Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag, 11., Nelazanta 18. Telephone: Tagesredattion: 26795, 31469. Nachtrebattion: 26797. Postschedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Vor dem Justizmord. Während noch als Nachwehen des Schattendorfer Urteils und seiner blutigen Folgen allerhand Debatten politische und juridische, jachliche und parteiische, meist aber sehr müßige darüber abgeführt werden, ob es eine St I a jfenjustiz gibt, oder ob auch sie nur eine böswillige Erfindung der Marristen ist, geht die mächtigste Bourgeoisie der Welt daran, durch die blutige Tat zu beweisen, daß es Selassenjustiz gibt, und daß ein guter Büraer sich auch zu ihr bekennen soll, wenn er nur sein Haus durch genügend viele Detektive und Polizisten bewachen lassen kann. Das Wiener Proletariat ist auf die Ringstraße gezogen, weil man zum soundsovielten Male Arbeitermörder, zynische, feige, aus dem sicheren Hinterhalt auf Wehrlose schießende Mörder, nicht Samstag, 6. August 1927. Es darf nicht sein! Protest der deutschen Protest der deutschen Sozialdemokratie in der Zschechoslowakei gegen die Absicht, das Bluturteil gegen Sacco und Vanzetti zu vollstreden. Der Parteivorstand der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik hat an die Gesandtschaft der Vereinigten Staaten von Nordamerika in Prag gestern den nachstehenden Protest gerichtet: Namens der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterschaft in der Tschechoslowakischen Republik protestieren wir, auf das tiefste empört, gegen die Absicht der Behörden des Staates Majjachusetts, das offenkundige Fehlurteil gegen Sacco und Vanzetti zu vollstrecken. Das Gewissen der zivilisierten Welt bäumt sich auf bei dem Gedanken, daß ein Staat, der als erster die Menschenrechte in der Verfassung festgelegt hat, sich anschickt, einen solchen Justizmord zu begehen. Wir appellieren nicht nur an das Gerechtigkeitsgefühl des amerikanischen Volles, sondern auch an seine Menschlichkeit, die beispiellose Qual einer siebenjährigen Haft in ständiger Todeserwartung nicht durch ein Bluturteil zu frönen. * Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich olerteljährlich halbjährig ganzjährig Kč 16.48.... 96.192.Rüdstellung von ManuStripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früb Nr. 183. Syftemisierung der Dienstposten. Der letzten Nummer des„ Eisenbahner" entnehmen wir die nachfolgende Kritik der eben erlassenen Regierungsverordnung über die Systemisierung der Stellen im Staatsdienst: Die Systemtisierung der Dienstposten ist ein untrennbarer Bestandteil der Besoldungsreform. Vorausgesetzt, daß die Besoldungsreform im Vergleiche zu den früheren Verhältnissen einen Fortschritt bedeuten würde, so könnte derselbe für einen großen Teil des Personales nicht in Wirksamfeit fommen, wenn die Systemisterung der Dienstposten in einer das Personal schädigenden Weise durchgeführt wird, das heißt wenn be deutend weniger Dienstposten systemisiert werden, wie dies dent tatsächlichen Bedarfe des Perso nales entspricht. Die Folge einer derartigen un günstigen Durchführung der Systemisierung der Dienstposten ist dann die, daß tausende Arbeiter, griffen wurden. Man erwartet jeden Augenblid treten sind, sich eine Lebenscxistenz zu schaffen, in dem unsicheren Verhältnisse der Taglohn bediensteten bleiben. Für diese Bediensteten gibt es auch fein Gehaltsschema, weshalb auch die beste Besoldungsreform für sie nichts anderes als ein unerreichbares Locmittel bleiben muß. von der Schuld des Mordes,- beileibe, des- Sonntag Protesttundgebungen in Paris| zwei Geschäftshäuser von den Streikenden ange- die vielleicht mit der Absicht in den Dienst ge jen waren sie gar nicht angeklagt sondern selbst von der Schuld der Ueberschreitung der Paris, 5. August. Die Angelegenheit Sacco die Ausrufung des Generalstreikes. Notwehr und der Gefährdung der öffentlichen und Vanzetti nimmt in den Blättern einen gro Sicherheit freigesprochen hat. In Amerika ßen Raum ein. Die Organe der extremen und ziehen in diesen Tagen Hunderttausende auf Brotest gegen die Entscheidung des Gouverneurs der gemäßigten Linken erheben einen scharfen die Straße, in Europa werden vielleicht in des Staates Massachusetts und fündigen für den den nächsten Tagen Hunderttausende aufmar- nächsten Sonntag große Volkskund schieren, da und dort wird man vielleicht die gebungen in Paris an. Räder stillegen, weil amerikanische Blutrichter die Arbeiter Sacco und Vanzetti nicht nur unschuldig zum Tode verurteilt haben, sondern auch nach sieben Jahren unvorstellbarer, unmenschlicher Qual tatsächlich hinrichten wollen. Ein neuer Verteidiger. New York, 5. August. Gleichzeitig mit der Ankündigung, daß der jeßige Verteidiger von Sacco und Vanzetti sein Amt niedergelegt hat, Der Fall Sacco- Vanzetti ist heute wurde mitgeteilt, daß, ein neuer Auwalt gewonsiemlich bekannt. Im Jahre 1920 waren der Staffier einer Fabrik und sein Begleiter innen worden ist, um ihre weitere Verteidigung South- Braintree im Staate Massachusetts, zu führen. Kellogg läßt sich bewachen. Washington, 5. August. Das Arbeitszimmer Nun ist die Besoldungsreform aber für das des Staatssekretärs Kellogg wird durch besondere Personal, besonders für jenes der niederen stateGeheimpolizisten bewacht, um gegen etwaige Angorien, gar nicht günstig. Wir haben bereits griffe von Fanatikern gesichert zu sein, die sich darauf hingewiesen, daß durch die neue Bevielleicht dafür rächen wollen, daß sich die Re- foldungsreform das Verosnal in seiner großen gierung weigerte, zugunsten Saccos und Van Wehrheit in seiner Lebensexistenz um mehr wie jettis bei dem Gouverneur Fuller zu inter venieren. Mie tuieber Arieg!" in Ungarn berboten. zwei Jahrzehnte zurüdgeworfen wird. Durch die neue Besoldungsreform werden den Bediensteten der niederen Kategorien Gehälter zugemessen, die für die Dedung der dringendsten Lebensbedürf nisse nicht ausreichen. Diese ungeheuren Verschlechterungen sollen nun durch die Systemisicrung der Dienstposten noch eine weitere Steigeung erfahren. Vor einigen Tagen brachten die Tageszeitun gen die Meldung, daß der Ministerrat die Sy femisierung der Dienstposten für die Staatsund Angestellten der staatlichen angestellten Unternehmungen und Betriebe gemäß dem Gehaltsgesete genehmigt hat. In dem amtlichen Kommunique, welches von der Regierung an die Presse herausgegeben wurde, heißt es 1. a.: ,, Dadurch ist das große Reformwerk, welches geleitet wurde, beendet." dotto der Vör Fuller zur Ueberprüfung des Prozesses gertum, das die Welt täglich mit seiner Hu- welche vicle Tausende Menschen zu dauerndem Reformwerk. Wie schaut nun die Systemisierung der Dienstposten aus, mit welcher das angeblich große Reformwert" seinen Abschluß finden soll? Nach den Meldungen, die bis jetzt an die Budapest, 5. August. Die sozialdemokratische einer der 13 Republiken, die sich als erste vor Partei hatte für Donnerstag abends eine Volts 151 Jahren zu den„ Vereinigten Staaten von Proteststreit in Argentinien. versammlung einberufen, um eine Demonstration Nordamerika", dem Kern der heutigen Union Buenos Aires, 5. August. Eine Nach-" Nie wieder Strieg!" zu veranstalten. Die Polizei zuſammenſchloſſen und die Streite, die gegenwärtig in Budapeſt im Zuge Menschen- richt aus Rosario besagt, daß die Arbeiter heute hat angeblich mit Rücksicht auf die verschiedenen rechte" verkündeten, auf offener Straße von morgen in einen Sympathie streif für einen Sympathie streit für Streits, die gegenwärtig in Budapest im Zuge Räubern überfallen, ermordet und beraubt Sacco und Vanzetti eingetreten sind und daß sind, diese Versammlung verboten. worden. Es war die Zeit, da die amerika- 00000000000000%**@********* USCA**@********@ 0003002 100000 De nische Bourgeoisie, die ja den Krieg nur aus mit der Bande„ Morelli" an dem Morde die sich allsonntäglich mit frommen Puritader Ferne, nur als Geschäft und nur furze Zeit teilgenommen, Sacco und Vanzetti nern, Quälern und Methodiſten füllen? Spenmitgemacht hatte, ihren Blutrauſch in der aber seien unschuldig. Thayer hört diesen un- det die amerikanische Bourgeoisie nicht jähr im Jahre 1924 mit dem Restriktionsgesetze einVerfolgung der„ Roten" austobte. Verhaf- erwünschten Zeugen nicht an, weigert sich, den lich Millionen Dollars für alle möglichen fromHier wird bestätigt, daß das Abbaugesetz mit tungen, Einferferungen, Ausweisungen und Prozeß neu aufzunehmen. Unter dem Ein- men und wohltätigen Zwecke, zur Rettung der der Schaffung des neuen Gehaltsgesetzes in einem andere Drangsalierungen von Striegsgegrern brud der Proteste der ganzen zivilisierten Welt, Seelen und zur Trainierung der Körper? Hat engen Zusammenhange steht. Das Abbaugesetz und Sozialisten bildeten damals den Haupt- der leidenschaftlichen Rufe Ser internationalen es nicht die fortschrittlichste Bourgeoisie, eine war eben das erste Glied in der Kette vieler ſport der amerikanischen Bürgerklasse und Arbeiterklasse hat man im Vorjahre eine neue abſtinente, eine rekordjüchtige, eine überaus Schädigungen, die unterdeffen für das Personal ihrer Vollzugsorgane. Man suchte das beschä- Justiztomödie eingeleitet und den Gouverneur moralische" Bourgeoisie?! Und dieses Bür- eingetreten find. Und diese Schädigungen, durch von und da Sacco und Vanzetti ein Auto reparie- bewogen. Er konnte„ nichts finden", was ihn manität und seinem„ Christentum" ebenso wie Glend verurteilt werden, nennt man ein großes ren ließen oder, was die Hauptsache war, auf zu einer Revision bewegen fönnte. Fern von mit seinen billigen Automobilen und Wolfen- Daß die bürgerliche Presse zu dieser Täudiesem Auto anarchistische und andere revolu- feinem Amtssitz läßt er sich in einer Billa po- fratern bluffen will, bringt die beinahe unaus- schung der Oeffentlichkeit ihre Spalten bereittionäre Literatur vor der Polizei in Sicherheit lizeilich bewachen und verordnet neuerdings denkbare Barbarei zustande, zwei unschuldig willig öffnet, braucht niemand besonders zu bringen wollten, machte man ihnen den Pro- die Ueberführung der beiden Unglücklichen in Verurteilte, von deren Schuld auch der ſtupi wundern. zej. Man hat so aut wie feine Indizien die Todeszelle; am 10. August sollen sie dem deste Richter nicht voll überzeugt sein kann, gegen sie, ihr Alibi ist immerhin ausreichend Nachrichter überliefert werden. nach sieben Jahren unmenschlicher Qual tatgesichert. die Zeugen gegen sie sind zum größ- Mit dem Aufgebot aller Kräfte wehrt sich fächlich aufs Schaffott zu schleppen. Sätten die ten Teil mehr als verdächtia. Eine unver- die Arbeiterschaft zweier Erdteile gegen die beiden zehn Morde auf dem Gewissen, die chämte Presheve gegen die Revol ionäre Vollstreckung des Bluturteils, das längst zum Strafe, die sie schon verbüßt haben, diese Deffentlichkeit gedrungen find, sollen für sämtliche und Feinde der paradicfischen amerikanischen Symbol der Klassenjuſtiz überhaupt geworden 2000 Nächte, von denen sie nie wußten, ob Ressorts des Staatsdienstes mit Einschluß der staatlichen Unternehmungen und Betriebe an Ohnung jetzte ein; der Richter Thayer, ist, das Sacco und Vanzetti zu Märtyrern nicht jede ihre letzte sein würde, wäre an Dienstposten normiert werden: der den Roze leitete, machte fein Geheim- internationalen Sozialismus macht, Das Särte wohl nicht zu überbieten. Für Beamte der 1. Dienstklasse internationalen Sozialismus macht, das Härte wohl nicht zu überbieten. nis daraus, daß ihm als Hauptbeweis für ihre Sache als die Sache aller Unterdrückten Kennzeichnet die Tatsache des Justizmordes Für Beamte der 2. Dienstllaffe die„ Schuld" der angeklagten Arbeiter sie und Verfolgten in fünf Sontinenten erscheinen die amerikanische Klassenjustiz und zer- Für Beamte der 3. Dienstklasic find obendrein eingewanderte Italiener, alio läßt. Die Fülle ungenannter Opfer, die stört sie endgültig die Legende von der ameri- Für Beamte der 4. Dienſtllaffe feine echten Mankees ihre revolutionäre Ge- täglich in den Sterfern eller Länder sterben, kanischen Demokratic, so charakterisiert die Für Unterbeamte. finnung gilt. Man sprach ein Todesurteil sie Schmerzen sonder Maß, die täglich von den Barbarei, die in der Verweigerung der Für Angestellte. und wollte die Gefangenen dem elektrischen Sklavenhaltern des 20. Jahrhunderts über Gnade( nicht der Gerechtigkeit, auf die Herr Für Offizianten, Kanzleikräfte, Sandwerfer, Silfspersonal und VertragsStuhl, einer der besti lischesten Hinrichtungs- Millione Namenloser ausgesoff werden, Fuller und Coolidge pfeifen!) nach sieben Jahangestellte......... 130.000 methoden, überliefern. Daß man es nicht tat, treten zurück hinter dem blutig. schreien- ren der ständigen Todeserwartung liegt, die Diese Zahlen betreffen die Systemisierung daß man sieben Jahre zögerte, würde allein den Unrecht, das in dem einen Falle amerikanische Bourgeoisie, die reichste, die schon beweisen, daß die amerikanische Klaffen- aller Welt sichtbar wird. Hier ist der mächtigste, die fortschrittlichste Bourgeoisie der der Dienstposten sämtlicher Ressorts im Dienſte des Staates und seiner Unternehmungen. Wie juſtiz sich ihrer Schuld bewußt ist, daß sie mit Justizmord aus Klassen haß, hier Welt, auch als die unmenschlich ſte, ful- schaut nun die Syſtemiſierung der Dienstposten einen menschlich schlechten Gewiffen Sie habt ihr unverschleiert, schamlos offen und turloseste Bande von Sklavenha l- im Eisenbahndienste aus? " Schuld" Saccos und Vanzettis versicht. Sie brutal die Gerechtigkeit" der bür- tern, die je die Erde mit ihrem Dasein be- Das Eisenbahnministerium unterbreitete der henmal aina man daren die Schuld- gerlichen Weltordnung. schmußt, die Geschichte der Menschen mit ihren Regierung Vorschläge über die Durchführung der frage neu aufzurollen, nie fam es Oh, Amerika hat nicht nur die wohlha- Taten besudelt hat. Systemisierung der Dienstposten. Obwohl die Wenn jetzt noch Gnade ergeht, dann ist sie Vorschläge so erstellt wurden, daß die in densel zur Neuaufnahme oder zur Revision des Pro- bendite, die erfolgreichste. die mächtigste Bourzeffes. Es bildete sich ein Seomitee zur Net- geoisie der Welt, Amerika hat ohne Zweifel ein Rugeſtändnis der Henker an die Empörung ben genannte Anzahl der Dienstposten nicht eintung der beiden Berurteiften. Die Arbeiter auch die frömm ste, christlichste Kavi- der Millionen Protestierender. Wird auch mal dem gegenwärtigen Stande des Personales schaft Amerikas, seit drei Jahren etwa auch talisten flasje! Sat man nicht gerichts dieses verweigert, so kann dieses Machtprot- entspricht, will dieselben die Regierung trotzdem unbeachtet lassen. die Eurovas, wurde aufmerfiam und ergriff mäßig festgelegt. daß in den Schulen die mo- zentum kaum noch den Haß und die Verleidenschaftlich Bartei. Im selben Gefäng- derne Naturmiſſenſchaft nicht gelehrt werden achtung vergrößern, die jeder Arbeiter nis mit Sacco und Vanzetti fint ein portugie- darf, weil sie gegen die Lehren der Bibel ver- heute gegen eine Herrenklasse hegt, die solches ſiſcher Räuber, der eingest and, er habe stößt? Hat Amerika nicht tausende Kirchen, vollbringt! -18.000 22.000 30.000 10.000 45.000 45.000 Wie die Regierung die Systemisierung der Dienstposten plant, davon sollen einige Zahlen als Beispiel dienen. Vom Eisenbahnministerium wurden an Dienstposten beantragt: Seite 2 Neue Austritte aus der K.P.D. Gamstag, 6. August 1927. Seute sehen jene tschechischen Organisatio- tretern nicht das Wort„ Solidarität“. Und wenn sollten. In Wirklichkeit steht aber die Sache so, nen, die zu dem Werte, welches man mißbräuch wir auch in der fachlichsten Form auf die Ge- daß der FGB, von Anfang an bestrebt war und Berlin, 5. August.( Eigenbericht.) Die Aus- lich Reformwerk nennt, mit die ersten Grundfahren aufmerksam machten, die durch ein der auch heute noch bestrebt ist, die russischen Getrittsbewegung aus der kommunistischen Reichs- steine gelegt haben, mit Schrecken, wie sie sich artiges fehlerhaftes Handeln für das Gesamt- werkschaften zum Anschluß an die Internatio tagsfraktion setzt sich weiter fort. Unlängst wurde zum Schaden des Personales mißbrauchen ließen. personal entſtehen müssen, so wurden alle Mah- nale zu bewegen. Die kommunistischen der badische Abgeordnete Krenzler ausgeschlos Als während der Durchführung des Abbau- nungen und Warnungen unbeachtet gelassen. Führer der russischen Gewerkschaften ziehen sen, dann ist ihm der Abgeordnete Bohla freigesetzes die Existenz von tausenden Bediensteten Wird man aus den bösen Erfahrungen, die es aber vor, draußen zu bleiben, und führen willig gefolgt. In seinem Abschiedsbrief ſpricht er der Minderheitsvölker bedroht und vernichtet jetzt für das Gesamtpersonal sichtbar werden, für ſeit Jahren einen erbitterten Kampf und eine den Wunsch aus, daß es der Parteimitgliedschaft wurden, da kannte leider die Mehrzahl der tsche- die Zukunft lernen? Saßpropaganda gegen die Gewerkschaftsinterna gelingen möge, die Zentralfommission hinwegzuchischen Kollegen samt ihren Organisationsver tionale. Es ist vom Nutzen, an manche Tat fegen. Nun hat auch der Abgeordnete Viera th sachen gerade jetzt zu erinnern. der offiziellen kommunistischen Partei Adien geSagt. Die kommunistischen Abgeordneten im Reichstag, die feiner Fraftion angehören, zählen damit bereits fünfzehn Mann. Allerdings sind sie untereinander durchaus nicht einig. Für Verschieber 4507- jetziger Stand 5572 Für Weichensteller. 4012- jepiger Stand 5136 Für Zugbegleiter. 9941- jetziger Stand 13769 Für Zugbegleiter3354 1817 Unterbeamte. 2334- jetziger Stand Für Zugmeister. 1132- jetziger Stand Für WeichenInternationaler Gewerkschaftstongreß. Paris, 5. August.( Eigenbericht.) Der Inter-| Auf Wunsch soll der Organisation der Angestellten nationale Gewerkschaftsfongreß nahm heute feine und Beamten Hilfe zuteil werden. Dieser Antrag Arveifen wieder auf. Die erste Kommission, die wurde nach dem Bericht Aufhäusers angenommen. über die Frage der Rekonstruierung des Ein Antrag, die Einführung einer Hilfs Internationalen Gewerkschaftsbundes zu beraten sprache zu prüfen, wurde bei großer Stimment hat, ist mit ihrer Arbeit noch nicht fertig gewor- haltung angenommen, nachdem Fimmen für den. Es wurde eine Subkommission ein- den Antrag gesprochen hatte. gesetzt, die sich ganz besonders mit der Frage des Dann erstattete Jouhaux den Bericht Sizes des J. G. B. und der leitenden Persönlich über feiten sowie mit der Finanzfrage zu beschäftigen haben wird. Der Sekretär des J. G. B. Oudegeest gab zu Beginn der heutigen Sigung folgende Erkläab: auffeher... 353- jetziger Stand 488 Die Regierung nahm auf diese Vorschläge des Eisenbahnministeriums feine Rücksicht. Sie plant die Systemisierung der Dienstposten von rein fiskalischen Gesichtspunkten aus durchzuführung ven, wobei nicht einmal auf die einfachsten For derungen, wie sich dieselben aus einer flaglosen Abwicklung des Gisenbahnverfehres ergeben möch ten, Rücksicht genommen wird. reichen. Im Laufe der Beratungen der ersten Kommission habe ich festgestellt, daß ich nicht mehr das Vertrauen aller angeschlossenen Landeszentralen befize. Deshalb habe ich mich entschlossen, um eine ruhige Entwicklung unserer Debatten auf dem Kongreß zu gewährleisten, mein Amt als Sekretär des J. G. B. niederzulegen und eine Wiederwahl nicht anzunehmen." die Abrüstung und den Kampf gegen den Militarismus. Er wies darauf hin, daß die hauptsächlichste Gewähr für die Aufrechterhaltung des Friedens die Verstärkung der Arbeiterorganis fationen sei. Wenn der Vertrag von Verjailles gewisse Länder gezwungen hätte abzurüsten, so dürfe man nicht verkennen, daß derselbe Vertrag von den anderen Staaten gleichfalls verlangt, diesen Weg zu beschreiten. Die von der Kommis fion dazu vorgelegten Anträge wurden einstimmig angenommen. Ueber den Antrag der Kommission betreffend Achtstundentag genommen. Daß die kommunistischen Führer der russi schen Gewerkschaften seit Jahren die Amsterdamer Internationale befämpfen, dürfte wohl bekannt sein. Nur einmal schien die Anti- Am sterdamer Einstellung der russischen kommunisti schen Gewerkschaftsführer einen Riß zu geben: auf dem 14. Kongreß der kommunistischen Partei der Sowjetunion, Ende Dezember 1925, hat Tom ski, wenn auch sehr schüchtern, von einer Möglichkeit eines eventuellen Anschlusses an den rüstung in den kommunistischen Kreisen her. JGB. gesprochen. Dies hat eine starke Ent borgerufen, und das Zentralfomitee der KPdsu. hat sich beeilt, Tomstis„ Entgleisung" wieder gut zu machen. Er wandte sich bald nach dem alle Stongreß mit einem Rundschreiben„ an Sektionen der Komintern", in dem ,, alles konterrevolutionäre Geschwäß über den an geblich beabsichtigten Anschluß der Gewerkschaften der Sowjetunion an den Amsterdamer Gewerk. schaftsbund" auf das entschiedenste" zurüd gewiesen" Uns stehen Zahlen über die jetzigen und zu tünftigen Personalauslagen, wie sich dieselben nach der vollständigen Wirksamkeit des neuen Ge wurde( Prawda" vom 14. Jänner 1926). Von nun ab ist man in Moskau wieder unerschütterhaltsgesetzes ergeben werden, nicht zur Verfügung. Trotzdem behaupten wir, daß die Eisenlich in der Feindschaft gegenüber dem JGB., Es wurden sodann der Bericht der Mandats- den und bei jeder Gelegenheit wiederholen die rusbahnverwaltung bei dem Personale der niederen sischen Gewerkschaftsführer und Tomski bildet Kategorien ganz bedeutende Ersparnisse in Zu- prüfungskommission erstattet, aus dem hervorgeht daß 23 Landeszentralen mit 159 Delegierten und dabei keine Ausnahme, daß die Frage des hunft gegenüber den jetzigen Aufwendungen erzielen wird. Diese Ersparnisse müssen durch die 27 internationale Berufssekretariate mit 41 Dele- berichtete Bernhart. Er legte hiczu einen Anschlusses an die Amsterdamer Gewerkschaftsausführlichen Antrag vor, in dem es heißt, daß internationale für sie nicht einmal diskutabel Art der Systemisierung der Dienstposten, wie gierten vertreten sind. eine solche die Regierung plant, noch eine Stei- Jouhaux gab dann eine Erklärung zu der der Kampf um den Achtſtundentag die beste und sei. Die Tiefe des Haffes und die Niedrigkeit gerung erfahren. Man überprüfe einmal, wie Entschließung des Gouverneurs Fuller ab, in der vornehmste Aufgabe der Gewerkschaften sei. Ver- der Kampfmethoden hat sich im Mai d. 3. bei viele Jahre Bedienstete im Eisenbahndienst wer- er sagte, daß die Entscheidung ein Attentat fürzung der Arbeitszeit fei Voraussetzung für die der Weltiwirtschaftskonferenz sehr drastisch geden stehen müssen, bevor sie nur das Definitivum auf Recht und Gerechtigkeit sei; er Erhöhung der Löhne, für den Aufstieg und das zeigt. Die Presse brachte nämlich anläßlich der mit der Zuerkennung des Anfangsgehaltes er- appellierte an den Kongreß, alle Mittel in Bewe- Mitbestimmungsrecht der Arbeiterklasse in der Konferenz eine Mitteilung, daß die Amsterda gung zu seßen, um die Arbeiterklasse der ganzen Wirtſchaft. Der Antrag der Kommission wurde mer Führer mit den russischen Gewerkschaften, Dabei beachte man jedoch die trostlosen Welt gegen dieses Attentat zum Proteste auszu einhellig angenommen. die zur Konferenz gekommen sind, Fühlung Brandes Deutschland berichtete über die Dienst und Entlohnungsverhältnisse der Ver- rufen. Prompt haben die Russen dies- genommen haben. tragsarbeiter. Und wenn in einem tschechischen Sierauf erstattete Aufhäuser- Berlin, der internationale Hilfe bei allen Stämpfen. Die dies- eine giftig sein sollende Erklärung veröffentlicht. Fachblatte bemerkt wurde, daß die Regierung im Namen der dritten Kommission sich mit der bezüglichen Anträge der Kommission wurden an- Das Busammentreffen sei nicht durch Initiative plant, zu jenem Stande des definitiven Persona der Sowjetdelegierten hervorgerufen und hätte Organisation der Angestellten und Beamten Schließlich berichtete Harnow- Deutschland les zurückzukehren, wie derselbe im Jahre 1914 J. war, so ist dabei nicht zu vergessen, daß man zu und der freien Berufe sich zu befassen hatte, seinen über den organisatorischen Aufbau des R. G. B. überhaupt keine Bedeutung. jener Zeit das System der heutigen Vertrags- Bericht. Die Schlußfolgerung des Berichtes ent- Die österreichische Delegation zog die von ihr gestellten Anträge, die auf den Beschlüssen der inter arbeiter nicht fannte, für die es feine Lohnvorhält folgende Vorschläge: rückung und feine Regiebegünstigungen gibt und Die freie Gewerkschaftsbewegung aller Länder nationalen Berufssekretariate beruhten, zurüd. die auch in bezug auf die Altersversorgung als müsse sich bemühen, die Organisationen der An- mit der Sozialistischen Arbeiterinternationale wur Die Vorschläge betreffend die engere Verbindung Bedienstete zweiter Ordnung gelten. Erbärmt gestellten und Beamten zum Anschlusse zu verlicher Lohn und feinen Tag sicher des Hinaus anlaffen und die Errichtung solcher Organisationen den abgelehnt. Nach einer Erklärung von Steinwurses, das ist das Los der Bertragsarbeiter. zu fördern. Bei der Organisation der Angestell- fampscharakter beibehalten müſſe, wurden die dazu Desterreich, daß der J. G. B. seinen KlassenEs wurde einmal vou einer tschechischen Organi ten und Beamten muß auf alle beruflichen Eigen von der Kommission gestellten Anträge ange- den JGB., man sucht den Kampf. Dies sei Man sucht in Moskau keine Annäherung an sation ausgesprochen:„ Das neue Leben der Ver- heiten, ihre Arbeitsbedingungen, ihre soziale Steltragsarbeiter" lung und ihre Mentalität Rücksicht genommen werden. Die Angestellten- und BeamtenUeber die Frage der Sitzverlegung und die festgestellt. Der JGB. hat diesen Stampf nicht organisationen haben eigene Bedürfnisse und For- Wahl der fünftigen Sekretäre ist bisher noch gewollt, will ihn auch heute nicht. Im Intereffe Wirt- feine Einigkeit erzielt worden. Es dürfte der wirklichen Einheit der internationalen Gederungen; es ist daher unmöglich, auf die Wirk- voraussichtlich auf diesem Kongreß nur zu einer werkschaftsbewegung sucht er diesem, soweit es famkeit der Gewerkschaften aller Berufe die gleiche provisorischen Lösung kommen. möglich ist, auszuweichen und seine grundsätzSchablone anwenden zu wollen. Die Angestellten provisorischen Löſung kommen. liche Stellung zu wahren. Sollten einmal die und Beamten sollen nicht gegen ihren Willen in fommunistischen Führer der russischen GewerkHandarbeiterorganisationen aufgenommen werden. Der IGB. und die russischen schaften zur Vernunft kommen oder sollten die Dort, wo eine gemeinsame Organisation von Gewerkschaften. russischen Arbeitermassen, die in Hand- und Kopsarbeitern sich bewährt hat, ist diese der Sowjetunion wie überall ehrlich die EiniZusammenarbeit zu fördern. gung mit den Arbeitsbrüdern in dem Auslande wollen, einen maßgebenden Einfluß auf die Führung der russischen Gewerkschaften gewinnen, dann wird sich die Einigung des JGB. mit den Russen von selbst ergeben. Die geplante Systemisierung zeigt mit aller Deutlichkeit dieses neue Leben der Vertragsarbeiter; ein Leben voll des Elends, der Not und der Verzweiflung. Die herrschenden Parteien, die trunken ihrer Macht sind, sie dürften sich ein mal wundern, welche Früchte diese Ausbeutungsmethoden tragen werden. Doch kommen wir nochmals auf das amt liche Kommunique zurück, welches die Regierung anläßlich des Beschlusses über die Systemisierung der Dienstposten an die bürgerliche Presse sendet: Dadurch ist das große Reformwerk, welches im Jahre 1924 mit dem" Restriktionsgefeß einge Teitet wurde, beendet." 13 Frau Giselas Ehe. Roman von Carl Otto Windeder. 6. Kapitel. nommen. Die ersten Tage des Pariser Kongresses steDie Landeszentralen sollen bei Delegationen hen unter dem Zeichen der Russenfrage, und auch die Organisationen der Beamten und An- manchem mag es scheinen, als handle es sich dargestellten berücksichtigen, besonders auch bei der um, ob die russischen Gewerkschaften in die AmWahl von Vertretern zu Tagungen des J. G. B. sterdamer Internationale aufgenommen werden War das der Wahnsinn? Jersinn?-- War 11 Der Mann hatte sich rasch gefaßt. Mit ruer verrückt?" Polizisten hatten ihn gefesselt. higen, sicheren Griffen umflammerte er die Ein Verhör hatte ihn gepeinigt. Jedes Wort Arme des Kranken und trug ihn zum Bett zu war wie glühender Stahl in sein Hirn gefahrüc. ren dann war er in einem rumpelnden Kar- ,, Sie müssen sich ganz, ganz still verhalten!" ren gefahren ein Arzt hatt seine Pupillen sagte er in einem Anflug von Mitgefühl.„ Sie uniersucht und triumphierend ein Wort gesagt, dürfen sich nicht so aufregen...!" Tage waren vergangen. das er nicht verstand, aber von dem er fühlte, Als Hanns Brunner, in die Wirklichkeit daß es ein Urteil war. Noh einmal padie es ners auf und nieder. Seine Zähne flapperten Schüttelfrost warf die Glieder Hanns Brunzurückfand, es war, als erwach er aus tiefem, von ihn, riß ihn hoch ein Dreher im Kopf laut, die Hände flogen und waren heiß und furchtbaren Träumen zerquältem en Sausen in der Brust wi: ein Nad, das trocken. Prüfend hielt der Wärter den jagenSalafe, begriff er seine Umgebung nicht. Diese fich drehte, immer schneller immer schneller den Buls, dann eilte er rasch aus dem schmaUmgebung, die in einem fleinen, fahlen Raumfe, als läge die Chloroformmaste der Nar- len Zimmer, den langen Gang entlang. mit weißgetünchten Wänden, einem Bett, tose auf seinem Gesicht. einem Waschbecken, einem Schrank bestand, ohne Bild, und ohne Zierde. War das der Wahnsinn? Der Arzt war im Begriffe gewesen, seinen Ein Schlüssel flirrte im Schloß Aus mü- weißen Operationsmantel mit dem schwarzen Nur langsam fehrte das Erinnerungsvermö öen, schmerzenden Augen fah Hanns Brunner Paletot zu vertauschen, als der Pfleger der Pfleger die gen zurüd. Wie in einen dunklen Schleier war zur Türe hin. Der Wäcier in grauen Anzug Türe aufriß. Die Bergangenheit gehüllt. Aber allmählich ent- mit blauem Kragen und blauen Aufschlägen trat dem" Spiegel und glättete mit den Händen das Was ist los, Westenberger?" Er stand vor jann er sich der Tage, während denen er von ein. Fieber geschüttelt, hier in diesem Bett gelegen, schwarze, festanliegende Haar. ,, Na,- geht's wieder?" - der Stunden, die er dur oschricen hatte in Schwermütig nickte Hanns Brunner einem irrsinnigen Zorn. In einem Brüllen sich hin. Wo bin ich eigentlich?" fragte er mit maßloser Erbitterung war als zum Durch wachwerdendem Interesse. bruch gekommen, was er in den letzten Jahren Abteilung E." sagte der Wärter gewohnertragen und gelitten. In en Schreien, das heitsgemäß. Der Kranke ließ den Kopf sinken. oft nichts Menschliches mehr hatte. Also doch Irrenanstalt? Ein kurzes irrendes Bucken ging durch seine Hände. Und plöglich schrie er auf. So war es! Gin einsam: Abend war bergangen, ausgefüllt von Sehnsucht und Heimwch nach Gisela, und dann war sie dagelve sen, seine kleine, blonde Feu, mit einem so rätselhaft scheuen Blick in den blmen Augen, und hinter ihr hatte Elena gestanden und hatte hämisch gegrinst. Frau?" ... und wo is... wo ist meine... Ruhig mit der Gelassenheit des täglichen Umgangs mit diesen Kranken, hantierte der - „ Es handelte sich um eine der hier täglich üblichen Zusammenkünfte, die sich in gar nichts von anderen ähnlichen unterschied, ob wir nun mit Delegierten zusammentreffen, die sich Sozialdemo fraten nennen(!), oder mit solchen, die Kapitalisten sind"( Imprefor" Nr. 53). | wieder vor Augen sah, in dem wüsten Durcheinander des letzten Abends noch, da sank sie auf einen Stuhl nieder, auf den armseligen, wadeligen Stuhl mit dem Hanns Brunner die Schwester bedroht hatte. Sie weinte lange, und fühlte, wie die Tränen ihren Summer linderten. Als sie dann aufstand, um die Sachen zu ordnen, war sie ruhiger. Sorgfam verwahrte sie die Papiere ihres Gatten in den Schubladen des Tisches. Der Schmerz schnürte ihr die Kehle zusammen, als sie die wohlbekannte Handschrift wiedersah. Wie furchtbar hatte dies alles geendet. Noch einmal zog der grauenhafte Abend an ihrem geistigen Auge vorüber. Elena, wie sie, durch das fühle, abweisende Wesen Hanns Brunners erzürnt, aufgefahren war und ihn mit Vorwürfen überschüttete. Wie sie ihn aufpeitschte durch ihre freizugeben!- Da war er mit einem Rud auf Verachtung, und zum Schluß verlangte, Gisela die Schwester zugeschnellt, den Stuhl in der Faust Elena war aus dem Zimmer gerannt -schreiend- im gleichen Augenblick standen bereits die Polizisten im Raum.-Verzeihung. Herr Doktor, der Kranke auf Zimmer 84 hat wieder Schüttelfrost und hohes Fieber ich halte den Anfall unbedingt für gefährlich...!" So war es... Gisela stand am Schreibtisch 1,30 -!" Der Arzt begann seinen ihres Gatten und sann. Unbewußt spielten ihre Paletot wieder aufzuknöpfen.„ Aber-", zö- Hände mit den Papieren,- suchten und blättergerte er plößlich sagen Sie, Westenberger, ten in alten, wohlbekannten Korrespondenzen. - wie heißt doch rasch der Patient?" Längstvergessene Einzelheiten, Augenblicke des ,, Brunner Dr. Hanus Brunner, Herr samen ins Gedächtnis zuvid. Wie ein Buch leg Glücks und der Zufriedenheit kamen der EinDoktor!" die Vergangenheit vor ihr ein Buch, dessen Seiten sie nun durchblätterte lichen Stunden, die lange vergangen waren um all die herrnoch einmal zu durchleben. --Wie? Ach so- hm. Ja!" Er fnöpfte den Mantel wieder zu und griff rasch nach seinem runden, steifen Sut,„ Es geht wirklich nicht, doch an meinen Vertreter Sie sehen doch, ich Westenberger vielleicht wenden Sie sich habe keinen Augenblick Zeit-!" an dem Waschbecken weiter. Er legte Und dann? Dann was Worte gefallen. Handtuch und Seife zurecht. Aber plötzlich sah Bittere Worte, die ihn padte., bis es ihm dun er auf. Hanns Brunner war auf die Senie gefel wurde vor den Augen bis er nichts mehr funken. Mit flehend gerungenen Händen rutschte sah als dieses hämische Gemsn dieses er auf dem Boden auf den Wärter zu, sein teuflische Lachen.. Gesicht war verzerrt und bleich, schmal die Lip- Leer, öde, unsagbar traurig und trostlos Und jetzt? Das Gefängais? Oder die Jrren pen... anstalt? Weil er in sinnloser Wut zum Stuhl mutete Gisela die verlassene Wohnung an. Mit . und meine Frau... meine Frau Herzklopfen hatte sie den Schlüssel in der Türe gegriffen, um diese Frage zu zerschmettern? gedreht, und nun, da sie die ganze Armseligkeit 2" 1 Umschlag, das sie nicht kannte, war in ihrer Hand. Aber plößlich ſtutzte sie. Ein Schreiben, ohne Lila Papier, jene mittelgroße Sorte, wie sie jeder wöhnliches Parfüm entströmte ihm Zeitungsfiost für Pfennige verkauft, sin ge der Bogen war mit den hohen Schriftzügen einer Frauenhand bedeckt. ( Fortsetzung folgt.) Samstag, 6. August 1927. Inland. Die deutsche Lehrerschaft und Hodžas Schulautonomie. Wie die Deutsche Presse" die Tatsachen auf den Kopf stellt. Aufstellung der neuen Gemeindewache. Ein Brief des Bürgermeisters an Seipel. Proteft gegen die Ginmengung der Kontrollkommission. Wien, 5. August.( Eigenbericht.) Der Bürger- verlange. Nach den geltenden Gesetzen steht das Die deutschen Aktivisten scheinen sich von meister Seit hat heute in einem Grlaß die Auf- primäre Recht zur Ausübung der Lokalpolizei in der politischen und moralischen Ohrfeige, die sie lösung der für die Tage der Gefahr geschaffenen Wien der Gemeinde zu. Nur insoweit die Gebei der seinerzeitigen Vorsprache des deutschen Gemeindeschutzwache verfügt. Ein zweiter Erlaß meinde von diesem Recht nicht Gebrauch macht, parlamentarischen Schulausschusses beim Minister verfügt gleichzeitig die Aufstellung einer Gereicht der Wirkungskreis der Bundespolizei. Bodža in Empfang nehmen mußten, schon ein meinde wa che, die den Ordnungsdienst in den Wenn also die Gesamtzahl der Sicherheitsorgane bigchen erholt zu haben. Weniſtens fun fie jest städtischen Betrieben und Anstalten zu versehen der Gemeinde und des Bundes zusammen das zuso, als ob sie der miniſterielle Koalitionsgenosse hat. Die Aufgaben der Bundespolizei bleiben läffige Maß überschreite, wäre es Sache des mur fanft gestreichelt hätte. So bemüht sich nun unberührt. Die Stärke der neuen Gemeindewache Bundes, die Zahl seiner Organe auf dieses die„ Deutsche Presse" nachträglich zu beweisen, wird 1000 Mann nicht überschreiten. Mit der Maß zu reduzieren. Der Bürgermeister spricht daß an dem ganzen unglücklichen Mißverständ- Funktion des Kommandanten wurde der städtische daher die Erwartung aus, daß die Bundesregienis die grundschlechten deutschen Sozialdemokra Branddirektor betraut. rung gegen die unbegründete Einmengung des ten schuld gewesen sind. Genosse Dr. Czech Der Bürgermeister hat gleichzeitig an den liquidierenden Organes in innere Angelegenheiten wird den schrecklichen Vorwurf wohl in heiterer Bundeskanzler einen Brief gerichtet, worin er auf Einspruch erheben wird. Gemütsruhe zu ertragen wissen, den ganz alber- die Mitteilung Seipels reagiert, daß das liquidie Der Bürgermeister bringt dann dem Bun nen Vorwurf des Pfaffenblattes nämlich, daß rende Organ der interalliierten Militärkommission deskanzler den Erlaß zur Kenntnis, der die Aufre den deutschen Schulausschußz sprengen wollte, gegen die Aufstellung der Gemeindeschußzwache Einlösung der Gemeindeschutzwache verfügt und der weil er dort eine Resolution für die volle and pruch erhoben habe. Der Bürgermeister stellt somit den Einspruch des liquidierenden Organes uneingeschränkte Schulautonomie fest, daß sich dieser Einspruch mit Unrecht auf ohnedies hinfällig macht. Gleichzeitig bringt er beantragte. Die von aktivistischer Sinnesverwir den Artikel des Friedensvertrages berufe, denn ihm den zweiten Erlaß betreffend die Aufstel rung noch nicht ergriffene deutsche Deffentlichkeit das Recht, eine Ueberschreitung der im Friedens die in Ausführung des diesbezüglichen Gedieser Artikel gebe den alliierten Mächten lediglich lung einer Gemeindewa che zur Kenntnis, wird hoffentlich noch den parlamentarischen vertrag festgesetten Gesamtzahl der Sicher- meinderatsbeschlusses vorgenommen wurde. Der Schulausschuß von der deutsch tschechischen smita unterscheiden können, wo es bei po- heitsorgane anzufechten. Ob aber diese Sicherheits Bundeskanzler werde sich hoffentlich, so schließt organe Gemeinde- oder Bundesorgane seien, sei die Zuſchrift, überzeugen, daß es sich hier um litischer Todesstrafe verboten zu sein scheint, auch eine innere Angelegenheit der österreichischen Re- die Aufstellung eines Wacheforps handle, das nur ein Wort über die deutschen Autonom for publik. Das liquidierende Organ der Kontroll- überhaupt nicht derungen zu sagen. publit. Das liquidierende Organ der Kontroll- überhaupt nicht unter die Bestimmungen des fommiſſion überschreite seine Befugnisse, Artikels 123 des Friedensvertrages fallen fönne. wenn es die Auflösung der Gemeindeschutzwache Der Mord an der Amerikanerin. Seite 3. Tages- Neuigkeiten. Ein agrarischer Zagesbefehl gegen unsere wandernde Jugend. Die Landpost", das Hauptorgan des B. d. 2. brachte dieser Tage folgende, etwas verworrene Notiz: Ferienkolonien und Parteipolitif. Es wird. gewiß niemanden geben, der den Kindern unserer deutschen Arbeiter aus dem nord und nordwestböhmischen Industriegebiet den Ferienaufenthalt auf dem Lande mißgönnen würde. Viele von ihnen sind unterernährt oder machen sonst einen erholungsbedürftigen Eindruck. Die Landbevölkerung geht infolgedessen über das oft sehr ungezogene Verhalten der Kinder hinweg und nimmt schließ lich auch die mannigfachen Schäden mit in den Kauf, die sich um diese Zeit in Gärten und Feidern bemerkbar machen. Was sie aber nicht dulden kann, das ist, daß die Aufsichtsorgane die Dort bewohner parteipolitisch verheßen und daß die Kinder angehalten werden, beim Zuge durch die OrtIchaften fozialistische Stampflieder zu schreien, ist dies eine große Rüdsichtslosigkeit gegen ihre Gastgeber und die Bauern werden sich diese Serausforderung nicht mehr gefallen lassen. Hoffent lich genügt dieser Hinweis, um den Leitern des Ferienlolonien ins Gedächtnis zurückzurufen, wie tie sich als Gäste zu benehmen haben. Also, da hat sich irgend ein agrarischer Dickschädel über eine Kinderfreundekolonie geärgert und erläßt nun in seinem Leibblatt gleich VorDagegen ist es notwendig, ein aufgelegtes fchrifts maßregeln, wie sich die Arbeiterfinder im grünen Feindesland zu benehmen Schwindelmanöver, das sich die„ Deutsche Presse" baben. 1. Dürfen sie feine sozialistischen Kampfin diesem Zusammenhang leistet, zu enthüllen. lieder mehr singen. 2. Dürfen die Aufsichtsorgane Das Blatt zitiert zum Beweise wie die deutniemanden verheßen", ansonsten die landbündsche Lehrerschaft über die Demagolerischen Vorsteher wohl keine Einreisebewilligun gie der deutschen Sozialdemokraten gen in ihre Stönigreiche mehr erteilen. Wozu wir und Nationalsozialisten urteilt, bemerken, daß das, was das agrarische Blatt da die Ausführungen eines Bürgerschuldirektors, Michalto beschuldigt den Schwager der ermordeten Vörösmarty. berlangt erstens eine bodenlose Frechheit Spazzal, in der Deutsche Post", wo Spazzal für die national feftionierten Landes- gers der Ermordeten Vörösmarty, werden folgende marty befannt geworden und wie es schließlich zu fingen, geht die grünen Giffigel einen Pfifferling Ueber das Geständnis des Sikorski, des Schwa-- Michalko schilderte, wie er mit der Vörös und zweitens eine lächerliche Anmazung ist. Was unsere Kinder auf ihren Wanderungen chulräte eintritt. Herr Spazzal brüstet sich darin, Einzelheiten bekannt: Ostern 1926 zur Verlobung gekommen jei. Er erdenselben Standpunkt auch im deutschen Schul Da festgestellt worden war, daß der Koffer der hielt von ihr insgesamt etwa 50.000 Stronen zur an, so wenig wir uns auch darum fümmern, was ausschusse vertreten zu haben. Mag dem sein Vörösmarty aus der Garderobe des Wilsonbahn- Einrichtung einer Wohnung etc. Im Mai hatte die agrarische Landjugend bei ihren städtischen wie immer, der Schwindel der Deutschen Presse" hoses vor der Abreise Michalkos nach Paris am fie plößlich von Kaschau aus gegen ihn die am sie plötzlich von Kaschau aus gegen ihn die besten treibt und singt. Selbstverständlich werden liegt darin, daß sie die persönliche Mei 3. August 1926 abgeholt worden ist, gestand Si- Strafanzeige wegen Herauslodung von Die proletarischen Wandergruppen- junge und nung des Herrn Spazzal als ein Urteil der forsti, daß er den Koffer bereits am 15. Juli, am 50.000 Stronen unter Zusage der Ehe erstattet, alte in den fremden Orten jede unkluge Aufdeutschen Lehrerschaft über die Tage ihrer Abreise in die Slowakei behoben hatte. Doch hätten sie sich dann wieder versöhnt und dringlichkeit vermeiden, aber soviel Takt werden deutschen Oppositionsparteien hin- Mit der Vörösmarty und Michalko reiste Siforsti schließlich sei die Hochzeit für Ende Juni festgesetzt ſie beſtimmt von selber aufbringen als die Großſtellt. Wie die deutsche Lehrerschaft in Wirk- nach Liptau St. Nikolaus, wo Michalko die Margit worden. Michalko sei aber zu dieser Zeit infolge der agrarier bei ihren Stadtbesuchen an den Tag letzten Leitmeriter Tagung mit unver Die beiden reisten währendessen nach Baszecz und Vörösmarty gebeten, die Hozeit zu verschieben. fagen ein generelles Verbot gegen jede politische lichkeit die Frage beurteilt, das hat sie auf ihrer unter falschem Namen in einem Hotel einmietete. velen Aufregungen leidend gewesen und habe die legen. Direkt findisch ist obendrein der Versuch der Landbündler, für ihre Parteidomänen jojufennbarer Deutlichkeit ausgesprochen. Der Ob- verlangten von der Schwester der Vörösmarty Sie hätte ihm aber in ihrer Wohnung in Prag mann des deutschen Landeslehrer- Vereins für 13.000 K, die sie erhielten; fie fehrten allein am eine große Szene gemady, laut geschrien und mit Agitation zu erlassen. Die Herrschaften übersehen Böhmen, Rohn, erklärte in seinem Referate 29. Juli nach Prag zurüd, wo sie im Bahnhof auf Tellern nach ihm geworfen. Daraufhin habe Si- ganz, daß sie nicht allein auf der Welt sind und ausdrücklich, daß eine ledigliche Beibe- ihre telegraphische Verständigung hin Dr. Klepe- forffi geraten, der Vörösmarty irgend eine Ro- daß in den meisten Dörfern heute sozialt haitung der nationalen Settionen tař erwartete. mödie vorzuspielen. Klepetar, der von Sitische Arbeiter, Häusler oder kleinder Landesschulräte, oder vielleicht eine weiter- Zwei Tage nachher reisten Michalko und Klepe- forski zugezogen wurde, erklärte sich bereit, an bauern leben, die sich herzlich freuen, den Begehende Utraquisierung der Schulbehörden" nicht tar mit Sikorski zurüd nach Liptau St. Nikolaus, dieser Trauung" mitzuwirken unter der Bedin- juch auswärtiger Gesinnungsfreunde zu bekomjene Form sind, die man mit dem Worte wo sie mit der Vörösmarty zusammentrafen und gung, daß die Vörösmarty später darüber aufge- men. Und in der Aufklärung des Kleinen LandSelbstverwaltung des Schulwesens bezeichnen noch denselben Tag mit ihr im Personenzug in die poffes wollen wir mit verzehnfachtem Eiser fortStation Bichodna fuhren. Von hier führte sie fahren, bis die großmäuliaen Agrarier ohnmächtig irgendein Soldat in der Richtung nach Strivany. und hilflos als Üleine Minderheit dastehen werden. Die Vörösmarty war müde und sehr schwach. fann". Damit ist erwiesen. daß sich der Stand punkt der deutschen Opposition in- und außerhalb des Schulausschusses vollkommen mit dem Standpunft der maßgebenden Vertretung der deutschen Lehrerschaft deckt, was hiermit gegenüber den demagogischen Verdrehungen des christlichsozialen Zentralorgans nochmals ausdrücklich festgestellt fei. Rundfunk für Alle! Programm für morgen, Sonntag. Brag, 319. 8.30: Landwirtschaftsfunt. 9: Wie Brünn. 12.15: Bundunt für Induſtrie, Sandel und Gewerbe. 16.30: Vortrag. Die Bedeutung der Solonisation für die Arbeiterschaft. 17: Ron 1. 18: Deutche Sendung. Wetterbericht und Zagesneuig feiten vom Breffeburo, hierauf: Fel. Se iz mann, Mitglied des Deutschen Landestheaters in Prag: Gesang. 19: Ein Biertelstünd den Sumor. 20: Wie Brünn. 21: Konzert. 22: Zeitfignal. Lepte Nachrichten des Brejjebüros, Uebersicht der Tagesereignisse und Sportnachrichten. 22.15: Theaternachrichten. 22.20: Tanzmusik. Als sie aus dem Wagen stiegen, gingen sie zu einer Quelle unweit der Hütte der Eltern Michalkos. Dort gab ihr Michalko Wasser aus der Quelle zu trinken, worin er angeblich irgendein Pulver warf, das ihm Klepetar gegeben hatte. Dann gingen sie weiter, und etwa 300 bis 400 Schritt im Jungwald, hinter dem sich die Weide ausdehnt und von wo die Landstraße nach Stirmersee führt, erdrosselten Michallo und Dr. Klepetar zur Zeit der Dämmerung die Vörösmarty. Siforsti stand angeblich in der Nähe und paßte auf. Er habe angeblich nur einen Schrei gehört. Die Leiche zogen sie aus, entfernten alle Haarnadeln, die die Margit in Amerika gekauft hatte, aus dem Haare und verfenkten die Leiche im Sumpf am rechten Ufer der Waag, nachdem sie sie mit Steinen beschwert hatten. Den Koffer mit Wäsche und Kleidern, den die Vörösmarty bei sich hatte. nahmen sie ihr ab und gingen nach Vichodna, von wo sie nach Prag zurück* Brian, 441. 3: Uebertragung aus Znaim.. Festliche Eröff nung der Kreisausstellung im Rahmen der 900 Jabrfeier der fuhren. Stabt Buaim. I. a) Festfanfaren aus„ Libuše". b) Ansprache. c) Der Empfang der Regierungsvertreter. d) Ansprache der Regierungsvertreter und Delegationen, 11. 1. Staatshymnen. 2. Sme Dieser Darstellung widersprechen allerdings die Una: Duv. Libuše". 3. Resvera: An Mähren. 4. Beethoven: Angaben, die Michalko bei seinem gestrigen VerGottes Macht und Vorsehung. 5. Wagner: Ouv.„ Die Meisterfinger von Nürnberg". 6. Sutetana: Ballenſteins- Lager. 7. Dvo hör machte. Er erklärt, daß er über das Veral: Mein Heim. 16.30: Wie Prag. 17: Tanzmusit. 18: Deutsche schwinden der Vörösmarty nichts wisse; dafür Sendung.. Barton und Silda se uhn, Opernfänger, fucht er Sikorski in den Verdacht zu bringen, d) war( lavier). 1. Wienerber: Arie aus„ Der Prophet". 2. Wagner: Arie aus„ Tannbäufer". 4. Strauß: Arie ausari- daß er hierüber mehr wissen müsse, da er zu der dne auf Naxos". 5. Wozart: Arie aus Figaros Hochzeit". 20: Ronzert. 1. Beethoven: Kreuter- Sonate. 2. Strauß: Zieber. 3. fritischen Zeit ein aufgeregtes und verstörtes WeBrahms: Sonate A- dur. 21: Konzert. 1. Nicolai: Ouverture Die sen an den Tag gelegt habe. lustigen Weiber von Windsor". 2. Schubert- Berté:„ Das Dreimaderlhaus". 3. Gounod: Intermezzo folenne. 4. Offenbach: Die höne Selena". 5. Drigo: Serenade. 6. Schebet: Souvenir be Mona Lisa. 22: Wie Prag. 22.20: Wie Prag. Raidhau, 1870. 19: Landwirtschaftsfunt. 19.15: Landwirtschaftliche Berichte. 19.20: Luftiger Abend. Daventry, 1600, 15.30: Orchesterkonzert. 20: Orgelfonzert. 20.15: Gottesdienst. 21.15: Konzert. lifcher Boltsliederabend. . flärt werde. Die fingierte Hochzeit habe am 30. Juni stat gefunden. Später habe er die Vörös marty über die falsche Hochzeit aufgeklärt und sie hätten vereinbart, sich in Vaszecz trauen zu lassen. Auf der Fahri dorthin hätte Sikorski vorgeschlagen, statt nach Bajzecz zu fahren, erst den Tschirmerfee zu besuchen. Auf dem ganzen Wege hätte, jich die Vörösmarty mit ihrem Schwager Siforsti heftig gestritten, wobei sie ihn Betrüger und Lumpen schimpfte und ihn mit der Handtasche ins Gesicht schlug. Sikorski war sehr aufgeregt und drohte ihr, sie in den See zu werfen. In Tschirmersee angekommen, beruhigten sie sich wieder. Michalko sei zu einem Raseur gegangen und als er zurüdfehrte, jagte ihm Siforsti, daß die Vörösmarty bei Bekannten eine Wohnung gefunden habe und daß sie wünsche, daß die beiden Männer inzwischen in Vajzecz alles zur Trauung vorbereiten mögen, während sie inzwischen noch in Tschirmersee bleiben wolle. Pfaffen- Frechheit. Der Reichenberger Vorwärts" schildert die Erfahrungen eines fonfessionslosen Arbeiters aus Groß- Schönau, der sich an das dortige Pfarramt schriftlich um die Ausfolgung eines Taufscheines gewandt hatte. Der Betreffende erhielt auf einer offenen Karte folgenden Bescheid: ,, P. T. Brauchen also doch noch einen Taufschein trotz Ihrer Stonfessionslosigkeit. Da sie mit dem Austritte aus der hl. rt. Kirche Gott die Treue im Großen gebrochen haben, wird die Treue im Kleinen bezweifelt und erst um Einsendung von 15 Kč i. c. 5 Kč Stempel und 10 Kč auf Schreibgebühr und Porto für Refom, nach dort. Hierauf folgt prompt der angeforderte Taufschein. Mit Fathol. Gruße zeichnet für das Pfarramt Großschönau den 19. Juli 1927. Die Vörösmarty kam aber nicht und als er i. 2.( Unterschrift unleserlich). nach Tschirmersee zurückkehrte, sagte ihm Sikorski, Mit dieser frechen Anpöbelung eines konfeffi sie hätte eine Bekannte getroffen und sei nach onslosen Arbeiters wird das Groß- Schönauer Prag zurüdgetchrt. An diesem Abend habe Seelenhirtenami wohl das Gegenteil seiner Absich Sikorski sehr zusammenhanglos gesprochen. ten erreichen. Die Aussicht auf solche liebenswür Michalko, durch sein Verhalten abgestoßen, sagte dige Martengrüße wird niemanden schrecken, der ihm, daß er von der ganzen Sache überhaupt zum Stirchenaustritt entschlossen ist. Aber dafür nichts wissen wolle. zeigt dieser Vorfall eindringlich die Notwe na Später in Prag habe ihm Sikorſki gejagt, S Später in Prag habe ihm Siforiti gejagt, bigteit der Trennung der Kirche vom er möge sich um nichts kümmern, da Staat. Denn auf die Dauer fann sich die Bevöl die Vörösmarty nach Paris und weiter nach ferung nicht gefallen lassen, daß die Pfaffen das Amerika reise. Dauerrekord des Junkerflugzeuges. 6300 Kilometer 6300 Kilometer zurückgelegt. ihnen vom Staate übertragene Amt der Matrifenführung für das sie auch aus den Steuergeldern der Konfeffionslosen befol det werden, in so unverschämter Weise mißbrauchen. Bugszusammenstoß am Brünner Bahnhof. Rom, 449. 21.10:„ Manon", Oper von Massenet. Ueber 52 Stunden in der Luft. Wien, 517. 11: Symphoniekonzert. Haydn: Militärsymphonie. Beethoven: Klavierkonzert G- dur. Schumann: Träumerei. Mozart: Menuett. Spörr: Ballträume. Strauß: Delirienwalzer. Suppé: Duverture Die schöne Galathee". 16.10: Ernstes und Heiteres. Dessau, 5. Auguft. Die beiden Flieger& d= eintritt, wird um 9 Uhr der amerikanische WeltVier Lastwaggons entgleist. 16.45: Radimittagstonzert. 19: 1lebertragung. zard und Risticz, die am 3. August früh von reford von 51 Stunden geschlagen werden." Zürich, 588. 20: Stammermusit. 20.30: Plauderei. 21: Eng. dem Flugplatz der Junkerswerke aufgestiegen Gegen 4 Uhr früh gingen die Flieger, die in Brünn, 5. August. Heute um 13 Uhr waren, um den Dauerrekord xhamberlins zu der Nacht beständig die Junkerswerfe umfreist 50 Minuten stießen in Brünn- Oberer Bahnhof Deutschland. brechen, sind heute um 10 Uhr 11 Minuten hatten, wieder zum Pendelflug zwischen Leipzig zwei Verschubszüge zusammen. Vier Wagen ent Königswusterhausen, 1250. 6.30: Uebertragung aus Berlin, 8 Sekunden auf dem Flugplatz glatt gelandet. und Deffau über. Um 9 Uhr früh hatten sie den gleisten, so daß die Ausfahrt nach Prag verbarriFriblonzert, 9: Worgenfefer. 11.30: Drcheſterfonzert. 15: Sie waren 52 Stunden und 23 Minuten unter- amerikanischen Weltrekord überboten, worauf sie kadiert war. Die Nachmittags- Personenzüge erRohlenstoffernährung der Kulturpilanzen. 15.30: Vorlesung litten fleinere Verspätungen. Die Ursache des Frida Schanz. 16.30: Die jungite Weltmacht. 17: Nachmittags wegs und haben damit den bisherigen Weltrekord noch über eine Stunde in der Luft blieben. fonzert. 19.05: Warschau. 19.30: At Berlin in Roman und von 51 Stunden überboten. Sie haben eine Die beiden Piloten waren nach Beendigung Unfalles wird untersucht. Boffe. 19.55: Im Tal des Todes. 20.30: Halali! 22.30: Tanzmufi!. Strecke von 6300 Kilometern zurückgelegt. ihres von ganz Dessau stürmisch gefeierten Fluges Breslau, 316. 19: Schadh. 19.35: Blick in die Zeit. 20.15: Dic Die Flugleitung hatte in der Nacht geglaubt, in glänzendster förperlicher Verfassung. Bolfslieder und Duette. 22.15: Tanzmusit. Drei Personen bei einer Rheinfahrt eriruuMendelssohn- Konzert. Bunter Abend. Tanzmusit. Frankfurt, 429, 19.30: Stund, der Frankfurter Zeitung. 20: die Flieger zum Abbruch des Fluges auffordern Landung erfolgte nach einer Gesamtflugdauer ken. Der städtische Buchhalter aus Gernsheim zu müssen, da man annehmen mußte, daß ihr von 52 Stunden 23 Minuten mitten auf dem unternahm mit seiner Tochter, seinem Schivager Brennstoff schon zu Ende sei. Wieder Erwarten Felde mit stehendem Motor. Die nach mehreren und dessen Frau und zwei Kindern eine Bootwarsen aber die Flieger um 5 Uhr früh folgende Tausenden zählende Menschenmenge stürmte in fahrt auf dem Rhein. Beim Herannahen eines Meldung ab: ihrer Begeisterung über das Feld, um die Pi- Dampfers kam das Boot zum Kentern. Der Um 4 Uhr 15 noch 180 Liter Brennstoff, loten zu ihrer Fahrt zu beglückwünschen. Professor Buchhalter und die beiden Kinder wurden ge= werden zwischen 10 Uhr 30 und 11 Uhr landen Junkers dankte in einer Rede den Piloten für rettet, während die drei anderen Insassen ermüssen. Vorausgesetzt, daß kein Zwischenfall ihre glänzende Leistung. ge. Tanzmusit. mufif. Hamburg, 395. 20:„ Mein Leopold", Volksstück von L'ArronLangenberg, 469. 19.15: Hexenaberglaube. 20: Otto der Stide. 20.45: Bont Sommer und Sonnenschein. 22.45: Tanz Leipzig. 366. 19: Wie entstehen Gebirge." 20.15: Der Tanz. München, 536. 20: Volkstümliches Konzert. 22.30: Der Nab Stuttgart, 380, 20: Bunter Abend. port. tranken. Bette& Bei uns und anderswo. Wir lesen in einem österreichischen Bruerblatte: Samstag, 6. August 1927. und Maßregel wollen. Die Errichtung dieser Anstalt wurde fel- Schlag mit einem Totschläger und gleichzeitig| folgreichste Agitator gegen die Fürsten und generzeit lebhaft begrüßt, weil dadurch für die Buch- würgte sie der Mann mit einem Handtuch. Die gen den Monarchismus und das ist, wenn Der Bäckereiinhaber und Mühlenbefizer M. drucker die Möglichkeit einer höheren fachlichen beiden raubten sodann die Ladenkasse und durch auch vielleicht zum Teil wider Willen, Domela Rehofer in Seitensteten wurde von einem fei Ausbildung geschaffen wurde. Die an die neue wühlten alle Behältnisse. Als der Sohn des sicherlich geworden die Erinnerung an fein ner Bäckergehilfen beim Bezirksgericht St. Peter Lehranstalt gehegten Hoffnungen aber gingen nicht Friseurs nach Hause kam, entwichen die Räuber glorreiches Prinzendasein tagtäglich auffrischt. in der Au auf Zahlung der 14tägigen Ründi in Erfüllung, weil der Anstalt vor allem eines und entkamen. Die Ueberfallene konnte durch Hugenberg hat also verboten, daß Domela am gungsentschädigung getlagt. Der Geflagte begrün- fehlte, nämlich die fachliche Leitung. Provisorisch einen Arzt vom Erstickungstode gerettet wer- Nollendorfplatz auftritt. Dort dürfen echte Brin. zen im Zuschauerraum sitzen, dort dürfen viel. dete seine Zahlungsverspeigerung damit, daß der wurde mit der Leitung eine Person betraut, deren den, Kläger grundlos die Arbeit ohne Kündigung ver Borbldung und Lebensberuf mit dem graphischen 25.000 Dollar für den Flug Europa- leicht, wenn es fein muß, auch echte Prinzen auf Tassen habe. Der Stläger eitlärte seinen fündi Gewerbe nichts gemein hat, nämlich der Zahn Philadelphia. Die Zeitung„ Evning Bulletin" der Bühne auftreten, aber für falsche Prinzen gungslosen Austritt für berechtigt, weil der Gearzt Dr. Bělohlavek. Sowohl der Verband in Philadelphia hat 25.000 Dollars für den Flie- ist dort fein Raum. Herr Hugenberg ist sich un Magte wiederholt Sonntagsarbeit von ihm ver- der Buchdruckereibefiber, als auch der der BuchFlug von einer europäischen Hauptstadt nach schuldig. Aber es ist doch zu befürchten, daß er langte. Dieſe ſet aber nach dem Sonntagsruhe- druckergehilfen haben gegen die beabsichtigte Er der ausgesetzt, der den ersten ununterbrochenen feinem Unternehmen diese strenge gesetz verboten. Das Bezirksgericht verurteilte denennung dieses Mannes zum definitiven Leiter Philadelphia innerhalb eines Jahres durch so die Popularität Domelas noch gesteigert hat, protestiert. Wenn die Regierung an dieses System führt. der jetzt in einem anderen kleinen Theater den Geflagten zur Zahlung der Kündigungsentschädi festhält, wird sie wahrscheinlich das nächſtemal Karlheinz spielen wird. Wenn sich die deutschen gung, weil der Unternehmer den Klä zum Vorstand einer zahnärztlichen Klinik einen Spießer lächerlich gemacht haben, kann sie eben ger zu einer ungeseglichen Handlung Buchdrucker ernennen. nicht einmal Herr Huganberg mehr retten, so ( Sonntagsarbeit) zu verleiten ver. mächtig er auch sein möge! fuch: habe, weshalb der Kläger berechtigt ge wesen sei, die Arbeit ohne Kündigung zu verlassen. Die Berufung gegen dieses Urteil wurde ab gewiesen und das erstrichterliche Urteil bestätigt. Wie ganz anders ist es doch bei uns: Da küm mert sich kein Amtsorgan ob die Sonntagsruhe eingehalten wird, da werden Ueberstunden geschunden, ohne daß die Behörde einſchreitet, da wird das Nachtarbeitverbot für Frauen und Jugendliche einfach ignoriert. Freilich, wo eine gute gewerkschaftliche Organisation besteht, bedarf die Arbeiterschaft feines besonderen Schußzes, den der beste Schutz ist eine starke geschlossene Organisation. Arbeiter, Arbei terinnen, tretet den freien Gewert schaften als Mitglieder bei! AusDie neueste Ropssteuer. Auch in Deutsch Land haben die Gemeinden mit Geldnot zu fämpfen. Da gilt es, stets neue Steuern aus Ramniß. Die bisher eingelaufenen Anmeldungen die Löcher zu stopfen, die jede größere Massenlundgebung der Freidenker in Vöhm. findig zu machen und immer wieder irgendwie Sumpffieber in Preußisch- Schlesien. Nach einer feitens der Organisationen laffen einen gewaltigen gabe in das Budget reißt. Neue Steuern ein Schlesiens die Sumpffiebererkrankungen des vorigen Abendblättermeldung sind in verschiedenen Teilen Aufmarsch des Proletariates Nordböhmens er führen, das ist immer eine mißliche Sache, und Jahres wieder aufgelebt. Im Ueberschwemmungsge. warten. Für die„ Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei" wird Abg. Sch we ich hart und beliebt zu machen. Aber auch da gibt es Aus- Schweibniz liegen mehrere Personen, die bei den Retman läuft Gefahr, sich bei der Bevölkerung un- biet der Peile und in den Kreisen Reichenbach and für die Kommunistische Partei" Senator Ham- nahmen. In der guten Stadt Wartenburg pel sprechen. Für die Freidenker spricht Sekretär ge- pe I sprechen. Für die Freidenker spricht Sekretär in Ostpreußen ist den braven Bürgern die schreckungs- und Bergungsarbeiten anläßlich der letzten R. Lebenhaut. Die Kundgebung findet pünktliche Mode des Bubikopfes schon lange in tiefster Ueberschwemmungskatastrophe mithalfen, trant am lich um 10 Uhr auf dem Marktplatz in Böhmisch Seele verhaßt. Wenn sie abends beim Bier zu Sumpffieber darnieder. Eine Anzahl Schwerkran. Kamniß statt. sammensitzen, beweisen sie des langen und brei- ter mußten in das Krankenhaus gebracht werden. Vor Der Wert des Eides. Schopenhauer hat den ten, daß vom Bubikopf alles Unheil herkommt, einiger Zeit mußten auch aus Kunitz zwei Personen, Eid die metaphysische Eselsbrücke der Juristen daß diese unchristliche, unsch i c I i che, Haar die an Sumpffiebererscheinungen erkrankt waren, genannt. Bentham hat den Satz geprägt: Bei tracht die Menschen noch ganz zugrunde richten nach Liegnitz überführt werden. einem erfahrenen Richter hat der Eid nicht die werde. Die löblichen Stadtverordneten waren einem erfahrenen Richter hat der Eid nicht die werde. geringste Glaubwürdigkeit, er hat ihn zu oft durch natürlich durchaus derselben Meinung und so Die Lüge entweihen sehen." Die Literatur fennt haben sie unlängst, als die Frage, wie man sich Für das Proletariat verloren.... Das Trau das Versagen des Eides zur Sicherung wahr neue Einnahmen verschaffen könnte, an sie hertenauer Bezirkskomitee der Roten Hilfe" hatte heitsgemäßer Aussagen längst. Aber die Juri- antrat, beschlossen, eine Bubitopfiteuer unsere Genossen aufgefordert, sie sollen gemeinsam ften? Ein namhafter Jurist, Oberlandesgerichts- einzuheben. Nur Bubiköpfe unter fünfzehn Jah mit den Kommunisten eine Stundgebung für die rat Io B, hat zur Zeit, als er noch Staatsan- ren bleiben von der Steuer verschont. Junge Freilassung Saccos und Vanzettis veranstalten. walt in Halle a. S. war, alle Fälle aufgezeichnet, Mädchen über fünfzehn müssen die Steuer ent Unsere Genossen anworteten darauf, daß dies eine in denen solche Widersprüche von Zeugenaussa- richten, wenn sie sich von den kurzen Haaren nicht arge Seuchelei wäre, solange im bolſchewiſtiſchen gen mit den Aussagen von anderen Zeugen oder trennen können, aber noch ärger ergeht es den Rußland hunderte braver Proletarier und Sozia mit anderen Beweismitteln vorkamen, daß man verheirateten Frauen, die kein wallendes Haar alisten dasselbe Schicksal erleiden, wie Sacco und zur Erklärung für diesen Widerspruch seiner mehr tragen wollen. Von der Ueberzeugung Vanzetti. Darauf schrieb ihnen der Kommunisten Ueberzeugung nach nur bewußte unwahrhaftig durchdrungen, daß ein Bubifopf ein jugendlicher sekretär Piesch I wutentbrannt zurüd: „ An die Kreisgewerkschaftskommission für leit annehmen könnte. Auf Grund dieser Auf- Leichtsinn sei, den man bei einem Kinde allenOstböhmen und die Kreisleitung der sozial zeichnungen ist er zu dem Schluß gekommen, daß falls noch dulden könne, der bei einem jungen demokratischen Partei, beide in Trautenau. I'm in dem fraglichen Jahr in Deutschland wahr Mädchen gelinde zu bestrafen sei, der aber für am Nachmittag des 2. August im Kattegat. Der demokratischen Partei, beide in Trautenau. Im scheinlich rund 42.000 Meineide ge- cine verheiratete Frau gänzlich ungehörig sei, norwegische Motorschoner„ Eleonore" aus TronBesitze Euerer Antworten auf unsere Zuschristen in Angelegenheit Sacco und Vanzetti ersehen wir leistet worden sind. Man hätte in rasendem haben die weisen Stadtväter beschlossen, daß ver- djhem, der sich auf der Fahrt von Kopenhagen aus der Armseligkeit der Argumentation, daß Tempo Zuchthäuser bauen müssen, wenn diese heiratete Frauen für ihre Bubiköpfe die dop- nach der norwegischen Hafenstadt Stawanger befand. Ihr für das Proletariat wirtlich wären. Im gleichen Jahr sind jedoch nur 525 ist alles ganz schön. Aber es ist zu befürchten, hältnismäßig ruhigem Wetter und sank innerhalb 42.000 Meineide strafrechtlich verfolgt worden pelte Steuer zu entrichten haben. Soweit fenterte plötzlich vor der schwedischen Küste bei verund gänzlich verlorenseid. Mit Gruß usw. Wirklich und gänzlich verloren für das Prole- erurteilungen wegen Meineides daß die ehrsamen Gemeindeverwriter, die doch von fünf Minuten. Die aus sieben Deutschen beſteWirklich und gänzlich verloren für das Prole- erfolgt. Eine niederschmetternde Statistit! Sie vor allem für das Wohl der Stadt zu sorgen hehende Besayung lammerte sich an Blanken fest, aus tariat... Schade um unsere braven ostböhmischen Genossen. Zum Glück bleiben die Spaltungssetre ergibt nicht nur, daß der Eid als Mittel, wahr- ben, nun, wo die neue Steuer beschlossen Bu- in aller Eile eine Art Floß zusammengebunden ist, in denen in denen unter Zuhilfenahme von Rettungsgürteln beitsgemäße zu erzielen, Proletariat vorläufig noch erhalten. Es wäre sonst zum verzweifeln! Sprechende Zahlen. Eine der vom Reichsaus Ausstellung„ Das junge Deutschland"( Berlin Eine angenehme Gaststätte. Unter diesem Titel brachten wir gestern einen Bericht, in dem sich ein Gast des Restaurants„ Goldenes Kreuzel" in Prag darüber beschwerte, daß der Wirt das Personal in ungehöriger Weise behandle. Wie wir nun festgestellt haben, war die von unserem Gewährsmann beschrie bene Szene nicht vom Wirt hervorgerufen, der daboi gar nicht anwesend war, sondern vom berfellner, der sich gerade wegen irgend eines Vorfalles im Betrieb in einer gewissen Erreihm unterstellte Personal ungehörige Ausdrücke ge gung befand und uns gegenüber bedauerte, gegen das braucht zu haben. Ein unerklärliches Schiffsunglüd ereignete sich zeigt zugleich, daß jede Verurteilung wegen bifopf Propaganda betreiben werden. Die treuen wurde, das aber von der See mehrmals auseinan Meineides eine schreiende ungerechtig- Männer werden noch in die furchtbarsten Gewis- dergerissen wurde. Einer der Matrosen wurde abgeeit in sich birgt. Jeder der Verurteilten sensfonflikte kommen! trieben und ertrank; ein anderer starb an Erschöp. schuß der deutschen Jugendverbände anläßlich det arum gerade ich von Zehntausenden, die nicht daß der Direktor eines Sommertheat: cs in Ber- Irrfahrt on dem schwedischen Dampfer Greeta" sagen: Rampf gegen Domela. Wir haben berichtet, fung. Die übrigen fünf wurden nach sechsstündiger 12. 8. 27 bis 25. 9. 27. Schloß Bellevue) aufge- berfolgt und verurteilt werden? Der Eid mag in den berühmten Prinzendarsteller" Do- gerettet. nommenen Umfragen hat ergeben, daß von 103.044 ein gutes Mittel zur Beruhigung des Gewissens mela als Karlheinz in„ Alt- Seidelberg" auf- Die Schlangen von Odense. In der dänischen männlichen erwerbstätigen Jugendlichen jeder achte, der Richter sein, aber zugleich ein Mittel zur treten lassen wollte. von 54.661 weiblichen Jugendlichen gar jede siebente Beunruhigung der Deffentlichkeit über die Ju- treten lassen wollte. Die Vorstellungen hatten Stadt Odense wurde eine Tierschau veranstaltet, bei auch schon begonnen, es schien ein großer Erfolg der auch einige Riesenschlangen gezeigt wurden. Nach Sonntagsarbeit leiſten muß. Und das nennt ſtiz. Schlußfolgerung: Die Eidesgesetzgebung zu werden, das Balikam ströme in Scharen Schluß der Veranstaltung wurden die Schlangen bei zum Nollendorfplatz da mischte sich auf einmal einem mitten in der Stadt wohnenden Gärtner un einer in das Sommertheatervergnürger, an den tergebracht. Einigen der Tiere gelang es, von dort man bisher gar nicht gedacht hatte. Der deutsch zu entfliehen. Eine einen Meter lange Riesenschlange nationale Herr Hugenberg, der vor kurzem wurde in dem Augenblick wieder eingefangen, als die Aktien der verkrachten Ufa- Filmgesellschaft sie gerade durch die Ladentür in ein Friseurgeſchäjt aufgekauft hat, hat dam auch das Theater am hineinkroch. Eine andere 3 Meter lange Schlange Nollendorfplatz erworben, und so hat er auch wurde tot im Rinnstein einer Straße aufgefunden. mitzuentscheiden, was auf der Bühne dieses tlei- Da einige andere Tiere bisher noch vermißt werden, nen Theaters vor sich gehen darf. Herr Hugen hat sich der Bevölkerung der Stadt eine starke Auf berg hat die Ufa nichi gekauft, weil er fich da ein regung bemächtigt. man dann Heiligung des Feiertages"! muß geändert werden. Ein Zahnarzt Direktor der staatlichen Tödlicher Absturz vom Eiffelturm. Der dä graphischen Zentralanstalt in Prag. Die alte öfter- nische Mechaniker Hansen, der schon früher verreichisch- ungarische Armee war dafür bekannt, daß ſucht hatte, den Eiffelturm zu besteigen, aber von sie stets den unrechten Mann an die unrichtige der Polizei gehindert worden war, hat DonnersStelle jezte. So gab es Professoren der Philofo- tag abends den Versuch wiederholt. Dabei stürzte phie, denen als Reserveoffizieren die Bewirtschaf- er ab und war auf der Stelle tot. Hansen wollte tung von Feldern und Gärten anvertraut war, durch die Beſteigung des Eiffelturmes bekannt während landwirtschaftliche Güterbeamte Nom- werden, um dadurch eine Anstellung beim mandanten von Maschinengewehrabteilungen wa- Film zu erlangen. ren. Die Tschechoslowakische Republik, welche die Raubüberfall im Friseurladen. Donnerstag gutes Geschäft versprach, sondern weil er aus Erbin des alten Oesterreich ist, scheint auch diese abends läutete ein junges Ehepaar an der Flur- diesem großen Filmunternehmen eine starke Tradition der Monarchie aufrecht erhalten zu wol- türe des Friseurladens Bräunig in Neulichten- Stüße für die monarchistische Propaganda der len. So hat die Regierung die Absicht einen berg bei Berlin und verlangte von der Ehefrau Deutschnationalen machen wollte. Da ist es nun Zahnarzt zum Direktor der staatlichen graphi- des Friseurs, die sich allein im Laden befand, noch sehr begreiflich, daß er es nicht ruhig mitansehen schen Zentralanstalt in Prag definitiv ernennen zu einige Waren. Plötzlich erhielt die Frau einen wollte, wie in einem Theater der Ufa der er„ Die Erfolglofen." Von R. V. Intelligenz, begabt mit Talenten und Fähigkeiten, brennend vor Ehrgeiz, fleißig und arbeitsam, um täglich und stündlich enttäuscht zu werden, zusehen zu müssen, wie andere Unfähigere, Faule, Unbegabte aufsteigen zum Erfolg, zu Rang, Würden und Wohl habenheit, weil die Gunst des Schicksals vorheben wollte. durch Ein geriffener Scheckschwindler in Berlin. In der Reichshauptstadt treibt seit einigen Tagen ein angeblicher Landwirt Walter Reichart aus Heil. bronn mit Scheckfälschungen sein Unwesen. fuhr er mit einem Kraftwagen bei einer Reparatur werkstatt in Neukölln vor, ließ größere Reparaturen vornehmen und machte verschiedene Einkäufe. Für die Gesamtforderung gab er einen Scheck im Betrage Isten sie treuz und quer über die Erbe, die zu eng| sie alle hat das Leben um das höchste Gut der Zivi- von 2300 Mark, gezogen auf die Volksbank in Pful. wird ihren Rekordbedürfnissen. Alles genießen sie lisation, um den Erfolg betrogen. lendorf in Baden. Da Reichart sehr sicher auftrat und werfen es weg, nichts bleibt ungelebt und wichts Hoffend zogen sie, ausgerüstet mit Wissen und und sich als Diplom- Landwirt und Besitzer einer Gewird erlebt bis sie erschöpft von ihrer Erholung flügelfarm in Brunnhausen bei Pfullendorf ausgab, Sonntag nachmittag mit dem Dampfer Moldau daheim landen. wurde der Scheck, der sich dann als wertlos heraus. aufwärts. Tousende und abertausende nackte Anders die Erfolglosen, denen der Ertrag ihrer stellte, angenommen. Derselbe Betrüger hatte bei Menschen, laufend, badend, schwimmend, stehend, Tätigkeit keine Reisen ermöglicht. Von Jahr zu einer anderen Firma ein Automobil für 4300 Mar! ſizend, liegend, wimmeln durcheinander in der Jahr senden sie nur ihre Schnsucht aus den engen gekauft und ebenfalls einen Scheck auf die gleiche Sonnenglut, am staubigen, steinigen Ufer, im Mauern ihrer Berufsgefangenschaft hinaus in die Bank ausgestellt. Eine Nachprüfung ergab, daß über schmutzigen, übelriechenden Wasser, in der kommenden weite Welt, die so reich ist an Schönem, Lebens- ein Plus an persönlichem Glück, sie hochbringen, her- 100 solcher Schecks, für die keine Deckung vorhanden Woche neue Kräfte sameln, um zu vergessen und wertem und Erlebenswürdigem. Ihre Reise geht war, von Berlin aus auf die Pfullendorfer Volks neuerdings durchhalten zu können. Sonntags auf den Strand. Hier ist das Volk, die Geballt die Faust, stumm grollend straffen sie täg- bant ausgestellt worden sind. Derselbe Schwindler Hier ist die Sommerfrische der Proletarier, der Fabriken und Bureaus, die Werkstätten und Stauf- ich von neuem Muskel und Willenskraft, geben ihr hat sich auch in anderen Großstädten und vor allem Vergessenen der Erfolglosen. Ausnahms löden, um sich zu sonnen. Zuckend und zappelnd, nüßt und verbraucht-namentos wie Eintagsbestes, um schließlich zu erlahmen, ausgepreßt, ausge- in den Ostseebädern betätigt. los sind wir alle Anbeter des Erfolges! Er ist der trippelnd und strähnend fiebert hier das Heer der fliegen in die Wellen des Stromes, in das Meer uns geschrieben: Lloyds Schiffahrtsbüro hat am namentos wie Eintags- Dampfer oder Motorschiff. Aus London wird Wertmesser des Lebens. Nicht die Leiſtung der Arbeitssklaven der Großstadt. Ein Senäuel dunkler dunklen Vergessenseins unterzufinden. Efekt ist Devise. Was einer erreicht, ist ausschlag- oder bleicher, mehr oder minder verbrauchter Men. 12. Juli den neuesten Bericht über den Stand des gebend, gleichgültig wie und wodurch er es erreicht. schenleiber auf den abgetretenen Rasen die jün- Mörder, die ihre Opfer faltblütig zerstückeln oder fenden Jahres herausgegeben. Es waren im Bau Boger, Fußballer und Ozeanflieger, ja selbst Schiffsbaucs der Welt im zweiten Quartal des lau Die Erfolglosen stellen das Kontingent der geren noch schön von blühender Lebenskraft Hieraufeffen, finden Anbeter, wenn ihr Wert von Erfolg 1,459.595 Tonnen Motorschiffe und 1,366.809 TonHeere der Massen der Betriebe, sie füllen die Zins- träumen sie ihren Traum vom Menschsein und Frei- getrönt ist, aber niemand zollt Anerkennung einem nen Dampfer. In England überwiegt allerdings lasernen und Zellen der sonstigen Gefängnisse.-heit, hier vergessen sie, wenn auch nur für Augen- Seiligen, der sich nicht ans Kreuz schlagen läßt. Sie sind das Uhrwerk des Werktags, die Triebräder blide, die Düsterkeit der kommenden Werktage, erder Dampfschiffban noch den Motorschiffbau. Die ber Arbeit, die Tragbalken des Fortschrittes. Auf freuen sich der angedeuteten Natur, verleben hier nichts zu erreichen, täglich stehen sie dort, wo sie an- der Ueberzeugung, daß für Frachtschiffe mittlerer Die Erfolglosen radern und plagen sich, uni Beitung Shipbuilding und Shipping Record" ist ihmen lastet das Leben mit all seinen Lasten, Elend, ihren Sommer den Sommer des Elends. gefangen haben, nichts gelingt ihnen, alles zerrinnt Größe, die für lange Fahrten bestimmt sind, dir Die Nadtheit hat alle Unterschiebe, bis auf die in ihren Händen. Sie schuften und wirken, doch das Verwendung des Delmotors wirtschaftlicher ist als Den Erfolgreichen gehört die Welt. Nur fie le der törperlichen Bevorzugung und der Schönheit und Erträgnis ihrer Arbeit kommt anderen die Dampfmaschine. Allerdings übersteigen die Ban ben bas Leben. Fast nichts ist ihren Wünschen un- Gewandtheit ausgelöscht, ter Taumel des Freiseins zugute. Ihre breiten Schultern, ihre gebrümm- tosten eines Motorschiffes jene des gleichgroßen erreichbar. Nach langen Erwägungen und Beratun- erfaßt, umspannt alle zu einem Gemeinwesen. Lustig ten Rücken sind die Stufen der Leiter, auf welcher Dampfschiffes um 30 Prozent, und das ist offengen überfluten sie mit ihrer Langeweile die herrschwimmt die Englischlehrerin mit dem Ladendiener andere emporsteigen.- Namen- und freudles gehen bar noch ein Nachteil. Es mag erwähnet werden, lichsten Flecken der Erde, dringen mit ihrer Dede in um die Wette, während der höhere Bankbeamte mit sie durchs Leben, niemand fragt nach ihrem Wohl daß Moterschiffe z. B. caf der Fahrt Casienbie entlegendsten und idyllischesten Plätzchen der der cutzückend reizvollen Näherin flirtet. Kein Ka- und Wehe, sie sind hier, um anderen hochzuhelfen, Europa und zurück für den Hin- und Herweg nur Natur, um sich zu erholen von den Strapazen ihrer stengeist, feine soziale Trennung, nur Sehnsucht be- tung, sie sind die Immen der Gesellschaft, die sich einmal Del einzunehmen brauchen. Auch ist die Winterbergnügungen und Gesprächsstoff zu samumlen seligt alle, wenige Stunden Mensch sein zu dürfen. willig opfern für die Drohnen, denn ihnen fehlt, Uebernahme von Del wesentlich reinlicher und einfür die Gesellschaftsabende der kommenden Saison. Alle teilen sie das gleiche Los im Leben, leiden ein was jene Mit Bahnen, Kraftfahrzeugen und Flugzeugen ba- gemeinfames Schidjal, ächen unter demselben Joch; Erfolg. auszeichnet, worauf es ankomt der facher als das bekanntlich sehr schmutzige Kohlen der Dampfer. Sorgen, Jammer und Not. Samstag, 6. August 1927. Devilenturle Seite 5 Prager Kurse am 5. Auguft. Folgen einer Hamburg- Fahrt. Einen unange- Die Operationszange im Magen der Patientin.[ An Stelle des bisherigen Vorstandes der nehmen Abschluß fand eine Vergnügungsreise, die In New York und London macht zur Zeit ein Union tritt wieder ein Sekretär, wozu Eyforn zwei Dänen aus Kopenhagen nach Hamburg Prozeß von sich reden, den eine junge Dame gegen Berlin einstimmig gewählt wurde. Der nächſte unternommen hatten. In dem nordschleswigschen einen New Yorker Chirurgen anstrengen will. Rongreß soll möglichst in Kopenhagen abgehalStädtchen Sonderburg wurden sie auf der Rüd- Es wird gegen ihn der Vorwurf der Fahrlässigten werden. reise von der Kriminalpolizei verhaftet. Es war teit erhoben, da er bei einer an der Klägerin aus ihnen nämlich gelungen, in dem kleinen Ort geführten Operation die Operationszange in Tandslet einen deutschen Zehntausendmarkschein der Wunde gelassen und sie mit eingenäht hat. Berufssekretariate und Gewertschafts- fund sterling internationale. Die Konferenz der internationalen Berufssekretäre. 100 holländische Gulden 100 Reichsmart. 100 Belgas. 100 Schweizer Frants Geld Ware $ 1849.50 1355.50 • 800.75 804.75 467.75 470.75 649.75 652.75 168.522 164.72% 183.17% 184.57% 33.60 88.90 100 franzöfifche Frants 100 Dinar.. 181 80 188.00 59.22% 59.72% 2 588.25 591.25 375.87% 878.87/ 2 478.75 476.75 100 Lire. 1 Dollar. 100 Bengös. 100 polnische Bloth 100 Schilling. xxxxx Gerichtssaal. aus der Inflationszeit mit über 8000 guten dänischen Die junge Dame, die jetzt erst 25 Jahre zählt, ist Kronen gewechselt zu erhalten. Mit diesem Gelde die Tochter eines bekannten amerikanischen Indubatten sie ihre Weiterreise nach Kopenhagen finanstriellen. Vor zwei Jahren ließ sie sich bei dem ziert. Dem Filialletter der Bank in Landslet war Chirurgen operieren die Operation schien auch zu aber inzwischen ein Licht aufgegangen von der WertParis, 1. August. losigkeit des deutschen Zehntausendmarkscheines und nächſt gelungen, doch stellten sich bei der jungen er verständigte die Polizei. Die Verhafteten spielten Dame immer wieder recht heftige Schmerzen ein, die Die Konferenz der internationalen Berufs die völlig Harmlosen und Gutgläubigen. Den Gelb in letzter Zen intmer stärker und immer häufiger sekretariate, zu der außer den Berufssekretären ichein wollen fie von einer reizenden Schönen, die sich wurden, so daß sich die Amerikanerin entschließen auch die übrigen Mitglieder der Berufssekretariate in den einen der Dänen verliebt habe, in St. Pauli mußte, bei ihrem Aufenthalt in London ein erschienen waren und die Freitag und Samstag halten haben, ohne daß sie ihnen Aufklärung von Strankenhaus aufzusuchen und sich einer gründlichen im Auftrag des Vorstandes des Internationalen tagte, wurde zunächst von Mertens( Belgien) ser Wertlosigkeit ihres Geschenkes zuteil werden ließ. Untersuchung zu unterziehen. Nicht gering war aber Gewerkschaftsbundes( J. G. B.) geleitet, da sich Bereitelung einer Egetution. Auf hoher See gelentert. Der Motorschoner als eine Röntgenaufnahme ergab, daß sich eine acht leyung chuldigt hatte. Da aber Mertens am Bělohlávek in Smečno war von der Firma o ihre und der untersuchenden Aerzte Ueberraschung der Vorsitzende Purcell wegen einer HandverPrag, 5. Auguft. Der Kaufmann Františe! „ Eleonora" aus Drontjem ist Dienstag auf der Boll lange Zange in ihrem Zetbe befand. Die junge Nachmittag des ersten Verhandlungstages nach Tomšu in Prag auf Bezahlung einer Summe boe Reife von Kopenhagen nach Stavanger mit einer Dame heat gar keine besonders feindseligen Gefühle Brüssel zurückberufen wurde, führte Beipart K 2562. getlagt worden. Da er trotzdem nicht be su von Ladung Eisenabfälle in der Nähe der schwedischen zwar Stüfte gekentert und innerhalb von fünf Minuten gegen den Arzt, aber sie will als praktische Ameri-( Deutschland) die Verhandlungen zu Ende. zahlte, bewilligte man der Firma das Epelutionsgefunken. Die sieben Mann zählende Besatzung fanerin nicht auf die Vorteile verzichten, die ihr eine Die Beratungen waren nur den Bezierecht, von welchem das Gericht Schlan durch einen trieb auf einigen lofen Planken mehrere Stunden lage gegen den Arzt einbringen kann. Sie flagt hungen zwischen dem Internatio- Gerichtsvollstreder Gebrauch machte. Der Kaufmann umher, da die verschiedenen vorbeifahrenden also auf Rückerstattung der Summe, die ihr Vaternalen Gewerkschaftsbund und den war nicht daheim, nichtsdestoweniger wurde in seiner Schiffe die Notfignale nicht bemerkten. Zwei seinerzeit dem Arzt für die Operation gezahlt hatte, internationalen Berufsfefretaria Abwesenheit das Motorrad, mit welchem er wegMann, dessen die Sträfte ausgingen, ertranfen. ferner auf Vergütung der Unkosten, die ihr durch ten gewidmet. Um dieses Verhältnis organi aefahren war, als beschlagnahmt erklärt und seine Dampfer, Greta" Gattin auf diese Exekution aufmerksam gemacht. Schließlich. hm der schwedische Dampfer„ Greta" den Aufenthalt in dem Londoner Krankenhaus und fatorisch zu regeln, war eine Kommission eingefahren war, als beschlagnahmt erklärt und ſeine die Umhertreibenden auf. gesetzt worden, die der Konferenz einen Ent- Bělohlávek verkaufte aber schleunigst, faum fünf wurf unterbreitete, der aber keine Zustimmung Boltswirtschaft. Zugunsten der Freilassung von Sacco und Vanzetti faßte der Stongreß eine Entschließung, die der amerikanischen Gesandtschaft in Frankreich übermittelt wurde. die neuerliche Operation entstanden sind. fürwortet. -fand. Die bisherige Einrichtung, daß dem Aus- Tage nach der Exekution, das Rad um K 5500.des Wiener Kongresses in dieser Frage wurde er- schuß des Internationalen Gewerkschaftsbundes an einen Mechaniker, ohne die Firma in Brag mit neut bestätigt. drei Vertreter der Berufssekretariate angehören, ihren Ansprüchen zu befriedigen. Heute sollte er sich Eine längere Debatte rief der von Vor- wurde als unzwed mäßig erkannt und auf vor dem Einzelrichter OLGR. Dr. Snute wegen der Uebertretung der Exelutionsbereitelung im Internationale Friseurgehilfenkonferenz stande der Union gestellte Antrag hervor, der gehoben. Die Berufssekretariate sollen nicht der Uebertretung der Die Juternationale Union der Friseurge- unter grundsäßlicher Betonung der Freizü- wie im Entwurf vorgesehen alle drei Jahre Sinne des§ 1 des Gesetzes vom 25. Feber 1886 hilfet hielt ihren fünften Stongreß in den Ta- gigkeit gewisse Beschränkungen der einzelnen einmal, vor jedem Kongreß des J. G. B. zusam verantworten. Er war nicht erschienen. Der Richter Länder mit großer Arbeitslosigkeit gegen die Zu- mentreten, sondern fortab alljährlich vom verurteilte den Angeklagten in seiner Abwesenheit gen vom 26. bis 28. Juli in Paris ab. Abgesehen lassung von ausländischen Arbeitern anerkennt, Vorstand des J. G. V. zuſammenberufen werden zu vierzehn Tagen Arrest mit zwei Fasten und von kommunistischen Einflüssen, die in Frank, jedoch fordert, daß zum Zwecke der beruflichen gemeinsamer Tagung, in der jeweils der Tätig Verlust des Wahlrechtes, obgleich der Kaufmann Frank- assung reich zu einer dreigespaltenen„ Einheitsfront" Weiterbildung von den Organisationen der Fri- wird. Diese Regelung ermöglicht eine in nigere als unbedingt ausgesprochen. In einer längeren führten, in Finnland zur Zerschlagung der Dr. feitsbericht des Vorstandes des J. G. B. erstattet bisher nicht vorbestraft ist, wurde die Verurteilung ganiſation und in der Tschechoslwakei sergehilfen empfohlene Kollegen zur Arbeit zu 3usammenarbeit zwischen den internatio- Begründung des Urteils wies der Richter darauf Tschechoslwateiſeurgehilfen zu einer Mostanschwärmerei in der Leitung der gelassen werden sollen. Die vorgelegte Entschlienalen Berufssekretären und den J. G. B. An den hin, das Bělohlávek selbst im Falle, daß ihm seine an die nationalsozialistischen Landeszentrale an- französischen Delegierten ausgearbeitete Bung fand keinen Anklang, auch nicht die von den internationalen Gewerkschaftskongressen nehmen Gattin von der Pfändung des Motorrades teine geschloffenen Organisation, hat die Friseurgehilfchließung. Beschlossen wurde, die Angelegenheit Eine besondere Beitragsleistung der Berufs der Firma geklagt war und daß er von dem Erlös Ent- die Berufssekretäre mit beratender Stimme teil. Witteilung gemacht hätte, wissen mußte, daß er von fen linion trog ihres 20jährigen Bestehens noch den einzelnen Verbänden zur Stellungnahme zu sekretariate an den J. G. B., wie der österreichische für das Rad im Betrage von K 5500.- sehr gut nicht die notwendige Ausbreitung gefunden. unterbreiten und die Entscheidung dem nächsten Vorschlag sie vorsicht, wurde von keiner Seite beber Firma den gepfändeten Betrag bar bezahlen Zu Vorsitzenden wurden Ehforn- Berlin Kongreß zu überlaffen. und Pages Baris, als Schriftführer PrießPages- Paris behandelte in längerem Vorfonnte. Wie aus dem Polizeileumund hervorgeht, niz Wien bestimmt. In der Schlußabstimmung wurden die neuen einem Ueberblick über die neuere fachliche Entim mens, des Sekretärs der Internationalen balten, ein Grund, ihm die Strafe unbedingt zu trag das Thema: Mode und Beruf. Nach Bestimmungen mit allen Stimmen gegen die ist er arbeitsschen, läßt sich von seiner Frau auswicklung wird die fachliche Ausbildung eingehend Transportarbeiterföderation, angenommen, der geben, wenn er auch noch nicht vorbestraft ist. Obbehandelt, wozu die Lehrer der Pariser Fachschule feinerlei Beschränkung der internationalen Be- gleich für diese Uebertretung ein Strafausmaß bis und deren Leiter Ramband wertvolle Bei- rufssekretariate in der Aufnahme von Or- sechs Monate vorgesehen iſt, wurde ihm aber nur Zur Organisationsfrage beantragt die öster- träge geliefert haben. Das Referat soll dem Pro- ganisationen ausgesprochen wissen wollte, cine Strafe von vierzehn Tagen bemessen, weil er reichische Delegation, die jeweiligen Erhebungen tokoll des Kongreſſes als besonderer Teil beigege- während über die Aufnahme von Organisationen, verheiratet ist und sich um seine Familie sorgen soll. der Union über die Lohn- und Arbeitsverhält- ben und auch in französischer Sprache in grö- die einer im Gegensatz zum J. G. B. stehenden Dagegen wurde eine Verschärfung durch die zwet nisse durch statistische Uebersichten über die Soßerer Auflage herausgegeben werden. Gewerkschaftsinternationale angehören, eine Ver- Fasten ausgesprochen. Mit Rücksicht darauf, daß der ſten der Lebenshaltung zu ergänzen, um über die Arbeitszeit creferierte ständigung zwischen dem J. G. B. und den Be- Angeklagte überhaupt nicht auf die Vorladung rea die Reallöhne einen befferen Ueberblick zu gewin- Prießnit- Wien. In der von ihm empfoh- rufssekretariaten von Fall zu Fall erfolgen soll. gierte, erscheint die unbedingte Verurteilung gleichnen. Eine derart umfangreiche Erhebung fonnte lenen Entschließung wird festgestellt, daß noch Abgelehnt wurde allerdings ein Antrag, der die falls gerechtfertigt. nicht zugesagt werden. in keinem Lande die Arbeiterschutzgesetzgebung Aufnahme einer Organisation in ein Inter Den beiden Organisationen in der Tsche zur Sicherung des Achtstundentages gekommen ist. nationales Sekretariat von der Zustimmung des hoslowakei wurde empfohlen, sich auf dem Der Kongreß fordert daher die gesetzliche J. G. B. abhängig gemacht wissen wollte. Boden der Amsterdamer Gewerkschaftsbewegung beitstages und appelliert an die FriseurgeDurchführung des achtstündigen Arzu einigen. Der nächste Stongres soll endgültig hilfen, ihre Organisation gehörig zu hilfen, ihre Organisation gehörig zu stärken, Entscheiden. um aus eigener Straft dieses Ziel zu erreichen. Das Internationale Arbeitsamt wird ersucht, die Ratifikation des Washingtoner Abkommens zu betreiben. Ein Antrag der französischen Delega tion, für die in Frankreich vielfach bestehende englische Arbeitswoche einzutreten, d. h., der Sonntagsarbeit bis 1 Uhr mittags eine Arbeitsruhe bis Dienstag früh folgen zu lassen, fand keinen Anklang, da die Mehrzahl der Delegierten für die vollständige Sonntagsruhe eintraten, die sie in ihren Ländern bereits erreicht haben. Ein Antrag des ungarischen Verbandes, zu reifende unorganisierte Gehilfen in kiner Weise zu unterstützen, soll den übrigen Berbänden zur Kenntnis gebracht werden, mit dem Hinweis, daß es nicht Aufgabe der Organifation fein fann, Unorganisierte abzustoßen, es vielmehr ihre Aufgabe sein muß, sie heranzuziehen. Die Lehrlingsfrage behandelte der Vorsitzende des deutschen Verbandes, Lorenz, in einem instruktiven Referat. Die Entschließung Ueber gefallen, dem Schwiegersohn, hat ihm gefallen, faffung, die Sie bringen..." Er unterbrach sich das Bild... interessierte sich für die Aufund griff nach einigen Briefen, die er haft g durchfah Dann stand er auf und reichte dem Maler die Hand. Hab's eilig, mein Lieber, hab's eilig. Morgen ist die Verlobung. Die Kleine läßt Sie übrigens nochmals grüßen. Tja, tja, foftet einen Haufen Geld, das Mädel,... diese Aussteuer, diese Festlichkeiten.. Silfsaktionen wurde der Beschlußfassung Der Vorschlag über internationale des Internationalen Gewerkschaftskongresses über lassen und soll dessen Beschlüssen entsprechend um gestaltet werden. Prager Produktenbörse.( Offizieller Schluß bericht vom 5. August.) Der Besuch an der heutigen Produktenbörse gestaltete sich schwächer. Am Getreide markte war minimales Geschäft bei gegenüber Diens. tag unveränderten Preisen. Es wurde durchwegs neue Ware der heurigen Ernte gehandelt. Mais sowie der Mehlmarkt tendierten behauptet. Auf den übrigen Marktgebieten blieben die Dienstagspreise unverändert nominell in Geltung. Maler mit seinem Leidensgesicht, seinem verwürgten Anzug und den unmöglichen Schuhen. Direktor Bär fühlte sich höchst unsympathisch berührt.„ ,, Was?... Geld... Geld..." fuhr er den gebeugt Dastehenden jetzt an, der dieses Wort soeben leise hervorgestoßen hatte ,,, tja, mein Herr, was denten Sie sich denn eigentlich? Nun aber schnell, aber ganz schnell und kommen Sie vielleicht in acht Wochen einmal wieder! Unser eins soll immer dran glauben. Vier Monate Ziel mu ich meinen Kunden geben, jawohl, vier Monate..." ne Villa Weil sie vorbestraft war. ein Gastwirt in Prag VII. In der Küche schaltet Prag, 5. August. Herr Anton Novotny ist und waltet eine züchtige Hausfrau, welche die Dienſtmädchen, die bei der Dame genug oft ausgewechselt werden, mit Gnädige Frau" titulieren, da sie der Meinung waren, daß sie die Gattin des Hervn Novotny ist, die so ein strenges Regime beim Stöpfen der Hühner und Tauben führt. Wie sich heute bei der Gerichtsverhandlung bei Abgabe der Personalien herausstellte, leben Herr Novotny und seine tüchtige Hausfrau wohl im gemeinsamen Haushalte und schlafen auch im selben Zimmer, aber die Dame heißt nicht Novotny, sondern Wilhelmine Strihabla. Möge es ihnen der Herrgott verzeihen, daß sie nicht die Formalitäten diner Che erfüllt haben, wir sind nicht dazu berufen, darüber zu richten Dagegen müssen wir aber berichten, daß Der Arme und der Reiche. Frau Střihavka Novotná eines Tages den Verlust Während der Maler im Vorzimmer stand einer Goldkette mit ihrem Lorgnon feststellte. Sie und wartete, ging es ihm durch den Kopf, daß teilte es Herrn Novotny mit und der lief sofort nun das Bild wirklich fertig sei. Er würde es auf die Polizei und beschuldigte seine Magb Marie abliefern und sein Geld dafür erhalten. Dann . des Diebstahles. Das Mädel ist bereits einmot würde es auch sein mit den vibrierenden Stunden wegen Diebstahles ein paar Tage gesessen, also tver stillen, verhaltenen Glückes, jenen Stunden, in wirds denn genommen haben, nur sie!" Die Polizei denen Fräulein Doris, die junge Tochter der stellte fest, daß die Magd tatsächlich schon einmal Bärschen Familie, in seinem Atelier saß, damit Der Maler stand wie erstarrt, aber immer vorbestraft war. Man sperrte das Mädel sofort in r ihr Porträt male. Er fächelte schmerzlich, als noch wartend. Er begriff noch nicht, was der die Untersuchungshaft, vergeblich beteuerte sie, daß er dies dachte. Es würde nun wieder falt werden lächelnde, eilige, wohlgenährte Mann da zu ihm Er zündete sich eine neue Zigarre an und der Kellnerlehrling, eine andere Person, ferner der m Atelier und einsam. Er würde nicht mehr zu gesagt hatte. Nur ein jäher Schmerz durchzuckte schellte dem Diener. Soll ich es mir denn aus Großvater der Frau Wilhelmine auch in das Zimwarten brauchen auf die Stunde, in der sie ein- ihn. Aus seinem Innern schwand leise wie ein dem Aermel schütteln?" fuhr er fort. Was mer famen, sie mußte sitzen. Heute wiederholte trat, lächelnd, verwöhnt, und in einer strahlen- Schemen jenes strahlende Bild eines hellen Mäd- haben Sie überhaupt für eine Ahnung, was ich sie ihre Beteuerungen, die Kette mit dem Lorgnon den Schönheit. Aber ich bekomme nun Gelb," chengesichtes. Ein zärtlicher, heimlicher Traum leifte... folche Mitgiftſumme nicht genommen zu haben, da Frau Střihabla ftets dachte er seltsam bitter und gequält. Er folgte, zerbrach. Ein Schwindel überfiel den Maler. Er friegt das Mädel, ne ganze Villa, und alles prima mit ihr ins Zimmer ging, wenn sie Ordnung machte. ein wenig gebeugt, dem Diener. schwankte ein wenig und mußte sich festhalten. komfortabel.. Ach Gott, er hatte ja Hunger, fiel ihm ein; er Der Maler ging wie betäubt über die Tep- Da teilte Frau Střihavka dem überraschten Senate Das Urbeitszimmer des Direktors Bär war mußte effen, unbedingt bald essen; dann würde piche des direktorlichen Hauses. Soll ich ihn er- mit, daß sich die Nette mit dem Lorgnon plötzlich fast faalariig und ganz in Blau und Gold gehal- ihm wieder besser werden. Effen tat ihm not. Gich morben... ober mich, bachte er, von jäher Wut gefunden habe, während das Mädel in der Haft faß. 1. Der Maler wartete wiederum und starrte einmal den Magen füllen mit warmer Speise, geschüttelt. Aber da schlug auch schon die schwere Sie hatte es irgendwohin in eine Schachtel verräumt in die Bracht der Gobelins. Ein peinliches Ge- Das andere war ja ohnehin Wahnsinn gewesen. Tür hinter ihm ins Schloß. Er stand in der und sich später wieder baran erinnert. Das Dienstfühl beschlich den Empfindsamen.„ Parvenü," und gut war's, daß er so schnell darauf gestoßen Sonne, die auf das Straßenpflaster brannte. mädchen wurde freigesprochen. Wäre sie nicht schon schoß es ihm unwillkürlich durch den Kopf, so daß wurde, auf den Rechenfehler. Aber nun den Lohn Er fröstelte. Er spürte quälenden Hunger. richte in Berührung gekommen, hätte sie sich vieleinmal wegen eines Diebstahldeliktes mit dem Geer selbst da über erschrak. Er schüttelte die Ge- her für das Bild, für seine mühevolle Arbeit; Alles war leer und ausgebrannt in seinem In leicht die bitteren Tage der Untersuchungshaft, die danken von 5., denn eben teat der Direktor ein, und dann as nächste Loka!; heute würde er sogar nern. Alle Träume waren zerstoben. Aber in der Vater ve. Fräulein Doris.„ Tag, Tag, mein Wein trinken, ach ja, ſchweren roten Wein. Diese Leere fielen plöblich hart und kait ad blitz sie durch einen Irrtum unschuldig faßt, ersparen tönnek. Vielleicht, vielleicht auch nicht, da racht bei Der Direktor zog ein wenig die Augen- artig ein paar Gedanken. garren. Er war ein unterseßter Mann, das Ge- brauen hoch, als der Maler immer noch stand und Ja, der verträumte, hungrige Maler konnte unseren Gerichten arme Proletarier, die ficht zwar ein bißchen, schwammig, aber sonst wartete. Solche Menschen waren ihm in der plöglich denken, als er müde und ziellos durch die durch einen solchen Vorfall meist um den Posten energisch und wuchtig im Schnitt. Seele zuwider. Solche blasse, schmale Wesen, die Straßen wanderte nach seinem Atelier. Und es kommen und daher wohnungslos sind, wegen Er räusperte sich jetzt vernehmlich.„ Tja, immer wie ein Vorwurf aussahen und einem schien ihm, als fönne er jetzt auch sehen und Fluchtgefahr" hinter Schloß und Niegel setzt. Nur Befter," tlang seine volle Stimme," so gehts, wahrhaftig das beſte Mittagessen verderben hören... jetzt erſt. die großen Gauner im Stile des Kriegsanleihe. lo gehts Die Jahre, die Jahre. Da ist nun konnten, denn irgendwie waren sie denn doch betrügers Groh können bis zur Verhandlung im Margreth Mengel. aug das Mädel so weit... Hat ihm übrigens immer unbehaglich und lästig. So auch dieser feinsten Hotel Prags logieren. Bette 6. Feine Jungen. Prag, 5. August. In Alt- Bunzlau gings am 28. April im Wirtshause des Anton Lhoták hoch her. Drei muntere Gesellen, Jaroslav Repka, Franz Hadrbolee und Josef Matou fingen um 11 Uhr nachts an, Strawall zu machen. Zu guterlegt warf der Repka dem Wirt ein Bierglas an den Kopf, daß der Mann mit einer schweren Kopfwunde ohnmächtig zusammenbrach. Man alar mierte Polizei und Nachtwächter. Die kamen aber schön au. Die Leute setzten sich zur Wehr und drohten dem Polizisten, daß sie ihn umbringen werden. Selbst mit dem Pendrek war der Mann den Gesellen gegenüber wehrlos. Endlich wurden sie überwunden. Jungen, die schon ein paar Jahre im Kriminal saßen. Nur der letzte noch nicht. Repka faßte heute vor dem Senate des OLGR. Hladik acht Monate, Sadrbolec sechs Monate, Ma tous vierzehn Tage aus. Also wird ein paar Monate in Alt- Bunzlau in den Wirtshäusern Ruhe sein, ehe die Gesellen wieder herauskommen. Mitteilungen aus dem Publikum. Das Beste für Ihre Augen liefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25, Kl. Bazar. FEINSTES SPEISEFETT Pole arin Kunst und Wiſſen. Gastspiel Resi Langer in der Kleinen Bühne. In seinem zweiten Programm hat das Langer Ensemble gezeigt, daß es aus Berlin nicht nur land läufige Schlager, sondern auch ein Stück künstleriſchen Eigenwillens mitgebracht hat. Freilich mußte 2 Das Geheimnis der Colonna. Sein oder Nichtsein? Auch die Verbrecherwalt hat ihre geheimnisvolle Mystik. Der Mörder, der Kaffenschränker, der Falschmünzer, der Zuhälter, find sie die Auf rührer gegen alle menschliche Gemeinschaft nicht ohne jeden Zusammenhang miteinander, ohne jede soziale Fessel, niemandem untertan, als nur ihrer eigenen individuellen Tat und nur ihrer eigenen wilden Begier? Gibt es etwas, was nicht nur einzelne Verbrecher zu Räuberbanden und vorübergehenden Kompanieunternehmungen beretnigt, sondern darüber hinaus alle Räuberbanden und allen Abfall der Gesellschaft im Namen eines höheren Prinzips an ein Gesetz der Gemeinschaft all dessen, was Verbrecherantlig trägt, bindet? Gibt es das? In Berlin hat jetzt eine ganze Verbrechergeneration von dem Glauben an eine weibliche Schuzgöttin gelebt und doch weiß kaum einer, ob diese Frau jemals mehr geweesen ist als ein bloßes Phantasieprodukt des Spelunkenaber. glaubens. So oft irgendein ganz großer Hochstapler, ein ganz schwerer Junge vor die Richter in Moabit geführt wird, ist eines seiner ersten Worte: Ich war nämlich einmal ein Freund der Gräfin Colonna, ihr Geliebter sozusagen." Und das Erstaunlichste ist, die Richter wagen nie zu fragen, wer denn diese aristokratische Dame eigentlich sei. Sie schämen sich förmlich, das nicht zu wissen, und tun so wie die Leute in Andersens berühmtem Märchen von des Königs neuen Kleidern: sie tun so, als wäre ihnen Frau Colonna sehr gut bekannt: So, so die Colonna! Natür lich, diese Teufelin! Na, bis wir sie das nächste= mal in unsere Hände kriegen!" Dabei haben sie feine Ahnung, wer das Frauenzimmer eigentlich ist. Und die Angeklagten selber wissen's genau so wenig. Chefin einer Räuberbande. Samstag, 6. August 1927. borftellt. Paul Chr. Plottte gibt im Deut. schen Arbeiter Abstinenten- Bund, Berlin SO. 16 Engelüfer 29, einen Band Stimmen der Dic ver wider den Trunk" heraus. In den drei Abteilungen Alkoholelend",„ Besseres Wollen" unt „ Spott und Sieb" vereinigt er alkoholgegnerische Gedichte; würdige Namen wie Shakespeare, Liliencron, Verhaeren, Lessing, Herwegh, Pezold u. v. a. sind hier als Warner vor dem Alkoholismus ver treten. Eine sehr gute, ziemlich umfangreiche Anthologie läßt Kurt Offenbach unter dem Titel Arbeiterdichter der Gegenwart" Hause davon und ging mit einem alten Herren, namens Colonna, durch. Der Colonna wollte sie adoptieren, starb aber vorher. Trotzdem nannte sich das Mädel fortan Gräfin Colonna". Sie war die Tochter eines Bauunternehmers, lief schon als vierzehnjähriges Mädel aus dem Hause davon und ging mit einem alten Manne namens Colonna durch. Der Colonna wollte sie adoptieren, starb aber voher. Trotzdem nannte sich das Mädel fortan Gräfin Colonna".. Sie ward eine wahrhafte Sohepriesterin der Venus, hatte Verhältnisse mit jedermann, trieb erscheinen( zu beziehen durch die„ Büchergilde", Berlin SW. 61, Dreibundstraße 9). Diese Antho. sich nachts in den Kellern und Bars herum und og allmählich einen Streis von wenigen Einge- logic war wirklich eine Notwendigkeit, da die Dieweihten, aber allergefährlichsten Berliner Apachen derichs'sche zweibändige Anthologie Von unten auf" um sich, wurde ,, Chefin" dieser ganzen Bande. nicht alles brachte. Offenbach erläutert in einem Einer ihrer ersten Günſtlinge war der Vorworte sehr gut den Unterschied vischen dem Sohn eines preußischen Regierungs- Arbeiter- Dichter und sozialen Dichter. Er bietet in präsidenten, ein Adeliger, Leutnant beim 8. seiner Auswahl Proben aus dem Schaffen von Mar Susarenregiment, dann ein Fliegerleutnant und Barthel, Karl Bröger, Mar Dortu, Gerrit später Einbrecher. Die Colonna ließ auch bei ihren Engelke, Leonhard Frant, Magim Gorfi, eigenen reichen Liebhabern einbrechen. Während Oscar Maria Graf, M. A. Negö, Ernst Prec sie eine Stunde in deren Wohnung allein war, zang, Julius Zerfaß u. a. Außerdem nimmt stahl sie ihnen die Schlüssel und warf sie vom Baler auch zwei tschechische Dichter, Petr Bezruč kon dem ehemaligen Husarenleutnant zu, der in und Otokar Březina, auf. Das Buch eignet Uniform unten wartete. Der hatte sich inzwischen sich vortrefflich für Vortragsabende über„ Arbeiter. einen andern alten Einbrecher besorgt, den er in dichtung". eine einfache Soldatenuniform gesteckt hatte. So, als Leutnant und Bursche, kamen die beiden in die fremde Wohnung und stahlen alles, was ihnen unter die Finger kam. Madame Colonnas Sturz. Die Brillanten eines Berliner Fabrikanten sollten ihr Verhängnis werden. Alles war aufs befte eingefädelt, ein Schäferstündchen mit dem Manne vereinbart und er sollte nicht mehr aufwachen, wenn er mit ihr einschlief. Da fam ihr der Detektiv auf die Spur, ging zu dem Fabrifan ten und sagte ihm:„ Gehen Sie morgen nicht zur Colonna, Sie sollen ermordet werden..." Also doch nur ein Phantom, doch nur ein Traumbild, dem eine ganze Bande der verwegen Anstatt des Fabrikanten kam also die Polizei. sten Burschen Groß- Berlins dient wie einer Köni- Madame spielte zuerst die empörte Dame- dann gin, die hoch erhaben, ewig unerreichbar über zog sie sich aus, spitternact! Es verfing hnen thront, zu deren höherer Ehre sie einbre- aber nicht, die Polizei nahm sie trotzdem mit. Sie chen, stehlen, brandschaßen, saufen, raufen, sterben? fam mit der überraschend geringen Strafe von Nein, fie cristiert doch! Aber nicht einer der Ver- neun Monaten Gefängnis davon. Da brecher selbst ist hinter das Geheimnis gekommen, nach verschwand sie aus Berlin, heiratete sondern ein erfahrener Polizeidetektiv. Der aber jenen adeligen Rittmeister und wohnt erfuhr folgendes über diese„ Gräfin Colonna": iest irgendwo auf einem Meklenburger Rittergut. Sie war die Tochter eines Bauunternehmers, Für die Berliner Verbrecherwelt lebt aber ihre Figur legendarisch fort. ww die Sommerdelegation des Prager Theaterpublikums vor Beginn ausdrücklich gebeten werden, sich gefällief schon als vierzehnjähriges Mädel aus dem Pioft nicht auf summarische Knalleffekte, sondern auf schauspielerische Persönlichkeitswirtung einzustellen. Wobei dahingestellt bleiben mag, ob das deutsche Ausstellung an. Nicht mit Unrecht wurde die AusPrag für diesen Versuch die geeignete Stätte ist. ſtellung in einer Besprechung eine„ VölkerbundsDie kleine Berliner Künstlergruppe hat sich jeden- tagung des Buches" genannt. Den Besucher umfalls redlich und nicht ohne Erfolg bemüht, die an- schwirren derartig viele Sprachen, daß er sich nach fängliche Sprödigkeit der hiesigen Theaterstammgäste Genf versetzt fühlen kann. Das Interesse für die zu besiegen. Schon die nette Komposition gespro- Ausstellung ist in allen Kreisen so start, daß bereits chener und gesungener Soldatengeschichten im ersten vor einer Woche weit über 25.000 Besucher registriert werden konnten. Auch der Ausstellungspark Bild:„ Wenn die Soldaten kommen.. wird als neue Sehenswürdigkeit Leizpigs gerühmt. Erwähnung verdient noch die originelle Jdee oiner Bücher- Präsenz Lotterie, deren Loſe in Geſtalt rei sender Fensterbrieftaschen ausgegeben werden, die außer dem Los selbst und dem Bücherlatalog noch ein vorbildlich gedrucktes Bändchen mit Novellen von Sauptmann, Hesse, Mann, Molo oder Zweig enthalten. Die Ausstellung bleibt bis zum 30. September geöffnet, so daß sie noch vielen an der Buch kultur Deutschlands und des Auslandes Interessierten Gelegenheit zu einem Besuch gibt. erwärmte die Stimmung und bereitete den verdien ten Rezitationserfolg Resi Langers mit dem Schwant:„ Die fromme Helene" vor. Frau Langer mit ihrem urwüchigen Humor, ihrer un erschöpflich reichen Mimik und Gestif ist fürwahr Literatur. Soziale Dichtung. Von älteren sozialistischen Dichtern sei hier auf die Gedichtbücher des österreichischen Proletarier dichters Alfons Pezold hingewiesen. Eine gute Anthologie aus seinem Schaffen bietet der Band Gesang von Morgen bis Mittag"( Auzengruber- Verlag Brüder Suschinsky, Wien- Leipzig), im gleichen Verlage erschienen seine Prosaffizzen Memoiren eines Auges" und„ Das neue & est", mit vielen schönen Gesängen von Liebe, Kind und Ehe, endlich sein russischer Revolutionsroman Der feurige Weg". Der Malit Ber Tag in Berlin gibt vom, flaffischen" deutschen Revo Tutionsdichter Georg Herwegh einen Band auch hente noch zündender, ja vielleicht aktueller Gedichte, unter dem Titel„ Was macht Deutschland?" ( ausgewählt von Karl Otten) heraus. Eine Samm lung jatirischer Anekdoten, Epigramme, Glossen und wise. die in dem Bändchen„ Der Bürger. spiegel"( herausgegeben von Friedrich Wendel im Malik- Verlag) vereinigt sind, dürfte köstlich unterhalten. In" Französischen Revolu. tionsliedern" bietet Walter Mehring mit seinen Uebersetzungen von zwei franzöfifchen Revolu tionsgedichten aus der Zeit der Pariser Kommune, Jean Pottier und J. B. Clement, viel beachtens werte revolutionäre Dichtung. Für Oscar Ka. nehls Steh auf, Prolet"( mit 3eichnungen von George Groß) muß man einen besonderen Ge Der Arbeiter Jugend- Verlag, Berlin schmad aufbringen, ich halte Gedichte wie z. B. „ Ich kenne keine Götter neben dir" in der Form für verfehlt oder für überwunden.( Die beiden letz . 61, hat die Reihe der von ihm herausgegebenen teren Bücher auch im Malil- Verlag erschienen.) Gedichtauswahlen aus Bröger, Hendell, Barthel, Brand, Diederich, Krille und Schön- Von Upton Sinclair, dem amerikanischen Iank durch eine Reihe neuer Autoren in einer sehr sozialen Dichter, erschien in der Uebersetzung Gerpreiswerten, volkstümlichen Ausgabe vervollſtändigt mynias zur Mühlen im Malik- Verlag ,, Das Buch und damit bereits einen ganz bedeutenden Zyklus des Lebens", drei Bände: Das Buch des Geistes, von Arbeiterdichtern herausgegeben. Wir erwähnen der Gesellschaft. Sinclair bekennt, daß er von der hier zunächst die fleine Anthologie aus den Schriften Askese zu einer vernünftigen Sexualität gelangte, er Heinrich Lersch's, betitelt„ Stern und Am- kommt zu einer Verurteilung des kapitaliſtiſchen eine glänzende Interpretin des Altmeisters Wilhelm Busch Der abschließende„ Rummel" gab allen 60 B". Diese Ausgabe ist sehr begrüßenswert, da Ausbeutungssystems und folgert in einer reichen nicht jeder Arbeiter in der Lage sein dürfte, sich die Behandlung aller Lebens- und Gesellschaftsprobleme, Darstellern Gelegenheit zur vollen Entfaltung ihres bei Diederich erschienenen Schriften Lerschens anzu- daß das Fazit des Kapitalismus der Krieg sein Könnens In dieser Zirkus Parodie bot Erich schaffen. Diese Anthologie wird sicher viel dazu beiFreund einen fabelhaft echten Ausrufer und einen tragen, das Werk des München- Gladbacher KesselClown, der zur Abwechslung auch das Publikum schmieds und Poeten, den Autor der Bücher Mensch ein bißchen Hanswurst spielen ließ. Qeni Sachs im Eisen", Deutschland" und Herz, aufglühe dein führte fürchterlich wilde Cowboytänze auf, Jise Blut" in den breitesten Kreisen bekanntzumachen. Walten entpuppte sich als temperamentvolle Auch von Gerrit Engelke, dem knapp vor Chansonette und Resi Langer unternahm als RauSchludenau.( Versammlung. Am Mitt Striegsende gefallenen Hymnensänger der MenschGirl und als orientalische Tänzerin gefährliche An- woch, den 3. August, fand in Schluckenan eine gut heitsverbrüderung, erscheint im selben Verlage eine griffe auf die Lachmuskeln der Zuhörerschaft. Alles besuchte Versammlung statt, in welcher Genosse Se- Gedichtauswahl„ Gesang der Welt"( entin allem eine gelungene Persiflage auf den ameri- nator Reyal über die Wiener Ereignisse sprach. nommen dem Buche Rhythmus des neuen tanisch europäischen Weltzirkus. Der Erfolg dieses Genosse Reyzl schilderte die Wiener Verhältnisse seit Guropas"), beigefügt ist dieser fleinen Anthologic Abends war durch tüchtige und hingebungsvolle dem Umsturz, wo sich die gut geschulte sozialdemo- eine Menge Briefe und Tagebuchblätter. Alfred Arbeit des ganzen Ensembles verdient. 1- kratische Arbeiterschaft Wiens durch ihre Gegner von Thieme, der auch in einem separaten Bande zu Resi Langer- Herbert Königsmart heute und rechts und links nicht irremachen ließen und sich die Worte kommt, ist ein Neuer. Das Bändchen Ge morgen teilweise neues Repertoire. In der Kleinen Einheit der Organisation bis auf den heutigen Tag dichte ist betitelt:„ Sammer und Herz" und Bühne findet heute ein teilweiser Programmwechsel erhalten hat. Die Wiener Arbeiterschaft hat auch vereinigt viele Gedichte urit sozialem Unterton. statt, indem Resi Langer mit ihrem Ensemble außer aus dieser Provokation der bürgerlichen Parteien Thieme scheint das Zeug zu einem Arbeiterdichter zwei Piècen hres bisherigen Programms, nämlich den richtigen Weg gefunden. Die bürgerliche und in sich zu haben, an der Sprache wird er noch „ Felix und Galathea" und" Die fromme fommunistische Bresse hat bei diesen Ereignissen alles manches verbessern müssen. ,, ampfjugend" ist Helene" zum Schlusse eine Novität, die einaktige getan, um die Arbeiter in eine Katastrophe hineinzu- der Titel eines Bandes Gedichte aus der Feder Strandrevne„ Glückliche Reise" zur Auffüh. treiben und eine faſchiſtiſche Diktatur aufzurichten. Walter Schenks, die er im Alter von sech rung bringen wird. Zum Motto dieser Revue Wir wissen, daß die Wiener Genossen auch weiterhin zehn(!) Jahren geschrieben hat. Die Gedichte sind „ Liebling, komm' an die Ostsee mit den richtigen Weg finden werden und sind mit un- überraschend gut. Der Dichter sagt selbst im Vormir...!" wird sich Herbert Königsmar! verbrüchlicher Solidarität mit ihnen verbunden. morte, daß er sich zu einer Herausgabe dieser Jumit einem Epilog Liebling, fomm' nach Reicher Beifall lohute seine Ausführungen. Genosse Hirschberg mit mir!" einstellen. Dieses Pro Weber forderte hierauf die Anwesenden auf, die 20- gendgedichte entschloß, um der sozialiſtiſchen Jugendgramm wird nur heute und morgen gegeben. Montag lidarität mit der Wiener Arbeiterschaft durch Boi- Klassenbewußtsein zu weden. Die beretts dritte Aufbewegung neue Genossen zuzuführen und in ihr das findet der Abschiedsabend von Resi Lantritt zur sozialdemokratischen Partei und Abnahme lage des Bandes beweist, wie richtig diese Annahme ger und Herbert Königsmart statt. Anfang der sozialdemokratischen Presse zu bekunden. Das 8 Uhr. Kartenvorverkauf in der Deutschen Auserste Wort der Bürgerlichen zu den Wiener Ereigkunftsstelle im Deutschen Hause, Přikopy 26,( 9 bis Aus der Partei. 1 Uhr, 3 bis 6 Uhr), beim Bühnenportier des Deut- wissen war eine grobe Fälschung. Wenn wir solidarisch mit den Wienern sein wollen, dann heraus aus schen Theaters und bei M Truhlar, Vaclavske nam. den Arbeiterwohnungen mit der bürgerlichen Presse. 58 und Palais Koruna. Von der Internationalen Buchkunst- Ausstellung in Leipzig. Schon die Festlichkeiten der Eröffnung, Jugendbewegung. trar. müsse. J. Reismann. NWK WoLe NWK Sternwolle die altbewährte gufe Strickwolle BezugsquellenNachweis durch: frit 17+ 1 Wabril Maithan Neudeker Wollkämmerei & Kammgarnspinnerei A.6. in Neudek. Ernst Preez ang ist der Arbeiterbewegung und der Arbeiterjugend seit langen Jahren als Poet der neuen sozialistischen Welt bekannt. Sein Band: Röte dich, du junger Tag"( mit einem Vorwort) bringt eine schöne Auslese aus dem Schaffen des Dichters. Viele edle, tiefempfundene Lyrik. Endlich Herrmann Claudius, der Urahne des queen Mathias Claudius, ſcheint es DRUCK- U. VERLAGSANSTALT seines großen Verwandten geerbt zu haben. Der GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG großen das Poetenblut Band„ Lieder der Unruh", Band„ Lieder der Unruh", welcher an die w hundert Gedichte, davon einen Teil in plattdeutscher Sprache bringt, beweist, daß Claudius zu großen Hoffnungen berechtigt. Aus einem bloßen Vierzciler von ihm fühlt man sofort heraus: hter spricht ein echter Dichter( z. B. Wandlung"). Karl Bröger vereint in einem Bändchen„ Die jüngste Arbeiterdichtung" die jungsozialistischen Stimmen aus ganz Deutschland, ein interessantes IN TEPLITZ SCHONAU Büchlein, das viele neue Talente zum erstenmale! S. J. Prag. Sonntag, den 7. August, Badedie sich zu einer Kundgebung von stärkster kultur ausflug nach černošic. Treffpunkt 47 Uhr Smicho politischer und künstlerischer Bedeutung gestaltete, ver Bahnhof. Dienstag, den 9. d., halb 8 Uhr, und die ein internationales Publikum der für das wichtige. Ausschußsi yung im Sozialdemokrat" Kunstleben Europas bedeutendsten Persönlichkeiten Mittwoch, den 10. d., 8 Uhr abends, im ,, Verein in Leipzig vereinigte, machten die weit über Deutsch deutscher Arbeiter" Monatsversammlung. Alle Mitland herausgehende Bedeutung der Internationalen glieder wollen bestimmt erscheinen. Buchkunst- Ausstellung deutlich. In der Tat iſt ſeit der Bugra 1914 keine auch nur annähernd so aufschlußreiche Ausstellung der Buchkunst der Völker beranstaltet worden. Dementsprechend ist der Besuch gerade aus d dem Ausland beträchtlich. Fast täglich lommen Reisende oder ganze Gesellschaften in Leip sig zum Besuche der Internationalen Buchkunst Herausgeber: Dr. Ludwig Czech. Verantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß. Stuch: Deutsche Zeitungs- Aktien- Gesellschaft in Brag Für den Druck verantwortlich: Otto Solik. Brag. direttion mit Erlaß Nr. 127.451/ VII/ 27 am 14. mai 1997 bewilligt. Die Zeitungsmartenfrantatur wurde von der Boft- u. Telegraphen ( empfiehlt sich den p. t. Behörden, Vereinen, Orga. nisationen. Gemeinden und Kaufleuten zur Herstellung von Drucksorten wie: Tabellen, Büchern, Broschüren. Zeitschriften. Zirkularen. Mitgliedsbüchern. Einladun gen. Plakaten. Flugschriften. Fakturen. Briefpapieren usw. In solider und rascher Ausführung. Setzmaschinenbetrieb und Rotationsbetrieb. 8-8 TISCHLERGASSE NR. 6. 8-1