Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung, Prag, I., Nelajanta 18. Telephone: Tegesredaftion: 26795, 31469. Tachtredattion: 26797. Poffchedamt: 57544. Jalerate werden laul Tarif billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Breisnachlan. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Die Regierungstrife in Belgien. Donnersta", 1. Dezember 1927. in einer Kommission zu begraben und zu diesem! zu in Belgien. Bede eine gemischte stomaniffiont zit bilden, Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich vierteljährlich halbjährig ganzjährig. .. Kč 16.48.96.192.Rückstellung von Manustripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Ericheint mit Ausnahme des Montag täglich.rlib Ein abgewatschter Altivist. Nr. 281. in der die Heeresleitung, die sich gegen die VerBon Emile Vandervelde, Brüssel. fürzung der Dienstzeit ausgesprochen hatte, die Zusammenstöße im Barlament. Der Landblindler Wagner erhält Nach etwa eineinhalbjährigem Bestehen hat sollte vereinbart werden, daß die sozialistischen Hälfte der Sitze innehaben sollte. Ueberdies von Schollich für die Beschimpfung„ Lümmel" eine Ohrfeige. fich die Regierung Jaspar, die ausminister während der Zeit, in der die KomPrag, 30. November. Die allgemeine Em Gegen 8 Uhr abends schicken die deutschen schließlich mit der Aufgabe der finanziellen Sa mission tagen würde, ihre Aftion für die fechs pörung der deutschen Opposition gegen die maß- Landbündler noch den Abg. Weißer in die Debatte, nierung von den drei wichtigsten politischen Barteien Belgiens, den Katholiken, den Libe- Donaie auf halbe Straft stellen sollten, wogegen regierung durch Windirsch machte sich heute tönig vorzulesen beginnt. Im Saale sind nur lose Beschimpfung der deutschböhmischen Landes der ein fäuberlich geschriebenes Manuskript cin ralen und den Sozialisten, gebildet worden gleiche Verpflichtung übernahmen. Ein der Reben aktivistischer Abgeordneter Luft. Während Abgeordnete anwesend. Weißer reagiert auf die übrigens ihre bürgerlichen Amtskollegen die wiederholt in Zusammenstößen anläßlich der wenige deutschnationale und nationalsozialistische war, aufgelöſt. Dies war vorauszusehen: artiger Vorschlag war offenfundig unannehmes bei dem Landbündler Ho di na noch akademisch Ausführungen Hanreichs. Als er in völliger Ber die Regierungserklärung des Jahres 1926 hatte bar. Die Ablehnung war das Signal für die zuging, gab es bei der Antwort des Landbündlers dehung der Tatsachen den andern einen Riches bereits angekündigt. Der Waffenstillstand, den die Parteien schlossen, sollte den Sturz des Strife des Ministeriums. Die Strife hat bekannt- Weißer an Hanreich, der kurz vorher gesprochenungswechsel vorwirft, ſtößt er bei einigen Franken ins Bodenlose verhindern, die iche ich keine achtundvierzig Stunden gedauert. hatte, eine Batschenszene. Weißer hatte Nationalsozialisten auf scharfen Widerspruch. schweMan ruft ihm entgegen: Sagen Sie das bende Schuld konsolidieren, die Währung ſta Stabinett Saspar, das alle antifoziali celcht worden war. Aber ein fubkollege, der sicht,... der watscht sich selber ab" us. Dem Ministerium Jaspar folgte ein anderes damit nichts zu tun, der las auftragsgemäß etwas herunter, was ihm in seinem Slub auf dem Windirsch, der spudt sich ja selber ins Gebilisieren, kurz allen, und insbesondere denitischen Sträfte von den Radikalen Südmährer Wagner, wollte sich im Mortoefecht gesetzt Arbeitern, die furchtbaren Folgeerscheinungen Während Weißer sich in seiner Vorlesung der Inflation ersparen. Sobald dies erreicht bis zu den christlichen Demokra mit den Deutschnationalen und Nationalsozialisten nicht weiter stören ließ. greift sein Klubkollege und die erforderlichen Auswertungen für die ten, obwohl sich diese für die sechsmonatliche die Sporen verdienen. Nach altem Mezevt aina er Wagner in den Monflift ein und benimmt sich Staatsangestellten, die alten Pensionisten, die Dienstzeit erklärt hatten, in einem„ na felbft aggreffiv vor und beilegelte die Oosition äußerst ausfällig. Sehr bald iſt er zunächst mit tionalen Blod" vereinte. Dieser rings um ihn, die auch nicht gerade höflich blieb, Senirsch in einen Stonflikt verwickelt, dem er Opfer von Arbeitsunfällen durchgeführt waren, Block, dessen Zusammenseßung geradezu grotest in den faftioften Ausdrücken. Dabei kam er affer- uruft, feine Bartei möge sich nur die beiden hatte die Regierung Jaspar keine Eriſtenz- widerspruchsvoll ist, zeigt zunächst keine anderen dings bei dem Deutſchnationalen Schollich an berechtigung mehr. Sie konnte nur mehr ein Absichten, als für einige Zeit zu beſtehen, alles den Unrechten: der Zuruf„ Lümme!" wurde Scheinleben führen. Ihre Auflösung vollzog auszuschalten, was ihn sprengen fönnte, und hrfeine beantwortet, die Herr Mooner auf non Shollich prompt mit einer sch allenden fich in gegenseitigem Einverständnis. feine Attion darauf zu beschränken, die Militär- id fitten laffen mukte, denn mittlerweile fiel ihm Bereits auf dem Weihnachtskongreß 1926 projefte in einer Sommission zu begraben und Zierhut in den Arm. der Arbeiterpartei hatte ich im Namen unseres große öffentliche Arbeiten durchzuführen, die Generalrates erklärt, daß der Waffenstillstand von der bisherigen Regierung projefiiert waren. der Parteien zweifellos noch vor dem Ende des So bescheiden auch die Pläne der Regierung Jahres 1927 aufgehoben sein werde und die sein mögen, so sind ihre Aussichten, sich zu Arbeiterpartei unterdessen eine kraftvolle par- halien, wenigstens bis zu den Wahlen von lamentarische Aktion, insbesondere zugunsten 1929, außerordentlich gering. Um sich davon der Herabsetzung der Militärdienstzeit auf sechs zu überzeugen, genügt es, die Sträfte auf bei Monate, einleiten solle. den Seiten gegenüber zu stellen: Opposition: 78 Sozialisten, 2 Kommunisten, 6 Frontisten( flämische Attivisten); 86. Regierungsmajorität: 78 Katholiken( die Demokraten rechnet), einge23 Liberale( einige Radikale eingerechnet, 101. Auf der anderen Seite eröffnete der Landesverteidigungsminister de Broqueville zu gleicher Zeit wie der französische Generalstab einen Feldzug für die Errichtung von Befestigungswerken an der Ostgrenze. Wie gewöhnlich in solchen Fällen, erklärte auch er, daß das Land einer Invasion offen stehe, daß Deutschland in der Lage wäre, am ersten Tag eines Krieges nicht hunderttausend, sondern dreihunderttausend friegsgeübte Männer in den Dienst zu stellen. Er forderte, daß angesichts dieser Lage die belgische Armee reorganisiert, ihre Kader verstärkt, ihre materiellen VerteidiEs würde also genügen, daß sechs oder gungsmittel vermehrt werden; aber er erklärte fieben Mitglieder sich von der Klerikal- liberalen auch, daß die Heeresreform begleitet werden solle und müsse von einer Serabjeßung der Soalition loslösen, damit die neue Regierungs Militärdienstzeit. Er ließ sogar durchblicken, majorität zerschlagen ist. Und dieser Majorität. daß diese Herabsetzung, wie es die Sozialisten die lediglich gebildet wurde, um die Auflösung verlangten, von der gegenwärtigen zehnmonat der Stammer zu vermeiden, die sie zu fürchten lichen bis zu einer sechsmonatlichen Dienstzeit scheint. steht aegenüber eine ge e intesozia gecinte gehen könne. Vorschläge zu unterbreiten, übernahm de Bro- gend, entschloffen, im ganzen Lande eine flam queville die Verpflichtung, sie beim Wieder- mende Kampagne für die drei Reformen zu ( Sanreich und Mayer) nehmen, dorthin würden sie vaſſen. Bald ſteht Wagner vor der Miniſterneter, die er wütend anschreit. Die andern lassen bank in einem Salbkreis oppositioneller Abgeordich das natürlich auch nicht gefallen und so geht ein Skandal los, in dem die Rede Weißers Die Debatte hielt heute abends bei der Gruppe völlig untergeht. Bald wird Wagner direkt perWirtschaft und Verkehr". Sie wird programme fönlich ausfallend, als die Belohnung der nemäß Freitag in den Abendstunden durch die Aktivisten für ihre Dienste in Zurufen anAbstimmung beendet werden. Nach den Dispojis geschnitten wird. Sochrot vor Wut wirft er den fonen der bent aen Brödialjikung wird das andern unter Beschimpfungen ihre Interven aus dann noch am nächsten Dienstag sowie amtionstätigkeit vor, die er als serie derei 13. 14. und 15. zusammentreten. Die Meih bezeichnet. Worin friecht denn Ihr?" schreit nachtsferien ießen denn am 16. Dezember jemand in den Lärm hinein. In den Kramarsch!" ein und dauern bis in die weite Jännerhälfte, beantwortet Iung unter stürmischer Heiter wahrscheinlich bis zum 25. Jänner. feit dieser Frage. Wagner versteigt sich schließlich dazu, auf einige der Deutschnationalen Der Vorferde eröffnete die S'yung um und Nationalsozialisten, die zufällig Staatsbeamte halb 10 Uhr mit einem berzlichen Nachruf für find, mit den Fingern zu zeigen und sie zu verden verstorberen agrarischen Abgeordneten Dr. höhnen, daß sie ja direkt vom Staat bezablt, also Blabo dessen Blatz mit einem umfforten quasi auch gekauft seien. Dabei kommi Wagner Blüter fran; geschmüd war. dem Abgeordneten Jung zu nahe, der ihn mit Dann ging die Budgetdebatte weiter. c'nem fräftigen Stoß vor die Brust zurückEiner der ersten Redner ist der Landbündler; befördert. Sodina. der sich unter anderem daorgen, wehrt, Warner gerät nun an den Deutschnationalen daß„ kommunistische Lehrer an Dorfschulen ver Schollich, dem er ebenfalls vorhält, er ſei vom setzt werden und dort die Moral(!) der Kinder Staat bezahlt. Schollich packt ihn derb am Arm, vergiften. Er fordert die Beſtellung von Lehrern, Wagner reißt sich los und schreit Schollich einines die die„ religiöse" Einstellung der Kinder ach'en. mal an: Sie sind ein Lümmel!" Da Später verlangt er Abbau des Hasies und baldige faticht laut eine Ohrfeige Schollichs auf Beruhigung der Völker. Alle„ verketenden" Ele seine Wanne nieder. Im selben Moment greift mente müßten ausgeschaltet werden.( Rwischenruf: aber der Landbündler 3ierhut ein und reißt Am besten sie erschlagen!) Einige Deutschnationale die beiden auseinander." geraten mit dem anwesenden Windirsch hart aneinander: der lärmende Wortwechsel hält fängere Zeit an. Nach ihm kommt Genosse Roscher zu Wort, Vom Ministerrat aufgefordert, formulierteistische Partei, nach der Aktion drän deffen Rede wir an anderer Stelle wiedergeben. Nachmittags spricht Abg. Hanreich, Als letzter Debatteredner spricht noch Genosse Schweichhart, dessen Referat wir nachtragen werden. Schluß der Sitzung 9 Uhr 20. Wagner ist etwas gedämpft, bleibt aber im Saal; die Wortgefechte, die ununterbrochen weitergegangen sind und die Rede Weißers völlig übertönt haben, klingen dann allmählich ab. Erwähnenswert ist die Haltung des Vorsitzenden Buda y. der nur ganz im Anfang bei ersten Zwischenrufen schüchtern die Glocke läutet, dann aber ruhig den weiteren Vorfällen Er gibt seinen und im Namen des Aba, Maner zusit, als ob ihn die ganze Sache gar nichts zusammentritt der Stammer, also im November. führen, die im Vordergrund ihrer gegenwart eine Erklärung ab, in der er fagt, daß die Stellinauit, als ob ihn die ganze Sache gar nichts eine Erklärung ab, in der er sagt, daß die Stellung auginge. Er wird dann allerdings schleunigst vorzulegen. Demgemäß; arbeitete er einen Vor- gen Interessen stehen: die obligatorische Dauer d: s bendbündl rischen Klubs zur Verwaltungsreform durch Slaviček abgelöst. entwurf aus, der dem Ministerrat niemals vorgelegt wurde, aber die Zustimmung des Mi- von neun Jahren für die Pachtvereine Verlegung des gefaß: en Bare beschlusses war. nisterpräsidenten fand. Er enthielt, wie es träge mit Entschädigung für den Mehrwert Er spricht dom Abgeordneten Windirsch das ab, im Namen des indeterdeutschen Landvol scheint, die sechsmonatliche Dienstzeit, aber erst an den Bauer; die Vollendung der Sozialfes Gerlärungen abzug ben. Deff: n Streben gele in einem späteren Termine und auf Grund versicherung; und als Beitrag zum inter- dahin, in das Verhältnis der deutschen Parteien Gegen die Dittatur der Agrarier. von Bedingungen, die die Sozialisten niemals nationalen Stampf für die Abrüstung die Re- untereinander Untlarheit hineinzutragen, 2 le Hemmungen, die eine Verstärdigung im deutschen hätten annehmen können. Dieier Voreniwurs Die Lidove Listy" wenden sich in einem duktion der Militärdienstzeit Lager verhind rien, seien auf das Schuldtonio des stieß aber noch dazu auf den unbesiegbaren Widerstand des Generalstabes, der es katego- aus sechs Monate, das heißt die Um Windirsch zu schreiben. Die Abgeordneten Rosche Artikel gegen die übergroße Wacht, welche die und Stuirsch würden vergeblich reden, solange es Agrarier innerhalb der Regierungsmehrheit aus risch ablehnie, in der gegenwärtigen Situation wandlung der Kasernenarmee in eine Miliz. nicht gelingt, dem Windirsch das Handverk zu legen. üben und sagen, nachdem sie den Einfluß der eine Herabsetzung der Dienstzeit unter zehn In einer Zeit, wo in ganz Europa ein Selbst Stlubkoll gen des Wirdi- ich waren entfett Agrarier in den Aemtern charakterisiert haben, Monate ins Auge zu fassen. Der Landesverdrucksvoll und gleichzeitig der Strom des So- über seine bette Node. Windirsch ist nichts anderes folgendes: teidigungsminister unterwarf sich den„ militä aufgabe! Politisch haben die Aktivisten nichts errischen Autoritäten" und erklärte im November, ialismus wieder zu steigen beginnt, bereiten als der Einpeitscher für Svehla, das ist seine Hauptsich die belgischen Sozialisten mit großer Hoffreicht. Di: Diftatoren der Partei sind heute Win daß er keinerlei Formel vorzuschlagen habe. Während dieser Zeit war aber die Be- nung auf neue Stämpfe vor. Wenn die allgeirsch und Janausch, zwei Agrarier ehne Halm Aus den Klubjißungen plauschte Hanreich die wegung zugunsten der sechs Monate von der meinen Wahlen morgen stattfinden würden, und Ar. jozialistischen Jugend mit außerordentlicher hätten wir nichts für die Aufrechterhaltung und interessante Evised: ons, daß Zierhut einmal erStraft geführt worden und die gesamte Arbeiter Stärkung der im Jahre 1925 eroberten Polärte, die ersten Bezirts- und Landesvertretungen partei, an der Spiße die sozialistischen Minister, fitionen zu fürchten. Wenn aber die Koalition würden überhaupt nicht gewählt. sondern ernannt hatte sich ihr angeschlossen. Die Regierung mußte zugestehen, daß sie in einer Frage, die der bürgerlichen Parteien noch während einiger fer, denn da würden sie beſſer abschneiden als vri sie selbst in den Vordergrund ihrer Bestrebungen Wionate den Arbeitermassen, selbst den katholisch Wahlen. Hanreich verwies mit Recht darauf, wie geſtellt hatte, keinerlei Lösung hatte. Die ſozia- gesinnten, das Beispiel für die Klassensolidarität Bierhut denn einmal später diese Auffassung zu drohen. Es wird da geschrieben: liſtiſchen Regierungsmitglieder dagegen sprachen zwischen Menschen gibt, die nach außen hin rechtfertigen werde, wenn er n'cht mehr in for ac und demonstrierten zugunsten der sechs Monate. Das Schild von Glaubens- und MeinungsverJaspar war der Ansicht. daß die Lage des schiedenheiten tragen, so können wir nicht Kabinetts unter diesen Umständen unhaltbar] jei. Um aus dieser Situation herauszugelangen auf einen Sieg, iondern auf einen und Zeit zu gewinnen, schlug er vor, die Frage Triumph rechnen. werden; das sei für die Agrarier aber bedeutend bris gierung fitzen sollte. ReKrebs( d. Nat.- Soz.) protestiert gegen die Befudelung der führenden Männer der Sudetendeu schen aus den Umſturztagen durch Windirsch in stellenweise sehr scharfer Weise. Mit der unverhältnismäßigen Macht in den Aemtern geht Hand in Hand der Einfluß der republikanischen Partei auch auf die Regelung der anderen staatlichen Angelegenheiten. Nur Dinge, an denen die republikanische Partei Interesse hat. kommen zur Verhandlung im Parlament, und zwar in der Weise, die wieder den Wünschen und Bedürfnissen der republikanischen Partei entspricht. Auf die Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der anderen Stoalitionsparteien wird nur sehr wenig und in untergeordneter Weise Rücksicht genommen. Zuletzt fangen die„ Lidove Listy" an sogar Schließlich wird sich einmal keine Partei finden, die mit der republikanischen eine Regierungsmehrheit bilden wird, weil in ihrer Nähe jede Barici, welche nicht diese unermeßliche Tätigkeit hindern. verfallen wird. Was da die„ Lidove Listy" sagen, mag ia wahr sein, aber es wird auch innerhalb der de Seite 2 gierungsmehrheit nicht so heiß gegessen, wie gefocht, und vorläufig hat Herr Svehla auch die Klerikalen noch am Bandl, wenn auch diese hie und da aufbegehren. Donnerstag, 1. Dezember 1927. Doba" erfährt, hat der Landesverwaltungsaus- Warum die slowakischen Mer Talen in Oppo- Die politischen Behörden erließen ein schuß für Böhmen den Bezirksverwaltungskom- fiton gehen wollten. Wie wir gemeldet haben, Verbot der Teilnahme der Schuljugend an Ver. missionen ein Zirkular zukommen lassen, das die hat es während der Budgetdebatte im Ausschuß sammlungen und Umzügen, Weisung enthält, in die Voranschläge für das Unstimmigkeiten zwischen den slowakischen Klerija auch an Ausflügen und Festlichkeiten, selbst wenn Jahr 1928 einen entsprechenden Betrag in die falen und der Regierung gegeben. Die flowakischen die Kinder in Begleitung der Eltern gehen Zu Ausgaben einzustellen, der für die Kosten der Klerikalen sollen damit gedroht haben, daß sie widerhandelnde werden nach einer Verordnarg vom Wahlen in die Landes- und Bezirksvertretungen gegen das Budget stimmen werden. wodurch die Jahre 1867 bestraft. Diese Verordnung wird auch beſtimmt ist. Diese Auslagenvost ist für den Druck Wehrheit für das Budget gefährdet gewesen wäre.itreng gehandhabt, wie em Fall in Aufsig beweist. der Kandidatenlisten( eine Hälfte haben die kandi- Wie nun die„ Robotnicke Noviny" melden, war Dort hat vor der Wahl ein Facebug stattgefunden, dierenden Parteien zu tragen) berechnet. Dem eine der Hauptforderungen der Slowaken, das Dem eine der Hauptforderungen der Slowaken, das sen die Sozialdemokraten v:: anstalteter. Angeb. Birkular zufolge, das wohl auch in den anderen Finanzministerium möge ihrem Tagblatt, Slo ich sollen sich daran auch Kinder beteiligt haben: Ländern der Republik ausgeschickt wurde, dürften vat", eine Viertelmillion nachlassen, welche das die Wahlen im März stattfinden, und zwar Blatt dem Staate an Umsatzsteuer schuldet. Diese bemisken iſt es nicht Trotdem wurden unsere am darauffolgenden Sonntag für die Landesver- damit sind die Slowaken wieder in das Regie- Arrest unbedingt verurteilt. Ein paar Tage an einem Sonntag für die Bezirksvertretungen, Stonzession soll die Regierung gemacht haben und bei Sekretäre, die den Fackelzug angemeldet hatten. nach einem Verhör bei der Polizei zu drei Tagen tretungen. rungslager eingeschwenkt. späte. waren in dem Umzug der tschech hen Par teien am Staatsfeiertag dreihundert Kinder unter Führung ihrer Lehrer. Da sagt die Behörde richts. das war feine poiitische Veranstaltung! Aber selbst die Teilnahme der Kinder bei den Festlichkeiten des 1. Ma ist verboten, obschon der 1 Mai auch als Staatsfeiertag gilt. Für den Fronleichnamsumzug gilt das Verbot natürlich auch nicht. Wir fönnen nicht dulden, daß man mit zweierlei Maß messe, wir laffen uns unsere Elternrechte nicht stehlen! Auch Verurteilungen schrecken uns nicht zurüd. Die Verhandlungen der Eisenbahner. Verschiedene deutsche und tschechische Blätter bringen die Nachricht, daß die Verhand lungen der Eisenbahnerabgeordneten Broch a ska und Brodecky mit dem Eisenbahnminister abgeschlossen sind. Es soll zu einer Vereinbarung gekommen sein, wonach an die Eisenbahnbedienste fen ein Betrag von 85 Millionen Kronen ausDienstzulagen und Aushilfen 50 Millionen, an gezahlt werden soll, und zwar in der Form von Nebengebühren 35 Millionen und an Ueberzeitgebühren fünf Millionen. Dazu ist nur zu be= merken, daß es sich hier nicht um Beträge handelt die über das bestehende Präliminare hinausgehen. sondern um Summen, die schon im Präliminare enthalten sind, gar keine Neueinführung und nichts eigentlich Errungenes darstellen. Die Nebengebühren bestanden schon im alten Oester reich, die Remunerationen für die erhöhten Dienst Es ist bezeichnend, daß der Herr Unterrichtsleistungen wurden schon im Sommer ausgeworfen minister in seinem Exposé auf die Notwendigkeit und auch das Uebrige ist aus den Budgetsummen wesentlicher Eriparnisse in der Schulverwalherausgenommen. Daß die Verhandlungen der Eisenbahnerorganisationen mit dem Ministerprätung hingewiesen hat. sidenten und dem Eisenbahnminister den Eisen bahnern so wenige Erfolge gebracht haben, ist auf die organisatorische Zersplitterung und auf die Verschiedenheit in den Anschauungen der einzelnen Organisationen über das taktische Vorgehen zu rückzuführen. Eine tschechische Regierungspartei gegen das Bodenamt. Unsere Schulforderungen. Rede der Genoffin Kirpal in der Dienstagsikung des Hauses. Der Minister hat damit bewiesen, daß ihm das Verständnis für das kulturelle Wohl unserer Jugend, für den kulturellen Aufbau eines Staatswesens fehlt. unser größtes Kulturgut, die deutsche Schule, ist dadurch noch mehr bedroht. Noch immer schauen wir auf einen Trümmerhaufen der Kultur; troßdem Deutsche in der Regierung sigen, wird se daß die Agrarier, Ricrifalen und Gewerbe. parteiler nur sehr wenig Interesse an der Erhaltung und an dem Ausbau der deutschen Schule haben, sie vielmehr als ein Schacherobjekt betrachten, das sie für zwei Ministerröde preisgegeben haben. Die bürgerlichen Zöllner, an der Spiye die Klerifalen, richt: neue Angriffe auf di Schule Feierfeil hat auf dem Reichenberger Katholiken tag erklärt, daß man die Kinder nur dann beruhigt der Schule übergeben könne, wenn man über dem Eingang diefer Schule schreiben könne:„ In diesem Hause wird das Kind erzogen, daß es Gott erkenne, Gott diene und dadurch selig werde." Die Zumutung des Herrn Finanzministers. neuerdings das Schulgeld einzuführen, lehnen wir entschieden ab; wir wollen nicht Kinder ersten und zweiten Grades haben. Die Schulerhaltung ist Pflicht des Staates. Es freut uns, daß sich der Unterrichtsminister nicht mit Dr. Englis identifiziert hat, wir müssen aber befürchten, daß Herr Engliš Sieger bleiben wird. Genessin Kirpal protestiert weiter gegen die Vernachlässigung der Hilfsschulen, die bisher meist von den Gemeinden erhalten wurden, die nun infolge des neuen Gemeindefinanzgesetzes vielfach nicht mehr die Mittel hiezu aufbringen werden. Die werden. Die ihr Ziel ist die Verpfassung der Schule. Dabei gehen sie planmäßig und zielbewußt ans Werk. So haben die tschechischen Klerikalen. ficher im Einvernehmen mit den deutschen, ein Schulprogramm ausgearbeitet, in dem sie das Verbot das deutsche Schulwesen weiter gedrosselt, des Vortages irgendeiner antichristlichen Anschauung Auch die tschechischen Klerikalen empfinden die Difiatur der Agrarier im Bodenamt als un- dagegen tschechische Minderhetsschulen für vier, im Unterricht und dementsprechende Kontrolle erträglich. So verlangt das Zentralorgan der fünf und sechs Kinder errichtet. Nach den Ausweisen der Lehrer, Ausmerzung affer Steffen and ben Partei Lidové Listy" in ihrem Sonntagsblatt des Statistischen Amtes ergibt es sich, daß fast drei Schulbüchern, die mit dem„ fa: holischen Bewußtsein" in einem scharfen Artikel die Novellierung des mal soviel deutsche Kinder tschechische Schulen be- nicht im Einklang stehen. Wiedereinführung des Gesetzes über das Bodenamt, und zwar nicht nur fuden als umgefehrt. Wir wünschen selbsiver- 3wangsweisen Religionsunterrichtes. Mehrzahl der geistig minderwertigen Kinder wird auf Grund der letzten Ereignisse, sondern auch ständlich die Erlernung der tschechischen Sprache, aber 3wangsweise religiöie lebungen und in diesen Schulen zur Selbsterhaltung erzogen; burch wegen der willkürlichen Herabsetzung des Zutei wir wenden uns dagegen, daß deutsche Eltern hiezu Schaffung eigener fatholischer Schulen fordern. da die Aufhebung der Schulen droht die Gefahr, daß lungspreises für Grundſtücke über Wunsch einiger ihre Kinder in tschechische Schulen geben und so die Staatsschulen huſtiſch feien Der Abgeordnete fie in Sinkunft wieder den Armenhäusern Polit fer. Tas Blatt v: rzchnet die Nachricht, der weiteren Droſſelung des deutschen Schulwesens und den Gefängnissen verfallen daß das Vodenamt auf Enschreiten des agrari- Vorschub leisten. Die Errichtung von tschechischen schen Senators Olejnik und des Abg. Beran bei Schulen für brei bis vier Kinder bedeutet ein Vor der Zuteilung einer Herrschaft über eine halbe recht für die tschechische Nation; jedes Vorrecht ist Million Kronen vom Zute lungspreise nachgelassen aber Unrecht, das wir bekämpfen. Die Reduzie habe. Diese Nachricht beweise, daß nicht einmal rungen tschechischer Klassen sind nur demonstra in diesen Sachen, bei denen 2an bisher ein feriö ses Vorgehen des Boderamtes angenommen hatte alles in Ordnung gehe. Zu der parteiischen und berüchtigten Bodenzuieilung komme nun auch die unseriöse Festsetzung des Zuteilungspreises. Das Bodenamt sei ein Monstrum eines staatlichen Amtes, eine widrige Illuftrat on der sogenannten demokratischen Verhältnisse und ein ireues Abbiid der bäuerlichen Demokratie in der Praris. Die politischen und rechtlichen Verhältnisse im Bodene amt feien unhaltbar und die Regierung und das Parlament feien verpflichtet, Ordnung zu schaffen. Auch wenn der Verwaltungsausschuß er gänzt oder ordentlich gewählt würde, würde er nicht die genügende Garantie der Kontrolle bieten. Die eigentliche Le turg des Amtes müsse abge ändert werden, das Präsidium müsse ergänzt und sein Statut derart abgeändert werden, daß eine follettive Entscheidung gewährleistet werde. Nur auf diese Art könne eine objektive Leitung dieses wichtigen Amtes gesichert sein. v; das tschechische Volt hat feine Ursache, über die Drosselung seines Schulwesens Klage zu führen. Die deutschen Aktivisten erzählen, daß die Wiedereröffnung deutscher Schulklassen ihr Erfolg sei, sie wissen aber ganz genau, daß auch ohne sie diese lassen hätten eröffnet werden müssen, weil die Bestimmungen des Kleinen Schulgesetes über die Reduzierung der Maximalzahl einer Klasse von 80 auf 70 Kinder in Kraft traten. Abgeordneter Lukavsky, der den ablehnenden Standpunkt der Nationaldemokraten gegenübe der nationalen Autonomie hervorgehoben hat, is mich der Mann, der das Recht hätte, über die nationale Autonomie zu reden. Die nationale Autonomic Herr Feierseil wünscht, daß aus dieser Schule gehorsame, duldsame, unfreie Menschen kommen, die nicht nur Gott allein, sondern dem Kapitalismus in Demut dienen und gute und billige Ausbeutungsobjekte werden. Daß man die Bezüge der Kindergärtnerinnen trov unzähliger Urgenzen bis heute nicht geregelt hat, ist ein Kulturskandal. Noch heute gibt es Kindergärtnerinnen mit einem Monatsgehalt nit 180 Kronen. Warum vertritt der Herr Unterrichtsminister nicht auch hier seinen Standpunkt, den er gegenüber der Geistlichkeit einnimmt, daß es Pflicht des Staates sei, geleistete Arcbit entsprechend zu bezahlen? Ein weiteres Schmerzen sfind sind die Familienschulen. Die Bestrebun aen, unsere. Mädchen zu ihrem fünftigen Beruf als Sousfrauen und Mütter zu erziehen, werden wenig gewürdigt und man legt der Errichtung solcher die vielfach jetzt schon durch Versetzungen ichikaniert Schulen geradezu Hindernisse in den Weg. in ihren Bestrebungen vom Unterrichtschule in Auffig um die Errichtung des dritten wird Wir zweifeln nicht daran. daß die Klerikalen Monatelang liegt schon ein Ansuchen der Familienminister unterſtüp: werden; das geht ichon Jahrgangs im Ministerium und wird nicht erledigt, aus der Anerkennung hervor, die die Klerikalen dem weil das Handelsministerium die Genehmigung nicht Minister im Budgetausschusse zollten. erteilen will. Die tschechische Schule hat natürlich diefen Jahrgang schon bewilligt erhalten. Dicies Schulprogramm bedeutet auch einen Feldzugsplan gegen die freiheitliche Lehrer. schaft, Mehr denn je halten wir unsere Forderung nach Trennung der Kirche von Schule und Staat aufrecht. ist eine alte terung der Sozialdemokratie: fie ist für die Deutschen in diesem Staate eine Lebensnotwendigkeit. Der Herr Minister verspricht thar sett seinem Amtsantritt die Schmit mehr denn je iſt es notwendig, diese Forderung autonomie urd die attivistischen Parteien geben sich in den Vordergrund unserer Kämpfe zu stellen, mit diesem Versprechen zufrieden; diese unbe Damit vergleiche man das fraflose Verfal- stimmten Angaben verpflichten ja zu nichts und ten der deutschen Regierungsparteien, die ihre beruhigen doch die rebellierenden Wähler. Die Geeinzige Ausgab: darin erblicken, die treueste Garde meindewahlen haben aber erwiesen, daß die verrimf des Švehla zu fein. tigen Elemente diese Beschwichtigungsfünfte durch Vorbereitung für die Wahren in die Landes- schaut haben. Die Wähler werden sich noch daern und Bezirksvertretungen. Wie die Pilsener Noval überzeugen ,, Der falsche Prinz. 27 Leben und Abenteuer. Von Harry Tomela. Von diesem ersten Tage an war ich hier ein stets williommener Gast, ter immer auf Verdienst hoffen durfte. Am liebsten wurde ich von den Pastoren und Aerzten gefchen. War das eine Freude, wenn mich so ein alter märkischer Pastor empfangen fonnte. Es schien mir, als ob ich ihm ein Stück lebendiger Welt von weit draußen mit brächte. Immer mußte ich zu den Mahlzeiten bleiben. Einige mußte ich auch Sonn- und Feiertags besuchen. So wurden mir diese Tage zum Fest. Wunschlos ging die Zeit an mir vorüber. Nur die Torfschullehrer fonnte ich auf den Tod nicht leiden. Wenn ich bei ihnen vorsprach, taten sie, als ob ich den lieben Herrgott in leibhaftiger Person Lesude. wir können und werden nicht ruhig zuschen und zulassen, daß die Schule den Klerikalen ausgeliefert werde. Ebenso werden wir die freiheitliche Lehrerschaft jederzeit schüßen und nicht zugeben, daß sie unter die Botmäßigkeit der Katecheten gestellt werde Barm Schluß nimmt sich Genossin Stirpal wärmtstens der besonderen Forderungen der weiblichen Lehrkräfte bezüglich Schwangerschafts. und Mutterschaftsurlauben und Abfertigungen im Falle der Verchelichung an und fordert die Errich tung von Pflichtfortbildungsschulen für Mädchen. Abschließend erklärt Genoffin Kirpal nochmals, daß wir unverrückbar an dem Grundsatz festhalten, daß die Schule ureigenstes Eigentum jeder Nation ist, und daß wir in dem Kampf um diese Forde rungen nicht erlahmen werden.( Beifall.) Copyrigh: 1927 by Malik- Bering A.- G.. Berlin sedam angewiesen und verdiente rein gar nichts Adels, der Militärs und der Höflinge. Wie sicher| teilen heran, und es berührt seltsam, wie überIch wohnte in einer Kellerwohnung, trüb und und sorglos floß doch deren Leben dahin. Ein einstimmend die Urteile bei ihnen allen sind. So feucht. Das Waffer rann nur so die Wände her schöner und glänzender Rahmen um ein ruhi- fließt denn auch ihre Unterhaltung dahin, ohne unter. Zum Heizen hatte ich kein Geld. Mein ges und ungetrübtes Dasein. Leicht und gelassen zu Meinungsverschiedenheiten zu führen. Meist Tscheche drängte auf Umsätze. Ja) wukte nicht die Formen des Umgangs, wohlgepflegt die Men- dreht sie sich um ganz gleichgültige Dinge. Es ailt ein noch aus. Ich konnte bereits die Miete für schen, leise und abgetönt ihre Unterhaltung. Jede fogar für unfein, ernſtere Fragen zu berühren, die mein elendes Loch nicht mehr bezahlen. Da hörte Bewegung ist verhalten, jede Handreichung verrät den Widerspruch wecken und die Gesellschaft beich, ein alter Baron Korff, der ebenso wie ich in alte Kultur, jeder Zug zeugt von einer zwang- unruhigen könnten. Man plaudert in leichtem der Gegend herumfuhr, verdiene in Potsdam losen Beherrschung der eigenen Person, keinerlei Tonfall über dies und das. Die Gespräche sind durch Absatz von Likören ein Heidengeld. Als Gefühlswallung beunruhigt. Glatt und blant ist in der Regel immer dieselben, ein seichtes WortBaron war er in der Stadt gern gesehen. Mensch, ter Spiegel gefellschaftlicher Sitte. Ueber vielen geplätscher mit vielen schönen, sich ewig wieder dachte ich, sei doch nicht blöde und markiere emen liegt der Nimbus eines großen Namens. Aus holenden Redensarten. Die Hauptfache dabei ist von denen, die sich' ne Krone ins Schnupftuch ihrer ganzen Lebensführung spricht das stete Be- die Art, wie man spricht, die Handbewegung, die sticken lassen. Der Schatten des ollen Lüderit fiel wußtsein, daß Adel sie zu Maß und Form ver- die Rede begleitet, die Saltung, die man wahrt. über meinen Weg. Mich selbst beruhigend, fetzte pflichtet. Der zehnjährige Stnabe füßt den Da- Baltung ist alles!" Der schöne Schein gesellich hinu: du schadest ja niemand, wenn du auf men mit einer Sicherheit und Selbstverständlich- schaftlicher Formen, die vornehme Zurückhaltung, diese Weise reelle Ware für billig Geld anbietest. keit die Hand, als wenn er nie etwas anderes der Takt im Verkehr mit Menschen gleicher Zum ersten Male versuchte ich es bei einem Gro- getan hätte. Schon in frühester Kindheit wird Lebens- und Sinnesart schaffen eine weiche Atfen v. Sch. Als ich mich als Graf v. d. Recke ihm beigebracht, daß die Schatten großer Män- mosphäre, die jeden angenehm umfängt und einvorstellte und meine Zigaretten anbot, wurde ich ner, die Ahnen seines Geschlechts auf ihn her- schläfert. glänzend aufgenommen. Der Graf, ein alter, ver- niederichen. Er wächst auf in einer Atmosphäre, Ich selbst war überall willkommen. Als leber Mann mit einem starf gepuderten, leichen die erfüllt ist mit dem Lärm der Schlachten und einem der Ihrigen wurden meinem Schicksal herzblaffen Gesicht, war die Liebenswürdigkeit selbst. dem Dröhnen der Kanonen, seine Phantasie wird fiche Sympathien entgegengebracht. Ich galt als Er verlangte, daß ich unbedingt zum Diner da entzündet an dem Ruhme der Heere, die eine flüchtiger Volte, Nachfahre eines weithin verbleibe. Ich wurde seiner jungen Gattin und fei- ganze Welt in Schach gehalten haben. Naturge- zweigten Adelsgeschlechtes, und war ihrer Unternen Kindern frischen, gefunden Rangen- mäß wächst die Heldenverehrung des jungen fügung immer sicher, wenn ich meine Ware an vorgestellt. Er zeigte mir seine Sammlung japa- Mannes ins Riefenhafte, und im gleichen Maße bot. Je länger ich jedoch unter ihnen verkehrte, nischer Bronzen und war entzückt, weil ich über fällt seine Achtung vor der Welt der andern, der um so mehr brannte mir auf der Seele, daß ich aan gut Bescheid wußte und hernach bei einer breiten, der gefügigen, der immer gegängelten die Vertrauensseligkeit dieser leichtgläubigen, Taffe Tee mit ihm darüber plaudern konnte. Maffe. Es wird ihm schon im Elternhaus von ahnungslosen Leute ausnüßte. Ich begann mich Aber. lieber Graf. Sie sind ja einfach scharfrüh auf eingeschärft, zu den andern Abstand zu daher zurückzuziehen. Ich wurde vermißt. De mant!" fagte er ein über das andere Mal. Ich halten, und zugleich eingeimpft, daß er zum Jungens, mit denen ich immer glänzend stand, suchten mich auf. Sie glaubten, meine Notlage nötigt, mich wieder einzufinden. So fant ich gegen meinen Willen von ihrer Welt nicht los. amit begann ich sie mehr und mehr kennenzulernen. Was mich zuerst bestrickt hatte, verlor nach und nach seine Bedeutung. Jetzt fab ich hinter diesen gepflegten Formen die Menschen. und der Eindruck. den ich nun von ihnen gewann, ( Fortsetzung folat.) Von Ori zu Ort, von Gut zu Gut. Bevor ich mich einem neuen Punkte näherte, hatte ich im mer das Empfinden, als ob ich mich langsam und vorsichtig, just wie im Felte, an einen Feind herantastete und mit ihm Fühlung nähme. Würde ich beim ersten Anlauf schon zurückgejagt oder fapitulierte die Festung? Eine zitternde Unrast hielt meine Sinne wach; ein Tag überbot den andern in feinen Aufregungen und Ueberra schungen. Dann kam der Winter. Jetzt war es immer hätte nicht geahnt, daß Sie ein so faszinierender Führer berufen sei. So sieht er heute noc( e- zwinge mich zur Zurückhaltung. Ich wurde ge dem sind! Wir werden doch noch füllt von der großen Tradition preußischer Um so berückender wurde die märkische Landschaft. öfter bei uns fehen?!" Als ich zufagte, fragte ich Ringsun Totenſtille Alles weiß. Die Weae ver- mich doch, ob er von Harry Domela auch so er laſſen. Durch schweigende, verschneite Dörfer, wo baut gewesen wäre. Beim Abschied gab er mir ich oft nicht einen Wienichen sehe. Alles gestorben eine Menge Empfehlungen mit. die mir alle Tüund verwehn. feine feuchtenden Serbstforben mehr ren zu den adligen Familien Potsdam öffneten Dann fällt eines Nachts der Schnee so hoch, daß nun war ich bald in einer Welt zu Hause, die ic) nicht mehr durchkommen foun. mich in der ersten Reit beftrifte und bezauberte, Was nun?! Jetzt war ich wieder auf Pots-| Eine mir ganz neue Welt, diese Welt des schichte, in sich jene zähe und wetterharte Rasse verkörpert, die allen Schicksalsschlägen zum Trot ihren rücüchtslosen Willen einer ganzen Epoche aufgedrückt hat. Dieses ungeheure Selbstbewuktfein gibt ihnen allen eine Sicherheit des Auftretens und der Beurteilung der Dinge, daß sie von gar keinem Miderspruch wissen woffen. Sie treten au Fragen, die sie intereffieren, mit fertigen Ur- war nicht der beste. Donnerstag, 1. Dezember 1927. Der Fürsorgeminister als Bollzugsorgen der Bourgeoisie. Genosse Roscher setzt sich für die jugendlichen Arbeiter und für die Forderungen der Gewerkschaften ein. Genosse Roscher hielt in der gestrigen Sigung des Abgeordnetenhauses im Rah men der Budgetdebatte eine eindrucksvolle Rede zum Kapitel„ Fürsorgeministerium", der wir folgende Stellen entnehmen: Die Arbeiterschaft sieht mit wachsender Erbitterung, wie von Seite der bürgerlichen Mehrheit fortgesekt der Versuch gemacht wird, die Lebens rechte der Arbeiterschaft zu ſchmälern und die ArbeiTerschaft ihrer ſozialpolitischen Errungenschaften zu berauben. Die Arbeiterschaft ist nicht gewillt, dem dauernd zuzusehen, und Sie, meine Herren, werden eines Tages erkennen, daß der Erfolg dieser Politik schwere wirtschaftliche und politische Erschütterungen sein werden. Herr Dr. Šrámek bätte als Priester in seinem Ministerium ein Betä tigungsfeld, auf dem er ungemein erfolgreich sein fönnte. Er tönnte es zu einer wahren Schutzanhaft für die arbeitenden Menschen ausbauen. In wifchen hat Herr Šrámek alle Grundsätze der christlichen Lehre vergessen und steht vollständig im Banne der Kapitalistenklasse, deren Vollzugsorgan er geworden ist. An seinem Ministerium werden die Anschläge gegen die Arbeiterklasse geschmiedet. Genosse Roscher geht dann auf die Besprechung wichtiger sozialpolitischer Fragen über und verlangt vor allem ausreichenden Schuh unserer jugendlichen Arbeiter und Lehrlinge. ner Tasche; das ist doch nichts anderes als vor- ist der Staatsanwalt, der sich dafür einsetzt, enthaltener Lohn. Sollte es der Mehrheit gelingen, eine Verschlech= terung durchzusehen, so wird sie sich nicht allzulange dieses Erfolges erfreuen. Jahren in straft; die gesammelten Erfahrungen Das Genter System ist seit mehr als zweieinhalb haben den Beweis erbracht, daß dieses System der Arbeitslosenfürsorge vollständig unbranch bar ist. In Zeiten der Wirtschaftskrise wird es geradezu zu einer Gefahr, weil es die Gewerkschaf ten auf das schwerste belastet. Wir haben heute Verbände, die in den Arbeitslosenkassen Defizite von Millionen haben. Die Gewerkschaften können dies nicht länger ertragen: das Genter System muß verschivinden und an seine Stelle die Pflichtversicherung treten! Die vor kurzem eingebrachte Novelle bringt feine mit neuen finanziellen Opfern. Eine VorständekonErleichterungen, sondern belastet die Gewerkschaften ferenz der Gewerkschaften lehnte die Novelle auch mit aller Entschiedenheit ab. Solange man uns die Pflichtversicherung nicht gibt, muß man das Gesetz zumindest so reformieren, daß es für die Arbeitslosen und für die Gewerkschaften erträglich ist. In diesem Zusammenhange müssen wir neuer dings die Errichtung einer Seite 3. wo fie dem größten Elend ausgesetzt sind, haben die tervention in Prag notwendig macht. Darauf ist es moralische Qualität von ganz ervärmlichen zurückzuführen, daß in Prag 15.000 unerledigte( GeHaderlumpen! In der Stickereiindustrie in suche liegen und die Zahl der Urgenzen in viele TauGraslitz besteht zwischen den Unternehmern das jende geht. Die Anspruchsberechtigten werden häufig Uebereinkommen, entlassene Arbeiter in anderen mit einem Pappenstiel abgespeist. Wir fordern, daß Betrieben nicht vor Ablauf von acht Wochen wiever die Staatsverwaltung endlich einmal in diesem Zeileinzustellen. Solche Vereinbarungen sind eine fonds Ordnung macht, damit er wirklich zut bodenlose Niederträchtigkeit gegen die einer sozialen Einrichtung wird und nicht eine fortArbeiter und bedeuten eine Einschränkung der gesetzte Quelle von Aergernis ist. im Staatsgrundgesetz garantierten Freizügigkeit. Wo Die Reform der Pensionsversicherung daß diese verfassungsmäßigen Rechte den Arbeitern kommt trotz der eingesetzten Kommission nicht der Privatangestellten gegenüber eingehalten werden? Bei einem anderen Streif gaben wir es erlebt, daß mehrere Familien größten Schwierigkeiten in den Weg legen. vom Fled, weil die Unternehmer der Reform die unter witwirkung von 20 Gendarmen einfach del ogiert wurden. Auf der anderen Seite werden mer unter den nichtigsten Vorwänden bere in großen Kundgebungen dagegen protestiert und Exekuten zurückgehaltener Löhne beim Unterneh schleppt. Man sollte glauben, folche Zustände ihre Forderungen aufgestellt, die Regierung bleibt cher in Sinterindien als in einem geordne aber gegenüber den Wünschen der Angestellten taub. ten Staatswesen anzutreffen. Wir verlangen das wir verlangen die endliche Berüdsichtigung dieser Eingreifen des Justizministers damit diese empörenden Zustände beseitigt werden. Die unhaltbaren Zustände im Heilfonds Sie wollen die Handelsangestellten aus der Versicherung ausscheiden, die Prämien möglichst niedrig halten und die Renten herabseßen. Die Angestellten haben berechtigten Ansprüche! Für all diese Forderungen wird die Arbeiterschaft ihre ganze Kraft infeßen, um sie zu für die öffentlichen Angestellten werden von Genos verwirklichen. Sie wird Schritt für Schritt sen Roscher gleichfalls scharf kritisiert. Die Zentra- ihre Forderungen durchfeßen auch gegen den Wil lisierung in Prag ist ganz unmöglich, da sie len der bürgerlichen Klassen, und mögen die Schwielojigkeit verurteilt und fast in jedem Falle eine In fein!( Lebhafter Beifall) die Bezirkskommissionen zur vollständigen Einflußrigkeiten, die sich entgegenstellen, auch noch so große Die Genser Verhandlungen über die Abrüstung Ruß n Vorschläge. Genf, 30. November. In der Sitzung des gefahrvollen Kriegszustand zwischen Polen und vorbereitenden Abrüftungsausschusses gab der Litauen zu beseitigen. Arbeitsvermittlung mit Zwangscharakter russische Hauptdelegierte Litwinow die Ver sicherung ab, daß das einzige Riel der SowjetEinsetzung eines Sicherheitsfordern, die den demütigenden Zustand beseitigt, daß rufiifchen Delegation und ihrer Regierung darin Arbeitslose wie Bettler von Betrieb zu Betrieb bestehe, der Sache des Friedens und der Abrüstung tomitees. Eine Intervention der Jugendverbände beim Für wandern müssen, um einen Arbeitsplatz zu erhalten. zu dienen. Litwinow entwickelte ein 26 Rußland und Amerika entfenden jorgeminister blieb ergebnislos; auf die überreichte Alle freien Arbeitsstellen müssen bei dieser Ar- rüstungsprogramm, das die vollständige Beobachter. Denkschrift, welche die Forderungen unserer Jugend- beitsvermittlung angemeldet und unter Mitwirkung Abschaffung der Rüstungen zu LanGenf, 30. November. Der vorbereitende lichen enthielt, hat er bis heute nicht einmal der Gewerkschaften besetzt werden. Den Regierungs de, zu Wasser und in der Luft und zu Abrüftungsausschuß hat am Schluß seiner Nachgeantwortet. Es ist aber die moralische entwurf zum Schuße des heimischen Arbeitsmarktes ihrer stufenweisen Verwirklichung innerhalb von mittagsfißung eine Entschließung angenommen, lehnen wir ab; er würde dem bürokratischen Treiben vier Jahren, unter anderem die Entlassung durch die das von der letzten BölkerbundversammPflicht des Staates, dem Jugendschutz die größte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Jugendschutz bedeutet nur Tür und Tor öffnen. Führt nur die Zwangs der gesamten stehenden Streitkräfte lung vorg schlagene Sicherheitstomitee für jeden Staat, eine sehr gute Kapitals arbeitsvermittlung unter Mitwirkung der Gewert aller Truppenarten, die Zerstörung aller eingesetzt wird. Entsprechend einem von Frank schaften ein, dann werden diese selbst dafür sorgen, Waffen- und Munitionsbestände reich, Jugoslawien, Japan und Schweden einge= anlage im Interesse der Volkswirtschaft und des Staates ſelbſt. Trotzdem läßt der Staat zu, daß fondaß der heimische Arbeiter entsprechend geschützt wird. und schließlich sämtlicher chemischen Kriegsmittel, brachten Antrag hat der Ausschuß daraus verzichVollständig versagt die Behörde im Schutz des den vollständigen Abbau der See- und tet, dem Sicherheitslomitee ein besonderes Ara trollos Raubbau an der Gesundheit und an der Luftflotten. die Schleifung der Febeitsprogramm zu g: ben, und lediglich beschlos geistigen Entwicklung unserer jugendlichen Arbeiter Achtstundentages. getrieben wird. In den großen Betrieben haben die Das Ueberstundenunwesen stungen, die Abschaffung der Flotten- und Puft fen, ihm für die Aufnahme seiner Arbeiten die hat sich geradezu sprunghaft entwickelt; die gewerk- fo'tenstützunkte, die Aufbebung aller entsprechenden Entschlichungen der letzten Bunbesonderen Waffenfabriken und verdesversammlung und des Rates sowie das SitSowjetrussische Delegation wolle unter Wahrung ien Völlerbundvasammlung zu unterbreiten. schiedene gesetzliche Maßnahmen verlangt. Die Die zungsprotokoll des Abrüftungsausschusses der lehihres Standmunkies an allen Erörterungen aus Maßnahmen hardelt die zu einer Verwirklichung gegeben werden sollen, erhält das Recht, für seine Das Sicherheitskomitee, dessen Mitglieder nahmslos teilnehmen, soweit es sich um braktische von den beteiligten Regierungen alsbald bekannt der Abrüftung führen. Die russische Regie- Bratungen besonders qualifizierte Persönlichrung fei außerdem bereit, fofort ein teiten zeitweise hinzuzuziehen. Präsident Loudon Staatenabkommen über das Verbot richtete an die Vereinigten Staaten die Bitte, des chemischen und bakteriologischen sich entsprechend dem russischen Beispiel ebenfalls Krieges zu unterzeichnen. Litvinow durch einen Beobachter vertreten zu lajjen. brachte einen Resolutionsantrag ein, durch den Gesandter Wilson versprach, diesen Wunsch sei beantragt wird: 1) Die ſofortige Ausarbeitung ner Regierung zu übermitteln. eines detaillierten Konventionsentwurfes, zur allgemeinen Abrüstung auf Grund der von der ruf Jugendlichen noch einen Schuß in den Gewerkschaften; völlig ungeschüßt find aber die Lehrlinge im Kleingewerbe. lehrt immer und In dem Material, das unsere Jugendorganisation in mühseligen rhebungenie Ausdehnung der Arzusammengetragen hat, beitszeit auf 12, ja 16 und 17 Stunden wieder, Nachtarbeit, schlechte Verpflegung und Schlafgelegenheit, ja rohe Mißhandlung von Lehrlingen. Die Lehrlingszüchterei wächst erschreckend, die Ausbildung der Lehrlinge ist jedoch vielfach ungeni gend. Einige der trasfesten Fälle von Lehrlingsaus beutung und Mißhandlung, führt Genosse Roscher unter Namhaftmachung der Lehrherren an. Die Gewerbetreibenden berufen sich vielfach darauf, daß schaftlichen Vertrauensmänner werden um ihre Zustimmung gar nicht mehr gefragt. In den ersten sechs Monaten des Jahres 1927 haben 193.061 Arbei millionen allein in der Textilindustrie. Mehrere beiter 7,248.000 Ueberstunden geleistet, davon 4.4 tausend Arbeiter könnten Beschäftigung finden, wenn diese Ueberstundenarbeit eingeschränkt würde. Wie sieht es mit dem Recht des Arbeiters auf Arbeit, mit seiner Freizügigleit, mit seinem Recht auf entsprechenden Lohn aus? Das Sicherheitskomitee tritt Donnerstag Vormittag zu seiner ersten Sigung zusammen es für sie schwer sei, die sozialen Lasten für die legung des Kampfes jede Ra che von seiten der Unischen Delegation dargelegten Richtlinien, und und wird zunächst seinen Präsidenten und VizeNur einige Beispiele: Bei der Textilfirma Wild in Königsberg mußte ein Streit liquidiert werden, weil sich in einem Zweigbetrieb Streitbrecher gefunden hatten. Man sollte nun glauben, daß nach der Beiternehmer unterbleiben wird. Aber weit gefehlt. Ein Lehrlinge zu tragen. An vielen Beispielen kann man Teil der Arbeiter wurde nicht mehr aufgenommen, aber nachweisen, daß die Lehrherren die Eltern ver- 30 Arbeiter wurden sogar auf die anlassen, die Beiträge für die Sozialversicherung Schwarz: Lifte selbst zu leisten. In einem Falle wurde in einer Versammlung der Aufſſiger Malermeister direkt emp- gefeßt und dieſe Liſte an alle in Betracht kommenfohlen, in Sinkunft ein Lehrgeld in der Höhe des den Firmen versendet; dadurch werden die Arbeiter stranten- und Sozialversicherungsbeitrages zu ver- zum Hunger und zum bittersten Elend verurteilt. langen, unt so eventuellen Forderungen nach Rüd- Wenschen, welche eine derartige Gefühlsroheit be zahlung dieser von den Eltern gezahlten Beiträge sitzen, arme Arbeiter auf die Straße hinauszutreiben, 6 entgehen. Um diese Uebelstände zu beseitigen, muß man die Forderungen der Jugendlichenerfüllen. Es ist notwendig, daß der Staat an die Rundfunk für Alle! Sozialdemokratische Straßenfunbgebungen in Budapest. 2) die Einberufung einer allgemeinen Abrüftungspräsidenten wählen. konferenz für den März 1928 zur endgültigen Annahme eine entsprechenden Staatenabkommens. Litwinow erinnerte in seinem Schlußworte an die beiden nichtidentischen Noten Moskaus an Warfchau und Kowno, mit denen Sowjetrußland sein! Bemühen zur Sicherung und Erhaltung des Friedens belundete und fügte hinzu, daß Moskau die tauische Regierung aufgefordert habe, um des Friedens willen den seit sechs Jahren bestehenden Abend. 20.45: Biftorianische Hausmusif. 22.95: Die Mofe bon Berfien", Operette von Sullivan. 21: Bridge- bend. 0.15: Zanamusif. 9am, 450, 20.10: Leichte Mufir. Wien, 517, 11: Vormittagsmuftr. 16: Nachmittagsfongert. Programm für morgen, Freitag. 17.20: Mufitafifche Stinderstunde. 17.10; Ausflugsziele und steifepläne. 18: Rechtsfragen in Automobilismus. 18.30: Bon der Stoble in Defterreich. 19: Stalienisch. 19.30: Die Brag, 349. 11: Schallplattenmufit. 11 35: Landwirtschafts. funt. Beitfiqnal. Breifenachridien. 12.05 Witingstonzert. Bebeutung der Haut für den Menschen. 20: Englifch. 20.30: 18.05: Nuusfunt für Judustrie, Handel und Gewerbe. 13 35: fir. Gore: Streichquartett. Efchailowoftil: Stretch berede. 16.20: Börfennadyrichten und Sopfenmartiptelfe. 16.30: Nammermufit. 1. Dvorát: Zerzett. Duotót, stabierquintette Börsennachrichten. 15.45: Borirag. Jarofl. Bechlicky 16: in quartett. Zürich, 588, 12.32: Mittagstonzert. 15: Frauenstunde. ori, 21.25: Inte battungsfoitaert, amifif. 20: Ermites Stonzert. Deutschland. Die Polizei schlägt drein. Budapest, 29. November. Heute sind es drei Jahre, daß die Regierung Bethlen durch eine Verordnung der„ Nepszava" das Kolportagerecht entzogen hat. Dieser traurige Arbeitern zu einer spontanen Kundge= Gedenktag rief heute eine ansehnliche Masse von bung auf die Straße. Gegen 8 Uhr abends Errichtung von Jugendinspektoraten zogen eiva tausend Arbeiter aus den Pargeht, die fortgesetzt die Betriebe zu überwachen hätleiorganisationen vor die Redaktion der„ Nepszava", eine ebenso große Gruppe zog auf die ien uno denen freiwillige Helfer aus den Reihen der Gewerkschaften und der Jugendlichen zur Seite Ringstraße. Sie forderten mit stürmischen Rufen gestellt werden. Sehr häufig kommt es vor, daß der die Wiederherstellung der Preßfreijunge Arbeiter sofort nach der Auslehre auf den heit, die Rückgabe des Kolportagerechtes an die Zag entlassen wird, weil der Meister den Gehilfen" Nepszava", das allgemeine Wahlrecht, lohn nicht zahlen will. Es wäre daher, wie in Defter endung. Wetterbericht und Tagesneuigkeiten vom Breßbiro, 17.30: Vortrag: Ausschau nach neuen Büchern. 17.45: Defe brachen in Schmährufe auf die Fascireid), ein Gesetz zum Schuße der ausge- ierauf: Landwirtsch Sendung. Se: m. Lothring Ober sten aus. Aus der Contigasse, wo sich die Redak rat der deutschen Seftion des Landestulturrates in Böhmen, Königswusterhausen, 1250, 14.20: Sinberlieber, 15: Ame. tion befindet, zogen sie auf die Ringstraße und lernten Arbeiter notwendig, das beſtimmt, Eine landwirtschaftliche Bereinsversammlung. 18.15: Banbrifa im Spiegel feiner Soulen. 16: Seilige und Stamatt daß eine Entlassung erst drei Monate nach der Aus- wirtidaftsiunt. 18.30: Bartrag: Warenkunde der Nahrungs: fierte. 16 30: Spreafeonit 17: Die suunft der Renatfiance trafen dort mit der andern demonstrierenden lehre erfolgen darf. Weiters fordern wir, daß der mittel. Bestandteile des Weebles und dessen Berpadung. 1830: in Deutschland. 18.30: Englisch. 18.55: Boffswirtschaftliche Gruppen zusammen. Mittlerweile wurde von den Landwirtschaftsjunt auf Welle 1110. 19.15: Blasmufit 19.45: Bedeutung der Sohle. 19.20: Biffenfgfilmer Vortrag für Jugendurlaub eingehalten und auf 4 Wochen unterretung eines Zichechen mit einem Deutſchen. 20: Better. Merate, 20.15; Hebertragung bon gelozia, 3066, Symphonie Bachpoſten die Polizeidirektion verständigt und 20.10. Seilerer Abend. Tonzert. Sträffer: Früiblingsbilder. Borifiewitfch: Träume. als der auf etwa dreitausend Köpfe ange= voraussage und Pressenachrichten. ausgedehnt werde. Im Zusammenhang damit müß- 1. Offenbach: Jufel Tulipatan. 2. Chansons. 3. Fuit: Gardinen alla: Nächte in den Garten Spanions. Strauß: Don en Jugenderholungsheime errichtet und predigt. 4. Strauß: Taufenbundeine Nacht. 3. Chanjons. G. Sall. Cuijote. 22.30: Unterhaltungsmufit. schwollene Zug der Demonstranten vor das NaUrlaubswanderungen begünstigt werden. ler: Populäre Gefänge. 7.& mod: Marsch. 21: Tamburizza Berlin, 484, 15.30: Die geiftige Entwicklung des Beises tionaltheater fam, trat ihm ein starkes Polifonzert. 21.30: Suftipiel. Sch hab teine Bett. 22: Beitianal, 16: Nationalwirtschaft eluft unb lett. 16.30: Unterhaltungszei aufgebot entgegen. Ohne sie zum AusDie veraltete Gewerbeordnung erfordert eine Reform einandergehen aufzufordern, zogen sie vom Leder auch in der Hinsicht, daß das Züchtigungs Brünn, 411, 12.15: Schallplattenmufit. 14 30: Brager Efcheiterfonzert. Bach: Symphonie Dur. Grôtry: Ballett und drängten mit der größten Brutalität die recht des Weisters über die Lehrlinge felsenbörse, Wettervorausjage, Brelles. vort, und haters 10: balashi: Monsert. Stami: Sinfonia. 22.30: Une Menge in wie Seitengassen. Die Demonstrareten beseitigt wird. Die Jugendlichen protestieren Besfan, 323, 12.15: Schallplattentonzert. 16.30: Unter fammielten sich aber wieder und traten der Polizei auch dagegen, daß sie aus der Sozialversicherung age ber dlacht bei Aufterlin. 18.25: Landwirtschaftsfunt. balunasfonsert. 18: Die Puppe des Kindes 19.20: Unice ausgeschaltet werden, was für sie mit schweren Nach- 18.10: Dantes qött. Atomödie. 10, thentonzert. Smejana: bier quaen. 10.35; lafate eines ethnachtsvarets. 20.15: entgegen, die wieder von der Waffe GeOuverture„ Das Geheimnis". 2. Dvořát: Suite 3, Fibich: Boent. Orcheſterfonsert. 21.15: Seitere Quartette. 22.30: Stabarett bra it ch machte. Vier Demonstranten teilen in späteren Jahren verbunden ist; sie verlan- 1. Bendi:" Duverture„ Der alte Bräutigen". 19.40 Englifd). Frankfurt, 420, 13: Schallplattentongert. 15.30: Jugend wurden dabei schwer verwundet, so daß gen die Einhaltung des Achtstandentages auch für 20: sieber. 3ncpalet; cenfucht is after fube. 10.30: Hausfrauennanmittag. 17.48: Refeftuube. 20.25: Hesitation. 20.35: Resitation. 21: Cine Stunde mo 18.30: Bom ruffifchen seinde. 19.30: Fortschritte in Wissen die Rettungsgesellschaft sie in das Rochusspital jugendliche Arbeiter, den freien Samstag- Nachmit berner wuftt. 1. Střenef: stabiertompofitionen faft und Techni. 10.50: Film womenfall: 20: Symphonie einliefern mußte, dreißig Demonstranten wurden tag und den freien Sonntag. Der Fortbildungsschul- Sonate data: Selavierkompofitionen. 1. Cafella: Sonate. Tonzert. Strawinity: Friblingsweibe. Späitensert. Breßburg 300, 18: Konzert. 1. Wagner: Die Bosutaten fomment. 2. Bactar: Es war im mai. 3. Razuieta: Serenabs Wir werden nicht unterlassen, diese Forderungen der Jugendlichen kräftigst zu unterstützen. Wir wenden uns auch mit aller Entschiedenheit gegen die Absichten, die Sozialversicherung zu verschlechtern. Die Versicherung ist für die Arbeiter da und diese haben auch das Recht der vollen Verwaltung dieser Institution. Was die Unternehmer an Beiträgen zahlen, zahlen sie ja nicht aus eigeLehte Nachrich n bes Breßbüros, Uebersicht der Tagesereigniffe muff. 19.30: Jobann Strauß. 20: Methoden und Sportnachrichten. 22.16: Theaternachrichten. 22.20: Zauzmui. fanifchen" ndustrie in Deutschland. 20.30: Bortrag. 21: D zioten. 18: Beitigual. Deutiché Breffenachrichten. 18.10: baffangsmulti Deutide Sendung. Fachlehrer H. Birtheim: Zum Jahres 22: Wie Brag. furs für Deutfche. 19.35: Schallplattenmujit. 20: Wie Prog. Samours, 395, 18 20: Kinderfieber. 11 05: Sausfonzert. auf den Hilfspläßen und in den Rettungswagen 6.15: Bertiner Sumor. 18: Sie die Frau am Zeelife: verbunden. Die Zahl der Verhafteken be10.25; Die Spau im fändlichen Genoiſenſwaitswefen. 20 4 Flotow: Wariya". 5. Motel: Mondesschein. 6. zabrazil: Stramer Strey", plattdeutsches Lustspiel von Bobbott. ett trägt hundert. Sie wurden auf der Straße Der Zweifampf. 10 05: Duro Buchhaltung erzielte Daten tuelle Stunde. Tanamufir. in der Landwirtschaftspraris. 19.20: Slowafischer Sprach gaugenberg, 189 13.05: Wittagskonzert. 16: Frauen gefeifelt, geschlagen und dann auf das unde. 16.30: Jugendfunk. 17.30; Die Brauntoblenwirt wall. Bezirkskommissariat VIII gebracht. Die meisten 18: Ormefterfondet. 19 10: hübertragung und Bern wurden nachdem sie sich legitimiert hatten, entStafchan, 1870, 19: Beitfignal und Abendläuten. 19.02: feben. 20: Idomeneo", Oper von Mozart. 22.30: Tanamusif. Blumendust. 19.15: Breffenachrichten. 19.25: Solistentonzert. München, 536, 14.45: Frauenstunde, 16: Unte baltungs- lassen. Erst gegen 10 Uhr wurde es auf den Stras Budapest, 556, 16: Stindermärchen in defertonzert. 18.15: Was ist ein Sched? 18.30: Sportwochenschaat. ßen ruhig, nur die starken Polizeipatrouillen verSprache. 17: Orcheite: fonzert. 18.15: Medizinischer Boricag. 19: Die Sauberflöte", Oper von Mozart. 22.15: Weihnachts 10: Hebertragung aus d. Opernbaus 22.30: Sigeunermufit. fündeten es, daß Budapest etwas ungewohntes Daventry, 1604, 12: Militärmusif. 13: Sonaten. 13.30: Stuttgart, 380, 12.30: Schallplattenfonsert. 16: Bege erlebt hatte: eine Straßendemonstration der sozialOrgelbo 14: Mittagsfonzert. 16.50: Sörspiel. 18.15: tarifdhe stocfunft. 16.15: Nachmittagsfonzert. 18 15: Drama Rinderſtunde. 10. Propelstertongers. 2015; meubelsform: urgie, 15.15; Die stoespaimentumtur. 20: wie Franchini demokratischen Arbeiter. Seite 4. Die kommunistische Uhr. Donnerstag, 1. Dezember 1927. ga, das Kapital! Die zwölfte Stunde naht!! Tages- Neuigkeiten. Soldatenselbstmorde ohne Ende. Drei Fälle in einer Woche. Bisenz Josef Nublicla vor einen Personen ang und wurde auf der Stelle getötet. Jest heißt es чиято Berzeihung, Herr, können Sie mir sagen, wie spät es ist? Unsere Uhr steht schon felt fieben Jahren auf 12. An feiner Browningpistole gegen Dede und Wände| Aufforderung an den Finder enthielt, einem Fräu Aenderungen im Personenzugsverkehr. ab. Majsner wurde verhaftet und in Gewahrsam lein Barette in New York Mitteilung von dem Auf- Zagen, an melchen der Sondersport- Schnellzug 213, behalten. Wir erfahren, daß der Genannte mit finden der Flasche zu machen Auf seine Mitteilung Abfahrt Trautenau 19 Uhr 02 min., Pelsdorf an dem Obmannstellvertreter der tschedy schen natio hin hat der Fischer nun von New York aus Mit 19 Uhr 33 min., ab 19 Uhr 41 Min., Brag an nalsozialistischen PostIerorganisateilung befontmen, daß die Flasche aut 20. Sep- 23 1hr 25 min., verkehrt, d. i. ant 4., 11., 18., In der Kaserne des 31. Jufanterieregiments in Sektion ebendiefer Organisation identisch ist. tion Prag und dem Obmann der deutschen tember 1926 nahe New York von dem Dampfer 26 Dezember 1927, 1., 8., 15., 22., 29. Jänner und glau wurde der Rekrut Bartel im AnHomerie" aus ins Meer geworfen worden sei. Die 5, 12, 19, 26 Feber 1928 und eventuell noch jeden #tandsort erhängt aufgefunden. Bei dem Konnersreuther Wunder in Prag. Der aller- ben Atlantit zu durchschwimmen". Der Fischer be- Sohenelbe his Belsdorf Sug 5458. Abfahrt 19 Uhr Flaschenpost hat daher ein Jahr gebraucht, um Sonntag im März und April 1928, wird von genannten Regiment ist dies bereits der dings in keiner Weise verlägliche Bečerni Liſt" tam mit der Mitteilung einen Sched über 10 Dollar. 36 min., Ansunft Belsdorf 19 Uhr 50 Win., nicht zweite Selbstmord im Laufe einer bringt heute den Brief eines mit St. S. unterWoche. Hinter dem Bahnhof von Bisenz stürzte Stolb zum Abdrud, der im ,, Pondělni List" einen Lage im nordafrikanischen Ueberschwemmungsgebiet Sonber- Personenzug 7314. Abfahrt Hohenelbe 19 Dr. R. Die Ueberschwemmung in Nordafrifa. Die berkehren. Dafür verkehrt an diesen Tagen der fich der Soldat des 7. Kavallerieregimentes in Artikel über Therese Neumann veröffentlicht hat. hat sich noch verschlimmert. Die Stadt Berre Uhr 20 min., Harta 19 1hr 27 min., Ankunft Der Briefschreiber erklärt, daß er bereit gaug mußte vollständig geräumt werden, da das Pelsdorf 19 Uhr 34 Win. 3ur Information des sei, das Konnersreuther Wunder ganze Gebiet in einen einzigen See verwandelt ist. reisenden Publikums wird in der Station Hohenelbe mädchen zu heiraten. Er ist auch davon Die Bevölkerung lagert auf den benachbarten beim Saffafdhalter eine entsprechende Sundmachung Die Zenjur hindert uns daran, an diesen Be- überzeugt, daß die Stigmatifier.e zu heilen sei, und ügeln in Zelten, die das Militär zur Verfügung verlautbart. richt die notwendigen Bemerkungen zu knüpfen. bittet den genannten Dr. Kolb. Dolmetsch seiner Seftellt hat. Auch mehrere andere Städte sind völlig| Aber sie werden sich wohl, auch ungeschrieben, wünsche zu fein; allerdings stellt er die Be- von den Fluten eingeschlossen. Den Bewohnern Jänner 1928 in Imü beginnen. Gesuche um Der nächste deutsche Hebammenfurs wird im jedent Lefer aufdrängen. Herr lorzal, unser treff dingung, daß Therese Neumann und ihre Eltern zugeführt. Bei Tivoli wurden 22 geichen ge- Aufnahme in diesen Kurs sind der Direktion der warden Lebensmittel durch Flugzeuge ficher Sir egsminiſter, hat keine Zeit, sich um solche in die Nähe von prag übersiedeln, ye& Kleinigkeiten zu fümmern; er ist vollauf damit be chem Punkte wohl glaubt St. St. die Therese Die Zahl der Toten und Berwundeten unter der politischen Landesverwaltung, Lazanskeho nam. 1, im fchäftigt, franzöfifche Generale festlich zu empfans furieren zu können?! borgen, von denen die meisten Europäer waren. Sebammenschule in Brünn, Sanitätsabteilung der gen und Regimentsfeiern altpreußischen Stils eingeborenen Bevölkerung geht noch in die Hun. Wege der Post refommandiert einzusenden. abzuhalten. Das entspricht eben dem Geiſte des Der regelmäß ge Telephonverkehr zwischen Schwe- 60 Häuser zerstört worden sind, sind allein im Tauf. oder Geburtsschein; der Heimatschein; von Halloh, hier Stockholm- her New York! derte. In der Stadt Mastaganem, in der etwa Gesuche sind folgende Beilagen anzuschließen: Ter Militarismus mehr als die Sorge um Menschen- den und Nordamerika wird wahrscheinlich am Europäer- Biertel über 60 Zote gezählt worden. Berheirateten der Trauungsschein, von Winwen der 1. Jänner 1928 eröffnet werden. Es ist dies die Selbstmordversuch im Polizeipräsidium Berlin. Zotenschein ihres Gatten; der Nachweis des ständi längste dirette Telephonverbindung der Welt. Eine Streife der Berliner Kriminalpolizei hatte in gen Wohnfißes in einer Gemeinde Böhmens, Mäh Raubüberfall an einer Brager Traffantin. der Nacht zum Dienstag in der Nähe des Alegrens oder Schlesiens; das Sittengeugnis; ein vom Die in Prag II., wohnhafte 52jährige Trafikantin anderplates einen Mann angehalten, der sich nicht Amisarzte der zuständigen politischen Bezirksbehörde Das Prager Tagblatt" würdigt in einem Kamila Riha erstattete die Anzeige, daß sie genügend ausweisen konnte. Auf dem Polizei- innerhalb der letzten drei Monate ausgefertigtes oder Leitartikel von May Graf die Persönlichkeit des Dienstag abends im Stiegenhaus ihres Wohn- Präsidium ſtellte ihn der Erkennungsdienst auf bestätigtes Gesundheitszeugnis; das letzte Schul, Genossen Se i H, der dem ruchlosen Anschlag eines hauses das Opfer eines Ueberfalles geworden sei. Staufmann Friedrich lose fest, der von utehreren pflegerinnen ihre Verwendungszeugnisse; ein Impf, Grund von Fingerabdrüden als den 35jährigen bezin. Abgangs- oder Maturitätszeugnis; Kranken Fanatifers und im weiteren Sinne der gewissen Als Frau Riha auf den Siegen hinaufging. kam Behörden des In- und Auslandes megen ver- eventuell Revafzinationszeugnis; einen Revers, in lofen Heße der christlichsozialen Revolverpresse ein etwa 25jähriger Mann herunter, der ihr blößz- fchiedener Straftaten gesucht wird. Natürlich leug- melchem sich die Standidatin verpflichtet, daß sie glücklich entgangen ist. Der bemerkenswerte Auf- ich einen Stoß versetzte, so daß sie zu Boden nete Klose, der Gesuchte zu sein. In einen unbe- j mindestens durch brei Jahre nach Erlangung des fat- bemerkenswert in dem Blatt der Prager türzte und mit dem Stopfe auf den Stiegen aufwachten Augenblid durchschnitt er sich jedoch mit Diploms die Praxis in der betreffenden LandBourgeoisie schließt mit folgenden, in einemt ihr der Räuber einen Fußtritt, entriß ihr die abern, so daß er ins Krankenhaus überführt les eine auch vom Amisarzte der zuständigen poli schließt mit folgenden, in einem schlug. Als sie um Hilfe zu rufen begann, gab einem scharfen Rasiermesser die Buls gemeinde( Anstalt) ausüben werde; zutreffenden Falbürgerlichen Blatt ungewohnten Feststellungen: „ Bei dieser Versöhnungspolitik ist die Stadt Aktentasche und entfloh. In der Aktentasche werden mußte. Wien, an deren Spitze Start Seitz ſicht, der ge 3700 K, Briefmarken und Stempel im Wer'e von liche Nußland und das Gebiet des Schwarzen laffung einer Hebamme dringend notwendig ist; befand sich unter anderem, die Tageslosung von hen Bezirksberite Bestätigung der in Orlanderhzerungen in Südrußland. Das süd- Betracht kommenden Gemeinde daß dort die Nederwichtigste Faktor. Was die Stadt Wien in den 5000 K. Die lleberfallene gibt an, daß der Räume eres sind in den letzten Tagen von gewaltigen eine vom Amisarzte der zuständigen politischen Beletzten Jahren geleistet hat, werden erst spätere ber sie bereits am Montag un 8 Uhr abends in Etürmen heimgesucht worden, die ungeheuren Scha zirtebehörde bestätigte Erklärung der Gemeinde( An Jahre, wenn sich der Pulverrauch des politischen ihrem Wohnhause angesprochen habe, um sich nach den angerichtet haben. Auch über dem sta spisch en ftalt), daß die Standidatin nach mit Erfolg abgelegter Stampfes verzogen haben wird, dankbar würdigen. einem gewissen Orta zu erfundigen, der angeblicheer toüten starte Stürme. Bei der herrschen Brüfung bei Bestellung einer Gemeindehebamme Die Erhaltung der Stadt durch eigene Straft, die ein Zimmer vermiete. Als Frau Riha feine Aus- den Stälte find hundert staatliche Fisch dampfer Anstaltshebamme) vorzugsweise berücksichtigt wer moderne Erneuerung ihres musterhaften Schul- funft geben fonn'e, entfernte sich damals der Räu- im Eis steden geblieben. Die Besatzungen tonn- ben wird. Die standidatinnen dürfen nicht über wesens, die mit reichen Mitteln planvoll ausgeber schnell. Die Nachforschungen nach dem Täter ten einstweilen noch nicht gerettet werden. Ein 10 Jahre und nicht unter 20 Jahre alt sein. Das stattete Wohlfahrtspflege, der Bau der Boltsivoh find im Gange. mungen, der großen Bäder, der Optimismus in Schiff, auf dem sich hundert Mann befanden, wurde leben... Gin bürgerliches Urteil über das rote Wien. der Führung des Gemeindewesens in schwerster Einbruch. In Starlsbad wurde gestern nachts von einem Eisblod mitten durchgeschnitten. Die Gesuch ist mit einem 5- K- Stempel, die Geiuchs. Zeit sind gewiß die größten Leistungen österrei in den Büroräumen des Wirtschaftsverbandes der Besayung könnte hier noch rechtzeitig in Sicherheit beilagen sind soweit sie nicht schon gestempelt find mit einem 1- K- Stempel zu versehen Die Entthischer Männer in den Jahren seit dem Umsturz." Borzellanindustriellen ein Stasseneinbruch verübt. 42 Mann Besabung sind ebenfalls verschollen. Auch scheidung über die Aufnahme der Standidatinnen gebracht werden. 14 leinere Fischfutter mit Das stellt das Blatt der wirklich besitzenden Die Diebe erbrachen eine eiserne Stasse und er- 42 wird im Dezember erfolgen. Wozu wir bemerken, Klasse objektiv fest. Die Blätter des nationalisti- beuteten einen Betrag von 10.000 Stronen und bei strachan sind mehrere Schiffe im Eis steden fchen und flerifalen Stleinbürgertums, eine Bresse, einige Baufscheds, die aber im Laufe des Vorgeblieben. Insgesamt werden nahezu 200 Schiffe da audy in dieser Hebammenschule der heilige die von tausenden Arbeitern und Angestellten ge- mittags vintuliert wurden. Die Einbrecher von ſtaatlichen und genossenschaftlichen Fischerei. Bürokratius oberster Leiter zu sein scheint Bis unternehmungen vermißt. lesen wird, sind seit Jahren bemüht, die Leistun- fcheinen es offenbar auf die Löhne und Gehälter herrscht ebenfalls starter Cisgang. Ein Schiff ist men hat( nur ja nicht das Revalzinationszeugnis" Auf der Wolga eine Interessentin dieses Dusend Beilagen beijam gen der Wiener Gemeindepolitik in den Sot der für November abgesehen zu haben, sind aber um auch hier untergegangen, wobei 9 Personen ums vergeffen!), dürfte jie wegen vorgeschrittenen Alters Berleumdung zu zerren. cinen Tag zu früh gekommen. Die Polizei ist den Leben lament. Tätern auf der Spur. Große Unterschlagungen in der Karls bader Bäderverwaltung. 7 Uhr abends, im Shimmh und Militarismus.„ Popolo di für den Beruf nicht mehr in Betracht kommen. Rache abgewiesener Freier. Hanbmord an einem Jagdaufseher. Montag ungarischen Bauernhof wurde die viel nachts drangen zwei mastierte Männer in das umborbene Tochter zwei Tage vor der Hochzeit mit dieses Thema spricht der bekannte Pädagoge und Auf einem Weniger wäre mehr! „ Die Schule im Dienste des Friedens. Ueber Anwesen des Jagdauffehers Karl anet in cinem Bauernsohn durch einen Schuß durchs Fen- Schulreformer Prof. Dr. Siegfried Kawerau Harlsbad, 30. November.( Eig. Bericht.) Bruzowitz bei Frieder ein, und forderten unter ster tödlich verlegt. Die Stugel traf zunächst die aus Berlin im Rahmen des Versöhnungsbundes Durch Manipulationen eines hoch Drohung des Erſchießens die Herausgabe des Betroleumlampe, die verlöschte. Als die Ange- Samstag, den 3. Dezember, stehenden Beamten der Karlsbader Bä- Geldes. Banek und seine Familie, eine Frau und hörigen herbeieilten und Sicht machten, fanden sie großen Hörsaal der Philosophischen Fakultät, Prag Derverwaltung in Gemeinschaft mit 3 vei de af- ein vier Jahre altes Stind, lagen im Bette. Babas Mädchen zu Tode getroffen. Die Feststellungen I, Břehova 5. fiererinnen sind 17000 Bäderkarten net beteuerte, daß er nicht mehr als 15 Stronen der Gendarmerie ergaben, daß es sich um die Tat angefertigt worden, die die drei Personen ohne bei sich habe. Die Räuber schenkten aber diesen der zahlreichen abgewiesenen Freier handelt, die dem Roma" berichtet, daß das italienische Striegsminis Biffen der Stadtverwaltung vertreiben wollten Mitteilungen keinen Glauben; einer zwang Banek Mädchen Rache geschworen hatten. Bier verdächtige fterium den Offizieren diejenigen erotischen und auch zu vertreiben bereits begonnen hatter. durch Borhalten einer Schußwaffe, ſich nicht aus Bauernburschen sind bis jetzt verhaftet worden. Tänze verboten hat, die mit der militäriAus einer amtlichen Kundmachung des Stadt- dem Bette zu rühren, der zweite suchte in Schrän Bom Reichswehrposten erschossen. In der Nacht fchen Würde und dem militärischen Ernst unber rates Starlsbad geht hervor, daß der betreffende len, Kästen und Schubladen nach Geld. Banek zum Dienstag ist in Altdamm bei Stettin der einbar sind, darunter den Charleston und den Beamte mit den beiden Staffiererinnen bereits glaubte, die nachtsamkeit der Räuber ausüßen Depotarbeiter Schanz von einem Poſten der Shimmy. 8500 Bäderkarten vertrieben hat, zu fönnen, sprang aus dem Bett, riß die Tür auf, Reichswehr erschossen worden. Der Soldat hatte in während die restlichen 8500 Stück noch vorgefun belche ins Borhaus führte und hielt sie fest zu der Dunkelheit ein verdächtiges Geräusch gehört und im Sozialinftitut( Brag II., Balackeho nam, ben und beschlagnahmt wurden. Der Schaden, Die Frau Banet bemerkte nun, daß es plößlich vermutete Einbrecher. Als auf seinen Anruf keine Sigungssaal des Ministeriums für soziale Fürsorge) ben die Stadtgemeinde Karlsbad durch diese Ver- im Zimmer total finster wurde, gleichzeitig fiel Antwort erfolgte, gab er zunächst einen Schuß in die Situngssoal des Ministeriums für soziale Fürsorge) untreuung erleidet, beträgt 185.000 Stronen, ein Schuß und den Tätern gelang es, in der Luft ab. Angeblich hat das Geräusch dennoch nicht am 1. Dezember, 5 Uhr, Prof Dr. Rauchberg. soll aber bereits ganz ersetz sein. Die Beamten Dunkelheit zu entkommen. Ihren Mann fand aufgehört, so daß er jetzt in deffen Richtung feuerte. Nach dem Vortrag Diskussion. Eintritt frei. die Frau nun im Vorhaus tot auf. Der Schuß Sierbei wurde Schanz tödlich getroffen. Er war wurden vorläufig vom Dienste suspendiert. 17. Alaffenlotteric. 20.000 K: 105.136; 10.000 K: war durch die Tür gegangen und die ganze mit dem Beladen eines Sandwagens beschäftigt. 73.113; fe 5000 K: 51.221, 62.746, 69.765, 82.069, Eine nationalsozialistische Zierde. Wie wir Schrotlabung, der Schuß fam aus Banel's Jagb Ein Berliner Gastwirt ermordet. In der 88.606, 90.452, 91.307, 101.802, 110.297; ie 2000 K: dem Abendblatt der„ Narodni politila" vom gewehr, war in die linte Bruſtſeite eingedrun Grünquerstraße in Berlin wurde am Dienstag nach- 8876, 5470, 11.729, 17.355,$ 1.741, 35.721, 61.313, 29. Oktober und der Prager Polizeidhronit entgen, sodaß der Tod fofort eintrat. Gestohlen mittag der 59 Jahre alte Gastwirt Rogowsti 64.568, 70.491, 83.172, 87.288, 89.574, 93.696, 106.079 nehmen, tam ant 28. Oktober I. J. um 4 Uhr wurde das Jagdgewehr und einige Patronen. Die von einem Gast in einer Blutlache liegend tot auf- 118.200, 118.787; je 1000 K: 11.184, 15.146 16.659, morgens der 49 Jahre alte Postunterbeamte Polizeidirektion in Mähr.- Ostrau hat Agenten gefunden. Der Befund der Kriminalpolizei ergab, 19.665, 21.887, 22.728, 31.188, 33.487. 34.299, 40.311. Wenzel Majsner in feine Wohnung im Hauſe mit Bolizeihunden nach Brzowi tif. Dei Sur. Staſſa, var geöffnet und mehrere Gelbfcheine Lagen 88.271, 84-877, 86.789, 87.967, 90.977, 96 060 97.292, entsendet. daß es sich um einen Raubmord handelt. Die 50.911, 58.973, 65.231 69.407, 78.506, 75.956 76,064, Nr. 1789, Weinberge, und als feine Wohnungs- Eine Flaschenpoft genoffin Julie Iti ihn nicht in ihr Zimmer ein- tainville an der französischen Stüfte hat ein Fischer auf dem Tisch und am Boden zerstreut. Es fehlten 101.506, 105.966, 107.760, 113.176, 118.967, 114.442, Laffen wollte, feuerte er bier Schüsse aus cine Flaschenpoft mit einem Brief gefunden, die bie etwa 30 bis 40 art. Ueber den Schuß der einheimischen Arbeit iprio): 116.668, 118.710, 118.902, Donnerstag, 1. Dezember 1927. Gerichtssaal. Gine entseßliche Zat und ihre schwere Strafe. Linz 28. November. Der 42jährige verheiratete Bauernknech: Leopold Mayr stand am 26. November vor den Geschworenen in Linz. Er hatte, es ist unfaßbar, am 21. Oktober an einem drei Jahre alten Mädchen ein schweres Sittlichkeitsverbre chen begangen. Das arme Kind wurde von dem Scheusal noch mit einer venerischen Krankheit angesteckt und stand zwanzig Tage in Spitalsbehandlung. Der Mann ist schon wegen Sittlich feitsdelikten, und zwar mit je drei Monaten schweren Kerkers, vorbestraft; außerdem hat er wegen ver schiedenen anderen strafbaren Handlungen mehrere Vorstrafen. Aus der Anklageschrift geht hervor, daß Mayr an einer chronischen Geschlechtskrankheit leide. Er hat für eine Frau und für ein elfjähriges Kind zu sorgen. Er stellte die Tat entschieden in Abrede. Der ärztliche Sachverständige erklärte aber, daß die Infektion des Kindes durch den Angeklagten festgegestellt sei. Die Geschworenen bejahten einstimmig die Frage us No zucht und of das und dadurch eine schwere Schei ung erlaten hah Sie erichten übe.bies den Se h.shef, bel der Strobemeisung die bolle Strenge des Grieses walten zu iossen.. Mayr wurde nun zu zehn Jahren schwe ren Kerkers verurteilt." ,, Wirtschaftliche Spionage". Prag, 30. November. Herr Ladislaus Rašin ist der Sohn des ermordeten Finanzministers Rašin. Dieser junge Mann fühlt sich zum Führer der soge nannten nationaldemokratischen Jugend berufen. Zuerst versuchte er es allerdings im Feuilletonteile eines Prager Blattes, das ihm wohl mehr um seines Vaters, als um der Artikel willen, die der junge Herr schrieb, seine Spalten öffnete Darunter waren Reisestizzen aus Paris u. ä., die insgesamt durch. aus nicht den Beweis einer Talentprobe boten. Dann als mit der Feuilletonschreiberei also Schluß war, verlegte sich der junge Herr auf die Politik. Er sammelte die„ tschechischnationalen Jungscharen". um immer wieder zu betonen, daß die Republik eine „ nationale" fei Auch diese Tätigkeit konnte auf die Dauer seinem Ehrgeiz nicht genügen. Also begann er das Merkmal eines heißblütigen journalistischen Anfängers in einer nationaldemokratischen Wochenschrift, der er herausgab,„ fonfrete Fälle" anzuprangern, wo er Schädlinge seiner geliebten Sepublik vermutete. Als ein solcher erschien ihm De Speditionsfirma„ Schenker u Co.", von welcher er behauptete, daß die Firma wirtschaftliche Spionage" betriebe. Was sich der junge Mann darunter vorstellt, nicht ganz war. Dagegen bekam er von genennter Firuta cine Preßllage, und die war far: In der heute stattoinen Verhand lung wurde die Angelegenheit zwecks Erbringung des angebotenen Beweismaterial wiederum vertagt. K Einerlei ob man zum Fenster Geld hinauswirft oder anstatt einer Tube schaumender Zahncreme für die gleiche Zeit zwei Tuben nicht schäumende Zahncreme anschafft. Schluß damit und nur Perlweiße Zähne Duftender Mund das deshalb im Gebrauch billigste und in der Wirkung sicherste schäumende Mittel anwenden. geschichte eingeflochten ist, erhält seinen Wert durch die packende Schilderung, aber auch durch die liebevolle psychologische Erfassung der handelnden Perjonen. Humor bei Goethe. Herausgegeben und einge. leitet von Hans Heinrich Borcherdt. Einbandzeich KALODONT KALODONT Verbürgt chlorfrei! Boltswirtschaft. 3721 Kollektivverträge im Baugewerbe. Vertragsverlängerung im Baugewerbe des Egerer Handelstammerbez.rles. nung von Jürgen Wegener. Deutsches Verlagshaus Der im Dezember 1926 zwischen dem ArbeitBong& Co., Berlin. Preis Leinen Mr. 6- geberbund für das Baugewerbe im Egerer KamGoethes Humor, wie er uns aus seinen Schriften merbereiche und dem deutschen Bauarbeiterverund seinem täglichen Leben in den Aufzeichnungen bande und den mit diesen foalierten Verbänden von Zeitgenossen entgegentritt! Dieses reiche, von abgeschlossene Lohn- und Arbeitsvertrag enthält Lebensfreude erfüllte Buch wende: sich frisch und eine Kündigungsklausel nach welcher, sofern eine unmittelbar, ohne Kommentar und Ballast an der Vertragspartei davon Gebrauch gemacht hätte, der Leser. Nicht aus Peffimismus und Stepfis ent- Vertrag am 31. Dezember I. J., in den Kurorten springt Goethes Humor ſondern weil der Dichter Karlsbad, Marienbad und Franzensbad am 31. die Welt und das Leben liebt und ihren tiefen Sinn März 1928, außer Kraft getreten wäre. Am 28. erfannt hat, fann er auch über Fehler und Mängel November 1. J. sand eine Besprechung der verlachen:„ Kinder der Klugheit, o habet die Narren tragsschließenden Parteien statt und es wurde Eben zum Narren auch, wie sich's gehört." In der dabei nachstehende Vereinbarung abgeschlossen: Leipziger Zeit scherzt der Jüngling suchend und früh reif spottend über die Mädchen und die Liebe nach anakreontischer Art. In der Sturm- und Drangzeit Ein weißer Rabe. Prag, 30. November Gewöhnlich, wenn ein Herr Greisler oder eine Frau Greislerin mit einer Wage in der Hand vor dem Richter stehen, dann weiß man schon, wieviel es geschlagen hat.. Irgendetwas war mit der Wage bei der Stontrolle der Eichkommission nicht in Ordnung. Auch heute stand eine Frau vor dem Richter, CEGR. Masat, Frau Roja Subilova, ihres Zeichens Obstverläuferin in Prag. Die Stommission ermittelte. daß unten an der Wage ein Blech ange lötet war, von dem sie vermutete, daß es dazu diene, um die Kundschaft beim Gewichte zu preffen. Die Frau hatte heute die Wage mitgebracht, um den Richter davon zu überzeugen, daß das Gleichgewicht der Wage nur durch dieses angelötete Blech erhalten werde und sie behauptete, die Wage gleich so gelauft zu haben. Dann wurde das Blech auf Vertreibt sein Kraftgefühi hohe Wellen; er tummelt sich langen des Richters entfernt und die Wage wies jezt eine merkliche Abweichung vom Gleichgewichte auf Also war der Frau der Wahrheitsbeweis ge lungen, daß sie keine betrügerische Absicht hatte. und sie wurde daher freigesprochen. Literatur. mit den Freunden, liebt Verkleidungen und Späffe und fordert starke Gegner wie Wieland heraus. Aus dieser Zeit stammen im„ Faust" Szenen wie die in Auerbachs Keller, das Gespräch Mephistos mit dem Schüler, die Gestalt der Marthe Schwerdtlein usw. Auch in der Klassischen Zeit schweigt der Humor weder in Goethes Leben noch in seinen Dichtungen. Aber am reichsten offenbart sich seine volle Menschlichkeit wieder in seinem Alter, wo der Dichter mit lächeln der Sicherheit auf das Leben sieht Der Film. Vereinbarung abgeschlossen bei den gemeinsamen Beratungen der vertragsschließenden Organisationen betreffend Verlängerung des Kollektivvertrages vom Jahre 1926( 20. Dezember). Beide Parteien sind über folgendes übereingekommen: Beide Teile sehen von einer Kündigung des Vertrages ab, der Vertrag wird mit folgenden Abänderungen verlängert: 1. Die Löhne bleiben unverändert, wie auf Grund der Revision vom August 1927 festgesetzt. 2. Bezüglich der Hilfsarbeiter wird folgende Klausel in den Vertrag neu aufgenommen: Für Hilfsarbeiter, die eine bisherige. Verwendung im Baugewerbe nicht nachzuweisen vermögen, fann der Lohn vorübergehend, höchstens aber in der Dauer bis zu 6 Wochen mit mindestens K 3.60 in der Lohnklasse 1, K 3.35 in der Lohnklasse 2, K 3.05 in der Lohnklasse 3 bemessen werden. Für Kaaden mit K 3.55. Der Vertrag wird bis 31. Jänner 1930 ver längert( für die Sturgebiete bis 31. März 1930). Bezüglich der Revisionsklausel wird folgendes vereinbart: Seite 5. Es ist für diese zwei großen Gebiete dadurch eine Art Reichstarif geschaffen worden. Die vereinbarten Löhne sind vor Schwankungen in der Preisbewegung, sofern die eintretenden Aenderungen fünf Prozent nicht übersteigen, durch eine Revisionsflausel geschützt. Eine Neuerung ist die Bestimmung über den Lohn der Hilfsarbeiter, die beim Eintritt in die Arbeit nicht den Nachweis erbringen können, daß sie schon im Baugewerbe beschäftigt waren. Für diese Silfsarbeiter fann der Tarifftundenlohn herabgesetz: werden, jedoch nur für die Dauer von sechs Wochen, ab Arbeitsantritt. Diese Ausnahme ist bedingt durch eine Tatsache, die stärker ist, als der Wille der Gewerkfchaften. Ein großer Prozentjaz. der Bauhilfsarbeiter hält es für überflüssig, ihre Klassenpflime zu erfüllen und organisiert zu sein. Dies wissen Die Unternehmer. Außerdem übersteigt das Anbot von Hilfsarbeitern die Nachfrage um ein Viel faches. Dabei kommt es nicht selten vor, daß sich Siffsarbeiter um bedeutend niedere Löhne als die tariflichen zur Arbeit anbieten. Dies nützen die Unternehmer aus. Es wird Aufgabe der organisierten Bauarbeiter sein, die große Masse der dumpf und stumpf dahin vegitierenden Bauhilfsarbeiter zum Klassenbewußtsein zu erweden, sie der Organisation zuzuführen. Gelingt dies nicht, dann wird der Austurm der Unternehmer gegen die Vertragserrungenschaften so groß und heftig werden, daß die Gefahr von Verlusten in sehr greifbaren Formen entstehen wird. Bauarbeiter, nützt deshalb die Vertragsdauer zum Ausbau der Organisation! Auf dem Wege zum internationalen Zuckerlartel. Im heurigen Frühjahr und im Sommer find die Preise des Zucers auf dem Weltmarkt zurüc gegangen, weil ein leberangebot an Zucker zu verzeichnen war. Deswegen fraten, wie wir bereits gemeldet haben, in Paris Vertreter der Zuckerindustrie von Kuba, der Tschechoslowakei, Deutschlands und Polens zusammen und haben dort ein Abkommen geschlossen, wonach Kuba seine Erzeugung im heurigen Jahre auf vier Millionen englische Tonnen einschränkt, wogegen sich die Vertreter der organisierten Zuderindustrie der Tschechoslowakei, Deutschlands und Polens ver pflichten, daß nicht mehr Zuder angebaut werde wie im Vorjahre, und daß sie alle Bestrebungen für eine Erhöhung des inländischen Verbrauches unterstützen werden. Dieses Abkommen ist nun in einer Sigung des Zentralvereins der tschechos slowakischen Zuckerindustrie vorgestern genehmigt worden und wird dieser Tage in Berlin unterzeichnet werden. In den Vereinbarungen haben wir die Elemente eines internationalen Zudersyndikates zu erblicken, dessen Zweck die Hochhaltung der Zuckerpreise und damit die Ausbeutung der Zuckerfonsumenten der ganzen Welt ist. Aus der Partei. Ausweis für den Monat November. Die ersten Zahlen bedeuten Parteifonds, die einsellammerten Zentralwahlfonds: Bodenbach K 3200,-( 800.-), Brünn 1600.-( 400.-), Budweis K 400.-( 100.-), arlsbad K 8700.-( 2000.-), andskron K 236.20( 59.-), Mies K 400.-( 100.-), Prag K 240.-( 60.-), Sternberg K 1810.-( 400.-), Teplig K 4850.-( 1000.-), Trantenan K 1800( 450.-), Troppan K 1280.-( 320.-). Kleine Chronit. Bielmännerei als wirtschaftliche Nothilfe. Die„ Urania" berichtet in einer der letzten Monatshefte: Während im alten Europa Männer und Frauen in zahllosen Schriften, Zeitungsartifeln und Büchern sich den Kopf über die Lösung der segnellen Frage zerbrechen, hat im fernen Asien das libetische Hochlands volt in recht origineller Form die alte Schwierigkeit zu überwinden verstanden. Vielweiberei ist im Orient ja nicht selten, aber daß ein sozial schon ziemlich entwickeltes Volt liche Gliederung mit Bewußtsein einbezogen und sie wie die Tibeter die Vielmännerei in die gesellschaftgesetzlich anerkannt hat, dürfte zum mindesten ungewöhnlich sein. In Tibet wird das Weib, das der älteste Sohn der Familie erwählt, gewöhnlich gemeinsames Gut aller Brüder. Diese haben auch die Verantwortung für den Unterhalt der Familie zu übernehmen. Verläßt ein Bruder die Familie, so darf er für sein Anteilsrecht an der Frau feine Entschädigung verlangen. Die jüngeren Brüder haben nur so lange ein Recht auf die gemeinsame Gattin, als sie im Familienverbande bleiben. Es gibt auch Fälle, in denen der Vater oder Onkel des Gatten das Recht fordert, mit der Frau zu leben. Dann wird auch der Vater, meistens nur in höheren Schichten, in die Ehegemeinschaft aufgenommen. Sel tener dagegen ist es, daß eine Frau ihre Ehemänner darf anehmen, daß diese eigenartig: Form der Eheschließung durch wirtschaftliche Gründe bedingt und " Die Bombe". Im Verlag der E. Laubschen Buchhandlung in Berlin ist dieser von Frank Harris verfaßte Romann erschienen, der in span nender Weise ein dunkles Kapitel aus der Geschichte der Klassenfämpfe im Lande des Dollars erzählt. Sind Mißfallensäußerungen im Rino erlaubt? Der Lebenslauf von Frank Harris erinnert in man- In Wien ist in diesen Tagen eine sehr interchem an jenen Jack Londons. Harris ist wie dieser essante Entscheidung gefällt worden, die sich mit den aus den tiefsten Schichten er war Straßerjunge, wiederholt vorgekommenen Mißfallenskundgebungen Stiefelpußer und ging dann als Matrose zur See in Kinos befaßt. Der Präsident des Wiener Tierzum Schriftsteller aufgestiegen. Dem Roman liegt schußvereins, Dr. Meltus, hatte anlaßlich einer die im Jahre 1886 in Chikago erfolgte Sinrichtung Vorführung eines Stierkampfes in einem Film von fünf Anarchisten zugrunde, die der Teilnahme wegen verschiedener Szenen von Tierquälerei offen an einem Bombenwurf gegen Polizeiorgane beschul- und laut sein Mißfallen geäußert. Dr. Melkus und digt wurden. Streikende Arbeiter kämpften wegen eine Anzahl weiterer Personen, die sich diesem Proder sich ausbreitenden Arbeitslosigkeit um den Acht- teste anschlossen, wurden darauf aus dem Saal verstundentag. Alle ihre Versammlungen wurden von wiesen, festgestellt und wegen„ Störung der Ordder Polizei mit Strüppeln und Revolverschüssen aus- nung" vom Polizeikommissariat" Innere Stadt zu je einandergetrieben, bis es zu jener historisch bekann drei Schilling oder sechs Stunden Arrest verurteilt. ten Versammlung auf dem Heumarkt fam, bei wel Landesregierung hat der Berufung stattgegeben und Die Verurteilten legten darauf Berufung ein. Die cher auf die angreifenden Polizisten eine Bombe ge- das Strafverfahren unter folgender Begründung schleudert wurde, die sechs tötete und mehr als ein eingestellt:„ Eine fachlich begründete Aeußerung des halbes Hundert verwundete. Niemals wurde festge mißfallens" ohne Ueberschreitung der Anstands- Für die Verhandlungskommission der vereinigten aus zwei oder noch mehr Familien nimmt. Man stellt, wer die Bombe geworfen hatte, den angeklag- grenzen fann ebensowenig als Ordnungsstörung ten Arbeiterführern fonnte keinerlei Schuld daran strafbar sein wie eine Aeußerung des Gefallens." nachgewiesen werden, dennoch mußten wie im Falle 2,750.000 Dollars investiertes Welt- Filmkapital. Für Sacco und Vanzetti Opfer fallen, denn das haß- Nach einer statistischen Errechnung des Handelserfüllte und erschreckte Dollarfönigtum verlangte zur ministeriums in Washington sollen auf der Abschreckung die Statuierung eines Erempels, das ganzen Welt rund 2,750.000 Dollars( gleid) elf ebenso furchtbar wie grausam und ungerecht war. Milliarden Reichsmart) in filmindustriellen Werten Fünf der Angeklagten wurden hingerichtet, zwei zu investiert sein. Da hiervon allein 2 Milliarden lebenslänglichem Kerler verurteilt. Später tötete sich Dollars in Amerika untergebracht sind, würden nach ein, weiterer Angeklagter, der im Mittelpunkt des dieser Statistik die Vereinigten Staaten allein mit Romans ſtehende Lings, im Gefängnis Diefer ge- über zwei Dritteln des gesamten Filmkapitals inter schichtliche Klassenkampfroman, in den eine Liebes essiert sein. Für das Jahr 1928 wird keine Revision vorgesehen, für das Jahr 1929 gilt die Revisions flausel wie im Reichenberger Vertrag vom 4. Mai 1927. Die neuen Bestimmungen bezüglich der Hilfsarbeiter treten mit 1. Jänner 1928 in Straft. Geschlossen und Gefertigt: Karlsbad, am 28. November 1927. Bauarbeitergewerkschaften: Eduard Hausmann m. p. den Arbeitgeberbund für das Baugewerbe im erhalten wird. In Tibet ist der gemeinsame Besitz Egerer Kammerbereiche, Sip Marlsbad: Paul Schaufuß m. p., Baumeister, Dr. W. Sturm m. p. Durch diese Vereinbarung sind die Arbeitsund Lohnverhältnisse für die Bauarbeiter im Egerer wie im Reichenberger Handelskammerbezirke für das Jahr 1928 und 1929 vertraglich geregelt. des Familieneigentums noch üblich. und so sucht man jedenfalls die Gründung besonderer Hausstände nach Möglichkeit zu unterbinden. Bemerkenswert ist, daß die tibetischen Frauen die Vielmännerei durchaus billigen. Sie gibt nach ihrer Auffassung der Frau größere Bedeutung im Gemeinwesen. Die Frauen der höheren Klassen verachten deshalb auch die hilflosen Weiber Indiens, die sich ohne Widerspruch die Vielweiberei gefallen lassen. Seite 6. Kunit und Willen. 2. Burgtheater- Gastspiel. „ Komtesse Mizzi."„ Das Veilchen." Schnitzler gehört zu den Autoren, die man mtr in Wien vollendet spielen kann. Es gehört die wunderbare Atmosphäre dieser Stadt dazu, auf der ironische, vitsersüße Stüde spielen. Schnitlers Dramen sind keine Lokalstüde, jie könnten aus dem Desterreichischen ins Berlinerische übersetzt werden, ohne daß mehr als ein paar Andeutungen geändert werden müßter. Und doch ginge ihnen dabei der Schmelz verloren, der Zauber, der die sachlichen, steptischen Dialoge, die realistischen Szenen aus der Sphäre des Alltäglichen hebt und ins Märchenhafte rücht. Es ist Schniylers Geheimnis, mit wenigen Worten, mit ein paa. typischen Wendungen und Sätzen das Milien des Wiener Bürgertums. des alfierreichischen Adels zu zeichnen, so plastisch und lebensnah, daß wir uns in die Welt des Dichters versetzt fühlen, daß wir nicht mehr Zeugen eines Bühnenspiels, sondern wirklicher und wahrhafinger Begebenheiten sind. Es ist die große Kunst Wiener Schauspieler und Regisseure gewesen, dem Werke des Dichters gerecht zu werden und der leisesten jemner Andeutungen die forrelative Gefte zu leihen Schnitzler, von Wiener Künstlern, von einem wirk lichen Wiener Ensemble, keiner bunt gewürfelten und gelernt wienerisch sprechenden Truppe, gespielt ist immer Märchen, Verzauberung der Bühne. Traum, aus dem man mit einem Fieben Erinnern und dem Bedauern, daß er schon vorbei ist, erwacht. Donnerstag, 1. Dezember 1927. Probleme stellt. Aber der feuilletonistische Stoff| Segtett für Streichquartett, Slavinette und Gründung des Arbeiter- Handballverbandes schrieb wirft bei Molnar doch einen geistreichen und span Klavier von dem Deutschmährer Felix Pethret das„ Sporttagblatt"( bürgerlich; Anm. d. Ned.), cs nenden Dialog, eine Reihe hübscher Situationen und und einer Sonate für Klavier und Violine von feien nur einige belanglose Vereine"... Was eine ansehnliche Charakterrolle ab. Gine Theater dem deutschen Neutöner Paul Hindemith. Nebst ist nun aus diesen„ belanglosen Bereinen" gewor direktor, den Herr Hennings sehr glaubhaft dem wurde das Streichquartett in G- Moll, opus 10, den? Run mehr, viel, viel mehr, als das gute mimte, ist über die Zudringlichkeit der weiblichen von dem Franzosen Claude Debussy gespielt. ,, Sporttagblatt" ahnen konnte, aber auch viel, viel Adepten der Schauspielkunst, die sich ihm an den Das tschechische Staatskonservatorium mehr, als wir selbst erhofft haben. Hals werfen, verzweifelt. Er räumt spasseshalber hatte zwei öffentliche Musikabende in Handball nahm in turzer Zeit bei den Arbeiter. der Berichtszeit veranstaltet, von denen der eine als sportvereinen einen beispiellosen Auf. dem jungen Stomponisten( Paul Pranger) seinen Bühne die Stimmung zu schaffen, in der Schnitzlers Platz ein und wird beim nächsten Empfang zu- end seitgenössischer französischer schwung. Auf den Sportplägen jetzte sich gegen. se ammermusi!", bei dem Werke von Roussel, über dem bisher allmächtigen Fußball der Ha. thall. schauer. Alles geht nach Programm, bis der Pseudodirektor abberufen wird. Da erfährt der vermeint Boulenc, Honegger, Satic, Miga, Ropary, Davica sport als vollkommen ebenbürtiger Sportsveig usw. zum größten Teile als Erstaufführungen für durch, und was wirkte sich auch in einer starken Stei liche Diener, daß die junge Dame( eben jenes Prag gespielt, bzw. gesungen wurden, besonderes Veilchen, das wie eine Perle riecht) dem Direktor gerung der Zuschauerzahlen aus, ohne daß wir be. Interesse verdiente. Diesem Konzerte ging cin ein nur um den Hals fällt, weil doch alle Direktoren sonderen Lärm in der Presse und besondere Reflame führender Vortrag über seitgenössische französische entfalten mußten. Für die große Ausbreitung des ,, solche Schwajne" seien und sie leider immer in Tonkunst von dem Musikschriftsteller und Redakden Direktor hineinfällt", daß sie aber sehr brav, Handballspieles war dabei vielleicht eine Tatsache teur der Pariser Revue musicale" Henri Prubescheiden und naiv ist. Belehrung, Engagement, nieres voraus. Auf dem Gebiete der Vokal entscheidend, nämlich die, daß es vor allem der ein Stirnluß, Tränen, Aphorismen Vorhang! Borhang! mufit ist ein„ Wolfslieberabend" besport der Frauen geworden ist. Alma Seidler bezauberte nicht nur Direktor und Das erste Spieljahr des Verbandes ist nun bePrager Deutschen Volksgesangvereins Komponisten, sondern auch das Publikum. Diese unter Dr. Karl Novaks bewährter Leitung zu endet und die Bilan; ist eine wahrhaft erfreuliche. junge Künstlerin scheint in ungewohntem Maße frei zwei Wohltätigkeitskonzerte, deren Die spieltechnische Entwicklung ist überraschend von Mäßchen und Schablone zu sein, wirklich in Shidial Gesangssolistinnen anvertraut worden schnell vorwärtsgeschritten besonders bei den Män. der Rolle aufzugehen. Der Stirukuß des Direktors war; bei dem einen der holländischen Sopra nern, wo in der zweiten Klasse Gleichwertigkeit war verdient! Wenn sie hier so naiv- frech ihr obligates ist in Mia Veltenburg, deren außerordent der meisten Vereine besteht, so daß der Sieger crit „ Süß die Hand" bringt, möchte man nicht glauben, liche Gesangskunst man erst im heurigen Frühjahre im letzten Spiele ermittelt werden konnte. Bei Be daß sie so entzüdend„ Ja, mein hoher Herr!" sagen bei einem Chorkonzerte des Deutschen Singvereins ginn des Spieljahres waren 14 Vereine mit 24 fann, wenn sie statt Zlonka Käthchen heißt. Rakennengelernt hatte, bei dem andern der Berliner Mannschaften Verbandsmitglieder. Heute gehören lina, Albach Retty( mit Sonder Applaus), Gesangskünstlerin Lotte Leonhard, die sich dem Verband schon 35 Vereine mit 67 Wann Wawra waren am Erfolg beteiligt. ebenfalls schon bei früheren Konzertgelegenheiten schaften en. Eine Steigerung also um 150 Pro. Beifall in Prag ersungen hat. Pianistische Helfer, sent. Annähernd gleich hoch stieg auch die Zahl der als Begleiter und solistische Weitwirkende, waren beigemeldeten Spieler und Spielerinnen. Im abgediesen Konzerten: Baul Weingarten, der vorlaufenen Jahre wurden insgesamt 643 Spiele treffliche Wiener Meister der Taste, und der aus- absolviert. gezeichnete Prager Pianist Dr. Teller- Den Eine der schwierigsten Aufgaben war die hoff. c. i. Schiedsrichterfrage. Aber auch hier wurde gane Arbeit geleistet. Derzeit gehören dem Verband 51 Schiedsrichter an, deren weitere Ausbildung in den Wintermonaten vor sich gehen wird. Das ausverkaufte Haus war beifallsfreudig, aber auch disziplinlos unruhig. Je mehr Autos vor dem Theater, desto mehr Mob im Parkett, das ist hier sichere Relation! Und das Geheimnis des Erfolges? Außer Thaller ist da kein Star, besser, feine einmalige Persönlichkeit. Das Zusammenspiel, die Sprachkultur, die Sorgfalt im Detail machen das Burgtheater aus Seine andere Bühne brauchte da zu rückstehen, wenn der Wille zum Erfolg da wäre. E. F. Prager Konzertsaal. 5140 Muß man Schnitzler schon mit einem anderen Autor zusammenkoppeln, dann ist Molnar sicher einer der besten Partner für jold) zweispännigen Abend; immerhin, ein Abend mit Schnitzler allein wäre einem lieber gewesen. ,, Somtesse Mizzi" gehört einer versunkenen Welt an, doppelt märchens haft steigen Schloß, Graf und Komtesse, aus Phantasie und Vergangenheit, aus doppelter Unwirklich- Mitteilungen aus dem Bublitum. feit auf Eine andere Bühne ließe diese Distanz unerträglich, das Sujet verstaubt, die Dichtung selbst Große Theaterrebonte Winternachtstraum" ant welt und verbraucht erscheinen: nicht so das Burg- 18 Jänner 1928 im Lucernasaale zugunsten der pentheater, selbst Zeuge noch des Vergangenen, hat fionierten Künstler des Deutschen Landestheaters es eine noble und ruhige Art, den Spuk des adeligen( Solisten Pension). Familientages mit seinen der Sphäre entsprechenden leberraschungen( deren unmoralijahe, in tiefer Defa. denz wurzelnde Kehrseite viel brutaler LernetHolenia in seiner„ Desterreichischen Komödie" wieder Auch in dem letzten Berichtsabschnitte war in gezeigt hat) als Genrebild heraufzubefchwören, und den Prager Stonzertfälen an Konzerten der verdas„ Long is ago", das man empfindet, ist weder schiedensten Art kein Mangel, trotzdem die Teilwehmütig noch triumphierend- freudig, sondern Ernahme des Publikums nac) wie vor gering ist. Die innern an ein Bild, das wir als Stinder jahen und überwiegende Wiehrzahl der Veranstaltungen wurde zu unserem Sein nicht in Beziehung setzten, das von Soliſten bestritten, unter denen Bronislav immer fern, vom Schmelz des Märchens überjilbert bermann, der immer noch unerreichte war und eben nur als Bild gefiel. Nur wenn es Meistergeiger, die größte Anziehungskraft ausübte. vorbei ist, wenn man erwacht ist aus dem Traum, Auch diesmal fiel bei dem Stonzerte Hubermanns jcin idealer Klavierbegleiter, der grundmusikalische in den Thaller, Frau Albach Retty und die meisterund technisch brillante deutsche Pianist Sieghaften Chargen uns versenkien, dann denkt man fried Schulze auf. Als selbständige Klavierwohl einen Augenblick nach, ob Somtesse Mizzi heute an den Skandalaffären des Jockey- Stubs teil oliſten in eigenen Konzerten waren zu hören: Der Berliner Meisterpianist, Liszt- Schüler und Slavierhat, das Blatt Lippowizens liest ab und zu in meisterlehrer der Prager deutschen Musikakademie der Kapuzinerkirche eine schwarz gelbe Messe hört und auf den Breitner schimpft. Nicht auszudenken, daß man all das während des Stückes überlegen müßte! theater. L'histoire du soldat von Igor Stravinsky gelangt zur Aufführung am 7 Dezember um 10 Uhr nachts im Städtischen Theater der Königl WeinDie finanzielle Belastung der Vereine berge. Dirigent Prof. B. Jirak Die Auffübdurch den Verband ist im Verhältnis zu andern rung wird vom Tschechischen Verein für moderne Verbänden eine geringe, da die notwendigen Musik veranstaltet. Vorverkauf Truhlařova. Weyler. administrativen Arbeiten ausschließlich von Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. chrenamtlichen Funktionären ausge Donnerstag, halb 8 Uhr abends:„ Opunzie" ( 47-3). Freitag, 7 Uhr:„ Biebeskuttiche" führt werden. Diese leiſten täglich bis frät aber da für die Bewegung wertvolle Arbeit, und an dem ( Serienspr. 49-1). Samstag 7 Uhr, Journa Aufblühen und Erstarken des Verbandes kaben listen Vorst., neu ciustudiert: Falstaff"( 48-4) speziell sie großen Anteil. An die Durchführung -Sonntag, 2½ Uhr: 3wölftausend" 7 Uhr: von internationalen Spielen wird im nächsten Jahre ,, Sommernachtstraum."- Montag, 7 Uhr: geschritten werden. ,, Liebesfuti che"( Serienspr 51--3) So ist aus den belanglosen Vereinen" ein neuer Machtfaktor der Arbeitersportbewegung ent ſtanden. Das ist aber für uns fein Anlaß, run auf Lorbeeren auszuruhen. Wohl blicken wir mit Genugtuung auf das vergangene Jahr zurüd doch wird für uns immer die Devise lauten: Vorwärts, Spielplan der Kleinen Bühne. Donners tag:" Lampenschirm". Freitag, Stultur verbandsvorst:„ Lampenschirm"- Samstag: eger"- Sonntag, 3 Uhr: Amphitryon" halb 8 Uhr:„ Dlly. Polly"- Montag, Bank beamtenvorst I:„ Die Braut und das schar- zu neuen Erfolgen! lachrote Tier". DIE Bereinsna brichten. TURFREULE Touristenverein„ Die Naturfreunde" Prag. Sonntag, 4. Dezember Endstation Branik. Abmarsch 49 Uhr. Točna Zbraslav Vran. Führer: Schmidt, Nikolo Uu terhaltung am Dienstag, Konrad Anforge, der, ganz vorzüglich disponiert, ein ebenso umfangreiches wie schönes Programm mit poetischer Einfühlung und delikatister den 6. Dezember um halb 8 Uhr am Perštyn OdAber davor bewahren uns Schnipler und das Burg- Slangdifferenzierung spielte, und der erstmals in borový dům. Die Ausschußmitglieder sind schon um marv, der sich nicht nur als temperamentvoller Brag erschienene ungarische Pianist Tibar Szat- 7 Uhr anwesend. technischer Meister, sondern auch als empfindungsstarker Ausdrucstünstler auf seinem Instrumente bewährte. Ansorges Hauptvortragsstücke waren die Mondschein"-Sonate Beethovens und Liszts granbiose H- Woll- Sonate, jene Szatmarys die Fis- MollSonate von Robert Schumann und die selten gehörten Variationen„ Ah, vous dirais- je maman" von W. A. Mozart. Im Mittelpunkt der Aufführung ſtand natürlich Thallers Graf Arpad, eine Gestalt aus einem Guß, glaubhaft in der fleinsten Handbewegung, da bei als keineswegs leicht zu gestaltende Mischung von Landedelmann und alterndem Viveur aufgefaßt. Sehr fein jekundierte Frau Albach Retty, in Distan; blieb Fred Hennings, etwas gar zu phlegmatisch; einen äußerst gewandten und einneh menden Künstler lernte man in dem jungen Wolf Alba& kennen. Sehr gut war die Episode Frau Stallinas. Molnars Veilchen“(„ Ich bin nur ein Veilchen", sagt die Heldin, aber wenn Sie an mir riechen, merken Sie, daß ich eine kostbare Perle bin") ist wirklich nur ein„ Spiel", keine Komödie, die Turnen und Sport. Ein Jahr Arbeiterhandballspiel in Desterreich. Von Friedrich Haberleitner, Vorsitzender des Arbeiter- Handballverbandes. Einen Kammermusitabend von ganz erlesener künstlerischer Qualität Vor Jahresfrist waren unsere Arbeiterhandbalseines Programmes und dessen Durchführung hatte ler noch eine schwache Gruppe. Jene Handballverdie Deutsche Musikakademie ins Werk ge- eine, die aus dem„ unpolitischen Verband" ausgesent, bei dem reifsten Schüler der Instrumental schlossen worden waren, weil sie es gewagt hatten, lassen der Anstalt aus der Stammermusitklasse sich zu einer Besprechung wegen des Arbeiter- TurnProf. Maurits Frands mit zwei Erstauf- und Sportfestes zusammenzufinden, waren der führungen aufwarteten, und zwar mit einem Grundstock unseres heutigen Verbandes. Bei der] Herausgeber: Dr Ludwig C3 ch Verantwortlicher Redakteur Dr Emi Strauß Towhee tunas When etellichaft in rog Für den Druch verantwortlich Otto Goth Prag Eie Senungsmartentrantatur wurde von der Boft. u Telegrapben. ion mit Criak Nr 127 451 VII7 am 14. Ma 1927 hemligt. Bibliotheten Hühner für Organisationen, Bereine, Gemeinden, Gewerkschaften, Schulen usw. werden gwedent. augen Hornhaut beselug in einigen Tagen nur VITEK'S sprechend zusammenge Anticornein" stellt, sowie ergänzt. von der Bollsbuchhandlung Ernst Sattler, Karlsbad. Eine Flasche Kè 6Zu haben in Apotheken u. Drog rien Allein echt von Fr. Vitek& Co., Pragll. Vodičkova 33. dem Kreise der unbekannten Bekannten gehört heit erfährt, die auf den Stand, Beruf und die die Vorübergehenden auf der Gasse ihr„ Ringel auch der hüstelude Herr, der im Herbst, im streng Neigungen der Betreffenden schließen läßt. Und ringel- veiha!" gesungen haben, sind Backfische ge Die unbekannten Bekannten. ſten Winter und auch im Frühjahr immer den so erfährt man eines Tages, daß der Herr mit worden und aus diesen sta'tlichen Mädchen und jelben Regenmantel aus Gummi trägt, der an dem Vollbart kein Maler, sondern Magazinenr auch junge Frauen. An ihrem Heranwachsen Jeder von uns hat eine ganze Menge von den Aermein schon zerschlissen ist; die mollige ist, daß der kleine rundliche Herr mit den listigen merkt man, um wieviel man selber älter gewor Bekannten, die er aber eigentlich doch nicht fennt: Dame, die an jedem Morgen mit ihrem Töchter-| Acuglein im Dienste einer Speditionsfirma den ist. Es sind dies jene Menschen, denen wir auf unſe fein zur Schule fährt, die Zwergin mit dem stron Frachtbriefe und Zolldeklarationen ausfüllt, der ren regelmäßigen Wegen begegnen, wenn wir blonden Saare, der junge, geschmiegte und über Mann mit dem fünstlichen Arm sein Brot als sich auch der Kreis unserer Bekannten" unmerf Und während so die Zeit verrinni, verändert täglich zur gleichen, bestimmten Stunde zur Ar- alle Maße uninteressiert dreinschauende Bursch, Buchhalter perdient, trotz des fehlenden Armes; lich, aber unaufhaltsam. Das eine oder das beit, oder von ihr nach Hause gehen oder fahren. jenes Mädchen, unter dessen grünem Filzhut ein der Mann der molligen Dame, die ihr Töchter- andere bekannte Gesicht bleibt aus, ohne daß es Des Morgens, zu Mittag, am Abend. Täglich ernſtes, fast männliches Gesicht hervorschaut, dann lein zur Schule begleitet, ist ein Magistratsbeam einem zunächst auffällt. Wird man dessen gewahr, sehen wir sie und gewöhnen uns an ihren An das Fräulein, dessen schwarzes Straushaar unier ter, das fraushaarige Fräulein mit dem lilafar dann denkt man vorerst: vielleicht ist er( oder sic) blick dermaßen, daß wir nach ihnen förmlich Aus dem lilafarbenen Topfhut hervorquillt; der for benen Topfhuntert ist eine leidenschaftliche Touris um eine Elektrische früher oder später dran als schau halten, wenn wir sie nicht gewohnterweise pulente Serr, der zu jeder Jahreszeit sein schon stin, der Mann, der wie eine Preßwurst aussicht, sonst. So vergehen vielleicht Wochen, bis man aus dem Gewühl der Straße oder im Gedränge stark gelichtetes Saar ohne Stopfbedeckung zur ist Staffier, die Zwergin arbeitet bei einem Photo- merkt, daß unser Bekanntenkreis" um diefen oder der Straßenbahn oder des Autobus auftauchen Schan trägt; jener robufte Mann, der in seiner graphen als Gehilfin, der immerzu hüftelnde jenen Menschen kleiner geworden ist. Stiemer? fchen. Es sind Menschen, die gleich dir nach der Lederjacke wie eine riesige Preßwurst aussieht, Berr mit dem Gummimantel ist bei einer Ver- Eigentlich nicht. Denn er bekommt täglich neuen Arbeit gleichgestellter Uhr den felben Weg machen und viele, viele andere: Männer, Frauen, Mäd sicherungsgesellschaft als Kanzleikraft beschäftigt. Buwachs, sei es auch dadurch, daß wir jemanden müssen. Sie kennen dich, so wie du sie kennst und chen. Du kennst ihre Gesichtszüge, ihre Kleidungs- So gewinnt man, ohne es zu wollen, Einblick bemerken, der schon früher da war, aber bisher wir alle sind einander unbekannte Bekannte. ftiche, auch ihre Stimmen, aber nicht ihre Namen. in die wirtschaftlichen und familiären Berhält unserer Aufmerksamkeit entgangen war. Man braucht nur einmal ein wenig darüber Der Schaffner, der Motorführer, der Wachnisse seiner unbekannten Befaunten und wird mit nachzudenke, um staunend wahrzunechinen, wie mann an der Straßenkreuzung, sie alle gehören der Zeit mit ihren Schicksalen vertraut. So verändert sich der Streis unserer unbe groß diejer Kreis unserer unbekannten Betann- in den streis der unbekannten Bekannten. Auch Aber nicht auf unseren regelmäßigen Gän kannten Bekannten unaufhörlich. Er ist heute ein ren in Wirklichkeit ist. Da ist jener Herr mit dem die blinde Frau, die bei dem Wartehäuschen der gen und Fahrten, sondern auch in der unmitiel- anderer als vor zehn Jahren. Und in abermals wohlgepflegten Vollbart, der seinem Besizer das Straßenbahnhaltestelle die Zither spielt, und der baren Umgebung unseres Wohnsißes erstehen uns zehn Jahren wird er ein anderer sein als heute. Aussehen eines Stünſtlers verleiht und dich an Alte, der au der nächsten Streuzung auf seiner solche Bekannte, die wir nicht kennen. Da gibt es Aber im Grunde genommen find es immer d Leonardo da Vinci erinnert; dann der kleine, Fiedel kratzt. Der Plakatierer, der mit seinem vielerlei Leute, denen man in den Gassen nahe gleichen Bekannten, die wir nicht kennen, die rundliche Herr mit den behenden Bewegungen Wägelchen, an dem Seleiſtertopf und Leiter hän- der Wohnung begegnet. Jahraus, jahrein. Wir unsere Wege trenzen, bis sie das Schicksal, Strankund den listig dreinschauenden Aeuglein, zwischen gen, am Geleise der Straßenbahn entlang fährt fehen sie von Zeit zu Zeit, gewahren an ihnen, heit, Arbeitslosigkeit oder der Tod aus unserem denen eine keď und munter in die Welt stechende und an den Litfaßjäulen die Plakate auklebt. wie sie sich verändern, beſſer oder schlechter aus- Gesichtskreis reißt. Nase sitzt, die fortwährend zu schnuppern scheint; Der Streis unserer Bekannten, die wir doch nicht ferner der großze, breitschulterige Mann mit dem kennen, ist sehr groß und mannigfaltig. Brothesenfuß, der bei jedem Schritt fuarrt und Die tägliche gemeinsame Fahrt in der Straquietscht; sein Leidensgefährte ist ein fleines, ßenbahn bringt es aber mit sich, daß man oft schmächtiges Männchen, in dessen rechten Rock ungewollt die Gespräche seiner Bekannten" anärmel statt des Armes ein fünstlicher stedt, zu hören muß und so auf diese Ari manche Einzelfchen und altern. Zu diesem Bekanntenkreise Und eines Tages wirst auch du den andern, gehören auch die Seinder, die auf der Gasse spie- denen du auch ein unbekannter Bekanntes bit, len und mit der Zeit heranwachsen: aus den aus deren Gesichtskreise entrückt werden: Sei Jungen werden Burschen, deren Stimme bereits daß du mit einer anderen Elektrischen fährst, den findlichen Klang verliert, und die Mädchen, oder die noch vor wenigen Jahren unbekümmert um Heinrich Holet.