b I I t 1 t • 8 C 1 t t ht B 3 Einzelpreis 70 Seller. Redallion und Verwaltung: Prag, I., Nelajanta 18 Telephone: Tagestedattion: 26795, 31469. Machtredattion: 26797. Pallichedamt: 57544. Juferate werden laut Tarif billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlah. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Die Allergetreuesten. Immer häufiger hört man in der letzten Beit das Wort: Koalitionskrise. Ist es mit dem Bürgerblock, diesem Stolz der TalmiAftivisten, der ihnen jeder Felonie und jeder Freitag, 2. Dezember 1927. Wirtschafts- und Finanzdebatte im Senat. Handelspolitische Ausführungen des Genoffen Bolach.- Kritik des Genossen Renzi an der Staatswirtschaft. Genosse Bolach: es gäbe gewiß keine bessere Art dieser„ Vertiefung", als wenn wir den sehnlichsten Wunsch der Bevölkerung Oesterreichs nach dem Anschinß, der aus dem Verlangen, sich am Leben zu erhalten, hervorgeht, keinen Widerstand leisten wollten, zumal wir jetzt überhaupt in Mitteleuropa vielfach Bestrebungen verzeichnen können, eine Angleichung der Lebenss bedingungen der Staaten durch Gleichartigkeit der Gesetzgebung und gewisser wirtschaftlicher Bedingungen zu erzielen. Gegenüber den schönen Worten von der Notwendigkeit einer wirtschaftlichen Annäherung an die Nachbarstaaten steht die Praxis unserer Handelspolitik in einem starten Gegensatz. Das ärgste jedoch ist, daß wir aus„ politischen" Gründen die jür unsere Industrie und unsere Arbeiter so wichtigen Beziehungen zu Rußland absolut nicht auszunüßen vermögen, troß der günstigen Möglichkeiten, die Rußland heute der Einfuhr bietet. Bezugs edingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Bost: monatlich vierteljährlich ... Ke 16.48.• B halbjährig ganzjährig 96.192.Rüdstellung von Manustripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarken. Ericheint mit Ausnahme des Montag täglich rib Nr. 282. Mit wie schlechtem Beispiel wir vorangehen, zeigen uns die Agrarzölle. Alles, was über sie von Seite ihrer Verteidiger geschwindelt wurde, hat sich als 1nwahrheit herausgestellt Von der„ Hebung" der landwirtschaftlichen Produktion durch die Zölle oder von einer Intensivierung sehen wir nichts; wir sind auch in der Einfuhr von Getreide nicht unab. hängiger geworden. Nicht der Zwischenhandel bezahlt die Zölle, sondern der Konsument; der Kleinhandelsinder ist ja seit einem Jahre um beinahe 100 Punkte gestiegen. Die Zölle sind aber auch eine wesentliche Erschwerung für unsere Handelspolitik. mit dieser Politik ganz Europa bedroht! Die Verarmung Europas und die wachsende Bereicherung Ameritas auf unsere Kosten ist eine auffallende Tatsach c. Gegenüber den Vereinigten Staaten von Nordamerika haben wir die veruncinigten Staaten von Europa mit ihrer ſtaatlichen Zerrissenheit, mit den Schuß solliystemen, mit all den historischen Belastungen einer Tonservativen, ja reaktionären Wirtschaftspolitif, mit all dem Militarismus und all Prag, 1. Dezember. Jm Senat entwickelte| Der Motivenbericht spricht von der Notwendigkeit Nichtswürdigkeit wert erschien, wirklich schon sich heute nachmittags eine Wirtschaftsdebatte, einer Bertiefung der wirtschaftlichen und han fo weit? Gewisse der Regierung nahestehende die ihr Gepräge durch die Reden der Genossen delspolitischen Beziehungen: Organe sprechen zarifühlend von gewissen Bolach und Reyzl erhielt. In flaren überAlterserscheinungen", die aber bei einigem gengenden Darlegungen besprach Genosse Poautem Willen nicht verhindern würden, daß lach unsere handelspolitischen Beziehungen zu das tschechisch- deutsche Regime noch für lange verschiedenen Nachbarstaaten und verfluchte dann Zeit seine Lebenskraft erweise. Alterserschei- aus tiefster Ueberzeugung heraus die elende nungen, kaum daß die Regierung anderthalb nicht nur unser Wirtschaftsleben bedrohen, sonKleinstaaterei und die neuen Grenzmauern, die Jahre besteht? Wäre das nicht schon bedenklich dern den ohnedies zur Genüge aufgehäuften pogenug? Aber der Ausdruck kennzeichnet den litischen Brandstoff in ganz Europa noch verDie gesteigerte Kaufkraft der Agrarier kommt im Zustand, in dem sich Švehlas bürgerlich- flassen mehren. allerbesten Fall für den Erwerb von Sapitalsfämpferische Schar befindet, nur ungenügend, gütern in Betracht, hat aber keineswegs eine Die begrüßenswerte Anregung des Genossen Steigerung der Konsumfähigkeit oder des Erwerbes man kann da schon von einem regelrech Dr. Heller, bei der Berivirtlichung der Bervon Induſtrieprodukten zur Folge. Was die Großten Marasmus sprechen. Wie überall die einigten Staaten von Europa voranzugehen und welche die auch im Interesse der Tschechoslowaker die Banken und nicht in die Industrie gewan Wir bringen diesbezüglich eine Resolution, agrarier durch die Zölle gewonnen haben, ist in Periode der Bürgerblöcke langjam aber sicher zunächst als Einleitung an der bevorstehenden notwendige gesetzgeberische und wirtschaftliche Aubert das hat keine Erhöhung der Beschäftigungsihrem Ende zugeht, so beginnt auch bei uns e chisangleichung zwischen Deutschland gleichung zwischen uns und den anderen mittel- möglichkeit mit sich gebracht und vor allem feine dieser Fascismusersatz seine Brüchigkeit zu zei und esterreich teilzunehmen, fiei leider auf europäischen Staaten zu einer Forderung erhebt. gen. Es wäre gefährlich, schon jetzt die von leinen fruchtbaren Boden. Desterreichs Bedeutung für unsere HandelsSteigerung des Einkommens der Arbeiterschaft. ihm ausgehenden Gefahren gering zu schäßen, Genosse Neyz tritifierte in eingehender politik ist daraus zu ersehen, daß Desterreich sich die Abhaltung der Was für Hoffnungen hat man nicht an im Widerstand gegen ihn und in seiner scho- Weise die beiden leßten Staatsrechnungs- unter den Abnehmern unserer Produkte an zweimungslosen Bekämpfung zu erlahmen, denn jo- des Elends in einigen nordböhmischen Bezirken, abschlüsse und entwarf ein erschütterndes Bild ter Stelle befindet. Weltwirtschaftskonferenz in Genf lange ein Hauch in ihm ist, droht er Verderben. das allerdings in den Konsolidierungsrahmen geknüpft! Wie hat man sich dort theoretisch für Nein, gegenüber diesem aus Arbeiterhaß und des Herrn Englis nicht hineinpaßt. Freihandel, für langfristige Handelsverträge mit schäbigster Profitgier geborenen Gebilde fann Meistbegünstigung, für eine allgemeine Herabjegung und darf es keine Schonung, fein Erlahmen Nachstehend der Sigungsverlauf: des Zollniveaus eingesetzt. Seit die Herren wieder ihrer Politik der im Kampfe geben. Aber freuen darf man sich Als erster Punkt der Tagesordnung wird der injere handelspolitische Situation ist im allgemein Sause find, fahren sie in über die fortschreitende Zerseßung, der er verujasvertrag zum Handelsvertrag nen in bezug auf alle in Betracht kommenden Staacharfsten Grenzsegung zwischen den Staa. ten fast ixost los zu nennen Mit Deutsch- ten aber ruhig fort. Man sollte sich doch vor Augen. fallen ist, und über die immer geringer werdende i Desterreich vom 21. Juli 1927 in Ver Iand haben wir jahrelang Provisorien, selbst mut halten, was für ein Schicksal im Zusammenhang Neigung einzelner Parteien, ihr politisches handlung gezogen. Nach dem Referenten Lukes unseren Verbündeten sieht es ähnlich, besonders mit Schidial mit dem seinen zu verknüpfen. Wenn und Miller sprach als einziger Debatteredner Süditamien. Der ungarische Handelsver es auch zu leugnen versucht wird, so ist es doch trag ist zwar nicht ungünstig, aber es ist bekannt, daß sich gegen ihn in Ungarn selbst ein wachsender so: es waren die Gemeindewahlen, die dem Aus dent Motivenbericht geht hervor, daß unsere widerstand bemerkbar macht. Mit Frankreich Bürgerblod einen tötlichen Schlag verjetzt tandelspolitischen Beziehungen zu unserem österrei ist unsere Handelebilan; natürlich passiv, weil wir haben, von dem er sich nicht wieder erholen chischen Nachbarn sehr unfreundlich geworden von dort ziemlich viel Luxuswaren für unsere in wird. sind. Die schutzöllnerischen Tendenzen auf österrei die bessere Lebensatmosphäre aufsteigende Bour Wer die ablaufende Debatte über das Bud- chischer Seite haben sich in der letzten Zeit außergeoisie bekommen. Troßdem werden wir von Frant get verfolgt hat, der hat ein erstaunliches Bild ordentlich verstärkt, wozu das Passivum der reich noch sehr schlecht behandelt, denn wir haben gesehen. Da traten Redner auf, die die Re- österreichischen Handelsbilanz der Tschechoslowakei nod) nid) t einmal die Meist begünstigung! gierung attackierten und zerfetzten, daß man sie gegenüber die Veranlassung gab. für grimmigste Oppositionelle halten konnie Grunde schutzöllnerisch uns gegenüber einstellt, er werte Tatsache, daß sich Desterreich aus diesem und doch waren es Angehörige der Regierungs- lärt sich restivs aus der Tatsache, daß Desterreich parteien. Gewiß ist vieles davon auf Populariin seinen jebigen Grenzen selbständig nicht existieren tätshascherei und für den Wunsch, von Svehla fann. Darum ist das Verlangen begreiflich, einen irgendwelche Zugeständnisse zu erpressen, zu rückzuführen, aber wenn man solche Extratouren herbeizuführen; diese Forderung ist. Teme tages auch mit größter Reserve aufnimmt, bleibt doch politische, sondern eine geschichtliche und noch so viel zurück, um auf die Verdrossenheit iebenswichtige. Die Verhinderung schließen zu können, mit der manche Stoalitions dieses Anschlusses durch die Großſtaaten und ihre parteien Herrn Švehla Gefolgschaft leisten. Es Trabanten muß nicht bloß als eine Graujamfeii, zeigen sich noch andere Symptome, welche die sondern auch als etwas durchaus Unver Herrlichkeit der Bürgerregierung im Erbleichen ünftiges bezeichnet werden Besonders zeigen. Die tschechischen Selerifalen beginnen die Tschechoslowakei hätte viele und gute Gründe, den Widerstand gegen die Anschlußbestrebungen einzusehen, daß der mit allen Salben geaufzugeben. schmierte Svehla die anderen Parteien in die Koalition eingespannt hat zu dem Hauptzwede, 0000xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxXxXx00000XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXxxxx00 dort den Vorspann für die Interessen der freisen zu erkennen beginnt, für die, Industrie| daß der Ministerpräsident, wie Genosse Bechyně Agrarier abzugeben. Eine eigentliche Partei der cher von Nachteil als von Vorteil. Vom Boden- in feiner Rede spottete, bald eine Stette brauchen Industrie gibt es unter den tschechischen Bar ami gar nicht zu sprechen, das niemals etwas wird, um die scoalition beijammen zu halten. teien nicht, sonst wäre wohl von dieser Seite anderes war, als eine Unterabteilung des Zen Treu geblieben ist ihm nur mehr ein Teil, das schon früher Widerstand gegen den übertralsekretariats der schechischen Agrarpartei. sind die deutschen Regierungspar- zierungsgesetzes wurden die wuchernden Einfluß der Agrarier in der Innen Die Affäre Dubicky hat einiges von dem bodenteien, für die Herr Svehla noch immer die Staatsrechnungsabschlüsse für 1925 und 1926 politik des Staates gekommen. Es ist Svehla fosen Schlamm ausgewählt, der sich unter ihrem einzige Starte ist, auf die sie setzen. Die Vor- in Verhandlung gezogen. In der Debatte sprach gelungen, aus der Republik eine Satrapie des Einflusse dort aufgehäuft hat. Unter den mit liebe für die Knödelpolitik ist so start, daß sie für unsere Fraktion unersättlichsten Agrariertums zu machen, das Restgütern Beteiligten gibt es Personen, die sich nicht einmal schenen, immer mehr von den den Staat als ein Restgut ansieht. Der Mi- cine Egge nicht von einem Pflug unterscheiden Brücken hinter sich abzubrechen, die sie mit nisterpräsident hat in seiner Budgetrede die tönnen. Sogar die„ Lidove Listy", also ihrer Vergangenheit verbinden. Die Sarinädig Opposition als etwas geradezu Diffamierendes das Blatt einer Regierungspartei, haben feit, mit der sie an den Ministersesseln fleben, festgesetzten Frist vorlegt. Lieber wäre es uns allerhingestellt, und daß er selber einmal in der entrüstet festgestellt, daß in einem be- bringt fein anderer Teil der Stoalition auf. Oppoſition ſtehen könnte, bezeichnete er als stimmten Falle ein Reſtgut einem Be doch immer führen ſie ſich auf, als wäre das unverstellbar. Er sang der„ staatserhaltenden werber zu einem um anderhalb Millionen heutige Regime auf unabjehbare Zeit veranfert. Gesinnung und Tätigkeit ein begeistertes Lov- niedrigeren Preis zugeteilt wurde, als es ein Funken von Einsicht, fein Zeichen von lied, und man braucht sich nur das Budget ein Wert besitzt, um welchen Betrag man fann Neue iſt au ihnen sichtbar. Nach wie vor haben mal anzusehen, um zu wissen, warum. Was es nicht anders nennen der Staat bestohlen sie nur die eine Sorge, sich am Futtertroge zu die Agrarier dem Staate jährlich abknöpfen, wurde. Es hat Leute gegeben, die ihren Befis erhalten und die Wähler mit erdichteten Mördas geht in die unzähligen Weillionen und steht verkauft und dafür Grund vom Bodenamt um chen über die von ihnen künftig zu erringenden aus Bergleichen zwischen dem Budget und der endzu ihren Leistungen für den Staat im krassesten einen Pappenstiel sich zuteilen ließen. Brutal- Erfolge zu beschumpeln. Sie sind wirklich die gültigen Abrechnung ergeben sich vielfach interessante Mißverhältnis, besonders, wenn erwogen wird, ster Egoismus, Vetternwirtschaft, storruption, allerleisten Getreuer Svehlas, dessen Schicksal Feststellungen. Das Außenministerium hat sein Buddaß auch die Klassen der Länder den Agrarien der Staat als Futterkrippe der Großzagrarier sich denn auch zugleich mit dem ihren erfüllen set in den beiden Jahren einfach um 89, bzw. 68 als Wielkkuh dienen, die sie mit Milch und das waren und sind die Merkmale des wird. Allerdings wird es nicht dasselbe Schid- Millionen überschritten. Die Poſt von 71 Butter aufs ausgiebigste versorgt. Außerdem agrarischen Regimes, das sich immer stärker zujal sein, denn während der vielgewandte Bre- Millionen für die russische und ukrainische Hilfsbeeinflussen sie die gesamte Gesetzgebung in einer Gefahr für alle übrigen Stände und für mier, wie gewohni, im Augenblick des Schei- attion für 1926 steht überhaupt nicht im Budget: ihrem Sinne, als ob es keine anderen Stlassen die gesunde Entwicklung der Volkswirtschaft terns seines Schiffes zu seiner in solchen Augenaus den Erläuterungen erfährt man, daß es sich der Volkswirtschaft terns jeines Schiffes zu seiner in solchen Augen hier um einen Ministerratsbeschluß handelt. Die und Stände im Staate gäbe. Die Art, wie sie auswächst blicken stets dringenden Erholungsbedürftigkeit Summe wurde also, ohne budgetiert zu sein, beispielsweise die Sozialversicherung novelli-| Das Dunkel, das die" Ojmička" umgibt. im Auslande verschwinden wird, werden sie hier aus Staatsmitteln ausgegeben. Allerdings angeblich fieren wollen, ist ganz auf agrarische Interessen ist womöglich noch tiefer, als jenes, das die bleiben und den Wählern über die von ihnen aus Ersparnissen; aber gerade hierin liegt der flare zugeschnitten, und wie man auch in Industrie- Pětka" umgab, dennoch ist es kein Geheimnis, gestifteten Schäden Rechenschaft geben müſſen. Beweis, daß das Argument, das man unseren Anschluß an Deutschland hat, indem es große Stredite für die Warenausfuhr Die reiche Möglichkeit, die jetzt Wien ausgenügt nach Rußland in Anspruch nahm, nüßen wir nicht aus und verderben uns dadurch die Möglichkeit freundlicher Handelsbeziehungen mit so einem wichigen Ablaßgebiete. Die Vertreter der bisherigen Handelspolitif verweisen immer auf die anderen; die anderen sollen mit dem Abbau der Schußzzollpolitik, mit der Förderung relativ freihändlerischer Bezie hungen beginnen. den Kriegsgefahren. Die Grenzen zwischen den europäischen Staaten wurden durch die Fricdensverträge um 6000 Stilometer verlängert. Im Zusammenhang damit ist eine Vermehrung des Militarismus in Europa erfolgt. Neue Kriegsgefahren drohen, obwohl in uns die Erinnerung an die furchtbaren Geschehnisse des Weltkrieges noch nicht verblaßt ist. Genosse Polacy verweist in diesem Zusammenhang ausführlich auf Litauen und Albanien und zieht daraus den Schluß, daß die bürgerliche Politif zur Aufrechterhaltung des Friedens absolut nicht hinreicht. Nur die Konzentrierung aller Sträfte auf die Herstel lung wirtschaftlich freundlicher Beziehungen zwischen den Staaten, auf die Schaffung großer einheit licher Wirtschaftsgebiete fann es verhin dern, daß auch noch die großen wirtschaftlichen Sonflikte ein Ansporn werden zur Entfesselung eines Wir werden naturgemäß für den vorliegenden 3ufasantrag stimmen.( Beifall.) xxxxxxx Strieges. Bei der Abstimmung wurde der Zusabantrag genehmigt. Nach der zweiten Lesung des Pun Genoffe Rehzl: Er fonstatiert mit Befriedigung, daß das Oberste Stontrollami die Rechnungsabschlüsse endlich in der Bodenamtes zu sehen, um darüber sprechen dings fast, die Rechnungsabschlüsse des fönnen Die vorliegenden Rechnungsabschlüsse zeigen und. daß die Budgetziffern nur Hausnummern find, denn nirgends, in keinem Kapitel, werden die budactierten Ziffern eingehalten. Seite 2 Interessant ist, wie die Regierung auf der einen Seite sehr freigebig ist, in gewissen Zweigen aber wieder zu sparen versteht. Für Kultus wurde um 6 Millionen mehr ausgegeben, im Jahre 1926 fogar um 20 Millionen mehr. Dagegen findet man im Fürsorgeministerium. Diese Zustände zeigen uns, daß man von einer Mensolidierung des Wirtschaftslebens, soweit die Arbeiterklasse in Betracht kommt, nicht sprechen kann. Gehen Sie in die unteren Schichten und Sie werden finden, daß die vielgerühmte Konsolidie rung und Stabilisierung ausschließlich auf Stoften dieser Schichten erfolgt!( 3ustimmung.) Freitag, 2. Dezember 1927. Anträgen immer entgegenzuhalten pflegt, daß näman Heimarbeiter ab, um nicht für die Krankenver- I vertag im Senat hat Genosse Dr. Seller eine waren, braucht man nur auf die früheren Reden der lich keine Bedeckung" vorhanden sei, nicht sicherungsprämien aufkommen zu müssen. bemerkenswerte Resolution emgebracht, in der Herren Minister Dr. Spina und Dr. MayrStichhältig ist. nicht weniger als die Teilnahme der Tschechoslo- Harting sowie des Herrn Bizepräsidenten Bier wakei an den österreichisch deutschen Verhand- hut zu verweisen, die oft in äußerst scharfer Form Lungen über die Angleichung der Rechtsnormen die verlangt wird, eine Forderung, die durch die forrupte Protektionswirtschaft des Bodenamites Ausführungen des Genossen Polach über die verdammten. Noch am 12. Dezember 1926, internativalen Zuſammenhänge in der Wirt- also zu einer Zeit, wo die berühmte tschechisch schaft noch fräftig unterstrichen wurde. Die Re- deutsche Symbiose längst bestand, hat Herr 3ier. solution, die der kurzsichtige Berichterstatter allerdings ohne viel Gewissensbisse zur Ableh but in einer landbürgerlichen Versammlung zu Saaz in bezug auf die Bodenres.em erflärt: nung empfahl, hat folgenden Wortlaut: für Arbeitslosenfürsorge im Jahre 1926 27.9 Millionen liminiert, wähed in Wirklich. feit nur 19.6 Millionen verbraucht wurden. So rapid ist die Arbeitslosigkeit denn doch nicht zurückgegangen! Die Drosselung ist vielmehr auf das rücksichtslose Vorgehen der Behörden gegenüber den Arbeitslosen zurückzuführen. Aus dem Innenministerium will ich nur die Post Gendarmerie her ausgreifen. Die Ueberschreitungen betragen bier 21, bzw. 24 Millionen. Wenn man in den„ Vysvětlivky" nachsicht, so findet man zur Begründung, daß durch Zusammenziehung der Gendarmerie bei Unruhen und Streits große Mehrausgaben verursacht wurden. Also den Unternehmern zuliebe, um ihre Interessen bei Streiks zu schützen, werden derartig hohe Mehrausgaben gemacht! Das Nationalberteidigungsmini sterium zeigt gar Ueberschreitungen von 243 und 348 Millionen Nur an Munition wurde im Jahre 1926 um 27 Millionen Kronen mehr verpulvert, als im Bidget vorgesehen war. Auch die Fliegerei toftet uns viel mehr, als vorgesehen ist. 1925 wurde der Voranschlag für Flugwesen um 70 Millionen überschritten, im Jahre 1926 um 39 Millionen! Unter diesen Umständen müssen wir unsere Forderung nach einer. Erweiterung der Machtbefugnisse des Obersten Kontrollamtes, daß es nämlich nicht nur die Rechnungen zusammenstellt, sondern auch über die budgetgemäße Verans gabung der Gelder wacht, mit allem Nachdruck wiederholen. Interessant ist auch das Steuerfapitel. Die Einkommensteuter hat über 500, bzw. 600 Millio nen mehr eingebracht, als vorgesehen war Die Rückſtände an Einkommensteuer wachsen dabei von Jahr 31 Jahr. Sie sind gegenüber 1543 Millionen im In der Debatte spricht noch Modraček ( Tsch. Soz.- Dem.), worauf die beiden Rechnungs abschlüsse genehmigt werden. Den Bericht über den Entwurf eines Gefeßes über den Grundkataster und dessen Führung erstattet Dr. Havelka. Die Vorlage stellt eine Unifizierung der bisherigen Statastergesetzgebung dar und ist durch die Steuerreform notwendig geworden. Die Debatte wurde von mehreren Rednern bestritten und schließlich auf morgen, Frei.ag, nachmittags vertagt. Um 7 Uhr abends wurde die Sitzung geschlossen. Für die Angleichung an Desterreich und Deuschland. Ein bemerkenswerter Antrag des Genossen Dr. Heller. Gelegentlich der gestrigen Verhandlung des Zusayabkommens zum österreichischen Handels" In Anbetracht des Umstandes, daß die wirtschaftlichen, rechtlichen und kulturellen Verhältnisse der Tschechoslowakei jenen der Nachbarländer Deutschland und Ocsterreich ungemein ähnliche sind, daß ferner die Beziehungen zwischen unserm Lande und diesen Ländern die regsten und engsten sind, daß weitere Bestrebungen im Gange sind, welche dahin gehen, auf wichtigen Gebieten des öffentlichen Lebens eine Angleichung zwischen Deutschland und Desterreich herbeizuführen, daß eine solche Angleichung auch für die Bürger unse res Staates ungemein vorteilhaft wäre, wird die Regierung aufgefordert, bei den Regierungen Deutschlands und Oesterreichs dahin vorstellig zu werden, daß in die Verhandlungen über die Ans gleichung der rechtlichen Normen auch die Tschechoslowakische Republir einbe zogen werde." Herr Švehla, wissen Sie das alles nicht? Genoffe Schweichhart über die Schande der Bodenreform. Genosse Schweichhart beschäftigte sich in nach jeder Richtung hin auf das nachseiner letzten Rede im Abgeordnetenhausdrücklich st c. Insbesondere die Orgone der staatam Mittwoch abends zunächst mit Herrn lichen Forst- und Güterverwaltung wären anzuhalWindirsch und erklärte u. a.: ten, gewisse an die Zeit der Leibeigenschaft erinnernde Der Staat als größter Arbeitsgeber sollte in jeder Methoden gegenüber den Forstarbeitern abzuftreifen. Beziehung vorangehen. Windirsch hat die deutschen oppositionellen Parteien unter anderem auch als öde Glücklichmacher verhöhnt, deren wirtschaftliche Betätigung sich nur in Jammern über ungenügende Einkünfte und in zeinweiligen Forderungen nach erhöhten Gehältern erschöpfe. Genannter hat am allerwenigJahre 1925 auf 3.207 Millionen im Jahre 1926 geiten Ursache, in dieser geschmaclofen Weise über die Opposition herzu stiegen. Es stimmt also nicht, wenn uns gejagt wird, daß die Rückstände ausgearbeitet sind. Genosse Reyzl geht dann noch auf die Frage der Arbeitslosigkeit ein und erklärt, daß der Rüdaang nur scheinbar ist. Er bespricht ausführlich die Verhältnisse in der Blumenindustrie im Niederland, fallen. Niemand anderer als die sogenannten„ notleis denden" Agrarier verdient den ersten Preis für das fortwährende Jammern über schlechte Zei ten. Sie sind überall die reinsten Klageweiber, um auf diese Weise für das Agrarkopital auf Kosten anderer Vorteile herauszuschlagen. der durch die elend bezahlte Heimarbeit eine riesige Diesmal hat Windirsch allerdings das hohe Lied der Stonkurrenz entsteht. Die Fabrikanten geben die Arbeit mit Vorliebe an die Heimarbeiter ab, um die guten Konjunktur, der günstigen Auswirkung der Zollvovelle zugunsten der Landwirtschaft d. h. der Löhne noch mehr drücken zu können. Das Elend in den Familien d'efer Heimarbeiter, die bis in die Großagrarier gefungen. Das interessiert uns in der Richtung, als landbündlerische Führer in Aussicht Nacht arbeiten müssen, um einige Kronen in der gestellt haben, in diesem Falle auch an die landWoche zu verdienen, ist unbeschreiblich. Nun werden diese Heimarbeiter gemäß der Sozialver- wirtschaftlichen Arbeiter zu denken In der Praxis merkt man aber von dem angeblich guten Herz der Agrarier für die Landproletarier gar nichts. sicherungsnovelle auch noch aus der Krankenversicherung hinausgeworfen, wil von ihnen nur selten jemand die neueingeführte Mindest grenze von 36 Kronen Lohn pro Woche verdient. Ist dies der Fall dann richten es de Exporteure schon so ein, daß die Heimarbeiter keine Arbeit tefonemen, damit sie nicht unter die Krantenversicherung fallen. 80 Prozent der Schulkinder den dort an verschiedenen Stranth its zuständen. In Kaiserswald bei Schluckenau ist heuer cine Murter mit ihrem 7jährigen Kind buchstäblich verhungert! Nicht besser sind die Verhältnisse in der sogenannten Spacht lindustrie, welche fast 3000 Arbeiter dieser Gegend 6.schäftigt. Auch hier entlassen die B.triebe Arbeiter und geben die Arbeit " Der falsche Prinz. Eine ungewöhnliche Aufmerksamkeit widmet die gesamte Oeffentlichkeit gegenwärtig der Bodenreform. ,, Statt die uralte Feindschaft zwischen Deuts schen und Tschechen dadurch zu beseitigen, daß man den Deutschen Boden gab, wurde die Bodenreform in tschechisch- chauvinistischem sit te durchgeführt." Der Her Ministerpräsident hat ausdrücklich bemerkt, daß die nationalen Interessen, die gegen die Bodenreform mobilisiert wurden, nur ein Ded mantel für die egoistischen Interessen einzelner seien. Auch dieses Wort wäre besser unges prochen geblieben. Umgekehrt wird erst ein Schuh daraus," jagt ein deutsches Sprichwort Weiß der Herr Ministerpräsident wirklich nicht, was anläßlich der Schaffung der Vodenreforms gefeße seitens der Herren Dr. Hodža, Dr. Višlovsky, Dr. Lukavsky, Dr. Voženilek, Dr. Hrids ler, der Abg. Bergmann, David usw. über die tschechisch- nationalistische Tendenz der Boden»-form verkündet wurde? Es handelt sich wirklich um die Entnationalisierung weiter deutscher Landstriche größten Stils zum Vorteile tsche. chischer Interessenten! Wie gründlich diese Arbeit auf kaltem Wege mit Hilfe des allzeit wilifährigen Bodenamtes durchgeführt wurde, zeigt schlagend die Tatsache, daß der deutschen Bevölkerung knapp 2.5 Prozent des beschlagnahmten Bodens zugewiesen wurde, statt der 30 Prozent, die ihr rechtmäßig gebührten. In diesem Hause ist das Bodenamt wiederholt als eine Schacherbande schlimmster Sorte bezeichnet worden, wo in schamloser Weise dunkle Strauchritter auf billige Art und auf verstoh lenen Wegen zu Grund und Boden kommen wollten, um sich zu bereichern. Die tschechisch- nationalen InDiese Aufmerksamkeit wurde zuerst hervorgerufen teressen wurden dabei sehr gern vorgeschütt. durch die bekannte Aeußerung Masaryks über die gerechte" Bodenreform und ihre große soziale Bedeutung. Švehla hat in diefelbe Sterbe eingehauen und ostentativ betont, daß bei der Durch führung der Bodenreform den Deutschen kein llnrecht geschehen sei. Man staunt über die Kühnheit, mit der derlei Behauptungen aufgestellt werden! Ganz offen erklären wir vor aller Welt: tausendfaches schweres, erbitterndes Unrecht ist mit vollem Bewußtsein in Flarer Absicht seit Jahren an der deutschen Bevölkerung und der übrigen nationalen Minderheiten verübt worden. In Wort und Schrift wurde von allen Teilen des deutschen Volkes jahrelang gegen dieses schreiende Unrecht angefämpft; es war leider vergebens Bergeblich waren auch urfers Bemühungen, dem Her Staatspräsidenten die viele den der organisierten deutschen Kleinlandwirte perfönlich vorzulegen; wir wurden einfach nicht vorgelassen, für uns hatte man in der Burg feine Zeit. Auch der vielbeschäftigte Herr Ministerpräsident hatte leider keine Zeit, die zahllosen Beschwerden der deutfchen Selbstverwaltungsförper anzuhören. Erklärt sich daraus der Mangel an uninformiertheit in den höchsten Streifen unserer Republik? Wir haben in mehreren Resolutionsanträgen unsere Wünsche zugunsten der Steinlandwirte und Häusler zusammengefaßt. Sie betreffen den Pächterschutz. die Sicherung des Gemeindegutes für Futtermittel, Ausbau des Beispielwesens und viele andere Dinge. Niemals dürfen wir übersehen, daß das kleinbänerliche Element der Republik durch die Bodenreform eine wesentliche Stärkung erfahren hat, die erdrük fende Mehrzahl der in der Landwirtschaft Tätigen Zum Beweis dafür, daß in der Verurteilung darstellt und daher besonderer gesetzlicher Fürsorge des einseitig nationalistischen Systems der Boden bedarf. Wir verlangen diese Fürsorge verteilung alle deutschen Parteien einmal einig fommen.' s ist feine Umgebung für Sie!" En| alle die Adresse geben. Die weife Frau zog von Copyright 1927 by Malik- Verlag A- G.. Berlin W 50 Mann, der mich auch in feiner Minute den dann und die gute Gesellschaft wieder an ihren Altersunterschied hatte fühlen lassen, ein Mann, Tisch, während der„ Pöbel" abschob. Ich geriet der offensichtlich daraus aus gewesen war, auf mich bildend zu wirken. Ich vermße ihu jen Ich langweilte mich. Nur so war es zu erflären, daß ich mich an einem der nächsten Tage von einem Fräulein v. B., einer auffallend schönen Blondine, in die Sipung eines spiritistischen Klubs schleppen ließ. 28 Leben und Abenteuer. Von Harry Domela. Die gründliche Revision der Zuteilung ist daher unbedingt notwendig. Wird man unseren Antrag auf Einsetzung einer separaten Untersuchungss kommission annehmen? Wird man erfahren, welche Abgeordneten und Senatoren, Beamte des Bedenamtes, ehemalige Minister etc. glüdliche Restgutbesitzer geworden sind? Der Herr Präsident des Staatsbodenamtes hatte im Budgetausschuß die Keckheit zu erklären, die Aufteilung des beschlagnahmten Grund und Bodens sei ohne Enttäuschung der Hoffnungen die die fleinen Leute in das große Reformwerk setzten, durchgeführt worden. Wenn diese Worte auch auf die deutschen Kleinlandwirte und Häusler angewendet werden fol len, dann müßte dem Herrn Präsiden ten die Zunge im Halse verdorren, denn sie sind eine glatte unwahrheit Das den deutschen Klein andwirten zugefügte Unrecht ist so vielfältig und groß, daß man stundenlang darüber Klage erheben könnte. Der Fall Eisenstein, wo an zweihundert langjährige Pächter seit 1921 vergeblich um den ihnen gebührenden Grund und Boden kämpfen, schreit direkt zum Himmel; nur rührt sich dieser Himmel nicht, gefchweige denn, daß er helfen wit.de! Wir haben das Möglichste getan, um eine Wendung des krossen Bodenreformunrechtes herbe zuführen, wir sind jedoch nicht an der Macht", so wie es die Landbündler von sich behaupten. Darum wende ich mich an jene Regierungsparteien, in diesem Zirkel für gewöhnlich als so eine Art geistlicher Hilfsregisseur bei Betriebsstörungen usw. fungiere. Wenn das Medium nicht geing zwischen einen alten Offizier und ein älteres Anziehungskraft besaß, sollte er wahrscheinlich Fräulein: er fab einem ausgedienten Feldwebel im Namen des Vaters, des Sohnes und des Hels nicht unähnlich. Sie, did gepudert, gab sich noch ligen Geistes die Geister zum Erscheinen bewegen. immer, wie sie es in frühester Jugend gelernt Wie ich mich mit der Gräfin Pf. we ter hatte, mit Hoffn dsen und vielen unterdrückten unterkalte, bemerke ich, daß sie auf einmal merk Vielleicht wäre ich nicht so leicht zu dem Ach!- und Oh!-Rufen. Ich mußte mir von ihnen würdig unruhig wird.„ Hören Sie nicht das gewirklichen Wesen diefer Edelleute vorgedrungen, bis nach Mitternacht allerlei gruselige Geschichten heimnisvolle unterirdische Grollen!" wisperte sie hätte ich eines Teges nicht die Bekanntschaft eines In einem Hotelzimmer, an einem großen, erzählen lassen. Zum Schluß hatte ich wirklich mir zu. Wie meinen Frau Gräfin?"" Es rollt Barons 2. eines österreichischen Adligen, gelangen Vorstandstich, traf ich die ganze noble den Eindruck, daß ganz Pot dam von historischen und grollt so merkwürdig da unten." macht, der sich damals für kurze Zeit in Potsdam Potsdamer Gesellschaft. An den fleinen Tischen und andern Gespenstern wimmele. unten?" fragte ich.„ Nun unten, irgendwo... zu Besuch aufhielt. Er war ein lustiges Haus, davor saßen d'e einfachen Lente. Ich mußte einen Das nächste Mal ging es ebenso zu. Man bören Sie!" Bleich vor Schreck packte sie meinen trotz der sechzig Jahre, die er haben mochte. Vor ellenlangen Vortrag über Judien, die Rofen hatte mir bereits einen Ehrenrlaß neben der Arm. Ich hörte wirklich ein dumpfes Rollen. dem Kriege batte er als Sofmaler gewirkt. Die freuzer und ähnliche Dinge über mich ergehen Gräfin Pf. reserviert. Wie ich später erfuhr, bat Mein Gott, was mag das nur sein?!" fagre fie Zarin aller Reußen" hatte er porträtiert, den faffen. Am Schluß trat ein Redner auf, der von ten einige gemunfelt, ich hätte in Wirklichkeit nun schon etwas lauter und fah mich erschrect Deutschen Reichs kanzler, eine Legion von Erzher allem möglichen sprach und unvermittelt auf ein einen viel höheren- Titel, sei ein Prinz und an. Auch die andern waren aufmerksam gewor zögen und Erzherzoginnen, die Mächtigen der mal Anleitung- zum Kartenlegen gab! Er anderes mehr. Als ich mich um den Urheber den.„ Jept! Hören Sie?;" Es grollte in beNew Yorker Wall Street den Präsidenten Roofe- fannte feine Leben Zuhörer. Ich freute mich dieses Gerüchtes bemühte, it cß ich auf einen ſtimmten Zwischenräumen, schwoll an und vervelt, die vornehmsten Mitglieder des englischen fönig! ch über die feierlichen Gesichter der An-„ Hellseher". Ich ließ ihm den Glauben. So lor sich wieder schnell. Die meisten rückten Hochadels. wefenten. Fäulein v. B. flüsterte mir den wurde ich ab und zu mit Pring" und Durch- ruhig auf ihrem St. Ihre fünstliche SelbitDie Unterhaltung mit diefem velgereisten Namen zu:" Exzellenz v. D., Oberst v. G., Grälaucht" angeredet; ich tat indes, als ob ich es beherrschung war dahin, jeder stand auf dem und reifen Manne, der nicht müde wurde. feinen fin Pf., ihre Freundin, Frau Major.... Frau v. überhörte. Als ich das zweitemal in dem Saal Sprunge, sich zur Tür durchzuschlagen. Der RedWiß an diesen Adi'gr auszulassen war für mich St., General v. M.", so ging es endlos. Alles erschien, traute ich meinen Augen kaum. Wer ner unterbrach seinen Geistervortrag.„ Hören in mehr als einer Sinsicht von Nupen. Satte ich hohe Offiziere und alte Schachteln. Steif und faß denn da?! Witten unter den Spiritisten mein Sie?! Ist das nicht merkwürdig?!" bauchte die zuerst in der vornehm abgetönten Gesellschaft die gemessen, ferzengerade, mit nichtssagendem, an intherischer Pastor...! Als bibelfesten Strei- Gräfin entfeßt. Alles lauschte. Die Angst war fer Edelleute e ne gew ffe Unsicherheit nicht unter- gerannten Gesichtsausdruck, saßen sie wie auf ter des Herrn hatte ich ihn kennergelernt. Die allen aufs Geficht geschrieben. Schließlich ang drüden fönn fo gewann im im Verfehr mit einem Präsent erbrett da. Eine wirklich inter- Sände über dem Bäuchlein gefaltet, die Auson ich beherzt hinaus. Ein Gellner lief mir in ihm, je deutlicher ich de Schwächen und Ueber- effante Versammlung! Nach Schluß des Vortrags gegen den Himmel gerichtet, so batte er mich im- den Weg. Sagen Sie mal was bruddelt denn heblich feiten diefer Leute fab ene folche Distanz wurde ich überall herumgeleift und vorgestellt. mer sehr salbungsvoll empfangen. Der heil ge da unten? Passen Sie auf, die Spiritisten gehen ein solches Gefühl der Ueberlegenheit, daß ich. Auf einmal gibt es eine große Aufregung. Eine Mann führte ständig Bibelterte im Munde. Und Ihnen gleich mit der Zeche durch!" Der Kellner mich noch mehr wunderte, wie sie ihren Willen berufsmäßige Startenlegerin! Ach, wie rekend!" ie mußte ich ihn so wiederfinden?! Wie er lachte aus vollem Halse. Jawohl, Herr Graf, einent so lebensfräft gen und rastlos sich mühen ertönt es überall. Alles strömt zum Vorstands mich sieht, drückt er sich ohne Gruß in eine Ecke. da unten liegt unsere Kegelbahn." Ich playe den Volke katten aufzwingen können. tisch, wo sich die Kartenlegerin niedergelassen hat. Satte er meine Ueberraschung und mein Er- vor Lachen heraus. Ich wartete noch eine Weile Als dieser geistvolle Mann abreiste, unter Bald ist sie so schwarz umlagert, daß sie nicht staunen bemerkt? Die Gesellschaft hier fand draußen und ging dann mit ernſtem Gesicht zu ließ er beim Abschied nicht seiner Freude Aus- mehr zu entdecken ist. Atemlose Stille, nur durch jedenfalls in semer Anwesenheit gar nichts Auf- rück. Alles sah mit gefrannter Aufmerffamt it druck zu geben. daß er den Saub Potedams von entzückte Ausrufe unterbrochen.„ Nein, das ist fälliges. Er saß zwischen ein paar alten Jung- und groß aufgerissenen Augen auf mich hin. Ich den Füßen schütteln konnte. it das eine Welt!" ja fabelhaft!" General, was segen sie nun?!" fern und harrte der Geister, die da kommen soll- ließ sie absichtlich zappeln. Dann sagte ich tous jagte er mir noch aus dem Zuge heraus. Ist So schwirrte es hin und her. Als die Karten- ten und nicht kamen. Als ich mich bei meiner los: Es ist nur die Kegelbahn.. das eine Welt! Ma.en's, daß Sie hier weg- legerin endlich ihre Sizung aufhob, ließen sich Nachbarin nach ihm erkundigte, erfuhr ich, daß er ( Fortegung folgt.) wie aufbände Freitag, 2. Dezember 1927. die einst in der Verurteilung des infantsten BodenSchachers sich nicht genug tun konnten, fie mögen nun zeigen, was sie leisten können! Herr Kollege Dr. Luscht a hat ja am 25. Novem ber feinem Unmut über die Durchführung der Bon Jauchegruben und Sauställen Beite 3. Erfolg der Zabatarbeiter. Berlin, 1. Dezember.( Eigenbericht.) Der Anschlag der Industriellen auf die Tabakarbeiter ist zu rüdgewiesen worden, und oder: In welcher Atmosphäre sich Herr Wagner glücklich fühlt. Bodenreform ismlich lebhaft Ausdruck gegeben, also Budgetdebatte brachte außer verschiedenen Plänke- aber schon wegen der räumlichen Entfernung der schaft. Nach 22stündiger Verhandlung wurde leien, die sich nur bei der Rede des gestern plöß beiden Banfreien zu feinen Weiterungen führt. 38 ag. 1. Dezember. Der vorleßte Tag der den tschechischen Sozialdemokraten im Gang, die zwar mit einem schönen Erfolg für die Arbeiter zu ernſteren Auseinanderſeßungen ſteigerten, keine lich bekannt gewordenen Landbündlers Wagner los gegen den Geist des Dr. Biskovsky and Voženilek! Auch Herr 3ierhut hat allärt, daß sie auf keinen Fall früheres Herr Wagner, heute eine Vereinbarung getroffen, wonach der Lohn ab 1. März um zwölf Prozent erhöht, der Urlaub von vier auf sechs Tage er Unrecht gut heißen und deden könnten, nennenswerten Ueberraschungen. Immerhin wur- die Berühmtheit von gestern, fonnt sich in seiner ftredt wird. Die Aussperrung war erfolgt, weil und Senator Medinger bat am 9. Dezember 1926 wörtlich gesagt: den die Regierungsparteiler etwas genauer von frisch gepflückten Popularität. Die But über die die Unternehmer glaubten, den bis 1. April lauder Opposition kontrolliert, als an den früheren gestern erhaltene Shrfeige zieht wie ein roter fenden Tarifvertrag verschlechtern zu fön„ Die Bevorzugung tschechischer Bodenwerber feil zu spüren, den man bei seiner Kritik des felbst aus dem interessanten Kapitel über die feinem Ablauf schöne Verbesserungen erzielt. Tagen; dies bekam auch der Herr Prälat Feier- Faden durch die ganze lange Rede; man hört fie nen. Inzwischen haben die Arbeiter schon vor it himmelschreiend und kann nicht geleng- Budgets ſelbſt ziemlich scharf und unangenehm Znaimer Gurken ganz deutlich heraus. Form- 000000000000▸▸▸▸▸▸▸▸▸▸00000000 net werden. Wir verlangen die auch vom Prä- tritifierte. Aus den für die Zeitungen bestimmten vollendet ist besonders der Anfang, der einer Po- Diese Neuregelung der Beiträge im Verein Hibenten der Republik geforderte Entpoliti- Reden werden die Regierungsparteiler die Zwi- lemit gegen seinen gestrigen Duellgegner und mit den neuen Vorschriften über die Naturalfierung der Bodenreform, d. h. das Fallen- ſchenrufe der Oppofition forgjam ausmerzen dessen Partei gewidmet ist. Wagner ist ganz in bezüge müßten zur Folge haben, daß laffen nationaler Tendenzen, die sich gegen uns müssen, sonst fäme eine schöne Schlamastit heraus! feinem Element, als er mit den ordinärsten richten und dadurch dem Vertrauensbeweis widersprechen, den man unseren Parteien durch die Ministerernennungen soeben gab." Diefe Herren mögen uns mum beweisen, daß es ihnen mit ihrer Stellungnahme ernst ist! Die Wälderreform. Heute tamen ii ber zwanzig Redner Ausdrücken, wie die Verbilligung der Sozialversicherung in Worte. Als leßter Redner unserer Fraktion becrster Linie der Landwirtschaft zugute kommt faßte sich Genosse Grünzner in sehr eingehen Jauchgrube, Saustall und daß demnach eine Verschiebung at und seiner„ Lösung", wobei er die ganze Sache fan man zu der Ueberzeugung, daß eine Ohrfeige Die Juduſtrie muß das gewißz berechtigte Berlander Weise mit dem Lohnkonflikt auf den Bahnen und so weiter nur so herumwirft. Um so eher ungunsten der Industrie stattfindet. allerdings in anderem Licht darstellte, in dem hie und da doch den richtigen erwischen fann. gen stellen, daß durch die Novelle die Lasten der man den Erfolg vergeblich sucht. Wir kommen Sehr bald ist die Reak.ion in Form einer Flut Sozialversicherung für alle Zweige der Produk darauf morgen ausführlicher zurüd. von liebenswürdigen Zwifenrufen da. Daneben tion in gleicher We se herabgesetzt werden.. dächtig den vertrauten Klängen lauschen möchte, allmählich darauf, daß die Novellierung es ergeht es auch dem Herrn Windirsch. der an Wie man sieht, kommen die Industriellen nehmen ihn in die Arbeit und werfen allerhand der Arbeiter geht, sondern daß die Agrarier ziemlich schlecht. Namentlich die Kommunisten Sozialversicherungsgesetzes n'cht nur auf Kosten unliebſame Fragen auf; der Strawall dauert ziem- bei dieser Gelegenheit auf softer wickelt, so dürfte um 6 Uhr abends die AbstimWenn sich morgen alles programmgemäß abbereits im Senat aufgelegt und dem Ausschuß zu mung beginnen. Samstag wird dann das Budget gewiesen werden. zulich lange an. Inzwischen gibt Her Wagner under Industrie einen Fischzug untersich und fuchtelt mit den Händen herum. entivegt mit donneruder Stimme Redeblüten von nehmen. Das Bodenamt will mit größter Beschleunigung riefige Flächen beschlagnahmten Waldes in den Besitz des Staates überführen. Bisher wurden 192.855 Hektar Wälder und Teiche verstaatlicht, wäh rend die Gemeinden und Bezirke insgesamt nur 14.479 Hektar Waldboden zugewiesen erhielten. lleber zwei Millionen Heftar Wälder stehen noch zur Verfügung. Nach unseren Informationen ist in Böh sozialen befolgte die bekannte Taftit, auf die natioHerr Kunz von den deutschen Chriftlich men geplant die Verstaatlichung der Reviere annale Voreingenommenheit der Staatsbetriebe, auf gendorf, Brudenthal, Ronsperg, Bischofteinitz, Heilt die Nebergehung deutscher Unternehmer bei Feierfeil als aktivistischer& on ir aredner. Schüsse. Da die Funktionsperiode der BezirksSpät abends produziert sich noch Herr Neutonstituierung der Bezirksbildungsaus genkreuz, Said, Tachau, Dianaberg, Plan, Kutten Staatslieferungen usw.; u schimpfen: ja jogar Wenigstens tut er jo: er zicht gegen das und Stadtbildungsausschüsse abgelaufen ist, hat plan, Tepl, Marienbad, Königswart, Petschan zum die Striegsanfeihe wärmte er wieder auf, um seinen Bodenamt los und verlangt Austlärung" das Ministerium für Schulwesen und Volkskultur Teil, dann über Heinrichsgrün, Rothenheim aud Wählern damit„ eine schöne Red" vorfeben zu über die Restgüter, Rechnungslegung über ver- im Sinne des Punktes 5 der Juſtruktion zum Teplis, Tetschen, Böhmisch Kamnik, Niemes, Sirich fönnen. Wenn sie auch den Taten der Stierikalen schiedene Fonds univ. Genosse Boh1 fragt da Gesetze über die Organisierung der volkstüm berg. Reichenberg und Friedland. In diese Aktion geradezu ins Gesicht schlägt, das schadet nichts. werden auch Nordmähren und Schlesien einbezogen. svifchen: Sprechen Sie für oder gegen das lichen Lehrgänge für staatsbürgerliche Erziehung Die zu verstaatlichende Fläche beträgt rund gegen die sozialistischen Lehrer los und verlangt tritisiere das Budget! Auch von anderer Einberufung der konstituierenden Versammlung Frau Chlebonnova( tsch. Agr.) geht Budget? Darauf kam die klassische Antwort:„ Ich die Vorstände der Bezirksschulausschüsse mit der 300,000 Setiar; angeblich will man den Ge mehr Moral, nationalen Stol; usw. Der Kom- Seite wurde Feierfeil öfters darauf aufmerksam der Bezirksbildungsausschüsse betraut. meinden 60.000 Seftar überlassen. Aber das sind nunist Chlouba zerpflüat diese Rede nicht gemacht, daß er das Budget doch loben müffe, natürlich fiftive Zahlen. Bisher wurden die schlecht und verlangt dann auch Antwort auf eine venn er schon dafür stimme; er ließ sich aber von deutschen Selbstverwaltungskörper sehr Reihe fliger Fragen, die sich auf Bodenden diversen Frozzeleien nicht stören. schlecht behandelt. 233 deutsche Gemeinden er reformschweinereien beziehen. hielten nach den eingeholten Daten lumpige 831 Heltar und einen Bachthof vom beschlagnahmten Grund und Boden zugewiesen. Werden jetzt im Zeichen der tschechisch- deutschen Symbiose durch die Macht der deutschen Aktivisten die deutschen Selbst bertaltungslörper endlich zu ihrem verbrieften Recht kommen? Herr Vizepräsident 3terhut hat in der schon awähnten Saazer Versammlung ausdrüdlich erklärt, daß er und seine Partei strikte Gegner der Wälderverstaatlichung sind. Werden die deutschen Regierungsparteien des. halb die so verhängnisvolle Wälderverstaatlichung mit allen Mitteln zu vereiteln trachten? Meines Erachtens fällt ihnen das nicht im Traum ein, denn sie kleben zu fest an den Regierungsbänken und die Regierungsknödel smeden ihnen zu gut, trotzdem sie nur flein und nicht geschmalzen sind. Sie werden sich zweifelsohne wieder damit begnügen, daß ihren Parteifreunden einige Parzellen vorzugsweise zugewiesen werden. Dafür spricht auch der Umstand, daß man Wald. genossenschaften für Privatbefizer bildet, so 8. B. in Plan, im Bezirk Bensen usw. Wir treten nach wie vor dafür ein, daß nur die Allgemeinheit in Form der Selbstverwaltungsförper ein Recht auf Zuteilung von Waldboden haben kann. feit der Slinfapartei. Die anwesenden Slinkalente Bečko( tsch. Soz.Dem.) kritisiert die Tätigbrüllen herein und bald ist eine Redeschlacht mit Weitere Gemeindewahlerfolge. Botenwald( worüber wir bereits berichteten) noch Am vergangenen Sonntag haben außer in in einigen anderen Gemeinden des Neutitscheiner Bezirkes Wahlen stattgefunden. So in Portschen dorf, wo wir vier Wandate erhielten; die Zahl der sozialdemokratischen Stimmen ist seit 1925 von 110 auf 171 angewachsen. Dagegen haben die Landbündler in derselben Zeit 15, die In Blauendorf erzielten wir sieben Mandate, Christlich sozialen 94 Stimmen verloren. unsere Stimmen haben sich seit den letzten Barlamentswahlen von 109 auf 141 vermehrt. Der ganze deutsche Stimmenzuwachs ist uns zugute gekommen, während die Bürgerlichen noch paar Stimmen einbüßten. Lediglich in Runewald baben wir von den 134 Stimmen des Jahres 1925 zwei verloren. Einen kleinen Stimmenzuwach verzeichnen die Deutschnationalen, einen no kleineren die Kommunisten. Der Kampf um die Sozialversicherung. Schluß der Sitzung nach der Rede des Kom munisten Schmerda gegen halb 10 Uhr abends. Lidu" erzählt in seiner gestrigen Abendausgabe Aus der Vergangenheit Tubickys. Das„ Pravo einiges aus der Tätigkeit des Abg. Dubicky, die dieser im Kriege entfaltet hat. Er war damals durch und wies die Waren gewissen Körperschaften landwir schaftlicher Inspektor, führte Requisitionen zur Verteilung an die Bevölkerung zu. Daneben machte er auch Geschäfte auf eigene Faust. So Wondraf ein Referat erstattete, und in und Klement zur Ernährung der Arbeiterschaft. verkaufte er Getreide der Automobilfirma Laurin fehr guten Besuch aufwiesen, wurde gegen die der das Blatt ein Faksimile bringt, wird das Ge refer erte. In allen Versammlungen, die einen 30 bis 100 Kronen, auf der Rechnung aber, von Schlaggenwald, wo abermals Gen. Horn Die Marimalpreise des Weizens waren damals beabsichtigte Novellierung des Sozialversichetreide zu 400 kronen berechnet. Das war Ende rungsgesetzes der schärfste Protest erhoben und August 1918, also in der Zeit der ärgsten Not, fest estellt, daß die Mängel, die feit Geltung des da die Menschen an Hungerödem starben. Der festgestellt, Gefeyes hervorgetreten sind, nicht behoben, son- Mann, der später Abgeordneter wurde, hat also dern verschlimmert wurden. in der Zeit der größten Ernährungsnot Kettengeschäfte gemacht. Industrielle gegen Agrarier. Beachtenswert ist eine Kundgebung des Verbandes mährischer Industriellen, in der zur Novelle zum Sozialversicherungsgesetz Stellung genommen wird. In dem darüber ausgegebenen Stommuniqué heißt es: gehende Einschränkung des Streises der versiche Die Novelle beabsichtigt eine sehr weitgehende Einschränkung des Kreises der versiche rungspflichtigen Personen und im wesentlichen unter Aufrechterhaltung der Leistungen eine Her absetzung der Beiträge. Der Verband Mährischer Industrieller begrüßt auf das wärmste die e Im Karisbader Wahlkreise fanden in den plante Verbilligung, soweit sie ohne Erschütterung letzten Tagen große Versammlungen statt, welche der versicherungstechnischen Grundlagen des Gesich mit dem Attentat der Regierungsparteien auf fees möglich ist. Da der Motivenbericht in verdie Sozialversicherung befaßten. Im Bezirke sicherungsmathematischer Hinsicht teine völ Die Altivisten werden sagen, daß die Selbstverwal Starlsbad selbst wurden am Sonntag, zwei Berlige stlarheit bietet, müssen ergänzende tungsförper jetzt nach der famosen Verwaltungssammlungen abgehalten, die eine im Hotel Weber Erhebungen verlangt werden, um die Wiereform ohnedies Teine finanziellen Wittel in Sarlsbad, wo Gen. De Witte sprach, die derholung ähnlicher Vorkommn'sse zu vermeiden, zur Uebernahme von Waldboden haben. Vielfach ist andere in A1 Roblau, wo Gen. Sladit wie sie sich eben jetzt bei der Bergarbeiterversiche das sicher richtig. Wer hat aber die deutschen Ge- referierte. Am gleichen Tage sand auch in Gras ung ergeben. Nach dem Entwurf werden vie meinden und Bezirke an den Rand des finanziellen itz eine Versammlung stati, in der Gen. Horn Versicherungsbeiträge in den niedrigen vorwie Busammenbruches gerade in diesem wichtigen Augen- sprach. Am Montag fand eine Versammlung in gend von den Arbeitnehmern der Landwirtſchaft blid gebracht? Doch nur die deutschen Liebauthal statt, Redner war Gen. Scha besets en Stlassen, unverhältnismäßig mehr herabRegierungsparteien selbst! ring, in Mereti bei Klösterle, in der Gen., als in den höheren Stlassen. Ueberflüssig zu sagen, daß wir deutschen Sozialdemokraten unter solchen Umständen weder für das Kapitel 11 noch 12 des Budgets stimmen werden. ( Lebhafter Beifall) Keudell provoziert unentwegt. Rundfunt für Alle! Programm für morgen, Samstag. Die preußische Regierung droht, alle Beziehungen funt. Selfiqadi. Breffenagrichten. 12:03: Mittagstonsert. Prag, 349, 11: Landwirtschafts13.05: Rundfunt für Industrie, Handel und Gerverbe. 13.20: Arbeitsmarft. 13.35: Börsennachrichten. 15.45: Marionetten90 schutzes zeig folgendes Schreiben organisierter Der Mangel eines ausreichenden PächterSteinbauern in Algersdorf, Bezirk Bensen, das wir dem„ Kleinen Landwirt" entnehmen: ,, Am Mittwoch war bei uns die letzte Rate des Pachtzinses für das laufende Jahr und dabei wurde verfautbart, daß am Montag, den 14. November 1927 die neue Verpachtung stattfindet. Um nicht überrascht zu werden, begab sich ein Pächter nach Konoged, um Erkundigungen einzuziehen, wie die Verpachtung vor sich gehen sollte. Der Verwal ter zeigte ihm die Liste der Pächter, aus wel her er ersah, daß die Zinse um durchschnittlich 100 Prozent gesteigert waren. 1914 wurde gezahlt für einen Strid) zirka 21 Stronen, 1924 48 Stronen. 1925 wurde der Zins nach dem Pächterschutzgesetz den Getreidepreisen angepaßt und kam der Strich auf 78 Kronen. 1927 wurden aus Anlaß von Steuererhöhungen( obwohl doch keine stattfanden) 25 Prozent mehr eingehoben und kam der Strich auf jirka 94 Kronen. Auf diesen Betrag sollen wir jetzt 100 Prozent Zuschlag zahlen, das ist gegen 1914 dos Neunfache." Das Fehlen jeglichen gefeßlichen Pächter schutzes rächt sich an den Kleinlandwirten furchtbar. Die alleinige Schuld daran tragen die Re Wien 517, 11: Vormittagsmuftr. 16: Nachmittagsfonsert. Stephamer Geler. 18.45: Das Nikolausfest in den österreichis schen Alvenländern. 19.15: Wandlungen im Bölkerrecht. 19 45: Die önigin". Operette von Strauß. 17.45: Wochenbericht für Sport und Brembenverlebt. S: gierungsparteien. Zürich, 588, 1232: Schallplattenfonsert. 16: Tanamur. Tonzert. 22.10: Langmufit. Reform der Pensionsversicherung.( Amtlicher Bericht aus der Regierungskommission für die 17.10: Sandbarmonilafonzert. 20: Liederabend. 21.50: 3ither. Reform der Pensionsversicherung.) In der am 29. November abgehaltenen Sigung der Kommis Deutschland. sion wurden die übrigen Teile des Pensionsvermit ihm abzubrechen. Königswusterhausen, 1250, 12: Darbietungen für die ſicherungsgesetzes, betreffend die Versicherungsibeater. 16.30: Nachmittagsfonzert. 17.30: Deutsche Sen Schule. 14.20: Baſtelſtunde. 15: Englisch. 16: Woberne Geleistungen und die Beitragszeit behandelt. Zur BeBerlin, 30. November.( Eigenbericht.) Das buns. Wetterbericht und zagesneniatelien vom Breßbüro, danten über Gratebung bei Blaton. 17: Witwirkungsted her ratung verbleibt nur mehr der Teil über die Erunverantwortliche Verbalten des deutschnatiobierauf: Emil uder, Brag: Anjapanische Poefic. 18: Beamten in der Verwaltung. 17.30: Grauenarbeit im BöllerLabwirifaafisfunf. 18.16: Bortrag: Die nationalen stuttu berleben. 18: Berbrennungsaftmafainen. 18.30: Franzöfifa faßinstitute und die Uebergangsbestimmungen, der nalen Innen- inisters Sendell hat zu einem väntniffe zur Seits der zeiveigenfwaft. 18 30 Borican. 10.15: 15.55: Englif. 1920: Bildungsideale und Weltanschauung nicht vor der definitiven Durchberatung der Beernsten Sonflikt zwischen Preußen und dem Reich ene uno sportnagrionic. 22.50: Operette von Straußt. 22.30: Lansmufif. Wie Breßburg. 22.30: Leute Nachrichten des Prehbüros, Ueber. 20: Hebertragung von Berlin, 484. Eine Nacht in Venedig" stimmungen über die Leistungen und über die Breslau, 328, 12.30: Schallplattenfonsert. 15.45: Bücher Beitragszeit formuliert werden konnte, und der deutsche Studentenschaft eine Stundgebung ver- Brünn, 411, 12.15; Wittagstone Dealerne sode. 15: gaien ais Grimber, to: was Gehrida bom ze in der ersten Hälfte des Monates Dezember he 14.30: Olm. Produkten tunde. 17.45: Filme der anstaltet, die sich gegen den preußischen Unterrichten. 17: Gine Stunde für bie reifere sugcub, 18: Zeitfignai. geffen. 20.10 Petterer Abend. Lanamuftr. richtsminister Becker richtete. Die Studenten ſtehen autos preferation, sloimbitiofi, am sclavier zen. 17.45: gefefunde, 18 203 Die Abfonderungen bes Gietschon seit längerer Zeit in heftiger Oppoſition trainer: Sonate D- Zuz: Dillersbo: itodes, 19:„ Der Freifibile", Oper von Weber, gas band. gegen Becker, weil dieser der rechtsradikalen Agi- weuenenipfänger. 19.15: Wie Breßburg. 22.30: We Prag. tation an den Hochschulen durch eine Aenderung der Studentenverfaſſung ein Ende machen wollte. aen finder. 1800 nomirtidaftéfunt. is. Reudell hat nun der Studentenkundgebung ein Studenten feiner inneren Verbunden= heit mit ihnen versichert. Deutsche Preffenachrichten. 18.10; Sendung. Dert Streister: Scherzo. 18.25: Autonom Rundfunt 18.40: Stur Presburg, 300, 18: Schallplattenmufir 18.35; Erzäblun. Sperling. 19.15: Einführung zu Buccinis Overn. 19.30: Uebertragung aus dem Slowakisojen Nationaltheater Die be- fauffe Braus". Oper voit Smeltute. 22.30: Wie Prag. Rajdau, 1870 18: Marionettentheater. 10.15: Konzert. 20.25: Preffenachrichten. Budapest, 556, 11: Schallplattenkonzert. 16: Vortrag Operet Hamburg, 395, 12.30: ittagsfonzert. 14.05: Hausfon gert 15.30: Bücherfunt. 16.15: Nachmittagstonaert. 17.15: In allen Gauen ift Tans. 18: Seite: es Wochenende. 19: Er öffnung der Schule für Leibesübungen. 20: Wochenendball. 23.30: Tanzmusif. Langenberg, 469, 13.05: Wittagskonsert. 14.30: Wie bleibe im gesund? 15.45: Bastelfunf. 18: Orcheſterfongert. 19.15: Aus einer Arbeiterbiographie. 20: Zuftiger Abend. Zangmufir. Leipzig. 366, 16: Jugendstunde. 18.30: Bastelstunde. 18.45: Aus der Traris des Arbeitsrechts. 19: Die Wirkung oöherer wilchp: obuftion. 19.30: Arbeii. 20.15: Seiterer des miffionévereines. 16. 15: Jurilifer Boriras. 17: Radio, bertran. 17 30: 23éfier- sibenb. 20.10; Stonseri, 22 20: Zetor benb, 22.15: Zollit. Orchestermusi Daventry, 1604, 14: Tanzmusif. 15.15: Fußballspiel. 20.15: Mendelssohn- skonsert. 20.45: Stonzert. 21 45: An Die preußische Regierung richtete daraufhin ein Schreiben an den Reichstausler in bent er erfucht wird. Sorge zu tragen, daß sich solche Fälle würde, jeden Verkehr mit dem Reichsinnenmini Sangmufit. preußische Regierung ich o senötigt fchen ster abzubrechen. 10.48: illarrongen 18.15: stimberfunde. 10; Monger. isloe bes Billigen von sales. 22 35; manier 26end 20.30: München, 536, 14.30: Schallplattenfongert. 16: OrchesterJonzert. 17.15: Reben der Landesfnebte. 17.30: SarmoniumLieberabend 20:" Der Liebesbrief". Grotesfe v. Awertschento. Fonzert. 18.30; Die lednitmen Fragen inferer ob 10.30: 20.30: Bunt- Crorek, 22.30: Bie Daventry. Stuttgart, 380 13: Schallplattenfonsert. 14: Jugendstunde. Nom. 450, 17.30: Sonsert. 20: Denter Sprach 15 Unterhaltungskonzert. 18.15: Am rifas Wirismafisteben. unterricht. 21: Theaterabend. 18.45: Sromödianten. 20: Dialefiabend. 23: Zanzmusik. endet werden wird. Ueberzeichung der Wiener Stadtanleihe. Wien, 1. Dezember.( Eigenbericht.) Aus New Dort wird gemeldet, daß die Emission der Wiener Stadtanleihe von 30 Millionen Dollar einen großen Erfolg hatte. Die Anmeldungen überstieg enbeträchtlich den zur Zeichnung aufgelegten Betrag. Für die Abschaffung der Todesstrafe! Dresden, 1. Dezember. Blättermeldungen zufolge nahm der sächsische Landtag einen Antrag auf Abschaffund der Todesstrafe an. Seite 4. Hölz bricht mit der Roten Silfe. Berlin, 1. Dezember. Der„ V ossischen Beitung" zufolge hat Max Hölz in einent Schreiben an das Reichsjustisministerium mitgeteilt, daß er der Roten Sile" und feinent Verteidiger Dr. Apfel- Berlin seine Voll macht entzogen und daß er fein im Jahre 1924 eingereichtes Gnadengesuch auf UmwandTung der Zuchthausstrafe in Festungsstrafe zurüdgezogen habe. Tages- Neuigkeiten. " - in privaten Berhältnissen. Zeitunsnotiz vom 1. Dezember: Soldatenselbstmord. In der Rojerne des Slattauer Reiterregi mentes hat sich der Soldat J 3. crhängt. Die Ursache des Selbsimor des ist in privaten Verhältnissen zu fuchen Genoffe Paul Rappe schreibt uns: Sat es denn noch einen Zwed, darüber etwas zu schreiben? Die Formel ist ja so nichts agend geradezu alltäglich, daß der Herr Striegs. minister Freude an feinen, ihm untergebenen Stellen haben kann, die als Ursache eines Sol datenselbstmordes( was liegt auch an einem Sol daten?) solch fromme Bezeichnung gefunden haben. Was man hierzulande tonfisziert. Die Ausführungen unseres Blattes vom 24. b., die Anlaß zur Befchlagnahme der Zeitung waren, durch Genossen Kaufmann immunisiert! Am 24. November verfielen sechs unserer agblätter. und zwar Sozialdemokrat". Freiheit"," Nordböhmischer Volksbote",„ Volfs. recht",„ Volfsfreund" und„ Boltszeitung"( Romo fau) der Beschlagnahme. Die Konfiskation follte, wie wir in einem folgenden Artikel darlegten, wohl vor allem eine Drohung sein, die Streife einer hohen Regierung nicht zu stören und der Beilegung der Bodenreformaffäre feine Sindernisse zu bereiten. Der Tert der zenfurierten Stelle bot wohl einen Vorwand( Verbreitung be unruhigender Gerüchte), wäre aber kein Anlaß sur Konfistation gewesen, da es sich um die Stritit ter Erscheinungen handelte, von denen lein Zensor allgemein bekannter und nur allgemein angeführ behaupten wird, daß sie zu den Staatsnotwendig. Feiten gehören! Die Konfistation erfolgte millkürlich und sollte Drohung und Warnung, Schützenhilfe für die Bürgertoalition fein. Run, es gibt noch Miitel und Wege dem Zensor einmal einen Strich durch seine Rechnung zu machen, wenn er feine Aufgabe nur darin erblickt, die jeweilige Regierung vor Angriffen zu schützen. In seiner Budgetrede hat Abgeordneter Genosse Kaufmann die Zenjurpraris der Es ist ja auch weiter nichts. So was fomntt Behörden an verschiedenen Beispielen aufgezeigt. doch bei uns jede Woche vor. Ein ganz gewöhnli- und auch die beschlagnahmte Stelle aus cher Soldat hat sich aus einer Ursache, die in unserem Blatte verlesen. Das Präs privaten Verhältnissen" liegt, aufgehängt, infidium des Hauses hat keinen Einspruch gegen die privaten Berhältnissen, da kann doch der Aufnahme der Rede Kaufmanns in das Protokoll Kriegsminister, da fann überhaupt ein Minister erhoben, sie ist, einschließlich der bei uns konfis lauch ein chriftlicher), da kann die ganze bürger zierten Stellen, nun ein Teil des stenographischen liche Regierung nichts dafür. Oder ist sie für die Protokolls des Abgeordnetenhauses, damit immuprivaten Verhältniffe" jedes Soldaten berant. nifiert und nicht mehr Ionfislabel. Gen, wortlich? mann zitierte den seinerzeit beschlagnahmten Arlifel, den wir, dem Protokoll folgend, nun wiedergeben: Für private Verhältnisse junger Menschen, die schaffensfreudig und willensstart ihren Willen irgendwo in froher Arbeit zur Tat geformt haben und die nun plößlich feinen eigenen Willen mehr haben dürfen?! private Verhältnisse!" Ein junger, träftiger Bursch, der gewohnt war, zu tun und zu lassen was ihm gut und richtig schien, der nun stramm" stehen mußte, weil es ihm einer ins Geficht schrie, einer, der nicht wußte, daß er da. durch einen Menschen beleidigt private Verhältnisse"!" Ein junger Mensch, der alle Tage unz die vorgezählten Schritte machen durfte der überhaupt- und 18 Monate lang machen mußte, was andere wollten, und der doch soviel Freude am eigenen Schaffen hatte, der vielleicht gerade an ein liebes Mädel dachte, als ihm der Vorgesetzte zum soundsovielten Male anschrie, das Gewehr zu schultern, begeht dann aus Ursachen, die in privaten Verhältnissen" liegen, Selbstmord. Die Ueberschwemmungstatastrophe in Nordafrika. 2500 Quadratkilometer erstrede. aufFreitag, 2. Dezember 1927. Schnee und Wetterberichte. Schneekoppe:-8 Grad, Sturm. Fichtelberg: -2 Grad. 5 Zentimeter Schnee, Stilauf und Rodeln möglich. Oberwiefenthal:-3 Grad, 5 Zentimeter Schnee, Stilauf und Rodeln nur auf den Wold. wegen. Harrachsdorf- Neuwelt:-6 Grad. 10 Zentimeter Schnee, verharicht. für Ski und Rode gut, flar.- Spindlermühle( Friedrichsthal):-2 Grad. 4 gentimeter Schnee, verharfcht. für ei schlecht, für Rodel gut, bewölkt.- Eisenstein: Grad, kein Schnee, Wintersport unmöglich. trüb Moldau:-4 Grad, 15 Zentimeter Schnee. ver. harscht, für Rodel gut, für Sti schlecht, neblig. dürfen die Beute ihrer Raubzüge in Seelenruhe, in Freiheit und bürgerlichen Ehren verzehren. Als die Schandwirtschaft einzelner Patrioten gewisse Bankenunternehmen zum Verkrachen brachte, da wurden die Bonterotteure und Betrüger nicht hinter Schloß und Riegel gefeßt, sondern die Regierung leitete eine große Hilfsaktion ein und verwendete hunderte Millionen Steuergelder, um die in Grund und Boden gewirtschafteten Banken reich und die Schweiz paffiert. Die ganze Reisemieder auf die Beine zu bringen. Die feinen dauer sei mit sechs Jahren berechnet. Diebe wanderten ins Kriminal, die großen fast Die Russin, die am 10. Auguſt auf den Pfört. regelmäßig daran vorbei, das mußte wie eine ner des Sowjettonfulats in Paris Prämie für die Korruption wirken. Monatelangwei Revolverschüsse abgegeben hatte, wurde die Oeffentlichkeit durch die Spiritus veil man von ihr, obwohl sie gänzlich unbemittelt jlandale aufgewühlt, aber vergeblich wurde Auf- war. für einen von ihr verlangten Baß 25 Fran flärung über den Spiritusfonds verlangt. Das len Gebühren forderte, und weil der Pförtner sie Ende war nicht choa die Einbringung eines Anti. wegen ihrer religiösen Gedanken verspottete, i forruptionsgesaßes, sondern eine Abänderung und vom Pariser Strafgerichte zu zwei Jahre Verschärfung des Brezgesetzes, das die Anfläger Gefängnis mit Bewährungsfrist verurteilt der Storruptionisten bestraft und fich wie ein worden. Bor Gericht erklärte fie, der Beweggrund Schußengel für die Korruption auswirkt. ihrer Tat sei Rache wegen der Ermordung ihres Monnes durch die Bolschewifen gewesen." Und was wird in dem neuesten, dem Boden reformslandal, geschehen? Wird. wenn das Parla. Spiel mit Streichhölzern. In einem mit ment jeine, wohl nicht ohne Absicht recht lang- Stroh gefüllten Schuppen im württembergischen wierig gestaltete Untersuchung des Falles Dubicky Jlshofen verbrannten ein fünfjäh. abgeschlossen haben wird, der Staatsanwalt den riges Mädchen und ein dreijähriger oder die Schuldigen vor die Schranken des Ge- Se na be, die beim Spiel mit Streichhölzern han. richts zerren? Und werden jene Abgeordneten und tierten, wodurch der Schuppen in Brand ge Senatoren, welche das ihnen übertragene höchste raten war. Amt, welches das Volf zit vergeben hat, zu ihrem Russische Volksvermehrung. Die ruffische Sow persönlichen Vorteil mißbrauchten, werden sie, wie jerregierung hat vor einem Jahre mit einer Boll s. sie es verdienten, mit Schimpf und Schande aus zählung begonnen, deren erste Ergebnisse num ihren öffentlichen Würden davongejagt werden? vorliegen. Die Aufgabe war ungeheuer schwierig, Darauf zu hoffen, wäre sehr trügerisch. Wer da die Verkehrsmittel des Riesenreiches noch immer das fressende Geschwür der Korrups ganz unentwickelt sind In den Berggegenden von tion beseitigt sehen will, der muß Georgien und Sibirken zum Beispiel hat gegen sie kämpfen, und sie kann nur man die Wohnorte mit Schneeschuhen aufsuchen, im wirksam durch die Zerbrechung der fernen Osten bei den Chinesen und Korea. Allmacht der bürgerlichen Parteien nern, die den ganzen Tag über außer Hause sind, auf den Staat bekämpft werden!" die Zählung in der Nacht vornehmen müssen. Die zahlenmäßigen Ergebnisse waren: Großrußland 99 670 000 Einwohner Ufrainc 22 970.000 Weißrußland Transfaufajien Usbekistan Turkmenistan Sonstige Gebiete " Freilich muß man zugeben, daß die sich anf den Boden der Tschechoslowakischen Republit aus. breitende Korruption seit Anbeginn ungemein Unsere Leser lernen an dieser Probe die günstige Lebensbedingungen gefunden hat. Die Praxis der Zensur selbst kennen und sehen, Bereicherung des zur Macht gelangten tschechischen was unter dem Justiz- Regime des MayrBürgertums wurde von den Regierungen aufs arting alles fonfisziert wird. Sie werden cifrigste gefördert und noch keine der bisherigen sich dem Eindrud nicht verschließen, daß die MonRegierungen brachte den Willen auf, jemals gegen fikation der oben zitierten Stelle ein Willkürdie Ausplünderer der Republik mit Entschloffen att und eine Drohung war die unsere Stimme heit aufzutreten. Nur als die üppig um fich grei im Kampfe gegen herrschende Mißbräuche erstiden jende Korruption den Organismus der Armee at sollte. Es ist dem Organ der Bürgerregierung zufressen drohic, wurden die Schuldigen vor die diesmal mißlungen und es wird auch in Sinkunft Gerichte gezogen. Für die anderen Lumpen hat nicht mehr Glüd mit derartigen Amtshandlungen jich dogegen noch fein Staatsanwalt gefunden, fic haben! Insgesamt 4,976.000 5,791.000 4,552.000 587.000 6,259.000 ..144 805.000 Einwohner Eine halbe Million Türkinnen ohne Mann. Nach dem amtlichen. Graebnis der türkischen Türkei 13,649.945 Einwohner Davon sind 7,065 541 Bolkszählung vom 28. Oktober zählt die Frauen und nur 6584 401 Männer. Die Türkei hat also einen Ueberschuß von 481.137 Frauen, was um so mehr ins Gewicht fällt, als die moderne um jo mehr ins Gewicht fällt, Türkei die Bielehe abgeschafft hat. Eine frühere Zählung im Jahre 1920 hatte 131% Millionen ergeben. Die Bevölkerung des gesamten russischen Reiches hat also innerhalb sechs Jahren um mehr als 13% Millionen Menschen, das sind Moskau, 1. Dezember.( AR.) Die Anzahl| Gemeindefinanzen Stadtrats Breitner 10 Prozent vermehrt, eine wahrhaft unheinliche der auf dem Kaspischen Meer von den Eisschollen wieder. Sabi. Dabei ist zu bedenken, daß im Sungerjahre eingeschlossenen Fischerboote, die zu Eine Tagung der Kriegsinvaliden. Sonntag 1921 7 Millionen Menschen zugrunde gegangen sind. Wenn Sie das alles nicht verstehen sollten, ihrem Ausgangsort nicht zurückkehren können, vormittog fand im Smichover Nationalhaus in Troßdem hat Rußland in diesem Zeitabschnitt einen Herr Kriegsminister, so gebe ich Ihnen den Rat: beläuft sich auf mehrere Sundert. Gegen Anwesenheit der Vertreter des Fürsorgeministe- Jahresüberschuß von mehr als 2 Millionen Men Lassen Sie sich von allen Refri'en Ihrer Armee 400 Fischer dieser Boote wurden nach Betrolit riums eine zablreich besuchte Protestversamm- schen gehabt Die Stadtbevölkerung iſt ſeit ausführlich die se privaten Verhältnisse schildern! gebracht. Außerdem kamen etwa 700 Fischer zulung des Reichsverbandes der Kriegsinvaliden- 1923 un 5 Millionen gewachsen das find gar 24 Dann werden Sie viel verstehen; auch die Sol- Fuß über das Eis nach Gurjew( an der Nord- organisationen, die 250.000 Witglieder zählen, Prozent. Sie beträgt jent 25% Millionen Die per datenselbstmorde. füfte des Staspischen Meeres, an der Uralmün- statt. Der Vorsitzende Turek verlas Begrüzentuell stärkere Zunahme an Wienschen in der Stadt dung gelegen). Bungstelegramine u. a. auch aus Berlin und ist die Folge einer verstärkten and flucht und Paris und schilderie in furzen Ausführungen die daher die Ursache der anhaltenden wirtschaftlichen Nichtigstellung. In das gestige Budget No'lage der Striegsinvaliden, die allgemein als Strife. Es sind seit 1923 im ganzen 3 Millionen referat des Genossen Roscher über die Fordes Parasystem angesehen werden. Das Hauptreferat vom Dorf in die Stadt gezogen. Paris, 1. Dezember. Wie die Agence Havas rungen der Gewerkschaften hat sich ein unlieb erstattete Sekretär Neumeister aus Prag, der aus Marseille berichtet, hat der aus Marotto famer Fehler eingeschlichen. Es soll im vor die Verhältnisse der Invaliden als unhaltbar bezurüdgekehrte ehemalige Generalgouverneur von lesten Aban nicht heißen, daß die Handelsgeichnete und die Bildung einer einheitlichen un Algerien Violette erklärt, die Bertoüstungen in angestellten aus der Versicherung ausge- politischen Organisation forderte. Für den Bund folge der lieberschwemmungskatastrophe in Alche werden sollen, fendern daß man Grup- ber Striegsverletzten in Reichenberg sprach der gier fönnten auf 600 millionen Frankenpen von Angestellten" ausscheiden will. Sekretär Seppin, der seiner Freude Ausdruck geschätzt werden. Die Zahl der bei der Stata- Interessante Ergebnisse von Batterien- Unier- gab, daß die deutschen und tschechischen Striegsstrophe ums Leben gelommenen Europäer fudungen. Die Londoner Zeitung„ Evening Stan invaliden endlich zusammengehen. Nach mehreren Europäersuchungen. Stan- invaliden fönnte nach den letzten ihm zur Verfügung stehen bard" erfährt von bemerkenswerten Verfuchs weiteren Berichten wurde eine Entschließung anden Nachrichten mit 250 angegeben werden. Was ergebnissen mit Bakterien, die Sir Willian genommen, worin gegen die geplante Verschlech Alles um den Kindersegen. Dic, Heerestom die Zahl der getöteten Gingeborenen Simpson, Vorstand des Krankenhauses für terung der Kriegsinvalidenversorgung protestiert mission der franzöfifchen Hammer hat beschlossen, betrifft, so sei eine Schäßung sehr schwer, aber tropische Stranfheizen, erzielte. Vor 26 Jahren wird. Die Invaliden verlangen außer einer Bes- die Militärdienstzeit auf ein Jahr für alle Soldaten man greife mit 2000 bis 2500 wohl nicht zu verschloß Simpson in einem Röhr- ferung ihrer Notlage ein Geſetz über die Pflicht- herobzusetzen, die Bäter von drei Kindern hoch, da ſich die Katastrophe über ein Gebiet von chen Bazillen, die die Erreger einer der auſtellung von Striegsinvaliden. Steuererleichte- find, schwersten Strankheiten sind. Das Röhrchen wurde rungen usw. Dem Ministerpräsidenten Svehla Jugendtragödie in einer Erziehungsanstalt. ( Anm. d. Red. Bezeichnend ist, daß zuerst der versiegelt und während der ganzen 26 Jahre auf wird eine Denkschrift überreicht werden, worin 3mei 3öglinge der Provinzialerziehungsanstalt in materielle Scha de genannt wird, dann erst bewahrt. Jest machte Simpson den Versuch, ob gefordert wird, daß dem Parlament ein neues oh la'u( Schlesien) haben durch Erschießen ihrem die Zahl der getöteten Europäer und ganz zum die Bazillen noch am Leben sind. Zu seiner Ber Gefetz über die Versorgung der Invaliden vorge- eben ein Ende gemacht. Aus den an die Ange Schluß die Eingeborenen, obwohl ihre Todes, wunderung mußte er feststellen, daß diese noch legt werde. hörigen hinterlassenen Briefen geht hervor, daß der siffer das Zehnfache beträgt!) nicht eingegangen sind. Ein Meerschwein Das geheßte Südtirol. Die Inusbruder eine der Anstifter zur Tat war Bei ihm war der chen, das damit geimpft wurde, machte alle be- Nachrichten" melden zu ihrem Bericht aus Süd- Grund, aus dent Beben zu scheiden, verschmähte Zelegraphischer Bildverkehr Berlin- Tannten Stadien der Krankheit durch und ging tirol, wornach in den Gasthäusern zumindest Liebe. Der andere ließ sich überreden, weil er en Wien. ein. Wenn die weiteren Versuche das gleiche Grebenoviele italienische Beingen aufliegen sich durch seine häuslichen Verhältnisse sehr bedrüc! gebnis haben sollten, dann wird es notwendig müssen wie deutsche, daß sich in der betreffenden par. Berlin, 1. Dezember. Im Haupttelegraphen. fein, die bisherigen Anfichten über die Verordnung ein Baſſus auch auf die Im Auto ertrunken. In der Nacht zum Mit antte übergab heute vormittags 10 Uhr der Lebensdauer der Bazillen zu revidieren. Bis Bibliotheken beziehe. Dieser Passus lautet: wod) verlor der 20jährige Kaufmann Albert Marts Staatssekretär im Reichspoſtministerium Feier jest wurde behauptet, daß die Lebensdauer diefer Die Inhaber öffentlicher Betriebe oder öffent in Berlin- Wilmersdorf die Gewalt über seinen abend, den Bild elegraphenapparat des Profeffor Art von Bazillenkulturen ein Jahr beträgt. licher dem Publikum zugängl'cher Lokale, die Straftwagen, mit dem er in start angetrunkenem Caralus den Betriebsmitteln der Reichstelegra Entgleisung des Transbajtal- Expreß. n eine Bibliothet zur Verfügung ihrer Stlienten haben Zustande heimfuhr. Er kam von der Straße ab phic. Im Anschluß daran gab Postdirektor Jäger Moskau ist aus Tschita( Transbajtalien) die Mel- oder auch nur ihre eigene den Klienten zur Verfuhr durch städtische Anlagen und geriet in den eine anschauliche Beschreibung des neuen Appa- dung eingelangt, daß der Schnellzug der Transfügung stellen, müssen am 1. Jänner 1928 in fogenannten Hindenburgsee. Hier verschwand er Dadurch ist der Bilderverkehr zwischen bajtal- Bahn auf der Fahrt von Wladivostok qach echs Monaten dafür Sorge tragen, daß diese mitsamt seinem Auto. Als die rasch herbeigerufene Berlin und Wien eröffnet. Es wurde dann eine Moskau in der Nähe der Station Ural entgleist Bibliotheken ebensoviele italienische Feuerwehr mit drei Löschzigen kam, mußte fie feft Reihe der durch das neue Verfahren übermittelter ist. Bei dem Unglüd sind mehrere Personen ums wie andere Werke enthalten. stellen, daß sich der Wagen im Wasser über Bilder und Schriftstücke vorgeführt. Leben gekommen. Ein Hilfszug wurde an die Cholera- Epidemic in Bengalen. In ganz hlagen hatte. Marks, der unter dem Auromobil Unglüdsstelle entsandt. Bengalen, mit Ausnahme von Salkutta, ist eine log, fonnte nur noch als Leiche geborgen werden. Schneestürme in Südrußland. Der geftrigen Eröffnung des Bildlabel. Cholera- Epidemic ausgebrochen. In ciner 17. Klassenlotteric. 90.000 K: 87.425; 20.000 K: Moskau, 1. Dezember.( AN.) Im Süden dienstes Berlin- Wien wird von der Mehrzahl einzigen Woche erfrantien 3703 Personen, 94.110; je 5000 K: 2512 25.213, 35.792, 47.476, Sowjetrußlands wütete gestern ein starker der Berliner Blätter ein breiter Raum gewidmet. von denen 2139 starben. Wenn die Epidemie 59.020, 69.716, 107.022; je 2000' K: 3199, 1992, Schneesturm. Auf dem Raspischen Weer Die Zeitungen weisen auf die große Bedeutung sich weiter so ausbreitet, wie bisher, dann besteht 11.022, 29.354, 39.728, 41.664, 45.943, 73.182, 88.33. ging ein Fischerboot mit neun Fi- dieser Neuerung für Presse, Industrie, Handel, die Befürchtung, daß sie im Dezember um min: 99.109, 106.656, 119.441; je 1000 K: 874, 2970, schern unter, die sämtlich ums Leben famen. Wirtschaft und Striminalistit hin. Auch machten destens 50 Prozent zunimmt. 8090, 10.149, 11.139, 12.671, 15.240, 15.562, 15.651, Durch den Schneesturm wurden die Telephon- fich mehrere Blätter die neue Einrichtung bereits Fuhreise um die Welt.„ Petit Journal" teilt 15.897, 17.536, 21.580, 23.962, 24.262, 25.310 26,824, und Telegraphenlinien an zahlreichen Stellen heute praktisch zunuze. So ließ sich der Lokal- mit, daß in der Redaktion zwei tschechoslowatische 27.987, 30.162 30.211. 30.861. 31.592, 40.809, 41.638, Südrußlands beschädigt. In Batu und Umge- anzeiger" den Stopf der früh erschienenen Aus Studenten tučera und Skulina erschienen 42.959, 56.913, 58.266, 58.515, 58.728, 64.125 68.796, bung herrscht starter Regen. Die Keller der Stadt gabe einer Wiener Zeitung bildtelegraphieren. feien, die eine Reif um die Welt zu Fuß unter- 71.479, 72.055, 72.736 73.886, 76.839, 80.116 81.588, find unter Waffer. Auf dem Schwarzen Meer Die Bossische Zeitung" gab ein bildtelegraphisch nehmen. Aus Brag seien sie am 19. August ab- 88.260, 89.898, 91.081, 94.813, 97.000, 97.693, 98,087, wütet ein heftiger Sturm, übermitteltes Schreiben des Leiters der Wiener marschiert und hätten bereits Deutschland, Defter 102.187, 103.718, 105.256, 109.192, 114,344, 116.469, $ t t t 6 t t + [ 5]] 1 t. 11 ! t 5. e Freitag, 2. Dezember 1927. Ist das die Einheitsfront? Ginige Feststellungen über die kommunistische Lügenkampagne nach dem nordööhmischen Zertilarbeiterstreite. Erklärung. In den Versammlungen Nordböhmens er zu Silfe tamen, sondern Gewehr bei Fuß stehen ählen die Kommunisten, daß die Vertrauensleute geblieben sind. An diesem Verhalten tragen nicht Der Union aus Rüdersdorf nach den ersten zwet die Arbeiter des Friedländer Bezirkes die Schuld, Streiftagen von Haus zu Haus gegangen sind und sondern die Bestimmung des Zeitpunktes für den für die Wiederaufnahme der Arbeit agitiert haben. Streifbeginn war der Leitung der kommunistischen Wir erhalten nachstehende Erklärung aus Rückers Gewerkschaft in Reichenberg überlassen. Die kom dorf: munistische Gewerkschaftsleitung hat die Fried länder Arbeiter im Jahre 1925 aber nicht zum Das fursierende Gerücht, daß die Vertrauens Sie haben im Jahre 1925, während des großen Streife aufgerufen. Aber eines haben sie getan. Teute der Uasion der Textilartiter der Ortsgruppe Kampfes im Niederland, es so eingerichtet, daß Rüdersdorf von Haus zu Haus gegangen sind und an den Tagen, wo Vertrauensmännerfonferenzen für die Wiederaufnahme der Arbeit nach zweitä im Niederland stattfanden, Telegramme abgesendet gigem Kampfe agitiert haben, ist nichts anderes als eine gemeine Lüge. Als der Ortsgruppenlei Friedland bereits der Streik ausgebrochen fei. wurden, in welchen mitgeteilt wurde, daß in tung diese Verleumdung zu Ohren fam, wurden in der nächsten Streitversammlung, in welcher auch Jedesmal wenn die Ueberprüfung der TeleKommunisten anwesend waren, diejenigen aufge wurde, ſtellten sich diese Telegramme als irregrammnachricht in Friedland vorgenommen forbert, welche nadveiſen können, daß die Verführende Lügen heraus. Mit einer solchen Or trauensleute für die Arbeitsaufnahme agitiert haben, dies offen auszusprechen und zu beweisen. ganiſation fann natürlich eine ernste Gewerkschaft in fein Bündnis eingehen. Es sei festgestellt, daß die Versammlungsteilneh mer. ja selbst Kommunisten, erklärt haben, daß diese Nachricht nicht der Wahrheit entspreche. Die Ortsgruppenleitung und die Vertrauensleute von Rücke sdorf stellen deshalb fest, daß diese Nach rich nichts anderes, als eine böswillige kommunistische Verleumdung ist. Daß die Einheitsfront mit den Kommunis sten unmöglich ist, beweist ein Vorfall in Reichenberg während der Lobnverhandlungen. Als die Kommu nisten über die Antwort der Unternehmer beraten hatten und an die foalierten Verbände herantraten, daß nunmehr in Friedland mit dem Streife Rückersdorf, den 26 November 1927. begonnen werden soll, erklärten sich die koalierten Verbände einverstanden. Nach der letzten Für die Ortsgruppenleitung: Unternehmerantwort berieten die Kommunisten Josef Richter. an diesem Tage( 10. November) über den Beginn Selbst im Vorwärts" vom 27. Novemben eine Antwort erteilen. Nach zweistündiger Be des Kampfes und sollten den foalierten Verbänber I. J. ist ebenfalls eine grobe kommunistische Berleumdung abgedruckt, auf welche dann genann tes Blatt eine Berichtigung bringen mußte. Diese Berichtigung hat folgenden Wortlaut: ratung erklärte Herr Mai, daß eine Einigung noch nicht zustande gekommen fei. Die foalierten Ver bände werden die endgültige Antwort an dem felben Tage vormittags 10 Uhr erhalten. Die Ver,, Bei den streikenden Textilarbeitern in Fried handlungsdelegation versammelte sich vormittags land in der letzten Sonntagsnummer des„ Vor- 10 Uhr. obzwar eine Antwort von den Kommu wärts" wurde ich angegriffen, weil ich anfäßlich nisten Anfrage, ob und wann der Streik in telepho der Zuflucht, die ein Streiforecher in meinen 2anische Anfrage, ob und wann der Streit in Fried den genommen hatte, geäußert hätte:„ Ich zahle land beginnen soll. erhielten die foalierten Ver sofort 1 Faß Bier, wenn der Streif verloren geht." Diese mir in den Mund gelegte Aeußerung habe ich nie getan und konnte dieselbe auch insbesondere bei jenem Anlasse gar nicht tun, weil ich nicht zu Hause war, sondern erst zwei Stunden später nach Sause fam. Mildenau, den 21. November 1927. Otto Maier. ELIDA Gepflegtes Haar Seite 5. kann heute jede Frau haben, wenn sie es richtig behandelt. Soll es einen feinen Rahmen für das Gesicht bilden, so muß es seidigen Glanz, Feinheit, schöne Wellung, tiefe Farbe und Weichheit haben. Elida Shampoo macht das Haar seidenweich und locker und gibt ihm einen angenehmen Duft. Reinigt gründlich durch den üppigen Schaum. Verhindert Schuppenbildung und Haarausfall. Enthält keinerlei schädliche Bestandteile. Ein Päckchen für zwei Waschungen. ELIDA SHAMPOO Fund eines niederländischen Dedengemäldes. früheren Kunstgewerbemuseums in Haarlem wurde ein Stapel bemalter Breiter gefunden, die sich als Teile eines großen Dedengemäldes von Farent Fabricius, einem Schüler Rembrandts, erwiesen. Nach der Zusammensetzung der einzelnen bände eine ausweichende Antwort. An demselben Tage wurde in Raspenan eine Konferenz abgehalten. in welcher der Streik beschlossen wurde. Der fommunistische Sekretär, Herr Hölzel, begab sich am 18. November in die Kanzlei des Ga Sekretärs Rückert von der Union und gab ihm folgendes bekannt:„ Ich foll Dir die Meldung überbringen. daß heute Nachmittag in Friedland der Streit ausbricht, daß die Versammlungen bereits feftaefeßt sind und daß gestern der StreiftIn einer Versammlung in Ebersdorf führte befchluß gefakt wurde." Auf die Erwiderung des der kommunistische Referent aus, daß Lohnver- Sefrefärs Rüdert, daß eine derartige Vorgangs handlungen für den 17. November 1. J. einbeweise standálös ist, wenn man fortwährend nach rufen sind und daß die Unternehmer bereits ge- der Einheitsfront und nach einem gemeinsamen frochen kommen. Der Funktionär der Union der Vorgehen ruft und dann die anderen Organisa Aus der Bartel. Bei Aufräumungsarbeiten auf dem Speicher des Tertilarbeiter glaubte dieser Aeußerung des kom- tionen vor eine fertige Tatsache stellt, erwiderte munistischen Referenten und erklärte folgendes: Herr Hölzel, daß er ihm nur diese Melduna: Sozialdemokratische Studentengruppe Prag. „ Als der kommunistische Referent in der ser- überbringen babe, daß aber an dem Beſchluſſe Heute, Freitag, den 2 Dezember 1927, um 8 Uhr fammlung bekannt gab, daß die Unternehmer be- und an den Tatsachen, daß heute der Streit be abends im Verein deutscher Arbeiter( Smečkagaſſe reits zu Strenze friechen, waren wir alle ſehr er- ginnt, nichts mehr zu ändern sei. So verstehen Nr. 27) Diskussionsabend. Alle Mitglieder freut, jedoch um so mehr erstaunt, als ich mich per- die Kommunisten die Einheitsfront! Sie wollen sind herzlichst eingeladen. Stücke ergaben sich allegorische Darstellungen der vier Jahreszeiten, die ein spiß zulaufendes Suppelsönlich aus der Zuſchrift des Gewerbeinspektorates ieder anderen Organisation einfach diktieren und überzeugen fonnte, daß nicht die Unternehmer den sie vor fertige Tatsachen stellen. Wenn sie jedoch gewölbe geschmückt haben müssen. Das 1669 ent standene Kunstwerk wird nach gründlicher Reinigung Anstoß zu einer solchen Aussprache gegeben hatten. Dann die größten Fehler begehen und ihnen diese fondern daß die Kommunisten beim Gewerbeinspel Fehler vorgehalten werden, erffären sie schein Vortrag Prof. Hugo Steiner- Prag: Die inter- in einem Museum aufgestellt werden. torate gewesen waren, um diesem bekanntzugeben, heilig, daß diese Fehler nicht vorgekommen wären, auf welcher Grundlage verhandelt werden könne. wenn zuvor über die Taktik Beratungen statt- nationale Buchlunstausstellung in Leipzig 1927. Der Die Ebersdorfer Arbeiter waren deshalb über gefunden hätten. So handeln kommunistische Se- bekannte Graphiker und Vorsitzende des Bundes fretäre und aus dieser Handlung muß jeder Ar- deutscher Buchkünstler in Leipzig sprach am 30. No diese irreführende Berichterstattung sehr erstaunt beiter erkennen, daß es mit solchen Leuten nicht vember in einer Veranstaltung des Tschechoslowaii und werden in Hinfunft jede kommunistische Beschen Werkbundes( Svaz československého Da) in richterstattung erst auf ihre Wahrheit überprüfen. möglich ist eine Einheitsfront zu schließen. Prag über dieses Thema. Der Vortrag, der in deutNichts ist verwerflicher, als während eines Kamp- Genosse Zimmer übermittelt uns dazu fol- scher Sprache gehalten wurde, brachte weit mehr, als fes die streikenden Arbeiter durch irrige Bericht gende Erklärung: erstattung zu täuschen." Ebersdorf, den 25. November 1927. Julius Bergmann. Erklärung. Die mir in den Mund gelegten Aeußerungen in den Versammlungen in Dittersbach und Rükfersdorf, daß ich die Mitglieder der Union vor dem Streife warnte denselben für verfrüht erklärte, und daß troß Unternehmerprovokationen noch weitere Verhandlungen möglich seien, erkläre ich als bewußte Lüge. Ich habe in den Versammlungen nur die Mitglieder der Union über das Streifreglement aufgeklärt, was meine Pflicht war und die Arbeiterschaft auf alle Eventualitäten auf merksam gemacht. Ich habe mich strikte nach den Weifungen der foalierten Verbände gerichtet und der Arbeiterschaft den Streik empfohlen. Die Mär chen, daß ich vor dem Streif gewarnt habe, erfläre ich als eine böswillige Verleumdung." Neustadt, den 28 November. Fran; 3üdert, Sekretär. Daß die Kommunisten es mit der Wahrheit nicht genau nehmen, hat ihnen der Verbands obmann der christlichen Organisation am 18. Nobember 1. J. in Reichenberg im„ Schüßenhaus" nachgewiesen. Die christliche Organisation war im Jahre 1925 mit den Kommunisten koaliert und Schüß ist aus diesem Grund über die Manipulationen der Kommunisten sehr genau infor mert. Der Verbandsobmann Schüß der christlichen Textil rbeiterorganisation erflärte " Schüßenbaus", daß zwar die Friedländer Arbeiter im Jahre 1925 den Streifbeschluß gefaßt hatten, aber den niederländischen Arbeitern durch die Verbreiterung des Streikes auf Friedland nicht| Vorträge. Eine Petrarca- Ausstellung findet zurzeit in dem französischen Orte Carpentras in der Nähe der von dem Dichter so viel besungenen Einsiedelei bei Vaucluse statt, wo Petrarca viele Jahre verbracht hat und heute noch wertvolle Manuskripte und Drudwerke von ihm aufbewahrt werden. Die Ausstellung umfaßt Handschriften, kostbare Bücher der Gegenstand erwarten ließ. Prof. Steiner stellte und Bildnisse, die sich auf Petrarca, seine Freunde Im„ Vorwärts" vom Sonntag, den 27. No in formschönen und warmen Worten, die den von und seine Zeit beziehen, und bietet Freunden des seiner Aufgabe überzeugten Künstler erkennen ließen, Dichters viel unbekanntes und sonst nur schwer zuvember 1. J. wird mir ein Ausspruch in der Vereine grundsätzliche Darstellung über die Mission des gängliches Material. sammlung vom 24 November 1. I in Gößl's Buchfünstlers voraus. Er muß schaffen in einer Das Frankfurter Goethe- Museum hat einen Gasthaus in Paulsdorf in den Mund gelegt, der Arbeitsgemeinschaft mit dem Handwerker. Die wertvollen Zuwachs durch die leihweise Ueberlassung aus dem Zusammenhang herausgerissen ist und künstlerische Schönheit eines Buches muß aus seiner des gesamten schriftlichen Nachlasses der Marianne technischen Schönheit hervorgehen. Bei aller Unter- von Willemer erbotten. Damit ist der letzte dadurch eine vollständig andere Bedeutung erhält. ordnung unter den technischen Werdeprozeß bleibt Ich habe nicht die Taktik der Sektion gutgeheißen, aber immer noch Spielraum für die volle Entfalten in die Obhut einer öffentlichen Sammlung gegroße Nachlaß des Grethe Kreises aus privaten Hänsondern habe erklärt, daß in Friedland durch die tung der Phantasie des Künstlers, der dabei aber langt. Es handelt sich um etwa 170 Manuskripte, Vorschußwirtschaft bei der Firma Nichter in Mil- immer bedenken muß, daß er für den Menschen, zumeist aus den Jahren von 1808 bis 1832. Den den das Buch beglücken soll, nicht für den Buchladen, Hauptbestandteil bilden 76 Briefe Goethes Hinzu schafft. Die Illustration am Buch darf nicht die kommen Mariannens Antworten und einzelne GeEselsbrüde für den Leser sein. Der Künstler muß sichte aus der Epoche des„ Westöstlichen Divan". es verstehen, zwischen den Zeilen zu lesen; dort, wo Auch das berühmte Dornburger Gedicht„ Dem aufdie Mittel des Dichters versagen, setzt die Arbeit des gehenden Vollmonde" vom 25 Auguſt 1828 finder Illustrators ein. Der Vortragende zeigte dann in sich unter diesen Handschriften. einer großen Anzahl von Lichtbildern charakteristische Arbeiten der versch) edenen, auf der Ausstellung ver- Ein verschollenes Jugendwerk Mozarts ist von tretenen neunzehn Nationen. Wenn auch die Bilder dem Florentiner Musikhistoriker Boghen entdeckt nur einen schwachen Widerschein der Ausstellung worden. Es handelt sich um ein zweiteiliges Oratoaeben konnte- sie zählte 20.000 Arbeiten so rium„ Isa ak" nach einem Terte von Metasta gelang doch die Absicht des Vortragenden: aufzuzeisio, das Mozart in seiner frühesten Jugend komgen, daß in allen Ländern Kräfte am Werke sind, dent Buch zu dienen, das wie Gerhart Hauptmann poniert hat, als er noch in Italien Musikunterricht fagte, eines der größten Weltwunder ist. Herzlicher genoß. Beifall belohnte ihn. E. P. denau die Stimmung der Streikenden für den Abbruch des Streifes war, daß ferner vor Abhaltung der Abschlußversammlungen die Arbeiter schaft erklärte, daß sie auf alle Fälle den nächsten Tag die Arbeit aufnehmen wird, ob in der Konferenz in Raspenau der Sektion die Annahme des Unternehmerangebotes erfolgt oder nicht. In diesem Zusammenhange habe ich erklärt, daß es vielleicht unter solchen Umständen am besten war, daß der Kampf beendet wurde, weil bei Nicht annahme des Unternehmerangebotes und bei einer Erweiterung des Kampfes der gesamte Erfolg durch einen Zusammenbruch des Kampfes in Friedland hätte gefährdet werden können. Wenn die Unternehmer die Aussperrung durchgeführt hätten und wenn mittlerweile in Friedland der Streif susammengebrochen wäre, so wäre dadurch eine sehr schwierige Situation entstanden. Dies ist der wahre Sachverhalt der Aeußerung in der Götzl Versammlung. Reichenberg, am 28. November 1927 Klemens Zimmer, Sekretär. Kunit und Willen. Repertoireänderung: Heute„ Adieu Mimi" an statt„ Die Liebesfutsche" wegen Erkrankung von Frau Schulz Nästelberger.( 49-1.) Anfang 7 Uhr. Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Freitag, 7 Uhr abends:„ Adieu Mimi" ( Serienspr. 49-1). Samstag, 7 Uhr, Journa fiften- Vorst., nen einstudiert: Falstaff"( 18-4). Sonntag, 2% Uhr: 3 wölftausend." 7 Uhr: Sommernachtstraum."- Montag, 7 Uhr: Liebeskutsche"( Serienspr. 51-3) " Gerhart Hauptmann- Feier:„ Der Biber- Spielplan der Kleinen Bübac. Freitag, Kul:. pelz", neu einstudiert, Samstag, den 10. Dezembe verbandsvorst.: Lampenschirm"- Samsing: Die Kleine Bühne bringt als nächste Novität die Seger". Sonntag, 3 Uhr: Amphitryon", ( Besellschaftskomödie Die schöne Frau Cha- halb 8 Uhr:„ Olly- Polly"- Montag, Banttelain" von Etienne Roy. Premiere Mittwoch, beamtenvorst I: Die Braut und das scarden 7. Dezember. lachrote Tier". Seite 6. Chlorodont Kleine Tube Kč 4- grosse Tube Kč 6Freitag, 2. Dezember 19.7. die herrlich erfrischende Zahnpaste macht die Zähne blendend weiss Barteigenoffen! Barteigenoffinnen! Benützet an Stelle der unzähligen teueren Neujahrsgratulationskarten die in unserem Blatte erscheinende Kollettiv- Gratulation. Zurnen und Sport. Deutscher Arbeiter- Turn- und Sportverein, Prag. Am 6. Dezember 1927, um 8 Uhr abends, findet im großen Saale des„ Odboroby dum", Prag I., Perštyn, cin Nikolo- Abend unter Mitwirkung der Turner, Naturfreunde und Jugendlichen statt. Entree für Mitglieder K 3.-, für Nichtmitglieder K 5.-. Geschenke werden am Senden Sie umgehend den ausgeselben Tage ab 6 Uhr abends an der Abendkasse füllten Bestellschein, welcher Sonntag, den 27. Nov. unserem Blatte beigelegen farten im Vorverkauf bei allen Funktionären. entgegengenommen. Anschließend Tanz. Eintritts. ist, an die Verwaltung„ Sozialdemokrat" Prag II., Nelazanka 18. Die Vereinsleitung. Genossen und Genossinnen! Verjäumet nicht, auch bei dieser Gelegen Naturfreunde- Bergsteigerschule. Riesengroß sind heit durch Einschaltung von Neujahrs- die Gefahren, die den Wanderer im Gebirge um wünschen eure beste Waffe, die Partei- geben. Täglich) melden die Zeitungen von Abstürpreſſe, zu unterstützen und dadurch zu zen, Lawinen und Verschollenen. Und doch zieht Träftigen. die Bergsehnsucht den Naturfreund wie an unsicht Bestellungen werden nur bis 10. Dezember 1927 entgegengenommen. Die Verwaltung. Volkswirtschaft. Das Präsidium der Zentralversicherungsanstalt hielt gestern unter dem Vorsitz des Abg. A. Hampl die 34. ordentliche Sigung ab, in der die Jahresbilanz der Zentralsozialversicherungsanstalt für die zweite Sälfte 1926 zur Beratung stand, welche der Ausschußsitzung der Zentrai sozialversicherung am 15. Dezember 1927 zur Genehmigung vorgelegt werden wird. Auf der Tages ordnung standen weiter eine Reihe laufender und Personalangelegenheiten. genommen. Geturnt wird nach der neuzeitlichsten faßt 5400 Mitglieder. Der Festort war das bekannte Methode unter Anlehnung an die Arbeiten der deut- Amalienbad. Capek vom Arbeiter- Schwimmverein stellte im 400 Meter Hand über Hand mit 4: 00.6 schen Arbeiter- Turn- und Sportschule in Leipzig. Min. eine neue österreichische Höchstleistung auf. Kamen auch die Turner beim Schwimmen ins Sintertreffen, so belegten sie doch im Turmspringen den ersten Platz. Theorie und Praxis im Arbeitersport. Darüber veranstaltet zur Zeit der finnische TÜL. einen dreimöchentlichen Lehrgang für Vereins funt. tionäre, der 40 Teilnehmer aus allen Landesgebieten vereint. Die Agitation der finnischen Arbei tersportler wird in letzter Zeit besonders eifrig betrieben. Schwimmen. Leichtathletit. Die Herbstarbeit der belgischen Leichtathleten. Angeregt durch das günstige Herbstwetter haben die belgischen Arbeiter- Leichtathleten eifrig Waldläufe gepflegt Die erreichten Ergebnisse sind als gut zut bezeichnen, wenn auch die ungleichen Durchführungsbedingungen einen Vergleich nicht zulassen Turner mit Schwimmern im Wasserfamps. Bei dem erstmalig vom Wiener Arbeiter- Turnverein veranstalteten Wassersportfest gab es spannende Kämpfe zwischen den Turnern und den besten Vertretern des Wiener Arbeiter Schwimmvereins, dem erbreitet den Sozialdemokrat... größten Arbeiter- Schwimmverein der Welt mit 9000 Witgliedern. Der Wiener Arbeiter Turnverein umVom 2. bis 8. Dezember Herausgeber: Dr. Ludwig C& ch Verantwortlicher Redakteur. Dr. Emil Strauß. ruch Deutsche in Prag. Für Prag. Die Zeitungsmarkenfrantatur wurde von der Boft- u. Telegraphen Direktion mit Erlaß Nr. 127 451/ VII/ 27 am 14. Mat 1927 bewilligt. haren Fäden hinauf auf die Höhen und steilſten KINO- PROGRAMM ben Duct Berantwortlich: Otto both. Brog ipfel. Gipfel. Darum fann neben Warnungen vor Unachtjamteiten nicht genug an Belehrungen über Vorbedingungen und Durchführungen von Hochtouren getan werden. getan werden. Die proletarischen Naturfreunde in Wran Urania- Kino Wien haben sich bedeutende Gelehrte und namhafte Einziges deutsches Kino Drags. 2976 Tel. 40.129 Alpiniſten gesichert und mit ihnen eine Bergsteiger- ,, Die tolle Lola". schule eingeführt. Die Schule gibt neben Velehrun gen den Naturliebhabern Anregungen zur wissen idhaftlichen Beschäftigung mit den Vorgängen und Gebilden der Landschaft. Für erste Hilfeleistung bei Unfällen in den Bergen findet ein besonderer Lehrgang statt. Der Film vom 1. Arbeiter- Olympia als Werbemittel. Vor einer Zuhörerschaft von 400 Personen, die in der Mehrheit aus Aerzten, Schuldirektoren, Lehrern usw. Bestand, sprach Genosse Devlieger in Lüttich über die„ Neue Großmacht", den so betitelten Film vom 1. Arbeiter- Olympia in Frankfurt Eisenbahnerstreik in Dresden. Nach Blätter: 1925. Der Vortrag und die Filmvorführung fand beste Aufnahme und wurde selbst von der bürgermeldungen aus Dresden hat der Streik der dor- lichen Presse in würdigster Form besprochen. tigen Eisenbahnarbeiter bereits zur Stillegung des gesamten Güterverkehres geführt. Wie das„ Ber liner Tageblatt" meldet, hat der Ortsausschuß des Deutschland. Allgemeinen deutschen Gewerkschaftsbundes Dress den beschlossen, den Streik zu sanktionieren und die Sperre über die Betriebswerkstätten Dresden zit verhängen. Mitteilungen aus dem Publikum. Große Theaterredoute„ Winternachtstraum" aut 18. Jänner 1928 im Lucernajaale zugunsten der penſionierten Künstler des Deutschen Landestheaters 51.10 ( Solisten Pension). Historische Romane. Ich bin ich." Turnen. Schlagerlustspiel LIDO BIO Drei Musketiere. In 8 Akten. Douglas Fairbanks. 2901 Ausschreibung. Demnächst gelangt der Posten eines Partei- Gekretärs für die Bezirksorganisation in Zwittau zur Be Uebertritt zum Arociter- Turn- und Sportbund fegung. Bewerber müssen nicht nur die agitatorischen Deutschland. In Berlin ist der Polnische und organisatorischen Arbeiten im Bezirke, sondern Turngau mit 300 Mitgliedern über 14 Jahre auch den Lokaldienst und aushilfsweise gewerkschaftin fünf Vereinen( Schöneberg. Charlottenburg, liche Arbeit leisten. Moabit, Wedding, Osten) zum Arbeiter- Turn und Sportbund übergetreten. Frauenturnen in 11. S. A. Es ist eine Freude, zu sehen, wie die Frauen im nordamerikanischen Arbeiter Turn- und Sportbund arbeiten. Sie wolen mit aller Straft die männlichen Turner an Zahl überragen und haben erreicht, daß in jedem Arbeiter Turnverein eine Frauenabteilung besteht. In jeder Turnstunde werden neue weibliche Mitglieder auf Nachzuweisen ist: Längere Zugehörigkeit zur sozialdemokratischen Partei und einer freigewerfschaftlichen Organisation, sowie aktive Mitarbei: in einer politischen Organisation. Wo verkehren wir? Café„ Continental", Prag, Graben Gastwirtschaft LIDOVÝ DŮM der Genossenschaft Ganymed Täglich Konzert. PRAG II., Hubernska Nr 7 Café„ Nizza' Kgl. Weinberge, Fochova 27. Unser Stammlokat 66 106 DRUCK- U. VERLAGSANSTALT GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG empfiehlt sich den p. t. Behörden. Vereinen, Organisationen. Gemeinden und Kaufleuten zur Herstellung von Drucksorten wie: Tabellen. Büchern. Broschüren. Zeitschriften. Zirkularen. Mitgliedsbüchern, Einladun gen. Plakaten. Flugschriften Fakturen. Briefpapieren usw. In solider und rascher Ausführung. Setzmaschinenbetrieb und Rotationsbetrieb 1Reflektanten wollen ihre eigenhändig geschriebenen Offerte bis längstens den 12. Dezember 1927 an die Adresse des Bezirksvertrauensmannes Stefan Jandl, Zwittau, Arbeiter- Konsumverein, einsenden. IN TEPLITZ SCHONAU 5160 Die Bezirksegefutive. TISCHLERGASSE NR. 6. ! Diederichs Verlag in Jena) zurüd. Grab- der zeitgenössischen Quellen auf, wie peinlich Gmelin als Lektüre, ist Balder Oldens historischer bes Staiserdramen, Freytags lehrhafter, des Feuers den Chroniken folgt, wie genan er das Itinerar des Roman„ Ich bin Ich", jüngste Bergangenheit ge wahrer Dichtung entbehrender, Roman„ Das Nest Naiſers ſtudiert hat, wie Urkunden und Manifeste taltend, der Roman Carl Peters"( Universi Gmelin: Das Angesicht des Kaisers. Olden: der Zanntönige" sind so ziemlich die einzigen weiter aus dem Original übernommen wurden.( Ein las Deutsche Verlags A.-G., Berlin). bekanntgewordenen Dichtungen aus der Zeit der Schnitzer wie die Verwechslung Gregors des Großen Der Name des Afrika- Eroberers und eigentlichen Hohenstaufen. Die Romantik, die ihrer weltanschau- mit Leo I. kann dabei ja unterlaufen). Von Stapitel Begründers der deutschen Kolonialpolitik, Dr. Gil Der historische Roman in der deutschen Lite lichen Richtung, ihrer Gefühlswelt gemäß berufen zu Sapitel aber hebt sich aus der bunten Folge der Beters, ist heute fast vergessen, in den Lehrbüchern ratur stets ein Stieffind der tentonischen Muse war, das deutsche Mittelalter der Dichtung zu ge- Ereignisse plastischer und strahlender die Gestalt des und populären Geschichtswerken wurde er absichtlich und jahrzehntelang Professoren, Vielschreibern und winnen, hat wohl Novalis genialen Torso„ Die Kaisers ab, des„ Verwandlers der Welt"! Als den verschwiegen. Olden entwirft ein äußerst fesselnd, sentimentalen Liedersängern ausgeliefert bedarf Christenheit", nicht aber einen wirklichen, lebens ,, ersten modernen Menschen", als den Burckhardt ſtellenweise mit der Spannung eines Sensations. einer Belebung, Erwedung, eines Dichters, der die fähigen historischen Roman hervorgebracht. Wagner| ihn bezeichnete, will Gmelin uns den Staufer zeigen romanes geschriebenes Bild des Menschen Peters, Tradition C. F. Meyers und Thomas Manns( der zog das Reich der Soge dem der Geschichte vor, da und die große Aufgabe des Romans ist es, troß in dem er eine Krajina.ur sicht, wie sie nur in sie selbst leider aufgab), nicht die Konvention der in jenem freier seine Phantasie walten fonnte. In aller historischen Treue, die oft Ballast sein mag, den Jahrhunderten geboren wird, den einzigen Deutschen Ebers, Dahn und Wolf fortsetzt. Es gab in den den großen Streit der historischen Schulen zwischen Kaiser nicht als historische Persönlichkent, sondern als des 19 Jahrhunderts, der Bismard gleichkommt. Tetzten Jahren eine ganze Reihe von Versuchen, 1848 und 1871 griffen die Dichter mit gutem Grunde Menschen, als Helden auf uns wirken zu lassen. Es fäßt sich leicht nicht feststellen, wie weit der einen deutschen historischen Roman mit eigenem nicht ein, das neue Reich aber war fleindeutsch), preus Wie hat dieser Gewaltige als Mensch auf seine Beit oman wirklich der Geschichte folgt; ist er mehr Stil, origineller Gestaltung des Verhältnisses von ßisch, es wollte von der Geschichte des hohen Mittel- genossen gewirkt? Die Geschichte beweist uns, daß er Stographie als Erfindung. Dann erinner der dämo Geschichte und Dichtung zu schaffen. Es sei an alters nichts wissen, das Altertum begann, wie ein an der Wiege der italienischen Renaissance steht, daß nische Charakter Peters wirklich in überraschender Döblins„ Wallenstein" erinnert, der großze Wiode, österreichischer Historiker einmal sagte, in Preußen er als Politiker, Wissenschaftler, Schriftsteller, Orga- Weise an den Bismarcs, als dessen Grundelemente aber bald vergessen und, sagen wir es offen, nach erst mit dem großen Kurfürsten. nisator, Philosoph die kommenden Jahrhunderte der E. Ludwig uns Haß, Mut und Stolz gezeigt hat. dem ersten Drittel langweilig war. Klabund ver So ist es jungfräuliches Gebiet, das Dito kündet. Der Roman aber soll uns das Angesicht Wian mag die Tendenz des Verfassers, die stellen suchte es mit den teinen, Greignisse in rasender Gmelin betritt, wenn er Friedrich II. von des Kaisers", das Bild des neuen Menschen vor- weise sichtbar wird, ablehnen, über den Wert deutMit dem Herkommen bricht der Verfasser schon in der unreifen Zeitgenossen spiegelt. Das gelingt; und Peters, die Festsetzung in Ostafrika eher jür ein der Gliederung seiner Erzählung; war man bisher mit Spannung folgen wir der Darstellung, auch ungiüd, denn für eine nationale Tat galten, das gewohnt, in historischen Romanen entweder die Er- dort, wo sie Bekanntes, in jedem historischen Hand- hiftrische Wert Peters also, nicht seine persönliche eignisse von Jahrzehnten auf wenige Jahre zusam- buch Nachzulesendes bringt, mit Ergriffenheit sehen Ta:, geringer e.nfchäßen als Olden, dem Baure der menzudröngen, oder auf dem Höhepunkt des Ge- wir, wie sie alle erliegen vor dem Angesicht des glänzend geschilde ten Persönlichkeit wird man sich schchens verweilend, das Vorangegangene als Remi- neuen, kommenden Zeiten angehörenden Menschen; nich: se leicht entziehen können. Gemeinsam m niizens einzuflechten, so zieht bei Gmelin in epischer die päpstlichen Widersacher in ihrem mannigfach dem Roman Gmelins hat Oldens„ Ich bin Ich" Breite das ganze Leben des Helden an uns vorüber. verschiedenen Temperament, der sanfte Sonrms, der die nahe Verwandtschaft mit der Historischen Biogra Mit dem Tode Heinrichs VI beginnt der Roman, fanatische Gregor, der verschlagene Innocenz, der phic, die beiden das Grundgerüst der Erzähluna ist. mit Friedrichs Tode erst endet er. Was dazwischen rebellierende Schn, der Stanzler Petrus von Vinca, Daß beide Romane- die natürlich sonst nichts Von dieser Form aus, der tatsachengetreuen, liegt, diefes gewaltige Stück Weltgeschichte, das die Sullane des Oriens, die Frauen dreier Grd: eile miteinander zu tun haben und hier ganz zufällig von der historisch überlieferten Wahrheit nur in Aufstieg und Niedergang der Staufer bringt, dieses die Priester, Krieger und Gelehrten, erliegen, zer- nebeneinander aufmarschieren- gelungen sind, als Mleinigkeiten, in der Ausmalung gewisser Szenen, unerhört titanische und einmalige Ereignis, das brechen, erschaudern vor der strahlenden Helle, der literarisch wertvolle, ihren Zweck als fesselnde Lektüre in der Schilderung psychologischer Vorgänge abwei Friedrich II bedeutet, und dessen leßten Zauber, unnahbaren Kälte, der Erhabenheit des kaiserlicher vollauf erfüllende Werke zu buchen sind, scheint uns chenden Darstellung geschichtlicher Persönlichkeiten dessen tiefstes Geheimnis Geschichte und Dichtung Anttives, das heißt hier vor dem Arkanum der Per- ein Beweis für die glückliche Wahl der Me hoden. gehen zwei historische Romane aus, die jeder in nie ergründen werden, zicht streng chronologisch ge- sönlichkeit. Der deutsche historische Roman scheint sich auf dem seiner Art Beachtung verdienen und vielleicht einen ordnet an uns vorüber. Kam man bei der Lektüre Der Stil Gmelins ist eigenwillig, aver bei Wege, den die halbwissenschaftliche historische Arbet Weg weisen, auf dem Erfolge zu erwarten sind der lepten großen wissenschaftlichen Biographic eller Einzelgängerei flar und nicht verkitscht, in ihm bahut, endlich durchzuringen In eine sehr ferne Vergangenheit in eine Zeit, die Friedrichs II, der im Frühjahr erschienenen Arbeit der eigentümlichen Härte des Ausdrucks dem Stoffe Seunst heranzureifen. sonderbarerweise von der deutschen Dichtung im all kantorowiczs zu dem Urteil, sie lese sich wie ein fast angeglichen Hier ist jedenfalls ein Roman, den gemeinen wenig beachtet wurde, greift Otto Roman, so fönnte man über den Roman Gmelins man lesen, ein Autor. auf den man hoffen soll! Gmelin mit seinem Hohenstaufeuroman urteilen. er lese sich wie eine fesselnd geschriebene Künstlerisch in einigem Abstand von Gmelin, " Das Angesicht des Kaisers"( Eugen Biographic. Freilich fällt vielleicht nur dem Stenner aber leichter zu lesen, vielen vielleicht willkommener dern andeutenden, eine Persönlichkeit auf ein paar Dußend Seiten von der Wiege bis zum Grabe in Werden und Vergehen schildernden Romanen( Piotr, Moreau usw.) Die Form, die man suchte, wurde nicht gefunden. Vielleicht hängt es mit dem Fehlen eines fünstlerisch wertvollen historischen Romans zu sammen, daß die großen Bucherfolge der jüngsten Zeit den sprachschönen, fünstlerisch gestaltenden Geschichtswerken, etwa den großen Biographien Emil Ludwigs, gehörten. fire, pie caffin Das gelingt; une stolonialpolitit, anderer Meinung sein als er Die beiden Bücher sind besonders den öfkem lichen Bibliotheken zur Anschaffung zu empfehlen. E. Fr.