Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag, 11., Nelazanfa 18. Telephone: Tagesredattion: 26795, 31469. Nachtredattion: 26797. Boßschedamt: 57544. Jaferate werden laut, Tarif bldigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Sonntag, 8. Mai 1927. Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: Ke 16.monatlich vierteljährlich halbjährig ganzjährig 48.96.192.Rüdftellung von Manuffripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarken. Ericheint mit Ausnahme des Montag täglich iriib Nr. 106. Wirtschaftskrise, Bürgerblock und unser Kampf um Selbstregierung und nationale Selbstverwaltung. Das Parteitagsreferat des Genossen Dr. Czech. haltene Rede des Unternehmersekretärs Dr. Hoda č, stellen übereinstimmend den In einer wahren Schicksalsstunde sind wir großer Industriebetriebe, von ihrer striever bandas, die fürzlichen Darlegungen hier versammelt. Das wirtschaftliche und politische Umstellung auf andere, mindevivertige Pro- des gewesenen an de Isministers Dvořa Leben des Landes steht im Zeichen schwerster duftionsgattungen, von der Auswanderung ček, die kürzlich in der Industriellentagung ge Krifenerscheinungen, in denen sich die internatio- vieler Zehntausender von vorzüglich quanale wirtschaftliche Reaktion scharf widerspiegelt. lifizierten, für unsere Produktion geradezu unTadurch ist die Arbeiterklasse vor eine ganze Reihe erfeßlichen Arbeitern, sondern ich rede nur von schwierigster, dringlichster und verantwortlichster dem, was uns noch geblieben ist. Hier aber muß Probleme gestellt, deren Lösung zu den wichtigsten festgestellt werden, Aufgaben unserer Partei gehört. Den ganz besonders kritischen Wirtschafts- daß es heute keinen einzigen Produktionszweig jahren 1922 und 1923 ist eine turze Periode gibt, der nicht von schwersten Krisenerscheinungen befferer wirtschaftlicher Konjunktur gefolgt, sie fiel in das Jahr 1925 und wurde nicht etwa durch die Konsolidierung unserer Wirtschaft hervorgerufen, sondern durch schwere Erschütterungen der Volkswirtschaft der Nachbarländer, und vor allem Deutschlands, das während der harten Deflations periode unter den ungünstigsten Verhältniffen pro duzierte und gegenüber der Konkurrenz der andern Länder, vor allem auch der Tschechoslowakei, nicht auffommen fonnte. Oberflächliche Beobachter un ferer Verhältnisse, die nur die Aeußerlichkeiten auf ſich wirken ließen, den Dingen nicht auf den Grund gingen und nur den stärkeren Aufschwung unserer Broduction vor sich sahen, prophezeiten schon eine goldentes Zeitalter. Die fürchterliche Ent täuschung fellte jedoch nicht allzu lange auf sich warten laffen, denn schon die nächsten Monate brachten einen schweren Rückschlag. geschüttelt wäre. enormen Rüdgang in der Ausfuhr von Fertigstoffen, eine starte Ausfuhr von Rohstoffen und einen Rückgang in Lebensmittel und Rohstoff- Import fest, was einesteils, soweit es die Rohstoffimporte und Exporte betrifft, klar und deutlich den enormen nüßung unserer Produktionskapazität und so die Produktionsrückgang manifestiert, die Nichtaus Betriebseinstellungen und die enorme Avbeitslosig feit aufklärt, und andernteils, soweit Lebensmittelimporte in Frage kommen, die enorme Lebensmittelteuerung erklärlich macht. Doch die Verarmung des Wirtschaftslebens bedeute noch lange feine Verarmung der fapitali stischen Bourgeoisie, dagegen führt sie in unserem fapitalistischen Wirtschaftssystem zwangsläufig zur Berelendung der Arbeitermassen, deren Schicksal mit dem der Produktion auf das innigste verknüpft ist. Denn mitten in der schwersten Wirtschaftsnot hat es das Finanz- und Industrie- und Agrarlapital verstanden, feine Profite in enormer Weise zu mehren. Mit einem Aufgebot von Energie es Alles dies in einer Zeit, in welcher die Löhne der Arbeiterschaft einen Tiefstand erreicht haben, aus dem sich laum das nadie Leben deden läßt, und sich durch die ansteigende Teuerung immer mehr entierten. Stürzlich erst berichytete das Blatt des tschechischen Bank. und Industriefapitals, die„ Narodni Lism", daß die Großhandelspreise das 9.5fache der Frie densbasis betragen. Doch auch die amtliche Statistik ergibt, daß vom Dezember 1926 auf den Jänner 1927 der Großhandelsinder für Nahrungsmittel auf 912 gestiegen iſt. von 863 auf 950, der Kleinhandelsinder von 854 Und während sich der Großhandelsinder für Textilien um 12.6 Prozent erniedrigte, haben sich die Preise der Agrarproduktion um 13.6 Prozent erhöht. Vom Mär; 1926 auf den Jänner 1927 ist der Weizenpreis von 198 auf 239, der Kornpreis von 122 auf 211 in die Höhe gegangen, vom Juli auf den Dezember 1926 ist der ungarisch: Weizen von 186.7 auf 178.26 gesunken, während sich die tschechoslowakischen Weizenpreise zur gleichen Zeit um 48.79 Stronen erhöht haben. Mehr als eine Milliarde Ki ist den Agrariern durch die Erhöhung der Zölle in die Taschen geflossen, wobei fich dieser Betrag durch die Erhöhung Stonzentration der Induſtrie, die Nationaliſeder Kartoffelpreiſe noch um weit mehr der Produktionstechnik, die Organisierung der als die Hälfte erhöht. Wirtschaft in Angriff genommen. Um fie resolut betreiben zu können, sollen die beiden großen, natio Hand in Hang damit geht auch die durch die nalen Industrieverbände, der Verband der In- deutsche und tschechische Bourgeoisie durchgeführte duſtriellen in Reichenberg und der Zentralverband Erhöhung der indirekten Abgaben um 25 bis 30 ber tschechoslowakischen Industrie in Prag, zu Brozent und die damit der Bevölkerung zugeeinem einheitlichen Verbande zusammengeschlossen fchobene Mehrbelastung um nahezu 1.5 Millionen werden, dem- wie dies der Generaldirektor Sonnenschein fürzlich ausführte die Aufgabe obliegt, durch den Zusammenschluß die Konkurren; zu beseitigen und durch Nationalisierung der Pro duktion und entsprechende Preisfestsetzung den Er port zu fördern. Kronen. Durch die weiteren neuen Abgaben, durch das ungeheure Milliardenbudget, den gewaltigen Rüſtungsaufwand werden sich diese Lasten noch um beträchtliches erhöhen. Was wunder, wenn der arbeitet längst nur mit einem fieinen Teile ihres Die Eisen und Metallindustrie Betriebsapparats, ihrer Hochöfen, ihrer Kamine, nur mit einem Bruchteil ihrer Arbeiterschaft. Die Textilindustrie ist auf 70, vielfach sogar auf die Hälfte des Vorkriegsstandes gesunken. Die Porzellanindustrie ist von der Krise hart mitgenommen und ist ganz außerstande, sich der Auslandskonkurrenz gegenüber am Weltmarkte durchzufeßen. Am fatastrophalsten ist die Lage der Glasindustrie, welche neben der Zuder industrie eigentlich die große Hoffnung und Süße unserer Handelsbilanz ist, und nun völlig dar niederliegt und kaum noch mit einem 50prozentigen Betriebsapparat vegetiert. Nach vielen Monaten idverster Arbeitslosigkeit gibt es momentan fast nur Kurzschichten und die denkbar elendeDeutschland vermochte die schwere Wirtschafts- sten Verdienstmöglichkeiten, die die Arbeiterschaft frise verhältnismäßig leicht zu überwinden. Wieder des sergebietes zur Verzweiflung getrieben trat es als ernſter Stonkurrenzfaktor auf den Welt- und die bekannten Vorgänge ausgelöſt haben, die markt und vermochte die an feine Stelle getretenen die Regierung in ihrer Ratlosigkeit zur BerNachbarländer wieder in die Hinterhand zu brin- hängung des Ausnahmszustandes benüßte. Trostgen. Zu den hiedurch mitbetroffenen Ländern los find aber auch die Verhältnisse im Stohlen ählte auch die Tschechoslowakei, die sofort bergbau. Noch im Dezember 1926 betrug die die deutsch: Stonlurren; in ihrem Wirtschaftsleben Kohlenförderung im Steinkohlengebiet 421.000 zu verspüren begann und von diesem Augenblick Tonnen, im Braunkohlengebiet 277.000 Tonnen, on unter die er Einwirkung, aber auch aus einer und schon im Jänner 1927 240.000 respektive ganzen Reihe auf sie einstürmenden Ursachen, die 213.000 Tonnen. Die Zahl der Bergarboiter ist zum Teil aus der weltwirtschaftlichen Situation neuerlich zusammen um 6817 zurüdgegangen, was resultierten uns zum Teil aber aus den Verhält- um so schwerer ins Gewicht fällt, als schon in den nissen des Landes erwuchsen, einer neuen, früheren Jahren viele Zehntausende von Berg ich weren Strise anheimfiel. die die gesamte arbeitern aufs Pflaster gesetzt wurden. Broduktion auf das Empfindlichste traf. Nun setzte Ebenso traurig steht es um einzelne große tschechoslowafische Realfohn an 14. Stelle rangiert, in überſtürztem Tempo ein geradezu lähmender Wirtschaftsgebiete, uns hier wieder befonders unt Produktionsstillstand ein, der ganze Wirtschafts- die deutsche Produktionsgebiete, und daß wir mit den Löhnen hier hinter London, Inzwischen gehen die Konzentrationsbestre Berlin, Barschau einhermarschieren. Die Folgen gebiete ergriff, zu einer Wassenarbeitslosigkeit worin eben bungen der tschechoslowakischen Industrie in flot- dieser elenden Lage der Arbeiterschaft sind die sich führte und temt Tempo vorwärts. Inzwischen wurde auch be- unter dem notwendigen Lebensniveau bewegenden das für diesen Staat und fein nationalistisches reits unser Anschluß an die Weltindustriefartelle, Ernährungsverhältnisse der Arbeiterfamilien, das vielen zehntausenden Arbeiterfamilien namenloses Regime typische national- protektionistische an das Roheisen, Walzdraht, Schienen- und Ucberhandnehmen der Tuberkulose, die Zunahme Wirtschaftssystem Emailfartell vollzogen und eine ganze Reihe ge- der Säuglingssterblichkeit, eine fdvere Degenerie brachte. Alle diese Erscheinungen hatten innerhalb fo deutlich und finnfällig zum Ausdrud tommt. waltiger Unternehmungen zu höheren Formen zu rung des Nachwuchses. der gesamten Bevölkerung, ganz besonders inner- Greifen wir ein solches Gebiet, das west böhsammengeschlossen. Aber auch die Dekonomisierung halb der Arbeiterschaft, eine panische Stimmung mische, heraus! Ter Bergbau, die Porzellan-, der Betriebsweise, die Einführung neuer Produt Spiten, ausgelöst. Gardinen-, Musikinstrumenten- Industrie tionsmethoden, die Rationalisierung des ProdukNiemand wußte, ob und wo und wann die dieses Gebietes sind vollständig verödet, tionsprozesses macht große Fortschritte. Doch wie Katastrophe zum Stillstand kommen werde. In die Betriebe zum Großteil stillgesetzt, die Arbeits- überall auf dem Stontinente zeigt es sich auch hier, diesem Augenblid sept der kapitalistische lofen enorm angewachsen und noch immer im An- daß die Kosten dieser Organisierungs Beschwichtigungsapparat ein. steigen. Im Eger- Ascher Gebiet mußten wie maßnahmen des ProduktionsproSonst waren die Kapitalistenkreise um den bei einer Industriellentagung festgestellt wurde zeffes einzig und allein die Arbeiter Lohndruck noch intensiver gestalten zu könnenten Lohndrud, durch Verkürzung der Arbeitszeit, diesmal schien es ihnen aber räulich, die Ehre des durch weitere Verschlechterung der Arbeitsbedin tapitalisti chen Staates zu retten, den Glauben der gungen, aber auch durch Massenarbeitslosigkeit und Massen an seinen ewigen Bestand vor jedveder Maffenelend die ganze Last der Neugestaltung der Erschütterung zu bewahren, und darum wurde foProduktion auf sich nehmen müssen. In Amerifa fort in aller Form verlautbart, daß es eigentlich hat man es sehr wohl begriffen, daß die bessere baren eben ihre Bilanz pro 1926. Sie brachteit nicht gar so schlimm stehe, daß es sich um vorüber Technik ohne höhere Löhne, die größere Produktion Jahre 1926 15.2 Millionen, also 15 Prozent gegennach allen möglichen Abschreibungen- im gehende Stockungen und Störungen handle, wie ohne sintende Preise unmöglich sei. Dort ist das fie zeitweilig auch im gesündesten Organismus Unsere Feststellungen über den tristen Stand Pro- Kopf- Einkommen von 299 Dollar im Jahre über dem Jahre 1925 12.2 Millionen, also zehn aufzutreten pflegen, und daß alles sich bestimmt unseres Wirtschaftslebens, und vor allem der tsche 1909 auf 770 Dollar im Jahre 1926 gestiegen, Prozent Reingewinn. Die Böhmische Unionzum Guten wenden werde. Ja selbst der Finanz- choslowakischen Produktion, finden in den Handels- dort hat man auch die Grundlagen für den Reich- bant weist pro 1926 einen Reingewinn von minister Dr. Englis benügte die Ueberreichung politischen und wirtschaftsstatistischen Daten ihre tum des Landes dadurch geschaffen, daß man 20.260 Millionen aus. Die Königshofer des Staatsvoranschlages für das Jahr 1927 dazu, volle Bestätigung. Wohl ist die Handels- weniger auf den Export- der nur 5.9 Prozent 3ement fabriken werden eine Dividende von um zu erklären, daß der Stulminationspunkt der bilan; des Jahres 1926 noch immer aftiv. Sie der Produktion beträgt und mehr auf den In- 80 bis 100 Stronen auszahlen. Strife überschritten sei, uns daß das Jahr 1927 weist mit ihrem Ueberschuß von 2594 Millionen, landskonsum Nachdruck legt. Wie die Rationali Das Industrie- und Banffapital günstiger fein werde, als die vorangehenden. Die gegenüber dem vorangegangenen Jahre mit 1208 fierungsergebnisse aber in unserem Lande aussehen, Tatsachen aber haben dem Finanz- Millionen, ein starfes Plus auf. Das gleiche Er- das ergibt sich aus einem Bericht des Reviervates weiß, daß es heute in diesem Staate an der Macht minister nicht recht gegeben. gebnis bietet auch die Sandelsbilanz für das erste in Pilsen, wonach die durchschnittliche Leistung ist, daß es die eigentliche Regierung die es Landes Ein auch nur flüchtiger Blick auf das Wirt- Vierteljahr 1927 mit ihrem Ueberschuß von 934 des Bergarbeiters von 1925 auf 1926 von 5.95 darstellt und trumpft auf. Es verlangt, daß sein haftsleben des Landes gewünt, um uns seine Millionen Seronen gegenüber dem Vorjahre per auf 6.78 Metergentner, also um 12.2 Prozent ge- Wille vollstreckt werde, und es besitzt Wachtmittel Banze Tragit vor Augen u führen. Wohin wir 691 Millionen. Doch ist das Bild trügerisch, denn stiegen ist, die Lohnbelastung pro Kopf dagegen genug. feinen Willen durchzusetzen. Daß unsere ammer unsere Augen richien, überall wird die eine genaue Analyse der Import- und Export- sich von 5.45 und 4.85, also um elf Prozent ge- Darstellung von der Wirtschaftslage des Landes Verödung und Verdorruns unserer Wirtschaft iffern deckt sie schwere Strise unseres industriellen fenft hat. während die reinen Löhne nur um durchaus den Tatsachen entspricht, das ergibt sich offentundig. Ich rede gar nicht von alledem, was Produktionsprozesses schonungslos auf. Der Ve- 1.48 Prozent in die Höhe gegangen, also eigentlich mit aller Deutlichkeit aus dem dieser Tage verlau längst hinter uns ist, von der Abwanderung richt des tschechoslowakischen Judu gleich geblicken sind. barten tschechoslowakischen Expofec Elend -R von der Jahr für Jahr werden nahezu 25.000 Menschen ausilicklig, procure Tuberkulose dahingerafft. Im Monat Juli 1926 famen auf 29.596 Geburtsfälle 4556 Säuglingssterbefälle. Schlachtfelde der Arbeit so fürchterliche Opfer zu Zur selben Zeit, da das Proletariat ant cher geneigt, alles schivar; in schwarz zu malen: bon 39.984 Stellensuchenden 25.320 zurüdgewiesen u tragen haben, und daß sie durch gesteiger bringen, so fürchterliche Entbehrungen auf sich zu werden. Angesichts die'es Produktionsbildes mußte auch der fürzlich erschienene Bericht des Indu stviellenverbandes pro 1926 feststellen, daß die Produktion in der Berichtsperiode noch unter das Maß des Jahres 1924 heruntergegangen fei, und daß die Aussichten für das kommende Jahr äußerst unsicher sind. nehmen bemüßigt ist, mehren die Kapitalisten ihre Profi'c. Die Mannesmann- Werte verlant Bette 2. innerpolitischen Verhältnissen des Landes erteilten Rollen, führte in WirkSonntag, 8. Mai 1927. SachWenn ich vom Wohle unseres Boltes spreche, dann meine ich jene Deutschen, die nicht auf unserer Linie stehen. Es ist die Aufgabe jener Männer, die in der Regierung stehen, daß sie jedem helfen, auch wenn er nicht einer Regierungspartei ange hört, ja selbst wenn er diesen feindlich gegenüberfteht. Es gibt keinen besseren Beweis für die Berechtigung unseres Schrittes, als wenn ich hier erkläre, daß wir jedem helfen wollen." 8 enfer internationalen Welt- machgerabe zur bauernden Erscheinung des tschecho- stände zu ändern. Es ist meine feste Boffnung,[ rent Dr. Spina und Mayr- Harting, wie wirtschaftstagung. flowakischen Wirtschaftslebens werde, und daß da- bei den Berufsgenossen der anderen Nation Ver- die tschechischen und flowakischen Minister, nichts Nach einer ganz unrichtigen Darstellung der ber die Anbahmung einer allgemeinen wirtschaft ständnis zu finden." anderes, als wahren Ursachen des Rückganges der tschechoslowa- lichen Annäherung aller Staaten, sowie die vascheste fischen Wirtschaft, nach einer gang irreführenden Herbeiführung des allgemeinen Weltwirtschaftswürdigender Weise nachlief, schlug man öffentlich Während man den Tschechen in geradezu ent die Sachwalter der Interessen der national Schilderung der sozialen Verhältnisse des Bandes friedens eine der brennendsten Notwendigkeiten fei. im Parlamente and in Versammlungen die natio organisierten Kapitalistenklasse und insbesondere der Wirkungen der Bodenreform, Spät genug, nach den vielen Jahren unterbittlich nahsten Töne an, leistete man auf großen nationa- und in nicht geringerem Maße auch tommt auch das von bürgerlichen Wirtschaftsster wirtschaftlicher Kriegsführung gegen Deutsch len Tagungen heilige Schwüre, gab man aller- walter der nachsten Parteiinteressen. politikern verfaßte Exposee zum Ergebnis, daß die land und gegen alle anderen Nachbarstaaten kommt hand feierliche Staatssprachenerklärungen ab, 1926 rief Serr Minister Dr. Spina der gesamten In seiner Saazer Rede vom 12. Dezember Bage der tschechoslowakischen Wirtschaft eine außer die Tschechoslowakei zu diefer Erkenntnis. indem man mit dem Selbstbestimmungsrecht nur orbentlich schwierige sei, daß die Arbeitslosigkeit Und nun will ich mich den so herum jonglierte und drohte den Tschechen mit politischen Oeffentlichkeit zu: Feuer und Schwert! So arbeitete man mit lichkeit ein wahres Doppelleben, hielt gleichzeitig sutvenden und zu diesem Behuse an die innerpo-[ auf verwies, daß wir unseren Kampf ausschließ- zwei Gifen am Feuer und spielte mit den Inter litische Situation aus der Zeit unseres letzten Par- lich nach sozialistischen Methoden und bei voller effen der deutschen Bevölkerung geradezu Fußball. teitages anknüpfen. Hier zeigt es sich sofort, daß Selbständigkeit und voller Freiheit in der Wahl Man wird uns vielleicht entgegenhalten wollen, sich feit dem letzten im Oktober 1925 in Aussig unserer Rampfmittel führen müssen. Als Ant- daß Senator Zuleger nicht der entscheidende abgehaltenen Parteitag die politischen Verhältnisse wort kam eine Rundgebung in der Deutschen Mann gewesen sei, daß er auf eigene Faust ope des Landes in geradezu grundstürzender Weise ge- Landpost", worin erklärt wird, riert habe und daß die Partei selbst und vor allem ändert haben. Während heute eine deutschdie führenden Männer der Partei ihre Hand dabei tschechische Bürgerregierung an der nicht im Spiele hatten. Doch braucht man nur Macht ist, war damals die allnationale Roalition die Dentschrift des Senators Křepet, die über am Ruder und nichts verriet uns, daß ihre Ver- Doch das genügte den Herrschaften nicht. Um ihre Beschluß, des Klubs der Abgeordneten und Senaabschiedung nicht mehr lange auf sich warten lasabschiedung nicht mehr lange auf sich warten laj- Rampagne saftig gestalten zu können, wurde uns toren des Bundes der Landwirte verfaßt wurde, fer werde. Damals hielt man die allnationale in der deutschen landbündlerischen Preffe die und den Werdegang der aktivistischen Politik des büchel des Bundes der Landwirte ausweisen, InDamals hielt man die allnationale Koalition für das einzig mögliche Regierungsminister streberei angedichtet und daraus Landbundes darstellt, zur Hand nehmen, um terventionen durchgeführt werden. Nachdem sich Poalition für das einzig mögliche Regierungs- in yſtem des Landes, nachdem die rot- grüne Koalieine schwere Anklage wegen Hochverrat an den das unerhörte Roßtäuscherspiel das Arbeitsministerium, an dessen Spitze Spina tron- wie sie unter Tusar's Führung bestand deutschen Intereffen geschmiedet. Wir vermoch- au erkennen, das da jahrelang auf landbündleri- steht, durch die parteimäßigen Stohlenscheine so infolge der kommunistischen Spaltungsarbeit und der allgemeinen Schwächung des Sozialisten diesen Schlag zu parieren und die Verwor- 3 erkennen, das da jahrelang auf landbündleri- steht, durch die parteimäßigen Sohlenscheine so Verworfcher und christlichsozialer Seite mit den Inter- herrlich eingeführt hatte, beginnt man auch das mus aus dem Bereiche der Regierungskombina- fenheit dieser Stampfesweise rechtzeitig zu demas- essen des deutschen Volkes getrieben wurde. Denn Interventionsgeschäft parteimädaß den Tschechen zu solchen Helfershelfern zu gratulieren sei, die man mit nassen Feßen traktieren tönne, ohne auf Widerstand zu stoßen. Fieren. Und heute? Heute fihen just dieselben Parteien, die uns damals mit nassen Feßen traktieren wollten, als Helfershelfer der Tschechen, in der tschechoslowakischen Regierung. Und kaum ein Vierteljahr danach verlautbarte der parlamentavische Klub des Bundes der Landwirte, daß gewisse Ausnahmen ausge nommen nur für Bittsteller wohlge nommen merkt Bittsteller die sich mit dem Mitglieds behet Bittsteller- die sich mit dem Mitglieds während der Herr Senator Křepet im Parlament 8 3u parzellieren und entgegen allen polterte und vumorte, von der Erfüllung der ministeriellen Beteuerungen- parteimäßig zu Pflicht bis zur letzten Konsequenz", sprach und fruktifizieren. Man schert sich um die Herbeifüh den Kampf bis zum letzten Blutstropfen" an- erklärt jetzt vielmehr, daß alle nationalen Ausvung des nationalen Friedens den Teufel und Kündigte, gleiche, alle schriftlichen Pakte, alle Vorbedingun gen und Vorerfüllungen einfach Mumpit feien und daß die Hauptsache der Anteil an der Macht fci. verhandelten er und Mahr- Harting mit dem Präsidenten der Republik über den Eintritt der Deutschen in die Regierung tionen gefallen war. Das allnationale Regime wurde daher von den tschechischen Parteien als die einzig mögliche Regierungsform ausgerufen und man hätte es, wenn es gegangen wäre- am liebsten der tschechoslowakischen Staatsverfassung einverleibt. Schon der bloße Hinweis auf die Für uns am dieser Umschwung nicht überMöglichkeit einer deutsch- tschechischen bürgerlichen raschend. Wer die wirtschaftlichen und gefellSelaffenregierung ftieß auf tschechischer Seite auf schaftlichen Zusammenhänge genauer verfolgte, schallende Heiterkeit. Die Zusammenarbeit der die wirtschaftliche Entwicklung nicht nur oberschechoslowakischen Parteien so lautete eine von flächlich betrachtete, die Konzentration des Finanz-, und überreichte er, indem er nach dem Beispiele Wir verstehen es ohne Weiteres, daß auch schechischer Seite mit aller Feierlichkeit im Par- Industrie- und Agrarkapitel, sowie die Vereini- Riegers ein historisches Schriftstück aus seinem Bu- die deutsche Bourgeoisie dieses Staates an die lament abgegebene Erklärung- habe sich bewährt gung aller wirtschaftlichen und politischen Macht- sen entnahm, dem Präsidenten die Postulate der Wacht kommen will. Es gibt keine Klasse im und dabei wird es auch bleiben. Man wollte ein positionen in tschechische Sände und damit die Partei, verhandelte, er aber auch mit dem Winister. Staate, die es nicht wollte. Der Kampf der Arfach von einer Mitarbeit der Deutschen absolut nationale Stärkung der tschechisch- kapitalistischen präsidenten Svehla. Das hinderte natürlich beiterklasse um das Endziel führt über die Ernichts wissen, hielt-troß schwerster Strisen, trop Bourgeoisie genau erkannt hat, wem auf der den Senator Křepet nicht, zur selben Zeit in der oberung der politischen Macht im Staate. Die sich immer steigenden Schwierigkeiten, trop fich anderen Seite die zunehmende Verelendung der Kudlich- Gedenkfeier gehaltenen Rede vom 20. Wachtergreifung durch das Prole. immer mehr zuspißender Gegenfäße trampshaft Arbeitermassen, auf deutscher Seite durch Bertrei- April 1924 neuerlich einen„ Stampf zäh und fest tariat gehört zu den wichtigsten Aufgaben an der allnationalen Staatsmarime feft und wies bung aus den Arbeitspläßen, auf Seite der Ar- wie Eisen" anzukündigen, in welchen die Bluts- unserer Partei und bildet vom kommunistischen jeben Versuch, in dieses System Brejche zu legen, beiter aller Nationen durch Bohndruck und Ver- tropfen nur so herumsprißten, in welchen der Bür- Manifest angefangen über das Wiener Programm ja schon den schüchternsten Versuch einer Annahe- schlechterung der Arbeitsbedingungen und die gerkrieg angekündigt, die Verweigerung der Zah- hintveg bis zur Teplizer Programmerklärung rung deutscher Parteien schroff zurück, indem man badurch bewirkte zunehmende Verschärfung der lung der Steuern und Vermögensabgabe in Aus- einen der fundamentalsten Bestand ihnen, so oft sie sich meldeten und Einlaß ber- laffengegensätze nicht entgangen ist, der mußte ficht gestellt, kurz und gut mit Tod und Teufel teile unseres Parteiprogramm s. langten, faltblütig die Tür vor der Nase zuschlug. diese Wendung in den Machwerhältnissen des gedroht wurde. Wir sind also, das sagen wir allen jenen, die Es wäre ganz vergnüglich und nüßlich, diefe Tat- Staates und seiner Klassen, diesen Umschwung So geartet war die aktivistische Politik des uns bei jeder Gelegenheit einen incurablen Dotfachen den Symbiotikern auf deutscher und in den innerpolitischen Verhältnissen des Landes deutschen Bürgertums in diesem Lande, so geartet trinarismus, eine Erstarrung im theoretischen schechischer, auf agrarischer und klerikaler Seite voraussehen und zur Erkenntnis kommen, daß die das Spiel, das jahrelang mit den Interessen der Marxismus, eine Idiosynkrasie gegenüber der in ihrem jebigen Liebesgirren in Erinnerung zu weitere politische Entwicklung des Landes nicht deutschen Bevölkerung getrieben und das nun Uebernahme von Macht und Verantwortung aufbringen. Doch nichts auf Erden dauert ewig und über die nationale Voltsgemeinschaft, führen, son- bank dem bramarbasierenden Getue der größen- disputieren möchten, wir sind also für die Üeberso schver es auch für die tschechoslowakischen dern den Weg über die internationale Klassen wahnsinnig gewordenen Ministerpartei als ich nö- nahme der Macht im Staate, wir sind es nicht Staatsmänner gewesen sein mochte, auch sie muß- gemeinschaft nicht nur auf Seite des Proletariats, des Doppelspiel, als elendes Falsch- erst von heute, wir waren es immer gewesen und ten sich schließlich mit dem Gedanken abfinden, sondern auch auf Seite der Bourgeoisie, nehmenspiel enilavt wurde. Geile her werden es solange bleiben, bis wir unser Ziel daß, so wie alles andere, auch der Glanz der wird. Diese Erkenntnis leitete uns schon zu einer Doch sehen wir von alldem ab, stellen wir die erreicht haben werden. Doch das Entschei allnationalen Stoalition vergänglich sei. Denn Zeit, da der Kampf der Klaffen in diesem Staate liebliche Vergangenheit des deutschen aktivistischen dende dabei ist, was im tontreten immer deutlicher wurde es, daß die sich immer noch durch nationale Stämpfe verschleiert und ge- Bürgertums einen Augenblick zurück. Nehmen Falle unter Macht", unter Anteil mehr verschärfenden Klaſſengegensätze die Funda- trübt war und sie ermöglichte uns einen flaren wir die Gegenwart. Prüfen wir die vor an der Macht" zu verstehen ist. In einem mente der allnationalen Stoalition erschüttern und Ausblick in die weitere Entwicklung und eine fachdaß über kurz oder lang der Zusammenbruch ganz gemäße Stellungnahme zu allen großen Fragen, uns liegende Tatsache des Bestandes einer deutsch- für die Deutsche Landpost" geschriebenen Oſterunabwendbar erfolgen müsse. Die Novembervah zu allen schwebenden Problemen. Sie führte vor schechischen Bürgerregierung. Wir leben in einem artikel versucht Minister Spina die deutsche attilen des Jahres 1925, die immer zunehmende Be- allem dazu, daß wir alle an uns ergangenen An- Lande mit national gemischter Bevölkerung, deren bistische Politik zu verleidigen und sagt dabei unter gehrlichkeit der bürgerlichen Parteien, ihr wachsen- ordnungen der Deutschbürgerlichen zur Bildung herrschender tschechischer Teil allen anderen gegenüber in der Winderheit ist, in einem Lande, dessen des Selbstbewußtsein, ihre unbezwingbare Habbon nationalen Einheitsfronten inumer glatt ab über in der Minderheit ist, in einem Lande, dessen deutsche Bevölkerung ein Viertel der gesamten gier und Machtgier, ihr diktatorisches Gehaben gewiesen haben. ausmacht, in dem alle Nationen nicht nur sozial und kulturell, sondern auch wirtschaftlich in hohem auf der einen Seite und die durch den Wahlaus- Schon im Jahre 1920 haben wir unit fall offenkundig gewordene Schwächung der Ar- telbar nach Zusammentritt des Parlaments beiterklasse auf der anderen Seite, all das mußte eine ähnliche Aufforderung der Deutschbürger- Maße aufeinander angewiesen sind und in dem das allnationale Soalitionsgefüge sprengen und lichen abgelehnt und schon am Tetschener daher ein harmonisches Zusammenleben und Zufür eine internationale Bürgerregierung die Bahn Parteitag, also im Jahre 1921 haben wir in sammenwirken die Grundbedingung für eine gewört- bethliche Entwicklung der gesamten Bevölkerung freimachen. Das agrarische Zollbittat flarer Erkenntnis der weiteren Entwicklung wört ist. In einem solchen Lande müßte jede Regiegab dann den Ausschlag. Es führte zur Spren- lich gesagt: gung der allnationalen Regierung und Einsetzung cines Beamtentabinetts, das in den Herbstmonaten durch eine deutsch- tschechische Bürgerregierung abgelöst wurde. An Stelle der ausgeschiedenen sozialistischen Parteien sind Deutsche und Slowaken in die Regierung eingetreten. Der bis daher einigende nationale Gedanke ist bei der Regierungsbildung in den Hintergrund oetreten, das Besißinteresse in den Vordergrund gerückt. Damit vollzog sich sowohl auf tschechischer, als auch auf deutscher Seite eine geradezu grundstürzende Wandlung in der politischen Szeneric. Es schien, als ob alles auf den Kopf gestellt, die Menschen einfach ausgewechselt wären, so hatte sich das Bild über Nacht geändert. Besehen wir uns die Dinge auf deutscher Seite etwas näher. Noch unser letzter Aussiger Parteitag stand ganz im Zeichen der von den Deutschbürgerlichen gegen uns inszenierten Einheitsfrontheke, und ein anderem: Die Deutschen sind nicht dazu da, um Steuern und Rekruten zu bewilligen, kurz um regiert zu werden, sondern auch um zu regieren. Ein anderer Weg ist für das Sudetendeutschtum in diesem Staate nicht gangbar. Nicht alle mög lichen Vorbedingungen stellen, sondern in der Regierung und durch die Machtmittel der Regierung das Recht erkämpfen und erarbeiten, das Recht erregieren, das ist die Hauptsache, das ist die Bedingung, nur so bekommen wir die Macht, unsere Forderungen durchzusetzen." rung auch wenn es keine sozialistische wäre In unseren Bestrebungen werden wir bei als Fortschritt gewertet werden, die mit demt bisden Bürgerlichen kaum eine Unterstüßung finden, herigen System der nationalen Vergewaltigung Doch wie sieht es in Wirklichkeit mit der sondern im Gegenteil, nur größten Widerstand. bricht, die turmhoch zwischen den Völkern aufge- Macht der deutschen Minister und deutschen ReIn diesem Abwehrkampf steht das Bürgertum nicht richteten Mauern des Hasses abträgt und daran gierungsparteien, wie in Wirklichkeit mit dem auf Seite des deutschen Proletariats, sondern wird geht, die Vorbedingungen für die Verständigung Erregieren" des Rechtes der Sudetendeutschen, sich auf die Seite seiner Klassenbrüder, der tsche und ein gedeihliches Zusammenleben dieser Völker mit der Durchsetzung der Forderungen aus? Seit chischen Stapitalisten schlagen. Das kapitalistische zu schaffen. Schon das allein hätte als guter An- Jahren, eigentlich schon seit einem Jahr find Interesse wird sich eben stärker erweisen, als das Interesse wird sich eben stärker erweisen, als das fang, als Beginn einer neuen Aera der Befrie- die Deutschbürgerlichen an der Macht, aber sic vorgeschütte nationale." bigung der nationalen Verhältnisse dieses Landes haben abgesehen von gewissen kleineren VorUnd so, wie photographisch, genau so, ist es von jedem begrüßt werden müssen. Noch immer teilen und Gefälligkeiten, rein gar nichts, vor auch gekommen. Es konnte uns nun entgegen ist das große soziale Leid der Arbeiterklasse, noch allem nichts Entscheidendes in den großen Schic gehalten werden und es wurde dies auch auf immer das Unrecht übrig geblieben, das im Wesen falsfragen der deutschen Bevölkerung erregiert. beutschbürgerlicher Seite versucht, - daß der der kapitalistischen Gesellschaftsordnung begründet Allerdings meint Herr Minister Mayr- Harting, Eintritt der Deutschen in die Regierung nur durch ist, die das Fundament auch der tschechoslowa- daß auch die sogenannten negativen das Scheitern der Einheitsfront herbeigeführt tischen Republik bildet. Aber es wäre immerhin Erfolge etwas feien, doch stehen diesen negawurde. Man könnte uns sagen, daß sich die ein Schritt nach vorwärts gewesen, eine Etappe tiven Erfolgen so viele und so große positive Deutschbürgerlichen nur aus Verzweiflung, nur im Kampfe der in diesem Lande nicht nur ums Mißerfolge gegenüber, daß sich für die deutweil wir sie nicht erhört und uns ihnen nicht hin- nackte Leben, sondern auch um ihre kulturelle sche Bevölkerung bei Gegenüberstellung der negagegeben haben, also nur aus unglücklicher Liebe Selbsterhaltung ringenden Völker. tipen Erfolge und der positiven Mißerfolge den Tschechen in die Arme geworfen haben und daß sie nur aus Verzweiflung in die Ministerstühle geraten find. In Wirklichkeit aber haben die Deutschbürgerlichen seit Jahr und Tag auf den Eintritt in die Regierung, auf den Anteil an der Macht, auf Ergatterung von Ministerstühlen hinge= arbeitet und Simmel und Hölle in Bewegung gefeßt, um zu diesem Ziele zu gelangen. Aber gerade in der Richtung der Verstän per Salbo ein großes Nichts digung der beiden großen Völker, über das ergibt. Und fragt man sich nun, wie diese trau Zusammenleben und die Zusammenarbeit des von den Deutschbürgerlichen in die Kampfrige Bilanz troß Eintritts dreier deutschen Par find alle Erwartungen und Hoffnungen, die arena geworfenen Volksgemeinschaftsgedankens. an den Eintritt der Deutschen in die Regieteien in die Regierung, trotz des sogenannten Anmit dem sie uns im bevorstehenden Wahlkamvfe teils an der Macht, trok nahezu einjähriger Wirkrung geknüpft wurden, unerfüllt geblieben. die Hölle heiß zu machen und kräftig an den Leib fambeit veier deutscher Minister zu erklären sei, zu rüden vermeinten. Haargenau nach denselben Wohl hat Herr Minister Spina in seiner im so gibt es hiefür nur eine triftige Erklärung und Methoden, wie dies die Kommunisten mit der Sommer 1926 in Laubendorf gehaltenen Rede das ist die: daß die deutschen Minister und deutproletarischen Einheitsfront machten und ein angekündigt, daß durch den Systemwechsel die schen Regierungsparteien wohl glauben, durch die sig und allein als tattisches Manöver- intimier- Am 28. November 1922 erzählte Herr Senator deutsche Frage aufgerollt sei, daß man den Finger Erlangung von Ministersißen an der Macht zu ten uns die Leutschbürgerlichen von Zeit zu 3it Buleger in einer Versammlung in Saaz: an das Hauptproblem und die Schicksalsfrage des fein, es aber in Wirklichkeit nicht sind. Einladungen zur Bildung nationaler Einheits- ,, Wir haben eine Verständigung mit den Tiche Staates an das deutsch- tschechische Verhältnis geMinisterportefeuilles sind noch lange keine fronten und müßten jeden der an sie ergangenen chen wiederholt und aufrichtig gesucht und es ist legt habe. In Wirklichkeit ist es aber mir bei Macht. abweislichen Bescheid zu einer großzügigen natio- beschämend ja fast entehrend für uns, daß wir den Worten, nur bei den Verheißungen geblic nalen Verratsaktion gegen unsere Partei aus. Am 28. August 1925 tam die let'e Aufforderung. Sie ging vom Bund der Landwirte aus und trug die Unterschrift des Senators Křepek. Sie klang dahin aus, daß dem geeinigten Vernichtungswillen des tschechischen Gegners die geeinigte Abwehrfront aller deutschen Parteien entgegengesetzt werden müsse. Unsere Partei lehnte auch diese Einladung ab, indem sie dar13 uns dabei immer und immer wieder einen Storb ben. Nach wie vor blieb das nationale Problem Die Wacht besitzt vielmehr derjenige, dem die holen mußten. Wir wollen noch einen Caunerörtert und unberührt, brachte das neue Sy- Machtmittel des Staates zur Verfügung stehen nossa Gang zu den Tschechen macheit und uns stem nichts auderes als ein bürgerlich- tapi- und der von ihnen beliebigen Gebrauch zu machen besonders an unsere tschechischen Berufsgenossen talistisches Regime, das sich als Vollstrek- in der Lage ist. Die Macht im tapitalistischen wenden, an die tschechische Bauernschaft und die fer des Willens des Finanz-, Industrie- und Staate besitt ohne daß sich diese in Minister tschechischen Gewerbetreibenden. Wir wollen alle Agrarkapitals betrachtet, sich voll und ganz in figen ausdrückt das tschechische Finanz versuchen, durch eine vernünftige Aussprache, die seinen Dienst stellte, vor allem die Wahrnehmung und Industrietapital, die Macht besitzt nicht den Haß verschärfen soll, jene für uns zu ge- feiner Profitinteressen übernahm und es sind aber die Zivnobant, die Macht besitzt im tschechoslowawinnen, die gegenwärtig die Macht haben, die Zu- lauch die neuen Männer der Regierung, die Her- tischen Staate, der ebenso vie der altösterreichische. Conning, 8. Mai 1927. tor zu fein. Seite 3. Große internationale Kundgebung in Teplit- Schönau. ein ausgesprochener Obrigkeitsstaat ist, die s Bürokratie. Herr Minister Spina, der schon wegen einer harmlosen Bemerkung über die Bedeutung der Kleinen Entente von der„ Narodni Politika" angeschrieen wird Um den Forderungen der Arbeiter in der grüßen, was der Förderung und Erhaltung der Ge- selben Arbeiterklasse, zur selben Internationale. und sich nicht getraut, seine Meinung offen zu ver- Reichsgesundheitswoche zur Befundung jener An- fundheit dient, daß sie aber stuzig werden müssen, Die Sammlung der proletarischen Kräfte in den Reitreten und zu verteidigen, ist ebenso wenig ein ſprüche, die das Proletariat zur Sicherung seiner wenn dieselben bürgerlichen Barteien, welche die hen der Internationale ist das Gebot der Stunde. Machtfattor, wie Herr Minister Mayr- Gesundung erheben muß, Nachdruck zu verleihen, Gesundheitswoche mit veranstalten, die Subventionen Wir polnischen Arbeiter wollen Euere Probleme, Sarting, der sich in seinem Justiz- bat die Teplißer Bezirksorganisation unserer Par- für gesundheitliche Zwede streichen, wenn sie für Euere Schwierigkeiten kennen lernen, denn sie sind reffort seiner Muttersprache nicht tei gemeinsam mit dem Bezirksgewerkschaftskartell, die unbedingte Aufrechterhaltung des mörderischen auch unsere Probleme: Wirtschaftsnot, nationale bedienen darf, die Staatssprache aber nicht dem Tepliber Turnbezirk und der sozialistischen§ 144 eintreten und die Sozialversicherung ver- Frage, Gefährdung des Friedens. Aber zur Beversteht und daher nicht gebrauchen kann, im Par Jugend für Samstag abend auf den Teplizer schlechtern wollen. Die Bürgerlichen wollen den wältigung aller dieser Probleme wird uns der Solament daher ein stummer Minister sein muß und Marktplatz die Arbeiter zu einer überwältigend Schuß der Schwangeren vermindern und dann verzialismus führen. Der Weg der Internationale von jedem tschechischen Nationalisten von der Par- schönen, einer unvergeßlichen internationalen anstalten sie Muttertage! Nicht Ehrung der Müt- ist der Weg des Sieges! lamentstribine herab wegen Unkenntnis der Rundgebung und Massenversammlung aufgerufen, ter an einem Tag im Jahre, sondern dauernde Sprache verulft werden darf, ohne aufmudjen zu zu der sehr große Massen von Arbeitern und Ar- Fürsorge für Mutter und Kind! Ausreichende soGenosse Senator Dr. Soukup dürfen. Herr Minister Beneš, zu dessen Außen- beiterinnen gekommen waren. Sie wurde so zu siale Fürsorge aber können wir uns nur durch un- betont die Gemeinschaft des Kampfes deutscher und politik sich nur ein Bruchteil seiner Winistertol- einer herrlichen, erhebenden Stundgebung für die ermüdlichen Kampf sichern. Die Rede der Ge- tschechischer Arbeiter. Auch außerhalb des Parlamen legen bekennt, der sich in der Person des Gesand- Internationale, für den gemeinsamen Klassen- nofsin Kirpal flang in einen leidenschaftlichen Appell tes soll dieser Kampf geführt werden, in Versammten Dr. Krofta einen Kurator feitens der bürger- lampf der Arbeiter aller Nationen, weil mit den zum Rampf gegen Militarismus und Kriegsgefahr lungen und auf der Straße, der Kampf gegen die lichen Roalition aufdiktieren lassen mußte, der in Parteitagsteilnehmern auch die Vertreter der aus. politische und wirtschaftliche Reaktion. Redner er feinem Amt feine Auffassungen zu einer ganzen Bruderparteien zu dieser Massenversammlung kaGenosse Stampfer- Berlin, hebt Protest gegen die Politik des Bürgerblocks, Reihe von Problemen, z. B. zur Frage der de men und zur Teplißer Arbeiterschaft sprachen. der herzliche Grüße des kämpfenden Proletariats Sände weg vom Balkan, betont die Friedenspolitik stimmt den Forderungen der Internationale au: jure Anerkennung Rußlands, nicht durchzusehen Im geschlossenen Zuge marschierten die Deutschlands brachte, verwies darauf, daß die Ar- der Internationale und ruft nach dem Zusammen. bermag, bat längst schon aufgehört, ein Machtfal- Barteitagsteilnehmer vom Hotel Neptun durch die beiten des Parteitages und diese Kundgebung dem schluß des Proletariats zum gemeinsamen Kampf Dafür ist es aber Herr Dr. Kra- Straßen der Stadt nach dem Marktplatz. Der Pro- gleichen Zwede dienen. Gute Politik sichert die mai, ber fein Minister ist, dessen Partei feine itiber Arbeiter- Turnverein fam ihnen mit seinen Menschen, schlechte Bolitit treibt sie in Strankheit auf, im Juli an der Olympiade in Prag teilzu für den Frieden. Er fordert schließlich die Arbeiter Bertretung in der Regierung besitzt, der aber dafür Pfeifern entgegen; dieſe ſtellten sich dann an die und Tod. Keine Reichsgesundheitswoche erweckt die nehmen, und schließt seine Rede mit einem Hoch auf die Zivnobank und die Bürokratic hinter sich hat. Spitze des Zuges und führten ihn, Marschweiſen zehn Millionen Striegstoter, die Opfer schlechter nehmen, und ſchließt seine Rede mit einem Hoch auf Die fchechischen Nationalsozialisten, deren exelu- pielend, nach dem Versammlungsplatz, wo frohe Bolitik, wieder zum Leben. Jetzt führen wir Krieg tives Mitglied Beneš in der Regierung fitt, find Freundschaftsgrüße die Genossen empfingen. Bald im Frieden, den Kampf gegen die Offensive des Kadamit noch lange nicht an der Macht. Wohl kamen nun auch die anderen proletarischn Turn- pitals. fönnte es aber die Arbeiterklasse auch bereine anmarschiert und stellten sich schön geglie- einem„ Boch" auf die deutsche und tschechische SoGenosse Stampfer schloß seine Rede mit ohne Ministerportefeuille sein, wenn fie einig dert auf den weiten Marktplatz auf, umringt von zialbemokratie, in das die Versammlung begeistert und geschlossen ist, starte Organisationen vielen tausend Arbeiter und Arbeiterinnen, die einstimmte. hinter fich hat, lampffähig ist, wenn sie ihren Wil- unmittelbar nach Arbeitsschluß zur Stundgebung len zur Geltung zu bringen vermag und ihm geeilt waren. Die Zöglinge der Arbeiter- Turnnötigenfalls mit den ihr zu Gebote stehenden Machtmitteln zum Durchbruch verhelfen kann. Es find also, wie einmal treffend gesagt wurde, Ministersipe fein Thermometer für die Macht, vielmehr beantwortet sich die Frage nach dem Bor- Der Anblick der Versammlung war einzighandensein der Macht einzig und allein darnach, artig schön: weiße Kleidung der Turner, bunte ob hinter ihr starte wirtschaftliche und politische Dreß der Sportler, viele farbige Fahnen, leuch Kräfte, die wirtschaftlichen und politischen Macht tende Kindergesichter und Sonnenglanz über der mittel des Staates stehen. Eine Macht, die nicht großen Masse. Turnvorführungen leiteten die mit solchen Requisiten ausgestattet ist, ist natur- Sundgebung ein. Sie lentien natürlich auch viele gemäß ganz wertlos und in ihren Auswir- Neugierige an, so daß die Versammlung ununterfungen auf die Führung der weiteren Rämpfe brochen anwuchs. geradezu schädlich. Genosse Kremser stürmischem Jubel die Namen der Redner mit. Die Bom Gesichtspunkte des Kampfes der subeten deutschen Bevölkerung um die Wiedereinsegung in ihre Rechte, um die Eroberung der Selbstverwaltung und Selbstregierung ist die fogenannte Machtstellung der deutschen Minis fter geradezu eine Lächerlichkeit. Genosse Dr. Deutsch- Wien, die deutsche Sozialdemokratie. Genosse Dr. Holitscher unmittelbarer Anschauung fennen gelernt habe. Wenn spricht als Arzt, der die Leiden des Proletariats aus wir sehen, wie die Arbeiter wohnen, daß sie nicht einmal jenes Mindestmaß an Ernährung haben, das die Wissenschaft fordert, dann begreifen wir die Notwendigkeit des politischen Kampfes, um dieses Min bereine hatten Fahmen, deren Aufschriften unsere der die Grüße der österreichischen Sozialdemokratie destmaß zu sichern. Wir müssen aber auch aus Forderungen verkündeten und die Arbeiterschaft und der österreichischen Arbeiterturner und Sportler eigenen Kräften tun, was möglich ist, und uns zu sportlicher Betätigung aufforderten. Die Sport- überbrachte, sprach von der großen, uns verbindenden befreien von den Lasten der Unterdrüdten. Unfere lehrer waren in ihren Dreß erschienen. Stampfgemeinschaft, die der Erlangung von Gesund- Jugend hat schon den rechten Weg betreten: die heit, Kraft und Tüchtigkeit gilt; denn wir brauchen Jugend turnt und spielt und wandert. So wächst lampffähige Arbeiter, um die Gesundheit für alle ein neues Geschlecht heran, das Geschlecht des erkämpfen zu können. Es ist ein ungeheurer prole- Sieges! tarischer Fortschritt, daß die Arbeiter- Turn- und Sportbewegung einen so gewaltigen Aufstieg erzielte, denn mit der Ausbreitung der Sportbewegung haben wir die. Jugend erfaßt die Jugend stößt zum schloß hierauf mit Dankesworten die prächtige lämpfenden Proletariat und diese Jungen werden Stundgebung. Die Turner veranstaltein sodann unsere Fahne vorwärts tragen zum letzten Sieg! einen Werbelauf durch die Straßen der Stadt Mit einem tausendstimmig beantworteten Freunderöffnete dann die Versammlung und teilte unter schaft" schloß Genosse Deutsch seine eindrucksvolle Teplitz, die Kinder spielten auf dem Marktplay. Und Rede. Genosse Czapinsti- Warschau, * Genosse Kremser während die Kinder spielten, marschierten die VeGenossin Kirpal teranen mit ihrer Fahne vorbei in die Kirche zur erklärte, daß die Arbeiter wohl wissen, ein wie fost- führte aus: Ich bin Angehöriger eines anderen Feier des bürgerlichen Muttertages. Die alte bares Gut ihre Gesundheit ist, daß sie also alles be- Volfes, aber wir gehören zur selben Menschheit, zur neben der neuen Zeit! 2009 200 Das wissen die deutschbürgerlichen Regierungs.co parteien, das wissen auch die beiden deutschen werbeparteien forderte nicht mehr und und politischen Errungenschaften des Proleta-| Verwaltungsreformuvert und gegen das tschecho Minister ganz gut und wenn sie trotzdem in die nicht weniger, als die Aufgebung der Bucherge- riats mit größter Vehemenz vorwärts. Nachdem flowakische Prügelpatent, dessen Auswir Regierung eingetreten sind und in der Regierung richte und Beseitigung der Wucherorgane, die Ver- fie sich der sozialistischen Elemente in der Regie- fungen sich vor allem gegen die Arbeiterschaft auch weiter ausharren und wenn sie trop des schärfung des Befähigungsnachweises und Aus- rung entledigt hat und einer geradezu unterwür- richten und das man getrost als fatastrophalen Ergebnisses ihrer cinjährigen Wirt behnung auf fast alle Berufe, die Beseitigung des figen Ergebenheit und blinden Gefolgschaft der jamkeit von ihren Mandataren nicht davongejagt Achtstundentages, die Abschaffung der Lehrlings deutschen Parteien sicher ist, sucht sie tschechoslowakisches Sozialistengeset werden, so findet das seine Erklärung darin, daß urlaube, die Aufhebung des Nachtbackverbotes, die es den deutschen Regierungsparteien, den deutschen Novellierung der Sozialversicherung durch Ausbezeichnen fann, vor allem aber den Kampf gegen den ganzen Staatsapparat restlos in ihre Landbündlern und Gewerbetreibenden ebenso wie schließung der Lehrlinge aus der Versicherung, Hände zu bekommen, die Verschlechterung und Verfälschung des Wahl rechtes muß die Arbeiterschaft mit der größten den deutschen Christlichsozialen nicht so sehr darum durch Berbilligung der Sozialversicherungsbei- nachdem sie sich vorher bereits den militäri Leidenschaft in- und außerhalb des Parlamentes zu tun ist, die gesamte deutsche Bevölkerung an träge, durch Errichtung von Genossenschaftsfran- fchen gesichert hat. Nun soll der Einfluß der führen, ihm alle ihre Kräfte leihen, bis es gelun die Macht zu bringen, als vielmehr die deut tentassen, durch Einführung der paritätischen Ver- Bevölkerung auf die staatliche Verwaltung und gen ist, das Attentat des internationalen Bürger sche Bourgeoisie in den Sattel au tretung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Der die wenigen Ueberreste der Selbstverwaltung blods auf unsere politischen Grundrechte, auf die se pen und ihre Profitinteressen unter ihre Fit- Abgeordnete Tichy verlangte die Beseitigung der völlig beseitigt und durch Bürokratisierung des leßien Reste unserer sozialen und fulturellen tiche zu nehmen, während sie Sonntagsruhe und Novellierung des Gemeinde- Staats- und Verwaltungsapparates ersetzt, der Selbstverwaltung abzuwehren und den reaktionä wahlrechtes und selbst der Vorsitzende des Klubs Einfluß der gewählten Körperschaften auf das ren Austurm des Bürgertums niederzuwerfen. In der Landwirte, der Abgeordnete Windirsch, unter-| niedrigste Maß herabgedrückt und alle Macht der diesem Kampfe muß aber auch die Entscheidung nahm in seiner am 6. März in Hohenelbe gehal- nationalistischen Bürofratie überantwortet, mit über das weitere Schicksal dieser volfsfeindlichen tenen Rede eine scharfe Attade gegen die fozial- der Gauorganisation und den beiden deutschen Regierung fallen. politische Gesetzgebung, indem er die Aufrechter-| Gauen aufgeräumt und die deutsche Mehrheit Die tschechoslowakischen Machthaber bezeich haltung der Sonntagsruhe in den Landstädten, die Schlesiens durch Verbindung mit Mähren nullinen ihren Staat, seine Verfassungsgesetze und Beibehaltung des Nachtbackverbotes, die obliga fiziert, das Wahlrecht in die neuen Landesver- staatlichen Einrichtungen als die demokratischesten torische Sozialversicherung für die Hausindustrie, tretungen durch Hinaufsetzung des Wahlalters, der Welt. In demokratischen Ländern muß bei die Normierung von Preisen für die landwirt durch Hinaufsetzung der Seßhaftigkeitsdauer und allen Fragen von grundlegender und schicksals schaftlichen Produkte und besonders für Milch, die durch Ernennung von Abgeordneten verfälscht und schwerer Bedeutung die Entscheidung des Volkes Aufrechterhaltung der Steuerautonomie für die zunichte gemacht, die Mitarbeit der Minderheits- angerufen werden. In unserem Lande stehen in Gemeinden als mit den Grundsäßen der Demo- völker durch eine oftroierte Sprachenverordnung diesem Augenblick Probleme zur Entscheidung, tratie und Freiheit unvereinbar erklärte und die und Verwandlung der bisherigen autonomen die für das Schicksal des Landes und seiner BeBeseitigung und Einschränkung aller diefer Maß Funktionäre in sprachliche Analphabeten unmög völkerung von ausschlaggebendster Bedeutung lich gemacht und dazu noch die Polizeimacht des find. Zu diesen Problemen, hier allen voran zum nahmen forderte. Staates durch Ausgestaltung des Prügelpatentes, gewaltigen Verwaltungsreformwerke mit seinen durch Ermächtigung der Behörden zu willkürlichen schwerwiegenden Auswirkungen auf das poliBerhaftungen und Hausdurchsuchungen ins Un- tische, wirtschaftliche und soziale Leben des Langemessene erweitert werden. des, sollche sie zur parlamentarischen Behand So endet die von Spina und und Mayr- lung kommen die gesamte Bevölkerung StelHarting verkündete Aufrollung des deutschen lung nehmen. Problems mit einer wahren Katastrophe für die Minderheitsvöller, für die deutsche Arbeiterklasse und die aller andern Nationen nur erbitterten Kampf, nur politischen amd wirtschaftlichen Drud, nur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und der sozialpolitischen Geseßgebung, nur gesteigerte Wirtschaftsnot durch Berteuerung der Lebenshaltung, nur Berdrängung aus allen politischen und wirtschaftlichen Positionen, Wahlrechtsraub und Ausschluß von der Mitverwaltung und der Kontrolle des Staates übrig haben. Was wir hier sagen, das ist keine bloßze, unfundierte Behauptung, das sind alles Tatsachen, die wir zu erweisen in der Lage sind und auch sofort eviveisen wollen. Das erste Wort des Ministers Spina in der BauWie merkwürdig muß es unter solchen Ulmbendorfer Versammlung war eine Kampfanjage an die arbeitende Bevölkerung, ſtänden anmuten, wenn Herr Minister Dr. welcher der Herr Minister Spina nichts mehr und Spina die Behauptung aufstellt, daß der gegen nichts weniger sagt, als daß es Sache der deutsch- die deutschen Regierungsparteien erhobene Vorbürgerlichen Parteien sei, dazu beizutragen, daß die wurf der sozialen Rückständigkeit ganz ungerechtwirtschaftlichen und sozialen Gegensätze in diesem fertig sei, daß sie lediglich die sozialpolitische GeStaate sich immer mehr auswirken, damit die jetzgebung den gegebenen wirtschaftlichen In nationale Gefchloffenheit der Tschechen durch die tereffen anpassen wollen, im übrigen aber sozial wirtschaftlichen Gegenfäße gesprengt werde. Und eingestellt seien. Es genügt vollständig, auf die Herr Minister Mayr- harting setundiert bisherige Wirksamkeit der tschechoslowakischen ihm, indem er in einem Interview erklärte, man Bürgerregierung zu verweisen, auf die Agrar- die um so größer ist, als durch den deutsch- bürger fönne es einen glücklichen Umstand nennen, daß sölle und die Kongrua, auf die Verschlechterung lichen Verrat, durch die reaktionäre Wirksamkeit sich in die politischen Stomplikationen wirtschaftliche der Krankenversicherung, die antifozialen Steuer der Koalitionspartner der Kampf der Winder Schwierigkeiten einmengten, zu deren Beseitigung gefeße, die Zuderſteuer, Spiritussteuer, die tapi heitsvöller um die Selbstregierung und Selbst die nationale tschechische Stoalition nicht ausreiche. talistische Steuerreform, das antisoziale Budget, verwaltung aufs Schwerste fompromittiert und die Niederreißung der Bauförderungsgefeßge- in seiner Stoßtraft in geradezu lähmender Weise Kaum war das kapitalistische Stichwort ge- bung, den Milliardenrüstungskredit, das Zertifika- getroffen wurde. Gegen diesen Der neue Wahlgang, den die Arbeiterschaft mit fallen, als sich sofort auch die andern vorwagten tistengesetz, die Zerstörung der Gemeindeautobrennender Ungeduld ersehnt und von dem fic und wader in die gleiche Sterbe schlugen: Der nomie, um den Sinn und Zweck der deutschfozialistischen Expresserwirtschaft müsse ein Ende tschechischen Stoalitionsregierung für jedermann an den kulturellen Interessen der deutschen Be- eine ausgiebige Korrektur des im Jahre 1925 ge gemacht werden, riefen die einen, die den Mittel- augenfällig und offenkundig zu machen und aufzu völkerung, aber auch an den Grundsägen der fällten Votums erwartet, soll über das weitere stand bedrohenden Gesetze müssen abgebaut werDemokratie hat sich die Arbeiterschaft aller Natio- Schicksal des Landes die Entscheidung treffen. Die nen, aber auch die gesamte freiheitliche Bevölfe- Arbeiterschaft dieses Landes steht also.n diesem den, forderten die andern, die sozialistischen Aus- zeigen, daß sie nichts anders sein soll, als Augenblick vor außerordentlich schwierigen känts die Vollstreckerin des Machtwillens der rung dieses Landes wie ein Mann erhoben, um fent, aber während sich die Bourgeoisie aller wüchse müssen beschnitten, in wirtschaftlicher BeBourgeoisie, den Verrätern ein Volksgericht zu bereiten. In ziehung der Kurs nach rechts gegangen werden, verkündete Herr Vizepräsident Bierhut. Und nun wobei dem deutschen Teil der Stoalition an- einer elementaren Boltsbewegung, welche die Nationen zu einem festen Block zusammengeschlos folgte ein langmächtiger Speisezettel, an dessen scheinend die Funktion der Prätoriangarde zufällt. ganze Bevölkerung aufrüttelte, selbst den Indiffe- sen hat, ist die Arbeiterklasse national und ideell Verfassung alle drei deutschen Regierungsparteien Doch nicht nur wirtschaftlich sondern auch rentesten die drohende Gefahr vor Augen führte, zersplittert, ja noch mehr, es stehen einzelne mitgearbeitet hatten und worin der Abban politisch lebt sich der deutsch- tschechische Bür den Verzagenden und Verzweifelten Mut ein Richtungen in schwerem Stampfe gegeneinander. nahezu der gesamten sozialpoliti- gerblock in reaktionärster Weise aus. Bur Siche- flößte und die Kampffreudigkeit der Massen in den Vorteil davon hat die internationale tapitalistische Bourgeoisie. schen Gesepgebung gefordert wird. rung ihrer wirtschaftlichen Positionen bedarf die ungeahnter Weise steigerte, hat die Abwehr einge Gang besinnungslos hieben die deutschen diegie- Bourgeoisie naturgemäß auch der politi- febt und nicht nur die sozialistische Arbeiterschaft Gerade an den Verhältnissen unseres Landes kann sungsparteien wie die Elefanten im Porzellan- fchen Ma cht. Darum spannt sie jest alle erfaßt, sondern auch die Anhängerschaft der deut exemplifiziert werden, daß sich laden um sich. Kräfte an, um unter Niederschlagung aller Wider schen Regierungsparteien ergriffen. Den Kampf gegen das reaktionäre, allen Ein Beispiel: Eine fürzlich in Olmütz abgestände zu ihrem Ziele zu fommen, darum treibt haltene Vollversammlung der deutschen Gesie den Ansturm auf die wirtschaftlichen, sozialen Grundsäßen der Demokratic Hohn sprechende Berrat der deutschen Parteien Wir fordern daher, daß nicht erft der normale Termin der Gemeindewahlen abgewartet, sondern sofort durch die Auflösung des Hauses und Ausschrei bung der Neuwahlen an die Wählerschaft appelliert wird. die Bourgeoisie nur durch Zerschlagung der proletarischen Reihen wieder an die Macht heranarbeiten, Bette& die Einigkeit in seinen Reihen jo rajch als möglich wiederherzustellen, fee schließlich erobern und zur völligen Mieber- solchen Anbot nicht Abstand genommen werden, Wie man sieht, bedarf es nur ber kommuni schlagung des Proletariats ausnüßen konnte, weil die Arbeiter sonst glauben wirden, daß die stischen Hornsignale und es gerät die ganze interStommunisten an der Berhinderung des Stampfes nationale Staatsordnung sofort ins Schwanken, Um die Einheit des Proletariats. fchuld find. Doch wird zur Tröftung des tom- wie einst die Mauern von Jericho von den Trom munistischen Nachwuchses gleich bemerkt, daß die peten umgeblasen wurden. Sereibich meinte auf Daraus ergibt sich, daß das Proletariat hente Ablehnung der Einheitsfront durch die reformi- der Reichenberger Streistonferenz, daß im innern feine bringendere Aufgabe hat, als stijden Führer gan; sicher ist, was den resor- staatlichen Maßstabe die Grundlagen des Kampmistischen Arbeitern wie es in dem lieblichen fes die Bildung der Einheitsfront der ArbeiterBüchlein heißt und wodurch ich mit meinen Dar massen sein und daß man diesen Kampf steigern legungen beizutragen hoffe die Augen öffnen müsse bis zum Sturz der bürgerlichen Regierung, fich in einer einzigen gewaltigen Stampffront werde. Ein gleiches Rezept liegt aud) fig und bis zum Sturz der Bourgeoisie. Doch sind wir sammeln und die ganze Wuch und Schlagtraft fertig inklusive aller Trias und Winkelzüge auch der Meinung, daß dem kommunistischen Kampfe, einer geschlossenen proletarischen Phalang der für die Einheitsfronttaktik von unten vor. Sie der auch gleichzeitig mit dem Stampfe um die kapitaliſtiſchen Bourgeoisie, der internationalen besteht in dem direkten Herantreten an die soziali Niederringung der anderen sozialistischen Bar Reaktion entgegenzuwerfen. Die Notwendigteit stischen Massen über die Köpfe der reformistischen teien verknüpft werden soll, der erwünschte Erfolg der Bereinigung des Proletariats zu einer großen Führer hinweg, wobei zweierlei empfohlen wird: nie beſchieben sein kann. schlagkräftigen Aktion stellt uns aber vor außer 1. Der Hinweis auf das betrügerische Anbot an ordentlich schwierige Aufgaben. Die Schwierig die reformistischen Führer; 2. der Weißbrauch ber heiten sind mit Rücksicht auf die nationale und Einheitskomitees, Betriebsrätekongreffe und der richtungsmäßige Zerrissenheit der Arbeiterkräfte Rußlanddelegationen zu diesem Zwecke. Zum die immer die Partei der arbeitenden Menschen verschiedentlichster Natur. Sie sind, soweit eine Schluß wird auseinandergejent, daß die Einheits- gewesen und es auch geblieben ist, die die Partei ibeele Einigung herstellbar ist, soweit gleiche frontiaktik den Kommunisten zweierlei ermöglicht: Des lajjeniampjes gewesen ist und es immer programmatische Grundlagen vorhanden find, 1. Die Movilifierung weit größerer Massen im bleibt, die der Arbeiterklasse in ihrem Befreiungs überbrückbar. Sie laſſen ſich aber, wo richtungs- Stampfe, als unter dem direkten Einfluß dieser mäßige Gegenfäße vorliegen, viel schwieriger Partei stehen; 2. die Aufklärung, Revolutionie überwinden. Die größten Schwierigkeiten liegen rung und Gewinnung von Arbeitermassen für die heute nach der kommunistischen Seite hin. kommunistische Bewegung oder wenigstens die Eroberung ihres Vertrauens. Darnac Die Kommunisten, die mit der großen Schuld und Verantwortung fitr die Zerrissenheit der internationalen proleta rischen Bhalang für immerwährende Zeiten be lastet sind, erffären, daß die Bourgeoisie nur durch den Zusammenschluß des Proletariats im Rahmen der proletarischen Einheitsfvont besiegt werden kann. Wenn dem so ist, dann fragen wir, warum man, wenn schon irgendwelche ideellen und taktischen Gegensätze auszutragen waren, fie Bicht im Rahmen der alten Partei ausgefämpit, jonbern bir müthtige jozialdemokratische Einheitsfront in gerabezu vaibalischer Meije gertrümmert hat? erweist sich die kommunistische Einheitsfront in diejer Beleuchtung nicht nur als eines ber jimpien kommunistischen Manöver, jonbern als ein großangelegter Raubzug auf die Mitgliebschaft her andern jozialistischen Parteien, in deren Reihen sie sich durch List und falsche Bonspiegelungen einzuschleichen suchen, um von dort aus vernichtende Schlage gegen diese Parteien führen zu können. Ein Zusammenschluß der Arbeiterschaft ist nur auf dem Boden der Sozialbemokratie möglich), Sonntag, B. Mai 1927. Bir laben bas tschechische Proletariat ein, auch auf seinem Boden den Stampf um die Frei heit aufzunehmen, auch auf diesem Boden, der in dieser Form zu keinem anderen Zwecke geſchaffen wurde, als ein Bollwerk des Imperialismus gegen die Demokratie zu sein, den Kampf für die Freiheit aufzunehmen. Dann wird die Stunde ba sein, die mir deutschen Proletarier herbeisehnen mit allen Fasern unseres Herzens, die Stunde, in der deutsche und tschechische Proletarier gemeinsam Schulter an Schulter den Kampf führen für ein gemeinsames Ziel in einer einzigen Reihe." Genoffen! Die Stunde ist gekommen, in der nun auch das tschechische Proleta ri at bemüßigt ist, gegenüber dem Auſturm der internationalen Reaktion, vor allem aber des deutsch tschechischen Bürgerblods jeine Freiheit zu verteidigen und mit ben Arbeitern alter anderen Nationen, vor allem aber mit der beutschen Arbeitertiafie, diesen Kampf aufzunehmen und zum fiegreichen Ende zu führen. kampf stets vorangeschritten ist und die Führung Die Zusammenarbeit der Gemert des Kampjes feit in Händen hat. Die Sozial- schaften ist ein guter Anfang, möge ihm recht bemokratie hat die yolgen der kommunistischen bald die innigste Zusammenarbeit der tidechiſchen Spaltungs und Zerstörungsarbeit langjam, heute und deutschen Partei folgen und fich so die sozial aber vollständig überwunden, sie ist in ihren Rei- demokratische Arbeiterschaft aller Nationen in vol hen gejejtigt, und allein befähigt, der Mittel- ler Geschlossenheit als starte und stolze Stampi punkt, bas Stonzentrationszentrum für bie nativ kolonne in die gewaltige Armee des sozialistischen nal und ideell zerrissene Arbeiterbewegung diejes Weltproletariats, in die sozialistische Arbeiterinier Landes zu bilden. nationale eingliebern. Selbstverständlich können wir unseren Stamp nicht bloß als deutsche Arbeiter führen, vielmehr crieiſcht die schwierige Lage der Arbeiterklasse die Zusammenfassung der Arbeiterschaft aller Nationen. Soffnun Wir gehen mit den beften gen und beften Aussichten in die meiteren Kämpfe. Mit jebem Eng beffern fich unsere Kampfbedingungen, Wenn es den Stommunisten wirklich und Soweit unser Land in Betracht kommt, ist dic ernstlich um eine Zusammenfassung aller prole moje hiſtoriſche Weisfion des Proletariats auf die mit jedem Zage wächst unsere Sieges tarijchen Sträfte zu gemeinsamem Stamps gegen die Zuſammenarbeit der Arbeiterschaft bor beiben zutterficht. Alle unsere Kundgebungen Bourgeoisie zu tun wäre, dann hätten sie großen Nationen, der tschechischen und der deut aus der letzten Zeit haben uns ge Wir fragen weiter, warum man in dem Augen unseren Antrag auf Errichtung schen gestellt. An unsere Bereitschaft zu aus der letzten blice, in dem nach Aufſaſſjung der Kommuniſten eines Proletarierkongresses an gemeinsamen Stampf hat es nie gezeigt, daß unsere Partei vom herrGefahr im Verzuge, die sofortige Zusammenfas nehmen und im Rahmen bicies Ron- chIt. Wir haben keine Gelegenheit vorbeigehen dieses lichstem Kampfgeist erfüllt ist, daß sie ſung aller Kräfte direkt eine Lebensfrage des gresses die Einheitsfront verwirk lassen, dies vor aller Welt zu befunden, mir lichtem Kampfgeiſt haben keinen Parteitag, wir haben keine unserer mit jedem Zage möchft, sich mit jeder Proletariats war, keine andere Sorge tannie, als Lichen können. Damals riefen sie uns bebentsamen Tagungen vorbeigehen lassen, ohne die noch bestehenden sozialistischen Kampffronten am Karlsbader Parteitag- durch den Wund die Mitarbeit der tschechischen Arbeiterklasse anzu Stunde träftigt Stunde träftigt und fich langjam, nach dem bekannten kommunistischen Rezept weithres Sprechers reibich zu: rufen und unsere volle Bereitschaft zu prokiater zu gerhaden und alle Serafie der kommunisti„ Scht, die ewig Gestrigen! Proletariertonaber sicher an die alte Größe, die mieren. Die Behauptungen der tschechischen schen Bartei, die der Bekämpfung der Bourgeoifie greß, bas wäre ein Wort gewesen, wenn es fri- nationaliſtiſchen Bresse und bebauerlicherweise alte Geschloffenheit und Schlagkraft dienen sollten, fbiese herostratische Aufgabe zu her gekommen wäre, aber heute ist es wieber su auch die des„ Narodni Osvobozeni", die das Ge fonzentrieren. Mit jedem Tage mehr bewahrheitet spät. Heute sind sie die ewig Gestrigen, denn das genteil feststellten, sind unrichtig, widersprechen heranarbeitet. jich as Wort, das der kommunistische Gewerk nächste Wori der Geschichte ist das System der ben Tatsachen und können von uns jederzeit Genossen ichaftsführer Tomsi seinem Feber der wenn auch eineren Arbeiterräte, der erste Rätekongreß der Eiche Lügen gestraft werden. Nun haben die tschechischen munalmahigänge bringt uns neuen Zumachs, 20soms zugerufen hatte: Genossen auf ihrem letzten Parteitag ihre Ereku neue Erfolge und zeigt uns, daß wir uns in forttipe beauftragt, mit uns wegen der Zusammenschreitenbem Aufstieg befinden. Aber auch außer arbeit Berhandlungen anzuknüpfen. Wir befinden halb unserer Grenzen sehen wir auf der ganzen uns also hoffentlich und endlich auf dem richtigen Zinic einen neuen gewaltigen Aufschwung des Weg. Sozialismus, wieder scharen sich die Arbeiter in hellen Haufen um das Banner der Sozialdemo tratie, wieder suchen sie bei der alten Bartei ihre Zuflucht und ihre Rettung, wieder setzen fie auf fie ihre ganze Soffnung, the ganzes Schidial, wieder erkennen sie im Sozialismus ihren einzi gen Leitstern und es wächst wieder die Zuversicht und das Selbstvertrauen der Massen. ,, Gleichzeitig redet Lojowski von Einheitsfront, ſelbſt will er aber in Wirklichkeit nur spalten!" Noch deutlicher wird diese Aufgabe der kom munistischen Barrei aus einem fommunisti. schen Lehrbuch ſichtbar, das die konumuniſtithe Chemie des Alltags, bie Rezeptur für fom muniſtiſche Giftmischereien enthält. In den vom Communistischen Agit. pro pop. ausgegebenen Referatsentwürfen für tommunistische Lehrgänge befindet sich u. a. auch eine Abhandlung über bie Einheitsfront, Nach der befannien Methode Wie fan' ichs meinem Sinde?" wird dem fom munistischen Nachwuchs die Anleitung zu den Trid's gegeben, beren sie sich zu bebienen haben, um die res nistischen Führer hineinzulegen und Die reformistischen Arbeiter auf den Beim zu loden. Die Einheitsfront von oben besteht nach dem eben genannten Lehrbuch in dem offenen Anbot an die reformistischen Führer zu gemeinsamen Stampi für die gemeinsamen Forderungen. 3mar wird von den kommunistischen Jesuitenpatres anseinandergesezt, daß die reformistischen Führer einen folchen Kampf nicht wollen, bog) fönne von einem Die grinsende Frage. chosomatischen Republik." Dieses verdammie Wort der Geschichic, mit dem die Kommunisten ein ganz unheimliches Bed haben. Wir waren mit dem Broletarier kongreß die ewig Gestrigen, da die Stommunisten bereits den tschechoslowakischen Rätekongreß in der Taſche haten und nun warten wir nahezu ein ganzes Jahrzehnt auf die Erfüllung der großen Berheizung, bei der sich wieder einmal eine fatale Zugsverspätung eingestellt haben mag. Um wieviel leichter haben es die Stommunisien als wir. Sie brauchen nur zu wollen, sie müssen nur eines ihrer politischen Exergierreglements hernehmen und sie meistern selbst die Weltge schichte spielend, die nach ihrer Pfeife tanzen muß. if ber lepien Reichenberger Streisfonferenz rief Streibich ben Delegierten zu: „ Ein Bestandteil unseres internationalen Rampies ist der Kampf gegen hie bestehende Staatsordnung für die Selbstbestimmung der Böller. Wenn wir die Losung ausgeben, daß mir die Grenzen dieses oder jenes Staates nicht anerkennen und die Frage der Selbstbeſtimmung von neuem aufwerfen, dann wird die internationale Staatsordnung ins Wanken geraten." Geftatien Sie mir in diesem Zusammenhang eine kleine Reminizens: Soute fint es ad Jahre, seitdem Seliger in der Eröffnungssigung unseres Teplizer Parteitages den Ruf nach der Zusammenarbeit mit den tschechischen Genossen ergehen ließ. Er sagte: „ Ich möchte ein Wort an die tschechischen Genossen richten und sie an ein Wort eines un jerer Suppien erinnern, der als erster fiel in diejem furchtbaren Morden, an Jean Jaures. In jeinem berühmtesten Bum sagt er: Das furanbarste am striege ist, daß jeder einzelne vor die Wahl gestellt ist zwischen Freiheit und Baterland. Diejenigen, die im Kriege unterliegen, verlieren has Baterland, diejenigen, die ſiegen, verlieren ihre Freiheit. Wir Deutschen in ben Subetenländern haben unser Baterland verloren, die Tschethen ihre Freiheit. Sie haben sie verloren mit den Proletariern Frankreichs, Englands, Italiens, über sie triumphiert der Imperialismus. Stom Wie ein gewaltiges Flammenzeichen ficht das rote Bien vor uns, ein meit hin fichtbares Signal, ein weithin hör barer Alarmrns des Sozialismus." Gr Padt unsere Herzen und richtet die Weinmütigen auf, es reißt die Berzweiseinden und Berzagenden mit sich und west die Gleichgültigen und Säumigen. Doch auch nicht andere Signale künden uns frohen Sieg. Die leßten Erfagwahlen in England, bie Landtagswahlen in Deutschland, bie Bazlamentswahlen in ben skandinavischen Frake. auté bas tam? non Roman von Victor Hugo. 44 Aus dem Französischen übersetzt von Eva Schumann. Dieser Mann war leise wie eine Raße hinter ihm bergsschlichen und hatte ihm das Papier in die Hände gesteckt. Das Papier war ein Brief. Der Mann, beim Sternenschein gevabe noch erkennbar, war flein und jung und hatte ein ernsies Kindergesicht, unter dem ein wenig offen Freienden, langen guinen Umbang mar eine jenerfarbene Livree fichibar; auf dem Kopf trug er eine farmoisinroie, goldverbrämte Stappe mit einem Büschel bon Weberbogelfedern. Unbeweglich, wie eine Traumgestalt, stand er bor Gwynplaine. Gwynpaine erfannie den kleinen Lafaien ber Serzogin. Ghe er auch nur ein Wort hervorbringen Inmonie, honic er die hohe dinne Stimme des flei nen Salaien jogen: Findet Euch morgen um dieselbe Zeit an ter Bondoner Brück ein. Ich werde dort sein und Guch führen." Wohin?" frogie Gwynplaine. Dorthin, wo Ihr cuvartet werdet." Gwynplaine jab auf den Brief nieder, den er gang mechanisch in der Sand hielt. kai verschwand, dann sah er sich den Brief an. Es gibt Augenblicke im Leben, in benen wir nicht er in einer gewiffen Entfernung vom Erlebnis. Gymplaine hob den Brief an die Augen, als wolle er ihn lesen. Dann wurde er gowahr, daß er aus zwei Grinben nicht lesen konnte: einmal, meil er ben Brief noch nicht geöffnet hatte, und dann, weil er sich darüber Flar wurde, daß im Wirtshaus eine Laterne brannie. Er machte ein paar zielose Schritte wie einer, der nicht weiß. phin er gehen mill. Endlich raffte er sich auf und vannte mehr als er ging zum Gasthof; im Lichtschein ber halb geöffneten Tür betrachtete er noch einmal den verschlossenen Brief. Das Siegel war nicht gestempelt, und auf dem Umschlag ftand: An Gwynplaine. Er brach das Siegel auf, zerriß den Umschlag, entfaltete den Brief und las im vollen Schein der Baterne: Du bist schrecklich, und ich bin schön. Du bist ein Gaukler, und ich bin eine Herzogin. Ich bin die Grste, Du bist der Lepte. Ich begehre Dich. Ich liebe Dich. Komm." Bierics Buch. Der Kerker. Gpyuplaine las ben Brief, und das ihm noch einmal. Da fianb es: Ich liebe Dich!" In ihm jagte ein Entschen das ander. Zuerst glaubic er, er sei toll genvorden. Er war toll. Gang gewiß. Was er gesehen hatte, war nicht gewesen. Dunkle Trugbilder trieben ihr Spiel mit ihm. Der kleine Schavlachrote war ihm im Wahn erschienen. Als er wieder aufplichte, war der fleine Lakai jurt. Weit hinten auf dem Budenplatz enschwand eine undeutliche dunkle Gestalt. Die rasch immer Meiner wurde. Das war der fleine Bakai; er bog Dann packte ihn von neuem Entschen, denn um eine Straßenede, und nun war kein Mensch or endedic, daß er vollkommen bei Berstand war. mehr zu sehen. Gin Trugbild? Gewiß nicht! 28oher sollte Gwynplaine beobachtete, wie der Heine Badenn der Brief gekommen fein? Sielt er benn nicht einen Brief in den Händen? War da nicht Umschlag, Siegel, Papier und Schrift? Mußte zen Abenteuer war nichts Geheimnisvolles." Jemand hat Feber und Tinte zur Hand genommen, hat geschrieben. Jemand hat eine Sterze angezün det und den Brief mit Wachs versiegelt. Stand nicht sein Name auf dem Umschlag? An Gwyn plaine." Das Papier riecht gut. Alles ist klar. Gwynplaine fennt den kleinen Mann sehr wohl. Dieser Zwerg ist ein Lakai. Der scharlachrote Schimmer ist eine Livree, Der Batai hat Gwyn plane für morgen um dieselbe Zeit an die Son doner Brücke bestellt. Ist die Bondoner Brüde ein Trugbilb? Mein, nein, all das ist Wirklichkeit, ba ist kein Wahn dabei. Gwynplaine ist bei Haven innen. Gwynplaine iſt nicht toll, Gwynplaine hat das alles nicht geträumt. Und er las den Brief noch einmal. Ndun ja. Aber was dann? Dann war es fürchterlich. von ihrem Thron herab, das Götterbild von jei nem Altar, die Statue von ihrem Piedestal, das unerreichbare Schönheit neigte sich von ihrer steilen Strahlenhöhe zu Gwynplaine herab! Diese Frau wenn man die himmlische Gestalt sp nennen kann diese Frau bot sich an, gab sich hin, verschenkte sich! Schwindelerregender Rausch! Und diese Göttin, die da zu ihm tam, mußte, mas fie tat. Sie kannte das Entsezen, das in Gwynplaine Gestalt gewonnen. Sie hatte diese Maste, ein Antlis, gesehen! Und diese Maske stieß fie nicht ab. Gwynplaine wurde geliebt, trop allem! Er wurde gerade desmegen geliebt- bas übertraf alle Träume! Statt die Göttin abzu stoßen, lockte die Maske sie an! Gwynplaine wurde nicht nur geliebt, er wurde begehrt. Er mar nicht hingenommen, sondern auserwählt worden. Gr auserwählt! Diese Frau lebte in jenem vorneh men reis mit seinem verantwortungslosen Glanz und seiner unumschränkten Macht freier Es gibt eine Frau, die ihn begehri. Entscheidung; da gab es Fürsten- sie konnic einen Fürsten wählen; da gab es Lords- sie Eine Frau begehrte ihn! Eine Frau, die sein konnie einen Lord wählen; es gab schöne, an Geficht gesehen hat! Gine Frau, bie nicht blind ziehende, vornehme Weänner jie konnie einen ift! lub mer ist diese Frau? Eine häßliche Berthonis mählen. Unb men wählte sie? Gwyn Son? Mein, eine Schönheit. Eine 3igenmerin? piaine. Eine Allmächtige, eine Rebellin gegen Mein, eine herzogin. Schönheit und Glanz, schenkte sich dem zum Dun Knisternd entfachie sich in ihm die lodernde tel Berdammten. Du bist schredlich, ich liebe Feuerstrunji. Das war jene frembe Unbekannte, bich", bicje Worte trafen ben schlimmsten Bunkt: dieselbe, die ihm so viel Unruhe gebracht! Und Gmynplaines Stolz. Der Stolz ist die Achillesdie ersten szürmischen Gedanken an diese Frau ferse aller Selben. Gwynplaine fühlte sich geflammien wieber auf, von all der büsteren Glut schmeichelt in seiner Eitelleit als Ungeheuer. Gr zu neuem Leben envedt. Gwynplaine hatte ge- wurde geliebt in seiner Eigenschaft als mißgeftal glaubt, diese Gestalt aus seinem Junern getigt ietes Wesen. Auch er war eine Ausnahme, gerade zu haben, und nun fand er sie wieder, tief eine so, ja vielleicht mehr noch als die Jupiter und geprägt in fein aubewußtes Fühlen. Und bin Apollo. Er fühlte sich übermenschengroß, so jehr gerissen sturgie er sich von neuem in diese Ungeheuer, daß er zum Gott wurde. Furchthave Träume, die nun vielleicht nicht mehr gutzu- Berblendung! athen waren. Er, er murbe begehrt! Die Prinzessin frieg Fortepung folgt. Commlag, 8. Mai 1927. Ländern, die Neuwahlen in Holland, Sie zeigen uns, daß es wieder vorwärts geht, daß es gelunden ist, die reaktionären Wellen zum Stillstand zu bringen, daß der Sozialismus Fich überall über den reaktionären bürgerlichen Ansturm hinweg zu neuen großen Erfolgen, zu einem ganz gewaltigen Aufstieg emporringt, daß er nicht nur nicht das Zeitliche zu segnen beabsichtigt, sondern dak er gedeiht und lebt und unbezwingbar ist und bas Proletariat zum Siege führen wird. Lassen Sie mich mit dem troßigen Worte schließen, das sich gegen die kleinen Geister wendet, die die großen Ideen am liebsten hängen wir werden feine Mühe scheuten dürfen, um die wollten: Bettler Ihr! Denn Euch zu Neide ward mir, was Ihr nic erwerbt, Zwar in leide, zwar in leide, Aber Ihr. Ihr sterbt, Ihr sterbt. Auch nach hundert Todesgängen Bin ich Atem, Dunst und Licht Unnütz', unnütz', mich zu hängen, Sterben? Sterben fann ich nicht. ( Brausender, langanhaltender Beifall.) Der Bericht des Parteivorstandes. Der Parteitag nimmt am Samstag, um halb 9 Uhr vormittags die Verhandlungen wieder auf, die mit dem durch Genossen Laub erstatteten Bericht des Parteivorstandes begonnen werden. Proletavier des Landes widerstandsfähig zu machen, ihnen die Möglichkeit zu schaffen, sich als Sozialisten betätigen zu können. Wir sind in der abgelaufenen Berichtsperiode darangegangen, uns eine Ordnerwehr ut schaffen. Der Gedanke der Errichtung der Ordnerwehr ist fast überall begeistert aufgenommen worden. Am 13. November hat in Bodenbach sine überaus wichtige, von der Partei einberufene Tagung stattgefunden. Es war dies die Fürsorgekonferenz, deren glänzender Besuch davon Zeugnis abgelegt hat, welch' gewaltiges Intereffe die Frage der Fürforgearbeit in unseren Parteifreifen erwedt. . Ein eigenes Kapitel muß ich der Frage der Berichterstattung Seite 5. der Frauenbewegung angenommen haben, ist es vorwärts gegangen. In manchen Gebieten konnten wir die unangenehme Wahrnehmung machen, daß den bei Werbeaktionen gewonnenen Frauen die Sozialdemokratin" erst lange nach dem Beitritt zur Partei zugestellt wurde. Lebhaft begrüßen wir es, daß durch den statutarischen Antrag des Parteivorstandes der Frauenbewegung neue Impulse gegeben werden. Unsere Frauenarbeit muß abgestaltet werden. Hiezu sind Frauenabende ein geeignetes Mittel, doch ist es notwendig, die Frauenabende zu verschönern. Wir bitten den Parteitag, der Frauenbewegung nach wie vor größte Aufmerksamkeit zu widmen und an unserer Erziehungsarbeit lebhaft mitzuwirken. Genosse Kuplent, Budweis: Die Lage unserer Partei in Südböhmen ist erreicht, wie in der Tschechoslowakei. Ein sprechen schwierig. Wir haben dort vollständig neu beginnen der Beweis dafür sind die Maifeiern im Ostrauer müssen, fönnen aber mit größter Zufriedenheit feststellen, daß unsere Partei auf dem Vormarsche beGebiet, von wo berichtet wird, daß in der traditio griffen ist. Südböhmen war eine Domäne der Komnellen Hochburg der Sozialdemokratie fascistische widmen. Wir müssen dem letzten Vertrauensmann munisten, die nun allmählich an Anhang verlieren. Maifeiern möglich waren, an denen Bergarbeiter beizubringen verstehen, daß es notwendig ist, daß Wit allen Mitteln versuchen sie, in engster Gemeinteilgenommen haben! über alle Vorgänge, die sich da und dort abspielen, schaft mit den bürgerlichen Parteien, vor allem mit Genosse Taub bespricht zunächst die schwere hat in der Berichtsperiode einen herrlichen Auf Unsere Frauenbewegung alle Instanzen der Partei in Kenntnis gesetzt den Christlichsozialen, unsere Bewegung niederzurinwerden. gen. Unsere Zeitung wird durch eine Unzahl von wirtschaftliche Lage in der Berichtsperiode, wendet ſtieg durchgemacht. Aus den Parteischulen waren ist der, daß wir allgemein eine gesteigerte lidhjozialen herrühren, verfolgt. Für die Mitarbeit Ein ganz besonders erfreulicher Umstand Bresseklagen, die alle von Kommunisten und Christsich dann den politischen Veränderungen zu, die wir in der Lage, einige Frauen zu gewinnen, die Altionstätigkeit der Partei feststellen lönnen. an dem Aufbau unserer Partei in Südböhmen danin dieser Zeit vor sich gingen und die wir freudig fich in außerordentlicher Weise der Parteibewe- In den letzten Monaten ist aber diese Tätigkeit fen wir dem Parteivorstande. begrüßten, weil durch den Ärstritt der tschechischen gung zur Verfügung gestellt haben. Der eiserne weit überboten worden durch die VersammlungsGenoffen aus der skoalition ein besseres Berhält Wille, von dem die wenigen Frauen befeelt find, aftion gegen die Verwaltungs- und Steuerreform. nis zwischen ihnen und uns eingetreten ist. Wir die uns im Anfange unserer Bewegung in der Wir haben, soweit Berichte vorliegen, 1462 Verhoffen, daß die gestrigen Worte des Genossen Tschechoslowakei zur Verfügung standen, haben ammlungen im Gebiete der Tschechoslowakischen richterstattung beklagt. Ich glaube, daß in dieser Soukup in die Tat umgesetzt werden.( Bravo- vermocht, aus den Surrogaten von Organisations. Republik abgehalten. rufe.) Wir sind jederzeit bereit zu einer festen 3 gebieten, die wir hatten, feste Organisationsgefammenarbeit mit den tschechischen Genossen, aber biete zu machen. Es gibt nicht wenige, die da verohne Aufgeben irgendeines Grundsaßes Partei. Die Kommunisten Im Parlament meinen, als ob der Wahlausfall des Jahres 1925, fins wir eine zwar fleine, aber schlagfertige Frat der zweifellos auf die Einstellung der Frauen zution. Wir haben alles zur Verteidigung der Interrückzuführen ist, feine Schatten auf unsere Eineffen der Arbeiter getan. In allen parlamenta find in der abgelaufenen Periode ihren Methoden, stellung zu den Frauen werfen wird. Die so den rischen Fragen sind wir mit der schärfiten ober die sie bisher beobachtet haben, treu geblieben. Je fen, die kennen eben die Sozialdemokratie nicht. fachlichen Stritit allen anderen Parteien vorangemehr die Arbeiterschaft zur Erkenntnis kommt, daß Wir haben uns für das Frauenwahlrecht eingegangen. Im Kampfe gegen die Verwaltungsreform der Kommunismus das größte Verbrechen an der jetzt zu einer Zeit, wo wir gewußt haben, daß sich haben wir im Verfassungsausschuß das Signal Arbeiterklasse in der Tschechoslowakei begangen das Frauenwahlrecht unmittelbar gegen uns um Losschlagen gegeben. Wir können mit Befries hat, desto mehr waren die Bemühungen der Kom auswirken wird, aber wir sind davon überzeugt, digung feststellen, daß die Arbeiter den parlamenmunisten dahin gerichtet, die Arbeiterklasse mit daß wir trotz aller dieser Widerwärtigkeiten inner- tarischen Vorgängen wachsendes Interesse entgegen allen demagogischen Witteln einzufangen und halb furzer Zeit unsere herrlichsten Erfolge ge bringen. vornehmlich, ja man fönnte jagen, fast ausschließ- rade auf dem Gebiete der Frauenbewegung wer lich, war ihre Kampffront gerichtet gegen die den zu verzeichnen haben. Sozialdemokratie. Es it uns gelungen, Einheitsfront- Manöver der Kommunisten auch dem letzten Arbeiter in seiner wahren Gestalt in Erscheinung treten zu lassen. Genosse Taub besprach weiter den Ausfall der Gemeindewahlen im Jahre 1923 und der Wahlen in die Nationalversammlung am 15. November 1925, Unser Jugendverband Die Gemeindewahlen seit 1925 zeigen einen ständigen Aufstien unserer Partei. Für unsere Vorwärtsbewegung sprechen auch die Erfolge der Werbeaktion für Partei und Presse im Starlebader reis. Wir können im allgemeinen fagen, daß der Geist der Niedergeschlagenheit bei uns nie Einzug gehalten hat; unsere junge Bewegung war immer von dem Bewußtsein erfüllt, daß der Zeitpunkt kommen wird, in dem wir wieder vorwärtsstürmen werden. Es hat für uns schwere Momente gegeben, die wir nur zu übertauchen vermochten, dank dem festen Glauben an die Sieghaftigkeit unserer Jdee. Diese Periode liegt nun hinter uns. Genosse Dr. Hahn, Reichenberg: Genosse Taub hat sich über die mangelhafte BeRichtung an die Parteigenossen zu große Anforde rungen gestellt werden. Die Berichterstattung kann nicht unsere erste Aufgabe sein, wir müssen sie auf das notwendige Maß einschränken, dann aber auf den Berichten, die wir verlangen, auch bestehen. Die Antragsprüfungskommission möge den vorliegenden Antrag in diesem Sinne einer Revision unterziehen. Das Schlußwort. Genosse Taub stellt im Schlußworte fest, daß die Debatte sich im allgemeinen in der Richtung des Berichtes bewegte. Bezugnehmend auf die Ausfüh rungen des Genossen Dr. Hahn gibt Taub ſeiner Ueberzeugung Ausdruck, daß die Berichterstattung nicht auf die leichte Achsel genommen werden dürfe und daß man vielmehr aus der Berichterstattung sich jederzeit ein flares Bild darüber müsse machen fön nen, wie es in den einzelnen Gebieten steht. Für die administrativen Agenden müssen eigene Menschen bestellt werden. Auf die Ausführungen& uplents eingehend, sagt der Referent, daß die Genossen in Südböhmen wirklich außerordentlich schwierige Arbeit haben und daß es ihnen in der letzten Beit gelungen ist, ein gutes Stüd vorwärts zu kommen. Was die Zusammenarbeit mit den tscheschen, müssen wir uns dennoch von Illusionen chischen Genossen anlangt, die wir so sehnlich winfreihalten und erkennen, daß zu einer wirkli chen, innigen und ehrlichen Zusammenarbeit unbe dingt zentrale Vorausseyungen geschaffen reform haben den Beweis erbracht, daß die Ar- nismus erst dann beseitigen werden, wenn Die letzten Kundgebungen zur Verwaltungs- werden müssen. Wir wissen, daß wir den Kommubeiterschaft entschlossen ist, wieder nach altbewähr- wir zur Einheitsfront mit den tschech iten Methoden den Kampf zu führen; die alte Entschen Sozialdemokraten gelangt fein werschlossenheit, der ungebrochene Mut, der revolutio- den. Genosse Taub begrüßt den Aufstieg ber näre Geist, sind hier wieder zum Ausdruck ge- Frauenbewegung, die auch weiterhin mit fommen. Und so sehnen wir nichts sehnlicher her- allen Kräften unterstützt werden soll, und fordert bei, als die Abrechnung mit dem Bürgertum. Wir schließlich alle Genossen auf, sowohl die in den Zene werden jeßt gleich überall darangehen, alle Vor- tralstellen der Partei als auch alle Vertrauensmäne arbeiten für den Gemeindewahlkampf zu treffen, ner bis in die fleinste Lokalorganisation, ihre ganze wir werden die Gemeindewahlen dazu benüßen, Kraft der Partei zu widmen. Wir werden jeder einum wieder sozialistische Auftlärung in die letzte zelne unseren legten Nerv hergeben, um den WieHütte, in das entlegenste Dorf zu tragen, wir wer- beraufstieg der Arbeiterklasse in der Tschechoslowakei den bei den Gemeindewahlen mit dem Bürgertum herbeizuführen!( Großer Beifall.) Abrechnung halten. Wir freuen uns auf den Kampf; die deutsche Arbeiterschaft wird gerüstet fein!( ang anhaltender, stürmischer Beifall.) hat in der abgelaufenen Berichtsperiode wieder den Beweis erbracht, daß er befähigt und gewillt ist, die Arbeiterjugend zu erfaffen und sie zu Sozialiſten zu erziehen. Die Aufgabe, die unseren Jugendverbande gestellt ist, ist wohl eine der schwersten, die man sich vorstellen kann. Wenn trotz aller Schwierigkeiten und Widerwärtigkeiten der und hebt hervor, daß unter den kläglichen Ver- Bericht des Jugendverbandes von einem Aufhältnissen, unter welchen wir zu arbeiten haben, ftieg der Organisation sprechen kann, fo zeigt das in einer Reihe von Gemeinden Institutionen für von dem gefunden Geiste der Bewegung, spricht die Allgemeinheit geschaffen wurden, an deren das dafür, daß unser Jugendverband auf dem Errichtung feitens des Bürgertums durch fünf besten Wege ist, die jugendlichen Arbeiter zu So Jahrzehnte nicht gedacht wurde. Wir sind davon zialiſten zu erziehen. Diese Arbeit wird aber der überzeugt, daß die Wähler zu der Erkenntnis Jugendverband nur dann durchzuführen vermögen, tommen werden, daß die abgelaufenen vier Jahre wenn er auch der werftätigen intensiven Unter der Verwaltungstätigkeit des Bürgertums fich ftützung feitens aller Parteinstanzen gewiß ist. überaus verheerend ausgewirkt haben, daß die so- Wie die Genossen und Genofsiunen aus dem zialpolitische und sozialfürsorgliche Tätigkeit in Berichte zu erkennen vermögen, hat jenen Gemeinden, in denen das Bürgertum aus schließlich herrscht und von den sozialdemokratiunserere Kinderfreunde- Bewegung schen Gemeindevertretern nicht vorwärts ge- in der abgelaufenen Zeit einen erfolgreichen peitscht wurde, fast vollkommen unterblieben ist Aufstie a zu verzeichnen. Es muß dem legten und daß es wieder jener zähen und unermüdlichen Vertrauensmann zum Bewußtsein gebracht werden, Arbeit bedürfen wird, um die schweren Mängel daß die Kinderfreunde- Bewegung für uns eine der und Schäden zu beseitigen. Nunmehr heißt es, wichtigsten Bewegungen ist. Nichts hat das Bürger alles mobil zu machen für den Wahltag. Mit Antum so sehr aus der Ruhe gebracht, als gerade die spannung aller unserer Kräfte wollen wir dafür Tätigkeit unserer Kinderfreunde- Organisationen. eintreten, daß der Arbeiterklasse in den Gemeinden Der Arbeiter- Turn- und Sportverband eine ihrer Stärfe entsprechende Vertretung wird ihrem Geiste verwaltet werden. zu den Grundsätzen unserer Partei bekannt. Wir Ueber die Vorgänge, die sich zwischen den Ge haben diese Entscheidung des Arbeiter- Turn- und meindewahlen und den Nationalratswahlen abge- Sportverbandes um so freudiger begrüßt, als wir spielt haben, unterrichtet in erschöpfender Weise wissen, welche Bedeutung dem Arbeiter- Turn- und erstattete Genosse Dr. Heller, der eingangs der Ihnen vorgelegte Bericht. Ich möchte aber Sporiverbande zukommt. Es freut uns außer betonte, daß zu allen Wahlen Geld und wieder Geld gehört. Die finanziellen Anforderungen an diesen Teil des Berichtes nicht abschlichen, ohne ordentlich, feststellen zu können, daß der Bund seine die Parei waren in den letzten Jahren sehr auch an dieser Stelle unseren österreichischen und Aufgabe, unsere Jugens vom bürgerlichen Sport deutschen Genossen für die ganz außerordentliche abzuhalten, und so zu verhindern, daß sie auf groß; sie werden in Zukunft, vor allem bei der Durchführung von Wahlen, noch größer sein. diesem Wege der bürgerlichen Politik zugeführt Hilfe, die sie uns im Wahlkampfe geleistet haben, werden, in stets wachsendem Maße erfüllt, und Der Redner erläutert sodann die einzelnen Einfür zeigt die Tatsache, daß der Bund eine gewaltige wobei er hervorhebt, daß es eine der kommenden daß diese Arbeit auch von Erfolg gekrönt ist. Da- nahme- und Ausgabeposten und berichtet über die Abrechnung der verschiedenen Parteifonds, Zunahme zu verzeichnen hat. Aufgaben der Partei ist, den Wahlfonds zu stärken. Durch die Einführung der Bildungsabgabe wurde die Partei von den Ausgaben für Bildungszwecke entlastet. Die Partei werde auch deshalb finanziell gerüstet sein müssen, weil sie den schwächeren Organisationen beispringen muß. und daß die Gemeinden in ihrem Sinne und hat sich bekanntlich bei der Auffiger Tagung offent den herzlichsten und innigsten Dant zu sagen. Wir können wohl ruhig sagen, daß wir nach unseren schwachen Sträften bemüht waren, die Internationale Unser Verhältnis zu den Gewerkschaften in ihrer fürchterlich schwierigen Arbeit zu unter stützen. Unser Vertreter in der Internationale, fann als ein äußerst freundschaftliches und inniges Genosse Dr. Czech, hat an den Beschlüssen mitge bezeichnet werden. An diesem Verhältnis zwischen wirkt und für die Durchführung und Verwirkli- Partei und Gewerkschaften wird auch das Ueberchung der Beschlüsse im eigenen Lande Sorge ge- einkommen, das mit dem C. O. S. getroffen wurde, nichts ändern. Wir begrüßen diese Vertragen. einigung der Gewerkschaften und wir hoffen auch, daß sie sich bei der Erörterung wirt Be- schaftlicher Fragen im Parlament und außerhalb des Parlamentes im Interesse der Arbeiterklasse auswirken wird. An unserem freundschaftlichen Verhältnis zur Genossenschaftsbelegung Die Zentralstelle für das Bildungswesen hat einen eigenen Bericht veröffentlicht, der weis liefert für die rege emfige und, wie ich wohl sagen darf, erfolgreiche Tätigkeit dieser Jit stitution. Der Zentrale ist es wohl noch nicht restlos gelungen, eine Zusammenfassung aller Sträfte herbeizuführen, die auf dem Gebiete des Bildungswesens in der Tschechoslowakei tätig sind, sie hat sich auch in der abgelaufenen Periode nichts ist aber auf dem besten Wege dazu, dieses ideale geändert. Wir werden es nach wie vor als unsere Ziel zu erreichen. Ist überall anderswo die Bil- Aufgabe ausehen, die Genossenschaften in ihrer dungsarbeit notwendig, bei uns ist sie uner Arbeit zu unterstützen und zu fördern. läßlich, denn je intensiver wir Bildungsarbeit verrichten werden, desto cher werden wir zu unserem Ziele gelangen, desto leichter werden wir alle hat in verhältnismäßig furzer Zeit um feine Fahne Widerwärtiakeiten und Schwierigkeiten, die sich eine Schar von mutigen, unentwegten Stämpfern zum Teile auch im Lager der Arbeiterschaft dem zu sammeln vermocht, die unter den denkbar Vordringen des Sozialismus enigegenstellen, zu fürchterlichsten Verhältnissen und Drangsalierun überwinden vermögen. Denn in feinem anderen gen Aufklärungsarbeit im Lande verrichten. Wir Lande, das kann wohl ruhig behauptet werden, werden der Agitation am Lande in der nächsten hat die Täuschung der Arbeiterklasse so einen Grad Periode ein großzes Augenmerk zuwenden müssen, Der Verband der Kleinbauern und Häusler Den Kassabericht Genosse Aug st en berichet für die Kontrolle. Mehrere Revisionen der Kaſſaführung wurden vorgenommen, ohne daß irgendein Anstand vorgefunden wurde. Die Kontrolle stellt deshalb den Antrag, der Parteitag wolle den Mitgliedern des Parteivorstandes und dem Parteikassier, Genos sen Dr. Heller, den Dank für die vorbildliche Arbeit aussprechen und die Entlastung erteilen. Die Debatte. Genossin Blatny: Die Zahlen des Berichtes des Genossen Taub zeigen uns vor allem, daß die Frauen der Partei die Treue gehalten haben. Aus dem Berichte des Parteisekretärs geht aber auch hervor, daß überall dort, wo Sekretariate errichtet wurden, die Frauenbewegung Fortschritte aufzuweisen hat. Auch dort, wo einige rührige Genofsinnen oder Genossen sich Der Parteitag nimmt dann einstimmig den Antrag auf Entlastung der zentralen ebenso einen Antrag, in dem den Klubs unserer Abgeordneten und Senatoren Dant und Vertrauen ausgesprochen wird. Schließlich entbietet der Parteitag dem durch Krankheit vom Leibl, Parteitag abgehaltenen Genossen 2e i bl, der ein Begrüßungstelegramm schickte, herzlichste Genesungswünsche und beschließt die vormittägige Verhandlung. Parteitörperschaften an und ein * Die Nachmittagsfikung nach halb 2 Uhr seine Arbeit wieder auf. Die Der Parteitag nahm Samstag nachmittags Sizung wurde ausgefüllt mit dem großen, zweistündigen politischen Referat des Genossen Dr. Czech, das wir, nur wenig gefürzt, an anderer Stelle dieser Nummer veröffentlichen. Das Plenum des Kongresses war während der Rede Czechs lückenlos gefüllt. Die Empörung der deutschen Arbeiterschaft gegen die des Parteitages zum Ausdrud, als Genosse Dr. deutschen Bürgerparteien tam in der Stimmung Czech Abrechnung hielt mit den Spina, MayrHarting und Zuleger. Dr. Czech sprach allen Delegierten so recht aus dem Herzen, als er mit feinem Wiß und grimmig- höhnischem Humor das elende doppelte Roßtäuscherspiel der deutschen Agrarier entlarvte, die den Einheitsfront- Betrug noch fortjeßten, als sie schon längst die Packelei mit ihren Stlassengenossen aus dem damals an geblich so gehaßten tschechischen Lager begonnen hatten. Spontan bricht zum ersten Male stürmischer Beifall los, da Czech von der Machtlosigkeit der deutschen Regierungsparteien trob ihren Portefeuilles spricht und als er sagt, daß die Arbeiterschaft auch ohne Ministerstühle an der Macht sein könnte, wenn sie einig wäre. So oft Czech von der zu erhoffenden Einigkeit mit der tschechischen Sozialdemokratic spricht, erneut sich Cefte | Sonntag, 8. Mai 1927. der Beifall, der zum Schluß in einem wahren Partei Lettlands und erteilt dann das Wort auf ihrem Barteitag einen Antrag angenommen, in Beendigung der Steuerbebatte. Sturm endet. Die Debatte. Als erster Redner spricht Genosse Nießner: Unser Bürgerblod ist eine Horde, die mit Raub. ritiermoral auf Beute ausgeht! der Genosse Pir protestiert gegen das Vorgehen der Wiener Gesandtschaft gegenüber dem Genossen Dr. Deutsch. Prog. 7. Mai. Das Abgeordnetenhaus bedem die Parteierefutive beauftragt wird, zu geneGenoffin Kirpal: bener Zeit die Verhandlungen mit den anderen fozta listischen Parteien, vor allem mit der deutschen So Genosse Dr. Czech hat in seinem Referat cinzialdemokratie, aufzunehmen. Wir begrüßen diesen chend die Ursachen und Folgen der Wirtschaftskrise Antrag und sind zu diesen Verhandlun behandelt. Ich möchte dem nur noch hinzufügen, gen bereit. Es ist unsere Aufgabe, diese wahre daß die proletarischen Frauen unter der Wirtschafts- Einheitsfront auf dem Boden der Sozialdemokratie endete heute in einer zehnstündigen Sitzung, die bis halb 8 Uhr abends dauerte, die SpezialMeine An- ht geht dahin, manches in dem, was frije doppelt zu leiden haben, und zwar sowohl als herzustellen!( Starker Beifall.) debatte über die Steureform, das Gemeindes Dr. Czech anführte, zu unterstreichen. Das Wicy Erwerbstätige als auch indirekt unter der ArbeitsAls letzter Redner in der Debatte sprach finanzgesetz und die Stabilisierungsbilanzen. Auch tigste, das uns zu beschäftigen hat, ist: Wie kommen lejigkeit ihrer Männer. Unsere Pflicht ist es, die heute war das Bild der Sitzung nicht anders als wir aus der heutigen Situation heraus, wie er Frauen über die Ursachen ihres Glends oufzuklären. Genoje Polach: in den letzten Tagen und die meisten Redner wehren wir uns des beispiellosen Angriffs der Bour- Diese Aufklärungsarbeit ist nicht leicht, weil wir in Wir würden die große Bedeutung dieses Partei- sprachen vor leeren Bänken. Von den deutschen geoffic? Ich glaube, daß wir der Arbeiterschaft die unseren Versantushungen es zumeist nur mit den tages verkennen, wenn wir uns nicht vor Augen Rednern gab Dr. Rosche( D. Nat.) eine lehrSoffnung geben könnten, daß es anders wird. bereits in unserer Partei organisierten Arbeiter- hieften, daß die wichtigste politische Frage für die reiche Uebersicht über das Anwachsen der direk Ein Vergleich des Bürgerblocks in Deutschland mit frauen zu tun haben. Wir müssen aber die großen Partei in der gegenwärtigen Situation die Ord- ten Steuern in den Jahren 1898 bis 1925. Es dem in der Tschechoslowakei lautet: Massen, vor allem die indifferenten Frauen, aufnung unseres Verhältnisses zur tiche ergibt sich daraus, daß der Ertrag der Grundflären und ihnen die Pläne der Bürgerregierung, chischen Bruderpartei ist. Die Bedeutung Steuer, wenn man die Gelden wertung schon bes die uns Frauen die chuchin geringen Rechte noch der Frage muß uns von aller formalen und bloß rücksichtigt, cuf vier Zehntel des Betrages bon nehmen will, enthüllen. Wenn wir unsere Errungen höflichen Art ihrer Behandlung zurückhalten. Wir 1898 zurückgegangen ist, die Gebäudeſtenern ( Bravo!) Gefahren drohen dem rechischen und schaften erfolgreich verteidigen wollen, so müssen wir müssen uns vielmehr der großen eiva auf die Hälfte. Dagegen bringt die allge. deutschen Proletariat. Wenn wir nicht jetzt die das große Heer der Arbeiterfronten hinter uns haben. Schwierigkeiten der Lösung dieses meine Erwerbssteuer das Zweieinhalbfache, die raft zur Abwehr finden, ist es auf Jahrzehnte Dabei müssen uns aber unsere Genossen mithelfen! Problems bewußt werden, denn würde das besondere Erwerbsteuer das Dreieinhalbsache, die Hinaus zu spät. Man spricht jetzt schon von einer Durchbrechung der politischen Rechte und sogar des Proletariat auch diesmal enttäuscht werden, so könnte Rentensteuer das Sechseinhalbfache und die EinGenosse Dr. Heller: sich die Stimmung des Zweifels in eine Stimmung fommensteuer gar das Zwanzigfache des Jahres Wahlrechtes für das Parlament. Daß ein Minister Genosse Dr. Czech hat sich in seinem Referat der Verzweiflung verwandeln. Wir können deshalb 1898 ein. diese Ansichten in einer Parteiverfammlung offen hauptsächlich mit jenen Parteien befaßt, die heute in nicht genug vorsichtig ans Werf gehen. Aber erin Der tschechische Sozialdemokrat if befaßte verfündet, das ist emas, was uns aufrüttetin muß. der Regierung sind. Ich will über jene Barteien nern wir uns des Wortes, das Viktor Adler einmal sich mit dem Vorgehen der Wiener ichechischen Der Weg vom Gedanken bis zur parlamentarischen furz, sprechen, die der Regierung nicht angehören, gelegentlich eines Konfliktes in der alten österrei Gesand schaft gegen den Genossen Dr. Deutsch, Vorlage ist nicht so weit. Man soll sich auf keiner über die deutschen Nationalsozialisten und chischen Partei sprach:„ Wir werden einander nichts der Vertreter der österreichischen Sozialdemokratic Site darüber täuschen, deß dieses Regime, wenn die deutsche Nationalpartei. Die deutschen vorwerfen". Was hätte es für einen Sinn, in dem auf unserem Parteiing. Sehr entschieden erklärt wir es nicht fürgen, fein vorübergehendes ist. An Nationalsozialisten haben sehr lange geschwankt, wie Augenblid, da wir die Hoffnung begen, eine geit, daß dieses Vorgehen, das Deutsch selbst auf der Spitze der Regierung steht ein Manut, der der ja Schwanken überhaupt ihre ständige Eigenart ist. meinsame Straße zu finden, uns an dieses oder jenes dem Parteitag sartastisch geschildert hatte, cin gerissensie unter den europäischen Staatsmännern ist im vorigen Jahre, als die deutschen aktivistischen aus der Vergangenheit zu erinnern? Ueberlassen wir unwürdiges sei und die Tschechoslowakei vor and der mit Methoden arbeitet, die sonst nur im Parteien schon in der Regierungsmehrheit saßen und das ruhig den historikern der sozialistischen Geschichte. der ganzen Oeffentlichkeit als einen Staat mit Reßhandel üblich sind. Der Wann welk insbesondere als die arbeiter und vollsfeindlichen Gesetze beschlosch scheue mich nicht, neuerdings zu sagen, daß wir rüdständigen Sitten und Mitteln hinstelle. Do bei den tschechischen Nationalsozialisten die Hoffnung, fen wurden, gehörten die deutschen Nationalsoziali. das Verhalten des tschechischen Proletariates nach augenblicklich niemand von den Abgeordneten der als ob ihre Schnsucht, wieder in die Regierung zu sten noch immer dem Deutschen Verbande, in dem dem Umsturz und bei der Gründung des tschechoslo deutschen Sozialdemokratic, die alle auf dem gelangen, bold erfüllt werden würde. Darant ist aber auch diese Parteien waren, an. Diese Partei hat das wafischen Staates verstehen müssen. Auch für die Parteitag scien, von der Parlamentstribüne aus nicht zu denken. Freiwillig wird diese Regierung Recht verwirkt, sich eine Arbeiterpartei zu nennen, deutsche Arbeiterschaft war der Umsturz ein großer dagegen protestieren fönne, halte Redner jich für nicht das Feld räumen. Das starke Bindemittel sie ist nicht fähig, die Interessen der Arbeiterschaft historischer Augenblick. Aber gerade der Umstand, verpflichtet, dies zu tun, schon im Intereise des dieser Regierung ist der gemeinsame Wunsch, die zu vertreten. Die zweite Partei, die deutsche daß die fapitaliſtiſche Rücksichtslosigkeit des fich fon Rufes unseres Staates und der Hochhaltung des Errungenschaften der Arbeiter zu vernichten. Nationalpartei, die nach einem Ausspruch solidierenden tschechischen Bürgertums dem Prole- Gastrechtes. Die Herren auf der Wiener GeWas haben wir also zu tun? Vor allem eins: eines ihrer früheren Führer ,, die Partei des pflicht- tariat den Rüdweg zum Bündnis verschließen dürfte, fandtschaft haben anscheinend auf die Traditionen die Massen aufzurufen- das soll kein gemäßen Hochverrates" ist, hat durch einen ihrer das ist die größte Hoffnung nach der objektiven Seite vergessen, die sich in den Zeiten des verewigten Verteter, den Abgeordneten Dr. Rosche, im Par- in die Entwidlung des Verhältnisjes zwischen den Tufar herausgebildet hattett. bloßes Wort sein. Im Parlament allein fönnen wir nichts ausrichten. Es gab hätte schöner halten fönnen, und die eine Rechtfer haben wir anzufnüpfen. Das bedeutet keineswegs, Lament eine Rede halten lassen, wie sie kein Aktivist beiden Parteien,( Rufe: Sehr richtig!) an das Zeiten, wo wir im Parlement nicht vertreten maren und doch eine Macht im Staate bildeten. tigung des Friedensvertrages von St. Germain ist. daß wir auf alles verzichten sollen; im Gegenteil wir Es ist begreiflich, daß nach dieser Rede der tiche werden alles verlangen müſſen, was das deutsche Sehr richtig!) So wenig natürlich auch fürderhin chische Nachredner dem Herrn Dr. Rosche die Hand Proletariat zu seinem Leben braucht, die volle Gleich von uns im Berlament irgendetwas versäumt wer- gedrüdt hat. Dr. Rosche rechtfertigte in seiner Rede berechtigung des deutschen Arbeiters. Wir müssen uns den darf, so glaube ich doch, daß wir an die Massen nachträglich die Errichtung dieses Staates und in in voller Freiheit und in vollem Verständnis mit herantreten, das Schwergewicht unserer Politit seinen weiteren Ausführungen sprach er von der der tschechischen Bruderpartei einigen!( Großer Beianßerhalb des Parlamentes verlegen müssen. Die 3ollunion mit den Nachfolgestaaten, die das fall.) Ursache unserer Schwäche liegt in der profetarischen Gegenteil des Anschluffes an Deutschland bedeute. Prag. 7. Mai. Der Landesvollzugsausschus Zersplitterung: mit den Komunisten als Bundes- Auch die deutsche Nationalpartei ist jeden Tag bereit, der nationaldemokratischen Partei für Böhmen genossen fönnen wir nicht rechnen. Die Barole zur ihr Programm zu verraten und in die Regierung Der Vorsitzende Gentoffe Kremser erflärt, hat nach einem Referat des Abgeordneten 2uEin aus der sozialdemokratischen Lager müßt oflein einzutreten, wenn es die Interessen der Industriellen daß am Abend eine vertrauliche Situng jicht auf angebliche Nichteinhaltung der Sprachen favity eine Entschließung gefaßt, die mit Rüdnichts. Das Proletariat will die profetarische Ver und Fabritanten erfordern! Das, was die deutsch des Parteitages stattfindet, und schlägt dann den vorschriften im deutschen Gebiet erflärt, daß es cinigung nicht mehr nur als ein Ideal, es will fie bürgerlichen Parteien durch den Eintritt in die Re Gästen und Delegierten des Parteitages vor, im feinen Ausgleich mit den Deutschen gebe und daß, felber sehen. An dieser Einigung iſt die schechische gierung getan haben, ist tein nationaler Ausgleich gemeinsamen Demonstrationszug auf den Markt- die Teilnahme der Deutschen an der Regierung Arbeiterschaft genou so interessert wie die deutsche. und ist auch nicht der Weg dazu!( 3ustimmung.) Und weil diefe Sehnsucht in us cffen so stark lebt, Wir deutschen Sozialdemokraten fönnen uns platz zu marschieren, wo um 6 Uhr abends cine nicht durch die Bewilligung von Germanisierungshaben wir geſtern to auftertiam aufgehorcht, was einen Ausgleich mit unseren tschechischen große Kundgebung stattfinde, die von der sozial- schulen oder durch Zuteilung von Boden im„ derWanoffe Dr. Soukup uns fagen hat. Jah bante Genossen nur in der Weise vorstellen, daß wir demokratischen Bezirksorganisation, von dem Bc. deutschen" Gebiet bezahlt werden dürfe. Die Na zu Regierung ihm für feine offenen, mussen Worte, von denen uns gemeinsam ein Programm erarbeiten und uns sirfegewerkschaftskartell und von den Arbeitertur rechtzeitig zu warnen. wir glowten, daß sie wahrhaft gemeint maren, dann auf Grund dieses gemeinsamten Programmes nern sowie von der Bezirksorganisation der Judenn wir sind in der Stunde der Not doppelt auf vereinigen, jo daß die Vereinigung nicht auf zweigendlichen unter der Parole„ Gefundheit für einander angewieler. Die Einigung, nady 15jähriger Monate und nicht auf zwei Jahre, sondern Trennung, with nicht leicht fein. Aber laffen wir immerwährende Zeiten Bestand hat. Wir haben Alle" veranstaltet wurde. Pilfen, 7. Mai. Dic Nova Doba" meldet: alle Heministenen an die Vergangenheit endlich gehört, daß die deutschbürgerlichen Parteien der VerFreitag fand eine Sigung des Achterausschultes thegite. Das niederdrückendste wäre, wenn uns nicht waltungsvorlage Schwierigkeiten bereiten und daß der Stoalitionsparteien statt, wobei die strittigen gelänge, was der Bourgeoisie gelungen ist. die deutschen Agrarier verlangen, daß vorher cinc Richtigstellungen. In unserem gestrigen Be Punfte der Verwaltungsreform vorwird und es muß geben! Und in diesem Einigung über die gewünschte Abänderung der So richte über die Teplizer Tagungen haben sich lage hätten bereinigt werden sollen. Es war die Snne möchte ich den Ruf, mit den Genoise Soulup zialversicherungsvorlage erzielt werde. Das heißt, sie einige zum Teil böse Druckfehler eingeschlichen. Absicht der Vertreter der politischen Parteien, geflossen hat, den Nyf:„ Es tebe bis deutsche sind bereit, auch die letzten Reste der Selbstverwal- In der Rede des Genossen Stampfer steht in die ganze Vorlage zu erledigen, damit sich mit Sozialdemokratie!", eränzen durch den tung auszuliefern, unsere Gemeinden der tschechischen der dreizehnten Zeile unsinnigerweise das Wort ihr der verfassungsrechtliche Ausschuß des AbgeRuf:„ Es lebe die ichechische Sozial- Bürokratic in die Hände zu spielen, lediglich dafür, langjam", das Stampfer natürlich nicht sprach: ordnetenhauses bereits am Donnerstag bedestratie!"( Starker Beifall.)„ Es lebe die daß die landwirtschaftlichen Angestellten aus der Sober Parteitag wandte sich nach den Begrüßungsschäftigen könne. Der Achterausschuß ging aber internationale Sozialdemocratie!" zialversicherung ausgenommen werden! ansprachen nicht der Sprachenverordnung", son unverrichteter Dinge auseinander, da sich der ( Noch stärferer Beifall.)„ Es tebe der Aufstieg, der Zum Schluß lommt Redner noch einmal auf das dern selbstverständlich der Tagesordnung" Vertreter der slowakischen Volksparteiler, der Summende Sieg des Sciofismust!"( Großer Beifaff.) Verhältnis zu den tschechischen Sozialdemokraten zu zu; und Genosse Schäfer sprach auf der Abgeordnete Juriga, aufs entschiedenste sprechen und betont, daß wir die Vereinigung mit Frauenfonferenz nicht von der Furcht des Bür- gegen die Bestimmung wehrte, wonach die Ter Vorsivende, Genoffe& remser, verliest ihnen nur auf sozialistischer Grundlage gertums vor dem„ Parlament", sondern vor dem Regierung ein Ernennungsrecht in die ein Begrüßungsschreiben der sozialdemokratischen vollziehen werden. Die tschechischen Genossen haben Broletariat". Landesvertretungen haben soll. Rundfugt Mr Wille! für Programm für morgen, Montag. gendwanderungen in Niederösterreich. 18.50: Der Sternen-| bimmel in der Stubbel. 19.20: Wiener Premieren. 20.05: Echnikler Abend. 21.05: Bolfslieberabend. Surid, 194, 12.40: tagsfozeri. 16: Konzert, 17.20: Jugendstunde. 20: Softümfunde. 20.30: Brahms Strauß Stenb. 21.30: Slowische Musik. Deutschland. Brag, 310, 11: Edhallplattenmufif. 11.40: Seitfignal und landwirtschaftlicher Rundfunt. 12.05; Preffenachrichten. Sönigswusterhaufen, 1250 12: Englisch. 15: Sanofrau 12.15: Mittagsfongert. 18.30: Börienneorighten. 16.45: Böruno Gauslehrerin. 16: Berfehrserziehung der Jugend. 16.30: ( ennacrichten und Hopfenmarfiprelje. 17; Schallplattenmu Erziehungsberatung. 17: Georg Brances. 18: Ballermande. fif. 18: Deuifche Sendung. Wetterbericht und Lages rungen in Brandenburg. 18.30: Englifch. 18.55: Reuere neuigleiten vom Breßbureau, bierauf: Emil der get Buchhaltungsformen. 19.20: Edjoblingsbefämpfung im Obft tor ber Brager Urania": 8 Schillers Lodesing, 18.15: bau. 20.30: Hebertragung von Berlin, 481. Sauptmanis Rundfunk für Gandel und Gewerbe 18.30: Vortrag: Die leibenbe Helben. 21.30: Das Lieb. Ernährung des Irbeiters". 18.15: gaubmilfchaftlicher Rund funt. 19.30: Mie Brünn. 21.40: Broben aus Shafefpeares Gamlet". 22: Seitfignat. Regie Nachrichten des renbureaus, ternachrichten. 22.20: Zangmufif. Bressan, 316. 12.20: Schallplattenfonsert. 16.30; Unter. haltungskonzert. 18: Renz und auer durch Deuttaland. 18.50: Das Grübrot europäifer stuitur. 19.20: Gunftecnir. Uebersicht der Edgesereiamille, vorina brimien. 22.15: Ebea 20: Die junge Genera'ion: werfe von Preunen und Bud maber. 21: Stammermusif. Beethoven: Streichquartette op. 18, Nr. 6 und oh 127. * Programm für Dienstag. Nach Erschöpfung der Rednerliste wurde die Sigung um halb 8 Uhr abends geschlossen. In Uhr vormittags stattfindet, werden die Referenten bereits das Schlußwort halten. Ein nationaldemokratischer Borstoß. Die Verwaltungsreform stadt. Daventry, 1600, 13: Sericit und Gefang. 16.15: Kon gert. 17.15: Ainberstunde, 18: Zanamufif. 19.15: Beefboben. Sonaten. 17.45: Stonger. 20.15:" Die Arfadier", mustfali fayes Sendefpiel. 22.35: Tanamuff Rom, 328. 13.30: Ronger. 17.15: Stonsert. 21: Theater. abend. ten, 517, 11: Vormittagsmufif. 16.15: Nachmittags engert. 17.45: Die Empfindungsweit der modernen Wuff. 18.10: Körperliche Erziehung bes inbes, 18.40: Dic Wiener Bororte. 19.10: Esperanto, 19.30: Eualif. 20.05: Seiterer Abend. Surim, 494. 12.40; Schallplattenfonsert. 20: Seiterer abend. 21; Seitere Mufif. Deutschland. Brag. 319. 11: Saalplattenmufif. 11.40: Seitfignal unb landwirismasiliae: Rumbfunt. 12.05: Breffenachrichten. 12.15: wittagsfonsert. 1. Rubinstein: Berlorenes Baradies. 2. Gal: Intermezzo. 3. Sini: Orientale 4. Roob: Böhmische Sumoresfe. 5. Bacfar: Slawischer Tanz. 6. Sebor: Tanza. 13.15: Rundfunt für Sandel und Gewerbe. 13.30: Börsen nachrichten. 16.45: Börsennachrianten und Sobieniarfibreife. 17: Rachmittagsfonzert. 1. Borfobec: Streichquartett. 2. Beethoven: Streichquartett op 59. Nr. 1. 18.05: Sinber ftündchen. 18.20: Bortrag: Die Orgel, 18.35: Dcutime Sendung: Weiterbericht und Tagesneuigkeiten vom Bregbro, hierauf: Karl Schmo II. Brag: Erfahrungen mit Löwe. ehrfach Möhren. 19; Borfrag: Berichte über die 2. Arbeiter Olympiade. 19.15: Bortrag:: e trägt die Natur zur Er Nönigsmusterhausen, 1250. 12: Granzöfifch. 15: Ent baltung der märchenhaften Erscheinungen und gespensierischen Erzählungen bet. 19.30: Landwirtschaftlicher Rundfunt. ftehung des Boltsmardens. 16: Mundortige Dimtungen 20.30: Wellervorausfage 16 30: Weibliche lambipirtfchafiliche Berufe. und Breffenachrichten. Luftiger im Unterricht. bend, 20:40: Blasmufif. 21.10: Quftfpici. Molière: Ter 17: Bas ift an der Aftrologic? 15: Kampf umns Hecht und fliegende Arzt. 21.40: Stonzert. 1. Brobaznif: Polonaife. Rechtsfriedensgedanken. 18.30: Spanisch. 18.55: Der Religi Brünn, 111, 12.15: Reproduzierte Mufif. 14.30: Brager 2 Strauß: luftration. 22: Leble Nachrichten des Preß onsphilisopb stierfegaard. 19 20: Dentiche Theaterausstellung Effeftenbörse, Wetterborausiage. Breffenachrichten, Sport und büros 22.15: beate: nachrichten 22.20: Eallplattenmufir. Uebersicht der Tagesereignisse, Sportnachrichten. Magdeburg. 20: lebertragung von Berlin. 181.„ Die Me. daille". Somödie von Ludwig Zbome. Theater. 17.15: ainderede 17.35; Denti e Breffenad riment. 17.15: Deutsche Sendung. Ing. v. Marous: Brünn, 441. 12.15: Mittagsfongeri. 1. Mendelssohn: Breslau, 316. 12.20: Schallplattenfonsert. 15.45: Die Wafferverforgung von Stadt unb and in Mähren": Hub Bla. Ouverture. 2. Tfcha.fowffil: Der nestiefelte Mater. Märchentante. 16.30: stammermusic. 18: Gespensterdichtung 18: Landwirtschaftlicher Bericht:„ Tie Gärten im Wai". 18,20 3. Raff; Cavatina. 4 Ub: An e 14.30; Brager Effeften im Altertum. 10.40: Gefichte großer Bermögen. 20.20: Bortrag: Nordafrifa". 18.45: fe Brag. 10.30: Hever börle, Wetterbericht, Breffe. Sport- und Theaternachrichten. Goldschmieds Töchterlein". Boltsstud von Walzer, tragung aus dem Stadion. Whitbarmonisches Nonzert. swa Hamburg, 395. 12.30: tittagsfonzert. 14.05: Sous 17.15: Grauenfunt. Die Jungfrau von Orleans. 17.35: Frankfurt, 129. 15.30: Jugendstunde. 16 30: Neue atte vil: Lied. Noval: Hochzeitshem, 20: zuftiger benb. 22: Tenaert. 16.15: Der Efardas. 18: Unterhaltungskonzert. e che refienachrichten. 17.45. Deutsche Sendung. tifanifche Tanzmufit. 19.15: Betrachtung von Kunstwerken. 18.50: Spanienia.brt deutscher Automobilisten. 19.25: Ueber. Brof. Dr. Grange: Die deutschmährische Sage 19.45: Echad). 20.15: Operettenabend. 21.15: Seiterer Brehburg, 300, 17.35: Wundhygiene. 18: Stongert. tragung aus dem Stadttheater:" Iphigenic auf Tauris",( Ecclenfane). 18: Seitfignal. Candwirtschaftliche richten. Abend. 1. Wagner:" Lohengrin". Ouverture 2. Kienal: Der Evan- Oper von Glud. Der und und die stuftur. 18.20: Vortrag. Der photogra Samburg, 395. 12.30 Mittagsfonzert. 14.05: Haus. gelimann. 3. Bizet: Abagiette. 4. Beethoven: Adagio canta Langenberg. 469. 13.05: mittagsfonsert. 17: Teemusic. phifche burs. 18.40: Englisch 19: Stammermuftr. 1. Gaydn: Tonzert. 16.15: Nordische Boltslieder. 18: Gemütliches Bei bile aus der Sonale bathétique b. Grieg: Beer Gynt. 18.10: Grage der Shatente. 19.20: Sewerfimaft und Aus- Klaviertrio c- dur 2. Mozart a) Rondo: b) Menuett. fammenfein. 18.50; Die Lebensalter. 19.35; Die Wufit der 6. Bécsen: Balfe trifte. 7. Simafoffii: Andante canta wanderungsproblem 19.45: Bolfswirtschaftliche Grundbe. Beethoven: Mlavieririo in b- dur. 20: Sörspiel.„ Der Araber. 20: Goethe in der Vertonung seiner Zeit. Tang bile. 8. Beethoven:„ Egmont". Ouverture. 18.45: Wie Brag. griffe. 20.30: Leichte Wufir. 22.45: Tanzmusik. Strauß von Potopento. 20.40 Drei Arien. 1. Smetana: musi 19: Börsen und Warttbericht. 19.05: Sibor aus eigener Brofa, 19.25: Einleitung zur Opernübertragung 19.30: Uebertragung aus dem Nationaltheater:" Gibelio". 22: Wie Wie Prog. Prag. Stafdau, 1870, 10.30: Resitation. 20: Bunter Abend. 21.30: Smallplattenmufit. Budapest, 556, 17.02: Sigeunermuftf. 18; Dentiche Sprachtunde. 20: Norwegischer Abend. 21.30; 3igeuner Mulit. Daventry, 1600, 13: Orgelborirag. 15.45; Zangmufit. 17.15: Stinberftunde. 19.15: Sonaten von Peethoven. 19.45: Rongert. 23: Zanamusif. Ram 323, 13.30: Stonzert. 17.15: selavierkonzert. 21: Orchestertongert. ien, 517, 11: Vormittagsmusif. 16.15: Nachmittags Tengert. 17.20: Schillers Flucht aus Stuttgart. 18.20: JuFrankfurt. 129. 16.30: Die Oper der Woche. 18.15: Frauenfinnde. 19.15: Rolterfuitur in althochdeutscher Zeit. 19.45: Die göttlime Stomödie. 20.15: Sammermusif. Brahms: Slabierquarteit f- moll. Sanhmann: Slavicrquintett cs- dur. 21.15; Bortragsstunde. Neue Schallplatten. lagstonzert. 20.15: Sumer in der Mufif. 22.15: Tantamufil. " Arie aus Die Brandenburger in Böhmen". 2. Dvoraf: Arie Langenberg. 460. 13.05: Stammermusif. 17: Sieberstunde. geipsia. 306, 12: Schallplattentonzert 16.30: Nachmit aus" Der Bauer, ein Scheint". 3. Smetana: Afric aus 20.15: Wibbels Auferstehung". stomödie von Müller Die Zeufelsmand". 21: Marfonsert. 1. Suppe: Bique Stöffer. Dame. Ouverture. 2. Smetana: Swei Witwen. 3 Verdi: Leipzig. 366. 12: Writtagskonzert. 16.30: Nachmittags Rigoletto. 4. Cizef: Serbische Lieder. 22: Wie Brag. fongert. 17.30: Erholungsfürsorge für Frauen. 19: Die Werte des Jugendmanderns. 19.30: Die Dämonie der Maschine. 20.15: Schubert bend. Streichquartett g- bur. Lieder. Forellenquinte. 22 15: Tanzmusif. when, 536, 12.30: Mittagsfonsert 16: Auf blumigen Wiefen. 16.30: Nachmittagstonzert. 19.30 sammermuir. Smetana: Streichquartett" Aus meinem Leben". Verdi: 2 rien. Schubert: 3 Lieder." Forellenquintett. 2: 15: Abend Tonzeri. Stuttgart, 380, 13.10; Schallplattentonzert. 16.15: Nach mittagsfonzert. 18.15: Bom Alemannentum. 18.45: Rech vogel oder Gldspils. 19.45: Der Sternenhimmel im Mai. 20.15: Simphoniekonzert Schillings: Das Glenfische Fest. Edumann: 4. Symphonic. Der letzte Hohenstaufe" von Herwig. Presburg, 300. 17.30, Storgert. 1. D'Albert: Tiefland. 2. Neobat: Bom Märchen zum Märchen. 3. Smetana: Die berlaufte Braut. 4. Dvorak: Slawischer Tanz. 5. Blobel: Im Brunnen. 19; Vortrag: Neue Schweinezuchtmethoden. 19.20: Görspiel. Serolom: Die Enfeliu". 20.30; 2te Prag. 22.20: hallplattenmufit. Stafdian, 1870. 19.30: Burirag. 20: Stonzert. 1. Beet hoven: Quartett f- dur. 2. Dvorat: Quartett f- bur. 21.30: Schallplattenmusik und Breffenachrichten. Bubabeft, 556, 11: Schallplattenfongert. 17.02: Orchester fonzert. 10.30: Theaterabend. Zigeunermusik. München, 536. 14.45: Frauenstunde. 16: Nachmittags fonaert. 18.30: In und um Kolantinopel. 19.30: Sither fonzert. 20: Ter ledige Sof", Ehaufbiel von Ausengruber. 22.10; Schach. 22.45: Abenblonzert. Stuttgart, 380. 13.10: Schallplattenfongert. 16.15: Nach mittagstongert. 18.15: Geiftige Strömungen im neuen Mug land. 19.15: Das Deutschtum in Kanada. 20:" Sappho", Elegie bon Lamartine. Wunschabend. Comming, 8. Dat 1927. Sefte 7. Der Stahlhelmrummel. Nafchmarkt bei der Vorführung des Wiener Auf-| beiter Wehr. Wo Menschen gebraucht wer baufilmes gehört haben, unt zu verstehen, wie sie den zur Agitation, zur Aufrechterhaltung der OrdBerlin, 7. Mai.( Eigenbericht.) Der erste an ihr Werf glauben. Wie innig aber die Arbei- nung, zur Hilfeleistung, beim Transport von Wäh Tag der Stahlhelmveranstaltung ist ganz e inter mit der Partei verbunden sind, zeigte der lern, überall greift der Schutzbund ein. Er gab brudslos verlaufen. Bis heute nachmittag Wahlsonntag in Wien. Tausende als den Propagandaumzügen den Charakter, er er find erft etwa 10.000 Stahlhelmleute in Berlin Schlepper im Dienst des Wahlkampfes unermüd- höhte ihre Wirkung. Da marschierten die tausende eingetroffen, deren Zahl fich morgen auf insge- lich Saunige zur Ürne treibend, mit der Trag- Frauen, Kinder, Mädchen und Burschen umschlos fantt 50.000 erhöhen dürfte, während die Rechts bahre die Sevanken zum Wahllokal bringen, den sen von den Schutzbündlern. blätter noch in den letzten Tagen von 100.000 Alten mit dem Wagen den Weg dahin zu ermög Einer Partei, die so ausgerüstet, mit solcher bis 120.000 Mann berichtet hatten. lichen, das war die Arbeit der Genossen von früh Präzision zu arbeiten vermag, deren Träger mit Von der„ moralischen Eroberung" der bis abends. Keine Stimme durfte verloren gehen so unendlicher Begeisterung für den Sozialismus Reichshauptstadt durch die Stahlhelmorgani und ist wohl auch nicht verloren gegangen, dant wirken, eine solche Partei führt die Arbeiterklasse fationen ist feine Rede mehr. Die Berliner Be- dieser aufopfernden Tätigkeit der Wiener Arbeiter. in ein neues Land der Zukunft auch dann, wenn völkerung mit Ausnahme eines kleinen Teiles In den Wahlkanzleien der Partei arbeiteten der Gegner noch mächtiger ist als hier. Darum Deutschnationaler nimmt die Stahlhelmlente junge Mädchen und Burschen, um die einlaufen- fagen wir, die tiefe Bedeutung des österreichischen ganz gleichgültig auf. Die Behörden haben die den Weldungen über die Wähler, die bei der Wahlkampfes liegt nicht im Gewinn der Stimmen an fie ergangenen Einladungen sämtlich dankend Urne waren, genau zu registrieren. Die Organi- und Mandate allein, sondern in dem Rhyth= abgelehnt. Die Brauereien und großen Lokale, in fation des Wahlapparates, in dessen Dienst jedes mus des Kampfes Zehntausender denen die Stahlhelmangehörigen einquartiert Parteimitglied stand, bis ins Detail ausgebaut, i berzeugter, glaubender, opferbewerden sollten, haben die Aufnahme verweigert. läßt uns das System ahnen, welches dieser Partei reiter und vor allem für den KlasDamit ist die Richtigkeit der von der Sozial- zugrunde liegt. senkampf maßlos begeisterter Ardemokratie befolgten Taktit gerechtfertigt, die Das Rückgrat des Ganzen aber ist die Arbeitermassen. F. R. Stahlhelmleute unter sich zu lassen, weil sich so am besten die geringe Bedeutung dieser natio nalistischen Organisation ergeben würde. Für alle ein Vorbild. Der Kampf um die Dienstordnung auf den Eisenbahnen. Das Aubot des Ministerpräsidenten von den Organisationen abgelehnt.Plenarkongreß der tonlierten Verbände. Die tiefe Bedeutung des österreichischen Wahlkampfes. Die Masse der Arbeiterschaft pflegt den Erfolg Freitag, den 6. Mai verhandelte die) Mit Rücksicht auf diese Situation beschloß und die Bedeutung eines Wahlkampfes nach dem Grefutive der Eisenbahnerorganisationen über das die Erefutive, daß sich Samstag, den 7. Wat die Ausmaß der Stimmen und Mandate einer Par- Ergebnis der Beratung des Zentralvertrauens Abgeordneten der foalierten Organisationen zum tei zu beurteilen. So fällt man auch hierzulande männercusschusses mit dem Vertreter des Eisen- Ministerpräsidenten mit der Forderung zu bebei der Arbeiterschaft meist das Urteil über den bahnministeriums, Herrn Dr. Strousilka; es geben haben, daß die Durchführungsverordnung österreichischen Wahlkampf. Wieviel Mandate wurde konstatiert, daß die Erklärung des Ver- rich früher herausgegeben wird, bevor es nicht wurden erobert, frägt der ungeschulte Mann und treters des Eisenbahnministeriums über die zur Verhandlung über die Forderungen kommt. je nach der Antwort schätzt er den Erfolg der Herausgabe der Durchführungsverordnung dem Die Entscheidung und Antwort der Regie Wahl für die Arbeiterklasse ab. Mißt man die Standpunkt des Ministerpräsidenten Svehla entBedeutung des österreichischen Wahlkampfes so spricht, der erklärt, daß er über die Forderungen rung wird einem nach Prag einzuberufenden ab, dann natürlich wird der Ausgang desselben der Organisationen erst nach Durchführung der Plenarkongreß der Delegierten aller Orlaum mehr als ein freudiges Ereignis für uns Regierungsverordnung, der Systemisierung und ganisationen vorgelegt werden. Das Datum und der Dienstzulagen bereit sei zu verhandeln. Lokal wird den Delegierten durch VerständiWir messen den Erfolg der österreichischen Dieses Angebot des Ministerpräsidenten Bruderpartei aber nicht nach dieser Wiethode. Denn wurde von den Abgeordneten der Erefusive a b- gungsschreiben bekanntgegeben werden. so erfreulich der Zuwachs an Mandaten in Ge- gelehnt; trotzdem beabsichtigt das Eisenbahn- Das Präsidium des Zentralvertrauens meinde, Bezirk, Land und Reich auch ist und wie ministerium über Beschluß des Ministerrates die männerausschusses wird diesen Beschluß gleich erfolgreich sich dieser Mandatzuwachs wirtschaft- Durchführungsverordnung zur Dienstordnung zeitig am Samstag, den 7. Mai dem Eisenbahn in lich, politisch und fulturell für die Arbeiterklasse herauszugeben und die Ueberprüfung denseitig auch auswirken mag und wie sehr der Vormarsch allernächsten Tagen durchzuführen. bilden. des österreichischen Proletariats auf dem Wege zur Machtergreifung durch den Zuwachs von 224.000 Stimmen seit dem Jahre 1923 beschleu nigt worden ist, der tiefe Sinn über die Bedentung des österreichischen Wahlkampfes liegt für ministerium vortragen. Die Härten der Einkommensteuer. Zagesneuigkeiten. Das Werk. Groß steht das Werk in Rauch gehüllt. Die rote Glut der Gefen brüllt und Glut wird Schweiß und Schweiß wird Blut und Tag wird nacht und keiner ruht. Indessen drängt sich vor dem Tor der Arbeitslosen dumpfer Thor; doch ob sie bettein oder schrein, ins Werk läßt niemand sie hinein. So finnlos ist das ganze Tun, wer schaffen möchte, der muß ruhn und der da schafft, hat Ruhe night bis er im Werk zusammenbricht. Doch schon entbrennt die große Schlacht. An den Maschinen und im Schacht der und von tausend Männern fragt: Ob wohl auch uns ein Morgen tagt? Der Morgen hommt! ertönt ein Schrei. Wollt ihr ihn bald, so macht euch frei! Erst mit den Ketten bricht die Not, befreites Werk gibt jedem Brot. Erich Grisar. Gin Musterbeispiel braver Werbearbeit haben die Genossen des Karlsbader reises mit der Werbeaktion für den s Volts willen" geliefert. Trotz der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse im Erzgebirge, int Faltenauer Kohlenrevier und in der Porzellanbrauche ist es' den Werbern gelungen, für das Parteiblatt 1146 neue Abonnenten zu ge winnen. Allein im Bezirk Karlsbad wurden 353, tm Falfenauer Bezirk 203, im Elbogner 151 und im Neudecker 129 neue Abnehmer geworben. Dabei ist die Aktion noch gar nicht vollständig abgeschloffen. 1146 neue Abnehmer, das bedeutet 2000 bis 3000 neue Leser, die mit den Ideen und Forderungen der Partei nun besser vertraut werden, die durch das Lesen des Arbeiterblattes in die Lage versetzt werden, den Argumenten der Gegner, die aus der bürgerlichen Lügen- und der kommunistischen Hevpresse stammen, mit Beweisen entgegenzutreten. Hoffentlich folgen andere Gebiete bald mit ähnlichen Erfolgen nach. Was in den Notstandsgebieten des Karlsbader Kreises gelungen ist, muß auch anderswo gelingen. uns Sozialisten doch noch wo anders. Sie liegt der letzte Arbeiterfreuzer erfakt. Und die Steuerhinterziehungen der Neichen? Die Wolfenbrüche in Mähren und in seinem ideellen Werte. In der Begeisterung, mit der er geführt wurde, liegt seine Größe. In der Donnerstagsißung des Abgeordnetenhauses beschäftigte sich Genosse Noscher als erster Redner in der Spezialdebatte mit der Einkommensteuer. Wir geben seine Ausführungen nachfolgend im Auszug 3m wieder: Man muß Gelegenheit gehabt haben, in der Nähe des Kampfes die Krieger und die Waffen tennen zu lernen, um den Sieg ermessen zu kön nen, der dort am 24. April erfochten wurde. Selten wohl noch hat eine Massenpartei in einem wirtschaftlich schwachen Lande mit so großen MitWenn wir uns gegen die Belastung der arbeiteln einen Wahlkampf zu führen vermocht, wie tenden Menschen durch die vorliegende Steuerreform es hier der Fall war. Riefengroß waren die wenden, so aus dem Grunde, weil die Arbeiterschaft finanziellen Opfer, die der österreichische Arbeiter Das Recht hat zu verlangen, daß man auf ihre für den Wahlkampf brachte, der mit dem modern- Bedürfniffe, ihr Leben und ihre Gesundheit entspre ften Wahlapparat geführt wurde. Aber was wäre chende Rücksicht nehme. Wir sind feine Steuerver. all das Weld, das der Arbeiter hergab, gewesen, weigerer, sondern wir verwahren uns nur dagegen, hätte man es nicht zwedentsprechend verwendet! baß die fleinen Ginfommen, die unumgänglich zum Der Wahlapparat fonnte nur entsprechend geben notwendig sind, noch außerdem mit drückenden ausgebaut werden, wenn der Partei in Desterreich Steuern belastet werden. eine Armee von geschulten Vertrauensmännern zur Verfügung stand. Diese Armee hatte sie und es brauchte keiner Befehle, um sie in Bewegung zu setzen, sondern mit tiefer Begeisterung erfüllte jeder seine Pflicht. · Partei ständig geleistet wird. Der Glaube aber, der den österreichischen Genossen an seine Partei bindet, wurde ihm wohl durch das stete Wachsen der Partei und ihre offensichtlichen Erfolge. Diese Opferbereitschaft, seine Ueberzeugung und sein Glaube an den Sieg der Sozialdemokratie, ließen ihn mit so endloser Begeisterung den Wahlkampf führen. Der Motivenbericht zur Vorlage läßt, soweit seine Stellungnahme den Arbeitern und Angestellten gegenüber in Betracht kommt, sehr viel an Objektivität vermissen und atmet an vielen Stellen den Geist der Gehässigkeit gegen Arbeiter und Angestellte. Herr Finanzminister Dr. Englis hat bei einer früheren Gelegenheit erklärt, daß er das NationalSelbst der Molivenbericht gibt zu, daß das große Sapitalscinkommen sich den Nachforschungen der Steuerverwaltung leicht entzieht und diese faſt fein Hilfsmittel hat, die Höhe des Einkommens festzustellen. Dafür wird aber das Einkommen des Meinen Mannes fchen von 7000 Kronen aufwärts besteuert. Hier will sich der Staat für die Steuerhinter. jichungen der Reichen schadlos halten und zieht daher die Arbeiter und Angestellten restlos zur Stenerleistung heran. Schlesien. Olmüß, 7. Mai. Ueber die durch die Wolkenbrüche in der Umgebung von Bärn verursachtent Schäden wird gemeldet: In der Nacht auf den 6. ds., um halb 3 Uhr Motivenbericht wird dies auch offen zugegeben: früh, ging im Marchtal ein großes Gewitter ,, Entscheidend ist auch, daß es den Arbeitgebern nieder, wobei das ganze Tal vom Fluß übernicht gleichgültig fein fann, ob eine zahlenmäßig schwemmt wurde. Das Wasser stieg 3 Meter so starke Klasse von Steuerpflichtigen die Steuern it be r n or ma 1, bei Seifenmühle an der ordnungsgemäß entrichtet oder nicht, da der Staat, schlesischen Grenze 3.30 Meter übernormal. menn er über hinreichende Einnahmen verfügt. Die bei Römerstadt niedergegangenen Wasserdie bisherigen Steuern nicht erhöhen und auch keine anderen neuen Steuern einführen muß, die letzten Endes wieder vor allem die Arbeit geber in Industrie, Handel, Gewerbe und Land. wirtschaft betreffen." massen, die sich gleichzeitig heranwälzten, ver größerten die Ueberschwemmung. Am meisten betroffen wurde das Kesselhaus in Neurode, wo das Wasser die Turbine wegschemm te und in den Betrieb eindrang, so daß die Arbeit eingestellt werden mußte. Der verursachte Schade beträgt eine halbe Million. Stellenweise wurden auch die Straßen überschemmt, so daß der Straßenverkehr teilweise unterbrochen war. Die Eisenbetonbrücke bei Gersdorf wurde vollkommen zerstört, ebenso die Brücke bei Bantel. Auch aus Freudental werden große Schäden gemeldet. Durch die Ueberschwemmung wurde die Marburgfabrik sehr geschädigt, der Schade konnte aber bisher nicht festgestellt werden. In Altstadt Und auf Seite 52 des Motivenberichtes heißt bei Freudental schlug der Blitz in das Anwesen Da wird also ganz offen gesogt: Du Unternehmer, führe mir die Steuerabzüge gewissenhaft durch, denn wenn du das tust, so werden wir ein Auge zudrücken und weiter dulden, daß Ihr Hunderte von Millionen dem Staate nicht zu zahlen braucht, da wir Guren Steuerbetrisgereien dann nicht weiter nachgehen werden. Dafir soll aus den Arbeitern der letzte Heller herausgepreßt werden! Der österreichische Arbeiter ist, weit mehr flassenbewußt als der Arbeiter eines andern Staates Europas. Die Erfenntnis über seine Klassenlage ist ihm in Fleisch und Blut übergegangen. Er fühlt heute für seine Stlasse genau so, wie der Bür- cintonmen auf ungefähr 60 Milliarden schätzt, daß gerliche für die feine. Er ist mit seinem ganzen aber nur etwa zehn Milliarden von den Steuer- es weiter:„ Auf die Forderung der Arbeiterkreise des Bauers Thiele und verursachte einen Schaden Instinkt und seinem Verſtand bei uns. Das hat behörden erfaßt werden können. Es werden also nach wesentlicher Erhöhung des ſtenerfreien Mini- von 60.000 K. Auch der in den Gemeinden Gildſich jedenfalls aus der jahrzehntelangen Schucht weniger als 50 Milliardum der Steuerpflicht mans bis 15.000 Stronen konnte die Regierung aus grub und Spachendorf an den Feldern veraus dem permanenten Stampf, in dem sich die Arentzogen. Die Loute, die dies sun, sind nicht die dem Grunde nicht eingehen, weil dann bei sinkender ursachte Schaden ist bedeutend. In der Umbeiter Desterreichs mit dem Bürgertum befinden. Arbeiter und Angestellten, sondern es sind die Groß- Lohntendenz die Mehrzahl der Arbeiter von der gebung von Schönberg wütete der Wolkenbruch Die feste Ueberzeugung- brachte ihnen die jahre- fapitalisten, die den Staat durch Stonerhinterziehun- Steuer befreit wäre und die Staatsfinanzen eine über Wärmsdorf. Insbesondere groß sind die empfindliche Einbuße erleiden würden." Schäden, die an den Objekten des Zöptauer lange mustergültige Bildungsarbeit, die von der gen imagesetzt betrügen. Ja glauben denn die Herren wirklich, daß mran Eisenwerkes verursacht wurden. die heutigen Löhne noch weiter abbauen kann? Im Gegenteil, die Arbeiterschaft und die Angestelltenschaft Dr. Jan Herben, einer der bedeutendstent haben die Verpflichtung, alle ihre Sträfte aufzu- tschechischen Publizistent, ist gestern 70 Jahre alt wenden, daß die Löhne erhöht werden, weil das geworden. Herben hat einen großen Einfluß auf heutige Lebensniveau gänzlich unzureichend ist. Nach die Entwicklung des tschechischen Zeitungswesens einer Statistic auserer Gewerkschaften benötigt eine ausgeübt und eine Reihe jüngerer tschechischer vierköpfige Familie für Lebensmittel wöchentlich Journalisten sind seine Schüler. Ende der achtWolle man das ſtenerfreie Existenzminimum das allein 243.97 Stronen; dazu kommen die Ausgaben ziger Jahre begründete er den„ Čas", dessert Dieser Kampf war unvergleichlich schön. Mag auch das Bürgertum in seiner Todesangst zu den fieren, fo müßte man mindestens 15.000 Tschecho- nen, so daß die Familie, um nur leben zu können, welchem diese gegen die staatsrechtliche Politik der denen esterreich, das 1000 Stronen betrug, valori, für andere Bedarfsartikel im Betrage von 183 Kro- Hauptmitarbeiter er und Viajaryt waren und in so niedersten Witteln gegriffen haben, um die Front fromen als Existenzminimum festsetzen. Start dessen wöchentlich 427 Stronen oder 22.223 Stronen jährlich Jungtschechen zu Felde zogen. Herben hatte öfter der Sozialdemokraten zu schädigen, die Waffen spricht der Motivenberich: davon, daß eigentlich noch braucht. Das ist nur der lebenswichtigste Bedarf. den Wint, gegenüber der gesamten bürgerlichen unserer Genossen waren blant und ohne jede Lüge, eine er absetzung des Eristenzminimums Es ist also ein Vohnabbau unat öglich, wohl aber Presse für die sozialen und politischen Forderun ohne Demagogie, ohne persönliche Hetze, gingen jie rechtfertigt wäre! Die ffeinen Gehalts und Lohn- muß auf eine entsprechende Lohnerhöhung mit aller gen der Arbeiterklasse einzutreten. Im Striege dem Feind zu Leibe. wurde der„ Cas" eingestellt und als sich die realiWahlkampf beteiligten sich alle weißmpfänger müßten also der Koalition noch Dank Energie hingearbeitet werden. Wir lehnen die Gesetzesvorlage in der gegen- stische Partei auflöſte, ging Serben zur Nationalhaarige Männer, blutjunge Mädchen. In den chulden dafür, daß man wenigstens ein EinlomVersammlungen die Führer ihrer Partei umjunen von 7000 Stronen zur Grundlage genommen hat. wärtigen Jaffung ab. Unser Ziel ist es, daß das demokratie über. Lang konnte der fritisch eingebelud, auf der Straße Flugblätter verteilend, in Aus dieser Argumentation pricht eine grenzenlose System der Stenern von Grund auf geändert wird, stellte und sozial fühlende Mann jedoch in dieser den Säusern bei persönlicher Agitation, so sahen Untenntnis der Lebensverhältnisse der arbeitenden daß der Maffenverbrauch entlastet und die Besißenden Partei nicht bleiben, er ist noch vor den leßten dafür mehr als bisher belastet werden. Die Produk- Wahlen( bis 1925 war er Senator) aus der Nawir die österreichische Arbeiterschaft vor dem Wahl wenschen, ja fic ist tionsmittel müssen in den Besitz der Gesamtheit über- tionaldemokratie ausgetreten. Gegenwärtig gegehen, damit auch die Quelle des Reichtums in den hört er der nationalen Arbeitspartei an. Herben, Besitz der Allgemeinheit überführt wird: dann wird der ein glänzender Stilist ist, von ihm stammt das kapitalistische Stenersystem fallen und aus der die Präambel der tschechoslowakischen Verfassung, gemeinsamen Arbeit aller wird dem Staat und der hat auch mehrere Werke geschrieben, das bedenGemeinde das zur Befriedigung der Lebensverhält- tendste ist ein mehrbändiger Woman, worin er niffe der arkeitenden Menschen zugeführt werden analog ungefähr wie Gustav Freytag in dent fönnen, was diese zum Leben tatsächlich benötigen. Ahnen" die Schicksale ciner Familie im ( Lebhafter Beifall.) Wandel der Geschichte darstellt. tage. Am geradezu eine Verhöhnung der Lebensrechte der arbeitenden Klasse in ihrer Notlage. Auch bei der Abzugssteuer Wo der Name eines ihrer großen Männer laut wurde, jauchzten sie und unvergeßlich bleibt uns das Moment vom 22. April, als Arbeiter nach einer Versammlung im alten Rathause in Wien, Otto Bauer auf den Armen in ein Auto des§ 30, die bereits bei einem Einkommen von 198 trugen. Welche große Bedeutung liegt doch in Stronen wöchentlich beginnen soll, föhen wir eine valle diefent Glauben an ihre Führer! ständige Ipnorierung der primitivsten Lebensgrund Man muß den Jubel der Arbeiter auf dem lagen der arbeitenden Schichten. Ceffe& Die ruffischen Vorschläge für Genf. Annullierung der Schulden.- Einstellung des Boylottes gegen Sowjetrußland. 1. Annullierung sämtlicher Kriegsschulden, sowie von Zahlungen, die auf den Weltkrieg Bezug haben; 2. Erhöhung der Löhne der Ins dustricarbeiter; 3. Wiederherstellung des Achtstundentages und Einführung des Sechsstundentages im Bergbau, sowie in gesundheitsgefähr denden Industrien; 4. völlige Freiheit der gewerk. schaftlichen Organisationen; 5. weitgehende Unterstüßung jämtlicher Arbeitslosen; Abrüftung. Sonntag, S. Mai 1927. Bor einigen Wochen wurde der einzige Sohn einer Seriegerswitwe wegen einer lächerlich geringen Menge Zuckers ebenfalls erschossen. Die Grenzwache macht überhaupt leichtfertig Jagd auf die Menschen; ihr Vorgehen ist um so verwerflicher, weil sehr oft die Grenzsoldaten es sind, die die Leute zum Kolonien, Rückzug der Truppen aus den Schmuggel aneifern, um dann wegen Verhinderung Kolonien, Anerkennung der Selbstbestim- des Schmuggels entsprechende Belohnung zu be fontmen." Als der Finanzminister Bud die Richtig mungsrechte der Völker; den Truppen aus China, völlige poliz feine Angaben Gerichtsaften entnommen sind, 9. Zurückziehung aller frem feit dieser Angaben bezweifelte, fagte Lingauer, daß tische und wirtschaftliche Freiheit für China; und meinte schließlich, daß alle diese Vorgänge auf die Grenzbevölkerung eine solche Wirkung ausüben, 10. Einstellung des wirtschafts lichen und politischen Boytottes daß man sie nur außerordentlich schwer beruhigen, gegen Sowjetrußland, Wiederher- das heißt, mit ihrer Zugehörigkeit zu Ungarn verjöhnen kann. stellung der Beziehungen zur Sowjetunion auf Gesellschaftstee der Kolainistinnen. Wegen ver. der Basis der Gleichberechtigung unter folgen botenen Stofainhandels house sich am Donnerstag vor hatte den Bedingungen: a) Sowjetrußland erhält Kredite zur Erhöhung seiner Rauffraft, b) das ausländische Kapital erhält in Sowjetrußland Konzessionen, e) Herstellung technischer Zusammenarbett und Austausch von Sachverständigen auf dem Gebiete der industriellen Technik, Was weiß die Jugend von der Zeitgeschichte. In der Bohemia" teilt Dr. R. Kubitschek das Ergebnis einer Rundfrage mit, die er unter 57 Quartanern des Pilsner Gymnasiums angestellt hat. Es handelt sich also unt etwa 15jährige Bur schen aus bürgerlichen und, zum größten Teil wohl, fleinbürgerlichen Streifen. Sie sollten beGenf. 7. Mai. In der heutigen Nachmittags rithmte Zeitgenossen nennen. Bezeichnend ist da vor allem, daß unter den berühmten Zeitung der Weltwirtschaftskonferenz machte der genossen die meisten Stimmen inden Zeiter der sowjetrussischen Delegation, Obobitrg erhalten hat, der sicher unter 90 Prozentenski, folgende Vorschläge, die seiner Ansicht nach beachtet werden müßten, um die gegen der überhaupt Genannten objektiv die geringste Berühmtheit für sich beanspruchen fönnte. Daß wärtigen Schwierigkeiten der Weltwirtschaftslage man Mussolini neben Masaryk und vor zu überwinden. Er faßte die Vorschläge in fol Gerhart Hauptmann am meisten nennt, mag genden elf Punkten zusammen: ein trauriges Symtom sein, aber schließlich ist Mussolini, ob man ihn haßt, verehrt oder für pathologisch hält, ein Zeitgenoffe, der von sich reden gemacht hat. Hindenburg aber, der im Striege zunächst durch eine Laune der Weltgeschichte berühmt wurde, den man dann zum Delgögen gemacht, zum Nationalheros frisiert hat und der schließlich, weil er das best bekannte Gesicht Deutschlands hat, zum Reichspräsidenten gewählt wurde, Hindenburg, der weder ein bedeutender Feldherr, noch ein Staatsmann, noch sonst ein Mann von wirklicher persönlicher Bedeutung ist, folle der heranwachsenden Jugend wirklich nicht als Inbegriff der Berühmtheit und historischen Bedeutung erscheinen. Was bei Ludendorff einen Sinn hätte, der wie Mussolini ja traurig berühmt ja fajt berüchtigt ist, aber immerhin Berühmtheit mit eigenen Taten erworben hat, das ist bei Hindenburg heute wie vor zehn Jahren das Ergebnis ociner blödsinnigen Preßmache und einer Meinungsproduktion, die den Kopf des Nationalhelden auf jede Pfeife und auf jedes Kaffeehäferl malen ließ. Unter den übrigen Berühmtheiten finden sich natürlich Namen, die ein Mensch, der sich ruhig zu den Gebildeten zählen faun, nie in fei nem Leben gehört haben wird, Namen von Schachspielern, Fußballstürmern, Läufern und weiß der Teufel was für Sportgrößen und Filmhelden. Bezeichnend ist auch, daß unter den Genannten nicht ein bedeutender Arbeiterführer oder Revolutionär ist, daß weder Lenin, noch Trotzki, noch MacDonald oder sonst ein Sozialist von historischer oder geistiger Bedeutung sich finden. Das zeigt, in welchem Geist die Jugend des Kleinbürgertums, der proletarisierten Mittelschichten der Gesellschaft in fast allen Ländern. Charat- wurde er in einer Zelle untergebracht. Als bald Jahrmärkte bereist. immer noch erzogen wird, denn natürlich haben teristisch ist aber, daß die Bezüge der der Wiener darauf die Revierbeamten nach ihm sahen, hatte die Buben ihre Wissenschaft nicht aus den Fingern Direktion unterstehenden Schaffner besser sind er sich an seinem Hosenträger erhängt. Es gelang gesogen, sondern aus der bürgerlichen Schule und aus der bürgerlichen Zei als jene der hiesigen, weil die Wiener An- aber, ihn abzuschneiden und ins Leben zurückzu tung geschöpft. Wie gut diese es verstehen, ben gestellten eine festgefügte Organi- rufen. Der Gerettete flagte über ſtarfe LeibSozialismus totzuschweigen und der Reaktion auf die Schlafwagenschaffuer in der Tschechoslowakei. Uhren rasch verschluckt habe. Er wurde als PoliSozialismus totzuschweigen und der Reaffion aufation baben. Das ist ein deutlicher Wint für schmerzen und gestand ein, daß er die gestohlenen allen Gebieten Reflame zu machen, das berveist Man muß aber fragen, wo das Ministerium für zeigefangener in das Staatstrantenhaus ein diese Rundfrage, die in einem kleinen Ausschnitt Man muß aber fragen, wo das Ministerium für zeigefangener in das Staatsfrankenhaus soziale Fürsorge und wo das Eisenbahnmini- geliefert. doch ein beträchtliches Stück Weft zeigt. cinem Berliner Schöffengericht ein verarmter Stuft maler zu verantworten, er einst bessere Zeiten gesehen hatte. Auf die schiefe Ebene ist er durch ein schweres Langenleiden geraten, zum Kokeinhändler haben ihn jedoch die Damen der sogenannten guten Gesellschaft werden lassen. Eine Filmschauspielerin und ihre Freundin, Frau eines Berliner Großkauf. d) Verzicht auf jeden Versuch einer manns, die beide dem Kokaingenuß verfallen waren, Aenderung des gegenwärtigen sozialistischen hatten den Angeklagten verleitet, für sie unauffällig Systems in Sowjetrußland, insbesondere Ver- an dunklen Orten Rotain aufzulaufen. In feiner zicht auf jeden Angriff gegen das Außenhan- etage kom der Künstler dieser Wunsche nach und verforgie feine Auftraggeber mehrere Monate him. delsmonopol; protestieren? Wird Ludendorff nicht verlautbaren. daß Reiche Sprach? Und wird ihn die Geistlichkeit der Wirtschaftsminſter von Sachsen höht seinen 6. Rampf gegen Preiserhöhun gen der Industriewaren, als Folge der Han delsbildung; 7. Beseitigung aller Schran fen, die die Verschiebung des Bevölkerungsüberschusses aus einem Land in das andere hindern; 8. Beseitigung des Protet toratssystems über Mandatsgebiete und 11. völlige Abrüstung mit Be durch mit dem gewünschten Gift. Die Frauen ver. seitigung aller ständigen Armeen aftalteten mit ihren Freundinnen besondere„ Geen. und Flotten, Organisierung der Arbeiterschaftstess", um dem Lafter zu frönen. Das Urteil und Bauern, die die Beseitigung eller miligen den Kunstmaler lautete auf drei Monate Ge tärischen Zwecken dienenden Einrichtungen zu Schuldigen die„ Don der Gesellschaft" sind, mit jängnis unter Berücksichtigung, daß die eigentlichen kontrollieren hätten. denen sich der Staatsanwalt voraussichtlich noch näher befassen wind. feller der Eisenacher Kammgaruspinnerei entstand Explosion eines Benzinkellers. Jm Benzineine Explosion, wobei ein Mann getötet wurde. Da der größte Teil der Belegschaft gegenwärtig in Streik steht, sind weitere Menschenleben nicht zu be Dentsche Vorstellungen bei Briand. net unterrichteter Seite erfährt, dürfte der Besuch Rieths vor allem dem Zwede gegolten haben, Briand auf die Unhaltbarkeit der Situation hinWegen des Stillstandes der Locarnopolitif. zuweisen, in die die deutsche Regierung und vor Berlin, 7. Mai. Die Bossische Zeitung" allem der deutsche Außenminister Dr. Streic meldet aus Paris: Der deutsche Geschäftsträger mann durch den vollständigen Stillstand der Dr. Rieth hat heute abends eine neue ein cine Locarnopolitit und das mangeinde französische gehende Unterredung mit dem Außenminister Entgegenkommen in der für Deutschland vitalen Ein Riese gestorben. In Courtrai( Belgien) Briand gehabt. Wie das Blatt von ausgezeich- Frage der Rheinbesaßung geraten müsse. ist der Riese Armand Bronner plötzlich gestorben. Mit einer Länge von 2.48 Metern und es_= UZXMON_X_ZMEZZOZOK@=> MS2BERZHZSDESACB89@ SAMİ einen Gewicht von 188 Stilo hat Bronner alle Charak- wurde flagen. Sumor im Polizeideuih. Auf der Ende Januar stattgefundenen Bremer Polizeiausstellung hat die Leitung der Bremerhavener Polizei eine Sammlung von Wiz, Humor und Polizeideutsch aus Auzeigen, Berichten von Polizeibeamten usw. gezeigt, aus der hier ein Baar Beispiele wiedergegeben werden. Da die Polizei selbst diese Blütenleje befanntgegeben hat, braucht wohl nicht ausdrücklich betoni zu werden, daß es sich nicht um erfundene Scherze, sondern um die„ nackte Wahrheit" handelt. sterium bleibt? Der Herr Eisenbahnminister Das fochende Blut des Heiligen. Neapel Wer war der größte Mittelständler? Der droht der Prager Elektrischen mit droht der Prager Elektrischen mit der Ent- feiert den 1. Wai auch ret. Die rote Farbe gilt Wirtschaftsminister von Sachsen. Dr. Wilhelm, ziehung der Stonzession, weil die Schaffner am aber nicht dem Vanner der Arbeiterschaft, sondern einer der Helden der Heldt- Regierung, hat in 1. Mai gefeiert haben, aber es wird ihm nicht dem Binte des Schußheiligen der Stadt des Sanft der„ Deutschen Mittelstandszeinung" an den deut einfallen, der Schlafwagengesellschaft mit der Januarius. Dieser sonderbare veilige ist dadurch schen Mittelstand eine Ostermahnung gerichtet. Entziehung der Konzession zu drohen, trondem berühmt, daß sein Blut, das in mehreren Gefäßen Die Ostermahnung beginnt mit den lapidaren diese ihre Angestellten in einer Weise behandelt, getrocknet aufbewahrt wird, jedes zweite Jahr am Säßen:„ Jesus war ein Mann des Mittelstandes. als ob diese Sklaven wären. 1. Mai plöglich lebendig wird. Das getrocknete Aus einer Anzeige gegen einen Jesus war der Größte, den der Mit- Schredlicher Unglücksfall. Im Schotterbruch Blut wird flüssig, wallt auf und gerät ins Stochen. Motorradfahrer: Sein Auspuff arbei„ Sein telstand jemals der Menschheit gewerke am Podhornberge bei Albaschin ereignete sich das dochen des Blutes des heiligen Januarius tete so stark, daß der ganze Straßenzug benebelt schenkt hat." Der Gott, der Eisen wachsen am Mittwoch gegen halb 11 Uhr vormittags ein ist aber ein großer Tag für die Neapolitaner. Auch war." lich, in Derschland während des Krieges cin fchrecklicher Unglücksfall. Als die Arbeiter mit fender von Gläubigen gefeiert. Die Gefäße mit reinigen der Straße": Auf Vorhalt gab hener wurde das„ Wunder" unter Teilnahme Tan- Aus einer Anzeige wegen Nichts rückend gemacht wurde, und dazu ansersehen war, dem Zerkleinern des gesprengten Materials beEngland zu strafen und Italien zu vernichten, schäftigt waren, löften fich oben an der Felewanddem getrockneten Blute wurden in einer Pro- jie an: Nu mach man fein Sums. hat also den Mittelstand besonders begünstigt, und jession durch die Stadt getragen, dann begannen gelockerte Felsstücke und Blöcke. Während drei Ueber Einschreiten gegen Wan nicht nur den Dr. Wilhelm, sondern auch den Arbeiter noch zur Seite springen konnten, wurde sterschaft. Das Wunder ließ heuer ziemlich lang in der Kathedrale die feierlichen Gebete der Priedervögel: Die Gitarrenbrigade der WanderMessias aus ihm hervorgehen lassen. Werden dagegen die Brominenten anderer Stände nicht der Arbeiter Engelbert Ehret von den elsmaß auf sich warten. Eine Stunde und vierzig Minu vögel fpeftalzelierte so laut auf ihren Geigen, daß fen vollständig verschüttet. Bis nachmittags dreiten dauerte es, bis das getrocknete Blut zu kochen ich lediglich mit dem Gummitampen dagegen ans so stärker. dak Jefus der größte Militarist war, da die Bibel Uhr mußte angeſtrengt gearbeitet werden, die begann. Dafür fechte es dann um ſo ſtarter. Die fommen fonnte." Aus einer Vernehmung wegen von ihm erzählt, er fei gekommen, das Schwert großen Felsblöcke mußten sogar gesprengt werden, wenge jubelte dem„ Wunder" z. um zu der Leiche des Verunglückten zu gelangen. zu bringen und nicht den Frieden? Wird Wil Der Verunglückte war gräßlich zugerichtet. Ein einer Sandgranaten Wurfübung auf dem lebunas ich nur um einen Schabernad handeln, denn Das Kriegsspiel fordert seine Opfer. Bei schwerer Körperverletzung:„ Es fann beim Sohenzollern nicht sagen, er sei neben ihm zelne Gliedmaßen waren direkt vom Störper geplaße des Juf. Reg. Nr. 5 T. G. Masaryk in die von der größte Staiser gewesen, da er von seinem unfentlichkeit entstellt. Es mußte ein Sarg an Zoltar Wenzel olavaty ließ eine entsicherte Handschienen." trennt, die Leiche ganz zerquetscht und bis zur Wiileschowiß ereignete fich ein Unglücksfall. Der einem stumpfen Gegenstand herzurühren nicht für sich reflamieren? Aber was tut es: Ort und Stelle gebracht werden, um die UeberBericht auf einem Strafmandat, granate zu Boden fallen. Siebei fam es zur Erreste des Verunglückten zu bergen. Der Vecun- plosion, durch weiche der Instruktionsfapitän 30 das nicht zuzustellen war:„ Lesztgenann Verun- plosion, Joletzten Trumpf noch zurück- Jesus war nämlich glückte, der aus Abaſchin ſtammt, war 19 Jahre kann Micravef vom selben Regimente schwer verten Damms ist sie unbekannt wohin verzegen nicht nur ein Mann des Mittelstandes, sondern alt und hinterläßt eine Witwe und zwei Söhne. auch Mitglied der Deutschen Volksletzt wurde. Glavam wurde leicht verletzt. Den abgemeldet, soll aber behauptet haben, daß sie variei. Der Wirtschaftsminister von Sachsen Der Teufel cine gerichtlich geschützte Ein- Berlebten wurde sofort seitens des Regiments felbiges begleichen werde, sobald sie in der Lage wird es nicht länger verschweigen. Wie aber, richtung. In Polen gibt es, ähnlich wie in der arztes ärztliche Hilfe zuteil, worauf beide in das komme." Aus einem Wirtschaftsbericht: wenn der Zimmermann Josef nicht ein selbschechoslowafei, eine von Rom abgefallene na Divisionsspital Nr. 1 in Prag gebracht wurden. ständiger Gewerbetreibender, sondern nur im tionalkatholische Stirche, die sich bei den römisch- Stapitän Moravel ist Samstag nach Witternacht In der Wirtschaft verkehren zweifelZimrömisch- Stapitän mermannsgehilfe, also nur ein Profetarier war? fatholischen Kirchenbehörden natürlich feiner gro- feiner Verlegung erlegen. Die Verletzung des hafte Gefellen, sogenannte GleDann ist es nichts mit dem Mittelständler Jesus, Behörden sehr schlecht behandelt wird. Man Ben Beliebtheit erfreut und auch bei den weltlichen Soldaten Slavaty ist leichterer Natur. Aus dem Lande des jüngsten Ehrendoktors Aus der Anzeige eines sittlich dessen Namen von den heftigsten Atheiſten nicht nimmt jede Gelegenheit wahr, um den Nom- Horthy. In der Budgerdebatte des ungarischen Entrüsteteu:„ Des öfteren habe ich des ſo lächerlich ständlich mißbraucht wird, wie von abtrünnigen eine am Zeug zu fliden. Dieser Tage Barlamentes erzählte der aus dem Eisenburger nachts im Zimmer der Frau N. die Bettſtelle den Männern der christlich- germanischen Bolitik. hat sich nun gar der fall ereignet, daß der Geist- Komitat stammende Abgeordnete Albin Lingauer, tnaden hören und stieß Frau N. dann wohlige Angestelltenausbeutung bei der Schlaf- liche der nationalen Kirche, Zawadzki, zu acht ein bekannter Legitimist, der sowohl beim Putsch Laute aus." wagengesellschaft. In einer der leßten Nummern zig Tagen Gefängnis verurteilt wurde, stav! Habsburgs als auch beim burgenländischen Aus einer Unfugsanzeige:„ W. der Wirtschaft" wird auf die skandalösen Zuweil er in einer Predigt die Unfehlbarkeit des Aufstand mitwirkte, daß infolge der Abtrennung pflanzte in angetrunkenem Zustande Beranien auf stände bei der obgenannten Gesellschaft aufmerk- Papstes und man denke nur- die Eristen; des Burgenlandes dreihundert Gemeinden des Eisen- das Grab seiner Ehefrau, die er in den städtischen jam gemacht. Diese internationale Gesellschaft, des Teufels geleugnet hatte. Das ist burger Stomitats an Oesterreich gekommen sind. Die Anlagen ausgerissen hatte." deren Bilanz sonst einen nicht ungünstigen Ein- nicht etwa eine böswillige Auslegung des Richter Grenzregulierungsfommission hat von diesen drei- Aus einem Unfugsbericht: ,, Als ich druck macht, kommt zu ihren Erträgnissen vor spruches, sondern so steht es wörtlich im Urteil, Hundert Gemeinden zwei wieder Ungarn zuge- dem B. erklärte, daß er derart nach Sprit röche, allem auf dem Wege einer schamlosen Be- das in jener Teufellengnung des Priesters eine sprechen.„ Damals empfingen wir diese Gemeinden daß er bald explodiere, sagte er:„ So siehste drückung ihrer Augestellten. Man Verächtlich machung der katholischen Religion ge- mit großen Festlichkeiten", sagte Linganer.„ Bente aus!" Er mußte dann mit Gewalt dazu bewogen traut seinen Ohren nicht, wenn man hört, daß sunden hat. Sonach ist in Polen der Teufel eine aber liegen die Dinge so, daß infolge der reiseren die Schaffner der Gesellschaft, soweit sie der gerichtlich geschützte Einrichtung geworden, und und gefestigteven österreichischen Verwaltung, die Aus einer Eingabe gegen die Prager Direttion unterstellt sind, alte einen das Bromberger Gericht, das dieses tiefsinnige diese Gemeinden fennen lernten, wir alles aufbieten Verfügung des Maulkorbzwanges: Monatsgehalt von 300 K haben, von denen oft Urteil gefällt hat im Jahre 1927 nach Chrifti müssen, damit die Einwohner dieser Gemeinden„ Liegt es nicht in der Natur der Hunde selbst, infolge verschiedener Abzüge nur 218 K ausbe- Geburt, wird sich nicht verlebt fühlen, wenn keine Vergleiche anstellen, die für Ungarn wenn sie sich treffen, sich gegenseitig unterm Steert zahlt werden. Es gibt Strecken, auf denen der nun Tausende in Polen den Wunsch hegen, daß ungünstig sein könnten." Dann erzählte Lingauer, riechen und mal die Kräfte messen?" bedauernswerte Angestellte sieben Nächte jene Weisheit der Bromberger Richter eben der daß sich, da der Zucker in Oosterreich um die Hälfte schlaflos verbringt, denn das Dienst holen möge, der durch sie so nachdrücklich geschützt billiger ist als in Ungarn, die Bewohner der Grenz reinigen der Straße:„ Auf Vorhalt gab Aus einer Anzeige wegen Nichtreglement verbietet den Zugsbegleitern den worden ist: der Teufel! dörfer den Zucker für ihren Haushalt jenseits der er an:„ Wir sind Kaufleute, verstehnie? Erst Schlaf. Der Schlafwagenschaffuer ist ferner ver- Berschluckte Uhren. In Wilmersdorf wurden ungarischen Grenze besorgen. In meinem Wahl wird bei uns Geld verdient und dann erst die pflichtet, für die Beistellung der Gebrauchsgegen aus einem Uhrengeschäft zwei Armbanduhren ge- freis wurden wegen dieses lächerlichen 3nder- Straße getitelt." stände in den Toiletten selbst zu sorgen, er muß raubt; der Räuber wurde sofort verfolgt und fest schmuggels von den ungarischen GrenzwachSeife, Papier usw. aus eigener Tasche beschaffen genommen. Er heißt Kurt Rieger, is achtund- soldaten nicht weniger als acht Menschen erter Familienverhältnisse:„ Der GheAus der Schilderung zerrüttelund es kommt sogar vor, daß derlei Waren dem zwanzig Jahre alt und selber Befißer eines Geschossen. Ein vierzehnjähriges Mädchen mann zertrampelte eine Stifte Bigarren und Schaffner von der Gesellschaft zu Sündenpreisen schäftes. Er bestritt, den Diebstah! verübt zu haben. fam mit fünf Stilogramm Zucker und mit einigen prahlte dabei mit einer Pistole im Zimmer angehängt werden. Diese Zustände herrschen bei Bis zur Einlieferung in das Polizeipräsidium Eiern über die Grenze: sie wurde erschossen. herum." menie." werden, mit zur Wache zu kommen." Bonning, 8. Dal 1927. Der Sommerfahrplan von Prag- Nord. A. Schnellzüge. Sette 9. Die Trautenauer Flachsbarone wollen trot Hochkonjunktur an den Hungerlöhnen festhalten! Swischen Karlsbad und Eger wird ein neuer Bug 1515 verkehren( Starlsbad ob. Bhf. ab 10.30, Eger an 11.52), der in Eger einen günstigen An15. Mai 1. J. treten folgende wichtigere schluß zum Schnellzug D 185 nach Leipzig und Berlin( an 20.27) erreicht. Als Gegenzug wird täg Kenderungen ein: lich außer Samstag, Sonntag 6. Juni, 28. Oktober, 26. Dezember, 9. April und 1. Mai der Zug 1516 Die Arbeiterschaft setzt sich gegen das Unternehmerdiktat zur Wehr und Während der Badesaison werden bis 30. Sep.( Eger ab 17.24, Starlsbad ob. Bhf. an 18.44) geführt die Spinnerinnen haben in vier Betrieben die Arbeit eingestellt! tember folgende Schnellzüge verkehren: Schnellzug 48 werden, der zur Beförderung der Arbeiter dient. Brag Maſ. ab 8.55, Starlsbad ob. Bhf. an Samstag, Sonntag, 6. Juni, 28. Oftober, 26. De Flachsindustrie wurde von der Union der Textil- Betriebe Etrich und Haase schon gänzlich zum Für die Arbeiterschaft in der Trautenauer| Streit getreten. Wegen Materialntangel sind die 12.65) und 44( Sarlsbad ob. Whf. ab 16.40, Prag zember, 9. April und 1. Mai wird ſtatt deſſen Bug arbeiter mit 1. April der Lohnvertrag gekündigt Stillstand gekommen und es haben sich nun auch Mas. an 20.55) mit birekten Wagen nach Belgrad, 1518 verkehren( Eger ab 15.18 Karlsbad eb. Bhf. und dem Industriellenverbande die Forderung die Werkstättenarbeiter diefer Betriebe dem Streit Bukarest, Warschau und zurück. Die Warschauer am 15.42). Surswagen, die auf der Strecke Prag Wils.- Petro- Bug 501 wird in der Strede Komotan- Eger überreicht, die Löhne um 15 Prozent aufzu angeschlossen. Bis jetzt sind 1500 Arbeiter außervice bei Oderberg in den Zügen 7 und 8 laufen, in seiner Sommerlage verkehren( Stomotant ab 10.57, bessern. Begründet wurde diese Forderung mit halb der Betriebe und in wenigen Tagen wird werden samt dem direkten Gepäck von Prag Wils. Eger an 14.17), 3ug 1502 wurde um 20 Minuten den niedrigen Löhnen in der Flachsindustrie und diese Zahl um einige Abteilungen, welche feinen Bhf. nach Prag Mas. und umgekehrt überstellt. In früher gelegt( Eger ab 15.58, Stomotau an 18.55). mit der steigenden Tendenz der Lebensmitelpreife Vorrat haben, ansteigen. ber Station Prag Wils. werden aber Personen und feit der Einführung der Lebensmittelzölle. Wäh2. Strede Prag Wils- Moldau. Gepäd zum Zuge 43 nicht abgefertigt, ebenso werden rend die Industriellen schon seit vielen Monaten gum Zuge 44 weder Personen noch Gepäck nach Prag Um die Beförderung der Arbeiter bei den Zügen einen guten Geschäftsgang zu verzeichnen haben, Milf. abgefertigt. Strecke Smichow- Dušniky an Werktagen Zug 1826 fevn die Hungerlöhne aufzubeffern, sondern schlazu erleichtern, wurden auf der denken sie nicht im geringsten daran, ihren Arbei ( Dušnity ab 6.58, Smichow att 7.27) und an Werk- gen den Arbeitern vor, an den beſtehenden SunDušnify an 18.00) eingelegt. Bug 1314 wird bereits blieben die Unternehmer überhaupt fern und enttagen außer Samstag Zug 1323( Smichow ab 17.22, gerlöhnen festzuhalten. Den Lohnverhandlungen ab Stofee verkehren( Stofee ab 5.37, Surichoto on 7.00) fendeten ihre Sekretäre, welche sie aus den ver 3. Strede Prag Maj- Bodenbach. schiedenen Gebieten zusammengezogen hatten und welchen die Arbeitsverhältnisse fremd sind. Diese Die direkten Wagen Schlan- Prag vont 3uge tamen mit einer gebundenen Warfchroute zu beit Weiter werden bis 30. September die Schnellhuge 93( Karlsbad ob. Bhf. ab 14.05, Eger an 15.10) und 94( Eger ab 15.00, Starlsbad an 16.01) geführt werden, die in Eger Anschlüsse nach und von München, Nürnberg und Paris haben Zwischen Wien und Karlsbad werden bis 30. September 1927 und ab 1. Mai 1928 die Schnell3.56) verkehren. Büge 67( Eger at 18.43, Starfsbad ab, an 19.44) und 58( Karlsbad ob. Whf. ab 7.51, Cger an Zwischen Berlin und se ar 13 bad verkehren bts 31. Auguſt die Schnellzüge 63( Starksbab ob. Bhf. ab 10.35, Bodenbach an 13.88) und 66( Bodenbach ab 16.00, Sarlsbad ob. Bhf. an 19.17). Die Schnellzüge 67 und 68, die im Vorjahre stischen Karlsbad und Bodenbach und nur im Sep. tember verkehrten, werden in veränderter Lage ganzjährig and in der Strede Eger-- Bodenbach- Reichen. berg geführt werden, in Bodenbach haben ste Schellzugsanschlüsse nach und von Berlin( Bug 67 Eger ab 6.40, Bodenbach an 10.51, Reichenberg an 13.20, Jug 68 Richenberg ab 15.33, Bodenbach ab 18.07, Eger an 22.35). 1814 und 1315 Abgewartet muß noch werden, ob die Unternehmer die übrigen Betriebe ausfperrent werden, und Opfer gewöhnt ist, ist gewillt, ihrer gerechten in diesem Falle fämen 7000 Arbeiter in Betracht. Diese schwer bedrückte Arbeiterschaft, welche Not Zache zum Siege zu verhelfen. Die Trantenaner Bezirksverwaltung im Dienste der Unternehmer! Schon vor Monatsfrist wurde die Behörde 3202( Schlan ab 5.11, Stralup an 6.00) werden von Bahnverhandlungen und machten das geringe vom Unionsfekretariate in Trautenau von der evalup nach Brag Mas, im Zuge 702( Stralup ab und endgültige Zugeständnis, den Arbeitern 24 eingeleiteten Lohnbewegung verſtändigt uns 6.18, Prag Maf. an 7.00) laufen, der von Straluv Stundenlöhne für vier Monate als einmalige sucht, daß diese die berechtigte Lohnforderung der bis Bubeneč in allen Stationen und Haltestellen Teuerungsaushilfe zu bewilligen. Dieses Angebot Arbeiterschaft in der Zeit der Teuerung unter durchfährt. Als Erſatz für den bisherigen Zug 3202 entspricht einer Zulage von 2 bis 3 Kronen ſtützt. Statt daß sich die Behörde bemüht hatte, wird von Kralup nach Prag Maf. der Sug 720 wöchentlich. Die Unternehmer glauben, weil es nicht eingreifen wollte, hat sie bis jetzt das Schrei Mas, die Sache wenigstens zu untersuchen, wenn ſic geführt werden, und zwar mit Aufenthalten in allen ihnen in Reichenberg gelungen ist, die Arbeiter nicht eingreifen wollte, hat ſie bis jetzt das SchreiStationen und Haltestellen( Kralup ab 6.25, Prag zu zwingen, von ihrer Forderung Abstand zu ben unbeantwortet gelaffen und an 100 GendarMaj. am 7.32). nehmen, daß ihnen das in fämtlichen Gebieten men aus dem tschechischen Gebiet zusammenge gelingen wird. Die Arbeiterschaft in der Flachs 3ogen. Zu bemerken ist, daß die Gendarmen schon der Textilarbeiter organisiert ist, ist nicht länger fich meistenteils un streifende unterernährte industrie, welche zum größten Teile in der Union eingetroffen waren, bevor noch die Arbeiter die Arbeit niedergelegt hatten. Bis jetzt handelt es gewillt, zu diesen Schundlöhnen weiter zu arbei- um ten und sich das Unternehmerdiktat gefallen zu Frauen, welche sich ruhig verhalten. Zu Un Talien. Es geht nicht an, daß einige Unternehmer hen ist es nirgends gekommen. Die ArbeiterSekretäre, welche von Arbeiten überhaupt feinen schaft fühlt sich durch das Vorgehen des neuen Bezirkshauptmannes gereizt und weiß, was sie 4. Strede Prag Wilf- Tetschen. ber neue Zug 2015 verkehren( Neratovitz ab 7.02, Von Neratovit nach Melnik wird an Werktagen Melnik am 7.30). von ihm zu halten hat. 5. Strede Bodenbach- Komotau. Der an Werktagen verkehrende Zug 414 wird Die bisherigen Schnellzüge 69 und 70 Pragm ab Offegg berkehren( Offen ab 7.00 plin Dunst haben, einen prinzipiellen Beschluß faſſen, Dusnihy Teplit. Schönaut und zurüd werden Waldthor an 7.35), hat jedoch Anschluß vom Zug und die unterernährten Textilarbeiter mit ihren von Brag Maj. über Seral up- Podlesin- 2610 aus Oberleutensdorf( Oberleutensdorf ab 6.45, Familien haben sich diesen Beschlüssen zu fügen. Schlan fahren und Ob das auch ein aktivistischer Erfolg der werden wie bisher direkte egg at 7.04). Sug 409 wird täglich bis Tellnit Die Arbeiter waren gezwungen, auf dieses Diftat deutschen Regierungsparteien ist, Wagen Prag- Wiesa- Oberlattensdorf führen.( Bug berkehren( Bodenbach ab 22.29, Tellnig an 23.13). bereits zu antworten und die Spinnerinnen sind einer deutschen Regierung tschechische Gendarmen 69 Prag Mas. ab 17.15, Teplitz Schönau am 20.13, in den Betrieben bei Faltis in Trautenau sowie gegen ruhige deutsche Volksgenossen geschicht Bug 70 Teplit- Schönau ab 5.52, Prag Mas. an 8.44). Neu eingeführt sind Schnellzüge Pilfen in Jungbuch, Eirich und Haase in Altstadt in werden? -Dur und zurüd, und zwar Zug 137 Bilsen ab 6.30, Dug on 9.33) und Zug 138( Dug ab 19.20, Pilfen an 22.35). Von Prag Mas. über Kralup, Podlešin nach Brig und zurück werden die neuen Schmelzüge 189 ( Prag Maj. ab 6.55, Brig an 9.24) und 140( Brig ab 19.26, Prag Mas. an 21.40) verkehren. Der Schnellzug 137 von Pilsen hat in Obermit Anschlußz Schnellzug 140 nach Prag. 6. Strede Auffig- Komotau. Stadt ab 17.34, Brüg an 19.08) und als Gegenzug Sug 617 wurde bis Brig verlängert( Auffig. ber neue Zug 626 eingelegt( Brüg ab 21.55, AusfigStadt an 23.20), der in Anissg einen günstigen Anschluß nach Tetschen und in Aussig- Stadt günstige Anschlüsse gegen Lobosity und Bodenbach erreicht. Der an Werktagen verkehrende Zug 631 wird bereits ab Ausfig geführt werden( Aussig ab 6.00, Dug an 6.58). Bug 1511 wurde um 15 Minuten früher gelegt Reichenbeng. von Schnellzug 139 aus Brag und in Dur Anschluß( Auſfig- Stadt ab 20.35, Komotou an 22.52) und er zum Schnellzug 67 nach Reichenberg and gum reicht in Duy den Anschluß gegen Saaz. Schnellzug 92 nach Eger. Der neue Schnellzug 138 Bug 1512 ist um 20 Minuten früher gelegt Dur- Bilsen hat in Dur Anschluß vom Schnellzug( Somotaut ab 8.09, Auffig- Stadt an 10.18) und hat 69 aus Reichenberg, und in Obernitz vom und zum in Aussig- Stadt Anschluß zum Schnellzug 67 nach Der Schnellzug 32( Eger ab 17.01, Prag Die Züge 2401( Aufsig ab 1.50, Teplit- Schönau Mas. an 22.22) wurde später gelegt und behält diese an 2.21) und 2104( Teplis- Schönan ab 3.25, Aufsig Loge auch in Winter. Do Zug 91 Eger- Reichen an 3.55) wiefen eine ganz geringe Besetzung auf und herg ob 1. Oktober in der Teilstrede Eger- Komotan werden deshalb in der Strede Aussig- Teplitricht geführt wird und die direkten Wagen Eger- Schönau nicht mehr geführt werden. Reichenberg dan in diesem Stredenabschnitt bei Bung 31 laufen, mußte ench Bug 91 später gelegt werden ( Eger ab 16.50, Bebenbach an 21.15, Reichenberg ant 23.47); er gewinnt dadurch in Tepliß- Schönau und Bodenbach die Anschlüsse von den Schnellzügen aus Prag. 7. Strede Tirschnit- Schönbach. Die Zahl der Personenzüge wurde um ein Zug. paar vermehrt, und zwar um Zug 5707( Tirschnit ab 23.31, Schönbach an 0.36) und um Zug 5708 ( Schönbach ab 21.22, Tirschnitz an 22.23). Bug 5701 wurde auf Wunsch der Intereſſenten um 1 Stunde 20 Minuten früher gelegt( Tirschnig ab 7.09, SchönIn der Gegenrichtung unterbleibt ab 1. Oftober im Abschnit Komrotau-- Eger der Schnellzug 31 ( Prag Mas. ab 7.10, Komotau an 10.12, Eger an bach an 8.20). 12.48) und die direkten Wagen Prag- Eger werden 8. Strede bann in dieser Teilstrecke bei Zug 92( Stomotant alb 10.32, Eger an 13.02) geführt werden. artsbad- Johanngeorgen stadt. 9. Strede Romotau- Weipert. Volkswirtschaft. Der Handelsvertrag mit Ungarn abgeschlossen. chenland, China, Javan, Indien und Neuseeland. Zur Vorbereitung der Stongreßarbeiten foll eine Kommiffion für Finanz- und Personalfragen eingesetzt werden. Die Landeszentralen werden gebeten, ihren Vertreter für diese Scommission schon vor dem Kongreß zu bestimmen. Den Witdort die Verhandlungen über den Abschluß eines ant Samstag, den 31. Juli an der Sigung des Wie aus Budapest berichtet wird, wurden gliedern dieser Kommission ist es anheimgestellt, Sandelsvertrages zwischen der Tschechoslowakei Ausschusses teilzunehmen. Im übrigen wird für und Ungarn abgeschlossen. Die Tschechoslowakei jeden Bunft der Tagesordnung eine Kommiſſion hat dari Ungarn Zollbegünstigungen auf dem eingesetzt, in die jede angeſchloſſene Landes Gebiet der landwirtschaftlichen Produktion zuge- zentrale einen Vertreter entfenden fann. Die sichert, wogegen Ungarn feinen autonomen Tarif Tagesordnung der Internationalen Stonferen; für die Einfuhr unserer Induſtrieerzeugnisse, be der Berufsfekretariate wurde gutgeheißen. Sonders Textilien, Glas und Porzellan, Eisen und Wegen des unbefriedigenden Ausganges der Ver chemische Waren, herabgesetzt hat. Ueber den handlungen der Abrüstungskonferenz Wert des Vertrages wird man erst sprechen fön- in Geuf wurde eine Erklärung veröffentlicht. nen, bis der Wortlaut vorliegt. Konzentration in der Maschineninduftrie. die beiden großen Waschinenfabriken in Prag, die Schon seit längerer Zeit bestand der Plan, Cesto Moravsta- Stolben, seinerzeit aus der VerStolben A.-G. hervorgegangen, mit der Maschinen einigung der Böhmisch- Mährischen Fabrit und der fabrik Breitfeld& Daněk zu vereinigen. Das ist nun geschehen. Die Produktionsstätten der českoMoravska in Prag sowie der Schlaner und Blausfver Werke der Daněkschen Werte werden erweifert, dagegen das Karolinenthaler Unternehmen aufgelöst. Neu eingeführt wurde Zug 5807( Karlsbad unt. I'm direkten Verkehr Karlsbad- Paris- Calais Bhf. ab 18.40, Neudef an 19.35) und 5308( Neudet und Ostende werden bis 30. September die Schnell an 19.35) und 5808( Neudet ab 9.00, Starlsbad aunt. süge 123 und 124 verkehren. Schnellzug 123( Starfs- Bhf. an. 10.00). bab ob. Bhf. ab 16.10, Eger an 17.15) verkehrt vom 17. Mai bis 29. September jeden Dienstag, Mitt woch und Samstag. Shnellzug 124( Eger ab 13.50, Zu den bisherigen Zügen ist ein neues Karlsbad ob. Bhf. an 14.51) verkehrt bis 28. Sep. paar hinzugefontmen, und zwar 3ug 1909( Stomotan Vorstandssitung des Internationalen ob 7.40, Weipert an 9.43) und 1910( Weipert ab Gewerkschaftsbundes vom 25. bis 26. 13.25, Somotan an 15.09). Beide Züge haben in Komotau Anschlüsse von and nach Eger, Saaz und Teplitz Schönant. tember jeden Mittwoch, Freitag und Sonntag. Auf der Strecke Marienbad- Karlsbad unt. Bhf. werden bis 30. September drei Motorschnellzugspaare geführt werden; es sind dies die Züge 261, 263, 265( Marienbad ab 9.57, 15.35, 19.42, Karlsbad unt. Bhf. an 11.20, 16.57, 21.04) und 262, 264 und 266( Starlsbad unt. Bhf. ab 7.57, 13.30 d 17.35, Marienbad an 9.23, 14.56 und 19.01). Bug 1901 wurd: um 40 Minuten früher gelegt ( Komotan ab 3.30, Weipert an 5.55) und wird in ipertoinen günstigen Anschluß nach Sachsen haben. -Wiesa- Oberleutensdorf. April 1927. ferner wurde in der Angelegenheit Sacco und Vanzetti die Absendung eines Protestes beschlossen. Für die Weltwirtschaftskonferenz in Genf wurden die letzten Vorbereitungen getroffen. Mit dem Vorstand der Internationalen Föderation der Beamten und geh fammenarbeit dieser Organisation mit dem J. G, rer fand eine Beratung über die zukünftige 3 B. statt. Die Föderation foll eingeladen werden, nalen Berufssekretariate und auch am Interna an den Beratungen der Konferens der internatio tionalen Geverifchaftsfongreß als Gast teilzunehmen. Die Lage der Gewerkschaften in Italien, dhen. Der vom J. G. B. anerkannten italieniChina und Südafrika wurde eingehend besproschen Landeszentrale mit Sig in Paris wurde für die Zeit bis zum internationalen Gewerkschaftsfongreß eine laufende finansielle Unterstützung bewilligt. z. Die internationale Gewerkschaftsbewegung Von der am 25. und 26. April in Anwesen der Angestellten. Unter diesem Titel haben wir heit aller Mitglieder in Amsterdam abgehaltenen in unserer Folge vom 4. Mai eine Notiz des Ju Vorstandssibung des J. G. B. wurden u. a. folternationalen Arbeitsamtes veröffentlicht, in der, gende Beschlüsse gefaßt: Dem vom 1.- 6. August wie wir von gewerkschaftlicher Seite aufmerksam in Paris stattfindenden vierten ordentlichen Ge- gemacht werden, verschiedene Fehler enthalten werkschaftsfongreß soll vom Vorstand vorgeschla- sind. So heißt die in Wien gegründete Angestell10. Strede Aussig- Schredenstein. gen werden, statt der jetzt vorhandenen drei gleicheninternationale richtig Internationaler Bund B. Personenzüge. Die Zahl der Pendelzüge wurde um ein Zugs- berechtigten Sekretäre einen einzigen General der Privatangestellten, Sizz Amsterdam", zu der 1. Strecke Prag Mas.- Karlsbad- paar vermehrt, and zwar um Zug 2429( Schreden. sekretär zu wählen. Die Frage, ob ein oder auch unsere Angestelltenorganisationen gehören. Eger. stein ab 9.07) und 2424( ussig alb 8.52). mehrere Untersekretäre angestellt werden und angestellt werden und der allgemeine freie Angestelltenbund( Alfa- Bund) Der an Werktagen außer Samstag von Dejvice 11. Strecke Teplipschönau- Ulfersdorf von Kongreß gewählt oder vont Ausschuß ange- mit dem Sip in Berlin besteht aus freigewerk nach Hostivice verkehrende Zug 533 wird von Bubuh wiesen werden sollen, wird dem Stongreß zur Schaftlichen Angestellten, die ihrerseits als Einzelob. Bbf.( ab 17.08) nach Bostivice( an 17.53) geführt freien Entscheidung überlassen. Da es bei der verbände den betreffenden Berufsinternationalen, Ueber die Ullersdorfer Schleise wird der Per- jetzigen schwierigen Lage der Gewerkschaften ver- 3. B. dem oben genannten Bund der Brivatange werden, Zug 527( Bubny ob. Bhf. ab 17.22, Kladno sonenverkehr mit drei Zugspaaren aufgenommen schiedener Länder ausgeschloffen erscheint, eine an ſtellten, angeschlossen sind. Der Ausdruck, daß ant 18.37) wird nur an Werktagen verkehren. Bug werden, den Zügen 2610, 2012( Wieja Oberleutens jich noivendige dauernde Erhöhung der Beiträge angestellten ausgeschlossen sind, ist bei dem hier Beamte" vom internationalen Bund der Privat529 wird bloß bis Sladno verfehnen( Prag Maj. ab borf ab 6.52, 11.15, Teplit- Schönan an 7.40, 14.51). durchzufeßen, soll dem Kongreß vorgeschlagen üblichen Sprachgebrauch natürlich nur so zu ver18.05, Sladno an 19.29), dafür wird von Bubny 2611, 2618( Teplit- Schönan ab 12.22, 17.25, Wiesn werden, für drei Jahre einen Extra beitrag stehen, daß unter Beamten öffentliche Augeob: Bhf. nach Stomotan ein neuer Zug 515 einge Oberleutenedorf an 12.59, 18.11) und Sonntag und von 3 holländischen Gulden per 1000 Mitglieder stellte verstanden sind. Der Internationale Bund führt( Bubny ob. Bhf. ab 19.25, Komotan bhi am 6. Juni, 28. Oftober, 26. Dezember, 9. April zu beschließen. Außer der Sozialistischen Arbei- der Handelsreisenden umfaßt die bürgerlichen an 23.04). und 1. Mai den Zügen 2614( Wiefa- Oberlentensdorf ter- Internationale, der Sozialistischen Jugend- Reisendenvereine, während die freigewerkschaftUm die Verbindung zwischen den Rakoniter ab 18.30, Teplit- Schönau an 19.06) und 2615( Tep Internationale und dem Internationalen Arlich organisierten Berufsreisenden und Vertreter Bokalbahnen und Prag zu verbessern wurde Zug 526 lis- Schönau ab 28.25, Wiesa- Oberfentensdorf an beitsamt sollen die Landeszentralen folgender dem Internationalen Bund der Privatangestellten die Strecke Rakonit( ab 9.50) Prag Maj.( an 0.02). dem J. G. B. nicht angeschlossener Länder, mit in Amsterdam angehören. Endlich sind die gedenen der J. G. B. in freundschaftlicher Bezie nannten Verbände, und zwar der Gesamtverband bung steht, als Gäste zum Gewerkschaftskongreß deutscher Angestelltengewerkschaften" und" Geeingeladen werden: Vereinigte Staaten, Merito, werkschaftsverband der Angestellten" gelbe OrgaAustralien, Estland, Finnland, Norwegen, Gric- nisationen. auf die 12.05) verlängert und Zug 513 früher gelegt( vag Auf den hier nicht angeführten Streden und Maj. ab 16.50, Rakonig an 19.28). Dafür wird Zug bei den hier nicht genannten Zügen wurden gegen 528 flatt von Rafoniy nur ab stladno geführt wer- über dem bisherigen Fahrplan nur kleinere Acadeden( Kladno ab 12.50, Prag Was. an 13.55). vunen durcbaefübrt. Beite 10. Mitteilungen aus dem Bublifum. gives Svimmorte. Sonntag, den 15. Mai, Aufruf des Arbeiter- Sängerbundes. Zum ersten halb 10 Uhr vormittags, Beginn des Schwimm- Dewischen Arbeiter Sängerbundesfest, das in den Gummi- Mäntel in modernen Pastell Farbenrettungskurses. Der Kurs findet in Brüg, Tagen von 16. bis 18. Juni 1928 in Hannover bon Ke 150.- aufwärts, seidene Gummi- Mäntel in und zwar vormittags in der Turnhalle, nachmittags stattfinden soll, erlassen Bundesvorstand, Bundeseinfärbig und carreau, ferner imprägnierte Mäntel in Hallenschwimmbad statt und gilt für den 3., 4., 5., ausschuß und Festleitung einen Aufruf an alle Chor( garantiert wasserdicht Waterproof) von Ko 98.7. und 8. Bezirk. Alle Vereine, in deren Bereich vereinigungen des Deutschen Arbeiter Sängerbundes. aufwärts bis zum feinsten Burberry ständig in rei stark benützte Schwimmgelegenheiten sind, haben zwei Darin werden die Sänger und Sängerinnen der cher Auswahl und allen( auch Extra) Größen bei bis sechs Schwimmer zu diesem Kurs zit entfenden. Arbeiter Gesangvereine aufgefordert, schon jetzt durch Busch, Damen- und Badfisch- Konfettion en gros& Nähere Weisungen folgen. guten Besuch der Uebungsstunden und Stärkung der en detail, Prag, Přilopy 27( Mitte des Grabens, Reisesparkassen das große Werk vorbereiten zu jogen. Großer Bazar) nur 1. Stock, Eingang im helfen. Hause, erste Stiege rechts feine Schaufenster! 4721 Kunit und Willen. Vortrag über China. Prof. K. W. Lo von der Universität Kanton wird Dienstag, 10. Mai um halb 8 1hr abends im Karolinum, als Gast der Deutschen Gesellschaft für sittliche Erziehung und des Versöhnungsbundes über die Probleme des heutigen China sprechen. Eintritt frei. Gäste willkommen. Literatur. Zur Reichsgesundheitswoche fanden am 7. Mai in allen Bezirken große Aufmärsche der Vereine mit allen ihren Abteilungen statt. Die Bürgerlichen beschränken ihre Veranstaltungen nur auf einige Versammlungen. Hier wird gezeigt, welches Interesse das Bürgertum an der Volks. gesundheit hat. Der 5. Kreis läßt heute, den 8. Mai eine Stafette laufen, die von Bodenbach über Aussig nach Tepliß führt. Die von den Fußballern im 5. Kreise eingeführten Spielerbörsen( erst 2) erfreuen sich allgemeinen Erfolges. Alle Vereine sind immer vertreten. Für die Pfingstfeiertage rüsten unsere Fußballe: bereits wieder zu internationalen Treffen. Danzig ohne Hallenbad. Trotz seiner 350.000 Einwohner besigt die freie Stadt Danzig noch kein einziges Sallenschwimmbad. Zwischen der gesamten Danziger Sportivelt und dem Danziger Senat iſt deshalb ein erbitterter Rompf ausgebrochen. Bereits vor 30 Jahren ist durch eine Stiftung der Bau eines Hallenschwimmbades möglich gemacht worden, die Ausführung ist bisher aus dunklen Gründen unterblieben. Die leritate Einstellung der Danziger Behörden, die auch jetzt noch der Forderung nach cinem Hallenschwimmbad stärksten Widerstand ent gegensetzen, wird damit genügend gekennzeichnet. Sonntag, S. Mai 1927. Erstkl. amerik. Qualitätsschreibmaschine SMITH PREMIER vereinigt samtliche Errungenschaften aller Markenmaschinen und überragt durch: 46 Tasten 92 Schriftzeichen. Leichtesten Anschlag. Geräuschlosen Gang. Auf mäßige Monatsraten ebenso die beste amerikan. PORTABLE. Maschine für Reise und Privatgebrauch. 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Das fertigen neuerdings ihren ausgebreiteten guten Bergarbeiter.- Die Bettländer wollen durch zweistödige Gebäude enthält einen großen TagesRuf. Durchgreifend verbessert wurden beide Aus- eine Motorradpartie, die sie auch durch Deutsch- raum, welcher 100 Personen Platz bietet, eine ge- abbekommen, die ihnen voraussichtlich für längere gaben um je 15 Tertſeiten erweitert. Die Ber. Tand führt, ihre Teilnahme bekunden. räumige Küche, zwölf schöne Zimmer und zwei große Zeit die Lust nehmen wird, Fußball zu spielen. Es besserungen erstrecken sich besonders auf zahlreiche Waffenübung und Olympiade. Genossen, die Schlafräume. Die hygienischen Einrichtungen sind wird trotz der Minderwertigkeit der Südamerikaner neue Anschlüsse nach dem In- und Auslande in beinahe jänttlichen Strecken. Neben den bisherigen aur Beit der Prager Olympiade gerade ihre modernster Art; besonders erwähnenswert ist, daß in eine große Propaganda betrieben und die zwei Waffenübung abzudienen haben, können lant eller ein Baderaum mit Wannen eingebaut ist, und errungenen Siege auf ihrer bisherigen Tournee als Tariftafeln wurde auch eine Berechnungstafel für Erfaß des Verteidigungsministeriums um Ber- eine Dampfheizungsanlage, durch die das ganze hervorragende Leistungen ausposaunt, alles zu dem ermäßigte Fahrpreise aufgenommen. Wie bisher ichiebung ansuchen. Doch muß die Waffenübung Haus, das auch elektrisch erleuchtet wird, eine ange. 3wede, einem leichsgläubigen Bublifum die Moneten fachmännisch bearbeitet und amtlich überprüft, nehme Wärme erhält. Photofreunde finden Dunkel- aus dem Sade zu ziehen. Das Eintrittsgold, das tönnen Wantochs Taschenfahrpläne als verläßliche, noch heuer abgedient werden. kammer und Entwicklungsraum vor. Das Haus ist für dieses Spiel zu entrichten iſt, iſt umsonst hinaus, übersichtliche und handliche Kursbücher bestens in eigener Regie bewirtschaftet, bietet dem Naturgeschmissen und jeder vorwinzige Zuschauer wird ganz empfohlen werden. Kleine Ausgabe Kč 4.20; große liebhaber alle Annehmlichkeiten und zeigt, daß die bestimmt beute sehr verdrossen seinen Heimweg nordbayerischen Naturfreunde in der Schaffung von antreten. Die Südamerikaner sind natürlich waschAusgabe Kč 8.20; auswechselbare Leinenschutzdedel Ferienheimen, die neben den Weitgliedern der Natur- echte Amateure und verlangen für ein Spiel bloß freunde auch der gesammen Arbeiterschaft zur Ver- die Kleinigkeit von 2000 Dollar( rund 70.000 K). fügung stehen, vorbildlich und großzügig arbeiten. für beide Ausgaben passend Kč 4.-. Erhältlich in ellen Buchhandlungen, Zeitungsverschleißen usw. oder direkt beim Verlag in Turn- Teplitz( Böhmen) nur gegen Voreinsendung des Betrages in Briefmarken. Bereinsnachrichten. „ Urania“. Bürgerlicher Sport. Slavia hatte sich ursprünglich für diese Eroten interessiert, doch eine Mitgliederversammlung nahmt dagegen Stelling, aus dem schon vorerwähnten Grunde, daß die Gäste das Geld wirklich nicht wert Internationale Arbeiter- Sportchronif. Internationaler Fußball. In der letzten Hauptvorstandssitung des Askö wurde den Auslandsspielen der österreichischen Arbeiter- Fußballer die Zustim mung erteilt. Desterreich spielt zu Pfingsten in Lüttich amb Brüssel gegen Belgien, amm 5. und 6. Juni in Wien und Wiener- Neustadt gegen England. Für Das Spiel gegen Rußland, das wahrscheinlich im| Sommer stattfinden wird, wurde ebenfalls die Be- Penarol FC., Montevideo, Meister von Uruguay, willigung erteilt. wird auch Prag beglücken, und zwar werden die Arbeitersportbewegung in Argentinien. Die Südamerikaner gegen Sparta antreten. Nach fünf AFK. Vršovice, welche unter dem Namen„ Boargentinische Revue„ Sozialistische Aktion" veröffents Niederlagen errangen sie gegen eine Städtemann- hemians" nach Australien fuhren, konnten ihr erstes licht einen Aufruf zur Bildung einer Arbeiter- Sport- schaft von Frankfurt einen 3: 1- Sieg( Union Zižkov Spiel in Perth mit 11: 3( 6: 1) gewinnen. organisation. Es wurde anfangs Feber ein Kongreß ichlug dieselbe Elf auf ihrer Osterreise 3: 2) und SR. Slavia hat gegen das letzten Sonntag statt. einberufen, der die Statuten eines Verbandes der einen 1: 0 Sieg über FC. Zürich. Die bisher größte gefundene Meisterschaftsspiel Protest eingelegt, und sozialistischen Jugend Argentiniens festlegte, mit dem Niederlage holte sich Penarol am Mittwoch in Wien zwar auf Grund eines vom Schiedsrichter Cejnar Biele, die Jugend der Arbeiterparteien dem Sport gegen Rapid mir 5: 0. Und nun fommen sie auch abgegebenen Berichtes, der den Blaz als spielunfähig nach Prog und werden heute eine Padung bezeichnete. Heute halb 11 1hr: Das Gesetz der fantasischen Berge"." Nussischer OriginalKulturfilm. Bilder aus dem herben, wilden Raufajus! Prächtige Naturmenschen in malerischen Kostümen. Ein Film voll Eigenart- weitab von zuzuführen. allem Herkömmlichen. Für Für Jugendliche unter 16 Jahren nicht zugänglich. Wiederholung: Montag, 8 1hr. Mitglieder Ermäßigung. Bc. Zweiter Wissenschaftlicher Spaziergang: sichtigung der Altnensynagoge". Füh rung: Dr. Wilhelm Klein. Hente, halb 12 Uhr. Treffpunkt: Vor dem Eingang in die Synagoge. Karten 4, Mitglieder 3 Krouen. " Jugendstrandtolonie Grado." Sonne! Luft! Wieer! Das beste Allheilmittel für unsere Kinder! Großartige Erfolge im vorigen Jahre! Fachmän niiche Leitung! Einziges gemeinnüßiges Unternehmen! Anmeldungen: Prag II., Graben 26. Rüdfuvert erbeten. ..Wran- llrania- Kino". Doch und Deutschmeister". In einem lustigen Dreimäderlhaus walten die drei Töchter des Herrn Obersten und die Offiziere des Jufanterieregimentes Nr 4 umflattern sic. Bei Flirt, Tanz und Wiener Liedern unterhalten sie sich ausgezeichnet! WranUrania in o, heute 3, halb 6 und 8 Uhr. Montag halb 6 1hr, sonst täglich halb 6 und 8 Uhr. Smeischlagajic, Telephon 20129. Turnen und Sport. Die bürgerliche Olympiade 1928 in Nöten. Nach Meldungen aus Finnland haben die fin. nischen Leichtathleten beschlossen, sich nicht an der Amsterdamer Olympiade zu beteiligen. Als Grund wird angegeben, daß die Unkosten in feinem Verhältnis zu dem aus der Veranstaltung zu erzielenden Nutzen ständen. Inzwischen werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, diesen Beschluß rückgängig zu machen. Die bürgerliche Internationale des Sports scheint auf alle Fälle nicht gerade von Einigfeit zu strogen: erst lehnten die Norweger eine Beteiligung am Wintersport ab, dann protestierten die englischen Rasensportler, jest streifen gar die finnischen Leichtathleten. Nachdem die Durchführung der Tennis Meisterschaften als geschei. tert angesehen werden kann und die Aussichten für die Abhaltung der Fußball- Olympiade als sehr schwach angesehen werden, dürfte durch die Absage der Finnen die Bedeutung der„ ,, Welt- Slym piade" doch sehr herabgemindert sein. 5. Arcis.( Schwimmen.) Am 8. Mai, halb 9. Uhr vormings, im Sibungslammer der Freiheit", Teplit Theresiengasse 18( nicht wie im letzten Mitteilungsblatt angegeben: Rochschule), Sigung der BeHerausgeber Dr. Ludwig Czech Berantwortlicher Redakteur Dr. Emil Strad Drud: Deutsche Zeitungs- A3 Brag. Für den Drud verantwortlich: D. olit Städtisches Moorbad, Deutsch- Gabel 5 Minuten vom Bahnhof. Station der A. T. E. Zeitgemäß renoviert und bedeutend vergrößert. Dampfbäder, Moorbäder, Kohlensäurebäder, Medizinalbäder, Sonnenbad. Anerkannt beste Heilerfolge. Badearzt Med. Dr. Karl Klein. Herrliche Umgebung.- Nahe Ausflüge.- Unterkunft und Verpflegung zu müßigen Preisen. Auskünfte erteilt das Stadtamt. 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