Nr. 275. = Abonnements- Bedingungen: d Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Beitungss Pretstifte für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. cock Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel #seile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 24. November 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Mais fehlt's wachsende Noth, wachsende Steuern. überfluß in allen Theilen Deutschlands schildern. Endlich wird Am Vorabend der Anarchistenkonferenz. Da leuchtet ein Stern der Hoffnung. Ein trübes, fleines der Reichsbankpräsident über den hohen Bankdiskont Man erzählt von einem Verbrecher, der vor seinem Sternchen. Die Vertretung der Nation tritt zusammenzur Rede gestellt werden, der die Konkurrenzlage der geeigenen Schatten davonlief und, nachdem er vergeblich ihm vielleicht erbarmt sie sich des hungernden Volkes, in dessen sammten nationalen Produktion gegenüber dem Auslande" zu entrinnen versucht hatte, sich gegen den vermeintlichen Namen sie die Geseze giebt:- der König wird gefährde. Hier wird vielleicht Herr Dr. Arendt berufen Feind wandte, toll auf ihn loshämmerte und stieß, und sich sprechen. Vielleicht fühlt er ein menschlich Rühren, denkt sein, von neuem sein Müthchen an dem Reichsbankleiter zu dabei den Schädel an einer Mauer zerschmetterte. an sein hungerndes Volt, verheißt ihm wenigstens, wenn er fühlen. " An diesen Verbrecher erinnert uns die kapitalistische Ge- es auch nicht giebt: Brot, verminderten Steuerdruck, mehr Wir haben nichts dagegen, wenn die Bündler sofort sellschaft im Kampf mit ihrem Schatten: dem Anarchismus. Freiheit für die Nicht- Eingekerferten und Freiheit für Klarheit über ihre Wünsche vor dem ganzen Lande schaffen Er heftet sich an ihre Sohlen. Los kann sie ihn nicht werden, die Eingekerferten. wollen. Wir hoffen nur, daß dann auch volle Klarheit über so lange sie ist, so wenig wie ein Mensch seinen Schatten Die Kammer ist zusammengetreten, der König hat ge- die bisher kläglich schwankende Haltung der Regierung erzielt Ios werden kann. sprochen der Stern ist verloschen. Das Heer wird verstärkt. wird, mag nun Fürst Hohenlohe oder Graf Posadowsky den Jetzt hat wieder ein toller Windmühlenkampf gegen den Die Flotte wird verstärkt. Die Last wird erhöht. Kein Ton angeben. Daß die Stellung der Industrie und der Anarchismus begonnen; und die Klugen Zunft- Staatsmänner Brot, keine Freiheit, keine Amnestie. Dafür ein neues Knebel- Industrie Arbeiter unzweideutig zum Ausdruck kommt, darrechnen darauf, den unheimlichen Schatten als Popanz zu gesetz ein Sozialistengesetz. über werden sich die Bündler wohl keiner Täuschung hinbenußen und vermittelst desselben die erschreckte Menschheit Doch verzagt nicht, Ihr Hungernden! Groß Heil wider geben. zur angstvollen Duldung der Raub- und Gewaltherrschaft zu fährt Euch! Heute, am 24. November, vereinigen sich in Rom, Also nur heraus mit dem Flederwisch! Uns soll es sehr zwingen, durch welche allein der Kapitalismus fich noch be- der ewigen Stadt, die schon zahllose Herrscher und Reiche hat recht sein, wenn die Sammelpolitiker ihren Einzug im Reichshaupten kann. stürzen sehn, die Retter der Gesellschaft und der krankenden, tage gleich mit gegenseitigem Huteintreiben und sonstigen Die Hoffnung der Zunft- Staatsmänner ist: es werde wackelnden Ordnung der Unordnung- heute vereinigen Liebesdiensten gegen die Regierung feiern. ihnen gelingen, eine allgemeine Hezjagd gegen die Feinde sie sich zur Anarchisten- Konferenz. Es sind kundige Uebrigens fragt es sich noch, ob die Bundesmänner von der kapitalistischen Raub- und Gewaltherrschaft zu organisiren Leute darunter Politiker und Polizisten, die sich auf den der Deutschen Tageszeitung" die nöthigen 30 Unterschriften und dem gehezten Wild das letzte Asyl: England, zu Anarchismus verstehn und auf die Zucht des Anarchismus. für ihre Interpellationen finden werden. versperren. Vielleicht gelingt es ihren Anstrengungen und ihrer WeisDaß dies ein eitler Traum ist, weiß jeder, der England heit, das Mistbeet des Anarchismus noch etwas fruchtbarer kennt und die englische Presse liest. Doch die internationale zu machen und noch etwas zu erweitern. Haz soll eben um jeden Preis in Szene gesett Die Tausende aber in den Kerkern und auf den Teufelsund der Unterschied zwischen politischen man sagt inseln des Rothen Meeres, sie knirschen und sie warten. Sie zur Beschwichtigung der Gewissen: anarchistischen und gehaben keine Gnade gewollt, wollen keine Gnade. Wie sie meinen" Verbrechen aufgehoben werden. Eine alte Forderung denken und fühlen, das zeigt der Brief, den Frau Kulischoff der internationalen Reaktion! Ferner soll diesmal der Versuch an die Sozialisten Italiens richtete, ehe sie auf zwei Jahre 28 millionen bedingt, gemacht werden, den Anarchismus strafrechtlich zu definiren". in den Kerker ging: Nun wir wollen es wünschen eine Definition des Anarchismus hat es bis heute nicht gegeben. Und zwar aus dem einfachen Grunde, weil es gar vielerlei Anarchismus giebt und schließlich ein jeder seinen eigenen Anarchismus hat. Doch nehmen wir den Anarchismus, gegen welchen der Windmühlenkampf nun beginnen soll und die italienische Regierung den Kreuzzug anführt! Was ist dieser Anarchismus? Deutsches Reich. Der Militäretat. Die Etats für die Aenderungen in der Organisation des Reichsheeres sind dem Bundesrath zugegangen, nebst einer Uebersicht der Etatsstärke des deutschen Heeres nach den für 1899 geplanten Organisations- Aenderungen. Für Preußen werden dadurch neue dauernde Ausgaben von zirka 5 Millionen, einmalige Ausgaben von etwa für Sachsen 11/2, bezw. 10 Millionen. Es werden u. a. neue Kasernen gefordert " Ich bitte Euch mit aufgehobenen Händen", so schrieb sie, zu für Allenstein( 1 100 000 m.), Gumbinnen, Trier und Deutschverhindern, daß irgend jemand einen persönlichen Gnadenakt zu Eylau( je 1 Million), für Hanau( 2.400 000 M.) und für erwirken versucht, um mir die Freiheit wiederzugeben. Verhindert, Langfuhr bei Danzig( 2 Millionen). Zunächst sind nur die daß mir eine solche Beleidigung zugefügt werde. Wenn ich ersten Raten bon je 400 000 m. eingesetzt. Ferner erhält die Freiheit um diesen Preis erlaufen müßte; würde ich mir so er- Leipzig eine Feldartillerie- Regimentstaferne( 2 400 000 M.) und eine niedrigt, so verkommen, so degradirt erscheinen, daß die Freiheit, Train- Bataillonstajerne( 1 200 000 m.), sowie Wurzen eine Kaserne die Zuneigung meiner Lieben und die Achtung meiner Freunde für ein Artillerie- Regiment( 2200000 m.), Chemniz für ein Infanteriemir nichts mehr sein könnten. Das ist die einzige Bitte, die ich Regiement( 2 400 000 m.) und Niefa für ein Pionier- Bataillon an meine Freunde richte, bevor sich das Grab über uns schließt."( 1 300 000 M.) Auch hier werden wie üblich zunächst nur die ersten So denken alle. Raten angesetzt. Der Antisemitismus-hat unser Freund Pernerstorffer in Oesterreich gesagt ist der Sozialismus der Dummen". Vom Anarchismus können wir sagen: der Anarchismus ist und wartet. der Sozialismus der Unwissenden und Verzweifelnden. " 1 Wo Auch dem Reichsboten" trauen wir zu viel Verstand zu, als daß er aus diesem Wort die Schlußfolgerung ziehen könnte, wir hätten die Gleichartigkeit des Sozialismus und Anarchismus mun zugegeben. Thut er es dennoch, so packen wir ihn am Stragen und binden seinen antisemitischen Zopf mit dem anarchistischen zu einem unauflöslichem Knoten zusammen. Wo Dummheit ist, da blüht der Antisemitismus. Unwiffenheit und Verzweiflung ist, da blüht der Anarchismus. Und in feinem Lande der Welt ist so viel Unwissenheit wie in Italien, wo 75 pCt. der Bevölkerung nicht lesen und schreiben können eine Ziffer, die blos noch von Rußland und Spanien erreicht wird. Und in keinem Lande der Welt herrscht so viel Verzweiflung, wie in Italien, dessen geistig regsame Bevölkerung nicht die Stumpfheit des Russen, nicht den Fatalismus des Spaniers hat, und die das Elend und die Schande, in die sie durch die verbrecherische Thorheit ihrer Regierungen verfenkt worden ist, mit brennendem Zorn und fressendem Ingrimm empfindet. Und das italienische Volk, von Hunger gequält, knirscht Glück auf zur Anarchisten- Konferenz! Politische Nebersicht. Berlin, den 23. November. Das Zuchthaus- Gesetz naht! Die Münchener Allgemeine Beitung" theilt mit: Mit diesen Etatserhöhungen sind ohne Zweifel noch bei weitem nicht alle neuen Ansprüche des Militarismus erschöpft. = Das Reichsbank Gesetz wird nach offiziöser Notiz eine der ersten gefeßgeberischen Vorlagen sein, die den Reichstag in seiner nächsten Tagung beschäftigen werden. Nach§ 41 des Gesetzes vom 14. März 1875 behält sich das Reich das Recht vor, zuerst zum 1. Januar 1891, alsdann von zehn zu zehn Jahren, also 1901, nach borausgegangener einjähriger Ankündigung entweder die auf grund des Bankgesezes errichtete Reichsbank aufzuheben und deren Grundstücke gegen Erstattung des Buchwerthes zu erwerben oder die " Der Gesetzentwurf zum Schuße Arbeitswilliger ist in seinen sämmtlichen Antheile der Reichsbank zum Nennwerthe zu erwerben. Grundzügen so weit fertiggestellt, daß, sobald die faiserliche Ein- Bur Verlängerung der Kündigungsfrist ist die Zustimmung des willigung eingeholt werden kann, seine Versendung an die Einzel- Reichstages erforderlich. regierungen erfolgen dürfte. Die in der Oeynhausener Rede Die Agrarier streben bekanntlich nach Verstaatlichung der Reichss erwähnte Buchthausstrafe ist nur für besonders schwere Be- bant. Sie verfolgen aber dabei lediglich egoistisch- agrarische Aba drohungen der Freiheit des Einzelnen vorgesehen, für Fälle, die jichten. Die Regierung wird sich auf ihr Verlangen nicht einin Wirklichkeit so gut wie gar nicht oder höchst selten vorkommen." lassen. „ Nur für besonders schwere Bedrohungen" ist Zuchthausstrafe Keine Erhöhung der Unterbeamten Gehälter, sondern vorgesehen! Als ob nicht das Deutsche Strafgesetzbuch bereits für schwere Bedrohungen schwerste Strafen festgesetzt hätte. Und warum für Fälle, die so gut wie gar nicht vorkommen", eine besondere, tief einschneidende, unerhörte Gesetzgebung in Szene feßen? Hier ist der Nährboden des Anarchismus, das heißt der Durch derlei alberne Beschwichtigungsversuche wird sich niemand Gewaltthat, die in blinder Wuth über das Elend und die über den Ernst der Situation hinwegtäuschen lassen. Schande blind um sich schlägt, und gegen alles den Stahl Wird einmal Zuchthausstrafe bei Streifvergehen statuirt, so züdt, was sie in ihrer Blindheit für schuldig oder mitschuldig werden die Richter des Klassenstaates davon auch ausgiebig Gebrauch hält an der Schande und dem Elend; und die mit der Blind zu machen wissen. heit des alten Jehovah mit ihrer Rache nicht blos den Feind trifft, sondern auch dessen unschuldige Kinder bis ins siebente Glied. er= Stellenzulagen, das ist der neuesten Weisheit Schluß des preußischen Finanzministeriums. Die„ Berl. Pol. Nachr.", die ihre Nachrichten vom Finanzministerium beziehen, machen folgendermaßen in Beamtenfreundlichkeit: Welche Schwierigkeiten jede größere Regulirung von Beamtengehältern bietet, haben die Verhandlungen über die Aufbesserung des Diensteinkommens der höheren und mittleren Beamten im Jahre 1897 gezeigt. Daß die Nachregulirung der Gehälter der Unterbeamten von dieser Regel nicht nur feine Ausnahme macht, vielmehr noch besondere Schwierigkeiten bereitet, wird flar, wenn man erwägt, wie ungleich stärker die Verschiedenheit der Preisverhältnisse auf die Lebenshaltung dieser niedriger besoldeten Beamten fich geltend macht, als bei den besser gestellten Klassen der Beamtenschaft. Diese Wirkung ist so start, daß schwerlich davon wird abgesehen werden können, zum Ausgleich für besonders ungünstige Theuerungsverhältnisse Stellenzulagen in größerem Umfange, als sie bisher schon bestehen, für Unterbeamte in Aussicht zu nehmen. So wenig die grundsätzlichen und praktischen Bedenken der Errichtung von Stellenzulagen zu vera kennen sind, so dürfte doch nothgedrungen auf sie als Aushilfe zur Ausgleichung zwischen dem Diensteinkommen und den Kosten der Lebenshaltung zurückzukommen sein. Und was mag der Gesetzentwurf sonst noch bringen. Man richte nicht seine ganze Aufmerksamkeit auf die Buchthausdrohungen, die leicht ein Gegenstand der Schacherpolitik für jene bürgerlichen Man denke sich dieses geistig regsame, wunderbar be- Parteien, werden können, welche gern den Anschein gabte Bolt, das, systematisch durch seine Gewalthaber in weden, daß sie das Schlimmste verhütet hätten, während Jede Zeile des geistiger Nacht gehalten, von seinen Gewalthabern methodisch sie des Schlimmeren Fülle herbeiführten. ausgehungert und zu einem Leben verurtheilt wird, bei dem neuen Geseßentwurfs, mag er aussehen wie immer, bedeutet eine fein Hund leben könnte. Unter allen Völkern der Erde die schwere Gefahr für die letzten Reste des Koalitionsrechtes der schlechteste und menschenunwürdigste Wohnung- unter allen deutschen Arbeiter. Nicht nur der Zuchthaus- Paragraph, jeder Ver Völkern der Erde die schlechteste und menschenunwürdigste Er- such, das heutige so überaus unzureichende Vereinigungsrecht noch nährung der Hungertyphus in Permanenz, weiter zu vermindern, muß aufs schrofffte zurückgewiesen werden. Den Unterbeamten kann jedenfalls etwas unerwünschteres nicht und der Hungertyphus in der schauderhaftesten Form Das deutsche Volk wird nicht dulden, daß sein Koalitionsrecht geschehen, als wenn sie an stelle bestimmter und unentziehbarer Gehaltsdie Pellagra, welche ihr Opfer langsam aber sicher hin- gemindert werde! zulagen nur Stellenzulagen bekommen. Auch wenn die Höhe dieser rafft und mit den Greueln des gewöhnlichen Hungertyphus Die Agrarier machen mobil, noch ehe der Reichstag Stellenzulagen für die verschiedenen Kategorien des Unterbeamtendie des Aussages verbindet. eröffnet ist. Die Deutsche Tageszeitung" fündet nicht weniger thums gefeßlich festgelegt wird, so bliebe doch der RegierungsHier ist ein Nährboden des Anarchismus, wie kein wie drei Interpellationen an, die dem Parlament willkür Thür und Thor geöffnet, wann fie einmal und für welche zweites Land der Erde ihn bietet. Und dieser Nährboden, sofort bei seinem Zusammentritt zugehen sollen. Da Inter- Orte den Zeitpunkt der Auszahlung solcher Zulagen gekommen sieht. Die Hauptsache aber ist, daß die Bezahlung der Unterbeamten den Jahrhunderte lang das Pfaffenregiment vorbereitet und pellationen nach der Geschäftsordnung sehr rasch zur Ver- so ungenügend ist, daß ihnen nicht Theuerungszulagen, sondern bereitet hatte, ist von der Regierung des neuen" einigen handlung kommen, so hätten wir also gleich für die ersten dauernde Gehaltserhöhung zukommt. Italien" tunstvoll so gut gehegt, gepflegt und vervollkommnet Reichstagssigungen das sehr zweifelhafte Vergnügen zu er- Die Industrialifirungspläne des Herrn v. Gofler, der. worden, daß er nun ein förmliches, demi Talent des Miß- warten, ein paar ellenlange bündlerische Reden, vielleicht sogar mit einer Reihe von Großindustriellen zusammengetreten ist, um sie regierens seiner Inhaber die höchste Ehre machendes Mist- Jungfernreden der Herren v. Wangenheim und Dr. Dertel zur Einrichtung gewerblicher Anlagen in Westpreußen zu veranlassen, beet des Anarchismus ist. mit anhören zu müssen. erregen das lebhafte Mißvergnügen der Agrarier. Die Streuz-, Zwei Hungerrevolutionen binnen einem halben Jahrzehnte Die erste Interpellation wendet sich gegen verbotene, Beitung" schreibt mit sauerfüßer Miene, daß Herr v. Goßler mit seinen Liegen hinter dem unglücklichen Volk. Und für die dritte börsenmäßige Termingeschäfte( sowohl in Produkten, Plänen im wesentlichen beabsichtigt habe, der Provinz Westpreußen die arbeitet mit aller Macht die Regierung. Die Kerker des wie in Werthpapieren), deren sich die Händler in Berlin noch lich verloren gingen.„ Das ist in der That ein so löbliches 6-8000 Seelen zu erhalten, die ihr durch Auswanderung alljähr Landes sind gefüllt zum Plagen, das Brot fehlt Fleisch immer schuldig machen sollen. Die zweite Anfrage geht un- Beginnen, daß man um der guten Absicht manchen Irrthum bekommt das arbeitende Italien ohnehin das ganze Jahr mittelbar gegen den Reichskanzler vor: warum er noch Er bergeben könnte, der hier mit untergelaufen fein mag." nicht statt Brot muß Mais gegessen werden, in hebungen über eine angebliche Fleisch noth" veranlasse, Weiter erwähnt das feudale Blatt, daß Herr v. Goßler es abgelehnt dem der Giftpilz der Pellagra nistet und auch an während die Agrarier Lag für Tag den Vieh- und Fleisch. habe, mit Aktiengesellschaften zu unterhandeln, sondern sich nur mit " 1 4 " dürfte." Der Industriellen einlassen wollte, die bereit seien, auf grund eingehender schluß der Handwerker in Jnnungen hinzuwirken, so kann es doch der Ersten Kammer die Gleichberechtigung in Budgetfragen Sersönlicher Prüfungen ihre Haut im„ Often zu Markte zu tragen". nur darauf ankommen, möglichst viele leistungsfähige Junungen fichern, um den Staat vor Uebereilung zu schützen!! Dazu bemerit die„ Kreuz- Zeitung":" Da heutzutage aber fast alle zu bilden, die nach der Bahl ihrer Mitglieder auch die Ministerpräsident v. Mittnacht sette den hohen Herren" in einer gewerblichen Neuschöpfungen von solchen ausgehen und die Groß- Gewähr für die ordnungsmäßige Erfüllung der ihnen durch großen Rede auseinander, daß die jeßige Verfassungsreform die industriellen des Westens ohnehin erhebliche Bedenken tragen, fich das Gefes gestellten wichtigen Aufgaben bieten. Diese Er natürliche Konsequenz derjenigen von 1868 sei. Es sei zu erwarten im Often selber einen künstlichen Mitbewerb zu schaffen, so läßt sich wägungen haben auch dazu geführt, in den§ 97 Abs. 1 8iffer 4 der gewesen, daß keine Ruhe eintreten werde, bis das allgemeine Stimmaus den erwähnten Bemerkungen wohl schließen, daß aus den Gewerbe- Ordnung eine Bestimmung aufzunehmen, wonach auch dann recht im Abgeordnetenhauſe ganz in Wirksamkeit sei. Er sei mit der Industrialisirungsplänen" nicht viel werden eine Junung geschlossen werden kann, wenn die Bahl ihrer Mit- Regierung bis zum Jahre 1895 entschieden gegen die Alleinherrschaft glieder so weit zurückgeht, daß die Erfüllung ihrer gefeßlichen Auf- des allgemeinen Stimmrechts gewefen. Da aber alle Versuche einer gaben dauernd gefährdet erscheint. anderen Regelung scheiterten und bei der Wahl 1895 alle Parteien die reine Volkskammer verlangt und die Mehrzahl des Volkes diesen Willen unterstützt habe, habe die Regierung nachgeben müssen. Hätte sie ein Ministerium aus Privilegirten oder aus Volksparteilern oder ein Koalitionsministerium bilden sollen? Er glaube, daß es besser so gewesen sei. Der Wille des Volfes, nur direkt gewählte Vertreter in der Zweiten Kammer zu haben, wäre anders doch nicht zur Ruhe gekommen. Das Proportionalwahl- System sei trop aller Mängel doch sicher das am gerechtesten wirkende. Als die drohende Klippe bezeichnet auch er die Frage des Budgetrechts.pl:9 Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Wegen Be leidigung des deutschen Kaisers verurtheilte das Landgericht führen u. a. aus: welche fich gegen die lich erschwert wirestehen der vielen kleinen Jnnungen ungebühr in chen I den 19 Jahre alten Kutscher Francois Depré von # Budapest, 22. November.( Eig. Ber.) Die oppositionellen Parteien des ungarischen Abgeordnetenhauses gefallen sich wieder einmal in der Pose der Anhänger der freiheitlichen Ideen des Jahres 1848. Sofern ein Theil der Opposition sich durch die Drohung des Werfassungsbruches gefährdet fühlt, hat fie fein Recht, sich zu ent rüsten. Sie hat seit mehr als zwei Jahrzehnten genau so wie die an der Macht befindlichen Liberalen geduldet, daß die politischen Nechte durch Ministerialverordnungen vernichtet wurden, freilich nur der Arbeiterklasse gegenüber. Der Minister- Absolutismus ist zu einer feststehenden Institution geworden und wenn nun auch die bürgerliche Opposition an die Reihe kommen sollte, so hätte fte mur auszulöffeln, was fie mit eingebrodt Freilich, wie fönnten auch die agrarischen Borkämpfer zugeben, daß durch die Einführung von Jndustrien die Lage einer über- Erfahrungsgemäß leisten die Innungen mit wenigen Mitgliedern wiegend landwirthschaftlichen Provinz gehoben werden könne, da ja in der Regel nichts auf dem Gebiete des Lehrlingswesens oder im nach ihrer Lehre alles der Landwirthschaft widerfahrende Unheil Interesse der Förderung des Gewerbes, sondern beschränken ihre gerade der Industrie aufs Konto zu feßen ist. Die Großgrundbefizer Thätigkeit auf die Verwaltung von Nebeneinrichtungen, z. B. Sterbefürchten insbesondere, daß beim Import von Industrien ihnen die taffen, oder die Nuznießung des von Alters her übekommenen, verArbeitskräfte entzogen werden könnten, und daß ihre Landarbeiter hältnismäßig nicht unbeträchtlichen Vermögens, wobei vielfach eine durch den Einfluß der Industrie höhere Ansprüche an Lohn und an mit den Vorschriften des Gesetzes nicht vereinbare Verwendung der persönlicher Freiheit stellen würden. Dies aber ist unseren Junkern Einkünfte beobachtet worden ist. das unangenehmste, was ihnen widerfahren kann. Entspricht hiernach die Beibehaltung dieser Kleinen Imungen Der Streit um die Kirmesfeiern. An die Oberpräsidenten weder den Interessen des Handwerks, noch der Absicht der Geset von Rheinland und Westfalen hat der Vorstand des Rheinischen gebung, fo kommt hinzu, daß die Wahl der Mitglieder der Handwerks Vereins reisender Schachtun und Berufs- lammern durch das abgesehen davon, der nicht zu Wünsche der rheinischen Industriellen nach Einschränkung der umgehenden Abstufung des Stimmenverhältnisses gerade den kleinen Brüssel zu fünf Monaten Gefängniß. Kirmeßfeierlichkeiten mit Hilfe der Staatsgewalt richtet. In der Junungen ein nicht zu rechtfertigendes llebergewicht gegenüber den war im Zirkus Wulff in Stellung und wurde in Budapest bereits auch der Staat und die Gemeinden erleben net fegung der Handwerkskammern eingeräumt wird. Petition wird der Schaden dargelegt, den jene Erwerbsschicht sowie größeren Inmungen und ein erheblicher Einfluß auf die Zusammen- bon seinen Kollegen angehalten, in Deutschland mit seinem Urtheile den deutſchen Kaiſer etwas vorsichtiger zu ſein. Depré verUnter diesen Umständen und um diesen Junungen die durch folgte die Dreyfus- Angelegenheit mit Vorliebe nur in französischen Die Einschränkung der Kirmeßfeiern resp. deren beabsichtigte Artikel 6 Ziffer 1 des Reichsgesetzes vom 26. Juli 1897 vor Zeitungen und als anfangs Oftober die Person des Kaisers in die vor- Debatte gezogen wurde, machte er in bezug auf den Kaiser eine gänzliche Aufhebung würde das Brotloswerden eines geschriebene Abänderung ihrer Statuten zu ersparen, halte ich für Debatte gezogen wurde, machte er in bezug auf den Kaiſer eine ganzen Standes im Gefolge haben und der Staat und die geboten, in eine nähere Prüfung über die Zulässigenßerung, die ihm mum die oben erwähnte Strafe eintrug. Gemeinden würden dadurch bedeutende Einbuße erleiden; nicht keit des Fortbestandes der kleinen Innungen ein 290 Desterreich- Ungarn. og de minder aber auch würden gerade die großen Etablissements, welche antreten. Ich ersuche Sie daher, denjenigen Junungen, hinsichtlich Wien, 23. November. Während verschiedene Morgenblätter sich mit der Fabrikation aller im Schausteller- und Reisenden- Stande deren nach dem Ergebniß dieser Prüfung die Voraussetzungen für ein das Gerücht, Reichs- Kriegsminister. Fr. v. Krieg hammer habe erforderlichen Geräthschaften, Utensilien und Waaren befassen und Einschreiten auf grund des§ 97 Abs. 1 Biff. 4 vorliegen, ichon jett feine Demission eingereicht, mehr oder weniger bestimmt wiedertaufende von Arbeitern beschäftigen, brach gelegt werden. Schon durch Vermittelung der Aufsichtsbehörden die Aufforderung zugehen holen, stellt das„ Neue Wiener Tageblatt" fest, daß in hiesigen allein der Umschlag an Spielwaaren auf Stirmeffen kann auf zu lassen, fich binnen einer bestimmten Frist auf unterrichteten Kreisen zur Zeit von dieser Demission nichts be21/2 Millionen Mart geschätzt werden. Nach den angestellten Er- zulösen. Wird dieser Aufforderung nicht entsprochen, so ist die kannt sei. mittelungen haben nur 532 an den Kirmessen betheiligte Geschäfte Klage auf Schließung zu erheben. Ob und inwieweit im Einzelfalle im verflossenen Jahre 3 298 900 M. umgeschlagen, 309 Händler den Jmmungen gegenüber von der Vorschrift des§ 97 Abi. 1 Ziff. 1 einen Waarenumsatz von 1423 901 M. gehabt und find Gebrauch zu machen sein wird, überlasse ich Ihrem Ermenen." 348 135 M. Standgelder bezahlt worden. Die Wander- GewerbeGegen die Art der Ausführung dieses Erlasses durch einige scheine haben dem Staate 32 020 M., die Stempelsteuer 13 023 M. Regierungspräsidenten haben die Innungen Protesteingaben gemacht, eingebracht, an Bahnfrachten hatten die reifenden Händler 387 196 M. infolge deren der Minister seinen früheren Erlaß nochmals tommentirt, eingezahlt, an Fahrgeld auf den Eisenbahnen 114 361 m., an Post- um Mißverständnisse zu beseitigen. Er betont, daß nur solche In gebühren 11 219 M. bezahlt, die gezahlte Vergnügungssteuer betrug nungen geschlossen werden sollen, bei denen durch die geringe Wit. gliederzahl die Erfüllung der Innungsaufgaben dauernd ge Alle diese Einnahmen, welche sich selbstredend über das Deutsche fährdet erscheinen. Reich vertheilt entsprechend vergrößern, würden in Zukunft für Der Minister nimmt also alle mögliche Rücksicht auf die Staat und Gemeinde ausfallen. Jnnungsleute. Aber sein Erlaß konnte doch nicht verschweigen, daß Desgleichen würden Krämer, Megger, Bäder, Musiker, fleine es um die Mehrzahl der Junungen überaus traurig steht. put Brauereien, Gastwirthe schweren Schaden haben. Ein agrarischer Krach. Eine der vielgerühmten Genossen Die Zuziehung von Aerzten zur Ueberwachung der Fabriken schaften, und noch dazu eine unverfälscht agrarische, ist foeben verund bei Einrichtung gewerblicher Anlagen soll gegenwärtig im Stultus- fracht. Es handelt sich um die vor ungefähr drei Jahren von dem ministerium berathen werden. Wie berichtet wird, ist die wissen- Rittergutsbesitzer v. Stoedriz ins Leben gerufene Genossen- Streitenden mur das ungarische Sprichwort anwenden: Der eine ist schaftliche Deputation für das Medizinalwesen schafts- Dampfmüllerei und Bäderei zu Drebka u, unter dem Vorsitz des Ministerialdirektors Dr. v. Bartsch im die jetzt mit mehr denn 80 000 M. Schulden Konkurs an Kultusministerium zusammengetreten. Auf der Tagesordnung gemeldet hat. Die Genossenschaft zählt gegenwärtig etwa 42 Mit steht die Frage, ob nicht den Medizinalbeamten bei der glieder, die zum größten Theile ans Gutsbefizern mid nur einigen Errichtung und Veränderung gewerblicher Anlagen, gewerblicher Anlagen, sowie Bauern bestehen. Das Absatzgebiet des in ziemlich großen Mengen herBeaufsichtigung des Betriebes derfelben eine stärkere Mitwirtung gestellten gemahlenen Getreides erstreckte sich nicht nur auf die Um einzuräumen ist. Neuerdings hat man die Medizinalbeanten mur gebung von Drebkau, sondern vornehmlich auf Sachsen; auch nach in besonderen Fällen und in beschränktem Umfange betheiligen Berlin wurde Waare geliefert. Im vorigen Jahre soll das Geschäft laffen. Nunmehr soll erwogen werden, ob die geltenden Vor. gut und die Dividende dementsprechend hoch gewesen sein. Ein Die im Rahmen der Geseze sich vollziehende Aufklärungsarbeit schriften nicht in der Richtung zu ergänzen feien, daß die Mit- feder Genosse hatte eine bestimmte Menge Getreide zu liefern; der Sozialdemokraten wird im Reime erstickt. Sozialdemokratische wirkung der Medizinalbeamten auf dem angegebenen Gebiet zu er- außerdem soll auch die Spekulation sehr lebhaft betrieben worden Versammlungen werden verboten, die sozialdemokratischen Blätter weitern ist. jein und man vermuthet mun, daß die obige Summe von Schulden werden von der zu Polizeidiensten herabgewürdigten Postbehörde zum größten Theile auch auf Spekulationen, die in diesem unterschlagen u. s. w. Was aber alles nicht hindert, daß die Jahre im Gegensatz zum vergangenen mißlungen sein sollen, zurück- ungarische Nation an den glorreichen Traditionen des 1848/ 49er zuführen ist. Freiheitskampfes" mit vielem Spektakel festhält. Beuthen, 23. November. Das hiesige Schwurgericht verhandelte Budapest, 28. November. Das Verhör mit den gestern heute gegen sechs Angeklagte, darunter eine Frau, wegen 2andwegen der Demonstration für die Oppositionsparteien verhafteten friedensbruchs, den sie in Bogutschüß am Wahltage ver- 220 Studenten begann noch am Abend. Diejenigen, welche nur der übt haben sollten. Berurtheilt wurden Furgol zu 9 Monaten Ge- Uebertretung beschuldigt werden, wurden noch im Laufe der Nacht fängniß, Kischka zu 1/4 Jahr Zuchthaus, die anderen wurden freis abgeurtheilt und sodann in Freiheit gesetzt. Die Vernehmungen der gesprochen. Der Staatsanwaltsantrag lautete: Furgol 4 Jahre anderen Studenten dauern noch jest fort. Deputationen voit Gefängniß, Kischka 3 Jahre Zuchthaus. Studenten erschienen im Laufe der Nacht in den oppositionellen bürfte heute im Abgeordnetenhause eine Interpellation eingebracht Klubs, wo sie ihre Beschwerden vortrugen; hinsichtlich derselben 137 586 M. Die Sozialdemokratie hat von jeher gefordert, daß neben der mehr technischen Fabrikinspektion eine regelmäßige Inspektion durch hygienisch geschulte Fachleute vorgenommen werden soll. Bei den Erwägungen im Kultusministerium scheint es sich freilich bei weitem nicht um die Erfüllung dieser Forderung, sondern nur um eine Kleine Verbesserung des gegenwärtigen Zustandes zu handeln. Bedingte Verurtheilung. Im Reichs Justiza mt ist eine weitere, die dritte Denkschrift über die Entwickelung der Frage der bedingten Verurtheilung in Borbereitung. Es geht der Nationall. Storr." in Bezugnahme darauf folgende Zuschrift zu: " Zum ersten Male dürfte die Denkschrift auch auf die ErMit werden. hat. In dem Hengi- Monument Spettafel und dem sonstigen Treiben der Obstruktionisten sieht die Klassenbewußte Arbeiterschaft eine chauvinistische Verhüllung der lassen gegenfäße, im übrigen aber kann fie auf die beiden ein Hund, der andere ein Köter. Die befizende Klasse Ungarns, in welchen Parteischattirungen sie auch in der Gesetzgebung vertreten sein mag, legt der Arbeiterklasse gegenüber eine Haltung an den Tag, wie ein halbbarbarischer Eroberer in einem unterjochten Lande. Den oppositionellen Maulhelden, welche die legale Vertretung der proletarischen Jutereffen ebenso unterbrüden, wie ihre an der Strippe stehenden liberalen" Gegner, steht die freiheitliche Bose herzlich schlecht. fahrungen bezug nehmen, welche in Deutschland selbst mit jener fistalischen Betriebe, Arbeiter, die sich nachweislich als jozialbemo Aus Oberschlesien wird uns geschrieben: Dem Vorgehen der Form ber bedingten Verurtheilung gemacht sind, welche bei uns zur fratische Agitatoren zeigen", nicht zu beschäftigen, schließen sich auch werden. Anwendung gelangt, mit der bedingten Begnadigung. Budapest, 23. November. Die Polizei entließ sämmtliche andere Werke an. So erhielt vor kurzem der Maschinenwärter D. Preußen, wo die bedingte Begnadigung durch einen allerhöchsten aus Babrze bei Kattowig von dem Eisenwerk Baildonhütte auferlegt waren. Hente Mittag kam es vor der Universität aberberhafteten Studenten, nachdem denselben Geldstrafen Erlaß vom 28. Oktober 1895 eingeführt wurde, haben bekanntlich seine Entlaffung, troßdem er seit fünf Jahren auf dem Werte beauch die anderen Bundesstaaten diese Institution übernommen, ichäftigt war und trotzdem er seine dienstlichen Obliegenheiten im Studenten. Die legteren beklagten sich beim Rektor, welcher die gleicher Art grundfäglich dadurch unterscheidet, daß sie direkt an das großen und ganzen in zufriedenstellender Weise erfüllt" hatte, wie es aus Polizei aus der Aula Hinauswies. Die Studenten sandten sodann die fich von den in fremden Staaten gehandhabten Einrichtungen schäftigt war und trotzdem er seine dienstlichen Obliegenheiten im mals zu einem zusammenstoße zwischen der Polizei und brücklich in dem ihm verabfolgten Zeugniß hieß. Mit wünschensBegnadigungsrecht der Krone anknüpft und die Strafaussetzung nicht werthefter Offenheit wird aber jodann im Zeugniß der Grund der zu den oppositionellen Parteien eine Deputation, welche darauf mit dem richterlichen Ermessen, sondern der Entscheidung der obersten mehreren Abgeordneten zur Aula zurüdfehrte. Die Polizei forderte dem richterlichen Ermessen, sondern der Entscheidung der obersten Entlassung wie folgt angegeben:" Derselbe mußte jedoch nach voraus hierauf die wieder angesammelten Studenten abermals auf, aus Stelle der Justizverwaltung bezw. der Krone auheimstellt. Die Wahl dieser Form erfolgt unter anderem in Rücksicht darauf, daß die Er- gegangener vierzehntägiger Kündigung entlassen werden, da nach den einanderzugehen, und zerstreute dieselben, als sie dieser Aufforderung fahrungen, die bis dahin im Auslande mit der bedingten Ver- Bestimmungen der Direttion: Arbeiter, die nachweislich sich als sozial nicht Folge leisteten. urtheilung gemacht waren, nicht ausreichten, um in Deutschland demokratische Agitatoren zeigen, auf Baildonhütte nicht beschäftigt Ueber die Bewegung in Budapest liegen vom 23. November eine reichsgesetzliche Aktion in dem gedachten Sinne ins Wert zu sehen. Mit einem solchen Zeugniß wird der Gemaßregelte felbstver folgende Nachrichten vor: Die heutige Sigung des Abgeordnetenhauses Seitens der Anhänger der bedingten Verständlich nirgends Arbeit finden, er soll wegen seiner politischen hat wiederum einen erregten Verlauf genommen. Die Regierung urtheilung wird an der bedingten Begnadigung vor allem der Heberzeugung hungernd durch die Lande gehegt werden. Das ist wurde von der Oposition wegen des gestrigen Auftreten der bureaukratische Charakter des Verfahrens bemängelt; der ent- unternehmer- Terrorismus und der trifft den Arbeiter Polizei interpellirt: als plöglich das Gerücht auftauchte, Studenten scheidende Einfluß, der der Staatsanwaltschaft und der Juſtiz- schwerer, als der„ Terrorismus Streifender" ihre arbeitswilligen" feien von der Polizei in der technischen Hochschule massakrirt worden. verwaltung eingeräumt ist, hat dazu die moralische Wirkung der bedingten Begnadigung beeinträchtigt. Weiter hat sich die schriftliche Sollegen jemals treffen könnte. Was wird es dem Arbeiter auch Ein fürchterlicher Lärm entstand, so daß die Sigung zehn Minuten Unterdessen stellte sich die UnBerichterstattung, welche playgreifen mußte, als unzulänglich er- biel nüßen, daß er sich durch das Gericht ein anderes Zeugniß er lang unterbrochen werden mußte. bit wiesen, da sie unmöglich die lebendigen Eindrüde ersetzen konnte, vingen wird, für was wären denn die geheimen schwarzen wahrheit des Gerüchtes heraus, und die Debatte konnte nunmehr fortgesezt werden. die den Richtern aus der mündlichen Berhandlung des Einzelfalles Sächsisches. Unermüdlich sind die sächsischen Behörden im Rentoutre zwischen Studenten und Polizisten. Vor der Universität kam es mittags 12 Uhr zu einem werden. So hat der Grundgedanke der bedingten Letztere machten Verurtheilung offenbar an Sympathie gewonnen Kampf gegen die Arbeiterbewegung. Es ist schier unglaublich, was Auf beiden Seiten famen und damit deren einheitliche reichsgesetzliche Regelung. Das Reichs- alles sie für Mittel und Mittelchen auszusinnen wissen. So wird Justizamt hat sich einer solchen auch keineswegs ablehnend gegenüber jegt aus Aue i. V. folgendes berichtet: gestellt. Staatssekretär Dr. Nieberding hat am 28. November 1896 Hier sollte vor einiger Zeit eine öffentliche Bildhauer- Versamm Bie jeßige Einrichtung nur als einen Versuch charakterisirt, der be- lung stattfinden. Die Versammlung wurde aber von der Behörde ver stimmt fei, eigene Erfahrungen anzubahnen. Er erkannte an, daß boten, weil das Lokal nicht groß genug sei. Es wurde eine einheitliche Regelung durchaus erwünscht sei und daß eine solche Beschwerde bei der Kreishauptmannschaft zu Zwickau einmur auf dem Wege der Reichs- Gesetzgebung herbeizuführen wäre. gelegt. Diese Behörde hat aber die Beschwerde zurüdgewiesen. Zweifelhaft bleibt allerdings, ob dieser Schritt schon in der kommenden Die Begründung ist einzig. Es heißt darin u. a.: Reichstags- Seffion gethan werden kann." Wir dächten, die großen Vorzüge der bedingten Berurtheilung seien längst unzweifelhaft Klargestellt. Wenn das Reichs Justizamt trotzdem und obwohl es die Vorzüge dieses Systems nun selbst an erkennen muß, nicht dazu gelangt, einen entsprechenden Entwurf in der nächsten Session des Reichstags einzubringen, so möchten wir ihm empfehlen, weniger Zeit auf die Fabrikation von allerlei Umsturzund Ausnahme- Gefeßentwürfen zu verwenden, damit es für Reformgefeße Zeit und Kraft gewinne.Listen da? Da die Bersammlung als eine öffentliche" angemeldet war und so der Zutritt jedermann frei stand, so hätte angenommen werden müssen, daß sich an der geplanten Versammlung nicht nur bie 30 bis 35 in Ane beschäftigten Bildhauer, sondern auch andere bie 30 bis 35 in Ane beschäftigten Bildhauer, sondern auch andere Personen betheiligen würden. In 1 Auf diese Weise wird also den Arbeitern das Versammlungsrecht, was ihnen gefeßlich gewährleistet ist, durch Verwaltungstunststücke zu Schanden gemacht. von der blanken Waffe Gebrauch. Verwundungen vor. Nachdem die Rädelsführer verhaftet 1 Die worden waren, konnte die Nuhe wieder hergestellt werden. Im Laufe des Nachmittags haben sich im Abgeordnetenhause die Lärmszenen nicht wiederbolt. Auch außerhalb des Parlamentsgebäudes ist es nicht mehr zu Ruheſtörungen gekommen. Hierherkunft des Grafen Goluchowsky foll mit der Demission des Reichs- Kriegsministers im Zusammenhang stehen. Der Rücktritt deffelben gilt als sicher. Frankreich. Am Die Dreyfus- Angelegenheit. Dem Matin" zufolge beschlagnahmite der Untersuchungsrichter im„ Crédit Lyonnais" 43 Briefe, unter denen sich mehrere befinden, die Esterhazy von militärischen Persönlichkeiten empfangen hat. Das Blatt fügt hinzu, die Briefe feien von höchfter Wichtigkeit und ließen keinen Zweifel über die Rolle Esterhazy's in der Dreyfus- Angelegenheit. Oberst Picquart verließ das Gefängniß Cherche- Midi Mitte Stuttgart, 22. November.( Eig. Ber.) Heute Vormittag be- woch Vormittag und traf um 11 Uhr 50 Min. in dem Justizpalaite Leiftungsunfähige Jnnungen. Wir hatten fürzlich von dem gann die Erste Rammer die Berathung der Entwürfe zur Berein; er wurde sofort vor den Kajsationsgerichtshof geführt. Erlaz des Ministers Brefeld, betreffend die Auflösung der Heinen fajjungsrevision auf grund der Beschlüsse ihrer Kommission, Nachmittag wurde er nochmals einem längeren Berhör unterzogen. Innungen, Notiz genommen. Jetzt wird dieser Erlaß seinem Wort- welche vor einigen Tagen von uns besprochen wurden. In der GeneralBelgien. laut nach bekannt. Darin finden sich folgende bemerkenswerthe Aus- diskussion dokumentiren die Standesherren Erbprinz v. Hohen führungen: lohe Langenburg und Fürst Löwenstein Freuden Ausweisungen von Anarchisten sollen, wie der KrenzDie durch meinen Erlaß vom 4. Dezember v. J. veranlaßten berg ihre Abneigung gegen die Borschläge der Regierung Beitung" aus Brüssel berichtet wird, die dortigen Behörden jezt Ermittelungen über die nach§ 108a ber Gewerbe- Ordnung in der auf Einführung des Proporzes für die Ersatz- Abgeordneten in großer Bahl vornehmen. In den letzten Tagen sei davon auch der aus stelle der Fassung des Reichsgesetzes vom 26. Juli 1897 zur Wahl der Mit- an Zweiten Kammer ausscheidenden bekannte Dr. phil. Radislaus Gumplowicz, der sich, wie glieder der Handwerkskammern berechtigten Handwerkerinnungen, Privilegirten. Der lettere Edle erklärte, daß er überhaupt ein erinnerlich sein dürfte, früher einige Jahre in Berlin aufgehalten Gewerbevereine und sonstige Vereinigungen von Handwerkern haben eind des allgemeinen Wahlrechts und der öffentlichen hat, betroffen worden. Gumplowicz habe sich wieder nach England ergeben, daß eine auffallend große Zahl von Innungen mit geringer Stimmabgabe sei und bedaure, daß in Württemberg im Jahre 1868 begeben. Dänemark. Mitgliederzahl besteht. Von den vorhandenen 7758 Innungen haben das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht für den Landtag bes nicht weniger als 1579 Jnnungen noch nicht 10 und schlossen worden sei. Dasselbe mache fich jetzt in brutaler Weise Kopenhagen, 22. November.( Voff. 8tg.") Auf Einladung nicht weniger als 4172 Jnnungen noch nicht 20 Mitgeltend, indem feine Abgeordneten die reine Volkskammer forderten. des Kopenhagener deutschen Arbeitervereins Vorglieder. Wenngleich die im Jahre 1881 zu gunsten der Innungen Der erstere fieht schon eine Uebermacht jozialbemo- wärts" fand hier gestern eine Versammlung von Deutschen statt, eingeleitete Gesetzgebung den Zweck verfolgt, auf einen Zusammen- tratischer Vertreter im Abgeordnetenhaus und will darum die von dem Borsitzenden des Vorwärts", Erämer, geleitet wurde. der M Es gelangte eine Entschließung zur Annahme, in der es heißt, daß Eine Ausnahme in dieser Beziehung besteht thatsächlich nur bei 1 Es wird eine jährliche Aufnahme der Statistit befchloffen, trog die Versammlung, ans Deutschen aller Stände bestehend, in be- der Rhein- Westf. Arb.- 8tg.", seitdem sich herausgestellt hatte, daß dem die Antragsteller eine einvierteljährliche Aufnahme wünschten. stimmtester Form gegen die Ausweisungen von Dänen die Dortmunder Genossen nicht in der Lage find, die Herausgabe des in Schleswig- Holstein protestirt. Die Versammlung Blattes zu besorgen. Es mußte deshalb, und zwar auf den ein- jährlich 250 Mart vom Verbande gezahlt werden, bis die Summe Die Angelegenheit Nürnberg wird dahin geregelt, daß viertels erklärt, daß es der deutschen Regierung nicht würdig fei, fich gegen stimmigen Wunsch der Genossen des Verbreitungsbezirkes des Blattes, von 1500 Mark erreicht ist. politische Widersacher folcher fleinlichen Mittel zu be- ber Parteivorstand eingreifen, und durch die seitdem ergriffenen Streit- und Neise- Unterstützungs- Reglement. Der Vorstzende, Dienen; ferner erklärt sie, daß die deutsche Regierung durch Maßregeln Maßnahmen ist es auch gelungen, das Blatt und die Druckerei flott Odenthal- Köln, verliest ein Streikreglement, welches vom Zentraldieser Art es den Deutschen schwer, ja unmöglich zu machen. borstand ausgearbeitet ist. mache, ihren Erwerb im Auslande zu suchen. Die Es entspinnt sich darüber eine leb Die Hoffining, unter den Genoffen in der Stadt Dortmund hafte Debatte. Verjammlung ersucht daher die deutsche Regierung, die Ausweisungs- Friede und gemeinsames Zusammenarbeiten herzustellen, hat sich Monate vorher dem Hauptvorstande davon Anzeige zu machen Bei Angriffsstreits wird beschlossen, daß drei politit im allgemeinen und die Ausweisungen in Schleswig- Holstein leider nicht erfüllt. Wenn jetzt auf der Parteitonferenz mit givei ift. im besonderen aufzugeben und beschließt, diese Resolution zur Stimmen Mehrheit beschlossen wurde, das Blatt und die Druckerei Monate Mitglied fein muß, wenn er Anspruch auf Unterstützung bei Der Antrag Krebs Berlin, daß jeder Kollege zwei Remmiß des preußischen Ministers des Innern zu wieder in den Besitz der dortigen Genoffen überzuführen, so Ausbruch eines Streits haben will, wird angenommen. bringen.fo dem feitens des Vorstandes das geringste Hinderniß entgegen. der Vorstand aber nicht fann, das ist die Erfüllung des Beschluffes betreffend die Verezung der Genossen Lehmann und Block. Sind die Dortmunder jetzt im stande, ihr Blatt und die Druckerei wieder selbst zu über nehmen, dann mögen die neuen Unternehmer die genannten Genossen selber tündigen und sich nach Ersatz umsehen. Afrika. Was * Salle, den 22. November 1898. Vormittagssigung. Zur Frage der Vereinigung der Burenrepubliken wird Der vierte Punkt: Streit und Reise- Unterstützungs- Reglement, aus dem a ag geschrieben: In den hiesigen an Südafrika bewird fortgesezt. Es wird beschlossen, die Streitunterstützung dahin theiligten Streifen bezeichnet man die Meldung, daß schon jetzt Verzu regeln, daß bei Ausbruch eines Streits die erste Woche nichts handlungen betreffs einer staatlichen Verschmelzung beider Burenbezahlt wird, die weiteren Wochen soll jeder unverheirathete Kollege republiken angebahnt seien, als verfrüht. Es ist richtig, daß 10 M., der verheirathete Kollege 12 M. erhalten, für jedes Kind Herr Steyn, der Präsident des Oranje Freistaates In einigen Parteiblättern wird im Anschluß an die letzten Vor- wird 1 M. mehr pro Woche bewilligt. Es entsteht eine Debatte dieses Ziel verfolgt und auch in Transvaal hat der Ge- gänge in Dortmund die Meinung ausgesprochen, ob der Vorstand über das Sammellisten- System, und wird von Sittenfelddanke jest, nachdem die frühere oder spätere Auslieferung der Delagoa- nicht gut thue, das Material betreffend Lütgenau zu veröffentlichen, Hamburg vorgeschlagen, einen örtlichen Streiffonds zu gründen und bucht an die Engländer zur Gewißheit geworden, zahlreiche Anhänger um damit eine rücksichtslose Aussprache zu ermöglichen. Wir können das System fallen zu lassen. Er will, daß die Filialen die Gelder gefunden. Aber bis zu einer Verwirklichung ist doch noch ein weiter dem gegenüber, bei aller Anerkennung für die Berechtigung des des Fonds an die Hauptkasse abliefern. Daschütt und KrebsWeg, und jedenfalls dürfte sich, solange Präsident Krüger am Wunsches, nur auf die bezügliche Erklärung verweisen, die Genosse Berlin bringen eine Resolution ein, wonach die Gründung eines Leben ist, der Vereinigungsgedante mir auf ein enges wirthschaft. erisch namens des Vorstandes in Dortmund abgegeben hat. Streitfonds empfohlen wird. Es sollen danach von diesem Fonds liches und politisches Freundschaftsverhältniß beschränken. Immer Der Vorstand darf von den Genossen wohl das Vertrauen erwarten, 50 pet. vierteljährlich von den Filialen an die Hauptkaffe abgeführt hin aber gilt Präsident Steyn als der tommende Mann" daß es zwingende Gründe sind, die ihn veranlassen, von der sonst werden. Von verschiedenen Rednern wird die obligatorische Einfür Südafrika, und da schon jetzt dessen Volksthümlichkeit in Trans- geübten Pragis unbeschränktester Deffentlichkeit in diesem Falle ab- führung eines wöchentlichen Streitbeitrages empfohlen. Die füdbaal eine sehr bedeutende ist, so darf man wohl damit rechnen, daß zusehen. deutschen Mitglieder weisen auf die Schwierigkeiten hin, die ste bei es diesem gelingen wird, das von ihm erstrebte Ziel zu erreichen. Aus Stettin meldet uns eine Privatdepesche über den Ausfall ihren Kollegen hätten, wenn der Beschluß gefaßt würde, daß sie Aus Prätoria wird der Frankf. 8tg." über London ge- der Stadtverordnetenwahl: Jm 4. Bezirk reaktionärer 50 pet. an die Hauptkasse abschicken sollen. meldet: Im Bolksraad kam es am 22. November zu einer ischmasch gewählt. In zwei Bezirken Stichwahl zwischen heftigen Debatte über die Anleihe- Angebote von Bärveldt in Amster- aialdemokratie und Mischmasch. In einem Bezirk Stich- Gewerkschaftliches. dam und Tranmer in Johannesburg. Präfident Krüger trat für wahl zwischen Freisinn und Mischmasch. Testere ein und sagte, dies Angebot sei so gut, daß er es annehmen würde, auch wenn Tranmer der Teufel selber wäre. Afien. dis Sztfchwan. Aus Peking meldet Daily Mail" vom 20. November: Das englisch- chinesische Eisenbahnsyndikat erhielt die Erlaubniß zum Bau einer Bahn von Canton nach Tsching- fu in der Provinz Das Reuter'sche Bureau meldet: Die Gesundheit bes Raisers erwedt wiederum Besorgniß. Es heißt, er fei außer Stande, ohne Unterstützung zu gehen. Man glaubt in wohlunterrichteten Kreisen, daß sein Ende nahe sei. folgende Buschrift: Die amerikanische Auffassung der Meistbegünstigung. Zu der Notiz in unserer Sonnabend- Nummer erhalten wir noch Die Washingtoner Regierung hat es trog ihrer Meistbegünstigungspflicht abgelehnt, neue, ermäßigte Vertragszölle, die, fie britten Ländern einräumt, auch der deutschen Ausfuhr zu gewähren das heißt: ohne Weiterungen, ganz automatisch zu gewähren, wie Deutschland. dies seinerzeit gegenüber der Union gethan hat. Diese Auffassung kam zum Ausdruc bei der Frage der Anwendung der( an sich ganz belanglofen) französischen Vertragszölle auch auf die deutschen Waaren. Sie ist jedoch deshalb nicht belanglos, weil sie jeden Augenblick auch Bölle betreffen kann, die für den deutschen Export von größerer Bedeutung sind. Sie an erkennen, heißt also die deutsche Ausfuhr schließlich auch wirt lichen Gefahren aussetzen. = alun i dmr Berlin und Umgegend. od and Bei der Stadtverordneten Wahl in Lemgo in Lippe Detmold hat, wie der Bielefelder Volkswacht" telegraphirt wurde, Ueber den Streit der Berliner Droschenkutscher wird uns die sozialdemokratische Liste gesiegt.on gefchrieben: Die Lohnbewegung unter den Kutschern für Taxameters Großen Erfolg hatten auch die Parteigenossen in Gera broschten hat bisher einen ganz günftigen Verlauf genommen. ( Reuß j. L.) bei der Gemeinderathswahl. Es find 6 Sozial- Bisher erhielten die Kutscher meist einen Lohn von einer Mark pro Hempel, Braudhoff, Grünert, Rohmann und der gezwungen sind, den Tag außer dem Hause zu leben, so kann man demokraten gewählt, und zwar die Genossen Hemmann, Tag und 25 pet. der Einnahmen. Wenn man bedenkt, daß die Kutscher Redakteur der„ Reußischen Tribüne", Genosse Leven. diesen Lohniaz, bei dem es die Kutscher auf etwa 3,50 m. täglichen Zur Stadtverordneten- Stichwahl in Frankfurt a. M. ver- Verdienst bringen, gerade nicht als glänzend bezeichnen. Rechnet öffentlicht das sozialdemokratische Wahlkomitee in der„ Boltsstimme" man die Ausgaben für Livree, Waſchutensilien für Fuhrwerk u. s. tv. einen Aufruf an die Parteigenoffen, worin diese ersucht werden, davon ab, so bleibt wenig für den Haushalt und die Familie übrig. in den Bezirken Altstadt, Nordend, Nordwest und Sachsen- Nicht selten muß auch der Kutscher noch täglich 20 Pf. an den haufen für die demokratisch freifinnigen Kandidaten Stallmann abgeben. Am 15. d. Mts. nahmen in einer sehr gut be zu stimmen, die gegenüber den Nationalliberalen, Konservativen und suchten Versammlung die Kutscher zu der Lohnfrage Stellung und be hat bie bemokratisch- freifinnige Bartet sich erboten, neben ihrem Sohn von 1,50 M. und 25 pet. der Einnahme bestimmte. Die Forderungen Antisemiten das kleinere lebel bedeuten. In Bockenheim schlossen, an dem Lohntarif vom Jahre 1896 festzuhalten, welcher einen Kandidaten Nicolaus von unseren drei Kandidaten Opificius, wurden zunächst bei dem Fuhrherrn Kurth, Cubrystr. 20, geltend bei Orten st ein und Snadnuß erstere beide auf ihre Lifte zu gemacht, später folgten die Kutscher beim Fuhrherrn Bolz, Koppensezen; dem gegenüber macht das Wahlkomitee unserer Genossen straße 98. Mit einer seltenen Einigkeit haben die Kutscher, 22 an darauf aufmertfam, daß wegen der Erfahrungen, die mit den De- der Bahl, ihre Forderung vertreten, waren doch unter den mokraten im Ostend und in Bornheim gemacht worden sind, nichts Streifenden Leute, die 10, 12 und 15 Jahre auf derselben unterlassen werden darf, um für unsere Standidatenliste mit aller Stelle in Arbeit waren. Die Fuhrherren, welche sich nach dem Straft zu agitiren. Beispiele der Industriellen zu einem Ring vereinigten, sollen in einer fürzlich abgehaltenen Sizung beschlossen haben, die Forderung der Stutscher unter feinen Umständen zu bewilligen. Die Fuhrherrn meinen, die" Noth" zwinge sie, den geforderten Lohn nicht zu zahlen. Sehr groß scheint aber die Noth dieser Herren nicht zu sein, denn es war ihnen immer noch möglich, täglich neue init 3, 5 und 7 Wagen fast durchschnittlich den geforderten Lohn agen, welche einen Preis von 1500 bis 2000 m. haben, bauen zu lassen. Eigenthümlich erscheint es auch, daß die kleinen Fuhrherrn zahlen. Die Kutscher sind nun gewillt, der Reihe nach bei den der vom Vorstand aufgenommenen Berufsstatistik 1477 Mitglieder, wird, die Forderung um Erhöhung des Lohnes zu stellen. Der sozialdemokratische Wahlverein in München hatte nach einzelnen Fuhrherrn, wo der Sohn von 1,50 M. noch nicht gezahlt In der„ Sächsischen Arbeiterzeitung" wird heute gegen diesen Arbeitsverhältniß standen und 9 keine Angabe über ihren Beruf Kutscher sich veranlaßt gesehen, ohne daß es zum Streik kam, die wovon 261 selbständige Gewerbetreibende waren, während 1207 im Mehrere Fuhrherrn haben angesichts des festen Zusammenhalts der Standpunkt polemifirt: was hätten uns die Rechtshändel der tapi- gemacht hatten. Am stärksten waren vertreten die Metallbranche mit Forderung der Kuticher zu bewilligen. Auch diejenigen Fuhrherrn, talistischen Regierungen untereinander zu kümmern?"... für das 302 Mitgliedern und die Holzbranche mit 249. vermeintlich verlegte Recht dieser Regierungen" hätten wir nicht bei denen es zur Arbeitseinstellung fam, haben, trotzdem sie dem einzutreten: teine Kompromißtaktik, sondern sozialrevolutionäre dolizeiliches, Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Ring angehören und es ihnen bei einer hohen Konventionalstrafe Handelspolitik!" Im übrigen ergeht sich der Artikel in den bekannten Nr. 265 des Boltsblatts für alle" ist beschlag- verboten sein soll, den Lohn von 1,50 Mark zu zahlen, die Forderung allgemeinen Redewendungen, wie sie die Sächs. Arbeiterztg." liebte, nahmt worden wegen einer Notiz, worin mehrere Briefe veröffent- der Kutscher anerkannt. Es ist zu erwarten, daß die Kutscher, wenn als sie noch einen„ bindenden Handelsvertrag" mit den Bereinigten licht und entsprechend scharf kritisirt wurden, die auf eines der beste dieselbe Lattik weiter befolgen, im gesammt zu einem günstigen Etaaten forderte, England zu einem Echuzzollstaate machte, die fannten Inserate alleinstehender Mädchen", die von„ edeldenkenden Abschluß in ihrer Lohnbewegung kommen werden. deutschen Getreidezölle im Handumdrehen wegdekretirte, und wo Herren" ein Darlehen wünschen, eingegangen waren. Gegen die Bemöglich noch figer und radikaler auch die amerikanischen Industrie- fchlagnahme wird Beschwerde geführt werden. zölle vernichtete. habe ich den Standpunkt vertreten, daß die deutschen Arbeiter für In dieser konkreten, ganz bestimmt abgegrenzten Streitfrage den deutschen Export alle vereinbarten internationalen Rechte auch geltend zu machen haben, selbst auf das unerhörte Wagniß hin, daß sie einmal an der Seite der deutschen, nicht der amerikanischen Regierung stehen. 0. Bei der Stadtverordneten Wahl in Darmstadt ist es unseren Parteigenossen tros der bedeutenden Stimmenzahl, die ihre Liste erhielt, noch nicht gelungen, einen eigenen Kandidaten durchzubringen. Für die sozialdemokratischen Kandidaten wurden 1528-1808 Stimmen abgegeben, während die geringste Stimmenbetrug. Unsere Stimmenzahl hat gegen früher um über 50 pet. zahl, die zur Erlangung eines Mandats nothwendig war, 1925 zugenommen. Deutsches Reich. Ich habe damals schon im Vorwärts" erklärt, daß und warum Zweiter Verbandstag des Zentralverbandes der deutschen der sozialdemokratischen Arbeiter allen ehrbaren Bürgern in gruseligen ich nicht in der Lage sei, mich über diese Dinge weiter mit dem Genossen Pv. zu unterhalten. Im Augenblid hat das erst recht teine Eile und keinen 8wed. Zu der vorliegenden fonkreten Streitfrage finde ich leider " A -= Studateure, Gipser und verwandten Berufe. 9 " " angehörte, " Verein Der Terrorismus der Gewerkschaften. Nachdem die Germania" jo lebhafte Bemühungen gezeigt hat, den Terrorismus Farben zu schildern, läßt dieser Ruhm das Gesinnungsorgan des strebsamen Blattes, die Märkische Boltszeitung", nicht ruhig schlafen. Halle, den 21. November 1898. Auch fie bringt eine funtelnagelneue Geschichte, die genügen soll, dar in der Sächs. Arbeiterztg." nichts von Belang gesagt. Der Genoffen daNachmittagssigung.inf zuthun, was für böse Gesellen die Anhänger der Maurerorganisation Pv. scheint auf die der deutschen Ausfuhr zustehenden Zur Verhandlung steht die Arbeitslosen Unterstügung. gezwungen haben, ja find. Sie sollen einen Arbeiter zum Eintritt in ihre Organisation Rechte abgeleugnet finden wir sie auch bei ihm nicht gut Kollege Schäfer Leipzig referirt darüber und tritt für Einführung fein es soll sogar die Absicht angedeutet gut- Kollege Schäfer- Leipzig referirt darüber und tritt für Einführung fein, das Mitgliedsbuch des Bedrängten, der dem müthig sozialrevolutionär verzichten zu wollen; und diesen der Arbeitslosen- Unterſtüßung ein. Er führt nach einer Statistit Arbeiterschuß" Verzicht auf alle der deutschen Ausfuhr bereits zustehenden Rechte vom Jahre 1896 aus, daß die Stuckateure im Durchschnitt 2213 Tag haben und zu zerreißen, schließlich hält er, die gleiche vollendete internationale Harmlosigkeit auch bei arbeitslos waren, empfiehlt einen Beitrag von 50 Pf. pro Woche zu macht. Da ist viel zusammenfabulirt. Das Opfer des Terroris die Verbandsmitglieder ihren Kollegen arbeitslos ges den Amerikanern voraussetzend, für die beste Einleitung, um aus erheben und eine Unterstützung von 1 M. pro Tag für 60 Tage mus" war, wie uns mitgetheilt wird, sogleich Mitglied des Maurerder Mac Kinley- Regierung in Bulunft möglichst viele Rechte für die gleich 10 Wochen zu zahlen. deutsche Ausfuhr herauszuschlagen! Das mag auch ein Standpunkt Hahn Halle spricht dagegen. Redner meint, daß die Arbeits- machen, daß er nur nöthig habe, einer Organisation anzugehören. berbandes, und die Arbeiter auf dem Bau suchten ihm klar zu sein, doch ihn in einem Arbeiterblatte zu widerlegen, dazu sehe ich losen- Unterstützung nur der Anfang der Einführung von weiteren Daß sie, nach den gemachten Erfahrungen, nicht voll Hochachtung vom wenigstens feiuen Anlaß. Unterstügungszweigen ist, die schließlich den Verband zu einem Ver- Verein Arbeiterschuß" sprachen, läßt sich denken. So zerstörungsPrincipiis obsta: es giebt lebergriffe und Rechtsverlegungen, sicherungsinstitut stempeln. Sittenfeld Hamburg empfiehlt die wüthig war niemand von den Arbeitern, daß er auch nur versuchte die man von vornherein zurückweisen muß das ist Stompromiß Einführung und verwahrt sich in längerer Ausführung, daß eine in dem Statut des Arbeiterschutz" ein Eselsohr zu kniffen. Das taktit". Stede alle Prügel gegen die deutsche In Berflachung dadurch entsteht, und meint, daß es eine Beleidigung Verlangen der Arbeiter, den Mann zu entlassen, wollen wir nicht verdustrie- Ausfuhr ruhig ein, das erspart Verdrießlichkeiten und der englischen Gewerkschaften wäre, wenn man dies behauptet. theidigen; das Verlangen stützte sich aber auch auf manche andere Vorschützt am besten gegen fortgesezte Prügel das ist sozialrevolu- Gerade die Einführung der Unterstützungszweige hat die Organi- tommnisse und schließlich ist das Vergehen nicht ichlimmer, als wenn ein tionäre Handelspolitik". fation gekräftigt. Redner emfiehlt die Pflege der Statistik und be- Bolier des Vereins, Arbeiterschutz" es abgelehnt, Mitglieder des MaurerUnsere Parteiblätter haben die deutsche Regierung oft genug dauert, daß wir dies so wenig gethan haben. Sie soll sich nur auf Verbandes einzustellen. Daß bei den Taufenden von Mitgliedern, getabelt, wenn sie Vertragspflichten zu umgehen suchte. Dasselbe die nothwendigsten Fragen beschränken und nach und nach komplizirter die die Organisation der Maurer aufweist, auch ein paar sich beRecht und schließlich auch dieselbe Pflicht der Kritik haben sie, wenn gestaltet werden, wenn die Kollegen den Werth der Statistit erkannt finden, die über die Schnur hauen, ist entschuldbar. Wenn aber die unserer Industrie- Ausfuhr seitens des Auslandes Rechte vorhaben. enthalten werden. Nicht um der Regierung, sondern um der Arbeiter Odenwald Dresden ist gegen Einführung der Arbeitslosen- Bentrumspreffe bieten, eine so geringe ist, daß sie gezwungen find, Ausbeute, welche die freiwilligen Regierungs- Kommissare in der willen. flyms. Unterstützung. Schäfer Leipzig meint, wenn wir die Unter- jeden einzelnen Fall mit möglichst großer Helle der staunenden Mits stügung noch nicht einführen wollen, jo ist eine gründliche Aus- welt bekannt zu geben, so ist es mit ihrer Sache schlecht bestellt. sprache nothwendig. Er bestreitet, daß durch die Einführung der Unterstügungszweige der Verband aufhört, eine Stampforganisation zu sta benau haben die Stuhlbauer, Drechsler und MaschinenIn der Stuhlfabrik von Ernst Wolf in Kleinölsa bet sein. Odenthal- Köln sagt, daß er ebenfalls früher Gegner der arbeiter die Arbeit wegen Lohndifferenzen niedergelegt. Zuzug ist Arbeitslosen- Unterstügung war, aber durch Lesen von Broschüren und Auffäßen sowie durch praktische Erfahrungen im Leben zu der Ueber- fernzuhalten. zeugung gekommen ist, daß die Einführung eine Nothwendigkeit ist. Ju der Schuhfabrik von Brunsberg in 8erbst sind wegen Er behauptet, daß beim nächsten Verbandstage ein ganz anderer Maßregelung Differenzen ausgebrochen. Wind unter den Kollegen herrschen wird, daß sich prinzipielle Der Streik in Remscheid. Die Kölnische Zeitung" sucht den Gegner dann wohl schwerlich finden werden. Eine von Daschütt Konflikt zwischen Arbeitern und Unternehmern in der schon gekenn aufgestellte Statistik für Berlin, ergiebt, daß im Durchschnitt jeder zeichneten Manier als ganz harmlos hinzustellen; sie redet den ArStollege 22,7 Tage arbeitslos war. In betracht kommen 351 Kollegen. beitern weiter vor, daß die Errichtung der Betriebs Krantentassen Die höchste Zahl der Tage der Arbeitslosigkeit waren 168, die Vortheile bietet, die bei den Orts- Krankenkassen nicht zu niedrigste Zahl ein Tag. Jm gangen waren über 5000 arbeitslose finden sind. Jeder Arbeiter weiß, was er auf das dumme Tage zu verzeichnen. Er erklärt, daß er nicht im Prinzip gegen die Geschwäß zu geben und wie er alle Ursache hat, sich die LiebensUnterstügung ist, aber die Sammluung von statistischem Material würdigkeiten und die Fürsorge, die das Unternehmerthum für ihn verlangt, auf grund dessen man die Einführung beschließen könnte. empfindet, vom Halfe zu halten. Hinter all diesen aufdringlichen Die Parteigenossen und Eigenthümer der einzelnen Barteiblätter Es folgen Anträge. Es wird die Resolution Daschütt und Wohlthaten lauern nur zu sehr die Tücken, die der Arbeiterschaft entscheiden souverän über das Personal, das zur Herstellung ihrer Krebs- Berlin angenommen: Der Verbandstag erklärt, in Erwägung, den Schlag versetzen. Demselben Blatt wird gemeldet, der Streik Blätter nothwendig ist, und der Parteivorstand hat gar kein Mittel, daß die Frage der Arbeitslosen- Unterstützung für unsere Gewerk- sei so gut wie am Ende, die Kündigungen wären zurückgezogen. aber auch gar kein Bedürfniß, in diese Verhältnisse einzugreifen. schaft von einschneidender Bedeutung ist, dieselbe richtig zu prüfen. Dem gegenüber meldet die Elberfelder Freie Preffe" folgendes: Dies Verhältniß gilt nicht nur für die Lokalpresse, sondern auch für Zu diesem Zweck beauftragt der Verbandstag den Verbandsvorstand," Das Unternehmerthum hat schon zu den bekannten Mitteln: das Zentralorgan. Der Vorstand ist durch den§ 17a unserer bom 1. Januar 1899 ab an sämmtliche Filialen statistische Frage- Lüge, Drohung und Bestechung gegriffen, um Verwirrung in die Organisation verpflichtet, von Anstellungen oder Entlassungen in bogen zu versenden, in denen turz die Fragen zu stellen find: Wie Arbeiter zu bringen. Bürgerliche Zeitungen berichten, daß der Streik Perional der Redaktion und Expedition des Zentralorgans lange waren Sie arbeitslos, und zwar: a) Infolge von Arbeits- teine große Ausdehnung annehmen werde, indem schon eine Anzahl der Preßtommission vor der Entscheidung Mittheilung zu machen mangel? b) Infolge von Krankheit? c) Infolge von Witterungs- Arbeiter die Kündigung zurüdgezogen hätten. Die Herren mögen und ihre Ansicht einzuholen. verhältnissen? nur ja nicht zu früh jubeln; wenn die Fabrikanten verwerfliche Partei- Machrichten. Zum Fall Lütgenau. In einer durch die Parteipreffe gehenden Rotiz, die sich mit der Parteikonferenz beschäftigt, welche am legten Sonntag in Dortmund abgehalten wurde, wird gesagt, daß die Konferenz beschlossen habe, den Parteivorstand zu ersuchen, bis zum 1. Januar 1899 die Redakteure Lehmann und Blod an ein anderes Parteiblatt zu versehen. Abgesehen davon, daß der Genosse Lehmann nicht Redakteur, sondern Leiter der Expedition der Rhein.- Westf. Arbeiter- 8tg." ist, wollen wir hier doch darauf aufmerksam machen, daß weder unsere Bartei Organisation noch die Verhältnisse, wie sie sich thatsächlich bei unserer Parteipreffe herausgebildet haben, dem Parteivorstand ein Recht oder die Möglichkeit einräumen, Redakteure oder andere bei der Parteipreffe beschäftigte Genoffen von einem Blatte an ein anderes zu verfegen. d Wegen Unterschlagung stand der Maurer Friz Mews am tenstag vor dem hiesigen Schöffengericht. Der Angeklagte hatte im Jahre 1896 als Hilfskassirer der hiesigen Filiale des Zentralverbandes der Maurer die Summe von 286,10 M. unterschlagen. Bis auf 90 M. ist das unterschlagene Geld nachträglich von dem Angeklagten wieder zurückgezahlt worden. Der Staatsanwalt bes antragte, den groben Vertrauensbruch mit 9 Monaten Gefängniß zu bestrafen. Das Gericht erkannte auf 3 Monat Gefängniß. Der Ans trag des Angeklagten, ihn vorläufig aus der Haft zu entlassen, wurde abgelehnt. Hinterlift gebrauchen, so werden die Arbeiter um ehrliche List gleich- habe und er die dortigen Kameraden besser anpumpen zu können betriebes Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisse, die falls nicht verlegen sein. Ueberzeugt davon, was alles auf dem geglaubt habe. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Herzfeld bestritt, ihm vermöge des Dienstverhältnisses Spiele steht, sind die Arbeiter entschlossen, den Kampf durchzuführen." daß hier ein Vergehen gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung in idealer zugänglich geworden sind, während der Geltungsdauer des anvertraut oder sonst Sonach scheint von einem Aufgeben des Stampfes nicht die Rede Konfurrenz mit Körperverlegung vorliege. Dieser Paragraph sei hier Dienstverhältnisses unbefugt zu sein. Ueber die Wirkung der Errichtung der Betriebskassen sei garnicht anwendbar. an andere zut Zweden des Es handelte sich hier durchaus nicht um Ver- Wettbewerbes mittheilt. Lisse legte Revision ein, das Kammergericht noch darauf hingewiesen, daß die Orts- Krankenkasse von ihren nahezu abredungen zwecks Erreichung besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen, wies jedoch das Rechtsmittel als unbegründet zurück. Irrig sei die 10 000 Mitgliedern 2000 einbüßt. Der Fortbestand der Kasse wäre sondern nur um den Beitritt zu einer Organisation, welche nicht für Annahme des Angeklagten, daß es sich in seinem Falle nur nm die fomit nicht in Frage gestellt, es fommt vielmehr in erster Linie die einen bestimmten Fall, sondern für die Dauer begründet worden eigene Ausnutzung erworbener Kenntnisse handele. Schädigung der zum Uebertritt gezwungenen Mitglieder in betracht. ist, um eine allgemeine Verbesserung der Lage der Arbeiter eines Die Boffische 8tg." giebt den Arbeitern den Rath, in eine bestimmten Berufes herbeizuführen. freie Hilfskaffe einzutreten, um damit den Uebertritt in die Betriebs- abredungen für bestimmte gwede und Fälle im Auge. Das Gesetz habe nur VerEin solcher kassen zu vermeiden. Demgegenüber ist nur zu bemerken, daß die Fall liege hier nicht vor und deshalb komme§ 153 nicht in betracht. Fabrikanten ein sehr einfaches Mittel haben, den Arbeitern diesen Der Gerichtshof hielt aber doch Körperverletzung in idealer Konkurrenz Ausweg zu versperren. Sie werden keinen Arbeiter einstellen, der mit§ 153 für vorliegend und erkannte auf eine Woche Genicht zur Betriebskasse übertritt und damit ist der gute Nath umsonst fangniß. gegeben. Gerade die freisinnige Presse hätte allen Anlaß, sich auf feiten der Arbeiter zu stellen, denn die individuelle Freiheit des Arbeiters, von der sie so oft fafelt, soll in diesem Kampf gewahrt werden. Denn die Absicht der Fabrikanten ist doch in dem Endergebniß die, ihre Arbeiter in die Behandlung von Aerzten zu geben, von welchen die Arbeiter in Feindschaft geschieden sind. Würde fich der liberale Spießbürger eine solche Zumuthung gefallen lassen? Beachtenswerth ist das Urtheil, welches die„ Medicinische Reform". ein Organ der Aerzte für freie Arztwahl, über den Konflikt schreibt. Es heißt dort: Durch die wenigstens nach dem Glauben der Remscheider Arbeiter indirekt durch die früheren Remscheider Kassenärzte verursachten Arbeiterausstände ist jetzt der Vorwärts" gezwungen, die Arbeiter an das bei diesen bekanntlich viel besser als bei den Aerzten ausgebildete Solidaritätsgefühl zu erinnern, und da an Ausstände nachher stets mindestens eine Partei mit Mißmuth sich erinnert, so wird sich dieser in diesem Falle sehr leicht gegen die Aerzte und gegen die freie Arztwahl tehren. Auch wir sind der Ansicht, die Herren Aerzte täuschen sich ganz über den Eindruck, den ihre Maßnahmen hervorrufen. Wegen ,, Streifvergehen" wurde wiederum vor dem Amtsgericht in Großenhain gegen drei Angeklagte vom Maurerstreit verhandelt und die Maurer Horter zu 6 und Persing zu zwei Wochen Gefängniß verurtheilt, dagegen der Markthelfer Heinze freigesprochen. Ob noch mehr Anflagen im Verborgenen blühen, läßt sich noch nicht sagen. Bisher ist gegen acht Angeklagte verhandelt worden, wovon zwei freigesprochen und sechs zu folgenden Gefängnißstrafen verurtheilt wurden: je einer zu 2, 3, 4, 5 und 6 Wochen und einer sogar zu 7 Monaten. V erkannt. die Sigung des Schwurgerichts am Dienstag erst nach 6 Uhr eröffnet Im Brandstiftungs- Prozeß Radtke und Genossen konnte werden, da sich die Nothwendigkeit ergeben hatte, die den Geschworenen vorgelegten Fragen( nunmehr 39) neu zu formuliren und niederzuschreiben. Die Verhandlung selbst fand erst nachts 3 Uhr ihr Ende. Vor Monatsfrist stand der Postassistent Scoruppa vor der Staatsanwalt Beed schränkte auf grund der Beweisaufnahme die 8. Straffammer des Landgerichts I, der, wie wir damals mittheilten, ursprüngliche Anklage ein, indem er gegen den Angeklagten Radtte der betrügerischen Verwerthung solcher Formulare mit eingedruckten nur wegen 2 Brände das Schuldig beantragte. Er hielt es für ganz Bostwerthzeichen, die in den Händen des Publikums unbrauchbar zweifellos, daß Radtte am 22. März eine Brandstiftung versucht und am geworden sind, beschuldigt war. Er wurde zu 6 Monaten Ge13. April wirklich ausgeführt habe. Letzterer war der Fall, wo es fängniß verurtheilt, obgleich zunächst im Radtke'schen Keller gebrannt hatte und dann kurz nach- Irrenanstalt Dr. Kortum und der Hausarzt des Angeklagten obgleich der Oberarzt der Herzberger dem die Feuerwehr abgerückt war, abermals Feuer ausgekommen diesem bezeugten, daß er ein chronischer Morphiococainist ist und war. Bezüglich der übrigen Brandstiftungen hielt der Staatsanwalt als geistig krank und strafrechtlich nicht verantwortlich zu den vorliegenden Verdacht für nicht genügend erwiesen. daß Radtte auch ein Mensch sei, bei dem man sich der That ver- Sachverständige, insbesondere Sanitätsrath Dr. Leppmann, nicht Er meinte, gelten habe. Diesem Gutachten waren andere medizinische sehen Trunke fönne und berwies darauf, daß R. ein dem beigetreten und der Gerichtshof trat dem Dr. Kortum'schen ergebener Mann sei, der schon wegen Hehlerei Gutachten nicht bei, sondern erklärte den Angeklagten zwar für willens Als Aerzte und Anhänger der freien Arztwahl, die gute Erfolge Geschäfts Vorgänger vorbestraft sei. Er habe sich allerdings Angeklagten, der schon längere Zeit einer Entziehungstur unterlag, und Anftiftung junger Leute zu Diebstählen bei seinem schwach, aber doch für geistesgesund. Die Verhandlung hatte den nur erzielen kann und erzielt, wo Kassenmitglieder und Aerzte in guter Vermögenslage befunden, das Motiv zur That sei aber dermaßen aufgeregt, daß er bald darauf einen Tobsuchtsanfall hatte über ihre Vorzüge einig sind, müssen wir entschieden uns dagegen barin zu suchen, daß er vielleicht durch Brandentschädigungen baares und mit einem Revolver einigen Polizeibeamten zu Leibe gehen wollte. wenden, daß die freie Arztwahl irgend jemandem aufgezwungen Geld in die Hand bekommen wollte. Gegenüber der Frau Radtke Er hat nach der Dalldorfer Jrrenanstalt gebracht werden müssen wird. Eine zwangsweise freie Arztwahl" ist nicht nur eine contra- beschränkte der Staatsanwalt dictio, sondern da ihr die einzig richtige Grundlage, das Ber- fünften Brandfall, bei welchem sie und der Kellner Wenzel des Geh. Raths Dr. Sander scheint dahin zu neigen, daß der die Anklage nur auf den und untersteht dort der Beobachtung der Jrrenärzte. Die Ansicht trauen der wählenden zu dem gewählten Arzt, fehlt ein Unsinn gemeinschaftlich thätig waren. und ein gefährlicher Unsinn." Hier hielt hielt der Staatsanwalt jetzt offenbar Kranke auch zur Zeit der That schon geisteskrant nicht vollendete, sondern nur vorliegend, da das Gebäude an sich nicht beschädigt worden war, Revision eingelegt und wird erforderlichenfalls das Wiederaufnahmeversuchte Brandstiftung für gewefen. Rechtsanwalt Vollmer hat für den Augeklagten die sondern nur auf der Treppe einige Linoleumftreifen Feuer gefangen verfahren betreiben. hatten. Das Geständniß des Wenzel bezüglich dieses Brandfalles sei durchaus glaubwürdig und was Frau Radtke betreffe, so sei nach einer Geldstrafe verurtheilt worden, weil der Gesangverein„ LiederEin Maskenball. Der Gastwirth Ringel in Pankow war zu dem eingeholten ärztlichen Gutachten gar kein Zweifel an tranz" in seinem Lokal einen Maskenball ohne polizeiliche Erihrer Burechnungsfähigkeit. Sanitätsrath Mittenzweig habe laubniß abgehalten hatte. sie sogar als eine schlaue Simulantin Mit feiner Berufung wurde anwalt Dr. Werthauer hielt dagegen eine Freisprechung des R. daß Rechts Ringel vom Landgericht abgewiesen. Das Gericht ſtellte fest, für geboten, da gegen denselben absolut keine schlüssigen Beweise hätten, während der Verein mur 14 Mitglieder zählt. Der Zutritt an dem Ball Ball 300 bis 400 Personen theilgenommen vorgebracht worden seien, der Anklage vielmehr nur ganz allgemeine war gegen Karten gestattet worden, die die Mitglieder für 75 und Verdachtsgründe und das zu grunde liege, was von übereifrigen 50 Pfennig unter der Hand verkauft hatten. Aus diesen ThatNachbarn zur Belastung des Angeklagten zusammengetragen worden sachen schloß das Landgericht, daß es sich um eine öffentliche fei..- A. Leopold Meyer hält es für unmöglich, auf die bloße Be- Tanzluftbarkeit handele. Der Beschuldigte legte Revision ein und fundung des Wenzel hin die Angeklagte Frau Radtke zu verurtheilen. machte unter anderem geltend, er fönne auf keinen Fall Rechtsanwalt Dr. Heimann vertheidigte den Angeklagten Wenzel verantwortlich gemacht werden. Er habe nur den Saal zur Bera gegen die gegen seine Glaubwürdigkeit erhobenen Vorwürfe und Verdäch- fügung gestellt und nichts von den im Prozeß geltend gemachten jei, da er von seinem verbrecherischen Vorhaben Abstand genommen die Vorentscheidung auf und wies die Sache mit folgender Bea tigungen und führte aus, daß er frog seines Geständnisses freizusprechen Thatsachen gewußt. Der Straffenat des Sammergerichts hob habe, noch ehe es entdeckt worden sei. Die Geschworenen sprachen gründung an das Landgericht zurück: Das Vergnügen sei zweifellos nach langer Berathung den Angeklagten Radtke in einem Falle als eine öffentliche Tanzlustbarkeit anzusehen, zu der es einer polizei( 13. April) der vollendeten Brandstiftung, Frau Radtke und den lichen Erlaubniß bedurft hätte. Der Vorderrichter habe jedoch nicht stiftung schuldig. Der Staatsanwalt beantragte gegen Radtke fei. Es komme nicht, wie das Landgericht meine, so sehr darauf an, Angeklagten Wenzel in einem Falle der versuchten Brand- genügend die Frage erörtert, ob der Gastwirth persönlich schuldhaft 4 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust. Gegen Frau daß ein Entgelt gezahlt worden sei. Hinsichtlich der Strafbarkeit Radtke 3 Jahre Zuchthaus und 6 Jahre Ehrverlust nebst zulässig des Gastwirthes sei entscheidend, ob er gewußt habe, daß außer Der Gerichtshof erwog in bezug auf Radtke, daß es fich um einen gelt zugelassen worden seien. Dies müsse das Landgericht nach feit der Polizei- Aufsicht, gegen Wenzel 1 Jahre Gefängniß. Mitgliedern und Gästen auch Fremde gegen das fragliche Ents Spekulations brand handelte, daß er ein dichtbewohntes Haus in prüfen. Gefahr gebracht und der Brand eine ziemlich große Ausdehnung angenommen, außerdem der Angeklagte seinen verbrecherischen Lehte Nachrichten und Depelthen. willen recht hartnäckig zum Frau Radtke ist erwogen worden, daß bei ihr das Motiv der Ausdruck gebracht habe. Bei Brandstiftung nicht niedrige Gewinnsucht, sondern das Bestreben, ihren Ehemann zu retten, gewesen sei. Andererseits habe sie versucht, die einzige Treppe eines bewohnten Hinterhauses in Brand zu 3. Wohnungsinspektion, insbesondere Ermittelung der Verluft von Menschenleben wahrscheinlich nicht abgegangen sein. setzen; wenn das Feuer richtig ausgekommen wäre, würde es ohne überfüllten Wohnungen, zu welchem Zwecke die Hauswirthe ver Dies sei auch bei Wenzel in betracht gezogen worden. pflichtet werden sollen, dem Wohnungsamt anzugeben, wie viel Aus diesen Gründen verurtheilte der Gerichtshof den Angeklagten Angehörige und Aftermiether die Miether der neuvermietheten Stadtfe zu vier Jahren Zuchthaus, Ehrverlust und Wohnungen mitbringen werden. 4. Soll das Wohnungsamt u. a. vor dem Erlaß von Orts- uchthaus und 3 Jahren Ehrverlust, Wenzel zu 1 Jahre Zulässigkeit von Polizei- Aufsicht, Frau Stadtke zu 1%, Jahren bau Statuten, bei Stadterweiterungen und über Gefängniß unter Anrechnung von 4 Monaten UntersuchungsAnträge auf Erbauung von Miethwohnungen durch haft. Um 3 Uhr morgens fonnten die vielgeplagten Geschworenen die Stadt gutachtlich gehört werden. und die zahlreichen Bewohner des Gesundbrunnens, die bis zum 5. Soll das Wohnungsamt als unentgeltliche Auslegten Augenblick im Zuhörerraum ausharrten, den Heimweg antunftsstelle für alle Fragen des Miethrechts fungiren; ferner treten. wird dem Gemeinderathe anheim gegeben, zu erwägen, ob es nicht nüglich wäre, dem Wohnungsamt auch eine schiedsrichter liche Funktion zuzuerkennen. Der Streit der Feilenhauer und Schleifer in Speyer und Frankenthal dauert unverändert fort. Zuzug ist strengstens fernzuhalten. Boziales. Die Errichtung eines Wohnungsamtes ist in Stuttgart im Werke. Im Auftrage des Oberbürgermeisters hat der Direktor des statistischen Amtes der Stadt Stuttgart, Dr. Rettich, dem Gemeinderathe einen Plan vorgelegt, wonach dem Amte folgende vier Hauptfunktionen zugedacht sind: 1. Statistische Beobachtung aller Vorgänge auf dem Gebiete des Wohnungswesens und des Wohnungsmarktes, also Einrichtung einer fortlaufenden Statistik über die Neubauten, die Umbauten, die leerstehenden Wohnungen und die Miethspreise. 2. Wohnungsnachweis, darauf gestützt, daß die Hausbefizer durch Ortsstatut verpflichtet werden sollen, jede vermiethbare Wohnung unter Beschreibung derselben und Angabe des Preises anzumelden und nach erfolgter Vermiethung, unter Angabe der neu einziehenden Personen wieder abzumelden. Der Wohnungsnachweis soll, so wird vorgeschlagen, dadurch geschchen, daß etwa zweimal wöchentlich eine Liste herausgegeben wird, worin fämmtliche vermiethbare Wohnungen und Geschäftsräume, geordnet nach Straßen, Stadttheilen, Lage der Stockwerke und mit Angabe des Miethspreises, fortlaufend verzeichnet sind. Gerichts- Beitung. In G " " Wien, 23. November.( B. H.) Graf Goluchowsky hat sich heute Nachmittag an das kaiserliche Hoflager nach Budapest begeben. betreffend die Bollgesetzgebung und die Zolltarife unverändert an Wien, 23. November.( W. T. B.) Der Ausgleichs- Ausschuß nahm nach langer Debatte Artikel 4 des Zollhandelsbündnisses sprachen sich für die im Artikel festgesetzte Aufhebung des Mehlnach Ablehnung aller Abänderungsanträge. Fast alle Redner Sprachen sich für die im Artikel festgesetzte Aufhebung des Mehlverkehrs aus. Die Abgg. Kaiser und Mauthner richteten die Ana frage an den Ministerpräsidenten, wie er angesichts der gegenwärtigen Temps" entschied General Burlinden, daß Picquart vor ein KriegsLage in Ungarn das Ausgleichswert fortzuführen gedente. Paris, 23. November.( W. T. B.) Nach einer Meldung des gericht gestellt werde. London, 23. November.( W. T. B.) Aus Nord- England, den mittleren Grafschaften und Wales laufen Berichte über heftige Schneefälle ein, welche den Verkehr zeitweise unterbrachen. " Fabrikanten Bestellungen auf 7 Millionen Patronenhülsen. Die bes des Globe" aus Birmingham machte das Kriegsamt bei dortigen London, 23. November.( W. Z. B.) Nach einem Telegramm treffenden Verträge seien als dringend bezeichnet. Berlin passiren kann“ wurde seinerzeit über eine schöffengerichte Unter der Spigmarke Was einer anständigen Fran in liche Verhandlung berichtet, in welcher die Abenteuer einer in der Friedrichstraße wohnenden Frau Buchdruckereibefizer Sch. mit einem Schutzmann bezw. auf der Polizeiwache zur Sprache kamen. Frau Sch. hier eingelaufen, aus denen hervorgeht, daß Menelik mit 25 000 Mann Rom, 23. November.( W. T. B.) Aus Massauah find Depeschen Das Zuchthausgesetz wirft immer deutlicher seine Schatten wurde freigesprochen und damals geißelte sowohl der Staatsanwalt und 15 Geschützen in Borumeida eingetroffen ist. Eine Schlacht mit boraus. Der Zimmermann Franz Emil Süßmilch aus als auch der Vorsitzende das gegen sie eingeschlagene Verfahren in den Truppen Ras Mangascha's steht bevor. Charlottenburg stand gestern wegen Nöthigung und Bedrohung im scharfen Worten. Der Ehemann der damaligen Angeklagten wollte sich Sinne des§ 153 der Gewerbe- Ordnung vor der ersten Straffammer bei der Freisprechung nicht beruhigen, sondern führte noch Beschwerde minister Vacchelli gab heute das Finanz- Exposé. Er hob darin das Rom, 28. November.( W. T. B.) Deputirtenkammer. Schatz am Landgericht II. Im August d. J. brach auf dem Plage des Zimmer über das Verhalten der bei der damaligen Affaire betheiligten Aufblühen der Industrie und des Handels hervor, welche bei meisters Bartsch in Charlottenburg ein Streit aus, weil der geforderte Schußleute, ohne jedoch hiermit Erfolg zu erzielen. Berbesserung der Steuer- Gesetzgebung noch mehr profperiren höhere Lohn nicht bewilligt wurde. Der Platz wurde mit Streitposten Frau Sch. gehört nun offenbar zu den Frauen, die häufig mit ihren tönnten. Es würden Reformen eingeführt werden durch Maßumiſtellt, zu denen auch der Angeklagte gehörte. Am 30. August frug Dienstmädchen wechseln. Sie hat daneben aber auch das Bech gehabt, nahmen, der Zimmermann Willbock bei Bartsch um Arbeit an und wurde daß auf ihrem Polizeirevier, mit dem sie nach dem Ergebnisse des Steuereinnahmen mit sich bringen würden. welche feine Verminderung der gegenwärtigen eingestellt. Als er nun nach seiner Wohnung ging, um sein Werk- Vorprozesses in bitterster Fehde lebte, vier ehemalige Dienstmädchen falls nicht nöthig sein, für den Dienst des laufenden Jahres Es werde jedena zeug zu holen, trat Süßmilch an ihn heran und frug, ob er in am 18. Dezember erschienen und eine ganze Reihe von Beschuldi- und der nächsten Jahre Anleihen aufzunehmen, da noch verArbeit getreten sei. W. verneinte dies und deshalb wollte Süßmilch gungen gegen Frau Sch. vorbrachten, die von der Polizei pflicht fügbare Bestände vorhanden seien. Das Jahr 1897/98 habe mit W.'s Invalidenkarte sehen, die sofort abgenommen wird, wo einer in schuldigst an die Staatsanwaltschaft weitergegeben werden mußten. einem Defizit von nur etwa einer Million abgeschlossen. Angesichts Arbeit tritt. Wer außer Arbeit ist, hat seine Karte bei sich. Als W. So hatte sich denn gestern Frau Sch. vor der achten Strafkammer des Standes der schwebenden Schuld, welcher auf 500 Millionen zu bezüglich der Karte Ausflüchte machte, soll Süßmilch zu ihm gesagt haben: wegen wiederholter Beleidigung, rechtswidriger Einsperrung, Körperschäßen ist, werde es erforderlich sein, die Schatz- Bonds zu vermindern Du bist ja werth, daß Du sofort Deine Staute friegft! Aber hole verlegung und Verlegung des Briefgeheimnisses zu verantworten. und die ordentlichen Vorschüsse an die Emissionsbanken zu be= nur Dein Werkzeug, wenn Du wiederkommst, wirst Du ja sehen!" Der Gerichtshof hielt nur einen Fall für erwiesen, in welchem die schränken, um dadurch auch den Papiergeld- Umlauf zu verringern, der Willbod ist darauf angeblich aus Furcht 14 Tage der Arbeit fern Angeklagte das ihr durch das Ausnahmegesetz gegen das Gefinde" eine der Ursachen der Erhöhung des Wechselfurses sei. Des weiteren geblieben. Natürlich erfundigte sich Bartsch nach der Ursache, und zustehende Prügelrecht überschritten hatte, und verurtheilte sie wegen erklärte der Minister, man werde die Abschaffung der Oftrois auf als er diese erfuhr, erstattete er Anzeige. Süßmilch bestritt vor der Mißhandlung ihres Dienstmädchens zu der ungemein niedrigen Brot und Mehl in Vorschlag bringen, indem man die Gemeinden Gericht, die infriminirte Aeußerung gethan gu haben, Geldstrafe von zehn Mart. Willbod blieb jedoch dabei und dabei und sein Zeugniß fonnte nicht dadurch entschädige, daß man die Beträge, welche sie von den Mit einem Strafverfahren wegen unlauteren Wett- anderen Oktroi Einnahmen an den Staat abzuführen haben, widerlegt werden. Der Staatsanwalt hielt den Fall nicht bewerbes, das gegen den Kaufmann Lisse anhängig gemacht worden um den gleichen Betrag verringere und sie ermächtige, hinsichtlich dazu angethan, mildernde Umstände zu bewilligen und nur auf eine war, hatte sich der Straffenat des Rammergerichts in seiner der Lokal Abgaben neue Bestimmungen zur Durchführung zu Geldstrafe zu erkennen, er beantragte mit Rüdficht auf die Beob- legten Sigung zu beschäftigen. Das Landgericht hatte Liffe auf grund bringen, oder ihnen gestatte, in beschränktem Maße die Atzise achtung, daß die Streifvergehen sich mehren, eine Gefängnißftrafe des§ 9 des Gesezes gegen den unlauteren Wettbewerb verurtheilt; auf Wein und Fleisch zu erhöhen. Da der Staat feinesfall auf von 14 Tagen. Der Gerichtshof hielt es in üblicher Weise für ein zu welcher Strafe, wurde in der Revisionsverhandlung nicht die gegenwärtigen Einnahmen verzichten könne, werde der Ausfall sehr schweres Vergehen, Leute, die gern arbeiten wollen, durch Gewalt vorgetragen. Das Gericht nahm folgendes als erwiesen an: Lisse durch Abänderungen der Fabrikationssteuer, zum theil durch die oder Bedrohung daran zu verhindern, und erkannte auf drei verabredete zu einer Zeit, als er noch Expedient in dem Kom- Wehrsteuer und durch Andersgestaltung der Umfassteuer zu decken sein. Monate Gefängniß. missions- und Exportgeschäft von Schwarzwald war, mit dem das Glimpflicher kam der Maurer Wilhelm Wilde aus Schöneberg mals ebenfalls noch in den Diensten Schwarzwald's stehenden richt aus Samarkand find in Anjob in den legten Tagen teine Petersburg, 23. November.( W. T. B.) Nach amtlicher Nach fort, der wegen Körperverletzung in Verbindung mit einem Ver- Reisenden Kaufmann, ein Konkurrenzgeschäft zu gründen. Die neuen Erkrankungen an der Pest vorgekommen. Auch in den benachgehen gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung vor dem Schöffengericht neue Firma sollte erst eingetragen werden, wenn beide aus dem barten Ortschaften ist der Gesundheitszustand gut. am Amtsgericht II stand. Wilcke arbeitete auf einem Neubau in der Geschäft des bisherigen Arbeitgebers ausgetreten feien. Tempelhoferstraße in Schöneberg, wo auch der Maurer Mutschte Oftober 1896 trat zunächst Kaufmann aus, um alsbald die Gründung zwischen den politischen Parteien in Söul tam es zu einem Zu Im Yokohama, 23. November.( Meldung des Reuter'schen Bureaus.) arbeitete. Dieser gehörte nicht so wie Wilde dem Zentral- des projektirten Geschäfts auszuführen. Lisse war daran von Anfang jammenstoß. Dabei wurden auf der einen Seite 23 Personen geverbande der deutschen Maurer an. An einem Tage im an betheiligt, obwohl er noch mehrere Monate bei Schwarzwald tödtet. September forderte dieser ihn auf, ebenfalls dem Zentralverbande in Stellung blieb. In dieser Zeit schrieb er heimlich das Fabri- Regierung ist gebeten worden, Truppen zu senden, um die Ordnung Weiteres Blutvergießen wird befürchtet. Die japanische beizutreten. Da Metschte ablehnte, kam es zu einem Wortwechsel, tantenregister seines Chefs, die Bezugsquellen und Preise ab und aufrecht zu erhalten. in dessen Verlauf Wilde dem Mutschke eine Ohrfeige gab. Der lieferte die Abschrift seinem Kompagnon aus. Das Landgericht hielt Geschlagene legte die Arbeit nieder und ging auf einen anderen dies für ausschlaggebend. In Frage kommt die Bestimmung des das Hotel Baldwin niedergebramut. Der Schaden wird auf eine San Francisco, 23. November.( W. T. B.) Heute Nacht ist Bau, doch erstattete er Anzeige. Der Angeklagte bestritt, daß dies§ 9 des Gesetzes vom 27. Mai 1896, worin es heißt: Mit Geld- Million Dollars geschätzt. Das Hotel war mit Gästen gefüllt, von aus Furcht vor weiteren Mißhandlungen geschehen sei. Mutschke sei strafe bis zu 3000 m. oder mit Gefängniß bis zu 1 Jahr wird be- denen man anniminit, daß die meisten, wenn nicht alle, gerettet auf den anderen Bau gegangen, weil er ihm nichts mehr gepumpt straft, wer als Angestellter, Arbeiter oder Lehrling eines Geschäfts- wurden. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. M Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. B. 275, 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 24. November 1898. Reform des Armenrechts. = Vom ,, Segen der Abzahlungsgeschäfte"- Segen ist natüre erzählt die Kreuz- 8tg." folgende Geschichte war mbesprochenen Cohn'schen Projekts. Die Deputation hielt die zu zählung all' der Herrschaften", die im letzten Jahre wegen diesem Projekt gemachten Angaben nicht für derartig vortheilhaft für mishandlung ihrer Dienstboten bestraft worden Im Berliner Anwaltsverein hielt am 17. November Justizrath die Stadtgemeinde, um daraufhin die Ausführung desselben ins Auge find, und als wirksame Einleitung dazu die Verlesung der Dr. Goldschmidt aus Berlin einen Vortrag über die Reform zu fassen; sie hat daher, namentlich auch im Verkehrsinteresse der Gesinde Ordnung. Das wäre nicht so belustigend, wie die des Armenrechts. Er nahm für die Anwaltschaft die ihr feit Alters neuen Straßenzüge, beschlossen, vom Cohn'schen Projekte abzusehen. rührselig weinerlichen Festreden der Frau Morgenstern, aber dafür Her obliegende Aufgabe in Anspruch, mit den Mitteln ihrer wissen- Es ist ein in der Baudeputation bearbeitetes Projekt Projekt für um so lehrreicher. Schaftlichen Ausbildung, die zugleich die Mittel ihrer wirthschaftlichen die Weiterführung der Kaiser Wilhelmstraße und der Um Eristenz seien, mitzuarbeiten an den großen sozialen Aufgaben der gestaltung des sogenannten Scheunenviertel slich ironisch gemeint Zeit. Eine solche liegt, so führte der Vortragende aus, im Ausbau angenommen worden, welches eine Gabelung der Straßen in der aus Berlin: Des Armenrechts. Er erörterte zunächst die bisherige Armenrechts- Art versucht, daß der eine Arm die Schönhauser Allee bei der Gesetzgebung. In Deutschland wird das bestehende Armenrechts- Brauerei Königstadt trifft, während der andere sich auf das eheGesez ziemlich human gehandhabt und selten hört man Klagen über malige Prenzlauer Thor richtet. Das vorgedachte Projekt soll jedoch aungerechtfertigte Verweigerung des Armenrechts für Prozeßführung, noch einer Aenderung dahin unterworfen werden, daß die am TreffDennoch kann man nicht sagen, daß die jetzige Gesezgebung den gesteigerten punkte der beiden Straßenarme mit der um zirka 65 Meter im Ansprüchen des modernen Lebens genüge. In allen den Thätigkeits- Buge der Koblankstraße verlängerten Kaiser Wilhelmstraße vorzweigen, wo nach der heutigen Gejezgebung kein Anwaltszwang gesehene plazartige Erweiterung in einen regulär geformten Blaz Herrscht, in Vormundschafts- und Nachlaßsachen, amtsgerichtlichen umgestaltet wird. Brozessen und bei weitem den meisten Strafsachen, auf den Gebieten Der Verwaltungsstreitigkeiten und der modernen Arbeiter versicherungs: Gefeße fehlt es an jeder unentgeltlichen Berathung der Armen, und dieser Zustand erscheint um so bedenklicher im Hinblick auf die fundamentalen Menderungen, denen unsere Gesetzgebung jegt entgegengeht. Einige Befriedigungsmittel dieser Bedürfnisse des Volfes nach Rechtsrath haben sich zwar spontan gebildet, einerseits in den Rechtsschutz- Instituten der Arbeitertorporationen( Arbeiterfelretariaten u. s. w.), andererseits in dem üppig ins Kraut schießenden Winteltonsulententhum. An die Anwaltschaft Deutschlands ist nun die Frage zu richten, ob sie nicht nach ihren Kräften freiwillig die Hand bieten wolle, um diesen Bedürfnissen des Publikums entgegenzukommen, und ob es sich nicht für sie zieme zu zeigen, daß sie nicht nur soziale Rechte für sich in Anspruch zu nehmen, sondern auch ihre sozialen Pflichten zu erfüllen weiß. Auswahl des Kühlsystems für das Kühlhaus auf dem erDer Ausschuß zur Vorberathung der Magistratsvorlage wegen weiterten 3entral Schlachthof hat in seiner gestrigen Sigung mit 10 gegen 5 Stimmen folgenden Beschluß gefaßt:" Bei in der Auswahl des Systems wird der indireften Luftkühlung durch Soolelösung der Vorzug gegeben. Ob Ammoniak oder schweflige Säure als Kältemedium gewählt wird, soll der Entschließung des Magistrats überlassen werden." Ein längere Zeit stellungsloser verheiratheter Kaufmann bes darf zum Antritt einer neuen Stellung eines Anzuges, und da er befürchtet, bei einem Schneidermeister feinen Kredit zu bekommen, wendet er sich an ein Abzahlungsgeschäft, um einen Anzug im Betrage von 60 Mart gegen monatliche Theilzahlungen zu erhalten. Ueber die Bedingungen, 25 Mark Anzahlung und Raten, der Rest in monatlichen man schnell einig, aber, trotzdem das ganze Lager durchsucht wurde, fand sich kein dem Käufer passender oder zusagender Anzug. Der Geschäftsinhaber machte daher den Vorschlag, der Betreffende möge sich bei seinem Lieferanten einen Anzug anfertigen lassen, und gab ihm zu diesem Zweck ein verschlossenes Empfehlungsschreiben mit. Unterwegs überlegte der Käufer sich aber die Sache und beschloß, doch lieber erst mal zu seinem früheren Schneider zu gehen und zu versuchen, bei ihm einen Anzug auf Kredit zu erhalten. Der Meister gewährte ihm gern den geforderten Kredit, und nun öffnete man den ja jetzt werthlosen Brief des Abzahlungshändlers. Der Brief lautete folgendermaßen:„ Herrn X! Bitte Ueberbringer einen Anzug anfertigen zu wollen, dessen Preis jedoch für mich nicht mehr als dreißig Mart betragen darf. Hochachtungsvoll( Unterschrift)." Der Zinszuschlag betrug also wenigstens 100 pCt. und das Verlustrisifo bei 25 M. Anzahlung ganze 5 M. Es ist zuzugeben, daß hier eine Gaunerei ersten Ranges vorliegt. Aber trotzdem sind wir nicht der in den Kreisen des Mittelstandes viel vertretenen Meinung, daß die Abzahlungsgeschäfte an und für sich ein wirthschaftliches Unglück ſeien und möglichst vom in Abzahlungsgeschäften nur allzu oft übervortheilt werden und auf Erdboden vertilgt werden müßten. Wahr ist freilich, daß die Käufer alle Fälle theurer kaufen als gegen baar. Aber viele Leute können eben nicht gegen baar kaufen und wenn sie in den AbzahlungsGegenstände überhaupt nicht erwerben tönnen. Unter den gegens wärtigen traurigen wirthschaftlichen Verhältnissen sind deshalb die Abzahlungsgeschäfte für die ärmere Bevölkerung ein schlimmes aber doch wohl leider nothwendiges Uebel. Interpellation wegen der städtischen höheren Webeschule. Die Stadtverordneten Karl Goldschmidt I und Genossen haben folgenden Antrag in der Stadtverordneten- Versammlung eingebracht: Wir ersuchen den Magistrat um Auskunft darüber, warum die von städtischen Schulgrundstück in der Markusstraße zur dringend noth der Gewerbedeputation beschlossene Bauveränderung auf dem Herr Justizrath Goldschmidt erörterte da nn, wie sich das heutige wendigen Vermehrung der Räume für die städtische höhere Armenrechtssystem aus älteren Systemen entwickelt habe, wie es ebeschule von der Sch uldeputation abgelehnt worden ist." wesentlich nur eine vorläufige Stundung der Kosten enthalte Handwerkskammer. In der gestrigen( Dienstag) Sigung der und wie die Bedingungen seiner Ertheilung gegen frühere Zeiten Gewerbe- Deputation wurde die Mittheilung gemacht, daß der erheblich gemildert worden seien, in denen man von der armen Minister beabsichtige, eine gemeinsame Handwerkskammer Partei noch einen umständlichen Eid erfordert habe. Daran knüpfte für Berlin und den Regierungsbezirk Potsdam zu er eine vergleichende Besprechung der Armenrechts- Gesetzgebung bilden. Die Ausdehnung von Innungen über die Grenzen dieses in Deutschland, England, Frankreich und Belgien, deren Handwerkskammerbezirks hinaus wird der Minister grundsäglich abgeschäften nicht Kredit befämen, so würden sie viele nothwendige Resultat folgendes war: Das französische System hat den Vorzug lehnen. der sorgfältigsten Prüfung, das belgische den der weitesten Begünstigung der armen Barteien, das deutsche den der größten Schleunigkeit und Einfachheit. Dagegen liegen die Nachtheile in Frankreich in dem komplizirten bureaukratischen Mechanismus, in Bur Lokalliste. Das Lotal des Herrn Krüger( Fischer Nachf.), Belgien in in der nicht ausreichend sorgfältigen Vorprüfung Hasenhaide Nr. 12, steht der Arbeiterschaft unter den bekannten Beund einer gewissen Schwerfälligkeit, in Deutschland in dingungen zur Verfügung. Die Unterstüßungstasse der Firma einem zu geringen Schutze bor muglofen, ja frivolen Siemens u. Halste, Abth. 1-3, hat Sonnabend, den 26. d. Wits., Prozessen. Der Redner empfahl, bei Berathung der Zivil- eine Festlichkeit im Türkischen Zelt, Berlinerstraße 55, prozeß- Ordnung Bersuche zu machen, ein sorgfältigeres Vorverfahren Charlottenburg. Dieses Zotal steht der Arbeiterschaft bebor Ertheilung des Armenrechts einzuführen, sich jedenfalls aber tanntlich nicht zur Verfügung. Es wird ersucht, hiervon besondere durch das Prinzip leiten zu lassen, daß es besser sei, das Armenrecht Notiz zu nehmen. eini ge Male zu viel als einmal zu wenig zu ertheilen. sid Tokales. Die Lokalkommission. auf Kleinerent ämter 7 Die öffentlichen Gaslaternen in Berlin haben jetzt alle Auer'sches Die Beleuchtung der Straßen Berlins mit Gasglühlicht. Glühlicht erhalten. Wie groß die dadurch hervorgerufene Umwälzung ist, geht daraus hervor, daß die ersten etwas zaghaften Versuche mit Gasglühlicht erst im Jahre 1895 unternommen wurden und daß es in Berlin über 20 000 öffentliche Laternen mit über 25000 Flammen giebt. Bei dem immer schärfer hervortretenden Lichtbedürfnisse waren in den Hauptverkehrsstraßen an stelle der bisherigen SpecksteinschnittBesonderes Interesse erregte die Darstellung der besonderen Ein- Zur Berufswahl der schulentlassenen Jugend. Der Frei- und Flamme nach und nach größere Brenner von 400 bis 1600 Liter Brenner mit einem Gasverbrauch von 195 Liter für die Stunde richtungen, die in Brüssel bestehen. In Belgien übernahm schon willige Erziehungsbeirath für schulentlassene Waisen" bereitet eine stündlichem Verbrauch getreten. Der Verbrauch des jetzigen Gasin früheren Zeiten die unter dem Schutze des heiligen Ivo stehende die Berufswahl der Jugend betreffende Veröffentlichung vor, die glühlichts wird einschließlich der Zündflamme nur auf 120 Liter pro Avokatenbrüderschaft die Verathung und Prozeßführung der armen Parteien; jekt wird auf grund neuerer Geseze das Armenrecht von für weitere Kreise von Interesse ist. Es soll zusammengestellt Brennstunde berechnet. Dadurch ist es ermöglicht, daß der Verbrauch den Gerichten nach fummarischer Prüfung ertheilt. werden, welche körperlichen und geistigen Eigenschaften jeder an Gas für die öffentliche Beleuchtung im letzten Rechnungsjahre In Brüssel egistirt nun ein bureau de consultation gratuite( Bureau für uneinzelne Beruf erfordert, und weiche Berufe man bei be- von 16 262 205 auf 12 592 696 Rubikmeter Gas herabgegangen ist. entgeltlichen Rechtsrath), gegründet und unterhalten von der Anwalt- stellung wird also zu ersehen sein, was ein Kind werden kann gelegt find, brennen noch etwas über 1000 Petroleumlampen. Die stimmten Eigenschaften wählen kann. Aus dieser Zusammen- In den Straßen der Außenstadt, in denen Gasröhren noch nicht schaft, dem die Beiordnung der Advokaten gesetzlich übertragen ist. Dies Bureau besteht aus vier Sektionen, die unter der Leitung furz- oder schwachsichtig ist, wenn es einen Herzklappenfehler, eine Berlin bisher sehr zurückgeblieben; hoffentlich wird auch in dieser bezw. was es nicht werden darf, wenn es z. B. schwerhörig, wenn es elettrische Beleuchtung der Straßen und Pläße ist leider in älterer Anwälte stehen und in die die jüngeren Advokaten eingereiht Anlage zum Lungenleiden hat u. s. w. Ebenso wird genaue Aus- Hinsicht bald Wandel geschaffen. werden. Dort werden die laufenden Armenfachen einzelnen Advokaten funft darüber gegeben werden, welche Berufe ergriffen bezw. nicht zugewiesen und dann in regelmäßigen Kollegialfitungen berathen. ergriffen werden können, wenn Schulbildung und Befähigung von Zur Regelung der Hilfearbeiterfrage wird uns von bes Die jüngeren Anwälte find verpflichtet, mindestens 15 Mal im Jahre einer bestimmten Art oder nur gering sind. An der Beschaffung des heiligter Seite geschrieben: Der Magistrat bringt der Stadtdiesen Sitzungen beizuwohnen und über die Erledigung ihrer Auf- Materials zu dieser Zusammenstellung sind einerseits Aerzte, wonach sämmtliche Bureau- Hilfsarbeiter verordneten Versammlung zur nächsten Sitzung eine Vorlage, träge den Sektionsvorständen eingehend zu berichten. Zum Ver- andererseits Vertreter verschiedener Berufe betheiligt. Der Gejedoch ohne Geständniß dieser Einrichtungen wies der Vortragende darauf hin, daß danke, der der Sache zu grunde liegt, ist haltszulage und ohne Relittenversorgung als die belgischen Advokaten weit jünger ins Amt kommen, als die Gebiete bereits ausgeführt von dem Augenarzt Dr. Siler, der im arbeitern der Standesämter sollen mur diejenigen zur Anstellung Gemeindebeamte angestellt werden sollen. Von den Bureau- Hilfsdeutschen und ohne gründliche Vorbildung sind. Dies Bureau Anschluß an die im städtischen Waisenhause und im städtischen gelangen, die bereits in einem anderen Bureau des Magistrats bes bearbeitet also die ganzen Armenangelegenheiten in dem Rechts- Erziehungshause vorgenommenen Augenuntersuchungen eine Uebersicht streite vor und hat in einem Jahre allein 1200 gut vorbereitete derjenigen Berufe zusammengestellt hat, die eine höhere Sehschärfe schäftigt waren. Da nun sämmtliche Hilfsarbeiter der StandesArmenprozesse bei Gericht anhängig gemacht, ungerechnet die unent erfordern bezw. noch bei geringerer Sehschärfe mit Erfolg ausgeübt amte beschäftigt waren die Mehrzahl derselben ist bereits 15 bis mit Ausnahme von drei Herren nur beim Standesgeltlichen Rathsertheilungen. In verschiedenen Ländern, Holland, Dänemark und Schweden durch seine ähnliche, aber umfassendere Arbeit erwirbt, dürfte stellung ausgeschlossen und dadurch gezwungen sein, in kürzester Zeit werden können. Das Verdienst, das sich der„ Erziehungsbeirath" 20 Jahre im Dienst so werden diese Hilfsarbeiter von der Anbestehen ähnliche ganz freiwillige Institute für unentgeltlichen zehnmal größer sein als das bischen persönliche Fürsorge, Rechtsrath. Der Redner empfahl nun, sich für die Verbefferungen im bas er den schulentlassenen Waisen durch seine Pfleger und wegen Anerkennung ihrer Beamteneigenschaft gegen den Magistrat Armenrechtswesen sich nicht blos auf die Gesetzgebung zu verlassen, Pflegerinnen angedeihen läßt. Es ist flar, daß durch die flagbar zu werden. Hoffentlich gelangt die Vorlage in ihrer ſondern zu prüfen, ob es nicht möglich fei, auch hierzulande durch Wahl eines ungeeigneten Berufes oft nicht blos die Gesundheit jezigen Form von der Stadtverordneten- Bersammlung nicht zur freie Thätigkeit der Anwaltschaft die Lücken der Gesetzgebung schon untergraben, sondern auch das Fortkommen von vornherein erschwert Annahme. jezt auszufüllen. Die Anwaltschaft, führte er aus, darf sich den wird; eine Belehrung über die Anforderungen, die jeder Beruf an Der Polizeipräsident empfing am Dienstag eine Abordnung Gedanken nicht entziehen, durch die sie sich in anderen Ländern eine das ins Leben hinaustretende Kind stellen wird, kann daher den des Bundes der Handel- und Gewerbetreibenden und der Zentralehrenvolle Wirksamkeit verschafft hat. Freilich wird es dazu unum- Eltern nur erwünscht sein. Der„ Erziehungsbeirath" hat von vereine selbständiger Gewerbetreibenden, die eine gemeinschaftliche gänglich nothwendig sein, sich auch eine Mitwirkung der Anfang an über seine Pfleglinge das Urtheil von Aerzten und Petition überreichten, in welcher gebeten wird, am Sonntag vor Justizbehörden zu sichern. Zunächst wird in Berlin der Anfang gemacht werden müssen, ein Bureau für un- Lehrern eingeholt, bevor er einen Beruf vorschlug. Dasselbe Ver- Weihnachten, dem sogenannten goldenen Sonntag, die Nachentgeltlichen Rechtsrath zu gründen. Das läßt sich fahren wäre vielleicht für sämmtliche die Schule verlassenden Kinder, mittags- und Abendstunden von 4 Uhr an unbeschränkt für den Verfolgendermaßen denken: nicht blos für die verwaisten, zu empfehlen, wobei das Lehrer- fauf freizugeben, da gerade die kleineren Geschäftstreibenden erEs muß sich eine größere Zahl von Rechtsanwälten dem Bureau collegium zusammen mit dem Schularzt, wenn ein solcher da ist, fahrungsmäßig in den Abendstunden den meisten Zuspruch von zur Verfügung stellen, und es wird bei der Justizbehörde die Gr- hätte aber die Sache für viele Eltern dann immer noch ihren in Erwägung ziehen und es, wenn angängig, unterstützen zu wollen, in Gutachten abzugeben und den Eltern mitzutheilen hätte. Freilich ihrem Publikum haben. Der Polizeipräsident versprach, das Gesuch laubniß nachzusuchen fein, die zu ihrer Ausbildung den Rechts- Hafen. Ueber die Wahl des Berufes entscheidet in der Regel obgleich die Bestimmungen über die Freigabe der Sonntage vor den anwälten überwiesenen Referendare ausnahmslos in diese m Bureau arbeiten zu laffen. Das Bureau ist dann in mehrere Ab- weniger die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit als Festen vom Staatsministerium getroffen wurden und für das Weihnachts allerlei äußere Umstände, die mit der wirthschaftlichen Lage fest zweifellos bereits erfolgt seien. Die Veröffentlichung derselben sei theilungen zu zerlegen, deren Thätigkeit nach Materien getrennt ist und sozialen Stellung der Eltern zusammenhängen. Trotz aller täglich zu erwarten. Der Polizeipräsident ließ sich, wie gemeldet Jede Abtheilung muß einen besonderen Vorstand haben. In die Belehrung über zweckmäßige Berufswahl darf der Ünbemittelte doch wird, von der Abordnung gleichzeitig über sonstige Wünsche des Abtheilungen werden die Anwälte und Referendare bertheilt, ihnen ist ein ist ein geschultes und bezahltes Bureau- nicht viel wählen. Im großen und ganzen muß er nehmen, was er Kleingewerbes und Kleinhandels Bericht erstatten, und es wurden personal zur Seite zu stellen. Das Bureau ist friegt; denn er ist von vornherein auf ein ganz bestimmtes, leider ihm dabei verschiedene, diese Erwerbsklassen betreffende wichtige rechtsuchenden Publikum täglich offen zu halten, für die enges Gebiet beschränkt. Und auch der„ Erziehungsbeirath" ist nicht Fragen zur Erwägung unterbreitet. Hoffentlich kommen die KleinDeckung der Unkosten wird man auf eine Unterstügung der oft in der Lage, seine Pfleglinge völlig nach Neigung und Be- gewerbetreibenden recht bald zu der Einsicht, daß die liebe Polizei Gemeinde rechnen können. Vielleicht kann auch eine geringe fähigung unterzubringen, auch er kann in der Hauptsache nichts ihnen so wenig helfen kann, wie die anderen Organe des Staates. Gebühr erhoben werden, soweit es sich um umfangreiche schriftliche anderes bieten, als das Handwerk für die Jungen und den GesindeFür den Wirrwarr im Kommunal- Freifinn ist folgende von dienst für die Mädchen. Arbeiten handelt, natürlich nur zur Dedung der Auslagen. Rechts- dienst für die Mädchen. der Berl. Ztg." erzählte Geschichte bezeichnend: Die gestrige Stadtrath joll unentgeltlich und ohne weiteres jedem ertheilt Gesuche um Befreiung von der Versicherungspflicht wegen verordnetenwahl im 6. Bezirk der 1. Abtheilung ist für die die werden, der sich als Mitglied der arbeitenden Klasse Bezuges einer den Mindestbetrag der Invalidenrente er Zustände, zur Zeit in der Freisinnigen Volkspartei ausweist, anderen nur, wenn sie ihre Bedürftigteit glaub- reichenden oder übersteigenden Pension oder Unfallrente find herrschen, ungemein bezeichnend. Es standen sich zwei liberale haft machen, wofür natürlich kein peinlicher Beweis werden nach§ 4 Absatz 3 des Invaliditäts- und Unfallversicherungs- Gesetzes Kandidaten gegenüber. Herr Baumeister Koerte und Herr Redakteur darf. Welche Bedeutung ein solches Institut haben könnte, bei der unteren Verwaltungsbehörde des Beschäftigungs- Dr. Nathan. Die Wählerversammlung war resultatlos berwies der Vortragende nach durch Erörterung des Umfangs der ortes, d. i. für Berlin bei dem Magistrat, Abtheilung für laufen, sie hatte 36 Stimmen für Stoerte ergeben, 35 für Thätigkeit der Boltsbureaus und Arbeitersekretariate, die von der Invaliditäts- und Altersversicherungsfachen, Stlosterstr. 41, Erd- Nathan, doch hatten zwei Nichtwähler fich an der Abstimmung be Sozialdemokratie, in Westdeutschland auch von konfessionellen Korpo- geschoß, nicht aber, wie es häufig geschieht, bei dem Vorstande theiligt. Dr. Nathan gehört der Freisinnigen Bereinigung an, und rationen gegründet worden sind. der Versicherungsanstalt einzureichen. Da nach Entscheidungen des es wäre deshalb begreiflich gewesen, wenn man ihn als zu weit Diese Institute verbreiten jezt schon großen Segen, wo sie nicht Reichsversicherungsamts die Befreiung erst vom Eingange des An- rechts stehend von der Freifinnigen Boltspartei aus bekämpft hätte. unter fachmännischer Leitung stehen. Diese Wirkung würde noch trages bei der unteren Verwaltungsbehörde ab ein Was geschah aber? Eine einflußreiche Gruppe des Bezirks, deren viel segensreicher werden können bei einem Institut, das von Rechts- tritt, so entsteht durch die unrichtige Adressirung des Antrages, der Seele der von den Berathungen über die Elektrizitätswerke her be verständigen geleitet und unter der Aegide der Anwaltschaft des erst an die zuständige Stelle geleitet werden muß, unter Umständen tannte Stadtverordnete Leopold Jakobi war und die den Namen Rudolf größten deutschen Gerichts betrieben würde. eine nicht unerhebliche Verzögerung der Befreiung. Virchow's, der auch zu den Wählern gehörte, als Aushängeschild beBei der Prämiirung braver Dienstboten", die der nugen durfte, agitirte für Herrn Koerte, der, wenn er überhaupt einen figende, Fr. Lina Morgenstern, wie alljährlich bei dieser Gelegenheit, demokraten" bekämpfte, der beabsichtigte, der Fit Neuen Fraktion Berliner Hausfrauen- Verein" am Dienstag vollzog, eiferte die Vor- politischen Standpunkt hat, als nationalliberal zu bezeichnen ist, indem sie Dr. Nathan von der Freisinnigen Vereinigung als„ halben Sozialin komischem Zorn gegen den Klasienhaß", der den Dienst der Linken" beizutreten. Diese Agitation 30g" unter den Wählern boten von vornherein ihren Dienst verleide und dadurch ihr Ber- erster Klasse der Bellevue- und Thiergartenstraße, und Herr Koerte, hältniß zur„ Herrschaft" so un freundlich gestalte. Den Herrschaften" der voraussichtlich der konservativ- nationalliberalen Fraktion Spinola beren Bersonal für langjährige Dienste prämiirt werden konnte, machte beitreten wird, wurde glänzend gewählt. So geschehen im Jahre sie für die von ihnen bewiesene Geduld und Nachsicht" des Heils 1898 seit Christi Geburt, im Jahre 14 seit der Entstehung ein Kompliment. Frau M. ist der Ansicht, die Dienstboten seien Die städtische Baudeputation erörterte in ihrer gestrigen, den Herrschaften" Dant dafür schuldig, daß sie so lange bei ihnen der Freifinnigen Zeitung" unter der Aegide Rudolf Virchow's. unter Borsiz des Stadtraths Voigt stattgehabten Sizung die Frage haben bleiben dürfen. Prämiirt wurden 51 Dienstboten, welche 5 Die geplante Fahr- und Fachschule für Kutscher soll mina wegen Fortführung der Kaiser Wilhelmstraße und bis 33 Jahre in ein und derselben Stellung ausgeharrt haben. Als mehr, wie der Fuhrhalter" meldet, am 1. April 1899 eröffnet Beschlußfassung über ein Angebot zur Durchführung des bereits viel- Gegenstück empfehlen wir für zukünftiae Brämiirungen eine Auf- I werden. etwa dem Justizrath Goldschmidt schloß mit einem warmen Appell Ansehen hin, die ihr aus einer solchen Initia tive erwachsen müßte. an das Pflichtgefühl der Anwaltschaft und wies auf die Zunahme von Die Versammlung beschloß, den Vortrag druck en zu lassen und ihn allen Mitgliedern des Anwaltsvereins zu übersenden. Die Debatte selbst wurde auf die nächste Versammlung vertagt. Kommunales. smi " " " - Leichtfertiger Umgang mit einer Schuhwaffe gefährdete im Anschluß an Eisenbahnlinien Zentral- Friedhöfe auf großen parlartig| Parteigenoffe einmal geirrt hat, fo foll man nicht von ihu gestern Mittwoch Mittag mehrere Personen und toftete schließlich zu behandelnden Geländen nach den Vorschlägen der fönigl. Atademie verlangen, daß er sich mitten auf den Markt ftellt, die Trommel einer das Leben. Die Damenmäntelschneiderin Frau Asch in des Bauwesens anzulegen; Der Danzigerstr. 12 durchsuchte gestern Vormittag ihre Kommode. Bororten bestehenden Begräbnißpläge fremder Kommunen oder( Seiterkeit.) Rein Fortschritt ist möglich ohne Irrthum, und wir 3. daß die zur Zeit in den Berliner rühren läßt und ausruft:„ Ich bin ein Efel gewesen!" Dabei fiel ihr ein Revolver, den sie vor zehn Jahren einmal ge- Stirchengemeinden in nicht zu ferner Zeit geschlossen werden müssen; deutschen Sozialdemokraten haben besondere Beranlassung, über die fchenkt bekommen hatte und der ganz in Bergessenheit gerathen war, 4. daß die fakultative Leichenverbrennung in Preußen freigegeben Gründe nachzudenken, die bei Bernstein zu seinem Irrthum geführt wieder in die Hände. Sie legte die Waffe, ohne sie weiter an werde; zusehen, acht und arglos neben sich. Später kam der 33 Jahre der Leichen aller an ansteckenden Krankheiten Verstorbenen erfolge und Willen. Er hat der Partei ein Opfer gebracht. Mit der Ueber5. daß beim Ausbruch einer Epidemie die Einäscherung haben. Bernstein lebt seit 20 Jahren im Ausland, nicht aus freiem alte Zuschneider Hermann Schülle aus der Zionskirchstraße 38 zu diesem Zwede schon jetzt die Einäscherungsanlagen gefchaffen nahme der Stedaktion des Sozialdemokrat" mußte er fich sagen, zu ihr. Er nahm das Ding in die Hand, betrachtete es von allen werden; 6. daß, so lange die jetzt in den Vororten bestehenden Fried- daß er das Opfer des Grils auf sich nehmen müsse. Seiten, zielte auf die Wand und drückte ab. Der Hahn knackte, aber höfe noch im Betriebe find, auf ihnen geräumige Leichenhallen, so im Laufe der Jahre auch aus dem brieflichen Verkehr immer Er ist ein Schuß ging nicht los. Er ist ja garnicht geladen," meinte weit sie noch nicht vorhanden sind, angelegt werden, und daß die mehr Schülle, legte mun der Reihe nach auf Frau Afch und drei junge Buführung der Leichen zu denselben nur während der Nachtzeit er- daß er die Fühlung mit der Partei etwas herausgekommen, und es ist nur зи erklärlich, Mädchen an, die bei ihr nähten, und drückte noch viermal ab, ohne folgen darf, öffentliche Leichenzüge aber berboten werden.mung und verloren hat einen anderen Erfolg als beim ersten Male. Nun setzte sich der Mann die zu anderen Ansichten über die Tattit gekommen ist. Waffe an die rechte Schläfe, um sich mal selbst zu erschießen", wie er gehalten worden. Die beiden fünfzehnjährigen Burschen, die mit Machtmitteln, die uns gegenüber stehen, bestimmt. Die englischen Zwei ,, Weltumfegler" find am Dienstag in Spandau an- Die Lattik ist ja nichts Feststehendes, sie wird ja stets von den scherzend sagte. Aus dem Scherz aber wurde bitterer Ernst. Schülke ber Bahn angekommen waren, hatten sich Fahrkarten nach Hamburg Verhältnisse sind von den unsrigen durchaus verschieden. Er hatte drückte wieder ab, es krachte ein Schuß und der Mann brach zu gelöst und machten sich auf dem Bahnhof durch größere Geldaus die ruhigere Entwickelung in England vor Augen. Andererseits Tode getroffen zufammen. Bevor Frau Asch und die Mädchen sich gaben verdächtig. Der wachthabende Polizeibeamte forschte sie aus mußte das starke Betonen des sozial- revolutionären Elements in von ihrem Schrecken erholt hatten, war er schon todt. Die Leiche und erfuhr, daß sie vorhatten, die größten Städte der Welt zu be- einem Theile der Parteipresse und wieder in der bürgerlichen Breffe wurde um 2 Uhr nach dem Schauhaufe gebracht. Eine Untersuchung suchen". Bon Hamburg wollten sie zunächst nach London. Die die fortwährenden Drohnngen mit dem Staatsstreich und dem Gebrauch des Revolvers durch die Polizei ergab nun, daß die Trommel noch beiden Weltreisenden waren, wie sich später herausstellte, aus Callies bes Militärs gegen den inneren Feind in ihm irrige Vorstellungen von den fünf scharfe Patronen enthielt. Diese fünf hatten versagt, erst der( Kreis Dramburg) in Pommern; der eine, Buchdruderlehrling Aug. Verhältnissen in Deutschland erwecken. Er konnte schließlich glauben, sechste Schuß war losgegangen. Frau Afsch und die drei Mädchen Brochnow, hatte seiner Mutter 400 M. entwendet und dann in De- in Deutschland bestehe eine Blanquiſtiſche Richtung und hielt sich hatten also nach einander in Lebensgefahr gefchwebt. Schülke war gleitung feines Schulfreundes Schwandt die große Reise angetreten. verpflichtet, die Genoffen zu warnen, ihre eigene Kraft zu überNach einem Streite mit seiner Frau erhängte fich gestern nachrichtigt worden. Die Eltern sind von der Polizei, welche die Burschen festnahm, be- fchäzen; er glaubte ihnen fagen zu müssen, daß die Verhältnisse nicht so weit gediehen sind, daß der Zusammenbruch nahe bevorstehe. der Fischhändler Heinrich Kröll aus der Landsberger Allee 144. Auslos Bernstein spricht von dem Anschwellen des demokratischen Gedankens auch aus englischen Verhältnissen heraus, er verkennt die Unfähigkeit des deutschen Bürgerthums. Es ist mir sogar berheirathet. Auf dem Wege zur Polizeiwache, auf die man ihn feiner eigenen Sicherheit wegen bringen wollte, ist gestern Abend der Handelsmann Emil Krolow aus der Landwehrstr. 32, wahrscheinlich an Alkoholvergiftung, gestorben. " " Versammlungen. ver= Schon 1869, als Liebknecht seine Aufsehen erregte gestern Morgen in der Kanonierstraße der Selbstmord eines jungen Bankbeamten. Der 31 Jahre alte Karl Hoffmann, der seit mehreren Jahren bei der Deutschen Bank angestellt war, schoß sich in seiner Wohnung, Kanonierstr. 31/32. cine Dienstag eine Beriammlung ab, in welcher Genosse Richard ein solch großer politischer Machtfaltor wie bei uns. Der Wahlverein im 2. Reichstags- Wahlkreise hielt am zweifelhaft, ob dort die Bourgeoisie nicht auch ein anderes Gesicht zeigte, wäre die Arbeiterklasse auch in England Revolverkugel in den Kopf. Hoffmann hatte sich überarbeitet. Er Fischer über das Thema:" Die Taktik der Partei" referirte. ein solch großer politischer Machtfaktor wie bei uns. Bernlagte feiner Birthin wiederholt über Kopfschwäche und fürchtete, Der Vortragende wies in der Einleitung seiner Rede auf die Debatten ſtein fagt: Durch die Demokratie geht der Weg zum Siege, geistestrant zu werden. Um dem zu entgehen, werde er sich wohl des Stuttgarter Parteitages über die Frage der Taftit hin und wir sagen, erst mit dem Siege des Proletariats werden wir zur noch das Leben nehmen. Seine persönlichen und dienstlichen An- führte dann etwa folgendes aus: Erstaunt war ich, als ich nach wahren Demokratie gelangen. Ob der Sieg durch Katastrophen oder gelegenheiten waren in bester Ordnung. dem Parteitage in einzelnen Parteiblättern las, daß in bei ruhiger Entwickelung errungen werden wird, ist heute faum zu Τας, δαβ Verschwunden ist seit Montag die 15 Jahre alte Tochter Stuttgart die Partei wieder einmal vor der Versumpfung fagen. Wenn Bernstein sich gegen Stautsty's Katastrophen- Theorie Martha der Buzer Stod'schen Eheleute aus der Graudenzerstr. 11. gerettet, daß dort glücklicherweise der Klassencharakter der wendet, so möchte ich mich mehr auf Bernstein's Seite stellen. Sie war seit acht Monaten in der Straußfedernfabrit von Freystadi Partei gewahrt worden sei. Ich hatte, offen gefagt, der Stutt Ich glaube nicht, daß, wenn in Italien oder Spanien heute in der Kommandantenſtr. 80/81 beschäftigt. Die Vermißte ist für garter Diskussion nicht diesen Werth beigelegt, ich hatte freilich auch Statastrophen eintreten, daß durch sie das Proletariat dort ihr Alter groß und kräftig entwickelt, hat dunkelblondes Haar und nicht das Gefühl, daß die Partei irgendwie in Gefahr sei und daß Desterreich zusammenfällt, so wird dort die erste Folge für zur politischen Macht gelangen wird. Wenn zum Beispiel eine Narbe an der rechten Seite des Halses und trägt ein graues wir es nun sozusagen den Gänsen auf dem Kapitol und ihrem GeJacket, einen schwarzen Rock, eine rothe Blouse und einen rothen Hut schnatter zu danken haben, wenn die Partei vor Unheil bewahrt gehat Bernstein gewiß recht, sowie er unrecht hat mit der Theorie der Deutschland das Aufflammen des nationalen Geistes sein. Darin mit schwarzem Bande. blieben ist.( Heiterkeit.) Ich habe geglaubt, der Streit um die aber nicht seine Begründung darin, daß etwa im prattischen abgesehen von England und der Schweiz? Bernſtein sagt, die ZuTattit sei diesmal mehr ein Streit der Theoretiker unter sich, habe fortgeschrittenen Länder. Wo sind denn diese fortgeschrittenen Länder, Kampfe der Partei Kleinbürgerliche Gesichtspunkte zu tage pizung der gesellschaftlichen Verhältnisse ist nicht in der Weise ergetreten seien. Der Klassenstandpunkt ist auch nie folgt, wie sie das Kommunistische Manifest vorausgefagt hat, die lassen worden, Der Verein„ Canaria", wird feine diesjährige Ausstellung, welche mehr zum Ausdruck gekommen schon durch das Verhalten der Entwickelungsfähigkeit des Kapitalismus und die Vermehrung des ja er ist je länger die Partei besteht, je Bahl der Besitzenden ist nicht fleiner, sondern größer geworden. Die bom 10.- 13. Dezember cr. Niederwallſtr. 11 stattfindet, nicht allein von Gegner Zur Zeit der Eisenacher waren die Kleinbürgerlichen Glemente Reichthums hat in ganz ungeahnter Weise stattgefunden. Für Amerika ihren Mitgliedern mit Kanarienfängern befchicken lassen, sondern auch sämmt: liche Arten hiesiger Waldvögel und Eroten in großer Anzahl und vorzüg: in der Partei entschieden zahlreicher als jest. Es giebt jezt freilich ist dieser Saz gewiß haltlos, für Deutschland aber in gewissem Maße lichen Exemplaren zur Schau bringen. Ein weiterer Anziehungspuntt Leute, die die Begriffe radikal und gemäßigt mit proletarisch und richtig. Aber was hier Bernstein sagt, widerspricht garnicht der Ausstellung dürfte die von der„ Nymphaea alba", Berein für Aquarien" leinbürgerlich identifiziren. Ob aber einer radikaler oder gemäßigter unserer grundsäßlichen Auffassung. Die kapitaliſtiſchen Kräfte haben und Terrarienfunde, welche sich der„ Canaria" angeichlofien, zur Schau ge- ist, ist meist Sache des Temperaments, es kommt auf die politischen fich eben im Reiche mehr entfaltet, als vor 50 Jahren, ja, vielleicht brachte Anzahl von Aquarien mit ihrem lebenden Juhait bilden. Die Direktion des Schiller- Theaters schreibt uns: Die erste der Denn auch bei uns gilt der Satz, wie es in den Wald hineinschallt, nur vorübergehend. Bernstein übersieht auch, daß, trotzdem sich auch Zeiten an, auf das Verhalten der Regierung 2c.( Sehr richtig.) noch vor 20 Jahren geahnt wurde. Aber der heutige Stand ist doch Sottotümlichen Sun- Ausstellungen, die das Schiller: so schallt es auch heraus. Diejenigen, die in der Partei flein- das Proletariat in ungeahntem Maße vergrößert hat, daß auch die Theater im Bürgerfaale des Rathhauses veranstaltet, findet Sonntag, den bürgerliche Tendenzen wittern, flagen über den Rückgang der Proletarisirung der Mittelschichten gewachsen ist. Dem Aufschwung 27. Stovember, von 2-6 Uhr nachmittags statt. Damit die Eintritistarten theoretischen Bildung in der Partei. Diese Klage ist aber ganz un muß ein Rückschlag folgen, der Mittelstand wird dabei einer großen in die Hände derjenigen kommen, für die die volksthümlichen Kunst- Ausstellungen in erster Linie gedacht sind, ist die Direktion des Schiller- Theaters berechtigt, die theoretische Bildung ist allenthalben schon durch das Erschütterung ausgesetzt sein, denn er lebt heute mir vom Kredit. mit vielen Bereinigungen in Verbindung getreten und hat in den ver: höhere Niveau der jetzt erscheinenden Parteiblätter und sonstigen was Bernſtein von der Veränderung in den Mittelschichten fchiedenen Stadttheilen Berlins Bertaufsstellen errichtet. Der Eintrittspreis Literatur größer geworden und der Standpunkt Bernstein's hat desjagt, ift gewiß nicht ganz richtig. Der neue Mitteltoftet bekanntlich einschließlich Garderobe nur 20 Pf., so daß die Aus: halb keinen größeren theoretischen Streit entfacht, weil man stand, der sich gebildet hat, die Ingenieure, Werksleiter, stellungen jedermann zugänglich sind. Es werden in diefer ersten Serie fein Bedürfniß für diesen Streit empfunden hat. In den Polemiken Geschäftsbeamten 2C. find schließlich doch nichts anderes 40 Kunstwerte allererster Meister Liebermann, Meyerheim, Normann, Pape, Starbina, Uhde, Vogel 2c. 2c. Begas, Gerter, Klein, Leistikow, Lessing, gegen Bernstein ist aber auch viel Unkenntniß der Parteigeschichte als besser bezahlte Lohnarbeiter, die gar kein Interesse an der zur Ausstellung kommen. Der Künstlerische Leiter der volkstyümlichen Kunst- Arbeiterzeitung" hat in ihren Streitartikeln gewiß manches An- Ich möchte resumiren: Bernstein's Ausführungen find theoretisch und auch sonst viel Irrthümliches mit untergelaufen. Die„ Sächsische Aufrechterhaltung der privatkapitalistischen Produktionsweise haben. Ausstellungen wird während der ganzen Zeit zugegen sein, um jedermann Auskunft zu geben und Fragen zu beantworten. Ein systematischer, aber regende zu Tage gefördert; im ganzen halte ich es für gut, daß die diskutirbar, ohne daß durch die Diskussion der Partei eine Gefahr durchaus vollsthümlicher Bortrag wird jedesmal die Ausstellung einleiten, Partei nicht auf den dort entfachten Streit hineingefallen ist. Wenn droht. Wir sind eine einheitliche Partei nie geweſen in dem Sinne, so daß auch der Besucher den vollen Genuß der ausgestellten Werte haben kann die Sächsische Arbeiterzeitung" behauptet, vom Jahre 1868 bis 1891 daß über theoretische und praktische Fragen alle einer Meinung geTheater. Das Schiller Theater bringt nächsten Sonntag Nach habe die Frage der Betheiligung an den Wahlen einen Streitgegen- wesen find. Nur über das Endziel, das kapitalistische Lohnmittag zum ersten Mal in dieser Saison eine Aufführung von Shakespeare's stand in der Partei gebildet, so verräth sich darin eine totale Un- ſyſtem zerbrechen, find wir stets einig gewesen. Luftspiel Was ihr wollt", Sonntag Abend wird Die Haubenlerche ge: tenntniß der Parteigeschichte. Alle Theorien haben gewechselt, die Befreiung von der geben. Die erſte Auffithrung von Anzengruber's Boltsſtlick„ Das vierte Broschüre gegen die parlamentarische Thätigkeit schrieb, war ohusklaverei war aber stets unser Ziel. Als ich vor einem Gebot" findet, wie bereits mitgetheilt wurde, morgen, Freitag, statt. Deutschen Theater spielt aut nächsten Montag Josef Kainz zum Im die Frage in der Partei entschieden. Streit war höchstens Vierteljahrhundert in die Partei eintrat, da glaubte ich die Katastrophe ersten Male wieder nach seiner Rückkehr vom Wiener Gastspiel bie Titel: darüber, ob man die Betbeiligung mur agitatorisch aus- näher und meinte, die Entscheidung werde fallen wie 1848 im rolle in Cyrano von Bergerac". Im Louisen Theater hat am nugen oder auch praktisch thätig sein solle. Der Artikel spricht seine Schrift„ Die Klassentämpfe in Frankreich" endgiltig abgethan Barrikadenkampfe. Diese Ueberzeugung ist von Engels 1895 durch Freitag bie Soubrette Anna Müller ihr Benefiz. Gegeben wird Bium's dann weiter von einem linken Flügel der Partei, der zum worden. Auch sonst haben wir uns geändert. Das eherne LohnRegimentstochter". Der Storchmensch Noissé verläßt mit Ablauf dieses Anarchismus neigte". Einen solchen Flügel hat es in der Partei Wronats das paffage- Panoptikum. Für Dezember ist ein neues nie gegeben, selbst nicht in den schlimmsten Zeiten des Sozialisten gefeß wie der Say Die Quelle allen Reichthums iſt die Arbeit" Programm zusammengestellt. Feuerbericht. Seit mehreren Tagen erfreut sich die Feuerwehr der Reichstags- Tribüne allgemein erkannt. Der Artikel jucht dann fein Verbrechen am Geiste der Partei, wenn man bezweifelt, ob diese gefezes. Gerade damals wurde die Nothwendigkeit der Benutzung find über Bord geworfen. Die Krisentheorie ist aufgegeben. Heute haben wir die Elends- und Katastrophentheorie. Aber es ist auch einer verhältnißmäßigen Ruhe, da innerhalb 24 Stunden stets nur nachzuweisen, daß die Parteitage fast immer dem Bestreben der zwei bis vier Alarmirungen erfolgten und meistens noch aus gering- Führer, allzuviel praktische Politik zu treiben, entgegengetreten Theorieen der Weisheit allerletzter Schluß sind. Freiheit der Diskussion fügigen Veranlassungen, so daß die Wehr nur selten in Thätigkeit sind. Er rechnet dahin die Debatten in Erfurt gegen muß innerhalb der Partei gewährleistet sein. Was fest steht ist der trat. Mittwoch früh mußte Markgrafenstraße 6 ein Keller- Bollmar's Politik der offenen Hand, die Debatten in Berlin Saz von Mary: die Befreiung der Arbeiterklasse müsse das Werk der brand beseitigt werden. Der verursachte Schaden ist nicht erheblich. über den Staatssozialismus, in Frankfurt über die Budgetbewilligung haben wir noch, den Klassencharakter der Partei lassen wir nicht verArbeiter selbst sein. Dieses felsenfeste Vertrauen in unsere Sache Dienstag Abend ging Alte Schönhauserstraße 5 ein Bosten der Bayern, in Breslau die Debatten über das Agrarprogramm. wifchen. Ich glaube nicht an solche böse Absicht auf der einen Seite Wäsche in Flammen auf. Griebenow straße 1 und Große In Wirklichkeit aber mußte das Verlangen der Genossen nach ver- wischen. Ich glaube nicht an solche böse Absicht auf der einen Seite Hamburgerstraße 4 erfolgten unbedeutende Zimmerbrände, mehrter parlamentarischer Thätigkeit, das sich in zahllosen Anträgen falsche Wege führen lassen, es würde gegen ihr eigenstes Interesse und habe das Vertrauen, die Arbeiter werden sich niemals auf während Fruchtstraße 35 ein Küchenbrand entstand. In den kundgab, auf allen Parteitagen, auch in Stuttgart, von der Partei sein. Ich sehe, wie gesagt, gar keine Gefahr für die Partei und zuletzt genannten Fällen war die Gefahr bei Aukunft der Wehr be- leitung gedämpft werden. Ich behaupte, nirgends ist über den Auf- wird einmal eine irrige Ansicht laut, so braucht man nicht gleich mit reits beseitigt. gaben des Tages das Endziel in der Partei hintangesezt worden. Ich sehe in der Partei nicht die kleinbürgerlichen Tendenzen, die erst allen Glocken läuten und allen Trommeln trommeln, wir können sie fürzlich noch der Berliner Korrespondent der Leipz. Voltsztg." konstatirt im Vertrauen auf unsere Stärke ruhig diskutiren. hat. Der Korrespondent der Leipz. Volksztg." erklärt sie sich aus dem Die Versammelten folgten den 13/ 4stündigen Ausführungen mit Anz Köpenick wird uns berichtet: Die hiesigen Stadt Sinüberziehen von Elementen aus fleinbürgerlichen Geſellſchafts- größter Aufmerksamkeit und spendeten am Schluſse stürmischen Beifall. berordneten Wahlen find für unsere Parteigenossen treisen. Vor sieben Jahren ist der gleiche Vorwurf von den Un- Eine Diskussion wurde nicht beliebt. ungünstig ausgefallen. Ungünstig ausgefallen dadurch, daß der abhängigen erhoben worden. Diese wiesen aber auf die fetten Zum nächsten Punkt der Tagesordnung„ Verschiedenes" richtete ganze offiziöſe Apparat ben vereinigten bürgerlichen Parteien" als Parteiposten, auf die Budiker und Zigarrenhändler in der Partei Genosse Reiniam einen Appell an die Genossen des 2. Wahl" Wahlhilfe" zur Verfügung stand und ein großer Theil der Wähler hin, welche die fleinbürgerlichen Elemente in der Partei feien und im Hinblick auf die zu erwartende Ersatzwahl zum Reichstreises. die Organisation thatkräftig zu freises, die feine Wahleinladung vom Magistrat erhalten hatte. Vielfach konnte gar tein Sutereffe mehr an der Aenderung der heutigen Gesellschafts- tage ja in der Kleinarbeit der Agitation von Haus zu Haus, zu unterstützen und auch diesen Wählern auf ihre Nachfrage beim Magistrat vor den steinteresse Wahltagen nicht einmal die Wahlnummer genannt werden, weil ordnung hätten. angeblich die Wählerliste fich nicht mehr auf dem Nathhause befand. müßten doch bei der Agitation für die Reichstagswahlen aufeinander Bahlvereins, für möglichst zahlreiche Vorträge von dem Gehalt des Beständen wirklich diese beiden Richtungen in der Partei, fie von und zu Mund nicht zu erlahmen. Er bat den Vorstand des Weiter kommt noch hinzu, daß die vereinigten bürgerlichen Parteien" geplagt sein. Allerdings gehen Vertreter des revolutionären Tons eben gehörten Sorge tragen zu wollen. Der Vorsitzende Gruske es verstanden hatten, fich in den Besitz einer Abschrift in der Partei soweit, zu behaupten, daß der Ausfall der Wahlen fügte diesem Appell noch kräftige Mahnworte ähnlichen Inhalts der amtlichen Wählerliste zu setzen, die unseren Parteigenossen mangelte. Davon beeinflußt worden sei, daß man zu gemäßigt oder flein hinzu und schloß die Versammlung nach 11 Uhr abends. Auch das Schwenken des rothen Lappens trug das seine dazu bei. bürgerlich agitirt habe. Sie verweisen auf die Erfolge in Dresden, Der Wahlverein für den sechsten Reichstags- Wahlkreis Es soll jedoch auch nicht vergessen werden, auf die Lässigkeit unserer wo die radikale Sächsische Arbeiterzeitung", und auf die Verluste in hielt am Montag eine gut besuchte Versammlung in der NordBarteigenoffen hinzuweisen, die mit Leichtigkeit die wenigen Stimmen, Berlin, wo der gemäßigte waschlappige"" Vorwärts" tonangebend deutschen Brauerei ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung beantragte die uns an der absoluten Majorität fehlten, hätten aufbringen war. Die Reichstagswahlen geben dieser Annahme auf den ersten Blick und begründete Genosse Augustin folgende Resolution:" Die recht. Bei näherem Studium der einschlägigen Verhältnisse tommt Versammlung hat mit Entrüstung Kenntniß genommen von dem im Das Stimmenverhältniß stellt sich etwa folgendermaßen: Es man freilich auf ganz andere Ursachen des verschiedenen Wahl Vorwärts" veröffentlichten gerichtlichen Urtheil, wonach ein Maurer, erhielten unsere vier Kandidaten durchschnittlich jeder 597 Stimmen, ausfalls. Die Ursache ist in der Verschiebung der Bevölkerung zu der aus Anlaß einer Lohnreduktion zum Unternehmer gesagt haben die Kandidaten der Gegner 645 Stimmen. Die Wahlbetheiligung fuchen. Das Anwachsen der sozialdemokratischen Stimmen zeigt sich foll: Wir werden dafür sorgen, daß Sie keine anderen Leute bekommen", felbst war gegen die vorjährige Wahl bedeutend gewachsen. Die überall in großem Umfange an der Peripherie und in den Vororten mit 6 Monaten Gefängniß und 3 Jahren Ehrverlust bestraft worden Gegner haben einen Zuwachs gegen die vorige Wahl von der großen Städte, während die inneren Stadttheile immer mehr ist. Die Versammelten erklären, daß dies Urtheil im krassen Widers 103 Stimmen, während die sozialdemokratischen Stimmen um 127 fozusagen entproletarifirt werden. Redner zeigt dies an der Zuspruch mit dem§ 152 der Gewerbe- Ordnung steht, fie fordern unsere zunahmen. Leicht ist den Gegnern der Sieg nicht gemacht. fammenstellung der Reichstagswahl- Ergebnisse in den Wahlkreisen Abgeordneten auf, im Reichstag dafür Sorge zu tragen, daß solche Da eine Dresden, Leipzig, Berlin, Teltow- Beeskow, Nieder- Barnim und und ähnliche Urtheile, welche jedes Rechtsgefühl des Volkes unters große Zahl von gewichtigen Gründen vorliegen, so dürfte der beHamburg. graben, genügend gekennzeichnet werden." Die Resolution fand eine absichtigte Wahlprotest Erfolg haben und eine Neuwahl ang eordnet Ich komme nun zu den Bernstein'schen Artikeln. Ich gestehe, stimmige Annahme. Darauf ergriff Genosse Liebknecht das werden, die hoffentlich einen anderen Ausgang nimmt. als ich den Artikel las, wurde ich auch stußzig; beim ersten Hören des Wort zu einem Vortrage über die Lehren, welche wir aus Gegen die Anlegung der Berliner Kirchhöfe in den Vorort- Briefes, den Bebel in Stuttgart vorlas, glaubte ich eine Absage an dem Ausfall der Landtagswahlen zu ziehen gebieten hat vorgestern Abend der„ Verein Berliner Vororte" im die Partei herauszuhören, als wollte Bernstein sagen: hier stehe ich, haben. Den Bericht über diese Rede und die Debatte, welche sich Brälaten" am Alexanderplatz Stellung genommen. Nach längerer ich fann nicht anders. Aber ich bin bei näherer Bekannt daran knüpfte, verschieben wir wegen Stoffandranges auf die morgige Debatte wurde folgender Antrag angenommen: 1. Der Verein hält schaft mit den Artikeln und dem Briefe doch anderer Meinung Nummer. es aus hygienischen Rücksichten und angesichts der Entwickelung der geworden und möchte nicht mit in den Ruf derjenigen Die Gründung einer Sektion der Schlächtergesellen wurde Berliner Bororte für geboten, daß erstens eine weitere Anlegung einstimmen, die in Bernstein schon einen Parteiverräther und nur im Verein ,, Arbeiterschutz" am Sonntag, den 20. November, vollvon Kirchhöfen fremder Kommumen und Kirchengemeinden in den einen zahmen Sozialreformer sehen, wie das z. B. Plechanow gezogen. Die Versammlung war recht zahlreich besucht und nahmen Vororten von den Staats- Aufsichtsbehörden nicht mehr genehmigt than hat. Bernstein hat auf die Angriffe hin erklärt, er wolle die an derselben auch mehrere Anhänger unserer Gewerkschaften theil. werde; zweitens daß die Stadt Berlin und die dahin zu Partei durchaus nicht vom Klassentampf abbringen und ich meine, Nachdem ein Herr Tschab die Gewerkschaftsorganisation auf christ einigenden Berliner Kirchengemeinden von den Staatsaufsichts der beste Interpret seiner Artikel ist doch Bernstein selber. Dem licher Grundlage befürwortet hatte, wendeten sich Keßlinke und einige behörden angehalten werden, sofort in weiter Entfernung von Berlin fliehenden Feinde soll man Brüden bauen, und wenn sich ein andere Redner gegen die neue Organisation, die sie als eine tönnen. Aus den Nachbarorten. " " 21 33 Schul " " " Jm Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung 8. Stügelmaier, Grimmstr. 39. Nur für Invaliditäts- und Altersverficherung: B. Keller, Rirborf, Pannierstr. 58, Hof part. Jm Süd Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänet, Solmsstr. 44. Im Nord- Westen: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: M. Stephan, Curhafenerstr. 2. Nur für Invaliditätsund Altersversicherung: R. Rehbein, Rostockerstr. 43. C. Guse, Rostockerstr. 43. Im Nord- Osten: Nur für Unfallversicherung: E. Löffler, Wadzeckstr. 15, vorn part,( abends 8 Uhr). G. Günther, Greifswalder straße 8, II tints. Im Zentrum: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung A. Sattler, K. Hamburgerstr. 2. Bei sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier keine Sprechzeit angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. Briefkasten der Redaktion. ir Schwächung der Gewerkschaftsbewegung bezeichneten. Während ber- Kornblume", Golb, Gr. Frankfurterstr. 133. Sängerhort", Biebehenfchet, Versammlung waren Listen zum Einzeichnen in die neue Organi- Mariannenſtr. 48. Liebes- Echo", Drathschmidt, Stalizerstr. 102. fation herumgegangen, in die sich mehrere der Versammlungstheil- Oberon", Gründer, Röpniderstr. 100. Sorgenfrei", Möhring, Admiralstr. 18c. nehmer einzeichneten. Morgengrauen"( Bäcker), Neumann, Brunnenstr. 150( nachm. 4-6 Uhr). Eine Volksversammlung für Treptow, Baumschulenweg, ftraße 61. Süd- Ost II", Ludwig, Wrangelstr. 86. Möbelpolirer“, Kautsch, Frucht Fortschritt", Peutert, Köpnickerstr. 38. Johannisthal und Umgegend, in der der Reichstags- Abgeordnete Wilmersdorf, Volksgarten, Berlinerstr. 40. Bereinigte Sänger", " Gerstenähre", Sommer, GrünBebel über: Die gegenwärtige Lage" referirte, tagte am ftraße 21. Waldiapelle", Waldiapelle", Krüger, Seydelstr. 30. Vorwärts IX., CharDienstag bei Speer, Baumschulenweg. In dem 1/8 stündigen Vor- tottenburg, Bismardshöhe, Wilmersdorferstr. 39. Liederlust II", Rempfer, trage entrollte der Referent ein hochinteressantes Bild über die Woabit, Beuſſelſtr. 25. Oranienburger Vorstadt", Dieke, Aderstr. 123. derzeitige Weltlage. Nach einer eingehenden Schilderung der wirth" Steinnelte", Sachs, Lindowerstr. 26. Arbeiter- Gesangverein Freiheit III", Bernau, Elysium, Berliner Thor. schaftlichen und politischen Verhältnisse in Deutschland, über die" Ergebnisse der Handels- und Zollpolitik und über die Interessen im Vereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener: Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Deutschlands auf dem Weltmarkte erörterte der Referent unter Straße 80, 2. Sof. Donnerstag: Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, anderem die Wirkungen des Krieges Spaniens mit den Ver- Straßburgstraße 66.„ Pfeifendeckel", Trichter, Fruchtstraße 69. Chisten Staaten, die von den Großmächten beabsichtigte Auftheilung bumuorittae ad, Stamphaufenstraße 3." Glühlicht II", Burmann, China's zum Zwecke der Schaffung von neuen Abjaggebieten Gemüthlichkeit II", Grazig, Wrangelstraße 21. Liebenwalderstraße 27." Tabakblüthe", Schulz, Bernauerstraße 91. für deren Industrieprodukte und die durch die jüngsten Ereignisse Schulstr. 21, " Tegeler Alpen", Franke, geschaffene, völlig veränderte politische Konstellation der verschiedenen Kornblume II", Charlottenburg, Gembries, Wallstr. 99. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Staaten. Er besprach sodann das bekannte Abrüstungsmanifest des Bier, Alte Jakobstr. 119. Morgengrauen", Brinkmann, Elbingerstr. 17. Wahrer Jakob", Freitags abends von 72 bis 8% 1hr abgehalten. Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, StraßburgBaren, wobei er der Meinung Ausdruck gab, daß dieser Plan ledig- straße 56. C. Hd. Erhalten. Dank. Haben Sie auch in Washington einen " Kamerun", Kupfer, Borndorferstr. 2. Glühlicht I", Bruder? W. 2. lich veranlaßt wurde durch den Umstand, daß Rußland der Ruhe Neu- Weißensee, Stegemann, Streuftr. 3.„ Edelweiß", Charlottenburg, C.. 66. 1. Deutsche Münzstätten sind: A Berlin, B Hannover bedürfe und für eine Reihe von Jahren größere Aktionen vermeiden Kuhlmey, Kaiser Friedrichstr. 50 a.„ Südwest", Nize, Simeonstr. 13. ( 1878 aufgelöft), C Frankfurt a. M.( 1880 aufgelöst), D München, wolle, um Zeit zur Regelung der inneren Verhältnisse zu gewinnen, unverzagt I", Lehmann, Koppenſtr. 17. Grüner Hain", Barts, E Dresden, F Stuttgart, G Karlsruhe, H Darmstadt( seit 1883 außer Be die angesichts der wirthschaftlichen Nothlage der Bevölkerung eine Nixdorf, Brotmann, Hermannfir. 39. Cotheniusstr. 3." Veronika", Weber, Görligerstr. 33b." Feste Brüder", trieb), J Hamburg. 2. Daß Bahnhalsbänder anderen Leuten, als den Fa Gefahr für das kolossale Reich bilden. Der Redner wendet sich brifanten helfen, bezweifeln wir. 3. Charlottenburg hatte bei der Voltshierauf der geplanten Anarchisten- Konferenz zu, wobei er die Berein Unter Uns", Fischer, Beuffelstr. 66. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Gefelliger zählung 1895 132 393 Ginwohner, es erhielt im Jahre 1721 Stadtrecht. elenden Zustände, unter Orchesterverein Allegro", 4) Das Jahr 1900 ist kein Schaltjahr. 5. Die Frage betref das beste welchen die Bevölkerung in dem Richter, Dresdenerstr. 116. Rauchtl.„ Süd- West", Michaelis," Simeon Buch über bie beutſche Costalbentotratte ist untlar. Wollenber von der Natur so außerordentlich bevorzugten Italien zu leiden straße 13. Rauchfl. Kernfpize", Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Statklub die historische Entwickelung der Partei unterrichten, so emp hat, schilderte. Er wies darauf hin, daß Italien die größte Zahl der Unter Ung", Bauer, Eisenbahnstr. 7. Orchesterchor„ Vorwärts", Rixdorf, Ihnen die Geschichte der deutschen Sozialdemokratie von Franz Mey... Attentäter geliefert, daß die standalösen Maßnahmen der italienischen Sängerfreis"( Musikinstrumenten- Arbeiter), Raabe, Fichteſir. 29.- Ruderv. Victoria Säle, Hermannstr.. Statti.„ Süd", Krebs, Boechstr. 21. Gefangv. 36 Hefte à 20 f. Regierung diese zur Verzweiflung getriebenen Menschen geradezu" Vorwärts", Luisenhof, Buckowerstr. 9. Stattl.„ Gemütht. Ramsch", Jonas, im Inseratentheil gebracht werden. Ebert. Die Mittheilung kann in der von Ihnen beliebten Form nur gezüchtet und damit andere Länder überschwemmt hat und folgedessen Blumenstr. 21a. Stattl.„ Grand- Schwarz", Stein, Christburgerstr. 47. ausschließlich die italienische Regierung für die Vorkommnisse ver- Gesangv.„ Eintracht", Mauß, Schönhauser Anee 139. 6. S. 48. 1. Ja. 2. Jst der Sachverhalt näher anzugeben. Pohl. antwortlich sei. Eine Diskussion über den mit lebhaftem Beifall auf- forge", Münsberg, Louisenufer 52. Rauchflub Ohne Schriftliche Antwort geben wir nicht. Die Marke steht Ihnen zur Ver Gesango. Ritterhof", Bubeil, Linden- fügung. Sie müssen die Frau zur Rückkehr auffordern, sodann gerichtlichen genommenen Vortrag wurde nicht beliebt. Nachdem der Vorsitzende straße 106. Pflanzerv. Beilchen". Rirdorf. Jeden Donnerstag nach dem Rückkehr- Befehl beantragen. Dann ist zum Sühnetermin zu laden. Hierauf zum Anschluß an die politische Organisation und zum Abonnement 15. Elſenſtr. 73. Tanzki.„ Union", jed. Donnerstag nach dem 1. u. 15. Perle fann die Klage eingereicht werden. N. N. 2. J. B. 20. Ja. des Vorwärts" aufgefordert hatte, erfolgte Schluß der sehr start bergerstr. 23. Musikv. Harmonie", Brizerstr. 19. Schachtl. Nordstern", Wiederholen Sie jetzt beide Fragen noch einmal. 95 G. 23. Werden besuchten Versammlung mit einem begeisterten Hoch auf die Sozial- Kosad scher Bläserchor", Genz, Kolbergerstr. 2. Fennstr. 3. Berliner Schachverein", Kommandantenstr. 20. Musikv. Sie Preuße. Dann bedürfen Sie der betreffenden Urkunde nicht. demokratie. Stattl. Karo Sieben", W. D. 1007. Kürsten, Koppenstr. 28. Gefango. Hoffnung", Friedrichsberg, Frey, der Betreffende seinen Wohnsitz gehabt hat. Wiederholen Sie die Fragen unter Angabe, wo Friedrich- Karlstr. 34. 6. K. Läßt sich Theaterv. Edelweiß", Altmann, Neue Hochstr. 49. vor Zusammentritt des Reichstags nicht beantworten. 100. Ja. Vergnügungsv. Glocke", Lerche, Rüdersdorferstr. 3. UJ Arbeiter Turnerbund. Donnerstag: Turnv." Fichte", Berlin, Postfrau. Kann richtig sein. R. 1898. 1. Nein. 2. Nein. 3. Nein. 4. Nein. 100, Rothe abbs. von 8-10 Uhr: 7. Männer- Abth., Reichenbergerstr. 131; 2. Damen: 3. Nein. 4. Für den Ehemann haftet sie nicht. C. 100. Beim Untersuchungsrichter. Abtheilung, Ackerstr. 67. 5. G. 33. 1. Ja. Arbeiter- Radfahrerverein Berlin. Monatsversammlungen: Be wöchentlicher Kündigung. Dies gilt für beide Theile. 3. Kommt darauf 2. Jimmer nur zum Ersten jeden Quartals nach vorausgegangener sechszirk I", jeden 1. Donnerstag, Wilte, Andreasstr. 26. Bezirk II", jeden an, ob die Arbeit dringlich ist. 4. Ist nicht einflagbar. 2. Donnerstag, Raabe, Kolbergerstr. 23. Bezirt III", jeden 3. Donnerstag, Mädchen soll in die Sprechstunde kommen. G. G. 17. Das Ewald, Schönleinstr. 6. Hauptversammlung", jeben 4. Donnerstag, Wilte da die speziellen sächsischen Geseze hier nicht bekannt sind, an die„ Leipz. Volksztg. M. M. Wenden Sie sich damit, Andreasstr. 26. W. E. Tiljit. Zum 1. jeden Monats bis zum 15. Kahn. Wenn Le Cercle de Conversation Française s'assemble touts les jeudis Sie die Aeußerung durch eidesstattliche Versicherung glaubhaft machen soir à 9 h. dans son local„ Zum Patzenhofer, Leipzigerstr. 136. fönnen, werden Sie einen Arrest herausbekommen. G. B. Unbekannt. Cercle Française: Jeudi Séance à 9 h. dans son local Rest. A. B. Ja. M. G. Swinemünderstr. Dagegen läßt sich nichts Vier Jahreszeiten", Prinz Albrechtstr. 9. Des hôtes sont les machen. bien- venus. M. 50. Uns unbekannt. C. Sv. Halbe. Geben Ste den Sachverhalt genau all. M. J. 21. Nein. Verband deutscher Barbiere, Friseure nud Berrückenmacher: A. B. 13. 3. M. 100. Kommen Sie in die Sprechstunde. Gehilfen. Berjammlung heute, abends 1012 Uhr, bet Schiller, Rosenthaler Hartmann. Ist Unfallrente bei der Berufsgenossenschaft beantragt? Straße 57. Bericht der Fachschulkommission. Freie Benutzung der Vereins- O. K. Beide Theile. D. 6. 7. 63 kann auch jetzt noch geklagt bibliothek. Gäste willkommen. werden. 5. S. 100. Es muß auf Abgabe der Einwilligungserklärung gegen den Vater geflagt werden. Schumacher. Dagegen wird sich nichts machen lassen. Das Kammergericht hat in der That so entschieden. Witterungsübersicht vom 23. Movember 1898, morgens 8 Uhr. Arbeiter Bildungsschule. Buisenhof, Budowerstr. 9, II. Donnerstag: Gesezeskunde. Zivilprozeß, Handelsrecht, insbesondere das neue Recht der Handlungsgehilfen, Strafrecht, Strafprozeffe, ev. Gewerberecht. Vortragender: Rechtsanwalt Roth. Beginn der Vorlesungen pünktlich um 9 Uhr abends bis 10 Uhr. Die reichhaltige Bibliothet ist an den Unter richtsabenden von 8 bis 9 Uhr geöffnet. Mitgliedsbeitrag monatlich 25 Bf., Unterrichtsgeld per Fach und Kursus( zehn Abende) 1 M. Alle Zufchriften find an den Borfißenden Hermann Lammé, Tempelhof- Berlin, Berliner: straße 36, Geldsendungen an den Kassirer H. Königs, Berlin S. 59, Dieffenbachstr. 30, zu senden. Der Vorstand. " Lese: und Diskutirklubs. Donnerstag.„ Neue Zeit", Gießel, Boyenstr. 40. Süd- Ost", Tolksdorf, Sorauer- und Görlizerstraßen- Cdfe Klub der Freunde", Burghause, Buttbuserstr. 32. Sozialist. Leje: und Diskutirtl.", Reichenbergerstr. 157. Auguft Geib", Streit, Naunynstr. 87. Oft", Schumann, Tilsiterstr. 85( jeden Donnerstag vor dem 1. und 15.). Morgenroth", Wilte, Liebenwalderstr. 43( jeden Donnerstag nach dem Í. und 15.). Brüderlichkeit", Haseloff, Landsbergerstr. 8 Geden Donnerstag nach dem 1. und 15.). Friedrich Engels II", Thäder, Görligerstr. 40. Gleiches Recht", Lange, Reichenbergerstr. 83. Freies Wort", jeden Donnerstag nach dem 1. u. 15. im Monat, Urban, Friedrichsbergerstr. 11. Emanzipation", Spät, Weinstr. 28. Becker, Köpnickerstr. 191. " 1 Berliner Arbeitervertreter Verein tagt jeden Dienstag nach dem ersten im Monat bei Buste, Grenadierstr. 33, abends 8½ Uhr. Unent geltlicher Sath wird erthellt: Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C 5° 4° 9. Stationen stand mm Wind Bunjpja Windstärke Wetter Temp. n. G. Arbeiter- Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vors.: Ad. Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Donnerstag. Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters: Abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. versicherung abends von 7-9 Uhr: A. Daehne, Demminerstr. 36, v. 3 Tr. „ St. Urban", Proz, Annenstr. 9. Rienzi", Schecht, Laufiger S. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, platz 2." Borwärts II", Bernau, Schwedterstr. 24. Süd- Ost I", Gartenstr. 55, v. 2 Tr. E. Simanowsti, Gartenstr. 78, Portal 2, Frühlingsluft", Berner, Bülowstr. 59. 2 Zr. M. Stuhlmann, Oberbergerſtr. 37, 4& r., von 6-9 Uhr abends. Borar", Scholz, Naunynstr. 6. Flöter'scher Gesangv.", Wiedemann, R. Tamm, Hussitenstr. 6, von 8-9 Uhr abends. A. Voigt, WiesenFriedenstr. 67. Gesangv. Berliner Stürschner", Feindt, Weinstraße 41/42. E. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr abends. P. Reiftraße 11. Syrit II", Charlottenburg, Bartsch, Straße 6a Nr. 1 mann, Bellermannfir. 83. J. Krause, Gartenstr. 13, 2. ing. part.- Nur Swinembe. 754 2N2 3 heiter Ginigteit III", Gr.- Lichterfelde, Pagel, Chauffeeftr. 104. Biedeßluft I", für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Streligerstr. 58. Hamburg Fürstenwalde a. d. Spree, Schloßfellerei. Morgenroth IV", Köpenick, Schulz,&. Trapp, Schulstr. 59, von 7 bis 8 Uhr abends W. Mohs, Swine- Berlin Schönerlinderstr. 9. Bulunft III", Velten i. d. M., Grunow, Wilhelm münderstr. 64, vorn linker Aufgang. straße 19. Fröhlich", Rummelsburg, Schröter, Mozartstr. 7.„ Bineta" Im Often: Nur für Juvaliditäts- und Altersversicherung: München 754 2 Augustin, Kastanien- Allee 11. Alpenröslein", Gilgenfeld, Bergstr. 60 E. Bader, Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr. 756 Still Nebel Für Unfall, Invaliditäts- Wien Alpenrose", Kunze, Forsterstr. 22. Sangeslust I", Reimann, Buttbu.fer- und Altersversicherung: A. Schits, Holzmarktstr. 60 I. straße 30.- Deutsche Eiche II", Brandenburg a. H., Wintel's Salon, Hauptstraße. Wetter- Prognose für Donnerstag, den 24. November 1898. Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: " Freiheit III", Neu- Weißensee, Königchaussee 38. Zunächst trocken und vorwiegend heiter, etwas tälter bet ziemlich Loreley", Hemmerling, Schalthoff, Michaelkirchstr. 18. Nur für Invaliditäts- und Alters frischen füblichen Winden; nachher Erwärmung, Trübung und geringe Grünthalerstr. 3-4." Sangestreue", Brandenburg a. H., Wollenweberstr. 3. versicherung: W. Kühne, Pfuelstr. 1. Niederschläge. Berliner Wetterbureau. -LOO " " 75703 756 93 Biesbaden 756 Still -1Haparanda 756 Still wolfig-Betersburg 752 SSD 1bedeckt 3wolfent-1 Cort 738 WNW 4mol fig hlb. bed.-2Aberdeen 748 SSO 7bedeckt 2Schnee Oparis 758 1Nebel poffent- 15 8 3 10Achtung! Maurer. Achtung! Achtung! Lederarbeiter Berlins. Achtung! Ordentl. Generalversammlung Freitag, den 25. November, abends 8 Uhr, Freitag, den 25. Badstraße 12: Große öffentliche Versammlung der Orts- Krankenkaffe ber in Louis Keller's Feltfälen, Koppenstraße Nr. 29: aller in der Lederfabrikation beschäftigten Arbeiter Kürschner Grosse Versammlung des Zentral- Verbandes deutscher Maurer( Filialen Berlin II., Charlottenburg, Rigdorf, Friedrichsberg und Wilmersdorf).issions Tages Ordnung: Das Ergebniß der Bautenkontrolle in bezug auf die Mißstände in unserem Ge werbe. Referent H. Silberschmidt. 2. Disfuffion. 3. Gewerkschaftliches. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Lohnkommission des Zentral- Verbandes deutscher Maurer. J. A.: Wilhelm Fritzsch. 136/20 Zimmerer Berlins und Umgeg. Sonntag, den 27. November, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 20: Grosser Projektions- Vortrag: „ Nm die Erde von Pol zu Pol" ( mit 200 Lichtbildern). Vortragender: Herr Dr. With. Meyer, früher Direktor der Urania". Entree 10 f. Anfang präsiſe 5 Uhr. Während des Vortrages ist das Rauchen untersagt. Nach dem Vortrag: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Die Mitglieder des Vereins der Zimmerer Berlins find freundlichst eingeladen. Ginlaßkarten à 10 Pfennig sind bei sämmtlichen Zahlstellen- Saffirern, sowie im Bureau, Dragonerstraße 15, Der Vorstand. zu haben. als Weissgerber, Lohgerber, Lederzurichter, Färber und Berufsgenossen. Tagesordnung: 1. Wie stellt sich unsere Gewerkschaft zu dem Antrag betr. Anstellung eines zweiten Beamten im Gewerkschafts- Bureau. 2. Wahl der Revisoren zur Abrechnung des zweiten Halbjahres 1898 beim Vertrauensmann. 3. Gewerkschaftliches. 4. Verschiedenes. Kollegen, es ist Pflicht eines jeden, in der Versammlung zu erscheinen, denn es fommen wichtige Angelegenheiten zur Diskussion. 2826b Der Vertrauensmann: H. Knoblich. Charlottenburg. Freitag, den 25. November, abends 8% Uhr, im Lokal Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39: Volks- Versammlung Tages Ordnung: 1. Die politische Lage. Referent Reichstags- Abgeordneter August Bebel. 2. Diskussion. Die Vertrauensleute. 207/2 Apollo- Theater Rixdorf. Apollo- Theater Herrmannstr. 48-50. Herrmannstr. 48-50. Sonnabend, den 26. November 1898: Grosses Herbst- Fest, 258/5 ala Deutscher Textilarbeiter- Verband. Ortofrankenkaſſe der Gürtler. Filiale Berlin IV. Sonnabend, den 26. November 1898, im Lokale Königsbant", Große Frankfurterstraße 117: Bur Feier des Stiftungsfeffes Vokal- u. Instrumental- Konzert, kom. Vorträge. Nach dem Konzert: Tanz. Gerren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. 275/5 Anfang 8/2 Uhr. Billets sind bei den Mitgliedern und in den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. Der Vorstand... Sozialdemokratischer Wahlverein veranstaltet von den Genossen der Radfahrer Vereine Falk und Greif bhu( Mitgl. d. Arb.- Radf.- Bundes„ Solidarität"). und verw. Gewerbe zu Berlin am Sonntag, den 27. Nov., vorm. 101 Uhr, im Grand Hotel Alexanderpl., Theatersaal, Gingang Alexanderplatz. Tages Ordnung: 1. Berlesung des Protokolls vom 26. April 1898 und der Präsenzliste. 2. Bericht über den Beschluß der Ge neralversammlung vom 26. April 1898. 3. Wahl von 3 Revisoren zur Prü fung der Rechnungen pro 1898, 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer. 4. Wahl von 3 Vorstandsmitgliedern, 1 Arbeitgeber, 2 Arbeitnehmer; Ersatzs wahl von 2 Arbeitnehmern. 5. Antrag der Hilfsarbeiterinnen. 6. Die Naturarztfrage. 7. Kassenangelegenheiten. Um pünktliches Erscheinen der De legirten ersucht 102/2 Der Vorstand. J. A.: Wilh. Freyer, Vorsitzender, Heinersdorferstr. 6. Vereinszimmer für Donnerstag zu berg. R. Scheere, Blumenstr. 38.* Billig! Knabenanzüge! Billig! Baletots, Mädchenkleider u. Mäntel. 0. Hoffmann, Beteranenstr. 14.* Zu der am Sonntag, den 27. d. Grosses Instrumental- Konzert Photographie vormitage 10 Uhr, Naunynstr. 27 stattfindenden orbent!. General- Versammlung werden die Herren Vertreter der Kaffenmitglieder und Arbeitgeber hiermit ergebenft eingeladen. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung unter gütiger Mitwirkung der Theater- Gesellschaft ,, Humor". Um 12 Uhr grosses Reigenfahren der Vereine ,, Falk" und ,, Greif". Nach der Vorstellung findet Tanz statt. Der Ueberschuss ist zur Erstattung eines bel der Reichstagswahl gestohlenen Fahrrades bestimmt. 207/3 Um recht zahlreichen Besuch bittet Tages- Ordnung: 1. Neuwahl des Anfang 8 Uhr. Borstandes. Bahrein be miffion zur Prüfung der Rechnungen des Vertrages mit dem Verein Ber des laufenden Jahres. 3. Genehmigung liner Kaffenärzte mit freier Arztwahl. 4. Berschiedenes. 23226 für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. findet bafelbſt eine Sonnabend, den 26. November 1898, Nach Schluß dieser Versammlung General- Versammlung Im Saale des Alten Schützenhauses, Linienstrasse 5: für die Mitglieder der Invalibentaffe 2. Stiftungs- Fest. Ginlaßkarten sind zu haben auf den Zahlstellen bei R. Richter, Neue Königstraße 90; D. Wendlandt, Marienburgerstraße 32; Soyta, Bandwehrstraße 11; 3. Reut, Barnimstraße 42; Wilh. Spät, Wein: straße 28; W. Knöfch, Amalienstraße 10, Gde Hirtenstraße; Ernst Wittchow, Al. Hamburgerstraße 27; W. Schmidt, Louisenstraße, und beim Saffirer M. Rohnte, höchfteftraße 4. 245/14 der Gürtler statt. Tages- Ordnung: 1. Neuwahl des Vorstandes. 2. Wahl einer Kommiffion zur Prüfung der Rechnungen des laufenden Jahres. Berlin, den 24. November 1898. Der Vorstand.ling G. Kneiff, Vorsitzender. nfallfachen, Klagen, Eingaben Putzger, Stegligerstr. 65. 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