Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag. II., Лelajanta 18 Telephone: Tages redattion: 26795, 31469. Tachtrebattion: 2670r. Poftichedamt: 57544. Juferate werden laut Tar billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 7. Jahrgang. Sozialdemokrat Juli- Juſtiz. Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Freitas, 16. Dezember 1927. Schiedsspruch in der Schwerindustrie. Gerichtliche Nachspiele der Wiener Für beide Zeile unbefriedigend. Verbindlichkeitserklärung wahrscheinlich. Unruhen. Bezugs Bebingungen: Bel Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Vost: monatlich.... Kė 16.Blerteljährlich halbjährig.. ganzjährig. 48.96.192.Rädstellung von Manuftripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Ericheint mit Ausnahme des Montag täglich rib Nr. 294. halbes Jahr zu verlängern. Als erste Debutte rednerin sprach Genoffin Kirpal welche unter anderem ausführte: der Striegsbeschädigten hier zur Verhandlung stand, Als im Dezember vorigen Jahres die Frage erklärten die Vertreter der Regierungsparteien, daß das Ministerium für soziale Fürsorge schon in der nächsten Zeit eine vollständige Novellierung des eyes vorlegen werde. Kriegsbeschädigtenfürsorge- GeBerlin, 15. Dezember.( Eigenbericht.)[ die Unternehmer und 40 Prozent für die Arbeiter. Wien, 10. Dezember 1927. Nach zweitägigen Verhandlungen wurde heute Für die Arbeitszeit wurde festgefeßt, daß eine nachmittag vom Schlichter für das Ruhrgebiet weitgehende Verbesserung der Arbeitszeit entDie schrecklichen Ereignisse vom 15. und ein Schiedsspruch im Arbeitsstreit in der sprechend der Verordnung des Arbeitsministeri16. Julider Polizeiüberfall auf die fried- Schwerindustrie gefällt, und zwar gegen die ums zu erfolgen habe. liche Demonstration, die sich gegen die Frei- Stimmen der Unternehmer wie der Arbeiter. Die Frist für die Stellungnahme der beiden sprechung hakenkreuzlerischer Arbeitermörder Der Schlichter erklärte, daß Arbeiter und Gruppen zu diesem Schiedsspruch läuft bis wendete, die darauf folgende Brandstiftung am Unternehmer je einen Teil der durch die Neu- 19. Dezember. Es ist anzunehmen, daß der regelung nehr entstehenden Lasten tragen Schiedss ruch sowohl von den Unternehmern als Justizpalast und dann das blindwütige müßten. Für die Arbeitszeitverkürzung soll von auch von den Arbeiterorganisationen abge= Schießen der Polizisten in den Straßen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern je 50 Prozent, lehnt werden wird. Man erwartet dann die und das Miniſterium verlangt neuerdings die Wien mit den 89 Todesopfern, die es zur Folge der Differenz zwischen den alien und neuen Berbindlichkeitserklärung durch das bloße Verlängerung dieses unzulänglichen haben in der Bürgerblodregierung Löhnen getragen werden. Bezüglich der Akkord Reichsarbeitsministerium. den Glauben erzeugt, daß das Proletariat nun prämien beträgt dieses Verhältnis 60 Prozent für wehrlos sei, und daß es bei den geänderten Machtverhältnissen nicht schwer sein werde, das hatte -eingeſchüchterte Proletariat aller Errungenschaf Die ten der Revolution zu berauben. Deshalb ließ der Bundeskanzler Dr. Seipel die Polizeibeamten, die sich bei dem Schießen am brutalsten benommen hatten, dekorieren, und aufzeigen würden, daß es sich um einen vorbereiteten Putsch handle.... Die Kriegsinvaliden wieder mit Bersprechungen abgefertigt. Bis zum heutigen Tage ift dieses Versprechen aber nicht eingelöst Gesetzes. samkeit des§ 2 des Gesetzes vom 25. Jänner 1922 Mit der Annahme dieser Anträge können Sie, meine Herren, einen Teil des Unrechts gutmachen, das fie an den Kriegsopfern begangen baben. Es ist direkt unmoralisch, wenn man die Einkommensgrenze der selbständig Erwerbstätigen anders bemißt, als bei unselbständig Erwerbstätigen. Man zwingt die Leute dadurch direkt zu Steuerhinterziehungen. Der Referent Pekarek ist derselben Ansicht, beantragt aber dennoch die Verlänge Genoffin Kirpal für die Invaliden. Herr Zajiček traut sich zu reden. rung dieses unmoralischen Gesetzes; allerdings vere sprach er, daß bei der künftigen Novellierung die Prag, 15. Dezember. Die heutige Varia-] jollen, jeit Jahr und Tag vorliegen; manche Gleichstellung der beiden Kategorien erfolgen werde. deshalb verkündete er, daß er gegen die„ Juli- mentsſißung, die von halb 4 Uhr bis 8 Uhr von ihnen sind absichtlich gleichlautend mit An- Wir unterbreiten Ihnen heute einen Antrag, wo verbrecher" feine Milde fenne, deshalb ließ abends dauerte, stand ganz im Zeichen der trägen, mit denen die Regierungsparteien in nach der Anspruch auf Renten jenen Kriegsbeschä verbrecher" keine Milde kenne, deshalb ließ seriegsbeschädigtende batte. Die den Versammlungen krebsen gehen. Aber das digten zuſteht, deren jährliches Einkommen nicht er auch durch seine Regierungsmehrheit den jo einzige Fürsorge der Regierung für die Kriegs- hindert die Herren aus dem Regierungslager größer als 16.000 K ist. Im Falle der Ablehnung zialdemokratischen Amnestieantrag ablehnen und deshalb ließ er verkünden, daß die Prozesse beschädigten besteht seit Jahren darin, gegen natürlich nicht, diese Anträge niederzustimmen! unterbreiten wir den Eventualantrag, daß die Wirk Jahresschluß das völlig ungenügende Gesetz Auch heute wurde wieder einmal für das alle Fäden der blutigen Ereignisse feststellen über die Einkommensgrenze der Striegsinvali- nächste halbe Jahr die Bereinigung der In mit einer fleinen Abweichung verlängert wird. den, die noch den Anspruch auf eine Rente validenfrage von dem Referenten in Aussicht sichert. zu verlängern, in der Zwischenzeit durch gestellt; vielleicht glaubt der Referent wirklich Die ersten Prozesse vor dem Schöffengericht entsprechende ärztliche Untersuchungen den daran. Wir können es aber nicht. Erst zeigten, daß sich die Regierung auf die Justiz Prozentjat der Arbeitsunfähigkeit und damit wollen wir Taten iehen, denn zu oft schon wur- Widerlegt nuk namentlich die Behauptung des berlassen könne. Es waren wohl lauter fleine auch die Rente vieler Invaliden den die Invaliden mit Versprechungen abgeLeute, die zuerst vor Gericht famen, von denen her abzusehen und abzuwarten, bis der speist. man nicht behaupten konnte, daß sie etwa die Tod, der in die Reihen dieser unglücklichen Ein bloßer Blid in den Staatsvoranschlag Drahtzieher eines Butsches gewesen seien, um Striegsopfer alljährlich große Lüden reißt, dieses zeigt ja schon heute, daß für eine durch grei jo weniger, als nicht einmal für den Zujam- Problem ganz von selbst löst. Wenn irgendivo, en de Regelung der Invalidenfrage im nächmenhang der Unruhen mit der kommunistischen sann ist gerade hier schnelle Hilfe doppelt nötig. sten Jahr kein Geld vorhanden ist; alles, was Partei auch die geringste Spur aufzutreiben Alljährlich wird vor Weihnachten versichert, daß bestenfalls geschieht, fann nur darauf hinauswar; dafür aber zeigte sich, daß die Gerichte die Seriegsbeschädigtenfrage im nächsten Jahre gehen, daß man die Invaliden mit den Anträgen der Staatsanwälte und den bestimmt befriedigend geregelt wird, na- geringerer Arbeitsunfähigkeit Wünschen der Regierung nach strengen Strafen mentlich die deutschen Aktivisten treiben den Sie Zeche bezahlen läßt und auf bereitwillig Folge leisteten. schändlichsten Unfug mit ihren Versammlungs- ihre Kosten den 90 oder 100prozentigen In Die ersten Verurteilungen erfolgten wegen reden und Versprechungen, und wenn man, validen einen Vettel als Aufbesserung himvirft. Verbrechens der Erpressung. Das österreichische ihnen dann einmal ordentlich die Leviten liest. Uns soll es freuen, eines Besseren belehrt zu Strafgesetz, das aus dem J. 1803 stammt, kennt dann inn sie höchst beleidigt, wie heute Herr werden; wir halten es aber für unsere Pflicht, das Delikt der Nötigung nicht und so wurden 3ajičet. Ob dieser Herr denn wohl selbst die Invaliden schon heute nachdrücklich vor all verlangt, die Ende 1923 abgelaufen war. Ginzelne aktivistische Parteien haben denselben Antrag ge die Demonstranten, die bei den Unruhen Aut daran glaubt, daß ihm auch nur ein einziger zu großen Hoffnungen zu warnen. bracht, ihn jedoch dann schmählich in Stich gelassen. mobile angehalten und die Insassen zum Aus- Striegsinvalide noch auf den Schwindel hereinIch will hier nur daran erinnern, wieviele un steigen veranlaßt hatten so auch eines, um fällt, den er und seinesgleichen strupelios Nach Eröffnung der Sitzung um einviertel huldig durch die verspätete Anmeldung um ihre Verwundete in das Spital zu schaffen wegen treiben? 4 Uhr referierten Petr und Pekaret über die Renten kamen, und welch großes unglüd vermieden Verbrechens der Erpressung zu vielen Monaten Genojjin Se ir pal vertrat in der Debatte Verlängerung der Invalidenvorlage; bis Ende verden könnte, wenn Sie unseren Antrag annähmen. Sterfer verurteilt, andere, die nichts getan wärmstens die Forderungen der Invaliden; sie Juni werde die Regierung das Invalidengesetz Genoffin Stirpal verliest zwei erschütternde Briefe, hatten, als daß sie dem Befehl der Wache, sich konnte dabei auf die Tatsache verweisen, daß den geänderten wirtschaftlichen die das Elend in solchen Familien in den schwärzu zerstreuen, nicht sofort folgten, wurden wegen mehrere Anträge unserer Fraktion, die wenigerhältnissen anpassen und daher sejten Farben schildern. Bergehens des Auflaufs zu strengen Arrest stens augenblicklich dem ärgsten Elend abhelfen schlage der Ausschuß vor. das Gesetz nur auf ein verurteilt. Nachdem man bei den ersten Pre- 000000xxx0000000 :: Referenten werben, daß bei uns die Bersorgung der Kriegsopfer beffer sei als in anderen Staaten. Auf dem letzten internationalen Kriegsverlegtenkongreß in Genf wurde ausdrücklich fest gestellt, daß die Tschechoslowakei bezüglich der Versorgung der Kriegsverlegten an leẞter Stelle marschiert! Ein Staat, der nicht einmal diese primitivsten Forderungen erfüllt, hat das Recht verwirkt, sich ein culturstaat zu nennen. Initiativantrag die Im Juni vorigen Jahres haben wir in einent Verlängerung der Anmeldefrist für Ariegss invalide Ein trauriges Kapitel bildet weiter die Nichtzuerkennung von Renten an die Hinterbliebenen, wenn die Todesursache mit der Jnvalidität des Verstorbenen nicht im unmittelbaren Zusammenhang steht. zessen so leicht Erfolge erzielt hatte, folgten die Justizminister diese Feststellung, die im Aus- zeise gesetzt hatte, geht daraus hervor, daß der Anklagen wegen öffentlicher Gewalttätigkeit, die schuß bei der Beratung des sozialdemokratischen Justizminister. der Großdeutsche Dr. Dingschon darin erblickt wurde, daß ein Demon- Amnesticantrages von Dr. Bauer mitgeteilt hofer, gerade die bevorstehenden Aufstandspro- Diese Bestimmung ist eine harte soziale Unstrant, um einem Säbelhieb zu entgehen, einem wurde, durch allerlei Ausreden zu bemänteln, zesse als Argument gegen die Amneſtic ange- gerechtigkeit, die ehestens abgeschafft werden Wachmann einen Schlag verjeßte. Dann kamen aber da er die Tatsache selbst nicht bestreiten führt hatte, da dann den Beschuldigten, die auß. Viel Elend, ja nicht selten Vernichtung von die Verurteilungen wegen der sogenannten konnte, war die Justiz des„ Juli- Senats" vor sich schwerer Straftaten schuldig gemacht haben, schwer erfämpften Epiſtenzen bringt auch die Forbe Plünderungen. Arbeiter, die aus dem Justiz der Oeffentlichkeit schon einigermaßen kompro- fogar die Unannehmlichkeit einer Verhandlung rung nach Riderstattung der Ueberzah palast wertlose Papierfeßen wegtrugen oder die mittiert und man nahm die Behauptungen von und der Makel einer Verurteilung erspart lungen, die rigoros, oft unter Audrohung von auf der Straße weggeworfene Gegenstände auf dem angeblich vorbereiteten Butsch mit einiger bleiben würden"- unter welchen schweren Pfändungen, eingetrieben werden Unser vor gelejen hatten, wurden wegen Verbrechens des Stepsis auf. Straftaten er ganz besonders das Verbrechen langer Zeit eingebrachter Antrag, den Striegsbeschä digten die von den Landesämtern vorgeschriebenen Diebstahls in Bedrängnis" verurteilt. Aller- Nun rückte die Staatgewalt mit schwere des Aufstandes nannte. lebergebühren zu erlassen, soll anscheinend auch be dings waren selbst diesen Schöffen manche der rem Geschütz auf. So famen die Prozesse vor Aber die Geschworenen sahen die Angeklag- graben werden. Anklagen zu läppisch und so wurden schon in sem Schwurgericht, bei denen schon die Anklage ten und sie fanden, daß man nicht einen AufStaat und Gemeinden und nicht zuletzt auch die den ersten Wochen einige Freisprüche gefällt, wegen Verbrechens des Aufstandes andeutete, stand konstruieren könne, indem man willkürlich Brivatunternehmungen müßten verpflichtet namentlich wenn es sich um„ Diebstähle" voll- daß man nun den Putschplan zu beweisen voraus einer durch Gewehrſalven und den Anblick werden, die freiwillige Einstellung von Kriegsinva ständig wertloser Gegenstände handelte oder wo habe. Samen nun etwa russische Emissäre oder von Blut aufgerührten Menge ein paar Leute liden in eine die„ llebeltäter". nicht an Ort und Stelle, son- jozialdemokratische Putschisten, die einen Um- herausgreift, und vielleicht fanden sie auch, daß, dern infolge von Denunziationen verhaftet wor- sturz der Rechtsordnung vorbereitet hatten, vor wenn man die mordenden Polizisten nicht an- umzuwandeln, wie dies in vielen Staaten der Fall die Schranken des Gerichtes? Nichts weniger tlagte, wenn man die hakenkreuzlerischen Arist. Die Kriegsbeschädigten haben ein Recht auf den Wurden diese Freisprüche auch von der als das! Die Leute, die nun wegen Verbrechens beitermörder freisprach, man nicht die Arbeiter, Schuß ihres Arbeitsplayes. Hener wurde zwar ein bürgerlichen Presse als Zeichen von allzu des Aufstandes vor die Geschworenen gestellt die in der Erregung ein paar unkluge Reden Bilichteinstellungsgesetz beschlossen, doch nicht für die weichem Gemüt der Schöffen kritisiert, so wurden, waren überhaupt keine politisch irgend gehalten hatten, als Verbrecher verurteilen Striegsinvaliden, sondern für die länger dienenden schienen sie andererseits doch die harten Urteile wie hervorragenden Versonen, sondern meist könne. Und so haben sie bisher in vier Pro- Unteroffiziere; die Striegsverletzten aber erhalten höchstens Fußtritte oder leere Bersprechungen zu fundieren. Da hatten die Scharfmacher aber politisch wenig interessierte oder gar indifferente zessen die des Aufstandes Angeklagten freigeWas die deutschen Aktivisten jeẞt alles mit den ein kleines Malheur. Einer der Verteidiger Arbeiter, die in der Leidenschaft der Erregung sprochen einstimmig oder nahezu einstimmig Kriegsverleßten treiben, das ist schon mehr als hatte den Einfall, im Präsidium des Landes- über die Sinmordung friedlicher Demonstran freigesprochen; ja schließlich auch einen der ein Treubruch. gerichts nachforschen, wie die Schöffensenate fen einer Gruppe zugerufen hatten:„ Los gegen Brandstiftung Angeklagten freigesprochen. Ein In den Versammlungen der Kriegsverleßten halten zustande gekommen waren, und er stellte dabei die Arbeitermörder!" oder dergleichen. Und des Beweis, wie weit bis ins Bürgertum hinein sie schöne Reden und gehen mit ihren Initiativanträ ſeſt, daß man einige Arbeiter, die als Schöffen halb hatte man sie wegen Verbrechens des Auf- die Erregung über die frivolen Anklagen der gen trebſen, ſtimmen dann aber gegen alle von in die Senate eingeteilt worden waren, nicht ſtandes, auf das eine Sterkerſtrafe von fünf Regierung und über Härte und Mitleidlosigkeit uns eingebrachten Verbesserungsanträge. Im November des Vorjahres hielten die Kriegsverlegten einberufen, sondern an ihrer Stelle bürgerliche Jahren angedroht ist. angeklagt! Welche Hoff- des aeistlichen Bundeskanzlers geht. G. P. in allen großen Bezirksorten Versammlungen ab und Schöffen genommen hatte. Wohl versuchte der nungen die Regierung auf diese Aufstandsproden waren. Pflichteinstellung Seite 2 Freitag, 16. Dezember 1927. Sozialdemokratische Einheitsfront in Oberschlesien. Iuden alle Parlamentarier der verschiedenen Parteien Jessierten Kreise anzuhören. Dies wurde von ders Die Mehrheit bereitet dann einigen oppoein. In einer dieser Versammlungen erklärte der Mehrheit abge ebni. fitionellen Dringlichkeitsanträgen, die zum Großchristlichsoziale Abgeordnete Krumpe, daß er und Genosse Neda&( tsch. Soz.- Dem.) benützte teil schon veraltet sind, das übliche Waffenfeine Partei das bindende Versprechen ab diesen Punkt der Tagesordnung, um gegen die grab; darinnen verschwindet auch eine Inter- Kattowiß, 15. Dezember. Die polnisch- soziali geben können, für die berechtigten Forderungen der geplante Abtrennung eines großen Teles der pellation Grünzners wegen der Systemisie- stische Partei in Oberschlesien hat beschlossen, Kriegsverlegten einzutreten. Dann zog er es aller genda des Arbeitenministeriums und deren rung. Ebenso wurde ein Antrag Remes, der während der bevorstehenden Neuwahlen in das bings vor, rechtzeitig den Saal zu verlaffen, um nich: Uebertragung an das Landwirtschaftsministerium Min sterpräsident möge noch in der heutigen Parlament gemeinsam mit der deutschen von den anderen Parlamentariern entlarv: zu wer zu protestieren. Er stellt sich namentlich gegen Sigung Auflärung über die beabsichtigten Kom- ozialistischen Arbeiterpartei vorzugehen und geden. Wir haben gleich in dieser Versammlung den die Absicht, alle wasserrechtlichen Age n petenzverschiebungen auf wasserrechtlichem Gemeinsame Kandidatenlisten au zustellen. Die Kriegsverletzten erfläit, sie mögen auf die Worte den beim Landwirtschaftsministerium zu konzen biet gebent, abgelehnt. deutschen Sozialisten in Polen sind dem kürzlich des Herrn Strumpe hin nicht allzu optimistisch mer trieren. Das Landwirtschaftsministerium will ja Die nächste letzte Sigung vor den Feier- geschaffenen Wahlblock der nationalen Minders den. Und richtig, ein paar Tage nachher, heiten nicht be'getreten. lehnten die aktivistischen Barteien im ventionen in die Hand belommen und sich tagen findet morgen Freitag um 10 Uhr vorPlenum des Causes alle Verbejne neue Möglichkeiten schaffen, feinen mittags statt. Auf der Tagesordnung steht das rungsanträge ab! politischen Einfluß zu mßbrauchen. Der grobe Katastergesetz und eine unbedeutende VorHeute sind die Attiviſten ihren Neden und Ber Egoismus der Agrarpartei ist da im Spiel die lage über Aenderung der Gerichtsgebühren in ſprechungen aus ihrer Oppoſitionszeit gänzlich untreu Agarpartei darf aber nicht glauben, daß sie in Karpathornßland. goworden. Es ist dasselbe Spiel wie ehemals. Alle der Republik ganz allein ist! Verbesserungsanträge werden in Bausch und Bogen glatt niedergestimmt. Die Kriegsverlekten wollen keineswegs eine Gnade, fie verlangen die Durchsetzung ihrer be. rechtigten Forderungen, Und daran erinnern wir Sie, meine Herren von der Mehrheit, Hute noch einmal: Sie haben Ihre Verpflichtungen auch in die Tat umzuseßen! Den Kriegsverlegten hat man einmal versprochen: j Bis der Staat onsolidiert sein werde, werden die Renten der Kriegsverlegten erhöht werden. Nun hat der Herr Finanzminister schon zum zweitenmal doch nur neue Gelder und neue SubDie Schande der Bodenreform. Gen. Starts Kritit im Genatsplenum. Im Senat behandelte gestern Genosse der Novelle des Zuteilungsgesetzes vom April Stark die Frage der Bodenreform und der 1921 das Bodenamt, nahm die Aften an sich Benachteiligung des kleinen Landvolkes und rührte sich bis zum heutigen Tage nicht. dabei. Er sagte u. a. aus: Was tut aber der Abg. Zierhut? Von dieser Stelle aus wurde von meinen mel erflärt, der Staat jei konsolidiert, das Bud Parteifreunden schon oft über den Skandal, der Durchbruch zu verhelfen, sondern lediglich perEs geht ihm nicht darum, dem Gesetz zum get aktiv. Wann werden also die Kriegs mit der Bodenverteilung getrieben wird, geopfer zu ihrem Rechte tommen? Wir versprochen. Nachdem sich an dem bisherigen sönliche Popularität zu sammeln. Er ist bereit, die Langen von der Regierung als Antwort auf unsere System troß des Eintrittes der deutschen Par- rechtlichen Ansprüche der Holzhauer um einge Frage nicht neue, wohl aber die endliche Ein- teien in die Regierung nichts geändert hat, seien Heftar Boden zu opfern, wenn es ihm nur geIbjung der alten Bersprechungen! hier diesen Herrschaften Fälle in Erinnerung lingt, jene Holzbauer selbst zu bestimmen, die ( Beifall) gerufen, die ihnen die Schamröte ins Gesicht Grund bekommen sollen. treiben müßten. Von dem in Rottifen bei Pilsen verkauften Meierhof Skoda wurden durch den neuen Besitzer die Pachtgrundstücke Genosse Jaša( tsch. Soz.- Dem.) schildert die Ungewikheit der Invaliden, die feit der vorjährigen Budgetrede des Fin ministers beständig den deutschen Pächtern weggenommen eine Herabjesung ihrer Renten fürchten müssen; und an die Tschechen verkauft. Von dem beabdiese Verhältnisse sind ungesund und unerträglich. fichtigten Berfauf hat man sie nicht einmal rechtAuch Jaša verlangt ein Gesetz über die Ver- zeitig verständigt. Der Meierhof Bernegreith der pflichtung gewiffer Unternehmer zur Einstellung selben Herrschaft hat innerhalb drei Jahren von Kriegsinvaliden. schon den zweiten neuen Pächter. Was sich das Bodenamt für Bon deutscher Seite sprechen Horphnka( D. Nat.) und Simm( Nat.- Soz.); beide betonen die Unzulänglichkeit des bisherigen Gesetzes. Wir haben ihm damals sofort zugerufen: Wir sind neugierig ob das eintreten wird. Und heu'e kön nen wir fonstatieren, daß die Herren nicht nur nicht bessere Löhne an ihr Dienstpersonal zahlen, sondern daß ihnen sogar die paar Kronen im Mo nat zuviel sind, die sie für die land und forstwirtschaftlichen Arbeiter für die Sozialversicherung zahlen sollen. Der Geldstrumpf, der um die Zölle dicker geworden ist, soll mit den Blutkreuzern der Arbeiterversicherung vollgefüllt werden. Diesem Zwecke dient das Gemeindefinanzgesetz die Steuer- und Abgabengesebe, kurz und gut alles, was sie an Neuerungen mitgeschaffen haben, zum Nachteile der Nichts- und Minderbesitzenden. Gegen eine Regierung die dem Mamon alles opfert, die dem arbeitenden Volke alles aufbürKampf, der mit der Beseitigung dieser Regierung det, gegen eine solche Regierung gibt es nur einen enden wird and enden muß. Keinen Heller dieser Regierung! Senat. Budgetbebatte: Dritter Tag. Der Bezirksver'rauensmann des Bundes der Landwirte im Bezirke Tachau wurde mit In der Debatte über den Staatsvoranschlag, feinem Schwiegervater zusammen Gutsbesiber. die gegenwärtig im Senate durchgeführt wird, Beide bekamen den Windischgrät schen Meierhof famen am Donnerstag von der deutschen soz al Dreihöfen bei Langendörflas zu kaufen. Wir sind demokratischen Fraktion die Genossen Stark und begierig ob diese zwei Landbündler die Ansprüche Reyz1 zu Wort. Gen. Stark befaßte sich mi der der fleinen Bodenbewerber anerkennen oder auch Bodenreform und zeigte an einer Reihe von schla abweisen werden. Ein Pfraumberger Landbünd- genden Beispielen auf, welch schwere Ungerecht g ler mußte einen Hof bekommen, der schon jahre feiten gegen das kleine Landvolk begangen wurlang aufgelassen und dessen Grundstücke verpachtet den und wie wenig die Bodenreform den Namen waren. Die jogenannte Schafhü'te in Roßfaupt, eines großen sozialen Reformwertes verdiene. der Herrschaft Kolowrat gehörig. wurde diesem Er wies aber auch nach, daß der Eintritt der Pächter nur eine Ruh hielt, den vorhandenen ihre Existenz auf diese Pach grundstücke begründet nichts geändert habe, ja daß die Landbündler zu dazu aussucht, geht daraus hervor, daß der erste Landbündler übergeben. Die Holzhauer, die sich At ivisten in die Regierung an diesen Zuständen Mist fuhrenweise an die Bauern der Umgebung hatten und die Pachtgrundstücke vom Hofe dem alten Unrecht noch neues hinzufügen. In verkaufte, die Futtervorräte in flingende Münze Münchsfeld und vom Hofe Robinau bei Pfraum der Bodenreform ist jedenfalls das Land nicht umsetzte und dann ging. Der Bodenreform berg verloren hatten, sind gezwungen, teneres eine einzige Familie, denn die deutschen Klein ffandal in Rosolup bet Pilsen ist bereits bekannt. Futter diesen Gutsbesitzern abzukaufen oder das landwirte werden noch ärger als Stieftinder beDort wurde der Gemeinde fein Quadratmeter Bieh zu verkaufen. Sie sind daher in ihrer Eri handelt. Baugrund zugewiesen. dafür aber die tschechischen stenz schwer geschädigt zugunsten des einen. Sehvereine mit Grund bedacht. Hier tritt uns der Fall entgegen, daß sogar fragwürdige Lente. bei Baugrundzuteilungen ein Unterschied unter den Bewerbern nach ihrer Nationalität gemacht wurde. Dann hat Herr Zajiček( D. Christlichjoz.) die Stirn, sich gegen die Vorwürfe, die gegen die Altiviften erhoben wurden, noch zur Wehr zu jesen. Vor einem Jahr hat er im Ausschuß den Antrag I aub abgelehnt, der die Regierung verpflichten follte, eine Novelle zum Kriegsbeschädigtengefet vinnen acht Tagen vorzulegen. Seitdem ift ein Jahr vergangen, aber man hat von einer Betätigung des Herrn Zajiček auf diesem Gebiet noh nichts gehört. Tropdem steht er heute auf und erflärt, man dürfe seiner Partei daraus, daß bisher nichts geschehen sei. einen Vorwurf machen. Unsere Genossen ließen sich dieses Vers halten aber nicht mehr gefallen. Herr Zajiček war bald mit einer Flut von zwischenrufen Es ist bemerkenswert, die Einstellung der überschüttet, die seine Rede zum Teil unverständ- deutschbürgerlichen Parteien an Hand ihrer lich machten. Es war jedenfalls fein großer Taten kennen zu lernen. Denn daraus ergibt sich die Tatsache, daß es den bürgerlichen Parteien Im Schlußwort wurde der Referent Petr nicht um Bolkspolitik, auch nicht um Standesungewöhnlich ausfäll g gegen die Opposition, politik, sondern um die persönliche Bereicherung der Politik was die Sozialdemokraten und Kommunisten mit erregten Zwischenrufen quittierten. Er sowie selbst geht. Das Kapitel Bierhut ist dafür der der zweite Referent Iehnen natürlich alle drastischeste Beweis. In Eisenstem ringen antor Lutsch hat seinerzeit, als er die Einführung Abänderungsanträge ab, worauf die nähernd 250 Holzhauer um die Anerkennung Vorlage in erster, und zweiter Lesung von der ihrer Anspruchsrechte auf die Buteilung des Mehrheit genehmigt wird. durch Jahrzehnte von den Bewerbern und ihren Vorfahren gepachteten Boden. Die zuständigen Bezirks- und Kreisgerichte als auch das Oberste sprach außer den Berichterstattern nur der Gericht haben die Anspruchsberechtigung anerDeutschnationale Wenzel, der die Rückverivei- kannt und den Bewerbern den Pachtgrund in sung an den Ausschuß beantragte, um die inter- ihr Eigentum zugesprochen. Da tam auf Grund Smade! Zum Punzierungsgesch Der falsche Prinz. Leben und Abenteuer. Von Harry Domela. Der zweite Redner der deutschen Sozialdemo Diese Hunderte werden in das Elend nur fratie griff mit einer Rede über die wirtschaftlichen deshalb zurückgestoßen, damit ein Landbünd- und sozalen Probleme in die Debatte ein. Er ler einen Hof bekommt und Gutsbesißer wird. besprach zunächst die neuen Steuergesetze und deren katastrophalen Folgen für die Gemeinden, Nach dem Wahlspruch, wir brauchen reiche Bauern wird auch die Wälderzuteilung beabsich- worauf er sich den für die Arbeiterschaf bedeut tigt. Obzwar der Staat sich den Löwenanteil ſamen sozialpolitischen Fragen zuwandte, auf wel chem Gebiete sich die Reaktion der gegenwärt gen sichert und nur ganz wenig ins Zuteilungsver- Mehrheit voll auswirkt. Mit Rech rief er der fahren gezogen wird. sollen diese wenigen Het ar Mehrheit zu daß heute die gesamte Arbeiterschaft Wald autonomen Körperschaften und Selbſtver- auch diejenigen, welche 1925 ihre Stimmen waltungsverbänden vorenthalten und privaten den Regierungstar'eien gegeben haben- von Waldgenossenschaften zugeteilt werden. Zum dieser Regierung nichts mehr erwarte. Schlusse fann ich es nich unterlassen, auf eine Von den übrigen Parteien sprachen die Episode hinzuweisen, die sich bei der Beratung der Senatoren Scholz( Chsoz.). Miller( Nattem.), Episode hinzuweisen, die sich bei der Beratung der Agrarzölle in diesem Hause abspielte. Herr Sena- Stasinh( tsch. Nasos.), Thor( tſch. Gew.), Hütter ( Dnat), Scholz( B. d. L.), Teschner( d. Natsoz.), Stržil( rich). Agr.). Durčansty( Slow. Mler.), Picht( sch. Na- Soz.), Hrejsa( tsch. Agr.) Petřit ( ich. Soz.- Dem.), der die Wirtschaft im BoSenamt kritisiert, Podoba( Slow. Kler.), Jilet ( sch. Kler.), Filippinsky( tsch. Soz.- Dem.). Letzter Redner war Senator Zuleger( B. d. 2.). Nächste Sigung morgen 9 Uhr abends. fester Zölle vertrat, uns gefragt: Ihr seid die Verire'er der Arbeiter, der arbeitenden Schichten und Ihr hr sorgt daher für bessere Löhne der Arbeiter. Wenn Ihr uns nur die Zölle bewilligt, so wird uns dadurch die Möglichkeit gegeben, unser Dienstpersonal besser entlohnen zu fönnen. Copyright 1927 by Malik- Verlag A.- G.. Berlin W. 50 wein übergegangen. Auch der Graf verlangte wichen von den Bürgerſte gen, teils chrfurchts-| zählte, bei seiner Scherung:„ Hör' doch endlich nun nach Muff und rief nach Puccinis Wie voll, teils scheel nach den Stöcken der jungen auf! So ein Quatsch! So ein Hammeltalg! eiskalt ist dies Händchen..." Der junge Reis- Leute schielend. Hinüber. über die alte Neckar- Durchlaucht wird alles schon mal selber sehen, leben rutschte darauf mit ein paar Passagen über brücke, den Philosophenweg hinan. Es war ein wenn er nächstes Semester seinen Bruder besucht! das Klavier herauf und herunter, so daß es mir herrlicher Tag. Der Neckar, die bunten Buchen- Ich will Kaffee haben!" Ich verwies ihm falt über den Rücken lief, war aber gleich wieder wälder weit und breit, warme Sonne über allem. seine Ansicht; ich fag'e aufrichtig, es wäre mir im Lieben Augustin", so daß Gemsdorf vor Auf der Höhe wurde die Stimmung immer wuns ein Genuß. zuzuhören. Mit einem Blick auf die Bescherung, die Freude geradezu wicherte. Wir waren bald voll derbarer... Vor uns in der Tiefe die Stifts- Es dunkelte. Wir begaben uns ins Restau Reisleben hinterlassen hatte, äußerte er etwas so comment befoffen. Dieser schwere Nheinwein war mühle, ein altes Stift, mit einem Kapellchen und rant Molkerkur. Es war von Spießern brechend Efelhaf es, daß mir alles rundging. Doch auch ia fürchterlich! Das 3'mmer um mich herum einem zierlichen Türmchen darauf... das ganze voll. Als der Geschäft führer die Mützen der jeßt erreichte er nicht sein Ziel. Als ich hinaus begann sich zu drehen und zu kreisen wie ein Tal in Sonne und Holdseligkeit getaucht. Dar. Saro- Borussen sah, setzte er sofort ein„ Seer von gehen wollte, sagte Gemsdorf mit einem Blick auf Staruffell. In welche Ecke ich auch fah, immer überhin die sanft geschwungenen Züge der Neckar- Kellnern in Bewegung und schaffte uns einen das Lokal, in dem die Pritsche stand:„ Sen wird aß jemand da. der den Leben Augustin" sang. berge. Auf der andern Seite Landhaus an Land- freien Tisch. Wir tranken Kaffee. Nach kurzer auch nun gar nicht gesoffen. Graf leg" Wert auf immer diesen fürchterlichen Augustin. Die Getaus, in bunte Parks eingebettet. Hier hatten Zeit entschuldigte sich der Graf, er babe noch Haltung und guten Ton. Schande, daß Durchsichter blöf en mich an. Die gröhlerden Stimmen wenige Bevorzugte sich einen Garten des Friedens schnell eine fleine Poufane zu erledigen und laucht keine Bierleiche sehn. Sobald Aas Geist brandeten dumpf und verwirrend an mein Ohr. geschaffen. Wir stiegen die Höhe hinab, ließen uns ging. Gemsdorf verabsch edete sich gleichfalls. aufjibt und vom Stuhl fippt, wird's an de Beene Gestalten mit eint derden Beinen tasteten sich über den Neckar seßen und klommen den Berg auf" In diesem blöden Café halt ich's nicht mehr gepackt und hier' ringeschleppt. Ganzer Fuchsen die Wände entlang. Das Zimmer wurde immer der andern Seite hinauf, an den Häuschen und aus; ich geh' zum„ Sepp". Wer kommt mit?" stall hebt sich und fingi Choral, na, Durchlaucht dunſt ger. Unausgesetz wimmerte das Klavier den vom späten Sonnenglanz umspielten duften- Als ich ihn allein" ziehen ließ, war er sichtlich wissen ja... Jesus, meine Zuversicht den„ Lieben Augustin". Dazwischen schwirrten den Obsgärten vorbei. Hoher, lichtaumflossener, enttäuscht. Ach bleib mit deiner Gnade." Als ich zurück und tobten menschenähnliche Laute. Ein raar farbenqu lender Hochwald nahm uns jeb auf. Mit den andern fahre ich etwas später wie fam, wurde ich allgemein bemitleidet, daß ich den Dunkel auf, stüren mit eine Müß: auf den Unsere dumpfen Schritte im raschelnden Laub... schen will sich unten noch eben schnell einen Siefam, wurde ich allgemein bemitleidet, daß ich den Diener tauchten auf einmal irgendwo aus dem Von wether schallten Artschläge. Vogelrufe... der nach Heidelberg hinunter. Einer der Burganzen Salat im Magen bekalten hatte. Eine dicke, dumpfe, stickige Atmosphäre lag Laut.. Stopf, es hob und fenfte sich von en raar Armen Sonst kein Laut Stille, die majestätische gelring kaufen. Der Juwelier erstarrt in Ehrjetzt über allem. Die Füchse verabschiedeten sich gehalten ging es im Gle'tslug die Treppe hin- Stille des sterbenden Hochwalds Als wir furcht, als der Beau mich ständig mit„ Durchnach einiger Zeit, als das Faß leergetrunken war. unter. Mäntel flatterten um mich her. Ich fant uns der Burg näherten, teilte mir der Fuchs-' aucht" anredet. Unter vielen Verbeugungen geSie schwirrten alle bis auf den jungen Reis- in feinen Sz. Türen knallen. Supensignale... major mit, Graf Rotdorn erwarte uns auf der leitet er uns zur Tür. Draußen will mir der leben ab, auf den heute fozusagen alles nieder- Mit dem ganzen Spuk in Nacht und Nebel ab. Molkertur. An der Molkenkur wurden die Füchse Beau etwas vertraulich mitteilen.„ Kenne olänprasseln sollte. Die Beine trampshaft ums Stuhl- Nach dem Mitte geffen am nächsten Tage verabschiedet; froh, sich endlich selbst überlassen zendes Weibsbild. Habe mich kürzlich beim Pho bein geschlungen, faß er vor seinem Slavier und fragte mich der Fuchsmajor. die Sachen zufam zu sein, stürmten sie mit ihren Hunden davon. lograshen aufnehmen lassen. Dort ist Frauenbatte sich apa hisch in sein Schick al ergeben. Ein menknallend:„ Würden Durchlaucht uns die Ehre Der Graf erwartete mich auf der Terrasse. Gems. zimmter, einfach pompös!" Er schleppte mich mit Bild des Jammers! Mit geschlossenen Augen geben, sich am Waterbummel zu beteiligen?" Er dorf. der Beau und noch ein Student waren in zu dem Photograpben. Was ich indes iet an gegen die Anfechtungen seines Magens autemp- fühle fich angenehm berührt als ich mittat. Wer einer Begleitung. Wir standen am Geländer und Schönheit zu sehen bekomme, hätte zur No: noch fend, trommelte er nur so auf dem Klavier herzogen los er an der Srbe ich zu seiner Rechten, ahen über das Neckartal. Der Graf war sich, m allerdunkelsten Viertel Berlins vassieren fönum. Gott sei Dank, daß diefe Sche ßferts. die die Füchse im Gön'emarsch hinterher, von den wie ich, der Schönheit des Tages bewußt. Er nen. Der Beau sah meine Enttäuschung. EntFüchse, weg fine!" polterte Gemsdorf,„ jetzt kann Sunden die einige mitgenommen hatten, um nachte mich begeistert auf das eine und das schuldigend äußerte er:„ Na. Heidelberg is nich doch ein vernünft ger Merich mal wieder ein freist. Selburg lief wie ein Windhund, hinter andere aufmerksam. Um so gleichgültiger waren Berlin. Für Heidelberg aber doch allerhand!" vernünftiges Wort reden. In Gegenwart dieser ihm das Rudel der Füchse. Er sah mich an und die anderen Herren. Gemsdorf riß dauernd das Zwischenbruch quiekte ein kleines Kind herum. Lümmels muß man ja aufraffen wie in einem äußerte:„ Durchlaucht werden Tempo doch vom Maul auf und gähnte, er langweilte sich tödlich. Der Beau strengte sich heftig an, not mir bei Mädchenpensionat." Auch Graf Rotborn wurde Regiment" gewohnt fein?" So ging es über Immer wieder unterbrach er den Grafen, der seiner Angebeteten Eindruck zu machen. jetzt animierter. Wir waren zu schwerem Rhein- Markt und Straße. Die kleinen Bürgerstente mir von einer Illumination des Schlosses er" ( Forthegung folgt.) . Freitag, 16. Dezember 1927. Die Herrschaft der sozialen Reaktion. führungen: Wir wissen, daß Seite 3. von dieser Regierung in sozialer Beziehung( Mallenhinrichtungen in Kanton nichts zu erwarten Genosse Senator Rehzl über wirtschaftliche und soziale Fragen. London, 15. Dezember.( AR.) Laut den ist, daß die Regierung heute daraufhin fündigt, um die Mittagsstunden in London aus China In der Budgetdebatte des Senats be- Fürsorge auszuwenden, stellt er den Bettel von folge der Spaltung zu jeder Aktion unfähig ist der Kanton Regierung bereits vollständig die weil sie damit rechnet, daß die Arbeiterschaft in eingetroffenen Meldungen beherrscht das Militär schäftigte sich Genosse Reyzl mit verschie- 20 Millionen Kronen für die Arbeitslosenfürsorge und weil die Regierung glaubt, daß sie in diesem Lage in Kanton und hat die Ordnung in der denen die Arbeiterschaft betreffenden wirt- ein. Ich will gar nicht von den Klagen reden, Moment alle reaktionären Anwandlungen, die sie Stadt wiederhergestellt. Zur Abrechnung mit den ſchaftlichen und sozialen Problemen. Nach Syſtems seitens der Gewerkschaften täglich laut Dach und Fach bringen kann. Vielleicht trifft das menten, die an dem jüngsten kommunistischen die bezüglich der Durchführung des Genter hat, durchführen, und alle ihre Wünsche unter Kommunisten und mit den verschiedenen Eleſtehend ein Auszug aus seinen Aus- werden. Regierung und Ministerium für soziale alles nicht ein, vielleicht wird dadurch, daß die Umsturz teilgenommen hatten, haben die Kanton Fürsorge sind so zögernd in der Erledigung, daß Regierung den Begen allzu straff spannt, die Truppen außerordentlich drastische Binſenverlust aufzuweisen haben und die Refun- wohnt, bewußt werden, und vielleicht macht sie Kommunisten ist aus der Stadt geflohen; mit Die Gewerkschaften jährlich Zehntausende an Arbeiterschaft sich doch der Straft, die ihr inne- Maßnahmen ergriffen. Die Mehrzahl der Sierung erfolgt so spät, und unter so großen doch der Regierung einen starken Strich durch die denen aber, die von den Kanton- Truppen era Schikanen, daß die Gewerkschaften schon die Frage Rechnung. Wir können vuhig behaupten, daß die griffen wurden, wurde nach chinesischem Brauch erivägen, ob sie nicht lieber sich der ſtaatlichen letzten Gemeindewahlen schon ein Zeichen dafür Turzer Prozeß gemacht, und so sind die Unterstützung begeben sollten. Das Genter waren, daß es in den Reihen der Arbeiterschaft Straßen der Stadt mit Leichen der be System, wie es derzeit gehandhabt wird, bezwedt zu dämmern beginnt. Vielleicht ist die Zeit nicht traften kommunisten geradezu in letter Linie nichts anderes, als die Gewalt der mehr ferne, wo es mit der Herrlichkeit der Mehr übersät. Regierung auf die Gewerkschaften mumer mehr heit der bürgerlichen Regierung bald zu Ende auszudehnen. fein wird. In die Gruppe, die wir behandeln, fällt auch ein Ressort, das die sozialen Aufgaben diefes Staates zu erfüllen hat. Wenn wir nun prüfen, ob dieses Ressort die sozialen Aufgaben auch wirklich erfüllt, so können wir konstatieren: Dieses Reffort erfüllt keine sozialen Aufgaben sondern baut systematisch die bestehenden sozialen Leistungen in diesem Staate ab. Die Steuerreform hätte sich nach den früheren Anschauungen des Finanzministers in erster Linie auf die Abschaffung der Wirtschaftssteuern, der Handelssteuern, der Umsatzsteuern erstreden müs en. Aber diese Steuervefoum will nichts anderes jein, als ein Mittel, durch Geschenke an die direkten Steuerzahler die Lasten des Ausfalles für die Staatsfinanzen auf die indirekten Steuern zu überwälzen, die sie schon in der geplanten Verordnung des Ministeriums über die Gemeindeabgaben äußert. Bis heute haben viele Gemeinden das ausgeführt, was in Wirklichkeit der Staat machen sollte. Wo starke sozialistische Einflüsse oder Mehrheiten waren, wurde wenigstens versucht, die ganz am Boden liegende Armenfürsorge etwas auszu= bauen. Nach der Steuerreform und der nun dazu kommenden Durchführungsverordnung, der Ver ordnung über die Gemeindeabgaben, werden mun die Gemeinden ganz außerstande sein, wirkliche soziale Aufgaben zu erfüllen. Und nun möchte ich noch auf einen Umstand Hinweisen, der auch ein Zeichen ist, für die man gelhafte Fürsorge um die breiten Massen der Be bölferung. Wir sind in der letzten Zeit Zeugen von Angriffen auf Institute, die seit je als ureigendſtes Feld der Arbeiterschaft gegolten ha ben. Sie wissen, daß die Krankenversicherung Ein Proteft der Zentral- Sozialberſicherungsanſtalt. Während dieses Umsturzes brannten in der Stadt an vielen Stellen ganze Häuserblocks nieder. Hunderte von Personen, die mit der Regierung sympathisierten, und Hunderte von Polizisten wurden niedergemacht. Der Kampf war allgemein. Obgleich das Gebäude der Zen tralbank vom Feuer vollkommen vernichtet wurde, worin Gold und Wertpapiere verwahrt waren, unversehrt. Die Zoll- und Postämter erlitten feinen Schaden. Die berufenste Instanz wird bei der Novellierung des Sozialversicherungs- blieben doch die Kellergewölbe, mit den Tresors, gesetzes vollständig übergangen. Gestern fand in Prag unter Vorsitz des Abg. Hampl eine Plenarsizung des Ausschusses der cher der Rechnungsabschluß für das Jahr 1926 Zentral- Sozialversicherungsanstalt statt, in wel genehmigt und die Generaldebatte über die Regie rungsnovelle zur Sozialversicherung abgeführt wurde. Der Ausschuß beschloß ferner einmütig folgende Resolution: ihren Vorschlag und ihre Beteili gung ausgearbeitet worden. Der Aus- 30000000000000000000000000000000 schuß der Zentralsozialversicherungsanstalt ist der Ansicht, daß dieses Vorgehen der Sache nicht dienlich war." 16. Sammelausweis für die Opfer der Wiener Ereignisse. gruppe eine Erklärung ab, in welcher es heißt, Hierauf gab Dr. Polak für die Arbeitgeber Lot. Org. Stantau 123.-, Franz Trautsch, daß die Arbeitgeber bereits im vorbereitenden Prag 20. Bez.- Org. Wildstein 488.40 Lot. Der Ausschuß der Zentralfozialversicherungs- Stadium administrativ- technische Besserungen des Org. Liebschip- Sellniß 37.-, gesammelt anſtalt hatte bereits in seiner am 8. Juli d. 3. Gesetzes gefordert und eine gleichberechtigte Ver- durch Genoffen Verner, Strahl 11.- Lot.Org. stattgefundenen letzten Sigung mit Bedauern tou tretung in den foizalen Versicherungsanstalten, Algersdorf 142.- Lot. Org. Franzelthal statiert, daß die Zentralfozialversicherungsanstalt besonders aus wirtschaftlichen Gründen, verlangt 694.-, Lof.Org. Ober- Ebersdorf 128.-, Lot. in vielen Fällen von den Regierungsfunktionären haben. Die Arbeitgeber feien aber nicht(?) gegen Org. Großboden 58.50, Jul. Scharing, a r 1 3in Angelegenheiten der Versicherungsanstalt und die Sozialversicherung und wünschten besonders bad 10.-, Zentralverband der Angeft., Karlsbad der Sozialversicherung übergangen wird, und nicht eine Verschlechterung der Ansprüche der Ver- 50. Bez.- Org. Mähr. Oftrau 251.- Tech die Erwartung ausgesprochen, daß die Zentral- sicherten. Redner konstatierte weiter, daß die Zen- nisches Personal Oberleutensdorf 50.sozialversicherungsanstalt wie verlangt allentralfozialversicherungsanstalt durch ihre Tätigkeit Lof.- Org. Silbetten 79.50, Bez. Org. Iglau vorläufigen Beratungen und Arbeiten, die die sich auch in den Streisen der Arbeiterschaft Ver- 59.- Bez.- Org. Brünn 303. Lol.- Org. Brüg Novellierung der Sozialversicherung betreffen, zu trauen erworben hat. 176.- Lol.- Org. Wteln 210.50, Lot.- Org. Lische gezogen werde. Der Ausschuß stellte nicht im ge nit- Koppertsch 26.-, Lof.- Org. Eichelberg ringsten in Zweifel, daß die Regierung, besonders Für die Vertreter der Versicherten und einen 25.-, Lof.- Org. Seeberg 30.-, Lof.- Org. Frandas Ministerium für soziale Fürsorge, dem Er- Teil der Fachmänner gab Dr. Gallas cine Erzensbay 421.-, Bez.- Org. Pilsen 276.-, Bez.suchen der Zentralfozialversicherungsanstalt entlärung ab, worin es heißt, der Regierungsent Org. Plan 258.50, Dr. A. K., Prag 10.-, sprechen werde, weil diese als die Sozialversiche. wurf creche nicht in fachlicher Hinsicht, schließe Sammlung in Windirschs Gasthaus in Märzdorf rung durchführendes Institut in praktischer Hin jugendliche, Heim- und Saisonarbeiter von dir ant. Hochzeit 35.-, Lol.- Org. Krisch wit 100.-, sicht vor allem ein sachliches Gutachten darüber Versicherung aus, verbillige die Versicherung auf Frauenorgan. Polis 9.-, Lol.- Org. Kro ch wi abgeben konnte, ob und welcher Verbesserungen Kosten ihrer Sicherheit und der ihr anvertrauten 219.-, Lof.- Org. Rittersdorf 22.-, Lot. Org. bas Gejet bedarf. Leider ist die Zentral- jozialen Aufgaben, setze die Beiträge bei den wirt Peiperz- Obergrund 41.-, 20k.- Org. Bi sozialversicherungsanstalt neuer- schaftlich schwächsten Versicherten herab und be- nauburg 115.10, Karl Dörre, Bodenbachdings übergangen und der Regie. schränke die Autonomie der Versicherungsanstalten ulgersdorf 15.-, Bez.- Org. Jägerndorf 2873.20, rungsentwurf, ohne sie anzuhören, und den Einfluß, den die Versicherten in ihnen 2of.- Org. Komotau 293.- Lot.- Org. Oberohne ihr Gutachten einzuholen, ohne haben. dorf 95.-, Lok.- Org. Deutsch Kralup 70.-, Kinderfreunde Karlsbad 20.-, Kramer, Schneid= mühl, Kranzablöse 20., Lol.- Org. Draho= with 70.50, Lof.- Org. Fischern 213.-, Lof.- Org. Ottowis 95. Lol.- Org. Karlsbad 718.50. Der im Sammelausweis Nr. 15 ausgewiesene Betrag von Ke 217.50 vom Zentralverband der Kleinbauern und Häusler in Volenwald war nicht für die Wiener Opfer, sondern für die Unwetter- Opfer bestimmt, kommt daher in Abzug. Summe des 16. Ausweises K 8744.20, bisher ausgewiesen K 180.724.71. Gesamtsumme K 189.468.91. Die peinliche Dubicth- und andere Affären. eine Gründung der Arbeiterschaft ist. Hätte sich die Arbeiterschaft die Krankenversicherung nicht selbst geschaffen, ich glaube, daß sie bis heute noch teine hätte. Die Krankenkassen wurden also von der Arbeiterschaft geschaffen. In den letzten Jah ren aber wird von der reaktionären Regierung, die wir heute haben, der Versuch gemacht, diese Institute den Arbeitern aus den Händen zu winden. Sie zeigen damit der Arbeiterschaft so recht, wie man es machen muß, wenn man Werbepartei) erklärte einfach, es liege hier andere um ihr Recht bringen will. Diese Angriffe auf die Selbstverwaltung der Krankenkassen und ein Eingriff in die staatliche Administrative vor und dazu seien die Versicherungsinstitute zeigt nun so recht den i Prag, 15. Dezember. Heute fam im Ini- geseßgebenden Körperschaften nicht Charakter der heutigen Regierung. Wenn wir tiativausschuß der Antrag der tschechischen berechtigt! Allerdings soll das Eisenbahnin der Tschechoslowakei von verschiedenen aus Sozialdemokraten auf Einfeßung eines Unter- ministerium um eine Untersuchung angegangen wärtigen Störperschaften Besuche bekommen, so juchungsausschusses in der Dubicky- Affäre zur werden; was dabei herausschauen wird, kann man beeilen sich unsere Herrschenden hier immer, die Verhandlung. Die Mehrheit flüchtete hinter die der seinerzeitigen Antwort des Eisenbahnministers fen Deputationen unsere herrlichen Errungen Ausrede, daß die Sache Gegenstand eines gericht- entnehmen, der im Budgetausschuß erklärte, die chaften auf sozialem Gebiete zu zeigen. Es wird lichen Verfahrens sei( einer privaten Ehren- Sache sei vor seiner Amtstätigkeit geschehen und ihnen aber nichts davon gesagt, daß man sich an beleidigungsklage) und daß man deshalb der Ent- gehe ihn daher nichts an. Den Staatsanwalt, der schicht, auch den letzten Rest dieser sozialen Für scheidung des Gerichtes nicht vorgreifen dürfe. auf die Behauptung eines im öffentlichen Leben jorge bei uns den Arbeitern zu nehmen. ſtehenden Mannes, daß bei Kohlenlieferungen der Staat um die Kleinigkeit von fünfzig Millionen Kronen betrogen wurde, von selbst pflichtgemäß einschreitet, würde man wohl auch mit der Laterne des Diogenes vergeblich suchen! Ein Kapitel für sich ist die Kriegsverleßtenfürsorge. Ich hatte Gelegenheit, auf einigen Kongressen der Kriegsverletzten zu sein. Es wäre sehr notwendig, Ihnen, meine Herren, ein Bild davon zu entwerfen, wie dort Hunderte von Kriegsverlegten in ihrem Elend beisammen sißen und darüber Klage führen, in welcher Weise sie vom Staate behandelt werden. Wenn man das sieht, ergreift einen wirkliche Empörung. Anstatt daß der Staat seine Pflicht tut und diesen Menschen helfen würde, denkt er nur daran, die Kriegsver lettenfürsorge abzubauen und die beklagenswerten Zeute ihrem Schicksal zu überlassen, genau so, wie der Staat das bei den Pensionisten macht, die mit der sogenannten Aussterbetaktik behandelt werden. Der Staat wartet selbst mit den bringendsten Maßnahmen, weil er damit rechnet, daß über kurz oder lang diese armen Teufel weg sterben werden und daß er dann der Last ledig ist. Nun zur Noch viel schöner war aber die Begründung, mit der man den Antrag des Genossen Pohl auf Einschung eines Untersuchungsausschusses in der Kohlenlieferungsgeschichte an die Staatsbahnen aus dem Jahre 1925 ablehnte. Herr Ostry( GeRundfunk für Alle! Programm für morgen, Samstag. Prag, 349, 11: Schallplattenmusif. 11.35: Landwirt dafistunt. 12: 3eitfianal, Breffenachrichten. 12.05: Mittags art. 19.06; Rundfunt für Induſtrie, Sandel und Gewerbe. 13.20: Arbeitsmart. 13.35: Börsennachrichten. 15.45: Marionettentheater. 16.30: Nachmittagsfongeri. 1. eher beer: Die Afrifanerin. 2. Saléby: Arie aus" Die Jüdin" 3. Massenet: Herodias. 4. Bizet: rie aus" Carmen" 5. Bizet: Die Berlenfischer. 17.30: De utfd Sendung Wetterbericht und" agesnenigkeiten vom Preßbüro, hierauf. Claire Rainer Maria Riffe. Rezitationen. 18: Landwirtschafts elber, Mitglied des deutschen Landestheaters in Prag: funt. 18.15: Bortrag: Die Bensionsversicherung ber Privatangestellten. 18.30: Unterrebung eines Tichechen mit einem deutschen. 19.15: Zanzmusif. 20: Balling: Radio- Sandwia) Rebuc. 20.30: Interbaltungsmuftf. 21: Radlofeuilleton 21.15: Blasmufir. 22: Beitfignal, lette Nachrichten des Breß büros, Uebersicht der Tagesereignisse und Sportnachrichten. 22.20; Theaternachrichten. 22.25: Tanzmusif. Brünn, 441, 12.15: Mittagskonzert 14.30: Olmüter Pro duktenbörse, Wettervorausfage, Bresse, Sport und Theater nachrichten. 17: Eine Stunde für die reifere Jugenb. 18: Beit fignal. Deutsche Breffenachrichten. 18.10: Deutige Sendung. Amalie stron va, Stonzertfängerin, am Slavier rof. statt& rob fer: Steber und in 1825 to mer Rundfunf. 13,10: ieber Benzin. 19:„ Die Rebaltion" gustspiel von strejci. 19.40: Efperantofurs. 203 Abendfonzert. Sibelius:& inlandia. 2. Bruch: Geigenfonzert G- Wolf. 3. Grieg: Symphonische Tänze. 4. Kreisler: Danfe Gipa anole. Sarafate: Romance Andalufe. 21: Balalaita Orchester und Chor. 22: 2ie Brag. 22.25: Wie Brag. Presburg, 300, 17.30: Erzählungen für Kinder. 18: Ston 20ien, 517. 11: Bormittagsmufir 16: Nachmittagskonzert. 17.50: Terramare Abend. 19.25: Die Gerbflausstellung im Stünstlerbaus. 18.50: Wochenbericht für Fremdenverkehr. 20.15: Die Weihnachtszeit im Bolfslied. Tangmufit. Bürid, 588, 12.32: Schallplattentongert 16: Zanzmusir. 17.10: Sandharmonifatonzert. 19 32: Berufsbildung unb Lehrlingsfaut. 20: Militärfonzert. 21: Sumoristische Bor träge. 1.20: Orchesterfonzert. 22.10: Zanamusir. Deutschland. Königswusterhausen, 1250, 12: Abbents- und Weihnachts fingen. 15: Englisch. 16: Erziebung bet Plato. 16.30: ad literarifae Berichte, 17: Dauerangestellte im Kommunaldienst. 17.30: Die ingendliche Arbeiterin. 18: Dampfmaschinen und straftmafchinen. 18.30: Französisch 18.55: Englisch. 19 20: Bildungsibeale und Weltanschauung. 20.30: Hebertragung Sauptmann. 22.30: Tanzmusic. von Berlin, 484." Das Friebensfest". Familienkatastrophe von Breslau, 323, 12.15: Schallplattenfonsert. 15.45: Bücher ftunde. 16.30: Weihnachtslieber. 18: Verunreinigung Wohnungsluft. 10: Das Gefamifuntwerf Barang be: laver Mundartabend. Die Bedeutung des Kleinautos. Tanzmusit. Frantfurt, 429, 15.30: Jugendftunde. 16.30: Beethoven fonzert. 17.45: Refeftunbe 18.45: Germanien aur Belt des Tacitus. 19.20: tonjuntturschwankungen. 19 45: Johann Strauß. 20.15: Chorfonzert. 21.17: Bunter Abend. 22.15: Zanamufir. Samburg, 395, 12.30: Mittagstonzert. 14.05: Hausfongert. 15.30: Bücherfunt. 16.15: Wiener Walgerlieder. 17.15: Die Kunst des Walzers. 18. Seiteres Wochenende. 19.40: Rundfunk und Auslandsdeutschstum. 20.15: Johann Strauß- 2( benb. 23 30: Zanaunu. Stönigsberg, 330, 16: Märchen. 16.30: Nachmittagskonzert. 18.30: Das deutsche Nachrichtenwefen. 19: Am Fenster des Ballan- Expreß. 20.15: Plattbeutsches Hörspiel 21.15: Wiener Abend. Langenberg, 169, 13.05: Mittagstongert 14.45: 23te bleibe ich gefund? 16: Bücherstunde. 10.30: Bastelstunde. 18: Sermann Göy- Konzert. 10.10. Sport. 19.15: Perfch aus eigenen Werfen. 19.40: Gesichter der Großstadt 20.15: 2uftiger Abend. Lanzmusit. Arbeitslosensürsorge. Sie können sich erinnern, daß wir im vergangenen Jahre, bevor das Genter System eingeführt wurde, sehr viel aus Staatsmitteln für Arbeitslose ausgeben mußten. Die Serise, die wir durch zumachen hatten, war so ungeheuer, daß der Staat nicht umhin konnte, diese Arbeitslosenfürjorge zu finanzieren. Hunderte von Millionen wurden aufgebraucht und daher war der Drang, aert. 1. Goepfart: Quartett. 2. Reinede: Trio. 19.05: Die das Genter System einzuführen, womit man den Filger. 19.25: Schallplattenmufit. 20: Wie Brag. 22.25: größten Teil der Bast auf die Gewerkschaften über- te Prag. Rafchau, 1870, 18: Sinderede. 19: 3eitfignal und Abendwälzen konnte und auch überwälzt hat. Heute täuten. Stonzert. 1. Brahms: Klavierquartett, op.30. 2. Rabel: finden wir im Budget des Ministeriums für Quartett 20.25: Preffenachrichten. foziale Fürsorge einen Aufwand von ungefhr 20 Vortrag. 16.50: Radiovortrag. 17.30 Subay Abend. 18.50: Millionen für Arbeitslose als Zuschuß zu den ungarische Lieder. 20.30: Literarifcher Bettbewerb. 21.15: Unterſtüßungen seitens der Gewerkschaft. Heute, alte und neue Elager. 22.85: Jazz Band. Daventry, 1604, 14: Oftett. 16.30: Tangtee. 18.15: Kin 22.15: Schallplattentonzert. wo wir doch nicht mehr von einer gar so schlech berstunde. 10: Oftelt. 20.15: Stlabierwerfe von Mendelssohn. ten Stonjunktur reden sollten und wo der Staat 21: Bolkstümliches Orcheſterfonzert 21 40: Choralabend. die Möglichkeit hätte, infolge befferen Handels- 22.35: Bunter Abend. 23.30: Zangmufif. und Geschäftsganges etwas mehr für die soziale 21: Theaterabend. Budapest, 556, 11: Schallplattenfonzert. 16.15: Juristischer Rom, 450, 17 30: Stonzert. 20: Deutscher Unterricht. 18.45: Braris bes Arbeitsrechts. 10: Stadt und Landwirt Leipzig, 366, 16: Jugendstunde. 18 30: Bastelstunde. fchaft. 19.30: Das Problem des mobernen Dirigenten. 20.15: Bon Hund und Kav. 22.15: Funfbrett. München, 536 14.30: Schallplattenkonzert. 16: Orchester fonaert. 17.15: Schütet die Tiere. 17.30: Bitberfonaert. 18 30: Wahl und Behandlung der Röhren 19.50: Bunter Abend. Stuttgart, 380. 12 30: Schallplattenfoniert. 14: Jugend unbe, 15: Unterhaltungstongeri. 18.15: Ameritas iri fchaftsleben. 18.45: Das Recht des Arbeitsvertrags. 19.15: Beichen und Markenwesen. 20: Brandt- Abend. Funfbretti. 22.15: Tanamusir, 16. Gammelausweis für die Opfer der Unwetterfatastrophe. Lot. Org. Stanka u- Glasfabrik 88.- Franz Trautsch, Prag 20.-, Lot.- Org. Maria- Radhit 10.-, Lot.- Org. Algersdorf 142.-, Lok. Org. Güntersdorf 106., Lof.- Org. OberEbersdorf 114.-, Lot. Org. Großboden 22.50, Zentralverband der Angest., Karlsbad 50.-, Lof.- Org. Hilbetten 26.50, Bez.- Org. glau 78.- Bez.- Org. Winterberg 403.-, Bez.- Org. Brünn 203.-, Lof.- Org. Brüg 322.50, Lok.- Org. Wteln 157.50, Lok.- Org. LischnitzKoppertsch 30.-, Lof.- Org. Eichelberg 25.-, Lok.- Org. Seeberg 30.-, Bez.- Org. Pilsen 211.50, Bez.- Org. Plan 452.60, Bez.- Org. Mähr.. Ostrau 213., Lot.- Org. Numburg 264.-, Arbeiterschaft folgender Firmen in Schönlinde: Schwadron J. J. 504.-, Preußger 2. J. 146.-, Vatter J. H. 557.-, Wunder Wilhelm 166.-, Scheibner Josef 329.- Jäger Edwin 263.50, Jäger Gustav 270.10, Wenzel Anton 372.-, Schindler Stefan 974.-, Michel Adolf, Lederfabrik 77.50, Sielle& Wünsche 478.-, Heinrich H. G. 109.Angestellte der Gemeinde- und Bezirkskrankenvers sicherungsanstalt in Schönlinde 270.-, Häusler Cornelius, Schönlinde 88.-, Lot.- Org. Schönbit chel 407.-, Lot.- Org. Daubiß 569.-, Lot.. Org. Wolfsberg 877.-, 2ot.- Org. Niederehrenberg 19.-, Beamtenschaft der Anglobank in Prag 300.-, Bez.- Org. Wildstein 47.-, Lot.- Org. Bünauburg 174, Lot.- Org. Krischwiz 63.- Lol.- Org. Rittersdorf 20.-, Lot.- Org. Kroch wit 249.- Bez.- Org. Jägerndorf 1074.60, Lot.- Org. Komotau 265.50, Lot.- Org. Oberdorf 95.-, Angest. des Parteisekretariates Karlsbad 45.-, Lol.- Org. Ottowiß 30.-, Lot.- Org. Karlsbad 83.-, 250.-. Außerdem spendete Nichard Hahn, Dur, Lok.- Org. Fischern 225.- Bez.- Org. Prag drei Paar Damenschuhe und zwei Kinderanzüge, die bereits am 16. September an das Hilfskomitee nach Bodenbach geschickt wurden. Zentralverband der deutschen Kleinbauern und Häusler, Botenwald 217.50. Summe des 16. Ausweises K 12.583.80. Bisher ausgewiesen K 108.207.40. K 120.791.20. Gesamtsumme Seite 4. Lages- Neuigreiten. Wie die Landbündler Armenpflege betreiben. Furchtbarer Tod von 50 Waisentindern. Freitag, 16. Dezember 1927. Schnee- und Wetterberichte. Johannisbad:-8 Grad, 30 3tm. Schnee, 2 Ztm. Neuschnee, fest, tragend, für Sti und Rodel sehr gut, bewölft. Neuwelt- arrachsdorf: -9 Grad, 25 3tm. Schnee, 10 3tm. Neuschnee, Beim Brande eines Hospizes in Kanada umgekommen. Die Genteinde Presei bei Aussig gehört Quebec, 15. Dezember. Bei einer Feuers- verbreitete sich mit ungeheurer Schnelligkeit über pulvrig, für Sti sehr gut, für Rodel gut, heiter. zu jenen Gemeinden, die wegen der beschämen brunst, die in dem Saint- Charles das ganze Gebäude. Bald hatte das Feuer auch Schnee toppe:-11 Grad, 24 3tm. Schnee. Ben Art ihrer Armenfürsorge hekannt sind. Schon ospiz ausbrach, kam eine große Anzahl Wai- das gemeinsame Schlafzimmer der Zöglinge er- Spindlermühle- Friedrichsthal: Maus zweimal mußte unsere Presse darüber berichten, senkinder in den Flammen um. Die Panik, die griffen, doch gelang es, dank den heldenmütigen 8 Grad, 9 3tm. Schnee, 1 8tm. Neuschnee, pulvrig, vie schlecht diese Gemeindeverwaltung die beim Zusammensturz des brennenden Gebäudes Anstrengungen der Mönche, eine große Anzahl für Sti und Rodel ſehr gut, bewölft.- SteilArmen behandelt. Nun liegt ein neuer Fall vor, ausbrach, erschwerte die Rettung und die Nachfor- von Waiſenkindern zu retten. Viele Sinder wur- berg: 8 Grad, 15 3tmt. Schnee, pulvrig. Sportder zeigt, wie die christlichen Landbündler ihre schungen nach vermißten Infaffen ungemein. Bis- den insbesondere dadurch gerettet, daß man um verhältnisse günstig, voraussichtlich Schneefall. Nächsten behandeln, wenn diese arm sind. Der her wurden aus den Trümmern des abgebrannten das brennende Gebäude Sch it nebe auf Fichtelberg:-9 Grad, 13 3tm. Schnee, für nach Presei heimatzuständige 62 Jahre alte, voll Sospizes die Leichen von 16 Kindern spannte, in welche die Kinder aus den Fenstern Sti und Rodel sehr gut. Oberwiesenthal: ständig taube und halbblinde Tagarbeiter Hein- und einer Frau hervorgezogen. Eine des brennenden Hospizes geworfen wurden. Das-6 Grad, 12 3tm. Schnee, Sportverhältnisse gut. richy Sedlak, der schon lange erwerbsunfähig große Anzahl von Zöglingen und Mönchen eritt Gebäude ist bis auf die Grundmauern niederEisenstein: 8 Grad, 2 3tm. Schnee, ist und durch die Gemeinde mit Steinklopfen beerlesungen. In dem Gebäude befanden gebrannt. Man befürchtet, daß sich die 3ah pulvrig, Sport unmöglich, es schneit.- Tscher. schäftigt wird, wohnt" mit seiner 57 Jahre alten sich im fritischen Moment 371 Kinder und 49 der Toten bis auf 50 erhöhen wird, da chow:-6 Grad, 34 3tm. Schnee, 1 3tm. NeuFrau, die ebenfalls an körperlichen Gebrechen Mönche. Das Feuer brach im Keller aus und viele Kinder noch vermißt werden. schnee, pulvrig für Sti und Rodel sehr gut, starfer 90580000000000 AQ☺☺LMAMA☺☺☺☺☺☺☺☺☺☺☺AAA***@******* ☺☺☺UEAN☺*** ☺☺0000 Schneefall Die Ortsgruppen mögen gemeinsame Best el-] cin bezeichnendes Licht auf die Verhältnisse armer, fungen machen und sie an den N. S. P. Berauf andere Menschen angewiesener Urglüdlicher. lag in Aussig( Teplitzer Str. 20) senden." Entflohene Schwerverbrecher. Aus dem ZuchtAn Herrn Heinrich Sedlar. 3. 658. Der Gemeindeborsicher: Josef Langer. Blech! -au leidet, in einent alten kleinen Dörrhäuschen, das durch einen kleinen Bretteranbau zu einem ,, Armenhause" umgestaltet wurde. Die Gemeinde bezahlte feit elf Monaten eine ArmenunterDas Geheimnis des Zimmers Nr. 40. Sir stützung von 20 Kronen monatlich. Die paar Also doch nur Geschäft, wie die völkische baus Wartenburg in Ostpreußen find 6 Schwer. Edinburg, der während des Krieges der eng Alfred Eving, Professor an der Universität in armseligen Möbelstücke gehen infolge der Feuchtigkeit zugrunde. Die zwei alten Leute ha- Schuhfreme, die Phönix- Seife und das graue verbrecher entwichen, die Strafen in Höhe von 6 binburg, der während des Krieges der eng ben auch eine Enfelin, die von ihnen als Waise Sitlerhemd. Es ist halt ein rechtes Hakenkreuz um und 10 Jahren Buchthaus zu verbüßen hatten. Die lischen Admiralität zugeteilt und Vorstand der ben auch eine Enfelin, die von ihnen als Waise ein Symbol, das vor 3000 Jahren als Vieh- Verbrecher waren vor ihrer Flucht in der Waschküche kannten Radioabteilung gewesen war, hielt vor unter der Bezeichnung 3 immer Nr. 40" be von der Geburt bis zum neunten Lebensjahre er ntarfe zur Welt kam, wie hoch man's auch zu beschäftigt. Verfuche, die Ausbrecher ausfindig zu zogen und dann im Waisenhaus Aufsig unterge bracht wurde. Ende Juni dieses Jahres hatte das den David Sternen erhebt, und wie tief man's machen, waren bisher erfolglos.- Die am 10. Deurzem einen interessanten Vortrag darüber, wie Mädchen das vierzehnte Lebensjahr erreicht, und den Verwandten„ einprägt", es bleibt nur ein sember aus dem Buchthaus Sonnenburg ent- die Radiogramme der deutschen Heeresleitung auf nach Schulschluß wurde es aus dem Waisenhaus behördlich geschüßtes Patentzeichen für flohenen Gefangenen sind inzwischen sämtlich wieder gefangen und entgiffert worden sind. In England habe es zahlreiche Radiostationen gegeben, die nur entlassen. Das Kind stand nun wieder allein da völkisches Ble ch! dingfest gemacht worden. Die Aufgabe hatten, die deutschen Radiogramme und begab sich zu ihren Großeltern nach Presei. Zum Tode verurteilte Fememörder. Der aufzufangen. Es habe Tage gegeben, an denen Als sie die Gemeindegewaltigen erblidien, gab Der Mops und der Mond. Die Wiener zweite Straffenat des Kreisgerichtes in Leipzig 2000 Telegramme entziffert wurden, die Admiraes ein großes Geschrei und der Herr Gemeinde- Genossen können sich beproben lassen: was verkündete geſtern die Entscheidung in der vor lität sei auf diese Art von den Bewegungen der vorsteher erklärte, daß, wenn das Mädchen nicht sie bisher in der Verwaltung der Gemeinde Wien acht Tagen verhandelten Reviſion im e me deutschen Flotte immer genau informiert gewesen. sofort in einen Dienst gehe, für seine Unterbrin actan haben, ist, daß Wien alles in allem mordprozeß Wilms. Sowohl die Revision So habe man in der Schlacht an der Doggergung in einem Arbeitshause gesorgt werden eine mit den Mitteln der Werktätigen aut der Angeklagten Fuhrmann, Umhofer, Klavproth bank ganz genau gewußt, von welcher Seite der würde. Da die beiden Mten das Kind trotzdem bürgerlich verwaltete Gemeinde geblieben ist". So und Schulz gegen das Todesurteil des Schwur- Flottenangriff erfolgen werde und wo die Flotten nicht fortjagten, fam eine Zuschrift des Gemeinde als Nachdrud aus der„ Ro: en Fahne" in Wien. 26. Mär; 1927 wie auch die Revision der lische Admiralität im Bejizz aller deutschen Befehle steht es in der Aufsiger Internationale" gerichts beim Landgericht 1 zu Berlin vom reserve untergebracht war. Ebenso war die engvorstehers mit folgendem Wortlaut: Es ist aber auch arg, was die Wiener Genossen Staatsanwaltschaft gegen das Ur- in der Seeschlacht bei Huetland. Von großer alles angestellt haben, es wäre hoch an der Zeit, teil wurden verworfen. Bedeutung sei auch das Auffangen der politischen daß die Genossen Seit, Breitner, Tandler ustv In der Gemeindevertretungssigung vom 22 einmal nach Aufsig fämen und sich von den komt Bereinigte Bundesversammlung in Bern wählte des Staatssekretärs Dr. Zimmermann an Der neue Bundespräsident der Schweiz. Die Telegramme gewesen. So wurde das Radiogramm November 1. J. wurde einstimmig der Be munistischen Kommunalforyphäen in der Schreibgestern dem Vorschlag der bürgerlichen Parteien den New Yorker Botschafter aufgefangen, daß die schluß gefaßt, ihre von der Gemeinde Presei verstube der Internationale" eine Lektion über fo- entsprechend, zum schweizerischen Bundespräsiden. Weifung enthielt, Mexiko ein Bündnis abreichte monatliche Armenunterſtüßung folange ialistische Gemeindepolitik erteilen ließen. Denn ten für das Jahr 1928 den bisherigen Vizeprä- gegen die Vereinigten Staaten an einzustellen, bis ihre arbeitsfähige Entelin Ger nach der Internationale" werden die Ein- fidenten Schulthe ntit 156 von 175 gültigen zubieten. Das Zimmer Nr. 40 übergab das trude Sedlak eine Arbeit aufgenommen hat, bezie, nahmen der Gemeinde Wien nach wie vor zu Stimmen. 25 Stimmzettel waren unbeschrieben. Radiogramm Balfour, der es an den Präsidenten hungsweise in einen Dienst eingetreten ist. drei Vierteln von der werftätigen Bevölkerung Zum Vizeräsidenten wurde Bundesrat Dr. Wilson weiterleitete. Dieses Radiogramm habe Dies zur Kenntnisnahme. gezahlt". Unter Lurus versteht Breitner nicht Saab gewählt. biel zu dem Eintritt Amerikas in den Krieg bei Gemeindeamt Presei, 23. Nov. 1927. allein den Lurus, die Prasserei, die Freßorgien Mit vierzig Messerstichen getötet. An dem getragen. Das Zimmer Nr. 40 habe auch das der Bourgeois. Lurus ist für Breitner auch die Brauereibefizer Freydank in Brandenburg ist Telegramm aufgefangen, mit welchem ein deut befcheidenfte Unterhaltung der Arbeiter, fünftein Raubntord mit größter Brutalität ausgeführt fches U- Boot die Torpedierung der„ Bu Zur Strafe dafür, daß die alten Leute ihre lerische Veranstaltungen, gesellige Zusammenkünfte worden. Der Körper des Ermordeten weist üt beritania" aviſierte. Anfang 1916 habe die Enkelin zu sich nahmen, wurde ihnen also die schiedenen Verwaltungsgruppen werden zum größscheinlich feststehender Messer geführt worden gramme aufgefangen werden, worauf von deul„ Auch die Einnahmen aus den ver 40 Stiche auf, die mit einem starten, wahr deutsche Heeresleitung bemerkt, daß ihre Radioohnehin beschämend niedrige Armenunterstützung ten Teil von der arbeitenden Bevölkerung beid. Der erste Stich traf Freydank in den Rüden. Scher Seite jeden Tag ein neuer Chiffrekodex an von 20 Stronen monatlich entzogen! Die auszahlt."" Selbst die Ausgaben für die Fürsorge Er durchbohr'e das Rüdgrat und muß gleich zur gewendet wurde. Das sei aber vergebens gewesen, lauter Landbündlern bestehende Gemeindevertretung begründete ihren Beschluß damit, daß die benen diese Fürsorge zugute kommen foll." Das tampfe zusammenbrach. Der Unterleib weist drei in dem Entziffern der Geheimchiffres gehabt, daß tung begründete ihren Beschluß damit, daß„ die werden zum Teil gedeckt aus Beiträgen derer. Folge gehabt haben, daß der Mann im Todes denn das Zimmer Nr. 40 habe eine solche Uebung Leute feine Unterstützung brauchen, wenn sie so ist nur so eine Blütenlese dessen, was die Wiener furchtbare Stich- und Schnittverletzungen auf. Es es in einigen Stunden jedes Radiogramm entzifbiel Geld haben, um auch das Mädchen ernäh Genossen alles auf dem Sterbholz haben. Das Un- ficht fast so aus, als ob der Mörder nach dem fern konnte. ren zu fönnen." Dazu kommt noch folgender erflärliche ist nur, dak trotz dieses ungebeuren ersten Stich von einer Art Blutrausch befal Fall: Beim Bau des Holzſchupfens bei dem er Sündenregisters die Wahlstimmen der Sozial- len worden ist. Die Stiche verteilen fidh fast auf Brag fommt uns folgende Meldung zu: Diefe Ueber die Sekuritas- Versicherungs- A.- G. in wähnten Dörrhäuschen, blieb ein Stück Baum demokraten und die Mitglieder der Partei gerade den ganzen Störper. Gestern mittags wurden unter Gesellschaft macht alljährlich bei der Auszahlung stamm übrig. Derselbe lag wochenlang vor dem in Wien von Jahr zu Jahr wachsen, während das dem dringenden Verdacht, den Raubmord began der von sämtlichen Versicherungsanstaiten mit Häuschen und einige Personen, die täglich vorübergingen, und ihre Aufgabe darin erblidten, fommunistische Pflanzlein elend dahinfiecht. Und die alten Leute zu ärgern, legten das Holzstüd nicht weniger unverständlich ist. weshalb denn das Ben zu haben, der 18 Jahre alte Erich Schmid Rücksicht auf die migli- hen wirtschaftlichen Ver Willi täglich vor die Türe, klopften dann an die Fenster, demokraten schimpft, da sie doch nach dem Zeua baben sich durch auffällige Neuanschaffungen ber- Schwierigkeiten. Am 15. d. M. baben Wiener Bürgertum gar so sehr auf die Sozial- und fein Namensvetter, der 20jährige Ili hältnisse am 15. Dezember eines jeden Jahres Schmidt, festgenommen. Beide, Erwerbslose. fälligen außerordentlichen Bezüge die größten und wenn die alten Leute Nachschau hielten, war die Türe mit dem Holzstück von außen verram- nis der Ro: en Fahne" und der Internationale" bächtig gemacht. wieder sämtliche Geselsschaften ihren melt. Um dieser Belästigung ein Ende zu machen, die Gemeinde so gut in bürgerlichem Sinne ver Wieder eine Eisenbahndiebsgesellschaft abge= Beamten eine außerordentliche Teuerungswaltet. Wird halt auch nur so ein„ Manöver" zerfägte der alte Sedlak das Holzstüd, um es als Brennmaterial zu verwenden. Der Gemeinde fein, um die Arbeiter„ irre zu führen". Eine faßt. Auf der Strecke Hohenstadt- Böhm- ulage und den Anschaffungsbeitrag vorsteher, dem man die ,, Untat" anzeigte, erschien Gipfelleistung der kommunistischen Kommunal Tribau gerieten unge ähr zwei Jahre hinur Auszahlung gebracht. Die einzige dann einige Tage später mit einem Gendarmerie- strategen ist es aber, daß sie den Wiener Genossen durch aus verschlossenen Wagons Waren in Ber Sekuritas- Versicherungs- A.- G. in Prag hat wachtmeister, um nach dem Holzstück Nachschau den Vorivurf machen, daß fie teinen lust, ohne daß es bisher gelungen wäre, eine wieder diese Aushilfen nicht ausbezu halten. Würde die Gemeinde ihre Pflicht er Stampf um die Einführung des Sy- Spur der Diebe zu entdecken. Der Wert der gezahlt, trotzdem sich die Vertreter der Fachorgani füllen, müßten die beiden alten Leute wenig stems der Gemeindenmlagen führen. stohlenen Waren geht in die Hunderttausende fation für die Auszahlung eingefest haben. Mit stens zur Not versorgt sein. Anstatt deffen sucht öher geht's wohl nimmer! Seitdem es einen von Kronen. Nun ist durch die Anzeige eines Un Rücksicht auf diesen Umstand hat sich der Zenman geradezu nach Witteln, um sie zu fränken Sozialdemokraten in den Gemeindevertretunger beteiligten, der solches Diebsgut gefchentt bekam, tralverband der Versicherungsan und noch tiefer in das Elend zu stoßen. gibt, haben wir den Kampf gegen das Umlagen Licht in die Angelegenheit gebracht worden. Es gestellten in der Tschechoslowakischen Republik system geführt und für die Gemeinden das Recht handelt sich um eine wohlorganisierte Diebsbande, veranlaßt gesehen, Maßnahmen zu treffen, daß gefordert, eigene Gemeinde steuern einderen Mitglieder in dunklen Nächten sich auf ver- den Angestellten der Setuvitas aus Organi heben zu dürfen. Wenn wir uns recht erinnern, schiedenen Bahnhöfen in die Güterzüge einschlichen fationsmitteln vorschuhweise bis zur steht ehvas ähnliches auch in dem Kommunal und das Frachtgut während der Fahrt abluden. Höhe der außerordentlichen Bezüge jene Be programm welches die K. P. C. auf ihrem. im Die Diebe hatten es vor allem auf Lebensmittel träge ausbezahlt werden, wie sie die An Im nationalsozialistischen Tag" lesen wir März d. J. stattgefundenen Parteitag in Brag abgesehen, die sie an Kaufleute weiter verfauften. gestellten anderer Anstalten erhielten, damit ic folgende Aufforderung an deutschbewußte Fa- beschlossen hat. Aber kluge Hänse von der„ Roten Von der Diebsgesellschaft wurden bisher drei fnapp vor Weihnachten nicht ohne alle Mittel milien": Fahne" und der Internationale" wissen es an hinter Schloß und Riegel gebracht, die allem dastehen. Weihnachten im Zeichen des Hakenkreuzes. ders. Na, wir werden sie gewiß nicht hindern, sich Anschein nach als Hauptbeteiligte anzusprechen Maffenvertilgung von Hunden. Vor einiger Zeit Das Weihnachtsfest einer wahrhaft deutschen vor der Arbeiteröffentlichkeit zu blamieren. find. wurde der Grundbesizer Georg Bed in Starz( Bez. Familie muß im Zeichen des Safenkreuzes gefeiert. Mörder, Betrüger, Phantast? Ueber Anzeige Gasvergiftung oder Selbstmord? In Rei- Taus) von seinem Hunde angefallen und erheblich werden! Leider findet man immer wieder am zweier Männer wurde von der Polizei in& a chenberg wurde Mittwoch nachts in einem mit verletzt. Der wutverdächtige Hund verschwand und deutschen, christlichen Weihnachtsbaum und ich au ein Betrüger verhaftet und der Staats- Gas angefüllten Nebenzimmer eines Gasthauses fonnte erst dieser Tage in Rohozno( Bez. Mattau) schau am Gabentisch als Schmuck- den David- anwaltschaft eingeliefert, der den beiden erzählt der 73jährige Inhaber eines hiesigen Bapierge erschossen werden Da das Tier in fünf Gemeinden stern! Die Spitze des Weihnachtsbaumes trägt hatte, daß er im Jahre 1923 mit einem anderen schäftes und eine 30jährige gefchiedene Frau aus mit Hunden in Berührung kam, wurden sämtliche den Davidſtern. Die Knusperigen Weih Manne bei Stiralyhaza einen rumänischen Gablonz bewußtlos aufgefunden. Der Haupt- Hunde dieser Gemeinden, 40 an der Zahl, vertilgt. nachtsbädereten, auf die unsere Frauen Grenzwächter ermordet und dann in die hahn des Gasofens war geöffnet. Beide wurden Spiel mit Patronen. Aus Pilsen wird berichtet: nicht wenig stolz sind, sind in der Form des- Theiß geworfen habe. Durch die polizeiliche Unter- in das Hospital geschafft, wo der Mann bald Der 18jährige Schüler Starl Makoun in Dobrafen Davidſterns. Das muß jetzt endlich ein- uchung wurde feſtgeſtellt, daß sich in der an- darauf verschied, während es gelang, die Frau am spielte mit einer Militärpatrone, aus der er ein mal anders werden! Der Davidstern muß ver gegebenen Zeit an der rumänischen Grenze be in Leben zu erhalten. Ob es sich um einen Unfall Pfeifchen machen wollte Als er mit der Feile an schwinden und dem Hakenkreuz Play Derartiger Fall ereignet hat, und daß es oder um einen gemeinsamen Selbstmordversuch die Stapfel kam, erfolgte eine Explioion. Matoun machen! In jeder deutsch bewußten sich wohl um die Phantasie eines Betrügers handelt, ist noch nicht feſtgeſtellt, da die Frau noch erlitt erhebliche Verletzungen im Gesichte und an den Familie muß am Weihnachtsbaum und am handelt. nicht einvernommen werden konnte. Händen Die Patrone hatte er von einem MitSchüler erhalten, der sie nächst Dobraten gefunden Das Hakenkreuz am Christbaum. hatte. Heiteres. Gabentisch, wie in der Bäckerei die Form des Sechs Blinde als Zeugen vor Gericht. Wic Hafenkreuzes verwendet werden, damit auf diese Daily Herald" berichtet, hatte sich vor dem Ge- Berliner Landesgerichts I im Prozeß des che Wilhelm gefeßlich geschützt. Das Urteil des Art unfer altgermanisches Seils zeirichte in Sull der halberblindete Alfred Markham maligen Staiſers gegen die Piscatorbühne wurde chen, den Stindern, Freunden und Verwandten zu verantworten, den Instruktor des Blinden gestern nachmittags verkündet. Die einstweilige eingeprägt werde. Sorget überall, daß die institutes Hull geschlagen zu haben. Der Mann Verfügung, wonach die Person des Kaisers auf Christbaumspißen mit Hakenkreuzen geziert und verteidigte sich, daß es der Instruktor an dem der Piscatorbühne nicht dargestellt werden darf, Gemeindebiener vor Weihnachten aus:„ Es wird In einer Thüringer Gemeinde Klingelt der alte daß die Weihnachtsbädereien in Hakenkreuzformen nötigen Tafte und der mit Blinden notwendigen wurde aufrecht erhalten und Piscator dem An- hiemit bekannt gemacht, daß die Dreckhausen von geftanzt werden! Während die Christbaumspigen Geduld absolut fehlen lasse und die sechs Blinden, trage des ehemaligen Raisers entsprechend ver- der Straße zu entfernen sind. I'm anderen Falle in Form des Hakenkreuzes überall selbst hergestellt die als Zeugen einvernommen wurden, gaben an, urteilt. Die Kosten hat der Beklagte zu tragen. legt sich der Schulze dahinter." daß der Instruktor sehr roh mit ihnen umgehe. Das Urteil soll mit den Gründen am nächsten werden können," Bis hierher glaubten wir schon, es sei de a- Nichtsdestoweniger verurteilte das Gericht den Montag veröffentlicht werden. lismus Meine vierjährige Nichte Lotte schaut aufmer! Täter wegen Störperverlegung zu 5 Pf. Geld Zugsunglück. Von dem D- 3ug Berlin- fam eine Sunstgeschichte mit vielen Bildtafeln durch strafe, mit der Begründung, daß eine Beschtverde München entgleisten Mittwoch bei Lichtenfeld und sagt dann:„ Gel, Tante, wenn sie nadt sind, am Blaße war, aber eine tätliche Verlegung be- in Bayern die Lokomotive und der Padwagen, find es Göttinnen und wenn sie was anhaben, sind's straft werden müsse. Jedenfalls wirft der Fall wobei zehn Personen verlegt wurden. Heilige." empfehlen wir den Bezug von billigen tanzformen( aus Bled)) für die Weih nachtsbäderei zum Preise von K 3- das Stüd Freitag, 16. Dezember 1927. Kleine Chronit. Sonderbare Grabschriften. Auf einen Lieblingshund. ( Autor unbekannt.) Du, der diesen Weg hier wandelst, wenn du viel leicht zufällig dieses Monument hier gewahren soll. test, lache nicht, ich bitte dich darum, obgleich hier nur eines Sundes Grab ist: Tränen sind auch um mich geflossen, und der Staub über mir wurde durch meines Herrn Hand aufgeschichtet, der gleichfalls disje Worte auf meinem Grabhügel niederschrieb. Für einen Maltheser Wachhund. ( Tymnes.) Hier dieser Stein besagt, daß unter ihm der weiße Hund von Melita, der treueste Wächter des Eumelus, begraben liegt. Bull ward er genannt, so lange er lebte, aber nunmehr ist feine Stimme ein geferfert in den stummen Wegen der Nacht. Im Herbst und Winter Schneeschuhe und Saloschen von 1824 WIMPASSING. V.G.F WIMPASSING" Seite B. Volkswirtschaft. Eine tommunistische Revolution in drei Etappen. Zur Verständlichmachung nachstehender NoFranzöfifche Bevölkerungsvorgänge. Die Er gebnisse der soeben veröffentlichten französischen Bevölkerungsstatistit für das dritte Quartal 1927 find gegenüber dem Vorjahr überaus günjig. Der Geburtenüberschuß ist von 30.411 auf 47.878 gestiegen, was zwar nicht auf ein Wachstum der Geburtenzahl, die von 190.712 auf 184.745 gefallen ist, zurüd- in der Arbeiterschaft gefunden hatte, während es Bauschalbetrag als Abfertigung für 1927 zur geht, sondern auf eine bemerkenswerte Verminderung der Sterblichkeit, die von 160.301 auf 136.867 gesunken ist. Dabei ist hervorzuheben, daß dieser Rückgang der Sterbefälle vor allem bei den Sicherlich, hier liegst du tot und starr in diesem Säuglingen zu verzeichnen ist, deren Sterb Grabe, und dennoch glaube ich, daß die milden Belichkeit 14.357 gegen 33.737 im Vorjahr betrug. stien noch vor deinen weißen Gebeinen Angst haben, Die Zahl der Heiraten hat sich nach dem Jägerin Lycas: um deinen Wert aber wissen der Bericht vermindert. große Pelion, die glänzende Offa, und die einsamen Gipfel des Cithaeron. Für einen theffalischen Hund. ( Simonides.) Entnommen einer griechischen Epigramm Anthologie; auf Grund einer englischen Transkription übersetzt von J. Reis mann. Unsere Berwandtschaft mit ben Sieren. Von Bernhard Shaw. Ich komme also zu dem Schlusse, daß mein Verwandtschaftssinn zu den Tieren ein entwidelterer ist, als die meisten Leute ihn empfinden. Es macht mir Bergnügen, mit den Tieren in einer Art Jargon, den ich mir eigens für sie erfunden habe, zu sprechen: und es scheint mir, daß es auch ihnen Vergnügen macht, angesprochen zu werden, und daß sie auf die sen Unterhaltungston antworten, obgleich sein gei stiger Inhalt manchen von ihnen entgehen mag. Sonntag im August mit den Mitgliedern einer Lili- Deutscher Arbeiter- Schachbund( Sitz Chemnitz). putanergruppe zum Sommernachtsball der freiwil Der Deutsche Arbeiter Schachbund wurde am 7. ligen Feuerwehr in Belzig gegangen. Dort pro- April 1912 in Nürnberg gegründet und zählte bei testierte ein Schlächtermeister gegen die Zulassung seiner Gründung 20 Ortsgruppen mit rund 800 der Zwergdamen, die er auch mit Schimpfworten Mitgliedern. Unmittelbar nach vollzogener Grünüberhäufte. Der Chauffeur stellte den Schlächter dung wurde die bis dahin von privater Seite her meister zur Rebe und schließlich fam es auf dem ausgegebene Deutsche Arbeiterschachzei Marktplatz zwischen dem Angeklagten und Festteilung in eigene Regie übernommen. Bis zum Jahre iz ist es notwendig, mitzuteilen, daß die Firma nehmern zu Schlägereien. Der Angeklagte gab einen 1914 entwickelte sich der Bund langfam, aber stetig Textilwerke in Tannwald Exportartikel erzeugt, Bistolenschuß ab, der einen Schloffereibesitzer so weiter. Der Ausbruch des Weltkrieges vernichtete bei welchen die Arbeiterschaft nicht den tarif schwer verlegte, daß dieser am nächsten Tage starb. beinahe alles bisher Geschaffene, so daß nur mühmäßigen Lohn verdient hatte. Diese Unterver ( Das Urteil steht noch aus.) selig das Vereinsleben aufrecht erhalten werden dienste datieren seit Anfang des Jahres 1927. konnte. Erst im Jahre 1918 begann wieder das Die Gewerkschaften, und zwar die Union der Tex Vereinsleben zu pulsieren. Der im Dezember 1919 tilarbeiter, der Brünner Verband und der Nain Chemniy stattgefundene Bundestag fonnte bereits choder Textilarbeiterverband haben deshalb öfters wieder 29 Ortsgruppen mit rund 1100 Mitgliedern interveniert und eine Erhöhung der Akkordsätze feststellen. Rascher denn je zuvor breitete sich nun für Exportartikel verlangt. Nach längerer Zeit mehr der Bund aus, ein Beweis, daß das Schach machte die Firma den Vorschlag, daß sie an die piel während der Kriegsjahre einen guten Boden Weber, welche Exportartikel erzeugen, einen füber mehr oder weniger Privileg der besitzenden Auszahlung bringen will, welcher die Höhe von Slaffe gewesen war. Durch Neuorganisierung des 411 bis 770 K je nach den erzeugten Artikeln Bundes, Einteilung in Bezirke, konnten weitere betragen soll. Fortschritte gemacht werden, so daß zum Bundestag Als dieser Vorschlag seitens der Firma ge1922 in Leipzig rund 150 Ortsgruppen mit über macht wurde, bemächtigten sich dieser Sache auch 5000 Mitgliedern zu verzeichnen waren. Inzwischen die Kommunisten und waren mit dem Angebot hatte der Bund die Mitgliedschaft bei der 3. K. der Firma nicht einverstanden. Es wurde hin und ( Zentralfommission für Arbeitersport und Körper- her verhandelt. Die Verhandlungen zogen sich pflege) erworben, welche ebenfalls mit dazu beitrug. von Juni bis in den November. Es kam jedoch Eine 88jährige Mörderin. Die 83 Jahre alte den Interessentenkreis zu erweitern. Unaufhaltiam zu feinem Resultat. Die letzten zwei Monate Besitzerin einer Villa in der Nähe von Nizza vollzog sich der weitere Aufstieg, so daß zum Bun- fümmerten sich die Kommunisten überhaupt nicht schlug mit einem Besenstiel ihr Zimmer- destag Ostern 1924 in Hamburg bereits 300 Orts mehr um diese Angelegenheit, sondern überließen mädchen nieder und tötete es dann mit gruppen mit 10.000 Mitgliedern vorhanden waren. diese Sache den übrigen Verbänden. Nachdem sie einer Gartenharke. Die Mörderin hatte zuerst an- Wesentlichen Anteil an dem Aufschwung des Bun vorher fortwährend versucht hatten die Ausgegeben, daß das Mädchen von einem Banditen des batte der Bundesverlag welcher sich zur Aufgabe zahlung zu verschleppen, entschlossen sich die Verüberfallen worden sei! Nach einer Gegenüber machte, die Ortsgruppen und Mitglieder mit preis- bände union, Brünner Verband und Nachoder stellung mit der Leiche der Erschlagenen gestand wertem Spielmaterial zu beliefern. Die Entwid Verband, die Abmachung über die Bauschalbe die Greisin schließlich ein, das Verbrechen selbst lung des Bundes machte die Errichtung einer eige träge ohne die Kommunisten abzuschließen und begangen zu haben, deffen Ursache ein lächerlicher nen Geschäftsstelle im Mai 1924 im Voltshaus verlangten, daß die Auszahlung dieser PauschalStreit um eine fleine Geldsummie war. Chemnitz ur unabweisbaren Notwendigkeit. ämtbeträge jetzt zu Weihnachten zu erfolgen hat. Es liche Verwaltungsarbeit wurde ehren fam dann tatsächlich zu diesem Abschluß. Als der amtlich geleistet. Der Erfolg blieb nicht aus Abschluß getätigt war, wurde im Betriebe eine und konnten zum Bundestag in Jenta 1926 880 Kunoma ung affichiert, in welcher mitgeteilt Ortsgruppen mit 11.000 Mitgliedern verzeichnet wurde, daß die Auszahlung nunmehr erfolgen wird. Die Firma verlangte jedoch, daß jeder ArGewerkschafts- Fußballmannschaften in Mumä- beiter, wenn er das Geld erhalten will einen Renien. Systematische Werbearbeit für die rumänische vers zu unterschreiben hat, daß er für die ver Arbeitersportsache führt der Arbeitersport floffene Zeit lohnbefriedigt ist. Als nun durch verein in Timisoara durch Mit dem Ziel, die Kundmachung bekannt wurde, daß der Abdie Arbeiter aus den bürgerlichen Vereinen schluß durch die Gewerkschaften erfolgt sei, gab es herauszuholen, hat er neben seinen allgemeinen bei den Kommuniſten Aufruhr und deshalb wolFußballmannschaften, solche für Handelsangestellte len wir diesen Aufruhr etappenweise schildern: ( zwei) Solzarbeiter( zwei). Eisenbahnarbeiter, Buch drucker, Schneider und Fleischer gebildet. Dadurch ist es ihm gelungen, in den leyten drei Monaten Turnen und Sport. Spartakiaben. werden. Jut Jahre 1928 beabsichtigt die NSJ. drei Spartakiaden zu organisieren, die die Bedeutung eines großen Festtriumphes(!) der RJ. haben sollen. Am 17. Feber wird eine Spartak ade in Norwegen stattfinden, im Juni in der Tschecho. slowakei und im August- in Moskau. Die 13 Stunden im Fahrstuhlschacht. In einem Wa- Spartak ade in Norwegen soll 10 Tage dauern renhause in Manchester wurde der 70jährige und sieht an Wettbewerben vor: Sti- und Schlitt Nachtwächter John Clinton im Schacht eines schuhlaufen, Hockey, Boxen und Ringen. An dem Tage der Borkämpfe finden zugleich im städtischen Aufzuges, mit dem Stopfe nach unten hängend, auf- Stadion die Schlittschuhläufe statt Die Stiläufe 56 Arbeiter aus bürgerlichen Sportvereinen zu sich gefunden Er hatte in dieser furchtbaren Lage 13 werden durch eine prächtige Winterlandfchaft führen. zu ziehen. Diese Art der Werbung ist bedingt durch Stunden verbringen müssen, che seine Hilferufe ge- Die Gesamtveranstaltung wird durch ein Festspiel die für die Arbeiterschaft nicht günstig liegenden pohört wurden. Er war mit dem Fuße im Eisengitter seinen Abschluß finden.- Die altruiiiiche litischen und bürgerlichen Sportverhältnisse. Seriendes Aufzuges hängen geblieben, als er in der Dun Spartakiade in Moskau wird am 12 Feber spiele mit bürgerlichen Mannschaften tragen die Ge1928 in Moskau mit dem Winterteil eröffnet. Es werkschaftsmannschaften nicht aus. Unter sich spielen felheit in den Schach: gestürzt war werden Meisterschaften ausgetragen im Schneeschuh sie um den Wanderpreis ihres Vereins, dessen Streit um Liliputaner. Vor dem Potsdamer laufen, Schlittschuhlaufen und Hockeyspiel. Wann erste Gewinner im Frühjahr die Buchdrucker waren. Schwurgericht wurde am Weittwoch gegen den 28jähichaftsmeisterschaften werden durchgeführt zwischen In den Herbstspielen führen aussichtsreich die Han rigen Chauffeur einer Liliputanergruppe verhandelt, den Gouvernements und Streissowjetbezirken jür delsangestellten Um den zweiten Platz sind die Holzder sich wegen se örperverlegung mit To Körperkultur und den selbständigen Republiken. Die arbeiter und Schmeider gleichstarke Bewerber. Im deserfolg und unberechtigten Waffentragens zu Sieger erhalten eine Prämie(!) und alle Teil- nächsten Frühjahr beabsichtigen die Gewerkschaftsverantworten hatte. Der Angeklagte war an einem nehmer eine Erinnerungsmedaille(!). mannschaften das Handballspiel einzuführen. Die Entdeckung der Krankheitserreger. Von W. Bargmann. Schuld wegen die sie der Christenheit getan kaben, indem sie sie mit Gift öten wollten. Darum raten wir Euch. daß Ihr Eure Juden töten laßt Gott zu Lob und Ehre und zur Seelig feit der Christenheit..." Daumen sei wärts mit Gewalt zu drücken, in der Absicht, auf diese Weise seine Wurzeln aus dem Zahnfleisch herauszubringen und mich von dieser Ünannehmlichkeit zu befreien. Die Sache glückte auch, denn der Zahn blieb nur noch an einem kleinen Teile Zahnfleisch hängen, von dem ich ihn dann leicht ablösen konnte. Die Krone dieses Batfenzahnes war fast ganz vernichtet, die Wurzel jedoch bestand aus zwei Stämmen und der obere Teil beider Wurzelteile war noch etwas hohl, und diese Höhlungen waren mit einer weichen Masse erfüllt. Die Masse habe habe ich aus den Wurzelhöhlungen herausgenommen und sie mit retnem Regenwasser verdünnt und unter das Mitrostop gelegt, um zu sehen, ob darin auch eine solche Menge Lebewesen zu sehen sei, wie ich sie früher sich eine so große Anzahl von lebenden Tierchen, daß das ganze Material zu leben schien. Die Anzahl dieser Lebewesen war über alles Erwarten groß, und dabei waren sie so klein, daß einige hunderttausend Myriaden von ihnen kaum die Größe eines groben Sandkornes erreichen würden." Somit hatte die mikroskopische Forschung die al'e Ahnung von der Existenz der Seleinlebe wesen zur Tatsache erhoben, bis das neue Wissen für die Pathologie nußbar gemacht wurde. Einmal waren die optischen Hilfsmittel nicht vola lendet genug, um bei verschiedenen Krankheiten auch verschiedene Erreger erkennen zu lassen, zweitens war mit der Feststellung der Seleinlebewesen noch nichts für die Heilung der Krankheiten getan. Man erklärte die Hypothese von den lebenAm 1. Dezember 1927 großer Auf ruhr bei den Kommunisten. Was die Union, Brünn und Nachod haben schon das Abkommen unterschrieben und der Fabrikant soll ein Baga tell von 441 bis 770 K auszahlen, was an nähernd 300.000 K im Gesamtbetrage aus macht? Wir Kommunisten verlangen, jedoch mndestens eine halbe Million! Pfui, Schande. Diese Reformisten. Beſtochene von den Stapitalisten. Ihr habt schon unterschrieben! Wir werden es Euch zeigen, wir geben nicht nach! Es wird Revolution. mir aben mindeſtens 300 Arbeiter im Betriebe, welche das Geld nicht annehmen werden. Dafür gar.. ren wir und die Hälfte der Sozi wird es ebenfalls nicht nehmen. Die schließen sich uns an. Wir wer den siegen. Ein solches Bagatell nehmen wir nicht! Wir geben nicht nach! Am 2. Dezember 1927. Wenn wir nur wenigstens 50 verläßliche Leute finden könnten, welche die 500 roman nicht annehmen. Wenn wir nur ein paar Tage warten würden, befämen wir sicher 1000 Sronen Nachzahlung! Wir sind nicht vom Kapital bestochen wie die Reformisten! Einen solchen Bettel mögen wir nicht. Wir müssen siegen, foste es was es wolle! Schande ihnen! Diesen Reformisten! Die immer die Arbeiter verraten. Pfui, wir werden es ihnen zeigen, dann sind sie erledigt, wenn wir siegen! Der berühmte Anton van Leeuwenhoek dem wir die Entdeckung der Infusionstierchen, Marcus Terentius Varro( 116-28 vor der Samenfäden des Menschen, eine große Zahl unserer Zeitrechnung der größte Gelehrte des histologischer Beobachtungen verdanken, hat auch al'en Rom, schreibt in einer feiner Schriften: An die Batterien zuerst wahrgenommen. Leeuwen feuchten Orten wachsen ganz kleine Tierchen, die hok wurde am 24. Oftober 1632 zu Delft geboman nicht mit den Augen wahrnehmen kann, die ren. Früh verlor er seinen Vater. Bis zum 16. mit der Luft durch Mund und Nase in den Kör- Jahre besuchte er die Schule, trat 1648 bei emem per gelangen und schwere Krankheiten hervor- Tuchhändler zu Amsterdam als Lehrling ein, rufen." Eine Ahnung die auch von anderen wurde Buchhalter und Kassierer. Zweiundzwanzig ausgesprochen wurde, aber nur Ahnung bleiben Jahre alt, beirate'e er in Delft, wo er nach sechs mußte, solange die wirkliche Existenz solch kleiner Jahren den kleinen Posten eines Polizeikäm- bei demselben Material entdeck habe; es zeigte Lebewesen nicht durch das Mikroskop nad ge- merers erhielt. Leeuwenhoek aus wohlhabender wiesen werden konn'e. Gegen Ende des 16. Jahr Familie stammend, war zweimal verheiratet; als hunderts erfand der holländische Brillenmacher er am 26: August 1723 gestorben war. ließ ihm Zachar as das zusammengesetz'e Mikroskop, und seine Tochter aus erster Ehe in der Kirche zu Delft ungefähr zur gleichen Zeit begann man auch, Un- ein Denkmal errichten. Heute ist an Leeuwenhocks tersuchungen mit Hilfe des einfachen, d. h. aus Geburtshaus eine Gedenktafel angebracht und eine einer Linse bestehenden Mikroskopes anzustellen. Straße Delfis wurde nach ihm benannt. In Die Entdeckung der Klemlebewesen jedoch fällt in feinen Mußzestunden schliff der Autodiktat sich das 17. Jahrhundert. Der ungemein vielseitige außerordentlich gute Linfen, durch die er die ungeJesuit Athanasius Kircher( 1602-1680) der heure Mannigfaltigkeit der Welt des Kleinen ten gelegentlich auch mikroskopische Studien trieb, er- nen lernte. Seine Arbeit galt der kleinsten Welt; lannte im Blute von Fieberfranken, im Essig, in mit dieser kleinsten Welt errang er den größten saulenden Substanzen winz ge Wesen, die er Ruhm". so lautet die Inschrift einer ihm gewid " Würmchen" nannte: er erflärte verallgemei meten Medaille. nernd, Luft Wasser und Erde wimmelten von Leeuwenhoek berichtete über seine Entdeckunihnen sie seien auch als Erreger ansteckender gen in Briefen, die er an die berühmte. 1660 zur Stranthei'en und Epidemen zu betrachten. Eine Pflege der Experimentalwissenschaften gegründete ben Krankheitserregern gar für abgeschmact. im Mittelalter beliebte Erklärung für die Ent- Seönigliche Gesellschaft in London richDie erste Hälfte des 19. Jahrhunderts erst stehung von Geuchen war die, daß man sagte, die tete. So schreibt er auch in einem diefer Briefe, brach'e endlich einen Wandel, nachdem eine Juden kätten das Wasser vergifte, weshalb Land- vom September 1697, über die Bat'erien: Ich brach'e endlich einen Wandel, nachdem eine graf Friedrich der Strenge 1349 an den Rat von tann nicht umhin, sehr geehrte Herren, bei dieser Strankheit der Seidenraupe auf einen Pilz zurüdNordhauſen folgendes Schreiben richtete:" Ihr Gelegenheit mitzuteilen, daß mein Mund neulich geführt war, Damit nege der es für die Theorie Genoſſen, lefet und verbreitet die war Weg Ra'smester und Na der Sadt zu Nordhausen! durch einen wadeligen Badenzahn, der mir beim organischen Strankheitserreger geebnet. Biffet. daß wir alle unsere Juden haben verbren- Stauen sehr hinderlich war in Mitleidenschaft genen lassen, soweit unser Land reicht, der großen zogen war. Deshalb beschloß ich, ihn mit meinem Aus der empfehlenswerten Zeitschrift Urania", Jena. Am 3. Dezember 1927. Am Auszah lungstage der Pauschalbeträge. Es war in der Früh wirklich eine ungeheuere Revolution! Man hörte jedoch sehr wenig, denn es war eine Revolution in Hausschuhen und Pantoffeln! Alle liesen leise in die Kanzlei, unterschrieben die Bestätigung und steckten die Pauschalbeträge ein! Die Kommunisten suchten 50 Leute, die das Geld nicht nehmen, aber sie hatten ihrer nur sieben. Gerade diese böse Zahl sieben! Aber diese Sieben blieben unentwegt und schrien ununterbrochen: Wir geben nicht nach! Jett fann uns der Fabrikant noch mehr geben, weil wir nur sieben übrig geblieben sind! Jetzt werden wir gerade noch siegen! Jept wird die Welt erst sehen, was sieben entschlossene Kämpfer als Vortrupp des revolutionärsten Teiles des Proletariats zu leisten imstande ist. Es lebe die kommunistische Partei in der Tschecho slowakischen Republik. Es lebe die Welt revolution. Es lebe die unentwegte böse sieben! ( Arbeiterforrespondent.) ➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪▪ Arbeiterpresse. Seite 6. Freitag, 16. Dezember 1927. Chlorodont Kleine Tube Kč 4- grosse Tube Kč 6die herrlich erfrischende Zahnpaste macht die Zähne blendend weiss Devilenturie Prager Kurse am 15. Dezember. 100 holländische Gulden 100 Reichsmart. 1861.90 S04.00 10 Belgas 100 Schweizer Franks 650.87% 164.19 1 Pfund Sterling 100 Lire 1 Dollar 100 französische Frante 100 Dinar 100 Bengös 100 polnische Sloty 100 Schilling. 1867.90 808.00 658: 874/2 165.89 182.60 194.00 33.60 33.90 182.27 183.47 59.21% 59.71 Ensembles( Reineke- Cäcilie, Ondra Stella) wußten mit den pathetischen Schwärmereien wenig anzufangen und gerieten oft aus dem Feier lichen in das benachbarte Gebiet des Lächerlichen. Sehr maßvoll war Hölzlin als Fernando, sehr nett Margarethe Schell als Zucie. Vor allem aber hätte die Regie( Direktor Volkner) durch größere Striche, weniger realistischen Szenenbau, Betonung des Historischen, Antiquierten des Beiwertes für eine glaubhafte Gesamtstimmung sorgen müssen. Die Darsteller faßten die Charaktere ja richtig auf, man darf 588.87% 591.872 fie aber nicht dem Chaos der Worte überliefern; in folch einem langatmigen, tränenreichen Monolog verliert sich jede Stunft der Charakterzeichnung. Es ist natürlich schwer, ein Stück, das zu seiner Zeit als aktuelles Gesellschaftsdrama gemeint ivar, als historisches Wilienstüd zu inszenieren, aber solche Nüsse zit knaden, ist eben Aufgabe der Regie. 376.90 879.90 474.90 477.90 Kunit und Willen. „ Stella". Zweiter literarischer Abend. Dem Publikum gefiel die Aufführung, wenn es auch mancher Partie des Dramas sichtlich hilflos geE. F. senüberstand. Mitteilungen aus dem Bublitum. Kartoffelspeisen. Jede Autorität, jede Tradition, jedes Gesetz er scheint der bürgerlichen Revolution, die im Sturm und Drang" ihre zweite, stürmende Woge gegen das morsche Gestade schleudert nach der ersten revo Tutionären, die Lessing hochträgt, vor der dritten, majestätischen des Klassizismus als Vorurteil, Kartoffel- Nudeln. 5 gekochte Kartoffeln werden radikalster Vernichtung wert. Die Lenz, Stinger, gerieben, gejalzen, und mit 2 Dottern, 9 dkg Mehl, Wagner, der junge Schiller vor allemt, legten an dkg Grieß zu einem feinen Teig verarbeitet. Die 2 allen Eden und Enden des geistigen Weltgebäudes fer wird ausgewaltt, auf fleine Stüde geschnitten, Brand. Je nach dem Standpunkt des Einzelnen in aus welchen man Nudeln macht, welche zirka 4-8 der alten Gesellschaft aber ward jedem das Ideal der Minuten in Salzwasser gefocht werden. Hierauf werRevolution in anderer Gestalt offenbar. Anders den sie abgejeiht und mit faltem Wasser abgeschreckt. war das Sätulum dem jungen Medicus Schiller, töd Dann kommen sie in ein Stasserolle, in welches man lichem Hasser des württembergischen Absolutismus, vorher in Visan oder Teres geröstete Semmelbrösel verleidet als dem Patriziersohn Goethe. Bei ihm gegeben hat. Man kann die Nudeln auch mit Zucker midt jegliche Wandlung in die Sphäre des Gros, sei bestreuen. nes ganzen Wesens Urleidenschaft bricht in der Jugenddichtung durch, wie sie noch die spätesten Früchte dieses einzigartigen Lebens in ihrer strah Tenden Sonne reifen wird. Defter noch als die Geschichte überliefert und als eifrige Forscher fonstruieren fonnten. mag der junge Goethe vischen zwei Frauen gestanden haben, und mesuab sei es nur für eines Augenblides Daner, mei jend, erwägend, mit dem Gedanken des Nebeneinander spielend. Sein großes Herz mußte es faffen, wie es das endlose Nacheinander der Erlebnisse faßte So entstand Stella", kühn in Jdee und dramati scher Durchführung. Der Staatsminister von Goethe fand es dann für schicklich, die Jugenddichtung zu ändern, die Sünde verdientermaßen tragisch enden zu lassen. Es ist ein Verdienst des Deutschen Thea ters, uns die Urfassung zu geben. Klassische Vollendung zeigt ja keine der beiden Fassungen, es hätte des älteren, reiferen Goethe bedurft, um diesen Stoff wahrhaft zu meistern. Zeitgebunden und gefährlich für die Bühne von heute ist das Pathos des Dialogs, gefährlicher noch feine Ueberfättigung mit empfindsamen Gefühlsaus brüchen, wie sie die Wertherzeit nicht entbehren konnte, die aber uns hart an der Grenze der Tra vestie zu liegen scheinen. Besonders die Damen des Herausgeber: Dr. Ludwig C3d) Berantwortlicher Redakteur: Dr Emil Straut. Trud Deutsche Zeitungs- tien- Befellschaft in Bran Für den Druck verantwortlich: Otto Solik. Brag Die Beitungsmartenfrantatur wurde von der Boft- u. Telegraphen Direktion mit Erlaß Nr. 127.451/ VII/ 27 am 14. at 1927 bewilligt. " Kinderrepublik Seetamp. 1240a " Fra Diavolo"-Neneinstudierung. Aubers tomische Oper Fra Diavolo", dieses Werk Vereinsnachrichten. erties sich als nicht sehr glüdlich. Sie erbrachte einer seits den Beweis, daß der leichte Parlando- Gesangs til unserem Opernensemble dermalen abhanden ge fommen ist, andererseits, daß man an unserem Deutscher Arbeiter- Turn- und Sportverein Prag. Theater den Begriff„ Neueinstudierung" nicht allzu Seute, Freitag, 8 Uhr abends, im Rosenscaie ernst auffaßt. Denn" Kapellmeister Dr. Kodes„ Lidovy dum", Sybernska, Mitgliederver liskos musikalische Interpretation war nicht nur jammlung mit Vortrag des Turngenossen mangelhaft in den ensemblemäßigen Partien der Dr. Sampl über Gesundheitspflege. Um Oper, sondern auch dynamisch farblos, rhythmisch zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Gäste will. allzu gleichförmig und ohne Licht und Schatten in fommen! der Disposition der Tempis. Auch die Besetzung der Sauptrollen war nicht immer entsprechend. Am Genoffen! besten mit ihren Rollen fanden sich Frau Schulz Traget bet jeber Gelegenhett Enes Eisenlohr( Wirtstöchterchen) und die Herren Bandler und Roller( als Banditen) ob, trotzdem die beiden letteren in der Spaßmacherei über das Ziel schossen. Helm als Fra Diavolo zeigte manche stimmliche Vorzüge, ist dem kantablen, Forte und Piano richtig verbindenden Gesangstile aber noch nicht gewachsen; auch als Darsteller dieser Rolle ist er noch zu wenig frei. In den übrigen Rollen der Oper wirkten noch mit: Frau Sommer und die Herren Dr. Adrian, Reiter und Schönberg. E. J. Der Spielplan der Weihnachtstage. Sonit tag, den 25. Dezember: Im Nenen Deutschen Theater: Nachmittagsvorstellung um 2½ Uhr: " Trill- Trall und seine Brüder". Um Uhr: Zum ersten Mal:„ 2ady Hamilton", Operette von Künnecke mit Cordy Millowitsch als Gast. Kleine Bühne: Nachmittagsvorstellung um 3 Uhr:„ Olly- Bolly". Um 7% Uhr: Zum eviten Mal: ,, Du wirst mich heiraten", Lustspiel von Verneuil. Montag, den 26.: Im Neuen Theater: Nachmittagsvorstellung um 2½ Uhr: „ Trill- Trall und seine Brüder". Abends 7 Uhr:„ Lady Hamilton" mit Cordy Millowitsch a. G. In der Kleinen Bühne: Nachmit tag 3 abend Uhr:„ Du mich heiraten". Der Vorverkauf für alle Vorstellungen der Weihnachtstage beginnt morgen, Samstag. Parteiabzeichen! KINO- PROGRAMM Yom 16. bls 22. Dezember Wran Urania- Kino Einziges deutsches Kino Prags. 2901 Tel. 20.420 ,, Die rote Stunde." In der Hauptrolle Ivan Mozuchin. LIDO ŠIO Katinka's Liebesgeschichten. In der Hauptrolle Zoena Kafka. Lustspiel in 7 Akten 1976 Wo verkehren wir? des hochbedeutenden französischen Speriften, ist zwei um 8 1hr und about um 7%: wirft Café„ Continental", Prag, Graben fellos die populärste unter seinen zahlreichen Opernschöpfungen. Im Fra Diavolo" hat sich Auber gleich wie in seinen anderen bekannten Tomischen Speru Maurer und Schlosser"" Der Freitag( 60-4). 7% Uhr:„ Der Biberpelz". „ Der Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. schwarze Domino“ und„ Des Teufels Samstag, 7 Uhr: Trill- TraII". Sonntag, Anteil" von der ursprünglichsten Seite seines reichen Talentes gezeigt; diese Opern sind so von 11 Uhr: Sammermusik; 2% hr:„ OITHliebenswürdiger Anmut erfüllt, so leicht und elegant im Stile und dabei doch musikalisch ungemein wertAuber mit seiner Oper„ Die Stumme von voll, wie nur ein Franzose sie schreiben konnte. Daß Portici" aber auch den Stil der großen Oper erfolgreich neben Spontini und Meyerbeer vertrat, pricht für die außerordentliche Vielseitigkeit seines muſitschöpferischen Geistes. Streng genommen ist der Fra Diavolo" feine richtige fomische Oper, weil die Handlung mit dem gewaltsamen Tode des Titelheldens, eines gefürchteten Räuberhauptmannes, des Auber'schen„ Fra Diavolo"( die Erstaufführung endet. Wenn man das nahezu hundertjährige Alter fand 1830 statt) in Rechnung zieht und die lebendige Wirkung seiner Musik auch auf das moderne Opernpublikum wahrnimmt, findet man es gerechtfertigt, daß das Werf von allen großen Opernbühnen immer wieder in den Spielplan aufgenommen wird. Seine Tette Prager Aufführung datiert vom April 1924. Die am Mittwoch im Neuen Deutschen Theater her ausgebrachte Nencinſtudierung des„ Fra Diavolo" Bolly"; 7½ Uhr( 63-3):" Falstaff". Montag( 61-2):„ Die Zirkusprinzessin". schöne Frau Chatelain". Samstag:" y Bolly". Sonntag, 3 Uhr: Die Opunzie"; 7% Uhr:„ Der eger". Montag:„ Die schöne Frau Chatelain". Spielplan der Kleinen Bühne. Freitag:„ Die Aus der Partei. Jugendbewegung. Gastwirtschaft LIDOVÝ DŮM der Genossenschaft Ganymed Täglich Konzert PRAG II.. Hybernska Nr 7 66 Café„ Nizza“ Kgl. Weinberge, Fochova 27. Unser Stammlokat DRUCK- U. VERLAGSANSTALT GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG empfiehlt sich den p. t. Behörden. Vereinen, Organisationen. 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Willen und die Bereitschaft zum Zusammenschluß sich in jeden einzelnen das Leben der KinderDie Arbeitsgemeinschaft der Stinderfreunde hatte Desterreichs mit Deutschland fund und mit einem republik verwurzelt hatte. Vorm Untergang der Neben den Betätigungen der einzelnen Dör beantragt, daß Winter der Präsident von allen Teilnehmern gesungenen Kampfliede Sonne marschierte das ganze Lager in den jer und Gruppen gab es Veranstaltungen des der Kinderrepublik werden sollte. Die fand die Feier ihren Abschluß. Die Kinder Festungshof des zerstörten Forts, nur die Wachen ganzen Zeltlagers. Eine mächtig wirkende Wahl wurde vollzogen, das ganze Lager beteiligte haben in der Kinderrepublik gelernt, was eine verblieben im Lager. Geigen erflingen, ein Friedenskundgebung im zerstörten Fort sich an an ihr und so wurde dieser Aft ein Er- Republik, eine echte Gemeinschaft bedeutet, sie weicher Choral durchzittert die laue Abendluft. bei Stiel fand statt. Nie, nie woll'n wir Waffen lebnis aller. wußten bei der republikanischen Verfassungs Genosse Löwenstein spricht davon, daß wir tragen; nie, nie woll'n wir wieder Krieg!" hallte Nicht immer stand das Lager für die Be- feier, warum sie zur Republik Deutschland stehen. wohl auseinandergehen, aber nicht Abschied weithin wieder und Deutsche, Dänen, Desterrei- fucher offen. Die Wachen sorgten dafür, daß Ein großes Ereignis war ein Stampfspiel nehmen voneinander, sagt, was uns die Republic cher und Tschechoslowaken reichten sich brüderlich niemand ohne Begründung das Lager verläßt. Die Schmugglerjagd". Die Glocke war und was sie uns weiter sein wird. Genosse Die Hände. Während sich die vielen Fahnen und aber auch niemand in das Lager kommt. Teg alarmierte das ganze Lager. In einigen Dörfern Tesarek vergleicht das weithin leuchtende Wimpel fenkten, dachten alle an die Toten des und Nacht standen die Jungen und Mädeln auf wurde festgestellt, soundsoviele Genossen find ver- Feuer mit der Glut, die in uns allen vorhanden Weltkrieges. Jeder in seiner Landessprache jagte: ihren Posten. An den Besuchstagen nur stand schwunden, aus einem Dorfe fehlte sogar der ist. Alle Teilnehmer, mehr als 2000, fassen sich ,, Nie woll'n wir wieder Serieg!" Der Abschied für einige Stunden der Eingang offen. Bürgermeister. Sic waren alle au den an den Händen, drücken sie und in die dunkle der Dänen, der Hamburger und Eidelstädter ge- An einem Sonntag wurde den tausenden Schmugglern übergegangen. Rasch wurde die Nacht hinaus hallt wieder: Mit uns zieht die staltete sich zu einer mächtigen Sundgebung. Am Besuchern ein Festspiel geboten. Es bestand 18 Stilometer lange Grenze eingeteilt und von den neue Zeit, mit uns zieht ein neuer Geist." Bahnhofe in Stiel hatten sich Tausende Menschen darin, daß jedes Dorf mit seinen Eigenheiten Kindern besetzt, cs galt zu verhindern, daß eingefunden. Der Abschied brachte allen zum Bes aufmarschierte und zuletzt marschierte das inter- Schmugglerware ins Lager kommt. Ueber 100 reisenden zum Bahnhof nach Stiel, die Stieler Am Tage darauf brachten Dampfer die Abwußtsein:„ Wir gehören zusammen, jetzt fühlen nationale Dorf mit dem Wiener Kampfliede: Schmuggler mußten, che sie die Grenzen passier bleiben, sie haben die letzte Arbeit im Lager überwir wieder einmal start und klar, wie wir Ge- Wir sind die Arbeiter von Wien" in die Mitte ten, gefangen genommen werden. Das Spiel nommen. Nach allen Richtungen fuhren die nossen sind." Die Scheidenden waren fort, die der versammelten Menge. Ein Lied um das endete mit dem Siege der Grenzbewachung; auch Kinder mit ihren Helfern heim mit der großen übrigen bestiegen truppweise die beiden Dampfer. andere hallte von den einzelnen Dörfern wieder, den mit dem Motorboot kommenden Schmugglern Sehnsucht im Herzen, bald wieder zurückkehren Die Schiffe setzten sich in Bewegung und die ein Rufer grüßte die Kinder der ganzen Welt und gelang es nicht, die Ware ins Lager zu bringen. zu können in die wirkliche Heimat, in die KinderMauer der am Stai stehenden zehntausend Men alle stimmten die Internationale" an. Die Der Sinn des Spieles, vor den Schmugglern der republik. In den mächtigen Hallen der Bahnschen wurde lebendig; ein tausendstimmiges Buntheit der einzelnen Dorsgemeinschaften, und dem Proletariat Schaden zufügenden Waren auf höfe Stiel, Hamburg. Leipzig und Berlin ertönte " Freundschaft" brauste über den Hafen, ein Rie- der einheitliche Wille zur Erbauung einer neuen der Hut zu sein, wurde den Spielenden erklärt. hundertstimmiger Gesang: servall von winkenden Händen erhob sich. Im Welt war das Merkmal dieses auf alle Teilneh- An einigen Nachmittagen trug die„ LandesHafen von Stiel lag die deutsche Kriegsflotte. Als mer wirkenden Festspieles. An einem anderen bühne Seekamp", das beliebte Stasperltheater, zur unsere Dampfer mittendurch fuhren, schwenkten Tage fanden sich wieder viele Besucher im Lager Vermehrung der Erlebnisse bei. Die Vorgänge wir die roten Wimpel kein Gruß fam von ein. Die Arbeiter und Arbeiterinnen aber, die im Kieler Stadtrat, das Suchen des Landes für dort. Eine unferer Gruppen begann das Lied: sonst gerne die Kinder besuchten, konnten nicht die Republik und die besonderen Feinde unserer Nie, nie, woll'n wir wieder Strieg" und wie auf tommen, es war ein Werktag. Die Kinderrepu- Bewegung wurden hier in prächtiger Weise ultig Kommando stimmten alle, alle mit ein, so daß blik hatte die Verfassungsfeier. Ein wiedergegeben. Gemeinsame Besuche des Kinos aus tausend jungen Kehlen der Besaßung der vom Genossen Tesaret entworfenes Festspiel in Friedrichsort fanden große Begeisterung. Ein Kriegsschiffe immer wieder zugerufen wurde: wurde von allen Bewohnern Seekamps ausge- mit Verständnis erwähltes Programm rief BeNein, nein, nein, nie woll'n wir wieder Strieg!" führt, Genosse Severing aus Berlin hielt achtung und Heiterkeit hervor. ,, Wir sind die roten Falten, tragen ein blau Gewand, wir wollen die roten Fahnen tragen durch das weite Land." Alexander Schneider. Ende.