Gingelpreis 70 Heller. Rebaffion und Verwaltung Prag, II., Nelajanta 18 Telephone: Tagesredattion: 26795, 31469. Machtredaktion: 26797. Poftichedamt: 57544. Jnferate werden laut Tarif billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Urbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Der Verrat an den Staatsangestellten. Sonntag, 11. September 1927. Biele Reden und wenig Abrüftung. Die Zagung des Bölkerbundes. Bezugs Bedingungen: . Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Bost: monatlich olerteljährlich halbjährig ganzjährig... Kè 16.48.96.192.Rückstellung von Manu( tripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarken. Ericheint mit Ausnahme des Montag täglich früb Nr. 213. Abrüstung? Von Ramsay Macdonald, ehemaliger britischer Ministerpräsident. Zur Krise im Völkerbund über das gänzliche Versagen der Abrüstung verdienen die Ausführungen des Genossen Macdonald, des eigentlichen Schöpfers des Genfer Protololls, besondere Beachtung. Die langwierigen Genfer Besprechungen über Die Gemeindewahlen stehen vor der Türe. Die deutschen Regierungsparteien haben mit Genf, 10. September.( Tsch. P.-V.) Der außer Italien alle zustimmen und die gerade größter Anstrengung die Hinausschiebung des heutige Tag war einer der inhaltsreichsten der Scialoja als überflüssig hinzustellen sich bemühte. Bahltermines womöglich bis ins nächste Früh diesjährigen Völkerbundsversammlung. Dic Die in ihrer Form glänzende Rede jahr zu erreichen versucht, um der wohlverdien gestrigen Reden, hauptsächlich die Stresemanns, an Deutschland. Die Rede Chamberlains Briands war eine freundschaftliche Antwort ten Abrechnung zu entgehen, die ein Teil ihrer Sotals und Scialojas gaben zu vielen Diskus- wurde mit großer Spannung erwartet, da die eigenen Wähler mit ihnen zu begleichen hat. fionen Anlaß, die in der heutigen Rede Briands schwierige Lage, in der sich der britische Vertreter die Verminderung der Flottenrüstungen und deren Aber auch hier hat sich der tschechische Teil des am Vormittage und in der Rede Chamberlains befindet, bekannt ist. Chamberlain war scharf trauriges Ergebnis müſſen den unvoreingenom Bürgerblocks als der allein maßgebende Faktor am Nachmittag gipfelten. Es ist unfteittig, daß in seiner Polemit gegen den norwegischen Außen menen Beobachter zu der Ueberzeugung gebracht innerhalb der Regierungsmehrheit erwiesen, der der Vertreter Deutschlands einen Einfluß der Diplomaten auf den Völkerbund rüstung entweder unlösbar ist, oder daß wir minister Hambro. Chamberlain verteidigt den haben, daß das Problem der internationalen Ab an der Durchführung der Wahlen noch im Herbste ein Interesse hat, um sobald als mog führungen, die denen Solais vorangingen, von begegnungen, dagegen lehnt er eine Wieder. haben, um uns der Lösung zu nähern. Ich glaube, großen Erfolg hatte und daß seine Aus- und das Recht der Großmächte auf Sonder- jedenfalls noch nicht den richtigen Weg gefunden lich das Budget und andere reaktionäre „ Staatsnotwendigkeiten". die übrigens auch großer Tragweite waren. Deutschland unter- aufnahme der Diskussion über das Protokoll daß das letztere der Fall ist. Chamberlain gegen das Genfer Protokoll. Obschon ich mir dessen bewußt bin, daß meine Ausführungen nicht unwidersprochen hingenommen werden, erkläre ich offen, daß nach meiner Meinung auf lange Sicht geſchloſſene Verträge zwischen den einzelnen Nationen, wie etwa der Locarno Vertrag, ihre großen Schwächen befißen. Schiedsgerichtsverträge basieren nämlich auf Auffaffungen, die durch eine friedliche Einstellung be Die Abrüstungsfrage sollte nicht zwischen den unsere Deutschbürgerlichen gerne mitbeschließen zeichnet nach Frankreich die Haager Arbitrage- hr im ganzen zustimme, daß fie aber nichts betreffenden militärischen Stellen verhandelt wer ab. Zur polnischen Resolution sagte er, daß er werden, im Parlament durchzubringen. Die klausel und meldet sich, wie im Westen, so auch Neues enthalte. Er erflärte, seine Regierung den, sondern als eine Angelegenheit der AußenHerren Aktivisten, die sich auf ihre staatsmän- im Osten zur Friedenspolitik. wolle nicht, daß der Völlerbund ein Ueberstaat politit betrachtet werden. Kriege werden nämlich nische, großzügige Politik bisher nicht wenig werde und er werde nicht gestatten, daß die For- durch Vorgänge bedingt, auf die im allgemeinen eingebildet haben, machen nun eine gute, wenn Dagegen ist die polnische Resolution, so derungen, die an das Britische Reich gestellt weder ein Kriegsministerium noch eine Admira auch schmerzverzerrte Miene zum böjen Spiel, wie sie aus den Vorberatungen mit den Groß- werden, es vernichten, da er vor allem sich um fitä: Einfluß haben. Zwar können sich die Ma das Svehla mit ihnen auf seinem Marionetten- mächten zugeftußt hervorging, nichts anderes als sein Land belümmern müsse, das Chamberlain rineminiſterien der einzelnen Länder wohl auf theater treibt. Sie hören plötzlich auf, von den cine platonische Manifestation, der Völlerbund" nannte. einen alten, wenn auch fleineren englischen gewisse Bausinschränkungen einigen, die unter Beibehaltung des augenblicklich bestehenden großen Taten, die sie schon vollbracht haben, Gleichgewichtes der Kräfte die relative Kaminf and von anderen, die sie noch zu vollbringen stärke der einzelnen Nationen nicht schwächen. gebenken, zu reden, und verlangen die„ EntSolche Vereinbarungen bedeuten eine BerringeBorverhandlungen für Locarno gegenüber rung der nationalen Ausgaben und sind als Sparpolitisierung" des Wahlkampjes. Von all den furchtbaren Erfahrungen, die die deutsche Beund erklärte in Bezug auf die Schiedsgerichtsmaßnahmen natürlich gut, aber dem Weltfrieden barkeit, England habe schon mehr Schiedssprüche bringen sie uns um feinen Zoll oder um keinen völferung mit ihnen gemacht hat, von all den Genf, 10. September.( Tsch. P. B.) Cham- herbeigeführt als irgend ein anderer Staat. Das Tag näher. Sie bewirken nur, daß die Nationen grausamen Enttäuschungen derjenigen, die bei berlain, der die heutige Nachmittagssigung er Genfer Protokoll lehne er nach wie im Falle eines Strieges durch gewisse Bestimmun der Bildung der deutsch- tschechischen Regierung öffnete, weist den Vorwurf der Stonventikel- vor ab und nur mangelndes Verständnis für gen beschränkt in die Feindseligkeiten eintreten; auch nur einen Funken Hoffnung besessen ha- bildung innerhalb des Rates zurück. Chamber- die besonderen Hindernisse Englands ließen an aber welche Nation wird sich deshalb etwa den ben, es werde nun alles anders werden, soll über. Die Marinefonferen; sei ein Mißerfolg holländische Forderung, die Grundsäße des Pro- len?! In der Zwischenzeit können dieſe Nationen lain ging dann zur Frage der Abrist ung dere diese Forderung wieder ausnehmen. Die Sieg in irgendeiner Weise gefährden lassen wolnicht gesprochen werden, am liebsten wäre es gewesen, aber die Tatsache, daß drei Großmächte tofolls wieder aufzunehmen, ohne diese selbst zu ihre finanziellen und industriellen Silfskräfte auf ihnen, man würde sich in den Wählerversamm- solche Fragen hier offen behandelten und daß diskutieren, sei ein Widerspruch in sich. getelt, die din Er jebe fille und nonplitärfe ins lungen über das Straßenkehren unterhalten. ihre herzlichen Beziehungen durch den Mißerfolg wolle keinen Neberstaat aus dem Völkerbund geheim erheblich vermehren. So sehr man also Aber die jündenbeladenen schwarzen und nicht getrübt worden seien, bedeute allein schon hervorgehen sehen, sondern ihn organisch aus sich derartige Abkommen begrüßen mag, so darf man ünen Herren wissen, daß in der kommenden Vorbereitung stellte Redner die neunmonatigen einen großen Fortschritt. Der unzulänglichen selbst entwickeln. fie doch nicht über Gebühr würdigen. Bahlschlacht alle großen sozialen und nationalen Fragen der deutschen Bevölkerung, nament 000000000☺☺********** ☺☺☺☺☺QUEUROMU☺☺QUN☺☺***** REMNA ❤***** UREKAA00 lich seiner arbeitenden Bevölkerung, aufgerollt gefeß von 1924 enthalten. Danach muß jedem| ter zu belassen, die man jeden Augenblick hinwerden und sie suchen daher gewiſſe Schichten Staatsangestellten die Stelle, mit der be- auswerfen kann, oder sie auf den niedrigsten zu födern, die bisher in ihrer Gefolgschaft was stimmte Bezüge verbunden sind, verliehen Dienstposten zu ſyſtemisieren. Es wird vermutten und die nun alle Ursache haben, ihnen da- werden. Früher konnte der Staatsbedienstete lich dazu kommen, daß wir einmal feinen ein bonzulaufen. Dazu gehören die von ihnen ver- automatisch vorrüden, er war bis zu einem ge- zigen deutschen Staatsangestellten haben werfauften und verratenen deutschen ding: sind. Zwar verpflichten sie die daran teilwissen Grade von der Willkür seines Vorge- den außer zwei deutschen Ministern. nehmenden Nationen, in Streitfällen zunächst das Staatsangestellten, über die, zu al jeßten unabhängig. Das war die große revolu Jeden deutschen Staatsangestellten muß Schiedsgericht anzurufen und nicht sofort an die ihrem Leid und Elend, das sie in den letzten tionäre Errungenschaft der Staatsangestellten. dieser unerhörte Trenbruch der deutschen Re- Waffen zu appelleren. Ich bin aber der MeiJahren auszukoſten hatten, durch das Inkraft- Sest fann niemand sei es ein hoher Begierungsparteien, welche für die Durchführung nung, daß, wenn erst einmal Kriegsgefahr ent treten der Systemisierung der Stellen, neuca Elend gebracht werden soll. Da nun un- amter oder der schlechtestbezahlteste niedrige Be- der Systemisierung verantwortlich sind, mit der standen ist und die nationalen Leidenschaften aufdienstete definitiv ernannt werden, wenn größten Erbitterung erfüllen. Daß deutsche gepeitscht sind, daß dann die Vorschriften solcher ter den Staatsangeſtellten aller Stategorien ihm die Stelle nicht verliehen wird. Er fann Parteien ihre Hand dazu hergeben, deutsche Schiedsgerichtsverträge keineswegs die Entfeffehellite Empörung darüber herrscht, daß unter wertätiger Mithilfe deutscher Parteien- Heil den Dienſt, der mit einer jyſtemisierten Stelle Staatsbedienstete un die Möglichkeit ihrer Bor- lung des Strieges vermeiden können. Die in Ber- verbunden ist, zehn oder zwanzig Jahre machen, rückung zu bringen, daß die deutschen Staats- trägen festgelegten Bestimmungen werden sich Spina, dem deutschen Professor, und Beierfeil, ohne daß er die Stelle mit den dazu gehörigen angestellten mit Hilfe deutscher Parteien direkt entsteht meist aus ganz unvorhergesehenen Urdem deutschen Briefter!- der Vernich- Bezügen auch erhält. Der Bedarf an Staatsbe- zu Heloten der Staatsverwaltung herabgedrückt fachen, er„ bricht aus“ wie ein Fieber oder eine jungsfeldzug gegen die deutsch en diensteten ist weit höher, als die Anzahl der werden, muß die deutschen Staatsangestellten, Panik und wirst alle Borsichtsmaßregeln über den Staatsangestellten zu Ende ge- instemisierten Posten, so daß die Unterbe- ja die gejamie deutsche Bevölkerung zur Besin aufen, die man vorher in friedlichen Zeiten ver führt werden soll, versuchen die deut- ahlung ichen Regierungsparteien die Staatsangestellten dahlung der Staatsangestellten nung rufen. Die deutschen Regierungsparicien einbart hat. Die Erfordernisse der nationalen - gemessen an den Leistungen und Diensten, haben es in der Hand, vom deutschen Staats- Sicherheit und der aufschäumende Patriotismus durch ein plumpes Manöver zu täuschen. In die sie tun- eine ständige Erschei- angestellten das Brandmal des Sklaven, der werden jeden bestehenden Vertrag einfach zerrei ßen, falls nicht irgendeine überlegene Macht die einer zu allem bereiten Preſſe werden Gerüchte nung wird. Daß dieser Stand geändert, daß ewig ein Sklave bleiben muß, der immer zu Ausführung des Vertrages überwacht. Wir dür laut, in denen ganz unverbindlich und höchst die Systemisierung revidiert werden wird, ist rückgesetzt wird, zu nehmen. Wenn sie die Syfen den gefährlichen Einfluß des Masseninstinktes unbeſtimmt gemeldet wird, daß der bereits eine Spiegelfechterei der Regierungsparteien, ſtemisierung beseitigen wollten, fönnten sie nicht unterschätzen, namentlich wenn diese„ Masse" fertige Plan der Systemisierung revidiert meil durch den§ 2 des Abbaugesetzes der Nores, denn die Regierung braucht die Deutsch eine Nation iſt. Die Vorgänge beim Ausbruch und das Unrecht, das zum Himmel schreit, gut- malbedarf der Kräfte im Staatsdienst auf die bürgerlichen. Aber die Christlichsozialen, Land- des Weltkrieges haben zur Genüge bewiesen, daß gemacht werden soll. Die deutschen Staatsange Dauer von drei Jahren festgesetzt wird und dündler und das beste kommt zuletzt die viele der scheinbar mächtigen Bollwerfe gegen den stellten aber haben in den letzten Jahren so viel während dieser Zeit sie Zahl der sträfte nicht Gewerbetreibenden, begnügen sich mit dem Strieg nichts als Seidenpapier waren. Es kommt darauf an. dem Striege selbst als durchgemacht, daß sie auf diesen neuesten erhöht werden darf. An eine Revision Schein der Wacht." Es genügt ihnen, daß Schwindel der Aktivisten nicht hineinfallen ber eben jest festgesezten Zahl sie in der Regierung sind und es liegt ihnen einem Fluch der Menschheit den Garaus zu systemisierter Stellen ist also an jenen Interessen, die sie mit Svehla, Sroof machen, und die einzelnen Stulturnationen müßWir brauchen nicht daran zu erinnern, was frühestens in drei Jahren zu den und Stramař gemeinjam hoben, mehr, als on sen sich zur Erreichung dieses Zieles zusammenfinden. die deutschen Staatsbediensteten seit 1918 alles ten! Das Empörendste an der ganzen Sache jener Schichte der arbeitenden Bevölkerung des Die Besprechungen auf der Flottenkonferenz mitgemacht haben! Schlag auf Schlag und Jahr aber ist, daß die Systemisierung nichts anderes deutschen Volkes, die vom bitteren Brot des in Genf haben gezeigt, wie schwer sich die Abrü für Jahr wurden ihre Gehalte herabgesetzt, ihre bedeutet, als die neue Form der Ver- Staatsdienstes leben muß. Die Verschlechterung stungsfrage von der großen Bolitik trennen läßt. Rechte verkürzt, wurden sie benachteiligt und drängung deutscher Staatsange der Sozialversicherung und die Aufhebung des Ausgaben für Rüstungszwecke lassen sich nicht gedemütigt und zu Tausenden pensioniert oder stellter. Die Verleihung einer systemisierten Mieterschutzes interessiert die deutschen Regie- vermindern, als wären sie nur eine Frage des entlassen. In langen Johren und opferreichen Stelle ist nämlich abhängig von der Cualififa- rungsvarteien mehr, als das Schicksal der deut- Steuerbudgets. Bei Abschluß des Locarno- BertraKämpfen erworbene Rechte wurden ihnen ge- lion, und die deutschen Staatsbediensteten wer- ichen Staatsbediensteten, das durch das Inkraft- ges hat man der Tatsache Rechnung getragen, daß jeder Friedensvertrag, der das Papier wert sein nommen, die ständigen Arbeiter zu Vertrags- den, auch bei einer einigermaßen guten Sennt treten der Syſtemiſierung endgültig besiegelt foll, auf dem er geschrieben ist, auch von andern arbeitern herabgedrückt, die der Vorstand nach nis der tschechischen Sprache, von den Vorstän- ist. Der beispielloſe Verrat, der da an einer mächten garantiert sein muß als denjenigen, die Belieben entlassen kann, und nach all dem den als minder qualifiziert hingestellt. Die Schichte des schwer arbeitenden deutschen Vol- sich in dem Vertrag gegenseitig verpflichten. Betommt nun die Durchführung der Syſtemisie Regierung, in der deutsche Minister sißen, trifft es in der Tschechoslowakei begangen wird, wird vor die Schiedsgerichtsbarkeit irgendeine Sicherrung, die die Hoffnungen der Staatsangestell- also die Vorkehrungen, um dem letzten deutschen und muß seinen Lohn finden bei den Gemeinde- heit gewährt, muß diese Idee allgemeine Anerkenten endgültig zunichte macht. Staatsangestellten den Dienst möglichst zu verwahlen, die eine Volksabstimmung nung gefunden haben. Eine Nation wird nicht allzu schwer zu bea Die Systemisierung der Stellen im efeln und die paar Deutschen, die noch im über die Sünden der deutschen Rewegen sein, einen Krieg zu beginnen, wenn sie die Staatsdienste ist schon im sogenannten Abbau- Staatsdienst sind, entweder als Vertragsarbei- gierungsparteien werden müssen. werden. dann eben als unzureichend erweisen. Ein Krieg 2. Jefte Ueberzeugung hat, aus dem Kampfe ftegreich hervorzugehen. Nur falls es gelingt, den Völkern tarzumachen, daß ein Sieg unmöglich ist, wird die Welt Frieden haben und die Sicherheit, die die Nationen jetzt im Schuße ihrer Waffenmacht fuchen, werden sie durch den Abschluß von Verträgen finden. Szent- Ivanyi über den Schiffbruch des deutschen Attivismus. Ein geschichtlicher Moment versäumt, der nie wiederkehren wird! In der Sitzung des Parteivorstandes der nur von kurzer Dauer gewesen wäre, da die inneungarischen Nationalpartei hielt der Führer der ren Gegensätze sie in wenigen Monaten aufgerieben hätte. Andererseits hat der Eintritt der Partei, Abgeordneter Szent Ivany ein ReDeutschen in die Regierung weder eine ferat, in dem er sich mit der Entstehung der Aenderung des Regierungskurses, no ch deutsch- ungarischen aktivistischen Soalition, mit ihrer Taktik und mit dem Zerfall des Bündnisses einen Ausgleich der nationalen Gegensätze der ungarischen Nationalpartei mit dem B. d." 2.gebracht. Man hätte den Einzug der neuen Regierung in das Parlament als einen geschichtli befaßte. Er sagt über den Block, den feine Partei chen Augenblid bewerten fönnen, wenn die vor den Wahlen mit den Deutschen bildete, folUrsache des Zustandekommens dieser Regierung der Wunsch nach nationalen Ausgleich und nach nationaler Gleichberechtigung gewesen wäre. Dies war aber nicht der Fall! „ Der deutsch ungarische Wahlblod hatte zum Zwecke die Schaffung einer fräftigen Opposition der Minderheiten. Den Grundcharakter dieses Blocks bildete eine entschiedene bürgerliche Einstellung und die Anerkennung des Staates." Im Jahre 1924; als ich an der Regierung war, bat ich verschiedene Mächte, die von ihnen vorgeschlagenen Schiedsgerichtsverträge noch zurüdzustellen, weil ich eine noch umfassendere Lösung das dann vorgeschlagene Gen fer Protokoll- vorbereitete. Die Frage ist: Werden die Nationen der Welt sich dazu bereitfinden, ihre Sicherheit gemeinsam in der Weise zu garantieren. daß sie sich gegenseitig im Falle eines Angriffs durch dritte zu Hilfe kommen? Werden sie sich dazu verstehen können, in jedem Falle die Entscheidungen des Schiedsgendes: gerichts als unabänderlich hinzunehmen? Auf diese Formel nämlich läßt sich letzten Grundes das Problem der Sicherung des Weltfriedens zurückführen. Die Antworten, die von den einzelnen Mächten auf dem Völkerbunde und auf dem Protokollwege im Jahre 1924 in Vorschlag famen, lauten durchaus erfreulich. So entstand das Genfer Protokoll. Sicherlich waren noch viele Fragen offen, die durch Unterhandlungen hätten geflärt werden müssen, aber wenn man nicht damals die ganze Aktion hätte im Sande verlaufen lassen, so wäre man, glaube ich, heute ein gut Stück weiter. Es gibt sicherlich auch im politischen Leben Gelegenheiten, die so selten sind wie eine totale Son nenfinsternis; wenn der Moment vorübergegangen ist, so müssen wir wieder Generationen warten, ehe sich die Gelegenheit wieder bietet. Wenn wir jedoch den Frieden sicherstellen wollen, so darf das oben erwähnte Protokoll vom Jahre 1924 nicht etwa ad acta gelegt werden. Es mag sein, daß der seinerzeit gewählte Ausdrud Achterklä rung des Krieges" mehr plastisch bildhaft als forreft ist, troßdem scheinen mir die gemachten Vorschläge geeignet zu sein, die Aufmerksamkeit auf den Kernpunkt des Problems zu lentent. Es handelt sich nicht um Abrüstung, es han delt sich nicht um Schiedsgerichtsverträge zwischen den einzelnen Nationen, es handelt sich vielmehr um allgemeine Abkommen zwischen den Völkern auf der Grundlage des Genfer Protokolls vom Jahre 1924. Wir können die Kriegsgefahr bannen, wenn alle Länder den angreifenden Staat in Acht und Bann tun und die Ablehnung, sich dem Schiedsgericht zu unterwerfen, das Merkmal für die An griffsabjicht ist. Sobald die Nationen der Welt diese Sicherheit haben, werden die Waffen sowohl für einen Defensiv wie für einen Offensivkrieg unnötig werden; Abrüstung wird dann von selbst fommen, weil feine Veranlassung mehr besteht, die Rüstungen in umfangreicherer Weise aufrechtzuerhalten, als es die Erfordernisse des polizeilichen Schutzes der einzelnen Nationen notwendig machen. Ende des auftraliſchen Eisenbahnerſtreits London, 10. September. Wie Reuter aus Brisbane meldet, ist der Eisenbahnerstreit in Queensland heute abgebrochen worden. Die Regierung verzichtet auf Maßregelung aller Art, während die Eisenbahner sich verpflichten, in Zukunft den Anordnungen des Eisenbahnministers nachzukommen. Morgen wird der Eisenbahnverkehr teilweise wieder aufgenommen. Der Stampf hat mit dem völligen Sieg des sozialistischen Premierminister geendet, der nicht nur die gesamte öffentliche Meinung, sondern auch den größten Teil der Gewerkschaftsführer hinter sich hatte. 19 Der Rachen. Querschnitt burch ein Beben. Von Verta Selinger. Die ungarische Nationalpartei habe aber freie Sand für ihre Politik behalten. Zunächst jedoch habe sie das Vorgehen der deutschen Akti visten gebilligt, weil das Eintreten für Zölle und Stongrua eine Gelegenheit schien, die allnationale Koalition vollends zu untergraben. Sehr rasch sei hierauf das Problem des Regierungseintrittes gestellt gewesen. Szent- Joanyi sagt darüber: Im September 1926 standen wir also der Frage gegenüber, ob wir uns dieser Koalition anschließen fönnen. Der gemeinsame Klub stand vor zwei Alternativen: Die erste war: Forderung nach Aenderung der Verfassung und Bildung von nationalen Autonomien. Die zweite war: Die Garantierung der vollen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Freiheit der Minderheiten. Der gemeinsame Klub entschied sich für den zwei ten Bunkt, und bildete eine Kommission, deren Aufgabe es war, den Regierungseintritt auf Grund einer gemeinsamen Abmachung vorzuberei ten. Bevor jedoch diese Kommission mit ihren Ar beiten beginnen fonnte, hielt der Bund der Sandwirte eine Sonderberatung ab, in der diejenigen, die den Beschlüssen des gemein samen Klub zugestimmt hatten, nieder gestimmt wurden und der Eintritt des B. d. 2. in die Regierung ausgesprochen wurde. Die aktivistischen Parteien der deutschen Minderheit sind also bedingungslos in die Regierung eingetreten und begannen ein Hazard. spiel, bei dem es um das Wohl und Wehe geht. Sie haben ihre Bundesgenossen im Stiche gelassen, haben die Beschlüsse des gemeinsamen Slubs nicht refpettiert und haben sich mit unverständlicher Gier zu den Regierungstischen gedrängt, in einer Zeit, als sie für ihre Nation hätten be deutende Erfolge erzielen können, in einer Zeit, als sie eine Macht in den Händer hatten, wie nie zuvor und wie sie auch nie mehr für sie wiederkehren wird. Das einzige Argument, das sie zur Begründung ihres übereilten Schrittes herangezogen, war, daß die Rückkehr der tschechischnationalen Stoalition ver hütet werden mußte. Aber auch dieses Argument ist nicht stichhältig, denn es war klar, daß diese Koalition bei einer eventuellen Rückkehr die hunderte Hügel in eigenem Schweigen. Von Waldgras und Beerenkräuticht und wilden Blumen überwachsen, lagen die Gräber von Acht zehuhundertsechzandsechzig. Preußen und Desterreicher ruhen mitsammen von einem graufen, wahnwißigen Tagwerk:„ Denn siche, der Mensch schlag den Menschen, als man es ihm gebot. Und Zorn wider den Bruder im fremden Land." Die Deutschen haben sich sehr billig zur Ver. fügung gestellt, so billig, daß sie nicht einmal die Sprachenrechte der deutschen Minister und der deutschen Parteiberichterstatter im Parlament haben sichern können. So ist die einzigartige und sonderbare Lage entstanden, daß der deutsche Justiz minister, der nur mangelhaft tschechisch kann, im Parlament und in den Kommissionen nicht sprechen darf. Nach unserer Auffassung wäre die einzig richtige Taktik das Abwarten gewesen." An diesem Urteil ist die Feststellung wertvoll, daß im Oktober 1926 Zugeſtändnisse zu erreichen waren, daß aber der deutsche Aktivismus nur ein Ziel im Auge hatte, die Ministersessel, und auf jedes Unterhandeln verzichtete. Die Attivisten waren, wie aus den Grundzügen des Wahlpattes und aus der Rede Szent- Ivanys hervorgeht, feineswegs von allem Anfang der Ansicht, daß nichts zu erreichen sei, und man erst in der Regierung versuchen müsse, einiges durchzusetzen. Aber während die Ungarn auch den Schutz der Minderheiten ernst nehmen wollten, hatten die deutschen Attiviſten nur noch die Teilnahme an der Regie rung und die wirtschaftlichen Vorteile ihrer Klasse und ihrer Person im Auge. Daher versäumten sie einen geschichtlichen Moment, der nach dem Geständnis eines Politikers, der damals in nächster Nähe der entsprechenden Ereignisse stand, nie wiederkehren wird. Sonntag, 11. September 1927. In diesen Feststellungen und Urteilen ist natürlich nichts Neues enthalten, nichts, was nicht von unserer Seite oft gesagt worden wäre, aber es gewinnt dadurch an Bedeutung, daß es ein Gegner, ein bewußter Bürger und Reat. tionär, ein langjähriger Parteigänger der Aktivist en sagt, der solang es ging, bei ihnen blieb und erst nach dem Fehlschlagen aller Möglichkeiten eines Erfolges sich zu einer anderen Politit entschloß. Ein Appell an Mafaryt. Die Arbeiter- Zeitung" widmet dem Fall öblös eine längere Notiz, in der es heißt: Es ist nun überhaupt ein Unfug, daß auch solche Staaten, die den politischen Flüchtlingen grundsätzlich das Asylrecht gewähren, fie ivegen unbefugter Einreise dennoch verurteilen. Das ist die Polizeipraxis auch in Desterreich, obwohl sich die Behörden sagen müßten, daß Regierungen den von ihnen Verfolgten keinen Paß zur Ausreise zu geben pflegen, und daß folg lich die sogenannte unbefugte Einreise einen Teil des Asylrechtes bildet, so daß die aus diesem Grunde verhängten Strafen ungerecht und sinnlos sind. Auch Köblös wurde von der Polizei in Beregszasz zu acht Tagen Arrest verurteilt. Die rumänische Regierung, die diesen Mann haßt, erfuhr bald von seiner Flucht und stellte ein Auslieferungsbegehren. Da aber zwischen Rumänien und der Tschechoslowakei eine Konven tion besteht, nach der die beiden Staaten nur zur Auslieferung von gemeinen Verbrechern verpflichtet sind, hatte die Siguranza wenig Aussicht, Röblös in ihre Krallen zu bekommen. Nun tat die rumänische Regierung, was alle konterrevolutio nären Regierungen in ähnlichen Fällen zu tun pflegen: sie beschuldigte Köblös eines gemeinen Verbrechens, des Mordes, und verlangt auf Grund dieser Anklage seine Auslieferung. Solange 8blös in Rumänien war, wurde diese Anklage gegen ihn niemals erhoben, erst als er über der Grenze war, entdeckte man, daß er ein Mörder sei. Nun wird aus Prag und aus Breßburg berichtet, daß ernste Gefahr besteht, daß die tschechischen Behörden Köblös den Sigu ranzamördern ausliefern. Die Parteivertretung Partei hat in ihrer letzten Sitzung beschlossen, der deutschen sozialdemokratischen gegen diesen schmählichen Bruch des Asylrechtes Protest zu erheben. Reaktion Trumpf ist, sträubt sich der Gedanke da Wenn auch in der Tschechoslowakei heute die Szent- vany erklärt dann, seine Partei sei noch in der Mehrheit geblieben, weil die Ministerparteien immer von den zu erringenden Erfolgen prachen und man ihnen Gelegenheit geben gegen, daß ein Staat, an dessen Spitze Masa ryt wollte, ihre Tattit zu bewähren. Erst als sich fei- steht, daß die tschechischen Parteien, die fast alle nerlei Erfolge einstellten und die ungarischen Ak- in ihren Reihen an hervorragender Stelle Män tivisten die Ueberzeugung gewannen, daß der Re- ner haben, die ihr Leben und damit die Möglichgierungseintritt der Deutschen der größte taktische feit ihrer Wirksamkeit nur dem Asylrecht verdanFehler war, den der Aktivismus begehen fonnte, fen, sich mit der Schmach der Auslieferung eines traten die Ungarn aus. Abschließend urteilt der politischen Flüchtlings beladen sollten. Es wäre Führer der ungarischen Aktivisten und frühere vor allem Pflicht des Präsidenten der Republik, Selubgenosse der deutschen Landbündler über das die allzu diensteifrigen tschechischen Behörden zur politische System Spinas und Mayr- Hartings: Ordnung und Besinnung zu rufen. ,, Wir haben weiter festgestellt, daß die guten Absichten einiger Regierungspolitiker vom tschechischen Nationalismus vereitelt werden und daß sich dieser Nationalismus mit geringen Ausnahmen auf allen Gebieten ebenso auslebt wie früher. Nur mit dem Unterschied, daß dieses Ausleben jetzt mit der Unterstübung und Legitimisierung der Deutschen geschicht. Wir haben die Konsequenzen aus dieser Lage gezogen und die Verhandlungen abgebrochen. Den Tod des ungarischen Aktivismus haben also die deutschen Aktivisten verursacht, als sie in die Regierung eintraten; sie werden jedoch den Tod des deutschen Altivismus herbeiführen." Den Wallensteinern war tageweit in der Runde aller Grund zu eigen. Sie fümmerten sich faum um die reiche Besitzung. Das Wild allein ist Herr der Wälder und Felder, und die Menschen sind nur da, die Kreatur zu schonen und zu hegen. Hunderte von Wildschweinen leben in den Morästen, Reh- und Damwild tum Die Achtung, deutsche Eisenbahner! Chriftlichsozialen werden die Wiederaufnahme de: Abgebauten durchseßen. Das Volk", ein in Jägerndorf erscheinendes Parteiblatt der deutschen Christlichsozialen zitiert die Aeußerung des Herrn Stribrny, wo er sich damit brüstete, als Minister 40.000 tschechische Eisenbahner ins geschlossene deutsche Sprachgebiet gebracht zu haben und bemerkt dazu: Diese offenen Eingeständnisse Střibrnys sind jedenfalls sehr wertvoll für uns Deutsche, denn 1. bestätigt Střibrny die Richtigkeit der aktivistimanche halb entblößt, weil sie die Lumpen nicht mehr flicken konnten, die ihnen um die dürren Glieder hingen. Immer hungrig bei den dünnen Bettelsuppen, feiften sie untereinander und zerrten sich um jede Kruste Brot, die sie doch nicht mehr beißen konnten. Bergunter ging's mit Aechzen und Knarren wußte doch seine Seele nichts ven Saß und von melt sich in Rudeln auf den Waldwiesen und auf wackligen Beinchen mit grindigen Stöpfen und wieder bergauf. Weiter, immer weiter, hinein zwischen hohe, dunkle Tennen, die die ſameidigen Leiber wiegten, die Wipfel neigten, wispelnd, tuschelnd die Köpfe zusammensteckten wie alte Fraubasen, die viel Slatsch und lästerfiche Heimlichkeiten im Sad haben oder auch wie junges Menschenvellicht, das es treibt, einander fosend zu berühren. Der Schwager sah und schmeckte sein Pfeif chen, den kurzen Stummelhund, und freute sich über den fühlen Schatten, der nun sandenweit auf seinem Wege liegen würde, und freute sich auf heim, seine Ruhe. fein Wah!, ein schäumiges Bier. Und der Braune suctie mit geschlossenen Augen seinen Trott, ohne Sott! nub Sith! und träumte von einer Näuje voll Heu, einer Strippe goldenen Hafers. Der Wald war gar. Brennheis lag die Sonne auf den schmalen, granen, jandigen Aederlein, auf denen das Getreide so schütter stand, wie das Saar auf greisem Haupte. Armselige Häusel duckten sich am Straßenrand. Die Schindeldächer hingen morsch mit grü nem Moder überzogen, wie verwitterte Hüte über alte, halbblinde Fensterangen. Oft fehlte eine Scheibe. Ein Stück Packpapier war vor das Loch geklebt, ein alter Hader hineingestopft. Und kein Mensch, kein Hund keine Katze, feine gadernde Henne. Nichts als Armut im unbarmherzigen Sonnenschein, der jeden Riß, jedes Boch, jeden schmutzigen Flicken höhnisch aufzeigt. streift flüchtig durch den Tann. Ehedem lag breit um das Städtlein ein Gürtel der Fruchtbarkeit, die Mark mit nährhasten Aeckern. Der Wald griff herüber und fraß Stück um Stück und schickt sich nun an, auch den letzten magersten, sandigen Streifen zu verschlingen. Was die Häusler noch bauen konnten auf den mageren Schollen, mühsam in sanerem Schweiß, das fraß und zertrat ihnen das Wild oft in einer Nacht Sie flagten darob. Wollten dem freien Tier des Waldes die Freiheit nehmen zu äſen, wo es ihm gefällt. Da ließ der Grundherr die Ackerstreifen vollends zum Walde schlagen. * Ihnen zu Füßen frochen Stinder herum, und Augen, trostlos voll ewigen Jammers. Die Gemeindebanferte, die in dieser Hölle den Liebes. rausch büßten, dem ihre Eltern im Zauber der Sommernacht oder in der Tollheit des Brenntweins erlegen. Da frochen sie auf den schmierigen Fließen, die bedeckt mit dem Auswurf der Alien, und ihre Gespielen die flinken Asseln und ihre beider die Ratten, die frech aus ihren Löchern tamen, um sich ihr Teil von jeder Mahlzeit zu er gattern, und ihre Feinde alle, alle Menschen auf der großen, weiten, reichen Welt. Wann neigte sich ihnen Jesu Angesicht: lasset die Kindlein zu mir fommen Und Herr über Leib und Leben dieses arm seligen Hänfleins Elend war der Profoß. Ein grauer, harter Soldat aus der harten, alten Schule, da man die Menschen zu Knechten und zu Unholden prügelte. Am Ring standen die Bürgerhäuser, glätter, Das Wild frißt den Menschen. reinlicher, und bemühten sich wohlhabend auszu sehen. Zwei Schäufen, zur Traube und zum alten Nah am Schlofse, ihm wohl gleich an hohen Eine Sommerjungfer gaufelte sonnlicht Wallensteiner. Ueber dem Bäckerladen hing Jahren, war das Gemeindehaus. Auf kloßigen Er war geschlagen worden all seine Lebetrunken vor dem Wagenfenster auf und nieder, eine große Brezel aus rostigem Blech an einer Quadern ein Bau, feſtgefügt auf eichenen Bohlen. tage von denen, die jeweilen Gewalt über ihn wiegte sich wollüftig auf den schillernden Flügeln. rostigen Stange und quarrte und fnarrte im Und darin, schnurrig, kreuz und quer verstreut, hatten. Teisen Windeshauch. Dort drüben hielt der kleine, wunderliche Fenster; ein bissl trübe, ein Sätschelte ihn heimlich die Mutter, so schlug ihn ein. Es war schön, schweigsam und düster, und Töpfer billige Kacheln und Safen feil. Und bifft verträumt, ein bisst unwillig aufblinzelnd der Vater so härter, entlief er in Herzensnot und leise Traurigkeit seg zehrend am Herzon. Dies vor der Tischlerei stand der Meister in Hemd- im grellen Sonnenlicht. Angst dem Stock des Meisters, so lief er geradezu meilenlange dunile Tannengeniste ohne das hei- ärmeln, das Haar voll lockiger Hobelspäne, und Unten war das Armenheus. Dort, in Mo- unter die Fuchtel und die neunschwänzige Kartere Lächeln und Grüßen des frischen Länblings schielte verlangend zur Traube hinüber, wo der der und Ungeziefer, hielt christliche Nächstenliebe batsche. Er war geschlagen worden, bis kein dazwischen. Die Abreschen am Wegrain waren Schmied den Bierkrug kippte, daß ihm die schäu- eine Schande versteckt, daß sie nicht draußen im Hälmlein der Menschlichkeit, fein grünes Gräseben erst träge und sinnig dabei, ihre Beeren- migen Flocken an Bart und Schurzfell hingen. Ceitlich die Gaffe hinunter lag hinter fumpf- Windische Greiſe, verkommen und ſo hilflos, er mehr in feiner Geel so würde au schlagen trauben anzuseßen, schwelgien noch nicht im ergötzlichen Rausch ihrer lachenden Scharlachfarbe, grünem, fauligem Teiche das Schloß. Grau, allen wegblinden Augen zu munterer, erquick- tropia, zerschunden, schaute es wie ein wetterlicher Weide. fester Landsknecht, ein altes Jagdhaus derer von Und zwischen den düsteren Bäumen lagen Waldstein. daß sie den Löffel nicht zum Munde führen nicht aufhören, bis ihm der Tod die Karbatsche fonnten, ohne sich zu befudeln. Alte Frauen mit aus der Faust riß. schwärenden, halbblinden Augen, die armen Hände von der Gicht gekrümmt und verquollen, ( Fortsetzung folgt.) Sonntag, 11. September 1927. geschicht!" schen Politif; 2. gesteht er, daß es ein geschlossenes beutsches Gebiet gibt; 3. gibt er uns das Recht, die Einstellung deutscher Gisenbahner zu verlangen, damit das Unrecht, das unter ihm geschehen iſt, out gemacht und der„ Gleichberechtigung" die Wege bereitet werden können. Wir wollen dafür sorgen, daß es Dieses Versprechen des christlichsozialen Par teiorganes wird weit über die Grenzen Schlesiens mit Genugtuung aufgenommen werden. Bisher haben die Aktivisten tatculos dem fortgesetzten Abbau deutscher Staatsangestellter zugeschaut, jetzt wollen sie radikal damit Schluß machen und sogar die Wiederaufnahme der Entlassenen der deutschen Eisenbahnen erzwingen. Sie wollen dafür sorgen, daß es geschicht. Bravo! Und wir werden dafür forgen, daß dieses Versprechen auch nach den Gemeindewahlen nicht in Vergessenheit fommt. Seite 3. Tages- Neuigkeiten. besteigt unter dem lebhaften Beifall des vollbeNach Wiederaufnahme der Generaldebatte Gehört das zum Nicht- Angriffs. setzten Hauses Briand um 10 Uhr 40 Min. Batt? die Rednertribüne. In mehr als einstündiger Redakteur Dolenga Mostowicz Warschau, 10. September. Vorgestern abends Kindermörder Militarismus! Rede 30g er die Bilanz der bisherigen Ergeb- berich- dentiste Bospolita", Unter dieſem Titel leſen wir in unserem Tun niffe der Generaldebatte und zerpflückte mit der gerade s mjein Dans freien wollte, von vauer Parteiblatt folgende schwere Auflage: the christlich- dentokratischen„ Rzecz ihm eigenen Ueberzeugungskraft und der ſtarken eben süppelit bewaffne en Männern wieder sind zwei junge blühende als er Haus" treten Und lichen Wirkung alles was gegen die Arbeit des gejerinden em 20 Kilometer von der geworden. Wieder fanden zwei junge Burschen Eindringlichkeit seiner Rednergabe und persön niedergeschlagen, getnebelt, in ein Automobil Menschenleben das Opfer des Militarismus Völkerbundes oder einzelner seiner Organe bis- Stadt entfernten Wald verschleppt. Dort wurde aus gezerrt an einem her vorgebracht worden war. Dabei nahm er er erbarmungslos geprügelt, wobei die Angreifer blindgänger, spielten damit, wodurch eine Sausbrunn einen Schrapnell. bei Beginn seiner Rede und an vielen Stellen ihrem Opfer sufcbrien: So darfſt Du nich: Explosion hervorgerufen wurde, die beide Bezug auf die gestrige mutige und eble Rede von über den Marschall schreiben! Gente hast Du iunge Menschen in Stücke riß. Und wieDr. Stresemann. Er ironisierte in oft sehr glüdes bekommen, morgen bekommt es ein anderer!" der war die Stätte des grausigen Fundes der lich gewählten und wirksamen Worten die Aus Endlich ließen die Banditen von ihrem Opfer Artilleriefchießplatz von Malacka. Zwölf Todes. führungen verschiedener Redner der Generalde- ab und fehrten mit dem Auto nach Warschau opfer durch auf dem Artillerieſchießplatz von Mabatte, die ebenfalls Mangel an Vertrauen in die zurück. Dem Redafieur gelong es, fich bis zur lada liegen gebliebene Blindgänger! Zwölf junge gemeinsame Arbeit zeigten und bekannte sich in Landstraße hinzuschleppen, wo ihn dann en Menschenleben, Kinder, durch die unerhörte, ver einem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Bauernwagen aufnahm. Eine Untersuchung ist brecherische Schlamperei des Militarismus und starten Schlußwort zu der Ueberzeugung, daß der eingeleitet. Friedensgedanke auf dem Wege über die Schiedsgerichtsbarkeit und die AbEin sozialdemokratischer Sieg üstung triumphieren müſſe.: in Czernowig. Bukarest, 9. September. Die Gemeinderats Zagung der Internationale.. 12. Gammelausweis für die Opfer Der Butschversuch in Litauen. 28001 feiner Organe. Soll dieses Morden von Kindern noch lange fortgehen? Wann wird sich die Oeffent lichkeit dagegen erheben und das Ministerium für nationale Verteidigung aus seiner Gleichgültigfeit aufrütteln? Steine statt Salz. Lebensmittelverfälschung durch das Finanzministerium. Memel, 10. September. Von der Pressestelle des Gouvernements wird dem„ Memeler Dampfboot" mitgeteilt: Führer des Taurogener Butsches waren Saupimann a. D. Majus, ferist, ein früherer Abgeordneter der sozialdemo ner ein Mann, dessen Name noch nicht ermittelt fratischen Fraktion im Sejm und ein Gymna sallehrer. Nach Aufdedung des Putsches find die In der letzten Zeit ist die Qualität des in Genannten in Autos in die Georgenburger Wälder Zschechoslowakei verkauften Salzes so verder geflüchtet. Diese sind von Militär um schlechtert worden, daß es eigentlich kein Sal; ſtellt worden. Die Flüchtlinge haben aus der mehr ist, das man kauft, sondern zermahlene Taurogeuer Abteilung der Emiffionsbant 200.000 Steine und Erde. Was man als Salz verkauft, Litvas und 3000 Dollars geraubt. Bei der ist ganz schmierig und schwarz, und es erfaßt Säuberung der Stadt von den Putſchisten wur einen ein Glel, wenn man diese gemahlene graue den mehrere Aufständische verhaftet. Sonst herrscht Erde auf dem Tisch als Salz vorgesetzt erhält. lim ganzen Lande Ruhe. Statt den Appetit anzuregen, wirkt dieses Salzproduft direkt unappetitlich, und wenn ein Privaimann ein solches Produkt in den Handel bringen würde, würde er zweifellos wegen Lebensmittelverfälschung belangt werden. Es wird nichts anderes übrig bleiben, als einmal dem Herrn Fibrot zu überreichen und ihn aufzufordern, dieses nanzminister im Abgeordnetenhaus eine solche Tüte mit Salz vorzulegen, ihm dazu ein ButterButterbrot mit solchem Sal; bestreut zu essen. Vielleicht würde, wenn der Herr Finanzminister davon Wagenbeschwerden bekäme, oder wenn sich ihm der Magen vor Efel umdrehen würde, Abbilfe geſchaffen und beſſeres Salz in den Handel gebracht werden. Wenn wir Staatsanwälte hätten, die nach allen Seiten gerecht handelten, dann bätte sich schon längst einer gefunden, der das Rolatorganisation Teichen 10, Lokalorganisation Finanzministerium wegen Lebensmittelverfäl Ladung 196, Lokalorganisation Strahl 125, fchung belangt hätte. Es ist einfach ein Skandal, Lelalergenisation Denzendorf 191, Lotalorga- wie das Finanzministerium das Salzmonopol nisation Wegstädtl 645, Lokalorgan. Scheide mißbraucht und was es der Bevölkerung vorscßt. mühl 26.25, Lokalorganisation Aich 27.90, Lolal- Wenn der Herr Finanzminister organisation Tüppelsgrün 96, Lokalorganisation einen unten Pflichtgefühl gegen Drahowiß 307, Lokalorganisation Nieder- die Bevölkerung besigt, muß er grund 66, Lokalorganisation Eiland 91.50, Lo- gegen diesen Skandal einschreiten. falorganisation Jonsdorf 146, Lokalorganisation Wilsdorf 90, Lokalorganisation Schönborn Das Sprachenunrecht in der Slowakei. Der 145, Lokalorganisation Peiperz, Obergrund, 58, ungarische Abgeordnete Gregorovics wandte Lolelorganisation Schirmdorf bei Landskron 65, sich mit einer Interpellation an den MinisterLokalorganisation Zohjee 50, Lolalorganisation präsidenten, in der er sich darüber beschwert, daß Olbersdorf 100, Lokalorganisation Tscherno in 23 ungarischen Gemeinden in der wier 20, Lokalorgan. Thomigsdorf 52.50 Au- 3ips in den Aemtern nicht ungarisch ge= gestellte der Bezirkskrankenkasse Tepliß 77, Lokal- prochen werden dürfe, da die tschechischen organisation Voreslan 74, Lokalorgan. Klein Beamten diese Sprache nicht beherrschen. Ein augezd 52, Lokalorganisation Wistri 106.50, ähnliches Memorandum verfaßten 104 ungarische Lokalorganisation Tischau 37.50, Richard Bauer, Eltern aus der Gemeinde Matrane, die sich Tepliß, 100, Verband der Holzarbeiter, Tepliß darüber beschwerten, daß in den Schulen nuv 50, Ortsgruppe der Fabriksarbeiter Wistrit und flowafisch unterrichtet wird. Arbeiterschaft der Fa. Burkert, A. Urbach& 50. 248, Lolelorganisation Langendörflas 26.10, nifig, Sett. X, 60, Auffig, Seft. VI, 232, Lokalorganisation ladis 20. 20. Summe des 12. Ausweises: 16.895.05 K, Gesamtsumme: 88.901.30 K. wahl in Czernowi, in der einzigen rumäni Vorsiß von Henderson ist heute das Erefu Brüssel, 10. September( Eigenbericht). Unter schen Stadt, in der der Einfluß der sozialdemokra tischen Arbeiterschaft sogar mit den Methoden der tivkomitee der sozialistischen Internationale hier Siguranza nicht gebrochen werden konnte, hat zusammengetreten. Auf der Tagesordnung steht einen bedeutenden politischen und morali die Festsetzung der Verhandlungsgegenstände für schen Sieg der Sozialdemokraten den nächsten Kongreß der Sozialistischen Arbeiter gebracht. In dem aufgelösten Gemeinderat hatten Internationale. Erschienen sind die Vertreter fie fünf Sive von vierundzwanzig. Nun ist es Englands, Belgiens, Frankreichs, Hollands, Ita ihnen gelungen, ihre Mandatszahl troß des Ter- liens, Desterreichs, Schwedens, der Schweiz und rors und der ungeheuerlichsten Fälschungen auf der Tschechoslowakei. Für die deutsche Sozialsechs zu erhöhen. Aber den großen Fort- demokratie der Tschechoslowakei nimmt an den schritt der Sozialdemokraten fann man nur er- Beratungen Abg. Gen. Taub teil, D. Red.) mejsen, wenn man die Entwicklung ihrer Stim- 20222000 menzahl und die Eigenart des rumänischen Propors" mit in Betracht zicht. Die Zahl der Vlantersdorf 125, Lokalorganisation Gii nthersdorf 202, Bahlberechtigten in Ezernowiß betrug 14.500, die der Unwetterkatastrophe Lokalorganisation Großwöhlen 155, Lolalorganisation Hochdobern Zahl der abgegebenen Stimmen aber nur 8517. Die fehlenden Wähler wohnen in den Vorstädten Belegschaft der Britannia- Kohlenwerke, Rö- 419.75, Lojalorganisation Höfli 142.50, Lofalnigswerth, 76, Belegschaft der Königs organisation Niederebersdorf 1072, Lokalund konnten sich an der Wahl nicht beteiligen, berger Rohlenwerte 228.45, Arbeiterschaft der Fa. organisation leinboden 110, Lofalorganisation weil ihnen die Wahllegitimationen nicht zugestellt Noe Strok, Liebauthal 1225.67, Belegichaft der Karlsthal 82, Lokalorganisation Reichen 51, wurden und man sie ihnen trotz aller Reklamatio- Ludmillageche, Königsberg, 59.25, Verband der Lefalerganisation Sermersdorf 254, Bez., Org. nen nicht ausfolgte. Der Mehrzahl nach sind dies Holzarbeiter Rönigsberg 116, Lotalorganisation Währ.- Ostrau 11, Lokalorganisation Schindl fozialdemokratische Arebiter, und so sind die So- Weipert 235, Lokalorganisation Saaz 25, Lo- wald bei Neudet 30, Lokalorganisation Kamnik zialdemokraten um einige tausend Stimmen ge- talorganisation Pflanzen 17, Arbeiterschaft der Neudörfel 236, Lokalorganisation Strobis tommen. Dennoch haben sie sich ausgezeichnet be- Papierfabrit Sandhübel bei Freiwaldau 179, 30, Angestellte des Monjumvereins Mics 134, 20hauptet: fie erhielten 3499 Stimmen, das find Lokalorganisation Endersdorf 34, Lokalorgani- talorganisation Gibach bei Mies 28, Lokalorga 41.6 Prozent, die Liberalen 4278 Stimmen oder fation Weidenau 25, Lokalorganis. Friedenisation Schwarzbach 10, Bez.- Org. Brünn 30.19 Prozent. Obwohl die Liberalen um keine berg 38, Lokalorganisation Nitlasdorf 24, 1870,50, Lokalorganisation Bodenstadt 138.50, achthundert Stimmen mehr hatten, erhalten sie Lokalorganisation Freiwaldau 48, Arbeiter achtzehn, die Sozialdemokraten aber mur sechs schaft der mech. Weberei Maher, M.- Trü bau, 322, Mandate. Das ist die Folge des„ Prämiensy- Arbeiterschaft der Seidenweberei M. Schur, M. stems": die Partei, die mehr als 40 Prozent der Tri bau, 368.87, Arbeiterschaft der A. G. vorm. Stimmen gewinnt, erhält 75 Prozent der Man- R. Reichert 517.11, Arbeiterschaft der Seidendate! Bei einer wirklichen Berhältniswahl müß- färberei M. Schur, M.- Trübau, 146, Arbeiter ten die Liberalen zwölf, die Sozialdemokraschaft der Metallgießerei Mayerhofer& Wrhal, ten zehn Mandate haben. Den Aufstieg der So- M.- Trübau, 48, Arbeiterschaft der Färberei Frz. zialdemokratie bezeugt die Tatsache, daß bei den Bittner, M.- T r i bau, 30, Bräuhausarbeiter W.letzten Gemeinderatswahlen im März 1926 in Trübau 34.50, Arbeiterschaft der Seidenweberei Czernowitz die Sozialdemokraten im ersten Wahl- Eisenberger, M.- Trü bau 545, Arbeiterschaft der gang 2919 Stimmen erhielten, obwohl sie damals Fa. Steinbrecher, M.- T r i bau, 141, Arbeiterschaft mit den Zaranisten gemeinsame Listen hatten. der Silberwarenfabrik Bibus, M.- Trüban, 147, Jetzt erhielten die Sozialdemokraten allein Lokalorganisation Triebendorf 50, Arb. der 3499 Stimmen, also bedeutend mehr als 1926 die Zementfabrit Frz. Koldas, M.- Trü bau, 54, Lot.gemeinsame Liste. Zu den Gewählten gehören die Organisation M.- Trüb au 190, Bez.- Org. 3 wit Genossen Pistiner, Gaidosch, Tan und Roll. tau 975.20, Lokalorganisation Wannow 40.50, Hochzeit Tremmel- Kraus, Predlig, 120, Aussia, Selt. V, 143, Transportarb.- Ortsgr. Teplit 100, Aussig, Selt. XIV, 24, Verb. der Lebensm.- Arb., Ortsgr. Auffig, 36.50, Lokalorganisation Pöm merle 50, Lotalorganisation Schredenstein 284, Verb. der Transportarbeiter Auffig, Stein bruch, 23, gofalorganisation Großpricien 84.50, Aussig, Sett. II u. III, 170, Ortsgruppe des In dustrieangestelltenverbandes in Prag 100, Lokal organisation Bensen 618, Lokalorganisation Rede Briands in Genf. Genf, 10. September.( Wolff.) zu Beginn der heutigen Vormittagssitzung beschloß die Völ ferbundsversammlung auf portugisischen Antrag alle die Mandatsgebiete betreffenden Fragen dem politischen Versammlungsausschuß zur Beratung ju überweisen. Rundfunt für Alle! Radio unb Esperanto. Der internationale Bund der Sendegesellschaften hatte auf seiner Tagung in Lausanne, am 17. Mai, tine Entschließung für die Verwendung des Esperanto gefaßt, die nun der Königsberger Sender als erste Station verwirklicht. indem dieser Sender seit dem 15. Juni jeden Abend einmal in Esperanto ansagt; an jedem Freitag, um 22 Uhr, wird das nächste Wohenprogramm in Esperanto angekündigt. Der Süddeutsche Mundfunk Stuttgart gibt von Freitag, den 24, Juni, ab jeden Freitag 19.45 Uhr die Hauptpunkte seines Programmes in Esperanto bekannt. Die Wiedergabe von besonders wichtigen Nachrichten auf dem gleichen Wege ist für später vorgesehen. Julius Fried und der Olmüßer Erzbischof. Befanntlich wurde im vorigen Jahr der Jurist Julius Fried aus Stremfier im Schnellzuge Prag- Wien bei der Grenzdurchsuchung in Lun Deburg angehalten, als er einen Betrag von 900,000 K über die Grenze schmuggeln wollte. Fried hatte im Auftrage des Zentraldirektors der erzbischöflichen Gü-= der Kinderstube. 18.40: Esperanto- turs. 19: Konzert. Adam: Lalo: Le Mon d'ß. Ouverture. 2. S. Rujevicky: Aus dem Non terverwaltung in Stremjier diese Summe Die Nürnberger Buppe. Ouverture. Siebe: Starneval. Suite.zert Fis- Woll, op. 3. für Kontrabaß. 3. 2. Delibes: a) Wufit Morena: Von Pontius zu Pilatus. Potp. V. Mascaqui: Inter der Automaten und Walzer; b) Czardas aus dem Ballett Coppélia, nach Deutschland bringen wollen, um sie zur Bemezzo aus der Operette„ Si". Strauß: Schottischer Hoch( Weninger). 4. 3. S. Tichaitowitij: Canzonetta, op. 35. r. 2. zahlung eines vom Olmützer Erzbistum in Breuzeitsmarsch aus der Operette„ Didi". 20: Sumoristisches. 20.30: Jean Sibelius: Nocturno, op. 51, Nr. 3( Geigenfofo). 5. 2. 3. Luftiger Abend. 22: Wie Prag. Zichaitowitij: Walzer aus der Serenade, op. 13, Nr. 2 Meninger: Risch Schlesien angekauften Gutes zu verwenden. Prekburg, 300. 16: Landwirtschaftlicher Funk. 18.15: Ronzert 2: Zeitfigual der Prager Sternwarte. Beste Nachrichten des Die Untersuchung förderte zutage, daß Fried für des Kammertrios des R. J. Saydn: Trio a- dur Nr. 13. n Breffebüros, Uebersicht der Tagesereignisse und Sportnachrichten. denselben Auftraggeber im Jahre 1924 400.000 bante. Allegro. Beethoven: Trio es- dur, op. 1 r. 1. 10.20: 22.20: Schallplattenmufif. taatlichen Denkmalschutes in der Glowafci. 22.50: 28ie börse, Betterbericht, Breffenachrichten, Sport und Theater. 17.15: Die Erziehung der reiferen Jugend. 1935: Graebniffe des Brinn, 41, 12.15: Mittagstonzert. 14.30: Brager Effetten Kronen und später noch einmal 500.000 K Brag Raschau, 1870. 19: Dr. J. Obisovffy. Rezitation aus den Sendung. Prof. Baul Blum: Stourad Ferdinand Mever. 18: noch während der Untersuchung seine juristischen Frauenfunt. 17.35: Deutsche Breffenadbrichten, 17.15: Deutfche über die Grenze geschmuggelt hätte. Fried hatte Werken moderner Dichter. 19.15: Prefsenachrichten. 19.25: Ron Beitfignat, Landwirtschaftlicher Funt. Die Entwicklung der Studien vollendet und das Doktorat abgelegt. er: des Nozal Quartetts. 2. v. Beethoven: Op. 18, Nr. 2. C. Schweinezucht. 18.20: Durch Bolen nach Lettland. 19: Stonzert Grieg: Quartett op. 27. 1. Budapest, 556. 20.15: Französischer Abend. 22: Zigeunermusit. Frand: Le mariage des roses. B. Godard: Te souviens- tu? 3. fandidat wurde aber von der Brünner Advokatendes M. J. Orchesters. 1. E. Grieg: Peer Gynt, Suite. 2. C. Sein Ansuchen um Aufnahme als Advokaturs= Daventry, 1604. Uebertragung aus dem Convent Garden. Waffenet: Elegio. 3. S. Rachmaninow: Variationen für Klavier Don Quixotte", Ballett. 21.35: Orchesterkonzert. auf den Trauermarich von Chopin. 4. B. Borodin: Die schlafende fammer abgelehnt mit der Begründung, daß die Rom, 450. Snmphoniekonzert. Fürstin. A. Rubinstein: Afra. C. Gjuj: Es dümmert schon wiederholten Schmuggeleien einen Beweis für Wien, 517. 18: Jugendstund„ Lederstrumpi". 20.05: Alte 5. B. 3. Tidhaitomiti: Streichquartett B- Dur, op. 11. 20.30: und neue Wiener Boltsmufit. Hörspiel. Der Theaterfuß". 21: Hebertragung aus dem Café feine Vertrauensunwürdigkeit bilden. Zürich. Spanische Tänze und Serenaden. Dr. Fried erhob Berufung an das OberlandesBreßburg, 300. 17.45: Ronzert. rie aus der Oper„ Bobeme". Duelt des Rudolf und Marzell aus der Oper Boheme". Karten gericht, welches den Beschluß der Advokatenkamarie aus der Over" Carmen" Giordano: Arie Gerards aus der mer bestätigte und nun hat auch der Oberste dour"." N. Wagner: Szene zwischen Ortrude und Telramund aus dem 2. Afi„ Lohengrin". 19: Der Preßburger Dom. 19.20: lleber die Bedeutung der ökonomischen Gemüsepflanzung. Wie Prag. Deutschland. Rosenbreier in Brünn. 22: Wie Prag. Eine Esperanto- Radiostation wurde ehrling, feine Ausbildung. 15.10: Rochanweisungen und Speife Oper Andrea Chenier". Verdi: Duett aus der Oper Trouba Gerichtshof die Entscheidung gebilligt. in Cleveland( Nordamerika) gegründet. Sie Set auf Welle 272.6 Meter, st, Carnegie Hall. fenbungsberatung. 17.30: Die moderne Tageszeitung. 18.30: Englisch. ferno". 2. Nuba: Mährische Lieder. Budapest, 556. 20: Slavierfonzert. 22: Zigeunermusik. Daventry, 1601. 20.30: Streichquartett. 22.30: Tanzmusit. Deutschland. 20: Königswusterhausen, 1250. 12: Englisch. 15: Der ländliche folgen. 16: Das Bildungswesen in Frankreich). 16.30: Erzie Aus Fullers Landen. Der Gouverneur des 18.55: Verfaufstechnik und Reklame. Vorschläge zur Förderung Staates Indiana wurde von der großen Jury des Umsatzes. 20.30: Wie Berlin 481. Tänze. Beethoven: Deutsche Raschau, 1870. 19: Dr. M. Oravcora: Sergei Jefenin. 19.15; wegen Sorruption angeklagt. Er wird be= Tänze. Grieg, Woszfowffij, Dvořat, Lanner, J. Strauß. Pressenachrichten. 19.25: Solistentonzert. H. Wieniawiti: 2. und Breslau. 20: Gefange zur Lante. 21: Dante: Aus dem 3. Say aus dem Geigenkonzert D- Moll, op. 22, Nr. 2.. Serold: schuldigt, 10.000 Dollar( 330.000 Kč) von Frankfurt 429, Stuttgart 380, Langenberg 169, München 586. Arie Bamba's aus ber aleidon, Oper. tiranet: Slowafische einem einflußreichen Führer des Ku- klux- silan 20: Tenor. Weader. Lieder und Arien. Anschließenb: Ein Gefänge. Fr. Kreisler: Alaifische Handschriften, Altwiener Tanz lied. Jar. Svapil: Slowakische Lieder. A. Jiranet: Slowakische angenommen zu haben, um auf einen hervorAbend Leo Satur. Gefänge. Schubert Kreisler: Ballettmufit aus Rosamunde". Jar. ragenden Staatsposten ein Mitglied dieser VerHamburg, 395, 20: Orgelfonzert. 21: Rammermufif. Leipzig, 366, 20.15: Konzert. Sändel, Bach, Scarlatti. 21.15: vapil: Slowakische Lieder. A. Jirane!: Slowakische Gesange. einigung zu ernennen. Die Klage wurde auf Gut felt muß wandern". Al- capella- Chöre. Grund einer Untersuchung eingebracht, welche das ganze Jahr dauerte und bei der sich aus Zengenaussagen ergab, daß es sich um eine MasRönigswusterhausen, 1250. 15: Erlebnisse einer deutschenen forruption im Staate Indiana handle. Auswanderin in Paraguay. 16: Bildungswesen in Frankreich. 17: Die moderne Tageszeitung. 18.30: Spanisch. 19.30 Bic Berlin. Ein Dorf abgebrannt. In der Ortschaft 181. Der Vampyr". Opernübertragung. Breslau, 323. 16.30: Donizetti und Bellini. 20.10: Sympho- Kozlow hat ein Brand 47 Wohnhäuser eingeniefonsert. äschert. In den brennenden Häusern sind 7 cr Frantfurt, 429. 20.10:„ Der lebende Leichnam" von Tolstoi. sonen ums Leben gekommen. Von dem Brande Anscht. Challplatten. Samburg, 395. 20:„ Lieselott von der Pfalz". Anschl. Konzert- wurde u. a. auch die Ortskirche schwer beschädigt. übertragung. Langenberg, 469. 17.30: Kammermusik Ravel: Quartett. Als Tags darauf in der Kirche ein Gottesdienst Beethoven: Op. 18, Nr. 1, 19.30; Orpheus in der Unterwelt. abgehalten wurde, stürzte das vom Feuer beſchäLeipzig, 366, 20.15: Bon urewiger Liebe. 22.15: Tanzmusif. digte Dach ein, tötete eine Person und verletzte eine große Zahl schwer. Programm für Dienstag: Programm für morgen, Montag. Brea. 319. 10.50: Schallplattenmufi 11.35: Landwirtschaft her Rundfunt. 12: Breffenaturichten, Zeifignal. 12.10: mit fonsert, 10, 16.15: Boviennachrichten. 17: Schallplatten fil. 18: Sinderſtündchen. 18. De at tj de Sendung. Karl Johannes dwars, Dramaturg und Regisseur bes Reiterbericht und Tagestenigleiten vom Breffebüro, hierauf: Dr. deutschen Theaters in Prag: Der Theaterdirettor", ein Märchen. In Malamen perbrochen und im Radio gesprochen. 18.45: Landwirtschaftlicher Rundfunk 19 Das Erträgnis der Arbeit. 2. Zeil. 19.15: Rundfunk für Industrie, Handel un Gewerbe. 20: Betterboraussage und Preisenachrichten 20,10: Lustiger Abend. uber: followalische Lieder für Stlarinete mit sulavierbegleitung. Chan C. 9. Bichrer: Strauß Willöder Suppé. Botpourri. Ebanfons. Fr. Kroepico. Bbanintie auf das gled: 3m tiefen folet: lib im bier.. batic Coppicet, 21,500 riglen bes reßbüros. 22.20: Stonzert der Brager Cleruatie. Zevie nach 11.30: Prager tenbörse, Wetterbericht, Bressenachrichten. 17.15: Rinderede. 17.35: jozialen Versicherung. 19.15: Ueber das Leben und die Werke V. bung. Disp. R. Sidl: Die Hausfrau beim Einkauf von Le Weter( Gbell). 20: Wettervoraussage und Pressenachrichten. 20.10: bensmitteln. 18: Zeitsignal. Landwirtschaftlicher Funt. 18.20: Drei Blasmufit. Blasmusit. Xylophon Solo. Tamburizzachor. Solo für Kapitel über die Erziehung der Griechen und Römer. 1. Aus Säge. Tamburizzachor. Blasmusif. 21. Bunte Stunde. 1. E. terer Abend. Proq, 319. 10.50: Vormittagstonzert. 11.35: Landwirtschaft licher Rundfunt. 12: Zeitsignal. Breffenachrichten. 12.10: Schall. plattenmufit. 16.30: Ueber die Kalenderreform. 17; Kammermujit. Mito.: Ondřicet Quartett. 2. v. Beethoven Quartett G- dur, op. 18. M. Glazunom: Quartett A- Wolf, op. 64. 18.05: Ueber praden. 18.20; Dentide Sendung. Wetterbericht unb Lagesueuigkeiten vom Breffebüro, hierauf: Medalteur Robert Roblert, Prag: Die 3eitung und ihr Leser. 18.45: München, 536. 19.25: Werte für zwei Klaviere. 20.30: Sei WATC Todesurteil gegen einen Gaffenmörder. Das Schwurgericht Mähr. Ostra 1: verurteilte am, Dienstag den 27jährigen Rudolf Petros aus Kunzendorf bei Ostrau zum Tode durch den Strang. Petros drang im Vorjahre in die Wohmung seiner Schwägerin Marie Petros, in der er die Urheberin der Abneigung seiner Gattin gegen ihn sehen zu müssen glaubte, ein, feuerte auf sie aus einem Armeerevolver mehrere Schüsse ab und tötete seine Frau. Petros hatte vergeblich versucht, nach seiner Tat Selbstmord zu verüben. Er war geflüchtet und konnte bald durch die Gendarmerie verhaftet werden. Familiendrama in Rochliß. Freitag abends tötete die Fabriksarbeiterin Enge in Oberroch liz, welche mit ihrem Ehemann einen Streit ge habt hatte, ihre beiden Knaben im Alter von 1 und 4 Jahren, indem sie ihmen mit einem Ra siermesser den als durchschnitt. Die Frau unter rahmi sodann dreimal Selbstmordversuche, die aber mußlangen, und wurde schließlich in schwer verletztem Zustand ins Krankenhaus nach Hochstadt gebracht. pflichten. Schön ist das Goldatenleben.... Sonntag, 11. September 1927. Das Rätsel um den Gekreuzigten". Die Untersuchung der Ursachen der Zerstörung der Christusstatue„ Der Gefreuzigte" des Berliner Bildhauers Joseph Thorak auf der großen daß Wie die pompösen Manöver tatsächlich aussehen. Ueber den Wert oder Unwert der Manöver| todmüde, Blasen an den Füßen, manch einer sinkt, Berliner Kunstausstellung scheint eine übergehen die Meinungen auseinander. Der Militarist ohne zu effen, ins Stroh. Am nächsten Tag, einem raschende Wendung zu nehmen. Daß ein Serab= behauptet, sie seien notwendig, andere Menschen er Sonntag, achen die Fußmaroden zur Marodenvisit:. fallen der Statue von ihrem Poſtament infolge bliden darin eine dumme Spielerei, eine unnüße Der Arzt versicht sein Fach, als ob er im Kriege von Abbröckeln des Wachsüberzuges erfolgt ist, Quälerei der Mannschaften und eine Verschleude- gewesen wäre: Ein Pinſelſtrich mit Jod und die scheint in Anbetracht der ganzen Konstruktion rung von Steuergeldern. Jeder, der ais Soldat je oft handiellergroßen Blasen sind„ neheilt". Die des Kunstwerks ausgeschlossen, zumal auch das ins Manöver zog, wird der zweiten Meinung bei- Diannschaft flucht auf die Bergschuhe, die so schänd- aus Backsteinen gemauerte Postament keine An zeichen einer Senkung oder Beschädigung auf. lich drücken:„ horská rota, horsfá bota". Auch heuer fanden wieder Manöver statt. Uns Sonntag haben wir„ Bereitschaft". Natürlich weist. Ueberdies hätte auch ein drohendes Abliegen Berichte von Leuten vor, die als Reservisten schlie auch die„ Gewehrvisite" nicht. Dann ein bröckeln der Figur, die fast vier Monate lang an an dieser Kriegsspielerei teilgenommen habent, und Nachtma rich." In der Nähe von Rosenberg der gleichen Stelle gestanden hatte, schon früher menn fie anders lauten, als die begeisterten Kriegs- Rauch- und Sprechverbot, denn man glaubt bemerft werden müssen. Andererseits sind auch berichte der„ Prager Presse", so ist das nicht unsere im Monövergelände zu sein und der„ Freind" könnte für die zunächst aufgetauchte Vermutung, Schuld. Einem dieser Berichte, der von mehreren etwas merken. Aber es acht weiter:" 7½ Stunden die Zerstörung der Figur durch religiöse Fana tifer hervorgerufen worden sei, noch feine posi Teilnehmern gezeichnet ist, entnehmen wir folgendes: ohne Aufenthalt. Der Schweiß rinnt und die Füße tiven Anhaltspunfie gefunden worden. Die Nach„ Die Gruppe, zu der wir gehörten, führte den brennen wie höllisches Feuer. Unterwegs haben wir forschungen der Sviminalpolizei haben vielmehr Ramen IV. horify propor. Unter uns Rejer die halbe Mannschaft verloren und endlich um 4 Uhr die Wahrscheinlichkeit eines Racheafies ergeben. visten befanden sich Leute, die schon in den Jahren frith iſt Raft. Wo die Leute gerade ſtanden, janten Am Morgen nach der Nacht, in der die Zerſtö1917-1918 die Segnungen des Militarismus durchsic hin; todmüde, den Körper wie zerschlagen. Aber Raubmordversuch bei Reichenberg. Aus Reis gekostet hatten. Ms wir einrüdten, mußten wir den die Rost ist keine Erholung und wieder geht es rung des Bildwerkes erfolgt war, ijt nämlich eine chenberg wird berichtet: Am 5. September ver- alten Drill mitmachen, der allerdings alljährlich weiter bis 2 Uhr nachmittags. Nach der Menage in das Atelier des Künstlers eingedrungen und fuchte ein unbekannter junger Mann im Gast einige Aenderungen erfährt. Geistig anregend war und„ Blasenoperation" an den Füßen( siehe oben!) hat sich, als sie dort bereits einen erst furg hause Neuwelt in Karlsdorf einen Raub durch diefe„ Beschäftigung" nicht; im alten Sesterreich neuerdings fort, dann Nachtmahl und wieder weiter. zuführen. Er überfiel die Gastwirtin Julia Her- fagte man„ opieri", welche Bezeichnung sicher sehr In der Ferne steigen Leuchtrafeten auf: Ser vorher eingestellten Steinmetz antraf, schleunigst wieder entfernt. Sie mußte dabei einen drei mann, die allein zu Sause weilte, versezie ihr zutreffend war. Das waren offenbar die Vorberei Feind". Blötzlich werden wie von Gewehr. und Meter hohen Drahtzaun überklettern und bat einige Schläge mit einem Hammer gegen den tungen für die Manöver. Dann wurde der Ausgang Maschinengewehrfeuer überschüttet. Unsere Leucht- dabei ein seidenes Unterhöschen verloren. Die Kopf und verlangte von ihr die Herausgabe von nur von 6 bis 8 Uhr abends gestattet, ein Adjurafeten überzeugen uns, daß wir von den Eigenen wetteren Ermittlungen werden ergeben, ob etwa Geld. Als die Ueberfallene um Hilfe zu rufen stierungsbefehl folgte dem anderen, alle möglichen angeschossen worden waren. Ein gutes Emen für ein Zusammenhang zwischen diesem seltsamen begann, wurde der Angreifer ängstlich und er- und unmöglichen Utensilien wurden der Mannschaft den Kriegsfall! Die Kommandanten hatten die Vorgang und der Zerstörung der Christusstatue griff die Flucht. Die Reichenberger Polizei, welche angehängt, bis das Gewicht, das der Mann herum Orientierung völlig verloren und erst mit Tagesan besteht, und ob die Dame vielleicht die Absicht in dieser Sache die Untersuchung einleitete, stellte zuschleppen hatte, so an die zwanzig Kilo betrug. bruch gelang es, die Truppenteile wieder zusammen gehabt hat, auch die noch im Atelier befindlichen fest, daß der Täter der bereits einigemal vorbe zuffauben. Dann aber begann der richtige ,, Krieg". Figuren der Maria und des Johannes zu zerSolcherart vorbereitet, hatte die ganze MannStrafte, 30 Jahre alte Ernst Richter ist. Richter Wir bezogen die Stellungen und dann fnatterten die trümmern. schaft noch eine peinliche Revision über sich ergehen hält sich in der Umgebung des Tatortes auf. Die Schüsse auf beiden Seiten. Aber die Kampfbegeiste zu lassen. Der Herr Kommandant sah mit peinlicher Polizei ist Richter bereits auf der Spur. rung war nicht groß. Viele schliesen trotz des Ge- Aenderungen im Personenzugsverfchr. Genauigkeit darauf, ob das Kopfhaar die vorfratters infolge der vorangegangenen Strapazen ein, Oktober d. 3. treten folgende Aenderungen im Fahr. Wieder ein Raubüberfall im Eisenbahnzug. In geschriebene militärische Länge hatte, ob kein Knopf, auch Offiziere. Nicht einmal das Signal„ Abge plan der personenführenden Züge ein: In der Streds der zweiten Morgenstunde des Freitages drang in fein Haftel fehlte; denn das ist bekanntlich für den blasen" vermochte sie zu wecken. Königgräß- Josefstadt- Jaromirsch verkehrt 3ug 623, den Nachtpersonenzug Meiningen- Eisenach militärischen Erfolg von ausschlaggebender BedeuDie Manöver waren beendet. Wenn wir aber Abfahrt Königgräs 4.35 Uhr, nur an Sonn- und auf der Strecke zwischen Immelborn und Saltung. Dann folgte eine feierliche Ansprache, in der damit gerechnet hatten, daß sich wenigstens der Rüd Montagen und am 1. Mai 1928. Strede Wilden zungen ein Räuber in ein halbverdunkeltes Ab uns gejagt wurde, daß wir Soldaten ſeien und marich weniger aufreibend vollziehen werde. hatten schwert- Geiersberg: Zug 1610 hält in der Station seil und forderte den einzigen darin sißenden Rei- leine Weiber, was wir bisher noch nich: wußten, wir uns gründlich getäuscht. Wieder die unsinnigen Snatnice, Abf. 18.56 Uhr, und in der Station Dolni senden unter Vorhaltung eines Revolvers zur Her- und was als Beweis für die hohen Fähigkeiten des Gewaltmärsche, Schweiß, wunde Füße, Seffaturen Dobrouč Abf. 19.02 Uhr, an und trifft in Geiers ausgabe seiner Barmittel auf. Der Ueberfallene jeste Herrn Kommandanten dienen mag. Dann: Tichin, aller Art. Jeder fühlte sich erst wieder als Mensch, berg um 3 Minuten später ein, d. i. um 19.09 Uhr. - Auf der Strecke Svitavy- Skuteč verkehrt Zug sich zur Wehr und versuchte, die Notbremse zu ziehen. tschin, bum, trara! Fort gings, ins Manöver. als er, des„ Zaubers der Montur" ledig, als Der Mäuber vermochte jedoch den Passagier nach der Heiß brannte die Sonne und bald floß der freier Mensch, Staserne und Vorgesekte im 3156 um 8 Minuten früher; Abf. Stuteč 19.12 Uhr, Abteitür zu drängen und warf ihn aus dem fahren Schweiß in Strömen. Nach vier Stunden quälenden Rücken, der Heimat zustrebte. In jedem war das Ant. Stuteč město 19.19 Uhr.- Auf der Strecke den Zuge hinaus. Der Ueberfallene erlitt schwere Marsches, in der Sonnenplut des August, endlich gleiche Gefühl der Liebe zum neuen Militarismus Martinic- Rochlis a. d. Jſer verkehren die Züge Berlegungen an Kopf und Händen, konnte sich je eine halbe Stunde Rast. Dann wieder weiter; noch erwacht, welches auch im alten Desterreich das Rück 5545 und 5544 bis nach Hrabačov nur an Werftagen, ausgenommen Samstag. Zug 5545, Abfahrt doch noch bis nach der nächsten Station schleppen 12 bis 14 Kilometer. Endlich sind wir am Ziele, grat der Armee bildete. Jilemnice 19.05 Uhr, Ant. Hrabačov 19.11 11hr. Zug und dort das Pohnpersonal alarmieren. Dem Täter 5544, Abj. Hrabačov 19.16 Uhr; in der Strede Mar. ist man bereits auf der Spur. Lehrer- Pensionisten. Das Rechnungsdepartement tinice- Jilemnice bleiben die Verfehrszeiten der geder politischen Landesverwaltung in Prag- Lehrer- nannten Züge unverändert.- Strede Königshan pensionsfond macht die Empfänger von Lehrer Pensionen und Versorgungsgenüssen aufmerksam, daß die Umrechnung der früheren Personal- Einkom. mensteuer auf die Einkommensteuer nach dem Gesetze vom 15. Juni 1927, 31. 76, d. s. d. G. u. V. und Steuerüberzahlungen des Jahres 1927 aus tech nischen Gründen erst zum 1. Oftober 1. J. durchgeführt werden wird. Die in dieser Angelegenheit eingelaufenen Anfragen erledigt eingelaufenen Anfragen erledigt das Rechnungsdepartement auf diesem Wege, so daß alle EinzelGroßfeuer am Starnberger See. Die Billa der Schwester Walter Rathenaus in Feldafing ant Starnberger See ist am Donnerstag abend durch einen Brand vollständig vernichtet mor ben. Von der festbaren Einrichtung fonnte froß der jefort aufgenommenen Löschversuche, an denen die Feuerwehren mehrerer Ortschaften teilnahmen, nur ein Teil geret: et werden. Krieg im Frieden. In der Bulverfabrik von Soltonheath bet Bournemouth( England) ereig: nete sich eine gewaltige Explosion, durch die drei Personen getötet wurden. Die Fabrit, erzeugt Pulver für die englische Marine. Gewerbliche Fortbildungsschule. Der Unterricht an der Allgemeinen gewerblichen Fortbildungsschule und an der gewerblichen Fortbildungsschule für das Gast. und Stoffeehausgewerbe des Deutschen Hand merfervereines wird am 1. Oftober 1. 3. eröffnet. Die Einschreibungen finden töglich von 9-12 und 3--6 Uhr im Vereinsjefretariat Prag II., Smeefa casse 22, statt. Einschreibgebühr 10 K. Schulgeld ift feines zu entrichten. Beide Schulen unterstehen der Aufsicht eines staatlichen Schulinspektors und Mit unseren Jußballern in München. Von Wenzel Jalsch. ( Schluß.) werden von einem Direktor geleitet, dent zwei Fachlehrer für den Unterricht beigegeben sind. Die Teil nahme am Unterricht ist auch weiblichen Lehrlingen gestattet. beantwortungen entfallen. Flucht eines Scheckfälschers im Paddelboot. Der 24jährige Paul Schumann, der von der Striminalpolizei megen verschiedener Straftaten gesucht wird, ist seit einer Woche aus Berlin verschwundengemäß auch die Rückerstattung eventueller den. Er war seit einem halben Jahre Expedient in einem Lederwarengeschäft gewesen und hatte es dort verstanden, mehrfach Warenunterschlagungen borgu Firma gefälscht, darauf 4800 Mart abgehoben und nehmen. Vor ocht Tagen hat er einen Sched jeiner ist seitdem verschwunden. Die inzwischen angestellten Ermittlungen haben ergeben, daß Schumann nach Prager Messe. Die zu 33 Prozent Fahrpreis Abhebung des Geldes mit seiner Braut in seinem ermäßigung auf allen tschst. Bahnen berechtigenden Paddelboot, das er auf der Oberspree liegen hatte, Mejselegitimationen( à Kč 25-) müssen mit Tinte fortgefahren ist. In der Nähe von Sarburg ist ausgefüllt sein, da sie nur für die betreffende Perjetzt dieses Paddelboot von Fischern gefunden wor- son gelten und unübertragbar sind. Tages Eintritts den. Es enthielt noch zwei Bademäntel, 10 Flaschen farten werden nur zu à Kč 10.- an den Kassen Lagerbier und einige andere Gegenstände. Vermut der beiden Mejsegelände abgegeben. Die Messeleitung lich hat Schumann seine Braut im Stiche gelaffen gibt gleichzeitig bekannt, daß alle Gesuche um Frei und wird nun den Versuch machen, in Hamburg farten vollständig gegenstandslos find, weshalb davon auf einem Dampfer die Flucht anzutreten. Abstand genommen werden möge. Ab 2. Schazlar: Zug 5308 Abf. Schazlar 15.17 1hr, verkehrt um 17 Minuten früher; Abj. Schaklar 15.00 Uhr, Abf. Lampersdorf 15.08 Uhr, Antunjt Königshan 15.19 Uhr. In der Strede Reichenberg -Gablon; a. N. Sibhf. verfehrt Zug 5825 in der ganzen Strede um 18 Minuten später. Abf. Reichen. berg 0.18 Uhr, Ant. Gablon; a. N. Stbhf. 1.00 Uhr. Strede Reichenberg- Seidenberg: Zug 1125, Ab fahrt Reichenberg 23.55 Uhr, verkehrt in Strede Reichenberg- Friedland i. B. um 20 Minuten spä ter; Abf. Reichenberg 0.15 Uhr, Ant. Friedland i. B. 1.00 Uhr. 3ug 1126 hält in der Haltestelle Buschullersdorf an Abf. 5.23 Uhr und geht von Friedland i. B. um 2 Minuten früher ab; Abfahrt Friedland. B. 4.58 Uhr, Abf. Raspenau 5.09 Uhr; die Ankunft in Reichenberg 5.50 Uhr, bleibt unver ändert. In der Strecke Alt- Baka- Libun hält Zug 4804 in der Haltestelle Nova Ves nad Popelkou an, Abf. 8.45 Uhr, Anf. Libun 9.16 Uhr; die Abfahrtss zeit von Altpaka 8.38 Uhr, bleibt unverändert. Auf der Strecke Rumburg- Nixdorf trifft Zug 6345 in der Station Rumburg um 1 Minute später ein, d. i. um 14.56 1hr. richters, feine böse Miene unter den Kämpfern. Steingutgefäße handhabien, Kellnerinnen mit| bringen könnte, wenn man ihn nicht unglüdseliWenn der Sport von den Ausübenden und vom schäumender Last zwischen langen Tischreihen gerweise darauf gedrillt hätte, seine überschäu Bublifum so aufgefaßt wird, fann man ihm balanzierten und beleibte Schanfburschen mit mende Lebenskraft in Maßfrügen zu ertränfen manche gute Seite abgewinnen. Und das war geradezu akrobatischer Geschicklichkeit die Fässer und seine Tatenluft in Wirtshausraufereien zu mohl das schönste an dem ganzen Länderweit anzapfien. Mit solchem wirdigen Ernst mögen vergeuden. Es scheint uns, daß die deutsche Real lampf, daß die Münchner Arbeiter offenbar über die altgermanischen Heidenpriester in den Götter- fion, die sich in Bayerland ihren sichersten Stüt den Sieg der Gäste die gleiche Freude empfanden, hainen ihre Opferzeremonien ausgeführt haben, punti erbaute, gerade hinter den Wirtshaustüren. als sie bei einem Erfolg der Ihrigen empfunden wie diese Einschänker, die schon durch Haltung Kirchen, Bräuhaus und Klöstertoren( wobei Sonntag nachmittag auf dem Teutoniaplay. hätten. Mit wachsender Sympathic verfolgten sie und Geste verfünden, daß sie die wichtigsten Per vielfach die Stlöster auch Brauhäuser sind!) vers Sier stauten sich die langen Züge von Fußgän- den flinken, unermüdlichen Ansturm der Auslän fönlichkeiten im ganzen Hause sind. Da fam ein schanzt wäre. Weihrauch und Bierkunst fönnen gern und Radfahrern, die wir auf den Zufahrts- der gegen die technische Ueberlegenheit der Reichs Berliner Sportgenosse schön an, als er sich ohne ein stärkeres Hemmnis sozialistischen Vordringens straßen überholt hatten. Ein ganzer Park von mannschaft, den atemberaubenden Wettkampf weiteres von dem Ausschant ein frisches Maß sein, als mordende Bleifugeln.. Fahrrädern mußte in der Umzäunung angelegt zwischen wohlüberlegtem Kombinieren und drauf holen wollte. Serablassend wurde ihm bedeutet, Montag hieß es Abschied nehmen von der werden, denn jeder dritte Münchner faust zu Rad gängerischen Torschießen, bis die Entscheidung daß er sich da zuerst einen Steinfrug von den so rasch liebgewonnenen Wünchnerstadt. Ein über die fast durchwegs asphaltierten Straßen. fiel. Der Abmarsch der Sieger sah mehr einer Wandstellagen nehmen und bei der Wasserleitung Morgenausflug zu dem nahen Sternbergsee Genossen vom Reichsbanner verrichteten mit Flucht vor dem Sturm von Jubel und Begei- selbst ausspülen müsse; genau so, wie man uns wurde durch trübes Wetter verpaßt. Der Wunsch deutscher Gründlichkeit den Ordnungsdienst und sterung der Zuschauermassen ähnlich. Diese neid Blicke mitleidiger Verachtung spendete, da wir eines deutschböhmischen Mitfahrers, wenigstens dirigierten die erschienenen zehntausend Zuschauer lose Anerkennung der Kampfleistung hat unsere um 11 Uhr nachts noch einen Radi" haben woll- aus der Ferne die Alpen zu sehen, ging nicht in auf ihre Plätze. Fast ausnahmslos war es Arbei- Leute auch mehr gefreut, als das cine Tor Vor- ten( diese edle Frucht wird nämlich schon vormii- Erfüllung. Noch einmal prägten wir uns das tervolt aus München und Umgebung, das für sprung vor dem Gegner." tag aufgegessen, damit der Bierdurst den ganzen Straßenbild ein, das seine Eigenart in dem Vorden Länderkampf Interesse befundete. Das BürTag über anhält). Beim Weggehen wurde uns wiegen blauer Farben und Üniformen fundgibt. gertum und seine Presse sucht den Arbeitersport Abends veranstalteten die reichsdeutschen übrigens der treueste Stamnigast des Hofbräu- Dann ging es über Regensburg und dem Bayerdort ebenso jotzuschweigen wie bei uns. Was aber nicht verhindern fann, daß der bürgerliche Sport Gastgeber eine gemütliche Abschiedsfeier im hauses gezeigt: Ein Mann mit abgeschabiem Frack wald entlang der Heimat zu. Soffentlich war trotz aller Retlame langsam aber sicher verfällt. königlichen Hofbräuhaus", wie die berühmte und Stehkragen, der gerade die weggeräumten das chrenvolle Debut unserer Aussiger Verbandsimmer heißt. Genosse Steinfrüge mit peinlicher Genauigkeit auf etwai- elf in München der Anfang eines guten freund Das Vorſpiel zweier Jungmannschaften ist vom beendet. Beifall rauscht unserer Waunfchaft en Schmidt vom Münchner proletarischen Sport- gen reſtlichen Inhalt untersuchte und die vor- nachbarlichen Verhältnisses zwischen bayerischen gegen als sie den Plaß betritt, Beifall begrüß: fartell, sowie Stadtrat Genosse Schilling lei- gefundenen" Nageln" verzückt hinter die Binde und deutschböhmischen Sozialisten. auch die Reichsdeutschen. Zunächst überwiegen teten das Beisammensein mit herzlichen Anspra go. Der Mann nährt sich angeblich schon 20 Richtigstellung: In dem gestrigen die Sympathien für die Einheimischen, deren chen ein, Reiseleiter Genosse Ullmann dankie Jahre von abgestandenem Hofbräubier und unter Sieg als eine sichere Sache erwartet wird. Zu in ebenso herzlicher Weise für die gute Aufnahme. Den Tischen gesammelten Speisereſten, ist dabei Anfangsbericht haben sich einige unliebſame Feh sehends wächst aber die Achtung vor dem Kön- Maßfrüge marschierten auf, Geschenke wurden von Nebenberuf Maler(!) und soll mit netten ler eingeschlichen. In der zweiten Zeile war nen der Gäste. Jede gute Leistung wird mit herumgereicht und so steigerte sich die frohe Profilzeichnungen soviel verdienen, daß er seine natürlich von der" lächerlichen Butschkomödie" unferer alie Mutter davon erhalten kann. Mit einem Sitlers die Rede. Der zweite Sas sollte richtig stürmischem Applaus belohnt. Faires Spiel auf Stimmung. Es muß aber zur Ehre beiden Seiten läßt feinen Mißton in die freund Landsleute gesagt werden, daß sie den Maßtri- Wort: Die Abstinentenorganisationen sollten lauten:„ Eigentlich widerfuhr unserer Auswahlliche Stimmung kommen. Was sonst an dem gen mit Maß zusprachen und daß der einzige Maſſenfahrten nach München arrangieren, wenn elf die Ehre, als tschechoslowakische LändermannFußballsport mit Recht abgelehnt wird, nämlich Abstinent unter ihnen der nicht gerade kleinen sie den Alkoholismus als Abschreckungsmittel zur fchaft angekündigt zu werden, was wieder der Klubfanatismus der Zuschauer, die hem- Versuchung tapfer widerstand. Die Zeit wurde Schau stellen wollen. Auch der Nichtabſtinent zur Folge hatte, daß usw." Am Anfang mungslose Metgerei auf dem Spielplay, kommt vielmehr zu lehrreichen Exkursionen in die end- fragt sich bei solchem Anblick wehmütig, was die- bes dritten Abjates' wurde wieder aus der hier überhaupt nicht in Erscheinung. Sein Wort los weiten Trinkhallen ausgenützt, wo Männlein fer fernige deutsche Mann der Bayern alles an Reise müdigkeit eine„ Riesenmüdigkeit" geder Kritik gegen die Entscheidungen des Schieds- und Weiblein in andächtiger Verklärung die kulturellen und sozialistischen Heldentaten voll- macht, Conntag, 11. September 1927. Wie die Kapitalisten verdienen. Das Bergarbeiterblatt„ Nazdar" bringt eine Jahr Reingewinn in Kč Zusammenstellung der Reingewinne einer Reihe bon größeren Bergbauunternehmungen, aus denen wir einiges wenige hervorheben. Die Berg und Hüttenwerkschaftsgesellschaft in Mährisch Ostrau hat ein Aktienkapital von 80 Millionen Kronen. Der Kurs der Aktie betrug im Jahre 1921 1620 Kronen, im Jahre 1924 3190 Kronen, im Jahre 1926 wurde der Reservefonds auf mehr als 84 Millionen Kronen erhöht. Die Gesellschaft wies folgenden Reingewinn auf: Jahr Reingewinn in Ke Dividende in% 1919 2,000,000 12.5 1920 2,384,000 16.25 1921 4,372.000 20 1922 5,101.000 20 1923 5,091.000 20 1924 6,027.000 5,253.000 5,841.337 20 20 1925 1926 Die Dividende in% Literatur. Autorské Poplatky( Autorengebühren), Berlag Universum Prag XII., Sužická 12, verfaßt von A. Čejta.- Die Broschüre ist eine Erklärung zum Gejeze vom 24. Nov. 1926,&. d. G. u. V., 3. 218, betreffend das Rechtsverhältnis zwischen demjenigen, der ein Musikwerk zur Aufführung bringt und demt Komponisten. Mit Rücksicht auf die unlängst gefällte Entscheidung des Obersten Gerichtshofes und Verurteilung eines Restaurantbesitzers in Karlsbad, der -80 Kč für eine Attic einige Musikpiecen durch einen Kapellmeister spielen ließ, ohne das Aufführungshonorar zu entrichten, weil er den Kapellmeister für das Programm verantwortlich machte, und dennoch vom Obersten Ge richtshof zu einer hohen Geldstrafe verurteilt wurde, iſt dieſe Broschüre ein notwendiger Behelf für alle, die musikalische Veranstaltungen durchführen lassen. Nordböhmische Kohlengesellschaft verfügt über ein Aktienkapital von 20 Millionen Kč, der Kurs der Aktie war im Jahre 1921 1360 Kč, im Jahre 1924 2930 Kč. Die Gesellschaft wies folgenden Reingewinn auf: Jahr Reingewinn in Kč Dividende in% 1918 2,046.000 1918 8,716.000 14 1919 11,721,000 15 1920 14,093.000 16 1921 20,726.000 18 1922 1923 1926 20,985.000 18 21,044.000 1924 24.194.000 1925 24,535.000 31,806.415 19 1919 2,917.000 20 18 23 1920 1,770.000 15 1921 1,693.000 10 23 92 Kč für eine Aktic 1922 4,773.000 17.5 1923 4,018.000 15.5 Die 1924 1925 Die 4,545.000 4,829.000 17 22 - 100 Kč für eine Aktie Ferdinands- Nordbahn bat 138 Millionen Kronen Aktienkapital, der Kurs betrug im Jahre 1922 7900 Stronen, im Jahre 1924 9850 Kronen. An Reingewinn wies die Gejellschaft auf: Jahr Reingewinn in K Dividende in K Westböhmische Kohlengesellschaft in Nürschan hat 50 Millionen Ke Attienkapital, die Gesellschaft zeigte folgenden Reingewinn auf: Jahr Reingewinn in Ke Dividende in% 3,205.000 14 7.5 7.5 1920 34,650.000 530 1918 1921 7,527.000 84 1919 1922 5,038.000 60 1920 2,410.000 1923 6,764.000 80 1921 1,401.000 1924 8,515.000 100 1922 4,655.000 1925 15,939.000 180 1923 6,577.000 10 1926 16,366.880 200 1924 6,331.000 Die 1925 6,651.000 10 10 Böhmische Handelsgesellschaft bat 20 Millionen Aftienkapital, der Kurs der Aftie betrug 1922 1020 Kč, 1924 1485 Kč, an Rein gewinn wurde ausgewiesen: Gerichtssaal. Moses Baß, der Preisboger. Prag, 9. September. Moses Baß ist in Kon antinopel geboren worden, er ist nach Rußland zuständig und lebte zuletzt in Wien. Zu einem schönen Namen gehört auch ein schöner Mann und ein schöner Beruf. Mojes vereinigt alle diese Tugenden in einer Person: Er ist ein Preisboger. Einmal hat er sich beim Boyen einen Finger verstaucht. Das it immerhin ein Matheur. Zwar kein großes, denn es hinderte Moses Baß nicht daran, sich in Wien angeblich von einem Ungarn einen Paß in die Tschechoslowakei zu kaufen, den Namen im Passe auszuradieren, dafür seinen geschickt einzusehen was man alles troß eines verstauchten Fingers machen kann und dann noch sein Bild, das des Noses Vaz für das des Ungarn, in den Paß zu leben. So ausgerüstet, beglückte Herr Moses den Tschechoflowakischen Staat zum ersten Male mit sei ner Arwesenheit. Natürlich zuerst Prag. Hier sah tt eine etwa fünfundvierzigjährige Jungfrau, Fräulein Amalie G., die sich in Moses unsterblich verliebte. Am nächsten Tage versprach er ihr bereits die Ehe. Er meinte, daß er sie sofort auf der Stelle heiraten würde, nun ja, wenn er nicht den verstauchten Finger hätte. Dieser zwinge ihn, eine BeTufsänderung vonzunehmen. Er hätte angeblich auch Talent fürs Geschäft, am chesten würde ihm die Lederbranche zusagen. Amalie sah es ein, daß Moses recht hatte. Ein braver Lederhändler mit einem verflauchten Finger ist doch zweifellos etwas Solideres als so ein Preisborer, selbst wenn er mit allen Diplomen und Orden der ganzen Welt geziert wäre. Sie erklärte sich daher bereit, ihm die K 10.000.-, die er zur Gründung des Geschäftes angeblich benötigte, auszuhändigen.„ Gott soll dich segnen, meine füße Stalle," sprach Moses zu Amalia, weißt Du, daß ich auch etwas für den Spiritismus übrig habe, weißt Du, daß ich heute nacht eine„ Erscheinung" batte? Boltswirtschaft. Trauer Abteilung Busch Damen und Backfisch Konfektion Prag Prikopy 21( Mille des Grabens) Grosser Bazar Nur 1. Block Keine Schaufenster Telefon 4649 Seite 5. Kunst und Wiſſen. Neues Deutsches Theater. Volpone von Ben Johnson. Die erste, wichtigere Premiere ist unter der Ueber die Frage der Rationalisierung der chemischen Industrie wird eine eigene Enquete am 20. September anläßlich der Gesundheits woche auf der 15. Prager Herbstmesse( 18. bis 25. September) abgehalten. Dieselbe veranstaltet die 6. Gruppe der Masaryk- Akademie der Arbeit und es werden sich daran die Vertreter der Aera Volkner vom Stapel gelaufen. Auf das Stück, chemisch- pharmazeutischen Industrie, des Gesunder dessen Aufführung im Weinberger Stadtheitsministeriums, der tschechischen und deutschen theater wir bereits vorige Saison berichtet haben, Aerztefakultäten in Prag, Brünn und Preßburg, werden wir noch ausführlicher zu sprechen kommen. die Delegierien des Prager Physikats, der wissen Der Aufführung haften noch die Fehler der voran schaftlichen Korporationen und Institutionen etc. gegangenen Aera an. Es fehlt eine wirklich durch beteiligen. Diese Debatte wird mit einer ein- arbeitende Regie, die sich nicht nur darauf begehenden Durchsicht der Ausstellung für Aerzte schränkt, Requisiteur- und Inspizientendienste zu und Apothekerwesen und der für Sonderinter- leisten, ohne in intellettualistische Mäßchen zu ver essenten bestimmten Abteilungen verbunden sein. fallen. Die Einzelleistungen waren sehr ungleich. Dr. Hauptrolle des Schmaroßer Noska war falsch besetzt, Trenk- Trebitsch ist ein neuer Mann, in passenden Rollen vielleicht sehr gut. Für diese lebende, sprüthende weit auslangende Halunkenge stalt, zu filigran, vielleicht zu feminin, wirkte er daher oft gemacht. Der Levantiner Streitmann war gut bis darauf, daß manchmal des Guten zu viel war; die Erbschleichertypen bis auf die wirksame Advokatenrede Rösners Durchschnitt, die ruhige Vornehmheit Jantschs tat wohl. Im Verein mit dem schauspielerisch echten Leone Hörbigers waren die Frauen ein Lichtblick. Die unbestrittenste Leistung ist die Colomba Claire Felbers, in deren entzüklendem Talent die neue Direktion ein glücklicher Griff gelungen ist. Auch Ise Oske gefiel.-rbDevijenturie Prager Kurse am 10. September. Man sieht also, die Kohlengesellschaften ver dienen von Jahr zu Jahr mehr, indessen die Löhne der Bergarbeiter im Verhältnis zu diesen Reingewinnen und zu den Lebensmittelpreisen 100 holländische Gulden immer geringer werden. 000007 100 Reichsmart.. 100 Welgas.. 100 Schweizer Frants 1 Pfund Sterling 100 Lire 1 Dollar 100 französische Frants 100 Dinar 100 Bengö 100 voluische Bloth 100 Schilling. Geld Ware 1349.20 1355.20 800.62 468.00 649.35 804 62 471.71 652.85 163.47% 164.67% 182.75 184.15 33.60 33.90 181.72% 132.92 59.18 59.68 588.95 591.95 375.75 378.75 474.25 477.25 genommen. Auf der Polizei stellte man leider fest, daß Herr Moses Baß unter falschem Namen lebte und außerdem einen Heiratsbetrug begangen hatte. Er wurde daher eingebastelt und stand heute vor dem Straffenate Prag. Das Urteil lautete auf sieben Monate schweren Kerfer, da man ihm als türkisch- russischen Ausländer keine Vorstrafen nachweisen konnte, außerdem wurde er landesverwiesen. Ich verzeihe Ihnen," sprach Amalie, als er abgeführt wurde, aber der Herrgott wird Sie außer( früher Landesbank des Königreiches Böhmen.) dem noch bestrafen!" Die neue Prager Schwurgerichtsperiode beginnt Montag, den 11. September. Es kommen diesmal nicht weniger als zehn Fälle zur Verhandlung, im ganzen ist eine Mindestdauer von 16 Tagen für diese Schwurgerichtsfälle vorgesehen, wenn sich die Verhandlungstage durch den Mordprozeß Vojtěchovsky, der als letzter Fall zur Verhandlung fommt, nicht noch vermehren sollten. Der Präsident des Landesstrafgerichtes OLGR. Kratochvil ersuchte heute die Journalisten, sich mit ihm von der Adaptierung des Schwurgerichtssaales, der vollständigen Behebung sämtlicher Schäden nach dem Deckeneinbruch zu überzeugen, und geleitete sie auch durch alle übrigen Räume, Beratungszimmer für die Geschworenen usw. Jung verdorben. I. Barbestände.. Zemská banka AKTIVA: II. Guthaben bei Bankanstalten III. Wechsel.. IV. Wertpapiere. Bilanz. V. Wertpapiere des allgemeinen Reservefonds VI. Wertpapiere des Spezial- Reservefonds der Filialen in Bratislava VII. Realitäten des allgemeinen Reservefonds VIII. Wertpapiere des Pensionsfonds IX. Vorschüsse und Kredite in laufender Rechnung X. Sichergestellte Kredite. XI. Kommunal- Darlehen XII. Meliorations- Darlehen XIII. Eisenbahn- Darlehen XIV. Realitäten( das Bankgebäude NC. 76 in Bratislava) XV. Inventar. Im Vergleiche gegen das Vorjahr. 916,097.640 5,370.340 1926 gegenüber 1925 Kč Kč 30,211.922+ 11,540.726 139,760.943+ 99,564.191 934,561.598 103,024.864 407,345.622 1,001.823 5,636.217 140.700 40,292.941 733,248.981 87,261.332 1.478,293.457 18,094.638 117,547.109 7,561.668 1,677.735 6,965.920 3,461.806 7.077,497.578 Zusammen 201.029.434 11.804.711.959 XVI. Rückstände aus Darlehen und Krediten XVII. Übergangsposten XVIII. Effekten der bankmäßigen Depositen XIX. Effekten der gerichtsmäßigen Depositen PASSIVA: 1. Betriebsgrundfonds II. Allgemeiner Reservefonds III. Spezial- Reserve- Fonds der Filiale in Bratislava IV. Res.- Fonds für Kursverluste an Wertpapieren eigener Emission .. V. Pensionsfonds. VI. Außerordentliche Reserven VII. Einlagen auf Einlagsbüchel VIII. Einlagen gegen Kassascheine IX. Einlagen im Kontokorrente X. Einlagen aus Darlehensgeschäften XI. Kommunalschuldscheine XII. Meliorationsscheine XIII. Eisenbahnschuldscheine XIV. Verloste Schuldscheine und fällige Zinsscheine XV. Übergangsposten XVI. Überschuß. XVII. Bankmäßige Depositen XVIII. Gerichtsmäßige Depositen Prag, 10. September. Georg Tužka ist war erst ein Bürschlein von sechzehneinhalb Jahren, aber was dieses Früchtchen am Kerbholz hat, das genügt schon für einen alten Zuchthäusler. Wenn man ihn ansieht, würde man die Hand ins Fener Tegen wollen, daß er nicht bis drei zählen kann und hinter den Ohren bestimmt noch nicht ganz troden ist. Aber wenn man die Anklage hört, die ihm in der Verhandlung vor dem Strafsenate des OLGR. Mrázet vorgelesen wurde, wird man bald anderer Anſicht: Zunächst ist Schorsch bereits wegen Amalia hörte mit chrfurchtsvollem Er- Diebstahles vorbestraft. Und dann hört man zu seistaunen zu. Wenn sich, wie man jetzt in der Zeinem Erstaunen, daß Schorsch ein Dieb ist, wie es tung liest, der katholischen Jungfrau jemand ständig in Prag nicht viele hat. Wo er arbeitet". da steht offenbart, weshalb soll sich der Herr der Heerscharen es dafür. Seine Spezialität besteht darin, daß er nicht einmal auch einem von unsere Gent offenbaren, Fahrräder stichtt und Leuten, die in der Moldan bielleicht schon mit Rücksicht auf den Namen Moses? ein Freibad nehmen, ihre Kleider mit Inhalt nimmt. Also Moses erzählte dem Frauenzimmer, daß ihm zunächst hatte er zwei Fahrräder gestohlen. Er war in der Nacht seine Winter erschienen sei, die ihm Lehrling bei einem Mechaniker in den Weinbergen, aufgetragen habe, mit ihr, der Braut, sofort in den den er bat, sein Fahrrad, das er sich„ gekauft habe, Chestand zu treten, da sie die richtige Frau für ihn ein wenig zu renovieren und mit neuem Lack zu wäre. Dabei hätte Moses das Lied„ Lechododi likra versehen. Der Mechaniker war so gutmütig und falo"( Komm, mein Freund, der Braut entgegen) wollte ihm eine Freude mach, wie er sagte. Als bernommen. Die Folge davon war, daß ihm Amalia Schorsch verhaftet wurde, erklärte er, daß sein weitere K 5000.- aushändigte, einen Verlobungs- Dienstgeber wissen mußte, daß das Rad, welches er ting um K 160. faufte, eine Uhr mit Sette sich bei ihm aufhob, gestohlen war.„ Ich verstehe henkte, wofür sie K 570.- var erlegte, und schließ nicht, wie der Bub so eine schreckliche Sache gegen lich, damit der„ Prophet des Herrn" auch ein bissel mich aussagen kann," meinte der Handwerker,„ ich enständig aussche, einen Ueberzieher um K 910.- hab ihn immer gut behandelt!" Natürlich war der anschaffte. Man kann doch von dem Manne, selbst Mechaniker wegen Hehlerei und Mitschuld an dem wenn er Moses heißt, nicht verlangen, daß er wie einen Diebstahl auch angeklagt. Dann hatte Schorscht amo dazumal in härenem Gewande umhergehe, Badenden die Kleider gestohlen, in welchen sich menn er feinen Ucberrock besitzt... Als Moses Uhren, Portemonnaies und andere Wertgegenstände bes Frauenzimmer genug ums Ohr gehauen hatte, befanden, im ganzen stahl Schorschl während des wurde er unsichtbar. Er begab sich zwar nicht auf Sommers Effekten im Werte von über 8000 K. Er den Sinai, um eine Offenbarung zu hören, sondern gab heute alles zu und nickte bloß mit dem Stopfe, ms Sotel Stupart, wo er unter falichem Namen als ihn der Richter fragte, ob er sich schuldig fühle. legierte, und hier dachte er darüber nach, auf welche Betreffs seines Lehrherrn jagt er, daß er ihm wohl Reiſe er am besten ein paar geeignete Andenken nicht direkt gesagt hätte, daß das Fahrrad entwendet us der Tschechoslowakei mitnehmen könnte. Als sei, aber daß er es in der Werkstatt zu einem an- Abschreibungen vom Inventar in die Elektrische einstieg, verirrte sich sein lahmer deren Lehrbuben laut geäußert habe, und der MetFinger in die Tasche eines Mitpassagiers, Jan iter es hören konnte. Schorscht erhielt heute; ehn Bolins, dem er die Brieftasche ziehen wollte. Er Mona te fchweren Sterfers, sein Lehrherr wurde batte mit dem Finger Malheur und wurde hopp freigesprochen. Zusammen 41.483 140.700 1,699.816 197.582.156 8,546.627 +109,690.235 1,869.250 1.194.038 +++ 1+++ 1++| 1+ 1++++++ 123.200 536,399 1.429.017 654.728 521.243.780 48.904.006 +1.493.463.931 1.189.498 142.315 56,000.000 11,236.616 146.354 560.000 40,296.509 1,568.092 38.193.240 18,597.258 649,875.682 83,635.169 30.795.400 18,731.400 2.335,078.354 775,647.286 19.480.019 613.737 1.164.515.500 23.468.600 17,737.200 1.971.400 117,644.400 1.108.609 74.720 4,005.765 39,764.013 915.895 7.077,497.578 201.029 434 11.804.711.959 388.514 375.770 521,243.780 48.904.006 +1.493.463.931 Gewinn- und Verlustkonio. Zinsen.. Provisionen Regiebeiträge EINNAHMEN: Kursdifferenz bei Schuldscheinen eigener Emission Ertrag der Realitäten u. Pauschale für Benützung d. Inventars Diverse Erträgnisse Zinsen. AUSGABEN: Provisionen und Courtage Steuer, Gebühren und Beiträge Regieauslagen... Zuteilung dem Pensionsfonds Überschuß. . Zusammen + 1926 gegenüber 1925 Kč Kč 208,520.550+ 32,376,932 3.848.206 6.789.199 1.625.014 149.332 842.250 740.883 387.116 221.128.204 33.245.672 1,130.003 161.325 113.072 177.394 1.019.524 5.940 10.000.000 195,964.639 1.456.390 2,553,336 41.155.150 1.263.428 19.989.520 248.424 Zusammen 915.895 221.128.204 375.770 + 33.245.672 Geite 6. Licht PHILIPS PHILIPS Sontag, 11. September 1927. 2WATT Lebensquelle 5050 Mitteilungen aus dem Bublikum. Voranzeige: Solo- Gitarre- Konzert" Luise Walfer- Wien. Dienstag, den 20. ds., 8 Uhr. Starten 12-4 K. Urania. Weyler. Roman Reinhardt verläßt Prag? Wie wir er.| Samstag:„ Scherz, Satire, Ironie und gen: 1. Ermäßigung bei allen Veranstaltungen der Weiter erstatteten Berichte der Kassier Gen. Te fahren, unterhandelt Roman Reinhardt mit einer tiefere Bedeutung". Montag: Seiden- rania. 2. Sturse( nur für Mitglieder). 3. Erm. tenka und Turnwart Gen. Mollik. Alle Beauswärtigen Bühne über ein Engagement als ft rümpfe". Schauspieler und Regisseur. Im Interesse des Thea ters und ohne Zweifel den Wünschen des Publikums cutsprechend wäre es, wenn die Direktion des Deutschen Landestheaters rechtzeitig Schritte unternähme, um der Prager deutschen Bühne den Verlust eines Geben Sie Ihr Töchterchen über den Winter so bewährten Sünstlers, wie es Roman Reinhardt nach Prag? Dann laufen Sie Mantel, Kostüm, Kleid ist, zu ersparen. Nicht nur als darstellender Mime, für sie nur bei Busch, Damen- und Backfisch- Konfeksondern vor allem als überaus gründlicher und mit tion en gros& en detail, Prag, Přifopy 27( Mitte Hingabe an die Sache arbeitender Regisseur hat des Grabens, jogen. Großer Basar) nur 1. Stod sich Reinhardt große Verdienste um das Prager keine Schaufenster, Eingang im Hause. Wir machen Deutsche Theater erworben. Seine Klassikerinszenie- aufmerksam, daß wir keine Kleidung für Kinder, rungen( Schiller, Shakespeare Lustspiele) sind in sondern nur für Mädchen im Alter von 14 bis 18 bester Erinnerung, seine Regieleistungen aus der Jahren führen. Ichten Saison( vor allem 3erbrochener Krug", ,, Tartuffe",„ Die Hose") waren unstreitig die Höhepunkte des Schauspielrepertoires. Zudem gehört Reinhardt seit 20 Jahren dem Prager Schauspiel an und hat hier wie wenige seiner Kollegen Erfah rung und Tradition. Wir hoffen daher, daß Reinhardts noch unverbrauchte Kraft, daß seine reichen Erfahrungen und Kenntnisse als Regisseur klassischer Dramatik dem Theater erhalten werden. fr. Vortrag Holitscher. Montag, den 12. September I. J., im großen Saale der„ Urania", Prag II., Smečky, Vortragsabend mit dem Berliner Schrift steller Artur Holitscher. Thema:„ Die kommende Weltkrisis". Nachmittagsvorstellungen. Sonntag, den 18. September, um 2½ Uhr„ Vasantasena" zu volkstümlichen Preisen. In der Kleinen Bühne um 3 Uhr Miß Chocolate". Der erste literarische Abend in der Kleinen Bühne bringt Samstag, den 17. September, die Erstaufführung von Grabbes Lustspiel Scherz, Satire, Ironic und tiefere Bedeu tung”. 5053a Vereinsnachrichten. „ Urania“. Heute, halb 11 Uhr:„ Beethoven", Kulturfilmvorführung. Der Lebensroman des großen Meisters! Beethoven: Fritz Kortner. Wiederholung: morgen, Montag, 8 Uhr. Mitgl. Erm Kindernachmittag: Mittwoch, 14., 3 Uhr( Kinojaai).„ Kondukteur Nr. 1492" Zum Wiederbeginn für unsere Jugend ein reizendes Lustspiel in 6 Atten, mit einem wirklichen mitspielenden Kamel! Das scht ihr zum ersten Male! Karten 3 K und 5 K. Mitglieds- Anmeldungen und Kartenerneuerungen( Jahreskarte 18 K. Begünstigun* XXXXXXXXXXX( XXXXXXXXX Karten zu den meisten Veranstaltungen der Prager richte wurden zur Kenntnis genommen und der VerKonzertdirektionen. 4. Unentgeltlicher Bezug und einsleitung sowie dem Kassier die Entlastung erteilt. Zustellung der Monatsschrift für moderne Bildungs- Anschließend erstattete Gen. Müller sein Referat pflege„ Urania". 5. Ermäßigter Wareneinkauf über„ Die Arbeitersportbewegung und der interna Firmen siehe Uraniazeitung. Anschlußkarte für Fationale Kongreß in Helsingfors", welches mit großem milienmitglieder 3 K.) Täglid) haib 10-1 und 3-7 Interesse und starken Beifall bedacht wurde. Die Uhr. Urania Biokasse, Smetschkag. T. 20429. Neuwahl der Vereinsleitung ergab folgendes Resul tat: Wenzel Jatsch, Obmann, Rudolf Kreisty, 1. Stellv., Kurt Schrader, 2. Stellv.; Kassier: Tetenta, Stellv. Kaiser Franz; Schriftführer: Viktor Enenki, Stellv. Bergmann; Beisiger: Liewald, Hart!, Kuhn, Genoffin Hofbauer; Revisoren: Weber, Heldmann; Turnwarte: Hellmich, Mollit, Genoffin Dietrich; Zeugwart: Reithar. Sämtliche gewählten Genossen „ Liebelei". Ein außerordentlich sorgfältig ge- und Genossinnen nahmen die Wahl an. Unter freie arbeiteter Film, mit gutgewählten und auffallend Anträge kamen verschiedene interne Vereinsangele schönen Darstellern. Evelyne Holt, die neue Ent- genheiten zur Sprache. In seinem Schlußworte deckung, Vivian Gibson, die Nachfolgerin von Lya forderte Obmann Gen. Jaksch alle Anwesenden zu freudiger und intensiver Unterstüßung auf und de Putti, Louis Berch und Henry Stuart. Wran Urania Nino. Hente 3, halb 6 und schloß die arbeitsreiche und schön verlaufene Ver8 Uhr. Montag halb 6, sonst täglich halb 6 und sammlung. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß die 8 Uhr. Smetschfag.20429. Jugendlichen die Versammlung mit dem gut vorgetragenen Liede Brüder zur Sonne" wirkungsvoll eröffneten. Turnen und tiefere Beden Deutscher Arbeiter- Turn- und SportBerein, Brag. Die bisherigen Abonnenten werden ersucht, die Karten für das neue Abonnement tunlichst bereits in den allerersten Tagen der nächsten Woche zu beheben, da eine Reservierung ihrer bisherigen Logen und Sitzpläße nur bis einschließlich Samstag, den 17. d. W., erfolgen kann. Ab 22. September erfolgt die Kartenausgabe an die neueintretenden AbonnenEinladung zu der am Samstag, den 17. September, um 8 Uhr abends im„ Lidovy Dum", Prag II., Hybernergasse, stattfindenden Wran- Urania- Kino". ( n das Heim des flaffenbewußten Urbeiters gehört d. Zentralorgan. der Deutschen sozialdemokr. Arbeiterpartei " Sozialdemokrat" Sport. men, ihre beste Garnitur nach Auſsig und ten, deren Vormerkungen schon jetzt entgegenge Turn- Akademie besseren Form sportlich betätigen können. Dort der nommen werden. unter Mitwirkung der tschechischen Turngenossen In den Pausen konzertiert das Quartett des Genossen Zvonecky. Am Klavier: Genosse Hugo Berger. Regie: Genosse Mollik. Zu zahlreichem Besuche ladet alle Freunde der freien Turnbewegung ein Der Ausschuß. Karlsbad zu bringen. Auch unser Verband wird mit seiner verstärkten Elf aufwarten. Die verläufig projektierte Ausstellung verspricht wirklichen Werbesport. Nicht darum geht es uns, in erster Linie zu ſiegen, sondern uns geht es darum, allen Arbeitern, die noch bei den Bürgerlichen Sport treiben, zu zeigen, daß sie sich bei uns in einer viel den wahren Sportgedanken untergrabende Professionalismus, hier Sport im Dienste der Allgemeinheit. Unser Sport heißt Verbundensein mit der Masse, heißt Arbeit im Dienste der schaffenden Menschheit. Nicht Kanonenzucht, nicht Lobhudelei in der Presse, die doch nur den 3wed verfolgt, die Kassen zu füllen und die geistige Entwicklung von der wahren Gestaltung der bestehenden Ordnung abzulenken. " !! Aus Sparsamkeit und Bequemlichkeit bestellen Sie den leicht heizbaren ..FENOM" ür sämtliches Brennmaterial auch Holz. J. Pelikán PRAG Václavské náměstí 33. 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In den übrigen Hauptpartien Unsere Sportarbeit ist zugleich Aufklärungswirken mit Frau Schulz Eisenlohr und die Herren Der Erfolg von München. dienst, soll den bei uns tätigen Genossen einführen Adrian, Andersen, Graef, Hagen, Reiter, Schönberg. in die Grundprinzipien sozialistischen In dem 3: 2- Sieg, den unsere Fußballer in Neueinstudierung von„ Walzertraum" im Spiel München über die reichsdeutsche Verbandsvertretung seinem Turn- und Sportbetrieb dominieren, unsere Geistes. Noch mag scheinbar das Bürgertum mit plan der Operette, Samstag, den 17. und Sonn- erzielten, dokumentiert sich der gute und gesunde tag, den 18., im Großen Haus. Anfang an beiden Organisationsgeist unserer Bewegung. Deutschland leben des Bürgersports sehr bald allen bewußt werVeranstaltungen zeigen uns aber, daß dieses ScheinAbenden um 7 Uhr.( Abonn. aufgeh.) Die völlige mit seinem ungeheuren, großen Reservoir von Spie den wird. Unaushaltsam ringt sich der freie SportNeueinstudierung, in welcher die neuengagierte Ove- lern konnte feit vorigem Jahre keine Verbandself gedanke durch. Wohl versucht ihn das Bürgertum zu rettensängerin Fr. Schulz Nästelberger zum ersten auf die Beine bringen, die der unseren gewachsen negieren, teilweise finden wir auch noch eine rück Male auftritt, geht unter der Regie des Herrn Stad- war. München hätte den Beweis geliefert, wenn ler und unter der musikalischen Leitung des Napell wir in der ursprünglich nominierten Aufstellung an- in absehbarer Zeit wird auch das Bürgertum unserer sichtslose Bekämpfung unserer Bestrebungen aber meisters Waigand mit Frau Lord als Franzi und getreten wären. Aber nicht nur organisatorisch, auch Bewegung seine Achtung zollen müssen. Nicht, daß Herrn Kober als Niki in Szene. technisch haben wir uns, troß unserer Kleinheit, ziem- wir darum anstreben, wir verzichten gerne darauf, Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. lich gut entwickelt. München, der Schauplatz groboch heißt dieses Achten dann öffentliches Anerkennen, Sonntag( 225-1), 7 Uhr:„ Der Wildschütz". her bürgerlicher Spiele, mußte die Leistung der daß der Arbeitersport den Sport der bürgerlichen Montag( 228-4), 7% Uhr:„ Vasantasena". Arbeitersportler neuerdings anerkennen. Bewegung überflügelt hat. In diesem Sinne müsDienstag( 226-2), 7 Uhr:„ Der Wildschütz". Viele bürgerliche Zuschauer sagten ohne Umschweife, sen wir auch weiterhin unsere Arbeit aufbauen. Der Mittwoch( 227-3), 7% Uhr: Golpone". Don- daß seit vielen Jahren in der süddeutschen Haupt- Erfolg von München ist dazu ein neuerlicher nerstag( 229-1), 7 Uhr: Der liebe Augustadt fein solch faires, schnelles und vor allem technisch Appell. stin". Freitag( 230-2), 7% Uhr:„ Der Frei hochstehendes Spiel geliefert wurde. schüß". Samstag, 7 Uhr:„ Der Walzer. Für uns muß aus diesem Erfolg die Lehre ge- Der Arbeiter- Turn- und Sportverein Prag hielt traum". Sonntag, 2% Uhr:„ Vasantasena"; zegen werden, weiterhin so zu arbeiten wie bisher, am Mittwoch, den 7. September, seine General7 Uhr:„ Der Walzertraum". Montag( 231 und vor allem die Propagierung des Arbeitersports versammlung ab, die sich eines guten Besuches -8), 7 Uhr:„ Maskenball". noch stärker zu betreiben. Schon in wenigen Tagen erfrente. Obmann Genosse Jaksch hieß in seiner Spielplan der Kleinen Bühne. Sonntag, 3 Uhr: haben wir bei uns in Aussig Gelegenheit, unsere Eröffnungsansprache die Vertreter der verschiedenen „ Ein besserer Herr"; 7½ Uhr: Seiden- sportliche Qualität unter Beweis zu stellen. Wien Prager proletarischen Organisationen und besonders strümpfe". Montag, 7% Uhr: miß Choco- schickt seine Repräsentationself. Ur den Sekretär des Arbeiter- Turn- und SportverbanTate". Dienstag: Seidenstrümpfe". Mitt- sprünglich war von Wien eine zum größten Teil aus des Gen. Heinrich Müller( Aussig) willkommen, Druck woch: ,, Adieu Wimi" Donnerstag: Ein bes Eisenbahnern bestehende Mannschaf: geplant, der Ergab die Tagesordnung bekannt und legte einen fur- Für den Druck verantwortlich: Otto Holih. Prag serer Herr". Freitag: Seidenstrümpfe". folg von München dürfte aber die Wiener bestim zen, aber doch inhaltlich reichen Tätigkeitsbericht vor. direktion mit Erlaß Nr. 127.451/ VII/ 27 am 14. Mai 1927 bewilligt. Die Zeitungsmartenfrankatur wurde von der Boft- u. Telegrapben. Die Vernichtung der Sozialdemokratie durch den Gelehrten des Zentralverbandes deutscher Industrieller Kč 1Argumente geg. den Sozialismus Kč 2.59 3 Schriften zusamm. bezogen für MC 3° Volksbuchhandlung Teplitz- Schönay Königstraße 13. Wirkt speziell nach dem Waschen mit warmem Wasser. Feinst partu miert mit Flieder-. Mai glöckchen. Rosen und Veilenengeruch Kleine Dose 1'50 große Dose 0 3'In jeder Apotheke. Drogerie und Parlimerie z Raben. Erzeug 1080 Fr. Vítek& Co. 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