Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag, II., Лefazanta 18 Telephone: Tegesredattion: 26795, 31469. Nachtredaktion: 26707. Poftichedamt: 57544. Inserate werden laut Tarif billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen reisnachlaß. 7. Jahrgang. Epilog Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. zu drei Telegrammen. Reichlich spät und beinahe eiwas under mittelt hat der Außenminister drei Telegramme veröffentlichen lassen, die zwar den Fall Gajda nicht in einem neuen Licht erscheinen lajjen, aber sonst zum Nachdenken über mancherlei Dinge, die hierzulande vorgingen, gerade genug anregen. Sitten geglaubt haben. Mittwoch, 2. November 1927. Bezugs Bedingungen: Bei Justellung ins Haus oder bei Bezug durch die Bost: Ke 16.monatlich oierteljährlich halbjährig ganzjährig 48.96.192.Rüdstellung von Manuftripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarken. Erschein mit Ausnah des Montag täglich rib Nr. 256. Um die Erhaltung der Sozialversicherung. gerade die ärmsten und bedürftigsten Schichten aus der Alters- und Invalidenversicherung aus geschloffen werden sollen. Nicht einmal die laiserliche Regierung hat die Arbeiterschaft so provoziert wie die gegenwärtige Regierungsmehrheit. Der Grundsatz jeder Sozialpolitik ist Schutz der Schwachen; Ausscheidung der Bedürf tigsten aus der Sozialversicherung ist aber die unsozialste Politik, die man sich denken fann. Obwohl wir bei der Schaffung des Gesetzes nicht immer einer Meinung mit unseren tschechischen Freunden waren, sind wir mit ihnen nunmehr einig in dem geschlossenen und den prüfenden Diplomaten Sand in die publif geredei wie bei uns und den Staats- Anfang eine Affäre der Regierung, Augen streute. bürgern die schwersten Opfer für diese Sicherung er wird es vollends durch die drei Telegramme, Das einzige aljo, was jene dechiffrierten auferlegt, und nirgends hat man so leicht die für die Verantwortlichen so kompromittie Telegramme Interessantes boten, wurde für sinnig wie bei uns mit der Gefahr rend sind, daß man sich wundern muß, daß sie argwöhnisches Auge verfolgte die weiteren nichts geachtet, zu den Aften gelegt und fein gespielt. Der Fall Gajda war von allem auf die Dechiffrierung so viel Wert legten. Schritte des Schlachienlenters mit der fragwürdigen medizinischen Vorbildung. Ungestört tonnie Gajda als Divisionär von Ka cha u den Marsch nach Prag überlegen und die Armeebefehle Napoleons ſtudieren, um au Große Kundgebung der Sozialversicherungsanstalten und Gewerkschaften. jeinen Stil zu schulen, der des letzten Schliffes Gestern fand in Prag auf der Slawischen Abg. Genosse Taub Im Jahre 1920, als die Verhältnisse der noch bedurfte, bevor Mussoliniček dem Mussonsel eine mächtige Kundgebung gegen die er führt aus, daß die Regierungsvorlage schon des Muſſo Ber Sowjetrepublit zum übrigen Europa noch recht lini die Tinte reichen konnte. Er machte manch schlechterung der Sozialversicherung statt. Mehr wegen hellste Empörung hervorgerufen habe, weil gespannt waren, ließ das tschechoslowakische mal von sich reden, der junge Herr in Kaschau; als 1200 Delegierte waren dem Rufe der Ber- fie nicht im Einklang ist mit der tatsächlichen Außenministerium Telegramme, die es nach sen Auftreten bei den Gemeindewahlen, da er gefolgt, um gegen die vom Bürgerblod beabsich bände der Krankenkassen und der Gewerkschaften Wacht der Regierungsparteien. einer Vereinbarung mit Moskau der russischen den Soldaten durch Tagesbefehl auftrug, eine tigte Novellierung der Sozialversicherung Stel Mission in Prag zu überweisen hatte, de eigene für sie zusammengestellte fascistische Liste lung zu nehmen. Vertreten waren u. a. das chiffrieren, um sich über die Beziehungen zu wählen, hätte den Staatslenkern. jagen Ministerium für Gesundheitswesen( nicht aber unserer Stommunisten zu Moskau flar zu wer- müssen, daß derlei vielleicht nicht mit einem das Ministerium für soziale Fürsorge!), die den. Man wird in der Diplomatensprache aller Marich nach Rom, wohl aber mit einer Sprig- Zentralfozialversicherungsanstalt, die Unfallverhand ſchöne Ausdrücke für dieje Tätigkeit tour nach Köpenid enden könnte. Aber in den ſicherungsanstalten, die Allgemeine Pensions Die Kouzeffionen werden jedoch gerade jenen unserer diplomatischen Beamten finden und arglosen Taubenherzen unserer Politiker stieg anstalt, die Gewerkschaften, verschiedene Abgeord Schichten der Bevölkerung gewährt, welchen in sicher nachweisen, daß ein eminentes Interesse fein Verdacht auf und vielleicht hat jenes Tele netenklubs( für die deutschen sozialdemokratischen den letzten Jahren die größten Opfer gebracht des Staates gebot, die Dechiffrierung vorzu gramm, das Gajda als einen in Mostan wohl Abgeordneten die Genoffen Pohl und Tan b). worden find. Die finanziell stärksten Kreise der nehmen, sie bleibt aber trotzdem eine ganz ge angesehenen Mann erkennen ließ, noch dazu einen imponierenden Eindruck machte, wurde Behörden sollen eine unerträgliche Macht er Die Tagung, die durch den Waffenbesuch Republik sollen geschont werden. Die staatlichen wöhnliche Spielei, die für die Methoden der beigetragen, den Verdacht zu zerstreuen, daß er vom Abg. Gen. Johanis eröffnet. Er erin halten. Der Origkeitsstaat feiert jeine Auf Nachkriegsdiplomatie bezeichnend ist. Daß die Fascist sei. So stieg Gajda auf der militärischen nerte daran, daß gerade 40 Jahre seit Schaffung erstehung. Die letzten Reſte der Selbstverwaltung „ neue Diplomatie" der neuen Staaten, die doch Stufenleiter rajch empor, wurde Stellvertreter der Krankenversicherung verflossen sind. Die werden vernichtet, der Finanzminiſter erhält den einen so großen Fortschritt auf dem Wege zu des Generalstabschefs und, nach Shrowns Ein bürgerlichen Parteien haben die Berbefferung entscheidenden Einfluß auf die Vermögens den Idealen der Wahrheit und der Humanität tritt ins Stabinett, Chef des General des Sozialversicherungsgesetzes beschlossen und verwaltung der Sozialversicherung. Was hier Sarſtellen ſollen, ſich solcher Mittel bedient, it a bes. Fiel dem Herrn Gesandten bringen nun deffen Verschlechterung. Der Eigen Geset werden soll, ist nichts anderes als ein lönnte jene jchon enttäuschen, die an das Wun- Strimpl, der die verfänglichen Telegramine nus der Bourgeoisie ist daraus zu ersehen, daß politischer Rach caft niedrigster Art, der einer tiefgehenden Wandlung europäischer gelesen hatte, nichts auf? Er schwieg jedenfalls es ist die Wut der bürgerlichen Parteien, daß es und dachte nicht daran, sein Vaterland vor dem in den Krankenkassen Menschen gibt, die in jeder Sinsicht im Interesse der Klasse tätig sind, aus Aber sei's drum! Wir wollen uns nicht neuen Generaliffimus zu warnen, der sie hervorgegangen find. Was der Minister bei den Praktiken unseres Ministeriums für Roch während des Sokolkongresses fonnie Srámef zur Redfertigung der Vorlage gesagt auswärtige Angelegenheiten aufhalten, das seine Gajda sein fascistisches Programm hat, ist das armseligste, was man bisher von Sendung so auffaßt, daß es sich um die An- eniivideln und seinen Kollegen Syrovy blaeinem Minister gehört hat; seine Ausführungent standen auf dem Niveau des lebten Agitators der gelegenheiten auswärtiger Staaten auch dann mieren, der ihm furz zuvor das Zeugnis aus Es ist Pflicht, in letzter Stunde auf die Gefahren, Herifalen Partei. tümmert, wenn sie in chiffrierten Briefen gestellt hatte, er sei politisch nie engagiert ge- welche die Regierungsvorlage mit sich bringt, Die Bürgerparteien aber haben noch andere niedergelegt sind. Man hat also Briefe ent- wesen. Nun erst wagte man, gegen den Chef aufmerksam zu machen. In deutscher Sprache Pläne: Sie wollen die Unfallversicherung, die ziffert und in den Sowjetbriefen neben anderen der Fascisten schüchtern enzuschreiten und jetzt eröffnet Abg. Gen. Schäfer, der sich mit dem Bergarbeiterversicherung und die Versicherung gleichgültigen oder interessanten Mitteilungen erst erinnerte sich Herr Strimpt der Tele- Abg. Johanis und dem Senator Klečak im der Privatangestellten verschlechtern. auch die Erwähnung des Namens Gajda gramme, die nun vollends dechiffriert wurden. Vorsitze teilt. Er führte u. a. aus: In ernster gefunden. Gajda war damals Hörer der Pariser Das Blatt des Ministerpräsidenten aber fand Stunde treten wir zusammen. Was wir heute Kriegsakademie und hatte in der Republif es zur selben Zeit noch angebracht, Herrn auf dem Gebiete der Sozialversicherung haben, selbst noch nicht aktiv gedient. Daß er in dem Gajda über die Verläßlichkeit und Brauchbarunter aufopfernder Mitarbeit der Arbeiter zustande gekommen. Sowjettelegramm genannt wurde, mußte die feit der Armee auszufragen, worauf der mißischechoslowakische Regierung immerhin auf den glückte Napoleon nicht verfehlte, seine fachhoffnungsvollen jungen General aufmerkjam männischen Ratschläge zu erteilen und auf seine machen. Man durchstöbert doch nicht wochen demnächst erscheinenden Broschüren zu ver lang die Geheimpoſt einer fremden Macht, um weisen! Dringendere Arbeiten haben Gajda sich über Verdächtiges dann damit zu trösten, anscheinend abgehalten, diese Broschüren zu daß es schon harmlos sein werde. Hat man schreiben, für die sich vielleicht noch ein staat also den Werdegang Gajdas einer genaueren licher Verlag gefunden hätte, und wenn der fritisch- historischen Betrachtung unterzogen?„ Večer" immer noch neugierig ist, so muß cr Sat man aus den damals schon nicht mehr schon die Schlacht an der Sazava auf spärlich fließenden Quellen, etwa aus dem ihre strategischen Unterlagen hin erforschen. Material des Legionärmajors Kratochvil die Wir sind wahrhaftig nicht die Hüter der Stonduitenliste des Generals zusammengestellt? Armee und wollten es nie sein. Aber wir sind Hat man die rätselhaften Vorfälle von Wladi- die Anwälte der steuerzahlenden wostek, die viel weniger geheimnisvollen der Arbeitermassen, denen man jährlich sibirischen Anabasis Gajdas untersucht, die Milliarden für kostspielige Rüstungen Pariser Striegsschule auf den talentierten Vor- aus der Tasche zieht, und wir haben die Pflicht, zugsschüler aufmerksam gemacht? Der be an dieser Telegrammgeschichte nicht fommentarschränkte Untertanenverstand mag glauben, daß los vorüberzugehen. Und so wenig wir es unterdienſteisrige Beamte drauf und dran waren, lassen werden, den Arbeitern die für Moskau Die Regierungsparteien vertreten nicht das ehrenvolle Berbindung Interesse des Versicherten, sondern das der all das zu tun und sich darüber selarheit zu wenig ehrenvolle Verbindung verschaffen, was der Name Rudolf Geidis, alias mit Gajda und Strakowiecki als eine Unternehmer. Die Agrarier verfolgen das Radola Gajdas, in den Chiffretelegrammen der Begleiterscheinungen kommunistischen Ziel, die landwirtschaftlichen Arbeiter aus der der Sowjetregierung bedeutet. Die Leute, die Klassenkampfes" im wahren Lichte zu zeigen. Binsfußes auf 4% Prozent ist eine ernstliche das schöne Geschäft der Dechiffrierung russischer so wenig werden wir dazu schweigen, daß ge- Gefährdung der Zukunft der Sozialversicherung. Telegramme verrichteten, und jene, die sonst wisse Regierungsfreise wie aus den Tele- Nur der Uebermut des gegenwärtigen Regimes grammen hervorgeht schon im Jahre 1921 fann der Grund zu derartigem Vorgehen sein. noch erfuhren, was zwischen Moskau und Prag grammen hervorgeht an Geheimnissen ausgetauscht wurde, dachten in der Lage waren, Gajda unschädlich zu Die Hoffnung der Regierung, der Arbeiterschaft gar nicht daran, der Erwähnung Gajdas irgend- machen, daß sie aber in sträflicher Leichtfertig werde es gleichgültig sein, wer die Krankeneine Bedeutung zuzumessen. Die Sowjetregie- feit Herrn Gajda groß und beinahe gefährlich lassen verwaltet, wird sich als trügerisch exrung. interessiert sich für einen tschechischen werden ließen. Man macht unzähligen Leuten weisen. Der Bourgeoisie sind ihre eigennüßigen Interessen wichtiger als das Interesse der General, was ist da schon weiter dabei! Legt's wegen fleinlicher Anlässe den Prozeß wegen Republik. Aus unserer Mitte muß der Ruf zum zu dem übrigen! Spionage, man sperrt jährlich Dußende wegen Stampfe ergehen gegen das schändliche Treiben Ist es nicht, als ob die waderen Männer, faum nachgewiesener und meist nicht gelungener des Bürgertums. die 1920 in Moskauer Telegrammen Läuse Spionage ein, man wirft Milliarden für den juchten und Generale fanden, in Vorahnung Militarismus aus und erzählt dem Volfe, das der großen Wission Gajdas ihn eben dieser auf alles geschehe zum Heile der Republik, zur Er sagt, es sei ein Trenbruch, den die tschechischen bewahrt hätten? Fürwahr, dieser Drogist aus haltung des Friedens. Aber man läßt einen Bürgerparteien begangen haben, eine zynische Göding war zu Höherem berufen und aber Mann an die Spitze der Armee gelangen, von Brovozierung aller arbeitenden Schichten in der Tschechoslowakischen Republik. Ein Teil dessen, gläubische Gemüter mögen schon glauben, daß dem man schon 1921 wissen konnte, daß er was schon das schwärzeste Oesterreich gegeben damals eine höhere Wacht, sei's ein alter durch seinen Charakter eine Gefahr für die hat, wird uns wieder genommen. Wir geben Slawengott, sei's der heilige Wenzel oder Republik bedeutet: In teinem zweiten Staate in einen Kampf, in dem wir erst Methodius, ihre schüßende Sand über den tünf- hat man so viel und so überschwänglich von der unsere wahren Freunde und Feinde tigen Führer der tschechischen Fascisten hielt militärischen Sicherung der Re- erkennen werden. Es sind Einrichtungen in Gefahr, die man der Arbeiterschaft zugesichert hat in weit zurüdliegender Zeit. Die Tat, welche die Regierungsmehrheit begehen will, wird sich an der Volkswirtschaft und am Staate bitter rächen. Der erste Referent Widerstand gegen die Regierungsabfichten. Zu diesem Kampfe rufen wir alle auf, die eine ernste Sozialpolitik wollen. Sodann wird die Debatte eröffnet. Zunächst sprechen die Vertreter der Gewerkschaftszentralen Tayerle, Tučný, Schäfer und Hajef. Tayerle macht die Regierung auf merksam auf den entschlossenen Widerstand der Abg. Genosse Dr. Winter Gewerkschaften, Schäfer betont, daß der Kampf weist darauf hin, daß gerade in einer Zeit der gegen dieses Attentat auf die Rechte der arbei Konjunktur die Sozialversicherung vertenden Bevölkerung auf der ganzen Linie geführt schlechtert werden soll. Die Agitation gegen die werden müsse und man es nicht dulden dürse, Sozialversicherung wird unter wohlwollender wenn alle Organe der Sozialversicherung unter Duldung des Ministeriums für soziale Fürsorge das bürokratische Machtgebot gestellt werden. betrieben. Eine Million Menschen will man von der Versicherung ausschließen und das nennt man eine Verbesserung des Geseẞes! Senator Alečát Sodann sprechen noch furz Jakob Polach, Hruška, Bösmüller der erklärt, daß ein solches Machwerk von Gefeßentwurf im alten Desterreich nicht möglich gewesen wäre und daß die gesamte Arbeiterschaft nun zusammenstehen müsse-, Bicha, Sen. Koutný, der der Gewerbepartei an gehörende Abg. Ježet, der sich für die gegen wärtige Sozialversicherung ausspricht, Kasprsit und Müller. Unter großzem Beifall wird sodann die folgende Entschließung einstimmig angenommen: Freudig haben wir das Gesetz über die Sozial. versicherung aufgenommen, welches die Krankenversicherungsanstalten zu Trägern der Invaliditäts- und Altersversicherung gemacht hat.. Wir waren uns dessen bewußt, daß uns eine große Arbeit erwartet und daß uns das Gesetz eine große Verantwortung auferlegt. Wir haben uns freudig zu dieser Arbeit gemeldet und haben feierlich erklärt, daß wir mit aller Kraft an der gedeihlichen Durchführung des Gesetes mitarbeiten werden. Wenn sich auch balo gezeigt hat, daß die uns überwiesene Arbeit größer ist als ursprünglich erwarter wurde, haben wir alle unsere Begeisterung, alle unsere Kenntnisse und langjährige Erfahrung in den Dienst des großen Gedankens gestellt und erzielt, daß die Invaliditäts- und Altersversicherung zum feftgefeßten Termin, ohne irgend welche Störungen, in Wirksamkeit treten konnte. Wir hatten nicht nur Schwierigkeiten mit der neuen Amtierung, viel größere Schwierigkeiten Seite hatten wir mit den Arbeitgebern, denen die Krankenversicherungsanstalten die Prämien für die Invaliditäts- und Altersversicherung auf erlegen mußten. Wir mußten aber auch Schwierigkeiten überwinden bei den Versicherten selbst, denen begründet werden mußte, daß die wesentlichung ihrer Pläne der Sozialversicherung zugeliche Einschränkung ihrer bisherigen Rechte in der Strantenversicherung notwendig war, wenn die Gesezwerdung des Kompromißwerkes erzielt werden sollte. Wir mußten uns und die Versicherten damit trösten, daß es notwendig ist, die Zeit der wirt schaftlichen Not zu übertauchen und daß sich unter verbesserten wirtschaftlichen Verhältnissen auch die Versicherung verbessern werde. Es hat uns wohl unangenehm berührt, daß wir in unserem Streben, das auch für die Republik ein bedeutendes Aktivum bedeutet hat, bei den verantwortlichen Verwaltungsorganen, insbeson dere beim Ministerium für soziale Fürsorge nicht die erforderliche Unterstü yung erlangt haben und daß diese Faktoren jeden unserer Schritte mit verdächtigen Mittwoch, 2. November 1927. schem Haß und Klassenegoismus gewonnenen Attion. Wir konstatieren, daß auf die verei nigte tschechisch deutsche Bourgeoisie nicht nur die Verantwortung fällt für die Schäden, welche durch eine etwaige Verwirkfügt worden, sondern auch für Schäden, welche durch Steigerung der Klassenkämpfe und Bedrohung der inneren Ruhe der ganzen Republik und ihrer künftigen Gestaltung bereitet werden. Wir verlangen, daß dieser demütigende und Damit ist die Tagesordnung erschöpft und aufreizende Entwurf widerrufen wird. der Vorsivende Johanis schließt die Tagung, Wir verlangen vielmehr, daß die Regierung welche den ernsten und unbeugjamen Willen zum unter Berücksichtigung der gegenwärtigen verbes- Stampfe gegen die Verschlechterung der Sozialovsky, der von Spina scharf bekämpfte erste serten wirtschaftlichen Verhältnisse eine neue Vorlage ausarbeite, die den Bedürfnissen der versicherung nicht mißzuverstehenden Ausdruck Versicherten entspricht und die Krankenversiche- gegeben hat, mit den Worten, daß alle Arbeiter rungsanstalten aus ihrer kritischen Situation parteien und Arbeiterorganisationen den Kampf befreit. aufnehmen und ihm alle Kräfte leihen müssen. Wir selbst werden den Weg weitergehen, den nationalen Minderheiten zuerst die Bodenwir bisher gegangen sind: Wt. werden tren blei reform gese be an und dann eine Reihe fenn ben der Wahrung der Interessen Millionen Verzeichnender Aeußerungen führender tschechischer sicherter, wir werden diese Interessen mit allen Politiker über den eigentlichen Zweck der Kräften verteidigen und wir sind davon überzeugt, tschechoslowakischen Bodenreform. daß über den kleinlichen Haß, der sich heute selbstHerr Minister Dr. Spina ist uns hoffentlich bewußt zur Geltung zu bringen trachtet, der Ge- dankbar, wenn wir ihn daran erinnern, daß er danke des Rechtes und der Gerechtigkeit, der sich mit jenen Politikern, die vermöge seiner famosen stützt auf die bewußte Kraft von Millionen Arbei- Symbiose" nun seine dicksten politischen Freunde sind, nicht immer auf bestem Fuße stand. tern, fiegen wird. Denn in der von ihm unterzeichneten Beschwerde schrift der deutschen Großzgrundbesitzer werden sie als Bösewich der nationalen Minderheiten schriebent. So sprach zum Beispiel Abg. Dr. Vi g. Bliden berfolgt haben. Asir haben aber gebet: Die Minister Dr. Spina und Die Minister Dr. Spina und Dr. Mayr- Harting daß auch diese Schwierigkeiten überbrückbar sein werden. Wir konstatieren mit Bedauern und Verbitterung, daß wir in unseren bescheidensten, berechtigten Hoffnungen wurden. getäuscht fontra Masaryk? Prozent! Präsident des Staatsbodenamtes:... Die po litische Befreiung unserer( der tschechis fchen) Nation fann ohne die Befreiung des Bodens nicht vollendet sein." Minister Dr. Hodža betonte:... Die Bodenreform ist ein nation nales und staatspolitisches Problem." Der spätere Minister Dr. Heidler sagte offen heraus:„ Ich halte das nationale Moment für den Prüfstein der Bodenreform." Noch deutlicher wurde sein nationaldemokratischer Parteigenosse Direktor Safta:„ Es gibt nur einen Weg: tschechisch erhalten, was in tschechi schen Händen ist und den Boden, der nicht Die gerechte" Bodenreform. in tschechischen Händen ist, in tschechische Hände überführen." Die Antwort des Herrn Staatspräsidenten| Vielleicht nimmt Herr Minister Dr. Spina in Diesen Rat haben die tschechischen MachtMasaryk auf den Glückwunsch des Minister einer Atempause die 64 Drudseiten zählende Bro- haber wirklich gründlich befolgt. Von dem beDie Regierung hat nichts unternommen, um präsidenten Svehla anläßlich der heurigen Feier schüre zur Sand:" Beschwerde der deutschlagnahmten Grund und Boden gehörten nach den Krankenversicherungsanstalten in ihrer schwebes 28. Oftober auf der Prager Burg hat sicher- schen Großgrundbesizer der Tschecho- dem nationalen Schlüssel mindestens 30 Prozent ren unverschuldeten Krise zu helfen, es ist nichts lich in allen deutschen Streisen, soweit sie sich auf flowatischen Republik, die die Ankündigung der der deutschen Bevölkerung der deutschen Bevölkerung erhalten haben die Krankenver die Bodenreform bezog, einiges Erstaunen, tonfistation ihres Eigentums für den 1. Jänner deutschen Kleinlandwirte, Landarbeiter, Guts ficherungsanstalten die Erfüllung der Aufgaben, su ja Befremden hervorgerufen. zu 1923 erhalten haben, gerichtet an den Völ angestellten und Gemeinden ie doch nur zwet denen sie berufen sind, zu ermöglichen. Wenn der Herr Staatspräsident die Boden- terbund." Sie wurde durch die Deutsche VölDem gegenüber hat die Regierung und ihre reform neben dem Umstur; als größte soziale ferbundliga in der Tschechoslowakischen Republik Mehrheit in Ausnüßung der vorübergehenden Tat der neuen Republik bezeichnete, so wollen wir im September 1922 dem Völkerbund feierlich Schwächung des Einflusses der Arbeiterklasse im dem nicht widersprechen, um so mehr müssen wir übermittelt. Unterschrieben sind auf dieser sehr Abgeordnetenbaufe uns jedoch dagegen wenden, wenn sie als ge= ausführlichen und eindringlichen, gan; im Diplo matenstil gehaltenen Beschwerdeschrift: Abg. Dr. einen unerhörten und anderwärts unmöglichenrecht bezeichnet wird. Der Herr Staatspräsident wollte offenbar das Wilhelm W e dinger( heute Senator) als Prä Antrag auf Novellierung des Sozialversicherungs- Prinzip der Bodenreform gegenüber der Infident, Abg. Prof. Dr. Franz Spina, Prof. Dr. ſtitution der Latifundien an sich als gerecht kenn- Seinrich an ch berg als Vizepräsidenten und zeichnen. Insoweit kann dieser Folgerung zuge Dr. Leo Epstein als Sefretär. Durch diesen Antrag hat die Regierung antimmt werden. Der Sinn der Beschwerde wird schon in der nähernd eine Million Versicherter aus der Ganz anders verhält sich die Sache jedoch, Aurede an den Herrn Generalsekretär" deutlich Invaliditäts- und Altersversicherung ausgewenn die entscheidende Frage untersucht wird, ob flargelegt: sie auch in sozialer und nationaler BeIn dieser Beschwerdeschrift wird gegen Durch diesen Antrag verschlechtert die Regie ziehung gerecht durchgeführt wurde. Vorne- die fast ausschließlich gegen die nichtischechischen rung die Versicherung der Lehrlinge, des weg sei betont, daß die Ansprache des StaatsGroßgrundbesiver gerichtete Durchführung der BoHausgesindes und der Hausgehilfin präsidenten ein Regierungsaft ist, den das dengesche und die hiedurch von der tschechoslowalinen und sie bedroht damit noch mehr das Gleichgesamte Rabinett mit Einschluß der beiden deutschen Regierung in Angriff genommene gewicht im Haushalte der Krankenversicherungsschen Minister, Dr. Mayr Sarting und Dr. gewaltsame Entuationalisierung anstalten. Spina, verantwortlich zeichnet. weiter deutscher Landstriche Beschwerde erhoben, da diese Regierungsmaßnahme eine Verletzung der durch den zwischen den alliierten und assoziierten Hauptmächten und' der Tschechoslowakei abgeschlossenen Vertrag von St. Germain en Laye vom 10. November 1919 gewährleisteten Rechte der deutschen Minderheiten darstellt.." unterbreitet. schlossen. gefeßes Durch diesen Antrag erschüttert die Regierung die Grundlage der finanziel Ten Wirtschaft der Zentralfozialver sicherungsanstalt und sie werden den falschen Glauben, daß den Versicherten irgendwelche schein baren Begünstigungen gewährt werden. Durch diesen Antrag sistiert die Regierung die Verbände der Krankenversicherungsanstalten unter falschen Vorspiegelungen und sie nimmt der Arbeiterschaft entscheidende Rechte in der Arbeiterversicherung, welche die Arbeiterschaft durch 40 Jahre besessen hat und die jie in der ganzen Welt besitzt. Nach den bisherigen Erfahrungen erachten wir es für zweckmäßig, unsere warnende Stimme zu erheben. Schon die bürgerliche Presse( zum Beispiel das Prager Montagsblatt") wies auf diesen Umstand hin, weil sich in der Rede des Staatspräsidenten auch folgender Passus befindet:„ Bei uns erfolgte wenigstens 80 Prozent des Bodenbesitz wechsels freiwillig und im Einvernehmen." Das Montagsblatt" vom 31. Oktober bemerkt hiezu: „ Es scheint, daß der Präsident über diesen Punft von den in Betracht kommenden Faktoren unrichtig informiert wurde. Man kann begierig sein, ob sich jemand in der Republik finden wird, der dem Präsidenten über diese Freiwilligkeit und über die Methoden, mit denen dieses Einvernehmen herbeigeführt wurde, reinen Wein einschenti" Wir lehnen mit der größten Entschiedenheit Nun, wenn jemand dem Herrn Staatspräjidieses Wert des Klassenhasses, das in denten Aufschluß über den wahren Tatbestand ein Gebiet eingreift, das wie wenige andere ein geben könnte, so sind es die beiden deutGebiet der Klassenversöhnung, der Stlajjenberuhi- fchen Minister! gung und Klassenverständigung sein soll," ab. Denn beide Herren, besonders Dr. Spina, Wir fonstatieren vor der gesamten in- und waren doch unter jenen deutschbürgerlichen Poausländischen Oeffentlichkeit, daß wir nichts ge- litifern, die an der Bodenreform fein gutes Haar meinsam haben mit dieser verblendeten aus politi ließen, solange sie noch nicht- Minister waren. Der falsche Prinz. 2 Leben und Abenteuer. Von Harry Domela. Hierauf folgt eine Anrede an den Hohen Völferbund". Darin heißt es unter anderem: ... Das deutsche Gebiet der Republik soll derart auf gewaltsame Weise durch tsche chische Staatsangestellte und tschechi sche Kolonisten national durchsetzt werden und zu einem national gemischten gemacht und in weiterer Entwicklung nach und nach gewaltsam entnationalisiert, nämlich vertichecht werden, dies trotzdem die Verfassungsurkunde der tschechoslowakischen Repu blik vom 29. Feber 1920 in ihrem§ 184 die Bestimmung enthält:„ Jedwede Art gewaltsamer Ent nationalisierung ist verboten; die Nichtbeobachtung dieses Grundsaves kann das Gesetz als strafbare Handlung erklären." Die in Rede stehende Beschwerde führt als Beweis der gewaltsamen Entnationalisierung der Die landbündlerische Presse kann sich nicht genug darüber aufregen, wie„ verbohrt" die Opposition noch immer sei, da sie aus der unfruchtbaren Negation tros des„ guten" Beispiels der deutschen Regierungsparteien nicht heraus fomme. Es sei daran erinnert, daß auch Prof. Dr. Spina hübsch lange gebraucht hat, ehe er den Weg zu den Fleischtöpfen der Regierung fand. Das beweist die von ihm am 18. Dezember 1925 ( also nach der lebten Parlamentswahl) namens des sogenannten„ Deutschen Verbandes"( Landbündler, Christlichsoziale, Gewerbepartei und Nationalsozialisten) abgegebene feierliche Verwahrung gegen die tschechische Regierung: ,, Wir Llagen dieses System an, jei nem Wesen und seiner Absicht nach unserem Volte schweres Unrecht und unermeßlichen Schaden zugefügt zu haben. Wir erblicken in der inneren unwahrheit dieses Regie rungssystems die Wurzel aller Uebel, an denen dieses Staatswesen krankt. Wir sehen darin vor allem ein mit der Sicherheit und Wohlfahrt des judetendeutschen Volkes unvereinbares Prinzip. Fest auf dem Boden unserer angestammten Heimat stehend, erklären wir, dieses System und seine Auswirkung rüdsichtslos gemeinsam be fämpfen zu wollen. Diesen gemeinsamen Kampf werden wir führen, bis das erlittene Unrecht wieder gutgemacht und in allen staatlichen Einrich tungen der Tatsache Rechnung getragen ist, daß die Grenzen dieses Staates mehrere gleichzuwertende und gleichberechtigte Völker um faffen." Unbestritten war( damals wenigstens!), daß die einseitig im Sinne der Tschechisierung durch geführte Bodenreform dem deutschen Volke tatsächlich unermeßlichen Schaden zufügte. Wo ist aber die Wiedergutmachung geblieben, die Herr Dr. Spina forderte? Uebrigens hat auch sein Parteifreund, Abg. 3ierhut, als Obmann des Bodenreformans schusses der deutschen Selbstverwaltungskörper, oft ganz und rüttelte mich durcheinander. Ich wurde| Soldatengeist. Es waren durchweg abenteuerliche| Eines war so bezeichnend für uns: ,, Landsknechtsa Copyright 1927 by Malik- Verlag A.-G., Berlin W. 50 bald ein so guter Schüße, daß ich schon im An- Gefellen, die zwar ihr Kriegshandwerk meisterhaft leben, freies Leben, juchheidi und juchheida...", schlag die gewünschte Schußrichtung heraushatte. verstanden, eigentlich aber gar nicht recht wußten, so fing es an und endete mit den derben Worten: So konnte ich mit den anderen für meine Heimat wofür sie sich schlugen. Nur ihrem Hauptmann Suff und Fraß, dies und das, muß ein Landsfämpfen. waren sie abgöttisch ergeben. Freude am Raufen, knecht haben." Gab es Löhnung, wurde sie mit Mit zusammengebissenen Zähnen verteidig Freude am Vagabundieren, Freude am Abenteu viel Geschrei und Spettafel vertrunken, verspielt ten und eroberten wir jeden Zollbreit des Balten- rerleben erfüllte sie alle. Es war das Roman- und verjubelt. Was hatte das Geld für einest landes. Am 22. Mai 1919 stürmte der Stoßtrupp tischste, was man sich in jungen Jahren denken Wert! Wie gewonnen, so zerronnen! Da kam die deutsche Revolution und damit der baltischen Landeswehr Riga, ich mit darunter. kann. Es war damals Herbst, ein wunderbar r Da tam der Winter, ein harter Winter. Ein der Einmarsch der Bolschewiken in Kurland. Nun Leider verloren wir hiebei unsern Führer, die Herbst. Man zog tagelang durch Wälder, über Angriff auf die Letten bei Bauske wird mit schwe sollte ich Furchtbares erleben. Meine Brüder wa Seele des ganzen Unternehmens. Nach seinem weite Hügel, an kleinen Gütern und Häuschen ren Verlusten für uns abgeschlagen. Wir gehen ren alle geflohen; ich war mit der Mutter allein Tode geriet die baltische Landeswehr unter vorüber. Einige Stunden Raſt, dann wieder wei- auf Schaulen zurück. Bei Radziwiliskt werden zurückgeblieben. Die Letten ließen sehr bald ihren englischen Einfluß. Da die interalliierte Kommis ter. Der flare, blaue Himmel, die dunkeln Wäl- wir von den Litauern überfallen und büßen noch abgrundtiefen, jahrhundertealten Haß an den sion unter brtiischer Führung von Liban her die der, das Knarren der Achsen, vorn ein Soidaten mehr Mann ein. Waffenstillstand! Demarkations Deutschvalten aus. Die Deutschbalten hatten die Bildung eines lettischen Staatswesens begünstigte, ited, sonst alles ruhig und still. Nachts kampierte linie! Eines Tages kommen ein paar deutsche Letten stets ihre überlegenere Stuftur spüren las so war uns allen klar, daß wir nichts zu hoffen man in den Höfen der mehr oder weniger zerstör- Generalstabsoffiziere, dann Litauer mit verbun jen. Sie hatten ihnen immer ihre Macht zu Ge- batten. Mürrisch saßen wir herum. All unsere ten Schlösser oder in kleinen Bauernhäusern. denen Augen, Friedensunterhändler. müte geführt und sie bei jeder Gelegenheit als Begeisterung, all unsere Entschlossenheit schienen Alles drängt sich um das Lagerfeuer. Einer Wir werden nach Deutschland abgeschoben. eine unter ihnen stehende Rasse behandelt. Nun umjouit gewesen zu sein. Eines Tages wurde erzählt, die andern hören zu. Zuerst von letzten Jeder, der gegen die Letten gekämpft hat, ist des kam der Bolschewismus und zugleich die Ver unsere Truppe auch noch unter britisches Ober Gefechten und Gefahren, dann von fernen Zeiten. Landes verwiesen, zum Hochverräter erklärt, geltung für jahrhundertlange Ungerechtigkeit fommando gestellt. Damit war ihr Zusammen- Jeder hat plötzlich tollere Heldentaten vollbracht meine Rückkehr in die Heimat somit unmöglich und Unterdrüdung. Bald begannen Haussuchun halt gesprengt, ihr Geist dahin. Die meisten de- als der andere. Ueber ihren Heldentaten hätten gemacht. Von meiner Mutter erhalte ich keine gen, auch bei uns. Grauenhaftes geschah in den fertierten. Auch ich. Ich tra: in das Freikorps von sie schon zehnmal ins Gras beißen müssen. Sie Nachrichten mehr. Nach vieler Müh' erfahre ich, intermonaten des Jahres 1918-1919. Brandis ein, wo ich bald als Meldeläufer ver- lügen, sie fügen, daß sich die Balken der Bauern daß sie bei unserm leßten Angriff vor Bauste Im Frühjahr 1919 wurden die Bolschewifenwandt wurde. häuser biegen. Hier habe ich das Lügen und Auf von einer verirrten Kugel tödlich getroffen wurde. von dem Freikorps von Brandis, deutschen Trup Meine ganze Intelligenz und Aufmerksamkeit schneiden gelernt, das Lügen und Aufschneiden, Arme Wutter! So stehe ich allein auf der Welt. pen, überwältigt. Kanonendonner, Geiveh hatte ich dabei zusammenzunehmen. In jeder das niemandem schadet und dem nur der zum Nichts hält mich mehr in diesem Lande zurück, gefnatter! Preußische Soldaten zogen ein. Ein Waldecke, hinter jedem Strauch, in jedem Hause, Opfer fällt, der dümmer ist als ich. Dann wird doch alles bei meinen Kameraden. Unter ihnen Freund von mir trat gleich in das Freitorps ein. hinter jeder Tür lauerte Gefahr. Selten hat eine es um das Feuer mählich und mählich stiller. war ich zum Mann geworden. Sie hatten mich Ich tat es ihm nach und ließ mich in die baltische Truppe mehr Feinden gegenübergestanden. 3- Einer nach dem andern geht schlafen. Nach eini- immer liebgebabt. Sie hatten mich, vom Haurt Landeswehr einreihen. erst fämpfte sie gegen die Bolschewiken und wurde gen Stunden ist der Posten der einzige, der mit mann angefangen, alle immer gelten lassen. Und Ein neues Leben! In der Landeswehr machte von den Letten begünstigt. Hernach fielen die gleichmäßigem Schritt auf und ab geht. da ich aufzutreten verstand, freundlich, zuvor es allen Spaß, mich in so jungen Jahren ich Letten über sie her. Damit nicht genug, wurde sie Am nächsten Tage zieht man weiter, immer kommend, gewandt, überfah man mich nicht. So war damals noch keine fünfzehn alt bei der auch noch von den Litauern eingekreist. Aber je weiter die Straßen daher, durch Sonnenschein ging es nach Deutschland, hin zum großen MurTruppe zu sehen. Ich wurde überall mit einer bedrohlicher ihre Lage wurde, desto fester hielt sie und Regen, durch Wetter und Wind. So war man terlande. Herzlichkeit aufgenommen, die wohltuend von der zusammen. Ich glaube, einer hätte sich für den Landsknecht, nichts als Landsknecht und fühite Und dennoch fiel mir die Loslösung von dem Behandlung im Elternhaus abstach. Als ob mich andern faltblütig totschlagen lassen. Vom Haupt- sich auch als solcher. Wenn wir keine Feinde ge- Land, wo ich aufgewachsen war, nicht leicht. Ge der Soldatenrock zum Manne gemacht hätte, so manu herunter bis zu mir, dem jüngsten Solda- habt hätten, hätten wir sie uns erfunden. Bei rade auf den vielen Kreuz- und Querzügen hate wurde mir die gleiche Stameradschaftlichkeit ent- ten. Während bei der baltischen Land: s vehr das unseren Kreuz- und Querzügen wurden alte Lie- ich es so recht fennengelernt. gegengebracht wie allen andern. Ich fühlte Bewußtsein gelebt hatte, für die Heimat zu lämp- der hervorgesucht, die vielleicht schon zur Zeit des mich", das Feld- und Lagertreiben packte mich fen, herrschte in dieser Truppe froher, verivegener Dreißigjährigen Krieges gefungen wurden. ( Fortsetzung folgt.) Mittwoch, 2. November 1927. and oft gegen den Mißbrauch der Bodenreform nockämpft. Er hat zum Beispiel am 12. Juni 1925 eine über zwölf engbedruckte Seiten lange Interpellation an den Ministerpräsidenten Svehla ingebracht, worin Dußende Fälle von ungerechter Bodenzuteilung zum Schaden der Deutschen an geführt sind. In dieser Interpellation, welche die Bahl 4-5394 trägt, heißt es einleitend: Der österreichische Parteitag. Gegen die kommunistischen Zerstörer. Koalition derzeit unmöglich. Die Sozialdemokratie will teinen Bürgerkrieg. Wien, 1. November.( Eigenbericht.) Zu Be ginn der heutigen Sitzung des Parteitages wurde cin Antrag „ Die Ursache dieses aufliegenden Mizbranches der Bodenreformgesetze zum Nachteil der deutschen Bodenbewerber liegt darin gegen die kommunistische Zerstörungsarbeit daß die Ausführung der Bodenreform in die Hände verhandelt. Der Parteivorstand beantragte fejt von Berfonen gelegt wurde, die mit unverantwort zustellen, daß das sogenannte Komitee zur För licher Gewalt ausgestattet sind und gemäß dem derung der internationalen Genossenschaftsein Diktate einer tschechischen Parteiclique handeln, auf heit eine fommunistische Reimzeile deren Vorschlag sie auf ihre Stellen berufen wurist, die in Wirklichkeit der Zerstörung der Geden und noch dazu mit Hintermännern arbeiten, schlossenheit der Arbeiterbewegung dient. Ju die den ärgsten tschechisch nationalen folgedessen soll festgestellt werden, daß die ZugeChauvinismus gegen die Deutschen in diesem hörigkeit zu diesem Komitee und das Zusammen Staate ausüben... wirken mit ihm sowie die Teilnahme an den von Troß der Friedensverträge, gegen die Staats- diesem Komitee organisierten Rußlandreisen mit verfassung und wider die Bodenreformgesetze des der Parteizugehörigkeit unvereinbar ist. Staates selbst wird die gewaltsame Ent- Zur Beratung dieses Antrages hatte der nationalisierung des deutschen Ge- Parteivorstand ein Mitglied dieses Komitees einbietes in diesem Staate soweit getrieben, daß geladen, das der sozialdemokratischen Partei an wir darin eine Barbarei, einen europäi- gehört, und diejes verlas nun heute eine sehr schen Skandal vor der Oeffentlichkeit brand- ausführliche Erklärung, die voll von Angriffen morten müssen. gegen die Tattif der Sozialdemokratie war und den russischen Kommunismus und diese Rußlandreisen verteidigte. Diese Erklärung wurde von den Delegierten mit stürmischem Widerspruch aufgenommen. Dr. Bauer erklärte, eine Begründung zu dem Antrag des Parteivorstandes fei überflüffig, da die beste Begründung von dem Verteidiger dieses Komitees selbst gegeben wurde, deffen Erklärung eine vollständige Sammlung der ganzen kommunistischen Phraseologie ent halte. Der Antrag wurde dann einstimmig an genommen. Was uns dabei besonders befremdet, ist die Gleichgültigkeit der Gesamiregierung, mit welcher sie diesem Treiben suficht, ohne demieiben Einhalt zu gebieten. Wenn schon die Willkür sich in diesem Bodenamte so breit gemacht hat, so hätten wir doch zu mindest von unserer Staatsregierung soviel Rechtsbewußtsein noch erwartet, daß sie dagegen einschreitet und selbst energisch eine Reme dur schafft..." An die Gesamtregierung stellt die Juterpella tion zehn Fragen. Die letzte lautet: Ist die Regierung willens, überhaupt für eine dent Geseze entsprechende sozial und wirt schaftlich gerechte Handhabung und Ausführung der Bodenreform zu for gen und der Nationalversammlung zu den für die fen Zwed dienlichen und geeigneten Maßnahmen einen gesetzgeberischen Vorschlag auf Reorganisierung des staatlichen Bodenouttes und seines Verwaltungsausschusses vorzu nehmen?" Dann wurde bei den Berichten des Parteigenommen, daß der Parteitag die Aufmerksam vorstandes ein Antrag der Parteivertretung anfeit der Arbeiterklasse auf den Beschluß des Industriellenverbandes lenkt, eine Ertraiteuer für politische Stampfzwede von den Unternehmern einzuheben, und beschließt, einen Abwehrfonds zu bilden, für den vom 1. Jänner an jedes Parteimitglied mindestens zwei Groschen monatlich einzahlt. Ein Groschen davon ist an den Parteivorstand abzuliefern, der zweite vom Landesparteivorstand zu verwalten. Den Landesorganisationen wird empfohlen, für das nächste Jahr eine Erhöhung des Parteibeitrages vorzuIn der Nachmittagssigung wurde zunächst die Parteivertretung gewählt. Die politische Resolution. Dann begründete Seiß die von der Kommission beschlossene Deklaration über die politische Lage. In dieser ausführlichen Deklaration heißt es 1. a.: Die Herren Minister sprachen nach dem Eintritt in die Regierung viel davon, daß sie nun an der Macht seien, die Hand am Steuer- bereiten. ruder hätten, gleichberechtigt wären usw. - nur merkt man leider noch immer nichts von einer sozial und wirtschaftlich gerechten Durchführung der Bodenreform. Des Spaßes halber fei noch daran erinnert, daß noch am 25. Feber Es wurden im wesentlichen die alten Mitglieder 1926, also knapp vor der Zeit, als aus negativi- wiedergewählt mit Ausnahme von zwei Genossen, stischen Saulusen aktivistische Pauluse durch die verstorben sind. Gottes unerforschlichen Ratschluß und des Agrarzolls und der Stongrua willen geworden sind, auch Abg. Dr. Mayr- Harting eine Interpellation an den Ministerpräsidenten Švehla wegen der jkandalösen Verteilung der Rest güter losließe Er verlangte die Vorlage des Berzeichnisses jener Personen, die damit beteilt wurden. Beide Interpellationen sind niemals beantwortet worden. Die Herren Zierhut und Mayr- Harting, die inzwischen Vizepräsidenten, respektive Minister wurden, sind heute nicht mehr darauf neugierig. Indessen ist ja auch so manchem Parteifreunde der beiden ein kleiner Liebesdienst auf dem Gebiete der Bodenreform erwiesen wor den. Ein dicker Strich ist zwischen einst und jetzt gezogen. Herr Minister Dr. Spina, der den schlecht unterrichteten Staatspräsidenten über das Wesen der Bodenreform genau aufklären könnte, wird ebenso schweigen, wie sein Ministerfollege Dr. Mayr- Harting und der Herr Vizepräsident Zierhut. Sie sind ja teine oppositionellen Abgeordneten mehr. Von einem europäischen Skandal, der Barbarei bei der Durchfüh rung der Bodenreform, ist heute ihrerseits absolut feine Rede mehr. Jetzt ist sie gut und gerecht. Und damit basta! Bei uns allerdings nicht! Wir kämpfen für die Revision der gesamten Bodenreformpragis mit aller Energie weiter. J. Sch. Die Regierung Seipel hat durch Einheitsliste und Bürgerblock das ganze Volt in zwei feind liche Heerlager geteilt, sie hat die blutige Kata strophe des 15. Juli zum Anlaß genommen, die Stlassengegensäße über alle Maßen zu verschärfen und hat insbesondere die Amnestie schroff abgeIchnt. An der Möglichkeit verzweifelnd, die Sozialdemokratie mit geseßlichen, demokratischen Mitteln zu schlagen, rüstet die Reaktion zur Gewalt. Mit Geldern des Großfapitals und des Großgrundbesines werden fascistische Formationen bewa fnet. Die Sozialdemokratie hat in den Zeiten des Umsturzes Deutschöſterreich vor dem Bürgerkrieg bewahrt, die Bourgeoisie dagegen treibt unter Führung Seipels eine Politik, die schließlich in einen Bürgerkrieg zu enden droht. Die Regierung hat nur eins im Sinn: die Julifatastrophe zur Befestigung ihrer Parteien und Klassenherrschaft auszubeuten. Die Sozialdemokratic hat im Linzer Programm anerkannt, daß unter bestimmten geschichtlichen Voraussetzungen die Nooperation der Klaisen, sei es in Form einer Realitionsregierung, jei Rundfunk für Alle! Programm jiir morgen, Donnerstag. Brag, 349, 11: Schallplattenmufif 11.35; Landwir des Schularates. 16: aflsfunt. 12: zeitignal. Preffenachrichten, 12.05: tags under 1835 near Sinderede. Crandlung von guten Ritter. 16.20: Börsennachrichten und Hopfenmarfi ranfurter uitlausteilung 17.45: Rundfunk für Ju buftele, Sandel und Gewerbe. 18: Landwirtschaftsfunt. gebung der Brivatangeſtellten. 18.30: Dentide Zen bung. Wetterbericht und Tagesneniateilen vom Breßbureau. eine erfe. 10.30: Shipbonifmes Stonzert. 1. Saendel: waterfif. 2. Grand: Les Golibee. Debuffy: Dog Belt: preife, 16.80: Zanamufit. 17.30: Mufifvortrag. leber bie Seite 3. Die Zoten der Mafalda". Die Schiffahrtsgesellschaft gibt Hunderte Tote zu. Berlin, 1. November. Die Berliner Agentur der Navigazione Generale Italiana" teilt mit, daß nach den bisherigen Feststellungen es in anderer Form, vorübergehend notwendig jede Nachricht über 40 Prozent des Offiziersjein kann. Aber jolange die bürgerlichen Parteien forps, 10 Prozent der Mannschaft, 40 Prozent glauben, die Sozialdemokratie, die mehr als neun- der Passagiere erster und zweiter Klasse, 25 Prozig Prozent der Arbeiterklasse, die überwiegende zent der Passagiere dritter Klasse und 10 Prozent Mehrheit der ganzen städtischen und industriellen der Zwischendecpassagiere fehlt. Bevölkerung, 43 Prozent des ganzen deutschöfterreichischen Volkes darstellt, nullifizieren, sie von allem realen, den Interessen und der Würde der Arbeiterklasse entsprechenden Anteil an der Staatsmacht ausschließen zu können, ist keine Koalition möglich. 15. Gammelausweis für die Opfer der Wiener Ereignisse. Alle, die den Bürgerkrieg verhüten, die sicherB.-O. Brünn 554.-, L.-O. Schaiba 153.-, stellen wollen, daß die in der kapitalistischen Ge- 2.-D. Albertham 245., Sektion der Handschuhsellschaftsordnung unvermeidlichen Klassenkämpfe macher Albertham 300.- Adolf Schmidt, Tepnicht in Matastrophen enden, sondern als gei- lis 10., Fabriksarbeiter- Verband, Ortsgruppe stige Kämpfe auf dem Boden der Kienberg 72., 2.-O. Sittmersgrün 100.-, Demokratie geführt werden, fordert der Par- 2. Pella, Postřelnov 15., L.-O. Oberberg teitag auf, gemeinsam mit der Arbeiterklasse das 553. 2.-D. Petershofen 26.-, B.-O. Po= Regierungssystem des Bürgerblocks zu bekämpfen. ſtelberg 91.50, B.-C. Rumburg 1349., B.-O. Der Parteitag warnt insbesondere die Bauernschaft, sich gegen die Arbeiterklasse miß brauchen zu lassen, und erklärt im Namen von sechshunderttausend organisierten Sozialdemokraten: Die Sozialdemokratie will feinen Bürgerkrieg, sie will ihre Ziele mit demokratischen Mitteln erreichen; sie würde in einem einzigen Falle zur Gewalt greifen, nämlich dann, wenn die Reaktion es versuchte, die demokratische Republik zu stürzen oder der Arbeiterklasse die Rechte, die die demokratische Republik ihr verbürgt, zu rauben. Die Sozialdemokratie strebt keine Diftatur der Arbeiter über die Bauern an, sondern das Bündnis der Arbeiter und Bauern gegen die Großkapitalisten und Großgrundbesitzer, gegen die Aristokraten und Monarchisten. Die Arbeiterklasse muß in dieser Zeit fascisti scher Rüstungen ihren Klassentampf mit strengster politischer und gewerkschaftlicher Disziplin führen. Da das Eingreifen des Fascismus in Einzelfämpfe die Arbeiterklasse zwingen kann, den Kampf an der ganzen Front aufzunehmen, fordert der Barteitag die Arbeiterklasse auf, sich in der gegen wärtigen Entwicklungsphase streng an die Regel zu halten: Keine Demonstration ohne Beschluß der Gejamtheit! Reine Streiks in lebenswichtigen Betrieben ohne Zustimmung der gewerkschaftlichen Geſamtorganisation! Besondere Pflichten obliegen dem republikanischen Schußbund. Er muß daran setzen, gewaltsame Zusammenstöße, die der Fascismus als Mittel seiner Propaganda und als Vorwände seiner Rüstungen braucht, zu verhüten. Er muß sich andererseits für den Fall eines ernsthaften Angriffes des Fascismus auf die demokratische Republik oder auf die Rechte der Arbeiterklasse zu kraftvoller Verteidigung bereit machen und bereit halten. Der Parteitag fordert die Parteiorganisatio nen auf, den nahenden 12. November zu gestalten zu einem Tag großer Volkskundgebungen gegen den Fascismus, für die Republik des arbeitenden Volkes! Brünn 210-, 2-0. Ullrichsthal 171.50, L.D. Neuohlisch 24., Aussig, Sett. VII 441.—, Aussig, Scft. X 36.-, Aussig, Sett. XV 74.-, Bergarbeiter Tür mit 12., L.-D. Herbis 53.50, 2.-O. Kosten 10.-, L.-O. Waltirsche 75.50, Fabriksarb. Verb., Ortsgruppe Aussig( 2. Rate) 51., Aussig, Sett. VIII 15., Naturfreunde, Ortsgruppe Pömmerle 30.-, Reichsausschuß der Naturfreunde, Aussig 300.-, Gen. Eugenic Miller, Aufsig 15., Metallarbeiterverb., Ortsgruppe Aussig 106., V.-O. Saaz 10%., B.-O. Schindenau 278.50, 2.-O. Thiergarten 58., L.-D. Ujezd 27.-, 2-0. Tirna 20.50, Arbeiterschaft der Tabalfabrik Tachau 412.10, 2.-O. Labant 20., L.-D. Neuzedlitsch 42.50, 2.-O. Mauthdorf 20.-, L.-O. Rohaupt 43.50, Q.D. Neudorf 52.75, Verb. der öffentl. Angestellten, Troppau 92.50, Zentralverband der Angestellten, Ortsgruppe Troppau 62.50, Verb. d. Lebens- 11. Genußmittelarb., Sett. der Brauarbeiter, Troppar 29., L.-O. Albernhof 31., 2.-O. Elbogen 274. Frauenfektion Chodau 50.-,-0. Granesau 65.-, Q.-D. Ncusattl- Glasfa. brit 280., 2.-O. Grünlaß 32., 2.-O. Neujattt- Ort( 2. Sammlung) 102., L.-D. Schlag genwald 236., 2.-Q. Gostite 55.-, 2.- 0. etten; 37.50, 2.-D. Neutischau 10., 2.-O. Weiskirchliz 321.50, Ortsgruppe d. Verb. d. Eisenbahner, Teplit 400.-, L.-D. witkau 89. Arbeiter- Turnverein„ Vorwärts", Ullersdorf 26., L.-O. Niederlindewiese 39.50, 2.-O. 3ndmantel 20.-, L.-D. Weißwasser 49.50, L.-O. Böhmischdorf 76.-, 2-0. Schwarzwaffer 105.70, 2.-O. Freiwaldav 26., 2.-D. Sandhübel 219.30, Ortsgruppe d. Fabritsarbeiterverb. Aussig 200.-, Verb. der Eisenbahner, Ortsgruppe Aussig 277., Holzarbeis terverband, Ortsgruppe Aussig 97.50. Verband d. öffentl. Angestellten, Leitmerit 25., 2.-O. Schöbriß 52.50, Q.-O. Liebschiß- Sellnih 37. Zentralverb. d. Kleinbauern u. Häusler, Botenwald 217.50, Ortsgruppe der Kleinbauern, Brunn 17., L.-O. Diebling 20.30, B.-O. Haida 38., 2.-D. Schnecken 100.-, 2.- 0. Flußberg 38.-, B.-O. Leitmeriz 154.50. Summe des 15. Ausweises 10.173.15 Ke. Bisher ausgewiesen 170.551.56 Kč. Gesamtsumme: Kř 180.724.71. . 15. Sammelausweis für die Opfer Seiß erklärte hiezu, die bürgerlichen Blät der Unwetterkatastrophe. Spaltungsgefahr gesprochen. Nun habe man sich ter hätten von ernsten Gegensätzen und von Zentralverband der Kleinbauern und Häuster, aber überzeugt, daß die Aussprache der verTepliz 80., Adolf Schmidt, Teplik 10., 2.schiedenen Anschauungen nur eine klärung. Sittmersgrün 75., J. Pella, Postřeh, herbeigeführt habe. In der Sitzung der nov 15., L.-O. Parchen 351., B.-O. Post clStommission iſt eine Einigung auf eine gemeinberg 87.50, B.-Q. Brünn 381., B.-O. Brünn fame Deflaration sehr schnell erfolgt. Auf Vorschlag des Vorsißenden wurde diese Resolution ohne Debatte einstimmig angenommen. Damit hatte der Parteitag seine Arbeit beendet und der Vorsitzende schloß mit einem furzen Rückblick die Tagung. 50., 2.-O. Ullrichsthal 250.60, L.-D. Neuohlisch 24.50, Aussig, Sett. XV 74., 2.-O. Herbit 40.50, 2.-O. Kosten 10.-, L.-D. Mariaschein 3- Fabriksarbeiterverband, Ortsgr. Aussig( 2. Rate) 74., Aussig, Seftion VIII ( Nachtrag) 10.-, ( Nachtrag) 10.-, Gen. Eugenie Müller, Aussig 10., B.-D. Saaz 107., L.-D. Ujezd 23., L.D. Tirna 23.50, 2.-D. Neuzeblisch 29.50, 2.D. Altzedlisch 15.-, 2.-D. Neudorf 26.90, Verb. d. öffentl. Angestellten, Troppau 92.50, Zentralverband d. Angestellten, Troppau 62.50, Verb. Wien, 517, 11: Vormittagsmufir. 16.15: Nachmittagsfonzert. 17.50: Mitteilungen aus den Bundestheatern. d. Lebens- u. Genußmittelarbeiter, Sekt. d. Brauerei18: Verhütung von Berbrechen Jugendlicher. 18.15: arbeiter Troppau 29., 2.-O. Elbogen 232.50, Wochenende. 18.15: Esperanto. 19: Franzöfifch. 19.30: Englisco. 20.05:„ Ein Tag im Barabies", Operette von rifier Vortrag 19: Madiovortrag 20: Ember tervea", Somödie von Melle. 22.30: Sigennermufif. Ehsler. L.-D. Granesau 60., 2.-O. Neujattl. Glasfabrik 200., 2.-O. Neujattl.Ort( 2. 20: Sammlung) 25., 2.-O. Poschipau 25., 2.-O. Rürich, 588, 12,32: Schallplattenkonzert. 15: Rachmit tagsfonzert. 16: Tanamufif. 17.10: tinderſtunde. nach Abend 20.40: Bläferſlunde. 21.20: Biener Balzer. Deutschland. Schlaggenwald 230.50, L.-O. Gostite 16.Die christlichsoziale Niederlage. In einer außerordentlich start besuchten Konferenz der Be zirksparteileitung der Lokalvertrauensmänner und der neu gewählten Gemeindevertreter des Bezirtes in Eger konnte Genosse Deistler in einem Referat auf die schönen Wahlerfolge der Partei in allen Gemeinden des Bezirkes hinweisen, in denen Wahlen stattgefunden haben. In sechs Gemeinden, in denen die Partei vei dieser Wahl das erstemal kandidierte, war der Erfolg besonders gut. In diesen sechs Gemeinden errang die Partei 15 Mandate. Insgesamt fielen der Partei 83 Mandate zu, gegenüber 66 Mandaten bei den Gemeindewahlen 1923 in den selben Gemeinden. Am meisten geschlagen gehen im Bezirke die Christlichsozialen aus der Wahl hervor. In einer einzigen Gemeinde des Bezirkes trauten sie sich mit einer eigenen Liste hervor. In einigen wenigen Gemeinden gelang es ihnen, einige Mandate bei einer bürgerlichen Mischmaschliste unterzubringen. In den meisten Gemeinden war der Egerländer Landbund, bzw. Sudetendeutscher Bauernbund, als wahlwerbende Partei aufgetreten. Die Anhänger des Abg. Mayer haben damit eine Protestaftion gegen den Bund der Landwirte durchsert. 1. Butait: Glacena. 2. Dvorat: Geigen Konzert, 18.35: geführt. Wenn man von den wenigen Mandaten rembenverkehr, Touriſtir und Sport, 18.50: Vortrag. ai sieht, welche die Gewerbepartei in einigen Orten noch retten konnte, wurden die Regie tungsparteien im Bezirke Eger bernichtend geschlagen. L.-O. Settenz 24.50, 2.-O. Graupen 96.50, 2.Königswusterhausen, 1250, 15: Um die Gans. 15.40: D. Neutischau 7.-, Ortsgruppe d. Verb. der stocanweisungen und Sveifefolgen. 16: Erziehungsberatuna. Eisenbahner, Wiesa Oberleutensdorf 14.-, 18.15: Vortrag: Die Vorteile der sozialpolitischen Gefeb 17: Alte ujit. 18: Weltpolitische Stumbe. 18.30: Spanisch. 18.55 Die Jagd in deutschen Walbe. 19.20: Das Bolts Kleinbahner Turn- Teplit f. Voitsdorf 470.-, feb 20.10; levertragung von Berlin, 484." Mascottchen", 2.-O. Niederlindewiese 40.50, 2.-D. 3nd. Breslau, 323 12.15: Schallplattenfonsert. 16.30: Unter- mantel 20.-, L.-O. Buchelsdorf 15., 2.-O. baltungskonzert 18.30: Schleife Burgen. 10.05; Einfüb. Weißwasser 50.-, L.-O. Freiwaldau 55.--, L.-D. Böhmischdorf 27., 2.-O. Sandhübel bierani: Water Brann. Brag: Bödlin, fein Leben und Operette von Bromme, 22.30: Tanamufit. 4. Berlioz: Benvenuto Cellini". Ouverture. 5. Beethoven: rung in die Rebefcbrift. 20.10: 28ie Berlin. Tanzmusif. mybonie es dur, op. 55,( Eroica). 22: Seufional, Lente achichten des Breßbureaus, Uebersicht der Tagesereianie und Sportnachrichten. 22.15: Theaternarichten. 22.20: zauzmufil. Brünn, 441, 12.15: Mittagsfonzert. 14.30: Prager Effektenbörse, Wettervorausfage. Breffe, Sport und Thea ternachrichten. 15: Eine Stunde Frauenfunt. 18: Seltfignal. dung. Dr. Nathan Weig!: Gewerbefran! beiten. 18.20: Tierärztlicher Borirag. 18.40: Die Stenograpbie in der feinen Theglererinnerungen. 19.30: Wie Prag. Preßburg. 300, 16: Landwirtschaftsfunt. 17.30: ston Deutsche Brelienacrtaten. 18.10: Deafe en Bergangenbelt und in der Zukunft. 19: Auerswald, aus 19.05: Schallplattenmufit. 19.30: Wie Brag. Stafman, 1870, 10: Vortrag. 19.15: Breifenachrichten. 1. Novak: Slavier Quartett. 2. ibid: Stlavier- Trio. 10.25: Ronzert Budapest, 556. 11: Schallplattentongest. 16: gandwirt schaftlicher Vortrag. 17; 3igeunerinusit. 18.15: WlufifgiftoGrantfurt, 429, 13.30: Mittagsfonzert. 15.30: Jugend 21.15. Sub: tusfeter. oaz- Band. nie. 16.30 Neue Schlager. 18.30: Daug und Garten. 85. Fabritsarbeiterverband Aussig 100.-, Ver10.20: Bali, bas Wunderland. 20.15: Wie Stuttgart. band d. öffentl. Angestellten, Leitmeris 25. Hambura. 395. 12.30: Mittagsfonzert. 14.05: Saus- Verb. d. Eisenbahner I, Aussig 224.-, Verband d. fonzert. 16.15: Walzerflänge. 17: Günfifortee. 18: Bolts tümliches Sonieri. 19: ulturbeziehungen zwischen Deutsch Holzarbeiter, Anssig 47., L.-D. Parchen land und Japan. 10.25: Arbeiter und Arbeitsbygiene. 351. Ortsgruppe der Kleinbauern und Häusler 20.15: Deutsche Jägermufif. Jobann Strauß- Konzert." Langenberg, 109, 13.10: Dittagsfonzert. 14.30: 28ie roßrammerschlag 70.-, Ortsgruppe der beribs im nefund? 17.30. Befperfonzert. 18.35; Grundlagen Kleinbauern und Häusler Blauenschlag 77.—, L.-D. Diebling 16.30, Ortsgruppe der Kleinbauern in Buchen 30.-, Ortsgruppe der Kleinbauern in Brunn 52.90, L.-O. Flußberg 11.-, L.-O. Schnecken 100., B.-C. Mähr.- Ostran 235., B.-O. Leitmeriß 395.50. Summe des 15. Ausweises Kč 5383.20. Bisher ausgewiesen 102.824.20 Kč. Gesamtsummc 108.207.40 Kč. Vererbung. 19.40: Der wahrhafte Junge. 20.10: Airmes. 22.20: Stonzert Leivsta. 360. 12: Schallplattenfonsert. 16.30: Nachmit tagsfonzert. 19: Erfindung und Techni! des Porzellans. 10.30: Wefen des Romans und der Novelle. 20.15: Die Fledermans". Operette von Strauß. München, 536, 16: Seitere Dialetterzählungen. 16.30: Unterhaltungsfonsert. 17.45: Geflügelandt. 18 30: Bolts bildung auf dem Lande. 10: Ziberkonzert. 20: Die Alb bauern", schwäbisches Volksstück von Wagner. 22: Schall blattentonzert. Celle d. Tages- Neuigkeiten. Eine Schreckensszene in Schönbrunn. Kommunistischer Bankrott. Selbstentlarbung der Hamburger Kommunisten. loren." Mittwoch, 2. November 1927. Ein Reichskommiffariat für Reparationen. Berlin, 1. November.( Eigenbericht.) Im Reichskabinett jollen morgen die abschließenden Wien, 1. November.( AN.) Im Schönbrun ner Tierpark ereignete fich heute eine grauenhafte Die Stoalitionsverhandlungen zwischen So- melden. Das einzige, was uns Beratungen über die Tentschrift des ReparaSzene vor dem Bärenkäfig. Der 52jährige San- zialdemokraten und Kommunisten sind gescheitert. heute noch von der SPD. trennt, tionsagenten abgehalten werden. Wian will die delsangestellte Stamminger hatte das Git Die Kommunistische Presse behauptet, daß die wäre dann verschwunden und wir hätten Reparationsangelegenheiten in ein besonderes ter vor dem Käfig überſtiegen und wollte den Schuld daran die Sozialdemokraten trugen, deren alle Daseinsberechtigung ber Reichsfommissariat vereinigen, das den Verkehr zwischen dem Reichsfinanzministerium, sonst sanften Bären unmittelbar ein Stück Zuder Verhandlungsbereitschaft nur ein Betrugsmanöreichen. Statt des Zuckers nahm das Raubtier ver gewesen sei. Solche erlogene Vorwürfe gedem Auswärtigen Amt und dem Reichswirts Aus der Erklärung des Kommunisten Stabschaftsministerium einerseits und dem Reparadie rechte Sand des entfesten Mannes ins Maul hören zu dem von Włoskau befohlenen eisernen ner spricht politische Einsicht. Aehnlich dürftenfionsagenten andererseits besorgen soll. Für und bis fräftig zu. Die Zuschauer trieben das Bestand der fommunistischen Agitation. Es wäre weite Streife der fommunistischen Führerschaft diesen Posten ist der frühere Staatssekretär Tier weg, allein der Mann war bereits schwer deshalb auch kein Wort darüber zu verlieren, denken. Was sich hier offenbart, ist der Geist verlegt. Der erste, zweite und dritte Finger wenn sich die Entlarver nicht dieses cines betrügerischen Bankrotteurs, Berfechter des Planes befannt ist, Deutschland Bergmann in Aussicht genommen, der als waren ganz zermalmt und überdies hat der Bär mal selbst entlarvten. dem Manne ein etwa 30 Zentimeter langes In den Stunden, in denen sich die Vertreter der sich auf Rosten seiner Gläubiger noch eine felle sich durch eine große Anleihe von den Ver pflichtungen aus dem Dawesplan befreien. Beitiang über Wasser zu halten versucht. Stück der Sehnen der Bengemuskulatur der Sand weggerissen. der Sozialdemokraten und der Gewerffchaften mit Stahner hat recht: Ueberall da, wo sich Somo unendlicher Geduld im Gewerkschaftshaus in Hamburg um eine Einigung mit den Konumu munisten entschlossen haben, ihren Phrasenballast Die tierfeindliche Stadt Prag. nisten bemühten. tagte andernorts in Hamburg einmal für einige Zeit beiseite zu stellen und mit eine von der KPD. Zelle einberufene„ öffentliche den Sozialdemokraten nüchtern und fachlich zu In Wien wurde soeben eine Tierschutzwoche Bersammlung der Staatslaiarbeiter" von der fammenzuarbeiten, hat sich auch sehr bald die veranstaltet. Man möge welche Stellung immer 4000 Mann starten Belegschaft waren nur 34 Unfähigkeit oder Ueberflüssigkeit der Kommunisten dazu einnehmen, man möge es verurteilen, daß erschienen!- um ein Referai des Kommunisten und ihr Anschluß an die sozialdemokratische Par das Präsidium und einige fogenannte Ehrenstellen – Stahner entgegenzunehmen. Dieser Kronzeuge des tei vollzogen. Versonen übertragen wurden, die am wenigsten fommunistischen Einigungswillens erflärte nicht Das Geständnis des Kommunisten Stahner berufen find, Mitleid mit dem Tiere zu predigen, nur ſchlandweg. daß die Verhandlungen im Geist wertvoll weit über Hamburg und Deutschland aber die Idee, die vom Wiener Tierschutzverein wertschaftshaus scheitern würden, er fügte, wie hinaus. Wir wollten, daß alle Arbeiter auch bei ausging, ist schön, edel und verdient volle udas Hamburger Echo" meldet, auch noch hinzu: uns, insbesondere natürlich die fommunistisch erfennung. Wir haben auch schon einmal darüber „ Die KPD. tann nicht in die Regie- gläubigen, dieses Bekenntnis ihrer Führerschaft berichtet, daß der Wiener Tierschutzverein es durchrung gehen; wenn sie es tut, ist sie politisch erführen. Das würde den kommunistischen Ein gefeßt hat, für unbemittelte Mitglieder einige criedigt. Unsere Mitglieder werden dann heitsfrontnebel rapid zerstören und die ganze Ver tausende Hundesteuermarken gratis vom Magiin Scharen zur SPD. übertreten und logenheit der kommunistischen Politif und Taktif strate Wien zu erhalten. Es ist sicher, daß in wir fönuten unseren Konturs an jedem Arbeiter sinnfällig machen. Wien für alle humanen Bestrebungen Verständnis und der richtige Boden ist. Au Der Hund mit der Prothese. Der„ Daily Herald" reproduziert das Bild eines Hundes, der wegen eines Fußleidens beinahe dem Abdecker verfallen war. Da entschloß sich sein Herr, dem Hunde im Royal Veteri nary College das Bein amputieren zu lassen. Die Operation verlief glüdlich. Der Bund trägt eine Brothese aus Leder und ist jest während der großen Sundeausstellung in Christal Palace in London. Gegenstand vielfacher Aufmerksamkeit. 000000 geiedt werden mußte. Daun flüchtete er, konnte aber am Abend gefaßt werden. In Breslau hat sich die 33 Jahre alte Ehefrau Seidermeier und ihre beiden Ständer im Alter von 2 und 3 Jahren in der Wohnung von Bekannten mit Gas vergiftet. Die Tat geschah aus Verzweiflung darüber, daß der Mann, ein faufmännischer Angestellter, seit langer Seit stellungslos ist und die Familie seit sechs Jahren vergeblich auf eine eigene Wohnung wartet. Eine große Antialfoholrede Wir. Snowdens. Das bekannte Witglied des englischen Unterhauses Mr. Philip Snowden hielt als Gaft der National Temperance Commercial League in London eine foarfe Rede gegen den Alkoholkonsum in England and belagte es fehr, daß jährlich in England für Aifohol 300,000.000 Pfund Sterling verbraucht wer eee deit, cite Summe, welche ungefähr den Einnahmen ant Einkommensteuern in England entspricht. Seit Das, was sich die Stadt Prag gegenüber den Mann wurde für tot erflärt, gab aber bald| Bei dem Unfall erlitten 17 Personen leichte VerTieren leistet, speziell gegenüber den Sunden, darauf Lebenszeichen von sich und richtete legungen. Von den Verletzten befinden sich noch der amerikanischen Brohibition hat Amerika" seine Stapitalsinvestitionen in übersceischen Ländern uni fann man nur als eine Schande bezeichnen. sich wieder auf. Erst nac) furchtbarem sieben im Krankenhaus zu Grevenbroich. Die cin Sechsfaches erhöhen können," schloß Mr. SnowGenau so eine Schande wie die Wohnbaupolitif Stampfe gelang es den Wächtern, ihn wieder übrigen Reisenden konnten ihre Fahrt fortsetzen. den seine Ausführungen. dieser Stadt ist auch das Verhalten dem Tiere auf den Stuhl zu bringen. Der Apparat wurde Dentmatsschändung. Im Lustgarten in Bots Die Kanalschwimmerin Mercedes Gleiße hat gegenüber. Die Stadt Brag hat die horrenbeste dann wieder fitr zweinndzwanzig in dam wurden in der Nacht zum Dienstag fünf den Blättern zufolge einen Sontratt mit einer Bundesteuer von allen europäischen Hauptstädten! ten in Tätigkeit gebracht, worauf der Delinquent mannshohe Steinsocket, auf denen sich Büsten von ameritauischen Gesellschaft unterzeichnet, auf Sie verlangt für einen Hund 150 Stronen, für tatsächlich tot war. Diese Erwürgungsmaschine Staatsmännern und Heerführern befanden, von Grund dessen sie im Dezember versuchen wird, zwei Sunde 450 Stronen( nämlich für das zweite ist wohl der grauenhafteste technische Fortschritt", unbekannten Tätern umgeworfen. Jeder dieser von Tanger aus die Straße von Gibraltar zu Tier gleich den doppelten Betrag), freie Miarfen der Senterstride und Guillotine abgelöst hat. Sodel wiegt sechs Zentner. Von den Tätern durchschwimmen. Es heißt, daß dieser Versuch für Arme und Minderbemittelte criſtieren überEtwas vom Kampf der Kommunisten gegen fehlt vorläufig noch jede Spur. bisher noch niemals unternommen wurde. Das haupt nicht! die Regierungsparteien. Wir lejen in der 31 Eine neue Theorie über das Polarlicht. Der Honorar für diesen Versuch und für ihr Auftreten Wir hatten hente Gelegenheit, einer zene funft": Das Blatt der füdböhmischen Agrarier be- japanische Naturforscher Professor Nasigura in mehreren Filmen geht an einen von ihr geHeizuwohnen, wo eine arme Tischlers richtet in feiner lesten Nummer Seite 10 aus itellt, antnüpfend an die Anschauungen von schaffenen Fonds zur Unterstützung mittellofer frau aus Wysotschan, deren Mann seit Wochen Böhm. Bernschlag bei Neubistrit folgendes: Svante Arrhenius, folgende Theorie auf: die Wänner und Frauen Londons. frank darniederliegt und arbeitslos ist, ins ,, Daß viele Ditsbewohner mit der bisherigen eine Ursadje jind jene feinen Staubmassen, die Wasser springen wollte, weil ihr von Vertretung nicht ganz zufrieden waren, beweist durch die Fleden und die damit zusammenhängen der Wasenmeisterei die beiden Sunde Mutter wohl, daß diesmal die Kommunisten mit dem den Eruptionen aus der Sonne geschleudert wer und Junges abgeholt wurden. Die Frau fann Bund der Landwirte loppeften." den. Soweit war schon Arrhenius gekommen. die ungeheure Steuer von 450 Stronen nicht auf bringen und wollte sich von den Tieren nicht Jetzt werden die Ortsbewohner, insbesondere Unerklärlich blieb, warum denn die Polarlichter trennen, sie weinte unaufhörlich und fonnte sich die fommuniſtiſchen sehr zufrieden sein, denn der gerade in der Nähe der Pole entstehen und weder nicht beruhigen. Wenn schon die Stadt Prag so Bund der Landwirte und Stommunisten haben weiter gegen den Aequator zu, noch genau über tierfeindlich ist, daß sie eine solche ungeheure gefoppelt und sich vereint geschlagen. Wenn mir dem magnetischen Nordpol, der bei der Insel Steuer für Hunde verlangt, so ist die Steuer für dies nur in einem Falle gemacht hätten, die Bothia elir liegt, auftreten. Nafigura meint, den zweiten Sund geradezu ein Sohn, denn nicht fommunistische Presse des ganzen Landes würde daß die Ursache dafür jene unsichtbare warme Strahlung sei, die aus dem Erdfern als fosmische Aus Egers Klostermauern. jedermann ist so flug. dem gescheiten Magistrat sich darauf gestürzt haben. So aber haben ein Schnippchen zu schlagen und den zweiten Sund revolutionäre Stemmunisten getan, da wird selbstblühlung in den Weltraum hinausstrahlte. Diese Ausstrahlung geht in den polaren Regionen fast wir folgendes interessante Geschichtchen: In unserem Karlsbader Volkswille" lejen einfach auf einen fremden Namen anzumelden die„ Südwestööhmische" nichts cinzuwenden ha- Ausstrahlung geht in den polaren Regionen fast oder auf den Namen des anderen Ehegatten, um ben. Bei den Kommunisten durften eben nur ununterbrochen vor sich, während sie weiter gegen Ein junger Dominifanerpater 150 Stronen zu erfparen! Da die Frau die Steuer solche Leute fandidieren, die ein halbes Jahr din Aequator hin unmerflich ist, da sie von der für die Hunde heuer noch nicht gezahlt hat, ver- Parteimitglied schon sind. Dies war notwendig, Einstrahlung des Sonnenlichtes verdeckt wird und in Eger, bei dem die weltlichen Dinge doch noch weil sie sonst den Wert der Koppelung mit den auch während der nächtlichen Abfühlung nicht nicht ganz abgestorben waren, empfahl der int langt man sogar 300 Kronen Strafe noch dazu, genügend zur Geltung fommt. Daher haben wir Dominikanerkloster wohnenden Bedienerin eine da ihr sonst die Tiere getötet werden!! Woher soll nach Nasigura einen ständigen Wärmestrom durch frem de Frau, die des öfteren auf Besuch fam. die Arme 750 Stronen hernehmen? Also muß sic Einsturz eines Neubaues. Das„ Berliner den Erdtörper anzunehmen, der aus dem Stern Der Pater konnte die alte Bedienerin auch beihre einzigen Freunde dem Schinder überlassen!! Tageblatt" meldet aus Königsberg: Gestern und den Aequatorgebieten nach den Polen fließt wegen, den Wohnungsschlüssel an einer Stelle Die Adresse der Frau fönnen wir jedermann mit nachmittags stürzte der Neubau des Postgebäudes und dort aus dem Planeten hinaustritt. Diese su deponieren, die auch jener Frau zugänglich teilen, der sich für den Fall interessiert. in der Hindenburgstraße ein. Das Gebäude war dunilen Strahlen bringen die von der Sonne auswar, so daß diese auch in Abwesenheit der alten Wie wär's, wenn der Herr Primator dieser bis zum dritten Stockwerk vollendet. Plößlich gehenden Elektronen zum Leuchten, ganz ähnlich, Bedienerin sich in deren Wohnung aufhalten Schande gegenüber den Tieren schon ein Ende krachte die Betondecke des dritten Stockwerkes wie auch die ultravioletten Strahlen solche euch fonnte. Die Bedienerin, eine sparsame Frau, bereiten würde? Tas ganze Verhältnis des Mamit mächtigem Getöse zusammen und riß die mit mächtigem Getöse zusammen und riß die erscheinunasi ben irfen fönnen. hatte ihr ganzes Ersparnis von jirka 13.000 K gistrates Prag zur stummen Streamur spricht mehr, unteren Deifen bis zum Steller mit. Von den Familientragödien. In Frankfurt am Main ist in Sparkassenbüchern in der Wohnung. Vor als alle Zeitungen dieser Stadt über ihre„ Stultur" Maurern fonnten sich einige retten, während die Frau des Eisenbahnarbeiters Dedert mit ihren urzem machte sie nun die fürchterliche Ent und alle Frembenpropaganda dem Auslande weis vier in die Tiefe gerissen wurden. Zwei von brei Kindern im Alter von 12, 9 und 2 Jahren dedung daß der Betrag bis auf 300 Kab ihnen wurden getötet, die anderen beiden schwer in den Tod gegangen. Die Frau hat den Gashah gehoben war. Ihr Verdacht richtete sich sofort gegen jene fremde Frau, deren Adresse in Karlsbad sichergestellt werden konnte. Eine Wohnungsdurchsuchung bei dieſer brachte Beweismaterial, aber auch die Liebesforrespondenz mehrere hundert Stranke gefährdetenfolge der ist die Folge einer völlig zerrütteten Che. Wegen Solch zärtliche Briefe, Worte schnsüchtigsten zwischen dem Pater und ihr zutage. starten Rauchentwidlung mußten viele aus dem mißhandlung war die Fran bereits zweimal Berlangens nach Verlangens nach weiteren Schäferſtündchen, Hauptgebäude getragen werden. Bei dem Retnungswerf tat sich ein Hausdiener durch beson- ihren Eltern gezogen. In lekter Zelt hatta ber sollen schon lange nicht in die Hände der BeEhemann mit einem Mädchen ein Verhältnis angehörde gefallen sein. Aus diesen Briefen ging auch deren Heldenmut hervor. Später stellte sich her. fangen und seiner Frau davon Mitteilung gemacht flar hervor, daß die Wohnung der Bedienerin im aus, daß diefer Hausdiener habituellt Boon Am Samstag lam es zwischen den Eheleuten zu Dominikanerllofter als Absteigquartier für die Pyromane ift, der verschiedentlich wegen Brandstiftung vor einer heftigen Auseinandersetzung, weil die Frau den bestraft ist und auch das Feuer gelegt hat, unt Liebchen der Dominilanerpaters verwendet Mann und das Mädchen bei einem Festgelage ange wurde, ohne Wissen der leichtgläubieiner Sospitalangesteliten zu gewinnen, in die er handelt und zum Schluß drohte der Mann:„ Wenn etwas ganz Gewöhnliches. Wie lange ist es denn durch Beweise von Seldenmut die Bewunderung offen hatte. Die Frau wurde wiederum schwer mogen Bedienerin. Für Eger bedeutet dies Du heute abend noch lebst mit den Kindern, dann Auf dem Ozean verhungert. Ein Tampfer schlage ich Dich tot." Dedert hatte Glüd, daß er bre as bei einer Witwe in Schlada ein Absteigeher, als der Franzistanerpater Anentdedte bei Cap Flattery( Australien) ein kleines nach der Tat nicht den Nachbarn, die nach ihm quartier unterhielt, dort Mädchen besuche, Da die Stommunisten sich um den Stur; der bür Fischerboot, in dem sich zwei offenbar durch Verfuchten, in die Hände lief, sie hätten iha nahriyeir Sie die Witwe vermittelte, empfing gerlichen Gesellschaft bisher herzlich wenig be hungern ums Leben gelemmene Japaner befan lich aus Empörung totgeschlagen. Der furchtbaren und erst dann einging, als er sich einem Mäd müht haben, müßte es natürlich heißen die ben. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß das Familientragödie, die sich in der Nacht vom Samstag chen gegenüber, das ihm diese Frau in die WohMiethoden die die Stommunisten bisher ge Boot von Japan über den ganzen Stillen. Dzean zum Sonntag in Stertrade abgespielt hat, woung brachte, als Arzt vorstellte, der an allen gen die Sozialdemokratie angewandt getrieben ist. bei der 30 Jahre aite Maler Hamm a cher feine möglichen und unmöglichen Orten herumfingerte haben"; daß sie einmal auch gegen Moskau selbst Lebende Menschen als Zielscheiben. Ein drei Seider im benachtbarten stanal ertränite, ist und seine Diagnose in Form eines nicht mißAnwendung finden würden, haben wir allerdings 18 Jahre alter Bursche erschoß in der Nacht auf der Selbstmord der Ehefrau vorausge zuverstehenden Antrages stellte. Wie lange ist es schon vor Jahren vorausgejagt. Dienstag gegen 12 Uhr auf der Landstraße bei gangen. Auch diese Ghe war zerrüttet. Als Sam denn her, daß der Direktor und ein Zwei Güterwaggons in die Moldau gestürzt. Staiserslautern einen 20 Jahre alten Bergmann macher am Samstag abends gegen 10 Uhr in feine Bater des fatholischen StudentenIn der Station Prog- Bubna- Unterer Bahnhof aus dem Hinterhalt und verlegte einen anderen Wohnung zurückkehrte, fand er einen Seitei vor, oen heimes in Eger, Pater Jene und Pater find Dienstag um 4 Uhr 30 beim Verschieben 20jährigen Bergmann lebensgefährlich. Nach den seine Frau geichrieben hatte: Betrüger! Da ich das Staufmann, ausreißen mußten, weil sie sonst mit einer längeren Waggonreihe auf dem Viadukte Feststellungen der Polizei wollte der Bursche Leben so weiterzuführen leid bin, habe ich den Ent die Vollsjustiz- der Arm der eigentlichen Justiz aus. bisher unbekannter Ursache zwei Waggons feinen neuen Revolver ausprobieren und fand in schluß gefaßt, in den Stanal zu gehen. Nimm Dir ist bei derartigen Verbrechen immer etwas geenigleist und in die Moldau gestürzt. Der Ber- den beiden Bergleuten, die sich auf dem Heimeinen Strick und hänge Dich auf! Leb wahl, liebe lähmt wegen ihrer homosexuellen schieber Flemer wurde beim Absprung verfeßt und wege von der Arbeitsstätte befanden, willkommene Mutter und Stinder! Julie." Daraufhin trug Hom- Umtriebe mit den ihm anvertrauten II ei= ins Krankenhaus überführt. Drei Stunden später Zielscheiben. Der Mörder wurde verhaftet. macher zunächst den öjährigen Knaben zum Emscher in en naben im Studentenheime. war das Geleise wieder fahrbar. Eisenbahnzusammenstoß bei Köln. Aus Sölu Sanal und warf ihn ins Wasser. Dann kehrte er gelyncht hätte. Alles dies spielte sich in den letzten machen können! J. R. Sie fernen ihre Methoden am eigenen Leibe Vorwärts", der mit Troßzki und Sinewjew fennen. In einem Artifel des Reichenberger abrechnet" und die chemals in Reidenberg fute fällig verehrten Götter mit den erlesensten bolſchemiſtiſchen Beschimpfungen bedenft, heißt es auch: Zum ersten Wale werden- und das lit das größte historische Verbrechen, das die Sp. Landbündlern nicht fennen würden. verlegt. Brandstifter aus Liebe. In dem Methodistenospital in Brooklyn brach gestern aus zu nächst unbekannter Ursache ein Brand aus, der position begehen konnte dieselben Stampf methoden, die die Kommunisten zum Siz der bürgerlichen Gesellschaftsordnung verwenden, gegen die Partei des Proletariats verlicht war. und den Staat der Arbeiterklasse in Anwen dung gebrach 1." geöffnet. Als Hausbewohner auf den Gasgeruch aufmerksam wurden und mit Hilfe der Polizei in die Wohnung eindrangen, fonnte nur noch der Tee von Wouter und Stindern festgestellt werden. Die Tat sit Die Grenct der Todesstraje. Aus Samird gemeldet: Bei der Einfahrt in den noch einmal nach Hause zurüc, holte die beiden an- brei, vier Jahren ab. Und nun kommt ein banna wird folgendes Geschehuis gemeldet: Bahnhof Grevenbroich stieß Dienstag vormittag deren Stinder und ertränkte sie auf die gleiche Weise. G'stantert aus Egers Klostermauern. Diese AnEin Gefgugener, der zum Tode durch ma um 9 Uhr 40 eine von Deloven gekommene Ihm selbst hat dann nach seinen eigenen Angaben gelegenheit ist noch nicht gerichtlich abgeschlossen schinelle Erdrosselung verurteilt wor Refomotive mit dem von Düren kommenden Eil der Mut zum Selbstmord gefehlt. Er begab sich viel- und der„ Bolkswille" will in den nächsten Tagent den war, wurde auf den Hinrichtungsstuhl gesetzt, zug 150 zusammen. Beide Lokomotiven ent- mehr wieder nach Hause und schlief jo fest, daß er ausführlicher berichten. Inzwischen singt man worauf das Halseisen fest angezogen wurde. Der gleisten. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. I am Sonntag vormittags von seiner Schwiegermutter in Eger:„ Ach wenn das der Petrus wüßte..." Mittwoch, 2. November 1927. VERLANGET UEBERALL VOLKS ZUNDER SOLO A.S.I Kleine Chronit. Windhund- Wahnsinn in England. 220.000 Gflaven in einer britischen Kolonie. Seite 5. Australien: Bergarbeiter, Seeleute( Trans. portarbeiterinternationale), Postangestellte. In dien( Niederländisch- Indien): Bostangestellte, Eisenbahner( Transp.). Vereinigte Staa In letzter Zeit hat sich die dritische Presse| Haus Stlaven nach altem Gebrauch die Freiheit. ten von Amerita: Bergarbeiter( 400.000), aller Richtungen wiederholt mit der für das bri- Offiziell wurde bei Uebernahme des Protektorats Maler und Tapezierer( 115.000), Bekleidungs tische Weltreich recht unangenehmen Ta.jache be- durch die britische Regierung die Stlaverei allerarbeiter( 105.000), Sutarbeiter, Schuhmacher schäft gt, daß in der englischen Kolonie Sierra dings für aufgehoben erklärt. Aus diesem Grunde( Lederarbeiterinternationale), Bäcker und Koi dis Leone( West- Afrika) immer noch Sklavere besteht. ist auch die Klasse der Haus Sklaven schon wäscend toren( Nahrungsmittelarbeiterinternationale), Als England in den 90er Jahren die Kolonie der letzten dreißig Jahre recht merklich zusammen Safenarbeiter( Transp.), Postangestellte, Diaübernahm, ließ man zunächst die für das Land gel geschmolzen. Fast alle, die heute in der Knecht mantenarbeiter. Brasilien: Sutarbeiter, tenden Gesetze, darunter auch die Bestimmungen schaft leben, sind Haus- Stlaven. Uebrigens fann Stutscher usw.( Transport.). Kanarische Inseln: mit Bezug auf Stiaverei, bestehen, unt erst all- man faum noch einen Unterschied zwischen Stla Transportarbeiter. mählich darin Wandlung zu schaffen. Eine spätere ven und Freien machen. Die Besitzer bestehen In der letzten Zeit( nach dem 1. Jänner Verordnung des Gouverneurs und des gesetz natürlich auf ihren Rechten. Im allgemeinen be- 1926) haben sich ferner den internationalen Begebenden Rates der Kolonie bestimmte dann, daß streiten aber die Sklaven den Besitzern das Recht rufssekretariaten zwei Seeleuteverbände( Transp.alle Sflaven bei eintretendem Todesfall ihrer Herder gewal samten Zurückführung in den Dienst Arb. Int.) Judiens mit insgesamt 50.000 Mitren sofort in Freiheit zu setzen seien. Die Briten im Falle des Entlaufens. Die Hauptsache ist, daß gliedern, die Holzarbeiter( 352.000) und Metall wagten nicht, sogleich scharf in die Gebräuche der man das ganze Problem durch Bewilligung von arbeiter der Vereinigten Staaten, die Holzarbei start von arabischer Seite beeinflußten Bevölke Entschädigungen an die Besitzer löst, und dann inter Rubas u. a. angeschlossen. Diese bei weitem rung einzugreifen. Daher ihr Zögern in der Ein- jedem Falle den betreffenden Sklaven durch Ver noch nicht genügend beachtete Werbetätigkeit der führung von Reformen. ordnung des Distrikt- Kommissars für frei ertiart." internationalen Berufssekretariate ebnet den Weg So ist es denn möglich, daß bene, lange Auf die Frage des Berichterstatters, wer die für den Anschluß neuer außereuropäischer Genachdem die Sklaverei durch ein internatio Lösungsgelder zahlen solle, erflärte Dr. Denton: werkschaftszentralen an den JGB. und erleichtert nales Abkommen der Kulturstaaten Sierra Leone ist bekanntlich eine arme Rolonic. einen allmählichen Ausbau der Amsterdamer Infür aufgehoben erklärt wurde, dennoch in dem Aber während der letzten zwei Jahre hat sich dochternationale zu einer Weltinternationale britischen Sierra Leone die Sklaverei aus oben ein leberschuß im Budget ergeben. Persönlich der Gewerkschaften. Daß die Briten zweifellos die älteste sport geschilderten Gründen weiter besteht. Eine füh bin ich natürlich gegen den Gedanken der Bezah treibende Nation unter den heutigen Völkern Euro- rende englische Zeitung, der„ Manchester Guar- lung von Lösegeldern und würde gerne sehen, pas sind, ist bekannt. Bekannt ist aber auch, daß die dian" ha: jetzt durch einen Berichterstatter den wenn wie anderswo auch in Serra- Leone die Engländer sehr häufig von einer Art Sport- But er englischen Geſtlichen Rev. Dr. James Den Stlaven einfach fret würden. Aber wenn schon faßt werden und dann in Uebertreibungen verfallen. on, der lange Jahre in Sierra Leone lebte und Lösegelder bezahlt werden sollen, dann nimmt man Man denke nur an die riesigen Menschenmengen, die Mitglied des dortigen Gesetzgebenden Rates war, wohl die Mittel dazu am besten aus dem Ueber Olmüß, 28. Oktober. Dieser Tage fand vor dem alljährlich zu den beiden Hauptpferderen aufsuchen lassen, um aus seinem Munde eine geschuß Fonds des Jahres Haushaltes." Bezirksgerichte in Olmüß ein Prozeß statt, der nicht nen in England dem„ Derby" und dem„ Daks" im nane Schilderung über die Zustände in Sierra- Der Geistliche fügte hinzu, vaß er die he wenig Heiterkeit und Sensation in der ganzen Stadi wahren Sinne des Wortes wallfahren. Diese zwei Leone zu erhalten. Reverent Denton wies darauf der erforderlichen Gelder natürlich nich schätzen hervorrief. Eine Zigeunerin namens Marie Richhin, daß man am besten in ähnlicher Weise ver könne. Die Anzahl der Stlaven fei nicht genau ter pries seit einiger Zeit jungen und alten Mädchen Sportereignisse vereinigen im Publikum den höch ſten Adel und die ärmsten Arbeitslosen. Man meint fahren sollte, wie früher bei Aufhebung der Stla bekannt( recht bedauerlich bei einer durch eine ein Mittel an, das geeignet sei, jeden widerſpenſtigen. an solchen Tagen, die Engländer seien toll gewor- verei in den westindischen Beſivungen Englands. Kulturnation geleiteten Verwaltung. Die Red.). Geliebten zu feffeln, jeden Mann, den man sich Uebrigens schließen sämtliche Banken und Man sollte den Bejivern von Sklaven Entſchädi- Die zuverläſſigſten Zahlen ergeben sich aber aus wünscht, einem zu bringen. Dazu war ein Tee notviele Geschäfte ihren Betrieb bei Gelegenheiten solgungen anbieten und so diese Sklaven mit der den Statistiken der Provinzial Stommissare. Darwendig. Dieser Tee aber mußte wieder„ ein ganz Zeit auslösen und der Freiheit übergeben. Da aus gehe hervor, daß in den verschiedenen Distrik besonderer Saft" sein, er bestand nämlich nicht aus cher Sportereignisse. Seit Beginn dieses Jahres hat die Engländer bek dürfe, unter Berücksichtigung der besonderen en schwankend 5 bis 30 Prozent der Bevölkerung irgendwelchen Sträutern aus Indien oder Japan, eine neue Sport- Rage erfaßt. Auf riesigen Renn- Verhältnisse in Sierra- Leone, selbstverständlich zur Stlasse der Sklaven gehörten. Man könne alſo ſondern es genügte einfach, wenn die Frau, die sich bahnen werden Windhunde hinter einent elek- fein Zwang ausgeübt werden. Er ſei überzeugt, einen Durchschnitt von 15 Prozent annehmen und einen Mann wünschte, sich die Haare an einer be trischen Sasen hergehetzt, der durch einen Elektro- daß in der Sigung des gesetzgebenden Rates der dadurch ergebe fich auf Grund der stimmten Störperſtelle abschnitt, diese Haare dann mit Motor zit riesigen Geschwindigkeiten angetrieben, Kolonie zwe fellos eine allen Teilen annehmbare Volkszählung vom Jahre 1921 für ein paar Sträutern zusammen, welche die Zigeunerin Sierra Leone eine Gesamtzahl von verschaffte, kochte, das Gebräu dann durchsicóte und auf einer Schiene läuft, und schließlich durch ein Lösung gefunden würde. 220.000 flaven. Loch den verfolgenden Hunden, die ihn übrigens nie erreichen können, entzogen wird. den. Dr. Denton versteht es, sich im Interesse der britischen Verwaltung diplomatisch auszudrücken. Die Engländer, und natürlich auch der geiſt Fast sämtliche Großstädte des Inselreiches und Er sollte lieber klar und deutlich heraussagen, daß liche Herr Dr. Denion, versuchen die Tatsache der auch schon viele kleinere Plätze haben jetzt mit gro- die Tatsache der immer noch geſetzschen Sklaverei in ſolch großem Maße bestehenden Sklaverei ihres ßem Kostenaufwand durch besonders gegründete in Sierra Leone für Großbri annien, für ein Protektorats Sierra Leone durch allerlei nich: ſich Gesellschaften derartige Windhund- Rennbahnen an- Reich, das dauernd auf seine großen Stulinrerrun baltige Gründe als nevensächlich und ohne jede gelegt. Einfach fabelhaft sind die Geldsummen, die genschaften pocht, außerordentlich beſchämend ſein große Bedeutung hinzuſtellen. Man muß aber Darauf hinweisen, daß auch in anderen englischen allwöchentlich bei diesen Hunderennen verwettet muß. Im einzelnen führte der Geistliche mit Bezug stolonien mit eingeborener Bevölkerung recht werden. Man jetzt in Buchmacher Büros der kleinen Dörfer und Städte ebenso wie auf der Bahnen auf Rechte und Stellung der Sklavenbefizer und scharfe Arbeitsgefeße bestehen, die es z. B. den selbst auf diesen oder jenen Hund, genau wie bei der Sklaven selbst noch folgendes aus:„ Nach al- Arbeitgebern erlauben, ihre Angestellten und Arter Ueberlieferung unterscheidet man in Sierra beiter zur Arbei: zu zwingen. Auch die Löhne Bferderennen. Leone verschiedene Ar en der Knechtschaft und sind vielfach, so z. B. in Indken lächerlich geSklaverei. Die erste Kategorie von Sklaven be ring. Es ist eben auch heute noch ein Grundsatz steht aus Personen, die früher frei waren, aber der britischen Kolonialpolitik, daß man ſcheinbar später in Sflaveréi gerieten. Diese Sklavenklasse den Eingeborenen ihre alten Sitten und Gebrän hat nur solche Rechte, die ihr von dem Sklaven che läßt. Diese Leute mögen wie in Indien, sich halter gewährt werden. als Fakire durch Hunger töten, sich Dolche in den Leib remmen, oder über feurige Sohlen laufen usw., das ist den Engländern gleich. Nur müssen die Eingeborenen sich von den Siedlungen der Engländer absolu fernhalten. Im übrigen natürlich verlangt der Brite, daß die Eingeborenen ihre Produfte für möglichst billiges Geld an den englischen Kaufmann ab geben. Solche Zustände haben natürlich auch treffenden Bevölkerungen herzlich wenig geschicht. Uebrigens haben sich die Tierschußvereine in England schon in scharfer Weise gegen diesen Windhund- Spleen gewandt. Ja. sogar von den Stanzeln wird dagegen gepredigt. Zweifellos ist es für die Hunde, die in rasendem Tempo hinter dem nie zu erfassenden Hasen herjagen, wobei sie auch über riefige Hürden springen müssen, eine riesige Anstren Die zweite Gruppe sind die sogenannten gung, die sogar zu Quälereien ausartet. Nach Ab- aussklaven". Es sind die Söhne und En solvierung mehrerer Rennen muß den Hunden auch fel ursprünglich in Stlaverei geratener Len'e. Sie stets eine gewisse Schonzeit in besonderen Hunde- werden als Mitglieder der Famil'e des betreffen Sanatorien gewährt werden, da sie sonst das Maß den Häuptlings behandelt. Ihr Herr muß ihnen der Höchstleistung nicht mehr erreichen fönnen. nach after Sitte Aderland zur eigenen BearbeiNeuerdings haben sich nun auf den Hunderennung übergeben. Auch ist er verpflichtet, ihnen bahnen sehr bedauerliche Vorfälle abgespielt. Aus wöchen lich zumeist drei freie Tage zu gewähren, den Massen der Zuschauer wurden Glassplitter auf damit sie dieses Land bewirtschaften fönnen. im Gefolge, daß für die geistige Erziehung der ve die Rennbahn geworfen oder mit Schleudern nach In der vierten Generation erhalten solche den Hunden geschossen. Es ist noch nicht klar festgestellt, ob solches nur von Gegnern oder aber von Wettenden zwecks Beeinflussung der Renuresultate geschicht. Eine ganze Anzahl wertvoller Windhunde find gerade in letzter Zeit auf diese Weise schwer an den Füßen verletzt worden. Hoffentlich findet das englische Parlament Energie genug, uut gegen die sen Sport- Wahnsinn einzuschreiten. det, die dort große Munitionsfabriken anlegte. Nach Windspiele der Königin rochen den Hering und-Abschluß des Waffenstillstandes sank die Zahl der waren nicht zu halten. Sie drängten zum SouffleurEinwohner über Nacht von 45.000 auf 3000 stöpfe, fasten und hoben ein über das anderemal das Hinterund die Stadt, die mit einem Sostenaufwand von bein, bis man sie von der Bühne unter Höllengeläch 45 Millionen Dollars erbaut worden war siecht seit- ter der Zuschauer entfernte. Es gab natürlich einen her langsam dahin. Man könnte die Beispiele noch Strach und die Uebeltäter hatten für diese Saison vermehren, ist doch in Amerika der Fall nicht seb ausgespielt. ten, daß ganze Stadtbezirke auf gesetzmäßigem Es ist also gefährlich genug, besonders in einem Wege an den Meistbietenden versteigert werden. ernsten Stück, Hunde auf die Bühne zu bringen und N. Tman sollte, tut man es schon, vorher das„ Terrain" immer gründlich refognos; ieren! Boltswirtschaft. Ausdehnung des JGB. Gerichtssaal. Der Liebestee. dem auserwählten Manne diesen Tee bei einer Jause tredenzte. Selbstredend rechnete sich die Zigeunerin für dieses„ diezept" eine entsprechende Summe, bis fie die Gendarmerie endlich dem Gerichte übergab. als die Zigeunerin vom Untersuchungsrichter einvernommen wurde, äußerte sie über ihre Verhaftung ihr Erstaunen und machte die Namen einer Anzabl Stundinnen namhaft, denen das Wittel geholfen hatte und die als Zeugen einvernommen werden sollten, daß die Sache einfach unschlbar" sei. Sie nannte auch den Namen einer in Olmütz gut bekannten Beamtin. Das Gericht ließ die Beamtin wegen der Zigeunerin, die sich auf sie berufen hatte, einvernehmen. Die Beamtin stellte alles als erlogen in Abrede. Da begann sie die Zigeunerin fürchterlich zu beschimpfen und sagte ihr vor Leuten, wann und Die Beamtin mußte jetzt notgedrungen gegen die wo sie sich auf ihren Rat den„ Tee" besorgt habe. Zigeunerin die Ehrenbeleidigungsflage einreichen. Die Verhandlung fand hinter verschlossenen Türen statt und endigte damit, daß die Zigeunerin wegen Ehrenbeleidigung und Verlegung der öffentlichen Sittlichkeit acht Tage Arrest erhielt. Sie machte sich zur Erbringung des Wahrheitsbeweises erbötig, den das Gericht aber nicht zulassen konnte, schon deshalb nicht, weil es sich um eine Sache aus dem Privatheitsbeweis nicht zulässig ist, selbst wenn die Sache leben der Stlägerin handelte, bei welchem ein Wahrwahr wäre.- Der ganze Fall ist als ethnologisch sexualpsychologischer Beitrag interessant. in Das Fleischerei- Lehrmädchen. Prag, 28. Oktober. Auf Grund eines Inserates der„ Narodni Politika" wurde ein Lehrmädchen zur Erlernung des Fleischerei und Selchereigewerbes gesucht. Es fand sich sogar jemand, der sich diesem Berufe widmen wollte. Da Frauen ihren Ehrgeiz darein seßen, als Chauffeure dem Manne ihre Ebenbürtigkeit und Gleichwertigkeit zu beweisen, warun denn nicht auch als Fleischer? Der Vormund der Božena Pečova vereinbarte mit einer Frau Emma Spačkova, daß das Mädchen als Lehrling ihrer Selcherei aufgenommen und nach einem Jahre ein Lehrzeugnis erhalten sollte, daß sie das Gewerbe erlernt habe. Das Mädchen erhielt keinen Lohn, überhaupt nichts, doch sie sollte durch die kurze LehrAusgestorbene Städte der Neuzeit. Die toten Städte sollten von rechtwegen ein Kennzeichen der Alten Welt sein; in Wahrheit aber trifft man nirgends so häufig ausgestorbene Städte wie gerade in Amerika Dort sind namentlich in der Hunde auf der Bühne. Zeit des Goldfiebers Städte wie Pilze nach einem In der gegenwärtig in Prag gespielten J warmen Regen aus dem Boden gewachsen und haben szenierung des„ Sommernachtstraum" hat sich infolge einer zügellosen Grundstücks- und Bo- man in der Jagdszene zur Belebung des Bühnenbildenspekulation mit Bligesschnelle ausgedehnt. Nach des auch zu dem Wittel gegriffen, Hunde als Beeiner kurzen Blütezeit wurde dann die Stadt aufgegleiter der Personen auftreten zu lassen. Das Von der europäischen zur Weltinternationale. geben und Häuser und Grundstücke für ein Butter ist heute sicher nichts Außergewöhnliches mehr, so Dem Internationalen Gewerkschaftsbund was zeit und das Zeugnis, das Gewerbe zu verstehen, brot verschleudert. Auch heute noch bietet sich dem sehr früher das Erscheinen von Tieren auf der Bühne ren bis zum Jahre 1926 außerhalb Europas nur dafür schadlos gehalten werden. Nun besaß aber Reisenden in den Vereinigten Staaten häufig genug verpönt war. Zu Goethes Zeiten gab es in Weimar die Gewerkschaften von Kanada und Palästina Frau Pečova wohl einen Verkauf von Selchwaren, der Aublick verfallener Häuser und von Hotels, in einen argen Konflikt mit dem Herrn Staatsminister angeschlossen. Nominell zählte auch die weiße" aber keine eigene Werkstatt. Nach Ablauf des Jahres denen Vögel nisten. und Intendanten, weil ein Hund auf die geheiligten gewertschaftliche Landeszentrale Südafrikas zu verlangte das Mädchen den„ Lehrbrief" Da erklärte Glen Cyre in Pennsylvanien ist beispiels Bretter kommen sollte. Nicht immer aber ist das den Mitgliedern des JGB. Sie mußte jedoch wie die„ Meisterin" dem Vormund, daß sie dem Mädchen weise, dank einer rasch zur Blüte gelangten Judu- Auftreten vierbeiniger Akteure ein ungefährliches der von der Liste der Mitglieder gestrichen wer- feinen ausstellen könne, da dies nur die Genossenstrie erstanden und ist mit dem Niedergang der in- Experiment. Auf einer Hamburger Bühne gab es den. Auf dem Pariser Kongreß des JGB. waren schaft der Fleischer tun könne. Der Vormund flagte dustriellen Hochkonjunktur über Nacht wieder in das einmal einen sehr peinlichen Zwischenfall, zu dem aber bereits Vertreter der„ farbigen" Gewerk jetzt die Inhaberin des Selchwarenverkaufes, was Nichts zurückgesunken Bemerkenswert ist auch der allerdings nicht nur die Tücke des Schidials beitrug. schaftszentrale Südafritas sowie Vertreter es in Wirklichkeit war, auf Schadenersatz von 1800 Fall von North Dalles im Staate Oregon Zwei in der Operette beschäftigte Künstler deren Argentiniens als ordentliche Kongreßdele Kronen, eine Summe, die er verausgabt hatte, um einer Stadt, die nur auf dem Papier existiert hat. einer noch heute als Komiker tätig ist und sich seines gierte und Vertreter In diens und Mexikos dem Mädchen ihre Lehrzeit" in der Selcherei zu Ein entgleister Pfarrer hatte eines Tages einen um- drastischen Sumors wegen noch immer großer Beals Gastdelegierte zugegen. Mit ihnen, sowie be- ermöglichen. Als sich die Wursthändlerin dazu nicht fassenden Stadtplan mit Geschäftshäusern, Stra- liebtheit erfreut lagen in ständigem Striege mit sonders mit den sudafrikanischen„ farbigen" Ar bereit erklärte, erstattete er gegen sie die Anzeige henbahnlinien und allem Zubehör eines großstädti- der Souffleuse, die ihnen, vielleicht weil sie Deſter beitern, die durch einen Vollblutneger vertreten beim Staatsanwalt, daß ihn die Wursthändlerin beschen Anwesens entworfen und vervielfältigen lassen, reicher, die Dame aber eine resolute Norddeutsche waren, tritt der JGB. zum ersten Male über den wußt irre geführt hätte. Die Verhandlung vor dem um auf Grund dieses Planes der von ihm North- war, nicht gewogen war und sie mit Vorliebe Rahmen des europäischen Kulturkreis Einzelrichter OLGR. Knaute endigte mit einem Dalls" gekauften Stadt Stäufer von Grundstücken schwimmen" ließ. Die beiden beschlossen, sich grimes hinaus. Freispruch der angeklagten Špačkova, obgleich gus und Häusern zu werben, die sozusagen im Monde mig zu rächen. Weniger bekannt ist, daß die internationalen dem" Politika"-Inserate nachgewiesen wurde, daß sie lagen. Er fand auch zahlreiche Interessenten, die Wan gab das„ Spiyentuch der Stönigin" gewerkschaftlichen Berufsjetretariate, d. ein Lehrmädchen für das Fleischerei und SelchereiKaufverträge mit ihm abschlossen. Die Sache ging und die Stönigin trat, um majestätischer zu wirken, h. die beruflichen Gewerkschaftsinternationalen, die gewerbe gesucht hatte. In der Urteilsbegründung solange, bis die Polizei einschritt und den geschäfts mit zwei großen russischen Windspielen auf. Eines alle 26 an der Zahl- dem JGB. angeschlossen heißt es, daß sowohl das Lehrmädchen, wie auch der tüchtigen Gottesmann hinter Schloß und Riegel Abends hatten die beiden Todfeinde der Souffleuse find, bereits weit über den Rahmen des JGB. Vormund nach einigen Tagen wissen mußten, daß septe. Erwähnt sei ferner das Städtchen Brandon den Soufflierkasten mit einem recht alten Hering außerhalb Europas ihre Mitglieder werben. Nach es sich bei dieser Stelle um tein Erlernen des Gebei New York, dessen Untergang besiegelt war, als gründlich eingeschmiert, so daß er merkbar nach den Angaben des neuesten Jahrbuches des JGB. werbes handeln könne, sondern um den Beruf einer Rockefeller daran ging, seine Jagdgründe immer faulem Fisch duſtete. Dieser Geruch aber übt auf hatten die internationalen Berufssekretariate ihre Verkäuferin, außerdem war die vereinbarte Frist zu weiter auszudehnen, bis der Stadt schließlich der Hunde den unwiderstehlichen Reiz zur Abgabe ihrer Mitglieder in folgenden außereuropäischen Län- einer Erlernung des Gewerbes derart kunz bemessen, Atem ausging. Hopewell in Virginien endlich Visitenkarte aus, wozu es bei dieser Spezies ja auch dern, deren gewerkschaftliche Landeszentralen dem daß die gemeinte Verwendung des Mädchens auch wurde im Jahre 1917 von einer Gesellschaft gegrün- sonst keiner besonderen Stimulantion bedarf. Die JGB. noch nicht angeschlossen sind: schon bei der Vereinbarung Klar werden mußte. - Ceite 6. Sharpe. Mittwoch, 2. November 1927. Der Film. Film und Oper. Ludwig Biro, der Autor des erfolgreichen Filmes Hotel Stadt Lemberg" ( bei uns noch nicht vorgeführt), schreibt für Franz char nach seinem Film ein Operettens Happy end- Dämmerung? Tas glückliche Ende, Wie in England das Appellations- Pädagogik. Während die antiken Menschen dens seine Unschädlichmachung zu bestyen. Die an den gericht Urteile herabsent. Traum als etwas Mystisches in transzendentalem Gefangenen verübten Grausamkeiten, wie Luftentzug London, 25. Oktober. Wir entnehmen dem Sinne ansehen, wo der endliche Mensch von den in einer Waffenzelle, monatelange Dunkelhaft und endlichen Bedingungen frei wird, versucht die Psycho- Fasten bei Wasser und Brot in Gesellschaft von Rat„ Daily Herald" ein paar Urteilsrevisionen, die für analyse den Traum aus den endlichen, erotischen zuten sind, wie aus einem Nachworte hervorgeht, eine unsere Justiz ein Beispiel bilden können, in weljanmenhängen zu„ erklären" und so kommt es, daß getreue Wiedergabe der in einem falifornischen Ge chem Maße das höchste Appellationsgericht in England, von seinem Rechte, das Strafausmaß herab- das Zarteſte, was wir befizen, die Secie unserer fängnis vorgekommenen Ereignisse. Sinclair streift Kinder verwissenschaftlicht" wird. Die moderne auch in diesem Drama wieder das Problem der er libretto. zusetzen, Gebrauch macht. Technik ist die Ausmündung dieser Bewegung, der laubten Fruchtebtreibung, die Wichtigkeit der AbGeorge Watson, ein 72jähriger Mann, war wegen Raubes von 8. d( etwa K 5.--) zu fünf Triumph des technischen Rationalismus, die Gewißſtinenz für das faſſenkämpfende Proletariat. Die ohne das bisher ein amerikanischer Film nicht aus: heit, daß wir die Naturgejebe beherrschen und unter ganze Handlung des Dramas ist hinreißend, die wir kommen konnte, geht anscheinend seinem Ende ent Jahren schweren Rerfers verurteilt wor unſeren Willen zwingen. Und worin besteht also die kung erschütternd, die Zeichnung der einzelnen Figu hegen. Dies ist die Meinung des Filmdiktators Jeffe den. Das Appellationsgericht jetzte das Strafausmaß Strifis unserer Zeit? In der Sehnsucht, sich von ren ganz ausgezeichnet realistisch. Es ist ein soziales. Lasky bei seiner Rüdfehr aus Hollyword nach auf neun Wonate herab. Das Blatt fügt hinzu: Der Richter, welcher den Mann zu fünf Jahren dieser Endlichkeit losreißen zu können. Psychologisch Drama, das man die„ amerikanischen Weber" nennen New York Das Publikum, meinte er, habe zur A6, schweren Sterkers verurteilte, heißt Six Montagu hält der Mensch im Endlichen nicht aus, wir wollen könnte. Die Aufführung des Werkes verspricht den wechslung einige unglückliche„ Enden" gekostet und mehr als die empirische und soziologische Gebunden- Theaterdirektoren volle Häuser, die Schauspieler fin finde diese durchaus nicht unangenehm. Sollte sich das bewahrheiten, wird man aus Amerika ausschließ James Booth, ein 23jähriger Wann, hatte heit, mehr als die durch die Wissenschaft determinier- den darin Varaderollen. Weshalb ständig altes Geein junges Mädchen, namens Elfie Trueman, ten Beweise, wir wollen wieder das Meta der Er rümpel ausgraben, wo hier das pulsierende Gegenlich nur Filme zu sehen bekommen, die tragisch enden: von rüdwärts mit einent Meffer gestochen und töd. scheinungen haben, denn„ das menschliche Leben ist wantsleben dem„ Zeitalter als Spiegel" vorgehalten so schreibt es das ungeschriebene, aber immerhin J. R. cifcune amerikanische Ritschgesetz vor... lich verletzt. Das ursprüngliche Urteil auf zwölf anders, als es iſt." Wir leben in einer Zeit, die werden kann? Jahre wurde vom Appellationsgerichte auf fünf man eine Renaissance der Metaphysik nennen fönnte. Um aus dieser Krisis herauszukommen, um wieder Jahre herabgesetzt. Oscar Dawkins, ein Neger aus Westindien, zu den platonischen Ideen und ewigen Werten zu der Chef einer Jazzband, hatte in einem Café aus gelangen, tritt die Philosophie mit der Religion in Eifersucht mit einem Revolver einen Nebenbuhler Konkurrenz. der Religion, die als ein Gegendruck erschießen wollen. Das ursprüngliche Urteil fautete gegen die Verrationalisierung des Daseins aufzut wegen Mordabsicht auf fünf Jahre schweren Sterfallen ist. Noch sei es ungewiß, welche von beiden die über das Leben hinausführende Kraft besigen fers. Der Appellationsgerichtshof milderte die Strafe wild, um der Problematit des Lebens Herr zu auf zwölf Monate. werden. Der Vortragende schloß seinen temperament vollen, auch rhetorisch ausgezeichneten Vortrag mit den Worten:„ Eine Zeit der Strists ist eine furchtbave Zeit, statt zu flagen, sollen wir dafür dankbar sein, daß wir in ihr leben diefen!" Vorträge. Die geistige Krisis der Gegenwart. Ein Kreis von Prager Gelehrten beabsichtigt über Anregung des Prof. Dr. Oskar Kraus eine Santgesellschaft nach reichsdeutschem Vorbilde ins Leben zu rufen, die im Rahmen von Vorträgen altuelle philosophische Probleme der breiteren Sef fentlichkeit zugänglich machen will. Die gründende Versammlung fand Samstag, den 29. Oktober in der Prager Urania unter genug ansehnlicher Beteili gung Prager Intellektueller statt. Die Gesellschaft betonte gleich bei Eröffnung der Versammlung strengste Unparteilichkeit. An diese gründende Versammlung schloß sich ein Vortrag des Berliner Univ. Prof. Dr. Liebert über„ Die geistige Krisis der Gegenwart" an. So interessant und ohne Zweifel originell die Ausführungen Professor Lieberts waren, muß doch betont werden, daß seine Auffassung einseitig geistes gefchichtlich ist. Ein Vertreter der materialistischen Geschichtsauffassung wird die Phasen der neueren Philosophie und die geistige Krisis des 19. Jahrhunderts natürlich anders zu erklären wiffen J. R. Literatur. Abel Gance, der Regisseur und Autor des „ Napoleon" Filmes, bereitet eine neuen Film wird. Gance hat das ganze Leben Napoleons in vor, der das Ende von Napoleons Leben behanschn drei Teile zerlegt; Napoleons Jugend behandelt er in dem ersten Tol, den wir in kürzester Zeit zu Dr. Oskar Trebitsch: Der 15. Juli und seine rechte Lehre. Wien 1927, Bugraverlag. In der Barteipreise der österreichischen Sozialdemokratie sowohl im„ Rampi" als auch in der„ Arbeiter Beitung" wird im Zusammenhang mit den Greignissen vom 15. Juli 1927 eine Diskussion abgeführt. in welcher die Talik, welche unsere österreichische schen bekommen werden, den dritten Teil bereite! Bruderpartei in den letzten Jahren befolgt hat, or örtert wird. In der vorliegenden Broschüre nimmt er nun mit Unterſtüßung englischen Kapitals vor und den mittleren Teil hebt er zum Schluß auf. and Genossen Dr. Sotar Trebitsch, dessen Name auch unseren Genossen von den Parteitagen der österreichischen Sozialdemokratie sowie von den Wiener Vertrauensmännerkonferenzen bekannt sein dürfte, in ausführlicher, den Raum einer Zeitschrift überschreitenden Weise Stellung zu einer Reihe von Fragen, die auch auf dem dieser Tage zusammentre tenden Parteitage der österreichischen Sozialdemokra tie wohl den Gegenstand von Auseinandersetzungen G. St. bilden werden. Kunst und Willen. Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Wittwoch( 26-2), 7 Uhr:„ Sommernachts. traum." Donnerstag( 27-3), 7 1hr:„ Don Juan." Freitag( 28-4), 7 Uhr: Walzer. Handwörterbuch der Staatswissenschaften, IV. traum" Samstag( 31-3), 7 Uhr:„ Sommer. Auflage. Von diesem grundlegenden Wert, das auf" atstraum." Sonntag, 11 Uhr: Singver. cinskonzert 2% Uhr:„ Cavalleria rusti Jahre hinaus, ein unentbehrliches Handbuch für jeden im öffentlichen Leben stehenden Funktionär cana".„ Bajazzo" 7% ihr( 30-2): erbst. werden wird, ist ſoeven die 110. und 111. Lieferung an över." Montag( 29-1), 7 Uhr:„ Masken crschienen. Sie enthält die Werkworte Wein, Wein ball." ban bis Zabl, Gesetz der Großen. Die roten Matrojen von Cattaco. Eine Episode aus dem Nevstuporsjahre 1918 von Bruno Frei Gustav Cassel: Neuere monopolitische Tendenzen Bien 1927. log der Wiener Bolfsbuchhandlung in Industrie und Handel. Eine Untersuchung über Prof. Dr. Liebert führte ungefähr folgendes Es ist erfreulich, daß in dem vorliegenden Büch die Natur und die Ursachen der Armut der Nationen aus: Die Ueberzeugung, daß unsere Zeit in eine lein die Helden der Matroseumenterei in Cattaro im Berlin, Verlag von Julius Springer, 1927. Die ganz besondere Krisis verflochten sei, ist nicht ganz eber 1918 ihre verdiente Würdigung gefunden vorliegende, etwa 80 Seiten starte Broschüre ist das richtig, jede Zeit hat ihre strisis, eine frisenlose Zeit haben. Auf Grund der Prozeßakten wird uns hier Memorandum, welches der bedeutende schwedische wären leere Blätter auf den Tafeln der Weltgeschichte. eine lebendige Darstellung der furchtbaren Verhält Nationalökonom für die Weltwirtschaftskonferenz in Ein frisenloser Mensch wäre ein nutzleser Mensch. nisje in der österreichischen Marine gegeben wüb Genf 1927 ausgearbeitet hat. Man kann nicht anders Um das Charakteristische unserer Zeit herauszuheben, rend die Mannschaft Hunger litt und verdorbenes denn das Büchlein als eine der interessantesten Sta muß man bis etwa zum Jahre 1830 zurüdgehen, wo Fleisch zu eſſen bekam, führten die Offiziere ein dien zu bezeichnen, die seit Jahren über die Wel: der Bruch einsett, es folgt das Todesjahr Goethes, Schlemmerleben des Ausbruches der Empörung, wirtschaftslage erschienen sind, wenn es auch zu eben1827 stirbt Pestalozzi, 1833 Schleiermacher, 1831 ihres Verlaufes und ihres tragischen Endes gegeben: so viel Widerspruch als Zustimmung hervorrufen Sumboldt. Dier jetzt nach der Ansicht des Vortra- Am 11. Feber wurden vier der meuternden Matrosen muß. Vom Standpunti der. Arbeiterklasse muß insgeuden bereits die Strisis unserer Zeit ein Nun standrechtlich erschossen. Es wird sich anläßlich des besondere Stellung genommen werden gegen des Verhandle es sich aber darum, durch die Erkenntnis Herr zehnjährigen Gedenktages dieser Tragödie Gelegenheit fajjers Auffassung, daß die hohen Löhne in einzelnen über die Probleme des Lebens zu werden. Goethe finden, die Ereignisse im einzelnen darzustellen, was Ländern schuld sind an den hohen Preisen und damit selbst fann nicht von den Philosophen abgesondert Pflicht unseres Blattes um so mehr ist, als der an der Krise der Wirtschaft. Es gibt eine Reihe von werden. Stant ist natürlich auch fein lebensfremder, politische Führer der Meutereider zu Ländern mit hohen Löhnen, die eine blühende Getrockener Stubengelehrter; dann komm: Prof. Liebert den Blutopfern der Habsburgerei zählt ein Su- iamtvirtschaft haben und ebenso Länder niedriger E. St. auf Segel zu sprechen, der zum ersten Male den bedetendeutscher gewesen ist. Löhne und ständiger Depression. zeichnenden Titel:„ Die Vernunft in der Geschichte" Upton Sinclair:„ Singende Galgenin die Philosophie einführt. Nach Hegels Abgang bevögel", Drama in vier Aufzügen. Der Malik. dingt das Gesetz der Dialektik( der nomvendigen Verlag, Berlin. Dieses Spiel sollte den UnterGegensäge) die Entwicklung zum Positivismus, Na titel:„ Ein Drama des amerikanischen Klassenkampturalismus, die Entwicklung der Naturwissenschaften fes" führen. Obgleich es Jahre vor dem Sacco( Biologie). Der Begriff der„ Entwicklung" wird jetz: der alleinfeligmachende, im Gegensaße zu Hegel und Kant, die lehren, daß es auf den Wert des Menschen antomme. Das Gebiet der Religion beweist jetzt, daß alles Transzendentale zu einer Fiktion wird. Feuerbach ist der Antipode Schleiermachers. Niebiche versucht jetzt mit den Begriffen der klajjischen Philo. logie die Antike zu erklären, er verschiebt den mysteriösen Hintergrund des Lebens ins Viologische( Wille zur Macht). Der Vortragende kritisiert dann die Psychoanalyse und ihre Einwirkung auf die moderne Wir Spaßen.. Ein Erlebnis. Vanzetti- Morde verfaßt wurde, lehrt es die Methoden der skrupellosen amerikanischen Stlassenjustiz erst richtig verstehen und zeigt auf, daß die amerikanische Bourgeoisie vor feinem Mittel zurückschreckt, um eine Entfaltung der amerikanischen gewerkschaftlichen Bewegung mit den brutalsten Gewaltmitteln, falschen Beschuldigungen und Bestechungen niederzuhalten. Genau wie wir es im Sacco- Vanzetti- Prozesse erlebten, wird in diesem Drama der Führer einer Streifbewegung fälschlich eines gemeinen Strafdelifts geziehen, der Brandlegung, um einen Vorwand für Aus der Partei. E. St. Deutsche sozialdemokratische Bezirksorganisation Prag. Donnerstag, den 3. November, um 8 Uhr benos im Gewerkschaftshaus, Prag 1., Perštyn, Parteiversammlung. Tagesordnung: Das Ergebnis der Gemeindewahlen und unsere nächsten Aufgaben, Referen: Genosse Dr. Stranß. Genossen und Genoſſinnen! Erscheinet zahlreich und pünktlich. Herausgeber: Dr. Ludwig E8 ch Verantwortlicher Redakteur: Dr Emii Strauß. Stud Deufiche Zeitungs- Aktien Gefellſchaft in Brag Für den Druch verantwortlich Otto Holth. Brag Die Beitungsmarkenfranfatur wurde von der Boft- u. Telegraphen direktion mit Erlaß Nr. 127.451/ VII/ 27 am 14. Mai 1927 bewilligt. bart sudt ein gequälter Ausdruck grenzenloser solche Gedanken zu tragen sind, verscheucht er sie Verzweiflung. auch selbst. Ich gehe langfam über die glashart gefrorenen Parkwege. Mich schaudert, wenn ich den da sitzenden betrachte. Bin wohl auch nur ein Proletarier, gebe gerade etwas Luft schöpfen in der Zehnuhrpause, um meinen Zungen neue Straft zur Arbeit im staubigen, falten Magazin zu geben; aber ich habe doch einen warmen Mantel, einen Wollsweater und gute Schuhe und ein Brot, an dem ich gerade kaue. Aus der Tasche zieht er eine kleine Flasche und tut einen großen Zug. Das ärgert mich; wenn er Branntwein hat, was kann ihm da ein Stückchen Brot bedeuten? Verflogen ist das schöne Gefühl der Freude von vorhin. Vielleicht tut er das nur der Erwärmung wegen? Spielplan der Kleinen Bühne. Mittwoch: Meine entzüdende Frau." Donnerstag: ufuli." Freitag:„ Gyges und sein Ring." Samstag:„ Olly Polly." Sonntag, 3 Uhr: „ Olly Polly." 7½ Uhr:„ Bunbury." Monlag: de ufuli." V. Hubermenu, der weltberühmte Violinist, wird mit der Tschechischen Philharmonie am 18. November 1. J. im Luzernasaal spielen. Dirigent: V. Talich. Programm: Mendelsohn: Violinkonzert. Mo Chausson:„ Poeme, Starten in allen Vorverkaufs, zart: Stonzert G.dur. Sut: Fantajic." ſtellen. Beabsichtigen Sie eine Schreibmaschine anzukaufen? Vergessen Sie nicht die 4reihige CORONA neues Modell mit Radschaltung zu besichtigen! GIBIAN& Co., Prag II., Lucerna. Teleph. 29823.24. Allen Genossen und Genossinnen empfehlen sich zur Herstellung Was urteilst du überhaupt, Egoist, sage ich zu mir, du hast zu essen, dich zu kleiden, du hast ein Zimmer, und du hast Arbeit. Dieser alte Mann sitzt hier, vielleicht von allen verlassen ohne Unterschlupf und in so mangelhafter Bekleidung sämtlicher Drucksorten in dem beißenden Froste. Während ich noch so denke und dabei auf den Greis blide, Ingt dieser wiederum in die Tasche und nimmt den Rest des Brotes heraus, den er sich aufgespart hat. Scheu sieht er auf mich, fast schäme ich mich schon ihn so blödsinnig lange angefchant zu haben." Von Robert D. Alfredson, Wien. Auf den Gassen liegt Schnee. Eisiger Wind braust durch die Stadt, bricht sich an den Eden der grauen Häuser und heult vor Zorn, daß eine Macht ihn zu brechen imstande ist. Der Himmel ist seit vielen Tagen weiß verhängt, Sonne und Blau ist nur mehr in der Erinnerung der Men- Ich lehre um, bleibe vor dem frierenden schen schwach vorhanden. Mann stehen und biete ihm etwas von meinem Unter ſolchem Froſte leiden alle Geſchöpfe Frühstück an. Er blickt erstaunt zu mir empor und bitter, Menschen und Tiere ducen sich und dankt kurz mit rauher, müder Stimme. Seine schlüpfen in jeden erreichbaren, geschützten Winkel. Hände sind mißgestaltet von Arbeit und blau geViele Menschen gibt es in der großen Stadt, froren. Er bricht ein Stück Brot ab und beginnt denen dieses Wetter gar nichts anhat, viel mehr hungrig zu essen. Ich gehe weiter auf und ab, als man glauben würde gerade jener Sorte um nicht allzusehr von der Stälte gequält zu wer von Leuten, die am allermeisten und testen den. Der Mann auf der Bank wackelt so tomisch über die schlechten Zeiten, ach über die so schlech mit dem Munde, wie es zahnlose Leute beim ten Zeiten flagen! Kauen zu tun pflegen, dabei bewegt sich sein verTausende, tausende aber irren Tag für Tag eister Schnurrbart auf und nieder. Es ist kein durch die eisige Hauptstadt, deren Klage niemand schöner Anblick, ich lächle sogar, doch wie ich mich hört und die sich das allzulaute Klagen deshalb dabei ertappe, gebe ich mir im Innern einen rech fannst dem Alten ja doch nicht helfen, hast leib auch abgewöhnt haben. Leise knirschen sie nur ten Schlag. Das Herz wird ja so leicht beim Anliche Brüder genug, denen du nicht helfen kannst; gegen ihr graujames Schicksal. Die Tage sind blick dieser glänzend gewordenen Augen, dieses mußt trachten dir die vielen Brüder, die da hun lang und ohne Nahrung und Arbeit unendlich, die offensichtlichen Wohlbehagens und dann wird es gern und frieren nicht gar zu tief ins Herz wach Nächte aber, die Nachtasyle sind meist überfüllt wieder schwer, wenn der Gedanke auftaucht, wie feit zu lassen, Elend anzusehen und nicht selbst und sehr viele müssen draußen im naffen, beißen wenig doch zur Zufriedenheit der Menschen ge- elend zu werden, dazu bist du ja viel zu weich, so den Frost bleiben, diese Nächte find gar nicht zu hund selbst dieses wenige müssen sie entbehren. rede ich mir zu. Und doch kann ich mich von dem beschreiben! Auf einer Bank im dürren, verschneiten Park Wiederum stehe ich bei der Bank und schaue Alten nicht losreißen. hockt zusammenge duckt ein kleines, mageres auf den sigenden Greis, dem das unangenehm ist; Endlich komme ich heraus aus meinen SelbstMännchen. Die Hände in den Taschen, um den gestört rückt er hin und her. Es müßte ihn nicht gesprächen und Vorwürfen, da sehe ich wie er Sals einen zerschliffenen Wollschal, der kaum mehr genieren, wenn er wüßte, daß ich ihn gar nicht das Brot langsam zwischen den Fingern zerbrökwärmen fann, Lappen um die Füße, der faden- fehe, meine Augen sehen durch ihn, meine Gedan- felt. Eine Hand voll hat er schon in den Schnee scheinige Rock flattert im Winde, ein arbeitsloser ken sind nicht gerade direkt bei ihm, doch ist er geworfen. Schwer fällt es mir den Mund zu Proletarier, emer von den unzähligen, unzähligen. der Anlaß zu den Gedanken, und wie wenn er halten. Unter dem steifgefrorenen, grauen Schnurr- das wüßte und wie wenn er ahnte, wie schwer das ich ihm gab, irgend ein Schauſtück zum Oder verlange ich für das Stückchen Brot, Dante!? Schau lieber, daß du zur Arbeit kommst, ( Schluß folgt.) GARTNER. GM..M Nordböhmische Druck- u.Verlags- Anstalt Gärtner& Co., Bodenbach a. E. G. m. b. H. 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