Einzelpreis 70 heller. Redaktion und Verwaltung. Prag, U., Nelajanta 18 Telephone: Tegesredattion: 26795, 31469. Radtrebattion: 26791. Doftichedamt: 57544. Juferate werden laut Tarif billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik. Die Enttäuschten. " Freitag, 4. November 1927. erworben haben. Es fehlt ihnen das Gefühl, daß sie sich unsagbar lächerlich machen, wenn sie ihre Enttäuschung damit zu verbergen juchen, daß sie als„ Verrat" erklären, was zu tun sie sich jetzt selber ängstlich hüten. doch ere Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Vost: monatlich... Kė 16.vierteljährlich halbjährig ganzjährig. 48.96, 192.Rüdstellung von Manustripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Erscheint mit Ausnahme Des Montag täglich( rüb Nr. 258. nur weiter hinausrücken. In der gegenwärtigen kritik zu beweisen, sich für die Tollhäuslerpolitik Situation Zusammenstöße zu provozieren, des Bolichewismus entschieden hätte. Nun daran kann lediglich der Fascismus ein machen sich die Enttäuschten nach ihrer Weise Interesse haben. Und natürlich sein Gegenpol: Luft. I m so mehr hat die ArbeiterSer Bolsche wismus, dem ebenso wie dem ichaft Ursache, jich über die Ergeb es freudig begrüßt, wenn der österreichischebürgen, von ganzem Herzen zu Beiden sind Arbeiterleben billig, beide hätten neuen Aufstieg der Partei ver. ersteren der„ Tod ein Programm" ist. nisse des Parteitages, die einen Parteitag, anstatt Selbstbesinnung und Selbst- freuen. Ernste Lage im Eisenbahnerkonflikt. Unnachgiebigkeit der Regierung. schaft der Organisationen. Für die Kranten und Alten gibt es fein Geld! Staatsgelder sind nur für Großgrundbefizer zu haben. Die eifrigsten Bekämpfer der Kranken, Al- Millionen int Budget des Acerbanministeriums Immer parat, wenn die kapitalistische Meute die Sozialdemokratie von der einen Seite au fällt, dies von der anderen Seite zu bejorgen, haben sich die Kommunisten auch die Gelegenheit des Parteitages der österreichischen Sozial- der Debatteredner auf dem Parteitag gejagt, " Der Tod ist kein Programm", hat einer demofratie nicht entgehen lassen, in einer( le- und das ist nach kommunistischer Auffassung niniſtiſchen) Linie mit der Bourgeoisie aufzu- der Verra: Nummer Zwei. Pathetisch ruft der marschieren. Nach dem Parteitag, der ihnen Vorwärts", dieser Ausspruch leuchte„ tief und der Kapitalistenklasse eine Hoffnung ein hinein in den Abgrund der sozialdemokratischen jargte, stehen sie beide da als die trauernden Politik". Danach müßte man meinen, der Tod Sinterbliebenen und Enttäuschten. Welcher sei ein Programm der Sommunisten, aber bis grandiose Triumph wäre es für die slajjen heute haben die Führer der K. P. C. noch nicht Verhandlungen mit Švehla. feinde der Arbeiterschaft gewesen, wenn an den gezeigt, daß sie sich mit dem Sierben allzujehr - Bereit dem 15. Juli folgenden Diskussionen über die becilen. Und wenn schon jemand den Opferted neue politische Situation das gewaltige Boll- erleiden mußte, so waren es Arbeiter, die gestern nachmittag zwischen den parlamentaria zugegen. Wie heute verlautet, hat Ministers Prag, 3. November. Die Verhandlungen, auch die früheren Minister Hampl und Klo= werk des österreichischen Proletariats, das die denen die kommunistischen Führer beim schen Vertretern der Eisenbahner und dem präsident Svehla erklärt, daß er österreichische Sozialdemokratie war und ist. Sterben gerne den Vorrang überlas Winisterpräsidenten Svehla cingeleitet worden zerspalten worden wäre, oder wenn wenigstens sen haben. Es ist natürlich im höchsten Grade waren, wurden heute den ganzen Tag hindurch unter seinen Umständen eine Aenderung die innere Auseinandersetzung keine volle silä läppiich, aus der Tatsache der Besorgnis der fortgefeßt. Bemerkenswert ist, daß den heutigen Der Verordnung 15/27 zugestehen rung erfahren hätte! Unter den auf dieses Er- Sozialdemokratic, die Arbeiterschaft fönnte Beratungen auch Vertreter der intermini tönne, die Eisenbahnervertreter erklärten hiereignis Harrenden und Hoffenden waren auch durch neue Explosionen auf ein Gebiet gedrängt ion zugezogen wurden, die allerdings, wie in auf, daß dies gerade der Kardinalpunkt ihrer steriellen Systemisierungskommij die kommunistischen Einheits. front- Schreier, deren tichſter Schmerz Enderfolg einer Stärkung der fascistischen ist, der sich am rücksichtslosesten gegen eine unktes zum Scheitern der Verhandlungen werden, auf dem sie schwere Opfer mit dem parlamentarischen Kreisen verlautet, der Fattor Forderungen sei und daß eine Ablehnung dieses es ist, daß in Desterreich die proletarische Ein- Machigelüfte der Bourgeoisie bringen müßte, Abänderung der Systemisierung zu fiil, ren müsse. heitsfront im Rahmen der Sozialdemokratie die Behauptung zu schöpfen, die Sozialdemo- gunsten der Eisenbahnanocitellten ausspricht. zum Nutzen des Proletariats hergestellt ist, und fratic rate den Arbeitern, alles„ demütig und Es ist selbstverständlich, daß die OrganijaBei den gestrigen Verhandlungen, die bis in tionen der Eisenbahner gerüstet sind, mit den daß die österreichische Arbeiterschaft sich gegen geduldig hinzunehmen, ohne sich zu rühren". die späten Nachtstunden währten, weren außer ihnen gefeßlich zustehenden Wittein ihr Recht zu über der Moskouer Heilslehre absolut ablehnendusdrücklich sagt die beschlossene Deklaration, den parlamentarischen Vertretern der Eisenbahner erfämpfen. verhält. Der Parteitag hat mit Slugheit, Bebop die sozialistische Arbeiterschaft auch die Gefonnenheit und innerer Straft die dem 15. Juli walianwendung nicht verschmähen würde, wenn folgende Erschütterung der Partei überwunden, die Republik in Gefahr fäme, gestürzt zu werGrund genug für die kommunistischen Führer, den, oder wenn die Reaktion die durch die Reverärgert zu sein und die erhoffte, aber unter- volution eroberten Rechte der Arbeiterklasse zu bliebene Zerjeßung" der Partei mit dem brauben veriudhen wollie. nur lichen Geſchrei über-" Berrat" zu bestemmunisten einmal so mutig wären, jo ju ters- und Invalidenversicherung der Arbeiter sind vorgesehen. Gewiß gibt es darunter auch Posten, jammern. Berrat? An wem und was? Nun sprechen und zu handeln. Der Bürger die Agrarier, jene Partei, welche das gesamte die der Förderung der Landwirtschaft und der die Sozialdemokratie will noch immer nicht so bled, raubt fait einer Million Arbeiter alle. Landvolk zu vertreten vorgibt, in Wirklichkeit Intensivierung der landwirtschaftlichen Produk wie der hohe Moskauer Rat." Verrat" an der Beriorgungsrechte für ihr Alter, aber die kom jedoch nur die Intereſſen der großen Grund tion dienen, wogegen an und für ſich nichts ein kommunistischen Charlatanerie, Berrot" an munistischen Führer besteigen noch imie wir dem„ Právo Lidu" entnehmen, eine ganze auch immer eingetreten ist. Nur darf die Berbesitzer schützt. Das Ackerbauministerium hat, zuwenden ist und wofür die Sozialdemokratic der kommunistischen Lehre, daß die einzig rich mer nicht die Barrikaden, sie machen Abteilung seines Amtes organisiert, um deutschen teitung dieser Gelder nicht von lauter Funktio tige revolutionäre Betätigung darin besteht.midt Revolution, sondern fabrizieren Re- und tschechischen Agrariern dieses Landes im nären der Agrarier erfolgen, weil da nur die wenn sich das Proletariat zur Freude der saiolutionen. Nicht einmal ihre Anhänger Stampfe gegen die Sozialversicherung zu liefern. größeren Grundbesitzer etwas bekommen, während pitaliſtenklasse spaltet. Stann sich jemand über chicken sie hinauf, nur die Sozialdemokraten. Die Herren Großgrundbesitzer wollen keine So die kleinen oft leer ausgehen. Wenn aber die haupt eine Aktion des Proletariats vor- die allerdings so verräterisch sind, daß sie nicht zialversicherungsbeiträge zahlen, sie wollen feine Agrarier mit ihren großen Händen in den Staats ſtellen, bei der die Kommunisten ihr gotts den Tod- nämlich den Tod der unter ihrer Grundsteuer zahlen, aber sie lassen sich vom schatz greifen, wenn sie mehr Subventionen be jämmerliches Gezeter über„ Berrat" nicht hoben hätten? Die Ereignisse des 15. Juli waren aus der beiterleben heilig sind, zu ihrem Programm für bieten die Ziffern des Budgets des Ackerbau fie also vom Staat mehr bekommen als sie ihm machen. Die interlassung dessen, was das ministeriums genügend Anhaltspuntte. So findet geben, dann dürfen wohl auch die anderen Klaffen Empörung der Arbeitermassen über die imichwerste Verbrechen des Bolschewismus iſt, fion" mit dem Betrage von 7,714.121 K, die in Stiaffen, die Kranken, Alten und Invaliden auch jich hier eine Post Landwirtschaftliche Organija der Bevölkerung, insbesondere die arbeitenden Dienste des Fascismus ſtehende Schandjuftig durch leichtfertige Experimente, Butsche und Wirklichkeit nichts anderes bedeutet, als daß in staatliche Fürsorge verlangen. Während sich also erwachsen, die sozialdemokratische Arbeiterschaft aller Länder hat sich hinter die unglücklichen andere Gewaltmaßregeln die Arbeiterschaft dem dieser Höhe an die Organisationen der tschechischen die Bourgeoisie und insbesondere die agrarische Fascismus ans Messer zu liefern, als verräte und deutschen Agrarier Subventionen gezahl Bourgeoisie schamlos bereichert, aus dem Ar Opfer dieses Bluttages gestellt, und gegenüber rich hinzustellen, das beweist eine Lumpigkeit werden. Die Herren Agrarier lassen beiter durch hohe Zölle den lebten Streuzer her der Bourgeoisie bedarf es wegen dieser Greig der Gesinnung, um welche die kommunistischen sich vom Staat einfach ihre Partei ausschindet, und die Staatsfaffen erleichtert, wo nisse feiner Rechtfertigung. Aber nicht an dührer niemand beneidet. O, es ist so erhalten. Eine andere Bost lautet„ Teilwei es nur geht, will diefelbe Bourgeoisie die paar gegenüber der Arbeiterschaft? Die! Frage steht so: darf ein Teil der Arbeiterichail, leicht, andereins Feuer zuschicken, fer Entgelt der Kosten der Reviſionen und Sta Errungenschaften auf dem Gebiete der Sozialver landwirtschaftlicher Unternehmungen" ficherung, die sich die Arbeiter durch Jahrzehnte das kommunistische Schmödlein vistiert wenn auch hundertmal aus Unmut und Ver- abei nicht einmal ein blaues Auge, solange und weist einen Betrag von zwei Millionen tro erobert haben, ihnen nehmen. Gegen diese habnen auf. Es werden also einige Großgrundbesitzer, süchtige tschechoslowakische Bourgeoisie aller Na bitterung heraus, jelbständig, unter Bruch der es den Bürgerkrieg mit dem ederdie fich der besonderen Gunst der leitenden Streise tionen, die nur an ihre eigene Tasche denkt und Disziplin, ohne Einschäßung der Folgen eine it i macht und schreibt, der 15. Juli habe der agrarischen Partei erfreuen, auf diese Weise bereit ist, den franken und alten Arbeiter einfach Aktion unternehmen? Selbstverständlich be laſſen, antworten die Kommunisten diese Frage mit eine so herrliche Gelegenheit geboten, das ver- einen Teil ihrer Geschäftsregie vergütet erhalten. verrecken zu laffen, muß mit allen Sträften der I a, und das ist eben ein Teil des„ Verrates", gossene Blut zu rächen und Abrechnung zu halten Insgesamt sind für derartige Zwede enva 100 stampf geführt werden. Ja, mit der Herrschaft der Reaktion. In diesem daß die Sozialdemokraten darüber anderer einen Satz ist die Frage gelöst, warum der Meinung sind, aber man wird die Stommuniſten erst dann als Fachleute über die in unserer Bolichewismus in allen Ländern, in denen er Barici notwendige Disziplin ansehen können, auf die Arbeiterschaft Einfluß gewann, diese von Niederlage zu Niederlage wenn sie aufhören, in ihren eigenen Reihen block Führung stehenden Arbeiter- weil ihnen Ar- Staate subventionieren, was nur Zeng hält. Da former als die Grundsteuer beträgt, wenn jeden, der auch nur eine abweichende weiaeführt hat. Bei der von den Kommuni ung äußert, als steßer zu stäupen und auf ſten geforderten Rache“ und„ Abrechnung" dem Scheiterhausen zu verbrennen, wie das hätte die Arbeiterschaft in Wien wahrscheinlich jetzt jogar mit Troßfy und Sinowjew geschicht. Den Sieg davongetragen, aber Wien ist nicht die Welt, nicht einmal Desterreich, in allen Wer kein Brett vor dem Stopfe hat, mußte anderen Bundesländern hätte die„ Abrechnung" sehen, daß zumindest die Niederbrennung des Wiener Juſtizpalastes der Sache der öster mit einer furchtbaren Statastrophe geendet. reichischen Arbeiterschaft Schaden zugefügt hat. Ganz abgesehen davon, daß wahrscheinlich weniger unter der Induſtriearbeiterschaft, als weder der ungarische noch der italienische Faunter den halb- und ganzproletarischen Schichicismus einer solchen„ Abrechnung“ lange zuten, den kleinen und mittleren Bauern und gegeschen hätte. Neues Urteil gegen Gajda. Prag, 3. November. Der Disziplivarausichuß des Ministeriums für Nationalveigang, der über die Berufung Gajvas verhandelte, hat heute seinen Spruch gefällt. Die Degradation Gajdas wurde bestätigt. der Teil des Erkenntnisses der ersten Justanz jedoch kassiert, der Gajda 75 Prozent seiner Pension belich. Gajda wurde aller Bezüge für verluftig erklärt. Das Erfenntnis wird, td es vom Minister für Nationalvertrieben sein wird, im Amtsblatt des Verteidigungsministums publiziert werden. Bürgermeisterwahlen. im Teplißer Bezirk. In den beiden größten Gemeinden des Tep lizzer Bezirkes( mit Ausnahme der Stadt Teplitzwissen städtischen Schichten, welche die Sozial- Die Sozialdemokratie strebt die Macht- Schönau), in Turn und Settenz, fanden demokratie gewinnen muß, um die Mehrheit ergreifung auf dem friedlichen Wege der Demo- gestern die Wahlen in den Stadtrat statt. Zum im Staate zu erreichen. Schaden aber auch des- fratie an. Wenn sie den Bürgerkrieg möglichst Bürgermeister von Turn wurde Genosse Aya halb, weil solche ohne Ziel und Plan und ohne zu vermeiden sucht, jo nicht nur deshalb, weil mit, zum Vorsteher von Setten; Genosse Gas Verantwortung unternommenen Aktionen nur jeder Bürgerkrieg über das Land und über die fauer gewählt. Den Bürgermeisterposten von zu Niederlagen und damit zur Stärkung der Arbeiterschaft großes Elend bringt, sondern Setten; hat sie seit 1919 inne. fonterrevolutionären Kräfte führen können, weil per stampi bopen per' Dem lichen, auch mit der Kramarpartei geToppelt hatten. Bemerkenswert ist, daß bei dieser nationalen Großtat die negativistische" Nationalpartei führend wirkte! Aus den Ausschüssen. Der landwirtschaftliche Ausschuß des Abge= ordncienhauses fette am 3. November die Debatte über das Exposee des LandwirtschaftsministersDr. Srdinfo fort. Es famen die Vertreter der Turn hat unsere Partei wiedererobert, den von Kommunisten, tschechischen Agrarier, tschechischen Nationalsozialisten, Sozialdemokraten und SlvIn Turu ging ein deutsches Stadt vafen zu Worte. Zwischen den tschechischen SozialDas wiffen auch die kommunistischen Führer, ratie weit bessere Aussichten auf ratsmandat an die Tschechen( tschechische demokraten und den tschechischen Agrariern gab die in der sinnlosen Arrangierung von Butschen Erfolg bietet. Ausschreitungen, blutige Gewerbepartei) verloren, weil die Deutsches stellenweiſe lebhafte Auseinanderseßungen. früher Großes leisteten und bei der Aufpäpe- stonflikt können, solange die Bourgeoisie der bürgerlichen in ihrem Haß gegen die deutsche Die nächste Sigung wurde für den 9. November lung der stonterrevolution sich große Verdienste stärkere Teil ist, das Ziel der Machtergreifung Sozialdemokratie mit den ischechischen Bürger- anberaumt. Seite 2 Generaldebatte im Budgetausschuß. Genosse Hackenberg über den Kampf der Eisenbahner die passive Resistenz") Prag, 3. November. Der Budgetausschuß des Abgeordnetenhauses ging heute vormittag in die Beratung des Staatsvoranschlages ein. Bor Ein- und die Vertreter der Eisenbahnerorganisationen gang in die Tagesordnung protestierte Bolen haben auch mit diesem Wittel gedroht. Sie wollen nicht den Dienst verweigern, sondern bloß ( Komm.) gegen das Verbot der Feier des zehnjährigen Bestandes der Sowjetrepublik und gegen die gestern vorgenommenen Hausdurchsuchungen der Bolizei im kommunistischen Sekretariat und bei den Eisenbahnerorganisationen. Dann gab der Generalberichterstatter Doftor Hnidek in längerer Rede einen Ueberblick über das Budget. Nach Ablehnung eines kommunistischen Antrages auf Uebergang zur Tagesordnung wurde in die Generaldebatte eingegangen, in der als erster Redner der tschechische Sozialdemokrat Remes sprach. Er beschwerte sich namentlich über die verspätete Einbringung des Voranschlages und über verschie dene Ueberschreitungen des Budgets. Dann wirft er dem Finanzminister vor, daß er von Jahr zu Jahr die Finanzwirtschaft der Gemeinden mehr drossele. Der Finanzminister reagierte auf die Bor Vorwürfe des Abgeordneten Remes und sagte u. a., die Regierung treffe an der verspäteten Einbrin gung fein Verschulden, da sie das Parlament nicht einberufe( sondern der Präsident, natürlich auf Antrag des Ministerpräsidenten). In der Nachmittagssißung fam Genoffe Hackenberg zu Worte, der sich zunächst mit der gespannten Lage auf den Eisenbahnen beschäftigte und ausführte: Wir erachten es als notwendig, vor allem die Aufmerksamkeit des Ausschusses auf den Kampf der Eisenbahner zu lenken, den diese jetzt um die Durchführung ihrer Forderungen führen, und gegen die Behandlung der Eisenbahner und ihrer Organisa tionen durch die Regierung und deren Organe zu protestieren. Schon bei der Behandlung des Gehaltsgesetzes haben wir auf eine Reihe von Bestimmungen desselben aufmerksam gemacht, die zu allen möglichen Auslegungen führen lönnen, und insbesondere gegen jene Bestimmungen Stellung genommen, durch welche der Regierung das Recht eingeräumt wurde, manche Regelungen im Verordnungswege herbeizut führen. Was wir befürchtet haben, ist Tatsache geworden. Die Regierung hat die Durchführungsverordnung erlassen, durch welche trasses Uurecht geschah; ganze Kategorien von Eisenbahnern wurden geschädigt. Die Organisationen wurden nicht gehört und es ist selbstverständlich, daß unter solchen Umständen große Empörung unter der Eisenbahnerschaft hervorgerufen worden ist. Seit Monaten bemühen sich nun die Eisenbahner um eine Aenderung dieser Verordnung. Da die Eisenbahner gesehen haben, daß der Regierung die Prestigefrage über alles geht und sie eine Aenderung der Verordnung nicht vornehmen will, so haben sich natürlich die Eisenbahnerorganisa tionen mit der Frage beschäftigt, wie es möglich wäre, die Regierung doch zur Nachgiebigkeit zu beranlassen. Ein solches Kampfmittel, wie es die Eisenbahner schon im alten Desterreich angewendet haben, ist 4 Der falsche Prinz. Leben und Abenteuer. genon nach den Vorschriften arbeiten. Diese Vorschriften beinhalten Bestimmungen nicht nur im Interesse des Personals, sondern auch der Sicherheit des Verfehrs überhaupt und des reisenden Publikums. Diese Bestimmungen wurden aber leider nicht erlassen, um die Sicherheit des Verkehres zu verbürgen, ſondern um den Unternehmer, die Bahit verwaltung, zu schützen vor der Verantwortung und vor der Verfolgung, wenn sich im Bahnverkehr ein Unfall creigitet. Und es wurde und wird geduldet. daß diese Sicherheitsbestimmungen in der Regel mia chet werden, was vielfach dazu beiträgt, daß die Sicherheit des Verkehres sehr viel zu wünschen abrig läßt und der Bahnverkehr sehr zahlreiche Opfer fordert. Die genaue Beachtung der Verkehrsvorschrif ten, die passive Resistens. ist eber verpönt. Es wird also nicht nur die Mißzachtung der Vorschrif ten geduldet, sondern die Androhung ihrer Beachtung führt schon zur Androhung von Gewalt. maßnahmen gegen das Bahnpersonal. Das Wort„ passive Resistenz" ist verpönt. Von der Regierung wurde an die Zeitungen die Weisung gegeben, daß über passive Resistenz nichts geschrieben werden dürfe, sonst werde das betref= sende Blatt unnachsichtlich konjisziert werden. Das ist der Rechtszustand, unter dem wir jeẞt leben! Alle diese Maßnahmen der Regierung werden selbstverständlich die Eisenbahner nicht davon abhalten, so zu handeln, wie sie es für notwendig sinden, und wenn die Regierung unnachgiebig bleiben sollte, wird eben auch in der Tschechoslowakei das altösterreichische Kampfmittel der schreiten". Freitag, 4. November 1927. notwendig war, irgendwie„ cingu- I wirtschaft in den Gemeinden verantwortlich machen. Ich frage, ob das Verbot der Anbringung von Wahlplakaten, ob die Konfiskation von Plakaten überhaupt und das Verbot der Aufführung von Filmen, die Zensurierung von Wahlaufrufen nicht ein„ Einschreiten" der Regierung und deren Organe war? Die deutsch tschechische Regierungsmehrheit hat sich unter den besonderen Schutz des Schutzgesetzes gestellt, um eine Aenderung der Stimmung in der Bevölke rung herbeizuführen, das alles hat aber nichts genügt und die Regierungsparteien haben bei den Wahlen eine ziemlich i chwere Niederlage erlitten. In jedent anderen Staate hätte man aus den Ergeb. nissen der Wahlen die entsprechenden Konsequenzen gezogen, nur bei uns nicht. Was aber führt zum Mißtrauen der Bevölkerung gegen die Regierung und die Majorität? Die Taten, welche die Regierungsmehrheit gesetzt hat. Der Herr Finanzminister hat seiner großen Befriedigung darüber Ausdruck verliehen, daß der Staatsvoranschlag aktiv und das Budget stabil sei. Man muß sich fragen, auf wessen Konto die Attivität des Staatsvoranschlages herbeigeführt und wer durch den Aufwand im Staate belastet wird? Selbst unser Finanzminister hat in seinem Exposé darauf hingewiesen, daß die Lage der arbeitenden Bevölkerung in diesem Staate doch nicht so glänzend und befriedigend sei. Er hat zugeben müssen, daß selbst dort, wo die Industrie eine gute Konjunktur durchmacht, die Arbeiter in den wenigsten Fällen eine günstige Gestaltung ihrer Lohnbezüge erzielen founten. Ja. in manchen Gebieten ist eine empfindliche Verschlechterung der Arbeitsiöhne eingetreten. Die arbeitende Klasse hat alle Ursache, unzufrieden zu sein mit der Finanzpolitik des Staates und mit dem Voranschlag, durch den keine Entlastung der Bevölkerung herbeigeführt wird. Wir haben keine Aenderung der Verbrauchsausgaben und es ist auch Auf dem Gebiete der sozialen Fürsorge kommt man zu einer großen Ziffer und prahlt da. mit, weil man unrichtigerweise die Pensionen dazu rechnet. Wir müssen feststellen, daß auf diesem Gebiete noch ganz Hervorragendes zu leisten ist. Mit 20 Millionen für die Arbeitslosenfürsorge tann man gar nichts anfangen Die Arbeiter verlangen die Beseitigung des Genter Systems und die Ausgestaltung der Arbeitslosenfürsorge durch staatliche Unterstüßung. Die Kriegsbeschädig tenfrage und die Frage der Altpensionisten ist ebenfalls nicht gelöst. Die Angliederung der Bruderladen an die Sozialversicherung wäre, eine schwere Schädigung der Bergarbeiter; man muß die Sanierung der Bruderladen mit den Mitteln des Staates herbeiführen. In einem argen Mißverhältnis stehen die Verbrauchsabgaben zu den indirekten Abgaben. Produktion und Export müssen durch eine entsprechende Steuerpolitik gehoben werden. Die sogenannten Handelssteuern sind nicht nur schädigend für die Produktion und den Export, sondern kommen auch vielfach als Verbrauchsabgaben in Betracht, insbesondere die UmsatzSteuer, Stohlenabgabe und Transportabgabe. Wenn jicben Achtel des Budgets durch Abgaben gedeckt sind, so ist disse Belastung der Bevölkerung ungeheuerlich. Es ist also notwendig, endlich eine Entlastung der Bevölkerung herbeizuführen, welche nur erzielt werden kann, wenn eine entsprechende Drosselung der unproduktiven Ausgaben des Staates gemacht wird. So kommen wir zu dem Schlusse: Wenn man den Lebensstandard der Arbeiterschaft in den Nachbarstaaten betrachtet, so hat die Arbeiters schaft in diesem Staate teine Ursache, zufrieden zu sein. Wenn der Finanzminister den Satz aufstellt: Arbeiten und Sparen, so gilt für dic Arbeiter in diesem Staate nur der Sat: Arbeiten und Weiterhungern! Nächster Redner war der Bandbündler passiven Resistenz angewendet werden. Daß damit eine schwere Schöd nung der Volkswirt schaft verbunden ist, daß die Stationen verstopft wereine Stabilität der hohen Preise einge Windirsch, der erklärte, die Stellung seiner den, ist selbstverständlich, eber das ist die Absicht der treten. Tas Gesetz über die Steuerreform ent- Partei sei dadurch gegeben, daß einer der Partei jenigen, die um ihre Weijerstellung fämpfen, und spricht nicht den Anforderungen, die man an eine abgeordneten in der Regierung size. Sie hätten wir drücken den lämpfenden Eisenbahnern bei gerechte Stenterreform stellen muß. Das Einfom feine Veranlassung, der jetzigen innenpolitischen dieser Gelegenheit unsere Sympathic aus und mensteuergeier hat für die Arbeiterschaft viele Richtung untreu zu werden. In nationaler Beversprechen ihnen, sie voll und ganz zu unterharte und unerträgliche Bestimmungen. ziehung ringe seine Partei allerdings immer noch stügen! Der Herr Finanzminister sagt zwar, daß eine um die gebührende Anerkennung". Den unver Entiastung im Staatshaushalte dadurch herbeigeführt föhnlichen Deutschen gegenüber, die den neuen werden soll, daß man unproduktive Aus- Zustand noch immer ablehnen, müsse darauf vergaben herabsetzt. Da sollte an erster Stelle im wiesen werden ,. daß ein Deutschland, daß alle Staatsvoranschlag wohl das Stapitel für Landes- seine Kinder unter seinen Fittichen vereinigte, Genosse Hadenberg bedauert dann, daß das Par fament feine Gelegenheit hat, in einer politischen Debatte zu den inner und außenpolitischen Fragen Stellung zu nehmen, welcher Debaite man geflisverteidigung stehen. sentlich ausweicht. Wie der Ministerpräsident. weicht eine ganze Reihe von Mitgliedern der Regierung einer Aussprache im Parlament aus. Wir finden aber im Budget wieder 1400 Millionen K Ausgaben für den Militarismus; es wurde eine Stabilisierung des Militäraufwandes herbeigeführt. Von seiten der Regierungsparteien wurde an- Wo will also die Regierung sparen? täglich der Gemeindewahlen darauf hingewiesen, daß in mehr als 5000 Gemeinden bei der Bevölkerung eine Einigung erzielt und gemeinsame Kandidatenlisten ausgegeben wurden; das Streben bei den Mehrheitsparteien ging dahin, cine Verschleierung herbeizuführen, um so es unmöglich zu machen, ein flares Bild über die Strafic der einzelnen Paricien zu gewinnen. Des haib famen die gemeinsamen Wähleriiften zustande. Man hat auch darüber seiner Befriedigung Ausbrud gegeben, daß die Wahlen vor sich gegangen seien, Anmerkung für den Zensor: Dieses ominöje Wort ist wie der ganze Abjay wörtlich dem steno. graphischen Protokoll der Sißung entnommen und fann daher nicht dem Rotstift verfallen! Was die Wiedereinführung des Schul. geldes betrifft, so stehen wir auf dem Standpunkt, daß es nicht zwei Kategorien Schüler geben darf. Darum muß das Schulgeld beseitigt bleiben und die Lehrmittel allen Kindern unentgeltlich ver, abfolgt werden. Unser Schulprogramm ist die Schulautonomie, d. h. es soll jede Nation ihren Schulaufwand selbst tragen. Solange wir feine Schulautonomie haben, muß der Staat die Kosten der Schule tragen. Wenn man von einer „ Mißwirtschaft in den Gemeinden" spricht, so geben wir zu bedenken, daß seit 1923 die bürgerlichen Parteien in den meisten Gemeinden die Mehrheit hatten. Man kann daher nur diese Parteien und nicht die sozialistischen für die Miß noch nicht bestanden hat. Immer habe es Deutsche gegeben, die außerhalb der Grenzen Deutschlands in anderen Staaten leben mußten und die hier durch ihre gewissenhafte Pflichterfüllung nicht die schlechtesten Staatsbürger waren. Auch den Aktivisten size die angeborene Pflichterfüllung viel zu tief, als daß sie ihr entgegengesetzt handeln tönnten. Diese Einstellung werde sie vorwärts bringen. Nach den Reden des tschechischen Sozial demokraten Svoboda und des Kommunisten Chlouba wurde die Debatte auf morgen vertagt. Legionärkongreß. Dieser Tage fand in Prag der Stongreß der Legionärgemeinde statt, auf welchem unter andrem Minister Benes, Se nator of a ě und Abgeordneter Tomešet Reden hielten. Der Kongreß befaßte sich haupt sächlich mit organisatorischen Fragen und den sozialen Problemen der Mitglieder. In politischer Beziehung wurde eine Resolution ange nommen, in der an der Zusammenarbeit mit den sozialistischen Parteien bestgehalten wird. war. In diesem stillen, anheimelnden Städtchen heißem Atem alles durchloderte... Wie anders zur Landwirtschaft zurückzugehen, sträubte sich Copyright 1927 by Malik- Verlag A.-G., Berlin W. 50 erwachte in mir nach der Qual der vergangenen flang hier ihr Rhythmus, wuchtig und dröhnend, alles in mir. Nach den herrlichen Wochen im Wochen neue Lebenslust und frischer Lebenswille. wie anders schauten hier die Menschen in die Ruhrgebiet wäre es mir schier unmöglich gewesen. Wie unbekümmert und vertraut hier alle Welt, als bei uns im Osten. Ja, hier war Zu- Auf der Straße konnte ich nicht leben; daher Leute waren! Durch einen ungewöhnlich schönen funft! Je mehr ich über diesen arbeitdurchzitter- juchte ich in einem Flüchtlingsheim oben im Frühling zogen wir dann von Svest in Halb- ten Boden daherging, um so mehr glaubte ich, Norden Berlins Aufnahme. Hier trat mir das Von Harry Domela. tagesmärschen und auf Umwegen in Richtung unter meinen Füßen, flaftertief, feien gefesselte graue Elend der Ostflüchtlinge, jener Armen, die Dortmund. Nachts quartierten wir in blißblan Urkräfte am Werke, Jahrhunderie, Jahrtausende alles verloren hatten, mit stieren Augen entgegen. Ich besuchte keine Kirche mehr, daher fen Bauernhäusern. Ich war Meldereiter und alte Bande zu sprengen und das Geheimnis der Als ich in den großen Versammlungssaal eintrat, galt ich bei der Herrschaft als Keyzer. Und ganz hatte daher Gelegenheit, von der Truppe wegzu- Erde bloßzulegen. allmählich verkam ich in Dreck und Speck, sah streifen und mit verwunderten Sinnen all dieses schlug mir eine solche Welle von üblen AusdünUnd ich kaum sechzehn Jahre alt stungen und stinkendem Schmuß entgegen, daß nur noch grau in grau; ich stand morgens auf Neue in mich aufzunehmen. Merkwürdig rote ich hatte das Glück, in dieser Welt wuchtig trei- ich mich vor Gkel schüttelte. Da faßen sie zusam mit der Genauigtei eines Uhrwertes, arbeitete elszaden fesselten meinen Blid, fnallroter Sand- fender Räder und phantastisch schwingender men, entweder teilnahmlos in die Weite blickend, bis Mittag, aß, arbeitete und fiel abends wie ein stein, zu dem der Blütenschaum des Frühlings Sträfte einherzugehen, in bester Montur, mit als ob fie fernes Land vor sich sähen, oder in Sack ins Bett. Eine tötende Gleichgültigkeit gegen heraufschlug. Ich reite des öfteren auf einer fräftigen Stiefeln, mit Geld in der Tasche und sich gekehrt, auf die Stimmen lauschend, die aus alles lege sich über mich. Mochte doch aus mir Landstraße, die sich den Kamm des Höhenzuges mit Frohsinn im Herzen. Zum erstenmal besuchte der Vergangenheit an ihr Ohr schlugen. Alle hatwerden, was da wollte: zu hoffen hatte ich für entlangzieht, dessen ganzer Abhang mit schuur- ich ein Theater. Der Rosenkavalier" mit seinen ten denselben mutlosen Eindruck. Ein niederimmer hier aufgehört. Als der Gutsherr jich geraden Tannen bewachsen ist, tief unter mir das bestridenden Bühnenbildern, seiner entzückenden drückendes Bild! Deutsche Kolonisten von der nach Wochen herbeiließ, mir monatlich fünfzehn Silberband eines Flüßchens. Abends fattle ich Rotokostimmung und seinen fultivierten Men- Wolga, stumpf und verbauert, geflüchtete Russen Papiermark Lohn zu geben( eine Goldmart), zuweilen den Gaul noch, um in die blaffe Däm- fchen, die Fledermaus" mit dem feden Brinzen aus allen Gegenden des großen Landes, vernrachte es gar feinen Eindruck auf mich. Da fam ein Telegramm! Ich hatte micherung und die herrliche Mondnacht hineinzurei Orlowski und seinem lebenslustigen Völlchen, bannte Letten und geächtete Balten, Herumtreiin die berückende Stille. sofort in einer Kaserne in Neuruppin zu melden. " Carmen", die Oper voll Glut und Abenteuer, ber und Bettler, sie hausten hier und warteten Dort traf ich mit mehreren hundert Stameraden Wie restlos glücklich war ich doch auf dem fie alle machten mich die Vergangenheit vergessen auf etwas, was gar nicht kommen konnte. Ihre aus dem Baltikum zusammen. In Berlin war Rücken meines Pferdes in diesen Mainächten! und ließen vor meinem Auge das Bild eines Kräfte, ihre Glieder, ihre Gedanken, ihre Willen der Napp- Putsch ausgebrochen; eine neue RegieLebens entstehen, das viel zu herrlich war, als rung hatte sich gebildet. Bevor wir recht eindaß es hätte wahr sein können. Damals jedoch geffeidet waren, wurde abgeblasen. Wir erfuhren malte ich mir zuweilen aus, wie schön es wäre, nicht einmal, warum wir nach Neuruppin en einmal in der Welt eines Prinzen Orlowski zu berufen worden waren. Hause zu sein. waren gelähmt; matt und schlapp brüteten sie dahin. Bald verfiel ich selbst dieser maßlos drük fenden und erschlaffenden Atmosphäre. Zuerst wollte ich gegen das Effen, welches es hier ab, aufbegehren. Nie wieder habe ich solchen Fraß Da unser Regiment als eines der letzten zu kosten bekommen. Doch der Hunger und die auf dem Schauplah der Kämpfe im Ruhrgebiet Ratlosigkeit, die mir aus zahllosen Augen entge angelangt war, machte ich nur Nachgefechte mit, genstarrten, überwanden rasch meinen Widerdie uns bis nach Essen führten. Dann wurden stand. Ich ergab mich in alles. In den+ rsten wir wieder nach Berlin befördert, und hier wurde Wochen saß ich manchmal tagelang untätig und ich, als zu jung, aus der Reichswehr entlassen! verbissen herum; ich vegetierte mit den andern Wir blutete das Herz. Nie hat wohl ein Junge nur so dahin. Da das Heim oben hoch im Norden mehr am Soldatenleben gehangen als ich. Für Berlins lag, war es für mich nicht leicht,: rgendmich und manchen andern, bedeutete es wahrhaf- wo Arbeit zu finden. Zu den Mahlzeiten mußte tig in diesen Jahren ein Unglück, nicht Soldat ich pünktlich zurück sein, sonst bekam ich nichts. sein zu können. ( Fortseßung folgt.) Und dann gelangten wir, immer wieder. durch mittelalterlich anmutende Städtchen zie bend, nach Dortmund. Der Eindruck dieser großen Industriestadt war für mich überwältigend. Sier spürte ich in jeder Fiber den Pulsschlag eines Sollte ich nun wieder nach H. zurück? Mir mir neuen Deutschlands. Hier lag ich am Herzen graute davor. Nie mehr in solch niederdrückende eines großen, gewaltigen Landes, von dem die Verhältnisse! Ich meldete mich zur Reichswehr, Blutströme im Streislauf wuchtender Arbeit nut die damals zur Nederschlagung von Arbeiter unerhörtem Tempo ein und ausgestoßen wurunruhen im Ruhrgebiet eingesetzt werden sollte. Den. Ueberall qualmende Essen, überall stamp Da Not an Mann war, wurde ich angenommen. fende Sträfte. Hohe, riesige Schlackenberge am Nun war ich wieder mitten im Soldatenleben! Himmelsrande, Förderförbe, die, von unsicht In Westfalen öffnete sich mir eine neue barem Uhrwerk getrieben, ins schwindelnde Blau Welt. Soest, Siy alter westfälischer Kultur, war daherzogen, um donnernd ihre Last in unerfäti die erste Stadt, die in mir die Ahnung eines ganz liche Wäuler hinunterzustürzen. Eine beispiellos andern Lebens erwecken sollte, eines Lebens, das schwingend: Bewegung in allem, belebend, beso grundverschieden von dem der östlichen Welt rauschend, bezwingend. Wie die Arbeit hier mit Nun fam für mich wieder eine trostlose Zeit. Freitag, 4. November 1927. Gine notwendige Richtigstellung. Für die Gleichstellung der Altpensionisten. Der Prejsedienst der Luzerner Sport internationale teilt mit: Im letzten Internationalen Sportpressedienst fft unter anderem im Bericht über die Sitzung der Erefutive des Luzerner Internationalen Büros ein Satz gebracht worden, über die Spielmöglich feit mit abgesplitterten Fußballvereinen( Rote Sterne, Ruda Hvězda) der Tschechoslowakei. Es handelt sich hierbei nicht um AbsplitDie Genossen Taub und Grünzner verlangen schleunigste parlamentarische Behandlung. Die Genossen Taub und Grünzner haben an den Präsidenten des Abgeordnetenhauses folgende Anfrage wegen meritoris cher Verhandlung unseres Antrages auf Gleichstellung aller Pensionistenkategorien gerichtet: Es handelt sich hier um eine außerordentlich dringliche und brennende Frage, Mög Wir zweifeln nicht daran, daß ein solcher Antrag des Herrn Präsidenten einmütige Annahme finden würde, da ja alle parla mentarischen Klubs den Ruheständlerorga= nisationen die Erfüllung ihrer Wünsche zu= • gesagt haben, Am 27. Juni 1927 haben wir einen Antragsgeschäftsordnungsmäßigeit Terungen vom Aussiger Verband. auf Gleichstellung aller Pensionistenkategorien lichkeit Gebrauch zu machen. Die genannten Vereine gehörten früher der bür( Druck 1145) überreicht. gerlichen Bewegung an, sie traten dort aus und chloffen sich, da der Prager Arbeiter- Turnverband fein Fußballspiel betreibt, der Föderation( Mit alied der Roten Sportinternationale) an. Ber- deren Regelung von der Regierung seit langem handlungen werden gepflogen, invie in Aussicht gestellt wurde. Sämtliche Ruheweit es für die Tschechoslowakei mögständlerorganisationen haben anläßlich des Be lich sein kann, daß diese Vereine mit Verbän- ginnes der Serbsttagung die parlamentarischen det der Luzerner Sportinternationale spielen Slubs neuerlich aufgefordert, diese Frage endlich einer Erledigung zuzuführen. Fönnen. 0000 Inland. werden soll. aber gleich uns wegen der Bestimmungen der Geschäftsordnung nicht in der Lage sind, selbst die Befristung der vorliegenden Anträge zu beantragen. XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX und Seite 3. Sozialistischer Jugendverband für die deutschen Gebiete der Tschechoslowakischen Republit, Tepliß- Schönau, Seilerstraße 1. Einladung zu dem am 26. und 27. November 1927 in: Schützenhaussaat in Karlsbad stattfindenden 4. ordentl. Verbandstag Als provisorische Tagesordnung schlägt der Verbandsvorstand vor: 1. Ronstituierung des Verbandstages a) Wahl des Präsidiums b) Festsetzung der Geschäftsordnung und der Tagesordnung c) Wahl einer Mandatsprüfungseiner Vorschlagskommission. 2. Berichte a) des Verbandsvorstandes b) des Verbandskassiers c) der Kontrolle. und 3. Die Aufgaben der judetendeutfchen Sozialdemokratic, Redner Genosse Dr. Ludwig Czech. 4. Unser Kampf gegen die Reak tion, Redner Genosse Florian Weikert. 5. Organisationsfragen, Redner Ge nosse Karl Kern. 6. Wahl des Verbandsborstandes, der Verbandskontrolle und der Beratungskörperschaften. 7. Allgemeines. um 9 Uhr vormittags. Mit sozialistischem Jugendgruß für den Verbandsvorstand: Karl Kern, Verbandsobmann. Josef Materna, Verbandskassier. Wir halten daher die meritorische Verhand Wir stellen daher im Sinne des§ 70 der lung dieses Antrages für äußerst dringlich, haben Geschäftsordnung die Anfrage, ob der Herr Präjedoch keine geschäftsordungsmäßige Möglichkeit, fident bereit ist, gemäß§ 35 der Geschäftsordnung Eine Kindermördergrube. dicse meritorische Verhandlung herbeizuführen. den Antrag zu stellen, daß der sozialpolitische Wohl fann das Haus dem Ausschuß zur Bericht Ausschuß und der Budgetausschuß beauftragt Bierzehn Kinder in den letzten Jahren auf dem erstattung über einen ihm zugewiesenen Antrag werden, über alle ihnen zugewiesenen Anträge, Schickplay von Malacka umgekommen. Ge- eine Frist setzen, doch ist gemäß§ 35 nur der die sich auf die Ruheständler beziehen, insbeson noffe Joll interpelliert den Verteidigungsminister. Präsident in der Lage, einen dahinzielenden Andere über den Antrag der Abgeordneten Taub, Eine Interpellation des Senators Genossen trag zu stellen. Wir glauben, daß es Grünzner und Genossen( Drud 1146) binnen Joll an den Verteidigungsminister befaßt sich durchaus am Plage wäre, von dieser drei Wochen Bericht zu erstatten. mit neuerlich vorgekommenen Unglüdsfällen XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXxx 00000000000XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXxxxxxxxx durch Blindgänger und stellt fest, daß seit der par- triebsausschusses beim Genossen Joll in Troppau Danet wurde die beantragte Streichung der lamentarischen Verhandlung des Dringlichkeits- und ersuchte ihn um nochmalige Intervention Berghauptmannschaften von der Mehrheit abgeantrages Jokl und Genossen im Jahre 1926 be- wegen der neuerlichen Delogierung und bei dieser lehnt. Die zugunsten der Bergarbeiter vom Gen. treffend die Fliegerunglücke und Unglücksfälle Gelegenheit ersuchte Steffet den Ge Schweichhart eingebrachten Resolutionsanträge durch Blindgänger sich wieder eine ganze Reihe nossen Joki, dieser möge noch einmal mit fanden ebenfalls keine Gnade vor den Augen der derartiger Unglücksfälle ereignet hat, deren Opfer Herrn Peruß in Verbindung treten Mehrheit. Die christlichsozialen Abg. zumeist Kinder oder Jugendliche geworden sind. und ihm mitteilen, daß die Arbeiterschest bereit Dr. Petersilka und Schlinger stimmt die Beratungen beginnen am 26. November 1927 Auf eine Interpellation über die Blindgänger- fei, die Arbeit bedingungslos aufzunehmen. Geten auch nicht dafür. explosion in se le in- Nimtschis im Sommer nosse Jokl war über dieses Verlangen Steffets Die Delegierungsbestimmungen wurden durch dieses Jahres, deren Opfer vier Jungen im Alter entsetzt und jetzte ihm auseinander, daß eine In der Sihung des volkswirtschaftlichen Rundschreiben bekanntgegeben. Die vertretungs von zwölf bis fünfzehn Jahren gewonden sind, solche Kapitulation ein schwerer Fehler, ia ein Ausschusses des Senats wurde eine Regierungs- berechtigten Körperschaften erhielten besondere bat der Minister überhaupt nicht geantwortet. Verbrechen fei. Im Einverständnis mit Steffet vorlage über die Novellierung unserer an Sant= Einladungen. Seither haben sich folgende weitere Unfälle durch entschloß sich Genosse Joft, einen Brief an Herrn örtert. Genoffe of a ch nahm das zum Anlaß, delsvertrages mit Oesterreich er aufgefundene Blindgänger ereignet: Peruß zu schreiben, der aber feineswegs von be Polach Im August 1927 wurden in ungvar Singungsloser Arbeitsaufnahme sprach, sondern Situation zus prechen. Er wies auf die Troſtum über unsere gesamte handelspolitische zwei dreizehnjährige Knaben zer einen Vergleich auf der Basis vorschlug, daß die risjen, Firma die seinerzeit angedrohte Lohntürlosigkeit unserer Verhandlungen insbesondere im Dorf Rohrbach an der Grenze des zung fallen lasse und prinzipiell eine mit Deutschland und Jugoslawien hin, auf die Schießplates Malacla vier Knaben im Lohnerhöhung zusichere, über die dann Agitation, welche in Ungarn gegen den beſtehenAlter von zwölf bis vierzehn Jah- in einem zu vereinbarenden Tatum verhandelt den Handelsvertrag besonders mit Hinweis auf Ein Mißbrauch des Genossenschaftsren von einem Blindgänger getötet, unsere Schutzzollpolitik betrieben wird, ferner gedankens. im Dorfe Leiadnov vier Knaben Wir wollen, ohne viel Worte zu machen, diese darauf, daß wir in Frankreich noch nicht einmal Ein Blich hinter die Kulissen der Wirtschaft in im Alter von sechs bis zwölf Jahren Tatsachen allein auf die Arbeiter wirken lassen. die Weistbegünstigung erfämpft haben den genossenschaftlichen Spiritusbrennereien. getötet. Die Arbeiter mögen entscheiden, ver die schließlich auch darauf, daß uns aus rein politi Im September wurde im Dorf Haus- Streifenden von Sunan im Stiche ließ, wer sich ichen Gründen der Abschluß eines Vrtrages mit In der nächsten Zeit wird, wie wir dem brunn, ebenfalls im Bereich des Schießplaßes um die Sicherstellung der Eristen; der Arbeiter Rußland fortwährend unmöglich gemacht Právo Lidu" entnehmen, über eine neue Form Malacka, vier Jünglinge zerrissen. fchaft nicht fümmerte, wer im Sinne des profe- wird. Genosse Polach zeigte nun, wie diese, für der Spirituswirtschaft verhandelt werden. Da Im Oltober wurden in Untertaunik tarischen Kampfes Verrat geübt hat! den tschechoslowakischen Staat als Industriestaat mit wollen die genossenschaftlichen durch einen Schrapnellblindgänger zwei Kin verhängnisvolle Führung unserer Handelspolitik Brennereien neue große Vorteile für sich erder im Alter von vier und siebent Der Rechts- und Verfassungsausschuß; sollte die größten Gefahren für unsere Industrie, für langen, und es ist daher notwendig, festzustellen, Jahren getötet, ein Kind verleht. gestern nachmittags die Debatte über das A do punseren Export und damit für unsere Arbeiter wer hinter diesen genossenschaftlichen Brennereien Geradezu eine Kindermördergrube ist der ionsgesetz fortsetzen. Da sich in dem vom schaft darstellt. Weiter sprach zu dem Gegensteht. Nach dem Striege gab es in der TschechoSchießplaß von Malacka. Vierzehn Kinder sind Senat schon genehmigten Gesetze einander widerstand der Kommunist Sture und der tschechische flowakei etwa 80 solcher Brennereien, jetzt aber hier bereits das Opfer beispiellofer Schlamperei sprechende Bestimmungen befinden und man sich Sozialdemokrat Dundr. Der Leiter der San- mehr als dreimal so viel. Das Bodenamt hat nicht auf eine Formel einigen fonnte, wurde ein delssektion- des Außenministers Dr. Fried ungefähr 200 ehemalige Großgrundbesitzer gezwungen, aus ihren Privatbetrieben genossen Subtomitee eingesetzt, das der nächsten Siyung im ann hielt eine längere Rede, in der er sich schaftliche zu machen. Das geschah auf die Weise, Vorschläge erstatten soll. Hierauf wurde die Re- bemühte, die Argumente des Genossen Polach zu daß der bisherige Eigentümer seine Spiritus gierungsvorlage, betreffend die Einrichtung widerlegen. brennerei einer Genossenschaft in Pacht gab und und Wirksamkeit der Bergbehörden, Die deutschen Hochschulen unter der Mini- sich in dieser Genossenschaft mit einer großen in Berhandlung gezogen. Abg. Gen. Sch we ich sterschaft deutscher Hochschullehrer. Die„ Bohe Zahl von Anteilen, ja in vielen Fällen mit der hart trat dafür ein, daß die in Prag, Brünn mia" behandelt in einem Artikel die Benach- Wiehrheit, beteiligte. Die Form der Beund Preßburg vorgesehenen Berghauptmann- teiligung der deutschen Technik in Prag bei der nossenschaft wurde als eine spaschaften aufgelaſſen, dafür aber die Revierberg- Systemisierung der Lehrtanzein. Tatsächlich hatte nische Wand, hinter der der Großämter ausgebaut werden, um das Verfahren zu die deutsche Technik bisher 44 besetzte und 12 grund besiver feine wirtschaftlichen vereinfachen. Unser Redner stellte auch Reihe Resolutionsanträge, die sich auf die Aus- unbesetzte Lehrfanzeln, nach der Systemiefierung nteressen verbarg. Was das für songeſtaltung der Revierbergämter, Die Reform des wird sie nur 54( 43 ordentliche und 11 außer derbare Genossenschaften sind, hat die Revision allgemeinen Berggeseves( insbesondere wegen rodentliche) Professuren haben. Sie erhält um des Finanzministeriums, die voriges Jahr unter Anpassung an die Bestimmungen des Betriebs zwei Lehrfanzeln weniger als sie dringend be- nommen wurde, gezeigt. In dem Revisionsbericht rätegeseßes), die Vergrößerung der Inspections darf. Die stiefmütterliche Behandlung der deut wird beſtgeſtellt, daß die Mitgliederlisten zum abteilung des Arbeitsministeriums, die Sündischen Hochschulen zeigt sich auch in der Syſtemi- Zwecke der Erlangung eines größeren Spirits gung von Bergarbeitern und Angestellten wäh- fierung der Assistentenstellen, die an der Technik fontingents gefälscht waren. Das geschah dadurch, rend der Krankheit und Entlassung der zur um zwei verringert wurden. Die„ Bohemia" daß Mitglieder in die Listen aufgenommen wur den, welche mit der Landwirtschaft vielfach gar aktiven Militärdienstleistung einberufenen Berg vergißt nur zu bemerken, daß diese Förderung des nichts zu tun haben, welche den genossenschaftarbeiter sowie auf das versprochene Gesetz stber deutschen Hochschulwesens in eine era fällt, in lichen Brennereien weder etwas liefern, noch die Grubeninspektion und die Veröffentlichung der zwei deutsche Hochschullehrer etivas von ihnen abnehmen, oder Mitglieder, der Jahresberichte der Grubeninspektionsabtei Minister sind und sich ihrer Erfolge, oder doch welche mit demselben Grundbesitz in zwei oder lung im Ministerium für öffentliche Arbeiten der Versprechungen des Herrn Hodža fort- mehreren Genossenschaften eingetragen sind. Oft beziehen. Ueber Antrag des Berichterstatters Dr. während rühmen. geworden. stellen? fung zugeführt? schädigt? Genosse Joft stellt in seiner Interpellation fest, daß neben den die lebung leitenden Offizic ten die Schuld an diesem Kindermassenmord in allererster Linie den Schießplaẞkommandanten trifft, und stellt an den Minister folgende Fragen: 1. Wunde der Schießplaßkommandant von Malacka bereits zur Verantwortung gezogen? 2. Welche Maßnahmen wurden getroffen, um die Schuldtragenden an jedem Unglücke festzu3. Wurden die Schuldtragenden der Beſtra 4. Wie wurden die unglücklichen Opfer, sofern sie nicht starben, und deren Angehörigen ent5. Welche Maßnahmen wurden getroffen, um solche Katastrophen unmöglich zu machen? Ein kommunistisches Kabinettstück. Wie schon so oft in den verschiedensten Induſtrie und Handelsbetrieben, haben die Kom munisten im September auch in Sunan in .Schlesien die Arbeiter der Firma Peruzz in einen Streit getrieben, von dem für jeden Verantwor tungsbewußten im vorhinein feststand, daß er nicht mit einem Erfolg der Arbeiter endigen könne. Wirklich mußte auch die Kunauer Arbeiterschaft den Streit nach 17wöchiger Dauer era gebnislos liquidieren. Selbstverständlich stellte sich sofort die kommunistische Presse mit der Behaup tung ein, die sozialdemokratische Gewerkschaft auf 12 Bellfianal, Breffenachrichten. 12.05: Mittagsfozeri: habe den Streif abgewürgt und der„ Vorwärts" 18.05: Rundfunk für Induſtrie, Sandel und Gewerbe. 13.20: in Reichenberg behauptete in einer längeren preife. 15.30: Marionettenibeater. 16.30: Kammermufir Notiz, daß die Union der Textilarbeiter,„ trok. Mozart; Sircimquartett D- Dur, 2. Dvořák: Streichquartett des tapferen und alle Opfer ertragenden Rampagesneuigkeiten vom Breßbüro, blerauf: zehrer Alfred feswillen der Kunauer Arbeiterschaft der Firma do 3. Frag: stinbervortefund. 18: Landwirif@ aftsfunf. Perutz Schüßenhilfe geleistet hat... ohne dafür seieves. 18.30: Vortrag: lleber fidflawifde Mufif. 19.15: zu sorgen, daß zumindest die Existenz der Arch hab ich lieb", Operette von Afcher. 22: Zeitfignal, levie beiterschaft sichergestellt worden wäre". Die Unionsbürokratie" habe die Arbeiterschaft im Stiche gelassen Verrat, Verrat, Verrat! Rundfunk für Alle! Programm für morgen, Samstag. Brag, 349, 11: Schallplattenmufif. 11.30: Landwirtschafts Arbeitsmartt. 13.35: Börsennachrichten und Hopfenmarft 16- Dur. 17.30: Deutsche Sendung. Wetterbericht und 18.15: Vortrag: Ueber die Regelung des UnfallversicherungsNachrichten des Preßbüros, Uebersicht der Tagcsereignisse und S, rtnachrichten. 22.20: Theaternachrichten. 22.25: Tanzmusif. Brünn, 441, 12.15: Wittagsfonzert. 14.50: Olmüver Bro buflenbörse, Wettervoraussage, Bresse. Sport- und Theater nachrichten. 17: Eine Stunde für die Jugend. 18: Seitsignal. Rbapfobie III. 19.40: Esperanto. 20. Brud: Nonzert G- Moll, Jonas. 21: Tanzmusif. 22: Wie Prag. 22.20: Tanzmusif. Presburg, 300, 18: Schallplattenmufif. 18.35: Gräb ugen für inde: 15.50; Landwirtfdaftsfunt. 18.55; Das Rom, 450, 17.15: Stonzert. 20.30: Theaterabend. Wien, 517. 11: Vormittagsmusif, 16: Nachmittagsfonzert. 17.18: Oberösterreich. 18.45: Kammermusif. Mendelssohn: Oftett. 19.45: Der arme Seinrich", deutsche Sage von Gerbart Hauptmann. Jazz Band. war auch eine genossenschaftliche Brennerei als Mitglied in einer anderen eingetragen. In einem Falle wurde bestgestellt, daß von 29 Mitgliedern einer Genossenschaft bloß 6 der Brennerei Rohmaterial geliefert hatten. Es wird also hier der genossenschaftliche Gedanke einfach mißbraucht. Verantwortlich sind hiefür gewisse Exponenten der tschechischen Agrarpartei, wie die Großgrund16.30: Rundfuntichrgänge. 17: Beamtenbesoldungserbö Nönigswusterhausen, 1250, 12: Balladen. 15: Englifch. besizer Sova und Bachrach und der Abgebung. 17.30: Arbeiterfchaft und moderne Schule. ordnete Dr. Zadina. Trotz dieses Revisions18: Monftrufitonselemente. 18.30: Franzöfifa 18.55: berichtes wagen es die Herrschaften, eine ErUebertragung von Berlin, 484, Buntes allerlei. 22.30: höhung des Kontingentes um 70.000 Seftoliter zu verlangen. Man wird sehen, ob das Finanzministerium auf diesen Schwindel hereinfallen Deutschland. Englifa). 19.20: Geschichte der deutschen Sprache. 20.30: Zanzmusif. Breslau. 323, 12.15: Ehallplattenfonsert. 15.45: Bücherstunde. 16.30: Schallplattenfonzert. 18: Blid in die Sufunft. 19: Victismus, Aufflärung, staffif. 19.30; Englifch. 20.15: wird. Volkstümliches Stonzert. 22: Tanzmusif. Frantfurt, 429, 15.30: Jugendstunde. 16.30: Mendels sohn- Konzert. 19.45: Merfurdurchgang. 20.15; Wunschabend. 21.15: Mandolinentonzert. Samburg, 395, 12.30: Mittagsfonzert. 14.05: Saus Tongert. 10.15: Schnurren und Sumoresten. 17.15: 2n ben Konzert. Operette von Stalman. Tanzmusik. Leipzig. 366, 16: Jugendstunde 18.30: Bastelstunde. Selbstmord im D- Zug. Gmünd, 3. November.( AN.) In dem um Deuf de Breffenachrichtent. 18.16; cui fe embung. Ref. 18: Deitere denende. 10.40: ftuelle 4 Uhr nachmittag von Prag nach Wien abgehenWochenschau. 20: Saure und füße Johann Strauß Opernfängerin Mira reim nt b. Arien aus Verdis Overn. 18.25: Autonomer Rundfunt. 18.40: Aus der Gefchichte den D- 3uge ereignete sich in der Nähe von Tabor Langenberg, 169, 13.10: Mittagsfonzert. 14.30: 28ie ein aufregender Zwischenfall. In einem Wagen Bulgariens. 10: Konzert. 1. Slawische Rhapsobie 1. 2. Lic bleibe ich gefund? 16: Maas Tanz. 17.30: Respermusik. ber. 3. Slawife Rhapsodie II. 4. Lieder. 5. Glawifche 19.20: Dichterstunde: Paquet. 20:" Die Csardasfürilin" dritter Klasse hörte man plötzlich mehrere Schußdetonationen und sah durch den Seitengang einen 10: Die Lage des Sypothefenmaries. 19.30: Redensart, etwa zwanzigjährigen Mann scheinbar flüchtend brauch, Sprichwort. 20.15; Dreftlabend. 22.15: Tans vorwärts laufen und blutüberströmt zusammenMünchen, 536. 14.30: Schallplattentongert. 16: Unterſtürzen. Die Passagiere, deren sich große AufRitherfonzert. 18.45: Der Bau eines Nöbrengerätes. 19.15: regung bemächtigt hatte, zogen, da man einen Die Ordnung des Lebens. 19.45:" Bolenblut", Operette von Mordüberfall vermutete, die Notleine. Der Verletzte verschied binnen wenigen Minuten. Nach ſtunde. 16: Unterhaltungstonsert. 18.15: Bom Weltftaats- dent Begleitumständen scheint es sich um einen a round. Singen in der Selbstmord zu handeln. Die Identität konnte nicht gleich festgestellt werden. Unsere Troppauer Boltspresse" ist nun in der Lage, an dem Fall des Nunauer Streits einmal den Nachweis zu führen, welch niedriger und verlogener Methoden die kommunistische Politik fich bedient. Das Blatt stellt fest, daß kein Stomir Gełac. 20.20: Der Bräutigam", Aittagstomödie von munist sich um die Arbeiterschaft Sunaus fümmerte, als sie vor der Delogierung stand und daß es unser Genosse Senator Jok war, der um Intervenierung ersucht wurde und diese auch mit Erfolg durchführte. Weit wichtiger aber noch im Hinblick auf das Verratsgeſchrei der Kommunisten find folgende Tatsachen: Am 3. Oktober erschien Daventry, 1604, 14: Tanamufil. 16: chefterfonzert Steffet, der Führer der Kunan er 18.15: Stimberfund 100( means for & ommunisten mit dem Obmann des Be- 22.35; Wilitärfonzert. 23.30; Tanamufit. Goldfieber in Eldorado. 19.10: Einführung zu Samson und Dalila". 19.30; Uebertragung aus dem Slowakischen National beater. Camfon und Dalila". Oper von Caini Enené. Maibau, 1870, 18: Marionettentbeater. 19.15: Stonzert. Budapest, 550, 11: Schallplattenfonzert. 16.15: Juri cher Bortées. 17: Vortrag für ble Suäens. 19.15; tingn rischer Abend. 20.30: Leichte Mufif. 22.15: Tanzmusif. Franzöfifche Suiten von Bach 20.15; Bunter Abend. mufif. baltungskonzert. 17.15: Nachmittagsbesuch im Atelier, 17.30: Nedbal. 22.15: Tanzmusif. Stuttgart, 380, 13: Schallplattenfonzert. 15: JugendGrundsäule. 19.15: Ueber das Patentwesen. 20; Bunter Abend. 23; Wie Frankfurt. Beite 4. Zages- Neuigkeiten. Gesang der Kulis im Hafen. Nachdichtung aus dem Chinesischen von Kurt Kläber. Heie Bruder! Tapfter Träger! Sag, was trägst du da für Laften! Schleppst sie mühsam aus den Schiffen! Schleppst sic mühsam aus dem Hesen! Heic Bruder! Zimt vom Süden! Tuch vom Worden! Holz vom Osten! Louter gute, schwere Lasten! Ja, die trag ich aus dem Hafen! Heie Bruder! Tapfrer Träger! Und zu wem trägst du die Laiten? Trögst du sie zu To, dem Nachbar? Trägst du sie zu deinem Weibe? Zu den Krämern! zu den Reichen! Trag ich diese schweren Lasten! Trag sie aus den großen Schiffen! Trog sie bis zu meinem Tode! Heie Bruder! Topfrer Träger! Zu den Krämern? zu den Reichen? Und der Nachbar leidet Hunger! Und das Weib und auch die Kinder! Heie Bruder! Jo, ich meiß; cs! Einmal, wenn die Fahnen wehen. Unsere roten, hellen Fahnen, werd ich sie nach Hause tragen! Trag ich sie zu To dem Nachbar! Trag ich sie zu meinem Weibe! zu dem Kind und zu dem Vater! Bruder! wenn die Fahnen wehen! Ein Schuß gegen das Auto des Kriegsministers. Ein Prager Blatt brachte gestern die MietEin Brager Blatt brachte gestern die Wie dung, daß auf das Dienstauto des National verteidigungsministers, Hohe Profite- niedrige Löhne. Augenblicklich haben wir in der Tschechoslo- des Reinerträguisses beziehungsweise der Divi. wafei eine gute Konjunktur nämlich für die denden von 15 Aftiengesellschaften, teils InduUnternehmer. Die Fabriken sind beschäftigt, die strieunternehmungen, teils Banten, welche wir Ausfuhr steigt, fur; den Stapitaliſten geht es gut. den Jahresbericht der tschechoslowakischen GeEinen Beweis dafür liefert die Zusammenstellung i wertschaftskommision entnehmen: Stodawerfe Bütteniberfe Kolben Boldihütte Zement- Königinhof Brager Eisenwerke Zipnobanka Böhmische Industriebant Böhmische Union- Bank Anglo- československa. . An Dividenden % 6 Kč 1926 50 100 Reinerträgnis Ke 1925 85,570.000 24,535.618 Kč 1926 39,575.589 31,806.618 1925 1926 1925 18% 16 44 23 25 92 11,201.000 20,933.205 50 200 10,112.030 20,140.774 21 10,142.090 12,823.118 5,983.000 6,962.826 35 40 41,312.000 40,922.474 12 12 • 20,196.000 20,260.000 38,501.000 30,062.000 5 12 20 21 20 17,455.621 20.235.056 31,080.914 12 Böhmische Eslompie Bauf. 31,139.000 Nun wird man einivenden, daß es ja auch: der Arbeiterschaft gut geht, wenn die Unterneh mungen gut beschäftigt sind. Mag sein, daß es jest weniger Arbeitslose gibt als früher. Wie berhält sichs aber mit den Löhnen der beschäftigten Arbeiter? Darüber gibt eine Aufstellung der Unfallversicherungsanitait für Böhmten Aufklärung: Jahr Anzahl d. Arbeiter Gesamtlohn 6.908,007.597 Kč 6.579,499.515 Kč 1921 1922 720.192 680.308 5| 5031 80 100 2= 28588585| 5 ཅེ ༅ རྗེ་ དེ ། རེ ? 20 Gesamtlohn Jahr Anzahl d. Arbeiter 1923 670.996 5.576,114.520 Kč 1924 817.392 6.618,392.469 Kč Danoch betrug also der Durchschnittslohn in Böhmen im Jahre 1921 9600 Ke im Jahre 1924 jedoch nur 8100 Kč, erreich: also nicht einmal das Griftensminimum in dem vom Bürgerblod geschaffenen Steuer gefeß. Man erfennt daraus, daß die Lebenshal fung der Arbeiterschaft auf ein. Niveau angelangt ist, das einfach unerträglid) ist! wird mein rechter Fuß auf den linken des anderen durch 200 Prozent Umlagen mit rund 640.000 K Fahrgastes geschleudert. ,, Au, mei Sieneroche!" schreit der. Ich: Verzeihung!" Erträgnis zu deden; 1,182.359.74 K sollen aus dem Dotationsfonde gedeckt werden, beziehungs weise beansprucht werden! Freitag, 4. November 1927. Weißer Terror auch in Serbien. Siguranza Methoden der Velgrader Polizei. -― Der Fall Bujović. Und das sind die hohen Verbündeten" unserer Regierung! Auf dem Balfan, der seit Versailles ja sehr nahe bei Wien und Brünn beginnt, ist wieder einmal die weiße Hölle los. In Budapest der Skandal des Szanto Prozesses, der so ungeheuerliche Neuigkeiten über die Wiethoden der Horthypolizei ans Tageslicht bringt, in Bufarest beginnt nach der vergeblichen Jagd auf Köblös nun ein neer großer Tendenzprozeß, in Bulga rien wütet ver Henter und auch in Serbien, wo die Verhältnisse im Vergleich mit den Nach. barstaaten immer noc) ,, curopäischer" waren, hat ein Polizeifurs eingesetzt, der bald den Standard der rumänischen Siguranza erreichen wird. Im Auguft hat die Belgrader Polizei den Mediziner Radimir Vujovič verhaftet, aus keinem anderen Grunde, als weil Vujović Kommunist ist. Seiner Gesinnung halber wurde er eingeferfert und von der Polizei un menschlich verprügelt. Wir haben damals den Brief zum Abdruck gebracht, den die Gattin Bujovičs verbreitete und der eine Darstellung des skandalösen Falles gab. Seit der Zeit seiner Einterferung hat Vujovič zehn Tage im Sungerstreit und sechs Tage auch im Durststreif gelegen, um gegen die brutalen Methoden der Belgrader Polizei zu protestieren, die fürzlich auch eine Reihe jugendlicher Arbeiter verhaftet und furchtbar mißhandelt hat. Dic Bolizei unserer Belgrader hohen Bundesgenossen hat aber gegen Sungerstreifende ein besonderes Mittel parat. Man hat vor furzent erst in Belgrader Polizeigebäude zwölf Betonzellen eigens für politische Gefangene eingebaut, Folter; ellen, dazu bestimmt, die Gefangenen zu Tode zu quälen. Diese Zellen find nicht nur naß, sondern das Wasser steht in ihnen, Der andere beginnt:„ Nu, das gaun cha mal so daß kein Mensch längere Zeit in ihnen eristic Der bekannte tschechische Schriftsteller und ren fann. Vujovič, dessen Verhaftung die baffieren. Da gannste gar nicht machen, wennde publizist R. W. Capet- Chod, der auläßlich des Belgrader Polizei zunächst überhaupt abgeleugnet M. nämlich die Schtraßenbahn so hubbt. Wiſſenſe, 28. Ottovers einen Staatspreis für Literatur hatte, um ihn desto ungestörter„ verschwinden" ich will cha gar nicht faachen, wenn jich nämlich erhalten hatte, ist gestern abends im Alter von zu lassen, wurde in eine solche Betonzelle e gebildeter Mensch entschuldcht. Sie jinn nämlich 67 Jahren nach einer schweren Operation an gebracht. Erst nach drei Tagen erhielt er einen heite bereits der Dritte, derde mich uff de Siener Herzschwäche gestorben. ochen dredu dud. Da entschuldcht mer sich äber Mantel, der aber in wenigen Stunden durch als gebildeter Mann, und dadrmit hat sich's. Aber Ein mißglüdter Entführungsversuch ereignete weicht war. Ein Pad natürlich asses wissense, da hab'ch mich aber äben geärchert. Da sich am Montag in Olmut. Am Hellichten Vor- 3eitungspapier dient dem Gefangenen war der so'n alter Serr, er fab ganz anständch mittag wurde die 17jährige Studentin Dokoupil als Kopffissen. Vujovič ist in der eiskalten, aus, und der dridd mich doch Gottverdimmich nff von einem elegant geileideten Herrn angesprochen, uassen Folterzelle erkrankt und kann vor de Sienerschen, daß'ch der de Engel in'n Simmet der sie zu einer Straftwagenfahrt einud. Troß- Heijerfeit faum sprechen. Hat man den Barbareien der rumänischen feifen heere. Und dann jaacht der Flees nicht emal dem das Mädchen entschieden ablehnte, mich der is was, sondern schteigt aus.... Nee, wiſſenſe, mir Fremde nicht. Plöklich ergriff der Mann die Hand Siguranza gegenüber schon lange jede Hoffnung is schon allerhand bassiert in mein' Läben, aber der Studentin. Im gleichen Augenblic tauchte auf aufgegeben, daß ihre Anprangerung Abhilfe sowas denn vrleicht doch noch nich. Der hat aber der anderen Seite ein anderer Wann auf, der das schaffen könnte, so muß man doch zur Ehre Glick gehabd, daß'r ausgefchticchu is! Jah fannse Mädchen um die Taille fagte. Beide versuchten Südstawiens sei es gesagt bei diesem halb An der Tatsache des Ueberfalles braucht faachen, ich bin ruhicher Beamter, aber was nun, die Dokoupil rasch in einen schwarzen, voll wegs zivilisierten Gemeinwesen noch hoffen, daß wohl nicht gezweifelt zu werden, da die Prager zuviel is, is zuviel. Wenn der nich ausgeschriechen ständig gededlen Straftwagen zu zerren. Die die Methoden, die im Falle Vujović und in Abendzeitung" die Ansicht des Nationaiveriei: war aber dam hätt'ch der vrleicht eine runter. Studentin erkannte die Gefahr, rief laut um Hilfe anderen angewandt wurden, Symptome des er digungsministers widergibt, nach der es sich bei diesem Anschlag nicht um ein politisches Atien gehauen! Trosdem daß er e alter Herr war und u. versuchte mit aller Gewalt, fich aus den Händen ſtarfenden Fascismus, aber keine zum Bilde des ganz anschtändch ausschn dad. Der gonnt doch der beiden Fremden zu befreien. Als die Vorüber- Staates gehörende Bräuche sind, und daß der fat, sondern um einen gewöhnlichen Beraubungs- wenichstens ee Word ſaachen, dann wär'ch'm gar gehenden aufmerksam wurden, sprangen die bei- Appell ausländischer Streise, die Brandmarkung versuch gehandelt habe. Damit ist jedenfalls z nich so beese gewesen. Aber där Fleegel schreicht den Männer rasch in den Straftwagen, in dem der Foltermethoden der Belgrader Polizei, die gegeben, daß dieser Anschlag verübt wurde und aus und ſaacht nicht.... Sie finu dha e an- außer dem Lenfer noch ein dritter junger Mann Opfer retten kann. Allerdings müßten jenc es ist nur höchst sonderbar, daß über diesen An- schtändcher Mensch, das merkt mer gleich; Sic faß, und fuhren mit großer Geschwindigkeit dareise des Auslandes, die sich so gerne ſchlag, der schon vor einer Woche stattfand, das haben sich wenigstens entschuldigt. Uff der Schtra- von. Die Nummer des Straftwagens fonnte nicht ihrer Humanität und Gerechtigkeitsliebe rühmen, Nationalverteidigungsministerium selber offiziell Benvahn heitzudage gann se sowas cha vorgom- ermittelt werden. Trotz sofortigen Nachforschungen den Wut finden, gegen den weißen Terror nichts verlauten ließ und daß man die ganze men. Wissense, da schteht mer doch neilich eener ist es der Polizei bisher nicht gelungen, die bei in SSS aufzutreten. Wenn man von unserem Geschichte erst auf Ümwegen erfährt. Weldje Außenminister schon nicht erreichen kann, Gründe hat man bei der Polizei oder im Natio.vanz'ch Haltestellen lang cegal uff'm Fuß, immer den Angreifer auszuforschen." daß er si chder Bundesgenossen in Bufarest und nalverteidigungsministerium, dieſen doch nicht der das nicht valde von selber merft? And'r censaard in Nordfrankreich besteht eine fonfessionelle staaten sucht, dann sollte er, dessen Memoiren uff'm gleichen Sieneroche. Nu, ich denk, ob denn Aus einer foufessionellen Schule. In Be Belgrad schämt und endlich Anschluß an Kulturundzwanz'chit Saliefchtelle ich hab se genau dule, in der geistliche Lehrer streng sittlich von der reflamhaften Anpreisung seiner huma gezählt i'r abgeschriechen. Da hab'ch gesaacht Bei dieser Gelegenheit fann eine Bemerfung um: Nu schtehn Se schon zwanz'ch Salteschtellen religiösen Unterricht erteilen Diese Schule gibt nen Ideale stroßen, doch wenigstens bei seinen nicht unterdrückt werden, zu der das fatale Erlang cegal uff meinem Hieneroche! Wissense, was'r dem Scurgericht tüchtig zu schaffen. Seine erste Bundesgenossen in besonders krassen Fällen inlebnis der Frau Striegsminister Udržal Anlaß gesaacht hadd: Nu, saacht er, daß hättense mir doch Berhandlung in der neuen Session galt dem 25- tervenieren. Eine Intervention Beness oder des gibt. Wieso fommt es nämlich, fragen wir, daß gleich faachen gennen, daß das Ihre Sienerochen jährigen Diafon Pierre Marie Mottais, der Präsidenten der Republit, an den man doch nicht Frau Udržal das Dienstauto ihres Gatten zu waren, ich dachte, die geheerten jemanden an- an der Schule zum heiligen Bernhard unter- erst zu appellieren braucht, um seines MitSpritzfahrten von Karlsbad nach Prog benüßen dersch; hab'nsen das nicht eher gemerft? Wissense, richtete. Er war eines Sittlichkeitsatten- gefühls, wenn auch leider nicht immer seines kann? Man denke daran, daß wir in der Tscheche der hat aber wenichstens noch was gesaacht, abertates auf einen feiner Schüler ange- lätigen Eingreifens sicher zu sein, tönnte, wenn slowakei 14 Minister haben und man ſtelle fich fo'n Giel schteicht ab und entschulddhi fich nich flagt. Nach geheimer Verhandlung wurde er zu nicht in Rumänien, so doch in Serbien die vor, daß die Gattinnen und etwa auch Töchter emal... ich meene, das gani cha alles emal achtzehn Monaten Kerker verurteilt. In der zwei- schlimmsten Auswüchse des weißen Terrors ohne und sonstigen Verwandten dieser Herren Mini- bojjieren, wenn mir uff der Elegdrischen..." ten Verhandlung fam der Direktor der Zweifel beseitigen. Schule, der 42jährige Abbe Etienne Les coat, dem seine Frau saß, am Freitag in der vorigen Woche auf der Fahrt von Karlsbad nach Brag in der Nähe der Ortschaft Petrohrad ein Anschlag verübt wurde. Bei der Fahrt durch ein Wäldchen in der Dämmerung iprang ein Mann aus dem Straßengraben und gab aus einem Jagdgewehr ein en Schuß gegen das Auto ab. Die Ladung( gehadtes Blei) durchschlug die Glasscheibe des Autos, ohne daß aber Fran Udržal oder der Chauffeur verlegt wurden. Der Angreifer floh, als das Auto hielt. ganz unbedeutenden Fall zu verheimlichen? ster die Staatsautos, die doch nur zu Dienst- Glüdlicherweise fam meine Haltestelle und an die Reihe. Ihm waren mehrere Schul- Zote können sich nicht wehren. Am Sonntag fahrten da sind, dazu benüßen, um Sonntag und ich retteie mich durch fluchtartiges Abspringen. tinder zum Opfer gefallen. Nachdent wird in Budapest unter großen Feierlichkeiten vielleicht auch wochentags teuere Bergnügungs. Ich liebe die Sachfen; aber man fann Saccharin fünfzehn Zeugen einvernommen worden waren, ein Denkmal Ludwig Kossuths enthüllt wer fahrten zu unternehmen! Solche Zustände wirfen nicht in Buderwürfelform genießen. Was ein sprach das Gericht den Abbe der Stinderschändung den. Graf Stephan Bethlen und Admiral umso aufreizender in einer Zeit, da man aus echter Sachse ist, der benimmt sich von Natur aus schuldig. Er wurde zu sechs Jahren Sterfer verorthy schicken sich also an, den großen Frei demi Arbeiter jeden Heller schindet, da der Arbeiter und Angestellte sogar von seinem Stranfennau so wie in Ostpreußen am Varietee die fäch- urteift. fischen Stomifer. geld Steuer zahlen muß, um den angeblich) notleidenden Staat auch sein Scherflein zu entrichten. Man spare dort, wo es am Plazze und anständig ist. heitskämpfer, den Bauernbefreier, den Todfeind Die Einwohner eines ganzen Dorfes dat der Habsburger, zu feiern. Nachdem sie alle jene, ( Somo, in der Leipziger Volkszeitung".) tyfosfopiert. Vor einigen Monaten erregte die Er- die für Kossuths Gedanken stritten, die sie unserer mordung eines 20jährigen Wiädchens unweit des vorwärtsstürmenden Zeit anpassen wollten, ja Gaidas Doktordiplom. Gajda hatte gegen Dorfes Blowiß in der Nähe von Pilsen großes selbst jene, die für sie in ihrer ursprünglichen, die Zidové Noviny" eine Stlage eingebracht, da Aufsehen. Man fand den Leichnam des Mädchens heute ein wenig verrosteten Form fämpften, in Das Blatt die Frage, wie der Herr Generalstabs- verstümmelt auf, der Kopf war fast vom Rumpfe politischen Leben vertrieben, werden sie Ludwig das Gefängnis warfen, ins Eril jagten, aus dem Verkehrsunfall bei Brünn. chef zu seiner Dottorwürde gelangte, einer un abgetrennt. Der Verdacht richtete sich gegen eine Brünn, 3. November. Ein Autobus, der dem angenehm peinlichen Untersuchung unterworfen Reihe von Burschen des Dorfes, da bekannt war, tossuth feiern. Um die Schmach vollzumachen, abgetrennt. Der Verdacht richtete sich gegen eine Johann Roztopal aus Horakow gehörte, fuhr hatte. Bei der Verhandlung vor dem Brünner daß das Wiädchen allerlei Liebschaften hatte. Dun uden sie zu dieſer Schändung eines in feiner Zeit heute früh in der Richtung gegen Brünn. An Schöffengericht machte nun der Vertreter des hat die Gendarmerie die gesamte Bewohnerschaft großen Mannes, auch ausländische Gäſte ein, und der sogenannten Pindulka", der bekannten für beklagten Blattes geltend, daß die St Lage verdes Dorfes und der Umgebung, über 300 Per unter denen, die an diesem Tage nach Budapest Automobile verhängnisvollen Krümmung auf spätet überreicht wurde, so daß Gajdas Ansonen, daktyloskopiert. Diese, frimtina- fommen follen, befindet sich ein Unterstaatssekre der nach müß führenden Straße geriet das walt die Stlage sofort zurüdnehmen mußte. Ueber listische Prozedur ergab aber fein Resultat, är Mussolinis. Es gibt heute unter Ungarns Auto plöglich ins Schleudern und stürzte um. Den verantwortlichen Redakteur wurde dann ein so daß die Gendarmerie annimmt, daß der Wiör- Söhnen einen Mann, der in der Phantasie des Das Auto wurde vollkommen zertrümmert. Die formaler Freispruch gefällt. der aus der Fremde stammt. ungarischen Volkes die Stelle einnimmt, die Ludsofort verständigte Rettungsstation in Brünn pig Stoffuth feinerzeit mit Recht innehatte: WiEin gefährlicher Einbrecher verhaftet. In entsandte an die Unfallstelle zwei Sanitätsautos, dem Brünner Borort Nennowitz wurde der 33- mähren. Die langandauernde Trockenheit in ganz Stoffuth, in Italien ein Asyl suchte, legten die Wassermangel und Mäuseplage in Süd- chael Karolyi. Als er, Emigrant wie einst die sich der verunglückten Passagiere annahmen. jährige Franz Wyska aus der Gegend von Südmähren hatte in vielen Gemeinden einen be- Fascisten von Florenz ihm, seiner Frau, feinen Die Verletzten wurden auf die Brünner Klinik Sumpolek festgenommen, der im Juni diefes denklichen Waffermangel zur Folge. Viele Brun- fleinen Stindern Fesseln an und schoben ihn unter gebracht, wo ihnen sofortige Hilfe zuteil wurde. Jahres aus dem Gefängnis in Leitmerit ausHumpolek festgenommen, der im Juni dieses ausSchwerere Berlegungen erhielten insgesamt drei brach. Seitdem hat sich Wiyšla in Böhmen und nen geben überhaupt kein Wasser mehr. Hand in Mißhandlungen, Beschimpfungen und Bedrohun zehn Reisende, darunter auch der Besizer des währen herumgetrieben und in der Brünner Hand mit der Trockenheit geht das Ueberhandnch- gen an die Grenze ab. Am kommenden Sonntag Autos, und der Chauffeur, welcher tödlich vermen der Feldmäuseplage. Der angebaute Samen aber werden die Mordbrenner aus Italien und letzt wurde. Die übrigen sieben Personen blieben Umgebung an die 40 Einbrüche verübt. von Weizen und Storn wird größtenteils ein Ungarn das Denkmal Stoffuths enthüllen, geunverletzt. Die Folgen des Gemeinde- Finanzgesches. Opfer der Mäuse oder in deren Löcher als Winter schwollene Reden halten, die Traditionen des Unter diesem Titel bringt die Sudetendeutsche nahrung verschleppt. Beim Adern stößt man oft italienischen und ungarischen Freiheitstampfes Tageszeitung" folgende Nachricht( die übrigens in auf Mäuselöcher mit vielen Jungen und einem heraufbeschwören: wohl, Ludwig Kossuth, daß er cine lange Stette ähnlicher Tatsachen gehört): Im ansehnlichen Fruchtvorrat. Die Landwirtschaft er nur noch Geschichte, Bronze und Stein, und nicht Gemeindevoranschlag von Se est adt im Bezirk hofft sich von baldigen ausgiebigen Niederschlägen lebendig ist, denn sonst müßte heute er in den Stomotau betragen die Einnahmen 389.009.06 K, oder dem Eintreten von Frost eine Wilderung der Sterkern der Männer verfaulen, die die eiserne das Erfordernis 2,211.368.80 K, der unbedeckte Mäuseplage, die der fünftigen Ernte gefährlich Stirn haben, ihn zu feiern und zugleich seine Abgang somit 1,822.359.74 K. Derselbe wäre werden könnte. Ideen mit Feuer und Schwert zu bekämpfen! Sätfifches, Allzufäffifches. Sinterperron der Straßenbahn. Fahrgäste: Ein Leipziger Sachse und ich. Die Straßenbahn bremst plöblich; es gibt einen Ruck und ich fliege zur Seite und dabei Freitag, 4. November 1927. 1 Dollar. 100 Dinar Devisenturse. 100 französische Grants 100 polnische Bloty. 100 Bengos. 100 Schilling Gerichtssaal. Geld 1356.50 803 25 Ware 1862.50 807.25 468.70 471.70 649.652.163.68 164.88 88.60 38.90 59.19 59.69 474.90 477.90 Seite 5. Als erste Zeugin wurde die Wirtschaf Verhaftung einer Mädchenhändlerin. Aus Beratung gestellten Richtlinien für die praktische daß der Gedanke der Konzentration, der 3- Benehmen und ihr Charakter zum Teil zurückzuNeutra wird gemeldet: Die Polizei verhaftete Durchführung der Vereinigung der beiden Orgafammenfassung der Kräfte, der sich im führen sei. Der Vorsivende brachte dann das Test a 28jährige S. J. wegen Mädchenhandels. Die nifationen. Durch diese einmütige Beschlußfaffung gesamten Wirtschaftsleben in allen feinen Zwei ment der Frau zur Verlesung, in dem dem Mann Berhaftete, deren Namen im Intereſſe der Unter- und die damit in die Wege geleitete Zusammen- gen immer mehr durchsetzt, auch im gewerk auch das Pflichtteil entzogen wird. Auch der Ehefuchung geheim gehalten wird, hat eine Reihe führung der beiden Verbände wird in Bälde eine fchaftlichem Lager Fortschritte macht. Daß kontraft wurde verlesen, durch den die finanziellen on Mädchen im Kindesalter bis zu 15 Jahren einheitliche Organisation der Angestellten biedurch die Leistungsfähigkeit und Wirkungs Rechte und Pflichten beider Ehegatten bis ins in fich genommen und dem Laſter zugeführt. Die in Induſtrie, Handel und Verkehr geschaffen, die möglichkeit gehoben wird, ist unbestreitbar. Des- leinste geregelt waren. Erkrankung eines Mädchens hat die Umtriebe der als die stärkste freigewerkschaftliche Organisation halb ist die Tatsache dieſes organisatorischen zu gewiffenlosen Frauensperson aufgedeckt und zu der deutschen Angestellten in der Tschechoslowaki fammenschlusses zweier bisher ſelbſtändiger An- terin in Kniegnitz vernommen, die Frau von ihrer Verhaftung geführt. schen Republit in ihren Einrichtungen und Lei- gestelltenverbände zu einem gemeinsamen, fünftig seydebrand erst am Tage des Todes kennengelernt Auch der Papit gegen die gesunde Frauens itungen bestmöglichst ausgebaut und in jeder Behin einheitlich geleiteten Körper ganz besonders hat. Sie befundete, daß die beiden Gatten getrennt Kleidung. Aus Verona meldet die amtliche fajci zichung der leiſtungsfähigste Verband der Ange- bemerkenswert und bedeutungsvoll. fische Agentur: Auf das Telegramm, das der ſtellten in der Tschechoslowakei sein wird. Die angekommen sind, nach dem Essen gelacht und genationale Ausschuß für die Korrektheit der Mode Konferenz beschloß weiters auch, den wichtigen scherzt und abends musiziert hätten. Von der Unter welch ein Ausschuß!- an den Papst abge Beschluß, der als ein Merkſtein in der Entvidhaltung im Schlafzimmer konnte die Zengin nichts sendet hatte, ließ diefer durch den Kardinal- lungsgeschichte der freigewerkschaftlichen Ange verstehen. In der Nacht sei Herr von Heydebrand Staatssekretär Gasparri dem Ausschuß eine Ant ſtelltenbewegung bezeichnet werden muß, der MitPrager Kurse am 3. November. plöglich herausgestürzt und habe gestammelt:„ Ste wort zugehen, in der er feine Befriedigung über gliedschaft der beiden Verbände sowie der gefam- 100 holländische Guiden hat sich das Leben genommen!" Sie habe gefragt: den Feldzug gegen die unmoralische Mode austen Angestelltenschaft durch einen Aufruf bekannt- 100 Meichsmart. „ Wie denn?", worauf er evwiderte:„ Mit der spricht und den nationalen Ausschuß für dieses zugeben. Ferner wurden die notwendigen for 10 Belgas Wafe". Sie habe darauf gesagt:„ Sehen Sie, die Werk der Bescheidenheit in den Gebräuchen und malen Beschlüsse gefaßt und sodann die einmütig 100 Schweizer Brants Waffe. Nun werden die Leute denken, Sie haben für die Verteidigung der christlichen verlaufene Tagung vom Vorsißenden mit einem 100 ire 1 Pfund Sterling das getan." Im Schlafzimmer lag die Leiche der Brinzipien lobt. Die christlichen Brinzündenden Schlußworte für beendet erklärt. Die 188.72% 185.12% Fran, die den Revolver in der rechten Hand hielt. Der nächste Zenge war der Arzt Dr. Reim, zipien" sind bekanntlich, daß keine Luft zudarf.... Bereinigung der beiden Verbände, die auf eine 181.86 133.06 den der Angeklagte sofort nach der Tat herbeigeru Das Spiel mit Streichhölzern. Der gewaltige reicher Arbeit für die von ihnen vertretenen Anauf Jahrzehnte zurückreichende Tradition erfolg 589.12% 592.12% fen hatte. Er bestätigte, daß der Angeklagte inner Speicherbrand in Landeshut, bei dem 12.000 376.77% 879.77 lich start erregt gewesen sei. Der rechte Arm, in Zentner Flachs vernichtet wurden, ist auf zwei gestellteninteressen zurückzublicen vermögen, zeigt, dessen Hand der Revolver gehalten wurde, hätte Knaben, Zwillinge im Alter von sieben Jahren und nach Auffaffung des Arztes normalerweise auf der Söhne des Pächters, zurückzuführen, die mit ZündBettdecke liegen müssen. Trotzdem habe er den Einhölzern gespielt hatten. druck eines Selbstmordes gehabt. Guts vorsteher Schmidi ist noch in derselben Nach: um 3 Uhr morgens vom Angeklagten aufgesucht worden, damit er ein Protokoll aufnehme. Von Heydebrand sei sehr niedergeschlagen und erregt ge. Mittwoch vormittag der mit großer Spannung er tönnen. Schließlich sei es soweit gekommen, daß er daß Frau v. Heydebrand stark hysterisch war Vor dem Schwurgericht in Breslau begann am Kinder aus erster Ehe standesgemäß erziehen zu wefen. Ein weiterer Zeuge vertrat die Auffassung, wartete Prozeß gegen den Regierungsrat die ihm zugesagte Rente durch Zahlungs- und an der figen Idee litt, von ihrem Wann schlecht von Heydebrand und der Lasa, einem befehl einziehen ließ. Für die völlige Ber- behandelt zu werden. Kriminalkommiſſär Vigner Neffen des einſtigen Führers der preußischen Kon- rüttung der Ghe macht der Angeklagte den Ober erflärte als Zeuge, es sei seine feste Ueberzeugung, ſervativen. Die Anklage legt ihm zur Laſt, ſeine pfarrer Schäfer verantwortlich, der die Scheidung daß Frau v. Heydebrand Selbstmord verübt habe haben. Regierungsrat von Heydebrand war bei der Durch Vermittlung eines Onkels sei es dann wie komme. Auch die Schwester des Angeklagten vertrat Frau vorsäßlich und mit Ueberlegung getötet zu betrieben und auch seine Enterbung veranlaßt habe. und daß kein anderer als Schuldiger in Frage Breslauer Regierung tätig. Seine zweite Frau, die der zu einer Versöhnung in dem der Frau gehören die Auffassung, daß nicht ihr Bruder die Tat beganverwitwete Rittergutsbesitzerin v. Zobeltis, hat er den Landhause in Kriegnių gelommen. Er gen habe, sondern die Schivägerin freiwillig aus im Jahre 1925 in einem Ostseebade fennengelernt habe geglaubt, es sei alles in bester Ordnung. Die dem Leben geschieden sei. und bald darauf geheiratet. Ein Jahr später wurde Frau jei sehr vergnügt gewesen. Sie hätten zusam die Frau mit einem Schuß in der Schläfe tot im men mujiziert, vor dem Schlafengehen noch eine Zur Frage des Schulbeginns. Montag, den Schlafzimmer aufgefunden. Frau von Heydebrand, Flasche Fruchtjeft getrunken und es sei zu einer völ 7. November, im Karolinum, Hörsaal V, 7% Uhr eine geborene v. Leckow, hatte von ihrem ersten ligen ehelichen Versöhnung gekommen. Vor dem abends, Elternabend der Deutschen Gesellschaft für Manne, dem Rittergutsbesitzer v. Zobeltig, ein gro- Einschlafen habe die Fran nochmal eine Aussprache fittliche Erziehung mit Referat Dr. Arthur Bloches Gut bei Guhrau geerbt. Der Mann war im begonnen. Sie habe dabei von dem Manne ein über:„ Beginn und Dauer des Unterrichts in der Jahre 1915 bei einem Reitun'all tödlich verunglückt. generelles Schuldbekenntnis verlang, Großstadt" anschließend Wechselrede. Eltern, Lehrer, Fünf Monate später gebar die Winve ein Mädchen, daß er schuld an der Zerrüttung der Ehe sei. Da und Aerzte werden eingeladen, vom gesundheitlichen das das väterliche Erbe zu% antreten sollte. Das er darauf nicht eingegangen sei, sondern das Ge und pädagogischen Gesichtspunkt aus zur Frage Kind blieb aber nur einen Tag am Leben. Nun spräch abbrach, sei die Frau wieder sehr verstimmt Stellung zu nehmen. Eintritt frei. Allgemein zu wurde die Mutter Erbin der gesamten Erbschaft, gewesen. Als er dann schon im Halbschlaf lag, habe gänglich. die die Familie von Zobeltitz vergeblich anzufechten er gefühlt, wie sich die Frau über ihn beugte. Er suchte. Zehn Jahre lang bewirtschaftete die Frau habe angenommen, sie wolle von seinem Nachttisch das große Gut. Nach ihrem tragischen Tode stellte das Glas Wasser nehmen. In Wirklichkeit habe sie sich heraus, daß sie ihren zweiten Gatten volltom zum Revolver gegriffen, den er stets nachts bei sich men enterb: und den ältesten Sohn des Bruders gehabt hätte, und sich erschossen. Die Darstellung ihres ersten Mannes zum Gesamterben eingesetzt des Ehemannes von dem Tode der Frau fand zu hatte. Um diese Erbschaft ist noch ein Streit im nächst den Glauben der Polizei. Erst später wurde Gange. der Verdacht laut, daß es sich um eine Ermordung durch den Ehemann handle. Zusammenstoß zwischen Flugzeug und D- Zug. In den Vereinigten Staaten, in der Nähe von Newmarket, ist der Flieger Hobson mit jei nem Flugzeug gegen die Lokomotive eines D- Zuges gerannt. Der Apparat ging in Trümmer, der Flie ger fam überraschenderweise ohne schwerere Verletzungen davon. Er hatte sich im Nebel verirrt und war, um sich zu orientieren, tief herabgegangen. Da bei streifte er auf einem Höhenzug die Lokomotive mit einem Flügel. Der Lokomotivführer brachte den Zug zum Stehen und fand den Flieger bewußtlos in einem Sumpfgelände neben seinem zerstörten Flugzeug. Voltswirtschaft. Zusammenschluß in der Angestellten bewegung. Gattenmordprozeß in Breslau. Ein beispielloses Urteil des Obersten Gerichtes in Brünn. der Maifeier der Brünner Kommunisten im Brünn, 3. November.( Eigenbericht.) Bei Jahre 1925 wurde den Brinner kommunistischen Jugendlichen eine Fahne des russischen Reiterregiments Budjonny überreicht, wobei einige kommunistische Jugendliche ein paar harmlose Worte sagten, zum Beispiel, daß die Fahne in ein rotes Brünn zurückkehren möchte usw. Darauf wurden die kommunistischen Jugendlichen aufošima, Stočet und Michal wegen Vorbereitung zu Anschlägen auf die Republik nach dem Schutzgesetz angeklagt und von einem Straffenat des Brünner Landesgerichtes frei gesprochen. Der Staatsanwalt erhob gegen diesen Freispruch die Nichtigkeitsbeschwerde, der Am Sonntag, den 30. Oktober d. J., traten Die Verhandlung begann mit einer aus der Oberste Gerichtshof aber stattgab. Bei der in Aussig die Verbandsvorstände des Allgeührlichen Vernehmung des Angeklagten, Auf Vorhalt des Vorsitzenden schilderte der An- neuerlichen Verhandlung vor der ersten Instanz meinen Industrie angestellten Ver- der 40 Jahre alt und seit Erhebung der Anklage geklagte dann die Vorgänge in der Todes wurde wieder ein Freispruch gefällt, bandes, Sitz Reichenberg, und des Zentral- seines Amtes enthoben ist. Von Heydebrand schil nacht noch genauer. Aus einem instinktiven Ge- nur Skoček erhielt zwei Monate unbe verbandes der Angestellten in Indu- derte ausführlich seinen Lebenslauf. Seine erste fühl heraus habe er die Lampe angezündet und dingt. Der Staatsanwalt aber refurrierte strie Handel und Verkehr, Siz Teplit- Schönau, Ehe ist geschieden worden wegen Ehebruch des Mansofort gesehen, daß die Frau blutend auf der Wittel- neuerlich und heute hat der Oberste Gerichtshof zuſammen um auf Grund der von den Verbands- nes, nachdem die Ehe an sich zerrüttet war. Seine linie der beiden Betten lag. Das Herz schlug noch. in der Sache endgültig entschieden. In geheimer tagen beider Verbände gefaßten Beschlüsse über zweite Frau schilderte der Angeklagte als außer Er habe sich sofort notdürftig angezogen und die Verhandlung beschloß er unter Vorsitz des Prädie Durchführung des Zusammenschlusses der gewöhnlich willensstark und entschlossen. Sie habe Wirtschafterin geweckt. In seiner furchtbaren Auf- fidenten Popelta, das Urteil zu faffieren, und beiden Verbände die Schlußberatung abzuhalten. in der Leitung ihres Gutes Außergewöhnliches ge- regung sei es ihm gewesen, als ob diese erklärt habe: fällte selbst ein neues Urteil, durch das alle Den Vorsitz führte der Vertreter der Zentral- leistet und er sei sich von Anfang an darüber flar Das sind Sie wohl gewesen?" oder„ Da wird es drei Angeklagten zu ze einem Jahr Ker getvertschaftsfommision des Deutschen Gewerf gewesen, daß seine Frau ihre selbständige Stellung heißen, daß Sie das gewesen sind"." Der herbeiter, außerdem zu einer Geldstrafe von je fchaftsbundes, Six Reichenberg, Franz Ma- nicht aufgeben werde. Er habe befürchten müssen, gerufene Arzt hat dann festgestellt, daß die geiche 2000 K, im Nichteinbringungsfalle zu einem coun. Nach Entgegennahme der Berichte über lediglich die Rolle eines Prinzgemahls zu spielen. in ihrer Lage nicht verändert worden ist. weiteren Monat Kerfer verurteilt wurden. die auf Grund der Verbandstagsbeschlüsse getrof Die Frau habe ihm aus dem Gute eine monatliche Im Verlaufe der weiteren Vernehmung besteitt Außerdem wurde den Angeklagten das Wahlfenen Vorbereitungen stimmte die Konferenz ein- Rente von 1000 Wart zugestehen wollen, womit der der Angeklagte, seine zweite Frau unter Mitwirkung recht abgesprochen. mütig den Anträgen der beiden Berichterstatter Ehemann jedoch nicht einverstanden war. Anfangs eines Heiratsvermittlers geheiratet zu haben. WehrFlorian Bergmann, Reichenberg, vom Allgem. hatte er das Gut selbst zu bewirtschaften versucht, Induſtricangestellten- Verbande und Franz Kirch aber das sei nicht lange gegangen. Sehr bald seien hof, Reichenberg, vom Zentralverbande der Au Reibereien entstanden, zumal auch die Frau den gestellten) zu und genehmigte einhellig die zur Vorwurf erhob, er habe sie nur geheiratet, um seine fach gibt der Angeklagte seinem Bedauern darüber Ausdruck, erst nach dem Tode erfahren zu haben, daß seine Frau wegen einer schweren Strantheit in ärztlicher Behandlung war, worauf ihr Herr Richter, ich hab' ein ,, normales Bermögen," nämlich eine Million Kronen! Prag, 2. November. Der nächste Angeklagte nad) Kopperl ist der Herr Fabrikant Dr. Karl Rößler, Istieg und zum Angriff auf das Kaifertum, oder spazieren tragen konnten. Die Sozialdemokratie, Erzeuger von chemischen Produkten. Es ist selbstver genauer Marimilian Harden, deffen Tod vor einiwer zu ihr überging, der mußte alle Brüden was sein Vermögen betrage, obige Antwort gab, Aus Berlin wird uns geschrieben: gen Tagen aus der Schweiz gemeldet worden ist. hinter sich abbrechen, der mußte ohne Aussicht einen sehr eifrigen Verteidiger zur Seite hatte. RößEin Blender, der in seiner schriftstellerischen auf klingenden Lohn in Reih und Glied mit der ler wird von der Firma Ichthyol Gesellschaft Cordes Wer sich daran erinnern will, wie das Tätigkeit die Erfahrungen verwertete, die er einige Arbeiterschaft fämpfen. Da war es schon leichter, Hermann& Co. in Hamburg geklagt, sich gegen das Deutschland der Kaiserzeit aussah, der braucht Jahre lang als kleiner Schauspieler gesammelt Hardens Zukunft" zu lesen und mit ihm über Markenschutzgesetz vergangen zu haben, indem er eine nur auf den Berliner Surfürstendamm zu gehen hatte. Wenn man die Auffäße Hardens in seiner Wilhelm und die Kamarilla am faiserlichen Hofe, Arznei gegen Hautkrankheiten unter dem Namen oder in eine jener Pracht" straßen, von denen Zufunft" heute nachliest, so staunt man darüber, über Günſtlingswirtschaft beim Militär und in Ammon Ichthyolsulfonoc und Intiolato Sulfoam. der Fremde in deutschen Städten noch heute emp- wie er mit seinem gefünftelten und überladenen der Bürokratie zu schimpfen. Das schien weniger monico verkaufte. Die Samburger Firma hat ein fangen wird. Da stehen die großen Paläste, die Stil eine immerhin große Leserschaft anzuziehen gefährlich und trotzdem blieb das Gefühl, mit ährliches Produkt unter dem Namen Ichthyol und das Barock, die Renaissance, die Gotik imitieren vermocht hat. Aber es war wohl weniger der dabei" gewesen zu sein. Sulfo Ichthyolicum als Schußmarke in diesem sollen. Die Faffaden mit Stuck überladen, Säulen Stil, als der Stoff, mit dem er seine Wirkung An den Prunkbauten des Kurfürstendamms. Staate registriert. Selbstredend hatte auch die Ilaund Herkulesse tragen falsche Balkons, Türme und ausübte. der Kaiser und Königsstraßen werden jetzt die gende Firma einen Advokaten. Der Fabrikant wurde Stuppeln, taube Mauern und blinde Fenster sollen Hardens Glück war, daß der von Wilhelm Stuckfassaden heruntergerissen. Sie passen nicht freigesprochen. eine seichte Romantik vortäuschen. Alles wie aus davongejagte Bismarck Anfang der 90er Jahre mehr in die heutige Zeit der Sachlichkeit. Das den Schaufenstern der Zuckerbäcker, so füß, so einen Literaten brauchte, den er als Rachewerk- deutsche Kaiſertum ist in Schanden untergegangen. herzig, so unecht. Diese Stonditorware, und dazu zeng gegen seinen ehemaligen faiserlichen Herrn Die Zukunft" Maximilian Sardens ist längst Beim Geldwechseln. die, schimmernde Wehr" und noch eine Riefenflotte verivenden fonnte. Und hatte Harden erst die Ge- tot. Jetzt ist ihr auch der Herausgeber, ein leben- Prog, 3. November. Der angebliche Reisende fellten von dem Kaiserreich verfünden: Das bin heimnisse von Friedrichsruh, Bismards Ruhefip, der Leichnam, in das Grab gefolgt. Ein Toter Karl HörI trat in ein Geschäft in den Weinbergen ich, so reich und so mächtig bin ich! Der Reklame fo flogen ihm auch andere Stenntnisse aus jenen ging zu den Toten. Aber die Arbeiterbewegung, und kaufte sich dort etwas um K 2. Als er merkte, chef dieser Zeit war Wilhelm II. Höhen" zu, in denen damals die Politit des die Sozialdemokratie, von der weder Harden, noch daß bei der Kafja ein unerfahrenes Kind von zwöl Was hinter diesen falschen Fassaden steckte, Reiches gemacht wurde. Das war es eigentlich, sein kaiserlicher Gegner etwas wissen wollte, fie Jahren jaße, die Tochter der Geschäftsinhaberin, fiel das hatte die Sozialdemokratic rechtzeitig erfann was Gardens Bedeutung ausmachte: er wurde als leben, sie wachsen. Harden hat die fanligen Stel- ihm plöglich ein, sich eine 100 K Note auswechseln und bekämpft. In welche Gefahren das deutsche Träger wichtiger Dinge gefürchtet, man glaubte len des Kaiserreiches wohl gesehen, aber er war zu lassen. Er strich wohl das Kleingeld für die 100 Volk durch eine Politik gestürzt wurde, die immer in ihm einen Wiffenden zu sehen, man betrachtete zu ſehr Bürger, als daß er erkannt hätte, daß K ein, aber gleichzeitig auch wieder seine Banknote. nur mit großen Worten arbeitete, die der ganzen ihn als den literarischen Wortführer einer Oppo- das ganze Gebäude morsch war. Der Kaiser ist Er wurde durch Zeugen überwiesen und hatte sich Welt die gepanzerte Faust zeigte, die mit einem fition, die gegen den Großsprecher auf dem faiser fort, Harden ist tot. Wer aus der jüngsten Gene- heute vor dem Senate des OLGN. Mrazek ju Reichtum proßte, hinter dem sich viel Talmi ver- lich Thron das Viemard'sche Wert verteidigte. ration weiß heute noch etwas von den Feldzügen verantworten. Da er bereits einige Kerkerstrafen von barg, das hat sich im Kriege und nachher schauer- Die Zukunft" wurde allerdings auch von Leuten die Sarden in seiner Zukunft" gegen Wilhelm 12 bis 15 Monaten auf seiner Strafliste hat, wußte lich erfüllt. Das Bürgerium jener Zeit wollt gelesen, die weder von Bismarck, noch von Wil- und feinen Kreis geführt hat? Freilich ist im er, daß die Sache nicht gut ausgehen würde. Er bat nicht sehen und nicht hören, es machte seine Ge- helm etwas wissen wollten, denen aber der Reich erst der Stud abgeschlagen. Die große daher, nicht wegen Diebstahles, sondern wegen Beschäfte und überließ die Beherrschung der Macht- Klaffentampf der Sozialdemokratie für eine neue, Erneuerung hat faum begonnen. Jeßt ist die truges verurteilt zu werden. Der Senat verniteifte inſtrumente des Staates den Monarchisten, den beffere soziale Ordnung als zu hart und grausam Arbeiterschaft dabei, sich ein schöneres Haus zu ihn zu zwei Monaten einfachen Arreſtes. Im Militariſten, den Bürokraten. Um jo größeres erſchien; die ſich von dem angeblichen„ Sau- bauen: Kein Varod, feine Gotit, feine Renais Auditorium wartete eine Frau, die bei der ÜræcilsAussehen erregte es, daß aus dieser stumpfen herdenton" der Arbeiterbewegung abwandten. fance, aber ein Haus der Arbeit, in dem auch verkündigung weinend und händeringend auf den Masse der satten Bürgersleute ein Mann auf- weil sie hier ihre ästhetischen Gefühle nicht die Freude und der Genuß Wohnrecht haben. Gang lief. Ein Toter ging zu den Toten. er auf Wilhelm II. vorzing. Das war das war die Partei der wirtſchaftlich Enterbten, ſtändlich, daß dieſer Herr, der vom Richter befragt, Seite 6. Chlorodont Chlorodont- Zahnbürsten Kč 8-, K6 7'- und Kč 5'-. Chlorodont- Zahnpaste Kč 4- und Kč 6'-. Freitag, 4. November 1927. Zahnbürsten Zahnpaste Die Chlorodont- Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt paßt sich der natürlichen Rundung des Gebisses gut an, dringt in die engen Zahnzwischenräume und entfernt leicht alle Speisereste, den häßlichen Zahnbelag und beginnenden Zahnsteinansatz. Auch die hinteren Backenund Weisheitszähne werden durch das halbrunde Borstenbüschel erfaßt und geputzt. Lockere Zähne werden durch gleichzeitige Massage des ZahnFleisches befestigt. Die Chlorodont- Zahnpaste schont den kostbaren Zahnschmelz, verleiht den Zähnen elfenbeinartigen Hochglanz, bewirkt durch Sauerstoffsalze eine natürliche Mundreinigung und beseitigt üblen Mundgeruch bei herrlich erfrischendem Pfefferminzgeschmack. Lotschläger Altohol. Acht halbe Biere und ein Menschenleben. die Geschworenen sind milde! Aber Prag, 3. November. Als erster Fall der Schwurgerichtsperiode, die heute vor dem Landesgerichte Prag unter dem Vorsive des OLGR. Nedvod begann, kam die Anklage gegen den Händler Kar! Král wegen Totschlages zur Verhandlung. Der Angeklagte war am 2 September in der Legergasse in den Weinbergen um 7 Uhr abends im Bradáč schen Gasthause eingekehrt und hatte hier fünf Halbliter Bier getrunken. Um etwa balb 12 Uhr nachts war unter Gäſten ein Streit ausgebrochen, in welKleine Chronit. Das Wunder. Rauh und fal: fährt der Herbstwind um das große rote Backsteingebäude, aus dem man Schwester Maria herausklingelt, um ihr ein Maria hat die Nachtwache in der Kinderabteilung schwerfrankes Kind zu übergeben. Schwester des Kreiskrankenhauses zu N. Man legt ihr ein wimmerndes fleines Menschenwesen in die Arme. Wieviel Jammer und Elend haben diese Frauen augen schon gesehen! Ein so verwahrloftes, armes Geschöpfchen sahen sie jedoch noch nie. Das unterernährte Kinderkörperchen besteht nur noch aus Bau und Knochen und ist unkenntlich vor Schmuß. Die ganze Kleidung besteht aus einem fettig feuchten Mäntelchen, deffen Farbe überhaupt nicht mehr festzustellen ist. Dider Schmutz bedeck: das kleine Geficht, das spärliche Haar und die Fingerchen.. Das Kind mochte vielleicht drei Jahre alt, fonnte aber auch ebenso gut schon dop pelt so alt sein. Man hatte es einem Landstrei einer nächtlichen Razzia in einem Schuppen draucherchepaar abgenommen, das die Polizei bei ken vor der Stadt aufgestöbert hatte. Ruſſiſche verständlich machen. Der Mann schien im Elend Flüchtlinge waren es. Sie konnten sich nur schwer völlig abgeſtumpft. Die Frau schrie und jammerte, weil man ihr das Kind nahm. chen sich der Angeklagte einmischte. Der Wirtshausportier Krčma ermahnte Král zur Ruhe und soll ihm auch vorgeworfen haben, daß er ins Wirtshaus gehe, ohne die Zeche bezahlen zu können. Dann drohte ihm der Vortier im Verlaufe eines weiteren Wortwechsels mit Ohrfeigen. Král ging dann an geheitert mit ein paar andern Gästen durch die Rumänische Gasse heim, der Portier folgte ihm und ſoll ihn weiter beschimpf: haben. Dann fiel ihn der Bertier jogar an, indem er ihm eine Ohrieige ver setzte. So wenigstens erzählt der Angeklagte. Wahr ist, daß Král um Polizei rief und vor dem Vortier Angst hatte, weil er ihm voranlief. Dies beſtätigen Zeugenaussagen. Král verjette dem Vortier auf der Bojiště einen Messerstich in den Hals und einen weiteren Stich. Der erste war tötlich. In der Stefansgasse wurde er dann verhaftet. Polizeirat Am nächsten Morgen erschien das ElternDr. Stal muts, der ihn noch während der Nach: Faar im Krankenhause, um nach dem Kinde zu einvernahm, äußert sich, daß Král wohl angeheitert, iehen. Schen blieben sie an der Tür zum Krankenaber nicht volltrunken gewesen wäre, da er sich über zimmer stehen, als wären sie festgebannt. Wit Ort und Zeit orientieren fonnte. Dagegen hatte er großen, runden Augen starrten sie auf das weiße einige Schrammen im Gesicht, die davon zengen, daß Bettchen, in dem ein sind im blütenweißen ihm der Portier vorher übel mitgespielt hatte. Stral Rachitleidchen lag. Das Kind sah so rein und berteidigt sich natürlich mit Volltrunkenheit, weil schön aus, und die hohe Stirn war so weiß, in er noch drei weitere Biere vorher getrunken habe, die sich ein paar seidenweiche schwarze Locken rindie ein Gast namens Solan gezahlt hatte, ferner, gelten. Nein, das fonnte ihr Kind nicht sein. Alle daß er nur aus Notwehr gehandelt habe. Der Ermunterungen der Krankenschwester, doch Staatsanwalt appellierte in einer längeren Rede annäherzutreten, blieben vergeblich. die Geschworenen, dessen eingedenk zu sein, daß ein Geschworenengericht eines geord sie über die Lippen brachten. neten Rechtsstaates würdig sein Beim Lant der Mutterstimme schlug das müsse. Er sagte dann weiter:„ Es iſt nich: Ihre lemne Mädchen die Augen auf. Es blickte die Sache, meine Herren Geschworenen, vielleicht Gnade Eltern an und lächelte weh und süß. Unter Freuzu üben. Das ist Sache des Herrn Präsidenten, dentränen sanken die Eltern vor dem Bettchen dessen Humanität ja bekannt ist." Die Geschworenen in die Kute. Es war also doch ihr Kind. Gott verneinten mit 11 Stimmen die Schuldfrage, wor hatte ein Wunder an ihm geschehen lassen. Sie auf ihn der Senat freispra d). wagten gar nicht, dieses weiße Wunder zu berühren. ,, Herr Richter, diese Fegen sind mein ganzes Hab und Gut!" Prag, 2. November. Der Uhrmachergehilfe Otto Kopperl aus Zižkov ist ein kleines, schwaches Männchen, einer, den man als einen„ Lebensunfähi gen" bezeichnen könnte. Daher tommt es auch, daß er Literatur. unternehmen, und zwar eine Auswahlmannschaft zu dem Feste des französischen Arbeiter- Sportverbandes zu entsenden, welches zu Pfingsten in Lille stattfin bet, die zweite Expedition ist zu den Feierlichkeiten des belgischen Arbeiter- Turnverbandes in Brüssel im August geplant. ( T. 3.) Fußball. Turnspiele. Die Flucht zu den Hilflosen. Dies der Titel einer Novelle Wilhelm Schmidtbonns, die im Kiepenheuer Verlag Potsdam erschienen ist. Der Autor nennt seine Erzählung die„ Geschichte dreier Sunde". Aber diese wundervolle Geschichte ist nur die drei Hunde erzählt, die er im Laufe seines Le- in Aggersdorf. Das Spiel war sehr offen. Das der Kern des Ganzen. Das. was Schmidtbonn über Wien besiegt Niederösterreich knapp 2: 1( 1: 0) bens nacheinander besaß und liebte, das sind ge- Glück war auf Seiten der Wiener. Ausgezeichnete wissermaßen nur die drei Haup: motive einer großen Leistungen boten beide Torwarte. Troßzdem hat das tyrischen Symphonie tiefster Menschlichkeit, inner Spiel nicht die volle Kraftentfaltung und besten lichsten Erlebens und Empfindens, überwältigenden Leistungen beider Mannschaften gebracht. 5000 31Gefühls und Mitleids für allen Schmerz und alle schauer sahen dem Kampf um die Vorherrschaft im Lust aller Kreatur. In die Tierseele hat schon so österreichischen Arbeiterfußballager zu. manch anderer ebenso rein und warm wie Schmidtbonn geblickt; und die unlösliche Verbundenheit des Sundes mit der grandiosen Wildheit seiner Ürahnen hat ein Jack London packender, dramatischer geschildert. Aber den wundersamen Gleichklang, in dem Seele von Mensch und Hund sich finden können, wobei das Tierherz zuweilen stärker und edlerer Schwingungen fähig ist als die erhabene Menschen voll gestaltet wie Schmidtbonn, der damit vomt feele das hat noch keiner so groß, so hingebungsNeuen bewies, daß er unter den vielen deutschen en Boeten ist. Er ist's auch darin, daß er sich in Schriftstellern unserer Zeit einer der wenigen, wah der Sprache eine vollendete künstlerische Form für den herzbewegenden Inhalt schuf. 2. G. Turnen und Sport. Zum Zurnturs im 5. Kreis. Die Handballmeisterschaft des Ajtö. Der große Tag der österreichischen Handballspieler hat den überlegenen Sieg der Turnermannschaft über die Vertretung des Arbeiter- Handballverban des gebracht. Wien- Ottakring schlug Nord- Wien ßenbahn die Favoritner Turnerinnen mit 3: 2 ( 2: 1). besiegen. Besondere Beachtung verdient die verhältnismäßig große Zuschauerzahl. Der RedStarplay jah 4500 Zuschauer, die bei Handballspielen selten aufgebracht werden. 10: 4( 6: 0).- Bei den Frauen konnte Stra Schwerathletif. Internationale Ringwettkämpfe. Zu den Wetts fämpfen des Sportvereins Veikot in Turku( Finnland) traten 33 Stonkurrenten an, darunter zwei aus Lettland. Der Lette Kruse wurde nur vierter in seiner Klasse. Sein Landsmann Anton hatte Uebergewicht und erfitt in der höheren Klasse im ersten Alle Teilnehmerinnen des Frauenburjes haben Gang eine Niederlage.- An den vom 5. bis 7. ihre Ankunft so einzurichten, daß sie bis 8 Uhr November stattfindenden Wettkämpfen des Sport abends in Budmantel, Restaurant„ Schönbrunn", vereins„ Jyry" Helsinki wird die Internationalität jein können.( Am Samstag, den 5. November.) Dort vertreten durch fünf russische und einem norive erfolgt nähere Bekanntgabe über Quartier, Bergischen Ringer. pflegung und über die Stursarbeit. Die Teilnehmer des Männerlehrganges haben Das ist nicht unser Kind," war alles, was Dienstag, den 8. November, bis halb 7 Uhr abends in Teplis. Turnhalle, Königshöhe, cinzutreffen. Alte Teilnehmer haben Schlafdecken und even tuell Stopfpóliter mitzubringen. Für den Tag des Eintreffens hat jeder Surfist selbst für seine Verpflegung zu jorgen. Für die anderen Tage stellt der Kreis die Tagesverpflegung bei. Eine Welt voll Qual- eine Welt voll Liebe Smmm fragend sah das Kind die Eltern an. lag in diesem Kinderblick. Sprechen konnte es nicht mehr. Zu spät war das großze Wunder an ihm geschehen, daß es dem Elend entrissen und in gute Pflege gekommen war. Wir bitten, diese Richtlinien zu beachten. Mit Frei Heil. Ernst Siebsch, Turnwart. Wintersport. Die Wintersportkämpfe der tschechischen Arbeiter- Turnvereine, werden auch nächstes Jahr im Jänner oder anfangs Februar 1928 bei Tannwald ſtattfinden. Die Organisation der Wettkämpfe wird dem dortigen Bezik überlassen. Truck ( 3.3.) Herausgeber: Dr. Ludwig Czch Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emii Strauß. Deutsche Zeitungs- Aktien- Gesellschaft in Brag. Für den Druck verantwortlich: Otto Holih. Prag. Die Zeitungsmartenfrantatur wurde von der Voit- u. Telegraphen Direktion mit Erlaß Nr. 127.451/ VII/ 27 am 11. Mai 1927 bewilligt. KINO- PROGRAMM Vom 4. Noy mber bis 10. November warschau stattgefundenen Kongreß der ArbeiterEinigung in Polen. Im Anschluß an den in sportvereine Bolens fand eine Einigungsverhand sportvereine Polens fand eine Einigungsverhandlung der Arbeitersportorganisationen Polens statt. „ Mein Engelchen! Mein Gotteswunder du!" Infolge der Zerrissenheit war es zur Bildung von 3 verschiedenen Arbeitersportorganisationen gekomflüsterte die glückselige Winter. Da schloß das men. Neben der polnisch sprechenden und der Wran Urania- Kino Mutter. deutſch odkranke Kind die großen schwarzen Augen für sprechenden hatte sich noch eine polnisch- jüdische Arimmer. beitersportorganisation gebildet. Die Verhandlungen Anna Mosegaard. hiciten je ein Jahr Gefängnis. führten dazu, daß alle drei Organisationen eine Zentralstelle bilden und durch diese die Vertretung gegenüber dem Luzerner Internationalen Büro, wie auch der gesamten Oeffentlichkeit übernommen wird. Aufbauarbeit. Der 5. Streis hielt am Sonntag, fich mit seiner Uhrmacherei nicht ernähren kann und auf eine andere Weise versuch:, die Zeit, die er nun leider einmal gezwungen ist, hier auf dieser Erde zuzubringen, irgendwie auszufüllen, ohne daß er un gers stirbt. In letzter Zeit hat er eine Frau auf Grund von Inseraten gesucht. Angeblich schrieb er täglich 20 bis 30 Briefe, die aber wenig Erfolg hatVerurteilung eines Kinobejipers. Der Besizer since Rinos in Montreal, das im Juni einer ten. Nur eine Einzige soll ihm einmal ein Abend Feuersbrunft zum Opfer fiel, wobei 78 Kinder essen bezahlt haben, erzählt er heute in einer bewun dernswerten Offenheit dem Richter LGR. Pudinis verurteilt worden. Zwei seiner Angestellten er verbrannten, ist jetzt zu zwei Jahren Gefäng Dann zeigt er auf seine zerrissenen Schuhe, seine zer fetzte Garderobe id meint:„ No ja, mit dem Hei raten ging es nicht, Herr Rat, schauen Sie doch, diese Garderobe ist mein ganzes ab und Gut!" Aber Kopperl versuchte es dann, nachdem er mit dem Hei raten Bech gehabt hatte, mit etwas Neuem. Er besann sich auf sein Handwerk und ging nun über Land, in die Umgebung Prags. Hier fragte er die Bauern, ob sie keine Uhren zur Reparatur hätten. Er erzählte ihnen, um ihr Herz zu rühren, daß er Vater von fünf Slindern sei. Es fanden sich also Leute, die ihm Uhren gaben und mit Rücksicht auf Hans Duhan gibt am 12. November in der die fünf Sinder befam: er sogar von fünf Lenten Boerse einen Liederabend.( Alte Meister, Wolff, Gte- walder Gebiet im Jänner abzuhalten. K 302. Vorschuß auf die Reparatur. Eine Uhr verfchaninov, Tschaikovski, Zeist, Kovalsti.) feste er, ein paar Uhren nahm er mit, ohne sie zu rückzuerstatten, dann wurde er verhaftet. Er hat sich also wegen Beruntreuung und Betrug zu verantwor ten Schon ist, die Verhandlung beinahe zu Ende und der Senat will den Urteilsspruch fällen, da bekommit der Staatsanwalt aus der Kanzlei die Meldung, daß Kunst und Wiſſen. den 23. Oftober in Weiskirchliß eine Techniferjigung ab, an welcher alle Spartenleiter teilnahmen. Die Sigung befaßte sich besonders mit der Hebung des Geräteturnens, jenen Zweig der Leibesübungen, welcher durch das Aufblühen der anderen Sparten einen Rückgang zeigt. Es ist dies eine Erscheinung, die wir auch in anderen VerbänOrganisationswesen Cinziges deutsches Kino Prags. 2976 Tel.-0.420 In der Heimat... da gibts ein Wiedersehen! LIDO IO Lustspiel. „ Der Pilger im Tale des Todes" Drama des Wilden Westeu in 7 Akten. Hauptrolle Jack noid. Wo verkehren wir? Maurice Delobra wird am 7. November im Ra- den bemerken, die das bisherige Draaifatini Café„ Continental", Prag, Graben Diojaale einen Vortrag halten. Emil Sauer gibt ein einziges Konzert am 8. November in Smetana Saal. der Verbände vor neue Reorganisierungsmaßnahmen stellt. Am selben Tage kamen in Aussig dic Wintersportleiter des Bundes zu einer Aussprache zusammen und wurde beschlossen, den nächsten Bundeswintersporttag im Eich· Demnächst dürften auch die Fußballer, Samariter, die fißung zusammentreten, während die Turner bei ihrer kommenden Tagung die Probleme des nächsten Bundesturnfestes behandeln werden. Feodor Schaljapin wird am 9. November ein Leichtathleten und die Erzieher zu einer BundesKonzert im Lucernasaal veranstalten. Am Programm unter anderem: Beethoven:„ Arie aus Egmont", Mozart Arie des Leporello aus„ Don Juan", Musorgstij:„ Arie aus der Oper Boris Godunov", dem Floh", Schumann:„ Zwei Grenadiere", Stone mann:„ Ej uchnem", Moskauer Volkslieder. Lieder von Massenet, Schubert, Rubinstein und Tschaj Tovstij. noch ein älteres Berfahren gegen stoppers in Schwebe Dargomyšítij:„ Titelrat", Musorgskij:„ Lied von Gastwi aft LIDOVÝ DŮM der Genossenschaft Ganymed Täglich Konzert. PRAG II., Hubernsho Nr 7. Café„ Nizza Kgl. Weinberge, Fochova 27. Unser Stammlokai. 66 2 GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG Warnung. In Deutschland tauchte ta( iener auf, der anscheinend in unzulässiger ist. Die Verhandlung wird daher abgebrochen und Weise die Arbeiter- Turn- und Sportvereine zu brandschaßen versucht. Angeblich vor dem Kopperl neuerlich in die Untersuchungshaft abgeführt, damit zunächst erst die ältere Sache zur Aburtei Faszismus in Italien als Sozialist flüchtig, war er längere Zeit in Marseille in einem Arbeitersport- DRUCK- U. VERLAGSANSTALT lung kommen kann. Stopperl fängt zu weinen an. verein. Es besteht nicht die geringste Ge..Koppert, Kopperl, sind Sie ein Mann oder feiner?" Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Frei währ für die Richtigkeit seiner Angaben. Wenn fragt der Vorsitzende das Männlein, das bis zur tag( 281), 7 Uhr:„ Walzertraum". Sams- fie stimmten, dann begnügte er sich damit, nur das neuen Verhandlung nun nach Pankraß gefährt wird. tag( 31--3), 7 Uhr:„ Sommernachtstraum". Nötigste zu seinem Unterhalt auf seiner Durchreise Es ist selbstverständlich, daß Kopperl nich: einmal Sonntag, 11 Uhr vormittags: Singvereins über Passau nach Wien aufzubringen. Nun kommen einen Er offo Verteidiger zur Seite hatte. Wozu denn konzert; 2½ Uhr:„ Cavalleria rusticana", Nachrichten aus Berlin und Dresden und vom Ausauch? Die Prager Herren Advokaten find ja jo be" Bajazzo"; 7½ Uhr( 30-2): erbst manöland über Brandschauungen. Man gebe ihm dauernswerte Menschen, daß man ihnen doch nicht ver". Montag( 29-1), 7 Uhr:„ Maskenball" nicht s. zumuten kann. in allen Fällen, wo ein Armer sich Spielplan der Kleinen Bühne. Freitag:„ Gy fernen Rechtsbeistand leisten kann, zur Verteidigung ges und sein Ring." Nach Lille und Brüssel. In der letzten Sizung Samstag: Olly des Zentralausschusses des tschechoslowakischen Arbeiausnahmslos verpflichtet zu werden!! Bolly." Sonntag, 3 Uhr:„ Olly Polly." ter- Turnverbandes( DTJ.) wurde beschloffen, in IN TEPLITZ SCHONAU 7% Uhr: Bunbury." Montag: Rutuli." Jahre 1928 zwei Turnfahrten ins Ausland zu empfiehlt sich den p. t. Behörden, Vereinen, Organisationen. Gemeinden und Kaufleuten zur Herstellung von Drucksorten wie: Tabellen. Büchern. Broschüren. Zeitschriften. Zirkularen. Mitgliedsbüchern. Einladun gen, Plakaten. Flugschriften. Fakturen. Briefpapieren. usw. in solider und rascher Ausführung. Setzmaschinenbetrieb und Rotationsbetrieb. TISCHLERGASSE NR. 6.