Nr. 271. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrirter Sonntagss Betlage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1898 unter Dr. 7. 3. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für dus übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene stolonels seile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis & Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Emt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Berliner Elektrizitätswerke. zu berwalten. Sonnabend, den 19. November 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. ganz wie Man bekämpft das Haftpflichtgesetz, weil man glaubt, die Kosten wären übermäßig und für die Industrie verhängnißvoll. Während der Berathungen im Unterhause traten uns vor allem große Kapitalisten und Unternehmer( large capitalists and employers) entgegen. Zwei ragten besonders unter ihnen hervor, Sir Joseph Pease und Mr. Bainbridge, beide große Grubens besizer. Immer und immer wieder erzählten sie dem Hause, daß, wenn die Bill durchginge, die kleinen Kohlenwerke ver nichtet sein würden. Für sich selber sorgten sie nicht( Gelächter), aber die Kleinen lagen ihnen am Herzen. Mindestens um 3 Pence, ich glaube, man sprach sogar von 6 Pence, würde die Kohlenproduktion pro Tonne vertheuert werden. Wie sprechen nun die Thatsachen? Der Staatssekretär des Innern sowohl wie ich selber hatten forgjame Berechnungen sammeln lassen. Wir erklärten, daß die Kosten höchstens um 1 Benny sich steigern könnten, wahrscheinlich noch nicht um soviel. Nun will ich Ihnen etwas erzählen( Ge= lächter). Da besteht eine große Organisation, die Versicherung der Northumberland und Durham Bergleute. Nach Annahme dieses Gesezes bot sie, wie ich ihrem Bericht entnehme, den Grubenbesizerit im Distrikt, zu denen Sir J. Pease selber gehört, die Uebernahme aller erwachsenden Haftpflichtverbindlichkeiten für noch nicht 1 Penny, für 7/10 Penny pro Tonne an! ( Heiterkeit.) Und die Unternehmer lehnten dieses Angebot ab ( Gelächter und Beifall). Doch wohl, weil ihnen 7/10 Benny zu hoch schien( Gelächter). Ich kann jetzt Sir Joseph Pease und Mr. Bainbridge mur auffordern und ihre Ehre wird es ihnen ja selber gebieten Aufklärung über die ungeheuerlichen Uebertreibungen zu geben, deren sie sich im Unterhause schuldig machten, als sie die Lasten dieser Bill auf 3-6 Pence angaben. Es steckt natürlich ein gut Theil politischer Berechnung bei dem materielle Rücksichten verschiedenster Art Zukunft undenkbar sein, man nannte die abenteuerlichsten ins Gewicht fielen. Wenn man die kleine Mehrheit in betracht Biffern über die Ueberbürdung der Industrie Die Schlacht im Rothen Hause ist zu Ende. Mit einer Vertrages durch Lieferungen für die Allgemeine Elektrizitätszieht, wenn man weiß, daß eine Anzahl von Anhängern des bei uns, nur nicht ganz so weinerlich und verlogen. gerade nicht sehr imposanten Majorität haben die fapita- Gesellschaft an einem für dieses Attienunternehmen günstigen Regierung. Während bei uns vielfach die Regierung die Ganz anders wie bei uns ist jedoch die Haltung der listischen Produzenten den Sieg über die städtischen Konsu- Beschluß interessirt waren, so kann man, ohne berechtigten eigensüchtigen Klagen der Kapitalisten unterſtüßt, ergoß menten und über die Gemeinde- Interessen errungen. Die Widerspruch zu fürchten, dreist sagen, daß die Uebernahme Chamberlain in seiner gestern erwähnten Manchester Agiotage erblüht infolge des Beschlusses der Stadtverordneten- der Elektrizitätswerte durch kapitalistische Interessen verhindert Rede den Hohn und Spott in vollen Schalen über die Häupter Versammlung zu neuem Leben. Die Kurstreiberei an der wurde. Das in den Elektrizitätsbetrieben toalirte Kapital der zahlungsunlustigen Hezer und Wühler aus: Börse in Elektrizitäts- Aktien hat sich fortan städtischen Schutzes hat es verstanden, sich den fetten Bissen nicht fortnehmen zu erfreuen. Denn die Stadt Berlin ist ja" Sozius" der zu lassen. Dank der Klassenwirthschaft, deren Anhänger Attiengesellschaft geworden und breitet segnend und schüßend und ihre Hand aus über die Börsenmanipulationen, welche bei städtischen Körperschaften bilden eifrigste Förderer heut die Majorität in den Einführung neuer Aftien in Szene gesetzt werden. Und neben sind, die materiellen Interessen der von ihnen vertretenen und daher im stande dem Riesengewinn an der Ausgabe neuer Aftien winkt den Bevölkerungsschicht ausgiebig in der kommunalen Wirthdie schwere Arbeit des Kouponschneidens verrichtenden schaft zur Geltung zu bringen, war es möglich, daß Kapitalisten der Lohn einer hohen Dividende, die etwa vierzig Millionen Mark in den nächsten 17 Jahren herausgewirthschaftet wird aus dem städtischen Grund der Stadt zu Nutz und Frommen der Besizer von Elektrizitätsund Boden, die erzielt wird auf Kosten der Steuer- Attien entzogen werden, daß die Majorität der Stadtväter zahler, welche in hartem Ringen um des Lebens Noth- diesen Geldstrom, statt ihn in das Rathhaus zu leiten, den durft den Boden bereiten müssen, aus dem die Aktiengesell Geldschränken der Banken und Aktiengesellschaften zuführte; schaft zum finanziellen Nachtheil der Bevölkerung die goldene das war aber nur möglich, weil zwei Drittel der StadtBeute erzielt. Die Möglichkeit unkontrollirter Erhöhung des Attien Geldsacks refervirt sind. berordneten- Versammlung von vornherein den Vertretern des tapitals läßt dem Elektrizitätszwilling, welchem die Stadt sich bis zum Jahre 1915 durch den Vertrag ausgeliefert hat, voll- Stadtverordneten- Versammlung zeigt sich überaus deutlich, Die Wirkung der kapitalistischen Zusammensehung der tommen freie Hand für die Börsenjobberei. Gleichzeitig ist wenn wir an der Hand der Abstimmungsliste feststellen, aus durch den Verzicht auf Uebernahme der Werke vor dem welchen Wählerklassen die Befürworter der Ausbeutung der Jahre 1915 den Gesellschaften ein Monopol ertheilt, welches Stadt durch Aktiengesellschaften ins Rathhaus geschickt wurden. die Stromerzeugung für Straßenbahnen, Beleuchtung und In der Schlußabstimmung wurde der Vertrag mit 66 gegen Industriezwecke an privatkapitalistische Unternehmungen aus- 1 Stimmen, d. h. mit 2 Stimmen über die absolute liefert. All das für ein Entgelt, welches günstigsten Falls Majorität bei vollbesetzter Versammlung genehmigt. der Stadt die Hälfte des Betriebsüberschusses( Bruttoabgabe und 50 pCt. vom Reingewinn) zuführt, während den Aktionären theilung, 36 von der zweiten und 40 von der dritten AbVon den 117 Abstimmenden sind 41 von der ersten Abneben dem enormen Gewinn bei der Herausgabe neuer Aftien theilung gewählt worden. Die Vertreter der ersten Abtheilung noch die Hälfte der Ueberschüsse in den Schooß geworfen wird. haben also den Reford an dem Rennen für den Kapitalismus Nebenher werden noch Hunderttausende der Direktion und davongetragen. Mit Ausnahme eines einzigen Stadtverordneten dem Aufsichtsrath als Zantièmen, und ebenso große Summen waren die Vertreter der ersten Wählerklasse alle Mann auf in dieser Hervorhebung der unionistischen Verdienste um die den Aktionären für vorherige Verzinsung des Aktienkapitals Deck, und von 41 erstklassigen Stadtvätern stimmten 31 zu gunsten Arbeiter und in diesen Anklagen gegen große liberale Untermit 6 pet. zugeführt. Und warum diese Munifizenz gegenüber des Privatfapitals, während nur 10 dieser Elite der Bürger nehmer. Immerhin gefällt uns diese drohende Pose des engdem Privatkapital? Warum der Verzicht auf den aus der schaft die Elektrizitäts- Millionen der Stadt zuwenden wollten. nehmer. Immerhin gefällt uns diese drohende Pose des engBenutzung städtischer Straßen und Plätze entstehenden Gewinn? Die Vertreter der zweiten Wählerklasse sandten von lischen Kolonialministers besser wie die recht wenig stolze Warum die Abneigung, der Stadthauptkasse jährlich etwa 42 Stadtverordneten 36 auf den Plan. Von diesen stimmten unseres Reichs Staatssekretärs des Innern, der mit den 2 Millionen mehr zu überweisen? Weil die Stadt nicht 21 für und 15 gegen den Vertrag. Von den 77 Vertretern rheinisch- westfälischen Großindustriellen um die Wette wehklagt, im Stande sei, die Elektrizitätswerte richtig der ersten und zweiten Abtheilung erklärten sich also 52 dafür, man werde die eierlegende Henne noch durch die sozialEine plattere Bankrotterklärung zu gunsten des Privat- zum Jahre 1915 die Tafel gedeckt werde. daß den Dividendenschluckern auf Kosten der Steuerzahler bis reformerischen Eingriffe tödten. Dieses Klagelied der Kapitalisten hat sich eben stets tapitalismus ist uns noch nicht zu Ohren gekommen. Die Reichshauptstadt erklärt sich für unfähig, ein gewinnbringendes dritten Abtheilung. Von 42 Stadtverordneten der dritten AbUnd nun zu den vom Volt gewählten Vertretern der als ein heuchlerisches Manöver entpuppt. So auch jetzt wieder in England. Elektrizitäts- Unternehmen zu führen, während dieselbe Stadt theilung betheiligten sich 40 an der entscheidenden Abstimmung. Schleswig protestirte am 17. d. M., wie uns ein Privattelegramin Gegen die Ausweisung deutscher Staatsangehöriger aus seit Jahrzehnten sehr umfangreiche Gas- und Wasserwerke mit stetig wachsendem Erfolg betreibt. Gewiß, es mögen flärten sich als Gegner der kommunalen Geldsackspolitik. großen Versammlungen. Auch in Aarhus fand eine gleichartige Von diesen stimmten 14 für den Vertrag und 26 er aus Kopenhagen meldet, die dortige Sozialdemokratie in vier einige naive Naturen in der Stadtverordneten- Versammlung Während die erste Klasse nur 10 und die zweite nur Bersammlung statt. Die Versammlungen in St openhagen waren an dieses Märchen von der Unfähigkeit glauben aber wir 15 Gegner des Vertrages lieferte, stellte die dritte Wähler von etwa 10'000 Theilnehmern besucht. In allen Versammlungen hätten die Auguren lächeln sehen mögen, als die ,, Wissenden" unter flasse 26 Stämpfer für die Einschränkung der kapitalistischen wurde eine Resolution angenommen, in der aufs energiſchſte gegen fich diesen Grund für den Abschluß des Vertrages erfanden. Und Ausbeutung. Von diesen 26 Vertretern gehören 14 zur die Ausweisungen proteſtirt wird. Die Versammlung sei sich darüber das Lächeln der Auguren wurde zum Hohngelächter allüberall sozialdemokratischen Fraktion. Die dritte Wählerklasse hatte also far, daß jene Maßnahmen nur ein Werk der reaktionären preußischen da, wo die Gegner des Vertrages die thatsächlichen Ver- 26 Vertragsgegner, während die erste und zweite Stlasse zugegen das dänische entsprechen. Die große Mehrzahl der dänischen Regierung sind und nicht den Gefühlen des deutschen Volkes hältnisse zur Grundlage der Beurtheilung der Situation sammen nur 25 zusammenbrachte. Werden die Mandate der Bevölkerung sei dem Chauvinismus entschieden abgeneigt und überzeugt, machten. Außer den unschuldsvollen Seelen à la Kyllmann, dritten Abtheilung nicht mehr an Männer vergeben, die im daß die deutsche Sozialdemokratie sich in lebereinstimmung mit den Geder nur die idealſten Gründe für den privatkapitalistischen Gefolge der Freis. Ztg." marschiren und entsprechend der in fühlen der dänischen Sozialdemokratie befindet. Die Versammlung Betrieb kennt, und der den Aktionären nachfühlt, wie peinlich diesem Organ gepredigten Tendenz die Stadt dem Geldsacks appellire dringend an das deutsche Volt, um die preußische Regierung es ist, Dividende und Kursgewinn zu schlucken, glaubt natür- flüngel preisgeben, dann hätte die kapitalistische Auswucherung zur Ausübung von Gerechtigkeit und Humanität in Nordschleswig zu lich kein Mensch an die Stichhaltigkeit dieser Gründe, und die der Stadt ein Ende. öffentliche Meinung hat sich mit aller Deutlichkeit darüber aus- Diese Lehre muß aus den Verhandlungen der Stadt- Parteien statt, an denen Tausende theilnahmen. In der Vergesprochen. Nur die Freifinnige Zeitung" tämpfte für den verordneten- Versammlung gezogen werden. Die Wähler der urtheihung jener inhumanen Maßnahmen sind sich alle Barteien Ain Abend zuvor fanden ebenfalls Protestlundgebungen anderer Vertrag. Den diesem Organ infolge seiner öfono. dritten Abtheilung, vor allem die Arbeiterklasse, müssen die einig. Die Erbitterung ist eine so große, daß es wohl glaubhaft mischen Verbohrtheit und kapitalistischen Abhängigkeit Stadt vor der Bankokratie schüßen, indem sie die sozialdemo- erscheint, was hiesigen Blättern über den Versuch der dänischen eigenthümlichen Mangel an sachlichen Gründen hat fratische Fraktion des„ Rothen Hauses" start machen so Gefchäftswelt, alle Verbindungen mit deutschen Geschäftsleuten es in seinem unentwegten Kampfe für die Aktie und Dividende start, daß die Vertreter des Kapitalisnis matt gesetzt werden. abzubrechen, geschrieben wird. durch ödes Geschimpfe auf die Anhänger der Kommunali- Mit der ersten und zweiten Abtheilung mag fich das gegen sirung der Elektrizitätswerke zu ersehen versucht. Oesterreich- Ungarn hat jetzt eine Krise mehr zu überstehen fapitalistische Ausbeutung städtischen Eigenthums kämpfende wie fast selbstverständlich, eine Strife persönlicher Natur. Diesmal Wir gönnen der Freisinnigen Zeitung" den Ruhm, in Bürgerthum abfinden. Die Sozialdemokratie muß und wird ist Ungarn der Schauplatz der Tragikomödie. Baron Banffy, der stolzer Einsamkeit für die Elektrizitätswerke Propaganda zu dafür sorgen, daß die Vertretung der dritten Abtheilung im ungarische Ministerpräsident, lebt politisch seit Jahr und Tag machen und dem Zuge der Aktionäre das Banner des Kapi- Rathhause befreit wird von Männern, die, weil Gegner der von der Unfähigkeit der österreichischen Regierung, bem schlauen talismus voranzutragen. Doch eines Bundesgenossen hat sich Verstadtlichung, es geschehen lassen, daß Millionen an Aktien Geltung zu bringen. Banffy soll gegenüber der Hofpartei den Banffy gegenüber österreichische Interessen beim Ausgleich zur die Freifinnige Zeitung" bei diesem Treiben zu erfreuen. gesellschaften verschleudert und dem Privattapital Monopole fonftitutionellen Willen des Parlaments durchsetzen, gegenüber dem Die Börsenpresse fämpft vereint mit der Freisinnigen Zeitung" zur Ausbeutung der städtischen Anlagen ertheilt werden. für das Recht auf Dividende". Daß das führende Organ Parlament die Wünsche des Hofes durchdrücken. Bei diesem SeiltänzerDie im nächsten Herbst stattfindenden Ersagwahlen für funststück hätte der Ministerpräsident schon längst den Hals gebrochen, der freisinnigen Volkspartei aus der gesammten bürgerlichen die Stadtverordneten- Wahlen geben hierzu Gelegenheit. Die wäre er nicht von seinen österreichischen Kollegen freundlichst unter Presse nur die Börsenreptile an seiner Seite sieht das ver- Wähler der dritten Abtheilung mögen sich merken, daß ihre ſtigt worden. Nun aber stimmt die Rechnung plötzlich nicht: die stützt dient vor der Vergessenheit bewahrt zu bleiben, und Vertreter, die Stadtverordneten Alt, Baumgarten, Bergemann, Oppofition beschloß, im Namen der parlamentarischen Rechte muß von Einfluß sein auf die Beurtheilung, welche das Vor- Gericke I, Dr. Gerstenberg, Herbig, Dr. Hermes, Langenbucher, vorlagen Obstruktion entgegensetzte, die flerifale Sofpartei, die das Ministerium zu stürzen, indem fie den Ausgleichsgehen des Magistrats und der Stadtverordneten- Versammlung Liebenow, Meißner, Schem, Sutter, Törmer und Dr. Virchow mit der Opposition immer Fühlung hat, unterstützt sie heimlich in in der Bürgerschaft an allen vom Kapitalismus unabhängigen für den Vertrag mit den Berliner Elektrizitätswerten gestimmt diesem Kampf, zum Nutzen des absolutistischen Regimes. Die Taktik Stellen finden wird. Der Abschluß des Vertrages mit den haben. Die Abrechnung mit den Herren, die sich nicht nach war sehr einfach; Banffy sollte durch übermäßige Ansprüche von Elektrizitätswerken die Ablehnung fast aller auf Besser den Ansichten und Beschlüssen der Wolfsversammlungen richten beiden Seiten, die er unmöglich vereinigen könnte, aus seiner stellung der Stadt gerichteten Anträge die Weigerung, auch wollen, muß am Wahltage vorgenommen werden. Hoffentlich Stellung verdrängt werden. Um sich persönlich zu retten, berfiel den kleineren und mittleren Lichtkonsumenten einen sehr bekommen die Anhänger der Elektrizitätswerke zur Zeit von der Ministerpräsident auf ein gefährliches Auskunftsmittel. Er er mäßigen Rabatt zu schaffen der Verzicht auf die Ueber ihren Wählern die Quittung für ihr Verhalten. langte von der Krone ein Befehlschreiben, demzufolge das Henzi. nahme der Werke bis zum Jahre 1915 all Monument von seinem Plage entfernt und an seiner Stelle das geplante Elisabeth Denkmal errichtet werden sollte. Damit hatte sich Banffy freilich freilich sehr populär gemacht. Henzi war im Jahre 1849 als kaiserlicher Offizier bei der VerDas klägliche, heuchlerische Unternehmergejammer war seit jeher der nationalfühlenden magharischen Bourgeoisie, die theidigung Ofens gegen die Aufständischen gefallen. Sein Denkmal Von den Anhängern des Vertrages ist nicht mit Gründen über zu hohe Belastung durch Arbeiterversicherungs Gefeße nicht nur ihre Macht sondern auch den Schein der gekämpft worden denn Vernunft, Logik und Moral wären hat sich auch in England nach der Neuregelung der Haft Macht gewahrt wissen will, ein Dorn im Auge. Mit der auf seiten der Vertragsgegner war ein Kampf, pflicht wiederholt: die Konkurrenz mit dem Auslande sollte in Entfernung dieses Denkmals hätte es der Ministerpräsident " " 1 aufa erklärt sich nur dadurch, daß die Interessen des Privatkapitals in der städtischen Verwaltung einen derartigen Schutz finden, daß alle Anstrengungen, die darauf abzielen, die Macht des Kapitals zu brechen, für jetzt scheitern mußten. Es 211 Politische Ueberlicht. Berlin, den 18. November. beeinflussen. gewinn von 27 Millionen Rubel. Ohne angestrengte Beschäftigung wird die nach Rußland importirte Technik des Schiffbaues und seiner Armirung jedenfalls nicht bleiben." Man sieht, die brüstung 3 Konferenz wird in sehr ziveckdienlicher Weise vorbereitet! Deutsches Reich.] Zur Lippe'schen Angelegenheit. Das Lippe'sche Staatsministerium giebt eine öffentliche Erklärung ab, daß sowohl der Graf- Regent felbst als feine Familie, sein Hof und seine Regierung der Veröffentlichung der Aktenstücke in dem Neuen Wiener Tagebl." durchaus fern stünden. der Opposition unmöglich gemacht, ihm Verrath nationaler] Interessen vorzuiverfen. Aber wie auf Bestellung der konstitufionellen Opposition feste die absolutistische Hofs und Militärprtei mit ihren Umtrieben ein. Der gemeinsame NeichsKriegsminister verständigte den Korps- Kommandanten von Buda pest bon dem erwähnten kaiserlichen Befehlschreiben, und tnüpfte an die Stelle, Von der Invalidenversicherungs Novelle wird jetzt wieder wo die Uebertragung des HenziMonumentes nach den der Oeffentlichkeit vollständig ent ein Bruchstück bekannt. Lehrer und Lehrerinnen stehen jezt zogenen Garten der Kadettenschule angeordnet wird, die verfängliche Ueber die amerikanische Auffassung des Meistbegünstigungs- außerhalb der Versicherungspflicht, wenigstens soweit es sich um Bemerkung, das Denkmal werde numehr auf eine Stätte fiber rechtes, die soeben wieder Auseinandersetzungen zwischen der solche handelt, die eine höhere, mehr wissenschaftliche Thätigkeit austragen,, wo es sowohl im Angesichte des Schauplatzes deutschen und der Washingtoner Regierung hervorruft, wird uns von üben. In der Novelle ist nun die Einführung des Versicherungsjener braven Kriegerthaten verbleibt, als auch der heran- einem Abgeordneten unserer Partei geschrieben: 3tvanges für Lehrer und Lehrerinnen, Erzieher und Erzieherinnen wachsenden militärischen Jugend als unvergängliches Wahrzeichen Die europäischen Staaten haben bisher die Meist- Privatlehrerinnen es diesen in der Regel nicht möglich macht, fich vorgesehen, da die vielfach ungünstige Lage der Privatlehrer und von Tapferkeit und Treue immerdar vor Augen steht". Damit sind begünstigungspflicht stets ohne jede Einschränkung berin wieder alle nationalen Leidenschaften entfesselt, in der Kammer wird standen und gehandhabt. Jede Zollherabsetzung, die z. B. Deutsch- Der Versicherungspflicht sollen aber, wie in der Klasse der eine private private Versicherungsanstalt aufnehmen zu laffen. die schärfste Sprache gegen den Kriegsminister geführt, der vorläufig land mit Oesterreich, Italien und den anderen Tarifvertrags- Staaten Betriebsbeamten, nur solche Lehrer u. f. w. unterworfen werden, das Opfer bilden wird. Aber auch Bauffy ist in eine unhaltbare Situation gerathen. Daß er keinen vorläufigen Sieg vereinbarte, ist ohne weiteres, ohne Gegenleistungen deren Jahreseinkommen 2000 M. nicht übersteigt; denn nur über die Hofpartei erringt, macht ihn dieser nur verhaßter und den Vereinigten Staaten zugebilligt worden. Frhr. v. Marschall hat für diese ist das Bedürfniß nach gesetzlicher Fürsorge anzuerkennen. gegen Parlament und gegen Hof kann auch dieser listenreiche Mann seinerzeit ausdrücklich die Verpflichtungen, die Deutschland in der Aus gleichem Grunde sollen die Lehrer u. s. w. von der Versicherungsnicht regieren. fogenannten Saratogatonvention anerkannte, lediglich als Inter- italten angestellt sind und infolge diefer Anstellung eine PensionsInter- Pflicht dann freibleiben, wenn sie an öffentlichen Schulen oder AnSo ist er an feiner eigenen Verzweiflungsthat, der persönlichen pretation und Umschreibung der Meistbegünstigungsklausel in der anwartschaft haben; bei Anstellung an nicht öffentlichen Schulen oder Macht zuliebe an die heikelsten Dinge zu rühren, zu Schanden alten preußisch- amerikanischen Abmachung bezeichnet. Die europäische Anstalten sollen sie unter der gleichen Voraussetzung nach Prüfung worden, ganz wie sein ehemaliger Kollege Badeni, der Handhabung der Meistbegünstigung schließt somit nicht aus, daß der Verhältnisse von der Versicherungspflicht auf Antrag entbunden aus gleichen Motiven auf das Verbrechen der Unfähigkeit man selber dem Ausland niedrigere gölle einräumt, während werden dürfen. das Verbrechen des Verfassungsbruches setzte. Noch eines von Badeni lernen tönnen: gewinnen muß bei das Ausland für unsere dorthingehende Ausfuhr nicht nur nichts dadem ganzen Spiel nur der fleritale Absolutismus in seinem für zugesteht, sondern vielleicht foeben allgemein seine 3ölle ergerichtsraths Spahn, der die Wahl zum Abgeordnetenhause aus meine Zeichen steht jest Desterreich, in seinem Zeichen Ungarn. Dort hat höht hat und weiter erhöht. In der That ist das unsere Lage dem bekannten Grunde für Aachen, Stadt und Land, nicht des Parlament mit seiner letzten Abstimmung, durch welche die An- gegenüber Amerika seit dem Mc Kinley- Tarif und angesichts des annehmen konnte, muß in diesem Kreise eine Ersatzwahl stattfinden. flage gegen Badeni abgelehnt wurde, sich und die Verfassung zu Tode Dingley- Gesetzes. Wir kennen in Europa eben nur eine Meist- Wie die„ Köln. Volkszeitung" mittheilt, ist als Kandidat seitens verurtheilt, hier treibt ein noch mächtiges Parlament bemfelben Ende begünstigung sans phrase, ohne Gegenleistung. der Zentrumspartei der Volksschullehrer Sittart in Aussicht ge= entgegen. Auf der unmöglichen Voraussetzung des Wahlprivilegs aufgebaut, muß der Parlamentarismus zusammenstürzen; nur eine vollständige Demokratifirung des Wahlrechts kami konftitutionelles Leben gewährleisten. hätte er Da nommen. einem zweiten Staate unter Gegenkonzessionen vereinbart haben, Kieler Stadtkollegien befinden sich einige interessante Stellen, Anders die Vereinigten Staaten. Zollherabsetzungen, die sie mit Zur Fleischnoth. In einer Vorlage des Magistrats für die wollen fie auf ein drittes, wenn auch meist begünstigtes die den Rückgang der Wieheinfuhr recht deutlich illustriren. Es heißt Land nur nach Eintausch gleichwerthiger Gegenkonzessionen" aus- da: Unsere mit so hohen Kosten erbaute Seequarantäne- Anstalt Die deutsch englische Annäherung. In England ist dehnen. In der amerikanischen politischen Praxis ist diese etwas steht fast ganz leer. Vom 1. April bis 30. September d. I. find bent Kriegsfieber vorläufig das Redefieber gefolgt, und, ungenirte Interpretation schon öfter zur Durchführung gelangt und überhaupt nur eingestellt 134 Stüd Großvieh, 1 Stalb und 2 Schafe. obgleich die Weltlage noch nichts weniger als beruhigend ist, ein amerikanischer Völkerrechtslehrer( F. Wharton, International Die hierfür vereinnahmten Gebühren einschließlich Tuberkulinso ist es immerhin weniger beunruhigend, daß die Zungen, laco) hat diese Praxis auch gleich zu der Theorie erhoben, daß nur Impfung betrugen 2577,60 M., was einer Jahreseinnahme von als daß die Kanonen von selbst losgehen. Seit Lord Salis solche Vorrechte"( privileges, Bergünstigungen) von der meist etwa 5200 M. gleichkommen würde, während der Voranschlag bury's Guildhall- Rede- und vorher hatten auch schon viele begünstigten Nation beansprucht werden können, die dritten 114 980 M. als Einnahme vorsteht." berufene und unberufene Staatsmänner sich bernehmen lassen ohne Gegenleistung( gratuitous) gewährt wurden. In demselben Maße, in welchem die Einfuhr lebenden Viehes - ist ein wahrer Wolkenbruch von staatsmännischen Reden jetzt Frankreich nachgelassen hat, hat dagegen die Einfuhr ausländischen Fleisches int Washington einige Zollherabjegungen zugenommen. Es sind eingeführt im Halbjahr 1. April bis 30. Sepniedergeplatzt. Das bemerkenswerthe ist, all diese Reden nur dadurch erreicht hat, daß es sich zu einigen Er- tember 464 721 Kilogramm Fleisch, wofür an Untersuchungsgebühren bewegen sich in der gleichen Richtung, und zwar in der leichterungen für die amerikanische Einfuhr nach Frankreich 23 256 M., gleich einer Jahreseinnahme von rund 46 400 W., verRichtung der Rede Lord Salisbury's. Wenn ein Unterschied bereit fand, so verweigern die Amerikaner selbst den meistbegünstigten einnahmt sind, während der Etatsanschlag mur 4000 M. in Anist, so blos der, daß die Oppositionsredner noch etwas lauter Ländern die Anwendung der ermäßigten Zölle, bis Gegenleistungen rechnung setzte. Kroz dieser erhöhten Mehreinnahme aus dieser als die Regierungsredner die Aktionspolitik nach außen sowie wie die französischen erzielt sind. Position ist der Gesammtschaden Kiels auch nicht annähernd gedeckt, Damit verliert unseres Erachtens die Meist- vie ja auch die Einfuhr von Fleisch keineswegs das Bedürfniß an lebendem Schlachtvieh decken kann. jede Macht und gegen jede Vereinigung von Mächten zu be- begünstigungsklausel jeden vernünftigen Sinn. haupten. Uebereinstimmung aber herrscht in all' diesen Reden Auftatt handelspolitischen Streitigkeiten vorzubeugen, indem je de darin, daß ihre Spitze hauptsächlich gegen Rußland ge- Bollermäßigung sofort automatisch für den ganzen Umkreis der most richtet ist und daß sie eine Annäherung an Deutschland favoured nations( meistbegünstigten Nationen) in traft tritt, ruft befürworten. In diesem Sinne sprach sich nun auch der britische fie unausgesetzt Streitigkeiten darüber hervor, was als gleich Kriegsminister Marquis of Landsdowne in einer werthige Gegenleistung" zu gelten habe. Anstatt jede Willtür zu Rede aus, die er am Donnerstag in Plymouth hielt. beseitigen, erklärt sie die Willfür in Permanenz. Haben In China wird der unterirdische Krieg zwischen eng die Amerikaner 1892 ähnliche Gegenleistungen lischem und russischem Einfluß fortgefekt. Und besonders um gemacht, wie Desterreich oder Italien, deren Verträge gekündigt der ostasiatischen Situation halber wünscht man in England waren, oder wie man sie von Rußland, das teine Meiftdie deutsche Freundschaft zu pflegen. Die Times" schreiben begünstigung beanspruchen konnte, damals verlangte und später bereits einen wahrhaften Hymnus auf die deutsch- englische erreichte? Freundschaft. Das Blatt schreibt u. a.: die Entschlossenheit Englands betonen, seine Weltstellung gegen " 1 Bollsatg." schreibt: Ein Ausnahmegesetz gegen die Sozialdemokratie Ein mecklenburgisches Sozialistengesek. Die„ Mecklenburg. befindet sich unter den Vorlagen, welche dem diesjährigen Landtage in Malchin zugegangen sind. Und zwar geht die Vorlage nicht von der Regierung, sondern von dem Engeren Ausschuß von Ritter und Landschaft aus. Dieser Engere Ausschuß ist eine ständige, vom Landtag gewählte Kommission, welche die Vollmacht hat, die Regierung dahin zu überwachen, ob die vom Landtage gefaßten Beschliffe auch ausgeführt werden, und der ferner das Recht zusteht, Gefehesvorlagen bei der Regierung für den kommenden Landtag zu beantragen und vorzubereiten( zu„ intimiren“, wie der mittelalterliche Kunstausdruck für solchen Ausfluß der politischen Weisheit dieser Kommission lautet). Der Engere Ausschuß ist zusammengesett ans Landräthen, Rittergutsbesitzern und den Bürgermeistern der größeren Städte. Unter den Vorlagen( Propofitionen" heißt es in der Sprache unferes Junkerparlaments), welche der Engere Ausschuß diesmal dem Landtage hat zugehen lassen, im ganzen sind es bis jetzt 188, lautet die 56. wie folgt: Antrag des Ritterschaftlichen Amtes Bufow auf Ergreifung schärferer Maßregeln gegen die Sozialdemo tratie und auf authentische Interpretation der Verordnung vom 27. Januar 1851, betreffend Versammlungen und Vereine zu politischen Zwecken." Gerade die deutsche Arbeiterpresse hat die Anwendung der England hat teine ständigen Streitfragen mit Deutschland, und Vertragszölle auf die Union stets als ein Recht Amerita's an es liegt fein Grund vor, weshalb ihre Interessen in Europa zu erkannt. Im so mehr hat sie jetzt Anlaß, an dieser europäischfammenstoßen sollten. Auf kolonialem Gebiete kamm England sich zivilisirten Auffassung der Vertrags- Bestimmungen festzuhalten, die nicht über eine Politik der Nadelstiche von seiten Deutschlands bejezt von der deutschen Regierung in Washington vertreten wird. flagen, dessen Politit jederzeit positiver und offenbarer auf eine legitime Verfolgung solider Interessen begründet war, als diejenige ziemlich gleichgiltig; Kognals, Statuen und ähnliche schöne Dinge An fich find uns die amerikanisch- französischen Vertragszölle Frankreichs. England hat hinsichtlich Deutschlands keinen Wunsch auf irgend einen Austausch von Diensten, wohl aber auf eine sind schließlich für Deutschland noch nicht einmal einen diplomatischen mannhafte Freundschaft, gegründet auf gegenseitige Achtung und Notenwechsel werth, aber hinter diesem Vorgehen Amerika's lauert die auf eine Entwickelung, welche sich auf den vom gegenseitigen Gefahr, daß die deutsche Regierung unter dem Drucke der agrarischen Interesse und der Gemeinsamkeit der Ziele vorgeschriebenen Linien Agitation die amerikanische Auffassung der Meistbegünstigung zu der Näheres über die Art und Weise, wie die Herren von der Erbbewegt. In China machte das englisch deutsche 3u- ihrigen macht, wenigstens was die Beziehungen zu den Bereinigten weisheit sich die schärferen Maßregeln" und die authentische Interfammenwirten einen befriedigenden Anfang in Gestalt eines Staaten anbelangt. Wurst wider Wurst! Dann würde auch der pretation"( deutliche Erklärung) des, reinster Junkerweisheit entHandels- und Finanzbündnisses zwischen bedeutenden englischen Getreidezoll von 31 Mart gegen Amerika in Wegfall kommen und sproffenen Versammlungsgesetzes gedacht haben, liegt noch nicht vor. Es bleibt abzuwarten, welche Erleuchtung dem Junkerparlament In Rußland hat man natürlich begriffen, wem der durch den 5 Mark- Zoll ersetzt werden. Und weil wir den deutschen hierüber noch werden wird. In eine Kritik des Inhalts der VorErnst der englischen Rüstungen und Reden gilt. Arbeitern das Brot nicht vertheuert sehen wollen, deshalb lage kann daher noch nicht eingetreten werden. Die Aeußerungen der russischen Presse zeigen, wie unangenehm haben wir allen Anlaß, uns dem Protest gegen Ohne Zweifel haben wir es hier mit einem neuen Versuch zu thun, man in Petersburg von den freundschaftlichen Beziehungen eine solche Auffassung der Meistbegünstigung mit Umgebung des Reichstages der Arbeiterklaffe Fesseln anzulegen. Englands einerseits zu den Vereinigten Staaten, anzuschließen. Eine spätere Meldung besagt, daß der Landtag den famosen andererseits zu Deutschland berührt ist. Die ruffische unter dem Vorsize des Fürsten Hohenlohe zu einer Berathung er beschlossen hat: Der Antrag des Ritterschaftlichen Das preußische Staatsministerium trat Heute Nachmittag Plan der reaktionären Ritterschaft kurzerhand abgelehnt habe, indem Diplomatie hat sich offenbar zu weit vorgewagt. Besonders zusammen. Ein Korrespondent berichtet dazu:" Wir hatten seiner Amtes Butow bleibe auf sich beruhen". ihre rücksichtslose Politik in Nordchina scheint der deutschen zeit gemeldet, daß der im Reichsamt Regierung doch endlich die Augen geöffnet zu haben, wohin die gearbeitete Gesetzentwurf, betreffend des Innern aus- Daß die Mehrheit der Junker ihre Butower Kameradschaft in Stich gelassen hat, ist wohl darauf zurückzuführen, daß diese Mehrheit Handlangerdienste, die man Rußland seit dem japanischer Arbeitswilligen, den Bundesregierungen fich Hoffmmgen auf ein deutsches Sozialistengesetz macht und der chinesischen Striege im Uebermaß gethan hat, führen. Begutachtung zugegangen sei. Dieser Entwurf liegt daher Thätigkeit des Reichstages nicht vorgreifen wolle. Und wenn die russischen Staatsmänner etwa auf den auch dem preußischen Staatsministerium vor. Die Differenz, Keine Vergnügungsfahrt, eine Höllenfahrt! Aus Kiel gemachten Abrüstungsvorschlag Hoffnungen gesezt haben sollten, die ursprünglich über die Frage obivaltete, ob die Ver- wird uns geschrieben: so sind auch diese durch die Rede Lord Landsdowne's nicht oder auf dem Wege des Strafgesezes eintreten solle, scheint ersten Blick die Marineverwaltung als recht besorgt um die Fürsorge auf dem Gebiete der Gewerbe Ordnung Es geht zur Zeit eine Nachricht durch die Presse, die auf den bestärkt worden, der den„ edelmüthigen" Vorschlag des Zaren beglichen und im Sinne des ersteren Weges entschieden zu für die Schiffs befagung erscheinen laffen tönnte. Es wird nämlich zwar mit Freuden begrüßte, aber trocken erflärte, fein Land fein." Nach einem anderen Korrespondenten soll die Lippesche berichtet, daß dem Kreuzer Hertha", der für die oftastatische Station fönne seine Zustimmung geben, sich die Hände zu binden, Angelegenheit zur Berathung gestanden haben. am wenigsten England". bestimmt ist und jetzt die Vergnügungstour der Kaiser- Yacht Hohenzollern" mitgemacht hat, neue Luftschächte eingebaut werden sollen, da sich herausgestellt habe, daß die Ventilation der Maschinen- und Heizräumen die Arbeit des Maschinenpersonals fast Maschinenräume nicht genügend sei und die drückende Hize in den unmöglich mache. " den Schuh zur " Das Interregnum im Reichstage, die präsidentenlose Beit Wie Nußland abrüstet. Eine recht interessante und zwischen zwei Legislaturperioden, macht sich gegenwärtig infofern wie es scheint glaubwürdige Mittheilung über russische Pläne raths Knack, der nach altem Herkommen beim Schluß der letzten besonders bemerkbar, als auch durch die Erkrankung des Geheimbehufs Verstärkung der Marine bringen die Münchener Tagung von dem Präsidenten v. Buol- Berenberg beauftragt worden N. N." unter der Aufschrift: Ein russisches Riesen ist, bis zur Wahl des nächsten Präsidenten die Geschäfte in her- Die Hertha" ist beim„ Vulkan" in Stettin gebaut, im verprojekt. Da wird ausgeführt: gebrachter Weise weiterzuführen, auch in der Verwaltung eine gangenen Jahre erst vom Stapel gelaufen und hat bei der " Den Plänen der russischen Regierung, ihre Kriegs- und empfindliche Störung eingetreten ist. Dazu kommt, daß Probefahrt in diesem Jahre 19 Knoten Fahrt erzielt. Des Handelsflotte rasch auf einen breiten Fuß zu bringen, steht die dem Direktor beim Reichstage ausdrücklich untersagt ist, ungeachtet hat die Hertha" auf der Fahrt nach Konstantinopel der begrenzte Leistungsfähigkeit sowohl der eigenen in den während des Interregnums ihm zufallenden Präsidial Hohenzollern" bei 16 Knoten Fahrt nicht folgen können, hat dieses Staatswerften als auch der auswärtigen Schiffsbau- Gesellschaften geschäften sich vertreten zu lassen. Um zu verhüten, daß je der vorauseilenden Hohenzollern" durch Signale mitgetheilt und entgegen, zumal man von den letzteren die englischen nicht gern wieder eine solche Stockung in der Verwaltung des Reichstages ein- hat dann die Antwort erhalten, mit 12 Knoten nachzukommen. mit Aufträgen versieht. Das russische Marineministerium interessirt trete, und die Möglichkeit auszuschließen, daß etwa die verbündeten Mit knapper Noth ist dieses dann ermöglicht worden. fich daher eifrig für die Erweiterung der russischen Staatswerften, Regierungen durch Entsendung von Kommissaren sich in die Geschäfte Und die Gründe dieses Zurückbleibens? Es sind in der That erreicht aber auch hier bald die Grenze des Möglichen, schon wegen des Hauses einmischen und so in die Interna des Reichstages ein- fchwerwiegende Gründe gewesen, die den leitenden Maschinendes Mangels an technischem Arbeitspersonal und aus zahlreichen drängen, werde, wie die Bossische Zeitung" dazu bemerkt, eine Ingenieur die Einstellung der gegen die Probefahrt noch nicht eins anderen Gründen. Soll num die russische Marine sich ernstlich darauf vor- Aenderung der Geschäftsordnung für den Reichsmal sehr schnellen Fahrt geboten erscheinen ließen. Die physische bereiten, in nicht allzu ferner Zukunft den Wettstreit mit der britischen tag unerläßlich sein. Auch außerhalb der Legislaturperioden muß Unmöglichkeit für das Heizpersonal, vor den glühenden Odem Seemacht nöthigenfalls allein zu bestehen, oder doch ihrer weiteren der Reichstag fich eine geordnete und vollberechtigte Vertretung ausstrahlenden Kesseln auszuhalten, ist der Grund gewesen. Wie die Entwickelung auf allen Meeren eine imposante Flotte entgegen- sichern. Fliegen sind die Soldaten gestürzt, das heißt, haben schlapp gemacht. zuhalten, so dürfen radikale Mittel zu deren Vermehrung nicht ge= Sehr naiv sind die„ Berliner Neuesten Nachrichten". nachdem die Anspannung aller Kräfte bis zum äußersten verlangt scheut werden. Die russische Regierung beabsichtigt infolge solcher Weil wir in unserem neulichen Artikel über die Weltlage fagten, war. Und kein Wunder, daß es so gekommen. Auf der Probefahrt Erwägungen, die deutsche Schiffsbautechnik und Leistungsfähigkeit daß im Fall eines Strieges mit Frankreich, wenn England uns feind ist es möglich gewesen, daß die drei Stunden der Fahrt durch gleichsam auf russischen Boden zu verpflanzen, indem sie mit dem lich sei, durch die französische Flotte unsere Zufuhren zur See ab- die frische Mannschaft bei den völlig neuen Steffeln bewältigt Bultan" über Anlage von sogenannten Privatwerften in geschnitten würden folgert das„ unparteiische" Reaktionsblatt, wir werden konnten. In der tropischen Hize des Mittelmeeres jedoch Rußland in Verhandlung tritt, woran fich weitere Ber- feien nun verpflichtet, für die Vermehrung der deutschen Flotte ein- 8 von den 24 Stunden des Tages vor den glühenden Rachen der handlungen mit Krupp fnüpfen. Verwirklicht sich das Projekt zutreten. Das Blatt hat unseren Artikel nicht gelesen. Dann würde Kessel auszuhalten, war dem Heizpersonal nicht möglich, umsoweniger, der Regierung, worüber wir zur Zeit keine Vermuthungen es wissen, daß gerade die von ihm befürwortete Politit als die voraussichtlich schon Kesselstein angesetzten Kessel bedeutend anstellen wollen, so wollen, so muß, wie oft schon früher, ein es ist, welche uns durch Verfeindung mit England in eine solche mehr Heizung erforderten. Bei der Rüstung zur Palästinareise hat reicher Zustrom deutscher Ingenieure und technischer Arbeiter nach Gefahr zu bringen geeignet ist. Und wenn die Neuesten Nach- man an alles gedacht, einen tadellosen neuen Anstrich hat die„ Hertha" Rußland stattfinden, welche dort neben ihren direkten Obliegen- richten" noch das Einmal Eins tennen, dann find fie auch in der bekommen, großartige Illuminationseinrichtung wurde hergerichtet, heiten die Aufgabe finden werden, aus den Eingeborenen allmälig Lage auszurechnen, wie viele Milliarden nöthig wären, um nur der Fürsorge für die Mannschaft hat man anscheinend genug ein geschicktes Arbeitspersonal für den Schiffsbau heranzubilden. das gewünschte Biel der Flotten- Vermehrung zu erreichen gethan zu haben geglaubt. Jetzt soll in Genua der Einbau der Der Schöpfer der großrussischen Zukunftsmarine würde demnach vorausgesetzt, daß die Franzosen während der 10 oder 15 Jahre, neuen Luftschächte erfolgen. Deutschland sein. Soviel wir wissen, garantirt die russische Re- die wir brauchten, um ihren jezigen Stand zu erreichen, einen gierung den deutschen Anlagen für die erste Beit" einen Rein- Dornröschenschlaf schlafen. Für das Heizpersonal der Hertha" war die Fahrt teine Vergnügungsfahrt, sondern die reine Höllenfahrt. Ein Marine-Unfall. Die„Times" melden auS Shanghai: Das deutsche Flaggschiff„Kaiser" erlitt in der Samsah-Bucht einen Unfall, doch sind, wie das Konsulat mit- theilt, dessen Folgen weniger ernst, als man zuerst annahm. Worin der Unfall bestand, ist noch nicht bekannt.— Feudale Schulförderuna. In der letzten Sitzung des Oppelner Bezirksausichusses wurden wiederum nicht weniger als vier Fälle verhandelt, in denen oberschlesische Grund- dcsitzer, schwer reiche� und hochfeudale Leute, sich weigerten, zu S ch u l- n n d G e m e indelasten beizutragen. Anscheinend handelt es sich bei diesen Weigerungen um einen systematischen Widerstand der oberschlesischen Gutsherren gegen die Heranziehungen zu den genannten Lasten. Diesmal handelte es sich um Herrn von Beildon„auf" Lubin, Kr. Gleiwitz, den k g l. D o m ä n e n f i s k u s(I), einen Herrn Schmidt und um den freien Standesherrn Grafen Guido Henckel vonDonnersmarck„auf" Neudeck. Nur bei v. Beildon handelte es sich um etwa 4000 SP?., in den übrigen Fällen dagegen nur um 200— 500 SP?., Summen, die beim Domänenfiskus mit seinen 17 Quadratmeilen Besitz in Schlesien und beim Grafen Guido Henckel mit seinen 23 000 Hektar Grundbesitz nicht im mindesten ins Gewicht fallen.— Biickebnrg, 18. November. Amtliches Ergebniß der Reichs- tags-Ersatzwahl im Fürstenthum Schaumburg-Lippe: Es erhielten bei der am 14. d. SP?, stattgehabten Stichwahl von 0816 abgegebenen giltigen Stimmen Kammergerichtsrath a. D. Dr. SP?üllcr-Berlin sfrs. Vp.) 3742 Stimmen. Strosser, Major a. D., Herford(k.) 3074 Stimmen. Elfterer ist somit gewählt.— Nus dem Rheinland. Der Provinzialnusschufi der rheinischen Acntrunispartci veröffentlicht soeben eine Erklärung, worin ge- sagt wird: „in dem einen'oder anderen rheinischen Wahlkreise, wo die jüngste Landtagswahl zu bedauerlichen Meinungs- Verschiedenheiten und Zwistigkeiten innerhalb der Partei geführt habe, sei die Thäsigkeit der Kölner Geschäftsführung von betheiligteu Blättern mehrfach in unzu- treffender Weise gekennzeichnet bezw. gewürdigt worden. Die ganze Thätigkeit habe sich darauf erstreckt, Spaltungen und Zerwürfnisse zu vermeiden und auszugleichen." Ganz anders liest sich dem gegenüber ein Artikel in der „Rhein. Volksstimme", dem Organ der Zentrumsbauern. Es heißt da u. a.: „Es wird einfach derjenige gewählt, der von Köln aus zu wählen befohlen wird. Jeder andere wird durch die Presse niedergeschrien und derartig verdächtigt, daß an eine erfolgreiche Wahl nicht zu denken ist.... Endlich sollte etwas mehr Wahlfreihcit herrschen und nicht jeder als Feind des Zentrums seitens der Presse demmzirt werden, dessen wirth- schaftliche Ansichten mit den Ansichten gewisser städtischer Herren nicht übereinstimmen." Die Zerfahrenheit unter den rheinischen Ultramontanen ist sehr groß, und der Ton, den die Herren gegeneinander anschlagen, nichts weniger als fein. Warf doch ein Trierer katholisches Blatt dem Zentrumsabgeordneten und Zeitunqskaplan Dasbach„Ehr- geiz und die erschreckliche Rücksichtslosigkeit eines m a n d a ts lü ste rn en Mannes" vor. Ja.'man geht noch weiter und scheut sich nicht, den christlichen Mitbruder zu ver- gewaltigen und wirthschastlich zu vernichten. Es ist geradezu fabel- Haft, wie gewisse katholische Geistliche das Losungswort des Zentrums: Für Wahrheit. Freiheit und Recht! in die Wirklichkeit umsetzen. Wir lesen nämlich in der„Rhein. Volksstimme": „Es haben 1. Mitglieder des Klerus Bauern zu veranlassen gesucht, die„Volksstimme" abzuschaffen; 2. die Firma Klöckner und Mausberg, die Eigenthümerin der„Kempencr Zeitung", durste die „böse Volksstimme" nicht mehr drucken. In Vorst hatte man schon Unterhandlungen mit einem Drucker angeknüpft, der„Kempener Zeitung" gegenüber ein neues Blatt zu gründen, trotzdem dieses Blatt m Sachen der Reichstagswahl im Wahlkreise Kleve- Geldern mit der dortigen Mehrheit durch Dick und Dünn ging. Als die Firma Klöckner u. Mausberg dann zu Kreuze kroch und den Druck der „Rheinischen Bolksstimme" kündigte, wurde von der Gründung des Gegenblattes Abstand genommen." Die„Germania" ist ja zur Zeit auf der Suche nach Fällen von Tcrrorismus; vielleicht bereichert sie ihre Sammlung durch dieses weitere Beispiel aus der eigenen Partei. Der katholische Klerus versucht in der That alles, um den Baueruverein, der ihm nicht immer pariren will, zu unterdrücken. Kürzlich sollte im Kreise Neuwied ein Ortsverband ins Leben ge? rufen werden. Da vräsentirte ein Beauftragter ein Telegramm des Pfarrers, worin von der Gründung abgeralhen wurde. Die Bauern Ivaren aber der Meinung, daß dieser Rath ihrem Bortheil schnür- stracks zuwiderlaufe und nicht zum Ressort eines Seelenhirten gehöre.— Der Abgeordnete für Mainz, Dr. Schmitt, läßt erklären, daß die Mittheilung, er wolle seine Mandate niederlegen, nicht richtig sei. Gegen die vielen Festlichkeiten im Westen Teutschlands hat auch der„westdeutsche Verein zur Hebung der öffentlichen Sitt lichkeit" auf seiner in Elberfeld tagenden Generalversammlung Stellung genommen. Pastor Ohly von Elberfeld wies darauf hin, daß die Kirmessen die Trunksucht und Unsittlichkeit im Volk förderten. Was dort in öffentlicher Unsittlichkeit geleistet werde, sei gar nicht zu sagen. Schließlich wurde au Vorschlag des Pastors Weber, M.- Gladbach, folgende Re- solution' einstimmig angenommen:„Die Generalversammlung des Westdeutschen Vereins zur öffentlichen Sittlichkeit hält die jetzigen Kirmessen in allen größeren Städten nicht nur für überflüssig, sondern für direkt schädlich! in kleineren Städten und Landorten ist die Zusammenlegung innerhalb größerer Bezirke auf denselben Tag erforderlich." Hier sehen wir wieder die Diener der Kirche an der Seite des Untcrnehmerthums, bestrebt, die Arbeiterklasse zu verunglimpfen und ihre ohnehin geringen Freuden einzuschränken.— DreSden, 17. November.(Eig. Ver.) Die sächsischen A n ti- s e m i t e n haben in Chemnitz einen Parteitag abgehalten, auf welchem der Bankrott dieser Partei in Sachsen ganz offenbar geworden' ist. Herr Zimmermann selbst mußte konstatiren, daß Nnninth und Lässigkeit eingerissen ist. Er selbst ist wegen der mangelnden moralischen Unterstützung von seinem Posten als 1. Vorsitzender des Landcsvereins zurückgetreten, der 2. Vor- sitzende lehnte die„Verantwortung" für das Amt auch ab, sodaß ein besonderer Ausschuß zur Leitung der Geschäfte gewählt werden mußte. In der Kasse hat man bei 12 400 M. Ausgaben noch ein Defizit von 1600 M. zu verzeichnen. Eine Reihe von Vereinen sind mst den Beiträgen im Rückstände ge- blieben, bei Land- und Reichstagswahlen blieben die erhofften Er- folge aus, die Presse, die„deutsche Wacht", hat sich als einflußlos erwiesen. Herr Zimmermann suchte trotzdem seinen Getreuen Muth zuzu- sprechen. ES wurde ein Landesverband der auf dem Aussterve-Etat stehenden antisemitischen Vereine beschlossen. Zimmermann ist nach vielem Zureden wieder Vorsitzender geworden. Die sächsischen Antisemitriche werden noch einige Zeitlang fort- wursteln. Aber ihre Sache ist dem endgiltigen Verfalle geweiht. Wie stolz und ruhmredig trat diese Gesellschaft vor einigen Jahren auf die politische Bühne. Und jetzt? Allüberall nur Staub und Trümmer.— Dnrmstadt, 17. November. Der antisemitische hessische Landtags- Abgeordnete Köhler richtet an die Regierung eine Anftage über das Verbot des Verkaufs der„ Z u k u n f t" und des„ S i m p l i c i s s i- m u s" auf den hessischen Bahnhöfen. Die Interpellation richtet sich besonders darauf, ob bei dem Erlasse des Verbots die hessische Rechts- und Landeshoheit gegenüber preußischen Anordnungen ge- niigend gewahrt worden sei.— Tie Hcilbromicr ReichstagS-Krawalle werden im Dezember vor dem dortigen Schwurgericht verhandelt werden. Es handelt sich dabei bekanntlich um Aufruhr, Landfriedensbruch und Widerstand gegen die Staatsgewalt. Tie Anklage erstreckt sich auf 31 Personen. von diesen befinden sich seit dem Krawall 17 in Untersuchungshast, 17 haben das Alter von 23 Jahren noch nicht erreicht. Gegen 20 weitere Angeschuldigte soll wegen mangelnder Beweise Einstellung des Verfahrens beantragt sein.— Wie erinnerlich sein dürfte, war damals alle Welt darin einig, daß der Krawall durch ein etwas mehr taktvolleres und geschickteres Auftreten des Oberbürgermeisters von Heilbronn, Herrn Hegelmeier, hätte vermieden werden können. Ganz mißlungen ist der Versuch, den Krawall als einen»sozial- demokratischen" hinzustellen.— Wie ein gräflicher Verbrecher behandelt wird. Die regierungsoffiziöse„Straßb. Post" schreibt:„Von zuständiger Seite wird die Meldung der„Straßb. N. Nachr." dahin berichsigt, daß die Freiheitsstrafe des Rittmeisters Grafen Stolberg nicht in Gefängnißstrafe, sondern in Festungshaft bestehe." Jene zahlreichen Leute, welche der Ansilbt waren, daß das zuerst ge- meldete Strafmaß eine der schweren Blutthat in keiner Weise eilt- sprechende Sühne sei, werden jetzt, nachdem sie„von zuständiger Seite" davon in Kenntniß gesetzt worden sind, daß der Herr Graf nicht etwa wie ein„gewöhnlicher" Verbrecher 3'/s Jahre lang hinter dumpfen Gefängnißmauern zu schmachten habe, sondern auf„Festung" ein ziemlich angenehmes Leben führen könne, ohne Zweifel ihr Nörgeln einstellen.— Aus Elsaß- Lothringen, 15. November.(Eis). Bericht.) Im Bezirkstag für Oberelsaß, der zur Zeit seine Herbstsession abhält, entfaltet der Vertreter der Sozialdemokratie, Genoffe B u e b, der vor Jahresfrist von der Arbeiterschaft Markirchs auf diesen Posten berufen worden ist, eine umfangreiche, auch von den politischen Gegnern lobend anerkannte Thäsigkeit. Bueb hat der gegenwärtigen Tagung u. a. den Antrag eingebracht, zur Aufsuchung eines für die Errichtung einer Bezirks-Lungen- f e i I a n st a l t in den Vogescn geeigneten Platzes und für ie Ausstellung von Entwürfen und Voranschlägen eine Position von 3000 SPa in das Kapitel der Ausgaben einzustellen. Ferner beantragt er, der Bezirkstag möge der Regierung geaenüber den Wunsch aussprechen, daß die gegen die Einfuhr ausländischen Viehes angeordnete Gr enzs perre sofort aufgehoben werde-, die Re� gierung möge des weiteren baldigst diejenigen legislatorischen Mast nahmen in Vorschlag bringen, die geeignet sind, eine Unfall� Versicherung der Gefangenen herbeizuführen. Weitere Anträge Bueb's bezwecken die Aufhebung der den Wirthen aus erlegten Lizenzsteuer, die als eine gegen einen einzelnen Stand gerichtete AuSnahmcsteuer prinzipiell zu verwerfen sei, sowie die Aus- arbeisimg einer Regierungsvorlage, durch welche nach dem Muster von Bayern und Baden die Verwendung von Surrogaten und der Zusatz von Süßstoffen bei der B i e r b e r e i t u n g verboten wird. Endlich ersucht unser Genosse den Bezirkstag, die von ihm gewählten Landesausschußmitglieder aufzufordern, in der nächsten Tagung des Landesausschusses die in der letzten Zeit wieder vermehrt vor- kommenden Willkürlichkeiten der Behörden auf dem Gebiete deS Vereins- und Versammlungslebens in der gebührenden rücksichtslosen Weise zu geißeln und aus eigener Initiative einen Entwurf einzubringen, der die Regelung der An- gelegenheit in einein die Volksrechte wahrenden freiheitlichen Sinne vorsieht.— Schweiz. Zürich, 15. November,(feig. Ber.) Der jüngst erschienene Jahresbericht des schweizerischen Arbeite rse'kretariats für 1897 enthält zunächst den Jahresbericht des leitenden Ausschusses des schweizerischen Arbeiterbundcs, sodann den Thättgkeitsbericht des Arbeitcrsekretariats und feiner Adjunkten in Biel'und Genf, das Protokoll der Sitzung des Bundesvorstandes vom 24. April 1398 und schließlich die im Februar 1898 an die ständeräthliche Kommission gemachte Eingabe in Sachen der Kranken- und Unfallversicherung. Das' ganze Bändchen zählt 100 Seiten. Die Thäsigkeitsberichte enthalten einige schätzbare Beiträge zur Kenntniß der Arbeiisverhältnisse in der Schweiz. Die Jahresrechnung für 1897 schließt bei 25 102 Fr. Ausgaben mit eineni Defizit von 102 Fr.; bekanntlich subventiomrt der Bund das Arbeitersekretariat mit 25 000' Fr. pro Jahr. Die hauptsächlichsten Ausgabcposten sind: 17 90e» Fr. Besoldungen, 2479 Fr. Druckkosten, 1444 Fr. Bureaumiethe 3C., 1113 Fr. Reisespesen, 402 Fr. Porto, 1070 Fr. Verschiedenes u. s. w. In nächster Zeit sollen die Berichte über die Lohn- und Streikbewegungen in der Schweiz in den Jahren 1890 und 1897 erscheinen. In der Schweiz besteht die Militärpflichtersatz- Steuer, die jeder Schwcizerbürgcr bezahlen muß, der für den Militärdienst untauglich oder als ausgehobencr Wehrmann ver- hindert ist, wie z. B. durch den Aufenthalt im Ausland, seinen jähr- licheu Militärdienst zu thun. Seit Jahren wurde in den Kantonen die Praxis befolgt, uneinbringbare Militärpflicht- Ersatzsteuer durch mehrtägigen Kasernendienst quitt zu machen, wobei der Betreffende Reinigungsarbeiten zc. verrichten mußte. Auf Beschwerden dagegen erklärte diesen förmlichen Schuldverhast das Buudesgericht in Lau- sänne für verfassungswidrig. Nun hat der Bundesrath auf Veranlassung des Nationalrathes eine Gesetzcsvorlage ausgearbeitet, welche die An- gelegenheit im Sinne der bisherigen Praxis regeln soll. Dagegen hat das jetzt in Luzern domizilirte Zentralkomitee des schweizerischen Grütli- vereins eine ausgezeichnete Eingabe an die Buiidesversammluiig gerichtet, in welcher diese gebeten wird, auf die Vorlage nicht ein- zutreten und unter allen Umständen einer Regelung des Eintrcibens der Militärpflicht-Ersatzsteuer, welche das zwangsweise Abverdicncn und die Bedrohung der sogenannten schuldhaften Nichtbezahlung mit Haft in Aussicht ninimt, die Zustimmung zu versagen. Auch der lctzte sozialdemokratische Parteitag in Basel hat in Sachen die gleiche Stellungnahme beschlossen.— Frankreich. Zur Dreysus-Angelegenheit nahm am Donnerstag Abend in Paris unter der Leitung des Chefredakteurs der„Aurore" eine Versammlung Stellung, welche von mehr als 3000 Personen besucht war. Die bedeutendsten sozialistischen Führer hielten Reden. Schließlich wurde folgende Resolusion angenommen:„3000 ver- sammelte Bürger Protestiren energisch gegen die Langsamkeit, mit welcher die Revision des Dreyftisprosses vor sich geht. Sie fordern, daß Picquart sofort in Freiheit gesetzt wird und tadeln die Schurken, welche Dreysus unschuldig nach der Teufelsinsel geschafft haben. Die Versammelten protestiren ferner gegen die gerichtliche Verfolgung, welche gegen Gohier angestrengt worden ist, weil er der Armee die Wahrheit gesagt hat. Endlich erklären die Versammelten, daß sie alle Mittel und Wege benutzen werden, um das militär- gerichtliche Verfahren, welches so viel Unheil anssiftet, abzuschaffen." — Der in der Versammlung ebenfalls anwesende Leiter des Anarchistenblattes„Peuple" wurde von einem Polizeibeamten auf grund eines von diesem vorgewiesenen Haftbefehls sofort abgeführt. Der Mini st er der Kolonien erhielt vom Gouverneur von Guyana ein Telegramm, in welchem derselbe meldet, daß die Entscheidung der Kriminalkammcr des KaffasionshofeS an Dreysus mitgetheilt worden sei. Die Depesche erwähnt keines Zwischenfalles. Die angekündigte Broschüre Esterhazy'S über die Dreysus- Sache soll nächste Woche in Paris zur Ausgabe gelangen. In der Einleitung erwähnt Esterhazy die Gründe, welche ihn zu Veröffent- lichung der Broschüre bewogen haben, nämlich erstens marerielle Gründe, um sich und die Seinen erhalten zu können, zweitens moralische Gründe, um sich bezüglich der Maß- regeln zu revanchiren, die man gegen ihn anzuwenden für richtig befunden habe. Esterhazy sagt ,n der Einleitung u. a.: „Man hat mir meine Ehre geraubt und meine Epauletten abgerissen, deshalb will ich jetzt sprechen. Ich bin fest entschlossen, die Jntriguen der polisischen Parteien aufzudecken, welche die Dreysus- Angelegenheit dazu benutzen, um die französische Armee und meinen guten Ruf in den Koth zu ziehen." Paris, 17. November. Nach dem„Siöcle" ist Picquart 'ünffacher Vergehen oder Verbrechen angeklagt. Punkt 1 bezieht sich auf die Mittheilung der Atten einer Affaire Boulet, Punkt 2 auf die Mittheilung eines Geheimdossiers über den Briestaubendienst an seinen Freund, den Advokaten Leblois. Punkt 3 dreht sich um die Mittheilung, die Picquart nach der Aussage de« Oberstlieutenants' Henry und des Archivars Gribelin ebenfalls Leblois von dem„xstiv visu" gemacht haben soll, in dem die Stelle„oe Canaille de D," vorkommt. Endlich kommen die zwei Rohrpostkarten an die Reihe. die Picquart gefälscht haben sollte oder wenigstens benutzt hat.— Paris, 18. November. In der Kammer interpellirte der Abgeordnete Lasies die Regierung über die Maßregeln, welche sie zu treffen gedenke, um zu verhüten, daß die g e- Heimen Schriftstücke aus der Dreysus- Affäre. welche die Sicherheit des Staates gefährden, an die Oeffentlichkeit gelangen. Ministerpräsident D u p u y erklärte, die Regierung verbleibe in dieser Angelegenheit bei ihrer ftüheren Erklärung. Dupuy fordert die Vertagung der Interpellation auf einen Monat. Der Abgeordnete Lasies ist hierüber äußerst entrüstet und steigt wüthend auf die Tribüne, wo er nochmals eine heftige Rede gegen die Regierung hält. Er wird vom Präsidenten mehrmals zur Ordnung gerufen. Unter anderem sagte er, Frankreich sei augenblicklich unter einer Diktatur, an deren Spitze ein Jude stehe.(Gemeint ist Präsident Loew, der indeß Protestant ist.) Auch wegen der letzten Aeußening wird Lasies zur Ordnung gerufen. Er antwortet, er sei von seinen Wählern ins Parlament gesandt worden, um die Regierung zur Ordnung zu rufen, so oft sie fehl gehe. Nach längerer Debatte wurde schließlich der Antrag Dupuh's auf Vertagung der Interpellation auf einen Monat angenommen.— Dänemark. Dem Folkething ist von feiten der sozkaldemo- kratischen Parteigruppe ein Gesetzentwurf betreffs Er- richtung von I n st man ns-Hä usern zugegangen. Da die bisherigen Versuche einer Lösung der Landarbeiterftage an dem Widerstande des Landesthing scheiterten, und der neue vom Ministeriiim dem Reichstag zugegangene Anttag Werth- los ist, hat sich unsere Partei entschlossen, einen wirklichen Reformvorschlag dem Parlament vorzulegen. Die bisherigen Er- Weiterungsanträge des Folkething scheiterten daran, daß die Re- qierung und der Landesthing Bedenken dagegen hatten, daß der Staat dabei Privatbesitz mit mehr als vier Fünfteln des WertheS be- liehen hätte. Bei dem neuen Antrag der Sozialdcmokrasie bleiben die Landarbeiter-Ansiedelungen S t a a t s e i g e n t h u m, die Ar- bester werden nur Pächter,' aber Pächter des Staates, nicht eines sie aussaugenden Grundbesitzers. Der Vorschlag sieht eine Pacht von 2 pCt. des Werthes vor. Man hat in diesem Falle nur nöthig, auf Tüchsigkeit zu sehen, nicht, ob die Arbeiter, die im anderen Fall nöthige Anzahlungssumme besitzen. Die Grundstücke sollen einen Maximalwerth von 0000 Kr. haben und 4 bis 0 Tonnen Land um- fassen. Zur Beschaffung von Land soll das Pfarrland eingezogen werden, das für 15 000—20 000 Arbeiter hinreichen würde, während nach dem Rcgierungsgesetz nur 2000 Arbeiter angesiedelt werden können. Die Pfarrer sollen dafür entschädigt werden; die meisten erzielten kaum 3 pCt. von ihrem Lande, weil sie nichts davon verstehen. Dadurch, daß eine Anzahl Landarbeiter das Land eines Pfarrhofes übernehmen, kann für den Betrieb Maschinen- kraft verwendet und die Bewitthschafttmg in moderner Art bc- trieben werden. Für die Durchführung braucht der Staat nur 0 bis 7 Millionen in den ersten 5 Jahren jährlich zur Verfügung zu stellen. Später beträgt die Ausgabe noch nicht 1 Million. Die Einbringung' dieses Antrages wurde von Harald Jensen mit wannen Worten'begleitet.— Spanien. Madrid, 17. November. Im Ministerrathe, welchem der Ministerpräsident Tagasta wegen seines Unwohlseins nicht bei- wohnte, gab der Justizminister einen Ueberblick über die gegen- wärtige innere und äußere Politik, erklärte die Furcht vor der karlistischen Agitation für unbegründet, sprach alsoanii über die gestrige Sitzung der Fricdcllskommission in Paris und legte den Eindruck der europäischen Höfe betreffend die Verhandlungen der Konnnisston dar.— Ruftlaud. Petersburg, 18. November. Dem„Rnffkij Invalid" zufolge gehen die Bauarbeiten am neuen Libauer Kriegshafen ihrer Vollendung entgegen. Die Ankerplätze für die Kriegsschiffe sind vollständig hergerichtet. Man beabsichsigt, nachdem eine Probe- ankernug stattgefnudell hat, die größten neuen Panzerschiffe und die Kreuzer der baltischen Flotte dahin überzuführen.— Kommission für Arbeitersiatiftik. Die Kommission setzte heute die Vernehmung der Auskunfts- Personen aus dem Gajtivirthsgewerbe fort. Heute waren Nestau- rateure und Nestaurationskellner aus allen Gegenden Deutschlands erschienen. In der Darstellung der Verhältnisse ist es das alte Klagelied, was aus Groß- und Kleinstädten, aus Norden und Süden des Vaterlandes erschallt. Uebcrall muß der Kellner von ftüh bis spät thätig sein, weil'es das Geschäft erfordert. Es giebt eben keinen Ott, in dem nicht des Morgens Leute ihre» Frühschoppen trinken und in welchem bis in die späte Nacht hinein Leute in der Kneipe sitzen. Dieser Umstand wird nun von den Wirthen benutzt, um die Kellner so lange anzuspannen, daß ste vor dem ersten und nach dem letzten Gast in der Witthschast sein müssen. Dem Wirth kosten die Arbeitsstunden des Kellners nichts und deshalb sinut der Wirth nicht auf Mittel, den Uebelstand zu beseitigen. Die heusigen Erhebungen ergaben, daß die lange Arbeitszeit vielfach abgekürzt werden kann, wenn ein ernster Wille vorhanden ist. Unstreitig ttägt die Form der Lohnzahlung viel zu den Miß- ständen bei.' Statt Zeitlohn vom Wirth zu erhalten, muß der Kellner den größten Theil seines Baarlohnes in Form von Trinkgeld von den Gästen einsammeln. Der Kellner kann erst dann abrechnen und das Geschäft verlassen, wenn der letzte Gast sich entfernt hat. Würden die Preise für Speisen und Getränke so sein, daß die Kosten für Bedienung mit eingerechnet sind und müßten die Witthe dem Kellner Sttmdenlohn zahlen, dann würde in 99 von 100 Fällen, wo jetzt übermüßig lange Arbeitszeit ist, dieselbe beseitigt sein. Die Kellner empfinden das Trinkgeldwescn als eins der größten Uebel ihres Gewerbes. Die Wirthe sind jedoch der Meinung, daß die Trinkgelder nicht beseitigt werden können, weil man dem Kellner keinen so hohen Lohn geben kann, der als Ersatz für das Trinkgeld dienen kann. Obwohl einige Restaurateure unglaublich hohe Summen als Kellnereinnahmen nannten, wollten doch fast sämmtliche Kellner lieber feste Einnahmen haben, statt auf den Gnadenlohn des Gastes angewiesen zu sein. Die Witthe führen mit an, daß der Gast mancherlei Gefälligkeiten von dem Kellner verlangt. Bald soll der Kellner eine Zeitung besorgen, dann beim Anziehen des Ueberzichers behilflich sein u. f. w. Die Kellner halten das Trinkgeld für ein Uebel, weil die Einnahme eine unsichere ist und niederdrückend auf den Empfänger wirkt. Für das Gewerbe ist das Trinkgeld schädigend, weil dem freigebigen Gaste die besten Portionen rescrvitt werden u. s. w. Charakteristisch war eine Mittheilung eines früheren Büffetiers über das Geschüftsgcbahrcn in manchen Betrieben. Während der Chef 00 Pf. für ein Liter Bier zahlt, mußte der Büffeticr 03 Pf. für jeden Liter abliesern. Er ist also gezwungen dem Gaste weniger zu liefern als er bestellt. Einen breiten Raum nahmen die Auseinandersetzungen über die Stellenvermittelung ein. Auch die heute erschienenen Auskunfts- Personen hielten da? Kommissionärwescn für einen Krebsschaden. Auch heute wurden Fälle mitgetheilt, aus denen hervorging, daß in nicht seltenen Fällen die Wirthe Vortheile vom Stellenwechsel haben. Der Kommissionär ist ein guter Gast, er macht große Zechen und folg- lich sieht sich der Wirth gezwungen, dem guten Gaste in seinem nicht ganz reinlichen Geschäft zu unterstützen. In Frankfurt a. SP?, haben die GastwirthSgehilfen eine Stellenvermittelung eingerichtet, die dct Aufsicht des städtischen Arbeitsnachweises unterstellt ist. Obwohl� auch noch eine Kaution ftir die empfohlenen Kellner angeboten wird, weigerte sich doch die Gastwitthsinnung und der Witth'everein diesen Stellennachweis zu benutzen, fein anwesender Frankfurter Jnnungs-. wirth entwickelte über den Stellennachweis ähnliche Ansichten, wie sie von dem Gründer der Maßregelungs- Bureaus des Hamburger Arbeitgeberverbandes Dr. Matten? schon oft vorgetragen sind. Gerichts- Beitung. Der 81 des Vereinsgefehes und das Kammergericht. Daß im Lehrlingswesen mancherlei Mißstände bestehen, wird| Genosse August Müller, vom Landgericht zu 3 Monaten Gefängniß auch von den Wirthen allgemein zugegeben. Die Hauptmaßregel, verurtheilt worden, weil in einer Polemit gegen den nationallibedie jetzt von den Wirthen gegen diese Mißstände ergriffen wird, ralen„ Hannöv. Kurier" die Unparteilichkeit der Rechtsprechung angescheint darin zu bestehen, daß sie die Knaben, bevor sie in die Lehre zweifelt und gesagt worden war, die Justiz sei glücklich dahin gelangt, Hand- Ein juristisches Kunststück hat jezt durch das Kammergericht seine treten, ärztlich untersuchen lassen, um festzustellen, ob der Lehrling lungen zu bestrafen, die wie Streifpostenstehen und Ueberredung zum Weihe erhalten. Am 23. Februar 1898 sollte in Weißensee die Strapazen ertragen fann. Streit an sich nicht gegen Sitte und Moral verstießen. Müller legte gegen eine Versammlung des Arbeitervereins stattfinden. Plakate, die Die Schwächlichen werden dadurch zwar ausgeschieden, ob das Urtheil des Landgerichts Revision ein, worauf das Reichsgericht öffentlich angeschlagen waren, luden dazu ein und zeigten an, daß aber die sanitären Zustände im Kellnerberufe dadurch gebessert die Sache an dieselbe Instanz zurückverwies. In der neuerlichen Ver- der Reichstags- Abgeordnete Pe us sprechen werde. Es erschienen auch werden, muß die Zukunft lehren. Auf jeden Fall haben die handlung erkannte das Landgericht den Angeklagten der Be über 100 Personen im Lokal des Gastwirths Hähling. Der hohen Krankheits- und Sterblichkeitsziffern dazu geführt, diese Maß- leidigung der preußischen Richter abermals schuldig und Einberufer, regel einzuführen. Die Wirthe wollen der Welt glauben machen, verurtheilte ihn zu zwei Monaten zwei Wochen Gefängniß. Lage, dem Genosse aac, war indessen nicht in der daß die schlimmen sanitären Zustände nicht eine Folge der an- Der Staatsanwalt hatte drei Monate zwei Wochen beantragt. In daß die Versammlung anwesenden Beamten die Bescheinigung darüber, polizeilich gestrengten langen Arbeit sind, sondern darauf zurückgeführt werden derselben Sigung des Landgerichts wurde gegen Müller wegen zuweisen. Er hatte einen Bekannten mit der Anmeldung betraut angemeldet fet, borfönnen, daß schwächliche, mit erblichen Krankheiten belastete Personen einer Wahlrede verhandelt, die dieser in Groß- Ottersleben gehalten und dieser hatte die Erfüllung des Auftrages versäumt. So theilte den Beruf ergreifen. Also nicht die Erkrankung im Beruf führt die hat. In einer derben Aeußerung über den Grafen Posadowsky, denn Haad, ohne die Versammlung für eröffnet zu hohe Belastung der Krankenkassen herbei. betreffend dessen Verhältniß zum Unternehmerthum, erblickte das erklären, den Anwesenden mit, daß die Versammlung nicht Gericht eine Beleidigung dieses Herrn. Das Urtheil lautete auf stattfinden könne. Alsbald leerte sich der Saal. Trotzdem 300 M. Geldstrafe, wobei das Gericht die Erregung, die während erhielten Haad und der Gastwirth Hähling Anklagen wegen Verdes Wahlkampfes herrschte, zu gunsten des Angeklagten in Rücksicht gehens gegen die§§ 1 und 12 des Vereinsgefeges. Haad wurde gezogen hat. Der Staatsanwalt hatte 5 Monate Gefängniß be- vorgeworfen, daß er als Einberufer einer Versammlung, die antragt. öffentliche Angelegenheiten zu erörtern bezweckte, diese VerIn ihrem Begrüßungsartikel zum Stuttgarter Parteitage fammlung nicht angemeldet habe, und dem Gastwirth machte hatte die Erfurter" Tribüne" geschrieben:„ Die Zähne zu- man zum Vorwurf, seinen Saal für die Versammlungen hergegeben sammen, den Kopf hoch, das Auge offen, die sehnigen, tampfgestählten zu haben. Die Angeklagten bestritten, daß es sich hier überhaupt Arme bereit zum Dreinhauen, so steht die Arbeiterschaft kalten Blutes um eine Versammlung handele. Eine solche habe garnicht stattauf ihren zwei kräftigen Beinen und erwartet ihre zahlreiche Feinde." gefunden. Das Schöffengericht sprach die Angeklagten darauf Die Staatsanwaltschaft nahm diese Stelle des Artikels wörtlich und er- frei, vom Landgericht wurden sie jedoch zu Geldstrafen verurhob gegen den verantwortlichen Redakteur Rudolph Anklage, weil theilt. Die Straffammer führte aus, es sei thatsächlich eine Ver= er in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise verschiedene sammlung zu stande gekommen, obgleich die TagesBevölkerungsklassen zu Gewaltthätigkeiten gegen einander öffentlich ordnung nicht erledigt worden sei. Und aus der Thatsache, daß ein angereizt habe. Das Landgericht erkannte natürlich auf Freifozialdemokratischer Reichstags- Abgeordneter in der Versammlung sprechung. Es trat der Ansicht des Vertheidigers bei, der u. a. sprechen sollte, sei auf die Absicht einer Erörterung ausgeführt hatte, daß die inkriminirte Stelle bildlich zu verstehen öffentlicher Angelegenheiten zu schließen.§ 1 des sei und daß man zu der Meinung des Staatsanwalts nur dann Vereinsgefezes sei somit anwendbar. Die hiergegen eingelegte Rekommen könne, wenn man den Worten Gewalt anthue. Partei- Nachrichten. Ueber den Ausfall der preußischen Landtagswahlen veröffentlicht der Parteigenosse August Bebel in dem soeben erfchienenen Hefte der Neuen Zeit" einen Artikel, worin er sagt: " Das Endresultat ist, daß den Konservativen, denen in der Yesten Legislaturperiode sechs Stimmen an der absoluten Mehrheit fehlten, jezt dreizehn Stimmen fehlen. Ein anderer kleiner Gewinn ist, daß durch die Verluste der Nationalliberalen die entschiedenere Linke gewann, diese also, wenn sie ihre Kräfte richtig anwendet, einen etwas größeren Einfluß erlaugen kann. Dieses Gesammtresultat zeigt, daß das liberale Bürgerthun unter den gegenwärtigen Verhältnissen- ein Theil der Schuld liegt allerdings mit am Wahlgesetz nicht mehr die kraft befigt, mit der Reaktion fertig zu werden. Nur der kleinste Theil des Bürgerthums in der Hauptsache beschränkt auf die größeren und großen Städte folgt noch der liberalen Fahne. Und dieser Erfolg des Liberalismus wäre nicht einmal bei den preußischen Landtagswahlen hervorgetreten, hätte nicht die Wahlbetheiligung unserer Parteigenossen an einer Reihe von Orten dem Liberalismus den Sieg verschafft. Dieses Resultat war um so unerwarteter, weil niemand, auch unter den Anhängern der Wahlbetheiligung nicht, auf einen Sieg aus eigener Kraft gerechnet hatte. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " vision des Gastwirths Hähling wurde aus formellen Gründen zurückgewiesen. Genosse Haack legte ebenfalls Revision ein und machte geltend, die§§ 1 u. 12 des Vereinsgesetzes seien verlegt. Der Vorder= richter habe den Begriff der Versammlung" verkannt. Haack selbst Fragt man nun, welchen Eindruck und Einfluß hat die Behabe ja den erschienenen Leuten bedeutet, daß die Versammlung theiligung eines verhältnißmäßig fleinen Theiles der Partei an den nicht stattfinden" könne, worauf die Anwesenden sich auch ohne Landtagswahlen hervorgerufen, so antworte ich: einen un- An die Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins! In Verfolg irgendwelche Verhandlung entfernt hätten. Im übrigen genüge für die erwartet günstigen. Nicht allein hat die Partei durch ihre des Beschlusses vom 12. Juli d. J., die Verpflichtungen vom Streit Feststellung, die Versammlung habe bezweckt, öffentliche Angelegenheiten Wahlbetheiligung theils dadurch, daß die Parteigenossen von 1896 erfüllen zu wollen, hat es die größte Anzahl der Kollegen in zu erörtern, noch lange nicht die Thatsache, daß ein sozialdemokratischer vornherein für bürgerlich- oppositionelle Wahlmänner eintraten, theils den Werkstätten für ihre Pflicht gehalten, diesem Beschluß nachzu- Abgeordneter sprechen sollte. Eine solche Feststellung liege demnach dadurch, daß sie eine größere Zahl Wahlmänner durchbrachten und diese kommen. Den nun noch fernstehenden Kollegen rufen wir hiermit überhaupt nicht vor. Schließlich wäre er als Angeklagter, nur schließlich für die linksliberalen Kandidaten stimmten den Liberalen nochmals zu, endlich auch ihre Pflicht zu erfüllen. Kollegen, brecht strafbar, wenn er eine durchaus unzuverlässige Person mit der Anzum Siege verholfen und so fast allein die Zunahme der Mandate mit dem alten Schlendrian, laßt Euch nicht immer mahnend darauf meldung beauftragt hätte. Jedenfalls habe er gethan, was er der freisinnigen Volkspartei herbeigeführt, sie hat auch sehr respektable hinweisen, daß nur eine besondere Gruppe der Kollegen der zahlende konnte, um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. Minoritäten an eigenen Wahlmännern in den Wahlkreisen Altona, Theil ist. Uebt Solidarität, zeigt, daß sämmtliche Musikinstrumenten- Das Kammergericht wies indessen die Revision mit Linden bei Hannover, Brandenburg und Halle a. S. durchgesezt. Arbeiter zu einmüthigem Handeln bereit stehen. Ferner weisen wir der Begründung zurück, daß das Landgericht die§§ 1 Anfangs schien es sogar, als könnte im Wahlkreis Linden der sozial- darauf hin, daß in diesem Monat sämmtliche Karten einer allgemeinen und 12 des Bereinsgesezes richtig angewendet habe. demokratische Kandidat den Sieg davontragen. Kontrolle halber zur Abstempelung zu bringen sind. Starten nebst Die Feststellung daß öffentliche Angelegenheiten erörtert Marken sind jeden Sonnabend Abend von 8-10 Uhr in den Lokalen werden sollten, sei ohne Rechtsirrthum erfolgt. Der Begriff von Heinrich, Naunynstraße 78, und Zubeil, Lindenstraße 106, zu der" Versammlung" sei gleichfalls zutreffend gewürdigt haben. Die Kommission. worden. Es habe thatsächlich eine Vereinigung einer größeren Nach dem Lindener Resultat und nach den vergleichsweise Deutsches Reich. Personenmenge zu einem bestimmten Zwecke" vorgelegen, und das günstigen Resultaten in anderen Wahlkreisen ist aber ein Sieg in die Annahme einer Ver In Remscheid nimmt der Streit gegen die Einführung von genüge vollauf für einzelnen Wahlkreisen, sogar unter dem elendesten und erbärmlichsten Betriebs Krankenkassen weitere Ausdehnung. Einem Beschluß ammlung. Es sei dem gegenüber gleich giltig, daß keine aller Wahlsysteme, nicht gänzlich ausgeschlossen, vorausgesetzt, daß des Fabrikantenvereins ist zu entnehmen, daß die Herren von dem Leitung vorhanden gewesen und der eigentliche Zweck der Verdie betreffenden Wahlkreise vorsichtig ausgesucht werden. Einer Vorhaben keineswegs abgehen wollen. Bis jest streifen die Arbeiter fammlung nicht erfüllt worden sei. Strafbar sei Haade, weil er derselben dürfte sogar vor den Thoren von Berlin, ein anderer in in der Schlittschuhfabrik von F. W. Henz und in der Bandfabrik von mindestens fahrlässig gehandelt habe. Er hätte sich rechtzeitig bei Berlin selbst liegen. Auf alle Fälle aber konnte die Partei, wenn Baß. In vierzehntägiger Kündigung stehen: Schlittschuhfabrit seinem Bekannten erfundigen müssen, ob dieser seinem Auftrage nachfie auf der ganzen Linie ins Feuer ging, folche Resultate erzielen, Sieper- Söhne 40 Mann, Wirths- Sohn 29 Mann, Eduard Engel gekommen sei. daß sie mit Hilfe dieses Gesammtresultats die bürgerliche 50 Manu. Formerei- Schlosserei Spennemai 50 Mann. Opposition zwingen foute, ihr einige Mandate abzutreten. Aus Halle a. S. wird uns berichtet: Der bekannte MaiFür eine kämpfende Partei wie die unsere muß das Ziel jeden verurtheilte den 25 Jahre alten Bauarbeiter Ringwalsky beschäftigte am 17. November das Landgericht in der BerufungsSchutz den Arbeitswilligen. Das Schöffengericht zu Dresfeierprozeß gegen unsere Parteigenossen Schade, Groß 2c. zu siegen; kann sie das nicht aus eigener Kraft fie muß Dieses unter allen Umständen probiren so wegen Streifvergehens( Nöthigung") zu zwei Wochen Gefängniß. instanz, da der Staatsanwalt mit der Verhängung der Geldstrafen nöthigenfalls selbst mit Hilfe des Teufels und seiner Großmutter, Dieser hatte seinen Mitarbeitern auf dem Bau eines Sonnabends, vom Schöffengericht nicht zufrieden zu sein schien. Der springende borausgesetzt, daß man ihnen nicht seine Seele, das soll in diesem als alle die Arbeit niedergelegt hatten, zugerufen:„ Wer Montag Punkt bei der Sache ist, daß die auf einer Wiese bei Ammendorf abFalle heißen, seine Parteigrundsätze, zu opfern vorschreibt. wieder anfängt, kriegt Keile". Zwei der Arbeiter, welche aber doch gehaltene Maifeier, bei der feineswegs Reden oder Ansprachen gehalten In betracht aller Umstände sollte selbst der verbisfenste Gegner am Montag weiterarbeiteten, sich also an die Nöthigung" gar nicht worden sind, nach§ 9 des Vereinsgefeges als eine öffentliche Versammlung unter freiem Himmel, die von der Ortspolizeider Wahlbetheiligung unter uns zugeben: die Resultate fehrten, sollen dadurch doch genöthigt worden sein. waren über Grwarten! behörde erst genehmigt werden müsse, angesehen wird. Das Landgericht erblickte ebenso wie das Schöffengericht in dem Maivergnügen eine Versammlung, die genehmigungspflichtig sei, und verurtheilte Schade als Ordner und Leiter, sowie den Verleger, Genossen Groß, der im„ Volfsblatt" zur Theilnahme an der Maifeier in einem Inferat aufgefordert hat, zu je 30 M. Geldstrafe ev. fechs Tagen Gefängniß. Genosse Mary wurde zu 10 M. Geldstrafe ev. zwei Tagen Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte mit Rücksicht auf die Gefährlichkeit" der Versammlung zwei Monate, sechs Wochen und eine Woche Gefängniß beantragt. " Der Zweck unseres Vereins ist die Hebung der moralischen Prügelnde Polizisten. Aus Kiel wird dem„ Berl. Tagebl." und sozialen Lage der Arbeiter und Bahnbediensteten der badischen Eisenbahnen auf christlicher und gesetzlicher Grundlage". girtulars alle Eisenbahnbediensteten organisiren, aber nur zu einem Auf dieser Grundlage sollen sich mun nach der Aufforderung des Verband, der wie der Verein badischer Eisenbahnbediensteter treu zu Großherzog und Vaterland hält, der nicht Umsturz, sondern Reform will." So werden die„ Bitten" und Beschwerden eher ein geneigteres Ohr" finden. Wunderbar schön lesen sich auch folgende Säge des Lehte Nachrichten und Depelen. Birtulars: 1 " " In der Maschinenfabrik von Aug. Wilke, Braunschweig, Fest steht aber schon heute infolge diefer Resultate: wohl wissen Frankfurterstraße, sind Lohndifferenzen ausgebrochen. Den Drehern wir noch nicht, nach welchem Wahlgesetz der nächste preußische Land- und Hoblern wird eine bedeutende Lohnreduzirung zugemuthet. tag gewählt werden wird; das gegenwärtig eristirende hat solche Arbeiten, für die es bisher 18 M. gegeben, sollen nur noch mit Mängel gezeigt, daß selbst Herr v. Miquel ihm nicht mehr das Wort 10 m. bezahlt, andere von 7 auf 4 M. Herabgedrückt werden. reden wird, er, der in den nahezu fünfzig Jahren des Bestchens dieses elendesten aller Wahlsysteme sich vom rothen Kommunisten Der Sozialdemokratie das Wasser abzugraben, so schreibt zum rothen Reaktionär rüdentvidelt hat; aber welches Wahlsystem der Volksfreund", ist der Zweck eines Vereins badischer Eisenbahnimmer bei der nächsten Landtagswahl bestehen mag, die gebediensteter". Es ist uns ein Zirkular dieses außerordentlich offiziös fammte Sozialdemokratie in Preußen wählt!" riechenden Vereins in die Hände gekommen, dessen§ 2 lautet: Der sozialdemokratische Verein in Kiel hat eine Resolution beschlossen, worin unsere Ste ich stags Frattion erjucht wird, im Reichstage eine Interpellation über die Gründe einzubringen, die die Regierung zur Beschichung der internationalen Anarchisten Konferenz veranlaßt haben. Bei den Stadtverordnetenwahlen in Frankfurt a. M. kommen drei sozialdemokratische Kandidaten in die Stich wahl. Nach der Frankfurter Zeitung" wird es unserer Partei diesmal voraussichtlich gelingen, im Stadtverordneten- Kollegium Vertretung zu bekommen. In einer Parteiversammlung in Stuttgart hob Sperka als Vorsitzender des Parteitags- Komitees unter dem Beifall der Anwesenden den agitatorischen Werth hervor, den der deutsche Parteitag für die Sozialdemokratie Württembergs gehabt hat und schloß mit dem Dank an alle, die zum Gelingen des Parteitags beigetragen haben. Die Ausgaben, die den Parteigenossen Stuttgarts aus den Arrangements für den Parteitag erwuchsen, betragen 2116,75 M. Die Einnahmen an Entree 2c. belaufen sich auf 1483,80 M. Nach Eingang einiger ausstehender Posten, wird ein Fehlbetrag von etwa 600 M. zu decken sein. Die Versammlung nahm dann Stellung zu den Gemeindewahlen. Wie im vorigen Jahre, so wurde auch diesmal beschlossen, Kandidaten mit der Volkspartei auszutauschen, und zwar werden die Namen von vier Kandidaten ausgetauscht. Die Volkspartei. hatte sich damit vorher einverstanden erklärt. Als eigene Kandidaten wurden die Parteigenossen Tauscher, Sperka, Hildenbrand, Baßler, Bohne, Stern, Jöhler, Blos und Frech aufgestellt. ,, Nicht in unfruchtbarer Kritik wollen wir uns verbittern, nicht einen nuglosen und ingerechten Kampf gegen unsere Vorgesetzten führen! Nein, wir wollen praktisch Hand aus Werk legen und Schritt für Schritt voranschreitend, wollen wir auf gesetzlichem Wege bessern, was zu bessern ist, zum Wohl der Eisenbahn- Arbeiter und-Bediensteten. Wir wollen auch das Unsrige dazu beitragen, daß das Wort aus faiserlichem Munde:„ Die Staatsanstalten sollen Musteranstalten sein!" in Erfüllung gehe. Wir wollen auch dazu beitragen durch treue und gewissenhafte Erfüllung unserer Berufspflichten. Nicht Umwälzung, sondern soziale Reform ist das Ziel des Vereins. Deshalb bekennt sich jeder Eisenbahner durch den Eintritt in den Verein als Gegner der sozialdemo fratischen Grundsäße und Bestrebungen, und verpflichtet sich, getreu nach den im Statut niedergelegten Grundsäzen zu handeln." Ausland. 1 gemeldet: Der Schneidergeselle Forken, der wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angeklagt war, wurde am Freitag freis geflagte sei auf der Polizeiwache durch Schuyleute mißhandelt gesprochen, da das Gericht die Ueberzeugung gewann, der Anworden und habe aus Nothwehr gehandelt. Wien, 18. Novbr.( B. H.) Der Bankier Wilhelm Großberger hat heute Selbstmord durch Erschießen begangen. Der Grund der That ist nicht bekannt. Budapest, 18. Novbr.( B. H.) Die Regierung ist entschlossen, jedem weiteren Angriff wegen der Henzi- Affäre seitens der Oppofition, sowie etwaigen Straßendemonstrationen auf das energischste entgegenzutreteit. Paris, 18. November.( B. H.) Ein Beschluß des Kaffationshofes fordert den Kolonialminister auf, Dreyfus den Brief des früheren Justizministers Sarrien zu senden, worin dieser die Gründe andeutet, welche die Stevision als nothwendig erachten lassen; ebenso soll Dreyfus die Erklärung des Staatsanwaltes Manau zugesandt werden. Diese beiden Schriftstücke joll Dreyfus in einem Memorandum beantworten. Man glaubt, daß der Kaffationshof in kommender Woche trotzdem die Rückberufung Dreyfus nach Frankreich beschließen wird. Die Worte von der Gegnerschaft gegen die sozialdemokratischen Grundsätze sind im Original fett gedruckt, was natürlich den jeden- Paris, 18. November.( W. T. B.) Wie aus Dschibuti ge= falls in einer höheren Amtsstube fizenden Verfasser des Zirkulars meldet wird, ist Negus Menelik zu einer Expedition gegen Ras nicht hindert, einige Zeilen weiter folgende Worte gleichfalls fett Mangaicha aufgebrochen. Todtenliste der Partei. In Erfurt ist der langjährige drucken zu lassen: Paris, 18. November.( W. T. B.) Der Ministerrath beBarteigenosse Heinrich Othersen, ein geborener Bremer, aus Die Erörterung tonfessioneller und poli- fchäftigte sich, wie die Abenbblätter melden, mit dem Projekt des hem Leben geschieden. Er gehörte während des Ausnahmegefeßes tischer Angelegenheiten schließt der Verein aus. Generalgouverneurs von Indo- China, Doumer, betreffend die Aufnahme zu den wenigen, die im Schleusinger Streise mit zäher: Beharrlichkeit Also christlich und antisozialdemokratisch, aber nicht konfessionell einer Anleihe von 200 Millionen Franks zum Bau mehrerer Bahnfür die Partei wirkten, und er hat sich bis zu seinem Tode des und nicht politisch! Das paßt ausgezeichnet zusammen! Aber der- linien in Indo- China. Eine Linie soll von Haiphong nach Laokai Bertrauens der Arbeiterschaft erfreut, deren Interessen er auch als artige Scherze ist man ja von den Militärvereinen her gewöhnt. auf chinesisches Gebiet führen. Mitglied des Erfurter Gewerbegerichts in wirksamer Weise vertrat. Sassari( Sardinien), 18. November.( W. T. B.) Aus allen " In Mainz hat der Parteigenosse Heinrich Bitter die Theilen der Insel werden wolfenbruchartige Regengüsse gemeldet. Augen für immer geschlossen. Er wohnte bei Erlaß des AusnahmeIn dem Kopenhagener Bäckerstreik hat das Schiedsgericht mehrere Brücken wurden fortgerissen, die Felder stehen vielfach unter Es schlägt für Roggenbrotaffer. gesezes in Frankfurt a. M., wurde auf grund desselben wegen seiner nun seine Entscheidung getroffen. Wie es scheint, sind in der Provinz Cagliari auch politischen Thätigkeit zu einer Gefängnißstrafe verurtheilt und dann Bäckereien und Fabriken die Lohnfäße 26 Kronen, 29 Kronen und Menschen umgekommen. An den Küsten wüthete ein heftiger Sturm, durch Verfügung des Regierungspräsidenten aus den Kreisen Frank- 32 Kronen pro Woche für die verschiedenen Arbeiterstufen vor. Die die ausgelaufenen Schiffe mußten im Hafen Schuß suchen. In furt, Hanau, Höchst und Obertaunus ausgewiesen. Es gelang Bitter, Arbeitszeit wird auf 11 Stunden mit 11 Stunden Gßzeit, und in Serramanna, wo der Sturm 18 Stunden wüthete, stürzten mehrere in Mainz Beschäftigung zu finden, während seine Familie in Frank- Fabriken mit mechanischer Kraft auf 9 Stunden mit 11/2 Stunden Häuser ein. furt zurückblieb. Die Frau, die mit ihren vier Kindern allein in ßzeit festgesezt. Ueberstunden werden mit 75 Der bezahlt. Für Petersburg, 18. November.( B. H.) Die Abrüstungskonferens Der Welt stand, schrieb herzzerreißende Briefe an ihren Gatten, als die Feinbädereien ein Minimallohn von 23 Kronen im ersten Jahre findet Mitte Februar nächsten Jahres statt, die Einladungen an die die Kinder von der tückischen Krankheit Diphteritis befallen wurden, nach der Lehrzeit, später mindestens 25, 28, 29 und 31 Stronen für Mächte ergehen im Dezember. Ueberstunden werden mit 66 Der bezahlt, und da konnte Bitter nicht widerstehen, er reiste nach Frankfurt und die einzelnen Stufen. tam gerade recht, um dem einen Kinde die Augen zudrücken zu Freinachtsarbeit mit 4,20-5,20 Kr. Der Spruch bedeutet eine Lohnfönnen. Wegen dieses Verbrechens wurde er sofort verhaftet, dann erhöhung von 2 Kronen. des Bannbruchs angeklagt und zu drei Tagen Gefängniß verurtheilt. Der„ Gerechtigkeit" jozialistengeseglichen Angedenkens war genüge geschehen! Bolizeiliches, Gerichtliches 2c. Boziales. Petersburg, 18. November.( W. T. B.) In der letzten Nacht brach in einem in der Nähe der Stadt an der Peterhofer Chaussée gelegenen Holzhause Feuer aus, bei welchem zehn Personen, darunter bier Kinder, ums Leben kamen. New- York, 18. November.( W. T. B.) Heute früh fuhr bei Jersey City während eines dichten Nebels ein Zug der Pennsylvanis Arbeiter Risiko. In dem bei Resita in Ungarn gelegenen schen Bahn in eine Anzahl von Schienenlegern hinein, welche auf Wegen Beleidigung der preußischen Richter war der frühere Alfred- Schacht wurden durch Explosion schlagender der Bahnstrecke arbeiteten. Wie verlautet, sollen 11 Mann getödtet verantwortliche Redakteur der„ Magdeburger Voltsstimme", Wetter 9 Arbeiter verlegt.. und 6 verwundet worden sein. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Br. 271. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Sonnabend, 19. Bovember 1898. Prozeß des Bundes der Landwirthe gegen den ,, Vorwärts. Tokales. = " so hoch wie vorher. Der Grund, aus dem dies geschehen sei, liege auf der Hand. Hätte der Bund fortan auf die Extrapreisdifferenz verzichtet und zu 24 Pf. abgeschlossen, so würde er entweder seinen Mitgliedern keine Rückvergütung mehr haben zahlen können, und Für den zweiten Berliner Wahlkreis findet am Sonntag, dann wären die Vortheile, die der Bund den Landwirthen gewährte, den 20. November, abends 7 Uhr, im Lokale von Frit 3ubeil, Die bekannte Thomasmehl- Angelegenheit tam heute und damit das Ansehen des Bundes in nichts zusammengefallen, Lindenstr. 106, eine Volksversammlung statt. Tagesordnung und bor dem Schöffengericht I zur Verhandlung. Im Wahlkampfe hatte oder aber er hätte zu dieser Rückvergütung einen Theil der 30 M. Referent werden in der Versammlung bekannt gegeben. Nach der ein Leitartikel unseres Blattes einige kräftige Bemerkungen über das pro Doppelwaggon verwenden müssen, die er bisher ganz in seine Versammlung geselliges Beisammensein. Geschäftsgebahren des Bundes gebracht, und dadurch hatten sich die Stasse gleiten ließ. Dann würde aber das Geld zur politischen in derselben Notiz benannten Bundesdirektoren Diedrich Hahn Agitation gefehlt, haben. Der Bund habe seinen Mitgliedern und Rösicke beleidigt gefühlt. Die städtischen Bureau Hilfsarbeiter, so wird uns geSie und Herr Plastuda verschwiegen, daß er im stande sei, ihnen noch günstiger zu liefern, schrieben, haben vor einiger Zeit die ihnen für die Monate April haben deshalb unseren Redakteur Jacobey vor das Schöffen- als er thue, und er habe dies gethan im Interesse der Bundestasie. bis Oktober zu zahlenden Gehaltszulagen in Höhe von 10, 15 gericht laden lassen. Es sei im Grunde bis auf kleine Einzelheiten alles das bewiesen, und 20 M. pro Monat erhalten. Seit dem Fall Mahliz" übt Es ist nöthig, auf die früheren Preßäußerungen über diese An- was der„ Hannöver'sche Kourier" und ihm folgend der„ Vorwärts" nämlich der Magistrat die Praxis, die Zulage nicht monatlich mit gelegenheit zurückzugreifen. Am 21. Mai d. J. veröffentlichte der über die Geschäftsthätigkeit des Bundes behauptet hätte, und moralisch den Diäten, sondern halbjährlich in Form eines Zuschusses zu zahlen, Hannoversche Courier" die erste Anklage gegen den Bund der Land- charakterisire sich dies als illoyale Konkurrenz, indem der Schein obwohl die Maßregel auf die sonstige Stellung der Hilfsarbeiter wirthe, und als dieser blos in sehr hochfahrender Weise alles be- eines besonders günstigen Angebots erweckt werde, wo ein solches rechtlich ganz ohne Wirkung ist. Es wäre im Interesse der Hilfsftritt, ohne genauere Erklärungen abzugeben, spezialisirte der„ Hann. garnicht vorliege. arbeiter sehr wünschenswerth, daß der hochwohllöbliche Magiftrat Courier" am 8. Juni seine Behauptungen in folgender Weise: Die Der Vertheidiger erörterte dann noch die formale Seite der von dieser Praxis abginge und die sogenannte Zulage monatlich mit Rheinisch- Westfälischen Thomasphosphatmehl- Fabriken liefern an Aeußerung des Angeklagten. Er führte aus, daß auch er es den Diäten gewährte. Besonders wäre dies mit Rücksicht auf den die Mitglieder der landwirthschaftlichen Vereinigungen Thomasmehl nicht schön finden könne, wenn der politische Kampf mit derartigen herannahenden Winter zu wünschen. Unzweifelhaft spielen zur zu Preisen, die mit den Vereinigungen vereinbart worden. Nach persönlichen Schimpfworten geführt werde. In dieser Beziehung Winterszeit 10 und gar 20 M. mehr im Monat eine große Rolle, Abwickelung der Geschäfte bezahlen die Fabriken an die Vereine habe aber gerade der Bund der Landwirthe keine Veranlassung, den namentlich wenn, wie in vielen Fällen, der Diätenfaz eines FamilienProvisionen aus. Nach Behauptung des Hamn. Courier" hatte mum Empfindlichen zu spielen, denn sein offizielles Organ, die Deutsche vaters monatlich mur 100 m. beträgt. die Deutsche Landwirthschafts- Gesellschaft mit der rheinisch- westfälischen Tageszeitung" gerade habe die gehässigste persönliche Agitation gegen Thomasphosphatmehl Attiengesellschaft für ein gewisses Gehalts- die Sozialdemokratie geführt und Personen in unwahrer Weise be- Geselschap- Ausstellung nicht nachgelassen hat, sondern sich täglich Königliche Akademie der Künste. Da der Besuch der quantum an Phosphorsäure den Preis von 24 Pf. vereinbart und sich schimpft, die der Sozialdemokratie theuer seien. Die Blätter diefer steigert, wird die Ausstellung noch bis zum 24. d. M. einschließlich dafür einen Rabatt von 30 M. für den Doppelwaggon( 10 000 Kilogr.) Richtung hätten über die verstorbene Eleanor Marg die nichtswürdigsten geöffnet bleiben. Sie fann nicht länger dauern, da eine Ausstellung ausgemacht. Diesen Rabatt, der richtiger eine Vermittlerprovision Berleumdungen verbreitet, sie hätten das lächerliche Märchen von von Konkurrenzentwürfen für die Ausschmückung des Nathhaussaales genannt werde, sei dem Bund der Landwirthe nicht hoch genug Bebel's Schloß im Wahlkampfe verwendet, und ein zu gunsten eines in Altona und für einen monumentalen Brummen in Bromberg sich gewesen; er habe auf Gewährung einer höheren Provision be- Kandidaten des Bundes der Landwirthe verbreitetes Flugblatt habe bemnächst anschließen wird. standen und sich mit der Fabrik schließlich geeinigt, daß der Preis, feine Gehässigkeit soweit getrieben, Bebel des Meineids zu be den die Abnehmer zahlen mußten, auf 25 Pf. für das gleiche zichtigen. Die Aeußerungen des" Vorwärts" seien ebenfalls im Quantum festgesezt wurde, wogegen der Bund einen Rabatt von Wahlkampfe gefallen und darum milder zu beurtheilen. 45 M., also 15 M. mehr für den Doppelwaggon erhielt. " Fenermeldern vermehren sich in letzter Beit ungemein. Fast keine Die Fälle von Verübung groben Unfugs an öffentlichen Der Bund der Landwirthe veröffentlichte darauf seine Korrespon- strafe. Es erklärte, daß nach seiner Ueberzeugung der Bund der der Nacht zum Freitag wurde in zwei Fällen der Feuermelder bösDas Gericht verurtheilte den Angeklagten zu 150 M. Geld- Nacht vergeht, in der nicht eine frevelhafte Alarmirung der Wehr erfolgt. Leider gelingt es nur selten, den Thäter zu erwischen. In denz mit der rheinisch- westfälischen Thomasmehl- Aktiengesellschaft, aus Landwirthe so gehandelt habe, wie jeder Kaufmann in seiner willig gezogen und zwar Grüner Weg 101 und Kastanien- Allee 69. der er folgern wollte, daß die Behauptungen des„ Hannoverschen Lage handeln würde, und daß es nicht begründet sei, Courier" unrichtig seien. Andere lasen freilich eine Bestätigung ihm deswegen Schwindel und Betrug vorzuwerfen. llebrigens Einen schweren Zusammenstoß zwischen einem elektrischen dieser Anschuldigungen aus den Briefen heraus. rechnete das Gericht dem Angeklagten die Aufregung des Wahlkampfes Straßenbahuwagen und einem Rollwagen gab es gestern Morgen Im Termin am 18. d. M. wurde zunächst der Direktor der zu gute. um 9 Uhr in der Köpnickerstraße in der Nähe der Ohmgasse. Als Thomasmehl- Gesellschaft Herr 3echendorf als Zeuge vernommen. Gegenüber einer Ausführung des Rechtsanwalts Dr. Hofmann, ein Wagen der Straßenbahn von Treptow her nach der BehrenEr bekundete, daß er dem Bund der Landwirthe das Thomasmehl der gesagt hatte, Barteiredakteure solle man nicht zu Geldstrafen ver- straße fuhr, kam aus einem Hause der Köpnickerstraße ein Rollzunächst mit 24% Pf. mit höchstens 30 M. Rabatt für den Doppel- urtheilen, weil das Zeitungsunternehmen die Strafe zu bezahlen pflege, wagen heraus und wollte noch, da die Pferde nicht mehr angehalten waggon angeboten habe. Diese Offerte habe der Bund abgelehnt, bemerkte der Vorsitzende, dies entzöge sich der richterlichen Fests werden konnten, vor dent elektrischen Wagen vorüberfahren. Es anscheinend weil ihm die Provision zu gering gewesen sei. Darauf stellung, und selbst wenn es erwiesen wäre, würde es nicht dazu gelang ihm jedoch nicht mehr, da der Führer des Straßenbahnhabe der Zeuge eine neue Offerte gemacht, 25 Pf. für führen können, Zeitungsredakteure lediglich aus diesem Grunde wagens nicht mehr zeitig genug bremsen konnte. Der Zusammendas bestimmte Gehaltsquantum, aber 45 Mark Rabatt. mit Freiheitsstrafe zu belegen. Das Gesetz biete teine stoß war sehr heftig. Der Führer des elektrischen Wagens Diese Offerte habe der Bundesvorstand nach mündlichen Handhabe dafür, Redakteuren ein für alle mal die Vergünstigung der und zwei Fahrgäste wurden von der vorderen Plattform herabBesprechungen akzeptirt. Trotz der Erhöhung des Verkaufspreises Geldstrafe zu versagen. geschleudert und geriethen zum theil noch zwischen die beiden Wagen. fei diese Offerte für die Thomasmehl- Fabriken wegen des höheren Wir möchten zu diesem Prozesse noch diese Bemerkung machen: Der Führer erlitt schwere Quetschungen der Brust und einen Bruch Rabatts minder günstig gewesen als die erste. Dagegen seien für Der Bund zahlte, wie festgestellt, die Rückvergütung vom 15 M. für beider Beine; er mußte in bedenklichem Zustande in ein Krankenfie diese Bedingungen auf dasselbe herausgekommen, wie die Ab- den Doppelwaggon auch an die Mitglieder, die der Konkurrenz haus gebracht werden. Die beiden Fahrgäste tamen mit leichteren machungen mit der Deutschen Landwirthschafts- Gesellschaft, welche wegen das Thomasmehl zu 24 Bf. erhalten hatten. Das waren in Verlegungen davon. Die Plattform des Straßenbahnwagens wurde nur 24 Pf. zahlte, dafür aber auch nur 30 M. Provision erhielt. erster Reihe die Herren, welche zugleich Mitglieder der Deutschen vollständig zertrümmert. Der Wagen war betriebsunfähig und Ob übrigens der Bundesvorstand von dieser erst am Tage vorher Landwirthsschafts- Gesellschaft waren und nach den Aussagen der wurde in das Depot in der Brandenburgstraße gebracht. Der Unfall getroffenen Abmachung mit der Deutschen Landwirthschafts- Zeugen dürften es wesentlich( Großgrundbefizer gewesen ist dadurch verursacht worden, daß, entgegen der Polizeivorschrift, bei Gesellschaft Kenntniß gehabt habe, vermöge Zeuge nach so langer sein, die in der Deutschen Landwirthschafts- Gesellschaft vor- der Ausfahrt des Rollwagens niemand am Thorwege war, um ein Zeit nicht mehr zu sagen. herrschen. Diese erlangten also vom Bunde einen doppelten Vortheil, Warnungszeichen zu geben. niedrigeren Preis und noch die Bonifikation, obgleich der Bund an ihnen weniger verdiente, als an den anderen, die den höheren Preis zahlten. Unter diesen, die nicht so klug waren, den Preis durch die Berufung auf Konkurrenzangebote zu drücken, dürften die Bauern und Kleineren Rittergutsbesiger aus abgelegenen Gegenden vor gewogen haben. " Dem Richter ist recht zu geben, daß der Bund gegen seine Mitglieder handelte, wie ein gewandter Kaufmann allenfalls handeln darf. Die Bauern dürften aber von väterliche als kaufmännische Behandlung erwartet haben. " Vater Plötz" eine mehr den die Polizei für identisch mit dem Raubmörder Wegener hält, Der im Zeiger Krankenhause liegende angebliche Seiffert, hat nicht vernommen werden können, da sein körperlicher Zustand die Vornahme eines Verhörs nicht gestattet. Ein Haftbefehl gegen ihn ist im Laufe des gestrigen Tages noch nicht erlassen worden, doch ist die hiesige Kriminalpolizei der festen Ueberzeugung, daß der angebliche Seiffert thatsächlich Wegener sei, weil die an ihm nach den Bertillon'schen System vorgenommenen Messungen genau mit denen übereinstimmen, die man im Fuchsbütteler Zuchthause an ihm vorgenommen hat. Die Sammelliste Nr. 1047 von dem Streit der Sattler bei Fischer u. Richter ist verloren gegangen. Der etwaige Finder wird ersucht, die Liste im Restaurant von Th. Megner, Oranienstr. 184, abzugeben. Auf Antrag der Bundesdirektoren wurde nunmehr Herr Burchardt, ein Beamter des Bundes, vernommen, der folgendes angab: Die erste Offerte wäre als zu ungünstig abgelehnt worden. Ob bei den Besprechungen davon die Rede gewesen sei, unter welchen Bedingungen die Mitglieder der Deutschen Landwirthschafts- Gesellschaft das Thomasmehl geliefert erhielten, wisse er nicht. Jedenfalls habe der Bundesvorstand erst im März 1896 erfahren, daß die Mitglieder der Deutschen Landwirthschafts- Gesellschaft das Thomasmehl für 24 Pf. bekämen, und man habe nunmehr mit den Thomasmehlfabriken abgemacht, daß auch der Bund zu 24 Bf. verkaufen könne, in welchem Falle dann der Rabatt auf 30 Mart herabgehe. Der Bund habe dies aber nur für eventuelle Fälle" abgemacht und sei folgendermaßen verfahren. Im allgemeinen habe er den Preis von 25 Pf. festgehalten und auch den Rabatt von 45 M. bezogen; nur in einzelnen Fällen wo die Konkurrenz, namentlich die Deutsche Landwirthschafts- Gesellschaft zu 24 Pf. offerirte, habe auch Ans der Magistratsfizung am Freitag. Zur Vorberathung er, um die Konkurrenz zu schlagen, zu 24 Pf. verkauft, und dann wegen Anstellung von Schulärzten in den hiesigen Gemeinde- melder wurde die Wehr in der Nacht zum Freitag nach Grüner auf 15 M. der Provision, die sogenannte Extrapreisdifferenz, ver- schulen hatte das Magistratskollegium bekanntlich eine Subkommission eg 101 und Kastanien- Allee 69 gerufen. Die Thäter zichtet. Die ganzen Rabatte, Provisionen und Extrapreisdifferenzen eingesetzt. Dieselbe hat in der gestrigen Sigung des Magistrats fonnten nicht ermittelt werden. Ein Schaldeckenbrand veranlaßte seien der Bundeskaffe zugeflossen. Am Ende des Geschäftsjahres sei den dem Kollegium ihre Vorschläge unterbreitet, welche dahin gehen: einen Alarm nach Surfürstenstr. 5. Perleberger str. 46 Bundesmitgliedern, die Thomasmehl bezogen hätten, für jeden Für jeden Schulfreis sollen Schulärzte vom Magistrat fontrattlich war in einer Sattlerei ein Schadenfeuer abzulöschen, bei dem Werg Doppelwaggon ein Betrag von 15 M. rückvergütet worden, und angenommen werden. Jeder einzelnen Gemeindeschule wird und Polsterivaaren in Flammen aufgingen. Ein Kellerbrand war zwar sowohl denen, die das Thomasmehl zu 24 Pf. gekauft hätten, einer dieser Aerzte zugewiesen. Einem Arzt sollen nicht Markus str. 30 abzulöschen. Freitag gegen Abend brannten als denen, die 25 Pf. dafür hätten zahlen müssen. Alles übrige sei mehr als vier Schulen übertragen werden. Dem Schul- Blumenstr. 20 mehrere Kisten auf dem Hängeboden. arzt soll obliegen: 1. die Prüfung der für den ersten Ein" Kommunales. Fenerbericht. Infolge groben Unfugs am öffentlichen Feuer# 1 zu Bundeszwecken verwendet worden. Der Vertreter des Bundes der Landwirthe, Herr Rechtsanwalt tritt in die Schule angemeldeten Kinder auf ihre Schul- grund zahlreicher Anfragen, den Gesangverein" Schildhorn" be Der Arbeiter Sängerbund theilt uns folgendes mit: Auf Dr. Max Hofmann, beantragte, den Angeklagten zu einer fähigkeit, 2. die Prüfung der für den Nebenunterricht vorgeschlagenen treffend, welcher am Todten- Sonntag in der Brauerei Friedrichshain Freiheitsstrafe wegen Beleidigung zu verurtheilen. Er behauptete, Stinder auf körperliche und psychische Mängel, insbesondere Fehler unter Mitwirkung der Kapelle des 4. Garde- Regiments ein Konzert daß nichts von den Angaben des Hannoverschen Kourier" und des an den Sinnesorganen, erforderlichenfalls unter Mitwirkung eines veranstaltet, diene hiermit zur Kenntnißnahme, daß der besagte „ Vorwärts" erwiesen sei, und wies darauf hin, daß schon die Spezialarztes, 3. auf Ersuchen der Schulkommission beziehungsweise Verein dem Arbeiter- Sängerbunde nicht zugehört. Die Vereine des Form der angeklagten Aeußerungen gröbliche Beleidigungen ent- des Rektors die Prüfung eines angeblich durch Krankheit von Schul- Bundes würden sich eines Verstoßes gegen die Bundesbestimmungen halten. besuch verhinderten Kindes, 4. die Abgabe eines mündlichen oder schrift- schuldig machen, wenn dieselben Militärkapellen engagirten. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Wolfgang Heine, beurtheilte lichen, von den zuständigen Organen der Schulverwaltung erforderten das Verfahren des Bundes der Landwirthe anders. Er meinte, daß Gutachtens a) über vermuthete oder beobachtete Fälle ansteckender vember( Todtensonntag), abends 7 Uhr, in den Florasälen, Weberstr. 17, Die Neue Freie Volksbühne veranstaltet am Sonntag, den 20. Noman es mindestens nicht für forrett halten könne, und daß es auf Krankheiten oder körperliche Behinderungen von Schulkindern, einen Modernen Vortrags- Abend. Billets à 40 Pf. find in allen Zahleine Täuschung der Bundesmitglieder hinausgelaufen sei. Wenn sich b) über vermuthete oder beobachtete, die Gesundheit der Lehrer bestellen sowie beim Kassirer des Vereins, Ad. Löhr, Ackerstr. 40, II, zu jezt auch nicht feststellen lasse, daß die Normirung des Preises auf nachtheiligende Einrichtungen des Schulhauses und seiner Geräthe. haben. An der Abendkasse 50 Pf. 25 Pf., also um einen Pfennig höher als die Deutsche Landwirths- Der Schularzt ist verpflichtet, das Schulhaus einschließlich der Schul- Theater. Im Metropol- Theater ist die Ausstattungsschafts- Gesellschaft" zahlte, direkt auf Anregung des Bundesvorstandes lassen während oder außerhalb des Unterrichts nach vorheriger An- feerie Das Paradies der Frauen" durch eine Operette ersetzt erfolgt sei, so stehe doch soviel fest, daß die Offerte der Thomasmehl- meldung bei dem Rektor in angemessenen Zwischenräumen zu be- worden. Die Blumenmary" heißt das Werk des KomFabrit, welche dahin geführt habe, den Rabatt auf 45 M., dafür aber sichtigen und die von ihm beobachteten hygienischen Mängel dem ponisten Weinberger, der hier vor einigen Jahren schon mit den auch den Preis auf 25 Pf. festzulegen, zurückzuführen fei Rektor mitzutheilen; die in amtlicher Eigenschaft gemachten Be- Lachenden Erben" reüssirt hat. Die Handlung ist etwas besser, als auf das Bestreben des Bundes, einen möglichst hohen Rabatt zu er- obachtungen dürfen nur nach Genehmigung veröffentlicht werden; die man es durchweg bei Operetten gewöhnt ist; der Einfall, daß die Halten. Nur für die Thomasmehl- Lieferanten habe die Abmachung Schulärzte werden periodisch zu Berathungen berufen, welche von einem Heldin sich öffentlich in einer Lotterie verlosen läßt, giebt zu mit dem Bund der Landwirthe dieselbe Bedeutung, wie die mit der dazu vom Vorsitzenden der Schuldeputation bestimmten Mitgliede der Bikanterien Anlaß, und einige nach bewährtem Schema fabrizirte Deutschen Landwirthschafts- Gesellschaft, die Konsumenten hätten sich Schuldeputation geleitet werden. Der Schularat erhält für jede Stouplets helfen die Handlung füllen, wo sie stockt. Dic Musik entbeim Bund der Landwirthe viel schlechter gestanden, als bei der Schule ein Honorar von jährlich 500 m.; er soll in der Nähe der hält ein paar einschmeichelnde Melodien, die vielleicht bald zu Deutschen Landwirthschafts- Gesellschaft. Sie hätten einen höheren ihm überwiesenen Schulen wohnen. Das Magistratskollegium hat der von manchem Komponisten ja ersehnten Straßenpopularität Preis zahlen müssen und hätten schließlich zwar eine Rückvergütung beschlossen, zunächst einen Versuch mit 20-25 Schulen im tommen; von einem selbständigen Zug ist aber in der Komposition erlangt, aber doch nur eine geringfügige im Verhältniß zu der verschiedenen Stadtgegenden zu machen, um zunächst teine Rede. Das erlesene Ensemble des Metropol- Theaters that hohen Provision, welche der Bund bezogen habe. Die Deutsche Erfahrungen zu sammeln. Der Stadtverordneten- Versammlung wird sein mögliches, um einen leidlichen Erfolg zu stande zu bringen. Landwirthschafts- Gesellschaft habe im ganzen nur soviel Provision eine diesbezügliche Vorlage zur Genehmigung zugehen. Wozu bedarf Die Herren Tielscher, Steinberger und Bauer hatten Gelegenheit, bezogen, als endgiltig in den Taschen des Bundes verblieben sei und es da erst der„ Versuche"? ihre in Berlin bekannten Eigenarten zu entfalten. Fräulein Stojan davon habe die Deutsche Landwirthschaftsgesellschaft noch Rückver- Die von der Baudeputation unterbreiteten Projekte ließ den der Titelrolle gebührenden Schneid etwas vermissen; Paula gütung an ihre Mitglieder geleistet. Für die Abnehmer sei es auch zur Herstellung der Roßstraßen- und Grünstraßen- Brücke hat das Worm spielte und sang mit guter Laune. sonst keineswegs gleichgiltig, ob sie 24 oder 25 Pf. zahlten, da sie Kollegium genehmigt. Die Roßstraßen- Brücke soll mit einer Säule, Alexanderplap Theater. Das Bänkelsängerthum ist ja doch zunächst den Preis baar erlegen mußten. auf der ein Roß thront und das Geländer mit einem Pegasus ge- auch in Berlin noch nicht ausgestorben. Einzig die Stätte seiner Dagegen sei dies ganze Verfahren höchst vortheilhaft für den Bund schmückt werden. Wirksamkeit hat zeitgemäß gewechselt. Der Mann mit der unverwüstgewesen, und es laufe thatsächlich darauf hinaus, die ungeheuren Die Stadtverordneten, Generaldirektor Friedrich Goldschmidt lichen Stimme stellt sich hier nicht mehr auf Jahrmärkten hin, unt Kosten der Agitation, die der Bund betreibe und die aus seinen und Rentier Schöpfe haben dem Vorsitzenden der Neuen Fraktion an buntbemalter Leinwand die neueste Morithat zu demonstriren. geringen Mitgliederbeiträgen nicht gedeckt werden könnten, auf diese der Linken, Stadtverordneten Kreitling, jihren Austritt aus der Fraktion Ein unternehmender Herr in Berlin hat längst dafür gesorgt, daß Art den Landwirthen, die durch Vermittelung des Bundes angezeigt. auf den Brettern, die die Welt bedeuten, für Uebung des Düngemittel bezögen, aufzuwälzen. Ganz besonders bedenklich sei Brauches Plaz Die Zahl der Anwesenden bei der Schlußabstimmung in der altehrwürdigen Brauches aber das Verfahren, nachdem der Bund davon Kenntniß erlangt habe, Stadtverordneten- Versammlung über den Vertrag mit den Berliner gemacht werde. Sputt im daß die Deutsche Landwirthschafts- Gesellschaft das Thomasmehl zu Elektrizitätswerten ist eine derartig hohe gewesen, wie sie Theaterdirettor Samst sie in mehr oder weniger schreckliche eigenen oder unter fremdem Volfe irgend eine Sensation herum, so kann man 24 Pf. abgebe. Der Bund würde zweifellos von nun an auf grund höchst selten vorzukommen pflegt. Von den 126 Stadtverordneten Stücke für eine seiner Bühnen ausschlachtet. So geschieht es zur Gift darauf nehmen, daß Herr der Meistbegünstigungsklausel, die sich in seinem Vertrage befand, nahmen 117 an der Abstimmung theil, 4 Mandate sind gegenwärtig undie Befugniß gehabt haben, das Thomasmehl auch zu 24 Pf. zu besett, 2 Stadtverordnete konnten wegen Befißes von Aktien an der Ab- Zeit auch mit dem Fall Grünenthal", der in grellen Bildern differenz. Dies aber that der Bund nicht, sondern er berechnete den ſtimmung nicht theil nehmen, 2. find aus Gesundheitsrücksichten und über die Bühne des Alexanderplatz- Theaters dahingeschleift wird. niedrigeren Preis nur in den besonderen Fällen, wo er durch die aus anderen Ursachen schon seit längerer Zeit von Berlin abwesend Daß solches Treiben mit der Kunst kaum etwas zu thun hat, braucht Konkurrenz dazu gezwungen wurde, hielt aber im übrigen und ein Mitglied hat sich der Abstimmung enthalten. verkaufen, natürlich unter Verzicht auf die 15 Mart Ertrapreisauch dann noch den Preis zum Schaden seiner Mitglieder wohl nicht erst auseinandergesezt zu werden. Aber wir glauben auch nicht, daß sich im Berliner Bublifum eine nennenswerthe Gruppe Ivon Leuten findet, die auf die Darstellung derartiger Spezialitäten Aus den Nachbarorten. 3ur Unterabtheilung A gehören: Berlinerstr. 128 bis 151, Bismardstr. 1-16 und 112-127, Grolmannstr. 1-6 und 68-72, Hardenbergstr. 1-5 und 37-42, Kurfürsten- Allee zwischen Knie und der Königl. Baumschule, Leibnizstr. 1-15a und 78-93, Schillerstr. 1-19 und 108-127, Goethestr. 5-17 und 65-83, Grols Schlüterstr. 1-15 und 67-78. mannſtr. 7-25 und 49-67, Herderstraße, Leibnizstr. 16-25 u. 66-77, 165-189. werden. Der Vertrauensmann. Der Vorstand. M " Gerichts- Beitung. und in der Von Werth legt. Das Bänkelsängerthum hat doch selbst auf provinzialen| eher bemerkt hatte und der, da ihm das Einfahrtssignal bank und ein Teppich verbrannt fet. Auffallend ist auch, Jahrmärkten seine Noth, sich durchzuschlagen. gegeben war, in voller Fahrt herankam. Im legten Augen- daß es erst vieler Ueberredung bedurfte, um den Angeklagten blick riß der Stationsassistent den Signalblock herum, so Wenzel zur Anzeige des Brandes bei der Feuerwehr zu bewegen daß das rothe Licht sichtbar wurde. Natürlich konnte aber der und daß Frau Radtke sich bemüht hat, dem Wenzel den Bezug der Lokomotivführer, der das Licht zwar bemerkt hatte, die Maschine nicht Meldebelohnung in Höhe von 3 M. zu sichern, indem sie behauptete, Charlottenburg. Die Genossen werden auf die am Montag, den so schnell zum Stehen bringen, der Zug fuhr vielmehr mit voller Wenzel sei fein Hausbewohner. Später hat Wenzel die Ansicht 21. November stattfindende Ersa twahl im VI. Sommunal Schnelligkeit ein und hielt erst, als der letzte Wagen vor der Einlaß- geäußert, daß Radike das Feuer auf Anstiftung seiner Ehefrau anWahlbezirk aufmerksam gemacht, für welche seitens unserer thür der Schranke stand. Während der Einfahrt schrien die Bahn gelegt habe, während Radtke wieder den Wenzel verdächtigte. Bartci Schriftsteller Paul Hirsch als Kandidat aufgestellt ist. Die beamten unter dem Schwenken ihrer Laternen fortwährend: Das dritte Feuer in demselben Hause kam in der Nacht zum 12. April Wahl geht von 10 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends ununterbrochen Zurückbleiben! Nicht einsteigen!" Unter den Fahrgästen aber, im rechten Seitenflügel auf dem Boden aus. Dort hatten auch Radtke's vor sich, und zwar für die Unterabtheilung A im Hippodrom", die nicht wußten, was eigentlich vor sich ging, herrschte einen Bodenverschlag. Als die Feuerwehr an Ort und Stelle anHardenbergstr. 42, für die Unterabtheilung B im Restaurant Dove, die größte Verwirrung, und erst unmittelbar vor der Ein- langte, hatte das Feuer schon soweit um sich gegriffen, daß der Kantstr. 146, Ecke des Savigny- Platzes. Wahlberechtigt ist jeder fahrt des Güterzuges gelang es zum Glüd noch allen, von dem ge- eigentliche Herd nicht mehr zu erkennen war. Durch den Brand Preuße, der ein Jahr am Orte wohnt, das 24. Lebensjahr vollendet fährdeten Geleise auf den Bahnsteig zu springen. Der Beamte, wurde ein Immobilienschaden von 2500 Mark und ein Mobiliarhat und sich im Besik der bürgerlichen Ehrenrechte befindet. Auch welcher das Einfahrtssignal hatte stehen lassen und auch Schuld an schaden von 1297 W. angerichtet. Gin vorgefundener mit Petroleum diejenigen Wähler, welche nach dem 15. August der zu späten Oeffnung der Barriere war, ist vor einigen Tagen beschmierter Spahn ließ keinen Zweifel darüber, daß auch hier vorihre Wohnung gewechselt haben, werden in der Lifte abgelöst" worden. Da nun Marienfelde infolge der großen Fabrit jägliche Brandstiftung vorlag und auch in diesem Falle deutete das geführt und können von ihrem Wahlrecht in demjenigen Wahllokal anlagen, die hier erbaut werden sollen, bereits im nächsten Jahre in mehrfacher Beziehung sonderbare Verhalten des Ehepaares Radtke Gebrauch machen, zu dessen Bezirk ihre frühere Wohnung gehört hat. einen Zuwachs von ungefähr 1000 Arbeitern erhalten wird, so wäre, darauf hin, daß sie die Thäter waren. Schon am folgenden Tage Die Wählerlisten liegen bei genschte, Goethe- um großen Unglüdsfällen vorzubeugen, eine völlige und baldige mußte die Feuerwehr wiederum gerufen werden, weil straße 13( Bigarrengeschäft) zur Einsicht aus. Als Legitis Umgestaltung der Bahnhofsanlage dringend zu wünschen. in der zehnten Abendstunde in dem Radtke'schen Lagerkeller brannte. mation dient die amtliche Einladung oder Steuerquittung. Als die Feuerwehr fam, war der Keller schon so voll Rauch, daß sie auch mit dem Rauchhelm nicht mehr eindringen konnte. Beschädigt durch das Feuer waren die Schaldecke des Kellers und einige Särge und Bretter; außerdem war ein großer Haufen HobelBeleidigungsprozeß v. Oppeln Bronikowski wider den pähne verbrannt, als leicht brennbare Gegenstände befanden sich Preßlohlen, aufgestapeltes Holz, Wäsche und allerlei Hausgeräth Vorwärts". Unser gestriger Bericht über die Verhandlung gegen noch in den Steller. Die Feuerwehr war kaum eine halbe Stunde unseren Genossen Jacobey wegen Beleidigung des Lieutenants zur Unterabtheilung B gehören: Kantstr. 22-38 und b. Oppeln- Bronikowski bedarf in mehreren Punkten der Richtig weg, als sie schon wieder gerufen werden mußte, weil es in dem 131-145, Kurfürstendamm 40-73, 79-81 und 170-199, Leibniz- ftellung. Genoffe Jacobey selbst war durch die Stadtverordneten- neben dem Radtke'schen Laden gelegenen Herz'schen Laden brannte. straße 26-65, Ließenburgerstraße, zwischen Straße 12a- V- 1 und Sigung verhindert, den uns durch einen Reporter zugegangenen Der letztere ist nur durch eine Wand von dem anderen getrennt und zwar durch eine Wand, die nur zur Hälfte massiv, zur anderen Knesebecstraße, Pestalozzistr, 1-16 und 98-106, Schlüterstr. 16-66, Bericht auf seine Zuverlässigkeit zu prüfen. Straße 1- V- 1( zwischen Knesebeck- und Leibnizstraße), Straße In Wirklichkeit schloß sich das Gericht nicht in allen Punkten Hälfte aber aus Brettern aufgeführt ist. Der Herz'sche Laden war 11a- V- 1, Wielandstraße, Bahnhof Zoologischer Garten, Carmerstraße, den Ausführungen des Staatsanwalts an; es erklärte vielmehr die zur Zeit des Feuers von der Verkäuferin schon längst verlassen und Fasanenstr. 1-19 und 106-112, Goethestr. 1-4 und 84-87, Harden- Sachdarstellung des angeklagten Artikels in ihrem ersten Theile für verschlossen. Es hat sich herausgestellt, daß an der Fuge, die zwischen bergstr. 6-26 u. 30-36, Joachimsthalerstr.1-4u. 43-44, Kantstr.5-21, zwar etwas gehässig, aber doch im ganzen richtig. Das Gericht der massiven und der Bretterwand gebildet war, Papier durchKnesebeckstr. 1-24 und 83-100, Kurfürsten- Allee zwischen der königl. hielt es für erwiesen, daß Herr v. Oppeln start angesteckt und offenbar vorher angezündet worden war und daß an der Baumschule und Bahnhof Zoologischer Garten, Savigny- Platz 8-10, getrunten war, daß er in diesem Zustande und and, wo der Brand auskommen sollte, im Radtke'schen Laden Steinplatz, Uhlandstr. 1-11 und 190-197, Fasanenstr. 20-105 in einer instinttiven Begierde nach einem Frauen- Särge und sonst leicht brennbare Gegenstände standen. Auch bei ausschließlich 42-84, Grolmannstr. 26-48, Joachimsthalerstr. 5-42, 3 immer in den Thurmweg eingebogen war, daß dieser Brandaffäre hat sich speziell Radtke so verdächtig gemacht, daß Kantstr. 146-161, Knesebecstr. 25-82, Kurfürstendamm 18-39 und er an die Thür der Junge'schen Eheleute gepocht nun seine Verhaftung erfolgte. Am Tage nach der Verhaftung hat 200-226, Savigny- Platz 1-2 und 11-18, Uhlandstr. 12-37 und oder an der Klinke gerüttelt habe, und daß er, Frau Radtke in aller Frühe eine Zeugin aufgesucht und sie überreden wollen, zur Entlastung thres Ehemannes ausnachdem er mit der Frau Junge in einen WortFerner machen wir auf die am Sonntag, den 20. d. m., wechsel gerathen war, und nachdem diese vor ihm zusagen: fie sei zur Zeit des Brandes zum Besuche bei Kommunalwähler- Versammlung aufmerksam, in der Infoweit also folgte das Gericht den Aussagen des Herrn v. Oppeln wurde der in dem Brandhause wohnende Kaufmann Schreiber mittags 12 Uhr, in der Gambrinusbrauerei, Wallstraße, stattfindende ausges pudt hatte, fie ins Gesicht geschlagen habe. ihnen gewesen und wisse, daß der Ehemann sich In der Nacht zum 16. April hinteren Wohnung befunden habe. Stadtv. Borgmann- Berlin und Genosse Paul Hirsch referiren nicht, blos im weiteren Verlaufe schloß es sich ihnen an, gegen drei Uhr morgens von seinem Schwiegervater mit dem Beindem es nicht für erwiesen hielt, daß von Oppeln nun Thue jeder seine Schuldigkeit, damit uns der Sieg zufalle. auch den Ehemann Junge merten geweckt, daß es im Hinterhause so hell sei. Schreiber sah angegriffen habe, vielmehr Schöneberg. Die Fortsetzung der Versammlung vom annahm, daß dieser, entrüstet über die feiner Frau widerfahrene Be fofort, daß es wieder brannte. Er weckte den Hausverwalter beide sahen, daß auf dem Podest vor der Radtke7. November, in der über die Taktik der Partei referirt wurde, handlung, den Lieutenant sofort mit einem Knüppel über den Kopf schen Wohnung eine brennende Fußdecke und in dem ganzen fann umständehalber nicht am 21., sondern erst Donnerstag, geschlagen habe. den 24. November, stattfinden. Zahlreicher Besuch ist erwünscht. Schon in der mündlichen Verhandlung war es übrigens zu Hausflur und auf der vom Erdgeschoß zum ersten Stock führenden einer Auseinandersetzung zwischen dem Staatsanwalt und dem Ver- Treppe brennende Hobelspähne lagen. Auch waren die Treppen bis Die Parteigenoffen von Weißenfee werden nochmals theidiger Rechtsanwalt 28olfgang eine gekommen, die für unser zum zweiten Stock so reichlich mit Petroleum begoffen, daß dasselbe bringlich aufgefordert, am Sonntag an der Agitation 3 Blatt nicht ohne Jutereffe war. Der Staatsanwalt hatte die verschiedenen noch immer hinunter tröpfelte. Es gelang ihnen, das Feuer austour nach Malchow- Birkholz theilzunehmen. Man wolle sich Worstrafen des Genossen Jacobeh hervorgehoben und dabei erklärt, der zutreten, so daß die Feuerwehr nur noch die Brandreste zu beseitigen morgens 7 Uhr bei Pfeifen- Müller einfinden. Vorwärts" sei ein Blatt, das fortwährend gegen hatte. Eine Petroleum- Fußspur führte in die Radtke'sche Wohnung in hinein. Diese Spur schien von Wenzel Herzurühren, der barfuß auf Pankow Niederschönhausen. Die Parteigenossen werden ere cht und Gesez verstoße. Der Vertheidiger war in fucht, zu der am Sonntag stattfindenden Agitationstour pünktlich der Lage, gerade aus den Vorstrafen des Genossen Jacobey einen der Brandstelle umherlief. Die Spur paste genau auf den Fuß 7 Uhr bei Störr, Paulow, Mühlenstr. 25, zu erscheinen. Fall auzuführen, der besonders deutlich beweist, woher es fommnt, des Wenzel, sie führte auch in sein Schlafzimmer. Auch sein Bett daß gerade sozialdemokratische Redakteure fortwährend Anklagen aus zeigte deutlich Spuren von Petroleum. W. wurde verhaftet und da Grünan. Der hiesige Arbeiter- Bildungsverein hält heute im gesetzt sind. Der Vertheidiger erinnerte daran, daß Genosse Jacobey er angab, daß er zu der von ihm zugegebenen That durch Frau Lokale des Herrn G. Lindenhahn seine regelmäßige Versammlung strafe verurtheilt worden war. Damals hatte der„ Vorwärts" aus einer den Angeklagten bestreiten Radtke und seine Ehefrau jede Schuld. ab. Genosse R. Schmidt wird einen Vortrag halten. Die Partei höchst loyalen Schlächterzeitung eine Nachricht abgedruckt, die auch während die Frau mit kaum vernehmbarer Stimme alle Momente, genossen von Grünau und Umgegend sind zu dieser Versammlung durch den größten Theil der übrigen Presse gegangen war. Der die sie verdächtigen können, in das Nichtwiſſen ſtellt und sich auf iht freundlichst eingeladen. Spandau. Der Stadtverordnete Grusnic, dessen Wahl- dieser Kreise die Nachricht ohne Gefahr abdrucken zu können, doch gegen die Anklage und sucht den Wenzel als den vermeintlichen Brandperiode erst 1901 abläuft, hat sein Mandat niedergelegt. Die Ersatz- hatte sich hinterher herausgestellt, daß sie nicht in allen Dingen zu- fifter zu verdächtigen. Lekterer wälzt den Verdacht wieder auf die wahl ist nunmehr vom Magistrat auf den 2. Dezember d. I. verlässig war. Mitangeklagten und giebt nur die letzte Brandstiftung zu. Er bleibt ausgeschrieben; die Wahl geschieht in sechs Lokalen, das nähere wird Der beleidigte Offizier aber stellte Strafantrag nur gegen den dabei, daß er in Gemeinschaft mit Frau Nadtte das Feuer angelegt noch an dieser Stelle bekannt gegeben werden. Der Zimmerer Redakteur des„ Vorwärts" und dieser wurde ver habe. Frau R. Habe alle seine Bedenken überwunden und ihm flar Hornig hatte am Donnerstag das Unglück, auf dem Neubau der urtheilt, während die eigentlichen Urheber gemacht, daß ihr Ehemann wesentlich entlastet werden würde, wenn Siemens'schen Fabrik auf den Nonnenwiesen, woselbst er beschäftigt der irrigen Notiz und alle anderen Blätter, man der Polizei zeigte, daß es auch in seiner Abwesenheit ruhig abzustürzen, wobei er sich einen Bruch des rechten die sie nachgedruckt hatten, frei ausgingen. Der weiter brenne. Die Beweisaufnahme ist eine sehr umfangreiche, Schenkels zuzog. Er wurde sofort nach dem städtischen Krankenhause Bertheidiger schloß seine Bemertungen mit der Bitte, sich flar zuba etwa 30 Beugen geladen find. Ein großer Theil derselben wird machen, daß schon aus diesem Grunde eine Vorstrafe bei einem erst Sonnabend vernommen. Die Errichtung einer Kunstgewerbe- und Handwerker: sozialdemokratischen Redakteur lange nicht die Bedeutung habe wie Wegen der Aeußerung: Ihr Streikbrecher, wartet mal, Berlin, Hannover, Kiel, Frankfurt a. M. 2c. ist jetzt vom Unterrichts- Der mehrfach erwähnte Brandstiftungs- Prozek Radtke minister genehmigt worden. Die neue Schule, die an Stelle der gelangte gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts I zur Verstädtischen Handwerkerschule tritt, soll, wie der Charlottenburger handling. Angeklagt sind: der Sargfabrikant Reinhold Radtke, Magistrat gestern beschlossen hat, schon am 1. April nächsten Jahres dessen Ehefrau Hermine Radtte, geb. Wenzel, und der Neffe der eröffnet werden. Zum 1. Oktober 1900 wird die Schule ein eigenes legteren, Kellner Moritz Wenzel. Die beiden ersteren Angeklagten neues Gebäude in der Wilmersdorferstraße, gegenüber der Flora, er werden beschuldigt in zwei Fällen, nämlich anfangs März und am halten. In demselben wird auch die städtische Boltsbibliothek unter 22. März in den Hause Badstraße 62 63 Brandstiftungen versucht, gebracht werden. am 11. und 13. April in demselben Hause Brandstiftungen vollendet zu Einen gefährlichen Bis erhielt bei einem nächtlichen Ueberfall haben, die beiden letzten Angeklagten jollen am 16. April gemeinschaftlich der Arbeiter Paul Winter aus der Mainzerstr. 5 zu Friedrichsberg. die fünfte Brandstiftung in demselben Hause verübt und der Wahlverein für den fünften Wahlkreis, der am Auf dem Heimwege von Friedrichsfelde wurde er am Sonntag Frau Radtke ihren Neffen dazu angestiftet haben. Den Vorsitz Donnerstag im Rosenthaler of tagte, sprach to b. Schmidt über Abend in der Frankfurter Allee von drei Männern angefallen und des Gerichts führt Landgerichtsrath Opit, die Anflage vertritt theoretische Streitfragen in der Partei. Es sei eine eigenthümliche mißhandelt. daß unter den Berliner Parteis Als er sich zur Wehr seyte, gerieth er einem seiner Staatsanwalt Beeck, die Vertheidigung führen die Rechtsanwälte Erscheinung sagte der RednerAngreifer mit dem Daumen der rechten Hand in den Mund. Der Dr Werthauer, Leop. Meyer und Heymann. Die That- genossen wenig Neigung zur Grörterung theoretischer Fragen zu Mann biß zu, lief dann aber, da andere Leute in Sicht tamen, mit fachen, welche in der Verhandlung zur Sprache kommen, sind die finden sei. Nur wenige Genossen feien es, die die dahingehende seinen Begleitern davon. Winter fühlte die Bißwunde, die bis auf folgenden: Nadtke hat seine jezige Ehefrau am 16. Oftober 1896 Diskussion vor dem Parteitage begonnen haben und sie jetzt auch den Knochen ging, und glaubte damit genug gethan zu thun. Bor- geheirathet. Im Januar 1897 erstanden sie von dem Tischler- weiter führen. Daß über praktische Fragen, soweit sie die Gegens gestern aber begann der Daumen start zu schwellen. Ein Arzt, den meister Strauß ein in der Badstr. 62 63 belegenes Sarg- wart berühren, teine bedeutungsvollen Meinungsverschiedenheiten in er nun zuzog, schickte den Gebissenen gestern sofort in ein Kranken- geschäft, in welchem die Ehefrau vor ihrer Verheirathung drei unseren Reihen bestehen, das habe die Debatte, welche auf dem haus. Hier mußte man ihm, um den Arm und das Leben zu retten, Jahre lang Verkäuferin gewesen war. Der Staufpreis von Stuttgarter Parteitag über die parlamentarische Thätigkeit gepflogen den Daumen abnehmen, da eine Blutvergiftung eingetreten war. 7400 m. wurde theils in baar, theils durch Hingabe eines wurde, zur genüge gezeigt. Es lasse sich aber nicht leugnen, daß Die Rückkehr aus Jerusalem. Eine feierliche Einholung des Wechsels über 3000 M. berichtigt, der am 15. Juli 1897 fällig war. feit dem Bestehen der Partei bis zum Halleschen Parteitage und von Es wurden am Fälligkeitstermine aber mur 1500 m. bezahlt und über da bis zur Gegenwart Aenderungen in der Auffassung theoretischer Kaiserpaares soll nun doch erfolgen. Die Potsdamer wollen den Reſt ein neuer Wechsel ausgestellt, der in monatlichen Staten von Fragen innerhalb unserer Partei sich bemerkbar gemacht haben. dies Werk verrichten, nachdem die Berliner Hoflieferanten so wenig 100 m. gedeckt werden sollte. Diese Raten sind bis zum 1. April cr. Ob die Wandlungen in den Anschauungen zum Nutzen oder Unterstützung gefunden haben. In unserer, durch die Eigenart ihrer pünktlich gezahlt worden, so daß Strauß noch 600 M. zu fordern Schaden der Partei sind, wird je nach der Meinung der man gutgesinnten Einwohner recht bekannt gewordenen Nachbarstadt werden Die Partei beweise aber, aber nicht nur die Hoflieferanten, sondern sogar Oberbürgermeister, hat. Als Käuferin des Geschäfts und Inhaberin desselben ist Frau huldigt, verschieden beurtheilt werden. Stadtte aufgetreten. Die Miethsräume der Radtke'schen Eheleute daß sie nicht an Dogmen festhalte. Der Redner geht nun auf die Innungen, Kriegervereine 2c. fich an dem festlichen Ereigniß be bestanden aus einem Laden, zwei Zimmern, einer Küche und von Bernstein vertretenen Anschauungen ein und führt aus, er theiligen. Den Botsdamern sieht die Sache auch entschieden besser einem kleinen Raum und zwei Stellern, von denen der eine theil- ftimme mit Bernstein darin überein, daß wir eine langsame Entweise bis unter den Laden eines Nachbarn sich erstreckte. Das Ber- wickelung auf wirthschaftlichem Gebiet nach der von uns anDurch Einbrecher ist der Buffetier Ziforsti vom Restaurant hältniß der Radtke'schen Eheleute war ein sehr schlechtes; Radtke genommenen Richtung zu verzeichnen haben. Ganz entschieden beam Knie zu Charlottenburg seiner ganzen Habe beraubt worden. trant sehr stark und beschimpfte seine Ehefrau wiederholt aufs streitet Redner die Ansicht Bernstein's, daß sich eine fortWährend Ziforsti und seine Frau am Buß- und Bettage nachmittags heftigste. Seit dem Februar d. J. hatte die Frau Nadtte den An- fchreitende Demokratifirung unserer politischen Einrichtungen im Geschäft waren, drangen Einbrecher mit Nachschlüsseln in seine geklagten Wenzel, der ein Neffe von ihr und der Sohn eines bemerkbar mache. Die demokratische Anschauung habe zwar ant Lügow 16 gelegene Wohnung ein und stahlen ihm sämmtliche Striminalschutzmannes ist, in ihrer Behausung aufgenommen. im Volfe Fortschritte gemacht, aber sie komme nicht zu praktischer Kleidungsstücke und Gold- und Silberfachen. Der Bestohlene beklagt Radtke war bis dahin in England und ohne Willen feines Geltung im öffentlichen Leben. Ferner sei es falsch, wenn Bernstein einen Verlust von mehr als 1000 m. Es ist Aussicht vorhanden, Vaters zurückgekehrt. Die Radtke'schen Eheleute hatten ihr meint, der Mittelstand verringere sich nicht. Die Gewerbestatistik bedie Diebe zu ermitteln, da ein Mitglied der Bande als„ Schmiere Mobiliar für 12 500 Mart verfichert. Nun find in dem Hause weise das Gegentheil. Wenn in der Zeit des guten Geschäftsganges steher" gesehen worden ist. Badstr. 62/63 fura hinter einander mysteriöse Brandstiftungen vor die Epiftenz vieler Kleingewerbetreibenden nicht so gefährdet sei, so Ein an die Stegliter Katastrophe erinnernder Vorfall, der gekommen. Zunächst sind dieselben beim Versuche geblieben. So werde das Bild sofort ein anderes werden, wenn wir einen wirthschaftDie Thatsachen beerst jetzt bekannt wird, hat sich, wie die Bolts- Beitung" meldet, in wurde Anfangs März von einer Hausbewohnerin bemerkt, daß durch lichen Niedergang hereinbrechen sehen. der vorigen Woche auf dem Bahnhof Marienfelde ereignet und die Latten des Radtke'schen Kellers Papier gefteckt war, welches zum weisen auch, daß die Ansammlung des Kapitals in immer gezeigt, wie dringend die Eisenbahn- Berwaltung einen vollständigen theil angebrannt war. Am 22. März tam abends nach 9 Uhr in weniger Händen mit Riesenschritten fortschreite. Hinsichtlich der Umbau dieser Anlage vornehmen sollte, bevor ein zweites Steglitz" dem Hause und zwar in dem im linken Seitenflügel gelegenen Haus- Auffassung, wir könnten, wenn wir jetzt zur politischen Macht dort entstanden ist. Wer von Marienfelde aus nach Berlin fahren feller des Radtke Feuer aus, das durch die Feuerwehr in turzer fämen, unsere Endziele noch nicht verwirklichen, meint der Redner, will, muß, um in den von Zossen kommenden Zug einsteigen zu können, Zeit gelöscht wurde. Die Radtke'schen Eheleute sind in diesem Falle die erforderlichen leitenden Kräfte würden uns, nachdem wir die das von Berlin aus rechts liegende Geleise überschreiten. Als noch am verdächtig, das Feuer angelegt zu haben. Am Tage vor dem Macht erlangt haben, zur Verfügung stehen, aber darüber müssen Mittwoch voriger Woche eine aus ungefähr 15 Personen bestehende Brande sind 40 Pfund Holzspähne auf Geheiß des Radtke gerade in wir uns flar sein, daß die Mehrheit des Volkes noch lange nicht so Gesellschaft von Marienfelde aus nach Berlin zurückkehren wollte, diefen Keller gebracht worden und vollständig verbrannt und nicht weit von demokratischen und sozialistischen Anschauungen durchwurde die zum Bahnsteig führende Barrière wieder alle Gewohnheit weit davon lagen in demselben Keller Papierrollen und Tapeten- drungen ist, daß fie uns in der Herrschaft die Stüße geben kann. erst geöffnet, als der um 10 Uhr 44 Minuten abends von Boffen ftücke. Alle drei Angeklagten haben sich, nachdem der Brand ent- Bezüglich der Zollpolitik vertrat Schmidt den Standpunkt, daß tommende Zug bereits hielt. Die Fahrgäste stürzten daher, um den bedt war, höchst auffällig benommen, namentlich hat Radtke wir selbstverständlich gegen jeden Finanzzoll, wie er bei Besteuerung haltenden Zug noch vor der Abfahrt zu erreichen, eiligst auf den die Löscharbeiten in keiner Weise gefördert, und die Ehe- der Kolonialartikel zum Ausdruck fommt, und gegen hohe Schu Bahnsteig hinaus. In demselben Augenblic aber, in welchem sie leute haben versucht, die falsche Behauptung glaubhaft zu zölle sein müssen. Gegenwärtig glaube er, habe sich das erste Geleise überschreiten wollten, brauste von Berlin her ein machen, daß bei dem Brande, für welchen nur eine fleine unsere Industrie sei soweit entwickelt, daß fie eines Schutzzolles nicht Eilgüterzug heran, welchen man des starken Rebels wegen nicht Entschädigungssumme gezahlt worden ist, auch eine Hobel- mehr bedarf. Wollte man aber der Industrie Schutzölle gewähren, war, in Charlottenburg geschafft. schule in Charlottenburg entsprechend den Kunstgewerbeschulen in bei anderen Leuten. an, als den Berlinern. Ench werde ich schon bringen", erhielt der Maurer Busse in Spandau vom dortigen Schöffengericht eine Gefängnißstrafe von einer Woche; das Gericht erblickte in dieser Aeußerung eine Beleidigung und Bedrohung. Der Amtsanwalt hatte dieserhalb gegen den noch gänzlich unbescholtenen Angeklagten sogar sechs Wochen Gefängniß beantragt. Busse leugnet auch jetzt noch und betheuert feine Unschuld. Versammlungen. dann dürfe man sie der Landwirthschaft, die doch auch unter der schieben, an beren Widerlegung er vielleicht Vergnügen oder Inter- Souterrain befindet sich die Küche. Diese Bauart bezweckt, beim Konkurrenz des Auslandes leide, nicht versagen. Denn die Arbeiter esse hat. haben nicht nur ein Interesse an billigen Lebensmitteln, sondern Hausbau möglichst wenig Grund und Boden einzunehmen. Der Mit feinem Worte habe ich davon gesprochen auch an niederen Preisen für andere nothwendige Gebrauchsartikel. wenig enthält der Versammlungsbericht davon etwas, daß und ebenso Befizer will das eigenartige Haus selbst bewohnen. Zum Schluß streifte der Redner die Frage der Betheiligung an den Liebknecht in Tattitfragen nicht immer In Irkutsk entgleiste ein Eisenbahnzug. Die Lokomotive Landtagswahlen. Die Resultate der Wahl hätten ihn überrascht. gleichen Meinung gewesen sei. Solcher Naivetät sollte hinabgestürzt. Ein Eisenbahnbeamter wurde getödtet und mehrere der und fünf Güterwagen desselben sind einen zivei Faden hohen Damm Er sei überzeugt, daß der Ausfall der Wahl noch manchen Wahl- mich sogar Genosse Liebknecht nicht für fähig halten; wenn ich darüber schwer verletzt. anhänger fchaffen werde und nach fünf Jahren die Chancen für die mich geäußert hätte, würden meine Worte eher gegentheilig gelautet Wahlbetheiligung bedeutend günstiger stehen werden. Die theoretischen haben. Meinungsverschiedenheiten über die erwähnte Frage seien nicht so schwerer Art, daß die Partei darunter Schaden erleiden könnte. Es gebe verschiedene Wege zum Endziel, den geeignetsten werden wir uns zur Zeit schon auswählen. Der Kapitalismus werde ebenso gewiß beseitigt werden, wie die Herrschaft des Absolutismus befiegt worden ist. N Auf alle die übrigen Redewendungen von der Mehrheit, von dem Gegen- den- Strom- schwimmen( in der vorliegenden Frage ist beispielsweise die Sache umgekehrt, da schwimmt Genosse Liebknecht mit dem Berliner Strom, ich neben anderen gegen denselben) trifft das obengesagte zu: ich habe nicht davon gesprochen. Wenn aber Genosse Liebknecht zum Schlusse davon spricht, daß er die übrigen Liebenswürdigkeiten des Genossen Fischer" übergehe, und mich mit dem funkelnagelneuen Gedanken stigmatisirt: der Stil ist der Mensch, so habe ich einfach zu sagen, daß ich in keiner meiner Redewendungen die dem Genossen Liebknecht für seine Verdienste schuldige Achtung bei Seite jezte; seine Erklärung aber ist eine neue Bestätigung der seit Jahren auf allen Parteitagen gegen den Vorwärts" ertönenden Klage über die Art seiner Polemik mit Barteigenoffen. Mich schreckt sie nicht ab, auch wenn sie in noch zehnfach höherem Tone der autoritären Ueberlegenheit sich in allgemeinen Redensarten erginge. Berlin, 18. November 1898. Richard Fischer. sachlichen Gründe vorbringt, und ich keine Lust habe, mich in persönDa Genoffe Fischer auch in der vorstehenden Erklärung keine lichen Zant einzulassen, so verzichte ich auf eine Antwort. Berlin, 18. November 1898. W. Liebknech t. decken. -In Belgrad beging der 80jährige Advokat Dr. Asztalos, der 1848 an der ungarischen Revolution theilgenommen hatte und Frau Selbstmord. Sein Haus und sein Vermögen hatte er aus Budapest nach Belgrad geflüchtet war, gemeinsam mit seiner verloren, um die Schulden eines leichtsinnigen Neffen zu Im Dorfe Rivolto bei Udine erkrankten in der vergangenen Woche in einem und demselben Hause drei Personen an neumonie, von denen zwei starben. Bu gleicher Zeit gingen im selben Hause zwei aus Südamerika mitgebrachte Papageien ein. Die Papageien hatten, wie die eingeleitete Untersuchung ergab, die Krankheit eingeschleppt. Ein heftiger 3 yklon hat im Norden von Tunis ges wüthet, in der Umgegend von Bizerta taufende von Delbäumen entwurzelt und zahlreiche Fischerhütten umgeworfen. Der Sturm war so start, daß er Torpedoboote aus dem Wasser hob. Drei Personen wurden getödtet, zahlreiche verlegt. Die Telegraphenlinien sind zerstört. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte Abonnements quittung beizulegen, Fragen ohne solche werden nicht beant wortet und schriftliche Antwort nicht ertheilt Freitags abends von 7 bis 8% Uhr abgehalten. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und des Vorwärts" kaufen, Beuthstr. 2, Hof. 4. Die Angabe richtig, nur Ausgewiesen. 1. Nein. 2. und 3. Können Sie in der Buchhandlung müssen Sie Millionen lesen. A. B. Was war das für eine Anfrage? Bitte, zu wiederholen. O. G. 5. Nachdem die neue Station Puttligstraße errichtet ist, toftet die Strede Schönhauser Allee- Westend 20 Pf. aufgedeckt werden, doch ist es nothwendig, daß uns hierzu die in betracht Leinbach. Die Zustände im genannten Geschäft sollen gern von uns tommende Arbeiterorganisation mit Material zur Hand geht. い G. A. Die Ziffern sind an dieser Stelle durch einen Irrthum uneinem Bestand von 31 181,87 m. eine Einnahme von 586 699,89 M. Der richtig wiedergegeben. Die angegebene Summe bezieht sich auf die Ausgaben sämmtlicher Krankenkassen. Die Jnnungs Krankenkasse hatte mit felbe Fehler wiederholt sich in den Zahlen zum Reservefonds; hier ist die Summe für sämmtliche Kaffen irrthümlich in die falsche Stelle gerückt und gegeben, sondern mir einige der wichtigsten. für die Innungskaffen aufgeführt. Die Gesammt Ausgaben sind nicht andacht eines„ aufdringlich demagogischen Taschenspielerkunststücke" Mit feinem Worte habe ich Genossen Liebknecht in den Vergebracht", weil er in der Betheiligungsfrage anderer Meinung fei als ich. Ich könnte versucht sein, diese Unterstellung und diese Verdrehung und vielleicht mit Recht- als polemisches Taschenspielerkunststück zu bezeichnen, indem ich darauf Demi beifällig aufgenommenen Vortrage folgte eine Debatte, verweise, was ich gesagt habe. Liebknecht sagte in seiner ersten in der zuerst Genosse Liepmann das Wort nahm. Sehr über- Erklärung, die Berliner Genossen hätten sich mit dem Beschluß der rascht habe ihn die Stellung, welche Rob. Schmidt jegt zur Feenpalast- Versammlung um die Partei verdient gemacht. Landtagswahl einnimmt. Aus dem Sanlus sei ein Paulus Diese Behauptung nannte ich ein„ aufdringliches Kompliment" und geworden. Es sei ja das gute Recht Schmidt's, fich erklärte das damit, daß die Konsequenz jenes Beschlusses das 31 mausern. Er( Redner) sei dagegen der Meinung, daß Garnichtsthun gewesen sei, denn neben der Nichtbetheiligung die Berliner Parteigenossen nach fünf Jahren der Landtagswahl wurde im Feenpalast beschlossen, zur Wahlzeit eine Protestbewegung noch ebenso ablehnend gegenüber stehen werden, wie jetzt. Nun habe gegen das Dreiflaffen- Wahlsystem einzuleiten, aber bis heutigen es ja Fischer neulich so bingestellt, als ob der Feenpalaft Beschluß Tages wurde für die Durchführung des Beschlusses tein Finger gewissermaßen nicht rechtmäßig zu stande gekommen sei, er habe ge- gerührt. sprochen von einem Tiefstand der im Feenpalast gehaltenen Reden. Fischer sei wohl der Meinung, weil er bei jener Gelegenheit nicht gesprochen hat, fo fei die ganze Sache nichts werth. Dagegen haben aber andere Wahlanhänger gesprochen: Arons und Heine, der kommende Mann der Sozialdemokratie. Die Frage der Wahlbetheiligung meint der Redner- werde nicht sobald von der Tagesordnung verschwinden. Es handele sich darum: Sollen wir mit unseren wirthschaftlichen Gegnern zusammengehen, oder sollen wir auch ferner unser Prinzip rein erhalten und jedes Pattiren mit dem wirthschaftlichen Gegner, der ein schlimmerer Feind unserer Bestrebungen ist, wie der politische Gegner, ablehnen. Wir behandeln diese Angelegenheit nicht wie Fischer fagte mit Gehässigkeit, wir wollen nur nicht alle Wandlungen mitmachen, die andere Parteigenossen durch gemacht haben. Der Ausfall der Wahl sei geradezu Häglich gewesen. In Altona sei es den Freisinnigen im Verein mit ihren fozialdemokratischen Bundesbrüdern nicht einmal gelungen, den Margarinefabrikanten Mohr zu verdrängen. Nirgends sei etwas von den großen Erfolgen unserer Wahlbetheiligung zu sehen. Die Wahlen hätten bewiesen, daß die Möglichkeit, aus eigener Kraft ein Mandat zu erringen, nicht vorhanden sei. Mit den Freisinnigen pattiren, diese Leute stärken, das wäre der größte Fehler, den wir begehen können. Bei der Reichstagswahl sahen wir uns manchmal genöthigt, mit Keulen auf ad. Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Alenderungen im Bereinstalender sind Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender unsere freifinnigen Gegner einzuschlagen. Nun, Robert Schmidt war zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Sonnabend, dagegen er rieth uns zu einem anständigen Kampf. Von unserer abends 9-11 Uhr: Uebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Seite ist der Kampf auch durchaus anständig geführt worden, aber Lyrania", Göbel, Landsberger Allee 156. Sanges: Echo", Scholz, die Freifinnigen veröffentlichten am Tage vor der Wahl das Naunynstr. 6." Immergrün", Tegel, Rentner, Spandauerstr. 13. „ Glüd Flugblatt„ Wer ist Schmidt?", worin sie unsern Kandidaten zu", Lorisch, Bankſtr. 32d. hand in hand II", Friedrichsberg, Heinecke, in der unanständigsten Weise verunglimpften. Mit folchen Friedrich Karlstr. 11." Frisch auf I", Friedrichsberg, Lange, Warten: bergstr. 69. Leuten sollen Weiße Rose II", Weißensee, Sorrer, Straßburgerfir. 56. einen Tisch setzen und aus Eintracht 3"," Teltow, Derz, Zehlendorferstr. 6. einer Schüssel effen? Das mögen Auer, Arons, Fischer und walde, Schulze, Beeligerstr. 34. ,, Sängerluft", Lucken wer sonst noch Luft hat, thun, ich danke dafür. Einigkeit 2", Lange, Weberstr. 42. Jochem ist der Arbeiter- Gesangverein"( gem. Chor), Luckenwalde, Bäder, Bussestr. 20. felben Ansicht wie der Vorredner. Mit den Freifinnigen zusammen-" Septime", Drathschmidt, Stalizerftr. 102. zugehen, das sei ein sehr gewagtes Unternehmen, und wenn sie auch Arbeiter- Rancherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen einige Mandate mehr bekommen, das ändere an der politischen im Vereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener: Situation garnichts. Dr. We y I wendet sich gegen Liepmann's Straße 80, 2. Sof. Sonnabend:" Angler I", Ruppert, Bimmerſtr. 59. Havana II", Nowawes- Neuendorf, Simon, Priesterstraße. Ausführungen. Liepmann solle sich nicht aufs Prophezeien Rüdersdorf- Kaltberge, Greve, Heinisstr. 19. Kuba", Böniz, Brandenburg„ Glück Auf", Tegen, man fönne nicht wissen, was in fünf Jahren straße 54. Pappel", Dahnite, Buchholzerstr. 5. geschehe. Thatsache sei, daß sich die Zahl der Wahlanhänger be- Memelerstr. 61. Frisch gewagt", Häusler, Arbeiterfreunde", Dietrich, Rathenowerstr. 43. Blaue ständig mehre. Liepmann bezeichne es als eine Art Parteiverrath, Schleife", Lange, Reichenbergerstr. 88. Havana I", Riydorf, Philipp, daß gewisse Genossen, die in ihren Anschauungen von der Mehrheit Juliusstr. 59. abweichen, ihre Meinung frei heraussagen. Dafür müsse man den Arbeiter Turnerbund. Sonnabend: Turnv. Fichte", Berlin. betreffenden Genossen dankbar sein, denn es liege im Interesse der abbs. 8-10 Uhr: 1. Männer Abth. Friedenstr. 37. 3. Männer- Abth. Partei, daß Meinungsverschiedenheiten frei und offen zum Austrag Stalizerstr. 55-56. Boechstr. 21. 8. Männer Abth. Höchsteftr. 36/37. 2. Lehrlings Abth. gebracht werden. Daß unsere Partei jetzt, nachdem sie so stark gefchaft Johannisthat" abds. 9-10 Uhr Senftleben. 4. Lehrlings- Abth. Stephanstr. 3. Freie Turner: worden ist, eine größere Verantwortung hat, wie früher, und Turnerschaft d. V. Nereus", Lehrlings: Abth. 8-10 Uhr abds. Reichenbergerstr. 131-132. daß sie deshalb in mancher Hinsicht einen anderen Standpunkt Arb.- Turnv." in Adlershof, Herrguth, Oppenstraße 81/-10%/ 2 Uhr abds. einnehmen müsse, wie zu jener Zeit, wo sie noch klein war, sei flar. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend: Theaterv. oben im Monat, Zeichnis, Fruchtſtr. 36a. Bergnügungsa.„ Selgoed om Trauerhaufe, Blane Werkstatt- Anzüge Bohemia", 18. Theaterv. Normania" jeden letzten im 29. Lebensjahre. and neben Command math, em m Donat, Begung, Bubbene, mittags 1 Uhr Sonnabend Die Beerdigung findet Sonntag Bismardstr. 33 in Niederschönhausen, Stattlub Fortuna", Krazat, Huttenstr. 1. Strüger, Fennstr. 3. Rauchflub Dornröschen", aus statt. Theaterv. Nordstern", Schulz, Dunderstr. 90. Theaterv.„ Alpenrose", Badstr. 35-36. Um stilles Beileid bitten Bereinigung der Turnfreunde", 8-10 Uhr abds. Demminerst. 56-57. Die trauernden Hinterbliebenen. Turnb. Often", Turnhalle Blumenstr, 63a, 8-10 Uhr abbs. Männer Abth. Zitherklub Grita", Müller, Hessische und Hannoverscheftr.- Ecke. Theaterv." Othello 1", Nowad, Manteuffelstr. 9. Statflub Hurrah", Schneider, Lübbenerstr. 23. vindecke, Andreasstr. 33. Theatern. Thalia", jeden Sonnabend nach dem 1. u. 15. im Monat, Regelklub Kalte Neune", Holzmarktstr. 72. koppenstr. 65. Sumorist. V.„ Einigkeit", Werner, Hussitenstr. 31.- Schauspielklub, Goethe", Bildungsverein„ Mehr Licht," Bibliothekstunde 9-10 Uhr abds., wir uns ant Je stärker wir werden, desto mehr feien wir genöthigt, Stellung zu nehmen zu den Fragen der praktischen Politik. Wenn in unserer Partei neue Fragen auftauchen, so komme man nicht mit schillernden Phrasen über dieselben hinweg. Liepmann verwahrt sich dagegen, daß er mit Phrasen um sich geworfen habe und betont, wir müssen uns von jedem Zusammengehen mit bürgerlichen Parteien fern halten und dem Volte zeigen, daß nur die Sozialdemokratie für seine Intereffen eintritt. Robert Schmidt bemerkt in seinem Schlußwort, er wolle nicht näher auf die Frage der Landtagswahl eingehen, zur Erörterung derselben hätten wir ja noch fünf Jahre Zeit. Unter Vereinsangelegenheiten machte der Vorsitzende darauf aufmerksam, daß das Protokoll vom Stuttgarter Parteitag bei den Gruppenführern in Empfang genommen werden könne. Gärtner, Molkenstr. 12. " n " 〃 Witterungsübersicht vom 18. November 1898, morgens 8 1hr. Stationen Swinemide. 776 SEO 7760 Hamburg Wiesbaden 771 NO Berlin 776 SO München 769 Wien Wetter Stationen Wind1Dunst 1h1b.bed. 1Nebel 2wolten! 6 bedeckt 2Nebel 5 Haparanda 6Petersburg 762 6Cort 769 6Aberdeen 770S 2Paris 768 NO Bunz Windstärke Wetter SW2Regen 3 bedeckt 2 heiter 3 bedeckt Temp. n. 6. 16° 6.= 4° R. 16215 9 775 CO Wetter Prognose für Sonnabend, den 19. November 1898. Nachts fälter, am Tage mild, theils heiter, theils nebelig, bei schwachen füdöstlichen Winden; teine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Todes- Anzeige. Vereinszimmer Am Bußtag abends 10 Uhr verfchied mit Piano zu 30 Personen zu haben mein lieber Mann, unser guter Sohn, A. Andres, Gleimstr. 12. 122216 Bruder u. Schwager, der Schriftsetzer Empf. mein Lokal nebst VereinsOtto Canow zimmer allen Freunden u. Bekannten. Hugo Haufe, Gerichtstr. 79. 35/14 Gewerkschaft der Buchdruckeric. 19 29 99 99 Qual. Pastuch- Anzug nura. 2,50 ff. Koper 4,50 Pilotanzüge, P 6,50 Werkstatthose, Prau gestr. 4, Mechaniker Kittel Bildfuerenorm billig! C. Fla& Co., Spezialfabrikation, Kopnickerstr. 111. Kein Laden Halbrenner m. Garantieschein bill. z. verf.Rüdersdorferstr.49 II b. C.Striewiz. Möbl. Schlafft., Flureing., Wittwe Becker, Admiralstr. 26, v. 2 Tr. Schlafstelle bei Burdat, Ritterstraße Nr. 110 Hof I. 22326 einen lieben Kollegen und treuen MitSchon wieder entriß uns der Tod Der Kampf um die Zwangsinnung im Berliner Bäcker: Restaurant„ Tettenborn", Wallstr. 91. Dansk Forening Freja, har Módeaften hver Lördag Kl. 9. fämpfer, den Schriftsetzer 35/13 Otto Canow gewerbe ist beendet. Die Zwangsinnungs- Schwärmer der Bäcker- Böhmisch- slavischer Bildungsv. Hawlischek", Restaur. Zur neuen nach 11 wöchentl Leiden an der Prole innung Germania" sind mit ihrem Antrage auf Zulassung ihrer Post, Beuthstr. 21. Innung als Zwangsinnung in allen Instanzen abgewiesen worden. tarierkrankheit. Ehre seinem Andenken! Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. Café De Beerdigung f. oben. Um rege BeNachdem die Gewerbedeputation des Magistrats bereits im April Procope, Rue de l'Ancienne- Comédie 13. Jeden Sonnabend öffentliche Vertheiligung ersucht Der Vertrauensmann. dieses Jahres ein ablehnendes Gutachten abgegeben hatte, worüber sammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, französischer Unterricht. einzige hiesige sozialdemokr. Londons, alte, Sämmtliche Maurer und Ur: wir in Nr. 100 unſerer Zeitung berichteten, hat jest auch der Ober- von Karl Marx und Friedrich Engels 1846 mitbegründete Kombifide better, welche am Bau Tempel Achtung, Holzarbeiter! Kommunistische präsident v. Achenbach den Antrag der Innung definitiv abgelehnt. Arbeiter- Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, hofer fer 6 im Jahre 1894 in Um zu dem Bescheide des Oberpräsidenten Stellung zu nehmen Tottenham Court Rd., W. London. " " B der Woche vom 19. November bis noch einen Tag Löhnung zu er halten haben, werden ersucht, Leibniz- Straße 59, schleunigst binnen 8 Tagen ihre Adresse an Liebigt, Charlottenburg. abzugeben. Gustav Ehrlich und eine Beschlußfassung darüber herbeizuführen, was nun ge- Verein Vorwärts, Johannisburg( Transvaal). Vereinslokal 24. November gearbeitet unb schehen solle, hatte der Vorstand zum 14. d. Mts. eine Progreß- Bierhalle, Corner of Marshall and Small Street. außerordentliche Generalversammlung der Immung Germania" Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 20. November, vormittags 9 Uhr, einberufen, die bon zirka 400 Mitgliedern besucht war. sammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vormittags ebendaselbst: im großen Festsaal der Berliner Refsource, Kommandantenstraße 57: Ver: Obermeister Bernard und Altmeister Paersch, erstatteten den Bericht Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille:" Bum Todtenfest." über den Verlauf der Verhandlungen mit den Behörden. Man Bildungsverein Mehr Licht!". Morgen Sonntag, abends 7 Uhr, bei ſprach die Ansicht aus, daß, wenn man an der Umwandlung Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Bortrag des Genoffen No. Soffmann über: Ad. der Inmung zur Zwangsinnung festhalte, so könne bies Unsere Todten." nur durch eine Gesammtabstimmung sämmtlicher hiesigen Allgemeine Kranken und Sterbekaffe der Metallarbeiter, Bäckermeister geschehen. Entscheide sich die Majorität für die Filiale Berlin 3. Mitgliederversammlung Sonntag, den 20. November, Buchdruckerei, Zwangsinnung, so müßte dieselbe zu stande kommen und sei dann vormittags 10 Uhr, Manteuffelstr. 47. Filiale Berlin 4. Heute, Berlin SW., Simmerstraße 18, die Genehmigung der Behörden nicht mehr nöthig. Nach reiflicher& iliale Berlin 5. Mitgliederversammlung heute, abends 9 Uhr, bei liefert sämmtliche Drucksachen abends 81/2 Uhr, Mitgliederversammlung bei Fritz Wilte, Andreasstr. 26. Hof parterre, Erwägung der Sachlage, so führte Obermeister Bernard aus, jei in- Koplin, Lothringerstr. 68. Filiale Berlin 6. Mitgliederversammlung für Vereine, schnell u. preiswerth. Seit deß der Vorstand zu der Ueberzeugung gekommen, daß es besser sei, heute, abends 81/2 Uhr, bei Diete, Aderstr. 123. Filiale Berlin 8. von dieser Abstimmung Abstand zu nehmen und die Innung„ Ger- Mitgliederversammlung am Sonntag, den 20. November, vormittags 91%, Uhr, chriften, Broschüren und Flugblätter mania" zu einer freien Innung umzugestalten, so daß also auch im Marienbad, Badstr. 35/ 36.iliale Charlottenburg. Mit36/5 ferner zwei Innungen im Berliner Bäckergewerbe weiter bestehen gliederversammlung heute, abends 8 Uhr, im Restaurant Leder, Bismarckbleiben würden. Demgemäß wurde auch nach längerer Debatte be- bei Breßler, Biethenstr. 69. Filiale Nixdorf. Berjammlung heute, abends 8 Uhr, tauft man in der Norddeutschen SchuhReell und billig schlossen. fabrit von Hitschke, ge: gründet 1872, Skalitzerstr. 13, Ccfe Genosse Penn ersucht uns zu konstatiren, daß er in der Verfammlung im 4. Berliner Wahlkreis gegen die Betheiligung an den Landtagswahlen gesprochen hat ein Standpunkt, den er bisher immer eingenommen habe. Entgegnung. straße 74. 200 19 Vermischtes vom Tage. In Bremen brannte ein 2a gerschuppen nieder, ber Waggonladungen Cedernholz enthielt.Von einem Italiener wurde in Köln in der Nacht ein Mann auf offener Straße überfallen und erstochen. 07 Genosse Liebknecht wendet sich in der gestrigen Nummer des Vorwärts" in einer längeren persönlichen Erklärung gegen meine Wilhelm Henzen aus Leipzig- Gohlis ist der Auserwählte, Ausführungen, die ich wider seine Erklärung zu der Frage der Be- der unter den 44 Werken, die bei dem dramatischen Wettbewerb zur theiligung an den preußischen Landtagswahlen in einer Wahlvereins Verherrlichung der Beste Koburg" eingereicht wurden, den Versammlung des vierten Kreises gethan habe. Die Form seiner Preis erhielt. Erklärung erschwert mir eine Entgegnung umsomehr, als er ja in Während einer Schwurgerichts- Verhandlung wurde ein gewohnter Weise mit keinem Worte auf die Sache eingeht, sondern Advokat in Graz, der wegen Veruntreuung von Depots seiner in vagen Redensarten bloß seine schulmeisterliche Zensur darüber Klienten angeklagt war, plötzlich tobsüchtig und begann um sich zu abgiebt, daß die von mir vorgebrachten Gründe weder neu noch schlagen und zu schreien, so daß die Verhandlung abgebrochen werden vervollständigt oder gut vorgetragen seien. Ich habe aber Neu- mußte. 1 heit der Gedanken so wenig prätendirt wie rhetorische Kunst- Die fünfte Ehe ging ein Holzhändler und Hausbefizer fertigkeit, und ich bin der letzte, auf diesem Gebiete der un- in Salurn( Südtirol) ein. Er steht im 60. Lebensjahr und hat bestrittenen Autorität des Genossen Liebknecht entgegentreten von seinen früheren vier Frauen 22 Kinder, von denen einige noch zu wollen. Aber wenn Genosse Liebknecht öffentliche Erklärungen die Schule besuchen. losläßt, darf ich ihn bitten, sich an das zu halten, was c. e. In Warschau wird gegenwärtig ein Haus aus vier ich gesagt habe, nicht aber mir Behauptungen zu unter-| Stockwerken gebaut, deren jedes nur ein Zimmer enthält; im äußerst billig. * Arbeitsmarkt. Bei der Firma Fork, Kretzschmar& Co. ( Magazin Jannowizbrücke), sowie bei haben sämmtliche Tischler wegen Heydeek, Fruchtstr. 35, Differenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug fernhalten! Die Ortsverwaltung. Barnimstr. 13, 108 Etui- Arbeiter. Ein tüchtiger Etui- Arbeiter, welcher erhält sofort dauernde Stellung für auf Schmuck Etuis eingearbeitet ist, guten Lohn. 1640* Hugo Reimer's Etuifabrik, Kopenhagen, Gothersgade 48. Sticker, flotte u. gute Arbeiter fucht 22816 Carl Birn, Dresdenerstr. 88/ 89Modelltischler verl. Grube, Memelerstr.8. verl. Goldleistenfabr. Admiralstraße, am Kottbuser Thor. Farbigmacher Friebenjir. 10. Wäsche wird sauber und billigebildete Frau( Wittwe) geſetzter gewaschen bei freier Abholung. Jahre, geschäftstüchtig, fucht Frau Nogge, Engel- Ufer 4a, 2. Sof Stelle als Korrespondentin, Verkäuferin Aufgang 2, 5 Tr. 22196( Buzz), Haushälterin 2c. Dieselbe Cigarrengeschäft, 20 J. befteh., u. würde bei bescheidenen Ansprüchen fäuflich Stoppenstr. 90, Bahnhof. Wohnung per 1. Januar billig ver: jede Arbeit verrichten. Offert. unter ,, R. 7" an die Erped. d.„ Vorwärts". Tischlermeister für eine der größten Nähmaschinen Fabriken Deutschlands gesucht. Nur solche Bewerber wollen sich melden, welche nachweislich lange Jahre in der Branche thätig gewesen sind, die Fabrikation von Nähmaschinen- Möbeln durch und durch kennen und im Lohn: und Atfordwesen reiche Erfahrungen befizen. 38/ 5* Bevorzugt werden solche, welche ähnliche Stellen bereits bekleidet haben. Offerten mit Angabe des Alters, der bisherigen Thätigkeit und ber Gehaltsansprüche unter J. A. 5907 at Rudolf Mosse, Berlin SW. Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Leder- Galanteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Am Montag, den 21. November, abends 8 Uhr, in Feuerstein's Festsälen, Alte Jakobstraße Nr. 75: Außerordentl. Generalversammlung. Tages Ordnung: 1. Die Vorschläge für den Ausbau des Unterstützungswesens. Referent Kollege A. Bergmann. 2. Die Verlegung unseres Ver fammlungstages. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 26/13 Die Mitglieder werden ersucht, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Versammlung wird punkt halb neun Uhr eröffnet. Der Bevollmächtigte. Kontobuch- Branche! Dienstag, den 22. November, abends 82 Uhr, in Feuerstein's oberem Saal, Alte Jakobstraße 75: Große öffentliche Versammlung aller in Kontobuchfabriken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Welche Löhne werden an die Kontobuch: Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins gezahlt? Referent: Kollege Fr. Bitomisky. 2. Werkstubenangelegenheiten. 26/2 Um zahlreiches Erscheinen der Kollegen und Kollegien wird dringend erfucht Der Vertrauensmann. Verband der Vergolder. Achtung! I Achtung! 2. grosser Projektionsvortrag veranstaltet von der Freien Volksbühne Mittwoch, den 23. November, abends 7% Uhr, in Keller's Festsälen. Gäste haben Zutritt. Entree 25 Pfennig. Billets sind nur zu haben bei: E. Beyer, Veteranenstr. 13; Charlet, Ackerstrasse 154; Niemeyer, Weberstrasse 19; Kothe, Koppenstrasse 90; G. Schulz, Admiralstrasse 40a; Zubeil, Lindenstr. 106; Böttger, Marheinicke- Platz 11, und soweit Raum vorhanden, an der Kasse bei Keller. Thema: Um die Erde von Pol zu Pol. 200 Lichtbilder. Vortragender: Herr Dr. Wilhelm Meyer. Am Sonntag, den 20. November( Todtensonntag) fällt die Vorstellung aus. Der Vorstand. Schmiede. Am Sonntag, den 20. November 1898, vormittags 9½ Uhr, ini Lokale des Herrn Hahn, Stralauerstr. 48: Mitglieder- Versammlung der Zahlstelle Berlin- Ost der Vereinigung der deutschen Schmiede. Die Tages- Ordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Gäste willkommen. Die Ortsverwaltung. [ 176/8] Charlottenburg. der Orts- Krankenkasse Sattler n. verw. Gewerbe zu Berlin. Sonnabend, d. 26. Nov. 1898, abends 812 Uhr ordentliche General Versammlung der in den Wahlversammlungen vom Am Sonntag, den 20. November 1898, mittags 12 Uhr, in der 12. und 14. d. M. gewählten Vertreter Gambrinus- Brauerei, Wallstraße 94: der Kassenmitglieder und Arbeitgeber i. d. Armin- Hallen, Kommandanten Oeffentliche Kommunalwähler- Versammlung. raße 20. Tages Ordnung: Tagesordnung: Die Stadtverordnetenwahl im 6. Bezirk. Referenten: I. Jn getrennter Wahlversammlung: Stadtverordneter H. Borgmann- Berlin und Stadtverordneten- Kandidat Paul Hirsch- Charlottenburg. 206/20 Die Kommunalwähler des 6. Bezirks find besonders ein geladen. Köpenick. a) Für die Vertreter der Arbeit: geber: Ergänzungswahl v. 1 Mitglied zum Vorstand für 1898/99. Für die Vertreter d. Arbeitgeber: Ergänzungs: wahl von 2 Mitgliedern zum Vorstand für 1899/1900. Montag, den 21. November, abends 8 Uhr, im Lokal Am Sonnabend, den 19. November, im Lokale des Herrn Klein 1 Mitglied zum Vorstand f. 1898/99. ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung:" 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom III. Quartal 1898. 4. Abrechnung vom Versilbererstreik. 5. Verschiedenes. Der Vorstand. Die Vertrauensmänner werden ersucht, die Matineebillets abzurechnen. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet ( Stadt- Theater): Großes Inftrumental- Konzert, ausgeführt von der Kapelle des Herrn Degen. Entree 20 Pfennige. Beginn 8 Uhr. Großer Vortrag b) Für die Vertreter der Kaffen: mitglieder: Ergänzungswahl von Für die Vertreter d. Kassenmitglieder: Ergänzungswahl von 4 Mitgliedern zum Vorstand für 1899/1900. II. In gemeinschaftlicher General versammlung: Orts- Krankenkasse der Handschuhmacher u. verw. Gewerbe Berlins. Die ordentliche General- Versammlung findet am Sonntag, den 27. Nov., vorm. 102 Uhr, bei Herrn Schiller, Rosenthalerstraße 57, statt. Tages Ordnung: 1. Neuwahl des Vorstandes: ein Arbeitgeber, drei Arbeitnehmer. 2. Wahl der Revisoren zur Prüfung der Jahresrechnung für 1898. 3. Abänderung des Statuts,§ 31. 4. Antrag des Ren danten auf Erhöhung des Gehalts. 5. Verschiedenes. 22116 Zu dieser Versammlung werden die großjährigen männlichen Mitglieder und deren Arbeitgeber eingeladen und ersucht, pünktl. u. zahlr. zu erscheinen. Berlin, den 19. November 1898. Der Vorstand: H. Hinz, Buttmannstraße 4, 4 Tt. Orts- Krankenkasse der Klempner. Am Dienstag, den 29. Novbr., abends 81/2 Uhr, findet bei Brochnow, Sebastianstr. 39, eine Versammlung der großjährigen Mitglieder unserer Kaffe behufs Wahl von 146 Vertretern pro 1899 statt. Um eine einheitliche Kandidatenliste dazu aufzustellen, findet zuvor am Dienstag, den 22. November cr., abends 82 Uhr, ebendaselbst eine Versammlung beiden Versammlungen legitimiet das der großjährigen Mitglieder statt. In Quittungsbuch. 22246 Am Mittwoch, den 30. Novbr., abends 8/2 Uhr, findet bei Mund, Köpenickerstr. 100, eine Versammlung 1. Wahl d. Rechnungs- Ausschusses. 2. Bericht des Vorstandes über das der Arbeitgeber, welche Beiträge für neute Statut. 3. Antrag des Vor: angemeldete Wiitglieder zu unserer standes um 1899 statt. Kasse leisten, behufs Wahl von 73 VerFachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter für Damen und Herren im„ Neuen Naturheilverein" im Kösliner Hof, Berlin N., Röslinerstraße 8, Am Montag, den 21. November, abends 8½ 11hr, im Totale Mittwoch, den 23. November, abends 8 Uhr. und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. " Oranienhallen", Oranienstraße 51: Mitglieder- Versammlung. 143/8 Tages: Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Mitglieder werden nochmals aufgefordert, mit ihren Billets vom Stiftungsfest abzurechnen. Der Vorstand. Achtung! Schraubendreher, Facondreher! Herr Walther Rose- Berlin spricht über Hypnotismus. Entree 15 f. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. 8½ 22236 Der Vorstand. Achtung: Grosser Saal Bequeme Fahr: Berbindung noch einige Sonnabende frei. ( Nordring und Pferdebahn). Julius Mierke, Schönhauser Allee 102. Achtung! Ausverkauf! Dienstag, den 22. November, abends 7 Uhr, im Louiseustädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37: Große öffentliche Versammlung aller in der Schraubenfabrikation beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. 4. Verschiedenes. Ordnung: Wegen Aufgabe des Geschäfts Hüte, Mützen, Schirme 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Bericht über die aufgenommene Statistit. zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 116/6 Emil Stabrie, N., Vinetaplatz 9, zwisch. Ruppiner u. Swinemünderstr. Der Vertrauensmann: Paul Krause, Ratiborstr. 16, Hof II. Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Dienstag, den 22. November, bei Buske, Grenadierstraße 33: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Hoch contra Graß. 3. Abrechnung bom Stiftungsfest( Dampferparthie). 4. Vereinsangelegenheiten und Ber schiedenes. Mitgliedskarte und Buch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. 50/18 Achtung! Böttcher! Achtung! Sonntag, den 20. November, nachmittags 1½ 1hr, im Colberger Salon, Colbergerstrasse No. 23: Versammlung. Tages: Ordnung: 1. Vortrag( Organisation der Gewerkschaft). Referent: Genosse Faber. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 2235b] Der Vorstand. Am 3. Dezember, abends 8½ 1hr, in unseren Geschäftsräumen Nene Hochstraße 18: Ordentliche Generalversammlung der Berliner Genossenschafts- Bäckerei. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Aufsichtsraths und Entlastung derselben. 2. Vorlegung des Berichts des gerichtlichen Bücherrevisors. 3. Annahme der Bilanz pro 1897 und 1898 und Verwendung des Reingewinnes. 4. Neuwahlen. 5. Statutenänderung. 6. Verschiedenes. Die Bilanz pro 1897/98 liegt zur Einsicht der Genossen von heute ab in unserem Comtoir aus." Berliner Genossenschafts- Bäckerei ( Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht). Der Vorstand. Richard Kelm, Kassirer. Karl Petersohn, Geschäftsführer. Zum Markenschutz angemeldet. M. Wegner Straußberger- Straße Nr. 4 ( am Landsbergerplak). Lebende Hechte, Karpfen Prima Fettgänſe Bfs. 0.50. 3 rädr. Kinderwagen 6 M. verf. Nordmann, Cuvryfir. 22 v. II. 22346 rische Fische, gute Fische Deutsche empfiehlt die Dampffischerei- Gesellschaft ,, Nordsee" Nordenham. Zum Markenschutz angemeldet. Grösste Hochseefischerei Deutschlands mit 28 eigenen Fischdampfern. Eigener Fischerei- Hafen. Eigene Fisch- Transport-Waggons mit Kühlvorrichtung. Einstellung einer Withilfe in d. Kassenverwaltung. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch versehenen Vertreter Nur die mit Legitimation, event. haben Zutritt." Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand der Orts Krankenkasse der Sattler u. verwandt. Gewerbe zu Berlin. .A.: Herm. Huhnfleisch, Borsigender, N.O., Barnimstr. 2. A. Lippert, Schriftführer, W., Kirchbachstr. 20. tretern pro la fatt Um eine Kandidatenliste dazu auf: pro 1899 anzunehmen, ihre Abreffe zustellen, ersuchen wir diejenigen Arbeitgeber, die gewillt sind, die Wahl bis zum 22. November im Kassenlofal einsenden zu wollen. Die Arbeitgeber können sich auch durch ihre Geschäftsführer oder Betriebsbeamte vertreten laffen. Der Vorstand. Orts- Krankenkasse d. Uhrmacher z. Berlin. Die 22206 die Tagesordnung nicht erledigt wird, findet Dienstag, den 22. Novbr., N. B. Sofern in dies. Verſammlung ordentl. Generalversammlung findet am Donnerstag, d. 1. Dez. cr, abends 9 Uhr, in Saale des Herrn abends 8 Uhr, in demselben Lokale Brochnow, Sebastianstr. 39, statt. Fortsetzung derselben statt. 157/8 Orts- Krankenkaffe Tagesordnung: 1. Wahl des Vorstandes( 6 Arbeits nehmer, 3 Arbeitgeber). 2. Wahl von 3 Mitgliedern zur Prüfung der d. Messerschmiede, Schwertechumene laufenden Jahres. feger u. Verfertiger chirurg. 3. Verschiedenes. Hierzu ladet ein Instrumente zu Berlin. Ordentl. Generalversammlung am Sonnabend, den 26. Nov., abends 82 Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstraße Nr. 57. Tages- Ordnung: Der Vorstand: G. Lätsch, Vorsitzender. Ehrenerklärung! Durch Schiedsspruch bin ich vers pflichtet, die Beleidigung, welche ich in einem Disput mit dem Zivil- Berufs musiker Herrn Bieler diesem zugefügt, habe, zurückzunehmen; dieselbe bestand 1. Vorstandswahl( 3 Arbeitnehmer, darin, daß ich im Laufe der gegens 1 Arbeitgeber). 2. Erhöhung der Ver: feitigen Auseinandersetzung äußerte, gütung des Rendanten u. des Kassirers. daß er ebenso gut ein Knecht des Kapi 3. Wahl des Rendanten und des tals wäre wie ich, was aber, nach der Kassirers. 4. Wahl von 3 Ausschuß- Ansicht des Hrn. Bieler, bei ihm nicht mitgliedern zur Abnahme der Jahres zutrifft, da er sich als Musifer nicht rechnung. 5. Besprechung über event. zu den Arbeitern rechnet. Ich nehme Revision des Statuts und eventuelle hiermit diese Beleidigung in aller GhrWahl einer Kommission dazu. 6. Ver: furcht zurück. schiedenes. 264/7 Die Mitglieder, sowie die Arbeit: geber, die zuzahlen, sind hiermit einDer Vorstand. geladen. Actienkapital: 3 Eigene Räucherei u. Marinir- Anstalt. Millionen Mk. Haupt- Filiale: Berlin C. Bahnhof Börse, 22, Fernsprecher Amt III, 8804. 9/10. II. Filiale: Charlottenburg III. Filiale: Berlin NW. Wilmersdorferstr. 10-11 Lüneburgerstr., Ecke Paulstr. am Wilhelmsplatz. Stadtbahnbogen 389. IV. Filiale: Im Schlesischen Bahnhof, Madaistrasse 22, Eröffnung Ende: November. Heute! Eröffnung unserer V. Filiale: Heute! Berlin N., Reinickendorferstr. 1, Ecke Schulzendorferstrasse( an der Chausseestrasse). Es treffen täglich 1 bis 2 Waggons( 200-300 Zentner) lebendfrische Fische ein und verkaufe diese Woche Verband der Möbelpolirer. Schellfische Versammlung Montag, den 21. November, abends 8 1hr, Audreasstraße 26. Tages Ordnung: 1. Antrag der Gewerkschafts- Kommission. 2. Vortrag des Herrn Dr. Wurm über:" Die Pflege der Augen", mit Demonstrationen. 3. Verschiedenes. 147/18 Die Kollegen von Plettner, Markushof, und Groschkus, Gollnowstraße 20, find hiermit eingeladen. Die Mitglieder, welche ihr verdientes Geld vom Polier oder Tischlermeister auf dem Klagewege oder gar nicht erhalten haben, werden ersucht, dieses an H. Schulz, Memelerstr. 60a, mitzutheilen. Die Vorstellung in der Urania, Taubenstraße, findet ani 26. Dezember, nachmittags 1 Uhr, statt. Der Vorstand. Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Sonntag, den 20. November( Todtensonntag), abends 6 Uhr: Derlammlung im Saale der Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des praft. Naturheilkundigen Herrn Grundmann über:" Die Ernährung des Menschen ohne Blut: Kreislauf."( Projektionsvortrag mit farbigen Lichtbildern für Damen und Herren.) 2. Diskussion. Gäste willkommen.[ 155/14] Der Vorstand. machen wir unsere Herrenpartie hin? 61602* Bum alten Wo? Freund auf Pichelswerder. in allen Grössen 20-30 Grosse Schollen( Goldbutten) 30 Bratflundern sehr fein Pf. pr. Pfd. 20-25. sowie alle anderon Arten frischer, geräucherter und marinirter Seefische zu bekannt billigen Preisen. Verkauf: Wochentags bis 9 Uhr abends, Sonntags von 7-10 Uhr morgens. Seefischkochbücher gratis! NB. Seefisch ist das billigste Volksnahrungsmittel, ersetzt 171L I das Fleisch vollständig und ist überaus wohlschmeckend. Wir bitten höflichst, genau auf unsere Verkaufsstellen. insbesondere aber auf unsere Firma Deutsche Dampffischerei- Gesellschaft Nordenham gefälligst achten zu wollen. ,, Nordsee" Hochachtungsvoll Johs. Skorczyk, Bevollmächtigter General- Vertreter für Berlin. Karl Gramsch. Ehrenerklärung.. Die Beleidigung, welche ich gegen Herrn Eisfeld ausgesprochen habe, nehme ich hierdurch zurück und erkläre Zwei Riesen- Kegelbahnen, denselben für einen Ehrenmann. 22066 drei Vereinszimmer empf. Restaurant E. Mündner, Linienstr. 19 u. Lothringerstr. 105. Bitte unsere Schaufenster zu beachten! 22226 Frau Dittbrenner. nt. Piano zu verg. Blumenstr. 14. Vereinszimmer Bitte unsere Schaufenster zu beachten! Arthur Behrendt Herren-, Knaben- u.Arbeiter- Garderoben Schuhwaaren u. Trifotagen. Hüte u. Wäsche. 62. Reichenbergerstr. 62. Efe Grünauerstraße. Nur eigene Fabrikation Winter- Valetots à 24,-22,-. 18,-, 15,-, enipfiehlt 12, und 9,- Mt. und 10, 18, Herren- Anzüge 221,-, 18,-, 15,-, Hohenzollern- Mäntel à 30,-, 24,-.. und " Winter- Joppen à 12,-, 9,-, 7,50 und 4,50, Winter- Hosen à 9-, 8,-, 6,-, 4,-...und Knaben- Anzüge à 10,-, 8,-, 6,-, 4-.. und 2, Knaben- Mäntel& 6-, 4-, 3,... und 2,50 Anfertigung nach Maass in kürzester Zeit. " Schuhwaaren.- Hüte.- Mühen. 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Eine posensche Regierungs- verwarf die Revision mit der Begründung, daß die betreffende Be Presse", Konrad Müller in Schkeudig, zu 50 M. Geldstrafe Polizeiverordnung vom 14. April 1891. verbietet das Ausstellen von ſtimmung der angezogenen Polizeiverordnung rechts giltig sei berurtheilt worden. Es ist als festgestellt angesehen worden, daß er Zeichen, die geeignet sind, die öffentliche Nuhe und Sicherheit zu ge- und daß das Landgericht sie auch richtig angewendet habe, in seinem den Interessen der Steindrucker dienenden Fachblatte den fährden. Wegen Vergehens gegen diese Bestimmung war der Kauf- als es nahm, die Ausstellung jener Kravattennadel lasse eine Obermaschinenmeister M. in Gera und in einem späteren Artikel mann Stankowsky aus Ostrowo angeklagt worden. Er hatte eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung befürchten. desselben den Oberlithographen M. beleidigt hat. In seiner Kravattennadel ausgestellt, deren Zierde ein polnischer Adler mit der Sittenverbrechen. Der Schullehrer August Friedrich Wilhelm Revision rügte der Angeklagte insbesondere unrichtige Anwen- polnischen Umschrift:" Gott erlöse Bolen" bildete. Das Schöffengericht Elling, der mehrere Jahre an der Volksschule zu Ochsenwärder dung des§ 193.- Der Reichsanwalt betonte in der gestrigen Ver- sprach indessen St. frei; es vermochte nicht einzusehen, daß die Nadel( Hamburger Landgebiet) thätig war und sich stets als Patriot, handlung vor dem Reichsgerichte, das Urtheil sei infolge einer rechts so furchtbare Sträfte in sich bergen sollte. Die Straffammer be r- Bismarckschwärmer und Sozialistenvernichter aufspielte, wurde vom irrthümlichen Auffassung des Landgerichts verhältnißmäßig günstig urtheilte jedoch den Angeklagten auf die Berufung der Staats- Hamburger Landgericht wegen wiederholten, in den Jahren 1896 für den Angeklagten ausgefallen, insofern nämlich angenommen anwaltschaft zu einer Geldstrafe und führte aus: Die Inschrift an bis 1898 an ihm anvertrauten Schulmädchen begangenen Sittenworden sei, daß der Angeklagte als Redakteur eines Fachblattes dem polnischen Adler drücke den Wunsch aus, die polnischen Theile verbrechens zu vier Jahren Zuchthaus und acht Jahren Ehrverlust fittlich berechtigte Interessen wahrgenommen habe. Da des Königreichs Preußen vom preußischen Staate loszureißen, und verurtheilt. Die Thaten des Angeklagten, der stets brav für„ Ordder Angeklagte sich hierüber nicht beschweren könne, er habe den Zweck, diesen Wunsch in anderen zu erwecken. Sie sei nung, Religion und Sitte" stritt, charakterisirten sich deshalb als scheine die Revision unbegründet. Das Reichsgericht war aber deshalb thatsächlich geeignet, die öffentliche Ruhe und Sicherheit zu ganz besonders schamlose, als er seine lüsternen Handlungen zum doch anderer Ansicht. Es hob das Urtheil auf und verwies die gefährden. Stankowsky legte Revision ein und machte geltend, daß die großen Theile in raffinirter Weise in der Schulstube und während Sache an das Landgericht zurück, weil das Urtheil einen Wider- fragliche Bestimmung der Regierungsverordnung vom 17. April 1891 der Unterrichtsstunden vorgenommen hat. Der Angeklagte ist verspruch enthalte. Es sei dem Angeklagten im allgemeinen zwar der überhaupt ungiltig sei. Ferner sei sie falsch angewendet worden. Der An- heirathet und Water mehrerer Kinder. A Jandorf& Co. Hamburger logop Engros- Lager Damen- Confection jetzt bedeutend billiger. asha}}{ Damen- Jackets früher 16M. 1950 23M. V C. Spittelmarkt 16-17. 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Apollo- Theater. Luisen- Theater Stettiner Sänger 34. Reichenbergerstraße 34. Nachmittags 3 Uhr: Schüler- Vorstellung zu besonders ermäßigten Preisen: Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Berliner Raketen. Schwant in 3 Atten von B Jacobson. ( m. theilweiser Benuzung eines Stückes von M. Ordonneau) Sonntag( Todtensonntag), abends 8 Uhr: Thalia- Theater. Die Räuber. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Helmerding. Trauerspiel in 5 Aften von Schiller. Metropol- Theater. Der Hypothekenschufter Behrenser 55/57. Dir. Rich. Schultz. Poffe mit Gesang in drei Aften von Leopold Ely. Musik von Cornelius Schüler. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, 20. Novbr.: Einmaliges Gastspiel des Deutschen Theaters unter Leitung des Herrn Direktor Dr. Brahm. Nora. Schauspiel in drei Atten von H. Ibsen. Deutsch von Wilhelm Lange. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Geisha ober: Eine japanische Theehaus Geschichte. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Anfang 72 Uhr. Morgen: Die Geisha. Sonntag( Todten- Sonntag) 1/8 Uhr: Die Glocken von Corneville. Romantische Oper in 3 Atten von R. Planquette. Ostend Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Extra Vorstellung der Vereine des Krieberbundes Berlin. Nur einmalige Aufführung: Gewonnene Herzen. Bolfsstück mit Gesang von Dr. H. Müller. Musik von Bial. Anfang 8 Uhr: Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Im Tunnel von 7 Uhr an Freis Konzert. Sonntag: Lorbeer: baum und Bettelstab.. Montag und folgende Tage: Onkel Jonas. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direttion: Richard Winkler. Täglich: Bummelfrike. Boltsstück mit Gefang in 3 Aufzügen von Jacobsohn und Wilfen. Musit von Michaelis. In Szene gesetzt von Otto Wendt. Dazu das ausgewählte Sonnabend: Bum 3. Male: Die Blumen- Mary Operette von Karl Weinberger. Hierauf: Die Sünden der Frauen. Großes Ballet- Divertiffement. Sonntag v. 3-6 Uhr: 2. PromenadenKonzert. Abends 82 Uhr: Odette. Schauspiel von Sardou. Die Blumen Mary. Montag: OlympiaTheater. ( Circus Renz) Karlstrasse. Heute zum 50. Male: Anfang 8 Uhr Berliner Ausstattungsstück mit Couplets, MENE TEKEL Aufzügen und Roloffal Ballets in 3 Aften( 10 Bildern). Morgen des Todtensonntages wegen nur eine Vorstellung. ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Brone, Röhl. Schneider und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Sonntag 7 Uhr. Entree 50 Pf. Num. Balkon 75 Pf. Balton- Loge 1 M. Orchester- Loge 1,50 M. Fremden- Loge 2 M. Tageskaffe von 11-1 Uhr. Die Billets zu den num. Siten find stets 8 Tage vorher zu haben. Neues Programm. Concerthaus. Leipzigerstr.No.48. Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen Zum Schluß Jacques Offenbachs Operette Insel Tulipatan. IRCUS BUSCH Sonnabend, den 19. November, abends 71/2 Uhr: Freitag, den 18. November: Armand'Ary. Dagmar Hansen. Mr.Judge's dress. Seelöwen. Robert Steidl. Familie Agoust. Kasseneröffnung 6½ Uhr. Anfang 72 Uhr. Mähr's Theater Oranienstr. 24. Täglich Spezialitäten- und TheaterVorstellung. Amor! Burleste mit Gesang und Tanz. Brothers Alexander. Hulda Lucas. Grete Gastani ic. Anfang an den Wochentagen 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Neu! Circus Püschel Neu! sensationell dress. Ziegenböcke. Neu! Professor Trispé. Neu! Paty Frank- Truppe. Toska's lebend. Bilder- Gallerie. Margueritta, dressirte Tauben. Carl Jörgensen, Mimifer. Gebr. Franconi, Ernst Sprecher. Die allbeliebte Soubrette Helene Voss. Um 8 Uhr: Richard Winkler in d. erfolgreichen Gesangsposse Rosen vom Norden. Anfang 7/2, Sonntags 6 Uhr. Vorverkauf Vorm. v. 11-1 Uhr. W. Noack's Theater Parade- Gala- Vorstellung. W. PERSIEN. Brunnenstr. 16. Circus Renz- Riesen- Tunnel. r. Manege- Schauftüd in 5 Atten, Sente Sonnabend, den 19. November: Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Grosses Konzert der Haustapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn Otto Görner und Extra inscenirt vom Dir. Paul Busch. Neu! Neu! Tänze arrangirt vom fgl. italienischen Einen Jur will er sich machen Hof- Balletmeister Ottavi. Morgen Sonntag: Mufit vom Kapellmeister Taubert. Posse m. Gefang in 4 Aften v. Nestroy. Dargestellt von 500 Personen. Sämmitt. Einrichtungen gesetzl. geschützt. Ausstattung, Kostüme, Requisiten in nie Deborah. Spezialitäten- Vorstellung gefehener Bracht aus den Ateliers von Schauspiel in 4 Aften von Mosenthal. unter Regie des beliebten Humoristen Gustav Kluck. Das neue großartige November: Programm. Anf. Wochent. 61/2 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Entree Wochent. 10 Pf., Sonnt. 30 Bf. Volks- Theater im Welt- Restaurant Spezialitäten- Programm. Dresdener- Straße 97. Neu! Neu! Neu! Le cardo and Trepp, Music- Excentric- Comedians. Wochent. 72 Uhr. Anfang: Sonntags 6% ubr. Entree: Wochentags 30 Pf. Sonntags 40 Pf. Borzugsbillets haben Giltigkeit. Dir.: A. Kolig. Art. Leiter: A. Runge. Novität! Sensationell! Novität! Sensationeller Erfolg! Die Circusfee. Operette von Felsch. Musik von Baselt. In Szene gesezt von August Runge. Neu! Neu! Charles Wolff, Eugen Rosée, der berühmte der beste Tanzhumorist. aller Mimifer. Hugo Baruch u. Co. Besonders hervorzuheben: SllavenDer Raub der markt in Schiras schönen Circassierin- Der Sprung des Prinzen Mirza Schaffy aus der Höhe der Circuskuppel ins Waffer Großer Karawanenzug durch die Wüste mit Kameelen, Maul thieren, Glefanten, Eſeln, Pferden 2c. Im Harem des Schah- Der Ritt über die Burgmauer- Der Sturz des perſiſchen Brinzen mit dem Pferde von hoher Felsenklippe ins Wasser.- Außerdem: Auftreten des Herrn Franz Gebhardt, Ritter 2c., bisheriger Chef der t. f. spanischen Hof Reitschule in Wien. Die neuen Freiheitsdreffuren des Direttors Busch. Auftreten des Frl. Martha Mohnke auf dem Vollblut: Wallach„ Chips" a. d. Sunshine. Morgen Sonntag: 1 gr. brillante Vorstellung, abends 7 Uhr. Empfehle meine drei Restaurants: Rübezahl, am Müggelsee, Teufelssee, Müggelberge, Marienlust, a. d. 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