetzt von euch gehen, mich in irgend emen einsamen Wald zurückziehen und dort in Es war noch früh am Morgen, als der Kö Er senfte nachdenklich den Blick und stieß einer fleinen Sütte still und zufrieden für mich nig, in Bauerntracht gekleidet, aus dem Schloßhof gleich darauf einen Freudenruf aus: wenige ... vor der Audienz, die Ew. Majestät morgen hinleben, denn das Wenige, was ich zur Nahrung trai und den Weg gen Osten nahm. Nachdem er Schritte vor ihm lag im Grase eine Angelrute, die dem italienischen Gesandten gewähren werden, brauche, wird mir wohl der Wald an Beeren und eine Weile gegangen war, schwenfte er seinwärts irgend jemand dort wohl mal vergessen oder versind außerdem noch zu empfangen: der türkische ein freundlicher Bach an Fischen spenden. Ach, vom Wege ab und wanderte wohlgemut querfeld- loren hatte. Der König ergriff sie und eilte mit Gesandte, der neuernannte Geschäftsträger Meri- wenn du wüßtest", schwärmte der König, dabei ein, immer der Nase nach. Ein einziges Mal nur ihr zum Bach. An dessen Ufer lag ein prächtiger, fos und..." unwillkürlich auf das vertrauliche Du" über- während dieser Wanderung begegnete er einem in der Mitte leicht ausgehöhlter Stein, auf dem gehend, vie lange ich mich schon nach solcher Wanne, der auf dem Felde arbeitete, und als er sich fast so bequem sitzen ließ, wie in einem Seffel. Einsamkeit sehne!" des Königs ansichtig ward, den Mund vor Stau- Schnell warf der Stönig seine Angel aus, mitten nen aufriß und leibhaftige Stielaugen befam. hinein in das dichte Uferschilf und- welche „ Was starrst du mich denn so an?" fragte Freude!- als er sie nach furzer Wartezeit wieihn der König stirnrunzelnd. Weißt du denn der herauszog, hing am anderen Ende ein großer enva, wer ich bin?" schilleruder Fisch. Zur großen Verwunderung des Königs war dieser Fisch allerdings bereits fix und fertig geschuppt und ausgenommen und dieser Sm... wer Sie sind? Nun, wie man gewiß nicht alltägliche Fall stimmte den König ein einfacher Bauer, Majestät." nachdenklich. Da er zu einem abschließenden ErDaß dich der...!!" gebnis mit sich selbst aber nicht kommen konnte, st mir ganz egal!" sträubts sich der König. Enttäuscht und verärgert trollte sich der Stöwarf er schließlich die Angel zum zweiten Mal aus Bleiben Sie mir endlich vom Salse mit Ihren nig weiter. Aber, siehe da! Nachdem er so eine und, siche da: nach der üblichen Wartezeit fam Konferenzen und Verträgen! Nicht von weitem Wie Majestät befehlen. Allerdings könnten Weile durch den jungfräulichen Wald dahinge abermals ein prächtiger Fisch zum Vorschein, der will ich sie mehr sehen! Keine Empfänge, fein Rucksack und Wanderstab leider erst gegen Abend wandert war, fand er tatsächlich das, wovon er so aber diesmal schon mit Gewürz und Lorbeerblätoffizielles Frühstück, keine Ansprachen! Genug, bereitgestellt werden." lange bei sich im Stillen geträumt hatte: unter tern gefüllt war und obendrem sogar eine frische genug, genug! Ich danke!" „ Gegen Abend erst? Wieso dauert das denn hohen alten Bäumen winkte einladend die ver- Zitrone im Maul trug. so lange?" lassene, fleine Hütte eines Holzfällers oder son= „ Nun immerhin... für den Rucksack würde stigen Waldbewohners, deren ganze Einrichtung sein", murmelte der Stöng vor sich hin, während ich Lyoner Seidensammet als Grundmaterial eraus einem' winzigen Konzertflügel, einem Bett er gebenst in Vorschlag bringen, mit Seide abgefüt- mit Sprungfedermatraße und einem halben tert und mit Brokat verbrämt, zwischendurch viel Dußend Storbfeffeln bestand. Nicht einmal Tepleicht einige bescheidene Perlenornamente. Für piche oder Vorhänge gab es in diesem Heim geden Wanderstab aber empfehle ich Rosenholz von nügsamer, stillzufriedener Armut. Cypern, mit einem goldenen Knopf, über den sich Der König flatschte vor Freude wie ein Aber, Majestät! ich möchte mir nur den ergebenen Hinweis gestatten, daß mit dem italienischen Gesandten eine sehr wichtige Auseinander feßung über den neuen Handelsvertrag bevor itcht... Der Stanzler verneigte sich ehrerbietig. Wie Majestät belieben. Immerhin dürfte ich aber wohl die Audienz des deutschen Botschaf ers auf Freitag vormittag festsetzen?" Der König schlug verzweifelt die Hände über dem Stopf zusammen. " Erstaunlich unfaßbar- unbegreiflich! Sagen Sie mal, sprechen wir eigentlich in verschieAuto? Das fehlte gerade noch! Merkwürdige Menschen seid ihr doch, wahrhaftig! Nein, das Einzige, was ich wirklich befehle, das ist, daß man mich unterwegs gefälligst ungeschoren läßt, mir feine Surra's ins Gesicht brüllt und mich auch nicht mit irgendwelchen Dienstfertigkeiten belästigt. Und laß mir einen Rudsad zichten und einen fräftigen Wanderstab!" sicht, ,, Allerdings." Wer bin ich denn?" ,, Eine merkwürdige Rasse scheint das hier zu mit seinen zwei Fischen zur Sütte zurüdging. Im Herd knisterte bereits ein lustiges Feuer. ,, Nanu, wie kommt denn das da her? Hm.. oder sollte ich vorhin etwa im Versehen ein brennendes Streichholz weggeworfen haben? Sonderbar, jedenfalls Ceffe& Literatur. Bandwörterbuch der Staatswissenschaften. Vierte, gänzlich umgearbeitete Auflage. Herausgegeben von Brof. Dr. 2. EI ſter in Jena, Brof. Dr. Ad. Weber in München, Prof. Dr. Fr. Wieser in Wien. 8 Bände. Die vierte Auflage des bekannten „ Handwörterbuches der Staatswissenschaften" nähert sich ihrem Abschluß. Ein wissenschaftliches Werk von Kunst und Wiſſen. „ Tosca".( Neueinstudiert im Neuen Mittwoch, 4. Mai 1927. Nacht in Venedig".- Abends( 150-2), m Gleich zu Anfang wäre bald der erste Treffer weißen Röß!". Montag( ohne Mb.) Stagione für Dresden gefallen. Die daraus sich ergebende I:„ Der Barbier von Sevilla". Ecke machie die Nürnberger mit Mühe unschädlich, Spielplan der Kleinen Bühne. Wittwoch: DSV. Bleibt weiter im Angriff. In der 15. Minute Gastspiel Viaria Orita„ Meine Rusine aus umspielte Dresdens Mittelsſtürmer alles und sandle - Donnerstag:„ Kopf oder unhaltbar ein. Etwas später folgte der zweite Tref. Freitag: Der gefällige fer. Nürnbergs vereinzelte Gegenangriffe entbehrten hierry".- Samstag:„ Konzert".- Sonn- jeden Systems und durch ein Mißverständnis der tag, 3 Uhr nacht.:„ Der Garten Eden" DSV. Verteidigung erzielen sie das Ehrentor. Noch Abends:„ Mis Chocolate"- Montag, Bankbeamtenvorst.:„ Der gefällige Thierry". Deutschen Theater.) Troß aller brutalen Veri stik ist und bleibt Puccinis Oper„ Tosca" Warschau". eines der bühnenwirksamsten Werke der modernen Schrift". Opernliteratur, dem der Erfolg selbst bei mittelmäßi ger Aufführung sicher ist. Dies bewies auch die mon Turnen und Sport. Arbeitersport. Fußball. DGV. Dresden- Bundesmeister. Nürnberg- Weft verliert mit 4: 1( 3: 1). größter Bedeutung und Hervorragendſtem Werte tägige Neueinstudierung der Oper am deutschen Thea. ter, die in der Gesamtheit leider nur ein Bild mittel mäßiger fünstlerischer Leistungen bot. Mittelmäßig war vor allem die musikalische Leitung und Interpretierung des Werkes durch Kapellmeister Feinsinger, der die Oper zum erstenmale dirigierte; jeiner Stabführung fehlt die Bestimmtheit und Teut lichkeit, woraus sich nicht nur ein Mangel an rhythmischer und dynamischer Präzision im allgemei nen ergibt, sondern auch Unsicherheit und Befangenheit bei den Sängern und im Orchester. Hella Toros, die in der Titelrolle die Hauptattraktion dieser Neueinstudierung sein sollte, hat einigermaßen enttäuscht. Ihr fehlt zur Tosca das große Format sowohl in der äußeren Erscheinung als auch in gesanglicher Hinsicht. Trotzdem die Künstlerin in den leidenschaftlichen und dramatischen Momenten der Rahmen, in der Erwartung daß die Nürnberger Tosca Partie ungewöhnliches schauspielerisches Aus dem Titelverteidiger einen pleichwertigen Gegner abdrucksvermögen offenbarte, fann doch nicht verschwie geben würden. Doch Süddeutschlands Meister zeigte gen werden, daß dieje Rolle dermalen über ihre fünft nur Durchschnittstönnen. Das erzielte Resultat cutTerischen Kräfte geht. Den Scarpia jang zum ersten spricht nicht dem Spielverlaufe. Nicht eine Aktion male Herr Komregg; stimmlich überzeugend, dar- der Nürnberger fonnte einwandfrei bis zum gestedſtellerisch aber noch etwas zu nobel in Saltung und ten Biele durchgeführt werden. Von guter BallGebärde. Czubok in der Rolle des Angelotti reicht behandlung hatten höchstens der rechte Verteidiger, an die ausgezeichnete Leiſtung feines Vorgängers der Mittelläufer, der Mittelstürmer und die rechte Fuchs weder schauspielerisch noch gesanglich heran. Verbindung eine Ahnung. Alle anderen spielten ohne Der Maler Cavaradossi hätte mit Herrn Adrian neubesetzt sein sollen, war aber in letzter Stunde von Herrn Macha übernommen worden Alles in allem: Ein menig befriedigender Opernabend, der die Be seichnung Neueinstudierung" nicht rechtfertigte. cf. vor der Bauſe fiel das schönste Tor des Tages. Dres dens Mittelstürmer verwandelte, sich halb um seine Achse drehend, eine Flachvorlage zum dritten Tor. Nach Halbzeit ist weiterhin DSV. in der Offensive. Nüritbens verstärkte Dedung fonnte es nicht verhin dern, daß der Dresdener Rechtsaußen durch Allein. gang den Stand auf 4: 1 erhöhte. Ein fünftes Tor fand wegen Abseits feine Anerkennung. Eden 13: 2 zugunsten DSV. Beim Abtreten beglückwünschten die Zuschauer den Bundesmeister mit freundlichen Beifall. Zu den am Samstag in Dresden statige. fundenen Endspiele um die deutsche Bundesmeisterfchaft gaben 10.000 3uschauer einen imposanten wurde durch starken Wind sehr beeinträchtigt. Die jede Ueberlegung. ASK. Pihaufen gegen ASK. Görkau 3: 1( 1: 1), Das am Sportplay Pihanfen ausgetragene Spiel Görfauer errangen ihr einziges Tor gleich nach An vor Halbzeit. Nach der Bause spielten die Görkaner stoß und Bihanten gelingt der Ausgleich erst kurz etwas zu scharf, doch gelingt es Bihanken, das Re jultat auf 2: 1 n erhöhen. Ein Elfer wegen eines groben Fouls bringt Pihanken den dritten Treffer. Schiedsrichter gut. geht damit seiner Vollendung entgegen. Die vorige dritte Auflage, die 1911 abgeschlossen vorlag, war im Frühjahr 1914 fast vergriffen; schon waren die Vorarbeiten für eine neue Auflage begonnen, da fam der Weltkrieg und unterbrach die Ausführung. So liegen zwischen diesen beiden Auflagen Jahre voll der größten Umwälzungen und Veränderungen, die in der vierten Auflage berücksichtigt werden mußten und auch in umfassender Weise berücksichtigt worden sind. So ist diese vierte Auflage in ihren Beiträgen ein völlig neues Werk. Nur in seiner Anlage, nämlich der Weite des behandelten Wissensgebietes und der Güte seiner Beiträge iſt es das altbewährte ge blieben. Wieder sind die Herausgeber bestrebt gewesen, für jeden Beitrag eine bestbefannte und mit dem Spezialgebiet besonders vertraute Persönlichkeit zu gewinnen. So jind denn auch die wohlbekannte sten Namen der Wissenschaft, Verwaltungs- und Wirtschaftspraxis vertreten. Ein ganz besonderer Wert des Handwörterbuches liegt auch darin, daß es von der umfassendsten Brauchbarkeit ist. Ein Wissenschaftler, der sich schnell und gut über irgend eine Einzelfrage orientieren will, der Student oder gebildete Laic, dem es um eine zuverlässige Einführung BC.„ Gleichheit" Ladowitz gegen SR.„ Union" in das ganze Wissensgebiet oder um einzelne Pro Tepliß 7: 2. Die Tepliver stellen eine sehr spiel. bleme zu tun ist, wird sich seiner mit demselben freudige Mannschaft, sind aber sehr protestlustig, was Nußen bedienen können, wie der Gewerkschaftsführer Die Leistungen DSV.s kann der führende bür- auch den Ausschluß dreier Spieler zur Folge hatte. usw., der über eine Frage seines Tätigkeitsfeldes geraiche Verein in Dresden nicht aufweisen. Alle„ Gleichheit" nahm das Spiel nicht ernst, so daß die wissenschaftliche Belehrung wünscht oder der das BeSpieler waren auf noch nie gekannter Höhe. Reinen Tepliker zwei Treffer erzielen konnten. In der ftreben hat, seme Renntnisse nach theoretischer Rich schwachen Punkt gab es in der Mannschaft. Die Verteidigung klappte es auch nicht und der Tor. tung hin zu erweitern. Gerade die für das. prakKombinationszüge wurden mit Genauigkeit durchge- mann sollte nicht unnötigerweise das Gehäuse ver. tische Wirtschaftsleben wichtigen Artikel, wie über Karussel( Gastspiel Orska). Auch der flotte, mit führt. Die Nürnberger standen diesem System gänz- lassen. Der Mittelläufer von„ Gleichheit" murde Sozialpolitik, Getreidezölle usw., sowie über die ein viel Esprit ausgestattete Dialog Verneuils verlich ratles gegenüber und erlitten einen Zusammen. wegen eines Fouls ausgeschlossen. zelnen Industriezweige sind in der neuen Auflage mag ein jo altes und banales Thema wie den Lieb- bruch. Dur gegen Sobrujan 2: 2. Gespielt in Dug. erheblich umfassender und mannigfaltiger, als das haberwechsel einer Kolotte nicht zur Basis eines wirk bisher der Fall war, ausgeführt worden. Auch die samen Lustspiels zu machen. Hier wird zwar vervielen praktischen und theoretischen Probleme, die sucht, den Geiz der jeweiligen Situation darin zu der Weltkrieg und seine Folgen aufgeworfen haben, finden, daß dieselben Personen, nur in verschiedenen sind nach ihrem heutigen Stande eingehend behan- Funktionen, wiederkehren, indem immer ein Mann delt. Daß jedem Artikel ein ausführliches Literatur der Geldgeber und der andere der Geliebte iſt,- so Verzeichnis beigegeben worden ist, wird allgemein entsteht eben das Karussel-, aber es wird immer sehr begrüßt werden, ebenso wie ein ausführliches noch kein Lustspiel. Selbst Maric Orsta fann Sachregister, das den Abschluß des letzten Bandes Debe und Langweile nicht ganz aus der schleppenden bilden soll und dadurch die Benutzung des großen Szenenfolge verbannen. Allerdings muß gesagt wer Werkes bedeutend erleichtern wird. Die 4. Auflage den, daß sie für Verneuil nicht viel Nuancen hat und ist auf etwa 112 Lieferungen berechnet. Davon lie fich mit manchen Kleinigkeiten( wie dem reichlich gen bis jetzt 103 Lieferungen zum Gesamtpreis von primitiven„ kulussal") bis zur Unerträglichkeit wie Rm. 206. vor. Diese Lieferungen bilden jetzt sechs derholt. Vielleicht ist es nur die Häufung zweier vollständige Bände( I- III, V- VII) zu einem Ge Berneuil- Abende mit einer Darstellerin, die den jamipreis von Rutf. 210.- in Halbleder gebunden. ten jo langweilig macht. Schr stilvoll war& iebl, Die noch fehlenden Bände IV und VIII werden in recht wenig pariserisch Breuer. den nächsten Monaten vollendet werden. Daran wird sich noch ein Ergänzungsband anschließen, in dem alle die Fragen behandelt werden sollen, die wäh- Krypta des Pariser Pantheon bestattet war, soll jetzt rend der Bearbeitung neu aufgetaucht, bzw. geseh geberisch neu geregelt sind. So haben wir denn in der vollständigen vierten Auflage ein Wert vor uns, das schlechtweg Anerkennung verdient. Es ist, was es seit seiner ersten Auflage war, ein Standardwerk der Staatswissenschaften. Prager Kurse am 3. Mai. Geld 100 holländische Gulden . 1849.25 100 Reichsmart.. 798.Ware 1355.25 802.100 Belgas. 467.75 470.75 647.75 650.75 163.45 100 Schweizer Frants 1 Pfund Sterling. 100 Lire... 1 Dollar. 100 französische Frants. 100 Dinar. 100 Bengos. 100 polnische 3loth. 100 Schilling. 164.65 171.92 173.82 33.61% 33.91% zwei fr. Die Leiche von Viktor Hugo, die bisher in der gelegentlich der Hundertjahrseier der französischen Romantik unter der Kuppel des Pantheon beigesetzt werden. Man hofft, die Ueberführung in das neue, würdigere Grabmal bereits am 22. Mai, dem Todeslage des Dichters, vornehmen zu können. Das Originalmanuskript des„ Rheingold", das auf 186 von Richard Wagner eigenhändig auf bei den Seiten mit Bleistift beschriebenen Blättern Text und Partitur des Werkes enthält, ist bei der Verstel gerung in New York für einen Preis von 15.400 Dollar in den Besitz der Firma Rosenbach ge Tangt. Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Mittwoch( 146-2) Der fliegende Holländer". Donnerstag( 147-3) Dorothea Angermann".- Freitag Puccini- EinSamstag( 148-4) Der Ober477.87% steiger". Sonntag 2% Uhr nachm.„ Eine 133.20 59 72 591.75 132. 59.22 588.75 877.380.474.87 after. Die schaftung Die Gartenbewässerung K 6.-Gartnerische Düngerlehre K6.Gartenbrunnen... K 3.K 3.K 3.Düngung des Gemüsegartens Begebau im Garten und Part Gemüsebau.... K 6.ausführliches Berzeichnis über berartige Schriften kostenlos. Bolfsbuchhandlung Kremser& Cv.. Teplitz- Schönau, Eberekenaaffe 18-20. Nußbringende Kleintierzucht Nugentensucht Geflügelzucht. .K 6.Rugbringende Haltung u. Pflege des Schafes Der Nanindenstan Buchführung für Kaninchen. Befundheitspflege der Klein. 3fichter baustiere. . .K 9. ... K 6K 3.K 3.• ..K 8Büchtungslehre..... K 8.Ausführliches Verzeichnis über derartige Schriften kostenlos. Boltsbuchhandlung Kremser& Co. Teplitz- Schönau, Zbereliengalle 18-20. ,, Unterverband Egerland" im Reimsverbande deutscher Krankenversicherungsanstalten. Einladung 4714 zu der am Sonntag, den 15. Mai 1927, um halb 10 Uhr vormittags im Bergarbeiterheim" in Falkenau a. E. stattfindenden Delegierten- Versammlung. Tagesordnung: 1. Eröffnung, Kenntnisnahme des Protokolles der Delegierten- Versammlung vom 11. Jänner 1925, Beschluß über die Geschäftsordnung und Wahl zweier Protokollprüfer. 2. Bericht über die Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Unterverbandes. 3. Bericht des Überwachungsausschusses und Beschluß über die Entlastung des Vorstandes. 4. Festsetzung des Beitrages: a) für den Unterverband, b) für den Anstaltsfonds. 5. Beschluß und Genehmigung eines eigenen Statutes für den Anstaltenfonds. 6. Bestätigung des Beschlusses der Generalversammlung vom 11. Jänner 1925 über den Ankauf und Erwerb von Kur- und Genesungsheimen, insbesondere eines solchen für Lungenkranke. 7. Beschlußfassung über die einheitliche Krankenkontrolle und Kenntnisnahme der Dienstvorschriften für die Krankenkontrollore. 8. Wahl: a) in den Vorstand: Acht Mitglieder und acht Ersatzmänner aus dem Stande der Arbeitnehmer, zwei Mitglieder und zwei Ersatzmänner durch die Arbeitgeber: b) in den Überwachungsausschuß: Acht Mitglieder und acht Ersatzmänner aus dem Stande der Arbeitgeber, zwei Mitglieder und zwei Ersatzmänner durch die Arbeitnehmer. 9. Referat: Bericht über das Verhältnis der Krankenversicherungsanstalten zur Sozialversicherung. 10. Freie Anträge. Der Sekretär: Rudolf Heckl. Der König tam zum Ufer des Flusses und Der Obmann: Adolf Pohl. Allen Genossen und Genossinnen empfehlen sich zur Herstellung Der König bereitete seine Fische zu, ver-( das sich auf geheimnisvolle Weise in seinem gro-| Schranzen und Lafaien rannten immer noch um speiste sie voller Behagen und beschloß dann einen ben Bauernmams angefunden hatte, er hob seine einiges schneller. weiten Spaziergang zu unternehmen. Kein Wun- armen, traurigen Augen zum Himmel und- ließ der, daß ihn nach dem starfgewürzten Fischgericht dabei unverschens sein Taschentuch fallen. mit der Zeit ein gehöriger Durst überfam. Er Im gleichen Augenblick erschien auch schon blieb erstaunt stehen: unmittelbar vor fich jah ersämtlicher Drucksorten blickte suchend um sich, vermochte nichts zu ent aus dem dichten Gebüsch hervor eine Hand, die eine bequeme Anlegestelle mit einigen Stufen, die dem König das Tuch chrerbietig entgegenreichte. zum Wasser hinabführten. Die Anlegestelle war ,, ha, habe ich dich, Schurke!" brüllte der mit frischen Blumenguirlanden und einem WillKönig wütend, indem er die dienſtfertige and fommensgruß geschmückt, während die zum Wasser festhielt. So also macht ihr eurem König die führenden Stufen mit fostbarem roten Tuch ausEinsamkeit mundgerecht!" geschlagen waren. decken, hörte aber plößlich zu seiner Freude ein leises Glucksen und Riesein, wie wenn ein Quell in geringer Höhe aus dem Gestein niederfällt. Der dürstende Wanderer ging dem Geräusch nach, entdeckte auch wirklich ohne sonderliche Müthe den Quell, beugte sich gierig darüber und... sprang in höchster Verblüffung ein paar Schritte zurück. Das Quellwasser war süß, von ausgesprochenem Zitronengeschmack, und richtig seitlich an dem Gestein blinkte auch schon eine kleine Messingtafel mit der Aufschrift: Sterilisiert. Unter auss schließlicher Verwendung von gekochtem Wasser und nur besten Zutaten." Er zog den am anderen Ende der Hand hängenden Lalai vollends hervor, schrie ihn an, tampfte mit den Füßen auf und warf sich schließer ich in einer gelinden Nervenkrisis schluchzend ins Moos, auf das er mit beiden Fäusten wütend einhämmerte. Der König runzelte die Stirn. streng. ,, Was soll denn das hier vorstellen?" fragte Der Oberzeremonienmeister trat vor ihn hin. ,, Eine würdige Stätte für Ew. Majestät Wie, wenn ich allein sein, wenn ich einfach, Allerhöchsten Selbstmord. Wir sind tief unglücklich), Der Blick des Königs verdunkelte sich und von euch nichts mehr wissen will, so soll mir das daß es uns nicht möglich gewesen ist, das Wasser sein Antlitz wurde finster und traurig. Er fehrte verwehrt sein? Ich, der König, hätte nicht einmal bis auf die Temperatur des täglichen Morgendem Zitronenqueli stillschweigend den Rücken und Anrecht auf das, was einem jeden meiner Unter- bades vorzuwärmen, aber die Zeit war leider zu wanderte weiter, immer im Schatten herrlicher tanen jeden Tag freisteht? Mein ganzes Leben fnapp bemessen." Der König ließ sich in das Gras jinfen alter Obstbäume, deren Aeste sich unter der Last soll ich also zubringen in den albernen Fesseln einer noch alberneren Etikette und nirgends kann( übrigens auch in kein Gras, denn man schob ihm der Früchte bogen. Er streckte die Hand unwillkürlich nach einem ich mich vor dieser Quälerei erretten? Ueberall, auf der Stelle einen echten, alten Perserteppich besonders schönen Apfel aus. Aber der, Apfel hing wohin ich blicke, Schwindel und Betrug, Rud- unter) und weinte still und verzweifelt in fich zu hoch. Der König stellte sich auf die Fußspitzen. säcke aus Seidensammet und Wanderstecken aus hinein, während alle Umstehenden chrerbietig Der Apfel seinerseits neigte sich ihm ebenfalls Rosenholz..., nein, nein, dann lieber doch den und geduldig im tiefen Schweigen verharrten. entgegen, zudte plötzlich merkwürdig und fiel, bom Um den schluchzenden König hatte sich ein Stengel losgelöst, in des Königs geöffnete Hand. Der etwas furzsichtige Stönig merkte dabei nicht, dichter Streis von ehrerbietig schweigenden Schraudaß der Apfel mit einem Draht verbunden war, zen und Lafaien versammelt. der sich irgendwo im Blattwerk verlor, etwas aber ,, Lieber den Tod!" schrie der König, seiner merkte er doch, und zwar, daß der Apfel bereits Sinne nicht mehr mächtig. Im Wellengrab erst geschält und sogar das Gehäuse fein säuberlich ent- winft mir die Ruhe! Sier geblieben! Daß nic fernt war. mand wagt, mir zu folgen!" Der König schleuderte den Apfel wütend ins Gebüsch und ging feiner Wege weiter. Unterwegs zertnüllte er nervös das Batisttuch in der Hand, Tod...". Und er rannte in mächtigen Säßen dem nahen Aber so schnell er auch rennen mochte, Dic Flusse zu. Nach einer Weile aber stand der König auf, wischte sich die Tränen weg und ließ den Leidensblic aus seinen Wärtyrerangen langsam rundum im Kreife wandern GARTHER C G.M.B.M. Nordböhmische Druck- u.Verlags- Anstalt Gärtner& Co., Bodenbach a. E. G. m. b. H. Großbuchdruckerel, Stereotypie, Buchbluderei. neueste Setz- und Gießmaschinen mit einer ages leistung von 500.000 Buchstaben, Rotationsmaschinen mit einer Tagesproduktion von 250.000 Zeitungen. Fernsprecher Nr. 271 Postsparkassa Nr. 127 863. Da... jest mich meinenvegen mu: Haut Verbreitet den..Sozialdemokrat und Saar!" sagte er, in sein Schicksal ergeben. Und sie führten ihn voller Jubel heim in das Schloß und das ist aber fein Märchen wenn er nicht gestorben ist, dann sitzt er da heute tuch... Herausgeber Dr. Ludwig Czech) Verantwortlicher Redakteur Dr. Emil Strauß Drud: Deutsche Zeitungs- A- G., Brag. Für den Druck verantwortlich: D. Holit.