Nr. 270. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungs Preisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Jusertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels geile oder beren Raum 40 Bfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternspredjer: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Die Uebermacht der Großbanken. Man schreibt uns: Freitag, den 18. November 1898. Expedition: SW. 19, Bently- Straße 3. Unverletzlichkeit und Sicherheit der Habsburgischen Dynastie garantirt hat. Nur aufrichtige Freundschaft zu Rußland und wahres Vertrauen an die slavischen Rassen Oesterreich- Ungarns sei die einzige Politik, die von der österreichischen Regierung verfolgt werden müßte. duldet werden; die Interessen auf den Geldbeutel der Aktionäre dürfen den Interessen der Arbeiter auf anständigen Lohn nicht vorangestellt werden. In diesem Kampf der Interessen muß die Die Riesenfusion Löwe- Schuckert tommt nicht zu stande. Das Gesetzgebung zu gunsten der Arbeiter und damit zu gunsten der war das große Schlußereigniß der letzten Woche. Hatte schon die nationalen Produktion eingreifen. Aber der erste Schritt zu Ankündigung der Fusion viel böses Blut gegen die finanziellen einer positiven Bankpolitik ist allerdings die Einsetzung von über dem österreichisch ungarischen auf der Balkanhalbinsel Eine wachsende Konkurrenz des deutschen Handels gegenEntrepreneure, die Großbanken, gemacht, so dürfte das Zusammen Staats- Kommissaren zur Kontrolle der Thätigkeit unserer österreichisch- ungarischen stürzen des Kartenhauses erst recht einen Sturm der kleinen und Großbanken. Nicht um die Großbanken in ihrer Entwickelung zu wird allerdings ein weiteres Moment für das Abrücken des mittleren Stonkurrenz entfesseln. Wie gegen die Waarenmagazine hemmen, vielmehr um in dem Konflikt zwischen privatwirthschaft- immer mehr der slavischen Oberherrschaft verfallenden Defter bildet sich nunmehr auch ein Schlachtruf gegen die Großbanken. lichem und volkswirthschaftlichem Interesse das letztere zu wahren, reichs von Deutschland und für die Annäherung an Rußland Verlautete doch schon in der letzten Woche an der Börse, daß die plädiren wir für ein Einschreiten der Gesetzgebung gegen die Ueber- bilden. Börsen- und Aktiengesetzgebung eine Verschärfung erfahren sollte. macht der Großbanken. All der Unmuth der kleinen Bankiers und der Mittelfirmen verdichtete fich zu ganz bestimmten Gesetzesvorschlägen, die sich gegen die! Auswüchse der Berliner Großbanten richteten. Die Beſteuerung der Politische Mebersicht. " Berlin, den 17. November. haben, daß das Ansehen Deutschlands bei den Kulturvölkern Europa's durch die Ausübung kleinlicher Polizeipraktiken und Schuhriegeleien des Volkes wahrlich nicht gehoben wird. Heber Englands Stellung in der internationalen Politik neben sprach der englische Kolonialminister Chamberlain Lord Salisbury der einflußreichste Politiker Englands in einer Versammlung zu Manchester. Er sagte nach den vorliegenden telegraphischen Berichten: Die militärischen und Marinerüstungen haben nicht das Ziel, irgend eine Macht zu bedrohen, und sie dürfen nicht als Drohung ausgelegt werden. Sie sind nur Vorsichtsmaßregeln. Es wäre ist. Wir beanspruchen im Namen Egyptens, das wir um den Preis der widerfinnig, sie einzustellen, bevor jeder Grund zur Gefahr verschwunden größten Opfer von Ruin und Anarchie befreit und wieder in eine günstige Lage gebracht haben, die völlige Herrschaft über alle Hände der Derwische gefallen find. Die Frage der genauen Lage der Grenzen zwischen den egyptischen und französischen Be fizungen kann den Gegenstand von historischen und geographischen tönnen bereit sein, Frankreich alle mur möglichen Garantien bezüglich Interjuchungen und von freundschaftlichen Besprechungen bilden; wir über das Prinzip, das ich soeben dargelegt, kann es keine Diskussion des Zuganges zum Nil für seinen Handel zu geben, aber geben. Börsen und Bankgeschäfte soll dahin geändert werden, daß den Banken die Steuerersparnisse aus Kompensationen ummöglich ge- Die Ausweisungspolitik, die von der preußischen macht werden. Es soll die Trennung des Depofiten vom Emissions Regierung heuer als hohe Staatsweisheit praktizirt wird, wesen bei den Banken durchgeführt werden. Für die Banken soll blamirt uns von neuem bei dem zivilifirteren Ausland aufs ein besonderer Staatskommissar eingesetzt werden, endlich soll die ärgste. Die„ Times" beispielsweise leitartikeln in ihrer Verantwortlichkeit der Aufsichtsräthe erhöht und den Mitgliedern des Nummer vom 15. d. M. über die Gehässigkeit und AussichtsAufsichtsrathes untersagt werden, Geschäfte zu machen, die losigkeit dieser preußischen Politik. Der leitende Gedanke später auf die eigenen Aktiengesellschaften übergehen. Wie hierbei, so meint das englische Blatt, sei, durch die ge- Territorien, die Egypten früher gehörten, oder die in die überall im wirthschaftlichen Leben die Kleinen gegen die ringfügigen Verfolgungen eine unzufrieden Großen mobil machen, fo fann auch der Feldzug heit hervorzurufen, die dann als Entschuldi. gegen die Großbanken nicht ausbleiben. Gerade die letzte Zeit war infolge der gung für strengere Maßregeln dienen solle. enormen Gründungsthätigkeit Uns, schließt der Artikel, erscheint diese Politik weder weise der Großbanken ganz besonders geeignet, die Unzufriedenheit derer, noch würdig einer starken Regierung." die nicht mehr mitthun können, zu nähren. Schon als das Börsen- Diese Zeilen bestätigen, was wir schon so oft gesagt gefeg in fraft trat, wurde vorausgesagt, daß es zu einer Begünstigung der Großbanken gegenüber ihren kleineren Konkurrenten Auf den Rückzug Marchand's aus Faschoda übergehend, erklärte führen würde. Diese Thatsache ist in vollem Umfange eingetroffen. Chamberlain, es müsse natürlicherweise die Räumung aller der Nicht nur, daß durch das Verbot des Terminhandels in industriellen Posten folgen, welche derselbe errichtet habe auf dem früher zu Papieren einer Unmenge Kleiner Bankiers der Lebensfaden Eine neue Liebesgabe für die nothleidenden Schnaps Egypten gehörigen Territorium. Aber auch vor dem Fashodaabgeschnitten wurde, die Großbanken haben auch den Vor- brenner ist bisher nur von der Fachpresse beachtet worden. Zivijchenfall seien die Beziehungen zu Frankreich nicht durchweg theil, an Steuer ganz erheblich dadurch zu sparen, daß jede Der Bundesrath hat nämlich kürzlich beschlossen, die sogenannte befriedigende gewesen. Es sei für eine vollkommene VerGroßbant für ihren Kundenkreis gleichsam als Börse im Kleinen Brennsteuer- Rückvergütung, die 6 M. für jedes Hektoliter au 3 ständigung nothwendig, daß die französischen Politiker endlich die funktionirt und nur die Orbres, die sie nicht in sich selbst tom- geführten oder zur Essig bereitung verwendetent Alfohols Tattit aufgeben, welche sie so manches Jahr verfolgt haben, mit dem penfiren kann, an der Börse ausführt und besteuert. Das sind beträgt, unverändert weiter zu zahlen, fernerhin jedoch für den Schwierigkeiten zu machen, selbst da, wo die Franzosen ein materielles Ziele, der englischen Politik in allen Theilen der Welt aber immer relativ fleine Beträge. Durch diese Steuerersparniß in üblicher Weise denaturirten Branntwein vom 1. No- Interesse nicht besitzen. Die Chlupation Faschoda's sei der Höhe und infolge der großen Umfäße vermag aber die Großbank weit bember ab 3,50 statt 2,50 M. Rückvergütung pro punkt einer Reihe von Handlungen gewesen, welche England als billiger für die Geschäftskunden zu arbeiten, als der kleine Bankier. Hektoliter reinen Alkohols zu gewähren. unfreundliche anzusehen genöthigt gewesen sei. Das Publikum wendet sich auch auf diesem Gebiete daher den Die rechtliche Befugniß zu einer derartigen Regelung hat Chamberlain führte sodann aus, wie die französischen Forde großen Geschäften zu. Die Thatsache jedoch ist, daß bei allen Neu- bekanntlich der Bundesrath auf grund des§ 43c des be- rungen in New Foundland in fortgeseztem Steigen begriffen gründungen auf industriellem und kommerziellem Gebiete in erster stehenden Branntweinsteuer- Gesezes. Danach unterliegen die feien, daß England ferner sich gezwungen gesehen habe, in WestLinie die Großbant als finanzielle Vermittlerin angerufen wird, daß Vergütungssäge alljährlich einer Revision, und bei einemt afrita eine neue Armee speziell für den Schutz des Hinterlandes das gesammte Emissionsgeschäft, das horrenden Ruzen abwirft, sich Ueberschuß der Einnahme aus der Brennsteuer tann nicht gegen die Einfälle der Franzosen zu schaffen, welche die unter britischem Protektorat befindlichen Häuptlinge angegriffen hätten. In ganz und gar in den Händen weniger großen Banken befindet. nur der zur Effigbereitung, sondern auch der zu anderen wadagaskar sei der englische Handel ohne Rücksicht auf die Die Ueberlegenheit der Großbanken macht sich aber gegenwärtig in ſteuerfreien Zwecken verwendete Spiritus bis zu 6 Mark Verträge zu grunde gerichtet worden. Ueberall in der der Zeit des Aufschwunges ganz besonders bemerkbar und reizt den fubventionirt werden. in Welt jei der französische Einfluß angespornt worden ohne Rücksicht Unmuth der fleinen, aber ohmmächtigen Konkurrenz. auf englische Empfindlichkeit, auf englisches Interesse. M " gut Die Mittel dazu sind verfügbar, einmal weil thatsächlich Die ganze fernere Entwickelung von Industrie und Handel hat aus der Brennsteuer sich Ueberschüsse angesammelt hatten, vor In bezug auf China führt Chamberlain aus, Großaber ohne Zweifel die Organisation des Kreditwesens auf höchster allem jedoch, weil auf grund der Novelle vom 8. April d. britannien halte es nicht für nöthig, den Bestrebungen anderer Stufenleiter zur Vorausseßung. Privatgeschäfte, deren Thätigkeit dem die Einzelstaaten die 15 pet. Erhebungs- und Verwaltungs- Mächte Hindernisse zu bereiten, vorausgesetzt, daß sie nicht gegen ienes große Prinzip verstoßen, daß die Märkte China's dem jenes große Prinzip verstoßen, daß die Märkte China's dem willfürlichen Ermessen ihrer Besizer überlassen ist, sind entweder zu tosten nicht mehr beanspruchen. Dadurch sind jährlich etwa ehrlichen Wettbewerb offen gehalten werden. In der Frage flein, um den gesteigerten finanziellen Ansprüchen der Großzindustrie 500 000 m. mehr zu Bonifikationen flüssig geworden. der dem Auslande in China gewährten Konzessionen habe England und des Großhandels genügen zu können, oder aber sie werden Was ist nun die Folge davon? Was die Einzelstaaten bisher keinen Grund zur Klage; er gebe indessen zu, es bestehe bei entsprechendem Besiß nicht immer sich vom Triebe nach höchst preisgegeben haben, müssen natürlich die Steuerzahler der einige Gefahr, daß Großbritannien von einigen offenen Märkten in möglicher Verzinsung ihres Kapitals leiten lassen, wie es bei Attien- einzelnen Länder wieder einbringen. Und nicht einmal für Butunft ausgeschlossen werde. Ein Abkommen mit Rußbanken durchweg der Fall ist. Aus diesem Grunde ist die in Form die Reichskasse ist, wie es auf den ersten Blick scheinen möchte, and wäre, wenn möglich, wünschenswerth; aber er habe mit einer Aktiengesellschaft organisirte Großbant das Kreditinstitut für diese Neu- Ordnung gleichgiltig. Denn wenn die Reichsfasse solchen Abkommen die Erfahrung gemacht, daß keines andauernd Industrie und Handel in der nächsten Zutunft. Seine Entwickelung zunächst auch nur mehr ausgiebt, was sie auf der anderen Geltung behalten könne, wenn es nicht im Jnteresse beider Parteien sei, das Festhalten an dem Abkommen zu erzwingen. Thatsächlich zu fördern ist daher durchaus ein fortschrittliches Ziel der modernen Seite mehr wie früher einnimmt, so ist das ganze Vorgehen liege, daran festzuhalten, oder wenn nicht eine Bartei start genug Wirthschaftspolitit. Damit sollen aber nicht alle gesetzgeberischen doch auf eine Förderung der Spiritus Glühwünsche Großbritannien eine bessere Garantie, die Politit ber Eingriffe gegen die Großbanken von der Hand gewiesen werden. Licht Verbreitung berechnet, und mit jedem Hektoliter offenen Thür zu sichern, als ein auf dem Papier stehendes Gerade vom Standpunkte des Interesses der Arbeiterklasse wird sich Spiritus, der an stelle von Petroleum verbrannt wird, ent- Uebereinkommen. Eine solche Garantie fönne aber nur in einem die Nothwendigkeit ergeben, die Thätigkeit der Großbanten schärfer gehen dem Reiche 6 M. Petroleumzoll. allgemeinen Uebereinkommen der Nationen gefunden werden, in zu kontrolliren als bisher, namentlich aber als ersten Schritt gesetz- Wenn daher die Zeitschrift für Spiritusindustrie" Hoch- China eine liberale Handelspolitik zu befolgen. Deutschland, geberischen Vorgehens eine Garantie zu schaffen, durch die es den Groß- erfreut schreibt, nunmehr hätten die Branntweinbrenner die Japan und die Vereinigten Staaten ständen dieser banken unmöglich gemacht wird, die industriellen Unternehmungen Möglichkeit, Brennspiritus zu Preisen zu liefern, welche einen Bolitik günstig gegenüber. Japan habe in den letzten wenigen ohne Rücksicht auf wirthschaftliche und soziale Gesichtspunkte einfach Betttbewerb des Spiritus Glühlichtes mit dem Petroleum geben würden, die in keiner skombination im Orient bernachlässigt Jahren Vorbereitungen getroffen, welche ihm bald eine Macht zu Objekten finanziellen Bankgewinnes zu machen. Es ist in letter ermöglichen" so vergißt sie leider hinzuzufügen, daß diese geben würden, die in keiner Stombination im Orient bernachlässigt werden dürfe. Beit viel gegründet und fast noch mehr fusionirt worden. Wieder Möglichkeit lediglich auf Kosten des Konsumenten und Steuer- Ueber die Beziehungen zu Amerika äußerte Chamberlain sich holt konnte man die Wahrnehmung machen, daß diese Geschäftsakte zahlers geschaffen wird: durch künstliche Zollvertheuerung des dahin, daß in der Vergangenheit zwar Differenzen zwischen England nicht aus Gründen wirthschaftlicher Zweckmäßigkeit erfolgten, sondern Petroleums und durch allerlei raffinirte Liebesgabentricks und und den Vereinigten Staaten bestanden hätten, jest aber wisse das meist eine Spekulation auf Agiotage darstellten. So zeigt auch die der Branntweinsteuer Gesetzgebung. Sollte das Spiritus- amerikanische Volt, daß bei den jüngsten Kämpfen Amerikas die eng Kombination Löwe- Schudert der letzten Woche den rein finanziellen Glühlicht sich wirklich allgemeiner einführen, so würden sich lischen Herzen ihm entgegengeschlagen hätten; diese freundschaft. Stempel der Transaktion ganz deutlich. Die Großbanten die junkerlichen oftelbischen Gutsbrenner auch nicht das Lichen Gefühle würden von den Amerikanern erwidert. Redner suchen heutzutage förmlich nach Gelegenheit, gewinnbringende geringste Verdienst dabei zuschreiben können. Im Gegentheil, sprach für die Zukunft die Hoffnung aus, daß dieses Einvernehmen noch vollkommener werde und daß beide Länder im stande Fusionirungen zu vermitteln. Aber in ihrem Eifer unter die technische Entwickelung der Branntweinproduktion seien, den Frieden und die Zivilisation der Welt zu sichern, suchen sie taum, ob eine wirthschaftliche Nothwendigkeit haben sie durch ihre agrarische Gesezgebung in jeder Aber es fei keine Rede von einem formellen Bündnißvertrag, dessen für den Zusammenschluß zweier Gesellschaften vorhanden ist. Biel- Beziehung unterbunden. Was sie sind, sind sie hier, wie Großbritannien nicht bedürfe. Großbritannien sei fähig, für sich mehr wollen sie fufioniren, um einen Riesen Vermittlergewinn ein immer, nur auf Kosten anderer. allein zu stehen, aber wenn es eine Allianz eingehe, könne es ebene streichen und mit einer hohen Dividende vor ihre Generalversammsoviel geben, als es erhalte. Das Verhältniß zwischen Deutschland und Oesterlung hintreten zu können. Mit der Löwe- Geſellſchaft, deren Aktien reich- Ungarn, das durch die schwierige Situation Desterreichs ziehungen zu den Mächten, deren Interessen mit denen GroßZugleich betonte Chamberlain neuerdings die freundlichen Be hoch bewerthet sind, will man um jeden Preis eine solche Fuſion infolge des Nationalitätenstreites schon bedeutend gelitten britanniens übereinstimmten; er freue fich namentlich darüber, wagen, weil hier der Vermittlergewinn am höchsten steigen dürfte. hat, dürfte durch die Orientreise des deutschen Kaisers leicht daß die Beziehungen zu Deutschland solche Fortschritte Ohne Rücksicht auf wirthschaftliche Gesichtspunkte sucht man für noch weitere Verschlechterungen erfahren: gemacht hätten. Er könne feinen Play in der Welt sehen, wo die diese Gesellschaft einen Fusionskompagnon aufzutreiben. Derartige In Rußland verfolgt man die bedeutsame Ver- deutschen Interessen in ernstlichem Widerspruche mit denen GroßFusionen sind aber wirthschaftlich nachtheilig, ſelbſt wenn sie gelingen änderung, die sich langsam, aber sicher in dem Bundes- britanniens ständen, er halte es deshalb für möglich, auch ohne eine Verbritanniens sollten. Die vereinigten Etablissements konzentriren ein Kapital verhältniß zwischen Deutschland und dem vielsprachigen mit Deutschland zu gelangen. ständige Allianz zu einer allgemeinen Verständigung in sich, das im Verhältniß zu der Produktionskraft der Werke zu hoch Nachbarstaat vollzieht, mit größter Aufmerksamkeit. Die ist; sie prosperirent schwer und gerade die Arbeiter findes, die zu- Nowoje Bremja" führte legter Tage aus: iste legt die Suppe auszulöffeln haben, die die Leiter der Großbanten Deutschland habe Oesterreich bei seite gedrängt. Besonders eingebrockt hatten, nachdem erst sie und ihre Aktionäre die Fettaugen gehe es jetzt daran, die Ballanhalbinsel für sich aus abgeschöpft haben. Es darf diese Unterjochung der industriellen zubeuten. Oesterreich werde nicht von Osten und Süden, Werke unter die rein finanziellen Zwecke der Großbanken nicht gefondern von dem Nachbar bedroht, der durch ein Bündniß die Die Nede Chamberlain's deckt sich wesentlich mit der des Ministerpräsidenten Salisbury. Beiden gemeinsam, ist die Hinneigung zu den Vereinigten Staaten. Auch sonst tritt teine Meinungs verschiedenheit zu tage. Nur gegen Frankreich spricht Chamberlain gereizter, als der Premier es gethan hat. Chamberlain ist eben ein Draufgänger. " zur Abhilfe des Nothstandes. ift Die italienische Kammer ist gestern von dem Stönig mit einer| 222, Stralsund 133, Posen 535, Bromberg 251, Breslau 585, I striche, wo Mißernten stattfanden, möglichst benutzen, um ihr Vieh Thronrede eröffnet worden. Die Rede begint mit folgender Liegnig 478, Oppeln 484, Magdeburg 213, Merseburg 548, Erfurt an den Mann zu bringen, denn sonst würde ihre Lage bei der Einleitung: 122, Schleswig 357, Hannover 81, Hildesheim 153, Lüneburg 170, voraussichtlichen Steigerung der Futtermittel bald noch kritischer Das nun zu Ende gehende Jahr erfreute sich an seinem An- Stade 32, Osnabrück 21, Aurich 30, Münster 45, Minden 53, Arns- werden. fang der Feste zur Erinnerung an die Erhebung Italiens und an berg 100, Staffel 70, Wiesbaden 26, Koblenz 25, Düsseldorf 96, Die Einſegung der nationalen Inſtitutionen. Drastischer fann unsere„ Ordnung" wohl faum gezeichnet werden. Es wurde dann ver- Köln 45, Trier 16, Aachen 20, Sigmaringen düstert durch Unruhen, die das Land in Verwirrung brachten und Dort Ueberfluß, hier der größte Mangel, weil dieser einer kleinen Von den 7753 Jnnungen hatten Mitglieder: 9 Jnnungen 1 Mit Klique Bortheile bringt. mich tief betrübten. Die Ruhe wurde hergestellt durch den glied, 44 Jmmungen 2, 91 Jnnungen 3, 129 Innungen 4, 211 J Die Answeisungen aus Schleswig zu vertheidigen, gesunden Sinn der Bevölkerung und die bewundernswerthe Haltung nungen 5, 232 Jnnungen 6, 280 Jnnungen 7, 298 Imungen 8, hat nur die nationalliberale Presse den traurigen Muth, während des Heeres, das unter sehr schivierigen Umständen mit unbegrenzter 290 Jmungen 9, 299 Jnnungen 10, 281 Jnnungen 11, 317 In die konservative Bresse sie einfach als etwas Selbstverständliches Hingebung seine Pflicht that, die sowohl für die Kommandirenden nungen 12, 280 Jnnungen 13, 298 Jnnungen 14, 294 Jnnungen 15, urtheilslos hinnimmt. als für die Gehorchenden überaus peinlich war. Wir müssen jetzt, 229 Inmungen 16, 203 Inmungen 17, 226 Jnnungen 18, 166 nsoviel an uns ist, jeden Grund zu neuen schmerzlichen Empfindungen nungen 19, 249 Innungen 20, 1846 Jnmungen 21-80, 685 In dänischen Die Magdeburgische Zeitung" meint, wenn die Regierung der fernhalten und diejenige Beruhigung der Geister erlangen, die die nungen 31-40, 421 Junungen 41-50, 253 Jnnungen 51-60, Polizeimaßregelungen entgegentrete, Agitation in in Nordschleswig nicht gewaltsam mit beste Bürgschaft der öffentlichen Ordnung ist. 170 Jnnungen 61-70, 112 Jnnungen 71-80, 70 Jnnungen 81 machen und um jede Autorität bringen. Ein solches Argument läßt werde sie sich lächerlich Und nach dieser Einleitung kommt ein Gallimathias von Redens bis 90, 59 Jnnungen 91-100, 157 Jnnungen 101-200, 41 Jn sich nicht widerlegen, es läßt sich nur brandmarken. Das nationalarten: Ruhe, Achtung vor den Gesetzen ist nöthig, um die wirth mungen 201-400, 12 Jmmungen 401-900, 6 Inmungen über liberale Blatt ist dabei so intonsequent und unlogisch, daß es sagt, die schaftliche Lage zu bessern. Das Herz des Monarchen sehnt sich dar 900 Mitglieder. nach, den„ Verirrten"( d. H. den Opfern der Lotter- und Standrechtsdänische Agitation sei erlahmt, und das Deutschthum habe am Tag der wirthschaft) Gnade" zu gewähren. Das Rechnungswesen des Reiches soll definitiv geregelt Urwahlen zum preußischen Landtag, am 27. Ottober, einen„ glänzenden Das Volk( mit Ausnahme werden. Vor 20 Jahren ist ein geseggeberischer Versuch der Re- Erfolg gehabt. Welchen Sinn hat aber die Gewaltthätigkeit, wenn natürlich der Todtgeschossenen, Gestandrechtelten, Gingekerferten und gierung auf diesem Gebiete daran gescheitert, daß der Reichstag die solche Erfolge" zu verzeichnen sind? Freilich mit dem„ glänzenden auf die trocene Guillotine geschichten) theilt mit dem König Freud Art der Regelung, welche die Regierung wünschte, ablehnte. Jest Erfolg ist es gar schlecht bestellt. Denn die dänischen Wahlmänner haben und Leid muß aber unter dem Kriegsrecht und der Säbelherrschaft soll ein neuer Versuch gemacht werden, es soll aber eine Tagung des die deutschen immer noch an Bahl übertroffen, wenn auch nur um 2-298 weiter hungern. Und damit Basta. Keine ernsthafte Maßregel wird angekündigteichstags gewählt werden, in welcher möglichst wenig andere gegen 296- und das Ergebniß wäre für die Dänen" wohl noch gefeggeberische Aufgaben vorliegen. weit günstiger gewesen, wenn die öffentliche Stimmabgabe nicht Dann kommit das Gebiet der auswärtigen Politit, die ganz Postnovelle. Aus München wird gemeldet: Die nach den wäre. Wie wir wissen, hat sie sich sehr gefährlich er nach Wunsch geht, von der aber noch kein Italiener satt geworden biefigen Postkonferenzen auszuarbeitende Reichs- Postnovelle bringt wiesen. Alle diejenigen Urwähler, die man auf grund des Verift. Hierauf macht die Thronrede einen Sprung wieder zurüd in eine Erhöhung des Briefgewichtes auf 20 Gramm und das Verbot trages von 1864 ausweisen konnte, und die nicht für den Regierungsdas Jumere. Sie verspricht eine Politik der Freiheit"( des Zucht- der Privatposten. kandidaten stimmten, sind ausgewiesen worden. Wenu, nach dieser hauses), Maßregeln zur Hebung der Lage der niederen Zur Altersversicherungsnovelle. Ueber Erleichterungen. Magdeb. Germaniring en no Germanisirungs That, ein neuer Wahltag auberaumit würde, hätte die Geistlichkeit, Ersparnisse, Steuererleichterungen( mur wird welche die Novelle zur Invaliditäts- und Altersversicherung betreffs Warum nicht offen ein Gesetz befürworten, das der Regierung das Magdeb. 8tg." einen noch glänzenderen Erfolg" zu verzeichnen. nicht gefagt, wie?), Gesetze zur Verbesserung der Lage der der Uebergangsbestimmungen für die Altersrente ausdrückliche Recht zuerkennt, jeden Landtagswähler, der nicht so landwirthschaftlichen und industriellen Arbeit( wahrscheinlich bringen wird, wird geschrieben: Versicherte, welche beim Jukrafterhöhte Schutzölle nach bekanntem Wuster) und schließlich wird treten der Invaliditätsversicherung, nämlich am 1. Januar 1891, bas nicht fann, eine andere entsprechende Strafe über den Frevler zu tinut, wie die Regierung will, einfach auszuweisen, und wo man eine- Flottenvermehrung in Aussicht gestellt, das heißt bereits 40 Jahre alt waren, haben für den Anspruch auf Altersrente verhängen? Das wäre echt nationalliberal- und ein Heldenstüd. eine neue Steuerlast. Die Armee bleibt so wie sie gegenwärtig eine versicherungspflichtige Beschäftigung während eine versicherungspflichtige Beschäftigung während Aus Flensburg wird berichtet: lleber neue Ausweisungen Ist sie doch die einzige Stüße der 141 Wochen aus den Jahren 1888 bis 1890 nachzuweisen. Dieser dänischer Unterthanen wird aus verschiedenen Gegenden Nordeine erdrückende Bürde. fallenden Monarchie, die ihre Politik der Freiheit"( des Zucht Nachweis ist vielfach als beschwerlich empfunden worden. Zunächst schleswigs gemeldet. Von der Insel Alsen sind mehrere Knechte und hauses) fortsetzen wird, bis der große Krach da ist. Armes von unſtändigen Arbeitern, insbesondere Saisonarbeitern( Bauhand- im Kreise Tondern ist ein Schneidergeselle ausgewiesen. Ferner Italien! werkern, land und forstwirthschaftlichen Arbeitern), welche eine BeDie spanisch- amerikanischen Friedensverhandlungen. Eine schäftigung von 47 Wochen im Jahre nicht immer nachzuweisen ver- erhielten Ausweisungsordre: Bier Maurergesellen in Sillerup, zwei Note der Agence Havas" besagt: Die spanisch- amerikanische Friedens mögen, welchen auch die Unterbrechung ihrer Arbeit nicht auf die eieristen aus der Meierei in Hjerting und zehn Knechte und Mägde fommission hielt am Mittwoch eine Sigung ab. Die spanischen Wartezeit angerechnet werden kann, da diese Vergünstigung auf die aus der Gegend von Rödding. Andere Dienstboten haben Ladungen Kommissare legten ein Memorandum vor, in dessen zwei ersten bei einem bestimmten Arbeitgeber ständig beschäftigten Arbeiter be- erhalten, vor den Polizeibehörden zu erscheinen. Dem Amtsvorsteher Dritteln mit Entschiedenheit die Ansprüche, betr. die Souveränetät schränkt ist. Aber auch regelmäßig beschäftigte Arbeiter sind, wenn Valentiner in Christiansfeld ist ein reitender Gendarm zur Ver= auf den Philippinen, vollständig aufrecht erhalten werden. ihre früheren Arbeitgeber verstorben sind oder sich der einzelnen fügung gestellt, welcher in dem Amtsbezirk umherreift und die Gesindedienstbücher revidirt. In dem letzten Drittel wird der Unterschied in der Auslegung, welche Arbeitszeiten nicht mehr bestimmt erinnern, oder aus anderen Gründen von der einen und der anderen Seite den Bestimmungen des häufig nicht im stande, die erforderliche Beschäftigungszeit aus den peinliches Aufsehen erregt. Im Foltething interpellirte der Abgeord In Dänemart selbst haben die zahlreichen Ausweisungen Artikels 3 des Protokolls gegeben wird, zusammengefaßt und genau Jahren 1888 bis 1890 nachzutveisen, und gelangen deshalb nicht in peinliches Aufsehen erregt. Im Foltething interpellirte der Abgeord dargelegt. Zum Schluß wird erklärt, die spanischen Kommissare den Genuß der Altersrente. Dabei wird die Führung des die fie in der Sache zu thun gedente, ohne eine Antwort zu vernete Kammerherr Jakob Stavenius die Rgierung über die Schritte, lehnten es im Prinzip nicht ab, ihrerseits die Auslegung, welche fie vorgefeßlichen Arbeitsnachweises naturgemäß von Jahr zu Jahr langen; er wollte nur einen positiven Schritt der Regierung er diesem Artikel geben, der Entscheidung eines auf beiderseitiges Ueber- fchwieriger. Die dem Bundesrath vorliegende Novelle sieht hier zwingen, wenn ein solcher nicht bereits gemacht worden sei. Gestern ereinkommen hin ernannten Schiedsrichters zu unterbreiten, der wesentliche Erleichterungen vor. erfuchte der Finanzausschuß den Ministerpräsidenten Hörring mit hinreichender Vollmacht ausgestattet sei. Nur dieser letzte Theil Nachweis vorgesetzlicher Berufsarbeit für den Anspruch auf Alters- und den Minister des Aeußern und der Marine Ravn um des Memorandums wurde von den Spaniern verlesen. Die amerita- rente nicht verzichten, weil die letztere sonst von jedem würde er eine Besprechung und verlangte eine Antwort. Wie diese ausfallen nischen Kommissare gaben zur Kenntniß, fie behielten sich die worben werden können, der nach dem Inkrafttreten des Gesezes nur wird, darüber herrscht wenig Zweifel. Man ist, so wird der„ Köln. Prüfung des ihnen unterbreiteten Schriftstüds vor. Auf ihren Vor- ganz vorübergehend eine versicherungspflichtige Beschäftigung über- Bollsztg." geschrieben, im Winifterium von den Ereignissen der schlag wurde die nächste Sigung der Konferenz auf Sonnabend fest nommen und dann einige freiwillige Beiträge entrichtet hat. Der legten Tage sehr peinlich berührt und beschäftigt sich mit der Frage, Zweck des Gesetzes, die Altersrente wirklichen Berufsarbeitern zuzu was zu thun sei, ist aber nicht blind für die Thatsache, daß sich gefeßt. Aman wenden, würde dadurch vereitelt werden. Es soll aber künftig genügen, eigentlich gar nichts thun läßt, da formell gegen die Schritte der wenn statt des Nachweises einer versicherungspflichtigen Beschäftigung deutschen Regierung ja nichts eingewendet werden kann. Von den für eine genau bestimmte Zahl von Wochen nur der Nachweis einer diplomatischen Verhandlungen und Vorstellungen, die man in Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sitzung den Entwurf Berufsarbeit erbracht, also dargethau wird, daß der Renten- Berlin machen wird, erwartet man in der Bevölkerung kaum von Vorschriften zur Ausführung des Geseges über die Beurkundung anwärter in den legten 3 Jahren vor dem Inkrafttreten des Gesetzes bedeutende Erfolge. Für Repreffalien, wie sie in der Preise von des Personenstandes und die Cheschließung vom 6. Februar 1875 seinen Lebensunterhalt regelmäßig durch eine, wenn auch nicht un Einsendern vorgeschlagen und verlangt werden darunter ein dem zuständigen Ausschusse überwiesen. unterbrochen geleistete Lohnarbeit erworben hat. Dabei werden auch Borschlag Fremden den Erwerb von Grundeigenthum in Asg. Freiherrn v. Hertling in Aussicht genommen zu haben. weiterem Umfange wie bisher auf die Wartezeit angerechnet. Jus zu haben, wie denn auch die Presse sich zum allergrößten Theile Für das Reichstags- Präsidium scheint das Zentrum den Zeiten vorübergehender Unterbrechung eines Arbeitsverhältnisses in Dänemark gesetzlich unmöglich zu machen-, ist die Regierung nicht Herr v. Hertling hat die von ihm angekündigten Vorlesungen an besondere soll auch eine zu den Zwecken des Verdienstes unternommene beſtimmt gegen derartige Vorschläge ausspricht. Die meisten Blätter der Universität zurüdgezogen. Er gehört zum rechten Flügel der Beschäftigung mit Spinnen, Striden oder anderen leichten häuslichen begnügen fich damit, ihr Bellagen über das Geschehene und ihre geleistet werden, als Arbeitszeit angerechnet werden. Für gewiffe sie vielfach von alternden oder schwächlichen Leuten Fälle aber soll von dem Nachweis der vorgeseglichen Berufsarbeit überhaupt abgesehen werden können, nämlich dann, wenn der Anwärter innerhalb der ersten fünf Jahre, nachdem die Versicherungspflicht für feinen Berufszweig in traft getreten ist. regelmäßig Pflichtbeiträge entrichtet hat. Hieraus kann nämlich mit einiger Sicherheit en nommen werden, daß er auch schon vorher berufsmäßig Lohnarbeit verrichtet hat, so daß es hierfür alsdann eines besonderen Nachweises nicht mehr bedarf. repräsentationsfähig". Deutsches Reich. Die Handwerkskammer- Bezirke sind nun durch eine vor Täufige Abgrenzung festgesetzt worden. Um einen lleberblick über die Bahl und örtliche Bertheilung der nach§ 103 a der Novelle zur Gewerbe- Ordnung vom 26. Juli 1897 wahlberechtigten Handwerker und damit ein Urtheil über die Zusammensetzung der Handelskammern zu erlangen, hat der Minister für Handel und Gewerbe an fangs dieses Jahres Ermittelungen anstellen lassen. Hierbei hat sich ergeben, daß bei einer ungefähren Gesammtzahl von 788 027 and wertern 218 121 Handwerkerinnungen und 43 976 Gewerbevereine angehören. Da 13 777 Handwerker gleichzeitig Mitglieder von Gewerbevereinen und Immungen sind, so beträgt die Gesammtzahl der torporirten Handwerker 248 320. Auf die einzelnen Regierungsbezirke vertheilen sich diese Handwerker wie folgt: Bromberg Breslau würdiger und angemessener Weise auszusprechen, ohne die Angelegenheit in chauvinistischer Weise aufzubauschen; aber sie alle zitiren in Schleswig nicht eben billigen. Dagegen läßt es sich nicht leugnen, ausgiebig folche deutschen Blätter, die das Vorgehen der Regierung. daß das dänische Volt sich sehr start erregt fühlt und daß hier eine Stimmung playgreift, die an Zeiten erinnert, die nun lange hinter uns liegen. In Einsendungen an einzelne Blätter, in Aufrufen und Einsammlungen zum besten der Ausgewiesenen, in Prosa und Bersen macht sich neben startem Unwillen die Gewißheit und Damit wird endlich längst gehegten Wünschen entsprochen. Freiwillige Fortfchung der Invalidenversicherung im rung Schleswigs dazu beitragen werden, dänischen Sinn und dänische der Wunsch geltend, daß eben diese strengen Maßregeln der RegieAuslande. Eine im Inlande begonnene Versicherung tann gegen Sympathien jenseit der Grenze zu erhalten und zu stärken. Man wärtig im Auslande im allgemeinen nicht fortgesetzt werden, sofern ficht hier mit Spannung dem Ausfall der Interpellation Gustav es sich nicht um einen uur vorübergehenden Aufenthalt im Auslande Johannisens im deutschen Reichstag entgegen.is handelt. Es bleibt deshalb beispielsweise zwar ein Dienstbote, der Ueber neue Massenausweisungen mit seiner Herrschaft auf furze Zeit in das Ausland reist, der Holländern wird aus Gronau i. W. berichtet. Nach deni heimischen Zwangsversicherung unterworfen; ein Versicherter dagegen, Westfälischen Merkur" find bereits 30 bis 40 holländische Arbeiter welcher sich dauernd oder für längere Zeit in das Ausland begiebt, ausgeiviefen. Warum die Ausweisungen eigentlich erfolgen, ist noch fann nach den jetzt geltenden Bestimmungen dort im allgemeinen nicht aufgeklärt. Die Gronauer Nachrichten, die zu dem Herrn feine Beiträge entrichten und sich deshalb auch nicht vor dem Nach Bürgermeister Hahn in engerer Beziehung stehen Kikeriki" theile schützen, daß seine Rentenanwartschaft demmächst erlischt. Dies nennt sie der Volksmund als die Stimme des Bürgermeisters inforporirt Innungen ist häufig als Unbilligkeit empfunden worden. Auch bei solchen Bergaben zuerst die Beschimpfung der preußischen Soldaten Zahl der Hand werfer, welche in Vereinen und Regierungsbezirl Ungefähre Zahl der Hand: Bahl der Hand werfer, welche in werker Innungen inforporirt überhaupt find Bahl der Hand werfer, welche in Gewerbe vereinen find find Königsberg Gumbinnen 22 825 15412 10 837 568378 Danzig 9146 5 082 4 238 Marienwerder 15 684 7 344 545 564 196 282 503 Potsdam 37 204 16 707 514 nd 133 189 Frankfurt a. D. 80 737 12 871 412 145 Stettin. 16 546 8288 306 139 Köslin 14 356 5483 514 190 Stralfund. 5 341 2611 106 40 Bosen 28 657 11 676 404 309 13568 5 330 265 172 40 147 19 149 1 838 967 Liegnitz. 31 128 10 916 1.654 905 Oppeln. 28 961 14.769 869 731 Magdeburg 27: 108 6 482 864 260 Merseburg. 27 601 11 769 2575 1051 Erfurt 17464 3 095 892 193 Schleswig 80 857 8572 148 53 Hannover 15 674 3 972 2392 953 Hildesheim 13 941 3 581 1152 602 Lüneburg 11 884 8 246 551 206 Stade 9 360 787 519 132 Osnabrid. 6728 711 881 541 Aurich 5 251 722 540 121 rd 16 013 2860 931 811 Minden 12 962 1821 Arnsberg 35 540 5.270 745 1805 179 328 Raffel 23 629 01 687 0419 Wiesbaden 29.014 1.269 4515 219 Koblenz 20 785 783 787 18 Düsseldorf 48 840 5.121 2 610 488 Köln 23 011 2648 1.724 196 Trier 18 740 598 578 33 Aachen 18 599 851 Sigmaringen. 751 027 17.080 218 121 896 161 11 041 31 2781 43 976 18 777 Münster Stadt Berlin. 3 689 34 680 3 # " 1 diesmal von fonen, die in ausländischen Grenzbezirken wohnen und wieder als Grund an, was aber dem Westfälischen Werkur" zufolge tehrend in Inlande eine versicherungspflichtige Beschäftigung aus unmöglich stimmen kann. Jetzt soll die Ausweisung eine Maßregel üben, ist das Bedürfniß hervorgetreten, die Versicherung in der gegen die Anarchisten sein. Dazu tonumt noch die Art und Weise. Heimath fortsetzen zu dürfen. Der Entwurf eines Invalidenversicherungs- wie die Ausweisung ausgeführt wird. Dem Westfäl. Gesetzes bestimmt deshalb, daß die freiwillige Fortsetzung der Ver- Merkur" wird darüber berichtet: sicherung fortan allgemein und ohne zeitliche Be Hat sich so ein nichtsahnender Arbeiter vor der hohen Polizei fchränkung auch im Auslande zulässig sein soll. Im als läftiger Ausländer" entpuppt, dann wird er eines guten Auslande werden Marken derjenigen Versicherungsanstalt zu verwenden Morgens vor den Herrn Bürgermeister zitivt; es wird ihm ansein, in deren Bezirk die Versicherten zuletzt beschäftigt waren oder, gekündigt, daß er ausgewiesen ist. Auf die Frage: Warum? da die Befugniß auch denjenigen Personen einzuräumen ist, die im giebt's mur die eine philosophische Antwort: Sie sind lästig". Inlande freiwillig in die Versicherung eingetreten find, zuletzt sich und dann geht's unter der sicheren Begleitung eines Polizisten aufgehalten haben. Die Durchführung der Versicherung im Auslande hinaus: nach Hause, um sich umzukleiden? Das ist gar nicht nöthig, ist in solchen Fällen wohl möglich, wenn sie auch immerhin erschwert um der Frau Bescheid zu sagen? Das ist überflüssig, denn die ist sein wird. Für die betheiligten Versicherten wird es von großem unterdessen von ihrer häuslichen Arbeit, vom kochenden Topfe wegWerthe sein, wenn sie im Auslande in allen Fällen ihre Renten- geholt, um das Schicksal ihres Mannes zu theilen. Bom Herrn anwartschaft sich erhalten und ihren Rentenanspruch durch fortgesetzte Bürgermeister erhalten sie die wohlgemeinte Warmung mit auf den Beitragsentrichtung noch erhöhen können.( hilafdal poeg, Preußen nicht wieder zu betreten, um dort Besuch machen oder Zur Fleischnoth. Die Notirungskommissionen, die zum theil gar Arbeit zu nehmen, und dann werden sie wie zwei gemeine Verschon bestehen beziv. geschaffen werden sollen, haben in Butunft auch brecher zur Glanerbrücke( Grenzstation) gebracht; dort jetzt der Wedie amtlichen Ermittelungen und Rotirungen der Schlach tamte sie über die Grenze und Lieb' Waterland kannst ruhig sein." vieh Preise vorzunehmen. Fast ist man geneigt, die Schilderung als übertrieben zu bes 4 Es wird, wie die„ Allgem. Fleischer 8tg." mittheilt, von der trachten, obgleich wir in Preußen- Deutschland gewiß schon an starke Regierung vorgeschlagen: die Notirungskommissionen werden Stüde gewöhnt sind. Die Welt steht im Zeichen des Verkehrs", durch die Regierungspräsidenten gebildet. Sie find zusammen hat einmal der deutsche Kaiser gesagt. An dieses Wort scheint sich zu Sezen aus einem Vertreter des Gemeindevorstandes die Polizei nicht zu fehren. Und wie, wenn das Ausland einmal Echlachtviehmarkt Verwaltung) und Vertretern der Landwirth den Spieß umdrehte und die hunderttausende Deutschen schaft, des Biehhandels und des Fleischereigewerbes und einem ausweisen würde? si dukhsaining and del Vertreter der Ortspolizeibehörde. Die Zahl der Mitglieder jeder Ueber den Waffengebrauch der württembergischen Land: Kommission richtet sich nach der Bedeutung und dem Umfang des jäger( Gendarmen) find in einer neuen Verordnung folgende VorVerkehrs an dem betreffenden Markte. Die Zahl der Vertreter der schriften erlassen worden: Die Landjäger find befugt, bei AusLandwirthschaft tann gleich sein der der Vertreter des Handels und übung ihres Dienstes, so weit erforderlich, in nachstehenden Fällen des Fischereigewerbes zusammengerechnet. Bei der Notirung sind von ihren Waffen Gebrauch zu machen: 1. wenn ein thätlicher Andie höchften und niedrigsten Preise für Gattung des gehandelten griff auf ihre Perfon erfolgt oder wenn sie mit einem solchen AnViehs anzugeben. Es giebt feine Fleischnoth. Also hat die General versammlung der landwirthschaftlichen und zwedverwandten Vereine zu Posen durch einstimmige Annahme einer Erklärung entschieden. griff dergestalt bedroht werden, daß dessen sofortige Verwirtlichung zu befürchten ist, 2. wenn ihnen ein auf die Bereitelung einer rechtmäßig ausgeübten Dienstverrichtung abzielender thatsächlicher Widerstand entgegengesezt wird, 3. wenn ein ihnen zum Transport oder zur Bewachung übergebener Gefangener entweicht oder eine bei Begebung eines Verbrechens auf frischer That betroffene oder eine in Gemäßheit der Dienstvorschrift bei der Streife festgehaltene Person Die 218 121 Jungsmitglieder find in 7758 Innungen bermaßen mit Schlachtvieh überfüllt, wie nie zuvor. Es ist kein Raum die Flucht ergreift und wenn in diesen Fällen der Aufforderung des einigt. Bon diesen Immungen entfallen auf den Regierungsbezirk: mehr vorhanden, das Bich unterzubringen. Das Angebot übersteigt Randjägers, zu halten, nicht Folge geleistet wird. Der Gebrauch Königsberg 524, Gumbinnen 222, Danzig 148, Marienwerder 296, die Nachfrage um fast 40 pet. Es ist dieses die Folge eines ber- ber Suwaffe ift dem Landjäger in den vorstehend bezeichneten Potsdam 668, Frankfurt a. D. 582, Berlin 61, Stettin 351, Köslin einfachten und billigeren Tarifes, den die Bewohner jener Land- Fällen nur dann gestattet, wenn entweder ein besonderer Befehl Busammen Der russische Viehmartt ist, wie die Beitungen der russischen Residenzstädte St. Petersburg und Mostau melden, der " " immer auf seine Rehabilitirung durch Boisdeffre hoffe. Untersuchung gegen Picquart arge Unregelmäßigfeiten Wie Siècle" meldet, habe Freycinet festgestellt, daß in der begangen wurden, welche lediglich bezweckten, Picquart möglichst lange in Geheimhaft zu halten. er= Es heißt, der Nationalist Lafies werde Freycinet interpelliren, welche Maßnahmen er anläßlich des Beschlusses des Kassationshofes zum greifen gedente. Der Libre Barole" zufolge werde Cavaignac Schube militärischer Geheimnisse zu an dieser Debatte theilnehmen und schwere Anklagen gegen Brisson erheben. die Verantwortlichkeit für die Maßregeln zu übernehmen, welche Soir" meldet, daß die Regierung nummehr entschlossen sei, erforderlich sind, um zu verhüten, daß die Schriftstüde des ge heimen Dossiers an die Oeffentlichkeit gelangen, weil durch die Veröffentlichung internationale Verwidelungen entstehen könnten. feines Eintretens für Dreyfus und Picquart aus der Liste der EhrenDer Redakteur des" Temps", de Pressensé, wurde infolge legion gestrichen. Derselbe erklärte, die Streichung, die ihm eine Genugthuung gewähre, zeige nur, daß er von den Feinden des Lichts als Opfer gebraucht werde. erhalten, mit Picquart zu tonferiren; die Unterredung wird Paris, 17. November. Labori hat heute die Ermächtigung Gerichten steht es fest, daß der Kassationshof den Kriegsminister wahrscheinlich heute Nachmittag stattfinden. Entgegen anderweitigen noch nicht um Mittheilung des geheimen Doffiers ersucht hat. noch nicht um Mittheilung des geheimen Dossiers ersucht hat. Bierzu ertheilt worden ist oder die anderen ihm zur Verfügung erhob Widerklage und zivar mit Erfolg. Kläger und Wieder-! der Agence Havas" mit, daß er, der Marineminister, das Buch stehenden Waffen unzureichend erscheinen." fläger wurden zu je 100 m. Geldstrafe verurtheilt. Aber Wacker nicht wegen der Aeußerungen über die Marine verfolge. Hiermit Ganz auf den preußischen Schneid sind die Schwaben also noch ging als moralischer Sieger aus dem Stampf hervor; der mittlägerische wollte er offenbar andeuten, daß er persönlich die Verfolgung nicht nicht gekommen. Vorstand des Militärvereins Verbands und die Redaktion des billige. Dieser Schritt führte zu Auseinandersegungen mit Dupuy Die Verfassungsrevision in Württemberg kommt jetzt end Militärvereins- Wochenblatts" blieben mit ihrem anmaßenden und der" Soir" kündigt bereits den bevorstehenden Rücktritt lich auch in der Ersten Kammer zur Behandlung, nachdem Auftreten, mit ihrem Wahn, ein Monopol zur Bethätigung des Lockroy's an. die Zweite Kammer schon dieses Frühjahr ihre Beschlüsse gefaßt Patriotismus zu haben, auf der Strecke. Sehr interessant in dieser hat. Die zur Vorberathung eingesetzte Kommission des Herren- Hinsicht ist ein Bassus aus der Urtheilsbegründung. Dort wurde Advokat Mornard dem Kaiſationshofe neuerdings ein Gesuch Paris, 17. November. Blättermeldungen zufolge werde der hauses hat jetzt ihren Bericht herausgegeben und man darf wohl u. a. ausgeführt, daß niemand, möge er sein, wer er Advokat Mornard dem Kaiſationshofe neuerdings ein Gesuch annehmen, daß die von ihr gefaßten Beschlüsse auch im Plenum wolle, das Recht habe, einen deutschen Staatsbürger vegen Aus- um 8urüdberufung Dreyfus' überreichen. Das Gesuch Annahme finden werden. Aus dem Bericht geht hervor, daß die übung seiner staatsbürgerlichen Rechte, wie immer derselbe hiervon werde damit motivirt, daß es unerläßlich sei, daß Dreyfus mit Kommission beantragt, beantragt, in die Einzelberathung seinen Vertheidigern verkehre und von den Ereignissen der letzten der Ge- Gebrauch mache, zu beleidigen und ihm vaterlands loses vier Jahre unterrichtet werde, welche er so wenig kenne, daß er noch segentwürfe einzutreten und fich mit den einschneidensten Verhalten" vorzuwerfen. Aenderungen, wie sie zum theil im Regierungsentwurf beantragt Die Wuth über den Ausfall dieses Prozesses äußert sich bei den oder von der Zweiten Kammer ergänzt worden sind, einvernationalliberalen Blättern in höchst kleinlicher Weise auch dadurch, standen erklärt. So beantragt die Kommission Zustimmung zu daß sie verschweigen, daß auf Beschluß und Anlaß des Gerichts der Entfernung der Privilegirten aus der zweiten das Urtheil auch im Volts freund", unserem Parteiorgan, verKammer und deren Ersatz durch zwei weitere Abgeordnete der Stadt öffentlicht wird. Stuttgart und 21 mittelst Proportionalwahl zu wählende Chronik der Majeftätsbeleidigungs.Prozeffe. Die Tilfiter Abgeordnete der vier Kreise des Landes. In der Begründung dieses Straftammer verhandelte am Montag unter Ausschluß der Oeffent Anfrages konnte es der Berichterstatter nicht unterlaffen, feiner lichkeit gegen die Genoffin Frau Tolksdorf wegen Majestäts Angst vor dem Wachsen der Sozialdemokratie Aus- beleidigung. Das Urtheil lautete auf zwei und einen halben Monat druck zu geben. Er meinte, auf alle Fälle müsse man sich in Zu Gefängniß. Es handelt sich auch in diesem Fall um Denunziation funft mit einer stärkeren Vertretung dieser Partei vertraut machen. aus Rachsucht. Frau Tolksdorf bestreitet mit aller Entschiedenheit, Nach seinen Berechnungen auf grund des Resultats der lezen die Aeußerung, welche zu ihrer Verurtheilung geführt hat, gethan zu Reichstagswahl rechnet er der Sozialdemokratie mindestens haben. Am sonderbarsten bei diesem Prozeß ist, daß die Belastungsacht Size im Landtag zu, zwei in Stuttgart Stadt, je zeugin die beleidigende Aeußerung nicht selbst gehört hat, einer Stuttgart- Amt, Cannstatt, Eßlingen, Heilbronn- Stadt, Heilbronne fondern erst durch eine andere Frau, die kürzlich gestorben ist, Amt, Göppingen, Nürtlingen. Bei den Proportionalwahlen giebt er erfahren haben will. Es ist eigentlich umfaßbar, daß eine uns drei Mandate, all im Nedartreis, zu. Zustimmung findet auch solche Behauptung genügen kann, um eine bisher unbescholtene der Regierungs- Entw.rf in der Frage der Abschaffung der Frau auf Monate ins Gefängniß zu bringen. Jit der Bors Stichwahlen, so daß in Zukunft bei den Bezirkswahlen die untersuchung soll der nun Verurtheilten gesagt sein, daß ihr nicht relative Mehrheit entscheidend ist. In die Erste Kammer geglaubt werden könne, weil ihr Mann Sozialdemokrat sei. Wir sollen nach den Beschlüssen der Zweiten Kammer, welchen die Kom fönnen nicht annehmen, daß die Richter bei Fällung ihres Urtheils mission der Ersten Kammer beitritt, 6 Abgeordnete des ritterschaft- ebenfalls die politische Ansicht des Mannes der Angeklagten in den lichen Adels und 6 Vertreter der beiden Kirchen versetzt werden. Die Kreis ihrer Betrachtungen zogen. Genosse Tolksdorf ist durch die Abweichungen von den Beschlüssen der Zweiten Kammer find Berurtheilung seiner Frau in eine recht unangenehme Lage gekommen, Genosse Tolksdorf ist durch die immer noch einschneidender Natur. Die Kommiffion stellt den da er mehrere Kleine Kinder hat, um die er sich tagüber natürlich Regierungsentwurf wieder her, nach welchem die Standesherren fich nicht fümmern kann, da er seiner Arbeit nachgehen muß. Durch in der Ersten Kammer durch irgend einen Agnaten vertreten lassen das Urtheil ist nicht nur die Frau auf 2%, Monate ins Gefängniß tönnen, während die Zweife Kammer die Stellvertretung auf den geschickt, sondern gleichzeitig auch die ganze Familie hart bestraft. Sohn und den präsumtiven Thronfolger beschränkt wissen will. Wegen Majestätsbeleidigung und Gotteslästerung hatte Auch in der Frage des Wahlalters besteht noch eine sich am Sonnabend der Fischhändler Albert Schöneberg aus Differenz. Die Zweite Kammer hat beschlossen, daß analog dem Hameln vor der Straflammer des Landgerichts zu Hannover zu Reichstags Wahlrecht zum Eintritt in die Ständekammer soll verantworten. Der Genannte hatte sich in der Cardinal'schen Wirth berechtigt sein, wer das 25. Lebensjahr erreicht hat, während schaft in Hameln sowie auf dem dortigen Polizeibureau in einer so der Entwurf wie seither das das zurückgelegte 30. Lebens- unfläthigen, gegen allen gesellschaftlichen Anstand verstoßenden Form jahr zur Bedingung machte. Die Kommission der Ersten ausgesprochen, wie es eben mir Personen, die sich vollständig vom Kammer beantragt, den Regierungs- Entwurf wieder her- Schnapsteufel haben unterkriegen lassen, fertig bekommen. Das zustellen. Den Hauptdifferenzpunkt bildet die Frage des Budget- Urtheil lautete auf 7 Monate Gefängniß. rechts. Seither konnte die Zweite Kammer selbständig den Etat Gegen den angeblichen Anarchisten Schirmmacher festseßen, die Erste Kammer konnte nur den ganzen Etat ablehnen. Oldenburg, der in Altona verhaftet wurde, weil er geäußert Daran will die Zweite Kammer festhalten. Die Regierung will der haben sollte, er wolle den Kaiser auf der Rückreise von Ersten Kammer das Budgetrecht einräumen. Die Kommiffion Jerusalem ermorden, wird nun ein Majestätsbeleidigung macht jetzt einen Vermittelungsvorschlag, der dahin geht, prozeß anhängig gemacht werden. daß die Beschlüsse der Zweiten Kammer der Ersten Kammer zur Berathung und Beschlußfaffung mitgetheilt werden. Hat Deutsche Shantung Syndikate. Das unter Führung der Straftammer sprach die Angeklagten frei, aber der Staatsanwalt fich dabei die Erste Kammer für Abänderung eines von der Zweiten Herren von Hansemann, Fr. Krupp und anderen Industriellen gemachte von dem Rechtsmittel der Berufung Gebrauch und dieser Kammer gefaßten Beschlusses erklärt, so hat die Zweite Kammer bildete Syndikat ist zu einer Einigung mit den übrigen Tage verurtheilte der Appellhof den Angeklagten Barbato zu einem den Gegenstand einer nochmaligen Berathung und Beschlußfaffung Syndikaten, die zur industriellen Entwickelung der Provinz Jahr Gefängniß und 150 Lire Geldstrafe. Von den Bauern wurden zu unterziehen. Wenn hierbei die Zweite Kammer einen von dem Shantung zusammengetreten waren, gelangt. Von letterent ist das zehn freigesprochen, während die anderen zu Gefängnißstrafen von jenigen der Ersten Stammer abweichenden Beschluß faßt, so gilt ihr aus deutsch- chinesischen Kaufleuten bestehende Syndikat mit Sig in 8 bis 8 Monaten verurtheilt wurden. Beschluß als Beschluß der Stände Versammlung. Bei Be- Hamburg und Köln zu nennen, in dessen Auftrage der Eisenbahnrathung und Beschlußfassung über die Titel der Einnahme- Ingenieur Gräbers zu Beginn dieses Jahres eine Rekognoszirungs- von Turin vollbracht: an einem einzigen Tage wurden nicht Eine besondere Leistung hat unlängst die Staatsanwaltschaft tapitel des Etats( Ertrag des des Kammerguts und reise durch die Provinz Shantung unternahm, um 1. a. die beste Sonstige Deckungsmittel) steht beiden Kammern gleiches Trace für die Eisenbahn Ting- Tau- Tsinan- Fu festzustellen. Außer weniger als at 3eitungen gerichtlich in Beschlag ges Recht zu. Wenn über die Höhe der Veranschlagung bei den ge- demselben hatte sich unter dem Namen„ Magnaten- Syndikat" eine nomment:" La Stampa" wegen eines harmlosen Artikels;" Il nannten Einnahmen eine Uebereinstimmung beider Kammern nicht Vereinigung von adeligen Herren, darunter Fürst zu Fürstenberg, Pasquino" wegen einer Karikatur zweier französischer Generäle, die zu stande kommt, so verbleibt es bei derjenigen Höhe, bis zu welcher Graf Hendel zu Donnersmard, Baron Tiele- Wincler gebildet. Ein in der Dreyfus- Sache eine unrühmliche Rolle gespielt haben; beide Kammern übereinstimmen. Hinsichtlich der Steuersäge drittes Syndikat deutscher Industrieller wird durch Herrn Emil Birichin", ein im Dialekt geschriebenes Blättchen, wegen einiger und Zuschläge bleibt es für den Fall der Nichtübereinstimmung Selberg in Wien repräsentirt. Die Unterhandlungen zur Herbei- Berſe von dem Lustspieldichter Bietracqua; die Democrazia beider Kammern bei denjenigen Steuersägen und Zuschlägen, welche führung dieser großen Vereinigung sollen zwischen Herrn v. Hanse- Cristiana" wegen eines polemischen Artikels; die„ Voce dell' operaio" bei der betreffenden Steuer für das letzte Jahr der vorhergegangenen mann und Herrn Dr. Scharlach als Vertreter der drei Synditate wegen eines Ausfall gegen die Freimaurer; der„ Grido del Popolo" Finanzperiode verabschiedet worden sind. geführt worden sein. wegen Aufreizung zum Klassenbaß; die Jtalia Reale" wegen eines Nachdem gemäß den vorstehenden Bestimmungen die Ausgaben Es verlautet ferner, daß das Kapital, das für den Bau der Artikels über die legte päpstliche Encyclica, und endlich das und die zu ihrer Deckung erforderlichen Einnahmen des Hauptetats zunächst in Angriff zu nehmenden Bahn zwischen Tsing- Tau und humoristische Blatt" La Luna" wegen einer unzüchtigen Abfestgesetzt sind, wird( wie seither) über den letzteren im ganzen zuerst finan- Fu erforderlich ist, 60 bis 70 Millionen Mart betragen dürfte, in der Zweiten, dann in der Ersten Kammer abgestimmt. Kommt und daß eine weitere erhebliche Summe für die Aufschließung der hierbei ein übereinstimmender Beschluß beider Kammern nicht zu stande, Kohlenninen und sonstiger unterirdischer Schäße der Provinz Shanso werden die bejahenden und die verneinenden Stimmen beider tung in Aussicht genommen ist. Kammern zusammengezählt und nach der Mehrheit sämmtlicher Daß die deutschen Kapitalisten, die nicht wissen, wo überall hin Stimmen wird alsdann der Ständebeschluß abgefaßt. Würde in sie ihr Kapital fruchtbringend anlegen sollen, Vortheil an der Er diefem Falle Stimmengleichheit eintreten, so hat der Präsident der schließung des Hinterlandes von Kiautschou haben würden, war nie Zweiten Kammer die Entscheidung. zweifelhaft, Vortheile für das deutsche Volt sind dagegen noch in teiner Weise hervorgetreten. Am 22. d. Mts. tritt die Erste Kammer zur Berathung der Verfassungsreviston zusammen. Ihre Beschlüsse gehen dann wieder an die Zweite Kammer und wenn es möglich sein solte, eine Einigung zu erzielen, würde die Auflösung des Landtages folgen und Die Neuwahl bes Landtags würde Anfang nächsten Jahres stattfinden, so daß der im Frühjahr zu verabschiedende Etat dem neuen Landtag borgelegt werden könnte. Desterreich. Paris, 17. November. In den Wandelgängen des Kassationshofes ist die allgemeine Ansicht die, daß wahrscheinlich ein Erlaß des Gerichtshofes erscheinen werde, um die Rückkehr des Kapitän s Dreyfus nach Frankreich herbeizuführen, da es thatsächlich unmöglich für den Gerichtshof wäre, fich telegraphisch in Verbindung mit Dreyfus zu erhalten. Die Telegramme würden zu zahlreich und zu kostspielig werden. Andererseits würden die auf telegraphischem Wege übermittelten Antworten des Dreyfus vom gerichtlichen Gesichtspunkte aus teine hinreichenden Garantien für die Authentizität derselben bieten. Sigand Italien. geschrieben: Nicola Barbato, der Organisator der sizilianischen Verurtheilung Nicola Barbato's. Aus Palermo wird Bauern- und Arbeitervereine, und 34 Bauern von Piana dei Greci standen vor einiger Zeit vor der hiesigen Straffammer unter der Anklage der Aufreizung zum Klaffenhaß und der Gesetzesübertretung, weil sie einen aufgelösten Arbeiterverein refonstruirt hatten. Die "' bildung. Rom, 16. November. In der Anarchisten Konferenz wird der Minister des Aeußeren, Canevaro, den Vorsiz führen. Es liegen bereits Separatanträge mehrerer Mächte vor. Zum Vertreter der russischen Regierung auf der Konferenz ist der russische Botschafter in Rom, Nelidow, ernannt worden. Demselben wurde der Oberprofureur des Kaffationsdepartements des Senats Shutchewsky und der Direktor des Polizeidepartements Swoliansky beigegeben. Rom, 17. November. Bei der heutigen Wahl des KammerWien, 16. November. Abgeordnetenhaus. Vor Ueber- präsidenten wurde 3 anardelli mit 190 von 239 abgegebenen Stimmen zum ersten Präsidenten gewählt. 128 Abgeordnete gaben gang zur Tagesordnung theilt Abg. Daszyn31i( Soz.) mit, daß weiße Zettel ab. in vielen deutschen Bezirken Böhmens Sammelbüchsen für den Nußland. Abg. Wolf mit dessen Bildniß aufgestellt feien; in manchen Fabriken würden den Arbeitern vom Wochenlohne Beiträge für Petersburg, 17. November. Der Minister des Innern verbot diese Sammlungen abgezogen. Er führe diese Dinge an zur Er- auf grund des Preßgesezes den Einzelverkauf der„ Nowoje Wremja". gänzung seiner in der letzten Sitzung gegen Wolf gerichteten Abivehr und um die Reklame zu kennzeichnen, welche Wolf für sich Türkei. Aus Kanea meldet das offizielle französische Depeschenbureau: In der Frage der Steuerreform' liegen die Beschlüsse der Ersten Kammer gegenwärtig in der Steuerkommiffion der Zweiten Kammer, die am Donnerstag zusammentritt, so daß das Plenum bald wird darüber befinden tönnen. Bezüglich des sog. Ortsvorsteher Gesezes( Abschaffung der Lebenslänglichkeit betreibe. der Ortsvorsteher) liegen die Beschlüsse der Zweiten Stammer bei der Debatte über die Anlage gegen Badeni. Dazu sprechen Notabeln unter Vorsiz der Vertreter der französischen Behörden zu Das Haus geht dann über zur Tagesordnung: Fortsetzung der In der Provinz Sitia traten die christlichen und muselmanischen Ersten, welche legtere noch nichts in der Frage gethan hat. Man sieht, die letzten Wochen dieses Jahres find für die die Abgg. Berner, 8eller und Dr. Menger, worauf der einer Berathung zusammen. Diese Versammlung legt Beugniß ab schwäbischen Parlamente arbeitsreiche Wochen, das Volt aber, das Präsident die Verhandlung unterbrechen und zur Fortsetzung der Be- von der aufrichtigen Annäherung, die zwischen den Christen und fo lange warten mußte, hat Ursache, endlich einmal definitive Berathung der Nothstandsanträge schreiten will.( Stürmische Protestrufe Muselmanen stattgefunden hat. Die lekteren haben begonnen, ihre schlüsse zu erwarten. und Rufe links: Abstimmen.") Bei der Abstimmung wurde der Dörfer wieder in stand zu setzen. Antrag des Präsidenten mit 154 gegen 152 Stimmen angenommen. Die Auslieferung von Karlsruhe an die Sozialdemokratie Die Abgg. Dr. Funte, Dr. Mayreder und Kaiser protestiren gegen Das italienische Bataillon ist aus Kanea abgezogen. bor Gericht. Es wird uns geschrieben: Konstantinopel, 17. November. Der Minister des Auswärtigen Ein intereſſanter politischer Brozek hat am 15. Nov. in Karlsruhe die Abstimmung. Nach Erledigung einiger Rothstandsanträge wird verständigte die Botschafter der vier Mächte davon, die Pforte habe Prozeß die Sigung gefchloffent. bor dem Schöffengericht seinen Austrag gefunden. Es handelte sich dabei mittels Zirkulardepesche an ihre Vertretungen im Auslande Protest um die Auslieferung der Residenz an die Sozialdemokratie". Be- Ausweisungen österreichischer landwirthschaftlicher und gewerb der Verwaltung der Insel betrauten Oberkommissar der vier Mächte Die Abgg. Dr. Engel und Genossen interpelliren wegen der dagegen eingelegt, daß Prinz Georg von Griechenland zum mit tanntlich hat sich das badische Zentrum unter Führung des intran- licher Arbeiter aus Deutschland. Die Abgg. v. Jaworsti und bestellt sei. figenten Pfarrers Wader geweigert, bei den Stichwahlen der von Genossen interpelliren in derselben Angelegenheit. Die Interpellation der Berliner Zentrumsleitung ausgegebenen Parole: Gegen die Engel ist von den Jungczechen und dem tonservativen GroßgrundAfrika. Sozialdemokratie" Folge zu leisten. Daß hierdurch unser Sieg in besitz, die Interpellation Jaworski von dem polnischen Klub unter wird vom 16. d. M. gemeldet: An einem zum Sultanat Rta heita Ein franzöfifch- italienischer Zwischenfall. Aus Massauah Karlsruhe möglich wurde, wird von niemandem bestritten. Nun brachte das Badische Mliitärvereins- Wochenblatt" in einem Artikel zeichnet. gehörigen Punkte an der Küste hatte der französische Kreuzer die Wuth der Nationalliberalen über den sozialdemokratischen Wahlpräsident Graf Thun beantwortete die Interpellation Spindler staris gelandet. Wien, 17. November. Abgeordnetenhaus. Minister- Scorpion" einen französischen Kommissar mit 6 Matrosen und zwei fieg zum Ausdruck. Als Probe von Stil und Inhalt besagten Artikels betreffend den Borgang, daß in Thurn bei Teplig eine gedruckte italienische Offizier begab sich mit einer halben Kompagnie an Ort und Der die Garnison von Naheita befehligende mögen folgende Zeilen dienen: Hat es vielleicht unser innigftgeliebter, hochverehrter, kern- Prostriptionsliste verbreitet worden sei zum Zwecke der Boykottirung Stelle und verlangte Aufklärungen von dem französischen Stommiffar. deutscher Großherzog verdient, daß ihm eine gewiffenlose, berjenigen Czechen, die um Errichtung einer czechischen Schule Diefer antwortete mit der Behauptung, daß diefer Punkt bereits alles Ehrgefühls bare Gesellschaft mit der in Thurn nachgesucht hatten. Der Ministerpräsident wies auf französischem Gebiete liege, er erklärte sich bereit, mit Auslieferung der badischen Residenzstadt an bedauerliche Nebergreifen des Nationalitätenstreits ben Watrosen an Bord des Scorpion" zurüdzugeben, ließ bie Sozialdemokratie einen solchen Schmerz bereitet; auf bas wirthschaftliche Gebiet hin und sagte die Regie aber die beiden Astaris an Land und theilte ihnen einen seiner feine allbekannte väterliche Huld und sein so oft allen Unterthanen rung, welche diese Bewegung schärfstens berurtheile widme givil- Unterbeamten zu. Der italienische Offizier ließ mm einen ohne Unterschied in so reichem Maße bewiesenes Wohlwollen mit ihr volle Aufmerksamkeit. Es feien die strengsten Weisungen Bug an Ort und Stelle zurild, in der Erwartung, daß der Vorfall so schnödem Undant lohnt? In den Augen Sr. tgl. Hoheit und an die Behörden erlassen und die bezeichnete Druckschrift mit Be- zwischen den beiderseitigen Regierungen, denen sofort Bericht erstattet jedes braven pflichtbewußten Bürgers ist und bleibt ein solches schlag belegt worden. Die Behörden werden alles aufbieten, um wurde, zur Erledigung kommen werde. baterlandslojes Berhalten ein ewiger Schand die jedes humanitäre Empfinden verlegenden, aufs tiefste zu be Auf das Sultanat Rabeita, welches den Ausgang aus dem fled, der auf diesen treulofen, undantbaren lagenden Erscheinungen nationaler Unduldsamkeit thunlichst hintan Rothen Meere beherrscht, hat bekanntlich Rußland sein AugenLandeskindern haftet." zuhalten. Sodann jezte das Haus die Debatte über die Antlage- mert gerichtet. Italien will jedoch sein Protektorat über das Sultanat Daß mit diesen Anrempelungen die Leitung des badischen anträge gegen Babeni fort. nicht bestreiten lassen. Zentrums und zwar speziell a der getroffen werden sollte, darüber Trieft, 15. November. Wegen der im September in Nabrefina Infolge des oben geschilderten Zwischenfalles hat, wie aus bestand kein Zweifel. Wacker wollte dies blos bestätigt haben und erfolgten Ausschreitungen gegen italienische Ar- Paris gemeldet wird, eine Aussprache zwischen dem dortigen provozirte deshalb den verantwortlichen Redakteur des Mil.- W.- Bl," beiter wurden 151 Angeklagte zu Strafen von 20 Tagen Arrest italienischen Botschafter Tornielli und dem Minister des Aeußern Oberst v. Plotz zu einer Erklärung. Anstatt nun„ muthig wie ein bis zu 20 Monaten Kerker verurtheilt. Bier Angeklagte wurden Delcassé stattgefunden. In der Unterredung konnte festgestellt Soldat hervorzutreten", berstedte sich der zeitungsschreibende Oberst freigesprochen. werden, daß beide Mächte entschloffen sind, jede Berwickelung zu hinter nichtssagenden Ausflüchten. Nun nagelte Wacker den Herrn Frankreich. vermeiden und in jenen Gegenden den status quo aufrecht zu erOberst in einer nicht mißverständlichen Erklärung auf den mangelnden Paris, 16. November.( Frantf. 8tg.") As Lodroh noch halten, bis die Frage bezüglich der genauen Abgrenzung der beiderMuth an. Anstatt mun doch zu reagieren, lief der Herr Oberst nicht Minister war, hatte er Gohier zu einem einzelnen Artikel des feitigen Territorien geprüft und zwischen beiden Regierungen zur Redakteur zum Kadi und flagte wegen Beleidigung. Wader jegt verfolaten Buches über die Armee gratulirt. Gestern theilte er Entscheidung gebracht ist. auf bas halten. Amerika. werden sollte. Die Tarifbewegung der Buchdrucker giebt dem Börsenblatt| Gefängniß. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Heine führte aus, Washington, 16. November. Im Kriegsdepartement für den deutschen Buchhandel", dem Organ für die Jutereffen der daß nur wegen der Ueberschrift eine gelinde Bestrafung des Anzeigte sich in den letzten Tagen lebhafte Thätigkeit zur Vorbereitung Berlagsbuchhändler, Anlaß zu ernsten Befürchtungen, daß ihr Profit getlagten erfolgen könne. Der Gerichtshof stand auf dem Boden von Truppen für den überseeischen Dienst; wenigstens haben zehn herabgemindert werden könnte. Das Blatt schreibt: des Staatsanwalts, beließ es aber bei einer Geldstrafe von 150 M. Regimenter regulärer Truppen, die zum größten Theil nach dem Es ist eine sehr beachtenswerthe und höchst merkwürdige That Die ,, Brandstiftungen auf dem Gesundbrummen" werden fubanischen Feldzug in die nordwestlichen Staaten zurückkehrten, ſache, daß von den im Deutschen Buchdruckerverein organisirten heute, Freitag, bas Schwurgericht am Landgericht Berlin I beschäftigen. den Befehl erhalten, sich zum Dienste unter den Tropen bereit zu Prinzipalen die Gehilfen in den nicht diesem Verein angehörenden Auf der Anklagebant haben zu erscheinen: Der Sargfabrikant ReinDruckereien zur Arbeitseinstellung aufgefordert worden sind, wenn Es verlautet, daß ein amerikanisches Geschwader mit ihnen nicht die Entlohnung ihrer Arbeit nach dem seitens des hold Radtke, dessen Ehefrau Hermine Radtke geb. Wenzel und versiegelten Ordres nach Europa abgesegelt sei. Vereins mit dem Gehilfenverbande vereinbarten Tarife bewilligt Brandstiftungen, welche im März und April d. J. in dem beren Neffe Moritz Wenzel. Es handelt sich um die mysteriösen Der Verlagsbuchhandel ist in besonderem Maße an dieser Auf- Hause Badstraße 62/63, wo das unter dem Namen der EheKommission für Arbeiterstatistik. Die Vernehmung von forderung zur Arbeitseinstellung intereſſirt, die im Anschluß Alle drei Angeklagte befinden sich seit April in Untersuchungshaft. frau geführte Radtke'sche Geschäft sich befand, vorgekommen sind. Auskunftspersonen aus dem Gast- und Schantwirthschafts- Betriebe an die Bildung von Innungen und Zwangsinnungen den wesent Der letzte der Brände fand am 16. April statt, nachdem Radtke schon begann heute im Reichsamt des Junern. Heut waren Prinzipale lichen Zwed zu verfolgen scheint, den Buchdruckereien in der Pro- verhaftet worden war. Es stellte sich dabei heraus, daß die Hinterund Kellner aus der Hotelbranche und einige Köche geladen. Bei bing, in Städten und Gegenden mit billigeren Lebensverhältnissen treppe bis in das dritte Stockwert hinein mit Petroleum den Vernehmungen wurden die Thatsachen über Dauer der Arbeits- die Konkurrenz mit den Buchdruckereien in der großen Stadt zu beg offen waren und daher abermals Brandstiftung vorlag. Der zeit, welche durch die statistischen Erhebungen im Jahre 1893 ermittelt erschweren, wenn nicht unmöglich zu machen. Für den Verlags- Kellner Wenzel wurde sofort in Haft genommen, da Fußspuren, auf wurden, bestätigt. Die schlimmsten Verhältnisse bezüglich der buchhandel wird, wenn es dem Verein gelingt, seine Ziele zu die die Füße des Wenzel genau paßten, bis vor sein Bett führten. Arbeitszeit wurden aus den Mittelstädten der östlichen Provinzen erreichen, eine allgemeine Erhöhung der Produktionskosten die Folge Er hat dann ein Geständniß dahin abgelegt, daß er zu dieser Brandfestgestellt. In den kleinen und mittleren Hotels in jener Gegend fein." ist der Oberkellner des Hotels nebenbei Buffetier und Servirkellner Es wird dann im Anschluß hieran der Aufruf des„ Ostdeutschenlegung von seiner Tante angeſtiftet worden sei. Die Polizei sollte in dem mit dem Hotel verbundenen Restaurant. Dieser gehezte Anzeigers für Buchdruckereien" abgedruckt, der sich mit derselben dadurch, daß trotz der Verhaftung des Radtke die Brandstiftungen fortMensch hat die ganze Verantwortung für die Getränke und muß heftigteit gegen die Tarifeinführung wendet, wie der Aufruf der der wirkliche Thäter sei. Dieses Geständniß, bei dem Wenzel auch dauerten, zu dem Glauben veranlaßt werden, daß Radtke gar nicht deshalb der erste und legte im Geschäft sein. Da der Hoteldienst vor theinisch- westfälischen Buchdruckereibesizer, und schließlich wird auch verblieben ist, hatte auch die Verhaftung der Frau Radtke zur Abfahrt der ersten Züge beginnt und erst nach Ankunft der der Protestkundgebung der vereinigten Vorstände des Vereins legten Züge ſchließt, so liegt oft zwischen Beginn und Schluß der Buchdruckereibefizer der Provinzen Ost- und Westpreußen Folge. Legtere mußte, weil bei ihr hysterische Krämpfe auftraten, kommt noch, daß oft Stammgäste auch dann das Lokal noch nicht wir uns schon beschäftigt, es erübrigt sich, darauf zurückzukommen. Rechtsanwälte Dr. Werthauer, Leop. Meyer und Heymann des Hoteldienstes ein Zeitraum von 19 bis 20 Stunden. Dazu mit den Kundgebungen der erwähnten Prinzipalvereinigungen haben sie ist dann aber wieder in das Untersuchungsgefängniß zurückeinige zeitlang zur Beobachtung in eine Anstalt überführt werden, verlassen, wenn der lezte Zug angekommen ist und folglich muß der Die Bemerkung des Börsenblattes zum Tarif der deutschen Buch- führen. Da etwa erzig Zeugen geladen sind, wird die Berhandder die Buffetier- Oberkellner auch im Dienste bleiben. Die Frage: Wie lange Ruhezeit den Kellnern bewilligt werden druder ist geeignet, die Thatsacheit geradezu auf den Kopf zu stellen. führen. Da etwa erzig Bengen geladen sind, wird die Berhandkann und muß, wurde von den Unternehmern einstimmig mit„ fieben Der Tarif der deutschen Buchdrucker berücksichtigt voll die lokalen lung zwei Tage dauern. Stunden" beantwortet. Nach Ansicht der Unternehmer muß also Berhältnisse und ist den billigeren Lebensverhältnissen in der der Kellner täglich 17 Stunden arbeiten, wenn das Geschäft be- Provinz weitgehende weitgehende Rechnung getragen, so daß keine stehen soll. jolide Konkurrenz Schaden erleiden kann. Allerdings, die Lehte Nachrichten und Depelchen. Herstellungsart unserer modernen Schundliteratur, die Massenauflage der Hintertreppen- Romane wird eine Preissteigerung erfahren, denn diese Artikel sind es, die heute vielfach mit Hilfe von Lehrlingen in Werkstätten angefertigt werden, in welchen äußerst schlechte Löhne und miserable Arbeitsverhältnisse herrschten. Wenn diesen Dingen ein Ende bereitet wird, so mag der Profit aus solchen Unternehmungen in Gefahr kommen, die Schundkonkurrenz und die Schundliteratur in eine etwas bedrängte Position gerathen, dagegen dürfte das Publikum in diesem Falle teinen Nachtheil erleiden. Daß aber das Börsenblatt" für die erwähnten Interessenkreise im Buchdruck gewerbe und Verlagsgeschäft Partei nimmt, kennzeichnet seinen geschäftlichen Standpunkt recht trefflich. Die Kellner fordern selbstverständlich eine längere Ruhezeit. Auf die Anfrage: ob die Betheiligten aus eigener Wahrnehmung eine Schädigung der Gesundheit beobachtet haben, wurde fast mur eine verneinende Antwort gegeben. Es mag dieses daran liegen, daß der Schwindsüchtige selten selbst an seine Krankheit glaubt. Mancher Kellner mag schon den Todesteim in sich tragen und noch immer glauben, er ist ganz gesund. Der Prinzipal und der Mitarbeiter mag den Kranten für einen faulen und unfähigen Menschen halten, bis er schließlich auf die Landstraße und dann ins Hospital kommt. Die offiziellen Krankheits- und Sterbelisten berichten dann über die hohe Krankheits- und Sterblichkeitsziffer, ohne daß die Wirthe und die Kellner tranke Kellner gesehen haben. Einstimmig waren Wirth und Kellner in der Verurtheilung des Stellenwuchers. In dieser. Richtung wurden speziell aus Süddeutschland ganz frasse Fälle mitgetheilt. U. a. wurde ein Fall aus München vorgetragen, wo ein Stellenvermittler einen Oberfellner aus seiner Stelle vertrieben hat, und dann 400 m. dem Kellner abgenommen hat, den er an der freigewordenen Stelle unter brachte. " Ausland. Neiffe, 17. November.( W. T. B.) Die„ Neisser Zeitung" meldet: In Oppeln ist ein Hängegerüst an dem Neubau der höheren Töchterschule herabgestürzt. Elf Personen wurden verletzt, von denen bereits zwei ihren Verlegungen erlegen sind. " " 1 Hamburg, 17. November.( W. T. B.) Jufolge dichten Nebels ereigneten sich gestern und während der letzten Nacht sowie heute Vormittag auf der unteren Elbe mehrere Schiffsunfälle. Der englische Dampfer Bode", von Norfolt nach Hamburg beſtimmt, gerieth auf Grund, sodaß das vollbeladene Schiff während der Ebbe durchbrach. Die Mannschaft wurde ger.tet und nach Gurhaven gebracht. Man hofft einen Theil der Lading retten zu können. Ein weiterer Unfall passirte dem englischen Dampfer Columbia", der bei Blankenese mit einem Hamburger Dampfer zusammenstieß und bedeutenden Schaden erlitt. Die Buchbinderei- Arbeiter in Pilsen sind vor kurzem in eine Bewegung zur Besserung ihrer Arbeitsverhältnisse eingetreten. Hamburg, 17. November.( B. H.) Der Dampfer Bede", der Sie forderten den Neunstundentag statt der bisherigen schrankenlosen von Norfolk mit Stückgut nach Altona bestimmt war, ist bei Arbeitszeit, Einhaltung der Sonntagsruhe, doppelte Bezahlung der Kurhaven gestrandet und mitten durchgebrochen. Der Schleppdampfer Ueberstunden, die auf ein Minimum beschränkt werden sollen, 15 pet. Athlet" versuchte einen Theil der Ladung zu löschen. Die MannAuch die Köche hatten mancherlei Klagen vorzutragen. Schon Lohnerhöhung, Freigabe des 1. Mai. Die Forderungen wurden schaft ist gerettet. die Arbeitsräume, in denen diese Leute angeſtrengt arbeiten müssen, Meistern vorgelegt und innerhalb vierzehn Tagen Antwort verlangt. Dampfer" German" ist heute Vormittag mit dem aus Hull kommenden Hamburg, 17. November.( B. H.) Der aus Kapstadt kommende noch der Koch täglich 14-16 Stunden arbeiten muß, ohne einen Nach Ablauf dieser Frist gab der Genossenschaftsvorsteher den Ge- Dampfer Korso" auf der Unterelbe follidirt. Der letztere saut ſoRuhetag zu haben, dann wird es begreiflich, wenn sich allerlei hilfen die Beschlüsse der Meister bekannt. Sie bewilligten die zehn fort, die Mannschaft wurde gerettet. Berufstrankheiten einstellen. In der Kochbranche wird auch mit der stündige Arbeitszeit, Arbeitsruhe am 1. Mai, doppelte Bezahlung bei Hamburg, 17. November.( W. T. V.) Von weiteren UnLehrlingszüchterei mancher Unfug getrieben. Es wurde mitgetheilt, eventueller Feiertagsarbeit, Beschränkung der Ueberstunden, halb- glidsfällen infolge des Rebels wird noch berichtet: Der engdaß bis vor kurzer Zeit in einem großen Berliner Hotel 24 Lehr- wurde abgelehnt. Die Arbeiter haben sich mit diesem Zugeständnisse später ohne Schaden wieder flott gemacht und konnte seine Lehrtägige Arbeitsruhe am letzten Tage des Jahres. Die Lohnerhöhung liſche Dampfer Oopac" fam auf Grund, wurde jedoch linge gehalten wurden. Jeder Lehrling mußte 500 M. Lehrgeld zahlen. So wußte der spekulative Wirth es einzurichten, daß seine befriedigt erklärt. Reise fortsegen. Der englische Dampfer" German" von der Union Küche ein sehr rentables Unternehmen war. Wie viele dieser Lehr- Aus der Schweiz. In der Züricher Seidenfärberei Steamship Co. stieß bei der Ofte mit dem englischen Dampfer, Corso" linge" für ihr hohes Lehrgeld auch etwas gelernt haben, kann nicht von Meier erreichten die Arbeiter nach einem 3½stündigen zusammen. Letzterer sant,„ German" erlitt keine Beschädigung. Die festgestellt werden. Streik, der durch die Maßregelung eines Arbeiters verursacht war, Lohnerhöhungen von 1-1,50 Fr. pro Woche für Handlanger und von 1-2,50 Fr. für Färber, ferner Anerkennung der Gewerkschaft und Wahl eines Arbeiterausschusses durch die Arbeiter. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " in dieser Frage definitive Auskunft. Dentiches Reich. doll Soziales. Gerichts- Beifung. V Passagiere und die Mannschaft der„ Corso" wurden gerettet. Ganz in der Nähe dieser Unfallstelle rannten der englische Schooner Dampfer Holderneß" zusammen. Die„ Sultana Reina" sant. Ihre Sultana Reina" und der von Hamburg kommende englische Mannschaft wurde von der Holderneß", welche wenig Schaden ge litten hatte, gerettet. Wien, 17. November.( W. T. B.) Das Abgeordnetenhaus lehnte den Antrag auf Versetzung Badeni's in den Anklagezustand mit 193 gegen 174 Stimmen ab. Achtung, Droschkenfutscher! Die Kutscher bei dem FuhrHerrn Kurth, Cuvrystraße 20, sind seit dem 16. d. M. in den Streit getreten. Die Betreffenden haben an diesem Tage, weil ihnen der Fuhrherr den Lohn auf 1,50 m. nicht erhöhen wollte, sämmtlich deutschen Zuckerraffinerie in Frellstedt verlegten Arbeiter- Risiko. Von den bei der Explosion in der NordWien, 17. November.( W. T. B.) Jm Abgeordnetenhause, wo die Arbeit eingestellt. Der Unterzeichnete richtet an die übrigen 23 Arbeitern sind jetzt zwei gestorben, ein dritter liegt die Anklage- Anträge zur Debatte standen, erklärte Kathrein( fath. Kollegen die Bitte, die Streifenden moralisch zu unterstützen, indem hoffnungslos darnieder. niemand Stellung beim Fuhrherrn Kurth annehme. Ferner werden Volksp.), daß seine Partei die Ministerantlage als zwedlos fallen lassen die Kutscher ersucht, recht rege an den Sammlungen zum Agitations- leute verschüttet. Nur 2 konnten bis jetzt gerettet werden. Der demokrat Hoeger erklärt, die Majorität möge stimmen, wie sie In der Grube Felig bei Mons in Belgien wurden 5 Berg- werde, man wolle die Vergangenheit ruhen lassen. Sozialfonds theilzunehmen. J. A.: H. Schulz, Neue Hochstraße 50. Gang, wo die Verunglückten arbeiteten, ist durch niedergegangene wolle, die Abstimmung trage vor dem Volte den Stempel des Schachers Bom Zentralverband der Handels, Transport und Fels- und Kohlenmassen auf etwa 30 Meter Länge gesperrt. Nach Es folgt nun eine Reihe von thatsächlichen Berichtigungen, darunter Verkehrsarbeiter Deutschlands erhalten wir folgende Buschrift: Ansicht der Ingenieure bedarf es noch mehrtägiger Räumungs- eine solche des Abg. Wolf gegen Daszinsky( Soz.). Wolf In der Nr. 268 des Vorwärts" ist ein Aufruf an die im arbeiten, um zu den drei Verschütteten zu gelangen. Jede Hoffnung, führt Handels, Transports und Verkehrsgewerbe beschäftigten Arbeiter daß diese noch leben, ist ausgeschlossen. it aus, daß die in Deutschen eingeleiteten eng gett nicht für seine persönlichen Zwecke, sondern für das Blatt enthalten, in welchem gesagt wird, der zu Weihnachten nach „ Ostdeutsche Rundschau" dienten. Abg. Wolf erklärt auf EhrenKaffel einberufene Kongreß oben benannter Arbeiterkategorien wort, die Sanmmlungen seien ganz ohne sein Wissen und fei von privater Seite erfolgt. Wir fonstatiren hiermit seinen Willen geschehen. Gegenüber dem Abg. Wolf betont Abg. ausdrücklich, daß die Einberufung jenes Kongresses im AufDaszynsky, es sei thatsächlich für die Person Wolfs trage der für diesen Beruf bestehenden Zentralorganisation ,, Ein verhanener Brüsewit". Unter dieser Spigmarte er gesammelt worden. Redner zeigt unter Heiterfeit erfolgt ist, d. h. Genosse Hoffmann Berlin von dieser Seite mit chien am 30. März dieses Jahres im Vorwärts" ein Artikel, in eine Sammelbüchse vor und verliest einen Aufruf, in der Einberufung beauftragt war. Wir bitten deshalb die Partei- welchem ein Abenteuer geschildert wurde, welches dem Lieutenant welchem es heißt, es solle Wolf für den ihm durch Ausübung seines presse und Vorsitzenden der Gewerkschaftskartelle, davon Notiz von Oppeln Bronikowski begegnet war. Es wurde er- Mandats erwachsenden Entgang Ersatz geboten werden. Das Haus nehmen zu wollen, daß die Einberufung des Berufskongresses der zählt, daß der Genannte am 28. März von seiner Garnisons- lehnte sodann den Anklage- Antrag der Deutsch- Nationalen und Handels-, Transport- und Verkehrsarbeiter zum 25. Dezember dieses stadt Desjau nach Bernburg gefahren sei, um sich zu ver- der Schönerianer gegen den Grafen Badeni mit 193 gegen Jahres zu Recht erfolgt ist. In zweifelhaften Fällen giebt die General- guügen. In der Nacht zum 29. März habe er, nach reichlichem 174 Stimmen ab. Nächste Sigung Dienstag. kommission der zentralisirten Gewerkschaften Deutschlands in Hamburg ein Haus aufgesucht, in welchem er, nach der ihm zu Theil ge- des Reichs- Kriegsministers v. Krieghammer, betreffend das Henge Beingenuß auch der Venus opfern wollen und gegen 3 Uhr morgens Budapest, 17. November.( B. H.) Infolge des Korpsbefehls Henziwordenen Auskunft seinen Zweck würde erreichen können. Der Denkmal ist die Situation sehr fritisch geworden. Die heutige Die Lohukommiffion der Müller und Mühlenarbeiter in auf sein Lärmen und Klopfen geöffnet wurde, sei ihm 14 vorgemerkten oppositionellen Rednern haben sich bis Nachmittag Lieutenant habe an einer unrechten Thür Einlaß begehrt, als ihm Abgeordnetenhaus- Sizung nahm einen stürmischen Verlauf. Von Halle hat den Unternehmern eine Lohnforderung zugesandt, die eine das Verlangen stellt, den Stundenlohn auf 30 Pf. zu erhöhen, wobei Frage, ob dort Damen wohnten, chrbare Frau entgegengetreten, die ihm auf seine 3 Uhr bereits fünf in äußerst heftigen Ausführungen gegen den der Tagesverdienst der Mühlenarbeiter nicht unter 3 M. und der der erkennen gegeben habe, daß er an eine falsche Adresse ge- Erklärungen ab. Troydem dauerte der Sturm fort. Der Präsident in deutlicher Weise zu Kriegsminister gewandt. Banffy und Fejervary gaben beschwichtigende Müller nicht unter 3,50 M. betragen soll. rathen sei. Der Offizier wollte sich nicht abweisen lassen, drohte wiederholt, den Platz zu verlassen. Die Opposition will beZur Lohnbewegung der Berglente. Die Versammlung der sondern machte nun der ehrbaren Frau unfittliche Anträge. Die antragen, alle Urtheile, nach denen 1849 Battyany und andere Bergarbeiter in Dortmund, die am Sonntag stattfinden sollte, Frau habe ihn gebührend abgewiesen und vor ihm ausgespuckt. Märtyrer hingerichtet wurden, zu annulliren. um in diesem starken Bergwerksrevier gleichfalls die Stimmung der Darauf habe der Offizier ihr einen Schlag gegen den Kopf Paris, 17. November.( B. H.) Der Advokat Labori, der heute Bergleute zum Ausdruck kommen zu lassen, ist abermals vereitelt. verjeßt. Die Mißhandelte habe ihren Mann gerufen, der barfuß die Erlaubniß erhalten hat, mit Bicquart zu fonferiren, hat demDer Wirth des Lokals, welches für die Versammlung ausersehen und nur halbbekleidet aus dem Nebenzimmer herausgestürzt sei und selben heute Nachmittag im Gefängniß einen Besuch abgestattet. war, hatte seine Zufage zurückgezogen und den zahlreich erschienenenwort darauf sei ein Fauftschlag gewesen, den der Offizier gegen den Bureau" aus Peting vom heutigen Tage meldet, wird die ZurückOffizier gefragt habe, was er von seiner Frau wolle. Die Ant- London, 17. November.( W. T. B.) Wie das„ Renter'sche Versammlungsbesuchern den Eintritt in das Lokal verweigert. In Krefeld befinden sich die Winderinnen bei der Firma beide Männer mit einander gerungen, der Arbeiter sei Sieger ge- fortgesett. Kopf des Mannes, des Arbeiter Junge, richtete. Nun hätten ziehung der Truppen Kangsu's aus der Nachbarschaft von Peking Düffelberg Söhne seit Montag im Ausstand. Die Ausständigen blieben, habe den Offizier böse zugerichtet und ihm den Degen fort- Rom, 17. November.( W. T. B.) Die Kammer wählte zu verlangen eine Lohnerhöhung von 15 pet. Da ihnen vor kurzem in gleicher Höhe ein Abzug gemacht wurde, so beanspruchen sie nur genommen. Vizepräsidenten Balberti mit 236, Chinaglia mit 234 und de Rijeis den alten Lohn. Diese Darstellung des Sachverhalts soll der Wahrheit nicht ent- mit 180 Stimmen. Zwischen Colombo, welcher 107, und Mussi, sprechen und ist deshalb gegen den Redakteur des Vorwärts", welcher 87 Stimmen erhielt, findet Stichwahl statt. August Jacobey, Anklage wegen Beleidigung erhoben worden, Portemonth, 17. Nov.( W. T. B.) Das größte der bisher gebauten die gestern vor der vierten Straffammer des Landgerichts I. ver- englischen Ramm- Kriegsschiffe, der" Formidable", wurde heute hier handelt wurde. verlegung des Offiziers vom Landgericht Bernburg zu 4 Monaten schen Flaggen geschmückt, die ineinander geschlungen waren. Der Der Arbeiter Junge ist bereits wegen Körper- von Stapel gelassen. Die Tribüne war mit englischen und amerikaniGefängniß verurtheilt worden. " Formidable" hat ein Deplacement von 15 000 Tonnen und soll eine Der Zeuge v. Oppeln Bronikowsti bestritt, daß er Geschwindigkeit von 18 Knoten haben. der Frau Junge unfittliche Anträge gemacht habe. Er habe mur Malta, 17. November.( W. T. B.) Nachdem im südlichen wenige Worte mit ihr gewechselt, da sei auch schon ihr Mann Mittelmeer eine Abkühlung in der Temperatur eingetreten ist, wird aus der Nebenstube gekommen und habe mit einem Knüppel der Kaiser die Heinreise auf dem direkten Wege über Pola anauf ihn eingeschlagen. Bei dem darauf folgenden Ringen habe er treten. sich einen Fuß gebrochen und sei dadurch kampfunfähig geworden. Während er unter dem Gegner auf dem Boden lag, habe ihm jemand es müsse die Frau gewesen sein den Degen los geschnallt. Ein anderer Hausbewohner habe ihm den Degen nach einiger Zeit wieder zurüdgegeben Die Lohnbewegung der Mannheimer Schuhmacher hat einen recht unliebsamen Abschluß gefunden. Die Meister haben in einer Versammlung den von ihren Vertretern mit den Arbeitern vereinbarten Tarif abgelehnt und unter Fortlassung der geringen Aufbesserungen, die der vereinbarte Tarif bot, einen neuen auf gestellt, der eher eine Verschlechterung des bisherigen Zustandes beBeutet. Die Arbeiter haben diesen Tarif abgelehnt und werden wahrscheinlich zu geeigneter Beit auf ihre Forderungen zurücktommen. " In Bamberg haben die Brauerei- Arbeiter im Frankenbräu die Arbeit eingestellt, bezw. 12 Arbeiter sind, weil sie einen höheren Shanghai, 17. November.( Meldung des„ Reuter'schen Bureaus.") Lohn verlangten, entlassen worden. Damit nicht genug, hat sich die wie ein Telegramm des„ Echo de Chine" meldet, ist Kwei- Tschaufu Direktion mit Einverständniß des Braumeisters noch bemüßigt geam oberen Jang- the- tiang von den Aufständischen angegriffen und fühlt, an die Brauereiverwaltungen sämmtlicher umliegenden Städte geplündert und das dortige katholische Missionsgebäude niedergebrannt wie Erlangen, Fürth, Nürnberg, Kulmbach, Schweinfurt 2c. zu worden. Einzelheiten fehlen. schreiben und zu ersuchen, teinen von den Ausständigen einstellen zu Staatsanwalt Blaschke hielt für erwiesen, daß der Artikel Yokohama, 17. November. wollen, da diese frivol die Arbeit niedergelegt hätten. ( Meldung des„ Renter'schen Auch der in mehreren Punkten von der Wahrheit abweiche, schon die Bureaus".) Nach einem Telegramm aus Soul hat die koreanische Obermälzer ist entlassen worden, weil er die Lohnforderung seiner Ueberschrift Ein verhauener Brüsewig" fei ebenso unzutreffend wie Regierung Anordnungen erlassen, dem Handel seitens der Ausländer Kollegen als berechtigt fand. du sniti? beleidigend. Er beantrage gegen den Angeklagten drei Monate im Innern der Halbinsel ein Ende zu machen. Verantwortlicher Redakteur: Wilhelm Schröder, Halensee. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 270. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 18. November 1898. der Grenzbeamten dahin laute, erst zu schießen, wenn der Verdächtige lichsten dar. Warum sollen wir diese Einnahmen mit AktiengesellPartei- Nachrichten. fich zur Flucht wendet, und daß die Frau dies gethan habe. schaften theilen, damit die Aktionäre statt 3½ 12 oder 13 pCt. heraus" " Kommunales. 102 1000 01 Stadtverordneten Versammlung. 32. Gigung vom Donnerstag, den 17. November, nachmittags 5 Uhr. Der Stadtv. Vogtherr zeigt Urlaub auf sechs Monate an. Auf der Tagesordnung steht zunächst die dritte Lesung des Entwurfs eines Vertrages mit den Berliner Elettri 10 Unter dem Titel ,, Märkische Rundschau" geben Redaktion und Verlag der Brandenburger Zeitung" ein Blatt heraus, das nach Art der Wahlzeitung", die während der Reichstagswahl für den Regierungsbezirk Potsdam erschien, redigirt sein wird und vorläufig monatlich einmal erscheinen soll. Die Probe- zitätswerten. nummer der Märkischen Rundschau" ist bereits erschienen. Wie die Redaktion mittheilt, hat die Wahlzeitung" seinerzeit so viel Anlang gefunden, daß die Einstellung ihres Erscheinens in vielen Familien als ein Mangel empfunden wurde. Der Sozialdemokratische Wahlverein in Hannover be fchäftigte sich mit der Frage der Betheiligung an den Gemeinde wahlen. Obgleich die noch aus dem Jahre 1858 stammende, auf alt hannoversche Zustände berechnete Städte Ordnung der erfolg reichen Betheiligung der Arbeiter an der Wahl die allergrößten Schwierigkeiten bereitet- beispielsweise sei erwähnt, daß zur Erlangung des Wahlrechts ein Opfer von 30 M. nöthig ist beschloß der Verein doch, daß der Versuch gemacht werden soll, Vertreter der Arbeiter in das Bürgervorsteher Kollegium zu bekommen. Eine Kommission wurde gewählt, die einer späteren Versammlung bestimmte Vorschläge zu machen hat. Beschlossen wurde weiter, daß mit aller Energie auf die Beseitigung der jetzigen Städte- Ordnung hingewirkt werden soll. = Selbständige Betheiligung an der Stadtverordnetenwahl beschlossen auch die Parteigenoffen von Lemgo in Lippe- Detmold. Sie haben für die dritte Klasse 5 Kandidaten aufgestellt. Bei der Gemeinderathswahl in Apolda wurde unser Partei genosse August Baudert mit 1471 Stimmen gewählt. Die übrigen sozialdemokratischen Kandidaten erhielten 161-564 Stimmen, die Kandidaten der Gegner 999-1774. erklärt Wie wo man Die Notiz sei offenbar auf eine Verhegung der unteren Volls- iwirthschaften? Wo liegt denn das moralische Anrecht dieser Aktionäre Bum Stuttgarter Parteitage nahm eine Parteiversammlung flaffen abgesehen gewesen. Der Amtsanwalt beant.agte das höchste auf die Ausbeutung der städtischen Straßen und Pläße gerade durch sie? in Darmstadt durch Annahme einer von Cramer bor Strafmaß, 6 Wochen Haft; das Schöffengericht hielt aber den Aber außerdem darf nicht vergessen werden, daß man mit diesem geschlagenen Resolution ivie folgt Stellung: Die Parteiversammlung erklärt sich im allgemeinen mit den Wir haben versucht, zu erforschen, wo in der Notiz der Hand giebt. Verstopfen Sie diese Einnahmequellen, so müssen wir Vertrage wieder ein Stück der Selbstverwaltung der Stadt aus der Die Parteiversammlung erklärt sich im allgemeinen mit den" groben Unfug" mit 50 m. für genügend gefühnt. 191 Beschlüssen des Parteitages einverstanden, bedauert mur, daß bezüg- Boltsstimme" eine Belästigung des Publikums steden tönnte, demnächst über 100 pet. Einkommensteuer nehmen und Sie müssen lich der Frage der Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen ohne welche der§ 360 selbst nach seiner neuzeitlichen Aus dann an den Minister gehen, um den Etat genehmigen zu lassen. eine, die Genossen in Preußen anfeuernde Entscheidung nicht statt- legung unserer Auffassung nach schlechterdings nicht angewandt Das sollten Sie doch zehnmal bedenken, ehe Sie zu gunsten einer gefunden hat. Bezüglich der Frage der Taktik theilt die Versammlung werden darf. Aber unsere Mühe war vergebens. Sie Ansicht jener Genoffen und Genoffinnen nicht, welche der Meinung fonnte sich durch die Notiz die großtapitalistische Bresse fühlen, gegen teit). Lachen ist kein Argument; dadurch beweist man nichts. Getränkt Aktiengesellschaft diesen Schritt thun.( Sehr richtig! und Heiterfind, daß sich in der Partei ein verderblicher Possibilismus breit die fich die Notiz ja richtet, aber die großkapitalistische Presse ist tein Diese Gründe veranlassen mich, die Ablehnung des§ 1 mache. Die Bethätigung in praktischen, das Alltagsleben der unter- Bublikum. Ferner konnten an der Notiz die österreichischen Grenz- zu beantragen. drückten Klassen berührenden Fragen ist für die Partei eine Lebens- beamten Aergerniß nehmen, aber diese sind ebenfalls tein Publikum. macht, daß auch die Bürgerschaft in dieser Sache ein Wort mitWir haben nun unsererseits geltend ge frage, und gerade für die Herbeiführung unserer Endziele eine Noth- Kurz, wie wir die Sache auch betrachten mögen, es scheint uns, als zureden habe, und sie hat gesprochen. In den häuslichen Streit wendigkeit. Je stärker und einflußreicher die Partei wird, desto wenn das Urtheil des Magdeburger Schöffengerichts alle Urtheile, der liberalen Herren hier im Saale mit ihren Gesinnungsgenossen mehr hat sich ihr die Nothwendigkeit aufgedrängt, und soweit die die bisher auf grund des§ 360 von deutschen Gerichten gefällt in den Bezirksvereinen will ich mich nicht mischen, aber interessant Agitation der letzten Jahre kontrollirbar war, ist eine nemmens worden sind, noch weit hinter sich ließe. werthe Veranlassung zu der Befürchtung nicht gegeben, als sei eine bono- Groben Unfug" soll auch die Erfurter Tribüne" eigenen Ueberzeugung stellt und sich von der Bürgerschaft nicht be ist es doch, daß man sich hier plöglich auf den Standpunkt der Berwässerung in der Partei hinsichtlich des Hervorkehrens unserer begangen haben. Sie hatte in mehreren Nummern die Notiz ver- einflussen lassen will; charakteristisch ist es, festzustellen, daß Endziele eingetreten. Diese Möglichkeit muß deshalb schon für öffentlicht: Die Büchner'sche Brauerei steht mit der flaffenbewußten überall da, wo die öffentliche Meinung sich mit der Sache ausgeschlossen betrachtet werden, weil unsere Gegner uns stets zu Arbeiterschaft Erfurts auf dem Kriegsfuß." Der verantwortliche beschäftigt hat, in Versammlungen, der Auseinandersetzung unserer Endziele provoziren, hinsichtlich Redakteur Rudolph wurde vom Schöffengericht zu einer Woche Presse, die Entscheidung der Bürgerschaft gegen den Vertrag in Vereinen, in der welcher bei geschulten Genossen keine Zweideutigkeit denkbar ist. Haft verurtheilt und das Landgericht bestätigte dieses Erkenntniß. ausgefallen ist. Warum sind Sie von der Mehrheit denn nicht in Wer sich über unsere Ziele tlar ist, findet auch im praktischen Kampfe Beide Gerichte betrachteten die intriminirte Notiz als eine Boykott Ihre Vereine gegangen, wenn Sie von der Nützlichkeit des Ver stets den richtigen Weg, der, bestimmt durch den Gang der Ent- Erklärung. wickelung, zu unserm Endziel führen muß. Die Versammlung trages so durchaus überzeugt sind? Können Sie mir eine Stelle empfiehlt daher Festhalten an der bisher geübten und bewährten our do aus der öffentlichen Meinung sagen, den Vertrag Tattit, und fordert die Genossen auf, in diesem Kampfe nicht zu empfohlen hätte? Keine! Und die Presse mit einer einzigen unerlahmen und den altbewährten Opfermuth bei allen ferneren minuna rühmlichen Ausnahme, der Freisimmigen Zeitung", ist derselben Attionen der Partei zu erneuern." Meinung.( Stadtv. Spinola: Gott bewahre!) Herr Kollege, Ihr Leiborgan, die" Post", ist auch für die Uebernahme!( Große Heiterfeit.) Der Nachweis etwa, daß die Leitung der Wasserwerke unzulänglich ist und die Stadt Berlin davon zurücktreten müsse, ist von keiner Seite erbracht. Wohl aber ist die Presse einig in dem Berlangen, daß die Stadt es ihrer Würde und dem Intereffe der Gesammtheit schuldig ist, die Werke zu übernehmen. Da steht stellen den Stadtvv. Deter, Dinje, Rosenow, Singer, unstein und früheren Ministers Zu demselben hat die Minderheit, vertreten durch die antrag voran die" Soziale Praris", die jetzt unter der Aegide des b. Berlepsch erscheint, desgleichen die Vogtherr die in der zweiten Lesung abgelehnten Anträge fast jämmt Wochenschrift Die Nation", und sogar das Lieblingsorgan lich wieder eingebracht, außerdem liegt ein neuer Antrag derselben unserer sogenannten guten Bürgerschaft, dem doch keine Stadtverordneten vor, den Vertrag nur bis 1910( statt bis 1915) zu Interessengemeinschaft mit der Sozialdemokratie zugeschrieben erstrecken. werden wird, die Vossische Zeitung", bringt noch gestern einen sehr In der mit der Debatte über§ 1 berbundenen Generaldiskussion gediegenen Artikel für die Nebernahme.( Zwischenrufe.) Ja, auf den Standpunkt, daß jedesmal das Gegentheil von dem gethan werden Stadtv. Kyllmann namens seiner Freunde, auch in dritter muß, was die öffentliche Meinung will, werden Sie sich Lesung für diesen heilsamen und segensreichen Vertrag votiren zu doch nicht stellen wollen. Und schließlich wird durch den Verwollen. Es werde ja damit kein Monopol geschaffen, vielmehr trag die Stadt einem Kapitalistenting ausgeliefert. Wenn auch bleibe jedem Interessenten überlassen, sich selbst sein Elektrizitäts- die Fusion Löwe Schuckert gescheitert ist, so ist sie blos anzulegen. Ferner tönne bei Zustandekommen des für den Augenblick gescheitert, weil man fich über bie Vertrages die Ausdehnung des Kabelnetes sofort erfolgen und in Vertheilung des Gewinnes nicht verständigen konnte! Ist der Verallen Straßen des Weichbildes erzwungen werden. Die trag abgeschlossen, so werden die Fusionirungsbestrebungen nach wie Elektrizitätsmesser- Miethe falle fort; eine Verbilligung des Tarifs vor auftreten, man wird sich verständigen, und wir stehen vor der müsse bei mehr als 12/2 pet. Dividende eintreten. Die Berliner Gefahr, daß wir im Anfang des nächsten Jahrhunderts vollständig Glektrizitätswerte hätten sich ferner verpflichten müssen, das Werk an durch diese vereinigten Stapitalmächte lahmgelegt werden in der und Pläge. Das wollen der Oberspree zu erwerben. Auch erlange die Stadt durch den Verfügung über unsere Straßen Vertrag eine wesentlich billigere Beleuchtung ihrer Straßen wir verhüten, und darum find wir. gegen die An= und Gebäude. Ein Risiko irgendwelcher Art dagegen entstehe nahme aus des Vertrages. die Sache ausfallen mag, dem Vertrage für die Stadt nicht. bin Daß die Werke ich überzeugt, daj wir mit die Verwaltung besser führen würden, als die Stadt, sei zweifellos; besser die unserer Auffassung als Verantwortung tragen werden, diejenigen, die Gesellschaft erstrede ihren Wirkungskreis über die ganze Welt welche, sei es aus Bequemlichkeits. oder Zaghaftigkeitsrücksichten und bringe der Berliner Industrie ungemeinen Verdienst. Mit der oder aus anderen Gründen heute einen Vertrag schließen, welcher Gegen den früheren Kassirer des deutschen Bergarbeiter Annahme des Vertrages werde dieser zum Vortheil der Deutschen, die Selbständigkeit der Stadt Berlin auf diesem hochwichtigen Verbandes, den im Effener Meineidsprozeß mit verurtheilten Berg- zum unbestreitbaren großen Vortheil der Berliner Industrie ge- wirthschaftlichen Gebiet ein für allemal vernichtet!( Beifall und mann Johannes Meyer, war ein Verfahren wegen angeblicher reichende Zustand für eine lange Zeitdauer erhalten und gewähr- Widerspruch.) Unterschlagung von 1200 m. anhängig. Wie bürgerliche Blätter leistet werden. Stadtv. Cassel: Auch ich bin nicht in der Lage, Ihnen heute ich bin ni thelden, ist nach eingehender Untersuchung das Verfahren jest end- Stadtb. Singer: Fast hatte es den Anschein, als ob die wesentlich Neues zu bieten. Namens der überwiegenden Mehrheit giltig eingestellt worden, da sich die völlige Unschuld Ausführungen des Vorreduers in ein Hoch auf die Allgemeine meiner Freunde( der großen Fraktion der Linken) erkläre ich nochMeyer's herausgestellt hat. Das Boltsblatt für den Wahlkreis Elektrizitäts- Gesellschaft ausklingen würden( Heiterkeit). Nach den mals, daß wir keineswegs prinzipielle Gegner der llebernahme find; Bochum" bemerkt zu dieser erfreulichen Nachricht: Es war für uns thatsächlichen Verhältnissen liegt fein Grund vor, diese Gesellschaft die vorliegende Frage ist daher für uns nur eine Zwedmäßigkeits von vornherein klar, daß das Verfahren gegen Meyer einen solchen als den sozialen Wohlthäter Berlins hinzustellen. Die ihr nachfrage. Würden wir der Meinung sein, durch Ablehnung des Vers Ausgang nehmen mußte. Genosse Meyer ist wohl der Schwer- gerühmten Borzüge beweisen alles, nur nicht die Unmöglichkeit, daß trages den Interessen der Stadt zu dienen, so würden wir ihn geprüfteste von all' den Opfern des Meineidsprozesses, Weib und die Stadt ebenso handeln kann. Die entgegengesezte Meinung wird ablehnen. Aber bei dem gegenwärtigen Stande der ElektroKind sind ihm während seiner Strafzeit gestorben. Die Kunde von nur von Leuten aufgestellt, die nicht wollen, daß die Stadt technik und das elektrotechnischen Betriebes würden wir der Einstellung des Verfahrens wird ihn, der seelisch ganz gebrochen die Werke in eigene Regie nehme. Gegenüber den erwähnten mit der Ablehnung den Interessen der Stadt entgegens ist, hoffentlich wieder aufrichten. Seine Strafzeit läuft im Monat Vortheilen muß doch auf die Thatsache verwiesen werden, handeln. Wir pflichten in diesem Puntte dem Kollegen Kylmann April nächsten Jahres ab." daß diefelben fast durchweg durch die Gegner des Ver- bei. Infolge neuerer Erfindungen bezüglich des Stromsystems In München feierte am 15. November der alte Barteigenoffe trages und gegen den Willen der Gesellschaft in den Vertrag hin haben die Kabel der Gesellschaft heute einen viel geringeren Werth Alois Kiefer das Jubiläum seiner 50 jährigen Thätigkeit im eingebracht sind.( Widerspruch.) In einer Stunde, wo ein Monopol als noch vor einem halben Jahre. Dieser Umstand verändert das Buchdruckergewerbe. Die Münchner Post" widmete dem Jubilar für alle Beit an eine private Attiengesellschaft weggegeben werden Bild der Uebernahme der Werke durch die Stadt durcheinen überaus herzlich gehaltenen, längeren Artikel, aus welchem soll, muß noch einmal scharf hervorgehoben werden, was gegen das aus. Von einer Bankrotterklärung der Selbstverwaltung mitgetheilt sei, daß Kiefer u. a. Redakteur und Herausgeber des Monopol spricht. Ich bin nicht ruhmsüchtig, aber ich gestehe offen, kann nicht die Nede fein. Diejenigen Stadtverordneten, ersten selbständigen Organs der Münchner Arbeiterschaft, des im ich möchte, auch wenn ich nicht mehr in der Versammlung bin, daß die auf dem Standpunkt des Vertrages stehen, stehen, fönnent Jahre 1873 von den Gewerkschaften unter Mitwirkung der Sozial- mein und meiner Freunde Namen unter denen zu finden sind, die sich an der Versicherung gewisser Leute, daß sie fähiger seien als sie, demokratie gegründeten Zeitgeists" gewesen ist. Wegen seiner den Vorzug verdienen, daß sie nicht turzsichtig einen Vortheil doch nicht genügen lassen. Nicht an diesen Personen und deren kleinThätigkeit für die Arbeiterinteressen hat auch Kiefer manches Un- für die Stadt und für die Gesammtheit der Bürger aus der licher Auffassung, sondern an den der städtischen Bethätigung ges gemach so eine 41/2 monatige Gefängnißstrafe erdulden Hand gegeben haben. Wir halten es für unangemessen für die zogenen Grenzen liegt es, wenn man sich nicht zur Uebernahme entmüssen. Möge ihm, der seine Kraft allzeit den Emanzipations- Stadt, die Straßen und Plätze für eine Abgabe dem Privatkapital schließen kann. Dem Standpunkt des Herrn Singer muß ich bestrebungen der Arbeiter gewidmet hat, ein langer freundlicher auszuliefern. Indem wir den Berliner Elektrizitätswerten die Ein- entgegenhalten, daß Herr Bebel auf dem vorjährigen Lebensabend beschieden sein! führung ihrer Stabel bis 1915 gestatten, geben wir ihnen ein Monopol Parteitage der Sozialdemokraten erklärt hat, die Weberzur Krafterzeugung für Beleuchtung und Verkehr. Wenn Herr Kyll- nahme bon Bartei Zeitungen fei ein mißliches Unter-Der Parteigenofie Vogtherr in Berlin hat die Auf- fich Blockstationen einrichten fönnen, so wird die Entwickelung dahin spruch und Zwischenrufe.) Ja, ich weiß ja, daß das alles gesagt ist. mann bestreitet, daß ein Monopol gegeben wird, weil andere Leute nehmen, und ohne Profit rauche tein Schornstein.( Lebhafter Widerforderung erhalten, bis nächsten Sonnabend im Gefängniß zu führen, daß die Gesellschaft auch diese letzten Konkurrenten mit Beziehung auf den heutigen Staat und die heutige GesellschaftsBlößensee die sechsmonatige Freiheitsstrafe anzutreten, die ihm vom mattiegt, daß sie durch billige Lieferung das Mittel finden wird, das ordnung, aber diese besteht doch nun einmal, und es ist immer das Magdeburger Landgericht zuerkannt worden ist, weil er nach dessen Eindringen in ihr Monopol wirksam zu verhindern, zumal wenn die tertium comparationis, daß die lebernahme durch offizielle StorpoAnsicht in einer Rede in Magdeburg eine Majestäts- und Minister Majoritätsverhältnisse in dieser Versammlung dieselben bleiben wie rationen weniger einen Gewinn gewährleistet als die Ausführung Beleidigung begangen hat. Möge Genosse Vogtherr die lange jetzt. Ferner müssen wir zu verhüten suchen, daß mit diesem Ver- durch Private. Aus den Worten des Herrn Singer in zweiter Freiheits- Entziehung gut überstehen! trage unseren eigenen Gasanstalten eine unerträgliche Konkurrenz Lesung geht außerdem aufs bestimmteste hervor, daß Herr gemacht wird. Gerade vom faufmännischen Standpunkt sollte doch Singer der erste sein würde, der Anträge auf Verbilligung Dieses Argument bei den Freunden des Vertrages Eindruck machen; stellen würde.( Sehr richtig! und demonstrativer Beifall der Mehrder einfache Verstand des Kaufmanns tann es nicht begreifen, heit.) Wo würden denn da die großen Einnahmen und die Aufwie man sich selbst einen schwer oder garnicht zu besiegenden besserung des Einnahme- Etats bleiben? Hauptsächlich aber bestimmt Konkurrenten schaffen kann. Wenn wir ferner nicht jezt diese Werke uns, die Uebernahme abzulehnen, der Zuschlag von 531/8 pct., den Daß die verbrecherische Wahnsinnsthat in Genf die Entrüftung übernehmen, sondern sie bis 1915 weggeben, werden wir nie zur wir jetzt über den Werth der Werke geben müssen. Diese fünfzehn und den Schmerz eines jeden fühlenden Menschen erregen muß, ist lebernahme kommen. Die Vergrößerung des Unternehmens tann Millionen zu amortisiren, würde jährlich eine Million vorweg selbstverständlich. Es passirt aber auch sonst noch genug, das durch die Stadt im Laufe der Entwickelung der Verhältnisse auch ausmachen, und schon das stellt sehr in Frage, ebenso sehr geeignet ist, die allgemeine Entrüstung zu erregen. wohl geleistet werden; aber wenn die Stadt das Unternehmen schon überhaupt einen Reingewinn machen würden.( Sehr richtig!) Man lese: jezt bei 12 Millionen Sapital nicht soll leiten können, wird man sich Eine so große Summe aus dem städtischen Vermögen zu opfern, Ein österreichischer Grenzaufseher erschoß an der sächsisch- 1915, wenn es mit 25 oder 30 Millionen arbeitet, um so halten wir uns nicht für berechtigt. Daß hier ein Monopol verliehen böhmischen Grenze eine sechzigjährige Frau aus Schönau in schwerer zur Uebernahme entschließen. Ein klassischer Zeuge dafür wird, ist thatsächlich unrichtig, weil kein Interessent gehindert Böhmen, die Kaffee und Petroleum durchzuschmuggeln ver- ist unser Sollege Jacobi, jetzt einer der eifrigsten Förderer des Ver- ist, sich feine eigene elektrische Straftquelle einzurichten, wenn suchte. trages; der hat 1895, als es sich um die Einsetzung der gemischten er das Straßennetz nicht in Anspruch nimmt. Liefert die Eine arme alte Greifin, die, um einige Pfennige zu sparen, Deputation handelte, ganz ähnlich deduzirt.( Stadtv. Jacobi: Gesellschaft auch diesen Interessenten ihren Bedarf so zweckmäßig ein Pfündchen Kaffee über die Grenze schmuggeln will, wird erschossen. Sehr richtig!) Dann kann ich nur bedauern, daß seine Ueberzeugung und billig, daß sie auf eigene Anlagen verzichten, so kann Natürlich hat der Beamte nach seiner Instruktion gehandelt, aber heute der damaligen so diametral entgegengesezt ist. Unsere Stadt man doch erst recht nicht von einem Monopol sprechen; ob gefeylich" oder nicht, es handelt sich auch hier um eine alte Frau, steht vor der Nothwendigkeit, entweder mehr Steuern zu fordern auch nicht aus dem Grunde, daß die Straßenbahn ihren Bedarf von die ohne Grund getödtet worden ist. Und dafür hat die bürger- oder ihre Einnahmen sonst zu erhöhen. Es ist offenes Geheimniß, den Berliner Elektrizitätswerken beziehen soll. Der„ Zwift" in der liche Presse, die sich in jenem Fall vor Entrüstung nicht genug daß unsere Kollegen in der Armendirektion darüber einig sind, daß liberalen Partei, das entgegenstehende Urtheil unserer Presse, welche thun fonnte, vier Beilen, die furz die Thatsache registrirten. Werke: die Armengeldfäße von heute unzulänglich sind und dringend Herr Singer gegen uns anführt, können hier nicht in betracht Das unglüdliche Opfer in Genf ist eine Staijerin; das unglückliche einer Erhöhung bedürfen. Geschieht sie, dann schwillt der fommen. Der Streit besteht, sollte aber nicht nach der Seite perOpfer an der sächsisch böhmischen Grenze ist eine arme Frau Armenetat bedeutend an, und wir haben hiervon allein 1-2 Millionen sönlicher Angriffe vertieft werden, wie denn auch die„ Vossische aus dem Volke. Dort ist der Mörder ein Wahnsinniger, ein Mehrausgaben. Weiter herrscht in der Chariteeverwaltung die Auf Beitung" heute Abend sich ausdrücklich zum Anwalt für die Uebervon einer firen Idee Beherrschter; hier hat ein Beamter kalt fassung, daß die Vergütung für die städtischen Kranken zu niedrig zeugungstreue und die Ehrlichkeit der Gesinnung der Vertragsfreunde und ruhig nach seiner Instruktion gehandelt. Ist diese That ist und auf Erhöhung gedrungen werden wird. Also auch hier wird macht. Wir legen auch den höchsten Werth auf die Aeußerungen nicht mindestens ebenso hart zu verurtheilen wie jene? Aber der Ausgabeetat wachsen. Desgleichen aber wird für die Schule und der Bürgerschaft, mag fie uns zustimmen oder nicht; handeln können wie gejagt: vier Zeilen hat die großkapitalistische bürgerliche für soziale Zwede mehr aufgewendet werden müssen, denn wir aber nur nach unserer Ueberzeugung; nach dem Eindruck in der Preffe dafür, denn diese That läßt sich nicht zur Unterdrückung, die heutige Sterilität gegenüber sozialen Aufgaben der Mehrheit der Bürgerschaft können wir nicht abstimmen. Plebiszite Knebelung und Ausbeutung des Volkes fruttifiziren. Das ist der Stadt wird doch hoffentlich nicht für alle Zeit andauern. haben wir ja doch nicht, und der Eindruck hängt doch auch sehr Unterschied!" Wie kommen wir ohne Erhöhung der Steuern zu den nothwendigen von dem Eifer ab, den Einzelne in der Bürgerschaft für ihre Ans In dieser Notiz erblickte die Anklagebehörde einen groben Un- Einnahmen? Da bieten sich doch die Einnahmequellen aus dem schauungen entwideln. Die Bürgerschaft wird uns hoffentlich nicht fug der schlimmsten Art, weil verschwiegen sei, daß die Instruktion Eigenthum der Stadt an den Straßen und Pläzen als die natür- nach dieser Abstimmung für abgethane Leute halten und uns zum " Polizeiliches, Gerichtliches c. " Der verantwortliche Redakteur der Magdeburger Boltsstimme", Genosse Pistorius, wurde vom Schöffengericht daselbst wegen groben Unfugs" zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt. Er hatte folgende Notiz veröffentlicht: „ Eine Greisin erschossen. finden, daß auch die Bürgerschaft sich geirrt hat; die Bürgerschaft erhöhen. 10 au ergebent, eventuelt biefelbe auf 106 de Bu 313 So ehrt das Proletariat seine Todten. Nicht nur die, welche an hervorragender Stelle kämpften und deren Namen für alle Zeiten im Buch der Geschichte eingetragen find, bleiben den Proletarier herzen unvergeßlich; mit gleicher Liebe und Pietät gedenkt die Arbeiterschaft auch derer, die, unbemerkt von der großen Oeffentlichteit, im kleinen Kreise für die Idee des Sozialismus wirkend, als Opfer treuer Pflichterfüllung gefallen find. ubing alten Eisen werfen; wer sich hier irrt, fann sich nicht damit ab- 1 gabe von 10 pet. zu erheben, eventuell diefelbe auf 162/3 pet. zu| Grabstätte noch auf weitere 20 Jahre zu erhalten. Als am Mittwo wird ihn gerade an seine Verantwortlichkeit erinnern. Wir haben der Jahrestag von Winters' Tode wiederkehrte, pilgerte eine Stadtv. Rosenow befürtvortet den Antrag. ein Leben hindurch für die Grundsätze des Freisinns gearbeitet, und Diskussion wird derselbe abgelehnt. Ohne weitere Deputation, bestehend aus Parteigenossen aller Berliner Wahlkreise, mit uns stimmen Männer wie Birchow und Langerhans!( Großer nach dem Charitee- Kirchhof und legte am Grabe Winters' Beifall und Zischen.) Zu§ 26( Betheiligung der Stadt am Reingewinn) giebt Stadtv. einen prächtigen Kranz nieder, der auf rother Schleife Caffel namens seiner Freunde die Erklärung ab, daß für sie die die Inschrift enthielt: enthielt:„ Gewidmet von den Parteigenossen Stadtv. Det er ist durch die heutigen Gegenreden in seiner Normirung der 50 pet. eine definitive ist, und daß teine Aussicht Berlins zum Andenken an den im Kampfe gefallenen Genossen". Eine Verstadtlichung liege ja sei, daß der Vertrag zu stande kommt, wenn die Gesellschaft auf die Die kleine Schaar erprobter Parteigenoffen, welche an dem trüben prinzipiell fchon in der Betheiligung der Stadt mitder Hälfte des 50 pet. nicht eingeht( Heiterkeit). Reingewinns. Wie man den Monopolcharakter immer noch in AbSpätherbstmorgen die Grabstätte des dahingerafften Kämpfers umStadtv. Singer beantragt einen neuen§ 29a, wonach die stand, in der feierlichen Stille des Friedhofes jener Zeit gedenkend, rede stellen könne, sei ihm unerfindlich. Ein großes Geschäft lasse Berliner Elektrizitätswerte zur Erhöhung ihres Attientapitals über wo die maßlose Verfolgungswuth unserer Gegner unfagbares Elend fich viel leichter leiten, wenn man in dasselbe hineinwachse, als wenn 20 Millionen der Genehmigung des Magistrats bedürfen sollen, über so viele Familien treuer Stompfgenoffen gebracht hat, gelobte man es erst übernehme, wenn es schon gewaltige Dimensionen er Die Genehmigung darf nicht versagt werden, wenn die Roth- sich im stillen: Was auch die Zukunft unserer Partei an Berlangt habe. Daß der Aufschlag zu zahlen sei, habe man doch beim wendigkeit der Kapitalserhöhung nur zu Betriebszweden nach folgung und Bedrüdung bringen möge treu zu unserer Abschluß des Vertrages gewußt; wie sollte man sich vor dieser Summe gewiesen wird. von 15 Millionen fürchten? Die Bemängelung, die seine zahlen fürchtung, die Berliner Elektrizitäts- Werte würden neue Attien zu die grauen Rebel der Reaktion fiegreich zerriffen hat. Der Antragsteller führt aus, daß die Be- Fahne zu stehen, bis die Sonne der Freiheit und Gerechtigkeit mäßige Darstellung in der zweiten Lesung durch den Stadtv. Jacobi höherem Kurse als pari ausgeben, um als pari ausgeben, um die Herabdrückung Nachdem diese stille Gedenkfeier beendet war, statteten die Theilerfahren, sucht Redner dann in eingehender Weise zu entfräften. ihres Reingewinns auszugleichen, nicht abgewiesen werden könne. nehmer dem in der Seestraße liegenden Friedhof einen Besuch ab, wo " Noch in letter Stunde" beschwört er die Versammlung, den Vertrag Die Stadt müsse gegen diesen kapitalistischen Zusammenschluß der unter einem gemeinsamen Hügel die waderen drei Genossen La ch= zu verwerfen. Banken und Attiengesellschaften geschüßt werden. Die Erhöhung bis mann, Nauen und Hensel schlummern, welche am Stabto. Rosenow tritt den Schlußausführungen des Stadtv. 20 Millionen sei freigegeben; der Zusatz werde jede Gefahr einer 28. Januar 1887, als sie in Erfüllung einer Parteipflicht ihren Weg Caffel entgegen. Er habe die Erregung nicht in die Bürgerschaft Beeinträchtigung im Betriebe beseitigen. Aber der Agiotage müsse über das Eis des Spandauer Schifffahrtskanals nehmen wollten, einhineingetragen. Jezt sei der günstige Zeitpunkt zur Ueber vorgebeugt werden, wenn die Stadt nicht selbst sich der Begünstigung brachen und in der falten Fluth ihr Leben enden mußten. nahme; später habe die Stadt bei der Uebernahme auch des Börsenspiels mitschuldig machen wolle. das Oberspree Werk übernehmen, und Berlin habe Der Antrag wird abgelehnt, desgl. ein Antrag zu§ 30, wonach doch als Kommune gar kein Intereffe, für Potsdam oder Spandau die Stadt die Grundstü de eventuell zum Buchwerth übernehmen Elektrizität zu liefern. Der Schreckschuß, den Kollege Caffel abge- fann, wenn sie sich im übrigen für den Tagwerth entscheidet. feuert mit der Kabelentwerthung, sei nicht tragisch zu nehmen; trok Der Rest des Vertragsentwurfs wird genehmigt, desgleichen der der Entwickelung der Starkstromsysteme reichten die vorhandenen Vertrag zwischen der Algemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft und den Kabel aus. Der städtische Betrieb der Gaswerte werfe der Stadt Berliner Elektrizitäts- Werten. jezt 4/2 Millionen Millionen ab; die Wasserwerke habe man Zu den Lieferungsbedingungen" liegt schließlich ein Antrag aus dem Privat in den städtischen Betrieb übergeführt. Ueber- Singer vor, die Rabatte und Extrarabatte für Stromverbrauch zu unternehmerthum sehr geärgert darüber ist, daß bei den Schon fürzlich haben wir berichtet, wie das ordnungsstüzende nehme die Stadt die Werke, so habe sie nur eine Stromerzeugungs- verallgemeinern. Es soll der Rabatt bei mehr als 300( statt 800) letzten Gewerbegerichts- wahlen wiederum eine Anzahl ſtelle und das jei eine ungeheuer einfache Sache; im übrigen habe Stunden 5 pet. und für jährlichen Verbrauch von über 1000( statt Sozialdemokraten zu Arbeitgeber- Beifißern gewählt worden die Privatindustrie mit den Motoren, Birnen, Dynamos u. 1. w. 10 000) Mr. 5 pot. betragen.ichen ( Widerspruch) nach wie vor freie Bahn. Mit dem Verzicht über die Stadtv. Singer hofft, daß bei diesem Antrag die Versammlung hauptet, daß die Unternehmer, welche ihre Interessen am besten durch find. Es wurde von den Ordnungsmännern ins Blaue hinein bes freie Verfügung über die Straßen werde natürlich auch ein Stück nicht die bisherige Bragis befolgen wird, ihn einfach im Orkus verbie Wahl von sozialdemokratisch gesinnten Beisigern gewahrt glaubten, Selbstverwaltung geopfert. Der Vertrag werde zum Unheil für die schwinden zu laffen. Es handle sich hier um eine Anregung zu und ebenso die Männer ihres Vertrauens, eigentlich gar keine Arbeitgeber Stadt ausschlagen. gunsten des Kleingewerbes und des Mittelstandes, die nicht wirkungslos im Sinne des Gesezes wären, so daß die Sozialdemokraten ganz zu unStadtb. Gerstenberg erinnert daran, daß die Mehrheit verhallen sollte. Die Rabatte sollten nicht blos den Großkonsumenten recht zu dem Ehrenamt eines Gewerbegerichts- Beisigers gekommen seien. f. 8. den Anstoß gab, daß der Stein ins Rollen fam. bewilligt werden, wie es hier geschehe. Der Mittelstand habe Diese vagen Behaupti gen müssen von einer Anzahl staatsstügender Für den Umschwung der Auffassung müßte fie also doch ohnehin schwer genug unter der Stonkurrenz des Großbetriebes zu unternehmer für baare Münze genommen worden sein, denn es ist überzeugende Gründe haben, und diese lägen für sie in der leiden. Von 4000 Abnehmern hätten nur 43 für je über wirklich im 41. Wahlbezirk gegen die erfolgte Wahl unserer beiden Unfähigkeit der Stadt zur Führung des Unternehmens und 20 000 m. gebraucht. Auch mittlere, schon ziemlich große Firmen Parteigenoffen Protest eingelegt worden. Dieser Tage wurden die in der Anschauung, daß es keineswegs unmöglich sein werde, fämen bei einem Jahreskonsum von 8000-9000 m. nicht zu dem beiden in betracht kommenden Arbeitgeber vom Vorsteher des 1915 die Werke, und dann ohne Aufschlag, zu übernehmen. Man Genusse des Extrarabatts. Habe man den Einheitspreis um 5 Pf. städtischen Wahlbureaus vernommen. Nun scheint es, daß in dem Protest könne doch nicht gleichzeitig auf den großen Gewinn verweisen und herabgesezt, so werde hier mit der andern Hand durch die uns die merkwürdigsten Behauptungen aufgestellt worden sind, denn der für große Verbilligungen des Tarifs eintreten. Die Steigerung günstigere Fassung der Rabattbedingungen dieser Vortheil theil Wahlvorsteher zeigte sich nicht wenig erstaunt, als die beiden Sünder des Ausgabe Etats presje geradezu gegen die Uebernahme. weise wieder beseitigt. Ebenso liege es mit dem Nabatt für die in der ruhigen Darlegung ihrer Verhältnisse bekundeten, daß sie seit Thatsächlich sei die städtische Verwaltung nicht im stande, Kilowattstunde. das Unternehmen zu leiten; man dürfe doch nicht jemand, Jahren nicht nur Gewerbesteuern bezahlt, sondern auf eigene Rech nung auch ständig mehrere Gesellen beschäftigt haben. Wie ungeder nicht schwimmen tönne, ins Wasser werfen. nügend die Protestler informirt waren, geht aus dem Umstande Stadtv. Friedemann motivirt turz seine ablehnende Stellung gegen den Vertrag. hervor, daß sie von einem Bautischlermeister, der also seine Arbeiten nothwendig außerhalb des Hauses verrichten muß, behauptet hatten, er habe entgegen den sicherheitspolizeilichen Vorschriften feine Werk ftatt in der Küche seiner Frau aufgeschlagen! Bei fünftigen Protesterhebungen sollten unsere Gegner doch vorsichtiger sein. bon doptiomokales. dipl Der erste Motorwagen der deutschen Reichspost ist jetzt in Dienst gestellt worden, nachdem seine Einführung schon zum 1. Sepe tember b. J. festgesezt gewesen war. Der Bruch eines Maschinentheils am Motor vereitelte damals die Einstellung. Der Schaden ist jezt behoben und der Wagen verkehrt täglich von morgens 8 Uhr bis mittags gegen 1 Uhr vom Lehrter Bahnhof nach Moabit( Postamt in der Beusselstraße). Der Schriftsteller Gustav Meyer, der seit einem MenschenBürgermeister Kirschner: Die Tarife find schon jetzt die niedrigsten in ganz Deutschland, und im Ausschusse sind noch weitere Herabfegungen beschlossen. Der Antrag würde einen Ausfall von 700 000 M. bedeuten.( Bewegung.) Die Ausführungen Darauf geht ein Schlußantrag ein. Gemeldet ist noch Stadtv. des Stadtv. Singer ständen in gewissem Gegensatz zu der früheren Singer. Derfelbe beantragt über den Schlußantrag nament Bemerkung, daß die Elektrizität nicht das Licht der armen Leute Ii che Abstimmung. Dieser Antrag Singer wird genügend unter- sei. Die Konsumenten von Elektrizität hätten durchschnittlich jährlich stüßt. Der Antragsteller Meyer zieht darauf seinen Schlußantrag 1250 M. zu zahlen, da könne man von Kleingewerbe und Mittel zurück. stand kann noch sprechen. Dem freiwilligen Erziehungsbeirathe für schulentlassene Stadtv. Singer: Nicht weil ich noch eine Rede halten wollte, Stadto. Singer: Ich habe davon, daß das elektrische Licht Waisen sind die Rechte einer juristischen Person verliehen worden. bin ich gegen den Schluß der Debatte aufgetreten, sondern um nicht das Licht der armen Leute sei, in diesem Zusammenhange gar- Die Delegirtenwahlen zur Orts- Krankenkasse der bei AnHerrn Cassel, der meine Partei ganz unmotivirt in die Sache nicht gesprochen, vielmehr schon vorher darauf hingewiesen, daß die wälten, Gerichtsvollziehern c. beschäftigten Personen haben hineingezogen hat, die gebührende Antwort zu geben. Dem Kollegen Anträge auf Verbilligung gerade von der Mehrheit als den Ver- am 13. d. M. in den Arminhallen" stattgefunden. Uns wird über Gerstenberg antworte ich nur: Wenn damit, daß jemand erklärt, er treterit des Mittelstandes gestellt werden, während die Arbeiter den Ausfall der Wahlen geschrieben: In der Abtheilung der Antönne zur Zeit noch nicht schwimmen, ein für allemal ausgesprochen die elektrische Beleuchtung noch nicht haben. Ich will den Mittel- walts- Arbeitnehmer, deren Delegirte in der Generalversammlung sein soll, daß er nicht schwimmen lernen darf( Stürmische Heiterkeit), stand mit meinem Antrag schüßen( Lärm und Gelächter) es ist den Ausschlag geben, fiegte die Liste des Zentralvereins der dann soll er recht haben. Man tann eben ein sehr guter Schul- boch merkwürdig, daß ich den Mittelstand schützen will burch einen Bureau- Angestellten Deutschlands" mit 93 Stimmen gegen 74, welche mann, aber ein recht mäßiger Kaufmann sein.( Bustimmung und Antrag, der ihm 700 000 m. bringt, und Sie wollen ihn schützen durch die gegnerischen Kandidaten auf sich vereinigten. Bei den AnWiderspruch.) Früher hat Herr Jacobi- und das habe ich festlegen Lachen.( Heiterkeit.) Da kann der Wittelstand sehen, wo für ihn der beffere geftelten der Gerichtsvollzieher unterlag der Zentralverein inwollen in lebereinstimmung mit uns ausgeführt, daß die Gründe Schutz fizt. Die Leute mit 1200 W. Elektrizitätskonfum jährlich sind folge der geringen Wahlbetheiligung mit 2 gegen 3 Stimmen, gegen die Uebernahme im Jahre 1915 in noch viel höherem Maße die mittleren Gewerbetreibenden unserer Stadt, die im während die von den Krankenkassen- Beamten aufgestellten Delegirten, vorhanden sein würden. Herr Caffel hält uns das Streben schweren Konkurrenzkampf gegen das Großkapital diese Unkosten von denen ein größerer Theil der Organisation angehört, erfreulichernach Verbilligung der Tarife entgegen; er vergißt, daß die vielleicht auf Kosten der Ernährung ihrer Familie( Unruhe) weise glänzend durchdrangen. Der Ausfall der Wahlen bedeutet eine Berbilligung einen sehr erhöhten Konsum und damit mehr als tragen, weil sie sie tragen müssen, um einigermaßen bestehen zu ellatante Niederlage des jezigen Kassenvorstandes, dessen Verhalten die Ausgleichung des Verlustes herbeiführt. Ich nehme gerade an, tönnen. Hier steckt einer der wundesten Punkte des Vertrages; es namentlich kranken Mitgliedern gegenüber den berechtigten Unwillen daß Sie nach der Uebernahme der Werke die Anträge auf Ver- ist eine ungerechtigkeit sondergleichen, unter 10 000 M. garnicht, bei der Kollegenschaft hervorgerufen hat. billigung stellen werden( Unruhe und Schlußrufe.); denn die 10 000 m. aber sofort 500 W. Rabatt zu gewähren. Verlegnug des Weihnachtsmarktes. Infolge Ausführung Arbeiter haben keinen Bedarf an elektrischen Anlagen, Die Anträge werden abgelehnt. In namentlicher Abstimmung von Schmuckanlagen auf dem Promenadenwege der Großen Frank die Intereffenten dafür sind die Wähler erster und zweiter gelangt der Vertrag definitiv mit 66 Abtheilung, welche gegen furterstraße( Frankfurter Linden") kann der Weihnachtsmarkt dort Sie in diesen Saal geschickt haben. 51 Stimmen zur Annahme. nicht abgehalten werden. Auf eine Petition des Berliner Markt( Wiederholte Schlußrufe). Wäre es denn ein Verbrechen, wenn auch Nach Erledigung giveier weiterer Vorlagen, die aber von unter- vereins für Gewerbe und Industrie", ist von den zuständigen Befelbft wir die Verbilligung beantragten? Käme die Verbilligung geordneter Bedeutung sind, schließt die Sigung gegen 3/410 Uhr. hörden genehmigt worden, daß der diesjährige Weihnachtsmarkt in der nicht den Bürgern zu gute und sind das nicht auch Steuerzahler? Gneisenaustraße im Südwesten der Stadt, vor dem Halle'schen Thore, Diefe Furcht vor der Verbilligung trifft also nicht zu. Wenn Herr abgehalten wird. 793 Caffel meine Auffassung durch die gitirung einer Aeußerung meines Freundes Bebel widerlegen will, so bin ich der Loyalität des Kollegen Caffel so durchdrungen, daß ich annehme, ihm ist der Zusammenhang, in dem die Worte von Bebel gesprochen Zur Lokalliste. Das Lokal von G. Hübner, Chausseestr. 118, find, weder jetzt noch früher bekannt gewesen. Denn warum sind steht der Arbeiterschaft zu allen Bersammlungen zur Verfügung. wir in der Partei zunächst für die Deckung der Bedürfnisse Die Lolallommission. auf dem Gebiete der Literatur 2C. noch für Privatunternehmungen? Nicht weil wir uns fürchten vor eigenen Einem Opfer des Sozialistengesetzes, dem am 16. NoUnternehmungen, sondern weil wir nicht wünschen, daß unsere Mittel bember 1887 verstorbenen Genoffen Winters widmeten die Parteiin Häusern zc. angelegt werden, weil wir wünschen müssen, daß genossen von Berlin am Mittwoch ein Zeichen der Erinnerung. Wir unsere Mittel liquide bleiben, damit wir bleiben, damit wir bleiben, was wir wollen bei dieser Gelegenheit den Vorgang, dem Winters Leben find, eine Aktions-, eine Kampfpartei, weil wir kein Vertrauen zum Opfer fiel, ins Gedächtniß der Parteigenossen zurückrufen. haben können, daß wir mit demselben Maße wie andere Es war unter der Herrschaft des Sozialistengesetzes Barteien auch ferner gemessen werden! Das Wort vom 15. Juli 1887, als diensteifrige Spiel ausgetundschaftet hatten, rauchenden Schornstein ist im Zusammenhang damit gebraucht worden, daß am Abend des genannten Tages mehrere Cozialdemokraten Der Raubmörder Wegener scheint endlich doch ergriffen zu daß ein Privatunternehmer etwas verdienen muß, weil er sonst in dem Geschäftslokal der Genossenschaft Berliner Schneider in der sein. Amtlich wird gemeldet: Nach einem bei dem hiesigen Polizei die Zeitung nicht drucken würde.( Aha!) Ja, spricht denn das Lothringerstraße zu einer Besprechung zusammenkommen würden. präfidium eingegangenen Telegramm ist der wegen Naubmordes irgendwie gegen unsere prinzipielle Stellung? Herr Caffel In der Meinung, es handle fich um eine Sigung des sozialdemo- fteckbrieflich verfolgte Steindrucker Albert Wegener im städtischen kennt auch das öffentliche Leben viel zu gut, um nicht zu wiffen, fratischen Bentralfomitees von Berlin, ließ die Polizei das Lokal rantenhause zu Beiß, wohin er von der Zuckerfabrit in daß eine solche scheinbare Nachweisung eines Widerspruchs durch verkleidete Beamte beobachten. Als in der Nacht neun Partei- Stößen eingeliefert worden war, ermittelt worden. Wegner hatte von seinen Freunden braußen mit Jubel begrüßt wird, während genoffen, Bertreter aller Berliner Wahlkreise, das Haus verließen, fich in der Zentralherberge in Lützen Papiere auf Sie dieselbe Ausführlichkeit der Entgegnung zu verhindern suchen. wurden fie verhaftet und, nachdem sie vier Monate in Unter Namen Hermann Seiffert verschafft und ist unter diesem ( Lärm.) Habe ich mir das Wort nicht erft erzwingen müffen? Herr fuchungshaft gefeffen, am 12. November vor Gericht gestellt Ramen auch in das Krankenhaus eingeliefert. Bei einer genauen Cassel hat lediglich in Ermangelung fachlicher Gründe diesen Schein- unter der Anklage, an einer geheimen Verbindung theilgenommen ärztlichen Untersuchung sind alle in der Beschreibung des Wegener grund borgebracht!( Unruhe.) und verbotene Schriften verbreitet zu haben. Die Verhandlung wurde angegebenen Merkmale vorgefunden, auch ist er nach der Photographie Damit schließt die Debatte. Nach persönlichen Bemerkungen der damals vertagt( in einem späteren Termin find die Angeklagten refognoszirt worden. Stadtb. Caffel und Gerstenberg wird§1 in nament- berurtheilt worden) und es gelang der Vertheidigung unter dem Bestätigt wird diese Mittheilung durch den folgenden Bericht licher Abstimmung mit 66 gegen 50 Stimmen angenommen. Widerspruch des Staatsanwalts die aftentlassung der an einer Lokaltorrespondenz: Der Raubmörder Wegener iſt endBu§ 2 hat Stadtv. Singer beantragt, den Vertrag blos bis geklagten Parteigenossen gegen Stellung einer Kaution durchzusetzen. lich gefaßt, wenn auch als Schwerkranker. Wie vor einigen 1910 abzuschließen. Nachdem zwei Tage später die Kaution von 9000 M. hinterlegt Tagen berichtet wurde, war in δας Krankenhaus Zur Begründung bemerkt worden war, öffneten sich den braven Genossen die Thore des Beiß ein Mann eingeliefert worden, auf den die im Steckbrief Stadt. Singer: Infolge Ihres Beschlusses werden morgen Untersuchungsgefängnisses. Aber einer der Inhaftirten, der des Wegner angegebenen Merkmale zu passen schienen. Nachdem an der Börse die Aktien der Berliner Elektrizitätswerte erheblich Schneider Winters, verließ das Gefängniß als ein todtfranter die hiesige Polizei die an dem Wegner bei seiner Entlassung aus steigen. Um in diesen Börsenwein etwas Waffer zu gießen, ist Mann. Die Leiden der Untersuchungshaft und die Aufregungen des dem Hamburger Buchthause festgestellten Messungszahlen nebst unfer Antrag zu§ 2 geeignet. Ist die Stadt nur zur Zeit" Verfahrens hatten ihn derart mitgenommen, daß er, der als ge- Photographie nach Beiß gesandt hatte. haben drei dortige Aerzte nicht aber für immer unfähig, die Werke zu leiten, dann ist sunder Mann und muthiger Kämpfer für unsere Sache das Gefängniß gelegentlich der ärztlichen Konsultationen unauffällig festgestellt, daß eine Karenzzeit bis 1910 zur Ueberlegung für den Magistrat, betreten hatte, nunmehr als ein dem Tode Geweihter seinen Freunden fämmtliche Merkmale auf den Kranken zutreffen. Er hatte vor feiner wie man solche Werke zu führen hat, doch lang genug. Verringern übergeben wurde. Ein Schlaganfall hatte ihn auf der rechten Seite Einlieferung ins Krankenhaus auf der Buderfabrit Stößen bei Zeig Sie also die Ausbeutung der Stadt durch die Berliner Elektrizitäts- vollständig gelähmt und seine geistige Klarheit zerstört. Winters einige Beit gearbeitet und zwar unter dem Namen Seiffert. Die werke um 5 Jahre. Sie brauchen ja auch 1910 noch nicht zu über- wurde in der Charitee untergebracht, eine Gehirnblutung machte am Papiere hatte er sich von einem Handwerksburschen namens Seiffert nehmen, aber Sie hätten dann doch wenigstens das Recht dazu, 16. November seinem Leben ein Ende. in der Zentralherberge zu Lügen getauft. Vor acht Tagen mußte wenn der Magistrat erkannt hat, daß er die Fähigkeit der Stadt zu Die Beerdigung, welche am darauffolgenden Sonntag vor sich er in Beiß operirt werden wegen einer Brustfellentzündung, die er gering eingeschätzt hat. ging, zog biele tausende von Proletariern heran, die ihrem im sich dadurch zugezogen hatte, daß er viel im Freien nächtigte. Er Kampfe gefallenen Genoffen das legte Geleit geben wollten. Aber befindet sich seit mehreren Tagen in fortwährender Aufregung, hat Zu§ 13 begründet Stadtv. Ist ein einen Antrag, wonach die Polizei, die in sehr großer Zahl vertreten war, beraber bis jezt keine Ahnung, daß er erkannt wurde. auch für den Gebührentarif außerhalb Berlins( Oberspreewerk) die hinderte diesen Art der Pietät. Sie ließ nur die Die Nachricht über einen Mord, der sich nach BeihmgsGenehmigung des Magistrats erforderlich sein soll. nächsten Angehörigen zu und verhinderte die unzählige Schaar der meldungen am Mittwoch früh in der Schleiermacher str. 10 Stabtv. Jacobi und Bürgermeister Kirschner bekämpfen Leidtragenden, dem Sarge zu folgen. Viele der Parteigenoffen augetragen haben sollte, bestätigt sich nicht. Es handelt sich den Antrag; es sei gut, daß der Magistrat in Tariffachen nicht hatten trotzdem auf Umwegen den Charitee- Kirchhof in der Müllerstraße um einen Unfall, der von der Kriminalpolizei fofort als solcher mitzureden habe, und daß die Gesellschaft auf eine vertrags- erreicht und waren wenigstens von fern Zeugen, wie sich die Gruft festgestellt wurde. In der Nacht zum Mittwoch fam der Arbeiter mäßige Bindung ihrer Tarife eingehen würde, sei nicht anzunehmen. über dem Opfer des Schandgesezes schloß. Hermann Bertholz, der in der Schleiermacherstr. 10 im ersten Der Antrag wird mit 68 gegen 48 Stimmen verworfen. Ein einfacher Denkstein schmückt die Stätte, wo Genoffe Stock des Seitenflügels eine Wohnung hat und drei Mädchen, Bu§ 25 haben die Stadtvv. Deter Singer und Genossen den Winters begraben liegt. In diesem Sommer ließen die Berliner darunter die 82 jährige, unter der Sittenpolizei stehende Antrag wiederholt, auch von den Außenwerken die Brutto Ab. Parteigenoffen den Hügel renoviren und erfauften das Recht, die Emma Siegmund beherbergt, dem Arzt Dr. May Der Antrag wird abgelehut. am alter als Gerichtsberichterstatter am Stammergericht thätig war, ist am Mittwoch Nachmittag infolge Herzschlages plöglich verstorben. Der Verstorbene hatte schon vor einigen Jahren einen Schlaganfall überwunden und seitdem seine frühere Rüftigkeit nicht ganz wiedererlangt. zu den 811 Thalheim mit der Bitte, die Siegmund untersuchen zulanstalt an die hiesige Wasserleitung Beschluß gefaßt. Durch die Blechanow hat gesagt, eine Annäherung an bürgerliche An wollen, die sehr schwer frank sei. Der Arzt konnte nur den Tod Debatte stellte sich die Nothwendigkeit einer Ermäßigung des Wasser- schauungen ist gefährlich. Ich meine, eine tattische und praktische des Mädchens feststellen und benachrichtigte die Polizei. Berkholz, tarifs heraus. Annäherung an bürgerliche Parteien ist noch viel ges der weder verhaftet noch verdächtigt worden war, gab an, Ein vor dreizehn Jahren verübter Kindesmord beschäftigt fährlicher. Als Partei des Klassenkampfes müssen wir streng daß er die Siegmund auf der Kellertreppe um 5 Uhr liegend auf zur Zeit die Untersuchungsbehörde am hiesigen Landgericht II., Bor geschieden sein von allen bürgerlichen Barteien. Die Frage gefunden und in seine Wohnung getragen habe. Diese Aussagen furzem erstattete die Schwester eines in Groß- Schönebed wohnhaften der Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen habe ich so wurden durch Zeugen bestätigt. Siegmund schon von anderen Mädchen beobachtet worden war, wie 30jährige schwachsinnige Tochter vor dreizehn Jahren ihr außer Möglichkeit glauben konnte, Die Polizei stellte fest, daß die Hofbesizers bei der zuständigen Behörde die Anzeige, daß bessen lange als eine Frage der Lattik aufgefaßt, als man an die daß wir im stande sein fie nachts krank auf der Straße auf der Bordschwelle gesessen und eheliches Kind sofort nach der Geburt erdrosselt habe. Beim Berhör ge- würden, aus eigener Kraft Mandate zu erobern. Jezt dann taumelnd sich nach Hause geschleppt habe. Auch die ärztliche stand das Mädchen die That unumwunden ein und erweiterte ihre Aus- hat uns der Ausfall der Wahlen gezeigt, daß das nicht Mussage läßt auf einen Unfall und nicht auf einen Mord schließen. sage noch dahin, daß ihre( inzwischen verstorbene) Mutter gemeinsam möglich ist. Die Berliner find wegen ihrer Nichtbetheiligung heftig Von einer Wunde ist nichts zu entdecken. Die Siegmund hat nur mit der Großmutter die Leiche des Kindes nach dem Keller angegriffen worden. Es wurde gesagt, es sei herzzerreißend, daß über dem linken Auge, an der Nase und der linten Wange braune geschafft und dort verscharrt hätte. Von Gewissensbiffen gepeinigt, vor den Thoren Berlins zwei Konservative gewählt worden find, Flecken gehabt, die ohne Zweifel von dem Fall auf der Kellertreppe habe sie selbst ihre Tante veranlaßt, jest, nach 18 Jahren, die That was wir hätten verhindern können, wenn wir für die Freisimmigen herrührten. Die Leiche der Siegmund ist nach dem Schau- anzuzeigen. Die Großmutter bestätigte in vollem Umfange die eingetreten wären. Ja, wenn wir das gethan hätten, so hätten wir hause gebracht und dort heute geöffnet worden. Der Befund be Angaben ihrer Enkelin; die 85jährige, fast erblindete Frau nahm sich unsere Wähler verwirrt und dadurch unsern Erfolg bei den Reichstagsstätigte, daß die Siegmund an einer inneren Krankheit jedoch aus Furcht vor Strafe in der darauf folgenden Nacht das wahligen has ist bei mir ziemlich dauerhaft, aber Frage stent tiefen Ingrimm Leben. Die Gerichtskommission entdeckte nach längerem Suchen zerreißen tiefen Ingrimm Die Maffenerkrankung beim 3. Garde- Regiment zu Fuß geht unter einem etwa 30 Zentimeter hohen Sandhaufen in einer Ede würde ich empfinden, wenn uns infolge unseres Eintretens für die Freiihrem Erlöschen entgegen. Von den 56 Mann, die sich im Garnison- des Kellers die Leiche des vor 13 Jahren ermordeten Kindes. Von sinnigen bei den Landtagswahlen der Wahlkreis Teltow- Beeskow lazareth II zu Tempelhof befanden, find 25 bereits wieder entlassen einer Verhaftung der Kindesmörderin wurde wegen hinfälligen bei den Reichstagswahlen verloren ginge. Wenn wir unseren und in den Dienst zurückgekehrt; auch die anderen 31 sind fast ganz Körperzustandes borläufig Abstand genommen. Parteigenossen sagen, daß wir uns an die Stockschöße der Freisinnigen wieder genesen und sämmtlich seit einigen Tagen fieberfrei. In hängen müssen, so wird nicht nur der Glaube an die Stärke unserer Revierbehandlung befindet sich kein Mann mehr. Partei erschüttert, sondern es leidet darunter auch die prinzipielle; sondern, wenn wir den Freiſsinnigen wieder zu Klarheit. Thorheit wäre gestorben ist. Das Polizeipräsidium theilt mit: Als vermuthlich gestohlen wurden mehrere Bettstücke sowie ein leinenes Bettlaken, gezeichnet R. S. in Monogrammform, beschlagnahmt. Der Eigenthümer wird ersucht, sich möglichst umgehend bei der Kriminal- Abtheilung Zimmer 835, in den Geschäftsstunden zu melden. wache. wblowDerlammlungen. M der Bedeutung verhelfen wollten, die sie, wesentlich durch uns, nach langen Kämpfen verloren haben. Man sagt, bei allgemeiner BetheiUeber unsere Taktik machte Genosse Liebknecht in einer ligung hätten wir in 60-100 Wahlkreisen den Ausschlag geben können. von etwa 1500 Personen besuchten Boltsversammlung des sechsten Das ist arge Selbsttäuschung. Man denke doch, daß gerade die ausWahlkreises, die am Dienstag in Weimann's Boltsgarten tagte, zum fichtsvollsten Wahltreise sich betheiligt haben. In 4-6 Kreisen haben wir Zu der Mittheilung über die wüsten Szenen, die sich vor die Tattit find in unserer Partei durchaus nichts Neues. Sie gemeiner Betheiligung noch in einigen Kreisen gelungen wäre, was theil ungefähr folgende Ausführungen: Meinungsverschiedenheiten über den Freifinnigen nennenswerth geholfen, wenn uns das bei allfurzem auf der Bäderherberge Andreasstr. 64 abgespielt haben, theilt bestanden schon und hatten eine große Bedeutung, als der Streit hätte das den Juntern geschadet? Der Kampf gegen das Junterthum uns die Befizerin des Variétés Bum Künstlerheim", Langeftr. 14, zwischen den Lassalleanern und Eisenachern herrschte. Damals fann nicht im Landtage, sondern nur im Reichstage, wo der politische folgendes mit: Die Nachricht, daß die Erzedenten sich aus meinem handelte es sich um die Frage, ob man sich an das Bismarck'sche Wert Schwerpunkt ist, geführt werden. Man sagt, wir wollen einen Druck Lokale Zuhälter zur Verstärkung geholt haben, entspricht nicht den anlehnen oder es negiren solle. Außerdem wollten die einen mehr das ausüben auf die Freifinnigen, damit sie uns Mandate überlassen. Thatsachen, da bei mir ausschließlich ein anständiges Bürgerpublikum Nationale, die anderen mehr das Internationale betonen. Dar Ja, welches Intereffe hat denn der Freisimm, uns Mandate zu geben, verkehrt. Zuhälter dulde ich nicht in meinen Räumen. Den Per- über haben wir uns lange gestritten, schließlich aber geeinigt wenn wir sagen, es ist unser Lebensinteresse, gegen die Konsersonen, die sich in der fraglichen Nacht vor dem Skandal in mein und heut wissen wir, daß National und International teine sich vativen zu stimmen? Sollen denn die Berliner dieselben ErLotal flüchten wollten, habe ich den Aufenthalt untersagt; als sie ausschließenden Gegenfäße find. Als Gegner Schweizer's habe fahrungen machen, wie die Breslauer? Jegt, nachdem die Partei dieser Aufforderung unter der Angabe, daß sie Schuß fuchten, feine ich seinerzeit die Politit Bismard's bekämpft. Ich habe im sich überzeugt hat, daß wir aus eigener Straft tein Mandat er Folge gaben, ließ ich sie durch herbeigerufene Schußleute zur Wache Jahre 1869 eine Rede fistiren. gehalten, in der ich unser Ber- langen tönnen, und daß wir, um Mandate zu erhalten, zu einer hältniß zum Norddeutschen Bund darlegte. Damals ging meines Erachtens prinzipwidrigen und parteischädlichen Annäherung Straßensperrung. Die Kaiser Wilhelm- Brücke wird behufs meine Ansicht dahin, daß unsere Politit eine eine Reupflasterung vom 18. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und protestirende sein müsse. Ich wollte nicht, daß wir uns in die betheiligung für mich zu einer Brinzipienfrage geworden. negirende an bürgerliche Parteien genöthigt find, ist die Frage der Wahlund Reiter gesperrt. Gefolgschaft Bismard's begeben, der das allgemeine Wahlrecht uns Ich dante den Berliner Genossen, daß sie den Feenpalast Beschluß Verhaftet wurde am Dienstag der Herausgeber der„ Wissen bewilligt hat, weil einerseits die preußisch- dynastische Reichseinheit gefaßt und daß sie ihn hochgehalten haben. Sie haben sich dadurch schaftlichen Korrespondenz, Schriftsteller Arthur Kirchhoff in seinem ohne dasselbe nicht zu erreichen war, und weil er andererseits glaubte, um die Partei verdient gemacht. Ich hoffe, daß die Berliner auch Bureau Wilhelmstr. 2. Ueber den Grund der Verhaftung ist nichts er tönne das allgemeine Wahlrecht ähnlich wie Napoleon III. in in Zukunft an diesem Beschluß festhalten werden.( Lebhafter allzuverlässiges bekannt. Frankreich zu feinen Zwecken benutzen und mit Hilfe seitiger Beifall.) Berunglückt ist am Donnerstag Abend 6 Uhr in der Fabrit desselben das preußische Junterregiment zur ausschlaggebenden Zur Distusfion meldete sich niemand. Genosse Liebknecht Macht in Deutschland machen. für elettrische Anlagen von Bosse in der Oranienstr. 185 ein an der berechtigt, heute bin ich anderer Meinung. Genoffe Fischer machte betheiligung hier zu erörtern, fet ursprünglich nicht seine Absicht geDamals war mein Standpunkt nahm noch gier zu das Wort. Er sagte, die Frage der WahlBlechscheere beschäftigt gewesener Lehrling. Den jungen Mann mir gestern in einer Versammlung den Vorwurf, ich hätte meine mejen, er habe nur über Taktik im allgemeinen sprechen wollen. Auf wurden vier Finger der rechten Hand bis auf den Stumpf ab- Taktik geändert. Ich habe schon hundertmal dargelegt, daß die die Wahlbetheiligung sei er nur deshalb gekommen, weil ihn Genosse geschnitten. Man brachte den Verunglückten auf die Sanitäts- Tattit fich nach den Verhältnissen richten müsse. Die Verhältnisse Fischer tags zubor in einer Rede, die er( Liebknecht) augenblicklich haben sich geändert, folglich hat sich meine Tattit geändert. Also erst gum tleinen Theil fenne, angegriffen habe. Es sei getadelt Vor den Mitgliedern der Freien Volksbühne, die sich das ist kein Vorwurf. Bismard fab sich in seinen Hoffnungen auf worden, weil er seine Erklärung im Vorwärts" erlassen habe. Dies überaus zahlreich in Keller's großem Festsaal versammelt hatten, bas allgemeine Wahlrecht getäuscht. Das Volt benutzte es gegen die fei aber nur gefchehen, weil die bürgerliche Presse und auch ein Theil hielt Herr Dr. Meyer am Mittwoch Abend einen interessanten Regierung und wir haben gesehen, daß das allgemeine Wahlrecht der Parteipresse antnüpfend an eine Versammlung Fischer's gesagt wissenschaftlichen Vortrag. Der frühere Direktor der Urania hatte eine Waffe ist, mittelst deren das Volk im stande ist, seine Forde habe, die Berliner bereuen den Feenpalast- Beschluß. Diesem feine neueste Arbeit Bon Pol zu Bol" benannt und durch rungen durchzusetzen. Es war nach Gründung des Deutschen Reiches Schwindel entgegenzutreten, habe er für seine Pflicht gehalten. Er diesen Titel angedeutet, daß er, mit Hilfe des Lichtbilder- Apparats von vornherein flar, daß wir uns auf grund des allgemeinen Wahl- wundere fich sehr, daß die Wahlbetheiligungsfrage jest, nachdem die natürlich, seine Zuhörer zu einer Weltreise einladen wolle. Dafür, rechts an den Wahlen betheiligen mußten. Nur fragte es sich, welche Landtagswahlen vorüber sind, und vor fünf Jahren nicht wieder daß diese Neise nicht nach alter Form von Osten nach Westen ging, Tattik wir bei den Wahlen und im Neichstage zu befolgen hätten. Daß wir aktuell werden, fünstlich heraufbeschworen werde. Das liege nicht hatte der Vortragende seine bestimmten, für den Vortrag durchaus als eine Partei des Proletariats losgelöst von allen bürgerlichen Parteien im Interesse der Partei und es tönne den Verdacht erregen, daß es angebrachten Gründe. Indem der Projektionsapparat zunächst die vorgehen mußten, das war zweifellos. Aber wie sollten wir uns auf eine prinzipielle Schwenkung der Partei abgesehen sei. Werteig im Steinsipielle trostlos öden Schneefelder zeigte, die Nansen auf seiner wichtigen der Regierung, wie den bürgerlichen Parteien gegenüber verhalten? Der Vorsitzende Brinkmann forderte in eindringlichen Worten Entdeckungsfahrt durchquerte und dann über die ersten unwirthlichen Mit der bloßen Negation ging es nicht. Wie unpraktisch eine negirende zum Anschluß an die Organisation und zur Verbreitung der ParteiStätten primitiver Kultur hinweg den Zuschauer allmälig in das Politik ist, das wurde flar, als Johann Jaeoby ein eben über- presse auf und schloß mit einem dreifachen Hoch auf die SozialGetriebe der europäischen Großstädte hineinführte, ward in vertragenes Reichstags- Mandat niederlegte, um dadurch gegen die herr- bemokratie. Die Versammelten brachten lebhafte Hochrufe auf Liebständiger Aneinanderreihung zugleich ein gewichtiges Stück schende Gewalt zu protestiren; die Folge, war, daß dieser Wahlkreis knecht aus. Menschheitsgeschichte demonstrirt. Herr Dr. Meher zeigte( Leipzig- Land) lange Beit von uns nicht wiedererobert werden konnte. im weiteren Vorschreiten seiner Ausführungen, daß die heiße Nachdem wir den Standpunkt der Negation verlassen hatten, wurde Zone taum weniger als die falte der Kultur Schranken die Ansicht der Kultur Schranken die Ansicht vorherrschend, wir sollten unsere Reichstags= jezt und daß für die Menschheit erst wieder in Der Bericht über die Fischer'sche Rede war mir nur zum kleinsten dem Mandate nur im Sinne der Agitation ausnußen. Das Theile bekannt, als ich in die vorgestrige Boltsversammlung ging. gemäßigten Klima Nordamerika's die Bedingungen höherer ging, so lange unsere Zahl klein war. Als aber unsere Wähler Es schadet auch nichts. Was Fischer zur Sache fagte, war weder neu Entfaltung vorhanden sind. Der Vortragende versteht die feltene und unsere Mandate sich mehrten, und Gefeßentwürfe vorgelegt noch gut. Die alten Gründe, und weder in verbesserter noch in Kunst, die Wissenschaft zu popularisiren und wiederum auch im leichten wurden, welche die Interessen der Arbeiter aufs tiefste berührten, da vervollständigter Ausgabe. Im Gegentheil, vieles ist nicht gesagt, Plauderton, in dem er die landschaftlichen Reize unserer Erde schildert, konnten wir uns von den gesetzgeberischen Arbeiten nicht ausschließen. und was gesagt ist, haben wir schon hundertmal gehört, auf vornehmer Höhe zu bleiben. Der Lichtbilder- Apparat funttionirte Wir betheiligten uns an denselben, ohne von unseren Grundfäßen und besser. us, an gleichfalls tadellos, sodaß Herr Dr. Meyer in jeder Beziehung seiner Auf- etwas aufzugeben. Unsere Betheiligung an den parlamentarischen persönliche Gründe herhalten. Die wenigen Zeilen meines Proteftes es an fachlichen Gründen fehlt, müssen gabe gerecht werden konnte. Wie wir hören, hat der große Saal, in dem Arbeiten brachte neue Fragen der Taftit auf die Tagesordnung. gegen die Schwindel- Reklame- Notiz, unter den Berliner Genossen sei der Vortrag stattfand, auch nicht entfernt alle Einlaßbegehrenden und manchmal tam es zu Differenzen. Bei der Dampfersubvention infolge der vorletzten Fischer'schen Versammlung ein Umschwung fassen können. Es ist daher für nächsten Mittwoch eine Wiederholung 3. B. glaubten die einen, daß wir bewilligen, die anderen, daß wir in der Landtagswahl Betheiligungsfrage eingetreten, des Vortrages angefegt worden. Vielleicht gelingt es dem Lokal prinzipiell ablehnen müßten. Wegen dieser Angelegenheit hat es anlassen den Genossen Fischer mir die sonderbarsten Vorwürfe zu inhaber, an diesem Abend die Zustände in der engen Garderobe, die heftige Kämpfe in unseren Reihen gegeben und mancher befürchtete machen. Ich soll mit hübschen Redewendungen, brillanten und vorgestern geradezu unleidlich waren, etwas erträglicher zu gestalten. schon, es werde nicht ohne Spaltung abgehen. Die Partei fann brillirenden Worten" versucht haben, die Frage bei Seite Die Direktion der Urania theilt uns mit: Dem Grundfake größt aber Sturm aushalten. Die Gemüther haben sich wieder beruhigt, zu schieben". Ich betrachte meine furze und fast zu einfache möglichster Anschaulichkeit Rechnung tragend, veranstaltet die Gesellschaft denn man sah ein, daß es sich hier nicht um ein Prinzip, sondern Erklärung, die auf Fischer eine so aufregende Wirkung ge" Urania" im Anschluß an Vorträge aus dem Gebiete der Technologie regel um eine Frage der Taktik handelte, die sich eben nicht, wie das habt hat, und ich verstehe nicht. Nicht einmal mit einer Retour mäßige Erfurfionen in die betreffenden Fabriken; so wird Herr Dr. Naß in Prinzip, festlegen läßt. Man sieht also, der Streit um die Taktik tutsche kann ich ihm antworten. Rücksicht auf einen am Freitag, den 18.( heute) stattfindenden Vortrag über ist in unserer Partei nicht so neu, wie diejenigen meinen, welche sich Porzellanfabrikation" seine Buhörer am folgenden Tage in die königliche jetzt wegen tattischer Fragen so sehr erhitzen. Porzellan- Manufaktur führen. " M Wo V ver Ich bin ferner bei Fischer in den Verdacht eines„ aufdringlichen demagogischen Taschenspielerkunststücks" gerathen. Warum? Weil ich In Stuttgart ist viel gesprochen worden über den von Bernstein in der Betheiligungs- Frage anderer Meinung bin als Fischer. Theater. Im Luisen Theater fand gestern ein gebrauchten Ausdruck:" Das Endziel ist mir nichts, die Be- Nun, an den Vorwurf der Demagogie bin ich gewöhnt; er thut Inftiges Stüd eine temperamentvolle Darstellung. Der Schwant wegung alles." Bei Licht besehen, ist dieser Saß ein Unsinn, nicht weh und hat in Fischer's Mund sogar etwas angenehm Ervon Benno Jakobson Berliner Raketen" verleugnet benn es giebt teine Bewegung, wenigstens teine vernünftige, ohne heiterndes.a feine französische Herkunft nicht Herkunft nicht ganz. Die Fährlichkeiten, Endziel. Da man aber nicht annehmen wenigsteinn, Bernstein habe einen Die einigen braven Provinzleuten passiren, sind allerdings solchen Unsinn schreiben wollen, so bleibt nur die Erklärung, daß er täuscht sich. Die Sache ist mir sehr ernst. Vielleicht ernster als ihm. Ich soll die Sache nicht ernst genug genommen haben. Fischer schon in den hauptstädtischen Theatern der ganzen Welt dargestellt sich mit einer Materie befaßt hat, der er nicht völlig gewachsen war, worden; einige Situationen von pikantem Auftrich jedoch und daß er sich dann in der Hize des Gefechts zu einem un- wesen sein. Da plädire ich allerdings schuldig. Habe ich doch einmal Ich soll in Taktiffragen nicht immer der gleichen Meinung gebekunden gerade durch die etwas gewaltsame Art, mit der sie bedachten Ausdruck hinreißen ließ, wie er hier und da wohl jedem öffentlich ausgesprochen: wenn die Verhältnisse sich an einem Tage in ein gut bürgerliches Sujet hineingepreßt sind, daß sie einmal unterläuft. Die von Bernstein vertretene Ansicht ist zwar 24 Mal ändern, ändere ich 24 Mal den Tag meine Taktif. Und aus Seine- Babel stammen. Aber trop der Halbweltdamen, die das eine irrige, aber sie allein ist nicht geeignet, ihm die Zugehörigkeit wenn ich es nicht thäte, wäre ich ein Esel. In diesem Punkt plädire Stück ausfüllen helfen, ist sein Charakter durchaus ehrbar, und zur Partei abzusprechen. Die Kritit ist absolut frei. Wir haben ich: schuldig. ein nach altem Brauch hergerichteter Verlobungsschluß giebt den feinen Bapst, auch keinen papiernen, wie auf dem Gothaer laut prasselnden Raketen vollends den Stempel gemüthlicher Harm Einigungstongreß gesagt. Die Wissenschaft ist durch Marr und lojigkeit. Der luftige Schant wurde flott gespielt und gefiel Engels, so viel sie auch geleistet haben, nicht erschöpft, und fie wird allgemein. Von den Mitwirkenden verdienen Fräulein Wegner und weiter ausgebaut werden. Auch die Wissenschaft Frau Hüftel, sowie die Herren Reiff, Achterberg, Broded, Winkler Andererseits haben wir aber bestimmte feste Grundsätze, und und Landeck lobend genannt zu werden. habt haben. Ich schlage mir zerknirscht an die Brust. Auch in bezug Endlich soll ich die Mehrheit nicht immer auf meiner Seite ge= auf diesen Puntt plädire ich schuldig. Ja, ich habe oft gegen den halten, gegen als mit dem Strom zu schwimmen. Ob ich mich wächst. Strom geschwommen, und bin so thöricht, es für mannhafter zu wenn diese ins Wanken kommen, dann verliert die ganze noch bessern kann, weiß ich nicht. Ich werde die Last meiner Schuld Feuerbericht. Während des Bußtages waren mehrere Kleinere Partei den sicheren Boden. Der Fall Bernstein ist start auf- aber hoffentlich ertragen tönnen, zumal ich mich in guter Gesellschaft Brände abzulöschen. Dregsestr. 13 war Gas ausgeströmt, doch gebauscht worden. Er hätte nicht so weitgehende Erörterungen zur befinde, z. B. von Dante, Robert Owen, Karl Marg, die vor dem fonnte größere Gefahr schnell beseitigt werden. Reichenberger Folge haben tönnen, wenn man sogleich den Stier bei den Hörnern Kultus der Mehrheit und vor der Popularität Grauen empfanden. straße 150 waren in einer Waschanstalt Puzlappen in Brand ge- gefaßt und Stellung zu den Anschauungen Bernstein's genommen Die sonstigen Liebenswürdigkeiten des Genossen Fischer überrathen. Nach Beusse I str. 43 erfolgte eine Alarmirung, weil hier hätte. Weil das aber nicht geschah, so bildete sich die Meinung, gehe ich. Niemand kann aus seiner Haut heraus; und der Stil ist Pappkartons in Brand gerathen waren. Adalbertstr. 54 war die Bernstein'schen Anschauungen würden in der Partei von vielen der Mann. eine Petroleumlampe explodirt, ohne aber größeren Schaden angetheilt und begünstigt. Der Redner bespricht eingehend die Unter- Berlin, 17. November 1898. zurichten. Schaldecken- und Balkenbrände waren Ba ch str. 14 und schiede zwischen den deutschen und englischen Verhältnissen und meint Reinckendorferstr. 5 abzulöschen. Donnerstag früh 2 Uhr dann, wer nicht den Scharfblick eines Marg befizt, dem imponirt wurde Markgrafenstr. 46 Unfug am öffentlichen Melder berübt. Aus den Nachbarorten. das englische Bürgerthum und er kommt leicht zu irrigen Anschauungen. So ist es auch Bernstein ergangen. Er hat sich berhauen, das beste wäre, die ganze Distuffion würde abgebrochen und Bernstein ersparte sich und uns die Abfassung der in Aussicht gestellten Broschüre. series 600 17 W. Liebknec Witterungsübersicht vom 17. November 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer richtung Wind Windflärte Better Temp. n. 6. 5°.= 4° R Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärte 4Haparanda 752 S 7Cort Metter Temp. n. 6. SONG 15° C.= 4° R. wolfig 3 25 Wiesbaden 773 SO 772 Still 770 NO 769 NO 1 bedeckt Nebel 1 bedeckt 5 Nebel Rebel 6 Petersburg 771 1 bebect 769 SSW 3bebedt 8Aberdeen 766 M 4Paris 769 2 bedeckt 12 bib.bed. 10 Nachdem Redner dann die Verschiedenheit der Tattit des Weißensee. Am legten Sonnabend fand die Grundsteinlegung für das hier zu erbauende Krankenhaus statt. Der Grund und Proletariats in England, Frankreich und Deutschland Boden für dasselbe ist von der Gemeinde Neu- Weißenfee dem aus den Verhältnissen historisch erklärt und festgestellt hat, Vaterländischen Frauenverein für den Preis von 160 000 m. über- daß die deutsche Taktik im wesentlichen Gemeingut der inter- Swinemde. 772 SSD 20tebel lassen worden mit der Maßgabe, daß dies Kaufgeld hypothetarisch nationalen Sozialdemokratie geworden ist, streift Redner die in Hamburg Berlin an dritter Stelle unverzinslich eingetragen wird. Genannter unserer Parteipreffe neuerdings zum Ausdrud gekommenen taktischen Verein hat jedoch der Gemeinde Neu- Weißensee 40 Betten, den um- Meinungsverschiedenheiten und sagt dann: Es hat sich gezeigt, münchen liegenden Ortschaften 14 Betten zu rejserviren. Mit der Errichtung daß zwei Strömungen in unserer Partei bestehen. Die eine sieht Bien 771 Still dieses Krankenhauses beabsichtigt der Vaterländische Frauenverein die Verhältnisse etwas rofig an und neigt zu Kompromissen, die nicht nur die Pflege der Kranken, sondern auch die Kriegs- Kranken- andere will den Charakter der proletarischen Klaffentampf- Partei pflege fich angelegen sein zu laffen. In der letzten Gemeinde und der Kampfpartei gewahrt wiffen. Das Biel beider vertreter- Sigung wurde über den Anschluß der jüdischen Beerdigungs- I Richtungen so nehme ich an- ift daffelbe. Wetter Prognofe für Freitag, den 18. November 1898. Mild und zeitweise auftlarend, vorwiegend trübe mit etwas Regen und mäßigen füblichen Winden. Berliner Wetterbureau. = Deutscher Holzarbeiter- Verband. Arbeiter- Bildungsschule. Ort Frankenkaffe ( Zahlstelle Berlin.) Hente, Freitag, abends 8 1hr, bei Cohn, Beuthstraße 20-21: Sitzung der Ortsverwaltung. TF Zur Beachtung! Nächste Woche finden 3 Vortragsabende statt. Hierzu sind die Kollegen, sowie deren Frauen freundlichst eingeladen. Für den Norden: Montag, den 21. November, abends 8 Uhr, in den Boruffia: Sälen", Ackerstraße Nr. 6-7. e Todes- Anzeige. der Maler.azur Nachricht, daß unser alter langHiermit allen Freunden u. Kollegent Sonntag, den 20. November cr., abends 7 Uhr, in den Dienstag, den 22. Novbr., jähriger Kollege, der Tischler Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Dr. Oppenheimer über: ,, Die Soziale Bedeutung der Genossenschaften." Gabends 8 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20. General- Versammlung der Delegirten. Lauritz Kielsmark im Alter von 65 Jahren plöglich am Schlaganfall gestorben iſt. Die Beerdigung findet am Sonn Diskussion über den genannten Vortrag. abend d. 19. b. W., nachm. 312 Uhr, Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. T.:O.: Neuwahl der Vorstands: von der Leichenhalle des St. Simon Der Vortrag beginnt pünktlich. Zu recht zahlreichem Be- mitglieder( 2 Arbeitgeber, 4 Arbeit- u. St. Lukas- Kirchhofs( Mariendorf) such der Mitglieder und Gäste ladet höflichst eind 5/12 nehmer), Verschiedenes. aus statt. Der Vorstand. 2202b] Der Vorstand. Bortrag über:„ Kulturbilder aus der Urgeschichte der Menschheit"( mit Jägerhaus", Schönhauser Allee 103. Orts- Krankenkasse Für den Osten: 75 Lichtbildern). Dienstag, den 22. November, abends 8 1hr, in Louis Keller's Festfälen, Koppenstraße Nr. 29. Vortrag über:„ China, Land und Leute"( mit 80 Lichtbildern). Für Südosten, Süden und Westen: 63852* Empfehle den Genossen meinen neurenovirten Saal für Vereine sowie für Privatfestlichkeiten. Ein Vereinszimmer ist noch zu vergeben. Karl Köhn. Central- Festsäle, Alte Jakobstrasse 32, der Buchbinder und verwandter Gewerbe. Montag, den 28. November, on abends 8 Uhr: Ordentliche Mittwoch, den 23. November, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn hentlichen wie Bereinsversammlungen, kommerfen 2c. zu den General- Versammlung Bickel, Hafenhaide 52-53. Vortrag über:„ Tiefseeforschung". Das Leben im Meere( mit 70 Licht: Bildern). 109/10 Die Vorträge werden von Herrn R. Laube vom Institut ,, Kosmos" in Leipzig gehalten. Entree 10 Pf. Die Ortsverwaltung. ( neben Central Theater). Empfehle Säle, 100-800 Personen fassend( mit Bühne), zu Festlichkeiten, toulantesten Bedingungen. Franz Müller. [ 272] in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75. Tages- Ordnung: 1. Verlesung der Protokolle. 2. Wahl des Rendanten. 3. Wahl des Kranten fontrolleurs. 4. Ergänzungswahl des Borstandes( 2 Arbeitgeber, 4 Arbeit nehmer. 5. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung 1898. Uhren! Goldwaaren! Elegante Neuheiten in jeder Preislage. Opt. Artikel, Brillen auch nach ärztl. Vorschrift. Eint. für 2 eigene Geschäfte. Reparatur- Werkstatt im Hause. Uhrmacher. Konrad Friese. Juwelier. Freitag, den 18. November, abends 8 Uhr, bei Zubeil, 1. Geschäft: Müllerstr. 4. direkt am Weddingplats. 2. Geschäft: Fennstr. 61. Mein Lager in Musikwerken befindet sich Müllerstr. 4. Symphonionstimmung der Aufsichtsbehörde. 7. VorAchtung, Maurer! Lindenstraße 106: Oeffentliche Baudeputirten- Versammlung. Kollegen! Wir machen es Euch zur Pflicht, daß jeder Bau durch einen Deputirten vertreten sein muß. 264/6 Die Lohukommission( Zentralverband deutscher Maurer). J. A. W. Schulz. Achtung! Maurer. Achtung! Sonntag, den 20. November, vormittags 10 Uhr, im Englischen 44* Garten( oberer Saal), Alexanderstraße 27c: Ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins zur Wahrung der Intereffen der Maurer Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Das sittliche Recht und die öffentliche Meinung". Referent Genoffe Paul Jahn. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegen: heiten. Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. 130/1 Der Vorstand. Mitglieder- Versammlung der Holz- u. Bretterträger Berlins und Umgegend am Sonntag, den 20. Novbr., vorm. 102 Uhr, bei Wilke, Andreasstr. 26. Tages Ordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Aufnahme neuer Mitglieder u. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen ist unbedingt nothwendig. 84/13 Der Vorstand. P. Karnal. Achtung, Stockarbeiter! Heute, Freitag, den 18. November, abends 8½ 1hr, im Lokal von Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: Große öffentliche Versammlung der Stockarbeiter. Tages Ordnung: 1. Der Streit bei der Firma Alphonse Ludwig, Alexandrinenstraße 108. 2. Bericht der Agitationstommission. 3. Wahl eines Vertrauensmannes. 4. Verschiedenes. 175/17 Das Erscheinen eines jeden Kollegen ist Pflicht Die Agitationskommiffion der Stockarbeiter. Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend. Sonntag, den 20. November er., vormittags 10 Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthstraße 20: Große außerordentliche Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Vortrag des Herrn Schriftsteller Wilhelm Knaack über:" Die Arbeit ein Opfer des Mammons." 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Zu dieser durchaus wichtigen Versammlung ist es erforderlich, daß jedes Mitglied in der Versammlung auch erscheint. Ferner wird hierdurch be fannt gegeben, daß die ausstehenden Bücher der Bibliothek bis zum 15. Dezember eingezogen werden zwecks Reorganisation. Der Vorstand. 258/4 Spieldosen von 7 M. an. Herophons werden billig verliehen. Kein Trinkgeld! Cylinder- Hüte fauft man am billigsten direkt in der Fabrik. 6. Statutenänderung(§ 55), laut Be legung eines Kontraktentwurfs für die Angestellten der Kasse zur Genehmi gung. 8. Verschiedenes. 26/1 Die Versammlung wird pünktlich Der Vorstand. Karl Duft, Schriftführer. Chapeaux claques, eröffnet. weiche und steife Filzhüte zu billigsten Preisen bei Max Radtke, Blumenstr. 39, Ecke Andreasstraße( tein Laden). Kein Trinkgeld! fastenbäder mit Backung und Massage, Loh- Tannin, Kohlensäure, Sol, Schwefel, Wannenbäder, I. l. à 0,60, Wannenbad II. I. 0,35, 3 St. 1 M. Für Damen: fämmtlicher Krankenkassen. Geöffnet v. 7 Uhr morgens bis 10 Uhr abends Dienstags und Freitags von mittags 12 bis 10 Uhr abends. Sonntags bis 1 Uhr. [ 92L] A. Posner. Charlottenburg. 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Filialen Berlins im, Englischen Garten", Alexanderstraße Nr. 27 e. Tages Ordnung: 1. Vortrag über das Unterstüßungswesen in den Gewerkschaften. Ref.: Genoffe E. Tübbecke. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist das Erscheinen sämmt licher Mitglieder erforderlich. 157/7 Der Vorstand. Achtung, Textilarbeiter! ( Filiale I. Berlin.) Zähne 2 M. sämmtliche Gastwirths- Artikel Dresdenerstr. ( Amt IV, 3628. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Theilzahl. wöchentl. 1 M. Sprechst. 9-6. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22.* Ein hübsches Weihnachts- Geschenk Preis: Nur Am Sonntag, den 20. November( Todten Sonntag), Mk. 4,50. abends 6 Uhr, bei Feind, Weinstrasse 11: Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Paul Litfin über:" Florian Geyer und feine Beit". 2. Diskussion. 3. Kaffenbericht. 4. Verschiedenes. 275/4 Der Vorstand. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Achtung! Musik. Achtung! Die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend empfiehlt Mufit zu allen Private und Vereinsfestlichkeiten vom Klavier bis zum größten Orchester. Prompte Ausführung. Bestellungen werden täglich, mündlich von 102-1 Uhr, sowie schriftlich und per Telephon( Amt 3 Nr. 1296) Rosenthalerstr. 57 im Restaurant Schiller entgegengenommen. 50/17 Der Borstand. Beuth straße 19. Beuthstraße 19. Cohn's Festsäle. Sonntag, den 20. November( Todten- Sonntag): Lieder- Abend, arrangirt vom ,, Buchbinder- Männerchor"( M. d. A.-S.-B.) unter Leitung seines Dirigenten Herrn Bombelke. Programme à 25 Pfg. find bei den Mitgliedern zu entnehmen. Anfang punkt 5 Uhr. Der Vorstand. Es ladet hierzu ergebenst ein F Oranien- Hallen 21996 Am Moritzplatz. Oranienstr. 51. Am Moritzplatz. Inhaber: Hermann Scholze 63222* empfiehlt seine Säle den Bereinen zu Bersammlungen und Festlichkeiten. Im unteren Saal täglich: Frei- Konzert. ist eine 12 Dampfmaschine ,, Vulkan" mit Spiritus Heizung, zur lehrreichen Unterhaltung und Erläuterung der Dampfkraft. Beruh. Jost, Vorsitzender. 22156 Die Kollegen d. Piano fabr. v. L. Schmidt, Königsbergersfr. 33. Danksagung. Hiermit fagen wir allen Freunden und Bekannten unseren herzlichen Dank für die Theilnahme bei dem Begräbniß meines treuen Mannes, unseres guten Bruders und Schwagers Hermann Kamp. Wir danken besonders den Kollegen des Verstorbenen, Herrn Joh. Nein für die trostreichen Worte, ebenso dem Gesangverein Olympia. Auch sei an dieser Stelle allen gedankt für die reichen Kranzspenden, auch dem Verband aller im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter, sowie deren Vertrauensmann für Deutschland, Herrn Carl Abold, bem, Borſtand tasse der Kaufleute, ferner dem dritten sowie den Beamten der OrtskrankenBerliner Wahlverein sowie dem Ge sangverein Südwest. 22106 In treuem Angedenken! Wittwe Bertha Kamp. Therese Kamp. Ferdinand Voß. Danksagung. Orts Krankenkasse Bekannten für die rege Theilnahme = der Drechsler und verwandter Gewerbe. Die Vertreter der Arbeitgeber resp. Mitglieder werden zur Ordentlichen Allen Freunden, Verwandten und und reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau und unserer guten Mutter, Augufte Siebke geb. Reinke, sage ich hierdurch meinen herzlichsten Tank. [ 2203b Berlin, den 16. November 1898. Adolf Siebke nebst Familie. Theilnahme bei der Beerdigung meines Für die vielen Beweise herzlicher lieben Mannes, unseres guten Vaters, des Restaurateurs General- Versammlung Goswin Jmmendorf am Sonntag, den 27. November, Vormittags 92 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, ergebenst eingeladen. Tages Ordnung: Neuwahl von 3 Vorstandsmitgliedern, 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer.( Die für Arbeitgeber und Mitglieder geWahl muß nach§ 38 des Statuts trennt geführt werden.) Hierauf um 10 Uhr: General Versammlung sämmtlicher Vertreter. Tages- Ordnung: 1. Kaffenbericht pro 1898. 2. Genehmigung des Aerztevertrages pro 1899. 3. Gehaltserhöhung der Beamten. 4. Wahl des Rechnungsausschusses pro 1898. 5. Verschiedenes. 22146 Der Vorstand. J. A.: Paul Rüdett, Vorsitzender. Vereinszimmer für Donnerstag zu berg. R. Scheere, Blumenstr. 38.* Vereinszimmer mit Dreh- und 2208b] Otto, Dunderstr. 83. fagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten unsern tiefgefühltesten Dant. Insbesondere danken wir dem Gesangverein Bleibtreu" für die schönen Gesänge, dem Fachverein der Monteure, dem Arbeiter- Schwimmer bund, den Genossen des V. Wahlkreises sowie allen Stammgästen für die reichen Kranzspenden. 22176 Berlin, den 17. November 1898. Auguste Jmmendorf nebst Kindern. Danksagung. Für die Theilnahme u. Kranzspend. bei der Beerdigung uns. lieben Tochter Martha sagen hiermit allerseits uns. besten Dant. 22166 Max Blimke nebst Frau. Warnung. Warne, meiner Frau und Tochter nichts zu borgen, ich bezahle nichts. 2201b] Hermann Pette. Hiermit erkläre ich Ostar Eger für einen Ehrenmann. Th. Schumacher. Goldwaaren, Handpiano, Harmonika n. Schießstand. Uhren, Silber. Alfenide. Neuarbeiten u. Reparaturen in eigener Werkstatt. R. Haack, parterre Oranien- Hallen, Gollnowstr. 828,( ein gaben). Oranienstr. 51.[ 1612 Saal bis 200 Personen och einige Sonnabende zu vergeben. zn Achtung![ 552* Photographie 12 Visit 3,80 M. 2 Kabinet gratis. 1532* Kinder und Gruppen gleiche Preise. 12 Rabinet 6,80 M. SchönhauserVereine. E. Hering, while 140. Die Sonntage der Winter Saison find an Vereine zu ver geben. Fritz Nagel, Feldschlößchen", Müllerstr. 142. Allee Aufgang Ecke Kastanien- Allee. Halbrenner m. Garantieschein bill. z. vert. Rüdersdorferstr. 2, b. G. Kriewiz. Gut möbl. Bimm., sep., an 2 Hrn. à 12M. m. Kaffee, Dresdenerst. 1, H.III.I. Frdl. Schlafstelle für 1 Herrn bei Luisenhof, 1472 Heinrich, Gr. Frankfurterstr. 14,§. I. Bukowerstrasse 9. 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Be ginn der Vorlesungen pünktlich um 9 Uhr abends. ftraße 39. –„ Karl Marx", Raumann, Blücherſtr. 42.„ Stralau", Girbig, Lese- und Diskutirklubs. Freitag.„ Dickgen", Schröder, WiesenStralau Nr. 17. Reimer", Seidel, Gerichtstr. 19. Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender Adolf Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2. Tr. Freitag, Uebungsstunde abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Kaiser scher Männerchor", Wernau, Schwedterstr. 23/24. „ Nord", Adolf Neumann, Brunnenstr. 150. Unverzagt I", Lübbke, Melchiorstr. 15. Moabits", Pfarr, Puttligstr. 10. Buchbinder Männerchor", Schöning, Köpniderstr.68.- Vereinte Sangesbrüder Maiglöckchen", Sachs, Lindowerstr. 26. Gemüthlichkeit"( Pußer), Krüger, Seydelstr. 30. Morgenroth II", Charlottenburg, Krause, Bismarckstr. 74." Typographia", Cohn, Beuth ſtraße 20. Georgina", Schwalbe, Laufißer Plaß 8." Vorwärts III Friedrichsfelde, Bube, Friedrichsfelder Prinzen- Auee 30. Rheingold" " Iris", Streit, Naunynſtr. 86. Feind, Weinstr. 11. Wengert, Bergitz. 6. " V Der Staatsanwalt hielt eine schwere Beleidigung für erwiesen sind, haben sich den größeren Höfen anzuschließen. Der Vertrauensund beantragte eine Gefängnißstrafe von fünf Monaten. mann hat die Pflicht, von vorstehendem Beschluß und Tarif seinen Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Herzfeld, beantragte Fuhrherrn, welcher ihn nicht bezahlt, in Kenntniß zu setzen. die Freisprechung, da einestheils der Beweis der Wahrheit Sollte der Tarif in Güte nicht gezahlt werden, dann ist überall Einen werthvollen Beitrag zu dem Kapitel des oft erbracht sei und anderntheils dem Angeklagten der Schutz da, wo sich die Kollegen auf den einzelnen Höfen einig elbischen Landarbeiterloses lieferte eine Verhandlung, die vor- des§ 193 Str.-G.-B. zu gute tomme. Den legten Einwand er- sind und nachdem sie sich mit dem Haupt- Vertrauensmann in Vergestern vor der vierten Straffammer des Landgerichts I unter dem tannte der Gerichtshof als zutreffend an und ebenso, daß in ein bindung gesezt haben, die Forderung zur Durchführung zu bringen. Borsiz des Landgerichts- Direttors Denso stattfand, und in welcher zelnen Punkten, besonders in betreff der Reinlichkeit, die Behandlung Außerdem hat der Hof Bertrauensmann dafür zu sorgen, daß sich die Lage der polnischen Arbeiter auf Gütern des der Arbeiter habe zu wünschen übrig gelaffen. Dies habe aber in jeder Kollege organisirt und seinen Pflichten dem Streitfonds gegens Herrn von Willamowit Moellendorf, des Ober- dem Mangel an Reinlichkeitsfinn der Arbeiter selbst gelegen und über nachkommt. präsidenten der Provinz Posen, in eingehender Weise erörtert wurde. tönne nicht den Strafantragstellern in die Schuhe geschoben werden. Referats und der Resolution gesprochen hatten, erklärte sich die VerNachdem noch verschiedene Redner im Sinne des In der hier in polnischer Sprache erscheinenden Gazeta Alle übrigen Behauptungen seien unwahr und so schwer beleidigend, Jammlung damit einverstanden, daß bei dem Fuhrherrn Curth, Robotnisa" wurde am 24. Juli d. J. ein Artikel veröffentlicht, daß dafür auf eine Gefängnisstrafe von 4 Monaten eriam Cubrystraße, die Lohnforderung zuerst geltend gemacht wird, im ab der mit„ Einer von diesen" unterzeichnet war. In der Form worden sei. onaten eines Briefes schilderte einer der polnischen Arbeiter, wie sie lehnenden Falle die dort beschäftigten Kutscher in den Streik treten. auf den Gütern des Herrn Operpräsidenten behandelt würden, Ein Fall von abscheulicher Beamtenkorruption, de zugleich( Das ist bereits geschehen.) wenn sie dort während des Sommers aushilfsweise Beschäftigung gewiffe preußische Verwaltungszustände in eigenthümliche Beleuchtung Stockarbeiter. Durch ein Versehen des Schriftführers sind die fänden. Obgleich fie im Afford a. eiteten, erhielten fie am Schluß rückt, beschäftigte am 14. November das Landgericht zu Gleiwig. Namen des neugewählten Vorstandes nicht richtig angegeben. Es der Woche nur etwa 1,25 bis 1,50 M. baar, der übrige Verdienst Der frühere Amtsvorsteher Schneider und sein Amts muß heißen: 1. Borsigender Ebeling; 2. Vorsitzender Brüssow; werde für Verpflegung abgezogen. Allerdings bekämen sie wöchent assistent Minaret hatten in schamloser Weise mit Schant- Kassirer Liebe; Schriftführer Steinide; Beifißer Schallen lich pro Kopf 25 Pfund Kartoffeln, doch häufig sei die Hälfte davon fonzessionen Handel getrieben; für Geld und sonstige Geberger, Rau und Dieze; und die Namen der Revisoren sind: faul und daran könne man sich dann erquicken, daß das Fell an den schenke hatten sie eine ganze Menge Gastwirthe Grunow, Zorn und Bernburg. Außerdem ist in der letzten Rippen festschwige. Eine Wohnung hätten sie nicht, in ihrem Bezirke( Paulsdorf, Kunzendorf, Dorotheendorf im Kreise Vorstandssigung bestimmt worden, daß jeden Sonnabend Abend von sondern schliefen wie die Schafe: Männer, Zabrze) geschaffen. Ein gewisser Wilh. Wolff hatte den Versuch gemacht, 8-10 Uhr der Kassirer Liebe bei Mörschel, Jüdenstr. 35, BeitragsFrauen und Mädchen zusammen. Das Lager be den beiden Polizeigewaltigen das Handwerk zu legen, indem er die zahlungen entgegennimmt. stände aus einer Schicht Stroh, die über eine Holzpritsche Amtsführung dieser Beamten der Oppelner Regierung angezeigt. gebreitet war. Die Arbeiter hätten viel vom Ungeziefer Es war von ihm aber nicht bedacht worden, daß heute Die freie Vereinigung der Bauarbeiter hielt am 13. Nozu leiden, und es sei erklärlich, daß bei den geschilderten ieder, der an den polizeilichen Institutionen des preußischen bember ihre regelmäßige Mitgliederversammlung im Vereinslokal Zuständes manches Aergerniß vorkomme. Die Behandlung sei eine Staates nörgelt Andreasstr. 26 ab. Der Referent Mezke sprach über den neuschlechte, Schimpfworte und Chikanirungen seien an der Tages- Verantwortung gezogen wird. Wolff wurde wegen Beleidigegründeten Arbeitgeberbund in Deutschland. Die Diskussion, an ordnung. Diese Schilderung soll durchweg unwahr sein, weshalb gung u. f. tv. angeflagt und zu einem Jahre Gefängniß der sich Friz Krüger und Wernau betheiligten, bewegte sich Oberpräsident v. Willamowiß- Möllendorf, sowie verurtheilt. Da star b Schneider zum Glücke Wolffs. Jetzt fand er im Sinne des Referats. Unter Vereinsangelegenheiten wurde ein fein Güter- Generaldirektor Ranft, Strafantrag wegen Beleidigung 3eugen für seine Behauptungen, vorher hatten die Leute sich Antrag Krüger, der Gewerkschaftskommission 10 M. zu bewilligen, gegen den verantwortlichen Redakteur der„ Gazeta Robotniga, Ignaz gefürchtet, gegen den Amtsvorsteher aufzutreten. Wolff jezte angenommen. Ein Antrag, das Organ" Die Einigkeit" obligatorisch Saczmared, stellten. Es waren zum gestrigen Termin der die Wiederaufnahme des Verfahrens durch und wurde frei einzuführen, wurde bis zur nächsten Mitgliederversammlung vertagt. Güterdirektor Rauft und der Oberinspektor Lange geladen. Der erstere gesprochen. Der Staatsanwalt freilich hatte drei Monate Zufag. Die nächste Mitgliederversammlung findet am 11. Dezember nachbekundete, daß der Oberpräsident für die Wohlfahrt der auf seinen Gütern strafe für Wolff beantragt, weil dem Angeklagten der Wahrheits- mittags 4 Uhr statt. beschäftigten Arbeiter sehr besorgt sei und auf jeden Vorschlag betreffend beweis nicht völlig geglüdt" sei. eine Verbesserung in erweitertem Maße eingehe. Der Zeuge sei erstaunt über den Inhalt des Artikels. Der Oberpräsident befize in der Gegend von Strelno fieben Güter, auf denen allein 2050 Morgen mit Rüben bebaut würden. Hierzu seien fremde Arbeiter nöthig, die theils aus der Umgegend, theils aus Rußland kämen. Ein Mann verdiene täglich 1,50 M., eine Frau 1 M., bei freier Wohnung Die Zimmerer zentraler Richtung hielten am Sonntag in den und Feuerung und wöchentlich pro Kopf 25 Pfund Kartoffeln. Arminhallen eine gut besuchte Versammlung ab, in der Robert In der Erntezeit werde in Akkord gearbeitet und könne Schmidt über: Das neue Handwerkergesetz referirte. Redner ein Ehepaar dann täglich vier bis fünf Mark verdienen. empfahl in seinem beifällig aufgenommenen Vortrag die Betheiligung Vor einigen Jahren habe der Zeuge auf dem Hauptgute Markowitz zu den Wahlen für den Gesellenausschuß. An der darauf folgenden ein großes massives Gebäude aufführen lassen, welches als Schlaf- Diskussion betheiligten sich Stehr, Reuter und Leonhardt. raum diene. Die Räume würden häufig desinfizirt und das Stroh Erstere führten die Lokalorganisation ins Feld, letzterer fam auf werde erneuert, so bald es für nothwendig erachtet werde. Die einen vorjährigen Vorfall vom Gesellen- Innungsausschuß zu sprechen. Leute würden zwar zur Reinlichkeit angehalten, aber dies durch Kube stellte unter Verschiedenen die Frage: Ob im Laufe des zusehen sei nicht leicht. Von einer schlechten Behandlung der Winters die Versammlungen nicht auf Wochenabende verlegt werden Arbeiter sei ihm sicher nichts bekannt, aber dagegegen sei es That sollten. Dem traten Petereit und Stehr entgegen. Snüpfer fache, daß viele Leute sich in jedem Frühjahre wieder ein- theilt mit, daß wieder Wanderversammlungen stattfinden werden. Rosenthaler Vorstadt", Swinemünderstr. 26. stellten, was fie doch nicht thun würden, wenn sie unzufrieden Die erste findet am Sonntag, den 27. November bei Wilke in der Männer- Gesangverein", Brandenburg a. H., feien. In ähnlichem Sinne äußerte sich der Zeuge Lange. Andreasstraße statt und hat Frau Ihrer das Referat zugefagt. „ Liberté", Vogel, Wrangelstr. 78. Freie Lieder tafel", Mann, Strausbergerſtr. 3. Es wurden sodann eine Anzahl kommissarischer Zeugenaussagen verNordwacht", Milbrodt, Müllerstr. 7. ,, Gintracht III", Ebers: lesen. Der Zeuge Vorschnitter Powatowski hatte eidlich zu arbeiter und Wagenfaitler hielten am Dienstag eine gut besuchte Oranienstr. 109. Neue Zeit", Lorenz, Watt- u. Boltaftr.- Ecke.- Liederkranz", Die Sattler, Täschner, Kofferarbeiter, Treibriemen-" Sängertreis", Weißensee, Schulz, Elsasserstr. 61, walde, Hagewald, Eisenbahnstr. 66. Bölferfrühling"( Stuckateure), Greiser, Protokoll geben lassen, daß er im Juli zur Getreideernte ca. 60 Reute im Schnitterhause hatte, darunter 3 oder 4 unverheirathete Mädchen, öffentliche Versammlung bei Brochnow, Sebastianstraße, ab, in der Brandenburg a. H., Bergstr. 6." Freiheitsglocken", Kurze, Dunderstr. 2. deren Eltern ebenfalls dort waren. Diese Mädchen schliefen Th. Meyner über die Bedeutung der Gewerkschaftsorganisation Klingmüller ſcher Männerchor"," Weißensee, König Chauffee 38. bei ihren Eltern in dem Raum für Verheirathete. im Emanzipationskampfe referirte. Der Redner, der den Ver- Treher'scher Gesangb.", Schulz, Zorndorferstr. 8.„ Karthaus- Kummer'scher Er habe streng auf Sauberkeit geachtet und alles gethan, um dem sammelten in sehr treffender Weise die Macht der Organisation und Männerchor", Göbel, Landsberger Allee 156. Freie Sänger II", Spandauer „ Einheit", Rirdorf, Babenschneider, Hermannstr. 197. Ungeziefer vorzubeugen. Ebenso lautete die Aussage des Vorarbeiters die Nothwendigkeit derselben zur Erringung menschenwürdiger Arbeits- Brüde 13. Treptow" in Treptow, Scheer, Baumschulenweg. Metallarbeiter- Osten", Figmata dahin, daß 3 oder 4 unverheirathete Mädchen im Sommer bedingungen vor Augen führte, verwies im weiteren auf die ge- Tapert, Martusstr. 14.„ Trene", Louiſenſtädtische Vereinshallen, Waldemarim Schnitterraume für Verheirathete schliefen. Nacht- plante Beschränkung des Koalitionsrechts und forderte die Verstraße 13. Arion III", Nixdorf, Nitsche, Hermann- und Herrfurthstraßenjammelten auf, dadurch gegen die beabsichtigte Entrechtung Ece. lager und Anlage des Schnitterraumes seien bei weitem besser als Sangesblüthen", Zimmermann, Marsiliusstr. 8. Gesangverein anderswo; auf anderen Gütern liegen die Schnitter, festen Zusammenschluß aller Berufskollegen nicht nur in der Bornim und Bornstädt bei Potsdam, Fähnrich, Mittelſer, 12. Arbeiterklasse Protest zu erheben, daß sie für den Maurer- Rirdorf- Briz", Rirdorf, Münzer, Bergstr. 162." Frisch auf III", berheirathete und Treu und unverheirathete Männer und Frauen, zusammen Zündholz", Anders, Buttmannin einem Raume Gewerkschafts- Organisation, sondern auch für den Anschluß an die Einigkeit", Nixdorf, Mugler, Bergstr. 14. Freie Sänger", Heegermühle bei Eberswalde, Baugatz, Jagdohne Pritsche politische Organisation Sorge tragen. Dem mit stürmischem Beifall straße 17. nur auf Stroh. Der unver schlößchen. Heirathete Zeuge Chosa erklärte unter feinent Eide, aufgenommenen Vortrage folgte eine kurze Diskussion im Simme Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen er schlafe im Zimmer des Vorarbeiters zusammen in einem Bett die Abrechnung von den Streiks bei den Firmen A. C. Schmidt und straße 80, 2. Hof. Freitag:" Germania", Kubakki, Arndtstr. 25, des Referats. Hierauf gab der Kassirer der Agitationskommission im Bereinstalender find zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener mit dessen Sohn, während die erwachsene Tochter des Vor: Fischer u. Richter. Bei dem Streit bei der Firma Schmidt, der für arbeiters auf der anderen Seite des Zimmers im besonderen Bett die 8 betheiligten Arbeiter günstig verlief und nur einige Tage Felsenfest", Böttcher, Krautſtr. 6. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Athletenv. schlafe. In demselben Zimmer schlafe auch der Vorarbeiter und Tanzlehrerv.„ Solidarität", Stabernack, dessen Frau. Schnitterfrau Kubiak, 27 Jahre alt, gab dauerte, betrugen die Einnahmien 158,35 M., die Ausgaben 93,06 W., Inselstr. 10.- Musikv.„ Arion", Gabriel u. Jäger, Zehdenickerstraße.- Rauchtl. zu Protokoll, daß sie mit ihrem Ehemann zusammen in einem 10 daß ein leberschuß von 65,29 m. verblieb. An dem Streit bei der" Ohne Zwang", Spät, Weinstr. 28.- Turv. ,, Gesundbrunnen", abends v. 81% bis 10 Uhr: 1. Männerabth., Pantstr. 9-10. Turnb.„ Osien", Blumen Raume wohne, wo alle verheiratheten Schnitter mit ihren Frauen, Firma Fischer u. Richter waren 18 Arbeiter und 3 Arbeiterinnen be- ftraße 63a, 8-10 Uhr( Lehrlings abth.); Krautstr. 49, von 8-9% Uhr aber auch unverheirathete Männer schlafen. Auch ein heiligt. Die Gesammteinnahmen betrugen 777,10 M., die Ausgaben( Damenabth.). Bitherfl. Frohsinn", Zimmermann, Grüner Weg 29. unverheirathetes Mädchen schlafe in demselben Daum. 760,21 M. Einige Sammellisten stehen noch aus und wurden die Inhaber Musikv.„ Allegretto", Blücherftr. 38. Stattlub„ Gemüthlichkeit", Reſtaurant derselben ersucht, die Listen möglichst bald abzuführen. Der Streit bei Bazenhofer, Lausitzer Blaz 10. Unsittlichkeiten seien ihr nicht aufgefallen Statklub„ Geschlossener Grand", Gädice, Arbeiter- Turnv. Weißensee", Turnstunden abends 8-10 Uhr Der 17jährigen Schnitterin Bzytowska wurde, obwohl sie ge- Fischer u. Richter, der über 3 Wochen dauerte, hatte, obgleich die Strautstr. 6. Vergnügungsv. der Inkasso- Agenten", Sizung fragt sei, ob sie verheirathet wäre, und diese Frage verneint habe, Forderungen nicht sofort belvilligt wurden, doch den Erfolg, daß den Albrechtshof, Partstraße. doch der von den Verheiratheten bewohnte Raum angewiesen. 1. Dezember zugesichert worden ist. Wie noch angeführt wurde, jeden Freitag nach dem 1. und 15. im Monat, Neues Klubhaus, Kom Arbeitern die Einführung der geforderten Arbeitsbedingungen zum mandantenstr. 72. In demselben Raume schlafe aber noch ein un- haben diese Streiks auch den Erfolg gehabt, daß in mehreren Wert von 8-10 Uhr: 2. Männerabth. Stalizerstr. 55-56. 4. Männerabth.: Arbeiter Turnerbund. Freitag. Turno." Fichte", Berlin. Abds. verheiratheter Bruder und ein 16 jähriger Junge. Zeuge Wewlowski hat infolge des vielen Ungeziefers taum stätten, ohne daß es zu einer Arbeitsniederlegung tam, die neun Stephanſtr. 3. 5. Männerabth. Ackerfir. 67. 6. Männerabth. Stallschreiberschlafen können und deshalb manche Nacht mit b oder 6 anderen stündige Arbeitszeit eingeführt wurde. Bekanntlich hat auch die straße 54. 1. Lehrlingsabth. Friedenstr. 37. 3. Lehrlingsabth. Boechſtr. 21. 1. Domenabth. Mariannen- Ufer la. Freie Turnerschaft", Rixdorf Brik. Arbeitern in einem Schober zugebracht. Zeuge Adamsti erklärte Bereinigung der Unternehmer versprochen, den Neunstundentag am zu Protokoll, ihm sei, als er die Baracke betreten habe, in der Leute 1. Dezember d. J. in allen Werkstätten einzuführen. Die Thätigkeit der 3. Echülerabth. von 6-8 Uhr. 3. Männer und Lehrlingsabth. von Turnerschaft d. V. untergebracht waren, ein solcher Geft ant entgegengekommen, daß ie de l über die Thätigkeit der Gewerkschaftskommiſſion und über" Nereus", Männerabth. von 8-10 Uhr abbs., Reichenbergerſtr. 131/132. Agitationstommiffion wurde gut geheißen. Hierauf berichtete derDelegirte 8-10% Uhr abds., Hoffmann, Bergstr. 151/152. er fast umgefallen wäre; das Stroh sei so schlecht gewesen, die in Aussicht genommene Erweiterung des Gewerkschaftsbureaus. Berkehrslokal, Korsgade 49: Versammlung. Daselbst befindet sich auch daß man es kaum dem Vieh hinstreuen konnte. In dem Raum Dem Bericht schloß sich eine längere Diskussion an, in der sich alle die Bibliothet des Vereins. Die nach Kopenhagen kommenden Genossen wollen waren Männer, Frauen und Mädchen durch= einander. Die Leute flagten über das Essen und darüber, daß Redner für die Anstellung eines zweiten Beamten für das Bureau dies beachten. sie von den Aufsehern gestoßen und geschlagen wurden. Die und auch für die eventuelle Umwandlung in ein Arbeitersekretariat Allgemeine Kranken und Sterbekaffe der Metallarbeiter 16 Jahre alte Magdalena Matuszewska hat niemals in nach dem Muster anderer Städte aussprachen. Ein in diesem Sinne( E. S. 29.) Filiale Rummelsburg. Sonnabend, den 19. November, abends Markowiz gearbeitet, wohl aber in Kobelwitz, das zu M. gehört, der weiteren Debatte wurde kritisirt, daß bei den legten Gewerbe- straße 83. Kaffenbericht und Vortrag des Herrn Dr. Zadek über:" Gewerbes gestellter Antrag wurde von der Versammlung angenommen. In 82 Uhr: Deffentliche Versammlung im Lokale des Herrn Piatkowski, Hauptund ist von einem Eleven ohne Grund mit einem Stod viergerichtswahlen nicht der von der Gewerks haft aufgestellte Kandidat, frankheiten und Werkſtatthygiene". mal über den Rücken geschlagen worden. Ebenso erFreie Vereinigung der Händler und Händlerinnen Berlins klärte die 18jährige Katharina Puzniad, daß sie von demselben sondern der Erjaßkandidat als Gewerbegerichts- Beifizer zur Wahl Eleven ein paar heftige Schläge auf den Kopf erhalten gestellt wurde. Als Delegirter zur Gewerkschaftskommission wurde und Umgegend. Mitgliederversammlung am Freitag, den 18. November, bei Jauer, Fruchtstr. 52. habe. Beuge Bukowski hat sich davon überzeugt, daß in dem sodann Hey und als Erjazmann Riedel gewählt. Brit. Heute, abends 82 Uhr, Rosenseeterrasse,' Chauffeestr. 69: Pro Schlafraum Frauen, Männer und Mädchen zusammen Die Droschkenkutscher hielten am Dienstag Abend im Vereins- jektions- Lichtbilder Vortrag über Augentrantheiten. Vortragender: wohnten. Ein Vorarbeiter 3 manda hat gesehen, daß der Eleve haus Südost, Waldemarstr. 75, eine gut besuchte Versammlung für Herr E. Lindenau. Gäste willkommen. die Matuszewska mit dem Spazierstock mehrere Male auf den Bezirk Often und Südosten ab, um Stellung zur Durchführung das Hintertheil geschlagen habe. Aus der Aussage des Lohntarifs vom Jahre 1896 zu nehmen. Dieser Tarif bestimmt des Zeugen Stefanski ist zu erwähnen, daß den Arbeitern von einen Lohn von 1,50 M. und 25 pet. der Einnahme. Der Referent ihrem Lohn 5 M. als Garantiefonds einbehalten wurden, damit Schulz führte in längerer Rede den Anwesenden ihre traurige Arbeiter die Lebensmittel auf dem Gute theurer bezahlten, Ausdruck kommt, ihre Lage zu verbessern, so kann dies nur als ganz fie die Arbeit nicht vor der Zeit verließen, und daß die Lage vor Augen. Wenn unter den Droschkentutschern der Wille zum als in der Stadt, aber bestraft wurden, wenn sie dieselben in der berechtigt bezeichnet werden. Bei den nothleidenden Fuhrherren Stadt kauften. Die Einkäufe wurden von dem Aufseher gegen scheint die Armuth nicht so groß zu sein, wenn man berücksichtigt, den Lohn verrechnet. In dem Schlafraum, der zugleich als Eßraum daß dieselben fast täglich neue Wagen in Dienst stellen. Eine Polizeiund Wohnraum diente, habe sich viel Ungeziefer befunden. verordnung war erst nothwendig, um der Ueberproduktion auf diesem Arbeiter, welche Sonnabends Nachmittag nicht zur Arbeit gingen, Gebiet Einhalt zu thun. Recht charakteristisch ist es, daß die kleinen Jahres 0, sondern am 1. Januar des Jahres 1 begonnen haben kann, so Hirtenstr. 8. Wie das 1. Jahrhundert nicht am 1. Januar des um sich zu baden, ihre Wäsche zu waschen und die zerrissenen Fuhrherren, welche 2, 3 und 5 Wagen befizen, den richtigen Lohn nimmt auch das 20. Jahrhundert erst am 1. Januar 1901 seinen Anfang. Kleidungsstücke auszubessern, wurden von dem Aufseher gezahlen, während die größeren Fuhrherren behaupten, sie könnten schlagen. Die Arbeiter erhielten 25 Pfund Kartoffeln, doch kam nicht mehr wie 1 M. Lohn zahlen. Der Referent schloß mit der des Lungengewebes. M. O. Erkrankung der Lunge, beziehungsweise Zerstörung von Theilen es vor, daß die Hälfte davon verfault war. Czrodowski er Mahnung, daß, wenn auf den einzelnen Höfen in den Streit getreten M. N. 2. 1. st klärte, daß Burschen, Mädchen und verheirathete Männer zuſammen werden sollte, man fest zusammenstehen müſſe, bis die Forderung gesagt und was? barüber im schriftlichen Miethsvertrag etwas auf schmutzigem Stroh voller Ungeziefer geschlafen voll bewilligt ist. Die Hartnäckigkeit der Fuhrherren muß an der viel wie jeder Sohn. 23. 50. 2. Die nothwendigen. Genau so Fr. Sp. 44. Der Vormund muß flagen. haben. Er bestätigte auch, daß die Leute, welche Sonnabends Nach- Solidarität der Kutscher zerschellen. Hierauf fand folgende Resolution Chr. W. 13. Su 1: Ja. Zu 2: Ja. A. T. Nein. Osterfeld. mittag nicht zur Arbeit tamen, um sich zu reinigen, geschlagen einstimmige Annahme: Laffen Sie den Schlüssel auf Kosten des Wirthes anfertigen und flagen Sie wurden. Den Arbeitern, die ihre Lebensmittel in der Stadt kauften, Die Droschkentutscher des Ostens und Südostens Berlins be- den Betrag ein. D. C. 1001. Sier unbekannt. R. Eb. 21. Müssen wurde etwas vom Lohn als Strafe abgezogen. Der Eleve habe schließen: Den Lohntarif vom Jahre 1896: 1,50 M. Lohn und 25 pct. in Zahlung genommen werden. Zu 2: Ja. Zu 3: Ist Desterreicher. oft mit den Arbeitern Streit gesucht und sie geschlagen. Die letzte der Gesammteinnahme und von 10 M. Einnahme 30 pet., überall Delegirter. Sehr einfach, weil er nicht gewählt worden ist. Zeugenausfage, die des Arbeiters Szymansti, lautete ähnlich; zur Durchführung zu bringen. Auf jedem Fuhrhof, wo mindestens glaubigung unnöthig. Bu 2: Läßt sich nicht sichern. Der betreffende foll in die Sprechstunde tommen. A. T. Notarielle Bes ber Zeuge fügte noch hinzu, daß das Zuſammenſchlafen eine 3 und mehr Kutscher beschäftigt sind, ist ein Vertrauensmann zu er- Frage ist nicht verständlich. – S. G. 100. Sie find zur Zahlung verpflichtet. Sittenverderbuiß der Weiber" zur Folge gehabt habe. I nennen, die übrigen Höfe, wo weniger als 3 Kutscher beschäftigt| C. G. M. D. Bu 1 ist die Frage nicht verständlich. Zu 2: Gegen. Zu 3: 56, der " " Arbeiterverein Vorwärts", Kopenhagen. " Jeden Freitag im Briefkasten der Redaktion. abonnements quittung beizulegen, Fragen ohne solche werden nicht beant Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte wortet und schriftliche Antwort nicht ertheilt Freitags abends von 7 bis 8 Uhr abgehalten. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und G. B. 18. R. M. 24. Die Für den Inhalt der Inserate übernimmt die die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 18. November. Opernhaus. Don Quixote. Anfang Schauspielhaus. Othello, der Mohr von Venedig. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Cyrano von Bergerac. Anfang 7/2 Uhr. Urania Apollo- Theater. Freitag, den 18. November: Tanbenstrasse 48/49. Armand'Ary. Abwechslungsweise Die Urzeit des Menschen und Quer durch Oesterreich. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Taubenstrasse im Hörsaal: Berliner. 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