Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung, Prag, II., Nefazanfa 18 Telephone: Legesredaktion: 26795, 31469. nachtredaktion: 26797. Postschedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Zschechoslowakischen Republit. Donnersta, 3. November 1927. Der österreichische Parteitag Großer Wahlfieg der Labour Party. Bei den englischen Gemeindewahlen 124 Gize neu erobert.- Gine Katastrophe für die Kommunisten. Das politische Zodesurteil für die konservative Regierung. London, 2. November( Eigenbericht). Die gestern in über dreihundert Städten und Gemeinden in England und Wales( außer London) durchgeführten Stadtverordnetenwahlen, in denen ein Drittel der Stadträte neu gewählt wurden, haben nach den bisher ermittelten Ergebnissen mit dem von der Arbeiterpartei erwarteten großen Sieg geendet. Die Arbeiterpartei hat bisher 162 Size neu gewonnen, denen ein Verlust von nur 38 Sigen gegenübersteht; sie hat also insgesamt nicht weniger als 124 Site neu hinzugewonnen. Empfindliche Verluste haben die Konservativen erlitten, die über 65 Site verloren haben. Aber auch die Liberalen und Unabhängigen haben schwere Verluste zu verzeichnen. Die Wahlergebnisse in vielen kleinen Orten stehen noch aus. In Swansea und Varnsley hat die Stadtverordneienversammlung zum erstenmal eine Arbeitermehrheit bekommen. In allen anderen Orten, die bereits eine Arbeitermehrheit aufwiesen, ist es der Arbeiterpartei gelungen, diese Mehrheit beizubehalten oder sie noch wesentlicher zu verstärken. Die Arbeiterpartei hat namentlich in den Industriebezirken große Gewinne zu verzeichnen. Die Kommunisten haben überall fatastrophal abgeschnitten. Sie haben den einzigen Stadtrat, den sie bisher im gesamten Staatsgebiet von Großbritannien be jaßen, eingebüßt. Auch in den übrigen Städten erzielten ihre Kandidaten nur wenige Stimmen. Der Daily Herald" stellt heute abschließend fest, daß das Ergebnis der gestrigen Wahl die konservative Regierung unter den Schatten eines politischen Todesurtei les gestellt hätte. Die Kommunalwahlen seien ein Vorspiel für den noch größeren Sieg der Arbeiterpartei bei den Neuwahlen zum Parlament. Die bürgerliche Bresse schreibt, soweit Wahlfommentare überhaupt vorliegen, die Erfolge der Arbeiterpartei der traditionellen Apathie ber bürgerlichen Wähler bei den Kommunalwahlen zu. Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich... Kč 16.vierteljährlich halbjährig ganzjährig. 48.96.192.Rüdstellung von Manustripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarken. Erschein mit Ausnahme des Montag täglich( rüh Nr. 257. Der Kampi um die Sozialversicherung ( Von einem Fachmann.) Selten wurde einer Tagung der Partei mit folcher Spannung entgegengesehen, wie dem am Dienstag zu Ende gegangenen Wiener Parteitag der österreichischen Sozialdemokratie. Nicht Dienstag wurde den beiden Kammern der nur die Arbeiterschaft aller Länder blickte int Gefeßentwurf der Regierungsparteien über die diejen Tagen auf Wien, auch das Bürgertum, Abänderungen der Sozialversicherung vorgelegt, das sich schon an der Hoffnung einer Spaltung ein Entwurf, über den die bürgerlichen Blätter der Partei berauschte, horchte gespannt auf. schon vor Wochen berichteten, daß er nur BcNach dem herrlichen Wahlsieg vom 24. April günstigungen für die Versicherten enthalten werde. doppelt glorreich, weil in der Zeit der höchsten Troß des Drängens der agrarischen Parteien hat der klerikale Fürsorgeminister die Nennovellierung Machtanschwellung der Reaktion und gegen den vor den Gemeindewahlen nicht vorgenommen, Ansturm des vereinigten Bürgertums errungen. nachdem bei der klerikalen Partei die Vertreter folgte der blutige 15. Juli, der den Mut der der Arbeiter mit aller Entschiedenheit gegen eine Feinde der Arbeiterklasse steigerte, weil sie von jede Menderung des Gesetzes waren. Nachdem nun ihm eine Schwächung der Sozialdemokratie und die Wahlen vorüber sind und man die menternden damit eine Verschiebung der Machtverhältnisse Teile der Arbeiter der christlichen Parteien nicht im Staate erwarteten. Sogar bei uns machten fürchten braucht, geht man frisch an das Werf, die Christlichsozialen die Ereignisse dieses die schlechte Sozialversicherung Tages bei den Gemeindewahlen zu ihrem Wahlnoch zu verschlechtern. Alle Regierungsschlager, um wie viel größer war die Hoffnung, parteien haben sich schon vor den Wahlen mit der Frage beschäftigt, und Kramar hat in Frankreich der österreichischen Bourgeoisie, diese durch die faszisierte Justiz verschuldete Menschenjagd für einen eigenen Entwurf geschrieben. Dubicky ist auf die Höfe der Latifundienbesitzer Norddeutschdie Stärkung ihrer Machtpositionen fruftifilands gereist, um dort seine Studien zu machen, zieren zu können. Die dem Bluttage folgenden Dr. Pospisil hat für die tschechischen Agrarier Monate haben diese Erwartungen enttäuscht. einen Gefeßentwurf fertiggestellt. Die Regierung Der von der Parteivertretung vorgelegte Behat einen eigenen Entwurf ausgearbeitet. Der richt konnte die erfreuliche Feststellung machen, Fürsorgeminister Dr. Sramief hat mit Rücksicht daß die Zahl der Mitglieder seit dem 15. Juli auf das Verlangen des Arbeiterflügels feiner Barnicht nur nicht gesunken, sondern erheblich gefei, wie die bürgerlichen Blätter berichten, mit stiegen ist, in Wien allein um 16.000 neue Mitder ihm gegebenen Zähigkeit", vor den Gemeindewahlen die Forderungen seiner Partei vertreten. glieder. Immerhin hat der 15. Juli für unsere Zwei Tage nach den Wahlen jedoch einigte man österreichische Partei eine neue politische Situation geschaffen: das Wachtbewußtsein sich schon in der Regierungslaube und ohne besondere Schwierigkeiten war man jetzt in der Lage, der Klassenfeinde des Proletariats ist gewadhjen, einen Entwurf aller Regierungsparteien vorzuder Blutprälat Seipel bläht sich, hochbefriedigt legen. Es ist charakteristisch, daß die Lösung der durch den Eifer, mit dem die Schoberpolizei Frage vorgenommen wurde, als noch gar nicht die 85 Menschen mordete, seither auf, als wäre er Gesamtergebnisse der Gemeindewahlen vorlagen. Das Gesetz über die Sozialversicherung, schon der Diktator Oesterreichs, und der in den Auch darüber, daß die österreichische Partei zu einzurennen. Dennoch fann von Abrüstung keine Heimwehren organisierte Fascismus lauert dar bleiben hat, was sie ist, die Zusammenfassung Rede sein, denn sie wäre eine einseitige, und welches seit dem 1. Juli 1926 in Wirksamkeit ist. auf, die Arbeiterschaft zu neuen Unbesonnen des Proletariats, gab es feinen Widerspruch, nichts liegt dem Heimwehr- Fascismus ferner, Grundsätzen der Versicherungsmathematik aufge beruht auf vollständig einwandfreien, nach den heiten zu provozieren. Das alles zujammen- und den Worten Bauers:„ Hundert mal als dem Rufe nach Abrüstung Folge zu leisten. bauten Grundlagen. Wer den Motivenbericht der gefaßt, hat die österreichische Sozialdemokratie lieber einen falschen Weg einig Auch von einer Abschwächung der scharfen Sozialversicherung fennt, wird zugeben müssen, vor neue taktische Probleme gestellt, gehen den Fehler fann man Gegensätze zwischen den Stlassen kann injolange daß dieser Bericht eine der fachlichsten Arbeiten die in ihren Organisationen Gegenstand eifriger wie der forrigieren als um des keine Rede sein, als die Reaktion hofft, die Ar- des gewiß an Literatur nicht armen Gebietes der Diskussionen waren und die zu klären die Aufrechten Weges willen uns zu spalbeiterschaft gewaltsam niederwerfen zu können. Sozialversicherungswissenschaft ist. Es iſt nicht so, gabe des Parteitages war. Eine Auseinander- ten", folgte endloser. jubelnder Beifall des Wohl ist. Besonnenheit am Blake, aber auf die daß die Materie dieses so weitverzweigten Projepung über die Taktik, die noch dazu öfters recht ganzen Parteitags. Wenn auch über das Wehrhaftigkeit des österreichischen Proletariats blems gelöst werden fann vom grünen Beratungs freimütig und lebhaft geführt wurde! Sofort Grundsägliche, das die Größe und Stärke der zu verzichten, hieße, dem kampfbereiten Fascistisch aus, sondern man muß die Praxis kennen. flammerte sich die bourgeoise Unkenntnis daran österreichischen Sozialdemokratie bedingt mus das Feld zu räumen. Der Parteitag hat bedingt mus das Feld zu räumen. Der Parteitag hat Das gegenivärtige Gesetz ist ein Kompromiß der und folgerte fühn, nun sei der Augenblick der feinerlei Differenzen auftauchten, so gab es doch mit aller wünschenswerten Deutlichkeit fest bürgerlichen und sozialistischen Parteien, und die Zerseßung, des Chaos und der Spaltung der auf dem Parteitage verschiedene und einander gestellt, daß es nicht die Arbeiterschaft ist, darin ihre Ursache. Es war den Fachmännern Mängel und Unklarheiten des Gesetzes haben verhaßten jozialdemokratischen Partei ge- oft sehr wesentlich widersprechende Meinungen welche den Bürgerkrieg will, aber er hat auch nicht möglich, im sozialpolitischen Ausschusse sich fommen. Welche Torheit! Schon vorher war es über die Mittel und Wege der Vo feinen Zweifel darüber gelaffen, daß die Ar durchzusetzen, und triumphiert hat das politische flar, und der Verlauf des Parteitages hat esitif, welche die Partei in der durch den beiter die Demokratic, die sozialen und poli- Stompromiß. Die Mängel des Gesetzes sind daher nur aufs neue bestätigt, daß kein Wille die 15. Juli geschaffenen schwierigen Situation an- tischen Errungenschaften in jedem Falle zu ver- in politischen Gründen zu suchen. Jedoch wie österreichische Arbeiterschaft so heiß und so zuwenden hat, um die Republik und die Arteidigen wissen werden. geht es gegenwärtig zu? Ein sogenannter Sech leidenschaftlich beseelt, als der Wille, ihre po- beitertfasse vor Schaden zu bewahren. Vor dem Die auf dem Parteitag gehaltenen Referate schnerausschuß. bestehend nur aus Politikern der litische und organisatorische Einheitlichkeit zu Barteitage hat Dr. Stari Menner eine Rede ge- und die ihnen folgende Debatte waren vorbild bürgerlichen Parteien, die von vornherein gegen bewahren. Nach ihrer denkwürdigen Wiener halten, in der er den Eintritt der Partei in lich. Jeder mußte den Eindruck empfangen: das Gesetz eingestellt sind und die von der gewalTagung wird die große, stolze österreichische eine Stoalitionsregierung befürwortete und, um hier wirft und lebt eine Partei, die in ihrer tigen großen Waterie nichts verstehen und von Sozialdemokratie nur noch einiger, geichlosse der Gefahr einer gewaltsamen Auseinander Schulung und Durchbildung. in ihrer Führung den praktischen Auswirkungen feine Ahnung Auseinander- Schulung ner, disziplinierter und kampfentschlossener da- jetzung vorzubeugen, die beiderseitige innere und herrlichen Geschlossenheit unbesiegbar ist. haben, beschließt die Veränderungen des Gesetzes. Das ist ein Zustand, der in keinem Staate der Abrüftung verlangte. Diese Mede hat durch Drei Tage lang ein hohes geistiges Ringen um Welt zu verzeichnen ist. Bei einem Gesetze, das In einer großangelegten Rede von rück- Seipel eine höhnische ablehnende Antwort erstlärung, zum Schluſſe, wie ein mächtiger Af- eine so tiefeinschneidende Wirkung nicht nur auf fichtsloser Offenheit, die in ihrer Schwungkraft fahren, was dem Parteitag die Stellungnahme kord aufsteigend. brausender Jubel über die den das gesamte Leben der Bürger des Staates, auf die Herzen emporriß, hat Dr. Otto Bauer die sehr erleichterte, aber auch ohne diese Antwort einmütigen Willen zusammenfassende und ein- die Volkswirtschaft, auf die Finanzen, und im allGesamtsituation geschildert und den marristi- wäre die Entscheidung darüber nicht schwer ge- ftimmig beschlossene Deklaration, in der die gemeinen für die Gesundheitsverhältnisse der Men schen Sozialismus formuliert. Dieser ist nach fallen, daß in der gegenwärtigen Situation von Richtlinien für die weiteren Aufgaben und schen hat, bei einer Aenderung eines solchen Geseiner Formulierung die Synthese( Ver- jeiner Koalition feine Rede sein kann. Die Kämpfe der Gegenwarf enthalten sind. Wie seyes ist es in allen Kulturstaaten als erstes Grbindung zweier Begriffe zu einem beide enthal- Frage, ob Stoalition oder nicht, unter welchen unsinnig, zu glauben, es gäbe Sieger und Be- fordernis zu betrachten, die Fachmänner zu tenden höheren Begriff zusammengefaßt) eines Umständen sie möglich und aktuell sein fann, siegte, wie die bürgerliche Presse folgeri! Die hören. Jedoch die enge Klassenherrschaft der bür nüchternen Realismus mit einem wurde schon auf dein letzten Parteitage in Linz selingen wurden gefreuzt, die Verschiedenheit gerlichen Parteien, die vom Baß und der Vorein. revolutionären Enthusiasmus. beantwortet, sie brauchte nicht neuerlich distu der Denkweise in Einzelnheiten fam zum genommenheit gegen die Arbeiterschaft diftiert ist, Oder wie der Genosse Austerlig die notwendige tiert zu werden, der stern der Auseinander Ausdruck, aber nun, da der Parteitaa gesprochen eht es ab, und zwar ohne Rücksicht auf die entstehenden Auswirkungen. Beschaffenheit sozialdemokratischer Politit cha- fetzungen war ein anderer. Manche Genossen hat, sieht die Welt unsere prächtige österreichische Und so ist es zu verstehen, daß die bürgerrakterisierte: sie foll Wut haben und sie soll hegen die Befürchtung, daß die Verschärfung Partei in voller Einheit ihren Weg weiter lichen Barteien, denen das Wohl und Wehe der Besonnenheit haben. Es gab, mit einer der Stlassengegensäße, das gegenseitige Rüften marschieren. Was auch kommen mag, sie ist arbeitenden Bevölkerung des Staates gleichgültig einzigen Ausnahme, niemanden auf dem Par schließlich zum Bürgerkrieg führen könnte, und und bleibt darauf gerüstet. Wollen die Feinde ist, zu einer Renderung eines Gesetzes greift, das teitage auch dieser eine Genosse widerrief sie wünschen die weitere Entwicklung auf dem der Arbeiterklasse die friedliche Weiterentvid nur geringen Schutz dem alten und invaliden später einen Teil seiner Acußerungen der friedlichen Boden der Demokratie. Sie reden lung, die österreichische Arbeiterschaft wird sie Menschen bringt. Das ist jedoch noch nach Ansicht nicht für die Befolgung dieser Synthese gewesen daher einer Politik und Taktik das Wort, die nicht hindern. Sie ist aber auch entschlossen, der bürgerlichen Stlassen zu viel, der Arbeiter soll wäre, deren Verlust die Spaltung der Partei Reizungen vermeidet, auf eine Milderung der jeden gewaltsamen Anschlag des Fascismus keinen Schuß haben, er soll als Freiwild der Auszur Folge haben müßte. It evolutionären schroffen Gegenfäße abzielt und eine Bereitschaft rücksichtslos abzuwehren. Der Parteitag hat in beutung und Gesetzgebung ausgeliefert werden. Schwung, dabei die Fähigkeit be- zur Versöhnlichkeit zeigt, die den Gegner ins vollem Maße seine Aufgabe erfüllt. Sein Ver- Das erste, was die bürgerlichen Parteien tun werwahren, die Welt nüchtern zu Unrecht seßt. Daß Katastrophen, wie die des lauf bot die glänzende Gewähr dafür, daß an sehen, das muß, darüber herrschte volle Ein- 15. Juli, die nicht Revolution, sondern un dieser die Kräfte der gesamten Arbeiterklasse mütigkeit, das Wesen jeder sozialistischen Ardiszipliniertes. Revoluzertum sind, die Partei umschließenden Partei, alle Gewaltpläne und beiterpartei bilden, deren Aufgabe zu sein hat, und das Proletariat zu schädigen geeignet sind, aller Haß ihrer Feinde zuschanden werden die Gesamtheit der Arbeitenden zu umschließen. das als. Lehre zu verkünden, heißt offene Türen müssen. stehen als vorher. den und worüber die bürgerlichen Blätter jubeln, ist die Beseitigung der Autonomie. Die Vorstände aller Anstalten und Verwaltungskommissionen werden aufgelöst. an ihre Stelle treten Stommissionen mit Barität. Nach den Mitteilungen der Blätter wurde die Form gefunden, Seite 2 Donnerstag, 5. November 1927. Wie man eine Linie reinhält und eine Plattform verhindert | Jammelte, auf Erfahrung aufgebaute Material. Die Krankenversicherung ist ohne die Mithilfe der Verbände undenkbar. Bei der Sozialversicherung haben sich die Verbände als wichtige Bindeglieder ist mit einer kristallenen Selarbeit aus der Rejoerwiesen und die Anstalten vor unberechtigten Anlution zu ersehen, die von der Zentrale der KBO. griffen in Schutz genommen. Ohne die besondere ohne jeden sichtlichen Anlaß da die Zehnjahr. Hingabe der eingearbeiteten, geschulten Beamten feier der Sowjetunion doch schließlich tem der Anstalt, verbunden mit den großen Verbänden, Faschingsfest und kein Polterabend ist beschlos wäre es unmöglich, die Krankenversicherungs- sen wurde. Einige Proben aus diesem Muster anstalten in der Republik in einer verhältnis einer fommunistischen Stilaufgabe mögen den mäßig furzen Zeit auf die Höhe zu bringen, wo Arbeitern zeigen, auf welchem Wege allein wir sie sich vor der Neueinführung des Gesetzes be- zur Revolution, zum Sowjetstaat und zum Sofanden. zialismus gelangen: Der Kampf der Eisenbahner. sich nur die Riesenarbeit vorstellen, die die Kran kenkassen bei den fortwährenden Aenderungen der Prag, 2. November. Der Vorsitzende der Gesetze, bei der ungeheuren Vielgestaltigkeit, bei Exekutive der Eisenbahner Prochazka und die den verschiedensten, den Kaffen aufgebürdeten Arparlamentarischen Vertreter der Eisenbahner beiten zu leisten hatten. Daß das geleistet wurde, organisationen sprachen heute vormittags im iſt ein ſtolzes Zeugnis der Anstalten. Ohne die Eisenbahnministerium vor und überreichten dort Richtlinien der Verbände, ohne das Einsammeln die von uns bereits veröffentlichte Antwort der des Materials und ohne den Austausch der prak Exekutive auf die letzten Erklärungen des Unter- tischen Erfahrungen, die dadurch gewonnen wur handlers des Eisenbahnministeriums Dr. Kron- den, wäre diese Arbeit unmöglich gewesen. žilfa vom 29. Oktober. Der Eisenbahnminister Oder betrachten wir die Heilpflege. Wer war nicht anwesend, so daß die beabsichtigte Vor- hat die Arbeitersanatorien in den Kurorten ge sprache unterbleiben mußte. schfafen? Wer hat die Erholungsheime für die Wir zweifeln nicht daran, daß die Bürgerpar Die Deputation wollte sich auch zum Mini- Versicherten ins Leben gerufen? Wer hat die fterpräsidenten Švehla begeben, um ihm per Raffen eingerichtet? Wer hat die Verträge mit teien des Staates die Sozialversicherung so ein sönlich die Zuschrift der Exekutive zu über den Aerzten abgeschlossen, die tausende Rezepte richten werden, wie sie sie wünschen, und daß da reichen und ihn über die Lage auf den Eifen überprüfen lassen? Das war die Aufgabe der durch das Gefeß noch ärger verschlechtert wird. Es bahnen zu informieren; der Ministerpräsiden: Verbände, von deren Wirken und Arbeiten die ist jedoch für die Arbeiter notwendig. Lehren aus war aber, wie schon öfter in ähnlichen Ange Politiker der bürgerlichen Parteien feine Ahnung der Vergangenheit zu ziehen, um zu ermessen, legenheiten, nicht zu erreichen. haben. Man begründet es aus dem bekannten welche gewaltige und große Vorteile ihnen die Motiv der Ersparungsgründe oder auch wie Krankenversicherung geboten hat. Man erinnere schön es flingt mit der Entpolitisierung. Die sich an die tausenden Fälle der franken Arbeiter, strankenversicherungsanstalten sind durch das Ge- die ein Jahr im Bezuge des Krankengeldes stan fetz gezwungen, Verbänden anzugehören. Für die den, wo den Familienangehörigen Unterſtüßungen deutschen Gebiete kommen zwei Verbände in Be- gewährt, wo Arzt und Medikamente beigestellt tracht: Der Reichsverband und die Vereinigung wurden. Man stelle sich nun vor, daß das Gesetz deutscher Krankenversicherungsanstalten. Die Ver- verschlechtert wird, daß Tausende von Familien bände sind im Kampfe um die Verbesserung der in den schwersten Stunden sozialen Elends die Sozialversicherung entstanden. Alle" Errungen Unterſtüßung in einem geringeren Ausmaße er schaften auf dem Gebiete der sozialen Gesetzgebung halten werden. Es wird daber notwendig sein, sind teilweise mit ihr Werk, denn sie liefern den daß sich alle Vertrauensmänner der sozialistischen Versicherten, die sich im Kampfe um die Verbesse- Partei mit der Frage der Sozialversicherung be rung der sozialen Reformen befanden, das ge- schäftigen. Dagegen empfing der Ministerpräsident eine Abordnung der tschechischen Sozialdemokraten und der„ Unie", bestehend aus den Abgeordneten Tomasek und Tayerle und den Vertretern der Unie" Brodecky und Stanet. Die Erefutive hielt nachher eine Sigung ab, in welcher der Bericht der Deputation zur Kennt nis genommen wurde. Die Exekutive wird auch morgen neuerdings zusammentreten. „ Verbrecherische Politik“. daß sowohl der Vorstand, als auch der Ueber wachungsausschuß paritätisch zusammengesetzt werden. Wie werden nun diese Kommissionen aussehen? Nach dem Paragraph 59 besteht der Borstand aus zehn Mitgliedern. Fünf werden Vertreter der Unternehmer sein, also eine geDie Zentrale der NBC. hat eine Resolution die Kommunisten zur selben Zeit fest, da sie als schlossene Frout, wo die Unternehmersekretäre, die alle Juristen sind, tonangebend sein werden. über den Kampf für den Leninism:: in der die Syänen des Schlachtfeldes in Desterreich die Fünf Vertreter der Mitglieder, aus allen politi WKB. und in der MJ." einstimmig beschlossen, Früchte des blutigen 15. Juli ernten wollen, da schen Parteien zusammengesetzt, werden fein ge- von der jeder Leser behaupten wird, daß sie, ist sie anläßlich des österreichischen Barteitages ge sie schlossenes Ganzes bilden und teilweise die Antic schon Wahnsinn, doch Methode hat. Die Rejo meinsam mit Seipel und der N. Fr. Preffe" auf österreichischen Arbeiter fichten der Unternehmer mit vertreten. So wird ution ist nach irgendeinem Schimmel gearbeitet, die Spaltung der und dieselben inhaltslosen Phrasen bewegung warten! Man muß nur in der„ Juin Zukunft die Verwaltungskommiffion einer Be immer wiederkehren und in den die Zentrale der ternationale" vom Dienstag gelesen haben, wie zirfsfrankenversicherungsanstalt zusammengesetzt fein: Fünf Unternehmer, ein Vertreter der Natio- PC. anscheinend nur einige Namen selbständig der Wiener Korrespondent des ehrenwerten nalsozialisten, ein Vertreter der tschechischen Ar eingefügt hat. Der erste Teil dieser großange Auffiger Blattes das Wasser nicht halten fonnte beiter, ein Vertreter der Kommunisten, ein Verlegten tonfusion befaßt sich mit den„ Ver- vor Freude, daß nun in der österreichischen treter der Christlichsozialen und ein deutscher Sobrechen der russischen Opposition", Sozialdemokratie eine Opposition im Werden zialdemokrat. Nachdem die Ernennungen der Mit- die von der Zentrale der KPC. auf Grund gesei und daß die Spaltung der Partei bevorstehe auer Prüfung des Materials" festgestell. wor. glieder der Verwaltungskommission durch das den sind als ob die Zentrale der von Moskon Fürsorgeministerium vorgenommen werden, wird man in Orten, wo auch keine Christlichjozialen ausgehaltenen KPC. bei noch so genauer Prü fung etwas anderes hätte feststellen dürfen! Die russische Opposition bereite die Spaltung vor und diene damit der Bourgeoific. find, ihre Vertrauensmänner ernennen. Genau dieselbe Zusammensetzung wird der Ueberwachungsausschuß erfahren. Der Vorsitzende des Vorstandes soll ein Vertreter der Versicherten sein, der Vorsitzende des Neberwachungsausschusses ein Vertreter der Unternehmer. Beim Vorstande werden daher die Unternehmer bestimmen, wer Vorfizzender sein wird, respektive der Vorsitzende muß tanzen wie die Unternehmer pfeifen werden. Dagegen sind sie in der Lage, beim Ueberwachungsausschuß aus eigenen Kräften sich den Vorsitz selbst zu wählen. Man fann jich lebhaft vorstellen, wie eine solche sozialpolitische Arbeit aussehen wird. Es heißt da: ,, Die russische Opposition liefert allen Feinden der proletarischen Revolution Waffen gegen die Sowjetunion und das lämpfende Weltproletariat in die Hand, untergräbt die Einheit, Disziplin und Kampffähigkeit der WKP., der Kommunistischen Internationale und aller ihrer Sektionen und bereitet ihre Spaltung vor. Alle diese Verbrechen fallen umso schwerer ins Gewicht, als sie in der Zeit friegerischer Bedrohung der Sowjetunion und der schärfsten Zuspisung des Gegenjayes zwischen der imperialistischen und der revolutionären Welt fallen. Die Zentrale der NBC. begrüß: deshalb die Entschlossenheit, mit welcher die WV. und die KJ. gegen diese Verbrechen, welche das ganze Weltproletariat schädigen, vorgeht." ,, Die kommunistische Partei der Tschechoslo wakei hat in vollkommener Uebereinstimmung mit der Kommunistischen Internationale eine rich. tige politische Linie. Auf dieser leni. nistischen Linie schließt sich die Mehrheit ihrer Kräfte in ein einheitliches revolu. tionäres Ganzes zusammen. Die KPC. wächst in die Breite und Tiefe. Sie normalisiert mit Erfolg ihre Sträfte und hat in der Lösung der Gewerkschafts, Agrar und nationalen Frage bedeutende Fortschritte erzielt. Die Reihen ihrer Verbündeten wachsen. Mit Erfolg überwindet sie die opportunistijden Erscheinungen in Reihen und entledigt sich ohne größere Erschütterungen aller Liquidatoren. Durch die richtige Lösung der Frage der Opposition in der WKP. überwindet sie erfolgreich deren vereinzelte Verbündete in ihren Reihen. Sie ist sich auch dessen bewußt, daß durch das Auftreten der ultralinken Opposition( Mothejzlit, Michalec, Neurath) wie auch durch den Kampf der ausgeschlossenen und und abgelehnten Liquidatoren ( Sfala, Gorowsky, Sula, Görlich) die Führung des Kampfes der KPC. gegen alle Feinde des arbei. tenden Volkes erschwert ist. In Verbindung mit der Kampagne zur Feier des zehnten Jahrestages des Bestandes der Sowjetunion und in Verbindung mit dem Kampfe gegen die Kriegsgefahr wird die KPC. eine ener gische innerparteiliche Kampagne für die Erhöhung der Aktivität aller Parteimit glieder und ihrer Mobilisierung zur Arbeit weds Beseitigung der Mängel, die der Partei bisher anhaften, führen, um so ihre vollkommen erfolgreiche Tätigkeit zu er möglichen. Durch einen energischen Kampf gegen die opportunistischen Erscheinungen in der Partei ( gegenwärtig besonders im Brünner und Kladnoer Sebict), durch den Kampf gegen alle Abweichungen von der Teninistischen Linie wird sie ihre revolutionäre Einheit befestigen, ihre Klaffenlinie herauskristallisieren und ihre Kampffähigkeit erhöhen. Durch die richtige Anwendung der organisatorischen Maßnahmen verhindert sie die Bildung einer oppositionellen Plattform. Der Wunsch war bei dem ungeduldigen Knaben, der von Wien aus mit Herrn Grünwald korrespondiert, der Vater des Gedankens und heute wird der spaltungsfrohe Schreiber schon etwas abgekühlt sein. Aber das, was der russischen Opposition als das große Verbrechen angerechnet wird, ist älteste kommunistische Tattit, ist eben das, was die Kommu nisten heute in Oesterreich gerne täten, was sic anderswo längst getan haben. Wir wissen schon, was die Moskowiter erwidern werden; die fom munistische Partei sei die alleinseligmachende und sie zu spalten sei ein Verbrechen, die Sozialdemo fratie zu spalten aber jei ein Verdienst. Auf die Dauer wird dieser Schwindel nicht gelingen. Die Arbeiter werden einsehen, daß man nicht in einem Atem die Spaltung als eine revolutionäre Tat feiern und als ein abscheuliches Verbrechen verwerfen kann. Einmal wird sich die Erkenntnis allgemein durchringen, daß für die Sozialdemo Wer jetzt noch nicht weiß, wie die PC. eine fratie die gleichen Grundsäge gelten wie für die Linie reinhält nicht jedes Mädchen hält Kommunisten, daß Spaltung immer Schwächung so rein, wie sie mobilisiert, die Bildung und Niederlege, Einigkeit immer Stärke und von Plattformen verhindert, liquidiert und Aufstieg bedeuten. Je radifaler die Kampagne Liquidatoren überwindet, wie sie auf der gegen die Verbrecher", die sich gegen die Einig- reinen oder gereinigten Linie die Mehrhei: keit verfündigen, geführt wird, desto flarer muß zu einem Ganzen zusammenschließt, wäh allen Arbeitern die ungeheure Schuld der Kom- rend die Minderheit sich selbst überlassen bleibt munisten werden, die in einem Dußend Ländern wer nicht merft, wie die in die Tiefe und mächtige Arbeiterparteien gefvalten und der Breite wachsende Partei geradezu ausge Realtion den Weg gebahnt haben. baut und vertieft wird, wie sie die klas " Die zweite Aufgabe der bürgerlichen Parteien ist die Beseitigung der Verbände. Die Berbände haben schon im alten Oesterreich unter der Reichsfommission der Stranfenfassen geradezu vorbildliche Arbeit geleistet, sie sind in Deutschland, dem Mutterlande der Sozialversicherung, das Fundament der Entwicklung der Kassengebilde. Ihre schwere Arbeit in der Tschechoslowa- Das ist in der ganzen Resolution das Ch fei bestand darin, daß sie die Unterlagen zur Sozige, was Hand und Fuß hat, weil es etwas sehr zialversicherung sammelten, die Fachmenschen flar ausspricht, was wir von den Kommunisten stellten, die Stassen reorganisierten, überall behilf seit Jahren hören wollen, daß die Spaltung einer lich waren, wo es notwendig erschien. Man soll Arbeiterpartei die Vourgeoisie stärkt. Das stellen nig; dort sollte ich auf einem Gut Arbeit finden.[ legen. So ging es Tag für Tag mit der RegelCopyright 1927 by Malik- Verlag A.-G., Berlin W. 50 Durch eine trostlos öde Gegend führte mich der mäßigkeit eines Uhrwerks. Zwar bekam ich für Zug: ich fühlte mich von aller Welt verlassen. Es Frühstück und Vesper ein Brot und meine Ration var Jänner 1920, als ich in H. anfam. S. war ein altes Stift, von adeligen Damen bewohnt. Das dazugehörige Gut war an einen Herrn von 3. verpachtet, einen Edelmann mit Fuchsgesicht und roten Haaren. Ich wurde einem mürrischen, ewig fnurrenden Alten als Gehilfe zugeteilt: ich follie ihm draußen im Garten bei der Arbei: zur and gehen. Der falsche Prinz. 3 Leben und Abenteuer. Von Harry Domela. Butter die Woche; bei meinem entsetzlichen Hun ger vertilgte ich jedoch alles in einem Tage, jo daß ich die andern Tage zum Frühstück und zur Vesper nichts baite. Die Dienstleute des Gutes gaben mir manchmal ein Stück Wurst, das ich mit Heißhunger verschlang. Durch die konscanente Propagicrung der Losung des nationalen Selbstbestim mungsrechtes und durch den Kampf gegen die Angriffe auf die Reſte der Demokratie alle revo. Intionären Kräfte zur Stärkung der arbeitenden Bevölkerung in ihrem Rampfe für ihre Befreiung ansgenützt werden. lesen wollte, regte er sich so darüber auf, daß ich jeden derartigen Versuch, über dieses eintönige, traurige Leben hinwegzukommen, unterließ. Ich war verurteilt, tagaus, tagein unter den rohen Worten dieses Menschen in Schmutz und Dred herumzuwühlen, Mist zu fahren, und im Lehm zu fuien, Werktags wie Sonntags im selben Aufzug und Anzug, ohne auch nur die Wäsche Erwachender, blühender Frühling war's, wechseln zu können. Baden gab's hier nicht. Wit als ich mit jugendlicher Begeisterung an urafien Sie standen sich augenscheinlich besser als ich, der Zeit verwahrloste ich so, daß ich völlig ver Herrensitzen und schmucken Bauernhäusern vor jedenfalls soweit sie verheiratet waren. Je nach laust war. Ich hatte einen Ekel vor mir selbst! übergezogen war. In sommerlicher Stille war Im Gartenhaus, in einer Rumpelkammer, der Zahl der Familienangehörigen arbeiteten Noch heute sehe ich mich in der zerrissenen, zerich an reifendem Korn und schwerbehangenen in der der Gärtner seine Spaten, seine Säme Vater, Mutter, Sohn und Tochter auf dem Gut. lump en Uniform einhergehen, mit auseinander Obstbäumten vorbeimarschiert. Tiefe dunkle Wäl reien, seine Pflanzen aufbewahrte, hatte ich mein Die Lente bewohnten einige Raten unfern davon. geplatztem Schuhwerk, die abgeschabte Müße in der trotziger Kiefern und geheimnisvoller Tan Bett. Da lag ich jetzt manche Nacht mit offenen Sie hatten ihr Gemüse, Geflügel, Schweine, dazu der Hand. Wenn ich Sonntags die Gelegenheit nen hatten mich in ihre Schatten aufgenommen. Augen und starrte und lauschte in die Dunkel- ihr Depu'at. Und dennoch war ihre Bedürfnis- benußen wollte, mich von meinen trüben GedanAuf den endlosen Zügen war ich so mit diesem heir hinein, den Modergeruch eingekellerier Gera losigkeit nicht zu übertreffen. Da sie jedoch von fen zu befreien, begegnete ich auf meinen WanLande verwachsen, daß ich in der Trenungsstunde nien und anderer Topfblumen um mich. Da lag Sindsbeinen es nicht anders gewöhnt waren, derungen durch die Mark manchem Menschen, der geradezu einen förperlichen Schmer; empfand. ich, ein Kind an Jahren, vereinsamt, frierend... schienen die Männer mit ihrem Schicksal nicht zu mir verwundert nachsah. Ich fühlte mich an Immer wieder standen die dufigen Serbsttage Morgens hieß es, im Herrenhaus mit den Mägden hadern, sondern zufrieden zu sein, wenn sie zum die Erde gedrückt, mich hoffnungslos versinken mit dem wolkenlos blauen Himmel vor mir, antreten. Wir wurden ins Speisezimmer gerufen, Sonntagnachmittag einen sauberen Anzug mit in dem Schlamm, in dem ich zu fronden durch deren verträumten Glan; wir gezogen und mit dem Blick auf den reichgedeckten Früh- derben Stiefeln und gutem ut im Schranke hän- hatte: alles wurde so stumpf, so tot in mir; waren, an Stoppelfeldern, Ernteivagen und stilstückstisch mußte ich meine Morgenandacht ver- gen hatten und abends im Krug die Dorfweiber feine Hand war da, die sich mir in meinem ten Menschen vorbei. So war in mir jenes berichten. Tann mußte ich ohne Frühstück in die herumschwenfen konnten. Was mich geradezu dumpfen Elend entgegengestreckt hätte. Ich war glückende Gefühl erwacht, mit dem Boden ver Kälte des Wintertages hinaus und im durch- widerlich berührte, war die kriechende Unterwür schon auf dem besten Wege, in die wesenlos bunden zu sein, wo ich aufgewachsen war. Doch frorenen Boden graben, graben, graben. Mit auf- figkeit der meisten vor dem Gutsherrn. War er düstere Welt jener an die Erde gebundenen Tageim Augenblick, wo ich die Heimat lieben lernte, einandergebissenen Zähnen und aufgerissenen fort, redeten sie unter sich mehr als despektierlich löhner hinüberzugleiten, die da unten in ihren sollte ich sie für immer verlieren. In ein fremdes Händen tat ich meinen Dienst, mochte er mir auch von ihm, kam er dann in seinem Jagdwagen muffigen, lichtlosen Stuben dahinvegetieren mußLand ging es nun, einem unbekannten Schicksal noch so schwer fallen, um so mehr, als ich bei der angeprescht, in Jägerrod, Jägerhut und Zuchten- ten. Wanchmal ballte ich die Faust gegen das entgegen. Von etwas Schönem und Liebem nahm mir doch völlig ungewohnten Arbeit im schweren stiefeln, das Einglas im Auge, wie alle mär- hellerleuchtete Herrenhaus. ich Abschied. Niemals würde ich es wiedersehen. Lehmiboden ständig von meinem Murrtopf von fischen Barone, so konnten sie ihre Rüden nicht Gutsherr, um sich Glanz und satte Wohlhaben Verloren, verloren... Geächtet, landflüchtig, Lehrmeister ausgescholten wurde. Da stand er tief genug vor ihm beugen. Jahrhundertelange heit, und führte ein Herrenleben, nur weil er mit entwurzelt! Heimatlos. Mit der Heimat ver- neben mir, im warmen Rock oder Wiantel, das Unterdrückung hatte hier ein Geschlecht von dem Besitz von ein paar tausend Morgen auch fant auch meine Jugend hinter mir. belegte Brot in der Hand, seelenruhig kauend, Snechtsseelen aufkommen lassen. bas seltsame Vorrecht genoß, in Unwissenheit und Arbeit. und paßte auf meine Spatenstiche auf, und ich, Welch ein Abstand zwischen ihnen und mur! aufgezwungener Bedürfnislosigkeit gehaltene Arim leichten Soldatenrock, ohne Mantel, ohne und dennoch, was war ich, was galt ich hier? beitst ere sein eigen zu nennen. Ich erschrak über In Jüterbog im Süden der Mark Branden- Handschuhe, nichts im Magen, fror wie ein Bon meinem Lehrmeister als dummer Junge die Rebellion meines Geistes. Wie kam ich zu burg wurde unser Storps aufgelöst. Nun hieß es, Schneider und hätte vor Schwäche umfallen behandelt, mußte ich tagtäglich von ihm hören, solchen Gedanken, die mir bisher doch fremd von den Kameraden Abschied nehmen, von Name- mögen. Mittags gab es eine dicke Brühe und wie ich Gott danken könne, als entlassener Soldat gewesen waren? Ich war von Grund auf verraden, die mir bisher alles gewesen waren. Ich dann ging's wieder hinaus; abends Bellkartof- auf dem Gut Unterkommen gefunden zu haben. bittert. bekam eine Fahrkarte nach. in der Weſtpreg- sein mit Wehlsoße, dann konnte ich mich schlafen Als ich einmal in der Freizeit ein gutes Buch ( Fortsetzung folgt.) Donnerstag, 3. November 1927. Seite 3. fenlinie herauskristallisiert, font- trägen ein Auslangen nicht gefunden werden s. dafür haben, daß du Kommunist bist, oder aber das Budapester Gericht immerhin groß sequent propagiert, was sie gar nicht erre tönne. In der Entschließung wird weiter ver- bu gibst und die Namen und Adreffen der Leute, genug, daß es nach Verlesung des Protokolls be chen will, nun der hat eben keine Ahnung, wie langt, die bürgerliche Presse möge die aus Wioskau hier in Budapest find. Dann wirst schloß, sich auf vier Tage zu vertagen. Aber teit einer im Bolschewiefierungsprozeß steckenversicherungsanstalten einstellen, den Beuten, die wir mit dir tonfrons eidesstattlichen Aussage Rubins fein sollte-- das du das, was wir dir in den Mund legen, was immer nun die prozeßmäßige Folge dieser den und sich ihrer Liquidatoren entledigenden, denn damit schädige sie wichtige soziale In tieren, ins Gesicht sagen. Die Proto- cine steht fest: die entseßliche Polizeiaber auf die Reinhaltung der leninistischen Klas ſtitutionen. Die Regierungsvorlage tolle, die wir dir vorlegen, wirst du wider- und Justizschande Horthy- Ungarns, fenlinie streng ſehenden kommunistischen Partei über die Novellierung der Sozial spruchslos unterschreiben. Tust du alles, die ihresgleichen nur hat in den Balkanhöllen auszusehen hat! versicherung wurde einer scharfenio machen wir einen neuen Menschen aus dir. Wir Rumäniens und Bulgariens. Wir hoffen, daß die Kritik unterworfen. Der Vertreter der schicken dich ins Ausland, wenn du willst nach Straftwelle, die jetzt durch die sozialistische ArbeiDer Kampf um die Sozialversicherung. landwirtschaftlichen Krankenkassen sowie ein Amerika, geben dir Papiere und Geld, und du wirst terschaft ganz Europas geht, bald und ſtark sich chriftlichsozialer Vertreter sprachen sich entschie- die unterstützende Hand der ungarischen Polizei auch dem Proletariat Ungarns mitteilen möge Angehörige deutscher Regierungsparteien gegen den gegen den Plan einer Beseitigung der Kran- immer hinter dir spüren." und daß diese instandgesetzt werde, mit den wir die Regierungsvorlage. fenfassenverbände aus. Ebenso wurde gegen die In diesem Zustand, physisch vollständig gehungsvollen Methoden der Sozialdemokra Gleichzeitig mit dem Kongreß der Verbände Krankenversicherungsanstalten sowie die Zentrallir iit jetzt schon alles egal, ich werde alles Bresche zu schlagen. Erweiterung der staatlichen Aufsicht über die brochen, halb besinnungslos, antwortete Rubin: tie in das Foltersystem des weißen Ungarns der Krankenversicherungsanstalten, der am 1. No sozialversicherungsanstalt Stellung genommen. tun, was Sie wollen, und gab die Adresse von vember auf der slawischen Insel in Prag tagte, Die Regierungsvorlage sei nicht reif zur parla 3oltan Szanto an." fand im Deutschen Hause eine Tagung jener mentarischen Verhandlung, und es wird ge deutschen Strankenversicherungsanstalten statt, die fordert, daß die Regierung ihre zu effent und Zigaretten. Schweinitzer führte ihn Szanto wurde verhaftet. Rubin erhielt mun von den deutschbürgerlichen Parteien beherrscht Bo'rlage zurückzieh c. Man kann begierig in fein eigenes Zimmer und erklärte ihm, wie werden. Der Kongreß befaßte sich mit der kritischen sein, was die deutschen Regierungsparteien, er sich benehmen sollte und was er den Leuten, Un die Mitglieder der Situation der Strankenversicherung und stellte deren Anhänger ſich ſo ſcharf gegen eine derartige, mit denen er konfrontiert werden sollte, zu fagen Bezirksausschüßße des Heilfouds! fest, daß nach der Entscheidung des obersten Ver von der Regierung beabsichtigte Novellierung der waltungsgerichtes mit den gegenwärtigen Bei- Sozialversicherung wenden, machen werden. Nene, unauslöschliche Schande Horthy- Ungarns In der Budapester Polizeihölle werden Menschen durch die Folter zu falschen Aussagen gegen Angeklagte und zum Spizeltum gezwungen. Sensationeller Widerruf des Kronzeugen im Szanto- Prozeß. In Budapest findet derzeit einer jener großangelegten Prozesse statt, durch die Horthy und feine Justiz planmäßig nicht nur alle Wurzeln der verbotenen kommunistischen Partei sondern die der gesamten sozialistischen Arbeiterbewegung. in Ungarn auszurotten versuchen. Daß die unga rische Polizei und Justiz vor feinem Mittel zu rückschrecken, das ihnen zur Erreichung ihrer Ziele irgendwie tauglich erscheint das wußte man feit je, denn dafür gab es schon zu oft und zu biele Beweise. Aber der Hauptbeweis, scheint uns, ist erst jetzt erbracht worden, in dem Prozeßz gegen Szanto und Genossen Die Anklage hatte sich hauptsächlich auf die schwer belastenden Aussagen eines gewissen Eduard Rubin gestützt, der während des Brozesses selber unsichtbar blieb; nur sein Vernehmungsprotokoll wurde im Laufe der Verhandlung vorgelesen. gespürt, dann verlor ich vor furchtba ren Schmerzen die Besinnung. Ich fam erst zu mir, als ich mit Wasser begoffen wurde. Meine Sohlen taten fürchterlich weh, man band mir die Füke los und befahl, im 3immer im Areise herumzulau fen. Ich versuchte aufzustehen, fonnte aber nicht, weil meine Sohlen furchtbar geschwollen waren und schmerzten. Die Detettive stellten jich darauf in einen Streis, rissen mich hoch, schlugen und traten und riffen mich an den Haaren im Kreis herum. Nach einigen Minuten lam Polizeirat Schweinißer ins Zimmer und fragte mich, ob ich nun bereit sei zu reden. Denn, wenn nicht, würde man mich solange schlagen, bis ich frepiere. hätte. Den ganzen nächsten Tag wurde Rubin instruiert. Er mußte die falschen Aussagen, die man von ihm verlangte, und eine Reihe von Namen, deren Träger er niemals gekannt hatte, auswendig lernen. Am Abend wurde er dann mit Bagi konfrontiert. Bis zu meiner Ueberfüb rung zur Staatsanwaltschaft kam es oft vor, daß ich täglich ein oder mehrere Male mit Verhafteten konfrontiert wurde und ihnen auf Grund vorheriger Vereinbarungen dasjenige ins Gesicht jagen mußte, was der das Verhör leitende Detek fiv vorgeschrieben hatte." Nach diesen Konfrontationen wurden die unglücklichen, gegen die er aussagen mußte, hin ausgeführt und jämmerlich zerschlagen zurück gebracht. Male am 5. März aufgenommen. Die ProtofollEin Protokoll wurde mit Rubin zum ersten aufnahme erfolgte folgendermaßen: „ Schweiniger las mir ein 14 Seiten umfai fendes Dokument vor, dessen erster Teil aus den Aussagen bestand, den ich den mit mir konfron tierten Leuten ins Gesicht machen mußte. Der zweite und größere Teil enthielt Aussagen, von benen ich keine blaffe Ahnung hatte." Ehe er zur Staatsanwaltschaft fam, wurde er dem Staatsanwalt Miskolczy gezeigt. Am Tage danach erhielt er einen Paß auf den Namen Rößler, mußte die Unterschrift einüben. Dann wurde er von Hentenyi über feine Tätigkeit im Ausland inftruiert und zum Berliner Schnellzug gebracht. In Berlin suchte er sich bei jüdischen Glaubensgenoffen Arbeit. Ende Juni wurde er durch eine Postkarte zu dem Detektivoberinspektor 3deborffy ins Hotel bestellt. Darüber was er nun in sollte, sagt Rubin aus: Er jagte mir auch, daß ich neue Papiere erhalten sollte, mit deren Hilfe ich dann meine Flucht aus Budapest den ungarischen Kommunisten in Berlin erklären könne. Ich sollte trach ten, ihr Vertrauen zu gewinnen, und, wenn es möglich sei, follie ich es erreichen, daß ich in die hiesige russische Botschaft oder Sandelsvertretung oder irgendeine andere russische Organisation Die Muglieder der Bezirksausschüsse des Seilfonds der öffentlichen Angestellten erhielten bereits im Wege der politischen Bezirksverwal tungen das Material für die Wahlen in den 3entralausschuß und in die Schiedsgerichte des Heilfonds zugestellt. Jeder Wähler erhielt: 2 Stimmzettel( einen für den 3 entralausschuß, einen für das Schiedsgericht). 1 Legitimation. 3 Kuverts( 2 fleinere und ein großes). Für die Wahl in den Zentralausschuß Gruppe& aufgestellte Liste der deutschen Geträgt die vom„ Verbande der öffentlichen Angestellten"( Listenführer: Richard Kreschel) für die meinde, Bezirks- und Landesangestellten" die Nummer 9 Für die Wahl in das Schiedsgericht Prag trägt die vom Deutschen Landeslehrerverein in Böhmen und vom Verbande der öffentlichen Angestellten für die Gruppen B und C ( Liſtenführer: Wilhelm Groischel) aufgestellte Liſte die Nummer 18 Der Wähler schreibt auf den Stimmzettel für den Zentralausschuß nur die Nummer der Liste, welche er wählen will, und steckt dann den Stimmzettel in das zuge hörige Kuvert. Ebenso verfährt er mit dem für das Schiedsgericht bestimmten Stimmzettel, den er in das andere Kuvert stedt. Sodann legt er beide Seuverts in das große Stavert, auf welchem die Adresse der Wahllommission steht, legt die Legitimation da 3u, verschließt es und gibt es retommandiert zur Post. Man muß das Nuvert franfieren, nachher erhält man den für Porto ausRubin schildert weiter, wie er am Morgen abermals zu Schweiniger geführt wurde, der von ihm Aussagen über die illegale kommunistische Am letzten Verhandlungstag nun haben die Bewegung haben wollte. Rubin antwortete, er Verteidiger dem Strafgericht eine eidesstatt wüßte davon nicht. Darauf fagte Schweiniger zu liche Aussage vorgelegt, die Eduard Rubindent Detektiven, die im Zimmer waren:„ Der amt 17. Oftober vor einem Notar in Berlin Kerl ist noch nicht weich genug, den gemacht hat und die vom Präsidenten des Land- müßt ihr wieder in Arbeit nehmen." gerichts I Berlin beglaubigt ist. Diese eidesstatt- Die Foltern begannen von nenem, bis liche Aussage Rubins enthüllt folgendes Rubin zum zweitenmal die Besinnung verlor. fürchterliche Bild der Budapester Polizei- Man ließ ihm dann zwei Stunden Ruhe, dann schande und der barbarischen Methoden wurde er abermals gefoltert. Die Detet ungarischer Politik und Justiz. tive löschten ihre brennenden Zigaretten so, daß zwanzig Jahre sie sie an seinen Wangen oder Händen ausdrückalter Schneidergefelle aus Budapest, ist der Sohnten. Rubin fährt fort: frommer jüdischer Eltern. Religiöse Gründe und ,, Am 26. Feber 1927 schlugen sie mich mit Gewissensbiffe, daß er unschuldige Familienväter fleinen Zwischenpausen den ganzen Tag bis in hineinfomme, damit sie mich später nach Rußland gelegten Betrag vom Bezirkeausschuß gegen Vorder Polizei ausgeliefert habe, haben ihn zu fol- den späten Nachmittag hinein. Ich war schon schickten. Ferner hat mich 3deborsty beauftragt, weisung des Aufgabescheines zurück. gender Aussage veranlaßt.. ganz schwach geworden, hatte auch seit zwei das Haus Maaßenstraße 9 zu beobachten, Niemand vergeffe, den Stimmzettel Rubin wurde am 24. Feber 1927 mit Tagen nichts zu effen bekommen, weil dort ungarische Kommunisten abzuſteigen in das äußere Kuvert zu legen, da zivei anderen Genossen im Lokal der Ungar- Gegen 6 Uhr brachte man mich wieder in den pflegten." sonst die Stimme ungiltig ist! ländischen Sozialistischen Arbei- Schalldämpfer", band mir die Hände mit einem Ein selbst unschuldiger, armer, schwacher terpartei grundlos verhaftet. Er Riemen hinten zusammen und zog mich an dem wurde zur Stadthauptmannschaft geführt und Riemen über einen in die Wand geschlagenen Mensch, faum noch ein Mann, wurde also in der dort zum Polizeirai Schweiniger ge- großen Safen hoch. Als ich die Besinnung verlor, unmenschlichsten, grausamsten Weise geschlagen, bracht. Am 24. Feber nachts wurde er unter ließen sie mich los und brachten mich mit Schlägemartert, gepeinigt, zur Verzweiflung getrieben, Mißhandlungen zu Schweiniger geschleift, gen zur Besinnung. Dann schlugen sie mich wei Samit man ihn als falschen Zeugen gegen dieder von ihm wissen wollte, welche Funktionen fer, bis ich wieder in Ohnmacht fiel." jenigen verwenden konnte, denen man den ProNach einer Stunde wurde Rubin wieder zuzeß machen wollte. Nicht genug damit, hat man er gehabt habe. Mit der wahrheitsgemäßen Ausfage beruhigte sich Schweinitzer nicht. Am folgen Schweiniger geführt. Dort sagte ihm Hetenyi im ihn, den man dann vorsichtshalber über die den Vormittag wurde er abermals vorgenommen. Beisein Schweinigers: Am 25. Feber nachts halb 12 Uhr erschienen zwei Detektive in seiner Zelle, mißhandelten ihn schwer und schleppten ihn zu Schweinitzer, der von ihm Ausfünfte über die illegale Rommunistische Partei haben wollte. Als Schweiniger darüber nichts erfuhr, weil Rubin nichts wußte, übergab er ihn einem Striminalbeamten mit den Worten: Herr Kollege, nehmen Sie bitte ein Protokoll auf, und wenn er nicht reden will, schlagt ihn windelweich." Dieser Beamte nahm ihn auf ein Zimmer und rief den Detektiv Joseph Beel. Rubin sagt nun aus: ,, Dieser Joseph Beel stellte mich an die Wand und befahl mir, auf einem Bein zu stehen. Als ich müde wurde und das Bein wechseln wollte, zog er den Revolver und drohte, mich niederzuschießen. Als ich, gänzlich erschöpft, nicht mehr auf einem Bein stehen konnte und den anderen Fuß niederseßte, fam er zu mir hin, schlug mich ins Gesicht und riß mich an den Haaren. Nach cinigen Minuten kam der etektiv Taucos in „ Entweder sperren wir dich ins Gefängnis, lassen dich dort verfaulen, weil wir Beweise| Rundfunk für Alle! Programm für morgen, Freitag. Prag, 310, 11: Schallplattenmusif. 11.35: Landwirt faafisfunt. 12: Seitfianal, Breffenachrichten. Wittagskonzert. Grenze schaffte, zum gemeinsten Spiteltum zwingen wollen! Der Eindruck dieser Tatsachen war selbst auf Die endgültige Totenliste. 268 Passagiere, der Kapitän und 45 Seeleute ertrunken. Rio de Janeiro, 1. November( Reuter). Nach den endgültigen Feststellungen sind beim Daventry, 1601, 12: Quartett. 13: Biolinfonate von Untergang der„ Mafalda" 268 Passagiere, der Bee: boben. 13.30: Drgeivortrag. 14: Mittagsfongert. 16.50: Brunella", Drama von Sonsman. 18.15: Kinderstunde. Kapitän, 8 Offiziere und 37 Seeleute ertrunken. 10: Drchefferfonaert. 20.15: Franzöfifche Suiten von Bach. 21: Symphoniekonzert: Weber, Bruch, Schumann, Richard Gerettet wurden 945 Personen, nämlich 50 ProStrauß, Shubert, Dufas, Rimsfit- Storfalow. 24: Bridge24: Bridge zent der Passagiere erfter, 66 Prozent jener der partie. 0.15: Tanzmusif. Rom, 450, 17.15: Tanzmusif. 20.45: Nationalfeftabend. zweiten und 75 Prozent jener der dritten Klasse, Wien, 517, 11: Bormittagsmufif. 16.15: Nachmittagsbericht für Fremdenverkehr. 18.30: Die Soben Tauern. 19: Stalienifa. 19.30: Das Motorrad. 20.05: Englisch. 20.30: rienabend. 13.05: Rundfunk für Induſtrie, Sandel und Gewerbe. Longer. 17.50; ififalife stinberfiunde. 18.15: Wochen ferner 11 Offiziere und 231 Matrosen. 13.35: Börsennachrichten. 15.45: Bortrag: Einige Fragen über Gefchlechtserziehung. 15: Rinderede. 16.20: Börsennach richten und Hopfenmarktpreise. 16.30: Nachmittagsfonzert. riten 1. Dvořák: Mein Heim. 2. Dvokát: 5 Silhouetten. 3. Eve at 2 alger. 4. Saint- Saens: Phaeton. 5. Debuffy: es Preludes. a) Les collines d'Anacapri. b) e vent. c) La banse de Burte. b) Minstrels. 6. Debuffy: L'enfant pro bigue. 17.30: Bortrag: Ausschau nach neuen Büchern. 17:45: Deuife Sendung. Wetterbericht und Tagesnenigkeiten Zierarat Guftav Eisner, Oberrat des Landeskulturrates in Prag: Die bäuerlimen Reit- und Fahrvereine, ibr Swed und ibre Bebeutung für die Pferdezucht. 18.15: Landwirt politifchen Gefebgebung der Privatangestellten. 18.30: anb wirtschaftlicher Rundfunt auf 28elle 1110. 19.15: Leichte ufif. 20: Wettervorausfage und Breffenachriwten. 20.10: Fabrt. 2. Konzert für Geige. 3. 2ieber. 4. Streichoftett. vom Breßbitro, bierauf: Landwirtschaftliche Sendung. Dipl. faftofunt.18.30: Vortrag: Die Vorteile ber foglal Bürid. 588, 12.32: Mittagsfonzert. 15: Frauenstunde. 16: Ejallplattenfongeri. 17.10: Langmufif. 20: Orchester fonzert. 20.40: Lieber und Vortragsstunde. 21.20; Unter haltungskonzert. Deutschland. Eine neue Regierung in Kanton. Berlin, 2. November. Eine neue nationalistische Regierung wurde, wie die Abendblätter melden, in Kanton unter dem Vorsitze WanTsching- Weis gebildet. Sie wird von den Königswusterhausen, 1250, 15: Grundschularbeit. 16: Truppen der Provinz Kwantung und den MitBekämpfung der Geschlechtstrantheifen. 16.30: Sprechtechnik. Sunjatsens unterstützt. gliedern der Familie Souens. 18: Wiffenfchaftliche Grundlagen der Luftfahrt. Tschangtaischer, der sich augenblicklich in 18.30: Englif. 18.55: Grundbegriffe der Handelsvertragspolitif. 19.20: Wiffenfchaftlicher Vortrag für Aerzte. 20.30: Japan aufhält, soll den Oberbefehl des Divertimento. Refpigbi: Serbftdichtung. Strauß: Drei Lie Die Borgänge in China. 17.30: Das Problem des das Zimmer, band meine Hände mit In memoriam Mendelsfobn: 1. Meeresftille und glüdliche Rebertragung von Berlin, 484, Orcheſterfonzert. Graener: Heeres übernehmen. Die neue Regierung soll 21.40: Bortrag: Dimpifce Spiele. 22: Seitfiquat, tette agrichten des Bribiros, ebersicht bei Tanamujit. fchingsfee. 2. Hollandweiben. 3. Bajadere. 19.10: Englisch. Breslau, 323, 12.15: Ealiplattenfonsert. 16.30: Unter tusländifches und einheimisches Obst. 20: einem Niemen zusammen und führte mich bereite der Bürger ale belmann". 22.30: Die Jagd. alle Einnahmen in Südchina für ihre Zwecke in in den„ Schalldämpfer", wo sich ungefähr 15 baltungsfongert. 18: Mutterschaft und geistiger Beruf. Anspruch nehmen, so daß die Nanking- Regierung und Sportnachrichten. 22.15: Theaternachrichten. 22.20: 18.50: Der Tierfaubgebante in der Welt. 19.20: unter ohne Mittel bleiben würde. Wan- Tsching- Wej bis 20 Detektive aufhielten. Sie stürzten vier Augen. 19.35: Gliederung und Ausbau des Rundfunks. Brünn, 441, 12.15: Schallplattenmuftf. 14.30: Brager 20.15: Juon- Abend. soll ebenfalls alle Beziehungen zu den politischen alle auf mich los und schlugen und tra= Effettenbörse, Wettervorausfage, Brejse, Sport- u. Theaters Frankfurt, 420, 18: Tanamufil. 15.30: Jugendstunde. Gruppen des Yangtse- Tales abgebrochen haben ten mich von allen Seiten. Darauf nachrichten. 18. Seitfignal. Deuce Treffenachrichten. 18.10: Deufe Sendung. Afad. Maler Kart up ve: 19.45; Gortfritte in miffenfchaft und Tenir. 20.05: Film und sich mit japanischen Ratgebern umgeben banden sie mir die Hände noch fester zusam brate to Gemälde in modernen Flusstellungen: omenfchau. 20.15: Baltstümliches Stonzert. Hamburg, 395, 14.05: Saustongeri. 16.15: Blattdeutsche oder, falls Japan ablehne, mit russischen. Der men, ließen mich mit gebundenen Händen die 18.25: Das Gefübt der Pflanzen. 18.40: Stapitel aus ber Schuhe ausziehen und setzten mich auf einen italienischen Literatur, 10: Operettenmufif. Stálmán: 1.25 lanbides inbeitiae: Finanzminister der neuen Regierung, Sung, ist Schleswig- Holsteinisches Heimatland. 22.30; Aftuelle Stunde. ein Bruder der Witwe Sunjatsens. Stuhl, alles unter fortwährenden Schlägen. 20: Nationaliteder. 21: Stonzert. 22: Wie Prag Langenberg, 469, 13.10: Mittagsfonsert. 16.15: Frauen- Wan- Tsching- Wej, auch Wantschaomin genannt. die Stnie mit den Armen zu umjajſen. Dann unbe. 10.45: Sugendfunt. 17.30; Refpecfoner, 18.35 iſt ein bekannter chinesischer Revolutionär; im steckten sie mir unter den Knien durch die Arme beutige Rußland. 20.15: Quftiger Abend. Tanamufit. Jahre 1909 wurde er wegen eines gegen den Seipsin, 366, 12: Schallplattentonzert. 16 30: Nachmit Prinzregenten versuchten Attentats zu lebenscinen Stock, hoben mich vom Stuhl und steckten beide Enden des Stockes durch die Sprossen Befreiungsfriege und die Folgezeit. 20.15: Lehar- Abendlänglichem Zuchthaus verurteilt. Als zwei Jahre Staichan, 1870, 19: Vortrag. 19.15: Preffenachrichten. darauf die chinesische Revolution ausbrach, wurde von zwei Stühlen. Zwei Detektive hielten mir 10.25: Goliftenfonzert. die Füße hoch. Dann schlug mich Johann Ru- Budapest, 556, 16: Kindermärchen in deutscher dem Reime ber Frau. 16.15: Nachmittagsfonsert. 18.15: er in Freiheit gesetzt. Er war ein Mitarbeiter bos mit einem Ochsenziemer auf die Sprache. 17 of 18.30: Bora, Dramaturgie 18.15: Guiding her chemischen Industrie. Sunjatsens und in den Jahren 1925-26 VorFußsohlen. Ich habe ungefähr 15 Hiebe natenavend. 22.10; Schallplattenkonzert. sitzender der Kuomintangpartei. Breßburg, 300, 18: Stonzert. 1. Serie: Liebeslieder. woord: igit. Boffalieber 6. Storoano: Arie aus Ambred Center". 6. Schneider- Irnavity: Slowatife Boltslieder: wirtschaftsinduſtrie. 19.20: Slowatifcher Sprachkurs für Deutfce. 19.35: Schallplattenmufif. 20: 2le Brag. 4. Robaf: Slow. 5. 19.05: eber die Beteiligung des Steinbauern an der LandTanamufit. als Gesinnungsgemeinschaft. 19.40: tagsfonzert. 19: Höchstleistungen unferer Sinne. 19.30: Die 22.15: Lanzuufif. Stuttgart, 380, 12.30: Schallplattentonzert. 16: Aus 18.45: Literarischer Wettbeweb. Madlopoft. 20.30: 0 20: Syphoniefonzert. Brahms: Bariationen. Wozart: Violinfonzert. Schubert: Symphonic C- Dur. Welte 4. Lages- Neuigkeiten. Menschen find wir! Wir sind euch nichts als Räderwerk und Hebel, um der Maschine glatten Gang zu regeln. Ihr seht uns nur als willenloses Werkzeug. nic auf dem Meere unsrer eigenen Sehnsucht segeln. Wir sind euch stumm. Nur hic und da cin irrer Schrei reißt frech an euerem Behagen. Nicht Seele sind wir Euch, zielloje Klagen, ein Wellenschäumen, das der Sturm verschuldet dann vorbei So seht ihr uns, so wollt ihr uns. Ein Eisen, das nach eurem Willen in der Effe liegt, nie eine Faust, die sich im Zorne ballt, ein Wipsel nur, der sich im Wehen fremder Winde niegt. Euch war'n wir nice noch eigenes Empfinden, nic Kraft, nic Wille, nic gequälte Herzen, nie qualzerrissene Menschen, brechendvoll von Schmerzen. Ihr seht uns nur als Räderwerk und Hebel, um der Maschine glatten Gang zu regeln, ihr seht uns nic am Meere eigner Sehnsucht in eigne Simmel, eigene Verdammnis segeln. Doch wir sind Menschen, voller Blut und Tränen, wir sind nicht Räderwerk und Hebel nur, voll eignem Willen, eignem Sehnen. Und unser Rus, er ist nicht Sklavenschrei: Wedrus, Fanfare, Botschaft ist er euch, daß cure Zeit vorbei! Bärn, im Oktober 1927. Hans Hanheiser. Wieder ein Pfaffe, der die Kleinen zu fich fommen läßt. 4. Nochimaru mutlich ur djt bor Strafe, da fich Urban ärarische Sachen von Stameraden widerrechtlich angeeignet hatte und gegen ihn aus diesem Grund die Strafanzeige erstattet werden sollte. Du erreichft Ди das Biel! Du bleibst gefund an Körper und Geist, wenn Bonnerstag, 3. November 1927. hatte sich der andre der friedlichen Durchdrin. gung" durch den einen widersetzt. Surz, die beiden Stämme habent, statt ihren Stonflikt dem Völfers bund zu unterbreiten, zu den Waffen gegriffen. Es sind eben Wilde. Natürlich waren die Waffen auch nicht die bei der humanen Striegführung der zivilisierten Völler üblichen, wie Sandgranaten, Gifigasbomben, Karabiner und Scheibenschich patronen, sondern Lanzen und Pfeile. Trotzdem war das Ergebnis zientlich befriedigend, denn die Nachrichtenagenturen berichten über viele Tote und Verwundete. Als das Gemtegel begann, trat ein englischer Missionär zwischen die beiden Armeen und suchte sie vont Stampfe abzuhalten. Aber die Barbaren hörten nicht auf ihn und der Du Mitglied wirft Stampf wurde bis zum Siegfrieden fortgefeßt. Die 9 im berband! europäischen Blätter loben das Vorgehen des Miffionärs und tadeln die Wilden, die den Fric densvermittler von sich gestoßent haben. Wir lön nen uns diesem Urteil nicht anschließen. Wußte Arbeiter Turn- und-Sport- denn der Missionär nicht, daß es seine Pflicht par, die Waffen zu seguen und angesichts der großen Zahl der Toten auszurufen: Gott sei Dant, die Soldaten haben ihre Pflicht erfüllt!" 22222222222essers Oder fann er etwa einen fanonischen Grund da Torfgewinnung in der Tschechoslowakei. Tas für anführen, daß nur Kanonen und Waschinengewehre gefegnet werden müssen, aber nicht Ban Ministeriumt für öffentliche Arbeiten, welches heuer zen und Pfeife? Wäre er zivilisierten Aumeen mit Fragebogen über die Torfgewinnung versandte, verfeinen defaitistischen Reden entgegengetreten, so öffentlicht nun die so gewonnenen Ergebnisse im Heft wäre er schleunigst standrechtlich behandelt worIn Verbrennungsgefahr. Dienstag obends Nr. 20 der Nachrichten des öffentlichen technischen den. Die Wilden sind also sehr glimpflich mit ihm gegen 23 Uhr entstand in der Lauensteinſchen Dicufies". Aus diesem Berichte entnehmen wir: In umgegangen, wenn sie ihn bloß fortschidien. Maschinenfabrif in Barnstedt Großfenter. Die Sebastiansberg bei Komotau wurden in der Warum iadelt man sie also? Weil sie nichts von untfangreiche Fabrit wurde bis auf ein Stall dortigen Fabrit im Vorjahr: 130 Waggons Torfstren Sumanitätsdusel" wissen wollten? Schließlich gebäude ein Raub der Flammen. Zahlreiches und 100 Waggons Torf für Heizzmede erzeugt. In haben auch Australneger ein Anrecht auf den SeeArbeitsmaterial ist verbronnt. Der Schriftsteller ender bei Starlsbad wurden im Zeitraume von lenaufschwung durch den Krieg. Aber es mag Dr. Ludwig Staby, der im Fabritshause 1918 bis 1922 jährlich 15.000 bis 25.000 Silogramm sein, daß ein richtiger Ecclenaufschwung mit fchlief, fid; aber infolge Strantheit nicht allein Torf für Heizzwede gewonnen. 1923 bis 1925 er Lanzen und Pfeilen nicht zu bewerkstelligen ist retten fonnte, wurde noch im letzten Augenblid cugte die staatliche Forsterwaltung in Neude und daß nur der Strieg Goff wohlgefällig ist, an von zwei Feuerwehrleuten unter eigener Lebens- 168.100 Stilogramm Torf für Heizzwecke und 315.700 dem das Rüstungsfapital interessiert ist. gefahr gerettet. Die Ursache des Brandes ist stilogramm Streu. Außerdem wurden in einzelnen Sodom und Gomorra G. m. b. H. Die Wirt. itud nicht gellärt. Fabriken ungefähr 60.000 stilogromum Torf für Dieser Tage wurde der St a plan Wolfgang Leonard Nelson gestorben. In Göttingen zwede gewonnen. Bei der staatlichen Forstverwallichkeit der kapitalistischen Gesellschaft ist immer Karl Mayerhofer, der als Religionslehrer ist im Alter von 45 Jahren Leonard Nelson tung in Chlum bei Wittingan wurden im Jahre noch graufiger, als es sich die kühnste Phantasic an der katholischen Volksschule in Matters gestorbent. Er mar Professor der Philofophic an 1921 insgesamt 3,691.000 Stilogramm, int Jahre 1925 an Gespensterspuk ausdenken mag. Wer von uns burg( im Burgenland) wirkte, auf Beranias der Göttinger Universität und beschäftigte sich 1,156.000 stilogrammt und im Jahre 1926 in geiant lann, wenn er die Namen Sodom und Gofung der Bezirkshauptmannschaft zur Sendar- fehr viel mit soziologischen und politischen Pro- 3,847.000 Kilogramm Torf für Heizwecke gewonnen. torra hört, sich darunter etwas anderes vormerie vorgeladen, und nach längeren Berhör blemen. Er war früher Mitglied der sozialde Die Schwarzenbergiche Brauerei in Wittingan geſtellen, als eine biblische Stätte, auf die Gott verhaftet und dem Bezirksgerich: Mat- mokratischen Bartei und fand besonders in den wann in den Jahren 1913 bis 1926 insgesamt Feuer und Schwefel niederregnen ließ, damit sic tersburg eingeliefert. Ueber Stapian Streisen der sozialistischen Jugend viele An- 9,750.000 kilogramm Torf. Bei der Schwarzenberg- der Gerechte meide! Der Gerechte, nicht aber der Mayerhofer, der sich bei dem stoäklerikaien Teil hänger seiner eigenbrötlerischen Ideen. Er verfchen Güterbirektion in Borlowit beläuft sich die Stapitaliſt. An der Stelle, wo Sodont und Goder Bevölkerung großer Sympathien erfreute, frat einen schroff antidemokratischen Stand Torfgewinnung in den Jahren 1928 bis 1926 auf orra, die beiden Sünderſtädte, voreinstens gewurde schon seit mehreren Wochen im Orie er punit; die Demokratie fei kein Mittel, die rich- 123.486 Rubikmeter Torf; die Gutédirektion Wlayer standen sind, ist heute das Tote Meer, berühmt zählt, daß er fleine Schulkinder, deren Religious fige, gerechte Führung der Staatsgeschäfte zubech Fleißheim bei Schwarzbach im Böhmerwald ge- dadurch, daß sein Spiegel tiefer als der Meereslehrer und Beichiater er war, fürchterlich mig ermöglichen, es müßten die Weisesten, die Besten wann in den Jahren 1913 bis 1926 1455.197 Stubifipiegel liegt. Wenn Gott in jenes Becken Pech und braucht hat. Schulkinder haben ihren Eltern be- regieren. Seine Stritit der Demokratie brachte meter Torf. Im vorigen Jahr waren dort allein Schwefel geschiät hat, so iſt juſt Bech und richtet, daß Statechet Mayerhofer, sowohl wäh- ihn in die Nähe der Kommunisten. Der von ihn in die Nähe der Kommunisten. Der von 106 Arbeiter beschäftigt. Bei der staatlichen Forst- Schwefel die richtige Lockung für kapitalistischen rend des Religionsunterrichtes als ihm geführte Nelsonbund innerhalb der auch auf Ausflügen und anläßlich van Sozialdemokratie verstieß gegen die Partei- beraltung in Granen wurden voriges Jahr 200.000 Unternehmergeist. Schon viele Jahre haben briBesuchen in seiner Wohnung, sich an disziplin, ein Parteitag schloß feine Mitglieder Stilegramm Torf für Heizwede, 375.000 Kilogrammtische, amerikanische und deutsche Stonzerne un die ihnen geschlechtlich vergangen und sie aus der Partei aus. Nelson gründete dann eine Torfftren und 1000 Susismeter Moorboden für Ausbeutung der Mineralienschähe des Toten Meeres miteinander gestritten. Nun auch gezwungen habe, inzucht wider eigene Organisation seines aristokratischen„ üh Gartengede erzeugt. die Natur zu treiben. Dies erzählten zu- rer" Sozialismus, den Internationalen hat England gesiegt. Und die Welt erfährt erst die Schultnaben aus der fatholischen Wolfsozialistischen Kampfbund, der aber endlich, veshalb England ein gar so warmer schule, später auch die größeren Burschen, die feine politische Bedeutung erlangte. In seiner Förderer und Protektor des Zionismus ist. Bu Mitglieder destlerifalen Burschen Beitschrift übte er auch scharfe Sritif an Sowjetfines as usual, Geschäft wie gewöhnlich. Dos bereines sind, für die Mayerhofer Erbau- rußland, so daß auch die Kommunisten später englische Solonialministerium hat auf Grund des ungsvorträge und Kurse in seiner Wohnung ver- mit ihn nicht zusammenarbeiten wollten. Eine Palästinamandats einen Vertrag mit den Regieanstaltete. Seitlang hat der eigenartige Philosoph immer ungen Palästinas und Transjordaniens abgehin storfe Anziehungskraft auf weite Streise der schlossen, wonach die englische Unternehmung Ausbeutungsgesellschaft für das deutschen Jugend auszuüben verntocht. Tote Meer A.-G. das alleinige Schürfrecht im Kanalschwimmerin" Dr. Logan, welche behauptete, Gebiet des Toten Meeres erhält. Jetzt weiß man den Aermelkanal durchſchivommen zu haben, ist von wenigstens, warum Gott Sodom and Gomorra der englischen Staatsanwaltschaft wegen Betruges, so hart gestraft hat: nicht um die Welt sichtlich zu den sie an den Sportvereinigungen begehen wolfie, bessern, sondern um den Kapitaliſten gute Geangelfagt worden und hat sich am 11. Nevember vor schäfte zuzuschanzen. Wahrlich, der Kapitalismus den englischen Gerichten zu verantworten. Mit ihr macht selbst aus der Bibel ein Börsenpapier! gleichzeitig angellagt ist ihr„ Trainer", der, wie sich herausstellie, ein Londoner Droschkentutscher ist und vom„ Training“ überhaupt nichts versteht. Streit von Irrenhauswärtern. Wie Daily Herald" meldet, find 25 Wärterinnen des Part Bre mitt Heipital in Streit getreten. Anlaß hiezi gob ihnen das Berhalten des Chefarztes der Frauenobiel lung Dr. Hugh E. Me Magnus. Da die Frrenhaus leitung der Forderung nach Entfernung des Chef arztes nicht entsprach, verließen sie die Anstalt nach 20 Minuten Wortefrist. Jedenfalls ein bemertens werter Streif! Die englische Aerztin Dr. Logon angellagt. Die Die Eltern wendeten sich an den Schulleiter und an den Bezirksschulinspektor 3erzavy. Auch der Administrator des Defanats von Mai- Ein Herzog, der seinen Kutscher für ein tersburg, Pfarrer Josef Erdi, wurde von den Wildschwein hält. Der Herzog von Ratibor Verfehlungen des staplans in Kenntnis gelebt. wird sich demnächst vor dem Schöffengericht in Sie unternahmen aber nichts, was dem Wirfen Ratibor( Schlesien) wegen fahrlässiger Tötung des Schweinepriesters ein Ende gefeßt hätte. zu verantworten haben. Er hat nämlich bei Erst der Leiter der Bezirkshauptmannschaft, Re einer Jagd feinen Kutscher, der seit vielen gierungsrat Dr. Faludi, der die Gendarmerie Jahren in feinen Diensten stand, erschossen. Der zum Einschreiten veranlaßte, befreite die Kinder Herzog befand sich auf seinem Standplaß und aus der Gewalt des Schandlerls, Kaplan Mayer beobachtete eine Stelle im Walde, wo dieser in hofer ist der ihm zur Laſt gelegten Verbrechen eine Wiese auslief. Dort bemerkte er einen dunklen Gegenstand, ben er für ein Wildschwein bereits zum Teil geständig. hielt. Der Herzog schon sofort. Das, was er Der Hochseeschlepper Gornit" mit givei eriegie, mar aber fein Wildschwein, sondern ein Seeleichtern ist nördlich von Rirhöft in der Zwei Zobesurteile in Almüh. Mensch, fein langjähriger Stutscher. Es ist eine Danziger Bucht gefentert. Wahrscheinlich ist daOlmis, 2. November. Dos Dimiger Seltenheit. daß hohe Herrschaften in ihrer blin.bei die Besatzung von zehn Wiann ums Leben Geschworenengericht hat heute die Schwestern den Jagdleidenschaft anstatt Tiere, Menschen er gefommen. In geringer Entfernung von diesem Marie Tat( geb. Zbořil) und Anna 3 bořit legen. So hat Franz Lothringen, der Schlepper befand sich in der Danziger Bucht auch aus Doubrawit bei Müglin, die am 12. August Gatte der Maria Theresia, bei einer Jagd in ein polnischer Hochseeschlepper. Plötzlich sah man d. J. ihren Bater, den 71jährigen Ausgedinger Böhmen den Fürfien Adam Schwarzen vom polnischen Hochseeschlepper aus, daß der Jafob Zbořil durch Arsenik vergifteten, mit 12 berg erfchoffen. Kurz darauf ging er aber Schlepper Sornit" unterging und man cilte zu Stimmen schuldig gesprochen. Das Gericht hat ganz luftig wieder auf die Jagd, als menu Silfe. Es gelang nicht, irgend jemanden von der auf die Sagd, als wenu Silfe. Es gelang nicht, irgend jemanden von der nach diesem Wahripruche die Angeffagten zu einer Lebensbeschreibung des Kronprinzen nichts geschehen wäre. Ostar Mitis erwähnt in Besatzung zu retten. Tode durch den Strang veruricili. 51 Fischer extrunken. Der schwere Südweststurmt, Rudolf, daß bei einer Jagd der Kronprinz der an der Westküste Irlands in den letzten Togen feinen Bater, den Staiser Franz Josef, beinahe tabte, hat unter den Fischern 51 Todesopfer aus den erschossen hätte. Törfern Galincah und. Mayo gefordert. hat alle seine Opfer erdrosselt. nicht glauben, daß es heute feinen religiösen Eifer, Alle Raucher find Knechte Salans! Wan foll für Gott zu streiten, mehr gibt. Der wahrhaft Fromune ficht den Teufel an jeder Straßenede lauern, und immer muß man varat sein, den Listen des Bösen zu entgehen. Satans neuester Verlockung zum Petroleum- Explosion in New York. In einem vornehmen Wohnviertel New Yorks sind in der Nacht zum Dienstag vier große Petroleumbehälter ber Standart Oil Company explodiert, mobci 40.000 Gallonen Petroleum in Flammen aufgingen. Drei Bürogebäude sind dem Feuer zum Opfer gefallen, zahireiche große Warenhäuser mußten vor den turmhehen Flammen geräumt werden. Das Feuer soll auf stinder zurückzuführen sein, die mit Feuerwert gespicit haben. schauspielerin Lya de Butti ist in der Nacht zum gha de Putti verunglüdt. Die bekannte FilmDienstag, als sie sich zu einer nächtlichen Filmaufnahme auf das Tempelhofer Feld in Berlin beHausflur verunglüdt. Sie tam am Fuße der Treppe geben wollte, beim Verfassen ihrer Wohnung int so unglücklich zu Fall, daß sie mit einem Bein dos an der einen Wade eine erhebliche Verlegung und so Fenster der Portierloge durchschlug. Dabei erlitt sie starken Blutverlust, daß der Arzt die Ueberführung in eine Stlinit veranlaßte. Zusammenstoß in der Luft. Auf dem spanischen abgestürzt. Beide Flugzeugführer konnten nur noch Ein Waffenmörber. Winnipeg( Manitoba, Ver. St.), 2. Novent- Beint Ringkampf den Fuß gebrochen. Der Sportber. Gestern hat hier der Prozeß gegen den Wörth Pardubiy veranstaltete dieser Tage Ringlampie ber von 18 Frauen und jungen Mädchen begon- an denen sich auch der tschechische Meister Fristensfa nen. Der Mörder,„ Mensch- Gorilla" genannt, beteiligte, der mit dem bekannten Studenten Etibor kämpfen sollte Da dieser nicht antreten konnte, lämpfic mit Fristensfy der eingeladene Wieister 250.000 Ausländer in Wien. Ungefähr ein Motil. In der siebenten Minute brach sich Mottl Flugplaz Getafe sind zwei Militärflugzeuge in Siebentel der Bevölkerung der Stadt Wien, und das Bein und mußte in das Krankenhaus gebracht Auschlag gegen die Tugend der Menschen iſt ſeine einer Höhe von 500 Metern zusammengestoßen und Zigarettenrauchen. Dieser zwar rund 250.000 Personen, sind ausländische werden. Fristenth foll on dem Unfall unschuldig schrecklichen Todsünde stellt sich eine WerbefamStaatsangehörige. Eine schwache Hälfte davon. sein. als schredlich verstümmelte Zeichen aus den Tümpagne der christlichen Jugendorganiz nämlich ungefähr 120.000, bilden tschechoslo- Muto gegen Radfahrer. In Florenz wurden fationen Deutschlands entgegen. Also wird mern geborgen werden. wakische Staatsangehörige tschechischer. deutscher zwei Radfahrer von einem Automobil überfahren dem Raucher ins schuldbeladene Gewissen geredet: in gehörigen Gut Heinersdorf, südlich der 263 Schafe verbrannt. Auf dem der Stadt Bcrund ungarischer Umgangssprache. Es folgen und getötet. Ein dritter Radfahrer erlitt bei diesem inciter 40,000 polnische Staatsangehörige, 22.000 schweren Verkehrsunfall mehrere Verwundungen und Rauchen hat Ihnen das Schreien zu Gott Reichshauptstadt swischen Großbeeren und Osdorf ungarische, 18.000 reichsdeutsche, 11.000 rumä eine weitere Person wurde tödlich), verletzt. gewehrt. Rouchen macht Sie zum Knecht Sa gelegen, brach am Dienstag morgen in einem 60 tans! Rauchender Mann, rauchendes Fräulein: nijche, 10.000 jugoslawische, 5000 italienische und Meter langen Stall ein folgenschwerer Brand aus. Ein Ministerialbeamter unter Spionage2000 Schweizer Staatsangehörige. Den Neft bil- verdacht. Regierungsrat Fuchs aus Darmstadt, Ausivachen! Losreizen! In Jesu Arme hinDer Gutsfeuerwehr und den Arbeitern des Gutes den Holländer ,. Dänen, Schweden, Türfen, Beamter im hessischen Ministerium des Junern, ein! Buke tun! Raucher haben eine böc Zukunft nach dem Tode! Jesus fucht Sie, nenden Siall herauszuholen. Das Feuer breitete fich gelang es, wenigstens das Großvich aus dem branRussen, Engländer usw. Die große Mehrheit murde unter dem Verdachte des Landesverrates aller ausländischen Staatsangehörigen befennt seines Amites enthoben. cr gibt Hochgenuß! Rauchen Sie nicht mehr Der Anschuldigung sich zur deutschen Umgangssprache oder Natio- liegt die Tatsache zugrunde, daß man bei der Gott ins Gesicht! Festnahme einer Frau in Mainz, die mit Fran Die Soldatenselbstmorde! Aus Troppau josen in intimen Beziehungen stand, wichtige wird berichtet: Montag, den 13. Oktober erschoß Alten sand, die nach der Angabe der Verhafteten sich während des Wachtdienstes aus feinent von Regierungsrat Fuchs stanumten. Fuchs Der defaitistische Missionär. Zwischen zwei Dienstgewehr der Stanonier Ladislaus Urban hatte zuletzt im Ministerium des Innern das der vierten Batterie des Artillerieregimenes Nr. Referat für Polizeimefen. Der Fall erregt in 8 in Troppau. Ursache des Selbstmordes ist ver- ganz Hessen größtes Aufsehen. nalität. Den Teufel wird der Teufel holen, wenn er diese Taiansaustreibung zu Gesicht bekommt. der er wird sich trant lachen. nordaustralischen Stömmen ist jüngst ein Strieg entbrannt. Vielleicht hatte der eine dem andern seinen Platz an der Sonne" mißgönnt, vielleicht jedoch so, rasch aus, daß 263 Schafe, die ebenfalls in dem Stall untergebracht waren, nicht mehr gerettet berden konnten, sondern verbrannten und erſtidten. Obwohl zehn Freitvillige Feuerwehren und drei Löschzüge aus Berlin eintrafen, ist das mächtige Stallgebäude bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Der Schaden beträgt ctva 80.000 Warr. das Feuer wird auf fahrlässige oder mutwillige Brandstiftung zurückgeführt. t Donnerstag, 3. November 1927. Bogrom. Der Sabbat von Proskurow. Vor dem Gericht in Paris stand Samutel Schwartzbard, der am 26. Mai 1926 den ukranischen Hejtman Pettjura aus Rache für die Judenmassakers der PetljuraBanden erschossen hat; er wurde von den Geschworenen freigesprochen. In den„ Cahiers" der französischen Liga für Menschen rechte nimmt Louis Rouband durch eine Schilderung des„ Sabbat von Proskurow" für den Angeklagten das Wort. Nach der Rückkehr von der Synagoge, nach der Mahlzeit und nach den Gebeten hatten sich die Frömmſten niedergelegt. Im 2 Uhr näherte sich im militärischen Schritt, in Viererreihen, die Brigade, mit Mujit an der Spitze, der Alexanderstraße. Die Spaziergänger standen Spalier, um das Schaustück mitanzusehen und dem Stonzert zu lauschen. Junge Leute marschierten im Schritt der Rosaken, trällerten den gespielten Marich. Die Kinder fopierten die Trompeter, indem sie in ihre Fäuste bliefen. Die Sanitätsschlitten folgten, gezogen von Maultieren. Als die Mujit am Ende der Alexanderstraße angelangt war, ertönte ein Befehl, und wurde durch die Hauptleute von Kompanie zu Kompanie weitergegeben: balt!" Alsbald, in vollendeter Ordnung, wurden Gruppen von fünf Mann gebildet. Der höchste oder der älteste Soldat übernahm das Kommando des fleinen Trupps. Alle diese Patrouillen teilten sich in die Nebenstraßen auf und bewegten sich schweigend gegen das„ Gänseviertel", die jüdische Stadt. Das sind erbärmliche, niedrige Häuser von cinem Stockwerk, die sich aneinanderlehnen, um fich besser aufrechtzuerhalten oder weniger zu fricrent. So drängen sie sich in den kleinen namen lofen Gäßchen parallel oder quer zur Straße Sobornaja. Die Türen haben einen Selopfer oder eine Schelle. Der Führer der Patrouille flopft mit dem Griff des Revolvers. Frau Schenkmann ruft: Moischt, geh' öffnen!" Man ahnt einen Wortwechsel:„ Nein, nicht er, ich gehe!" Man hat sie schon gehört, diese Gewehrstöße draußen an der Tür, man hat Soldaten mit Maschinengewehren marschieren sehen: mit aufgelösten baaren rennen Frauen und schreien: „ Pogrom! Pogrom!" Frant Schenkmann verhandelt hinter der Tür. Wir können nicht öffnen, mein Mann liegt 3 Bett." „ Deffnet auf Befehl von Semessenko, Set mann der Armee von Petljura." Die Riegel werden gezogen, langsam dreht sich der Schlüssel. Hier ist die große Stube. Zwei Holzbetten mit roten Plumeaus, ein Tisch, fein Teppich auf dem gestampften Lehmboden. Drei Männer sind eingetreten, zwei bewachen die Tür, alle haben sie in der Hand ihren gezogenen Säbel. Sie bedienen sich seiner wie eines Spa gierstodes. In dem hinteren Bett breitet sich der große schwarze Bart des Schenkmann über den Umschlag des Bettuches aus. Meine Herren Stofaken, wir sind Freunde. Wir haben keine anderen Feinde als die Bolschewiki. Seil dem Hetman Semossenfo, wir wün fchen ihm wie euch eine gute Gesundheit." Und der Führer der Patrouille verhört: biel seid ihr hier?" and Einerlei ob Spiegelglas durch Sand zerkratzt oder der schützende Zahnschmelz durch Mittel bearbeitet wird, die scharfe Kristalle oder körnige Teilchen enthalten. Schluß damit und nur Perlweiße Zähne Duftendet Mund das atomfeine Mittel verwenden, welches, weicher als der Zahnschmelz, diesen sorgfältig glättet und weiß poliert: Juden, einmal zweimal; der Schädel klafft; der Bart ist rot. Die Fran, zu Boden gesunken, füßt die Stie fel der Stofafen. Sie entledigen sich ihrer durch Fußtritte, drängen fie in einen Winkel, bohren einen Säbel in ihr Fleisch. Da kriechen der kleine Moses und seine Schwester unter dem Bette hervor und stürzen sich auf ihre Mutter: Mama, Mama!" Der Führer befiehlt seinen Leuten:„ Beeilt euch!" Noch drei, vier, fünf Säbelbiebe auf die knie enden Bälger. Fertig!" Das Haus Schenfmann ist gesäubert. Bei Blechmann haben die Saidamaken die ganze Familie getötet, Vater, Mutter, die drei tinder. „ Nichts mehr da!" Sie wollen sich zurückziehen. Aber die Män Wiener, die die Ausgänge der Straße bewachen, füh ren ein junges Mädchen herbei, bleich, mit ge Die sträubten Haaren. Sie haben sie aufgegriffen in dem Augenblick, wo sie durch das Fenster eines Nachbarzimmers sprang. Um Gnade zu erbitten, füßt sie die Hände der Soldaten. Herr und Frau Schenkmann zögern: Kinder sind ausgegangen; wir sind allein"... Ach... ach... nein, nein!" Ein Schrei des Entsetzens. " Zu Silfe!" Der Säbel des Führers, mit beiden Händen geschwungen, ist niedergesaust auf das Gesicht des ,, Wart', du hast Glück, wir werden dich hier lassen, um das Haus zu hüten." Tötet mich nicht!" +31 KALDDONT KALODONT Verbürgt chlorfrei! „ Bebe dein Kleid hoch!" Die Männer schlagen zuerst mit der Nagaifa. Das Kind beißt die Zähne zusammen, unterdrückt seine Seufzer. Der Führer wirft die Nagaifa veg, ergreift den Säbel und schneidet in das Fleisch. Seite 5. hunderttausend Juden gemordet und zu Tode gequält. Die Periode von Petljura bleibt die fürch terlichste. Während der Haupthetman, aus Kiew vertrieben, sich von Süden nach Norden durchschlag. rächten sich die Banden an friedlichen Menschent für ihre militärische Niederlage. Teplik, Kitai- Gorod, Ovrutch, Felchtine, Wafilfow, Stepantsy, Gaissine sind Namen von flei nen Städten und großen Verbrechen. In Chargorod, in Stopai Gorod veranstalteten die Soldaten Schauspiele. Sie versammeln eine ganze Familie um den Vater. Vor aller Augen schneiden sie die Zunge des Greises heraus, stechen ihm die Augen aus, dann vergnügen fic fich im Anblick der schluchzenden Großmutter, der Söhne, der Töchter, der Entel. In Petschanfa zwingt man die Mutter, den Stofaten ihren Säugling hinzuhalten. Ein Säbelhieb der Kopf des Babys rollt in den Schnee, die Mutter drückt gegen die Brust den blutenden Rumpf ihres Kindes. Ein anderes Spiel: Alle nact!" Greise, Frauen und Kinder entkleiden sich. „ Tanzt!" Die Unglücklichen tanzen. ,, Weiter, dreht euch schneller! Bravo!" Um dem Frost zu entgehen und die Gnade ihrer Henfer zu gewinnen, drehen sie sich, drehen sie sich. Feuer!" Eine Salve schlägt sie zu Boden. Diejenigen, die nicht getroffen sind, fahren fort, auf den Toten zu tanzen, bis eine Kugel sie ihres Lebens beraubt. In Bratslaw hat man eine andere Sache erfunden. Die nackten Juden werden an den Händen an die Decke der Wachstube gehängt, und man spielt, wer die schönsten Scheiben Fleisch herunterschneiden kann. Zur Vollendung des Scherzes läßt man dies Fleisch im Kantin rösten und bietet es den Verstümmelten an. Die Mütter flehen:„ Tötet mich, schont mei nen Sohn!" Die Soldaten antworten:„ Man muß die Juden mit ihrer ganzen Nachkommenschaft schlachten." Ich habe Ereignisse zitiert auf gut Glid. Man muß sie wiederholen, jedes hundertmal, und sie mit tausend multiplizieren, um sie zu begrei fen. Seitdem lebte Petljura in Paris. Er nahm feine Wahlzeiten in einem kleinen Restaurant des Boulevard Saint- Michel ein. Am 26. Mai sprach ihn ein junger Mann auf der Straße an: Das in allen Straßen, in allen Häusern! dete; bei Semmelmann einundzwanzig Leichen. Bei Averbruch fünfzehn Tote, vier VerwunDer alte Krotschaf wird an seinem Bart zum Er Küchenfenster geschleift und Küchenfenster geschleift und von dem ersten Stockwerk auf die Straße geworfen, wo er von den Spitzen der Säbel aufgefangen wird. Seine Frau und feine beiden Töchter werden an den Saaren geschleift. Ein Junge von dreizehn Jah ren, sein Sohn, will ihnen zu Silfe kommen; man wirft ihn auf feine Mutter. Alle beide, durchbohrt von einer einzigen stlinge, werden auf den Fußboden genagelt. Frau 30julja wohnt der Marter und dem Tode ihrer Toch'er bei. Dann kommt ihr Sohn dran; jie läuft zur Schublade des Schrankes, zicht Banknoten heraus und Goldstücke:„ Macht euch bezahlt, macht euch bezahlt!" Die Soldaten weisen das Lösegeld zurück. „ Wir wollen nur ener Leben." Sie erledigen den Sohn und die Mutter. Proskurow ist nur eine Episode. In der Ukraine wurden von 1917 bis 1920 mehr als ,, Berr Petljura?" " Jawohl!" Der junge Mann schoß seinen Revolver ab. hieß Samuel Schwartzbard. Es war ein Jude... Kleine Chronit. Gin Rind für 300 Frants vor der Geburt verkauft. Die Mutter, die darüber Gewissensbijse empfindet, verlangt es zurüd, man verweigert es ihr jedoch. Die Ghelente Gladieux( der Mann ist Gärtner, seine Frau, geborene Elvira Tacheux, 24 Jahre alt) wohnten im Jahre 1925 im Stremlin Bicetre in Paris und hatten zwei Kinder. Die Frau sollte nun ein drittes Mal Mutter werden; Not herrschte im Haushalt, da der Mann krank war. Da traf die Frau die ehemalige Mitschülerin Emilienne Désenclos in Gesellschaft eines Verehrers, des Herrn M... Juwelenhändlers. Die junge Frau war Aber feine Miß Elder konnte das eine tun und stare Tatsache auch nur einen Augenblick vergessen verzweifelt, keine Stinder zu haben. Angesichts der das andere Lippenstift allein, fonnte. Sind wir nicht alle einmal Helden gewe- Verzweiflung der Frau Gladicug machte sie ihr den Imeint die Zeitung, der grandios versagt, uns bildlich gesprochen Bedingung, daß diese sich damit einverstanden erkläre, ist Amerita wieder einmal in Verzückung geraten. Fern sei uns ein solcher Zweifel, zumal da mit dem bewußten Lippenstift bemalt, uns unse- das Kind als das der Emilienne Désentos ausDiesmal gilt die Verzückung der wunderschönen der Lippenstift ja selbst im Logbuch des hollän- rer Tat gerühmt, ohne daß bei der Ausführung zugeben. Der eigenartige Paft wurde beschlossen und Miß Elder, die mitten im Oktober den verwe- dischen Kapitäns verzeichnet wurde. Wir sind be- dieser Tat auch nur ein Funken selbstischer Nie am 16. Jänner 1926 brachte Frau Gladieug ein, genen Versuch unternommen hat, den Ozean zu reit, den Lippenstift historisch zu nehmen. Die drigkeit mitgewirkt hätte? Mädchen zur Welt, dem sie den Namen Jeannine überfliegen. Die Begleitumstände ihres Fluges Puderquaste und die übrige Schönheitswerkstatt Wir gönnen Miß Elder den Lippenstift, den Défenlos gab. Beim Verlassen des Spitals überhaben es der Neuen Welt angetan: die Landung waren vermutlich gerade in die Luft geflogen, als das explodierende und versinkende Flugzeug ma- gab sie das Kind der Frau Défenlos. Aber nach im Meere, die dramatische Rettung durch einen man sie benötigte. Nicht der Lippenstift selbst for- gisch beleuchtete. Wir gönnen ihr alle Filmfon- Ablauf einiger Monate hatten Nachbarn gefunden, holländischen Delbunker und vor allem die fühle dert unseren Protest heraus, sondern die Tatsache, frakte und Heiratsanträge, die nunmehr dank dem daß das Kind den Die Todesgefahr und Lippenstift. fallen." spreche gegen die Wahrheit diesen und haben schon im nächsten Augenblide wie Darf man den Zeitungsberichten trauen, es fer Episode. setzt Borschlag, ihr 300 Francs zu bezahlen unter der Selbstverständlichkeit im Verhalten der Geretteten, daß er zu solcher symbolischen Würde emporgeho- Taumel eines Kontinents auf sie herabregnen. ähnlich sehe und es verbreitete sich bald ein hämisches kaum hat sie den Fuß über die Neeling geben wurde. Denn die Zusammenstellung„ Tod Aber täuschen wir uns darüber nicht: das Toben Gerede. Frau Désenlos übersiedelte mit ihrem den Lippenstift hervorzicht, indes das und roter Farbstift" soll anscheinend ein neues Be- der Druckerschwärze droht eine Begriffsverwir- Freund in eine andere Straße. Das Kind nahmen Flugzeug, das sie gerade verlassen hat, prafelnd griffspaar darstellen und den falten, feiner selbst rung über menschliche Größe zu schaffen, die eine sie mit. Einige Monate später forderte Frau Glain Flammen aufgeht. Fürwahr, kein Stino ist so unbewußten Heroismus eines neuen Geschlechts neue Generation aller zuverlässigen Maßstäbe für dieux aus Gründen, die bisher noch nicht bekannt. schön wie diese Wirklichkeit! Schon lesen wir bei verherrlichen, das ohne Nerven geboren ward. echten Wert und wahre Leistung berauben muß aber verständlich sind, ihr Kind zurüd. Frau Dé. einem amerikanischen Zeitgenossen, ganz im Stile Dabei ist diese Zusammenstellung lediglich ein Wir, die wir von der Eroberung der Welt durch senclos verweigerte ihr jedoch die Rückgabe des Stinder verbludenden Sinstexte, wörtlich:" So bemalte neuer Beweis für das uralte Nebeneinander von den Amerikanismus mündig geworden sind, wis des und so gelangte die Sache vor Gericht und dieses sie ihre preisgekrönten Lippen, unbekümmert großen und kleinen Zügen im Menschen, von sen, daß der wahre Heroismus auf dieser Erde beschuldigte die beiden Frauen der Kindesunterdarum, daß sie eben um Haaresbreite den Krallen Selbstentäußerung. Mut, ja, selbst Heroismus auf feine Schlagzeilen und Riesenschecks findet. Die schiebung. des Todes entgangen." Tausendfach wird das in der einen u. Eitelkeit auf der andern Seite. Über- Heranwachsenden aber müssen, wenn wir der geifetten Lettern Weillionen Menschen ins Bewußt- menschliches- wenn man ein so großes Wort stigen Amerikanisierung der öffentlichen Meinung sein gehämmert, über den Ozean gelabelt, in Leit für den Unternehmungsgeift der Atlantikflieger auch bei uns tatenlos zusehen, die Leiſtung mit artikeln gepriesen.„ Tod und Lippenstift", so hören gelten lassen will und Allzumenschliches liegen dem Erfolge verwechseln und keine Größe gelten wir, sei die Formel für unsere Zeit und Miz El hier, wo in uns allen, durch eine unsichtbare laffen, die sich nicht in Ziffern ausdrüden läßt. der die Verwirklichung des neuen Heldentums. Scheidelinie getrennt, beieinander, und niemand, Den Lippenstift in allen Ehren! Nur pflegt es Es sei nicht verschwiegen: die Morning der von einer Mutter geboren ward, bat je eivas der wahren Größe felten zu gelingen, den Lip Poſt" in London iſt ſteptisch. Sie wagt es, den ungewöhnliches versucht, der nicht irgendwo feinen penstift im richtigen Augenblic herauszuholen und Lippenstift anzuzweifeln. Sätte Miz Elder", so sichtbaren oder unsichtbaren Lippenstift herausge damit der entfesselten Rotationsmaschine das jagt dieses weise Blatt,„ eine Puderquaste hervor- holt und sich damit, innerlich oder äußerlich, be- Schlagwort für öffentliche Ehrungen, Begeiſte geholt und ihren Bubikopf mit einen Stamm zu- malt hatte. Es ist merkwürdig, daß eine Genera- rung und weltweite Berühmtheit zu liefern. rechtgerückt, so wäre der Lippenstift glaubwürdig. tion, die den Strieg erlebt hat, eine solche elemen-| -M Egon Wertheimer. Eine Konfrontation der beiden Frauen fand statt und Frau Gladieux beschwor unter Tränen das Bericht, auch wenn sie hart bestraft werden sollte, ihr das Kind zurückzugeben. Fran Désenclos wiederum schwvor, daß sie sich cher ihren Kopf abhauen ließe, bevor sie das Kind, das sie seit einem Jobr erziehe, hergebe. Und der Richter, der aus dieser Vertegenheit keinen Ausweg wußte, trat den Aft an das Gericht von Seinte et Diſe ab. Die Richter werden einen neuen salomonischen Urteilsspruch fällen müssen. Beite 6. Der Tod im Badezimmer. Sin wichtiges Kapitel über elektrische Lampen, Gasbadeöfen und Badezimmer. Es ist gar nicht so selten, daß wir hören oder lesen, ein Mensch wurde tot in der Badewanne auf gefunden. Der Arzt stellte Herzschlag fest! Mein, es Nur wenige wissen, daß der Gasbadeofen ein ganz gefährlicher und füdischer„ Hausfreund" ist, der mitunter den Tod vieler Menschen verursachen kann. Wieso? Man plantscht froh und zufrieden in der Wanne, freut sich über die Annehmlichkeiten des Wassers und plötzlich befällt einen der Tod. Die fleinen Flämmchen des Gasbadeofens wirken auf das kalte Wasser in der Badewanne ein, durch die AbFühlung der Flamme entsteht Kohlenoxyd, ein geruch loses Gas, das fast jeder schon kennt, und dieses heimtückische Gas vermischt sich mit der Luft. Die mit Kohlenoryd vermischte Luft eingeatmet, führt den Vergiftung stod herbei. Wie kann man die Gefahr beseitigen? Judem man für gut funktionierende Abzugsrohre sorgt. Jeder Besitzer eines Gasbadeofens muß dafür sorgen, daß die Abführungsrohre für die Verbrennungspaje weder verstopft noch beschädigt sind. So it bensgefahr! Aber in noch gefährlicherer Weise ist der Ted in der Badewanne und lauert auf je ne Opfer. Bereinsnachrichten. STEN OURIS VEREIN Kunst und Wilen. Als nächste Novität im Schauspiel geht Diens tag. den 8. November, das dreiattige Schauspiel ,, 12.000" von Bruno Frank in Szene. Donnerstag, 3. November 1927. Inachgelassen, doch sind Meinungsdiskussionen immer noch zu spüren. Für Rußlanddelegationen waren eine Wenge ziemlich gleich lautender Reso. Intionen eingelaufen. Auf Grund der internatio nalen Beschlüsse erfuhren dieselben eine Ableh ning. Eine nachträglich eingebrachte Resolution des 1. Kreises ähnlichen Inhaltes, welche auch die Beteiligung an dem Spartakiaden in Moskau und Brag fordert, wurde nach Aussprache abgelehnt. Die Erzieherschulen sollen wiederholt werden. Das Bundestirnfest 1930 wurde für Aus. sig entschieden. Gegen die gemeinsamen Veranstal tungen der Kreise oder Bezirke mit den politischen Parteien wurde kein Einwand erhoben. Dem Samariterwesen muß in Zukunft mehr Beachtung geschenkt werden. Die Sigung zeigte den allgemeinen Willen nach erhöhter Tätigkeit und wurde in streng sachlicher, dabei freundschaftlicher Weise, trotz bestehenden Meinungsverschiedenheiten durchgeführt. Nennwert nicht in Einklang zu bringen. In jenen Städten, wo fein Bedienungsgeld dem Gaft gerechnet wird, erhalten die Zuträger einen Lohn Zur Ausgestaltung der Bewegung, besonders zu: von 150-200 K wöchentlich, wovon sie sich sehr Touristenverein„ Die Natur Sebung des technischen Apparates soll der kommende oft noch die Wohnung bezahlen müssen. Die Ar freunde", Ortsgruppe Prag. Sonn- Bundesturntag eine Beitragserhöhung beschließen. tag, 6. November: Pikovice- Der Heranbildung der Jungturner, dem Falkenwesen, beitszeit im Gastgewerbe ist feine achtstündige. Cereann. Nur gute Fußgänger, soll in Sinkunft größerer Raum angewiesen sein. sondern meistens 16 Stunden. Demnach 30 Kilometer Abfahrt: 7.22 Uhr. Auch hier finden Kurse für die Jugendführer statt, war keine Herzschwäche, die den Tod herbeifühere. müßte ein Stellner das doppelte als der Lohn MURFREU Weinberge. Fahrt 12 K. Führt: desgleichen für das Mädchenturnen. Die Anlage eines sondern es war eine richtige Stohlenoxydvereines Durchschnittearbeiters ist, verdienen. Wenn Blog. 2. Partie: Dovle, Bikovice, Sazawaſteig. Archives für Unterhaltungsfeiern wird in die Wege giftung. wir den Lohn eines Arbeiters mit 35 K pro Tag Davle, Wrant. 20 Stilometer. Abfahrt ebenfalls 7.22 geleitet. Auch die Frage einer Zusammenfassung bei einer achtstündigen Arbeitszeit annehmen, so ihr, Weinberge.- Nächste Witglieder aller proletarischen Kulturorganisationen wurde leb. müßte ein Kellner 70 K bei der doppelten Arbeitszeit verdienen. Diese 70 K dürfte aber in Bersammlung Mittwoch, 9. November, halb haft erörtert und soll in Bälde eine zwangslose Aus8 Uhr abends, Café Nizza. Wintersport- Angelegen sprache aller Verbände einberufen werden. den meisten Fällen nur ein Zahlfellner haben. heiten. Wer an Sti Kursen teilnehmen will, während ein Zuträger dort, wo das Bedienungs crfcheine bestimmt. Suttenberg Besuch: geld gerechnet wird, im Durchschnitt nicht mehr Wer Interesse hat, teile dies mit. Alt- Pragals 35 K pro Tag hat. Dagegen sind die ZuFührerkurs beginnt am Montag, 7. November, treger, die nur auf den Willen des Gastes augeum 7 Uhr im Verein deutscher Arbeiter.- Dic wiesen sind, also auf das Trinkgeld, weit schlechter Wintersport Settion fonstituiert sich am daran, denn diese Kollegen haben in den seltensten Minwoch, dem 9. Besprochen wird: Bortraining, der Fällen nicht mehr als 25 K, ja sehr oft nicht einmal 20 K. Dieses Einkommen steht also Besuch von staatlichen Kursen; wo ist unser billigster in feinem Verhältnis mit der zu leistenden ArNebungsplatz? Kurse: Ginführung in die Geographie und Die deutschen Randlandschaften; je fünf beitszeit. Nebenbei ist die Geschäftsregie eines Abende. Interessenten melden sich. Die Zeit und Kellners, wie Wäsche, Kleider, Schuhe und dal. der Ort wird später bekanntgegeben.- Nächsten so hoch, daß man eine monatliche Ausgabe hiefür 2cnntag: Beraun. ganz bescheiden genommen mindestens durchſchnittlich mit 350 K berechnen kann. Nun werden die Arbeiter verstehen, daß die Angestellten des Gastgewerbes feineswegs auf Rosen gebettet find. Allerdings liegt die Schuld an den Angestellten selbst, weil die große Masse den Weg zu ihrer Berufsorganisation noch nicht gefunden hat, um derartige Zustände zu beseitigen. Ein Teil der Gastgewerbeansestellten hat zwar den Gedan Die Arbeitersportidce zur Amsterdamer Oly: fergang der gewerkschaftlichen Organisationen in Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. piade. Nach Pressemeldungen wird von führenden fich aufgenommen, aber leider ist ihnen nicht die Donnerstag( 27-3), 7 Uhr:„ Don Juan". FreiAmsterdamer Sozialdemokraten für die Olympiade Möglichkeit gegeben, denfelben auf alle Kollegen tag( 28-4), 7 Uhr:„ Walzertraum". Sams in Amsterdam im nächsten Jahre eine Friedenszu übertragen. Dazu könnte aber die gefaite tag( 31-3), 7 Uhr:„ Sommernachtstraum". ausstellung vorbereitet, die den dort versammelArbeiterschaft beitragen, indem sie in allen Orten. Sonntag, 11 Uhr vormittags: Singvereinsten bürgerlichen Sportslenten vor Augen führen wo sie immer auch Gelegerbeit haben, in Gastonzert; 2½ Uhr:„ Cavalleria rusticana", soll, was aus ihnen wird, wenn sie dereinst einmal oder Cafélotalitäten zu verfehren, daß sie die" Bajazzo"; 7% Uhr( 30-2): Herbst manö Kellner daran erinnern, daß gerade in diesem ver". Montag( 29-1), 7 Uhr:„ Maskenball". bewerb erworbenen Sträfte im Dienste des interBerufe ein Zusammenschluß im Rahmen einer Spielplan der Kleinen Bühne. Donnerstag: nationalen Kapitals in den Stacheldrähten opfern Organisation von Bedeutung ist. Das Trinkgeldt nuli." Freitag:„ Gyges und sein Ring." sollen. geben an Oberfellner foll insbesondere vermieden Samstag:„ Olly- Polly" Sonntag, 3 Uhr: werden, um die Kollegen zur Ueberzeugung zu„ Olly- Bolly." 7% Uhr:„ Bunbury" Monbringen, daß sie sich ihren Lobn erfämpfen müssen. I tag: Sifuli." Dort, wo das Bedienunosgeld gerechnet wird, beso wie es auch die übrige Arbeiterschaft tun muß. steht zumeist ein vertragliches Verhältnis, was von unserer Organisation abgeschlossen wurde und ist dem nicht entgegenzutreten, jedoch ist es notwendig darauf zu achten, ob auch in den Lokalen dies mittels Plakaten dem Pubfum bekannt gemacht ist. Im Interesse der organisierten Gest. Samstag, den 29. und Sonntag, den 30, Of gewerbeaugestellten ersuchen wir die gefamite tober, tagte in Aussig eine erweiterte werftätige Bevölkerung. dies Angeführte zu beigung des Bundesvorstandes unter Zuziehung achten, bielleicht ist es dann auch möglich, einmal eine einheitliche Entlohnung über das ganze GeDie freie Organisation der Gastgewerbeangebiet durchzuführen. womit viele Unannehmlich stellten, die als Seftion Gastgewerbe" dem Zen feiten aus der Welt geschafft würden. iralverbande der Lebens- und Genußmittelarbei ter und Arbeiterinnen, Sitz Bodenbach, ange schlossen ist, erachtet es als ihre Pflicht, einiges zur Aufflärung über as Verhältnis der Angestellten im Gastgewerbe der gesamten Arbeiterund Angestelltenschaft zu unterbreiten. Wissen die meisten Menschen, daß man einen schadhaften Beleuchtungskörper oder einen schad haften Schalter zum Ein- und Ausschal ten nicht anfassen darf, wenn man in der waffer gefüllten Badewanne sist? Warum? Weil der Tod in der nächsten Nähe jist! Jeder weiß sicher noch aus seiner Schulzeit, daß Wasser ein guter, cleftri scher Leiter ist. Also Vorsicht! Es tritt Stromübertritt ein. Fassung der Lampe und Metallstück der Wanne stellen den StromIreis her. Da die ganze Strommerge durd; den Stor per geht, ist die Folge der Tod. Wer die Gefahren nicht kennt, die durch Gas ösen, Beleuchtungsförper und Badewanne entstehen, die selbst den Tod herbeiführen können, setzt sich den selben tagtäglich aus, ohne sich schützen zu können. Also Vorsicht, der Tod sitzt in der Badewanne! Boltswirtschaft. Aus dem Gastgewerbe. Ein Wort zur Aufflärung an die in den Freien Gewertschaften vereinigten Arbeiter und Angestellten. Vielfach herrscht in der breiten Seffentlichkeit die Meinung vor, daß die Gastgewerbeangestellten in festen Lohnbezügen sich befinden und daher auf Grund der Anrechnung des Bedienungsgeldes oder des bestehenden Trinkgeldsystems die Kellner ein Einkommen haben, welches das eines Arbeiters weit übersteigt. In Wirklichkei ist es aber so, daß der Kellner meist ohne Lohn, nur mit Naturalbezügen, angestellt ist. In vielen al len ist auch die Naturalverpflegung mit dem Wir Spaßen. Ein Erlebnis. .. Von Robert D. Alfredson, Wien. Aus der Bartai. Ausweis für den Monat Oktober. Die erste Zahl bedeutet Parteifonds, die eingeflammerte Zentralwahlfonds: Bodenbach 6620 K( 1655 K), Budweis 740 K( 150 K), Sarlsbad 6368 K( 1539.40 K), Landskron 240 K( 60 K), Mies 1180 K ( 260 K), Brag 297.60 K( 74.40 K), Reichen berg 800 K( 200 K), Sternberg 2400 K ( 600 K), Teplit- Saa; 3600 K( 900 K), Trop pan 1660 K( 114.70 K), Trautenau 1200 K ( 300 K). strent er mit weiter Armbewegung unter die Vögel. Einige Male noch wiederholt der Greis das selbe. Ich schaue zu und kann mirs nicht erklären. Auch Branntwein müssen sie haben?! Fast möchte ich ihn endlich über all das Gesehene ausfragen, doch meine Gedanken werden von einem so eigen tümlichen Schauspiel abgelenkt, wie ich es noch nie gesehen habe." Betrunkene Vögel!!! Die Spatzen haben die alkoholgetränkten Strummen aufgepickt und nun beginnt der Alkohol Strummen aufgepickt und nun beginnt der Alkohol Nach und nach haben sich zu unsern Füßen Vögel angesammelt, die die Strummen eifrig auf. picken. Later fleine, graue, halberfrorene Spaßen, die sich toll auf das gebotene Futter stürzen. Des Alten Mund lächelt, seine Augen sind jetzt ganz glänzend. Stein Wort sprechen wir mit zu wirken. einander, ich aber bin jetzt sehr neugierig geworfomischsten den, verstehen kann ich den Alten schon lange nich: den, verstehen kann ich den Allten schon lange nich: mehr. Ist das Güte!? Gibt er den Not leidenden Vögeln Futter, von seinem eigenen, kaum halbfait, weil er in ihnen Leidensgefährten erkennt, fleine, grane Proletarier, die gleich ihm unter Frost und Sunger leiden, während die andern gen Süden gezogen sind!? Fühlt er mit ihnen den müden, fast erſtarrten Herzschlag, dieſes winzige Geräusch, das groß wird durch die Masse derer in deren Brust es tönt, durch die Masse aller namenloser Proletarier, an die jeder Gott vergessen hat, so wie die Spaßen!? Ich schaue gespannt auf den Alten, der, auf die Stnie gestützt, fast frendig auf die stets aubach jende Zahl der Vögel blickt. Da zieht er wieder die Kleme Flasche aus dem Rock. Sie straucheln, fallen, wälzen sich mit den fomischsten Bewegungen am Boden. Erheben sich, schlagen mit den Flügeln, fliegen ein kleines Stückchen, um dann wieder zur Erde zu fallen und sich mit wahnwitzigem Piepen im Schnee zu wälzen. Der Anblick ist urkomisch. Der Alte sicht vor wurfsvoll auf mein Lachen. Dieser Vorwurf ärgert mich, als ob er solch einen Unsinn zum Brooch balo sollte ich für alles Erklärung finBroterwerb täte! Mannes überrascht werden. Turnen und Sport. Bundessizung. der Kreisobmänner Aus dem Bericht, den der Verbandsvorsitzende, Genosse Počapfa, gab, ist zu entnehmen, daß wir derzeit 42.552 Mitglieder ( 41.786 im Vorjahre) zählen. An der nachfolgenden Ausstellung ist die Mitgliederbewegung ersichtlich: Oftober 1926 März 1927 Oftober 1927 2.429 1. Kreis . 2.379 2.268 2. 1.602 1.452 1.583 8. 2.505 2.267 2.509 4. 9.026 8.384 8.859 13.722 18.272 13.910 . 9.770 9.255 10.097 7. 2.809 2.781 41.785 39.707 3.165 42.552 Dem fühlbaren Mangel an Funktionären soll durch Funktionärschulen abgeholfen werden. In einzelnen Gebieten macht sich die wirtschaftliche Notlage besonders bemerkbar. Politische Konflikte haben Wissen Sie, ich bin ein alter Maurer. Arbeit kann ich keine finden, mir wird ja auch schon ganz schwindelig auf den Gerüsten; es gibt ja so viele Junge und auch viele Junge, die keine Arbeit finden. Lange Zeit habe ich gehungert, auch jeßt gehts mir nicht gut", und ein weisender Blick gleitet den ganzen Mann entlang bis zu den Ha dern, die die Füße umwickeln, aber da draußen in der Vorstadt habe ich einen Wirt gefunden, der fauft Spaßen! Im Sommer braucht man so ein Geschäft nicht, im Winter aber Geschäft nicht, im Winter aber--- Herr, muß ich Ihnen denn viel erzählen; der Wirt gibt mir pro Spatzen ein paar Groschen, aber das reicht nicht auf viel, entweder kaufe ich mir Brot, damit ich etwas zu essen habe und wieder Spaßzen fangen kann. Branntwein muß man auch fau= fen. Oder ich zahle mir eine Schlafstätte und lasse mir irgend ein Kleidungsstück ausbessern, das habe ich voriges Mal getan, deshalb konnte ich nichts anderes kaufen. Es ist schon hübsch lange her, feit dem ich das letzte Mal ordentlich gegessen habe. Jetzt werde ich nicht mehr so dumm sein, werde mir Brot kaufen und so gehts dann weiter. eine neue Handlung des alten Freilich auf Nachtquartier habe ich dann eigent lich nicht zu rechnen, außer es schenk: mir einer ein Platzerl für eine Nacht und das kommt sehr selten vor. Und gefährlich ist das Geschäft, wenn mich die Polizei ertappen würde, wärs um mich geschehen." Der zieht einen Sack hinter sich hervor und greift mitten hinein in den rasenden Knäuel der Spaßen; eine Hand voll nach der andern holt er beraus und steckt sie in den Sack. Das ist zu viel für mich, was soll denn das bedenten!? Im Sade zappelt es schon bis zum Rande von den gefangenen, flügelschlagenden Vögeln. Eine dunkle Wolfe zieht durch meinen Sinn, doch die Neugierde verscheucht sie, denn das Gehaben des Greises ist wirklich dazu angetan, NeuWas tun sie das?!!" schnautze ich den Alten gierde zu erwecken; wenigstens in einem Men- an im Tone eines empörten und zu allem entschen, dessen Leben so eintönig dahinschleicht, wie schlossenen Staatsanwaltes. das meine; das Leben eines Arbeitsmenschen, des- Der erhebt sich rasch, wirft den Sack über die sen Seele immer naiv bleibt, wie die eines Kindes. Schulter und fragt mich, ob ich nicht auch schon Der Alte schüttet ein wenig Branntwein in gehen müsse. Natürlich muß ich das, die Zeit ist die hohle Hand, der Alkoholgeruch steigt scharf zu längst schon überschritten. Also seßen wir uns mir empor. Dann tunft er einen Rest von Brot beide in Bewegung und der Greis, der die ganze in die Flüssigkeit, die gierig vom weichen Teige Zeit so schweigsam war, beginnt jetzt mit einer aufgezogen wird. Diese alkoholgetränkten Brösel raschen, überſtürzten Geschichte. Und ängstlich blickt er sich um, sieht mich noch einmal fast ärgerlich an, so, als ob es ihn rente, so viel gesprochen zu haben, grüßt kurz und geht die Gasse hinunter. Auch ich gehe und bald hat mich wiederum das frostige, dunkle, staubige Magazin verschluck. Lange noch denke ich über meine Begegnung nach, denke an die Wege, auf die wir von Not und Elend verschlagen werden. Wer weiß, vielleicht werde auch ich und du einmal auf dieser Bank sißen und Spaßen fangen. Jedenfalls sißen Größere auf größeren Bänfen und fangen uns, uns Spaßen. Ende. wieder die im gemeinschaftlichen, friedlichen WettDie vierte Säule. In einem immer stärkeren Waße nehmen wir die Bemühungen wahr, die darauf hinzielen, jene Grundlagen zu finden, die einen 3usammenschluß aller proletari schen Kulturorganisationen in die Wege leiten. Bei allen Konferenzen kommt der Wille nach Vereinheitlichung zum Ausdruck und dürfte das Werden einer solchen Zentralorganisation wohl bald einmal festere Formen annehmen. Daß damit eine größere Kräftezusammenfassung erreicht wird, ist flar, nur lassen die verschiedenen Verbandsverhältnisse die Sache nicht sofort greifbar erscheinen. Jedenfalls ist das gesteigerte Interesse für diese Frage ein Zeichen des langsam sich durchringenden Bewußtseins, daß nur in der Geschlossenheit aller Verband steht dieser Frage sehr wohlwollend gegen Arbeitenden der volle Erfolg liegen kann Unser über und wird stets seine Unterstützung zur Ver fügung stellen, Die Samariterbewegung in den tschechischen Arbeiter- Turnvereinen. In den westlichen Gebieten Böhmens wirkt schon längere Zeit eine Reihe von Samariterabteilungen bei den Arbeiter- Turnvereinen. In der letzten Zeit wurden solche Korps, denen die Leistung der erste Hilfe obliegt, auch in Prag errichtet. Nach den bei dem Prager Feste gemachten Erfahrungen wurde ein zentraler Samariterausschuß des tschechischen Arbeiter- Turnverban des errichtet, mit der Aufgabe, aus den bereits bestehenden Abteilungen und durch die Errichtung im Rahmen der Arbeiter- Turnbewegung zu schaffen. von neuen eine einheitliche Samariterorganisation Für die Wintermonate sind Kurse zur Ausbildung Der Samariter vorgesehen. ( T. 3.) Literatur. Bruno Frei: Im Lande der fluchenden Rabbis und der hungernden Bauern. Anzengruber- Verlag Wien Leipzig. Das Büchlein stellt das literarische Ergebnis der Reise eines Wiener Journalisten durch Karpathorußland dar. Es ist frisch und anschaulich geschrieben, nicht zu tief aber auch nicht gerade ohne Verständnis für die sozialen Probleme des Landes. Erschütternd ist die Schilderung des Hun gers und des Glends in der Verchovina. A. St. Herausgeber: Dr. Ludwig C3 ch Verantwortlicher Redakteur: Dr. Emii Strauß. Druck: Deutsche Zeitungs- Aktien- Gesellschaft in Prag. Für den Druch verantwortlich: Otto Holik, Brag. Die Beitungsmartenirankatur wurde von der Post- u. Telegraphen direktion mit Erlaß Nr. 127.451/ VIH27 am 14. Mai 1927 bewilligt. 4.81 Hühner- Nieder mit den augen Hornhaut beseitigt in einigen Tagen nur VITEK'S „ Anticornein" Eine Flasche Kč 6-. Zu haben in Apotheken u. Drogerien. Allein echt von Fr.Vitek& Co., Prag II. Vodičkova 33. Sozialdemokraten von W. Bracke Kč 1Die Vernichtung der Sozialdemokratie durch den Gelehrten des Zentralverbandes deutscher Industrieller Kč 1'Argumente geg. den Sozialismus Kč 2.50 3 Schriften zusamm. bezogen für Kč 3Volksbuchhandlung Teplitz- Schönau Königstraße 13.