Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag, I., Nelajanta 18 Telephone: Tages redattion: 26795, 31469. Nachtredattion: 26797. Doftfchedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowatischen Republit. Donnerstag. 27. Ditober 1927. Ein Wert des Klaffenhaſſes Los gegen die Sozialversicherung! Ein chriftlichsozialer Arbeitervertreter" als Rufer im Kampf. Die Keritalen als Fanghunde der Unternehmer. " Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich... Kė 16.vierteljährlich 48.halbjährig 96.ganzjährig... 192.Radstellung von Manuftripten erfolgt nur bei Ein fendung der Retourmarten. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich( rüb Nr. 252. Verständnis für das große soziale Werk" zeugen, die aus allzu großer Rücksichtnahme auf die eigene Tasche" hervorgingen, das sind heute die Argumente der Christlichsozialen, und was sie damals als Unsinn hinstellten, genügt ihnen heute als Rechtfertigung ihrer arbeiterfeindlichen Haltung. ,, Die Renten dürfen nicht gekürzt werden, das finanzielle System bleibe, die Strankenversicherung darf nicht verschlech tert werden." Der Angriff auf die Sozialversicherung. Was manche bis zum letzten Augenblick noch immer nicht recht glaublich gehalten haben, das ist am Dienstag geschehen. Die tschechischSo schamlos sich aber die Klerikalen auch als Mit der Herbsttagung beginnt der Ansturm| Monat belaufen, den Abzug eben einfach nicht Arbeiterfeinde vorstellen, so sehr sind sie immer deutsche Bürgerregierung hat dem Abgeord- der Bürgerblockparteien gegen die Sozialver- vertragen. Daß die Sorgen der Unternehmer um noch darauf bedacht, den Arbeitern blauen Dunst netenhause den Gejezzentwurf betreffend die sicherung. Das einzige große sozialpolitische Ge- die verheirateten Dienstboten unbegründet sind, vorzumachen. So erzählt der Herr Zajiček von Abänderung des Sozialversiche jetzt, das seit dem Bestand der Republik geschaf daß in Wahrheit feine Rente verben drei Nichtlinien, die von den Klerirungsgeseßes vorgelegt, der eine fen wurde( wenn man von der Ratifikation des fällt, weiß er natürlich auch und gibt es im falen aufgestellt worden seien: schwere Schädigung der versicher Washingtoner Abkommens absicht), soll ver- folgenden zu. Er sollte aber wirklich einmal die ten Arbeiter bedeutet, der aber auch an chlechtert, in seinen Grundlagen unter Fälle sammeln, in denen ein Knecht selbständig" die Grundlagen der Sozialver- terfeindlichen Elementen ausge- Aber wozu Argumente gegen die jesuitische Takgraben und seine Durchführungarbet wird, ein Gefelle noch zum Meister aufsteigt. und seine Durchführung sicherung die Art legt und deren liefert werden. Jahrelang hat die christ- tik des christlichsozialen Streiters gegen die So Weiterentwicklung unterbindet. lichsoziale Partei sich gerühmt, sie habe zialversicherung suchen, wenn sie die Deutsche Es ist natürlich hirnrissig, gleichzeitig die Die Regierung, die bisher weder Zeit noch für dieses Gesetz gestimmt und werde seine Ver- Presse" vor nicht allzulanger Zeit selbst zu Unternehmer von den Lasten befreien und den Willen bekundete, das Verlangen nach Ver- schlechterung nicht dulden. Noch den abgelaufenen jammengestellt hat? Man lese nur, was das Blatt Arbeitern die Renten in der gleichen Höhe erhalsorgung der über 60 Jahre alten Arbeitsprole- Gemeindewahlkampf haben die Christlichsozialen des Mayr Harting noch vor einem Jahre amten zu wollen. Die Fassung der flerifalen Fortarier zu erfüllen, hat sich hier als getreues mit dem Argument geführt, sie würden jede 18. Dezember 1926 über die Sozialversicherung derungen beweist auch zur Genüge, daß man gar Erekutivorgan der sozialen Reaktion bewährt Verschlechterung der Sozialversicherung verhüten. an der gleichen Stelle schrieb, an der es nun den leine ernsten Bedingungen stellt, sondern mit ein paar Phrasen die Arbeiter über den neuchen und hat sich mit der Einbringung der Verschlech- un, da es zum Rennen kommt, sind sie natür falminenten Angriff des Zajíček bringt: immer die Vorreiter der Reaktion, die terungsnovelle nicht genug beeilen können. Die das Kirchenlicht der christlichsozialen Partei, der Verrat der Klerikalen täuschen will. gesunde Reaktion", wie das christlichsoziale Senator Böhr, gestern ausdrücklich eine ge Hohnwort lautet, hat schon die erste Sißung funde Reaktion" genannt hat. stimmt wurde. Zajiček beginnt seinen Artikel, Klubreferenten über die Sozialversicherung be der zu den stärksten Stückchen zählt, die sich chriſt lichsoziale Politiker bisher geleistet haben, mit folgenden Argumenten: „ Mit dem Gesetz über die Sozialversicherung waren von allem Anbeginn viele reise der Landwirtschaft und des Gewerbes unzufric den. Der Fabrikant zablt 50 Prozent der Prämien, der Landwirt und der Handwerker aber zahlen in den meisten Fällen ihren Anteil und den Anteil des Knechts, des Lehrlings. Da zu kommt noch, daß man sich in diesen Streisen sagt:„ Wenn das Dienstmädchen heiratet, wenn der Knecht selbständig.wird, wenn der Gefelle zum Meister aufsteigt, seien die Prämien nuglos gezahlt worden--" " Erst mit dem Inkrafttreten wurden überall Einwände laut. Bei Ueberprüfung dieser Einwände fann ruhig behauptet wer den, daß sie zumeist aus mangelndem Verständnis für das große soziale Werk und aus allzu großer Rüdsichtnahme auf die eigene Tasche, am wenigsten aber aus Liebe für die Versicherten hervorgegangen sind. In der Mehrzahl der Fälle ist der Widerstand gegen das Gefeß auf dessen ungenügende Kenntnis oder auf be. wußte irrtümliche Auslegung zurüdzuführen. Die am häufigsten wiederkehrenden Angriffe richten sich gegen die Versicherungspflicht der Sausgehilfinnen und Lehrlinge. Die Ausschließung der Hausgehilfinnen wird damit begründet, daß fie früher oder später heiraten und dadurch das eingezahlte Geld verlieren. Es kann aber kaum behauptet werden. daß alle Hausgehilfinnen die Möglichkeit zur Verheiratung und da mit zum Uebergang in einen selbständigen Beruf haben. Niemals ist aber das ein gezahlte Geld verloren-" Um den Schwindel, daß gleichzeitig die Einnahmen der Sozialversicherung verringert, ihre Leistungen aber aufrecht erhalten werden sollen, begreiflich zu machen, rechnet der Herr Baječek scheinbar sehr ernsthaft, in Wahrheit mit lächerlichen, aus der Luft gegriffenen Zahlen, feinen Lesern vor, wie man bei der Sozialverficherung 20 Prozent ersparen fönnte. Die Ber insung soll nicht 4 Prozent, sondern 4.5 Prozent betragen. ,, Die Verwaltungskosten, die mit 11 Prozent berechnet worden waren, können auch mit 6 Prozent bestritten werden. Endlich erklärt mant, daß ein Reservefonds nicht nötig ſci." fördert. des Parlaments dazu benüßt, um einen neuen In der Deutschen Presse" erscheint Beweis ihres Arbeiterhasses zu liefern. Am ein Artikel aus der Feder des Herrn 3ajiček, 16. Oktober hat die Wählerschaft gesprochen der als christlichsozialer„ Arbeiterverund ihre Sprache war deutlich, aber die von treter" gelten will und von seiner Partei zum ihr moralisch und politisch Verurteilten stopfen sich die Ohren zu und wollen die Stimme des Boltes nicht hören. Die bürgerlichen Regie rungsparteien haben unter der Führung eines fatholischen Geistlichen wann hätte je, wenn es gegen die Arbeiter ging, ein solcher gefehlt! unter Führung also des Der Zajiček hat natürlich eine Ahnung Herrn Monsignore Sramet, der bas davon, ob ein Reservefonds nötig ist und wie hoch Amt des Ministers für soziale Fürsorge besich die Verwaltungsfosten belaufen tonnen, aber kleidet, den Schritt von der Seße zur er tut so, als habe er das ersparte Geld schon vor jich liegen. Wahr ist nur das Argument mit der Zat vollzogen. Und wem der Unterschied zwi3iusfußerhöhung. Das ist nämlich der schen sozialistischer Mißwirtschaft" und" gcSonderschab, den die Banken bei der Reform funder Reaktion", die besonders unsere Christder Sozialversicherung" machen. Als man seinerlichsozialen so sehr entzückt, noch nicht klar gezeit das Gesetz schuf, wurde als eine der Hauptworden ist, dem wurde er am Dienstag vorIn knappen zehn Monaten hat das Pfaffen forderungen immer wieder betont, daß die Demonstriert: Unter einem sozialistischen Herr Zajiček weiß sehr gut, daß der kleine blatt feine Gesinnung gründlich geändert, das großen Kapitalien der Sozialversicherung dazu Minister für soziale Fürsorge wurde die Sozial- Unternehmer nur dann die Beiträge des Knechts heißt, es hat die Iesien Masten abge dienen müßten, den 3iusfuß herabzuversicherung geschaffen, unter einem flerita- oder des unbezahlten Lehrlings zahlt, wenn deren legt, die es vor den Arbeiterwählern zur Schau drücken und damit der Wirtschaft Bewegungs Len Minister für soziale Fürsorge werden ihre Einfünfte, die sich im besten Falle auf 150 K im trug. Die Argumente, die von mangelndem freiheit zu schaffen, die großen Gewinne der Finanzkapitalisten einzudämmen. Wenn man die für die Arbeiterschaft und für ihren Ausbau 00000✪✪✪✪✪✪✪✪✪✪☺☺☺☺☺☺☺☺☺μ@ μ☺☺U ♥ ☺☺☺UQAA@ ORNAATUON ENNEONG***@ 800 Verzinsung der Sozialversicherung zu viereinwichtigsten Grundlagen zerstört! herbeigeführten geringeren Einnahmen durch| wahr. Es ist unsinnig, zu behaupten, die Straft halb Prozent erzwingt, wirft man den Banken Der Regierungsentwurf sucht die Sozial- eine Erhöhung der Verzinsung des Versiche der Sozialdemokratie liege im Besitz des Ein- ungeheure Gelder in den Rehen, verteuert neuerversicherung in zweifacher Hinsicht für die Ar- rungsfapitals von 4 auf 4.5 Prozent und durch flusses auf die sozialen Versicherungsinstitute. lich den Wohnungsbau und erschwert der Inbeiter zu entwerten: dadurch, daß er die Ver- Ersparnisse in der Verwaltung wettmachen will, Was bei der Auslieferung dieser Anstalten an dustrie jede Modernisierung. Dieses Geschäft mit ficherung verschlechtert, und daß er was noch den Gegenstand ausgiebiger Betrach die Unternehmer herauskommen kann, das ist den Banken iſt den Klerifalen schon zuzutrauen ihre Verwaltung den Händen der tungen und Verechnungen bilden soll. Es wird einzigundalleineine Schädigung und dem Zajiček ist gern zu glauben, daß er es Arbeiter entreißt. So hat die Regie- daraus hervorgehen, daß sowohl die Festsetzung der versicherten Arbeiter, die gar Dann führt der Klerikale Vorreiter der Rerung und so haben auch die bürgerlichen Par- dieser Berzinsung, als auch die übrigen Maß bald merken werden, was es bedeutet, wenn aftion fort: teien ihr Wort eingelöst, die Novelliſierung nahmen nur geeignet sind, die finanziellen nicht Arbeitern, sondern sozial bornierten Unwerde sich nur auf eine Verbesserung und eine Grundlagen der Sozialversicherung aufs ternehmern und ihren Streaturen die SozialBeseitigung gewisser Mängel erstrecken! In schwerste zu schädigen. Zeigt die Vorlage nach versicherung anvertraut ist. Weit ist es in dieser der von den bürgerlichen Parteien entfesselten dieser Richtung ihren unsozialen Grundzug, so gepriesenen Tschechoslowakischen Republik( naše zügellofen Hebpropaganda gegen die Sozial- offenbart die Bestimmung, derzufolge die V or republika) gekommen! Was da die Bürgerblockversicherung machten sie geltend, es gälte nur stände der Krankenversicherung& Regierung unternimmt, es wäre nie von einer die Sozialversicherung auf bessere Grundlagen an st a Iten zu gleichen Teilen aus österreichischen Regierung gewagt worden, und zu stellen, um die Leistungen an die Versicher Versicherten und Unternehmern selbst die reaktionärste unter ihnen hätte sich ten erhöhen zu können." Was aber nun als zusammengesetzt werden sollen, ihren niemals auch nur im Traume einfallen lassen, Produkt der Verhandlungen der Regierungs- parteivolitischen und arbeiterfeindlichen Charaf den Arbeitern das Recht der Verwaltung ihrer parteien dem Parlament vorgelegt wurde, er- ter. Parität" in der Verwaltung der Kranken- Institute streitig zu machen. füllt diese Aufgabe nicht im geringsten, dafür versicherungsanstalten, das bedeutet beim Ver- Der Entwurf der Regierung ist ein 3 eiist ihm der sozialreaktionäre Charafter um so hältniswahlrecht die restlose Entwin- chen der verschärften Klassendeutlicher aufgeprägt. Der Kreis der Versicher- dung der Verwaltung aus den gegensäße, aber auch ein Beweis des sollen ten wird dadurch enger gezogen, daß alle bis Sänden der Versicherten und ihre Selassenhasses des Bürgertums und seiner pozu 16 Jahre alten Personen, weiters alle Ueberlieferung in die Hände der Unternehmer. litischen Parteien. Sie fäen Haß, er ist die Heimarbeiter und schließlich die Sai- Das ist auch neben der Gewährung von einzige Triebfeder ihres Handels geworden, sie sonarbeiter von der Alters- und Inva- Vorteilen an aewisse agrarische Kreise der werden sich daher nicht wundern dürfen, wenn liditätsversicherung ausgeschlossen werden. Da- 5 auptzweck, den die Bürgerfoalition durch die Arbeiterschaft ihnen mit gleicher Münze treter" zu schreiben! Sein Gefasel von den durch werden viele tausende gerade die Abänderung des Sozialversicherungsgesetzes zahlen wird. Die Einbringung der Vorlage, roten Festungen", die sie stürmen können, wenn der allerärmsten Menschen des erreichen will. Industrielle, Gewerbetreibende. Dieser Ausgeburt besinnungslosester Arbeiter- sie endlich Neuwahlen ausschreiben wollten, die Lüge von den hohen Gehältern und der geringen Rechtes auf eine wenigstens be- Landwirte, sie alle besiten in den Handels- feindlichkeit, ist eine Provokation der Arbeitsleistung wollen wir als obligate christlichscheidene Versorgung im Alter fammern. Gewerberäten, Landeskulturräten Arbeiterschaft, eine freche Herausforde- soziale Argumente übergehen. Die Zerstö beraubt. Eine Verschlechterung bedeutet usw. Institutionen, die unter ihrem alleini- rung an sie, die nicht unbeantwortet bleiben rung der Selbstverwaltung der Kaffen auch die Schaffung einer neuen niedrigen Lohn- gen Einfluß stehen, nur die Arbeiter sollen darf. Der Uebermut der Reaktion kennt keine und ihrer Verbände ist nur eine würdige Erklasse für die Alters- und Invaliditätsversiche- dort, wo es um ihre ureigensten Interessen Grenzen mehr, er will den Kampf, nun gänzung der Henterarbeit der Verwalrung, die Beseitigung gewisser erhöhter Leistun- acht, feinen entscheidenden Einfluß haben. Den gut, er soll ihn haben. Was in der Ar- tungsreform. Unverschämt aber ist die höhgen und schließlich die Schaffung der Möglich- Versicherten, die noch nicht im sozialistischer beiterklasse an Abwehr- und Widerstandsfraftische Erklärung, man werde die Paris feit einer weiteren Zersplitterung der sozialen Lager stehen, suchen die bürgerlichen Parteien lebt, es muß mobilisiert werden! Der durch tät herstellen, ohne die Rechte der Arbeiter zu schmälern"! Man raubt den Arbeitern das Versicherungsanstalten. Alle diese Maßnahmen einzureden, es gehe ihnen nur darum, den dieses Werk des Arbeiterhaſſes in Szene ge- Recht, die von ihnen geschaffenen, von ihnen fahrfind Konzessionen an die Agrarier. Es ist sozialistischen Parteien ihre Hochburgen" zu setzte Raub der sozialen Arbeiterrechte, er soll zehntelang, schon unter der Monarchie verwalteblanker Hohn, wenn die Regierungsvor- entreißen, aber was vielleicht vor drei Jahr- und darf nicht ohne Antworten Kassen weiter zu verwalten, man gibt dem Unternehmer das Recht, die Arbeiter an der VerLage, die durch die vorstehenden Maßnahmen zehnten der Fall war, das ist längst nicht mehr bleiben! „ Ersparnisse lassen sich aber auch noch anderswo herausholen: aus den Bezirkskran fenfassen, diesen roten Festungen. Die Novelle wird dem Minister für soziale Fürsorge ( Gelegenheit geben, hier Ordnung zu machen. Mit dem Grundsatz:„ Wenig Arbeit, hohe Ge hälter" muß gebrochen werden. Zu Beamten sollen nicht Parteiagitatoren, sondern befähigte 2eute ernannt werden. Das eine Prozent, das die Massen bisher an ihre Verbände ab. geliefert haben, wird gestrichen. Die Regierung wird sich ferner das Recht herausnehmen, in den Kassabüchern ein bißchen blättern zu dürfen... In der Verwaltung der Kassen wird zwischen den Arbeitern und den Arbeit gebern die Parität hergestellt, ohne damit die Rechte der Arbeiter zu schmälern." Das wagt ein christlichjozialer Arbeiterver Cefte An alle unsere Abonnenten der Staatsvoranschlag der Realtion. und Kolporteure! Wegen des Staatsfeiertages am Freitag, den 28. Oktober kann Samstag, den 29. Oktober unser Blatt nicht erscheinen. Unseren Rolporteuren teilen wir mit, daß sie am Freitag, den 28. Oktober die Blätter in der Höhe der Samstagauflage erhalten. Die erwaltung. waltung und am Ausbau ihrer sozialen Institute zu hindern, und dann wagt es ein zutreiber der Reaktion, der sich Arbeitervertreter schimpft, noch von den ungeschmälerten Rechten der Arbeiter zu reden! Ja, es ist ihm noch nicht genug, diesen Hohn über die irregeführten Proleten, die ihm zu dem Mandat verholfen haben, auszugießen, er muß ein übriges tun. Und so schreibt er: Für diese Selbstverwaltung können wir uns nicht begeistern, fie muß im Inter, effe der Arbeiter kontrolliert werden. Das unsozialste Budget seit Bestand der Republit. Noch nie war der Jubel über ein Budget der[ allein 1980 Millionen ein, also mehr Tschechoslowakei in der tschechischen und deutschen als alle direkten Steuern zusam Bürgerpresse so groß wie dieser Tage. Mit Recht. Denn Dennersing, 27. Oftober 1927. In wie schlechter Hut die Kulturaufgaben des Saates sind in den Händen eines Finanzministers, wie es der Herr Universitätsprofeffor Engliš ift, erfährt man aus dem Budget des Unterrichtsministeriums. Das Steigen der Ausgaben für diesen Zweig der Staatsverwaltung geht nämlich auf die Erhöhung der Kulmen! Umsatzsteuer, 3ölle, Verbrauchssteuern, usaufgaben- eine Folge des KongruaGebühren und Tabat weisen einen Ertrag von gesetzes von 71.8 auf 114.9 Millionen zurüd. noch nie hat ein Staatsvoranschlag so schr 7.5 Milliarden auf, bei einer Gesamteinnahmen einem Jahre werden also die den Bedürfnissen der vermögenden Schichten des Staates von 9.5 Milliarden. Die ganze Ausgaben des Staates für die der Bevölkerung entsprochen Existenz der Tschechoslowakischen 3wede der verschiedenen Religionsund noch nie hat ein Finanzminister seine reat Republik ist auf indirekten Abgaben gemeinschaften um 60 Prozent er. tionären Absichten so offen zugegeben, wie der aufgebaut. Wenn nun der Finanzminister höht. Die nationale Seite des Schulbudgets Mann, der sich einſt als der Führer des linten diese empörende Tatsache, die wie nichts anderes wird man fich noch näher ansehen müssen. BorFlügels des tschechischen Bürgertums gefühlt hat den selassen charakter dieses Staates läufig genügt es, festzustellen, daß die Ausgaben und nun zu der Rolle des volkswirtschaftlichen aufweist, in seinem Expose bedauert, davon spricht, für die tschechischen Minderheitsschulen von 64 Theoretifers eines Regierungssystems geworden daß im Finanzsystem ungeschmälert Einkommens auf 75 Millionen gestiegen, der Aufwand für die ist, dessen Devise lautet: Alles für die Kaquellen beibehalten werden müssen, die der volks allgemeinen Volksschulen jedoch von 179 auf 140 pitalisten, nichts für die Arbeiter! wirtschaftlichen Konstruktion dieses Staates nicht Millionen zurückgegangen ist. Selbst der erste Finanzminister der Republik, Dr. förderlich sind", und daß die Verbrauchssteuern Sonderbare Erfolge der deutschen Aktivisten, Rašin, der als Exponent der Zivnostenska Banka eine soziale Belastung" darstellen, so sind das die darin bestehen, daß man für die tsche galt, ist an Englis gemessen, ein Sozialpolitiker nur Worte, die man von ihm schon oft gehört chischen Schulen immer mehr, für die deuts gewesen. hat, während das Budget für uns Tatsache ist. Der Jubel der bürgerlichen Presse gilt vor Es ist eine Verhöhnung der arbeitenden Klasse, nachher zu bedauern. einen leberschuß aufweist. Die Marxiſten werden natürlich davon fajelu, daß allem der Tatsache, daß das Budget ziffernmäßig fie auf den letzten Kreuzer and zubreffen und sie wir die Selbstverwaltung der tiche chi schen Nation ausliefern.-- Alles wird umsonst sein. nur Der Klassencharakter des Budgets zeigt sich Ist aber das Budget wirklich aktiv? aber nicht mir darin, woher der Staat das Geld Aeußerlich ja, denn Staatseinnahmen von 9562 nimmt, sondern auch, wofür er es ausgibt. Nach Die heutige Regierung muß hier gründ Millionen stehen Ausgaben von 9536 Millionen dem Einbekenntnis des Finanzministers machen gründ- Millionen lich und unerbittlich Ordnung machen." gegenüber, der Ueberschuß beträgt also 26 Mil die Militärausgaben( mit den Ausgaben lionen. So steht es wenigstens im Artikel I des für das Ministerium des Aeußern) ein Fünf Finanzgesetzes. Man braucht aber nur zweimal tel, die Ausgaben für Kultur aber umzublättern, da erfährt man im Artikel XIV, nicht einmal ein Behntel der Staatsdaß der Finanzminister mit den Staatseinnahmen ausgaben aus. Die Militärausgaben finddas Auslangen nicht findet, und daß er, um die das zeigt den großen Einfluß der deutschen ParStaatsausgaben zu decken, eine Anleihe von teien in der Regierung-nun 30 Millionen Der christlichsoziale Arbeitervertreter spricht also den Arbeitern das Recht und die Möglichkeit ab, ihre Angelegenheiten selbst zu verwalten. Sie müssen von den Unternehmern und von den Organen des Herrn Sramet kontrolliert werden! Der Henker der Selbstverwaltung gibt zynisch zu, daß der Schandtat! schen immer weniger aufwendet! So zeigt der heurige Voranschlag, daß sich der Staat das Geld nicht bei den reichen Bürgern, daß er dieses der arbeitenden Klaffe abgefparie sondern bei Angestellten und Arbeitern holt, und Geld nicht für die Hebung des Wohlbefindens und der Kultur der Massen der Bevölkerung, sondern für den Herrschaftsapparat der Bourgeoisie verder Kultur der Massen der Bevölkerung, ſondern wendet. Daß angesichts dieser die Lebensinteressen der Arbeiterschaft brutal zur Seite stoßzenden Staatswirtschaft sich„ Dr. Englis das schönste Denkmal im Herzen des Volkes bauen" wird, wie schaftler, jetzt der deutsche Theoretiker der bür Herr Dr. Uhlig, einst oppositioneller Volkswirta mal sehen), bezweifeln wir. Wir glauben vielchieren und dafür irgendwo dem Uhlig ein Denkmehr, daß dieses Denkmal, das vorläufig nur im Herzen der Leser des„ Prager Tagblatt" und der Herr Spina und Mayr- Harting stehen wird, in nicht allzu ferner Zeit den Weg gehen wird, den 1918 die Denkmäler der Habsburger gegangen find! Rechte der deutschen Arbeiter an den Deutschen 296 Millionen, für die Steerder zaby Milhöher als im Vorjahre( jetzt ohne Rüstungsfonds schreibt( hoffentlich wird sich der Engliš revan fresser Sramet preisgibt, aber er rühmt sich noch lionen, für die Münze in Kremnitz fünf Millionen Rahmen dieser Summe haben sich gegen das Vorund für das Tschechoslowakische Preßbüro( das jahr Verschiebungen ergeben, die einfach empörend Ausgeschaltet sollen nach Zajičeks und der schon im ordentlichen Budget einen Fehlbetrag find: Regierung Wunsch aus der Versicherung werden: von einer Million aufweist) drei Millionen. Diese Heimarbeiter, Saisonarbeiter Beträge gehören selbst wenn es sich um In( bie im Jahr höchstens an 90 Tagen in Lohnarbeit vestitionen handelt in die außerordentlichen stehen), endlich alle, die noch nicht 16 Jahre Ausgaben, in die sie der Finanzminister nur des alt sind." wegen nicht aufgenommen hat, um eben das Budget, das in Wirklichkeit mit 314 weniger 26 Millionen, d. i. Die Leute also, die drei Viertel des Jahres arbeitslos find und, wenn es auf die Unterneh mer und ihre politischen Söldner ankommt, verhungern fönnen, sollen zum Ausgleich wohl, um das Maß christlicher Nächstenliebe voll zu machen, auch von der Sozialversicherung ausgefchloffen sein. Natürlich auch die Heimarbeiter, die zu den elendsten Existenzen zählen, die es dank der kapi talistischen Ausbeutung gibt, und die Lehrlinge deren Versicherung die Deutsche Presse" noch bor zehn Monaten in dem zitierten Artikel verteidigt hatte. mit 288 Millionen Kč passiv iſt, in ein aftives umzuwandeln. In Wirklichkeit ist also das Budget vassiv und die Lobeshymnen der bürgerlichen Presse erinnern an das Beifalls gemurmel einer schauluftigen Menge, vor der ein Zauberkünstler sich produziert. Aber selbst wenn das Budget aktiv wäre was gar nicht der Fall ist müßte man sich doch die Frage vorlegen. auf wessen Kosten die Konsolidierung der Staatsfinanzen erfolgt. Der Artikel des Zajiček schließt mit demagogischen Verheizungen von höheren Bezügen, die der Arbeiter nach 40 und 50 Jahren erhalten Eine nu oberflächliche Zergliederung unseres soll. Mag sein, daß manche Arbeiter diese Seg- Steuersystems lehrt uns schon daß die Kosten nungen erleben würden( sofern es sich nicht um selbst diefer scheinbaren Aktivität die arbeitende glatten Humbug handelt), sicher wird kein Prolet laffe dieses Landes trägt. Klasse dieses Landes trägt. Seit dem vorigen diese Rente erleben, wenn der Bürgerblock noch Jabre find es ist dies eine Folge der tapi lange regiert. Denn die Schandwirtschaft der taliſtiſchen Steuerreform – die diretten Steuern Christlichsozialen sorgt schon dafür, daß die Pro- von 2061 auf 1770, also um 300 Millionen geleten rechtzeitig verhungern und dem Staate nicht unten. zur Last fallen". Wir hoffen, daß ihre Henkerarbeit an der Sozialversicherung den Klerikalen den Rest gibt und daß es die Arbeiter in wenigen Jahren nicht nötig haben werden, auf die Gnadengeschenke des Herrn Zajiček zu warten. Ez liegt nur an der Arbeiterschaft selbst, bald und gründlich mit den Volksbetrügern aufzuräumen Das ist der Inhalt von Engliss Finanzpolitik: und ihnen für derartige Beschimpfungen, wie sie Die Reichen sollen immer weniger, sich der christlichsoziale ,, Arbeitervertreter" leistet, die Armen immer mehr bezahlen. Die sozial un den verdienten Lohn zu erteilen! gerechteste Steuer, die Umsatzsteuer, bringt 3 Die Nadel. Von A. V. Smilovsky. Deutsch von J. Reismann. Und solch eine Nadel besaß auch unser Meister Kubasef. Wie lange er sie schon besaß, das wußte er selbst nicht mehr, aber er ließ sie nicht aus seinem Sinne, selbst wenn er in der Stirche beim Trommeln die Pausen zählte. Wenn sie ihn jentand zwischen hundert Nadeln geworfen hätte, er würde sie aus ihnen wieder herausgefunden haben, und trotzdem hatte sie kein besonderes Merkmal in ihrem Ursprungszertif fate. Diese Nadel nähte für ihn selber, sie durchstach die Stoffe wie ein Giftstachel und wand sich hindurch wie ein Aal; wenn der Faden ausging, blieb sie sozusagen von selbst stehen, als ob sie wissen würde, daß sie ohne Zwirn wertlos wird. Vun sagt mir doch, wie sollte er sie da nicht schätzen, nicht lieben, wie sollte er sich auf sie nicht verlassen können! Der Anteil der direkten Steuern an dem ge= famten Verwaltungseinnahmen ist von 33.51 Prozent auf 30.33 zurückgegangen, der Anteil der indirekten von 66.49 Prozent auf 69.67 Prozent gestiegen. Während die Ausgaben für die Offiziere von 363 auf 420 Millionen gestiegen sind, sind die Ausgaben für die Mannschaft von 93 auf 79.5 Millionen gefallen. Von Jahr zu Jahr gibt man für die Offiziere mehr, für die Mannschaftspersonen weniger aus! Außenpolitische Debatte Exposee des Außenministers. Charakteristisch ist übrigens auch, daß die PerGenosse Pohl 594.5 auf 642 Millionen gestiegen, die Sachaus jonalausgaben im Militärbudget insgesamt von gaben von 775.5 auf 757.5 Millionen gefallen gegen den Optimismus Veness. find. Der Militarismus wird also mehr als einem halben Jahre hielt der AußenPrag, 26. Oftober. Nach einer Pause von immer mehr ein Apparat zur Füt- minister Dr. Benes heute vor den Außenausterung der Offiziere und Generale. schüssen des Abgeordnetenhauses und des Senates in den Sachausgaben selbst zeigt sich gleichfalls wieder einmal ein Exposee über die auswärtige eine Entwicklungstendenz zum Schlechteren: so Lage, wobei er zunächst die Genfer Verhandsind zum Beispiel die Ausgaben für Gesundheits- lungen und die ziemlich veraltete Abrüstungswesen von 17.5 auf 16 Millionen gesunken, die fonferenz behandelte und dann auf die Verhand für Munition von 75.5 auf 76.5 Millionen, die lungen der Tschechoslowakei mit dem Vatikan zu für das Flugwesen gar von 61 auf 66 Millionen sprechen fam. Er betonte, daß sich an den Grund gestiegen. sätzen seiner Kirchenpolitik seit der allnationalen Koalition nichts geändert habe, auch nicht in konkreten Fragen und Details. Ihr Ziel sei, alle überflüssigen Kulturkämpfe zu vermeiden und folche Beziehungen zum Vatikan zu schaffen, die für rechts und links annehmbar seien. Bei den gegenwärtigen Verhandlungen gehe es um die Frage der Aufteilung der Diözesen und der Ernennung der kirchlichen Würdenträger. Es komme weder eine radikale Trennung von Kirche und Staat noch ein Konkordat in Betracht. Die weiteren Ausführungen des Ministers bezogen sich auf den rumänisch- ungarischen Konflikt und die ungarische Propaganda, während er zum Schluß wie üblich die Festigkeit der Kleinen Entente betente. Hinter dem Militär dürfen Polizei und Gendarmerie nicht zurückbleiben. Der Aufwand für die Polizei ist von 140 auf 150 Millionen, der für die Gendarmerie von 238 auf 283.5 Millionen gestiegen. Gilt denn das Sparen im Staatshaushalt, Herr Finanzminister Engliš, nicht auch für Militär, Polizei und Gendarmerie, oder gilt es nur für die Kulturaufgaben des Staates? Die Beteuerungen des Finanzministers, daß Staat und Selbstverwaltungskörper sparen müssen, sind demagogische Phrasen, solange die Ausgaben für Militär, Polizei und Gendarmerie nicht abgebaut werden. Stubaset fuchte schweigend weiter; das Un schlitt tröpfelte wie vordem weiter herab. Bis Samstagabend war fast alle Arbeit| geschnitten und alles zum Nähen vorbereitet. Es| loren?" firhr sie ihren Mann an. Ich hab' mit fertig, alle Stücke waren bereits fort und ab- war nur notwendig, sich hinter die Arbeit zu Mühe nach dem Mittagessen den Fußboden für geliefert. Es blieb nur eine Sache, eine Haupt- sepen, bis Mitternacht fonnten die Kleider fertig die Feiertage blank gescheuert, imd Du machst ihn fache übrig, und der Meister hatte sich sie bis sein, und zeitlich in der Früh wollte er sie aus mit dem Unfchlitt wieder schmußig!" zuletzt gelassen, weil er sich mit dieser sehen lassen" wollte. Sein Gönner und Freund, der Herr Lehrer Zivna, besaß neben lauter Töchter chen ein einziges Söhnlein, den kleinen Wenzel, der ins vierte Jahr ging. Wenzel war Papas Liebling, ja, sein kleiner Herrgott, und am Pfingstsonntag sollte er feine ersten Hosen, den ersten Rock, mit einem Worte, die erste Männerkleidung erhalten. bügeln. Kubajek war durch die mehrtägige Arbeit erschöpft, und die Nacht auf heute hatte er nur wenig geschlafen, die Augenlider drückten ihn, und auch die Finger schmerzten ein wenig, aber eine Mußsache darf nicht aufgeschoben werden, und wenn einem die Hände herunterfallen sollten! Stubaset aß etwas zum Nachtmahl, und das Brot noch im Munde zerfauend, suchte er sich feine" Nadel heraus, fädelte sie ein und beganat Der gute Stubaset wußte recht wohl, was es zu arbeiten. Sein Weib schickte er Zum roten für ein Kind heißt, die ersten Hosen zu bekommen, Ochsen", um ein Seibel Bier zum Stärken zu und Zipna hatte es durchaus nicht notwendig, es holen. Den ersten und zweiten Faden nähte er ihm eigens aufzutragen oder besonders einzu-| glücklich zu Ende, als er aber den dritten einschärfen, daß er todböfe so würde, wenn am fädelte, da passierte etwas, was ihm schon lange Pfingstsonntag der Anzug nicht fertig wäre. Der nicht widerfahren war: feine" Nadel entglitt Kleine Wenzel tam bereits seit Donnerstag mit seinen Händen. dem Dienstmädchen wiederholt nachfragen, ob die Hosen bereits genäht wären. Nubaset gab ihm schöne Worte und versprach ihm hoch und heilig, Es war am Samstag vor dem Pfingstfonn- daß er spätestens am Pfingstfonntage um sieben tage. Stubasef hatte seit etwa zehn Tagen Post- Uhr früh den Anzug fix und fertig zustellen arbeit". Die Arbeit häufte sich, daß er nicht wußte, werde; er fügte noch hinzu, daß es ein Anzug wie welche er früher in die Hand nehmen sollic. Zwar von Zucker fein werde, und daß sich jeder Bub waren es bloß Kleider für Kinder und armes auf der Straße nach ihm umdrehen werde. Noch Arbeitervolt; aber diese freuen sich mehr über ihre am Samstag, als die Subastin auf dem Markte neuen Kleider, die sie zu den Feiertagen anziehen war, fing die Frau Lehrer Zivna sie ab und wollen, als irgendiver anderer. Stubaset wußte drohte ihr, wenn der Herr Meister nicht sein Wort dies als vernietiger Mensch usid nähte, daß ihm halten sollte, er ihr und ihrem Manne für alle die Hände und der ganze Mörper wehtaten; selbst Lebzeiten und Ewigkeiten nicht mehr vor Augen die Nacht opferte er, um sein Wort zu halten; am kommen dürfe. Diese Ermahnungen wirkten auf blauen Montag vorher hatte er nur ein einziges die Stubaskin so wie der Regen auf Gänse: wie Stapitel aus dem neuen Buche des Lehrers Zivna fönnte er aus schneidermäßiger Saumfeligkeit gelesen, und schon deshalb allein bekam er von den Zivnas den Pfingstsonntag verderben! seiner Ehehälfte einen Auspuß. Die Kubaskin Es war also der Samstag vor dem Pfingsthalf ihm, wo sie nur konnte, sie war ohnedies sonntage, und es neigte sich schon stark gegen ein halber Schneider und verdarb niemals envas. Abend. Draußen dunkelte es allmählich. Sinubaset Gott sei Dank, die Arbeit ging flott vorwärts. hatte bereits den Anzug des kleinen Wenzel zu " Um Gottes willen, ich bitte dich, machst du mir das zum Trope? Das hab' ich in meinent Leben noch nicht gesehen," erregte sich die Subastin. ,, und du schweig!" antwortete der Meister mürrisch, ohne das Haupt zu erheben; sie ist mir irgendwohin heruntergefallen, weiß der Teufel wohin. Beine hat sie teine. Also kann sie nicht weit sein." Jetzt fang zu all dent noch zu fluchen au! Was ist dir heruntergefallen?" ,, Die Nadel!" Wegen so einer Kleinigkeit!" Stabaset richtete sich auf und blickte voll Verachtung auf sein Weib. Sein Kopf war von dem vorherigen Suchen durch den Blutandrang ganz rot. Eine Sekunde nahm er sich die Kubastin mit feinen Augen aufs Ziel und dami versetzte er nachdrücklichst und mit lauter Stimme: Meine Nadel!" So ein Lärm!" sprach die Kubastin spitz. Laß die Nadel Nadel sein und nimm dir eine andere! Wegen so einer dummen Nadel wirst du nicht eine Zweifreuzerberze verbrennen!" Der frontmte Meister fluchte im Geiste und begann sie zu suchen, aber obwohl er ganz gute Augen hatte, konnte er sie nicht finden. Der Meister fluchte ein zweites Mal, diesmal schon laut, und bald danach zum dritten Male, doch die Nadel war nicht zu finden; sie war spurlos verschwunden, als ob sie der Teufel selber weggeblasen hätte. Neubaset übermannte der Aerger und Verdruß, bis ihm die Adern auf der Stirne schwollen, und es donnerte. Hagelwetter aus seinem Munde nach der verdammten Nadel. Dann erinnerte er sich, daß ,, Und ich sag' dir, Mutter, stichle nicht! Eine man zum Suchen schon nicht mehr gut fche. Und dumme Nabel! Du weißt, daß es meine Nadel er zündete eine Zweikreuzerkerze an, die auf dem war! Und wenn ich eine wächserne ViertelpfindGeschirrbrett lag; vingsherum leuchtend, suchte er ferze verbrennen sollte, ich muß sie wiederfinden, wieder die Nadel. Von der geneigten Kerge tropfte ja, ich muß sie haben!" das Unschlitt in einem Bächlein auf den FußEhe du fie findest, könnten die Hosen fertig boden herunter. fein!" Stubafet schlug auf den Tisch, daß die Knöpfe die Höhe sprangen. In diefem Augenblicke kam die Kantbaskin muit dem Biere zurück. Als sie dieses Schauspiels ge- in wahr wurde, geriet sie in Zorn: „ Ja, Alter, hast Du denn den Verstand ver( Fortsetzung folgt.) Donnerstag, 27. Oktober 1927. Schwarzbart freigesprochen! Seite 3. Der Bürgerblock gegen die Bolksschule... Wer hilft der Bourgeoisie?" Das Schulgeld" der Bemittelten. Herr Englis als Werkzeug der Klerifalen. der Klerikalen.- Burück zum Analphabetentum! Unter diesem Titel richtet der Viktor Stern im Vorwärts" ein„ Wort an die sozialdemokratischen Arbeiter". Er wiederholt einer Woche schon wider besseres Wissen behaup zwar nur, was die fommunistischen Blätter seit Paris, 26. Oktober. Im Prozeß Schwarzbart haben sich die Geschworenen der Auffassung des Verteidigers angeschlossen und die Schuldfragen verneint. Schwarzbart wurde freigesprochen and ledigli chzu einem Franc Schadenersaß, den er an die Zivilpartei zu entrichten hat, verurteilt. Abgeordnetenhaus ein Expose gehalten, in dem geklärten Absolutismus Joſefs II., die Reformen Der Herr Finanzminister hat Dienstag im feiler zugänglich zu machen. Man feierte den auf 00000000000cr fich als der Finanzminister der der Maria Theresia und Friedrichs II., weil sie ten, aber da er und seinesgleichen eben feine Genosse Pohl das Wort ergriff. Er erklärte ut. a.: Es ist bezeichnend, daß der Außenminister seit April d. J. erst jetzt die Gelegenheit wahrnimmt, uns über die auswärtige Lage zu informieren. Genau so wie Svehla iſt auch Benes nicht zu bewegen, dem Plenum des Hauses Rede zu stehen. Die wichtigſten außenpolitischen Ereignte gehen An das Exposee schloß sich eine längere De- Bourgeoisie, als das willenslose Werkzeug den Keim zur modernen Volksschule pflanzten. gefahren. Der Stern erzählt, daß die SozialRuhe geben, sei ihnen einmal übers lose Maut batte an, in der für unsere Fraftion der Befigklasse vorstellt und über das noch aus Das Reichs volksschulgesetz vom Jahre führlich zu reden ſein wird. Er hat in diesem 1869 hat die allgemeine Voltsschule mit Schul demokraten den Arbeitern dadurch schaden, daß Erpoſe auch über das Gemeinde finanz- pflicht und ohne Schulgeld geschaffen, eines der sie den Wahlerfolg der Kommunisten ist, die Autonomie der Gemeinden zu erdrosseln für seine Zeit modern und fortschrittlich war einen Beweis zu erbringen. Unsere Leser wissen, gefeb gesprochen, jenes Gesetz, das beſtimmt wenigen Werfe österreichischer Gefeßgebung, das verschweigen oder verkleinern. Er unterläßt natürlich, für diese Behaupt und jede Tätigkeit der Gemeinden auf dem Ge- Jetzt aber tommt ein tschechoslowakischer, repu biete der sozialen Fürsorge, des öffentlichen Bil- blikanischer Finanzminister, der obendrein bei daß wir den Erfolg der Kommunisten, wo ein dungswesens oder des Wohnungsbaues unmög einer fortschrittlichen Partei, der nationalen solcher zu vezzeichnen ist, gemeldet haben, wo er lich zu machen. Dabei fam Englis auf die Arbeitspartei, begonnen hat und verweist die ausblieb, werden wir ihn nicht den Moskowitern Situation der Boltsschulen zu spre Beltsjöue auf die zoukgelder der Beißenden. zulieb erfinden. Wir haben immer darauf verVolksschule chen, für deren notwendigsten Bedarf die Ge- Wenn ein terifaler das fordert, darf es sichtet, über irgendein Wahlergebnis unwahr zu meinden nach dem neuen Gesetz vielfach nicht die uns nicht wundern, bei Herrn Englis wundert berichten, haben immer die volle Wahrheit beMittel aufbringen werden. Der Finanzminister es uns troß aller Erfahrungen doch. Er macht richtet, auch wenn sie für uns nicht günstig war. Ihr Einfluß auf die auswärtige Politik ist geradezu Gesetzes wohl bewußt. Wie hilft er sich aber oder natürlich bald auch von den Arbeitern Schulgeld Der Stern weiß sehr gut, in welchem Blatt fich ift sich dieser verhängnisvollen Folgen seines sich zum Werkzeug der fierifalen Schulfeinde, die und der Kommunisten halber sollten wir fügen? besser, wie glaubt er den Gemeinden zu helfen? für ihre Stinder verlangen werden. Er erflärte fo obenhin, daß die Gemeinden jedereit in der Lage wären, durch Einhebung eines Schulgeldes von den Bemittelten, die Ausgaben für das Schulwesen zu decken. an uns vorbei, ohne daß die gefeßgebenden Körperschaften Gelegenheit hätten, über sie entsprechend aufgeklärt zu werden. ansgejaltet. Auch ich stehe dem optimistischen Bericht des Herrn Außenministers steptisch gegenüber, so in der Frage der Abrüstungskonferenz, denn ich halte das Rompromiß bloß für eine Verdeckung des Verjagens dieser Stonferenz. In der Frage der Verhandlungen mit dem Vatikan die meisten frisierten Berichte finden, wo WahlMan muß die Verhältnisse unserer Landge- erfolge der Arbeiter verschwiegen oder verkleiner: meinden fennen, um die Wirkung der Einfüh werden, bloß deshalb, weil es sozialdemokratische rung eines Schulgeldes ermessen zu können. Die Erfolge find. Hat der Vorwärts" unferen besitzenden dreise der Mehrzahl unserer Wahlerfolg gewürdigt oder auch nur gemeldet? Diese Bemerkung des Finanzministers ift Gemeinden find Bauern, die der Schulpflicht Sat der Vorwärts" den großen Erfolg der nor fo unerhört, daß sie einer eingehenden Stritit ohnehin nicht sehr gewogen sind. Sie schicken ihre wegischen Arbeiterpartei entsprechend feiner Bewert ist. In aller Welt, wo zivilisierte Menschen Kinder erfahrungsgemäß sehr nachlässig und oft deutung gewürdigt? fagt der Herr Minister, daß die Regierung ihr Bro fich ihrer Pflichten bewußt find, versucht man, mit Widerstreben acht Jahre zur Schule, behal- Aber der Stern hat noch andere Argu gramm zum Vatikan einhalte und daß die Verhand die Schule zu reformieren. Nicht nur ten sie wochenlang daheim und sind im allge- mente". Weil wir nachdrücklich darauf verwiesen fungen auf Basis dieses Programms geführt wer- pädagogisch will man das Erziehungs- und meinen reichlich bildungsfeindlich. Ben und gerade an dem, den Kommunisten unliebden. Und da frage ich, ob die Marmaggi- Affäre Unterrichtswesen vervollkommmen. die diesen Lenten noch Geld für die Schule zu verfamen, norwegischen Beispiel gezeigt haben, wie feinerzeit entstanden ist durch dieses Brogramm materiellen Hindernisse der Bildung breiter langen, heißt, die Schulpflicht prattisch unter groß unser Erfolg sein könnte, wenn nicht der oder nicht, und ich frage, mit welchem Programm Volksschichten ist man bestrebt wegzuräumen. graben, den Schulstreik der Bauern pro- fommunistische Stampf sich ausschließlich gegen die Miniſter Strofta nach Rom geschickt wurde. Ich Wir erinnern nur an die große Wiener vozieren, die Rüd kehr zum Analphabe Sozialdemokratie richtete, wenn wir eine einige finde die Acußerungen des Herrn Miniſters ſehr Schulreform, die das Unterrichtswesen auf tentum erzwingen. Der Herr Englis foll die Partei wären, erzählt der Stern, eine Stärkung bedenklich und glaube, daß die Befürchtungen, die neue Grundlagen gestellt hat und die vor allem Besitzenden suchen, die willig und ohne Sabotage der Sozialdemokratie sei geradezu eine Aufmunwir in dieser Frage hegen, nach den mangelhaften sämtliche Lehr- und Lernmittel den Schülern das Schulgeld zahlen werden! Die Umlagen terung für die Bourgeoisie, eine Stärkung der Ausführungen des Herrn Ministers sehr berechtigt foſtenlos zur Verfügung stellt. Nen an der Wie ermäßigt der Finanzminister den Besitzenden, Kommunisten jei jedoch der Weg zur Revolution. find. ner Schulreform ist, daß sie auch den Kindern das Schulgeld will er ihnen abnehmen; das ist Als ob man nicht ein dutendmal das Gegenteil Der Herr Minister sprach über die Friedensver- der wohlhabenden Eltern die Lernmittel um entweder eine Frre führung, die darauf ab erlebt hätte! Wo ist die Arbeiterschaft träge und über den Völkerbund, nur von einer senst gibt, um die Klaffenunterschiede in der zielt, in Wahrheit den Arbeitern die feit je am ich wächst en gewesen? Wo die Sache machte er leine Erwähnung und zwar von dem Schule nicht zutage treten zu lassen und den Lasten durch ein allgemeines Schulgeld aufzu- ommunisten stars waren. Wann ist es ungarisch italienischen Freundschaftsvertrag und den kostenlosen Lernmitteln das Beschämende der erlegen, oder es entspringt der Unfenntnis des dem Proletariat in diesem Staate römischen Verträgen überhaupt. Der ungarische Armenbücher" zu nehmen. Außerdem vertritt Servn Englis, der sich von den Klerifalen hinein Ministerpräsident Bethlen erklärt, eine Revision der man heute fast durchgängig den Standpunkt, daß legen ließ. Friedensverträge sei nur durch Macht zu erlangen. Bildung nichts Räufliches" sein soll, daß die Darnach scheinen die Befürchtungen des Kollegen Mittel wohl von den Besitzenden, aber Dr. Czech, die er seinerzeit geäußert hat, sehr be- nicht im Wege von Schulgeldern, sondern als rechtigt. Besteuerung auch der Kinderlosen eingebracht werden sollen. Was die Altion des Lord Rothermere betrifft, so hat unsere Partei ausdrücklich erklärt, daß wir mit dieser Aktion nichts gemein haben. Es fragt sich, wieso die private Aftion eines einflußreichen fremdländischen Journalisten so große Bedeutung gewinnen konnte, wie es tatsächlich der Fall war. Es fragt sich, warum eine solche Aktion im Inlande auf fruchtbaren Boden fallen konnte. Nur deshalb, weil wir im Ausland über die inneren Verhältnisse in der Republik ein anderes Bild gegeben haben, als es die Wirklichkeit bietet. Man spricht von der Ko solidation, doch werden die Dinge von allen tschechischen Parteien in viel zu rosigem Lichte dargestellt. und das führte zu zahlreichen Verfehlungen wäh rend des ganzen Bestandes der Republik. Was die russische Frage So oder so muß man gegen das reafiionäre Projekt der Regierung von allem Anfang auftre ten. Es darf nicht soweit tommen, daß die Volksschule auf die Entwicklungs stufe des Absolutismus zurüdgeworfen wird. Wir wollen doch sehen, ob wir uns soviet Anteil an der Kultur erkämpfen fönnen, als man heute schon den Kolonial A Seit die allgemeine Volksschule geschaffen wurde, seit den Anfängen dieses wirklich) revolut tionierenden Bildungsinstituts hat man versucht, sie immer breiteren Schichien und immer wohl- völkern gewährt! auch am schlechtesten gegangen? Nach dem fommunistischen Wahlsieg im Novem ber 1925! Sozialdemokratische Stimmen, sagt Stern, bedeuten Verzicht auf außerparlament, tarischen Kampf, auf die Revolution, auf den Sozialismus. Ja, was haben denn die kommunistischen Stimmen gebracht? Was hat denn die Million kommunistischer Stimmen dem Sozialis mus, der Arbeiterschaft genützt? Wo ist denn auferhalb des Parlaments get ämpft" wor den. Vor ein paar Tagen schon erzählte die von dem Moskauer Stetzergericht ausgehaltene Presse, feit 1924 im Wert gestiegen sei. Ein weiteres Im Handels- und Gewerbeausschuß hielt die Wahlen feien nur eine DemonArgument" lieferten dem Herrn Miniſter die an Handelsminister Dr. Peroutka ein Exposee stration gewesen, jetzt beginne der Kampf. geblich verbreiteten Gerüchte über die Mizwart über die Außenhandelspolitik und gab einen Neugierig las man weiter, worin denn der schaft in den Strantentassen, die die Oeffentlichkeit leberblick über die bereits abgeschlossenen San Stamps beſtehen soll. Natürlich im Aufwiegeln zu einer„ vitischen Stellungnahme" nötigen und delsverträge und über deren Einfluß auf unſer der Arbeiter gegen die jozialdemokratischen die der Herr Minister un er Anführung eines Wirtschaftsleben. Die Debatte über das Erposee Führer, im Rampf gegen die Sozialeinzigen Beispieles mit wahrer Wollust verall wird in der nächsten Sigung abgeführt werden. demokratie! Wo haben Sie Herr Sterngegeme nert. Echt jesuitisch sucht Sramef die Sache Dr. Zadina referierte über den Handelsvertrag lämpft"? Was haben Sie außer schnoddrigen so darzustellen, als ob er mur dem Trud der mit Oesterreich. In der Debatte sprach als ein Artifeln und rabulistischen Drehs, außer ein paar öffentlichen Meinung gewichen sei, als er die sige Rednerin Genoffin Kirpal. Nach einem Seßreden gegen die Sozialdemokratie denn ge Novelle ausarbeitete, und hält seine eigene werie urzen Ueberblick über die inländische Volkswirt leistet? Wo ist Ihr Kampf" seit 1920?! Persönlichkeit bescheiden im Hin ergrund. Der schaft verwies sie darauf daß die Tschecho und endlich kommt der Stern mit einer betrifft, so haben wir ein eminentes Interesse daran, ganze Stomplex dieser Fragen müsse„ enipolilowakei die Bahnbrecherin des glatten unwahrheit. Gäbe es fein eigens für daß Hochschutz olles in Mitteleuropa die fommunistischen Führer, Typ Stern, geschaf fisiert" und nur rein sachlich beurteilt werden. S: Sowjetrußland de jure anerkannt wird. Aller. Die Regierung eile mit der Vorlage nicht und ſei. Die anderen Staaten ergreifen Gegenmaß fenes Preßgefeß, so könnte man ſtatt Unwahrheit dings kann ich persönlich nicht alles das glauben, stelle dem Ausschuß feine Frist, wenn nahmen, das beweist wieder der abgeschlossene auch das richtige Wort gebrauchen. Er was uns Kollege Dr. Stern von Rußland hier sählt hat. Viel wichtiger iit für mich, was der rufeinzelne Bestimmungen dringend seien. Ebenso Genoffin Stirpal auf das unhaltbare Syſtemt des Forderung nach Rüdtritt der Regierung und Handelsvertrag mit Desterreich. Dann kommit Dann kommt behauptet, die Sozialdemokratic stelle nicht die rus- komme die Regierung mit der Novelle zum ſche Bertreter auf der Weltwirtschaftskonferenz ge Genter Syſtem und mit dem En/ wurf zum Schuß Bewilligungsverfahrens zu sprechen, nach Neuwahlen. Er weiß; natürlich, daß unser jagt hat. In einem Punkte stimme ich ihm aber bei, das bei den even geführten Verhandlungen mit erstes Wort nach den Wahlen der Ruf nach Neuwenn er auf die Nachteile verweist, welche der Wirtdes heimischen Arbeitsmarktes in einer ruhigen Deutschland einen berechtigten Beschwerdegrund schaft in der Tschechoslowakei durch die Nichtanerfen Beit, wo wir feine frisenhafte Arbeitslojigicut bildet. Jedes Abfommen wird illusorisch, weit am Dienstag nach der Wahl Neuwahlen gefordert wahlen war. Er weiß, daß in unserem Leitartikel nung Sowjetrußlands entstehen. Ich möchte den Herrn Außenminister ersuchen, uns die wirk- öffnung der Debate wurde vom Vorsitzenden mit Referent Dr. Zadina mit den Ausführungenwahlen forderten. weiß, daß wir schon Ein sozialistischer Antrag auf sofortige Er die Einfuhr vom Minister oder einem Beamten wurden, weiß, daß im Senat Gen. Dr. Seller, abhängt. Im Schlußworte beschäftigte sich der im horordneten aus Genefiette 971 lichen Gründe befanntzugeben, welche die Anerken dem Hinweis auf frühere Auslegungen der Ge der Genoffin Stirpal, worauf die Handelsver im Sommer, nach dem Krach im B. d. 2., den nung Sowjetrußlands verhindern. schäftsordnung abgewiesen und die Sigung gträge mit Oesterreich und mit der Türkei ange Rücktritt der Regierung verlangten, die teine schlossen. Die nächste Sigung wird auf schrift nommen wurden. lichem Wege einberufen werden. Neue landwirtschaftliche Vorlagen. Der land Mehrheit hat. Auf die Un wahrheit, daß wir landwirtschaftliche Ausschuß des Abgeordneten feine Neuwahlen verlangen, baut ein fommu Der Budgetausschuß des Abgeordne enhauses hauses nahm gestern ein Erposee des Ministers iftischer Führer seinen Kampfruf gegen die wählte in seiner gestrigen Sigung den tschechischen rdinfo entgegen, der die Unterbreitung Sozialdemokratie auf. Neber zwei Zeitungsspal teu läuft die Setze Sterns, die Beschwörung der Agrarier Dr. uidet zum Generalbericht einer ganzen Reihe von landwirtschaftlichen Vorten läuft die Hetze Sterns, die Beschwörung der erstatter über das Budget und teilte dann die lagen anfündigte. Darunter befinden sich ein sozialdemokratischen Arbeiter, ihn anzuhören. erstatter der Mehrheit auf. Auch Windirsch und schlag, die Wahlordnung in die Landeskultur Artikel? Auf einer Unwahrheit, die er obendrein Stenzel haben wieder Referate übernommen. Die räte, das Kommajsationsgeset, das Jagdgesetz, wissentlich ausspricht. Die in der letzen Sigung des Abgeordneten nächste Sitzung des Ausschusses finder erst amjein Gesetz über den Wasserwirtschaftsfonds, über hauses vorgelegte Novelle zur Sozialversicherung Donnerstag, den 3. November statt. den Schuß des Feldbesitzes, über die Arbeitsaus wurde in der gestrigen Sitzung des sozialpoli Der Verfassungsausschuß des Abgeordneten weiſe(?!) der landwirtschaftlichen Arbeiter und sischen Ausschusses gegen den Widerstand der hauses beschäftigte sich am 26. Oftober unter eine Debatte, die in der nächsten Sibung fort ein Vogelschutzgesetz. An das Exposee schloß sich sozialistischen Vertreter dem Abgeordneten Du- dem Vorsiße des Abg. Dr. Micura zunächst mit bicky zum Referat zugewiesen. dem im Senate genehmigten Regierungsantrag gesetzt werden wird. Bei dieser Gelegenheit gab Fürsorgeminister auf Regelung der Adoption. Als Referent fun Sramer Erklärungen über die vorgelegte Novelle gierte Dr. Strafit In der Generaldebatte sprach sowie über die Gefeßentwürfe zum Schuß des Genosse Schweichhar: die Verwundering Berlin, 26. Oktober.( Eigenbericht.) Die was die Kommunisten zu tun gedenheimischen Arbeitsmarktes und zur Abänderung darüber aus, daß aus der Fülle schwebender Fra Reichsregierung kann es nicht länger verbergen, daß fen, wenn nach den Neuwahlen, die wir, wenn des Genter Systems ab. Sramek argumentierte gen gerade diese herausgerissen wurde. Er wies fie in eine äußerst fritische Situation geraten ist. zunächst, daß die Bestimmungen über die Schieds- darauf hin, daß z. B. die Fragen des FamiDer Brief des Reparationsagenten Barker, der nicht jetzt, so doch in einer absehbaren Zeit ergewichtsbarkeit in der Sozialversicherung schon lienrechts und der Stellung der unehelichen Gegensatz zwischen einem großen Teil des Zentrums swingen werden, die Arbeiterparteien an Stimallein eine Novelle notwendig machen. Wahlen Kinder, ganz besonders aber der Ausbau des und dem aus seinem Kreis stammenden Finanz- men und Mandaten gestärkt, ins Parlament einin die Schiedsgerichte könne man nicht ausschrei- sozialen Rechts( Lohnverträge etc.) eine minister Mühler, die Aufregung bei der bayerischen ziehen. Denn nur darauf, was er mit dem Wahlben, da die Organisierung der landwirtschaftlichen ganz andere Bedeutung haben. Letztere werde Belkspartei über die Weigerung des Ministers, die erfolg beginnen will, fommt es an. Ob 41 oder Staffen noch nicht restlos durchgeführt sei; es feien allerdings erst eine andere Mehrheit in befriedi Lasten der Besoldungserhöhung auf das Reich 2 45 Kommunsten herumbrüß oder vom Botdaher vorläufige Bestimmungen über die Er- gender Weise lösen fönnen. In der Spezialde- übernehmen, endlich der Widerspruch zwischen den Zum Schlusse antwortete der Minister auf die ihm gestellten Fragen. Der Vorsitzende brachte zur Kenntnis, daß zwei Resolutionen vorgelegt wurden, über die er jedoch eine Abstimmung na der Geschäftsordnung nicht zulassen fönnte. Sramet über die Sozialversicherungsnovelle. haben. einzelnen Budgetkapitel auf verschiedene Berich Gesetz über die Viehversicherung, gegen Hagelund auf welchem Argument ruht sein großer Er täte wirklich besser daran, wenn er schon fortwährend mit seinem Namen und feinen Weisheiten vor die Seffentlichkeit treten muß, als ob er auch schon für irgendwen mehr als ein Automat Moskaus wäre, der heute die eingelegte Platte herunterleiern darf und morgen Schwierigkeiten der Reichsregierung. fliegt, so sollte er einmal den Arbeitern erzählen, nennung der Schiedsgerichte notwendig. Nach batte wandte sich Dr. Meißner( sch. Sozial- Versprechungen des Ministers an die Beamten und büro aufgesetzte Reden herunterlesen, ist doch einigen Seitenhieben gegen die Sozialisten. die demokrat) scharf gegen die Durchpeitschung der dem, mas er in der Besoldungsvorlage ihnen zu einerlei. Was also will Moskau mit bor einer Novellierung überhaupt warnen, fuchte Vorlage, die eine fritische Ueberprüfung unmög gejtehen will, das alles hat in der Deffentlichkeit dem Gewinntun? Da 3 möchten die ArbeiSramek zu begründen, warum die Regierung bei ich machte. Einzelne Bestimmungen der Gesetzes alarmierend gewirkt. Darum wurde die heutige ter endlich einmal erfahren. Das von Herrn dieser Gelegenheit gleich an eine ausgiebige vorlage zerpflückte er wiederholt sehr gründlich. Sigung des Haushaltausschusses mit Spannung Novellierung im Sinne der Wünsche der vürger- La man sich nicht einigen konnte, wurde die Er- erwartet. Die Erklärungen des Finanzministers Stern zu hören, wären wir begierig. Bisher lichen Parteien schreite. Die Leistungen der Ber- ledigung auf die nächste Sigung am 3. November haben aber feine Klarheit über die Absichten der haben die Kommunisten ihre Macht nur ficherten seien fast unerträglich, zumal die Serone vertagt. Regierung geschaffen. 19.4+ dazu bonützt, der Bourgeoisie zu helfen! ⚫ 4. Lages- Neuigkeiten. Hans Kirchsteiger 75 Jahre alt. Dieser Tage wurde der österreichische Pfarrer Sans Stirchsteiger 75 Jahre alt. Kirchsteiger war ein Geistlicher ganz anderer Art als die meisten anderen. Er wurde darum auch gemaßregelt und verfolgt. Stirchsteiger, ein durchaus frommer Christ, ein idealer Geistlicher, mar ein Märtyrer seiner Ueberzeugung und hai feine Erfahrungen als Priester dann in seinen Romanen verwertet. Massendrama auf dem Meere. Ein italienischer Baffagierdampfer in den südamerikanischen Gewässern untergegangen. Rio de Janeiro. 26. Oftober. Nach hier eingegangenen Funtsprüchen ist der italic. nische Passagierdampfer Principessa Mafalda", der von Genua fant, auf der Höhe von Bahia gesunken. Bon den sechzehnhundert Passagieren des Schiffes wurde etwa die Hälfte gerettet. An achthundert Personen dürften ertrunken sein. Hebertriebene Berluftmeldungen. 127 1150 Personen gerettet. Etwas über 60 Opfer. Rom, 26. Oftober.( Stefani.) Nach einer hier eingelangten Nachricht wurden vom Dampfer Principeffa Mafalda" int ganzen 1150 Personen gerettet. Den neuesten Nachrichten zufolge beträgt die Jahl der Opfer bei der Schiffstatastrophe etwas mehr als 60 Personen. Gine Tragödie der Zwischendedpassagiere. Vor fünfzig Jahren wurde er zunt Priester geweiht und wirkte dann einundzwanzig Jahre in Oberösterreich in der Seelsorge, geliebt und geschätzt vont Volte. Aber der Bischof Doppelbauer, der Typus eines unduldsamen, volfs feindlichen Pfaffen, konnte einen Priester des Voltes nicht vertragen und Stirchsteiger wurde pensioniert. Die traurigen Erlebnisse seiner Priesterzeit hat er in einem Rontan ,, Ein Briesterleben", niedergelegt, der deumächst im Drude erscheinen wird. Die vielen Romane, die Seirchsteiger geschrieben hat, sind natürlich nicht nur als Siunstwerfe zu werten, sondern vornehm lich als Belenutuisschriften und Zeitschilderungen. Sie wurden seinerzeit viel gelesen und das Beichtsiegel" hat fünfunddreißig Auflagen Rio de Janeiro, 26. Oktober. Unter den erlebt. Natürlich waren seine Schriften den dele. rifalen nicht sehr angenehmt und sie veranstalteten Fahrgäften des Dampfers befanden sich viele, die nach jedem feiner Romane cine Seße. Der Ro. noch Argentinien auswandern woll man Wie heißt das sechste Gebot?" wurde auf ten. Sunderte wurden in heldenmütiger aufBefehl des Thronfolgers Fonfis opferungsvoller Tätigkeit von der Besaßung der iert, lange nachdem er erschienen war. Der vier Schiffe, die auf die drahtlosen ciferne Baragraph" schildert Stirchsteiger Silferufe der Principessa Mafalda" an die den Kampf um die Reform des Cherechtes, die unglüdsstätte geeilt waren, gerettet. Es ihn auch zuerst sehr beschäftigte. Sein Mitgefühl wird vermutet, daß besonders viele Zwischended mit den Opfern des grausament Cherechtes fahrgäste mit dem Schiffe untergegangen sind. brachte ihn auch dazu, ein Mittel zu fuchen, diesen Opfern zu helfen. Es waren die foge nannten Salzburger Eben", oder, wic er fie nannte, Gewissensehen", die den geschic denen Statholiken, die sich in freier Chegemeinschaft zusammenfanden, wenigstens vor gehäffigen Nachreden Schutz gewähren sollten. Er hat als Briefter, der er auch nach der Entlassung blieb, diefe Ehen eingesegnet und so vielen gläubigen Seelen Troſt gewährt, wenn auch Staat und Stirche diese Chen nicht anerkannten. Wegen dieser Ehen wurde er sogar geklagt, aber von den Salzburger Gerichten immer freige sprochen. Im Kriege allerdings gelang es der Reaktion, bei einem Wiener Gericht eine Berurteilung zu erzielen, und er mußte feine Strafe auch absitzen... Um so höher schätzen die Arbeiter den mutigen Geistlichen. Dottor Kramar gibt seine Visitenkarte ab. Ein Brager Genosse fand vor den Prager Dris vertretungswahlen im Brieffaften seiner Wohnung Die Silfe. [ Genua verlassen, war schon in Bahia gelandet und befand sich auf dem Wege nach Santos, wo er heute eintreffen sollte. Man glaubt, daß das Schiff an einen. der vielen Felsen in der dortigen Gegend angerannt ist und daß da durch eine Stesselerplosion entstanden ist. Die Principessa Mafalda“. Donnerstag, 27.tober 1927. oder und führte in wenigen Augenbiiden den Tod des Kraut durch Verblusung herbei. Die Burschen waren nach dem Boifolle wieder, in das Gasthaus Zum Lohitberg" surüdgegangen, wobei sich Sixl und cin ziveiter Bursche namens Tautsch von Blutspuren reinigten. Inzwischen war aber Straní von Passan. ten als Leiche aufgefunden worden und die der Tat verdächtigen Burschen wurden, in dem Gasthouse zurückschalten. Sowohl girl, ie auch der 17. jährige Torisch wurden dem Bezirksgerichte in Fried. land eingeliefert. Während der 17jährige Tarisch jede Teilnahme an der Bluttat besticitet, gibi girl ju, die Stiche geführt zu haben, will aber derart be. : runten gewesen sein, daß er sich an nichts mehr erinner fönne. Bevorstehender Bergrutsch bei Bellinzona. Die ven den Behörden angeordnete Räumung der durch den Rutsch des 3560 Fuß hohen Berges Arbino ge. fährdeten Zone bei Bellinzona im Kanton Tessin hat begonnen. Da sich das Tempo des Bergrutsches, der feit 1888 beobachtet wird, in der Ichien Zeit beschleu nigt hat, wird von Fachleuten eine Stata. Berlin, 26. Oftober. Der verunglüdte it tophe befürchtet. Sampfer Principessa Mafalda" der Navigazione Epser der Flammen. Montag ist Sudman. Generale Italiana var eines der schön steel in Zaejien von einem Brandunglüd heimgejudi und modernsten Schiffe im italieni- worden, dem das Wirtschaftsgebäude der Eheleute fchen Passagierverkehr. Er verkehrte pide sunt Spfer fiel. Das Feuer hat auch ein auf der Lurus Cil- Linie von Genua und Bar- Menschenleben gefordert, da Frau Müde, die ant amerikanischen Hauptstädten. Der Dampfer war Bahriainfidh mar jie vor Schred gefähm: werden, celona nach Rio de Janeiro und anderen füdEeden meilte, beim Brande ums Leben fam. 150 Wieter lang und 17 Weeter breit. Er umfaßte in das sie sich nicht mehr retten fomnie. 12.000 Tonnen und hatte eine Fahrgeschwindig feit von 18 Wieilen in der Stunde. Gerade angeIm Zug tot aufgefunden. Im Lugudsug Rom fichts der Katastrophe ist von Interesse, daß das Mailand iſt Dienstog der englische Journalist Schiff in zehn wasserdichte Abteilungen geteilt Blätter in Rom, eine halbe Stunde nach dent. Einund in seiner ganzen Länge mit doppeltem Boden versehen war. Der Prospett der italienischen Gefangen des Zuges in Mailand ist aufgefunden worden. sellschaft zeigt in seinen Abbildungen die außer 26 Feuerwehrlente hei einem Großfeuer ver. ordentlich luxuriöse und elegante Ausstattung der unglückt. In der Sienclefchen Uhrenfabrit A.-G. in Schwenningen am Nedar ist, nach einer Meldung des Berliner Tageblattes", Dienstag nachts ein Großfeuer ausgebrochen, das überaus rasch um sich griff und außerordentlichen Schaden anrichtete. Bei den Löscharbeiten verunglüdten 26 Feuerwehrleute, u. a. wurden einem Wehr manit der Schwenninger Feuerwehr beide Füße abgedrüdt, fieben Feuerwehrleute erlitten Arms und Beinbrüche, die übrigen liegen infolge ihrer Berlegungen schwer krank darnieder. Säle und der Sabinen. 2014 Zunächst Rettung der ersten Klaffe" gesucht. Frauen und Kinder der Aus wanderer wurden im Zwischendeck eingesperrt! Rio de Janeiro, 26. Ottober. Nach den lesten unksprüchen hat der deutsche Damp fer, thena" 400, der englische Damp= fer, Empire Star" 200 und der franzö= ijche Dampfer Formosa" 120 Fahr gäste der untergegongenen„ Principessa Aus London wird unter anderem gemeldet: Mafalda" gerettet. Auch ein weiterer Als der Zusammenstoß erfolgic, stürzten die von englischer Dampfer hat sich an dem Ret- einer Panit ergriffenen Passagiere des Zwischen tungsweet beteiligt. Es liegt noch feine Meldung beds, meist italienische Auswanderer, darübor vor, ob auch dieser Dampfer Schiffbrü auf die Promenaden- und Vootdecks und suchten chige aufgenommen hat. fich der viel zu geringen Anzahl von Rettungs Rundfunt für Alle! Programm für morgen, Freitag. Prag, 319, 9: Landwirtfmafisfunt. 10: Jahrestag ber Seftversammlung des schemolowaftsmen Nationalrates. Rio de Janeiro, 26. Oftober. Nach heute booten und der sogenannten Rettungsfloße zu früh eingegangenen Meldungen ist etwa die bemächtigen. Die Offiziere des Schiffes verloren älfte der Passagiere des Dampfers den Kopf, sperrten die Frauen und Kinder der: elle 1110: Subigung der Athleten dem unbekannten " Principessa Mafalda" gerettet worden. Die Auswanderer im Zwischended ein und suchten in Soldaten. 11.30: Stantmermufit. 1. Dvokal: Streichquartett an der Unglücksstelle befindlichen Schiffe find mit erster Linic Rettungsmöglichkeiten für die Kabi: 1 Semer: Brofog 2 geber: Der Conui. 3. Kopta: Janašit. der Bergung der Ueberlebenden derart beschäftigt, nenpajjagiere zu schaffen. Inzwischen drahtete oplaat befreiten vande. 3. Der Gru daß Einzelheiten nur spärlich einlaufen. das Schiff andauernd Hilferufe, die zuerst von der Rinberede. 16.30: Blasmufif. 17.25: Fußball- Länderfampt " Formosa" und dann von zwei anderen Schiffenfeaflowatel Subflawien. 17.30: Bortzag: Der 28. Ofte folgende Bisitenkarte( wir übersehen den tschechi. Auf ein Riff aufgefahren- Refsel schen Text ins Deutsche): Dr. Karel Aramar Ich erlaube mir, Sie aufzufordern, daß Sic gefälligit am Sonntag, den 23. Oktober 1927 zur Wahl gehen und die Standidatenfiste Nummer 17 abgeben mögen, die lauter auf den Namen meines Freundes Ing. Jos. Rotnagl. f- dur. 2. Novat: Streichquartett debut. 12.30: Nesilation. 13.05: Rundfunk für Induſtrie, und Geiperbe. 16: aufgefangen wurden. Die Formoja" war nach Wetterbericht und Tagesneniateiten bent. Erenbureau, bien Mein Bateziand", symphonische Dichtung. 1. febrab. Debbie Arbeiiersmas. 18: cutfoe Sendung. von hier explosion. Eurzer Zeit an der Unfallstelle und ihr Stapitän auf: Emil uder, geffor her Brager ranta: Delay Dichter in Bobmen. 18.30: Bortrag. Der 28. Oftober u. feine mußte nicht nur über sein Schiff und über seine Bedeutung, 18.45: Metallene, aber sprechende Seugen un Nem Jort, 26. Oktober. Das Unglüd des Rettungsmannschaft, sondern auch über die aferes nationalen och famples. 10.30: Stonzert utetene: italienischen Passagierdampfers Principessa Mafalda" das Kommando übernehmen, um einiger- 2 Die Moldau. 3. Emarla. 4. aus Böhmens pain u. Glur. falda" ereignete sich gestern abend 7 Uhr füd- maßen Ordnung zu schaffen. Die auf der Wa- 21: Sörspiel. Hilbert: Scimlehr". 22: Seitfignal, Letzte a amerikanischer Zeit( nach Mitternacht mittel- falda" noch eingesperrten Auswande- sportaostimlen, 22.15: Theaternamzioten, 22:20: Zanzuufit. europäischer Zeit), zu einer Stunde also, in derrer wurden unmittelbar vor dem Sint- Brünn, 141, 9: stirenmufif. 1. romabla: Te Deum, es dort noch verhältnismäßig hell ist. Der Damp ten des Schiffes unter Lebensgefahr Bros. 11.30: Matinee. 1. Staatshyminen. 2. Ideale bes fer, der zum großen Stonzern der Navigazione von den Mairosen der Formosa" aus ihren Ge- 28. Oftober. 3. Weiß: Stiavenliebe: 4. boraf Suffiter. Generale Italiana gehört, hatte am 10. Oftober lassen befreit und gerettet. jährlich durchschnittlich mehr als 50 Geburten. Die Kramar- Partei hat also, wie man sieht, alle möglichen und nicht immer die feinstent Kunststüde angewendet, um sich in Prag einen Wahlsieg zu sichern. Wie der nun ausgefallen wird, in der Kolonie Kfar Tatale, etwa 20 Stilo- fen entfallen nämlich auf eine Geburtshelferin ist, ist bekannt. Nicht einmal das höchstpersön- meter füdöstlich von der Aufstandszone, gefangen liche Bemühen des Herrn Stramar und feite Bichalien. In einem den französischen Behörden jitenkarten- Empfehlungen haben seinen Freunden gefandien Schreiben bestätigen fic, daß man sie geholfen. Ja vermutlich hat diese salonntägige anständig behandle, daß sie aber infolge der Kälte Wahlwerbung, bei der das verheimlichte Wahliden. Einige Unterhändler sollen sich auf dem programm durch den faulen Zauber einer groß- Wege nach Stjar Tatake befinden. Es scheint, daß bürgerlichen Etikette ersetzt wurde, den Herrn die Aufständischen ein bedeutendes Lösegeld for Stramar und Rotnagl eher geschadet als genügt. dern werden. Aufnahme von Bauingenieuren in den Dicnit der eft. Staatsbahnen. Die Verwaltung der Staats. bohnen nimmt für den Bau- und Bahnerhaltungsdienst einige Bauingenieure als technische Konzipiften ( Beomienanivörter) auf. Gesuche bis 10. November an das Eisenbahnministerium in Prag. Breßbureaus, Uebersicht der Lagesereignisse uns 2. Biela: Meile c- moll. 3. Schle: Offertorium. 10: 5. Benbl: Bigeunermefobien. 6. Dvoraf: Slavische Lang 7. Notionallieber. 17: Rachmittagsfongert. 18: cutfor Sendung. Mitwirkende: Josef Stowfrh. Solocellist, em Stabler nub siown. 1. Marcello: Mite Meisterfonais. Brag. 21: Abendkonzert. 1. Smetana: Duberture Libuff". voaf: Rondo. 3. Ban Goens: Smerzo. 19.30: S Roval: Glowafilme Suite. 3 Evoral: Duberiute Bi Teufelstöthe". Sur: Un poco triste Burleste. 5. Smetara: Die berfanfic Braut". 6. Dvorat: Furiant. 22: Bic Bran. Wien, 517, 11: Bormittagsmufir. 16.15: Nachmittags Tonsert. 17.50: Mufitalifahe stinderstunde. 18.10 28omen berlot für rembenberlehr. 18.30: Tic Tierschußmode 10: Stolienif. 18.30: Strofifobriefen. 20.05: Englife 20.30: Der liebe Augustin". Operete von all Breshnrg, 300, 9: Wie Prag. 10: Militär- Barabc. 11.30: Regimentsmufit. 1. Ganfaren aus Libusa". 2. Anrede. Banfa: Swei Lieder. 2. Emetana: Swei Abenblicber. Emelana: Liebeserflärung. 7. Sunc: Lieb. 8. Dvoral: Sigru 1018 in Genf. 19.30: Bic Brag. Unter dem Regime Spina- Mahr Harting. Doral: Lied. 4. Gainor; Revolutionsmarfon. 17: Stonzert Selbstmordversuch wegen nicht bestandener 3. Emetana; Arte aus Die Teufelsiand". 1. Smetana: Sprachenprüfung! Dienstag nachmittag verübte Duett aus Der stub".". Zuerat: Biblifos Lieber. 6. der Soldat des Artillerieregimentes Nr. 53 innermelobic. 18.05: Deflamation. 18.20: Heber die Bedeutung Leipnit in Mähren Eduard Beyer einen des 28. Ottober. 18.10: Deflamation, 18.55: Der 25. Oftober eines Schusses aus Selbstmordversuch mittels dem Dienstgewehr. Er wurde in schwer verletztem Zustand ins Leipniker Spital gebracht. Als Motiv der Tat gab er an, daß er als Feldwebel wegen nicht bestandener Sprachenprüfung degradiert wurde! Rafman, 1870, 17: Marionettentheater. 19.20: Soliften fonzert Budapest, 356, 17: Orcheſterfonsert. 18.15: Sportbortreg 10: Bortrag in deuifmer Sprage. 20: Sabierkonzert artof. 21.30: Gelangskonzert. 22.15: Drcheffertongert. Deutschland. Unterhaltungsfonsert. Eine Goldader in Karpathorußland. Bei Die Zahl der Aerzte und Geburtshelferinnen Rooy Kenobec in Karpathorußland wird schon in der Tschechoslowakei. Die socken erschienene seit längerer Seit nach goldführenden Quarz- Nummer 108 der„ Mitteilungen des Statistischen schichten gesucht, die nach Gutachten von Fachlen- Staatsamtes" bringt Daten über die Anzahl der ten einen großen Prozentsatz Gold enthalten erzte und Geburtshelferinnen in der Tschecho. müssen. Ani 22. Ds. famen Arbeiter bei der flowakei nach dem Stande vom Jänner 1926 und Schürfung in der Tiefe von 6 Metern auf eine nach politischen Bezirken. In der ganzen Republik Ader, die nach den vorläufigen Schäßungen ergab es 5916 Aerzte, die ihre Praris nur außer iragreich sein dürfte. Die Ader führt Gold. nus alb von Seilanstalten ausübten; von ihnen entSonigswusterhausen, 1250, 15: Lightbilb und Gilm. Silberverbindungen. fallen auf Böhmen 3514( 5.3 auf 10.000 Cinovoh. Ein gefährlicher Räuber festgenommen. Ge- anfänge bes alten beuifchen Maifertums, 18: Minen. 16: Shgienife Ungezogenheiten. 16.30: premtenif. 17: Versicherungsbetrug durch Daumenober), auf Mähren 1010( 3.8), auf Schlesien 235 ( 3.5), auf die Slowakei 1015( 3.4)) und auf Kar. stern früh gelang es der Gendarmerie in Blansko, faftliche Grunbfragen ber ufffahrt. 18.30: Englife. 18.55: Die preußische Eiefiroirifgjait. 10.20: Milfenschaftlicher Bor haden. In Düsseldorf wurden ein auf- rathornßland 142( 2.3). Verhältnismäßig die noch längeren Anstrengungen, den Alois Sedrag Jur Marale. 20: leheriraguna, bon grantfurt, 429. mann und seine Frau verhaftet, die eine Berfiche meisten Herzie weisen auf: der politische Bezirk La festzunehmen, der in etwa 20 Fällen in den Shipbonicfongert. 22: Unterhaltungskonzert Berlin, 181, 12: Stundengeläut. 15.30: Die Stuttgarte: rungsgesellschaft um über 75.000 Marf geschädigt Karlsbad, die Hauptstadt Prag, der pot. Bezirk Wäldern des mährischen Staustgebietes allein Bauauslieüung. 16: Fäulnis bes eingelagerten Dbftes. 16.30: haben sollen. Der Kaufmann soll seiner Frau Marienbad, die Stadt Preßburg und der pot. gehende Frauen überfallen und beraubt hat. Unterhaltungsmufit. 18.10: Wie erhalten wir uns gefunde und einem seiner Brüder, nachdem er fic gegen Bezirk Gaer; die wenigsten die Gebirgsbezirte König Alfohol. Im Gasthause zum Lohnberg" üße? 18.30: Driefo- Feier. 19: Stundengeläut. 10.25: Sungite ruffifche Dichtung. 19.50: Weltanschauung und Ge Unfall hoch hatte versichern lassen, den Daumen Ryjucte, Nove Mesto, Čadca, Sv. Križ, Snina in Engelsdorf im Bezirk Friedland befand sich Sonn undheit. 20.20: Emidele- benb. 21: Stammermujit. Sahbn: abgeschlagen und sodann von der Versicherungsund Streptov in der Slowakei und Porečin und tag abends auch der Landwirtsjohn Straut aus Blumetreichquartett op. 77. Brahms: selarinettenquintett 22.30: gesellschaft Beträge von 20.000 und 55.000 Breslau, 323, 12.15: challplattenfozert. 16.30: Beib Jušava in Starpathorußland. In Böhmen, berg in Sachsen zu Gaste, der allseits als solider und Warf einfaffiert haben. mannsheil. 18: Sausfrauennachmittag. 18.50: Seitlupenbilder Mähren und Schlejien haben verhältnismäßig die nüchterner junger Mann geschildert wird. Zur glei aus berfoylesien. 19.20: Globerheitsfontrolle im Lufiberlebt. Das tschechische Schulwejen in Wien. Nach wenigsten Verzie die pol. Bezirke Tyu nad den Zeit hielt sich in demselben Gasthause eine Ge- 20: Der junge Menfch und fein Abenteuer, 21: Seitere rich. einem amtlichen Bericht des Wiener Stadtschul Vltavou, Polička und Weilevito. Geburtshelse. sellschaft junger Leute auf, die sich lebhaft unterhielter Soulfuit. 14.05: Dausfondett. 16.15:„ Orpheus unb Hamburg. 395, 12.30: Mittagsfonsert. 13.20: afifali rates hat die Gemeinde Bien im Schuljahre zinnen, die ihre Praxis ausübten, gab es in der ten und zum Teil auch angeheitert waren. Strani Eurydice", Oper von Glud. 17: Blottdeutsche Jugendstunde. 1926-27 aug öffentlichen mitteln 18 Bolksschu. Tschechoslowakei im ganzen 10.928, von ihnen ging um 2 Uhr nachts vollkommen ruhig aus dem föått. 20: Bokport yeter: 22.50% Minuslie Giunibe, zan buit len mit tschechischer Unterrichtssprache erhalten. waren aber bloß 9410 diplomiert; davon entfal- Gasthause weg und begab sich auf der Straße gegen Langenberg, 160, 13.10: mittagstongert. 15.40: Grauen Diefelben hatten 77 Stlassen, 102 Lehrer und en 1378( 8.4 auf 100 Quadratkilometer) auf Ostritz auf den Heimweg. Seurz nach ihm entfernte Belpertongert 15.40: Die Grundlagen ber Bererbung. 19.15: 1869 Schüler. Außerdem erhält der tschechische Bähmen, 2188( 9.8) auf Mähren, 523( 11.8) auf fid) auch die schon erwähnte Gesellschaft, bei deren Framung der von Schulverein Stomensty 12 Privatschulen mit 46 Schlesien, 3317( 6.8) auf die Slowakei und 502 Weggange der 19jährige, in strig besajaftigte Hand- uftpiel en Bonet. Langmufif Stlassen, 63 Lehrern und 1472 Schülern. Die( 4.4) auf Starpathorußland. Bei der Slowakei und lungsschiffe Johann Ziri einem Burschen der Gee conseil 18: Aeration: Bolfsbilder. 19.30: Der Lebenswert öffentlichen tschechischen Volksschulen zeigen gearpathorußland sine jedoch darin 1426, bezw. feltschaft, namens Müller, im Streite einen sich mit genüber dem Vorjahre einen Rüdgang von 352 102 nicht diplomierte Geburtshelferinnen einbe- dem Stoc verfeste. Miller entriß girl en Sted Schülern, die Stomensky- Schule einen solchen von zegen. Den größten Wangel an Geburtshelferin zegen. Den größten Wangel an Geburtshelferin und lief davon. Darüber geriet der angetrunkene 20.40; Sila: refonser: Bujol. 21.10: Marfche. 295 Schülern, zusammen also von 647 Schülern. nen weisen auf: die Bezirke Nyfucle, Nove Mesto, Siri in But, lief Millier nach, holie dabei den gäng- Stuttgart, 380, 12.30: Smallplattentonzert. 16: Aus hem Neben den erwähnten Volksschulen gibt es in Cadca, Zilina, Sv. Striz und Namestovo in der sich unbeteiligten Straul auf der Straße ein und heurgie. 18.45: Stuttgarter Stunflausstellungen. 20: ie Wien ein tschechisches Realgymnasium mit 224 Slowakei und die Hälfte der Bezirke in Karpatho- gana blindlings auf ihn einzustehen. Er Frankfurt Schülern, eine Realschule mit 335 und eine Han- rukland, ferner aber auch in Böhmen die politi brachte seinem Opfer einen Stich am Stopfe bei, der delsschule mit 86 Schülern sowie eine Frauen- schen Bezirke stapliß, Böhm. Strumau. Rumburg nur leichter Natur war, ferne: eine tiefe Bunde gemerbeschule mit 87 Schülerinnen. und Pelhřimov und die politischen Bezirke in am Derschenkel und schließlich einen Stich in die Die vier von Marokkanern verschleppten Erzgebirge Asch, Falkenau an der Eger, Saaden, liute Achselhöhle. Der letztere Stich hatte eine neun Europäer werden, wie aus Casablanca gemeldet Elbogen und Neudet: in allen aenanmen Bezir- Sentimeter tiefe Wunde verursacht, traf die Schlagfchaft. Boßdorf Feier. ftuelle Stunde ftunde. 16.15: Ein Besuch des Soologischen Gartens. 17.30: Leipzig. 366, 12: Schallplattenfonsert. 16.30: Nachmitags des Soweigens. 20.15: Dichterliche" von Schumann. 21.15: Serbststimmungen. 22.15: Tanzuufir. Mäumen, 336. 14.45: Grauenstunde. 16: Nachmittag fonsert. 10.15: Abfaleb bout Meifen. 19.50: Orchesterfonzert Reich her rau. 16.15: Macmillanstonsett. 18.15: Dranto Bürid, 588, 12.32: Mittagsfonzert. 15: Frauenftunde. Daveniry, 1604, 12: Quartett. 13: Biolinfongert. 13.30: Orgelbortrag. 14: mittagstongert. 18.15: Stinberftunde. 19: Drefterionsert. 20.15: stabierfonaten von Sahbn. 21: De hatic awischen Bernard Gham unb Chesterton. 22.35: Meeres Tieber. 22.50: Goottischer Abenb. 24: Tanamusif. Mem. 150, 17.15: Gemifote cufit. 20.45: Nationalfeier. 16: challplattenfonsert. 17.10: Zanontufit. 20: Theaterabend. . Donnerstag, 27. Oktober 1927. Große Manifestationsversammlung der Pribarangestellten betreffs des neuen Pensionsversicherungs- und Krankenversicherungs- Geſeßes. Vertreter. Die von der Landeszentrale der in den In das Präsidium der Versammlung ent deutschen und tschechischen Gewerkschaftskommis sandten alle beteiligten Organisationen ihren fionen vertretenen Angestelltenverbände für Mittwoch, den 26. Oktober, um 7 Uhr abends Kreise Reichenberg des Allgem. Induſtrieange Die Versammlung, welche Demmer vom einberufene Manifestationsversammlung in der stelltenverbandes eröffnete, war zahlreich besucht Brager Produktenbörse fand unter massenhaftem und es wurden die Ausführungen der Referenten Besuche seitens der Privatangestellten statt. mit großem Interesse verfolgt. Nachdem der Vorsitzende des Einheitsverbandes sicherten sowie den Renmern die Verschleppung Der Zweck der Versammlung war, den Verder Privatangestellten Gen. Pacovsky die der Verbesserung des PensionsversicherungsgeBersammlungsteilnehmer begrüßt hatte, wurde fezes aufzuzeigen, da der vor 4 Jahren ernannte das Präsidium gewählt, dessen Vorsitzender Gen. ministerielle Ausschuß bis heute mit seinen Vor Meller vom Verbande der Bankbeamten dem schlägen noch nicht fertig geworden ist. Referenten Gen. Abg. Klein als Generalsekretär des Einheitsverbandes das Wort er teilte. Der erste Referent, Zentralsekretär Berg mehr als 20jährigen Geschichte der Pensionsver mann, Reichenberg, wies an der Hand der sicherung der Privatangestellten nach, daß aner In einer einstündigen glänzenden Rede kanntermaßen das Gesetz schon im Jahre 1906 forderte Gen. Abg. Klein die unverzügliche Ge- unzulänglich gestaltet wurde und daß die folgen jeßwerdung des Krankenversicherungsgesetzes und den Aenderungen in den Jahren 1914 und ins der Novellierung des Pensionsversicherungs- besondere 1920 die Verhältnisse noch verschlech gesetzes, wobei er die von der ministeriellen Sub- terten, u. zw. vornehmlich infolge der ungeni fommission zur Regulierung des Gesetzes ge- genden Einkommenserfassung für die Versiche machten Anträge, die eine erhebliche Ber- rung selbst und in zweiter Linie infolge der niedschlechterung der Versicherung der rigen Prämien und noch niedrigeren Renten. Er Angestellten zum Zwecke haben, brandmarkte verwies ganz besonders auf die Unhaltbarkeit und die Verhandlungen des DHV, der COB dieses Zustandes und besprach nicht nur die wich und des Herrn Houder, Generalsekretärs der tigsten und notwendigsten Aenderungen, sondern Jednota soukromních úředniků, mit der auch die möglichen Verbesserungen des Gesetzes Konföderation der Industriellen als einen Ver- schon auf Grund der jetzigen Einzahlungen. rat an den Interessen aller Angestellten charakterisierte. flärt wird: Unter Beifall der zahlreich Versammelten verlangte der Referent die sofortige Fertigstellung, bezw. parlamentarische Erledigung des verbesser ten Pensionsversicherungsgesetzes unter Beach tung der Forderungen der versicherten Angestell ten und der Rentner. Bezüglich der Strankenversicherung stellte Der zweite Referent, Zentralsekretär Solin aus Prag, berichtete vornehmlich über die Novellierungsarbeiten, über die geplanten Festlegung des Personenkreises. Verschlechterungen insbesondere bezüglich der Gerichtsiaal. Seite 5. Gattenmord vor den Augen des Kindes. ,, Vati hat Mutti abstecht!" die Versammlung die Forderung auf, daß die Windhager in Wels( Ober- Oesterreich) wie nicht In der Nacht vom 5. zum 6. Juni war Karl neu zu errichtende Angestellten- Krankenversiche- selten alkoholisiert nach Hause gekommen. Gangnach darf. rung feinesfalls eine Verschlechterung darstellen barn und Bewohner des tiefergelegenen Stockwerkes hörten Streit, das Rücken von Möbelstücken und schließlich einen unterdrückten Schrei. Da derartige Szenen im Hause Windhagers nichts seltenes waren, legten sie der Sache keine Bedeutung bei. Eine halbe Stumde später weckte Windhager, der über und über mit Blut besudelt war, die Nachbarn, mit der Erder Stüche bot sich den Eintretenden ein furchtbarer flärung, seine Frau habe Selbstmord begangen. In Anblid: Frau Windhager lag völlig ausgeblutet in einer Blattlache, ihr Hals wies vier Stichwunden auf, die von einem Rasiermesser herrührten. Der Steh! fopf war zweimal vollkommen durchtrennt. Das dreijährige Mädchen des Ehepaares saß verstört in einer Ede und stammelte:„ Vati hat Mutti abstecht, am Salsi weh'tan." daß gerade die Arbeitgebervertreter in dieser Aus diesen Mitteilungen war zu entnehmen, Kommission unablässig bemüht sind, versiche rungspflichtige Angestellte nach dem Wortlaute des neuen Gesetzes nicht mehr für die Versicheden Wohltaten des Gesetzes auszuschließen. rungspflicht zu erfassen und diese überhaupt von Gegenüber den Gendarmen, die die ersten Ersches Benehmen an den Tag. Er rauchte an der Ganz besonders bedauert wurde es, daß sich jogar Angestelltenvertreter gefunden haben, die einer solchen Schädigung der gesamten Angestell tenschaft ihre Zustimmung gegeben haben. Nach hebungen pflogen, legte Windhager ein höchst zunidem Wortlaute des derzeitigen Majoritätsbeaches Benehmen an den Tag. ſchluſſes im Reformausſchuſſe, ſollen nicht mir die jüngeren Angestellten, sondern auch mehrere Zehntausende andere bisher versicherte Angestellte aus der Pensionsversicherung ausscheiden. Nach einer furzen Debatte wurde eine, den Forderungen der Angestellten entsprechende Protestentschließung einstimmig angenommen, womit die gutbesuchte Versammlung ihren Abschluß fand. Sturmzeit zur See. Der Ottober als gefährlichster Monat für die Schiffahrt. Von Nauticus. Nach ihm ergriff Gen. Kirchhoff vom Zentralverband der Angestellten in Reichenberg das Wort, der gleichfalls die Handlungsweise der nationalen tschechischen und deutschen Angestelltenverbände brandmarkte und sich mit lebhaften Worten gegen die beabsichtigte Verschlechterung des Gesetzes, das tausende Angestellte der Ver Das Meer kann, besonders zwischen den Manchmal werden durch die danerd an ficherungspflicht entziehen will, wandte. Nach Wendekreisen, manchmal wochenlang glatt sein wie schlagen den Wogen die Fugen des ihm sprach noch Gen. Taussig, der in der ein Spiegel, über dem der blaue Himmel lacht. Schiffes gelockert, es dringt mehr Waffer Subkommission für Novellierung des Pensions- und dennoch gibt es wieder Zeiten, wo es, durch ein, als die Pumpen herauszuschaffen vermögen. versicherungsgesetzes als Delegierter tätig war. wilde Stürme aufgewühlt, rast und tobt und dann dringt das Wasser in den Bauch des Am Schlusse der Referate wurde eine Revielen Schiffern das Grab in den eisigen Wellen Schiffes. Es erhebt sich immer langsamer von den solution angenommen, in welcher u. a. er- bereitet. Die Geschichte gesunkener angreifenden Wogen, und schließlich kommt der Schiffe ist hochinteressant. Fast über- gischtsprühende Riese, der es begräbt. Die am 26. Oktober 1927 in der Prager Pro- menschliche Stämpfe mit den Elementen des duktenbörse stattgefundene Versammlung der Ver- Wassers und des Sturmes haben seit Jahrtausen sicherten hat mit Entrüstung den Bericht über die den die Seeleute bestanden, um doch immer wiebei der Novellierung des Pensionsversicherungsgesetzes der furchtlos hinauszufahren in den Ozean. immer wieder entstandenen Verzögerungen entgegen- Auf der nördlichen Halbkugel, besonders in senommen. Sie stellt ſeſt, daß die Novelle des Pen- den europäischen Gewässern, ist der Monat fionsversicherungspesepes längst fertig gestellt sein Ottober als Monat der Stürme am tönnte, wenn e nicht zu Beginn des Jahres 1926 gefährlich sten. Ein alter Seemann schreibt durch einen Majoritätsbeschluß der Ministerialkom- darüber sehr interessant in der englischen Zeitmission zurückgestellt worden wäre, durch den gegen schrift Answers" wie folgt: die Stimmen unserer auf Beendigung der unciläß-„ Alte Seeleute wiffen, daß die Periode der lichen Arbeiten für die Pensionsversicherung behar. Herbststürme zur Zeit der Tag und Nachtgleiche, renden Vertreter die Prierität für die Verhandlun- also um den 24. September ist. Und viele Land gen der Krankenversicherung zuerkannt wurde. ratten erzählen gläubig von den Herbststürmen. Die Versammlung verwahrt sich auf das ent- Aber die Wissenschaft lächelt nur darüber. Die schiedenste gegen jedwede weitere Bersiebung der Gelehrten sagen:" Es gibt keine Sturmperiode Verhandlungen des neuen Pensionsversicherungs- zur Zeit der Tag- und Nachtgleiche. Das ist bloß gefeyes, denn jeder Tag verursacht den Versicherten eine Meerfabel, eine alte Seemannerzählung." und Reninezu große Schäden. In der heutigen Versammlung wollen wir ins beſondere als Vertreter jener Stategorien, die nicht besondere als Vertreter jener Stategorien, die nicht versichert sein sollen, unseren Protest zur Geltung Die größte Sorge des Kapitäns bei schlechtem Wetter ist die mitgeführte Ladung. Die best verstaute Ladung fann sich losreißen und hin- und hergeworfen werden. Wenn das geschicht, werden die ergrauten Veteranen der See nach Badbord oder Steuerbord überhängen und die Decks überschwemmt werden. So seltsam das auch flingen mag, es sind nicht die riesigen, von weißem Schaum gekrönten Wogen des Tiefwassers, die den Seemann er schrecken. Er fürchtet viel mehr die durch das and gebrochenen Wogen. Das hat seinen guten Grund. Die Tiefe des atlantischen Ozeans schwankt zwischen acht und zwölf Meilen. Nach dem Land zu wölbt sich der Ozean wie die Seiten einer Schale. In diesem Flachwasser schafft der mit mehr In Strahspey in Schottland wurden 50 als 100 Stilometer Geschwindigkeit dahersausende Jahre lang die sorgfältigsten Beobachtungen an- Wind eines Herbststurmes viel größere Wogen, Tagen der Frühjahrs- und Herbstgleiche weniger ein Zusammenschlagen der Tiefseewogen mit denen gestellt, die mit Gewißheit ergaben, daß in den als die des tiefen Wassers. Er verursacht auch Stürme sind als in den Tagen vor- und nachher. des Flachwassers, wodurch die See viel bösartiger bringen. Wir protestieren in schärfster Weise gegen die Absicht, ganze Angestelltengruppen aus der Pen- denen Teilen der Welt bestätigen dieses Ergebnis. Ausführliche Beobachtungen in den verschic- wird als das offene Meer. Beim Lesen solcher Schilderungen wird den fionsversicherung caszuschließen, ob dies un durd Die Septemberſtürme müssen also in das Reidh an festen Boden gewöhnten Landratten wahr den vorliegenden Wortlaut selbst oder durch Lügen der Fabel verwiesen werden. Die Stürme jedoch, scheinlich angst und bange. Das ist aber in der und Unklarheiten des Antrages der Arbeitgeber er die während des Oktober das Meer in Aufruhr Tat völlig unberechtigt, denn verhältnismäßig folgen soll. Wir verwahren uns nicht minder entschieden dagegen, daß durch eine unangemessene 25 grenzung der anrechenbaren Bezüge eine neu: Unter- wenn ein Sturm tobt? Es gibt viele phantastische ficherung hecnoraerufen und durch ardere Beſt: Erzählungen über mächtige Wogen, die ganze mungen die geeigneten Unterlagen für eine Sozial Schiffe begraben. In Wirklichkeit jedoch sind die versicherung der Privatangestellten unmöglich gemacht Wellen selten so riesig wie die Phantasie des Voltes sich ausmalt. werden. bringen, bestreitet niemand. Ab Wie groß sind die Meereswogen, fordert die See viel weniger Opfer als die Eisenbahn. Der Schiffspassagier kann sich, besonders auf großen, modernen Damp fern, sicherer fühlen als der Fahrgast im D- 3ug. Uebrigens reden die Seeleute auch bei schwerstem Wetter nie gern von Sturm. Wenn ängstliche Passagiere bei starkem Wind an Bord eines Dampfers einen alten Bootsman oder anderen Seebären fragen, so sagt er wohl lächelnd: „ Ne, latte Bris" und spuckt seinen Rautabak über die Reeling in das wogende Wasser. Viele Seeleute können nicht schwimmen und wollen es auch nicht lernen. Der Grund dafür ist, daß sie lieber rasch er trinken als nach langem Umherschwimmen in der weiten Wasserwüste einen elenden Tod finden. Der Kapitän verläßt, wenn sein Fahrzeug fintt, als leßter das Schiff. Vielfach aber hat er es noch lieber als seine Frau und geht mit ihm unter. Leiche seiner Frau mit blutbefleckten Fingern eine Bigarette und fragte, ob sie denn noch nicht bald fertig wären, er habe Schlaf fertig wären, er habe Schlaf und wolle zu Bett femmen. Von der ersten Einvernahme an bis zum Schluß der Verhandlung vor den Geschworenen blieb Windhager dabei, seine Frau habe sich etwa eine halbe Stumbe nach einem Streite aus dem Bette erhoben, sei in die Küche gegangen und habe sich dort den Hals durchgeschnitten. Die ermordete Frau Windhager war in der ganzen Umgebung als sehr religiös bekannt, so daß schon aus diesem Grunde ein Selbstmord von allen Zeugen als ausgeschlossen bezeichnet wurde. Die Geschworenen, vor denen sich Windhager gestern zu verantwortenä hatte, schenkten seiner Ver antwortung feinen Glauben, sprachen ihn des Gattenmordes mit neun Ja schuldig und verneinten die Zusatzfrage auf Volltrunkenheit. Der Gerichtshof verurteilte ihn zu fünfzehn Jahren schmeren Kerkers Fußball ist ein Spiel, bei welchem man auch mit einer Berlegung rechnen muß! Prag, 26. Oktober. In Kladno fand vor nicht allzu langer Zeit ein Wettspiel zwischen den beiden dortigen Fußballvereinen S. S. Kladno und S. K. Sparta statt. Im Verlaufe des Spioles trat eint Spieler des S. K. Kladno einem Spieler des anderen Vereines mit dem Fuße so heftig in den Geschlechtsteil, daß der betreffende Spieler vor Schmerzen zu Boden stürzte und, wie es nach dem Berichie der Augenzeugen heißt, geradezu fürchterlich jam merte. Der verletzte Spieler klagte den Täter auf leichte Störperverletzung. Der Fall wurde vor dem Bezirksgerichte Kladno ausgetragen und der Angeflagte zu K 50.- Geldstrafe verurteilt. Der Sportverein S. N. Kladno betrachtete die Verurteilung eines soiner Mitglieder als eine Herabjesung joines Spielers die Berufung gegen das Urteil ein. Anschens und brachte im Namen des verurteilten der heute vor dem Berufungsſenate Prag unter dem - In Vorsitze des OLGR. Nedvěd stattgefundenen Ver. handlung wurde das erstrichterliche Urteil verworfen und der Angeklagte freigesprochen. In der Urteils begründung erklärte der Senat, daß die Verlet zung des Spielers nicht absichtlich erfolgt sei und daß der Fußball ein Sport ſei, bei welchem mit einem Unfalle oder einer Berlegung eben gerechnet werden müsse. Amtliche Auskünfte. Prag, 26. Oktober. Die Inhaberin eiens Kolonialwarengeschäftes in Přibram war mit 40.000 K fallit geworden. Fast die Hälfte dieser Passiva entfielen auf Steuern, die die Frau, welche das Geschäft mit ihrem Manne gemeinsam führte, nicht bezahlt hatte. Die Gläubiger erstatteten gegen die Frau die Strafanzeige wegen betrügerischer Krida. Sie hatte sich also heute vor dem Straffenate des OLGR. Vavra mit ihrem Gatten wegen dieses Delictes zu verantworten. Die Versammlung beharrt darauf, daß in das Eine Woge von 20 Meter Höhe würde das nene Vensionsversicherungsgesetz insbesondere folgende Herz des ältesten Seemanns einen Augenblick still Bestimmungen aufgenommen werden betreffend des stehen lassen. Im allgemeinen sind selbst beim Wirkungskreises des neuen Gesetzes, der Berechnung heftigsten Sturm die Wellen nicht halb so hoch. des tatsächlichen Gesamteinkommens, der Alters- Wirklich schwere Stürme bedeuten angstvolle grenze, der Durchrechnung und Aufwertung der An- Augenblicke für den Kapitän eines Hunderte von sprüche sämtlicher Versicherten, der Erhöhung der Passagieren fassenden Schiffes. Sein Schiff hat bisherigen Leistungen, der Altersgrenze für die Ren ungefähr die Geschwindigkeit eines Eisenbahnten( ſoll bei Männern auf das 60., bei Frauen auf zuges. Aber wenn das Meer in Aufruhr ist und das 55. Lebensjahr herabgesetzt werden), der Ein- der Wind ihm mit furchtbarer Gewalt entgegen rechnung jeglicher Militärdienstleistung, des Anspru- bläft, fährt das Schiff kaum halb so schnell. ches auf eine Witwenrente, der zuerkennung der In Sturmzeiten ist es für den Kapitän cines Renten an Eltern, Geschwister, Lebensgefährtinnen großen Ozeandampfers nichts Ungewöhnliches, and andere Verwandte, des Staatszuschusses zur Er- vier Tage hintereinander auf sa sein. höhung der Renten, der Rückerstattung der Prämien, Wenn die Oktoberstürme soviel für einen des modernen Ausbaues der Heilfürsorge, betreffend riesigen Dampfer bedeuten, wie ist es dann erit den Ersatzinstituten, wo die Selbstverwaltung der mit unseren Handelsschiffen, die oft klein und Versicherten gewährleistet sein soll, betreffend der schwach gebaut sind. Reziprozität und anderer internationalen Verein- Jedes Jahr finden während der Oktober barungen und der Selbstverwaltung. stürme eine Reihe von Farchidampfern ihr Grab Die Versammlung protestiert gegen den Versuch, in der Tiefe. Manchmal retten sich einige Leute, cimen oberflächlichen und nur stizzenhaften Ueber- entlärte heute, daß das wohl nicht als Luxus anden heutigen Stand der Krankenversicherung zu verschlechtern und fordert nochmals die berufenen at toren auf, die Novellierung der Pensionsversicherung nicht weiter zu verzögern, wobei die in unserer Refolutoin enthaltenen Forderungen voll zu reiper tieren sind. um von dem Untergang des Schiffes zu erzählen, aber öfter noch hört man nichts mehr von dem unglücklichen Schiff, außer einer furzen Anzeige feines. Unterganges durch den Lloyd, der mittels einer weltumfassenden Organisation alle Seeneuigkeiten der Welt sammelt. Der Sturm fann sein Opfer in mancherlei Proteſtversammlung in Reichenberg. Weife faffen. Wind und Wellen zuſammen können ein Rollen des Schiffes verursachen, aus dem es Für Sonntag, den 23. Oktober hatten die nicht wieder herauskommen kann. Die seitliche freien Gewerkschaften in Reichenberg ihre pen- Schlingerbewegung des Schiffes wird aufhören. sionsversicherten Mitglieder sowie die Rentner zu feine Rahen werden unter Wasser kommen, es einer Protestversammlung geladen. wird umtippen und untergehen. Literatur. --In der von der Gendarmerie erteilten Auskunft über den Ruf und die Verhältnisse der Angeklagsin heißt es u. a.: Die Krida wurde wahrscheinlich deshalb verschuldet, weil die Leute über ihre Verhältnisse lebten. Ein Junge besucht die Realschule, Raimund Friedr. Kaindl: Der Völlerkampf und ein zweiter ist in Prag, die Frau befand sich irgendSprachenstreit in Böhmen. Wien und Leipzig. Wil wo einen Monat auf Sommeraufenthalt, außerdem helm Braumüller. Das vorliegende Büchlein enthält fährt die Familie auf einem Rade." Die Angeklagte blick über die Entwicklung des„ völkischen Kampfes" gesehen werden könne, wenn sie ihr Kind in die und Sprachenstreites in Böhmen bis 1918, aus dem Mittelschule sende, der andere Junge, der sich in die nationalistische Einstellung des Verfassers hervor. Prag" aufhalte, sei hier bei einem Schlossermeister geht. Wertvoll ist jedoch der Hauptteil des Buches, in der Lehre, was man wohl auch nicht als über der Quellenstücke zur Geschichte des Stampfes zwischen die Verhältnisse leben bezeichnen könne.- Der Tschechen und Deutschen von etwa 1150 bis 1918 Senat sprach die Angeklagte frei und begründete den enthält. Selbst aus diesen, von einem bürgerlichen Freispruch damit, daß die von der Gendarmerie anSistorifer ausgewählten Quellenstücken erkennt man geführten Gründe, welche sie als„ über die Verhält oft den ökonomischen Hintergrund, auf dem sich die nisse leben" charakterisiert, keineswegs als glaubwürnationalen Kämpfe abgespielt haben. Um nur ein big angesehen werden können, zumal in der Passiven. Beispiel zu nennen, jei auf den Kampf der Tschechen summe fast die Hälfte der Forderungen auf Steuern gegen die Zünste, die vor allem deutsch waren, hin- entfällt. gewiesen. E. St. Seite 6. Kunit und Wien. Prager Konzertsaal. spiel ersetzen muß, was ihm an Stimme fehlt. Auf Konzert( Erita Morini); Freitag( 21-1).| beide Liederabende hätte man bei dem gegen 2½ Uhr:„ Die Herbstmanöver": 7½ Uhr: wärtigen Konzertüberfluß ohne weiters verzichten Sommernachtstraum"; Samstag( 22-2), können. In öffentlicher Generalprobe hörten 6% Uhr:„ Don Juan"; Sonntag, 2½ Uhr: wir schließlich das Chorprogramm des Prager„ Volpone", 7% Uhr( 23-3):„ Mein Freund tschechischen Sängerchors Smetana" Teddy": Montag( 24-4), 7 Uhr:„ Lieber für seine Ende dieses Monats in Berlin beginnende Augustin". und nach der Schweiz und Italien führende EuropaKonzertreise. Die fabelhafte rhythmische und dyna mische Disziplin dieser Sänger, ihre unglaubliche Intonationssicherheit und ihr vollkommenes gesangstechnisches Können offenbarte sich auch diesmal wieder in den zahlreichen schwierigen, unter Professor Dr. Spilkas Leitung gesungenen Chören, unter denen namentlich Vomáčkas hypermoderner„ Aeroplan" Chor sensationelles Aufsehen machte. E. J. Mitteilungen aus dem Bublitum. Spielplan der Kleinen Bühne. Donnerstag: „ Mein Freund Teddy"; Freitag, 3 Uhr: Samstag:„ Mein Freund Teddy"; Sonntag, „ Bunbury"; 7% Uhr:„ Weiße Fracht"; 3 Uhr: Seidenstrümpfe"; 7% Uhr:„ Miß Chocolate"; Montag: Sprungbrett der Liebe". DIE N Bereinsnachrichten. VEREIN Touristenverein„ Die Naturfreunde", Ortsgruppe Prag. Free ag, den 28. Oktober: Abfahrt 8.95 früh Smichower Bahnhof, čer nošių, Karlstein, Berauntal, Dobři Donnerstag, 27. Oftober 1927. An unsere Postbezieher. Der heutigen Nummer liegt ein Erlagichein zweds Einzahlung der Bezugsgebühr bei. Wir machen besonders darauf aufmerks sam, daß die Zahlung unter demselben Namen geleistet werden muß, unter welchem der Ver. jand der Zeitungen erfolgt. Die Bezugsgebühr beträgt monatlich 16 K, vierteljährig 48 K, halbjährig 96 K, ganzjährig 192 K und ist stets im vorhinein zu entrichten. Der Abonnementsbetrag muß spätestens bis 15. Nov. in unserem Besiße sein; wir ersuchen Sie, dies zu berücksichtigen, damit keine Unter brechung in der Zustellung eintritt. Die Verwaltung. Kammerrat Siegmund Haurowiß. Kammermitglich Siegmund Saurowitz wurde am 20. September 1834 in Jungbungkan geboren. Er war somit das älteste Mitglied der Prager Handelskammer, der er FATURE REDD chowiß. Führung: Ploy. Sonn- die Handballmeisterschaften des Arbeiterfeit 1. Jänner 1894 angehörte. Er war ein hervoran, den 30. Oftober: Abfahrt 8.35 früh Smi- bundes für Sport und Körperpflege( Askö) für Mänragender Repräsentant der heimischen Textilindustrie dhower Bahnhof, Dobřichowiy, Skalka, Bojower Tal. ner und Frauen ausgetragen. Die Entscheidung fällt und des Textilgroßhandels und eine allgemein ge- Führung: Krummel.- Dienstag, den 1. Nobei den Männern zwischen dem Weiſter des Arbeiterachtete Persönlichkeit des öffentlichen und Wirtschafts- vember: Abmarsch 9 Uhr früh Endstation der 12er Handballverbandes Nord- Wien und dem der Arbeilebens. In der Kammer, in der er einer der Führer Blichov, Prokopital, Kuchle, Radotin, Černošit. Füh terturner Wien Ottakring. Wien Ottakring hat den der deutschen Minorität war, erwarb er sich durch rung: Schmidt. Hente, Donnerstag, nach mit- Titel des Bundesmeisters vom Arbeiter Turn- un seine ungewöhnlich gewissenhafte und pflichteifrige tags, Schwimmen in der Klimentska. 45 vor dem Sportbund Deutschland. Um die Astö- Frauenmoi Tätigkeit als Mitglied des stammerpräsidiums, als Bade.- Montag, den 31. Oftober, 7 Uhr sterschaft treten an vom Arbeiter Handballverband: Revisor, als Vizepräsident des Pensionsfonds, als abends: Antsschußsizung im Café Nizza. Straßenbahn- Wien, von den Arbeiter- Turnvereinen: Mitglied mehrerer Kammerausschüsse usw. usw. die Wanderung nach Nordböhmen Freitag, Sams Wien Favoriten. Die Kämpfe sind durchaus als größte Beliebtheit und Wertschätzung, die 1. a. in tag, Sonntag. Abfahrt 7.13 Denisbahnhof nach offen zu bezeichnen.- Anschließend findet am glei der Verleihung der großen goldenen Kammermedaille Liboch. Treffort: Schelesen, Felsenheim. Führung: chen Tage der entscheidende Kampf um die Vorherr int Jabre 1914 ihren Ausdruck fand. Seine lang- Gregora. schaft im österreichischen Arbeiter Fußballjährige eifrige Teilnahme an den Geschäften der sport zwischen den Auswahlmannschaften der Rammer bis aut dem hohen Greifenalter von 94 Unterverbände des Verbandes der Amateurfußball. Jahren, seine fauteren Charaktereigenschaften und vereine Desterreichs( Vafö): Wien und Niederöster reich statt. Die bisherigen Erfolge beider Unterver sein persönlicher Edelſinn machen den Verblichenen Lebens und sichern ihm für alle Zeit das dankbarste und ehrendſte Gedenken sowohl der Kammer wie auch der von ihr vertretenen Wirtschaftskreise. Turnen und Sport. Prag. Mitglieder, Achtung! Die Lokalschwierigkeiten, die die Aufnahme unseres Turnbetriebes nach den Gemeindewahlen verzögerten, sind überwunden. Der reguläre Turnbetrieb wird am Bald werden wir im Prager Konzertleben Berliner Zustände haben, nämlich eine Konzertüberflu tung, die es nötig macht, daß der Kritiker per Auto von einem Konzert zum andern rast, und die es bewirkt, daß das Publikum jogar Freifarten gegenüber teilnahmslos bleibt und die Konzertjäle meidet. Denn es ziehen nicht einmal mehr die Senja tionskonzerte, deren es in der letzten Berichtszeit gleich drei in einer Woche gab. Umberto Urbano, der italienische Lieblingsbariton des Prager Publikums hatte sich bei seinem zweiten Ron zert der Altistin Rosette Anday von der Wiener Staatsoper versichert. Es zeigte sich aber bei diesem gemeinsamen Konzert, daß Urbano der größere Künstler ist, der seine weibliche Partnerin nicht nur hinsichtlich des gesangstechnischen Könnens, sondern auch an Schönheit und Ausgeglichenheit der Stimme selbst überragt. Rosette Anday, die einst als Opern soubrette ansing und später zum Altfache umsattelte, strebt offenbar neuestens dem dramatischen Gesangs fache zu; denn sie kultiviert auffallend die Höhe und das Forte ihrer Stimme, was mitunter auf Kosten des mezza voce, des Wohllantes und der Mehlfertig teit geschicht. In der wahllosen Buntheit ihres Vortragsprogrammes waren beide Künstler einander obenbürtig. Auch Ada Sari, die in Prag rajch populär gewordene polnische Koloraturdiva der Mailänder Scala, und Dr. Max Adrian, der trische Tenor des Prager Deutschen Theaters, die sich zu einem gemeinsamen Konzert zusammengetan hatten, dienten in ihrem Kunterbunt- Programm ausschließlich den Wünschen und dem Geschmack des wehr auf Bravourarien und Effektstücke denn auf Stilvolle und tiefgründige Musik bedachten Publikums. Dr. Adrian hielt sich übrigens ganz ausgezeichnet neben der überragenden Gesangskunst Ada Saris und war verschwenderisch freigebig mit seinem schönen und großen Tenor. Zu einer wirklichen Sensation im einer vorbildlichen Erscheinung des öffentlichen Deutscher Arbeiter- Turn- u. Sportverein Konzertsaale wurde ein Klavierabend des jun| gen tschechischen Pianisten Rud. Firkusny. Bat dieser Jüngling schon als Wunderkind seinerzeit Aufsehen erregt, so frappiert er hente erst recht als reiser, Ein unbekanntes Requiem von Josef Haydn in aus der Schule des Brünner Konservatoriums( Prof. Sur 3) entlassener Pianist. Es iſt geradezu phäno- Moll iſt von dem Tübinger Musikwiſſenſchaftler menal, wie Firkušny seinen Aufgaben mit technischer Grust Friß Schmid entdeckt worden. Schmid fand eine Abschrift des Werkes des Städtischen Museums Selbstverständlichkeit gerecht wird und wie er sie geistig und inhaltlich löst. Unglaublich vollkommene weitere Abschriften einer späteren Fassung dieser in Burghausen an der Salzach und noch zwei Anschlagskultur, rhythmisches Gefühl, Temperament, Komposition in den Bibliotheken des Domchors und und unheimliche technische Sicherheit stempeln diesen der Allerheiligen- Hofkirche in München. Auf der Pianisten troß seiner Jugend zu einem der besten Burghausener und auf der einen Münchener Abunserer Zeit. Daß Firiušny nebenbei ein glänzender schrift ist der Name des Komponisten angegeven. Improvisator à la Mozart ist, der es vermag, vom Die künstlerische Form des Werkes und die Tatsache, Bublikum aufgegebene Themen in mannigfaltigster daß die Burghausener Abschrift bereits aus den Art zu variieren, machte sein Konzert doppelt jen Jahren nach 1780 stammt, lassen die Echtheit der jationell. Ein ausgezeichneter Pianist ist auch Tondichtung als sicher erscheinen. Das Werk soll der Vole Starl zreter, der sich in einem eigenen demnächst von einem Berliner Musikverlag verSlavierabend erstmals den Bragern vorstellte. Wer öffentlicht werden. die ,, Händel Variationen" von Brahms auf sein Programm jeben kann und sie so hingebungsvoll zu spielen vermag wie Szreter, hat ein Recht, in den Konzertjälen gehört zu werden. Leider trug der schlechte Besuch dieses Konzertes nicht dazu bei, die ohnedies schlechte Akustik des Börsenjaales zu verbessern, so daß die Plastik der Klaviervorträge Ezre ters oft beeinträchtigt wurde- Einen interessanten nordischen Kammermusikabend dankte man den erstmals in Prag spielenden dänischen Thorwald Nielsen- Quartett, bei dem ausschließlich Stompositionen des dänischen Tonjeyers Karl Nielsen zur Aufführung gelangten; zivei Streichquartette und eine von Chr. Christiansen sehr schön gespielte Klaviersuite. Reichtum an thematischer Erfindung und Stimmungsgehalt zeichnet diese Tonstücke aus, die sich auch in ihrer harmo nischen Gewandung und klassischen Form als start Tonservativ zu erkennen gaben. Das ThorwaldNielsen Quartett bewährte sich als rhythmisch und Eine Kleist- Ausstellung, die etwa 200 Gegendynamisch ausgezeichnet abgestimmtes Künstlerstände umfaßt, findet augenblicklich in der Deutschen ensemble, das auch die nötige Passioniertheit für Bücherei in Leipzig statt. Gezeigt werden die das Quartettspiel mitbringt. Zweier Lieder wichtigsten Gesamtausgaben der Werke des Diters, abende ist noch zu gedenken: Einen gab die ame wertvolle Einzeldrucke, eine Auswahl der Kleist rikanische Lehmann Schülerin Lucia Chagnon, Literatur der letzten Jahre, ferner eine Reihe von eine Sopranistin, die mehr durch die Stultur ihres Romanen, Novellen, Dramen und Gedichten zur Gefanges überzeugt als durch die Schöuheit ihrer Berherrlichung Kleiſts und schließlich eine zu Stimme; den zweiten bestritt der einstige Tenor sammenstellung von Bildern zum Thema:„ leifts der Petersburger Oper A. Alexandrowicz, Werk auf der Bühne“. ein Sänger, dessen Stimmfonds stark verbraucht ist, so daß er durch unterstrichenen Vortrag und Minen- Donnerstag, 7% dertjahrseier des Todestages von Franz Schubert Ein internationaler Musilwettbewerb zur Hun im Oktober 1928 wird von einem Komitee ausgeschrieben, das in Paris unter dem Vorsitz von Herriot zusammengetreten ist. Die Teilnehmer jollen entweder eine Ergänzung von Schuberts un vollendeter Symphonie in H- Moll oder ein zwei teiliges symphonisches Werk schaffen, das dem romantischen Charakter der Schubertschen Musik verwandt ist. An Preisen sind insgesamt 20.000 Dol lar ausgesetzt worden. Montag, dem 31. Oktober, achten: wieder aufgenommen. Die neue Zeiteinteilung beFrauenturnen: Montag von 7-10 Uhr. Männerturnen: Donnerstag von 7 bis % 10 Uhr. Aktive Turnerinnen und Turner! Erscheinet zahlreich und pünktlich zu den nächsten Turrabenden! Feier in zizkov. Freitag, den 28. Oktober Turnabend der DTJ. Zizlov, der in der Turnhalle, ( Staatsfeiertag) beteiligt sich unser Verein an einem Rapliřova ni., stattfindet. Wir sind den tschechischen mie einen starten Gegenbesuch schuldig Turngenossen für ihre Teilnahme an reserer AfadeDie Vereinsleitung. Nach Verlauf des sechsten Serienspieltages in Belgien führt im Streis Zentrum Marianne mit 12 Punkten, gefolgt von Vitesse mit 10 und Rode Duivels mit 8 Punkten. Im Kreis Osten ist in der Spielstärke der Spigenmannschaft wenig Unterschied. Grace Berleur und Saint Gilles teilen Ein internationales Preisausschreiben für ein sich mit je 8 Punkten in den ersten Platz. Den zweiGoethe- Denkmal war von der Stadtverwaltung in ten Platz nehmen Ans und Mons mit je 7 Punkten Marienbad zur Erinnerung an Goethes häu- ein. Auf dem dritten Platz stehen Tilleur und Monteworden. Der erste Preis ist jetzt dem Berliner Bild- Wettern bei drei Spielen mit 6 Punkten die Spitze. hauer Eberhard Ende für seinen eingereichten In diesem Streise fallen die Mehrzahl der Spiele Entwurs verliehen worden. wegen der Kundgebung für das Sechsmonats Kriegs dienstgesetz( jetzt 10 Monate) in Courtrey bis 13. November aus. bände lassen ein ganz großartiges Spiel erivarten. Wien bezwang die spielstarke russische Ländermannschaft erstmalig und hat Deutschland und den Ausji» ger Verband( Tschechoslowakei) geschlagen. Nieder. österreich spielte gegen die spielstarke Sachsenmannschaft unentschieden und gewann auf einer Wettspielreise in Rußland gegen Auswahlmannschaften die Mehrzahl der Spiele. Ueber den Verlauf der Ereig nisse am 30. Oktober berichten wir. Den Auftakt zum Bundesturnfest wird innerhalb des Verbandes der Arbeiter- Turn- und Sportvereine ( Sitz Aussig) im nächsten Jahre der Aufmarsch aller Bezirke bilden. Diese Bezirksfeste besorgen die Einleitung und die Vorprobe für das 1930 stattfin dende Bundesturnfest. Im Jahre 1929 sollen die Streise durch Streisfeste die zweite Etappe einlei ten und dann dürfte bereits ein Heiner Ueberblic über die Größe und Form des Bundesfestes zutage straff zentralisierte Agitationsarbeit zu leisten, treten. Weiter geht der Verband daran, auch eine die der Bewegung sicherlich nene Mitglieder zuführen wird. Herausgeber: Dr. Ludwig C3 ch Verantwortlicher Redakteur: Dr. Emii Strauß. Such Deutsche Zeitungs- Aktien- Gesellschaft in Vrag. Für den Druck verantwortlich: Otto Solik. Prag. Die Zeitungsmarkenirankatur wurde von der Boft- u. Telegraphen Direktion mit Erlag Nr. 127.451/ VII/ 27 am 14. Mai 1927 bewilligt. Volksbuchhandlung figen Kuraufenthalt in diesem Badeort erlassen genée mit je 6 Bunkten. Im weitreis hält Teplitz- Schönau Königstrasse Nr. 13 direkt gegenüber dem Neuen Stadt- Theater liefert alle Bücher, Zeitschriften Hühner augen Hornhaut beseitigt in einigen Tagen nur VITEK'S ,, Anticornein" Papier, Kanzleima- Eine Flasche Kč 6Zu haben in Apoterial u. Schulartikel theken u. Droge rien. Allein echt von Geschenke alle Entschiedene und bevorstehende Meisterschaften von Oesterreich. Der österreichische Arbeiter. Athletenbund hat seine Mannschaftsmeisterschaften im Ringen und Stemmen durchgeführt. Sieger im Ringen wurde Sportklub Graft, im Stemmen Sportklub Straßenbahn Wien mit 2217.95 Stilo. Die Frauenmeisterschaft des Arbeiter- Handballverbandes ist nun auch entschieden. Meister ist Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Sportklub Straßenbahn( Wien). Der 30. Oktober Philharmonisches ist der Tag der großen Entscheidungen. Es werden ONDOOR Feiern Fr.Vitek& Co., Pragll. Vodičkova 33. Die Verwaltungskommiſſion für die Handels- und Gewerbekammer in Prag gibt die tiefbetrübende Nachricht von dem Hinscheiden ihres hochverdienten Mitgliedes, des Herrn Siegmund Haurowitz Großlaufmann, Mitglied des Präsidialrates der Kammer, Bizepräsident und Kaffaverwalter des Pensionsfonds der Kammerangestellten, 3enfor der Tschechoslowakischen Nationalbant, Mitglied des Verwaltungsrates der Böömischen Unionbant, 3enfor der Böhmischen Spartalla, Inhaber ber großen goldenen Kammermedaille usw., usw. Mit außergewöhnlichen Gaben des Geistes begabt, hat sich der Berblichene in jahrzehntelanger Tätigkeit bis ins hohe Greifenalter hinein durch die vorbildliche Erfüllung der übernommenen Pflichten als Mitglied des Präsidialrates der Kammer, als Bizepräsident und Kassaverwalter des Pensionsfonds der Kammerangestellten und als langjähriger Revisor der Kammer sowie ihrer Anneginſtitute hervorgetan und seinen Namen mit den schönsten Zügen dauernd in die Geschichte der Handels- und Gewerbekammer in Prag eingeschrieben. Er verschied Dienstag, den 25. Oftober 1927, um 5 Uhr nachmittag in seinem 94. Lebensjahre. Das Leichenbegängnis findet Donnerstag, den 27. Oktober, um 3 Uhr nachmittag von der Zeremonienhalle des isr. Friedhofes in Strašnice aus statt. Seiner großen Berdienste um die Kammer sowie um das Aufblühen der heimischen Volkswirtschaft wird stets mit der größten Dankbarkeit gedacht werden. Prag, den 26. Oftober 1927. 5100