Einzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltung, Prag, 1., Nelazanfa 18. Telephone: Tages rebattion: 26795, 31469. Rachtrebattion: 26707. Postscheckami: 57544 Juferate werden laut Tarif billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Sonntag, 30. Oktober 1927. Zehn Jahre Räteregierung Abbruch der Verhandlungen mit dem in Rußland. Von A. Jugo w. Zehn Jahre besteht in Rußland eine Eisenbahnministerium. Regierung, die von der Revolution empor- Das Ministerium lehnt eine verbindliche Antwort auf die Forderungen der getragen wurde, die an die Macht gelangt ist, Exekutive ab.- Die Eretutive einigt sich über die nötigen Borkehrungen. fich auf breite Arbeiter- und Bauernmassen ftüßend. Trotz langjährigen Kämpfen mit der bewaffneten Intervention, troß langjährigem Bürgerkrieg, trop der Hungersnot und dem Zerfall der ersten Jahre, besteht seit zehn Jahren eine Regierung, die sich eine Arbeiter regierung nennt. Prag, 29. Oktober. Heute begaben sich die| Bertreter der Exekutive der Eisenbahner in das behandelten Forderungen entgegenzunehmen. Das Eisenbahnministerium, um die Antwort auf die Eisenbahnminifterium erklärte durch seine Unterhändier, daß es zwar die behandelten Forderun gen auch mit einer Darstellung seines eigenen Wenn es aber richtig ist, daß in einem Standpunttes der Regierung vorlegen werde, es einzigen Lande bereits seit zehn Jahren die konnte jedoch nicht einmal auf eine Arbeiterklasse herrscht, so muß das doch ein einzige Forderung der Exekutive gewaltiger Sieg in den Augen der Proletarier cine positive Antwort erteilen. Das jein!? Warum aber ist die Wirklichkeit an- durch die Regierungsverordnung verursachten UnMinisterium konzentrierte die Gutmachung des ders? Warum ist die brennendste Frage im rechts in einem Antrag auf Dienstzulagen Bruderkrieg in der Arbeiterklasse gerade die in unzulänglichen Beträgen und nur Stellungnahme zur Sowjetregierung? für einen fleinen Teil der Bediensteten. ablehnte. tive in ihrer Nachmittagsißung und fonstatierte Ueber diese Antwort verhandelte die Erekunach eingehender und ernster Debatte einhellig: Mit dieser Antwort zwingt das Eisenbahn ministerium der Erekut ve die Verhandlungen über die Dienstzulagen aus, wodurch es nach acht Monaten die weiteren Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kě 16.vierteljährlich halbjährig ganzjährig. 48.96.• 192.Rüdftellung von Manutripten folgt nur bei Eu fendung der Retourmarken. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich rüb Nr. 254. gehen. Indessen hält die Sowjetreglerung häufige Wiederholungen der Landverteilung für das probateste Wittel im Stampfe gegen den sich bereichernden Sulaf". Nach langjährigen Stämpfen erlangte der Bauer erst 1924 das Recht, Grund und Boden hinzuzubachten und Landarbeiter einzustellen, ein Recht, ohne das ein mittelbäuerlicher Betrieb nicht geleitet werden kann. Aber auch heute genügt es, daß der Bauer ein zweites Pferd Verhandlungen über die eigent= lichen Forderungen der Executive fauſe, ſein Haus instandseße oder eine Dresch unmöglich macht. Es wurde beschlossen, maschine erwerbe, damit er sofort zu der bestvon dieser Feststellung den Ministerpräsidenten gehaßten Schicht der Sulafi" gerechnet, in und das Eisenbahnministerium schriftlich in seinen Rechten beschränkt, mit neuen Steuern Kenntnis zu sehen. bedacht, der Kredite beraubt werde usw. Die Exelutive behandelte ferner die Frage Am meisten aber schädigt den Bauern ihres weiteren Vorgehens und einigte sich die Preispolitik des Staates. Der Staat be über die nötigen Vorkehrungen. sitzt ein nahezu uneingeschränktes Monopol im Gleichfalls behandelte sie eingehend die ab= normalen Verhältnisse, wie sie sich normalen Verhältnisse, wie sie sich Auffauf von Getreide und er jetzt äußerst nicin letter Zeit im Eisenbahnverkehr bemerkbar rige Preise für die Produkte der Landwirts machen; die Eisenbahnbediensteten stehen in schaft fest. Erhielt der Bauer vor dem Striege folge der sieben bis zehn Stunden betragenden 70 Prozent des Weltmarktpreises ausgezahlt, regelmäß gen Verspätungen der Güterzüge bis jo erhäft er heute faum 35 Prozent der Weltzu 24 Stunden ununterbrochen im marktpreise. Indes ist es derselbe Staat, der Dienst. Die Erelut ve macht die Eisenbahn- dem Bauer die Erzeugnisse der Industrie zu bediensteten und auch die breite Oeffentlichkeit wesentlich höheren Preisen als vor dem Striege vuf diese Zustände aufmerksam. verkauft. Für Tertilien, Schuhe, landwirtDie Eretutive ist überzeugtschaftliche Maschinen oder Geschirr muß der daß die Eisenbahnbediensteten in dieser ernsten Zeit ihre Pflicht Zeit ihre Pflicht Bauer zwei bis dreimal soviel Getreide geben hinsichtlich der gemeinsamen soli wie vor dem Striege. Viele, darunter die notdarischen Aktion zweds Errei wendigsten Waren fann er aber selbst zu den chung einer gerechten Regelung höchsten Preisen nicht bekommen, weil die inihrer wirtschaftlichen Verhältländische Produktion nicht ausreicht und die nisse bis zum äußersten erfüllen Einfuhr fünstlich niedrig gehalten wird. werden. Schließlich macht die Exekutive darauf aufmertjam, daß das Kommuniquee des Eisenbahnministeriums über die heutigen Verhandlungen nicht im Einverständnis mit der Regierung herausgegeben wurde. Warum ist es so, daß die zehnjährige Die Vertreter der Erefutive mußten bei der Erfahrung eines Landes, in dem eine Partei Verhandlung unbedingt darauf bestehen, daß die des Sozialismus herrscht, nicht die Positionen Verhandlungen über die Nebenbezüge mit dem des Sozialismus in der ganzen Welt befestigt, Zentralvertrauensmännerausschuß geführt werden nicht als anschaulicher, überzeugender Beweis und daß ihnen eine verbindliche Antwort für den Sozialismus gedient hat, sondern auf die Forderungen der Exekutive zuteil werde, daß umgekehrt gerade durch diese Tatsache die was zu tun das Eisenbahnministerium jedoch Passivität und der Skeptizismus selbst in man chen Schichten des Proletariates verstärkt wurden und seine Klassengegner eine scharfe Waffe in die Hand gespielt bekamen, die vom Obgleich die Besizangleichung auf dem Proletariat bereits eroberten Positionen zu flachen Lande erst vor furzem vor sich geganberennen? Warum ist der erste Arbeiterstaat" flachen Lande erst vor kurzem vor sich gegangen ist, setzt sich eine rapide Differenzierung nicht das verheißene Land für die Proletarier der ländlichen Bevölkerung durch. Die wohl= der ganzen Welt, warum ist das zehnjährige habenden Bauern mehren sich und gedeihen. Jubiläum seines Bestehens nicht ein lichter Auf der andern Seite wächst auch jene Schicht, Feiertag für die Arbeitenden ohne Ansehen Initiative und Aktivität der Bevölkerung er ist jener Weg zur Freiheit", den der Sow- die zwar formal ein Stück Boden ihr eigen der Nationen und Meinungsverschieden hielten weitgehende Möglichkeiten schöpferi- jetstaat in diesen zehn Jahren zurückgelegt nennt, die aber weder Arbeitsvich( 35 Proheiten? scher Wirksamkeit. Jede politische, nationale hat! Allenthalben in Europa und in Amerika zent Bauernbetriebe haben keine Pferde) noch Warum? Jeder denkende Arbeiter muß und ständische Ungleichheit war beseitigt. fordern die Kommunisten Amnestie für ihre Arbeitsmittel zur Bebauung des Grund und eine Antwort auf diese Frage zu finden Lenin schrieb in seinen April- Thesen vom Anhänger, auch für die, die an bewaffneten Bodens( 37 Prozent der Betriebe) besitzt. juchen. Jahre 1917,„ Rußland sei jetzt das freieste Aufständen beteiligt waren. Und sie werden ungefähr eine Million überschüssige Bevölte" Friede und Freiheit für die ganze Be- Land der Welt". Und zehn Jahre spädarin von den sozialistischen Parteien vorbe- rung wird jährlich von dem flachen Lande in völkerung, die Werke und Fabriken den Werfter war von der Freiheit feine haltlos unterstützt. In dem Lande aber, wo die Stadt hinausgestoßen. Und die Unterjutätigen, das Land den Bauern": so hieß es Spur mehr geblieben. Nur eine Partei fie unumstritten herrschen, in der Sowjet- chung des Haushaltes der Bauernwirtschaften auf den Fahnen der russischen Kommunisten besteht, die Partei der Kommunisten. Alle union, besitzen sie den Mut, sich damit zu hat gezeigt, daß 85 Prozent der Bauernbetriebe in den Novembertagen 1917. Millionen von übrigen sind verboten, vernichtet, und die Zu- brüsten, daß sie zum zehnten Jubiläum ihres entweder mit Defizit arbeiten oder nur knapp Soldaten waren des Sterbens in dem gehörigkeit zu ihnen wird mit Gefängnis, mit Staatswesens nur Diebe und Räuber begnadi- die Ausgaben mit den Einnahmen im GleichSchüßengraben im Namen der Interessen der der Verbannung nach den Soloweyti- Inseln gen( siehe das Manifest der Allrussischen Zengewicht halten.( Siche Finansi und NarodMachthaber müde geworden, die Bauern streb- und nach Sibirien bestraft. Es gibt weder tralerefutive," Pravda", 16. Oktober) und nose Chosiastvo", Nr. 22-1927). ten nach der Verwirklichung ihrer uralten Redefreiheit noch Pressefreiheit noch Ver- ihre politischen Gegner, darunter auch alte und Aber nicht besser ist auch die Lage in der Soffnung, ein Stück Land zu erhalten, und die ſammlungsfreiheit. Die Sowjets, die in verdiente Sozialdemokraten, ohne Gericht und Induſtrie. Um den Preis einer gewaltigen Arbeiter, von Entbehrungen ausgemergelt, öffentlicher Abstimmung gewählt werden, haben ohne Befristung weiterhin in Gefängnissen Anspannung aller Kräfte ist es gelungen, geträumten davon; mit einer großen Anstren sich in behördliche Kanzleien verwandelt und und Deportationslagern mißhandeln werden. gen Ende 1927 das Vorfriegsniveau der Progung nicht nur die politische Knechtung, ion- finden nur bei feierlichen Demonstrationen zur Man versprach den Bauern Land. Ge- buktion zu erreichen. Aber auch jetzt schon find dern auch die soziale Ungleichheit aus der Kundeebung der„ Einigung zwischen Volk nauer: in der ersten Sitzung des Sowjetkon- die technischen Reserven der alten Fabriken erWelt zu schaffen. Zehn Jahre sind seitdem ver- und Regierungsmacht" Verwendung. gresses nach der Novemberrevolution wurde schöpft. Eine weitere Ausdehnung der Produfgangen, in revolutionären Zeiten eine ganze Man begann mit dem Terror gegen die jene spontane Inbesißnahme der Ländereien tion ist nur auf dem Wege der Errichtung Epoche. Klassenfeinde des Proletariats, die bürger- der Grundherren, des Staates und der Klöster neuer Betriebe oder des gründlichen Umbaus Durch den Frieden von Brest- Litewie lichen Parteien, dann trieb man auch die sanktioniert, die von den Bauern in den revo- der alten möglich. Hierfür braucht man aber war der gordische Knoten des Weltfrieges für sozialistischen Parteien in die Illegalität und lutionären Tagen des November durchgeführt gewaltige Sapitalien, die in die Milliarden geRußland zerhauen. Die Massen strömten in schließlich endete man mit Represalien gegen worden war. Dann aber kamen die schweren hen. Sie sind im Lande nicht vorhanden, wo die Städte zurück, und es ist nicht die Schuld die eigene kommunistische Opposition. Die Beiten des Kriegskommunismus. Die Sow- die private Kapitalsansammlung von den Beder Sowietregierung, daß noch weitere vier Diftatur des Proletariats wurde zuerst ver- jetregierung verlangte von den Bauern die hörden verfolgt wird und die staatliche ver Jahre bald dieses bald jenes Gebiet im Feuer standen als die Diktatur der Arbeiterklasse, unentgeltliche Ablieferung ihrer Ueberschüsse" schwindend gering ist. Aus politischen Gründer Intervention verbrannte. Wenn aber auch dann als Diktatur der kommunistischen Baran landwirtschaftlichen Produften. Erst mit den sind diese Milliarden auch im Ausland nach dem Jahre 1921 ungeachtet des offensicht- tei, später als Diftatur ihres Zentralkomitees dem Jahre 1922 verzichtete man auf diese nicht zu beschaffen. Nicht erhebend ist auch das lichen Bestrebens der bürgerlichen Regierun- und zuletzt, im zehnten Jahre der Sowjet- Politik des Wahnsinus, die neue Wirtschafts- am Ende des Jahrzehnts von den Arbeitern gen, friedliche Handelsbeziehungen mit dem herrschaft, als die Diktatur der Stalin, politik" wurde proklamiert. Die Bauern er- erreichte Lebensniveau. Die alten Besitzer der Sowjetstaate anzubahmen( es war dies die Bucharin und Rykow über das Land, über hielten wieder die Möglichkeit, ihren Acker zu Fabriken sind enteignet und vertrieben, aber an Zeit der bedingungslosen Anerkennung der das Proletariat und selbst über die kommu- bebauen und das Produkt ihrer Arbeit zu ver- ihre Stelle traten in den vergangenen Jahren Sowietregierung), ungeachtet des entschiedenen nistische Partei. Man begann damit, daß man kaufen. Aber auch bis auf den heutigen Tag neue Rehntausende von Trustleitern, DirektoHasses der ganzen Welt gegen den Strica. Diftatur und Terror nach den Worten Lenins ist die Bauernpolitik der Sowjetregierung vol- ren, Verwaltungsbeamten und Kommissionäwenn ungeachtet dessen das russische Rolf als provisorische Maßnahme zur Durchführung ler Widersprüche. Die Erkenntnis, daß ohne ren, die einen nicht geringeren Teil des Mehrimmer noch unter dem Alvöruck eines unver- des Bürgerkrieges proslomierte, und man den Aufstieg der Landwirtschaft keinerlei Mög- wertes verschlingen. Die Arbeitslöhne haben. meidlichen Streutes lebt, die Sowietunion om endete damit, daß man im zehnten Jahre des lichkeiten des volkswirtschaftlichen Wiederauf- gegen Ende 1927 das Niveau von 1913 erzehnten Jahrestag ihres Bestehens ein be- Servietstaates. sechs Jahre nachdem der Bürbaus gegeben sind, ringt in der Seele der reicht, aber gerade in den letzten Vorkriegsjahwaffnetes Lager darstellt und die Behörden, verkrieg erloschen war, mit den Worten Sommuniſten mit der Angst, von dem privat- ren loderte in Rußland auf der Basis der selbst die Frauen daran erinnern, daß sie zur Stalins der Welt auf das entschiedenste erwirtschaftlichen Ozean der millionenköpfigen Elends bezahlung der Arbeiter eine umfassende Dienstleistung in den Heerestruven des öffnete, daß Demokratie und politische Frei Bauernschaft verschlungen zu werden. Bewegung von Massenstreits auf. Die gesetzSowietstaates eingezogen werden können. So heiten unvereinbar feien mit dem Sowjet- Ein jeder Schritt vorwärts gelingt den lich festgelegte Arbeitszeit wird durch die zur licat ein großer Teil der Verantwortuna hier regiment( Unterredung Stalins mit der ameri Bauern nur in hartnäckigem Stampf mit der Norm gewordenen Ueberstunden verlängert. für auf der widerspruchsvollen auswärtigen fonischen Delegation. fiche Pravda" vom Staatsmacht. Die Bauern wollen den von Die Arbeitsintensität ist bis zu einer Grenze Politik der Sowietrenierung. 15 September). Vom Terror gegen die zari- ihnen bebauten Landanteil in festem Besitz anacivannt, wo die menschliche Arbeitskraft erDie vollkommenite politische Freiheit itischen Würdenträger bis zu Revreffalien ac haben, der ihnen die Möglichkeit gibt, den schöpft ist. Die Arbeiter im Betriebe sind nach bestand in uklond nach dem Sturz der aen die Anhänger eines der bedeutendsten Ackerbau zu intensivieren, die Bodendüngung wie vor nur die gefüaigen Verkäufer ihrer Monarchic. Die in Jahrhunderten gefesselte Führer der Novemberrevolution, Troyki: das zu verbessern, zur Bielfelderwirtschaft überzu- Ware Arbeitskraft. Besonders schmerzvoll ist Seite 2 teilt sind. nerie. hinwegjeßte. Das ist der Grund, weshalb das zehnjährige Jubiläum der Novemberrevolution für die Arbeiter Rußlands und der ganzen Welt Unerfreulich sind die Ergebnisse am Aus fein freudiges Ereignis darstellt, sondern lediggang des Jahrzehnts. Man versprach den lich eine nüchterne Belehrung darüber, wie die Frieden und bis auf den heutigen Tag lebt behrsten Ziele durch Utopie, Demagogie und die Bevölkerung unter dem Alp eines drohen- Gewalt verzerrt und zerstört werden. den Krieges, während die Jugend in nationa- Möge diese Lehre jedem Arbeiter zum Belistisch militaristischem Geiste erzogen wiro. Iwußtsein kommen! Dr. Renner begann seine Ausführungen ebenfalls damit, daß die Gegner jede Hoffnung auf eine Sonntag, 30. Oftober 1927. Inland. Der traurige Feiertag." das Dasein der zwei Millionen Erwerbslosen,[ Man versprach Freiheit und in der ganzen Welt erreichen kann, die Synthese dieses Realis von denen nur 10 bis 12 Prozent eine gering- Welt gibt es kein so unfreies Band. Man ver- mus mit einem revolutionären fügige Unterstützung erhalten, während die sprach den Bauern Land- und man raub: Enthusiasmus, der alle Bewegung der übrigen zu Sunger und Verzweiflung verur ihnen einen wesentlichen Teil ihres Arbeitser- Arbeiterklasse einmünden läßt in einen Stampf um die Aufhebung der kapitalistischen Gejelltrages. Man versprach den Sozialismus- schaftsordnung. Wenn die Arbeiterschaft einig ist, So charakterisiert das Právo Lidu" in jeiVor zehn Jahren konnte die Arbeiter und erjeßte eine Form der Ausbeutung durch dann ist diese Synthese für ihre Politit maß nem Leitartikel vom 28. Oktober den neunjähri flasse, wenn die Ausbeutung das Maß des Ereme andere und hat Millionen von Menschen gebend. Wenn aber die Arbeitertlase gen Gedenktag der Gründung der Tschechoslova träglichen überschritt, in organisiertem Kampf vielleicht für ganze Generationen von zerrissen ist, treten die Gegensäße fischen Republik:" Für die Arbeiterklasse," fo durch die Gewerkschaften sowohl auf die Un- Sozialismus hinweggestoßen. die in dieser Synthese aufgehoben beginnt der Artikel, ist der heurige 28. Oftober ternehmer als auch auf den Staat einen Draf sind, wieder hervor. Bauer fragt sich, ob ein trauriger Feiertag. Ein fatholischer Würdenausüben; heute sind die Gewerkschaften mit bemüht, dem Wohle des Proletariats zu die eine realistische Politt zu machen, auf die Gefahr Miniſter für soziale Fürsorge, hat sich am VorGewiß war die Sowjetregierung subjektiv fich die Genossen, die so leichthin damit spielen, träger, der päpstliche Prälat Srámet, heute dem Staat als Unternehmer verbündet, sie en, aber sie suchte den Weg dazu, indem sie hin, die radikalen Elemente den Kommunisten abend des heurigen Jahrestages unserer Selb sind nur ein Glied in der staatlichen Maschi- Sie Geieße der geschichtlichen Entwicklung mit zuzutreiben, sich dieser Gefahr der Spalſtändigkeit darum bemüht, daß die Arbeiter statt Für die Illusion einer Arbeiterregierung, Namen einer Utopie sich über die Wirklichkeit Füßen trat, die Wirtschaft vergewaltigte, imtung bewußt sind. freudiger Erinnerungen im berechtigtem Aerger Die Fäuste ballen." Der Artikel schließt mit fol für die tatsächlichen Privilegien einiger Taugenden Worten:„ Der Feiertag des 28. Oktober sende von ehemaligen Angehörigen der Arbei war ein Tag der nationalen Verbrüderung. Das terklasse müssen Millionen von Arbeitern daIdeal der nationalen Freiheit stand allen gemit bezahlen, daß sie den Klassenfampf mit meinsam über dem Lärm des Tageskampfes und Spaltung der Partei aufgeben sollen. wir haben uns an diesem Tag in Erinnerung an gefesselten Händen führen. Was er aber wünsche, ist eine andere Er die Gabe jenes großen Tages gefreut. Diese zichung der Arbeiterschaft, daß nicht Stimmung wird heuer am 28. Oktober nicht sein. immer die revolutionäre Phraseologie im Sinne die Arbeiterschaft fühlt, daß das ganze Werf under Heugabel- Revolution Gefahr bringe; es ist ferer auswärtigen und heimischen Revolution in auch die Gefahr, daß wir einer einheitlichen Gefahr ist. Es greifen danach die Hände derjeni Bourgeoisie gegenüberstehen; die ganze Bourgen, welche es dem Arbeiter nicht gönnen, weil geoisie ist es nicht, die hinter den Scharfmachern die Demokratie ihre Klassenvorrechte eingeengt steht und wir haben ein Interesse, die nicht hat, weil die jozialen Reformen ihre Besisvor fapitalistischen Schichten gegen den Stapitalismus rechte geschmälert und weil eine fortschrittliche aufzubieten. Welche Erfolge das haben kann, haben. Wehe der Arbeiterklasse, wenn sie nicht Gesetzgebung ihre kirchlichen Vorrechte beschränkt zeigt sich bei den Leistungen der Wiener Gemeinde den Ernst des heutigen Augenblicks begreift, wenn und beim Kampf um den Mieterschutz, wo wir große Schichten des Bürgertums auf unserer sie sich dessen nicht bewußt wird, daß der Angriff Seite haben. Wenn heute noch so viele die Kvali- auf die Sozialversicherung der erste Durchbruch ist, mit der die Reaktion die Burgen stürmen will, tion verurteilen, so sind das Nachflänge aus dem Jahre 1920. Renner erflärte: Ich habe nicht die damit sie in ihren Trümmern das große Werk Frage an Seipel gerichtet, ob er sich mit uns begrabe, das von der Sozialdemokratie in den foalieren will, ich habe auch nicht zur christlich ersten Jahren der Republik aufgerichtet wurde." sozialen oder zu einer anderen Partei gesprochen. Ich habe gesagt, daß in dieser Lage die klassen selbst zu einem Waffenuns raten, nach dem blutigen Gemezzel vom 15. stillstand kommen müssen. Die Arbeidie ganze bürgerliche Preſſe den Mördern zuge- ta a te; befennen wir uns dazu: wir wollen Juli, nachdem die Mörder dekoriert wurden w terklasse hat ein Recht auf die Macht im inbelt hatte, mit den bürgerlichen Parteien eine das Recht, wir wollen den Frieden! Mögen die Realition einzugehen. Er ist überzeugt, daß auch anderen unsere Anerbietungen ablehnen. Lassen diese Genossen alles das sich vor Augen halten, Sie die anderen schuldig werden, überlassen Sie Bürgermeister Seit führte in seiner Be daß sie aber aus schweren und ernsten Besorgnis- ihnen die geschichtliche Verantwortung. grüßungsrede aus, daß der Parteitag wohl zeigen fen um das Schicksal der Arbeiterschaft und um werde, daß ein Streit der Meinungen in der das Schicksal der Republik heraus ihre Vorschläge Partei über große politische Fragen bestehe; wer machten. Die Erfahrungen, die wir mit der Koali aber auf Üneinigfeit und spation gemacht haben und die auch sonst gemacht tung hofte, werde schwer enttäuscht wurden, zeigen, daß eine Soalition nur werden. Wir werden auch aus dieser Aus möglich ist, wenn die Sozialdemg sprache hervorgehen als eine Partei mit innerer fratie ebenso start ist wie die bür Geschlossenheit, unerschütterlicher Einheit und gerlichen Parteien. Seute hat die Regie Schlagkraft. Parteitag der österreichischen österreichischen Genossen. Referate Bauers und Renners über die politische Lage.- Ausführliche Erörterung der Frage der Koalition. Dr. Bauer Wien, 29. Oftober.( Eigenbericht.) Heute vormittags begann der Parteitag der österreichischen Sozialdemokratie im Ottakringer Arbeiter erklärte, daß die Genossen, die uns den Rat einer heim feine Beratungen. Der Parteitag ist außeroalition geben können, ſich täuschen, welche ordentlich stark besucht. Auch aus dem Ausland furchtbaren Opfer sie den heiligen Gefühlen der ist eine große Anzahl von Gästen erschienen, so österreichischen Arbeiterschaft zumuten, wenn sie aus Deutschland Adolf Braun, aus der Tschechoslowakei Stremser für die deutſche und Meißner, Bechyně und Aleš für die tschechische Sozialdemokratie. Von der Internationale ist Friedrich Adler anwesend. ** wird morgen abgeführt werden. Die Debatte über die beiden Referate das Grab der Juli- Opfer, wo eine große TrauerMontag vormittag besuchen die Delegierten feier stattfindet. Wann tommt die amtliche Statistit über die Gemeindewahlen? Interpellation des Genossen Taub an die Gesamtregierung. Genosse Taub hat an die Regierung eine Interpellation wegen Verlautbarung des Wahlergebnisses gerichtet, in der es u. a. heißt: welche am 16. Oftober durchgeführt wurden, Die Wahlen in die Gemeindevertretungen, legen, daß das Ergebnis dieser Wahlen genau ist daher im öffentlichen Interesse gehaben zweifellos große politische Bedeutung. Es statistisch erfaßt und die Resultate dieser statistiFrauenreichskonferenz in Desterreich. ist die Seffentlichkeit auf Zeitungsberichte angeichen Erhebungen verlautbart werden. Vorläufig rung eine hinreichende Mehrheit im Parlament Dann sprachen die ausländischen Delegierten, und wenn sie uns zur Koalition nehmen würde, Donnerstag trat im Ottakringer Arbeiter- wiesen, welche infolge der ungeheuren Vielfältig u. a. auch so braucht sie das Proletariat nicht zum Mitheim in Wien die Reichskonferenz der sozial- feit des Materials notwendiger Weise unvollstän Genosse Kremser, regieren, sondern höchstens um ihre demokratischen Frauen Oesterreichs zusammen. dig sein und ein unklares Bild ergeben müssen. der auf die letzten Wahlen in der Tschechoslowakei errschaft ohne Kampf ausüben zu Sie wurde von der Gen. Amalie Seidel er. Es kommt hiezu, daß die lokalen Schwankungen verwies und auf die in der letzten Zeit in Angriff tönnen. Die schroffe Ablehnung der Koalition öffnet, die vor allem der Toten des 15. Juli ge daturen die Uebersicht nicht nur an sich er und die verwirrende Fülle rein örtlicher Kandi genommene Verschlechterung der Sozialversiche durch Seipel zeigt vielleicht nicht, daß er nicht dachte. Im Namen des Parteivorstandes berung in der Tschechoslowakei zu sprechen fam. Er auch einmal die Stoalition schließen wird, sie grüßte Genosse Paul Richter die Konferenz. schweren, sondern teilweise sogar absichtlich machte die österreichischen Genossen darauf aufzeigt aber, wie es uns erginge, wenn wir Er verwies auf die große Bedeutung der Frauen dazu ausgenügt werden, um das Ermerkjam, daß das auch für sie eine Gefahr sei, da an den Beratungstisch gingen, um etwa über ein im Kampfe der Arbeiterschaft um die Staats mständen ist die baldige Verlautbarung einer macht. Wohl könnte die Sozialdemokratic in Desterreich stärker sein, wenn die Frauen fein Wahlrecht hätten, aber dieser Nachteil fällt nicht Nun hat allerdings das Ministerium des ins Gewicht gegenüber der großen revolutio- Innern die Aufstellung einer Gemeindewahlstatinären Bedeutung der Frauenemanzipation. ftit angefündigt. Aber dies ist auch im Jahre Adelheid Popp erstattete den Bericht des 1923 geschehen, aber weder die Deffentlichkeit noch Frauenreichsfomitees, in dem sie darauf ver- auch nur das Parlament hat diese Statistik je zu wies, daß in Oesterreich Ende 1926 171.000 sehen bekommen. Es liegt sicher im Interesse der Frauen sozialdemokratisch organisiert waren Würde des Parlamentes, daß dieser Vorgang sich und daß es heute bereits 190-000 fein nicht wiederholt. Der marristische Sozialismus ist die Syn dürften. Ueber die Presse berichtet Eugenie Wir fragen daher die Regierung, ob sie bethese eines nüchternen Realismus, Brandi, über die Tätigkeit der weiblichen Abreit ist, eine vollständige und detailder die kapitalistische Welt so sieht, wie sie ist, und geordneten Gabriele Proft. Sie befaßte sich fierte Gemeindewahistatistik auf= feine Illusionen zuläßt über das, was die besonders mit dem Kampf gegen den§ 144, für stellen zu lassen und sie zu verArbeiterbewegung innerhalb der fapitalistischen| dessen Opfer es eine Amnestie durchzusetzen gelte. öffentlichen? die österreichische Reaktion sich leicht an der tschechischen Reaktion ein Beispiel nehmen und auch die österreichische Sozialversicherung verschlechtern könnte. Er. überbrachte die Grüße der deutschen Sozialdemokraten aus der Tschechoslowakei. Sierauf wurde beschlossen, die Tagesordnung umzustellen, so daß am Nachmittag die Referate von Otto Bauer und Karl Renner über die politische Lage erstattet wurden. Die Referate füllten den ganzen Nachmittag aus. In beiden Referaten war der Frage der Koalition ein großer Raum gewidmet. Die Nadel. Von A. W. Smilovsly. Deutsch von J. Reismann. Koalitionsprogramm zu beraten. Was wir brauchen, ist nicht eine Koalition mit den Führern der Bauern, was wir brauchen, ist vielmehr, daß wir auf das Land hinausgehen und den Bauern sagen, daß wir nicht ihre Feinde sind, daß wir keine Dittatur gegen sie wollen, sondern gemeinsam mit ihnen gegen die Herrschaft des Kapitals lämpfen wollen. hätt. amtlichen Statistit erforderlich. gegnete er gerührt: Uebermorgen haben wir ein bezahltes Requiem um neun Uhr, kommen Sie die Trommel schlagen, Stubaset, Sie bekommen einen Gulden dafür!" Und ich selbst habe das ganze Geschichtlein von der Nadel aus Putintas Munde vernommen. Die Leute jagten von Putinka, daß er ein weiser Mensch wäre, und dies deshalb, weyn er etwas aus dem Leben erzählte, dies niemals ins Blaue hineinredete, sondern gewöhnlich damit eine be stimmte Lehre verband, die er zum Schluß dentlich aussprach. Auch Kubaseks Nadel entging seimischt, rann in einem Bächlein herab. Er stand als es elf Uhr war, rannen ihm Tränen wie Erb- war. Putinka hörte ihn an, nahm ernst eine Brise, anf. In diesem Augenblick fam die Stubaskin zufen so groß herab. Die Bissen beim Effen wuchsen wog sie in der rechten Hand und schnupfte in fei ritd. Als sie ihren blutenden Mann gewahrie, ihm im Munde, daß er sie nicht herunterzuschluk- ner lauten Art. Nach einer Weile Schweigens ent erbleichte sie wie der Tod. Sie dachte nichts anken vermochte. deres, als daß er sich die Pulsader zerschnitten Nach dem Mittagmahle kramte die Kubastin in den Kleidern am Aufhängerechen, der einen „ Das geht nicht mit natürlichen Dingen zu," Um Christi willen, Vater!!" rief sie entsegt Staften ersetzte, und aus bloßer Gewohnheit durch brummte er für sich. Das ist ein böses Zeichen. aus. fuchte sie die Taschen des Wochentagsgewandes Gott befohlen!" ,, Gib mir Wasser, wasch mich ab, ich hab' ihres Mannes. Plöglich rief sie freudig aus: mich gehörig geschnitten." Ich hab' sie schon!" Die Subastin wusch ihn ab und atmete auf. Subajet sprang auf und seine Augen strahlUeber der linken Backe hatte er oben eine tieinere, ten. Die Frau brachte ihm seine" Nadel; sie war aber darunter die lange Schramme. Er blutete in der Westentasche. Weiß der liebe Herrgott, wie ständig noch, das Blut ließ sich nicht ſtillen. Die sie dort hingeraten war. Vielleicht rutschte sie Meisterin zupfte Verbandstoff und verklebte ihm hinein, als er den dritten Zwirn einfädelte. Ku die Schramme. Endlich war sie mit der Operation baſet lebte auf wie ein Chamäleon, das sich nach fertig. Stubajet besab sich im kleinen Spiegel. langtägiger Reise aus Aegypten mit Wasser be,, Ach, schlimm ist's, schlimm!" flagte und spritzt. Er ließ sich ein Seidel ftisches Bier holen, jammerte er.„ Ich werde heute nicht einmal auf feßte sich auf den Tisch und machte sich über Wen den Chor gehen fönnen. Wer wird die Trommel zelchens Anzug her. Abends war er fertig, die schlagen? S, meine Reputation! Bei Zivna ist sie leisterin trug ihn zu den Zivnas und bat dort dahin, und bei Putinka wird sie es auch sein. neuerlich für ihren Mann. Afles wendet sich gegen mich. Ich hätte lieber in den Brunnen springen sollen!" Er setzte sich nieder, verschränkte die Sände im Schoße und ließ den Stopf hängen. Er erin nerte sich des Brunnens hinter dem Stranicky schen Hofe und, aller gestrigen Gedanten, die ihn so betäubten, daß er beinahe in den Brunnen gesprungen wäre. Ein Bunder, daß ihn die Scham, das Herzleid und die Schande nicht um den Ver stand brachten. Wenn das so jemand in der Stadt wissen würde, was würde man von ihm denfen? Das Bewußtsein, daß er, ein alter, rechischaffener Mann, eine so schmähliche Tat be gehen wollte, quälte ihn so, daß er sich mehr, als ihm zuträglich war, über sich ärgerte. Paul, Paul," tadelte ihn das gequätte Ge wissen, wohin ist deine Ehre gekommen? Was für eine abschenliche Suppe hast du dir da eingebrodt?!" „ Es ist ja noch nicht einmal acht Uhr, und bis eff kannst du noch in die Stadt und in die Stirche gehen." Er stand auf und wollie sich waschen, da er innerte er sich, daß er noch nicht rasiert sei: er ,, Das werde ich, so Gott will, nicht tun. Das traf dazu Vorbereitungen, stellte sich einen Topf mit die Leute denken, ich sei irgendein Saufbold, auf den Tisch und lehnte einen fleinen Spiegel irgendein Raufbold aus einer Schenke. Tu mir's daran. Dann seifte er sich die Wangen ein und zuliebe, Weib, und schweig still! Ich bin ein sehr zog die Klinge ab. Er begann mit dem Rasieren, bedauernswerter Mensch. Ueberlaß mich meinem doch die Hand zitterte ihm ganz fürchterlich. Er Schicksale!" schnitt sich, das Blut rann ihm über die Wange." Du kannst dir doch mit dem Tüchel die Nun, es wird nicht so schlimm fein", dachte er Wange zuhalten!" sich und fuhr fort, sich zu rasieren. Plöblich zucfte Rubasef schüttelte den Kopf und wurde klein er zusammen und schrie auf. Die ganze rechte mütig. Er beweinte im Geifte seine verlorene Wange blutete ihm und das Blut, mit Seife ver- Ehre. Den ganzen Vormittag saß er schweigend da; ner Weisheit nicht. Hand aufs Herz," sprach er zu mir am Schlusse, hat nicht jeder von uns seine Nadel, um die er Kerzen verbrennt? Und nicht allein wir, als einzelne Menschen, auch ganze Völker..." " Ich muß Ihnen beistimmen," entgegnete Stubaset fürchtete sich geradezu, in die Stadt ich, ich wenigstens habe schon oftmals eine ganze zu gehen, von weitem wich er Zivna und Putinka Kerze wegen einer Nadel verbrannt. Wir Menaus. Einmal begegnete er zufälligerweise Zivna. schen sind nun einmal so: wegen einer unbedenDer Lehrer las ihm gehörig die Leviten, und Stu- ienden Sache opfern wir manchmal viel, oft sobasef muckste nicht einmal. Dabei tropfte ihm nur gar unser ganzes Wohl." eine Träne herab. Diese Träne stimmte Zivna„ Recht, recht so, mein werter Herr," fügte weicher. Er reichte dem Meister die Hand und Putinfa hinzu, aber wir dürfen auch nicht verfagte ihm, er möge sich nur wieder ein Buch gessen, selbst die unbedeutendste Sache vernünftig holen. An demselben Tag sprach Putinka, der und klar zu überlegen, weil eine anscheinend Chorleiter, ihn an. Der war ein schlimmerer Pa- kleine Sache große Folgen haben kann." tron und setzte ihm so zu, daß am Meister nicht ein gutes Haar blieb. Kubasef nahm die verdien- Tabatdose hin. Und es war feine fleine Aus Dann hielt er mir mit Wohlgefallen seine ten Vorwürfe schweigend hin, und als Butinka zeichnung, wenn Putinka jemanden eine Prise durchaus wissen wollte, weshalb er am Pfingstfeiertage feine Trommel im Stiche gelassen habe, erzählte er ihm alles, was mit der Nadel passiert ( Schluß.) Sonntag, 30. Oftober 1927. Wesentlicher Rückgang der Arbeits. lofigkeit in Deutschland. Berlin, 29. Oktober.( Eigenbericht.) Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist von Mitte September bis Mitte Oktober weiter zurückgegangen, nämlich von 517.000 auf 442.000 oder um 14.5 Prozent. Der Rüdgang der Erwerbslosigkeit innerhalb eines Jahres von rund zwei Millionen anf die heutige Zahl ist sicher sehr charakteristisch. Allerdings ist zu befürchten, daß mit dem Aufhören der milden Witterung die Erwerbslosigkeit wieber größeren Umfang annehmen wird. Dörfler und die kommunistische Partei gebrandmarkt. Unser Karlsbader„ Boltswille" freigesprochen, weil der Wahrheitsbeweis erbracht urde, daß Dörfler, der„, sozialdemokratische Rußlanddelegierte sich unehrenhaft verhalten und sich des Parteiverrats schuldig gemacht hat! Zu den Delegation Wollspinnerei An Hand des Karlsbader„ Volts wille" geben wir den Abschluß des Falles Dörfler wieder, der mit der verdienten Brandmarkung dieses Mannes und seiner, der kommunistischen Partei endete. Wir zweifeln nicht, daß es die gesamte Arbeiterschaft interessieren wird, wie der Prozeß Dörfler ausging, der weit über seinen persönlichen und lokalen Charakter hinaus Licht warf auf die kommunistische Partei: Mitgliedern der letzten Rußland- als eine fommunistische Einrichtung ansehen, gehörte auch der in der Neudeker Geldanweisungen und Diäten entgegenzunehmen und Kämmerei beschäftigt gewesene und sich in fommunistischen Parteisekretariaten Emil Dörfler Weisungen über die weitere Propaganda zu holen. Dörfler fühlte sich also dadurch beleidigt, daß in dem Artikel in bezug auf ihn erklärt wurde, die Abfuhr der Kommunisten in Zwittau. Der Erfolg, den unsere Partei auf dem heißen Kampfboden Zwittaus( dent Sig der Klerikalen Gewerkschaftssekretariate) am 16. Oktober er ftritten hatte, ließ die Kommunisten nicht schla fent. Sie wollten den Bürgerlichen um jeden Breis zu Hilfe fommen, und beriefen für den 28. Oftober eine Versammlung ein, zu der sie unsere Partei nicht vielleicht einluden, sondern öffentlich herausforderten. Unsere Genossen be schlossen, den Kommunisten einen Beweis ihrer Stärke zu geben, und so waren in der Versamm in Neudet, damals zugehörig zur sozialdemolung ungefähr 400 unserer Parteigenossen, ein fratischen Parici und zur Union der Textilarbei paar Dupend Bürgerliche und bei Beginn der ter. Nach der Rückkehr von Rußland, brachte es Bersammlung nicht ganz ein halbes Dugend der Sozialdemokrat Dörfler fertig, am Kommunisten anwesend, die sich dann auf Vortage der letzten Parlamentswahl in zwei etiva zehn Mann verstärkten. Die Verlommunistischen Versammlungen sammlung wurde von unseren Genossen Wahrheit über Sowjetrußland" zu verkünden und eröffnet und geleitet. Der kommunistische im Verlaufe der Zeit in einer größeren Anzahl Referent Bener fonnte ungehindert eine weiterer Versammlungen aufzutreten, die von der Stunde sprechen. Er enthielt sich aller üblichen fommunistischen Partei einberufen wor Angriffe auf die Sozialdemokratie, erörterte den waren. Wäre Dörfler aus der Partei ausganz akademisch die programmatischen Unter getreten, als er sich mit ihr und den von ihr schiede zwischen den beiden proletarischen Bar erlassenen Weisungen in Widerspruch befand, nieteien und rief zur Einheitsfront auf, die aller mand hätte ihn daran gehindert, die vermeint dings den Kampf" zum Ziele haben müsse. liche Wahrheit“ über Rußland zu verbreiten. Kurz, Herr Bener war nicht als Mitglied der Aber daß er sich in kommunistischen Versammlun= KPC. zu erkennen. Gen. Dr. Fran; el zeigte gen als sozialdemokratischer Rußlandfahrer vorin seinem Kontrareferat, wie der Kampf der ftellen ließ, rief in den Streifen der sozialdemokra Kommunisten in Wahrheit aussieht. Er wiesischen Arbeiterschaft tiefe Erbitterung hervor und nach, daß der Kampf in den Betrieben wie auch es fam wiederholt zu Zusammenstößen. Aber die großen außerparlamentarischen Aktionen von den Kommunisten zur Schwächung der Arbeiter bewegung benützt werden und zeigte an der Ent widlung bei uns und im Ausland, daß die Wiederherstellung der organisatorischen Einheit des Proletariats, die Ausschaltung des Mos fauer Einflusses auf die europäische Arbeiter bewegung den Sieg der Arbeiterklasse herbei führen kann. Die Bersammlung nahm das Ne ferat des Genossen Franzel mit starfem Beifall auf, und lehnte es fast einstimmig a b, daß die kommunistische Partei Männer direkt dafür bezahlt, daß sic, sich als Sozialdemokraten ausgebend, Propagandaarbeit für die kommunistische Partei leisten, daß der Kommunismus seine Sache ganz auf Seelenkorruption und Massenbetrug versteht, daß Dörfler gleich nach seiner Rüdkehr aus Rußland für lange Zeit Parteimarlen voraus gekauft habe, offenbar um seine weitere Zugehörigkeit zu der sozialdemokratischen Partei ju demonstrieren und sich jederzeit auf sie berufen zu fönnen, daß Dörfler sich heuchlerisch bis jetzt als Sozialdemokrat ausgab, um desto besser das gut be= zahlte kommunistische Geschäft zu betreiben, daß der andere Rußlanddelegierte( d. h. der Privatantläger Dörfler) nun als ein Lump dasteht, daß alle Rußland- Delegierten in Verdacht jind, entweder wider besseres Wissen Wahrheiten" über Rußland zu verbreiten, oder noch dazu für dieses unrühmliche Geschäft Judaslohn von ihren russischen Gastgebern und deren hierländischen Gesinnungsgenossen zu erhalten. Der verantwortliche Redakteur des„ Volksville", Genosse Horn, erklärte sich bereit, den Wahrheitsbeweis zu erbringen, und die Verhandlung über die von dem kommunistischen Brager Rechtsanwalt Dr. Kalabis eingebrachte Klage fand nun nach wiederholter Vertagung am vergangenen Donnerstag vor dem Egerer ein Schlußwort Beuers zu hören. der kommunist dem Schöffengericht ihren Abschluß. Das Er Den Kommunisten dürfte nach dieser Kraft probe die Lust zu weiteren Handstreichen auf die 3wittauer Arbeiterbewegung vergangen sein. Entziehung des Wahlrechtes der Richter. Wie das Prager Tagblatt" schreibt, wenden sich die Vereinigungen der Richter an ihre Mitglieder mit Anfragen, wie sie sich zu einer eventuellen Aufhebung des aktiven und insbesondere des pas liven Wahlrechtes stellen würden, denn es be ſtehe in Kreifen der Regierung die Absicht, even tuell diese Verfügung in Form eines Geseßent wurfes zu beantragen, um die Richterschaft zu entpolitifieren. Wir wissen nicht, ob tatsächlich in Regierungsfreisen solche Absichten bestehen. Wenn ja, würde dies nur ein weiterer Schritt sein, den die Regierung auf der Bahn der rückfichtslosen Reaktion beschreitet. Daß man die Richter durch Entziehung des Wahlrechtes entpoliti fiert, ist ebensowenig wahr, wie die Annahme, daß man die Armee durch Entziehung des Wahlrechtes entpolitisiert hat. Der Richter behält, ob er jetzt sein Wahlrecht hat oder nicht, seine politische Gesinnung bei, er wird dadurch weder mehr noch weniger unabhängig. Er wird nur zu einem Staatsbürger zweiter Klasse degradiert, und daß dies für das Ansehen des Richterstandes förderlich wäre, wird niemand behaupten können. Zumindest zeigt die Nachricht, wessen man die Regierung für fähig hält. Sie wissen schon, was sie an ihnen haben! Die Reichenberger Zeitung" war cinmal das Organ der deutschnationalen Partei. Heute dient sie mit gleichem Eifer allen deutschen Parteien, besonders gerne öffnet sie ihre Arme und Spalten deutschen Ministern und al tivistischen Wahlbetrachtungen. Eine solche Betrachtung enthielt das Abendblat vom 20. Oftober aus Friedland, der agrarischen Domäne des Herrn Windirsch. Diese Wahlbetrachtung gewinnt besonderes Interesse durch die Würdigung der oppositionellen Parteien. Mit Beziehung heißt es wortwörtlich: Blickt man auf die sogenannten deutschen oppositionellen Parteien, so kann die deutsche nationalsozialistische Arbeiterpartei eben falls ein bedeutsames Plus an Wählerstimmen auch dann wollte Dörfler die Pariei noch nicht verlassen, in der er nichts mehr zu suchen hatte; er wollte nach seiner Rückkehr aus Rußland it o ch Parteimarten faufen, um sich als Sozialdemokrat, der er längst nicht mehr war, ausweisen zu können. So haben also wir dem ein Ende gemacht und haben den Dörfler aus der Partei entfernt, in der er zugunsten der Kommunisten zu wirken versuchte. Dörfler hat sich, ohne selbst aus der sozial demokratischen Partei auszutreten, in den Dienst Partei gestellt, er hat auch von ihr, bzw. von dem unter tommunist i- gebnis bedeutet scher Leitung stehenden Reichsarbeiterausschußz, der auch die Delegation ausrüstete, die Bezahlung feiner Versammlungstätigkeit beansprucht und genommen, und das alles als der Sozialde mofrat" Dörfler! Anjang Jänner 1926 gelang In der donnerstägigen Verhandlung, an der es uns, einen Beweis dafür zu erlangen, und in allen unseren Parteiblättern wurde der von der Gegenseite gleich zwei Anwälte, Dr. Brief, den Dörfler vom Reichsarbeiterrat" 3udermann aus Eger und ein Stonzipient erhielt und in dem über die geldlichen Beziehun gen ausreichende Aufklärungen enthalten waren, veröffentlicht. Wir geben diefes Schreiben hier nochmals in Faksimile wieder: K/ B, ČI 185.78 Betrifft: cine moralische Stäupung des entlarvien ,, Sozialdemokraten" Dörfler und eine schwere Brandmartung des Schwindels mit den Rußlanddelegationen. des Dr. Kalabis aus Prag teilnahmen, erflärte dieser vor Aufnahme der Verhandlung, daß er gekommen sei, einen Vergleich abzuschließen. Der Geklagte solle dem Dörfler eine Erklärung RussbandversammlungenWerter Genosse. Seite 3. war ein abgeschlossenes und flares Bild, das Genosse Dr. Henisch dem Gerichte gab. Der Freispruch und seine Begründung. Nach kurzer Beratung des Gerichtshofes verkündete der Vorsitzende, Oberlandesgerichtsrat Müller, das Urteil: Der Angeklagte Wenzel Horn wird in allen Bunkten freigesprochen. In der mündlichen Begründung heißt es: Der Angeklagte war wegen erbrachten Wahrheitsbeweises freizusprechen. Das Gericht nimmt auf Grund der eigenen Angaben Dörflers als erwiesen an, daß Dörfler der sozialdemokratischen Partei angehört hat, Mitglied der Gewerkschaft Union" und Vorsitzender des Betriebsausschusses der N. W. 11. K. war, daß er troß dieser seiner Stellung an einer vom Reichsarbeiterausschuß in die Wege geleiteten RußlandDelegation teilgenommen hat, und zwar troßdem diese Delegation sowohl von der sozialdemokra tischen Partei, als auch der Gewerkschaft verboten war, und troßdem der Kläger wußte, daß dieses Verbot bestand. Das Gericht nimmt ferner als erwiesen an, daß Dörfler nach seiner Rückkehr von Rußland Vorträge gehalten hat mit dem Motto„ Die Wahrheit über Sowjetrußland" und für diese Vorträge auch bezahlt worden ist, 11. zw. von der kommunistischen Partei, und daß diese Versammlungen von der kommunistischen Partei veranstaltet worden waren. Auf Grund dieser tatsächlichen Feststellungen ist der dem Dörfler gemachte Vorwurf des Parteiverrats voll kommen gerechtfertigt und ebenso alles andere, was an die jen Vorwurf geknüpft wird. Wenn vom Ankläger der Vorwurf auf sich bezogen wird, daß er wider besseres Wissen die Wahrheit über Sowjetrußland" verbreitet, oder sogar einen Judaslohn dafür bekam, so ist dem ente gegenzuhalten, daß feineswegs dem Angeklagten dieser Vorwurf gemacht wurde, sondern daß es in dem Artikel ausdrücklich heißt: „ Die nun geklärten Fälle sehen sie alle in Verdacht, entweder wider besseres Wissen„ Wahrheit" über Rußland zu verbreiten, oder noch dazu für dieses unrühmliche Geschäft Indaslohn von ihren russischen Gastgebern und deren hierländischen Gesinnungsgenossen zu erhalten." Das ist nicht eine Beschuldigung, sondern ein Schluß, der auch nach Ansicht des Gerichtshofes vollkommen den Regeln der Logik entspricht. Wenn jemand sich so verhält, wie der Gerichtshof das Verhalten Dörflers als er wiesen annimmt, muß der Verdacht als schlüssig angesehen werden. Der Angeklagte hat nachgewiesen daß Dörfler sich unehrenhaft ver halten hat, als Sozialdemokrat und Gewerkschafter und nicht im sozialdemokratischen Interesse, sondern gegen das Verbot der sozialdemokratischen Partei in von der kommunistischen Partei veranstalteten Versammlungen Vorträge gehalten hat, welche die sozialdemokratische Partei, wenn schon nicht mate= riell so doch ideell schädigen mußten. Im übrigen ist zu bemerken, daß ein einfacher Arbeiter wie Dörfler bei einem Aufenthalt in dem 1925. Prag, den 8. Dezember Emil Dörfler, Neudek 348. Wir überweisen Dir heute per Post. 1200 Kč. Ausserdem spichst Du von Diäten. Schreibe uns, um welche Diäten es sich bandelt. Sind es die Versammlungsdiäten? Die sollen Dir ja an Ort und Stelle sofort ausbezahlt werden. Für Samstag den 12.d.M.und Sonntag den 13./XII. delegieren wir Dich zu Versammlungen nach Liebenstein bei Eger und Gottmannsgrün bei Asch. Wir verständigen das Ascher Sekretariat, dass es sich mit Dir direkt in verbindung setzt. Da Du, wie Du schreibst, arbeitslos bist, bitten wir Dich um sofortige Nachricht, ob wir Dir eine Versammlungstournee zusamnenstellen könnten, wo Du auch an Wochentagen sprechen könntest. Mit proletarischem Grusg Wir bitten Dich uns wieder vou jeder Versammlung Bericht einzu. senden. für den Reichsarbeiterausschuss узимет Im Zusammenhang mit diesem Briefe ver-[ ausstellen und neben den eigenen Kosten einen verzeichnen.... Im übrigen eine Partei, die öffentlichte der„ Volkswille" ebenso wie wir, Teil der Kosten Dörflers übernehmen. Genosse Horn lehnte auch nach einem zweiten Versuche im völkischer Hinsicht auch die bestmögliche Unter- unter dem Titel einen derartigen Ausgleich ab. stützung aller bürgerlichen deutschen Parteien verdient. Ist es doch gerade der deutsche ArbeitsDie Wahrheit über Rußland fiir fommunistisches Geld" Joloky großen russischen Reiche in derart turzer 3eit wie im vorliegenden Falle unmöglich die Wahrheit über Rußland schreiben und sprechen kann und wenn der Privatkläger daher öffentlich fundgemachte Versammlungen plafatieren läßt, er spreche aus seinen Wahrnehmungen in Rußland, so hat er damit schon die 1 n= wahrheit gejagt. Infolgedessen war der Angeklagte freizuspre chen und dem Ankläger die Kosten des Strafverfahrens aufzuerlegen. Nach Schluß des Beweisverfahrens, in dem auch zutage kam, daß Dörfler nicht nur die in plas, auf den die Angehörigen dieser Bartei den einen Artikel, in dem das Verhalten Dörflers und dem Briefe des Reichsarbeiterrates erwähnten größten Anspruch haben, der auch von bürgerlicher der kommunistischen Partei entsprechend gekenn- Gelder und Diäten, nicht nur das Handgeld Seite egal ob aktivistisch oder negativistisch zeichnet wurde. Der Artikel verfehlte nicht seine für die Reise nach Prag und einen Vorschuß, sonanerkannt werden muß." Wirkung. Die Kommunisten schrien auf, Dörfler dern auch einen Teil des Ertrages der in Neudek So ist es! Auf den deutschen Arbeitsplab erhielt einen Wint und flagte sowohl den veranstalteten Sammlung für Rußlandreisen ergehört der deutsche nationalsozialistische Arbeiter; Bolkswille", als auch den" Sozialdemokrat" halten hat, schilderte der Verteidiger, Genosse Dr. Gerade jetzt wird von den Kommunisten wiedan herrscht Ordnung und Ruhe, dann ist die Das Gericht sollte dem Dörfler bestätigen, daß enisch aus Neudek, in ausführlicher und der für eine neue Rußlanddelegation Versöhnung von Stapital und Arbeit, dann ist der es mit der Ueberzeugung eines Sozialdemokraten überzeugender Weise den Zweck der Rukland Stimmung gemacht, die unter noch größerem Traum vom sozialen Alldeutschland erfüllt. Die vereinbar fei, gegen den Willen seiner Partei an delegationen und die Art ihres Zustandekommens, Geldaufwand demnächst abreisen soll. Die Kom bürgerlichchen völkischen Parteien- egal, ob af- einer von den Sommunisten arrangierten Reise das Verhalten Dörflers und seine Rolle vom munisten haben vor Abreise der neuen Delegation tivistisch oder negativistisch wissen schon, was nach Rußland teilzunehmen, nach der Heimkehr Standpunkte der politischen Moral. Es sei nicht den Wunsch ausgedrückt, daß der Arbeiterschaft sie an den Nationalsozialisten haben. Und die in kommunistischen Versammlungen gegen die nur das Recht, sondern auch die Pflicht einer dieses Staates gerichtsordnungsmäßig bestätigt Nationalsozialisten werden trachten, auch weiter Sozialdemokraten aufzutreten und für seine Tä sozialdemokratischen Zeitung, im öffentli= werde, was es mit den Rußlanddelegationen für hin sich zu bemühen, sich dieses Belobungsdekretes tigkeit von der kommunistischen Partei bzw. demchen Interesse auf solche Erscheinungen, wie ein Bewandinis hat. würdig zu zeigen. Reichsarbeiterausschuß, den die Sozialdemokraten fie der Klage zugrundeliegen, hinsiveisen. Es Dieser Wunsch ist nun erfüllt worden! Seite 4. Tages- Neuigkeiten. Gefährdung der Kunft. standen werden. Neue Schiffstatastrophen. London, 27. Oktober. Der italienische beim Untergang des italienischen Dampfers Dampfer„ Siabo" strandete an einem Felsen bei Principessa Mafalda" ungefähr 300 bis 350 den Scilly- usein. Der Stapitän und 31 Mann Personen ums Leben famen. der Bejaßung wurden gereitet. Sechs Mann werden vermißt. New Norf, 29. Oftober. Kurz nach Mitternacht jind von dem italienischen Dampfer Labor" SOS- Ruse gehört worden. Der Dampier, der Schraubenbruch erlitten hat, be. findet sich etwa 100 Meilen südlich von Rana iudet Feuerschiff. Schiffbrüchige treiben vier Wochen auf dem Meer. Sonntag, 30. Oftober 1927. Die franzöfifchen Radikalen für ein neues Lintstartell. Nachtfibung nahm der Kongreß der radikalen Paris, 29. Oktober. In einer stürmischen Partei eine vom Deputierten Daladier vorge schlagene Resolution an, welche die von Frant in Bouillon vertretene Politik der nationalen Einheit verwir ft. Weiterhin werden jedwede New Jori, 29. Oftober. Während des Stur Wahlübereinkommen mit den Rechtsparteien mes in der Nacht auf Samstag rettete der verworfen und die Einheit der Linksparteien Dampfer Bolendami" in einer Entfernung von auf Grundlage eines Minimal- Aktions- und 35 Meilen von Bermudas zehn Mann auf einem Reformprogramms empfohlen. fleinen ungedeckten Boot. Sie befanden sich be reits seit dem 2. Oftober auf dem Weere, wo der New York, 29. Ottober.( Reuter.) Fünf Schoner, auf dem fic fuhren, Schiffbruch erlitt. Fünf Schoner, auf dem sie fuhren, Schiffbruch erlitt. Mieiben von der Küste des Staates Massachussets Sie waren auf dem Wege nach Bermudas und rommte der großze italienische Frachidampfer waren vollkommen vom Hunger erschöpft. President Wilson" im dichten Nebel auf offenem Meere einen Schooner, der sofort unterging. Man nimmt an, daß hiebei 20 Wann der Besazung des Schooners ums Leben komen. Drei Wiann wurden gerettet. " Doch 300 Lote beim Untergang Der„ Mafalda? ner, welche sich zur fritischen Zeit in der Nähe der Ortschaften aufhielten, die Kinder entführten und mit sim nahmen. Vierfacher Mord in Polen. In den Torse Justinow bei Lodz ist eine deutsche Kolonisten Sturm an der englischen Küste. familie einer furchtbaren Bluttat zum Opfer gefal len. Die Familie des deutschen Landwirts Friedrich London, 29. Oktober.( Reuter.) Bei heftigem se lemmt wurde von einem Nachbar ermordet auf Sturm in der Nacht auf heute wurden viele gefunden. Außer dem Ehemann war auch die Fran Schiffe an die englische Küste geworfen. Auf das und die beiden Töchter im Alter von 27 und 18 Jah. verzweifelte Rufen eines spanischen Petroleum- ren getötet worden. Die Kriminalpolizei hat feftor. dampfers um Hilfe, wurden sogleich Silfsdampfer stellt, daß es sich um einen Raumord handelt. eutsendet. Die telephonische Verbindung Irlands Am nächsten Samstag sollte die Hochzeit der ältesten mit England war für sechs Stunden vollkommen Tochter stattfinden. Im Dorf ging das Gerücht um, unterbrochen, außer der Linie London- Dublin. daß das Mädchen von dem Vater eine Mitgift xxxxxxx bon cima 5000 art erhalte. Die Raubmörder haben es auf diese Summe abgesehen gehabt. Gegen machten die ganze Familie im Schlafzimmer nieder. Dann durchwühlten sie die ganze Wohnung nach der Boute. Als mutmaßliche Täter sind vier Personen Das deutsche Kunstleben in der Tschechoslo wakei, das unter der herrschenden Staatspolitik, unter ungünstigen Wirtschaftsverhältnissen und nicht zuletzt unter einer Geographie leidet, die der Stulturentvid lung abträglich ist, mußte sich außer dem wiederholt durch fleinliche Schikanen und Willkürakte einzelner Behörden arge Drosselungen gefallen laffen. Ganz besonders zeigte sich das auf dem Gebiete des Theaters, dessen Entfaltung beispielsweise öfters durch Verbote der Einreise ausländischer Stünstler gehemmt wurde. Den Grund, besser gefagt den Vorwand folcher Verbote bot der Hinweis auf den notwendigen Schu des heimischen Arbeitsmarktes. Bu diesem Schutz hat nun die Regierung im Barla ment einen Gesetzesantrag eingebracht, mit dessen allgemeiner Bedeutung wir uns noch beschäftigen werden, von dem aber heute schon gesagt werden fann, daß er die Gefahr einer systematischen Schädigung des sudetendeutschen Runstlebens. vor allem des Theaters, in sich birgt. Denn unter dieses Gesetz, das die Beschäftigung von Ausländern von nun an eine behördliche Bewilligung und Bestätigung knüpft, würden auc London, 29. Oktober.( AR.) Den neuesten die Arbeitnehmer in höheren Pri Nachrichten zufolge bestehen Befürchtungen, daß batdiensten" fallen, und darunter fönnen, 0000000000000000XXXXXXXXXXXXXXX000000XXXXXXX follen vielleicht sogar, unter anderem auch die Josef Otta aus Aussig in der Station Josef Otta aus Aussig in der Station| Der Krieg der Zukunft ein Giftgastricg. Künstler( Schauspieler, Sänger usw.) ver Maria Ratfchi B. Beim Aufspringen leber dieses ungemein interessante und für die zwei Uhr nachts drongen sie in das Gehöft ein und In 31 Defterreich hat man in einer Durch auf den fahrenden Zug rutschte er aus Zukunft der Böller schicksalsvolle Problem führungsverordnung zum sogenannten Inlands und kam so unglücklich unter die Räder, daß ſein ſpricht Gen. Prof. Ernſt Bloch aus Brünn, der Arbeiter Schutzgesetz von dessen Bestimmungen Körper durchtrennt und er nur als schredlich ver- bekannte Verfasser der Broschüre über dieses die Solisten, Regisseure, Stapellmeister, Drama fümmelte Leiche geborgen werden fonnte. Die Thema. im Rahmen der Orisgruppe Prag des Die Staatenlosen. Eine staatenlose Schrifts turgen und Direktoren ausdrüdlich ausgenommen. Stern des erst 25jährigen Otta veranlaßten die fuzialistischen Jugendverbandes Dienstag, den uch in Polen fallen die ausübenden Stünstler Neberführung nach Auffig( die Beerdigung fand 1. November 1927, im Lidovy Dum, Dělnická ſtellerin schreibt der Wiener Arbeiter Zeitung": nicht unter das analoge Gefeß. Denn es bedeutete Samstag ſtatt). Den Eltern und Verwandten akademic, Hybernergaffe. Btginn 8 Uhr abends. Wenn von den Staatenlosen die Rede ist, da bört man oft die erstaunte Frage: Staatenlos? Was ja eine Kulturwidrigkeit, eine Lahmlegung der wendet sich die innigfte Teilnahme zu. Der Tod im Nord- Expreß. Der rätselhajte Tod ist das? Ja, gibt es denn überhaupt so etwas?" Entfaltungsmöglichkeiten der Stunst, wenn man Vei der Ortsvertretungswahl in Johannes, des Pariser Professors Victor Contant, der am Sawohl, das gibt es, das hat es schon vor dem fie, die ganz vom Ingenium und den persönlichen dorf, Gemeinde Bürgerstein, wurden Mittwoch in der Nähe von Hamm im D Zug Paris Striege gegeben, und jeßt zählt man der StaatenLeistungen abhängig ist, nach rein territorial- wirt- 486 Wahlberechtigten 471 Stimmen abgegeben Berlin- Warschau leblos aufgefunden wurde, hat lofen so viele, daß ihr Problem geradezu mir zu schaftlichen Gesichtspunkten reglementieren würde. von denen 467 gültig waren. Auf die Liste der seine Aufklärung erfahren. Es liegt kein Ver- den brennenden gehört. In vielen Fällen- nicht und insbesondere für die deutsche Kunst in der deutschen Sozialdemokraten entfielen brechen vor, sondern der Tod ist auf innere immer sind die Staatenlosen Kreuzungspros Tschechoslowakei würde eine solche, scheinbar mnr 244 Stimmen, auf die deutschnationale Lifte 233 Berblutung zurückzuführen. Anscheinend ist der dufte verschiedener Raffen und Nationalitäten, gegen ausländische Personen sich richtende Maß Stimmen. Da die Wahl nach dem relativen Er- Professor, der sich in der Toilette eingeſchloſſen hatte, wie sie besonders in der alten österreichiſch- uuganahme, einen katastrophalen Schlag bedeuten. gebnisse stattfand, wurde die ganze Liste der sozial- ich su rasieren, bei einer scharfen Kurve so un rischen Monarchie häufig waren, und haben schon Denn während die tschechische Stunst hier im bemokratischen Partei gewählt, und zwar 15 Ber- glücklich gestürzt, daß er sich die innere Blutung dabei deshalb in den Nationalstaaten die allgemeine Bande ja von Natur aus selbstgenügsam ist, find treter. Ein Rechtsstreit zwischen Ortsvertretung Einstellung gegen sich. Sie sind Mischlinge, die wir hier verhältnismäßig fleine Stammesteile und privater Lichtgenossenschaft hatte die Gegner Gedränge wegen Mädchenbeinen. Ein unge weder zur herrschenden Majorität noch auch zu einer großen Nation, deren Hauptkulturquellen sehr siegeszuversichtlich gestimmt, doch die Wähler wöhnlicher Unfall ereignete sich in London. Vor irgendeiner beſtimmten Minorität gehören, die und zentren jenseits der tschechoslowakischen Gren entschieder fich für die Richtigkeit der Politif der dem Schaufenster eines Konfektionsgeschäftes hatte also vollkommen isoliert und im wahrsten Sinne zen liegen. Den Zuſtrom von dort zu uns irgend gewesenen Ortsvertretung, welche ebenfalls in der sich eine große Menschenmenge angesammelt. Die des Wortes entre chtet und enterbt sind. wo und irgendwie zu dämmen, hieße eine der Mehrheit sozialdemokratisch war. Firma war auf einen neuen Reflantetrid verfallen. Sie haben aus irgendeinem Grunde keine nach Hauptadern unserer Stunft unterbinden. Hinter einem dunkeln Wandschirm führten die beiden weisbare Zuständigkeit" und werden von den Mädchens Charlestonschritte aus. Plöslich entstand lichkeiten aus einem Staat in den anderen getrie in Seidenstrümpfe gehüllten Beine eines jungen daraus entstehenden Unflarheiten und Unzuträg unter der Menge ein Gedränge, weil ein Autobus ben. Sie sind überall daheim und nirgends, sie dicht vorüberfuhr. Zahlreiche Berionen, die am find ruhelos, gleich dem fagenhaften Ahasver. Schaufenster standen, wurden durch die Glasscheibe Aber auch das Wandern ist für diese Verstoßenen Ermordung von Europäern eine Strafexpedition. in die Ausloge gedrückt. Dabei erlitten 22 Personen mit namenlosen Schwierigkeiten verbunden. Denn Verletzungen. Wir wollen hoffen, daß die Bürgerregierung und insbesondere ihre deutschen Faktoren, nicht auch noch dieser kultur und nationalpolitischen Untat sich schuldig machen werden! Gintägiger Hausarrest für alle Zücken. Buzog. verhaftet worden. meldet aus Welbourne: Einer Meldung von den Straferpedition gegen Eingeborene. Times" Salomon- Inseln zufolge unternimmt ein LanSungsforps in der Stärke von 150 Matrofen und weißen sowie eingeborenen Polizisten wegen der Ein Kreuzer und zwei Silfsschiffe liegen an der da sie nirgends heimatberechtigt sind, können sic Anfäßlich der ersten Volkszählung. Küste, um die Landungstruppen zu unterstützen. Von den Pilgern, die nicht alle werden. Die auch feinen ordnungsgemäßen Paß erhalten. Was Konstantinopel, 29. Oftober.( Reuter.) Ge- Ein Arbeitsloser erhält Arbeit und wird vor Besucherzahl des Wallfahrtsortes Lourdes( in das in der heutigen Zeit der Paßquälereien bedeus stern wurde in all enTeilen der Türkischen Re- Freude irrjinnig. Aus Mattersburg wird gemeldet: Frankreich) hat dieses Jahr eine außerordentliche tet, bedarf feiner näheren Erläuterung. Es war publik die erste Volkszählung durchgeführt. Im Der Schmiedegehilfe Andreas afob aus Böt- Söhe erreicht. Nach dem Bericht der Eisenbahn- ja schon die Rede davon, daß der Völkerbund Auftrage der Behörden mußten alle Bewohner beitslosigkeit in der bittersten Not lebte, be- Fahrkarten von ankommenden Pilgern abgegeben. Aber jetzt schweigt wieder die Geschichte. Und telsdorf, welcher lange Zeit hindurch infolge Ar station wurden von Jänner bis Oftober 526.882 Verfügungen treffen wolle, die das Paßwesen für die Staatenlosen zum Gegenstand haben sollten. Konstantinopels den ganzen Tag zu Hause blei fam dieser Tage in der Schmiedewerkstätte der Damit ist jedoch nur ein Teil des Fremdenzustro- doch tut Abhilfe dringend not, denn hier ist eine ben, so daß diese ehemalige Hauptstadt des Tür Hirmer uderfabrit eine Anstellung. Dies mes erfaßt, da die sehr zahlreichen GesellschaftsTischen Reiches einer Stadt der Toten glich. verfette ihn in die heftigste freudige Aufreifen in diefer Statistil nicht enthalten find, ganze, wiewohl nicht einheitliche, sondern in alle Winde zerstreute Menschengruppe in ihren Allein in Konstantinopel wurden für die Volts Er bildete sich ein, in der Zeit vor Chrifti Geburt Auto lommen. Man schäßt den Gesamtbesuch in Staatenlosen sind vielleicht wenigstens teil redung, die in Geistesverwirrung überging. ebensowenig die Zahl derjenigen Bilger, die im elementarsten Eristenzbedingungen bedroht. Die zählung 6500 Beamte, die durch Polizisten und gelebt zu haben und persönlich der heilige Petrus dieser Saison auf 1.5 Millionen. Vielleicht weise hervorragende Typen des Europäertums. Militär unterstützt waren, verwendet. zu sein. Auch glaubte er, überirdische Macht zu wird die deutsche Reichsbahn demnächst auch eine hr Vaterland ist nicht ein einzelner Staat. fon besigen und das Erdbeben am 8. d. verursacht zu Statistik über den Besuch von Konnersreuth her- dern der Kontinent. Ihre Stellung zwischen den Ihr haben. Zuletzt meinte er, der Besizer der Hirmer ausgeben, Nationen macht sie naturgemäß zu pazifistischen Suderfabrik zu sein, und baute Beamte und An Von Zigeunern entführte Kinder? In der letz- Elementen. Deswegen könnten sie soweit Bildung gestellte ab. Als der Direktor der Zuckerfabrik Als der Direttor der Zuckerfabrif ten Zeit haben sich in der Umgebung von I mit und Persönlichkeit sie dazu befähigen, als Binde munft zu bringen, padie ihn Jafob an der Stehle murde einer Familie in Groß- Wisternis ein drei hörden aller Länder sollten sich des Problems der versuchte, ihn durch gütliches Zureden zur Verversuchte, ihn durch gütliches Zureden zur Ber- michrfach Entführungen von Kindern ereignet. So glieder eine fulturelle Aufgabe erfüllen. Die Beund bedrohte ihn mit einer Eisenstange. Nur mit jähriger Stnabe entführt und ſeit vergangenem Mon- Staatenlosen annehmen, indem sie ihre FreiLiſt gelang es, den Irrfinnigen von seiner Artog vermißt eine Nimlauer und eine Nirtlowitzer zügigkeit erleichtern sowie ihre Niederlassungsbeitsstätte zu entfernen und in eine Heilanstalt Familie Stnaben im Alter von drei und vier möglichkeit an dem Orte, den sie selbst für nach Wien zu bringen. Jahren. Es besteht der Verdacht, daß 3igeuden hierzu geeignetsten halten. Nobelpreisträger. Dem Professor Johannes Fibiger an der Universität Stopenhagen wurde der Nobelpreis für Physiologie und Medizin für das Jahr 1926 und dem Professor Julius Wagner von Jauregg an der Universitat Wien der gleiche Preis für das Jahr 1927 erteilt. Vom fahrenden Zug zerfleischt. Dienstag, den 25. Oftober, verunglückte der Eisenbahnbedienstete Rundfunk für Alle! Programm für morgen, Montag. Brag, 319, 11: Schallplattenmusif. 11.35: Bandwirtschafts. funt. 12: Seitfignal, Breffenachrichten. 12.05: Mittagskonzert. 13.05: Rundfunt für Industrie, Sandel und Gewerbe. 13.35: Börsennachrichten. 15.15: rauenfunt. 16: Vortrag. Gaserplo fionen. 16.15: Landwirtfwaftsfunt. 16.25: Börsennachrichten und Hopfenmarftpreise. 16.30: Rachmittagsfongert. 17.30: Bortrag. Das Gesetz über die achtstündige Arbeitszeit. 17.15: Deutsche Sendung Welterbericht unb Tagesneuigteiten vom Brehoito, hierauf: Direttor Dr.& enei, ei chenberger Sparfaffa, Reichenberg: Schulfpartan 13.30: tener. tragung aus dem Nationaltheater. Smetana: ibula". 22: Seitfignal, lepte Nachrichten des Breßbüros, llebersicht der Tagesereignisse und Sportnachrichten. 22.15: beaterned) tiaten. 22.20: Schallplattenmuff. Brünn, 111, 12.15: Schallplattenmufit. 14.30: Brager Effeftenbörse, Wettervorausfage, Breffe, Sport- und Theaternachrichten. 18: Beitfignat Deutsche Breffenachrichten. 18.10: Deutsche Sendung. Bürgermeister star! Lieb: Die Bedeutung des Sparens. 18.25: Beitfragen über Pflanzen fchuk. 18.40: Der 81. Oftober als Spar- eierlag in der ganzen Welt 19: Wochenfulturübersicht. 19.20: Abendtonzert. 1. Albini: Ouverture„ Baron Trent". 2 Mascagni: Duber ture und Siziliane aus„ Cavalleria rusticana". 3. Leon caballo:„ Saza". 19.40: Englisch. 20: Stonzert. Smetana: 1. Böhmische Länge. 2. Abendlieber. 3 Böhmische Tänge. 20.30: Bunter Abend. 22: Wie Brag Triv. Wien. 517, 11: Bormittagsmuftf. 16.15: Nachmittags. Tongert. 17.15: Das Crbbeben von gifabon 18.15. cimat foju. 19.15: Wiener Bremieren. 20.05: Opernfragmente. Sürich. 588, 12.32: Mittagsfonzert. 5: Goallplatten fonzert. 16: Zanzmusif. 17.10: Jugendfiunbe. 19.32: Das Tierleben in den Tiefen des Mittelmeers 20: Boltstüm Hayes Ormefterfongert. 20.10: Alemannischer Dialertabenb. 12.20: Stonzert. Deutschland. Programm für Dienstag: Prag. 319, 9: Landwirtschaftsfunt. 10: Mirojenmufit. 11: Rormittagskonzert. 12: Rundfunt für Industrie, Sandel und Gewerbe, 16: iuberede. 16.15: Bortrag: Kirobof blüten. 16.30: Blasmusif. 17.30. Vortrag: Grablichter. 17.45: Glaführung sum fchedisch deutschen Sprachfurs. Interrebung eines Tfchechen mit einem Deut fajen." 18: cutfe Sendung. Welterbericht und Tagess Rönigswusterhausen, 1250, 12: Englisch. 15: Ländliche neuigkeiten vom prebbüro, hierauf: Dr. Rob. Hohlbaum, Frauenberufe. 15.10: Stomanweisungen und Sveifefolgen. asien: ius eigenen Werlen. 18.30: Bortrag: Ueber Arbeits 16: Ennifunoliae ragen. 17: Frühmittelalterliche Mufir lofenunterstügung. 19.15: Leichte Musir. 20: Meltere Duver in Deutschland. 18: Arnold Bödlin. 18.30: Englifo). 18.55: turen. 1. Wallace: Miaritana. 2. Pinber: Fra Diavolo. Landwirtschaft und Eisenbabutarifreform. 10 20: Birt 3. Waffenet: Der Nönig von Lahore. 4. Boieldieu: Johann fchafitimleit im Betriebe. 20.30: Hebertragung von Berlin, von Baris. 5. Marinarella. 21: bendronzert. 1. Wagner: 181. Martin Luther, 22.30: Wanbolumenfonsert. Tannhäuser. Ouverture. 2. Wagner: 5 Gedichte. 3. Fibim: resian, 323, 12.15: Gajallplattentonzert. 16.30: NonToman und die Waldelfe 1. ibi: Saton. 22: Seitfignat. sert. 18: us den Zifahreden Luthers. 18.30: Seitere Berglesie Nachrichten des Breßbüros, Uebersicht der Tageserein mannsgefchichten. 10.05: Guies Deutfo). 10.45: Bid in die uiffe und Sportnachrichten. 22.15: Theateruachrichten. 22.20: Seit 20.10: ziederffunde. 21: Dichter als Beifahrer und Langmuir Bagabunden. Brünn. 411. 8.55: Glodengeläute. 9. Kirgenmufit. Frautfurt, 129, 15.30: Jugendstunde. 16.30: Die Opez 1. Tregler: Jubiläumsmejie. 2. Brozif: Offertorium. 11: der Woche. 18.30: Arnois Bödlin. 19.30: anon", Oper Mangers. 1. Haydn: Symphonie Nr. 100. 2. Mozart: a) Das bon Waffenet. Sebzalfaies Gesangskonzert." Bellchen; b) Wiegenlied; c) Ständchen. 3. Weber: Duber Hamburg, 395. 12.30: Wintagefonzert. 14.05: Sausture Oberon". 1. Schubert: Lieder aus Die fchöne fonsert. 16.15: Sieberstunde 17: Stulturiiteratifine Zeit erin" 5. hendelssohn: Suite aus Ein Sommernachts. bilber. 18: Sanstongeri. 18.30: Die lufgaben der Sozialraum": a) Scherzo; b) Notturno: c) Jntermezzo appaffio politit. 18.55: Lobengrin". Over von Wagner. Langenberg, 160, 13.10: ittagsfongert. 16.15; Frauen finnde. 16.45: wujitpfiene im Unterricht. 17.30: ChopinStunde. 18.30: Reformation und neue Seit. 19.20: Das heutige Rußland. 19.45: Das Buch in der Familic. 20.15: war. Wagner: Charfreitagszauber. 20: Abend Nomantisches und Pvaniaffisoves. 22.20: Zangmulit. Breßburg, 300, 16: Landwirtschaftsfunt. 17: Konzert. 1. Beethoven: Slabiertrio op. 1, Nr. 2. 2. 3oerster: Slavier. 2cipsin, 366, 16.30: Ordefterfonsert. 13.05: Rundfunt trio. 18: Die Efowafei aur Seit der ungarischen Gewalt und Breffe. 19: Die Lutherstadt Bauben. 19.30: Luthers herrschaft. 18.15: Der Simmel im Oftober. 18.30: wie Braa. Eine fefte Burg". 20.15: Orchestertonzert. Bibaldi Monzert Stoidu, 1870, 19: Resitation. 10.15: Breffenachrichten. Moll. Säudel: Concerto aroio Dion: Cellotonsert. 10.25: Stonzert. 1. Dvorát: Klavierquartett. 2. Suf: Alovic: Mozart: Serenata Nollurma. 22.15: Tanzmusir. Wünchen, 536, 12.30: Schallplattenfonzert. 14.45: Budapest, 556, 17.30: Sigeunermujit. 18.30: Geo- rauenstunde. 10.15: Goethe und das junge Deutschland. graphischer Bortrag. 10: Radiobotfchaft. 20: euifc 17.15: 28erfe für alvei Slaviers. 18.30: Wobitmachung in Sprachstunde. 20.30: Gebentfeier für Stefan Zissa. 22.30: Saue, Sof und Feld. 19.15: Unterhaltungskonzert. 20.15: Bigennermusit Sum Wellsparing. 21: Abendveranstaltung 22.30: Edjach. Stuttgart, 380. 12.30: Gajallplattentonzert. 16.15. Nach mittagskonzert. 18.15: Sur ruffifchen umfunft. 18.15: Bastelitunde. 10.15: Sigarettenhumor in deutscher Dichtung. 20: Das Stonzert", ufifpiel von wahr. Daventry, 1604, 13: Quartett. 14: Orgelfongeri. 16.15: Tanatee. 18.15: Stinderstunde. 19: Quartett. 20.15: Bachs franzöfifche Suiten. 20.25: Vorlefung in ocuifcher Sprache. 20.45: svammermufit. 22 35: Pit- Seidelberg, Luft spiel von Meher Förster. 24: Lanamufit. Blom, 450, 17.15: Zanamufir. 20.10: Stonzert. symphonic. Bach: Streuzftabfontate. Hebbel: Requiem. Mo 3art: Slabierfongert c- moll. Gauberi: gitanei. Strauß: Tob im Sabre. 19.30: Requiem von Mozart. und Berflärung. 16: Nammiltagefonzert. 18.15: Ein 208 fongert. 16: Zanzmusir. 17.10: inderstunde. 20: Ordhelter Züria), 588, 12.32: mittagsfonsert. 15: Nachmittags fonzert. 20.10: Geiftliche Lieder und rien. 22.10: an mufir. Deutschland. Königswusterhausen, 1250, 12: Granzofija). 16.30: Spanish. 16.30: Das jüngste Franticia). 17: Die Bor gänge in China. 18.30: Spanisch. 18.55: Sunt 100. Zobes tag auffs. 19.20: Sterdichtungen. 20: Hebertragung aus Stuttgart, 380, Requiem von Berdi. Berlin, 184, 12: Stundengeläut 16: Braftifche beutiche Jugendarbeit. 16.30: unterbaltungsmufit. 18 45: Buder funde. 19:. Stundengeläut. 19.10: Die Berliner Museen. 19.10: Erfcheinungen des Offullismus. 20.15: ie Leipzig. Breslau, 323, 12.15: Schallplattentonzert. 15.15: Sin derstunde. 16.30: Ouverturen. 18: Seitgemäße Wirtschafts francn. 10: Die Organisation des Büfferbundes. 19.30: Berimte über Stunft und Literatur. 20.10: Interviews. 20.30: Eine fieine Nachtmufif. 21.30: Solländer Abend. Donizetti stongert. 19 30: Frauenstunde. 10 20: ubeutfo Frautfurt, 429, 15.30: Jugendstunde. 16 30: Bellinis Tafelmaleriei. 19.15: Die Bedeutung der Taubſtuumen bildung. 20.15: Stammermusif. 21.15: Orchefterfonzert. Schallplattenfongert. nato; b) Tang; c) Hochzeitsmarsch 6. Schumann: Lieber aus dem Suflus: Dichterliebe" 7 Wagner: Ouverture Rienzi". 17: Naomittagstonzert. 18: Deutsche SenDung. Witw.: Overnfänger Eugen Gutb, am slabier Hamburg, 395, 12.30: Wittagsfonzert. 14.05: Saud fonaert. 16.15: Ein Landstnedtleben. 17: Der verzog von fongeri. 1. Auber: Des Teufels Anteil. Ouverture. 2. Si Viciningen. 18: Blauberstunde. 19: Rechte und Pflichten in belius: Balfe trifte. 3. Debuffy: Sie Spieldofe. 4. Frand: den Genoffenschaften. 10.25: Die benifch- atlantische Exper Danse lente. 5. Saint- Saens: Balletmufir aus ein dition des Wieteor". 20:" Der Tor und der Tod". bort rich VILL.", 21: Seitere Rezitation. 21.20: Stonzert. 1. No- ojmannsthal. 21.15: Lieder und Arien. 22.30: Die altuelle Emivan. 3. Janáčct: 4. Stunc: 3 Rieber. 22: Wie prag. vaf: Erinnerungen. 2. Stricta: a) Wiegenlieb: b) Der Stunde. Zanzmusif. 22.20: Wie Prag. Breßburg, 300, 18.15: Blasmufit. 1. Onflob: Quintett. 2. Eboraf: a) Arie aus Die bl. Ludmilla"; b) Infla matus". 3. Euren: Das Gebet. 19.20: Warum wir" feinen fohol trinken sollen. 19.10: Neber Bienenzucht. 20: Wie Brag. Rafchan, 1870, 19: Vortrag für die Jugend. 10.15: Breffenachrichten. 19.25: Solistentonzert. Budapest, 556, 10: Sochamt. 11.45: Bibel- Matinée. Wien, 517, 10.15: Chorvorträge. 11: Simphonietonaert. Sach: Introduktion, Choral und Suge. Haydn: Trauer Langenberg, 169, 13.10: Stammerfongert. 14.30: 314 bleibe ich gefund? 17.15: Mozart- Reger- Stunde. 13.35: Das heutige Rußland. 19.20: Bom Gebeimnis des Todes. 19.55: Totengebichte. 20.30: Orgelfonzert. Leipzig, 306, 12: Schallplattentonzert. 16 30: admit lagstonzert. 18.03: Frauenfunt. 19: Fic olmvischen Spiele ber Neuzeit. 10.30: Die erste deutsche Revolution. 20.15: Romanischer Abend. 22.15: Stonzert. München, 536, 16: Harmoniumfonzert. 16.30: Regen den des chriftlichen Mittelalters. 17: Lifat- Stunde. 17.55: Quintett von Brudner. 20; König David", symphonifer Pfalm von Honegger. Sonntag, 30. Oktober 1927. Ein Photo- Preisausschreiben Das Tier imp Lichtbild" veranstaltet die„ Vereinigung der Tierfreunde" Prag. Die Bedingungen sind bei JUDr. Kurt Libora, Prag XII., Manesova 44, zat erfragen, wohin auch alle Einsendungen bis 1. Dezem ber zu richten sind. Profeſſor Genoffe Sttis aus Brünn hält am 5. November in der Brager ,, Urania" einen Vortrag über die Riviera". Volkswirtschaft. Gin seltenes Jubiläum. 60 Jahre genossenschaftlich organisiert. Die ältesten Veteranen der Konsumvereins Bewegung dürften zwei Mitglieder in Roble in Nordmähren sein, welche am 23. Oftober 1. 3. ihr 60jähriges Genossenschaftsjubiläum feiern Prager Verkehrskatastrophen. Freitag nach fonnten. mittags fuhr bei Horoměřic, in der Nähe Prags, An diesem Sonntag wurde auch die ordent ein Auto in den Straßengraben und überschlug ihe Mitgliederversammlung von der Konjum fich zweimal. Von den Insassen wurden drei, und Spargenossenschaft für Nordmähren und und zwar Josef Seuchal aus Michle, ein Fräulein Weftschlesien in Mähr. Schönberg, für die BerRužička und ein Herr Patet, getötet und nur teilungsstelle Nr. 15 in Roble abgehalten. An eine Person, ein junges Mädchen, kam mit leich läßlich dieser Mitgliederversammlung wurde auch teren Verlegungen davon. Freitag nachmittags gleichzeitig der 60jährige Bestand dieser Vertei famt es in Brag selbst in der Nähe des Landes lungsstelle gefeiert, nachdem der ehemals felb gerichtsgebäudes zu einem schweren Verſtändige Konsumverein Roble im Jahre 1867 gefehrsunfall. Ein Wagen der Achtzehner gründet wurde und im Jahre 1918 fich mit der Achtzehner- gründet linie der Straßenbahn fuhr in ein haltendes Nordmährischen Genossenschaft Mähr. Schönberg Auto, das dadurch wiederum in den Wagen der fufionierte. Es ist gewiß schon bedeutungsvoll, Bierzehnerlinie gestoßen wurde. Durch den An- daß in einem so fleinen Orte, wie es Roble ist, prall wurde eine Person schwer und neun Ber- schon so frühzeitig der genossenschaftliche Gedante jonen leicht verletzt. Der Schwerverletzte ist der durchgedrungen ist und daß der Konsumverein Führer des Motorwagens der Achtzehnerlinie, während diefer Zeit immer feinen Platz behauptet Stafal, dem ein Auge herausgeschlagen wurde und hat und auch heute noch gegenüber der Konturder außerdem blutige Verlegungen am Kopfe renz seine Pflicht erfüllt. erlitt. Gerichtssaal. Seite 5. seinen Vertreter Direktor Zaremba immer wie daher dem Basaltwert, die gegenwärtigen Löhne der, daß die Preise für Sand und Schotter immer entsprechend zu erhöhen. Diese Erklärung des mehr sinken, die Konkurrenz zu groß ist, das Werk Lohnschiedsgerichtes fommt einer Brandmarkung feinen Gewinn abwerfe und daher keinerlei Lohn des Ausbeutungssystems im Hochmeisterischen erhöhung gewährt werden könne. Aber dadurch, Basaltwert gleich. Jetzt sind die Herren verdaß der deutsche Bauarbeiterverband die priester pflichtet, die Löhne entsprechend zu erhöhen. Der liche Ordensgesellschaft vor die Behörden schleppte deutsche Bauarbeiterverband hat mit Rücksicht und dadurch, daß unsere sozialdemokratische auf die Erklärung des Lohnschiedsgerichtes die Preffe die Ausbeutung unbarmherzig geißelte, feinerzeit überreichten Lohnforderungen für die fahen sich die reichen Herren des Deutsch- Ordens Bajaltarbeiter urgiert und die Arbeiter sind neu gezwungen, etwas zu tun und sie erhöhten im gierung, ob nun der millionenreiche Deutschorden, Juli 1927 den meisten Arbeitern den Taglohn um nachdem sich alle seine Ausreden als Märchen erachtzig Seller und im September ein zwei- wiefen haben, endlich christlich zu handeln bereit tesmal um eine Krone, so daß im ganzen sein wird. eine 5 bis 10prozentige Lohnerhöhung zu ver- Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit zeichnen war. in der Tschechoslowakei im Jahre 1927 Das war aber mit Rücksicht auf die zu nic drigen Löhne viel zu wenig und der Kampf Die soeben erschienenen Nachrichten des wurde fortgesetzt. Die reichen Ordensbündler staatlichen statistischen Amtes enthalten unter an glaubten aber, nunmehr ihrer Pflicht Genüge ge- derem auch eine Uebersicht über die Zahl der nicht fan zu haben und als schneeweiße Unschuldsengel untergebrachten Stellenbewerber bei den Arbeitsvor dem Lohnschiedsgericht erscheinen zu können. vermittlungsanstalten. Es waren dies im Jahre Ja vielleicht wäre es den schwarzen Herren auch 1927: im Jänner 83.271, im Feber 83.305, int gelungen, wenn nicht die Teufelshand des deut Wärz 71.867, im April 60.260, im Mai 52.470, schen Bauarbeiterverbandes im Spiele gewesen im Juni 45.460, im Juli 39.832, und im Auguſt wäre. Durch den vom Verbande geführten Zen- 40.863. Wie man sicht ist die Zahl der Arbeitsgenbeweis wurde nämlich beim Bezirksgericht in osen seit Beginn dieses Jahres bis zum Monat Römerstadt festgestellt, daß die Preise für Sand Das Bedeutendste an diesem Jubiläum ist es und Schotter feit 1922( wo die Arbeitslöhne jo- hingegen wieder zum erstenmal gestiegen. jedoch, daß bei demselben zwei alte Genossen gar noch um 20 Prozent abgebaut worden sind) Der Konsum- und Sparverein„ Vorwärts" schaftsveteranen begrüßt werden konnten, welche um 35 Prozent gestiegen sind. Damit war nun in Karlsbad III vormals Altrohlau veröffentlicht durch volle 60 Jahre treu und opferwillig und der priesterlichen Bafaltwerksverwaltung, deren feinen Jahresbericht vom 1. Juli 1926 bis zum ohne Unterbrechung dem Genossenschaftsgedanken Hauptfunktionär der Bischof Klein ist, die Maske 30. Juni 1927 in Form eines Genossen Die Unverleßlichkeit der Totenaschens Inoff, welcher 85 Jahre alt ist und wiesen, daß das ganze Gerede vom Preissinken entnehmen diesem Kalender, daß der Jahresgedient haben. Es sind dies der Genossenschafter herabgerissen und nun war es für jedermann er- fchaftskalenders für das Jahr 1928. Wir Prag, 27. Oftober. Durch das Gesetz vom 7. De die Genoffenschafterin Cäcilia Blaschet, und Drauszahlen eine unwahrheit war. Das umfaß des Vereines im Verichtsjahr mehr als zember 1921,§ 20, Nr. 464/21 S. d. G. 11. V., wird welche 80 Jahre zählt. Der erste ist mit 27 Jah Wert hat durch diese kolossale Preissteigerung 31% Will. Kronen betragen und gegen das Jahr die Unverleßlichkeit der in einer Urne verschlossenen ren, die lettere mit 20 Jahren als Gründungs- und durch den Lohnabbau viele Millionen einge zuvor um fast 1% Will. wieder zugenommen hat. Aiche nach einer eingeäscherten Person gewährleistet mitglied des Konsumvereines Rohle beigetreten steckt und der Arbeiterschaft gegenüber wurde das Die Zahl der Mitglieder war am 30. Juni 1927 und jede Beschädigung einer solchen Urne gejeblich und es wurden diese beiden alten Pioniere auch in Draufzahlen geheuchelt. 10.541. Der Verein hat eine Reihe von Eigen geahndet, um einen Mißbrauch mit der Asche zu der stattgefundenen Genossenschaftsversammlung Am 12 Oftober I. J. fand nun die Verhand produktionsstätten, so eine Bäckerei in Alt- Roblau, berhindern. dementsprechend geehrt. Die beiden Jubilare wur lung beim Brünner Lohnschiedsgericht statt. Das eine andere in Platten, eine Flaschenbierabfül Auf Grund dieses Gesetzes waren heute nicht den vor der Versammlung mit dem Personenauto Gericht hat zwar die Lohnklage gegen den Deutsch- lung, eine Sodawasser und Limonadenerzeugung, weniger als vier Personen angeklagt, denen es wohl der Genossenschaft von ihren Wohnungen abge- orden wegen Unzuständigkeit des Gerichtes abge- eine Effig- und Getränkeerzeugung, eine Sauerferne lag, eine Urne, die ihnen übergeben wurde, holt und in das Versammlungslokal geleitet. In wiesen, erklärte aber, daß die gegenwärtigen, also frautfabrikation, eine Kaffee und Getreideröstemutwillig zu beschädigen, die aber ohne Wissen und demselben, welches bis auf das letzte Plätzchen ge die erhöhten Löhne wirklich zu niedrig sind und rei und eine Tischlerei. Der Stand des Spareinohne Einverständnis der Verwandten der eingefüllt war, wurden die Jubilare von den Vertre- wenn das Lohnschiedsgericht zuständig gewefen lagenfontos weist eine Summe von 7% Millionen äscherten Personen mit einer Urne, in welcher sich fern der Zentralverwaltung begrüßt und nahm wäre, würde es das Basaltwerk des Deutsch- aus. Der Jahresbericht bietet jo das Bild der Asche befand, ungesetzlich vorgingen, indem sie die an der eigens hergerichteten Tafel Platz. Im Ordens zur Zehlung von höheren Löhnen verur Blüte dieses großen, immer mehr sich entfaltenAsche in eine andere, neue Urne schütteten. Versammlungsbericht, welcher vom Geschäftsfüh- teilt haben. Das Lohnschiedsgericht empfiehlt den Konsumvereines. Am 16. März 1926 starb der Advokat Dr. Nerer der Genossenschaft Gen. Schreier erstattet 0000000000000000000000000000000000°°********************* AAUH besty und wurde drei Tage später eingeäschert. wurde, wurden alle die geschichtlichen Begeben Der Sohn des Verstorbenen beauftragte einen Bra heiten der vergangenen Jahrzehnte berührt und ger Architekten, ihm auf dem Weinberger Friedhof ganz besonders derjenigen gedacht, welche als einen Grabstein mit einer Urne zu sichern. Der mutige und entschlossene Personen den Genossenbrünstigen Leidenschaftlichkeit ihres Vortrages ist sie nes die Firma Višef& Co., mit der Herstellung Ganz besonders aber wurde der beiden anwesen Konzert. gegenwärtig sicher unerreicht. Sie wurde mit Recht der Urne die Firma Vostřel& Cizef in Lieben. den Jubilare gedacht und es wurde ihnen der Kapellmeister Steinberg hai es ver- enthusiastisch gefeiert. Daß gerade dieses erste außerAm 10. Juli sollte die Urne am Weinberger Fried Dank der gesamten Bewegung auf das herzlichit standen, gleich das erste unter seiner Leitung abge- ordentliche philharmonische Konzert so schlecht besucht hef aufgestellt werden. Als die amtliche Kremato ausgesprochen. Kein Auge blieb in der Versamme haltene philharmonische Konzert des war, ist ganz und gar unverständlich; denn allein die riumsurne in die neubestellte Urne ausgeleert wer- lung trocken, als mit so rührenden Worten alles deutschen Theaterorchesters zu einem be- Schubert'sche Symphonie und Erica Morinis einzigden sollte, wurde festgestellt, daß die neue Urne- Vergangene behandelt wurde, und vom Referen- deutenden fünstlerischen Ereignisse zu gestalten, und artige Geigenfunst hätten das sogenannte„ kunstzu flein angefertigt wurde! Der Vertreter der Firma ten die heutige Größe der genossenschaftlichen Be zwar nicht nur hinsichtlich des zu Gehör gebrachten sinnige" Prager Publikum in Scharen in das Theater Više! übernahm mit Einverständnis der Verwand- wegung, mit verschiedenen Ziffern und Beispie- symphonischen Programmes, sondern auch locken sollen. ten die Urne, um eine größere anfertigen zu lassen. Ten, aufgezeigt wurde. ind vor allem hinsichtlich der füustlerische it Am 13. Juli sollte die Asche in die neue Urne über- Zum Schluß wurde den beiden Pionieren Durchführung. Nach dem ausgezeichneten fünft schüttet werden. Der Vertreter der Verwandien der nordmährischen Genossenschaftsbewegung und lerischen Ergebnisse dieses philharmonischen Konzer ſtellte aber fest, daß die Urne nicht mit der aus dem zum Zeichen der Dankbarkeit für ihre trene und Krematorium stammenden Urne identisch sei, die opferivillige Mitarbeit ein kleines Geschenk über nationalen Musikweit ein Orchesterdirigent ganz tes glauben wir, daß in Steinberg der inter Krematoriumurne war rund, die neue Urne ediger reicht. Es wurde jedem Jubilar ein großer Korb großen Formates herauwächst, der berufen ist, im Form. Wie nun ermittelt wurde, hatte der Architekt übergeben, welcher mit sämtlichen Eigenproduf- Stonzertsaale bald eine führende Rolle zu spielen. die Firma beauftragt, die Asche bereits in die neue ten gefüllt war und welcher diesen alten Vetera Seit seinem ersten Debüt als Konzertdirigent bei Urne zu schütten, ohne daß die Verwandten hiebei nen zeigen sollte, was aus dem gefäten Samen dem vor kaum vierzehn Tagen stattgefundenen anwesend waren oder davon Kenntnis hatten. Der forn hente geworden ist. Außerdem wurde noch Mozart- Brudner Konzert hat sich Steinbergs Kunſt Es erhielten Preise für Literatur: St. W. Gesellschafter der Firma Vostřel, Burdaj, hatte jedem der beiden Gründer ein in der Genossen der fonzerimäßigen Orchesterbehandlung sprunghaft Caper Chod, Antonin Sova, Josef Kopia, einem Arbeiter, namens Rolanda, den Befehlschaftsbäckerei hergestellter Weihnachtsstollen, ferrasch weiterentwickelt. Ganz ungewöhnlich vervoll- Jan Spotify, Viktor Dy!, Tereza Vansova. gegeben, die neue Urne zur Firma Višef zu tragen, ner ein großes Bild der Zentralanlagen der Ge- tommnet hat er sich vor allem in dynamischer Sin- Preise für Musik: Leoš Janáček, J. B. wo der Arbeiter die verlötete Kremateriumsurne nossenschaft und je ein Sparkassabuch mit Kronen sicht und in der Stunft der Gliederung, des wirkoerster, Ferdinand Bach, Gabriela Horvá aufriß und die Ueberschüttung der Asche aus der 500.- Einlage überreicht. Nur derjenige, der samen Aufbaues und der Gradation. Franz chutova, Otakar Ostrčil. Strematoriumsurne in die neue Urne vornahm. Zeuge dieser Szene sein konnte, kann nachfühlen, Wegen dieser unerlaubten Manipulation, die wie rührend diese schlichte Feier gewesen ist und der Arbeiter im Auftrage seiner Firma vornahm, die beiden Jubilare strahlten förmlich vor Freude hatte er sich heute vor dem Straffenate unter dem über die Ehrung, welche ihnen zuteil wurde und Vorsitze des OLGR. Bouček zu verantworten, welche sie sich nie erhofft hatten. mit ihm gleichzeitig die Gesellschafter der Firma Vostřel& Cizet, die Ziseleure Vit Burdai und Ludwig Oizek und der Architekt Novy. Alle Angeflagten erklärten, von dem Gesetze keine Kenntnis gehabt zu haben. Sie hätten in bestem Glauben gehandelt, da sie die fertige Urne mit der eingefüll ten Asche den Verwandten übergeben, bzw. auf dem bestimmten Orte in ihrer Gegenwart zur Aufstel lung bringen wollten. Der Senat sprach alle Angeklagten frei, da die Absicht einer mutwilligen Beschädigung vollkommen ferne gelegen war und weil anzunehmen ist, daß auch bei der leber schüttung der Asche nichts Pietätswidriges vorge' ommen sei. Kunst und Wissen. Wiſſen. Außerordentliches philharmonisches Klangfülle und Größe ihres Geigeniones und in der Architekt betraute mit der Herstellung des Grabstei schaftsgedanken gegründet und gefördert haben. Außerordentliches philharmoniſches brochen einer Organisation zu dienen, 60 Jahre ununterbrochen nur im Konsumverein einzukau fen wie es diese beiden Jubilare getan haben ist bestimmt der Mühe wert, diese geschichtliche Begebenheit der gesamten Mitivelt zur Kenntnis u bringen. C. J. Staatspreise für Literatur, Theater Staatspreise und Mufit. Das Ministerium für Schulwesen und Volksfuftur hat eine Reihe von Staatspreisen- natürlich nur an Tschechen, das versteht sich unter der Mitregierung Spinas und Mayr- Hartings doch von selbſt verlichen. Preise für dramatische Sunst: die Brüder Capet, Stanislav om, Eduard Sohont, 2. Sedláčkova, N. S. Silar. Einen außerordentlichen Staatspreis erhielt Otmar Vañorny. berts Symphonie Nr. 7 in C- dur, die das Hauptwerk des Monzertes war, geriet ihn in diesem Sinne ganz hervorragend: die Edsätze erklangen in vorbildlicher und alle„ himmlischen Längen" Schn berts vergessen machender rhythmischer Straffheit, Wir wünschen deshalb diesen beiden alten, das beglückend schöne Andante der Symphonie hörte braven Genossenschaftsveteranen, daß es ihnen man in geradezu idealer Klanglicher Abtönung. Als noch lange gegönnt sein möge, unter uns zu Novität dieses Konzertes hatte Steinberg eine Hilfsverein für bedürftige Oesterrei Ensemble- Gastspiel der Wiener Staatsoper. Der weilen und fnüpfen auch die begründete Hoffnung Symphonie in C- dur von seinem Kölner cher in der tschechoslowakischen Republik in Praa daran, daß sich die heutige Jugend ein Muster Studienkollegen Paul Dessau zur Urauffüb veranstaltet am Vorabend des österreichischen Staats. Urauffüh- veranstaltet an der Opferwilligkeit und der Treue dieser bei rung gebracht. Diese Symphonie, die einfäßig gefeiertages, das ist am 11. November, unter dem Proden Jubilare nehmen sollte. 60 Jahre ununterschrieben ist, sich aber deutlich in mehrere Teile glietektorate des österreichischen Gesandten Dr. Ferdi dert, fönnte man als erotische" Symphonie bezeich nand Waref, eine Festvorstellung im Neuen Dent nen, denn ihre thematische Artung, die dem homoschen Theater. Zur Aufführung gelangt die Oper phonen Sabe auffallend huldigt und weit ausgespon Aida", bei welcher folgende Mitglieder der Wiener nene Unisono- und Ottavengänge liebt, ihr harmo- Staatsoper mitwirken: Die Damen Nemeth und nisch bizarres und groteskes instrumentales Gewand re; ew sta, die Herren Stablenberg, Jer. Olczewska, stempeln sie dazu. Die besten Teile der halbstündigen ger, Norbert. Musikalische Leitung: Herr KapellSymphonic sind ein grotesker, scherzartiger Sab und meister Seger von der Wiener Staatsoper. Vorein durch schöne melodische Linie, weitbogige Archi merkungen für Logen und Sitzpläke nimmt nur tektonik sowie ſtiliſtiſche und formale Geschlossenheit schriftlich und unverbindlich die Stanzlei des österauffallender Andante- Sab im Dreivierteltatt. Gereichischen Silfsvereines Prag II., Václavské nám. mäßigte, fast konservativ anmutende und ſtart atoual 3/11, entgegen. betonte Stellen halten einander in der Symphonie die Wage. Ist diese Symphonie das Ersuingswerk Als nächste Movitäten find in Vorbereitung: thres Schöpfers, dann berechtigt sie zu bedeutenden Bruno Franks Schauspiel„ 12.000", PreHoffnungen auf das weitere Schaffen Paul Desmiere Dienstag, den 8. November." Weittwoch, den 9. November wird als Teist feier das Lustspiel aus, dessen Namen man sich wird merken müssen. Eingeleitet wurde das Konzert durch eine interessante. 2 mphitryon" in der Kleinen Bühne in Szene Mozart verwandte dreijäßige Symphonie in G. geben. Es bildet zugleich die erste Vorstellung im moll von dem 1730 in Mannheim geborenen JoZyklus der literarischen Abende. Die Oper bereitet als nächste Neuheit Mrazeks„ Madonna am hann Stamiz- Schüler Franz Bed, die als Er st Bischof und Arbeiter. Jung verdorben. Der deutsche Bauarbeiterverband hat im Prag, 27. Oftober. Anton C. iſt ein sechzehn Frühjahre 1927 eine Lobubewegung für die Bafähriges Früchtel, das als uneheliches Kind zur Welt faltarbeiter im Hochmeiſteriſchen Basaltwerk in gekommen, später von dem Gatten seiner Mutter Friedland a. d. Mohra( Mähren) eingelei adoptiert wurde. Er ist jetzt postenlos, gibt aber an, tet, weil die Basaltarbeiter mit dem Hungerlohn früher in einem Geschäfte in Zižkov Diener gewesen von 10 Stronen bis 18.20 kronen pro Tag uur zu sein. Anton war ein fleißiger Besucher des Spiel ein elendes Auskommen finden fönnen. Diese plates, wo die deutsche Schuljugend spielt, nämlich Lohnbewegung ist noch nicht beendet und wird auf dem Spielplatz der Kaiserinsel in Bubenisch. solange geführt werden. bis auch der Verwalter Wiederholt kamen den Schülern dort Wertsachen des Basaltiwertes, der Bischof Klein zur Einsicht fort, ohne daß der Schuldige ermittelt werden konnte. fommt, daß die ausgebeuteten Basaltarbeiter, Endlich faßte man Freund Anton, der sich so sehr durch deren fleißige Arbeit der Deutschorden Mil um den Sport der Schuljugend zu interessieren lionennewinne eingefact hat, Anspruch auf hinaufführung für Prag gespielt wurde. Spliwieien; ann" vor. schien. Im ganzen waren dor: im Verlaufe des reichende Löhne haben. stin des Konzertes war die Geigerin Erica Zyklus literarischer Abende. Das SonderabonSommers den Schülern fünf silberne Uhren, ein Mit der Vermittlung zwischen dem deutschen Morini, eine der berühmtesten Schülerinnen desnement zu besonders ermäßigten Prei Regenmantel, ein Ueberrock und ein Fahrrad gestoh. Bauarbeiterverband und dem Basaltwerk waren weltberühmten tschechischen Violinpädagogen Ottokar fen für die sechs literarischen Abende der Kleinen len worden. Die Schadenszi fer beträgt über 3000 K. fchon beschäftigt u. a. das Gewerbeinspektorat in Seveit, die Glazunows effektvolles Violin- Bühne gelangt täglich zur Ausgabe. Der erste Abend Anton gab den Diebstahl von allen Sachen mit Aus- Olmüß, die politische Bezirksverwaltung in Rötonzert mit Orchesterbegleitung und einige flei- bringt Wittwoch. 8. November, Amphitryon". nahme von zwei Uhren zu, die er nicht gestohlen merſtadt und das Landesarbeitsvermittlungsamt nere Stäcke mit Stlavierbegleitung spielte. Erica. Ihm folgen im Laufe dieser Spielzeit:„ Stella" haben will. Er erhielt in der heutigen Verhandlung in Brünn, sowic, und zwar zuletzt das Brünner Morini, die schon als Wunderkind Aufsehen er-( in der Urfassung), Kabale und Liebe“,„ Der Hofvor dem Senate des OLGR Bouček drei Mo Lohnichiedsgericht und das Bezirksgericht in Rö regte, ist heute eine Geigerin allerersten Ranges; in meister" von Lenz, Hans Sachs- Abend,„ Der Großnate schweren Sterkers unbedingt. Seine anwesende, merstadt Alle Behörden sind überzeugt worden, der phänomenalen Sicherheit ihrer Technik, in der fophia“ und„ Der Bürgergeneral" von Goethe. ganz trostlose Mutter bat den Verteidiger, gegen das daß die Basaltarbeiter furchtbar ausgenützt wer verblüffenden Reinheit und Klarheit ihrer Passagen, Abonnementskarten für alle sechs Abende von 60 bis Strafausmaß Berufung einzulegen. den, aber der geistliche Orden behauptete durch Glageolettöne und Doppelgriffe, in der wundervollen 180 Stronen. Seite 6. Olly- Polly, die neue Operette von Arnold und Bach, Musik von Walter Rollo, wird Samstag, den 5. November in der Kleinen Bühne zum ersten Male in Szene gehen. Das Diaghileff- Ensemble kommt nach Prag. Das Prager Publikum wird am 21., 22. und 23. November durch ein Gastspiel im Neuen Deutschen Theater Gelegenheit erhalten, das russische Diaghiloff Balleti fennen zu lernen, Das Ensemble, das aus über 60 Personen besteht, fommit mit eigenen, von ersten Künstlern geschaffenen Dekorationen. Bereits ab Montag, den 7. November, werden Vormerkungen an der Tageskafja entgegen. genommen, und zwar vom 7. bis 9. November aus. schließlich für die Abonnenten. Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Heute, Sonntag, 2½ Uhr, Arbeitervorstellung: ,, Volponc." 7% Uhr( 23-8):„ Mein Freund Teddy." Montag( 24-4), 7 Uhr:„ Der liebe Augustin." Dienstag, 2% Uhr: Gräfin Mariya." 7% Uhr( 23-1):„ Der Freischis." Mittwoch( 26-2), 7 Uhr:„ Sommernachts= traum." Donnerstag( 27-3), 7 Uhr:„ Don Intan." Freitag( 28-4), 7 Uhr:„ Walzertraum." Samstag( 31-3), 7 Uhr:„ Sommernachtstraum." Sonntag, 11 Uhr:" Singvercinsfonzert. 2% Uhr: Cavalleria rusti cana",„ Baja330." 7% Uhr( 30-2): erbstmanöver." Montag( 29-1), 7 Uhr:„ Maskenball." LCSmith& Bros Wran- llrania- Kino". NOS „ Metropolis“. Das unvergleichliche Meisterwerk mit seinen technischen Wunderleistungen! Sichern Sie sich bei der großen Nachfrage rechtzeitig Karten. Wran Urania Kino. Sente drei Vorfüh rungen: 3, halb 6 und 8 Uhr. Morgen, Montag, halb 6 1hr, sonst täglich halb 6 und 8 Uhr Smetschkagajje. Urania Biokasse: 10-1 und 3-7 Uhr. T. 20429. Aus der Partei. Sonntag, 30. Oftober 1927. LCSmith Amerikanische KUGELLAGER- Schreibmaschine mit leichtem Anschlag, stillem Gang. General- Vertretung GIBIAN& CO., PRAG II., Lucerna.-Tel. 29823-24 ganisation der Naturfreunde, die sich über mehrere Länder erstreckt, besitzt 310 Unterkunfts- und Schutz. hütten, daven 64 in Desterreich. Zurnen. Ein niederländisches Landes- Arbeitersportfest als Vorprobe zum Arbeiter- Olympia in Wien. Im Laufe des Jahres 1928 wird ein Landes Arbeitersportfest zur Propaganda für den Arbeitersport auf breitester Grundlage veranstaltet werden, das eine Vorprobe des großen Geschehens werden soll, das im Jahre 1931 für die gesamte Arbeiter- Sportinternationale in Wien in Aussicht steht. Fußball. Geräteturmettlamps Lausit- Thüringen- Schle Deutsche sozialdemokratische Bezirksorganisation jien. Vollbesetztes Haus, sehr gute Leistungen. ThüSpielplan der Kleinen Bühne. Sonning, 3 Uhr: Prag. Donnerstag, den 3. November, um 8 1hr ringen überlegener Sieger. Ergebnisse: Thüringen Seidenstrümpfe." 7% Uhr:„ Miz Choco obenos im Gewerkschaftshaus, Prag I., Perštyn, 1010 Punkte, Lausitz 951, Schlesien 900. Tate." Montag:„ Bunbury." Dienstag, 3 Uhr: Parteiversammlung. Tagesordnung: Das „ Kukuli“ 7½" Uhr:„ Gyges und sein Ergebnis der Gemeindewahlen und unsere nächsten Ring." Mittwoch:„ Meine entzückende Aufgaben. Genossen und Genossinnen! Erscheinet Frau." Donnerstag:„ ufuli." Freitag: zahlreich und pünktlich. ,, Gyges und sein Ring." Samstag:„ OllyBolly." Sonntag, 3 Uhr:„ Orly Polly)." 7½ Uhr:„ Bunbury." Montag: ,, Rutuli." Bereinsnachrichten. „ Urania“. Wochenprogram mt. Turnen und Sport. 3501 Sahl: 1077/27. Ausschreibung. Die Bezirksverwaltungsfommission in Aussig 5101 bringt hiemit für den Krankenhausneubau in Ausig nachfolgende Arbeiten zur öffentlichen Ausschreibung. 1. Anstreicherarbeiten für das Wäschereis und Küchengebäude, 2. Tischler und Schlosserarbeiten( Fenster) für das interne Hauptgebände, 3. Kanalisierung für das Küchen- und interne Hauptgebäude, 4. Plattenpflaster und Wandverkleidungen für das Wäscherei und Küchengebäude, 5. Holzbetonstrich für das Wäscherei- und Küchengebäude, 6. Linoleumbelag für das Wäscherei- und Küchengebäude, 7. Torfoleumbelag für das Küchengebäude. Die Pläne können in der Kanzlei der BezirksAblehnung von Russenspielen in Oesterreich. Der Vorstand des„ Askö"( Arbeiterbund für Sport und Körperpflege Oesterreich) hat seine 3ustimmung zur Austragung von Spielen des Mos. fanter Sportklubs Dynamo in Vöslan und anderen Orten nicht gegeben. Vöslau hat die verwaltungskommission in Aussig, Große WallVerbindung mit Moskau durch Vermittlung von Straße 31, ab 2. November 1927, in der Zeit von 10 Uhr vorm. bis 1 Uhr mittags, eingesehen werden. Eine Vereinigungskonferenz der Arbeitersport- kommunistischer Seite und unter Umgebung des Astö verbände Polens. Hente, den 30. d. findet in war aufgenommen. Die Pariser Beschlüsse der 253. schau sch an die Vereinigungskonferenz der Arbeitersport- fagen flipp und flar, daß Abschlüsse von sportlichen Veranstaltungen mit Mannschaften von Verbänden, die nicht der LSZ. angeschlossen sind, nur von Berband zu Verband getätigt werden dürfen. verbände Polens statt. Au der Konferenz werden jolgende Verbände teilnehmen: 1. Arbeiter Turnund Sportbund( deutscher Verband), 2. Luh" aus Heute, Sonntag, 11 Uhr:„ Das Tierpara- Lemberg( ukrainischer Verband), 3.„ Jutrznia" aus dics," Kulturfilm. Warschau( jüdischer Verband), 4. Zwiaref RobotMontag, 8 Uhr: Aus eigenen Werken," niczych Stowarzyszen Sportowych( polnischer Ver Dr. Robert Hohlbaum. band). Es ist zu hoffen, daß dieser Konferenz die Montag, 8 Uhr: Das Tierparadies," Vereinigung der Arbeitersportbewegung in Polen Kulturfilm. herbeiführen wird. Mittwoch, 3 Uhr: Salif Storch," Märchenfilm. Kindernachmittag: Kinosaal. Der Aufstieg des Niederländischen Arbeitersportbundes. Mit Hilfe der Gewerkschaftsbewegung wurde Mittwoch, 6 Uhr: Erziehungsberatung. jetzt auch eine Arbeitersport Ortsgruppe in der Refi Mittwoch, 7 Uhr: Urania- Radiobund.den; Haag mit zirka 200 Mitgliedern errichtet, neue Kurse: Dr. Labus und B. Guttmann. Mittwoch, 8 Uhr: Kärnten, das Land Mitglieder melden sich dauernd an. Wichtig ist, daß der Seen und der Berge," mit 100 teils far- bis auf einen Ort alle größeren Ortschaften an der bigen Lichtbildern. Direktor Frib Münichs dorfer, Franzensbad. Donnerstag, 6 Uhr: Impressionismus und Expressionismus in der Dichtung und der bildenden Kunst," Prof. Dr. Messer. Freitag, 6 Uhr: Moderne Gastlichkeit und gesellschaftliche Formen," Staroline Schönau. Freitag, 8 Uhr:" Der Film" mit praktischen Beispielen. Redakteur Dem l. Freitag, 8 Uhr: Moderne Ausdrucksfulturim Tanz" Tanzabend: Traute Piatke, Bodenbach. Am Flügel: Rud. Miche I. Samstag, 3 Uhr: Das zweite Verbandsturnfest in Aussig," Kulturfilm. Samstag, 8 Uhr:„ Die französische Ri. viera," mit Lichtbildern, Prof. Dr. Hugo Itis, Brünn. Eisenbahnlinie Amsterdam- Rotterdam ihre Arbeitersport- Ortsgruppen haben. Weiter wurden in Gemeinschaft mit der örtlichen Gewerkschaftsbewegung Vorbereitungen zur Gründung von Vereinen in Enschede, Wieppel, Hengelo und Almelo getroffen, alles Plätze mit starker Arbeiterbevölkerung. Der Bund der Handels- und Bureau- Angestellten ist zur Errichtung verschiedener Klubs zwecks Ausübung von Korbball, Athletik, Fußball, Turnen und Tennis übergegangen. – In Rotterdam bildete sich ein Schwimmklab, der unter der Arbeiterklasse weitgehende Propaganda macht. Die sich in sehr guten Zustand befindende Arbeitersportbewegung in Amsterdam ist zur Errichtung eines Tennisklubs übergegangen. Es ist eine sehr erfreuliche Tatsache, daß der Arbeitersportbund diesen Sport in die Hände der proletarischen Silasse überleitet. Tennis war bisher das Vergnügen der Besitzenden und ihrer Artgenossen. Allmählich, aber unaufhaltsam gedeiht das Werf. Der Niederländische Arbeitersportbund besteht und bleibt Zu den Konzerten: Sauer und Sing- bestchen! Möge er wachsen und blühen zum Segen akademie ermäßigte Starten. des niederländischen Proletariats. Karten zu allen Veranstaltungen, Mitglie der Neuanmeldungen und MitgliedskartenJeder 36. Wiener ist Mitglied der proletarischen Erneuerungen( Jahrestarte 18 K) täglich, halb Naturfreunde- Organisation. 50.000 Naturfreunde10-1 und 3-7 Uhr: Urania- Biokasse, Smetschka- Mitglieder werden insgesamt in Wien gezählt, dazu gasse. Tel. 20429. tommt ein steter Zustrom neuer Anhänger. Die Dr. Dazu sämtliche Kurse der„ Urania- Volfshochschule." Der König der Könige. Leichtathletik. Die diesjährigen leichtathletischen Höstchleistungen des finnischen Arbeiter- Sportbundes. 30 Meter: Etholen 7 Set. 100 Meter: V. Mattila 11.1 Sef. 500 Wieter: V Salojärvi 1: 07.1 Min. 600 Meter: N. Bothas 1: 25.1 Min. 2000 Meter: N. Bothas 5: 40.4 Main. 15.000 Meter: R. Röttö 48: 19.3 Wein. Stafetten: 4 × 100 Meter: Stullervo( Helsinki) 43.7 Sef.; 10X100 Meter: Jyry( Helsinki) 1: 541 Win.; 4X100 Weter: Kullervo 3: 27.9 Min.; 3mal 1000 Wieter: Visa( Helsinki) 8: 02.9 Min. Stabhoch sprung:. Flink 3.55 Meter. Speerwerfen: A. Viren 61.21 Meter. Schwimmen. In Europas größten Hallenbad 2000 Kinder bei einem Arbeiter- Kinderschwimmfeste. Der 8000 Witglieder umfassende Wiener Arbeiter Schwimmvere'n hat im Amalienbad Wien erstmals ein Kinderschwimmfest durchgeführt, dem über 2000 Kinder zu aben. 200 Stinder zeigten Stilſchwimmen, Reigenschwimmen und Sprünge, zwischendurch gab es humoristische Darbietungen. Es muß als eine glänzende Idee bezeichnet werden, die Kinder durch solche Art von Veranstaltungen dem Arbeitersport zuzuführen. Boren. Die lettische Boger- Landesmannschaft in Deutschland. Mehrere lettische Landesmeister und der Olympiasieger im Halbschwergewicht gehören der Mannschaft an. Ihre Leistungen sind sehr gut und zeugen von eifrigen Training. Die Ergebnisse der bisherigen Stämpfe sind: In Hagen 11: 5 für Lettland, Braunschweig 9: 7 für Deutschland, Magdeburg 7: 5 für Lettland, Roßlau 11: 3 für Lettland, Hamburg 10: 6 für Lettland, Leipzig 7: 5 für Lettland. Die Offertunterlagen sind daselbst gegen Erlag der Eigenkoſten zu erhalten. Die Bezirksverwaltungsfommission behält sich bzw. die eingelangten Offerten, gegebenenfalls die das Recht der freien Wahl unter den Bewerbern, Rüdweisung aller vor. Eine Bergütung der Offerten erfolgt nicht. Die ordnungsgemäß gestempelten und ver jiegelten Offerte mit der Kennschrift ,, Krankenhaus. Neubau" sind bis spätestens 15. November 1927 in der Einlaufstelle der Bezirksverwaltungskommission einzureichen. Bezirksverwaltungskommission Aussig, am 27. Oftober 1927. Der Vorsitzende: Rud. Müller. Kuh& Kretsch Erzeugung sämtlicher feiner Liquere, Rum und Brandy etc. sowie alkoholfreier Getränke Teplitz- Schönau Engros- Verkauf im Hofgebäude Büro I. Stock Eingang durch den Hausflur. 4527 Verlangen Sie in jeder Verkaufsstelle des Konsumvereines SELCHWAREN der Firma HEGNER& Cie., PILSEN Selchwaren der Fa. HEGNER& Cie., PILSEN. SIND DIE ALLERBESTEN! Alle Drucksachen llefert prompt und billigst vollbrachten Wunder bei der Heilung von Lahmen, I den Leuten einen guten Tag macht und sonderbarerSiechen und sonstigen Strüppeln. Er heilt auch weise auch das Unmöglichste erreicht. noch immer nicht im Bilde- ein kleines blindes Mädchen und als dieses allmählich zu sehen beginnt ( regietechnisch ist diese Szene wunderbar!), bekomm! auch der Zuschauer zum erstenmal Jesus zu sehen: cin fonventionelles Bild, wie man es aus den un zähligen Malereien, Gedenktafeln usw. fennt, mit dem die Schwarzröcke das Land überschwemmen. Von nun au hält sich das Manuskript( Jeanie Macpher son) streng an die Evangelien und zeigt das Wirken Jeju, seine wundersamen Heilungen, den Verrat Judas', die Gefangennahme und Streuzigung, die Auferstehung und Himmelfahrt. H. B. Warner, der Jesus spielt, iſt ein sehr Druck- u. Verlagsanstalt B. H. TEPLITZ- SCHÖNAU, Tischlergasse. Zu dem neuen Großfilm Cecil B. de Milles. guter Schauspieler( man fennt ihn aus früheren FilEs ist kein Wunder, daß man gerade in dem liche Leistung gezeigt hat), hat aber seiner Gestalt allmen, z. B. aus Silentium", wo er eine Herrpuritanischen Amerika den Chriſtus Film drehte. zu viel Menschliches gegeben, so daß er nie wie ein Ebenso selbstverständlich scheint es, daß dieses Stück Gott wirken fann. Judas( Josef Schildkraut) niemand anderer als Cecil B. de Mille inszenierte, derselbe Spielleiter, der den vor einigen Jahren genicht ein Judas, wie man sich ihn landläufig vorist ebenfalls ein glänzender Darsteller, aber beileibe drehten Film Zehn Gebote" hergestellt hat. Die stellt. Pontius Pilatus( Victor Vartony) ist gut europäische Uraufführung hatte der Film anläßlich der Festspiele in Salzburg Ende August dieses Jah am Platze, ebenso Rudolf Schildkraut ais res, um ihm schon in vorhinein den Stempel des Kaiphas, der einzige Vollblutmensch unter allen DarKünstlerischen aufzudrücken und einen besonders seierstellern. In den übrigen Rollen sind beschäftigt, ohne lichen Charakter zu verleihen. Was natürlich nichts vei: stedt in diesem Film und doch hat man bei alle Torre, Wiarta Wazwa: Vereine, Gemeinden, irgendwie aufzufallen: Maria- Dorothy Cum- für Organisationen, mings, Peter- Ernest Magdalena- Jacqueline Logan. Eine linsumme von Geld, Intelligenz und Aran der Tatsache ändern kann, daß der Film neben weitem nicht das erreicht, was man erzielen wollte. seinen unbestreitbaren Vorzügen dennoch auch große Dem Film selbst fehlt in allererster Linie das Mysti. Fehler hat, Fehler, die man weder übersehen kann sche und Geheimnisvolle, das doch unbedingt nötig noch darf. ift, um den Stoff verständlich zu machen. Das Dreh, Die Regie von Cecil B. de Mille arbeitet mit gewohntem Aufwand von ſeinfühligem Fingerspitzen Die Handlung beginnt mit einem Gelage, das buch weist verschiedenartige Schwächen auf. Es ist gefühl für Massenwirkung. Rein filmisch genommen, die Sturtisane Maria Magdalena ihren reichen Ver- nicht leicht, zu erffären, warum Judas, anscheinend sind manche der Szenen wirklich von überwältigendem Reiz und malerischer Schönheit, Szenen, die ehrern veranstaltet hat. Gleich mit dem ersten Bilde ein vermögender Mensch, Jesus um dreißig berjetzt Voll- America ein: Pracht, Ausstattung, herrliche linge verrät, warum er ihn überhaupt verrät, warum stellenweise mitreißen und packen. Auch in technischer Banten, Panther, Zebras, alles in Naturfarben, er er sich ihm überhaupt angeschlossen hat, denn die Hinsicht findet man mancherlei Nenes. Die Photodrückend, staunenswert. Und man erfährt dabei, daß Protektion seiner hochgestellten Geliebten Maria graphie des Filmes( man kann keine Namen nennen, da manche Szenen des Filmes bis 27mal photogra Maria einen Liebhaber hat, Judas, der sie aber ver- Magdalena könnte ihm doch leichter zu Ruhm und nachlässigt, da er sich einem herumziehenden Zimmer- hoher Stellung verhelfen als die Hoffnung, der Meistpient woorden find ist unstreitig das beste an dem Stück, das trotz allen hier angeführten Schwächen und mann aus Nazareth angeschlossen hat. Judas als ster werde König werden und er, Judas, dann zu Liebhaber Maria Magdalenas: der Einfall ist ja gar feiner Rechten siven. Bei der Verhaftung Jeju ist Fehlern dennoch eine Sehenswürdigkeit ist. nicht schlecht und bringt in die verstaubte Geschichte es unverständlich, warum Judas den Meister küssen Ausdrücklich wäre zu betonen, daß der Film eine wenigstens ein bißchen pulsierendes Leben. Diese soll, alle Leute kennen ihn doch sehr gut! Um ungemein starte Suggestivkraft ausübt, was mit Nachricht bringt Maria auf und sie begibt sich in die zahlreichen„ Wunder" zu begreifen, muß man ja Rücksicht auf die ausgesprochen bejahende religiöse einem mit Zebras gezogenen Wagen dorthin, wo der an und für sich ein gläubiger Mensch sein, auf Tendenz. doppelt schwer in die Wagschale fällt. unbekannte Mann seine Wunder vollbringt. Jesus den nicht religiös mitfühlenden Zuschauer wirken sie Argus. selbst sieht man noch nicht, sondern bloß die von ihm wie der Hokuspokus eines Scharlatans, der sich aus Bibliotheken Gewerkschaften, Schulen usw. werden zwedent. sprechend zusammenge ftellt, sowie ergänzt, von der Bollsbuchhandlung Schöne, weiche Hände erzielen Sie nur durch Benützung von ,, PANAX" Toilette- Vaseline. Wirkt speziell nach dem Wasser. Feinst Dail glöckchen. Rosen und Waschen mit warmem mit Flieder. Veilchengeruch. I kleine Dose K 1'50. große Dose K 3In jeder Apotheke. Drogerie und Parfumerie zu haben. Erzeugt 4880 Ernst Sattler, Fr. Vitek& Co. Karlsbad. Parfümerie Fabrik Prag II., Vodičkova 33. Herausgeber: Dr. Ludwig Ez d Verantwortlicher Redakteur: Dr. Emii Strauß. Druck Deutsche Zeitungs- Aktien- Gesellschaft in Prag. Für den Druck verantwortlich: Otto Holih. Prag. Die Zeitungsmartenfraufatur wurde von der Bost. u. Telegraphen direktion mit Erlaßẞ Nr. 127.451/ VII/ 27 am 14. What 1927 bewilligt.