gefprets 70 Seller.. Redaktion und Verwaltungs Drag, I., Nelajanta 18 Telephone: Teges rebattion: 26795, 31469. Magtrebattion: 26797. Doftfchedamt: 57544. Jnferate werden laut Tarif billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Repablit. Schluß mit Gajda! Dienstag, 6. September 1927. Der Kongreß der britischen Gewerkschaften. Bezugs Bedingungen: Bel Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kè 16.vierteljährlich... 48.halbjährig ganzjährig.. a 96.-> 192.Rüdstellung von Manuffripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich( rüb Nr. 208. Abrüftungskommission der S. U. J. Zürich, 4. September( I. I.) Vom 27. bis 29. August tagte im Sekretariat der Sozialistischen Arbeiter- Internationale in Zürich die von der Erefutive der S. A. J. im Vorjahr eingesetzte gung fand unter dem Vorsitz des Genoſſen J. W. Kommission für die Abrüstungsprobleme. Die Ta Albarda( Holland) statt. Es waren anwesend: De Brouckeve( Belgien), Hermann ( Deutschland), Renaudel( Frankreich), Gillies ( Großbritanien), Deutsch( Desterreich) und Hansfon( Schweden). Der Kommission lagen die von den angeMüller Nach dem an merikanische oder auch Mussolinische Sitten gemahnenden fascistischen RaubBerlin, 5. September.( Eigenbericht.) Der Zur Frage der internationalen Be überfall von Sazawa mußte, das war der Po Kongreß der britischen Gewerkschaften, der wegen sichungen übergehend erklärte Sids nur, daß fizei flar, etwas geschehen. Mit der Verhaftung Frage der Stellung der englischen Gewerkschaften über der internationalen Arbeiterklasse bewußt der Auseinandersetzung mit den Russen und der sich das englische Proletariat seiner Pflicht gegen der Revolverhelden und ein paar Verhören mit zum Internationalen Gewerkschaftsbund, überall sein müsse. Man hatte eine Aeußerung über das Gajda konnte der Skandal, trotz aller Rücksicht starfem Interesse begegnet, wurde Sonntag mit Verhältnis zum JGB. erwartet, Hicks erauf die zarten Nerven gewisser Regierungs- tags in Edinburgh eröffnet. Side wies in wähnte aber weder den JG B. noch den Pa ftüßen, nicht abgeschlossen werden. Und so hat der Begründung darauf hin, daß die britische Ge- riser Kongreß auch nur mit einem Wort. der Innenminister Cerny seine Stirne in werkschaftsbewegung ungebrochen sei, wenn auch Ausführlicher beschäftigte er sich mit den Beziegrimme Zornesfalten gelegt und hat sich ten und in den großen Kämpfen der letzten Zeit müsse man begreifen, durch welche Schwierigkeiten schlossenen Parteien eingegangenen Antworten verschiedene Gewerkschaften schwer zu ringen hat hungen zu den Russen. Um sie zu verstehen, im Bergbau und die Möglichkeiten, durch wurden als eine neue Annäherung an die Ruffen auch Verluſte erlitten. Er bespricht dann die Lage Rußland gegangen sei. Die Erklärungen Hicks Unterhandlung mit den Unterneh aufgefaßt, er erklärte aber dann sehr entschieden, Unterneh- aufgefaßt mern der Frage einer besseren Betriebsführung daß die russischen Methoden nicht notwendiger näherzukommen. und Erhöhung der Rentabilität der Produktion weise für andere Länder Geltung haben müßten. grimme Bornesfalten gelegt und hat sich zu den er wecken sollte, daß die Regierung Hort und Schutz der Gerechtigkeit ist, und daß sie den Ertremisten von rechts und links mit gleichem Maße messe. Er hat die fascistische Jugendorganisation von Groß- Prag von seiner Polizei wegen Vergebens gegen das Republik- Schutzgesetz auflösen lajsen und die Regierung glaubt nun, weiß Gott was sie damit zur Rechtfertigung gegenüber der Beschuldigung, daß sie der fascistischen Bewegung bisher mit größter Nachsicht. Duldung und Großmut begegnet ist, getan hat. Die achte Böllerbundstagung. * Man bildet Kommissionen. ausgearbeiteten Fragenbogen, sowie ein ausführ auf den in der ersten Sigung der Kommiſſion liches schriftliches Referat des Vorsitzenden der Rommission Albarda vor. Die Kommission beschäftigte sich in eingehender Diskussion mit allen Punkten, die im Fragebogen angeführt waren, sowie insbesondere mit den aktuellen Problemen, die durch die Tätigkeit der vorbereitenden Abrüstungskommission des Völferbundes aufgeworfen werden. Ein von der Kommission eingesetzter UnterErefutive der Sozialistischen Arbeiter- Internationale aus, die ihn an ihrer Tagung im Septem ber behandeln wird. Die Volljigung der Kommis sion hat diesen Bericht nach eingehender Debatte einstimmig gebilligt. Attentat auf einen amerikanischen Konsularbeamten. Forderungen beschloß die Konferens, die sofortige fammlung wählte zu ihrem Präsidenten Guaniduras und Peru. Genf, 5. September. Die Völkerbundsver- gentinien, Bolivien, Brasilien Spanien, Hon- ausschuß arbeitete den endgültigen Bericht an die Uruguai, den Gesandten Uruguais in Paris und Man müßte nicht im Gedächtnis haben, was langjährigen Vertreter seines Landes im Völkersich die Fascistengemeinde und ihre national- bundsrate. Guani erhielt von 47 abgegebenen demokratischen und auch klerikalen Protektoren Stimmen 24, Graf Mensdorf Desterreich 21 Genf, 5. September.( Selv.) Die Völferalles unter den mild- väterlichen Blicken der Re- Stimmen. bundsversammlung setzte Montag nachmittag gierung erlauben durften, man müßte auch nicht unter dem Vorsitze Dr. Guanis die Verhandden Unterschied der Energie fennen, den die gierte Adatci eine Erklärung ab des Inhaltes, Versammlung fort. Hierauf ernannte sie, wie allVor dem Wahlakte gab der japanische Dele- fungen mit der Festsetzung der Tagesordnung der Regierung gegenüber den Linksradikalen auf daß er niemals das Präsidentenamt erstrebt habe jährlich, sechs Kommissionen, von denen sich die Dresden, 4. September. Gestern abend gegen zuwenden versteht, um zu glauben, daß sich die und die übrigen Delegationen bitte, von einer erſte mit fonſtitutionellen und juristischen Fragen, 9 Uhr wurde der Sekretär des amerikanischen Regierung nunmehr endlich ihrer staatsretteri- Sympathiekundgebung für ihn abzusehen. schen Mission auch gegenüber den Fascisten bedie zweite mit der Tätigkeit der technischen Ore Konsulates, Steger, in der Nähe des MoreauIn seiner Antrittsrede wies Guani darauf ganisation des Bundes, die dritte mit der Ab- Denkmales, an der Bismardsäule, von einem wußt geworden sei. Herr Gajda, der nicht so hin, daß bereits zum dritten Male der Vertreter rüstung, die vierte mit den Budget- und Finanz- Unbekannten angeschoffen. Der Täter ist unerkannt unvorsichtig war, an der Sazawaer Sinterväld- einer Tateinamerikanischen Macht der Ehre teil fragen, die fünfte mit sozialen und die sechste mit entkommen. Der Verletzte wurde sofort in ein lertat ſelber teilzunehmen, obwohl es um seine haftig werde, der Völkerbundsversammlung zu politischen Fragen beschäftigen wird. Nach Er- Sanatorium geschafft und iſt zurzeit noch nicht Brozeßaften ging, und lieber tapfer und flug präsidieren, und fand freundliche Worte für jeden nennung der Tagesordnungskommission wurde vernehmungsfähig. Ob politische Wolive der Tat für sein Alibi sorgte, wird sich über Herrn seiner Vorgänger. auf Vorschlag des Präsidenten Guani der Schweizu Grunde liegen, hat sich bisher nicht feststellen Cernys Aktion herzhaft ins Fäustchen lachen, zerische Bundespräsident Motta zum Ehrenmit- lassen. Die Erhebungen sind noch im Genge. Die Prüfung der Mandate hat nach dem glied des Bureaus der Versammlung durch At- Lohnforderungen der mitteldeutschen weiß er doch, daß das Ganze ein Schlag ins Bericht des Vorsißenden des Ausschusses zur Prüflamation gewählt. Um den sechs Kommissionen Wasser ist. Er hat sofort verfügt, daß sich alle fung der Vollmachten ergeben, daß 49 Staaten ihre Konstituierung und die Wahl ihrer PräsidenBraunkohlenarbeiter. übrigen Ortsgruppen der fascistischen Omladina auf der achten Völkerbundsversammlung vertreten ten zu ermöglichen, wurden dann die Beratungen Berlin, 5. September( Eigenbericht). Ju freiwillig aufzulösen haben und er will an ihrer sind. Abwesend sind auch dieses Jahr wieder Ar- für eineinhalb Stunden unterbrochen. den mitteldeutschen Braunfohlenrevieren haben Stelle neue Jugendorganisationen auf„ turam gestrigen Tage nicht weniger als 18 Konferen neriſcher, ku Itur eller, sportlicher und mo- Eine Straßenschlacht in Botsdam. wurde von den Kommunisten in das Hotel„ Zum frage Stellung genommen. Es wurde n= zen mit 2000 Delegierten gelagt und zur Lohnralischer Grundlage" ins Leben rufen, naSchwan" zurückgetrieben. Die Polizei zerstreute timmig in allen Konferenzen eine Entschlietürlich auch in Groß- Prag, so daß der kleine Berlin, 5. September. In der Nacht zum die Kommunisten vor dem Hotel, die das Haus hung angenommen, in der es heißt, ange= Schaden bald repariert sein dürfte, und die Sonntag ist es in Potsdam im Anschluß an eine stürmen wollten. Von den Bismarckbündlern ſichts der allgemein viel zu niedrigen Löhne im " Junaci N. O. F." der neue Namen ist auch Veteranenfeier, die unter dem Protektorate wurde ein Arbeiter schwer verletzt. Auf kommu- eine wesentliche Erhöhung der Löhne schon fertig werden sich demnächst schon wie- Madensens im Café Sanssouci" stattgefunden nistischer Seite wurde ein Arbeiter durch einen vorzuschlagen. Es wurd: bereits beschlossen, daß der ungestört der ſtatutengemäßen Pflege von hatte, zu blutigen Zusammenstößen zwischen Dolchstich, der bis in die Lungen drang, lebens- die am Tarifvertrag beteiligten Gewerkschaften Kultur und Moral hingeben können. Bei alledem aber hat die Regierung, die nun ihre Un der Junkerstraße stieß ein Zug von etwa 40 Mit- fchenfälle ereigneten sich nach Abschluß der stellen. Im Falle der Ablehnung der gestellten gefährlich verletz. Zwei weitere blutige wiparteilichkeit genuajam bewiesen hat, die sozujagen moralische Rechtfertigung gewonnen, bei gliedern der Bismarckjugend mit einem etwa Veteranenfeier, als die rechtsradikalen Verbände nächster Gelegenheit gegen die Kommunisten gleichstarken Trupp von Kommunisten zusammen, durch die Straßen zogen. Ein Reichswehrsoldat loszugehen, und man darf wetten, daß ihre woraus sich eine schwere Prügelei entwickelte. wurde nach seinen eigenen Angaben in der LinAktion in diesem Falle festere Grundlagen Beide Parteien holten aus ihren Vereinslokalen der Straße von einem Stahlhelmtrupp überfalhaben wird. Diesen erwarteten Vorteil nehmen Verstärkungen, und nun fam es zu einer regel- len, zu Boden geschlagen und schwer verletzt. die Nationaldemokraten ebenso wie die Kleri- rechten Straßenschlacht. Die Bismarcjugend falen und Agrarier bereits wahr und erklären mit richtigem Verständnis, die Auflösung der fascistischen Jugendorganisation als eine Dro- fommunistischen oder der sozialdemokratischen von allen Dächern pfiffen, war die Regierung die Bremse. Der Zug überfuhr die Haltestelle, hung an die kommunistische Partei. Partei wären? Den Soldaten hat die tschechisch- angeblich ahnungslos, und der frühere Landes- geriet in rasenden Schwung. sprang aus den Nein, die Regierung wird niemandem ein- deutsche Bürgerregierung das Wahlrecht ge- verteidigungsminister, auch ein General, be- Schienen und fuhr dem entgegenfahrenden Zug reden können, sie sei unschuldig an dem Empor- nommen, aber Offiziere und andere Staats- stritt öffentlich im Parlamente, daß der Herr der 48er Linie in die Flanke. Die beiden Wagen kommen der fascistischen Bewegung und es gehe angestellte, die der demokratischen Republik ein Generalstabschef irgend etwas mit den Ja- des der- Zuges liefen nun, anstatt die Kurve entihr Bestreben dahin, ihr den Boden abzugraben. behagliches Leben danken, durften Mitglieder scisten zu tun habe. Als der Regierung dann lang geradeaus über das Straßenpflaster und Mit gelegentlichen Aktionen polizeilicher Natur einer Bewegung sein, die ganz offen auf dem doch endlich eine Ahnung aufdämmerte, welche fuhren mit großer Wucht in eine zweite eben ist es nicht getan, wie überhaupt Polizeimaß- Wege der Gewinnung der Armee den gewalt- Schlange die Republik an ihrem Busen nähre, passierende Garnitur hinein, während der Beinahmen, wie die Geschichte hinreichend bewiesen samen Umsturz der Grundlagen des Staates zog das Landesverteidigungsministerium Gajda eines Geschäftes geschleudert wurde. Die Folgen wagen zur Seite geschleudert und in das Portal hat, oft genug das gerade Gegenteil des beab- zum Ziele hat? Da darf zum Beispiel der chez vor ein Disziplinargericht, aber das Urteil, daß des Zusammenstoßes waren fürchterlich. Laute sichtigten Zweckes bewirken. Vei den nach dem malige General Gibis, der von der Republik Gajda mit Belassung von zwei Dritteln seines Silferufe kamen aus den schwer beschädigten Sazawaer Ueberfall vorgenommenen Haus- sich seinen Ruhegehalt zahlen läßt, unbehelligt Ruhogohaltes in Pension schickte, trug um so Waggons, die glücklicherweise nicht umgestürzt durchsuchungen in fascistischen Räumlichkeiten und freundlich toleriert an die Spitze der fa- mehr zur Verwirrung bei, als weder das Urteil waren. Da um diese Zeit große Scharen der sollen Mitgliederverzeichnisse gefunden worden scistischen Jugendorganisationen treten, ohne noch die Delikte, deren Gajda angeklagt war, Ausflügler zur Stadt zurüdströmten, erregte der sein, aus denen hervorging, daß eine ganze daß sich die Regierung oder das Landesverteidi- bekanntgegeben wurde, und auch heute noch sind Unfall riesiges Aufsehen, so daß sich ungefähe Reihe hoher Militärs und Staatsbeamter dar- gungsministerium rühren würde. Und in der sie unfaßbarerweise tiefes Geheimnis. Das er- 6000 Personen ansammelten und die Sicherheitsinnen eingeschrieben waren. Regierungsmehrheit stehen Parteien, die heiße möglicht Gajda und seinen Anhängern, als gesellschaft den Weg zu bahnen. Die Beer überwache Mühe hatte. den Organen der RettungsVon alledem hat die Regierung, deren Wühe davan wenden, ihre fascistischen Lieb- Ankläge aufzutreten und mit seinem vermeint- nahmen an Ort und Stelle etwa 36 Personen, Spißel sonst das Gras wachsen hören, nichts linge vor jedem derben Zugriff der Regierung lichen Märtyrertum politische Geschäfte zu die innere Verleßungen, Knochenbrüche und Nergewußt? Generäle, Offiziere, Staatsbeamte, und ihrer Organe zu bewahren. benchocs erlitten hatten. Nach Mitteilung der die alle den Eid auf die demokratische Staats- Die wohlwollende Toleranz der Regierung Die ewige Belästigung der Oeffentlichkeit Polizeiforrespondenz erhöht sich die Zahl der Verberfassung geleistet haben, unter den fascistischen aber zeigt sich besonders gegenüber dem obersten mit Gaida wird nachgerade zum Ekel. Hier ist lebten bei dem gestrigen Straßenbahnunglück auf Staatsumstürzlern? Fascistenhäuptling selbst, der es ihr zu danken die Stelle, wo die Regierung anzupacken hat. 62 Personen, darunter 9 Schwerverletzte. Wie wird uns denn? Wäre die Regierung hat, wenn er vielen noch immer als ein schuld- Schluß mit Gajda und Schluß mit der Ge- Auch in Brüffel ein Tramwayunfall. auch taub und blind gegenüber einer solchen los Verfolgter erscheint, den die Gloriole des heimnisfrämerei. Wenn die Regierung noch Brüssel, 5. September. Hier sind zivei Stra Erscheinung gewesen, wenn diese hohen Staats- Märtyrers umschwebt. Obwohl Gajdas Ver- weiter schweigt, wird das Parlament roden funktionäre etwa eingeschriebene Mitglieder der bindung mit den Fascisten schon die Spaßen müssen! sonen verlegt wurden. machen. Kündigung der Arbeitsverträge für den gesamten mitteldeutschen Braunkohlenbergbau durchzufüh ren, wobei sie die Unternehmer für alle Folgen verantwortlich macht. Straßenbahnungliid in Wien. Wien, 5. September. Als um 20 Uhr der Bug der Linie 9 der Straßenbahn in einer scharfen Rurve in Ottakring einbiegen wollte, versagte ßenbahnwagen zusammengestoßen, wobei 23 PerIt it to fo n i ts r te et ch It t It b h ). r : t It t t r 比 In 2 werden. Ein Arbeiterbelegierter über Rußland. Nicht alle sind wie Schent und Dörfler! Antreiberei und Affordarbeit stehen in höchster Blüte, Die Arbeitslosigkeit ist ungeheuer, 1% Mionen Erwerbsloser m den Industriegegenden sind das mindeste, was anzunehmen ist. Sie fann ich auf Jahre hinaus nicht vermin dern, weil jährlich 1,300.000 Menschen vom strömen. Die Erwerbslosenunterstüßung, die natürlich in Rußland durchaus nicht alle erreicht, bes trägt in Verhältnis noch nicht ein Drittel der reichsdeutschen. Dienstag, 6. September 1927. Inland. Bor neuen Ausschlüssen aus der tommunistischen Partei. Die Brünner kommunistische Partei macht gegenwärtig wieder eine schwere Krise durch, die Die Folge eines Konfliktes ist, der zwischen der Dělnická Akademie und dem Kreisvollzugsausund die Affordlöhne sind so niedrig, daß die schuß ausgebrochen ist. Die Unterleitung wollte Arbeiter sich völlig auspumpen müssen, um nur bei der Dělnická Akademie eine Anleihe von das Lebensnotdürftigste zu verdienen. In den Die Renten der Unfall- und der Inva 15.000 K aufnehmen, was diese ablehnte. DarBerichten" wurden sehr oft höhere Löhne als lidenversicherung sind er bärmiich; witten- aufhin ordnete das Politbüro die Verjamelzung die gezahlten angegeben. Man kann so unsozial rente gibt es für die Frazen Berunglückter, so- der Dělnická Akademie mit den politischen Orga drücken, denn Millionen obdach- und verdienst fern sie nur noch einiges arbeiten fönnen, nicht. nifation an, damit sich die Unterleitung auf diese loser Bauern warten auf jede kleinste Stelle. Die Zahl der Schulen ist gegen die Zeit Weise in den Besitz des Geldes setzen könnte. Der Tausende der ausgehungeristen Bettler liegen in der Zarenherrschaft heute zwar um 15 Prozent Widerstand der Funktionäre der Dělnická Akaden Städten, in Lumpen gehüllt, umber. höher, ein Schulzwang aber besteht nicht. Nur demie soll durch Ausschlüsse gebrochen werden. Einer Lohnerhöhung von 15 Prozent für die die Hälfte aller schulpflichtigen Kinder besucht Street( ehemaliger Kreissekretär) und Zahab. Ungelernten haben die so schon bevorzugten Fach- Schulen, und das feineswegs regelmäßig, oft nur fy wurden bereits ausgeschlossen, der Ausschluß arbeiter widersprochen. Trotzdem der starre Acht- swei Monate im Jahr. In manchen Dörferuertas, Nadvornits, Pics, Rovanstundentag herrscht", machten die Bauarbeiter gibt es überhaupt keine Schulen. das und anderer steht angeblich unmittelbar viele Ueberstunden, und dabei sind 300.000 Mann Zusammenfassend stellt Koch gleich allen ehr bevor. in dieser Branche arbeitslos. lichen Beobachtern erneut fest, daß der russiEr verdient erst vier Fünftel des Vorfricaslohnes, aber die Kauffraft des Rubel ist gegen früher auf Abban des Mieterschutzes. Angriff auf die die Hälfte gefunden. Einen Anzug fann sich fein russischer Arbeiter leisten; er geht in einer Hose und einer einfachen Bluse was darunter, sieht man nicht. Das ist erklärlich, denn aus einer der Schrift beigegebenen Lohn- und Preistafel ersicht man, daß ein Anzug 80 bis 200 Rubel foftet, der ungelernte Arbeiter ater monatlich nur 22 bis 36 Rubel, der Facharbeiter 50 bis 120 Rubel verdient. Lederschuhwerk ist ganz fel ten, da ein Paar Schuhe 20 bis 30, also einen fleinen, ein Paar Stiefel 30 bis 50 Rubel, also gerechnet würde von allen Moskauer Arbeitern einen großen Monatslohn fosten. Ebenso e lend jeder nur alle 15 bis 20 Jabre feine vierzehn und unzulänglich wie seine Bekleidung ist Tage Erholung in einem solchen Heim ver- des russischen Arbeiters Ernährung, meist bringen fönnen. An fleineren Orten wird es Brot und Tee( die dünne Straut und die stin fauni anders sein. Was gegen das Glend der fende schsuppe nicht zu vergessen), erhält man mehrere Hunderttausende zählenden verwahr- doch für einen Rubel-- für viele ein voller Tage often Kinder getan wird, ist ein Tropfen lohn nur drei Heringe. auf den heißen Stein; die große Mehrzahl bleibt unbehütet und verkommt, ohne daß groß Notiz davon genommen wird. beiten wie die Männer, leberstunden und Nachtarbeit blühen auch für sie; sie sind wahre Stlas vinnen, denn nach der Arbeit müssen sie auch noch die Wirtschaft in Ordnung halten. Ihre Entlohnung ist ganz elend. Niemand kümmert sich um die schönen, auf dem Papier stehenden Schutzgesetze", mit denen die Bolschewisten bei uns krebsen gehen. Schule. Nachdem Steuer- und Verwaltungsreform unter Dach sind, geht die Reaktion daran, tyre übrigen dunklen Pläne zu verwirklichen. Wie das Pravo Lidu" erfährt, werden bereits in Koalitionsfreisen Anträge auf Aufhebung des Mieterschuhe 3 vorbereitet. Das gegenwärtige Gesetz hat seine Gültigkeit bis zum 30. März des kommenden Jahres. In der Herbstsession soll dem Parlamente ein neues Gesetz vorgeleg werden, durch welches der Mieterschutz aufgehoben wird. Das Gesez soll bloß novelliert wer den. Nach den Informationen des Blattes wird an diefer Novellierung bereits gearbeitet und an diesen Arbeiten beteiligen sich auch die Handelsfammern. Da gerade jetzt wieder neue Rußlandreisen halten ein Viertel bis herunter zu ein Zehntel Dorte, das sie nicht ernähren fann, in die Städte arrangiert werden, fommt die neue Broschüre der Facharbeiterlöhne. eines bayerischen Genossen, der an einer Reise im Sommer 1926 beteiligt war, zur rechten Zeit, die der immer wieder ernenten Irreführung entgegentritt.( Als Arbeiterbele gierter in Rußland", von Artur Koch, Miesbach. Verlag Auer und Co., Samburg. 32 Seiten. Preis 30 Vf. Zu bezchen durch alle Volfsbuchhandlungen.) Denn den neuen Reifenten werden ja auch nur wie alle früheren die auf einer gewissen Söhe ſtehonden, meist nou errichteten“ Renommierbetriebe gezeigt Wir registrieren hier nur fur; einiges, was Genosse Koch in seiner Schrift ausführlicher darTegt. Mit dem immer renommierend hervorgehobenen Selbst bestimmungsrechte der Delegierten war das so ein Sache. Die Die Frauen machen die schwersten Ar- iche Arbeiter heute ganz elend lebt. Allerlei Pläne der Reaktion. Deputationen konnten zwar unter mehreren vorgefchlagenen Reiferouten, aber nicht unter allen möglichen wählen: sie erhielten auch Listen von Betrieben, unter deren sie wählen founten, aber nicht von allen; es fam auch vor, daß. wenn sie einen nicht vorgeschlagenen Betrieb wählten. Ste dennoch in einen anderen geführt wurden. In den Betrieben waren stets Vorbereitungen zum Empfang getroffen, nirgends fam man überraschend. Sturz: Man wurde geschoben. Die vielbelobten Erholungsheime Die über die Besichtigungen herausgegebenen cristieren wirklich jedoch es gibt deren viel protokollarischen Berichte find gefchönt: ſchrift zu wenig, und in ihnen kommen selbstverständlich lichen Einsprüchen gegen allzu falfche Stellen nur die stramusten Kommunisten unter. Aus wurde nicht stattgegeben, auch die Einsprüche nicht angefügt. Die langen mündlichen Berichte der roten Betriebsdirektøren waren faft überall. auswendig gelernt und Schönfärbereien. der, beschäftigt sich der Generalsekretär der tscheIm Hauptblatt der Tschechisch- klerifalen wieDie Besichtigungen fonnten meist nur im Lauf schritt erledigt werden, jedenfalls war genaues chisch- flerifalen Partei Abgeordneter Stašck mit Studium der Verhältnisse nirgends möglich. nicht in einigen Wochen Nußland studieren kann, heutige tschechoslowakische Schule haben sozialis Koch gibt zit. daß man als einfacher Arbeiter Schulfragen. Er fagt unter anderm:„ Die Schließlich wurde von den trenen Kommunisten am wenigsten dann, wenn man auf raffinierte tische Unterrichtsminister unter stiller Zustim alles gelobt. Die Riefenbrauerei Note Bayern" Von den 130 Millionen Einwohnern Ruß Weise, in fortwährenden rauschenden Empfängen mung oder wenigstens Passivität der anderen in Petersburg mit 1200 Arbeitern wurde in ein lands sind 122 Millionen Vauern; 64 Prozent durch Tausende, seelisch geradezu betrunken ge liberalen und fortschrittlichen Parteien aufgebaut. einhalb Stunden durchlaufen; eine Textilfabrik find Mittelbauern, die schlecht, 32 Prozent find macht wird. Der nüchtern Bleibende aber erkennt In unserer Schule gibt es lauter Sus, Zižta, mit über 5000 Arbeitern. 90.000 Spindeln und Kleinbauern, die im vollsten Elend leben. 4 Pro- immerhin die russische Wirklichkeit. Die Kom- Weißer Berg usw. Aber wozu führt dieser der 204 Webstühlen in drei Stunden. Ebensoviel Zeit zent sind Großbauern,„ Kulaken", die alles haben, munisten sind selbst schule, daß man immer wie Jugend stets gepriesene Huffitismus? widmete man einem Eisenwert mit 13.000 Armur das Wahlrecht nicht, was ihnen natürlich der auf das russische Elend verweisen muß. Das Hussitismus, das ist die Revolution, der Kampf Der beitern. Aber der Bericht darüber war großartig. nichts ausmacht. Die Arbeiter delega- Elend wäre ja durchaus teine Schande für gegen die Ordnung der Angriff auf die Autorität tionen werden selbstverständlich nicht frei Rußland, denn niemand wird von den russischen und die Gesetze. Kann man sich dann wundern, Die vielgepriesene Diktatur beswillig auf die Dörfer geführt, und deshalb Revolutionären verlangen, daß sie in wenigen daß es auf der Welt kaum eine Nation und einen Proletariats existiert felbstverständlich ist dem Durchreisenden ein Studium der bäuer- Jahren ein Paradies aus dem Boden sampfen. Staat gibt, in der der Sozialismus und der Volnicht; es herrscht nur der Sowjetbeamte, der lichen Verhältnisse nicht möglich. Den Regie- Aber da die Kommunisten selbst mit beispiellofer schewismus eine solche Ernte hält, wie in der nichever derinthe pariert. verschwindet in der renden kann es doch nicht einfallen, mit Fremden Verlogenheit das Märchen von dem Tschechoslowakischen Republik?" Dahin kommt es, Versenkung oder gar in der Verbannung. Wer in Dörfer zu ziehen, wo die Getreide zu gedrückau bergarten in Rußland verbreiten, und fagt weiter der genannte Abgeordnete, daß Lord nicht gelevnt bat zu gehorchen, dem geht es ten Preisen heischenden Sowjetbeamten mit Mist- da sie mit solchen Märchen in der niederträchtige Rothermere sich solche Angriffe gegen die Repu schlecht von Tropki bis zum letzten Arbeiter. gabeln davongejagt oder gar abgemurkst werden. sten Weise gegen die mühsame Arbeit der euro- blik erlauben fann, weil deren Bevölkerung eben Gedrudt kann nur werden, was die um Stalin leber bäuerliche Verhältnisse konnte man nur päischen sozialdemokratischen Arbeiterbewegung zu weit links steht. Deswegen sei es Aufgabe des und Nykow zulassen. indirekt und hintenherum" etwas erfahren. bezen, muß ihnen das unbeeinflußte Zeugnis der Staates, eine Reform der Schule durchzuführen, ( Auch aus früheren Berichten erfah man, daß Wahrheit entgegengehalten werden. durch welche alle die bisherigen nur die deutschen Bauern an der Wolga als werden. Paradepferde vorgeführt wurden.) Dem Bericht: erſtatter gelang es, mit einem Freund als Dol- Kommunistenverhaftungen in Ungarn. Die Bauern, die es wohl fönnen. baben nur ein metscher in ein Dorf zu gelangen. Was er sah, Budapest, 4. September. Das MTJ. meldet: Fünftel des Wahl ,, rechts" der Arbeiter aber bestätigt, was wir auch aus anderen spärlichen Die polizeiliche Arbeit in der Angelegenheit der nur das Familienhaupt, so daß bei starken Famis Quellen wissen. Die armen Bauern haben weder soeben aufgebedten kommunistischen Aktion ist in lien das Wahlrecht auf ein Dreißigstel und Betriebsmittel noch Saatgut; sie müssen sich nebst vollem Gange. Bis spät nachts wurden 52 Perweniger heruntergeht allen Familienmitgliedern als Landarbeiter ver- sonen verhaftet, deren Verhör im Gange ist. Die Die Löhne sind nur für Facharbeiter( nach dingen, werden bis aufs Blut ausgebentet und Nachforschungen wurden auch auf die Provinz russischen Begriffen) auskömmlich, da diese sonst wohnen in hmbaufen, die nicht Häuser ausgedehnt, und die Behörden wurden angewiesen, eben ins Dorf zurückgehen; um so schlechter aber zu nennen sind. Infolgedessen liegen große die verdächtigen Elemente zu verhaften und nach werden die ungelernten Arbeiter gelöbut; fie er- Strecken Landes unbebaut. Und so überall. 14 Alle Wahlen sind öffentlich, d½ Industries arbeiter wagen nicht, gigen die kommunistischen Kandidaten zu stimmen. Der Rachen. Querschnitt durch ein Leben. Von a Selinger.. Das Beerenfräutich lebt seine fünf, sechs Sommer in lieblicher Fruchtbarkeit und stirbt, und da ist schon wieder nenes erwachsen, mit den frischen, grünen, duftenden Blättchen über den saftigen, blaubeschmelzten Beeren, die da siten rund und did wie fleine Sirschen und so föstlich würzig wie der Waldezodem selber. Budapest zu bringen. gemacht Der Artikel des Abgeordneten Stašef soll Schule, ein Angriff, der durchgeführt werden wird, wenn nicht die Gemeindewahlen durch alle Bläne der Reaktion einen Strich machen werden. Ebenso wird es mit dem Abbau des Mieterschutzes ernst werden, wenn nicht die Wähler durch ihre Stimmabgabe die bürgerlichen Parteien abschrekfen werden, ihre Pläne zu verwirklichen. Man erkennt also, daß der Ausgang der Gemeindewah¡ len von großer politischer Bedeutung sein wird. wohl ein signal sein, sum Angriff auf die Ein paar Bissen Brot in den Mund gescho-| delbeeren sollte man drei Tage Frühjahrsrobo:| manchem lieben Tage nichts zu essen gehabt. Sie ben, einen Schluck Essigwasser oder Zichorien- tun und einen Buschzettel faufen. Der fostete flaubten auch fürder ihr Reisig und brachen brüh, und wieder rühren sich fleißig die Hände, einen halben Gulden, das war reichlich der Ver- dürre Aeste und lasen Beeren und Pilze. bis die Sonne sich neigt und scheidend noch ein dienst von vier Tagen. Die Preiselbeeren sollten Da war ein Förster, der hetzte die Hunde mal alles so seltsam rötlich übergoldet. überhaupt nicht mehr gepflückt werden, sondern auf die Kinder und schoß einer schwangeren dem Wild als Aesung bleiben. Dann richten sich die gebückten Mücken empor und recken und strecken sich, die Lungen holen sich ein paar tiefe, volle Atemzüge, hurtig wie eine Tracht Reijig auf den Korb gebündelt, aufgehockt, und jeder wendet sich seiner Straße zu. Ehedem gebrauchte man die Waldesfrucht für die eigene Nahrung, nun ist sie dafür zu kostbar geworden. telnden, rüttelnden Korbe geborgen, dorthin ge- zen im schmalen Beutelchen. langen, wo der Waldesodem zur armselig billigen Ware wird. Die Frauen fehrten sich nicht darau und die Kinder noch weniger. Da begannen die Förster und Heger die Neviere zu durchstreifen, und es nugte nichts, wenn man sich verkroch, die Hunde spürten doch jeden auf. Frau, die nicht schnell genug entlaufen konnte, Schrot in die Lenden. Ein paar Tage darauf war er verschwunden, als wär er gradenwegs in die Sölle gestürzt. An zweiten Sommers Ende fand man sem Gerippe in einem unwegsamen Dickicht. einem Ameisenhausen festgebunden worden. Er war nadt, mit Syrup bestrichen, über Die Wege wurden gesperrt, wo die Hölzler und Beerenleute gehen mußten. Die Frucht, oft genug die mühjame Tagesarbeit einer ganzen Da sitzen sie und träumen ihre Träume, bis Ehedem war der Wald den Kindern ein Familie, wurde ausgeschüttet und zertrampelt. Die Großmutter lag frank daheim, und die sie von emsig hastenden, unsanften Menschen- Riese Spielgeselle, nun hilft er ihnen nur für War der Oberförster dabei, so ließ er auch noch beiden Schwestern waren vor Tag und Tau bis fingern abgerissen oder zwischen die Zähne eines ein paar Wochen zu hartem, saurem Brot. Sie die Körbe zerschneiden und zerhacken. ins Abendgrau draußen im Busch und schleppten groben Holzkammes geräufelt, gedrückt, des tragen ihm ihre Sommertage zu, und aller Geblauen, zarten Reifes entkleidet, in einem schüt- winn und Erlös sind ein paar scheppernde Mün- die Pfeife falt im Mund, und seine Augen gingen bücken, und dem schäbig feilschenden Juden Körbe Da stand er, der Büttel, die Beine gespreizt, den diden Bürgerweibern, die sich so schwer höhnisch funkelnd rundum und saugten sich auf- voll Beeren ins Haus. Allen gehört der Wald. Das ist ein Gesetz, reizend in die zornbleichen Gesichter. Und zischend Einstmals waren sie Könige über ihre jungen das im Volke nicht stirbt, ob auch tausend Perga flick er das verhaßte Wort durch die Zähne, das Tage. Das war gewesen und war dahin. Einſtmente, wohl petschiert und versiegelt ein anderes auch für die Gutgläubigen noch seinen Stachel mals hegten sie stolze Träume, wie ſie ſelbander besagen. hatte: Ich werd euch schon katholisch machen." auf die hohe Schule ziehen wollten, wenn erst die Die Herren nahmen das Wild und lassen die Groll stand auf und bittere Wut:„ Der Kai- Bürgerschule überstanden wäre. Wie March alle Bäume erschlagen, aber was im Busche an Frucht fer ist so arm, er muß Bettelleute bestehlen." Et- Sprachen der Welt erlernen würde und Bozena gedeiht, was den Boden deckt, das war niemals liche wollten ihm einen Brief schreiben. Das als großer Chemiter verblüffende Dinge erfände. ihr Teil, davan rührten sie nicht. Das war dahin. Eine harte Hand war über nuut einen Dred," sagten die andern. Ein altes Lied wurde wach und keck den Forstleuten zuge- ihnen, seit sich der Vater den Fabrikherrn zum zuge- tüdischen Unfreund gewonnen. fungen: Frauen und Kinder ziehen hinaus in die lachenden Tage, müde, mürrisch, verschlafen, von der Not getrieben, ihr Tagewerk zu einem müh seligen Fronwerk zu machen. Fröftelnd schlurfen sie im Morgentan, def sen Nässe in dem löchrigen Schuhwerk quatscht und patscht und den Füßen die lebendige Wärme Im faiserlichen Gehege war seit Ferdinands nimmt, fie fältet und steift bis hinauf in die des Gütigen Zeit den die Schranzen den Trot Kniegelente, um die der nasse Sleidsaum tel nennen das Regiment milde gewesen. Und Schlottert. die gräflichen Herren verhielten sich nach dem Beispiel. Stundenlang tauern sie mit gebeugtem, schmerzendem Rücken im Gesträuche, die Zungen zusammengedrückt, die Augen müde vom suchen ben Hin und Her, schieben sich beerend hinaus auf Lichtungen, wo die Frucht am süßesten reift; bis erschlafft von der schwülen Mittagssonne, die ihnen unbarmherzig auf den Scheitel brennt, bie Kinderköpfl wie welte Blüten auf die Seite hängen, --Konnte die arme Wittib keinen harten Gulden flingen lassen, so brauchte sie darum doch nicht frieren. Und die Wäldler und Buschleute darbten weniger hart, solange der Wald ihnen ceren und Schwämme in Fülle gab. Nun griff ein neuer Oberförster frech in die alten Rechte. Das Holzlesen wurde verboten. Für die HeiDer Arme, der ein Körnlein nimmt, der wird in Pein gebracht, aber der, der ganze Länder stiehlt, auf den gibt niemand acht." " In den Wäldern der Grafen durften nun weder Holz noch Frucht noch Schwämme gejammelt werden. Die Häusler, die an den Buschrändern wohnten, fonnten sich um das Verbot nicht tüm mern. Sie hätten dann keine Feuerung und an Sie liefen mit zerstochenen, blutige- Füßen über die Stoppeln und lasen die spärlichen Achren auf den reichen gräflichen Feldern. Immer gewärtig, daß ihnen ein grober Schaffner, ein mür rischer Knecht die Peitsche um die nadten Beine schlug, daß die Schwielen im Nu aufliefen. Ach, sie waren nicht alleine draußen in diesem Sommer der schweren Not. Gar manche Fa milie bekam feine Flechtarbeit mehr, so schicken sie die müßigen Kinder hinaus. ( Fortlegung folgt.) Dienstag, 6. September 1927. Die Aktivisten gegen den Anschlußschaftlichen Beziehungen gegenüber Desterreichs an Deutschland. Moskau zu veranlassen. Der Minister des Aeußern, Dr. Beneš, Tschitscherin eine Reihe von Beratungen Außerdem hatte in den letzten Tagen hatte vor einiger Zeit eine Unterredung mit einem mit dem deutschen Botschafter in Moskau Broddorff- Rangau. woraus das Prager Tagblatt" einen Auszug beröffentlicht. Der Minister sagte unter anderem, daß die Tschechoslowakei zur allnationalen Koali reich" angenommen hätten, Allerhand Ozeanflieger. Tages- Neuigkeiten. Trauer am Wedding. Seite 3. Tob in der Grube. Auf der Zeche ,, Glückauf" bet Sondershausen( Thüringen) stürzte eine Strede von 20 Metern ein. Ein verheirateter und ein lediger Bergarbeiter wurden verschüttet. Sie Wer Berlin fennt, weiß, daß der Wed fonnten nur als Leichen geborgen werden.- Auf ding ein unverfälschtes Profetarierviertel dar. der Zeche Bruchstraße" bei Langenbreer wurden ſtellt. Die Masse Mensch ballt sich da zusammen zwei verheiratete Bergerbeiter von Kohlenmassen mit all ihrer Sehnsucht und Not. An den profeta- verschüttet und getötet. Reaktionäre Kanonen gegen kommunistische London, 5. September. Kapitän Courtney Fahnen zu den Fenstern der Armut heraus, und amtlich gemeldet: Die Teilnahme an dem interrischen Festtagen hängt dort ein Wald von roten Spaßen. Aus Brünn wird dem Preßbüro werde. Beneš lobte die Loyalität der beiden hat den Start zum Ozeanflug von Corunnia nach Stampflieder der Arbeiterjugend aus allen Lagern amtlich gemeldet: Die Teilnahme an dem interdeutschen Miniſter, die auch sein außenpolitisches den Azoren wegen Rebels auf morgen verschoben. durchtönen am Abend die Straßen. Alltags aber ichen Jugend in Brünn war am heutigen Brogramm, darunter die Aufrechterhai-tung eines unabhängigen Oester- Auch Kapitän Mc. Ini osh mußte den für heute drücken sich auf den Bänken in den spärlichen Sonntag sehr schwach. Die Teilnehmer fra vorgesehenen Start zum Ozeanflug mit der Anlagen die vom Leben zerbrochenen, die Arten vor 10 Uhr vormittag am Glacis zusammen, Xenia" auf morgen verschieben. beitslosen und die Alten herum. Man sieht vervon wo sie sich in einem Zuge, an dem ungefähr hungerte Gestalten, zerlumpte Kleider, verzwei- 350 Personen teilnahmen, auf den Krautfelte Gefichter und vergrämtes Müdesein. Lang- marfi begaben, wo ein Voltsmeeting stattfand. fam, ganz langsam schleicht für diese Menschen leber die Bedeutung des Tages sprach u. a. Abg. der Tag dahin. Viele haben nichts mehr vom Le- Saferr. Am Schluß der Versammlung Sprach ben zu erwarten. Diese pilgern zuweilen zum noch Abg. Juran, worauf sich die Teilnehmer nahen Friedhof in der Gerichtsstraße hinüber. nach Absingung der Internationale ruhig zer Die Ruhe der Toten bekommt ihnen wohl. Die streuten. Die Polizei beschlagnahmte Ruhe der Toten wedt große Sehnsucht. Aber Aber am Versammlungsplatz vier Standarten mit ringsherum brandet und braust das Leben der anstößigen Aufschriften und ließ nicht zu, Weltstadt. In der Müllerstraße faufen die Elef- daß Schuljugend sich am Zuge betei trischen und auf der anderen Seite, auf dem Net- lige. Der von der komm. Jugend für Samstag telbeckplay, drängen sich am Spätnachmittag die abends geplante Lampionzug wurde von der Händler zu aufgeregtem Markitreiben zusammen. Polizei aus Sicherheitsgründen verboten. leber dies bunte Gewimmel raucht die Esse des Krematoriums ein schauerliches„ Memento mori!" hinüber. Das hat nichts anderes zu bedeuten, als daß die aktivistischen Parteien sich gegen den Anschlußz Die„ Mizz Columbia" Lewines ist für morDesterreichs an Deutschland aussprechen, was übrigens niemanden mehe überraschen kann. Siegen früh 6 Uhr startbereit. Der Abflug wird haben das deutsche Volkinder Tsche vom Wetter abhängig sein. hoslowakei verraten, warum sollen Das Flugzeug Sir John Carling" ist heute sie nicht auch das deutsche Volk von Caribern nach Harbour Grace geflogen, wo Oesterreichs verraten. es günstige Wetternachrichten für einen neuen Start zum Dzeanflug abwarten will. Wenn man auf dem Balkan wählt. Drei Heimgefunden. Die nationaldemokratische Bresse, die in der letzten Zeit zwischen sich und den Fascisten eine gewisse Grenzlinie gezogen tatte, nimmt sich nach der Auflösung des fascistifchen Jugendverbandes wieder sehr lebhaft der Belgrad, 5. September. Die Wahlfampagne Fascisten an. Sie stellt die Bürschchen, die mit hat gestern, am letzten Sonntag vor den Wahlen, italienischer Arbeitsloser der Stahlwerke von Sieben Familienmitglieder erschossen. Ein ihren Butschplänen das Land unsicher machen, als ihren Höhepunkt erreicht. Fast alle politischen reine Unschuldslämmer dar und fordert das Parteien hielten Wählerversammlungen ab. Ein Youngtown( Ohio) tötete mit einem Revolver fcheint der eigentliche Zweck der Aftion wenig aufregender Vorfall spielte sich bei einer Wahl- den Ringbahnhof Wedding verließ, bot sich mei- fchoß er seine Frau, sodann drei Töchter und dret Als ich neulich bei dämmerndem Morgen fieben Mitglieder seiner Familie. Zunächst er ftens auch die Auflösung der kommunistischen versammlung in Danilograd in Montenegro ab. nen Augen ein feltsamer Anblick dar. Es war, Enfel und verletzte die Schwiegertochter, zivei Partei als Entgelt. Nun dürfte aber selbst ein Während der Rede des demokratischen Wahlkan- als quelle aus den Häusern des Proletariats Nachbarn Kabinett, in dem Mayr- Sarting fitzt, die Kommu- didaten trat eine Frau zu dem Rednerpult. unendliche Trauer heraus. Schwarzumffort und andere Enfel entgingen nur durch ein Wunder und einen Polizisten schwer. misten hierzulande nicht für eine staatsgefährliche packte den Kandidaten beim Schuurrbart und in unübersehbarer Zahl starrten die roten Fah dem Tode oder einer Verletzung und wurden Partei kalten. Erfreulich ist nur, daß die Krachnitt ihm mit einem scharfen Meinen aus verhangenen Fenstern in den Morgen. weinend bei den Leichen vorgefunden. Beim már- Leute nun doch wieder dort stehen, wohin sie er die Nase a b. Es entstand eine furchtbare So stumm und regendurchmäßt hingen sie da. polizeilichen Verhöre erklärte der Mörder, er habe schließlich gehören. Panit. Der Kandidat Savicevic riß die Frau Und war doch ihr Stummsein wie ein gewalti feine ganze Familie töten wollen, habe bei dent von der Rednertribüne herab, zog den Revolver ges weltweites Schreien: Sacco und Van- Morden einigemale den Revolver geladen und und erschoß sie. Savicevic wurde verhaftet. zetti! Und war doch ihr feuchtes Antlitz wie sich selbst erschießen wollen, die Waffe habe aber ein Strömen, das mich heiß durchbriefelte, von versagt. jener Bruderschaft, die das Proletariat der Erde bildet. So daß wenn zwei Körper fich drüben im Lande des Dollars in den Todeszuchungen des elektrischen Stuhles winden, spürbare Wellen des Wehs herausbrechen überall auf dem Erdenrund, wo Proletarier zum Bewußtsein ihrer Not und ihrer Daseinsrechte erwacht sind. Nußland und Genf. Ein sonderbarer Ausflug. London, 5. September. Wie die ,, Times" aus Riga melden, hat der Stellvertreter des Volkskommissärs für auswärtige Angelegen- Hindenburg, 5. September. Sonntag vor heiten, Litwinow, nach seinen vor furzem mittag freisten etwa zehn Minuten lang vier in Berlin gepflogenen Beratungen einen Bericht polnische Militärdoppeldecker über Hindenburg. gesandt, worin er die Ueberzeugung der Sowjet- Die Flugzeuge waren aus der Richtung Nuda regierung zum Ausdrucke bringt, daß die rugekommen und flogen auch dorthin zurück. Da die fische Frage in Genf in Konferenzen der Flugzeuge, die an den Hoheitszeichen deutlich als europäischen Diplomaten erörtert werden wird. polnische Militärapparate zu erkennen waren, in Litwinow bemüht sich deshalb, die deutsche Re- der niedrigen Höhe von 200 Metern über der gierung zur Annahme eines flaren Standpunktes Stadt kreuzten, liegt der Gedanke nahe, daß es und zu einer offeneren Erklärung ihrer fre un d- sich um eine nicht zufällige Grenzverlegung handelt. xxxxxxxxxxxxxxXxXxXxXxXxXxXxXxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx Rundfunt für Alle! Programm für heute Dienstag: Rom. 150. 20.50: Feierabendliches. 21.10: Abeaterabend. Treble. 10.20: Gebörlefefurs 20.05: Defterreichische Dichter Wien, 517. 11: Bormittagsfonzert. 18.50: Uniere Gluk ftunde. 21: Konzert- fabemie. Bürld. 588 20:: abms Stunde des Hausorchesters 20.45: Cello Abend. 21.20: ruffifche Tänge. 22.20: Tanzmufif Deutschland. Brag, 349. 10.50: Vormittagstengert. 11 35: Sandwirt. fbafilicher Rundfunt Beitfignai 12 10; Schallplattenmufif. 16.30: Gamilie und Schule 16.50: Landwirtschaftlicher Rundfunt. 17: Nachmittagstonzert. 1 Mozart: Quartett bbur( Röbel 387). 2. Schumann: Alabierauintett cs- bur 2. 44. 18: Deufe Sendung Wetterbericht und Tarungen einer deutschen Auswanderin" in Paraguay". 15.10 geneuigkeiten vom Prehbüro, bierauf: Aus der Heimat. Las Braunauer Ländchen 18.15: Vortrag: Der Körper der Jugend und beffen pobfische Graiebung. 19 15: Landwirt. haftlicher Rundfunt. 19: Uebertragung aus dem Stände teater, Prag: Waffenet:„ Manon Oper in& Aften. 22: Le Nachrichten des Preßbüros. 22.15: Theaternachrichten. 12.20: Schallplattenmufit Brünn 441. 12.15: Mittagsfonsert 14: Brager Effer. tenbörse Breffenachrichten Sport und beater. 17.15: Wie is mich zur Arbeit anziebe. 17 35: Deutfche Breffenach tidten 17.45: Deutsche Sendung. Prof. M. Wittfa: Rafteen. 18: Landwirtschaftlicher Rundfunt. Geflügelzucht. 18.20: Vortrag. Philatelie. 19: Wie Prag. Presburg. 300. 17.25: Aus der Geschichte der Bolts. lieber. 17 45: Die nationalöfonomische Bedeutung der Spi ritusfabrifen. 18. Nonger: des Stammertrio. 19: Wie Prag. Rafhau, 1570 19 Borag 10 15: Breffenachrichten. 19.20: Soliftenfonger: 1. Godard: Romantisches Stonzert. 2. Glinta: Arie des Nusian aus der Oper„ Ruslan und Ludwilla". Armann: 2 Bieber 4 Kvapil: Slowakische Lieder. 5. Armenn: 2 Lieder. 6. Kuba: Mährische Lieber. Budapest 556. 9.30: Gault" Ope: von Gounod. Daventry. 1604 19.30: Draeiterfonaett. Leichte Opern mufit. Dittersbacher Eindrüde. Adnigewusterhausen, 1250. 15:„ Erlebnisse und Erfah Der Sternenbimmel im September. 17.„ Das Pflanzen fleld der Erde". 18: Sypothefenaufwertung und öffentlicher Glaube des Grundbuches" 1355: Wilhelut Müller a 100 Todestage. 19.20: Aus der Profa deutscher Staats männer und Gelebrier: Start Macr 20.05: Wie Berlin. 484, Der Milado", Operette von Gilbert. Breslau, 323. 16 30: Boltstümliches Stonzert. 18.50 Von Boll au Bolf. Die völferrechtlichen Formen des zwi fchenstaatlichen Verkehrs. 20 05: Wie Berlin. Frankfurt, 420. 16.30: Nonzert des Sausorchefters. Neuere Wufit. Brudner, wiabler. Strauß 20.05: Wie Berlin. Anfchl. Tages, Weiter und Sportdienst. Darauf: Neue Schallplatten. Revision des Grosavescu- Prozesses? Der Wiener Morgen" berichtet, daß auf Grund neuen Beweismaterials der Vertreter der Familie des ermordeten Sängers Grofavescu beim Wiener Landesgericht ein Ansuchen um Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Nelly Grofavescu einbrachte. Das neue Beweismaterial soll darlegen, vorbereitet war daß der Mord von Frau Grofavescu planmäßig vorbereitet war und daher Sinnesverwirrung im Zeitpunfie der Tat ausgeschlossen sei. diesem Anblick. Feierlich und groß legte es sich Ganz still und ernst wurde es in mir bei diesem Anblick. Feierlich und groß legte es sich auf meine Seele. Vor meinen schauenden Augen floffen Farben und Vorstellungen ineinander. So it's recht! Der Vollzugsausschuß der Das Rot der Fahnen, vom Winde bewegt, wurde französischen sozialistischen Parwallenden Herzblut des Proletariats, das immer Parteianhänger auffordert, an der offiziellen in mir zum quellenden Blut, zum dampfenden, tei veröffentlicht eine Erklärung worin er alle wieder aufspringt in wilden Bächen und ver- Feier am 19. September nicht teilzunchvrißt werden muß als heiliges Obfer auf dem men, welche von der französischen Regierung zu Nachtweg der Menschheit. Bis einmal der Mor- Ehren des Kongresses der amerikanis en fommt. Bis einmal die Sonne siegt. Bis schen Legionäre veranstaltet werden wird. einmal der Winter weicht. Bis einmal Vernunft Diese Aufforderung begründet der. Vollzugsaus und Güte uns erlösen aus Nacht und Not. Und schuß damit, daß die Feier eine rein rea durch meine Serle rannte, wie ferne Musik näre Aktion sei und insbesondere jetzt nach der Glaube und Hoffnung: Hinrichtung Saccos und Vanzettis rein provokatorischen Charakter habe. Eine Leckan'ade. Ein mährischer Steinklopfer mit einer poetischen Ader, hat die Seldentaten" Lecians in Verse gebracht und soll diese Evopöe in der Slowakei und in Mähren in Coupletform verkauft haben, und zwar schon zu einer Zeit, da Lecian noch gesucht wurde. Der Poet hat angeb lich an seinem Werke bisher über 5000 Kronen verdient. ... und ob auch Blut fließt rosenrot und Tränen die Sehnsucht weihen Einmal kommt doch, trop Not. und Tod, der Menschheit blühender Maien! Paul Piechowski. Eigentlich doch eine Ehre! Wien, 5. September. Wie der Morgen" Hamburg, 395 20. Was man auf Reifen alles erleben wissen will, soll die philosophische Faku= fann. Sciterer Abend. Anscht Konzert. Langenberg. 460. 13 10. Kammermufif. 16.30: Könialität der Wiener Universität den Antrag auf 4. September, fanden zwei Burschen aus HausDroffelbart. 17.30: Teemufit 20 10: Don Cefar. Operette. 22.20: Funfftille. Verleihung des Ehrendoktorates an geipzig, 366 16.30: Nachmittagskonzert. 20.05: Wie Felix Weingartner abgelehnt haben. Berlin. 22.15: Tanamufit. München, 536. 19.30: Tonfunft der Gegenwart. Non- Die Auszeichnung war für Bemühungen gedacht, zert des Rundfunforchefters, 21.15: Unterhaltungskonzert. die Weingartner anläßlich des Beethovenfestes hatte. Stuttgart. 380. 16.15: Nachmittagskonzert. 20.05: Wie Berlin. Opfer des Kriegspielens. Sonntag, den brunn in der Nähe der Artillerieſchießstätte bei Malacka den Zünder eines Grana.schrapnells und manipulierten damit. Der Zünder explodierte, wobei die beiden Burschen getötet wurden. Die Untersuchung wurde eingeleitet. rücken die ersten Trupps an. Jugendliche und In das Gefühl der Freude über das Geschaffene| Patentchristen Prälaten Seipel geprägte Wort Naturfreunde. Während der ganzen Nacht ist mischte sich das bittere Gefühl stillen Neides. Wie von der Fürsorginflation" wird bald auch zu lebhafte Bewegung. Immer neue Abteilungen eine grausige Vision steigt bei vielen die eigene ihrem Sprachschaße gehören. Was sind soziale Strahlende Septembersonne liegt über den treffen ein. Am Sonntag vormittag aber wird es düstere, traurige Jugend auf. Die Jugend ohne Losten"? Was schädigt die Gesellschaft? helfen des Dittersbaches Tales. Die altersgrauen wahrhaft beängstigend. Die Straße ist erfüllt vom Freude und Sonne, die Jugend früher Arbeit und holungsheime und Fürsorge für werdende MenSteine in ihren pittoresken Formen ragen hoch Rattern und Hupen der Automobile. Zuerst fom- Not... Und viele Arbeitereltern mögen sich schen? nein! Volksfeuchen und Tuberkulose, aus dem dunklen Grün empor. Weithin leuchtet men einige Pastwagen mit den Ordnern. Dann daran erinnert haben, daß manches ihrer in geistige und förperliche Gebrechen das sind in das Violett des Heidekrautes. Die Wiesen sind Autos und Omnibusse, ein Wagen nach dem an- Schmerzen geborenen Kinder dahinſiechen Wahrheit soziale Lasten! Das werden wir ihnen noch grün, das Laub der Bäume hat sich noch dern. Zwischendurch Leiterwagen. Dann jnfmußte, weil eine brutale und hartherzige Ge- antworten. faum verfärbt: Das ist die Szenerie, die dieser zehnhundert Menschen, die mit einem Sonderzuge sellschaft Arbeiterfinder zugrunde gehen ließ. Diese schöne Erdenwinkel dem herrlichen Fest der nord- bis Rabstein gefahren waren. Aus dem Elbe, bitteren Gefühle werden aber bald zurückgedrängt böhmischen Arbeiterschaft freigebig beistellt. Das schöne Haus in Dittersbach ist aber auch Polzen- und Eulautale, aus dem Auffiger Be- von den vielen schönen Eindrücken, es gewinnt eine Anflage. Es klagt jene an, die den Gemeinzirt, aus Warnsdorf und Schluckenau, Bensen und der Stolz über das herrliche Werf die Ueberhand. den und Bezirken durch die Verwaltungs- und Böhm.- Kamnis, aus den vielen Industriedörfern Alle empfinden: die Welt beginnt anders zu Steuerreform schwere Fesseln angelegt haben. Auf Es ist ein überwältigender Anblick, den das Nordböhmens fommen sie alle, die Tertilarbeiter, werden, besser zu werden, wenn die Arbeiter lange Zeit hinaus wird eine ähnliche Schöpfung Kinder- Erholungsheim beim ersten Metallarbeiter und Bergarbeiter, die Kleinbauern zusammenstehen. nicht möglich sein. Die von der Regierung er Beschauen bietet. Wenn man auf der Straße von und die vielen Frauen und Stinder. Ja, die vielen nannten Bürokraten und ihre willfährigen MehrWindischfamniß durch Dittersbach geht, kommt Stinder! Mehr als zweitausend waren dabei. Das Was am Dittersbacher Heim das Große ist heiten werden für Kinderheime kein Geld übrig man zu einer Stelle, wo sich das Tal plötzlich zu ist die besondere Freude, die wir alle empfinden, und wofür man seinen Erbauern besonders dan haben. Der Staat braucht ja so notwendig neue einer breiten Sohle öffnet. Die Straße biegt um daß es möglich ist, unsere Stinder an den großen fen muß, ist die Tatsache, daß jede Halbheit Kasernen! Und darum wird das Dittersbacher. einen großen Felsen da hält der unvorbereitete Tagen unserer Bewegung teilnehmen zu lassen, fehlt. Jedes Kompromiß mit primitiveren, dafür Heim noch lange einsam sein in unserem Lande. Gast unwillkürlich Schritt und Atem an. Vor damit ein Hauch der großen Erlebnisse in ihre billigeren Einrichtungen wurde vermieden. Das Aber es wird eine furchtbare Anklage sein für ihm liegt das Heim. Märchenhaft schön jungen Seelen dringt. Heim ist in allen seinen Teilen mustergültig und jene, die Worte von Christentum und Na- on fortschlechthin vollkommen. Seine Schöpfer während im Munde führen, in ihren Taten aber ist es. Wie von einer Fata Morgana hingejaubert, steht es vor uns. Langsam nur befreit man ift Wirklichkeit! Recht lebendige Wirklichkeit sogar, sucher gezählt, dann wurde das Zählen aufgesich von dem ersten tiefen Eindruck; kaum wagt Von 8 Uhr morgens an ziehen die Genossin- aben die größere Verantwortung vor der Gegen- beweisen, daß sie bereit sind, um fleiner Klaffenman näher zu treten, da man fürchtet, das schöne nen und Genossen durch das Seim. Es ist eine wart in Kauf genommen, um vor der Kritik der vorteile willen das Volk zu verraten. Bild fönne in Nichts zerfließen. Doch das Ge- ununterbrodjene Kette. Die Ordner leiſten muster- Bukunft bestehen zu können. Vieles wäre über das Heim noch zu sagen. chaute ist kein Trugbild und keine Zauberei, es hafte Arbeit. Bis um 11 Uhr wurden 3000 eDoch nicht in allen Herzen wird Begeisterung Jede Schilderung auf dem Papier muß jedoch undenn Stinder, laute, lachende Kinder sollen sich geben... Die Arbeitsmänner und Arbeiter- herrschen; es gibt leider Menschen, die über die zulänglich sein. Eines nur sei noch hervorgehoben: hier tummeln. So hat einst ein serviles Unter- frauen, die aus den engen und dürftigen Woh soziale Großtat in Dittersbach nicht erfreut sind. Die herrlichen Bilder der Gertrud Caspari. Spieltanengeschlecht den Fürsten ihre Schlösser gebaut. nungen der Proletarierdörfer kommen, finden das sind die sogenannten großen Steuerzahler", und Speisesaal sind mit wundervollen WandGo baut eine neue Zeit ihren Kindern Heime! faum Worte, mit denen sie ihre Bewunderung die, wie es recht und billig ist, kräftig zur Auf- gemälden geschmückt. Gestalten aus der kindlichen du herrliche neue Beit, o du glückliche neue und ihre Freude ausdrücken können. Aber ihre bringung der Mittel herangezogen werden. Das Gedankenwelt sind von Künstlerband mit leuch Jugend! Augen strahlen! So hatten sie es sich nicht vor- sind jene Streise, deren Kinder freilich keine Er- tenden Farben hingezaubert worden. Man könnte gestellt, so schön und so zweckmäßig. Eine abge- holung brauchen, da Licht und Sonne, reichliche versucht sein, den Wandschmuck für nebensächlich Die Arbeiterschaft Nordböhmens ist gekom arbeitete, früh gealterte Arbeiterin- dem Dialekt Nahrung und menschenwürdige Wohnung zu den zu halten. Wie falsch wäre dies! Nur wer weiß, men, das Heim, das sozialdemokratische Initiative nach aus dem Polzental- sprach:" So gut hätte verbrieften Rechten der Reichen gehören. Sie wie sehr die Umgebung den Menschen zu formen und Tatkraft geschaffen hat, zu besichtigen. Sie ich es nur einmal als Kind haben wollen." So werden nun jammern über die unerschwinglichen vermag, wird die Bedeutung fünstlerischen Wandlommt in hellen Scharen. Schon Samstag abends wie diese Genossin, so empfanden wohl Hunderte. sozialen Lasten" und das von dem österreichischen schmuckes gerade in einem solchen Heim zu würm a It it to fo 11 11 i to 16 te ei ch L t It 1, h 8 b 五 It Cette 4 Richtigstellung. In unserer gestrigen Ansgabe st bei dem Bericht über die Eröffnung des Kindererholungsheimes in Dittersbach in der Ueberfchrift ein Fehler unterlaufen. Es soll natürlich Kindererholungs heim und nicht Kinderfreundeheim heißen. Dienstag, 6. September 1927. verschießt Rechtsaußen. Länderspiel Tschechoslowakei- Deutschland 3: 2. fit te Under Gegenangriff with vom Tormann gehalten. D. versiebt eine Chance durch Linksaus. Unsere Mannschaft findet langsam den Zusammenhang. Die linke Seite bringt immer Neuerlicher Sieg unserer Auffiger Verbandsmannschaft in München. wieder Ball vor. In der 22. Min. rettet die Stange München, 4. September.( Eigenbericht.)| land, umjichtig im Angriff. exakt in der Ver- D. vor dem ersten Treffer. Wenige Minuten später Ein Sacco- und Vanzetti- Platz in einer Die Auswahlmannschaft unseres Auffiger Turn- teidigung, Deutschböhmen vom ersten bis zum dasselbe bei uns. Die Deutschen erzielen einige flowalischen Stadt. Ueber Antrag der kommuni- und Sportverbandes, hat heute ihr schwer- letzten Mann flink und aufopfernd. Abwechselnd Ecken, können durch ihre technische Durchbildung stischen Fraktion der Gemeindeverwaltung von st es Auslandstreffen siegreich bestan- fielen die Tore- Aussig führt und läßt auch weiterhin eine leichte Ueberlegenheit buchen. Lučenec wurde der bisherige Wilsonplatz auf den. Unsere Elf, die im letzten Augenblicke wegen sich die Siegespalme nicht mehr entreißen! Bis Unsere Halfreihe zeigt Schwächemomente. 44. Wlin. " Sacco- und Vanzetti- Blat" umbenannt. Im Unabkömmlichkeit einiger Spieler umgestellt zum Schlußpfiff wird das Publikum durch wohl- hält unser Tormann drei Nachschüsse glänzend. ganzen stimmten 22 Gemeindemitglieder den werden mußte, stand einen ausgesuchten fombinierte Angriffe und geradezu brillante Rechter Half rettet noch im letzten Moment zur Antrag ab, davon war die Hälfte dafür, die Hälfte Reichsteam des Leipziger Arbeiter- Turn Einzelfämpse in Atem und stets wachsender Ede. dagegen. Durch das Los wurde dann die Ent- und Sportbundes, gegenübe. Deutschland hatte Spannung gehalten. Alle geben ihr bestes, doch scheidung gefällt, die zugunsten des Antrages diesmal die Spielerauswahl besonders sorgfältig ist das Resultat nicht mehr zu ändern. Schweißausfiel. getroffen, um die vorjährig Niederlage in Bo übergossen verläßt unsere Elf den Platz, um Gajda schon wieder geklagt. Wie wir er- denbach we zumachen. Als die Auffiger Ver- ringt von der begeisterten Jugend und von dem ahren, wird am 24. d. M. vor dem Bezirksgericht 3 Uhr nachmittags, den von mehr als zehntau- neidlos anerkennt. Als etzte Autokolonne die bandsmannschaft in neuer violetter Dreß, um übrigen Publikum, das die glänzende Leistung für Uebertretungen eine Ehrenbeleidigungsklage zur Verhandlung fommen, die der Oberstleutnant send Zuschnern bevölkerten Teutonia Play be- Siegermannschaft zu ihren Quartieren bringt, Unsere Elf läßt sich nicht deprimieren. Im V. Sousta gegen Gajda recte Gajdl ange- trat, ging jie in ihr heißestes Treffen hinein, tönen ihr auf der Straße noch immer Frei- Gegenteil. Das Tempo wird lebhafter. Unsere linfe strengt hat. Gaida hat bei seiner von ihm ver- das sie bisher zu bestehen hatte. Vor Spielbeginn Heil"-Rufe entgegen. Seite wird überlastet. 15. Min. Ede für uns. Das anstalteten Ausstellung von Andenken aus dem wurde dem Spielleiter, Genossen Gustav Er Kriege( natürlich nur, um für seine Person a cher von einer Gruppe Münchner LandsReklame zu machen) ein Dokument ausgestellt, ein Dokument ausgestellt, leute, ein Blumenstrauß überreicht. Ueber die in welchem er den erwähnten Oberstleutnant Ginzelheiten des Spielverlaufes wird anschliebeleidigt. Bend referiert. Zweite Hälfte wird unser Anstoß abgestoppt. D. geht durch und erzielt 1. Treffer. Nun gehen unsere zum Angriff, in der 10. Min. Ausgleich. n der 11. Min. schießt D. hr 2. Tor. Deutschland führt 2: 1. Die Partie steht 2: 2. Bei voller Anerkennung des vorzüglichen Spiel zeigt nun die Unseren ständig in Aktion. Spieles und der hohen Qualität der Reichs- Prächtige Kombinationszüge, der Ausgleich hängt in deutschen, ist dieser Auslandserfolg unserer jun- der Luft. In der 22. Min. fällt das 2. Tor. gen und verhältnismäßig schwachen Fußballbewegung nicht hoch genus zu werten. Aussig Wohl rafft sich D. öfters auf, besonders der hält weiter seinen Plazals eine der helle Lintsaußen schafft einige brenzliche Situa besten Verbandsmannschaften der tione, doch ist unsere Verteidigung auf der Sut. Arbeitersportinter ationale wird in einigen Wochen den Desterreichern im In der 27. Min. fällt nach schöner Kombination Stampfe um das Primat einen gefährlichen Partner stellen. Unsere Elf hat durch ihre Aufopferung einen neuen schönen Erfolg errungen, aber die hohe Klasse des ganzen Spieles macht das Münchner Treffen auch zu einem Ehrentag der reichsdeutschen Arbeiter- Fußballer und der ganzen proletarischen Sportinternationale. Die galizische Ueberschwemmung. Das WojDie Stärke der Reichsdeutschen wodschaftsamt erhielt Berichte über neue Ueber- lag in feiner Technik und exaktem zuspiel. Geschwemmungen auf dem Gebiete der Lemberger fährliche Angriffe rollten ir der ersten Halbzeit Wojwodschaft. In der Gemeinde Jwanice be- gegen das Auffiger Tor heran, doch unsere Verfinden sich 350 Bauerngehäfte unter Wasser. Im teidigung arbeitete mit unerhörter Bravour, was Bezirke Dolina stehen 27 Gemeinden und zwei ihr mehrfach Beifallsstürme eintrug. Nach der Städtchen unter Wasser. In diesem Bezirke find Bause versuchten beide Mannschaften mit Feuer etwa 8 Personen ums Leben gekommen, zwei eifer das Unentschieden in einen Sieg umzu Eisenbahnbrücken wurden schwer beschädigt. Die wandeln. Die Leipziger septen mit einem HölMaterialschäden betragen allein bei den staatlichen lentempo ein und fonnten das erste Ueber Objekten 800.000 Zloty. Im Bezirke Tlumacz rumpungstor buchen. Aussig aber zeigte wurden 7 Dörfer von der Ueberschwemmung sich dem Gegner gewachsen, hielt bis gänzlich verwüstet. Im Bezirke Kostrzow sindur lebten minute dure, und beherrschte 8 Personen, in der Ortschaft Sorocow 6 Verso- fast dauernd das Feld. Selten ist auf den großen nen ertrunken. In den beiden genannten Ort- Fußballpläßen ein so temperamentvolles und schaften wurden 50 Bauernhäuser vom Wasser doch so faires Spiel gespielt worden. Deutsch- 3 Min. Ede, die gut abgewehrt wird. 7. Min. glatt weggefchwemmt. In 3abie sind 7 Personen, in Rostok: 5 Personen ertrunken. In den zu haben. In Hohene! be und Arnau treibt beiden Ortschaften wurden 100 Bauerngehöfte man mit schwerer Mühe und Not ein Arbeiterblatt vom Waffer weggeschwemmt. In den Bezirken auf. Ebenso arg ist die Situation in Mähren. vom Waffer weggeschwemmt. In den Bezirken der Wojwodschaft Stanislau hat sich die Lage Aber auch in Nord- und Südböhmen wäre eine insoferne gebeffert, als feit Samstag abends der größere Stontrolle notwendig, und es wäre Pflicht Eisenbahnverkehr wieder aufgenommen wurde. Der freigewerkschaftlichen Reifenden, überall von Pflichten der freigewerkschaftlich organisierten den Wirten zu verlangen, daß sie aus Respekt Reisenden. Im Vorjahre tagte in Prag unter gegen den Reisenden den Wissensdrang der Reiüberaus zahlreicher Beteiligung der erste inter- fenden unterstützen und das Arbeiterblatt halten. nationale Reisendenkongreß und es wurde für uns Ebenso standalös sind die Verhältnisse der Bahnfreudig hervorgehoben, daß die Tschechoslowakei hofsbuchhandlungen. Es kostet geradezu Arbeit, die beste freigewerkschaftliche Organisation der um auf einer Strecke von 100 Kilometer das Reifenden besitze und es wurde ebenso die Union Zentralorgan der deutschen sozialdemokratischen der Geschäftsreisenden wie der vom Zentral- Arbeiterpartei aufzutreiben. Wenn die freigewerk verband der Angestellten geschaffene Bund der schaftlich organisierten Reisenden hier ihre Pflicht Reifenden und Vertreter gewürdigt. Bei dem Kon- erfüllen und eine Agitation für die deutsche greß waren sowohl die Vertreter der deutschen wie Arbeiterpresse entfalten derden, werden sie sich Der thejechoslowakischen Arbeiterrartei anwesend, felber nüßen, aber auch die Anerkennung der geund es war ein flares Erkennen, daß die Reifen- famten Parteiöffentlichkeit finden. dengur Durchfeyung ihrer Ziele diese politis- he Für Reklamezvede abgestürzt. Bei den Partei brauchen. Daraus erwachsen den Reifen- Montag in Altenburg bei Leipzig veranstalteten den natürlicherweise Pflichten. Während es vor Flugtag stürzte der Pilot Triebner, der aus dem Kriege eine Selbstverständlichkeit war, daß in dem Reklameflugzeug der Hamburger Neichardt jedem Hotel, Kaffeehaus und Restaurant, in dem werke einen Fallschirmabsprung vollführte, tödder Reisende verkehrt, auch das Arbeiterblatt auf lich ab. Während Frau Triebner zweimal sicher lag, ist nach dem Krieg in Beziehung auf die deut aus dem Flugzeug abgesprungen war, entfaltete ſche Arbeiterpresse eine Verwahrlosung eingetre- sich bei dem Absprung ihres Mannes der Schirm ten, die sich die Reifenden schon aus Selbſterhal nicht, so daß der Pilot aus etwa 500 Meter Höhe tungstrieb und auch zu dem Zavede ihrer eigenen Weiterbildung nich gefallen lassen fönnen. Uns sur Erde stürzte. Er war sofort tot. berichtet ein Reisender nur von einer furzen Hohe Frequenz in Karlsbad. Nach dem AusFahrt: Eines der größten Hotels in der Tschecho- weis des Statistischen Amtes der Stadt Karlsflowakei, das Grandhotel in Königgrähz, bad wurden bis 3. September 1927 im führt weder den Sozialdemokrat" noch die ganzen 57.753 Badegäste gemeldet. ,, Arbeiterzeitung". Das gewiß bedeutende Hotel Ozeanflug mit Zwischenlandungen. Der eng Beselfa in Pardub ebenso. Im Hotel lische Kapitän Courtney ist am Samstag früh Klein in Trautenau ist nur das„ Echo" furz vor halb 7 Uhr unerwartet in Plymouth zu * Der Spielverlauf: Anstoß D. bringt diese sofort vor unser Tor. Punkt 8. Wir führen 3: 2. Das Spiel hat seinen Höhepunkt erreicht, die byiische Straft ist gebrochen, beiderseits. Troy ciniser Vorstöße, D. helt auch weiterhin die Ueberlegenheit der Unsern ax Außer einigen Eden wird am Resultat nichts mehr geändert. Unter stürmischem Jubel der Zuschauer, besonders der in Mün. chen wohnenden Tschechen, verläßt unsere Elf als neuerlicher Sieger die Kampfstätte. Der Kampf war fair und wurde vom Genossen Windisch Wien einwandfrei geleitet. Bei Lüttich war es gar feit, Jupheidi, jupheida! Wir schlugen Tür und Fenster ein, Jupheidi, jupheida! Komm, wir wollen sterben gehn. in das Feld, wo Rosse stampfen. eh ich nicht durchlöchert bin, fonn der Feldzug nicht geraten. Sudermann sudelt: einem Fluge über den Atlantischen Ozean gestartet. Während er früher die Absicht hatte, von Irland aus ohne Zwischenlandung nach New York zu fliegen, hat er sich nach dem Mißgeschick der„ St. Raphael" für einen Flug über die Azoren entschieden. In Und hätt man uns die Freud gegönnt orta auf den Azoren will er seine Benzinvorräte Wir hättens ganze Neft verbreint! auffüllen und dann über Neufundland nach New Port weiterfliegen. Das Flugzeug Courtneys ist Ein Gedicht von Gerhart Hauptmann ein in Friedrichshafen erbauter Dornier- Wal mit( Berliner Tageblatt", 16. Feber 1915) verrät zwei Motoren zu je 450 Pferdekräften. Courtney uns, warum Deutschland den Strieg verlor: hat das Flugzeug Ende Juni übernommen und ist mit ihm in neun Stunden vom Bode.:see nach England geflogen. Es ist dieselbe Maschine, mit der Amundsen seinerzeit den Nordpol überflogen hat. Später ging dieses Flugzeug in den Besitz von Norwegern über, die mit ihm mehrere größere Flüge nach Amsterdam, London und geführt haben. Im März wurde das Flugzeug wieder von den Dornier- Werken übernommen und für den Ozeanflug umgebaut. Die Maschine ist imſtande, auch bei starkem Wellengang auf das Wasser niederzugehen. Außerdem befindet sich an Bord eine Funksendeanlage, die auch bei einer Notlandung auf dem Wasser in Betrieb gehalten werden kann. Außer Courtney machen den Flug der Fliegerleutnant Downer, der Mechaniker Little und als Passagier der kanadische Induſtrielle Ho 3. mar aus Mantreal mit. Im Laufe des Samstags Der freie Mann, der deutsche Ma Liebt seinen Kaiser, wie er fann Und hält ihn hoch und wert. Er huut die Feinde feste man Er ist und bleibt der beste mann Denn er, denn er Schliff uns das Schwert! Von Sudermann auch folgender blutgeiler Rynismus: Unser einz'ger Wunsch ist geben, Opfern, was man ist und liebt, Reben, leben- dreimal leben. Daß es dreimal Tote gibt.— wurde das Flugzeug Courtneys von mehreren Dampfern über dem Meere beobachtet, zumal es Herr Gustav Wyneken, der herrliche Pä nur etwa 300 Meter über dem Wasserspiegel flog. dagoge" hezte mit seinen Schreibereien JugendWenn Courtney der Flug gelingt, so will er umge- liche auf die Schlachibant. Er schrieb in einer head über Neufundland- Irland wieder nach England Broschüre„ Der Krieg und die Jugend": zurüdfehren. Genusse von Fleischkonserven erfranften in Wilna Fleischvergiftung polnischer Soldaten. Nach dem die Soldaten eines Infanterie- Regimentes. Bei 120. Erkrankten waren die Vergiftungserscheinungen so start, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden digen vermögen. Kinder, die immer nur ordinäre schwierige Arbeit. Die Tausenden Menschen Deldrucke und titschige Heiligenbilder an den müssen wieder in ihre Heimatsorte transportiert mußten. Wänden sehen, werden Ducmäuser und Banau- werden. Was schon in einer verkehrsreichen Stadt Die Weltflieger in Bagdad. Die beiden amerikasen; Kinder in solcher Umgebung werden frohe nicht leicht ist, scheint hier fast unmöglich zu sein. nischen Weltflieger Brod und Schlee, die über und freie Menschen und Lebensbejaher. Und Die Straßen sind mangelhaft, schmal und reich an 24 Stunden in Konstantinopel aufgehalten wurden, ihnen wird sich auch einst das großze, beglückende gefährlichen Kurven. Da haben die Fahrzeuge weil ihnen die türkische Regierung Schwierigkeiten Geheimnis der Kunst offenbaren, die sie verstehen viel zu tun. Rund 80 Lastenautos und Omnibusse beim Ueberfliegen türkischen Gebiets machte, haben und schätzen lernen werden. find neben 40 Leiterwagen in Aktion. Es ist fein Wunder, wenn da nicht alle Menschen auf einmal befördert werden können. Hoch anzuschlagen ist es aber, daß dieser Massenaufmarsch im abgelegenen Gebiet ohne großen Unfall abläuft. Die nordböhmische Arbeiterschaft seiert ein schönes Fest. 3500 Menschen im Festzug, mindestens doppelt so viel stehen im Spalier oder warten auf dem Festplatz. Etwas ähnliches hat diese Gegend noch nicht erlebt. Als der Zug einmarschiert ist, füllen die große Wiese gering ge Das Dittersbacher Werk beginnt, einen alten schäßt 10.000 Menschen. Sie stehen Kopf an Stopf Widerspruch zu beseitigen. Die nordböhmischen oder lagern an den Abhängen des Tales. Dann Arbeiter leben in einer an Landschaftsreizen reibeginnt die Feier. Die Bodenbacher Arbeiterfän- chen Gegend. Ozeonreiche Wälder sind in reicher ger schaffen mit meisterhaft gesungenen Chören Fülle vorhanden. Und Sonne und Luft. Und cine stimmungsvolle Umrahmung. Dann steigt doch grassiert unter den Arbeitern dieses Gebietes Genosse Stöger auf die improvisierte Tribüne. stärker als anderswo die Tuberkulose. Der Weithin Fallen seine Worte, von der Akustik der Kapitalismus hat es verstanden, Natur und Menherrlichen Felsszenerie volltönend wiedergegeben. fchen zu trennen; mitten in die Gesundbäder der ,, Euch gebührt der Tank, den organisierten Massen. Natur stellte er seine Fabriken und ElendswohEure Straft hat eure Vertrauensmänner in den nungen! Und gesellte zu diesem Bunde die Not Stand versetzt, das Werk zu vollbringen. Ihr und das Elend. So erleben wir es, daß angesichts seht aber auch, daß unsere Arbeit sich lohnt. Was der heilbringenden Wälder Kinder und Erwachsene in jahrelanger mühsamer Kleinarbeit zur Kräfti- frühzeitig dahinsterben. Die Arbeit unserer Begung unserer Bewegung getan wurde, hat hier nossen in den Bezirken Tetschen und Aussig hat einen greifbaren Erfolg gezeitigt. Noch Größeres den Auftakt zur Wiedergutmachung eines alten Unist möglich, wenn wir zusammenstehen. Gemein rechts gegeben. Die Natur mit ihren Schätzen soll den und Bezirke, Staat und Wirtschaft werden wir wieder den Menschen gehören. Gesundheit soll in erobern, die ganze Gesellschaft werden wir neu kommenden Zeiten Selbstverständlichkeit sein. Die gestalten!" Laute Zurufe und stürmischer Beisall Jugend, auch die proletarische Jugend, soll heranbewiesen, wie gut die Worte des Redners ver- wachsen können in Straft und Schönheit, gesund an standen wurden. Und Verständnis fand auch sein Körper und Geist. So werten wir das stolze Haus Appell, für die kommenden Stämpfe gerüstet in Dittersbach als eine Stufe zu einer neuen Welt, in der Friede und Freundschaft, Liebe und zu sein. Arbeit die Menschen zu einer harmonischen GeNach zwei Stunden frohen Beisammenseins meinschaft verbindet. Ernst Paul. tommt die Zeit des Aufbruchs. Nun beginnt eine ** als nächste Etappe die Strede bis Aleppo( Syrien) zurüdgelegt und sind von dort am Freitag nach Bagdad und am Samstag nach Bender! Abhas am Persischen Golf weitergeflogen. Denter und Dichter. Von Zeit zu Zeit ist es gut, dem geistigen, von Ethit und Menschlichkeit predigenden Bürgertum das Antlig das es im Striege zeigte, entgegenzuhalten und heraufzubeschwören, was die Denfer und Dichter damals zu sagen hatten. In der „ Leipziger Volkszeitung" veröffentlicht Bruno Bogel eine fleine Auslese: Ein Irrenarzt, Dr. Fuchs, schrieb in der Münchner Medizini schen Wochenschrift" vom 18. April 1916: In der Tat, dieser Krieg wächst sich zum 2ebensberuf aus... Der Krieg, bisher Reat. tion auf Neiz, Ehrensache, Mittel zum Zwed, von jept an wird er Selbstzwed.. Die ganze Nation wird wie ein Mann den ewigen Krieg fordern. 9ir. die wir zurückbleiben müssen... mollen euren Namen verherrlichen... Der Jugend ist der Krieg in erster Linie nicht ein politisches, sondern ein ethisches Erlebnis. Tiefdurchdrungen hon der radikalen Unsittlichkeit unseres Volkslebens im Frieden, begrüßt sie die Umkehrung des Friedens, zustandes Herr Wyneken war noch militärpflichtig und mußte durchaus nicht zurückbleiben. Freilich, es ist unendlich viel sicherer, unerfahrene junge Menschen durch verantwortungsloses Geschriehs in den Tod zu treiben, als seine eigene fultivierte und komplizierte und so sublimierte Persönlichkeit der Auten, heiligen, ethischen" Granatsplittern und Siftgasen auszusetzen... Die Bremer Nachrichten" brachten am 30. Oftober 1914: Rater unier, der du bismer feuern, Dein Reich komme. dein Wille seichebe Diese Hunde: Und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldigern. Schießt! Schickt: Dicles Vater unser wird viele Dokumente der großen Zeit überdauern und wird solange gültig sein, so lange Priester wie Seipel die Lehren des Christentums schänden. Vater unser, der du bist im Himmel Schießt: Schießt!" Es ist, als habe der christlichgermanischs Dichter den Seipel vorausgeahnt. Kindermund. Die Lehrerin setzt den Kindern in der ReligionsJustizrat Eschenba ch schlug 1914 in der stunde auseinander, daß sie stets Böses mit Gutent Neuen Gesellschaftlichen Storrespondenz" vor: vergelten müßten. Sie will ihnen das durch VeiZur Ehrung unserer unsterblichen spiele tlar machen.„ Scht einmal, Kinder, wenn Helde von Tsingtau mache ich folgenden Vor- der Friß eines Tages die fleine Lotte schlägt, würdet schlag: Die gesamte deutsche Presse braucht ständig ihr da es nicht sehr schön von Lotte finden, wenn und ausnahmslos für das Wort„ Engländer" die sie am anderen Tage Fritz einen Apfel schenkte? Mir Bezeichrung Mörder" und für„ Japaver" das scheint, damit würde sie wirklich Böses mit Gutem Wort„ Raud mörder". vergelte" Die Vereinigung der Kunstfreunde" brachte Lotte meldet sich:„ Das würde ich nicht tun, Oktober 1914 eine Postkarte mit folgenden Versen Fräulein, denn dann würde Frip mich nur wieder heraus: prügeln, um noch einen zweiten Apfel zu bekommen." Dienste 6. Septemben 1927. Ein Herenprozeß in Braunau bor 300 Jahren. ge= Seite 5. wurzel eingegraben, welches aber dem kleinen Sie hette mit dem Teufel von Jahr zu Jahr ein Hans gegolten. die vorigen Wurzeln siedem im Verbündtniß gemacht. Sie hette 3 Kinder geha Lehmhausen unterm Fenster, wo man hineinsteigt das dritte het'e sie mit Mats Franzen zu Schö in die Stuben am Niedersandt) gelegen. Hette nau, Junggesellen, gezeuget. das Kind und auch die Schelmerei vor 24 Jahren gelernet. er wären gestorben. Hette zu dreyen Kindern Den 18. April 1617: fünf Manne gehabt. Ist von der Tortur erlaßen, bat beh fennen, was sie nur wüßte. ebenst versprochen: sie wolle alls dann alles beAberglaube, Teufelswahn und Hinmordung unschuldiger Menschen. Wir brachten kürzlich einen Bericht| Gudebirn Andreißin ebenermaßen geschoßen. Die über einen egenprozeß in Schle Davidt Welzenbergerin hätte auch ein Finger versien. Nun stellt uns Genosse Frank derbt. Der Teufel komme alle abendt zu ihr und Mit den Wikmannsdorfer Weibern wäre sie einen Bericht aus dem„ Pechbuch" der ausgefahren, da sie noch eine Jungfer gewesen, spreche fie follts nicht sagen, der Teufel wäre ist uns das bürkenen Friedrich Riedis Hausfrau meldet, daß bisweilen ihrer 6 zugleich. Auf dem Scheibewege noch da. Item, erst nechten were ihr Freher der Stadt Braunau zur Verfügung, der ihres Vaters Magd über die Backofenfiou betten fie felbst mit dem Teufel te vel, Toulandt bei ihr gewefen und gefagt, fie follic geredet, Hexenprozesses aus dem Jahre 1617 über- fei fie auf solch Schießen aletald frant worden. ausgefahren, sich zu kazen verwandelt gekommen. weſentlichte eines tragischen schrien, weil sie ihr nit Holz geben wolle, bann viel geſchmieret, auf bür fenen Brügeln nichts bekennen, were sonst zum Fenster hineinliefert. Das heute zwar etwas fremd wir. Auf dieses wäre der Balbier erfordert worden und mit guter Freitags putter geschmie- wenn sie einander begegneten, dann sie müßten Freitagsputter Die Pielweißen fenneten einander, kende Deutſch des Protokolles dürfte den und gedachte Magd befchen laßen. Allda hette fich ret. Eine alte Frau beim Niedertore, wohnende, wenn sie einander begegneten, dann fie müßten Lesern doch verständlich sein, eine Ueber- unter ihrem Rechten arm ein schaden befunden, were auch solche Zauberin, were auch mit aus derfelbe were allzeit beschmiert mit der Salben, schwarze Kleider haben und an dem Saum unten, seßung würde die Unmittelbarkeit des aber were auch er ihrem ganzen Leibe voller Blat- gefahren auf Ottendorf. hetten bisweilen Butter baß er jar rauschte. gläubisch dummen Berichtes zerstören. Aus tern gewesen. Käse Mila genommen und sich in Gestalt der dem Protokoll der Bergenaussagen und der Christov Scholze sagte aus, ihm wäre be- Katzen durch die Kellersenster eingelaßen. brei Folterungen, denen Eva, die wußt, daß seine Hausfrau wäre geschoßen worden, Badofenfrau, erlag, geht zur Genüge hervor, sie hette folches allzeit die Badofenfrau geziehen, daß eine arme alte Frau, die wohl selbst an wüßte aber nicht ob sie solches eigentlich ge han. den Teufel und an allerhand Zauber geglaubt Eva, sonst Bado fenfrau genannt. Erashaben mag, aber nichts anderes tat, als mann Eybners Tochter von Herrmannsdorf, Kräuter und harmlose Talismans zu verwüßte nicht wie alt sie wäre, Kreuter wohl gefaufen, um ihr Leben zu fristen, unschuldig holet als Toste. Odermennig und dergleichen, sterben mußte. Auf der Folter gequält, ge- wüße aber nicht, was die Leute damit gemacht stand sie dann, was man verlangte, um hetten. nachher wieder zu erklären, es sei alles er. Vad gelegt, wenn sie were beschädigt gewesen. Tauerant(?) hat sie nit gestanden. Toste ins logen. Und diese verbrecherische Quälerei unschuldiger Menschen hat Were zur Huren worden in toller voller Weise eine„ unfehlbare" Kirche jahrhun- 3 Wilmannsdorf,**) die Tochter mit ihme gebertelang gut geheißen, ja geradezu zenget, wüßte aber nit wie er geheißen, sie wäre damals 15 Jahre alt gewesen. gefordert! Aus Vorhergehenden genugsamben beschwärden Klagen und einbringen der Bürgerschaft find wegen der Badofenfrau Nahmens Eva Nachfolgende Zeugen verhört worden. Den 17. Tag Aprilis anno 1617. Zu Ottendorf 3 Weibspersonen eine beim Dimpier Bennesch dienende die andere bei Frit schen zu Tuntschendorf. J'em, der böse To19. April 1617. circa vesperum.( abends): landt were auch dabei gewesen in einer Satzen- Thör Pauls Sansin wäre einmal mit ihr ausSie were die obriste unter sechsen. Item, gestalt hieß Teufels George. Wann sie were gefahren. were ebenfalls eine solche Zauberin wie ausgefahren, so hette sie sich mit Salbe geschmieret fie ungefähr vor 6 Jahren. Sette es auch ihrer am Hembden und am Leibe auch den Prügel. Magd, von Schönau gebürtig, gelernet. felbe Der Teufel were gar groß gewesen hett große Magd were auch zu 2 malen mit ausgefahren. ist Krail( Strallen) gehabt, he'te gefragt: Nu wie aber schon gestorben. Item sie wollte auf alles weren zusammen fommen, weren der Teufel und auch darauf leben und sterben und auch ein habt ihrs gemacht? Wann sie Heren auf'm Felde und jedes, so sie fohnlich und peinlich bekennet bisweilen fünfe gewesen; hetten miteinander Kind: der ewigen Seligkeit werden. getanzt, hetten einen Fiebler gehabt. Die Teufel hetten große Krail gehabt, wern aufu Wegscheiden zusammen fommen. Wann sie hetten Hans Schlegelin gesagt. wollen ausfahren, so hetten sie es vorher der Am 30. April erlag Sie den Folgen der Martern im Gefängnis. Es wurde behauptet, der Teufel habe ihr unter großem Gefrach wegen ihrer Aussagen das Genick gebrochen. Ihr Aas" wurde verbrannt. aus ihrem hette lernen Streutter fennen und holen, In der Tortur hat sie befennet, das sie der Hunger und Kummer hette sie dazu gebracht, daß sie Toste, Odermenig und Wiederblasen geho dazu genommen: Taucrand, Doste, Butter am Die Salbe hatte sie selber gemacht und lett. Sie hetts gelernt zu Braunaw, die alten guten Freitag gemacht und Schweinenschmere. nan. der Domäne der Benediktiner, wo Es war dies nicht der einzige Fall in BrauWeiber hetten es sie gelernet, in früheren Jahren Die Tochter hette dasselben Büchslein, man schuldlose Frauen der Hererei" halber folwären sie schon gestorben. Die Friemelin zu wäre aber nichts darinnen, sie hette alles verterte. Wer die Schicksale dieser Unglücklichen Hermannsdorf, ihr Mann hette Lorenz Friemel schmiert. Die Tochter were aber feine wie sie. verfolgt, erkennt erst das Verbrechen, das die geheißen. Eberwurzel wäre gut zum Schießen, tem sie hette die Leute gefegnet im Namen des( feien ihr unbekannt) darauf bald sie hette zu Gespensterglaubens an der Menschheit beging. Welche mit ihr ausgefahren, were frembt, Stirche mit der Verbreitung des Teufels- und Va'ers und des Sohnes und des heyligen Geistes. tener geschworen, sie wollt nichts sagen oder ver- Unwillkürlich erinnert man sich hier an die Worte Tauerant wäre dem Vieh gut. fannte sie, daß diese auch solche wern, nemblich raten. Als dann auf weitere Ermahnung beans Bernauers, der sagt: vor der Stadt, die Backofenschmiedin, die alte die alte Hanns Schlegelin, die Michl Häuslerin Paul Thör Hannfin beim Ober Thor. Die Köh ler Jacobin wäre auch eine. gewiß glauben, die Sückel Danielin, die Sure von Preslav), so bei der Margareten Tochter ist. Erstlich Sagte Niklas Gutgeselle, ihm wäre bewußt und wahr, wüßte sich auch zu Errinnern, daß seine Hausfrau in ihre Finger zu Zweien( entzwei) gefchoßen worden, derwegen er ambt feinem Weibe, die alte Backofenfrau im Berdacht und ihr die Schuld Zumesse. Sie hatte auch wegen solchen Schadens nach dem Vader ge- In 2da tortura 18. Aprilis ad vesperum hid. Auf solchen Verdacht ware er hinauf gegan- fub monte S. Georgi*) ein Kind gezeuget, hette ( 2. Folter, 18. April, abends): Mit George Mayern sen, fie angesprochen, sie wollte doch zu feinem den Kühen Widerihon zur Erlangung der GeBeibe kommen, Sie hatte aber lange nicht fort fundheit geben; der Esaias Welzenbergerin durch gehen wollen, Aber doch endlich fortgangen. Als Erteilung eines Stüdes vom Fürtuch( großes Um ar aber heimgehen wollen, wer sie ihm begegnet hängtuch) ihren Kühen geholfen. Gutgefellens und zu ihm gefagt, sie habe seinem Weibe nichts Weib durch Erteilung eines Stüdes ex autopendio ge'an. Sie wäre aber schon bei ihm gewesen, zur Gesundheit verholfen. Der Hans Burkhartin und hab ihr ein Stück von ihrem Küttel geben, in der Stadt vom Fürtuche erteilet, damit ihrem daß sie sich damit berühren sollte. Manne zu helfen. Eberwurzel und Widerthon vor die Thüre geworfen, da das Vich aus und einge gangen, damit gezaubert, daß es Blut oder Matten statt Milch geben, Buviel Sal; verdirbt die Suppe zuviel Beten den Verstand, zuviel Pfaffen, die verderben oft ein ganzes weites Land. A. Fran, Großdorf b. Brannan. Kleine Chronit. Das Wein gebracht und aus hölzerm Kandlu einan Der Teufel hette ihnen Bier und der zugetrunken. Das 1.mal, als der Teufel zu Goldsucher- Flugdienst in Neu- Guinea. ihr fommen were im Busch zu Wikmannsdorf frühere deutsche Schutzgebiet in Neu- Guinea steht geschehen. Sie were mit ihrer Frau, bei der sie bekanntlich unter britisch- australischer Mandatsver gedient, a usgefahren, hette Birgitte geheißent. waltung. Das Innere war bislang eines der unbe Item, daß der Rock den sie getragen, solche Straft fanntesten Gebiete der Welt. Auch sind Reisen im gehabt hette, sie mit der Salben auswendig und Urwald und in den Bergen dort wegen der äußerst inwendig am Saume unten geschmieret und also friegerischen Bevölkerung fehr gefährlich. Unlängst den Leuten geholfen. Sie wüßte unter fünf Teu- wurden nun auf einem 700 Meter hohen Plateau, feln feinen mit Namen zu heißen, denn sie heiten 100 Kilometer von der Süste entfernt, reiche Goldgar seltsame Namen. Die Teufel weren alle felder entdeckt. Da die Urwaldreise dorthin beschwer schwarz gekleidet gewesen in Tuch, hatten große lich ist und sechs Tage dauert, so hat man einen rail gehabt, Dapper ge'auzt. Mit dem Teufel Passagier Flugzeug- Dienst eingerichtet. Die Flug ihrem Freier hette sie die ganze Zeit Unzucht gegenge brauchen von der Küste bis zum Goldgräbertrieben. Die leiblichen Männer aber hetten es lager nur 50 Minuten. Alle Vorräte für das Lager besser gefundt. Wann er were gefommen, so werden jetzt auf dem Luftwege hingeschafft und die hette sie es gewußt, sie hette solches nit allzeit Waschinen Lehren mit Goldladung und Passagieren gerne ge han. Der Teufel hette ihr bisweilen 4 oder 5 Kräuter ohne gefehrde gegeben. Der Teu zur Küste zurück. fel were unterm Geficht ganz schwarz gewesen und große Nrail gehabt. Michael Burghart sagte aus, nach dem er auf ein Zeit mit feinem Rosse vom Poliferberge Solz eingeführet und als er solches abgeladen, hä'te ihn die Backofenfrau um ein Scheit Holz Da sie mit der Stober Britten zur Guttgefelgebetten. Er aber hätte ihr feines geben wöllen. lin zum grünen Donnerstag fommen, hette die Auf dies wäre ihm sein Roß frank worden, daß es Gut geselin sie harte angefahren, darauf sie Wideralles erdzittern hette und hette solch Roß auch thon Tauerant und Aberwurzel ins Haus gewormüßen dem Meister Paula geben.*) Zum anderen fen, davon jede Person, so darüber gegangen Krant were sie Wiederkommen und in sein Haus gewollt, worden. Jiem, jie hette solche Kunst von der Birals sie aber sein Söhnlein nicht hineinlaßen wöll- gitten zu Wikmannsdorf gelernet, da sie oben gen, wäre sie fortgegangen. gedachter Senabe aber bienet. In tausend Namen der Teufel hette sie i alsbald krank worden und in ein schwere Strant- ermelte( vermeldete) Kreuttig ausseworfen und heit gefallen. daneben gewünscht, daß sie nichts gutes schaffen Zum dritten wäre sein Vetter Hans Burt- oder machen sollen. Zum Verderben der Leute hart auch geschoßzen worden daß er nit vom Bette hette sie gemeiniglich die Haare untern Artommen mögen, hatte solches die Backofenfrau ge- men gebraucht, solche freutzweise in die Hand geziehen, hätte auch darüber beim bader völlig ge- leget und dann Aberwurzel eingegraben mit den plogen, aber doch darüber sterben müßen. Ausdrücklichen Worten: Daß der Teufeldrein fahre, daß du nichmehr nichts weiter tun fannst. Die alte Schlegel Sansin, die Häuslerin, die Im Vorberg Ottendorf hette sie auch ermelte 3 Stüde am Eingang zur rechten Hand wenn man heraus geht eingestedt, mit anderen zweyen von Friedeland, deren eine mit Namen Varkara. die andere Margarete. Wann diese Wurzeln verdorben, jo haben sie keine Macht mehr, müßten alle in Teufels Namen verrickt werden. Franz Engler, Bader, berichtet, ihm wäre bewußt. nach dem der Herr Amtsverwalter in einem Finger verlet worden, der Bader ihm denfelben geheilet, so wäre sie in Verdacht des Finger halber gezogen worden. Auf dieß hätte der Bader in seinem Schenkel große Schmerzen empfunden, Kaspar Hausdorf wäre auch geschoßen worden. Hans Burkhart wäre auch über seinem empfangenen Schaden gestorben, Jtem Hans Töl pens Sohn zu Großdorf, Jockel Hans von Otten dorf wäre nach solchem Zaubern gestorben, die *) Der damalige Henker von Braunau. Nach ihm führt das Gehöft, in dem er wohnte, heute noch den Namen„ Paulahof" oder auch„ Paulahaus". Es liegt am Fuße des ehemaligen Galgenberges". Gerichtssaal. Walters Magd hette sie Zolch gegeben. so sonsten den Weibern gut ist, davon sie Holz begehret aber nichts erlanget. Ingleichen der Plumen mit Einwerfung der vorgemelten 3 Stück Kreutig, die Haar untern Armen herfür in Aber**) Weckelsdorf. ***) Georgenberg bei Märzdorf. alte Paul Thör Hanfin weren nicht ausgefahren, sonst nur zusammen kommen und miteinander geffen und trunken. Item, sie hetten sich sehr miteinander verbunden. wann ein was von ihren Sachen sollte reden, daß dieselbe der Teufel follte Berreißen. Item daß sie solche Leute hette angeben, sie het'e es nur erdacht, damit sie los würde. Wenn sie das Viehe und die Leute in die Finger oder sonst geschoßen hette ihr Haar gebraucht und in Teufels Namen. Sie hette sich dem Teufel das erstemal ergeben, als sie mit ihrer Frau zu Wikmannsdorf in Busch gefahren. †) Braunauer Vorstadt. ††) Breslau. Ferrajo gemeldet wird, ist die Villa, die Napoleon I. Die Villa Napoleons auf Elba. Wie aus Porto während seiner Verbannungszeit auf der Insel Elba bewohnte, dem Einsturz nahe. Neben diefer Villa hatte Fürst Anatole Demidoff im Jahre 1851 ein Museum errichten lassen, in dem er zahlreiche aus dem Nachlasse des großen Korsen erworbene Kunstgegenstände untergebracht hatte. Es war eine fünftlerisch sehr wertvolle Sammlung, die Bildhauerarbeiten von Canova und Chauvet, Gemälde von Gerard, Gros, Vernet, Raffet und Charlet enthielt. Lange Jahre wurden die Villa Napoleons und das Museum von zahlreichen Reisenden besucht. Im Jahre 1872 starb Fürst Demidoff, und ſein Sohn Paul verkaufte die ganze in Porto Ferrajo unter gebrachte Sammlung und fümmerte sich dann nicht mehr um die Gebäude, die dem Zusammenbruch verfallen sind, wenn nicht bald eingegriffen wird. Mitleid und fällte einen Freispruch. In der Vorsitze des OLGR. Vavra. Der Angeklagte war die K 50.- zurückzuerstatten. Von einem abhanden Urteilsbegründung hob der Vorsitzende hervor, daß diesmal wegen Diebstahles und Veruntreuung ange- gekommenen Armband wäre überhaupt nichts geder Angeklagte, wenn er vollständig betrunken ge- flagt. Er erzählte traurig, wie schwer, ja unmöglich sprochen worden. Plößlich, nach zwölf Tagen, wurde wesen wäre, was nicht angenommen wird, höchstens es ihm durch die erste Verurteilung jetzt geworden er von einem Detektiv verhaftet. Seit 9. August Der Alkohol vor dem Strafrichter. wegen einer liebertretung, begangen im Rausche, wäre, sich überhaupt noch irgendwie durchzubringen säße er daher wieder in Untersuchungshaft. Er Der Boſtangestellte gemäß§ 253 des StGB. hätte verurteilt werden oder eine Stelle zu bekommen. Ueberall verfolge ihn leugnete entschieden den Diebstahl. Im Zimmer Prag, 5. September. müssen, da ober der vorgefeßten Behörde, die ihn die erste Aburteilung wie ein böser Schatten. Zulegt war noch die Näherin anwesend, die ihm gegenüber Rudolf W., geboren 1894, verheiratet, Vater weier Kinder, bei einem Postamte in Brag III in wegen Trunkenheit bereits zweimal disziplinarisch wäre er als Muſiker in einer Prager Bar angestellt saß, und die es hätte bemerken müssen, wenn er vom bestrafte, seine Schwäche bekannt sein mußte und gewesen, um etwas zu verdienen. Er sei nun wegen Tische etwas weggenommen hätte. Der Angeklagte Berwendung, ist ein braver Mann, der nur eine ihm das Vertrauen dennoch schenkte, so kann von eines Verdienstes im Juli d. J. zu einem Herrn Dr. sagte betreffs der als Zeugin einvernommenen Schwäche hat, den Alkohol. 3weimal hatte er sich einer Absicht der Veruntreuung auch nicht gesprochen Sedlaček, Pran, Wenzelsplay 47, gekommen, der Näherin aus, daß nach seiner Meinung auch die bereits im Dienste betrunken und war deshalb in werden, da sich der Angeflagte sofort, als er nüchtern ihm irgend eine Kalkulation zur Berecnung über Näherin bestimmt nich: von ihrem Plaze aufgeDisziplinaruntersuchung gelommen, obgleich er sich tenst nichts zuſchulden tommen lich als den Rausch. wurde, zur Anzeige brachte und um seine Verhaf- geben hatte. Da der Herr nicht daheim war, hieß standen sei, dagegen belastete die Näherin den Antung bat. Der Staatsanwalt meldete die Berufung ihn seine Frau Anna Sedlaček in den Salon ein- geklagten, indem sie erfiärte, sie hätte überhaupt Das drittemal aber war die Sache schon schlimmer. Er betrant sich von dem Gelde, das er bei den an. Es wäre nur zu wünschen, daß der Mann nicht treten und bereitete ihm einen Tee vor. Im selben nicht von ihrer Arbeit aufgeschaut. Der Vorsißende Bimmer war noch die Schneiderin anwesend. Wäh fand es merkwürdig, daß sie den Angeklagten, der Barteien eingehoben hatte. Im ganzen brachte er rend Frau Sedlaček hinausging, verschwand nach ihr gegenüber saß, während der Abwesenheit der auf diese Weise K 308.90 an.- Was tat nun der ihrer Angabe ein silbernes Armband, das sie auf den Frau überhaupt nicht anschaute, aber nichtsdestowe bisher noch nicht vorbestrafte Mann, als er aus Wer nahm das Armband? Tisch gelegt hatte und dessen Wert sie mit K 200 bis niger wurde Mostum für schuldig erkannt und wegen seinem Stausche erwachte und ihn die Gewissensbiffe Prag, 5. September. Der vierundzwanzigjährige K 250 bezifferte. Angeblich hätte sie den Verlust der Ueberetung des Diebstahls und der Ber quälten? Er ging fofort auf die Polizeidirektion postenlose Beamic Arthur Mostny war wegen sofort noch während der Anwesenheit des Gastes untreuung der K 50.- zu drei Wochen einfachen und bat, ihn zu verhaften, weil er ihm vom Aerar einer Veruntreuung vom Kreisgericht Leitmerit vor bemerkt, sich aber geschämt, davon zu sprechen, des. Arrestes, rrschärft mit einer Faste, verurteilt. Wäre ambertrautes Geld unterschlagen hatte. Die Polizei längerer Beit zu einer Freiheitsstrafe von acht Mo. halb machte sie sich eine Ausrede, gab ihm K 50.- er nicht vorbestraft gewesen, hätte er vielleicht mannahm also den Mann in Saft und so saß der Mann naten verurteilt worden. Da er nicht weniger als mit der Bitte, ihr Seidenbänder einzukaufen, damit gels B.weisen freigesprochen werden förzen.-felt 12. Auguſt wegen der 300 K in Unterfuchungs- zehn Monate in Untersuchungshaft(!!!) saß, wurde er sich vielleicht unterwegs eines anderen besinne. Eine Frage: Weshalb erfundigt sich der Senatshaft und heute vor dem Straffenate des O2GR. er gleich nach der Verhandlung, die heuer im März Der Angeklagte kam aber auch nicht mit den K 50 vorsißende bei einem Angeklagten, der konfessionslos Nábra auf der Anklagebanf. Er war ganz zer- stattfand, auf freien Fuß gesezt, weil die Unter zurüd. Ihr Mann sei ihm dann in die Var nach ist, nach seinem„ früheren Bekenntnis?" Wozu nirscht und unglücklich und fluchte dem Trunte, der suchungshaft länger war als die ihm zudiktierte gegangen, wo er ihm erzählte, daß ihm die K 50.- braucht denn das das Gericht zu wissen? Bei einem h dazu verführt hatte, bie Summe zu veruntreuen Strafe. Mostny, der einen kindlichen Eindruck macht, beim Heraussuchen des Musters, daß sie ihm mitgab, römisch- katholischen oder andersgläubigen AngeklagDer Senat hatte mit dem Menschen, der sich selbst ist absolvierter Handelsakademiker, und saß heute aus der Tasche gefallen sei und daß er das Geld ten interessiert das Gericht ein„ früheres" Bekenntangezeigt und um seine Verhaftung gebeten hatte, trotzdem schon wieder vor dem Strassenate unter dem daher verloren habe. Mostny erklärte sich bereit, nis, das doch auch möglich wäre," niemals! seinen Posten verliere. e Beite 6. Kunst und Willen. Boltswirtschaft. Die heurige Ernte. An alle, denen das weitere Gedeihen unseres deutschen Theaters am Herzen liegt, ergeht die drin gende Einladung, sich an dem ausgeschriebenen Mehrertrag an Brotgetreide fast zwei Millionen neuren Abonnement für die Spielzeit 1927/28 zu be= Meterzentner. teiligen. Die Ausgabe der Abonnementkarten er- Wie wir bereits in einem Leitaufsatz fest folgt für die bisherigen Abonnenten ab gestellt haben, ist die heurige Getreideernte gut Mittwoch, den 7. bis einschließlich Samstag, den ausgefallen. Die Berichte des Statistischen Staats17. September, an den Tageskaffen. Vormerkungen amtes beſtätigen nun diese Feststellung. Die Fech neuer Abonnenten werden ebenfalls bereits fung von Weizen läßt ein Mehr von zirka 1 Milab Mittwoch entgegengenommen. Um allen Kunst- lion Meterzentner und jene von Roggen ein Plus und Theaterfreunden die Beteiligung am Abonne- von 0.8 Millionen Meterzentner erwarten. In ment zu ermöglichen, ist die Direktion bereit, in be- den Hauptgetreidearten wird die Ernte wie folgt sonderen Fällen über Wunich den Erlag des Abon- eingeschätzt: nementsbeitrages in zwei Raten zuzugestehen. Spielplan des Neuen Theaters. Heute um 7 Uhr„ Aida"( 218/2). Dirigent Dr. Kolisko. Morgen, Mittwoch, das Schauspiel„ Vasanta. fena"( 221/1). Anfang 7½ Uhr. Donnerstag, den 8. September ,, Tristan und Isolde" unter der Leitung H. W Steinberg mit Paul Helm als Tristan. Anfang 6 Uhr.( 223/3.) Freitag, den 9. um 7 Uhr„ Ein Maskenbal!"( 224/4). Millionen Meterztr. Weizen Roggen Gerste Hafer . 10.3 9.3 . 12.4 11.6 11.9 11.4 13.2 13.8 In runden Ziffern würde sich somit ein Plus ergeben: bei Weizen( Sommer und Winter) 1 Million Meterzentner, bei Roggen 0.8 Millionen Meterzentner und bei Gerste 0.5 Millionen Spielplan der Kleinen Bühne. Hente Stern. Meterzentner. Nur die Haferernie wird mit einer heims Sose". Morgen, Mittwoch, Meine niedrigeren Ziffer von 0.6 Millionen Meterzentner entzüdende Frau". Donnerstag, den 8. Sep. eingeschätzt. Mais zeigt nur eine unwesentliche tember„ Ein besserer Herr". Freitag, den 9. Differenz, 2.7 Millionen gegen 2.6 Millionen Bremiere( Uraufführung)„ Seiden. Meterzentner und Raps rund 32.000 Meterzentner rümpfe", Lustspiel van Silvara. Samstag den wie i. V. Dem Werte nach wäre das Fechfungs10. Mi Chocolate". Alle Vorstellungen be- plus bei Bro'früchten mit zirfa 400 Millio= ginnen um 7% Uhr. nen Kronen zu tagieren. Aus der Bartel. Areiskonferenz in Südböhmen. Sonntag fand in Budweis die Konferenz der Kreisorgansation Südböhmen unserer Partei statt. Als Gäste nahmen an dieser Konferens teil: als Vertreter des Gaues Budweis der tschechischen Sozialdemokratie die Genossen Sylora, Sváte! Mitteilungen aus dem Publikum. Das Beste für Ihre Augen liefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25, Kl. Bazar. und Kučera, für die Parteivertretung Genosse Jahrbuch des Allgemeinen Deutschen Dr. Strauß, für den Abgeordnetenklub Genosse Dict. Ferner Vertreter der Arbeiterturner, der Gewerkschaftsbundes. Dienstag, 6. September 1927. örtert, ihr eigener Gesetzentwurf, dessen einfache fchaftlichen Bildungswesen gewidmet und flare Gesichtspunkte in dem Arbeitszeitnot- ist, findet sich eine wertvolle Statistit über die gesetz der Regierung nicht berücksichtigt wurden, Zahl der Schüler, die von den Gewerkschaften zu sondern einer gesetzestechnisch unzulänglichen und den staatlichen Wirtschaftsschulen, der Akademie dieses Problems der Arbeit und der Heimvolkshochschule Tinz ent fachlich unklaren Lösung iweichen mußte. fandt worden sind. Die sozialpolitische Berichterstattung wird Zum erstenmal wird in diesem Jahrbuch durch eine Reihe von Kapiteln abgerundet, die auch über die wirtschaftlichen Unternehmungen sich mit der Reichswirtschaft und der Urbildung der Gewerkschaften, über die Banhütten, der Berufsvertretungen mit dem Arbeitsschuß über die Volksfürsorge und die Arbei im allgemeinen und dem Bauarbeiterschutz im terbant berichtet. Damit wird ein von der besonderen, mit der Stellungnahme des Bundes- Kritik mit Recht hervorgehobener Mangel der vorstandes zu den organisatorischen Problemen bisherigen Jahrbücher behoben. Die wirtschaft. der Arbeiterversicherung wie mit der Tätigkeit liche uitiative der Gewerkschaften steht erst in der Rechtsabteilung des Bundesvorstandes be- ihren Anfängen. Daß sie trotzdem schon zu sehr fassen. Auch die Lehrlingsfragen( Berufsausbil- beachtenswerten Leistungen gelangt ist, darüber dungsgesetz), die Jugendschutzforderungen werden geben diese Kapitel des Jahrbuchs interessante eingehend gewürdigt. Aufschlüsse. Auf die regelmäßig wiederkehrenden, durch Den Abschluß des Jahrbuchs bildet wie ihre reichhaltigen und zuverlässigen statistischen immer eine fnappe Darstellung der bedeutsamUnterlagen ausgezeichneten Sapitel über die sten Vorgänge im Bereich der ausländischen GeEntwicklung der Tariflöhne, über die werkschaftsbewegung, sowie der Entwicklung des Statistik der Verbände und der Orts- Internationalen Gewerkschaftsbundes. ausschüsse braucht in diesem Zusammenhang nur Die allgemeine Bedeutung der Jahrbücher hingewiesen werden. wurde einleitend hervorgehoben. Diese Ausfüh rungen gelten auch für das Jahrbuch 1926. Wer fich über die deutschen Gewerkschaften. über ihre Stellung zu den sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen orientieren will, insbesondere aber die Funktionäre der Gewerkschaften selbst. werden auch in dem neuen Jahrbuch reiche Anregung und Belehrung finden. Das Kapitel über die Reform der gewerkschaftlichen Verwaltung verdient besonders hervorgehoben zu werden. Es schildert ein Stid innergewerkschaftlicher Rationalisie rung, die der organisatorischen Geschlossenheit der Bewegung zugute kommen wird. In dem Abschnitt, der dem gewertTurnen und Sport. Deutscher Arbeiter- Turn- und Sportverein in Prag. Einladung zu der am Mittwoch, den 7. September 1927, um 8 Uhr abends, im Jägerstübl des Café Nizza, Weinberge, Fochova, stattfindenden Gewerkschaften, der Kleinbauernorganisation und der Die Jahrbücher des Allgemeinen Deutschen. Bauarbeiter. Die Konferenz wurde vom Genoffer Gewerkschaftsbundes, wie sie in regelmäßiger halbjährigen Generalversammlung ets: De Turner R. 7: 1( 3: 0). Tem mit einem Nachruf für die Opfer des 15. Juli in Wien sowie für Sacco und Vanzetti eröffnet. Darauf sprach als Vertreter der tschechischen Sozialdemokratie Genosse Svátek, der der Hoffnung Ausdruck cab. daß durch die Zusammenarbeit her deutschen und tschechischen Sozialdemokratie die Realtion auch in Südböhmen wird zurückgeschlagen werden. Den Bericht über die Tätigkeit der Kreis. organisation im vergangenen Jahre erstattete Genosse Suplent. Er erläuterte den schriftlich vorFolge seit dem Jahre 1923 erscheinen, haben eine Doppelte Bedeutung. Sie sind ersten Rechenschaftsberichte des Bundesvorstandes über seine Tätigkeit während des vergangenen Jahres, in denen die Bilanz des Erreichten gezogen wird. Sie bieten daher jeweils ein geschlossenes Bild der modernen Gewerkschaftspolitik. Aus jedem dieser Jahrbücher fann der nicht mit der Bewegung vertraute Leser sich einen Ueberblick verschaffen über das weite Gebiet, auf dem die Gewerkschaf ten heute wirken. Der in der Bewegung tätige mit folgender Tagesordnung: 1. Verlesung des Protokolls der gründenden Versammlung. 2. Verichte der Funktionäre. 3. Die Arbeitersportbewegung und der internationale Kongres in Helsingfors. Referent: Verbandssekretär Gen. Heinrich Müller, Aufsig. 4. Neuwahl der Vereinsleitung. 5. Freie Anträge Turngenossen und Turngenossinnen! 5: 2( 8: 2). Pilsen: Olympia gegen Slavia 3: 1( 1: 0), Cesty Lev gegen SK Rokycany 4: 8 ( 1: 2).- Deutsch- Brod: SK. Pardubiz gegen SR. 3: 1( 0: 0). Königgräp: N. gegen SN. Libeň Prag 7: 0( 2: 0). Nimburg: SKEP. Prag gegen AFR. 5: 1( 2: 0).- Ausfig: TFA. Amateure g. DFK. Nestomis 1: 1( 1: 0).- Dux: Schwalbe Brür gegen DSK. 3: 1( 2: 1).- 0. motan: DFK. gegen SK. Saaz: DSV. gegen DSK. Brüg 6: 2( 3: 0). Brüg: SK. Most gegen Schwalbe 3: 3( 3: 1). Turn: česky Lev Nestomitz gegen Hvězda 2: 0. Schredenstein: Sportbrüder gegen DFK. Kar big 5: 3( 2: 1) Bodenbach: DFK. Aussig geg. SpVg. 4: 0( 1: 0).- Brünn: DSV. geg. Sport. brüder 2: 0( 1: 0), Židenice geg. B. 6: 0( 0: 0). M. Ostrau: DSV. Witkowiy gegen MOSC. 1: 1( 1: 1), SK. gegen DSV. Troppau 3: 2( 1: 0). Teschen: DSV. geg. SK. Oderberg 7: 2( 1: 1) Preßburg: Teplitzer FK. gegen SN. Brati slava- Ligeti komb. 6: 3( 1: 2), Rapid gegen Valas 2: 1( 1: 1), Matlabea gegen ESE. 2: 1( 1: 0), 32er FC. 4: 0( 2: 0). Wien: Wader gegen Adpest: FTC. gegen Rispefti 4: 2( 1: 1), lipesti geg. gelegten, forgiam ausgearbeiteten, ins Detail gehen Funktionär aber wird aus dieser Darstellung den Die Generalversammlung soll eine Rüdschau PTE. gegen Kabelfabrit 2: 1( 2: 0). Buda Ben Bericht, in dem viele graphische Darstellungen großen Zusammenhang fennen lernen, in dem die Entwidlung unferer Bewegung in Südböhmen feine eigene Arbeit, gleichgültig in welchem WirBewegung in dem Gebiete in Zersetzung sich besteht. findet, während die Sozialdemokratie auf den über die geleistete Arbeit sein und der Ausgangs punkt neuen erfolgreichen Wirkens. Durch die Vernach Prag erwachsen unserem Verein und unseren illustrieren. Er stellte fest, daß die kommunistische tungstreise er sie leistet, mit der Gesamtbewegung legung des Sives der Arbeitersportinternationale mira 0: 0, Rapid gegen BAC. 5: 1, Hafeab gegev Die Jahrbücher sind zweitens ein Simmering 2: 1, Austria gegen WAC. 2: 1, Slovan gegen Vienna 1: 1, Hertha gegen Svortklub Trümmern der kommunistischen Bewegung ihre Lebendige Gegenwartsgeschichte. Ge- Verband nene große Aufgaben und Pflichten. KomOrganisation wieder aufbaut. Der Referent legte genwartsgeschichte ist feine gelehrte Angeleçen met alle vollzählig in unsere Generalversammlung, 2: 4. Nürnberg: 1. FC. gegen FSvV. 4: 1, und eine Reihe von Anträgen vor, die der Fortführung heit. Gegenwartsgeschichte ist Politik, fic will dienen. In der Debatte sprachen sodann die Gebücher sind ein Versuch, diese schwere Aufgabe zum Ausdruck bringe. gestaltung der organisatorischen Arbeiten eingreifen in das geschichtliche Werden. Die Jahr- ichen Arbeiter Turn. und Sportbewegung in Prag Sternschein Rosenberg. Post l- Hohen- auf ihrem Gebiet zu lösen. Sie stellen die Genossen furth. Suplent Winterberg. Trse! Suchenthal werkschaftspolitik mitten hinein in die übergreiund Mitsch l- Krumau, worauf Genoffe Ruplent in einem Schlußwort auf alle Anfragen und Anregungen zurüdfam. Mit Frei Heil" Die Vereinsleitung. Bürgerlicher Sport. Fußball. SpVg. Fürth gegen ASV. 3: 1.- München: 1860 gegen DSV. 2: 1.- Ulm: Schwaben gegen Wader München 2: 0. Stockholm: Schweden gegen Belgien 7: 0( 2: 0). Englische Liga: Arsenal geg. Sheffield United 6: 1, Westham United gegen Huddersfield Town 4: 2, Bolton Wanderers gegen Blackburn Rovers 3: 1, Newcastle United geg. Tottenham Hotspurs 4: 1, Cardiff City gegen The Wednesday 3: 3, Leicester City gegen Sunderland 8: 3, Bury gegen Burnley 3: 2, Birmingham gegen Manchester United 0: 0, Liverpool gegen Aston Villa 0: 0, Portsmouth gegen Derby County 2: 2, Everton gegen Midlesbrough 2: 4. Leichtathleti?. fenten Zusammenhänge der deutschen Wirtschaft, der Weltwirtschaft. der deutschen und der internationalen Sozialgesetzgebung und der geNach der Wahl einer Antragprüfungs- und famten Arbeiterbewegung, sie schildern die eigene Wahlfommission erstattete dann Gen. Dr. Strauß Tätigkeit wie die Bedingungen, unter denen sie DFC. gegen Čechie VIII 5: 1( 4: 1). Trotz der ein eineinhalbstündiges Referat über die Geceleistet worden ist, die sie gefördert oder ge- unzähligen Ankündigungen, der DFC. werde diesmal meindewahlen, in welchem er ein Bild der hemmt haben. In diesem weitgefügten Rahmen komplett oder mit neuen Leuten das Spiel bestreiten, politischer Lage gab und die Aussichten der Partei werden die Geschichte der Gewerkschaften, die sieht man in der Mannschaft fast lauter alte Bein dem kommenden Wahlkampfe erörterte. Ergän- äußere Entwicklung ihrer Organisationen, die fannte. Auch diesmal fehlten beim DFC. wieder die zend besprach Genosse uplen t- Budweis die Kämpfe der einzelnen Verkände. wie die von den versprochene„ Auffrischung". Das sonntägige Spiel Länderwettkampf Tschechoslowakei gegen Italien Wahlarbeiten im Kreisgebiet. In der Debatte Svißenorganisationen durchgeführten und in An- war sehr mäßis, von Seite des DFC. wie von 58.5: 57.5 Punkten. In Brünn fand Sonntag diesprachen die Genossen Abgeordneter Diet I- Prag, griff genommenen Gemeinschaftsaufgaben erit in den Tschechen, bei denen die Entschuldigung gelten fer Wettstreit statt, der den Italienern eine Inappe Sternschein- Rosenberg. Köppl- Erdweis, ihrer Bedeutung für das heutige Deutschland mag. daß sie schon Samstag ein schweres Spiel ab- und unverdiente Niederlage brachte. Beim 100Payak- Neubistrit Trick- Suchenthal, Post I- lebendig und rcrständlich solvierten. Große Ueberlegenheit der Blauweißen, Meter Lauf gab es vierzehn erfolglose Starts, Hehewfurth, Suplen t- Winterberg, Trapler- Das neue Jahrbuch hat die Grundeinteilung und doch blieb der Trefferlegen aus. Ein Kunter bis endlich einmal gelaufen werden konnte. Und in Kruman. Aus den Reden der Genossen ging her der früheren Jahrbücher beibehalten. Die erſten bunt in der Stürmerreihe; Profes und Frolik noch den anderen Disziplinen gab es mitunter auch fleine vor, daß sie mit after Straft bestrebt sein werden, beiden Kapitel schildern die Entwicklung der die besten. Im Half Stefft und in der Verteidigung Fehler"( Hoch- und Stabhochsprung). Die Ergeb der Partei in den Wahlen den Erfolg zu sichern. deutschen Wirtschaft im Jahre 1926, die Kuchynka, die ausgezeichnetes leisteten. Hervorra- nisse blicben im Durchschnitt, bis auf den 400 Meter Sodann wurden die von der Antragsfommission Stellung der Gewerkschaften zu wirtschaftspoli nend hielt sich Stieft im Tor, der geistesgegenwärtig Lauf des Italieners Gargiulo, die dieser in ausge geprüften Anträge angenommen und die Wahlen tischen Maßnahmen der Unternehmer und der sichere Tore der Tschechen verhütete. Cimera war in zeichneter Zeit von 49.3 Sek. durchlief und der neue vorgenommen, webei Genosse Teml- Oberplan Regierung( Wirtschaftspolitik). Die beiden fol- diesem Spiel äußerst schwach und seine Verteidiger- ichechische Reford Sindlers im 1500 Meter- Lauf mit abermals zum Streisvertrauensmann gewählt wurde. genden Navitel greifen zum Teil über das Be- arbeit mehr für die Tschechen als für die eigene der ebenfalls guten Zeit von 4: 01.4 Min. richtsjahr hinaus wie denn überhaupt aus Mannschaft von Nutzen. Die Tschechen selbst sind Kreistonferenz in Troppau. fachlichen Gründen eine schematische Abgrenzung eine äußerst hart spielende Mannschaft, von denen nicht möglich ist und geben eine Darstellung dann auch zwei ausgeschlossen wurden. SchiedsrichDie Kreiskonferenz unserer Kreisorganisation Troppau, die der Stellungnahme zu den Gemeinde- Borgeschichte, ihres Verlaufs und ihrer Graeber Bid steht mit den Abseitsregeln noch immer auf Ergeb- Kriegsfuß. wahlen und der Vorbereitung der Wahlarbeiten nisse, sowie eine nicht minder eingehende Dardiente, fand am 4. September im Restaurant Sübel ftellung der Geschichte, der Arbeitsweise und der in Troppan Ratharcin statt. Sie war von 123 Ver- bisherigen Ergebnisse des Ausschusses zur Untertretern der Organisationen und 22 Gäſten besucht. fuchung der Erzeugungs- und Abfaßbedingungen Genosse Senator Jofl und Genosse Abg. Seeger der deutschen Wirtschaft( Enqueteausschuk). leiteten die Konferenz. Ueber die politische Eine Betrachtung des Arbeitsmarktes im Bedeutung der Gemeindewahlen sprach In- und Ausland leitet über zu dem sozialGenosse Hofbauer( Prag), über die organisato politischen Teil des Jahrbuchs, in dem rischen Arbeiten, die Voraussetzung eines erfg zunächst eingehend über die mannigfachen Fragen reichen Stampfes find, sprach Genosse Jort. Eine berichtet wird, die sich aus einer blanmäßigen sehr rege Wechselrede folgte. Alle Reden zeigten die Arbeitsmarktpolitik ergeben. Die Regelung der Zuversicht und Kampfbegeisterung. von denen unsere Unterstübung der Grwerbslofen setzt die Lösung Genossen erfüllt sind. Alle Redner stimmten der einer Fülle von Einzelproblemen voraus, über Parole der beiden Berichterstatter zu, grundsäßlich die immer wieder verhandelt werden mußte. Die nirgends gemeinsame Listen mit anderen Parteien Verhandlungen im Reichswirtschaftsrat und im aufzustellen, sondern allein in den Wahlkampf zu Reichstag über die Arbeitslosenversicherung bis tehen. Eine Entichließung, die diesen Standpunkt zur Verabschiedung des Gesetzes werden kurz billigt, wurde einstimmig angenommen. Die Kon- skizziert, ebenso der Aufbau des neuen Zweigs ferenz nahm auch die Neuwahl der Kreisvertretung sozialer Selbstverwaltung, für den das neue Gevor, wobei wieder Genosse Jokt zum Kreisver- setz die Grundlene schafft. trauensmann gewählt wurde.-- Mit dem Gesang hes Liedes der Arbeit" wurde die Konferenz, die eine Stampftagung im schönsten Sinne des Wortes war, geschlossen. der Weltwirtschaftskonferenz, ihrer ter Bid steht mit den Abseitsregeln noch immer auf Goldenes Kreuzel 17110 PRAG II., Nekazanka 7. Tschechische Profi- viga. Slavia hatte auf der Vorzügliche Küche, gutgepflegte Getränke. billigste Chrada großze Mühe, um im Spiele mit der Vik- Abonnements. Täglich KONZERT im Garten bel Fortsetzung im Keller bis 8 Uhr nachts. toria einen Bunkt zu retten. Das Spiel endere 2: 2( 1: 1). Viktoria hatte in diesem Treffen so ziemlich alles, zeigte auch eine Formverbesserung und DRUCK- U. VERLAGSANSTALT trotzdem langte es nicht, den Sieg au sich zu reißen. GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG In Kladno besiegte der dortige SK. die Bo hemias mit 3: 1( 2: 1). Das Punktetreffen gewannen die Kladnoer als die energischere Mannschaft verdient. Sparta Prag gegen Hungaria Budapest 2: 2 ( 1: 1). Das Spiel fand in Budapest statt, wurde um des Mitteleuropa- Pokals willen ausgetragen. Es soll sehr fair, besonders von seiten der Sparta, gespielt worden sein und der Wiener Schiedsrichter Braun einen schlechten Tag gehabt haben. emsilchlt sich den p. t. Behörden. Vereines, Organisationen. Gemeinden und Kaufleuten zur herstellung von Drucksorten wie: Tabellen. Büchern. Binschüren. Zeitschriften. Zirkularen. Mitgliedsbüchern, Einladun gen. Plakaten. Flugschriften. Fakturen. Briefpapieren usw. in solider und rascher Ausführung. Setzmaschinenbetrieb und Rotationsbetrieb. :--: IN 8-8 TEPLITZ SCHONAU O TISCHLERGASSE NR. 6. Weitere Resultate. Prag: Sportbrüder gegen SN. Nusle 5: 0( 3: 0); Rapid gegen Kročehlavy Herausgeber: Dr. Ludwig C8 ch. Verantwortlicher Redakteur: Dr. Emii Strauß. In dem Abschnitt" Der Kampf um den 3: 1( 1: 1), Sparta Kladno gegen Union Žižkov 5: 3 Druck: Deutsche Zeitungs- Aktien- Gesellschaft in Prag. Acht stundentag" wird das Arbeitsschutz( 2: 3), Čechoslovan Noschirsch geg. Sparta Noschirsch efet analysiert und ferner die Vorschläge der 2: 0( 1: 0), Vittoria Nusle gegen Union Weschowie Die Zeitungsmarkenfrantatur wurde von ber Poft- u. Telegraphen Für den Druck verantwortlich: Otto Solik. Prag. Gewerkschaften zur Regelung der Arbeitszeit er- 3: 1. Budweis; DFC. gegen Sparta Bilfen direktion mit Erlaß Nr. 127.451/ VII/ 27 am 14. mai 1927 bewilligt,