Einzelpreis 70 heller. Redaktion und Berwaltung. Prag, I., Nelajanto 18 Telephone: Sagesredattion: 26795, 31469. Machtredaftion: 26797. PoRichedamt: 57544 Jnferate werden laut Tark billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Mittwoch, 14. Dezember 1927. Der Kampf um die Macht. Für die Staatsbürger im Waffenrock. Aus Berlin wird uns geschrieben: Eine aufwählende Rede des Senators Genoffen Joll über die Zustände in der tschechoslowakischen Armee. In der gestrigen Senatsfisung führte Genosse Jok! it. a. aus: Der Voranschlag des Herrn Ministers für auf der einen Seite die Gagen der Offiziere erhöht, auf der anderen Seite aber die Löhnung der Mannschaft abgebaut Bezugs Bebingungen: • Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Best: monatlich olerteljährlich halbjährig ganzjährig.. Ke 16.48.96.192. Rüdftellung von Manuftripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Ericheint mit Ausnahme bes Montag täglich.ri Nr. 292. der Absendung des Briefes wurde er von einem Pferd geschlagen und verlor sein Leben. Ferner die Zustände beim Infanterieregi ment Nr. 84 in Troppau, zweites Bataillon, 5. Komp. untergebracht in der Masarykfaserne man sollte den Namen dieser Kaserne ändern, denn sie ist durchaus nicht ein Ruhmesblatt. Sie ift voller Wanzen und Ratten, es ist schon der Fall vorgekommen, daß eine see Selbst wenn die Ankündigung der Eisenfönige von der Ruhr, am 1. Jänner ihre Betriebe still zulegen, nicht ausgeführt wer den sollte, so wird doch die Erregung über ihr brutales Vorgehen in der ar beitenden Bevölkerung Deutschlands no lange nationale Verteidigung ist wohl die beste Illuftra. fat. Da tonnen wir nun fonstatieren, daß man einen Mann bei Nacht in die Lippen gebiffen hat. nachzittern. Und man darf erwarten, daß eine der wichtigsten Fragen der deutschen Politik, tion für die ewigen, nicht vom Fled kommenden scheinbar der Meinung ist, daß die 1.50 K. die der Beratungen des Völkerbundes über die Abrüstung. Soldat täglich bekommt, zuviel ist. daß man den wer den Staat beherrschen soll, ob eine Hand- Wir Sozialdemokraten ſtanden vom allen Anfang Soldaten rubig noch andere Ausgaben aufkalfen voll Kapitalsmagnaten oder die die gewaltige an peſſimiſtiſch diesen Beratungen gegerüber, aber fann. Es gibt eine Reihe von Trupper förpern. die heutige kapitalistische Gesellschaftso dnung ohne den Massenmord und dessen Organisa t'on nicht auskommt. wo den Soldaten unfontrollerbare Abzüge für die verschiedensten Dinge gemacht werden, darun' er für Zeitungen, die in der Kantine auflegen. Außerdem werden noch Abzüge für die JMICA und andere Dinge gemacht. Das ungeheuerlichste, auch kein Beispiel in der Vergangenheit hat, ist das beispiellos dastehende in unferem Staate, das aber, daß man den Soldaten Abzüge macht für angebliche verdorbene Gegenstände. Unter dem Titel Ersatz für verdorbene Gegenstände werden unsere Soldaten buchstäblich geplündert. In einer Reihe von Briefen und persönlichen Feststellungen will ich Mehrheit des Volkes bildenden schaffenden jetzt ist es wohl für jeden Laien klar, daß Massen, zu einer schnelleren Lösung kommen wird. Man hat versucht, die Vorgänge im Ruhrrevier mit dem großen britischen Kohlenstreik in eine gewisse Parallele zu bringen. Dieser Bergleich iſt aber durchaus falsch. Daß der eng- uns, daß wires ifft einer autegiplocene is Schon Ziffern des Voranschlages zeigen liſche Stohlenbergbau reformbedürftig war, dar rüstung zu tun haben. Der Boranschlag in der über bestand beim Ausbruch des Kampfes kein Söhe von 1400 Milfonen Kronen übertriff den Zweifel. Es hat sich damals vor allem darum des Vorjahres um 30 Millionen. Dazu kommen gehandelt, wer die Sosten für die notwendigen aber die Summen, die teilweise im Rüstungsfonds Reformen tragen sollte. Die rheinisch- west festgelegt sind. nämlich 315 Millionen Kronen, fälische Schwereisenindustrie ist aber in teiner dazu kommen noch die verschiedenen Schiebungen, Weise notleidend. Im Gegenteil, die Werke die im Zusammenhang mit der Zusammenstellung sind durchwegs auf die höchstmögliche Leistungs- nalverteidigung vorgenommen worden sind. So des Voranschlages des Ministeriums für Natio fähigkeit gebracht worden, aus ihren eigenen werden die Ausgaben für Bauten hinübergescho Veröffentlichungen geht hervor, daß ihre Pro- ben in den Vorauschlag des Arbeitsministeriums. geben. Charakteristisch ist folgender Fall der sich duktionskraft im Verhältnis zu dem aufaebei einer Abteilung zugetragen hat. Weil ein Die Ziffern des Voranschlages und die Er- Stahlhelm auf dem Mantel schieftang'e, jag'e der wendeten Stapital und zu der Größe der Be- läuterungen zerstören das Märchen das die den svobodnik" Dreßler um falb 8 Uhr abends die leafchaft sogar noch die der amerikanischer fchen Regierungsparteien bei der Aenderung des ganze Mannschaft in die Renschule und ließ sie Schwereisenindustrie übertrifft. Die Ruhr- Wehrgeseves den Wählern erzählt haben, daß sie eine halbe Stunde lang Laufschritt machen. Weiindustriellen haben die Wirren der vergangenen eine Herabfeßung der Zahl der Militärdienstpflichter ein ungemein rauriger Brief von dem In15 Jahre glänzend überstanden. Der Strieg vertigen bedeute, ganz gründlich. Es wird im Vorfanteristen Josef Lampel ich lann den Namen fchafft ihnen eine ununterbrochene Hochtonjunt anschlag zugegeben, daß wir heute schon eine tur; nach dem Friedensschluß wurden ihnen Steigerung des Mannschaftsstandes um rund außerordentlich hohe Entschädigungen für ihren 6.800 Mann ehemaligen Besitz an lothringischem Erz ausge- zu verzeichnen haben. Im Voranschlag ist der zahlt; das Ende des Ruhrkampfes brachte ihnen and der längerdienenden Unteroffiziere mit das 700 Millionengeschenk der Lutherregierung: einer Höhe von 6,000 angenommen. Es berührt und schließlich haben sie die Depressionsjahre uns ganz eigentümlich zu sehen. wenn man Gele 1924 bis 1926 dazu benußi, um auf Stosten genheit hat in den verschiedenen Städten an Offic der Arbeiter die Nationalisierung ihrer Beziershäusern vorüberzugehen, daß dort noch mas triebe durchzuführen. senhaft Soldaten mi Dienstleistungen beschäftigt find, die mit dem Militarismus absolut nichts zu tun haben. Wenn Sie z. B. in Troppau an Wobihäusern von Offizieren vorübergehen, so werden Sie finden, daß dort Es handelt sich jetzt auch gar nicht um eine Reform, um eine Neuerung, sondern um die Wiedergutmachung eines an der Arbeiterschaft begangenen Unrechts. Beim Zusammenbruch im November 1918 setzten die sozialdemokratischen Boltsbeauftragten die Arbeitszeit allgemein Soldaten als Ordonnanzen zu allen möglichen Zweden verwendet worden, zum Teppichklopfen, zum Wichsen, zum Kinderwarten auf acht Stunden herab. Ende 1923, als die( Sen. Löw: Zum Windelwaschen.) Ich habe schon Arbeiterklasse durch den Krieg, durch die In- im Vorjahre darauf hingewiesen, daß man flation und den Ruhrkampf zermürbt und fampfunfähig war, wurde in der rheinisch- westzur militärischen Dienstordnung eine Illustration nennen, weil der Mann leider nicht mehr unter den Lebenden ist vom jezdecký pluk 3 in NovýKomarov. Der Brief lautet: „ Lieber Joses.. Ausgang haben wir erst in sechs Wochen, da wir nicht einmal die Zeit dazu haben. Um 4 Uhr müssen wir aufstehen. Da geht es bis um sieben Uhr. Dann müssen wir pußen und schlafen gehen Wittags haben wir feine Zeit zum effent. Um 12 Uhr kommen wir herein von der Reitschule, um halb 1 Uhr müssen wir schon wieder hinaus Wenn wir abends heim kommen, sind wir froh, daß wir schlafen gehen können. Bei uns haben sich schon zwei aufgehängt und einer ift schon nach Ungarn übergelaufen, denn es ist nicht zum aushalten, wie wir gequält werden.. wir müssen sehr viel Zeug laufen, Pußketten, Riemen. Mähnenfämme, Reitstod usw." Der Mann spricht den Wunsch aus noch einmal Weihnachten erleben zu können. Er hat Weihnachten nicht mehr erlebt, zwei Tage nach ece Infanterieregiment Nr. 40 in Oderberg: Menage schlecht. Erst nach Interpellation von mir, ist sie was beffer geworden. Dagegen hat es vorher als Menageaufbefferung fleißig das Kommando auf und nieder gegeben. Die Refruten sind mit neuen Stoffern eingerückt und es wurde der Befehl gegeben, die Koffer mit Schuhpaita einzuschmieren und zu wichsen, damit sie mehr glänzen. Ueber das Infanterieregiment Nr. 40, 3. Jeldkompagnie, ſchreibt ein Reſerviſt, der die Waffenübung dort mitgemacht hat: ,, Der Zustand der Monturen ist ekelerregend, schmußig, zerrissen, spedig, also uuhygienisch im höchsten Grade. Ein eben so traur ges Stapitel bildet die Fußbekleidung. Alte, schlechte geflickte Baganschen werden ausgefolgt. Bei den en seßlichen Gewaltmärschen, die heuer besonders zur Ertüchtigung der Reservemannschaften gemacht worden sind, gab es in ungeheuerer Zahl Fußmarode." Ich habe eine Reihe von Beschwerden von Reservisten aus den Manövern hier zur Verfügung. Ich will nur ein paar der fraffeften herausgreifen. Bom Manöver des Ge birgsari llerieregimentes 252 schreibt uns ein Reservist, der das Manöver mi'gemacht hat das der dienstführende rotmistr Zacharias ohne Grund einem ungarischen Juden einen Stoß mit dem nie in die Hüftgegend gegebent hat und ihm drohte, wenn er nicht sofort gehe, werde er ihm ein paar herunterhauen. Der ungarische Jude erhielt dann von dem rotmistr Bacharias Schläge mit der Reitpeitsche ins Gesicht Beim Pionierregiment 1, 3. Stompagnie warent in Preßburg Donauübungen angefeßt. Es wur den dieser Kompagnie auch Reservisten zugeteilt, die früher nie bei den Pionieren gearbeite haben. Es ist natürlich, daß sie mit den Verrichtungen nicht rasch vorwärts fonnten. Sie erhielten dafite die schönen Titel Schweinehunde, Sauwachter, Trottel und ähnliche. Besonders schöne Zustände müssen im Maöver bei dem von mir wiederholt genannten fälischen Eisenindustrie der Zehn- Stundentag, und von Geschüßen eingestellt. Der Vertrag von mittel der Herr im Betriebe, der Arbeiter aber Infanterieregiment Nr. 40 herrschen denn ein Teilnehmer hat an uns nachstehende Fragen ge= für kontinuierliche Betriebe sogar der Zwei- Versailles brachte das Verbot diejer Fabrika- jein Sinecht war. Es ist also ein Stampf um richtet:„ Warum wurde in der Zeit der Manöver schichtenwechsel zu je zwölf Stunden eingeführt. tion, es mußte eine völlige Umstellung vorge- die Macht, der hier ausgebrochen ist, und an die Mannschaft Bro verteilt, dessen Qualität Die Metallarbeiter haben inzwischen zum Tenommen werden. Berücksichtigt man diese Um wie er auch dieses Mal noch ausgehen mag, so nicht entsprochen hat, ja. das letzten Endes sauer eine Herabsetzung der Arbeitszeit erreicht, zum stände, so wird man erst ermessen, was es be- fann doch fein Zweifel darüber bestehen, daß und schimmlig war? Warum wurde der MannTeil wurde auch durch das in diesem Jahre bedeutet, wenn das Struppiert seinen Rohgewinn das Ende ganz anders aussehen wird, als es schaf Brot ausgefolgt, das bis 10 Tage alt war? Warum wechselten auf der Speisekarte durch volle schlossene Arbeitszeitgefeß die Frage der Ueber von 33 Millionen Marf im Jahre 1926 auf sich heute die Eisenindustriellen vorstellen. stunden neu geregelt. Der Reichsarbeitsminister 42.7 Millionen Marf im Jahre 1927 steigern Denn das brutale Vorgehen der Eisentönige 21 Tage immer nur Erbsen. Linsen, Bohnen und fah sich auch endlich genötigt, für die Hütten- und im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rein hat zunächst schon das eine im Gefolge achabt. Straut ab? Warum mußten bet einigen Kompag und Walzwerfe eine Verordnung zu erlassen. gewinn von 13 Millionen Mark erzielen konnte. daß die Oeffentlichkeit weit über die Reihen nien die Mannschaften von 4 Uhr früh bis 2 Uhr wonach die Arbeitszeitaufacht Stun- Das Bantguthaben ist von 14 Millionen auf der sozialdemokratisch und freigewerkschaftlich nachmittag ohne Essen marschieren? Warum erhielt die Mannschaft nicht einmal den herabgesetzt wird. Am 1. Jänner soll dieie 42 Millionen Mart gestiegen. Das Werf war organisierten Arbeiter hinaus alarmiert wurde. Frühstück und Nachtmahl?" Verordnung in Straft treten. Nun würden die in der Lage, eine hohe siebenprozentige Aus Schon schreibt selbst„ Der Deutsche", das TageUnternehmer sich nicht so sehr gegen die Herab- landsanleihe abzulösen und sie durch sechspro- blatt der christlichen Arbeiter, von der So sieht die Dienstordnung in der Praxis aus. jeßung der Arbeitszeit wenden, wenn sie den zentige Schuldverschreibungen zu ersetzen. Sind Sozialisierung der deutschen Wer wunder sich da, daß die Unlust zum MilitärStundenlohn nicht zu erhöhen brauchten. Die die Verhältnisse schon bei Strupp so außerordent- Montanindustri e. Das ist es, was über dienst die Ursache wird zu vielen Soldatenselbstmorden? Arbeiter aber verlangen selbstverständlich, daßlich günstig, so sehen die Dinge in den Be- den augenblicklichen Lohnfamps hinaus das Ziel Das Beim Infanterieregiment 32, technische Rotte die Verkürzung der Arbeitszeit nicht mit einer trieben noch ganz anders aus, die eine normale der deutschen Arbeiterklasse sein wird: diente der Soldat Karl K. aus Teplit. Er erEigentum über die Bodenschäße und über die frankie an einem Nervenleiden, hatte oft Verringerung ihres Lohnes verbunden sei; im Produktion hinter sich haben. Gegenteil, sic fordern, daß der tatsächlich ge- Es ist in der Tat weniger eine Stosten als großen Produktionsmittel dem einen oder den Ohnmachtsanfälle, Bewußtlosigkeit viermal zahlte Lohn den Teuerungsverhältnissen ange- eine Machtfrage, um die es jetzt geht. zwei Dußend von Kapitalmagnaten hintereinander. paßt, das heißt also, wesentlich verbessert werde. Das demokratische Wahlrecht ist den Eisen- reißen und es in die Verfügung der AllgemeinDie Unternehmer behaupten, daß sie diese königen zuwider. Ob Deutschland ein republiheit zu überführen. Das Großfapital hat durch Stosten für die neue Regelung der Arbeitszeit fanisches oder ein monarchistisches Staatswejen den Reichsbantpräsidenten Schacht einen An nicht tragen könnten. In Wirklichkeit sind sie ist, das spielt bei ihnen allerdings teine Rolle, griff auf die wirtschaftlichen Unternehmungen dazu nicht nur durch die Ausdehnung ihres wenn sie nur in dem einen wie in dem andern Ser deutschen Städte unternommen. Dieſer AnKapitalbesitzes, sondern auch durch die ständig den Ton angeben können. Die Sapitalsmagna-| griff ist bereits zurüdgeschlagen worden, er Beim Infanterieregiment Nr. 40 in Odersteigenden Erträgnisse der Betriebe sehr wohl ten wollen verhindern, daß eine Parlaments wird umgewandelt werden in einen Gegen- berg versicht den ärztlichen Dienst ein Arzt in der Lage. Gerade in diesen Tagen ist der Be- mehrheit Gesetze schafft, die ihnen selbst unan- angriff auf die Plutofratie des Montankapitals. namens Schmeil, der angeblich gar kein Arzt ist, richt der Aktiengesellschaft Krupp über das genehm sind. Sie wollen verhindern, daß die Und der Ausgang dieses Kampfes steht jetzt sondern Tierarzt. Er hat dem entsprechend zuletzt abgeschlossene Geschäftsiahr herausge Gewerkschaften bei der Festsetzung der Lohn- schon fest: die gewaltige Mehrheit des deutschen die Mannschaft behandelt und jüngst einen Solfommen. Strupp hat unter den Nachwirkungen und Arbeitsbedingungen eine entscheidende Mit- Volkes gehört zu dem nichtkapitalistischen, zu mit 40 Grad Fieber gesund erklärt. des Krieges noch am schwersten zu leiden gehabt wirkung haben. Sie wollen wieder zu dem Zu- Sen besißlofen Slaisen, die fein Interesse an der Die Verhältnisse der Mannschaft sind trostDieses los und es ist bedauerlich, daß sie jedes Jahr Erzeugung von Panzerplatten für die Marine rückkehren, in der der Besitzer der Produttions- Handvoll Großkapitalisten haben. Bert war früher hmlich auf die stande der Periode des Frühkapitolismus zu dauernden Erhaltung der Privilegien einer Infolgedessen kam er ins Spital. Die behandeln den Aerzte erflärten, er müffe nachhause geschickt werden, fein Vorgefeß er aber erklärte, er sei ein Schwindler und so mußte der Soldat wetter Dienen, daten Seite 2 schlechter statt besser werden. Es kann nur besser werden, wenn man daran gehen wird, den Autoritätswahn abzubauen und wenn man die Einrichtungen des gesicherten Beschwerdere ch tes durch Einführung des Systems der Soldatenvertrauensmänner trifft, wie wir es im österreichischen Seer haben. Parallel mit der Einrichtung des Zivilfomm ffärs mit weitester Vollmach: wäre vielleicht die Mög lichkeit vorbanden, hier Wandel zu schaffen. Zum Schlusse möchte ich an den Herrn Minifter für na ionale Verteidigung noch die Frage richten, wie es eigentlich mit der Liquidierung der Gasdaaffäre Mittwoch, 14. Dezember 1927. bei den Steuern auf den Massenverbrauch, unter| Soz. Dem.) das Wort ergreift. Er erklärt, daß Die Brüger Kohlenbergbaugesellschaft hat ihre An. deren Last das arbeitende Volk seufzt.) Wir müssen die Posit on des Kap'tals in den Unternehmungen stärken. fene Partei aus der Regierung ausgetreten sei, lagen 1925 mit 53 Millionen, 1926 mit 120 mil. wl fie nicht zulaffen könne. daß o Demokratie lionen und in der Eröffnungsbilanz für 1927 plön. und die fozial, clitis, en Errungenschaften der Arch mit 325 Millionen bewertet In derselben Zen Unser Staatsvoranschlag arbei.et noch immer beiter abgebaut werden. Die Opposition ist der sind die Reserven von 25, bzw 92 Millionen auf mit zu hohen Ziffern. Für einen Exportstaat haben tschechischen Sozialdemokratie fein Ziel, sondern 235 Millionen in der Eröffnungsbilanz gestiegen wir zu hohe Handelssteuern, welche langjam vercin Mittel. Die Politik der Verteuerung der Dies ist einzig auf die Möglichkeit zurückzuführen, ringert werden müffen.( Davon ist vorläufig nichts Lebensmittel konnte die tschechische Sozialdemo- die früheren Reserven so zu buchen, daß sie als unzu sehen. Im Gegenteil! Durch die geplanten fratie nicht mitmachen. Wenn die heutige Ne- bersteuerbare Post weitergeführt werden fönnen. neuen indirekten Abgaben der Gemeinden wird gerung mehrheit auf Beton gebaut sei so ist dies Aehnlich variieren die Ziffern bei fast allen Gefelldie Besteuerung des Verbrauches noch gesteigert sehr brüchiger Beton. Die Partei des Redners fchaften, die öffentlich Rechnung legent müssen, obwerden.) Der Minister führt dann aus man nimmt zur Regierung eine äußerst oppositionelle mohl gerade das Jahr 1926 ein Strifenjahr war An diesen Wirkungen ist der Herr Minister fann dies nur als blut ge Fronie bezeichnen Stellung ein, da innerhalb der bürgerlichen Pardaß er kein Feind der Selbstverwaltung sei, und e'en der Geist der Reaktion gefiegt habe. Sen. felbst schuld, denn er wurde bei der seinerzeit gen daß Staats und Selbstverwaltung einträchtig zu Ledebur( chr. foz.) hält die übliche Ovpofitions Behandlung der Gefeßentwürfe von der Opposition fteht, u. zw. möchte ich schon bitten etwas aus fammenarbeiten müssen.( Diese Zusammen- rede, wie sie bei den christlich fozialen Regierungsrechtzeitig darauf aufmerksam gemacht, daß er der der Reserve herauszutre en und uns nicht wieder arbet" besteht darin daß der Staat befiehlt und parteilern, die dem Svebla alles bewilligen, Mode Steuerhinterziehung Vorschub leistet. Auch die fünfdamit zu vertrösten, daß uns Antwort gegeben die Funkt onäre der Selbstverwaltung zu fuscher geworden ist. Sen. Dr. Brunar führt aus, daß fährige Frist für die Aufstellung der Stabilisierungswird, bis die Affäre vollständig abgeschlossen ist. haben.) Dann erklärt der Herr Dr. Englis, daß die Verhältnisse im Lande zu einer neuen Koali bilanzen ermöglicht ganz bedeutende Schiebungen. Außer den steuerfreien Gewinsten haben Indus Ich möchte vor allem wiffen, ob die penito- er kein Feind der Schule sei, was ihm aber nietion führen müssen. Solange die Staatsgewalt nur strie und Landwirtschaft eine Ermäßigung von nierten Generäle, die sich auf der Tagung mand glauben wird. Zum Schluß sagt der Mint ein Mittel zur Un erdrückung der Deutschen ist. 18 bis 40 Prozent ihrer direkten Steuern erzielt, der Fascisten in Pardubit so befonders hervorster, die Verpachtung der Eisenbahnen fei nicht so lange wird die Partei des Redners im Staate während auf der anderen Site den Arbeitern getan baben, entsprechend den Disziplinargefeßen alttell, die Frage sei für ihn femme grundfäßliche eine Zwangsanstalt sehen, in welche die Deutschen aus der Steuerreform ganz bedeutende Mehreingeschritten worden ist. Gleichzeitig möchte ich Nach dem Finanzminister fritisiert der Kem durch ein Feblurteil hineing- kommen sind. belastungen erwachsen sind. darauf aufmerksam machen, daß gleich nach dem mun st Sta'al die Finanz- und Wirtschaftspolu. Dann sprachen Sen. Olejnik( tsch. Agr.) Ueberfall auf den Sektionschef Vorel in der des Staates, während Srobar( tsch. Agr.) die An- und Sen. Pozist( tsch. Soz.- Dem.), die vor Die Lohnsteuer wirkt sich drückend aus, weil Oeffentlichkeit zugegeben werden mußte, daß sich griffe zurückweist, denen in den letzten Wochen wiegend Angelegenheiten der Slowakei erörterten. das Existenzmin mum nicht entsprechend valorifiert an der fafciftischen Bewegung auch aftive bie t'jechische Agrarpartei ausgesetzt war. Dann Wagner( d. Nat.- Soz.), die beiden Magyaren wurde und weil gerade die Lohnsteuer außergewöhn Offiziere beteiligten. Ich würde den Herrn spricht Gen. Jokl, dessen Ausführungen wir an Francisci und Großschmid und zum lich rigoros bis auf den letzten Heller eingetrieben Minister für nationale Verteidigung bitten, uns anderer Stelle bringen. Dr. Prochazla( tsch. Kler) Schluß der Kommunist Dr. Herz, worauf die wird auch diesbezüglich eine flare Antwort zu geben, fetzt sich fü die Rückwärtserei auf dem Gebiete der Verhandlung abgebrochen wurde. Nächste Sigung Genosse Kaufmann verweist dann auf die Abdenn es ist sehr auffallend, daß seither diesbezüg- Schule ein, worauf Sen. Gen. Habrman( tsch. heute, Mittwoch, früh. sicht der Regierung. durch die Erlassung neuer lich auch nicht die geringste Meldung der DeffentMustervorschriften über lichkeit übermit'elt worden ist. Wir sind natürlich die Gemeindeabgaben nicht in der Lage, angesichts der Tendenz dieses wiederum die indirekten Steuern ganz bedeutend zu Voranschlages dafür zu stimmen.( Lebhafter Bei fall bei den deutschen Sozialdemokraten.) erhöhen Dadurch muß sich die Lebenshaltung des Arbeiters weiter verschlechtern. Die Arbetterschaft wird gezwungen sein, sich dafür schadlos Wir haben seinerzeit offen zugegeben, daß wir zu halten, indem sie mit allen ihren wirtschaftlichen die Erstellung von Stabilisierungsbilanzen für no Kräften eine 2ohnerhöhung durchsetzt. Der wendig erachten. Wir haben aber gleich damals Realwert des Lohnes steht ohnedies gegenüber dem dazu benützen wird um die in früheren Jahren ver- einer Re he wichtiger Induſtriegruppen feit langer darauf aufmerksam gemacht, daß man das Gefey, Friedenswert starf zurüd, abgesehen davon, daß in heimlichten Referven steuerfrei den Aktionären Beit eierichichten an der Tagesordnung find zuzuführen. Die Unternehmungen gehen aber heute und so das normale Einkommen des Arbeiters noch noch weiter als wir damals geglaubt haben und weiterhin um 40 bis 50 Prozent verschlechtert wird. benüßen das Gefeß über die direkten Steuern. um Ich frage den Herrn Finanzminister und die Herren reinen Tisch zu machen und alle die Reserven aus von der Mehrheit wie diese neue Mehrbelastung der Zeit vor dem Jahre 1927 on die Altionare von Arbeitern die heute einen Wochenlohn von 60. 70 und 80 K haben bestritten werden soll? ftenerfrei zur Auszahlung zu bringen Das Budget im Senatsplenum. Abgeordnetenhaus. Genosse Kaufmann über die Bilanzverschleierungen der großen Gesellschaften. Das neue Wechselges es, das die bisher verschiedenen Vorschriften für die historischen Länder und für die Slowakei unifiziert, wird ohne Debatte angenommen, ebenso das Gesetz über die Wechselgebühren, die bei furzfristigen Wechseln bis zu sechs Monaten zwei Promill betragen, während bei längeren Wechseln die bisherige Stala beibehalten wird. Prag, 13 Dezember. Zu Beginn der heutigen Erster Verhandlungstag. Sigung des Abgeordnetenhau es um halb 4 Uhr Im Senat begann gestern die für vier Tage storbenen Agrariers Dr. Blaho, Abgeordneter Im Senat begann gestern die für vier Tage nachmittags wird zunächst der Nachfolger des vervorgesehene Debatte über den Staatsvoran- Jan 3e man, vereidigt. Infolge Krankheit sind schlag. Unter anderem sprach Minister Eng entschuldigt Ministerpräsident Spehla und liš, der sich nicht sehr glücklich gegen die An- Genosse Dr. Czech. griffe auf seine Finanzpolitik zur Wehr setzte, und der sich von Tag zu Tag weniger scheut, offen als der Verteidiger der fapitalistischen Interessen hervorzutreten. Bemerkenswert war die Rede des Genossen Jok 1, der sich in eingehender Weise mit den Zuständen im tschecholowakischen Heere befente und eine wuchtige Anklagerede gegen den Militarismus hielt, An Dr. Hnidek referierte sodann über die Hand einer ganzen Menge von Beispielen wies Novelle zu Artifel VII der Steuerer nach, daß sich insbesondere in der Behand reform; die bisherigen Bestimmungen wurden lung der Mannschaft seit Altösterreiche Beiten fo ausgelegt, daß die Gesellschaften in der Bilanz nichts geändert habe, ja daß manches noch viel für 1926 die alten verheimlichten Gewinne als ärger geworden sei. Genosse Jokl hat durch steuerfreie Posten führen können. Diese Ausdieie Nede abermals bewiesen, daß er einer Serlegung soll eine Neufassung der Bestimmungen beseitigen. besten Kenner der militärischen Verhältnisse unter den Mitgliedern der geseßgebenden Störperschaften ist. In der Debatte spricht zunächst Dr. Rosche ( D.- Nat.), der sich gegen die neue Fassung stelli, da der angebliche„ Sinn" des Artikels, für das Jahr 1926 eine gewisse Erleichterung zub ringen, In der Debate spricht zunächst der Bericht von der Finanzverwaltung nun nit mehr beNachstehend der Bericht: erstatter Dr. Stodola, der natürlich am Vor- achtet werde. anschlage nichts auszusehen hat, nach ihm Finanzminister Dr. Engliš. Genoffe Kanfmann Für uns ist die Vorlage nur eine ungenügende Korrektur der durch das Gefeß über die Stabl lisierungsbilanzen ermöglichten Steuerhinterzic hungen und Bilanzberschleierungen. weist auf die Erregung hin, die die Vorlage unter Er wirft einen Rückblic auf die bisherige den Industriellen hervorgerufen hat, und erklärt Finanzpolitik der Tschechoslowakischen Republik und führt dann aus, daß man in der Finanzpolitik auf die finanzielle Tragfähigkeit der Bevölkerung Rücksicht nehmen müsse.( Das tut der Herr Minister allerdings nur bei jenen direkten Steuern, welche die besitzenden Klassen zahlen, nicht aber Der falsche Prinz. 38 Leben und Abenteuer. Von Harry Domela. 3ch selbst habe den Herrn Minster seinerzeit im Budgetausschuß auf die zu erwartenden Folgen auf. merksam gemacht Jetzt kommt dem Herrn Minister allem Anscheine nach langsam selbst das Graufen an und er beginnt einzufchen daß die Industriellen alle Möglichkeiten, die der Artikel VII offen läßt. voll und ganz ausnügen Wie sich dies auswirft. fönnen wir an den ver lautbarten Bilanzen einer Unzahl von Unternebmungen feststellen So hat die Brüger Kohlenbergbaugesellschaft 100 Prozent ihres Aktienkapitals in Form von Gratisaktien ausgegeben und die Aftien außerdem von 400 auf 500 K aufgeftemvelt Das Kapital per Geſellſchaft wurde dadurch aus den früher angelegten ftillen Referven von 40 auf 100 Millionen erhöhr Die Dividende für das Jahr 1926 beträgt tatsächlich nahezu 50 Prozent des Kavitals! Bei der Nordböhmischen Kohlenbergbaugesellschaft liegen die Verhältnisse noch besser auch hier wurden 100 Prozent des Aktienbestandes als Bratisattien ausgegeben und die bisheriger Aktien von 400 auf 800 K aufgestempelt, was einer Vermehrung des Gesellschaftsvermögens von 20 auf 80 Millionen entspricht Bei einer nomineller Dividende von 100 K würde also der Ertrag in Wirklichkeit auf 400 K. affo auf 100 Prozent des Afrenwertes, anwachsen! Alle diese Transaktioner erfolgten, obwohl die Förderung an Stohle gegen. ibber 1925 ziemlich zurüdgegangen ist! Es ist ungeheuer, wie die Bewertung der An lagewerte in den letzten Jahresbilanzen und in der Eröffnungsbilanz 1927 divergiert. | Unter diesen Umständen fönnen wir von einer cerechten und objektiven Steuerpraxis in diesem Staate nicht sprecher Wir befürchten, daß auch diese neue Vorlage nichts anderes ist als eine Grite. Wenn der Herr Finanzminister es mit seiner Vorlace ernst mein dann muß er sich bemühen die Referven um die es sich handelt noch viel därfer zu erfassen Aber so erklärt ja Serr Minister alrat Bayer in einem Artikel des„ Prager Taablart" vom 4 Tezember, daß die Sache nicht so gefährlich sein wird. und daß die Unternehmungen keine Ursache haben allzu schwere Bedenken gegen die Vorlage vorzubringen Er zeigt auch wie man troß der Vorlage auch weiterhin die vom Finanzminister beabsichtigten Einschränkungen umgehen kann Ueberdies zeigt ja auch die Tatsache daß die Ve öffentlichung der vorliegenden Vorlage von der Börse fast ganz ignoriert wurde und daß die Industriepapiere beim Auftauchen der Nachricht gar feine Abwärtsbewegung erfahren haben am dentlichsten, daß die Finanzwe It im roßen und ganzen die Vorlage nicht so tragisch nimmt und sie keineswegs als jene drakonische Maßnahme betrachtet als die sie die Industriellen darzustellen belieben Wir stehen auf dem Standpunkte daß die Finanzverwaltung alle diese aus der Zeit vor dem Jahre 1927 erarbeiteten und als versteckte und und verlangte stürmisch: Gern hab' ich die Coch verdammt peinlich sein, oben in einem so Für seinen Teil setzte der Graf hinzu:„ Ja, Copyright 1927 by Malik- Verlag A.-G., Berlin W. 50 Frau'n gefüßt..." Auch hier gröhlte er mit. feuda en Korpshaus zu wohnen und ohne Sorge Durchlauch, offen gestanden. die ganze Univer Setzt war er felig, so rech: in seinem Element. zu leben, während hier unten Ihre Kommilitonen fität hier kenne ich nicht. Man ist ia auch letzten Da er stets Statfarten in der Hosentasche mit sich manchmal nicht wissen, wovon sie den nächsten Endes nicht in Heidelberg um zu studeren." Ta führte, versuchie er, mich zu einem Spielchen zu Tag noch existieren sollen." Der Graf schwieg fiel Gemsdorf ein: Studeren studieren! Was animieren. Ich hatte mir jedoch vorgenommen, und fah verlegen zur Seite. Wir g'ngen einen heißt studieren! Was fange ich mit dem Schmus feine Starte mehr anzurühren und lehnte ab. Ver-| Augenblick nebeneinander, ohne ein Wort zu fa- da oben auf meiner Klitsche an?! Die Klische ärgert rief darauf Gemsdorf: Sier ist es ja gen. Es war gut, daß sich der Paukboden im sel- müssen Sie mal sehen. Durchlaucht! Herzlich ein„ Ach, das ist noch gar nichts," äußerte der langweilig! Wer geht mit in den Seppl' faufen?" ben Gebäude. dem Marstall, befand; so waren wir geladen! Fabelhafte Jejend! Weit und brei! keen Graf" ganz hoffnungslos zu mir, dasselbe hier Als ich mich dazu bereit erklärte, war er über- bald oben. Der Graf griff wieder zum Schläger Boom! Drei Stunden bis zur nächsten Bahnhöre ich alle Tage. Aber wenn sie mal anfangen, glücklich, in mir einen Zechfumpan gefunden zu und übte. Als er es für heute genug sein Feß, ſtation. Alle fünf Schritt bleib die Chase steden. gelehrt zu reden, weiß man wirklich nicht, wo haben, und fiel mir beinahe um den Hals. Im unterhielt er sich mit mir ganz ungezwungen. Für Alle Mann raus und schieben! Zu Fuß find's cinem der Stopf steht." Er zündete sich eine 3i Seppt" saßen bereits eine Menge anderer Korps- feine vornehme Art war es recht bezeichnend. daß drei Stunden; mit der Chaise anderthalb Tage. garette an und schüttelte den Kopf.„ Ach," warf studenten. Als Gemsdorf und ich dort anlang er auch nicht den geringsten Anstoß an meiner Nur nicht den Proviant vergessen, wenn Durch jetzt Gemsdorf ein, du fannst auch nichts an- tent, tat Gemsdorf sich sehr dick mit mir. Offen- Bemerfung genommen hatte. Er blieb genau io laucht unangemelde kommen sollten. Bei mir deres tun, als uns wie Kannibalen schildern. Wir bar war es schon bekannt geworden, daß ich als Febenswürdig und unbefangen, wie er vorher ge- gibt's genug; auf dem Weg dorthin fr gn sind doch in feinem Negerdorf! Du benimmst Saft der Saxo- Borussen in Heidelberg weilte. wesen war. In einer Weinkneipe tranfen wir Durchlaucht nicht mal' ne Bochwurst."- adich wie ein christlicher Missionar." Zu mir ge- Ueberall begegitete ich einer respektvollen Behand- eine Flasche Wein zusammen. Wir unterhielten rum sind Sie denn dann eigentlich in Heidelberg. wandt, fuhr er naiv fort: Soll'n mal sehen, lung. Um zu Gemsdorf den nötigen Abstand zu uns jetzt von allem möglichen. So famen wir Gemsdorf?" fragte ich ihn verwundert.„ Na das Prinz, wie anständig ich mich benehmen fann, wahren, legte ich mir äußerste Weserve au. Gems uns immer näher. Jeder emp and für ten ande- gehört doch nun mal zum gu'en Ton, Sarowenn Sie mich mal nach Potsdam einladen wir dorf trant wie eine Unfe; ein Maß nach dem an- ren ausgesprochene Sympathie. Boruffe zu sein. Sier fann man doch andern Beden." Alles brach in ein schallendes Gelächter dern goß er hinter die Binde. Für kurze Zeit fam Da abends Kneipe fein follte, legte ich mich trieb machen als da oben in Hinterpommern am aus. Lachend erwiderte ich:„ Es würde mir eine die Tochter des Wirts ins Loka!. Gemsdorf rief noch für ein paar Stunden aufs Ohr. Nach dem Honorat orentisch vom„ Blauen Ochsen", wo es Freude sein, Sie mal bei mir in Potsdam zu fie zu fich heran, jedoch sie beachtete es nicht. Er Aberdeffen ging er ins Kneipzimmer. En großes immer eine Sensation ft. wenn mal' n Roofmuch sehen, aber im Augenblick, bedauere sehr." Jest war darüber ganz untröstlich und trank wie ein Faß. Bier war aufgelegt worden. Wir zogen un- in Unterwäsche, Schuhwichse und Schm: erse fe erst schien sich Gemsdorf bewußt zu werden, daß Bürstenbinder. Völlig bezecht verließ er das Lokal. fere Röcke aus und legten die Kneipjacken an, die auftaucht. Nee, Durchlauch. über Mastferkel und er sich ja selbst eingeladen hatte. So war das Am nächsten Tage nach dem Mittagessen aus schwarzem Tuch mit we ßen Tressen gefer- Trockenfütterung fann ich mich mit meinen Kuhwirklich nicht gemeint. Durchlaucht!" rief er ging ich mit dem Grafen wieder auf den Bummel. tigt waren. Hierbei erzählte mir der Graf, daß bauern noch allemal unterhalten Schon heute ist's völlig verdattert. Der Graf machte seiner Ber- r tamen an dem Studentenfreitisch. der Mensa die Studentenpelesche der Saxo- Borussen, mit au- mir wie' ner versoffenen Staße zumute, wenn ich Tegenheit ein Ende, indem er die Tafel aufhob. academica, vorbei, die im Marstall ihr Heim hatte. devn Worten, ihr Studentenfrad. umgekehrt aus ans Examen dente und dann, heidi! ab nach Nach dem Essen verfügte sich die ganze Gewissen Sie. Durchlaucht," begann der Herr weißem Tuch mit schwarzen Schnüren bestebe, Pommern! Na. da hilf: eben fein Jammern fein sellschaft nach unten, voran Gemstorf, der nach Graf, hier ist so eine Küte für arme Studen wozu noch eine weiße Hose mit Stegen und Lad Beten. Einen Daseinszwed muß der Mensch ja der Haustavelle frie. Darauf stürzte der junge ten. De friegen da einen Fraß vorgesetzt, der schuhen getragen werde. Zusammen mit den wei- auch schließlich haben. Bloß efelhaft, daß die Nerls Reisleben. Sohn des Koburger Hofmarschalls, an einfach zum Erbrechen ist. Ja, was heute aber ßen Stürmern und den schwarzen Schnüren dar- dort arbeiten, daß der Dred sprigt Arbeit ist für ein Slav'er, und der dicke 2. nahm sich die Jazz auch nicht alles studiert und Student heißt!" Ich auf sei es ein glänzendes Bild. Die schäumen mich dasselbe wie' ne Beerdigung. paute vor. Sie versuchter, der eine auf dem Sela überkörte scheinbar, was er damit fagen wollte. den Gefäße wurden herumgereicht. Ich faß mit arbeiten foll tomm ich mir immer vor wie' n vier herumhämmernd, der andere die Paute mal- lund engegnete:„ Nicht wahr ich finde es ganz dem Grafen, dem Fuchsmajor Gemsdorf und dotgebissenes Suhn. Na prost Blume! Graf g: b trätierend eine Jazzmusik nachzuahmen. Gems fabelhaft, wenn jemand so nz ohne Zuschüsse dem Beau" zusammen. Der Graf erzähl e lachend mir doch mal' nen Stinkbolzen." Er zünde e fich dorf brüllte dazwischen:„ uguft. August...!" von Eltern oder Anverw ſtudiert. Ein einen Wß wie eines Tages das Korps den Uni- eine schwere Mexiko an.„ Auf Bierehre DurchJest begann die Stapelle sein Liebl ugsled zu wahres Seldentum für mein egri fe..." Ter egrife intonteren, worin Gemsdorf m. Ir brunſt eine Graf wurde bet brein Worte. Wer lund über verſitätsret or babe besuchen müſſen. Große Auf- laucht, Pommern ist eine faute Schend." diefen iber to regung! Nemand wußte wohin man fahren fiel. Nach und nach geriet er örmlich an Etstaje Ein bißchen boshaft fuhr ich fort:„ Es muß Ihnen sollie, niemand hatte eine Ahnung, wo er wohnte. " Fortegung folgt.) Wenn ich Mittwoch, 14. Dezember 1927. fille Reserven angeführten Gewinne rüdsichtslos zu 1 erfassen hat und daß vor allem nicht die indirekten, sondern die direkten Steuern zu erhöhen und auszugestalten sind, während man die indirekten Borlage stimmen, obwohl sie nach unserer Auf faffung die alten Referven viel zu wenig rigoros erfaßt.( Beifa II.) battert. Kanton in fommunistischen Händen. Flucht der Ausländer. Seite 3. Sozialdemokratischer Wahlerfolg in Bern. Das Recht auf Waldboden. Leibl stellten im Parlamente am 2. Dezember Unsere Abgeordneten Schweichhart und 1927 den motivierten Antrag auf Schaffung eines Gesetzes über die Bildung von Zwedver bänden der Gemeinden aus Anlaß der Erwerbung von Waldgrund nach dem Bodenzuteilungsgeseze. Der Antrag umfaßte 19 Paragraphe und hat den spe ziellen Zweck, den kleineren Gemeinden den Erwerb und die Bewirtschaftung von Waldboden zu erleichtern. London, 13. Dezember.( AR.) Die bis in nung bejezt haben, jedoch von dort bald wieSteuern abbauen müßte. Wir werden für die den heutigen Mittagstunden hier vorliegenden der vertrieben und genötigt worden sein, rung des Stadtrates von Bern, des Gemeinde Bern, 13. Dezember. Bei der HalberneneMeldungen über die Ereignisse in China befagen, fich auf das andere Flußzufer zurückzuziehen. daß in Kanton die ernsten kommunistiparlaments der Schweizer Bundeshauptstadt. ge wannen die Sozialdemokraten zwei schen Unruhen in Abwesenheit der Truppen Siße auf Roften der Bürgerlichen. Sie haben Der tschechische Genosse Johanis protestiert gelegten Brände, durch die die Gebäude der des Generals Tschang- Fat- Kaj andauern. Die damit die Hälfte der achtzig Ratssiße inne. dagegen, daß die Brager Polizeidirek.ion das Aus- franzöfifchen Mission, des japanischen Stranken- 40 Wiff onäre, größtenteils Amerikaner und der Exekutive wurden die austretenden bier bür Hongkong, 13. Dezember.( Reuter.) Ungefähr Bei der Wahl des Gemeinderates der Stadt und hängen von Plakaten verbot, in denen die Ar- hauses und der Zentralbant beschädigt wurden, Deutsche, sind auf der Flucht aus Kanton hier gerlichen und drei sozialdemokratiſchen Gemeindebeiterschaft über die Folgen der Novelle zur Swüten weiter, auch viele Stadtteile eingetroffen, ebenso auch einige Hundert chinesi- räte wiedergewählt. ialversicherung aufgeklärt werden sollte, trotzdem stehen in Flammen. Biele Chinesen, scher Flüchtlinge. Diese Plakate die Zensur unbeanständet passiert darunter Polizisten, wurden erschossen. Aus Schanghai traf die Nachricht ein, Beider Rede des Genossen Johanis, der der Sowjets gebildeter Boltsrat übernommen, vor Kanton Anker geworfen und Geschübe an Die Regierung hat ein nach dem Muster daß das amerikanische Kriegsschiff„ Sacramento" das verbotene Plakat von der Rednertribüne aus worin außer einem bekannten Führer der See- Land gebracht habe, welche um das Gebäude des herumzeigte, kam es zu heftigen Unwilmanns- Union an hervorragender Stelle der vor- im europäischen Viertel untergebrachten amer namentlich als einige Regierungsabgeordnete zu Kriegstommissär jigt. Oppofition, matige erste Sekretär Borodins als fanischen Konsulates herum zum Schutze der austönfern verfuchten. ländischen Flüchtlinge aufgestellt wurden. AmeriDie gegen die Rote Armee operierenden fanifche Marinesoldaten find damit beschäftigt, die Nach Verabschiedung in erster Lesung wird Streitkräfte sollen gestern in Kanton die Kanzlei Ausländer aus dem Eingeborenenviertel in das bie Regierungsvorlage über die ebernahme für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ord- europäische Viertel zu bringen. der sichergestellten Vorkriegsschuld behandelt. Die Tschechoslowakei muß nach den Friedensverträgen bestimmte Quoten der Vor- Schlichtungsverhandlungen Gründe liegen in der schwierigen Lage des friegsprioritäten übernehmen, die gegen tschechische in Düsseldorf. Kabinettes seit dem Austritt der Demokraten Staatspapiere umgetauscht. zum Teil bar ausbe und der zwei russischen Minderheitsvertreter aus zahlt, zum Teil durch ein gemeinsames institut aller Schlichtungsverhandlungen in der Schwerin- lettischen Vertrages hiezu veranlaßt wurden Berlin, 13. Dezember.( Eigenbericht.) Die der Koalition, die durch den Abschluß des russisch der Schwerin lettischen Vertrages hiezu veranlaßt wurden Die alten Stronen werden im Verhältnis 1: 1 ge- duſtrie haben heute in Düsseldorf begonnen. Ein Trois diefer Schwächung hat die Regierung fämt rechnet, die Marktitres zu 20 Kronen für je 100 von der Regierung bestellter Sachverständiger liche Interpellationen der Rechten überstanden Marf. Dr. Rofche erklärt in der Debatte, daß erstattete ein Referat, das zu dem Schlusse kam, und konnte aus eigener Initiative heraus zu die Sonorierung dieser Eisenbahnprioritäten mit daß eine etappenweise Anwendung der dem ihr genehmen Zeitpunkt zurücktreten. Bangen erwartet wurde; er lehnt die Vorlage ab Arbeitszeitverordnung möglich sei. Er behaupte: und verlangt die Valorisierung der Obligationen dann, daß eine Lohnerhöhung in dem von den alter Währung. Referent Dr. Snider hält dem Gewerkschaften geforderten Ausmaß nicht rata entgegen, daß man dann alles valorisieren müßte, flärten, daß diefe Behauptungen für sie solange jam jei. Die Vertreter der Gewerkschaften erauch zum Beispiel die Einlagen auf Sparkassen nicht beweiskräftig feien, als sie nicht selbst bei Büchel. Die Vorlage wird schließlich unverändert der Zusammentragung des von dem Regierungsangenommen und im verkürzten Verfahren dann ebenso wie alle andern heute behandelten Vor- vertreter benutzten Materials beteiligt seien. Die lagen auch in zweiter Lesung genehmigt. Verhandlungen werden voraussichtlich morgen Schluß der Sitzung um halb 7 Uhr abends. 5 Ende sein. 3 Uhr nachmittags. Ein sozialdemokratisches Kabinett in Braunschweig. auf Abänderung des Gesetzes vom 30. Jänner Gleichzeitig stellen die Genannten den Antrag 1920, Nr. 81( Buteilungsgesetz), der das Staats bodenamt zwingen würde, beschlagnahmten Waldboden in erster Reihe den Ge meinden unter Ausschaltung tschechisch- natio nalistischer Tendenzen zuzuweisen. Auch dieser Antrag ist entsprechend begründet. Daraus ist zu ersehen, daß die sozialdemo fratische Partei. im Gegensatz zu bürgerlich fapitalistischen Parteien, in erster Linie das Recht der Allgemeinheit auf Grund und Boden zu wahren sucht. Absatz 2, der Geschäftsordnung den Antrag: Das und Leibl stellten ferner gemäß Paragraph 22, Die Abgeordneten Taub, Schweichhart Abgeordnetenhaus wolle beschließen, zur Ueberprüfung der Durchführung der Boo zuſeßen. Möge das Schicksal dieſes Autrages ſein en reform und der Gebarung des Staatsbodenamtes einen 32gliedrigen Ausschuß einwie immer: den deutschen Regierungsparteien, die jetzt noch über die Praxis des Bodenamtes Klage erheben, ist Gelegenheit geboten, Farbe zu bea fennen. Sie dürften sich allerdings auf die andere Seite der Barrikaden schlagen und den unange nehmen Antrag umbringen helfen. Die Verordnung über die Gemeindeabgaben verfaffungswidrig. Das Endergebnis der Wahlen auf den Genoffe Taub verlangt die Vorlage an das Parlament. Eisenbahnen. Die sozialdemokratische Gruppe ist der stärkste Blod. der ersten Sitzung des neu gewählten Landtage Berlin, 13. Dezember.( Eigenbericht.) In von Braunschweig wurde der sozialdemokratische Abgeordnete Wesemeier zum Präsidenten geNächste Sitzung morgen, Mittwoch, um halb das lettländische Kabinett zurückgetreten Regierung bekannt. Morgen soll das neue sozial wählt. Dieser gab den Rücktritt der bisherigen i demokratische Rabinett gewählt werden, das der Riga, 13. Dezember.( Eigenbericht.) Das Im verfassungsrechtlichen Ausschuß des Ab- lettländische Lintskabinett Stujenieks has frühere Minister Jasper zusammen mit dem geordnetenhauses wurde gestern die Novelle zum im Parlament seinen Rüdtritt angekündigt. Die Genossen Steinbrecher bildet. Gendarmeriegese behandelt, Genosse Grünzner stellte sich vor allem gegen die Er weiterung des Rechtes auf Gebrauch der Schutzwaffe und führte dagegen emte Reihe fachlicher Argumente ins Treffen. Die Gesetzgeber sollten lieber das lebel an der Wurzel fassen und durch Sebung der sozialen, wirtschaftlichen und kulturel len Lage der Menschen für die Verminderung Genosse Taub hat namens unserer Fraktion Außer formalen Gründen sprechen aber auch des Verbrechertums sorgen. De Steigerung der eine dringliche Interpellation an die Regierung wichtige sachliche Gründe gegen die geKriminalität in der Nachkriegszeit ist ja vor allem gerichtet. in der er sich mit der fürzlich im Wirt- planten Abgaben, denn diese bedeuten in der schrecklichen Verelendung der Massen beschaftsbeirat von den Arbeitervertretern scharf be- eine neuerliche furchtbare Belastung der begründet. Vor allem wandte sich Genoffe Grünzner fämpften Regierungsverordnung über die Geauch dagegen, daß geschlossenen Gendarmeindeabgaben befaßt. jiblosen Schichten. merieformationen der Waffengebrauch nach den für das Militär gültigen Vorschriften zugestanden Erlassung neuer Mustervorschriften über die zu Genoffe Taub stellt zunächst fest, daß die wird. Die diesbezüglichen militärischen Vor- läffigen Höchstgrenzen der Gemeindeabgaben im Borlässigen schriften beruhen nicht auf einem Gesetz, sondern Verordnungswege nur auf inneren Dienſtvorschriften. Genosse Grünzner stellte zu§ 13 einen Abänderungsan die schwersten verfassungsrechtlichen Bedenken trag, daß die Gendarmerie nur im Falle hervorruft. Bisher waren diese Vorschriften tat der Notwehr(§ 2 des Strafgesetzes) von der fächlich nur Richtlinien, in deren Rahmen Waffe Gebrauch machen darf, ferner einen Even- die Gemeindevertretungen die Abgaben nach freier tualantrag, daß wenigstens die alten Vorschriften Entschließung, unter Berücksichtigung in Geltung bleiben. Auch bezüglich der Ver- Bedürfnisse der Gemeinden, festseyen fonn tronen von jedem Raum, einschließlich aller der deren Höchstsat insgesamt 45 Prozent oder 90 ehelichung der Gendarmen verlangte er die ten. Nach den Gesetz über die Regelung der Nebenräume beträgt. Die ganze Bedeutung dieser Streichung der Einschränkungen; in einem Even Gemeindefinanzen können aber die Aufsichtsbehör Belastung läßt sich heute noch gar nicht abschätzen acht Direktionen gestaltet sich demnach tualantrag forderte er, daß definitive Gendarmen den den Gemeinden fünftighin die Einhebung beweil die Regierung über ihre Absichten hinsichtlich nach vierjähriger Dienstzeit, bezw. Erreichung des stimmter Abgaben imperativ vorschreibes Mieterschutzes ein hartnäckiges Schweigen be 30. Lebensjahres, sich ohne Bewilligung ben. Da die Gemeindevoranschläge infolge der wahrt. ihrer Vorgesetzten verheiraten können. Die An Umlagendrosselung in der Regel passiv sein träge wurden von der Mehrheit jedoch abgelehnt werden, werden die Aufsichtsbehörden geradezu und die Vorlage in der Fassung des Senats ungezwungen sein, die Gemeindeabgaben im Höchst verändert angenommen. ausmaß vorzuschreiben. Der Budgetausschuß beschäftigte sich gestern 1. a. mit dem Grundkataster. Hiezu stellte Genosse Hadenberg den Antrag, die Grundsteuer in eine progressive Steuer vom reinen Bodenwert umzuwandeln, wodurch die ganzen umständlichen Bestimmungen des Katastergesetzes erspart und überdies eine gerechtere Gestaltung der Grundsteuer erreicht würde. Die Beratung wurde schließlich abgebrochen und nach der Hansfizung wieder aufgenommen. Die geplanten Vorschriften werden daher nicht bloße Richtlinien, sondern in Wirtlich Leit Steuergefeße sein, deren Erlassung im Verordnungswege der Verfassung widerspricht. Rundfunt für Alle! Programm für morgen, Donnerstag. ure. Egmont". 2. Dvorat: Concert für Bioloncell 3. Dvořát: 22.15; Zheaternachrichten. 15: Cine Stunde Grauenfunt Die Gebühren für die Ausübung der Veterinärpolizei werden zweifellos eine Verteuerung des Fleisches Samstag und Montag wurde das Skrutinium über die Wahlen bei den beiden Prager Direktionen beendet. Es kandidieren folgende Gruppen: 1. Christlichsoziale, 2. Kommunisten, 3. Nationalsozialisten und nationaldemokratische Beamte, 4. die sozialdemokratische Unie, unser Verband und die Maschinführer, 5. die unter dem im Gefolge haben. Die Beerdigungsgetschechischen Namen„ Narod" zusammengefaßte Gruppe von bühren belasten jeden Todesfall mindestens vier- tschechischen und flowakischen Klerikalen, Fascisten, fach, was für die Besitzlosen eine unerträgliche und Mittelschülern und Wertführern. geradezu gehässige Belastung bedeutet. Bei den Prager 2irettionen ist das en iſt das Endergebnis folgendes: Am furchtbarsten wird sich aber die Mietzinsabgabe auswirken, Genosse Taub konstatiert abschließend, daß die endgültige Entscheidung über diese neue schwere Belastung der Bevölkerung nicht der Regierung überlassen bleiben darf, und verlangt daher, daß die geplanten Vorschriften als Geschentwurf der Nationalversammlung vorgelegt werden, damit das Parlament hiezu Stellung nehmen lönne. I und vom Erzberg in Desterreich. 18.30: törpersport. 18 45: Esperanto. 19: Franzöfifch. 19 30: Englife. 20.05: Borlefung Reimers. Lebensgefährten" von Salten. Leichte Abendmusi Sürid) 588, 12.32: Schallplattentonzert 15: Orahefte font Aert. 16: Tangmufif. 17.10: Seinberstunde 20: Selaffifcher Wiener Abend. 20.30: Blauberet 20.50: Deutsche Tänze von Beethoven und Schubert. 21.25: Wiener Operette. Deutschland. Königswusterhausen, 1250 14.20: Kiberstunde. 14.45: Elfenbeton. 20.20: Internationale Schulben. 20.50: Stunde bini Glud Stonzert. 18: Jugendstunde. 19 40: WintersportFrautfurt, 420, 13.30: Mittagsfonzert. 15.30: Jugend1 2 3 4 5 Prag- Süd 64 4.804 10.352 5.955 1.953 Prag- Nord 82 3.576 9.118 10.162 1.897 Das Gesamtergebnis bei allen folgendermaßen: 1 2 3 4 5 1.867 19.517 51.248 54.583 15.824 Die erste Gruppe erhielt kein Mandat, die zweite Gruppe elf, die dritte 31 und zwei im Bentralausschuß, die vierte Gruppe 32 und zwei im Zentralausschuß und überdies eines im Schiedsgericht, die fünfte Gruppe sechs Mandate. Die sozialdemokratische Gruppe ist also die stärkste. Die nationalsozialistische Jednota fam vom ersten auf den zweiten Platz, die kommunistische Liste verliert gegenüber den letzten Wahlen an 2000 Stimmen. ,, Der sozialistische Kongreß und unfere Gegner." In unserem gestrigen, den vorstehenden Titel führenden Leitartikel ist durch eine falsche Norrekturzeile eine Verstümmelung des ersten Abfayzes erfolgt, der dadurch den Sinn verlor. Wir Drucken daher die betreffende Sele hier nochmals ab. Sie lautet richtig: Im sozialpolitischen Ausschuß wurde gestern die Verlängerung der außerordentlichen Maß- Prag, 319, 11: Schallplattenmufit 11.35; Landwirtschafts. nahmen zur Behebung der Wohnungsnot( für fun. 12: eftfignat. B: effetachrichten 12.05 Wittagstonzert. 13 35: Börsennachrichten. 15 45: Borttag: Ueber Esperanto. Staatsanges llte) behandelt. Dabei entwickelte 10: siinberede. 16.15: Wiufifvoritas 16.25: Börsennachrichten Ernährungspfycholoatfche Blauberei über den Weihnachtstif. sich eine lebhafte Mieterichußdebatte, und Sopfenmartpreise. 16.30: admittantonzert. 1780; 15: Sausfrau und weiónachtsbaumt. 16: Graichungsberatung Bortrag. 17.45: Rundfunt für Industrie, Sandel und Ge 17: Beethoven: Klavierfonate. 18: Stebenbürgifch- fächfifche in der die Opposition nachdrücklichst vor einer werbe. 18: Landwirtschaftsfunt. 18.15: Sortag. Stapiteln Dichtung. 18.30: Spanif. 18 55: Neuzeitliche deutsche Pferde Verschlechterung des Mieterschutzes warnte. Es über die wissenschaftliche Leitung der Arbeit. 18.30: aut. 10.20: Das Boltslied 20.15: tebertragung von Leipzig. ,, Erfreulicher als die niedrigen, das proletaDeutsche Sendung. Wetterbericht und Tagesneuigteilen 360. DvorAf bend, 22.30: Tanzmufit gelang nur, die Verlängerung des Gesetzes auf vom choro. bierauf: Dr Safer 2obe: Berlin: Bint Berlin, 484, 15.30: Sport. 16: Das Buch 16.30: Bachrische Intereffe ganz außeracht laffenden Gehäffigein halbes Jahr und nicht, wie ursprünglich wunder. 19.30: Symphoniſches Stonzervete: Danger 17.30; Biolintonzert. Unterhaltungsmufit 10.30: feiten der kommunistischen Presse ist die Bestirbeabsichtigt, gar nur bis Ende März 1928, durch hmponie Nr. 5. 22: Seiffignat, feiste nach: tchten des rehber Gebenden. 2230: Tanzmufl. zung und die Wut, welche die Grundlage der Bezusetzen; weitergehende Anträge des Genossen bros, ebe: ficht der Tagesereignthe und Sportnachrichten. Breslau. 323, 12 15: Schallplattenkonzert. 16.30: Cheru trachtungen der Regierungsblätter beider Natio Taub wurden abgelehnt. Ebenso wurde eine Brunn. 411, 12.15: tagsfonzert. 14.30: Brager Effer fahrten in Eleften. 20.05: Altbeutsche Novellen. 20.45: nen über den Kongreß bildet. Daß die sozialistiResolution der Genossen Taub und Schäfer enöörfe, etterbericht, V: effe Sport- und Theaternachrichten. stoppel- Abend. schen Arbeiter aller Nationen im Staate der Wille abgelehnt, die von der Regierung die beschleunigte 18. Seitftanal. Deuife Breffenachrichten. 18.10: euftunde. 16.30 até Operetien. 17.45 Refeftunde. 18.30: Bor beseelt, alles aufzubieten, um die ideelle, taktische Vorlage eines Wohnunasgefeßes forderte fche Sendung Brof. Dr. Ernst Bloch: Die chemische Wafferag. 19.85: Orgel und Chorkonzert. Mezitation. Opernabenb. und organisatorische Zerrissenheit der Arbeiter im gutunfisfrieg. 18.25: Landwirifwaftlicher Bortrag. 18.40: Zanamufir Wahlerfolge der tschechischen Sozialdemokrampfen gegen Scharlach. 19: Wie Großmütterchen" entstanden Samburg. 395, 12.30: Mittagsfonzert. 14.05: Saustonzert. bewegung zu überwinden, daß der Augenblick 16.16: Antlerische Selbſterziehung des Kindes 16.40; Weih nahe bevorsteht, da sich tschechische, deutsche, Preibur, 300, 16: Landwirtschaftsfunt. 17 30: tongert. nachten im Spiegel Hamburger Dichter. 17: Günfubrtee. Orten der Brünner Umgebung Gemeinde- 1. Baganini: Di tauti palpiti. 2. Dvorák: Bigeunermelodien: 183 Bollstümliches Ronze: 1. 18.bb:" Der Rofentabalier: magyarische und polnische Sozialdemokraten auf wahlen statt, die für die tschechischen Sozialdemo- encaballo: 21. To choper Lon Richard Strauß abenbfonger. 33.30: Zanzmit einem Kongreß zusammenfinden werden, um über Adagio élégiaque. 5. Bleichmann: fraten durchwegs überaus günstig ausfielen. In 21eb 1885: Borirag. 18.55: Srembemberlehr, Zouriflik und Blasmuff, 18.15: Jugenoſtunde. 18 45. Der viufifer Stepban die Gemeinsamkeit der nächsten bevorstehenden Tischnomiß erhielten sie 261 Stimmen und Sport 10.10: Eallplattenmifif. 19.30; Wie Brag 10.10: Refeftunde. 1940: Europas Schidfalsweg. 20.15:" Der Kämpfe Beschlüsse zu fassen, aber auch um den Stafman. 1970, 19: Beitfignal und Abendläuten. 19.05: einfame weg". Schauspiel von Schnipler. vier Mandate( 1923 nur 111, 1925 128 Stim Bertrag. 10. 20: Breffenachrichtent 10.26: Stonzert. Langenberg, 469, 13.05: Mittagsfonjeri. 14.30: Ratfoläge Grundstein zur dauernden Zusammenfassung des Budapest. 556. 11: Schauplattenkonzert. 16. Landwirt fürs Saus. 14.45: te bleibe ich aclub? 17.30: Gutes Proletaria's im tschechoslowakischen Staate zu men). Die Nationaldemokraten verloren drei, die fchaftlicher Rundfunt. 17: Orchefterfonaert. 18 15: Literarife: Deutfa) 18: Befpe: fongert. 19.10: Sport. 19.35 Rundfunt Kommunisten, Gewerbeparteiler und Kleritale je orira 18.45: Frauenbortrag. 19: Deu time Sprach im Jugendheim, 20: Geiftonzert Bach: 3 Brandenburgisches legen, das läßt sie erkennen, daß der Kampf zwiStonzert. Schumann: Rheinische Symphonie. Wagner: Steg fchen Arbeiterklaffe und Bürgertum um die Macht ein Mandat. In Ned vad erzielten die tsche- ſtunde 20: stonger. 22.40: Jazz Band, Daventry, 1604, 12. Quartett. 14: Schallplattenfonsert. fried- 3bha. Beethoven: 2. Sumphonie. Bunter Abd. Nachtmusik. chischen Sozialdemokraten einen fleinen Stimmen- 10. venblied. 17; Ormefterfonaert. 15: Drgelvortrag. 18 15: im Staate in ein entscheidendes Stadium zu trea München. 536, 16: Unterhaltungstonzert. 17.30: Geflügelseinderstunde 20.15: Slavie werte von Mendelssohn 20.15: gewinn, während die Agrarier zwei und die Na6itcht. 10:„ Aiba". Oper von Verdi. ten beginnt und daß die Tage des Bürgerblocks, Pflanzenlieder. 22.35: Sörspiel. 23 30 apamulit. tionaldemokraten ein Mandat einbüßten. Auch der wie ein tollwütiger Bulle gegen die sozialen in anderen, fleineren Gemeinden schnittekt die und politischen Errungenschaften der Arbeitertschechischen Genossen durchwegs gut ab. tlasse losstürmt, gezählte sind." Rom 450 17.30: Zangmuir 20 40 Wagner- Abend. Wien, 517. 11: Vormittagsmufif 18 15: Nachmittags: fonaert. 17 30: Witteilungen aus den Bundestheatern 17.45: Ausflugsziele und Neisepläne zum Womende. 18. Bom Elfen Königsberg, 330, 16: Die Philofophie 16.30: Stuttgart, 380, 12.30: Schallplattenkonzert 16 15: Nach mittagsfonzert. 18.15: 23 moderne Bilderbuch. 18.45; enfaliche Blutgruppen 19.15: Englische Mufit aur Seil Sharefpeares. 20: Wozart- Abend. Wunschabend. Seite 4. Mittwoch, 14. Dezember 1927. Genossen und Genossinnen! Wieder eine agrarische Mißtrauenstundgebung gegen den Landbund. Vertrauen für Mayer. Für Sonntag hatte der Bund der Landwirte eine Mitgliederversammlung der Bezirksorgani fation Fallenau nach Rabenstein eingeladen und entsandie als Referenten den Abgeordneten Fischer. Auf Einladung der Katzensteiner Landwirte erschien aber auch der Abgeordnete Mayer in der Versammlung, was Herrn Fischer und den Bezirksvertrauens= mann veranlaßte, die Versammlung, che sie noch begonnen hatte, flucht artig und unter allgemeiner Heiterfeit zu verlassen. Den Bericht erstattete nun Maher und sodann nahm die Versammlung eine Entschließung an, in der sie dem Abgeordneten Mayer das Ver trauen, dem Bund der Landwirte aber das Mißtrauen aussprachen. Die Kunst, vorbei zu reden. Man muß es den tschechischen Politikern zugestehen, daß sie es vortrefflich verstehen, bei unangenehmen Anfragen vorbei zu reden. Auch der Herr Präsident des Staa's bodenamtes Dr. Voženilek trifft dieses Stunftstück vortrefflich. Im Budgetausschuß hatte Abg. Gen. Schweichhart wegen einiger ungeredyt ter Bodenzuteilungen Beschwerde erhoben und Aufklärung verlangt. Diese erfolgte auch, sogar in schriftlicher Form. Aber wie! Tages Neuigkeiten. Heine, ein sudetendeutscher Dichter, den sich die Arbeiter gut anschauen mögen! Wir meinen natürlich nicht Heinrich und gegen ihn einen warnenden Ton, wie er in Heine. Der war ja kein sudetendeutscher Dichter obigem Titel zum Ausdrud kommt, würden die Arbeiter mit Recht unter leidenschaftlichem Protest zurückweisen. Wir meinen Herrn Erivin Heine, der ein Sudetendeutscher ist und ein Dichter zu fein sich einbildet. Er gehört dem deutsch nationalen Schriftleitertum an und veröffentlichte in der letzten Sonntags Unterhaltungsbeilage der Bohemia" Feuilleton, dessen Titel„ Streif" uns veranlaßte, einmal der Muse Herrn Heines näherzutreten. Und siehe da, es lohnte sich. Versäumet nicht, zwischen den 15. und 22. Dezember Einsicht in die Wählerlisten zu nehmen! Luxus die Fabrikanten und schließlich, wie es doch zum Glüd auch unter den Arbeitern präch dem Unternehmer halten und dafür auch entspretige Leute gibt, die es gegen die Kameraden mit mern zu bergen. Dabei kamen zwei gleichfalls mit der Hochspannungsleitung in Berührung und wur. den auf der Stelle getötet. Drei Arbeiter getötet. Wie Amsterdamer chend belohnt werden. Blätter berichten, ist Montag abends beim Bau Für ein Unternehmerblatt wie die Bohe- einer Krananlage auf dem Sochofenwerk Ymuimia" find natürlich solche Geschichten ein gefunden ein 30 Meter hohes Gerüst eingestürzt, wobei seine Rechnung fommen. Aber wir laden ihn wurden. denes Fressen und Herr Erwin Heine wird auf drei auf dem Gerüst beschäftigte Arbeiter getötet ein, seine fleine Novelle( vielleicht hat er auch noch mehr dergleichen am Lager) einmal in einer Täter durchſtemmten in der Nacht auf Dienstag in Neuer Seidendiebstahl in Berlin. Unbekannte Arbeiterversammlung vorzulesen! Da kann er feinen Mut zeigen, dieser Seine, bei dessen Nen- Charlottenburg in der Wilmersdorfer Straße neben nung jener andere Seine sich im Grabe umdre- einem Lichtspielhaus die Betondede eines Kellers, hen müßte! durchbrachen den Fußboden, drangen in ein Konfettionsgeschäft ein und stahlen 195 Ballen Seide, für etwa 5000 RM. Spizen und für etwa 10 000 RM Belzwaren, im ganzen Waren um etwa 42.00 Rüdlehr zur Vernunft? Die Post hält den zweiten Weihnachtsfeiertag. Herr Heine beginnt mit einer Szene, in der tion gibt über den Postverkehr an den WeihDie Post und Telegraphenbiref zum Streit entschlossenen Arbeiter eines Be triebes den Waschinmeister als Verräter nieder- nachtstagen folgende Meldung aus: schreien, weil er sich auf die Seite des Unternehmers stellt. Der Maschinmeister, ehemals flassenbewußt, ,, hatte einsehen gelernt, daß es auch in dem naturgewollten Ringen des Dienenden mit dem Herr schenden Bereiche gibt, die nicht beschrit ten werden dürfen, wenn nicht beide verderben wollen. Doch etwas war, von dem er bisher nichts gewußt, das er nicht anerkannt hatte, etwas, das ihn plötzlich Ekel empfinden ließ vor den Rasenden um ihn, die darauf brannten, den Sprung in den Abgrund zu tun." Am 26. Dezember wird wie an Sonntagen, am 6 Jänner 1928 wie an Feiertagen amtiert; die Telegraphen- und Telephongebühren. wie an Wochentagen. Reichsmark. Einbruch im Berliner Zoo. Montag früh geg 3 Uhr drangen dret maskierte Räuber ir Am 24. Dezember nachmittags werden den Staffenraum des Wirtschaftsgebäudes im Zools die Amtsstunden im Postdienste um 13 Uhr besischen Garten in Berlin und überfielen mit vor endigt. Die Paketzustellung erfolgt wie ge- chaltenen Revolvern den Kassierer Heinr. Sa sten, wöhnlich. der noch mit der Abrechnung des Silbernen Sonntags beschäftigt war. Zwei hielten den lleberraschten und völlig Wehtlosen im Schach, der dritte entnahm dem offenstehenden Geldschrank 30.000 Mart Alle drei entramen unerkannt Die Beute war ver. hältnismäßig groß, weil auch noch die TageseinDamit erscheint der zweite Weihnahme des Samstags vorhanden war. An den nachtsfeiertag( der erste geht heuer ohnehin Wochentagen wird das Geld nach der Abrechnung verloren, da er auf einen Sonntag fällt) wieder fofort in den Morgenstunden zur Bank gebracht. als Voll- Feiertag anerkannt und das aller Der überfallene Raffierer, der seit vielen Jahren sprechende Feiertagsgefeß nach Gebühr übergan polizei, die kurz nach der Tat bereits mit ihren ErVernunf und den Rechten der Angestellten hohn- den Dienst versieht, verständigte sofort die Kriminalmittlungen einfeste Auf die Ergreifung der Täter präsident je 1000 Marf ausgefeht, außerdem hat sowohl der Pächter des 300 wie der Polizeifind auf die Wiederbeschaffung des geraubten Geldes in die Sände fiel. besteht aus 100, 50 und 10 Warl8000 Mart zugeiagt Die Summe, die den Räubern Scheinen und außerdem aus einigen hundert Mark aenau ausgekundschaftet und ihren Plan sehr gründ Silbergeld. Die Räuber hatten die Gelegenheit lich vorbereitet Sie ftürsten sich auf den allein im Raum anwesenden Kassierer mit den Worten: 1927. Gestern früh wollte sich der 26iährige An- eigneten sich dann in kürzester Zeit das Geld an. Stulturh storiches aus der Weihnachtszeit Seien Sie ruhig oder wir erschießen Sie" und geſtellte ilhelm Pruša in dem Klosett eines Die Täter sind dann in dem benachbarten TierHauses in Prag erkängen. Er wurde jedoch recht- aarten entkommen.- In der gleichen Nacht stat eitig bemerkt und gerettet. Pruša wollte nach teten Einbrecher einem Seiden- Engrosaeſchäft in der feiner Angabe deshalb Selbstmtors verüben, weil Leipzigerstraße in Berlin einen Besuch ab und er Teine Wohnung finden konnte. erbeuteten dabei Seidenstoffe im Werte von nicht meniger als 60000 Mark Mit dieser Beute, die zu den größten gehört. Die in diesem Jahre Dieben kommen, in die Hände fiel, sind die Räuber unerkannt entAlso ein Gelber. So recht geeignet, bon einer deutschnationalen„ Dichter"-Seele verherr licht zu werden. Er ist der zweite Held der Ergen. Hoffentlich ziehen alle Geschäftsunternehmen, bunden ist, aus der Tatsache, daß die Bostämter deren Betrieb an die Amtsstunden der Voit gevon Samstag mittag bis Dienstag vormittags nünit'ge und billige Folgerune. auch ihrerseits fe'ne Briefe und Drucksachen befördern, die verden 26. Dezember als Feiertaa anzuerkennen. Die erdi che und notwendige Novellierung des nnmö fchen Gefeßes würde dadurch in löblicher Weise gefördert werden. „ erst staunend, dann im tiefsten erbebend, gesehen, daß dieser Mensch ein Herz hatte, in dem mehr geid und mehr Sorge brannten, als je in dem eines anderen Menschen, den er kannte, daß dieser für reich und glüdlich Gehaltene, diefer Serr über Arbeiter und Beamte, äuser und Maschinen, ein Armer, ein Unglüdlicher war, dessen Denken und Schaffen nur einen Sinn hatte: Das erals Sohn und Enkel zu erfüllen, und um den Familien, die von ihm abhingen, Arbeit um den Familien, die von ihm abhingen, Arbeit und Brot zu geben." Armer Fabrikant, glüdliche Arbeiter! Er behauptete, daß einige Arbeiter, die bei der Schwarzenbergschen Meierei Ferben; bezählung. Der erste Held ist der Fabrikant schäftigt waren, Boden sowie ein feines Haus- felbst. Wie denn nicht? Der Maschinmeister hatte chen zugeteilt erhielten. Das ist richtig. ebenso, nämlich Daß diejenigen Arbeiter die durch das Bodenami in Laun zur Disposition gestellt waren, weiter ihre Arbeit erhielten. Darum drehte es sich aber auch gar nicht, sondern um die am 26. Oftover in Ferbenz und am 5. November 1. J. in Postel berg durch den Zuteilungskommissär Jan Litar aus Laun erfolgten Aufteilungen, weil diese nach rein politischen Grundsäßen vor sich gingen. Im Kleinen Landwirt" wurde an der Hand genauer Da'en haarscharf nachgeerbte Gut zu erhalten, um feine Pflicht wiesen, wie die roten" Bodenbewerber zugun sten der grünen und schwarzen zurückgesetzt wurben, obgleich jene biel bedürftiger waren und ein größeres Anrecht auf beschlagnahmten Grund hatten als diese. Nur ein ganz kleiner Bruchteil Kommunist sche Bewegung". In Werni unserer Leute wurden berücksich igt; den LöwenDer Unternehmer hatte dem Maschinmeister gerode im Harz sind drei lo m munistisch anieil bekamen die Nachläufer der Regie und der Maschinmeister hat sich so überzeugen tratie übergetreten. In einer Elärung Einblick in den Stand des Unternehmens gewährt Stadtverordnete zur Sozialbemo zungsparteien. Gegen diese offenkundig parteiische Aufteilung richtete sich die Beschwerde. lassen, daß der Streik für die Arbeiter von Nach begründen sie ihren Austritt aus der KPD. daIn die em Puntte war Herr Dr. Voženilet ebenso teil wäre, weil durch ihn der Weiterbetrieb der mit, daß in diefer Partei kein Platz für Peute fei infaffen, die in der Nacht zum Sonntag aus ihrer In die em Puntte war Herr Dr. Voženilet ebenso Fabrik überhaupt in Frage gestellt würde. Der die den Interessen der gesamten Arbeiterschaft den gemeinsamen Relle im Zuchthaus Sonnenburg schwerhörig wie im standalösen Falle Eisen- Fabrit Vorrang vor den reinen Parteiintereffen ein- ausgebrochen sind. konnten zwei am Montag vorFerbenz wird uns aus Postelberg noch mitgeteilt, meister) bei der Hand gefaßt" und ihm räumen. Die Wernigeroder Stadtverordnetenver- mittag wieber festgenommen werden Sie wurden stein. Da schweigt er har nädig. Bezüglich abritant hatte ihn( den Mafch in Vorrang daß bereits die Felder den Bewerbern ausgemes unter anderem erzählt: sammlung setzt sich jetzt aus 16 bürgerlichen und in der Nähe von Neuendorf bei Meppen von fen wurden und noch bei der Vermessung find hr beneidet mich, ihr denkt, wer weiß wie elf sosialdemokratischen Vertretern zufammen: das einem Briefträger gefehen. der fofor die Landjägere fene Leute berücksichtigt worden, die bei der tscheqlüdlich und sorgenlos ich lebe. Denkt, daß die 28. Mandat bleibt unbesetzt, weil sein kommuni- verständigte. Ein Zandjäner entdeckte sie in einem chisch- agravischen Domovina und landbünd= Bequemlichkeit und Schönheit, dietscher Inkaber sich dem Befabl feiner Par'ei Walde und konnte sie festnehmen. Im Zuchthaus lerischen Heimstätte" Selfershelfer sind. um mich ist, euch geopfert, euer Wohl um weiß gebeugt und das Mandat niedergelegt hat, um sich Sonnenburg. befinden sich gegenwärtig etwa 430 GeEinen Maurer mit Namen Josef Soukup aus Gott wieviel beffernt tönnte. Wäre es so, heute erst dann der Sozialdemokratic anzuschließen. fangene und 60 Aufsichtsbeamte. Ferbenz hat man sein zugesprochenes Feld wegnoch ließe ich es euch. Doch weil ich weiß, wie genommen und dem tschechischen Domfar Balit wenig dieser Qurus gegen das wiegt, Auf dem Wege zur Einigung". In einer von in Ferbenz gegeben, der ohnedies schon gut be- was euch und mich sonst drüdt, soll es bleiben, wie den ukrainischen nationalistischen Organisationen ri d) bei Lindlar im Regierungsbezirk Köln drangen züdsichtigt worden war. Es gibt wirklich keine es ist und wie es war. Dieses Haus ist Väin Lemberg einberufenen Wählerversammlung Ursache zu Beschwerden, es herrscht allgemeine tergut. Ich bin nur sein Verwalter und Erhal in welcher die Frage einer einheitlichen Zufriedenheit über die Bodenreform fag! ter... Ich kann nicht, ich kann nicht, wenigstens Dr. Voženilek. Wers glaubt, kriegt Lente! Verderbi euch, verderbi mich, aber einen Toler! verlangt nicht, daß ich selbst Hand anlege an bas, was mir als Legies blieb!" Derselbe Herr Dr. Voženilet hatte im Senate den Mut, gegenüber den Anklagen Dr. Medingers u. a. folgen zu sagen: Erwischte Ausreißer. Von fünf Zuchthaus. Lohnraub im Bergischen Land. In Homme sechs bis acht mastierte Räuber abends in tas ukrainischen Front während der Neu- Lohnbüro einer Baufirma ein, hielten mit vorg- halwahlen ins Parlament besprochen wurde, kam es tenem Revolver den Bauführer und andere Angezu blutigen Zusammenstößen zwischen stellte in Schach und raubien rund 6000 Mark Lohn. den ukrainischen Nationalisten und den Anhängern gelder. Mit dem Auto, mit dem die Räuber ange der Opposi ion aus der ukrainischen Bauernrartei und der Betruszewicz- Organisation. Die Polizei lommen waren, flüchteten sie in der Richtung nach mußte einfchreiten und die Versammlung auflösen. Stöln. Etiva 20 Versammlungsteilnehmer Prager Verkehrsbild. Gestern vormittags mußten infolge erlittener Verlegung ins tranfuhr über die Brager Palackybrüde per fenhaus geschafft werden. Dampftraftwagen R- XI- 119, der von Aber die Rasenden" in ihrem Taumel" waren doch nicht von ihrer Meinung abzubrin Dr. Medinger hat auch gefragt, warum die gen, daß ihr Hunger durch die mit der tapitalisti heimischen Bodenanwärter abgewiesen fchen„ Bequemlichkeit und Schönheit" manchmal wurden und toarum der Boden tschechischen verbundenen Sorgen doch nicht aufgehoben würde Anwärtern zugeteilt wurde. Das erklärt sich und beschlossen den Streit. Der Waschinmei Ein Naphtha- Rua entgleift. In Tiflis ent- dem 22jährigen Maschinenschlosser Anton Šime daraus. daß in der ersten Zeit der Bodenreformst er stürzt sofort zum Unternehmer, zumeist in jenen Gegenden, die Doktor Medinger um ihn davon zu benachrichtigen. Der aber hän aleiste ein mit Naphtha beladener Rug. Sechs gelenkt wurde. In der Hälfte der Brüde wolle im Sinne hat, eine heftige Agitation digt ihm ein Empfehlungsschreiben an Sifternen wurden zertrümmert und sechs Wagen der Dampfkraftwagen einem in der gleichen Rich gegen die Bodenreform einfeste, die als eine andere Firma ein und erschießt sich, weil er beschädigt. Vom Zugspersonal wurden eine Person tung fahrenden leeren Sohlenwagen vorfahren, wobei Simet nach eigener Angabe plötzlich ein Raub. als eine ungefeßliche Tai gefchilbert ein ruinierter Mann ist. Der Maschinmeister getötet und mehrere verlegt. wurde. Es ist nicht möglich, nicht nur bei uns rauft sich vor Verzweiflung die Haare, ruft den Eine Bombe im Rino. Das Lichtspielthea'er die Gewalt über den Wagen verlor. Der Kraftes wäre auch in feinem anderen Staate möglich. Dienern, die herbeistürzen( und die sich Barthenon" in einer Vorstadt Chicagos ist magen machte eine Schwenkung nach links und daß ein staatliches Bederamt nach solchen feind der Fabrikant trop feiner Not hal- burch eine Explosion teilweise zerstört worden, stieß mit voller Wucht in den Kohlenwagen hinein. feligen Stundgebungen die Bewohner dieser Gegend ten fonnte) zu, daß er, der Maschmeister, die von der Feuerwehr einer Bombe zugeschrieben Diefer wurde zur Seite und gegen das Br i denhätte zwingen wollen, teilzunehmen an den Früh der Mörder" fei. Er meint das natürlich nicht wurde. Das Theater war zur Zeit der Explosion geländer geschleudert, das er in einer ten der Bodenreform, die in solcher Weise kritisiert direkt und die Diener finden das Empfehlungs- leer. Breite von etwa sechs Metern zer störte. Teile des Geländers fielen in die Molschreiben, das Licht in die Sache bringt. NatürFranzösisches Flugzeug abgestürzt. Unweit von bau. Im Augenblide des Rusammenstoßes ging vormittags ein franzöfifches en ab Der Füh Smichow an der Unfallstelle vorüber. Der zur rer war auf der Stelle tot, der Begleiter hatte sich Seite geschleuderte Stohlenwagen rik sie zu Boden mit Hilfe eines Fallschirmes retten können, indent und preßte sie auch gegen das Geländer, so daß er rechtzeitig absprang fie bewußilos liegen blieb. Ein vorbeifahrendes Folgenschweres Autounglüd. In der Nähe von Personenauto brachte die Verletzte sofort in die Bordeauy ereignete sich am Sonntag vormittags linit, wo man feststellte, daß sie Gelenkbrüche an ein schwerer Unfall Ein von einem Staufmann ge- beiden Beinen, einen linksseitigen Elbogerbruch Die Geschichte braucht wohl keinen umständ- steuertes Auto fuhr gegen einen Wtast einer och und Que schungen im Gesicht davongetragen batte lichen Stommentar: Herr Hemne hat in einer spannungsleitung. Der Waft fiel um, stürzte die Berleburgen sind schwer. wenn auch nicht packenden" Erzählung den Lesern der„ Bohemia" auf den Wagen unb tötete einen der Infassen, der lebensgefährlich. Der Berker des Krafimans vor Augen geführt, wie niederträchtig doch die gleichzeitig mit dent elektrischen Strom in Berüh blieb unverwundet. der Kutscher des Mokren Gesinnung der Arbeiter ist, wie unmoralisch der rung tam. Aus der Umgebung eilten etiva zehn wagens. Anton Bradač aus Smichow, erlitt geStreit, wie arm und bedauernswert trok allem! Personen zu Silfe, um den Getöteten aus den Trüm. Iringfügige Verlegungen. wurde. Hier gibt also Herr Dr. Voženilek zu, dak lich kann der Edle nun seines Weges gehen, Bad dwa bad im Taunus stürzte am Montag die 43ährige Pensionistin Franziska Chval aus die Bodenzuteilung eine gewollt parteiifche war und beute noch ist. Wir wollen lediglich feststellen, daß die deutschen Sozialdemofraten und der Zentralverband der deutschen Sleinbauern und Säusler sich prinzipiell für die Bodenreform aussprachen, trotzdem wurden unsere Anfänger bewußt zurüdgefets. Herr Dr. Vožen lek redet auch bier an der unumstößl chen Zafache vorbei, daß für ihn und seinesgleichen lediglich grobmaterielle, tschechisch nationalistische motive bei der Durch führung der Bodenreform maßgebend sind. bricht aber auf der Treppe zusammen. Es dürfte aber, setzen wir fort, nicht arg gewesen sein, der nächste Zug wird ihn wohl schon an seinen neuen Dienstort gebracht haben. Er braucht nicht zu feiern und zu hungern, aber dafür ist er auch sicher vor der Empörung der Arbeiterschaft. Mittwoch, 14. Dezember 1927. Ein teurer Hund. Ein reicher Grundbesitzer infofigkeit beginnt im November, endet im günstigsten Bollywood hatte vor einiger Zeit den berühmt. Falle im April, dauert alſo ſechs Monate Drei 2 deutſchen Schäferhund, der unter dem Namen Monate gibt man Unterſtüßung und drei Monate " Peter der Große" in vielen Filmen mitgewirk lebt man von der Luft, die leider noch nicht abge. batte, erſchoffen. Vom obersten Gerichtshof in 20% teilt werden kann wir caten der Regierung, den Angeles wurde er jetzt zu 400000 Marf al Bogen nicht zu straff zu spannen, denn einmal muß Erick des Wertes des Hundes und zu weiteren des Volkes Zorn zum Ausbruch kommen und wird 100000 Mart als Schadenersatz verurteilt. Rechenschaft verlangen. Der Arbeiterschaft diefes Staates wäre jedoch zu raten, alles was die Einheit des Proletariats hemmen oder verhindern kann, aus dem Wege zu schaffen, insbesondere aber den Freunden" von Links das Handwerk legen zu helfen, denn ohne ihr verheerendes Wirken wäre es nicht möglich gewefen. Nur die Sozialdemokratie wird imſtande sein, dem notleidenden Proletariat Als Wilderer erschossen. Im Forste Roth tein bei Liebenwerda wurde dieser Tage ein Wil, berer von einem Förster erschossen, nachdem er den Beamten mit dem Gewehr bedroht hatte Erst nach vier Tagen wurde der Erschossene erkannt. Is han belte sich um den Musikdirektor Richard Drechsler aus Kirchhain in Sachsen, der das Opfer feiner Jagdleidenschaft geworden ist. Drei Kinder mit Gas vergiftet. Als die Che Tente Müller in der Lessingstraße in Berlin. Moabit in der Nacht von Sonntag zum Montag um 2 Uhr morgens von einem Vergnügen nach Hause kamen, fanden sie in der Küche ihrer Portierwohnung die drei Kinder mit Gas vergiftet auf Der älteste Junge von sieben Jahren war noch am Leben, wäh: rend ein dreijähriger Knabe und ein zweijähriges Mädchen bereits tot waren Die Leitung des Gasherbes war undicht geworden. Ein Ruf der Not! Hilfe zu bringen. Gerichtsiaal. Die„ Morabito- Slezská" in letzter Instanz. Das Urteil gegen Stačiret bestätigt. freigesprochen. Bestialischer Gattenmord. Kubiček Brünn, 13. Dezember. Das Oberste Gericht fällte heute als letzte Instanz das Ur'eil in Ange legenheit des Konturfes der Mährisch- schlesischen Bank. Die Nichtigkeitsbeschwerde des ehemaligen Genoffe I Thannhäuser schreibt uns: Oberdirektors Ed. Stačiret, welcher vom Straf Nachstehende Beilen sollen beitragen, der Ceflandesgerich: wegen des Vergehens der fahrläs fentlichkeit das rosige Leben eines Arbeitsvolles 31 figen Stri zu 15 Mona'en Kerker verurteilt ezigen. Die Regierungsvorlage zum worden war, wurde vom Obersten Gerichte in Schuße des heimischen Arbeitsmarktes allen Punkten abgewiesen. Die Nichtigkeitsift bazu angetan, der Arbeiterschaft diefes Staates, beschwerde Franz Kubičeks wurde besonders insbefondere aber der fudetendeutschen Arbeiterschaft hinsichtlich der Verjährung stattgegeben. Das den Lebensnerv zu töten Denn wird die Vorlage Oberste Gerich hob das Urteil erster Instanz auf Gefeß. dann find die Nachbarstaaten gezwungen, und sprach Kubiček frei. Die Strafe Josef Bergeltungsmaßnahmen zu treffen Die deutsch Zapotočnys wurde von fünf Monaten auf tichedhiidhe Bürgerregierung übersicht, daß der größte vier Monare und 14 Tage unter Aufrechterhal Teil der Grenzbevölkerung in den angrenzenden tung aller Strafverschärfungen herabgesetzt. Ueber Nachbarstaaten ihren Lebenserwerb bestreitet Wie die Beding heit dieser Strafe wird die erste Inschwer und hart dieses Geien die ganze Bevölkerung stanz entscheiden. Ueber die Berufung Sačirets treffen würde. soll nachstehendes Beispiel zeigen gegen das Strafausmaß wird das Oberste GeIm äußersten Winkel Schleiiens, von drericht in einer nichtöffentlichen Beratung eine EntSeiten von Deutschland umgrenzt. liegt die Gefcheidung treffen. meinde Weißwasser. Die Bewohner derselben find mit weniger: Ausnahmen Klemlandwirte und Arbeiter. Diese waren bereits feit zwei Jahrhun derten restlos in dem benachbarten Industriestädtchen Vor dem Schwurgericht in rems( NiederReichenstein( Deutschland) beschäftigt Ale jedoch österreich) wird gegenwärtig der Prozeß gegen einen im Jahre 1925 die dortigen Arienik Gold. Berg Gattenmörder verhandelt, der in unglaublich bestiaund Hüttenwerke von einer Abfastrise heimgesucht lischer Weise seine Lebensgefährtin getötet hat. wurden, was eine fast restlose Stillegung der Be- Thomas Oesterreich er lebte mit einer fleinen triebe mit sich brachte, wurde die hiesige Arbeiter Säuslerin Red 1, die ein zehnjähriges Kind hat, schaft auch restlos entlassen und damit auch arbeits im Konkubinat. Er wollte, daß die Redl ihren Be los 70 Familien waren dem Elend preisgegeben siz auf ihn überschreiben lasse. Da sie sich weigerte, Bei uns weit und breit feine Industrie und die bedrohte er sie öfter und es tam zu Streitigkeiten bestehende mit Arbeitskräften überfüllt Die hief ge zwischen den beiden Am 12 Mai kam der AngeArbeiterschaft durchweas Familienväter, war nun flagte heim. als Mutter und Kind bereits schliefen. gezwungen ihren Lebensunterhalt durch alle nur Er behauptet munt, es fei zwischen ihm und der erdenkliche Arbeit zu friſten Dieſe Lage wurde auch Redl ein Streit ausgebrochen, weil er sie beidh mpft bald von den Arbeitgebern erfannt und nun wurde habe, als sie zu ihm ins Beit wollte„ Sau" habe der Lohn gedrückt, so daß Löhne von 14-20 K als er ihr zugerufen. worauf fie angeblich" mit einem normal gelten Und hie und da gelingt es dem Messer nach ihm stieß, aber nur die Decke traf. einen oder anderen Arbeiter, sich durch Affordarbeit Dann habe sie sich aus Zorn aufgehängt. Er jei oder 10-12ftündige Arbeitszei einen höheren Lohn zu aufgeregt geweien, um sie aus der Schlinge zu zu verdienen Die wenigen Straßenbauten und befreien und habe das Haus verlassen. Reliorationsarbeiten sind nun in erreichbarer Nähe Ein Dorsbewohner ging um die Zeit, da der bereits fertiggestel: und man ſicht mit Bangen der Mord sich zutrug, an dem Sauei vorbei, fah auf Zukunft entgegen Bereits erfolgte Interventionen das Gefchref hin durch die Tür und bemerkte, daß der Gemeinde und der Verreter der Sozialdemokratie der Oesterreicher die Redl an einer Halsschlinge blieben erfolglos, denn was kümmert sich ein Mon- durch die Stube schleifte Er sei aber, da es doch fignore Sramek oder die deutsch tschechische Regierung ein fremdes Haus war(!), weggegangen und um das Wohl! Sit sind ja damit beschäftigt, den erst später habe er gesprochen, um sein Gewissen Geldiack des Kapitals zu füllen, damit sich die Droh zu beruhigen nen der Menschheit noch mehr in das Luxus- und Schlenumcrleben stürzen können auf der anderen Seite jedoch den letzten Tropfen Blut und Mark aus den Knochen der Proletarier zu pressen Das Gefey vom 19. Juli 1921( Arbeitslosenunterſtüßung) trägt das nötige dazu bei der notle'denden Arbeiterschaft den Todesstoß zu versetzen Die ArbeitsKleine Chronit. Scharfe Spiken! Anekdoten von einst und icht. Hafenelever begegnen eines Tages dem schriftstellernden Fabrikantensohn Im Verlauf der kurzen Unterhaltung jagt Haienclever: -Ich schreibe feine Zeile honorarlos – Ich schreibe nur um des Ruhmes willen, -Na ja, jeder ist auf das aus, was ihm fehlt entgegnete bekannt Aristoteles war wegen seiner scharfen und Iakonischen Antworten die er Aufdringlichen gab. - Ich habe dich sicher gelangweilt- fagte einer von ihnen, und schloß eine ausgedehnte Aeußerung -Reineswegs beruhigte ihn der Philosoph - ich hörte gar nicht zu Wedekind konnte die wortreichen Barbiere nich leiden und mied fie wo es nur ging Als er fich aber eines Tages das Saar schneiden lassen mußte antwortete er auf die Frage des HaarWie wollen Sie das Haar geschnitten haben? tünstlers. -- Schwe gend! Deo Koszella Vom Schlaf der Pflanzen. Von Dozent Ewald child Von den vielen Gologischen intereffenten Tatfachen denen wir im Leben des Pflanzen begegnen ist der Pflanzenschlaf mit in erster Linie zu nennen Das zehnjährige Kind, ein Mädchen, erzählt weinend daß die Mutter sie zu Hilfe gerufen habe und dann, als sie in die Stube fam, bereits in der Schlinge hing. Tas Stind bat den Oesterreicher, die Mutter aus der Schlinge zu heben oder den Strid abzuschneiden, er weigerie sich aber und führte das Mädchen schließlich mit weg brechen. Wissen Sie, Sand häute des man als Einsitzt oder inwas einerlei ist? Ob man Spiegelglas durch Sand zerkratzt ode die Zähne durch Mittel bearbeitet, die scharfe Kristalle oder körnige Teilchen enthalten. Ob man die Hand ins Feuer legt oder durch scharfe ,, antisepfische" Chemikalien die SchleimMundes angreift. Ob siedler im Öden folge schlechten Mundgeruches von den Menschen gemieden wird. Ob man sein Geld zum Fenster hinauswirft oder anstatt einer Tubeschäumen. der Zahncreme für die gleiche Zeit zwei Tuben nicht schäumender Zahncreme anschafft. Wenn Ihnen das nicht einerlei ist, verwenden Sie nur das atomfeine, zahnsteinlösende, die Zähne weiß und gesund erhaltende Mittel, dessen reinigender, wohlriechender Schaum dem Atem dauernd einen angenehmen Duft verleiht und das im Gebrauch am billigsten ist. Seit 40 Jahren ist deshalb in aller Munde: Perlweiße Zähne Duflender Mund KALDDONT KALODONT Verbürgt chlorfrei! Boltswirtschaft. Seite 5. Die bestialische Tat und das fonderbare Verhalten des Zeugen, der den Mord geschehen ließ, ersaben ein furchtbares Sittenbilt aus den ländlichen, überwiegend klerikalen Gebieten Desterreichs Besitz hunger nach dem fleinsten Stüdchen Land, verurjach: Der tschechoslowakische Außenhandel oft durch die bittere Not des landarmen KleinDas statistische Staatsamt veröffentlicht bauern, durch jahrzehntelangen Uebergenuß von Alkohol gezüchtete jähzornige und rohe Tempera soeben die Ziffern über den tschechoslowakischen mente, Sartherzigfeit, die flerifale Erziehung ver- Außenhandel in der Periode Jänner bis Novem schuldet hat, sind die tieferen Ursachen dieser in ber 1927. Danach betrug die Gesamteinfuhr den Alpenländern immer wiederkehrenden Ver- 17.767 294.000 Stronen, die Gesamtausfuhr 15.550,138,000 K. Unsere Handelsbilanz war alfo in dieser Zeit mit 2.217,156,000 K aktiv. In der Das Marck- Urteil für nichtig erklärt. Der gleichen Zeit des Vorjahres betrug die Ausfuhr österreichische Oberste Gerichtshof hat der Nichtigfeitsbeschwerde des Staatsanwalts im Maref- Prozeß 15.898: 093.000 K, die Einfuhr 13.649,308.000, stattgegeben. der Prozeß wird also wiederholt wer das Akivum der Handelsbilanz beträg: demnach den Das Maret Urteil entsprach durchaus den 2.248.785.000 K. Danach sind also entsprechend Rechtsanschauungen des Volkes, das sowohl den der Konjunktur im Jahre 1927 sowohl Einfuhr wissenschaftlichent" Gutachten mißtraute, als auch der Ansicht war, daß die Schädigung einer reichen als auch Ausfuhr gestiegen, die Aktivität der HanGesellschaft leichter wiegen muß, als die eventuele delsbilanz ist fast unverändert. Bestrafung eines Unschuldigen. Mareks Vertrag mit der Gesellschaft ist übrigens für alle Fälle gültig. Viele Pflanzen führen mit ihren Blattorganen andere Ende an einer mit berußtem Papier übereigenartige Schlafbewegungen aus, die darin be- spannten Trommel schleifte, die innerhalb acht Tagen stehen, daß sich die Laubblätter nachts fenten oder genau eine Umdrehung vollendete. Auf diese Weise die Fiederblättchen sich vaarweise aneinanderlegen, wurden die Blottbewegungen auf dem Rußpapier während sie am Tage aufgerichtet und ausgebreitet festgehalten. sind. Ein anschauliches Beispiel hierfür bilder die Fortschritte der Gemeinwirtschaft in Kanada. Wie in einem aufschlußreichen Auffay im Economist" ausgeführt wird, ist Kanada unter fämtlichen Ländern des britischen Reichs, auch Australien nicht ausgenommen, das Land, wo Als Versuchsobjekte dienten Tulpen und Krokos die öffentliche Hand am weitgehendsten an dem Alazie, richtiger Robinie genann: Während bei Tag blüten, sowie die Blätter der Gartenbohne. Besiß und an der Verwaltung wichtiger Unterund bei ruby gem Wetter die Fiederblättchen alle die alle deutlich Schlafbewegungen erkennen lassen. nehmungen beteiligt ist. Das größte Eisenbahnnetz schräg nach oben gerichtet sind vergleichbar mit nach Wurden nun die Tulpen und die Krokosblüten sowie der Welt, das unter der Leitung einer Zentrale Licht und Luft haschenden Händen, gehen die Blät die Blätter verschiedener anderer Pflanzen dauern steht, befindet sich im Besitz des kanadischen Staater bei Nacht bei Sturm und Regen in die charak, der künstlicher Belichtung ausgesetzt oder in dauern tes; in diesem Jahr soll es durch Ausbau großer teristiche Schlaffteilung über, wobei die Fiederblätt der Dunkelheit gehalten oder schließlich einem fünft weiglinien erheblich erweitert werden. Das chen Paar um Paar ſich ſenken und knapp aneinlichen Lichtwechsel ausgesetzt, der in ſeinen Perioden größte elektrische Kraftwerk der Welt, das an dem anderlegen Auch viele Blüten die tagsüber geöff nicht mit dem natürlichen übereinstimmte, ſo beßen fanadischen Teil des Niagaraflusses errichtet ner firs. ichließen sich zur Nacht Charakteristisch fich feine Bewegungen feststellen Mit Recht darf wurde und die Provinz Ontario mit Licht Wärme in dieser Hinsicht sind vornehmlich jene Blüten, die also hier der Wechsel von Tag und Nacht als die und Straf zu Preisen, die unter der Herrschaft die Form von Kelchen, Trichtern oder Sternen auf verantwortliche Ursache der Schlafbewegungen gelten des Privatkapitals nie möglich gewesen wären, weisen, z. B. die Anemonen, die Gentianen, Finger. Völlig abweichend hiervon verhielten sich aber die versorgt ist eine staatliche Unternehmung. Ver fräuter und Stanunkeln, die alle während der Nacht Schlafbewegungen der Gartenbohne. bei denen nachund zur Zeit des stärksten Taues ihre Blumen- gewiesen werden konnte, daß ſie gar nicht von Licht- amerikaniſche Senator Norris erflärte fürzlich: Die kanadischen staatlichen Elektrizitätswerfe Seffnung und Schließen und Temperaturwedel abhängig sind Wurde näm stehen nicht nur auf dem amerikanischen Kontiwiederhol: sich mit peinlicher Genauigkeit, so daß es lich das Gelenk des Versuchsblattes durch eine Sülle nent, sondern in der ganzen zivilisierten Welt gar nicht schwer fällt, de verschiedenen Zeiten zu schwarzer Watte verdunkelt und damit eigentlich die überhaupt einzig da."" Die Handelsflot'e Stanaeiner„ Blumeruhr" zusammenzustellen. Aufnahme der von der Außenwelt kommenden Reize das befindet sich bekanntlich seit dem Striege in Schon im Jahre 1805 beschäftigte jich de Can- verhindert, dabei aber die Pflanze bei dauernder Be staatlichem Bejik. Man befürchtete eine Verluft dolle mit diefen Schlafbewegungen und warf da- lichtung und in vollständig pleichmäßiger Temperatur wirtschaf auf Stosten der Steuerzahler. Zu Aubei die Frage auf, ob sie als eine Folge des Licht gehalten, so traten dennoch die wypischen Schlaf fang gab es in der Tat Schwierigkeiten, doch wechſels von Tag und Nach anzufchen feien, oder bewegungen auf Ein Mitarbeiter Pfeffers. R haben sich mit der Zeit fähige Leiter und Verwal ob sie von äußeren Einflüssen unabhängig zustande Stoppel. konnte außerdem auch in andanernder Dunter des Flottendienstes herangebildet. Auch die tommen wobei der Licht- und Temperaturwechsel nur felheit Schlafbewegungen der Gartenbohne nachwei- Luftflotte soll unter staatlicher Zeitung geführt gewissermaßen regulierend eingreift Umfassende und fen, falls die Pflanze schon von der Keimung an im werden. Staatliche Luftfahrzeuge besorgen einen forgfältige Untersuchungen neuerdings über dieses verfinsterten Raume erhalten wurde. Ein völlig be- umfangreichen Pafe transportdienst und schützen Problem angestellt zu haben ist das Verdienst des friedigender Erklärungsverfuch für die lettere Art die Forstbestände. Auch in der Filmindustrie hat Veipziger Botanikers Professor Pfef. der Schlafbewegungen liegt allerdings noch nicht vor, der Staat Fuß gefaßt. In diesem Jahre wird das fer Er kam auf den originelen Gedanken. bei Wahrscheinlich handelt es sich wie so oft bei pilan staatliche Filmgroßunternehmen bereits erhebliche seinen Experimenten die Blättchen ihre Bewegungen zenphysiologischen Fragen um einen uns zunächst Gewinne abwerfen. Es besteht die Möglichkeit, selbst aufzeichnen zu lassen derau daß eine aufge, noch unbekannten Faktor, der repulierend in das Ge daß der Staat auch die Stontrolle über den stobbängte feine Glasfavillare als Sebel diente deſſen triebe des lebenden pflanzlichen Organismus ein- lenbergbau in absehbarer Zeit übernehmen wird. eines Ende durch ein ganz feines Seidenfädchen mi: greift. dem Versuchsblatte verbunden war, während das Mittwoch, 14. Dezember 1927. Beite 6. Rückgang der Zahl der Arbeitslosen] im Oktober. Wie das Ministerium für soziale Fürsorge mitteilt, betrug die Zahl der von den Arbeitsbermittlungsämtern nicht untergebrachten Bewer ber Ende Oktober 1927 35.767, was gegen den Mona: vorher, da die Zahl 37.634 betrug, einen Rüdgang bebettet. Die Anzahl der durch Vermittlung der Gewerkschaftsorganisationen Unterstützten betrug Ende Of ober 8.677 Personen, also nicht einmal ein Viertel der Arbeitslosen. Bereinsnachrichten. Deutscher Arbeiter- Turns und Sportverein, Prag. Ausschußßigung. Heute, Mittwoch, den 14. Dezember, 7 Uhr abends, int ,, Sozialdemokrat" mit wichtiger Tagesordnung. Mitglieder- Versammlung, Freitag, den 16 Dezember, 8 Uhr abends, im„ Lidovy dum" mit Vortrag unseres Mitgliedes Dr. Lampl über Gefundheitspflege. Vorträge. Gr lächelt oder Mitteilung aus dem Publikum. Große Theaterredoute Winternachtstraum" am 18. Jänner 1928 im Lucernasaale zugunsten der penfionierten Stünstler des Deutschen Landestheaters ( Solisten Pension). Kunit und Willen. Heinrich Rietsch gestorben. 5140 Am Montag abends starb nach kurzer Krankheit im Alter von 67 Jahren der Prager deutsche Ton dichter, Musikgelehrte und derzeitige Rektor der deutschen Universität, Professor Dr. Seinvich Rietsch. Heinrich Rietsch, der aut 22. September 1860 zu Falkenau an der Eger geboren wurde und anfangs durch Selbst unterricht seine musikalischen Kenntnisse erwarb, stand als Musikgelehrter in den allerersten Reihen der um die moderne Musikwissen schaft verdienten Forscher. Männer wie Sans lid, und Quido Adler als musikwissenschaftliche Bild ner und renn, Rob Fuchs und Mandyczewski als Kompositionslehrer wußten des junmufilbegeisterten Universitätshörers Talent wohl in der denkbar besten Weise zu fördern. Seine tiefgründigen musikwissenschaftlichen Studien führten denn auch, nachdem er den Doktorhut( Rietsch stuHarry Liedtke und Maria Paudler in Prag. dierte Jura) erworben hatte, im Jahre 1895 3 Die Menschen wollen Untertanen sein. Einst seiner Habilitierung als Privatdozent der mals beugten sie ihre Knie vor forſch aufgerichteten Musikwissenschaft an der Wiener UniversiSchnurrbartspißen, heute tun sie es vor einem zumät, welche Stellung er jedoch schon im Jahre 1900 Klischee erstarrten Lächeln. So war es nur natür verließ, um die Lehrfanzel der MusikTich, daß Sorry Liedtke, der es gewiß versteht. wissenschaften an der Deutschen Universität altösterreichische Offiziersgestalten mit all ihrer licin Prag zu übernehmen. benswürdigen Geistlosigkeit und ihrem mehr oder Der Dondichter Rietsch, der als Vertreminder harmlosen und brutalen Feſchakentum im ter der konservativen Musikrichtung anzusehen iſt, Film darzustellen, vom Prager Kinopublikum begeiszeichnete sich durch abgeklärte Meisterschaft im Tech stert empfangen wurde Hunderte Harrten der nischen und geistreiche Vornehmheit des Ausdruckes Gnade, einen Schimmer vom Gesicht ihres Lieblings aus; der mitunter herbe und farbensparende Ton zu erhaschen und füllten am 12 d den Lucernaiaal. feiner Musik ist schuld daran, daß Rietsch' Tonschöp Er kam und lächelte. In einer lannig sein sollenden fungen nicht jene Verbreitung fanden, auf die sie Ansprache bekannte er, der nun rezitieren sollte: nach ihrem hohen musikalischen Werte Anspruch Ich war immer ein unmöglicher Sprecher." Um hatten. Die größte Beachtung fand Rietsch als diese Behauptung zu beweisen, las er Gedichte von Vokalkomponist; seine Chöre und Lieder bieten Rainer Maria Rilke. Wir können mit ruhigem in ihrer gediegenen Satzweise und prächtigen mujiGewissen bestätigen, daß er nicht übertrieben hat: kalischen Deklamation ebenso dem kundigen Musiker er ist wirklich ein unmöglicher Sprecher. Nicht Genüsse, wie sie anderseits durch schöne melodische nur Rilke, auch die Gedichte von Neruda, Sramer Linien und klangreiche Harmonien auch das Ohr des und Liliencron gingen vollständig verloren. Aber| Laien erfreuen Rietsch's Lieder und Chöre wurden wir wollen gerecht sein: Liedtke ist ein Opfer seines auch in den Prager Konzertsälen wiederholt gehört. Berufes. Achtundneunzig Prozent der Besucher woll- Rietsch hat sich übrigens auf fast allen Gebieten der ten nicht Rezitationen hören, sondern ihn lächein schaffenden Tonkunst betätigt. 3 wei Opern, die sehen. Das Rezitieren wirkte deshalb als lang unaufgeführt blieben, und zwei Seronaden für weilige Unterbrechung seines Lächelns. Warum großes Orchester sind aus seiner musikalischen Werkhaben die Veranstalter Liedtke nicht vom Film er statt hervorgegangen; desgleichen zwei Streich zählen laffen oder noch beffer- warum haben quartette und ein& lavier- Quintett. fie nicht ein opulentes Diner serviert, bei dem er Bedentenden künstlerischen Wert haben auch die auch seine Zähne zeigen und einige Bonmots hätte zahlreichen Selavierkompositionen Rietsch's, anbringen fönnen? Das hätte vollständig genügt beren dankbarer und effektvoller Stlavierjat auch und Riffe, Neruda, Sramek und Liliencron wären überall den ausgezeichneten Pianisten Rietsch verschont geblieben! Entschädigend und versöhnend offenbart; die allerletzten derselben, ein Scherzo" wirkte Maria Paudler, die wir von ihrer und eine„ Rhapsodie" sind erst vor wenigen Wirksamkeit am Ausfiger Stadttheater her kennen Monaten in einem Leipziger Verlage erschienen. und die in Berlin eine erfreuliche und verdiente Unter den musikwissenschaftlichen Karriere gemacht hat. Neben ihrer sympathischen Arbeiten Rietsch's sind die bekanntesten: das umäußeren Erscheinung bringt sie ein großes Können fangreiche Werk ,, Die Tonkunst in der zweiten Hälfte mit. Maria Paudler sprach Gedichte von Fontane des 19. Jahrhunderts" sowie die, Focschungsarbeiten und Březina und mehr oder minder gut empfundene„ Die deutsche Liedweise" und„ Die Mondsee- Wiener Stammbuchverse von Harry Liedtke. Besonders Liederhandschrift und der Mönch von Salzburg". glücklich lagen ihr die herzigen Kindergeschichten, mit Rietsch's führende Stellung unter den deutschen denen sie ihren Vortrag beschloß und die ihr Ge- Musikern Prags kam auch darin zum Ausdrucke, Tegenheit gaben, neben ihrer Sprachbeherrschung auch daß er an der Spitze fast aller Musikkörperschaften Kleine Proben ihres schauspielerischen Talents zu stand; so war er Präsident der deutschen Musikaka zeigen. Von Maria Baudler( sie ist in Altstad: bei demie und des deutschen Kammermusikvereins, VorTetschen beheimatet) werden wir gewiß noch viel stand der Musiksektion des Vereines zur Förderung Gutes hören. Zum Schluß gab es noch einige deutscher Stunst und Wissenschaft in Böhmen" etc. widerliche Szenen, als junge und alte Badfische und Außerordentlich sind schließlich die musik Autogrammjägerinnen das Podium bledierten. Nur erzieherischen Verdienste Rietsch's; unter durch ein starkes Polizeiaufgebot konnten sie davon seinen zahlreichen Schülern sind etliche, die selbst bezurückgehalten werden, ihren Sympathien für Harry reits einen tiangvollen Namen in musikwissenschaft Liedtke tätlichen Ausdruck zu verleihen. lichen Kreisen besitzen. E. J. E. P. Du Volk in der Nacht Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. I haben wieder einmal richtig brüllen dürfen, ohne Mittwoch)( 58-2), 7 Uhr:„ Fra Diavolo." deshalb megen groben Unfugs bestraft werden zu Donnerstag( 59-8), 7 Uhr: Gräfin Mariza" fönnen. Und Kamauf hat es gegeben.. ,, Du Volk in der Tiefe ( Cordy Milowitsch). Freitag( 60-4), 7% Uhr: Der Biberpelz." Samstag. 7 Uhr:„ Trill. Trail" Sonntag, 11 Uhr: Kammermustt; 2% Uhr: OIIy Polly": 7% 1hr( 63-3): " Falstaff" Montag( 61-2): Die Sirkus prinzessin" DSV. Dresden gegen Dresden- Löbtau 1: 3 ( 1: 1). Nach Verlauf der regulären Bezirksmeister. schaftsrunde standen beide Mannschaften punt: egleich. Spielplan der Kleinen Bühne. Mittwoch:" Der Nun ist DSV. im Entscheidungsspiel unterlegen und Seger." Donnerstag:" Stella" Freitag: Die jede Aussicht auf die nächstjährige Bundesmeisterfchöne Frau Chatelain" Samstag: OII ichaft ist für ihn dahin. Das entscheidende Treffen Bolly." Sonntag, 8 Uhr: Die Opunzie." vollhog sich in sehr sportlicher Form und war ein 7% Uhr:„ Der Herer," Montag:„ Die schöne technisch hochstehender Kampf zweier gleichwert ger Chatelain." Mannschaften. Die anfängliche Ueberlegenheit des Bundesmeisters wurde bald durch die gute Form Löbtaus augeglichen. Beide Torleute bekamen reichsich Arbeit Bis eine Viertelstunde vor Schluß hiek es noch 1: 1. Ein Edball für Löbtau brachte die entscheidende Wendung. In den Schlußminuten fier das dritte Tor für Löbtau Der Bundesmeister zeigte ein sieggewohntes Spiel, das jedoch dem famosen Endspurt der Löbtauer nicht eewachien war Aus der Partei. Jugendbewegung. S. J. Prag. Heute. Mittwoch, um 8 Uhr abends im Verein deutscher Arbeiter General versammlung. Wir ersuchen um bestimmtes und pünktliches Sommen. Turnen und Sport. Gießwein- Wanderpreis 1927. Der Sieger ur den Gießwein- Bundeswanderpreis des Desterreichi ichen Arbeiter- Athletenbundes st die Mannsche! der Straßenbahner( Wien) mi einer Leistun von 1779.75 Kilogrammt. Den zweiter Platz konn Bulkan mit 1620 50 Kilogramm den dritten P Bundesbahn- Süd mit 1585 50 legramm beießen Bom Arbeiter- Turn- und Sportverband. Für den zweiten Bundes Wintersporttag in Die bevorstehenden Bundeswettkämpfe der öfter Eichwald am 21. und 22 Jänner 1928 gibt sich reichischen Arbeiterathleten. Der Arbeiter Athleten ein reges Interesse kund. Es werden wiederum die bund Desterreich hat seine Bundeswettkämpfe des besten Sportler starten. Neben Mannschatfsläufen Jahres 1928 wie folgt angefetzt: 12 Feber: JuLangläufen u dgl wird auch die Beseßung des nioren- und Senioren- Meisterschaft im Stemmen; Hauptsprunges wieder eine sehr gute sein 29 April: Bundesmeisterschaft im Einzelkampf im Die Arbeiter sollen sich dieses herrliche Schau- Ringen; 3 und 10. Juni: Bundesmeisterschaft imt fpiel nicht entgehen lassen Alle sind sie herzlichit Mannschaftskampfe im Stemmen; 11 und 12 No. vember: Gießwein- Bundeswanderpreis- Außerdem finden noch in allen Kreisen des Arbeiter- Athleten bundes Kreiswettstreite statt eingeladen. Der Bundesvorstand. Du Bolt in der Tiefe In der„ Leipziger Volkszeitung" behandelt Rank den Empfang des deutschen Schwergewichtsmeisters im Bogen am Vorabend des Borkampfes Diener- Breitenstraeter in Leipzig, den Diener durch fnod out in der 5. Runde gewann Dieselbe Geistlosigkeit zeichnet auch hierzulande das bürgerliche Sport publikum aus. Am 10. Dezember 1927, 20 Uhr, am Hauptbahnhof. Arbeiter- Tischtennissport. Der Wiener Arbeiter. Tennisverein hat seine Spicliaison auf den Tennisvlägen geschlossen und führt jetzt in seinem Vereins. heim Tischtennisabende durch. Herausgeber: Dr. Ludwig Czech Berantwortlicher Redakteur Dr Emii Strauß. Deiche Beitunas hien Cefellihaft in Prag Für den Druch verantwortlich Otto Bottk Brag. Ete Seitungsmarteniranfatur wurde von der Boft u Telegrapben. reftion at Grlak Nr 127 451 VII7 m 14 Ma 1927 bem lat. Allen Genossen und Genossinnen empfehlen sich zur Herstellung Eine Menschenmenge strömt die Treppe zur Empfangshalle herab. Einige Schußleute versuchen, den Snäuel zu lösen. Doch die Menge ist begeistert sämtlicher Drucksorten und das Beginnen der Ordnungsbüter deswegen nicht gerade energisch und erfolgreich. ,, Was ist los?" fragt man erstaunt. „ Diener kommt!" Die Menschen drängen zusammen, und da kommt er: Getragen von der tobenden Menge Beil Diener!"„ Beil, Seil!"„ Hoch!" Und so tragen und schieben sie ihn auf den Vorplay. Immer mehr Leute kommen hinzu. Die begeisterte Sportgemeinde tobt und brüllt. Hoch Franz, hoch Diener!" Unter diesen Rufen wälzt sich der Haufen nachh dem Stadtinnern zu. Ein kurzes, aber um so bezeichnenderes Schauspiel war es. Man jauchzt ihm zu: Warum? Er leistet etwas, sagte der eine und der andere: Er ist ein Held". Ich sah ihn vor mir: Unsympathisch der Gejichtsausdrud. Von Geist konnte ich keine Spur entdecken. Doch Geist ist nicht notwendig, man will für seine 15 Marf etwas sehen. Blut muß fließen Und das Volk tobt und johlt. Wenn der dampf" vorbei ist, haben die beiden Kämpfer soviel verdient" wie du in einem ganzen Jahre. Aber die Majse zahlt es gern. Die Zuschauer GARTHER Nordböhmische Druck- u.Verlags- Anstalt Gärtner& Co., Bodenbach a. E. G. m. b. H. Großbuchdruckerel, Stereotypie Buchbinderel, neueste Setz- und Gleẞmaschinen mit einer Jages leistung von 500.000 Buchstaben. Rotationsmaschinen mit einer Tagesproduktion von 250.000 Zeitungen Fernsprecher Nr. 271 Postsparkassa Nr. 127 863. Das diese Kinderrepublik charakterisierende| Geist und welch ein starkes Wollen die Jungen Merkmal iſt die Merkmal ist die Selbstverwaltung. und Mädeln beherrscht. Das Parlament erklärte, daß es sich nicht auflöse, sondern bis zur nächsten Kinderrepublik vertage. Wie ernst die Arbeit des Lagerparlamentes aufgenommen wurde, geht aus folgendem Liede hervor, das die Zeltgemeinschaft Beddin- Berlin dichtete und das umm Lager allge Beddin- Berlin dichtete und das im Lager allge mein gesungen wurde: Det Lagerparlament. Mittags durch de Törfer rennt, juchhei! 1: Ja, denn muß allet in Ordnung sind, Det det Parlament keen Dreck nich find, juchhei:] 2 In det Samariterzelt War et allet wohlbestellt, juchhei! 1: Wenig Stranke, ville Medizin, Da zu sein, det muß ja kuorke sind, juchhei!:] 3 Parlament jeht dann zur Scheun, Mensch, wat fannste dir da freun, juchhei! 1: Ville Säcke voll und Berje Brot, Det zweitausend Kinder ohne Not, juchhei!:] prächtige Organisation Kinderrepublit Seetamp. vorhanden. Von Mut und starker Begeisterung! zeugt die Schaffung der für dieses Lager notwen Vorwärts, es wird geh'n, wenn wir zu digen Voraussetzungen. Eine Wasserleitung wurde Jede Zeltgemeinschaft wählte sich einen jammensteh'n", dieser Schlußsay des Stampsliedes, gelegt, drei große Stochkessel wurden eingebaut Beltobmann, dem ein Erwachsener als Seldas alle Bewohner der Kinderrepublik mit heller und vier Gulaschkanonen beschafft. Die Guts fer zur Seite stand. Mehrere folder ZeligemeinBegeisterung fangen, wurde zur Tatsache. Wie schenne wurde in eine Vorratskammer verwan- fchaften bildeten das 3eltdorf; aus acht solschenne_wurde groß auch die Schwierigkeiten waren, die dem delt, Telephon und selbst Lautsprecher fehlten chen Dörfern bestand das Lager. Jedes Zeltdorf Erstehen dieser ersten Kinderrepublik der Welt nicht. Im Lager und an der Strandkoppel wur- hatte ihren Gemeinderat mit einem Bürentgegenstanden, sie wurden überwunden. Der den elesettanlagen geschaffen. 149 Zelte, dazu germeister an der Spipe. Den Sißungen des 1 Wenn det Lagerparlament beinahe utopische Versuch ist Wirklichkeit gewor- ein großes Lesezelt, Sanitätszelt, Zelte für die Gemeinderates folgten die Dorfversammlungen. den zur großen Frende unserer Klasse. Wachen, für Schuster und Schneider, für die Post Aus jedem Dorfe waren drei Kinder als Alle Gutsbesitzer an der Ostseeküste von und Geschäftsführung bereitstellen, ist gewiß Abgeordnete in das Lagerparlament, Lübeck bis nach Flensburg herauf antworteten feine leichte Aufgabe gewesen. Von besonderer den obersten Körper der Kinderrepublik, gewählt. auf die Frage: Dürfen wir auf deinem Bedeutung war die Sicherstellung der Verpfle Aus 24 Abgeordneten bestand dieses Parlament, ein Seltlager bauen?" mit gung für die 2300 Bewohner der Kinderrepublif. dem ein Lagerobmann und die Leiter der einzeleinem glatien ,, ein". Mit zäher Geduld, die Der Stieler Konsumverein übernahm diese Auf- nen Arbeitsgebiete angehörten. Nach außen verunseren Stieler Genossen eigen ist, gelang es, das gabe und täglich fuhren mehrere Autos von Stiel trat der Lagerpräsident die Republik, er der Stadt Kiel gehörende Gut Seekamp zurach Seekamp. Für den Empfang der aus allen führte auch den Vorsitz im Parlamente. bekommen. Die Mehrheit des Kieler Stadtrates Teilen Deutschlands ankommenden Kinder und Wer den Verbandhirgen d'eses Parlamentes ließ sich davon überzeugen, daß die Kinderfreunde Helfer mußten Vorkehrungen getroffen werden, beiwohnte, konnte feititellen, daß es sich hier um und Roten Falten freiwillig Disziplin halten und denn nicht sogleich konnten sie ins Lager mar feine Spielerei, sondern um einen ernsten Bedurch ihr gutes Verhalten auch die Anders- schieren. Ab Kiel wurden Dampfer bereitgestellt, ratungskörper handelte, der m't aroßer Verant denkenden für sich gewinnen werden. Nun, da die nach einer Stunde Fahrt das Ziel. Friedrichs wortlichkeit gegenüber seiner Wählerschaft erfüllt Das Zeltlager abgebrochen, die Jungen und ort, erreichten. Eine eigene Zeitung. die 3eli- war. Alles, was das Lagerleben betraf, wurde Mädels in ihre Wohnstätten zurückgekehrt sind, lagerzeitung", wurde herausgegeben. Was verhandelt. Die mit Mehrheit gefaßten Beschlüsse wird es wohl kaum einen im Kieler Stadtrat in den sieben Nummern dieser Zeitung enthalten, wurden mit der Wählerschaft besprochen und geben, der sagen könnte, die Kinderfreunde und ist nicht allein interessant, es ist für die kleinen durch diesen innigen Stontatt geiang es, sie entRoten Falfen hätten nicht Wort gehalten. Die und großen Proletarier beachtenswerter Stoff. sprechend durchzuführen. In seiner letzten Stieler Arbeiter behielten recht, als sie erklärten, An die Schaffung eines Films wurde gedacht Sitzung nahm dieses Parlament die Berichte aus daß man sich auf das Wort dieser jungen Repu- und nicht allzuviel Zeit wird vergehen und in den einzelnen Dörfern entgegen. Die Jungen blikaner verlassen kann. Mit Stolz können sie allen Gebieten wird auf der weißen Leinwand und Mädeln sagten als Abgeordnete alles, was; allen unseren Gegnern zurufen: Zeiget uns doch dem Beschauer teilweiser Einblick in das Leben allen gefallen, aber auch, was bei einem tomaus euren Reihen etwas, was der Kinderrepublik in der Kinderrepublik geboten werden. Auf diese menden Lager berücksichtigt werden soll. In Seelamp gleicht." Weise wird allen Arbeitern und Arbeiterinnen dieser Sitzung wurden über Antrag des Dorfes Wohin man auch sah, überall mußte man zum Bewußtsein gebracht, iras dieser jüngste Teil Stiel die Pflichten der Jungfalken befeststellen, hier ist eine unserer Bewegung für uns bedeutet. raten. Die Beratung zeigte, welch ein herrlicher 4 Parlament zur Küche zieht, Riesentöpf in Reih und Glied, juchhei! : Und jefüllt mit Essen viel und fein, Wenn die Kinder alle Kohldampf schrein, juchhei!:] Und de! Lagerparlament Durch die Dörfer alle rennt, juchhei! Alle Zelte werden anjesehn und bemeckert, wenn se nich janz scheen, juchhei!:] Endlich is det Parlament Mit dem Wicken janz zu End, juchhei! [: Und denn jeh'n se alle Mann nach Haus, Und et is den unser Pied auch aus, juchhei!:] ( Fortlegung folgt.)