Ginzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag, I., Nelajanta 18 Telephone: Legesredattion: 26795, 31469. Tachtrebattion: 267. Poftihedamt: 57544. Jaferate werden laut Tarif billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. „ Gesunde Reaktion". Mittwoch, 26. Ottober 1927. Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Ke 16.vierteljährlich halbjährig... ganzjährig.... ganzjährig 48.96.192.Rückstellung von ManuStripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich irib Nr. 251. Der Angriff auf die Sozialversicherung Der im Gange. gedenk ihrer Verantwortung bleiben, sonst würde es eines Tages heißen, der Zuwachs habe nicht Freude, sondern nur Unheil gebracht. In der gestrigen Sitzung des Senats hat Alles verraten und vergessen! Die politische der christlichsoziale Senator Böhr die herr- und soziale Reaktion wurde Trumpf und die schende Reaktion in einem Zwischenruf ge- Christlichsozialen seßten. alles auf diese eine priesen, der ihm und der christlichsozialen Partei Karte. Heute gibt es außerhalb des Kreises unvergessen bleiben soll. Als Genosse Dr. Heller der Regierungsparteien keinen einzigen MenDie Autonomie vernichtet. Die finanziellen Grundlagen untergraben. den antisozialen Charakter der jetzigen Bürger- schen, der dieses Unheil nicht sehen würde, ge- Gegen Schluß der gestrigen Sitzung des Ab-| halbprozentigen Verzinsung rechnen, und es werblod- Regierung aufzeigte, da ging das Herz des wiß aber auch so manchen Einsichtigeren unter geordnetenhauses ist die feit langem angekündigte den daher durch die Festsetzung einer solchen VerHerrn Böhr über und sein frommer Mound rief: diesen Parteien, der es sich wenigstens in der Sozialversicherungsnovelle vorgelegt zinsung " Das ist eine gesunde Reaktion!" Stille feines Kämmerleins eingesteht, daß worden und schon der erste Ueberblick belehrt uns Und gleich darauf, da ihm diese Verherrlichung der christlichsoziale Wahlerfolg die Absichten der Bürgerregierung haben mußte, tarüber, daß alle Befürchtungen, die man über des arbeiterfeindlichen Mehrheitskurses als der Partei, mehr aber noch dem die einer Quelle der Gesundheit wohl noch als zu größten Teil der Bevölkerung durch die Vorlage voll gerechtfertigt werden. schwach erschien, rief er: Gott sei Dank, um Unheil geworden ist. Nur der Das Gefeß räumt mit der Autonomic der daß wir diese gesunde Reaktion Serr Böhr, der Ehrenvorsitzende und christ- Es unterwirft auch die Zentral Sozialversiche Sozialversicherung vollkommen auf. haben!" Das sind Ürlaute aus einem christlichsoziale Senats- Vizepräsident ist noch immer lichiozialen Herzen, wie man sie so offen und begeistert von der Politik seiner Partei und nur des zuständigen Fachministeriums, nämlich rungsanstalt einer verschärften Kontrolle nicht freimütig nicht oft zu hören bekommt, denn ge- lobt die gesunde Reaktion!" des Ministeriums für soziale Fürsorge, sondern meinhin dient den Christlichsozialen die Sprache Hört es, ihr arbeitenden Menschen in auch des Finanzministeriums. Ja sogar die bazu, die Gedanken zu verbergen. Vielleicht Stadt und Land, was seit einem Jahre an politischen Behörden zweiter Instanz erwünscht Herr Böhr jetzt, das Wort von der ge- euch und eueren Familien verübt wurde und halten es Damit find aber die Grundlagen für eine gedeihliche Weiterentwicklung der Sozialversicherung untergraben. Auch die angekündigte Festsetzung eines vier einhalbprozentigen Erträgniffes des Rapitals der Zentralfuzialversicherungsanstalt im Entwurfe enthaltent. Did heben allerdings zunächst scheinbare Ersparnisse erzielt und die Schaffung einer neuen niedrigeren Lohnklasse mit geringeren Beiträgen bei Aufrechterhaltung die finanziellen Grundlagen der Sozialverwas heute durch die Novellierung an Beiträgen sicherung untergraben. erspart werden kann, wird also vielleicht schon in wenigen Jahren den Versicherten doppelt ficherung zu fanieren. aufgelastet werden müssen, um die SozialverWesentlich eingeschränkt wird auch der Umfang der Versicherung, indem alle Personen bis zum vollendeten 16. Lebensjahr, ferner die Heimarbeiter und Saisonarbeiter von der Alters- und Invaliditätsversicherung ausgeschlossen werden. So stellt sich die Vorlage, auf die wir natürTich noch sehr eingehend zurückkommen, als Generalangriff auf die Sozialversicherung dar. Es wird daher notwendig sein, daß die Arbeitermassen die Abwehrarbeit ihrer parlamen tarischen Vertretung wirksam unterstüßen, damit dieses clendste sozialpolitische Schandwerk, das jentals in unserem Parlament zur Verhandlung stant, zunichte gemacht wird! Ein Gegenentwurf unseres Abgeordnetentlubs. Der Klub der Abgeordneten und Senatoren der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei hat in der gestrigen Parlamentsfißung einen eige der bisherigen Leistungen ermöglicht. nen Initiativantrag auf Novellierung der SozialDas ist das Lockmittel, mit dem die versicherungsnovelle eingebracht, der die GrundDie Budgetdebatte von der Mehrheit verhindert. Bertagung des junden Reaktion", auf die er den Dank Gottes was an reaktionären Anschlägen gegen euch weitgehende Kontrollrechte über die Krankenherabfleht, wäre nie seinem Busen entfahren, noch vorbereitet wird, es ist nach dem Aus versicherungsanstalten da es wie kaum ein zweites geeignet ist, Kennt spruch des christlichsozialen Ehrenpräsidenten und können so in den Wirkungskveis der Sozialnis von der Naturgeschichte des christlichen" efund." Früher, che die tschechisch- deutversicherung eingreifen. Die Vorstände der StranSozialismus" zu verbreiten, doch Herr Böhr iche Bürgerfoalition das Gesundmachen sich zur fenversicherungsanstalten werden paritätisch ist einer der ersten Würdenträger Aufgabe stellte, da führtet ihr ein sybaritisches zusammengesetzt und damit der Verwaltung durch der Partei, er ist Vizepräsident des Senate Dasein, während die armen Reichen nicht wuß- die Versicherten entbunden. und Ehrenvorsitzender der christlichsozialen ten, wo sie ihr Haupt hinbetten sollten und Volkspartei, man kann also wegen dieser auf die Gesalbten des Herrn vor lauter Entbehihn gehäuften Würden annehmen, daß er weiß, rungen nur Trost in den kommenden Freuden was er tut. Wertvoll an dem Ausruf des Herrn des Jenseits suchen mußten. Da kam die Ehrenpräsidenten ist vor allem, daß er die Eri gesunde Reaktion" und machte eurem ist vor allem, da die ſtenz der Herrschaft der Reaktion nicht nur nicht Schlemmerleben, femie anderen Ungerechtig, zu leugnen versucht, was die deutschbürgerlichen feiten ein Ende. War es nicht gefund," Damit werden Attivisten sonst gerne tun, sondern daß er sie als die Bürgerkoalition cuch jährlich von euerem Ueberfluß, mit dem ihr ja doch nichts freudig und mit Genugtuung be jaht, allerdings mit dem fintischen Berjuch anzufangen wußtet, eine Milliarde durch die Lebensmittelzölle nahm und sie den notleideneiner Einschränkung, daß sie" gefund" sei. den Acrariern überwies? Und um den Gesun- bürgerliche Koalition die Arbeiter für die Novel- fäße festlegt, deren Einhaltung bei der Beseitigung Zehn Tage sind es her, feit die Wähler bei den dungsprozeß vollständig zu machen, behielten lierung gewinnen will. Aber jeder Kenner der der Mängel des geltenden Geſches vom Stand Gemeindewahlen in nicht mißzuverstehender die Großen unter diesen den Hauptteil für Verhältnisse weiß, daß keine öffentlich- rechtliche punkt der Arbeitnehmer aus verlangt werden Weise fundgetan haben, was und wie sie über sich, während die Kleinen das Nachsehen hatten. Bersicherungsanstalt und noch viel weniger die muß. Wir werden auf diesen Antrag noch ausdie Taten und Pläne der Bürgerreaktion den- War 3 nicht gesund," als sich die Christ- privaten Versicherungsinstitute mit einer vierein führlich zurücklommen. fen und wie sie sie für gefund" halten. Den lichsozialen die Einwilligung zu den erhöhten Ehrenvorsitzenden der christlichsozialen„ Volts Lebensmittelpreisen mit der Erhöhung des partei" geht das einen Schmarren an, er läßt Einkommens der Geistlichen bezahlen ließen, sich von dem Votum der Wähler, das einer damit diese sich ihrer Aufgabe, der VorbereiMißbilligungs- Sundgebung für seine Partei tung der Gläubigen für ein fünftiges besseres gleichzuwerten ist, nicht irritieren, er hält die Ros, umso eifriger widmen können? O, es Reaktion für gesund" und damit basta. war auch gesund," als die RegierungsAls die christlichsoziale Volkspartei im parteien, unter ihnen die christlichsozialen Ge- Die Angst vor der Aussprache über das Wahlergebnis. imparteien, Mai 1926 in Troppau ihren Reichsparteitag fundmacher, die Zuckersteuer erhöhten und so abhielt, hielt sie auch eine Musterung über die einen gerechten Ausgleich zwischen dem VerPlenums auf mindestens vierzehn Tage. Parlamentswahlen im November 1925, die als schwenderleben der arbeitenden Klassen und Prag, 25. Oktober. In der heutigen Er-[ Regierung bereits präsentiert, ist die Tschechosloein Erwachen des christlichen Vol- dem Büßerleben der sorgengequälten Zuder öffnungssißung der Herbsttagung wurde im Ab- wakei doch noch viel zu wenig ballanisiert! kes gefeiert wurden. Es scheint, daß damals barone herbeiführten, die schon kaum mehr in geordnetenhaus das Budget für 1928 vorgelegt, in den Reihen der christlichsozialen Partei der Lage waren, sich ein drittes Automobil beffen Hauptziffern wir an anderer Stelle verwenigstens Ansätze der Erkenntnis vorhanden anzuschaffen, während gleichzeitig die arme waren, daß ihr unbestreitbarer Wahlerfolg von Gattin oder Freundin kaum noch genug Belze öffentlichen. Miniſter Dr. Engliš gab dazu wie vom Präsidenten Walypeir eröffnet. Das Haus 1925 ihr Verpflichtungen auferlegt habe. und Brillanten besaßen, um ihres Leibes alljährlich seine Erläuterungen, aber dann wur- ze gi das Gepräge einer großen Sigung; es hat Nun, da das christlichsoziale Volk, so hieß; es Blöße zu verhüllen. Wie gesund" war es den alle weiteren Erörterungen abgebrochen und sich der Ministerpräsiden: mit den meisten Ressortministern eingefunden. Die Sigung ver in dem auf dem Parteitage erstatteten Rechen auch, daß sich die Regierungsparteien endlich nach Ablehnung eines Antrages Pohl- Remes auf läuft aber ruhig und ohne alle Senjat onen. Auf schaftsbericht, wieder in die Fußstapfen seiner der höheren Offiziere erinnerten, deren Not sofortige Eröffnung der Debatte die Sißung ge- der Tagesordnung steht eine kleine Vorlage, die Ahnen getreten sei, müsse sich die Partei Rechen- ihr cütiges Herz eben nicht länger zu ertragen schlossen. Aenderung des allgemeinen Berggeseßes. schaft darüber geben, daß mit ihrem Aufstieg vermochte! Und erst die Spiritussteuer, die Weil das Präsidium vorher seschlossen hat, heute Die Mehrheit fürchtet sich also vor dem Ein- eine Debatte über das Exposee des Finanzmin auch ihre Verantwortung größer Steuerreform, das Gemeindefinanzgesetz und geworden sei:„ Erfolge verpflichten, Wahlerfolge die Verwaltungsreform! Wie frank wäre das gehen in eine politische Debatte, wie sie nach einer sters Dr. Englis zum Budget für 1928, das im verpflichten doppelt, wenn sie nicht schon in arbeitende Volk, wenn nicht die bürgerlichen so langen Pause eigentlich ganz selbstverständlich Druck verteilt wird, nich: zuzulassen, kurzer Zeit die enttäuschten Wähler in ein an- Gesundheitsfabrikanten sich noch im letzten fein müßte. Sie fürchtet sich vor allem vor einer sondern die Debatte erst in den nächsten Spungen in etwa vierzehn Tagen abzuführen, benüßen deres Lager treiben sollen." Und der Erstatter Augenblick des Staatsruders bemächtigt hätten! Besprechung des für sie nicht gerade glänzenden Vertreter der Opposition gleich diesen ersten des Rechenschaftsberichtes warnte davor, an die Aber noch immer hält die herrschende Ergebnisses der Gemeindewahlen und sie greift Punkt der Tagesordnung zu politischen Ausgestiegene Verantwortung zu vergessen, damit Reaktion die Gesundung nicht für abgeschlossen, daher wieder zu ihrem einzigen Ausweg, zu einer einandersetzungen mit den Regierungsparteien. es eines Tages nicht für die christlichsoziale sondern bereitet neue Maßnahmen vor. Ver- Verschleppungstaktik. Der Kommunist. Saken verliest unter lauten Unwillenskundgebungen seiner ParteiPartei heiße:„ Die Schar wurde vermehrt, aber schlechterung der Sozialversicherung, Zerstörung Erst in frühestens vierzehn Tagen soll die dieser Zuwachs ist nicht zur Freudes Mieterschußes sollen die nächsten Villen große politische Aussprache folgen. Dann wird die genossen eine Erklärung, in der gegen die Erschie Bung eines Arbeiters durch einen Polizisten in de, sondern zum Unheilgeworden" sein, die den arbeitenden Klassen zur Gejun Regierung von der Opposition auch gleich deren Michalovice, wo die Arbeiter in einem Lohnkampf Schöne und wahre Einsichten, die nur den dung eingegeben werden sollen. Gesunde Real- Meinung über die Sozialversicherungs- stehen, protestiert wird. Er befaßt sich sodann mit einen Fehler hatten, daß sie von den tion! Für wen gesund? Für die Profit novelle erfahren, die heute gegen Ende der dem Ergebnis der Gemeindewahlen und verlangt, Christlichiozialen schon am Tage macher und Satten! Für die Bourgeoisie und Sißung vorgelegt wurde. Daß die Novelle bei der daß Neuwahlen ausgeschrieben werden. nach dem Reichsparteitag ver die Dunkelmänner, die aus den Proleten am Opposition nur auf schärfste Abwehr stoßen kann, Genoffe de Witte gessen waren, denn unmittelbar darauf liebsten so rasch als möglich willige und denk- wird einem gleich bei einer flüchtigen Durchsicht begann der Judasschacher um Agrarzölle und unfähige Arbeitstiere machen möchten! Aber der Vorlage flar. An der Sozialversicherung darf führ als zweiter Debatteredner folgendes aus: Der vorliegende Gesetzentwurf bedeutet eine Kongrua und um die Bildung eines vorläufig feien wir nur gerecht. In einer Hinsicht niemand rütteln, am allerwenigsten aber eine losen Bundes der tschechischen und deutschen wird die Reaktion auch das Arbeitsvolk Regierung, die heute, nach dem Ergebnis der Ge- wenn auch nur geringe und auf einen fleinen Streis meindewahlen schon zahlenmäßig in der Minder- beschränkte Verbesserung des bisherigen BergBürgerlichen. Was ist seither alles geschehen! gesund machen, denn nichts kann ihr rascher heit ist. Erst Neuwahlen ausschreiben, geiebes. Die Unternehmer sollen verpflichtet werden, Es ging immer tiefer, da gab es kein Salten den Star stechen, an dem viele seiner An- Serr Ministerpräsident, dann wird Ihnen die Uebersichts- und Grubenkarten auch den Aufsichtsund Befinnen! Nie wurde in der christlichiozia- gehörigen noch immer leiden, als die gesunde Wählerschaft schon ganz eindeutig die Antwort auf behörden vorzulegen und sie auch Privatinteressenten len Partei ein wahreres Wort gesprochen, als Steaktion," für welche der christliche Sozialis ihre Sozialversicherungsnovelle geben. Für eine zugänglich zu machen, falls diese wegen BergbauDittatur der Minderheit, als die sich die heutige schäden Einspruch erheben. Es bleibt aber eine große jenes in Troppau, die Partei müsse immer ein- mus des Herrn Böhr so schwärmt! Der Sizungsverlauf. Die Parlamentssitzung wurde um halb 4 Uhr Seite 2 Der Wittwoch, 26. Oftober 1927. Menge viel dringenderer Reformen, die skann, daß die Empörung der Bevölkerung nicht besoldungen im Jahre 1926 gewachsen f Leben und Gesundheit der Bergarbeiter schützen jol noch größer war und daß sie mit gen Regierungs: Benfione dienst ist un 29 well. Ke einer Die Berhandlungen über die Forderungen der Eisenbahner gefährdet? Ten. Es ist bezeichnend, daß sich die Regierung über parteien nicht überhaupt einfach tabula raja gemacht seits durch den erhöhten Abgang in den Ruhediese Interessen der Arbeiter glatt hinwegjezt und hat stand und anderseits durch die Erhöhung der nur an die Interessen der besitzenden Massen denkt. Wenn wir an die entsetzliche Verteuerung der Pensionen schon nach den neuen Besoldungs- Ueber die Verhandlungen im Eisenbahnmini. Das ist aber kein Wunder bei einer Regierung, Lebensmittel durch die Zölle, an die Verschwen- gesetzen gestiegen. Der Aufwand für die Konsterium erhalten wir folgendes Kommuniqué: die ihren höchsten Ehrgeiz daran sett, sozial realdung von 3.5 Milliarden für den Rüstungsfond, grua, der sich nach der Durchrechnung des Die Verhandlungen des Eisenbahnministers tionär zu sein, und deren bisheriges Wirken für an die Verlängerung der militärischen Dienstzet, an Jahres 1926 auf 16 Mill. stellte, ist auf 41 Mill. mit den Vertretern der Exekutive des Zentralverdie Vollsmassen nur in der Vermehrung ihres die Festsetzung eines Friedensstandes von 120.000 gewachsen. trauensmännerausschusses beim Eisenbahnmini Elends und in einer weiteren Entrechtung be Mann für die tschechoslowakische Armee, an die Daneben sind der Finanzverwaltung neue iter und der zu den Verhandlungen geladenen standen hat. Steuerreform, an das Zertifikatistengeset, an das große Ausgaben aus der ausgiebigeren Organisationen wurden am 24.und 25. Oftober In diesem Zusammenhange muß ich die Frage auf Gemeindedrosselungsgesetz und an den Wahlrechts. Dotierung der Straßen und Wasserbauten, aus 1927 im Eisenbahnministerium fortgesetzt. diebstahl der Verwaltungsreform denken, dann muß der Durchführung der Verwaltungs- und Steuer werfen, ob die gegenwärtige Rienung überhaupt noch berechtigt ist, Gesetzesvorlagen zu vertreten, und ich sagen, waren die Wähler noch gnädig genug, daß reform, aus der Rückzahlung der Staatsschule ob fie nicht überhaupt erledigt ist. Wir fommen aussie die Regierungsparteien lediglich in eine Min- nach dem neuen Uebereinkommen mit der Naderheitsstellung versett haben, statt sie überhaupt zu dezimieren. Wenn ich nun daran denke, wie diese Verlierer der Schlacht sich mit dem Gedanken tragen, auch noch die Verschlechterung der Sozialversicherung zu vollbringen, daß fie einen Angriff auf das Obbach des Arbeiters planen und an die vollständige Klerifalisierung der Schule herangehen wollen, dann muß ich sagen, daß die Herren den Gemeindewahlen, die zugleich die Schwäche und Schande der Regierung aufgezeigt haben. Die Regierungsparteien haben sich die größte erdent liche Mühe gegeben, die Wahlen als Erscheinungen Totalen Charakters darzustellen. Sie glaubten, es werde möglich sein, in so und so viel Landgemeinden die Menschen damit wirklich zu übertölpeln. Neverdies kam noch der leider nicht vergebliche Appell an die Regierung, ihren Apparat spielen zu lassen. Co hat man mit allen möglichen Kniffen die Wahlen in unsicheren Orten hintertrieben. Das zweite war, daß man die Opposition absichtlich in Unklarheit über den Wahltermin gehalten hat. Noch am Tage der Plakatierung hat man im Innenministerium den traurigen Mut auf gebracht, einer Vertretung unserer Partei die Antwort zu geben, daß der Wahltermin noch unbestimmt jei. Zu diesen Methoden der Regierung gehören eine ganze Menge offener Gesetzesbrüche durch die Behörden. Sicher ist, daß man in der Slowakei mit Methoden gearbeitet hat, die die ungarischen Wahlmethoden noch weitaus übertreffen. Wir brauchen aber nicht einmal bis in die Slowakei zu gehen. In einem Böhmerwaldort hat die politische Bezirksverwaltung die Wahl verschoben, weil die Regierungsparteien es berabfäumt hatten, rechtzeitig ihre Standidatenlisten einzureichen. Weiter gehört in dieses Kapitel der unzulässigen Beeinflussung der Wählerschaft vor allem die Art, wie die Zensur gehandhabt wurde. Unsere Partei hatte sich Filme kommen lassen, welche der Bevölkerung die Arbeit der Wiener Gemeindeverwaltung vor Augen führen sollte. Da hat die Zensur es monatelang verhindert, daß diese Filme vorgeführt werden konnten. Der Zensor mußte im Auftrage der Regierung so hardeln, weil die Vorführung dieser Filme den Regierungsparteien Scha den zufügen konnte, obschon er dadurch einen ganz unverschämten Mißbrauch seiner Amtsge wat begangen hat. Es hat dieselbe Unverschämtheit der Zenjur insbesondere Zeitungen, Plakate und Flugschriften beschlagnahmt, mit denen unsere Partei zur Aufklärung der Wählerschaft hinausgehen wollte. eine tüchtige Portion Synismus tionalbant, aus der Erhöhung der Arbeitslosen dotation, für die Subventionierung der Tschecho flowaken aus Rußland usw. erwachsen. Die er höhten wirtschaftlichen, sozialen und fulturellen Ausgaben werden hauptsächlich durch eine Erparung im Staatsschuldendienste aufgewogen. Die Schulausgaben, In diesen Verhandlungen wurden dis Punkte 8 und 9 der Forderungen der Exekutive verhandelt. Bei der Verhandlung über die segenannten flowakischen und karpathorussischen Begünstigungen" nahmen auch Vertreter der Bediensteten aus der Slowakei teil. Das weitere Verhandlungsprogramm wird. in einer Beratung führender Funktionäre der Erefutive mit dem Ministerialrat Dr. Strous Ifa, welcher in den gemeinsamen Verhandlun gen den Vorsitz führt, Samstag, den 29. Oktober um 9 Uhr vormittags im Eisenbahnministerium welche bein Staat und den Selbstverwaltungsihr Eigen nennen. Wir müssen die Tatsache verzeich- törpern 2724 Millionen betragen, sind ein Fifestgesetzt werden. nen, daß hier eine rücksichtslose, nur der Profitbe- nanzproblem dieses Staates. Das Hauptproblem Wie wir erfahren, nehmen diese Verhandlun sie ergebene Abgeordnetenmehrheit regiert, der die sind die Volksschulen, die allein mehr be gen ernstere Formen an. Die gestrige VerWehrheit der Wähler draußen soeben ein Mißtragen als zwei Drittel des gesamten Schulauf handlung dauerte bis in die späten Nachtſtunden trauensvotum abgegeben haben. wandes erheischen. Nur der persönliche Aufwand und es soll zu heftigen Auseinander= für die Lehrerbesoldungen beträgt heute mehr als feßungen gekommen sein. Die Exekutive anderthalb Milliarden Kč. Die erste Frage ist der foalierten Organisationen wurde nicht die Bedeckung, sondern, wer diesen Aufwand zu tragen hat. Und da vertrete ich wie gestrigen Verhandlungsverlaufes für heute, auf Grund unserer Informationen infolge des überall konsequent den Standpunkt, daß die Kompetenz und die Entscheidungsgewalt mit der Mittwoch, den 26. Oftober, einbe finanziellen Verantwortlichkeit verbunden sein rufen. muß. Deshalb muß auch der persönliche 00000 Dieser Zustand ist unerträglich, er ist eine weitere Beleidigung der im Jahre 1925 von den heutigen Mehrheitsparteien hinters Licht geführten Wählerschaft. Diese Abgeordnetenver. jammlung muß abtreten und an die Gesamtheit der Wählerschaft appellieren, um den Betrug an der Volksmehrheit, die Schändung der Demokratic endlich einmal zu beenden!( Lebhafter Beifall.) Lehreraufwand auf die Gemeinde, furrenz mit dem Auslande. Mit dieser Konstaauf den Bezirt, das Land und den tierung steht im gewissen Widerspruche, wenn im Staat aufgeteilt werden. Denn die laufenden Jahre eine Reform der direkten Pit( tsch. Soz.- Dem.) polemisiert gegen den Beiträge der höheren Verbände sind doch nur da- Steuern durchgeführt wurde, infolge welcher ihre Beschluß der Mehrheit, eine Debatte über die zu da, um die verschiedene finanzielle Potenz der Quote im staatlichen Finanzsysteme im Sinten, politische Situation heute nicht zuzulassen, und niedrigeren Verbände auszugleichen, nicht aber, und die Quote der beiden anderen Gruppen m beschäftig: sich sodann ausführlich mit dem für die sie zu ersetzen. Deshalb ist die Forderung, daß Steigen begriffen ist. Die direkten Steuern er Regierungsparteien ungünstigen Wahlausgang.( auch die Gemeinden eine bestimmte Minimal greifen das Einkommen und den Ertrag, und Dann kritisiert er die beabsichtigte Verschlechterung quote der Lehrerbesoldungen tragen, ganz be baher das fertige Resultat der Konkurrenz. Für der Sozialversicherung und warnt die Regierung, gründet. Der Einwand, daß dies die finanzielle die Tatsache, daß mit der Reform der direkten nicht für alle Zukunft die Brüden zwischen jich Tragfähigkeit der Gemeinden übersteige, gilt nicht Steuern begonnen wurde, waren jedoch nicht und dem Volte abzurechnen. Um so mehr werde allgemein und außerdem unterliegt es feinem voltswirtschaftliche, sondern vor allem auch admisich der Widerstand der Arbeiterklasse gegen ihre Anstande, daß die Gemeinden von den nistrative und psychologische Gründe ausschlagFeinde, die in der heutigen Regierungsmehrheit bemittelten Interessenten ein gebend. fizzen, steigern. Nachdem noch der Stommunist Schulgeld einheben. Die Verbesserung Der Staatsvoranschlag für das Jahr 1928 olen gesprochen hat, wird die Vorlage der Bildung der Jugend und des Volkes fann in ist mit einem leberschuß von 26 Mill. Kč angenommen. ihren Konsequenzen auch eine wirtschaftlich größere Bereicherung bedeuten als das wirt schaftliche Opfer für das Schulwesen. Die Frage ist nur, ob dies bei uns der Fall ist, ob sich nicht dasselbe für ein geringeres Opfer oder für das gleiche Opfer mehr erreichen ließe. Das Erposé des Finanzministers. Finanzminister Dr. Englis führte u. a. aus: Ich lege den Plan des Staatshaushaltes für das Jahr 1928 vor. Seine im Vorjahre eingeführte formelle Struktur bleibt unverändert. Der Boranschlag für das fünftige Jahr ist niedriger als der für das laufende Jahr. Die Verringerung ist unbedeutend und fleiner als sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Von den 167 Mill., um die der Voranschlag formell niedriger iſt, Das Finanzsystem bleibt unverändert, bis auf den Umstand, daß dic Quote an direkten Steuern infolge der Steuerreform finkt. Daß der Umfang der staatlichen Ausgaben noch immer ein allzu großer ist, ist am besten daraus aktiv. Damit will ich nicht behaupten, daß die Voranschlags- und Finanzprobleme unserer Republik gelöst sind. Noch haben wir einige große Ausgabeaufgaben, hauptsächlich sozialer Natur, zu lösen. Es ist dies vor allem die Sanierung der Bruderladen, deren Reservefonds dadurch erschöpft worden sind, daß seinerzeit die Provisionen ohne Deckung valorisiert worden sind. Wir stehen hier vor einem Problem von 3% Milliarden, zu deren Dedung auch der Staat bei der gegebenen Si tuation beizutragen gezwungen sein wird, wierestlos verboten worden. Daß man nicht gewußt entfallen nämlich 155 mill. auf die Ueber zu ersehen, daß wir unvermindert im Steuer wohl die Pensions- und Unfallsversicherung diehat, wie man das Verbot überhaupt begründen soll, sondern nur einfach auf den Auftrag hin gehandelt hat, unter allen Umständen die Verbreitung dieser Plakate zu verhindern, geht aus der Tatsache hervor, daß die eine Bezirksverwaltung dieses und die andere jenes Plakat freigegeben hat, und die eine das Verbot der Plakatierung so und die andere wieder anders begründet hat. Trotzdem ist es den Regierungsparteien nicht gelungen, mit heiler Haut aus dieser Affäre hervorzugehen. Sie sind ja wirklich derart mit furchtbaren in den belastet, daß man sich nur darüber wundern 2 Die Nadel. Von A. B. Smilovsky. Deutsch von J. Reismann. Und so fand er den rich igen Weg, zenn III- eberweisungen an die Selbstverwaltungsverbände, so daß die tatsächliche Verringerung bloß 12 Mill. Ke beträgt. Es ist sehr schwierig, die finanziellen Wirkungen des Besoldungssystems genau festzustellen. Die Summe der persönlichen Ausgaben beträgt nur bei den Personen, auf die sich das neue Besoldungssystem erstreckt, 2.511,448.549 Kč und die Differenz gegenüber dem alten Erfordernisse des Jahres 1926 539,777.938 Kč, wozu jene 104,205.204 Kč fommen, um welche die Ausgaben für die LehrerNun ja, Schneiderhände! Leicht wie eine Feder und elastisch wie eine Saite! Gar mancher der Musikanten hätte gerne die Trommel geschla ger, aber von Putinka war nicht die Erlaubnis zu bekommen. auf die mit dem Auslande und auf die Produktion wir haben. Wir stehen vor der Regelund der habe auch gesagt, daß es vom volkswirtschaftlichen vor der Frage der definitiven Repar fenden Handelssteuern beibehalten müssen. Ich Altpensionistenbezüge, und endlich Standpunkte die dringendste finanzpolitische Auf- tition und Dedung der Lehrergegabe ist, diese Steuern abzuschaffen. Keinesfalls halte. will ich damit den Verbrauchssteuern ein Lob- Die günstige Entwicklung auf dem Geldlied singen und bin mir ihrer sozialen Belästigung markte wurde zu einer Hauptpost für unsere bewußt, die sie übrigens mit den Handelssteuern günstige wirtschaftliche Entwicklung. Im Jahre gemeinsam haben, und ich übersehe auch nicht 1927 trat eine wesentliche ihre indirekte Wirkung auf die Konkurrenzfähig feit, insoweit sie den Lebensstandard des Arbeiters Besserung im Stande der Beschäftigung verteuern und auf den Lohn einwirken, aber die beinahe in allen industriellen Zweigen ein. Die Sandelssteuern verteuern nicht nur den Lebens- Förderung der Steinkohle ist ebenso wie die Erstandard, sondern wirken auch direkt auf die Konzeugung von Rohstahl und Roheisen im ersten | ,, jesuitische" Roheit fonnte er nicht vertragen, ob-| ihr letzter Ausweg. Diese Schußivaffe fonzentvierte wohl er ein frommer Mensch war. Ein Haufen sich in einem einzigen Sape: Vorwürfe schwirrte ihm um die Ohren, und es ,, Wegen einer Nadel verbrennst du eine ganze flossen auch Tränen. Kubaset hatte die Bürste. Kerze!" Das war ein sicheres Zeichen, daß er das Haus Diefer dem Anfcheine nach unschuldige und ,, Entweder Dohle oder Schnee!" pflegte der verlassen würde, denn bevor er wegging, pflegte nicht allzu lange Satz barg für Rubaset eine sehr alte Butinka zu sagen, Asche aber ist wertlos!" er sich von der Müße bis zu den Schuhen her traurige Geschichte. ein Almosen hätten die Kubaseks faum angenom Durchschnittliches, daß er einen ganzen Mann Damit meinte er, daß er nichts Halbes, tenere Zeit zu vergeuden. Nehmt es mir nicht übel, aber ich muß sic men, und selbst nicht aus seinen Sänden. Die men, und selbst nicht aus seinen Sänden. Die bei seiner Trommel haben wollte, und dafür qalt ganz und gar nicht. Diese Puzzerei aber gefiel der Kubastin schon euch erzählen. Jüngste, die Fanni, war als Kindermädchen in ihm mur Kubaset, der sich seine Kunst auch nicht irgendwo eine Arbeit abholen. Und er traf Vor- heiten gelesen als die, welche ihr jetzt von mir Der Meister sollte etiva Ihr habt vielleicht schon größere Dumm Bilsen in einem sehr anständigen Hause untergebracht, und die Stinder hatten sie angeblich lie wenig angelegen sein ließ. An den größeren Feier- bereitungen für den Ausgang, wie der König ohne vernehmen werdet. Nun und schließlich ber als die eigene Mutter; so hatte es der Fuhr- agen verfäumte er das Hochant nicht ein ein- Land vor der Schlacht. Jetzt riß aber der Meiweiser Mensch liest feine Chronik wie der Stubajek; mann Hranitschta, der nach Bilsen zu fahren siges Mal; diefe Zeit widmete er der Trommel sterin die Geduld. Sie ermahnte ihn, nicht soviel und er liest nicht bloß. um zu lesen und das pflegte und alles mit eigenen Augen gesehen hatte, und feinem Herrgott. Jrdische zu vergessen, sondern um etwas davon fürs Leben zu behalten. Regenschor Pusinka. testere Zeit zuvergeuden. widerte Kubaset,„ ich werde doch nicht wie irgend Heiliger Apostel über alle, Nationen!" erein Schlingel über die Straße gehen!" vollends aus dem Häuschen. Sie zog das SchleuSo eine Antwort brachte die Hausfrau aber fenbrett weg, und der Strom ergoß sich über tige -Sache bei der Schneiderei so eine Nadel ist. Man glaubt es gar nicht, was für eine wichBrot verdient, ich nehme es rein praktisch. Eine Ich meine es nicht bloß theoretisch, daß sich der Schneider nämlich mit der Nadel sein irdisches Nadel ist durchaus nicht wie die andere. Mit waren beide Schneider. Der ältere in Wien, der fames und geduldiges Weib, aber die Zungen der Kubaskin erzählt. Die übrigen zwei Söhne Die Nubastin war soweit ein braves, arbeitjüngere irgendwo bis in Temesvar. Aber es ver- fertigteit war ihr vom lieben Gott wie jedem ging fein Feiertag im Jahre, daß sie den Eltern Frauenzimmer ausreichend beschert worden. nich: ein paar Gulden gesandt hätten. Die Kubas- Außer den Trommelſchlägen auf dem Chore hatte kin benetzte dieses Geld immer mit ihren Tränen, ihr Mann noch seine andere Schwächen, zu denen und Stubasek rühmte sich, wohin er fant, was für sie nicht schweigen konnte. So wie jeder Schneibrave Kinder er hätte. Daß sie durch sein Ver- der, pflegte er gerne am Sonntag zu nähen und mancher Nadel bringt man nichts zustande, und dienst brav seien, erwähnte er nie mit einem Wört dafür den blauen Montag" zu halten. An dieIst das ein Kreuz mit euch Weibsbildern!" wenn man selbst der Hofschneider ist. Mit einer lein, aber rechtschaffenen Leu'en konnte er den fem Tage vertiefte er sich in die Chronit", dic - klagte der Meister, indem er sich die Ohren zu anderen aber näht man drei Röcke, fünf Bein Mund nicht zunähen, und diese bewirteten ihn oft ihm der Lehrer Zivna gratis geliehen hatte. Wenn hielt. Kleider, zehn Westen, und aus so einer Nadel wird mit dieſem ſchmadhaften Braten, so z. B. der alte Nubaset über seiner Chronit laß, konnte der Stuhl ſtreute ihm die Kubaskin in die Augen und ließ den Zivim selbst in der Dunkelheit in sie ein, ,, Und ich hab mit dir das Himmelreich!" erst die Nadel. Sie läßt sich führen. Man fädelt unter ihm zu brennen anfangen, er rührte sich Putinta war als ein strenger Murrkopf ver nicht von der Chronik weg. Und manchmal war cine Litanci los, daß es dem Meister nur so in in den Fingern hält sie sich scheinbar selber, was schrien, und erst wenn sich jemand für einen Gul- er nicht einmal zum Mittagessen zu bekommen, den Ohren fuminte. Es blieb ihm nichts übrig, aber die Krone aller Schneiderei ist: sie näht auch den Lob verdiente, lobte er ihn für einen Groschen. ja woher follie denn die Kabaskin die Engels, als sich danach umzusehen, wo der Zimmermann von selbst! Jeter gute eister pflegt euc Kubaset aber hatte er in seinem goldenen Bu- geduld nehmen? Sie ermahnte ihren Mann milde das Loch gelassen hatte. ,, eigene" Nadel zu haben, wenn jemand anderer che verzeichnet, erstens deshalb, weil er die Trom- ein paarmal, sich doch nach irgendeinem Verdienst Aber auch sonst war unser Meister bei seinent danach greifen wollte, würde es Gefchret geben, mel so gut schlug, wie schon niemand anders in umzuschauen. Stubaset stieg die Galle. Wie fonnte Handwerfe eigensinnig, wodurch ihm mancher sie nehmen sie selbst am blauen Montag nut auf Der Stadt. Subajet zähl e die Pausen genau auf er sich vom Hus, vom Zižta und vom Poděbrad Wermutstropfen in seiner kleinen Lebensrolle viel den Spaziergang, schön und fest eing- stochen, und ein Haar und schlug stets zur rechten Zeit, und losreißen und sich um den Erwerb fümmern! Ein Bitterfeit verursachte. Die Meisterin hätte uns mancher Schneiderjüngling, selbst wenn er sein wenn er im ganzen Credo nur einen ganzen Wort gab das andere. hie und da ging ein Schuß hievon gauze Chroniken erzählen können, wenn sie Liebchen ans Herz brüdt, vergißt dabei nicht, daß Achteltakt hatte, und erst sein Trommelwirbel bei los, und ein Scharmüßel war mit Pferdesschnelle aber ant meisten aufgebracht war, ließ sie gegen z chva nicht gar feine Natel verliere. So eine den Intraden! Selbst Putinta brachte so etwas da. In die Nubaskin war der Inquisitionsfunken ihn ein Geschüß auffahren, womit sie seine Secle Nadel ist nicht umzubringen wie das RechtsAehnliches nicht zuwege, obgleich er es schon of gefahren, sie drohte ihm, die Chroniken zu ver- auf einen Saufen zusammenschoß: sie tat es aber empfinden der Dienschen. versucht hatte." brennen. Alles vertrug der Meister, aber so eine nur in den seltensten Fällen, und es war immer ( Fortsegung folgt.) Mittwoch, 26. Oktober 1927. Neue fozialdemokratische Wahlfiege. Im Hamburger Landgebiet. Die Wahlen zum Landesausschuß des Hamburger Landgebietes haben nach dem vorliegenden Ergebnis den Ruck nach links bei den BürgerDie Kleritalen in der Enge. Erregte Senatsfizung. Seite 3. Zroztij und Ginowiew aus dem Zentraltomitee ausgeschloffen? Scharfe Zusammenstöße des Genossen Dr. Heller über die vom 21. bis 23. 5. 2. stattgefundene Moskau, 25. Oktober.( Taß.) Eine Mitteilung mit Hilgenreiner und Böhr. Tagung des Vereinigten Plenums des Zentral. tomités und der Zentralkontroll. schaftswahlen verstärkt. Die Sozialdemo- Senates nach den Ferien erhielt durch wiederholte zum Waffengebrauch erweitert. Wenn zur Begrün- Partei besagt: Das Plenum beschloß nach EntPrag, 25. Oftober. Die erste Sigung des ganz großem Maßstab das Recht der Gendarmerie kom mission der tommunistische it traten haben mit 14.797 Stimmen( Landes- scharfe Zusammenstöße unserer Genossen mit den dung des Entwurses darauf hingewiesen wird, daß gegentnahme des Referates über die Fraktionsausschußwahlen 1924: 12.847) ihre Stim deutschen Klerikalen, denen hie und da auch ein die Gendarmerie gegen das in der Nachkriegszeit tätigkeit der Oppositionsführer in den letzten zwei men gegenüber dem 9. Oftober mit 14.715 Stim Landbündler schüchtern selundierte, ihr charatteri stärker als sonst hervortretende Verbrechertum nicht Monaten, Troßtij und Sinowiew aus men noch etwas erhöht. Der Bürgerstisches Gepräge. Genosse Dr. Heller besprach genug Verteidigungsmittel habe und daß schon 45 dem Zentraltomité auszuschließen. bund( Deutsche Volkspartei und Deutschnatio- nämlich bei der Debatte über das Gendarmerie Gendarmen seit Bestand der Republik im Dienſte nale) ging bon 16.100 Stimmen am 9. Oktober gesetz den Ausgang der Gemeindewahlen und ver- erschossen wurden, so ist dies natürlich ungemein neue Mehrheten errungen, so in Tachau, Plant, auf 15.318 Stimmen( 1924: 15.013 Stimmen) vies namentlich auf die großen Verluste, die die bedauerlich. gefeß zurück, die Kommunisten von 3412 am deutschen Christlichsozialen an vielen Orten er 9. Oftober auf 3357( 1924: 3436), während die litten haben. Das brachte von der Gegenseite die Demokraten ihre Verluste etwas weitmachen Senatoren Hilgenreiner und Böhr arg in fonnten und mit 3657 am 9. Oktober auf 4373 Harnisch. So tam es zu lebhaften Wortgefechten, ( 1924: 4818) aufholten. in deren Verlauf die streitbaren Klerifalen von unseren Genossen aber bald abgefertigt wurden. Diese allgemeinen Nachkriegserscheinungen muß man aber mit ganz anderen Mitteln bekämpfen, vor allem durch die Hebung des sozialen und kulturellen Niveaus der Menschen. Auch die Bestimmungen über die Eheschließung der Gendarmen, welche wieder an die Bewilligung der vorgesetzten Behörde geknüpft wird, und die sonstigen Bestimmungen der Vorlage können unsere Zustimmung nicht finden. Wir sind aber auch aus politischen Gründen nicht in der Lage, gerade dieser Regierung, die heute am Ruder ist, ein Vertrauensvotum in der Form der Zustimmung zu diesem Gefeße zu erteilen. Mit diesem Ergebnis gewinnen die Sozialdemokraten zu den bestehenden vier Sigen im Zum zweitenmal fuhren die Klerifalen wie Ausschuß des Landesgebietes zwei, der Bürger- von einer Tarantel gestochen in die Höhe, als bund verliert zwei und hat ebenfalls sechs Site, ihnen Genosse Heller eine Uebersicht über ihre während die Demokraten ihre zwei und die om- bisherigen sozialen" Taten, wie Zölle, munisten ihren einen Sih halten. Das gleiche Rüftungsfonds, Verwaltungsreform usw. vor Bild von den Wahlen zum Landesausschutz. zeigen Augen führte. Ihre Zwischenrufe erregten teils die gleichzeitigen Gemeinde- und Stadtvertre- Gelächter, zum Teil wurde ihnen in scharfer tungswahlen. In alle Vertretungen Form die verdiente Abfuhr erteilt, besonders als tehrt die Sozialdemokratie gestärkt sich Hilgenreiner und Böhr mangels fachlicher Bor wenigen Tagen erft hat die Bürgerschaft dieses jurid. Gegengründe in persönlichen Anrempelungen er- Landes ihrem Votum über die derzeitige Regierungsgingen. Genosse Heller, von den andern Genossen politik Ausdrud gegeben. Halbjahre 1927 bedeutend größer als im ersten fräftig. unterstüßt, brachte die beiden flerifalen Die Regierungsparteien haben sich nicht ge Halbjahre des Jahres 1926. In bedeutendem Schreier bald zum Schweigen. Dr. Heller traut, das Parlament vor den Gemeindewahlen Maße ist die Erzeugung in der Textilindustrie forderte wiederholt zur Auflösung des Hauses und einzuberufen, weil sie die Kritik der Opposition gewachsen. Die Buderproduktion ist allerdings zur Ausschreibung von Neuwahlen fürchteten. Das verrät das schlechte Gewissen infolge der schlechten Zuckerrübenernte gesunkent. auf, stieß dabei aber bei Hilgenreiner und Co., Indirekt läßt sich auf ein Steigen der wirtschaft die sehr genau wissen, was ihnen kommende der derzeitigen Regierung, die mit dem Bewußtsein lichen Aktivität aus der Arbeitslosenstatistik, aus Wahlen bringen würden, auf gar tein Bera che verteidigen zu müssen. Der Wahlausgang die Wahlen gegangen ist, eine schlechte Sache dem Eisenbahnverkehre und aus dem Außenhandel schließen. hat ihre Befürchtungen voll gerechtfertigt. Berechtigt ist die Frage nach der weiteren Perspektive, eine Frage, die beinahe mit der Frage gleichbedeutend ist, wie unsere Konjunktur mit der wirtschaftlichen Situation Europas zu fammenhängt. Die Depression der tschechoslowakischen Wirt schaft im Herbste und im Winter 1926 wurde nicht so sehr durch den Rückgang der Ausfuhr, als durch den Rückgang der Nachfrage im inländischen Markte hervorgerufen. Mit Ende des Jahres 1926 und mit Beginn des Jahres 1927 änderte sich die Konjunktur in vielen europäischen Staaten, vor allem in Deutschland, das im Sommer des Jah res 1926 den tiefsten Punkt seiner Depression überwunden hatte und von dem Zeitpunktte an eine aufsteigende Entwicklung, durchmacht. Auch andere europäische Staaten gingen in das auf steigende Stadium über. ständnis. Nachstehend der Sihungsbericht: Die erste Sitzung des Senats in der Herbstsession wurde vom Vorsitzenden Dr. Hruban um 11 Uhr 40 mit einigen Begrüßungsworten eröffnet. Der Vorsitzende brachte sodann die Beschlüsse der gemeinsamen Konferenz der beiden Präsidien zur Kenntnis, daß ein Klub erst von einer Gruppe von mindestens vier Abgeordneten oder Senatoren gebildet werden kann und daß Klubs sogenannter Wilder" mit der Geschäftsordnung nicht vereinbar sind. Sodann referierte Senator Dr. Savel fa Südböhmen und Mähren. Dr. Heller: Das einzige Tachau, aber sonst nirgends. Nießner: Das können Sie der Jungfrau von Ronnersreuth erzählen!! Böhr: Sie werden sich wundern, welche Statistik wir haben. wundern über ihre Statistik, aber niemand Dr. Heller: Das glaube ich, jeder wird sich wird ihr Glauben schenken. Wir können diesen Streit damit abschließen, indem wir beide der Wählerschaft nochmals die Entscheidung anbertrauen. Ich glaube nicht, daß Herr Kollege Böhr Ursache hat, sich über Schluckenau besonders zu freuen. Als Genosse Dr. Heller mun den Klerifalen vovwirft, daß ihr Abgeordneter Serum pe die Schluckenauer bezüglich der Regelung der Schluckenauer Sparkasse irregeführt und ordentlich angeschmiert hat, tommt es neuerdings zir schweren Zusammenstößen zwischen Hilgenreiner, Böhr und Dr. Heller, der von unseren Genossen kräftig unterstützt wird. tikel über, den der fleritale Senator 2edebur, Genosse Dr. Heller geht nun auf den Arder heute nicht anwesend ist, über den Wahlausgang in der Reichenberger Zeitung veröffentlichte: Es hat sich überall eine wesentliche Stärkung aller sozialistischen Parteien und eine Schwäs Auch dieser Herr hatte die Courage, die Niederchung insbesondere der christlichsozialen Relage der Christlichsozialen abzuleugnen und zu sagierungsparteien aller Nationen ergeben... gen: Man fann nicht leugnen, daß sie..." ( Sier erhebt sich in den Bänken der deutschen nämlich die Sozialdemokraten.. da und dort Stlerikalen lebhafter Widerspruch, worauf Ge- Werte sozialen Fortschritts gefördert oder getätigt nosse eller den Senator Böhr darauf auf haben. Aber im allgemeinen kennzeichnen unnötige merksam macht, daß er ja selbst in seinem Ausgaben, fostspielige Großmannssucht und überWahlkreis Schluckenau erhebliche Verluste er mäßige Förderung eigener Parteiangehöriger..." litten hat. Böhr und Hilgenreiner suchen dies Silgenreiner klatscht in diesem Moaufgeregt zu bestreiten, doch stellt Genosse Dr. ment Beifall, was unsere Genossen in die höchste Heller nochmals fest, daß die deutschen Christlich- Erregung versetzt und zu neuen Tumultdas neue Gendarmeriegesek, fozialen an vielen Orten wesentlich geenen Anlaß gibt. durch das das Recht des Waffengebrauches durch sind und daß sie viele Tausende Stim ich wächt aus den Wahlen. hervorgegangen die Gendarmerie beträchtlich erweitert men verloren haben, ebenso wie die tsche wird. Gegen diese Vorlage wendet sich der Kom- chischen Klerifalen in Mähren, and namentlich muniſt Toužil, der namens seiner Partei eine die slowakische Volkspartei in der Slowakei.) GeErklärung abgibt. Senator Pichl( tsch. Nat. noffe Dr. Heller fährt dann fort: Soz.) erklärt, daß die Vorlage schon lange hätte verwirklicht werden sollen und verlangt eine Vervollständigung der Ausrüstung der Gendarmerie. über Das finanzwirtschaftliche Bild, das zu entwerfen ich mir erlaubt habe, zeigt eine aufstei gende Linie und dies ist in ihm das wertvollite, Senator Novák( tschech. Soz:-Dem.) er selbst wenn wir uns darüber nicht hinwegtlärt, von den Ausführungen des Berichterstatters täuschen, daß zur Ausfüllung der Konsolidierungs nicht befriedigt zu sein und nimmt an, daß das periode, von der ich in meinem vorjährigen Expo- Innenministerium mit dieser Vorlage ganz see gesprochen habe, noch viel zu vollführen ist. andere Ziele verfolge. Er protestiert da Anzustreben ist die Herabsetzung der öffentlichen gegen, daß an der Spitze des Gendarmerieforps Boranschläge, um die Umwandlung des Finanz ein altiver General steht, der organisierter Fascist systems zu ermöglichen, damit es nicht mit der ist, und verlangt die Aufhebung verschiedener, die wirtschaftlichen Sonstruktion des Landes im ftaatsbürgerlichen Rechte der Gendarmen ein Widerspruch stehe und die Produktivität nicht schränkenden Bestimmungen. breche. Es wird daher die Finanzverwaltung Nach dem Agrarier Dr. Stodola spricht auf ein Maßhalten der öffentlichen Verwaltung als letzter Debatteredner in diesem Sinne dringen. Die Dekonomie der Staatsfinanzen muß allerdings von der OefoGenosse Dr. Heller, Nießner: Das sagt der Graf, der sich feine Güter schenken läßt! Der wagt so zu reden! Dr. Heller: Soviel Worte, soviel unwahrheiten! Nicht eine Tatsache kann Herr Dr. Ledebur zum Beweis anführen. Er vergißt nur seine eigene Tätigkeit und die seiner Partei in seinen Meine Herren, das natürliche Ergebnis dieser Privatinteressen hervorzuheben. Zur selben Zeit, als Wahlen wäre in einem demokratischen Staate die die Klerikalen in die Regierung eintraten, wurde Auflösung dieses Parlamentes, denn der Besitz des Herrn Dr. Ledebur aus dem beschlagteien nicht mehr die Mehrheit hinter sich haben und die Wahlen haben gezeigt, daß die Regierungsparnahmten Komplex der Bodenreform herausbaß namentlich das deutsche Bolt die Politik der genommen.( Entrüstete Brotestruse unſerer Genossen. Der Vorsitzende läutet mit der Glocke.) regte Zwischenrufe der Klerikalen.) Sie werdeutschen Regierungsparteien verdammt.( AufgeDr. Heller: Ich habe diese Behauptung schon vor mehreren Monaten hier aufgestellt und den durch alle Ihre Zwischenrufe die Tatsache ihrer Herr Ledebur hat es nicht gewagt, ihr entgegenzuNiederlage nicht ablengnen können. Aber bitte, veranlassen Sie die Auflösung des Parlamentes und wir wollen das Tänzchen miteinander noch einmal wagen! Silgenreiner: Es ist kein Grund dazu. Dr. Heller: Ja, es ist deshalb kein Grund, weil Sie bei den Parlamentswahlen noch mehr geschlagen würden! nomie in der Selbstverwaltung durchgeführt der einleitend erklärt, daß er sich der Begeisterung verden. Es wäre ein großer Irrtum, sich allzu seines Borredners für den vorliegenden Gesetzent- stik sehr auf die Ausgleichsfonds oder schließlich auf wurf nicht anschließen könne, da der Entwurf in den Staat zu verlassen. Die äußerste Grenze, bis zu welcher der Staat in der Subventionierung der Selbsts verwaltung gehen konnte, ist bereits überschritten. Jeder muß sich im Rahmen der Selbstverwaltung an die erreichbare Dedung halten. Rundfunt für Alle! Nießner: Nicht einmal eine genaue Statigeben Sie heraus! Böhr: In großen Bezirken haben wir große 19.05: Slowakischer [ 18.50: Die Geschichte der Slowakei. Spracfurs für Deutsche. 19.20: Einführung zu der Oper Schmied Wieland". 19.30: Uebertragung aus dem Slowaki fchen Nationaltheater. Bella:„ Schmied Wieland". Stafchau, 1870. 10: Die hohe Tatra. 19.15: Breffenach richten. 19.20: Stonzert. 1. Bendl: Quartett F- dur. 2. Haydn: Quastelt bur. treten.( Genosse Reyzl: Er weiß, warum!) Weil er absolut nicht amstande ist, diese Behauptung zit widerlegen. Nach den Veröffentlichungen der letzten Zeit, welche flar nachweisen, daß überall in den von Bürgerlichen verwalteten Bezirken und Gemeinden die Umlagen mehr gestiegen sind als in den von Sozialisten verwalteten, nach den statistisch belegten Unterlagen, daß die Wirtschaft in den bürgerlichen Gemeinden sowohl vor dem Kriege als auch nach dem Kriege weit schlimmer und für die Bewohner unerträglich war, noch zu behaupten, daß die Sozialisten ein Trümmerfeld zurückgelassen hätten, ist schon mehr als eine unwahrkeit! Die BeHauptung von übermäßiger Förderung eigener Parteiangehörigen" ist eine offene Lüge, die nicht durch eine einzige Tatsache nachgewiesen Budapest, 556. 11: Schallplattentongert. 17.10: Sigeuner. wird. musif. 18.15; Literarischer Vortrag. 20; Konzert. 21.30; Lang mufif. Daventry, 1604. 12: Quartett. 14: Schallplattenkonzert. Abendlied. 17: Orcheſterfonzert. 18.15: Kinderstunde. " Orcheſterfonegri. 22.50: Liederabend. 23.30: Tanzmusir. Zum Rundfunkabend der J. T. F. am 5. No vember wird uns ergänzend mitgeteilt, daß das RundDer Stand unserer Wirtschaft und der funf- Stonzert von der holländischen Arbeiter- Radio Staatsfinanzen ist ein guter. Ich schäße insbe vereinigung mit folgenden Worten eröffnet wird: sondere die aufsteigende Linie in der Wirtschafts- Hier is Hilversum Holland, uitzending van de Verund Finanzentwicklung. Wir befinden uns auf eeniging voor Arbeiders Radio Amateurs( VARA)." dem richtigen Wege zur finanziellen Konsolier, beite Beweis dafür, daß man auf die richtige dierung, wir müssen deshalb auf der eingenommenen Linie, bleiben. Station eingestellt hat, ist das Ertönen der InterDie rednerische Leistung des Finanzministers nationale( erster Programmpunkt). Bon 9.50 bis wird von der Stoalition mit dem obligaten 10 Uhr Amsterdamer Zeit, von 9.30-9.40 Uhr westeuropäische Zeit( Greenwich), von 10.30-10.40 Uhr Applaus quittiert; gleich darauf wird unter dem Protest der Opposition der Antrag Pohl, mitteleuropäische Zeit und von 11.30-11.40 Uhr ostRemes und Bolen auf sofortige Eröffnung Interbrechung, damit der Sender Hilversum europäische Zeit erfährt die Veranstaltung eine der Debatte abgelehnt. Angenommen wird der Antrag Bradač, die Debatte in einer der nächLeim Bekanntgeben des Wetterberichtes der deutschen sten Bungen abzuführen. Rundfunkstation Nordeich keine Störungen verursacht. Während der Sizung wurden verschiedene Drucke verteilt, darunter auch die lang angekündigte Novelle zur Sozialversiche rung, die wir an anderer Stelle besprechen. Programm für morgen, Donnerstag. Bras, 310, 11: Schallplattenmusif. 11.35: Landwirt fchaftsfunt. 12: Seitfignal, Breffenachrichten. 12.05: wit tagstonzert. 13.05: Bortran. Bedeutendes Jubiläum unferer Versicherungen. 13.35: Börsennachrichten. 15.45: Vortrag. Toute im Ausland. 16.20: Börsennachrichten und Hopfenmarfi In einer zweiten formalen Sizung wird ever stinderfrantbeiten. 16: Sinderede. iteber unsere Lands 1. a. die Sozialversicherungsnovelle dem sozial- preise. 16.30: Naomittagstonzert. 17.30: Wufifvortrag. 17.15: Genosse Pol a ch: Eine bewußte Verleumdung! Es kommt zu neuen schweren Zu 10: 203 Zauamujit, 20.15: Klavierfonaten von Sabbi. 20.45: Iammenstößen mit den Klerikalen, wobei Oper von Bellin Rom, 450. Gemischte Mufit. 20.45:„ Die Nachiwandierin", sich Böhr durch die Behauptung, daß er zwar fromm sei, aber dabei ausgezeichnet zu schimpfen Wien, 517. 11: Vormittagsmufir. 16.15: Nachmittagskon verstehe, schwer beleidigt fühlt. Böhr und Hilgengert. 17.50: Witteilungen aus den Bundestheatern. 18: Rem Franzöfifchreiner brandt. 18.30: 25ochenende. 18.45; Efperanto. 19: Franzöfif. reiner geraten namentlich mit Genossen Nieß19.30: Englifa. 20.10: Symphoniekonzert. Menbelsfobn: Ier hart aneinander, dem sie die Schreibweise Ouverture Athalia". Mozart: Andante. Beethoven: Biolin fonzert. Gabe: Eritönigs Tomter. des Sozialdemokrat" zum Vorwurf machen. Sürich, 588. 12.32: Schallplattenkonzert. 15: Nachmittags. Nießner: Ja, der Sozialdemokrat" fongert. 16: Tanamusif. 17.10: Kinderstunde. 20: Hörspielgeht euch auf die Nerven! abend. 21.15: Seitere Musir. Deutschland. Erst nach geraumer Zeit kann sich Genosse Königswusterhausen, 1250. 14.30: Ernährung von Gicht Dr. Heller wieder verständlich machen und und Rheumatranten. 15: Gewürz in der Küche. 15.40: Stod verweist auf die oft verwendeten Worte Spinas, anweisungen und Speisefolgen. 16: Jugendpflege. 16.30: as böhere Schulwesen New Yorts. 17: Stonzert. 18: Deutsche daß die Regierungsparteien nicht antiWeltwanderer. 18.30: Spanish. 18.55: Gewässerpflege und sozial, sondern nur" antisoziali Fischbestand. 19.20: Dichtung und Kunstlied. 20.30: lleber tragung von Berlin, 484. Operettenabend. 22.30: Tanamufir. tisch seien. Genosse Heller unterzieht die anBreslau, 323. 12.15: Schallplattentonzert. 16.30: intergeblich soziale Tätigkeit der Regierungsparteien baltungsfonzert. 20: Symphoniefonzert. Berlioz: Romeo und Julia. Saint- Saens: Stonzert A- moll. Glafunow: Chant du einer vernichtenden Kritik und fährt fort: menestret. Saint- Saens: Totentanz. 22.15: Funftecnif. 22.30; Grantfurt, 429. 13.30: Mittagskonzert. 15.30: Jugend ſtunde. 16.30: 20rving Stonzert. 18.30: Standardisierung der Tanzmusit. politischen und dem Budgetausschuß zugewiesen.faits del und C. IS:. 19.30:" Julius Cäfar", Oper von Händel, Schubert felten vom Breßbüro, hierauf: Univ.- Prof. Berweyen, Bonn; Philofophifce Rube. 19.80: Symphonisches Stonzert. 1. und Goethe. Sozial war es offenbar, der arbeitenden Bevölkerung eine Milliarde Kronen neuer Lasten durch Zölle aufzuerlegen! die Samburg, 395. 12.30: mittagskonzert. 14.05: Sauston ist gert. 16.15: Stonzert. 17: Fünfahrtec. 18: Bolkstümliches Stonzert. 18.55; Die Nerven des heutigen Menschen. 19.25: " Das Wunder der Geliane". Oper von Storngold. Tanzmusit. Langenberg, 469. 13.10: Mittagskonzert. 14.30: Bie lied. 4. Sut: Smphonie E- bur. 22: Beitsignal. Letzte Nach bleibe ich gefund? 17.30: Besperfonaert. 18.30: Wilhel Der Budgetausschuß wird sich in seiner morgigen 18.30: Deuifche Sendung Wetterbericht und Tagesnenig Sigung, bereits mit dem Budget befassen. Abgelehnt wurde der Antrag des Genossen einberger: a) Ouverture an einem Ritterspiel. 6) Brälu Pohl, der Ministerpräsident möge sofort über din und uge.) Tanz- Roubo. B. Bicha: Wanderers Nacht den Staa svoranschlag und die nächsten Absichten richten des Prepviros, uebersicht der Tagesercigniffe, und der Regierung eine Erklärung abgeben: Das Sportnachrichten: 22.15: Theaternachrichten. 22.20: Tanz gleiche Schicksal traf einen kommunistischen Brünn, 441. 12.15: mittagsfóngert. 14.30: Trager Effer Antrag, der vom Verteidigungsminister eine Er- ten Börse. ettervorausfane. Breffe, Sport- und Theater nachrichten. 15: Gine Stunde Frauenfunt. 18: Beitfignal. tlärung über den Stand des Disziplinarver- Deutsche Breffenachrichten. 18.10: Deutsche Sendung. fahrens gegen Gajda verlangte. Eltern und Stinder. Das moderne Problem des Bertrauens musit. und der Freundschaft. 18.25: Landwirtschaftsfunt: 18.40: Die Konservierung von Nahrungsmitteln. 19: Stonzert. Dvorak: Breßburg, 300. 10: Landwirtschaftsfunt. 16.30: Prome nadefonzert. 18.35: Fremdenverkehr. Touristic und Sport. Die- nächste Sigung wird auf schriftlichem" Dumth". 10.30: ie Prag. Wege einberufen werden. Böhr: Die Ziffer der Arbeitslosigkeit sehr gesunken! Diese Aeußerung vuft bei unseren Genossen stürmische Heiterkeit Raabe. 19: Städiliges Stonzert. 21.10: Lausbubengeschichten. hervor. Als Dr. Heller ersucht, die volkswiv 21.50: Leichte Muſik. schaftlichen Begriffe Böhrs nicht gar so ernst zu Austit. nehmen, ruft Nießner: Wir lachen ja darit ber! Nachmit Leipzig, 366. 12: Schallplattenkonzert. 16.30: 19.30: tagstonzert. 19: Von nardischen Frauen. München, 536. 16: Nachmittagsfonzert 17.35: Pferde20.15: Lieder der Sehnsucht. ( port- Npvellen. 18.30: Geflügelzucht. 19.30: Fahrt nach dem Dr. Heller, zu den Klevikalen gewendet: SoNordland. 20:" Don Quijote". Oper von Beer- Wallbrunn. zial war offenbar die Erhöhung der Zuderstener 22.15: Müncher Bühnenfünstler. Stuttgart, 380. 12.30; Schallplattenmufit. 16.15: Nach und der Spiritussteuer oder die Bewilligung eines mittagstonzert. 18.15: Dramaturgie, 18.45: Ocitreize 10.15: Rüftungskredites von 3½ Milliarden! Ich weiß, Schach. 20.15: Der Biberpeiz", Somödie von Hauptmann. daß Ihr Antimilitarismus von anno 1919 bis 1925 22: Eltfäffische Dialettstunde. Belle 4. exheuchelt war und daß Sie die alten Speichelleder beträgt alio 1670 Stimmen, modurch wir den 3rrbes Wilitarismus geblieben sind, die Sie schon im tunt in unserer Sanétogfolge richtigstellen. alten Sesterreich waren. All das, was nachfolgte, Die Richtigstellung erfolgte allerdings erst, Steuerreform, Gemeindefinanzgefen und die Bernachdem wir nachgewiesen hatten, daß der Ge waltungsreform mit ihrem unerhörten Berrat an win feit 1925 nur rund 700 Stimmen beträgt, den Interessen unseres Bolles, all das war offenvon denen wieder 600 fichtlich von den Deutschbar aud) cine soziale Tat! Sie sind in Wirklichkeit lo antifozial, wie Sie antifozialistich find, denn eins fandidiert haben. Immerhin fonnt der„ Tag" nationalen herrühren, die in 15 Gemeinden nicht kommt bebingt das andere. Es gibt feine Beriretung sozialer Interessen durch Barteien, welche die Inter- schon start erschütterten 25 Prozent Stimmen der Wahrheit schon näher. Er wird von den nun Bei diesen Worten ereifern sich Böhr und gcoinn schon noch 24 Prozent nachlaisen! Bilgenreiner, von einzelnen Landbündlern unter. ftißt, neuerdings und suchen den Einbrud ber Worte Dr. Hellers burch persönliche Antich in folgenden Siffern dar, die unsere Wolfs rempelungen zu verwischent. effen der besitzenden Stlassen vertreten! Dr. Geller zu Bilgenreiner: Stommen Sie nicht immer mit persönlichen Sachen, es zeigt Ihre bollständige Infähigteit, 3hre vollständige piäffifche ubulbiamfeit, daß eie niemals anders antiporten fönnen als persönlich! Genoffe Dr. Heller erinnert nun die Sterifafen an ihre neuesten Schandlaten, an ihre Angriffe auf den icterschuß und auf die Soialversicherung. Erst durch ihren Eintritt in die Regierung fonnte sich der ganze Saß des Bürgertums gegen die Arbeiterschaft ausleben, fett fommt Gefen auf Gesetz. Die Wohlen in dic Gemeindevertretungen haben gezeigt, daß das Bolt diefe Tätigkeit der Regierungsparteien entsprechend zu würbigen weiß. Wir sind davon überzeugt, daß die fommenden Wahlen und wir wünschen fic sobald als möglich herbei diesen Wohrspruch des Volfes noch verschärfen und dem Treiben der Neaftion ein Ende machen werden. Rösen Sie das Saus aus und wir werden uns bei Neuwahlen finden. Sie, meine Herren, werden dann dezimiert wies der in diesen Saal zurücklehren! Starfer Beifall, Händeflatsch cm.) Unjer Wahlerfolg im Streis Troppau stellt preffe" veröffentlicht. Unsere Pariei war int Kreis Troppau in 54 Gemeinden am Wahlkampf beteiligt. Auf die einzelnen Bezirksorganisationen unferer Partei verteilt sich das Wahlresultat felgendermaßen: 1925 1927 1928 1927 581 723 16 16 Bezirks. Anzahl der Stimmen Mambate Organisation Gemeinden Wahrisch Ostrou. 5 Wigstodil Neu- Titschein Jogerndorf. Troppau. . Mittwoch, 26. Oftober 1927. Der Staatsvoranschlag für 1928. Nach dem gestern im Abgeordneicuhause eingebrachten Finanzgefeß, mit welchem der Staatsvoranschlag für 1928 festgelegt wird, be tragen die gesamten Staatsausgaben 9.536,073.544 Kč 1927 9.703,505.151 Kč die gesamten Staatseinnahmen 9.562,270.422 Kč 1927 9.723,914.485 Kč Staatsausgaben: Präsident der Republik und Kanzlei des Bräsidenten Gefeßgebende Körperschaften Ministerratspräsidium Ministerium des Aeußern Vandesverteidigungsministerium Ministerium des Innern . Gruppe 1: Eigentliche Staatsverwaltung. Ausgaben 1928 1927 18,468.381 16,446.495 43,614.984 39,665.288 31,123.675 32,904.677 164,990.650 136,004.660 1400,000,000 1370,000.000 648,268.600 554,363.850 Justizministerium 299.741.210 286.881.280 6 997 1706 19 87 Unififationsministerium. 1,939.972 1.573.693 10 3286 3533 46 47 Oberstes Veriv. Gericht und Wahlgericht. 6,016.997 1,944.774 26 . 4680 5247 102 148 Schulministerium 893.872.048 782,382.452 1329 1606 35 36 Landwirtschaftsministerium 216,135.726 204,600.000 Bodenami 28.127.565 26,691.855 10823 12815 218 281 Sandelsministerium 41,712.542 84,129.038 Ministerium für öffentliche Arbeiten 714,378.783 662,373,549 Bostministerium. 15,616.890 15.282.300 Eisenbahministerium 29,945.520 25,978.030865,804.611 838 204.611 10,610.337 10,991.7-18 140,753.616 650,287.000 534,185.918 183,7 16.085 2774,369.282 5,179.254 9536,078.511 7 54 Also ein Gewinn an Stimmen: 1992, Gewinn an Mandaten: 66. Die tschechische Sozialdemokratie und die So. zialversicherung. Uns wird mitgeteilt: Montag fanden sich die Vertreter der Erelutive der tsche choffowafischen fozialdemokratischen Arbeiterpartei und die Vorfißenden beider parlamentarischer Klubs beim Vorsißenden der Regierung ein, um jich über den Stand der Novellierung der Sozial versicherung zu informieren. Der Ministerprä sident gab befannt, daß die Regierung beschlossen habe, die Vorlage hentie einzubringen und daß sic Die Vorlage wird dann in erster Lejung gemäß der Absicht der Regierung in den Parlaongenommen und nur eine unbedeutende en mentsausschüssen völlig fachlich durchberater iverderung bezüglich der Vorschriften über die Heideu soll. Die Abordnung machte den Ministerratefonsense vorgenommen. präsidenten auf die politischen Folgen aufmertjam, Nach Abweisung eines Auslieferungsbeit welchen der Versuch der gegenwärtigen Mehrs gehrens gegen den fommunistischen Senator heit verbunden wäre, die Arbeiterschaft um Rechte Ser; wird die Wahl des Ständigen Ausschusses vorgenommen. Als gewählt erscheinen: Böhr, Babrman, Dr. Bruban, Ing. Stfimfo, Genoise Richner, Dr. Srobar, Thor und Toužil, als Erfaßmänner Dr. Brabec, Dr. Brunar, Srubn, Dr. Staras, Dr. Klouda, Lutsch, Pruša nad Wolfo. In einer zweiten formalen Sißung werden Zuweisungen an die Ausschüsse vorgenommen. Dann wird die Situng gegen 3 ihr geschlossen. Nächste Sibung Dienstag, den 8. November. Inland. Die Lehre, die Herr Spina zicht. ju bringen, die aus dem gegenwärtigen Gesetz erfließen und übergab dem Ministerpräsidenten ein Memorandum, in dem der Standpunti der Arbeiterschaft flax zum Ausdruck fommt, Urlaubsverlängerung für Smeral verweigert. Befanntlich hält sich der Kommunist Smeral jaji zivei Jahre in Mosfan auf, wo ihm angeblich die Leitung der, chinesischen Angelegenheiten an vertraut ist. Bisher war ihm vom Abgeordnetenhaus der erbetene Urlaub immer wieder gewährt worden. In der letzten Zeit wurde von bürger Smeral in Mosfau arbeite, sich aber die Parla ficher Seite wiederholt dagegen protestiert, daß menisdiäten ruhig zahlen lasse. Gestern wurde nun das neuerliche Gesuch Smerals um Urlaub bis 20. Dezember, das er mit Studiengweden be gründete, über Antrag des Stammerpräsidiums vom Stammerplenum verweigert. Dieser Fall steht bisher vereinzelt da, da bisher Urlaube immer austandslos vom ganzen Sause bewillig wurden. Wenn Smeral unn nicht bald heim fommt, droht ihm zunächst der Entzug der Diäten, unter Umständen auch der Mandatsverlust. Drei Mostauer Todesurteile gegen Spinne. Der Herr Arbeitsminister hat einen Vertre ier einer Storrespondenz, die eigens gefchaffen wurde, um Interviews mit den aktivistischen Ministern in die Oeffentlichkeit zu bringen, über die Lehren informiert, die er aus den Wassen sicht. Zunächst will Spina einen Erfolg der AfHvistent feststellen, die mehr arbeiten und weniger reden". Es ist nicht ganz klar, ob diese Bemerfung auf den Mayr- Barting geht, der be fanntlich berhaupt nicht reden darf. Die Mostau, 25. Ottober.( Taß.) Der Oberste ,, leichte lleberwindung der Revolte Wayer San Gerichtshof feßte gestern die Verhandlung int reich", über die Spina zu früh jubelt, scheint ibmpionageprozesse gegen die Brüder ein weiterer Beweis für die gute Aufnahme. Die rowe und Genossen fort. Der Staats. der Aftivismus bei den Wählern findet. Dann wendet sich Spina gegen uns, weil wir in anwalt Stonduruschkin führte in seiner Schlußunferem Wahlkampf nicht nach feinem Sinne rede aus, daß in dem Prozesse durch die Ausaufgetreten find( begreiflich!) Wir hatten teil jagen der Angeklagten selbst einwandfrei be an der Macht fordern, nicht gegen die Minister wiesen wurde, daß sich das Spionagezentrum zu Felde ziehen sollen. Fragt sich nur, von wem wir diesen Anteil hatten fordern follen: von gegen die Sowjetunion in der Moskauer engSpina doch sicher nicht, denn daß; er über Madit lischen Mission befand. Die Spionagearbeit lei. in der Regierung verfügt, wird er wohl selbst tete der Chef der englischen Mission Hodgson perwicht behaupten vollen. Endlich will Spina er fönlich unter Mitwirkung Charnods und anderer Fennen, daß die großen Ständeparteien jich stabilisieren, apie eben das Bolf in Stäube Beamter der Miffion. Der Prozeß beweise auch, zerfällt. Nur wirtschaftliche Gefichts. daß der englische Imperialism its mit punfte feien für die Politik maßgebend. Die alten Mitteln bestrebt ist, die Som beorie ist nicht ganz falsch und wir hoffen, daß jetmacht zu vernichten. Eines diefer ich bei den nächsten Wahlen noch deutlicher die Wittel hick Spionage, zu welcher sich die englische hieß Gruppierung nach wirtschaftlichen Interessen durchsetzen wird. Nur werden dann die Maffen Nur werden dann die Maffen Mission Agenten aus Kreisen der Bourgeoisie. Der Kleinbauern und Angestellten mit den Arbei und der bürgerlichen Intelligenz aussuchte. sern geben und Herr Spina fann sich mit ein Sonduruschlin beantragte die Todesstrafe für die pour faufend Großbauern bescheiden, Brüder Prowe, den ehemaligen Rechtskonsulenien Das Gesamtergebnis der Wablen fei eine Seftigung der jenigen Webrbeit, eine Behauving. des revolutionären Kriegsrates Korepanow und aber deren Stichbältigkeit mittlerweile die Rede den Militärbeamten Nanow und Gefängnisstrafe jines Freundes linka den Spina wohl eines für den Militärbeamten Podreskom.- Der beeren belebri baben dürfte. Oberste Gerichtshof verurteilte die Brüder Prowe und Korepanow zum Tode. Nanow und Vodreskom zu je zwei Jahren Gefängnis. Sie laffen mit fich handeln... Jum nationalfozialistischen Tag" erfchien Dienstag folgende Woriz: Bet netjes. Stimmengewinn im FallenauGrasliger Gebiet. Ministerium für soziale Fürsorge Ministerium für Voltsverpflegung Gesundheitsministerium Versorgungs und Ruhegenüsse Finanzministerium Allgem. Kassenverwaltung Oberstes Kontrollamt Summe der Ausg. der Staatsverwaltung. 126,726.600 620,880.000 3124,359.979 4.371.681 9703,505.151 Gruppe 11: Staatsbetriebe. ( Das endgültige Saldo fiche Gruppe I. Nr. 22. Allg. Rajsaverwaltung.) • Tabafregic Staatsfotieric Gewinn 1095,198.061 1078,859.068 Ausgaben Einnahmen .. 1927 1008,150.486 2103,648.550 1928 1013,836.667 2092,695.735 1927 122, 904.830 165,212.900 1928 123,751.232 165,817.600 Bost a) Post, Telegr., Tel.- Amit 1927 b) Bostichedami. 1029,942.700 1199,633.000 169,690.300 1928 1154,041.590 1311,802.820 157,261.230 1927 101,186.000 121,300.000 20,114.000 1928 103.797.000 117,875.000 14,078.000 Eisenbahnen . 1927 4344, 150.530 4179,537.950 135,387.420 1928 1414,320.050 1575,511.320 161,191.270 567,985.526 52,952.574 689,656.852 51,476.748 420,767.100 29,475.000 1928 538,610.200 $ 17,154.900 1927 1928 7670,063.686 1553,327.487 8064,172.372 1528,550.438 Von den übrigen Staatsbetrieben seien nur noch angeführt: Staatswälder und Güter. 1927 1928 Staatsbergwerfe u. Sütten 1927 Gesamte Staatsbetriebe 620,938.100 691,133.600 450,242.100 555,795.100 9222,391.173 9591,972.810 Dem eben erivähnten Gewinn von 1553,327.487 Kč steht ein Verlust von 1,000.000 ( Tschechosl. Preßbüro) gegenüber. Der Gewinn saldo beträgt demnach 1552,327.487, der Staatsfasse werden abgeführt 1151,400.767( 1927: 1302,494.406). Gruppe lil: Anteil der Selbstverwaltungskörper und des Straßenfonds an den Staatseinnahmen. a) Anteil der Selbstverwaltungsförper insge fam davon an der Umsatzsteuer b) Anteil des Straßenfonds 1. Direfte Steuern 1928 • . 1158,466.000 874,245.000 66,500.000 1927 1039,607.000 787,300.000 Gruppe IV: Staatsschulden. Ausgaben: 1927 1928 Kapital 34.945,024.990 34.385,059.792 Zinsen, Amort. Verwaltungsausg. 2.572,937.582 2.354,337.940 Staatseinnahmen: 2. Umsatz und Luyussteuer( Vom Gesamtbetrag von 1380,000,000 nach Abzug der Zuweisungen an die Selbstverwaltungsförper 3. Zölle. 4. Berbrauchsstenern 1928 . 1770,987.000 1927 2061,512.600 . 1125,755.000 1112,700.000 1100,000.000 1050,000.000 1687,127.000 1712,091.000 5. Gebühren 1708,550.000 1685,656.000 Oeffentliche Abgaben insgesamt 7392,419.000 7621,959.850 Von den wichtigsten Einnahmsquellen seien einzeln augeführt: Einkommensteuer 1050,000.000 1130,000.000 Allgem. Erwerbsteuer. 180,000.000 220,300.000 Besondere Erwerbsteuer 230,000.000 280,000,000 Grundsteuer Von insgef. 130,035.000 nach Abz. d. Fondszuw. Sauslassensteuer 81,535.000 97,5-40.000 Von insgef. 13,410.000 nach Abzug der Zuweisung. auszinsstener 1.110.000 3,558.200 Von insgef. 89,212.000 nach Abzug der Zuweisung. Rentensteuer 10,112.000 102,000,000 21,701.800 100,700.000 Tantiemensteuer 8,000.000 17,000.000 Umsatzsteuer Von insgef. 1980,000.000 nad Abzug der Zum. 1105.755.000 1095.700.000 Sölle Von ineges. 1114,705.000 nach Abzug der Zum. Spiritusabgabe. 1097,705.000 410,520.000 Sudersteuer 590,000.000 gem. Getränkesteuer auf dem Lande in der Stadi 232,800.000 226 800.000 . 45,000.000 12,300,000 96,500.000 88,500,000 23,500.000 20,700.000 Celd 1856.80 808 50 468.60 Ware 1861.80 507.90 471.60 18.500.000 18,500,000 200,000,000 23,130.000 230.000.000 25,130.000 649.30 2.30 Stempel 195,000.000 215,590.900 168.80 650,000,000 183.90 155: 30 602.011.000 33.00 Fahrkartensteuer 200,000,000 199,800.000 1: 1.92 183.12 Transportsteuer 500,000.000 507,150.000 59.20 59.70 Berfonentransporiſtener 90,000.000 90,000,000 588.00 377.15 180.15 Telephongebühren 25,000.000 27,050.000 474.90 477.90 Gebühren für Amishandlungen 37,700.000 36,185.000 Devilenturie Prager Nurse am 25. Oftober. 100 bollandiidie Gulden 100 Meichsmark.. 3n der beginselsen Susammenstellung ber Gemembemahlergebnisse in der Folge unseres Watte nnm Samstag für das Bezirksgebiet Falkonon -Grasli munde ein nationalfoyliſtiſcher Stimela mangeminn von 7780 Stimmen auge 100 Edweiser Grants penen. Sal catfpricht nicht den 1 Bund Sterling Tatsachen haben irrtümlich die Gobl 10) Bire 1 Dollar 10.007 alls Stimmengol des Gebietes eingelegt. 100 fransoniche Grants mähenib in Miflima 1927 nun 897 100 Dinar Vengo. Stimmen auto, gegenüber 2927 100 polniidie Sloth Stimmen im Jahre 1925. Der Stimmengemian 100 Salling Fleischsteuer auf dem Lande. in der Stadt. Verzehrungssteuer Stohlensteuer Wasserkraftsteuer Rechtsgebühren 1047,545.500 $ 10,520.000 590,000,000 Mittwoch, 26. Oktober 1927. Seite 5. gen war, die Hörer wegzulegen. Ich glaubte mich weit in Sinterindien zu befinden, obwohl ich ant nehmen muß, daß dort die Menschen viel zivilisier An alle unsere Abonnenten diefes Jahres bei der kommunistischen Demon- ter und gesetzter find, als diejenigen, die am und Kolporteure! Weg.n des Staatsfeiertages am Freitag, den 28. Oktober kann Samstag, den 29. Oktober unser Blatt nicht cr= scheinen. Unseren Kolporteuren teilen wir mit, daß sie am Freitag, den 28. Oktober die Blätter in der Höhe der Samstagauflage erhalten. Die Verwaltung. Lages- Neuigkeiten. ten, wird aufs neue bestätigt. nicht genug tun konnten, schließlich im Band Spießbürger wurden. Der Glasmaler Josef Alber marschierte noch am 1. Mai stration stramm in Reih und Glied und war mit Sonntag den Prager Fußballplatz bevölferten. dem Zwidauer Kommunistenhäuptling Gampe Ich habe am Montag mit Genossen, die ebenfalls auf bestem Fuße. Bei der Gemeindewahl prangte Radiofreunde sind und auch dieses mehr als zwei er jedoch im Verein mit seinem Komplizen Karl felhafte Vergnügen" vom Sonntag genossen hat Pompe, pensionierten Eisenbahner, neben ten, einen Meinungsaustausch gehabt und wir find Deutschnationalen, Gewerbeparteilern und ande zu der Ueberzeugung gelangt, daß es doch unberen bürgerlichen, also antimarristischen, Elemen Singt nicht Aufgabe des Radio- Journals in Prag ten auf der Liste der Wahlgemeinschaft". fein fann, solche Standalszenen feinen Hörern zu Beide befinden sich unter den sieben Gewählten vermitteln. Wir glauben ferner, daß diese Stuurde dieser famosen Wahlgruppe. Sie haben offenbar besseren Zwecken dienstbar gemacht hätte werden tion und der damit verbundenen Aussicht, etwa diefer Aussendung eine fulturelle Tat voll die kommunistische Ideologie von der Weltrevolu- fönnent. Glaubt vielleicht das Radio- Journal, mit als Volkskommissäre" eine Rolle zu spielen, auf bracht zu haben? Wir sind nicht zu dieser Aufe gegeben und find zufrieden, wenn sie nun Arm fassung gekommen, aber zu jener, daß das Radioin Arm mit fapitalistischen Vertretern ihren Ehr Journal in Prag in Zukunft die Hörer mit einer geiz befriedigen können auf der anderen Seite folchen Kultur" Wiedergabe wie am Sonntag der Barrikade! Jedenfalls ist die politische Ent verschonen möchte. Denn daß das Publikum wicklung dieser zwei kommunistischen Helden ty auf bürgerlichen Sportplätzen sehr radaulustig ist, pisch. Die alte Regel, daß sich auch im politischen wissen wir, aber das haben wir noch nicht gewußt, Leben Gegenfäße berühren und die extremsten daß das Radio- Journal es als eine feiner Auf Schreier in die entgegengesetzte Richtung gera gaben betrachtet, auch solche Standalszenen in die Die findermordenden Geschosse. Welt hinauszusenden. In anderer Hinsicht wird Die Ostrauer Morgenzeitung" berichtet mit jeder Meinute gespart, z. B. bei der wirklich ganz unauffällig, damit dem Militarismus nur schlegen allerhand„ Erivanniffe" an Löhnen und der Arbeitersendung). Spart an den Knödeln! Die Christlichsozialen farg bemessenen deutschen Sendung( insbesondere ja nicht weh getan werde, über zwei neuer Gehältern vor, um die Sozialversicherung billiger Kinderlähmung in Berlin. Unter dem Verdacht liche Ratastrophen in Karpathoruß zu gestalten. Wie wäre es, wenn Herr Zajiček, der Kinderlähmung ist ein Schüler der Goethe Schule land. Aus Užhorod wird berichtet: Drei feines Zeichens flerikaler Henker der Sozialver- in Berlin Wilmerdsorf erkrankt. Zwei Klaſſen wurKinder fanden auf der Straße eine Sprengicherung, einmal den Ertrag der Kohlen- den daraufhin vom Direktor sofort geschlossen, um patrone. Als sie damit spielten, explodierte einfuhr scheine in die Einnahmen der So- alle Vorsichtsmaßregeln und eine Desinfektion der plötzlich die Patrone. Die Sprengstücke drangenzialversicherung einkalkulierte? Es wäre doch nicht Räume durchzuführen. Nach einer Weldung der dem Gjährigen Knaben Terelovsky in den übel, die Gelder, Nach einer Wieldung der Bauch und zerriffen ihm die Gedärme. Der Knabe fließen, zu sozialen und echt christlichen Zweden al je zwei neue Ertbankungen an spinaler Kinderübel, die Gelder, die aus den Kohlenscheinen Vossischen Zeitung" sind in Dresden und Frei ringt im Spital mit dem Tode. Die beiden zu verwenden. Da man ohnehin schon die längste lähmung zu verzeichnen, darunter in Freital ein anderen Kinder wurden gleichfalls schwer Beit zu Unrecht nichts von den Regierungsknödeln Todesfall. verletzt. Ein ähnliches Unglück ereignete hört, wäre es jetzt an der Zeit, die Oeffentlichkeit fich in der Nähe von Lučenec, wo der 14jährige auf diese Ersparungsmöglichkeiten aufmerksam zu alte Sattlermeister Wladislaus Schlüsselmann Wegen eines Hundes in den Tod. Der 62 Jahre Anabe Gibali auf einem Felde eine noch aus der Zeit des Bolschowikeneinbruches stammende und seine 61jährige Ehefrau Luise wurden am MonSandgranate fand. Die Granate explodierte Programmänderung der Nationalsozialisten. tag morgen tot in ihrer Wohnung in Berlin und tötete das Kind auf der Stelle. In einem Leitartikel des„ Tag" über die Vor- Schöneberg aufgefunden. Das Ehepaar hatte sich mit herrschaft des amerikanischen Finanzlapitals heißt jes: Zyankali vergiftet. Da keine Nahrungssorgen und feine Strankheiten vorlagen, fehlte zunächst jeder Anhaltspunkt für den freiwilligen Tod. Die weiteren Nachforschungen ergaben dann, daß das Ehepaar sich das Leben genommen hatte aus Gram darüber, daß war. Die alten Leute waren seitdem untröstlich, ihr Hund in der vorigen Woche eingegangen da sie keine Angehörigen hatten und ihre ganze Liebe an das Tier hingen. In einem hinterlassenen Schrei ben nehmen sie von ihren Bekannten Abschied und jetzten einen Tierschutzverein zum Erben ihres VerDie Meldung. machen. Die nationalsozialistische Bewe. qung hat die Erlösung der Völker aus den Klauen des jüdisch- amerikanischen Bank- und Börsenkapitals an die Spitze ihrer Fahnen geschrieben." Jüdisch- amerikanisches Börsenkapital? Seit wann werfen die Sakenkreuzler die Vollblutarier Ford, Vanderbilt, Rodefeller, Morgan, Lloyd in einen Topf mit den Rothschild, Siegbart, Bleichröder? Die vom„ Tag" bewunderten Mörder Sacco und Vanzettis, die Geldgeber des Ku- Klux- Klan, als Angriffsobjekt der Hitlergarden, das scheint ja cine nette Programmänderung der Uneniwegien zu Ledeuten. Montag wurde in Prag ein proß der Fürsten Schwarzenberg wegen Schwindeleien verhaftet. Sogar einen Einbruch hatte der Edle geplant. Die bürgerliche Presse meldet den Fall, verschweigt aber feinfühlig den Namen des Kavaliers. Borgestern wurde der dreißigjährige zweit älteste Sohn einer der angesehensten Arbeiter familien in P. verhaftet, weil der Polizei zur Renntnis kam, daß er in Gemeinschaft mit eini gen Komplizen einen großen Einbruch plante." Nie werden wir eine solche Meldung lesen, denn Arbeiterfamilien sind nie so angesehen ,, daß die Polizei und die Zeitungen auf ihre Ehre Rücksicht Internationale Protestversammlung der in nehmen müßten, und sei es auch nur so viel Rück der gemeinsamen Landeszentrale der freigewerk sicht, bloß die Anfangsbuchstaben zu nennen, schaftlichen Organisationen vertretenen Privatwenn nicht Gewißheit einer Gesetzesverletzung, angestelltenverbände. Heute, Mittwoch, 26. Oktober sondern nur der Verdacht vorliegt, die Vermu 1927, um 7 Uhr abends findet in Prag im großen tung, einer der Familienangehörigen sei mit den Saale der Produktenbörse eine öffentliche Gefeßen in Konflikt geraten. Nein, Arbeiterfami- Rundgebung mit der Tagesordnung„ Die Reform lien sind nie angesehen, lächerlich, sie haben des Pensionsversicherungsgesches"" statt. Diese hot, the Graafsmönner, doch nie Staatsmänner, Förderer der Wissenschaf Versammlung wird ein flammender Protest gegen ten, Generäle und in allen Künsten des Nichts die geplante Verschlechterung des Sozialversiche tuns erfahrene Damen hervorgebracht, sie haben rungsgesetzes und gegen den geradezu furchtbaren also ihre Namen nie mit ehernen Griffeln in die Entwurf des neuen Pensionsversicherungsgesetzes Tafeln der vaterländischen Geschichte eingegraben, sein. Es wird damit gerechnet, daß sich alle sondern seit Menschheitsbeginn nichts anderes Kreise der werftätigen Bevölkerung an dieser hervorgebracht als immer wieder Arbeiter. Wie Sundgebung beteiligen. Für die im Deutschen könnten sie da angesehen sein! Bestenfalls sind sie Gewerkschaftsbunde vereinigten Verbände wird unbescholten", noch nicht polizeilich vorbestraft, Gen. Franz Stirchhoff( Reichenberg) sprechen. wie es eigentlich dem Gefühl der Polizei nach jeder Arbeiter sein müßte, eben weil er nicht den jeit altersher geachteten, angesehenen und verehr ten Adelsfamilien angehört. Die Typhuserkrankungen in Tepl haben be reits einen solchen Umfang angenommen, daß die Erkrantien in die Isolierabteilungen der Stranfenhäuser in Plan, Tachau und Karlsbad transportiert werden mußten. Nimm an, du hättest eine Sleinigkeit gestohlen, oder nimm an, du hättest einem Wachmann ein unüberlegtes Wort zugerufen und damit das Vergarbeiterlos. Auf der sechsten Sohle des Symbol unserer Ordnung beleidigt,- dann Flözes Wilhelm der Zeche Mansfeld ging durch würde nicht berichtet werden:„ Ein Hilfsarbeiter, Gebirgsschlag ein Streben plößlich zu Bruch, wo der mit seiner Invalidenrente nicht das Austom- durch drei Bergarbeiter verschüttet wurmen finden konnte, Sohn einer höchst achtbaren den. Zwei von ihnen, ein Leerhauer und ein SchlepBauernfamilie, hat in Gemeinschaft mit proble- per, find höchstwahrscheinlich to t. Der dritte, ein matischen Personen um 50 Stronen Bauhol; ent- nappschaftsältester, lebt noch und antwortet auf wendet," sondern dein voller Name und deine Anrufe. Die Bergungsarbeiten sind im Gange; sie Wohnung würden genannt, und es würde viel gestalten sich wegen des festen Kohlenstoßes äußerst leicht auch berichtet, daß du ein uneheliches Kind fawierig.. und wegen Uebertretung der Meldevorschriften vorbestraft bist... Umbau des Franzensbader Kurtheaters. Die Franzensbader Stadtvertretung hat beschlossen, das bestehende unzureichende Kurtheater umzu bauen, beziehungsweise zu erweitern. Sie hat sich für die Pläne des Professors Payr von der Deutschen Technik in Prag entschieden, die eine Berdoppelung des Fassungsraumes vorfehen. Der Rohfestenvoranschlag beträgt etwa 2.6 Millionen Stronen. Der Umbau des Sur theaters wird jofor: in Angriff genommen, so daß das Theater bis spätestens 1. Juni 1928 spielbereit sein wird. PERLWEISSE ZÄHNE DUFTENDER MUND KALODONT VERBURGT CHLORFREI! einfach nach Dover fuhr und den Kanal ohne vorherige Uebungen und ohne viel Koſten gleich durch schwamm. In diesem Sommer war das Kanalschwimmen zu einer Sport Rage geworden. Eine ganze Anzahl Männer und Frauen machten den Ver such. Teils mit teils ohne Erfolg. Im nächsten Som mer werden sich zu diesem Sport wohl noch viel mehr Menschen am Aermelkanal einfinden. Inhaber der Verkaufsstellen von Erzeugnissen des Kongreß der Tabaktrafikanten. Der Verband der Tabakmonopols der CSR. veranstaltet am 6. Novem ber um 14 Uhr in dem großen Saal der Produkten börse in Prag einen Manifestationsfongreß. Zu dem absichtigten Neuregelung der Vorschriften für TabakKongreß, der angesichts der ab 1. Jänner 1928 be hauptverleger und Trafikanten für die dem Finanzministerium überreichten Forderungen des Verban des manifestieren soll, wurden alle politischen Parformationen im Sekretarkat der Trafikanten und teien und alle beteiligten Ministerien eingeladen. InTabathauptverleger in Prag Karolinenthal, Palacfeho 31. Fahrplanänderungen. Im Bereiche der Staatsbahndirektion Prag Nord treten ab 1. November folgende Aenderungen ein: Strede Prag Mas.Bodenbach. Der jest nur ab Randniß verkeh rende Zug 712( Raudnitz ab 3.25, Prag Mas. an 5.40) wird ab Bodenbach geführt werden( Bodenbach) ab 1.32, Prag- Maj. an 5.40). Dafür wird der jetzt ab Bodenbach laufende Zug 702( Bodenbach ab 2.50, 4.39) Prag Mas.( an 6.58) verkehren. An WerkBrag- Maj. an 7.00) nur in der Strecke Raudnik( ab tagen wird von Stralup nach Prag Maj. der neue Personenug 3202 geführt werden( Kralup ab 6.19, Prag- Mas an 7.21), der die Fortsetzung des Zuges An Sonn- und Feiertagen werden die Wagen von 3202 von Stony ist( Slany ab 5.11, Stralup an 6.00). Slany in der Strede Kralup- Brag Mas mit Zug 702 befördert werden( Kralup ab 6.05, Prag Maj. leber Ansuchen der Interessenten den Arbeitern eine ant 6.58). Stede Bodenbach- Komotan. passende Zufahrt zur Arbeitsstätte zu ermöglichen, wird in der Strede Komotan- Nang. Bhf.- Eisenberg ant 6.58). Strede Bodenbach- Romo tau. Auch ein Reford. Nach einer Meldung der Rang. Bhf. ab 6.05, Eisenberg an 634). Der bisher Chicago Tribune" aus New York ereigneten an Schultagen verfehrende Zug 415( Eisenberg ab fich am Sonntag in den Vereinigten 6.44, Stomoto 7.13) wird ebenfalls au Werktagen Staaten fünf Flugunfälle, bei denen verlehren. essieben Tote und vier Verleyte gab. mögens ein. Hochverratsverfahren gegen den Dichter Johannes R. Becher. Vom Reichsgericht ist gegen den kommunistischen Dichter Johannes R. Becher auf Antrag des Oberreichsanwaltes ein Hochverratsverfahren eröffnet worden. Schlechter Tausch. In Köln wurde ein Postsack, in dem sich für ungefähr 60.000 Warf Wertsendungen befanden, auf der Straßenbahn, mit der er vom Postamt beim städtischen Schlacht hof zum Hauptbahnhof befördert werden sollte, mit einem anderen Sad vertauscht, der alte Beitungen und Steine enthielt. Der leere Poſtſack wurde später im Stadtgarten wiederge funden. Sondersportzug von Klostergrab nach Moldan. Zur Bewältigung der Stiläuferfrequenz wird bei zur Sportausübung günstiger Witterung an Sonn- und Feiertagen der Sonderpersonenzug 7861 von Kloster grab nach Moldan gemäß folgender Fahrordnung eingeleitet werden: Klostergrab ab 8.32, Eichwald ab 9.00, Niflasberg H. ab 9.16, Neustadt im Erzgeb. ab 9.25, Woldau an 9.31. Winters Einzug. In der Nacht zum Dienstag hat es im Riefengebirge start geschneit. Der Schnee ist bis zu einer Höhe von 800 Wieter herab liegen geblieben. Auf dem Kamm beträgt die Schneehöhe etwa 7 Zentimeter. Dienstag morgen waren im Gebirge 3 Grad Kälte. Der Schneefall hat aufgehört. die„ Reform“ unserer Strafanſtalten. Der Geist der Realtion hält unter MayrHarting seinen Einzug bis in die lezte Zelle der Strashäuser! fahren, hat das Justizministerium die Stelle des Wie wir aus ganz zuverlässiger Quelle ertrashansdirektors in Bory bei Pilsen, wo Dr. Roči amtiert, über dessen Tätigkeit wir in unse ausführliches Referat brachten, neu ausgeschrie rem Artikel über die Strafanstalt Bory ein ganz bevorstehenden Systematisierung, welche es notben. Begründet wird diese Maßnahme mit der wendig macht, daß ein„ Jurist" Direftor einer Strafanſtalt fei! Nun sollte man annehmen, daß die Ablösung der Direktoren dahin in Repy und in arthaus erfolgen müßte, weil dort näm lich fein Jurist der Anstalt vorsteht, aber ganz im Gegenteil! Die Stelle in Bory wurde ausges schrieben, obgleich Dr. Moči Jurist ist, und es haben sich angeblich nicht weniger als zwölf Staatsanwälte darum beworben. Man hat es also wirklich zustande gebracht, den einzigen ge eigneten Menschen, den die tschechischen StrafDaß ein junger Mann, dem traurig geLondon wird uns berichtet: Als Hauptsportleistung modernen, humanen Systems jahrelang gearbeitet Die Kosten der Kanal- Wettschwimmen. Aus austalten besitzen, der an der Einführung eines nug! nur noch der Zinsengenuß eines Erbieils für Schwimmer beiderlei Geschlechtes wird bekannt hat, einen befähigten Mann, aus dieser Stelle hervon fünf Millionen blieb, so daß er unmöglich lich heutzutage die Ueberquerung des Meeresar auszubekommen. Wie wir hören, wird der neue standesgemäß leben konnte und notgedrungen großzügigen Betrug verübte und in Gemeinschaft mes zwischen Dover und Calais angesehen. Wäh Direktor bereits am 1. Jänner seine Stelle anmit problema schen, das heißt nicht blaublütigen billiger Sport ist, fostet das Kanalschwimmen viel offenbar nicht besonders passend erwiesen, weil er rend aber das Schwimmen im allgemeinen ein treten. Dr. Noči hat sich dem Justizministerium Personen um nur ein wenig der Parole Noblesse Geld. Die engl. Zeitung„ Answers" schreibt dazu: ein Feind der mittelalterlichen Inquisitionen war, oblige" entsprechen zu können, daß ein solcher Die Kosten für einen einzigen Versuch zur Durch weil er feine Gedanken über modernes Straf, Mann und seine Familie mit der durch demokraschwimmrung des Kanals genügen häufig, um damit bauswesen, ganz nach dem Muster großer reichstischen Rest vor altem Adel gebotenen Rücksicht behandelt werden, wirst du unschwer verstehen ein Geschäft zu gründen. Die Schwimmer müssen deutscher Direktoren, publizierte und auch Borund ohne bittere Gefühle hinnehmen, weil sich Radio und Fußball. Ein deutschböhmischer zum Trainieren und schließlich zur Ueberquerung träge über Gefängnisivesen hielt, immerhin in den letzten Jahrhunderten die Genosse schreibt uns: Sonntag nachmittags be- ein feetüchtiges Dampf- oder Motorboo: mieten, das Hauptanteil an der Schaffung des Vereines Rechtsanschauungen derart gewandelt haben, daß scherte mir das Radio- Journal eine recht erbau- ſie dauernd begleitet und ihnen Nahrung und, wenn„ Nenes Leben“ hatte, mit einem Worte, weil er jetz: adeliger Betrug und Naub doch manchmal liche Stunde. Als ich um 15.45 Uhr meinen notwendig, Silfe zukommen läßt. Der gewöhnliche kein Feldwebel, sondern ein Mensch war. Unter bestraft werden, während in grauer Vorzeit Radio- Apparat auf Prager Welle ſtellie, da traute Preis bei einer Ueberquerung beträgt an Miete für den in Betracht kommenden Bewerbern hören wir Uebung solcher Tugenden Voraussetzung der Ent- ich foum meinen Ohren. Das Radio- Journal solch ein Fahrzeug 8000 bis 10.000 Stronen. StanalNamen von Leuten, die wegen ihres Verhaltens stehung des Adels war. Wellwog. hatte es sich nämlich angelegen sein lassen, das schwimmer müssen auch ihre Trainer und Bootsbe- aus den Gerichtsbezirken deutscher Zunge entfernt am Sonntag in Prag stattgefundene Fußballspiel gleiter bezahlen. Dazu kommen die Aufenthaltsko- werden mußten und solche, die da hoffen, mit Erft Kommunisten, dann- Spießbürger. Diese Vermittlung war ein Skandal ersten Beitpunkt zum Schwimmen günstig ist. Ausländer, bekommen. Jedenfalls ist der ganze Zug in Tschechoslowakei Italien zu vermitteln. Aber sten, Hotel usw. während langer Tage, bis endlich der Hilfe ihrer Beziehungen" die Stelle in Bory zu Wirklich gelungen erzogene Kommunisten Ranges. Ein Johlen, Pfeifen, Schreien, so daß und besonders Amerikaner, haben obendrein noch die unserem Gefängniswesen charakteristisch: die" R: hat Röhrsdorf im Bezirke Zwickau aufzu- des öfteren sogar der Anjager unverständlich blieb hohen Kosten der Hin- und Herreise. Einige der form besteht darin, daß das Betschwesternweisen. Es ist sicherlich mehr als sonderbar, daß und ausjevic, bis sich die Stürme gelegt hatten. Kanaldurchſchwimmungen haben auf solche Weise Erziehungssystem der Heuchelei in Repy weiter Leute, die mit den Zwickauer Oberkommunisten Das geschah während dieser Stunde nicht einmal, bis zu 6000 ar!( etwa 50.000 K) Untesten verbleibt, aber daß Verdienst Unwert weichen muß. durch Dick und Dünn gingen. ihre persönlichen sondern bereits alle fünf bis zehn Minuten brach schlungen. Natürlich ist es auch vorgekommen, daß und all dies geschicht unter dem Regine des Freunde waren und sich im Maulradikalismus ein solches Toben los, so daß man dadurch gezwun- ein Londoner Kontorist, wie das kürzlich geschah, ersten deutschen Justizministers in diesem Staate! Mittwoch, 26. Oftober 1927. Seite 6. Neuerliche Wahlerfolge. Bei den Ortsvertretungswahlen. Der Bodenbacher Volksbote" berichtet: Der Film. Bernhard Shaw als Filmregisseur? Bernhard Shaw hatte dieser Tage mit dem bekannten ameri fanischen aus England stammenden Filmschauspieler In den 4 Ortsvertretungen, zu deren Wahl der er folgendes jagte:„ Die Amerikaner bringen Reginald Denny eine Unterredung, während unsere Partei Kandidatenlisten aufgestellt hatte, die Handlung immer so auf die Leinwand, daß der beträgt der Stimmenzuwachs der Partei gegen- Verfasser sie nicht wiedererkennt. Wenn Ihre Gesellüber 1923 88 Prozent. Von den 54 Mandaten schaft eine Geschichte von mir verfilmen will, erhielt die Partei im Jahre 1923 17 Mandate müßte ich selbst die Regie führen. Anders und am 23. Oftober 35 Mandate. fommt in gutunft feine Geschichte von Shaw auf Nach den Orten gegliedert, ergaben die die Leinwand." Wahlen in: Balzac im Film. Die Emelka( München) wird den Roman Vater Goriot" von Honoré de Balzac verfilmen. Kartiz( Gemeinde Topfowis): Gültige Stim men 302( 282). Davon erhielten deutsche Sozialdemokraten 170 Stimmen und 7 Ein psychoanalytischer Film. Albert CavalMandate, der Bund der Landwirte 128 canti, cin Anhänger der Pariser Avant- Garde, Stimmen und 5 Mandate. Im Jahre 1923 fand schreibt das Drehbuch eines psychoanalyti ne Wahl nicht statt, sämtliche 12 Mandate hatte schen Filmes unter der Leitung des Pariser By der Bund der Landwirte inne. Unsere Partei ge- chiaters Gilbert Robin. winnt 7 Mandate. Amerikanische Zahlen. Das Jahr 1926 war in Anterika das Refordjahr im Kinobau. In 294 Städten wurden 967 neue Theater erbaut, deren Gesamtfosten sich auf etwa 185 Millionen Dollar beliefen, Die weitaus größte Zahl dieser Theater sind Rinos, doch sind in die Statistik auch andere Unternehmen ( Bühnen, Varietés usw.) inbegriffen. Turnen und Sport. Die Wandlung im Arbeiterſport. Die Wandlung im Arbeitersport. Der Vorsitzende des österreichischen Askö, Heute Mittwoch, den 26. Oftober, 7 Uhr abends findet im großen Saale der Produkten. börse eine öffentliche Kundgebung statt. Tagesordnung: Die Reform des PensionsJulius Deutsch, schreibt in der Berner berſicherungsgesetzes". Universitäts- Filmkurse. In der Universität von Proseln( Gemeinde Topkowitz): Gültige Südkalifornien hat ein vierjähriger Filmburjus beändert, aus dem bloßen Sportbetrieb ist eine scharfSmmen 137( 152). Davon erhielten deutsche gonnen. Unterrichtet wird: Filmtechnik, Abfaffen von Sozialdemokraten 82 Stimmen und Manuskripten, Filmarchitektur und Kunst im allge 7( 2) Mandate, Bund der Landwirte 55 Stimmeinen. men und 5( 9) Mandate. Der Bund der Landwirte verliert 4 und die Deutsche Nationalpartei, die 1923 fandidierte und 13 Stimmen mit einem Mandat erhielt, 1 Mandat, unsere Partei gewinnt demnach 5 Mandate. Tagwacht bei Besprechung des Ergebnisses des Kongresses in Helsingfors u. a.: ,, Wohl gab es schon vor Jahren in vielen Ländern Arbeiter- Sportvereine, aber diese OrganisatioStrom der vroletarischen Bewegung und wurden desnen lebten weniger in als neben dem großen halb nicht viel beachtet. Inzwischen hat sich der innere Gehalt der Arbeiter Sportbewegung verumrissene, proletarische Klassenbewegung geworden. Man hat diese Veränderung des Charakters eine Wandlung zum politischen Sport genannt. Amerikanische Dummheiten. Der Bürgermeister Sei es darum. Der Name tut nichts zur Sache. von Los Angeles muß bei jedem ankommenden und Tatsache ist, daß lange, bevor die Arbeitersportler obfahrenden Zuge am Bahnhofe sein und alle ab- politische Gesichtspunkte hervorkehrten, die bürgerreisenden oder ankommenden Filmstars und Film- lichen Sportvereine ganz offen politischen Zweden perfönlichkeiten persönlich begrüßen. Zudmeyer im Film. Die Prometheus in Losdorf: Gültige Stimmen 615( 578). Da von erhielten de uische SozialdemokraBerlin ist mit den Vorbereitungen zu ihrem nächsten ten 295 Stimmen und deutsche Wirtschaftsvereinigung 320 Stimmen Star! 3ud meyers lettem Bühnenstück beschäftigt. 9( 8) Mandate, großen deutichen Film„ Schinderhannes" nach und 9( 10) Mandate. Die Partei gewinnt den Michael Bohnen wurde für die tragende Rolle gesamten Stimmenzuwachs und 1 Mandat. des neuen Usa Filmes„ Die geheime Macht" engagiert. Heidenstein( Gemeinde Losdorf): Sier fand eine Wahl nicht statt, da nur die sozialdemofratische Partei eine Kandidatenliste überreichte. Im Jahre 1923 hatten die deutschen Sozialdemokras ten 131 Stimmen und 7 Mandate, der Bund der Landwirte 95 Stimmen und 5 Mandate. 111= fere Partei gewinnt also gleichfalls fünf Mandate. Es gewinnt: Deutsche sozialdemo. fratische Arbeiterpartei 361 Stim= men und 18 Mandate. Es verlieren: Bund der Landwirte 213 Stimmen und 11 Mandate, Deutsche Nationalpartei 13 Stimmen und 1 Mandat, Deutsche Wahlgemeinschaft 97 Stimmen und 6 Mandate. Zusammen 323 Stimmen und 18 Mandate. Der Aftivismus hat also einen neuerlichen Fußtritt erhalten. Literatur. Martin Eden. wurde, wurde als die Partnerin John Barry Camilla Horn, die nach Amerika gewonnen mores ausersehen. Barrymore filmt augenblidlich unter der Regie von W. Terjansky seinen zweiten Film für United Artists.„ Sturm". Alexander Cordas erster amerikanischer Film Das Privatleben der Helena von Troja" mit Maria Corda, Ricardo Cortez und Lewis Stone in den Hauptrollen wurde fertig gestellt. Die Herstellungskosten belaufen sich auf rund 750.000 Tollar. dienten. Der Helsingforser Stongreß hat jedenfalls ein flares und eindeutiges Bekenntnis der Arbeitersport. Berbandes für Arbeitersport und Körperkultur so ler zum profetarischen Klaffenkampf gebracht. Die Sportverbände des internationalen, sozialistischen heißt es in dem einstimmig gefaßten Beschluß stehen auf dem Boden des Klassenkampfes und erachten sich als einen Teil der organisierten ArbeiterZweifel mehr Raum gibt." schaft. Das ist eine einfache, flare Sprache, die keinent Aus der Partei. Jugendbewegung. S. J. Prag. Heute, Mittwoch, um 7 Uhr abends treffen wir uns in Prag II., Ecke Nekazanka- Hein richtsgasse, und gehen gemeinsam zur Sundgebung der Gewerkschaften. Gerichtssaal. Die täglichen Autounglüde. Ein überfahrener Arbeiter. Prag, 25. Oktober. Beim Baue des Sozialinfti. tutes der Stadt Prag in re scheint es ja recht Die befte Kundschaft beim Bezirksgerichte Prag II. Prag, 25. Oftober. Die beste Kundschaft beim Bezirksgerichte Prag II ist Herr Jakob weiß aus der Maislgasse oder irgendeiner anderen Gasse des nett zugegangen zu sein. Erst noulich haben wir von dem Todesunfalle eines Arbeiters durch einen herab ein Monat, daß Herr Weiß nicht als Kläger vo. den chemaligen Prager Judenghettos. Es vergeht a im fallenden elektrischen Draht bei diesem Baue berichtet. Richter tritt und eine Ehrenbeleidigungskage gegen Em neuer deutscher Jad London. Die bloße Heute hatten sich vor dem Dreirichtersenate des Lanjemanden anstrengt, meistens sind es Glaubensankündigung prophezeite ein neues großes Erlebnis; desstrafgerichtes Prag unter dem Vorsitze des OLGR. genossen des Herrn Jakob Weiß, die ihn nicht in und das Buch hat gehalten, was der Name des Blousef die drei Banunternehmer dieſes Inſti Ruh' laſſen." Herr Jakob Weiß ist ein Mann, der Autors versprach:„ Martin Eden"( überaus ge- tutes, und zwar Novotny, Brichta und Ba- unbedingt durch sein Aeußeres auffällt, wenn er fällig herausgegeben von der Universitas, Deutsche zout, wegen§ 335,( Gefährdung gegen die Sicher- durch die Straße geht. Dieser Eigenschaft verdankt Verlags Aktiengesellschaft, Berlin) ist ein lebensstar heit des Lebens) zu verantworten. Es wurde näm- es aud) Herr Jakob Weiß, daß er außer diesem, ihm fer, aber auch rein fünstlerisch prächtig gestalteter lich vor dem Baue ein Arbeiter, namens Johann wahrscheinlich unter Maria Theresia anerkannten proletarischer Entwicklungsroman, wie Wagner, von einem Auto überfahren. Ursprüng- guten bürgerlichen Namen, noch einen anderen ihn vordem noch kein nationaler Zweig der Weltlite- lich war der Chauffeur des Autos, das der Stadt Namen im Prager Judenghetto bei seinen Glaubens ratur besaß. Unverfennbar zeichnete der amerikani Prag gehört, angeklagt, der Chauffeur wies aber genossen führt. Wie oft hat demjenigen, der diesen sche Schriftsteller das Bild des Helden stark nach seinach, daß die Straße vor dem Baue in einem un- Namen dem Herrn Weiß nachrief, eine solche Tat nen eigenen Zügen; und das gereicht dem Buch durch glaublich verwahrloſten Zustande war, so daß er gar eine Ehrenbeleidigungsklage vor dem Bezirksrichter wegs zum Vorteil, schon deswegen, weil alle, die Jac nicht ausweichen konnte. Es befand sich auf der SLGR. Sitta eingetragen! Der Prozeß endet dann London lieben( und derer gibt es schon Millionen in Straße eine Pfüße von 6 Meter Länge, 1½ Meter gewöhnlich mit einem Vergleich. Wenn die Reporter allen Erdteilen), nicht müde werden, immer mehr Breite, 15 Zentimeter Tiefe, aufgeworfene Erde vom in den Gerichtssaal treten, ist es schon zur ständigen aus dem schier unerschöpflichen Leben dieses einzig Bane der Wasserleitung mitten auf der Straße, so Gepflogenheit geworden, zu fragen:„ Hat heute Herr artigen Mannes zu erfahren. Aber so wie alle daß er einen Unfall beim besten Willen nicht ver- Jakob Weiß nicht wieder eine Verhandlung?" So Bücher Londons ist ganz besonders sein Martin Eden hindern konnte. Die Staatsanwaltschaft erhob daher oft nimmt nämlich Herr Jakob Weiß die Gerichte weit mehr als ein spannender Roman; er ist viel gegen die Bauunternehmer und Straßenmeister, und zur Reinhaltung seiner Ehre in Anspruch. Auch mehr ein grandioser Strom von Kraft und Energie, zwar deshalb, weil ihnen bekannt war, wie gefährlich heute war wieder so ein Fall. Des Sollizitator der die sich jedem Leser mitteilen muß und deren Auf dort die Straße für Passanten ist hne daß sie eine Advokatenkammer, ein Herr JUDr. Rodičel, soll nahme höchste sittliche Werte erzeugt. Für den Ar- pflichtgemäße Anzeige erstattet hatten. Die angenämlich dem Gerichte geschrieben haben, daß das, beiter hat die Schilderung des Lebensfampfes, der flagten Baumeister erklärten heute, daß sich die was Herr Weiß in einem anderen Falle betreffs der Selbstzucht, des Aufstiegs Martin Edens ungemem Straße weiter in genau demselben Zustande befinde Zeugenschaft der Gattin des Sollizitators anführt viel Anziehendes und Fortreißendes. Die Besten im wie damals und daß sie für den Bau, nicht aber eine Ausgeburt seiner Phantasie" sei Herr Weiß Proletariat werden in dieser Gestalt ein unvergeß für den Zustand der Straße verantwortlich seien. folgerte aus dieser Redewendung, daß der Herr Sol. liches Vorbild erblicken und die Arbeiterklasse in ihrer und wie es also immer in solchen Fällen geschicht, lizitator damit gemeint habe, daß Herr Weiß irrGesamtheit findet hier, im Einzelschicksal, den Spiegel wird die Verantwortung von einem auf den anderen sinnig, in der Umgangssprache des Herrn Jakov ihrer Klassenlaufbahn. Freilich mit einer Einschrän- gewälzt und so endete auch die heutige Verhandlung Weiß ausgedrückt-mejchugge sei, eine BeleidiLung: Martin Eden, der einen wahrhaft titanischen mit einem Froispruche der Angeklagten. Es ist sicher gung, die sich Herr Jakob Weiß selbstredend nicht Kampf um sein Dasein fecht, der mit einem unge. lobenswert, daß unsere Staatsanwaltschaft den Fälgefallen lassen kann, obgleich sie ja gar nicht beheuren Aufwand unbenasamer Straft tausend großze len so gründlich nachgeht und den Schuldigen zur Hauptet wurde. Also die Sache endete heute natürlich und kleine Schlachten des Lebens siegreich schlug, ver Berantwockung ziehen will, ob aber auch für die Sin auch mit einem Vergleich, diesmal mußte Herr Weiß liert schließlich das letzte, entscheidende Treffen: im terbliebenen des getöteten Arbeiters in genau der aber die Stempel selber erlegen. Ucbermaß des Leids, vom Schicksal bis zum Wahn gleichen energischen Weise eingetreten wurde, wenn sinn gefoltert, löscht er am Ende mit eigener Hand dieselben jetzt wahrscheinlich der Not preisgegeben Jakob Weiß vor dem Bezirksgerichte Prag ist folsein wunderbares Bild. Hier also ist der Held des sind, da sie ihren Ernährer verloren haben? Buches bestenfalls als Symbol der Einzelopfer aufgende: Herr Weiß ist kein Adonis, gewiß ein wenig zufassen, die unser Ringen fordert, das nach tausend durch sein Aussehen und sein nicht gerade elegantes Siegen und Niederlagen mit dem großen Triumph Ein überfahrener Greis. Habit auffallend. Aber es besteht durchaus kein endigen muß. Sier versagt aber auch unseres Er- Prag, 21. Oftober. Am 16. Juni d. J. wurde Grund für seine Glaubensgenossen, daß sie Herrn achtens der Künstler Jack London, denn nichts im auf der Straße von Jevany nach Elbekostelez ein Jakob Weiß beleidigen oder verhöhnen, oder ihm Wesen und Schicksal Martin Edens macht es dem 75jähriger Greis von einem Motocyklisten, namens Leser egreiflich, daß solch riesenhafte, immer neu Franz Sestak überfahren. Sturz danach erlag der Spiznamen nachrufen. Sie, die vorschützen, jüdische aus sich selber schöpfende Kraft irgendwann an sich alte Mann den schweren Stopfwunden, die er durch Interessen in der Prager Stadtvertretung zu wahren, selbst verzweifeln mußte. Der Schluß des Romans diesen Unfall erlitten hatte. Wie aus Beugenberich täten natürlich besser daran, den Mann mit ordentwird also wohl gar manchen unbefriedigt lajjen Das ten hervorging, war der Motocyklist mit einer Ge- lichen Kleidern zu versehen, damit er weniger aufbesagt aber wirklich wenig im Vergleich mit dem schwindigkeit von 60 Kilometer in der Stunde ge- fällig ist. Was nun aber die ständige Inanspruchunerhörten Reichtum seines Gesamtinhalts, den ins- fahren. Sein Mitpassagier Beran gab in der heubesondere jeder Jungproletavier dievig in sich auf- tigen Verhandlung an, daß er selber topfüber übernahme des Gerichtes durch Herrn Weiß betrifft, so nehmen wird. Leider stellt sich das zweibändige Wert den Motocyklisten zur Erde stürzte und schwere Ver- wird endlich einmal doch Herr OLGR. Sitta die auf etwa 75 Stronen ein absolut hoher Betrag legungen erlitt, daß aber der Alte troß des Hupen- Geduld verlieren, weil Herr Weiß oft mit Fällen für unsere Verhältnisse. Aber das Buch ist es wert, figuales in das Motocykel hineingerannt sei. Selbst kommt, die nicht immer ganz begründet sind, und daß man ein paar Monate spart. Außerdem aber redend endete die Sache wieder mit einem- Frei- weil ihn dann so eine unberechtigte Inanspruchnahme hat jedes Mitglied emer Arbeiterbücherei das Recht, spruch, da man doch den getöteten Greis nicht michr dort mit Erfolg den Martin Eden zu verlangen. als Zeugen einvernehmen kann, wie sich die Sache der Gerichte irgend anders wohin bringen könnte. Das Prager Straßenbild würde in einem solchen Falle nichts von seiner Schönheit einbüßen! 2. G. in Wirklichkeit verhalten hat! Unsere Meinung betreffs der Figur des Herrn Angestellte! Man will Euch in Eueren Rechten verkürzen. Die Vorlage des Pen fionsversicherungsgefeßes ist ein Machwerk, das Ihr Euch nicht gefallen lassen dürft. Rommet alle und protestiert mit uns gegen das geplante Attentat auf Euere primiilv. ften Forderungen. Einheitsverband der Privat- und öffentlichen Angestellten. ( Im Namen aller in der tschechoslowakischen Gewerkschaftskommission vereinigten BerReichenberg. bände.) Zentralverband der Angestellten in Handel, Industrie und Verkehr, Tepliß- Schönau. Allgemeiner Industrieangestelltenverband Berband der Bank- und Sparkassabeamten in der Tschechoslowakischen Republik. Deutscher Musikerverband Tepliß- Schönan. Verband deutscher Bühnenangehöriger in der Tschechoslowakei. Kunit und Wiſſen. Nachtrag. In der Besprechung des Sommernachtstraum" wurde es versehentlich unterlassen, auf die schöne Leistung des Herrn Ströhlin als Oberon hinzuweisen. Ströhlin lich dem Oberon bei aller Leichtigkeit, mit der er über die Szene wirbelte, doch so viel Gespensterhaftes, daß die Romantit der Geisterwelt in ihrem Führer zum Durch bruch fam. fr. Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Mittwoch( 18-2), halb 8 Uhr:„ Walzer. traum"; Donnerstag, 7% Uhr: Philharmo nisches Konzert( Erika Morini); Freitag ( 21-1), 2% Uhr: Serbst manöver"; 7% Uhr: Sommernachtstraum"; Samstag( 22-2), 6½ Uhr: Don Juan"; Sonntag, 2% Uhr: Volpone", 7½ Uhr( 23-3): ein Freund Teddy"; Montag( 24-4), 7 Uhr:„ Lieber Augustin". Spielplan der Kleinen Bühne. Mittwoch: Weiße Fra ch t". Donnerstag: ,, Mein Freund Teddy." Freitag, 3 Uhr:„ Bunbury." 7½ Uhr: Weiße Fracht." Samstag:„ Mein Freund Teddy." Sonntag, 3 Uhr:„ Seidenſtrümpfe." 7% Uhr:„ Miß Chocolate.“ Montag: Sprungbrett der Liebe." Herausgeber: Dr. Ludwig Czech Verantwortlicher Redakteur: Dr. Emii Strauß. rud Deutsche Zeitungs- Aktien Gefellschaft in Prag. Für den Druch verantwortlich: Otto Holtk, Prag. direktion mit Grlaß Nr. 127.451/ VII/ 27 am 14. Mai 1927 bewilligt. Die Zeitungsmartenfrantatur wurde von der Boft- u. Telegrapben LCSmith Beste amerik. Schreibmaschine ypenhebel wie alle Deweglichen Teile auf Kugellagern. Generalvertretung: GIBIAN& Co., Prag II., Lucerna Telephon 29823-24. Allen Genossen und Genossinnen empfehlen sich zur Herstellung 8583 sämtlicher Drucksorten GURTHER. GM.B.M Nordböhmische Druck- u.Verlags- Anstalt Gärtner& Co., Bodenbach a. E. G. m. b. H. Großbuchdruckerel, Stereotyple, Buchbinderel. neuesto Setz- und Gleẞmaschinen mit einer l'ages lelstung von 500.000 Buchstaben, Rotationsmaschinen mit einer Tagesproduktion von 250.000 Zeltungen Fernsprecher Nr. 271. Postsparkassa Nr. 127.863.