Nr. 276. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Beitungs Preisliste für 1898 unter Dr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonel getle ober deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Mmt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Regierung? Freitag, den 25. November 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. sonst eifrigst beslissen ist, schwer schädigt und dem Parti- Wenn den Postunterbeamten das Koalitionsrecht zertularismus mächtigen Vorschub leistet. Wie ist dieser Streit schlagen wird, wenn durch Machtausübung jede Selbstentstanden? Kaisers. Daß der Reichskanzler nichts damit zu thun hat, dazu führen, einige harmlose Existenzen in Ungemach zu Durch ein persönliches Telegramm des ständigkeit ausgerottet werden soll, so wird dies höchstens das kann kaum bezweifelt werden. Die Praxis schlägt der schleudern, nimmermehr aber dazu, die PostunterbeamtenTheorie ins Gesicht. bewegung zu ersticken. Hier haben wir den Klaffenden Widerspruch, den wir borhin hervorhoben. Und an diesen Widerspruch knüpft sich die Frage: was, wer und wo ist die Regierung in Deutsch land? Statt eines Fragezeichens hätten wir hinter unserem Titel gleich deren drei sezen sollen. Was soll der Titel bedeuten? Wollen wir untersuchen, was eine Regierung ist? Das wäre ein recht überflüssiges Bemühen, denn in jedem Konversationslexikon kann ein Jeder und eine Jede sich die Antwort auf diese Frage holen. Regierung ist der Inbegriff aller derjenigen Macht fattoren, welche die Politik und die Verwaltung eines Landes Tenten, und zwar in gegenseitigem Zusammenwirken, so wie es durch Staatsgesek, Herkommen oder Verfassung ordnungsgemäß festgestellt ist. In einem absoluten Staat ver- Fürst Hohenlohe in seiner Doppeleigenschaft als deutscher förpert die Regierung sich in dem Monarchen, der natür- Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident ist der verlich nicht alles selber thun kann, in dessen Namen antwortliche Träger der Regierung in Preußen und im Reich. und unter dessen thatsächlicher, wenn auch nicht rechtlicher Aber wo ist Fürst Hohenlohe? Was thut er? Wie und worin Verantwortlichkeit alles geschieht. Daß in Rußland Eroberungs- äußert er seine Autorität? Er ist vollständig überschattet und züge nach Osten, Abrüstungsvorschläge nach Westen gemacht, in den Hintergrund wir können fast sagen: in Vergessenheit Tausende alljährlich ohne gerichtliches Urtheil nach Sibirien gedrängt. Wir sehen ihn nicht; wir hören ihn nicht; wir spüren verschickt, und Provinzen, den dritten Theil des ganzen ihn nicht. europäischen Rußland bildend, der Hungersnoth und dem Dagegen hören wir Tag für Tag von dem Kaiser; Hungertyphus überliefert werden- für alles das trägt der hören Tag für Tag von persönlichen Handlungen des Monarch die Verantwortung, denn von ihm hängt alles ab; Kaisers, die allgemein als Regierungshandlungen gelten. Der von ihm geht jede Regierungshandlung aus. Kaiser ist überall; der Reichskanzler nirgends. Die Theorie ist nichts die Praxis alles. Aeußerlich vielleicht kann Herr v. Podbielski Kirchhofsfrieden erzwingen. Aber die Gemüther der Postangestellten werden von herbster Erbitterung erfaßt werden und die lassen gegensäge innerhalb des Postreiches werden mehr denn je vertieft und verbreitert werden. Deutsches Reich. die Ausschußberichte über die Entwürfe der Etats für den Reiths Der Bundesrath genehmigte in seiner Sizung am Donnerstag tanzler und die Reichskanzlei, für das Reichsamt des Innern, für das Reichs- Schazamt, für das Reichs Eisenbahnamt und für den Rechnungshof des Deutschen Reiches und ertheilte dem mündlichen Bericht über Vorlage wegen Abänderung der Ausführungsvorschriften zu dem Gesetze vom 10. Mai 1892, betreffend die Unterſtügung von Familien der zu Friedensübungen einberufenen Mannschaften die Zustimmung. Betrachtung über die Zusammensetzung des Reichstags- Präsidiums, Das Reichstags- Präsidinm. Die„ Voss. 8tg." sagt in einer daß nächst dem Zentrum und den Konservativen sofern man von der Sozialdemokratie absieht die Nationalliberalen an Bahl der Mandate folgen. Sie macht aber dazu die charakteristische Bemerkung: Wenn man die freisinnige Boltspartei, freisinnige Vereinigung und süddeutsche Volkspartei als eine Fraktion rechnen dürfte, hätte diese und nicht die nationalliberale Partei Anspruch auf eine Vizepräsidentenstelle." vorhanden zu sein, Anspruch auf einen Siz im Präsidium zu erheben. Es scheint danach in lintsliberalen Kreisen starke Stimmung Die tonservativen Blätter zeigen sich schon jetzt. sehr betrübt über diese Aussicht. Anders in den Ländern mit Verfassungen. Dort steht neben dem Monarchen ein vom Volt gewähltes Parla Die ganze Regierungsmaschinerie steht still, wenn der ment, ohne dessen Zustimmung kein Gesetz erlassen werden Kaiser sie nicht in Bewegung setzt. Die einfachsten Regierungstann; und der Monarch übt die Regierungs- Handlungen handlungen unterbleiben und seien sie noch so dringend innerhalb fester, gesetzlich vorgeschriebener Schranken aus, und und nothwendig, wenn der Kaiser zufällig nicht anwesend ist. zwar nicht persönlich, wie ein absoluter Selbstherrscher Nur ein kleines, brennend aktuelles Beispiel, das sehr schlagend sondern durch Minister, welche dem Parlamente ver- ist. Wir alle wissen, daß uns eine außerordentliche wichtige antwortlich sind und den Monarchen mit ihrer Verantwortlichkeit Reichstags- Session bevorsteht. Es ist die erste decken. Seffion eines neuen Reichstags, der nach einem leidenschaftlich So ist es in England, so ist es in Frankreich und so ist erregten Parteienkampf gewählt worden ist, und eine wesent es in Amerika, in welch beiden Ländern freilich statt des liche Verschiebung der Parteien zum Ausdruck bringt. Fragen fürstlichen Erbherrschers ein gewählter Präsident die Spitze von ungewöhnlicher Tragweite, Fragen, die das Volk in all der Regierung ist. Das Reichs- Versicherungsamt soll durch die Bildung einer seinen Schichten beschäftigen, sind auf der Tagesordnung. neuen Spruchtammer eine Erweiterung erfahren, da die einlaufenden In Deutschland, wo das parlamentarische noch mit dem Wohlan seit Monaten erwarten wir Tag für Tag die Returse innerhalb der bisherigen Organisation sich nicht mehr er absolutistischen Regierungssystem im Kampfe liegt, herrscht Bestimmung des Eröffnungstages der Session; feit lebigen lassen. Die entsprechende Forderung wird im Etat für 1899 zwischen konstitutioneller Theorie und gouvernementaler Braris Monaten werden wir zum Narren gehalten durch offiziöse zum Auserud fommen, ebenso eine Forderung für die Gliederung noch ein klaffender Widerspruch. Die Theorie erkennt dem Meldungen von falschen Einberufungsterminen; und heute des Reichs- Gesundheitsamtes in mehrere Abtheilungen Monarchen nicht das Recht selbständiger Regierungsfünf Tage vor Ende November zu einer Zeit, die Errichtung einer biologischen Abtheilung in Verbindung mit dem mit besonderen Abtheilungsvorstehern. Diese Gliederung ist durch handlungen zu. Der König von Preußen, der zugleich wo der Reichstag sonst zusammenzutreten pflegt, und sonstigen ständigen Geschäftszuwachs des Reichs- Geſundheitsamtes deutscher Kaiser ist, bedarf als König von Preußen für wo sein Zusammentritt durch parlament geschäftliche und erforderlich geworden. Der Etat für 1899 fordert die Schaffung Regierungshandlungen der Deckung durch verantwortliche politische Rücksichten dringend geboten ist, Minister, als deutscher Kaiser der Deckung durch den Reichs- noch nicht einmal, wann der Reichstag heuer zusammentritt! Hilfsarbeiters. heute wissen wir einer medizinischen Abtheilung und die Einstellung eines ärztlichen Kanzler, der seinerseits wieder die Staats- und Unterstaats- Das sind unleidliche Zustände, denen, je eher je besser, sekretäre unter sich hat. Reichs Versicherungsgesetz. Der Entwurf eines Reichs- Verabgeholfen werden muß. D sicherungsgesezes soll nunmehr fertiggestellt sein. Für private Der Theorie entspricht aber die Praris nicht. Der Wir müssen wissen, wer, was und wo die Re- Versicherungsunternehmen aller Art ist Konzessionspflicht und StaatsMonarch, der theoretisch nur persönliche nicht aber Regierungs- gierung ist. Und wir verlangen, daß die Regierung aufficht vorgesehen. Die Aufsicht über Kleinere Anstalten sollen die Handlungen ausüben kann, übt praktisch Handlungen aus, Regierung sei. Keine Nebenregierungen, keine persönliche Behörden des Bundesstaates führen, die über größere soll durch eine welche die Geltung von Regierungshandlungen haben; Regierung eine Regierung, wie die Verfassung sie vor besonders zu schaffende Reichsbehörde ausgeübt werden. wenigstens von solchen nicht zu unterscheiden sind, und nicht schreibt, und wie die das Interesse des deutschen unterschieden werden. Wir erinnern an das Buren- Voltes sie erheischt. telegramm vom Anfang des Jahres 1896; es war ein persön licher Att des Kaisers, wurde jedoch allgemein als Regierungsatt aufgefaßt, und verbitterte auf lange Zeit unsere Beziehungen zu England, was ein rein persönlicher Aft unmöglich hätte bewirken fönnen. " # Politische Ueberlicht. Lehrer- Reliktengesch. Nach Blättermeldungen ist Aussicht vorhanden, daß dem nächsten Landtage eine Vorlage über die Versorgung der Hinterbliebenen von Lehrern unterbreitet werden wird. " Bismarck's Gedanken und Erinnerungen" werden in wenigen Tagen erscheinen. Schon jetzt sind mehrere Blätter in der Lage, einige Abschnitte daraus mitzutheilen. So bringt das„ Berl. über seine Erlebnisse im Tagebl." Aeußerungen Bismarc's Jahre 1848 und die„ Münchener Allg. 3tg." bringt den Briefwechsel zwischen Bismarck und Ludwig II. von Bayern. Den bisherigen Veröffentlichungen können nur unter historischen Gesichtspunkten Werth beigemessen werden. Für die jetzige geit haben sie teine Bedeutung. Berlin, den 24. November. Die Anti- Anarchistenkonferenz soll nach einer Meldung Man betrachte das Telegramm des Kaisers nach der der Pol. Corresp." aus Rom nicht weniger als etwa Weigerung des Reichstags, an der sogenannten Bismard Monatsfrist dauern. Es sind alle europäischen Staaten ehrung sich zu betheiligen. Dieses Telegramm führte vertreten durch ungefähr vierzig Mitglieder. Die geallerdings keine internationalen Verwickelungen herbei, nannte Sorrespondenz fagt weiter: berwirrte aber die Zustände im Innern ganz erheb „ Es wird in Regierungsfreifen erwartet, daß die Konferenz lich, und war, wenn auch nicht eine Regierungshandlung, mindestens zum Beschlusse, engere Beziehungen zwischen Daß auch die neuen Bekenntnisse der schönen Bismard- Seele doch unzweifelhaft ein eminent politischer Aft von entscheidenden Polizeibehörden der Staaten behufs Ueberwachung von unfläthigen Gemeinheiten gegen die Sozialdemokratie wimmeln, dem Einfluß auf unser Staatsleben. Der mancherlei Ansprachen der Anarchisten zu schaffen, sowie zu der Vereinbarung, daß alle nimmt nicht Wunder. Wenn z. B. bekannt wird, daß Bismarck in des Kaisers, welche die Opposition herausgefordert und zu anarchistischen Verbrechen als gemeine zu behandeln seien, einem Briefe vom 12. August 1878 die Sozialdemokratie als„ bedroh führen werde. Man hegt jedoch die Hoffnung, daß es gelingen liche Räuberbande" bezeichnet, so weiß alle Welt nur zu gut, daß zahlreichen Majestätsbeleidigungs- Prozessen geführt haben, er- wird, auch bezüglich anderer Punkte zu einem Einvernehmen zu Bismard es gewesen ist, der das Räuberhandwerk des deutschen wähnen wir hier nicht, weil sie an Bedeutung zurück- gelangen. Im Hinblick auf den ernsten Charakter der Stapitalismus in System gebracht und die Förderung der Voltstreten hinter der Rede, die der Kaiser vor einigen Konferenz soll von der Veranstaltung der Festlichteiten, ausplünderung im großen Stile als seine Lebensaufgabe an Monaten in Oeynhausen hielt, und in der die wie sie sonst bei ähnlichen Anlässen üblich sind, abgesehen werden." gesehen hat. Zuchthausvorlage angekündigt ward. Diese Rede Gewiß ist die Sache ernst, sehr ernst. Aber die Rewar an sich ein durchaus und ausschließlich persönlicher Att gierungen nehmen die ernste Sache unendlich leicht. des Kaisers, allein ebenso wie das Burentelegramm hat sie In Monatsfrist ließe sich nicht nur etwas Gutes bethatsächlich die Bedeutung einer Regierungshandlung erlangt. rathen, sondern auch Thaten ließen sich ins Wert sehen. Doch Wohl wurde nachträglich offenbar aus der Reichskanzlei die Konferenz trägt den Polizeiftempel auf der Stirn. heraus der amtliche Charakter der Rede geleugnet und Polizei nicht im Sinne weitherziger Wohlfahrtspflege, fogar behauptet, die Rede enthalte Irrthümer oder sei sondern in dem nun schon völlig eingebürgerten Sinne reunrichtig wieder gegeben, an ein Buchthausgesetz werde nicht aktionärer Erstickungs- und Unterdrückungsmaßnahmen. gedacht, nur an ein Gesetz, das den§ 153 der Gewerbe- Drd müßte man das Elend und die Noth des Volkes bekämpfen. Wollte man den Anarchismus ernsthaft bekämpfen, so Das ist freilich nicht so leicht wie das Ersinnen immer neue und immer raffinirterer Polizeimethoden. nung ausbaue". " Zwar heißt es im Programm an einer Stelle:" Gleichheit vor die Freifinn contra Freifinn. Bei den Häkeleien, die jest wieder in starkem Maße zwischen den verschiedenen Richtungen des bürgerlichen Lintsliberalismus angesponnen werden, kommen allerlei nette Sachen zu tage. Die„ Berliner Zeitung" bringt eine Zuſchrift aus Ostpreußen, welche die Gründe sucht, warum der Freifinn auf dem Lande Bankrott gemacht hat. Da wird unverblümt zugegeben: dem" Gesez ohne Ansehen des Standes", und an einer anderen: In " Berallgemeinerung der Koalitionsfreiheit", aber gethan ist zur Ausführung dieses Programmpunktes noch nichts. Ostpreußen ist die Ursache davon, daß früher die Fortschrittspartei von dem freigesinnten Grundbesig getragen wurde. Es ist ja bekannt, daß die Partei dort in Giner nach dem andern fiel ab und schlug sich seitwärts in die Büsche Brüche ging, als die Getreidezölle immer höher stiegen. zu den Agrariern. Als in den neunziger Jahren die Trümmer der Bartei auf Veranlassung des leider zu früh verstorbenen Professors Thimm Tilsit sich zu organisiren begannen, waren es zumeist größere Befizer, die den Stamm der neuen Partei ausmachten. Diese Verhältnisse haben es mit sich gebracht, daß den Landarbeitern gar tein Interesse entgegengebracht Das genannte Blatt zählt ferner noch Fälle auf, in denen die den Landarbeitern aus Rücksicht auf die Befiger schroff entgegens freisinnige Parteileitung einer Agitation ihrer Parteigenossen unter getreten ist. Theoretisch und auf dem Papier war das gewiß richtig; allein in der Praxis ist es anders. Die Rede des deutschen Kaisers zur Zuchthausvorlage ist zweifellos von dem deutschen Podbielski- Thaten. Die Entlassungen von Post- UnterRichterstand und von der deutschen Polizei als ein Regierungs- beamten dauern fort. Es wird uns mitgetheilt, daß auf Veratt betrachtet und zum Ausgangspunkt eines verschärften anlassung des Herrn von Podbielski neuerdings auch in HildesVorgehens im Sinne des vom Kaiser angekündigten Zucht- heim und in Hannover einer großen Zahl von Unterbeamten hausgesetzes gemacht worden. gefündigt worden ist. Es handelt sich in allen Fällen um Was Fürst Hohenlohe von jener Rede denkt, das ist seine Beamte, die noch nicht fest angestellt waren und die der Sache. Die deutschen Richter und die deutsche Polizei sind anderer Theilnahme am Verbande der Post- Unterbeamten verdächtig Meinung, und ihre Meinung ist für die Praxis maßgebend, find. In dem einen Falle soll es sich um etwa ein Dugend, wie Duzende, das Rechtsgefühl des Volts tief erschütternde im andern um ca. 50 Beamte handeln. Urtheile aus neuester Zeit beweisen. Wenn Herr v. Podbielski vermeint, in schneidigem Noch ein anderer Fall sei aufgeführt. Wir haben jetzt Husarenritt die Postbeamtenschaft säubern" zu können, so den sogenannten, Lippe'schen Streit"- ein Streit, prophezeien wir ihm schon heute, daß er selbst und seine Mitein Streit, prophezeien wir ihm schon heute, daß er selbst und seine Mit- Die Versicherung der land- und Forstwirthschaftlichen Arder die Beziehungen zwischen den deutschen Bundesfürsten reiter eher zu Fall kommen werden, als daß er sein re- beiter durch die Invaliditäts- und Alters- Versicherungsanstalten. verwirrt, die Autorität der Fürsten, welche zu schüßen man aktionäres Ziel erreicht. In der vorigen Reichstagssession war bekanntlich vorgeschlagen wurde." So= worden, den Versicherungszwang dieser Arbeiterkategorie zu be- 1 Die Berliner Firma fügt diesem Brief hinzu:„ Ich hoffe, daß! feitigen, um die überwiegend landwirthschaftlichen Bersicherungs- sich diese Briefe nicht vermehren werden, denn ich bin gerade Böheim, Erb und Pfliegl überreichten Petitionen zahlreicher oberWien, 24. November. Abgeordnetenhaus. Beßler, anstalten, besonders der östlichen Landestheile zu entlasten. Und da im Norden Europa's start engagirt." Eine andere Berliner Firma österreichischer Gemeinden und Gewerbegenossenschaften, in welchen die finanzielle Entlastung dieser Anstalten ja sowohl für die Re-( Tapetenfabrik) hat von einem Geschäftshause in Kopenhagen um Ablehnung des Ausgleichs mit Ungarn gebeten wird. gierung als auch für die rechtsstehenden Parteien das Motiv folgendes Schreiben erhalten: für Sie Revision dann ging das Haus zur Tagesordnung über und setzte die Verdes Invaliditäts Versicherungs Gefeßes Kjöbenhavn, 21. November. Herrn E. 2.... Wie Ihnen handlung des Antlage Antrages Daszynski Kosa= ift, so ist es möglich, daß derselbe Gedanke bei ber Berathung der bekannt sein wird, sind in der legten Zeit eine Menge von fiewicz wegen Verhängung des Ausnahmezustandes dem neuen Reichstag vorzulegenden Novelle dänischen Unterthanen vollständig ohne Grund aus Nord- Schleswig in Galizien fort. Zunächst sprachen Potoczek( Mitglied des zum Invaliditätsversicherungs- Gesez wiederkehrt. Demgegenüber ausgewiesen worden. Die Gewaltthat seitens der preußischen Bolenklubs), sodann Stapinski( Polnische Volkspartei), ersterer gegen, weist die Voffische Zeitung" darauf hin, daß die Befreiung Regierung hat felbstverständlich in ganz Dänemark einen großen letzterer für den Antrag. der landwirthschaftlichen Arbeiter zur Ausgleichung unter den Unwillen und Bitterkeit gegen Deutschland erregt und man ist verschiedenen Trägern der Versicherung nicht nur nicht beitragen, sondern die Finanzlage der landwirthschaftlichen Versicherungsanstalten noch berschlechtern würde. Diese Anstalten würden dann auf die Versicherung der im Vergleich zu anderen Anstalten bei ihnen nur spärlich vorhandenen industriellen Arbeiter beschränkt sein. Dies würde aber ihre Lage nur noch bedenklicher gestalten, zumal ihnen durch Erstattung der Beiträge an die früher versicherungspflichtigen Jandwirthschaftlichen Arbeiter ein weiterer Theil ihres Vermögens enthier start dazu entschloffen, die geschäftliche Verbindung mit wieder größere Ansammlungen beschäftigungsloser Bersonen statt. Budapest, 24. November. Auf dem Museumsring fanden heute deutschen Firmen so sehr als möglich zu unterbrechen. Infolge Die Polizei traf Sicherheitsvorkehrungen und ließ feine Demondessen sind meine Ordres weniger als voriges Jahr geworden und ftrationen zu. Als Banffy beim Parlamentsgebäude vorfuhr, behalte ich mir vor, falls das Verhältniß zwischen den beiden machte die Menge Miene, dem Wagen nachzustürzen, die Polizei Nationen sich verschlimmern sollte, meine Ordres ganz oder theil- schritt jedoch ein und zerstreute die Volkshaufen. weise zu annulliren. größerem Umfange von der Beitrag erstattung absehen und sich freiwillig ferner fortgesetzt werden. So melden jest wieder depofbeliger er nauweist, bie Bolizei habe die Vorrechte der Univerſität nicht verneuen Freiherr v. Mittnacht, der württembergische Ministerpräsident, feierte am 28. b. M. fein 25 jähriges Ministerjubiläum. Minister präsident ist er seit 1876. Schon die Thatsache der langen Amtsdauer des Herrn v. Mittnacht weicht in interessanter Weise ab von den Zuständen, die wir in Preußen haben. " Frankreich. Zu diesem Briefe bemerkt die Berliner Firma:" Durch viele Tagesordnung mehrere Mitglieder der Opposition das Vorgehen der Im Abgeordnetenhause besprachen vor Eintritt in die Mühe habe ich jetzt festen Fuß in Dänemark gefaßt, um nun alle Polizei bei den jüngsten Straßendemonstrationen und den Erlaß Resultate infolge einer kleinlichen Politik zu verlieren." des Unterrichtsministers bezüglich des Regierungsjubiläums des Diese leinliche Politik wird aber, wie es scheint, auch Kaisers. fortversichern, so würde die gegenwärtige Lage der Anstalten zwar im bon Apenr. Nachr." Kultusminister b. Wlassicz erwidert dem Vorredner, indem wesentlichen die gleiche bleiben wie bisher; in Zukunft aber würde durch Schmidt von Norburg mit Frau und Tochter davon betroffen legt. Er sei ein fwärmerer Freund der Jugend als jene, welche den freiwilligen Eintritt landwirthschaftlicher Arbeiter in die Ver- worden. Schmidt ist schleswigscher Optant, etwa 60 Jahre alt und dieselbe dazu aufgestachelt hätten, der öffentlichen Gewalt Widerficherung eine erhebliche Mehrbelastung erwachsen. Für diese Ver- bettlägerig; seine Frau ist kränklich. 8wei Söhne find preußische stand zu leisten. Er bitte die Jugend, nicht zu demonstriren, da ficherten würde nämlich der Reichszuschuß wegfallen und dieser Aus- Staatsunterthanen und haben ihrer Wehrpflicht in Preußen genügt. sonst die Universität gesperrt werden würde. Die Opposition fall müßte, da eine Herabsetzung des Gesammtbetrags der Nenten. oder eine wesentliche Erhöhung der Beiträge für diese Klaffe von diftritte zu beschränken. Wenigstens weiß die Freis. 8tg." von der welche für den 2. Dezember, den Tag des Regierungsjubiläums des Die Ausweisungen scheinen sich übrigens nicht auf die Grenz- bringt sodann die Verordnung des Unterrichtsministers zur Sprache, Versicherten nicht in Frage tommen tönnte, aus Mitteln der An- Ausweisung zweier Krefelder Kaufleute zu berichten, die aus Königs, Festgottesdienste anordnet. Der Ministerpräsident Baron die der 2. stalt ersetzt werden. Dazu tommt, daß von von der frei Russisch- Polen stammen. Auf Verivenden von Krefelder Fabri Banffy verweist darauf, daß auch im Jahre 1873 die gesetzdet. Der willigen Versicherung weniger die jungen und gefunden, kanten sei die Ausweisung bis auf weiteres aufgeschoben. als vielmehr die gerade bei den landwirthschaftlichen Angebenden Körperschaften und das Land das Jubiläum begingen. Er stalten zahlreich vorhandenen älteren und der Erwerbsunfähigkeit Vom Nordoftfee- Kanal. Nach den erschienenen amtlichen Mit hoffe, das Haus werde jetzt denselben Standpunkt einnehmen wie nahestehenden Arbeiter Gebrauch machen würden, die für die frei- theilungen über den Verkehr im Nordostsee- Kanal vom 1. April 1897 bor 25 Jahren. Das Haus beschloß, in eine Debatte über die willige Versicherung schon binnen kurzer Zeit auf eine Gegenleistung bis 31. März 1898 ergiebt sich, daß die Verkehrsverhältnisse im letzten Indemnitätsvorlage einzutreten. hoffen, die zu dem Werthe ihrer wenigen Beiträge in teinem Ver- Jahre bessere geworden sind. Es haben 9396 Dampfer mit In den Straßen beim Abgeordnetenhause herrscht völlige Ruhe. sins hältnisse stehen würde. Endlich darf nicht übersehen werden, daß die einem Gesammtraumgehalt von 1927 946 Registertonnen, und Dieselben haben ihr gewöhnliches Aussehen. Versorgung der nicht versicherten landwirthschaftlichen Arbeiter 13 712 andere Fahrzeuge mit 541 849 Tonnen, zusammen 23 108 Budapest, 24. November. Der Reichs- Kriegsminister von Krieg wiederum vielfach den Trägern der Armenpflege anheimfallen würde, mit zusammen 2 469 795 Registertonnen, den Kanal benutzt. Bezüg- hammer beharrt auf seiner Demission. und die hierdurch entstehenden umfangreichen Mehrlasten von den lich des Raumgehalts bedeutet dieses gegen das Vorjahr einen id e felben Kreisen vorzugsweise getragen werden müßten, für welche die aus den Dampfern 1264 266 W., den Segelschiffen u. s. w. die nach den Stürmen der letzten Monate eingetreten ist, gilt die Zuwachs von 33,61 pCt. Die Einnahme an Kanalgebühren betrug, Befreiung der landwirthschaftlichen Arbeiter von der Versicherungs- 289 161 M. zusammen 1558 427 2. Paris, 22. November.( Eig. Ber.) Mitten in der stillen Bause, pflicht vermeintlich Erleichterungen schaffen soll." Dieselben Bedenken treffen nach den Ausführungen des Blattes gestrige Antrittsrede Barthou's, des neuen Vorsitzenden der progressistischen" Kammergruppe, als ein politisches Ereigniß. im wesentlichen auch zu für die übrigen Gruppen von Versicherten, Der ehemalige Bolizeiminister im Kabinet Meline verdankt den deren Ausscheiden aus der Versicherung vorgeschlagen worden ist, nämlich für die Gehilfen im Handwert und den flein Ehrenposten dem Ilmstand, daß die berufeneren Spizen der geldjacksrepublikanischen Progressisten" theils im Ministerium Dupuy vergewerblichen Betrieben sowie für das Gesinde. Zu sorgt sind, theils die Wahl abgelehnt haben. Immerhin fann Diesen Bedenten käme noch die Schwierigkeit, daß die Grenze die Wahl Barthou's nicht zwischen handwerksmäßigen, fleingewerblichen und fabrikmäßigen gerade als ein Zeichen Unter der Leitung des Herrn v. Mittnacht haben sich die treuen Anhänglichkeit der Bourgeois Republikaner an das Betrieben nicht immer leicht zu erkennen ist. Bei dem Jneinander politischen Verhältnisse Württembergs in liberaler Art entwidelt. Konzentrationsministerium Dupuy betrachtet werden. Hinter Barthou greifen dieser Betriebe und bei dem steten Wechsel des Herr v. Mittnacht hat nicht geglaubt, Voltsbewegungen mit brutalen steht Meline und Barthou selber ist mit Dupuy nichts weniger als Personals in fabrikmäßigen und Kleingewerblichen Betrieben würden Bolizeimaßregeln niederchikaniren zu können. Erst letter Tage erklärte befreundet, seitdem er anfangs 1895 durch seine geräuschvolle durch eine Befreiung der in legteren beschäftigten Personen von der er verständigerweise in der ersten Kammer des Landstags, ein Wahl- Demission den Sturz des zweiten Kabinets Dupuy herbeigeführt hat. Versicherungspflicht noch größere Unzuträglichkeiten entstehen, als recht ließe sich nicht auf die Dauer gegen die Wünsche der Be- Diese Verhältnisse tommen denn auch deutlich in seiner gestrigen Nede beim Wechsel zwischen gewerblicher und landwirthschaftlicher Beschäf völkerung aufrecht erhalten. tigung. Es würde nämlich bei dem so häufigen Ausscheiden aus zum Ausdruck. Das obligate sauersüße Kompliment an die ,, republikanische einem Fabritbetriebe und Uebernahme einer Beschäftigung in einem Regierungsvertretung und der zweiten Rammer Sprengung der besagten Einigung berechnet sind. Gegen Dupuy's ReformAns Baden, 28. November.( Eig. Ber.) Zwischen der badischen Einigung" begleitet Barthon mit Forderungen, die geradezu auf die nicht versicherten Kleingewerblichen Betriebe stets eine Unterbrechung scheint ein se on flitt entstanden zu sein. Die Landstände wurden versprechungen hat er nichts zu sagen. Er weiß ja aus eigener Er der Versicherung eintreten, und die Anwartschaft auf Rente tönnte im Sommer vertagt. Jezt berief die Regierung auf den 22. No- fahrung, wie leicht und wie straflos diese Versprechungen gebrochen sogar überhaupt verloren gehen, wenn sie nicht durch freiwillige vember durch eine Kabinets ordre die beiden Kom- werden können. Dagegen fordert er in gebieterischem Tone die Fortsetzung der Versicherung aufrechterhalten wird. missionen ein, welche zur Berathung der Einführung des Wiedereinsetzung der paar reaktionären Präfekten, die von Brisson Zur Fleischnoth. Der Petition, die der Berliner Magistrat Bürgerlichen Gesetzbuches und zur Erledigung des wegen ihrer tlerital- monarchistischen Wahlaktion abgesetzt worden und die Stadtverordneten an den Reichskanzler zu richten beab- Dotationsgesetzes der Geistlichkeit von der zweiten Kammer gewählt waren. So tief ist das Niveau der herrschenden Parteien gefichtigen, wird zur Begründung eine vom Direktor des Berliner find. Da die Verfassung der Krone nur die Einberufung der Land- funken, daß sie sich nur noch um die Vertheilung des Futtertrogs Vieh- und Schlachthofes ausgearbeitete Denkschrift beigegeben werden, stände einräumt, wurden über die Rechtmäßigkeit der Kommissions- unter ihre respektiven Kreaturen streiten, nachdem sie so leicht und welche die Frage der Grenzsperren in erschöpfender Weise behandelt. berathung in der Presse aller Richtungen Bedenken geäußert. gern ihre respektiven Programme aufgegeben haben. In dieser Schrift wird der Allgem. Fleischer- Beitung" zufolge die Nach ihrem Zusammentritt haben die Kommiffionen, wie dies aus einer Sonst ist noch aus Barthou's Rede die sehr verspätete Erklärung Berficherung der Großgrundbefizer, daß die deutsche Landwirthschaft Mittheilung des„ Bad. Nachr. Bur." hervorgeht, diese Bedenken getheilt. hervorzuheben, daß seine Partei sich in der Dreyfus- Affäre der Entbei angemessenen" Preisen den Bedarf Deutschlands wie an Brot- Sie ließen dem Ministerium durch den Präsidenten der Zweiten Kammer scheidung des Kaffationshofes beugen werde. Wie großmüthig getreide so auch an Fleisch zu erzeugen vermöge, erzeugen vermöge, als mittheilen, daß die Berathungen nur dann vorläufig aufgenommen feitens eines Politikers, der mit seinem Chef Meline die schwerste unerfüllt und unerfüllbar gekennzeichnet. Der Beweis dafür würden, wenn die Regierung sich dazu versteht, die Ersagwahlen Verantwortung trägt für die verbrecherischen Umtriebe des Generalwird durch den statistischen Nachiveis geführt, daß der Vieh- für den Präsidenten der beiden Kommissionen( Fieser) und den stabes! bestand Deutschlands in den fünf Jahren von 1892 bis 1897 Abg. Straub, deren Mandate wegen Beförderung im Sommer schon Die Amnestieberathung in der Kammer ist nun zu an Lebendgewicht nur um 3,02 pCt., die Bevölkerung aber un fast erloschen sind, anzuordnen und dann die Kammern zur Ergänzung Ende geführt worden. Es ist ein lobenswerther Brauch des fran6 pet. gestiegen sei. Die Denkschrift folgert daraus, daß die Mit der Kommissionen einzuberufen. Sonst würden die Deputirten zösischen Parlamentarismus, daß die Härten, die objektiven und wirkung vieherzeugender Nachbarländer bei der Versorgung Deutsch- streiken. Man hofft, daß die Regierung eine Verständigung anbahnt. fubjektiven ungerechtigkeiten der Klaffenjustiz von Zeit zu Zeit durch lands mit Fleisch nicht entbehrt werden könne. Der Rückgang der Auch ist der Termin für die beiden Nachwahlen bereits auf den einen souveränen Parlamentsatt theilweise wieder gut gemacht werden. Vieheinfuhr sei von 1892 bis 1897 auf 860 498 Doppelzentner oder 2. Dezember angesetzt.Leider aber pflegt auch diese theilweise Ersetzung des formalen Ges setzes durch das Recht den augenblicklich vorherrschenden Stimmungen Die Elsaß = der Paris, 24. November. Deputirtentammer. In der Kammer wurde heute der Entwurf eines von zahlreichen Deputirten unterzeichneten Antrages vertheilt, welcher eine Herabjezung der militärischen Dienstzeit auf zwei Jahre bezwedt. Der Deputirte Coutant( Sozialist) bringt einen Antrag ein, dahingehend, den Arbeitgebern solle verboten werden, mehr als zehn Prozent ausländische Arbeiter zu beschäftigen. Coutant fordert für seinen Antrag die Dringlichkeit. Ministerpräsident Dupuy bekämpft die Dringlichkeit, weil eine ernsthafte Brüfung des Antrages nothwendig wäre. Die Dringlichkeit wird darauf verworfen. Dejeante ( Soz.) richtet an die Regierung eine Anfrage über die Betheiligung Frankreichs an der Anti- Anarchisten- Konferenz in Rom. 1,6 Kilogramm für den Kopf der Bevölkerung gesunken. Die Ausweisungen aus Elsaß Lothringen. Steigerung der Einfuhr geschlachteten Fleisches um 37 714 Doppel- Lothringen'schen Polizeibehörden fahren in ihrer Praktik der untergeordnet zu bleiben. Im gegebenen Fall tritt das besonders zentner bezeichnet die Denkschrift als von unerheblichem Belang, da, Massenausweisungen von Ausländern unverwandt fort. traß zu tage. Die antijüdischen Räuberbanden von Algerien wurden abgesehen davon, daß dieses Fleisch von geringerem Werth sei, der Eben sind wieder sieben Personen aus dem Gebiete des amnestirt, nicht aber die Opfer der„ verbrecheriſchen“ AnarchistenFleischbedarf, der für 1892 nur auf 42 kilogramm, für 1897 auf Reichslandes gewiesen worden; drei davon find franzöfifcher gesetze, von denen mehrere seit Jahren im Bagno schmachten wegen grund der verbesserten Erwerbsverhältnisse aber auf 45 Kilogramm( darunter der Professor Charles Vélain von der Sorbonne in mehr oder minder erwiesener Preßvergehen. Ebenso wurden alle mit für Kopf und Jahr zu schäzen sei, um fast 3 Millionen Doppel- Paris), drei italienischer und einer schweizerischer Staatsangehörigkeit. Amnestie ausgeschlossen. Regierung und Kammer wollen also in ihrer der Dreyfus- Affäre in Verbindung stehenden Breßbergehen von der zentner gewachsen sei. Ueber die Gründe, welche zu diesen behördlichen Maßregeln Anlaß patriotischen" Verblendung um feinen Preis der Armee- Thre" die In überzeugender Weise wird sodann nachgewiesen, daß eine geben, erfährt die Oeffentlichkeit nichts. gesetzliche Berechtigung der Viehiperre nicht an Prozesse Zola und Gohier ersparen. zuerkennen sei. Grenzsperren gegen Bieheinfuhr sind nach dem Chronik der Majeftätsbeleidigung8 Prozeffe. Von der Für das Proletariat ist am werthvollsten die Amnestie der StreitGesetz vorgesehen, wenn im Auslande eine Viehseuche in einem für Straffammer in Glatz wurde der schon vielfach vorbestrafte Maurer und der vereinsgesetzlichen Vergehen. Geſetz vorgesehen, wenn im Auslande eine Biehfeuche in einem für F. N. aus Kunzendorf zu einem Jahr Gefängniß wegen Beunseren Biehbestand bedrohlichem Umfange herrsche." Nun sei aber, leidigung des Kaisers verurtheilt. wie aus den antlichen Veröffentlichungen des kaiserl. Geſundheitsamts Aus alt on a wird telegraphisch berichtet: Das hiesige Landhervorgehe, im September in Desterreich und Mähren kein Fall, in gericht verurtheilte den Schirmmacher Oldenburg wegen MajestätsDest. Schlesien nur ein Fall von Klauenseuche vorgekommen, Dänemark und die Niederlande seien frei, in Belgien hätten im Mai 4, beleidigung zu drei Jahren Gefängniß. im Juni 12 Ortschaften Seuche gehabt. Andererseits seien in Defterreich- Ungarn. Deutschland am 15. Oktober noch 5633 Gehöfte in Zum Sprachenstreit. Die Blätter veröffentlichen eine Mit 881 Gemeinden verseucht gewesen, nur Ostpreußen, Schles- theilung des Czech enklubs, nach welcher der Klub einstimmig wig, Hannover feien frei, Westpreußen, Pommern, Brandenburg, folgende Resolution angenommen hat: Der Czechenklub spricht seine Königreich Sachsen fast frei von Seuchen gewesen. Wie tönne diesen Ueberzeugung dahin aus, daß der Zwang czechischer Refer Thatsachen gegenüber die Sperre gegen die Schweine- Einfuhr aus vist en, sich bei der Kontrollversammlung ausschließlich in Dänemark, gegen die Rind- und Schweine- Einfuhr aus den Nieder- deutscher Sprache zu melden, den thatsächlichen militäri landen und Belgien aufrecht erhalten werden? Wie solle es schen Vorschriften nicht entspricht und auch mit der dreißig verstanden werden, daß nach Beuthen jetzt wöchentlich mir 525 jährigen, bis in die jüngste Zeit geltenden Praxis nicht überein anstatt früher 700 bezw. 900 Schweine aus dem seit 1/2 Jahren stimmt. Eine derartige Erniedrigung berührt das nationale seuchenfreien Sosnowice eingeführt werden dürfen, zumal doch die Empfinden des ganzen czechischen Volkes aufs schmerzlichste und dies Erlaubniß auch der geringeren Einfuhr beweise, daß eine um so mehr, als sicher gestellt ist, daß anderen Nationalitäten eine Seucheneinschleppung nicht befürchtet werde. Wie könne man solche Erniedrigung nicht zugefügt wird. Um eine gründliche Gefeße eine Handhabe entnehmen dafür, daß Remedur zu schaffen, beschließt der Klub, eine Denkschrift über die man dänische auf Tuberkulin reagirende Rinder strenger be- rechtliche Seite dieser Angelegenheit der Regierung zu überreichen. handle, als solche deutschen Ursprungs, besonders da die Reaktion Was jedoch die Leitung des Striegsministeriums anbelangt, so wird auf Tuberkulin fein einwandfreies Zeichen für Tuberkulose sei. der Klub an der entsprechenden Stelle seine Konsequenzen ziehen. Damit dringt der Sprachenstreit denn auch in die Verhältnisse Zum Schlusse empfiehlt die Denkschrift, die Seuchen im Innern durch ein schärferes Augenmert auf den heimischen Biehstand, durch schnellere der Armee ein. Das lezte und feſteſte Bollwerk der Einheit der Meldung und gewissenhaftere Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften österreichischen Monarchie wird angebrödelt. der Landwirthe im Falle des Ausbruchs der Seuche sowie durch Berbesserung der baulichen Einrichtungen für das Vieh, z. B. der Sammelställe der Händler, zu bekämpfen. aus Außer den Agrariern und deren Schuhpatronen wird es aller bings wohl kaum jemand begreifen können, wie man den Thatsachen gegenüber noch immer an der Sperre festhalten tann und sich nicht scheut, die Maßnahme rechtfertigen zu wollen mit dem Hinweis auf die Seuchengefahr".Die ungerechtfertigten Ausweisungen ganz harmloser dänischer Staatsbürger aus Nordschleswig scheinen der deutschen Geschäftswelt recht unangenehm werden zu sollen. Der„ Boff. 8tg." liegen mehrere Briefe vor, in denen von Dänemark aus die deutschen Geschäftsverbindungen gekündigt werden. So schreibt ein Kopenhagener Geschäftshaus an eine hiesige Firma: H Kopenhagen, 22. November. Herrn... Auf grund der in der letzten Zeit in Sönderjylland( Schleswig) erfolgten Ausweisungen von dänischen Unterthanen finden wir uns beranlaßt, jede Geschäftsverbindung mit deutschen Firmen zu unterlassen und erlauben uns somit, Ihnen die laut Fattura vom 4. November 1898 erhaltenen Muster Laternen per Post zu retourniren, obschon uns Ihre Offerte übrigens sehr gut gefällt. Der Prozeß Picquart. Die Entscheidung des Gouverneurs Burlinden, daß Picquart vor das Kriegsgericht gestellt werden folle, erfolgt ohne die Zustimmung des Kriegsministers Freycinet. Freycinet habe nur deshalb nachgegeben, weil Burlinden demissioniren zu wollen erklärte, wenn das ihm zustehende Recht der selbständigen Entscheidung gekürzt werden sollte. Labori wird Picquart vor dem Striegsgericht vertheidigen. Man hofft noch, daß die friegsgerichtliche Verhandlung gegen Picquart durch Eingreifen des affationshofes hinausgeschoben werden wird. Der Befehl, brauchs von Fälschungen vor das Kriegsgericht zu stellen nach welchem Picquart wegen Fälschungen und Ges ist, welches am 12. Dezember zusammentreten soll, ist von General Burlinden am gestrigen Vormittag unterzeichnet worden. Der Minister für die Kolonien ermächtigte Frau Dreyfus, ihrem Manne ein Telegramm zu senden. Das Tele gramm soll an den Gouverneur von Guyana adressirt werden, der Die Regierung wird aufgefordert, den aus den Gerichts- es auf direktem Wege an Dreyfus gelangen lassen wird.— sprengeln Wien, Korneuburg und Wiener Neustadt Friedenskonferenz. Die Delegirten der spanisch- amerikanischen im Laufe der Zeit von 1884 bis 1891 ausgewiesenen Personen Friedenstonferenz werden erst am 28. November wieder zufammen die Rückkehr in den Bezirt der Suspension durch treten, und zwar, wie man annimmt, zu einer legten Sibung, Aufhebung der in Alinea 8 der Verordnung des um sich die Antworten ihrer Regierungen gegenseitig mitzutheilen. Gesammtministeriums vom 8. Juni 1891 enthaltenen Beschränkung unverzüglich zu geftatten. Die Regierung wird weiter Italien. Der sozialdemokratische Abg. Daszynskt stellte im Anschluß an seine Nebe im Abgeordnetenhaufe am 22. b. M. nach folgenden Antrag: die aufgefordert, jene Ausweisungen, die lediglich wegen Bethätigung Die Anti- Anarchistenkonferenz ft gestern nachmittag in an der politischen oder gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung von om unter dem Vorsiz des italienischen Justizministers eröffnet der politischen Behörde in allen Kronländern, besonders in zahl- worden. Der italienische Ministerpräsident und der Linister des reichen böhmischen Industrieorten, massenhaft aber von der Aeußern sprachen den fremden Delegirten für ihr Erscheinen Dant Prager Polizeibirektion verhängt wurden, sofort auf- aus. Der Justizminister gab der Hoffnung Ausdruck, daß es der zuheben. Konferenz gelingen werde, gute Resultate zu erzielen. Alsdann Bom Präsidenten wurde erklärt, daß diefer Antrag bei der Ber- wurde ein Bureau gewählt, welches eine Tagesordnung festHandlung der Ministerantlage nicht mit berathen werden stellen soll. fönne. Er wird deshalb von den sozialistischen Abgeordneten bei Rom, 24. November. Der zwischen Italien und Frant der Verhandlung der Regierungsvorlage über den Ausnahme- retch abgeschlossene Handelsvertrag wird in Oberitalien lzustand wieder eingebracht werden. ungünstig beurtheilt. Der Popolo Romano" erklärt, 2uaaatti Habe wegen einer vorübergehenden Besserung des Geldmarktes| Sympathien erwarben. In dieser Beit war es auch, als schwerwiegende Bugeständnisse bei den Wein, Alkohol- und Gespinnst Bollfägen gegen ein Linsengericht gemacht. Spanien. Madrid, 24. November. Jn Regierungsfreisen versichert man, daß der Friedensvertrag nächsten Montag bestimmt unterzeichnet werden wird. Die Kortes werden in der ersten Hälfte des Dezember zusammenberufen, um den Vertrag noch vor Weihnachten zu ratifiziren. Die Kortes werden sich sodann am 22. Dezember wieder vertagen. Sagasta wird gleichzeitig feine Demission geben. Man glaubt aber, daß die Königin- Regentin ihn wieder mit der Bildung des Kabinets betrauen werde. piinid Rußland. di dot palli med Petersburg, 24. November. Die Handels- und Industries Beitung" theilt mit, das Verkehrsministerium werde im Reichsrath einen Entwurf betreffend Abänderungen des internationalen Eisenbahn Gütertransport Vertrages einbringen. Die Abänderungen bezwecken eine weitere Erleichterung des internationalen Güterverkehrs. # = Der Ostsee Kriegshafen Liban ist, wie bereits mitgetheilt wurde, vollendet. Der größte Theil der baltischen Flotte wird nun demnächst von Kronstadt nach Libau überführt. Während die russische Ostseeflotte bisher in Ktonstadt jährlich drei Monate im Eise ein geschlossen war, fann sie hier in Libau das ganze Jahr ungehindert ein- und auslaufen und ist der deutschen Küste fast um hundert Meilen näher. Der neue Hafen erhielt den Namen Alexanders III. Türkei. Konftantinopel, 24. November. In gut unterrichteten Kreisen twird ein Ministerwechsel für unmittelbar bevorstehend bezeichnet. Said Pafcha foll zum Großvezier ausersehen sein. Afien. Rußland in Oftaften. Der„ Standart" meldet aus Odessa: In hiesigen militärischen Kreisen verlautet, daß die Besagung in Russisch- China anfangs nächsten Jahres um 12000 Mann erhöht werden soll. Die jetzt in Philadelphia im Bau befindlichen russischen Kriegsschiffe würden direkt nach Ostafien gesandt werden. Aus Korea. Nach einem Telegramm aus Söul gewinnt die Reformpartei an Boden. Mehrere Beamte, unter ihnen der koreanische Gesandte in Japan, wurden verbannt. Der Kaiser erklärte den Vertretern der Mächte, er wünsche Reformen einzuführen.Zum Abschiede. drian . Ich werde Berlin und der Berliner Sozialdemokratie ein Polizeiliches, Gerichtliches ze. Dem Redakteur Weißmann bom Boltsblatt für alle", der wegen mehrerer Preßvergehen eine längere Freiheitsstrafe verbüßt, ist im Gefängniß die sogenannte Selbstbeschäftigung, die ihm beim Antritt der Strafe anstandslos gewährt worden war, B Braun über die Veröffentlichung eines Geheimerlasses ber nommen wurde; da er über die Herkunft desselben die Aussage ver weigerte, wurde er in 3eugniß zwangshaft genommen. Er wurde jedoch bald wieder entlassen, gerade noch zeitig genug für ihn, um in der Ausstandssache einen für die Arbeiterschaft ehrenvollen Frieden herbeiführen zu helfen. Selbstverständlich bleibt die Mitarbeiterschaft Braun's dem entzogen worden. Die Selbstbeschäftigung bestand darin, daß WeißBorwärts" auch fünftig erhalten. Die moderne Staatsretteret muß mann für den Verleger der Wolfswacht", der seine Arbeitskraft sich eben mit der Thatsache abfinden, daß ein gemaßregelter Re- gemiethet hatte, Arbeiten statistischen und wirthschaftlichen Charakters batteur ihr selbst noch nach der Verbannung" lästig" bleibt; der Geist anfertigte. hat weder vor den schwarzweißen Grenzpfählen, noch vor dem schwarzweißen Gefängniß den geringsten Respekt. Für den, Auf die Frage, warum die Erlaubniß zur Selbstbeschäftigung der sehen tann, dürfte fich sogar ergeben, daß die zurüdgezogen worden sei, gab der Erfte Staatsanwalt a der, ber einfache Thatsache der Ausweisung viel revolutionirender auf die diese Stelle über ein halbes Jahr bekleidet, dahin Auskunft, daß sich Bevölkerung wirkt, als die Anwesenheit unseres Freundes in der unser Genosse absolut teines Verstoßes gegen die GefängnißReichshauptstadt je hätte wirken können. ordnung schuldig gemacht hat, es könne ihm im Gegentheil das In letzter Abschiedsstunde übergiebt uns unser scheidender Kollege sich nur darum, eine prinzipielle Entscheidung der Oberbeste Zeugniß ausgestellt werden; bei der Maßnahme handle es folgende Zeilen: Wie schwer es mir wird, von Berlin zu scheiden, mich zu trennen staatsanwaltschaft in Naumburg darüber herbeizuführen, in welchem von so vielen wohlwollenden Freunden und treuen Genossen, Ab- Umfange in Zukunft die Selbstbeschäftigung noch gewährt werden schied zu nehmen von einer liebgewordenen Thätigkeit, das tommt solle. Herr Hacker wies dabei darauf hin, daß er in seiner Stellung mir in der Abschiedsstunde zum vollen Bewußtsein. noch neu" sei. So theilt das„ Boltsblatt für Halle" mit. dient dem Herrn Ersten Staatsanwalt Hacer also ein sozialdemo Zu dem Zwecke, eine prinzipielle Entscheidung herbeizuführen, fratischer Redakteur als Verfuchsobjekt. Warum provozirte Herr Hacker die prinzipielle Entscheidung" nicht einfach dadurch, daß er die Oberstaatsanwaltschaft direkt um Auskunft anging? Sein Verfahren erinnert bedenklich an die Praktik gewisser Aerate, die anstatt die Wirkung von giftigen Substanzen am eigenen Körper zu erproben, dieses Teufelszeug den Kranken in den Hofpitälern einimpfen und dann in den Fachblättern mit der Weisheit parabiren, die sie auf eine für sie so billige Weise erworben haben. Das ,, Volksblatt für Halle" trifft den Nagel auf den Kopf, wenn es angesichts des Vorgehens des Herrn Hader meint, es solle eigentlich eine Vorschrift erlassen werden, wonach jeder Staatsanwalt und jeder Strafrichter vor Beginn seiner amtlichen Thätigkeit eine Zeit lang selber als Gefangene zu leben haben, damit sie wissen, wie den Tagen vom 21. bis 24. November vorgenommen wurden, hat Bei den Stadtverordnetenwahlen in Magdeburg, die in das Leben im Gefängniß schmeckt. Mitglieder des Gesangvereins Vorwärts" in Gößniz in unsere Partei wiederum glänzend abgeschnitten. Im Wahlbezirk Sachsen- Altenburg hatten sich bei einem Ausfluge nach königlich Su denburg wurde unser Kandidat Dreher Otto Voß mit 1586 fächsischem Gebiete mit rothen Nelten geschmückt. Dadurch gegen 914 Stimmen des Kartells gewählt, im Wahlbezirk Neustadt sollten sie sich gegen eine sächsische Verordnung verfündigt haben, unser Kandidat Redakteur und Reichstags- Abgeordneter Albert die das Tragen republikanischer Abzeichen verbietet. Schmidt mit 1886 gegen 975 Stimmen des Kartells. Im Wahl- Sie erhielten einen Strafbefehl, gegen den sie natürlich richterliche bezirk Altstadt, wo die Wahl am Donnerstag Abend abschloß, Entscheidung anriefen, die auch von Erfolg war. Das Schöffen tandidirten 6 Sozialdemokraten. Ueber das Resultat wird uns gericht in Meerane sprach sie frei, der Amtsanwalt aber legte telegraphirt: Odemar( Kartell): 4036; Dantworth( S.) 3986; Berufung ein. Später hat er sich freilich eines bessern besonnen und Görnemann(.) 1987; Brind(.) 4022; Scherbening( S.) die Berufung wieder zurückgezogen. 1882; Bertram( St.) 4029; Schulz( St.) 2080; Schäfer(.) 2330. Unsere Standidaten erhielten: Lantau: 1568, Meyer: 1546, Bethge: 1548, Böhme: 1544, Buch Io w 1539. dauerndes, inniges Gedächtniß bewahren. Ich werde streben, das, was ich hier gelernt habe, überall, wohin mich das Geschic noch verschlagen wird, zu verwerthen im Befreiungskampfe der Arbeiterklasse. Nicht fonnte ich im Drange der letzten Tage allen die Hand brüden, von denen ich mich gerne persönlich verabschiedet hätte. Darum auf diesem Wege allen Freunden und Genossen ein herzliches Lebewohl! modal notaior in him thi Berlin, den 24. November 1898. tale ist sortin Adolf Braun. Partei- Nachrichten. " Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. 1 nachmittags 5 Uhr. Der bisherige Oberbürgermeister Belle hat in einem Schreiben seinen besonderen Dank für die von den städtischen Behörden ihm gewidmeten Ehrungen ausgesprochen, welches der Vorsteher der Bersammlung zur Kenntniß bringt. An stelle des ausgeschiedenen Stadtv. Hellriegel wird Stadtv. Friederici zum dritten Beifizer gewählt. Er erhält 54 Stimmen, Stadtv. Frid 28. Die Mehrheit hat damit die Neue Linke" bon der Vertretung im Vorstand wieder ausgeschlossen. Einer Partei wie der unsrigen, deren Element ber energische lebensfrohe Kampf ist, steht die Kopfhängerei schlecht an. So trug denn auch die Abschiedsfeier, die unserem ausgewiesenen Kollegen Adolf Braun zu Ehren veranstaltet war, nicht entfernt das Gepräge elegischer Stimmung. Die Männer und Frauen, die am Mittwoch Abend im Versammlungssaal der Arminhallen zusammengekommen Die Nachricht von den beiden glänzenden Siegen erregte unter der waren, um ihrem scheidenden Freunde die Hand zu drücken, Arbeiterschaft Magdeburgs ungeheueren Jubel. Wir dürfen sagen, 33. Sigung vom Donnerstag, den 24. November, thaten dies in dem Empfinden, das sie stets beseelt hatte, wenn die daß die ganze Partei an dieser Freude aufs herzlichste theilnimmt. Reaktion glaubte, wunder was gegen die Sozialdemokratie verrichtet Magdeburg ist, was den Kampf mit den Gegnern anbelangt, zur zu haben: Sie gelobten, um so energischer am Zusammenbruch eines Beit der erponirteste Posten der Partei; kaum ein Tag vergeht, wo Systems zu arbeiten, mit dem man im thörichten Wahnwitz eine große nicht über neue Verfolgungen der dortigen Arbeiterschaft und ins Kulturbewegung aufhalten will; aber erheiterten auch die ernste besondere über Verfolgungen ihres tapferen Organs, der Bolts Stunde durch frohsinnigen Wiz, durch goldigen Humor. In einigen stimme", berichtet werden muß. Je ärger aber die Verfolgungen, von Herzen kommenden Ansprachen gedachten die Redaktions- um so besser der Zusammenhalt der Arbeiter, das zeigte sich bei follegen der Schaffenstraft ihres Freundes; im Namen der Berliner der Reichstagswahl und das zeigt sich jetzt wieder bei der StadtParteigenossen sprach ein Redner dem unfreiwillig Scheidenden verordneten- Wahl in Arbeitervierteln der nordsächsischen Anerkennung und Dank dafür aus, daß er die politische Metropole. und gewerkschaftliche Organisation mit Rath und That gefördert, daß Aus Lemgo in Lippe- Detmold wird uns über das Ergebniß der er mit nie ermüdender Arbeitsluft sich auch der kleinen Sorgen des Stadtverordnetenwahl geschrieben: Unsere Partei hat in der fämpfenden Proletariats angenommen hatte. Als Echo des ge- dritten Klasse einen großen Sieg errungen. In der Neuwahl ersprochenen Dantes aber erklang vom Garten her ein Sängergruß hielten Stimmen: unsere Genossen A. Schmuck, W. Strate und aus hundert Kehlen, eine freudige Ueberraschung, die dem Ausgewiesenen J. Anderer 272, 264 und 264, der Mischmasch- Kandidat Krüger 300. von Mitgliedern des Arbeiter Sängerbundes bereitet war. Und Zwischen Strate und Auderer entscheidet das Loos. Bei der Ersaz dann folgten in lebendiger Abwechselung Gesangsvorträge der Buch- wahl wurden für die Genossen H. Schafmeister und CI. Becker 264 drucker und wisfunkelnde Reimworte, die ihrem Urheber stürmisch und 260 Stimmen abgegeben. Resultat: von 5 Mandaten sind 4 gespendeten Beifall einbrachten. Die Mitternacht war längst vorüber, den vereinigten Gegnern abgenommen; bisher hatten wir noch fein als die Versammelten dem abschiednehmenden Freunde die letzten Mandat inne. Grüße und Wünsche frohen Wiedersehens zuriefen. Gestern Bor mittag ist Adolf Braun aus dem ungaftlichen Preußen abgereift, wo er noch in den legten Tagen seines Aufenthalts den zweifelhaften Borzug genoß, jeden seiner Schritte von Geheimpolizisten bewacht zu sehen. Bon 1143 Wahlberechtigten nahmen 587 an der Wahl theil. In Zeulenroda, einem Städtchen in Reuß ä. L., wurden zwei Parteigenossen in den Gemeinderath gewählt. In demselben sigen mun vier Sozialdemokraten. Zur Verhandlung kommt sodann die Angelegenheit der Ans nahme der Zuwendung des Professors Baron zu gunsten der Errichtung eines vegetarischen Kinderheim 8. Der Gegens stand hat mit einer Steihe anderer schon seit sechs Wochen auf der Tagesordnung gestanden, ohne indessen zur Erledigung zu gelangen, da die Erörterung des Elektrizitätsvertrages den gesammten Raum der lezten sechs Sigungen in Anspruch genommen hat. Der Ausschuß, für den Stadtv. Horwit referirt, hat sich auch in ernenter Verhandlung mit 6 gegen 5 Stimmen für die Ablehnung entschieden; dem Anerbieten des Herrn Securius wegen unentgeltlicher Ueberlassung seines vegetarischen Kinderheims in Schlachtensee hat die Mehrheit kein Ges eine bedingungslose Ueberlassung doch nicht zu erwarten stehe. wicht beigelegt, da das Anerbieten zu unbestimmt gehalten sei und Im Falle der Annahme des Vermächtnisses soll daran entsprechend einem Antrag unstein die Bedingung geknüpft werden, daß Fragt man, was denn eigentlich die preußische Regierung Die Gemeinderathswahl in Brekenheim bei Mainz, die zur Aufnahme der Kinder in das zu errichtende Heim ein schriftveranlaßt haben kann, einen sozialdemokratischen Redakteur, der von unseren Parteigenoffen angefochten war, wurde vom Kreis- licher Antrag des gesetzlichen Vertreters und event. die Zustimmung sich nicht das geringste gegen die bestehenden Geseze hat zu schulden ausschuß wegen vorgekommener grober Unregelmäßigkeiten für under Mutter erforderlich ist. tommen lassen, in verhältnißmäßig ruhiger Zeit durch die harte giltig erklärt. Eine Reihe weiterer Bedingungen soll nach einem Antrage des Maßregel der Ausweisung zu schädigen, so ist auf diese Frage schwer eine Antwort zu geben. Es ist ein Nadelstich gegen stehen uns im Kreise nur wenige zur Verfügung, troßdem geht es, alljährliche Ueberlassung der verfügbaren Zinsen des Stiftungsſo iſt auf diese Aus dem Kreise Hildesheim wird uns geschrieben: Lokale vorbehaltlose lleberlassung des Securius'schen Grundstücks und die Stadtv. 2. Sachs an die Annahme geknüpft werden, nämlich die uns von der Art, wie wir sie zu Dußenden erleben. Die Ordnungsstüßen, die gegen uns im großen, mit dem Sozialisten wenn auch langjam, vorwärts. Unsere Stimmenzahl stieg von fapitals an einen der bestehenden vegetarischen Vereine behufs Grgesez, nichts ausrichten konnten, fingen es nun im fleinen in die Stichwahl, bei der wir noch zirka 500 Stimmen mehr richtung weder von städtischen Organen ausgeführt, noch als eine 5500 bei der 1893er Reichstagswahl auf 6800, wir famen haltung einer entsprechenden Anzahl von Kindern, sodaß diese Einan und find, wie wir boller Mitleid um Intellett fonstatiren müssen, bis heute noch nicht zu der Einsicht ge- aufbrachten, fodaß wir 7300 Stimmen erhielten. Unser Gegner, der langt, daß man durch den immer noch beliebten Kleinfrieg wohl die Welfe, zu deffen gunsten sich alle Gegner vereinigt hatten, siegte mit städtische Verwaltung anerkannt wird; vielmehr soll nur die kontrolle, sowie die Annahme und Entlassung der verpflegten Kinder gemäß der einzelne Person, aber nicht die von ihr vertretene Sache schädigen 14 000 Stimmen. Wir haben den aufrichtigsten Wunsch, daß unsere sowie die Annahme und Entlassung der verpflegten Kinder gemäß der Gegner das nächste Mal gleich von vornherein zusammengehen Sturatorium ausgeübt werden. Testamentsbestimmung von einem aus drei Personen bestehenden noch, daß der Stimmenzuwachs im Landkreise sehr gering war; in möchten, weil dann der Kampf für uns leichter wäre. Erwähnt ſei der Stadt Hildesheim dagegen gewannen wir 800 Stimmen. Bei den Bürgervorsteher- Wahlen, woran wir uns das erste Mal ein Resultat, womit wir betheiligten, erhielten wir 100 Stimmen zufrieden sein können, da die meisten kleinen Leute an der Wahl nicht theilnehmen. Dieselbe ist insbesondere dadurch erschwert, das unsere Hauptaufgabe besteht zunächst darin, die in kommunalen die Erwerbung des Bürgerrechts mit 45 M. Kosten verknüpft ist. Dingen herrschende Gleichgiltigkeit zu beseitigen. gelehnt. tann. Braun sein! Die Betheiligung an der Landtagswahl wurde einstimmig ab. Die Verbindung mit dem Kreise ist, wenn auch noch nicht den verschiedenen Gegenden des Kreises mag etwa 30 betragen. vorzüglich, so doch gut; die Zahl der Vertrauenspersonen in Der Wahlverein in Hildesheim hat 300 Mitglieder, die Zahl der dortigen organisirten Arbeiter beläuft sich auf rund 1200. von der Tagesordnung abzusetzen und den Magistrat zu ersuchen, Die Stadtv. Matterne u. Gen. dagegen beantragen, die Vorlage zunächst wegen des Angebots des Herrn Securius mit diesem in Unterhandlung zu treten. Ein anderweiter Zusazantrag der Stadtvv. Matterne u. Gen. Das zu erwählende Kuratorium bewirkt aus den ginsen des Legats die Erziehung und Verpflegung der betreffenden Kinder in der vom Testator vorgeschriebenen Weise. geht dahin: Die Beobachtung des Gesundheitszustandes der Kinder soll durch einen vom Kuratorium zu bestimmenden praktischen Arzt geübt werden, auch steht dem Kuratorium die Annahme behufs der Vornahme von Wahlen unterbrochen. Zunächst findet in sowie die Entlassung der Kinder zu jeder Zeit frei. Nach dem Neferat des Berichterstatters wird die Verhandlung gemeinschaftlicher Sigung des Magistrats und der Stadtverordneten So wird es auch mit der Ausweisung unseres Kollegen Bon Herzen bedauern wir das Scheiben unseres trefflichen Genoffen, der seit langem in der deutschen Bewegung gewirkt und im Dienst unseres Blattes mit unermüdlichem Pflichteifer gearbeitet hat. Vor etwa zehn Jahren kam Braun aus Wien nach Deutschland. Er war vorher mit einigen verdienstvollen wissenschaftlichen Studien aus dem Gebiete der Nationalökonomie hervorgetreten. Er hatte sich als Verfasser einer Schrift über die Hausindustrie seines Heimathlandes und eines Buches über die Arbeiterschuß Gesetzgebung in den europäischen Staaten in sozialpolitischen Kreisen einen guten Ruf erworben. In Deutschland war er zunächst in Dresden und München als Redakteur unserer dortigen Parteiblätter thätig, nachdem er schon früher in Wien unter der Leitung feines Schwagers Bittor Adler für unsere Parteizeitungen gearbeitet hatte. 1890 trat er auf etwa ein Jahr in die Redaktion des" Vorwärts" ein, ging dann als Redakteur wieder an die Münchner Post" und hierauf Einnahmen hatte die Partei im verflossenen Verwaltungsjahre Versammlung die Wahl von 8 Mitgliedern und 8 Stellvertretern abermals nach Berlin, wo er etwa zwei Jahre lang die Freuden 8031,71 M., einschließlich der Wahleinnahmen. 1000 M. von dieser für den Veranlagungsbezirk Berlin für die Steuerjahre 1899-1901 des Steuerausschusses der Gewerbesteuerklasse I und Leiden des freien Schriftstellerlebens austoftete. Ende 1893, Summe famen aus der Bentrallaffe. Da aus dem Streise sehr wenig statt. Die bezügliche Vorschlagslifte gelangt en bloc zur Annahme. nach Bruno Schoenlank's Abgang, wurde er bon neuem politischer Redakteur unseres Blattes. In dieser Eigenschaft aufgebracht zu betrachten. Flugblätter wurden im Laufe des Jahres räthen heute erfolgen. einlief, sind die überschießenden 2031,71 M. als in Hildesheim selbst Ferner soll die Neuwahl von 8 unbefoldeten Stadta ift er, wie die Parteigenossen wiffen, namentlich in den legten Jahren nicht allein in feinem engeren Redaktions- An Strafen waren zu verzeichnen: 6 Wochen Gefängniß Genosse Erfordern einen Theil der Wahlen zu verschieben, um die Erledigung heute erfolgen. Da das Wahlgeschäft mindestens im Streife ca. 120 000 vertheilt. 21/2 Stunden in Anspruch nimmt, wird beschlossen, je nach wirken, sondern auch als stiller Organisator mancher Berufs Spier wegen Beleidigung des Grafen Bosadowsky bei einer Be- des rädständigen Berathungsmaterials heute wenigstens einiger treise oft genug fast über das Maß seiner physischen Kräfte hinaus sprechung des Streiferlafies; 25,40 W. Strafe 2c. Genosse J. Evers maßen zu fördern. Es handelt sich um die Besetzung der Stellen gewerkschaftlichen Organisationen da, die wesentlich durch die Strafe ac. Genosse Stephan wegen Ausführung dieses Aufzugs Dr. Weigert und Babel. die wesentlich durch die wegen Veranstaltung eines nicht genehmigten Aufzugs, 20,40 W. der Stadträthe Haack, Mamroth, Mielenz, Schäfer, Selberg, Wagner, Mitarbeiterschaft Braun's dazu gekommen sind, die Statistik und 3 M. Strafe Genosse hornbaum wegen Theilnahme in Anspruch genommen worden. die Lehren und Schliffe zu ziehen. Und diese Beihilfe geschah sozusagen D Bei der Wahl für die Stelle des Stadtraths Mamroth werden Stimmen erhält Mamroth 70; 7 Stimmen zersplittern. Mamroth 102 Bettel abgegeben; davon sind 25 unbeschrieben. Von 77 giltigen ist daher wiedergewählt. in ihrem Beruf zu pflegen und aus ihr heraus die erforderlichen an dem Aufzuge; ferner wurde noch bestraft ein Genosse Stadtrath Haad wird mit 80 von 84 Stimmen wieder. unter der Hand, ohne daß größere Streise auch in der Arbeiterschaft zu 6 M. wegen Flugblatt Verbreitung während der Kirch- gewählt; je eine Stimme entfällt auf die Stadtvv. Friederici, viel davon gewahr wurden, und vor allem, ohne daß unsere Staats- zeit und ein anderer zu 15 M. wegen nicht erlaubten An- Jacobi, Riemer und Singer. 15 Stimmzettel( darunter die der ftügen einen selbst von ihrem Anschauungsfreis aus plausiblen heftens von Plakaten. Zum Vertrauensmann wurde Genosse Zum Vertrauensmann wurde Genosse Sozialdemokraten) find unbeschrieben. J. Grund aus dieser Thätigkeit herleiten konnten, ihm das Gastrecht Evers( Sildesheim, Süfternstr. 6) einstimmig wiedergewählt. Alles in allem hatte die Partei im verflossenen Jahre gute zu verjagen. Einmal allerdings ging das Wirken Braun's aus dem um- Resultate zu verzeichnen und es wird unser Bestreben sein, auch schriebenen Gebiet heraus. Es war das im Frühjahr 1896, als der fernerhin unsere Schuldigkeit zu thun, damit auch über dem WahlRonfettionsarbeiter- Streit ausbrach. Bum recht wesentlichen Theil freis Hildesheim dereinst das rothe Banner weht! war es seiner flug abwägenden Taktik zuzuschreiben, daß die Aus- Ans Solingen meldet die Niederrheinische Vollstribüne", daß ständigen nicht allein, was ja selbstverständlich, der Unter- die Schumacher'sche Richtung seit einigen Wochen die in Düffelstügung der Arbeiterschaft sicher waren, sondern sich auch in dorf erscheinende demokratische Bürger- Beitung" als ihr fozialweiten bürgerlichen Schichten moralisch und materiell werthvolle bemokratisches Parteiorgan" hält. Mit 73 von 76 giltigen Stimmen( bei 14 unbeschriebenen Betteln) erfolgt die Wiederwahl des Stadtraths Mielen; mit 74 von 78 giltigen Stimmen( bei 17 ungiltigen) die Wiederwahl des Stadtraths Schäfer. Da der Vorsteher darauf hinweist, daß die Amtsperiode der Imeisten zur Wahl stehenden Stadträthe zum 1. Januar nächsten Um 8 Uhr ist das Wahlgeschäft beendet. Die Fortsetzung der Berathung der Baron'schen Testamentsangelegenheit beantragt jegt Stadtv. Spinola zu vertagen, da sich zehn Redner gemeldet haben und Stadtv. Virchow, der zur Sache das Wort ergreifen will, nicht mehr anwesend sein kann. Der Antrag datirt vom 18. Ottober. Am 22. Oktober hat der Magistrat der Versammlung sein am 15. Oktober, also faft fünf Monate nach jenem Beschlusse aus Anlaß des letzteren an das Polizeipräsidium gerichtetes Schreiben und die am 20. Oktober, also fünf Tage später, erfolgte ablehnende Antwort des Polizeipräsidenten v. Windheim im Wortlaut zur Kenntnißnahme mitgetheilt. es. " AS Nachrichten" fündigen an, daß sie mit Genehmigung des Cotta'schen München, 24. November.( W. T. B.) Die, Münchener Neuesten Verlages aus dem Bismarc'schen Memoirenwerke die Abschnitte über Versailles und über den Dreibund in ihren Morgenausgaben vom 25. und 26. November mittheilen werden. Jahres abläuft, befchließt die Versammlung, das Wahlgeschäft fort beweist, wie man dort die Interessen der Bürgerschaft pflegt. Und Während durch den in der Statistik überwiegenden Fabritbetrieb zusetzen. wenn aufgefordert wird, in der Presse und in dieser Versammlung die Zahl der Lehrlinge im allgemeinen nicht unverhältnismäßig hoch Stadtrath Selberg wird ebenfalls und zwar mit 85 von nicht einen Ton anzuschlagen, der die Berufsfreudigkeit der Beamten erscheint, würde sich dieses Verhältniß selbstverständlich sofort ändern, 86 Stimmen wiedergewählt; daneben werden 11 weiße beeinträchtigen könnte, so hätte ich diese Schlußphrasen nach solchen wenn die Zahl der Lehrlinge in Kleinbetrieben den von diesen beStimmzettel abgegeben. Auch Stadtrath Wagner wird mit 76 Vorgängen wirklich nicht erwartet. Es spricht daraus der Ton schäftigten Gehilfen gegenübergestellt würde. Von größeren Betrieben von 78 Stimmen( 13 weiße Zettel) wiedergewählt; desgl. Stadtrath polizeilicher Ueberhebung des Polizeigeistes, der Ausdruck ge- find wegen der unverhältnißmäßig hohen Lehrlingszahl besonders Dr. Weigert mit 70 von 77 giltigen Stimmen( 20 ungiltig), funden hat in dem Recke'schen Hau- und Schießerlasse, der Ton, erwähnenswerth: Kunstdruck Kaufmann( Steindruckerei und Lithoendlich Stadtrath 3abel, auf den von 66 giltigen Stimmen 64 der heute in Preußen noch viel mehr herrscht, als man es am graphie) 54 Gehilfen, 30 Lehrlinge; Gold- und Politurleisten- Fabrik entfallen, während 2 zersplittern und 29 unbeschrieben sind. Ende des Jahrhunderts hätte erwarten können; und den Muth, der Blell u. Schüler 25 Geh., 20 Lehrl.; Vergolderei Baate, Glattdazu gehört, hier der Versammlung den Ton vorschreiben zu wollen, Politur- Abtheilung 10 Geh., 9 Lehrl.; Versilberer 4 Geh., 11 Lehrl. fann nur ein Polizeimann haben, der da glaubt, daß mit seiner In der Werkzeugmaschinen- Abtheilung der Elisabethhütte sind bei Charge alles Recht und alle Macht in seiner Hand vereinigt ist. Wir 38 Arbeitern 15 Lehrlinge und in der Dreherei und Schlosserei wissen, daß wir hier nicht immnn sind, der Polizeipräsident der Maschinenfabrit C. F. Richter bei 19 Arbeitern 13 Lehrlinge mag sich sein Recht bor Gericht suchen, aber er thätig. Stadtv. Hugo Sachs widerspricht der Vertagung; die Mehrheit soll unterlassen, uns Vorschriften zu machen wie wir für Geflagt wird in dem Bericht über die Schwierigkeiten, die Lohnbeschließt indessen nach dem Antrage Spinola, und zwar wird die gut halten, von der Polizei zu sprechen. Wir stehen nicht unter verhältnisse zu ermitteln. Ebenso ist die Heranziehung aller BeSache auf 14 Tage vertagt. feiner Zensur, wir haben unsern Vorsteher, die Polizei hat nichts schäftigten zur Auskunft über die Berufsverhältnisse nicht möglich Veranlaßt durch die bekannten Vorgänge im Prozesse Stadt- hineinzureden in die Verhandlungen dieser Versammlung, und ich gewesen ein Uebelstand, mit dem wir bei solchen Aufgaben hagen vor der Strafkammer des Landgerichts 1 am 6. Oftober, hätte gewünscht, daß der Magistrat uns auch sein Antwortschreiben immer zu kämpfen haben, und der hoffentlich mit dem weiteren Umbetreffend Mißhandlungen auf Polizeiwachen, haben die Stadtv.( Lachen) an die Polizei vorgelegt hätte, um zu zeigen, wie er die fichgreifen der Gewerkschaften verschwinden dürfte. Perls und Genossen folgenden Antrag eingebracht: dp Rechte dieser Versammlung gewahrt hat. Vermuthlich hat der Den Magistrat um Auskunft zu ersuchen, weshalb er den Magistrat noch keine Zeit gefunden, das Schreiben zu beantworten, Steinarbeiter Streik. Aus Göttingen wird berichtet: Jm Beschluß der Versammlung vom 26. Mai d. J.: Die Ver-( Wiederholte Heiterkeit.) Doch wird er die Bitte erklärlich finden, uns auch oberen Schadethal, auf dem Munſerberge, liegt ein großer Basaltsammlung ersucht den Magistrat, durch geeignete Maßnahmen, sein Antwortschreiben vorzulegen, denn ich kann nicht glauben, daß der Steinbruch, welcher von der Gemeinde Munsen bei Münden an den insbesondere durch Verhandlungen mit dem Magistrat es ruhig hinnehmen wird, wenn die Versammlung so Unternehmer Mattfeldt aus Linden bei Hannover( den neugewählten tönigl. Polizeipräsidium darauf hinzuwirken, attaquirt wird. Wir haben ja teine Macht, man verweigert nationalliberalen Landtags- Abgeordneten) verpachtet ist. Seit etwa daß a) eine Reform der Bestimmungen, betreffend uns ja die Uebernahme der Polizei, obgleich ich überzeugt bin, 14 Tagen streiken die Arbeiter in diesem Steinbruch, weil die Andie Ausübung Sittenpolizei, erfolgt, daß die gesammten Zweige in städtischer Verwaltung genau forderungen an die Arbeitsleistung größere geworden sind und b) Vorkehrungen getroffen werden, um Mißgriffe und so gut als in föniglicher geführt würden, und was die Sicherheits- fomit die Arbeiter mit den Atfordpreisen sehr niedere Löhne erAusschreitungen von Erekutivbeamten bei polizei anbelangt, weniger Morde als die königliche Bolizei würde zielen. Verhaftungen und Festnahmen zu verhindern, die städtische auch nicht entdecken können( Große Heiterkeit), also auch bisher noch nicht ausgeführt hat." da würde kein Schaden entstehen. Wir können eben nur die aller- nat schärfste Verwahrung dagegen einlegen, daß man es wagt, einen solchen Ton uns gegenüber anzuschlagen, und ich für meine Person Lehte Nachrichten und Depeschen. als Mitglied dieser Versammlung kann dem Polizeipräsidenten versichern, daß ich mich nicht nach seinen Wünschen, sondern nach meinem Gewissen richten werde, und so lange wir Dinge wie diese Denunziation hier vortragen können, so lange wird er erwarten dürfen, daß wir in unserer Sprache ihm gegenüber kein Blatt vor Stadtv. Singer: Was den Antrag Perls anlangt, der leider den Mund nehmen.( Großer Beifall.) infolge der zeitigen Abwesenheit des Hauptantragstellers nicht be- Stadtrath Straßmann: Der Beschluß vom 26. Mai spricht gründet werden kann, so weise ich darauf hin, daß die Sache selbst, die von Maßnahmen", welche, insbesondere durch Verhandlungen Wien, 24. November.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. FortMißhandlungen auf Polizeiwachen, ja in der Ver- mit dem Polizeipräsidium" herbeigeführt werden sollen. Solche setzung.) Abg. Byt( Polenklub) mißt die Schuld an den Erzessen der jammlung ausgiebig besprochen worden ist, und der einstimmige Ruf," Maßnahmen", und zwar der weitgreifendsten Art hat der Magistrat antisemitischen Agitation bei. Abg. Karatnicki( Polenfreundlicher den auch diese Versammlung erhob: Schutz vor Schußleuten!", hat auf grund jenes Beschlusses in Erwägung gezogen. Am 10. Juni Ruthene) erklärte, er sei kein Anhänger der Ausnahmeverfügungen, fich als nur zu berechtigt erwiesen, denn es sind gerichtlich beschloß er, eine Stommission für die Sache einzusetzen; Ende Juni hat doch sei die Verhängung des Ausnahmezustandes nothwendig Fälle von Mißhandlungen auf Polizeiwachen festgestellt, welche Oberbürgermeister Zelle eine Kommission von 3 Mitgliedern ernannt. gewesen. Die Regierung habe nur ihre Pflicht erfüllt. Zustände erkennen lassen, von denen man nicht glauben sollte, Juli und August waren Ferien. Die Kommissionsmitglieder waren bis hierauf wird ein Antrag auf Schluß der Debatte angenommen. daß sie selbst in Rußland existiren. Der zweite Theil des Beschlusses in den September beurlaubt, die Kommission konnte erst im Oktober Generalredner contra Abg. Milewski( Polenklub) wies die gegen betraf die Reform der Sittenpolizei. Es ist nun geradezu erstaunlich, zusammentreten. In einem wenn auch nur losen Zusammenhang mit die polnische Verwaltung in Galizien erhobenen Vorwürfe zurück. mit welcher Langsamteit gewisse Dinge in unserem Magistrat der Sache steht eine kommissarische Verhandlung, welche am 3. August Nachdem der Generalrebner pro Otuniewski( radik. Ruthene) bearbeitet werden, und wenn wir es nicht schwarz auf weiß hätten, stattfand, und in welcher es sich um die Ueberweisung nicht unter Sitten- ausgeführt hatte, daß die Voraussetzung für die Verhängung des ich hätte nicht für möglich gehalten, daß eine die vitalsten fontrolle stehender geschlechtskranter Frauenspersonen an die syphilitische Ausnahmezustandes, nämlich die Gefährdung der persönlichen SicherInteressen der Bürgerschaft behandelnde Angelegenheit erst vier Krankenstation im Obdach handelte. Es ist damals auch eine provi- heit, nicht gegeben war, erklärte der Abg. Daszynski, daß in Monate nach unserm Beschluß vom Magistrat in Angriff ge- forische Vereinbarung zu stande gekommen. Die Magistratskommission 18 der 33 betroffenen Bezirke nicht der allergeringste Grund für die nommen worden ist; und erschwerend für den Magistrat hat am 12. Oftober getagt, am 14. ihre Vorschläge gemacht, am 15. Verhängung des Ausnahmezustandes war. Nachdem Abg. Pfer che ift daß er sich erst nach jenem Prozeß Stadthagen ist das Schreiben des Magistrats abgegangen, am am 20. die fich namens des deutschen Bürgerstandes sich dagegen verwahrt hatte, an den Polizeipräsidenten wandte, in welchem der letztere erklärt Ablehnung der kommissarischen Berathung durch den Polizei- daß Graf Thun fich als Staatsretter vor der Sozialdemokratie aufhatte, er wisse von der Sache nichts und habe nicht die Verpflichtung, präsidenten erfolgt. Wenn der Polizeipräsident an anderer spiele, beantragte Abg. Wolff Schluß der Sizung und darüber nament die Akten der Versammlung zu lesen. Dieses Verhalten des Magi Stelle am 6. Ottober gesagt hat, daß ihm amtlich von dem liche Abstimmung. Der Antrag auf namentliche Abstimmung wurde nicht strats hat sich mit recht die vollste Mißbilligung aller betheiligten Beschlusse vom 26. Mai teine Mittheilung geworden sei, so war er unterstützt und der Antrag auf Schluß der Sigung abgelehnt. Die Kreise zugezogen. Wohin soll es denn fommen, wenn solche Dinge, dazu vollkommen berechtigt.( Der legte, mit erhobener Stimme ge- Sigung dauert fort. Abg. Pferche erklärt: Die Jungczechen die wir hier verhandeln, gezwungen durch den Entrüstungsschrei sprochene Satz wird von einem großen Theile der Versammlung mit haben die Prager Exzesse angestiftet und bezahlt. Widerder gesammten Bevölkerung, Derart vom Magistrat ber Seiterkeit aufgenommen.) spruch bei den Czechen.( Große Unruhe). Abg. Pferche beruft sich schleppt werden?! Sollten ihm so wenig Hilfskräfte zur Abg. Herold tonstatirt, Abg. Pferche brachte Stadtv. Langerhans: Durch seine Erklärung nimmt uns der auf Beitungsstimmen. Die Verfügung stehen? Ich glaube nicht daran; aber vielleicht hatte er Polizeipräsident gewissermaßen ein Recht, welches uns zusteht. Wenn nicht die geringsteu Beweise für seine Behauptung. fich das berühmte Buttkamer'sche„ Sofort" zur Richtschnur gemacht. Polizeiverordnungen erlassen werden sollen, müssen die städtischen thatsächliche Untersuchung habe habe nach feiner Richtung hin ( Heiterkeit.) Die Versammlung muß einmüthig gegen solches Ver- Behörden gehört werden. Es ist daher nicht angenehm, solche etwas ergeben, daß Redners Partei Unruhen angestiftet hätten. Das fahren protestiren und den Magistrat ersuchen, den Beschlüssen der Bescheide und in solchem Tone zu bekommen. Der Polizeipräsident Haus schreitet zur Abstimmung. Der Anklage- Antrag des Versammlung entweder ein höheres Maß von Achtung zu erweisen ist doch vom Magistrat ganz höflich angegangen worden. Die Dinge, Abg. Daszynski wird mit 189 gegen 96 Stimmen aboder ihr mitzutheilen, daß er mit ihnen nicht einverstanden ist. Daß um die es sich hier handelt, find so wichtig, daß wir den Magistrat gelehnt. der Polizeipräsident meint, seine staatsrechtliche Stellung ver- bitten müssen, auf der kommissarischen Verhandlung zu bestehen Budapest, 24. November.( W. T. B.) Bei dem heutigen Duell hindere ihn, in Polizeifragen Mitwirkung oder Kontrolle der und, wenn der Polizeipräsident sie dauernd abweist, sich zwischen dem Minister Perczel und dem Abgeordneten Hollo erhielt Kommunalbehörden zu dulden, ist der Einfluß jenes Geistes, der dann an den vorgesezten Minister zu wenden. Es ist ein ersterer eine ziemlich schwere Stirnwunde. überhaupt in Polizeitreisen herrscht. Wir stehen hier der Polizei ungeheurer Uebelstand, wenn man wegen jeder Kleinigkeit arretirt Budapest, 24. November.( W. T. B.) Ministerpräsident Baron gegenüber auf dem anmuthigen Standpunkt, daß wir das Recht haben, werden kann, wenn der Betreffende seine Identität nicht sofort nach- Banffy gab in der heutigen Konferenz der liberalen Partei alle sächlichen Kosten der Polizei zu bezahlen, aber kein Wort mit zuweisen im stande ist, und oft wird ihm dazu nicht einmal die Erklärung ab, es sei leider zu besorgen, zu besorgen, daß die zureden, ein Zustand, der allerdings der Reichshauptstadt ungemein Beit gelaffen. Da können doch eine ganze Menge Maßregeln ge- Geduld der Partei auch noch in nächster Zeit durch Ausbrüche würdig ist, im Augenblick nicht geändert werden kann, aber troffen werden. Ich habe auch im Abgeordnetenhause darüber ge- der Leidenschaft auf eine harte Probe gestellt werde. So begreiflich auch von Polizei wegen nicht durch derartige Schreiben sprochen, aber dort den Polizeibeamten nicht Schroffheit vorgeworfen. auch eine energische Abwehr seitens der Majorität wäre, so müsse verschärft zu werden brauchte. Nun erklärt sich der Polizei- Ich würde für richtig halten, ohne die Klagen zu übertreiben, auf er doch bitten, die bisherige würdevolle Ruhe zu bewahren. Das präsident gern bereit, praktische Reformvorschläge einer Prüfung zu unserm Recht des Mitsprechens zu bestehen, wenn er es einfach Bertrauen der! Krone bleibe der Regierung unverändert erhalten. unterwerfen. Außerordentlich gütig von dem Polizeipräsidenten, zurückweist. Es handelt sich doch auch nicht blos um Bestimmungen Der Ministerpräsident schloß seine Kundgebung mit der Erklärung: aber die Neigung dazu bei uns muß in dem Maße sinken, wie er auf dem Gebiet der Sittenpolizei. die Regierung sei für jede Eventualtität vorbreitet; falls die einen Ton den städtischen Behörden gegenüber anschlägt, gleich dem, den er hier beliebt hat. Mit voller Schärfe zurückzuweisen sind seine Schlußausführungen. Wenn er angiebt, daß vorbeugende Maßregeln, um Mißgriffe zu verhindern; nicht möglich find, so will ich darüber nicht streiten, aber wenn thatsächlich die wegen Mißhandlung bestraften Polizeiorgane sehr bald begnadigt werden, dann muß der Polizeipräsident mit mir einsehen, daß darin nicht mehr und nicht weniger als eine Aufreizung zu solchen Dingen liegt. Denn wenn diese Polizeipersonen darauf rechnen können, daß sie begnadigt werden, wenn sie von einem bürgerlichen Gericht verurtheilt sind, so würde es ja merkwürdig sein, wenn sie nicht vorzögen, bei ihren Berfahren zu beharren. Diese Art der Behandlung der Dinge ist nicht geeignet, zur Beruhigung der Entrüstung und zur Erweckung des Vertrauens der Bürgerschaft, daß die Polizei zu ihrem Schuße da sei, beizutragen. Dann nimmt der Polizeipräsident für feine Berwaltung das Vertrauen in Anspruch, daß sie die Rechte und Interessen der Bürgerschaft gerade so vertrete wie die Kommunalverwaltung. Die hier durchgehende Auffassung ist die, daß die Polizei sich als für die Vertretung der Interessen der Bürgerschaft vorhanden betrachtet und Zweifel daran sehr übelnimmt. Statt vieler Beispiele, wie diese Interessen von dieser Instanz vertreten werden, nur eins. Vor einiger Zeit wandte sich ein hiesiger Arbeiter nach Forst, um dort als Gemeindediener beschäftigt zu werden. Nach Verlauf einiger Monate bekommt der Mann die Anzeige, die Stelle sei einem anderen Bewerber übertragen worden. Aus Versehen hat dieser Antwort des Magistrats ein Aftenstück beigelegen, welches außerordentlich charakteristisch ist für die Auffassung des Polizeipräsidiums vom Schutz der Interessen der Bürgerschaft, näm lich eine als„ vertraulich" bezeichnete Verfügung der Polizei, V. AbEine Versicherung gegen den Streit hat die Berliner theilung, überfandt dem Magistrat zu Forst in bezug auf die Droschkenbefizer- Bereinigung in ihrer legten Sigung beschlossen. Auskunft der politischen Polizei vom 18. März. Auf diesem Akten- Jedes von dem partiellen Ausstand betroffene Mitglied der Verstück steht mit Maschinenschrift geschrieben, aber schriftlich unterzeichnet: einigung soll aus dem Reservefonds pro Tag und Wagen eine VerBerlin, 18. Juli 1898. X. ist 1894 einem hiesigen sozialdemokrati- gütigung von 4 M. erlangen, bis der Betrieb unter den bisher schen Wahlverein als Mitglied beigetreten, hat sich zwar nach der geltenden Lohnbedingungen aufgenommen oder durch andere Kräfte Ende 1895 erfolgten Schließung desselben politisch nicht wieder be- wieder geregelt ist. Zur Verstärkung des Reservefonds verpflichten merkbar gemacht, ist aber noch Abonnent des Vorwärts" und soll sich sämmtliche Mitglieder, pro Tag und Wagen 10 Pf. zu zahlen. noch nach wie vor Angehöriger der Sozialdemokratie sein."( Heiter zur Durchführung diefer Maßregel ist eine permanente Kommission teit.) Diese Zuſchrift ist mit Vertraulich" bezeichnet, vielleicht weil eingesetzt worden, die täglich ihre Sizung abhält. den Beamten im Polizeipräsidium selbst zum Bewußtsein gekommen ist, daß es nicht gut ist, diese DenunziantenwirthDeutsches Reich. schaft öffentlich zu betreiben. Aber wie können wir zu einer Die Gewerkschaften von Brandenburg a. Habel haben sich Behörde Vertrauen haben, die in dieser Weise mit dem Interesse der Aufgabe unterzogen, von den im Kartell vertretenen 24 Geder Bürgerschaft umgeht? Das hängt eng zusammen mit dem aller werkschaften eine Statistik aufzunehmen. Orten entbrannten Krieg gegen die Sozialdemokratie, mit dem neuesten Die Statistik erstreckte sich auf ca. 300 Betriebe mit insgesammt Geniestückchen des„ Ministers des Geistes", Herrn Bosse, worin er 7572 Arbeitern und Arbeiterinnen( einschl. der Lehrlinge). Bei Veranweist, nach Möglichkeit die sozialdemokratischen Turnvereine vom gleichung der Zahl der organisirten Arbeiterinnen mit der Zahl der Gebrauch der städtischen Turnhallen auszuschließen, mit der ganzen beschäftigten zeigt sich wiederum die Schwierigkeit einer Aufrüttelung jetzigen Politit. Aber schwebt Ihnen nicht die Antwort auf den des weiblichen Geschlechts zur Beseitigung der unwürdigen Ver- Peking, 24. November.( W. Z. B.) Nachdem der neue russische Lippen, daß gegenüber solchen Vorgängen jener in Bielefeld ge- hältnisse, unter denen besonders die Arbeiterinnen heute noch zu Gesandte von Giers hier eingetroffen ist, begiebt fich Pauloff in sprochene Satz hier angewendet werden müßte: Schwerste leiden haben. Während von den 5542 männlichen Arbeitern 2735 einigen Tagen zur Uebernahme seines neuen Postens nach Söul. Strafe dem, der Arbeitswillige an der Arbeit hindert"? Wie(= 49,35 pet.) organisirt sind, gehören von den 1580 Arbeiterinnen Bald darauf geht er auf Urlaub nach Europa. Da die Zurücktommt die Polizei dazu, einem unbescholtenen Bürger nur 205( 12,97 pct.) einer Organisation an. Das Verhältniß ziehung der Truppen aus dem Jagdpart immer noch eine unvolleinen Uriasbrief an die Behörde zu schicken, der ihm jede Anstellung der Organisations Mitglieder zur Gesammtzahl der beschäftigten ständige ist, wurde als Termin für deren endgültige Durchführung unmöglich macht? Diese mir zufällig bekannt gewordene Thatsache Arbeiter beträgt dadurch nur 41,14 pct. der Sonnabend festgesetzt. Verantwortlicher Redakteur: August Jacoben in Berlin. Für den Inseratentbeil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Druck und Nerlag von Mag Bading in Berlin. " Stadtv. Perls spricht dem Kollegen Singer für seine Be- Verhältnisse es erfordern, werde die Regierung keine Maßregel gründung des Antrags seinen Dank aus und schließt sich der Bitte verabsäumen, um die schwebenden Fragen entsprechend den Interdes Vorstehers an, daß der Magistrat auf der kommissarischen Ver- essen des Landes zu lösen. handlung bestehen solle. Erschütternd habe die Ausführung Bern, 24. November.( W. Z. B.) Die vom Finanzdepartement auf ihn gewirkt, daß die Berufsfreudigkeit leute durch die Verhandlungen der Stadtverordneten- Versammt über eine neutrale Notenbank faßte eine Reihe Beschlüsse, durch der Schuß einberufene Expertenkommission für den Erlaß eines neuen Gesetzes lung beeinträchtigt würde. Im Punkte der Berufsfreudigkeit brauche welche die Organisation der Bank und deren Betrieb geregelt sind. wahrlich teine Steigerung einzutreten, da geschehe schon des Guten zu viel. In Leipzig werde bei kleinen Kontraventionen auf der Paris, 24. November.( B. H.) Der Schriftsteller Gohier, welcher Straße die Strafe gegen Quittung an den Schußmann bezahlt; morgen wegen seiner die Armee beleidigenden Broschüre verhört warum sollte das nicht auch in Berlin durchführbar sein? Das werden soll, wird von Jaurès vertheidigt werden. Recht des Mitsprechens der Versammlung sei so klar und unanfechtbar, daß der Magistrat durch Beschluß eine bestimmte Direktive erhalten müsse. Damit schließt die Debatte. Da ein Antrag nicht vorliegt, ist der Gegenstand erledigt. Die Vorlage wegen Errichtung der XIII. Realschule( in Moabit- Hansaviertel) geht an einen Ausschuß. Das modifizirte Regulativ für die Untersuchung des in den Schlachthof eingeführten Schlacht viehes wird genehmigt. Dem Grundstückserwerbungs- Fonds werden 5 Millionen Mark überwiesen. ( Schluß 9 Uhr.) Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. = Paris, 24. November.( W. T. B.) Deputirtenkammer.( Fortsegung.) Dejante verdammt zwar die Attentate der Anarchisten, behauptet aber, die bestehenden Gesetze seien ausreichend. Redner befürchtet, daß man reaktionäre Geseze schaffe unter dem Vorwande, die Anarchie zu bekämpfen. Ministerpräsident Dupuy erwidert, die französische Regierung habe der Konferenz gegen den Anarchismus in Rom zugestimmt, denn es bestehe eine Solidarität in dieser Angelegenheit bei den Nationen. Frankreich werde nach Nom gehen unter Wahrung seiner inneren Gesetzgebung. Die Konferenz sei dazu bestimmt, Meinungen auszutauschen, das Resultat derselben werde wohl eher ein Austausch philosophischer Ansichten sein als Geseze zur Unterdrückung des Anarchismus. ( Beifall.) Vaillant( Sozialist): Mehrere Mächte, die auf der Konferenz in Rom vertreten feien, bereiteten Unterdrückungs maßregln gegen die Sozialisten vor. Nach einer Rede des Sozialisten Bévaès, welcher behauptet, das kapitalistische System trage Schuld an dem Anarchismus, nimmt die Kammer eine Tagesordnung mit 420 gegen 107 Stimmen an, nach welcher die Erklärungen der Regierung gebilligt werden. Paris, 24. Novbr.( W. T. B.) Präsident Faure hielt an die Minenarbeiter in Lens eine Ansprache, in welcher er sagte, er habe ihnen durch sein Kommen einen Beweis von der Fürsorge der Regierung für die Arbeiter geben wollen. Er hoffe, die Minenarbeiter würden auch ferner die Treue und den Patriotismus zeigen, durch welche sich die Bergleute der nördlichen Departements stets auszeichneten." Antwerpen, 24. November.( B. H.) Die norwegische Barke Kronpring" erlitt durch den geftrigen Sturm heftige Havarie. Drei Mann der Besatzung wurden durch Sturzwellen über Bord gespült. wei davon wurden gerettet, einer ertrant. London, 24. November.( W. Z. B.) Der in Barth beheimathete deutsche Dreimastschooner„ Ernst" ist auf der Fahrt von Liverpool nach Danzig ungefähr eine Meile von Needles gestrandet. Durch ein Rettungsboot wurden der Kapitän und zwei Mann gerettet, Man vermuthet, daß die übrigen sechs Mann von der Mannschaft ertrunken find. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Br. 276. 15. Jahrgang. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 25. November 1898. Zweiter Verbandstag des Zentralverbandes der deutschen Stuckateure, Gipser und verwandten Berufe. Halle, den 22. November 1898. Nachmittagssigung. Knoblauchswürste je zwei Paar mit Brot und Mostrich für 25 Bf. rate, die Gauß, in tiefes Denken versunken, betrachtet. An seiner an die frühstücsbedürftigen Schornsteinfegergesellen, die sich ihr Seite fist ein geloďter Knabe, welcher mit einer Weltfugel spielt. Frühstücksbrötchen nicht selbst mitgebracht hatten, verabfolgte. Von Bekanntlich machte man bereits vor einigen Wochen den Versuch, einem großen Verdienst des betr. Schuldieners konnte also keine Rede die Statuen von Gauß und Röntgen aufzustellen, doch wurden sie sein. Dennoch wurde er wegen Ausübung eines gewerbesteuer- bald darauf wieder in einem Holzschuppen am Schöneberger lifer pflichtigen Gewerbebetriebes seitens konkurrenzneidischer Schankwirthe untergebracht, aus dem nun das Standbild des großen Mathematikers denunzirt. Obgleich nun bei dem geringen Umfange des Betriebes" feine Auferstehung gefeiert hat. Die Postamente sind durch Granits von einer Gewerbesteuerpflicht des Schuldieners keine Rede sein und platten erhöht worden, da man die schlechte Wirkung der Bildwerke allenfalls nur die Pflicht zur Zahlung einer Betriebssteuer vorliegen zum theil auch den niedrigen Postamenten zuschreibt. Wie wir fonnte, untersagte die Schuldeputation dem Schuldiener vor längerer feinerzeit mitgetheilt haben, will man erst nach dem Gesammteindruc Zeit, ferner Würste und Bier an die Schüler zu verkaufen. Dies sämmtlicher vier Standbilder einen Beschluß fassen, ob diese dort hatte zur Folge, daß die Schornsteinfeger abermals in benachbarten bleiben sollen oder nicht. Kneipen über den Durst tranfen. Die Debatte über das Streikreglement wird fortgesetzt. Robosiel Nürnberg empfiehlt, daß mindestens 20 Pf. pro Woche und Mitglied zum Streitfonds gezahlt werden. Sorgius Karlsruhe- Pforzheim stellt eine Resolution, wonach jeder Kollege mindestens 10 Pf. wöchentlich vom 1. April bis 1. Oftober zum Streiffonds beizutragen hat. Auf Verlangen des HauptVom Raubmörder Albert Wegner. Das Befinden des im borstandes, namentlich bei ausbrechenden Streiks, find die Hiergegen wurde wieder die Hilfe des Schuldieners als des Retters Krankenhaus zu Zeiß daniederliegenden Mannes, der für den RaubFilialen verpflichtet, sofort 50 pct. ihres Streitfonds- Bestandes in der Noth in Anspruch genommen. Das Kuratorium ersuchte im mörder Albert Wegner gehalten wird, hat sich wider Erwarten so an den Hauptkassirer abzuführen. Es wird hierauf über das Streit Einverständniß mit dem Dirigenten der Schule den Schuldiener, gebessert, daß seine Genesung erfolgen dürfte. reglement en bloc abgestimmt und dasselbe angenommen. seine menschenfreundliche Thätigkeit im Interesse der Schule und der zwar noch starkes Fieber hat, ist jetzt bei voller Besinnung. Zur Krebs- Berlin giebt bekannt, daß die Kasse von den gewählten Schuldisziplin in veränderter Gestalt wieder aufzunehmen. Es Rekognition hat sich der Inspektor des Fuhlsbütteler Zuchthauses Revisoren geprüft und in bester Ordnung befunden wurde. Es wird wurde ihm zur Pflicht gemacht, die von ihm verabfolgten Waaren nach Beitz begeben, doch sind besondere Vorsichtsmaßregeln getroffen, einstimmig Decharge ertheilt. Bei Besprechung der Reise- Unter- nicht auf eigene Rechnung zu beziehen, sondern das Flaschen- damit der Beobachtete des Beamten nicht ansichtig wird, da man beund, ſtatt der stützung wünscht Sittenfeld Hamburg, daß der Hauptborstand bier früher gelieferten Knoblauchswürste, fürchtet, daß die dadurch herbeigeführte Aufregung den Tod zur beauftragt wird, ein Reise- Unterstützungs- Reglement auszuarbeiten. jetzt belegte Brötchen nur auf vorherige Bestellung aus einer der Folge haben könnte. Nach längerer Debatte gelangt ein Antrag Krebs und die Waaren an die Gesellen abzugeben. Frühstück für die Lehrlinge des hiesigen Gewerbegerichts einen Ginblick, die gegen den Tischlernahe dem Schulgebäude belegenen Schankwirthschaften zu holen und In trübe Lohnverhältnisse gestattet die öffentliche Ladung § 9. Reise- Unterstützung wird an jedes Mitglied pro Kilometer zu besorgen ist ihm verboten. Aber auch jetzt wurde der Mann aufs meister Ernst Bannide, zuletzt in Berlin, Fruchtstraße 68, jezt unin fürzester Verbindung 1%, Pf. gezahlt, wenn dasselbe dem Ber- neue denunzirt. Die Gewerbe- Deputation hat diese Denunziation befannten Aufenthalts, gerichtet ist. Vier Tischler haben wegen Lohnbande acht Wochen angehört hat und seinen Verpflichtungen betreffs als durchaus un begründet erachtet und wird die Schul- Depu- forderungen geklagt, deren geringste 30 M., deren höchste 95,50 m. Beitragszahlung und Abmeldepflicht gegen denselben bis zur Abreise tation ersuchen, zu veranlassen, daß die geschilderte Thätigket des beträgt. Die Ladung datirt vom 10. November, VerhandlungsSchuldieners im Interesse der Schule teine Unterbrechung erleide. termin ist auf den 19. Dezember anberaumt. Es scheint ja, als ob in diesem Falle die Kläger Aussicht haben, im Wege des Prozesses ihre Befriedigung zu erlangen, denn die Klagen sind außer wegen der Lohnforderungen, die zusammen 253,50 M. betragen, zugleich auf Erstattung der den Klägern durch Ausbringung von Arresten entstandenen Kosten gerichtet. Wie lange mögen die Leute auf ihren verdienten Lohn schon warten? Daschütt Berlin zur Annahme, der lautet: nachgekommen ist. Dieses Reglement tritt mit der Einführung des neuen Statuts in fraft. Die Delegirten werden verpflichtet, die Adressen des Vorstandes der Filiale, die sie vertreten, innerhalb 14 Tagen nach Köln zu berichten unter Angabe der Herberge und Zeit und Ort der Auszahlung der Reise- Unterstügung. Annahme: = N Lokales. Die Parteigenoffinnen und Genossen werden darauf hingewiesen, daß am kommenden Mittwoch in Keller's Festfälen, Koppenstraße eine o Itsversammlung stattfindet, in der Genosse Biebknecht über„ Die Frauen und die nächste Reichstagsfeffion" sprechen wird. Die Vertrauensperson. Zweiter Wahlkreis. Am Sonntag Abend 6½, Uhr wird bei Zubeil, Lindenstr. 106, eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen abgehalten, in der Dr. Wollheim über Naturerkenntniß und Weltfortschritt spricht. Nach dem Vortrag folgt gemüiches Beisammensein. = bilden wie wir hören Militärmißhandlung. Die„ Bolts- Zeitung" berichtet: In Untersuchungshaft genommen ist der Il nteroffizier Shubert von der Artillerie- Prüfungskommission in Summersdorf, weil er einen Untergebenen geohrfeigt hat. Schubert ist von dem Schießplaze nach Berlin gebracht worden. Anzengruber's Volksstück„ Das vierte Gebot" in folgender Besetzung der Hauptrollen: Anton Kraterer Karl Dahlen, Siedonie Mathilde Holder, Hedwig Grethe Meyer, August Stolzenthal Gustav Olmar, Schalanter Mar Bategg, Barbara Louisabeth Rödel, Martin Leopold Thurner, Josepha Helene Rosner, Herwig Agnes Werner, Johann Dunker August Weigert, Robert Frey Georg Paschte, Eduard Ferdinand Gregori. Feuerbericht. Donnerstag früh kurz nach 7 Uhr wurde die Wehr nach Barnim straße 2 gerufen. Hier stand der gesammte Dachstuhl in Flammen, dieser wurde jedoch von der schnell alarmirten Wehr mit einem Rohre bald abgelöscht. Das Haus hat erheblichen Schaden erlitten. Kurz nach 11 Uhr mußte nach Straßmannstraße 28 ausgerückt werden, wo eine Sommerlaube in Brand ge= rathen war. Aus den Nachbarorten. In Rigdorf findet am nächsten Dienstag eine Boltsversammlung statt. Näheres durch Inserate und Säulenanschlag.] = Zu dem Punkt Preise führt Odenthal Köln aus, daß pro Exemplar des„ Grundstein" 50 Pf. pro Quartal foste. Bei 1000 Exemplaren sei eine Verbilligung von seiten der Expedition auf 35 Pf. zugestanden worden; mehr koste er dem Verbande auch nicht. Odenthal Köln verliest dann einen Brief der Redaktion des„ Grundstein", in dem Verwahrung dagegen eingelegt wird, daß der" Grundstein" die Stuckateure irgendwie zurückseße, und davor gewarnt wird, daß der Stuckateurverband sich einem andern das vor etwa drei Wochen erfolgte Verschwinden des Prokuristen G., Aufsehen verursacht in den hiesigen kaufmännischen Kreisen Gewerkschaftsorgan anschließe; entweder solle man den Grundstein" der in einem bekannten Manufaktur waaren- Engrosgeschäft in Stellung beibehalten, oder ein eigenes Organ gründen. Odenthal giebt eine Berechnung, was ein eigenes Organ kosten würde. Ko bo siel. war und bei seinen Chefs sich des größten Vertrauens erfreute. Wie Von dem Kleinkrieg gegen die Sozialdemokratie, der unter ermittelt wurde, hat G. seit Jahren Unterschlagungen begangen und Nürnberg tritt für Einführung eines eigenen Organs ein. der Aegide des„ Ministers des Geistes" vom Provinzial dieselben durch falsche Eintragungen verdeckt. Die unterschlagene Sittenfeld- Hamburg fritisirt die Berichterstattung der Filialen und schildert, was ein Redakteur alles aufgebürdet bekommt und für Schulkollegium geführt wird, können wir wieder ein ergötz- Summe foll ganz bedeutend sein und 40 000 M. übersteigen. Die was er alles verantwortlich gemacht wird. Er räth ab, ein liches Stückchen mittheilen. Der hiesigen städtischen Schul- firma hat, da an eine Wiedererlangung des Geldes nicht zu denken ist- G. dürfte nämlich den größten Theil der Summe im Spiel eigenes Organ zu gründen. Er spricht von der Anstellung deputation ist von dem Provinzial- Schulkollegium eine Ver- verloren haben von Erstattung einer Anzeige bei der Staatsdes Verbandsvorsitzenden, meint, daß man auch den Hauptfügung zugegangen, in welcher verlangt wird, daß die städtianwaltschaft und Verfolgung des Defraudanten Abstand genommen. tassirer entschädigen müsse, ist aber gegen die Anstellung eines Beamten. Krebs Berlin spricht sich für die Gründung fchen Turnhallen fürderhin sozialdemokratischen Theater. Das Schiller Theater bringt heute zum ersten Male eines eigenen Organs aus und meint, daß geeignete Personen aus Turnvereinen verschlossen bleiben sollen. Aber unserer Mitte zu finden wären, die mit der Redaktion betraut nicht genug damit. Das Provinzial- Schulkollegium- bescheiden wie werden könnten. Odenwald- Dresden ist für Beibehaltung des Grundstein" und tritt für eine Vertretung der Preßkommission es städtischen Schulorganen gegenüber einmal ist- fordert auch, Surch einen Hamburger Kollegen ein. Daschütt- Berlin ist für daß die etwa jest in städtischen Hallen turnenden Vereine, deren Gründung eines eigenen Organs. Er meint, daß man für 2500 M. Mitglieder im Verdacht stehen, der sozialdemokratischen ein Organ gründen tönnte. Sollte es jedoch nicht möglich sein, die Partei anzugehören, nach und nach aus den städtischen Mittel aufzubringen, so ist er für Beibehaltung des" Grundstein" Turnhallen abgeschoben werden. Die Turnhallen als Organ. Nach längerer Debatte sprach sich hierauf mit 19 gegen 2 so deduzirt das hochwohlweise Schulfollegium Stimmen der Verbandstag im Prinzip für Gründung eines eigenen einen Theil der Schule. Schulräume so heißt's weiter Organs aus. werden durch Benutzung von sozialdemokratisch gesinnten Bei der Verwaltung des„ Grundstein" soll angefragt werden, wie lange die Organisation darauf rechnen kann, den„ Grundstein" Turnern in der Erfüllung ihrer christlich- patriotischen Bestimmung als Organ zu betrachten. Die Antwort soll den Filialen sofort mit- beeinträchtigt werden. Ergo find die sozialdemokratischen Turngetheilt werden, damit diese Stellung uehmen können. vereine aus den städtischen Turnhallen zu egmittiren. Die städtische Halle, den 23. November 1898. Schuldeputation, welche sich bisher vernünftigerweise nicht nach den Der Vertrauensmann. Sittenfeld- Hamburg erstattet über die Angelegenheit DiteRigdorf. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß Sonnabend, lius Bericht und schlägt vor, die Aufnahme des Ditelius in den Gesinnungen der Vereinsmitglieder, denen die Benutzung der städtischen den 26. November d. J., ein Herbstfest im Apollo Theater, Verband zu genehmigen. Er soll aber zu feinem Vertrauensposten Turnhallen gestattet ist, erkundigte, hat Das Fest ist veranstaltet von den herangezogen werden, und der Hauptvorstand soll das Recht haben, beschlossen, diese neueste Blüthe schulbehördlicher Duldsamkeit Hermanstr. 48/50, stattfindet. eine etwaige Wahl für ungiltig zu erklären. Der Kommissions- und Gerechtigkeit einfach, ad acta" zu legen. Wir finden Radfahrer- Bundes„ Solidarität". Ferner findet großes InstrumentalRadfahrer- Vereinen& a It" und, Greif", Mitgliedern des Arbeiterantrag wird angenommen. Hierauf entspinnt sich eine Debatte über die Anstellung eines diesen Beschluß sehr verständig und sind nur neugierig, ob das Konzert, sowie Theater- und Spezialitäten- Vorstellung unter gütiger befoldeten Beamten und gelangt schließlich folgender Antrag zur Provinzial Schulkollegium„ obrigkeitliche Gewalt" anwenden wird, Mitwirkung der Theatergesellschaft Humor" statt. Nach der Vorum die sozialdemokratischen Arbeiter von der Benutzung städtischer stellung Tanz. Der Ueberschuß ist zur Erstattung eines bei der Reichstagswahl gestohlenen Fahrrades bestimmt. Anfang 8 Uhr. Die Anstellung eines befoldeten Beamten wird davon abhängig Turnhallen auszuschließen. Fast möchten wir es wünschen. Und Billets à 25 Pf. find bei den Mitgliedern der Vereine sowie in den gemacht, wenn wir genöthigt wären, ein eigenes Organ zu gründen. Es ist dem Beamten, der gleichzeitig die Redaktion des Blattes über- durch solche Mittelchen glaubt man die Sozialdemokratie schädigen Bahlstellen des sozialdemokratischen Vereins Vorwärts" zu haben. ( Siche Annonce.) Um recht zahlreichen Besuch ersucht nehmen muß, ein Anfangsgehalt von 1500 M. zu gewähren. Um zu können. O sancta simplicitas! Das Komitee. dies Geld aufzubringen, werden die Beiträge auf 25 Pf. pro Woche Sonntagsfahrten find Luxusfahrten? Zu den Tarifen erhöht. Bis dahin erhält der Vorstand eine Vergütung von 12 M. der Dampfschifffahrts Der Arbeiter- Bildungsverein von Ober- Schöneweide und Gesellschaften hat die Umgegend hält Sonnabend, abends 8%, Uhr, in Haferland's Restau pro Monat." Gemeindebehörde ihre Zustimmung zu geben. Die Verschieden rant, Siemensstraße, seine Vereinsversammlung ab. Gäste sind heit der Fahrpreise an den Wochen und den willkommen. Genosse John wird über den Stuttgarter Parteitag Sonntagen, die für einige von Berlin ausgehende Dampfschiff- sprechen. Linien besteht, hat die städtische Verkehrsdeputation Die Gewerbe Deputation des Magistrats hat in ihrer 1897 veranlaßt, mit der Polizei wegen fünftiger Feſtſegung gegen die Arbeiterschaft belieben, wird illustrirt durch das Schicksal, Die Art der Ueberwachung, die gewisse Vorortsbehörden Sigung am 22. ds. Mts. den Etats entwurf pro 1899/1900 für die gleichmäßiger Fahrpreise in Berathung zu treten. Die Depu städtischen Fach- und Gewerbeschulen 2c. festgesezt. Die Einnahmen tation bemerkt dazu in das dem Arbeiter- Gefangverein Weiße Rose" zu Steinidenihrem jetzt erschienenen Bericht stellen sich auf 8880 W., die Ausgaben auf 378 112 M. Demnach pro 1897/98:" Bei dem Widerstande der zu den Konferenzen bei Lokal Marienbad, Berlin, Badstr. 35/36, fein Stiftungsfest. In bei- orf beschieden ist. Der Verein feierte am Sonnabend im betragen die Mehrausgaben 369 732 M. Für die einzelnen Schulen geladenen Dampfschifffahrts- Gesellschaften, welche die Sonntags: Reinickendorf ist ihm eine solche Feier nicht gut möglich. Als der stellen sich die Ausgaben der Stadtkasse wie folgt: Fach- fahrten für 2ugusfahrten und die dementsprechend erhöhten schule für Maurer und Zimmerer 6506 M.; Fachschule für Sonntags- Fahrpreise im finanziellen Interesse der Gesellschaft als Gesangverein am 30. Juli am Orte einen Sommernachts- Ball ab Sattler 4290 M.; Fachschule für Maler 6690 M.; Fachschule für eine Nothwendigkeit erklärten, lehnte das Polizeipräsidium es ab, halten wollte, verbot dies der Amtsvorsteher unter der für zeitSchornsteinfeger 480 M.; Fachschule für Barbiere und Friseure 3760 M.; einen Druck auf die Gesellschaften auszuüben." Daß Sonntags: gemäß erachteten Begründung, daß der Gesangverein ein politischer Verein sei, und daß der von ihm veranstaltete SommernachtsFachschule für Stellmacher und Rademacher 1336 M. Fachschule für fahrten Lurusfahrten find, wird die Berliner Bevölkerung mit Ball sich durch ein gewiß nur dem Amtsvorsteher erklärliches Wunder Glaser 785 M.: Fachschule für Schuhmacher 5074 M.; Fachschule Staunen vernehmen. Gerade beim Dampfschiff Verkehr läßt in eine politische Vereinsversammlung umwandle, auf welcher Frauen für Schmiede 2326 M.; Fachschule für Tapezierer 4310 M.; Fach- sich diese Behauptung am allerwenigsten begründen. Bisher schule für Korbmacher 1158 M.; Fachschule für Buchbinder hat es in Berlin den meisten als ein Lurus gegolten, nach dem Vereinsgefeß nicht mittanzen dürften. Der Landrath 4455 M.; Fachschule für Gärtner 805.: Fachschule für an Wochentagen eine Dampferfahrt zu machen; denn die hier stimmte dem Amtsvorsteher völlig bei. Daß ein solches Verbot durchaus ungesetzlich ist, unterliegt Buchdrucker 2800 M.; Fachschule für Schneider 3069 M.; Fach bestehenden Dampfschiff- Linien werden ja in der Regel nicht zu Ge- feinem 3weifel und wird bestätigt in der Antwort, die der schule für Photographen 1510 M.; Fachschule für Töpfer 515 M.; schäftswegen, sondern zu Vergnügungstouren benutzt. Nun braucht Fachschule für Klempner 1630 M. Bauschquantum für neu zu er man freilich nicht gleich ein Krösus zu sein, um sich auch in der Regierungspräsident auf die Beschwerde ertheilt hat. Das amtliche richtende Fachschulen und zur Unterhaltung von Schulgebäuden für Woche einmal eine Dampferpartie leisten zu können. Aber im all- Schreiben lautet: " Die gegen den Bescheid des Herrn Landraths des Kreises Zwecke des gewerblichen Unterrichts 5000 M.; Berliner Tischler gemeinen trifft die Annahme in der That zu, daß Wochentags- Aus- Niederbarnim vom 1. September d. 3. gerichtete Beschwerde vom jchule 24 899 M.; Gewerbesaal( Maschinenbauschule) 55 755 M.; flüge bei den Bemittelten eher möglich und mehr üblich find, als 20. deff. Mts. wird für begründet erachtet und die angefochtene städtische Webeschule 28 910 M.; für die beiden Handwerkerschulen bei den Unbemittelten. Den Unbemittelten bleibt zu Ausflügen Verfügung des Herrn Amtsvorstehers daselbst von 25. Juli d. J. 180 370 M.; Baugewerkschule 30 879 M. Hierzu kommt noch als meist nur der Sonntag. Ausgabe der jährliche Betrag für das Friedrichs- Gewerbestipendium Die Feenpalast- Versammlungen des Vereins Berliner Es war unzulässig, die nachgesuchte Erlaubniß zur AbGetreide: und Produktenhändler, die seinerzeit durch die neue haltung des Vergnügens( Sommernachtsball) mit der Begründung Eine Denunziation aus Brotneid, wie sie jetzt leider so Börsengesetzgebung veranlaßt wurden, werden diesen Sonnabend zu verjagen, daß der Verein ein politischer sei und Frauen an häufig vorkommen, beschäftigte die Gewerbe- Deputation abermals das Ober: Verwaltungsgericht beschäftigen. den Versammlungen politischer Vereine nicht theilnehmen dürfen. des Magistrats in ihrer legten Sizung. In der hiesigen Fach- Bekanntlich wurden diese Versammlungen vom Berliner Polizei- Wenn die Voraussetzung richtig und die Theilnahme von Frauen schule für Schornsteinfeger, die sich in einem städtischen präsidenten untersagt, weil man höheren Ortes sie als Börse an der Versammlung somit gefeßlich unzulässig war, hätte dies in Auf die Klage des Vorstandes des Vereins erkannte der Verfügung zum Ausdruck gebracht und gemäß§ 8 Absatz 3 des Schulgebäude befindet, nehmen an dem Sonntags vormittags statt- ansah. findenden Unterricht Gesellen und Lehrlinge theil. Für letztere dann der Bezirksausschuß zu ungunsten des Polizeipräsidenten, Vereinsgesetzes die Auflösung der Versammlung für den Fall dauert der Unterricht zwei, für die Gesellen vier Stunden. worauf dieser die Berufung einlegte. Das Ober- Verwaltungsgericht angedroht werden müssen, daß der Aufforderung zur Entfernung Diese vier Unterrichtsstunden werden durch eine Frühstücks- verhandelte hierüber bereits im Juli dieses Jahres länger als sechs der Frauen keine Folge geleistet werden würde. pause unterbrochen. Ein Theil der Gesellen verzehrte mun- Stunden, kam aber noch nicht zu einem Ergebniß, da der Geheimdas Frühstück nicht auf dem Schulgrundstück oder rath Wendelstädt als Vertreter des Miniſters ſehr viel neues im Klassenzimmer, sondern suchte in der Nähe der Schule be- Material für die Anschauung beibrachte, daß es sich doch um eine legene Schant wirthschaften auf. Die Folge davon war, Börse handele. Der Beginn der neuen Verhandlung, der einzigen daß öfter einige der durstigen Schornsteinfeger vergaßen, nach Be der ganzen Sigung, ist auf 10 Uhr festgesetzt worden. endigung der Frühstückspause in die Schule zurückzukehren oder aber Die Statue des Mathematikers Gauß ist gestern auf dem in so heiterer Stimmung dort eintrafen, daß eine gedeihliche Fort- westlichen Theile der Potsdamerbrücke, gegenüber dem Standbilde fegung des Unterrichts sehr erschwert wurde. Um diesem Uebelstande von Siemens aufgestellt worden. Der Gelehrte ist im Arbeits- Um sich nicht abermals Scherereien auszusehen, hält der Verein abzuhelfen, wurde vor einigen Jahren die Einrichtung getroffen, daß der gewand in figender Stellung vom Künstler zur Darstellung gebracht. sein Stiftungsfest, wie gesagt, in Berlin ab. Wir zweifeln nicht Schuldiener in der Pause Flaschenbier, die Flasche zu 10 Pf., und Seine Wissenschaft versinnbildlichen mathematisch- physikalische Appa- daran, daß es zahlreich besucht wird. Kommunales. in Höhe von 1800 m. mehr 0 d aufgehoben. Da im Voraus ausgesprochene Verbot der Theilnahme von Frauen aber entsprach nicht den Bestimmungen des Vereinsgesetzes. war hiernach die angefochtene Verfügung aus formellen Gründen aufzuheben, so erübrigt sich für den vorliegenden Fall die weitere Frage, ob der Arbeiter Gesangverein Weiße Rose", wie der Herr Amtsvorsteher angenommen hat, als ein politischer Verein im Sinne des erwähnten§ 8 angesehen werden kann." Der Ausschuß zur Vorberathung der Errichtung eines " Prof. Dr. Schweninger hat der Staatsbürger- Zeitung" zufolge die Stelle des leitenden Arztes an dem Krankenhause angenommen, das der Kreis Teltow bei Stegli erbauen will. Bismard foll bei Lebzeiten dem bekannten Arzte die Stelle verschafft haben. Eine neue Straße soll zwischen Kaiser- Allee und Halensee errichtet werden. Dieselbe wird parallel mit dem Kurfürstendamm laufen und soll Reitwege, Fahrradwege 2c. erhalten. Es handelt sich, so meldet der„ Konfektionär", um Grunderwerb im Betrage von 16 Millionen Mart. Eine der bedeutendsten hiesigen Banten wird mit diesem Projekt in Verbindung gebracht. In der Angelegenheit der Weiterführung der Hochbahn als Unterpflasterbahn auf Charlottenburger Gebiet sind die Verhandlungen zwischen der Gesellschaft und dem Charlottenburger Magistrat immer noch nicht abgeschlossen, und es konnte somit die letzte dortige Stadtverordneten- Versammlung sich noch nicht mit der Angelegenheit beschäftigen. Es wird dies jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach über 14 Tage, in der nächsten Sizung, geschehen. Mit dem Leben davongekommen ist die Wittwe Habig aus Schöneberg, die ihr Geliebter, der Sattlermeister Hawardt, durch Messerstiche zu tödten versuchte. Die Frau ist bereits wieder so weit genesen, daß fie in den nächsten Wochen aus dem Krankenhaus am Urban entlassen werden kann. Gerichts- Beitung. Verlammlungen. - städtischen Elettrizitätswerts in Charlottenburg Brauerei Füllgrabe Nachf." hing die Anflage wegen Betruges Bielefelber Genoffen haben sich nicht an den Hamburger Beschluß Mit dem Zusammenbruche der Berliner Weißbier.[ eigener Straft nichts, jedenfalls lein Mandat erreichen können. Die hat beschlossen, von den sechs eingegangenen Angeboten auf die und Konkursvergehens zusammen, die die vierte Straftammer des gefehrt, sie haben von vornherein ein Busammengehen mit den FreiAusführung des Werkes zwei für annehmbar zu erklären. Darunter Landgerichts I gestern gegen den Kaufmann Eduard Heßling sinnigen angebahnt. Außerdem haben u. a. Altona, Breslau, Frankbefindet sich auch das Gebot von Siemens u. Halste. Die beiden zu verhandeln hatte. Legterer war im Oftober 1895 durch den von furt a. M. und Hannover- Linden gleich von Anfang an, d. h. gleich Firmen follen aufgefordert werden, einzelne Henderungen an den feiner Mutter bewirkten Kauf Eigenthümer der Füllgrabe'schen nach dem Hamburger Beschluß, ihre Wahlvorbereitungen begonnen. eingereichten Plänen nach den Wünschen des Ausschusses vorzu- Brauerei geworden. Als Inhaberin war zunächst seine Mutter und das Resultat? nehmen. ins Handelsregister eingetragen, am 7. Oktober 1897 heirathete Breslau hat bewiesen, daß wir nicht einmal mit Hilfe der Freiaber der Angeklagte und übernahm die Brauerei auf eigene finnigen ein Mandat erlangen konnten, denn die Antwort, welche Rechnung, indem er eine durch die Heirath erlangte Mitgift von unsere Genossen daselbst von den Freisinnigen erhielten, lautete 30 000. an seine Mutter zahlte. Schon am 26. Januar 1898 dahin: Wir können unsere Anhänger nicht kommandiren und viele wurde das Konkursverfahren über sein Vermögen eröffnet, wobei sich von ihnen würden eher für einen Konservativen oder National eine Passivsumme von 76 000 M. Herausstellte. Der Stand der Attiva liberalen, als für einen Sozialdemokraten stimmen. Ich habe in ist noch zweifelhaft. Auch ergab sich, daß die Buchführung eine mangel meiner Bolemit mit der Breslauer Volkswacht" gefagt, dies sei hafte und unzulängliche war. Außer dieser schlechten Buchführung warf tein Parteitriumph. Als eine Parteischande, wie mir unterschoben die Anklagebehörde dem Angeklagten noch vor, daß er kurz vor der wird, habe ich es nicht bezeichnet. Lieber wäre es mir Gröffnung des Konkurses unter Verschweigung seiner pretären und wohl auch anderen, denen die Ehre der Partei am Vermögenslage Geschäfte über größere Objekte auf Kredit ab Herzen liegt, aber gewesen, die Breslauer Parteigenoffen hätten gefchloffen und so seine Gläubiger getäuscht habe. Es handelte sich fich nicht der Möglichkeit ausgesezt, eine solche Antwort händler Neuenfeld abgeschlossenes Pferdegeschäft und um einem um sonst aus mit unseren großen Erfolgen"? In Breslau haben wir insbesondere um ein kurz vor dem Zusammenbrauch mit dem Pferde zu bekommen, die sie hätten voraussehen müssen. Wie sieht es nun biefelbe Zeit gemachten Ankauf von Juwelen im Werthe von 2700 M., wo- von 1278 Wahlmännern 90 erhalten. bei er seine eigenen Accepte, die schließlich nicht eingelöst wurden, in schon seit Lassalle's Beiten eine treffliche Organisation hat, wo unsere In Altona, einer Stadt, die Zahlung gab. Er hatte sich bei diesen Geschäften als Vermittler Partei tief in das Bürgerthum hineinreicht, wo also die Aussichten des inzwischen flüchtig gewordenen und in einer anderen Sache steck- für uns besonders günstig waren, haben wir von 530 Wahlmännern brieflich verfolgten früheren Rittergutsbesizers v. Bödmann bedient, 140. Hier ist also das Fünftel, welches Ledebour im Feenpalast als der namentlich dem Neuenfeld erzählte, daß der Angeklagte unser Antheil im günstigsten Falle annahm, etwas übertroffen, einen reichen Schwiegervater habe und eine Mitgift von trotzdem sind diejenigen gewählt, die auch mindestens 100 000. ohne unsere m. noch zu erwarten habe. wären. Rechts Betheiligung durchgekommen anwalt Dr. Sch windt gelang nun aber der Nachweis, daß wir zwar in der Stadt die Mehrheit, wurden aber überIn Linden hatten der Angeklagte dem v. Bödmann zu blindes Vertrauen geschenkt stimmt durch die ländlichen Bezirke. Unsere Mehrheit in Linden und dieser die ihm ertheilten Vollmachten überschritten und sich als erklärt sich aber dadurch, daß sich unsere Genossen in Hannover mit ungetreuer Vermittler erwiesen habe. Der Angeklagte selbst habe den Welfen verbündeten, was ich ihnen nicht zum Vorwurf machen bei der Abwidelung der Geschäfte keinerlei falsche Vorspiegelungen will und gegen Ueberlassung des Wahlkreises Hannover das Zu gemacht, sondern habe zu jener Beit die feste Aussicht geständniß erhielten, daß die Welfen in Linden für unsere KandiEine Streitgeschichte unterlag gestern der Prüfung der 6. Be- gehabt, durch Vermittelung zweier Personen in den Besitz baten stimmen würden. Wir sehen hier also ein Bündniß mit rufungs- Straffammer des Landgerichts I. Die Anstreicher Karl größerer Kapitalien zu gelangen. Der Staatsanwalt erkannte die einer Partei, die sich in prinzipieller, staatsrechtlicher Opposition Graßmann, Albert Miederjahn und Adolf Lindner Schlüssigkeit dieses Beweises an und schloß sich dem Antrage des gegen Preußen befindet, und dennoch haben die Anhänger dieser waren wegen Bergehens gegen den§ 158 der Reichs- Gewerbe- Bertheidigers auf Freisprechung von der Anklage des Betruges an. Bartei zum großen Theil nicht für unseren Kandidaten gestimmt. Ordnung vom Schöffengericht verurtheilt worden und zwar die Der Gerichtshof sprach den Angeklagten denn auch in dieser Beziehung Ob in Frankfurt a. M. Abmachungen unsererseits und welche versucht beiden Erstgenannten zu je drei, Lindner zu zwei Monaten frei und verurtheilte ihn nur wegen schlechter Buchführung zu einer worden sind, weiß ich nicht, wenigstens nicht offiziell. Unsere Partei Gefängniß. Es war folgender Thatbestand als erwiesen Woche Gefängniß. angenommen worden: Im Juli d. J. waren die Angeklagten nebst hat sich auf alle Fälle dort damit begnügen müssen, für den Freinoch etwa 30 anderen Arbeitern durch den Malermeister Plodki mit finnigen und Demokraten zu stimmen, um die Wahl der National dem Anstreichen der Bahnhofshallen auf dem Schlesischen Bahnhofe liberalen zu verhindern. Also für die Partei, mit der wir bei der beschäftigt. In der Mittagspause des 19. Juli kamen mehrere Reichstagswahl zu kämpfen hatten. Ist das ein Resultat, Der Wahlverein für den sechsten Wahlkreis. Versamm welches Anlaß geben kann zu besonderer Freude? Arbeiter dahin überein, daß sie einen höheren Lohn er lungsbericht. Fortsetzung. zielen oder die Arbeit niederlegen wollten. Als ihr Meister die Wahlen fagte der Referent Liebknecht ungefähr: Zum Thema der Landtags ist, daß wir aus eigener Kraft fein Mandat erobern können. Mehrforderung ablehnte, legte der größte Theil der Arbeiter die Wahlen sind vorüber und für jeden umsichtigen Genossen, sollte bin ich außer stande. Wenn behauptet wird, wir können die FreiDie Wer das trotz der Wahlresultate noch glaubt, mit dem zu diskutiren Arbeit nieder. In einem benachbarten Schantlokal fand eine Be- man denken, müßte der Streit um die Frage unserer Betheiligung finnigen zwingen, uns Mandate zu überlassen, so sage ich, das ist sprechung statt. Miederjahn, der zumeist das Wort führte, soll an- damit erledigt sein. Erst in fünf Jahren wird ja wieder gewählt, falsch. Da unser eigenes Intereffe uns gebietet, gegen die Junker geblich erklärt haben: Wer von den anwesenden Arbeitern die Arbeit aber sonderbarerweise lodert der Streit um die Wahlbetheiligung und sonstigen Steaktionäre zu fämpfen und unsere Genossen auch wieder aufnehme, könne von den Kollegen nicht mehr geachtet jezt noch einmal auf. Das erinnert mich an das Kaulbach'sche mit dieser Parole in den Kampf gezogen find, so haben die Freiwerden und bekäme seine ordentliche Reinigung." Der Anstreicher Gemälde Die Hunnenschlacht", wo der Maler die Erbitterung, finnigen gar keine Veranlassung, ein Schachergeschäft mit uns eins Wille hatte sich an der Arbeitseinstellung nicht betheiligt. Als er mit der die Feinde gekämpft haben, dadurch veranschaulicht, zugehen. Wir können einen Druck in dieser Richtung auf die Freiam Abende die Bahnhofshalle verließ, wurde er am Ausgange von daß er uns zeigt, wie nach beendeter Schlacht die Geister sinnigen auch gar nicht ausüben, Graßmann, Lindner und anderen erwartet. Er will dann eine gehörige der Gefallenen in der Luft noch den Kampf fortfezen. So, scheint ins Geficht zu schlagen. ohne unserem Prinzip Tracht Prügel erhalten haben, weiter will er von den Ausständigen auch es, sind auch von uns etliche Geister in die Luft geflogen, um jetzt, wirrung- tattisch wie prinzipiell ist in der That eingetreten. Die von uns vorausgesagte Veram anderen Tage belästigt worden sein. Während Graßmann fich wo der Wahlkampf vorüber ist, die Schlacht in der Luft fortzu Wurde doch sogar entdeckt, die öffentliche Stimmabgabe fei nicht bei dem schöffengerichtlichen Erfenntniß beruhigte, hatten Mieder führen. Hoffentlich ohne Erbitterung. Ich für meinen Theil würde gefährlich, denn es hätten feine Maßregelungen stattgefunden. Da jahn und Lindner Berufung eingelegt und behauptet, daß sie über die Frage nicht mehr gesprochen haben, wenn ich nicht an- wir bei der Landtagswahl für die freisinnigen Fabrikanten einnicht in dem Maße bei den Vorfällen betheiligt gewefen gegriffen worden wäre. Genosse Liebknecht bespricht nun die Ents getreten sind, hatten diese natürlich keinen Anlaß zu Maßregelungen. feien, wie es vom Vorderrichter angenommen war. Die Beweis- stehungsgeschichte des preußischen Wahlrechts und bezeichnet baffelbe, Welche Folgen aber die öffentliche Abstimmung sonst noch hat, das aufnahme hatte dasselbe Ergebniß wie in der ersten Instanz, so daß an der Hand der einschlägigen Bestimmungen als ein solches, welches zeigen die Ausweisungen aus Schleswig. der Bertheidiger, Rechtsanwalt Leonh. Friedmann, sich nur gegen die den Angehörigen der Kapitalistenklasse von vornherein die Majorität Höhe des Strafmaßes wenden konnte. Er sehe wirklich keinen Grund sichert, die Arbeiterklasse aber, welche doch nur in der dritten Ab- nehmen. Das beste wäre gewesen, man hätte den Kölner Beschluß Es fragt sich nun, welche Stellung sollen wir in Zukunft ein ein, warum die Gerichtshöfe seit einiger Zeit dergleichen Bergehen theilung wählt, also günstigstenfalls ein Drittel der Wahlmänner nur soweit aufgehoben, als er die Nichtbetheiligung jedem einzelnen so außerordentlich schwer ahndeten. Die fozialen Gegensäge fönne stellen kann, aus dem Landtag und von der Gesetzgebung aus Parteigenossen zur Pflicht macht. Dann kommte jeder, der es für man dadurch doch wirklich nicht ausgleichen. schließt. Der ausgesprochene Zweck war, Der Gerichtshof sette das Strafmaß auf je sechs Wochen fernzuhalten. die Demokratie angebracht hält wie das auch schon vordem geschehen ist- sangUnd das ist erreicht. Deshalb hat Gefängniß herab. die Sound klanglos als Individuum für einen Freisinnigen oder anderen zialdemokratie auch nie den Versuch gemacht, sich an den Oppositionsmann stimmen. Niemals aber darf die Partei als solche Ein mit noch nicht dagewesener Frechheit ausgeführter preußischen Landtagswahlen zu betheiligen. Ein Stand- für die Freifinnigen eintreten. Das verstößt nicht nur gegen unsere Extrablattschwindel beschäftigte gestern die 8. Straffammer punkt, den schon Lassalle und nach ihm die anerkanntesten Führer bisherige Taktik, die wir seit Ursprung der Partei befolgt haben, des Landgerichts I. Aus der Untersuchungshaft wurde der Handels- unserer Partei eingenommen haben. Zwar haben wir gesehen, daß sondern auch gegen das Prinzip. Wenn wir Anhängsel der Fortmann Hermann Schulz vorgeführt, welcher der wissentlich wir auch unter schlechten Wahlgesetzen Erfolge erzielen können. Ich schrittspartei werden, dann find wir keine proletarische Partei mehr. falschen Anschuldigung, des Betruges, des groben Unfugs und der war seinerzeit der erste, der für Betheiligung in Sachsen eintrat, Wir sind mit der Fortschrittspartei fertig geworden, wir werden Uebertretung gegen das Preßgesch beschuldigt war. An einem August- denn ich war und bin der Meinung, daß wir uns auch mit den Junkern fertig werden, die ihre politische Macht nur tage erhielt die Bolizei eine Auffehen erregende schriftliche Anzeige. Der a allen Wahlen, wo es möglich ist, auch nur einen der Feigheit des Freisinns verdanken und die nichts mehr zu be Angeklagte theilte mit, daß er ein Gespräch zweier Männer in einem einzigen Abgeordneten mit eigener Kraft durchzubringen, be- deuten hätten, wenn sie nicht durch das kapitalistische Bürgerthum Restaurant am Schloßplage belauscht habe. Der eine der beiden theiligen müssen. Und in Sachſen konnten wir Mandate er gestützt würden, dessen Prätorianer sie sind. Wir haben zwar alle Männer habe dem anderen erzählt, daß er soeben eine Dynamit. ringen. Das ging in Sachsen so lange, bis die Bahl unserer Abgeordneten bemokratischen Oppositionsbestrebungen bürgerlicher Parteien zu bombe im föniglichen Schloß niedergelegt habe. Der Laufcher sei den Gegnern zu groß wurde und sie ein Dreiflaffen- Wahlgesetz nach unterstüßen; allein wir können uns keiner bürgerlichen Bartei dienstdem angeblichen Attentäter auf Schritt und Tritt gefolgt, als diejer die preußischem Muster einführten. Es ist allerdings nicht ganz so bar machen. Wir haben unser eigenes Biel, gehen unsern eigenen Schankwirthschaft verließ und habe festgestellt, daß derselbe im Hause schlecht, denn es gewährt die geheime Stimmabgabe. Trotzdem Weg und werden aus eigener Straft fiegen.( Lebhafter Beifall.) Dem Fennstraße 9 wohne und P... heiße. Die Ermittelungen ergaben, daß konnten wir bei der lezten Wahl kein Mandat mehr erringen. Und Vortrage folgte eine ausgedehnte Debatte. Sie ganze Geschichte aus der Luft gegriffen war. Der Angeklagte mancher Genosse in Sachsen, der für die Betheiligung in Brenzen Hinge vertrat die Ansicht, die Wahlen hätten fein flares Bild hatte, wie er bei seiner Bernehmung zugab, den Bezichtigten Un- schwärmte, hat inzwischen eingesehen, daß wir unter dem Dreillaffen von dem gegeben, was wir erreichen können. Wir hätten durchaus annehmlichkeiten verschaffen wollen, weil er ihn im Verdacht hatte, Wahlgesetz aus eigener Straft teine Mandate erringen können. Ende nicht in allen aussichtsvollen Kreisen gewählt, und wo die Betheiligung daß er zu seiner Ehefrau in einem unerlaubten Verhältniß stand. der 70 er oder anfangs der 80er Jahre machten uns einmal die beschlossen war, hätten sich die Wahlgegner nicht gefügt. Wenn wir Aber inzwischen hatte der Angeklagte das erfundene Attentat auszu- Demokraten von Frankfurt a. M. den Vorschlag, mit ihnen gemeinsam uns im dritten Berliner Landtags- Wahlkreise betheiligt hätten, so beuten versucht. Er hatte Extrablätter drucken lassen, worin er von gegen die Konservativen und Nationalliberalen für Sommemann zu wäre jedenfalls ein besseres Resultat herausgekommen, wie in Altona. der beim Polizeipräsidium eingegangenen Anzeige Wittheilung stimmen, wogegen sie bereit waren, uns das andere Wahrscheinlich wären wir mit den Konservativen in die Stichwahl gemachte. Die Behörde verhinderte schleunigst die Berbreitung der Mandat des Kreises zu überlassen. Nach reiflicher Prüfung kommen, und es sei anzunehmen, daß die Freisinnigen dann nicht denBlätter. Bald darauf versuchte der Angeklagte es mit Grtra- lehnten wir diesen Vorschlag ab, weil wir nicht ein Kompromiß ein- felben Verrath an uns begangen hätten wie bei der Reichstagswahl. Wir blättern, worin er mittheilte, daß man dem Lustmörder aus der gehen wollten mit einer Partei, mit der wir wohl momentan in hätten auch mit unserem Berliner Resultat einen Druck auf andere WahlHafenhaide auf der Spur sei. Auf diesen Blättern war Schulz einer bestimmten Frage zusammengehen fönnen, von der wir aber fretse ausüben können. Abgesehen von der Eroberung von Mandaten felbst als Drucer angegeben. Er hatte sich dadurch der Ueber durch unser Prinzip des selaffenkampfes streng geschieden find, und habe die Wahlbetheiligung doch auch einen agitatorischen Werth. tretung gegen das Preßgesetz schuldig gemacht. Der Staatsanwalt die wir im allgemeinen bekämpfen müssen. Redner bespricht die weil wir diesmal nicht einig und gefchloffen vorgingen, tönne man beantragte gegen den Angeklagten neun Monate Gefängniß, zwei- Wandlungen, welche sich über die Betheiligungsfrage feit der Bern nicht sagen, wir hätten eine Niederlage erlitten. jährigen Ehrverluft und 50 M. Geldstrafe. Der Gerichtshof beließ stein'schen Anregung im Jahre 1893 bis zum Hamburger Barteitag Grashold führte aus, es könne jest niemand mehr be es bei einer Gefängnißstrafe von sechs Monaten. bei einem Theil unserer Genossen bemerkbar gemacht haben; er führt aus, haupten, daß wir im stande feien, aus eigener Kraft Mandate zu In der seit mehreren Jahren schwebenden Anklagefache und des ganzen Parteitages ausgelegt wurde, daß wir uns nur sinnigen und begreife nicht, wie alte Parteigenoffen, noch dazu daß der Hamburger Beschluß unter Zustimmung von Auer, Bebel erringen; er fei prinzipiell gegen ein Zusaminengehen mit den Frei gegen den Kaufmann May Schwarz aus Bukarest, der be- burch Aufstellung eigener Wahlmanner betheiligen dürfen, und daß folche, deren geistige Bedeutung die Arbeiter hoch schätzen müssen, schuldigt ist, eine Anzahl von Kaufleuten durch betrügerische Hand selbst Anhänger der Wahl damals zugaben, jest, nachdem der Be ihren früheren ablehnenden Standpuntt verlaffen konnten. Unter lungen geschädigt zu haben, ist nunmehr ein neuer Termin zur schluß in diesem Sinne gefaßt worden, sei für uns nichts zu machen, ber Herrschaft des gegenwärtigen Wahlsystems würden wir nicht an Hauptverhandlung vor der 8. Straffammer auf den 30. November ba der Beschluß jedes Zusammengehen mit bürgerlichen Parteien Erfolge denten fönnen. Im Feenpalast sei nicht wie es neueranberaumt worden. Da die Rechtsanwälte ugo Sachs und verbiete. Sehr bald nach dem Parteitag aber wurde zunächst dings von manchen Genossen behauptet werde beschlossen worden, Dr. Schwindt den von ihnen angebotenen Entlastungsbeweis in Bielefeld- dann aber auch an anderen Orten ein Zusammen während der Wahlbewegung eine Protestbewegung zu veranstalten. neuereings noch ausgedehnt haben und der Umfang der Verhandlung dadurch noch anwachsen dürfte, hat Landgerichtsdirektor gehen mit den Freisimmigen befürwortet. Das war ein flagranter Der Feenpalast- Beschluß bestehe zu Recht und werde auch von den Weinmann für dieselbe drei Sigungstage bestimmt. Verstoß gegen den Parteibeschluß nnd die Parteidisziplin. Die Genossen des dritten Landtags- Wahlkreises noch nach fünf Jahren Freimbe der Betheiligung fanden es aber ganz in der Ordnung. Da: hochgebalten werden. Die zwischen Radfahrern und Droschkenkutschern herrschende gegen wurde komischerweise den Berlinern der Vorwurf gemacht, Reid wandte sich gegen Hinge's Ausführungen und vertrat die Gereiztheit wird sattsam illustrirt durch eine Anklage wegen groben sie hätten durch den Feenpalast- Beschluß, an dem mitgewirkt zu Anficht, daß wir im dritten Landtags- Wahlkreise teine ausschlagUnfugs, wegen welcher sich der Droschkentutscher Friedrich Gutschmidt haben ich mir zur Ehre rechne, gegen den Hamburger Beschluß ver- gebende Zahl von Wahlmännern durchbringen fönnten, weil dieser auf die Anzeige einiger Radfahrer hin vor dem Schöffengerichte in stoßen. Wer das behauptet, fennt entweder den Hamburger oder Kreis, der sich nicht mit dem sechsten Reichstags- Wahlkreise deckt, Charlottenburg zu verantworten hatte. Der grobe Unfug sollte den Berliner Beschluß nicht. Die Betheiligung war dem Wortlaut Sadurch verübt worden sein, daß Gutschmidt auf öffentlicher und Sinn des Hamburger Beschlusses nach nur da geboten, wat big weit in die innere Stadt hineinreiche. Die günstigen Chancen, Peripherie haben, würden Chauffee, unmittelbar vor dem Restaurant Hundekehle, durch sich um die Verdrängung eines Junkers oder sonstigen Reaktionärs für uns ungünstigen durch Aussichten in den Innenbezirken aufungebührliches Borbeifahren an einem anderen Fuhrwerke sowohl die handelte. Ein solcher Fall aber lag in Berlin nicht vor, und die gehoben. wo Unsere Erfolge in den Wahlkreisen, öffentliche Ordnung, als auch die Sicherheit und Bequemlichkeit des des Sieges sicheren Freisinnigen zu unterstützen, wäre eine Ver- uns diesmal betheiligt haben, radfahrenden Publikums gestört habe. Die ganze unheimliche An- schwendung an Zeit, Kraft und Geld gewesen. Es kam der Stuttgarter daß fie für die Betheiligung sprechen. In Berlin dürften wir nicht seien durchaus nicht derart, flage schrumpfte nun aber auf folgenden gerichtlich festgestellten Parteitag. Da verschiedene Ereignisse der letzten Zeit unsern Gegnern den seither eingenommenen Standpunkt: unfere ganze Kraft gegen Thatbestand zusammen: Gutschmidt wollte mit besetter Droschte den Vorwand boten, neue reaktionäre Maßregeln gegen die Sozial- die Freifinnigen zu wenden, verlassen. Die Wirkung der Wahlvon Hundekehle nach Halensee. Vor ihm fuhr auf der Chaussee demokratie zu befürworten, und da es aus diesem Grunde noth- betheiligung überhaupt werde vielfach überschätzt. Bisher find uns ein Breat, bei dem er vorbeifahren wollte. er zu wendig erschien, daß unsere Partei einig und geschlossen dastehe, die Wahlen nur Mittel zum Zwed gewesen, wenn man es jetzt so diesem Zwecke zur Seite einbog und hinter dem Breat hielten wir es für das beste, den Streit über die Landtagswahlen hinstellt, als ob fie Selbstzweck wären, so ist das ein falscher hervorkam, famen etliche Radfahrer im tollstem Tempo aus der Welt zu schaffen. So kam der Stuttgarter Beschluß zu Standpunkt." ihm entgegen. Da die Droschke die Durchfahrt versperrte, stande, der von einer allgemeinen Betheiligung absteht und den Wahl- Scheffler hält durch die Brobe für erwiesen, daß wir nicht so waren die Radfahrer genöthigt, abzufigen und ihre Städer treisen freie Hand läßt. feitwärts der Chauffee entlang zu schieben oder zu warten, bis die das erreichen können, was die Wahlanhänger erwartet haben. Er begreife nicht, weshalb der Krieg jest weiter geführt werde. Er fei Droschte vorbei war. Der Amtsanwalt argumentirte nun, daß Gut nicht für eine Betheiligung der Partei, aber dafür, daß es jedem schmidt abfichtlich, den Radfahrern zum Trozze, den Weg versperrt Genossen freigestellt werde, ob er wählen will oder nicht. und somit groben Unfug verübt habe. Der Gerichtshof nahm indeffen an, daß die Chauffee nicht allein der Nadfahrer wegen da sei, daß Gutschmidt nichts Unrechtes gethan habe und sprach ihn deshalb frei. Nach dem Wunsche des Amtsanwalts hätte Gutschmidt 30 M. Strafe zahlen sollen. As an die wir Jetzt find die Wahlen vorüber, einige Kreise haben sich betheiligt und verschiedene nicht alle Freunde der Betheiligung erklären sich mit den Resultaten sehr zufrieden. Das kommt wohl daher, weil niemand gern einen Irrthum eingesteht, und wer die Schläge weg hat, gern ein vergnügtes Geficht dazu macht. Alle sinnigen, denn das hieße, das Brot den Kindern nehmen und es vor 28ernau ist gegen jede Betheiligung zu gunsten der Freis oder doch fast alle die Wahlkreise, die für uns als die aussichts- die Säue werfen. vollsten galten, haben sich betheiligt, und der Erfolg hat gezeigt, Riesel erflärt sich mit Entschiedenheit gegen Wahlbetheiligung. daß wir recht hatten, die von vornherein sagten, daß wir aus Von den Freisinnigen hätten wir nichts zu erwarten. Wenn diese Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwet Buchstaben oder eine Zahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und bie legte Abonnements quittung beizulegen, Fragen ohne solche werden nicht beant wortet und schriftliche Antwort nicht ertheilt Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und thren Bestsstand zu vertheidigen haben, felen fie schlimmer als bier Die Maurer lokaler Richtung hielten am Mittwoch vier Konservativen. Man möge uns nicht zumuthen, den proletarischen öffentliche Versammlungen für Berlin und Umgegend ab. In der Klassenstandpunkt zu verlassen und den Freisinnigen zu helfen. bei Wernau, Schwedterstraße, tagenden Versammlung theilte me te Ernst führte aus, er nehme es den Wahlanhängern nicht übel, mit, daß seit dem fürzlich gegebenen Situationsbericht eine Bauwenn sie jest von großen Erfolgen sprechen. Wer vor dem Bankroti sperre stattgefunden hat. Die Ursache derselben war die Entlassung eines Maurers, die von seinen auf dem Bau arbeitenden Kollegen als steht, der bemühe sich ja auch, feine Verhältnisse recht günstig Maßregelung angesehen wurde. Die Sperre ging nach achttägiger Dauer darzustellen. Das sei ein Aniff, den man nicht übel nehmen dürfe. Wenn es wirklich eintreffen sollte, daß wir mit den berloren, weil der Bau durch Affordmaurer besezt worden ist. Mezte H. Sch. 1. Ja, z. B. die Freigemeindler. 2. Ja. Konservativen in die Stichwahl fämen, dann wären die Freisimmigen nicht aus unzureichenden Gründen Bausperren veranlassen, die knüpfte an die Darlegung dieses Falles die Mahnung, man solle G. S. 102. Tausend Millionen. Thoren, wenn sie für uns einträten. Sie würden vielmehr für den eben deshalb, weil sie nicht begründet sind, auch nicht durchgeführt und auch kein Amt Deutscher Bürger. Der Rothe Adler bedeutet teine Rangerhöhung Konservativen stimmen, denn wenn es gilt, die Sozialdemokratie werden können. Ferner theilt der Redner mit, daß er auf einem Neuwahl zu unterziehen. und der Empfänger hat deshalb nicht nöhig, sich einer mundtodt zu machen, da halten die bürgerlichen Parteien immer zu von Mitgliedern des Vereins Arbeiterschutz" besezten Bau vor= E. S. 77. Toussaint- Langenscheidt's Unterrichtsbriefe haben sich gut ſammen. Wir würden es nie dahin bringen können, daß die Frei- stellig geworden sei, um die daselbst Arbeitenden zu veranlassen, die bewährt. Sie sind aber sehr theuer( 20 Mart). Können Sie dies nicht aus. In Berlin hätte unsere Betheiligung nichts an der Sachlage geändert. Die neunstündige Arbeitszeit innezuhalten. 8war sei er auf den Wider- geben, fo wenden Sie sich noch einmal an uns. Das Buch bekommen Sie größte Blamage würde es für uns gewesen sein, wenn wir den Frei- gehabt zu haben, denn Verein„ Arbeiterschutz" habe sich bald darauf 12. G. N. stand des Poliers gestoßen, aber seine Vorstellung scheine doch Erfolg in jeber Buchhandlung. 99 C. P. Nein. N. 99. Nein. R. 33. 1. Nein. 2. Ja. finnigen unsere Hilfe angeboten und wenn sie diefelbe zurück im Prinzip für die neunstündige Arbeitszeit erklärt. Sonst aber sei Gründe haben, brauchen Sie die Einwilligung nicht geben. Es bleibt nur der Klageweg übrig. 1899. Wenn Sie gewiesen hätten, wie in Breslau. Wir würden ja doch für sie haben das Verhalten dieses Vereins durchaus kein arbeiterfreundliches, denn Koften trägt der unterliegende Theil. stimmen müssen, denn hätten wir etwa durch unsere Wahlenthaltung derfelbe habe in lezter Beit bekanntlich in verschiedenen Fällen S. M. 31. Ja. den Konservativen zum Siege verholfen, dann würden wir dadurch 450. Die nothwendigen Sachen können nicht gepfändet werden. uns selbst geschädigt und den Freisinnigen ein wirksames AgitationsStreitbrecher geliefert. 4 Jahre. Adebar. 1. 30 Jahre. 2. Nein. W. M., Wrangelstraße. Betreffs bes Sammelwesens nahm die Versammlung einen An- burtsurkunde und Militärpaß. 3. Polizeipräsidium. Auch Gefängnißstrafe. mittel gegen uns in die Hand gegeben haben. J. G. 23. 1. Frage ist unverständlich. 2. Ges trag der Lohnkommission an, welcher besagt: Die Sammlungen B. 2. Wenn Sie den Sachverhalt richtig geschildert haben, tönnen Sie J. R. Nein. Liebknecht bemerkte in seinem Schlußwort, er wolle feines- zum Streiffonds werden mit dem 10. Dezember für dieses Jahr sowohl die Ziviltlage erheben, als auch die Angelegenheit der Staatswegs den Streit verschärfen, schon deshalb nicht, weil wir in Berlin eingestellt. Wer bis zu jenem Tage seine Beiträge in Ordnung ge- anwaltschaft unterbreiten. M. C. 80. vielleicht bald vor einer neuen Reichstagswahl stehen, und bei dieser bracht hat, erhält in seiner Karte den Schlußstempel. Da die gericht. Derartige Forderungen verjähren im allgemeinen in 2 Jahren. Durch Antrag beim Amtss Gelegenheit ein Streit unter den Genossen nachtheilige Folgen haben Sammelfarten, wie sie bisher waren, sich bewährt haben, so werden Ausgenommen find jedoch solche Forderungen, welche in bezug auf könne. Des weiteren wandte sich der Redner gegen die Behauptungen fie für das nächste Jahr in derselben Form ausgegeben. Wann die den Gewerbebetrieb des Empfängers entstanden sind. 4. Hängt von Hinge's, widerlegte namentlich die zwei Behauptungen, die wählen- Streitfonds- Sammlungen im kommenden Jahre wieder beginnen den Umständen ab. 5. Hier unbekannt. 2. A. 18. den Wahlkreise feien nicht genügend vorbereitet gewesen, und wir sollen, beschließt eine später stattfindende Versammlung. hätten durch unsere Betheiligung wenigstens das Zustandekommen einer reaktionären Landtagsmajorität verhindert, und betonte, unter Zusammenfassung der Argumente Für und Wider scharf den Standpunkt der Wahlenthaltung. Folgende Resolution wurde angenommen: Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Genossen Liebknecht in bezug auf den Ausfall der Landtagswahlen voll und ganz einverstanden, und erklärt, trop verschiedener Angriffe auf die Berliner Parteigenoffen, zu denen auch die des sechsten Reichstags- Wahlkreises gehören, nach wie vor an dem im Feenpalast gefaßten Beschluß festzuhalten. Mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie schloß der Vorfizende die Versammlung, welche dann unter Hochrufen auf Liebtnecht auseinander ging. III. Wahlkreis. Am Sonntag, den 27. November, abends 6 Uhr, in den Arminhallen( gr. Saal), Kommandantenstr. 20: Versammlung mit Frauen. Vortrag des Genoffen Dr. R. Friedeberg. Entree inkl. Garderobe 20 Pfennig. Die Vertrauensperson. Sierauf: Kränzchen. 241/7 Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Heute, Freitag, abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstraße 20-21: Sitzung der Ortsverwaltung. Am Sonntag, den 27. Movember, vormittags 10 Uhr, im Lokal bes Derselbe Beschluß wurde auch in den anderen drei Versammlungen, deren Tagesordnung die gleiche war, gefaßt. Berliner Kranten Unterstützungs- und Begräbniß- Verein für Bahlabend bei mehrwald, Alte Jakobstr. 54/55. Frauen und Mädchen, gegr. 1892. Jeden Freitag, abends 7 Uhr, daselbst aufgenommen. Neue Mitglieder werden Allgemeine Kranken und Sterbekaffe der Metallarbeiter ( E.. Nr. 29, Hamburg), Filiale 7. Mitgliederversammlung am Sonn abend, den 26. November, abends 81/2 Uhr, bei Bergemann, Bafewalterstr. 3. Arbeiter- Samariterkolonne. Heute abend ordentliche Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20( Gartenhalle). T ( Bahlstelle Berlin III). Sonntag, den 27. November, nachmittags 5 Uhr, Kranten Unterstützungs und Begräbnißverein der Schmiede bei Neumann, Brunnenstr. 150: Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Rattowski. Verein deutscher Schuhmacher Schäftebranche( Filiale 5) Schäftebranche. Sonnabend, 26. November, abends 9 1hr, bei Schiller, Rosenthalerstraße 57: Versammlung. Tischler- Verein. Die Nein. Witterungsübersicht vom 24. November 1898, morgens 8 1hr. Stationen Barometer stand mm Wind: richtung Swinembe. 758 O Berlin Hamburg 748 749 SO Wiesbaden 744 München 745 N Wien Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° 4° R. Stationen BarometerWindrigtung -2Haparanda 755 Sti -1Petersburg 752 N -0Cort Windstärke Wetter Temp. n. C. woltent- 22 3bebedt 1 wolfig 3 bedeckt 4 bedeckt 733 NNO 7Negen 1Nebel 1 Aberdeen 745 SO 7bebedt 2 bedeckt 748 SO 3 bedeckt -Oparis 3 740 SO 3 bedeckt ་ བ* 4 Wetter Prognose für Freitag, den 25. November 1898. ziemlich frischen östlichen Winden. Kühl, zeitweise aufflarend, vorwiegend trübe mit Niederschlägen und Berliner Wetterbureau. Eröffnung 272/19 der ersten Verkaufsstelle des Konsumvereins Berlin- Rixdorf Sonnabend, den 26. November, abends 8 Uhr, Melchiorstr. 15: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël über: Die Be wohnbarkeit der Himmelstörper. 2. Vereinsangelegenheiten. Damen haben Butritt. Der Vorstand. Achtung! Stuckateure. Achtung! Sonntag, den 27. November, mittags 12 Uhr, im Lokal des Herrn Ebert( Klubhaus), Kommandantenstr. 72: Branchenverſammlung der Bürſten- und Pinfelmacher. Großze öffentl. Versammlung Tages Ordnung: Tages Ordnung: ( eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht) Sonnabend, den 26. November Ziethenstrasse 31. Verkauf von Lebensmitteln. Verkauf nur an Mitglieder. Mitglieder werden jederzeit aufgenommen. NB. Die Rigdorfer Mitglieder des Nabatt: Sparvereins „ Südost" machen wir besonders aufmerksam. 2844b Der Vorstand. Oranien- Hallen 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. 1. Vortrag des Kollegen Odenthal aus Köln a./Rh. über:„ Unsere Kollegen! In dieser Versammlung ist Euch Gelegenheit geboten, bem age". 2. Diskussion. 3. Der Stand unseres Streitfonds. 4. Verschiedenes. Am Moritzplatz. Oranienstr. 51. Deutschen Holzarbeiter- Berbande beizutreten. 350 Zahlreichen Besuch erwartet Achtung, Einleher! Am Sonntag, den 27. November, vormittags 10 Uhr, im Lokal bes Herrn Schöning, Röpenickerstr. 68: Versammlung. Tagesordnung: 1. Verlefung der Statuten. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder und Beitragzahlung findet jeden Sonntag in der Morgensprache im obigen Botal statt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Die Kommission. Branche der Korbmacher. No. 26: Montag, den 28. November, abends 8 Uhr, im Lokal Dersammlung. Tagesordnung: 1. Die Unwahrheiten der zweiten Broschüre des Korbmachers Fischer. Referent Kollege Vogt. 2. Rassenbericht. 3. Branchenangelegenheiten. 4. Verschiedenes. 5. Fragetaften. Korbmacher Fischer ist zu dieser Versammlung persönlich eingeladen. 173/18 Der Vertrauensmann. 63228* Am Moritzplatz. Inhaber: Hermann Scholze Im unteren Saal täglich: Frei- Konzert. Goldwaaren! Orts- Krankenkasse für das Tapezirer- Gewerbe zu Berlin. empfiehlt feine Säle ben Bereinen zu Berſammlungen und Feftlichkeiten. Dienstag, den 29. November, abends 8% Uhr: General- Versammlung in den„ Arminhallen", Kommandanten Straße 20. Tages Ordnung: 3. Wahl von sieben Vorstandsmitgliedern( fünf Staffenmitglieder, zwei 1. Rechnungsbericht. 2. Bekanntmachung der Beschlüsse des Vorstandes. Arbeitgeber). 4. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung. 5. Verschiedenes. J. A.: M. Oest, 1. Borsigender, 180/5 Charlottenburg, Kaiser Friedrich- Straße 53. Köpenick. Töpfer. Friedrichshagen. Sonntag, den 27. November, nachmittags 2 Uhr: Oeffentl. Dersammlung 4 im Restaurant Fritz Meyer, Köpenick, Nosenstr. 101. Tages Ordnung: Uhren! Elegante Neuheiten in jeder Preislage. Opt. Artikel, Brillen auch nach ärztl. Vorschrift. Eint. für 2 eigene Geschäfte. Reparatur- Werkstatt im Hause. Uhrmacher. Konrad Friese. Juwelier. 1. Geschäft: Müllerstr. 4, direkt am Weddingplak. 2. 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Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Am Sonntag, den 27. November 1898, vormittags 10 Uhr, im Feenpalast, Burg. und St. Wolfgangstraßen- Ecke: Ausserordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Neuwahl bes 1. Bevollmächtigten. 2. Die Arbeitslosen- Unterftligung und ihre Einführung im Verband. Referent Otto Näther. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. sind, ist in dieser Versammlung Gelegenheit gegeben, sich zu organisiren. H. David, Vertrauensmann der Töpfer Berlins und Umgegend. Neue freie Volksbühne. Sonntag, den 27. November, nachmittags 2% Uhr, Extra- Vorstellung im Schiller- Theater Was Ihr wollt. Lustspiel in 5 Aufzügen von W. Shakespeare. Billets sind noch in den Zahlstellen und beim Unterzeichneten bis Sonnabend Abend zu haben. Nächste Vereins- Vorstellung am Sonntag, den 11. Dezember, im Ostend- Carl Weiss- Theater. Zur Aufführung kommt: Julia. Trauerspiel in 3 Akten von Fr. Hebbel. Neuaufnahmen werden noch durch die Zahlstellen vorgenommen. 151/1 I. A.: Ad. Löhr, Kassirer, Ackerstr. 40. Zentralverband der Töpfer rad( Filiale Berlin). Sonnabend, den 26. Movember, im Lotal des Herrn Hoffmann ( Englischer Garten), Alexanderstraße 27e: Herbst- Vergnügen Wegen der Generalversammlung findet der Bortrag in ber unter gütiger Mitwirtunang bents 8 Uhre Sünger II. Treptower Sternwarte am Sonntag, den 27. November, vormittags 10 Uhr nicht statt. Die bereits gelösten Billets find giltig zu dem am felben Tag nachmittags 3 Uhr stattfindenden Vortrag, als auch zu jebem anderen Tag. 109/16 Die Ortsverwaltung. Verein der Zischler Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 27. November, vormittags 10 Uhr, in Thiel's Festsälen, Fruchtstrasse 36a: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Die nächsten Aufgaben der Gewerkschafts- Organisationen. 2. Wie stellen wir uns den Nichtorganisirten gegenüber? 3. Vereinsangelegenheiten. Kollegen als Gäste sind eingeladen. 2345b Der Vorstand. 195/11 Kollegen und Freunde sind zur regen Theilnahme eingeladen. Der Vorstand. Alte Jakobstrasse 32, Central- Festsäle,( neben Central- Theater). 10 Empfehle meine Säle, 100-800 Personen faffend( mit Bühne), zu Festlichkeiten, öffentlichen wie Vereinsversammlungen, Kommersen 2c. zu den toulantesten Bedingungen.[[ 278*] Franz Müller. butors V. Jisxdailize Mütter! Waschet Eure Kleinen mit Karola; Ihr erhaltet alsdann denselben die Gesundheit und werdet Euch über den wundervoll zarten, frischen Teint der Kinder freuen. der Maschinenbau Arbeiter und verwandt. Gewerbe zu Berlin. 12 Visit 3,80 M. 1532* 2 Kabinet gratis. Kinder und Gruppen gleiche Preise. 12 Rabinet 6,80 M. Allee 146. Aufgang Ecke Kastanien- Allee, Die in der General Bersammlung E. Hering, Schönhauservom 16. September d. J. beschlossene Abänderung des§ 52 des Statuts ( Busaz als Biffer 12) sowie die beſchloſſene Erhöhung der Stranten unter ift feitens des Bezirts- Ausschusses stügungsdauer von 32 auf 39 Wochen unterm 7. November d. J. genehmigt worden und tritt mit dem heutigen Tage in fraft. 23416 Die Druckeremplare der 10. Abänderung werden den Mitgliedern zu gestellt werden. Berlin, den 25. November 1898. Der Vorstand. Hans Beysfig. C. Gutheit. Luisenhof, 2048* Buckowerstrasse 9, 120-150 Personen faffend, 2 Sält, einige Sonnabende im De zember frei. 1 Saal, abende, Sonntage u. Weihnachtsfeiertage fret. Charlottenburg. Betten, Stepped., Barb., Bortièren, Winterpaletots, Regulatoren, Res Anzüge, Hosen, montoiruhren, Operngläser verf. spottb. Pfandleihe Neanderstraße 6. bunden mit Stellmacherei, sehr gute Gine gangbare Schmiede, vers Kundschaft, Vorort Berlins( Stadt), zirka 7000 Einwohner, umständehalber fofort zu verkaufen. Offerten unter T. 7 an die Expedition d. Zeitung. Achtung![ 552* Vereine. 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Urania Taubenstrasse 48/49. Abwechslungsweise Die Urzeit des Menschen und Quer durch Oesterreich. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Wohlthätigkeits- Vorstellung. An- Taubenstrasse im Hörsaal: fang 7 Uhr. Deutsches. Fuhrmann Henscher. Experim. u. Projekt.- Vorträge Anfang 7 Uhr. Leffing. Ein Tropfen Gift. Anfang 71/2 11hr. Residenz. Mamselle Tourbillon. Vorher: Der Küchenjunge. Anfang 72 Uhr. Westen. Die Regimentstochter. HierKunst- Schaubühne i. d. Urania, Invalidenstr. 57. Sonntag, 27. Novbr., 5 Uhr: auf: Ballet Divertissement. An Moderne Karikaturen fang 7 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 72 Uhr. Schiller. Das vierte Gebot. Anfang mit farbigen Lichtbildern. Volks- Theater im Welt- Restaurant Dresdener: Straße 97. Dir.: A. Kolig. Art. Leiter: A. Runge. Novität! Sensationell! Novität! Sensationeller Erfolg! Die Circusfee. Operette von Felsch. Musik von Baselt. Sene geſetzt von August Runge. Neu! Neu! Charles Wolff, Eugen Rosée, der berühmte der beste Tanzhumorist. aller Mimiker. Alcazar- Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direttion: Richard Winkler. Täglich: Bummelfrike. Bolfsstück mit Gesang in 3 Auf zügen von Jacobsohn und Wilfen. Musik von Michaelis. In Szene gesetzt von Otto Wendt. Dazu das ausgewählte Metropol. Die Blumen Mary Passage- Panopticum. Spezialitäten- Programm. Hierauf: Die Sünden der Frauen. Anfang 7 Uhr. Central. Die Geisha. Anf. 72 Uhr. Thalia. Der Hypotheken Schuster. Anfang 7 Uhr. V Luifen. Die Regimentstochter. Anfang 8 Uhr. Oftend. Onkel Jonas. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Wohlthäter der Menschheit. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Fregoli- Gastspiel. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Auch ein Fall Grünenthal. Anfang 8 Uhr. Parodie. Tugend. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstrasse 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Abwechselungsweise Die Urzeit des Menschen" und Quer durch Desterreich". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern warte, Operutelephon. Apollo. Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 7 1hr. Neichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. = Feen Palast. Spezialitäten Borftellung. Passage Panoptikum. Speziali täten- Borstellung. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Freitag 8 Uhr: Zum 1. Male: Das vierte Gebot. Sonnabend 8 Uhr: Das vierte Gebot. Sonntag Na ch m. 3 Uhr: Was Ihr wollt. Sonntag Abend 8 1hr: Die Haubenlerche. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: ८ Von 6 Uhr Théâtre variété bis 10 Uhr. Nur noch kurze Zeit: Der Storchmensch und das reichhaltige November- Progr. Castan's Panopticum. Neu!! Neu!! Lebendig begraben!! Olympia- Theater Karlstr.( Circus Renz) Karlstr. Täglich 8 Uhr abends: Mene Tekel Berliner Ausstattungsstück. Sonntag Nachm. 3½ Uhr: Dieselbe Vorstellung. 1 Kind frei. Neu! Neu! Neu! Le cardo and Trepp, Music- Excentric- Comedians. Wochent. 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 30 F. Sonntags 40 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Concerthaus. Leipzigerstr.No.48. Täglich: en Hoffmann's Quartett und Humoristen. Zum 25. Male: Jusel Tulipatan. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Großer Erfolg! Großer Beifall! Athletik Professor Theseus. Carl Jörgensen, der beste mimische Darsteller. Sensationell! Bismarck bout Jüngling bis Friedrichsruh. Toska's lebend. Bilder- Gallerie. Circus Püschel u. s. w. Nur noch kurze Zeit die erfolg reiche Gesangsposse Rosen vom Norden. Anfang 72, Sonntags 6 Uhr. Vorverkauf Vorm. v. 11-1 Uhr. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Mähr's Theater Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Grosses Konzert der Hauskapelle unter Leitung des Musifdirektors Herrn Otto Görner und Extra Spezialitäten- Vorstellung unter Regie des beliebten Humoristen Gustav Kluck. Das neue großartige November: Programm. Benefiz für Anna Müller. Anf. Wochent. 62 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Zum 1. Male: Die Regimentstochter. Baudeville in vier Aften von Blum. Marie: Anna Müller. Sonnabend Nachm. 3 Uhr: Schüler- Vorstellung zu besonders ermäßigten Preisen: Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Berliner Raketen. Ostend Carl Weiß- Theater. P Gr. Frankfurterstr. 132. Bum 11. Male: Onkel Jonas. Volksstück mit Gesang in 5 Aften von Oskar Klein. Musik von Alb. Wiecher. Anfang 8 Uhr. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Jm Tunnel von 7 Uhr an Frei Konzert. Morgen und folgende Sonntag, Tage: Onkel Jonas. nachmittags 22 Uhr: Der Hütten: besitzer. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Geisha oder: Eine japanische Theehans: Geschichte. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Morgen und die folgenden Tage: Die Geisha. Sonntag, 27. Novbr., nachm. 3 Uhr, zu ermäßigten Preisen: Der arme Jonathan. Operette in 3 Aften von C. Millöcker. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Morgen und folgende Tage: Die Blumen- Mary Operette in 3 Atten von Landesberg u. Stein. Musik von Karl Weinberger. In Szene gesetzt vom Dir. R. Schultz. Hierauf: Die Sünden der Frauen. Entree Wochent. 10 Pf., Sonut. 30 Bf. Apollo- Theater. Armand'Ary Dagmar Hansen, Sign Basalary Familie Agoust Robert Steidl und Oranienstr. 21. Täglich e Spezialitäten- und TheaterVorstellung. Amor! Burleste mit Gesang und Tanz. Brothers Alexander. Sulda Lucas. Grete Gajtani ic. Anfang an den Wochentagen 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. CIRCUS BUSCH Freitag, den 25. November, abends 72 Uhr: Humorist. Vorstellung. 16 hervorrag. Spezialitäten. PERSIEN. Kasseneröffnung 62 Uhr. Anfang der Vorstellung 72 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger ( Mensel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Wiederauftr. von Britton. Großartiges Programm. Tageskaffe von 11-1 Uhr. Reichshallen- Restaurant. Grosses Konzert d. Reichshallen- Orchesters Entree frei. Thalia- Theater. W. Noack's Theater Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Helmerding. Der Hypothekenschufter Poffe mit Gefang in drei Atten von Leopold Ely. Musik von Cornelius Schüler. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Brunnenstr. 16. Heute Freitag, den 25. November: Deborah. Schauspiel in 4 Atten von Mosenthal. Sonnabend: Wegen Privatfestlichkeit keine Vorstellung. Gr. Manege Schaustück in 5 Aften, inscenirt vom Dir. Paul Busch. Besonders hervorzuheben: Der Sturz des persischen Prinzen mit dem Pferde von hoher Felsenklippe ins Waffer. Außerdem: Auftreten des Herrn Franz Gebhardt, Ritter 2c., bisheriger Chef der t. f. spanischen HofReitschule in Wien auf dem in kurzer Zeit dress. ostpreuß. Hengst„ Bartolo". 4 ungar. Fuchshengste als Thurm springer, dressirt und vorgeführt vom Dir. Busch. Dogcartfahrt mit eigens dazu dressirtem Pferde von Madame Morgen kauf' ich mir einen Anzug! Bei went denn? Bei Herrmann Schlesinger! Wer ist Herrmann Schlesinger? Wo ist das Geschäft? Pücklerstrasse 39. Dort bis zum Görlizer Bahnhof willst Du hin und hier am Vichhof wohnst Du? Den fannst Du ja auch in der Nähe haben. Ich weiß es, ich gehe aber doch zu Herrmann Schlesinger. 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