Cinselpreis 70 5Redaktion un Prag, II, 1 Telep Tageste 26795, Nachtredafiga: Postschedamt: 57544. Jnferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Tit. Lützowova. Dělnická akademie, Praha II. Demokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Mittwoch, 29. Juni 1927. Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich. vierteljährlich.. halbjährig ganzjährig. Kč. 16.48.96.192.Rüdstellung von ManuStripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh Nr. 150. Das böle Gewillen läßt Der Tag der Vergeltung wird kommen! Sie schweigen. Genoffe de Witte: Auf unseren Bulten liegt eine Gesetzesvorlage ganz besonderer Art: var nalen Koalition an uns verübt worden ist! Die Zeit, war reif für den nationalen Ausgleich, der Arbeiterhaß, die Profitgier der drei deutschbürgerlichen Parteien hat alle Ausgleichshoffnungen verschüttet, alle am Volf begangenen Verbrechen sanktioniert und mus Tür und Tor geöffnet. dem schlimmsten Terror des tschechischen Chauvinismus Tür und Tor geöffnet. Und heute sind sie drauf und dran, das ganze deutsche Volk unter dem Titel einer Verwaitungsreform zu verschachern und für vogelfrei zu erklären. Erst haben sie ihren Wählern nationale Gesinnung vorgegaukelt und nun, da ihnen viele Wähler hinein gefallen sind, geben sie strupellos alles preis, was fie als nationgle Belange" ausgeschrien hatten. Im Ausland hat man wirklich geglaubt, daß die Regierungsdeutschen ihrem Volfe einen Dienst erweisen wollen. Am 18. November 1924 stand im AbgeGenosse de Witte brandmarkt die schmähliche Haltung der Regierungsdeutſchen. ordnetenhause wieder einmal der StaatsvoranPrag, 28. Juni. Der zweite Tag der sparteien die Probe aufs Exempel Staate. Das Profitinteresse der Bourgeoisie hat die schlag zur Debatte und wie es seit Švehla Debatte über die Verwaltungsreform brachte erbringen. Mit Redensarten dürften sie allnationale Roalition gesprengt. Was ihr folgte, üblich geworden ist war die Debatte eine eine wuchtige Anklagerede des Gen. de Witte der Bevölkerung nicht weiter kommen. leere Formalität, denn die Mehrheit erlaubte gegen die deutschen Regierungsparteien. In Patejdl( tsch. Nat. Soz.) befämpft die Mei- ärger als all das, was in der Zeit der allnationicht die geringste Abänderung der Ziffern des seiner temperamentvollen Art nahm sich Genosse nung, als ob es sich nur um eine Novelle zum Boranschlags. Da betrat der landbündlerische de Witte kein Blatt vor den Mund, wenn es galt, Gaugesen handle; in Wahrheit werden dessen Abgeordnete Křepek, damals Obmann der das schmachvolle Verhalten der Regierungsdeut- Grundlagen aufgehoben. Die Länder find aber sogenannten Deutschen Arbeitsgemeinschaft, die schen zu brandmarken, die sich um schnöder eine Erfindung der Habsburger und deshalb etwas Rednertribüne und protestierte gegen diese Ver- eigenen Bolt hergeben. Eindringlich wies er auf ungsgebiete bedeuten verwaltungstechnisch ein Profitinteressen willen zum Henkersamt am Fremdes, Unslawisches. Die großzun Verwal gewaltigung der Minderheit in einer geharnisch- die großen Gefahren hin, die sich aus der Gesetz- Monstrum. ten Erklärung. Eine ihrer Verantwortung be- werdung der Verwaltungsreform ergeben, und Namens der tschechischen Agrarier versuchte wußte Regierung und Regierungsmehrheit, so deckte die widerliche Haltung der deutschen Daněk der Verwaltungsreform vergeblich gute jagte Křepet, müßte alles daranjeßen, die Op- Agrarier und Kleritalen auf, die zwar zur Be- Seiten abzugewinnen und begrüßte es, daß die position zu sachlicher Mitarbeit hevanzuziehen. ruhigung ihrer Wähler das Blaue vom Himmel fomplizierte Verwaltung durch ein demokratisches Statt dessen habe sie durch ihren Berichterstatter an Berbesserungen der Vorlage versprachen, aber(?) Verwaltungsgeleise ersetzt werde. von vorneherein aussprechen lassen, daß jede, rein gar nichts durchzusehen vermochten. Verauch die kleinste Aenderung ausgeschlossen sei. suche des Herrn Krumpc, bei der Rede de WitIn wildem Grimme legte Křepek los:" Diese energisch zurüdgewiesen. zu stänkern, wurden von unseren Genossen Mißachtung des Parlamentarismus und der Opposition im besonderen ist nur die Krönung zog die Vorlage nach ihrer gefeßestechnischen Der tschechische Genosse Meißner unter- Es ist ein Todesurteil, das wir unterschreiben sollen. eines Systems, das in Verkennung des Mehr- Seite hin einer ruhigen, aber umso wirkungs- Wian mutet uns zu, das Volf, das heitsprinzipes die Minderheit innerhalb und volleren Kritit, bei der die ziemlich zahlreich ver- geschickt hat, um seine Rechte zu vertreten, nun m außerhalb des Parlamentes lediglich als Ob- sammelten Koalitionsabgeordneten manchmal eine längst errungenen Rechte zu betrügen. Wir jekt der Politik betrachtet. In der Durchführung sehr verlegen dreinschauten. Auch Svehla war sollen das Todesurteil der Selbstverwaltung aus dieses Systems wetteifern Gesetzgebung und bei seiner Rede einige Zeit im Saal. Der Herr sprechen, den Weg zur nationalen Autonomie ver Verwaltung auf allen Gebieten, um die Min- Ministerpräsident scheint auf seine wohl ausge- rammeln; die Staatsbürokraten, die nichts anderes derheit zugunsten der Mehrheit zu entrechten. bildete Reversseite ganz besonders stolz zu sein, find als Werkzeuge der jeweils herrschenden Gewalt, ... Wir wollen in der bekannten Aufführung da er sie auch diesmal wieder die meiste Zeit den sollen wir zu Herren über unsere Gemein der Budgetberatung nicht mehr die Rolle von um den hinter ihm stehenden Redner deutlich zu dies fargen persönlichen Freiheiten der Staatsbürger mit allem Selbstbestimmungsrecht und aller Selbst in den Bänken fißenden Abgeordneten zukehrte. den und Bezirke machen. Wir sollen die ohne das verwaltung gründlich und der ohne diefe chen von der konsolidierten Tichechoslovakei vor Grad auch genügen! In anderen Parlamenten deutsche Hilfe niemals hätte auch nur versucht der gesamten Oeffentlichkeit zerstören." würde ein derartiges familiäres Benehmen des werden können. Das war noch in den Zeiten, da Land- Kabinettschefs wohl nicht ohne scharfen Wider bündler, Christlichsoziale und Gewerbeparteiler pruch bleiben, wahrscheinlich aber nicht erst verOpposition gegen das System Švehla markier- fucht werden. ten, um sich in das Vertrauen der Wähler einIn der Debatte, die von 9 Uhr bis gegen zuschleichen. Seither sind sie in das Gefolge 8 Uhr abends dauerte, protestierte nächst der erbärmlicher als jene, die wenigstens nieman schon erlitten, ist diese Verwaltungsreform der Von all den Schlägen, die wir in diesem Staate Svehlas eingetreten und dieser kann sagen, daß deutsche Nationalsozialist Jung gegen die Eile, dem vorzutäuschen versuchten, daß fie Demokraten schwerste Schlag. sich darin keine gehorsameren und willigeren mit der die Verwaltungsreform erledigt werden Demokratenschwerste Diese Reform macht das Knappen befinden als eben die Parteien der soll. Wahrscheinlich sollen die deutschen Regie- seien, als sie den Untertanen seinerzeit das Prügel- Volk rechtlos und erniedrigt es zu einem Objekt früheren Deutschen Arbeitsgemeinschaft, in rungsparteien nicht zur Besinnung kommen, was patent bescherten. deren Namen chedem die diversen Křepeks sein sie schlucken sollen. Die Verwaltungsreform beden Parlamentarismus und die Demokratie zeichnet er als den Höhepunkt der Enimündigung. des Volkes. Er bespricht ausführlich die von schändendes System in Grund und Boden ver- feiner Partei aufgestellten Richtlinien für die Verdonnert haben. Vom Augenblick ihres Ein- waltungsreform und erklärt zum Schluß, jetzt Die Bourgeoisie ist heute konsolidiert, der Kleritrittes wurden sie Hörige, und was das be- hätten die deutschen Regierungs- talismus herrscht, die Massen hungern in diesem sondere ist: Hörige aus Neigung und Ueberzeugung. Švehla und die tschechischbürgerlichen A * finsterstet habsburgischen Reaktion zum Wahrzeichen der angeblich freiheitlichen demokratischen Republik bestellen. Die tschechischen Parteien, die für diese Schandvorlage stimmen, fälschen das Revolutionsprogramm des tschechischen Volkes und beschmutzen feine Geschichte. Sie übertreffen die Volksunterbrüder von gestern an Brutalität und zeigen ſich Aber die deutschen Parteien, die für diese Vorlage stimmen, tun noch ein Aergeres: Sic erniedrigen sich dazu, am eigenen Voll das Henkeramt zu vollziehen! Selbst die Prager deutsche Gesandtschaft ließ sich täuschen, wie aus einen Artikel im Jännerheft der Breußischen Jahrbücher" hervorgeht. Aber zur sel ben Zeit, als dieser Artikel erschien, ſummien die deutschen Aktivisten in Ministerrat und in der Osmička dem Verwaltungsreformentwurf zu, der Die deutschen Regierungsparteien stehen Schmiere, wenn tschechische Chauvinisten Rechte des deutschen Volkes stehlen. Ein Bctrug am Auslande, das ist dieser deutsche Altivismus! der Herrschaftskunst des tschechischen Chauvinismus. Wir stehen vor einer Schicksalsstunde des deutschen Volkes, vor einer Schicksalsstunde der gesamten Arbeiterklasse dieses Staates und die= jes Schicksal ist blindwütenden Arbeiterhassern in die Hände gegeben!( 3ust im mung.) Die Gründer der tschechoslowakischen Republik sind wenigstens in ihrer Mehrheit keine Freude der Selbstverwaltung. Das haben sie reichlich bewiesen, indem sie die Gemeinden durch irrſinnige Maßnahmen furchtbar schädigten und dem Ruine nahebrachten. Aber die erste Sorge der deutschen Regierungsparteien war nur eine weitere Einschränkung der Gemeindefreiheit, so daß Prag wirklich restlos der Vormund aller Gemeinden geworden ist. Die ursprüngliche Gaureform war schlecht. Sie Parteien brauchten feiner ihrer Gewohnheiten| lichsten Eigenschaften der politischen Führer| Verwaltungsreform im Abgeordnetenhauſe ſein. zu entsagen und an dem Syſtem, das nach halten. Was müssen sich diese Wählerschichten Ihr schlechtes Gewissen fäßt sie schweigen und Křepets Worten das Mehrheitsprinzip ver- denken, wenn beispielsweise der deutsche christdem Verhandlungsjaal weichen sie womöglich kennt, die Minderheit entrechtet, sie von der lichsoziale Abgeordnete Pater Feierfeil im weiten Bogen aus. Es ist ein schwächliches fachlichen Mitarbeit ausschließt und sie ledig- noch in einem Weihnachtsartikel, am 25. De- Mittel zur Beruhigung dieses Gewissens, wenn lich als Objekt der Politik betrachtet, nicht das zember 1926 schrieb:„ Die Lösung der judeten ihre Monitore faustdice Lügen über ihre Ergeringste zu ändern. Der Teufel hole die natio- deutschen Frage in dem Sinne, daß die folge" bei der„ Verbesserung" einzelner Benale Volfsfront, wenn die Möglichkeit einer Eristenz des Sudetendeutschtumsstimmungen des Entwurfes zu verbreiten suchen. hat das Prinzip der national abgegrenzten Gane internationalen Front der Kapitalsmächte in seinem ungeschmälerten Besiv Hätten sie wirklich nennenswerte Erfolge er durchaus verlegt, aber es war doch wenigstens gegen das Proletariat gegeben ist! So ist es und in seinen unveräußerlichen rungen, wie würde da von ihnen die Reklame- ein Ansab zur nationalen Autonomic auch bei der Verwaltungsreform, die ins Par- Rechten sicher ist, muß das Ziel trommel gerührt werden und sie fönnten nicht vorhanden, denn zwei deutsche Gane waren vorgeLament geworfen wurde, ohne daß die Mehr- jeder judetendeutschen politischnell genug die Rednertribüne im Parla- sehen. heit erlauben würde, daß auch nur ein Ischen Führungsein", und wenn sie jetzt, mentssitzungsjaal hinaufklimmen, um damit Ausgabe der deutschen Regierungsparteien wäre Tüpfelchen an ihren Bestimmungen geändert nach einem halben Jahr, sehen, wie die Erb- zu paradieren. Ihr feiges Unterfriechen aber es gewesen, dafür zu sorgen, daß es nicht bei den zwei deutschen Gauen zu bleiben hätte, daß werde. Wo aber sind die Křepeks, um gegen pächter in der Führung der judetendeutschen verträgt nicht das Licht der öffentlichen Kritik, es das Prinzip der nationalen Abgrenzung der diese Herabwürdigung des Parlaments zu Politik durch die Zustimmung zur Verival- Auge in Auge vor der Opposition. die von donnern? Sie sind auf die andere Seite der tungsreform der Eristenz des Sudetendeutsch- ihnen verübte Preisgabe aller ihrer früheren Sie haben es auch versprochen. Am 12. Feber Gaue soweit als möglich befriedigt werde. Barrikade hinübergekrochen, und was sie früher tums einen harten Schlag verseßen, vom un demokratischen und nationalen Ideale zu ver- des vorigen Jahres beschäftigte sich in Falfenau eine flammend verdammt, gehört heute zu ihre geschmälerten Besitz" gar nicht zu reden. treten, dazu reicht ihr Mut doch nicht aus. Konferen; der Bezirksverwaltungsfommissionen ans Belangen". Bürgerblock, das heißt Block der Welchen Händen hat doch das deutsche Bürger- Darum schweigen sie wie stumme Hunde, dem Gaue Karlsbad mit der Gaureform. Anch landGeldsäcke gegen die Arbeiter das ist für sie turm die Vertretung seiner politischen und wirt- weichen jeder Abwehr der Anklagen, die gegen bündlerische Parlamentarier haben daran teilgenom ein so wertvolles Gut, daß sie um den Preis schaftlichen Interessen anvertraut! Ist es ein sie erhoben werden, im Sizungsfaale aus, men, zur Tagesordnung gesprochen und einmütig seines Fortbestandes selbst die Verwaltungs- Wunder, wenn viele, da sie sehen, daß die bür- blühen indessen wie die Veilchen irgendwo still wurde eine von dem landbündlerischen Senator reform schlucken, obwohl sie sich ihrer Schädlich- gerliche Politik nur der verächtlichsten Roß- im Verborgenen und verlassen sich im übrigen Spieß gutgeheißene Entschließung angenommen, in der die Einteilung in kleine Verwaltungsgebiete, feit und Nichtswürdigkeit voll bewußt sind. täuscherei, ja dem offenen Betrug und Verrat auf die Zeit und die Vergeßlichkeit der Men Rüdjichtnahme auf die nationalen Siedlungsver Was für ein Leben könnten die Regie- dient, sich vom politischen Leben angewidert schen. Die Spekulation wird aber sicher miß- hältnisse, völlig uneingeschränkte Selbstverwal rungsdeutschen führen und wie wohl könnten fühlen! lingen. Was die Verwaltungsreform an Scha- tung gefordert wird. Für all das stimmten die sie es sich an der Futterkrippe sein lassen, wenn So brutal und dreist die Regierungspar- den stiften wird, was die durch sie gesteigerte Landbündler und Gewerbeparteiler, die an dieser der Gedanke an die Wähler nicht wäre teien auf der Fortsetzung ihrer Politik ver- Polizeiwillkür und Macht der Bürofratie die Berjammlung teilnahmen!( Genosse Katz: Dazumial Unter diesen sind tausende Arbeiter, Angestellte harren, so taub sie sich gegen alle Warnungen Vernichtung der Selbstverwaltung bedeuten, haben sie noch keine Kohleneinfuhrscheine gehabt!) und sonstige arme Menschen, aber gewiß auch und Mahnungen zur Umkehr stellen, die Vor- das wird der Bevölkerung erst voll zur Erkennt. Wir haben die erwähnte Resolution an alle polinoch viele andere, deren Klasseninteressen sich stellung, daß die Moralauffassung ihrer Wähler nis kommen, wenn das Gesetz in Wirkjamfeitischen Parteien verschickt. Von der parlamentari schen Vertretung der deutschen Gewerbepartei mit denen ihrer Parteien decken, die aber doch mit ihrer eigenen Moral vielleicht doch nicht getreien sein wird. Die Folgen, die sich tam die Antwort, daß sie mit den in der Resolution nicht der Meinung huldigen, daß Treu und übereinstimmend ist, macht sie dennoch bangen. einstellen müssen, werden eine aufgestellten Grundsäßen und Forderungen grundGlauben in der Politik ein überflüssiger Ballast Gevade wohl zumute wird weder den Land- ewige wirkungsvolle Anklage jäglich einverstanden sei und dieselben jeder find, und die Charakterlosigkeit und schimpfliches bündlern, noch den Christlichsozialen und Ge- gegen die aktivistischen Banterotzeit unterstü yen werde; sie bitte um jeweilige Verrätertum nicht gerade zu den unentbehr- werbeparteilern während der Verhandlung der te ure bilden! Verständigung, eventuell unternommener Schritte. Bette 2 Unterschrieben war darauf der Herr Abgeordnete Edert. Aber mittlerweile ist er zum Bizepräsidenten der Egerer Handelskammer ernannt worden und anläßlich dieser gewaltigen Rangserhöhung hat er wahrscheinlich in seiner Frende diese Zuschrift voll. ständig bergessen! Was bedeutet die Aufhebung der Gnue? Die deutschen Regierungsparteien sagen, es wären so und so viele Deutsche in den tschechischen Gauen entrechtet geblieben. Aber eine Million Proletarisches Heldentum. Gin Brief Banzettis aus dem Kerter. Der New Leader", die Wochenschrift| anstrengender Reise bedürfen. Betrachen Sie der Unabhängigen Arbeiterpartei Englands, ver- mein Heim als Ihr Heim- darum bitte ich Sie öffentlicht in ihrer neuesten Nummer vom 17. von ganzem Herzen. Ich und mit mir meine Juni einen Brief des italienischen Anarchisten Familie würde sehr traurig sein, wenn Sie das Vanzetti, der mit seinem Gesinnungsfreund nicht tun. Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, wie Sacco von der amerikanischen Klassenjustiz un- Sie zu meinen lieben Eltern sprechen sollen schuldigerweise vor sieben Jahren zum denn ich weiß, Sie werden gute, liebe Worte Tode verurteilt worden ist. Dem Waffenprotest finden. Proletarier, den Sie werden ihnen das sagen, was ich ihnen Mittwoch, 29. Juni 1927. apostrophiert Genosse de Witte den randasieren. den Herrn Krumpe- vielleicht überbringen Sie den deutschen Regierungsparteien, die heute durch ihre Abwesenheit glänt= zen: Ihr könnt Euere Maschine laufen lassen, Ihr könnt abstimmer Ihr könnt des Aramařs deutsche Henkersknechte mimen, aber der Tag, da ed Euch reuen wird, Euer Volk, unser Volt verraten zu haben, wird schneller kommen, als Ihr ahnt!( Lebhafter Beifall und Zustimmung.) * Während der Rede des Genossen de Witte Deutscher wohnt in den beiden ehemals projektierten Broteſtfundgebungen führender Männer der Wis- aus meiner engen Kerkerzelle nicht sagen kann, waren von den deutschen Regierungsparteien zu deutschen Gauen; nun sind alle eine dauernd aussenschaft gelang es, bisher die Vollstreckung des Ermutigen( trösten) und füssen Sie meine Eltern nächst nur der Landbündler Mayer im Saale, sichtlose Minderheit in der Landesvertretung. Diese eine Million Deutscher wird von den dentschen Regierungsparteien glatt geopfert, ohne daß die in den andern Gebieten wohnenden Deutschen etwas davon hätten. Höhnend hat gestern Herr Kramar hier gesagt, bie Deutschen sollten sich nicht zu viel auf die Selbstverwaltung zugute tun, da die zweite Instanz doch gesichert in tschechischen Händen ist. So haben wir Euch Deutsche um Euere Rechte geprellt, soll das heißen, und dazu haben die deutschen Christlichsozialen, die Landbündler und die GewerbeparteiIer sich hergegeben. Wie wir deutschen Sozialdemokraten uns die Lösung der Grundproblems der Verwaltung und des friedlichen Nebeneinanderlebens der Nationen vorstellen, das haben wir schon 1899 in Brünn gejagt, wo wir anstelle der Kronländer national abgegrenzte Selbstverwaltungskörper forderten, das haben wir 1919 auf dem konstituierenden Todesurteils zu verhindern. Aber noch ist das Schlimmste nicht abgewendet, und es gilt, den Massenprotest weiter zu schüren. Wir veröffentlichen deshalb nachstehend den Brief Vanzettis, den er aus dem Kerfer zu Massachussetts in Erwartung des Todes an seinen Freund P. S. W. Dana schrieb. Dieser befindet sich auf der Reise nach Europa, um den hoch betagten Eltern Vanzettis die letzten Grüße ihres zum Tode verurteilten Sohnes zu überbringen. ,, Lieber Genosse Dana! Bringen Sie meine herzlichen Grüße allen unseren Freunden und Genossen, denen Sie in Europa begegnen. Ich vermute, daß Sie zuerst nach England gehen werden, und erst dann nach Frankreich und Italien. Meine Familie wird über Ihren Besuch ſehr glücklich sein, um so mehr, als Sie Italienisch sprechen. Die Meinen werden Sie herzlich will tommen heißen, und Sie werden in meiner Heimat die Ruhe und Pflege finden, der Sie nach Parteitag in Teplit ausgesprochen, wo wir Abschaffung des bürokratischen auf Umwegen zum Faszismus I Herrschaftssystems und Einteilung zu fommen. Sie ist der erste Schritt zur Aufhebung des Staatsgebietes in national abge- des allgemeinen Wahlrechtes. Die Erhöhung der grenzte Bezirke verlangten, die sich durch Seßhaftigkeit richtet sich gegen die Arbeiter, die Erfreigewählte Körperschaften selbst regieren, die ihre höhung des Wahlalters richtet sich gegen die Jugend. Beamten und Richter wählen, ihre Gerichtssprache So kann man viele zehntausende Arbeiter und und Schulsprache festsepen, wobei für die gemischten Jugendliche unr ihr Wahlrecht betrügen. Gebiete freigewählte Vertretungskörper zur ſelb Dazu kommt die Ernennung eines Drittels der Verständigen Verwaltung der besonderen Angelegenheitreter durch die Regierung. Fachleute seien angeblich ten der Nation eingesetzt werden sollen. Für diese eine Notwendigkeit; aber als man dieses GeGrundsätze sind wir jederzeit eingetreten, darsetz gemacht hat, hat man es abgelehnt, Falente um haben wir heute das Recht, den tschechischen zu hören. Es wird sich gewiß herausstellen, daß die Parteien gegenüber, die sie aus Machtbünkel negieren, als Anfläger aufzutreten. Die deutschen Parteien, die an der Entrech tung des eigenen Voltes mitwirken, überlassen wir dem Urteil des Volkes und der Schande, die ihnen gebührt. Die Verwaltungsreform ist ja deshalb so plöh lich gefommen, weil sie ein Schachergeschäft des Herrn Swehla mit der slowakischen Volkspartei ift. Die Regierungsdeutschen hält er etwas feichter bei der Stange. Da ist die Knödelschüssei und da ist die Drohung mit den Fußtritten. Svchla hat damit wohl auch die Slomaten zu betrügen, verstanden, die sich ihren Pisange Vertrag auf den Hut steden konnen, aber am härtesten trifft die Verwaltungsreform dic Deutschen und neben uns die Ungarn. Wir ya= ben überhaupt nichts mehr m reden, denn in teinem der vier Länder bilden Richitschechen beutschen Regierungsparteien auf einmal über ein ganzes Heer von Fachleuten verfügen, während es oppositionelle Fachleute faum geben wird. Die Verwaltungsreform wird auch ein Grab für die soziale Fürsorge jein. für mich, aber bitte: erweden Sie in ihnen teine Soffnungen, denn der Schmerz über unsere Sin richtung, die ich gefaßt erwarte, würde dann un so schlimmer für sie sein. der gegen die Verwaltungsreform selbst ziemlich oppofitionell eingestellt ist; er hörte die Rede mit sichtlichem Interesse an. Dann kam auf einmal Herr Krumpe Sagen Sie auch allen Genossen, sie sollen sich von dem scheinbar guten Willen der führenden von den deutschen Christlichsozialen, der immer Kreise( authorities) Massachussetts nicht täuschen nur darauf bedacht zu sein scheint, einen möglichst lassen. Schon die ganze Zeit fuchen sie den guten unangenehmen Eindruck zu erwecken, in den Saal. Willen vorzutäuschen, einzig, um uns im leßten Breitspurig stellte er sich vor die ersten Bankreihen Moment um so sicherer vernichten zu können. und versuchte zunächst, den Nationalsozialisten Bitte, fagen Sie unseren Genossen und Knirsch huldvollst in eine Debatte zu ver Freunden in Europa, daß wir nur ihnen die verwickeln. Knirsch waren diese Anbiederungsverfuche gangenen sieben Jahre unseres Lebens zu verdan- nicht sehr angenehm; er fertigte ihn kurz ab und fen haben. Sagen Sie ihnen, daß wir den Dank fragte ihn schließlich in großer Erregung, was seine Partei wohl alles anstellen würde, wenn etwa die für alles sest in unseren Herzen tragen. deutschen Sozialdemokraten in die Regierung eins getreten wären oder Dr. Czech oben auf dem Präsidentenstuhl tschechisch antieren würde. In der Hoffnung, daß Sie gefund bleiben und alle Freunde wohlauf antreffen werden, wünschen wir Ihnen auch eine gesunde Rückkehr. Und nun leben Sie wohl! Von ganzem Herzen Ihr Bartolomeo Vanzetti." www www den Bestimmungen aber geschwiegen. Herr Kra mař konnte erklären, er habe Bugeständnisse geihrem nationalen Standpunkt vereinbaren macht, fotveit tschechische Parteien dies mit ihrem nationalen Standpunkt vereinbaren fonnten. Ich faffe zusammen: Gewiffenlos, strupellos lice fern diese deutschen Regierungsparteien unser Volt, unsere Selbstverwaltung der tschechischnationalen Bourgeoisie aus. Das sind jene Parteien, die bis in die leßte Beit hin bie unglaubliche Frechheit aufgebracht haben, uns deutschen Sozialdemokraten nationale Unzuver. lässigkeit vorzuwerfen und sich als die nationa Jen Parteien aufzuspielen. Das ganze Volt ist aufgestanden gegen die Verwaltungsreform und bis tief in das Lager der Regierungsparteien Der Reichsverband für deutsche Jugendfürsorge hat Bezirke erhoben feierlichen Protest gegen die Abwür ging die Welle der Erregung. Fast alle Städte und in einer Entschließung ausdrücklich darauf aufmert gung der Selbstverwaltung. In der christlichsozialen sam gemacht, daß er die größte Gefahr für die soziale Deutschen Bresse" vom 10. März fällte der flerifale Fürsorge in der Tatsache sieht, daß die Bezirksver- Senator Stolberg ein vernichtendes Urteil über waltungen bürokratisiert werden. die Krönung des Ganzen ist wohl das Prügelpatent. Was im Jahre 1854 Metternichs Erbe, Alexander Bach, ausgehedt hat, um Untertanen zu züchtigen, die der hohen Obrigkeit nicht genehm waren, feiert in der Verwaltungsreform der Tschechoslowakischen Republik seine Auferstehung. Der Polizist er läßt Verordnungen und wird zu gleicher Zeit zum Richter über die Bevölkerung eingesetzt. In der Republik Deutschösterreich war man nicht so lindisch, Denkmäler zu stürzen, wie bei uns, sondern man entösterreicherte sich dort, indem man die kaiserlichen Verordnungen und die Sofdekrete aus der absolutistischen Aera aufhob. Die Zeichen der freien bemokratischen Tschechoflowakei find abgetragene Denkmäler, über. tünchte Straßentafeln, Sensur, Polizeiherrschaft, Prügelpatent. mehr, als eine aussichtslose Minderheit. Einen Gau von der Größe Böhmens gibt es überhaupt nicht wieder. Man vergleiche nur die Verwaltung der Schweiz mit der Böhmens. Böhmen bildet nur einen einzigen Santon, der das einen einzigen Stanton, der das 26fache eines Schweizer Kantons ausmacht. Nur drei Kantone in der Schweiz sind gem chtipre chig, die die übrigen rein deutsch, rein französisch cder ein italienisch. In der Schweiz it dies freilich cine jahrhundertelange Entwicklung, un deren B- Würden die deutschen Volksmassen ahnen, was ginn der sagenumsponnene Winkelried steht. Herr Mayr- Harting ist kein Winkelried!( Heiter. leit.) Er ist eher das Gegenteil: Er bahut hen Unterdrüder des eigenen Volkes eine Gaise! Es ist geradezu köstlich, wenn die Schaffung dieses Riesenganes Prag mit Ersparungsrüdsichten verteidigt wird.( Zwischenrufe:" Aber für den Militarismus ist Geld hier!) Das tranen sich die Herren zu sagen, die vor kurzem erst viele Milliarden für den Moloch Militarismus hinausgeworfen haben! Als neuer Herrscher ist nach der Vorlage der Bürokrat vorgesehen, der mit ungeheuerlichen Rechten ausgestattet ist, der die Vertretung nach Hause schiden, gewählte Bertreter hinauswerfen, ja fie auch einsper. ren lassen kann. ihnen bevorsteht, es dürfte fein Regierungsdeutscher mehr in sein Heimatsdorf zurüdfchren! Nun einen Ueberblick darüber, wie die deutschen Regierungsparteien hier ge. lämpft" haben, um diesem Gefeße seine Härten zu nehmen. Bedingungslos standen hinter dieser Vorlage sofort die deutschen Christlichsozialen, deren Führer, Herr Mahr- Harting, wohl die übelste Rolle spielt, die je ein Angehöriger des deutschen Volkes gespielt hat. Er hat es fertiggebracht, im Blatt des Morių Benedikt die faustdice unwahrheit unterzubringen, daß diese Verwaltungsreform ein Vorteil für die Deutschen sei. Als in seinem eigenen Bager Unruhe aus brach, verlegte er sich auf Versprechungen. Man weiß bei Herrn Mayr- Harting allerdings nie, was man bei ihm als wahr oder als unwahr zu unterDas ist die Erledigung der Deutschen in diesen Ver- stellen hat. Am Prager Kreisparteitag der deutschen tretungen, die nichts anderes als ein bloßer Be is Christlichsozialen stellte er Forderungen auf, wie die rat sein werden. Dasselbe gilt von den Bezirken. Was das bedeutet, daß die Bezirke deu Deutschen aus der and genommen werden. Verwaltungsreform verbessert werden müßte. Im Verfassungsausschuß hat seine Partei aber gerade das Gegenteil von dem getan, was er bamals versprochen hat. geht aus wenigen Zahlen hervor. Jährlich fließen Sie stimmte unseren Antrag auf Festlegung der durch die deutschen Bezirke 300 Millionen der deut- Schulautonomie nieder, ebenso die Forderung nach schen Wirtschaft zu. Stellen Sie sich vor, was mit sprachlicher Gleichberechtigung und nach nationaler diesen Lieferungen in dem Augenblick geschehen wird, Abgrenzung der Bezirke. wo die neue Berwaltung in den Bezirten Tatsache Ermattungsstrategie. Die deutschen Regierungsparteien haben angetvirb, wieviele von den 6.000 deutschen Angestellten sichts er hochgehenden Wogen der Empörung zur daß Schicksal derer teilen werden, die bei staatlichen Betrieben, bei der Bahn und bei der Post angestellt ihre Zuflucht genommen. waren! Welche Folgen es seitigen wird, wenn die Bertpaltung vertschecht und bürokratisiert sein wird, fann fich feber leicht ausmalen. Daß dürfte auch manchen Bauern und Gewerbetreibenden ganz außerordentlich interessieren. Das ist aber lange noch nicht Alles, denn die Berwaltungsreform ist wirklich ein Mittel, um Sie versprachen alle möglichen Sicherungen, aber nichts davon haben sie gehalten. Sier abgewimmelt, versuchte Strumpe fein Glück nunmehr bei dem Nationalsozialisten We n zel, der in der ersten Bank saß. Auch der fertigte ihn sehr bald und sehr energisch ab; es fehlte nicht biel und Herr Krumpe hätte sich zu der moralischen Ohrfeige des Knirsch noch eine wirkliche Maulschelle von dem Abgeordneten Wenzel geholt. Krumpe hatte aber noch immer nicht genug und so suchte er sich nunmehr den Ge noffen de Witte aus. Als dieser von dem bür gerlichen Sumpf sprach, durch den wir die ve beiter führen, suchte er in höhnischen Zwischenrufen diese Wendung so zu verdrehen, daß unsere Partei gewohnt sei, im eigenen Sumpf zu waten. Unsere Genossen hatten diese dreiste Provokationen des Herrn Krumpe nun aber endlich satt. Er wurde von den Genossen Katz, He ca ger, Raufmann, Dietl n. a. mit einer Flut von Zurufen überschüttet, die für ihn wenig schmeichelhaft waren, da sie seine ganz besonderen Charakteranlagen derb aber treffend charakterisierten. Die Feststellung des Genossen Heeger: war noch mild gegenüber anderen Zurufen, die Sie sind der charakterloseste Ser!! Herr Krumpe einstecken mußte. Auch Genosse de 3itte borgte sich ihn noch aus, obschon allerdings die Schlußworte de Wittes in dem großen Lärm fast ganz untergingen. den Entwurf. Der Juristentag erflärte ihn als ein Ermächtigungsgesetz schlimmster Art. Vorige Aurtiak( Karpathorusse) wirst der Regierung Woche erst protestierte die Advokatentammer gegen die Vorlage. In nahezu allen Gemeinden bor, daß sie die Autonomie Karpathorußlands trob wurde mit den Stimmen der christlichsozialen, bünd. der flaren Bestimmungen der Friedensverträge nicht verwirkliche. lerischen und gewerbeparteilichen Mitglieder gegen die Verwaltungsreform protestiert und die gefaßten Entschließungen sind meist eine Generalabrech nung mit den Argumenten, die zur Verteidigung der Vorlage hier vorgebracht werden. Genosse de Witte bringt nun eine ganze Reihe von Zitaten und Versammlungsberichten aus Blät tern der Landbündler und Klerikalen aus der jüngsten Zeit, die sich energisch gegen die Verwaltungsreform aussprechen, und tommt dann auf einen Ärtikel des landbündlerischen Abgeordneten Mayer zu sprechen, den er am 1. März zur Verwaltungsreform geschrieben hat: Der vorliegende Entwurf ist unter allen Umständen abzulehnen, weil er auch durch Abänderungsanträge nicht mehr brauchbar gemacht werden kann. Deshalb muß die unbedingte 8urüdziehung durch die Ne. gierung verlangt werden. ( Abgeordneter Mayer; der die ganze Zeit über vor der Ministerbank steht und aufmerksam zuhört, ruft dazwischen: Habe ich nicht Recht behar. ten? Gewiß, aber ich bin neugierig, was Ihre Partei machen wird, darauf kommt es an! Ein ernſteres Wort ist über die deutschen Christ. lichsozialen zu sprechen. Sie benehmen sich hier nicht wie Christus, sondern wie Judas, der nach der Le. gende um 30 Silberlinge feinen Herrn verraten hat. Der Unterschied ist der, daß Judas felbft den Strid genommen hat, um sich aufzuhängen, während hier dem Volle die Aufgabe zuteil wird der deutschen christlichsozialen Partei diesen Strid 34 besorgen. Der Tag der Abrechnung wird auch ihnen nicht erspart bleiben! Eben fährt sich zum 30. Male der Tag von Eger, ber Tag, an dem Badenis tschechische Reiter durch die Straßen der Stauffenstadt galoppierten und alle die, die heute als Senechte des Herrn Kramar, aufmarschteren, den Schwur von Eger leisteten: Das höchste Gut des Mannes ist sein Vore Es gibt heute wie damals noch immer Jubasse und Gaukler, die in Versammlungen und in der Presse deutsch bis ins Mark sind, aber nur dann, wenns was trägt! Wir haben das immer gewußt, aber die Massen haben es nicht immer rechtzeitig geglaubt. Wir sind es hon gewohnt, durch bürgerliche Sümpfe au waten. Wir müssen durch und wir werden durch. Auf jede Nacht folgt noch ein Tag. Vnd Tag wird es auch hier werden! AIIe grundlegenden Bestimmungen des ursprüng- Wir tragen uns nicht mit der Hoffnung daß lichen Entwurfes sind geblieben. Im Verfassungs- sich der Bund der Landwirte, die Christlichsosialen ausschuß haben sie sich nur für einen Korruptions- und die Gewerbeparteiler auf ihre Pflicht als Deparagraphen eingesetzt, bei allen andern grundlegen- mokraten und Deutsche besinnen werden. Aber Gati( Kommunist) erklärt, jetzt breche eine neue Aera in der Republik an: die Aera der Diktatur der Beamten und der Konfis. tation aller bürgerlichen Rechte. Meißner( tsch. Soz.- Dem.) befaßte sich in zweistündiger Rede mit den zahlreis chen juristisch und verwaltungstechnisch unhaltbaren Bestimmungen der Vorlage. Er erinnert an die Berotung des Gangesetzes, bei der Švehla als Innonminister und Malypetr als Referent sich nrit afler Energie für die Gaue eingesetzt hätten. Mit Dr. Kramar geriet er bei Kritik der Herauffezung des Wahlalters in eine scharfe Kontraberse, die stürmische Erregung bei den Sozialdomo. vaten und Kommuniston auslöste; er verlangte, daß die Koalition ihre lächerlichen Winkelzüge aufgebe und mit offenem Visier kämpfe. Wenn Svohla heute seine Zustimmung zu einer, berarti gon Schändung des Gaugesetzes gebe, dann vergewaltige er als Vater sein eigenes Rind.( Seiterkeit.) Bezüglich des Ernennungsrech tes sollte die Koalition doch zugeben, daß sie in manchen Ländern und Bezirken nicht die Mehrheit hätte und eben darum die Ernennungen durchführe. ( Stürmische Zustimmung auf den sozialistischen Bänken.) Er warnt die Koalition noch einmal lebung, die den Eindrud erweden müsse, daß wir eindringlich vor der beabsichtigten Verfassungsver nicht in einem Rechtsstaat, sondern in einem Boltseistaat leben. bald in ein anfangs mehr scherzhaft geführtes Juriga( Slow.) geriet mit der Opposition bald in ein anfangs mehr scherzhaft geführtes Wortgefecht, das aber bald zu erregten Auseinandersetzungen führte. Er sieht in der Verwal tungsreform den ersten Schritt zur Verwirklichung der slowakischen Autonomoie; die Verrörperung der Selbständigkeit der Slowakei sei der slowafische Landespräsident. Die Kommunisten wider sprechen seinen Ausführungen über die Auswir fung der Verwaltungsreform auf die Slowakei, beide Teile geraten in Hitze und so löst sich der Schluß seiner Rede in eine Schimpferei mit den Kommunisten auf, die sich seine Ausfälle nicht gefallen lassen. Dabei fetzt es Ordnungsrufe. Nach einer Rede Halens, der nachträglich zur Ordnung gerufen wird, wird die Debatte abgeBrochen und die zweite Lesung der Vorlage über die unlautere Konkurrenz vorgenommen. Ministerpräsident und der Innenminister mögen Ein Antrag des Genossen Dr. Czech, der im Hause den Standpunkt der Regierung zur Ver waltungsreform bekanntgeben, wird von der Mehrheit abgelehnt. Nächste Sigung Donnerstag 9 Uhr früh. Mittwoch, 29. Juni 1927. Der Verlauf unseres Kindertages. Römerstadt. Brinn. Der Kindertag in Brünn wurde unter zahlreicher Beteiligung von Eltern und Kindern am In einer Reihe von Bezirken fand Sonntag die Abendstunden, dann zogen sie unter den Klän- Sonntag, den 26. Juni, im Saale des Schubertdas Fest des proletarischen Stindertages gemein gen der Arbeiterkapelle mit den Eltern heim. Freude bundparkes abgehalten. Am Vormittag fand das fam mit der Jugendweihe statt, durch die in fest- lachte aus allen Gesichtern, es war wirklich ein Freu- Fest der Fugendweihe statt, bei dem Prof. BIüd licher Weise die Vierzehnjährigen den Arbeiter- dentag der Stinder. Auch die Eltern haben sich massen. rezitierte, Frl. Berkowe Klaviervorträge organisationen eingegliedert werden. Das schöne haft an dem Kindertag beteiligt, mehr als 1000 zähl hielt. Kinderchöre beschlossen das Jugendweihefest. brachte und Gen. Schramet die Weiheansprache Wetter begünstigte den Verlauf des Festes, das ten die Teilnehmer auf der Friedelwiese. überall, wo es begangen wurde, nicht nur einen Am Nachmittag sprach im selben Saale Genossin guten Besuch aufwvies, sondern auch in ausgezeich Hrabal über die Bedeutung des Kindertages. neter Stimmung verlief. Gegenüber den Kindertagen in den vergangenen Jahren machte sich schließend fand das Fest der Kinder in Verbindung Ihre trefflichen Ausführungen wurden mit stürmischen Freundschaftsrufen aufgenommen. heuer schon eine größere Geschlossenheit bemerkbar mit dem Sommerfest der Partei statt, das einen und wir können hoffen, daß sich das Fest: des sehr guten Besuch aufwies. proletarischen Kindes bald allgemein durchsetzt und, in jedem Bezirk am gleichen Tage gefeiert, zu einer Maffenfundgebung für den Gedanken der Kinderfreundebewegung und für den Willen zum Sozialismus wird." Wir bringen im nachfolgenden die in der Redaktion eingelangten Berichte aus den einzelnen Bezirken: Holeischen. Mitglieder des Vereines Kinderfreunde" mit ihren Um 2 Uhr nachmittags versammelten sich die Rindern beim Arbeiterheim und gemeinsam ging es in einem stattlichen Zuge mit einer fröhlichen Kinderschar auf die Vereinswiese im Bittenwalde. Dort entwickelte sich bald ein reges Leben und die Genossinnen sorgten dafür, daß den Kindern durch verschiedene Spiele die wenigen Stunden zu einem angenehmen Erlebnis wurden. Als der Heimweg angetreten wurde, konnten sich die Kinder nur schwer dazu entschließen. Trotz Streit und Aus sperrung der Seidenarbeiter nahmen an dieser Veranstaltung über 100 Kinder sowie 150 Erwachsene teil. M.- Schönberg. Wigstadtl. Die eindrucksvolle Feier wurde im Garten des Arbeiterheims abgehalten. Das Programm bildeten: Sprechchor, Ansprache, Rezitationen, Lieder. Die Beteiligung betrug über 200 Kinder und gegen 300 Erwachsene. Nach der offiziellen Feier wurde mit den Kindern gespielt und diesen eine Jause verabreicht. Ein Gartenkonzert schloß die Feier. Neutitschein. Seite 3. Der neue Führer der deutschen Attivisten Dr. N. Kramař diktiert seine Rede zur Verwaltungsreform den. Stenographen. Lagesneuigkeiten. Der erste Kindertag übertraf alle Erwartungen. Eschechische und deutsche Kinder, Eltern, Genossinnen und Genossen, dabei starke Gruppen aus Neumřen Jugendweihe und Kinderfest sind glänzend ver- 1 Für den Bezirk M.- Schönberg fanden die Ju laufen. Musik- und Gesangsstücke, von den Jugendund Kvičovice, Staab und Stankau, 1200 Teilneh gendweihe und der Kindertag diesmal in Heinlichen vorgetragen, ein schöner Reigen der Turnmer marschierten im Zuge in den nahen Wald, wo rich sthal statt. Am Vorabend wurde der Kinder- schülerinnen, dem noch ein zweiter beigegeben wer- Schweres Unglück während der Fron sich die Zahl der Teilnehmer auf 1400 ergänzte. Die tag durch ein mächtiges Höhenfeuer, das auch in den den mußte, Rezitationen Jugendlicher, alles der Genossen Schweinfurter und Svacha begrüßten und Nachbargemeinden gesehen wurde, eingeleitet. Tur Weihe des Festes angemessen, bildeten das Proleichnamsprozession. eröffneten deutsch und tschechisch; ein 9jähriges Mädner und Turnerinnen von Schönberg und Heinrichs gramm. Die Weiherede hielt der Kinderfreunde- Der Bedienungsmann und zwei Knaben beim chen sprach ein Gedicht und die Sänger des Arbeiter- thal führten einen Feuertanz auf, der von einem Obmann, namens der Jugendlichen sprach Genosse turnvereines Nürschau unter Leitung des Gen. Leh Bläserquartett und dem Gesang der Schönberger und Adolf Dietrich. 30 Schulentlassene, darunter 14 rer Floßmann eröffneten mit dem Arbeitergruß den Seinrichsthaler Kinder begleitet wurde. Die An- aus der Umgebung, nahmen an der Jugendweihe Die An aus der Umgebung, nahmen an der Jugendweihe Wassersuppen glaubten auf das verbotene BöllerDie Veranstalter der Fronleichnamsfeier in Kindertag. Die Genossen Alexander Schneider aus sprache hielt Gen Professor Schweitzer, Brünn. Der teil. Um 2 Uhr wurde zum Kinderfeste auf der schießen während der Fronleichnamsprozeffion Kaaben und Lehrer Homolka erstatteten je ein Refe. Heimmarsch mit Lampions bot einen märchenhaften Freundschaftswiese ausmarschiert. Voran die Kinrat, welche mit größtem Beifall aufgenommen wur- Anblid. Sonntag vormittags, 9 Uhr, verkündete ein berfreundefinder, dann folgten die jugendlichen zur Erhöhung des Pompes nicht verzichten zu den. Unter ihrer Leitung wurden sodann Kinder- Bläserquartett den Bewohnern den Beginn der Geigen- und Gitarrespieler, hinter ihnen die übri- önnen, troßdem schon im Vorjahre spiele aufgeführt, die alt und jung erfreuten. Der Feier. 80 Kinder, Buben und Mädel, erhielten im gen Jugendlichen und dann die Eltern. Die herreiner der drei vorhandenen alteit Tag wird unvergeßlich sein, Soleischen hat noch lei. festlich geschmückten Saale der Fabriksrestauration die liche Festwiese, der schöne Sommertag und das Böller beim Schießen bar st. nen derartigen Massenaufmarsch erlebt. Am Abend Jugendweihe. Die Weiherede wurde vom Genossen fröhliche Treiben, an dem sich etwa 300 Jugendliche referierte Gen. Schneider in einer Versammlung. Professor Schweitzer gehalten. Das Programm war und Kinder beteiligten, werden allen unvergessen 23 Genossen meldeten sich für die Gründung eines der Feier entsprechend zusammengesetzt. Dann er bleiben. Vereines der Kinderfreunde. folgte die Uebergabe der Kinder durch den BezirksObmann der Kinderfreunde Genossen Jilg an die den Obmann der Bezirksleitung, Genossen Malcher gesamten proletarischen Organisationen, die durch vertreten waren. Nachmittags fand das Spielfest der Kinder statt, an dem sich troß des Streifes und der Aussperrung in der Seidenindustrie 3000 Teilnehmer beteiligten, Aussig- Kleischa. Wegen der Abhaltung des Bezirksfestes wurde die gemeinsame Jugendweihe in Aussig durch Gaubeschluß auf später verschoben. Die Ortsgruppe Aleischa veranstaltete deshalb Samstag, den 25. ds., auf dem eigenen Spielplate eine schlichte Feier. Zur Jugendweihe famen 17 Kinder, 11 Mädchen und 6 Knaben. Polit a. Elbe. Samstag, den 25. Juni, fand am Bergschloß, um 4 Uhr nachmittags, eine von den umliegenden Orten veranstaltete Jugendweihe statt, die einen guten Besuch aufzuweisen hatte. 30 schulentlassene Arbeiterfinder wurden in feierlicher Weise den Orga▪ nisationen überführt. Für den Ortsverband sprach Gen. I um herzliche Worte der Begrüßung. Gen. Ihme, als Vertreter der Kreisleitung der Jugendlichen, hielt das Referat, welches mit großem Bei fall aufgenommen wurde. Gen. Helzel überbrachte noch die besten Grüße der Freidenker. Mit dem Liede der Arbeit wurde die schön verlaufene Feier ge= schlossen. Schluckenau. Der Kindertag für den Bezirk Schlucenan fand in Groß- Schönan statt. Aus allen Orten des Bezir les kamen die Parteigenossen mit Kinderzügen und auch mit Wagen zu dem Feste. Im Garten des Schützenhauses waren etwa 500 Personen, davon 200 Kinder, versammelt. Es wurden Spiele aufgeführt, worauf die Kinder beteilt wurden. Der Kindertag verlief in ausgezeichneter Stimmung. Warnsdorf. Bereits am Samstag abend fand im Anschlusse an eine Freiübungsprobe der Kinder ein Lampionszug mit Musit statt, an welchem die Kleinen ihre helle Freude hatten. Sonntag vormittag Jugend weihe" im Vereinshause unter Mitwirkung von Musikern und der Gesangsabteilung des A. T. u. G. " Freiheit". Die eindrucksvolle Weiherede hielt Gen. Prof. Dr. Ritter. Der Besuch seitens der Erwachsenen war bedeutend besser als im Vorjahre, an der Weihe nahmen 38 Kinder, davon 8 aus dem stret bigtale, teil. Am Kindertage im städtischen Volksparke beteiligten sich rund 550 Kinder aller Altersstufen, die alle ausreichend bewirtet und beschenki wurden. Vom prächtigen Wetter begünstigt, wurde der diesjährige Kindertag für Klein und groß ein Freudentag. Reichenberg. Landskron. Bärn. Erst seit einigen Wochen arbeiten die Kinderfreunde in diesem Orte, aber man merkte beim Rin dertag, daß sie arbeiten. Es waren zu dieser Feier sivka 90 Stinder und 70 Jugendliche und Erwachsene erschienen. Die Jugendlichen, die auch zum Teil der Kinderfreundebewegung angehören und Funktionäre derselben sind, spielten mit den Kindern Reigen und Sonſtige Spiele. Volle fünf Stunden wurde fast immer in sechs Gruppen gespielt. Der Kindertag, zeigte, daß auch in Bärn die Kinderfreundebewegung ihren Weg gehen wird. Wirth bleibt in Opposition. Karlsruhe, 28. Juni. Anläßlich einer vom Reichsbanner veranstalteten Kundgebung erklärte Reichskanzler a. D. Dr. republikanischen Wirth, daß sein Ziel die Herstellung einer republikanischen Regierung und der Sturz der gegenwärtigen Regierung sei. Weder Freundschaftsnoch Parteizugehörigkeit werden ihn auf diesem Wege hemmen. Bulgarien entschuldigt sich wegen der Ausweisung Rosenfelds. Berlin, 28. Juni.( Eigenbericht.) Vor einiger Zeit waren die Genossen Kurt Rosenfeld aus Berlin und Oswald Richter aus Wien von der bulgarischen Polizei, als sie einem Kommunistenprozeß in Sofia beiwohnen wollten, ohne jeden Anlaß und unter entwürdigenden Umständen ausgewiesen worden. Heute erschien nun der bulRundfunt für Alle! Programm für morgen, Donnerstag. Troppau. Raum 50 Schritt von der Kirche ließen sie die zwei noch vorhandenen Böller in Anivesenheit Erwachsener und Kinder aufstellen und bes dienen, ohne auch nur troß der vorjährigen Warnung. die geringsten Sicherheitsvorkehrun gen zu treffen. Durch die Erhitzung durch Abgabe der ersten zündete das daneben bereitstehende Pulver, verbrannte und zerriß dem Bediennungsmann das Gesicht bis zur Unkenntlichkeit, so daß der Bedauernswerte ein Auge dadurch verlor; dann fingen die Kleider zweier Knaben Feuer, die man, weil sie davonliefen, als brennende Fadeln einfing, und deren Nörper als man ihnen die brennenden Kleider vom Leibe riß, wobei die Haut mitging schwere Brandwunden aufwiesen. Am frühen Morgen zogen die Kleinen mit der der älteren Genossen an Spiel und Tanz zu erschüsse ging der dritte Schuß von selbst los, ent Fahne hinaus zum Stadtpark, um sich im Kreise freuen. Auf der Wiese des Herthasportplates herrschte bald ein fröhliches Treiben. Ballspiele, Reigen, Geschichtenerzählen des Gen. Siegmund wechselten stetig ab. Geschlossen ging es mittags heimwärts und die Lieder schallten über die Straßen der Stadt. Mit den Liede„ Wir sind jung und das ist schön“ wurde die Jugendfeier er öffnet. An die Vierzehnjährigen sprach Genosse Siegmund und das nachher aus allen Kehlen aufsteigende Lied„ Brüder zur Sonne, zur Freiheit" war der Abschluß der Weihe. Bis in die Dämmerung hinein war alt und jung versammelt und die Gesichter der Buben und Mädel er glänzten in Freude des schön verlebten Tages, den stummen Beweis damit gebend, in Liebe der Gemeinschaft unserer großen Familie verbunden zu sein. garische Gesandte im Berliner Auswärtigen Amt, um das Bedauern seiner Regierung über diesen mäßige Behandlung der beiden Genossen durch Zwischenfall zu erklären. Damit ist die unrecht die bulgarischen Behörden nunmehr offiziell zugegeben worden. Das Attentat auf Orlow. Mostau, 28. Juni.( Taß.) Das Attentat auf den Vorsitzenden des Moskauer Militärgerichtes Orlow wurde von dem ehemaligen Beamten des Militärressorts Be kendorf verübt. Dieser erflärte, aus persönlichem Rachegefühl, das er gegen Orlow hegte, gehandelt zu haben. Bekendorf, den man für unzurechnungsfähig hält, wurde in eine Irrenanstalt abtransportiert. Orlows Verwundung hat sich als ungefährlich herausgestellt. ancean e***.**... Tennisturnier. 17.15: Kinderstunde. 18: Tangmujit. 19.15: Lieder von Grieg. 20: Leichtes Symphoniekonzert. 22.30: Tanzmusif. rette von Ralman. Rom, 449. 17.45: Ronzert. 21.10:„ Die Csardasfürstin", OveWien, 517. 11: Bormittagsmufif. 16.15: Nachmittagskonzert. 17.45: Witteilungen aus den Bundestheatern. 18: Die Stifte ostlich der Ems. 18.30: Jui- Jitsu. 19: Stunde der Volksgefund Ronzertakademie. 1: Englisch. 20.05: Geschichten und Grotesten. 20.50: Zürich. 191. 12.30: Mittagskonzert. 16: Tanzmusif. 20.30: Mandolinenkonzert, 21: Bolkstümlicher Abend. Deutschland. Königswusterhausen, 1250. 15: Wie lebt die Familie im Som Ausland, 19.15: Franzöfifch. 20: Wie Brünn. 21: 3eitjignal. wanderer. 17.30: Die Befreiung der Frau. 18.30: Spanisch. 18.55: Sonatine. 5. Mozart: Die Entführung aus dem rail. 6. Cheru 484, Orcheſterkonzert. 22.30: Tanzmusif. ten. 22.15: Theaternachrichten. 22.20: Zangmujit. die Beit. 20: 20 Jahre Nelson. Der Bedienungsmann, der ohnmächtig zu sammenbrach, mußte sofort mittels Auto ins Spital nach Klattau und vor dort nach Prag in die Klinik geschafft werden, die beiden Knaben mußten am nächsten Tag in das Spital in Behandlung gegeben werden. Es ist ein unbedingt sträflicher Leichtsinn, daß man diese nach den Erfahrungen des Vorjahres bereits unbrauchbaren Dinger wiederum zur Verwendung herausgab, und noch sträflicher ist es, daß man ihre Verwendung ohne alle Sicherheitsvorkehrungen zuließ. digen der verdienten Strafe zuzuführen, und Sache Es ist Sache des Staatsanwaltes, die Schuldes klerikalen Justizministers wäre es, den Gebrauch dieser vorsintflutlichen Waffen durch ihre Vernichtung zu verhindern, wenn schon das Verbot seitens seiner eigenen Glaubens- und Religionsvertreter nicht beachtet wurde. Wir erwarten aber auch, daß die Betroffenen oder ihre Angehörigen von der Kirche so entschädigt werden, daß sie damit einen vollen Ersatz für ihre Beschädi gung, Behandlung. Verdienstentgang, Barauslagen, für den Grad der Erwerbsunfähigkeit finden. Bezeichnend für die Herrschaft des Klerus über die Menschen in der dortigen Gegend ist es, daß sich die Feuerwehr von Wassersuppen, Althütte und Friedrichshütte in großer Zahl Kommunisten- in voller Wichs zur Erhöhung der Anziehungskraft dieser Heerschau an diesem fontfeffionellen Fest beteiligte, der Kommandant selbst die Zeichen zum Abbrennen der Völler gab und ein Unbeteiligter den dritten Schuß selbst abbrennen wollie, als der Bedienungsmann, eine Gefahr witternd zögerte. Es kam allerdings nicht dazu, denn vorher hatte das Unglück die Bedauernswerten schon ereilt. Flugzeugkatastrophe. Brag, 349. 10.50: Schallplattenmusif. 11.35: Landwirtschaftl. Den heurigen Kindertag feierte die Arbeiter- Rundfunt. 12: Zeitfigual, Preſſenachrichten. 12.10. Wittagston schaft durch ein Treffen auf der Hahnbergbaude bei sert. 13.15: Rundfunt für Sandel und Gewerbe. 13.30: Borfen nachrichten. 16.45: Börsennachrichten und Hopienmar! ipreise. 17: Grottau. Es wanderten dorthin die Frauen des Be- Nachmittagstnzert. 1. Haydn: Quartett d- dur. 2. Glazunow: Landshut, 28. Juni. Bei Kindelsdorf in der zirkes, die Jugendlichen, die Kinderfreunde und auch Suite. 18.05: Vortrag. Die Hautpflege im Sommer, 18.20: Nähe von Landshut versuchte gestern nachmittags Deutsche Sendung. Wetterbericht und Tagesneuigkeiten vom die Genossen von Dönis, Görsdorf und Grottau Breßbüro, bieraui: Dozen: Nettl, Brag: Geschichte des Tanges. mer. 15.30: Der Sternenbimmel im Juli, 16: Forstwirtschaftliche gegen 18 Uhr ein Flugzeug, das sich bei dem lamen hin. Bei frohem Spiel und Tanz verging die 18.45: Landwirtschaftlicher Rundfunt. 19: Bortreg. Wir und das Berufe. 16.30: Die heilpädagogische Woche. 17: Deutsche Welt. Nebel- und Regenweiter verflogen hatte, die dichZeit sehr rasch. Den Kindern wurden als Kollektiv- onzert. 1. Cimarola: Gli Drazi e Curiasi. 2. Sammartini: So Klavierutulit bis vach und Bändel. 19.20: Finanzierungsfragen ten Wolkenmassen zu durchbrechen. Zunächst ergeschent 2 Zelte, 1 Rochkessel und Faustball gegeben. nate. 3. Corelli: Gavotte. 4. a) Händel: Larghett; b) Paganini: der landwirtschaftlichen Siedlung. 20: Uebertragung von Berlin, fannte ser Führer, daß er sich über einem dichten Die Beteiligung an der Wanderung war gut. bini: Ballettmu aus Anacreon". 22: Beitfignal. Leute Narich Breslau, 16. 12.15: Schallplattentonzert. 16.30:" nterhal. Hochwalde befand, konnte ihm jedoch nicht mehr ten des Presbüros, Ueberficht der Tageserciquiffe, Sportnachrichtungsfonzert. 18.30: Allerhand kniffliche Fragen. 19.20: Blid in ausweichen und geriet zwischen die Bänme. Das Unter Teilnahme von 250 Kindern und 200 ErBrünn, 441. 12.15: Mittagskonzert. 17.15: Frauenfunt. Die Brantfurt, 429, 12: Glodenspiel. 13.30: Mittagstonzert. 16.30: Flugzeug sauste mit voller Wucht durch die wie Familienfefte. 17.35: Deutsche Preffen ad rich te n. 17.45: Beitgenössische Mufil. 19: Bekämpfung der Fliegenplage. 20: Streichhölzer geknickten Baumstämme zur Erde. wachsenen wurde der Tag des Kindes, wie voriges Deutsche Sendung. Prof. Dr. E. Bloch: Darwin und Hädi Wie Berlin. Spätkonzert. als Freunde und Gegner. 18: Beitzeichen. Landwirtschaftsfunt. Jahr, auf dem Arbeiter- Turn- und Sportplay abge- Beitfragen und Bichhygiene. 1820: Tichnowis und Umgebung. sert. 17: Leeftunde. 18: Für die Frau am Tectifdh. 18.50: Die Stelle tot, das Flugzeug vollständig zerHamburg, 395, 12.30: Mittagskonzert, 16.15: Meyerbeer- Non. Beide Insassen waren auf der balten. Nach Abjingung des Liedes Dem Morgen- 18.15: Wie Brag. 19: Stonzert. 1. Mozart: Don Juan. Dub. 2. Frau in Willenschaft und Stunit. 19.10: Mustelarbeit beim Tur trümmert. tor entgegen" durch die roten Falken hielt der Ob- Beethoven: lavierjonate. 3. Wagner: Die Weifteringer von Nürnberg. Suv. 4. Brahms: Ungarische Tänze. 20: Bolfslieder. mann der Kinderfreunde eine kurze Ansprache und 21: Militärtonzert. 22: wie Brag. hernach wurde das Lied„ Brüder, zur Sonne, zur Freiheit" gesungen. Alt und jung erfreute sich an dem Gebotenen und erst spät abends tehrten die nehmer frohen Herzens heim. Zwittau. Breßburg, 300. 16: Produttenbörse und Marktbericht. 16.55: Die Breßburger Stadtgraben. 17.15: Konzert. 1. Strauß: Die Fledermaus, 2. Biodel: Jm Brunnen. 3. Meyerbeer: Strönung: Teil- marsch. 4. Puccini: La Bohéme. 5. Beccuci: Tesoro mió. 6. Verdi: Vom herrlichen Wetter begünstigt, wurde der Kindertag auf der Friedelwiese, mitten im Walde, abgehalten; mehrere hundert Kinder erfreuten sich bei Mujit, Spielen, Kasperltheater u. a. m. bis in Troubadour. 7. Dvořák: Slawischer Tanz Nr. 16. 8. Blanfen burg: Marich. 18.45: Wie Prag. 19: Vortrag. 20: Wie Brünn. 21. Wie Prag. 22.20: Wie Prag. Kaschau, 1870. 19: Vortrag. Chemie im Haushalt. 19.20: Konzert. 1. Weber: Duverture Oberon". 2. Saint- Saens: Sam. fon und Dalila". 3. Brahms: Ungarischer Tanz Nr. 5. 4. Luigini: Ballett Egyptien. Radiovortrag. 19: Symphoniekonzert. 22.40: Bigeunermusit. Budapest, 556. 11: Klavierlonzert. 17.05: Phonolalonzert. 18.30: Daventry, 1600. 13: Schallplattenkonzert, 15; Abendlied, 16: HCH. 19.35: Jm Quellgebiet der Elbe. 20: Wie Berlin. Tanzmufit. 17.30: Stammermufit. 18.30: Wie bleibe ich gefund? 19.15: Das gert. 18.30: Die Zauberflöte", Oper von Mozart. Landshut, 28. Juni. Bei dem gestern nachLaugenberg, 469. 13.05: Mittagskonzert. 16: Jugendstunde. mittags über dem Walde von Kindelsdorf abgeCleftron. 19.35: Gutes Deutsch. 19.55: Aus der Gelchichte des stürzten Flugzeug handelt es sich um das PostRundfunk, 20.15;" Mann ist Mann", Lustspiel von Dert Brecht. flugzeug der Luftverkehrslinie Exotische Mufit, Tangmufit. Leipzig, 366, 12: Schallplattenkonzert. 16.30: Nachmittagston. Warschau- Prag- Paris. Der Passagier war der Direktor der Privattelephonunit. 19: Slavierkonzert. 20:„ Norma", Oper von Bellini. 21.35: gesellschaft in Reichenberg. Major a. Weltpolitifcher Wonatsbericht. 22.30: Schallplattenfonzert. D. Griebsch, der zu dem Begräbnis sciHaushaltsführung. 16.15: Nachmittagsfonzert. 18.15: Sat die Opernes. Bruders nach Warschau geflogen war. cine Bulunit? 18.45: Wandlungen in der Geburtshilfe. 19.15: Das Flugzeug führte Pakete und Briefpoſt mit Schach. 20: Freiheitslieder after Zeit. 21: Bolkstümliches Unterhaltungskonzert. sich, die zum großen Teil vernichtet wurden. München, 536. 16.30: Nachmittagskonzert. 18.30: Publikums. Stuttgart, 380. 13.15: Schallplattenfonzert. 16: Neuzeitliche Sette 4. Glückliches England in dem eine Sonnenfinfernis zur Sensation wird. London, 28. Juni. Das Interesse der ge= famten Oeffentlichkeit ist vollkommen auf morgige Sonnenfinsternis konzentriert. Diese Sonnenfinsternis wird voll in einer Zone von 30 Meilen Breite, die ouer über England von Hartlepool an die Ostküste nach Carnarvon in Wales führt, zu sehen sein. Zuschauer aus allen Teilen Englands und Schottlands strömen bereits in Zehntausenden auf der Eisenbahn und in Automobilen nach demt bezeichneten Gebiet. Der Hauptandrang der Zuschauer wird jedoch heute beginnen und man erwartet, daß bis in die Morgenstunden gegen eine Million Leute versammelt sein wird. Die Eisenbahngesellschaften fertigen hunderte von Ausflugszügen aus und die Sonder- Luxuszüge mit Speise und Schlafwagen find schon im Vor binein vergeben. Da die örtlichen Verhältnisse feineswegs zur Unterbringung einer so ungeheuren Menschenmenge ausreichen, wurden in Gegner der Granenmode. Tötung im Namen des„ chriftlich" regierten Freistaats. Bažant wurde gestern in Ruttenberg hingerichtet. Mittwoch, 29. Juni 1927. Grubenunglüd im Oftrauer Revier. Zwei Bergarbeiter getötet. Mähr.- Ostrau, 28. Juni. Heute um 7.30 Uhr früh ereignete sich im Windschacht Hubertus in Gestern früh wurde im Hofe des Kreis- tere fünf Minuten, bis der Tod einge- Wrbiy im achten Stockwerk in einer Tiefe von gerichtes Ruttenberg der Mörder Bažant hinge treten war und Scharfrichter Wohlschläger ungefähr 350 Metern eine lofale Schlagwetterrichtet. Die Urteilsverkündigung, auf zum Vizepräsidenten des Kreisgerichtes mit der explosion, wobei der Bergarbeiter Josef Sucko und der Schlepper Wilhelm Najsly getötet Grund deren die Hinrichtung erfolgte und die Weldung treten fonnte: dem Verurteilten vor der Exekution vorgelesen " Ich melde gehorsamst, daß ich die Exe- wurden. wurde, lautet: tution vollzogen habe." ,, Der Präsident hat es abgelehnt, den Verurteilten zu begnodizen, so daß ein Grund besteht, das Urteil nicht zu vollstreden." Dieses Urteil wurde dem Mörder 24 Stun den vor der Hinrichtung überbracht, weil es das Gesetz vorschreibt, daß der Mörder einen Tag und eine Nacht vor seinem Tode- sein Schicksal fennen muß. Die Presse bringt noch eine ganze Menge Details über Bažants letzten Tag und über die Sinrichtung selber. Aber keine Schilderung und feine Phantasie vermag wohl ganz das Grauen auszumalen, das über diesem Akt und dieser Szene lag. die Staatshymne!! Das Unglüd ereignete sich beim Teilungsstollen im Flöz Olga, wo die beiden Arbeiter arz nach Antritt der Schicht ein Windtürchen zu dem in den Teilungsstollen mündenden Durchschlag befestigten. Diese Arbeit führten sie aus, während die Lüftungsventilatoren in Tätigkeit waren. Nach den Ergebnissen der Untersuchung liegt die Ursache er Explosion darin, daß in einer Entfernung von ungefähr 40 Metern von der Stelle, wo das TürDie Anhänger der Todesstrafe in der Repu- chen befestigt wurde, in der Decke eine größere blit, soweit sie in entscheidenden Aemtern siten, Wölbung entstand, wo sich Gas ansammelte. Bei haben wohl gewußt, daß der Neigen von Hinrich der Manipulation mit dem Türchen, wodurch sich Die tschechische Presse bringt ausführliche ungen, mit dem man nun beginnen will, am die Schnelligkeit des Luftzuges änderte, wurde das allen Bahnhofsstationen und auch anderen Ge- Berichte über die Vorgänge und Begleitumstände„ besten" mit Bažant eröffnet werden könnte. Gas bis zur Arbeitsstelle mitgerissen und entzün bäuden für die Zeit der Sonnenfinsternis Reſtau- vor und während der Sinrichtung. Das Gesamt- Bažant, der zwei seiner Geliebten bestialisch um dete sich an der Benzinlampe. Das Miniſterium rationen errichtet und die Tanzfäle sowie die an bild und die Einzelbeiten sind so grausam, so gebracht hat und an der dritten einen blutigen für öffentliche Arbeiten hat seinen Vertreter nach deren Unterhaltungslokale werden die ganze Nacht unmenschlich, so im furchtbarsten Sinne Mordversuch unternahm, hat wohl feinen Au- Mährisch Ostrau entfandt. geöffnet sein. In London ist die Sonnenfinsternis barbarisch, daß die bloße Schit rung ge- spruch auf Mitleid verdient, und es ist gewiß awar nur teilweise zu sehen, doch werden alle Parts und andere freie Räume von 4 Uhr früh nügt, um allen Abscheu und alle Empörung eine allgemein berechtigte Forderung der Geselloffen sein und der Verkehr durch besondere Auto- gegen die Todesstrafe von neuem wachzurufen. fchaft, solch einen Entmenschten wie Bažant, neue Sachen studieren und erproben muß. Wir Am Samstag hat das Justizmini- unschädlich zu machen. Aber auch für Bažant wollen hoffen, daß diefes Verbot Prof. Meyner buffe besorgt werden. Die Wettervorhersage ist ein sterium( an beffen. Spise bekanntlich der trifft out, was ſelbſt für den größten Verbrecher nicht abschrecken wird, dem Landesschulrate feine weil wenig ungünstig, doch sagen die meteorologischent deutsche Christlichsoziale Mayr- gilt: daß ebensowenig wie der einzelne, bie Gefells Vorschläge neuerlich zu unterbreiten, flar fein wird. Die Sonnenfinfternis hat auch eine ger, den die Republik nebst anderen Kostbar man einen Menschen unschädlich machen fann, reichischen Schulgeiste recht wenig geändert hat, I unerwartete fomische Seite. denn es beginnen sich feiten vom alten Oesterreich uvernahm, ohne ihn zu morden und daß jede Hinrichtung höchstens die Titelbilder in den Lesebüchern und die Personen, welche vor dem Londoner Polizeigericht und anderswo sich wegen nächtlicher verständigt, daß er am Dienstag frug in Kutten- cin Südfall in die Barbarei vergan Schweres Explosionsunglid in Magdeburg. Jn berg seines Amtes zu walten habe. Wohl- gener Jahrhunderte bedeutet. Alle Zivilisation, für ihre Sünden" auf die Sonnenfinsternis zu tausend Kronen für die zu leistende wert- gegen die Todesstrafe und Schwelgerei zu verantworten haben, die Schuld chläger erhielt einen Vorschuß von alle Kultur, alle Monal und alles Recht sprechen der Magdeburger Alteisenhandlung von Moclyner das einzige be- ereignete sich am Montag mittag eine schweres das einzige beschieben. In der Oeffentlich feit wird, wie gewöhn Explosionsunglüd. Unter dem Alteisen befand sich lich, die Sonnenfinsternis für die feuchte, falte und volle Arbeit im Namen des Freistaates und be- achtenswerte Argument für die Todesstrafe, ihre eine alte Granate, die aus noch nicht geflärter Urgab jo mit 3 mei Gehilfen nac, Ruttenberg, angeblich abschredende und also erzieherische stürmische Witterung verantwortlich gemacht. jache zur Entzündung kam. Dem auf dem Hose um seine Vorbereitungen zu treffen. Montag Wirkung, ist so oft, so wirksam, durch alle Er- arbeitenden Kutscher Hackebusch wurden beide Untermorgens wurde Bažant in„ feierlicher" Weise fahrungen, zehlenmäßig und vergleichsweise schenkel abgeriffen, so daß er in hoffnungslosem durch drei Räte des Kreisgerichtes in Anwesen widerlegt worden, daß jene, die es heute noch Zustande in das Krankenhaus eingeliefert werden heit des Staatsanwaltes und des Vertewigers wagen, die Todesstrafe zu verteidigen und jene, mußte. davon in Kenntnis gesetzt, dak er nicht begnadigt die für die Sinrichtungen verantwortlich sind, wurde. Dann hat man den Verurteilten in echt im vollen Maße das Stigma verabmenschlichem Mitleid gefragt, wie es ihm denn verabscheuungswürdigen Bar eigentlich gehe, ob er böse Träume habe(!), barentum& verdienen. ob er sich vor dem Tode fürchte, ob er natürlich!- einen Pfaffen zu sich wünsche... gerlichen Gesellschaft deutlicher auf als die Tat Nichts zeigt die heillose Verrottung der bürund dann hat man ihm wie groß ist doch sache, daß sie ohne den im Namen des Gesetzes wünsche... gerlichen menschliche Barmherzigkeit!- das„ best e" verübten Mord glaubt nicht auskommen zu fönEssen und gar auch Wein gebracht. Aber nen. Und im besonderen Falle der Tschech oBažant hatte merkwürdiger Weise feinen Appetit flowakei ist es ein Charakteristikum, daß die und lehnte Speis und Trank ab. Sein ein- nicht zu beschreibende und nicht nachzufühlende siger Wunsch war, noch einmal seine Mut- Qual des„ ordnungsgemäßen" Mordes gerade raubte Ehemann bewahrte bewunderungswürdige ter zu sehen, ein Wunsch, der ihm nicht in jetzt wieder auf die Tagesordnung kommt, da jene Fassung und tat nur den einen Stoßseufzer, daß Erfüllung ging, weil die Mutter frank ist. Nur das Szepter führen, die die Religion der er jetzt nicht einmal mehr soviel Geld habe, um Bažants Bruder kam, um von ihm Ab- Liebe mit ihrem Gebot„ Du sollst nicht noch heimfahren zu können. Doch dem war kaum gegen bie zu leichte Beffeidung der Frauen an. schied zu nehmen. Nachdem man ihn noch weiter töten!" gepachtet zu haben vermeinen oder das Wort entfahren, als einer der Räuber ihm mit Ein intereffantes Defument, das vor reichlich 100 ausgefratschelt hatte, verfiel Bažant, etwa von vorgeben. verbindlichem Lächeln sofort ein paar Dollar einJahren das Licht der Oeffentlichfeit erblickte, Mitternacht an, in Schweigen. Während der Das furchtbarste Stück Kulturrealtion aber händigte:„ Wir wissen, was es heißt, abgebrannt zeigt, daß der Ansturm gegen die Kapricen ganzen Nacht schloß er kein Auge und liegt darin, daß ein Masaryk, in Wort und sein," fügte er mitleidig hinzu. Dann gingen der Frauenmoden auch in jener Zeit im schrieb ununterbrochen Tette Briefe an Schrift vor Jahrzehnten schon Vorfämpfer gegen sie ohne weitere Sentimentalität wieder an die Schwange war. Am 14. Dezember 1824 erließ Eltern und Verwandte. die Todesstrafe, als Staatspräsident, dem Drucke Arbeit", schnitten die Telephonleitung durch, warn der Kardinal Placido Zurla ein Edift etwa sol- Früh morgens brachte man ihn zum Ga I- jener Regierungselemente weichen muß, die es Ten die beiden Opfer, auch nur einen Laut von sich genden Inhaltes:„ Die Unbescheidenheit der gen. Sein Verteidiger übergab ihm die hot o- als einen wichtigen Faktor ihrer Machterhaltung zu geben, und stiegen auf einer Leiter ins Parterre Photoweiblichen Tracht, welche in so grellem Wider graphien der Mutter und feiner ansehen, daß das Requisit der Todesstrafe aus hinunter, wo sie dem Vörsianer und seiner Frau spruch steht zu dem fostbarsten Schmuck dieses ermordeten Geliebten Safařitova, der Kammer mittelalterlich- finsterer Justiz her genau so übel mitspielten. Auch hier mußte aller Geschlectes, dem der Schamhaft gleit, erwedte mit welchen Photographien Bažant sterben vorgeholt werde. Doch die Herren Svehla, Sramef. Schmind und alles Geld daran glauben. Nach gegerechtermaßen zu jeder Zeit den Abscheu und den wollte. Dann wurden ihm Sände und Füße Spina und Mayr- Harting mögen versichert sein, tanem Werk musterten die Räuber, jeder bei einem Born der finlich fühlenden Menschen. Die Päpste gebunden und der Strick um den Hals daß die immer tiefer ins Volt greifende Em- Gläschen Wein in behaglicher Siesta, die Gesamtsind immer wieder, wenn solche zu beschdende gelegt. Jene, die dabei waren, behaupten, daß pörung über ihr Regime nur noch neue Nahrung bente. Da fanden sie auch die beiden Trauringe Ungehörigkeit auftauchte, dagegen eingeschritten. Bažant während dieser Zeit ganz rubig" befommen wird durch das neneste Symbol, der Beraubten die beiden Stüde mochten an die Wenn auch Leo XII. einen Trost darin findet, gewesen sei. Die Hinrichtung dauerte vier mit dem sie diese Republik zieren, durch den 10.000 Dollar wert sein und es ereignete sich eine daß derartige Verstöße in unserem Lande in der Minuten und dann vergingen noch wei- Galgen! Rührszene, wie sie nur in amerikanischen Filmen letten Zeit sich weniger zeigten, gleichsam triumiblich ist: Der Räuberhauptmann trat auf die Frau phierend, die Recheit ihrer Tracht in den Händes Börjianers zu, füßte ihr die Hand und stedte ihr ihren Ehering an. Mit einer artigen Verben gung überreichte er sodann auch dem Gatten wieder seinen Ring. Denn ein Trauring sei für den Besitzer eine so unbezahlbare Erinnerung, daß ein edles Männerherz es nicht ertragen fönnte, solche Erinnerungen zu zerstören. Man weiß nicht, ob der Bandit so ironisch war oder nur liebenswürdig. Jedenfalls naren die Sterle auch so nett, eine Platinuhr zurückzulassen, damit die Ausgeplünderten nicht ihren Zug versäumten. Hierauf stiegen die Einbrecher in ihr Auto und fuhren ruhig davon... Auch vor 100 Jahren erregte die Frauenmode Anstoß. Erlässe gegen undezente Kleidung sind ein Erbteil der Jahrhunderte. Mussolinis reformatorische Bestrebungen stellen fein Novum der StufKulturgeschichte dar. Wenn zumeist das weibliche Geschlecht der Vorwurf trifft, daft es eine zu prall an liegende oder rudimentäre Sleidung trägt, so sei der Gerechtigkeit halber erwähnt, daß auch die Herren der Schöpfung zuweilen es an Dezenz fehlen liegen. So mußte der Erzbischof Adelberg von Rheims im Jahre 972 den ferns feiner Diözeie hart antiagen: die Mönche schnürten tämtlich die Kutten fo eng, daß die Körperformen allzu dentlich in Erscheinung fraten. Die Eiferer der Gegenwart fämpfen aber fern, auf den Straßen, bei öffentlichen und priva- lästinas. In den Dorffolonien Palästinas sind ien Zusammenfünften und sogar in der Kirche 32.000 Juden angesiedelt. Beinabe die Hälfte der zur Schau tragen. Es gibt Personen, die an all iüdischen Einwanderer nach Palästina stammt aus diesen Orten nicht anders erscheinen als in Polen. standalöser Garderobe. Der Papst wird das unter Berücksichtigung der erschwerenden Umstände durch Geldstrafen verhindern. Auch jene Frauen, welche beim ersten Anblick bekleidet erscheinen, aber Stostüme tragen, die sich zu knapp an die Glieder schmiegen, werden diese Strafen treffen. Der gleichen Buße werden diejenigen unterwor fen, welche die Unfitte erlauben oder Mitschuld tragen, also Väter, Gatten. Prinzipale, Schneider, Schneiderinnen und Modiftinnen." Tas Betreten der Kirchen, die Teilnahme an der Messe wurde allen denen verboten, die unbebeckten Hauptes, unverschleiert und in den mal da! Schiverer Unfall in einem steirischen Magnesilbergwert. Wie aus St. Johann am Trauern berichtet wird, ereignete sich im dortigen Magnejitbergwerf bei den Sprengarbeiten ein Unfall, der zwei Arbeitern das Leben fostete. Da ein Sprengschuß nicht die volle Wirkung auslöfte, wurde von den beiden Arbeitern ein neues Sprengloch gebohrt. Dabei löfte sich eine große Steinplatte und begrub die beiden Arbeiter unter ich. Der eine war fofort tot, der andere erlag im Spital den erlittenen Verletzungen. ... Und ausgerechnet heute muß das Kamel gerügten Roben famen. Dieſe Strenge rief na kommen! In der Mai- Sigung des reichsdeutſchen türlich furiose Auftritte und viele kleine Zwischen- Bundes entschiedener Schulreformer hielt Miniſte fälle hervor. Zeloten, die an unhelbarer Brüde- rialdirektor Dr. Kaestner einen Vortrag( Ueber rie litten, waren häufig noch päpstlicher als der den Sinn der Schulrevision"), den er nach dem BePapit. richt der Schulpflege" durch folgende wahre weiser Ben Atiba! Es war alles schon ein- Revisionsgeschichte" einleitete: Oven im einsamen Grazer Gebirge sehnt sich ein alter Schulmeister jahrelang nach dem Besuch seines SchulFrauenmord bei Düren. In Gürzenich rates; noch nie hat sich einer zu ihm hinauf verſtic. bei Düren wurde Fran Adele Franken, die In- gen. Eines Tages kommt ein Ramettreiber durchs haberin einer Wirtschaft, ermordet aufgefunden. Dorf. Der Lehrer läßt sich die Gelegenheit für eine Die Leiche war in einem Sad verschnürt, der Stopf zoologische Anschauungsstunde nicht entgehen, und war mit Tüchern dick umwickelt. Die Frau war er führt seine Kinder auf die Dorfwiese zu Samel und würgt worden. Von dem Täter, der einen größeren Betrag geraubt hat, fehlt noch jede Spur. Affen. Kaum ist er fort, trifft der langer sehnte Schulrat zur Revision ein. Als der Lehrer mit Sinten der Auswanderung nach Palästina. den Schülern wiederkehrt und den Gast in der leeren Die zionistische Organisation hat der Mandais Schulſtube erblickt und ſeines Wesens Art erfährt, fommission des Bölferbundes eine Denkschrift ruft er entgeistert aus:„ Nun habe ich ganze drei überreicht, in der auch eine Statistik enthalten ist, undzwanzig Jahre auf den Herrn Schulrat gewartet, nach welcher die Auswanderung der Juden nach und ausgerechnet heute muß das Kamel kommen!" Palästina im Jahre 1926-27 gesunken ist. Seit P. Beendigung des Krieges sind nach Palästina Die mörderischen Friedensgranaten. Aus 72.000 Juden ausgezogen, so daß die jüdische Be- Komorn wird gemeldet: 3wei fünfzehn völkerung Palästinas 158.000 Personen beträgt i ährige Knaben fanden eine Handgranate. oder 14 Prozent der gesamten Bevölkerung Pa- Einer der Knaben spielte mit der Handgranate, www die explodierte und beide Knaben buch stäblich in Stüde zerriz. Es wurde eine Untersuchung eingeleitet über deren Ergebnis man natürlich wieder nichts erfahren wird! Taltvolle Einbrecher. Amerika ist das klassische Land der Einbrecherlegenden. Von einer, die wir hier erzählen wollen, wird behauptet, daß sie sogar wahr sei. In einem Wochenendhaus eines bekannten übt. Die Gauner brangen zunächst in den ersten New Yorker Börsenschiebers wurde ein Einbruch verSiod, wo ein von dem Börsianer als Gast geladenes mit vorgehaltenen Revolvern die Herausgabe aller Chepaar weilte, und heischten von den zwei Leuten Wertsachen. Es waren deren nicht wenige: außer Bargeld Juwelen um etwa 10.000 Dollar. Der bezu Der V. internationale Tabatgeguer- Kongreß Todesfall. Am 28, d. M., um halb 10 Uhr vormittags. ist in Prag der Präsident des Strafgerichtes OLUR. Dr. Jan Vondraček im Alter von 64 Jahren gestorben. Er wurde in Senftenberg geboren, studierte in Wien und Prag, trat 1887 feine Gerichtsvraris an, war Staats anwalt in Prag und Bilfen und wurde im Jahre 1919 Präsident des Prager Landesstrafgerichtes. Am 20. März d. 3. feier'e er sein vierzigjähriges Dienstjubiläum. Die Führung der Amtsgeschäfte in Brag wird am Samstag, den 2. Juli, im großen besorgte größtenteils fein Stellvertreter Vizeprä- Sivungssaale des Prager Altstädter Nathanses erfident OLGR. Kratochvil.- Es wäre zu öffnet. Eine Reihe hervorragender Gelehrter, Dr. wünschen. daß zum Nachfolger Bondraseks Stotlafa, Dr. Hoyer und Hendrich u. a. werden ein Mann mit fühlendem Herzen beſtimmt werde, zum Thema ſprechen. An der Eröffnung des Konda an Paragraphenreitern und Amismaschinen greffes nimmt auch der Bakule- Chor teil. Sonnim Richterberufe kein Mangel ist, Nichter mit tag findet das erste Blenum und die Sitzung der menschlichem Enryfinden und modernen An- ersten Sektion statt, die ethisch- erzieherische Fragen schauungen hierzulande aber sehr spärlich gesät behandeln wird, n. zw. im mineralog. Inſtitut der sind. Karlsuniversität, Albertov. In dieser Sigung wer den vor allem sprechen: Univ.- Prof. Dr. Foustka, Univ.- Prof. Dr. Ostrčil, Vorstand der gynekologiDas Schlachtfeld unter der Erde. Aus Bochum wird gemeldet: Auf dem Schachte ichen Sanitätsvat Dr. Bonne, Mr. Barden Viktor 3 und 4" gerieten drei Häuer unter herabfaller de Gesteinsmassen. 3 we i konnten nur noch als Leichen geborgen werden. Der dritte wurde schwer verletzt. aus Chicago, der Autor einer instruktiven Schrift Tabar und Schule" Dir. Sejnoha, Professor Dr. „ Tabak Sommer- Batet u. a. m. Um 15 Uhr nachm. findet eine Aerzteversammlung statt. In diesez Sch'dial ciner Reform- Schule. Prof. Me 13 Versammlung werden zum Großteil deutsch: Reder in Leitmerit, der die mustergültigste ugend- ner sprechen, vor allem Univ.- Prof. Dr. Ölschnig, Siedlung für Mitelichüler aus eigener Initiative Dr. Fint, Sanitätsrat Klein, MUDr. Stegemann, geschaffen hat wollte heuer eine Versuchet'asse Herr und Frau Dr. Swoboda u. a.- Montag, einer neuen Mittelschule mit Internat in Leit den 4. Juli, findet eine Sigung hauptsächlich für verwirklichen woll'e, wurde ihm im letzten Augen werden Doz. Dr. Ing. Stody, Doz. Dr. Ing. merit gründen. Nachdem er das Proieft bereits Journalisten statt.( Volkswirtsch. Sektion.) Sprechen blicke die Durchführung seitens des vorgesetzten Doerell und Univ.- Prof. Dr. J. Ude, Graz. In Landesschulrates untersagt. Ob dies nicht zum der vierten Sektion( Organisation) spricht eine Schaden unserer anaestrebten Schulreform ge- Reihe von Prosessoren( Dr. Stanger, Safranek 1. a.), schehen ist? Es ist natürlich viel angenehmer für weiters Dir. Horn aus Straßburg. Das abdie Herren„ oben", wenn alles in alten, her schließende Plenum am Montag wird beendigt tömmlichen Geleise weitergeht, als wenn man durch Prof. Dr. Ružička. Mittwoch, 29. Juni 1927. Seite 5. renz in Prag. Die in der sozialistischen ErziehungsInternationale, mit dem Siz in Wien, vereinig ten Organisationen veranstalten am 3. und 4. Juli 1927 in Prag eine Aussprache über rotes Pfad findertum und über die Erziehungsorganisationen in der Arbeiterschaft im allgemeinen. BERSON BERSON 750 macht gute Schuhe besser! Internationale sozialistische Erziehungskonfe-| sammenzuschließen. Deshalb versucht Springer, ein neues Moment ins Treffen zu führen; er will die furchtbaren Wirkungen aufzeigen, die im Reiche des Geistes die Syphilis hervorgerufen hat. An den Größten der Geschichte will er die Tragik des ganzen Menschengeschlechtes einer verblendeten Generation, die ins Verderben rennt, vor Augen führen. Maturanten- Sturm. Montag abends kam es Es ist eine lange Reihe bekannter und illustrer in Paris vor der Sorbonne zu einer Mani- Namen, die Brunold Springer als Opfer der Syphi festation von ungefähr 500 Maturanten, lis vorführt. Von einigen wußte man, daß sie der die in die Sorbonne einzubringen versuchten, um Seuche erlagen, von anderen vermutete man es, bei die Ergebnisse ihrer schriftlichen Ar- den meisten hatte man feine Ahnung von ihrem beiten zu erfahren, die durch den Pro wahren Leiden. Nun sei allerdings bemerkt, daß fefforen streit zurüdgehalten werden. Die Springer es sich oft sehr leicht macht und den BePolizei mußte die Studenten einigemale weis, daß die Syphilis die leyte Ursache von Kranf auseinander jagen. Bei den Zusammen- heit und Tod seines„ Helden" war, gar nicht antritt. stößen wurden zwei Polizeiinspektoren Eine zweite Auflage des Buches sollte diese Beweise verlegt. Eine rumänische Amnestic. Der rumänische Ministerrat beschloß eine umfangreiche Amnestie für militärische Vergehen seit Jänner 1917 sowie auch für einige Vergehen älteren Datums zu erlaffen. Die Regierung erwartet, daß dadurch eine„ Beruhigung der Gemüter" und eine " Befriedung in allen politischen Schichten" eintreten wird. Sonntags- Ausflugszüge zu halben Preisen. Am Sonntag, den 3. Juli 1927, werden wiederum selgende billige Züge in die Prager Umgebung abgefertigt werden: 1. Von Weinberge nach Cerčan um 8.45 Uhr, Rückkunft in Weinberge um 18.20 Uhr, Hin- und Rückfahrt K 9.40. 2. Von Smichow nach Karlstein um 5.45 Uhr, Rückkunft nach Smichov um 17.48 Uhr, Hin- und Rückfahrt K 6.60. 3. Von Smichov nach Řevnig um 9.20 Uhr, Rückkunft nach Smichov um 20.01 Uhr, Hinund Rüdfahrt K 5.60. 4. Von Vysotschan nach Celakovitz( zwei Züge) um 5.30 und 8.55 Uhr, Rüd kunft nach Vysotschan um 17.52 und 20.30 Uhr. Hin- und Rückfahrt K 5.-. Die Fahrkarten werden mit einem Regiezuschlag von zehn Hellern jede Woche von Donnerstag bis Samstag während der Amtsstunden in den Magistratsämtern in Weinberge, Smichov und Vrschowiß und in der Kanzlei des Fremdenverbandes beim Pulverturm verkauft. Literatur. Brunold Springer: Die genialen Syphilitiker( Verlag der Neuen Generation, BerlinNikolassee).„ Das Leben der Menschheit hat im Lichte der Ewigkeit teinen Sinn, so lange es die Syphilis gibt." Springer stellt diesen Saß an die Spitze seines Buches und seine Arbeit behält bis zum Schlusse ihr Ziel im Auge, even jene Wahrheit von einem neuen Standpunkt aus zu erweisen. Die Statistit geigt uns, wie verheerend die Syphilis sich ausbreitet, unaufhaltsam, so lange der unfähige bürgerliche Staat sie mit unzulänglichen Mitteln befämpft. Aber die erschütterndsten Zahlen, die uns von den Hekatombenopfern der Syphilis berichten, sind nicht imstande, die Menschheit wachzurütteln, sie zu einem Vernichtungskampfe gegen das lebel zu Boltswirtschaft. Ein Aufruf an die Arbeiter der Hüttenindustrie. Die Konferenz der Hüttenarbeiter der Nach folgestaaten hat an die Arbeiter der Schwerindufrie in Mittel- und Südeuropa einen Aufruf gerichtet, in dem es heißt: nachholen, oder die Fälle, in denen ein Beweis nicht gelingt, ausschalten; denn unseriös zu wirken, kann doch nicht der Wunsch des Verfassers sein! Nur einige geniale Syphilitifer" seien hier genannt: Ulrich von Hutten, eines der ersten Opfer der neu eingeschleppten Seuche, Mirabeau, Napoleon der Erste, bei dem der Beweis durch Springer zweifelsfrei erbracht erscheint, E. 2. A. Hoffmann, T. Beethoven, Grabbe, Lenau, Schumann, Schoppenhauer, Lassalle, Maupassant, Dandet, für den der gerade jetzt vielgenannte Sohn der beste Zeuge sein mag, Nietzsche, Ostar Wilde, Hugo Wolf, Andreas Ady, Lenin, Wilson, von Lebenden Mussolini und Primo de Rivera.„ Der Geist der Menschheit wird syphi lisfrei sein oder er wird nicht sein" schließt Springer sein erschütterndes Buch. Daß man die gefähr lichste Seuche, die je die Menschheit bedroht hat, nur bekämpfen, nicht aber ausrotten will, daß Staat und Gesellschaft das Erbübel mit Pflästerchen heilen wollen, erscheint Springer vor allem als der große und scharf zu bekämpfende Irrtum. Sein Weg dürfte allerdings noch weniger zum Erfolge führen, denn er ist allzu primitiv. Daß die Volksbelehrung immer wieder scheitert, gibt Springer selbst zu und doch erhofft er von der Erkenninis und dem Willen der Jugend, daß sie sich durch Reinheit und Selbstzucht schützt. Demgegenüber muß daran festgehalten werden, daß alle Erfahrungen uns hoffen lassen, daß die Wissenschaft, die heute schon Salvarsan und Malariakuren als oft erfolgreiche Heilmittel fennt, ein Mittel gegen die Syphilis finden wird. Allerdings wird sie es ebenso wie die Heilmittel gegen viele andere, heute noch unheilbare, Krankheiten nur finden, wenn ein sozialer Staat, wenn eine vom Stapitalismus befreite Gesellschaft die Medizin ihren wahren Aufgaben dienstbar machen wird. Und richtig bleibt Springers Forderung, daß die Syphi lis nicht befämpft, sondern ausgerottet werden müsse. Auch die radikalsten Maßnahmen, wie allgemeine Gesundheitsassentierungen und strenge Quarantäne für alle Kranken, werden die Gesetzgeber der Zukunft nicht unterlassen dürfen, wenn sie dem Erbfeind der Menschheit erfolgreich begegnen wollen. fr. Artur Stampf, Orlit, Hugo Lederer, Max v. Schil Die Philoſophie des Puntt- lings, Pechſtein, de fiori. Katharina v. Oheimb. rollers. Die Arbeiterschaft wird den her ren die Antwort auf diese neue Kampfmaßnahme nicht schuldig blei ben. Auch mit dieser neuen Gewaltmethode werden die Herren ihr Ziel nicht erreichen. Das europäische Eisen- und Rohstahlkartell, die mächtigste international organisierte Kapitalistengruppe, schickt sich nach dem Weltkriege von der Kampf der Seidenarbeiter beendet. neuem an, ihre wirtschaftliche Vormachtstellung Die Industriellen haben ihre prinzipiellen gegen die Errungenschaften der Arbeiter zu mißbrauchen. Nach wie vor hält sie es für ihr underäußerliches Recht, die Arbeiter für ihre Profit. interessen schrankenlos in Anspruch zu nehmen und willkürlich und selbstherrlich die Lohn- und Arbeitsverhältnisse festzusetzen. Beschlüsse fallen gelassen! Bei der letzten Lohnverhandlung in Brünn, welche durch Vermittlung der Regierung zustande kam, machte der Seidenverband folgendes end= gültiges Zugeständnis: Nicht genug daran, geht das Unternehmertum dazu über, die Arbeit zu intensivieren, 1. Sämtlichen Arbeitern wird der die Ausbeutung noch straffer zu gestalten. Um 50 bestehende Stunden- und Akkordlohn um 5 Probis 80 Prozent ist die Arbeitsleistung dank einer mörderischen Antreibermethode gestiegen, ohne sent aufgebeffert, oder die bestehende Teuerungsdurch entsprechende Lehnerhöhungen and Verfür- aushilfe von 8 Prozent wird auf 13 Prozent erzung der Arbeitszeit das nötige Aequivalent zu höht. schaffen. Die Unfallziffern steigen auch dort, wo 2. Mährisch- Trübau wird in die erste der Achtstundentag blieb, in grauenerregendem Lohnklasse eingereiht und es beträgt für diese ArMaße. Begnigte sich der Kapitalismus früher mit der Arbeitskraft, so verlangt er heute im Interesse seines Profites auch die gesunden Knochen der Arbeiter. . Der Aufruf schließt folgendermaßen: beiter die Lohnerhöhung 10 Prozent. 3. Für Schichtarbeiter wird eine separate Schichtzulage von 50 Hellern pro Schicht zugestanden, was einer zwei bis dreiprozentigen Erhöhung gleichkommt. Erkennt die Gefahr der Stunde! Erkennt, daß nur die organisatorische 4. Wegen der Bezahlung der Anfänger und Kraft der Arbeiterklasse imstande ist, Spuler wird bei der Abschlußverhandlung am uns vor vermehrter Ausbentung zu schützen, den 29. d. M. in Brünn eine Regelung getroffen weiteren Aufstieg zu ermöglichen. Hinein in die Organisation, die ihr noch außerhalb der großen werden. In Neu- Rettendorf bleibt auch Kampfgemeinschaft der Metallarbeiter steht! Wer die alte Schichtzulage bestehen und es beträgt bet alle, die ihr den Nutzen, die geschichtliche der Zuschlag K 5.83 wöchentlich. Die BandweNotwendigkeit der Organisation erkannt habt, berei Sarpfe in Pilnika u, welche gegenwärtig daptein Indifferenter neben Euch arbeitet! Wirte jeder in seinem eine Strife durchmacht, soll von der Lohnerhöhung Lande am gemeisamen Ziele, das wir Euch als ausscheiden. Da sich die Arbeiter das nicht geVoraussehung der kommenden Kämpfe setzen. fallen lassen, soll eine separate Vereinbarung abgeschlossen werden. Zersplitterung ist Ohnmacht, die Einheit, die Geschlossenheit, die Organisation aber die Kraft. Die Abstimmung in den Versammlungen Traget den Ruf hinaus in die Betriebe, in die Hütten, in die Wohnkasernen, daß die Befreiung ergab, daß am Dienstag, den 28. d. M. die der Arbeiterllaffe nur ihr eigenes Wert sein tann. Arbeit wieder aufgenommen wird. Niemand wird und helfen, wo wir nicht selbst Band Die Kommunisten heyen natürlich gegen den anlegen. Ihr, die Ihr das harte Erz, den glühen Abschluß vielleicht deshalb, weil nicht bedinden Stahl meistert, Ihr werdet auch Euer eigenes Beschid zu meistern verstehen. Darum rafft Euch Jungslos wie in Reichenberg abgeschlossen wurde. anf, erkennt Eure Kraft, seßt Euren Unterdrädern Eure Entschlossenheit, Eure proletarische Treue, Eure Ueberzeugung in den endlichen Sieg der proletarischen Klasse entgegen! Es lebe die proletarische Internationale, es lebe der internationale Kampfgeist der Metallund Hüttenarbeiter, es lebe die internationale, proletarische Solidarität! Der Hoch- und Deutschmeister- Ritterorden lenkt endlich ein wenig ein. Wehreremale haben wir bereits über die Arbeiterausbeutung im Hochmeisterischen Basaltverk in Friedland a. d. Mohra und auch darüber berichtet, daß der Deutsche Bauarbeiterverband Forderungen für die Basaltarbeiter überreicht hat und daß sich die Die Delegierten der Metallarbeiterverbände Dester- schwarzen Hochmeister" mit dem Bischof Klein reichs, Ungarns, der Tschechoslowakei, Jugosla- an der Spitze, gegen jede Lohnerhöhung wehrten, wiens und Rumäniens an der mitteleuropäischen so daß alle Bemühungen und Verhandlungen Ronferenz der Arbeiterschaft der Schwerindustrie ergebnislos verliefen. Aber der Kampf wurde vom 25. bis 26. Juni 1927 in Prag. Ein neuer Erid der Porzellanindustriellen. Edle Damen und Herren! Was Sie da unternehmen wollen, mag für Sie eine sehr, sehr awrenchme Beschäftigung sein.( Wer würde nicht Wer jemals illustrierte Zeitungen oder die gern...) Aber es ist dennoch grober Unfug. Und durch die sozialdemokratische Presse weitergeführt, das allgemeine geistige Niveau verflachenden Ma- warum wollen Sie sich geistig fastrieren, wenn Sie und zwar so energisch, daß davon den Bischofshergazine durchblättert hat, begegnete mindestens in bagen Schönheitsbegriff huldiren ziemlich unwohl wurde und sie sich nun doch jeder Nummer einmal dent schönsten Frauen- gen, während Sie früher von deffen subjektiver notgedrungen zu Zugeständnissen an die Basaltrüden, den schönsten Frauenhänden oder was färbung überzeugt waren. Haben Sie ihrem arbeiter bereit erklären mußten. Am 21. Juni weiß ich, was man an einer Frau sonst noch am Leben schon einmal Bilder von Käthe Kollwit Wie uns von verlaßlicher Seite mitgeteilt. J. teilte die Direktion der Belegschaft mit, daß schönsten finden kann. Da find Pia Ria auf gesehen, sind diese abgehärmten, vom Leid zer- wird, versuchen es die Porzellanındustriellen mit nunmehr eine Lohnerhöhung von 1.80 K pro Tag einem Wohltätigkeitsfeit die wundervollen Zähne freffenen Frauenantlike in ihrer ſtillen Verklärung einem neuen Trick ihre Arbeiterschaft einzuschüch- und Person eintritt. Mit dieser geringen Lohnprämiiert worden, oder Marti Martini, die be- nicht auch schön? zaubernde Film'chauspielerin, hat bei einen Wett- Ihre Arbeit, meine Damen und Herren, wird tern. Die Unternehmer legen den einzelnen Ar- erhöhung können sich die Christlichsozialen nicht bewerb einen Geldpreis bekommen, weil sie über Ihnen leicht werden. Sie brauchen ur Sochaisonbeitern Reverse" mit dem Juhalte vor, daß sich reinwaschen, denn die Lebensmittelvertenerung die berückendsten Fingernägel verfügt. Es kommt nur die Runde durch die Seebäder der vornehmen dieselben bis abends verpflichten sollen, auf eine durch die neuen 3ölle, für die ja die Christlichauch vor, daß in großen Städten eine Mode- oder Welt zu machen. Ueberall wird man Sie mit Pau wie immer geartete Lohnerhöhung zu verzichten. sozialen gestimmt haben, machen das dreifache Arbeiter, die sich weigern, den Schand- dieser Lohnerhöhung aus. Diese Lohnerhöhung eine Schönheitsfönigin erkürt wird. fen und Trompeten empfanzen. Bis dahin hat man wisch zu unterschreiben, wird ange- ist daher zu gering und dann weigert sich der Das sind so lächerlichkeiten fleineren oder Beit, sich durch raffinierte und kostspielige Schön- droht, daß sie sofort, spätestens aber Orden noch immer, mit der Organisation einen auch größeren Ausmaßes, die der menschlichen Zi- meine Herrschaften: Saben Sie auf dem Olymp Rein aufrecher Arbeitet oder Mr- daher weitergeführt. Er muß aber auch deshalb Ziheitspflege konkurrenzfähig zu machen. Und dann heitspflege konkurrenzfähig zu machen. Und dann in acht Tagen gekündigt werden. Rollektivvertrag abzuschließen. Der Kampf wird vilisation anhaften. Es ist zwecklos, sich über sie aufzuregen: Wir bannen sie dadurch nicht. Ueber- Ihres Aesthetentums etwas von der sozialen mit dieser Lohnerhöhung wieder auf Gimpelfang all, wo müßige Menschen sich u zerstreuen fuchen, Frage gehört? Wiſſen Sie, daß wir in allen Län- beiterin gebe fich dazu her, unter weitergeführt werden, weil die schwarzen Herren dern Hunderttausende von Arbeitslosen haben? diesen Revers" seine Unterschrift bern Hunderttausende von Arbeitslosen haben? sind sie zu finden. Vielleicht gehört die Beschäfti- Denken Sie an die Striegsfrüppel, die für Sie ge- 3u je ten. V tiefen expreßten Unterschriften ausgehen. Die Arbeiter sollen durch diese nicht vertraglich festgelegte Lohnerhöhung veranlaßt der vielgestaltinen men'chlichen Seele. Der Aufbau litten haben und jetzt mit Bettelpfennigen abge- würde jeder Arbeiter und Arbeiterin fich des werden, der Organisation wieder den Rüden zu gung mit solchen Nichtigkeiten sogar zum Wesen unferer heutigen Gesellschaft läßt es nur zu, daßspeist werden? Hier wird Ihr Tun' ogar gewiffen. Rechtes b.geben, jemals in 3ufurft zu einer kehren und dann würde ihnen der Orden dic manche ihrer Glieder in folchem Tun ihren Lebena, los und moralisch verwerflich. Denten Sie an die Bohnerhöhung zu gelangen. wie immer sich seine Lohnerhöhung doppelt oder dreifach wieser weg nehmen. Die Basaltarbeiter werden aber diesinhalt erblicken und es zum Selbstzved erheben. Geldsummen, die Sie die Absicht haben, im Inter- Lebensverhaltu ffe auch gestalten mögen. Es sind fürwahr traurige Expreffungsme- mal flüger sein und werden sich nicht täuschen esse eines recht fadenscheinigen Endzweckes zu verSobald das geschieht, haben wir die Pflicht zu plempern. Was hat es für einen kulturellen Sinn, thoden, die hier von den Unternehmern der Por- lassen. Sie werden in der Organisation bleiben protestieren, was gleich auch mit Nachdruck ge- wenn die schönste Frau gefunden ist, und wir ihr zellanindustrie gegen ihre Arbeiterschaft unter- und weiterkämpfen, damit das Lohn- und Arbeitsschehen soll. Bild in der„ Illuſtrierten" betrachten dürfen. nommen werden. Dieselben sind nur geeignet, verhältnis durch einen Kollektivvertrag mit der Das in Berlin erscheinende, von May Epstein Motren schon ist es verblaßt. Meine Herren, die das Bild, das wir von diesen Herren bereits Organisation festgelegt wird. Darüber wird auch herausgegebene blaue eft veröffentlicht den Aufruf Philosophie des Punttrollers ist nuplos und ver- entworfen haben, zu vervollständigen. Einer die- noch demnächst das Wohnschiedsgericht entscheiden. eines Reichsausschusses für Schönheitswettbewerbe, derblich. Veranstalten Sie eine Elends- fer Herren war so naiv zu sagen, er werde sich Jetzt erst recht muß darauf gesehen werden, daß der sich das Ziel gesteckt hat, alljährlich die schönste konkurrenz, fuchen Sie jährlich die 200.000 wegen der Forderungen der Arbeiter seinen Ur- jeder Arbeiter im Basaltvert organisiert ist. Denn Frau Deutschlands zu proklamieren. Aus der Reihe elendsten Proletarierfrauen heraus und gewähren laub nicht verderben lassen. Damit ist gefagt, nur durch unsere Organisation, durch unsere Zei der Personen, die sich zur Mitarbeit in den Unter- Sie ihnen auch nur vier furze Sommerwochen daß jedes Mittel erlaubt ist, die Arbeiter unter- tungen, also durch unerbittlichen sozialdemokra ausschüssen bereit erklärt haben, gibi Epstein fol- lang ein menchenwürdiges, sorgenfreies Dasein. zukriegen, damit nur ja die Bequemlichkeit der tischen Kampf werden die Arbeiterfeinde zu Zugewver. Herren Unternehmer nicht gestört wird. ständnissen an die Arbeiterschaft gezwungen. genbe Namen bekannt: Karl Bulde, Fritz Selimsch. Hic Rhodus, hic falta! Geite 6. Mittwoch, 29. Juni 1927. ABVERKAUF: Leinenschuhe für Damen, Artikel 14155 beige früher Kč 25.99 für Kinder, 2152 weiß 99 Kč 19.jetzt Kč 1599 für Damen, 99 5145 u. 6145 beige Kč 29.99 99 99 99 99 99 14155 weiß u. grau 1135 u. 1155 schwarz u. grau„ 99 Kč 25.- jetzt KČ 1999 Modeschuhe, Artikel 5655 u. 6655 Krokodil-, Eidechsen- u. Schlangenlederimitation Herren halbschuhe, 99 Artikel 2637 schwarz u. braun " Kč 25.Kč 69.- jetzt Kč 39Kč 99.- jetzt Kč 79.Benützen Sie unsere guten Dienste! Bata Devisenturie. 8218 Prager Kurse am 28. Juni. 100 Belgas. binetta Frl. Klara Kwartins, so daß es un Torene Retourfarten usw. werden nicht ersetzt. begreiflich bleibt, wie man diese Sängerin, die einen Haltet auf den Zügen vollständige Ordnung. Jeder schönsten, ausgeglichensten und kultiviertesten der Teilnehmer erhält, falls nötig, noch ein Merk An unsere Postbezieher. Roloratursoprane besitzt, die je auf unserer Bühne blatt. Wettkämpfer, Achtung! Die Wettkämpfer sangen, deni Prager deutschen Theater nicht wieder treffen sich Samstag um 11 Uhr beim HaupteinDer heutigen Nummer liegt ein Erlagschein verpflichten konnte. Auch Frl. Karst als Rom gang zu den Quartieren im Baumgarten, Ma- 100 holländische Gulden zweds Einzahlung der Bezugsgebühr bei. Wir in jeder Hinsicht überzeugende und vollkommene marsch aller Wettkämpfer. Alle Wettkämpfer, Spiel- 100 Schweizer Franks zweds Einzahlung der Bezugsgebühr bei. Wir ponist bot in glänzender ſtimmlicher Verfassung eine schinenpalast. Sonntag, 3 Uhr nachmittags. Auf- 100 Reichsmart. machen besonders darauf aufmerksam, daß die Leistung. Da auch alle übrigen Mitwirkenden ihre mannschaften und Schwimmer haben sich zu betei- 1 Bfund Sterling Einzahlung unter demselben Namen geleistet Aufgaben in durchaus zufriedenstellender Weise lösten, ligen. Die Schwimmwettkämpfe beginnen Sams 100 Lire. werden muß, unter welchem der Versand der gab es einen Opernabend von ungetrübter mujikali- tag, abends 8 Uhr, in der Schwimmhalle der -cf. Krankenkasse. Zeitung erfolgt. Spielplan des Neuen deutschen Theaters. Mit Frei Heil! Der Bundesvorstand. Mitteilungen aus dem Publikum. Die Bezugogebühr beträgt monatlich Ke 16.-, vierteljährig Re 48.-, halbjährig R 96.-, ganzjährig Kč 192.- und ist stets im vorhinein zu entrichten. Der Abonnementsbetrag muß längstens bis 10. Juli in unserem Besitze sein und ersuchen wir, dies zu berücksichtigen, damit feine Unterbrechung in der Zustellung eintritt. Die Verwaltung. Kunst und Wiſſen. ,, Ariadne auf Nagos", Richard Strauß' zweimal bearbeitete Schmerzensoper, ging am Monscher Schönheit. Mittwoch, 7% Uhr:" Jonny spielt auf" ( 193-1). Donnerstag, 7% Uhr: Ein besserer Herr( 194-2). Freitag, 7% Uhr: ,, Raste Ibinder"( 192-4). Samstag, 7 Uhr, neneinstuGastspiel Erit Enderlein, 6 Uhr:„ Tristan und diert: Herbst mon över"( 195-3). Sonntag, folde"( 197-1). Montag, 7 1hr: 3irkus prinzessin"( 198-2). Spielplan der Kleinen Bühne." Mittwoch: , Garten Eden". Donnerstag Wette". Freitag: lucht". Samstag: Ein besserer Herr". Sonntag, 7% Uhr: Garten Eden". Montag, neueinstudiert, Bankbeamten: Peripherie". Turnen und Sport. tag in einer von Stapellmeister Steinberg Mom Arbeiter- Zurn- und Sportverband Pragfahrer, Achtung! bewirkten Neueinstudierung und teilweisen Neubesetzung über die Bretter des deutschen Theaters. Die vielen Schönheiten dieses ebenso Wir bringen den Genossen folgendes in Erfarbenreichen wie flangdifferenzierten Wertes lohnen innerung: Fahrkarten ab Ausgangsstation nach immer wieder seine Aufführung, die bei guter Be- Prag und retour lösen, die grüne Legitimation setzung der schwierigen und anspruchsvollen Haupt- muß an der Bahnkassa der Ausgangsstation den rollen zwei Stunden wirklichen Operngenusses ge- Stationsstempel erhalten. Nicht vergessen einen währt. Stapellmeister Steinberg, der die Oper 50 Heller- Stempel auf die Legitimation zu kleben. zum erstenmale dirigierte, hat diesmal auffallend Das Bundesmitgliedsbuch muß in Ordnung sein, viel Sinn für dynamische Feinheiten geoffenbart und keine Beitragsreste! Fahkrtkontrollmarke muß geden lammermusikmäßigen Ton ausgezeichnet feſtge- lebt sein! Die Genossen, die Samstag fahren, behalten, was den Solisten mehr als sonst hervor. geben sich sofort ins Quartier, Baumgarten, Mazutreten gestattete. Nur wird Herr Steinberg fünftig schinenpalaſt. Decken mitbringen, jeder hat einen noch mehr drängende Steigerung in die musikalischen Strohsack zur Verfügung. Die Genossen brauchen Höhepunkte des Werkes legen müssen, namentlich in nicht bis auf den Hauptbahnhof fahren, sondern können in Holleschowitz aussteigen, von dort ist es näher ins Quartier. Straßenbahnlinien von dort in 1 Dollar. 100 französische Frants. 100 Dinar.. 100 Benaös. 100 polnische 3loth 100 Schilling. Geld . 1350.797.05 Bare 1356.801.75 467.62% 470.62% 648.25 651.25 163.36 164.56 189.42% 190.82% 33.60 33.90 131.62 182.82% 59.12 59 62 587.25 375.590.25 378.473.87% 476.874 Danffagung. Gefahrloses Waschen empfindlicher Stoffe, Wolle, tung durch Verwendung von Schwanseifenfloden Seide, Spitzen, ist jetzt ohne umständliche Vorberei Ich fühle mich verpflichtet, auf diesem Wege, möglich, in deren weichem Schaume die feine Wäsche dem Herrn Doz. Dr. Robert Pamper1, Primaeingetaucht und durchgedrückt wird. So werden auch rius des Bezirkskrankenhauses in Komotau, für die, die zartesten Gewebe gründlich gereinigt, gleichzeitig an mir, auf die hervorragendste Weise, durchgeführte aber auch unbedingt geschont. 4923 Magen- und Darm- Operation, auf das herzlichste zu danken. Der Kampf gegen die Tradition. Es ist allgemein bekannt, daß vor der Ernte die Preise steigen. Im heurigen Jahre meldet das staatliche statistische Amt, daß der Aufwand auf eine Familie gegenüber dem Vorjahre um 9 Prozent gestiegen ist. Noch größere Preissteigerung haben Rohhäute erfahren d. i. um 25 Prozent im Durchschnitt gegen das Jahr burch einen radikalen Abverkauf der allernötigsten 1926. Dieser Tradition erklärt Bata den Kampf Schuhsorten zu Preisen die z. B. bei Damenschuhen über 40 Prozent niedriger sind. Arbeitersport. Wassersport. Herzlichen Dank auch dem Herrn Dr. Kettner, sowie allen übrigen Aerzten des Somotauer BezirksKrankenhauses für die ausgezeichnete Behandlung. Graupen, den 28. Juni 1927. 4926 Franz Lehnert. Allen Genossen und Genossinnen empfehlen sich zur Herstellun 4924a sämtlicher Drucksorten Quer durch Wien. Der Wiener Arbeiterschwimmverein veranstaltete am Sonntag sein alljährliches Quer durch Wien- Schwimmen. Die Veranstaltung hatte einen vollen Erfolg und brachte gegen 30.000 Zuschauer auf die Beine. Der genaue Einlauf war: 3. J. Rosenberger 49: 35: 4. J. Bernat 50:03: 5. A. Wichring 51: 37; 6. C. Herricht 51: 41; 7. 3alouder( Feuerwehr) 51: 48; 8. D. 2off 51: 56; 9. Jr. Männer: 1. Hummel 47:29; 2. S. Krakauer 47:34; Adam 52; 10. 2. Pattner 52:01. -Frauen: GARTNER CGMOM DOENBAC den großen Gesangszenen der Kriadne und ihrem Wechselgesange mit Bacchus am Schlusse der Oper; allen Richtungen. Auf die Rudfäde Namenszettel. 1. E. Schweiger 50:50; 2. H. Sobotka 52:04; auch mehr Sparsamkeit mit Ritartandis und Haltun Wertsachen nimmt man auf ein Fest nicht mit! Am 3. 5. Uit 52:31; 4. G. Brüll 52:41. Nachdem gen sei ihm empfohlen, damit der für Strauß Sonntag früh marschieren wir geschlossen zum fanden Rettungsschwimmen und Schauspringen statt. Musit typisch fließende symphonische Charakter nicht Stadion. Auskunftsstelle für Samstag in den Quarallzu viel gehemmt wird. In der Titelrolle der tieren, Sonntag am Stadion, Aufschrift der KanzAriadne war Frau Jich a neu; zwar hinderte sie lei: Auſfiger Verband. Näheres wird in Verbreitet den Sozialdemokrat... Gärtner& Co., Bodenbach a. E. 0000000 00000000000000000000 Herausgeber: Dr. Ludwig Czech. Verantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß. eine Kleine Indisposition an der vollen und freien den Quartieren bekanntgegeben. Die Zeitung Entfaltung ihrer prachtvollen Stimmittel in der Sozialdemokrat", welche als Festnummer erscheint, Höhe, aber im übrigen bot sie eine gesanglich und wird in unserem Quartier zur Ausgabe gelangen. darstellerisch vollkommene Ariadne, wie feine ihrer Sie enthält viel Wichtiges. Zu den Massenübungen Vorgängerinnen in dieser Rolle. Ganz hervor- muß jeder aktive Turner mitwirken, zu den Proben Druck: Deutsche Zeitungs- Aktien- Gesellschaft in Prag ragend war wieder die gesanglich beglückende Zer- pünktlich antreten. Verluste an Festabzeichen, ver- Für den Druck verantwortlich: Otto Solih, Prag.. Nordböhmische Druck- u.Verlags- Anstalt G. m. b. H. Großbuchdruckerel, Stereotyple. Buchbinderel, neueste Setz- und Gleẞmaschinen mit einer l'ages. leistung von 500.000 Buchstaben, Rotatlonsmaschinen mit einer Tagesproduktion von 250.000 Zeltungen. Fernsprecher Nr. 271 Postsparkassa Nr. 127.863.