Nr. 272. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28$ fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Bofts Abonnement: 3,30 Mart prc Quartal. Eingetragen in der Post Bettungss Preisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions Gebühe beträgt für die fechsgefpaltene Kolonels zelle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Rmf I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. wird. Aus England. Sonntag, den 20. November 1898. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. aber wenn Hinsichtlich der inneren Politit der jegigen Re- den hochrespektablen Carlton- Klub, den exklusivsten Klub der Tories, Catberlain's Rede wiber Rußland. Ein uneingelöstes Wahlversprechen. Sierung ist zu bemerken, daß Herr Chamberlain das Versprechen ein Trinkgeld von 1000 Pfd. Sterl. zahlte, während er die AufGin parlamentarisches Komitee des Unternehmerbundes. Reaktionäre Recht der unionistischen Partei, die allgemeine Altersverfiche- nahme felbst mit einem Lösegeld von 10000 Pfd. Sterl. in die iprechung gegen das Postenausstellen. Erfolge des Maschinenbauervereins. rung in diesem Parlament durchzuführen, für zur Zeit Kriegskasse der konservativen Partei zu erkaufen hatte. Ferner gab Einige neue Hooley- Skandale. uneinlösbar erklärte. Er leugnete, daß überhaupt von einem Herr Hooley dem besagten Sir William Marriott mehrere Monate London, den 17. November. verantwortlichen Politiker der Partei ein solches Versprechen gegeben vor dem Jubiläum der Königin einen Check für 50 000 Bfd. Sterl. Herr Joseph Chamberlain hat gestern und vorgestern vor Kon- worden sei, indeß die liberale Presse hat sofort festgestellt, daß( 1 Million Mart), um seine Erhebung zum Baron zu betreiben; die fervativen und liberalen Unionisten Manchesters geredet. Was er gerade der Führer der Partei im Unterhause, Mr. Balfour, Provision für dieses Geschäft sollte 10 000 Pfd. Sterl. betragen. hinsichtlich der auswärtigen Fragen gesprochen, wird Ihnen der im Wahlkampfe die Altersversorgung als einen Hauptpunkt Daraus wurde nun freilich nichts, die Hooley Gründungen Telegraph gemeldet haben, und ebenso, welche Aufnahme seine Rede des parlamentarischen Programms der Partei bezeichnet hat. Eine waren Lord Salisbury offenbar sehr anrüchig, in Paris gefunden hat. Herr Chamberlain ist ein parlamentarischer plausiblere Deckung für Herrn Chamberlain ist das negative Resultat die Sache so ganz außer dem Bereich der Möglichkeit Fechter ersten Ranges, und jedermann weiß, daß, wenn würde der sehr orientirte Sir William er der zur Untersuchung der Alterspensionsfrage eingefepten königlichen gelegen hätte, so recht fanft einsetzt, die Stiche und Hiebe wider seine Kommiffion, ein Resultat, zu dem der Widerstand der freien Hilfs- Marriott gar nicht erst den Check dem Oberorganisirer Gegner um so schärfer ausfallen. 06 er vorgestern ab tassen( Friendly Societies) gegen alle Vorschläge zu gunsten staat- der konservativen Partei, Mr. Middleton, übergeben und dieser ihn fichtlich nach dieser Methode verfuhr oder ein Opfer licher Altersversicherung in nicht geringerem Grade beigetragen hat, nicht drei Monate in Händen behalten haben. Natürlich leugnet feiner Gewohnheit geworden ist, jedenfalls behaupten Bariser Blätter, wie die Abneigung manchesterlicher Bourgeoisökonomen. Nach An- Sir William Marriott, daß die erwähnten 1000 Pfd. das Trinkgeld er habe eine verlegende Sprache gegen Frankreich geführt. Und es deutungen Chamberlain's dürfte nun das Problemi zunächst in der für die Einführung in den Carlton- Klub gewesen seien; fie sollen ist als sicher anzunehmen, daß, was er gestern über Rußland Form einer Verbesserung des Armengejekbes in Angriff ge- vielmehr die Bezahlung für sehr zeitraubende Geschäfte für Hooley fagte, von der Petersburger Preffe sehr übel vernommen werden nommen worden. Beiläufig zählen die eingeschriebenen freien Hilfs gewesen sein. Aber das Datum des Checks stimmt mit dem Datum fassen Englands nach dem neuesten Bericht des Registriramts rund der Aufnahme Hooley's in den Klub merkwürdig überein, und so Es war eine Wiederholung seiner bekannten Erklärung, daß, 4 Millionen Mitglieder und die Mitgliederzahl der nicht registrirten hat der verfrachte Spekulant für jeden Urtheilsfähigen die größere wer mit dem Zaren effen will. einen langen Löffel haben muß. Raffen wird auf nahezu ebenso hoch geschäßt. Man kann danach Glaubhaftigkeit für sich. Man sagt uns, wir sollen uns mit Rußland einigen. Schön, wir den politischen Einfluß dieser Kassen bemessen. " Ich mache die schmußigen Geschäfte für die konservative Bartei", haben Verträge mit Rußland gehabt.( Gelächter und Beifall.) Ich Mit dem großen englischen Unternehmerbund soll Marriott Herrn Hooley gesagt haben. Num, sauber waren die sage nicht, daß ein Vertrag mit Rußland unmöglich ist und ich kann zur Bekämpfung der Gewerkschaften, von dem vor Geschäfte mit dem sehr exklusiven Carlton- Klub und die Versuche fagen, daß wenn er möglich wäre, er wünschbar ist. Aber nach den einigen Monaten so viel geredet wurde, scheint es ebenso langsam der Erschacherung des Barontitels sicherlich nicht. Hinsichtlich der Erfahrungen, die wir gemacht haben, muß ich daran erinnern, daß zu gehen, wie mit der allgemeinen Streitkaffe, die Schwärmer über letzteren erzählt Herr Labouchere in der heutigen Nummer des fein Vertrag, den wir ich will nicht fagen mit Rußland, Nacht herstellen zu können meinten. Am Dienstag waren eine An- Truth", wo er den Liberalen vorhält, daß sie in diesem Punkt denn ich kann fast sagen mit irgend einer Wacht schließen zahl von Unternehmern oder Delegirten von Unternehmerverbänden den Konservativen nichts vorzuwerfen hätten, eine kleine„ Geschichte mögen, dauernden Bestand haben kann, wenn es nicht im in London unter dem Vorsitz des Garl of Wemyß zur Berathung ohne Namen", die ich aus dem Gedächtniß hier wiedergebe. Interesse beider Theile liegt, ihn aufrecht zu erhalten, zusammen, aber das Ergebniß ihrer Berathung war nicht jener Ein wohlhabendes Mitglied einer der beiden großen Parteien wird oder der eine Theil start genug ist, seine Erhaltung zu erzwingen. fürchterliche Bund, sondern ein kleines parlamentarisches Komitee, von einem Geschäftsführer der Partei um einen mehrtausend Wir bedürfen eine bessere Gewähr für die Aufrechterhaltung der das, ähnlich wie das parlamentarische Gewerkschaftskomitee, Gefeßze pfündigen Beitrag in die Parteitasse ersucht, er werde ihm dafür die Politik der offenen Thüren als einen papiernen Bertrag." Folgt im Interesse seiner Klienten( Schutz der Arbeitswilligen, des freien Erhebung in den Freiherrnstand auswirken. Der Betreffende verder Hinweis auf Japan, die Vereinigten Staaten und Deutschland Arbeitskontraktes 2c.) betreiben soll. Ein verhältnißmäßig harmloses steht sich zum Opfer an das Vaterland, lehnt aber den Freiherrn als diejenigen Länder, die mit England in Ostasien die gleichen Vergnügen, das nur dazu beitragen wird, die organisirten Arbeiter ab. Wie er abends nach Hause kommt, sagt er seiner Frau: Du und ihre Vertreter zu doppelter Wachsamkeit anzuhalten. tannſt es als eine Genugthung betrachten, ich habe darauf vers Das ist mit bezug auf Rußland eine Sprache, wie sie in gleicher Die Gefahr reaktionärer parlamentarischer Gesetzgebung ist in sichtet, daß Du in Zukunft mit Wylady angesprochen werden follſt. Deutlichkeit keiner der leitenden Politiker bisher geführt hat. Alle England sehr gering, dagegen ist die Gefahr reaktionärer Worauf die trockene Antwort erfolgte:" Ich würde es als eine ondern Redner der letzten Wochen, ob konservativ oder liberal, haben e jetesanwendung immer vorhanden. Gerade jetzt wieder Genugthuung betrachten, wenn Du nicht darauf verzichtet hättest." fich um eine offene Erklärung über die Beziehungen mit Rußland fordert ein Gerichtsbeschluß gegen Mitglieder einer relativ fleinen Labouchere, der mit all seinem Nadikalismus unerbittlicher Gegner herumgedrückt; ausgenommen einige Whigs vie der Herzog Gewerkschaft, des Vereins der Feinlederarbeiter, die Aktion der Ge- des Frauenstimmrechts ist, verfehlt nicht, die Moral aus der Ges von Bedford, der es für lächerlich erklärte, sich mit Rußland wegen werkschaften heraus. Es handelt sich um das Recht des Posten schichte zu ziehen. Indeß spricht sie eigentlich auch nicht sehr für das China zu überwerfen; diesem galt die obige Antwort. Auch die ausstellens bei Streifs. Posten der genannten Gewerkschaft sind Männerstinimrecht. große Mehrheit der Zeitungen ist einer Stellungnahme gegenüber wegen Störung des Geschäftsbetriebes eines mit ihr in Streit Rußland vorsichtig ausgewichen. Selbst die Nachrichten aus Nuß- liegenden Unternehmers bestraft worden, obwohl ihnen weder land und über russische Bewegungen in der Mandschurei waren über- Störung des Straßenverkehrs, noch Bedrohung von Arbeitswilligen aus dürftig. Herr Chamberlain hat die Stage aus dem Sad gelassen. auch nur vorgeworfen wurde. Lediglich die Thatsache des PostenBerlin, den 19. November. Denn wie scharf auch seine Zunge, so, wie hier zitirt, würde er stehens und die Aushändigung von Flugblättern an die NichtDer Eintritt Amerika's in das Konzert" der euronicht gesprochen haben, wenn nicht wirkliche Verstimmung zwischen streikenden bildete den Thatbestand ihres Vergehens. Der Verein London und St. Petersburg herrschte. Wir sind nicht sicher", fagte will den Fall bis in die höchsten Justanzen durchlämpfen und fordert, päischen Großmächte wird in allen einfichtsvollen Organien er unmittelbar vor dem zitirten Saz,„ daß nicht irgend jemand ver- da dies in England eine sehr theure Sache ist, die Gewerkschaftswelt der öffentlichen Meinun in den verschiedenen Ländern als suchen wird, die Thür( in Ostafien) zuzuschlagen". Dieser irgend zu Beiträgen für diesen Zweck auf. das weitaus wichtigste politische Ereigniß der neuesten Zeit jemand" ist danach kein anderer als Rußland, auf dessen ebenso Sonst ist aus der Gewerkschaftswelt zu melden, daß bezeichnet. In einem längeren Leitartikel legt der Pariser zielbewußte und zähe verfolgte, wie zaubernd und mit zweideutigen der Verein der Maschinenbauer neuerdings wieder eine" Temps" dar, wie das alte Europa durch das plötzliche ErRedensarten durchgeführte asiatische Politik John Bull mit dem Reihe kleinerer Erfolge durchgesetzt hat. So hat er u. a. in scheinen des jungen Riesen so verdugt worden ist, daß es zu größten Mißtrauen blidt. Die große Seelenruhe, mit der Rußland Sheffield für seine Mitglieder eine Lohnerhöhung von zwei den Friedensverhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten Den nach Niutschwang vorgesezten Fuß zurüdgezogen hat, stieß Schillingen die Woche durchgesetzt, während die Unternehmer von der und Spanien Verhandlungen, welche nicht blos bas äußerlich gewiß vortheilhaft ab von dem pathetisch jammernden Ge- Gewerkschaft erreichten, daß die Forderung auf Herabsetzung der bahren, mit dem die Franzosen den Rückzug des Majors Marchand Arbeitszeit von 54 auf 53 Stunden die Woche zurückgezogen wurde. europäische Gleichgewicht, sondern das Weltgleichgewicht aus Faschoda begleiten, beunruhigt aber viele Engländer weit mehr Ein anderer, schon vor einigen Monaten erzielter Erfolg des Vereins vollständig verschieben, fein Wort zu sagen magt. als jenes. Marchand und Genossen drohen, sie kommen zurück, aber ist, daß die Unternehmer sich bereit erklärt haben, die bezahlten Dieses Schweigen, das in den Machtverhältnissen seine fie werden das Widerkommen aller Wahrscheinlichkeit nach bleiben ständigen Distrikts Organisatoren der Gewerkschaft( organising sehr guten guten Gründe bildet allerdings ein sehr lassen. Rußland droht nicht, aber es kommt wieder. delegates") als berufene Vertreter der Arbeiter bei lokalen Be- beredtes Zeugniß für den Respeft, welchen Europa vor rathungen anzuerkennen, was sie früher stets abgelehnt hatten. In der Neuen Belt hat. Die Frage, ob die Vereinigten diefem scheinbar nur formellen Zugeständniß liegt mehr, als auf den Staaten ihr stehendes Heer und ihre Flotte jetzt dauernd berersten Augenblick erscheint. Interessen hätten. Ueber Deutschland drückte sich Chamberlain ſehr viel vernünftiger aus wie in früheren Jahren, und was er über die Vereinigten Staaten fagte, ist nur die Wiederholung unzähliger Freundschaftserklärungen, die feit einem Jahre von hüben und drüben zum besten gegeben werden. Wie John Burns legten Sonntag vor einem großen Arbeiter- Meeting in Battersea, erklärte er den Bund der anglosächsischen Völker für eine der stärksten Friedenskombinationen der Welt. Wir wollen's abwarten. = Die Liquidation des Bankrotteurs Sooley bringt immer neue Standale an den Tag. In der letzten Liquidationsfizung gestand Herr Hooley, daß er einem der bekanntesten Mitglieder der konservativen Partei und Pankenschläger der PrimelnLiga, Sir William Marriott, für die Betreibung seiner Aufnahme in Politische Mebersicht. hat, größern werden oder nicht, ist eine sehr nebenjächliche. Das bedeutende ist, daß sie jeden Augenblick eine kolossale Landund Seemacht sich beschaffen können, und daß sie über Machtquellen verfügen, denen kein Staat des europäischen Festlandes auch nur annähernd ähnliches an die Seite zu Berliner November vor 50 Jahren. Der Krone zur Erlassung der eben verlesenen Botschaft gerathen leisten, wenn man es wagen sollte, die Rechte des Volkes in Es ist nur noch wenig von dem Berlin des Jahres 1848 zu erzählen und dieses Wenige ist nicht erfreulich. Die junge Saat der Völkerbefreiung, die im März hoffnungsfreudig empor geschossen war, wurde im Spätherbst von den schweren Reiterstiefeln der Reaktion erbarmungslos niedergetrampelt. Es wurde hier schon erzählt, wie die preußische Reaktion all mälig wieder in die Höhe gekommen war. Jezt war die Zeit gekommen, wo die füße Nache genoffen werden konnte für den 19. März, als man den König gezwungen hatte, barhäuptig die gefallenen Vollstämpfer zu grüßen. aufzulösen. Sie erachtet diejenigen verantwortlichen Beamten, welche Arbeiter Berlins sind bereit und gerüstet, Eurem Rufe Folge au haben, nicht für fähig, die Regierung des Landes zu führen. Viel- seinen Vertretern zu verletzen. Sie bieten Euch ihren Arm mehr hält sie dafür, daß dieselben schwerer Pflichtverlegung gegen das Land und gegen die Versammlung sich schuldig gemacht haben. Den Präsidenten bevollmächtigte man, die Versammlung in jedes ihm passend erscheinende Lotal einzuberufen. Die Versammlung war, als sie dem Befehl des Königs nicht nachgekommen war, in ihrem vollen Recht gewefen. Selbst wenn man die Märzrevolution als nicht völlig stiegreich und die Nationalversammlung nicht als souverän betrachtete, sondern die Theorie der Vereinbarung zwischen der Krone und dem Rolfe gelten ließ, so war die einseitige Verfügung des Königs eben keine„ Vereinbarung", sondern ein Staatsstreich. und ihr Herzblut gegen jeden Feind, der Hochverrath üben wollte an Euch und den Freiheiten des Volkes." Aber die Mehrheit der Versammlung wollte um jeden Preis einen bewaffneten Zusammen stoß verhindern, und so sagte denn Herr v. Unruh, der Präsident der Versammlung: das Parlament fei weit entfernt, diese Männer, deren Kraft und deren Blut dem Vaterlande gehört, zu veranlassen oder auch nur zu dulden, daß sie zur unrechten Zeit und am un rechten Orte diese dem Vaterlande gewidmeten Kräfte aufopfern. Schließlich war es dem Bürgerthum doch wohl etwas unbehaglich bei dem Gedanken an ein organisirtes und bewaffnetes Proletariat. Am 9. November präsentirte sich der im föniglichen SchauspielSo verzichtete man denn darauf, der Neaktion hart auf hart haus auf dem Gendarmenmarkt tagenden Nationalversammlung das Aber was galt das schöne theoretische Recht gegenüber der realen entgegenzutreten. Draußen auf dem Gendarmenmarkt wurden mittler neu gebildete Ministerium Brandenburg und verkündete zugleich eine Macht der Bajonette und Kanonen! Unter dem Oberbefehl des weile die aus Infanterie, Kavallerie und Artillerie bestehenden tönigliche Botschaft, wonach die Nationalversammlung nach Branden- Generals Wrangel wurden große Truppenmassen nach Berlin zusammen- Schlachthaufen geordnet. Zwischen den Bürgerwehr- Kommandanten burg an der Havel verlegt werden sollte, um ihre Berathungen gezogen. Am 10. November zogen sie mit flingendem Spiel nachmittags Nimpler und dem General Wrangel, beide an der Spitze ihrer Truppen, bor Demonstrationen durch aufgeregte Volkshaufen und Ein- in die Stadt. Vor dem Sigungshause der Boltsvertretung hatten sich fand eine Art homerischen Wortgefechts statt. Der General erklärte schüchterungen zu schützen". Die Nationalversammlung sollte sofort auf Verlangen derselben mehrere Bataillone der Bürgerwehr aufgestellt. schließlich: und wenn er acht Tage auf dem Plage bleiben sollte, geschlossen und bis zum 27. November vertagt werden. Graf An die Bürgerwehr war zwar die Aufforderung gerichtet worden, daß sie er ginge nicht eher, als bis die Abgeordneten das Haus verlassen Brandenburg fügte hinzu, daß die Botschaft den sofortigen die Versammlung nicht mehr als Nationalversammlung anerkennen hätten. Er würde niemand mehr in das Sigungslokal hinein, jeden Schluß der Berathungen befehle und daß er gegen jede und ihren Zusammentritt verhindern solle. Diese Aufforderung des Lortsetzung derselben im Namen des Königs protestire. Ministeriums und des Polizeipräsidiums wurde jedoch vom KomDie Minister entfernten sich aus dem Saal und 78 Abgeordnete der mandanten der Bürgerwehr zurückgewiesen, weil die Bürgerwehr geRechten folgten ihnen. Die große Mehrheit, beinahe dreihundert seßlich verpflichtet sei, die verfassungsmäßige Freiheit und die gesetzAbgeordnete, blieb aber zurüd. liche Ordnung zu schützen, nicht aber sie zu verlegen. dagegen hinaus lassen. Infolge dieser auch dem Präsidenten der Bersammlung überbrachten Erklärung wurde vom Präsidium feſte gestellt, daß die Militärgewalt eingetreten sei. Die Versammlung beschloß, der Gewalt zu weichen, und zog gemeinsam mit der Bürgers wehr vom Plage ab. Das Schauspielhaus wurde sofort von den Truppen besetzt. Das Parlament war außer sich wegen dieser Frechheit der Im Schauspielhause selber hatte man so ziemlich den Kopf verReaktion. Von den Gallerien wurde unaufhörlich herunter ge- loren. Man war bereits seit 5 Uhr morgens versammelt und berieth Die weiteren Schläge ließen nun nicht auf sich warten. Am 11. schrieen:„ Verhaften! Verhaften!"- nämlich die staatsstreichslustigen hin und her, was gegenüber der liebevollen Regierung, wurde durch königliche Verordnung die Bürgerwehr aufgelöst, Minister. Aber das war der Versammlung doch zu grob. die ihre Soldaten vor dem Sigungshause aufmarschiren ließ, weil sie sich der von ihr verlangten Schergendienste geweigert unb Sie begnügte sich, den folgenden Beschluß zu faffen:" Die zu unternehmen sei. Aus vielen Voltstreisen tamen anfeuernde Zus die Boltsvertretung nicht auseinandergetrieben hatte. Am 12. wurde Nationalversammlung hat für jetzt keine Veranlassung, den Sig stimmungserklärungen an die Nationalversammlung. So forderten der Belagerungszustand über die Stadt verhängt. Wrangel ver ihrer Berathungen zu verlegen, sondern wird sie in Berlin fortsetzen. beispielsweise die organisirten Arbeiter Berlins, das Berliner ordnete: Alle Klubs und Bereine zu politischen Zwecken sind ges Sie kann der Krone nicht das Recht zugestehen, die National- Bezirkskomitee für deutsche Arbeiterverbrüderung", die Versammlung schloffen. Bei Tage darf keine Versammlung von mehr als zwanzig. versammlung wider deren Willen zu verlegen, zu vertagen oder zum bewaffneten Widerstande auf. In der Adresse hieß es:„ Die bei Nacht teine von mehr als zehn Personen stattfinden. Alle Wirths werden. die Tegen bermag. Der Temps" meint, auch für England seien haftig, unsere Gegner müssen sich in ihrem Besitz und in ihrer verurtheilt gewesen. Doch dies alles ist Nebensache. Mag jemand die Vereinigten Staaten zu mächtig; augenblicklich sei ihm Macht recht unsicher fühlen, wenn sie nach derartigen Gewaltmaßregeln sogar viel mehr und höhere Strafen erlitten haben Amerita ja ein willkommener Bundesgenosse oder Freund, lüstern find. Verweigerung der Aufnahme in den preußischen Unterthanenallein bald werde es ein gefährlicher Rivale Englands Herr Bödiker, der frühere Präsident des Reichs- verband ist eine objettive Ungeseglichkeit. Versicherungs- Amtes, hat soeben Vorschläge zur Reform Die grundlegenden Bestimmungen des Artikels 3 der der Arbeiter- Versicherung veröffnetlicht. Oder vielmehr, er hat die Reichsverfassung über das gemeinsame Indigenat aller Vorschläge wiederholt, die er bereits im November 1895, jedoch erfolglos, der Sachverständigen- sNommission im Reichsamt des Reichsangehörigen können nicht durch noch so kunstvolle AusInnern unterbreitete. legungen der Bestimmungen über Aufenthaltsbeschränkungen Leipzig) aufmerksam gelesen, müssen jedoch offen bekennen, daß sie Wir haben die Schrift( Die Reichs- Versicherungs- Gesetzgebung, an bestimmten Orten über den Haufen geworfen werden. Die vorgesetzte Behörde des Erfurter Regierungs- Präuns auf das äußerste enttäuscht hat. sidenten wird gut thun, denselben schleunigst auf die Ungesetz lichkeit seines Verfahrens aufmerksam zu machen. Ein gefährlicher Rivale ist es schon jetzt, aber nicht auf weltpolitischem, sondern auf weltwirtschaftlichem Gebiet. Diefe Rivalität wird jedoch von der politischen Annäherung der zwei Staaten aneinander gar nicht berührt- oder höchstens in einem für England vortheilhaften Sinne. Denn die Folge der politischen Annäherung wird wohl eine Milderung der amerikanischen Hochschutzzoll- Politik sein- eine Maßregel, die hauptsächlich England und in zweiter Linie erst Deutschland zu gute käme. " " Herr Bödiker faßt, von formellen Organisationsfragen abgesehen, hauptsächlich zwei Reformen der Alters- und Invaliden. Versicherung ins Auge: * * Deutsches Reich. Reaktionspläne und kein Ende! Als ob es noch nicht als Arbeitgeber für die Invalidenversicherung in betracht. Wer wollte eine die Versicherungspflicht an des Bezuges der Altersrente und Verkehr. " = Was aber den ökonomischen Wettbewerb auf dem Welt durch ein Umlageberfahren, ähnlich wie bei der UnfallDie Beiträge sollen anstatt durch das ewige Markenkleben Eine Novelle zur Zivil- und Strafprozeßordnung ist dem markt betrifft, so besteht er vornehmlich für Ostasien, und dort versicherung aufgebracht werden. Der Bedarf für die Zahlung von Bundesrath zugegangen, welche, entsprechend einem in der letzten ist noch auf Jahrzehnte hinaus Platz für England und Alters- und Invalidenrenten ist alljährlich festzustellen und nach Session des Reichstages angenommenen Antrage, die Ersetzung der Amerika, ohne daß beide aneinander zu stoßen haben. Und Maßstab der von den Einzelunternehmern gezahlten Löhne oder des Vorbereidigung durch den Nacheid bezweckt und die Begerade dort, an dem entscheidenden Bunfte der Weltpolitik, abgeschätzten Lohnbedarfes" auf alle betheiligten Arbeitgeber zu strafung falscher, nicht beschworener Aussagen vorschlägt. sind sie durch die Gemeinsamkeit des Interesses an der Politik repartiren, die dann die Hälfte wiederum ihren Arbeitern anrechnen Zur Invalidenversicherungs- Novelle. Gegenwärtig unterdes offenen Thores" gegenüber der russischen Ab- tönnen. liegen der Versicherungspflicht auf grund des Invalidenversicherungssperrungspolitik fest miteinander verbunden. Die unzähligen Kleinbetriebe, die Dienstherrschaften, die Gejeges auch solche Personen, welche eine AltersEmpfänger sogar vorübergehender Dienstleistungen" fommen alle rente beziehen, sofern sie trotz des Bezuges der Altersrente sich Beschäftigung genug wäre mit der Androhung des Zuchthaus Gesetzes, ihren Lohnbedarf" jährlich abschätzen und nach einem so gewonnenen ausüben. Die hieraus sich ergebende Beitragspflicht ist den Be finnt die Unternehmerpresse auf weitere Einengungen der Lohnkataster die umlegung des jährlichen Gesammtbedarfes voll- theiligten vielfach unverständlich, entspricht auch nicht in allen Fällen Koalitionsfreiheit. Vor allem ist es ihnen ein Dorn im ziehen? der Billigkeit. Die Novelle zum Invalidenversicherungs- Gesez schlägt Auge, daß den Arbeitern in staatlichen Verkehrsanstalten, in der Nach der Zahl und der Höhe der Beitragsmarken richtete sich daher vor, den Altersrenten- Empfängern in gleicher Weise wie bisher Eisenbahn-, Post- und Telegraphenverwaltung das nämliche Recht bisher die schließlich erzielte Rente des Arbeiters. Fällt die schon den Empfängern von Pensionen, Wartegeldern 2c. oder Unfallder Vereinigung zustehe wie den Arbeitern in Industrie, Handel Beitragsmarte, so fällt natürlich auch diese Grundlage der Renten- renten die Befugniß zu geben, nach ihrer Wahl aus dem PflichtEs wird z. B. in der Münchener Allgemeinen abstufung. Hier hilft sich nun Herr Böditer, indem er zunächst ohne verhältniß auszufcheiden. Zeitung" dargelegt, daß der Schaden, der hieraus er jede Weiterung stets eine Minimalrente bewilligt sehen will: wer wachsen tönnte, so unermeßlich Zwischen dem deutschen Reichskanzler nnd dem Nordfet, daß er unter Um- den an keine Form gebundenen Nachweis führt, in den letzten deutschen Lloyd in Bremen ist behufs, Ausführung der Novelle zu ständen nicht wieder gut gemacht werden könnte. Von Seiten 5( vielleicht auch 3) Jahren vor dem Nentenanspruch als Arbeiter dem Post dampfer- Gesez ein Vertrag abgeschlossen worden, der Reaktion plant man daher nach dem Vorgehen der italienischen thätig gewefen zu sein, erhält als Mann 12 M., als Frau 9 M. Ser am 1. April 1899 an stelle der früheren Verträge tritt und bis Regierung ein regelrechtes Attentat auf die Koalitionsfreiheit dieser monatlich Grundrente. Arbeiterkategorie. 1914 in fraft bleibt. Danach ist der Lloyd in Fortsetzung und ErUnseres Erachtens hat die Erfahrung mit den Uebergangs- weiterung der bisherigen Vereinbarungen zum Unterhalt einiger In Italien wurde von der Abgeordnetenkammer vor einigen bestimmungen des heutigen Gefeßes bewiesen, daß nicht einmal diese ostasiatischer und australischer Bost da mpfichiff Linien ver Monaten ein Gesetz angenommen, dessen hauptsächliche Bestimmungen 5( oder 3) Jahre der Arbeitsstellung jederzeit so leicht schwarz auf pflichtet. Der Vertrag enthält auch eine Anzahl neuer Bestimmungen. sich dahin zusammenfassen lassen: Die Angehörigen der Armee und weiß festzustellen find. Um nicht ganz und gar auf eine ungenügende o ist nach Artikel 14 der Sohlenbedarf ausschließlich durch deutsches Marine, die zum Personal der Eisenbahn, der Telegraphie und der und schablonenhafte Grundrente feftzufahren, sollen die Renten Erzeugniß zu deden; nach Artikel 17 ist ein Verkauf oder eine miethBost gehören, fönnen so oft und auch so lange Zeit die Regierung steigen- je nachdem der Berechtigte für immer längere und längere weise Ueberlaffung der Postdampfer an eine fremde Macht nur mit es für nöthig hält, zum Militärdienst einberufen werden, wobei sie Jahre vollständige, lückenlose Arbeits und Lohns jedoch nach wie vor ihre Dienstobliegenheiten zu versehen haben. Die bescheinigungen beizubringen vermag! Das Reichs: Genehmigung des Reichskanzlers gestattet. Nach Artikel 26 ist der ReichsEinberufenen beziehen ihre Gehälter fort, ohne Berechtigung zu Versicherungsamt liefert die Formulare dazu, in die also, wenn fanzler befugt, landwirthschaftliche Erzeugnisse, die mit denen der irgend einer Zulage aus den Mitteln der Heeresverwaltung; sie sind der Blan überhaupt durchdacht ist, nicht nur ein Arbeit deutschen Landwirthschaft tonfurriren, von der Einfuhr durch die den Militärgesetzen unterworfen, bleiben aber an die Vorschriften geber nach dem anderen die Dauer und die Bezahlung jedes Säfen auszuschließen. Nach Artikel 27 haben deutsche oder für Reichs- Postdampfer nach deutschen, niederländischen und belgischen ihrer Dienstreglements gebunden. Dieses Geses wurde angenommen, Arbeitsverhältnijjes einzutragen hätte, sondern die noch fortlaufend Deutschland bestimmte Güter, bei gleichzeitiger Anmeldung mit aus um den Angestellten in staatlichen Verkehrsanstalten jede Möglichkeit amtlich zu prüfen und zu bescheinigen sein würden. Wenn das ländischen, den Vorzug in der Beförderung. Nach Artikel 31 dürfen und an hätte, bie zu nehmen, ihre wirthschaftliche Macht zur Befferstellung ihrer nicht das Arbeitsbuch ist, das man im Anfange der farbige Mannschaften auf den australischen Hauptlinien überhaupt eigenen Lage zu verwerthen. Jede Lohnbewegung, jedes Gefühl Arbeiterversicherung so sehr fürchtete und bekämpfte, fo wiffen wir nicht, auf der chinesischen und der japanischen Hauptlinie aber mir farbige Mannschaften auf den australischen Hauptlinien überhaupt der Unzufriedenheit soll durch das Gesetz im Keime erstickt werden. überhaupt nicht, wie ein Arbeitsbuch noch aussehen soll. Alsbald wenn sich eine Bewegung bemerkbar macht, treten die im Wir find wahrhaftig nicht undankbar für Reformvorschläge auf für den Dienſt in den Maschinen- und Kesselräumen insoweit verGesek ausgesprochenen Maßregeln ins Leben, und es bildet sich eine diesem Gebiete, mögen sie fommen, von welcher Seite sie wollen, wendet werden, als die Verwendung europäischer Mannschaften aus Militärdirektion für den Eisenbahndienst, sowie eine für den Bost- und Indeß, die Quittungsmarken zu beseitigen, um die unter gesundheitlichen Rückſichten unthunlich ist. Die regelmäßigen Fahrten Telegraphendienst. Beide bilden nach den Ausführungsbestimmungen nehmer von der Klebepflicht zu befreien, und dafür den auf der neuen japanischen Hauptlinie müssen, spätestens im April einen integrirenden Bestandtheil des Kriegsministeriums und find Arbeitern die Bürde zuzuwälzen, daß sie ihr ganzes Leben hinmaßgebend für die Disziplin des einberufenen Personals und die durch, bei jedem Stellenwechsel, lästige und sogar mißbräuchliche und Die Innungsschwärmer haben bis jetzt recht wenig Ursache, Regelmäßigkeit des Dienstes. Die einberufenen Beamten werden als gefährliche Bescheinigungen fordern und sammeln müssen für Nes über ihre Erfolge mit dem neuen Handwerkergesetz besonders erfreut im Dienst unter den Waffen stehend betrachtet und sind zur strengsten formen folcher Art bedanken wir uns allerdings. zu sein. Nun sie ihre Wünsche zu einem nicht unerheblichen Theile Erfüllung aller Dienstverrichtungen verpflichtet, die ihnen nach ihren burchgesezt haben, müssen sie es erleben, daß die Mehrzahl der Verwaltungsreglements obliegen. Eine Unterminirung der Reichsverfassung versucht Handwerker sich gegen die sogenannten Freien 3wangs. Sie erhalten je nach ihrer Stellung in der Verwaltung eine bestimmte Charge, wofür besondere das Regierungspräsidium von Erfurt. Es geht uns aus 3nnungen" erflärt. So haben sich in Kiel, wie uns von Tabellen entworfen sind. Diese reichen vom Gemeinen bis zum Erfurt folgende telegraphische Mittheilung zu: dort geschrieben wird, die Schuhmacher mit 120 gegen Oberst. Wer in der Armee bereits eine höhere Charge bekleidete, Der Redakteur der" Tribüne" Schulz, gebürtig aus Bremen, 75 Stimmen, die Klempner mit 27 gegen 21 Stimmen gegen als ihm innerhalb der Beamtenhierarchie zusteht, behält jene erfuchte am 21. Juli d. J. um Aufnahme in den preußischen die Errichtung einer Zwangsimmung ausgesprochen, während die bei. Die Einberufenen tragen ihre ihre Beamten- Uniformen Staatsverband. Jezt nach vier Monaten! erhält Schulz Tischler Stiels mit 80 gegen 20 Stimmen die Errichtung der weiter und legen dazu die Kragensterne als Zeichen des aktiven ablehnenden Bescheid. Als Grund wird angegeben: Swangsinnung beschlossen haben. Die Schuhmacher NeuDienstes, sowie eine Armbinde an. Sie sind verpflichtet, auch außer Schulz sei mehrmals bestraft und nach Gesetz vom 31. Dez. 1842 münsters haben ebenfalls die Einführung einer Zwangsinnung Dienst Uniform zu tragen; für Dienstversäumniß treten die Straf- ein für die öffentliche Sicherheit oder Moralität gefährlicher abgelehnt. Aehnlich laufen die Dinge fast liberall. Die Innungs androhungen der Verwaltungsreglements, für Vergehen gegen die Mensch". Deshalb sei die Landes- Polizeibehörde befugt, ihm brüder sind aber weit davon entfernt, daraus den allein richtigen Disziplin die Militärgejete in fraft, wer vom Verkehrsdienst den Aufenthalt in Erfurt zu untersagen. Von der Ausweisung Schluß zu ziehen, daß die Mehrzahl ihrer Kollegen von den Zwangs suspendirt wird, muß bei dem nächsten Truppentheil Dienst thun, wolle man zwar bis auf weiteres Abstand nehmen, dagegen sehe inmungen nichts wissen will, sondern sie begehren weiteren Zwang, wer seinen Dienst eigenmächtig verläßt, wird als Deserteur man sich nicht veranlaßt, die Aufnahme in den preußischen Staats- fie schreien nach obligatorischen Zwangsinnungen. behandelt. verband zu gestatten." 1899 beginnen. 13 Eine Zentralftelle für den gesammten Viehhandel soll, wie eine Konferenz der Vorsitzenden aller Landwirthschafts fammern beschlossen hat, errichtet werden. Diese soll, abgesehen von statistischen Zweden, durch Vertrauensmänner in jedent Streife Was in Italien schon Gefeß ist, wird nunmehr auch in Deutsch Unser Parteigenosse Schulz ist einmal zu 14 Tagen Ge land als Gesetz angestrebt. Wenn wir zwar nicht annehmen, fängniß wegen Aufreizung verurtheilt worden, welche Aufdaß der jezige Reichstag fich geneigt zeigen wird, derart rück- reizung er durch Rezitation eines Herwegh'schen Gedichtes ständige Bergewaltigungen großer Arbeiterkategorien vorzunehmen, begangen haben soll. so zeigt doch schon die bloße Absicht, wie weit fich die Reaktion präsidium ihn deshalb als„ einen für die öffentliche Sicher in genossenschaftlichem Wege regeln. Diese Zentralſtelle heute im Deutschen Reiche vorwagen tann. Unsere Arbeiter in den heit und Moralität gefährlichen Menschen" ansieht, so wird erbaut in Berlin einen Mager- Bichhof, dessen Ueberſchiffe mit bazu genannten staatlichen Betrieben haben bis heute von ihrer Koalitionsfreiheit so gut wie gar nicht Gebrauch gemacht, sie haben die löbliche Behörde mit dieser seltsamen Anschauung sicher der Kosten der Zentralstelle wird aus dem Ertrage des Kommissionsfich, vom Standpunkt eines König Stumm, so mustergültig geführt, isolirt dastehen; die große Mehrheit des deutschen Volkes geschäfts an den Vichhöfen bestritten. Durch den Mager- Viehhof daß man nicht verstehen kann, warum gerade diesen Arbeitern mit denkt über derartige Strafen ganz anders. Außerdem ist wird a) der Verkehr zwischen Züchter und Mäfter erleichtert, b) ber einem Male ihr bischen Koalitionsrecht geraubt werden soll. Wahr- Schulz wegen Majestätsbeleidigung zu zwei Monaten Gefängniß häuser find um 10 Uhr abends zu schließen. Blatate, Beitungen und andere Schriften dürfen mir dann gedruckt werden, nachdem das Polizeipräsidium die Erlaubniß dazu ertheilt hat. Damit waren denn die wesentlichsten Märzerrungenschaften, Preßfreiheit und Versammlungsfreiheit, aufgehoben. Die mißliebigen Organe wurden sofort unterdrückt. das heißt unsere von Gott eingesetzte Obrigkeit zu sein, die Pflicht des Gehorsams gegen ihn und insbesondere die Pflicht der Fortentrichtung der gesetzlichen Steuern an die dazu bestellten königlichen Behörden für jeden katholischen Christen eine unzweifelhaft heilige Gewissenspflicht ist, nach dem ausdrücklichen Ausspruche des Herrn, da er auf die gleiche Anfrage entscheidend antwortete: Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist," und nach der Ermahnung des Apostels: Gebet aljo jebem das Schuldige, Steuern wem Steuern, 8oll wem Boll, Ehrfurcht wem Ehrfurcht gebührt." slo? p verwendet werden, die Kosten der Bentralstelle zu decken. Ein Theil Magerschweine- und Gänsehandel vom Rummelsburger Markt entfernt, c) der Handel mit frischmilchenden Rühen und mit mageren Hammeln für Produzent und Konsument erleichtert. Die Polonifirung Ostpreußens dürfte, wenn den Wünschen der oftelbischen Junker gemäß verfahren wird, recht flott von statten gehen. In der Generalversammlung des o st preußischen Landwirthschaftlichen Zentralvereins wurde nach lebhafter Debatte mit großer Majorität der Antrag angenommen, der Zentralverein wolle in geeigneter und nachdrücklicher Weise dahin wirken, daß es gestattet werde, russisch polnische Arbeiter hier ießhaft zu machen". In der Bevölkerung nicht nur Berlins sondern vieler preußischer Landestheile erhob sich ein Sturm der Entrüstung, Vielfach wurde beschlossen, bewaffnet gegen Berlin zu ziehen. Aber die National versammlung wies alle solche Anträge zurück. Sie versuchte zwar, Nun, die Steuern wurden also so gut wie überall bezahlt, und Zum Teufel mit der Schwärmerei für das Germanenthum, wenn ihre Berathungen im Schüßenhause, im Saale der Stadtverordneten die Sigung vom 15. war die letzte der preußischen Vereinbarungs- der Geldbeutel darunter leidet. Darum: Her mit den billigen Polen! und an anderen Orten fortzusehen, aber immer wurde sie durch das versammlung in Berlin gewesen. Auch in Brandenburg kam keine Bum fliegenden Gerichtsstand der Preise. Gegen unseren heranrückende Militär vertrieben. Dabei ging es, wie manche vernünftige Berathung zu stande. Zum 27. November, dem an- Parteigenossen Landtags- Abgeordneten Joh. Scherm in Nürn Abgeordnete gerührt erzählten, ganz glimpflich und höflich zu, und gesetzten Eröffnungstage, hatten sich ungefähr 150 Mitglieder, also berg wurde in feiner Eigenschaft als Medakteur der Deutschen Der feinem der widerspenstigen Vollsvertreter wurde ein haar gefriimmt. feine beschlußfähige Bahl, dort eingefunden. Man wartete von einem Metallarbeiter Beitung" von einem Fabrikanten in Saalfeld BrivatDiese Höflichkeit hinderte aber nicht, daß dem„ Klub Unruh", wie Tage zum anderen auf neue Antömmlinge und berieth über die flage wegen Beleidigung durch die Presse beim Amtsgericht Sa aldie Nationalversammlung von der Reaktion genannt wurde, definitiv Einberufung der Stellvertreter, ohne zu einem rechten Beschlußfeld angestrengt. Scherm erhob sofort nach Bustellung der Anklage das Lebenslicht ausgeblasen werden sollte. fommen zu können. Endlich erklärte sich ein Theil der in die Einrede der Unzuständigkeit. Darauf faßte das Amtsgericht Verschiedene Male war bei diesen flüchtigen Sizungen angeregt Berlin zurüidgebliebenen Deputirten bereit, nach Branden Saalfeld folgenden Beschluß, indem es den klagenden Fabrikanten worden, als Zwangmittel gegen die Regierung einen Steuer- burg au fahren. Am 2. Dezember fanden sich etwa abties: verweigerungs- Beschluß zu fajfen. Aber die mehr rechts 100 neue Mitglieder dort ein und forderten, da sie noch auf Die Kommission des Reichstages hatte als Absatz 2. des§ 7 stehenden Elemente der Versammlung, besonders auch Herr v. Unruh, die Ankunft ihrer politischen Freunde rechneten, daß die Bildung des der Strafprozeß Ordnung folgende Bestimmung aufgenommen: fuchten sich nach Möglichkeit um diese energische Maßregel herum neuen Präsidiums auf den 4. Dezember verschoben werde. Die Begründet der Juhalt einer Druckschrift den Thatbestand einer straf aubrüden. Am 15. trat die Versammlung im Hotel Mielens Majorität zeigte sich aber so unwillig über dies Verlangen, daß die baren Handlung, so gilt, soweit die Verantwortlichkeit des Ver zusammen. Man berieth wieder die Steuerverweigerung, eben angekommenen Mitglieder einfach wieder abreisten, so daß die fassers, Herausgebers, Redakteurs, Verlegers und Druckers in Frage als ein Militärpiquet im Saale erschien. Der Präsident Versammlung aufs neue beschlußunfähig war. steht, die Handling nur an dem Orte als begangen, an welchem die Unruh verhandelte mit dem Major, der erklärte, Gewalt Der Regierung lag nun auch an der Aufrechterhaltung des Druckschrift erschienen ist". anwenden zu müssen, wenn die Versammlung nicht gutwillig aus- Scheines nichts mehr, als ob sie noch an dem Prinzip der Verein- Der Reichstag beschloß bei der dritten Lesung des Entwurfs, einanderginge. Unruh erklärte, daß er abermals der Gewalt weiche. barung festhalte. Man betrat jetzt den Weg der einfachen Ottroyirung. diese Bestimmung wieder fallen zu lassen( Verh. S. 954 folg.), weil Da erhob sich zornig Waldeck und rief:" So holen Sie Ihre Am 5.Dezember erschien ein tönigliches Patent, durch welches die National- man überzeugt sei, daß die Rechtssprüche der Gerichte diesen RechtsBajomnete und stechen Sie uns nieder! Ein Landesverräther, der versammlung für aufgelöst erklärt und eine Verfassung als fünftige grundsatz ohne gesetzliche Vorschrift zur Anerkennung in der fünftigen den Saal verläßt!" Der Major gerieth in eine gewisse Verwirrung. Grundlage des preußischen Staates proklamirt wurde. Diese Pragis bringen werden. Der Wille des Gesezgebers in dem an Er verließ den Saal auf einen Augenblick und dieser wurde bemust, oftroyirte Verfassung war liberaler, als man hätte erwarten können. gezogenen§ 7 geht daher dahin, daß für Preßdelikte nur der Druc um den Steuerverweigerungs- Beschluß zu fassen. Dieser Beschluß Es waren darin eine Anzahl der demokratischen Forderungen der ort der Zeitung zuständig und die Versendung durch die Post erklärte, daß das Ministerium nicht berechtigt sei, über Staatsgelder Beit verwirklicht, zum Beispiel Preß- und Versammlungsfreiheit, erheblich sein soll. Im Fragefall kommt aber noch hinzu, daß die zu verfügen und die Steuern zu erheben, so lange die National Religionsfreiheit, Ministerverantwortlichkeit, allgemeines Wahlrecht zc." Deutsche Metallarbeiter- Zeitung" nach Ausweis des hiesigen kaisers versammlung nicht ungestört in Berlin ihre Berathungen fortsegen Man hatte für diese Verfassung die Vorarbeiten und Beschlüsse der lichen Bostamtes in keinem Exemplar bestellt worden ist." aufgelösten Nationalversammlung benust, freilich nicht ohne die Der Steuerverweigerungs- Beschluß ist jedoch nicht zur That wesentlichsten reaktionären Veränderungen. geworden. Wenn auch in einzelnen Gegenden, besonders im Rhein- Der neu zu wählenden Volksvertretung hatte man das Recht lande und in Schlesien, Anläufe zur Durchführung genommen eingeräumt, die oftroyirte Verfassung zu revidiren, und hierdurch wurden, so versagte doch die ganz überwiegende Mehrheit des wurde es möglich, daß nachher die einigermaßen freisinnigen BeBoltes. Allerdings wurde auch die Bevölkerung von der Regierung ftimmungen wieder aus der Verfassung hinaus revidirt wurden. nach Kräften bearbeitet und sogar die Kirche gegen den Steuer- So fläglich endete das Jahr 1848 in Breußen. Es hat der verweigerungs- Beschluß aufgerufen. So donnerte der Fürstbischof von Nachwelt die Lehre hinterlassen, daß Revolutionen nicht auf halbem Diepenbrock zu Breslau seine gläubigen Schäflein folgendermaßen an: Wege stehen bleiben, sondern fertig gemacht werden müssen, wenn " Ich erkläre hiermit vor Gottes Angesicht und vor aller Welt: daß, da das Bolt und nicht die Reaktion die Früchte ernten soll. Seine Majestät der König nicht aufgehört hat, unser rechtmäßiger König, tönne. M. Pf. Ueber diesen vernünftigen Beschluß des Saalfelder Amtsgerichts, bei dem auch der Kläger sich beruhigte, kann man sich nur freuen. Allerdings hätten wir gern darin den letzten Saz vermißt: die Feſtstellung, daß in Saalfeld fein Exemplar der Deutschen Metallarb. Beitung" auf der Post abonnirt ist, war nach der eigenen Ansicht des Gerichts überflüssig, gehörte deshalb auch wohl logischerweise nicht in. diesen Beschluß. " Einige Gerichte haben sich nunmehr, im Gegensatz zu dem Urtheil eines Reichsgerichtsfenais, der üblen Praxis" des" fliegenden Gerichtsstandes" für die Presse entsagt. Hoffentlich wird dieses vers ständige Verfahren vorbildlich werden. Neue Aufgaben" der deutschen Katholiken. An die arbeiterinnen auf der Ruprechtsauerthor- Brücke von Soldaten be- 1 gegen ihn verschworenen Gewalten zu gelingen, ihn vor ein KriegsKatholiken Deutschlands! wendet sich ein in der Germania" läftigt, angepact und eine derselben oberhalb des rechten Auges mit gericht zu schleppen. Wie verlautet, empfing Kriegsminister veröffentlichter Aufruf des Komitee's für die Generalversammlungen einen Säbel verwimdet. der deutschen Katholiken, der zu reichlichen Gaben für den Bau eines Freycinet den Besuch der Senatoren Waldeck- Rousseau Mariendoms auf dem vom Kaiser geschenkten Landstück in Jerusalem Vergangenen Sonnabend wurde der aus Paris gebürtige Gärtner legten. Aus Me, der klassischen Stadt der Spionitis, wird berichtet: und ta nc, welche ihm den Fall Picquart eingehend darauffordert. In einem Stile, der an frömmelnder Schwülstigkeit Ifidore de Lock, der etwa fünf Monate in Metz in Untersuchungsnichts zu wünschen übrig läßt, sagt der Aufruf: 5 Nach dem„ Gaulois" verließ Esterhazy London; es sei nicht haft gefessen hatte, nach Leipzig verbracht, wo er sich am 19. No- bekannt, wohin er sich begeben. Mit der Besizergreifung der Dormition fo wird das vember vor dem Reichsgericht wegen Verrathes militäriGrundstück, wo Maria gelebt haben und gestorben sein soll, scher Geheimnisse zu verantworten haben wird. Felix, der Reise- Präsident und andere Reisende. Es wird genannt treten auch neue Aufgaben an die Katholiken Deutschgefchrieben: lands heran. Es gilt jezt auf Sion der allerfeligsten Jungfrau unserem Parteigenossen Bueb im oberelsässischen, hatte auch Genosse fordert bedeutende Geldmittel. Im Budget für 1899 ist eine GrAus Elsaß Lothringen. 18. November.( Eig. Ber.) Gleich Die Sicherheit des Präsidenten der französischen Republik erein Heiligthum zu gründen, welches in dem goldenen Kranze der Böhle im Bezirtstag des Unterelsaß eine Inter- höhung von 92 000 Fris, im Haushalt des Ministeriums des Innern Mariendome der katholischen Welt eine leuchtende Perle werden pellation über die behörsrichen willfärlichkeiten bei vorgesehen, um welche Sumine das Gehalt der Polizeikommiffare muß, eine Stätte der innigsten Marienverehrung für die Nationen der Handhabung des Vereins- und Versammlungsrechtes ein- vermehrt werden soll. Diese Erhöhung wird durch die Ausgaben der Erde, ein Ehrendenkmal der Gottesmutter, welches au er gebracht. Auf Antrag des Bezirkspräsidenten, der die Kompetenz" motivirt, die der Sicherheitsdienst hinsichtlich des Präsidenten der richten der deutschen Katholiken Stolz und Ehre sein muß." Aber auch in politischer Hinsicht ist der Aufruf nicht uninteressant. airtstag, froß des energischen Protestes unferes' Genoffen, in die ursacht. Die Kosten des zu gunsten der fremden Souveräne einder Körperschaft in dieser Angelegenheit bestritt, beschloß der Be Republik und der fremden in Frankreich reifenden Souveräne verEs heißt an einer anderen Stelle: do Besprechung der Interpellation nicht einzutreten. Der Eifer der deutschen Katholiken wird um so größer sein, sämmtlichen flerifalen Witglieder stimmten dem Antrag auf Unterhältnißmäßig schwache Summe, betrugen aber seitdem durchschnittlich Die gerichteten Polizeidienstes beliefen sich vor 1895 mir auf eine vers als sich mit dem Danke gegen Gott der innige Dank gegen brückung der Böhle'schen Interpellation debattelos zu. den kaiserlichen Herrn vereinigt, der im Gegensahe zu 30 000 Frants im Jahre. Was die durch die häufigen Reisen Felir einer schweren Vergangenheit seinen katholischen Unterthanen einen richer, der Missionario apostolico D. Vincenzo Bono, der sich erheblich vermehrt und werden gegenwärtig auf 62 000 Franks jäh In Straßburg hielt fürzlich ein italienischer Geist- Faure's veranlaßten Ausgaben betrifft, so haben sie sich ebenfalls herrlichen Beweis feiner paritätischen Gesinnung gegeben hat." Hierin zeigt sich die große Veränderung, welche die Stellung eine Versammlung italienischer Arbeiter ab, 3. St. auf einer Tour durch Deutschland befindet, in einer Wirthschaft lich veranschlagt. der Zentrumspartei in den letzten Jahren gegenüber der Reich der Ausbreitung des Sozialismus unter denselben entgegenwirken. Spanien. regierung erfahren hat. Etiva 200 Personen waren, wie unser Partei- Organ berichtet, der vom 18. November der Jnt. Korrefp." geschrieben: Troß der amtDie Gefahr einer Karlistenerhebung. Aus Madrid wird Einladung des Priesters gefolgt, der sich u. A. den unglaublichen lichen Beschwichtigungsversuche gilt die Lage a ts sehr gefährdet. Satz leistete, der Sozialismus fei eine den Katholiken von den Es steht fest, daß Don Karlos durch Vermittelung belgischer und Juden gestellte Falle. Ein italienischer Arbeiter trat den Aus- englischer Bankiers eine Anleihe von 15 Millionen Franks erhalten führungen seines Landmannes entgegen und nagelte dessen un hat. In Bayona sind bereits durch kartistisch gefimite Wechselstubengereimtheiten unter dem stürmischen Beifall der Versammelten feft, ubaber große Beträge an die Parteiführer ausgezahlt worden. In worauf der priesterliche Drachentödter sichtlich enttäuscht einen völlig Tudela ist eine Kolonne des Rothen Streuzes" für die Karlisten geungeordneten Rückzug antrat. bildet und aus Südfrankreich sind über die Pyrenäenpässe große Mengen von Waffen eingeschmuggelt worden. In den leitenden politischen Kreisen glaubt man bestimmt, daß England und Nordamerita die Geldbeschaffung für Don Karlos begünstigt haben, um während des inneren Krieges auch noch den Nest der spanischen Solonien, einschließlich der Balearen, an sich zu reißen. Kongres zur Bekämpfung der Tuberkulose. Letzter Tage fand unter dem Vorsitze des Staatsministers Grafen v. Posadowsky eine Sigung des Zentralfomitees- Präsidiums und Verwaltungsraths zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke statt. Es wurde beschlossen, im Frühjahr 1899 nach Berlin einen Kongreß zur Bekämpfung der Tuberkulose als Voltskrankheit zu berufen; derselbe dürfte sich mit der Ausbreitung, Aetiologie, Prophylage, Therapie und dem Heilstättenwesen für Lungenkranke beschäftigen. Ein tragikomisches Ende nimmt die politische Laufbahn eines Maines, dessen Name früher oft genannt wurde. Wer kennt nicht den Mann mit der weißen Weste", den sächsisch konservativen Ab geordneten Ackermann, der bis zum Jahre 1898 Mitglied des Reichstages war und in Sachsen noch bis jetzt eine politische Größe" vorstellte? Wer kennt ihn nicht, der Mittelstandskrauterei alleweil den Vogel abschoß, der das wunder in der bare Talent besaß, den engherzigen konservativen Rückschrittsgeist in engherzigster, sächsisch- konservativer Weise zu vertreten, der im Kampf gegen die Sozialdemokratie stets das kleinlichste, das niederträchtigste Mittel befürwortete? um Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. Der Genoffe Schnell wurde vom Lüneburger Landgericht wegen Majestätsbeleidigung zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Ueber eine Beleidigung des bayerischen Prinz- Regenten wird aus München berichtet; Der 85 Jahre alte Schneider Martin Niggl von Walchshofen tam am 27. September d. I. auf seiner Gasthause ein und brachte aus Aerger darüber, daß er kein frisches Wanderschaft nach Wolfratshausen. Er kehrte in einem dortigen Bier bekam, eine Probe in das nahe gelegene Amtsgerichtsgebäude, dort die Bestrafung des Wirthes fordernd. Nachdem ihm dort bedeutet wurde, daß er die Anzeige bei der Gendarmerie anbringen müsse, gebärdete sich der Schneider ganz wild und stieß eine Be Seitdem der Dresdener Hofrath und Wechselproteftanwalt Herr leidigung auf den Brinz- Regenten aus. Dadurch bezivedte er feine Ackermann nicht mehr in den Reichstag ziehen durfte, hat er in Sachsen Verhaftung. Niggl, der wegen Bettel und Landstreicherei 57 Mal noch seine Rolle gespielt. Unter den öden Barteigängern im sächsischen vorbestraft ist und außerdem bereits eine empfindliche Strafe wegen Landtag, dem Froschteich" und im Stadtverordneten- Kollegium Majestätsbeleidigung erlitten hat, ist in der Hauptverhandlung sehr der Stadt Dresden, da war er in seinem Element. Die zweite ungehalten über die Belästigung durch die Polizei in Deutschland und Kammer des Landtages hatte ihn seit des alten ehrlichen speziell in seinem Heimathlande Bayern. Er drohte, daß er sich Haberkorn Hinscheiden zu ihrem Vorsitzenden gemacht. Es begann lieber wieder nach der freien Schweiz wenden werde. Niggl, dem es die Zeit, wo eine stattliche Zahl von sozialdemokratischen Abgeord- bei der Regentenbeleidigung augenscheinlich nur darum zu thun war, neten in jenes Parlament Einzug hielt und wo sich diese Gruppe auf längere Zeit unter Dach zu kommen, erhielt wegen Regenten einen über ihre Zahl hinausgehenden Einfluß zu verschaffen ver- beleidigung 4 Monate Gefängniß. stand. Die Folge war, daß die Kartell- Neaktion den Kampf mit ihrem Gegner mit allen Mitteln zu führen beschloß, mit den brutalften gleich Triest, 18. November. Das Landgericht verurtheilte wegen der Desterreich. wie mit den tückischsten. Und diesen Kampf führte der Ackermann an im September verübten Ausschreitungen gegen das Schulgebäude und er verstand ihn zu führen. Wo seine Stellung Unparteilichkeit der Lega Nazionale in Duino bei Nabresina den dortigen Bürgerzur Pflicht machte, da übte der auch schon äußerlich an Koboldsart meister zu 8 Monaten Kerker. 18 andere Angeklagte erhielten Freierinnernde Mann mit dem langen weißen Bart und der weißen heitsstrafen von 6 Wochen bis zu 16 Monaten. Ein Angeklagter und Weste eine höchst fleinliche und prozige und gehässige Führung des brei angeklagte Mädchen wurden freigesprochen. Präsidiums gegenüber den Sozialdemokraten aus. Er schützte die fonservativen Beleidiger, besonders seinen Schwiegersohn, den be Frankreich. tannten auch ehemaligen Reichstags- Abgeordneten Paul Mehnert, Unsere Genoffen in der französischen Stammer sind sehr was überhäufte mit den unberechtigsten Ordnungsrufen die sozial- thätig. Von den beiden Anträgen auf Abschaffung des stehenden demokratischen Abgeordneten, wenn sie sich zur Wehre festen. Er war Heeres und der Militärgerichtsbarkeit haben wir schon gerebet. kein Präsident der Kammer, sondern ein verbiffener tonservativer Außerdem haben sie einen Antrag auf Organisation des ArbeitsParteimensch auf dem Präsidentenstuhl. Und ähnlich herrschte er im Stadtverordneten- Kollegium der Stadt Dresden, nur daß er hier nichts mit den bösen Sozialisten zu thun hatte. Aber selbst dort unter den Spießbürgern hat er sich berhaßt gemacht und es ist das komische seines Geschides, daß fchließlich diejenigen, welche ihn früher gegen die Sozialdemokratie so gut gebrauchen konnten, seinen Sturz bereiteten. fonnte in Antrag dahingehend, die Verwaltungspersonen der Hospitäler, Asyle Inspektorats( der gewerblichen Aufsicht) eingebracht, und ferner einen und sonstigen öffentlichen Wohlthätigkeitsanstalten durch allgemeines Stimmrecht wählen zu lassen. " 1 bung der Philippinenfrage einzusetzen, ablehnen. DaVereinigten Staaten den Vorschlag, ein Schiedsgericht zur Entschei= Madrid, 19. November. Blättermeldungen zufolge würden die gegen fei die amerikanische Regierung geneigt, Spanien eine be deutende Summe als Entschädigung für den Berlust der Inselgruppe anzubieten. linien der ganzen spanischen Halbinsel und der anliegenden Inseln Amtlicher Nachricht zufolge sind die Torpedo- Vertheidigungsbeseitigt und die Küstengewässer daher der Schifffahrt wieder vollständig freigegeben worden. Italien. Der Eindruck der Thronrede ist durchweg ein sehr ungünstiger. Im Ausland hat sie den Eindruck der Schwäche und Nathlofigleit gemacht. Im Inland hat sie den gleichen Eindruck gemacht, aber außerdem noch eine große Erbitterung hervorgerufen. Man hatte allgemein die Ankündigung einer umfassenden bedingungslosen Worten gestreift wurde, hat mehr erbittert, als ein einfach abAmnestic erwartet. Daß diese, das Leben und Lebensglück von schlägiger Bescheid erbittert hätte. Hunderttausenden angehende Frage nur mit einigen nichtssagenden ebenfalls Softreisen nahefiehende Fanfulla" nennt die Thronrede Sogar die Italie", das Hofjournal, giebt zu, daß die Thronrede in der Kammer keine sehr gute Aufnahme gefunden habe, und die, eine Mojaifarbeit, die sehr viel zu wünschen übrig läßt". Es fehle ein bestimmtes Programm. Bei Sof scheint man dem Bolt glauben machen zu wollen, der König sei mit dem Ministerium nicht ganz einverstanden. Der Versuch, den Monarchen von der unpopulären, tief gehaßten Regierung zu trennen, kann aber nicht gelingen, ba die Nolle, welche der König in den letzten Krisen und Stürmen gespielt hat, und jetzt in der Anarchistenhas spielt, gar zu befannt ist. Nußland. 21 Serbiens Serbien. " -OND immer Die fortschreitende Verschuldung des ruffifchen GroßGefeßentwurfs eingebracht ist) hat seinen Ursprung in dem Umstand, illustrirt. Diesem Blatte aufolge betrug vor elf Jahren die Ges Dieser lettere Antrag( der gleich den übrigen in Form eines wird durch eine Zusammenstellung des Swjet" am trefflichsten grundbesitzes und die daraus resultireude Verarmung des Adels Adermann war längst nicht nur politisch eingerostet, sondern in Konflikt gekommen find, weil diese die Hofpitäler und andere dieselbe Ende 1897 bereits die Höhe von rund 500 Millionen erreicht daß die sozialistischen Gemeindebehörden vielfach mit der Regierung fammtforderung der Adels- Agrarbant 59 Millionen Mubel, während auch zu unbeholfen und greisenhaft geworden, um seine Aemter Wohlthätigkeitsanstalten unter Verwaltungsbeamten gestellt hat, die hat! Die Schuldforderungen aller staatlichen Streditinstitute stiegen auszufüllen. Aber der Greis hielt frampfhaft fest an Ehren und den Gemeindebehörden alle möglichen Hindernisse und Chikanen be- in demselben Zeitraume von 243 auf 686 Millionen, der AktienAemtern. Immer wieder ließ er sich zum Präsidenten der Kammer reitet haben und noch immer bereiten. und zum Vorsteher der Stadtverordneten- Versammlung wählen. Man banken von 200 auf 435 Millionen und der Gesellschaften des wählte ihn, um feinen Standal zu machen. Ein Geständniß des Ulanen. Unter diesem Titel veröffent- wechselseitigen Kredits von 70 auf 135 Millionen Rubel. Die DarNun ist aber der Strug zu lang zum Wasser gegangen. Selbst licht die Petite Republique" einen bedeutsamen Artikel über eine lehen auf ländliche Immobilien bezifferten sich vor elf Jahren auf Nun ist aber der Strug zu lang zum Waffer gegangen. Selbst das Stadtverordneten Kollegium, seine Allergetreuesten, sehen ein, Aussage Esterhazy's. Es wird dort erzählt:„ Esterhazy befand 574 Millionen, jept betragen solche 1245 Millionen Rubel. Die von daß sie ihn nicht mehr halten können. In den Zeitungen Dresdens sich während des Zolaprozesses im Zeugensaale, als er einen der Adels- Agrarbant und den Aktienbanken ertheilten Darlehen entstand eine heftige Fehbe, in der der alte Herr bös mitgenommen nationalistischen Redakteur folgendermaßen anredete:" Ich habe es stiegen allein im Jahre 1897 um 50 Millionen Nubel. und ihm gerade heraus erklärt wurde, er sei nicht mehr fähig, seine endlich satt und bin fest entschlossen, mit allem herauszuplazen. Aemter auszufüllen, und wenn er nicht freiwillig gehen wolle, fo bat, aber ich habe es auf Befehl geschrieben. Sie wissen es alle Nunja, ich bin es, der das Bordereau angefertigt müßte man mit ihm ein Ende machen. Belgrad, 15. November.( Eig. Ver.)„ Die serbische Regierung Zu alledem tamen noch sehr standalöse Familienangelegenheiten. recht wohl, weshalb fliehen sie mich denn eigentlich wie die Best? Sehen hat wegen der albanesischen Einfälle an die Pforte eine sehr enerDem einen Sohn von Ackermann, der Stadtverordneter in Dresden Sie dort General Billot; er hat mir vorhin den Rücken zugekehrt, gische Note gerichtet" so heißt es in den Depeschen der europäischen ist, wurde nachgesagt, er strebe nach dem freiwerdenden Bürgermeister- aber ich werde es ihm nicht vergessen." Sier fügte Esterhazy hinzu, Beifungen. Wir können wirklich nicht umbin, zu lachen, wenn wir von Billot habe ihm 80 000 Franken ausgezahlt. Der nicht genannte dieser energischen Note" lesen. Kennt man die Rolle nicht, welche poften. Und der Alte, so hieß es weiter, wolle sein Amt festhalten, Journalist ermähnte Herrn Chinchonne, von dem, was er gehört der heutige serbische Ministerpräsident in Konstantinopel gespielt hat, um die Streberei des Sohnes zum Ziele zu führen. Ganz schlimm aber ging es mit dem zweiten Sohn des alten Herrn. habe, nichts zu veröffentlichen. Niemals wurde in der That ein weiß man nicht, daß er vier Jahre hindurch der bezahlte Spion ber Horst ſo iſt ſein Name- war wie fein Vater Anwalt Wort über diese Auslaffungen des" Ulanen" bekannt gegeben. Wir Pforte gewefen ist, daß er ihr alle die Geheimnisse seiner eigenen geworden, aber sein Lebelang ein lockeres Bürschchen gewesen. Jetzt kannten diese Auslassungen nicht, und wir haben sie erst gestern im Regierung verrieth. um sich die Gunst des Sultans zu erwerben? geworden, aber sein Lebelang ein loderes Bürschchen gewesen. Jetzt Rathhaus vom einem Gemeinderathe erfahren, der die vertrauliche Bladan Georgevitsch wird daher nicht anders genannt als hat er sich unter Hinterlassung ganz bedeutender Schuldenes Mittheilung davon durch einen Zengen erhalten hatte. Infolge diefes Sultans Neffe". Seine Söhne läßt er einen nach den andern auf handelt sich um Hunderttausende aus dem fächsischen Staube ge- Artikels der Betite Républ." entsandte die Redaktion des" Temps" Stosten des Badischah erziehen und während die anderen macht. Ueberall meldeten sich die Gläubiger. Das flägliche des Ende Sohnes fubr er Ausfrager zu Chinchonne. Dieser erklärte:„ Ich kann die Gesandten zu Fuß gingen, diesem Falle auch den Bater nicht unberührt lassen. Wie hatte sich der alte Meldung der Betite République" nicht ableugnen, weil sie gum in einem Bierspänner, den er für die der Pforte als ferbischer Ackermann stets gespreizt, wie hatte er die Herrlichtheil die Wahrheit enthält. Es ist richtig, daß ich im Justizpalast Vertreter!- geleisteten Dienste von seinent" Ontel" erhalten hat. feit eines gut christlichen Familienlebens verkündigt, wie Auslassungen Esterhazy's mit angehört habe, die mir von der größten Er war ein armer Teufel, ein gewöhnlicher Arzt, als er von König oft und wie bösartig hatteuser bie Sozialdemokratieichtigkeit zu sein schienen, und richtig ist auch, daß diese Erklärungen Milan zum Gesandten in Konstantinopel ernannt wurde, kam dann verleumdet, daß sie die Jugend nicht erziehe, sondern verderbe! Und sich in dem Artikel der Petite Republique" befinden. Aber ich halte aber als einer der reichsten Männer zurück. Bladan Georgevitsch nun zeigt sich sein eigener Stamm höchst faul und morsch. Wit mich nicht für berechtigt, den genauen Wortlaut der Erklärungen gehört jener zahlreichen Stlasse der Ballanpolitiker an, welche int einem Vater, dessen Kind mißrathen, hat man gemeiniglich mit Esterhazy's wiederzugeben, weil die Worte Esterhazy's an eine andere Dienste der türkischen Regierung stehen und es ist also auch nicht zu verwundern, wenn die Beschwerden und Vorstellungen" des gefühl. Einem Adermann gegenüber ist es schwer, menschliche Theil Person gerichtet waren, nahme zu wahren. Denn niemand hat gehäffiger und niedriger alle Die Dreyfus- Gegner scheinen überhaupt in den letzten Tagen Belgrader Stabinets bis heute ohne Wirkung geblieben sind. So edlen Bollsbestrebungen begeifert als er. Jetzt ereilt ihn sein Geschick. sehr an Chancen zu verlieren. Wie schon gestern berichtet wurde, ist lange der Neffe" am Ruder steht, hat die Pforte feine ernſten BerRuhmlos und ein Kinderspott muß er den politischen Schauplag ver- Dreyfus vom Saffationshof aufgefordert worden, über die Anklage- wickelungen mit Serbien zu fürchten. Auch ist man in Konstantinopel punkte fich schriftlich zu äußern. Der Advokat Mornard, der An über die inneren Verhältnisse Serbiens gut unterrichtet; man weiß. Bremen, 18. November. Hier ist gestern der 1809 geborene walt der Familie Dreyfus, verbreitet mun darauf hin, daß man Drey daß die Unzufriedenheit im stönigreiche allzu groß ist, als daß es an Sier iſt geſtern der 1809 geborene fus herüber hole und mit seinen Gegnern konfrontire, und da die eine energische Attion denken könnte. Im Augenblicke felbst, wo der serbische bekannte Gründer des Norddeutschen Lloyd, H. H. Meier, ver- Schwierigkeiten des schriftlichen oder kommissarischen Vernehmens Bertreter die energische Note" der Belgrader Regierung der Pforte storben. Er war auch Mitglied des Frankfurter Parlaments und sich als ungeheuer große herausstellen, wird allgemein angenommen, übergab, überschritten die türlichen Soldaten unsere Grenze und vertrat als Angehöriger der nationalliberalen Partei im Reichstage baß der Staationshof demgemäß beichließen werde. In der Betödteten einen Unteroffizier, Der radikale Odiet" ist der Meinung. 1881-1887 seine Waterstadt Bremen, 1878-1881 Schaumburg handlung des Gefangenen auf der Teufelsinsel ist eine Kenderung daß der Regierung kein anderer Ausweg bleibt als der eines Appells Lippe. Braunschweig, 19. November. Wie die Br. N. N." berichten, Stunden außerhalb des eingefriedigten Raumes bewegen, eingetreten. Wie Siècle" meldet, darf sich Dreyfus täglich sechs an die Wlächte; dieser Weg würde aber nothwendig zu einem Bruche zwischen dem„ Ontel" und seinem„ Neffen" führen, was natürlich der fanden in der vergangenen Nacht vor den Wohnungen der Minifter Dr. von Otto und Hartwieg, sowie des Landtagspräsidenten vernehmen, Der Rasfationshof wird am Montag Boisdeffre beutige Ministerpräsident vermeiden will.welcher dem Figaro" zufolge die DreyfusDemonstrationen statt. Die Demonstranten brachten Hochs Affäre Die Demonstranten brachten Hochs Affäre vom diplomatischen Gesichtspunkt darzulegen beab Asien, auf die Sozialdemokratie aus. Die Demonstration hängt mit dem fichtigt. Aus der Vernehmung Cavaignac's vor dem Daily Telegraph" aus Shanghai vom 18. b. Wis. meldet, wurden Ermordung eines englischen Miffionave. Wie der Londoner Polizei- Strafgesetzbuch zusammen, welches gegenwärtig den braun- stajationshofe berichtet der Soir" folgenden Zwischens ber englische Miffionar Fleming und ein eingeborener Evangelist am schweigischen Landtag beschäftigt und allerlei Verfrommungs- fall: Cavaignac jagte: Herr Vorsitzender, ich bin bereit, 4. November in Banghai( 9). Proving Swei- Tichou ermordet. Die maßnahmen einführen will. dem höchsten Gericht mitzutheilen, was in den Geheimpapieren steht, weiffionsanstalt in Stuci- Fu(?), Proving Egtschechuan, wurde ebenjo Aus Elsaß- Lothringen, 17. November.( Eig. Bericht.) Die wenn der Gerichtshof mir die Versicherung giebt, daß dieser Theil wie die in Kwei- Tschau- fu niedergebrannt. zuständige Kommission des Bezirk stages für das Unter- meiner Aussage unbedingt geheim gehalten wird. Vorsitzender elsaß nahm den von seiten unseres Genossen Böhle gestellten An- Loew fiel ihm darauf erregt ins Wort und rief:" Der Gerichtshof trag einstimmig an, dem Plenum eine Resolution zu unterbreiten, darf sich dazu nicht verpflichten. Alles, was Sie fagen, wird amtlich leber die geplante Befestigung Kanada's wird aus worin das Ministerium aufgefordert wird, die Sperrmaßregeln niedergeschrieben, von Ihnen selbst geprüft und wenn nöthig richtig Ottawa unterm 16. November berichtet: Der foeben eintreffende, gegen die Bieheinfuhr, namentlich der Schweine, aufzuheben mit der gestellt und dann dem Vertheidiger des Angeklagten mitgetheilt. an Lord Aberdeen's Steffe neuernannte Gouverneur Lord Minto Maßgabe, daß das Vich direkt in die Schlachthäuser geliefert Angesichts dieser Haltung, schließt Soir" triumphirend, hatte wird seitens der Regierungsfreise mit gemischten Empfindungen werden solle. Das Plenum des Bezirkstages hieß den Antrag ein- Cavaignac mur eins zu thun: seine Aussage abzubrechen und zu empfangen. Man weiß, daß Lord Pinto sehr weitreichende Pläne stimmig gut. gehen, was er denn auch that. betreffs Anlage von Küstenbefestigungen und Neubewaffnung Schon wieder ist von einer militärischen Ausschreitung Die Untersuchung gegen Picquart soll beendet sein. der tanadischen Milizen mitbringt, bie nach die nach Auffassung zu berichten. Gestern Abend wurden in Straßburg zwei Fabrit- Es scheine, so wird der Boss. 8tg." aus Paris berichtet, den der leitenden Kreise einen start imperialistischen Charakter Laffen.du didn " " Amerika. = Washington, 19. November. Admiral Dewey theilte dem Marine- Amt mit, er habe mit einer Hougtonger SchiffsbergungsKompagnie einen Vertrag zur Hebung der spanischen Kriegsschiffe " Isla de Cuba", und Isla de Luzon" oder„ Don Juan d'Austria" abgeschlossen. Die Schiffe sollen zum Schuße der Interessen der Vereinigten Staaten auf den Philippinen und an der asiatischen Küste Verwendung finden. Nicaragua- Kanal. Die von dem Washingtoner Kongreß niedergefegte Nicaraguatanal- Stommiffion hat ihre Arbeiten beendet und ihr Bericht wird demnächst veröffentlicht werden. Soviel über den Inhalt desselben schon jetzt verlautet, spricht sich die Kommission sehr günstig über das Kanalprojekt aus. Die gewählte Trace bietet für die Herstellung einer schiffbaren Wasserstraße von Ozean zu Ozean teine wesentlichen Schwierigkeiten, und die Höhe der Kosten für den Kanalbau wird auf nicht mehr als etwa 125 Millionen Dollars veranschlagt. Die politische Seite der Sache bleibt in dem Komveranschlagt. Die politische Seite der Sache bleibt in dem Kommissionsbericht ganz außer betracht. Die Kommiffion für Arbeiterstatistik Der behördliche bom fragen. Auch verstimmt es, daß jetzt fo englischereits to Der Streik der Remscheider Arbeiter Justizrath Haber- Leipzig. Der Angeklagte, mit dem zumeist durch eroßer Nachdruck darauf gelegt wird, Kanada gegen einen französischen Dolmetscher verhandelt werden muß, bestreitet, twaige Angriffe bon seiten Frankreichs ist eine Folge des Aerztestreits, der um die Praxis in der schuldig zu sein. Major Brand und Major Gayer sicherzustellen, worin man ein Mißtrauen gegen das französisch- Orts- Krantentasse geführt wurde. Wie bekannt, ist dieser Konflikt preußischen Kriegsministerium find als militärische Sachverständige tanadische Element und damit gegen den Ministerpräsidenten Laurier zu ungunsten der Aerzte ausgefallen. Die Aerzte fahen sich durch die erschienen. Dem Angeschuldigten de Coq wird zur Last gefelbst erblidt. In Kanada, dagegen kann man Gefahren für die Anstellung der ganz im Dienste der Kasse gestellten Aerzte schwer legt, im Auftrage der französischen Regierung nach Mes geSelbständigkeit des Dominiums höchstens von feiten der Vereinigten geschädigt und haben sich nun hinter die Fabrikanten gestedt, um tommen zu sein und dort photographische Aufnahmen der FestungsStaaten erkennen, weshalb man sich auch den jetzigen englisch auf anderem Wege zu ihrem Ziel zu gelangen. Die Errichtung der werte gemacht und dieselben nach Paris gesandt zu haben. amerikanischen Verbrüderungsversuchen gegenüber sehr skeptisch Betriebs- Krankenkassen würde die Orts- Krantentasse in ihrem Wit- Es sind entsprechende Briefe, sowie ein Blauſtift und ein Rothstift, verhält.gliederbestand bedeutend herabsetzen und die Verwaltung fäme in die ferner ein photographischer Apparat, ein photographischer Sucher und Hände der Unternehmer, die dann auf diese Weise den Aerzten zur Bligrollen gefunden worden. Der Angeklagte bestreitet beharrlich Wiedergewinnung ihrer Praxis behilflich wären. seine Schuld. Er habe den Apparat von einem Manne namens Für die Arbeiter kann diese Acnderung in ihrem Versicherungs- Schmitz in Paris erhalten, um denselben in Mez einem gewissen verhältniß nicht gleichgiltig sein. Zwar stellen bürgerliche Preß- Abel zu übergeben; Abel habe er in Metz nicht finden können. organe es so hin, als ob die Arbeiter nur aus Uebermuth zu einem Er halte sich für das Opfer einer schwarzen Bande, die ihn habe Streit gegriffen haben, wer aber die Dinge fennt, kann zu diesem verderben wollen, weil er derfelben kein Geld mehr habe geben Urtheil nicht tominen. Wir haben bereits die Schmähungen der wollen. " Post" erwähnt; die„ Konservative Korrespondenz", sowie die„ Köln. Major Brand vom Kriegsministerium bezeichnet die photoBeitung" find tapfer in der Beurtheilung der Streits graphische Aufnahme der einzelnen Theile der Sperrforts als Versein. Diese Preßorgane kennen den hier zum Streitobjekt gewordenen schlüsse auf die innere Befestigung der Werke, auf die Art dem Echarfmacherorgan gefolgt wie sollte es auch anders legung eines Staatsgeheimnisses, da man von diesen RückGegenstand keineswegs, für sie genügt es, daß die Unternehmer die der Laufgräben, der Wälle, sowie auf die Art und Weise, Einrichtung wollen und ihr Urtheil lautet dann immer: der Fabri- wie eine Festung vertheidigt und angegriffen werden könnte u. f. w. fant muß Herr im Hause bleiben. zu ziehen in der Lage sei. Bei der weiteren Vernehmung der Für die Arbeiter, die den größten Betrag zu den Kosten der militärischen Sachverständigen und des Polizeiraths Zahn wird auf Krankenversicherung aufbringen müssen, ist es von Bedeutung, auch Antrag des Ober- Reichsanwalts im Juteresse der Sicherheit des auf die Verwaltung ihrer Kaffen Einfluß zu haben und nicht vom Staates die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Wohlwollen der Unternehmer abhängig zu sein. Die Berufsgenossen- Nach Wiederherstellung der Oeffentlichkeit bezeichnet der Oberschaften der Unfallversicherung zeigen zur genüge, wie mit Reichsanwalt den Angeklagten als Agenten des Pariser Nachrichtenden Arbeitern umgesprungen wird, wenn solche Institute bureaus und beantragt fünf Jahre Zuchthaus, fünf Jahre Ehr sich ganz in den Händen der Unternehmer befinden. Dazu verlust und Stellung unter Polizei- Aufsicht. berhörte heute noch einige Unternehmer und Kellner aus der Hotel- tommt aber, daß die Arbeiter Mitglieder einer gut fundirten Der Gerichtshof erkannte auf sechs Jahre8uchthaus, zehn und Restaurationsbranche. Obwohl die Auskunftspersonen aus Stasse sind. Für die neue Stasse müsse sie vor allen Dingen selbst Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizei- Aufsicht. Bei der Strafanderen Orten waren, wie die an den beiden vorhergehenden Tagen den Grundstock zur Kasse herbeifchaffen. Deshalb betrachten wir es zumeffung ist erwogen worden, daß der Angeklagte ein berufsmäßiger bernommenen, so wurden die zuerst gemachten Aussagen nur be- als das gute Recht der Arbeiter, in solchem Falle in den Ausstand Spion sei und lediglich aus Geldinteresse gehandelt habe. stätigt. Es folgten dann die Vernehmungen von Auskunftsperfonen aus versicherungs- Verhältnisses zu schüßen. Der Kampf ist nicht der erste wurde, beschäftigte gestern die 4. Straffammer des Landgerichts I. zu treten, um sich gegen die Verschlechterung ihres Kranken- Eine wüfte Schlägerei, bei der ein Menschenleben vernichtet den Cafe's. In diesen Etablissements ist die Dauer der Geschäfts- und wird auch nicht der letzte sein, den die Orts- Krankenkasse zu Die Anklage wegen schwerer Körperverlegung mit tödtlichem Auszeit eine so lange, daß es ausgeschlossen ist, vom Personal zu verführen hat. Wir wollen dabei eine kurze Schilderung wiedergeben, gange richtete sich gegen den Schlosser Wilhelm Hensel langen, während der ganzen Geschäftszeit auf dem Posten zu sein. die in der Elberfelder Freien Presse" über diese Kämpfe zu Stein Mensch fann regelmäßig täglich 24 Stunden arbeiten finden ist. die vier Arbeiter gibell, Lösch, Witt und und deshalb muß Abhilfe geschaffen werden. Der ununterbrochene Betrieb zwingt die Unternehmer, alle Posten doppelt zu besetzen und weil es in Remscheid mit der Behandlung im Krankenhaus recht welche zusammen im Haufe Frautfurter Alle her, brot Die Kaffe hatte seinerzeit die Absicht, ein Krankenhaus zu bauen, Radon. In der Nacht zum 26. Juni kamen Hensel und Zibell, dadurch haben die in diesen Unternehmungen beschäftigten Personen dürftig bestellt ist. Sofort schritt die Behörde ein einer Geburtstagsfeier. Als sie ihre Hausthür erreicht hatten, trat teine Rücksicht auf die lange sigenden Gäste genommen. bie am meisten geregelte und daher fürzeste Arbeitszeit. Hier wird Apparat funktionirte schnell. Verbote, Strafandrohungen, ev. Amts- der ihnen völlig unbekannte Kellner Meyerhöfer an sie heran und Die neu suspensionen waren die Liebenswürdigkeiten, die auf den Vorstand drehte, den Zibell in der Hand hielt. Die Unterhaltung wurde zuletzt so fnüpfte ein Gespräch mit ihnen an, das sich hauptsächlich um einen Stock antretende Schicht von Stellnern übernimmt die fizenden Gäste, herunterregneten. Der Vorstand war zwar wie selbst der Herr fowic fie auch gezwungen find, nach Beendigung ihrer Handelsminister Brefeld entschieden hat im Recht, aber trotzdem lief davon, Hensel und gibell gingen ins Haus hinein. Als der letztere erregt, daß Zibell dem Meyerhöfer eine Ohrfeige gab. Der Geschlagene Arbeitsschicht die Gäste an die mum folgende Schicht abzutreten. liegt das gekaufte Grundstück noch brach und verschlingt dadurch nach im Begriff war, die Thür von innen zu verschließen, wurde er von Ferner ist die übrige Regelung des Geschäfts lehrreich. Die Ver- wie vor eine erhebliche Zinsensumme, weil nun weil dem Re- einer ganzen Rotte, die Meyerhöfer aus der nebenan gelegenen theidiger des Trinkgeldsystems behaupten, daß das Trinkgeld eine gierungspräsidenten von Düsseldorf die Entscheidung des Ministers Schankwirthschaft geholt hatte, daran verhindert. Die Menge stürinte Belohnung für die außerordentlichen Gefälligkeiten ist, die der vielleicht nicht behagt. Kellner dem Gaste erweist. Eine Belohnung für Handreichungen, Zu der vorigen Angelegenheit kam dann der Apothekerstreit. hinein und fiel auf dem Flur über Zibell her. Als Hensel, der bedie mit dem eigentlichen Wirthschaftsbetrieb, dem Verkauf von Diese Monopolbefiger wollen ihr Privilegium ungeschmälert und reits sein Zimmer erreicht hatte, den Lärm hörte, eilte er in Speisen und Getränken nothwendig verbunden sind. tonkurrenzlos ausnußen. Der Vorstand war der Ansicht, daß diese Begleitung seines Wirthes und mit einem Stocke bewaffnet, die Wiener System eingeführt, nach welchem die Kellner, welche von 10 pt. bewilligen könnten und man Nun hat man in bem größten Theil der Café's das Herren auch den Angehörigen der Kassemmitglieder einen Rabatt Treppe wieder hinunter. Er kam hinzu, als Bibell bereits in die Knie gesunken war und Meyerhöfer gerade im Begriffe stand, demdie Bedienung der Gäste besorgen, gar kein Geld annehmen, gerechterweise die Mitlieferung nicht vorenthalten dürfe. Der Kampf fam nicht dazu, denn er erhielt von Hensel einen so wuchtigen Schlag auch den Drogisten selben noch einen Schlag gegen den Kopf zu geben. Meherhöfer also auch kein Trinkgeld bekommen. Hier steht der Kellner in festem bauerte zwei Monate lang. Der Vorstand wurde wiederum mit den mit dem Stock auf den Kopf, daß er sofort zu Boden sank. Nach kurzer Lohn, der ihm theilweise vom Wirth, theils vom Zahlfellner aus- felben Liebenswürdigkeiten regalirt wie im vorigen Falle, dieselben Zeit war die Schlägerei beendet, Hensel, Bibell und ihr Wirth gingen gezahlt wird. Alle Handreichungen, welche dem Gast in anderen waren nur durch einige Zugaben vervollständigt. Der Streit endete hinauf und beobachteten von ihrem Fenster aus, wie die Gegner Wirthschaften geboten werden, hat er auch hier, ohne daß der Zeitungsschließlich mit einem Bergleich. fellner oder Zuträger Aussicht auf besonderes Trinkgeld hat. Es folgte die Anstellung eines weiblichen Arztes, der Frau mit ihm davon fuhren. Im Krankenhause wurde festgestellt, daß den anscheinend leblosen Meyerhöfer in eine Droschte hoben und Die hierauf folgende Abtheilung, Unternehmer und Arbeiter Dr. med. Gisela Kuhn. Behördliche Recherchen begannen. Die aus Saalgeschäften, fonnten mur berichten, daß in diesen Betrieben Kassenmitglieder, Frauen und Mädchen, waren dem Vorstand dankbar. Meyerhöfer im Schädel ein fingergroßes tiefes Loch hatte, die spige die unregelmäßigste Arbeitszeit ist. Auf eine 40 stündige und noch nicht so die Aerzte, welche in dem Weibe“ eine unberechtigte die Ursache dieser Verwundung. Man entdeckte ferner, daß MeherHirschhornkrücke des Stockes, mit dem Hensel geschlagen hatte, war längere Arbeitszeit folgt oft eine mehrtägige Ruhe oder Arbeits- Konkurrenz erblickten und in der unnobelsten Weise ihren Aerger an höfer einen Messerstich in den Bauch erhalten hatte. An dieser Verlegung Losigkeit. der Frau Dr. med. Kuhn und am Kassenvorstande ausließen. Ber- höfer Das Bedürfniß eines Ruhetages ist bei den Arbeitern aller bote, Strafandrohungen und schließlich Bestrafungen waren die Ant- ist er nach wenigen Tagen gestorben. Wer auf dem dunklen Flur Branchen vorhanden. Zwar wissen die Arbeiter nicht bestimmt an- worten auf eine That, welche unseres Erachtens der Unterstützung zum Meffer gegriffen hat, hat sich nicht ermitteln lassen. Der zugeben, daß das Fehlen eines Nuhetages die Gesundheit schädigt. der höheren Behörden werth wäre. Gerichtshof verkannte nicht, daß der Verstorbene den ganzen Streit Es ist das alte Leiden, daß nur selten die Wirkungen Nun folgt der jetzt begonnene Kampf, der die Schädigung der hervorgerufen habe, aber die That des Angeschuldigten Hensel verbestimmter Mißstände flar erkannnt werden. Der Kranke Kaffe zum Zwed hat. Die Arbeiter werden sich durch das Geschrei diene wegen des traurigen Erfolges doch eine empfindliche Strafe. ist leicht geneigt, die Ursachen feines Leidens in einer der Unternehmerpresse nicht in ihrem Entschluß irre machen lassen, Der Gerichtshof berurtheilte ihn zu anderthalb Jahren bestimmten Ursache zu suchen Erst dann, wenn Symptome eines fie sind die zunächst Jutereffirten bei der Sache, die Unternehmer Gefängniß, Sibell zu sechs, Loesch zu neun, Witt und fortgeschrittenen Leidens auftreten, fängt der Krante an, nachzu haben unter der Verschlechterung des Versicherungsverhältnisses nicht Radon zu je drei Monaten Gefängniß. forschen, ob er sich nicht erfältet oder sonst etwas über sich ergehen zu leiden, sondern nur Vortheile zu erwarten. laffen hat, wodurch seine Gesundheit ruinirt ist. Er bedenkt nicht, daß, wenn sein Körper durch langes ununterbrochenes Arbeiten nicht geschwächt gewesen wäre, er die Folgen der Erkältung oder anderen Ungemachs leicht überstanden hätte. Da die Arbeiter, wenn sie sich im sogenannten gesunden Zustande befinden, nicht untersucht werden, vermag kein Mensch den Zeitpunkt fest- Achtung, Droschkenkutscher! Die Forderung der Kutscher auf zustellen, wenn die Krankheit beginnt, und folglich sind die Kellner Gewährung eines Lohnes von 1,50 M. haben folgende Fuhrherren auch nicht in der Lage, zu sagen, welchen Einfluß die lange Arbeits- bewilligt: Lindner, Nixdorf, Berlinerstraße; Melchior, Rirzeit und die regelmäßige fiebentägige Beschäftigung auf ihre Gedorf; Pietad, Gubenerstraße; Strauch, Köpnickerstraße. In sundheit hat. Selbst Aerzte werden es in bestimmten Fällen nicht nächster Nummer der„ Fahrzeitung" werden wir eine Liste derjenigen Baters, der Dekonom im Neuen Palais war, gesagt habe:„ Androck, fagen können, da fie nicht wissen, wie der einzelne Mensch geartet Fuhrherren bringen, welche bisher immer den richtigen Lohn gezahlt sein würde, wenn er diese Anstrengungen nicht durchgemacht hätte. Partei- Nachrichten. Bei den Stadtverordneten- Wahlen in Frankfurt a. M. waren neu zu befezen: 8 nationalliberale, 7 fortschrittliche, 11 demokratische, zusammen 26 Size. Es tamen aber nur 15 Wahlen definitiv zu stande; 11 Wahlen müssen auf dem Wege der Stichwahl entschieden werden. Von den Gewählten find 7 Nationalliberale, 3 Fortschrittler, 5 Demokraten. In die Stichwahl kommen 7 Nationalliberale, 5 Demokraten, 4 Fortschrittler, 3 Sozialdemotraten, 2 Kommunalvereinler, 1 Konservativer. In den einzelnen Bezirken betheiligte sich unsere Partei an der Wahl wie folgt: Wahl- Abgegebene Davon für die berechtigte giltige Stimmen soziald. Kandidat. 385 175 u. 172 2299 1. Bezirk( Ostend) 1113 2. ( Sachsenhausen) 2653 1542 3. ( Altstadt) 1790 1030 ( Westend) 2917 976 ( Nordwest) 2229 1152 6. ( Nordend) 2721 1196 7. ( Bornheim) 2604 1134 8. 840 ( Bockenheim) 1552 65 85, 80 u. 84 437 375, 250, 274 " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. und bewilligt haben. Der Streik bei dem Fuhrberrn Kurth ist noch nicht beendet. Wir erwarten, daß jeder Kollege bis zur Beendigung des Streits diesen Fuhrhof meidet. Das Agitationstomitee. J. A.: H. Schulz. Deutsches Reich. Achtung, Former! In Ratingen bei Düsseldorf( Firma Ulbrich u. Hinrichs) legten am 17. November sämmtliche Former Der in Sachen Ziethen vielgenanute Zenge Barbier Franz Audrock aus Bornstedt hatte sich am Freitag vor dem Potsdamer Schöffengericht in Gemeinschaft mit seiner Ehefrau Ottilie, geborenen Möwes, wegen unbefugter Führung des Adelstitels zu verantworten. Vor etwa 3 Monaten erschien Androck plötzlich beim Gemeindevorsteher von Bornstedt und erklärte, er werde ferner nur noch Schreiben annehmen, die mit von Androck" adreifirt seien. Seine Ehefrau unterschrieb sich fernerhin auch ftets als Frau von Androck. Vor Gericht erklärte Androd, daß Kaiser Wilhelm J. eines Tages dem Bruder seines von heute ab heißen Sie v. Androck." Der Angeklagte will auch das eingerahmte Adelsdiplom im Zimmer feines Onkels haben hängen sehen, doch ist nach Auskunft des Berliner Heroldamtes dort eine Adelsverleihung an einen Androck nicht bekannt geworden, wird auch als unglaubwürdig bezeichnet. Androck nebst Frau wurden deshalb zu je 5 Mark Geldstrafe event. 1 Tag Haft verurtheilt. und Sternmacher die Arbeit nieder. Lohndifferenzen und ungenügende Lehte Nachrichten und Depeschen. Einrichtung führten nach vorherigem fruchtlosen Verhandeln zu diesem Schritte. Bei genügender Fernhaltung des Zuzugs hoffen die Former auf einen Sieg. Erfurt, 19. November.( W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Heute Nacht liefen auf dem hiesigen Güterhahnhofe bei dem un Die Bildhauer Nürnbergs haben beschlossen, im nächsten durchdringlichen Nebel zwei soeben eingelaufene Güterzüge auf einFrühjahr bei günstiger Konjunktur von den Unternehmern die Ab- ander. Verlegungen sind bei der langsamen Bewegung der Fahrschaffung der Akkordarbeit, der Heimarbeit, des Ueberstundenwesens zeuge nicht vorgekommen, auch der Materialschaden ist geringfügig. und Festlegung eines Minimallohnes zu fordern. München, 19. November.( W. T. B.) Die Abendblätter melden, daß der Kaiser von Bola aus über Undine und Junsbruck reisend am 23. d. M. in München eintreffen wird. Gerichts- Beitung. Wien, 19. November.( B. H.) Deutschnationale, slavische und jüdische Studenten geriethen heute auf der Universität so hart aneinander, daß die Polizei einschreiten mußte. Mehrere Studenten wurden verhaftet. Wien, 19. November.( W. T. B.) Der Ausgleichsausschuß des Abgeordnetenhauses nahm mit 22 gegen 17 Stimmen Artikel 1 der das: 300- und Handelsbündniß betreffenden Vorlage an und begann darauf die Berathung des Artikel 2. Triest, 19. November.( B. H.) Hier herrscht große Kälte. Im Brandstiftungsprozek Radtke mußte gestern die Verhandlung auf Wiontag vertagt werden. Schon am Freitag bekam die angeklagte Frau Radtke wieder einen ihrer hysterischen Anfälle, die f. 3. ihre vorübergehende Ueberführung aus dem Untersuchungsgefängniß nach der Charitee nothwendig gemacht hatten. Die Verhandlung mußte daher auf gestern vertagt werden. Gestern verzögerte sich die Wieder In Stichwahl kommen die Parteigenossen Opificius, Knackmuß eröffnung der Sigung bis 10/2 11hr. Dann theilte der Vorsitzende und Ortenſtein, sämmtlich in Bockenheim. Die Demokraten hatten unserer Partei das Zugeständniß ge- Landgerichtsdirektor Opis mit, daß die Angeklagte Frau Nadtke macht, die Namen zweier Kandidaten für Bornheim auf die demo- nicht zur Stelle und von dem Gefängnißarzt die Nachricht einfratische Liste setzen zu dürfen. Das Bürgerthum folgte aber diefer getroffen sei, daß die Angeklagte wiederum von hysterischen Gestern wüthete eine heftige Bora, welche die Einfahrt der Schiffe Barole nicht; gerade unsere beiden Kandidaten, für die es stimmen Strämpfen befallen sei, so daß sie der Verhandlung nicht in den Hafen verhinderte. Von einem italienischen Schiff wurden Barole nicht; gerade unsere beiden Kandidaten, für die es stimmen beiwohnen könne. Der Staatsanwalt hielt es nicht für angemessen, mehrere Schiffsjungen über Bord gespült, aber gerettet. follte, find, wie die„ Boltsstimme" schreibt, glänzend durchgefallen die Sache zu theilen, sondern schlug vor, die Verhandlung und an ihrer stelle ein paar nationalliberale Nullen gewählt worden" auf Montag zu vertagen. Rechtsanwalt& eo p. Mayer schloß sich nischen Bureaus und Vertreter mehrerer größerer auswärtiger Lemberg, 19. November.( B. H.) Der Besitzer eines techDie Führer der Demokraten haben sich als Generale ohne Soldaten diesem Vorschlage an, da Frau Radtke am Montag möglicherweise Maschinenfabriken, Adolf Sobel, ist nach einer Blättermeldung flüchtig wieder vernehmungsfähig sein werde. Der Gerichtshof beschloß geworden. erwiesen. Die Parteigenoffen von Kalt bei Köln, die sich an den drei darauf, die weitere Verhandlung auf Montag 9 Uhr zu ver- Rom, 19. November.( 2. T. B.) Ministerpräsident Belloug legten Ergänzungswahlen zur Stadtverordneten- Versammlung be- tagen. Die Leidtragenden bei diesem Zwischenfalle find die Getheiligten, haben für dieses Jahr die Betheiligung abgelehnt. Der schworenen, deren Sizungsperiode eigentlich gestern zu Ende sein legte in der Deputirtenkammer einen Gejezentwurf vor betreffend Mangel eines größeren Versammlungslokals- bas bisherige ist sollte, die nun aber sich weiter zur Verfügung des Gerichts stellen Abänderungen des Gesetzes über die politischen Wahlen. durch Kauf in den Besitz der Stadt übergegangen und andere müssen. Madrid, 19. November.( W. T. B.) Die für heute erwartete Lokale Schwierigkeiten veranlaßten den Beschluß. Verrath militärischer Geheimnisse? Aus Leipzig wird Sigung des Ministerraths wurde verschoben. Wie es heißt, wird Polizeiliches, Gerichtliches 2c. bom Sonnabend berichtet: Vor dem vereinigten zweiten und Ministerpräsident Sagasta das Ergebniß der Montags- Sigung der -Vom Schöffengericht in Briezen wurde der Parteigenoffe dritten Straffenat des Reichsgerichts findet heute ein Brozeß gegen Pariser Friedens- Konferenz abwarten, um dann den Ministerrath einzuberufen. Rud. Salomon zu 30 M. Geldstrafe und den üblichen Neben- den Gärtner Franz Isidor de Coq statt, der beschuldigt ist, Stanislau, 19. November.( B. H.) Baron Brunicki wurde ver strafen verurtheilt, weil er den dortigen Magistrat beleidigt haben Schriftstüde, Aufzeichnungen u. s. w., deren Geheimhaltung im Inter soll. Salomon hat Berufung eingelegt. 1 esse der Sicherheit des Deutschen Reiches zu bewahren war, anderen haftet, weil er dem Wechselfälscher Grafen Korytowski zur Flucht Wegen Beleidigung eines Sergeanten wurde der verantwort mitgetheilt zu haben( Verbrechen gegen die§§ 1 und 2 des Ge- aus dem Gefängniß verholfen hat. liche Redakteur des Volksblatts für Hessen". Genosse fezes gegen den Verrath militärischer Geheimnisse vom 3. Juli Madras, 19. November.( Meldung des Renter'schen Bureaus.) Garbe, vom Schöffengericht in Kassel zu 4 Wochen Gefängniß 1893). Den Borsig führt Senatspräsident Treplin, die Anklage- In Namakal, Seringapatam und Chikballapur ist die Beuleupest in verurtheilt. 1 behörde vertritt Ober- Reichsanwalt Hamm, die Bertheidigung führt bedrohlichem Maße aufgetreten. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 272. 15. Jahrgang 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 20. November 1898. Gewerbliche Bleivergiftungen. Das Krankheitsbild der Bleivergiftung ist vor allem charakteristisch dur die große Blässe und Schwäche der befallenen Personen; von örtlichen Erscheinungen fehlt fast nie der" Bleisaum" am Bahnfleisch, d. h. eine graue, durch Bleiniederschlag bedingte Verfärbung des freien Randes des Zahnfleisches. Eine der häufigsten Erscheinungsformen ist auch die sogenannte„ Bleikolit", d. h. eine unter heftigen frampfartigen Schmerzen einhergehende, etwa 1-2 Wochen andauernde Erkrankung der Verdauungsorgane. Daneben kommen vor: Erkrankungen des Nervensystems, theils in Form der sogenannten Bleilähmung", welche meist die Muskeln des Borderarms betrifft, theils in Form schwerer Gehirnerscheinungen: allgemeiner Krämpfe, Benommenheit, Delirien u. s. w. In das Gebiet der legtgenannten Erscheinungen gehört auch die nicht allzu selten beobachtete Er blindung. Ferner tönnen hartnäckige, unter dem Bilde des chronifchen Rheumatismus auftretende Gelenkerkrankungen und schwere Nierenleiden als Folge von Bleivergiftung auftreten. In schweren Fällen kann die Vergiftung den Tod zur Folge haben. wäre. " " der Die Die Ob die Bleifarben- und Bleizucker- Fabriken getroffen hat, denn, wie in genauer gesagt: der besitzenden Frau auf dem Gebiete nicht den letztgenannten Betrieben, ist es auch in den Patentverschluß- der Privatwohlthätigkeit, sondern der Wohlfahrtspflege, d. h. all' der1uter den gewerblichen Vergiftungen gebührt den durch Blei die Gesundheit der Arbeiter so schwer schädigt. Der Erlaß des wirken wollen, dem Unbemittelten den eigenen Kampf um die Fabriken die massenhafte Verbreitung bleihaltigen Staubes, welche jenigen Bestrebungen, die nach der Ansicht Münsterberg's- dahin hervorgerufenen schon infolge ihrer großen Häufigkeit und Ver- Bundesraths bezieht sich zunächst auf die Ventilation und Reinigung Eriſtenz erfolgreicher zu gestalten und auf diese Weise die Privats breitung die erste Stelle. So famen, wie Helene Simon in der Arbeitsräume, sodann aber wird darin bestimmt, daß jugendliche wohlthätigkeit sanimt der öffentlichen Armenpflege womöglich über der Sozialen Praxis" mittheilt, nach dem Bericht der englischen Arbeiter und Arbeiterinnen überhaupt nicht, erwachsene männliche flüssig zu machen. Zu diesen Bestrebungen gehört zum Beispiel Fabrikinspektoren im Jahre 1897 insgesammt 1239 gewerbliche Ber- Arbeiter nur nach Beibringung eines Gesundheitsatteftes und nicht hilfe in Krankheitsfällen, Verbreitung hauswirthschaftlicher Kennt giftungen zur Anzeige; von diefen entfielen auf die Porzellan- und länger als 12 Stunden beschäftigt werden dürfen. Diese Aus- nisse, Thonwaaren- Industrie 446, welche wohl fast ausschließlich der Verschließung der jugendlichen Arbeiter und der Arbeiterinnen ist eine Frage Förderung der Volksbildung und so weiter. wendung von Blei zur Glasur zur Last zu legen sind, und auf durchaus sachgemäße und berechtigte, da, wie auch jetzt wieder Referent aus, eng zusammen mit der Frauenfrage überhaupt. weiblichen Hilfsthätigkeit hängt, so führte der Bleiweiß-, Glas- und Farbenindustrie, Schmelzen von Metallen die Untersuchung u. 1. t. 768, von welchen sicher mehr als die Hälfte Blei- Personen und das weibliche Geschlecht in besonders hohem tritt besonders scharf hervor in der Stellung, die der Frau bek in England dargethan dargethan hat, jugendliche Der Gegensatz zwischen den verschiedenen Klassen der Bevölkerung Jergiftungen find. Maße der Gefahr der Die Beschränkung der Arbeitszeit der erwachsenen männlichen Arbeiter Fesselung an das Haus, ein ängstliches Behüten vor dem öffentlichent Bleivergiftung ausgesetzt find. ihnen angewiesen ist: bei der besißenden Klasse eine überwiegende fann dagegen nicht als eine genügende angesehen werden; forderte Leben, bei der besiglosen ein Hinaustreten in die Oeffentlichkeit zu doch selbst ein Fabrikinspektor, der Potsdamer Gewerberath Zwecke des Broterwerbs, eine durch Arbeit und Noth erzeugte Ente Dr. v. Rüdiger, für die Arbeiter in Bleizuder- und Bleifarben- fremdung vom Hause. Gerade hier hat die weibliche Hilfsthätigkeit Fabriken einen sechsstündigen Maximal- Arbeitstag. einzusetzen. Die Frauen der besitzenden Klasse müssen, sagt M., Dr. Marcuse's die Beachtung unserer Behörden. Es gilt zu prüfen, helfend einzugreifen, Aber auch in anderer Beziehung verdienen die Mittheilungen aus dem Hause hinaus in die Oeffentlichkeit, müssen lernen ob die Porzellanknöpfe der Patentverschlüsse, nachdem fie in der oben Klasse das Haus zurückgewonnen wird. damit den Frauen der besitzlofen geschilderten Weise bedruckt worden sind, auch den Anforderungen des nöthig: Verständniß Dazu ist zweierlei Reichsgesetzes betr. den Verkehr mit blei- und zinkhaltigen Gegen- ernst. Beides fehlt den Frauen der befizenden Klasse, weil Verständniß der Aufgabe und Berufs ständen", genügen. die Bedingungen zur Entwickelung dieser Eigenschaften fehlen. Die sie nicht mit Email oder Glasur versehen sein dürfen, welche bei gänzen, damit die Frau die Aufgaben des wirklichen Lebens versteht. Dieses Gesetz bestimmt für Eß-, Trinks und Kochgeschirre, daß einseitig ästhetische Bildung ist durch soziale Bildung zu ers Anwendung eines näher bezeichneten Verfahrens 4 pet. Essig- Blei abscheiden. Daraufhin sollten die Porzellan- rege, und Versuche dazu sind durch entsprechende Vortragskurse 2c. Kochen mit Das Verlangen nach einer solchen Ergänzung wird immer mehr fnöpfe einer Prüfung unterzogen werden; erweisen sich dieselben gemacht worden. M. fordert aber eine planmäßige Ausbildung der Die große Häufigkeit der Bleivergiftungen findet ihre Erklärung um so rücksichtsloser einzuschreiten, als der Aufdrud nur Reklame blos den unverheirathet bleibenden Mädchen, auch denen, die später dabei als den gesetzlichen Anforderungen nicht entsprechend, so wäre jungen Mädchen an einer besonderen Bildungsanstalt. Nicht darin, daß das Blei und die aus demselben hergestellten Produkte zwecken dient und daher im schlimmsten Falle in den mannigfaltigsten Gewerben ausgedehnte Anwendung finden unschädliches, demselben Zwecke dienendes Verfahren nicht gefunden Gebiete der eigenen Familie zu bethätigen, werde das in dieser d. h. wenn ein als Gattin und Mutter Gelegenheit finden, sich auf dem engeren und somit die Arbeiter in einer ganzen Reihe von Industrien diesen werden kann Vergiftungen ausgesezt sind. Neben denen, welche unmittelbar mit überhaupt verboten werden könnte. Bildungsanstalt Erworbene von Nutzen sein. M. sprach die( von großent der Gewinnung oder Verarbeitung des rohen Metalls beschäftigt streiten fönnen, daß Dr. Marcuse's Mittheilungen ein erhebliches dankens, in der die Gleichwerthigkeit der Frau mit dem Manne zum Nach den bisherigen Auseinanderseßungen wird man nicht be- Optimismus zeugende) Hoffnung aus, daß die Verwirklichung des Gesind denen in Hütten, Gießereien, Bleifarbenfabriken u. s. w. tommen hier, wie schon erwähnt, die Töpfer und Borzellanarbeiter, zwischen deutschen und englischen Verhältnissen, daß bei uns der speziellen Frage Interesse zukommt. Es ist bezeichnend für den Unterschied Ausdruck kommen solle, sich einmal erreichen lassen werde. In der ferner die Maler und Ladirer, Schriftfeßer und Buchdrucker, Feilen- artige Mittheilungen fast spurlos vorübergehen, während die englische städtischen Armenpflege gab M. am Schlusse feines Vorder Zuziehung der Frauen ur hauer, Klempner, Rohrleger, Glasschleifer, Spigentlöpplerinnen und Preffe ähnliche Mißstände einer überaus eingehenden Besprechung trages die Erklärung ab, daß sich das wahrscheinlich sehr sehr langs andere mehr in betracht. Angesichts der großen Verbreitung und der Schwere der Er- beschäftigt. Wochenlang bildeten die„ Bleivergiftungen in den den Organismus des Armenwesens eingegliedert werden könnten und unterzieht und schließlich auch das Parlament sich mit diesen Fragen sam" vollziehen werde, weil die Frauen nicht so ohne weiteres in frankungen hat man sich in England jüngst veranlaßt gesehen, durch Töpfereien" eine ständige Rubrik im"" Daily Chronicle"; aber auch viele Widerstände zu überwinden seien. Eine Diskussion über besondere Kommissionen die Lage der Bleiarbeiter u. f. 1. unter- nicht blos dies radikale Blatt, sondern Zeitungen aller politischen den Vortrag fand, von einer Anfrage abgesehen, nicht statt. suchen zu lassen. Auf diese Untersuchungen und ihre Ergebnisse Richtungen, und angesehene medizinische Fachzeitungen, wie der Mädchen und Frauen des Proletariats werden Herrn M. schwerlich tommen wir später zurück. Zunächst möchten wir an einem Beispiel Lancet", betheiligten sich an diesen Erörterungen und forderten in darin beistimmen, daß sie von der sozialen Hilfsarbeit der besitzenden zeigen, wie nothwendig auch in Deutschland die Einsetzung der scharfen Worten ein energisches Vorgehen der Regierung. Bei der Frauen viel für die Besserung ihrer Lage zu erwarten haben. artiger, mit besonderen Vollmachten auszustattender Kommissionen Etatsberathung stellte dann der liberale Abgeordnete Mr. Tennant die Volksschul- Lehrerinnen, die doch in ihrer Berufsthätigkeit manche den Antrag, den Gehalt des Home Secretary" In der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Gefundheitspflege" Staatssekretär im Reichsamt des Junern" entsprechendetwa unserem Gelegenheit haben, die Lage des arbeitenden Volkes kennen zu berichtete vor einiger Zeit ein Berliner Arzt, Dr. P. Marcufe, 100 Pfund Sterling herabzusetzen, und demselben so die Mißum lernen, nicht ähnlich denken? Man sollte es eigentlich erwarten. über gewerbliche Waffenvergiftung durch Blei". M. hatte Gelegen billigung dafür auszusprechen, daß er keine geeigneten Schritte zur wieder einmal vorgekommen diesmal in Gelsenkirchen, daß Vom Nuken der ärztlichen Schulaufsicht. Es ist kürzlich heit, bei einer größeren Zahl von Arbeiterinnen einer Fabrit, in Verhütung der Bleivergiftungen u. f. tv. gethan habe. In der Debatte ein Vater sein Kind vom Schulbesuch zurückhielt, weil er meinte, daß welcher Patent- Flaschenverschlüsse hergestellt werden, Bleivergiftung über diesen Antrag wurden einige Ergebnisse der bis dahin an- das betreffende Klassenzimmer der Gesundheit nachtheilig sei. Der festzustellen. Die Erfrantungen nahmen zum theil einen sehr schweren gestellten Untersuchungen mitgetheilt, welche recht bemerkens Mann bekam ein polizeiliches Strafmandat, rief, aber richterliche Verlauf, ja, eine Krante erlag sogar der Vergiftung. Die betreffenden werth find. Von 46 000 Arbeitern Arbeiterinnen, welche in größerer Zahl in einem fleinen, schlecht ven- 20 700 Frauen und 11 270 junge Leute. Töpfercien find Drei Fünftel der VerEntscheidung dagegen an. Zwar hatte ein Regierungsbaumeister flirten Zimmer beschäftigt waren, hatten auf die Porzellanknöpfe giftungen entfallen auf die Frauen, und es beweist dies schon zur das Klassenzimmer noch kurz vorher für durchaus nicht gesundheitsder Verschlüſſe den Namen der Firma, für welche die Waare be- genüge die größere Anfälligkeit der Frauen. Während des Monats schädlich erklärt, aber auf grund eines Gutachtens des Schularztes, stimmt war, aufzudrucken. Dies geschieht mittelst einer Handdruck- Juni allein tamen 38 Vergiftungen zur Anzeige welcher erklärte, daß er sein Kind nicht in diese Schule schickent 14 Männer, preffe; um aber den Aufdruck zu figiren, wird vor dem Brennen der 19 Frauen und 5 junge Lente betreffend das macht pro Jahr würde, erfolgte tostenlose Freisprechung. Die„ Preuß. bedruckte Knopf in einen Buder getaucht, der sich bei der chemischen etwa 500. In einer früheren Barlamentsberathung war bereits Lehrerzig.", der wir diese Nachricht entnehmen, theilt noch mit, daß Untersuchung als zu 30 pet. aus essigsaurem Blei bestehend erwies. mitgetheilt worden, daß in Töpfereien seit 1895, also in 22 Jahren, sich ein Lehrer derselben Schule vor kurzem aus Geſundheitssich ein Lehrer derselben Schule vor furzem aus GesundheitsDas Abftäuben des überschüssigen Puders, welches mit einer Art 528 Bleivergiftungen bei Frauen und 68 bei Kindern vorgekommen Fall lehrt, daß die Schulärzte gelegentlich recht unbequem rücksichten an eine andere Schule hat versetzen lassen. Det Buderbeutel vorgenommen wird, muß nothwendigerweise zur Folge waren, bei einer Gesammtsumme von 20 700 beschäftigten Bersonen; werden können. Für manche Kommunalverwaltungen, die ohnebies haben, daß der ganze Fabrikationsraum mit einer dichten Wolfe blei- mit anderen Worten: unter 40 ist je eine Berson erkrankt. haltigen Staubes erfüllt wird. Wir glauben, daß diese Bahlen eine Sprache reden, die deutlich nicht viel von den Schulärzten wissen wollen, mag darin ein weiterer nicht bekannt war, daß die Fabrikation von Patentverschlüssen Blei- laffung geben sollten, eine eingehende Untersuchung über Verbreitung bei Erwähnung des Kampfes, den Cohn in Breslau um die SchulDiese Mittheilung ist zunächst insoweit von Interesse, als bisher genug ist, und daß sie auch unseren maßgebenden Kreisen Veran- Grund zu Bedenken gegen die ärztliche Schulaufsicht liegen. Das vergiftungen und noch dazu in größerer Zahl-im und Häufigkeit der gewerblichen Bleivergiftung anzustellen. Gefolge hat. Es ist das ein sprechender Beweis dafür, daß mit der arztfrage geführt hat, diefer lange Kampf lasse die Annahme zu, Entwickelung der industriellen Technik unsere Kenntniß von den da„ daß der Widerstand bei den Gemeinden gegen die ärztliche Schulmit verknüpften Gesundheitsgefahren nicht. gleichen Schritt gehalten aufsicht hauptsächlich darin seinen Grund haben dürfte, daß durch hat. Das ist auch nicht möglich, so lange ausschließlich die überdie Schulärzte mannigfache Schäden z. B. der Schulgebäude bes lasteten Fabrifinspektoren sich mit der Feststellung solcher Gefahren faint, jahrelang dauernder Schlendrian in Schulangelegen*. berufsmäßig zu beschäftigen haben, während die Nächstbetheiligten Der Magiftrat hat der Stadtverordneten- Versammlung das heiten aufgedeckt und die Ruhe und Bequemlichkeit so die Unternehmer, die Arbeiter und die Aerzte, welche die Erfrankten Verzeichniß der in den städtischen Bureaus beschäftigten 440 Hilfs mancher Gemeindevertretung gestört werden könnte." Von diesem zu behandeln haben in feiner Weise zu einer geregelten Mitarbeiter mit dem Ersuchen vorgelegt, sich damit einverstanden Gesichtspunkte aus läßt sich vielleicht auch die Hartnäckigkeit be wirtung herangezogen werden. In England geschieht dies wenig zu erklären, daß 1. die im Verzeichniß namentlich aufgeführten greifen, mit der man sich z. B. hier in Berlin bisher gegen die stens einigermaßen. Dort hat zunächst der Unternehmer jeden Fall Personen ohne weitere Prozeßführung als Gemeindebeamte in vielen anderen Orten längst bewährte Einrichtung der ärztlichen von Vergiftung, der im Betriebe vorgekommen ist, zur Anzeige zu anerkannt und unter Fortfall des Beschäftigungsattestes, im Schulaufsicht gesträubt hat; denn auch in Berlin gelten die Voltsbringen. Dieselbe Verpflichtung muß aber auch der Arzt erfüllen, welcher übrigen in bisheriger Weise weiter befoldet, 2. die mit vier Hilfs- schulen, um die es sich ja bei dieser Frage in erster Linie handelt, an Bleivergiftung ertrantte Personen behandelt, und zwar hat er im arbeitern gegenwärtig noch schwebenden Prozesse durch Zurücknahme bei den Aerzten wie bei den Lehrern in gesundheitlicher Hinsicht Unterlaffungsfalle eine Geldstrafe zu gewärtigen, während für die der vom Magistrat eingelegten Rechtsmittel erledigt werden. als durchaus nicht so musterhaft, wie man es von einer Großstadt Erstattung der Anzeige staatlicherseits eine Vergütigung gezahlt wegen der 13 im Statistischen Amt beschäftigten sogenannten verlangen muß und wie sie der Gemeinde Schulverwaltung er wird. Es ist kein Wunder, daß unter diesen Umständen die Unter- ständigen Hilfsarbeiterinnen, bezüglich deren noch besondere fcheinen. Nach dem von der Berliner Schuldeputation jest fuchungen in Eugland ein vollständigeres Bild von dem Umfang der Regelungen erforderlich sind, hat der Magistrat sich ebenso wie be- ausgearbeiteten Plan zur endlichen Anstellung von Schulärzten Bleivergiftungen geben, als es bei uns der Fall sein würde. Und züglich einzelner bei den städtischen Werken und auf Außenposten sollen diese auch eine gewisse Aufsicht über die Schulräume ein wie grelles Licht diese Untersuchungen auf die Lage der be- beschäftigten Hilfsarbeiter besondere Anträge vorbehalten, sowie ausübent. Sie sollen die ihnen zugewiesenen Schulhäuser und schäftigten Arbeiter werfen, das zeigt am Klarsten das Verhalten der wegen Reliktenversorgung dieser als Gemeindebeamte anzustellenden Klassen während oder außerhalb des Unterrichts, nach vorheriger Unternehmer; dieselben verschmähen kein Mittel, welches geeignet er Hilfsarbeiter. Anmeldung beim Reftor, in bestimmten Zeiträumen besuchen und scheint, die Bedeutung der so gewonnenen Ergebnisse abzuschwächen. Zur Magiftratsvorlage über das Baron'sche Vermächtniß die etiva beobachteten Mängel dem Rektor mittheilen. Findet der So behauptete einer derselben, Mr. Woodall, zugleich liberales an die Stadtgemeinde Berlin haben die Stadtvv. Matterne, Plan die Zustimmung der Gemeindebehörden, dann dürften auch bei Parlamentsmitglied," daß die den Aerzten gezahlte Vergütigung die hammerstein, Dr. Gerstenberg, Hauer und Rast uns die Schulärzte oft recht unbequem werden und als Störenfriede jelben forrumpirte und sie verleitete, falsche Anzeigen zu machen! folgenden Zusazantrag gestellt:„ Das zu erwählende Kuratorium wirken. Aber je weniger sie davor zurückschrecken, die Gemeindes Dabei mußte der sehr ehrenwerthe Herr felbft zugeben, daß, bewirkt aus den Zinsen des Legats die Erziehung und Verpflegung behörden in ihrer Ruhe zu inkommodiren, desto größer wird ihr auch wenn man die nach seiner Meinung falschen Anzeigen abzöge, der unter Nr. Il des Testaments genannten Kinder in der vom Muzen sein und desto mehr werden sie sich den Dank derjenigen das llebel noch groß genug wäre. Teftator vorgeschriebenen Weise. Die Beobachtung des Gesundheits- Bevölkerungskreise erwerben, die für ihre Kinder auf die Gemeindes Daß es nothwendig ist, den Unternehmern wie den Aerzten zustandes der Kinder soll durch einen vom Kuratorium zu wählenden schulen angewiesen sind. gefeßlich die Anzeigepflicht aufzuerlegen, beweist gerade in dem vor praktischen Arzt geübt werden, auch soll dem Kuratorium das Recht liegenden Falle das Verhalten des Unternehmers. Wie Dr. Marcuse zustehen, über die Aufnahme und Entlassung der Kinder jederzeit den Stadtkreis Berlin trat gestern im hiesigen Ständehause, Die Aerztekammer für die Provinz Brandenburg und berichtet, haben die Vorstellungen, welche er der Fabrifleitung machte, frei bestimmen zu dürfen." Durch diesen Zusatzantrag hofft man Matthäilirchstraße 20/21, zu einer Berathung zusammen. Man trat zunächst den Erfolg gehabt, daß in Erkrankungsfällen den Arbeite- die Bedenken des Ausschusses, der sich gegen die Annahme des zunächst ein in die Besprechung über eine Entscheidung des Ober rinnen ganz unberechtigterweise der Rath gegeben wurde, doch lieber Baron'schen Vermächtnisses ausgesprochen hat, noch zerstreuen zu Verwaltungsgerichts, nach welcher die Ausgaben, welche einen anderen Arzt aufzusuchen. Man sieht hieraus deutlich, welchen können. die Aerzte für Fachliteratur, Kleidung, Neisen zu wissenschaftlichen Schädigungen sich der Arzt ausseßt, wenn er in richtiger Auffassung jeines Berufs die Verhütung von Krankheiten als eine wesentliche, Antrag gestellt, sie möge sich damit einverstanden erklären, daß dem fähig fein sollen. Der Referent, Dr. Joachim, beantragt hierzu eine Der Magiftrat hat bei der Stadtverordneten- Versammlung den Versammlungen machen, nicht vom versteuerbaren Einkommen abzugs ja die wesentlichste Aufgabe ansieht und diese Aufgabe auch dort zu Grundstücserwerbungsfonds der Betrag von 5 Millionen Mart aus Kommission mit geeigneten Schritten zu betrauen, um für die erfüllen bestrebt ist, wo materielle Interessen des Unternehmerthums den Ueberschüssen des Rechnungsjahres 1897/98 überwiefen werde. Zukunft eine Aenderung hierin herbeizuführen. Der Antrag wird dadurch beeinträchtigt werden. Bei dieser Sachlage würde es nicht einmal genügen, wenn gefeßlich allen Aerzten die Pflicht auferlegt angenommen und die Angelegenheit der Honorarkommission überwiesen. würde, jede gewerbliche Vergiftung, welche zu ihrer Kenntniß Es folgt nun das Referat des Professor Koßmann über die gelangt ist, anzuzeigen; es müßte außerdem noch strengste Strafe Verfügung des Berliner Polizeipräsidenten bezüglich der Führung des Titels Arzt" vom 12. Februar 1898. Der Referent jedem Unternehmer angedroht werden, der einen Arzt an der Erfüllung dieser Pflicht durch materielle Schädigung zu hindern sucht darauf aufmerksam, daß am Sonnabend, den 26. d. M., der Wahl- Kompetenz der Aerztekammer liege und geht dann näher auf Nr. 1, Die Parteigenossen des fünften Wahlkreises machen wir betont zunächst, daß die Kritik dieser Verfügung innerhalb der Angesichts des gekennzeichneten Verhaltens des Unternehmers ist verein sein zweites Stiftungsfest feiert. Wir bitten, die abs. 1 dieser Verfügung ein, welche befagt: Den im Auslande der Optimismus des Herrn Dr. Marcuſe wenig verständlich; derselbe Genoffen um recht rege Betheiligung. Einlaßtarten sind in den be- approbirten Personen, männlichen und weiblichen, die sich zue begnügte fich mit dem„ festen Versprechen" des Fabrikinhabers, daß tannten Zahlstellen und beim Kassirer M. Kohnte, Höchstestr. 4, gewerbsmäßigen Ausübung der Heilkunde öffentlich erbieten, ist die alle Anordnungen M.'s" genau durchgeführt werden sollten, und fah Führung des Titels„ Arzt", praktischer Arzt"," praktische Kerztin daraufhin von weiteren Schritten ab. Wir möchten fast bezweifeln, zu haben. daß dieses Vertrauen sich als gerechtfertigt erweisen wird, obwohl im Geschäftsbetriebe mur dann erlaubt, wenn der Titel mit einem Arbeiter- Bildungsschule. Heute Abend 7 Uhr in den Armin seinen Ursprung bezeichneten Zusatz versehen ist, welcher für die Anordnungen M.'s feineswegs übertriebene find, sondern im hallen, Kommandantenstr. 20, Vortrag des Herrn Dr. Oppen das Publikum aller Stände den Irrthum völlig ausschließt, als Gegentheil weit hinter dem zurückbleiben, was man als Mindestheimer über„ Die soziale Bedeutung der Genossen sei die Approbation als Arzt in Deutschland erworben." Die vors maß des Erforderlichen bezeichnen muß. Da M. nicht der einzige haften". Korreferent: Dr. Conrad Schmidt. Zu recht stehende Anordnung lasse unter gewissen Umständen die Führung Arzt war, welchen die Arbeiter der betreffenden Fabrit zu Rathe zahlreichem Besuch ladet Mitglieder und Gäste höflichst ein des Titels Arzt" zu und wüße sich dafür auf die Judikatur des ziehen konnten und er trotzdem in furzer Zeit eine große Zahl Ober- Verwaltungsgerichts. Außerdem sei den deutschen Aerzten die fchwerer Vergiftungen feststeйen mußte, kann die Fabrikation von Niederlassung im Auslande und namentlich in der Schiveis Patentverschlüssen als eine ungewöhnlich gefährliche angesehen Ueber Bedeutung und Inhalt der weiblichen Hilfsthätig- sehr erschwert. Es liege also keine Veranlassung vor, Ba werden. Es würde sich daher unseres Erachtens rechtfertigen, diefen keit sprach am Dienstag der jezige Leiter unseres städtischen Armen- deutsche Gebiet den ausländischen Aerzten zu öffnen. Fabrikationszweig ähnlichen Bestimmungen zu unterstellen, wie sie wesens, Stadtrath Münsterberg, im ,, Verein Berliner Volks- müsse daher beantragen, den Oberpräsidenten zu ersuchen, der Bundesrath durch Erlag bom 12. April 1886 für schul- Lehrerinnen". Weibliche Hilfsthätigkeit ist Bethätigung der Frau- daß er dem Berliner Polizeipräsidenten und, wenn nothwendig, auch ' Kommunales. Tokales. C. F. Der Vorstand. Der Vorstand. " Er Die anit dienen als dem Reichskanzler von dem Widerspruch dieser Verfügung mit der der 2. Realschule, Weißenburgerstr. 4a. i) Stadtbezirk 243-281: Freitag, bergstr. 6-26u.30-86, Joachimsthalerstr. 1-4u.43-44, Stautstr. 5-21, Judikatur der höchsten Gerichte Mittheilung mache. Sanitätsrath den 2. Dezember d. J., nachmittags 6 Uhr, im Hörsaale der 67. Gemeinde Snefebedstr. 1-24 und 88-100, Kurfürsten- Allee zwischen der königl. Marcuse führt hiergegen eine Anzahl Reichsgerichts- Entscheidungen schule, Elifabethkirchstr. 19. k) Stadtbezirk 282-326: Sonnabend, den Baumschule und Bahnhof Zoologischer Garten, Savigny- Platz 3-10, ins Feld, welche die Führung des Titels„ Arzt" durch im Ausland 3. Dezember d. I., nachmittags 6 Uhr, im Hörsaale der 183. Gemeinde- Baumschule und Bahnhof Zoologischer Garten, Savigny- Platz 3-10, approbirte Personen nur bei Erregung eines Irrthums im Publikum ſchule, Müllerstr. 158/159. Steinplay, Uhlandstr. 1-11 und 190-197, Fasanenstr. 20-105 als strafbar ansehen. Er beantragt, den Reichskanzler durch den vertreter. Zu wählen sind in jedem Wahlbezirke acht abgeordnete, acht Stell ausschließlich 42-84, Grolmanstr. 26-48, Joachimsthalerstr. 5-42, Oberpräsidenten zu ersuchen, eine Abänderung der GewerbeKantstr. 146-161, Knesebeckstr. 25-82, Kurfürstendamm 18-39 und Wahlberechtigt sind nur diejenigen, welche zur Zeit der Wahl noch Ordnung im Interesse leiten zu wollen. der inländischen Aerzte in die Wege Steuerpflichtige der betreffenden Gewerbesteuer- Klasse sind und sich durch 200-220, Savigny- Play 1-2 und 11-13, Uhlandstr. 12–37 und Nach langer Diskussion, an welcher noch Vorzeigung ihres diesjährigen Veranlagungsschreibens oder ihrer letzten die Herren Alerander, Schaeffer, Mendel theil- Gewerbesteuer- Quittung ausweisen. Ohne solchen Ausweis kann die zu: Gambrinusbrauerei, Wallstraße, stattfindende Ferner machen wir auf die heute Mittag 12 Uhr in der nehmen, gelangt schließlich ein Antrag zur Annahme, welcher bem Wahltermin desjenigen Stadtbezirts, welcher auf dem diesjährigen wähler- Versammlung aufmerksam, in der Stadtverordneter laffung zur Wahlversammlung nicht erfolgen. Das Wahlrecht kann nur in Kommunal= bezweckt, den Oberpräsidenten zur Kenntnißnahme der Mißstände Beranlagungsschreiben und der Gewerbesteuer Quittung verzeichnet steht, Borgmann Berlin und Genosse Baul Hirsch referiren werden. bezüglich der Führung des ärztlichen Titels, zu Schritten gegen diese ausgeübt werden. Mißstände und zur Mittheilung an die Kammer von dem Erfolg Thue jeder seine Schuldigkeit, damit uns der Sieg zufalle. dieser Schritte zu veranlassen. Nach einer Pause soll der nächste nosse Grempe erhalten; er soll in einer öffentlichen Bolts- Ver- macht, daß die Stadtverordnetenwahlen für die dritte Eine Anklage wegen angeblicher Beamtenbeleidigung hat Ge- Köpenick. Die Parteigenossen werden darauf aufmerksam gePunkt der Tagesordnung:„ Die Anstellung einer Polizei fammlung in Grünau' den wegen seiner vielen Denunziationen Wählerklasse Montag, den 21. November, nachmittags von 3-7 Uhr, Aerztin" zur Berathung gelangen. Referent Dr. Jo a chim bittet gegen den dortigen Gastwirth Lindenhahn bekannten Gendarmen mit den Wahlnummern von 1 bis 1100, mit den Wahlnummern von um Absetzung dieser Angelegenheit für heute, was auch geschieht. beleidigt haben, indem er darauf hinwies, daß nicht der erste beste 1101 ab Dienstag, den 22. November, nachmittags von 3-7 Uhr, Die Fortsetzung bildet die Berathung über die Medizinal Nachtwächter ein maßgebendes Urtheil in allen Fragen haben könne. beide Tage bei Klein( Stadttheater) stattfindet. reform. Referent Dr. Alexander weist darauf hin, daß eine Der überwachende Gendarm glaubt sich nun mit diesem Nachtwächter lichen Wahleinladungen find mitzubringen und Umgestaltung der Medizinalbehörden im Interesse der öffentlichen verglichen und hat die Anklage veranlaßt. Gesundheitspflege unbedingt nothwendig fei. Der Entwurf eines Legitimation für die Wähler. Bersäume kein Wähler, der Gesetzes betreffend die Dienststellung des Kreisarztes und die Der Vorgang in der Schleiermacherstraße ist nunmehr frühzeitig abkommen kann, in den ersten Wahl= Bildung von Gesundheitskommissionen, der zur Berathung vorliege, durch die gerichtsärztliche Oeffnung der Leiche der Emma Sieg- stunden zur Wahl zu gehen, damit den später von der lasse jedoch wesentliche Weißstände der jetzigen Organisation fortmund aufgeklärt. Wenn auch Einzelheiten über den Befund nicht Arbeit kommenden Wählern nicht die Betheiligung unmöglich wird. bestehen. Er schlage deshalb eine Reihe von Abänderungen vor, bekannt geworden sind, so erfährt man doch soviel, daß die Sieg- Wähler, die am Montag oder Dienstag wählen sollen, aber an der welche namentlich die Stellung des Kreisarztes als Be mund an einem Genichbruch gestorben ist. Hiernach muß man an- Abgabe ihrer Stimme durch gewichtige Grlinde an diesem Tage amten beträfen und das Verbot der Privatpragis der Privatpraxis für nehmen, daß das Mädchen in einem Schwächeanfall die Treppe behindert sind, können ausnahmsweise, wie bei der vorigen diese Beamten und die Regierungs- Medizinalräthe zum Zweck hätten. hinuntergestürzt ist. Auch sei die Abhängigkeit des Kreisarztes von dem Landrath be- Verhaftet wurde der Färbereibefizer August Staats aus züglich der Initiative in gesundheitlichen Anordnungen eine zu große der Schüßenstr. 43, der von seiner Ehefrau, mit der er in Scheidung und die Theilnahme des Kreisarztes an den Berathungen der Selbst- liegt, bezichtigt wird, auf sie geschossen zu haben. Er bestreitet dies verwaltungs- Organe feine gesicherte, wodurch die Thätigkeit des und behauptet, seine Frau hätte ihn falsch beschuldigt, um ihn ins Kreisarztes gehindert erscheine. Die Diskussion tritt sofort in Irrenhaus zu bringen. Da man zwar feinen Revolver bei Staats die spezielle Berathung der vom Referenten zum Entwurf vor- gefunden, aber im Keller, wo die That geschehen sein soll, eine gefchlagenen Verbesserungen ein und nimmt folgende Sätze an: a) der Kugelspur in der Wand entdeckt hat, ist der Mann wegen Verdachts Streisarzt ist vollbesoldeter, unmittelbarer Staatsbeamter mit Wohnungs- des Mordversuchs in Haft behalten worden. geldzuschuß, Dienstaufward- Entschädigung und Pensionsberechtigung; b) die Ausübung ärztlicher Privatpraxis ist dem Streisarzte unter welche im Kalenderjahr 1899 außerhalb des Berliner Gemeinde Das Polizeipräsidium theilt mit: Die hiesigen Einwohner, fagt. Gestattet ist ihm die Theilnahme an gemeinschaftlicher Be- bezirtes ein Gewerbe im Umherziehen betreiben wollen, werden in rathung mit anderen Aerzten; c) der Kreisarzt hat die Aufgabe, ihrem eigenen Interesse aufgefordert, den Wandergewerbeschein unan den Sigungen des Kreisausschusses ohne weiteres, an denen des verzüglich bei dem hiesigen königl. Polizeipräsidium zu beantragen. Kreistages auf Erfuchen des Vorfizenden mit berathender Stimme Die von der letztgenannten Behörde ausgefertigten und der hiesigen theilzunehmen; d) der Kreisarzt hat die Aufgabe, auch ohne besonderen tal. Direktion für die Verwaltung der direkten Steuern, Abtheilung für Auftrag feinen Amtsbezirk periodisch zu bereisen; e) dem Streisarzte werden Gewerbesteuer, übersandten Wandergewerbescheine sind demnächst bei freisärztlich geprüfte Aerzte als Assistenten beigegeben, welche ihm dienst der hiesigen städtischen Steuerkaffe gegen Zahlung der in einem Dem preußischen Abgeordnetenhause wird eine Vorlage über die zum lich unterſtellt sind und eine angemessene Remuneration aus staatlichen besonderen Schreiben der Steuerdirektion bekannt gegebenen Steuer Zwecke der elektrischen Beleuchtung der Görlizer Vorortbahn nothMitteln beziehen; f) die gerichtsärztliche Thätigkeit des Kreisarztes einzulösen. Nur Inländer, welche ausschließlich nicht selbst ge- wendigen Geldmittel zugehen. Von Berlin bis Königswusterhausen wird in der Regel und wenn nicht besondere lokale Verhältnisse die wonnene rohe Erzeugnisse der Land- und Forstwirthschaft, des foll die ganze Strede elettrisches Licht erhalten, dessen Zentrale fich Bereinigung erfordern, von den Dienstgeschäften des Kreisarztes ge- Garten- und Obstbaues, der Geflügel- und Bienenzucht im Umher- auf dem Görlitzer Bahnhof in Berlin befindet. Der Betrieb foll trennt;) dem Regierungs- Medizinalrath ist die Ausübung jeg ziehen feilbieten wollen und deshalb eines Wandergewerbescheines bereits für den nächsten Winter beabsichtigt sein. Damit würde die licher Privatpraxis untersagt; h) für Zwecke des Gesundheitswesens nicht bedürfen, haben den erforderlichen Gewerbeschein direkt bei der Görliger Bahn die erste Borortbahn, die auf den Stationen elektrisches müssen Untersuchungsanstalten unter staatlicher Aufsicht eingerichtet tgl. Steuerbirektion, Abth. für Gewerbesteuer, Kl. Präsidentenstr. 7, Licht besigen würde. werden. Hierauf wird die Sigung geschlossen. nachzusuchen. nachmittags an der Biegung der Eisenbahnbrüide Aderſtraße- Gazten Zeugen gesucht. Die Personen, welche am 20. Oftober 51%, Ihr ftraße 8eugen des Unfalles waren, der beim Paffiren der Droschte Nr. 7813 entstand, werden gebeten, sich bei dem Droschkenkutscher Start Bedkhelling, Streligerstr. 29, zu melden. Unkosten werden erstattet. hat Die Invaliditäts- und Altersversicherungsanstalt Berlin Kot im Jahre 1897( beziv. 1896), nach dent jetzt vorliegenden Kaſſen abschluß, für verkaufte Beitragsmarten 5640 928( 5 429 128) Mart eingenommen. Nach Abzug von 23 102( 23 193) Mark für vernichtete Marken betrug die Einnahme aus Marten 5 617 826 ( 5 405 935) Mart. Der Gesammtbetrag der gezahlten enten stellte sich auf nur 579 919( 490 773) Mark, davon kamen auf Invalidenrenten 289 552( 218 981) Mart, auf Altersrenten 290 367 veranstaltet der Berliner Kanarienzüchter Verein in der Zeit vom 1. bis Eine Ausstellung lebender Sing- und Schmuckvögel, Aquarien ze. ( 276 792) Mark. Erstattung von Beiträgen bei Ver- 6. Dezember in den Räumen des Hauses Münzftr. 17, 1 Tr. Heirathung oder Todesfall ist erst nach 5 Beitragsjahren zulässig und erfolgt dementsprechend seit 1895, in größerem Umfange erst feit 1896. Es wurden 1897( beziv. 1896) zurückerstattet 175 897 ( 105 197) Mark bei Verheirathungen und 39 230( 23 098) Mark bei Todesfällen. Die Ausgaben für das Heilverfahren, das von der Versicherungsanstalt in geeigneten Fällen zur Verhütung des Eintrittes der Invalidität eingeleitet wurde, beliefen sich auf 153 620( 90 325) Mart. Die Anstalt hatte Ende 1897( bezw. 1896) einen Kassenbestand von 34 780 790( 29 591 117) Mart in Baar, Werthpapieren und Grundbesig. Das bedeutende Kapital, das sich hier allmälig angesammelt hat, brachte an 8infen 1018 501 ( 849 273) Mark. Wahl, ihre Stimme am andern Wahltage abgeben. Mache werden die Parteigenossen, die an den Wahltagen sich zur aber niemand ohne Noth hiervon Gebrauch. Außerdem Verfügung des Wahitomitees stellen wollen, ersucht, sich am Montag, den 21. November, mittage 1½ Uhr, bei Klein einzufinden. Die Kandidaten der Sozialdemokratie find Stadtverordneter Adolf Schulz, Stadtverordneter Wilhelm Biegelmann, Färbereibefizer Alfred Teez und Handelsmann Karl Rieke. Barteigenossen, setzt deshalb Gure ganze Kraft ein, damit wir am Abend des 22. November sechs Stadtverordnete für die nächste Periode im Stadtverordneten- Stollegium haben. Das Wahlfomitee. ersucht, in der am Dienstag bei Speer stattfindenden Volks versammlung zahlreich zu erscheinen. Bebel referirt über die Die Parteigenoffen von Treptow- Baumschulenweg werben gegenwärtige Lage. Der Vertrauensmann. Die Stationen der Görliger Vorortbahn elektrisch beleuchtet. Das Vereins- und Versammlungsrecht im Kreise Niederund Versammlungsrechtes, sondern erfährt an den verschiedenen handhabt nach dem meiſt ziemlich klaren Wortlautdes preußischen VereinsBarnim wird für Sozialdemokraten und deren Organisationen nicht geOrten verschiedene Anwendung und Auslegung. Ist ja doch NiederBarnim das Eldorado geheimer Erlasse, Versammlungsrecht illusorisch das Vereins- und machender und einschränkender ordnungen und Verfügungen gegen jedermann, sobald derselbe Klassische Boden gleichmäßiger Anwendung aller Polizei Verordnungen und landräthlicher Verfügungen, dieser VerSozialdemokrat ift. zahl Meeresbewohner zugeführt worden, bie ein eigenes Intereffe be widerspruch mit dem Vereins- und Versammlungsrecht in diesem Dem Berliner Aquarium sind mit den jüngsten Sendungen eine AnDie Art und Weise, in der für unsere Partei vielfältig im anspruchen. Es handelt sich um die schon durch ihr Aeußeres höchst an siehend erscheinenden Büscheltiemer- Fische, um Seepferdchen und Seenadeln. Kreise verordnet" worden ist, fordert zur schärfsten Kritik heraus. Die jetzt eingetroffenen Vertreter dieser Gattungen sind durch die zoologische Nicht nur, daß an den meisten Orten öffentliche Versammlungen Station Rovigno am adriatischen Meere in einem anderen Gebiete des nach 12 Uhr abends überhaupt nicht mehr tagen dürfen, oder durch Eremplare, sondern alle Stilde ber vieltöpfigen Sendung von den früheren sogar so weit, Mitgliederversammlungen von sozialtokratischen Meeres als sonst erbeutet worden und es zeichnen sich nicht nur einzelne Auflösung vorzeitig ihr Ende erreichen, nein. man geht Thieren dieser Art durch Größe und Stattlichkeit aus, sodaß hier namentlich Vereinen beim sogenannten Eintritt der Polizeistunde einfach aufhinsichtlich der Seepferdchen eine bemerkenswerthe Verschiedenheit obwaltet. In der Urania werden im Laufe der nächsten Woche die beiden inter für Sonntag Nachmittag 12 Uhr nach Friedrichsberg eins zulösen. Die letzte Parteiversammlung für den Kreis, welche effanten wissenschaftlichen Ausstattungsfüde Quer durch Desterreich", von berufen war und in der Bericht über den Parteitag in Stuttgart Professor F. Umlauft, und„ Die Urzeit des Menschen" von Dr. Göße, abZur Frage der Behandlung der verwahrloften Jugend wechselnd zur Aufführung gelangen. Die zur Erläuterung des letzteren erstattet werden sollte, fand ebenfalls kein natürliches Ende, haben die preußischen Boltsschullehrerinnen eine Betition an den Stückes veranstaltete Ausstellung prähistorischer Funde wird am 1. Dezember da nach einer für den Ort Lichtenberg giltigen Verordnung um 2 Uhr Justizminister gerichtet, die eine Aenderung der Gesetzgebung( Hinauf- Montag, Frau Cäcilie Seler:" Auf alten Wegen von Merito nach Guate Verordnung, die nur für diesen Ort Anwendung findet. Die letzte geschlossen werden. Im Hörsaal werden folgende Vorträge stattfinden: nachmittags die Kirchzeit ihren Anfang nimmt; beiläufig eine ridung der Altersgrenze für die Strafmündigkeit) empfiehlt. Der mala"; Dienstag, Herr G. Witt: Die Sonne"; Donnerstag, Profeffor Generalversammlung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Verein Berliner Volksschullehrerinnen" hat in seiner legten Sigung Dr. Müller:" Blüthenzauber und Wirklich keit"; Freitag, Herr Dr. Naß: Weißensee wurde um 12 Uhr abends aufgelöst; der übereine Petition beschlossen, die diese Forderung unterstützt. Mit der " Die Glasfabritation"; Sonnabend, Herr Dr. Spies:" Elektromagne- wachende Beamte stügte sich hierbei auf eine neue, vom Landrath felben Angelegenheit hängt eine Anfrage zusammen, die in nächster Zeit von der Schulbehörde an die Berliner Lehrerschaft gestellt In dieser Woche wird das Beobachtungs- Programm für das Riesen- des Kreises angeblich erlassene Verfügung. werden soll. Es soll ermittelt werden, wie viele und welche Schul- fernrohr der Treptow- Sternwarte hauptsächlich durch den Mond Was in dem einen Orte von den Behörden gestattet wird, ist finder durch ihr sittliches Verhalten auf andere Kinder ungünstig bis 10 Uhr abends beobachtet. Heute, Sonntag, vormittage 10 Uhr, spricht einzelnen örtlichen Bolizeibehörden. Jeder einzelne Ort hat eben beherrscht. Derselbe ist bereits von 4 Uhr nachmittags an sichtbar und wird in dem andern Orte verboten, eingewirkt und sie verführt haben. Man sollte es nicht versäumen. Direktor F. S. Archenhold über„ Die Bewohnbarkeit der Welten"; für sich ein meist nur gegen Sozialdemokraten giltiges Versammlungs. auch darüber Auskunft von der Lehrerschaft einzufordern, in welchen nachmittags 5 Uhr über:„ Die Weltuntergangs Prophezeiungen"( Kometen recht verordnet" oder„ verfügt". Wenn man aber an den hierbei Verhältnissen sich die Eltern der verführenden und der verführten und Sternschnuppen). Am Mittwoch, den 23. d. Mts, an welchem abends in betracht kommenden Stellen glaubt, durch derartige Korrekturen" Kinder befinden, ob die Mutter den Tag über zu Hause ist, ob die die vom Kometen" Biela" herrührenden Sternschnuppen erwartet uns irgendwie Abbruch thun zu können, nun, so hat wohl die legte ReichsKinder gewerblich nebenbeschäftigt find u. f. v. Es dürften sich werden, bleibt bei farem Wetter die Treptow- Sternwarte während der babei meist recht lehrreiche Zusammenhänge ergeben. ganzen Nacht geöffnet. Die Treptower Sternwarte werden heute be Nach Verbüfung einer zweijährigen Gefängnißftrafe in mittags 5 Uhr die Arbeiterbildungs- Vereine von Stralau fuchen: Vormittags 10 Uhr der Metallarbeiter Verband, nach Plößensee wird am Montag, den 21. November, Genosse Lerch Rummelsburg, Niederschöneweide und Johannisthal. in die Freiheit zurückkehren. Lerch wurde seinerzeit wegen Verbreitung eines Flugblattes, das nach Ansicht der Richter neben anderen Delitten auch eine Majestätsbeleidigung enthielt, zu der außerordentlich hohen Strafe verurtheilt. Möge unser Genosse von den schweren Folgen des langen Gefängnißlebens sich bald erholen und möge er keinen dauernden Schaden an seiner Gesundheit erleiden. M tismus." Marientirche am Mittwoch, den 23. November, mittags 12 Uhr, bringt Orgelfonzert. Der Orgel vortrag des Musikdirektor Dienel in der folgende Stompofitionen: Präludien und Arien von Bach, Händel, Largo; Sonate und Duett von Mendelssohn; Trauermarsch von Dienet, die von Herrn Dienet, Frau Marie Kornatis, Fräulein Anna- Liese Gronwald, Fräulein Betsy Schot, Herrn Heinrich Beyer, Cellist, und Herrn Kart Wendt ausgeführt werden. Der Eintritt ist frei. ganz nach Gutdünten der tagswahl das Gegentheil bewiesen und die Zukunft wird darthun, daß man hinweg ,, verfügen" fann. In den verschiedenen Fällen ist gegen die eine Bewegung wie die unsere nicht durch Polizeimaßregeln nach unserer Anficht ungerechtfertigten Auflösungen Beschwerde erganz Preußen giltige Vereins- und Versammlungsrecht seine Anhoben. Es wird sich ja herausstellen, ob für Niederbarnim das für wendung finden soll, oder ob es wie bisher in das Belieben jeder einzelnen Ortsbehörde gestellt ist, zu erlauben oder zu verbieten, was sie für gut befindet. Auf noch nicht aufgeklärte Weise verunglückt ist der straße 13-14, spricht am Montag Prof. Dr. Wilhelm Förster haft. Derfelbe wurde in der Nacht zum Sonnabend in der Feurig In der Aula des Friedrich- Werderfchen Gymnasiums, Dorotheen- Droschkentutscher Gottschalt, Hauptstraße 128 in Schöneberg wohnVortrag über" Schule und Hochschule im Lichte der neuen Lebens- gefunden und nach der Unfallstation in der Bahnstraße geschafft. in einem vom Werbeverband für Hochschul- Pädagogit" veranstalteten straße in besinnungslosem Zustande auf dem Damm liegend aufbedingungen." Aus den Nachbarorten. Hier wurde konstatirt, daß G. einen Beinbruch erlitten hatte; er wurde sofort nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht. Soweit gespannt hatte, auf dem Nachhausewege, und zwar in Begleitung bis jetzt festgestellt worden ist, befand sich G., nachdem er ausBugverspätungen auf der Stadt- und Ringbahn. wird geschrieben: In letter Zeit ist es mehrmals furz nach einander borgelommen, daß der Südringzug, welcher morgens 7 Uhr 43 Min. auf dem Botsdamer Bahnhof eintreffen soll, dort mit zwanzig i nuten Verspätung anlangte. Infolge dessen konnten zahlreiche Kaufleute, Beamte, Lehrer, Schüler zc. beiderlei Geschlechts ihre Thätigkeit nicht rechtzeitig beginnen, und es ergab sich daraus ohne Zweifel bielfach Berdruß, stellenweise wohl auch petuniärer Verlust. Be- Charlottenburg. Die Genossen werden auf die am Montag, den fonders unangenehm ist dabei, daß auf dem Abfahrtsbahnsteig tein 21. November stattfindende Ersagwahl im VI. Kommunal- noch anderer Kutscher. Was sich unterwegs zugetragen, hat bisher Fahrgast etwas von einer Verspätung erfährt, somit außer stande ist, ablbeziri aufmerksam gemacht, für welche seitens unserer noch nicht mit Sicherheit festgestellt werden können. eventuell noch rechtzeitig auf anderem Wege sein Biel zu erreichen. Partei Schriftsteller Paul Hirsch als Kandidat aufgestellt ist. Die Von Minute zu Minute wartet das Publikum auf Beförderung und Wahl geht von 10 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends ununterbrochen soll auf Beschluß des dortigen Magistrats in Haft genommen werden. Der Brauereibefizer Friz Reichenkron in Charlottenburg ist allen Unbilden der Witterung ausgesetzt. Es ist wohl nicht un- vor sich, und zwar für die Unterabtheilung A im Hippodrom", bescheiden, wenn der Wunsch ausgesprochen wird, es möchte auf den Hardenbergstr. 42, für die Unterabtheilung B im Restaurant Dove, war fruchtlos. Der Vorladung, den Offenbarungseid zu leisten, hat Reichentron war mit Steuern im Rückstande geblieben. Exekution Bahnsteigen die annähernde Dauer der Verspätung durch Anschlag 146, er nicht Folge gegeben. Der Charlottenburger Magistrat hat muin beberkündigt werden. Preuße, Ecke des Savigny- Plazes. Wahlberechtigt ist jeder| Preuße, der ein Jahr am Orte wohnt, das 24. Lebensjahr vollendet Die Mitglieder der Steuer Ausschüffe der Gewerbeftener hat und sich im Besiz der bürgerlichen Ehrenrechte befindet. Auch schlossen, ihn behufs Ablegung des Offenbarungseides zwangsweise Klaffen III und IV werden neu gewählt. Die Termine für die Neuwahl diejenigen Wähler, welche nach dem 15. August ihre vorführen bezw. verhaften zu laffen. der Abgeordneten und deren Stellvertreter sind, wie folgt, festgefeßt: Wohnung gewechselt haben, werden in der Liste geführt In der Stadtverordneten- Versammlung zu Spandau ges I. Für die Gewerbesteuer- Klaffe III: a) Wahlbezirt 1, die Stadt und können von ihrem Wahlrecht in demjenigen Wahllofal Ge- langte am Donnerstag ein Antrag unseres Genossen Ducksch zur bezirte 1-123 umfassend: Donnerstag, den 24. November d. J., nachmittags 6 Uhr. Bu wählen find 21 Abgeordnete und 21 Stellvertreter. b) Wahl brauch machen, zu dessen Bezirk ihre frühere Wohnung gehört hat. Annahme, der die Absendung einer Petition an den Reichstag zweds bezirk 2, die Stadtbezirke 124-326 umfassend: Freitag, den 25. No Die Wählerlisten liegen bei Henschke, Goethe- Aufhebung der ruffischen und österreichischen Grenzsperre für vember d. J., nachmittags 6 Uhr. Bu wählen sind 19 Abgeordnete straße 13( Bigarrengeschäft) zur Einsicht aus. Als Legiti- die Einführung von Schweinen fordert. Ferner beschloß und 19 Stellvertreter. Beide Wahlen finden im Hörsaale des mation dient die amtliche Einladung oder Steuerquittung. die Versammlung, elektrische Straßenbeleuchtung eins Dorotheenstädtischen Real Gymnasiums, Georgenstraße 30/31, fta tt. II. Für die Gewerbesteuer- Klaffe IV: a) Stadtbezirk 1-23: bis 151, Bismarcstr. 1-16 und 112-127, Grolmanstr. 1-6 und 3ur Unterabtheilung A gehören: Berlinerstr. 128 zuführen. Ein nordamerikanischer Forellenbarsch von 21 Zentimetern Mittwoch, 23. November d. I., nachmittags 6 Uhr, im Hörsale des Friedrich: 68-72, Hardenbergstr. 1-5 und 37-42, Kurfürsten- Allee zwischen Länge ist dieser Tage von dem Stralaner Fischermeister Lochow in Werber'schen Gymnasiums, Dorotheenstr. 13-14. b) Stadtbezirt 24-54: Donnerstag, den 24. November d. J., nachmittags 6 Uhr, im Hörsaale der Knie und der königl. Baumschule, Leibnizftr. 1-15a und 78-93, der Spree gefangen worden. Es unterliegt feinem Zweifel, daß der 3. Realschule, Stegligerstr. 8a. c) Stadtbezirk 55-86: Freitag, den Schillerstr. 1-19 und 108-127, Goethestr. 5-17 und 65-83, Fisch noch aus den in die Spree gelangten Beständen der Fischerei25. November d. J., nachmittags 6 Uhr, im Hörsaale der 60. Gemeinde Grolmanstr. 7-25 und 49-67, Herderstraße, Leibnizstr. 16-25 Ausstellung des Jahres 1896 stammt. Schon im Vorjahr wurde in schule, Fürbringerstr. 33-34. d) Stadtbezirt 87-123: Sonnabend, den und 66-77, Schlüterstr. 1-15 und 67-78. der Spree ein Forellenbarsch gefangen, der aber nur 10 Zentimeter 26. November b. J., nachmittags 6 Uhr, im Hörsaale der 106. Gemeinde- 8ur Unterabtheilung B gehören: Kantstr. 22-38 und maß. Beide Fische dürften wohl gleichaltrig gewesen sein. Den schule, Brizerstr. 17-18. e) Stadtbezirt 124-146: Montag, den 28. Novbr. 131-145, Kurfürstendamm 40-73, 79-81 und 170-199, Leibniz- Thieren muß somit das Wasser der Spree sehr gut bekommen. b. J., nachmittags 6 Uhr, im Hörsaale der 123. Gemeindeschule, Annenstr. 1 b. straße 26-65, Liezenburgerstraße, zwischen Straße 12a- V- 1 und f) Stadtbezirt 147-178: Dienstag, den 29. November d. J., nachmittags Von einem Zuge der Hamburger Bahn, der Freitag früh Uhr, im Hörsaale der 30. Gemeindeschule, Nabersdorferstr. 4/5. g) Stadt nesebeckstraße, Pestalozzistr. 1-16 und 93-106, Schlüterstr. 16-66, aus Berlin abfuhr, ist unweit Spandau ein Hilfsbremser abbezirt 179-208: Mittwoch, den 30. November d. I, nachmittags 6 Uhr, Straße 1- V- 1( zwischen Knesebeck und Leibnizstraße), Straße gestürzt und überfahren worden. Der Verunglückte, der Bahnim Hörsaale der 33. Gemeindeschule, Friebenstr. 23. h) Stadtbezirt 209 bis 11a- V- 1, Wielandstraße, Bahnhof Zoologischer Garten, Carmerstraße, beanite F. Mirach, Berlin, Lehrterstr. 36 wohnhaft, wurde später 242b; Donnerstag, den 1. Dezember 5. I., nachmittags 6 Uhr, im Hörsaale Fasanenstr. 1-19 und 106-112, Goethestr. 1-4 und 84-87, Harden- todt aufgefunden. Theater. Dersammlungen. Im Metropol Theater wird heute, am Todtensonntag,„ Odette" gegeben. An den übrigen Tagen die Blaimen- Marie". Das Promenaden: Direktor Morwit vom Theater des Westens theilt funs mit: Der Konzert für heute ist von der Polizei verboten worden. Der Wochen: Fortbestand Morwiz Oper ist für Sommer 1899 gesichert. fpielplan des Buisen Theaters ist folgendermaßen festgesezt: Heute Stachdem mehrfache Berhandlungen uit hiesigen Bühnen, manget ut( Tobtenſonntag):„ Die Räuber"; Montag und Dienstag: Solzarbeiter- Verbandes, die sich eines zahlreichen Beſuches erfprechender Gartenanlagen zu keinen Biele führten, sind die Vereinbarungen Schuldlosen"; Mittwoch und Donnerstag:" Berlirer Rateten"; Freitag: freute, tagte am 15. d. M. Beuthstraße 20. Kunze referirte über mit Herrn Direktor Löwenfeld für's Schiller Theater derart vor: Benefiz für Anna Müller: Zum ersten Male: Die Regimentstochter";" die Resultate statistischer Erhebungen im Berufe". Redner be geschritten, daß dem Abschluß in den nächsten Tagen nichts mehr im Wege agachmittag: Die Räuber""; abends, or Borfeitung; Sonn- mängelt die geringe Betheiligung an den ſtatiſtiſchen Erhebungen, steht. Direktor Morwitz hat das Schiller-( Wallner) Theater vorgezogen, weil„ Berliner Nateten". sowie die Mangelhaftigkeit, in der ein großer Theil der Kollegen dasselbe über einen besonders schönen, geräumigen Garten verfügt. die Fragebogen ausgefüllt habe. Er führte diesen Uebelstand darauf zurück, daß den Berufsangehörigen die nöthige Erkenntniß über den Werth statistischer Erhebungen fehle Glode schließt im allgemeinen diesen Ausführungen au, meint aber, gewonnene Material immerhin einen leberblick Lage der betreffenden Arbeiter gestatte. = 8. Abend: " " % 9 Gerichts- Beifung. " Wochenspielplan der hiesigen Bühnen. Opernhaus. Sonntag: Bum 250. Male:" Die Sturime von Portici". Montag: Rienzi". Anfang 7 Uhr. Dienstag: Don Quixote". Mittwoch:" Lohengrin". Anf. 7 Uhr. Ein eigenartiger Fall von Beamtenbeleidigung" tam fich Donnerstag: Don Quixote". Freitag: Der Ring des Nibelungen". 1. Abend: Das Rheingold".( Alberich: Herr Friedrichs a. G.) Anfang gestern vor der vierten Straffammer am Landgericht II zur Ver- daß das 71/2 Uhr. Sonnabend: 2. Abend: Die Walküre".( Brünnhilde: Frau handlung. Am 30. Mai d. I., dem zweiten Pfingst- Feiertage, sollte der sozialen Senger Bettaque, föniglich bayerische Kammersängerin, a. G.) Anfang in dem Bach'schen Volksgarten in Neu- Weißensee ein Frühkonzert In der Versammlung wurden Wünsche lant, das gesammte Ergebniß 7 Uhr. Sonntag: Mignon". Montag: Der Ring des Nibelungen" stattfinden, veranstaltet von dem Gesangverein„ Hoffnung" in Ver- der Statistit in einem besonderen Artikel zu bearbeiten und im Siegfried". Brünnhilde: Frau Senger Bettaque. Alberich bindung mit anderen Vereinen. Nach dem Konzert sollte Tanz statt- Vorwärts" zu veröffentlichen. Maaß gab hierauf den Bericht Herr Frizz Friedrichs a. G. Anfang 7 Uhr. Mittwoch: 4. Abend finden. Große Plakate luden zur Theilnahme ein. Zum Tanz war als Arbeitsvermittler. Von acht in Frage kommenden Werkstätten Götterdämmerung". Brünnhilde: Frau Senger Bettaque. Alberich aber die erforderliche Erlaubniß nicht ertheilt worden, was am Gin- feien in sieben die Differenzen zu gunsten der Kollegen beigelegt, bei Herr Fritz Friedrichs a. G. Anfang 612 Uhr. Schauspielhaus. Sonntag:" Seroftrat". Montag:„ Auf der Sonnenseite". Heinrich Wulfow: gange zum gofal birch neue Plakate den Theilnehmern bekamutt ge- der Firma Keller, Königsbergerſtraße, fei nach 1/ 2wöchentlicher Herr Emil Thomas a. G. Dienstag: Bum 1. Male: Nr. 17". Mittwoch: wurde. - die Wertstaft von auded, Fruchtstr. 35, fei die Sperre Der Gendarmerie Oberwachtmeister Grenz Dauer des Streits nur ein theilweifer Erfolg zu verzeichnen gewefen. Auf der Sonnensette". Herr Emil Thomas. Donnerstag: Nr. 17" erschien ntit noch drei Gendarment, von denen lteber mir Freitag: Herostrat". Sonnabend: Auf der Sonnenseite". Herr Emil einer in Uniform ging, um die Veranstaltung zu überwachen". verhängt worden, weil mit den Meister eine Berhandlung unmöglich Thomas. Sonntag: Nr. 17". Montag: Maria Stuart". Anfang 7 Uhr. Als Grenz an die Kasse trat, un fich ein eine Eintritts- war. Die betheiligten Kollegen haben anderweitig Arbeit gefunden Neues fönigl. Opern Theater: Sonntag, 29. November: karte zu lösen, bedeutete man ihm, feiner Mittheilung nach, daß er und ist die Werkstatt zur Zeit noch unbefcht. Eine längere Diskussion Samlet, Bring von Dänemart". Freitag, 25. November: Wohlthätigkeits: als Beamter feiner Karte bedürfe. Grenz ging daher in bas Lokal zeitigte der Streit bei der Firma Fort u. Kretschmer( Magazin Vorstellung. Sonntag, 27. November: Der Kaufmann von Venedig". Das Deutsche Theater bringt auch in der kommenden Woche Wieder: ohne Billet hinein. Da er hier einige Soldaten bemerkte und er Jannowitzbrücke). Die weitere Entscheidung über die Fortdauer holungen von Gerhart Hauptmann's" Fuhrmann Henschel" von Sonntag annahm, daß das Vergnügen von sozialdemokratischer dieses Ausstandes wurde den Streifenden und der Ortsverwaltung bis einschließlich nächsten Sonntag an sämmtlichen Abenden mit Ausnahme Seite veranstaltet worden sei, forderte er dieselben auf, überlassen. Zum Schluß machte Gløde noch auf die am Montag, des Mittwochs, an welchem Subermann's Johannes" zur Aufführung sich zu entfernen. Das hörte der Tischlermeister Otto Kraft, Dienstag und Mittwoch stattfindenden Versammlungen auffommt. Im Lessing Theater wird am Todten Sonntag mit der zum Komitee gehörte und den Beamten zur Rede stellte. Grenz merksam und ersuchte die Anwesenden, für regen Besuch zu agitiren. Hedwig Niemann als Gast das Schauspiel Gin Tropfen Gift" von Ostar erwiderte, er sei zur Ueberwachung da und habe den Soldaten AnBlumenthal gegeben. Im Residenz Theater werden nach ordnungen zu geben. Kraft verlangte nun Legitimation, Grenz gab hörte am 15. d. M. einen Vortrag des Herrn Dr. Jessen über: Die Filialversammlung der Graveure und Ziselenre Unterbrechung am Todtensonntag, wo bekanntlich Halbe's„ Jugend" und„ Der Küchenjunge"( 1807) das Repertoir des Residenz- Theaters be die dieser ebenso bereitwillig gab. Die Sache wäre damit er- schäftlichen wurde eine aus 7 Personen bestehende Kommission geModerner Stil." Eine Diskussion fans nicht statt. Unter Gezur Aufführung kommt, vom Montag ab der Schwant„ Mamiselle Tourbillon" diefelbe, verlangte aber nun seinerseits die Legitimirung des Brandt, Das Theater des Westens bringt am Freitag und ledigt gewesen, wenn nicht gerade in diesem Augenblicke der wählt, die mit Abänderungsvorschlägen betreffs der Fachzeitung an Sonntag Abens nächſter Woche Donizetti's, Regimentstochter verbunden Zigarrenmacher Georg Schröder dazu gekommen wäre, der die nächste Generalversammlung des Verbandes herantreten folle. mit einent Ballet Divertissement neu einstudirt und ant Writtwoch im ebenfalls zum Komitee gehörte. Dieser frug sofort, ob Grenz eine Gin Antrag Siewert, die Arbeiten der Kommission auch auf AbWaffenschmied" ein Gastspiel von Bertha Chriftians- Klein als Marie, der Eintrittskarte habe, was dieser mit dem Zusah verneinte, er habe änderung der Statuten auszudehen, wurde abgelehnt. jungen Gattin unseres jugendlichen Helden vom königlichen Schaus| das nicht nöthig. Jegt forderte Schröder den Oberwachtmeister dreispielhaus. Im Schiller Theater findet am Sonntag mal mit lauter Stimme auf Abend bekanntlich eine Aufführung ein Billet zu lösen oder das von Chatespeare's Trauer: Gtablissement, gu berlaffen. Wegen dieſer Gsene wurde Strafandas Witterungsübersicht vom 19. November 1998, morgens 8 Uhr. spiel Romeo und Julia" statt. Dienstag Mittwoch Safemann's Töchter", gestellt und so tamen Kraft und Schröder unter Anklage. Das Anzengruber's Boltsstück„ Das vierte Gebot", Sonnabend wird diese Vorsprünglich nicht gekannt habe und sprach diesen frei. Schröder stellung wiederholt. Sonntag, den 27. d. M. nachmittags kommt Shake: dagegen wurde zu 20 Mart Geldstrafe verurtheilt. Letzterer speare's Lustspiel Was ihr wollt", abends" Die Haubenlerche" zur Auflegte Berufung ein und machte durch seinen Vertheidiger, Rechtsführung. Im Central Theater werden die Geisha" noch den anwalt Dr. Herzfeld geltend, daß es feine Pflicht als KomiteeMonat Dezember hindurch gegeben. Theater findet am Dienstag die 45. Aufführung von Grabbe's mitglied gewesen sei, sich zu vergewiffern, daß jeder Zivilist ein Swinembe. 778 SEO 3 wolfig Napoleon" mit Herrn Kober a. G. in der Titelrolle statt. wird außerdem an beiden Sonntagen, sowie Donnerstag das Std Billet habe. Der Beamte jei in Zivilkleidung erschienen und war Hamburg Sonnabend daher nicht ohne weiteres als Beamter kenntlich. Die Straffammer Berlin der nächsten Woche wiederholt. Montag geht Felix Philippi's Schauspiel nahm deim auch an, daß der Angeklagte geglaubt habe, reinen Wohlthäter der Menschheit" erstmalig in Szene und wird Weittwoch sowie Bivilisten vor sich zu haben, der im Besitz eines Billets fein mußte. Freitag wiederholt; am lestgenannten Tage in Verbindung mit War Demi Angeklagten stand als Komiteemitglied das Recht zu, nach dem Beyer's Kartentragödie„ Die Buben", welche überhaupt zum ersten Male auf der Bühne erscheint. Sonntag, 27., Nachmittag„ Der Pfarrer von Besitz eines Billets zu fragen, es müsse ihm daher der Schutz des Kirchfeld". Für die im Thalia Theater am Lobtensonntag statt 193 zu gute kommen. Da nun aber in der Aufforderung, sich ein findende„ Nora"-Aufführung des Deutschen Theaters" giebt sich ein äußerst Billet zu lösen, der Form nach eine Beleidigung nicht zu finden sei, reges Intereffe fund. Am Montag wird der„ Hypotheken- Schufter" gegeben. so müsse auf Freisprechung erkannt werden. Achtung! 1 = " Das Lumpengefindelreitag ist die erite aufführung von Schöffengericht nahm an, daß Kraft den Beamten in Zivil Jm Belle Alliance 2. Wahlkreis. Achtung Deutscher Holzarbeiter- Verband. Sonntag, den 20. Nov., abends 62 Uhr, bei Zubell, Lindenstr. 106: Oeffentl. Derlammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Genoffen Georg Wagner über: Kurpfuscherei". Nachher: Tanz. Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 22. November, abends 81 Uhr, im Lokal des Herrn Bickel, Hasenhaide Nr. 52-53: Versammlung Tages- Ordnung: 1. Die Taktik der Partel. Referent Genoffe Richard Fischer. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. 239/1 Bahlreichen Befuch erwartet Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 22. November, abends 8 Uhr, ( Zahlstelle Berlin.) Montag, Dienstag und Mittwoch: Projektionsvorträge. Die Kollegen, sowie deren Frauen sind hierzu freundlichst eingeladen. Für den Norden: Stationen Wien Barometer stand mm 7760 Q1118 77760 richtung Windstärfe 910 Wetter 3hlb.bed. 4 bedeckt bebedt Temp. n. 6. 26 07 02 Stationen Barometers Winds rigtung Winditärke 6 Haparanda 766 4etersburg 774 3 3Cort Better 4wolfig 768 D 1wolten! polfig 4Aberdeen 772 928 2yeiter paris 767 ONO 2Dunft Temp. n. C. 16°.= 4°. 44 10961 Wiesbaden 771 Still München 7700 4wollent 778 Still Nebel Wetter Prognose für Sonntag, den 20. November 1898. Gin wenig fälter, trocken und zeitweise heiter, vielfach nebelig bei mäßigen östlichen Winden. Berliner Wetterbureau. 08.1 Soeben ist in unserem Verlage erschienen und durch alle Buchhandlunge zu beziehen: Gegen die politische Polizei! Von Bezirksrichter Otto Lang, Präsident der Schweizerischen Sozialdemokratischen Partei. 32 Seiten, Preis 25 Pf. Buchhandlung des Schweiz. Grütlivereins Obere Kirchgaffe 17, Zürich. Montag, den 21. November, abends 8 line, in den„ Bornifin Achtung! Paul Kobus. Sälen", Ackerstraße Nr. 6-7. Vortrag über: Kulturbilder aus der Urgeschichte der Menschheit"( mit 75 Lichtbildern). Für den Osten: Dienstag, den 22. November, abends 8 1hr, in Louis Keller's Feitsälen, Koppenstraße Nr. 29. Bortrag über: China, Land und Leute"( mit 80 Lichtbildern). Für Südosten, Süden und Westen: Mittwoch, den 23. November, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Bickel, Hasenhaide 52-53. Vortrag über:„ Tiefseeforschung". Das Leben im Meere( mit 70 Licht: bildern). 109/11 Die Vorträge werden von Herrn R. Laube vom Institut Kosmos" in Leipzig gehalten. Entree 10 Pf. Nach dem Vortrag bei Bidel, Safenbaide: Gemüthliches Die Ortsverwaltung. Beisammensein. im Saale der Norddeutſchen Brauerei, Chauffeestraße: Achtung! Banarbeiter Achtung! Versammlung Tages Ordnung: = 1. Die verfloffenen Landtagswahlen und was haben wir für Lehren daraus zu ziehen? Referent Genoffe Wilh. Liebknecht. 2. Distuffion. 3. Bereinsangelegenheiten. 248/1 des Zentral- Verbandes der Zahlstelle Schöneberg. Versammlung am Sonntag ausfällt, wegen der Beerdigung des Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die regelmäßige Mitglieder am Kollegen 2ilhelm Seidlik. 29/9 Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Vorstand beschlossen NB. Die Beerdigung des verstorbenen Kollegen With. Seidlik hat, Billets zur Sternwarte in Treptow auszugeben und sind dieselben findet vom Trauerhause aus, Golgstr. 15, nachmittags 22 Uhr, statt. bei den Abtheilungsführern resp. Bezirksführern zu haben. Der erste Treffpunkt der Kollegen 11 Uhr bei Obst, Grünewaldstr. 110. Diskussionsabend findet am Mittwoch, den 30. November, bei Trapp im Um rege Betheiligung an berselben bittet Der Vorstand. Weddingpark statt. Bildungsverein ,, Mehr Licht!" Heute, Sonntag, abends 7 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstrasse 75: Vortrag des Genoffen Ad. Hoffmann über: Unsere Todten. Diskussion. Hierzu ladet höflichst ein Der Vorstand. 121/6 Achtung! Rabitzputzer. Achtung! Dienstag, den 22. November, abends 8 Uhr, im Lokal Louisenhof", Buckowerstraße Nr. 9: Mitglieder- Versammlung der Filiale Berlin III. des Zentralverbandes deutscher Maurer und verwandter Berufsgenossen. Tages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Distuision. 3. Gewerkschaftliches. 4. Verschiedenes. Die Lokalverwaltung. [ 255/11] Achtung! Achtung! Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter Deutschlands. ( Filiale Berlin II Norden). Tokalitäten, Rigaerstr. 127, !! Montag!! Dienstag Rester- Verkauf zu Knabenanzügen, v. Herrenanzügen übrig, fpottb. Schneiderei Engel, winstr. 26, p. Bruch- Preßkahlen, 375 Pf., fowie fämmt fiche andere Brennmaterialien sind billig zu haben Urbanstr. 171. Schultz. Achtung! Allen Freunden, Bekannten und Parteigenoffen bringe ich meine in freundliche Erinnerung. Bahlstelle des Wahlvereins und Bahlstelle des Zentralverbandes der Zimmerer. Often Nr. 10.[ 1862* Anschließend hieran machen wir bekannt, daß unsere Zahlstelle von Brzondta, Weidenweg 43, nach der Rigaerstr. 127 verlegt ift. Dieses im Interesse sämmtlicher Gewerkschaften. Schlafft, f. 2 Hrn. Gliente, Naunyn: 22956 straße 65a,. 3 Tr. Schlafft, freundl., f. anft. S. Naunyntraße 53, v. III, a. Oranienplay, bei Dannenberg. 22986 Schlafft. f. 2 Hrn. bei Petigt, Gräfe straße 93, b. 4 Tr. I. 22946 Schlafft. zu vernt. b. Noad, Mans teuffetftr. 60, v. 2 Tr., I. Aufg.( 22916 Möbl. Schlafft. zu verm. Brizer 22926 Möbl. Schlafft.( Hrn.) Naunyn22906 Schlafft. f. H. Manteuffelstr. 51, b. I r. Frol. Schlafstelle vermiethet Wittwe. Münchebergerstr. 7, Hof 1 Tr. L. Frol. Schlafft. 8. 1. Nov. zu verm. bei Stegmann, Naunynstr. 54, 4 Tr. Gin22666 gang Naunynplay. Möbl. Schlafft. f. 2 Herren billig zu vermiethen. Fürstenstr. 7, v. 4 Tr. 1. Schlafstelle für Herrn zu vermiethen. 22686 3mm bevorsteh. 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Eichen- 22006 Abfallholy Verband deutscher Schneider und zu den billigſten Breifen liefert Schneiderinnen. Sonntag, 20. November, abends 7 Uhr, in Brünsch's Festfälen, Jägeritr. 69: with pu Versammlung. Tages- Ordnung: Verband deutscher Gold- u. Silberarbeiter 2. Disfont. 3. Berſchiedenes. und verw. Berufsgenossen.( Zahlstelle Berlin.) Dienstag, 22. November, abends 8% Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Bericht der Bibliothekfommission und Neuwahl derselben. 4. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 72/20 Die Ortsverwaltung. Friedrichsberg. 162/14 1. Vortrag.( Referent Reichstags- Abgeordneter Wolfgang Heine.) Diskussion. Um regen Befuch wird gebeten. Die Ortsverwaltung. Treptow, ist als Ofenheizung beffer wie Kohlen. W. Jonentz, Bärwaldstr. 64. Ausspiel. ff. Kanarien. Stegnigerstr. 18. seanarienvögel verkauft Rühl, Mariannenstr. 19. 2299b Kanarien vt. 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Todes Anzeige. Allen Freunden u. Bekannten zur Nachricht, daß meine liebe Frau Pauline Aland, geb. Schulze, am 18. b. Mts. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 21., nachmittags 32 Uhr, vom 22756 Orts- Krankenkasse Unserem Sangesbruder Georg Beständig der Stellmacher Berlins. aufeinen 25. Wiegenfeste die HerzSonntag, den 27. November, vorm. 10% Uhr, bei Gründel, Brunnenstr. 188: lichsten Glückwünsche. Die Sangesbrüder des Gesangvereins Vorwärts I.( Südost). Ich warne jeden, meinem Sohn ich für nichts auffomme. Schöneberger Kirchhof, Matraße, General- Versammlung. But Sinte etwas zu borgen, indem aus ftatt. Karl Mand nebst Kindern. Heute verschied nach kurzer schwerer Krankheit mein lieber guter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater 22886 Oscar Machmar im 62. Lebensjahre. Die Beerdigung findet Dienstag, den 22. b. M., nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Luifen- Kirchhofs aus statt. Die Hinterbliebenen. Machmar, Schulze, Sebastianstr. 3. Orts- Krankenkasse des Tages- Ordnung: 1. Wahl zweier Vorstandsmitglieder ( Arbeitnehmer u. Ersazwahl). 2. Wahl eines Vorstandsmitgliedes( Arbeit geber). 3. Wahl dreier Revisoren für bie Rechnungen von 1898. 4. Beschlußfaffung über die Eintheilung der vier: flassigen Lohnliste. 5. Verschiedenes. Der Vorstand. C. Rennert. 22546 2289b Karl Linke, Lübbenerstr. 23. Die schweren Worte, die ich gegen Herrn Dihn, Hochstr. 29, zu Herrn Dreßler geäußert, nehme hiermit zurüc und erkläre ihn als Ehrenmann. Robert Kuckenburg, Elsasserstr. 6. Die Beleidigung gegen Frau Adel: heid Brandes nehme ich hiermit zurück und erkläre dieselbe für eine ehrenhafte Frau. A. Brandes. Achtung! I Achtung! 2. grosser Projektionsvortrag veranstaltet von der Freien Volksbühne Mittwoch, den 23. November, abends 74 Uhr, in Keller's Festsälen. Gäste haben Zutritt.' Entree 25 Pfennig. Billets sind nur zu haben bei: E. Beyer, Veteranenstr. 13; Charlet, Ackerstrasse 154; Niemeyer, Weberstrasse 19; Kothe, Koppenstrasse 90; G. Schulz, Admiralstrasse 40a; Zubeil, Lindenstr. 106; Böttger, Marheinicke- Platz 11, und soweit Raum vorhanden, an der Kasse bel Keller. Thema: Um die Erde von Pol zu Pol. 200 Lichtbilder. Vortragender: Herr Dr. Wilhelm Meyer. Am Sonntag, den 20. November( Todtensonntag) fällt die Vorstellung aus. Der Vorstand. Mitglieder- Versammlung Ich nehme hiermit die Beleidigung Rohtabak O des Verbandes aller in der Kürschnerei besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins und Umaegend Montag, den 21. d. m., abends Töpfer- Gewerbes 8 Uhr, im Reft. Feind, Weinstr. 11. zn Berlin. Dienstag, den 22. November 1898, abends 7 Uhr, im Lokale des Herrn Lange, Dragonerstraße 15; Ordentliche General- Versammlung der Mitglieder der Kasse ( Arbeitnehmer und Arbeitgeber). Tagesordnung: 1. Wahl der Delegirten zur General: bersammlung,§ 47 des Statuts, 4 Arbeitgeber, 34 Arbeitnehmer. 2. Anträge zur General- Versammlung. 3. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Dienstag, den 22. November 1898, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Lange, Dragonerstraße 15: Ordentliche General- Versammlung der Delegirten( Arbeitgeber und Arbeitnehmer). Tagesordnung: 1. Neuwahl des Vorstandes für die ausscheidenden Vorstandsmitglieder ( 2 Arbeitgeber, 4 Arbeitnehmer). 2. Die Bestätigung des Vertrages mit dem Verein der freigewählten Kaffenärzte. 3. Wahl des Prüfungs: Ausschusses der Jahresrechnung. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. 201/1 Tagesordnung: gegen den Dienstmann Schanter zurüd und erkläre ihn als einen ehrenhaften Mann. Karl Hing, Dienstmann 589, 22336 Weinstr. 17/18. Größte Auswahl! Billigste Preise! Guter Brand! Vorzügliche Qualität! Sämmtliche 100 humoristische britations- Utenſilien. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes. 1. Bortrag des Gen. G. Wagner. Post- Witzkarten umsonst, Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 102/1 Helle geworden ist es jetzt in der Pücklerstraße. 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Abends 8½ Uhr: General- Versammlung fämmtl. großjährigen Kassenmitglieder, welche in Besitz der bürgerlichen Ehren rechte sind.( Staffenbuch legitimirt.) T.- O.: 1. Erfahwahl von 56 Ver 50 Pf.u. zahle dem 100 Mark Belohnung, wer nachweist, daß die Zähne, für die Andere 3 M. oder noch mehr Mart fordern, besser sind. Reparaturen 2 M., Zahuziehen schmerzl. 1 M., Plomben 1 M. E. Fuhrmann, Dentist, Schwedterstraße 245a, Ecke Kastanien- Allee. 1802* ( Neue Formen, sehr gr. Ausw. à 1,40 M.) Man verlange Preis: Berzeichniß. 61122* Heinrich Franck, bestehend aus Klapp, Seiden- und Nr. 185, Brunnenstr. Nr. 185. wer 1 Sortiment Gratulationskarten, Zugfarten, elegant ausgeführt 2c., für ben Preis v. 7,50 Mr. pro 100 St., beib Roh- Tabak. nahme von 200 St. 13 M., KünstlerBoftfarten, Künstlerkarten, fein fortirt, Größte Auswahl. 100 Stück 2,50 M., folorirt 5 M. aus der Luruspapierfabrik bezieht. Versand Karol Weil's Karola ist die Lieblingsseife der Damen, Steppdecken Billigste Preise B. 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Weise russische Marristen das Wort führten, ohne die gefeßlich vor ihm beliebt, an den Rand der Aften notiren, die Staatsgeschäfte besten Beziehungen schützen nicht vor der absoluten Willkür der Als Alexander III. ernstlich erkrankte und dies nicht weiter ver Wenn man von Puschkin absieht, haben alle russischen Dichter- russischen Zensurbehörden, wurde doch unlängst die„ Peterburgstija heimlicht werden konnte, traf der Minister des Jnnern sofort die Ver herren und Schriftsteller, deren Namen Gemeingut der gebildeten jedomosti" gemaßregelt, obgleich ihr Besizer und Chefredakteur fügung, daß in den Zeitungen und Journalen nicht nur keine Welt sind, schwer unter der Zensur gelitten, so Lermontoff, der Fürst Uchtomstij ein Jugendfreund und Reisegefährte des Artikel über den Krankheitszustand außer Bulletins- gedruckt Tschornischewsky, Tolstoi, Bilinsky, Turgenjew, Dostojewski, Selbstherrschers aller Neußen ist, ein Mann, dem auch heute noch werden dürfen, sondern auch keine Artikel anderer Art über dasselbe Uspenski, Gogol, Schtschedrin. Unvergleichlich brutaler als gegen die intimsten Beziehungen zum Baren nachgesagt werden, der noch Thema, ja nicht einmal über die für den Baren abgehaltenen die Dichter und Gelehrten war und ist noch und dürfte vor kurzem, vielleicht heute noch, Privatsekretär des Kaisers ist. Litaneien"( Birtular vom 18. Januar 1894). Diese Verfügung ist auf absehbare Zeit bleiben das Unterdrückungs System, Man kann das Wort: Nenne mir Deine Freunde und ich werde noch einige Male wiederholt worden( am 21. September und am das die Zenfur gegen die Tagespresse anwendet. Dieses Dir sagen, wer Du bist", dahin variiren: Beige mir Deine Presse 14. Oktober), bis endlich der Zar verstarb. System wirkt doppelt, direkt und indirekt. Direkt durch die Präventiv- und ich werde Dein Land beurtheilen". Die russische Presse ist Die Zensur erstreckt ihre Achtung vor der Krone auch auf die zenjur, dann durch zahllose Verbote, Ermahnungen, Strafandrohungen, neben der türkischen und serbischen die unfreieste und am meisten ausländischen Monarchen, wenigstens soweit sie sich mehr oder Verwarnungen, administrative Verfügungen, zeitweise Unterdrückungen, geknebelte Europa's. Es ist das Verdienst eines genauen Sach- minder den Baren zum Vorbild auserforen haben. Unter Alexander III. Untersagung des Einzelverkaufes, der Inseratenaufnahme, gänzliches kenners der russischen Preßzustände, daß er durch eine auf Aften- genoß der türkische Sultan ihren besonderen Schutz. Am Verbot der Zeitungen, Nichtgewährung von Konzeffionen zur material beruhende Darstellung in einer angesehenen deutschen 10. Oftober 1888 mußten die Redakteure einen Revers unterschreiben, Gründung von Zeitungen, Aufzwingung von Polizeifpigeln als Beitschrift") die„ Russischen Zensurverhältnisse" Redakteure, Verbot der Aufnahme von Artikeln bestimmter Ber- wart für das europäische Publikum beleuchtet. Gegen- daß fie in der Presse keine„ Aeußerungen, durch welche die Ehre Wir wollen des türkischen Sultans angetastet wird", zulassen würden. Nach fonen und der Anstellung mißliebiger Personen als Redakteure. Diese aus dieser bedeutungsvollen Arbeit, deren Studium wir allen fünf Jahren wurden, da originelle wie auch den ausländischen direkte Einwirkung der russischen Zensurbehörden hat zur Folge, daß empfehlen, die sich für Rußland intereffiren, einiges hervorheben. Preßorganen entnommene Artikel, in denen der Sultan Abdul Hamid die kapitalistisch interessirten Verleger, Druder und auch die Redat- Wir betonen, daß wir dies aufs geradewohl thun, denn die Arbeit lächerlich gemacht wird, von neuem zu erscheinen beginnen," die tionen, von ganz wenigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen, ein enthält von der ersten bis zur letzten Zeile die horrendesten Dinge. Redaktionen darauf aufmerksam gemacht, daß die frühere Verfügung überaus engherziges System der Selbstzensur anwenden, damit nicht eines der vielen Machtmittel der Preßbehörden gegen ihre Unter- über die russische Presse anführen. Wir wollen vorerst die wichtigsten gefeßlichen Bestimmungen ihre Giltigkeit nicht verloren habe. nehmungen angewandt werde, so daß noch so manches offene und freie Wort, das unter gewissen Umständen gejagt werden könnte, von den Besitzern der Zeitung selbst unterdrückt wird. Auslandes Am 4. April 1896 wurde infolge von dreisten Angriffen gegent sich einer unangebrachten Polemik zu enthalten"- wiederum unter den deutschen Thronfolger" den Zeitschriften vorgeschrieben, Bedrohung mit Bestrafung. " " Wenn aus Erwägungen der Regierung eine Veröffentlichung oder Der§ 140 des Gesetzes über die Zensur und Presse besagt: eine Besprechung irgend einer Angelegenheit von Staatsbedeutung Nichts wird von der russischen Bureaukratie mehr gefürchtet als in der Preise im Verlauf einiger Zeit für unangebracht be- Noch im Jahre 1879 erfolgte das Verbot, stenographische Bedas freie Wort, als das Erweden einer öffentlichen Meinung, deren funden wird, so werden die Redakteure der Preßorgane, die teiner richte über politische Prozesse vor ihrem Erscheinen im Regierungs Sprachrohr die Presse ist. Wir glauben, daß von Nicolaus I. Präventivzenfur unterworfen sind, auf grund einer Verfügung des boten" zu bringen. Im Jahre 1882 verbot die Regierung unbedingt, das Wort stammt, sechs unabhängige Zeitungsschreiber find Rußland Minifters des Innern von der Oberverwaltung in Breßangelegen- jedwede Mittheilungen über politische Verbrecher zum Abdruck gefährlicher als eine feindliche Großmacht. Für Rußland freilich heiten davon benachrichtigt." Die§§ 154 bis 156 geben dem zu bringen. Von dieser Zeit an verliefen die politischen Prozesse wäre eine freie unabhängige, ehrliche Presse der Hebel zur geistigen Minister des Innern das Recht, nach seinem persönlichen Gutdünten unter einem vollständigen Stillschweigen der Presse. Aber selbst und materiellen Entwickelung. Der russische Despotismus aber hat der Zenfur unterworfene periodische Preßorgane für ihre schädliche bloße Andeutungen über die Möglichkeit eines politischen Kampfes nichts mehr zu fürchten als die Konstatirung der Korruption in allen Richtung auf acht Monate zu unterdrücken und das Abdrucken von in Rußland erscheinen der Regierung gefährlich. Als im Jahre 1889 Zweigen der Verwaltung, als die Enthüllung der Praktiken des Betrachtungen über die Unvollkommenheit der russischen Gesetzgebung, in der russischen Presse eine Mittheilung über die Explosion einer schmachvollen, voltsfeindlichen Regierungssystems. Verwaltung und Justiz auf immer zu verbieten. Preßorgane, die Dynamitbombe in Zürich erschienen war, wurde die Veröffentlichung Während die russische Regierung die Presse im eigenen Lande der Zensur nicht unterworfen sind, können für Nichterfüllung der ihnen solcher Nachrichten für unpassend" befunden und eine derartige in der raffinirtesten Weise in der Entwickelung hemmt, ihr den auf grund des§ 140 zugegangenen Vorschriften auf 3 Monate unterdrückt Publikation für die Zukunft verboten. Mund zubindet, ja sie, soweit es angeht, unterdrückt, ist die im und den periodischen Preßorganen kann für die Dauer von zwei bis acht Merkwürdig ist, daß die Thätigkeit der höchsten staats Dienste der russischen Machthaber stehende Presse des Jahren das Recht entzogen werden, Anzeigen zu drucken. In lichen Institutionen Rußlands der Presse gegenüber ähnlich nicht zulezt die deutsche eifrigfte Breßorganen, die der Zensur unterworfen sind, bedecken die Zensoren gestellt ist, wie die Thätigkeit der sogenannten Staatsverbrecher. bemüht, die Zustände im Barenreiche rosig zu schildern alles das mit Druckerschwärze, was auf grund ihrer eigenen Er- So erging an die Prozeßorgane eine Borschrift unter Bedrohung die abweichenden Darstellungen zu diskreditiren und den Glauben zu wägungen sowie der der Regierung fich für die Veröffentlichung mit administrativen Strafmaßnahmen, nichts zu drucken über die erwecken, als ob Rußland auf liberalen Bahnen wandle. Besonders nicht eignet. Bücher von weniger als zehn Druckbogen unterliegen Debatten im Staatsrath, da eine Veröffentlichung solcher Debatten seit dem letzten garenwechsel ist man aufs eifrigste bemüht, diese der Präventivzenjur und sind folglich derselben Willkür des den Vorschriften des Gesetzes widerspricht und mit einer Achtung Meinung zu verbreiten. Die unabhängige Presse ist leider auch Bensors, der mit geheimen Instruktionen versehen ist, unterworfen. gegenüber den höchsten Staatsinstitutionen unvereinbar ist." Mit dann, wenn sie Korrespondenten in Petersburg oder. ein außer Infolge dessen ist in Rußland eine Broschürenliteratur über die derselben Motivirung wurde diese Verfügung im Jahre 1895 ordentlich seltener Fall noch in einer und der anderen russischen Fragen des öffentlichen Lebens ganz unmöglich. Bücher endlich wiederholt. Stadt besigt, selten in der Lage, die Wahrheit über Rußland zu von zehn oder mehr Druckbogen, die in den beiden Haupt- Die Angelegenheiten des unter Alexander III. begründeten und berbreiten, denn nirgends ist es, von der Türkei abgesehen, städten erscheinen, unterliegen zwar vor ihrer Drucklegung teiner unter seinem Nachfolger fortbestehenden Komitees der Sibirischen dem Korrespondenten, der feine Unabhängigkeit bewahren, Präventivzensur, müssen jedoch vor ihrem Erscheinen auf dem Eisenbahn, das unter dem Vorsitz des Thronfolgers des gegen sich nicht in Abhängigkeit bon den Ministerien bringen Büchermarkt von der Zensur durchgesehen und können von ihr wärtigen Raisers tagte und anderen Regierungsinstitutionen laffen will, und der nicht Zehntausende für Bestechungen aus fonfiszirt werden, so daß auch in diesen Fällen den„ unpassenden gegenüber fast ganz unabhängig gestellt war, wurden gleichfalls der geben will oder kann, schwerer, offen und ehrlich seine journalistische Nachrichten" der Weg zu der russischen Lesewelt vollständig versperrt öffentlichen Besprechung zum größten Theil entzogen. Pflicht zu erfüllen, als gerade in Rußland. Die jest im Auslande wird. In der Provinzpresse ist feine, selbst nicht die be erscheinenden russischen revolutionären Zeitungen befizen weder die Der 8ar mit feinen zahllosen Verwandten be- scheidenste Kritik der Handlungsweise der lokalen Administration Autorität noch die Verbindungen der„ Glocke" von Alexander Herzen, findet sich ganz besonders unter der wachsamen Vormundschaft der möglich, und die empörendsten Dinge können nicht nur ohne einen sie sind ihrer Mehrzahl nach agitatorisch gehalten und haben bei Zensur. Es ist dies in der That eine Vormundschaft und nicht blos Protest geschehen, sondern ohne überhaupt einen Widerhall in der geringem Umfange und seltenem Erscheinen so mannigfache Aufgaben, ein Schutz. Die Zensur schüßt nicht nur den Kaiser gegen eine Un- Presse zu finden. Nicht geinig damit: einzelne Gouverneure bedaß sie wohl hie und da eine werthvolle Mittheilung über russische Höflichkeit seitens der Presse, sondern sie schützt auch die Presse gegen schränken sich nicht auf eine Untersagung der Kritik über die AnVerhältnisse bringen, aber kein Spiegelbild der russischen Verwaltung ein überflüssiges Vertrauen in die Worte und die Handlungen des gelegenheiten ihres eigenen Gouvernements, sondern sie sehen sich bieten fönnen. So konnte der Glaube entstehen, daß die russische Presse Selbstherrschers. Schon durch das Gesez wird vorgeschrieben, daß in jüngster Zeit immer häufiger in Verbindung mit den Behörden heute nicht mehr unter dem schweren Drucke leidet wie in den letzten Breßerzeugnisse, in denen Handlungen persönlichen Charakters des anderer Gouvernements, denen sie die Artikel, die auf ihre Gegend Jahren Alexander II. und unter der Regierung Alexander III. Staisers oder seiner Verwandten beschrieben oder die von ihnen ge- bezug haben, vor der Ertheilung der Druckgenehmigung zur Durch Gerade in diejen Tagen erfuhr man freilich, daß die verbreitetste brauchten Redewendungen mitgetheilt werden, nicht anders gedruckt sicht zusenden. Diese gegenseitigen Freundschaftsdienste werden noch große Beitung Rußlands, die Nowoje Wremja", ein Blatt, das werden dürfen, als mit Genehmigung des Ministers des Hofes(§ 78 befestigt und gekrönt durch Zirkulare der Oberverwaltung für Preßaufs eifrigste bemüht ist, die Intereffen der Regierung zu vertreten, des Zenfur- und Preßgefeßes). Es ist Thatsache, daß, als Mikolaus II. angelegenheiten. Diese Zirkulare streben das Biel an, die gesammte deffen Befizer lediglich vom Gesichtspunkte der reinen Profitmacherei in den ersten Jahren seiner Regierungszeit auf den Berichten der administrative Thätigkeit der Kontrolle der öffentlichen Meinung, die geleitet sind, schwer gemaßregelt wurde, indem dem Blatte der Gouverneure über neue Schulbauten erfreulich"," trostreich", an- durch die Presse geübt wird, vollständig zu entziehen. Einzelne Einzelverkauf verboten wurde. Wenn ein Blatt dieser Art, ein offiziöses genehm" und andere Worte niederschrieb, der Presse verboten wurde. Episoden einer solchen Mundtodtmachung der Presse durch die BeOrgan verschiedener Ministerien, von einer Maßregel dieser Art in Betrachtungen über die Volksbildung auf diese allerhöchsten mühungen der Zensur wirken direkt lächerlich. nicht berschont bleibt, wie müssen da erst anständige Notizen bezug zu nehmen. Der Selbstherrscher mag also, soviel Blätter behandelt werden! Kann man fich dann da wundern, wenn die Revue„ Nowoje Slowo", in der in gemäßigtester *) Preußische Jahrbücher, Band 94, Seft 2. ( Schluß folgt.) BERLIN W. Potsdamerstr. 69. EckeWinterfeldtstr. S.Goldmann BERLIN W. Potsdamerstr. 69 Ecke Winterfeldtstr. Ausserordentliches Angebot! Dienstag, Mittwoch, Donnerstag. Gerstenkorn mit Küchenhandtücher, richtige Grönen Borduren und Streifen, 2,75, 8,25 Stubenhandtücher, Damast und Drell, 50/110 cm, reizende Muster, Dutz. 3,50, 5,50 Wirthschaftsschürzen aus waschechten, guten Stoffen Stück 70, 95 Pf. Tändelschürzen, weiss und farbig, mit Borduren, auch glatter Fond 28, 35 Pf. mit Besatz O Stück 1 Deckbett mit 2 Kissen Fertige Bettbezüge aus Wäschetuch, zum Knöpfen und Schnüren, Garnitur 2,95, 3,65 Fertige Bettbezüge aus gestreiftem Santin, zum Knöpfen, brillant in der 4,20, 5,75 ragende Dessins Wäsche, Garnitur 1 Deckbett mit 2 Kissen... • Velour, dicke, wolligo Qualität, zu Morgenröcken, Matinées Blusen, hervor- 30, 40 Pf. 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Tonblüthe", Löwert, Oppelnerstr. 19. und mit besonderer Betonung unserer Ziele die Partei sich durch Strausberg. Magnus, Wilhelmstraße.- Freya II"( gemischter Chor), Rusch, ,, Liedesfreiheit II", Ueber die Lage der Schreibgehilfen im mittleren Staats: Mitarbeit im Parlament an allen Maßnahmen, die geeignet sind, Fichtestr. 19. Solidarität“, Leonhard, Beuthstr. 10. Felsenburg" Eisenbahndienst wird uns geschrieben: die Interessen der Arbeiterklasse zu fördern, bethätigt. Der Redner Scheere, Blumenstr. 38. Rirdorfer Liederkranz", Rirdorf, Marefch, Die Gehilfen standen früher im Arbeiterverhältniß mit einem äußert sich sodann in längeren Ausführungen über die Frage der Süd- West", Zubeil, Lindenstr. 106. Ziethenstr. 77. Einigkeit III", Reinickendorf, Balzer, Berlinerstr. 17. Anjangsgehalt resp. Lohn von 2,50 M. pro Tag, steigend bis zum Meinung Ausdruck giebt, daß die von den Gegnern der Wahl- Rönnebergstraßen- Ece. ,, Berliner Damenchor Harmonie", Höchstlohn von 3,10 M., der nach 5 Dienstjahren erreicht wurde. betheiligung angeführten Gründe feineswegs stichhaltig seien. Mehr Brinzen Allee 6. Rütli", Friedenau, Grube, Kaiser- Allee und Vorwärts III", Lichtenberg- Friedrichsfelde, Schulz, Dieser Lohn wurde durch Erlaß des Miniſters bis auf 4,50 M. pro als bei den Reichstagswahlen sei Gelegenheit zur Agitation bei den Alpenblume", Neu- Weißensee, Sturm, Lothringenstr. 33.-" Rothe Rose II", Concordia", Restaurant Willibald- Alerisstr. 10. Tag erhöht und statt Lohn wurde Tagesbesoldung eingeführt, ferner wurden die Schreibgehilfen als Gehilfen im mittleren Staats- Eisen- ihre Rechtlosigkeit gegenüber den Besitzenden Wahlen zum Landtage, wo ganz besonders der Arbeiterschaft Prinzen- Allee 44. ,, Liedeslust III", Alt- Glienicke, Saß, Grünauerstr. 19 a. bahndienst charakterisirt. Die Erhöhung durfte aber nur nach dem Ers vor Augen ge= " Cäcilia"( gent. Chor), Brandenburg a. H., Vettermann, Wilhelmsdorfer. messen der Direktionen stattfinden. Die Direktion Berlin verfügte nun, geordneten nicht möglich wäre, so sei die Betheiligung schon von dem im Vereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener führt werden kann, gegeben. Wenn auch die Wahl eines Abstraße 111. daß den Gehilfen Tagesbesoldung nach 9 Dienstjahren, jedoch erst Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen vom 20. Lebensjahre an gerechnet, bis zu 3,50 Mart gewährt agitatorischen Gesichtspunkte aus von großem Vortheil. Die Sozial- ftraße 80, 2. Hof. Montag, abds. von 9-11 Uhr: Klub- Abend und Auffonnte; um weitere demokratie dürfe sich eine so seltene Gelegenheit zu einer wirksamen nahme neuer Mitglieder: Bulagen mußte der Ge= Merifaner", G. Seifert, Elbingerstr. 15. hilfe selbst einkommen, d. h. die Zulagen wurden nur ge- laffen. Damit, daß man die Wahlen ignorirt, werde man fein besseres Weißenburgerstr. 47. Agitation, wie fie durch die Wahlen geboten wird, nicht entgehen Abguß II", Schulz, Höchstestr. 33." Freundschaft Vorwärts", Sydow, währt, wenn der Gehilfe sich gut geführt hatte, was überhaupt Fidele Kolonisten", Klinge, Koloniestr. 137. für alle Zulagen galt; der Gehilfe hing also vom Wohlwollen seines Wahsystem erlangen, zumal die schon seit langem beabsichtigte Protest- Eintracht", Friedenstr. 67 in der Friedenshalle. Grüne Linde", Kaseda, bewegung nie ansgeführt wurde. Der Redner, der sich auch für ein Borgesetzten ab. Drontheimerstr. 1a. Wally", Schütte, Biesenthalerstr. 16. Da das jugendliche Alter bei den Gehilfen bis zum zwanzigsten event. Wahlbündniß ausspricht, giebt zum Schluß seinem Be-„ Crescendo", Linienſtr. 73. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theaterverein Lebensjahre gerechnet wird, bei allen anderen Arbeitern aber nur dauern darüber Ausdruck, daß durch den Beschluß der NichtDramatischer Klub Liebesglück", Cremmener Vergnügungsv. Ingwelde", Schulz, Dunderstr. 90. bis zum achtzehnten Lebensjahre, so ist der Gehilfe dem Arbeiter betheiligung an den Landtagswahlen sich viele Genossen haben abhalten Vorwärts", Jonas, Gr. Frankfurterstr. 42.- Theaterv.„ Schiller", Garbriel, Theaterv. gegenüber um zwei Jahre im Nachtheil. Ist ein Gehilfe mit acht- laffen, als Ginzelne an der Wahl theilzunehmen und dadurch in diesem Wildenowſtr. 5. Theaterv.„ Alpenrose", Eisenbahnstr. 44. Geselliger Klub zehn Jahren eingetreten und hat dann zehn Dienstjahre hinter sich, Kreiſe zwei der schlimmsten Reaktionäre, die sehr leicht hätten be- Neptun", Roßstr. 3. Theaterv.„ Amorella", Brizerstr. 19. Montag: so bekommt er im achtundzwanzigsten Lebensjahre 3,30 bis 3,40 m. feitigt werden können, gewählt wurden. Der Vortrag wurde mit Theaterv.„ Weiße Rose", Reichenbergerstr. 19. Vergnügungsv. ,, Bavaria", pro Tag. Viele Gehilfen im achnundzwanzigsten Lebensjahre haben lebhaftem Beifall aufgenommen. Nach einer längeren Geschäfts-„ Tyrol, Waldemarstr. 13. Schulz, Dunckerstr. 90. Rauchtt. Portoriko", Bülowstr. 46. Zitherv. ordnungs- Debatte beschloß die Versammlung, die Diskussion über Straße 18/19. Gesango. Männerklang", Pinzer, SchützenAls nun der Direktion zu viel Anträge um Erhöhung des den Vortrag bis zu einer über 14 Tage einzuberufenden Wahl- Arbeiter: Turnerbund. Sonntag: Turnb. Fichte", Lichtenberg, Gehalts zugegangen waren, erließ sie eine Verfügung, wonach den bereins- Versammlung zu vertagen. Hierauf wurde mitgetheilt, Asche, Weißenseeer Weg; jeden Sonntag von 3 Uhr an volksthümliches Gehilfen nach 20 Dienstjahren eine böchste Tagesbesoldung von daß von den Genossen zu der am 21. November statt- Turnen. Montag: Turnv." Fichte", Berlin, abends von 8-10 Uhr, 4,50 M. gewährt werden kann, wenn sich der Gehilfe nur gut geführt einstimmig der Schriftsteller Paul findenden Stadtverordnetenwahl im 6. Kommunal- Wahlbezirk 7. Männer- Abth., Reichenbergerstr. 131; 2. Damen- Abth., Ackerstr. 67. hat. Es hängt also wiederum vom Wohlwollen des Vorgesetzten ab, aufgestellt worden ist. Anschließend hieran wurde angeführt, daß stunde abends 7 Uhr, Bad der Wasserfreunde, Kommandantenstr. 7/8. Hirsch als Kandidat Arbeiter- Schwimmerbund. Anfragen sind zu richten an E. Bratke, ob der Gehilfe diese höchste Besoldung erreicht. Schulstr. 24. Montag: Schwimmklub„ Neptun"( Weißensee), Nebungs Nun hat bei der Eisenbahn jeder Hilfs beamte Aussicht auf seit dem vorigen Jahre ein erheblicher Zuzug der Arbeiter in diesem Lese- und Diskutirklubs." Polnisch. Distutirfl. Jaroslaw Dom etatsmäßige Anstellung, der Gehilfe jedoch nie, im Gegentheil, Bezirk zu verzeichnen ist, sodaß bei reger Thätigkeit der Sieg des browsty in Nixdorf", Breßler, Biethenstr. 69, tagt jeden Sonntag nach wenn er der Verwaltung 30 Jahre gedient und alle seine Kräfte sozialdemokratischen Kandidaten erwartet werden kann. Wie der dem 15., nachm. 5 Uhr.- Montag: Sozialdemokr. Lese- und Diskutirfl. wegen vorgerückten Alters eventuell gekündigt, und muß sich dann Wahlvereins vertagt werden, weil die Polizei die Betheiligung( Gingang Grüner Weg), jeden Montag nach dem 1. n. 15. im Monat. geopfert hat, so wird er dann von der Zulage ausgeschlossen und Borsitzende bekannt gab, mußte das geplante Stiftungsfest des für den Stadtbez. 175", Buchmann, Gubenerstr. 12a, Berj. jeden 2. und von seinen Kindern oder sonstigen Angehörigen oder von der Stadt der Frauen an diesem Feste nicht zuließ. Gegen diese ernähren lassen, denn von der Altersrente kann er selbstverständlich natürlich Beschwerde erhoben und vorderhand die Abhaltung eines sonderbaren Maßnahmen der Polizei hat der Vorstand nicht leben. Es wäre thatsächlich an der Zeit, die Gehilfen etatsmäßig Herren- Abend beschlossen, der am 10. Dezember, wenn bis dahin die zu machen, wie dies bereits bei den Fahrkartenverkäufern der Fau Entscheidung auf die Beschwerde nicht eingetroffen ist, stattfinden ist; diese standen zudem früher noch unter dem Lohn der Gehilfen. soll. Hierauf wurden die Mitglieder, die im lezten Monat dem Jeder Gehilfe hat doch sein Pensum zu erledigen, wie ein Sekretär. Berein beigetreten sind, bekannt gegeben. Einwendungen gegen dieErst wenn die Gehilfen etatsmäßig angestellt sind, erst dann können felben wurden nicht gemacht. Nachdem noch auf die am Sonntag sie ihrem Berufe mit Lust und Freude obliegen, dann brauchen sie stattfindende Flugblattvertheilung hingewiesen und zur regen Benicht in steter Angst zu leben, daß sie in Ungnade fallen und ent- thätigung am Tage der Wahl aufgefordert worden war, erfolgte der Tassen werden können, und vor allen Dingen wäre durch die Etatisi- Schluß der Versammlung. rung für sie im Alter gesorgt. Zum mindesten sollte das Anfangsgehalt des Gehilfen etwas erhöht und die Zahl der Dienstjahre, mit welcher die höchste Besoldung von 4,50 M. erreicht wird, vermindert werden. Mit 3 M. und etlichen Pfennigen Tagesverdienst eine Familie ausreichend zu ernähren, das ist ein Kunststück, das selbst dann kaum fertig gebracht werden kann, wenn die Frau für fremde Leute arbeitet, wodurch aber das Familienleben jedenfalls nicht gefördert wird. Krankenversicherung. Der Freien Kranken- und Begräbnißtaffe der Schuhmacher und Berufsgenossen Berlins" ist unterm 15. Oftober vom Handelsminister aufs neue bestätigt worden, daß sie, vorbehaltlich des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des Krankenversicherungs- Geseges genügt. 20 Unternehmer- Verbände. Oud Dem deutschen Zuckersyndikat sind nach einer Mittheilung des Geschäftsführers dieser Vereinigung von im ganzen 402 Rüben verarbeitenden Zuckerfabriken 300 beigetreten. Die Einigung der Raffinerien ist noch nicht zu stande gekommen. Man beabsichtigt, sollten einige Raffinerien zur Kartellbildung nicht geneigt sein, insofern auf diese einen Einfluß auszuüben, daß ihnen von den zum Kartell gehörenden Robzuckerfabriken feine Lieferungen gemacht werden. Das Syndikat steht somit noch immer auf schwankenden Füßen. Der fozialdemokratische Arbeiterverein in pandan hielt am Dienstag gemäß der in der vorigen Versammlung getroffenen enderung seine erste ordentliche Versammlung in diesem Monat ab. zu der bevorstehenden Ersatzwahl eines Stadtverordneten wurde ein Wahlkomitee bestehend aus autant, Rieger, Grieben, Alsdann hielt Dr. Borchardt- Charlottenburg einen mit Beifali L ammé, Hornig, Pieper und Reinert niedergesetzt. aufgenommenen Vortrag über das Thema: Unsere Endziele und unsere Tattit. 4. Montag im Monat, abds. 8 Uhr. Leopold Jakoby", Zippfe, Markusstr 14 Nordkante", Bolz, Wiesenstr. 27." Johann Jakoby", Lietzke, SchwedterStraße 33. Zentralverband der Konditoren.( Mitgliedschaft Berlin.) Heute nachmittags pünktlich 4 Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: Mitgliederversammlung. Gäste willkommen. Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen Montag ,, abends 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenſtr. 20. Vortrag des Herrn Dr. Raikowsky über„ Quetschungen, Knochenbrüche und Verrentungen". Nachher praktische Uebungen. Arbeiter Bildungsverein für Friedenau Steglik. Die nächste Versammlung findet am Dienstag, den 22. November, in Friedenau bei Grube, Kaiser- Allee, statt. Fortseßung der Diskussion über„ Parteitaftit". Zahlreiche Betheiligung erwartet der Borstand. Dienstag, den 22. November, nachmittags 3 Uhr, findet in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, die Ersatzwahl für sechs ausgeschiedene ArbeitgeberVertreter und für 24 ausgefchiedene Kaffenmitglieder- Wertreter für die hiesige Orts- Krankenkasse der Gastwirthe statt, zu welcher sämmtliche zur Staſſe Butritt haben. Die Wahl ist geheim und findet bei verschlossenen Thüren meldenden Arbeitgeber, sowie sämmtliche großjährige Staffenmitglieder in getrennten Wahlgängen für Arbeitgeber und Staffenmitglieder statt. Orts Krankenkasse der Gastwirthe und verwandten Gewerbe. Briefkasten der Redaktion. E. Ha. Zu 1: Vater und Geschwister. Zu b: Es kann innerKöpenick. Am Sonnabend, den 12. d. M., fand hier in Wilhelmsgarten bei Scheer eine Voltsversammlung statt, welche nach einem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag des Genossen Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahr Theodor Mener die Kandidaten für die am Montag, den anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die lett 21. und Dienstag, den 22. November, nachmittags von 3 bis 7 Uhr Abonnementsquittung beizulegen, Fragen ohne solche werden nicht beant stattfindenden Stadtverordneten- Wahlen aufstellte. Das Wahlkomitee wortet und schriftliche Antwort nicht ertheilt hatte folgende Personen in Vorschlag gebracht: 1. den StadtDer Verein der deutschen Hutindustrie, dem alle nam verordneten Adolf Schulz; 2. den Stadtverordneten 28 ilhelm Freitags abends von 7 bis 8% Uhr abgehalten. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und hafteren Hutfabrikanten als Mitglieder angehören, hat sich in seiner 8 tegelmann; 3. den Färbereibefizer Alfred Teeß und am 15. d. M. in Berlin stattgefundenen diesjährigen ordentlichen 4. den Handelsmann Karl Niete. Einstimmig wurden diese vier Unterberger. Wir können uns in der Angelegenheit nur äußern, Generalversammlung über die Lage des Rohmaterialienmarktes für als Kandidaten von der Versammlung proflamirt. nachdem wir das schriftliche die Hutfabrikation unterhalten und in anbetracht der bedeutenden Th. W. Kommen wie urtheil des Gewerbegerichts eingeſehen haben. Adlershof. In einer Versammlung für Männer und Frauen, gerathen sein, wenn der Vertrag bis zu seinem Ablauf erfüllt wird. Bu 4: in die Sprechstunde. O. W. Es dürfte und andauernden Preishausse desselben die Nothwendigkeit erkannt, welche am 13. D. M. bei Schmauser tagte, referirte Wagner über Juristen. die Preise aller Qualitäten von Filzhüten entsprechend erhöhen zu„ das arbeitende Volk und die bevorstehende Zuchthaus- Vorlage". Sie sich an die Invaliditätsanstalt, Klosterstr. 42. B. S. R. 651. Nennen Sie die Strafe.- Krause. Wenden müssen. Ferner beschloß die Generalversammlung, gegen jede von Redner führte in seinem mit vielem Beifall aufgenommenen Vortrag leiher gewußt hat oder hätte wissen müssen, daß die Sachen gestohlen sind. Jörgensen. Schicken Sie das Material ein. irgend einer Seite hervortretende Absicht der Wiedereinführung aus, wie die Arbeiterschaft ganz Deutschlands bereits Stellung da- Sonst fann er den Betrag verlangen. J. R. 23. Es kommt darauf an, ob der Pfand: eines Wollzolles von Vereinswegen energischen Widerspruch zu er gegen genommen und wie die Unternehmer bestrebt wären, die an tein Urtheil zu. 21 Berlin. Darüber steht uns heben. sich schon erbärmlich niedrigen Löhne immer mehr zu drücken. befehl beantragen. Borher läßt sich nichts thun. 5. G. 100. Sie müssen zuerst gerichtlichen Rückkehr Er erinnert an die Aeußerung des deutschen Kaisers, welcher 1889 deshalb an das Polizeipräsidium wenden.- X. Kommen Sie in die Sprechstunde. 25. Sie müssen sich zu einer Unternehmerdeputation bemerkte, es ist menschlich natürH. B. 82. Ja. R. P. 30. Sie können sofort vollstrecken laffen lich, daß der Arbeiter feine Lage soviel wie möglich zu verbessern auf grund des Urtheils... 46. Die in die Ghe eingebrachten A. 3. sucht; die Arbeiter lefen Zeitungen und ersehen daraus, wie das. F., Waldemarstr. 15. Beides hier unbekannt. Sachen haften nicht, wohl aber die während der Ehe erworbenen. Verhältniß der Arbeit zum Gewinn gestellt ist 2c. 2c. Redner stellt Theile. dieser Rede die Bielefelder und Oeynhauser Nede des Kaisers gegen- halb des Quartals, in dem der Tod erfolgt ist, gekündigt werden. Der M. L. Ja. Beide über, und empfahl zum Schluß sämmtlichen Anwesenden den An- Kontraft endet dann sechs Monate nach Ablauf des Quartals. Zu c: Ja. schluß an die moderne Arbeiterbewegung. A. 5. 14. Beim Vorhandensein einer Ehefrau hat das uneheliche fugt, wenn der Gehilfe durch anhaltende Krantheit an der Berrichtung feiner sind gegenüber dem Bater in der Mark kein Erbrecht. Zu 2: Ja. A. B. 100. Der Prinzipal ist zu sofortiger Entlassung nur dann be Dienste gehindert wird. r. 16. 1. Richten Sie Antrag an die Invaliditätsanstalt Kloſterſtr. 42. Sonst übt Krankheit keinerlei Einfluß aus. 2. Wir rathen Ihnen von der Anschaffung des Buches ab. müssen sich direkt an die Redaktion des Blattes wenden. C. K. Sie F. R. GS handelt sich hier um Kosten, die bezahlt werden müssen. Nach deren Zahlung ist die Sache erledigt. Sellin. In etwa einer Woche geben wir Ihnen E.. Nixdorf. Ja. tommen. 2. B. 100. Veranlassen Sie Ihre Schwester, in die Statistik. Bu 3: An das Ministerium des Innern. Zu 4: Meistens zur 2. S. 150. Zu 1: Nein. Zu 2: Darüber giebt es feine Strantenunterfiligung. banden sind, kaum Erfolg haben wird. F. F. Privatklage, die aber, da Zeugen nicht vor K. W. 3. Ob Sie als Zeuge geladen werden, ist nicht bestimmt. Jedenfalls steht Ihnen das Recht zu, anzufragen, was aus der Sache geworden ist. Zu 3: Illegitimitätsflage ist anzuſtrengen. Weidenweg 98. Das tommt auf die Todesursache an. M. N. Die Frage ist ohne nähere Angabe des Sachverhalts unver ständlich. K. W. 17. Hier giebt es gesetzlich keine Gütergemeinschaft. Geschwister müssen ihren Geschwistern nothdürftigen sofern lektere fich nicht selbst ernähren fönnen. Mehrere gleich nahe Verwandte müssen gemeinschaftlich, C. L. Ja. jedoch nach Verhältniß ihres Vermögens, den Unterhalt gewähren. hat hier keinen Zwed. 2. G. 1. Ja. 2. Gerichtliche Entscheidung zu beantragen burgische Boltszeitung" in Rostock und berufen Sie sich auf den„ Borwärts". 1170. Wenden Sie sich damit an die ,, Mecklen Streitfrage 29. Nicht nothwendig gewesen. Die Betreffende soll sich beim Vormundschaftsgericht beschweren. 2. und 3. Sie müssen zunächst den Sachverhalt näher darlegen. 2. M. 2. 25. Es kommt darauf an, ob Sie in der Lage sind, zu zahlen. tragt werden, die Vormundschaft an das andere Gericht abzugeben. 3. a. K. F. 57. Weißensee. Es muß bei dem Vormundschaftsgericht bean= 2. M. 100. 1. und 2. Ja. nommen. Versammlungen. zu warnt speziell der Referent und Tempel vor einem solchen Schritt Bescheid. Die Feststellung erfordert einige Zeit. ie Sprechstunde zu Tem Kartell der amerikanischen Kattunfabrikanten find Protestresolution an. Matheka kritisirt hierauf sehr heftig das Nach einer längeren Diskussion nahm die Versammlung eine 28 Fabrilsfirmen beigetreten. Diese Vereinbarung dürfte in den Verhalten zweier Sicherheitsbeamten in einer Affäre, die er einnächsten drei Monaten eine Mindererzeugung von 920 000 Stück gehend schildert. Hildebrand regt an, ob es nach den eben geKattunen zur Folge haben. Ferner ist eine volle Kontrolle über die hörten und sonstigen Erfahrungen, die man in Adlershof gemacht jeweiligen Vorräthe, sowie eine Reduktion der Regie in Aussicht ge- habe, nicht Beit wäre, ernstlich die Frage zu prüfen, den Ort Adlershof durch Massenauszug von Wohnungsmiethern boykottiren. Es entspinnt sich hierüber eine lebhafte Debatte und Nachdem mehrere Redner theils für theils gegen die Sache gesprochen, stellt Hildebrand den Antrag, eine Kommission zu wählen mit dem Auftrage, bei allen Betheiligten eine Umfrage zu halten, wie sie sich eventuell dazu stellen würden. Die Abstimmung über diesen Antrag ergab Annahme desselben mit großer Majorität. In die Kommission wurden gewählt: Schneider, witte, Bartels, Reichert, Frau Arthur Scholz, Schulzer, Rettig und Matheta.( Wir möchten nur ernstlich warnen vor einer weiteren Ausführung des Vorhabens. Erreicht wird damit das Gi Gegentheil und niemand wäre zufriedener damit wie Herr v. Oppen. Unterhalt gewähren, Die Red.) Im Verband der Möbelpolirer sprach am 14. November Schristi ter naat über die Bedeutung der Organisation. Die übrigen Gegenstände der Tagesordnung betrafen interne Angelegen heiten. Der sozialdemokratische Wahlverein für Teltow- Beeskow: Storkow.Charlottenburg hielt am Donnerstag eine Versammlung im Lokal Bismardshöhe ab, in der Dr. Borchardt über:„ Taftit und Endziele der Sozialdemokratie" referirte. Der Redner, der in längeren, sehr interessanten Ausführungen die Ziele der Sozialdemokratie erörterte und hierbei auf die soziale und politische Entwicklung hinwies, wendete sich sodann den Fragen der Taktik zu, die in der letzten Zeit die Partei beschäftigten. Er erinnerte unter anderem daran, daß im Gegensatz zu früher die Partei die Parlamentstribüne nicht mehr lediglich zur Agitation für unsere Anschauungen benugt, sondern auch an den praktischen Arbeiten theilnimmt. Diese Veränderung der Taktik und die parlamentarische Thätigkeit der Fraktion hat in den weitesten Parteitreisen Anerkennung gefunden. Die Ausdehnung der Partei ergiebt die Nothwendigkeit, daß neben Arbeiter- Bildungsschule. Montag: Referate und Disfuffion fiber Themata aus dem wirthschaftlichen, fozialen und gewertschaftlichen Leben. Bortragender: Schriftsteller Richard Caĭwer. Beginn pünktlich um 9 Uhr abends. Ad. Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereintalender find Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. 1. Vorsitzender: Borichten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, b. 2 Tr. Sonntag: Vorwärts VII", Rummelsburg, Beutling, Kant- und Göthestraßen- Ece. Montag, abds. 9-11 Uhr, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. " Butunft I". Steglitz, Ahornstr. 10." Harmonie II", Restaur. Feind, Glühwein Johannisbeer- Wein ausgezeichnet à Liter Mt. 1,20 5 Liter 5,50, 10 Liter Mt. 10,-. Einzelne Flaschen senden durch unsere Gespanne frei Haus. Heidelbeer- u. 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Spittelmarkt 16-17. SW.Belle- Alliancestr. 1-2. 1-2. Um der Verkehrsstockung, die sich durch den grossen Andrang in den Nachmittagsstunden in unseren Waarenhäusern entwickelt, abzuhelfen, haben wir uns entschlossen, in der Zeit vom Montag, den 21. November bis Weihnachten denjenigen Käufern, welche in der Zeit 190 mod, gold lad estado do stogo bis 1 Uhr Vormittags ihre Einkäufe machen sindidimiz malounide?? mos todajut of stero dur nolio hapaun spalug 13 from od cift of 10 tr Guiti 39 Ed not med st einen Extra- Rabatt von 3% zu gewähren thin welcher sofort an unseren Kassen ausgezahlt wird. für hund med silda adus tha since me dalmus drier inferis 10 antidiopatid sid We end him? nie in' n Als besonders preiswerth empfehlen wir: Pt. 2 Bund Haarnadeln 1 Pf. 25 Stück Nähnadeln 1 Pf. 2 Stück Hutnadeln IP. 2 Pack Lockenhaarnadeln 2 Pf. ein Stück Celluloid- H 3 Pf. ein Brief Prima Stahlstecknadeln. 3 Pf. eine weisse Ball- Cravatte -Haarnadel 4 P. ein Britannia- Theelöffel 18 Pt. eine Kinder- Trommel 38 Pf. ein Zola- Roman m. 1 Packet 5 Stück 66 Pf. eine Flasche Kopfwasser Tasche Marzipan- Lebkuchen 68 P. eine Hausschürze mit Volant and 38 Pf. ein Waschschleier 70 Pt. eine seid. 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