elpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag, II., Nelajanta 18. Telephone: Tagesrebattion: 26795, 31469. Rachtrebattion: 26797. Poftichedamt: 57544. Jaferate werden laut Tarif bidigt berechnet. Bel öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Samstag, 7. Mai 1927. Eröffnung des Parteitages. Eröffnungsrede des Genossen Dr. Czech. Czech. Konftituierung. Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kč 16.vierteljährlich .. halbjährig 48.96.ganzjährig.... 192.Rüdftellung von ManuStripten erfolgt nur bei Einsendung der Refourmarten. Ericheint mit Ausnahme des Montag täglich( rüh Nr. 105. Die Begrüßungsreden der Vertreter der reichsdeutschen, der österreichischen, der tschechischen und der polnischen Sozialdemokratie. jozialistischen undgebung wurde. historischen Boden unserer Bewegung. Josef Seliger, und des Sozialismus gemacht. Ein tragisches Ge- beiterinternationale hielt der Tod reiche Ernte. schick hat auch ihn vorzeitig aus unseren Reihen Fast gleichzeitig mit Hillebrand schied der Nestor hinweggerafft und unsere Bewegung, die gerade der tschechischen Genossen, Anton Němec, aus noch einer ganzen Reihe äußerst wertvoller Parteigenossen und Mitkämpfer. So wurde vor einem halben Jahr Genosse Das Parlament der deutschen sozialdemo Gesang, zu einem wahren Hymnus auf die Ideej der führenden Männer der Genossenschaftsbewefratischen Arbeiterschaft ist gestern abends zu- und indem wir alle diese Erinnerungen vor un- des Sozialismus wurde. Durch die Wucht der gung Adolf Hahn, aber auch die in der mähris jammengetreten. Der Abend galt vor allem der ferem geistigen Auge vorüberziehen laffen, steigt Spradye und Argumentation, durch sein großes schen Bewegung tätig gewesenen Genossen HeinEröffnung und der Begrüßung. Vorweg sei ge- bas Bild jenes Mannes vor uns auf, dem unsere Pathos, das von hehrer Leidenschaft und von fana- rich Stumm voll, den Vertrauensmann des sagt, daß dieser Abend sich zu dem herrlichsten Bewegung alles, was sie besitzt, was sie geworden tischer Liebe zur Sache des Proletariats Zeugnis Nikolsburger Bezirkes, Georg Za školny, den Auftakt des Kongresses gestaltete und zu einer ist und bedeutet, dem sie ihre Größe und ihren gab, hat er viele Zehntausende Arbeiter mit alten Vorfämpfer des nordmährischen Proletariats, vom Geiſte der Internationale erfüllten großen ber sie mit einer kleinen Schar begeisterter Männer fampfern gemacht, in den Kampf geführt, durch begründer der Angestelltenbewegung und ältesten geistigen Inhalt zu verdanken hat, jenes Mannes, gerissen, aus der Lethargie geweckt, zu Klaſſen den Genossen Arnold Taub, einen der Mitförmlich aus dem Boden stampfte, durch seine Ar seine grenzenlose Selbstlosigkeit und Selbstverleng Streiter unserer Partei, den in frühem Alter aus Um 7 Uhr abends wurde der Parteitag beit, seine grenzenlose Singabe und Aufopferung nung, durch seine Hingabe und Opferbereitschaft der Parteiarbeit geschiedenen schlesischen Genossen eröffnet. Der große Neptuniaal in zu so großem Ansehen brachte und der so zu ihrer hat er innerhalb der Arbeiterschaft anfeuernd, bei- Josef Tr ch und den alten Preßzburger Genossen Schönau trägt festlichen Schmud, überall Berförperung, zum Symbol ihres Kampfes wurde. spielgebend gewirkt und so die Bewegung West Ferdinand Winkler. leuchtendes Rot und frisches Grün. Im Hinter- und während uns alles das durch den Kopf geht, böhmens zu einer Pioniertruppe unserer Partei Doch auch innerhalb der sozialistischen Argrunde der Bühne stehen die Büste von Karl beschleicht tiefe Wehmut unfere Herzen und es fliegen unsere Gedanken hinüber zu einem stillen Marx, links und rechts davon die Bilder Se: Grab, das im Bannkreis dieser Stadt liegt und ligers und Čermaks. Das Plenum des das kostbarste Gut in sich birgt, durch ihn so herrlich versinnbildlicht wurde, um dem Leben. Er war der Erwecker des tschechischen Parteitages mit seinen mehr als dreihundert eine der stärksten Persönlichkeiten, um eine ein- Proletariats und nahezu durch ein halbes JahrMitgliedern, worunter sehr viele Genossinnen, zigartige Rämpfernatur, um den edelsten und hundert der geistige Führer. Seine Wirksamkeit macht vorher einen bunten, bewegten Eindruck. den Pionier und Wegebahner, den geistigen Füh gütigsten Menschen ärmer gemacht. So ist denn beschränkte sich nicht auf die tschechische ArbeiterDie Nebenräume sind voll von Genossen und rer und Baumeister, den Herold, den Stolz un auch Hillebrand nicht mehr. Die Glut seines bewegung, sondern erstreckte sich in feinen erften Genofsinnen aus dem Teplißer Bezirk, die als ferer Bewegung. Sieben Jahre sind ins Land ge- lodernden Herzens ist erfaltet, das herrliche, gütige Kampfreiben auch auf die deutsche Arbeiterschaft, Gäste den Beratungen des Parteitages bei gangen, seitdem uns Josef Seliger entrissen Auge erloschen, der Feuerstrom seiner sprudelnden innerhalb deren er journalistisch und agitatorisch wurde. Wir, die wir in die Bresche springen muß- Rede erstorben, die Flammen seiner Begeisterung wirkte, aber auch auf das übrige internationale wohnen. Immer noch strömen Delegierte hinzu. ten, um an seine Stelle zu treten und seine schwie ausgebrannt. Hillebrands Name wird, wie der Proletariat, das ihm für alle Liebe und Treue, Alte Parteifreunde, die einander jahrelang nicht rigen Aufgaben fortzuführen, aber auch sämtliche Seligers und Cermarks solange proletarische die er dem Sozialismus bis zum letzten Augenblic gesehen, begrüßen einander, immer wieder hört flassenbewußten Arbeiter dieses Landes haben in Berzen schlagen nicht untergehen, ihr Leben und dargebracht hat, aber auch für seine grenzenloſe man das herzliche Freundschaft!" Doch schon feiner Stunde unseres Stampfes an ihn vergessen, ihre Wirksamkeit und ihr Wirken bleibt der Ge- Singabe an die Sache des Proletariats stets ein hat alles an feinen Tischen Platz genommen. weiter lebt er geiftig in unserer Witte fort, weiter schichte der sudetendeutschen, aber auch der inter- chrendes Andenken bewahren wird. Wir gedenken Die Arbeiteriänger des Tevliner Bezirkes beschreitet sein Flammengeist unserer Bewegung nationalen Arbeiterbewegung für immerwährende hier gleichfalls des tschechischen Genossen A'u ſt treten die Bühne. Feierliche Ruhe tritt ein. feren Kampf und ist und bleibt der Schirmherr Verlust auch treten die Bühne. Feierliche Ruhe tritt ein. poran, weiter befeuert er unsere Arbeit und un Zeiten einverleibt. Wir betrauern aber auch den und der Genofsinnen Sychrava und Feldek, der langjährigen Wortführerinnen und VorfämpMachtvoll, anfeuernd und begeisternd flingt es unserer Bewegung und ist und bleibt wie wir ferinnen der tschechischen Arbeiterbewegung, deren durch den Saal:„ Seid gegrüßt. Ihr wadern es in seiner Sterbestunde und am offenen Grabe vorzeitigen Abgang wir mitbeklagen. Streiter!" und mit chernen Fittichen weht das gelobt haben der Leitstern des sudetendeutschen Mit der österreichischen Partei betrauern wir Troßlied doher. Fürwahr:„ Es lebe der Proletariats. Nicht nur seiner in Wehmut und das Ableben einer ganzen Reihe von Genossen, Troß und die Kraft", das ist der herz- Liebe zu gedenken, sondern ihm auch gerade in der Stanek mitten in seiner Arbeit, im blühendsten deren Wirksamkeit sich in der Zeit unserer Zuge liche Willkommenaruß an die Vertrauensmän Stunde, in der wir uns zu ernster und schwieriger Alter aus unseren Reihen gerissen. Er war ein hörigkeit zur österreichischen Arbeiterbewegung ner der Arbeiterschaft, die mit brausendem Bei- und verantwortungsvoller Arbeit versammeln, stiller und hingebungsvoller Kämpfer, der der auch auf das sudetendeutsche Proletariat erstreďte fall dem starken Gefühl Ausdruck geben, daß innigsten Dank zu sagen und das Gelöbnis der Partei die unsäglichsten Opfer brachte und sich und denen auch wir großen Dank schuldig find. fall dem starken Gefühl Ausdruck geben, daß unwandelbaren Treue und unauslöschlichen An- dadurch in den Herzen der Arbeiterschaft des Lan- Wir gedenken hier des unvergeßlichen Genossen der Geist des Liedes der Geist unseres Kamp- hänglichkeit zu erneuern, erscheint uns ein Gebot des ein dauerndes Denkmal geſetzt hat. Dr. Richard Fröhlich, des Begründers der fes jei. der Stunde. Wir müssen aber auch hier gleich Wir haben weiters den Verlust des Genossen profetarischen Abstinenzbewegung, der Genossin eines zweiten Mannes gedenken, dessen Bild vor Karl Schiller zu verzeichnen, eines der ältesten Amalie Pölzer, der Führerin der österreichischen unserem Auge auftaucht und dessen Name und Vorfämpfer unserer Bewegung, eines Mannes, Arbeiterinnen, des Genossen Eduard Engel, des Wirksamkeit mit den Anfängen, der Entwicklung, der in ihren Anfängen unter den schwierigsten langjährigen Redakteurs der„ Arbeiter Zeitung" dem Aufstieg der sudetendeutschen Arbeiterbewe Verhältnissen für die Partei gewirft, für sie ge- und des Genossen Laur. Widholz, des vorbildgung auf das Zunigste verwoben ist. Gerade in litten und ihr die größten Opfer gebracht hat. Gin lichen proletarischen Sozialpolitikers und Vorder Stunde, in der wir über unsere bisherige Ar- dauerndes Andenken innerhalb der Arbeiterschaft fämpfers der österreichischen Holzarbeiterschaft, des beit Rückschau halten, fie nachprüfen und für die bleibt ihm gesichert. Wir betrauern weiter den Ab Jedesmal mit stürmischem Beifall wird weitere Zukunft vorsorgen wollen, flingt in uns gang des Genossen Roman Richter aus Mähr. Schönberg, der jahrzehntelang, von der Gründung vor allem die Nennung der Namen der Gäste die Erinnerung an der sozialistischen Arbeiterbewegung an, in den der Bruderparteien aufgenommen: Genosse ersten Reihen der nordmährischen Bewegung ge Friedrich Stampfer- Berlin für die Sozialdemokratie Deutschlands, Nationalrat Genosse ad, an den Freund und Waffengefährten Seli ſtanden ist und zu dem wir Alle immer mit Be Auch unsere deutsche Bruderpartei hat im BeDr. Julius Deutsch Wien für die öfter- gers, an den Mann, der das Herz und der Mittel- wunderung und Liebe aufgeblickt haben. Besonders hart trifft uns das Ableben des richtsjahre eine ganze Reihe verdienstvoller Gereichische Sozialdemokratic, für die P. P. S. gewesen ist, ihr die organisatorischen Fundamente Genossen Johann Frömel, der durch beinahe noffen verloren. Ich nenne da den Genossen reichische Sozialdemokratie, für die P. P. S. punkt und die treibende Kraft unserer Bewegung Ezapinski Warschau, als Vertreter der gegeben und sie mit seinem starken Willen, seinem vier Jahrzehnte im Bordertreffen der Arbeiter- ißmann, den befannien Führer und Metalltschechischen Sozialdemokratie Genosse Dr. scharfen Versiande, seinem glühenden Herzen und bewegung stand, einer der ältesten Mitarbeiter arbeiter Deutschlands, der unserer deutschen BruSoukup, als Vertreter der deutschen Sozial- feinem leuchtenden Geiste erfüllt hat. Gerade auf Seligers war, durch eine Reihe von Jahren das derpartei in jungen Jahren entrissen wurde. Ich demokratie Polens Luka, des Vertreters der diesem Boden, auf dem jede, selbst die kleinste Ar Amt des Tepliyer Kreisvertrauensmannes beffei nenne Richard Fischer, der einer von der alten polnischen Sozialdemokratie in der Tschecho- beiterorganisation, jede der großen und stolzen dete und an dem Aufstieg der Bewegung in diesem Garde war und zu den Gründern, Vorfämpfern Einrichtungen der Arbeiterbewegung unverfenn- Kreisgebiet großen Anteil hatte. und geistigen Führern, zu den hellsten Stöpfen jlowakei Kornuta. bare Spuren seines großen Schaffens, seines star- Wie Frömel, so gehörte auch der Genosse Franz der deutschen Arbeiterbewegung zählte. An der ten Rönnens an sich trägt, muß ganz instinktiv Sponer zur alten Garde der Partei, auch sein Trauer der deutschen Genossen hat auch unsere der Wunsch rege werden, unserem Freund Cermak, Name ist mit der Geschichte der nordböhmischen Bewegung aufrichtigsten Anteil genommen. Im Berichtsjahr gingen weiter aus dem der eine der stolzesten Hoffnungen unserer Partei Arbeiterbewegung eng verknüpft, seine Wirksamgewesen ist und so vorzeitig aus unserer Witte feit wird in unserer Partei unvergessen bleiben. Leben der Führer des spanischen Proletariats In der Berichtsperiode sind aber auch viele Pablo Iglesias, eine der Idealgestalten der Zum zweitenmal tritt der Parteitag in Teplit schied, von dieser Stelle aus den Dankestribut zu zusammen an der Geburtsstätte der Partei, die wir sollen. Doch der Tod hat auch sonst ganz un- andere unserer alten Mitfämpfer Ed. Jatsch aus internationalen sozialistischen Arbeiterbewegung, nach dem Zusammenbruch Desterreichs und der barmherzig in unseren Reihen gewütet und unter Franzenstal und Josef Langer aus Sternberg der Vorfämpfer und geistige Führer der georgischen dadurch notwendig gewordenen organisatorischen den besten Männern unserer Bewegung fürchterBerselbständigung der sudetendeutschen sozial- lich aufgeräumt. Im Juni wird es ein Jahr, demokratischen Arbeiterbewegung in dieser seitdem wir Stadt tonstituiert haben. Hier haben wir die FunUnd nun wollen wir noch einer ganzen Reihe Proletariats und Lebensgefährtin Turatis und damente der Partei gelegt, hier ihr die neue Verfassung gegeben, hier das Bekenntnis zum alten verloren haben. Noch am letzten Aussiger Partei von Genossen, die im letzten Jahre aus unseren schließlich Eugen Debs, der Bannerträger und Programm unserer Partei, zu den Lehren von tage hatte er den Vorsitz geführt und in einer ge- Reihen geschieden sind, der Partei mit größter jahrzehntelange Führer des amerikanischen soziali Karl Marx neuerlich und feierlich verkündet und radezu hinreißenden Eröffnungsrede, in deren Hingabe gedient und durch ihre Begeisterung für ftischen Proletariats. Ihnen allen sei für ihr schöpferisches Schaffen neuerlich ausgesprochen, daß wir sie in Gemein- Banne wir alle standen, die Beratungen des Parisie geworben und zu ihrem Wachstum beigetragen schaft mit den Arbeitern aller andern Nationen teitages eröffnet und in einem flammenden Nach haben, herzlichsten Dank sagen. Ich erwähne da innerhalb der internationalen Arbeiterbewegung verwirklichen wollen, hier haben wir die ersten ruf das große Wert der aus dem Leben geschie die Genossen Dr. Camill Eben, den Leftor der unser innigster Dank gesagt. Doch ist es ganz unmöglich, alle die vielen Richtlinien für unsere politische Wirksamkeit auf denen Führer unserer Partei und die Verdienste Prager Universität, den Genossen Adolf K laude, gestellt, hier unsere Stellung zum Staate und zu der verstorbenen Vorfämpfer des internationalen den Sekretär des Bauarbeiterverbandes, den Ge Andern ausdrücklich zu nennen, die in der Beden großen außenpolitischen, innerpolitischen und Proletariats in ergreifender, zu Herzen gehender nossen Josef Pietsch, den Sefretär des Metall- richtsperiode nach langjähriger, aufreibendster, wirtschaftlichen Problemen des Landes und vor Rede gewürdigt. Unvergeßlich wird aber auch das arbeiterverbandes, den in der Textilarbeiterbewe hingebungsvoller und stiller Arbeit aus unseren allem zu den großen Problemen des Sozialismus große Schlußwort Hillebrands an diesem Partei- gung tätig gewesenen Genossen Gustav Fischer, Reiben geschieden sind, die für die Sache des Progenau umschrieben. iage sein, das uns alle gepadt und mitgerissen einen der Führer der proletarischen Sängerbewe letariats, für die Verwirklichung der Idee des So wurde Tepliß, das auch bis dahin alter hatte und in seiner glanzvollen, einzigartigen und gung Franz Ende, den altbewährten Berg: Sozialismus Großes geleistet und damit zum Auffosialistischer Stampfboden gewesen ist, für uns zum unnachahmlichen Beredsamkeit zu einem edlen arbeitervertrauensmann Josef Schusser, einen stieg der Arbeiterbewegung, zur Vorbereitung unDie Tribüne leeri sich. Ein Glockenzeichen crtönt. Der Vorteivorsitzende, Genoise Dr. Czech, betritt die Kanzel vor der Tribüne und cröffnet den Kongreß mit einer sehr oft von Zustimmungsfundgebungen unterbrochenen Rede: Genosse Dr. Czech: Sarl Cermat Oswald Hillebrand Genossen Martin Rapoldi, der durch einige Jahre in Westböhmen tätig war und nun seit zwei Jahrzehnten in der Junsbruder Bewegung wirfte. Ihnen allen ist im Ehrenbuch der internationalen Arbeiterbewegung ein dauernder Platz gesichert. aus dem Leben geschieden. Sie haben jahrzehnte Arbeiterbewegung Tscheidse, der die leßten lang in der Partei eine rege Tätigkeit entfaltet. Jahre im Eril in völliger Abgeschiedenheit lebte, In Tankbarkeit gedenken wir dieser treuen Mit weiter Anna Sulische ff, die feurige Revolu arbeiter. tionärin, die geistige Führerin des italienischen Bene 2 Die Konkituierung Samstag, 7. Mai 1927. feres Endsteges beigetragen haben. Mögen an wird eine der Ehrenaufgaben dieses Parteitages diefes kostbare Gut bewahren, es hegent' Stämpfe. Die Sozialdemokratic ist und bleibt die thre Stelle in zehn- und hundertfacher Zahl neue sein, den Ruf nach der internationalen proletari und pflegen, denn das Proletariat braucht in den Partei der arbeitenden Menschen, ihr Schicksal ist Rämpfer treten, um das begonnene Wert zu befchen Klassenfront in einer jeden Zweifel aus schweren Stunden, die seiner harren, in den schwe- das Schicksal der Arbeiterklasse. Sie, werte Ge enden und den Sozialismus ans Ziel zu führen. fchließenden Weise an das Proletariat aller Naren Kämpfen, die es zu bestehen haben wird, eine noffen, haben das Schicksal der Arbei Doch wir wollen in dieser Stunde nicht nur tionen dieses Landes zu richten. Alle diese großen von einem einzigen Geiste und einzigen Willen, terfchaft in der Hand: Das Schicksal ist der Toten gedenken, sondern auch der Lebenden internationalen, außenpolitischen und weltwirt von ungetrübter Begeisterung getragene Armee. in Eure Hand gegeben, mit Euch sinkt es, mit und darum ist es uns ein Bedürfnis, noch vor schaftlichen Probleme, die großen Fragen des Wir können ihnen aber auch sagen, daß unsere Euch wird es sich heben!" Eintritt in unsere Verhandlungen unseres großen Internationalismus und der sozialistischen Zu Sache gut ficht. Das haben die gewaltigen RundBehrmeisters und geistigen Führers Karl sammenarbeit können naturgemäß an unserem gebungen aus Anlaß der Verwaltungsreform, der Kautsky zu gedenken, dem wir alle, jeder ein- Parteitag nicht spurlos vorübergehen. Sie wer- Massenbesuch in unseren Versammlungen, die zelne von uns, vor allem aber unsere Bewegung, den ihn vielmehr in eingehender Weise zu beschäf Stimmung, die sie beseelt, die strahlenden Gesich Genosse Taub schlägt im Auftrage des die mit aus seiner Schule hervorgegangen ist, jo tigen haben und ihn vor eine ganze Reihe großer ter unserer Vertrauensmänner, gezeigt, ihre Parteivorstandes vor, in den Vorsiß zu wählen unendlich vieles zu verdanken haben. Ich hoffe, Aufgaben stellen. Doch den letzten Widerhall wer- Stampfbereitschaft und Freude darüber, daß die die Genossen Dr. Czech, Kremser und Ihrer Zustimmung sicher zu sein, wenn ich um den naturgemäß unsere eigenen Sorgen finden, Periode der Dumpfheit, der Niedergeschlagenheit se ögler und als Schriftführer die Genofsin ferem Freunde die herzlichsten Grüße des Partei die ja letzten Endes nur die Auswirkungen der und des Fatalismus überwunden ist und daß der Seir pal, die Genossen Vorbach, Wondraf tages übermittle und ihn unserer Liebe und Dank großzen internationalen Geschehnisse sind, in den alte traditionelle Kampfgeist des fudetendeutschen und Dr. Haas. Der Parteitag stimmte dem barbeit versicherte.( Starfer Beifall.) letzten großen Ereignissen unseres Landes, die Arbeiters wieder lebt.( Stürmischer Beifall.) So Vorschlage zu. Das gewählte Präsidium begibt Wir können aber diesen Parteitag nicht vor auch in dieser Stunde förmlich in uns allen nach gehen wir denn freudig und bewegten Herzens fich auf die Tribüne; Dr. Czech dankt im Namen übergehen lassen, ohne unseres alten Freundes, des zittern, das Proletariat unseres Landes seit Mo- an die Arbeit und frohen Muts in die neuen der Gewählten für die Wahl. Genossen Fritz Adler, des Führers der soziali naten in höchster Erregung und Spannung hal stischen Arbeiterinternationale zu gedenken, ohne ten and innerhalb der Arbeiterklasse einen Kampfthm für seine beispiellose heroische Wirksamkeit für geist und das internationale sozialistische Proletariat zu danfen und ihm von dieser Stelle aus unsere herzlichsten Grüße zu entbieten.( Starker Beifall.) Und nun wollen wir an die Arbeit gehen. Dieser Parteitag ist der sechste in der Reihe dieser Tagungen. Er wird wie alle seine Vorgänger -feine bloße Schaustellung sein, sondern eine Arbeits- und Kampftagung eine Kampistimmung ausgelöst haben, wie wir sie seit dem Umsturz nicht mehr gesehen Die Begrüßungsansprachen. Als erster ergreift unter stürmischem Bei trug, hat man mir dort bedeutet, daß meine fall der Konferen; das Wort Einreise in die Tschechoslowakei nicht erwünscht und nach der wir uns so gesehnt haben. jei.( Pfuirufe.) Zuerst war ich höchst erstaunt, Die Konstituierung des deutsch- tschechischen BürGenosse Stampfer. denn ich war mir nicht bewußt, jemals ein Wort gerblocks, die Aufrichtung eines ausgesprochen Er erinnert zuerst an die Zeit vor dreißig gegen den Bestand der Tschechoslowakei gesagt zu reaktionären politischen und wirtschaftlichen Regi- Jahren, da er in Brünn in der Partei die ersten haben, mit der ja in schwierigen politischen mes, die Häufung von Attentaten auf die Lebens- Sporen verdiente. Damals haben wir in Brünn Zeiten die österreichische Sozialdemokratie in gehaltung und die politische Freiheit der Arbeiter die Reaktion aus dem Felde geschlagen und mit meinsamer Front stand. Endlich erfuhr ich, daß im wahren Sinne des Wortes. Er wird wie klasse, der einzig dastehende Verrat der deutsch stolzer Freude feierten wir den Sieg des Genossen ich vor einigen Jahren in einem Vortrag in der wir alle wünschen und hoffen wieder einer der bürgerlichen Parteien an der deutschen Bevölkeybes. Manches ist seither besser geworden und Tschechoslowakei das Verbrechen beging, Marksteine unserer Bewegung werden, wieder rung und den Minderheiten des Landes, an den manches auch schlechter. Und doch habe ich das sie mit dem alten österreichischen Kaiserstaat zit eine der weitsichtbaren Stationen auf unserem Grundfäßen der Demokratie, die Einführung einer sichere Gefühl, daß von dem, was schlechter ge- vergleichen.( Seiterkeit.) Man erklärte mir dann, Vormarsch zum Ziel. Der Parteitag tritt in einem rein fapitalistischen, ausschließlich auf die Aus- geworden ist, manches wieder langsam besser zu man würde mir die Einreise für einige Tage außerordentlich bedeutsamen Augenblick zusammen plünderung der Arbeiterklasse gestellten Steuerre werden beginnt. Ich habe den Glauben, daß die unter der Bedingung gestatten, daß ich in Tepliz und kommt uns da gerade gelegen. Die inter- form, die geplanten Attentate auf den Achtstunden- Arbeitervertreter dieses Landes dazu berufen Schönau nur einige Worte der Begrüßung nationale Situation ist auf das Aeußerste gespannt, tag, die Sozialversicherung, die sozialpolitische Ge- find, der Welt ein Beispiel zu geben, wie das spreche. Dieses Ansinnen lehnte ich als der öster die Atmosphäre voller Konfliktsstoffe, immer mehr sengebung, der Versuch, an den Grundseßen des Proletariat langsam zusammenzustehen hat gegen reichischen Sozialdemokratie unwürdig ab ballen sich die Wolfen am Horizonte zusammen. allgemeinen Wahlrechtes zu rütteln, das die Ar- feine Feinde. Allen Sprachunterschieden und poli- man gestattete mir dann auch bedingungslos die Werden sie sich und wo zuerst entladen? In allen beiterschaft schon im alten Oesterreich mit ihrem tischen Konstitutionen zum Troß. Und wie sollte Einreise. Vielleicht war ich bei Erdteilen, Blute und den unfäglichsten Opfern erfauft hat, es denn anders sein? Schen wir nicht, daß sich maligen Vergleich, wie ich sehe, nicht im Recht; in allen Erdwinkeln lauert die Kriegsgefahr, die Schaffung einer Verwaltungsreform, die mit in der ganzen Welt die Besitzenden ohne Unter- maligen Vergleich, wie ich sehe, nicht im Recht; fommt es zu einer Konflagration, dann wird sie den letzten Resten der Demokratie aufräumt, den schied der Nation und der Partei miteinander ich hätte so vom alten Desterreich nicht sprechen unzweifelhaft wieder einen Weltbrand nach sich Staat der nationalistischen Bürokratie überant- verbünden, um der steigenden Flut der sozialisti sollen.( Lauter Beifall, Heiterkeit.) Ich werde ziehen. Uns allen, die wir die fürchterlichen Lei wortet und den Polizeiapparat mit ganz unge- fchen Bewegung einen Damm entgegenzuseßen. nun nach dem, was ich erlebt habe, die Tschechoden klar vor uns sehen, die der Weltkrieg der gan- heuerlichen Vollmachten ausstattet, alle diese Fra Europa steht im Zeichen der wirtschaftlichen, slowakische Republit nie mehr mit dem alten zen Menschheit, der Kultur und Zivilisation gen und eine ganze Reihe anderer damit zusam- sozialpolitischen und auch teilweisen politischen Desterreich vergleichen." Genosse Deutsch wen brachte, trampft sich schon bei dem bloßen Gedan menhängenden und auf uns förmlich einstürmen Realtion. Wir in Deutschland haben Jahre hindet sich nun dem neuen Desterreich zu und spricht fen der Möglichkeit einer Wiederholung dieses den werden den Parteitag auf das Eingehendste durch schwere Opfer gebracht, um die Entstehung über den Wahlsieg der österreichischen Gefürchterlichsten Dramas, dieser größten aller Tra- beschäftigen und den Vertrauensmännern Gele- eines Bürgerblodes zu verhindern und die nossen, vom schweren Kampfe, in dem sie gegen genheit geben, unsere bisherige Arbeit nachzuprü Deutschnationalen von der Regierung fernzuhal- das geeinte Bürgertum siegreich hervorgingen. gödien das Herz zuſammen. Doch auch sonst liegt fen und die nötigen Vorsorgen für die Zukunft zuten. Wir haben in einer Zeit, in der die Repu- Er erwähnt, daß die Kommunisten in über ganz Europa der Drud finſterſter wirtſchaft- treffen, und uns mit dem nötigen Rüstzeug für blif in Gefahr war, gestürzt zu werden, da jeder diesem Kampfe tüdiſch und feig dem Bürgerlicher und politiſcher Reaktion, die vor allem gegen die weiteren Kämpfe auszustatten. Dies wird Schritt vom Wege der internationalen Verstän- tum Schüßenhilfe gegen das Proletariat die Arbeiterklasse aller Länder und den Sozialis- um mus gerichtet ist und sich beim Proletariat fürch- un so notwendiger werden, als wir vor den Ge- digung Deutschlands aufs neue in den Abgrund geleistet haben. Der Erfolg war, daß sie noch ein terlich auswirkt. In verschiedensten Formen tritt meindewahlen stehen, mit den Vorbereitungen stürzen fonnte, alle Opfer gebracht, aber die gro- Drittel von ihren armseligen 23.000 Stimmen sie in Erscheinung. Bald in der des brutalsten unmittelbar einsetzen und alles aufbieten müssen, ßen Massen der deutschen Arbeiterschaft haben verloren. Der österreichischen Bourgeoisie ist der Fascismus, wo er den gequälten Völkern in Rein- um den Deutschbürgerlichen eine Schlacht zu lie- politisches Verständnis genug gehabt, uns auf Ruck nach rechts nicht gelungen. Das Ergebnis fultur verabreicht wird, bald in der Form der fern, die ihnen die gehäuften Verbrechen am Volfe diesem schweren Wege zu folgen. Die deutschen des Wahlkampfes war ein sehr energischer Rud militärischen Diktatur oder des weißen Terrors, und ihren geradezu unerhörten Verrat heimzah Arbeiter waren es, die den zusammengebrochenen nach Iints. Wir glauben durch die positive heimzahlrbeiter Staat mit ihren Fäusten wieder aufgerichtet Arbeit, die wir in Oesterreich leisten, an der Veraber auch vielfach unter demokratisch- parlamenta len soll. rischen Deckmantel in Form der in die harmlose Leider können wir unseren langgehegten haben. Das Bürgertum hat ihnen dafür gedankt, wirklichung des Sozialismus heute schon arbeiten indem es sich gegen sie verbündete. Wir haben zu können. Desterreich will und soll bleiben, eint Gestalt des Bürgerblods gekleideten Diktatur der Wunsch, dem Parteitage es nicht anders erwartet. In der Zwischenzeit Bollwerk der Demokratie und des. Sozialismus. Bourgeoisie.( Stürmische Pfui- Rufe.) aber haben wir Tatsachen geschaffen, die sich nicht schon diesmal zur Beratung und Entscheidung zu mehr beseitigen lassen. Die deutsche Republik unterbreiten, noch nicht erfüllen. In den ersten steht fest, der Weg unserer Außenpolitik zur VerJahren nach dem Umstur; war im Strom der ständigung ist festgelegt und so haben wir, obEreignisse eine Slärung der grundlegenden pro- gleich wir zur Zeit den Bürgerlichen das Feld die die mannigfachsten Ursachen haben, sich durch grammatischen Fragen nicht möglich, da die wirt überlassen haben, zugleich den Boden geschaffen, den fortgesetzten Ausbau des Schutzzollsystems schaftliche Entwicklung völlig unübersichtlich und auf dem wir unsere künftigen Siege erringen immer mehr verschärfen und für deren Besei- die politische noch nicht abgeschlossen war. Nun werden. tigung bei dem Fortbestande der auf den Konfur- beginnen auch hier die Nebelschleier zu zerfallent Wir haben die Sammelparole des Bürgerrenzfampf um Rohstoffe und Abjagmärkte einge- und sich die Dinge auch für uns zu flären und tums in der Kaiferzeit oft erlebt, aber immer, stellten fapitalistischen Wirtschaftsordnung ein Re- so hoffen wir bestimmt, dem nächsten Parteitag wenn das Bürgertum zum Sammeln geblasen zept nicht besteht. Mit jedem Tage wächst das den Programmentwurf unterbreiten zu können. hatte, lag es bei den nächsten Wahlen auf dem Beer der Arbeitslosen, mit jedem Tag verschlech Die Vorbereitungen dazu find übrigens schon im Boden und wir marschierten vorwärts. So und tert sich die Lebenshaltung der Arbeiterschaft, ver- Gange, in wiederholten Beratungen hat sich der nicht anders wird es auch diesmal werden. Wir schlimmerien sich die Ernährungs-, Wohnungs-, Be- Parteivorstand mit den in Betracht kommenden wären ja gewiß in Deutschland auch schon weiter, Czapinski( Warschau fleidungsverhältnisse des Proletariats. Mit jedem Fragen beschäftigt. Nun werden die Arbeiten auf wenn nicht eine Gruppe der Arbeiterschaft der überbringt in deutscher Sprache die Grüße der Tag steigert sich die Angriffsluft und die Begehr- genommen und wie ich hoffe- nach den Verwirrungsparole Moskaus gefolgt wäre. Aber polnischen Arbeiterschaft. Zum erstenmal", sagt lichkeit der Unternehmerklaffe, welche die Wirt- meindewahlen abgeſchloſſen werden. Dafür wird mit dem Kommunismus geht es bergab; der eiit Czapinsky, spricht ein polnischer Sozialdemokrat schaftstrise zum Vorwand nimmt, um die Lebens- diesen Parteitag das Problem der der Zerstörung tobt sich im Innern der K.P.D. auf einem" Parteitag der deutschen Sozialdemo und Arbeitsbedingungen der Arbeiterschaft herab- Erziehung des sozialistischen Nachwuchses aus, die Führer fliegen dußendweise hinaus, tratie in der Tschechoslowakei. Aber wir sind alte zudrücken, die wirtschaftlichen, sozialen und sozialandere räumen, angeckelt von solchem Treiben, Freunde vom alten Desterreich her und wir politischen Errungenschaften der Arbeiterklasse zu beschäftigen haben. Wir versprechen uns von freiwillig das Feld. Die K.B.D. hat lange nach hoffen, daß wir auch bei den neuen politischen wieber u beſeitigen. 3mmer heftiger stürmt sie der Lösung dieses Problems reichen Gewinn für der Einheitsfront geschrien. Sie steht im Begriff, Verhältnissen noch beffere Freunde werden. Wir gegen den Achtstundentag, gegen die soziale Ge- unsere Partei und die Sicherung der Zukunft die Einheitsfront des deutschen Proletas haben auch in unserem Lande eine ſehr ſtarte setzgebung vor und auch vor den Angriffen auf unserer Bewegung, Gerade auf dieſent Gebiete riats zu verwirklichen, indem sie sich deutsche Sozialdemokratische Partei, mit der wir die Arbeiterorganisationen, auf das Stoalitions- wollen wir neue Wege für unsere Arbeit suchen selbst vernichtet. Die Sozialdemo- in recht der Arbeiter schredt sie nicht zurück. Doch und hoffen, sie auch finden zu können. Auch in tratic wird also als Vertreterin der( Starker Beifall.) Auch mit den Sozialdemokraten dem Parteitag zusammenschließt, alle trennenden Momente zu außerordentlich wichtige Aufgaben gestellt worden. rückstellt und überwindet und als geschlossene reaf- Unser Parteistatut soll den modernen AnGenossen und Genofsinnen: Sie fämpfen auf tionäre Masse der Arbeiterschaft entgegentritt, fin- forderungen angepaßt werden, wobei wir uns die den wir das Proletariat der ganzen Welt fast in Erfahrungen der befreundeten großen Parteien einem schwierigen Gelände; Sie haben die hinter Atome aufgelöst, national und richtungsmäßig ge- nußbar machen wollen. So erwarten wir denn, Ihnen stehenden Wassen nicht nur als Arbiter, spalten und zersplittert, nicht zueinander, sondern daß dieser Parteitag die Hoffnungen, die wir alle sondern auch als deutsche Arbeiter zu vertreten. gegeneinander stehend, im Zustande herostratischer auf ihn setzen, in reichem Maße erfüllen, uns wir haben dafür volles Verständnis und vollste Selbstvernichtung, in einer Zeit, in der gerade die allen eine reiche Quelle von Belehrungen wer- Sympathie. Aber wir hegen den sehnsüchtigen Gefahren, die das Proletariat umlagern und auf den, unserer Arbeit und unseren Stämpfen neue Wunsch, daß ſehr bald eine Berſtändigung von das Schwerste bedrohen, eine restlose Zusammen Sträfte leihen und sich als ein neues Ruhmesblatt Bolt zu Volk zustandekommen möge.( Stürmischer faffung aller Sträfte, den Zusammenschluß zu einer in die Geschichte unserer Bewegung einfügen Beifall.) cifernen Phalanx, das Aufgebot der letzten Sträfie möge. Aber auch wirtschaftlich zeigt Europa ein Bild vollster Zerfahrenheit und Zerrüttung, überall steht die Wirtschaft vollends im Zeis chen schwerster Arisen, das neue Parteiprogramm marschieren. Wir Destereicher haben es noch nie recht verstanden, wenn wir zu Ihnen lommen, zu Ihnen als Ausländer zu sprechen. In der Erinnerung an die gemeinsamen Kämpfe wollen wir auch heute wieder das Gelöbnis ablegen, daß wir vereint bleiben als internatio nale Sozialdemokraten und unsere Kämpfe gemeinsam weiter führen. Besonders verbunden haben wir uns immer gefühlt mit den Arbeitern in der Tschechoslowakei, und wir erhoffen, daß in Zukunft über Desterreich hinaus auch der Sozialismus von Erfolg zu Erfolg schreiten wird. ( Stürmischer Beifall.) engster Freundschaft zusammenarbeiten. Fühlung. Wir freuen uns, daß wir jetzt auch mit Ihnen in engen Kontakt kommen. Es ist fein Bufall, daß auf dem Parteitag neben den Vertretern von vier deutschen sozialdemokratischen Parteien und neben dem Vertreter der tschechischen Sozialdemokraten auch zwei polnische Soialdemokraten sißen. Dieser enge internationale Zusammenschluß ist das Gebot der Stunde. Ich begrüße den Barteitag und wünsche ihm vollen Erfolg." Starfer Beifall.) Ünter stürmischem Beifall ergreift nun tes Wort Genosse Soukup: Ich glaube, das Ansehen der Tschechoslowatci erfordern würden, um den gemeinsamen Feind Varteigenossen! Wir treten ruhigen Gewif. fönnte mehr gehoben werden, wenn sich die Regierung entschlösse, auf dem Wege der Demokratic zu Boden zu schlagen. Die Verantwortung dafür sens an Sie heran, wir haben der Partei unser vorwärts zu schreiten und allen Nationen die trägt in erster Linie der Bolschewismus, dessen Vestes gegeben und glauben, unsere Pflicht voll fulturelle Freiheit zu geben. große Schuld es ist, die profetarischen Reihen zer- und ganz erfüllt zu haben. Die Entscheidung war schlagen und der Arbeiterschaft dadurch die alte zumeist nicht leicht, das lag an der Kompliziert fchaftliche Unvernunft, gegen den Klassenegoismus slowakischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei zu sich zwingend der Ruf nach der raschesten und restlosen Sammlung des Proletariats, überhaupt die Politic in diesem Lande ein überaus hartes Brot Wir fämpfen gegen die politische und wirt Besigenden. Im Stampfe stehen wir alle zu rissenheit des Proletariats in diesem Lande, wie fammen und das bißchen Grenze wird uns nicht ſammen und das bißchen Grenzen bir a daran hindern. Ueber diese Grenze reichen wir uns die Hände. Glück auf zur Arbeit.( Stürmischer, langanhaltender Beifall.) nach der Wiederaufrichtung der alten Geschlossen= heit, die die Arbeiterklasse unbesiegbar, ihrem Vor- ist. Was uns eine gewisse Beruhigung gibt und Genosse Julius Deutsch marsch unwiderstehlich gemacht hat. Die Wieder- in allen Fällen die Entscheidung und Verantworvereinigung, die niemals so notwendig gewesen aing erleichtert hat, das ist die ideelle Ge- beginnt nach tosendem Begrüßungsbeifall:„ Es ist, als gerade in diesem Augenblick, wird und schlossenheit und Einheit unserer gelang mir nicht ohne Schwierigkeiten, Ihnen muß zur Tatsache werden, die Macht der wirt- Partei, das ist ein kostbares Kleinod, die Grüße der österreichischen Genossen zu überschaftlichen Tatsachen, das große Leid der Arbeiter um das uns so manche Partei veneiden bringen. Als ich meinen Paß zur tschechosloElasse aller Nationen wird sie erzwingen und es dürfte.( Starker Beifall.) Wir wollen uns wakischen Gesandtschaft in Wien h bin glücklich, daß ich den Auftrag er füllen fann, Ihren Parteitag namens der tschecho begrüßzeit. Unsere beiden Parteien find sich beffen bewußt, in welchem Maß das Schicksal der ar beitenden Menschen in unserem Staat von unserer gemeinsamen Arbeit, von unseren gemeinsamen Stämpfen abhängt. Genosse Taub hat auf un serem Parteitag gesagt, daß die deutschen Arbeiter von der Hoffnung erfüllt sind, daß von unserent tschechischen Kongreß ein Impuls zur engeren Zusammenarbeit zwischen unserer und Ihrer Partei ausgehe. Ich glaube, Genosse Taub hat sich nicht getäuscht. Von demselben heißen Wunsch und von demselben impulsiven Wols 1 Samstag, 7. Maf 1927. Ien sind auch unsere tschechischen Ar-) beiter beseelt."( Stürmischer Beifall.) Die Frauenreichskonferenz. Am Donnerstag abend erstattete nach der erst einmal gelungen, dann werden wir auch die Soutup retapituliert sodann einige Momente vom tschechischen Parteitag, in demen zum Ausdrud fommt, wie der Wille zur Verständigung fich jetzt bei der tschechischen Partei durchzusetzen Eröffnung, wie wir bereits berichteten, beginnt. Am Schlusse dieser Reminiszenzen erwähnt er die Worte, die auf dem tschechischen Kongres Genosse Dr. Meißner sprach, der u. a. fagte: Wir haben eine politisch: Epoche beendet, po wir nicht nur unseren Willen, sondern auch die Fähigkeiten gezeigt haben, den Staat zu grün ben, ihn aufzubauen und zu einem Werkzeug des Aufstieges der Arbeiterklasse zu machen. Nun ist die zweite Epoche gekommen, die Epoche des Rampfes, und wie wir in der ersten Epoche bewiesen haben, daß wir Kraft und Willen befizen, zu arbeiten und zu bauen, so müssen wir jeßt beweisen, daß wir auch Kraft und Willen befißen, zu kämpfen." Genoffin Blatny Lage des Landproletariats verbessern können. Von einem Schlußwort der Genoffin Blatny folgender Anträge übergegangen, die alle ein wurde abgesehen und sogleich zur Abstimmung stimmig angenommen wurden: Der Parteitag wolle beschließen: Der Klub der Abgeordneten und Senato ren wird beauftragt, dahin zu wirken, daß bei allen Wahlen in die öffentlichen Vertretungsförper eine gesonderte Zählung der Männerund Frauenstimmen vorgenommen wird. den Bericht des Frauenreich sto mi tees, erwähnt zuerst die Arbeit auf den internationalen Frauenkonferenzen, besonders in Brüsfel, auf welch' letterer Tagung ein Komitee ge bildet wurde, in das auch je eine tschechische und deutsche Genoffin aus der Tschechoslowakei gewählt wurde. Unter den Aktionen, die unsere Frauenbewegung veranstaltete, hebt sie besonders den Antikriegstag hervor. Dann beschäftigte fie sich mit der Beteiligung der Frauen an den Wahlen und erwähnt einen von den Genossinnen dem Parteitag unterbreiteten Antrag, der die parlamentarische Vertretung der In diesem Sinne, mit dieser Parole begrüße Partei beauftragt, dahin zu wirken, daß bei ich Ihren Parteitag. Wir alle sind eng aneinan. allen Wahlen eine besondere Zähder gebunden. Wir haben Jahrzehntelang Schul- lung der Männer- und Frauenstim ter an Schulter für das gemeinsame Ziel der Ar- men vorgenommen wird. Die Rednerin erwähnt beiter gefämpft, haben große Siege erfochten. dann die reiche agitatorische Arbeit, die von Wir werden diese gemeinsamen Kämpfe wieder den Frauen während der Berichtsperiode entfalaufnehmen.( Großer Beifall.) Wir sind von dem tet wurde.( Eine große Zahl von Versammlunder Glauben durchdrungen, daß diese Republik, an gen wurde organisiert, sechs Broschüren hinausderen Entstehen wir tschechischen Sozialdemokra- gegeben und Lichtbildervorträge organisiert. Ende ten so hervorragenden Anteil hatten, durch unse- des Vorjahres wurde auch eine Werbeaktion veran ren gemeinsamen Kampf zum großen Faktor der staltet, die in einzelnen Gebieten durschlagenden ErBöllerverbrüderung und des Sozialismus werfolg hatte. Nomvendig ist, daß überall Frauenden wird. sektionen gebildet werden und daß wir mit Dr. Soukup erinnert dann an seine alte allen Stulturorganisationen in engere Fühlung Stameradschaft mit Josef Seliger und sagt: treten. Die Rednerin beschäftigt sich dann ausIn der Zeit des Umsturzes sind Verordnungen führlich mit der Frauenzeitung der„ Sozialvon zwei Nationalausschüssen, vom tschechischen demokratin", die durch die monatlich und rom deutschen, erschienen. Auf dem deutschen scheinende kinderbeilage sehr bereichert auf dem tschechischen wurde. Die Referentin unterbreitet dann der stand der Name Seliger, mein Name. Die Zeit hat nun vieles aufgeklärt Konferenz einen Antrag auf Umgestaltung und vieles wieder zusammengebracht, was zu des Blattes in eine Zeitschrift in Heftform, sammengehört.( Beifall.) Unser Ideal der Völ die möglichst stark illuſtriert sein soll. En anderer lerbefreiung, der Befreiung der Arbeiterklasse, iſt Antrag, den die Referentin unterbreitet, zielt auf dasselbe geblieben. Wollen wir uns beiderseits die Gewinnung der indifferenten begreifen, reichen wir einander die Hände, neh- Frauen ab. Ein sehr großes Gewicht muß die men wir mit erhobenem Haupt gemeinsam diesen Frauenbewegung der Bildungsarbeit widmen, Kampf auf. Es lebe die deutsche Arbei vor allem der Heranbildung von Funktionären in terschaft, es lebe die deutsche sozial- den Parteischulen. Ortsweise oder zumindest bedemokratische Partei in der Tsche- girlsweise müssen Funktionärinnenchoslowakei.( Langanhaltender, stürmischer Beifall.) Genosse Lukas überbringt die Grüße der deutschen Sozialdemofratie Bolens und dankt für die Beschicung ihres Stongresses durch unsere Partei. In Polen, so führt Genosse Lukas aus, hat unsere Partei einen schweren Stand. Es ist nicht leicht, mit den übrigen sozialistischen Parteien in Stontakt zu gelangen, obgleich feine Gelegenheit versäumt wurde, um eine einheitliche Kampffront aufzurichten. Es wird den vereinten Kräften gelingen, die politische Einheitsfront herzustellen. Wir wünschen, daß sich die Arbeiter aller Nationen cines Staates und in der ganzen Welt in einer Internationale zusammenfinden, um einen wahren Völkerbund zu begrüßen. Im Namen der polnischen sozialdemokratischen Partei in der Tschechoslowakei sprach Genosse Kornuta: Meine Partei hat mich hierher geschickt, um Ihren Parteitag die, besten Glückwünsche zu überbringen. Unsere Partei kämpft wie die Ihre unter gleich schweren Bedingungen. Nach dem Plebiszit haben sich die Folgen der Zersplitterung der Arbeiterbewegung durch die Kommunisten ausgewirft. Die polnische Sozialdemokratic in der Tschechoslowakei wird auch weiter die Jdee des Sozialismus in die Arbeiterschaft tragen. Für die Bezirksorganisation Teplig begrüßt den Parteitag Genosse Lorenz: kurse abgehalten werden. In der vergangenen Berichtsperiode wurden dreimal Reichsschulen abgehalten, aus denen auch eine große Anzahl von Genofsinnen reichen Gewinn zogen. Die Schulung der Gnoffinnen wird sich aber nur entsprechend auswirken, wenn die Schülerinnen dann, wenn sie heimgekehrt sind, auch an den richtigen Platz in der Bewegung gestellt werden. In der verhältnismäßig furzen Zeit, die wir von der österreichischen Wiutterpartei getrennt sind, haben wir es gelernt, auf eigenen Füßen zu stehen und durch intensive Arbeit Sträste aus us unseren eigenen Reihen frei zu machen. Es ist viel geschehen und wir sind immer noch am Anfang. Wenn Sie heimfehren in ihren Wirkungsfreis, wartet Ihrer eine mühevolle Arbeit. Der Weg zur Freiheit ist gepflastert mit hunderttausend Mühseligkeiten. Die Arbeit erfordert von uns ein Vorwärtsstürmen, ein Hindernisnehmen mit leidenschaftlichem Kampfeswillen; den steinigen Weg zum Erfolg zu gehen, erfordert unsere ganze 3ähigkeit zu einem energischen Stampf. Die Arbeit, die auf Sie wartet, ist eine schwere Arbeit und doch und mit diesen Worten möchte ich jedes meiner Referate schließen diese Arbeit ist im tiefsten Wesen eine freudige Arbeit.( Starker Beifall.) In der nun folgenden Debatte sprach zunächst Genoffin Schaffer- Starlsbad, die den Vorschlag der Genossin Blatny auf Errichtung von Frauensekretariaten begrüßte. Ueberall dort, wo Sekretariate ins Leben geru Es bereitet uns große Freude, einen Parfen wurden, habe die Bewegung Fortschritte geteitag in Teplitz begrüßen zu können. Seit dem macht. Aber Sekretariate fönnten auch feine Parteitag im Jahre 1919 hat sich Schicksalvolles Wunder wirken; die günstigen Leistungen der creignet. Der Parteitag vom Jahre 1919 stand Sekretariate sind nur möglich gewesen durch eine im Glanze der revolutionären Hochflut. Eine intensive Mitarbeit der Funktionärinnen und datiefe Depression folgte, aber trotz alledem sind durch, daß die Genossen der Frauenbewegung wir die stärkste Partei im Bezirke. Die Wahlen volles Verständnis entgegengebracht haben. Gün im Jahre 1925 haben uns wieder einen beden- stig habe es sich im Starlsbader Streisgebiete aus tenden Vorsprung gebracht. Der Parteitag findet gewirft, wo zu den Sitzungen der Frauenkreiseine Fülle von Arbeit vor. Wir erwarten, daß und der Frauenbezirksfomitees immer die Vorer uns die Waffen schmiedet, die wir mit starker sitzenden der Frauenfektionen zugezogen wurden. Hand zu führen geloben. Der Parteitag wendete sich sodann der ErIcdigung der Sprachenverordnung zu. Genosse Taub brachte die eingelangten Begrüßungsschreiben zur Kenntnis, insbesondere das Schreiben der Internationale, worauf die Wahl der Mandatsprüfungs- und Wahlkommissionen durchgeführt wurde und die Arbeitseinteilung für die nächsten Tage beschlossen wurde. Hierauf schloß Genosse Dr. Czech um 10 Uhr abends die Eröffnungssitzung. Die Berhandlungen werden heute Samstag vormittags halb 9 Uhr wieder aufgenommen. ( Die erste Vorsitzende begrüßt sodann unter stürmischem Beifall den Genoffen Dr. Czech und den Genossen Schäfer, worauf sie der Genossin Riedel das Wort erteilt.) Genossin Riedel- Görfan bespricht Verhältnis zwischen den Genossenschaften und den sozialdemokratischen Frauenorganisationen. Beide Zweige unserer Bewegung sind aufeinander angewiesen, fönnen einander wertvolle Dienste leisten. Begründung. Sette 3. nungenfchaften t feiben haben. Die Rednerin zeigt auf, wie sich alle fozialreaktionären Gefeße, die in der letzten Zeit geschaffen wurden und die, die jetzt schen und gegen die Kulturforderungen der Frauen geplant sind, im besonderen auch gegen die politirichten, Be'onders leidenschaftlich wendet sich die Genoffin Sirpal gegen die Hochzüchtung des gegen das verbrecherische Spiel der Reaktion mit militarismus in der Tschechoslowakei, dem Paragraph 144 und gegen den unerhörten Mißbrauch, der mit den Muttertagen getricben wird. Die bürgerlichen Parteien sind sich bewußt, daß ihr Thron auf der Dummtheit der Men fchen ruht, und daß dieser Thron durch die Teilnahmslosi feit der Frauen einen Stützpunkt findet. Mit den Klerikalen werden wir in nächster Zeit die heftigsten Kämpfe zu bestehen haben. Diese Kämpfe werden sich um Kulturfragen drehen. Die Es ist von entscheidender Bedeutung, die Schule soll gänzlich in den Dienst der Kirche gepolitische Schichtung nach Geschlechtern gestellt werden. Es handelt sich um den Nachwuchs, trennt statistisch zu erfassen, um sie als Grund- um die geistige Versumpfung der Jugend. Das lage für die weitere Aufklärungsarbeit ver Lounaswort foll für alle Ewigkeit verankert bleiwerten zu können. Die Reform ist technisch ben: Bete und arbeite! leicht durchführbar und hat sich z. B. in Dester- Nun Genoffinnen, rückt an uns die Frage reich bereits viederholt bewährt. heran, was ist unsere Pflicht, was haben wir in Der Parmivorstand wird beauftragt, sich mit dem internationalen Ringen wischen Arbeit und Frage zu beschäftigen, ob es nicht zweddienlich Sapital zu tun. Haben wir bis zum heutigen Tage wäre, für die Gewinnung der indifferen- unsere Aufgabe restlos erfüllt? Unsere erste Pflicht ten Frauen ein Organ herauszugeben, wie es ist es, auszusprechen, woran es mangelt. Und da seitens der österreichischen Genossen geschicht. Ueber ist die Frage, wie sieht es in unseren Organisadie Vorarbeiten hat der Parteivorstand zu berichten. tionen aus? Große Arbeit ist zu erfüllen, bevor Begründung: Die Frage der Gewinnung der die Organisationen so stark fein werben, wie es Frauen für den Sozialismus ist eine der wichtigsten der Zahl der arbeitenden Frauen entspricht. Daß die Anhängerschaft größer ist als die MitgliederAufgaben, vor die die Partei in der gegenwärtigen Zeit gestellt ist. Die beste Aufklärungsarbeit kann sahl, beweisen die Zahlen bei den letzten Wahlen. Das fann aber nicht genügen. Wir können uns nebst der Agitation von Haus zu Haus durch die Bresse geleistet werden. Unser Organ,„ Die Sozial nicht zufrieden geben und erklären, wenn die demokratin", ist unserer Auffassung nach glänzend Frauen auch nicht in unseren Organisationen sind, dentofratin", ist unserer Auffassung nach glänzend wenn die Wahlen kommen, wiſſen ſie, wen Sozialdemokratic schon gefunden haben, weiter her. geeignet, die organisierten Frauen, die den Weg zur fie wählen wollen, Mitläufer ohne Klassenbewußt sein sind fein Bestandteil unserer Partei. Wenn Richtung hin für uns eine überaus wirksame sie bei der einen Wahl, einem dunklen Impulse waffe. Wir benötigen aber daneben ein Organ, bei der nächsten Wahl diese Stimmen der bürgerfolgend, die Stimmen für uns abgeben, so können das es sich zur Aufgabe stellt, die dem Sozialismus lichen Partei zugeführt werden. Bis zum heutigen bisher vollkommen fernstehenden, mitunter feindlich Tage sind nachweisbar insbesondere die Frauen gegenüberstehenden Frauen fukzessive in die Ge. von der Reaktion mißbraucht worden. Es wäre dankenwelt des Sozialismus einzuführen. Das ganz falsch, einen Schleier vor die Augen zu bin Organ müßte auf die Art der„ Unzufriedenen" den und, weil wir nicht wissen, wie sie gewählt in Oesterreich ausgestattet sein. Wir wissen sehr haben, u fagen, sie hätten die Reaktion nicht gut, daß die Verwirklichung dies: s Gedankens nur gewählt. Deshalb genügt es nicht, uns nur mit dann möglich ist, wenn die Erhebungen in den ein- der Gewinnung jener Frauen zu bescheiden, deren zelnen Organisationen ergeben werden, daß alle Männer bereits bei uns find, Wir müssen überVoraussetzungen für die Prosperität des Blattes all eindringen, wo arbeitende Frauen sind, in gegeben sind. Wir besweden also mit unserem An der Landwirtschaft, in den Kanzleien und in den irag nichts anderes, als daß der Parteivorstand die sonstigen Betrieben. Die Lehre des Sozialismus erforderlichen Erhebungen pflegt und über deren muß in die Massen dringen, es muß die Masse Resultat zur geeigneten Zeit Bericht erstattet. Auf- der Frauen erfaßt werden. Wir müssen den Argabe unserer Organisationen wird es sein, vor- gumenten der Verfälscher des Klassenkampfes die nehmlich unferer Frauenfektionen, selbst die Erhe Werbefraft der sozialistischen Idee entgegensetzen. bungen an Ort und Stelle zu pflegen und sich so Dazu brauchen wir aber eines: Wir müssen Vera die Gewißheit zu verschaffen, ob in ihrem Wir trauen in uns selbst haben. Schwach wird fungsbereiche der Bedarf nach Herausgabe eines derjenige, der das Vertrauen zu sich verloren hat. derartigen Organes tatsächlich vorhanden ist. anzubilden. Die Sozialdemokratin" ist nach der Die Sozialdemokratin" ist einmal monatlich, und zwar gleichzeitig mit dem Mitteilungsblatte der Partei, herauszugeben, und zwar im Umfange von 16 Seiten. Wir haben viele Aufgaben vor uns: Gleichstellung der Frau in der Wirtschaft. Gleichberech tigung im politischen und wirtschaftlichen Leben, nach dem Grundsatze, gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Wir sind nicht leichgestellt im Eheleben, man spricht von einem Vaterrecht, aber nicht von einem Gattenrecht; wir verlangen eine gefeßliche Regelung der Verhältnisse der unehelichen Kinder, in modernes Jugendrecht, Fürsorgegeete und vieles andere. Begründung: Das Frauenreichskomitee hat sich schon seit längerer Zeit mit der Frage beschäftigt, ob es nicht notwendig wäre, eine Alenderung in der Erscheinungsweise der Sozialdemokratin" Plat greifen zu laſſen. Die 14tägige Herausgabe der ,, Sozialdemokratin" hat sich praktisch nicht bewährt. Genofsinnen, wir stehen wieder vor Wahlen. Es hat sich vielmehr die Praxis herausgebildet, daß Vielleicht im Oktober werden wir wieder zur beide in einen Monate erscheinenden Nummern Wahlurue gerufen werden. Möchten wir doch aus gleichzeitig herausgegeben werden. Wir treten also dem herrlichen Beispiel Desterreichs lernen. Dieser für das einmal erscheinende Blatt ein, deshalb, Sica ließ erkennen, daß die Frauen in der Mehrweil dadurch administrative und manipulative Erzahl sozialistisch gewählt habent, daß die Frauen sparnisse zu verzeichnen sein werden, aber vornehm Desterreichs nicht nur politisch frei sind, lich deshalb, weil dadurch eine redaktionelle Ausgeondern auch politisch reif sind. Das ist staltung unseres Plattes comöglicht wird. Bei dieser die Lehre für uns: durch die politische Freiheit Gelegenheit begrüßt die Frauenreichskonferens, die zur politischen Reise zu gelangen. Wir werden don Standpunkte des Frauenreichskomitees vollin. alle Kräfte in den Dienst der Sache stellen. Legen haltlich beipflichtet, mit Freuden die Anregung des wir überall ab die unberechtigte Mutlosigkeit, wer Parteivorstandes, das Abonnement für die„ Sozial den wir unerschrocken und selbstbewußt, hämmern demokratin" gleichzeitig mit dem Abonnement für wir allen Frauen die Lehre des Sozialismus ein, das„ Mitteilungsblatt" einheitlich durch Abzug von rufen wir ihnen zu, reiht Euch ein in die Reihen den Mitgliedsbeiträgen einzuheben. Es wird da der Stampforganisationen unserer Partei, lehnet durch die Möglichkeit gegeben, daß allen Frauen überall die bürgerlichen Parteien ab, die ein Stüt die Sozialdemokratin" zugestellt wird, was visher punft des Kapitalismus sind, der uns überall das Liebste raubt, uns vorzeitig zu Greifinnen vielfach nicht gehandhabt wurde. macht, der verfucht, uns in feine Fangarme zu Da die Mitgliederzahl des Parteivorstandes verstriden. Meit Daut sprechen wir es immer früher Erefutive) vermehrt wird, beantragt die wieder aus, daß sich bis heute feine Partei so um Konferenz, auch die Zahl der weiblichen Vertreter die Rechte der Frau gefümmert hat, wie die sovon eins auf zwei und die Zahl der Parteiver- zialdemokratische Partei. Sie war die einzige tretung von vier auf fünf zu erhöhen. Führerin zur Erlangung unferer politischen Rechte, Die Frauenkonferenz stellt an den Parteitag und ihr allein, der Sozialdemokratic, fällt auch das Ersuchen, im Organisationsstatur der Partei weiter die Führerrolle u zur weiteren Befreiung das Wort„ Frauenfektion" durch das Wort ,, Frauen. des Proletariats, zur Befreiung auch der Frau gruppe" zu ersetzen. aus der wirtschaftlichen und politischen Knecht Schaft. Wir lehnen ab die nationalen und klerifalen Parteien, die die Stüken der Reaktion ſind, des Sapitalismus, des Klerikalismus und des Milis tarismus, und stellen uns kampfentschlossen auf die Seite der sozialdemokratischen Arbeiter, mit denen gemeinsam wir unser herrliches Ideal, den Sozialismus verwirklichen wollen.( Starker BeiDas politische Referat Genoffin Klier- Komotau lenkt die Auf- erstattete Genoffin Stirpal. Sie zeigt auf, wie die merksamkeit der Konferenz auf das Problem der verschiedenen Wahlergebnisse seit dem Umstur; erit Gewinnung der Frauen des Landproletariates. das große politische Interesse der Frau und dann Die Lage des Landprofetariates hat sich in den dessen Zurückgeben bewiesen. Viele hatten eben letzten Monaten ungeheuer verschlechtert. Troß geglaubt, mit der Abgabe des Stimm; ertels schon dem fönne man nicht sagen, daß uns die Herzen ihre Pflicht erfüllt zu haben und wurden entSarraut spielt Mussolini. der Landproletarier fremder geworden sind. Es täuscht, als die Erfolge sich naturgemäß nicht so fall.) Paris, 6. Mai.( Savas.) Die Polizei von wäre gewiß möglich das Landproletariat restlos zu rasch einstellten, wie sie erwartet hatten. Die wirtToulon nahm gestern eine Reihe von Haussuchun erfassen, wenn sich dem nicht die trostlosen wirtschaftliche Not, die immer schärfer eineßte, trieb gen bei Stommunisten vor. Auch das Büro der schaftlichen Verhältnisse unter den Landarbeitern die Frauen, anstatt sie in Stampfe zusammen zu Lommunistischen Partei wurde durchsucht. Die hemmend entgegenstellen würden. Das deutsche schweißen, in die Arme der Gegner. Nun, da die Ergebnisse der Nachforschungen waren nicht sehr Landproletariat wird durch die Bodenreform im- bürgerlichen Parteien in unbeschränkter Herrschaft bedeutend. Die Vernehmung der beiden unter mer mehr verdrängt. Auch im Gebirge fann find, werden die Schläge gegen das Proletariat dem Verdachte der Spionage im Artillerieparf unsere Partei namhafte Erfolge verzeichnen. Sie immer furchtbarer und gerade die proletarischen verhafteten Kommunisten durch den Unter stimme der Genossin Blatny bei, wenn sie sagte, Frauen sind es, die am schwersten unter den Unterſtimme Frauenreichsfomitee am Grabe Josef fuchungsrichter in Paris hat nichts wesentlich daß wir zunächst die großen Massen des Industrie- Auswirkungen der Wirtschaftskrise, der Teuerung Seligers einen Strauß roter Nelken Neues ergeben. proletariats erobern müssen. Denn ist uns dies und unter dem Abbau der sozialpolitischen Er- niedergelegt hat. Zweiter Verhandlungstag. Donnerstag um halb 10 Uhr vormittags wurden die Verhandlungen wieder aufgenommen. Genoffin Blatuh teilt mit, daß das Bette& In der Debatte att bem Referate der Genojjin Sirpal sprach als erste Rednerin Genoffin& inzel, Graslih. Sie beschäftigt sich zunächst mit den Erfolgen unserer Arbeit in Staat und Gemeinde. Die gegenwärtige Zeit erfordere es, daß sich die Frauen doppelt gegen die Schulpläne der Klerifalen rüsten. Unserem Nachwuchs müssen wir als Mütter den Saß gegen den Militarismus und gegen die bestehende Gesellschaftsordnung einhämmern. In jede winzige Arbeiterstube müssen wir Aufklärung tragen. Genossin Jok, Troppau, macht auf die Auf gaben der Frauen bei den kommenden Gemeindewahlen aufmerksam und betont die Bedeutung eines starken Einflusses der Sozialdemokratic in den Gemeindevertretungen, worauf sie sich mit den fonfessionellen Schulen und der flerikalen Reattion auf dem Gebiete der Erziehung befaßt. Sie fordert schließlich die proletarischen Frauen auf, nicht nur in den Gemeindewahlkampf einzugreifen, sondern auch geeignete Genossinnen in die Vertretungsförper zu entfenden. Die Aufgabe der Frauen muß es sein, den Vormarsch in die Gemeindeſturben vorzubereiten, denn ist es den Frauen erst einmal gelungen, den ihnen gebührenden Einfluß in den Gemeindevertretungen zu er ringen, dann wird es auch möglich sein, dem Staat eine soziale Gefeßgebung abzuzwingen.( Beifall.) Genossin Neumann, Reichenberg, befaßt sich mit der sozialpolitischen Gesetzgebung im all gemeinen, mit dem Sozialversicherungsgesetz im besonderen, dessen Mängel für die Frauen sie aufgelgt. Der Kampf der Frauen muß auch der Erhaltung und dem Ausbau des Arbeiterschußes gelten. Die Verteidigung der sozialpolitischen Gr rungenschaften wird nicht leicht sein; Partei und Gewerkschaft müssen diesen Kampf gemeinsam führen. Genoffin Franzel, Prag: Die Politik der bürgerlichen Parteien habe die besten Voraus setzungen für unsere Agitation geschaffen. Sic wünscht eine intensive Bildungsarbeit zur Heranbildung eines guten Stabes von Funktionärinnen und wendet sich sodann der Gewinnung religiös fühlender Frauen zu. Nach wie vor müssen wir nurf dem Grundsay Religion ist Privatsache" be= harren. Die österreichischen Genossen haben den Wahlsieg nicht dadurch errungen, daß sie mit den Frauen über die Religion gestritten, sondern durch ihre positive Arbeit in den Gemeinden, vor allem in Wien. Sodann hielt Genossin Kirpal ein furzes Schlußwort, in welchem sie die Notwendigkeit der Verwendung der Erfolge der roten Gemeindeverwaltung von Wien zur Agitation bei den kommen den Gemeindewahlen betonte und die von der Genoffin Neuma in zugefagie Unterstützung der Gewerkschaften im Kampfe um die Forderungen der Frauen begrüßte. ** Die politische und wirtschaftliche Entschließung. Nach dem Schlußwort der Genoffin Stirpal nahm die Konferens einstimmig folgende Entschließung an: Die Reichstonferenz der deutschen sozialdomo fratischen Frauen erhebt laute Anflage gegen die umjoziale, undemokratische und auf allen Gebieten volksfeindliche Politik der bürgerlichen Regierungsmehrheit dieses Staates. Das weibliche Proletariat ist das schwerstgetroffene Opfer dieser kapitalistischen Verschwörung gegen das arbeitende Volk. Die im Gefolge der bürgerlich- agrarischen Zoll umb Steuerpolitik einherziehende Tenerungswelle überflutet Millionen von Arbeiterfamilien mit Not Die grinsende Graße. Roman von Victor Hugo. 43 Aus dem Französischen übersetzt von Eva Schuman11 11. und Entbehrung. Mit schwersten Kummer der proletarischen Hausmutter, mit Sicchtum und Ent. behrung der Kinder und der Heranwachsenden Jugend der Arbeiterklasse müssen die Milliardenprofite der Besitzklassen bezahlt werden, die die Früchte ihres lesten Wahlsieges einheimisen. Die Pflichtvergessenheit Zehntausender proletarischer Wählerinnen, die am 15. November 1925 leichtgläubig, auf bürgerliche Wahlversprechungen ver trauend, ihren geschworenen Todfeinden zur Wahl verholfen haben, rächt sich furchtbar an ihnen selbst und an der ganzen arbeitenden Bevölkerung. Dic ser verhängnisvolle Wahlirrtum muß vor allem im Interesse der Arbeiterfrauen und des Arbeiternach wuchses schon boi nächster Gelegenheit gründlich be. reinigt werden. Um so eher ist die Niederringung der agrarischflerifalen Vorherrschaft im Staate notwendig, als ste neben ihrer wirtschaftlichen Aushungerungspolitik auch den Abbau der sozialen Gesetzgebung anstrebt und auf Kosten der Volksfürsorge und der Volksgesundheit den Militarismus mit verschwen. derischer Freigebigkeit großzüchtet. Bei den Regiemmgeparteien ist nicht die Spur eines Willens gu sehen, die unerträgliche Benachteiligung der Frauen in der bisherigen Gesetzgebung zu beseitigen, ja man will dem bisherigen Unrecht neues Unrecht hinzu fügen. Statt daß bei der geplanten Novellieming der Sozialversicherung der Rennenraub an den Lebensgefährtinnen aufgeheben und die Ansprüche der Arbeiterwitiven in vollem Umfange anerkannt würden, plant man eine weitere Verschlechterung, beabsichtigt man die Bedürftigsten, Sausgchfinnen und Lehrlinge, aus der Sozialversicherung auszuscheiden und die fargen Reste der Selbstverwaltung aufzuheben. Dies: Absicht muß durch den cin mütigen Widerstand der arbeitenden Klassen ver. citelt werden. Dieselben Parteien, die der Ge. bärerin die bescheidenste Hilfe verweigern und selbst bas neugeborene Kind der bittersten Not ausliefern wollen, haben Milliarden für Rüftungszwede und Militärforderungen bewilligt. Sie haben sich demt Diktat der Generale gebeugt und zugestimmt, daß die Söhne des Volkes weiterhin volle 18 Monate in die Kasernen gepreßt und dort zu Kanonenfutter gedrillt werden. Diese Gesellschaftsordnung, die fein Geld für das feimende und werdende Leben, fein Geld für Mutterschutz und Altersfürsorge hat, vergendet sinnlos des Volksvermögen für die Mordkultur des Militarismus! Samstag, 7. Mai 1927. der Sozialversicherungsinstitute durch die Versicher. 1Wir werden uns mit dem§ 144 sehr bald und ten, Ausgestaltung der Sozialversicherung durch sehr energisch beschäftigen müffen. Größtes Augen volle Gleichstellung der Lebensgefährtin, obligato- mert ist von uns auch einer entsprechenden Wohn rische Zuweisung der Alters- und Witwenrente politik zuzuwenden. ohne Rücksicht auf den Grund der Invalidität, Die Fürsorgetätigkeit darf nicht private bür Einbeziehung der land. und forstwirtschaftlichen gerliche Wohltätigkeit bleiben, sondern muß öffent. Arbeiter in die Unfallversicherung, Ausgestaltung liches Hilfswert sein. Die Verwaltung der Wais des Mutterschutzes, Zuerkennung einer entsprechen fenhäuser und Säuglingsheime muß der klerikalen den Zuavendung für die einen eigenen Hausstand Führung entrissen werden, weltliche Pfleger find gründenden Frauen, entsprechende Versorgung der die Voraussetzung wirklich entsprechender Hilfs in die Sozialversicherung nicht einbezogenen Pertätigkeit. Denn an diesen Stellen beginnt der Sce sonen. lenfang durch die Selerifalen. Uns ruft man zu, 2. Unbedingte Aufrechterhaltung des Mieter vir mögen die Fürsorgearbeit nicht politisieren, schutzes und Wiedereinführung der Bauförderung, aber gerade auf bürgerlicher Seite ist doch von der angeblichen Neutralität nichts zu spüren( wofür sowie der Ausschließung von Delogierungen. 3. Vollständige Gleichstellung der Frau mit die Rednerin einige Beispiele anführte). Unsere dem Manne im Recht und im Wirtschaftsleben, Aufgabe ist es, überall nach der Führung in den gleider Lohn für gleiche Leistung, Abschaffung des Gruppen zu trachten, um so mehr als man auf Gebärzwanges, fortschrittliche Ausgestaltung under anderen Seite bestrebt ist, unseren Einfluß feres veralteten Ghe- und Familienrechtes, Schafftematisch auszuschalten. Mit der Fürsorge für die Kinder müssen wir bei der Mutter beginnen. fung eines modernen Jugendstrafrechtes in Ber. Darum fordern wir Ausbau der Mutterschaftsver bindung mit einem umfassenden Jugendfürsorgesicherung, der Stillprämie, der Stillfrippen und gefehe. der Kleinkinderbewahranstalten. Wir verlangen, 4. Rascheste Beseitigung der Lebensmittelzölle, Abbau der Industriezölle und Verbrauchssteuern, aber auch Fürsorge für die schulpflichtigen Kinder, Bekämpfung des Wuchers durch behördliche Organe auch für die Jugendlichen bis zu 18 Jahren. Schr Freiluftschulen und Hilfsschulen, Ferienfürsorge wichtig ist, daß unter Mitwirkung örtlider Frauenausschüiffe, auch für die 393 vie Arbeiterstauen den ArbeiterSteuerentlastung der arbeitenden Schichten und sportvereinen größere Aufmerksamkeit schenken rüdsich: slose Heranziehung der fapitalistischen Besit und ihnen die Kinder zuführen. Denn das Pro Klassen zur Beitragsleistung für den öffentlichen letariat braucht förperlich und geistig gesunde Saushalt, arbeinschaffende Wirtschaftspolitik statt Menschen. Unser Ziel geht ja nad Umgestaltung Militär- und Rüstungspolitik. der Gesellschaftsordnung. Wir wollen eine neue Für diese lebenswichtigen Forderungen ruft die Welt bauen und dazu brauchen wir neue MenFrauenreichskonferen; die profetarischen Frauen chen. Dazu brauchen wir aber auch eine und Mädchen dieses Landes zum organisatorischen Schulreform. Was bei uns an Anfäßen dazu Zusammenschluß und zum Kampfe auf. Für ihre vorhanden ist, versuchen uns die Klerikalen wic Verwirklichung wollen wir in den Reihen der der zu nehmen. Gelingt es uns, den Einfluß der Deusschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei mit- Sirche von der Schule fernzuhalten, dann haben fämpfen. wir viel erreicht. Wir müssen daran arbeiten, daß Ueber die Grenzen unferes Staates hinaus unsere Jugend nicht fapitalistisch, sondern soziali schließen wir uns dem internationalen Stampfe für stisch erzogen wird, das heißt vor allem zur Solidie Sicherung der Frauenrechte und des Menschen- darität und zum Selbstbewußtsein. Durch den rechtes aller Schaffendem in einer internationalen Verein der Kinderfreunde" sind wir diesem Ziele sozialistischen Gesellschaftsordnung freudig an. Wir schon etwas näher gekommen. Es ist jetzt unsere begrüßen die Einrichtnug eines internationalen Pflicht, Kinderfreunde Gruppen innerhalb der sozialistischen Frauenfemites und werden es bei der Frauenorganisationen zu schaffen. Die Referentin Erfüllung feiner großen Befreiungsmission nach wendet sich schließlich energisch und ausführlich besten Kräften unterstützen. unter dem Beifall der Konferenz gegen den bürger. lichen Muttertag Schwindel und richtet an die sozialdemokratischen Frauen den Appell, die Ueber soziale Fürsorge und sozialistische Aufgaben, die uns gestellt sind, mit aller ZäbigErziehung Burod- Schaffer, feit und Leidenschaft zu vollbringen, die Arbei terinnen mit Klassenbewußtsein zu erfüllen und das gemeinsame Ziel nie aus den Augen zu ber lieren. In der Debatte über dieses Referat sprach als erste Rednerin mit besonderer Ausführlichkeit Genossin Deutsch, die folgende Gedanken entwickelte: Angesichts dieser Vorbereitungen zu neuen frie gerischen Blutorgien muß der leidenschaftliche Widerstand der arbeitenden Frauen erwachen, die referierte Genossin ihre Gatten und Söhne wieder der unerfärtlichen Furie Hinopfern sollen. Ihr auflodernder 3orn die unter anderem sagte: muß vor allem jene Parteien treffen, die unter dem Deckmantel des Christentums die Religiosität Das Bürgertum weiß vom Leben der Arbeider proletarischen Frauen und Mädchen mißbrau, terschaft nichts und will es auch gar nicht verstehen chen, um sie als Werkzeug ihrer volksverderberi- lernen. Der Arbeiter ist ihm eben der Mensch, schen Politif zu gewinnen. Die Reichskonferenz der der dazu da ist, den Reichtum zu schaffen und für sozialdemokratischen Frauen ruft die an dem Auf- dessen Arbeit soviel zu bezahlen ist, daß er notdürf Wir haben mit der Arbeiterfürsorge ein neues bau der Sozialpolitik und der Erhaltung des Fric. tig leben kann und daß er Nachkommen zeugt, Arbeitsgebiet vor uns, aber durchaus keine neue dens in erster Reihe interessierten Arbeiterfrauen damit der Kapitalismus genügend Arbeitskräfte Sache. Arbeiterfürsorge, das heißt Arbeiterwohl. und mädchen auf, im ganzen Lande und in jedem hat. Um nun doch nach außen hin zu zeigen, daß fahrt. Sie liegt ganz in der Entwicklung der ArOrte den schonungslosesten Abrechnungskampf mit man doch für das Proletariat eivas tut, betätigt beiterbewegung und ist im besten Sinne soziale ben bürgerlichen Zolldeutschen und Militärchriften man sich in Fürsorgeaktionen und dieses bißchen Erziehungsarbeit. In der bürgerlichen Gesell vorzubereiten, zu dem uns die bevorstehenden Ge. Arbeit, das vom Bürgertum geleistet wird, wird schaft heißt Wohlfahrtspflege soviel wie Wohlmeindewahlen die erste große Gelegenheit bieten wissen, daß wir alles andere haben, nur nicht das spricht der Ethik des Christentums und dem Saße, meindewahlen die erste große Gelegenheit bieten nach allen Regeln der Kunst aufgemacht. Wir tätigkeit. Die bürgerliche Wohlfahrtspflege entDie Konferenz der deutschen sozialdemokrati ahrhundert des Kindes". Tas Kind daß Wohltun Zinsen träat. Während diese Wohl des Arbeiters hat kein Anrecht, Kind zu sein, die fahrtspflege eine moralische Befriedigung auslöst, schen Frauen erneuert an dieser Stelle die sozialen Kindheit zu erleben, hat kein Anrecht auf ordent erweckt sie auf der anderen Seite ein bedrückendes und rechtlichen Forderungen des weiblichen Brole- liche Erziehung, förperliche und geistige Entvid Dankbarkeitsgefühl, und weil der Arbeiter dies tariats, deren Durchfessung das Ziel unserer näch lung. Das ist der Grund, weshalb wir eine Re- fühlt, besteht in Arbeiterfreisen eine gewisse Ab ſten Bemühungen und Kämpfe sein muß. Wir gelung der Geburten wollen. Nach der Statistit neiaung gegen jede Art solcher Fürsorge. Durch fordern insbesondere: sind im Jahre 1924 in unserem Staate von die Fürsorgearbeit, die wir leisten wollen, wollen 363.000 lebend geborenen Kindern 215.711 und wir den Begriff der Wohltätigkeit ausmerzen und im Jahre 1925 von 356.000 Tebend geborenen dafür nach und nach die Fürsorgepflicht der Ges Stindern 225.000 gestorben. 11eber die Hälfte sellschaft feßen. Fürsorge ist lebendige Arbeit der Kinder wird also vom Tod weggerafft. und Arbeit an lebendigen Menschen. Die Auswerden. 1. Systematischen Ausbau der sozialen Gefeß gebung, Gleichstellung und Schutz der ehelichen und der unehelichen Mutter, des chelichen und des uncherichen Kindes, uneingeschränkte Selbstverwaltung am Tage ein paar Stunden. Dann lag sie auf Abend voller Lockung und Bangen dachte er an dem Bärenfell, und wenn Gwynplaine nicht da Dea wie ein Mann an eine Frau denkt. Er machte war, beugte sich wohl Ursus leise über sie und es sich zum Vorwurf es war eine Erniedrilegte sein Ohr an ihre Brust; er horchte eine gung. Das dumpfdrängende Fordern des Gatten Weile, und wenn er sich wieder aufrichteic, mur- erwachte in ihm süße, gebieterische Ungeduld. melte er dann: Sie fann feinen Stoß verira- Er überschritt die unsichtbare Grenze- diesseits gen. Jeder Sprung in diesem Gefäß würde sich steht die Jungfrau, jenseits das Weib. So rein rasch erweitern." auch der Jüngling von Liebe träumt schließ lich verdichtet sich das Sinnliche und stellt sich zwischen seinen Traum und ihn. Der unbekenn bare Wille der Natur, hält seinen Einzug im Bewußtsein. Gwynplaine gegenüber blieb er verschlossen, Die Zuschauer strömten immer weiter zum und auch Gwynplaine machie feinerlei Anspie- besiegten Chaos". Der Erfolg der grinsenden lung auf Tom- Jim- Jad. Frazze schien unerschöpflich. Alle Welt kam herIhn, der ganz in Dea versunken war, füm bei; es war nicht mehr nur Southwart, es war merte es im Grunde sehr wenig, ob Toni- Jim- schon ein wenig London mit darunter. Das PubliJack da war oder nicht. fum bekam eine andere Zusammensetzung; das Immer stärkeres Vergessen war über ihn waren nicht bloß Fuhrleute und Matrosen. Nach gekommen. Dea ahnte nicht einmal, daß es Ansicht des Meister Nicleß, der sich aufs gemeine zündenden Ruß. den nichts ungeschehen macht, irgendeine Erschütterung gegeben hatte. Und zu- Volk verstand, fanden sich unter der Menge auch gleich hörte man auch nichts mehr von Ränken Herren und Adlige ein, verkleidet als einfache und Klagen wider die„ grinsende Frave". Der Männer. Es ist eine der Belustigungen hoher Haß schien sich gelegt zu haben. Alles hatte sich Herrschaften, sich zu verkleiden, und diese war beruhigt in der Green- Bor und um die Green- damals sehr im Schwange. Daß sich die AristoBox. Das Schicksal schenfi uns manchmal solch fratie unter die Menge mischte, war ein gutes jäbe, heitere Ruhe. Givyuplaines und Deas Zeichen. Und in der Tat: in ganz London war Glückseligkeit erstrahlte ohne den leifesten Schat- von nichts anderm die Rede als von der„ grinten. Allmählich hatte sie jenen Bunft erreicht, wo fenden Fraße". Man sprach fogar im Mohatlub es ein Mehr nicht mehr gibt. Sie lebten fürein davon, wo die jungen Lords verlehrten. ander, ineinander in immer innigerem Versuntensein. In der Green- Box ahnten sie nichts von allebem; sie begnügten sich damit, glücklich zu Uvsus beobachtete diese Liebe wie ein Arzt sein. seine Stranfen. Uebrigens hatte er, was man da Eines Abends streifte Gwyuplaine, wie so mals den hippokratischen Blick" nannte. Er fab oft mit einem Herzen übervoll von Glück, in der die blasse, zarte Dea mit seinen scharfen Augen Nähe der Green- Box in den Wiesen umher. Die an und brummte: ,, Gut, daß sie glücklich ist!" Nacht war schwarz und durchsichtig und sternen Nacht war schwarz und durchsichtig und sternenEin andermal fagte er: Sie ist glücklich, und das hell. Der ganze Jahrmarktplatz war verlassen, tommt ihrer Gesundheit zugute." und in den Buden des Tarrinzeaufeldes herrschten Schlummer und Vergessen. Er nickte vor sich hin, und manchmal las er aufmerksam in einem alten Buch die Stelle über Herzbeschwerden" nach. Ein einzines Licht war noch nicht erloschen: es war die Laterne des Tadcaster- Hofes, die auf Dea ermüdete leicht und lit an Schweiß- Gwynplaines Rückkehr wartete. absonderung und plötzlichem Ermatten; wie wir Gwynplaine dachte an Dea. Woran hätte er hon berichtet haben, schlief sie regelmäßig auch sonst gedacht? Aber an diesem sonderbar bewegten Dea, nach Dea als der andern Hälfte eines Man nes, nach einer Dea, die Fleisch und Flamme var, nach Dea mit bloßen Brüsten. Die Liebe Gwynplaines zu Dea wurde zur Liebe des Gatten. Jungfräuliche Liebe ist nur ein Uebergang. Der Augenblic war gekommen. Gavynplaine mußte diese Frau besitzen. Er mußte eine Frau besitzen. Der dunkle Ruf der Natur war unwiderſtehlich. Glücklicherweise gab es für Gwynplaine feine andre Frau als Dea. Die einzige, die er begehrte. Die einzige, die ihn begehren konnte. Gwynplaine durchlebte jenen gewaltigen Schauer den Lebensruf des Unendlichen. Es kommt dahin, daß die Liebe mit Paradiesesunschuld übersättigt ist; sie verlangt nach fiebernder Haut und bewegtem Leben, nach dem Alles steigerte sich noch durch den Frühling. nach gelöſtem waar und zielvoller Umarmung. Gwynplaine atmete die namenlosen Ausströmun Das Aetherische ist im Wege. Zuviel Himmel in gen des Sternendunkels. Der Duft des treibender Liebe ist wie zuviel Brennstoff im Feuer; die deur Saftes umschiebte ihn berauschend, ferne Flamme leidet darunter. Dea als Frau, die man nächtliche Blumen taten sich auf, in den kleinen nehmen kann und nehmen wird jenes berau- versteckten Vogelnestern hatte er Mitschuldige, schende Sichfinden, das in zwei Menschenwesen Seufzer entstiegen den Dingen, Wasser und Laub das Ungefannte der Schöpfung eins werden läßt raunten und rauschten, fühle und laue Luft, solche füßen Schreckbilder tauchten auf vor das ganze geheimnisvolle Erwachen des Früh bem leidenschaftdurchbebten Gwynplaine. Eine jahrs ringsum war das gewaltige Geschlecht allerFrau! Er vernahm in seinem Innern den mäch- orten, mit leisen Stimmen zur Wollust lockend igen Schrei der Natur. Bis jetzt war Dea in ein betörender Mahnruf, der die Seele stammeln Gwynplaines Träumereien über alle fleischliche machte. Lust erhaben gewesen. Aber Dea stand unter dem Wer Gwynplaine gesehen hätte, hätte wohl Gesetz wie jede andre, und trotzdem er es sich gedacht: da geht ein Betrunkener. Er schwankie nicht eingestehen mochte, empfand Gwynplaine beinah unter der Last seines Herzens, des Frithden unklaren Willen, daß sie sich diesem Gesetz lings und der Nacht. unterwerfe. unterwverse. Eine unerhörte Vorstellung: Dea Mit langsamen Schritten, gesenkten Kopfes, nicht nur als Gegenstand der Verzückung, Dea die Hände auf dem Rücken verschränkt, ging er als ein Gegenstand der Wollust. Deas Kopf in dahin. den Kissen. Er schämte sich der Uebergriffe seiner Phantasie, er widerstand den andrängenden Gedanken, er wandte sich ab; und er kehrte zu ihnen zurück. Ihm war, als verginge er gegen das Schangefühl. Irgend etwas in Gwynplaine schric nach Plöblich fühlte er, wie etwas zwischen seine lässig geöffneten Finger glitt. Rasch drehte er sich um. In der Hand hielt er ein Papier, vor ihm stand ein Mann. ( Fortsetzung folgt.) Samstag, 7. Mai 1927. führungen eines einzelnen Fürsorgelverkes darf I nicht die Erledigung eines Attes sein, wie es heute Appell an die Frauen des arbeitenden Volkes! dient. Wir setzen dem entgegen, daß wir auf letarierinnen der Tuberkulose, müssen Eure Kin der, die zu gebären Euch 31var der Kerkerparagraph 144 zwingt, die zu ernähren, die bürgerliche Ges sellschaft aber Euch überläßt, in Höhlen und Bret terbuden aufwachsen. Seite 5. Telephonanruf Parteitag in Teplit- Schönau 50 ift. Natürlich wird den einzelnen die Betreibung der heutigen Wohlfahrtspflege sehr schwer werden, denn auch die Ausgestaltung der Wohlfahrtspflege Die Frauenreichskonferenz fand mit folist nichts anderes als eine Machtfrage. Uus fehlt gendem Appell an die arbeitenden Frauen in diefent Staate der Begriff einer staatlichen machtvollen Ausklang zum Kampje: Wohlfahrtspflege. Der Begriff der Jugendfür- Seit Monaten lastet auf Euch schwere wirt forge mit feinem halbamtlichen Charafier ist schaftliche Not; die Verteuerung der Lebensmittel, typisch für unsere Verhältnisse. Sie liegt nur in Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit in den meisten Wollt Ihr den Fabrifanten und Bankiers den Händen des Bürgertums. Sie haben gesehen, Industriezweigen, erhöhter Steuerbrud und Man- auch noch die direkten Steuern abnehmen? Die welches Gesicht die bürgerliche Wohlfahrtspflege gel an sozialer Fürsorge bringen Hunger und bürgerliche Steuerreform vermindert die Be fen, daß der Muttertag nur politischen Zweden arbeitende Bolf, vor allem aber über die Frauen nissen angepaßtes steuerfreies Existenzminimum hat. Genoffin Kirpal hat bereits darauf verwie Krankheit, Elend und Verzweiflung über das Steuerung des großen Einkommens, zwingt aber die Arbeiter, denen fein den Teuerungsverhält der befißlosen Klaffe. einen solchen Schein, die Mütter zu ehren, ver Arbeiterfrauen! Ihr kennt die Ursachen dieser gewährt wird, sich die Steuern vom Lohne abziezichten, wir sehen der harten Wirklichkeit entgegen Berelendung: die Bürgerfoalition, in der die deut- hen zu laſſen. zichten, wir sehen der harten Wirklichkeit entgegen schen Agrarier, Chrifilichsozialen und Gewerbeparund sehen unsere Aufgabe darin, für Säuglingsteiler mit ihren schechischen Klaffengenossen beis Arbeiterfrauen, Ihr seid nicht wehrlos! pflege und Mieterschutz zu kämpfen. Unsere Für In jahrzehntelangen Kämpfen hat die Sozialforgetätigkeit wird unter den jeßigen Verhältnissen sammensitzen, hat durch die Zölle alle Gebrauchsstigung demokratie den Frauen die politische Gleichberech Alle Parteistellen und Organisationen die Bürgerregierung hat die seid heute, dank diesem nichts anderes fein fönnen als Mitarbeit. Es be indirekten Steuern erhöht, die Ihr bei jedem Eina Rampfe, im Vollbefiß der bürgerlichen Rechte. Anruf obengenannte Telephonnummer von den Bürgerlichen ins Schlepptau nehmen la- lauf zu entrichten habt, die Bürgerregierung hat üßt sie zu Eurem Vorteil und nicht zur Stär- aufzurufen. Andere Parteistellen in Teplitz ſent. Die Gefahr besteht deshalb, weil unsere Ge- durch ihre Zollpolitik die Grenzen gesperrt und fung Eurer ärgsten Feinde! Schönau find während des Parteitages nossen vielfach spät zu dieser Arbeit gekommen sind die Industriekrise heraufbeschworen. Folget dem Beispiel der arbeitenden Frauen nicht anzurufen. und glauben, daß die Bürgerlichen uns überlegen Wiens! In Wien allein sind mehr als hunderts tausend Frauen sozialdemokratisch organisiert; find. Das ist ein Trugschluß. Eine neue Gefahr 367.000 Frauen haben am 24. April sozialdemo- wahlvorschläge wurden einstimmig ange besteht darin, daß unsere Vertreter in der Für fratisch gewählt, nur 247.000 stimmten bür= jorge über dem Kleinen die große Idee übersehen. Wir müssen vor allem die bürgerlichen Parteien steht im sozialdemokratischen Lager, die Wiener Vorfämpferin des deutschböhmischen Proletariats, gerlich. Die große Mehrzahl der Frauen Wiens nommen und an den Parteitag weitergeleitet. Lebhaft begrüßt, ergriff nun die hochbetagte überwachen. Wir werden in der Fürsorgearbeit Arbeiterfrauen machen damit erst den Wohnungs- Genoffin Altmann, die jetzt in Samburg lebt flein anfangen und verlassen uns auf die Opferfreudigkeit unserer Genossen. bau, die Mütter und Rinderfürsorge im roten Genoffin Altmann, die jetzt in Hamburg lebt Wien möglich. und an der Konferen; als Gast teilnahm, das Wort. In langer Rede gab sie folgenden Gedanken Ausdruck: Ich freue mich, wenn ich auf der heutigen steht eine große Gefahr, daß sich unsere Genossen Die Arbeit der Frauen wird in der Fürsorgearbeit sicher größer sein als die der Männer. Wir glauben, daß sich in der Mehrzahl sich vielmehr 8000 Millionen Kronen an indirekten Steuern, 1700 Millionen Kronen für den Militarismus, 1500 Millionen Kronen an Mehrgewinn für die Taschen der Agrarier, 40 Millionen Kronen Kongrna zur Erhöhung der Löhne der Geistlichen, der Agitatoren der Christlichsozialen Partei, 1500 Millionen Kronen Umsatzsteuer müßt Ihr mit den sauerverdienten Lohnhellern an Steuern und Zöllen aufbringen. Wollt Ihr das ruhig ertragen? Wollt Ihr Arbeiterfrauen! Folget dem Beispiele Euerer Wiener Genosjinnen! Verjagt die Christlichsozialen, die Euch beloSVEN Frauen dieser Arbeit widmen werden. Wir wissen, warten, bis die Bürgerregierung ihre weiteren gen und betrogen haben, die maßloses Elend über Konferenz hörte, was unsere Frauen in den letzten baß wir mit unserer Fürsorgearbeit das soziale Pläne verwirklicht hat? Sie plant Elend unter feinen Umständen abschaffen können, aber wir fönnen mit unseren Fürsorgearbeiten Mitglieder der Partei schulen und neue Massen für den Klassentampf gewinnen. Wir erschließen hier ein Arbeitsgebiet, das auch die politisch unin reffierte Frau fesseln wird. Das ist die idealste Erziehungsarbeit für die Partei. die Verschlechterung der Sozialversicherung, den Abbau des Mieterschutes, die Ueberwälzung auch der direkten Steuern auf die Arbeiter. Euch gebracht haben, laßt Euch nicht einfangen von einer Varici, die sich chriftlich und sozial nennt, aber dem Bolle Hungerzölle und Wassenversicherung und den Mieterschutz rauben will. steuern beschert hat, die den Arbeitern die SozialJahren geleistet haben. Bei dieser Gelegenheit er innere ich mich lebhaft jener Zeit, da unsere Partei noch verfolgt und verschmäht war, gannen unsere Bewegung ins Leben zu rufen. Wir haben es als einen großen Sieg angesehen, Werbet für die Partei des arbeitenden Volles! als unsere Männer das Wahlrecht in die fünfte Wollt Ihr in Krankheit, in ArbeitsunfähigAgitiert für die Sozialdemokratie! Kurie errangen. Heute haben wir uns die Grundfeit, als Miten und Ernährer der Arbeiter Bessere Löhne, billige Lebensmittel, gesunde lage für neue Aufbauarbeit geschaffen. Das Fun In der Debatte sprach ferner Genoffin waisen, auf die paar heller angewiesen sein, die und billige Wohnungen, soziale Fürsorge für die dament ist fertig. Ihre Aufgabe ist es, GenosSchäfer: Als Partei haben wir den Fehler ge- Ihr an den Türen der Reichen erbettelt? Wenn Stranken und Schwachen, gesichertes Alter für finnen, auf dieſem Fundament, froß allen Wider macht, daß wir es uns zu lange überlegten, an die Sozialversicherung verschlechtert wird, bleibt jeden arbeitenden Menschen, ein menschenwürdigeständen, Siein für Stein weiterzubauen. Wenn auch der Fürsorgearbeit uns zu beteiligen, daß wir Euch der Bettelfach als einzige Silfe in der Not! Dasein vor allem für die arbeitende Frau, das heute die Reaktion Vorstöße wagt, der Klerikalis dem Bürgertum zu lange unsere Selassengenossen Wollt Ihr für Eure Elendsquartiere den will die Sozialdemokratic. mus die Krallen nach unseren Kindern ausstrect, überließen, dem Bürgertum, das Schuld daran zehnjachen Mietzins zahlen? Wenn der Mieter- Sie wird dieses Ziel umso cher erreichen, je so müssen wir troßdem und erst recht ausharren ist, daß es Fürsorgebedürftige überhaupt gibt. fchuß beseitigt wird, da verfallen zehntausend Pro-| stärker sie ist. ung den Kampf gegen unsere Gegner, vor allem gegen die Stlerifalen mit aller Schärfe führen. Das, was die Kirche an unseren Kindern heute verbricht, müssen wir durch eine sozialistische Erziehungsarbeit wieder gut machen. Unsere Kinder in sozialistischem Sinne zu erziehen, ist vornehm lich Aufgabe unserer Frauen. Mit Wehmut emp Cooooooooo finde ich heute die Spaltung unserer Bewegung. beiführen wird, sondern daß eine zwechmäßige syfte. Einer meiner sehnsüchtigsten Wünsche ist, daß es matische Durchführung der Fürsorgearbeit eine be mir gegönnt sein möge, noch den Zusammenschluß lebende Wirkung auf die politische Organisation aller Arbeiter zu einer einheitlichen Kampffront auszuüben vermag. Wir können nicht achtlos daran zu erleben. Wenn Sie, Genossinnen, alle Ihre vorübergehen, daß die Bürgerlichen Parteien die Kräfte auf dieses Ziel einstellen, dann wird es Fürfongearbeit faft ausschließlich als Lodmittel für uns gewiß nicht schwer fallen, den Sieg des So die Arbeiterschaft benügen. zialismus zu erringen.( Stürmischer Beifall.) Das Bürgertum treibt Fürsorge nicht zuletzt auch aus Furcht vor dem Parlament. Wir müssen den bürgerlichen Vertretern in den Fürsorgeför perschaften sagen, daß sie die Schuld an dem Elend tragen, dessen Erkenntnis die Bourgeofie durch Wohltun verhindern will. Die Rednerin erzählt grauenvolle Einzelfälle proletarischen Elends aus der Praxis. An der Spitze der Bezirksleitungen der Jugendfürsorge stehen Pfaffen, die doch nie Verständnis haben können für das Elend in der Familie. Unsere Mitarbeit ist notwendig, ganz besonders in der Landeskomission, denn unsere Mitarbeit gibt uns oft Gelegen heit, Arbeiterinteressen wahrzunehmen, die sonst unvertreten bleiben. Die Rednerin fordert schließ lich die Genoffinnen auf, an dem Vertretertag der Landeskommission in Teplitz am 14. und 15. Mai zahlreich sich zit beteiligen. Selbstverständlich darf unsere Fürsorgearbeit nicht zur Schmäle rung unserer politischen Arbeit führen, durch Fürsorgearbeit wird es uns natürlich nicht gelingen, das Elend zu beseitigen, wohl aber zu lindern. An Euch, Arbeiterfrauen liegt es, die Partei der Arbeiter zu stärken. Kommt in unsere Reihen! Sammelt Euch unter der roten Fahne der Sozialdemokratie! wenig mit unseren Jugendorganisatio, nen beschäftigt, deren sich überall ein älterer Genosse oder Genoffin besonders annehmen möge. Kühnel- Mies schildert die Schwierigkeiten unserer Arbeit in den Fürsorgeförperschaften und beiveist an vielen praftischen Beispielen, wie notwendig es ist, daß die sozialdemokratischen Frauen dieser Arbeit sich immer intensiver widmen. Nach dieser regent Debatte hielt Genofsin Schaffer ein furzes Schlußwort, in welchem sie vor allemt noch einmal die Nomvendigkeit unserer Mitarbeit in der öffentlichen Jugendfürsorge hervorhob. Die Konferenz nahm schließlich folgende Anträge an: Der Vorteivorstand wird ersucht, darauf zu bringen, daß bei allen Wahlen in die Vorstände der Sozialversicherungsinstitute, ins besondere der Krankenkassen, die weiblichen Mitglieder mehr als bisher berücksich tigt werden. * Die Frauenreichsfonferenz mocht es allen Ge. nossinnen zur Pflicht, die Beschlüsse der am 13. November 1926 in Bodenbach stattgefundenen Für. jorgekonferenz genau zu beachten und für deren Durchführung Sorge zu tragen. Die Betätigung Wir müssen uns viel mehr, als es bisher geschehen ist, in der Halboffiziellen Kinder- und Jugendfürsorge betätigen, wobei wir darauf zu achten. haben, daß die Einrichtungen diefer In stitutionen, so wie es unsere Bodenbacher Resolu tion for fagt, nicht nur vom sozialistischen Geist erfüllt, sondern auch in neutralem Geist geführt und jedweden politischen oder parteimäßigen Ein fluß entmidt werden. * Die erste Vorsitzende, Genossin Perthen, bringt dann der Konferen; jenen App: lf zur Kenntnis, den wir an anderer Stelle wiedergeben. Dann hält Genossin Perthen fräftig und überzeugend das Schlußwort: Wir sind am Ende unserer Tagung ange Jar Sinne des Abschnittes 5 dieser Resolution langt. Ich glaube, im Sinne der Konferenz zu werden wir aber auch bemüht sein, überall dort, sprechen, wenn ich den Teplitzer Genossinnen wo sich die Nouvendigkeit ergibt, an die Gründung für die Gastfreundschaft und für die Vorberei fozialdemokratischer Fürsorgevereine zu schreiten. spreche.( Beifall.) Es wird den Organiſationen zur Pflicht gemacht, ung unserer Konferenz den besten Dank aus auch dafür zu sorgen, daß mit der Führung dieser Organisationen vornehmlich Genossinnen betrant werden, die mit sonstiger Parteiarbeit nicht allzu sehr in Anspruch genommen sind. Die Ideen, die wir heute hier empfangen haben, wollen wir hinaustragen unter die großen Massen der proletarischen Frauen. 111sere Aufgabe muß es sein, die Arbeiterfrauen restlos durch unsere Partei zu erfassen. Jede Genoſſin muß heute von hier die Pflicht mit nach Hause nehmen, unermüdlich für unsere Bewegung zu arbeiten. Unverzagt und unerschütterlich müssen wir unsere Ideen verfechten. Je größer die Hindernitise unserer Arbeit sind, um so größer wird tanta: Dalibor. 3. toffini: Der Barbier von Sevilla. unser Lohn sein. Wir wissen, daß eine 4. Buccini: Tosca. 5. Brahms: Ungarifaer Tanz Nr. 5. 6. Gucif: Marfch. 16.45: sie Brag. 17: Wie Brag. 18.45: große Sache große Opfer erfordert, und wir Wie Trag. 19: Bortrag: Die Intensität der Pferdesucht in müssen bereit sein, diese Opfer zu bringen. Für die Mandatsprüfungs- und Wahlkommis auf dem Gebiete der Fürsorgearbeit wird vorfion erstattete Genoffin& in; 1- Grasliß den Be nehrlich Aufgabe der Frauen sein. Wir sind davon richt. An der Konferenz nahmen insgesamt 62 überzeugt, daß diese Betätigung feineswegs eine Delegierte und 30 Gäste, außer den VerBeeinträchtigung der politischen Organisation hertretern der einzelnen Körperschaften, teil. Die 12: Ronzert. 1. Dvořaf: Slawischer Tanz Nr. 16. 2. Eme Gartisch Karlsbad betont die Nomvendig feit einer fozialistischen Erziehung der Kinder durch die Wütter. Ueberall fann die Frau ersetzt werden, nur nicht als Mutter. Uns selber haftet noch manches an, das uns in traditio neller, nicht sozialistischer Erziehung beigebracht wurde. Von besonderer Bedeutung ist die Füh rung einer unserer sozialistischen Auffassung entsprechenden Ehe. Möglichst intime Beziehungen zwischen Eltern und Rindern sind notwendig. Das schverste Hindernis für unsere Frauenbewe gung ist das Minderwertigfeitsgefühl der Frauen, das wir in uns selber zu befämpfen haben. Erziehungsarbeit an den Kindern muß auch von den Männern geleistet werden, die diese Aufgabe nicht allein den Frauen überlassen dürfen. Knaben und Mädchen müssen ganz gleich erzogen werden. Rechtzeitige feruelle Aufklärung dieser Kinder muß der dummen Prüderie weichen. Klier- Komotau begrüßt die Richtlinien der Partei für die Fürsorgearbeit. Wer hilft, hat die Bedürftigen auf seiner Seite. Das ist die Trieb- Vras, 310. 10: Landwirtschaftlicher Rundfunk. 11: Nationaltheater. Dooraf: Slawische Tänze. 22: Wie Brag. Unsere Aufgabe ist es, die profetarischen Frauen fraft der bürgerlichen Wohltätigkeit, der wir austropolis.gd: gleber. 1. Emelana: auto meiner reimanarteit, 15.30: Mindermärchen, 16.178 Secuneral. zu dem Saß gegen unsere Feinde und unseren anderen Ideen heraus entgegenarbeiten seimat. 4. Jindrich: leber 5, Martinu: Casillon, 12.15; 17.15; Cabel: Bertalan, 18.25; eie efter mufit. 20.30: zur Liebe zu unserer Partei zu erRundfunt für Sandel und Gewerbe. 18.45: Borirag: Smut Tauaenichts". Bollostict von Bibor. 23: Langmufif. müssen. Die Bezirksjugendfürsorge muß bis an der Arbeiter im Gewerbe. 17: Nachmittagefonger. 18: Wien, 517. 10: Cho: fonzert. 11: Symphonicfonsert. ziehen. Wenn wir uns mit allen zur Verfügung die Aermsten der Armen, bis an die ärmsten euif de Senbung. Wetterbericht und Tagesneuigkeiten, Mendelssohn: Sommernachtstraum. Grica: Klavierfongeri hierauf: Fine Reichbria, Mitglied des deutschen an a- moll. Wolf: Italienische Serenade, Schumann: 1. Ehm ftehenden Kräften für diese Aufgaben einsetzen, Landproletarier heranreichen. Wir ſelber haben bestheniers, Bran: 1. Beethoven: i bie ofining, bonte, 16: Rammittagsfonzert. 15.05: Rammermusik. Gold; dann wird es uns nicht schwer fallen, den großen da ein Stück sozialistischer Arbeit zu leisten, wenn 2. Berdi: Arie aus" Der Mastenbali". 3. Gounod: Emud mart: Streichquartett bibur. Menbelefon: Streichquartett das auch nur ein fleines Stück ist. Ein Teil der 18.30: Bortrag. 18.45: Berichte über die 2. Pirbetter walzer aus„ Gault". Em Alavier: Napellmeister Singer.cs- dur. 10.15: Längs ber transsibirischen Eisenbahn. 20: Gedanken, dem wir alle dienen, zum Siege zu Parteigenossen hat die Wichtigkeit dieser Auf- Dymiade. 20.30: Konsert. 1 Dvorat: Slawische haplodie führen. So schließen mir unsere Tagung mit dem gabe noch nicht ganz erfaßt. An uns Frauen ficgt saman tonsert 4. Brabins: Abapfobie Nr. 1. 5. Brahms: es, diese Erkenntnis unter allen Genossen und Geber. 6. Suf: Un poco trifle. 7. Duuraf: 3 flamifaje Zane. Stampfruf: 21.30: Der Menim obne Seele". Luftspiel von Slabath. noffinnen zit verbreiten. 22: Reitfigual. Bente Ramrihten bes Presbürss, Ueberfim: ber Tagesercigniffe, Sportnachrichen. 22.15: Theaternach rimten. 22.20; Langmulit. Brünn 441. 8.30: Landwirlfmaftlicher Rundfunt. 9: Vortrag: Die Gefatte der Blindenfürfarge. 9.15: Rundfunk für Alle! Programm für morgen, Sonntag. Matinée. 1. Emetana: Nr. 2. 2. Dvoraf: Bieber. 3. Dooraf: Mittelfag aus bem ber Slowakei. 10.15: Die Tradition des Janosif. 19.30: 184. Budapest, 556. 9: Edönbeltspflege. 10: Sochamt. 12: Deutschland. Aönigsmusicrhausen, 1250. 9: lehertragung von Berlin, Moraenfeier. 11.30: Bormittagsunterhaltung. 12: Eunhengelaut. 15.30: armen. 16.30: Nammittagsfonger. 20.30; Bolfstimliches Orcheſterfonsert. 22.30: Tanamuff Breslan, 316. 10: Sanch. 11: Morgenfeier. 14.30: Mätfeifunf. 15: Minderitunde, 16.50; 3ugbaulfpiel. 17.45: Sither skonsert. 19: Simmelsbeobachtungen im Wai. 19.35: Blid in die geil. 20.15: Bollstümliches Konsert. 22.15: Frankfurt, 120. 8: Morgenfeier. 11.30: Elternftunbe. 12: Geiftliche Wufif. 15: Jugenoſtunde. 16.30: Borfampt. 17.30: 281e Reipzig. 19: Uebertragung aus dem Opernhaus: Tanamufif. Glebe der Troß, Es lebe die Kraft, Glebe die internationalc, böl= terbefreiende Sozialdemo= fratic! Nach stürmischem Beifall erhebt sich die conferenz, die mit dem Lied der Arbeit Wenzel- Warnsdorf wünscht energische antiflerifale Erziehung der Proletarierfinder. Der Anfang muß schon bei Sleinigkeiten gemacht werranendäre. 1. Emelana; Wein Eterit. 2. Dvoraf: 3 Chäre. den: statt„ Grüß Gott"-" Freund. Smetana: Bolfa four factfmes Boffalieb. Stefa: Sierrmen 6. veller: Tarantella. 7. Mährifces fchaft"! Bolfslieb. 8. Janacek: Nocturno. 10: Wie Braa. 11: on Raita- Brüg wendet sich gleichfalls gegen die oben annen. Duetture. 2. Bend: Biocu Biener Blut", Operette ban Strauk, Jass Band, mermelobien. 3.@metana: Talibor. 4. Novaf: Lieber. Samburg, 395. 9.15: Morgenfeier. 11.30: Blaßmufit Auslieferung unserer Jugend an flerifale Für Dvorat: Abagin aus der. Shipbonie. 6. Dvoraf: 12.30: Dr. Sunt, der Ingenieur. 13.05: Sonntagskonzert forge- und Erziehungsarbeit. Gerade unsere Demenbunnie a od: 13.45: Unterhaltungsfondert. 14.30: Emam. 15.30: Sunt ihren Abschluß fand. Deutsche Sendung. Nova Konzertfängerin beinzelmann 16.05: Bunter Gunf. 17.30: Nachmittagskonzert. Arbeiterfrauen sind es, die die flerifalen Zeitun- Bagner: rie der Sente aus" Der fliegenbe Solländer: 20: Sulturgeschichtiges sabaret. Tanzmusif. Wagner: Gebet der Elifabeth aus Tannhäufer". 18.45: Leipsin, 366. 8.30: Orgelfonzert. 9: Worgenfeier. 11: gen lesen. Die proletarischen Frauen haben ganz besonders die Aufgabe, für unsere sozialde mokratische Tagespresse zu werben, die in ihrer jetzigen Gestalt ausgezeichnet ist. Die Rednerin verweist, daß sich die Konferenz so i Prag 19: Monzer. 1. Delegel: Klavier- Trio. Elektrodenphänomen in den Stathodenstrablen. 11.30: Rach Richtigstellung: Durch einen Hörschler war Saint- Saens are also romantique. fongern foglalex Trib. The rain Mozert, Sabier in unserem gestrigen Bericht über die FrauenBufoni: Chaconne. 4. labigeroff: Balfe Tonzert b- moll. Bariationen über Thema von Sahbn. Chobin: Nocturno. 6. Bizet: rie aus" Carmen". Biolintonsert. Afademische Geltouverture. 15: Ohne sotonic reichsfonferenz von Genosin" Sacher die Rede; cicuet: Suite 8. 21fit: Migoletto, 20: Görspiel, Sier Bolf in Rot. 16.30: Zuftiges Aongert. 17.30: ber die Begrüßung namens der„ Kinderfreunde" erift bas Bettein verboten!" von 3erobef. 20.30: 2ic Brag. Preßourg, 300. 10: Wie Brag. 11: Militärfongert. Songert. 19.30: Goethe und Napoleon. 20.15: Die Mutter in Wort und Lieb. 22.30: Orchestertonzert. folgte durch Genossen Sacher. Crite& sprechen. Die Genfer Konferenz. gefallen. Tagesneuigkeiten. Samstag, 7. Mai 1927. Partet und deren Vertreter in der Exekutive der Rod, das im Neberschemmungsgebiet liegt, geSozialistischen Arbeiter- Internationale. Die Abschleift und heute in einer verfehrsreichen Straße stimmung ergab einen moralischen Triumph der verbrannt. Die Polizei mischte fich th Opposition, die nicht weniger als 16 Stimmen den Vorgang nicht ein, regelte vielmehr gegen 40 aufbrachte, die von den Parteianhängern noch den Straßenverkehr. Das Lynchgericht sollte des Königs geworben worden waren. Von der als abschreckendes Beispiel für die schwarze Be großen Zahl der Profefforen, die sich der Stimme völkerung dienen. Die weiße Bevölkerung hatte als Gegner der Ernennung des Königs ange- eines Negerjungen habhaft zu werden, der angeb enthieltenes waren 60 wird die Mehrzahl furz vorher einen ergebnislosen Versuch gemacht, fehen. Im Hinblick auf dieses Ereignis, das der lich ein weißes Mädchen unter dem Vorwand, ihr Regierung und den Anhängern des Königs die Ueberschwemmung zeigen zu wollen, abseits außerordentlich unangenehm war, ist es möglich, gelockt und ermordet hatte. daß die akademische Würde dem König nicht übertragen werden wird. Selbſtverſtändlich hat die strenge Preſſezenfur, die in Spanien besteht, verhindert, daß in der spanischen Preſſe von dem Vorfall irgend Erwähnung getan werde. Genf, 6. Mai. In der heutigen Vormittagsfißung der Internationalen Wirtschaftskonferenz Unwettertatastrophen in Schlesien. Sprachen sechs Redner, doch beginnt das Interesse für die allgemeine Debatte schwächer zu werden. Ein Menschenleben zu beklagen. Die größte Aufmerksamkeit rief die Rede des ame Troppau, 6. Mai. Aus fast allen Teilen ritanischen Delegierten H. Robinson, eines Westschlesiens werden Unwetterfatastrophen ge= Mitgliedes der Dawes- Kommission hervor, der meldet. In Bad Johannis brunn stieg das den größten Teil seiner Rede der Organisation Wasser in der vergangenen Nacht innerhalb ganz des amerikanischen Handels und Gewerbes, ferner furzer Zeit um drei Meter. Dortſelbſt fam insbesondere den Fragen der Rationalisierung der der Kellner Felix Schwarz in den Fluten Produktion im Zusammenhange mit den hohen ums Leben. Bei Kreuzbrunn an der Arbeiterlöhnen widmete. Robinson schloß seine Wohra wurde von den Fluten eine Solzbrücke Polizeidirektor Dr. Klima gestorben. Der Ausführungen mit der Erklärung, daß die ameri- weggeriffen. In den Straßen der Troppauer Breßburger Polizeidirektor Dr. Jaroslav tanische Delegation die Konferenzarbeiten mit gro- Vorstadt Kathrein steht das Wasser 70 ZenI ima ist am 5. Mai im Alter von 48 Jahren hem Interesse verfolge und glücklich sein werde, timeter hoch. Die ganze Umgebung Troppaus gestorben. Dr. Klima war vor dem Umſturz wenn sie zum Gelingen der Konferenz werde bei steht unter Wasser. Der Schaden wird insgesamt Beamter der politischen Polizei in Prag und hatte tragen fönnen. Der Wohlstand der Völker bildet auf über 30 Millionen Stronen geschätzt. Zur Reichsgesundheitswoche schreibt uns ein angeblich den seinerzeitigen nationaliozalitischen ein unteilbares Ganzes. In der Zeit allgemeiner Genosse: Die Gesundheitswoche soll vor allem Abgeordneten Sviha dazu bewogen, in die Unbeständigkeit und eines tiefen Druckes führt die Troppau, 6. Mai. Zu der Ueberschwemmedizinische Volksaufklärung bringen. Sicher Dienste der politischon Polizei zu treten. TroßIndustrie fein gesundes Leben. Kein Voll fann mungskatastrophe in Schlesien und Nordmähren fehlt es daran; aus mannigfachen Gründen ist die dem Klima ein willenloser Diener der altöſterrei fich wirtschaftlich voll entwideln, wenn es den erfahren wir von amtlicher Stelle: Die Unwetter- allgemein medizinische, wie speziell die anatomischechischen Volizei auch im Striege war, fand er auch übrigen Völkern nicht gut geht. fatastrophe hat vor allem die politischen Bezirke und pathologische Bildung der Massen äußerst ge- in der Tschechoslowakischen Republik Verwendung, Der Vorsitzende der Internationalen Wirt Freudental, Römerstadt, den südlichen ring. Veranstaltungen wie die Reichsgesundheits- wurde erst Polizeidireftor in Kaschau, wo, se schaftstonferenz Theunis widmete dem ameri- Teil des Jägerndorfer Bezirkes und den woche sollten es aber auch nicht daran fehlen las lange er dort war, jede Weile irgend eine Wer fanischen Delegierten eine Sympathiekundgebung ganzen Bezirf Troppau sowie drei Gemeinden fen, zu den Aerzten zu sprechen. Auch schwörung fabriziert wurde, damit sich Klimas anläßlich der durch die Ueberschwemmung des im Hultschiner Bezirke betroffen. Im Trop der Arz: bedarf der Aufklärung. Ich will nicht energische Hand betätigen könne, später wurde er Mississippi hervorgerufenen Katastrophe. Ferner pauer Bezirke wurde heute früh aus Nieder- davon reden, daß vielen Aerzten, die aus dem Polizeidirektor von Preßburg und im Früh teilte er mit, daß vom heutigen Nachmittag an die Wigstein der höchste Wasserstand seit dem Jahre Bürgertum hervorgehen, womöglich den Burschen- jahr sprach man sogar davon, daß er Polizeidiref Listen für die Kandidaturen in die drei Kommijjio- 1860 gemeldet( 2.70 Meter über dem Normale). schaften oder anderen reaktionären Verbindungen for in Prag werden sollte. Daß dieser treue Die nen aufliegen werden, die Montag ihre Arbeiten Alle an der Mohra liegenden Gehöfte mußten noch angehört haben, die primitivsten Vorausseßungen ner der Habsburger von der Tschechoslowakischen beginnen werden. Wie bereits gemeldet wurde, während der Nacht geräumt werden. Im Fren zum Volfsarzt fehlen, daß sie nicht erzieherisch Republif so hoch gechätzt wurde, ist ein charaftefind das die landwirtschaftliche, Handels- und In- dentaler Bezirke wurden die Orte Unter- und wirken, sondern das Volk vielfach noch den Pfu- ristisches Zeichen für den Polizeigeist in diesem dustriekommission. Morgen Nachmittag wird der Ober- Wildgrubam stärksten von dem Unwetter schern und dem Aberglauben in die Arme treiben. Staate. Vorsitzende der Sowjetdelegation über die Welt- heimgesucht. In Troppau wurde an der Oppa Aber es wäre den Aerzten auch zu sagen, daß sie wirtschaftskrise und der russische Delegierte Sofol- um 2 Uhr nachmittags der Höchstwasserstand( 2.10 die Diagnostik den modernen wissenschaftlichen Aufnahme von Ausländern an Mittelschulen. nikow über die russische Wirtschaftskrise und über Meter über dem Normale) gemessen. Das Wasser Ergebnissen anpassen müssen, daß es nicht angeht, Im Inlande wohnende Angehörige fremder Staadie Methoden und Aufgaben der Produktion ist im Laufe des Nachmittags um 70 Zentimeter auf zwei, drei Symptome hin Diagnosen zu stellen, welche die Neuaufnahme eines Sohnes in eine len, die dann meistens falsch sind. Vor furzem Mittelschule anstreben, müssen darum in einem Die durch das Hochwasser angerichteten ging durch die Presse eine Notiz, die aus der Fe- an das Miniſterium für Schulwesen und VolksSchäden find riesig gros, fonnten bisher der des Professors Jatsch ſtammie und von der fultur gerichteten, ſkalamäßig( mit 5 K) geftemaber noch nicht annähernd festgestellt werden, da Gesellschaft für Krebsforschung ausgegeben war. pelten schriftlichen Ansuchen, dem der Heimatweite Strecken davon betroffen wurden. So sind Dort wurden die Leute ermahnt, auf die ersten schein des Aufnahmswerbers oder seines Vaters im Freudentaler Bezirke die Felder vollständig Krebssymptome( Abmagern, Appetitlosigkeit, un- oder ein anderes die Staatszugehörigkeit bezeu vernichtet, die Sumusschichte weggetragen und motivierte Blutungen u. ä.) achtzuhaben und sofort gendes Dokument, die Geburtsurkunde, das letzte die Fluten haben bis 3 Meter tiefe Rinnfale ge- den Arzt aufzusuchen, wenn sich, besonders Schulzeugnis des Aufzunehmenden und eine amtrissen. In diesem Bezirke wurden sechs Brücken in den kritischen Strebsjahren, diese Anzeichen ein- liche Bestätigung des hierländischen Aufenthaltes weggerissen, Straßenförper schwer beschädigt und stellen. Mir sind mehrere Fälle bekannt, feiner Eltern beizuschließen sind, ansuchen. Bereits die Eisenbahnverbindung zwischen Römerstadt in denen Leute mit diesen Strankheitssymptomen, mit tschechoslowakischen Stempelmarken versehene London, 6. Mai. Bei der in später Abend- und Kriegsdorf unterbrochen. Im Troppauer in den kritischen Jahren, rechtzeitig den Arzt auf- Urkunden sind als Beilagen stempelfrei, alle andeſtunde erfolgten Abstimmung im Unterhause Bezirke verursachte das Hochwasser eine Unter- suchten, der Arzt ihnen aber sagte, es habe ren müſſen als solche mit dem vorschriftsmäßigen stimmten 7 Liberale für und 19 gegen die Regie- brechung der Eisenbahnverbindung auf den nichts auf sich, das seien eben Alterserscheinungen, Stempel( 1 K) verfehen werden. Diese Gesuche rungsvorlage. Am Ende der zweiten Lesung wur- Strecken Troppau- Benniſch und Troppau- oder ähnliche Fehldiagnosen stellte. Nach müssen bis zum 31. Mai 1. J. der Direktion überden außerordentlich zahlreiche Abänderungs- Gräß. In der Umgebung Troppaus wurden dem dann der Krebs schon so weit vorgeschritten reicht werden. anträge eingebracht, darunter etwa 200 Anträge vom Hochwasser die Orte Leitersdorf, Mladesto, war, daß die erste Diagnose nicht mehr stimmen Denn die Elemente hassen... Schwere und an. von der Arbeiterpartei. Während das Unterhaus Gräß- Podoli und Branka schwer heimgesucht, fonnte, nachdem aber auch jede Hilfe zu spät fam, dauernde Regenfälle sind während der letzten 24 zur Beratung der einzelnen Punkte der Vorlage wo zahlreiche Säuſer von der Bevölkerung gewies man die Leute an die Klinik oder in ein Stunden über New Orleans niedergegangen, wofagt, werden Nachtsißungen erwartet und wahr- räumt werden mußten. In Branfa drang das größeres Spital. Die mir bekannien Fälle gingen durch die Leiden der durch die Ueberſchwemmung bescheinlich werden ständig namentliche Abstimmun- Wasser in die Militärbaracen und in das Eisen- tödlich aus. Nun weiß ich sehr gut, daß die troffenen Bevölkerung noch vergrößert werden, denn gen verlangt werden. werk ein. Mehrere Mühlen in der Umgebung meisten Aerzte so überbürdet sind, daß sie dem die Flüchtlinge lagern in Zelten. Nahezu 5000 Acres Troppaus stehen unter Wasser. einzelnen Patienten nicht jene Sorgfalt widmen reichsten Baumwoll- und Zuderlandes stehen unter fönnen, die allein die Gewähr einer annähernd Wasser. In Louisiana allein bedecken die Fluten Römerstadt überschwemmt. richtigen Diagnose gibt. Immerhin sollte eine 3,000.000 Acres Land. Römerstadt, 6. Mai. In der Nacht auf heute Veranstaltung wie die Reichsgesundheitswoche Mit Aeroplanen gegen Heuschreden. Vier Aeroging über dem Bezirk Römerstadt ein Wolfen nicht unterlassen, auch zu den Aerzten zu sprechen plane begeben sich von Moskau in die Republik bruch nieder, der 11 Gemeinden heimsuchte. Die bruch nieder, der 11 Gemeinden heimsuchte. Die schaffen. Im Wesen deckt sich diese Forderung ja die Wanderheuschrecke, welche sich hier sehr vermehrt und sozusagen im eigenen Hause Ordnung zu Daghestan, um in diesen Gebieten den Kampf gegen niedriger gelegenen Stadtteile von auch mit der offiziellen der Partei und der Stran hat, aufzunehmen. Römerstadt stehen unter Wasser. Bis zu fenfaffen, durch soziale Fürsorge bessere den Mittagsstunden ist das Wasser in den überschwemmten Gemeinden nicht gefallen. Der gesundheitliche Verhältnisse zu schaffen. Verkehr auf der Staatsstraße Brandseifen- Altendorf ist wegen Beschädigung derselbent teilweise unterbrochen. Der Eisenbahnverkehr auf der bis 14 Uhr unterbrochen fein. die Webere! Strede Römerstadt- Kriegsdorf wird wahrscheinlich Das Magazin mit Seidenvorräten ist verbrannt. . Springer in Römerstadt schlug der Blitz ein. Die Gewerkschaftsbill in zweiter Lesung angenommen. London, 5. Mai.( Reuter.) Das Unterhaus hat den Antrag der Arbeiterpartei auf Verwerfung des Gewerkschaftsgesetzes mit 386 gegen 171 Stimmen abgelehnt und darauf den Gesehentwurf in zweiter Lesung angenommen. * Tschangkaischef läst verhaften. Moskau, 6. Mai.( AR.) Die Truppen des Generals Tschangfaischef haben in der Üniversität in Shanghai cine Hausdurchsuchung vorgenom men, wobei etwa 50 Studenten verhaftet wurden. Ausgebeutete! Die bürgerliche Presse steht im Solde Eurer Musbeuter In die Hand des ArIn die Hand des Arbeiters das Arbeiterblatt. Inland. Fortsetzung der Steuerbebatte. Auch heute eine Sigung.. Brag, 6. Mai. Das Abgeordnetenhaus sente auch heute von 9 Uhr früh bis 9 Uhr abends die Spezialdebatte über die Steuerreform fort. Der Sizungsjaal war gewöhnlich fast völlig leer, man cher Redner sprach vor zwei bis drei Zuhörern. Nachmittags wurde die Debatte über die zweite Gruppe beendet, worauf sofort die dritte Gruppe in Angriff genommen wurde. Von Seite der deutschen Regierungsparteien hebt der Christ lichsoziale Bobek hervor, daß die Mitwirkung der deutschen Regierungsparteien an der Steuerreform angeblich eine Reihe von Härten beseitigt habe; so sei eine ganz brauchbare Neuregelung der Steuerreform erfolgt. Bezüglich des Gemeindefinanzgefeßes gäbe es zwei Standpunkte: den der Gemeinde und den des seufzenden Steuerzahlers. Eine Umlagenbegrenzung müsse aber noch nicht eine Einschränkung der Autonomie benoch nicht eine Einschränkung der Autonomie beZum Schluß der Sizung beantragten die Kommunisten, die nächste Sigung für eine Woche später einzuberufen, doch erklärte der Vorsitzende wegen mangelnder Präsenz über diesen Antrag nicht abstimmen lassen zu können. Die Debatte wird also nach dem Beschluß des Präsidiums auch noch morgen, Samstag, um 9 Uhr vormittags, festgesetzt. deuten. Der Senat ist für Mittwoch, den 11. Mai, um halb 4 Uhr nachmittags zu einer Plenar fizung einberufen. Auf der Tagesordnung steht 1. das Wechselgesetz, 2. die Verträge des Staates mit der Nationalbank, 3. eine Immunitätsangelegenheit des Senators Sture, 4. das Eisenbahntransportabkommen. Eine halbe Stunde vorher findet eine Klubobmännerfonferens statt. Ein Bischof beraubt. Die englischen Blätter melden, daß Donnerstag abend, 20 Meilen nörd lich von Jerusalem drei Räuber einen Wagen beschossen und anhielten, in dem sich der anglifanische Bischof von Jerusalem mit einer Dame befand. Die Räuber nahmen ihnen das Geld und alle Wertsachen fort. Der Lenter eines zweiten Dame verwundet. Wagens mit Touristen wurde erschossen und eine Die americanische Hochwasserkatastrophe eine Folge kapitalistischer Raubwirtschaft. Im Berliner Vorwärts" finden wir einen ArtiWiffiffippi- statastrophe behandelt. Der Artikel fel, der die große wirtschaftliche Bedeutung der amerikanischen Stapitalismus die Hauptschuld an zeigt aber auch auf, daß die Raubwirtschaft des dem Unglück so vieler Menschen und an der schwe Drei Kinder vom Bliß getroffen. In der Nähe Die Madrider Universität gegen die spanische ren Schädigung der Wirtschaft hat. Es heißt da: von Straßburg sind drei Kinder, die am Rheinufer Diktatur. Gelegentlich eines Borschlags, König Wenn aber diese Gefahr abgewehrt sein wird, so nach Schnecken suchten, von einem heftigen Gewitter Alfons von Spanien zum Ehrendoftor und Ref muß man erwarten, daß über dem glücklichen überrascht wurden. Sie suchten unter der Rheintor der Universität von Madrid zu ernennen, fam Ausgang des Kampfes gegen die Naturgewalt brüde bei Herlisheim Zuflucht und wurden plötzlich es zu einem bezeichnenden Vorfall, der die Stim nicht die Wirkung der furchtbaren Bedrohung in von einem Bliß getroffen. Eines der Kinder, ein mung gegen das gegenwärtig in Spanien be- Vergessenheit geraten, sondern daß man dazu 13jähriger Junge, wurde sofort getötet. Seine Sta stehende diftatorische Regime beleuchtet. Der Vor- übergehen wird, das Problem der Siche- meraden erlitten schwere Brandwunden. Alle drei schlag, die akademische Würde dem König zu ver- rung gegen die Ueberschwemmungen in seinem wurden durch die starke Lufterſchütterung in den leihen, stammte von der philosophischen Fakultät, vollen Umfang zu lösen, was bis jetzt nicht ge- Rhein geworfen, konnten aber von Pasjanten kurz die im Einvernehmen mit der Regierung vor schehen ist. Diese Unterlassung entsprach dem darauf wieder geborgen werden. ging. Auf diese Weise hoffte man, das fünfund- Charakter der amerikanischen wirtſchaftlichen Der Bär in der Loge. Aus Szegedin wird ge zwanzigjährige Jubiläum der Thronbesteigung Entwicklung überhaupt, deren rasendes Tempo meldet: In einem hier weilenden Zirkus hat ſich des Königs, das auf den 17 Wai. fällt, feiern zu 3üge der Raubwirtschaft aufweist. Man ein Bär während der Vorstellung befrett. Er sprang können. Die Empfehlung wurde den Professoren suchte in möglichst kurzer Zeit das Höchstmaß des in eine Loge, wo er sich auf ein sjähriges Mädchen überraschend vorgelegt und man erwartete wenig Nuzeffektes im fapitalistischen Sinne, d. h. das stürzte. Das Mädchen erlitt leichte Verlegungen. Widerspruch. Wider Erwarten machte sich aber Maximum von Profit zu erreichen, ohne sich vor Des Publikums bemächtigte sich eine große Panik. sofort Widerspruch geltend und es fam in der der größten Verschwendung zu scheuen; man war Univerſität zu einer umfangreichen Debatte über nicht geneigt, viel Geld in ein Unternehmen berg fiel ein Junge in den Dorfteich und wäre beiJugendliche Lebensretter. In Dego w bei Koldie Angelegenheit. Vierzehn der führenden Pro- hineinzustecken, das keinen unmittelbaren Ge nähe ertrunkem. Zwei Spielgefährten, die sechs- und fessoren entwarfen und unterzeichneten ein winn versprach, sondern sich nur auf lange Sicht achtjährigen Kinder des Tierarztes Dr. Syring Memorandum, in dem erklärt wurde, daß die Er- und auf dem Wege über die Gesamtwirtschaft eilien aber wader sur Hilfe. Der sechsjährige Knabe nennung ungerechtfertigt und untunlich sei. Der rentieren konnte. Dieser Zug hat auch die staatsprang ins Wasser und hielt den noch kleineren JunRektor war gezwungen zuzulassen, daß die Pro- liche Wirtschaft beeinflußt. Sonst wäre es schwer een so lange über Wasser, bis mit Hilfe der achtfessoren ihren Standpunkt darlegien. Trotz aller zu erklären, weshalb die großangelegten Pläne jährigen Schwester die Rettung gelang. Versuche, sie davon abzubringen, sprachen sie zur Regulierung des Mississippi ausführlich über die Art und Weise, in der der jahrzehntelang liegengeblieben sind. Nie zuvor hat Berona brach der Damm eines Kanals in einer König seine verfassungsmäßigen Pflichten verra- sich so klar gezeigt, welche riesengroße Gefahr die Breite von etwa 40 Wistern. Dadurch wurden weite ten hatte, und stellten insbesondere feine Mitschuld Ueberschwemmung bedeutet und wie notwendig Strecken überschwemmt. Die Bevölkerung konnte sich an der Verfolgung bedeutender Männer wie des es unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten iſt, vor den hereinbrechenden Wassermassen noch ved: Brofessors Unamuno, eines Schriftstellers von diese Gefahr zu bannen. Die amerikanische Arbei vor den hereinbrechenden Wassermassen noch rech Weltruf, an den Pranger, der wegen eines friti terschaft hat an dieser Sicherung ein besonders seitig in Sicherheit bringen. Zwei Häuser sind unter dem Druck des Wassers eingestürzt. Der Schaden auf schen Wortes gegen den Diftator im Jahre 1923 starkes Interesse. weil jede derartige Katastrophe den Feldern wird auf etwa 1 Million Live geschätzt. feines Lehrstuhls der griechischen Sprache und notwendig zur Proletarisierung vieler Tausende seiner Stellung als Rektor der Universität von von Existnzen und damit zum Anwachsen der Räuber im Laftzug. Auf der Strecke KomornSalamanta beraubt und auf die Kanarischen Reservearmee führen muk. Darüber hinaus ist Neuhäuft plünderten Räuber während der Fahrt Inseln verbannt wurde, und der nach seiner sie aber berufen, im Kampfe für die Sicherung mehrere Waggons, in denen sich Fässer mit Schmalz Flucht noch immer gezwungen ist, im Eril zu menschlichen Lebens und menschlichen Glücks vor befanden. Der Raub wurde vom Zugsbegleitpersonal nicht wahrgenommen, sondern von einem leben. Die Opposition umfaßte auch einige Vro anzugehen. fefforen, die auf keinem bestimmten politischen Streckenwächter, der die Meldung drahtlich nach KoDas kulturvolle Amerika. Mittwoch abend morn abgab, wo erst der Abgang zahlreicher Fässer Standpunkt stehen und solche von gegensätzlichen wurde in Little Rock der Leichnam eines Negers, festgestellt wurde. Der Schaden ist bedeutend. An Ansichten, wie den Konservativen Bullon und der von der Menge gelyncht worden war, weil er der Eisenbahnstrecke wartete ein Gespann, das mit Julian Besteiro, Professor der Logik an der eine weiße Frau und ihre Tochter zu vergewalti den gestohlenen Fässern davonfuhr. Von den Räu Universität Madrid, Führer der Sozialistischen gen versucht hatte, durch die Straßen von Little bern fehlt jede Spur. Dammbruch in Italien. In der Umgebung von Cambiag, 7. Mat 1997. Familie Und wieder der„ Muttertag"! ielfür einiger Herren gesamten Deutschvolles überhaupt, und das Wohl der Gärtner im besonderen. Der Gärtner allein? Aber nein doch! es profttieren am Muttertage ficherlich die Papierwarenerzeuger, die Buch " Celte 7 Bist du schon Mitglieb ber „ Kinderfreunde?" wenn nicht, dann tritt bei. " Freundschaft!" Rechtlich wäre noch die Frage aufzuwerfen, ob zu leisten, weil einfach nichts mehr da sein wird. derartige Rückzahlungen dort, wo ein Refurs in Sozialversicherungsgesetz nicht eingebracht wurde, nerhalb der Frist von 15 Tagen nach§ 175 überhaupt in Frage kommen. Aber auch darn, rungsgesetz auch die Zahlungsbescheide als Be wenn man im Sinne des§ 189 Sozialversiche scheide im Sinne des Gesetzes ansicht, wäre sicher verstrichen und eine Rückzahlung fäme, da der für die Monate Juli und August die Rekursfrist Refurs nicht innerhalb 6 Monaten eingebracht wurde, nicht in Frage. Endlich muß auch darauf verwiesen werden, daß nach§ 174 Sozialversiche rungsgesetz der Arbeitgeber nur jenen Teil der Versicherungsbeiträge zurückverlangen kann, den er aus eigenem bezahlt hat, also in der Regek mur die Hälfte des vorgeschriebenen Betrages. Die Regie der Krankenkassen. Eine Filmgroteske des Lebens. Die zu dem Verbot des Filmes„ Die schöne Spionin". des Fobrifsbesitzers Leo C. in Berlin erhielt vor Zu hurzer Zeit die Nachricht, daß eine Verwandte aus der„ Provinz“ zu Besuch kommen werde. Herr Cr Wie wir schon an anderer Stelle des Blattes| daß man widerspruchsos versklaven und verdum, gitig zu der verabredeten Zeit zum Bahnhof, um berichtet haben, hat die Zenfur im letzten Augen men läßt? Nein, meine Herren, so weit find wir Parteigenoffin! Barteigenolje! jeine 18jährige Nichte, die allerdings seit langem blid die Vorführung des tschechischen Filmes„ Die noch lange nicht gekommen und Uebergriffe, wie das nicht gesehen hatte, in Empfang nehmen zu können. schöne Spionin" verboten. Man spricht und Verbot diefes absolut unpolitischen Spielfilmes, Er brachte fie, die sich in Begleitung eines jungen schreibt von einem politischen Verbot, weil der Film müssen den schärfsten Widerspruch jedes anständigen Mannes befand, nach Hause, und die beiden angeblich das„ gute Einvernehmen mit Ungarn" Menschen heraufbeschwören. Dort, wo eine KulturGäfte wurden nun freundlich aufgenommen. Zwi stören könnte, aber dieser Grund ist völlig hinfäl Bensur mit voller Berechtigung einschreiten könnte schen dem Sohne des Hauses und der Nichte entlig. Trotzdem die hochlöbliche Zensurbehörde den pann sich bald eine aufrichtige Neigung, die schließ Erzengern verboten hat, den Film den Bresseleuten blödenden amerikanischen Filme erinnert- dort es sei nur an die anzähligen albernen und ver ich zur Verlobung führte. Eines Tages jedoch er vorzuführen, kann sie natürlich doch nicht verhin schweigt sie sich gründlich aus und tut, als ob alles schien plötzlich eine junge Dame, die sich als die dern, daß diese über den Film berichten. Schreiber in schönster Ordnung wäre. Aber in diesem Falle, Nichte des Herrn C. vorstellte. Sie war sehr er dieser Zeilen hat fast sämtlichen Innenaufnahmen wo ein einheimischer Erzenger viel Geld in einen staunt darüber, daß schon eine Nichte da war. Es zu diesem Film beigewoht und hat außzedem nach tschechischen Film hereinstedt, um die sowieso fast stellte sich nun heraus, daß die zuerst empfangene der Fertigstellung des Stückes die Uebersetzung ins verschwundene heimische Filmproduktion nicht gänz Dame gar feine Nichte des Herrn C. war. Die bei Deutsche besorgt, so daß er den Film natürlich noch lich verkommen zu lassen, da zeigen sich die Herren den Gäste, die Herr C. in sein Haus aufgenommen vor seinem Zensurverbot gründlich kennen gelernt von der Zensur wie wahrhafte Götter, deren Ent hatte, waren ein engagementsloses Tänzerpaar, das hat, und kann daher mit ruhigen Gewissen erkläſcheidung sich die Welt beugen muß. Abgesehen von auf dem Bahnhofe, als Herr C. in der jungen ren: das Zensurverbot ist in Anbetracht des abso- aller hochnafigen Willfür und Genteinheit des VerDame seine Nichte erkennen wollte, alles stillschwei- lut harmlosen Inhaltes durch genb hinnahm, weil es froh war, Unterkunft und begründet. Der Film ist eine sensationelle Ange- Beantwortung: wer bürgt den Erzeugern der nichts botes stellen wir eine andere Frage zur gütigen Gastfreundschaft zu finden. Während die Männer legenheit, wie man sie schon oftmals auf der Lein Schönen Spionin" für den materiellen Schaden, jachlich die Angelegenheit erörterten, gerieten die wand gesehen hat, und die Feindschaft zwischen den der ihnen durch dieses alberne Verbot entsteht? Wer Frauen derart atteinander, daß es schwer wurde, sie beiden Filmstaaten es ist gleichgültig, ob sie nun gibt anderen Leuten den Mut zurück, wieder neue zu trennen. Puritanien, Illyrien oder Kyrien heißen mögen Filme zu finanzieren, wenn die Angst vor einem kann den Frieden Europas nicht im geringsten er Verbot jeden Unternehmungsgeist einfach totschlägt? schüttern. Da kommt wieder einmal so ganz brüst Nebenbei gesagt gehört der Film„ Die schöne die Willkür einiger Herren oder ist es vielleicht Spionin" wirklich zu den wenigen guten Stüden nur ein einziger?- der Filmzensur zum Durch der inländischen Produktion und weist Szenen auf, Bereits vor einigen Wochen ging durch die bruch, auf deren vertrottelte Benfurpragis wir heute die ganz hervorragend gelungen sind. Um so nieder. große Bourgevispreffe der Provinz eine furze, aber sum gtenmal hinweisen müssen. trächtiger und unverantwortlicher ist daher dieses um so bezeichnendere Notiz: Die Gärtner des Mit welchem Recht verbietet man die Auffüh Verbot, das auch wirklich soliden Erzeugnissen den Handelskammer- Bezirkes Reichenberg haben be- rung dieses Filmes? Eine Frage, die wohl offent Garaus machen will. Die Geschichte ist heute übris schlossen, ihre Fachkollegen zu verpflichten, dem bleiben wird, da kein vernünftiger Mensch gens so weit gedichen, daß im Parlament eine In Bunde der Deutschen in Böhmen" als Mitglieder eine Antwort darauf findet, ja überhaupt mit Auf terpellation eingereicht wird und es ist mit Bebeizutreten; zweitens wird der Gesamtverband der wand der größten Phantasie finden kann. Das stimmtheit anzunehmen, daß die Zensur sich wieder Gärtner aus Verbandsmitteln dem genannten schlechte Gewissen dieser Besserwiffer äußert sich ja einmal gründlich blamieren wird, wie sie sich schon „ Schutzvereine" eine entsprechende Summe zu auffällig in dem Verbot, den Journalisten den Film mit den lächerlich dummen Verboten des„ Potem Bundeszwecken zu widmen. Der simple Mensch, vorzuführen. Natürlich, man hai wahrscheinlichtin", der„ Lustigen Witwe" und anderer Filme bloß mit dem einfachen natürlichen Verstande be- Angst, daß man darüber seinen berechtigten Zorn vom blamiert hat. Wir werden jedenfalls nicht unterlas Unter diesem Titel erschien am 22. April im gabt, fragt, warum die Sympathie der Blumen- Stapel läßt. Glauben diese Reaktionere wirklich, daß fen, diese Reaktionäre der Filmzenfur ständig im Prager Tagblatt" eine Notiz, welche sich insbe züchter für den Bund" gar so lebhaft ist. Darauf fie der Presse den Mund stopfen können? Glauben Auge zu behalten und rücksichtlos alle ihre Schnier sondere mit der Höhe der Verwaltungsauslagen geben die Gärtner selbst die einfache Antwort: Es fte, daß man sich langsam alles bieten lassen muß, und Ungebührlichkeiten aufzudecken. Argus. der Ersten Prager Krankenversicherungsanstalt der ist eine Dankesschuld, die die Gärtner abstatten. De Handels- und Privatangestellten befaßte und Der deutsche Bund" hat mit der Einrichtung des deine Liebe mir." Jawohl, das ist's: Gesundheit tern" das Wort von der Mistgrube der wurde, daß die Regiefosten über elf Prozent be worin unter anderem auch darauf hingewiesen Muttertages" nicht unwesentlich beige und 3ufriedenheit, canz besonders die Zu- Gnade" in die feisten Gefichter hineingeschlen tragen und daß der Beamtenapparat fast die tragen zur Sebung und Förderung des Gärtner- friedenheit, die wünschen die völlischen Herdert. Das schert die Völkischen wenig. Die Völ Sälfte dessen„ auffrißt", was an Aerztehonoraren getverbes". Da sind doch die Zusammenhänge flar, ren Lehrer den Müttern des Proletariats. Mögen fischen wollen ein Geschäft machen. Ob das Ge- bezahlt wird. Diese Notiz wurde von vielen wie? Weil sic, die Gärtner, ein gutes Ge- millionen deutscher Arbeitermütter verfommen, in fchäft etwas trägt, wie bei den Gärtnern, oder deutschbürgerlichen Provinzblättern sofort aufgcschäft machen, erweisen sie sich dankbar und der Verzweiflung der Arbeitslosigkeit, der Kurz den Muttertagsgreuelerzeugern, ist nicht entschei stoßen ein paar Prozent ab, die sie aber hoffentlich arbeit nicht wissen, wie sie den Hunger ihrer Sindend. Entscheidend für die Macher des Mutter. griffen und zu einer ausgiebigen Hetze gegen die vorsichtigerweise in die Verlaufspreise für Blumen, ber stillen sollen nur zufrieden" sollen fie tags ist das Streben, Einfluß zu gewinnen, Einrichterstattung des„ Prager Tagblatt" ist, geht Krantenversicherung benüßt. Wie einseitig die Be Zweige, Burketts, Körbchen und andere duftende sein, still und geduldig tragen, was der liebe Gott fluß zu stärken, zur Macht zu kommen. Wenn sie daraus hervor, daß die Aerztekosten für das Jahr dert der B. d. D. i. B." einmal das Wohl des fchickt. Darum dichtert Paul Richter: Mutter, aber zur Macht, zur uneingeschränften Macht 1925 bei dieser Kassa 30 Prozent der Gesamtaus lehr mich deutsches Beten, schlicht und innig, wahr famen, die Völkischen, dann Weh dir, arbei und rein! Will ein echter Deutscher sein, deutsch ten des Bolt!" Das Proletariat dieses Staa gaben, hingegen die Gehalte der Beamten und vor Gottes Antlitz treten." tes, der Kleinbauer, der Kleingewerbetreibende Es wird weiters dabei nicht berücksichtigt, daß die Angestellten nicht ganze fünf Prozent betragen. Der deutsche Gott! Vor einem Jahr mit ihm, genießt ja bereits die Segnungen völHunderte iſt er entdeckt worden, der deutsche" cher„ Stulturarben". Die repet, Spina Raffe allein für das vorbeugende Heilverfahren druder, die Erzeuger verschiedener Hausgreul, als da sind: Kleeblätter und Hufeisen aus Gips, golden in den erlauchten Führern unseres deutschen Bü- Völtischen. Und keine Festrede, sie sei noch so da find: Meeblätter und Sufeisen aus Gips, golden Herrgott. Er lebt noch, er wirkt, wirkt besonders und Mahr- Sarting find Repräsentanten der in den letzten fünf Jahren den Betrag von 7.5 Millionen aufgewendet und nicht weniger als bronziert, aber noch mit Kunstblumen umkränzt gerhums, den st repet und Spina uno 3 us rührfelig, feine Pfaffenpredigt und sie sei noch so 5000 Personen in Kurhäusern und Seilanſtalten versteht sich, alles in verschiedenen Preislagen, a und Mayr( Sarting) und Peteriilla, die falbungsvoll, wird übertönen den Schrei der untergebracht hat. Zu diesen Leistungen ist die An je nach Größe und Ausführung. In den Rahmen ihr bestes daranseßten, den deutschen Ar- Mütter, die hungern müssen und zit- ſtalt weder nach dem Gesetze noch nach den Stageſchäften prangen„ herrliche" Muttertagsbilder, beitermüttern das Brot zu ber- tern müssen um ihre Kinder bei dem Gedanken, tuten verpflichtet und dieſe Einrichtungen wur teuern. Wenn Adamine von Dietmar unter bei dem granenhaften Gedanken, daß ein neuer den erst nach Uebernahme der Anstaltsleitung gestell: mit füßen Geſichtern, o fo füß, fo innig- anderem singt:„ Mit doch ein liebes Mütterlin rieg vorbereitet wird, ein Krieg, deffen Schrek durch die Vertreter der Versicherten getroffen, lich, o so ganz deutsch! Und all der Seitſch und durch nichts auf Erden zu erseßen", dann möge ten feine Phantasie ausmalen kann. Feiert nur während solche Dinge in der Zeit, da die Parte: füße Plunder wird verkauft, in den Schulen reden die deutsche Dichterin einmal ihre holden blauen den Muttertag! Laßt die geweihten Glocken schal- nänger des Prager Tagblatt" an der Svizze der Lehrer und Lehrerinnen zum Preise der Mutter, Augen nur auftun und sie wird finden, daß in len, schwingt die Weihrauchfässer, hebt die schau- Anstalt gestanden sind, nicht vorhanden waren. in den Kirchen der deutschen Religionsgenoffen- unzählbar vielen Fällen die Straße sozusagen menden Pokale! Während ihr Völlische" die Mut Damals haben die Regiekosten freilich nicht elf schaften predigen die Pfaffen von der Hoheit und„ Wattterersas" darstellt, die Straße, die Profeta ter in schnungvollen Reden preift und den Tant Brozent, ſondern 25 Prozent betragen. Die Ge Würde der Mutter. Und damit niemand und nichts rierfinder überantwortet werden, weil der deutsche an sie von den Lippen fallen laßt, während ihr sinnung, die das„ Prager Tagblatt" gegenüber fehle, hat der Verband deutschvölli- Gott sich um deutsche Kinder nicht fümmert, wenn euch entrüstet in euerer fatten Behaglichkeit über den sozialen Inſtitutionen der Arbeiter und An scher Lehrer" in Teplit Schönau im Wia"- fie im Dred der Armut geboren werden. Warum die wachsende Verwahrlosung der Jugend, die gestellten hegen, ist bei diefer Setze zum Ausdrud Berlage des B. d. D. i. B. ein Büchlein heraus- fie leiden? der vöffiche Herr Dichter mit dem ten- Verschwendungssucht" der Arbeiter, während ihr gekommen und die Arbeiter und Angestellten wer gebracht, das selbstverständlich in zwei verschiede tonischen Starafiat hat's entdeckt:„ der liebe Gott," Völliſchen" euch ſelbſt Weihrauch ſtreut wähden sich dies merfen. nen Preislagen abgegeben wird. Vorangestellt ist der alles fenft, den guten Menschen Gutes schenft". rend cures Muttertages und vor demselben und cin Bild„ Mutterglüd", ein Sohn auf einiger Ueberhaupt der liebe Gott, das heißt, der Katechis nachher leidet dieses gepeinigte arme Volf unsag- Der Kollektivvertrag der Textilarbeiter des maßen guten Geschmad, geradezu eine Starilatur. muustiebegott, nach der deutsche Goit von besonde bare Qual. Denn die Repräsentanten der„ Böl- tschechischen Ostböhmens ist vorgeſtern unterschrie Um zu zeigen, was die deutschböllischen rer Qualität, wird auffallend oft bemüht von den fifchen", die Strepek und Spina und Diahr- var- ben worden. Die Arbeiter haben eine kleine LohnLehrer unter deutscher Dichtung und Dichtkunst völkischen Lehrern. Das macht: Sie gingen einmal ing richten mit ihren Klaſſengenossen die Difta erhöhung zugestanden bekommen. Der Vertrag verstehen, müssen einige Proben als Belege an- Los von Rom", die Völkischen, doch haben sie tur auf, die Diktatur der Bourgeoisie. Feiert läuft bis Ende dieses Jahres. geführt werden. Der Raum unseres Blattes ist heimgefunden. Wie in einent, pfäffifchen Traftät eure Wuttertage, noch tönnt ihr sie feiern. Aber ums zu wertvoll, als daß er muttvillig vergeudet lein lesen wir zum Beispiel: Laß mich, Herr und in nicht allzuferner Zukunft da werden werde. Doch möchten wir der deutschen Kultur Jesus, auch morgen fein Mütterchens liebes Rind!" Die Mütter darauf verzichten, gefeiert" zu wereinen Dienst erweisen. Der Herausgeber behauptet, oder Du liebst mich, wie durch Jesus Christ zu sein, der Tag der Freiheit für alle. den; denn dann wird der Tag der Mütter die namhaftesten deutschen Dichter der Gegenwart lieben uns geboten ist...." Neben diesen oft und hätten Beiträge reliefert. Glauben wir dem deut- oft betonten Bekundungen kirchlich- völfischer Geschen Manne. Also los! Da läßt Frida von ero inmeng ist das Wort„ deutsch" des öfteren ge noff ein Sleinkind versprechen: Bin ich erſt braucht, vielleicht mißbraucht. Das muß als Selbst flüger und süchtig und groß, schaff ich dir selber verständlichkeit betrachtet werden. Gut deutsch und der Feldzug gegen die Krankentassen. Barthel jagt:„ Der Stulturwille iſt eine Fahne und ein herrliches Los". Frida von Seronoff fcheint gut christlich, so siemt es dem Reichsverbande sozial blind zu sein, sonst fönnte sie nicht so dich- völfischer Lehrer" wi: dem ,, Bunde der Deutschen" ten im Angesichte von Millionen darbender Müt und dessen Wia" Berlage. Unterhielten sich die ter. Nun komme ich auch noch dran, ich kleiner Herrschaften privat, wer möchte sie stören? Aber Strampelmann". dichtet Julie Knieſe; iſt das die Herren und Damen bleiben nicht unter sich, nicht füß? entzückend? Hans Weltenberger ihr Tun und ihre Absichten liegen flar zutage. Der aber, der Fromme, fleht: Erhalte, Gott, mein von den Deutschen als unpolitisch erklärte WutterMütterlein und laß es immer bei mir sein!" tag ist es nie gewesen, wird nie unpolitisch sein. Schirm dich Gott vor Sorg und Nöten, und vor Die ganze Bolfsgemeinichaft" ſtellt fich bar, alle Summer und Gefahr" betet Florentine Geb- Farbentönungen von Gelb übers Grün und Blau hardt leider vergebens, da die Not der Mütter hinweg zum tiefsten Schmerz als die geschlossene ſtandſtündlich wächst. Frida Gumpinger ist Phalanx gegen das Proletariat. Der Mutter so voll füßer Schlagsahne, daß aus ihrem Mutier- lag" in der von den Völkischen propagierten Art tagsherzen es also quillt:„ Das allerherzigste der der Durchführung ist ein gefährliches Opiat, ein Blümchen zuletzt ich in das Sträußlein flicht: Betäubungsmittel. Die Völlischen feiern die Mit flüstert leis: Dein Kind, lieb' Mutter, vergist ter und haben kein Recht dazu. Denn die Bour dich ewig, ewia nicht!" Dem Reichsverbande gevisparteien sind schuld, daß Mutter und Kinder deutschvölfischer Lehrer" wäre zu empfehlen, einen der Armen und Glenden nicht des Glücks der Welt Lehrgang für deutsche Müttertagsdichterinnen bei- teilhaftig werden können. Die Völkischen predi devlei Geschlechts, und solche, die es werden wollen, gen das Glück der Zufriedenheit", damit sie selbst einzurichten. Zum Abschluffe dieser„ lyrischen" Er umso ruhiger und im vollen Behagen ihr Leben güffe deutscher zeitgenöffiicher Dichter" feelen nur genießen" fönnen. Die Völkischen das Wort noch ein Beispiel fadesten Reimgebimmels, mit in seiner weitesten Bedeutung verstanden, da sie dem deutsche Stinder zum Muttertage geärgert wer- alle„ völkisch" sind in ihrem Hasse gegen das den. Ein gewiffer Julius Bause wana„ dichtet unbotmäßige, begehrliche, ewig unzufriedene Volt also:„ Mutti, liebe Mutti mein, ich bin dir ja täuschen das arbeitende Volk und meinen, die so gut, fag dir ein kleines Wünschelein mit frischem. Massen zur„ Dankbarkeit“ für erwiesene Ona frohem Mut. Ter liebe Gott soll jederzeit das Beste den" erziehen zu müssen. Allerdings hat ein ge schenken dir: Gesundheit und Zufriedenheit und wisser Pestalozzi den dankgierigen Wohltä fäuberliche und glatte Deldrucke. Mütter sind darBoltswirtschaft. Riteratur. Kulturwille Nr. 5/ IV, ulturation".( Einzel. nummer 25 Pig. Jahresabonnement Mt. 2.10. Probenummer frei! Verlag: Arbeiter- BildungsInstitut, Leipzig C. 1, Brausstraße 17.) Wenn Wax manchmal auch ein Browning in den Händen der Will man die Krankenkassen ruinieren? Arbetarklasse," so trifft dies ganz besonders für Das Oberste Verwaltungsgericht hat ent- dieses eft zu. Schon das Titelbild mit den Stöpsechs Tage vorzuschreiben sind, wodurch die Mög- Leipziger Waters Mar Schwimmer, zeigt, daß wir schieden, daß die Versicherungsbeiträge nur fürfen der Oberreaktionäre, eine Photofonstruktion des lichkeit entsteht, daß vielfach Unternehmer die es mit einer der lebendigsten Bildungszeitschriften Stranfenfassen um die Rückzahlung der Beiträge der Arbeiterschaft zu tun haben. Dabei ist durchaus für den siebenten Tag flagen. Im Versicherungs- su begrüßen, daß die Stritik sich nicht nur auf das rate hat Genosse Bösmüller diese Frage zur segnerische Lager erstreckt, sondern daß auch die Sprache gebracht und erklärt, daß es sich nicht fehler sozialistischer Stuiturpolitik flar herausgestellt darum handle, wie viel Prozente der Beitragsvorwerden. Im Einzelnen enthält die Nummer folgende schreibung des ersten Halbjahres 1926 zurüdzu interessante Beiträge: Wolfgang Schumann: Kultur zahlen sind, sondern wie wir es überhaupt unter reattion Jensen: Kulturcaktion und Maſſendiesen Umständen ermöglichen, die Kranten bewegung Saenger: Kontorbatspläne unterſtüßung und die sonstigen gesetzlichen Mini Siller: Strafgesetreform? Felig Ziege: Die Kul. malleistungen aufrecht zu erhalten. Schon wei- turpolitik der politischen Barteien und Wirtschafts. sen die Bilanzen der Krankentassen für das Jahr gruppen und einen Bericht über„ Kongreß gegen 1926 ganz wesentliche Abgänge auf. Dabei kommt foloniale Unterdrückung" von Helene Stöder. Die die Grippeepidemic, die erst im Dezember des Arbeiterschulung bringt Beiträge von G. Hermes vorigen Jahres einsetzte, bei diesen großen Ge- und B. Hartig und eine stofflich und gedanklich barungsabgängen noch gar nicht zum Ausdruck. gleich wertvolle Vorbereitung für Aubeiter- Ferienwird nun tatsächlich die Entscheidung des Ober- reisen( Soziales Wandern). Geschicht ausgewählte sten Verwaltungsgerichtes in die Tat umgesetzt Lithographien des großen französischen Starifaturisten und der siebente Tag nicht mehr zur Vorschreibung Dannrier beleben das Ganze. Jeder fulturell gebracht, so würden sich Gebarungsabgänge erge interessierte Sand. und Kopfarbeiter, jeder Funktioben, die bei einzelnen Kassen in die Millionen när von Partei und Gewerkschaft sollte den Stuktur. gehen werden. Es wird faum eine Krankenver willen abonnieren. Er wird, jedes Heft mit Spanficherungsanstalt in der Lage sein, Rückzahlungen nung erwarten und lesen. - Bette 8. Auffigs Handelshochschulbestrebungen von 1902 Bis 1927. Von Mary Wolfrum, Aussig 1927 im Selbstverlage. Dr.: Jm Kampfe um die Verwaltungsres form. Verlag der Deutschen Zeitungs- A.- G. Paul Stiaẞnh: Zum Problem einer Rentenauswertung in Desterreich. Wien und Leipzig 1926. Berlag Wilhelm Braumüller. Kunit und Wiſſen. Singbereins- Ronzert. Der Prager deutsche Singberein hat sein diesjähriges außerordent liches( III.) Stonzert nicht ausschließlich in eigener Sache, das heißt als reines Chorkonzert veranstaltet, sondern demselben durch Zuziehung eines Sam Amerorchesters und einer Solistin den Charakter einer philharmonischen Konzertveranstal Nußbringende Kleintierzucht Rubentenzucht • K 6.Aus dem Auslande werden mit Bestimmtheit Expeditionen aus Amerika erwartet( die amerikanische Expedition kommt mit zwei Abteilungen), dann aus England, Belgien, Frankreich, Jugoslawien, Lettland, Ungarn, Polen, Deutschland, Desterreich, Ruumänien, aus der. Schweiz und ukrainische Teilnehmer. Rubringende Haftung u. Biege Die Festlichkeiten werden also einen ausgesprochen des Schafes internationalen Charakter haben. Die Frist für die Der Raninchenftat: 8Geflügelsucht.... K 6Anmeldung aus dem Auslande fäuft erst am Buchführung für Kaninchen15. Mai ab; nach diesem Termin wird man genant Gefundheitspflege der Klein ersehen können, in welchem Ausmaße und auf welche Weise die einzelnen Länder die Olympiade beschicken werden. an der Festszene, welche eine künstlerische Ergänzung Der szenische Ausschuß arbeitet mit aller Kraft des turnerischen und sportlichen Programmes sein foll. Die Szene, welche dem Gedanken ,, Durch Arbeit zur Freiheit" Ausdruck geben soll, klingt in eine erhebende Huldigung an die Arbeit aus. Es werden in ihr silchter K 9. .K 3.Haustiere. ..K 3.Büchtungslehre.... K 8ausführliches Bersetonis über beraritge Schriften foftenlod. Boltsbuchhandlung Aremser& Co. Teplitz- Schönau, Abereftenaaffe 18-20. Die tung gegeben. Da an ausgezeichneten Soliſtenkoni 1000 Edgiebe, 800 ältere Turner mit Sam Gartenbewirtmern, 200 Tänzerinnen und ungefähr 1200 andere Darsteller mitwirken. Die Gmappen der Mitglieder aus den DTJ. aus ben verschiedenen Gauen der Tschechoslowakei werden in ihren malerischen Nationaltrachten kommen, so daß die fremden Gäste beim Festzug am 6. Juli ein farbenfrohes Bild zu sehen bekommen werden. gerten in den Prager Konzertjälen ohnedies Ueber. fhz herrscht, hätten wir in dem Konserte eines Vokal. törpers lieber um eine Chornummer mehr gehört, statt einer auch noch so guten solistischen Davbietung. Die Pianistin Nina Hamson aus Hamburg übrigens, die als solistische Nummer Mozarts Gs Dur- Mavierkonzert( 1777) spielte, ist fein so hervor. ragendes pianistisches Talent, daß ihre Einführung in den Prager Konzertsaal eine zwingende Notwen 5. Kreis.( Schwimmen.) Am 8. Mai, halb digkei: gewesen wäre; zwar ist ihre Technik aus 9 Uhr vorntittags, int Sitzungszimmer der Freiheit", goglichen und von perlender Duftigkeit, aber in der Teplit Theresiengaſſe 18( nicht wie im letzten Mit Rhythmisierung zeigte sich die Künfflerin wenig au- teilungsblatt angegeben: Rochichule), Sigung der Bc. verlässig. Die orchestrale Nummer des Abends war girls Schwimmwvarte. Sonntag, den 15. Mai, Händels flang- und formschönes Concerto grosso barb 10 Uhr vormittags, Beginn des SchwimmNr. X in D- Moll für Streichorchester und Continuo, rettungskurses. Der Kurs findet in Brüg, das seinerzeit schon Dr. Kenzler mit dem ehe- und zwar vormittags in der Turnhalle, nachmittags maligen Prager deutschen Verbandsorchester zur Auf. im Hallenschwimmbad statt und gilt für den 3., 4., 5., führung brachte; dem Schluß- Allegro des Konzertes 7. und 8. Bezirk. Alle Vereine, in deren Bereich hätten wir mehr rhythmische und dynamische Dif- start benüßte Schyvintmgelegenheiten sind, haben zwei ferenzierung gewünscht. Unter den Chorwerken, die bis sechs Schwimmer zu diesem Kurs zu entsenden. der Verein unter der Leitung seines Chormei. Nähere Weisungen folgen. sters Hermann Schmeidet sang, gerieten am besten zwei prächtige Volksliederbearbei. tungen Mag Regers, die in ihrer gemütsreichen Stimmungszeichnung und formal tumswoollen, in jeder Strophe ganz wundervoll variierten Satzweise zum föstlichsten Besitz der modernen A- Capella. Chorliteratur gehören und die der Verein auch mit borbildlicher dynamischer Abtönung und rhythmischer Nuancierung fang. Diese Volkslieder ließen den Wunsch wach werden, die ausgezeichnete Kunst des Singvereins im A- Capella- Singen einmal in einem ausschließlich dem Volksliede gewidmeten Chorabend genießen zu können. Auch das zweite Chorwerk von Reger, das auf der Vortragsordnung stand, eine Motette von außerordentlicher formaler Schönheit und satztechischer Kompliziertheit, erzielte in der schön gesteigerten und die inhaltlichen Gegensätze aus. gezeichnet betonenden Interpretation Schmeidels Mitteilungen aus dem Bublikum. Das Beste für Ihre Augen Hefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25, Kl. Bazar. SANA BUTTER CLEICH 18: 988 Dr. med. Robert Hellmer hat am 1. Mai d. J. unmittelbare Wirkung. Eröffnet wurde das Konzert seine Pragis als praktischer Arzt in Hohenfurth, mit einem Psalm von Heinrich Kaminski, während Südböhmen, eröffnet. Ordination von 8 bis 10 und den Beschluß des Programmes die Motette„ Lebet 1 bis 2 Uhr. Gott alle Heiden!" von Joh. Seb. Bach bildete. ―el. Spielplan des Nenen Deutschen Theaters. Santstag( 148-4):„ Der Obersteiger". Sonntag, 2% Uhr nachm.„ Eine Nacht in Venedig"; abends( 150-2): I'm weißen Rößl". Montag( ohne Abonn.): Stagione I: „ Der Barbier von Sevilla". Zag des Arbeiter- Sportes. Von Richard Reißner. 4720 haltung und Festigung der Gesundheit. Turnen und Turnen und Sport sind wichtige Hilfen zur ErSport zwingen den Arbeiter, sich an seinen Körper zu erinnern; beides schafft ein erhöhtes KörperbeSpielplan der Kleinen Bühne. Samstag: wußtsein. Vielfach gilt dem Arbeiter sein Körper Ronzert". Sonntag, 3 Uhr nachm.: Garten wenig. Der Körper ist ihm ein zerschundenes und Eden"; abends: Miß Chocolate". Montag, geplagtes Werkzeug, denn die Rationalisierung der Bankbeanttenvorst.: Der gefällige Thierry". Wirtschaft erniedrigt den wundervollen Menschen leib zu einer Teilmaschine. --Turnen und Sport. Unsere Maiwanderung geht am Sonntag, dem 8. Mai, nach Schelesen bei Liboch, wo an diesem Tage auch ein Bezirkstref. fen der Naturfreunde" stattfindet. Abfahrt 6.40 Uhr früh vom Masarykbahnhof. Führer: Turngenosse Tetenta. heben ſchaftung die Gartenbewäfferung K6Gartenbrunnen Gärtnerifche Düngerlehre K6.Düngung des Gemüsegartens ... K 3.K 3.Wegebau im Garten und Par! K 3.Gemüsebau...... K 6.Ausführliches Berzeichnis über berartige Schriften toftenlos. Voltsbuchhandlung Kremser& Co., Teplit- Schönau, 3berekenaane 18-20. Augbringender Obitbau Schnitt bes Rernobstes K 8.Düngung der Obstbäume K 8. Schädlinge des Kernobstes mit Farbentafeln. K 12.Spalter- und 8wergobft K 3.Wufchobftban... K 3.Monatstalender für den Obst bau.... .... K 3.Plusführliche Berzeichnisse fiber derartige Schriften fostenlos. Boltsbuchhandlung Kremser& Comp., Teplit- Schönau, Thereftengaffe 18-20. Lachen links! Das neue deutsche Witblatt erscheint wöchentlich. Jede Nummer Ste 1.60 Bu besichen durch die Bolfsbuchhandlung Stremfer& Co. Teplitz- Schönau, Theresiengasse 18-20. Samstag, 7. Mai 1927. Onkel Boby spricht: Nichts zu danken, lleber Freund! Ich weiß aus Erfahrung, wer einmal Vitello zum Kochen, Braten, Backen verwendet hat, wird sein Vorurteil gegen Margarine fallen lassen. Wie immer, so sollte Ihre Frau Gemahlin auch beim Einkauf von Margarine auf beste Qualität sehen. Eine führende Margarine ist und bleibt die vorzügliche VIITELLO die aus vorzüglichen Rohstoffen in hygienischen, peinlich sauberen Räumen der größten und modernsten Margarinefabrik der Tschechoslowakei, den Centra- Werken, hergestellt wird. VITELLO FRANZENSBAD Das erste Moorbad der Welt Hervorragendes Frauen- und Herzheilbad Größte Heilerfolge bei Herz- u. Frauenleiden, Kinderlosigkeit, Gicht, Rheumatismus u. chron. Stuhlvertopfung. Aerztl, Broschüre sowie Ausk, über Kuraufenthalt durch die Kurverwaltung Herzkraakhelten vom 22. bis 26 Mal. 4638 Zimmer mit Verpflegung von č. K. 42.- aufw. Ärztlicher Spezialkur für Frauen- und 100 Schweizer Frants Geld 1349.50 798.468.75 die übrige Besetzung ist durchwegs annehmbar und gut typisiert, die Regie arbeitet nüchtern ohne jede Seleinmalerei, immer nur auf das Ganze bedacht, was dem Film ein flottes Tempo verleiht. Die Aus stattung ist natürlich echt amerikanisch, manche ber 163.40-164.60- Meeresaufnahmen sind von bestrickendem Reiz und Ware 1355.50 802.-471.75 648.75 651.75 177.30 178.70 33.61% 38.91% 132.05 133.25 59.20 588.75 376.57 59 70% 591.75 379.87% 2 473.75 476.75 Prager Nurse am 6. Mai. Troydem, daß die Gesundheit gerade für den Arbeiter in großem Maße wichtig ist, tum tausende 100 holländische Gulden Proletarier nichts für ihn. Die Arbeiterturner sind 100 Reichsmart.. natürlich überzeugt, daß die Forderungen:„ Licht, 100 Belgas.. Deutscher Arbeiter- Turn- u. Sportverein Suft und Wasser", Treibt Sport" oder„ Cent 1 Bfund Sterling Prag. schwimmen", allein gänzlich ungenügend sind. 100 Lire.. Ein durch Ueberarbeit, Unterernährung und allge- 1 Dollar. 100 französische Frants. meine Armut zermürbter Körper kann durch den 100 Dinar. Sport allein nicht gekräftigt werden. Daher er- 100 Bengos. die Arbeitersportler weitgehendere For- 100 polnische Bloth. derungen sozialer und politischer Art, Forderung n, die sich decken mit denen des gesamten Proletariats, und die am Ende der Gesundheitswoche nicht verstummen werden. Immer wieder heit des arbeitenden Voltes ist vor allem eine Frage stellen wir laut und vernehmlich fest: Die Gesund der wirtschaftlichen und politischen Lage des Proletariats, fann also innerhalb der Gesundheitswoche nicht gelöst werden. Die Frage der Gesundheit für alle fann aber auch nur Sache des Proletariats selbst sein. Zusammenkunft um 6.15 Uhr im Schal terraum des Bahnhoses. Auf dem Bahnhofe von Dolni- Beřkovice werden wir von unseren Freunden abgeholt und nach Schelesen geführt. Fahrpreis hin und zurück mit Ermäßigung 16 K. Mitgliedsbücher mit Photographic und Bahn marke mitbringen! Turngenossen, Turngenossinnen! Beteiligt euch zahlreich an dieser Maiwanderung in das schöne Elbegebiet und benützt die Gelegenheit, das schöne Heim umferer Naturfreunde" kennen zu lernen. Die Vereinsleitung. 2. tschechoslowakische ArbeiterOlympiade in Prag. 100 Schilling. Der Film. Wran- Urania- Kino( deutsches Kino):„ Hoch- und Spielplan der Prager Lichtspieltheater Deutschmeister". der Film ein neuer Beweis, daß die herrliche Phan tasie des großen Franzosen wahrscheinlich unsterbli ches gefchaffen hat. Argus. Der größte Gauner des Jahrhunderts wird sich ein neuer Aafa- Film betiteln, der den Romant Jimmy, der Schwerverbrecher" von 2. v. Wohl als Grundlage benüßt. Für die Regis zeichnet Max Obal, in der Hauptrolle Suciano Albertini. ins Leben gerufen wurde. Man kann wohl auf die neuen Schöpfungen der Bergner, die in ihrem lezten Film„ Liebe" einen so herrlichen Erfolg verzeichnen fonnte, mit vollem Recht gespannt sein. Filmverbot in Prag. Der gerade fertiggestellte tschechische Film„ Die schöne Spionin" nach dem Roman von Josef Adler wurde von der Zensur verboten, da er angeblich das freundschaftliche Verhältnis mit Ungarn trüben könnte. Elisabeth Bergner afs Produzentin. Die be kannte deutsche Bühnen- und Filmtünstlerin ElisaLido: Im Herrschaftsstande". I. 11. II. beth Bergner ist die erste Gesellschafterin einer Adria:" Die sonderbare Kevankenschwester". Chaplin. neuen Filmgesellschaft, die dieser Tage in Berlin Avion:" Die lustige Witive". Profongiert Belvedere: Frrseelen". Hilfe, ich bin Millionär!" sundheit für alle. Er ist versorgt. Er fann seinen Der Besitbürger hat kein Interesse an der Ge- Helios:„ Mißi im Liebesnest".„ Die Dächer New Störper pflegen wie er will; er hat eine gesunde Svězda: Frigo auf der Waschine". Lustspiel. Yorks". Wohnung; er kann täglich baden; für seine Ernäh Illusion:„ Das Mädel mit Temperament"." Werther". rung ist genügend vorgesehen; viele müssen sogar Julis:„ Der Graf von Monte Christo". Prolongiert. den Punktroller benüßen; er kann die rauchige Stadt Kapitol: Wer ist der Mörder". Ellen Richter. verlassen und seinen Urlaub in den Bergen oder Koruna: Frigo auf der Maschine". Lustspiel. am Wasser verbringen. Lucerna: Hagar, die Tänzerin". Drama. P. Benoit. Und weil die bürgerlichen oder neutralen" Orient: Frigo auf der Maschine". Luftspiel Nach den bisher erfolgten Anmeldungen und Sportorganisationen von Veſitzbürgern geführt und Passage:" Herbſtmanöver". gekeitet werden, deshalb ist für die bedeutendste Lo- Medic: Marionetten". Komödie Milton Sills. Borbereitungen läßt sich für das im Juli zu Prag sung der Arbeitersportler: Stampf der tulturellen, Světozor: Die lustige Witwe". Prolongiert. stattfindende Turn- und Sportfest- II. Tschechopolitischen und wirtschaftlichen Reaktion", in diesen Floatische Arbeiter- Olympiade eine tatsächlich Organisationen fein Play. Und deshalb erheben die Der Graf von Monte Christo. Die&& Regie führen wird. nächtige Beteiligung erwarten. Dank einer durch Arbeitersportler nicht nur die Forderung nach bringt diesmal die neneſte Verfilmung des begreifenden Agitation und die kommenden Festlich- Spielpläßen, Bädern und Turnhallen, nach Turn kannten Abenteuerer- Romans von Alexander Du Wieder ein Russenfilm. Ter nächste Erich beiten Gegenstand eines lebhaften Intereſſes der lehrern für die Volks- und Bürgerschulen, nach Ab- mas. Da der Film nur eine einzige Epoche auf- Bommer- Film wird einen Stoff aus der ruſſigesamten organisierten Arbeiterschaft geworden. Der gabe- und Steuerfreiheit für die Turn- und Sport- weist, ist es selbstverständlich, daß die an und für schen Revolutionsgeschichte zum Gegenstande haben chechische Arbeiterturnverband( DTJ.) rüstet 34.000 vereine, sondern sie wollen Mitstreiter sich so reiche und weitausholende Handlung knapp mit Lon Chaney in der Hauptrolle. Benjamin Trener und Turnerinnen zu dieser Olympiade, cin- für eine bessere Zeit und fämpfende zusammengedrängt werden mußte. Alle Nebenhand- Christensen führt die Regie. gerechnet die Schüler, Jungturner, Männer, Frauen Wegbereiter für das Ziel unserer Be- lungen sind verschwunden, es bleibt nur die Hauptund auch ältere Turner, die die Bezeichnung Zwei- freiung sein. ter Aufruf" erhielten. fabel übrig, die stellenweise nicht gerade klar und Wenn die Arbeiterturner und sportler heute verständlich ist. Für die Hauptrolle wurde John Der Aussiger Verband allein entsendet auf die Straße gehen, so hoffen sie, daß die klassen- Gilbert außersehen, der diesmal angenehm übernoch Prag an 5000 Turner und Sportler. bewußten Arbeiter wissen werda, wo ihr play ist rafcht und Proben seiner Vielseitigkeit ablegt. Auch Jennings dritter Film. Der dritte amerikanische Film Jannings" wird die monumentale Geschichte eines Negerhäuptlings werden, der mit der Zivilisation in Berührung kommt und bei einem Konflikt in die Barbarci zurückfällt. Das Ma nuskript hat Sternberg verfaßt, der auch die Herausgeber Dr. Ludwig Czech Verantwortlicher Redakteur Dr. Emil Strauß. Drud: Deutsche Zeitungs- A- G., Brag. Für den Druck verantwortlich: D. volit.