Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Berwaltung, Prag, I., Nefazanta 18 Telephone: Tagesredaktion: 26795, 31469. Rachtredaktion: 26797. Poftichedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlan. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Ein Priester ist Fürsorgeminifter... treten." Samstag, 5. November 1927. Bezugs Bedingungen: Bei zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.. Kè 16.vierteljährlich halbjährig ganzjährig.. 48.96.192.Rüdstellung von Manustripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich( rlih Nr. 259. Der Konflikt auf den Eisenbahnen. Eine Rundgebung der Grefutive. Die Erefutive der foalierten Eisenbahnerorganisationen hat am Freitag, den 3. November 1. J. eine Plenarsihung abgehalten; in erster Linic nahm sie den Bericht über das Einschreiten der Vertreter der politischen Parteien beim Ministerpräsidenten Svehla zur Kenntnis. Nach Anhörung dieses Berichtes wurde beschlossen, in der begonnenen Aktion, welche die Erefutive als die ihrige ansicht, in vollem Umfange fortzuschreiten. Weiter wurde beschlossen, daß in den nächsten Tagen an alle Eisenbahnbediensteten ein Manifest herausgegeben werden wird, in welchem die Art der Abwehr und des weiteren Vorgehens verlautbart wird. Zur Erklärung des Präsidiums des, Spolek úředníků se středoškolským vzděláȧnim."( Mittelschüler- Verband) konstatiert die Erefutive, daß die Kundgebung der Solidarität der übergroßen Mehrheit der Verkehrsbeamten mit dem Vorgehen der Exekutive dafür zeugt, daß es sich um einen wirkungslosen Versuch einzelner Personen handelt, die Solidarität des gesamten Eisenbahnpersonals zu zersplittern. Die Erefutive erklärt mit heutigem Tage ihre Permanenz; sie ist überzeugt, daß die Eisenbahnbediensteten in dieser Abwehrbewegung mit der gleichen Einheitlichkeit, mit der sie dieselbe angetreten haben, harren, und zwar bis zu dieser Zeit, bis zu welcher die Erefutive von der Regierung annehmbare Verhandlungs bedingungen erhält. Sic appelliert an die breite Oeffentlichkeit, daß sie die Werkehrsschwierigkeiten, soferne diese die Folge dee hartnädig abweisenden Stand= punktes des Eisenbahnministeriums zu den Forderungen find, garantierten, Ansprüche erhalten, ruhig und ohne Vor einge die Eisenbahner mögen wenigstens die minimalen, durch das Gehaltsgesch nommenheit beurteilt. Die Eisenbahnbediensteten haben sich durch acht Monate bemüht zu einem friedlichen Ergebnisse zu gelangen, sic haben zur Abwehr erst dann gegriffen, als alle friedlichen Mittel crschöpft waren. werden des Anspruches auf das bißchen Ver-| jorgung im Alter oder im Falle ihrer Invali-| dität verlustig erklärt, einer Million Arbeiter und Arbeiterinnen werden die Ansprüche verschlechtert. Die Geistlichen haben ihr ,, Unser Ziel ist, die Lehren des christSchäflein im Trocknen, weiter lichen Sittengesetes in ihrer reicht das soziale Empfinden der unverjährbaren Geltung auch Klerikalen nicht. Und damit nicht am gogenüber der heutigen Wirtschaft zu vec- Ende bei der Handhabung der Sozialfürsorge treten. Unsere Aufgabe, eine Wirtschafts- nach christlichen Begriffen zu viel Menschlichkeit verfassung heraufzuführen, welche aus den und Humanität aufgewendet werde, soll durch Ideen des christlichen Solida den Schwindel der Parität die Verwaltung der rismus lebt. Wir sind nach Pflicht Strankenversicherungsanstalten den versicherten und Gewissen für alle jozialen Arbeitern und Angestellten entrissen werden. Probleme mit dem Maßstab unseres Was verschlägt es den Klerikalen, wenn ein sozialen Programmes und im Geiste des christlichen Solidarismus einge jugendlicher Arbeiter bald nach seiner Auslehre das Unglück hat, ein Strüppel zu werden, ohne daß er Anspruch auf eine Invalidenrente erAlso sprach der Reichsparteisefretär Dr. langt hat, weil sein auf die Ausbeutung jugendKirsch im Mai 1926 auf dem Parteitag der licher Arbeitskraft erpichter Lehrherr ihn nach deutschen christlichsozialen Volkspartei. Das ist dem christlichen Sittengesetz erst mit vollstreckdie Theorie vom christlichen Solidarismus tem 16. Lebensjahr bei der Versicherung anzuund christlichen Sittengeseß, die Praxis der melden brauchte! Kein wahres christlichsoziales christlichsozialen Partei sieht anders aus. Seit Gemüt wird sich durch die Vorstellung beschwert mehr als einem Jahre ist ein Führer der fühlen, welches traurige, erbarmungswürdige deutschen Christlichsozialen Mi- Los die armen Heimarbeiter und jene landnister, ein anderer Selerifaler, ein hoher wirtschaftlichen Arbeiter im Alter erwartet, da Priester sogar, der Monsignore Sr a me f, ihnen der geistliche Herr Fürsorgeminifter das steht an der Spitze des sozialen Fürsorgemini Recht auf Versorgung im Alter abspricht. Und steriums. Welche Gelegenheit, die Wirksamkeit der chriftliche Sozialismus, wie er von dem des christlichen Sittengesetzes zu beweijen, den Sramef, Mayr- Harting, Feierfeil und Hilgenchristlichen Solidarismus, der nach fleritaler reiner vertreten wird, findet es auch ganz in Behauptung den Sozialismus überflüssig macht, Ordnung, wenn die Fürsorge für den franken in Taten umzujeßen, durch Proben darzutun, Menschen, die Verwaltung der Stranfeninstitute, Um die begreifliche Erregung der Eisenbahn stehenden Zustandes abändern werde und er ließ daß das soziale Empfinden der Parteien der ganz in die Hände der Unternehmer und ihrer hediensteten und die Gründe zu verstehen, welche auch durchblicken, daß er gegen eine Abänderung fatholischen Stirche lebt und das soziale Pro- Handlanger gelegt wird. Exekutive der Eisenbahnerorganisationen, und Ergänzung der strittigen Regierungsver gramm der christlichjozialen Partei fein toter Es wäre zu viel erwartet, wollte man erhinter der 150.000 Eisenbahnangestellte stehen, ordnung nichts habe. In Wirklichkeit aber hai Buchstabe ist. Ein Jahr der Probe! Eshoffen, die Sterifalen und christsozialen würden bewogen haben, die Verhandlungen mit dem die Systemisierung die Dienst- und Lohnhat genügt, zu zeigen, was das christliche Bolf einsehen, welcher sozialen Untat sie sich schuldig ganze Geschichte des Kampfes der tschechoslowa strophaler gestaltet, sie hat nicht nur Eisenbahnministerium abzubrechen, muß man die verhältnisse der Eisenbahner noch katavon jenen zu erwarten hat, die mit dem Namen machen, da sie sich bei der Aenderung des So- fischen Eisenbahner um bessere Lebensbedin die Hoffnungen des Eisenbahnpersonals nicht er Gottes auf den frommen Lippen ihre politische zialversicherungsgesetzes ausschließlich vom Par- gungen, wie er in den letzten anderhalb füllt, sondern dieses in ihrer Auswirkung noch Agitation betreiben, es hat genügt, die klerikalen teihasse und von der Rücksicht auf das Unter- Jahren geführt wurde, kurz refapitulieren. Die härter betroffen als irgend ein Mensch annehmen Parteien als die Helfer und Slopffechter der nehmertum feiten lassen, aber es gibt doch in Grundlage für das Dienſtverhältnis und die konnte. reichen Grundherren, der Finanz- und In- der christlichsozialen Partei auch Arbeiter! Gehaltsbezüge der Eisenbahner bildet das be Am 6. Oktober fand nun ein neuerlicher duſtriemagnaten zu entlarven. Einem Der armen Menschen, die sich der christlich fannie Gehaltsgefeß 103 aus dem Jahre Kongreß der Eisenbahner statt. Er erklärte die Priester ist die soziale Fürsorge sozialen Bartei angeschlossen haben, weil sie denken insbesondere seitens des Verbandes der zufriedenstellend, weil das Ministerium der 1926, welches schon damals die größten Be- Saltung des Eisenbahnministeriums nicht als anvertraut! Benützt er seine Stellung, vertrauensvoll hofften, dieje Partei werde zu Eisenbahner hervorgerufen hat. Daß diese Be wichtigsten Frage nach Abänderung der in Rede benützen die Christlichsozialen ihre Zeilnahme ihrem irdischen Wohle die in der Kirche und denken berechtigt waren, bewies die Durchstehenden Regierungsverordnung zähe aus dem an der Macht", um den Schutz der Arbeitskraft, Religionsstunde gelehrten christlichen Grund- führungsvorschrift zu diesem Gefeße, Wege ging. Die Bereitwilligung des Eisenbahn des einzigen Stapitals, das die armen Sklaven jäße auch im politischen und sozialen Leben an welche im März dieses Jahres herausgekommen ministeriums, über alle Fragen zu verhandeln, des Stapitalismus besigen, auszubauen, das un- wenden, sind in dieser Partei jogar weit mehr, ist. Diese Durchführungsverordnung wurde von hatte demnach nur einen geringen Wert, weil zulängliche Werk der Sozialversicherung zu ver- als der Besitzenden. Gut 70 bis 80 Prozent der Regierung erlaffen, ohne daß sie mit eben das Ministerium auf der Durchführung der beffern? Den militärischen Rüstungsfonds haben der christlichsozialen Parteiangehörigen gehören handelt hatte, obzwar die Eisenbahner im Berhältnisse auf den Bahnen geschaffen wurden, den Vertretern des Personals ver Regierungsverordnung beharrte, durch welche ſie gespickt, den Beißenden ausgiebige Steuer den proletarischen Geſellſchaftsschichten an, die, aber auchstabroussoukibre, e die für das perſonal, einfach unerträglich find. geschenke gemacht, den wohlhabenden Agrariern fei es von einer fargen Pension, sei es von je liche Vertretung haben, mit der die Re- Deswegen fonnten also die Verhandlungen, die. zuliebe Lebensmittelzölle beschlossen, und sie dem Ertrag ihrer Hände Arbeit als gewerbliche gierung über alle Maßnahmen, welche das unter dem Vorsiz des Ministerialrates se ron haben auch nicht an die Taschen ihrer eigent- oder Nabritsarbeiter, Näherinnen, fleine Be Dienstverhältnis des Personals betreffen, užilka stattgefunden haben, zu feinem Ergebnis lichen Führer und Organisatoren, der fatho- amtinnen uim. ihr wenig frendevolles Dasein verhandeln verpflichtet ist. Aus die gelangen. Zum Schluß erklärten die Bertreter lischen Geistlichen vergessen, denen sie aus fristen. Was jagen diese Menschen, die doch auch fem Vorgehen mag schon ersehen werden, daß es der Regierung, bzw. des Eisenbahnministeriums, Staatsmitteln viele Weillionen durch Erhöhung Opfer der heutigen Ordnung sind, und die ihre den Konflift hinarbeitete. Nach der Herausgabeführt werden, und erst wenn sich gewiffe die Regierung war, welche von vornherein auf die Verordnung müsse durchge der Stongrua zuschanzten. Aber wo blieb Gesundheit und ihr Leben sür den heiligen der Verordnung waren nun alle Eisenbahner- Särten zeigten, wäre die Regierung bereit, dar der christliche Solidarismus und Mehrwert des Unternehmers ristieren, zu dem organisationen überzeugt, daß die Eisenbahner über zu verhandeln. Die Vertreter der Regierung die christliche Nächstenliebe gegen Treiben ihrer Partei? Empfinden sie es nicht dadurch gegenüber den früheren Zuständen bewollten die Sache einfach auf die lange überbemarbeitenden über dem arbeitenden Volfe? Nidhi ale eine ihnen und ihrer Stlajje, aber auch dem nachteiligt worden wären und es fam zur Bil Bant schieben, was sie übrigens seit Mioals die erste, vorläufig letzte Tat bieten sie ihm Gedanken des christlichen Sozialismus zuge dung einer Erefutive aller Eisenbahnerorga naten taten. Einem folchen Vorgehen den Verderb der Sozialversiche- figie Schmach, wenn ihre Partei ihnen für nisationen, die seither die Verhandlungen geführt fonnten die Vertreter der Organirung! Ein Sozialdemokrat war Fürsorge- das ihr von ihnen entgegengebrachte Vertrauen Die Exekutive hat von Aubeginn annteressen der Eisenbahner zu geminister, als die Sozialversicherung geschaffen mit der Verteuerung des Zuckers für ihr bißchen den Bersuch gemacht, die ganze Frage des fährden. wurde, ein Priester ist Fürsorge- Staffee, mit der Erhöhung der Preise für Brot, Dienstverhältnisses und des Einkommens der Die gesamte Oeffentlichkeit muß sich also minister, da dieses Werk ruinieri startoffel, Fleisch usw., und schließlich mit dem Eisenbahner einer friedlichen Regelung darüber flar sein, worum der Streit geht. Es Raub jozialer Rechte der Arbeitenden den Dank zuzuführen. Im April wurden seitens der Ere handelt sich um die Bewertung der Die Klerikalen sollen es noch einmal wagen, abstattet? futive Abänderungsanträge zur Durchführungs Dienstleistung des Eisenbahners. Worte wie christliche Solidarität zu proſtituie Dreileritate Parteien stehen Dreiflerifale Parteien it chenverordnung der Regierung überreicht. Wie be- Der Dienst des Eisenbahners ist ein verantwort rechtigt die Forderungen der Eisenbahner sind, licher, gefährlicher und die Geistes- und förperren! Das dröhnende Hohngelächter der Hölle in der Regierungsmehrheit, ein fei mir an einem Beispiel flargemacht. Während lichen sträfte in hohem Maße verbrauchender. wird ihnen antworten. Eine saubere Solidari Priester ist Fürsorgeminister und im alten Oesterreich die Eisenbahner mit Rüd Ein altes Sprichwort sagt vom Eisenbahner, tät, die zuerst den eigenen Wanst der Schutz der Alten, Schwa che nicht auf die Gefährlichkeit ihres Beruses besser daß er mit dem einen Fuß im Grab und mit füllt, dann erst sich der Armen erinnert, aber und dranken wird abgebaut! Ein bezahlt gewesen sind als die anderen Staats- dem anderen im Kriminal steht. Es ist imt höch nur in dem Sinne, ihnen in einer Zeit nied Priester ist es, der an der Spitze des jeder bediensteten der gleichen Stategorien, wurde nun sten Waße ungerecht, als die übrigen riger Arbeitslöhne den Brotkorb durch Rücksicht und Einsicht baren Ausbeuteringus durch die Durchführungsvorschrift, welche eben niedriger bezahlt werden soll den Streitgegenstand bildet, das Verhältnis um Staatsbediensteten. Wenn die Regierung bereit Zölle höher zu hängen! Sie nennen einhermarschiert, um die Sozialversicherung gekehrt, die Staatsbediensteten sind nun beffer ift, Dienstzulagen zu bewilligen, die pro Manu ſich Chriften, geben vor, nach den Geboten der zu verschlechtern! Das wird als ewige Schmach bezahlt als die Eisenbahner der gleichen State 180 bis 400 K jährlich betragen, so ist das dirett Stirche zu handeln, aber nicht anders erinnern im Schuldbuch des Klerikalismus eingetragen goric. lächerlich. Die Eisenbahner haben gerade in sie sich ihrer Christenpflicht, als indem sie die bleiben! Die Folgen werden nicht ausbleiben. Am 19. Mai fand nun, wie sich unsere der letzten Zeit mit der größten Zuckersteuer erhöhen. Solidarität mit Schon der 16. Oktober hat bewiesen, daß es Leser noch erinnern werden, eine große Rundelbstaufopferung ihren Dienst den Zuckerwucherern, aber nicht eine Vergeltung gibt, und je schandvoller und gebung der Eisenbahner statt, welche das bis versehen, haben Dienstleistungen vollbracht, mit den Armen, die nach dem Willen brutaler die Christlichsozialen den von ihnen herige Vorgehen der Erefutive guthieß und sich die geradezu menschenunmöglich sind. Den dieser Wuch- Christen, mit ihren mühselig er zum Zwecke des Seelensanges verkündeten hinter die von der Erefutive erhobenen For Eisenbahnern handelt es sich durchderung stellte. Der Ministerpräsident tat so, als aus nicht, wie ein bürgerliches Blatt unworbenen arinjeligen Groschen die Geldiäcke der christlichen Solidarismus mit Füßen treten, wollte er tatsächlich den Forderungen der Eisen längst geschrieben hat, um eine PrestigeZuderbarone füllen müffen! Christliche Sozial desto eher werden den irreqeiührten christlich- bahner entgegenkommen. Er versprach damals, frage. Die Regierung hat der Frage der Zupolitit! Die Sramet, Mayr- Harting, Silgen- sozialen Proletariern die Schuppen von den daß vis Ende Juli die Frage der Nebenbezüge rücknahme der Regierungsverordnung Nr. 15 reiner und Hlinka stehen eben im Begriffe. sie Augen fallen! und Dienstzulagen würde geregelt werden, daß den Charakter einer Prestigefrage dadurch aufgedic Systemisierung die ärgsten Härten des bedrückt, daß sie diese Verordnung nicht den gewird! 8u üben. 750.000 Arbeiter und Arbeiterinnen sationen nicht zusehen, ohne die der Eisenbahner Seite 2 Der schwere Konflikt zwischen der Gesamtfeylichen Vertretern des Versonals vergelegt hat, wozu sie ihren eigenen Verordnungen nach verheit der Eisenbahnangestellten ohne Unterschied pflichtet gewesen wäre. Den Eisenbahnern han delt es sich um ihr gutes Recht. Sie wollen ange sichts des gefahrvollen Dienstes, den sie leisten, angesichts der Anspannung ihrer förperlichen und geistigen Sträfte eine menschenwürdige Existenz führen. Jeder, der gerecht und billig denkt, jeder, der den schweren Dienst auf den Eisenbahnen fennt, wird an dem Kampfe, der nun anhebt, auf seiten der Eisenbahner und ihrer gerechten Sache stehen. der Richtung und der Regierung hat sich unheilvoll verschärft. Welche Folgen eine weitere Zuspigung des Konfliktes nach sich ziehen müßte, braucht des näheren nicht auseinandergejent zu werden. Dennoch führt die Regierung die Verhandlungen in einer Weise, die erken nen fäßt, daß es ihr an ernstliche m Willen zur Verständigung man= gelt. Denn da die Regierungsverordnung Nr. 15/27 den Ausgangspunkt für die gerecht fertigte, ja selbst von der Regierung als gerechtPrag, 4. November.( Tsch. V. B.) Das fertigt anerkannte Unzufriedenheit der EisenEisenbahnministerium ſetzte heute die Berhandbahner bildet, ist ihre Abänderung die Vorlungen bezüglich der Nebenbezüge für die Ange- ausseßung für das Zustandekomstellten der Staatsbahnen mit dem Zentralaus schuß der Vertrauensmänner fort. An diesen Verhandlungen nehmen die Vertreter der in der Exekutive zusammengeschloffenen Organisationen nicht mehr teil. Die Angelegenheit wird mit den Vertretern der Eisenbahnangestellten im Zentral ausschusse der Vertrauensmänner endgültig ge regelt werden.( Diese Verhandlungen über die sogenannten„ Nebenbezüge" der Eisenbahner haben nichts mit den Verhandlungen der Exefutive über die Gestaltung der Lohn und Ar Die angeborene Pflichterfüllung" der Landbeitsverhältnisse der Eisenbahnbediensteten int allgemeinen zu tun. D. Red.) men einer Einigung. Die Regierung hat aber die Abänderung dieser Verordnung fategorisch abgelehnt. Auf diese Weise können die Verhandlungen naturgemäß nicht zu Inland. Gingedent der Knödelschüssel... bündler. cinem gedeihlichen Ergebnisse führen und es Samstag, 5. November 1927. Genosse Dietl ist daher, da die Regierung versagt verweist darauf, daß die Ausgaben bei einzelnen hat, das sofortige Eingreifen des Ministerien im Vergleiche zum Jahre 1923, wo Parlaments notwendig. Wir halten wir noch keine stabilisierte Währung hatten, und es daher für notwendig, daß das Abgeordneten- die Situation eine außerordentliche war, wehaus unverweilt zusammentritt, den Bericht sentlich gestiegen sind. So betragen die des Ministerpräsidenten und des Eisenbahn- Mehrausgaben beim Ministerium des Innern ministers entgegennimmt und ohne Verzug der 61 Millionen, im Schulwesen 35, bei der sozialen Regierung solche Direktiven gibt, welche ge- Fürsorge 130 Millionen Kronen. Auch gegen eignet sind, eine Lösung des Konfliktes herbei über dem Vorjahre verzeichnen zwölf Refforts zuführen. Auch die Regierung selbst sollte das Mehrausgaben. Es wäre am Plate, mit grö Bedürfnis haben, die Vermittlung eines Uitgerer Gründlichkeit bei den einzelnen Posten zu parteiischen anzurufen. Wenn sie dies nicht untersuchen, ob diese Mehrausgaben tut, muß das Parlament aus eigener Initiative tatsächlich notwendig waren. Der handeln. Opportunismus des Herrn Finanzministers beWir ersuchen daher das Präsidium, die züglich der Konjunktur, wie er sich aus seinem sofortige Einberufung des Abgeleßten Exposé ergibt, ist feinesfalls gerechtfertig ordnetenhauses zu veranlassen und von der angeblich steigenden Kauftraft im und sich mit der Regierung wegen Abgabe einer Inlawde ist bei den arbeitenden Wassen absolut Erklärung in Verbindung zu seßen. nichts zu spüren. Das sieht man deutlich an dem sinfenden Verbrauch einzelner Nahrungsmittel, so als daß wir ihr entgegengesetzt handeln könnten. insbesondere bei Zucker und Brotgetreide. Die Diese Einstellung wird uns keineswegs Rauffraft ist bei uns weit niedriger als in allen anderen Staaten. Bei uns ergeben die direkten Nachteile, sondern sie wird uns vorwärts bringen, weil sie in konsequenter Verfolgung sich fonfequenter Verfolgung sich Steuern eine Einnahme von 1823 Millionen schließlich doch durchsetzen muß. Rückschläge Steuereinnahmen, die indirekten Steuern dem Kronen, d. i. gleich 17 Prozent der gesamten werden an diesem Sachverhalte nichts ändern." gegenüber 7951 Millionen Kronen gleich 83 ProIm Budgetausschuß hatte Herr Win- Herr Windirsch macht sich's leicht! Da zent. Ein ganz umgekehrtes Verhältnis besteht in dirsch die chrenvolle Aufgabe, im Namen der Deutschland ihn nicht unter seine Fittiche nimmt, England, wo die direkten Abgaben 61.6 Prozent, Die Weisungen werden befolgt. Landbündler ihrer vorgesetzten Behörde, nämlich tröstet er sich mit der Pflichterfüllung in einem die indirekten dagegen bloß 38.4 Prozent. Schon Prag, 4. November. Die Lage auf den der Prag, 4. November. Die Lage auf den den tschechischen Koalitionsvertretern, und auch Staate, der den Deutschen, die zu dieser Pflicht daraus ist ersichtlich, daß auch bei uns eine Eisenbahnen ist andauernd ernst. Wie von meh- der Opposition klar zu machen, daß für die erfüllung angeblich geboren sind( wahrscheinlich Entlastung bei den indiretten reren Abgeordneten in der heutigen BudgetLandbündler die alte Parole gilt: We aul halso, wie andererseits der Švehla zum Herrschen Steuern herbeigeführt werden muß, weil nur debatte im Ausschuß; betont wurde, leisten ten und weiter dienen. Herr Windirsch geboren wurde), noch immer ihr Recht vorent so die Kaufkraft der Konsumenten gehoben werden die Eisenbahner den von der Egeln drückte das so aus, daß die Ministerschaft des hält. Es fist also viel zu tief in den Herzen kann. tive ausgegebenen Weisungen Herrn Spina seine Partei veranlasse, für das der Aktiviſten, so tief anscheinend, daß sie es erst Redner urgiert die endliche Lösung der Re stritt Folge, d. h. es wird in etwa 25 grö- Budget zu stimmen, daß sie also jeder Wahl bei ihrem Regierungseintritt entdeckten, denn parationsfrage und die Abrechnung der Beren Bahnhöfen genau nach den einschlägigen überhoben sei. Er wollte aber, nachdem er über vorher liebten sie es noch, in anderen Tönen zu Zentralen und verlangt Aufklärung über die Ver Dienſtvorschriften gearbeitet. Augenblicklich sind das mangelnde Verſtändnis der tschechischen reden. Und die Hauptsache, es hat ihnen keine pachtung der Eisenbahnen und die nationale Bus die Folgen namentlich für den Personenverkehr Mehrheitsparteien für die Wünsche der Afti- Nachteile gebracht! gehörigkeit der Angestellten in den Staatsbetrie noch nicht start fühlbar; wenn sich aber in den visten geklagt hatte, die vorgesetzten Herrschaften Nein, wahrhaftig nicht! Die Herren sind ben. Er polemisiert gegen den Abgeordneten nächsten Tagen allmählich die größeren Bahn- wieder versöhnen und doch etwas zu Lob und ganz gut gefahren bei der Politik des Dienens Windir sch und meint, dessen Rede habe den höfe mit Waggons verstopfen sollten, dann müßte Preis des Regimes jagen, das er mitverant- und der Pflichterfüllung" und eingedenk der Eindruck gemacht, als sei sie von den anderen fich naturgemäß auch eine Rückwirkung auf den wortet. Er sprach daher von der Besserung der großen nödel, die es für treue Dienste oalitionsparteien bestellt worden. Personenverkehr in Form von größeren Ver- wirtschaftlichen Verhältnisse, die bekanntlich den gab, hat Windirsch sich wahrscheinlich zur Resig- Wenn Windirſch meint, der Fortschritt sei unverspätungen zeigen. Aktivisten sehr gelegen fam, obschon sie wahr nation auf Deutschlands Fittiche entschlossen. fennbar, jo tönnen wir nirgends einen Spät abends verbreitet das amtliche Preß- haftig nichts dafür können, und meinte, daß sie sier kann man wirklich sagen:„ Vor Tische Fortschritt erblicken. Wir sind vielmehr büro eine Darstellung, daß angeblich nirgends allen Nationen und Bevölkerungsschichten zugute las man's anders. denn der Gesin- erfüllt von der größten Sorge und wünschen, eine much nur Anzeichen einer passiven Rejſiſtenz zu tämen. Wer die Erhöhung der Profite mit den nungswandel, der aus Windirschs geiſtvoller Umkehr unserer Finanzwirtschaft. bemerken seien. Dem widerspricht aber selbst die niedrig bleibenden Löhnen vergleicht gestern Erörterung unseres Daseinszweckes spricht, hat In einer Replik beruft sich Minister Dr. offiziöse„ Prager Presse", die zugibt, daß sich die konnten wir Beiſpiele anführen- wird er sich bei den Landbündlern erst nach dem Ge Englis auf die volkswirtschaftliche Studienab Arbeit nach den Vorschriften fühlbar macht. Auch messen, wie gleichartig alle Bevölkerungsschichten nusse der großen Regierungsknödel teilung der Nationalbant, aus deren Feststellungen das Abendblatt des„ Pravo Lidu" bringt die uns an der Besserung der Verhältnisse teilhaben. Die eingestellt. sich ergebe, daß sich die innere Stauffraft erhöht fonfizierte Meldung, daß seit Mitternacht auf eine Milliarde Zollverdienſt, die von den Agra Nur schade, daß es so viele Leute gibt, die habe, und zwar infolge der GetreideFreitag auf den Eisenbahnen eine stark ver- riern konsumiert wird, muß doch jemand auf den„ wertvollen Inhalt" und die sölle(!) zugunsten der Landwirtschaft. Das schlechterte Verkehrssituation zu bringen! Dann aber suchte Windirsch nach einer wertvolle Auswirkung" des Knödel- zeige ich namentlich in den landwirtschaftlichen bemerken sei; die Zugsverspätungen, die bisher Forntel für die nationalen Erfolge des Aktivis- Treffens nicht wahrhaben wollen! Diese Leute Investtionen. Wenn er erklärt habe, er fürchte greifen nach dem genannten Blatt nun auch auf den Personenverkehr über. Zugeftändnisse Svehlas? Der Ministerpräsident hat in Verhandlungen mit Vertretern einzelner politischer Parteien verschiedene finanzielle 3ngeständnisse angeboten, doch beharrt er nach wie vor auf der Weigerung, die Systemisierungsverordnung abzuändern. Die Exekutive hat mit diesen Berhandlungen nichts zu tun. Das Parlament muß einschreiten! Unser Abgeordnetenklub verlangt schleunigste Einberufung des Barlaments. Der Klub unserer Abgeordneten hat gestern an das Präsidium des Abgeordnetenhauses folgende Zuschrift gerichtet: Der falsche Prinz. 5 Leben und Abenteuer. Von Harry Domela. mus und er offenbarte fich folgendermaßen: „ Heute, wo die Deutschen nach dem ersten Jahre ihrer Mitarbeit die Bilanz ziehen, gibt es wohl nurmehr wenige, die den wertvollen Inhalt und die wertvolle Auswirtung diefer Tätigkeit nicht anerkennen möchten. Diese Wenigen sind auf beiden nationalen Seiten zu finden. Insoweit dabei Deutsche in Betracht lommen, deren Unversöhnlicheit den neuen Zustand noch immer ablehnt, muß ihnen gegenüber darauf hingewiesen werden, daß ein Deutschland, das alle seine Kinder unter seinen Fittichen vereinigte, noch nie be standen hat. Immer gab es eine Anzahl Deutsche, die außerhalb Deutschlands Grenzen in anderen Staaten leben mußten, und die hier durch ihre gewissenhafte Auffassung und Erfüllung der Pflichten auch nicht die schlechtesten Staatsbürger waren. dirsch wohl meinte, am 16. Oktober bewirkt und Meinung auf die Bestellungen, die unsere Indu sie werden des agrarischen Optimismus unge- strie auf Monate hinaus habe. Die Entwidlung achtet, weitere Rückschläge und Rücken des Kapitalmarktes, d. h. die Herabsetzung des schläge herbeiführen, dann mag sich Windirsch Zinssusses, sei bei uns direkt die Ursache Tafür, nach jemandem umsehen, der ihn unter die daß sich die Räder der Wirtschaft wieder zu drehen Fittiche nehmen wird! beginnen. Budgetausschuß. Der tschechische. Nationalsozialist Bergmann bezweifelt, daß die für die Regelung der Beamtengehälter vorgesehenen siebenhundert MilPrag, 4. November. Der Bugetausschuß des lionen tatsächlich aufgebraucht wurden, und proAbgeordnetenhauses setzte heute die General- testiert gegen die Behandlung der Eisenbahner debatte über das Budget fort. Knirsch( dtsch. durch die Regierung. Englis stellt amtliche Nat. Soz.) polemisiert gegen die gestrige Rede des Daten in Aussicht, welche die Behauptung BergLandbündlers Windirsch und konstatiert, daß sich manns widerlegen würden. auf dem Gebiet der Sprache und der Schule seit Hafen( Stommunist) gibt der Hoffnung dem Regierungseintritt der Aktivisten gar nichts Ausdruck, daß auf den Bahnen bald so eine geändert hat. Der tschechische Nationalsozialist Ralamität herrschen werde, daß die Regierung Slavičef erflärt, Meldungen zu haben, daß schließlich begreifen werde, daß die brüske Ab die passive Resistenz bereits an 25 Stellen aus- lehnung der Forderungen der Eisenbahner auch Uus ergeht es ebenso! Auch uns sißt die angegebrochen sei, er rate darum zu staatsmännischer für die Regierung die schwersten Folgen haben borene Pflichterfüllung viel zu tief, Einsicht und Wäßigung. müsse. Die Debatte wird morgen fortgesetzt. heimatlos, sah ich nur einen kleinen Umkreis. Sonst mußte gekommen. Nein, nein! Ich tat es nicht.- So Es war mir, als ob man mir die Kleider vom Copyright 1927 by Malik- Verlag A.-G., Berlin W. 50 ich von morgens früh bis abends spät in der ging ich zu Bett; doch einschlafen konnte ich nicht. Leibe risse und mich vor aller Augen auspeitschte. Wohnung Lakaiendienste tun. Wie schwer fiel mir was fängst du nun morgen an? Was wird aus Auf der Polizeiwache wurde mir das Band meidieser Dienst. Dieses ewige Bücken vor einem dir werden? Und immer wieder sah ich das Silner Schande, die Lederfessel, abgenommen. Dann andern, die servile Haltung, die ich mir angewöh ber vor mir. Nur ein paar Löffel... Ich redete konnte ich in einer dunklen Zelle warten. Als ich vor einen Beamten zum Verhör genen sollte, dieses Springen auf den Wint, wie mir selbst Courage ein. Was willst du anders? war mir all dies in innerster Seele zuwider. Du kannst ja nicht anders. Vogel, friß oder führt wurde, erfuhr ich, daß die Baronin gegen Gleichwohl lebte ich in einem wohlgepflegten stirb... Am nächsten Morgen war es beschlos mich Strafantrag gestellt hatte, und daß ich Hause. Schwellende Teppiche, schwere Möbel, sene Sache. In einem unbeobachteten Augenblick mich an wertlosem Alpakkasilber vergriffen hatte. Geld hatte ich keins. Daher mußte ich manchmal verwolle Gemälde, herrliche Kristalle; sie schmei nahm ich mir einige Löffel, wickelte sie ein und Der Polizeibeamte sah mir in die Augen und stundenlang laufen, um zu einer angebotenen Stelle zu gelangen. Jedesmal fand ich sie ver- helten meinen Sinnen, und es fehlte nur, daß hinterlegte das Päckchen in einem Zigaretten- wurde plötzlich freundlich.„ Nun Junge, nun sag' Stelle zu gelangen. Jedesmal fand ich sie ver ich der Herr all dieser Kostbarkeiten gewesen laden, in dem die Baronin ihre Zigaretten zu mir, mal, wie kommst du dazu?" Ich erzählte geben. Selijam, wie wenig ich damals der großen Stadt Berlin, in der ich mich zum ersten Male wäre; so mußte ich als Diener ihre Pflege über- faufen pflegte. Als ich vom Polizeirevier zurück ihm mein Lebensschicksal, wie ich, aufhielt, Intereffe entgegenbrachte. Ich irrte nehmen. Die Baronin liebte große Geselligkeit. fam, wo ich mich abgemeldet hatte, empfing mich elternlos, entlassen worden war, daß ich bei durch die Straßeit des Nordens und Ostens, Ich unterschied sehr bald den Gast mit guter die Baronin mit einer Flut gemeinster Ausdrücke; der Baronin nur ein paar Mart Lohn verdiente gleichgültig gegen alles, was mir begegnete. Ber- Lebensart" von dem Gaſt mit schlechter Kinder wie eine Furie gebärdete sie sich. Die Baronin und mir aus lauter Verzweiflung mit den Löf lin war für mich eine Steinwüste, durch die ich tube". Ich erspähte schnell die Schwäche des alarmierte die Polizei. Ich stand in meinem Zim feln einige Tage hätte helfen wollen... einen, die sichere Haltung des andern. mer; ich sollte so lange warten, bis sie mich holen Beamte wurde weich, murmelte etwas von seimich mit müdem Blick und gekrümmtem Rücken schleppte. Zwei Monate verbrachte ich in dieser Als die Gesellschaften im Hause der Baronin fämen. Ich war vollständig betäubt. Ich brütete nen reichen Leuten und sagte:„ Na, Junge, es entnervenden Stidluft. Dann hieß es, selbst hier größer und größer wurden, entschied sie sich, entschied fie sich, und brütete dahin. Oh, hätte ich es doch nicht ge- wird wohl nicht so schlimm werden; beruhige jei meines Bleibens nicht länger; ich solle zusehen, einen herrschaftlichen Diener mit langjährigen tan...! Jetzt war ich ein Dieb, ein Dieb...! dich...!" Da konnte ich mich nicht mehr haldaß ich Arbeit befäme. Indem ich nunmehr auf Zeugnissen zu nehmen und mich zu entlassen. In Vor aller Welt gebrandmarkt...! Statt der Bo- ten: ich weinte, weinte mit meinen fechzehn Jah die Mittagsmahlzeit verzichtete, blieb mir jest ein paar Tagen sollte ich auf der Straße stehen. lizei kam zuerst ein Korvettenkapitän a. D. zu mir ren, wie ich seit langem nicht mehr geweint soviel Zeit, um mich im Westen Berlins and Staltherzig hatte die Baronin mir gefündigt. Ich herein, ein Freund der Baronin. Er beschimpfte hatte. Danach spürte ich einige Erleichterung und einer Stellung umsehen zu können. In der Nähe hatte bei ihr nur wenige Warf Lohn verdient. mich in maßlos häßlichen Worten. Ich hatte mich schlief in meiner Zelle ein. Noch am selben Abend des Edenhotels am Zoologischen Garten fand ich Wovon leben? Wieder in irgendein obskurses Wieder in irgendein obskurses noch nie so erniedrigt gefühlt wie in jenen Augen ließ mich die Polizei laufen. So stand ich wieder einen Posten als Hausbursche. Seim zurüd, wo mir das Waffenelend jeden Le blicken in jener Stube. Wie unfäglich gemein und auf der Straße, mittellos, obhlos. Am nächsten Tage wagte ich gar nicht, mich Eine Baronin war die Inhaberin der Woh bensmut raubte? Ich schauderte. Ich schüttelte mitleidlos doch diese hochgeborenen Leute an nung. Shrem Gatten, dem Varon, hatte jie mich. Gin Tag nach dem andern verstrich. Der einem verzweifelten Jungen handeln konnten...! irgendwo sehen zu laffen. Ich glaubte, alle Leute ollerübelsten Zimmer, wo feine Sonne hereinfam, leße Abend war da. Ich puste noch das Silber. Dann tam breitschultrig ein Wachtmeister in Uni- sähen auf meiner Stirn ein Mial. Ich meinte, fie ein Bett aufgestellt. Zusammen mit einem Mana Da fam mir der Gedanke: Wenn du dir einige form in das Zimmer hinein. Ein angstvoller müßten mir meine Sünde vom Gesicht ablesen. rienvogel lebte hier der siebzigjährige, fast blinde Löffel nähmeft, würdest du dich wohl fürs erste Augenblick! Was nun...?! Ich bekam eine Le- Ein Dieb... ein Dieb...! Ein ganz niedriger Mann, während die noch junge Baronin sich in über Waffer kalten fönnen. Ich räumte das Sil- dersessel um das Handgelenk gelegt und wurde Spiẞbube...! Ich wandie mich an den baltiden Borderzimmern verlustierte. Einmal täglich ver wieder ein. Niemand war dabei. Ich zögerte, so durch die eleganten Straßen Berlins an vor- schen Vertrauensrat um Arbeit und bekam welbesuchte sie ihn und mofierte sich jedesmal über ich überlegte, ich war unschlüssig. Immer wie- nehmen Nichtstuern und geschäftigen Straßen- che auf dem Lande zugewiesen. Mir war es jeg: den zutage getretenen Altersblödsinn des Wander mußte ich daran denfen. Nur einige Löf- gängern vorbei zur Polizeiwache geführt. Wie gleich; nur fort von Berlin, wo die Leute wuß nes Ab und zu hatte ich ihn spazierenzuführen, fel...! Die Baronin ist ja so reich), sie spürt es ein Tier wurde ich dahergezogen. Nun war ich ien, was für ein Verbrecher ich war. Ich wollie so daß ich jetzt zum erstenmal die eleganten Straja nicht, jie merkt es ja nicht. Doch irgend etwas ein Verbrecher. Die Leute blieben stehen und mich irgendwo auf dem Lande verkriechen, damit ßen des Berliner Westens mit ihren herrlichen hielt mich zurück. Mehrfach hatte ich für die Baſtarrten mich an. Nun fühlte ich mich aus der niemand meine Schande, meine entsetzliche Auslagen und wohlgepflegten Menschen austau- ronin größere Geldsummen von der Bauf holen Gemeinschaft der andern, der ehrbaren Menschen, Schande sähe ( Fortsetzung folgt.) nen konnte. Doch, gefesselt an den alten Herrn, müssen. Doch nie war mir bisher so ein Gedanke ausgestoßen. So weit war es mit mir gefominen. .. Samstag, 5. November 1927. Die Moral des Aftivismus. Meredtes Schweigen zu unseren Veröffentlichungen über den Bizepräsidenten Wolfgang Bierhut. Hat der Bund der Landwirte davon nichts gewußt? Ge Die politische Deffentlichkeit dieses Landes bat in den vergangenen Wochen Gelegenheit gegehabt, die Moralbegriffe der aktivistischen Parfeien fennenzulernen. Unsere Veröffentlichung der für den Abgeordneten Zierhut, Landbundfüh rer und Vizepräsidenten des Abgeordnetenhauses, schwer kompromittierenden richtsaften hat begreiflicherweise allenthalben großes Aufsehen erweckt. Ein Teil der Tagespresse nahm davon Notiz, in parlamentarischen Kreisen wurde der Fall lebhaft erörtert und besonders im Bahlfreis des Herrn Zierhut beschäftigt sich die gesamte Bevölkerung mit der Frage, was der fo erponierte Vorfämpfer des Aftivismus zur Wieberherstellung seines persönlichen und politischen Anfchens unternehmen wird. Nur in der Partei des Angegriffenen und im übrigen agrarischen Lager wird die ganze Affäre mit verdächti gem Stillschweigen aufgenommen. Die landbündlerische und christlichsoziale Presse, die fich sonst mit Wonnegrunzen auf jede vermeintliche oder wirkliche Blöße der gehaßten Marxisten stürzt, und die so gern aus jeder Mücke einen Elefanten macht, wenn sie damit die Arbeiterbewegung zu treffen glaubt diese Presse ist plötzlich stumm geworden und scheint in der An gelegenheit Zierhut das Sprachvermögen gänzlich berloren zu haben. Unter der Oberfläche soll es allerdings gewaltig rumoren, man hört von einer Einladung zum Antritte eines Krankenurlaubes, der nicht entsprochen wurde, von einem landbündlerischen Ehrengericht, das bis auf die Knochen blamiert sein soll, und man bört auch Aeußerungen reinster Schadenfrende von den aktivistischen Bundesgenossen der Landbündler. Doch das ist nicht das Wesentlichste. Am meisten befremdend an dem ganzen Vorgang bleibt die Tatsache, daß die aktivistischen Parteien zu der öffentlichen Bloßstellung eines ihrer ersten Repräsentanten mit keinem Wort Stellung genommen haben. Dieser Umstand wirft ein grelles Schlaglicht auf die inneren Verhältnisse im Bund der Landwirte und auf die Moralbegriffe des Aktivismus überhaupt. Will man mit einer Totschweigetaftik über diese peinliche Affäre hinwegkommen? Zur Gedächtnisstärkung der landbündlerischen Parteileitung. Tages- Neuigkeiten. Die 296 Toten der„, Mafalda". 99 Seite 3. An die Mitglieder der Endlich volle Aufklärung eines Bezirksausschüsse des Heilfonds! beispiellosen Berbrechens. lehnte. Wie bekannt. wurde Herr Zierhut seiner- de a chrichtenbureaus und die General Tagelang haben die italienischen Heilfonds der öffentlichen Angestellten erhielten Die Mitglieder der Bezirksausschüsse des. zeit lichen Eintretens für das Selbst be stim- die Welt mit verlogenen Nachrichten überet verhaftet, wie er jagte, wegen seines angeb- direktion der Navigatione Generale Staliana" bereits im Wege der politiſchen Bezirksverwal tungen das Material für die Wahlen in den mungsrecht. Herrn Krisch wurde sowie dem schwemmt, daß die Katastrophe der Brinci- Zentralausschuß und indie SchiedsGen. Pankraß angedeutet, daß die Verhaftung aus peffa Mafalda" an der brasilianischen Küste gerichte des Heilfonds zugestellt. Jeder anderen Gründen erfolgte; Herrn Krisch gegenüber bei weitem nicht so schlimut sei, daß fast alle war man jogar noch etwas deutlicher. Man gob Passagiere gerettet wären und im ganzen nur 2 Stimmzettel( einen für den Zenihm zu verstehen, daß Herr Zierhut wegen ungefähr 20 Personen vermißt würden. tralausschuß, einen für das SchiedsVerdachtes der Weruntreuung ärari Hente muß auch die italienische Gesellschaft auf gericht). scher Gelder in der Höhe von 60.000 Kč Grund der amtlichen Erhebungen der brasi verhaftet worden sei, was auch aus einem lianischen Hafenbehörden zugeben, daß nicht Alt des Divisionsgerichtes in Pilsen hervorging. weniger als 296 Todesopfer zu beklagen Im Laufe der Verhandlung kam ein Aft der Gendarmerie in Neuern zur Berlesung. Der Vertreter Sierhuis versuchte, die Verlejung zu verhindern, doch gelang dies nicht. Was man da vernahm, ließ den Grund des Widerstandes des Herrn Dr. Taussig erraten. Tarfind. 1 Legitimation. Für die Wahl in das Schiedsgericht 3 Kuverts( 2 fleinere und ein großes). Für die Wahl in den 3entralausschu trägt die vom Verbande der öffentlichen AngeJuzwischen ist aber noch etwas anderes bestellten"( Liftenführer: Richard Kreschel) für die fannt geworden. Die" Principeffa Mafalda" be Gruppe& aufgestellte Liste der deutschen GeC fand sich schon bei der Ausfahrt aus dem Hafen meinde, Bezirks und Landesangestellten" die von Genua in einem so skandalösen 31Nummer 9 stande, daß es als ein Verbrechen angesehen aus ging hervor, daß Herr Zierhut vor dem Krieg und verfaulte Schiff eta 1000 Menschen, Prag trägt die vm Deutschen Landeslehrerver werden muß, auf dieses halbverrostete nichts hatte, als hohe Wechselschulden, ein Gehalt von 90 Kronen monatlich und einen zum großen Teil arme Auswanderer, zu verein in Böhmen und vom Verbande der öffent Bauernhof im Werte von 23.000 kronen, auf den frachten". Schon in Barcelona soll ein lichen Angestellten für die Gruppen B und& er 20.000 kronen schuldete.( Wie Herr Zierhut Wellenbruch an der Maschine fest( Liftenführer: Wilhelm Groischel) aufgestellte Lifte zu diesem Bauernhof lam, werden wir später mit. gestellt worden sein, aber man fümmerte sich die teilen.) Während des Krieges wurden die Wechsel- Ansehen des fascistischen Italien fonnten ja nicht darum: der Ruf der Gesellschaft und das schulden von Zierhut zum größten Teil gezahlt. leiden! Als die Gefahr bereits dringlich war, Der Wähler schreibt auf den Aus dem Alt geht auch hervor, daß ständig ein wurden keine Rettungsgürtel ver Stimmzettel für den Zentralausschuß nur Infanterist von Leitmeriß mit Roffern, Mörben teilt, teine Rettungsboote flar- die Nummer der Liste, welche er wählen will, und Paleten in die Wohnung Zierhuts kam, und solche auch zu Herrn Landesgerichtsrat Dr. Janeiro mit knapper Not zu erreichen. Als dann hörige Kuvert. gemacht; immer hoffte man noch, Rio de und steckt dann den Stimmzettel in das zugeStuiber, dem Schwiegervater Zierhuts, brachte. Die Statastrophe da war, fah der Kapitän keinen Ebenso verfährt er mit dem für das SchiedsAuch die Gattin Zierhuts ſoll mit Körben hin- anderen Ausweg, als aus seinem schlechten Gegericht bestimmten Stimmzettel, den er in das und hergereift sein. Und die Körbe hatten Gewicht, wissen heraus Selbstmord zu begehen. Wie andere Kuvert steckt. zwei Speditionsarbeiter hatten zu tun, um diesel- toll der Zustand der„ Mafalda" gewesen sein ben fortzuschaffen. Nebst anderen interessanten muß, erhellt ja auch aus der zugegebenen Tat Details kommt auch noch folgender Fall vor: sache, daß dies die letzte Fahrt des Schiffes Zierhut hatte für die Proviantur vor seiner Außerbetriebstellung sein sollte. 500 Eier einzukaufen, wofür er eine Krone per Stück erhielt. Er kaufte jedoch nur 100 Kalfeier per Stück zu 22 Heller. Aus den kurzen Auszügen ist zu ersehen, daß das deutsche Volt des Pilsener Wahlkreises cine tüchtige Vertretung in der Nationalversammlung in der Person Zierhuts hat." Nach dem Unglück bemühten sich alle zuständigen italienischen Stellen, die furchtbaren und unterdrücken. Man log die Welt für sie außerordentlich unangenehmen Nachrichten zu daß man in Italien Passagiere, vor a n, um unter allen Umständen zu verheimlichen, allem, wenn es sich nur um Auswanderer han delt, in morsche und verfaulte Rähne Wohlgemerkt: Dieser Bericht ist wortwörtlich lädt, die dem Untergang geweiht sind. so am 12. Juni 1920 im Starlsbader„ Volkswille" erschienen, ohne daß Zierhut es für notwendig be- die Zeit, die zuständigen Safenbehörden zu verDas Jtalien Mussolinis hat wohl auch nicht funden hätte, ihn richtigzustellen oder gar dagegen anlassen, daß Schiffe vor der Ausfahrt ge. flagbar aufzutreten. Auch die landbündlerische wissenhaft zu untersuchen, und daß Barteileitung unternahm nichts, um ihren Bolfs- Fahrten, wenn es notwendig erscheint, zu ber vertreter vor der Deffentlichkeit reinzuwaschen, ja bieten sind. Die Folge dieser Schluderwirt sie stellte ihn bei der Wahl 1925 fogar als Listenführer für den Pilsner Wahlkreis Man wird vielleicht mit der Ausrede kommen, daß die landbündlerische Parteileitung von den Geschichten des Zierhut bisher nichts gewußt auf. Zum Beweise dafür, wie schwerhörig die hat und erst durch unsere Veröffentlichung davon Leitung der deutschen Agrarpartei in moralischen erfuhr. Für diesen Fall sei festgestellt, daß unsere Dingen ist, werden wir nächstens auch den GeBarteipresse schon im Jahre 1920 über den Verrichtssaalbericht des„ Volkswille" über die Verlauf der Mieser Gerichtsverhandlung und den handlung Zierhut- Watzlif, Strisch vor dem BeFreispruch der Herren Waylik und Strisch bezirksgerichte in Mies nachtragen, welcher noch richtete. Sie berichtete aber auch über einen nicht minder interessanten Prozeß, der kurz vorher in & lattau stattfand und bei welchem Zierhut ebenfalls eine sagen wir unglückliche Rolle spielte. Wir wiederholen hiemit den darauf bezughabenden Bericht des Karlsbader ,, Bolkswille" vom 12. Juni 1920. einige pitante Details enthält, die in der bereits veröffentlichten Urteilsbegründung nicht angeführt sind. schaft ist das Verbrechen, das an den tan send Passagieren der„ Mafalda" begangen wurde, ist das entfeßliche Unglück, dem 296 Menschen zum Opfer gefallen find. Sie könnten noch heute am Leben sein. 20.000 Kirchenaustritte in Wien. Wien, 4. November.( Eigenbericht.) Im vergangenen Monat find in Wien wieder 3600 Per fonen als Proteſt gegen das Verhalten Seipels zu den Juli- Opfern aus der katholischen Stirche ausgetreten. Seit dem 15. Juli sind es bereits gegen 20.000 Bersonen, die der Stirche Seipels den Rücken gefehrt haben. Nummer 18 Suvert, auf welchem die Adresse der WahlkomSodann legt er beide Kuverts in das große mission steht, legt die Legitimation da zu, verschließt es und gibt es rekommanSiert zur Post. Man muß das Kuvert fran fieren, nachher erhält man den für Porto ausweisung des Aufgabeſcheines zurück. gelegten Betrag vom Bezirksausschuß gegen VorNiemand vergesse, die Legiti mation in das äußere Kuvert zu legen, da sonst die Stimme ungültig ist! 3ugsführer des Zuges Nr. 8570, namens Gilg aus Mähr.- Ostrau wurde getötet, der Kondukteur des Zuges Nr. 1256 verletzt. Die Ursache des Unfalles wird untersucht. Das Verfahren gegen Gajda noch nicht beendet. Das Verteidigungsministerium teilt mit, daß die Nachricht über die Beendigung des Verfahrens gegen Gajda vor dem Disziplinarausfchuß und über die Degradierung sowie über den vollständigen Pensionsentzug nicht der Wahrheit entspricht. Der Arbeitermörder Tscharmann wegen Hehlerei verhaftet. Der Arbeitermörder Josef schamann, den die Geschworenen im da t tendorfer Prozeß von der Auflage freigesprochen haben, den Striegsinvaliden Efmarics Braunthals Buch über den 15. Juli und den achtjährigen Grössing erschossen zu haben, ist, wie aus Schattendorf berichtet wird, von der Gendarmerie verhaftet worden, weil er gcitohlenes Getreide gekauft hat. Tschar mann wird, da Flucht- und Verabredungsgefahr besteht, dem Landesgericht Wien II eingeliefert werden. tonfisziert. Bon allgemeinem Interesse dürfte auch noch eine Feststellung über den in obigem Bericht genannten Landesgerichtsrat Stuiber, den Schwiegervater Zierhuts, sein, der wiederholt beschuldigt wurde, in seiner Woh nung einen Tei der Kriegsbente aus Leitmerit in Empfang genommen zu haben. Dieser Herr Herr Wolfgang Zierhut, der Retter und An- Stuiber, der seinerzeit als Nebenfläger gegen Wien, 4. November. Das Landesgericht walt der Rustikalisten, ist wegen seiner besonderen Waylik und Krisch auftrat und der vor dem Be Wien hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Geschäftstüchtigkeit bereits bekannt. Schon vor dem zirksgerichte in Mies und vor der Berufungsds Buch von Julius Braunthal über die Krieg wurde eine Provisionsgeschichte instanz in Pilsen mit seiner Stlage ebenso durch Wiener Julitge an 33 Stellen foufisziert. Unter ruchbar, die von seiner Tüchtigkeit zeugte und legt- fiel wie der Schwiegersohn Zierhut ist mit anderen ist auch eine Reihe von Karikaturen, so hin wurde ein Ehrenbeleidigungsprozeß geführt. jenem Oberlandesgerichtsrat Stuiver identisch, ein Bild des Berliner„ Vorwäts“:„ Seipel aus dem hervorging, daß Herr Zierhut die Kriegs- der vor einigen Monaten( natürlich ohne Zutun wäscht seine Hände in Unschuld," fonfisziert lonjunktur auszunüßen verstanden haben muß. des Schwiegersohnes) als deutscher Bei- worden. Herr Zierhut hat den Reniamtsbeamten Rart fiber für den Verfassungsgerichts Krisch wegen Ehrenbeleidigung geklagt, weil die hof in Vorschlag gebracht wurde. Um dieses ser als Zeuge ein zwischen ihm und dem ehemali- Herrn Siber willen wurde die Standesorganigen Stationskommandanten von Klattan statt- sation der deutschen Richter vor den Kopf gegefundenes Gespräch zu Protokoll gab, beziehungs- steßen, eine ganze Reihe brillanter deutscher Ju- Olmüß, 4. November. Die Staatsbahnweise seinem Vorgesetzten übergab. Solange die riften übergangen. Auch diese Konstatierung iſt direktion verlautbart: Am 4. November um Wahlen nicht ausgeschrieben waren, verstand es wichtig zur Kennzeichnung des gemeinnüßigen, 4 Uhr 25 Min. stieß in Prödliß der Verschub Herr Zierhut, die Tagfahrt immer wieder absolut volfserhaltenden Charakters der aktivisti zu verschieben. Nunmehr fand dieselbe in schen Politik. Klattan statt und der Vertreter Zierhuts bot Was sagt dazu die deutsche Seffentlichkeit? eigentümlicherweise noch vor Beginn der Verhand- Was sagt das tschechoslowakische Parlament zu lung einen Ausgleich an, den Herr Krisch ab- seinem Vizepräsidenten Wolfgang Zierhut? Rundfunk für Alle! Programm für morgen, Sonntag. Breßburg, 300, 9.30: Wie Brünn. 10: Wie Brag 11.30: Uebertragung des Wettspieles. 17.30: Wie rag. 18: ston gert. 1. toam: Si j'étais roi, Ouverture. 2. Smetana:" Der Muß". 3. Leoncavallo: Malinata. 4. Bettt: Manbila. 5. Strauß: Der Zigeunerbaron". 19: Glowatifdje Romantif. 19.15: Waldäftbetif. 19.30: Wie Brag. 22.20: wie Brag. fchaftliche Berichte. 19.25: Seitere: Abend. 20: Seitſignal Stafchan. 1870, 19: Landwirtschaftsfunt. 19.15: Landwirt und Abendläntten. Budapest, 556, 9: Schönheitspflege. 10: Gottesdienst. 11: Enthüllung des Mofjuth- Denfmals. 13.15; Landwirtschaft cher Rundfunf. 16: stindermärchen. 17: Radio- Nachmittag. 18.30: Solomoiy aus eigenen werken. 15.30:„ Gotyö stlari", oifeftüd. 22.10: Sigeunermusif. Wien, 517, 11: Orgelvortrag 12: Englische Mufif. 15.45: Tanzmusif. 17: Orgeltonae: t. 17.15: Agra, die Brunt. refidens ber Großmogufen. 18 15: stammermusic. Dvorál: Streidanartett G- Dur, slänge aus häbren. 19.15: Wufif und Weltanschauung. 20: Tschechoslowatischer Abend. Bugszufammenstoß bei Prerau. Ein Zugsführer getötet. teil des Zuges Nr. 1256 mit dem in Fahrt vefindlichen Zuge Nr. 8570 zusammen. Die è a schine des leteren entgleiste mit zehn Waggons, von welchen der Dienstwagen vollkommen zertrümmert wurde. Der 16: Stonzert. 18: Im Paradiesgarten der 300.000 Balmen. 19.10: Wille aus eigenen Werken. 20: Ifchechoslowafischer Abend. 22.15: Mannschaftsrennen. 23: Zanamunt. Nach den Azoren abgeflogen. Aus Lissabon wird gemeldet. Das Heinkelflugzeug D 1220" ist heute vermittags um 6.15 1hr nach den Azoren abgeflogen. Die Gültigkeitsdauer der derzeitigen österrei chischen Reisepässe ist mit 30. September 1928 be grenzt. Mit diesem Zeitpunkte werden alle Pässe eingezogen und neue ausgegeben. Da die Neuausfertigung eine ganz außerordentliche Juanspruchnahme der amtlichen Baßstellen zur Folge haben wird, empfiehlt es sich, den Umtausch des alten Passes gegen einen neuen schon jetzt zu be sorgen, damit im gegebenen Augenblicke nicht un vermeidliche Verzögerungen entstehen. Sprengstoffexplosion. Auf der sechsten Sohle der Schachtanlage Alma" in Gelsen= firchen ereignete sich gestern mittags eine Sprengstofferplosion, vei der ein Mann getötet, der Sprengstoffsteiger und drei Frantiurt, 120, 8.30: Morgenfeie:. 11.30: Elliernitunde. Mann verlebt wurden. Die Explosion ist 12: Schallplattenfonzert. 14: Jugendkunde. 15: Boltslieder erfolgt durch Auffahren einer Lokomotive auf den Stunde der Fanffurter Zeitung. 20.30: Tschechoslowakischer feine Sprache. 18.30: Borichung Auce Berend. 19.30: zum Transport für Sprengstoffe benüßten Wagen. Abend. Tanzmusif. fonzert. 16: Tschaikowifii Stonzert. 17.30: Der Bauer und Kopenhagen. 17: Rachmittagsice. 18: Freußen aus eigenen Bestraftes Verleumderblatt. In einem PreßIngenieur. 12.30: Echule zur Weltwirtschaft. 13.05: Conn Samburg, 395, 9.15: Moraeufeler. 11; Dr. Junt, der prozesse gegen den Abgeordneten Genossen Elingskonzert 14: Funfbeinzelmann. 15: Bunter Funf. 16: dersch gegen die Tageszeitung„ Turm", die in zwei Artikeln behauptet hatte," Eldersch habe Werfen. 19: Der Opernspielplan der lebten Jahre. 20.30: wiederholt vom Bankier Bosel Geldgeschenke überTschechischer Abend. 22.30: Die aftuelle Stunde. Tanzmusif. nommen, wurde das Blatt zu 50 Schilling verurteilt, weil der angebotene Wahrheitsbeweis vollständig mißlungen ist. eigenen Werfen. 13: Minagskonzert. 15: Junfliteratur. Langenberg, 169, 9: morgenfeier. 11: Eine Bierteliunde über Soethe. 11.10; Tolftoi eier, 12.10: ganduer aus 15.30: Emacy. 16: stultur des Bauerniums. 16.30: 020alis Rache. 17.20: Reportage mit Sumor 18: Bejperfonzert. Großfeuer in Wilmersdorf. Am Donnerstag 19: Das beutige Rußland. 19.35: Die Rheinlande und das Brag, 319, 9.30: Wie Brünn, 10: Landwirtschaftsfunt. 11: Matinée. 1. Smetana: Streichquartett. Aus meinem Reben". 2. Dvořáf: Streichquartett Moll. 12: Blasmufif. 13.05: Rundfunt für Induſtrie, vandet und Gewerbe. 16.30: Blasmusif. 17: Bortrag. Die Gran in der sozialpolitifchen Yalegehung. is: De ut fe Sendung. Wetterbericht uns Zagesneuigkeiten, vierauf: ldolf& chs, Mitglied des Deutschen Landestheaters in Prag. Am sclavier: Georg Singer, Stapelimeiſter Des Deutschen Landestheaters Beber: Arie aus„ Eurbantbe". 2. 28agner: Wotans Ab fieb. 18.30: Sporirumblunt. 10.30: Symphoninges stonzert. 1. Gibich: Die Nacht auf Stariftein, Ouverture. 2. Oftreit Der Sommer. 3. Smetana: Blanif. 1. Dvorál: Symphonic Aus der neuen Welt. 22: Zeitfigntal, lekte Nachrichten des Brehbüros, Uebersicht ber Tagesereianiffe und Sportnachrichten. 22.15: Theaternachrichten. 22.20: Tanzmusif. Brünn, 441, 9.30: Orgellonsert. 1. Mendelssohn: III. Eat aus der Sonate Nr. III. 2. Bloch: Blaim. 23. onegger: Choral und Suge. 10: Symphonisches Konzert. Königswusterhausen, 1250. 9: Uebertragung von y: Ambros: Ballade. 2. mabler: II Symphonic. 16.30: Berlin, 451, Morgenfeter 11.30: Jazzfonzert. 11.30; mad, Rammittagsfonzert 17.30: wie Brag. 18: Deuifde en 15: Auswahl der Suchtiere. 15.30: Abenteues des Stapitans bung. witw.: Eugen Guth. Opernsänger Albert Sunf. 16.30: Hans Thoma 17: Unterhaltungsmufif. 18: mann. Opernfänger, am stabier wei halowits 128ag Borlesung Freußen. 19.20: Religiöfe Dichtung. 20: Das nor: Arie aus„ Der fliegende Solländer". 2. Nicolai: Aric Berliner Sechslagerennen. 20.30: Tschechoslowafischer Abenb. München, 536, 11: Glodenspiel. 11.30: Morgenfeier. aus Die Inftigen Weiber von Windfor". 3. Wagner: Arie 22.30: Langmuit. 15: Gamsjagd. 15.30: Unterhaltungsfonzert. 17: Seitere Der fliegende Golländer". 4. Wagner: Wabumonolog Breslau, 323, 8.30: Morgenfongert, 11: Morgenfeier.efeftunde. 17.30: Liedſtunde 19.30: Weltpolitischer Monats. 1930 Die Weistersinger von Nürnberg". 18.30: 28ie Broc. 12: stabiertonsert. 11: Rätter 11.10: Für den Steingärtner. berint. 20: fechaftowafifcher Abend. 22.10: Unterhal 14.20: Für den Landwirt. 14-50: Wärchen. 15.20; Schach.fungskonzert. 19.30: 28ic Prog. Züri. 588, 11: Konzert. 12.30: Schallplattentonzert. 15.15: Dichterftunde. 16: Nachmittagsfonzert. 19.32: Ifdiechischer elvend. 20: Orcheſterfonzert. 21.10: Wunschkonzert. Deutschland. Buchführungsfurs. 11.30: Darwins Theorie. 12: Wittel Theater. 20.15: Tschechoslowafischer Abend. Lanzmusif. nachmittag brach in Berlin Wilmersdorf ein gewalti cipsin, 366, 8.30: Orgelfonze 1. 9: Worgenfeier. tt: ger Dachstuhlbrand aus, wobei der Tachstuhl deutsche Stomponisten. 15.30: wichtige Wochenerciante. in einer Länge von 32 Metern an der einen und von 1630: ieder sur aute. 18.30: Bewußtes mufitafifches zehn Mietern an der anderen Straßenfront eingeGören. 19: Grundllagen der Religion philofopbic. 19.30: Bom Weiden des deutschen Geiftes. 20.15: Ifchechoslowa üschert wurde, obgleich fünf Löschzüge mit der Vecher Abend. 22.30; Wie Berlin. kämpfung des Feuers beschäftigt waren. Einer der Schornsteine brach zusammen und durchschlug die Decen des vierten Stodwerks. Ein Feuerwehrmann wurde schwer verletzt. Bette 6. Die Wahlen in Norwegen. Von den bürgerlichen Parteien hat also ledig, lich die Bauernpartei einen fleinen Gewinn, 4 Wandate, erzielt, während alle anderen Parteien, insbesondere die bisherigen Regierungsparteien, zugunsten der Sozialdemokratie verlieren. Diese wird von der drittstärksten zur weitaus stärksten Partei des Storthings. Der Hilfsverein österreichischer Staatsangehöriger in Aussig teilt uns mit: Die Arbeiten zur Wiederherstellung der beim Brande des Justiz-( I. I.) Am 17. Oftober fanden die norwegi-| Bauernpartei 26( 22), die Linke, eine bürgerlich palastes vernichteten Grundbücher sind soweit fortschen Storthings Wahlen statt, in denen die Ar radikale Partei 30( 34), die radikale Volkspartei geschritten, daß das Landesgericht für Zivilrechts beiterklasse zum erstenmal wieder, von einer win 1( 2), die Arbeiterpartei 59( 32), die fachen in Wien den Beginn der Erhebungen auf igen kommunistischen Gruppe abgesehen, geeint Kommunisten 3( 6). den 15. September 1927 festsetzen fonnte. Er in den Kampf trat. Die Soffnungen, die man anläuternd wird hiezu folgendes befannigegeben: läßlich der Vereinigung der Sozialdemokratischen Durch den Brand im Wiener Justizpalast sind die und der Arbeiterpartei Novadegens hegte, find Grundbücher der Wiener Gemeindebezirke I bis IX durch das Wahlergebnis weit übertroffen worden. und XX, ferner die niederösterreichische Landtafel, Das endgültige Resultat lautet: Stonservative das Eisenbahnbuch und das Berzbuch ſamt den und Freisinnige, die bisherigen Regierungspar dazugehörigen Urkundensammlungen vernichtet teien, die gemeinsam auftraten, erhalten 31 worden. Die Wiederanlegung dieser öffentlichen Mandate gegenüber 54 im Jahre 1924. Die Die Stimmenzahlen zeigen folgendes Bild: Bücher, und zwar zunächst der Grundbücher, erfolgt durch das Landesgericht für Zivilrechtsjachen, Wien, 1., Herrengasse 17, von amtewegen, In diesem Verfahren werden alle Eigentumsund sonstigen bücherlichen Rechte, insbesondere auch die Hypothefarrechte, soweit sie durch gericht liche Altenstücke, Grundbuchsauszüge oder entspre Konservative und Freisinnige Bauernpartei Linke. Radikale Volkspartei Arbeiterpartei Kommunisten Lediglich zwei Parteien haben also einen chende Urkunden nachgewieſen find, erhoben und Stimmenzuwachs zu verzeichnen: Die Arbeiter in die neu anzulegenden Grundbücher eingetragen. partei, die 101.000 Stimmen gewinnt, und die Trotzdem wird es im Interesse aller Beteiligten Bauernpartei, die 16.000 nene Stimmen erhalten gelegen sein, ihre Rechte, insbesondere die Sype hat. Den größten relativen Verlust haben die Hypothefarforderungen bei dem Gericht, womöglich unter Anschluß der nötigen Belege in Urschrift Rommunisten erlitten, die ein Drittel ihrer Stimoder beglaubigter Abschrift, anzumelden, um der en verloren haben und in den meisten WahlGefahr zu begegnen, daß einzelne Gintragungen worden sind. freifen zu einem unbedeutenden Grüppchen gewegen des Mangels entsprechender Grundlagen nicht mehr festgestellt werden können und deshalb wie folgt auf die einzelnen Parteien: Brozentuell verteilen sich die Wählerstimmen in die neuen Bücher nicht aufgenommen werden. Solche Anzeigen, die, ebenso wie ihre Beilagen, stempel und gebührenfrei sind, werden vom Landesgericht Wien ab 15. September 1927 nunmehr entgegengenommen. Krise der Intelligenz. Masaryk bat in feiner Rede am 28. Oftober von einer„ strise der Intelligenz" gesprochen. Seine Aeußerungen beranlaßten wieder den nationalsozialistischen Altivisten Jeffer zu einer Abhandlung, die be zeichnenderweise in der Landpost" abgedruckt wird, und auch ein Herr Dr. A. in der Deutschen Bresse" fühlt sich genötigt, zu der Strife der Intelligen; das Wort zu ergreifen. Wie es sich für einen, der in der Intelligenz( der anderen) schon einen Gegenstand kritischer Erörterungen sieht, schickt, ist dem Herrn Doktor im Blatt der Knödel sozialen die Krise der Intelligenz nur ein will fommener Anlaß, über den Marrismus, den Sozialismus und die Arbeiterbewegung ein wenig zu fudeln, so daß man schließlich an die Krife Der Intelligenz in gewissen Kreisen gern glaubt sofern man sich dem frommen Glauben hin gab, dort eine zu finden. Der deutschen Intelligenz in der Tschechoslowakei stellt Herr A. die Wahl, entweder sich frei jenen Parteien" anzuschließen, die auf chriftlicher und nationaler und sozialer Grundlage die Interessen unseres Volkes in diesem Staate vertreten" oder in der Intelligenzkrise zu verharren. Vor diese Wah! gestellt, werden sich alle, deren Intelligen; halb wegs inakt ist, wahrscheinlich zur Intelligenzfrise bekennen, weil die Zugehörigkeit zu einer Intelligenz, die eine Krise durchmacht, immer noch ehrenvoller ist als die Zugehörigkeit zu einem geistigen Lager, in dem, über alle Strisen erhaben, Unintelligen; dominiert. 1924 1927 Konservative und Freisinnige. 32.5 25.5 Bauernpartei 18.5 15.0 Linfe. . 18.5 17.5 2.0 1.5 27.5 36.5 Radikale Volkspartei Arbeiterpartei. Kommunisten . 6.0 4.0 Die beiden Arbeiterparteien, die 1924 ein Drittel aller Stimmen erhielten, haben nun zwei Fünftel der Stimmen erhalten. Der Wandatsgewinn der Arbeiterpartei ist relativ größer als ihr Stimmengewinn, da bei den letzten Konservative und Freisinnige Bauernpartei Linke.. Radikale Volkspartei Arbeiterpartei. Kommunisten. Besonders hervorzuheben ist der Gewinn der Arbeiterpartei in der Hauptstad: Oslo, wo sie von insgesamt 7 Mandaten erreicht und 4 damit ein neues Mandat gewonnen hat. Der Stimmenzahl nach ist die Arbeiterpartei ganz fuapp an die absolute Majorität in Oslo heran gekommen, was für die bevorstehende Gemeindewahl zu den schönsten Hoffnungen berechtigt. Wie ausgedehnt und gleichmäßig der Stim menzuwachs der Arbeiterpartei verteilt war, geht sa00200 . 254.000 Verlust 63.000 oder 20% .148.000 Gewinn 16.000 172.000 Verlust 9.000 13.000 Verlust 4.000 366.000 Gewinn 101.000 40.000 Verlust• 20.000 12% " 5% " 28% " 38% " 38% " Wahlen durch die Besonderheiten des norwegischen Wahlrechts die Arbeiterpartei relativ weniger Mandate erhielt, als ihrer Stimmenzahl entsprochen hätte. Samstag, 5. November 1927. aufgehalten und ist nach Hinterlassung beträcht licher Schulden verschwunden. Häuserbrand in Plan. Gestern früh brannten in der Schloßvorstadt in Plan zwei Häuser bis auf die Umfangsmauern nieder. Nur dem raschen Eingreifen der Ortsfeuerwehr ist es zu danken, daß das Feuer nicht auf di cangrenzenden Holzhäuser übergriff. Christus aus Amerita. Der amerikanische Film„ König der Könige". Er ist fast solange angekündigt, wie seiner zeit Metropolis" es war; und mit beinahe eben soviel Reklamegeschrei. Viele Millionen Dollar joll er gekostet haben. Schade: man hätte damit Millionen Hungriger speisen fönnen und wäre damit dem Mythos Christus viel, viel näher gefommen, und hätte damit ein wirkliches urchristliches Beispiel gegeben. Man hatte sich damals, als die ersten Anfündigungen erschienen, daß die Amerikaner das Leben Jesus verfilmen würden, natürlich keinerlei Illusionen hingegeben, daß etwa hier ein Verfuch zu erwarten sei, die Legende des Legen dären, den Mythos des Mystischen zu entfleiden und beispielsweise Jesus als das höchste irdische Zentrum einer höchst irdischen rebellischen Be wegung hinzustellen. Man erwartete selbstver ständlich vom insonderheit pietistischen amerifanischen Filmfapital feine geschichtliche, wif senschaftliche, also adogmatische, unkirchliche, sonfondern eine sireng firchlich dogmatische Rekonstruierung der biblischen Geschichte. Das norwegische Wahlrecht sieht für das flache Land 100 Mandate, für die Städte 50 Man bate vor. Das Verhältnisverfahren besteh: nur innerhalb der einzelnen Wahlkreise, so daß unver wertete Reststimmen überhaupt verloren gehen. Diejenige Partei, die die relative Majorität hat, wird also durch das Wahlrecht begünstigt. Wäh rend bisher die Arbeiterpartei darunter zu leiden hatte, ist sie nunmehr durch ihren großen Stim menzuwachs in der Mandatsverteilung begünstigt worden. Aber.. solche Verkitschung dieses grandioCharakteristisch für den sozialen Aufbau Norsen Stoffes, solches Wachsfigurenfabinett, solche wegens ist die starte Dezentralisierung der Indu- erschütternd naive Celdruck- Apotheose hatte aud) strie, die in den Dörfern auf dem flachen Lande der Skeptifer nicht erwartet. Wenn dieser Film Industriearbeiter vereinigt. Die Arbeiter die Spiegelung dessen ist, was in Amerika von partei ist jedoch troßdem sowohl auf dem flader christlichen Lehre wirklich lebendig ist, dann chen Lande wie in den Städten ziemlich kann man ruhig behaupten, es ist nichts, nichts, gleichmäßig starf, wie aus folgender Ta nichts mehr davon lebendig. Dann ist sie nur belle über die Mandatsaufteilung der einzelnen noch eine tote Brockensammlung von Formeln Parteien zwischen Stadt und Land hervorgeht: und starren, zum Selbstzweck gewordenen DogLand: Städte: men. Ich fann mir vorstellen, daß ein uneinge weihter Mensch nach der Beschau dieses Films neugierig fragt: Was hat dieser Jesus eigentlich gewollt? Und warum haben sich diese Filmlente 1 Verlust 1 so eine spaßig- unverständliche Fabel zum Filmen 36 Gewinn 17 23 Gewinn 10 ausgesucht und zusammengedacht? Menschlich 1 Verlust 1 2 Verlust 2 verständlich gestaltet wenn auch freilich dura) daraus hervor, daß sie in allen Wahlbezirken bis die weihrauchgefwängerte Gesamtatmosphäre ver auf 5 Mandatsgewinne zu verzeichnen hat, in 3 nebelt ist nur die Tatsac, daß und wie die Wahlbezirken wurden zwei Mandate nen gewon Menschen gegenüber wandeln kann, wie es Stimmung einer Menschenmenge sich einem nen. In 15 Städten hat die Arbeiterpartei die absolute Mehrheit der Stimmen erobert. In der fommt, daß sie heute Hosianna und morgen Saupistadi war auch eine fascistische Liste aufge- Streuziget ihn ruft, wie sie den dunklen Einstellt worden, die aber trop größter Reflame nur 1200 Stimmen erhielt und im Barlament under treten geblieben ist. 12 Verlust 15 26 Gewinn 4 24 Verlust 4 19 Verlust S 6 sercesser füſſen von Intereſſenklüngeln erliegt, z. B. den lugen Manövern der legitimen Stirche, des Kapitals. Das ist gut, überzeugend und verständ lich gemacht. Alles andere eine unnotwendige, weder dem Aufwand, noch dem Vorwurf irgend wie adäquate Aneinanderreihung von kitschigen en esen nach ein after Achtundvierziger, der es bei der preußischen Garde. Im September 1914 Illustrationen der dunkelsten Bibilsprüche( die mit den Ideen des Liberalismus, denen er zeit- kam er als Sturier des deutschen staisers nach verständlicheren aus der Bergpredigt und von lebens anhing, wirklich ernst nahm und in den Wien und wurde dann zum Attaché bei der Bot- den Reichen, die nicht ins Simmelreich eingehen politischen Stämpfen, denen er nicht aus dem schaft in Stonstantinopel ernannt. Er hat sich, fönnen, sind vollständig unter den Tisch gefallen). Bege ging, stets die Fahne des Fortschrittes ent- behauptet er, mit dem früheren deutschen Bot ununterbrochene Suggestion: Glaube unbesehen, Die Zentral- Sozialversicherungsanstalt zur rollie. Später ging er nach Berlin, wo er gleich- schafter v. Tschirschky auf dem Semmering auf und du wirst jelig werden! Und da der Glaube Novellierung der Sozialversicherung. Das Bräfalls eine führende Stellung in der dortigen gehalten, wurde Adjutant des Herzogs Paul von des Wunders liebstes Kind ist, füllen die Wunder fidium der Zentral- Sozialversicherungsanstalt Literatur- und Theatergemeinde erlangte. Slaar Mecklenburg und im Feber 1915 von Staiser die Szene gleichfalls von Anfang bis Ende. Die wählte in seiner gestrigen sigung eine vierglied hat neben vielen biographien und literarischen Franz Josef in Schönbrunn empfangen. Er hat Figuren find ſamt und fonders wahnsinnig edel rige Kommission zur Ausarbeitung eines Arbeiten auch Lustspiele geschrieben. darüber sogar im Ullsteinverlag ein Buch geschrie und zivilisiert; das Sinnige, Edle, die geölte achtens über den Regierungsentwurf betref Ein internationaler Scheckfälscher verhafiet. ben. Eine Verwundung hat ihn gezwungen, den Salongeſte gewissermaßen zur dramatischen fend die Novellierung der Arbeiter- Sozialversichen Weimar wurde kürzlich der 35jährige angeb Rod des Gardeoffiziers abzulegen und einen Staatsräson erhoben. Am Schluß, nach dem rung. Der 40gliedrige Ausschuß der Zentralfiche Oberregisseur Joachim von Reichel aus Bosten als Erster künstlerischer Leiter der Wiener happy end, der Auferstehung Chrifti, fliegen koloSozialversicherungsanstalt wird am 24. Novem- stönigsberg verhaftet. Er hat in Weimar Bolksoper zu übernehmen. Reichel will auch im rierte Tauben um die sich vornehm durch bunie ber d. J. zur Behandlung derselben Angelegen eine Reihe von Sched fälschungen und ver Spieljahr 1919-20 in Brünn Opernregisseur Rosenbüsche bewegenden sittsamen Frauengestal heit zusammentreten. schiedene andere Schwindeleien verübt. Reichel der Vereinigten Deutschen Theater gewesen sein. ten und jeßen sich auf die wohlgeformten Schul Alfred Klaar gestorben. Einer der bedeutend ist ein berüchtigter internationaler Betrüger, der In der Zeit von Juli bis jept hat sich Reichel intern; genau wie es Großmütterchen in der guten sten Literatur- und Theaterkritiker Berlins, fast in ganz Europa Gastrollen gegeben. In der Schweiz, in der Türkei, in Griechenland, Mo- Stube über dem Nippesschrank hängen hat. Alfred Klaar, ist gestern in Berlin 79 Jahre alt verschiedenen Städten wurde er im cause der naco, Italien und in Frankreich aufgehalten. Der Film wird die gewollte Wirkung tu. gestorben. Klaar war 1848 in Prag geboren, wo Jahre verhaftet und zu Gefängnisstrafen verur Was er dort als Baron v. Reichel getrieben hat, Etliche zehntausend Hirne mystisch und sentimen er jahrzehntelang wirkte und einen großen feilt. Seinen Erzählungen nach entstammt Rei- werden erst die Erhebungen ergeben. In tal verkleistern. literarischen Einfluß besaß. Er war seinem gan chef einer adeligen Familie und war Leutnant Brünn hat er sich tatsächlich nur etwa 14 Tage Heinz Eisgruber. Landschaftsmalerei aus der Aero- Perspektive. -www Georgsberg bei Rauonis. Das Unifum aller Be-| gezeichnet tief unten dunkel von schivergrünem die Flügel stellen sich fast senkrecht, aber der Appasucher der Gradschin- Turmspitze oder des Bösiz Nadelwald, unterbrochen vom Rotfluß der Laub- rat muß die Luft als eine herrliche Realität emp berges, in Nordböhmen. Besser als dem Funker bäume. Dann, als die Berge vorüber sind, als finden, denn er läßt sich dadurch gar nicht stören. die genaue Flugfarte, als dem Piloten der unter wieder ein flacheres Grün der Wiesen, der Felder. Wohl aber die Reisenden! Der eine„ bricht"( er läßliche Stompaß, dient der Rip zur Orientierung. ein platteres Ockergelb der Ackerflächen andeutet. ist aus Brag), der andere, gerbt", wie das sächsisch Das Flugzeng faucht an! Die schiefgestellte Auch für uns ist er maßgebend, denn er begrenzt daß hier Mutter Natur mit Gaben zu sparen be- heißt. Ich five unter diesen Jammergestalten des Kabine wird grade, der Bordfunker, wie auf den das Prager Gebiet. Fruchtbarkeit noch immer, ginnt, da ſehen auch die Dörfer langgezogen Elends der Seekrankheit und kann nicht genug die großen Ozeauriesen, gibt Signal der Abfahrt und äußert sich nun ganz anders! Jeßt findet sie sich und schütter genug aus wie abgegraft von Rin- Zähne zusammenbeißen, um nicht loszubrechen; beginnt das Funttagebuch. Das Flugzeug furrt nicht mehr bloß aus grünbraunen Feldern in die dern gegen die früheren und es ist merkwürdig doch es ist nichts passiert, ich bin in diesem grauen 500 Meter hoch empor über Prag.- Sonnen- Dörfer, sondern schießt an herrlich weiß- silbernen Sonnen Dörfer, sondern schießt an herrlich weiß filbernen die freisrunde Bildung der Dörfer der tschechi Luftsturm feefest geblieben ich habe die ominöloser Himmel fäßt die wunderliche alt- neue Stadt Wafferadern in Form kleiner, zierlicher Zucker- schen Ebene wird durch die sparsamere langge- fen Tüten mit der Aufschrift„ Für Luftfranke" mit ihrem von oben gesehenen wirklich schachbrett bädergebilde: grüner Herbst goldener Bäume, dort zogene Gebirgsdorfform abgelöst. nicht benü Bt. Endlich Berlin, das Häuser artig verschieden geflechten Bilde der alten und in Form eines Waldes von Rebstöcken, die ausGegen Dresden wechseln die einfachen meer, wie ein steinernes Wunder mitten in der neuen Stabiteile einschrumpfen wie eine Trocken- fchen wie ein kleiner Ausschlag der Gegend, empor. Bauerndörfer, die fruchtbaren Gegenden mit Sandwüste, eine geniale Kurve des Flugzeugfüh obstfrucht und in einem tomisch durchwirkten Tep- Wir sind im lieblichen Elbtal. Die Gegend Schlotenwäldern. Da blißt ein Werk am Hori- rers und: Landung am Tempelhofer Flughafen." pich verschwinden: diefer Teppich fennt drei Far- wird gebirgiger, waldreicher, wasserreicher, der zont auf, dort ficht man das Glasbach einer Fa- und die durchflogene Strecke? Warum so fum ben: zari olivengrün, schokoladenbraun und hell Apparat kommt in Wolken! Das ist mehr als brit, hier laufen ganze Neße von Starkstromleitun marisch behandelt? Erstens hat man vor NebelIndustrieviertel, Industriegelände, das schwaden wenig gesehen, zweitens ist diese Fläche wiffen, daß das Flugzeug nicht bloß ein harm- wätzen sich wie Wälle gegen das ſchlingernde färbt das Landschaftsbild leise rot- das zeigt ab Elſterwerda„ des heiligen römischen Reiches Joſer Stunstmaler ist, sondern es sagt mit jeder Schiff. Sie sind finster und furchtbar, wie der andere, schärfere Lebensenergien als das Bile um Stroufandbüchse", ein armes Land! Sand, Grau Farbe und jedem Ton einen ganzen soziologischen Wenuntergang. Die feinen, weißen, fliegen vor- Prag, an der Elbe. obwohl die Fruchtbarkeit wie- fläche heftet sich an Graufläche, Say. Das zarte Olivengrün- ein dennoch fet bei wie verlorene, vom Wind gestohlene zarte der zunimmt, die Dörfer hefenteigartig wachsen. and liegt, da rostet abgeblühte Heide und wo tiger Tongehört den bekannten fruchtbaren Schleier irgentavo, weit hinten am Horizont Wintersaaten um Prag an. Das Schokoladen schlummernder Frauen; man möchte, ein spielenNeber Dresden, neuem Großstadtmeer, ver- tote, schibarzblaugrüne, unlebendig staare Farb nicht rotbraunes Heideland liegt, da sieht man braun heißt auch wieder nur: Getreide, Getreide, des Kind, die Hand aus dem Flugzeugfenſter fiert sich der Blick. Das elektrische Sigual flecke, Föhrenvaldungen. Es iſt alles wie eine „ Achtung, Landung! Anschnallgurte benüßen" iſt abgewaschene Palette, auf der noch Farbspuren, die füße und fette Erde, die man im Herzen Der Apparat steigt unverschämt hoch, er muß ertönt, der Apparat gurgelt in die Tiefe, die Welt ähnlich und ineinandergeflossen liegen: grau von Böhmen ficht! Und ganz damit im Zufam- die Wand vor uns überfliegen, um die freie Ausstellt sich auf den Kopf die Häufer werden grö- blau- grün grün- grau- vost- Stanäle, müh menhang stehen die Sprenkelflecken der Förfer: fahrt nach Dresden zu gewinnen. Es gelingt, die Berriesengroß der Apparat stößt auf einsam, künstlich, Asphaltſtraßen durchziehen die ale po aus den eldern aller Fruchtsaft, affe Sonne wricht wie ein Triumphschrei durch die bißchen Berg und Talbahn- auslaufen, halten. Warf, hie und da frönen Industriewerke den HoFruchtbarkeit in Form von odergelben Farben Wolfen- das Blißen der Wasserläufe der Elbe Der fächsische Beamte untersucht ein bißchen das strichen und Bächen zu großen Sachen gefunden und ihrer Nebenflüsse mnie: wie ein Lachen an. Gepäck. Sie Schraube furrt, der Apparat steigt rizont, und fielen um Brag zehn Dörfer, in Böh mens Grenzgebieten fünf oder nur drei ins BlickSubstrates zusammengelaufen wäre, das dort er Nordböhmen, Landesgrenze; freilich, mit roten egen Berlin auf. feld, in Sachien zwölf bis fünfzehn, so sehen wir starrt und zu Häusern fristallisiert worden wäre. Strichen ist sie nicht gezogen wie auf den Schul- Nebel, Nebel, Nebel; man sieht nicht zuviel, hier in der Mark feines. So sieht die Erde aus. wandkarten; aber da der Apparat hoch in den das Wetter wird böig. der Vogel senkt und hebt Dr. G. Färber. Lüften gondelt, sieht man die Höhenzüge genau fich, wie ein stoßendes und schlingerndes Schiff, Getreide; es sind fruchtbare, beaderte Felder. strecken und sie haschen, wenn das ginge. Dann kommt der. Rip, em dunkler Riese, der Samstag, 5. November 1927. Ein Riesenwalfisch gefangen. 50 Fischern der Aniel Baba, gegenüber von Stara tichi, unweit der Seite 5. gangen. Das Tier war annähernd zehn Meter lang Stambul, auf etwas über zwölf Millionen, die Aufgabe Den. Sie wird aubigen, Maschinengewehr- und f und hatte einen Durchmesser von eineinhalb Meter und ein Gewicht von nahezu zehn Tonnen. Es dauerte mehrere Tage, bis es den Fischern gelang, das Tier ans Ufer zu bringen. Ueber 30 Kilometer sleppte der Fisch das Boot an der Küste entlang. das Ergebnis der allgemeinen Volkszählung vom der Welt ausgebildet und ausgerüstet wer- trt ppen, verstärkt durch rasch be= 28. Oktober bekannt: Danach beläuft sich die Ein- den muß, ist vom Stab besonders in Betracht wegliche motorisierte GeschützTürkei, ausgenommen Im Laufe Zeit es Bung, mit der Luft und Gaswaffe Bevölkerung von Stambul wird auf 800.000 bis digung fein, die Verhältniszahl der gepanzerten dung für in Verbin 1,000.000 geschäßt. Die Bevölkerung von Angora Truppen der Kavallerie, der Infanterie und führen heutzutage im Ernstfall die Entscheidung beträgt 74.784 Einwohner. anderer Waffengattungen in der britischen Armee festzulegen. rasch herbei. Es wird, wie Militärfachverständige Die Prager Autokatastrophen. Freitag früh fubr verschiedener Nationen versichern, faum noch ein ein Lastauto in Holleschowitz in der Richtung gegen Die Einführung der Panzerung ist das Unterschied zwischen Militär und Zivilbevölke Selbstmord im Schnellzug. In dem um 4 Ul'ye die Zentralschlachthalle. Als der Eigentümer des aupt moment, mit deffen Hilfe die Beweg rung gemacy werden können, da auch leẞtere jast nachmittags von Prag nach Wien abgehenden Wagens, Josef Hon aus Nen Benatef, unter dem fichkeit im modernen Landfriege wiederhergestellt restlos für Zwecke des Krieges, jo z. B. HerstelZug ereignete sich Donnerstag in der Nähe von Bahnviadukt einem Motorwagen der 18er Linie vor werden kann. Inng von Abwehrmittelit, herangezogen werden. Tabor ein aufregender Zwischenfall. In einem Wagen fahren wollte, bemerkte er erit im letzten Augenblick Und nun zur Tätigkeit der Luftstreit leberlegene Luftgeschwader, FrankDritter Staffe hörte man plößlich mehrere das Herankommen eines Motorwagen der Ser Linie. Kräfte in Verbindung mit den Landtruppen. reich hat heute 6000, Rußland 3500, Italien Schuß detonationen und sah durch den Sei- Das Auto geriet, obwohl es son zu bremsen ver- Troß schwerster Behinderung wegen der Entfen 2500 Rampfflugzeuge, werden gleich zu Beginn tengang einen etwa 20jährigen Mann fchein fuchte, zwischen die beiden Motorwagen und wurde dung ausgebildeten Fliegerpersonals nach China, von Feindseligkeiten durch Einde dung gan bar flüchtend vorwärts laufen und blutüber- vollständig zertrümmert. Hon sowie die waren die Luftstreitkräfte den an sie gestellten zer Städte, Industrie- und Hafenftrömt zuſammenſtürzen. Die Passagiere, deren beiden anderen Zujassen des Autos wurden nur leicht Anforderungen trotzdem gewachsen. Mit Hilfe der gebiete mit Sprenggeschossen und fich große Aufregung bemächtigt hatte, zogen, da man verlept. Die Motorwagen wurden beschädigt. Armeefliegerschule in Did Sarum und den Ge- vor allen Dingen mit Gasbomben schwere Vereinen Mordüberfall vermutcte, die Novine. Der Tschechische Konversationsabende für Deutsche schwadern, die mit den Divisionen zusammenge- wirrung und Vernichtung verursachen. Bei Becleßte verfchied binnen wenigen Minuten. jeden, Donnerstag, 19 Uhr, in der Abstinentenrestan arbeitet haben, hat man nun eine gute Organifa einem entschlossenen Großangriff von FluggeNow den Begleitumständen scheint es jt) um einen ration. Vermittlung von Korrespondenz und Kontion geschaffen. Die Ausbildung wurde verein schwadern wird z. B. ein großes StadtSelbstmord zu handeln. Die Identität konnte versation zwischen Deutschen und Tichechen. Anfra- facht, und ein genügender Nachwuchs ist gesichert. gebiet in der Zeit von wenigen gen beim Versöhnungsbund jeden Samstag, 16 30 Stunden durch Abwerfen von Gasa Die Luftstreitkräfte haben vor allen Dingen is 18 Uhr, Abstinentni restaurace, II., Ostrovni 18, auch zur Beseitigung der bisherigen Kriegführung bomben mit einer 15 bis 20 Meter der schriftlich Frl. Hornosova, Karlin, Riegrovo 7. mit großen verwundbaren Maffen beigetragen Den Giftgafe, gegen die vielleicht auch die dicken Schicht alles Leben ertöten und so die Einführung gepanzerter Truppenteile besten Gasmasken feinen Schutz gewähren, be beschleunigt. Sie haben daher die Möglichkeit bedt sein. Auf dem Boden aber wird durch gegeben, einerseits die Truppenzahl zu verringern die Motorisierung der Landtruppen die bisherige und andrerseits die Beweglichkeit zu erhöhen. Die Flugkräfte können den modernen, rasch beweg- oder im Gelände, faft zur Unmöglichkeit. Kampfesweise von Massen, sei es in Stellungen lichen Kleinheeren durch ausgezeichneten Informationsdienst und rasche Herstellung von Verbindungen sehr nützlich sein. Sie können auch leicht verwundbare Verbindungs- und Zufuhr Seerführer in gewissen Kriegsgebieten waren. linien ersetzen, die bislang eine große Sorge der nicht gleich festgestellt werden. Die Einwohnerzahl der Türkei. Die General direktion des Statistischen Amtes in Angora gibt Der mechanisierte Krieg. Die Schrecken des Zukunftstrieges.- Der Motor im Krieg.- Luftflotten.- Die mit Giftgas zugedeckten Städte.- Das Ergebnis der britischen Manöver. eue Gegenwärtig beschäftigen sich die General Waschinengewehrfeuer durch leichte Banzerung stäbe der verschiedenen Mächte intensiv mit dem geschüßt, untergebracht sind, besiben eine strateProblem der Mechanisierung und Materialifie- gische und taftische Freiheit der Bewegung, die rung ihrer Heere, wie vor allem auch mit der keine andere Waffengattung aufweisen kann. Und wirksamsten Organisation der Luftwaffe in Ver- das ist ein Hauptmoment bei den Erwägungen bindung mit dem Gasfrieg. in der Verwendung solcher Kampfgefährte. Großbritannien, dessen Seer sich seit der 2. Gegen Angriffe solcher gepanzerten Briga 1919 erfolgten Aufhebung der im Kriege zeitwei- den schüß man sich am besten durch Zerstreuung lig eingeführten allgemeinen Wehrpflicht wieder der Truppen, um den Angreifern keine bedeuten aus Söldnern zusammengesetzt, ist im Striegsfalle den Zielobjekte zu bieten. nicht in der Lage, große, gut ausgebildete Referbemassen unter die Fahnen zu rufen. Aus diesem Grunde interessiert sich auch der britische Stab mehr als alle anderen Heeresleitungen für die Mechanisierung des Krieges, um auf solche Weise durch ein verhältnismäßig fleines, aber durch Mechanisierung äußerst schlagfertiges Heer nicht nur die Verteidigung des Inselreiches sicherzustellen, sondern darüber hinaus auch mit Erfolg in anderen Teilen der Welt einen Feldzug führen zu können. leber die diesjährigen, allerdings zeitweilig durch Regen und Unwetter start beeinträchtigten britischen Herbstmanöver schreibt jetzt in abschliefender Weise sehr interessant der militärische Berichterstatter der„ Times", ein höherer englischer Offizier ut. a, wie folgt: terie eingestellt wurde. 3. Solche gepanzerten Brigaden, begleitet on motorisierten Geschüßen und Haubißen des jetzt verwendeten Typs, fönnen( in günstigem Gelände) die strategischen Bewegungen von Truppenteilen anderer Waffengattungen dauernd und nach Belieben lange aufhalten. 4. Die Zuteilung von Infanteristen und Waschinengewehrschützen in ungeschützten Straftgefährten zu solchen gepanzerten Brigaden muß von Fall zu Fall als berechtigt erwiesen werden. Dasselbe gilt mit bezug auf ungeschützte Pionierabteilungen. Das sind Ergebnisse und Lehren von weitreichender Bedeutung, die jeßt, seitdem Six George Mille, Chef des Generalstabs, die mecha nisierten Truppen im Manöver sah, zweifellos bei der ganzen Armee Verwendung finden. Interessant ist es, daß hohe Militärs, darunter Marschall Foch sowie auch englische Gene räle heute noch die Tätigkeit der zusammen mit ferie in vielen Fällen für wertvoll halten. motorisierten Streitkräften operierenden KavalIn ähnlicher Weise wie die britischen Herbst- Die Manöverberichte aus den Ländern der militärischer Großmächte, darunter Frankreich, zweifellos von Bedeutung. Am wertvollsten sind manöver haben sich auch die Uebungen anderer Großmilitärmächte sind für den Fachsoldaten Italien und Japan in diesem Jahre mit dem sie aber deshalb, weil sie den Menschen in der Problem der Mechanisierung und Motorisierung ganzen Welt die fürchterlichen Schrecken eines fowie mit der Vervollfommung ihrer Luft- und Bufunftsfrieges unerbittlich beweisen und deshalb Gastriegsorganisationen eingehend befaßt. Die dazu dienen sollten, daß die Länder dieser Ergebnisse all dieser Manöver denten darauf hin, Erde endlich, gezwungen durch die Wucht des daß die Massen und Millionenheere Volkswillens tatsächlich zur Abrüdes Weltkrieges tatsächlich ihre stung und zur Idee des wirklichen Bedeutung verlieren werden. Tank Friedens kommen. Gerichtssaal. Zeugenbernahme in Breslau. des ist, als er ihr seine Begleitung anbot. Dann wollte sie mit einem andern weitergehen. Im selben Der zweite Verhandlungstag des sensationellen Augenblice fühlte sie einen Schlag im Gesicht, und Wordprozeffes gegen Regierungsrat v. Heyde zwar im Auge, daß sie mit dem Auge überhaupt brand war durch zum Teil ſehr ausgedehnte, aber nichts mehr sah. Sie mußte in die Augenklinik, wo nicht übermäßig inhaltreiche und beweisschlüssige ihr das Auge, das nicht mehr zu retten war, entfernt Zeugenaussagen der Gutsangestellten und der Rechts- wurde. Wie aus dem Berichte der Klinik hervorgeht. beiſtände der Familie von Heydebrand ausgefüllt. war das Mädchen mit dem Auge aber schon Den Höhepunkt der Verhandlung bildete die umfang früher in Behandlung und war darauf fast erreiche Bernehmung des 66 Jahre alten Oberpfar- blindet. Der Mann stand heute vor dem Gesch vo " In seiner Einleitung spricht der Bericht rers Rudolf Schäfer, des langjährigen Be- renengerichte unter dem Vorsitze des OLGR. Ed. erstatter im allgemeinen über die an den Manö Die Verwendung des Explosionsmotors für raters und Vertrauten der Fran v. Heydebrand. Aus Souček. Er gab an, von dem Mädchen gereizt bern beteiligten Truppenteile und sagt u. a., daß Zwecke des Landkrieges wird wahrscheinlich die den Zeugenaussagen ergibt sich als Bild der Toten worden zu sein und redete sich auf Volltrunkenheit gerade in letzter Zeit eine ungewöhnlich große gesamte Situation mit bezug auf zukünftige das einer lebensluftigen, umgänglichen und zu einem aus. Volltrunkenheit ist nämlich, so unglaub Zahl junger Refruten besonders bei der Infan riegsrüstungen überall in der Welt beherrschen. Selbstmord wenig geneigten Frau. Der Gutsinspeflich es auch ist, nach unserem Gesetze fein Erschwe Den Truppen wurd: Suftstreitkräfte und Panzergefährte arbeiten zutor schilderte die Ehe als zerrüttet, was ihm Frau rungsmotiv, sondern ein Milderungsgrund! reichlicher als im Weltkriege Kartenmaterial zur sammen, um die Massenkriege der Na- v. Heydebrand immer wieder bestätigt habe. Selbst Dagegen bestimmt das Gesetz sehr vorausblickend und Verfügung gestellt. Die englische Armee verventionen in Waffen unmöglich zu mordabsichten habe sie nicht geäußert, vielmehr ein richtig, daß auch der Verlust eines blinden Auges, det neuerdings gerne Karten in großem Maß machen. Maſſen find zu leicht verwundbar, mal erklärt: wer sich erschießt, ist nur zu feige, den der durch eine andere Person in feindlicher Absicht ſtabe, und zwar 1 Zoll auf die engl. Meile( 1609 und die höchstwahrscheinliche Bergajung ganzer bewirkt wird, als schwere förperliche Beschädigung Meter). Der Berichterstatter glaubt, daß dieses Operationsgebiete wird wahrscheinlich den für zu bestrafen ist. Die Geschworenen bejahten wohl die Hartenmaterial wohl für Operationen in Eng ihre Operationen benötigten Raum starf beschnei Sauptfrage auf dieses Delift mit acht Stimmen, aber land selbst genügt, jedoch für Kriege in anderen den. Die Verbindung von Maschinengewehrfeuer sie bezahten auch die Zusabfrage auf Volltrunkenheit Ländern weniger geeignet ist. Er weist auch dar- und Stacheldrahtverhauen verhindert im Tages mit zwölf Stimmen. Der Angeklagte wurde daher auf hin, daß eine füchtige Ausbildung im Ge- licht auf dem Schlachtfelde jede Nahbewegung, der Ehemann seine Frau allein von der Hochzeits- nur wegen einer Uebertretung, begangen in Vollbrauch der Waffe unerläßlich ist. Der englische aber der Explosionsmotor erleichtert die Einfüreise zurückkehren ließ und selbst zum Besuch seiner trunkenheit, verurteilt, auf welche als HöchststrafausSoldat müsse den historischen Ruf seiner Schießz rung der Panzerung, unter deren Schuße die ersten Frau fuhr. Später habe Frau v. Heydebrandmaß drei Monate gulässig sind. Der Senat vertüchtigkeit aufrecht erhalten. Im Jahre 1927 getaftische Beweglichkeit im Gefecht wiederherge- nie an eine Aussöhnung gedacht, sie wollte währte das Kriegsministerium an Nebungs ſtellt werden kann. Durch ähnliche Mittel kann mit ihrem Manne vielmehr nur noch zuſammentref munition für Maschinengewehrſchüßen noch 1100 Schuß pro Mann, Wie verlautet, soll diese Zahl m Jahre 1928 aus Gründen der Sparfamfeit starf vermindert werden. Gegen diesen Beschluß opponiert der Berichterstatter und fährt dann wörtlich fort: Kampf mit dem Leben aufzunehmen. Pfarrer Schäfer äußerte sich über die Tote sehr lobend. Bereits wenige Tage nach der Hochzeit habe sie sich bei ihm über ihren zweiten Mann beklagt und dabei einen Weinkrampf bekommen. Der Grund lag darin, daß fen, damit er Farbe bekenne.„ Ich will wissen", äußerte sie eines Tages,„ ob er nur meinen dreckigen Mammon geheiratet hat oder mich." urteilte ihr zu zehn Wochen Arrest, verschärf mit einer wöchentlichen Faste, und zur Zahlung eines Schmerzensgeldes, das das Mädchen mit K 500.bezifferte.- Während der Bause lief aus dem Auditorium eine Frau zur Zengin, die um das Auge Im weiteren Verlauf der Vernehmung des gekommen war, und mit einem emvas stark entOberpfarrers fam es zu einem 3 wischenfall. blößten Knie dasaß, und schrie:„ Werden Sie anPfarrer Schäfer hatte an den Untersuchungsrichter ständig dasigen!" Dieses Frauenzimmer wäre wahreinen Brief geschrieben; daß ein Mord vorliege. Der scheinlich auch der Ansicht, daß einem„ unanständig" Vorsitzende verlangte eine Begründung dieser An- dasigenden Mädchen mit Recht ein" Auge ausge nahme. Darauf erklärte der Zeuge:„ Bei der Ver- schlagen wird. nehmung vor dem Untersuchungsrichter in Guhrau auch ein wirksamer Gas- Schuß gewährt werden, während Spezialbekleidung zur Erreichung von Immunität des menschlichen Körpers gegen solche Produfte wie z. B. das sog. Senfgas so schwer sein würde, daß sie jede freie Bewegung start behinderte. Mit der taktischen Beweglichkeit durch „ Ehe nicht weitere Kriegserfahrungen, die panzergeschützte Motorgefährte wird auch die uns hoffentlich in langer Zeit nicht beschert wer- strategische Beweglichkeit wieder möglich. Ist erst den, vorliegen, muß sich die Organisation der ge- diese Beweglichkeit wieder hergestellt, dann kommt banzerten Rampfmittel und anderer Striegsge- auch die Oberleitung wieder zu ihrem Recht, fährte selbstverständlich auf Experimente während und die Hammer- und Zangenmethoden des letz hatte ich den Eindruck, daß er um den wahren Sach„ Ihnen wollte ich nachts nicht allein der Friedensübungen stützen. Sehr wichtig ist die ten Krieges können vermieden werden. Entschei- verhalt herumging und sich nicht bemühte, auf den" Herstellung der innigen Zusammenarbeit zwi- dungen können dann ohne die lang hinausgezo- Kern der Sache einzugehen oder ihn zu klären." Hier begegnen!" schen den Offizieren der mechanisierten Truppen gene Hölle der Massenabschlachtung, die ja in sprang der Staatsanwalt in die Höhe und verlangte, Prag. 4. November. Mit obiger Anrede apofowie des Train einerseits und der Motorindu- unvermeidlicher Weise stets den wirtschaftlichen daß der Zeuge seinen schweren Verdacht gegen den ſtrophierte OLGR. Kvapil hente den 1880 gebore strie andrerseits. Das ist schon deshalb unbedingt Zusammenbruch ſowohl des Siegers als auch des Untersuchungsrichter rechtfertige. Zeuge:„ Der nen nach Veletin zuständigen Josef Hartmann. nötig, damit im Falle eines Strieges die Beschaf- Besiegten zur Folge hat, herbeigeführt worden. Untersuchungsrichter aß während meiner Verneh- der mit dem 19jährigen Vaclav Sula wegen fung der verschiedenen motorisierten und mecha Soviel mit bezug auf gepanzerte Brigaden mung sein Frühstück. Ich, der ich die Verstorbene des Verbrechens der öffentlichen Gewalttätigkeit und niſierten Striegsmaschinen und Striegsgeräte fofort in Gebieten, die für ihre Berwendung geeignet fannte, wußte, daß Selbstmord nicht vorliegen Ueberschreitung gegen das Waffenpotent auf der Anin genügenden Mengen ebenso wie die Beschaf- find. Ausgeschlossen sind natürlich Gebirgs- und konnte." Vorsißender: Ronnte sie nicht in höchster Flagebant foß die beiden Angellageen wa en am fung von genügenden Erfaßteilen sichergestellt Sumpfgegenden sowie größere und fleinere Wald- Verzweiflung zur Waffe gegriffen haben?" Beuge: 28. Juli bei Nacht in Hostivice zwei Gendarmen wird. Auch müſſen Zivilfahrzeuge in genügender distrikte, die sich fämtlich zum Kampf gegen Tanks„ Dieser Schlußfolgerung fann ich keine Berechtigung begegnet. In ihrer Begleitung war noch ein dritter Anzahl ohne Zeitverlust fogleich für Striegsvede gut eignen. Es gibt überhaupt noch viele Schivie- einräumen. Ich halte es unter meinem Gide für Mann, der nicht ermittelt werden konnic. Beide Anumgebaut werden können. Besonders sechsrädrige rigkeiten. Der Landkrieg und die Ausbildung be- unmöglich, daß die Frau Selbstmord begangen hat." gefagte trugen Revolver. Als die Gendarmen sie Laſtautos genügen diesen Anforderungen. Ich bin finden sich heute in einem Stadium der Umwäl- Vorsitzender:„ Also bleibt der Schluß, daß der An- anhielten und ihnen mit einer Laterne ins Geficht erfreut, feststellen zu können, daß unsere Znon- zung. Aber in der modernen Geschichte findet geklagte seine Frau erschossen hat. Trauen Sie ihm nchieten, packie Hartmann den Gerdarmen beim trie im allgemeinen all diesen Anforderungen man als Ausweg nur wenig Geleitpunkte. Dazu das zu?" Benge:„ Ich muß diese Frage leider be- Arm, der andere Gendarm schlug Sula den Revolver bei Ausbruch nes Strieges gewachsen ist. Abge- muß man schon in die Zeiten der Parther- und ia hen."( Große Bewegung) aus der Hand. Beide Angeklagten leugneten, überjehen von einigen, versuchsweise eingeführten Mongoleneinfälle zurückgehen. Die verwandteste haupt die Absicht gehabt zu haben, sich mit den Genriegsmaschinen können genügend Tanks, ge- Parallele zu den gepanzerten Brigaden waren dormen in etwas einzulassen oder sich gegen sie zur schütze Lastautos, Schlepper usw. sowie Ersay- die Streitkräfte berittener, durch Panzer geschüß Wehr zu segen. Sartmann hat eine hübsche Strafteile sofort geliefert werden. ter Begenschüßen, durch welche die römischen Leliste: Im ganzen 21 Mal vorbestraft, lauter Kleinig Das Hauptmoment bei der Mechanisierung gionen bejiegt wurden. keiten: einmal zehn Jahre wegen Mordversuches, der Armee war in den letzten Jahren, besonders Die in den jetzigen Manövern gemachten ein zweites Mal sechs Jahre wegen Raubes, tann während der Uebungen auf dem großen Wianö Erfahrungen müssen durch eingehendes Studium wieder drei Jahre wegen Diebstahls, also ein Mann, bergelände von Adlershot, die Entwicklung des noch geprüft und dann weiter verwertet der die Wehrzahl seiner Jahre im Striminal vermotorisierten Transportivesens hinter der Front. werden. Zu diesem Zwecke sollen in dieEr schlng ihr ein Auge heraus. bracht hat. Der Senat verurteilte Hartmann zu Aus den in diesem Jahre mit gepanzerten und sem Winter Spezialkurse für Offiziere der Prag, 4. November.„ Schan, daß Du abfährst. einem Jahr schweren Sterkers, Hula zu einem Ingepanzerten Gefährten gemachten Erfahrungen mechanisierten Heeresteile in der Schule des In Vandruf," ſagte das Mädel nach der Tanzunter Monat. Sula nahm die Strafe an, Hartmann erlassen sich folgende Hauptschlüsse ziehen: Tauf- Morps stattfinden. Die Erwägung. daß| haltung in einem Dorfe bei Schlan zu dem Berg- suchte sofort um einen Verteidiger, der ihm die Nich1. Gepanzerte Kriegsgefährte G. B. Tants), die britische Armee in verschiedenartiger Weise mann Jaroslav Banicef, einem 30 Jahre igkeitsbeschwerde verfaffen sollte. Daher wurde er welchen die Mannschaften gegen Gewehr- und für den Dienst in verschiedenen Teilen alten Wanne, der verheiratet und Vater eines Stin wieder in die Untersuchungshaft abgeführt. in Aus der Vernehmung des medizinischen Sach verständigen Dr. Straßmann ergab sich kein entscheidender Anhaltspunkt für die Beurteilung der Todesursache. Das Festhalten der Waffe in der Hand ist nach seiner Auffassung weder schlüssig für einen Seibstmord, noch schließe es ihn aus. Scite 6. Prager Kurse am 4. November. 100 holländische Gulden 100 Reichsmart. 100 Belgas. Ware 1363.871/ Geld 1857.87 808 40 807.40 468.70 471.70 100 Schweizer Franks 648.90 651.90 1 Pfund Sterling 163.70 164.90 100 Lire 183.77% 185.17% 2 1 Dollar 33.60 33.90 100 franzöfifche Frants 181.98 133.12 100 Dinar 59.18% 59.68% 2 100 Bengös. 589.30 592.30 100 polnische Sloth. 376.75 379.75 100 Schilling 475.05 478.05 Wieder ein Todesurteil auf Grund von Indizien. Piset, 1. November. Vor dem Piseker Schwurgerichte fand ein Prozeß statt, der insoferne Ächnlichkeit mit dem Prozesse Vojtěchovsky hat, als es sich in ihm auch nur um die Stimme eines einzigen Geschworenen handelte und der Angeflagte wäre freigeschrochen worden, so wurde er aber zum Tode durch den Strang verurteilt. In einem Dorfe bei Prachatit fand am Wengelsfeiertage eine Tanzunterhaltung statt, an welcher fich der 22jährige Knecht vom Auerspergischen Großgrundbesize, Josef Seiberle, und die 23jährige Magd Marie Hoydeker beteiligten. Die Tanzunterhaltung war nachmittags von 2 bis 5 Uhr, dann ging die Landjugend heim, um das Vich zu füttern, um 8 Uhr abends wurde das Tanzen fortgesetzt und dauerte dann bis in die Morgenstunden hinein. Am nächsten Tage fand man in einem Startoffelfelde die Leiche der Hoydeker, entseßlich zugerichtet, in einer Blutlache. An drei Stellen war sie durch ein Taschenmesser gestochen, eine große Wunde zeugte davon, daß sie zuerst durch einen Stein niedergeschlagen wurde. Der Mord mußte ein paar Stun= den früher, etwa zwischen 5 und 8 Uhr früh, als die tanzlustige Jugend aus dem Wirtshause kam, verübt worden sein. Als der Tat verdächtig wurde zuerst ein Senecht namens Turek verhaftet, der aber sein Alibi nachweisen konnte. Da man ermittelte, daß Seiberle mit der Hoydeker ein Liebesverhältnis unterhalten hatte, wurde dieser in Haft genommen. Bei der Sezierung der Leiche stellte man fest, daß sich die Hoydeker im fünften Monate der Schwangerschaft befand. Zur Verhandlung wurden nicht weniger als 112 Zeugen geladen. Einige Zeugen erklärten, daß das bei der Leiche aufgefundene Taschenmesser das Eigentum Seiberles sei, der dagegen behauptete, jein Taschenmesser schon früher verloren zu haben. Ausschlaggebend war für die Geschworenen wohl die Aussage des Schäfers Běhuner, der erzählte, daß ihn Seiberle dazu veranlassen wollte, seinem Bruder einen Revolver zu entwenden ,,, weil er eine umbringen müsse." Da acht Geschworene für einen Schuldspruch stimmten, wurde Seiberle zum Tode verurteilt. එ ELIDA SHAVING STICK Das Selbstrasieren wird leicht und angenehm wenn Sie Elida Shaving Stick verwenden. Selbst empfindlichste Haut wird dann durch tägliches Rasieren nicht gereizt. 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Seine Aufgabe ist die Beratung des Gemeindeparlaments in sportlichen Fragen. Er befürwortet die sportärztliche Untersuchung und Beratung von gemeindewegen in Verbindung mit den schon bestehenden städtischen Beratungsstellen. Ein Antrag des Askö fand Annahme, nachdem sich der Gemeinderat mit der ent. sprechenden Verteilung der Sportplätze auf das Stadtnetz und mit der Errichtung eines Stadions befassen soll. Für die Wintersportler hat der Sport. beirat beantragt, daß die Direktion der städtischen Straßenbahn die weitgehendste Be örderung von Wintersportgeräten auf der Straßenbahn und Stadtbahn zubilligt. Die proletarischen Naturfreunde werden diesbezügliche Vorschläge einreichen. Bundesfest 1928 in Lille. Der der Luzerner Sportinternationale angeschlossene Verband der Arbeiter Turn- und Sportvereine Frankreichs hält Pingsten 1928 in Lille ein Bundes- Turn- und Sportfest ab. Ausländische Arbeiterturner und Sportler werden soweit es ihre wirtschaftliche Lage erlaubt und sie nicht durch eigene Veranstaltungen gebunden sind, ihre Solidarität durch Besuch des Festes bekunden. Zentralisation der österreichischen Leichtathletik. Ueber die organisatorisch und technisch einheitliche Bearbeitung der in vielen Be: bänden des Arbeiterbundes für Sport und Körperkultur( Askö) gepfleg ten Leichtathletik wird sich in den nächsten Tagen eine Sigung der Verbandsdelegierten beschäftigen. Eine Wendung in der Entwicklung des Arbeiter- Athletenbundes in Deutschland. Die organisatorischen und technischen Leiter der 22 Streise hielten mit dem Bundesvorstand in der neuerbauten Sportschule des 14. Kreises in Offenbach a. M. eine sehr wichtige Tagung ab. Gegenstand der Beratungen war die Anpassung der Mitgliedsbeiträge an die be stehenden Verhältnisse und eine Reform der Verwaltungspraxis. Für Herauffeßung und Vereinfa chung der Beiträge herrschte Einmütigkeit. Der Wehrertrag soll der Entfaltung größerer Aftivität zukommen. Dem am 12. Juni 1928 in Dresden stattfindenden Bundestag werden Bundesvorstand und Streisleiter Vorschläge zur Schaffung einer eigenen Bundesschule unterbreiten. Ein österreichischer Arbeiter- Tennisverband. Der Ruffen und Utrainer. tag( 81-3), 7 Uhr: Sommernachtstraum". Bürgerliche Sportmoral. Sowohl der Teplitzer Berband ist gebildet worden auf Grund der dies Prag, 3. November. In einem Weinberger Sonntag, 11 Uhr vormittags: Singvereins. R. als auch die Prager Slavia befizen Verjährigen Erfahrungen mit den Tennisvereinen und Wirtshaus waren zwischen Russen und Ukrainern konzert; 2½ Uhr:„ Cavalleria rusticana", einsstraftommissionen", die eine ziemlich Gruppen. Der erste ordentliche Verbandstag wird vor einigen Wochen am Abende ein Streit ausge- Bajazzo"; 7% 1hr( 30-2): erbst manö rigorose Arbeit entfalten. So wurden einige für Jänner 1928 einberufen. Ein provisorischer Vorbrochen. Der russische Staatsangehörige Vasilver". Montag( 29-1), 7 Uhr:„ Waskenball". T. F. St.- Spieler angeblich wegen laxen Spie- ſtand wird bis dahin die organisatorischen GrundGračova versetzte dabei dem Studenten VladiIes gegen Aussig mit einer„ Rüge" bestraft. Im lagen des Tennisverbandes ausarbeiten. Spielplan der Kleinen Bühne. Samstag: In Wiederholungsfalle jetzt es Geldstrafen. mir Zarcgicfy einen Schlag ins Gesicht, dann Polly." Sonntag, 3 Uhr:„ Olly Polly." Prager Slavia hat bereits Geldstrafen für angeblich warf er ihn zu Boden und trat ihn mit dem Fuße 7% Uhr:" Bunbury." Montag:„ Nukuli." faules Spielen festgesetzt und dabei die vertrag ins Gesicht. Der Senat verurteilte ihn zu zwei Monaten Kerker, bedingt auf drei Jahre, da von I ich festgesetzte Spielergage bei einzelnen um einer früheren Verurteilung des Arbeiters nichts 50 Prozent erniedrigt.- Und das neunt bekannt ist. Literatur. Mitteilungen aus dem Publitum. Das Beste für Ihre Augen liefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25, Kl. Bazar. SANAY BUTTER CLEICH Aus der Partet. Jugendbewegung. S.J. Prag. Dienstag, den 8. ds. um 8 Uhr abends im Sozialdemokrat Ausschußsigung. Mittwoch, den 9. ds. um 8 Uhr abends im Verein dentStart Stern aus Teplit spricht über die„ Schwedische scher Arbeiter Vortragsabend. Verbandsobmann Gen. Jugendbewegung". Genossinnen und Genossen, kommt alle zu diesem Vortrag und bringt Eure Bekannten und Freunde mit. Kulturwitte, Heft 11, 4. Jahrgang, Sondernummer Erziehungsfragen". Im Zeichen des Stampfes um das Reichsschulgesetz ist es verständlich und zu begrüßen, daß in dieser Nummer des Kulturwillens versucht wird, die Zusammenhänge zwischen Erzie hung und Stultur flarzulegen, insbesondere aber die Erziehungsaufgaben der Arbeiterklasse fritisch zu beleuchten. Seit den Novembertagen 1918 wissen wir. daß nicht nur die politische Reise zur Behauptung der Macht genügt, sondern daß ebenso die sittliche und geistige Bereitschaft nötig ist. Aus der Fülle der Auffäße seien nur einige erwähnt: Alte und neue Erziehung( Prof. Anna Siemsen)- Der Friedensgedanke in der proletarischen Erziehungsarbeit( abian) Religion und Erziehung( Bernfeld)- Bolitik und Erziehung( Prof. Aug. Siemsen) Dr. Kurt Löwenstein( Die Kinderfreunde- Bewegung). Unter der Rubrik„ Kunst und Volk" zeichnen sich weitere Beiträge durch Lebendigkeit der Darstellung und Klarheit der Formulierung aus.( Walter Viktor: Gesund unter Irren. Gerh. Pohl: Zola. Schumann: Stunst und Klasse.) Der„ Querschnitt" gibt einen Ueberblick über die bedeutendsten Aufführungen an deutschen Bühnen, über die neuesten Filme und bringt außerdem Theater- und Buchbesprechungen.- Ais weitere Bereicherung erscheint zum ersten Male die Beilage ,, Reisen und Schauen". Nachdem mehr und mehr die Arbeiterschaft sich ihre eigenen großen Reiseorganisationen geschaffen hat, ist es zu begrüßen, daß dieses Gebiet der Ferienkultur ausführlich Berück Hochschulfurs des Bildungsvereines deutscher sichtigung findet. Außer einem Beitrag des bekann Arbeiter. Der Vortrag des Univ.- Prof. Dr. W. ten Schulreformers Paul Oestreich„ Die Welt als Wiechowski findet nicht, wie gemeldet, Montag, den Heimat" erscheint in den Reiseblättern eine Vorberei 7. d. M., sondern Wittwoch, den 9. d. M. und tung einer Englandveise aus der Feder der Genossin die folgenden fünf Mittwoche von 7-8 Uhr abends Hermes. Das ganze Heft ist mit einer großen Anzahl von Zeichnungen und Holzschnitten von Maje- im Hörsaale des Pharmakol.- Pharmakogn. Instituts, reel Zille und einigen geschickten Photomontagen ge- Prag II., Proßlova 5, statt. Anmeldungen nimmt schmückt. Alles in allem: Ein überaus reichhaltiges der Bildungsverein deutscher Arbeiter, Prag II., Weft. Der Stulturwille iſt unbestritten die Bildungs- Smečky 27, entgegen. zeitschrift, die wegen ihres Niveaus und des unglaub lich billigen Preises von jedem kulturell interessierten Arbeiter gelesen werden müßte. Der Preis für das Einzelheft beträgt 30 Pfg., für den Jahresbezug 8 Wit. Probenummer versendet der Verlag Kulturwille, Arbeiter- Bildungsinstitut, Leipzig, Braustr. 17, gern fostenlos. Vereinsnachrichten. Herausgeber: Dr. Ludwig C6 d). Verantwortlicher diedakteur: Dr. Emii Strauß. Truck Deutsche Zeitungs- Aktien Gesellschaft in Brag Für den Druck verantwortlich): Otto Solih, Prag Die Zeitungsmarfeniranfatur wurde von der Bolt- u. Telegraphen. direktion mit Erlaß Nr. 127.451/ VII/ 27 au 14, Wai 1927 bewilligt. Erstklassiges Spezialhaus. Anerkannt beste und reellste Bezugsquelle für ſich Sport des Volkes. Ohne Rücksicht auf die för billige böhmische Bettfedern. perliche Sonstitution des Spielers, ohne Rücksicht auf den Gesundheitszustand dieser Leute, diftieren die ,, Sensationslüstlinge" einfach Strafen. Der Grund: weil der Verein nicht siegen konnte oder der Spieler seine Knochen nicht riskieren wollte.- Es wäre hoch an der Zeit, daß vor allem die Arbeiter ihr Geld nicht diesen Arbeiterfeinden zutragen möchten. Es S 1 kg neuer grauer Halb. schleiß Kč 15.- und 18.-, halbweiße flauntige Ke 20.und 22, weiße geschliffene flaumige Ke 25, 30- und 35.- bessere Kč 40.- und 50 feiner weißer Serr schaftsschleiß Kč 60.- und iſt ein ganz gemeines Borgehen, was sich hier die BLAHUT 70 feinſter threeweißer bürgerlichen Sport ,, arbeitgeber" an ihren angestellten Spielern primiben und nur der Gärfite Boykott der bürgerlichen Plätze kann den Sporthhänen den Garaus machen. Und dazu rufen wir olle rechtlich denkenden und fühlenden Menschen auf. Schwedens Arbeitersportler sammeln sich. 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