Gingerprets 70 gener. Redaktion umaltung. Prag, 11., Selv Tages 26795, 31409. 1. : Rachtredaktion: 26707. Boßschedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigft berechnet. Bei öfteren Einfaltungen Preisnachlah. 8. Jahrgang. 79 Sozialdemokrat Zentralorg utschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Dienstag, 3. Jänner 1928. staltung staatlichen Einrichtungen im Sinne Klasse, tschechische Bezugs Bebingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich vierteljährlich halbjährig ganzjährig Kō 16.48.96.192.Rückstellung von Mauuftripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Eriheint mit Ausnahme des Montag täglich rig Nr. 2. Rund um Neujahr herum. Glume dieler staffe, während die lichenifiche 5 Waggons italienischer Maschinengewehre für Ungarn. An In die Slowakei adreffiert. Die Zu dem Zwischenfall meldet das Tfch. P.-B. daß die zerlegten Teile von Maschinengewehren enthaltenen Waggons aus Verona nach Slowakisch- Neustadt adressiert waren und im Transimvege über Desterreich und Ungarn geschafft werden sollten. Tatsächlich follten aber diese Waffen in Ungarn bleiben. Es handelt sich hiebei um eine Braris, welche darin beruht, daß Tranfitsendungen anscheinend über Ungarn gesandt werden, jedoch in Ungarn abgeladen oder eventuell mit anderer Ware be laden werden. Derartige Fälle haben sich bereits wiederholt ereignet. Seit dem Präsidentschaftsantritt Majarnts Arbeiterschaft ebenso wie die deutsche gewar es üblich, daß der Präsident an die ihn zwungen ist, um die politischen und sozialen beglückwünschenden Präsidenten der beiden Errungenschaften und um ihre primitivsten Stammern des Parlaments eine Ansprache hielt, Lebensnotwendigkeiten einen erbitterten Stampf die als politische Neujahrsbotschaft des Stuführen. Wie kurz ist eigentlich der Zeitraum Unter falscher Zolldeklaration durch Defterreich Durch geschmuggelt. oberhauptes zur Tradition geworden var. von neun Jahren und wie ist doch alles ganz der Grenze aufgehalten. Die Ungarn verhindern den Rücktransport. Heuer wurde das erstemal von disi epilogen- anders als damals, als das tschechische Bürgerheit Abstand genommen. Der hat ge= tum noch Allüren zeigte, als hätte es die Ab- Wien, 2. Jänner.( Eigenbericht.) Cestern in den Frachtbriefen Verona, als Bestimmungsschwiegen. Es gibt aber ein Stbeigen, das sicht, das Gesetz des Klassenkampfes für das nachmittag fam ein österreichischer Güterzug mit station Slowakisch Neustadt. Nach Einlangen des sehr beredt ist und bessere Ohren werden tschechische Volt niemals anzuerkennen! Waggons aus Italien in der ungarischen Grenz- Zuges wurde von den österreichischen Bollorganent auch aus diesem Vericht des Präsidenten, an Den Regierungsteilnehmern scheint aller stat on St. Cotthard, das vertragsmäßig ein ge eine Stichprobe in der Weise unternommen, der Jahreswende seine Meinung über die Ge- dings noch nicht die Wahrheit des Wortes, meinsamer österreichisch- ungarischer Vahnhof ist, daß der Waggon Nr. 133.292 im Beisein des an. Die österreichischen Zollbeamten wollten e'ne Bundesbahnvertreters geöffnet wurde Wian fand staltung der politischen Verhältnisse in der Re- daß ach, Schönheit und Gestalt gar rasch dahin- Revision der Wagoons vornehmen, und als sie darin isten verschiedener Größe mit publif zu äußze. manches heraushören. Da, ichwinden, zum Bewußtsein gekommen zu sein. den ersten der fünf Waggons geöffnet hatten, ftell Waschinengewehrbestandteilen. Da wie der offizielle Bericht über die Neujahrs- und doch: heute noch auf stolzen Rossen, kann ten sie fest, daß der Inhalt nicht, wie auf dem demnach die Ware fich als falsch deklariert. empfänge auf ver Prager Burg versichert, Mamorgen schon vielleicht die ganze schöne Bür Frachtbrief dellariert war, Waschinenbestandteile, erwies und der nach den österreichischen Vorschrif jarnt„ die Besucher durch sein frisches Musichen gerherrlichkeit pleite gegangen sein. Vorläufig sondern Bestandteile von Maschinenten zur Durchführ von Seriegsmaterial erforder und seinen Sumor überraschte", so war nicht wird wohl die bekannte Dementieripriße eifrig gewehren und Munition aus Italien entliche Waffengeleitschein fehlte wurde der Bundes eiwa lnpäßlichkeit daran schuld, daß der Neu- gehandhabt und behauptet, die Stoalition sei helt. In diesem Augenblick mischte sich der unga bahnvertreter von dem österreichischen Zollbeamjahrsempfang der Vertreter der Regierung, des pumperlgejund, aber geschminkte Wangen fön- riche Stationschef ein und verhinderte die Rcbten ersucht, den Rüdtransport der Waggon Parlamenis und der ausländischen Gefandinen feine stroßende Lebenskraft vortäuschen. fion der anderen Wagoons. Als nun die öfter auf österreichisches Gebiet zu veranlassen. Ein int schaften sich auf die persönliche Beglid. Es ist manches faul, nicht nur im Staafe cichlichen Zollbeamten die Waggons nach Oefter dieser Richtung unternommener Schritt des öfterreich zurückführen wollten, be eßten d'e Ungarn reichischen Bundesbahnvertreters beim ungarischen wünschung des Präsidenten beschräntie. Dänemart, und alle gemeinsamen Brofit- und mit Gewalt das Geleise und den Wechsel und hol- Bahnhofsvorstand blieb ergebnislos. Zum Verstummen hat ihn offenfundig der Beuteinteressen verhindern nicht, daß es in ten aus dem Zuge die fünf Waggons heraus. Ta ungarische Behörde verivat hiebei den StandBürgerblock und seine Politit gebracht. Was der Koalition sehr oft drüber und drunter geht. jeder Protest vergeblich blieb, mußten die öfter punkt, daß den österreichischen Zollorganen ein sollte auch Majaryk nach dem Jahr, in dem Bielleicht ist Herrn Svehlas Krautheit reichischen Zollbeamten schließlich unter Protest Recht auf Zurückhaltung der Ware nicht mehr zu die tschechisch- Deutsche Bürgerkoalition in hemeines der Symptome verbleichender Herrlichkeit. die Stat on verlassen und sich nach Desterreich stehe, da sie sich bereits auf ungarischem Boden befinde. Es ist festzustellen, daß die zollmungslosester Weise mit den Intereffen des Nicht als ob wir bestreiten wollten, daß der zurückbegeben. Das Vorgehen der ungarischen Beamten ist amtliche Beschau in St. Gotthard durch das öfterarbeitenden Volkes Schindluder trieb, zu dem Ministerpräsident wirklich frank ist, aber im nicht nur vertragswidrig, da bei der falschen De reichische Zollamt ordnungsgemäß erfolgt ist. Die Kuis des Regierungsschiffes sagen! Als Maja- Laufe der Jahre hat man die Erfahrung gelaration auch eine niedrigere Fracht gezahlt Witteilung, daß das Zollamt St. Gotthard infolge ryk in der Emigration noch um die Schaffung macht, daß alle seine Erkrankungen die auf wurde, sondern die Sache ist auch deshalb von Ve- des Zwischenfalles den Betrieb eingestellt hätte, eines selbständigen tschechoslowatischen Staates fällige Eigenschaft besitzen, politisch re- deutung. weil sie zeigt, wie Ungarn von Staten entspricht nicht den Tatsachen. tämpfte, hatte er ohne Zweifel von der Begulierbar zu sein. Er will gerade jetzt auf den Wege des Schmuggels und der falschen schaffenheit des zu begründenden Staatswejens wo wichtige Entscheidungen auf dem Spiele Dettaration mit Wassen versorgt wird, was auf und von dem in ihm waltenden Geifte 31veifel- ftehen, für einige Zeit die jonnigeren Gefilde die burgenländische Bevölkerung sehr beunruhi los ganz andere Borstellungen, als sie der hendes Südens aufsuchen. Bei der Treffsicherheit end wirken muf. tigen Wirklichkeit entspredjen. Sollte er daran mit der er feine jeweiligen Krankheiten bisher Der österreichische Bericht. erinnern, wie wenig das, was die Bürgerregie noch immer mit feinen politischen Bedürfnissen rung aus der Republik gemacht hat, dem idealen und Absichten in zeitgerechte Uebereinstimmung Wien, 2. Jänner.( AN.) Amtlich wird mit Bilde gleicht, das sich er und viele seiner Mit- 34 bringen verstanden hat, kann man neu geteilt: Am 1. d. M. wurden der österreichischen fämpfer einstmals machten? Sollte er die heate gierig sein, wie die Sache diesmal abläuft. Regierenden daran erinnern, daß seine Ideale Wenn die Schwalben und Herr Svehla wieder- Zoll- Zweigstelle am Bahnhof St. Gotthard seitens früher einmal auch die ihren gewesen sind, die kommen, wird möglicherweise so manches an- der österreichischen Bundesbahnvertretung die sie seither treulos im Stich gelassen haben? ders geworden sein. Wie die Oppositionspar- Frachtpapiere zu Zug Nr. 5873( Ausfuhr) über Sollte er die im Zeichen der Bereicherung der teien über ihn und feine, die agrarische Wacht geben. Unter diesen befanden sich 5 Frachtbriefe, Besißklassen sowie der sozialen Entrechtung und und Sabgier einseitig begünstigende Politit lautend auf Maschinenteile, und zwar zu wirtschaftlichen Berelendung der breiten Volts denken, weiß er wohl, aber es dürfte ihm auch sammen 591 stiften. Als Aufgabestation erschien massen Stoalierten zur Einfehr mahnen? Da nicht unbekannt geblieben sein, wie wenig dies der Herr Svehla nicht zugelassen hätte und Sympathie seine Partei auch schon bei mancher Nie- wieder- Krieg- Wertrag zwischen nämlich den Süddeutschen Zeitungsdienst", der in Bayern, Baden und Württem Majaryf den Taten der heutigen Regierungs anderen Stoalitionspartei findet. Seine vir Amerika und Frankreich. berg rund 150 Zeitungen bedient. Die Storresponmehrheit fein Wohlverhaltungszeugnis aus tuoje Anpassung an die reaktionären ZeitLondon, 2. Jänner. Ein französischer Storden; erfordere laufende Zuschüsse, die bisher ins stellen konnte, ohne seine ganze Vergangenheit ſtrömungen, die ihn als einen wahren Verzu verleugnen, so schwieg er lieber und man wandlungskünstler erscheinen läßt, haben daran respondent des„ Daily Telegraph" meldet aus gesamt den Betrag von 200.000 val erreidy Paris: Am Samstag traf ein wichtiges Tele hätten und von Minister Geßler geleistet worden wird dieses Schweigen verstehen. nichts zu ändern vermocht. In diesem Zu- gramm des französischen Botschafters in seien. fammenhang ist es vielleicht nicht ohne Nugen, ashington Claudel ein, wornach die ame Die Richtigteit dieser Meidung wird heute So tritt die Republik in das zehnte Jahr ihm zu sagen, daß, wenn er etwa die Hoff- rikanische Regierung anscheinend bereit ist, zwei amtlich bestätigt. Die Gründung fei nads ihres Bestandes ein: der Mann, der an ihrer nung hat, einstmals wieder einer anders zu verschiedene Verträge mit Frankreich abzu einer amtlichen Auslaffung in der Zein schwerer innerpolitischer Strijen erfolgt; es sollte nament Begründung den stärksten Anteil hatte, hüllte fammengesetten Parlamentsmehrheit vorzuschließen. Der Schiedsgerichtsvertrag von lich den damals sehr starten Strömungen fite eine sich in ein weithin hörbaresch wei- itchen, er sich dies nicht so leicht vorstellen möge. 1908, dessen Erneuerung in diesem Jahre fällig Abtrennung Bayerns vom Reich entgegengetreten gen. Das Jubeljahr, das die Fortseßung und Außer der Tatsache, daß die Bürgertoali- wird, würde eine neue Form erhalten; Frank werden. Geßler habe aber als Abgeordneter und Vollendung der Politik der reaktionären Bür- tion am Beginn des Jubeljahres der Republik reich und Amerita würden sich nach dem neuen nicht als Minister die Gründung unterstüts, wenn gerkoalition bringen soll, wird auch sonst wenig neue Anschläge gegen die Bevölkerung vorbe Vertrage verpflichten, alle zwischen ihnen ent auch die maßgebenden Reichsstellen ein ſtarles Feierliches haben. Man kann Flaggen hissen. stehenden Differenzen einer schiedsgerichtlichen Interesse daran gehabt hätten. Es seien wie. Reisigquirlanden auf Fahnenmasten winden, veitet, bietet die Jahreswende nichts bemertens Entscheidung zu unterbreiten mit dem Vor derholt Unterstübungsgelder ans Militärparaden veranstalten, furz alles tun, weries. Denn daß der schmalzige Schmus, mit behalte, daß folgende Fragen ausgenommen eichsfonds gegeben worden, sie stammten was zur Regie einer Festveranstaltung gehört, dem etwa die deutschbürgerlichen Aktivisten bleiben: Fragen, die sich aus innerpolitischen aber nicht aus Mitteln des Reichswehrministe Entscheidungen ergeben, Fragen, die eine dritte riums. Alle zuständigen Stellen im Reich seien aber niemals fann äußerer Buß und Flitter Neujahr einbegleiten, etwas bemerkenswertes Macht berühren, und Fragen, die sich auf die von diesen Vorgängen unterrichiet gewesen und die wahre Stimmung des Volkes verdecken. Bei ist, wird niemand behaupten können. Die Anwendung der Monroe- Doktrin beziehen. Wiög- sie hätten dazu ihre Zustimmung gegeben. ver Staatsgründung hoffte wenigstens die tiche- widerliche Art, wie sie ihre Niederlagen und licherweise bestehen noch andere Borbehalte, Bei dieser Korresponden; ist also ebenso wie chische Arbeiterschaft, das Bürgertum ihrer Zweitens soll ein Vertrag geschlossen werden, seinerzeit bei der„ Deutschen Allgemeinen ZeiNation werde sich ihr dankbar erweisen, denn ihre Verrätereien in„ Erfolge" für das deutsche der eine Erklärung der Unterzeichner enthält, ing" die Seffentlichkeit darüber im unifaren geihr ist es in erster Linie zuzuschreiben, daß Volk und für das Volk überhaupt umlügen, zur Lösung internationaler Differenzen nidhi lassen worden, daß das Unternehmen im Dienste der Reichsregierung stehe. Die Regierung hat also das tschechische Bolt aus dem österreichischen stellt wohl eine Gipfelleistung der attivistischen um seriege zu schreiten. Kerfer befreit wurde. Siebeneinhalb Jahre Berdrehungskunst dar, aber sie ist auch nicht einer jüngst von Senator Borah abgegebenen flussen gesucht, wobei noch nicht llargeſtellt ist, zu Dieser Vertrag würde aber entsprechend anonymerweise die öffentliche Meinung zu beein nach dem beispiellosen Freudentage des staat| lichen Umsturzes hatte die tschechische Bour- mehr neu. Höchstens, daß immer mehr Wienschen Erklärung nicht einen rein französisch- amerika aunsten welcher politischen Richtung das geschehen geoisie alles vergessen, in nichts unterschied fie dahinter kommen, warum die Deutschbürger- nischen Charakter haben, sondern andere Staaten, ist. Bemerkenswert ist weiters, daß die Storre sich mehr von der deutschen Bourgeoisie, außer lichen mit so wenig Aussicht auf Erfolg sich welche zur Unterzeichnung bereit sein sollten, spondenz ihren Abonnenten Inferate von würde es freistehen. großen Stonzernen, so von der Hamburg- Amerikain dem noch größeren Appetit. Ebenso wie diese in Ser Stoalition prostituieren, denn wenn sie Aus Amerika wird gemeldet, daß Bespre- nie, verschafft hat. es feit ieher gehalten, erblickte sie im Staate selber ihre Wißerfolge als wertvolle Errungen- chungen wegen der Angelegenheit bereits stattdie Melkkuh, der die Aufgabe oblag, sie mit Milch und Butter zu versorgen, und da fie schaften alle Tage preisen, wozu sollten sich gefunden haben. dabei an der tschechischen sozialistischen Arbeiter Svehla, Sramek und Kramar bemühen, ihnen schaft ein Hindernis fand, stieß sie diese ebenso wirklich eiwas zu gewähren! Jedenfalls bebedentenlos ab, wie sie leichten Herzens sich weisen sie, daß sie sich auch im neuen Jahre mit dem deutschen Bürgertum zum gemein- nicht zu ändern gedenken.. Dasselbe sei den samen Angriff auf die tschechische und deutsche Berrätern am deutschen Aktivismus auch von arbeitende Bevölkerung verband. Das zehnte Jahr der Republik seiat die enae Allianz der uns zugesichert. Schließlich wird man sehen, tschechischen und deutschen Besizerklasse zur Ge- wer dabei am besten fährt. Es sagt genug. Reichsgelder für eine Zeitungsforrespondenz. Weitere Berhastungen in Straßburg. Paris, 2. Jänner. Dem„ Petit Parisien" wird aus Straßburg gemeldet, daß die Polizei gestern abends auf der Straße zwei Mitglieder des Heimatbundes, den ehemaligen Offizier Die neueste Geßleraffäre. Wuerts und den Seunstmaler Solveen, der an Berlin, 2. Jänner.( Eigenbericht.) Ein Mon- der Zukunft" mitarbeitete, verhaftet hat. Sut tagbla.t teilte heute mit, daß der Reichswehr übrigen teilt das Blatt mit, daß letzterer die minister Dr. Geßler in München seit vielen Absicht gehabt habe, nächster Tage eine neue Jahren eine Zeitungskorrespondenz unterstütze, autonomistische Zeitschrift auszugeben. Seite 2 Die Aktentasche lich des wie Dienstag, 8. Jänner 1928. fie eft filingſt in Departement Nord erfolgt das gemeinsame Vorgehen der Gewerkschaften Daß diese Erklärung Murannes eine bo durch die Kommunisten gesprengt. des Bürgers Maranne.dente unerfämtheit ist, weil fie ( Von unserem französischen Berichterstatter.) recht eigentlich zugesteht, daß die erwähnten Manifestationen mit fommunistischem Gelde un= D. D. Paris, 24. Dezember. terstüßt wurden, und damit die Beteiligten diffaDas Sekretariat der Tschechoslowakischen| flüchten und sagten schließlich Rein". Sie glauben offenbar, daß sie dem gemeinsamen Bürger Maranne ist Stadtverordneter von miert, sei nur so nebenbei gejag'. Die Hauptsache Gewerkschaftsvereinigung teilt mit: Freitag, den 30. Dezember 1927, fand eine Stampf dadurch nilßen, daß fie statt gegen die Paris, Bürgermeister von Ivry und überdies ist, daß Maranne mit dieser Erklärung die EchtKommunist in hohen Würden, Schabkanzler der heit der fraglichen Attenstide anerkannt hat. Was Beratung des engeren Ausschusses der Vertreter Gegner der Sozialversicherung weiter ihre Mitfranzösischent kommunistischen Partei. allerdings schon am nächsten Tage die kommuni- der Gewerkschaftszentralen statt, und zwar der lämpfer angreifen. In der Beratung wurde bes Diesem so vielseitigen Bürger kam vor etwa stische Dumanité" nicht hinder'e, die ganze Ge- Gemeinsamen Landeszentrale ,, Tschechoslowakischer halb vom Borfißenden festgestellt, man müsse es drei Monaten eine großmächtige Aktentasche abschichte von der verlorenen Aktentasche und den Gewerkschaftsvereinigung", der Tschechoslowa bedauern, daß die Beratung ohne Ergebnis aushanden. Wie? Ob, wie bösen Zungen behaupten, fopierten Atten als einen erlogenen Polizeiromantischen Arbeitergemeinde und des Internationalen einandergehe und es möge den GewerkschaftsAllgewerkschaftlichen Verbandes. In dieser zentralen über die bisherigen Berhandlungen des im Walde von Fontaineblau, während der jugend zu erklären. liche Schazkanzler die Autodroschte auf sich warUnsere Partei fümmert sich natürlich einen Beratung jollten die Verhandlungen fortgefeßt engeren Ausschusses Bericht erstattet sowie jene ten ließ und von Liebe und Maien träumend im Pfifferling um die Erklärungen Marannes und werden, die das gemeinsame Vorgehen dieser Anträge mögen vorgelegt werden, die als GrundWalde dahinschlenderte, oder ob er in ganz pro- der Humanité", und setzt im eigenen Wirkungs Gewerkschaftszentralen zum Ziele. hatten. Die lage des gemeinsamen Borgehens bienen follten. der Entscheidung der Gewerkschafts Verhandlungen find jedoch ergebnislos ab- Rach faischer Weise die Tasche einfach in einer Auto- freise ihre Untersuchung fort. Feſtgeſtellt ist, daß geschlossen worden, da es sich klar und deutlich zentralen wird eine weitere Beratung der Berbroschte vergessen hat? die vom Genossen Fiancette gelieferten Kopien Während hierüber noch die Reporter streiten, authentisch find. Fiancette, der viele Jahre lang gezeigt hat, daß die Vertreter des Internatio- treter jener Zentralen zusammenberufen werden, ist doch schon zweifellos festgestellt, daß diese Tasche Generalsekretär der Geivertschaft der Stutscher nalen Allgewerkschaftlichen Verbandes als die welche ausbrüdlich erklären, baß fie tatsächlich eine Reihe der allerwichtigsten Atten über die und Chauffeure gewesen und derzeit Stadtverord direkten Exponenten der kommunistischen Partei das gemeinsame Borgehen wollen und daß sie feinen Frieden im Arbeiterlager wollen. Sie das gemeinsame Interesse der Sache über ihr Finanzgebarung der hiesigen kommunistischen neter von Paris und Finanzreferent des Pariser wollen unter keinen Umständen die Angriffe einseitiges eigene Interesse stellen. Wir erachten Gemeinderates ist, verdient volles Vertrauen. Er Bolle zwei Monate vergingen allerdings, hat Einsicht in die Originalakien gehabt und wir gegen die gemeinsam vorgehenden Organisationen es als nötig, die Verbände, die Gewerkschaftsohne daß sich ein Finder der Aktentasche gemeldet fönnen hinzufügen, daß neben den mit Maschinen aufgeben und wollen bloß das gemeinsame Vor- räte wie die Bertrauensleute der Gemeinsamen " Tschechoslowakische Gewerkschaftshätte. Bürger Maranne war schon ganz glüdlich, schrift gefertigten Stopien es auch noch Photogra- gehen für ihre Agitation ausnüßen. Obzwar sie Zentrale daß diefe so spurlos verschwunden sei. Aber dieses phien aller jener Aften gibt, die sich in Maran- immer von der Notwendigkeit der Einheitsfront vereinigung" aufmerksam zu machen, die RichtGlid war ihm und seiner Partei auf die Dauer nes Tasche befunden haben. Wenn nicht alle diese reden, antworteten sie jetzt, da sie vor die Frage linien abzuwarten, welche sie in der Altion zur nicht vergönnt. Atten publiziert werden, so nur, weil unsere Bar gestellt wurden, eine Hare und deutliche Antwort Abwehr der Verschlechterungen und zur Erzie Am sozialistischen Parteifongreg des Departei nicht den Spitzel der Polizei spielen will. barauf zu geben, ob sie sich auch den Bedingungen lung von Berbesserungen der Sozialversicherung tements Cote D'Or brachte ein Delegierter die Denn man braucht in den Inhalt jener Aften unterordnen wollen, welche solch einheitliches erhalten werden. Existenz von aus kommunistischer Quelle stam tasche nicht gerade genau eingeweiht zu sein, um Vorgehen unbedingt erfordert, zuletzt mit Ausmenden Dokumenten zur Sprache, die ein Zusam sich vorzustellen, daß es dort auch Aften gab, die 00000000NANGENOPO☺☺E************* Ø» ÑÛÛÜÛ° menarbeiten von Parteimitgliedern mit der kom für die Regierung besser Geheimnis bleiben. munistischen Partei beweisen. Partei enthielt. Die Nachricht fand rasche Verbreitung, so daß fich auch bald die Parteileitung mit ihr bejas fen mußte. Eine rasch durchgeführte Enquete er gab, daß es tatsächlich solche Akten gibt und daß diese einer von Maranne verlorenen Aktentasche entstammen. Die mit Maschinenschrift geschriebenen Stopien dieser Alten fieferte Genosse Fiancette der Barteileitung ab. Aus ihnen ging hervor, daß in den Verrechnungen der kommunistischen Partei unter dem Titel Subventionen" tatsächlich eine Boſt verzeichnet ist, wonach die Linke der soziali stischen Partei vom 1. Jänner bis 30. September d. J. 54.500 Fr. erhalten hätte und daß ihr gegenwärtig monatlich 4400 Frank zugewendet merden. Daß diefe Feststellung unsere Partei nicht gleichgültig laffen tonnte, ist klar. Um so mehr, als es in unserer Partei eine kleine Gruppe gibt, die stark bolfchewikenfreundlich ist und dieserhalb vielfach verdächtig erscheint. Der Führer dieser Gruppe, Maurin, wurde erst vor einigen Monaten vom Parteigericht für zwei Jahre zum Verlufte aller Parteimandate verurteilt. Das geschah, weil er in seinem Wochenblatte Etincelle" ganz nach Bolschewifenart Léon Blum beschimpft und berdächtigt hatte. ÛÛÛÛÛÛˇÛØªØØØˇˇQAPQAA Wie sollen nun 30.000 oder selbst 40.000 geworfen, woher denn die kommunistische Partei Uebrigens muß kategorisch erklärt werden. Mitglieder ein so riesiges Ausgabenbudget der das Geld zur Dedung dieser Kosten hernimmt. daß bis auf die wenigen Zahlen, die die Partei- Sentrale ertragen, während sie nicht einmal die Denn hierüber besagen die bisher veröffentlichten leitung veröffentlicht hat, alle anderen Beröffent- Stoften ihrer Provinzorganisationen decken fon- Aften gar nichts. Da aber aus der Konstruktion lichungen weder von Fiancette, noch von irgend nen? Denn die Aften verraten daß die Provinz des Budge's klar ist, daß die Kosten nicht von einem Funtionär unserer Partei sammen. Was von der Zentrale innerhalb neun Monaten einen den Beiträgen der Parteimitglieder gededi weraber nicht hindert daß alle bislang veröffentlichten Zuschuß von nicht weniger als 449.318 Fr. er den fönnen, ist die unabweisliche Folgerung, die Zahlen authentisch sind. Man darf eben nicht verhiel, wobei jedes Departement gesondert auf aus den Aften abgeleitet wird, daß das Geld geffen, daß bevor die Aften Fiancette in die gezählt ist und die Banlien von Paris und das ans Moskau berstammt. Was übrigens auch bisHände kamen, schon einige Zeit vergangen war industriereichste Departement Nord monatlich ber schon für niemanden ein Geheimnis war! und inzwischen wohl der eine oder der andere sich 7000 Fr. erhielten. Wir können übrigens sicher sein, daß für die einige Zahlen aus ihnen notieren konnte. Es ist überhaupt das Sonderbare dieser Ver- bevorstehenden Wahlen noch reichlichere Gelder Massenkarteien von unten, nach oben hin aufbaut, den, wurde dort eine Tageszeitung gegründet ein rechnung, daß sie den Beweis dafür erbringt. daß zur Verfügung stehen werden. Als im Vorjahre sich die kommunistische Partei nicht wie andere die Nachwahlen im Departement Nord stattfansondern daß gemäß dem bolſchewiſtiſchen Schema fast 90 Personen umfassendes politisches Bureau non der Bau von oben her beginnt, die ganze Partei eingerichtet und eine ungeheure Propagandatätigauf der Zen'rale basiert. Darum ist gegenüber feit entfaltet, deren Kosten zumindest eine Mil dem schmächtigen Körper der Partei die Zentrale lion Franken betrugen. Und der Erfolg? Anstatt der fortschreitenden Revolutionierung, die die so gewaltig aufgedunsen. in keinerlei Weise um den Inhalt der At'entasche. Unsere Parteileitung fümmert sich übrigens Der ist rein Sache der kommunistischen Partei. Die Untersuchung will einzig feststellen, woher die Gruppe Maurin das Geld für ihr Wochen blatt und ihre Agitation nimmt, um dementsprechend gegen Maurin und die Gruppe vorzugehen. Abgesehen von unserem Parteiintereffe ist natürlich der bisher bekannt gewordene Inhait jener Attentasche sehr bezeichnend für die kom munistische Partei und dieserhalb wohl einer näheren Betrachtung wert. Wir erfahren aus diesen Afen, daß das Ausgabenbudget der französischen kommunistischen Partei für die ersten neun Monate dieses Jahres 2,126.848 Fr. betragen hat. Wozu allerdings bemerkt werden muß, daß in diesem Kostenverseichnis von den zahlreichen Zeitungen der Pariei keine Rede ist, trotzdem ganz zweifellos die Mehrzahl von ihnen Defizite macht. Wie selbstverständlich deutete, kaum daß die Nachricht von der Maranneschen Attentasche belannt geworden war, alle Welt sofort auf Mau rin. Er meldete sich auch gleich freiivillig im Par teisekretariat und gab zu Protokoll, er hätte von Maranne telephonisch Aufklärung erbeten, und Daß eine große Partei auch große Ausgaben diefer hätte darauf folgende Aufklärung eben hat, ist nur selbstverständlich. Nun aber ist die falls telephonisch gegeben: Zum Ausdruc" französische kommunistische Partei, was die AnBinle der S. F. J. O.( Bezeichnung unserer fran- zahl der Beiträge leistenden Mitglieder betrifft, zösischen Partei) müsse keinerlei Name hinzuge alles weniger denn eine große Partei. Allerdings Set werden, weil dies nur bedeute, daß die kom- unterläß: es diese Partei je, irgendeinen Ausweis munistische Partei gewisse Summen verwendet über die Zahl ihrer Mitglieder zu veröffentlichen. babe und noch weiter verwende gelegentlich der Aber nach der Ansicht gründlicher Kenner der Manifestationen für die Einheitsfront, die in Verhältnisse dürfte diese Mitgliederzahl kaum unserer Partei vorgekommen sind, sowie gelegent- mehr als etwas über 30.000 beiragen. -W Der falsche Prinz. 54 Leben und Abenteuer. Bon Harry Domela. Das politische Personal fostet innerhalb von 3entrale nach Moskau meldete, siegten die Reak neun Monaten nicht weniger als 369.892 Fr., fonäre, die kommunistische Partei im Departe was bei den hier üblichen kleinen Bezahlungenment zerbröckelte und schleunigst ordnete Moskau der Generalsekretär der Partei erbal nur 1800 zur Strafe die Einstellung des Tageblattes an, Franken mona: lich auf ein sehr großes poli- bas, geleitet von einem sehr kleinen politischen tisches Personal hindeutet." Personal, nun ein fümmerliches Dasein als Wo chenblatt fristet. Der Vollständigtett halber wollen wir einige Haup zahlen mitteilen. Spezialfoſten der Seffio- Wußie man schon bisher, daß die kommu en 91.591 F., Reisespejen 116.163 Fr., Gene- nistischen Parteien aller Länder von Moskau fubraluntoften 121,027 Fr., Stongreffe und Konferen- ventioniert werden, so beweist die Nachläff greit en 114,434 Fr., Subventionen und Beteiligun- des Bürgermeisters Maranne, daß die französische gen( in diefer Rubrik kommen die 54.500 Fr. für kommunistische Partei sich ganz und gar auf diese die Linte unserer Partei vor) 141.017 r. Ma Subventionen aufbaut. Damit ist ihr aber jede terial für die Propaganda 85.414 Fr., Wahlen, Möglichkeit genommen. je eine Wassenpartei zu 72 367 Fr.. foloniale Arbeit 170.000 Fr., für die werden. Denn nur der langsame Aufbau von Armee 113.000 ufw. unten herauf fönnte ihr die Massen zuführen. Unter diesen Posten erwedien natürlich das größte In'eresse der reationären Presse die bei den legten, und es erhob sich auch ein lauter Ruf nach Intervention der Regierung. Tatsächlich hat Innenminister Sarraut die ganze Angelegenheit vor den Ministerra gebracht, ohne daß aber irgendein Beschluß gefaßt worden wäre. Natürlich wird auch allüberall die Frage auf Und noch eines geht aus diesen Atten llar hervor: Wenn Moskau heute die Subventionen einstellen würde, wäre es morgen mit der Herrlichkeit der französischen kommunistischen Partei vorbei. Wie lange noch werden die russischen Sowje's, die kerzergerade den Weg nach rechts zum Stapitalismus gehen, es für nötig erachten, die kommunistische Verkleidung beizubehalten? der Sonnenseite eines abgeflärien, wunschlosen meiner Anfunft unterrichtet worden waren, faßen der. Já erhielt ein Zimmer hoch oben angewieCopyright 1927 by Malik- Verlag A.-G., Berlin W. 50 Lebens. Bisher war ich in meinem Leben ein in der Halle. Ich werde einer charmanten, netten sen, mit dem Blick auf das unten liegende nächtgefchundener und bösgezauster Mensch gewesen. Frau der Gattin des Direktors, vorgestell. In liche Dorf. Die tiefe Stille ringsumher, ein sternJetzt faß ich an den Tafeln des Ueberflusses und Unterhaltung mit ihr size ich im Mittelpunkt flarer Himmel, eine Liliputbahn, die im Tale mit var glücklicher als der gich geplagte Fürst, der eines großen Streises. Um mich herum tiefes glitzernden Lichterchen daherkroch. Ich glaube zuweilen in diesen selben Räumen hier wohnte. Schweigen; alle lauschen auf meine Worte. Ich zu träumen... Ein wunderbares Schloß! Nur Das Telephon Klingelte. Der Direttor fragte bin mir der Größe des historischen Augenblids" von Zeit zu Zeit bellten im Hof einige Hunde. mich untertänigst, was ich am Abend unterneh- bewußt. Ehrfurchtsvoll wurde ich angestaunt. Sonst tiefe Stille. Alles so gespenstisch, unheim Der Salon war wirklich eines Fürsten wür- men wolle. Ich hatte nich's Bestimmtes vor. Das Auto fährt vor, das mich zur Bahnlich... Da wurde ich zum Abendessen gerufen. dig. Der Boden war mit einem bordeauxroten Ich sebe mich sofort mit dem Intendanten unse- bringen soll. Ich werfe noch einen Blick auf die Jch säuberte mich, zog mir andere Schuhe an und Teppich bedeckt. Die Wände waren hell gehalten. res Theaters in Verbindung. Königliche Hoheit prächtige Salle und auf mein Volf". Die Nell ging hinunter. Große Spiegel und ein mächtiger Marmorkamin würden dem Intendanten eine große Freude ner verbeugen sich. Der Direktor geleite mich Der Hausherr erwartete mich in der Biblioschufen einen wirklich königlichen Raum. Aus bereiten, falls Mönigliche Hoheit die Gnade haben unter vielen Bücklingen haus. Leßte Reverens thet einem in dunkler Eiche gehaltenen Raum. dem Salon ging eine Tür auf eine offene Ter- würden, heute abend in der Oper zu erscheinen.".... Das Auto faust ab." Er zeigte mir einige besonders wertvolle Bände. rasse, von der ich einen Blick über den weiten Auch gut, dachte ich, und stimmte zu. Den Tee Auf dem Bahnsteig in Eisenach werde ich Daneben lagen neuere Bücher, mein Blid fiel Platz vor dem Hotel und auf den Straßenverkehr ließ ich mir im Salon servieren. Der Diretor vom Diener des Stommerzienrates abgeholt. Er auf Nostes Buch:„ Von Stiel bis Stapp."" Ihm in der Nähe ha'te. Das Schlafzimmer mit zwei hatte es sich nicht nehmen lassen, mir Gesellschaft selbst und sein Besuch aus Amerika eine alie haben wir viel zu verdanken", sagte ich mit einem Betten machte einen traulichen Eindrut. Alle zu leisten und mich persönlich zu bedienen. Er Schulkameradin erwarten mich unten an der Hinweis auf das Buch.„ Er und Ebert sind dieMöbelstücke waren aus Mahagoniholz, die war überglüdlich. Das Telephon klingelte wieder. Sperre. Ich werde ihr vorgestellt:„ Baron von jenigen gewesen, die Deutschland 1918 vor dem Schränke in die Wände eingelassen. Als der Direk Der Direktor sprang auf und meldete, der Inten- Storff" Mrs. Harkott aus Toledo." Wir jau- Untergang gerettet haben." Der Kommerzieurat tor mich in die Zimmer geleitete, hatte er mich daut stelle mir für die Dauer meines Aufenthalten in die Nacht hinaus. Mrs. Harkott, eine etwa fah mich überrascht an, sagte jedoch nichts. Verschmunzelnd und vielsagend auf das Bild der tes die Hofloge des Herzogs zur Verfügung. Ich fünf gjährige Dame, geborene Deutsche, noch legen rückte er ein paar Bücher hin und her. Ich Kronprinzessin hingewiesen. Er hatte es mittler dankte und bemerke, daß ich von dem freundlichen auffällig jugendlich, klein und vundlich, sehr gemerkte, daß er etwas sagen wollte. jedoch wußte weile hier ins Schlafzimmer hängen lassen. Ich Auerbieten gern Gebrauch machen werde. In pflegt, mit kostbaren Brillanten an den Händen er zunächst nicht was. Ich fuhr daher fort:„ Es dankte ihm gnädigst für die Aufmerksamkeit. Ein zwischen rief ich den Kommerzienrat auf Streuz- und einen Selemmer auf der Nase, erzählte ist seit jeher meine Ansicht gewesen. daß wir pruntvolles Marmorbad ergänzte den überwälti burg an und teilte ihm mit, daß ich in Gotha sei. mir auf der Fahrt nach Streuzburg von Amerika Hohenzollern nur dann verlangen fönnen. gegenden Eindruck. Zu den Zimmern gehörte noch Wären Sie doch einige Stationen weitergefah- und dem dorigen Leben. Da wir jedoch im offe- recht beurteilt zu werden, wenn wir auch dieein Borzimmer, das als Garderoberaum gedacht ren", sagte er. Ich würde mich freuen, Sie bei nen Wagen fuhren, verstand ich nur die Hälfte. jenigen gerecht beurteilen, die nach uns gekommen war, und ein Zimmer für den Diener. Ich war mir begrüßen zu dürfen." Ich eviderte, er habe Durch ein Dörfchen geht's, vorbei an Häuschen, find, zumal sie uns vor dem Allerschlimmsten beim ficbenten Simmel! Ich mußte an Berlin zu sich doch erholen, ich ihn daher nicht stören wollen. durch deren Fenster Lampen schimmern. Dann wahrt haben. Wir können sie viel eher gerecht rüddenken, wo ich zusammen mit Wolf mi bren Sie stören mich nicht, junger Freund. Allerdings einen steilen Abhang hinauf; der Wagen hält. beurteilen als die verbissenen, durch irgendwelche nenden Augen vor den Stätten moderner Sanm erwarte ich heute den Besuch einer Jugendfreun- Licht flammt auf, ein mächtiges Tor wird auf Schicksalsschläge verbitterten Parteigänger der tunst gestanden hatte, und jetzt besaß ich es alles din aus Amerita. Falls cs Sie nicht genier, bitte geriffen, und wir fahren in den Burghof. Am Linten." Nervös trommelte der kommerzienrat selbst! Glanz, Schönheit, Rube! Es war wie ein ich Sie, noch heut herüberzukommen." Ich über- Poral empfängt uns die Dienerschaft. Aus mit den Fingern auf einem Buche herum. Noch Traum. Ich versant in all diesem Reichtumt. Es legie. Es reizte mich, die Streuzburg zu sehen. In irgendeiner Ecke des Hofes stürzt mit wildem Ge- immer sagte er nichts. Wir schwiegen beide. Dann war mir gar nicht mehr bewußt, daß mir all dies ein paar Wochen war doch alles aus! Ich sagte heul eine Hundemeute hervor. Ungefähr ein begann er:„ Ich habe dies offene Wort von nicht gehörte. Ich besaß es weil ich da war. Alles für den nächsten Zug zu. Mein kleiner Handtof Dutzend Dackel dazu ein prachtvoller Bernhar- Jhnen nicht erwartet. Ich danke Ihnen, daß Dumpfe, Finstere, Häßliche und Grausame lag fer war schnell gepackt. Nachdem ich den Tee ein- diner, mit dem ich mich bald anfreunde. Im sie es ausgesprochen haben. Ich halte Ebert für weit hinter mir. Hier in diesem Hause, wo nur genommen hatte, begab ich mich in die Halle hin- Schlosse standen überall alte Rüstungen umber. einen der anständigsten Menschen, die wir eit ganz wenige Gäste die idyllische Ruhe eines Für unter. Der Divet or begleitete mich stolz wie ein Prachtvolle Teppiche, alte Eichenmöbel, vom Al- langer Zeit im politischen Leben gesehen haben. stenhofes störten, hier wollte ich den Zustand des Triumphator. In Gotha war mittlerweile der ter dunkle Bilder. Kunstgläfer, wuchtige MachelGlücks bis zur Neige auskosten. Hier ging ich auf hohe Besuch schon befanntgeworden. Alle, die von öfen, eingelegte Tische, Stühle in gepreßtem Be Fortlegung folgt.) Dienstag, 3. Jänner 1928. Bahlaufruf der polnischen Sozialisten. Inland. Gute Zeiten für Kapitalisten. Wo bleiben die Lohnerhöhungen für die Arbeiter? In der bürgerlichen Presse befanden sich zu| zend hin. Wie ist aber demgegenüber die Lage der Seite 8. Das rufiche, Arbeiterparadies' Die ruffifche Sozialversicherung tann ihre Renten nicht zahlen. Die Breslauer Volkswacht" berichtet: Die SowjetWarschau, 2. Jänner. Die polnische sozia fistische Partei veröffentlicht einen Wahlaufruf, in dem die Anbahnung freundschaftlicher und friedlicher Beziehungen mit allen Staaten, ins besondere den benachbarten, und die Reali des Genfer Protokolls Neujahr Wirtschaftsbetrachtungen, die ungemein Arbeiterklasse? Die Preise der Lebensmittel sind Sozialversicherung sierung weds Festigung des Friedene verlangt wird. optimistisch sind und wo nicht genug von der feit Mitte 1926, der Einführung der festen Zölle rußland leidet schon seit langer Zeit an einem In innerpolitischer Beziehung wird die Gewäh- glänzenden Wirtschaftslage im Lande erzählt auf landwirtschaftliche Produkte, gestiegen, im großen Geldmittelmangel. Immer rung der vollen territorialen Autonomie für ge- werden kann. So nennt im„ Prager Tagblatt" Dezember verzeichnet der Großhandelsinder eine wieder meldet die Sowjetpresse, daß die Aus schlossen siedelnde Minderheiten( Utrainer, Li- Dr. Karl Uhlig das Wirtschaftsjahr 1927 das neuerliche Preissteigerung. Demgegenüber find zahlung von Renten nicht rechtzeitig erfolgen lauer und Weißrussen) und die volle Entwid- beste feit 1923, führt aus, daß die Aussichten die Lohnerhöhungen nur gering. In einigen fann, weil die Staffen nicht über ausreichende lungsfreiheit für die übrigen Minderheiten für 1928 durchaus günstig seien und stellt den wenigen Induſtrien, wie in der Textilindustrie, Mittel verfügen. Im„ Trub"( 28. Dezember ( Deutsche und Juden) sowie die Autonomie für Anstieg zu neuer hoher Konjunktur als wahr sind minimale Lohnerhöhungen zu verzeichnen, 1927, Nr. 295) wird zu diesem Thema folgendes bas Gebiet von Wilna verlangt wird. Die Sozia scheinlich hin. Er schreibt unter anderem:„ Wir die aber längst nicht die gestiegenen Breise wett- berichtet: Die Gouvernementstassen listen werden im fünftigen Sejm, wie der Auf- haben wieder Friedenswirtschaft mit alter Pro- machen können. Selbst da haben die Arbeiter an von Wladimir machen eine große finanruf ankündigt, die Berstaatlichung aller hiefür duftionshöhe, normaler Ausnüßung der Kapa- den Wehrgewinnen der industriellen Stonjunktur 3ielle serise durch. Es ist kein Geld zur Ausreifen Industriezweige fordern. zitäten, ruhige, lange Stonjunkturwellen, welche feinen Anteil. Es gibt aber eine ganze Reihe von zahlung von Renten vorhanden. Die Aus zahein Disponieren auf lange Sicht erlauben." Die Industrien, wir erwähnen nur den Bergbau, wo lung von Pensionen und Beihilfen wird moinoustrielle Produktion der Tschechoslowakei, die Arbeiter keine Lohnerhöhung erhalten haben, natelang verzögert. Viele Versicherte welche nach Ihlig 1920 mur 57 Brozent der und wo sich die Unternehmer sogar weigern, geraten auf diese Weise in eine außerordentliche Vorkriegszeit betragen hat, hat 1927 mit 96 Teuerungszulagen zu gewähren. Die Arbeiter Notlage. Die finanzielle Kriſe iſt dadurch hervor Prozent, von Juni bis Oktober sogar mit 102 fchaft kann daraus lernen, daß die unterneh- gerufen, daß die Wirtschaftsorgane und die BeProzent die Borkriegshöhe erreicht. Die heutige mer, wenn es ihnen noch so gut geht, und sie nachlässig entrichten. Am 1. November betrug die hörden ihre Sozialversicherungsbeiträge sehr Lage wird als unvergleichlich besser noch so große Gewinne machen, freiwillig als die der Vorjahre" geschildert. Diese auch nicht das Gerinaste hergeben, Verschuldung an die Versicherungskaffe 970.000 Konjunktur ist die beste, welche die Tschechoslo so daß sich die Arbeiterschaft alles im Kampfe Rubel, gegenwärtig hat sie bereits eine Million wake: jeit them Bestehen gehabt hat. Während Spina mit dem, was er in der erringen muß. Freilich kann dies nur mit Hilfe erreicht. Eine Reihe von Behörden Regierung geleistet hat, zufrieden ist und die Aehnlich schildert die Neue Freie starter Gewerks baf.en geschehen. Wenn daher die zahlt drei bis vier Monate teinen reiche Ernte seiner Politit preist, hält es der Vor- Presse" in ihrer weltwirtschaftlichen Rund Arbeiter im Jahre 1928 von der Konjunktur, opeten an Versicherungsbeirtägen. izende der Christlichsozialen, Pater Silgen als besonders günstig. Sie schreibt:„ Die Tschecho- len dann müssen sie ihre Gewerkschaften start schau die wirtschaftliche Lage der Tschechoslowakei die die Kapitalisten erwarten, etwas haben wol Noch immer viele Analphabeten in Rußland. reiner für angezeigt, nun einmal Wasser in ben Wein zu gießen( der blank wohl gar zu sauer lowakei hat an innerer Kapitalskra gewonnen, und kampffähig machen. Die Zerseßung, welche ben Wein zu gießen( der blank wohl gar zu sauer fie beginnt, selbst als Geldgeber aufzutreten. U n vor allem die Kommunist en in die ArbeiUn Mostan, 2. Jänner. Das zur Verbreitung wäre). Er hat ſeinem Redakteur Dr. Albrecht ein aufhaltsam vollzog sich ihr indu- terbewegung gebracht haben, hat sich an der in der Bauernschaft beſtimmte kommuniſtiſche Interview gegeben, in dem er über die keine Be- strieller Aufschwung, dem auch die Arbeiterschaft in der Strise dadurch gerächt, daß Blatt Bednota" bespricht in einem Leitartikel friedigung von der eigenen Politik sagt: deutsche Konjunktur zugute fam. Der Index der die Unternehmer die Löhne herabgefeßt haben die noch zu leiſtende schwierige Arbeit zur kultu Produktion ist seit dem Jahre 1926 von 70 auf 106 zu Ende 1927 angestiegen." Wie man sieht, stellen also jene bürgerlichen Beitungen, welche das Sprachrohr der Kapitali sten sind, die Situation der Stapitalisten als glän Hilgenreiner ist unbefriedigt und grollt seinem Zunft- und Gesinnungs genossen Šramet. ,, Befriedigt? Wenn der Schritt heute zu tun wäre, würde ich mich ebenfalls dafür entscheiden. Das sagt Ihnen alles. Und doch nicht alles. Denn befriedigt sind wir Deutschen in der Regierung gewiß nicht, das hat die scharfe und rächt sich in der Konjunktur an der Arbeiterschaft dadurch, daß; die Unternehmer mit den Löhnen nicht hinaufgehen. Diese Tatsache ist so augenfällig, daß sie ihre Wirkung auf die gesamte Arbeiterklasse nicht verfehlen wird. rellen Sebung des Dorfes und des geistigen Niveaus der Bauernschaft. Es sei zwar seit Einführung des Sowjetsystems schon viel getan worden, dennoch könne die geleistete Arbeit nur als ein Tropfen auf den heißen Stein angesehen werden. Immer noch sind 43 Prozent ewan der Männer und mehr als zwei Kritik bewiesen, die unsere Redner bei der joeben und Tausenden Menschen noch immer als Evan- Der Vizegouverneur der Nationalbant rittel der Frauen der russischen abgeführten Budgetdebatte geübt haben. Nein, be friedigt find wir durchaus nicht." Er würde es wieder tun, mag schon sein; benn was anders wollte er auch tun, um die Kongrua und die klerikale Schulre form zu erreichen; und befriedigt mag er für feine Person als katholischer Geistlicher und klerifaler Anti- Stultur- Kämpfer auch sein. Aber in der Oeffentlichkeit muß man wohl mehr der Meinung der Wähler als der eigenen Ausdruck geben und darum ist Hilgenreiner unbefriedigt. Ja, er gesteht auch ein, daß man un popu färe Gejete" habe akzeptieren müssen, so die Wehrgesete. Das klingt allerdings anders als die seinerzeitigen Lobpreisungen der Deut schen Presse" über die volksfreundlichen Wehr gefeße. Die schönste Stelle in Hilgenreiners Interview ist aber sein Urteil über die tschechi schen Klerikalen und über seinen engeren Kollegen, den Monsignore Sra met. Der Interviewer fragt, ob auch die katholische Volkspartei chauvinistisch sei, und Silgenreiner antwortet: „ Gerade diese. Man kann für nationale Gleichberechtigung bei der tschechischen SozialdemoIratie mehr Verständnis finden als bei unserer christlichen Bruderpartei um Dr. Sra met. Ob aus Grundsah, ob aus politischen Nüdsichten, in nationalen.Dingen gibt sich uns der sonst so geschickte Führer der„ Lidova strana" böllig unzugänglich. Das erschwert ja auch das Zusammengehen in fulturellen und sozialen Fragen, in denen wir doch das gleiche Programm haben." Das ist ohne Zweifel ein wertvolles Geständnis, das die flägliche Rolle der deutschen Klerikalen in der Regierung im vollsten Lichte zeigt und das man sich wird gut merken müssen! Bom Martte der öffentlichen Meinung. gelium erscheinen. Bürokratischer Stumpffinn. Schreibens untundig und der Plan, zum Zehnjahrjubiläum der Sowjetmacht das AnProzent verwirklicht werden. alphabetentum zu beseitigen, fonnte nur zu 20 20.000 schwedische Arbeiter ausgesperrt. als Advokat des Zuckerkartells. Wir haben bereits darüber berichtet, daß die dem Schlagwort Der Fiskus ein Feind der Volksfen haben, wonach die Produktion von Zuder ein In den agrarischen Blättern erscheint unter und der Tschechoslowakei ein Abkommen geschloß Zuderindustriellen von Kuba, Deutschland, Bolen wirtschaft" ein Artikel des landbundlerischen Ab geengt wird. Diese Vereinbarung hat natürlich geordneten Franz Heller. Darin regt sich der feinen anderen Sinn, als den im Sommer des Genannte darüber auf, daß die vom Arbeits- und vorigen Jahres gefallenen Weltmarktpreis für Stocholm, 2. Jänner. Heute beginnt in der Landwirtschaftsministerium geförderten straßen Buder in die Höhe zu treiben, was naturgemäß mittelschwedischen Holz- und Grubeninduſtrie die baulichen und wasserwirtschaftlichen Maßnahmen den Widerstand der Konsumenten aller Länder Aussperrung, da bis gestern Miternacht zwischen in diffamierender Weise vom Finanzministerium hervorruft. Das hat den Vizegouverneur der den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern kein erschwert, ja zunichte gemacht werden. Er spricht Tichechoslovakischen Nationalbant, den ehemaligen Einvernehmen erzielt werden konnte. Von der hiebei von„ bürokratischem Stumpf- Landwirtschaftsminister Prof. Dr. Brdlik, auf sinn" und betont die Notwendigkeit einer ver- den Blan gerufen, der in der Neujahrsnummer Aussperrung werden 20.000 Arbeiter betroffen. einfachten Verwaltung. Wörtlich schreibt Abg. Der„ Narodni Politika" die Sauarbeit leisten Heller dann folgendes: Französische Kammerwahlen am 22. April? muß, nachzuweisen, daß die tschechoslowakischen Zum Beweis dessen, will aus vielen nur ein Konsumenten durch hohe Preise noch gewinnen! Beispiel zitieren: Die Regulierung des Tham Je höher nämlich der Preis des Zuckers am Weltmühlbaches und Entwässerung des aber sein so erzählt der Herr Vizegouverneur. fien" nimmt man in offiziellen Kreiſen allgemein markte ist, desto niedriger könnte der Inlandzuk- Paris, 2. Jänner. Nach dem„ Petit Pari steiner Moores. Nach mehrjährigen Vorar- Man muß schon sagen: Da lachen sogar die Sühan, daß die französischen Kammerwahlen am beiten und nachdem das Projekt, die Kostenvoran- ner, die die Herren Zuderfabrikanten beffer ten- an, daß die französischen Kammerwahlen am schläge und sonstigen Verhältnisse sowohl von den nen als der Herr Vizegouverneur der National 22. April stattfinden werden und der zweite Technikern und Juristen des kulturtechnischen bank. Die Preise des Zuckers wurden in den Wahlgang mithin am 29. April. letzten Jahren ständig erhöht und auch jetzt trägt Bureaus des Landeskulturrates, des Landesversich das Zuderfartell mit dem Plane unter dem Aussprache Strefemann- Woldemaras. waltungsausschusses und des Landwirtschaftsmini Deckmantel von Transportkosten den Preis des steriums, geklärt, bearbeitet, geprüft und begut- Zuckers zu erhöhen. Die Zuckerfabrikanten, weit Berlin, 2. Jänner.( Eigenbericht.) Die diplo achtet wurden, die Geneigtheit zur Subventionie davon entfernt. Das Steigen der Zuderpreise auf matischen Verhandlungen, die seit längerer Zeit dem Weltmarkt und der daraus erfließenden zwischen Deutschland und Litauen geführt wurden, rung gegeben wurde, ging dasselbe an das Finanz- Mehrgewinne zur Senfung der Inlandpreise zu sind nunmehr so weit gedichen, daß die Aussprache ministerium, denn von ihm hängt es ab, ob eine veriveiden, würden in diesem Falle auch die Inzwischen Stresemann und Woldemaras, Subventionierung von Seite des Landwirtschafts landpreise erhöhen, eventuell noch mehr als im die auf litauischen Wunsch stattfindet, in der zweiministeriums erfolgen darf. Erfolgt ein Nein, so Auslande. Es heißt der Bevölkerung zentnerweise ten Jännerhälfte in Berlin stattfinden wird. Geist alle jahrelange Arbeit der betei Sand in die Augen streuen, wenn man ihr der genstand derselben sind in erster Linie wirtschaftartiges erzählt, wie es hier einer der ersten Funtliche Fragen, vor allem ein Handelsvertrag zwi ligten Faktoren für die kas gewe tionäre der Nationalbank tut. Die Herren von der schen den beiden Ländern. sen, weil eben Helotenarbeit immer von der Zu Nationalbant sollten wahrhaftig andere Sorgen stimmung des Herrn und Meisters abhängig ist. haben, als die Verteidiger der reichsten Gruppe Auch das Schicksal dieser Regulierung und Moor- von Stapitalisten zu sein. entwässerung ist in tiefes Dunkel gehüllt; jeit anderthalb Jahren ruhen die Akten trotz wiederholter schriftlicher und persönlicher Urgenzen im Schoße des Finanzministeriums und harren eines jüngsten Tages, um einer Auferstehung teilhaftig zu werden. Dies ist der Werdegang der meisten derartigen Angelegenheiten." Sorgen unserer Regierenden. Ein Verteidigungsrat". Im Laufe des Jänner werden weiterhin die Handelsvertragsverhandlungen zwischen Deutsch land und der Tschechoslowakei, die vor einiger Zeit unterbrochen worden waren, wieder aufgenommen werden. Aus den Rundfunkprogrammen. Mittwoch. Brag: 11.00-11.30 hallplattenmufit. 12.05-12.55 und 16.30-17.30 Rachmittagskonzert. 17.50-18.15, Deutsche Gnon Gefees gegen ben uniauteren Wettbewerb". 18.25-18.35 rims Dr. Lanh:" leber Berbrechen". 19 30-22.1 bor tchechifajen Philarmonic( Wagner:„ Eine Fauft 19.10-19.25 Smallplattenmufit. Stafchan: 20.00 HeberDeutsche Sendung: Bressenaarioten dann Brof. Schlittschubläufer".- Presburg: 17.30-18.30 Rongert. tragung der Offenbachschen Over Hoffmanns Erzählun gen". London: 20.45 Nicolais Oper Die lustigen Weiber von Windsor".. Paris: 21.30-23.00" Stonzert der Kompo Der Venkov" teilt mit, daß die Militärver Eines der führenden tschechischen Bürgerblätter, die Tribuna", wechselte mit dieser waltung an einem Gesetzentwurf über die VerJahreswende zum soundsovieltenmale feinen Be leidigung des Staates arbeite. Dieses Gesetz soll sizer und Herausgeber, seine Leitung und die Grundlagen zur technischen und wirtschaftlichen Vorbereitung für den Fall einer Striegsge- enbung: Lagesnenigfeilen, bierauf Arbeiterfendung: natürlich auch seine Ueberzeugung. Man kann an dem Einzelschicksal dieses jungen Blattes dent Abg. Seller stellt fest, daß durch die nicht licher als bei den älteren Gründungen beobachten, zeitgerechte Beistellung von zugesicherten Staatsfahr legen. In anderen Staaten forge für diese Dr. non mwetb, Bran: Ele artitime Sebeure wie die öffentliche Meinungsmache den finanziel beiträgen begonnene Arbeiten, weil den beteilig Organisationsarbeit ein Verteidigungsrat, dem as if hemifmenebelierturato len Transaktionen unterworfen ist. Die„ Tri- ten Genwinden oder Genossenschaften die eigenen die Minister der intereſſierten Reſſorts angehören, nach Brünn und Freßburg), Uebertragung des Konzeries buna" begann als das Blatt der tschechischen Ju- finanziellen Mittel ausgingen, halbfertig In der Tschechoslowakei besorge diese Arbeit eine Ouverture", Rifat: mazeppa", meritos: Garoib tu siaden und der tschechischen Intelligenz; sie geber- eingestellt werden mußten und das nächste besondere interministerielle Kommission für Vere Tien". Brünn: 12.15-13.15 stongeri. 18.00-18.25 dete sich oppositionell zu einer Zeit, da oppositio- Unwetter den Halbfertigen Bau zum größten Teil teidigung des Staates. Die Bildung eines Verana:„ Der Schneeschublauf, Ausrüstung und Verhalten der nelle Gesinnung unter den Tschechen Seltenheits- devastierte." wert hatte und von Smeral bis stramar alles in Uns interessiert an diesem Notschrei vor teidigungsrates sei noch eine Frage der ein Horn blies. Aber die tschechische Bourgeoisie allem das recht unverblümte Eingeständnis, daß| Zukunft. hatte für das Blatt, das ihr manchmal unange- die staatliche Bürokratie nach wie vor stärker ist Angesichts dieser Notiz muß man wirklich nehme Wahrheiten sagte, wenig übrig und die als die deutschen Regierungsparteien. Das be- sagen: Haben die Bürgerparteien keine anderen das Defizit zu decken. Dann begannen die Befiz- Gleichen" und von der Sandam Steuer- Sorgen? Brauchen wir in der Tschechoslowakei beränderungen, die nicht ganz durchsichtig find. ruder" erfährt dabei eine ganz eigentümliche nichts notwendiger als einen Verteidigungsrat? Jedenfalls war das Blatt zuleßt ein Ableger des Beleuchtung. Der gute Abg. Heller, der sich über 00 XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Večer" und stand unter der Leitung des tsche- den„ bürokratischen Stumpfsinn" so sehr giftet, Prager Kurse am 2. Jänner. chischen Agrariers Vrany. Nun wechselt es wie- wird wahrscheinlich vor Wut plaßen, wenn er nach der den Besißer und geht in die Hände eines Kon- einigen Mona'en die Wirkungen der Ver 100 holländische Gulden zerns über, der zu einem Drittel 3 uder, zum waltungsreform beobachten kann, die von 100 Meichsmart. zeiten Eisen und zum letzten Rübentap seiner Partei zur Schaden der Selbstverwal- 10 Belaas...: tal sein soll. Nova Tribuna"- heißt der Leit- tungskörper gegen den Widerstand der Opposition 100 Schweizer grants 1 Pfund Sterling artikel vom 1. Jänner; ach ja, es ist eine neue mit durchgedrückt wurde. Die Macht der staat100 Lire 1 Dollar Gesinnung, die sich vorstellt und es ist im lichen Bürofra'en wächst infolgedessen ins UnGrunde doch das alte Geschäft der be- gemessene. Der bürokratische Stumpfsinn" wird zahlten Meinungsmache, das in diesem dann noch weit größere Triumpfe feiern. Graut wie in hundert anderen Blättern betrieben wird, dem Abg. Seller nicht bald vor seiner eigenen, so die Privateigentum einiger Geschäftemacher sind verderblichen Politik? 100 französische Franis 100 Dinar. 100 Bengös.. 100 polnische Bloth. 100 Schilling. • fitionen der Breisträger im Concours muſical 1927, Buffet: 21.30-20.15 Campbelefonen aus aufweisen. Berlin: 16 Deutsche Vionicze der Naturforschuna". 21.00 Duftfalife Unterhaltung.- Leipzig: 1630-18.00 19.30 Der Einfluß Deutschlands auf das Biener Theater" Riberaefidien. 18.00-18.30 Sebetedni, 19.00-19.30 Gewohnheitsverbrecher. 19.30-20.00 Wenblungen der nor malen Buchologie". 20.15 Symphoniefongert.- Breslau: 16.30-18.00 21f- Stonzert. 18.00 Sprecherziehung". 19.00 -19.30 Bon alten deutschen Satiren- Dichtern". 20.10 Die neue Frau", ein suntgespräch. 21.10 Swe: Bund Schlüffel", Sawant. Stuttgart: 20.00 Symphoniekonzert.- n hen: 20.00 Nanon". Oper von Genée. Samburg: 19.00 Vortrag über Zimm Ströger. 19.25 Reibesübungen im faffichen Pltertum". 21.20 Orientalisches Intermezzo. Langenberg: 13 05 und 18.00 stongerte, 20.10 Stammerfonsert. 20.40 Der tote Gaft", eine mystisch- beitere Begebengeit.- Röntgsberg: 16.30 und 20.05 Konzerte. Grantfurt: 18.30 Üebertragung aus dem Opernhaus Carmen", Oper von Bizet. Wien: 11.00 und 16.15 Stonzerte. 17.00 Märchen, 18.00 Norwegische Boltslieder. 20.30 Josef Sains- Feier.- Mom: 20.45 Großes Instru mentalfonzert Mailand: 21.00 tt: bertragung aus einem Theater. Reapel: 21.30 Uebertragung aus einem Thea 879.871/ 2 te Warschau: 19.30 Uebertragung aus Stattowiy. Berbis 478.15" Aida", Gelb Ware 1861.50 1867.50 S03 80 807.30 470.50 478.50 650.20 658.20 164.18 165.88 177.72% 179.12 88.60 38.90 188 48 182.28 59.34 589.05 876.87% 475.15 59.84 592.05 Belt: 4 Tagesneuigkeiten. Die ihr Herz in Prag verloren haben.. Kramars Herzenstroft. Was hat Ihnen nicht gefallen? der durchaus vertrauenerivedend aussah wahr bavon, Das Begräbnis des Abgeordneten Zalobin fand Sonntag, den 1. Jänner unter starter Beteiligung der Bevölkerung und zahlreicher offiziel ler Persönlichkeiten in Binné bei Ungvar statt. in der Frage, wer den Mord verübte, wurden bisher keine neuen Details zutage gefördert. Zeit die fettinet aatsanwaltschaft. Be Ein mysteriöser Selbstutord beschäftigt zur fanutlich wurde am 17. Dezember auf der Mole im Hafen von Saßnis eine Aktentasche ge funden, die ein Schreiben des Schriftstellers Ehrat aus Dortmund enthielt, nach dem seine Dienstag, 3. Jänner 1928. Regierungsjournalist um einen Beitrag zu der zur Arbeit gehenden Arbeitern bier Zigeuner er- I Dorfrichters nicht einig werden. Das Gauomt in Rundfrage erfuchte, was er dem Staat, der Re- froren aufgefunden wurden. Vier weitere Zigeuner Svolen hat daher die Gemeindevertretung aufgelöst gierung und der Bevölkerung zum Neuen Jahre Tagen bewußtlos im Schnee. Die Polizei sorgte und die Ernennung eines Regierungskommissärs bei wünsche. Statt der erwarteten langatmigen Epistel für die Unterbringung der Verunglüäten im den zuständigen Behörden beantragt. erflärie Bechyně dem verduzten Journalisten, er strankenhause. wünsche dem Staat eine bessere ReVerwegener Banfraub. In einer Bank in gierung, der Regierung mehr Berberg wird gemeldet: Am Neujahrstag spielten Raub verübt, bei dem die Bank um 80.000 Vier Kinder auf einer Eisscholle. Aus Nürn- Chicago wurde ein verwegener und origineller In den„ Narodni Lifty" veröffentlicht eine stand und der Bevölkerung, solange die mehrere Kinder auf dem Eise der Rodach. Es Dollar gebracht wurde. Sechs Räuber hielten feit Frau Sisová, die eine Art tschechische Schalet ersten beiden Wünsche nicht in Erfüllung gingen, löfte fich eine Eisscholle, die mit vier Mädchen Freitag abends den Kaffier der Bank in seiner zu sein scheint, das Ergebnis einer Rundfrage, einen guten Dagen.- Ueberflüssig zu auf ein Wehr zutrieb. Ein Sind konnte noch recht- eigenen Wohnung gefangen und in den frühen die sie an französische Schriftsteller gerichtet hat. bemerken, daß diese Antwort des Genossen Bezeitig ans Land gerissen werden, ein zweites Worgenstunden zwangen ihn die Räuber, fie in Es sind Schriftsteller und Publizisten verschleschyně in der Rundfrage nicht vertreten war. wurde von einer Frau. aus dem Wehr gezogen, die Baut zu schaffen. Als sich dann vor Beginn dener Qualität, mit gutem, schlechtem und mit Die Strumpfsymphonic". Von der be- während die beiden anderen Mädchen im Alter der Amtsstunden die Türen, die zu den Geld gar feinem Ruf, eine gemischte Gesellschaft, an rühmten Tüce des Objekts gibt folgendes Ge- von sechs und neun Jahren ertranfen. Die Leichen schränken führen, automatisch öffneten, muße der die Frau Sisová folgende Fragen stellt: schichtechen wieder einmal schmerzliche Stunde. fonuient bisher nicht geborgen werden. Warum tamen Sie in die Tschechoslowakei? Saben einer Kathedrale eine Aufführung der neuesten Eine englische Grammophongesellschaft hatte in Raffier den Räubern das in denselben befindliche 3wei Kinder überfahren. Dienstag, um Bargeld ausfolgen. Sierauf fesselten die Räuber Sie eine liebe Erinnerung mitgenommen und welSymphonie des französischen Komponisten Cesar 5 Uhr nachmittags, fuhr der Chauffeur Freisben Raffier an den Seffel und flüchteten im then Eindruck hat unser Land auf Sie gemacht? Fran& mit aller Sorgfalt vorbereitet, und war eben in Prag Košir in zwei Kinder hinein, Automobil. die gerade die Fahrbahn überschritten, riß sie zu im Begriff, das Wert auf die Grammophon Boden und überfuhr fie. Der sechsjährige Wenzel der in der Nacht zum Sonnabend auf einen Indu Einen tragischen Ausgang nahm ein leberfall, Nun fie kamen aus verschiedenen Gründen, platte zu bringen. Alles ging gut und die mühe myfo erlag furz nach seiner Ueberführung striellen, der mit seiner Frau und seinem Rinde im jedenfalls keiner in der ursprünglichen Absicht, felige Arbeit verhieß ein glückliches Ende, da fuhr ins Krankenhaus seinen Verlegungen; auch an Auto von Paris nach Hause fuhr, auf der Landin den„ När. Listy" als Animiermädchen des ra- ein beses Teufelein drei. Nach dem ersten Sah þið alternden fichechischen Nationalismus zu fun- der Symphonic tritt eine feierliche Pause ein. dem Aufkommen des zweiten Kindes, des achtstraße stischen Paris und Meaux verübt wurde. gieren. Gefallen hat ihnen natürlich eine Menge Sie hat zehn Tafte zu dauern. Da, mitten im jährigen Georg Blasat, wird gezweifelt. Der Eine auf der Landstraße errichtete Barrikade vervon der Prager Kleinseite und dem Hradschin feierlichen Schweigen hörte man e'n Geräusch, Chauffeur redete sich aus, daß ihm die Kinder sperrte deni Auto den Weg, und ein mastierter Hän an bis zu den Prager Semmeln und zum Pilf ein Flüstern, dem man zunächst feine Bedeutung direkt in den Weg liefen, als er einem Kohlenber stürzte sich mit erhobenem Revolver auf den Inner Bier. Je nach dem Temperament, das im beilegte. Die Symphonie ging weiter und als fuhrwerk vorfuhr. Nach der Aussage eines Zeugen dustriellen. Dieser warf seine Brieftasche dem Anallgemeinen aber doch mehr stürmisch und pathe- alles fertig war, nahm man, nur der Form hal hat das Unglüd jedoch der Chauffeur verschuldet, greifer vor die Füße, und als der Räuber sich danach tisch als ruhig ist, und je nach dem Grade ihrer ber, no mals eine Prüfung der Platte vor. Aber der auf der falfchen Seite mit übermäßiger Schnel büdte, gab der Ueberfallene einen Revolverschuß auf Intelligenz faffen sich die Freunde der Sisová o Schred, genau nach dem Ende des ersten Mufit ligkeit fuhr und kein Warnungszeichen gab. Der ihn ab, der aber sein Ziel verfehlte. Mit größter ( Sie läßt am Anfang eines jeden Briefes pein- jages, mitten in der feierlichen Bause, hörte man Chauffeur, dem der Führerschein abgenommen altblütigkeit stredte darauf der lich das französische Madame" stehen) verschie deutlich die Frage:„ Sagen Sie, meine Liebe, wo wurde, wurde verhaftet und das Auto beschlag Räuber den Industriellen mit einer den. Dem einen war es eines der schönsten Er- faufen Sie ihre Strümpfe?" Durch einen akus Sugel nieder und verschwand in der Dunkelheit. lebnisse, im Lande Kramars gewefen zu sein, die stischen Zufall war die Stimme. einer Frau, die Es gelang der Frau des Toten, das Automobil bis andere meint gar, daß die Tschechoslowakei über sich in der Kirche befand, von dem überaus zum nächsten Dorf zu lenken. Dort brach sie ohne. alle anderen ein fultivierter und sehr intellet empfindlichen Mitrophon aufgefangen worden. mächtig zusammen. tueller Staat" fei. Die Frage war so leise geflüstert worden, daß fie. Aehnlich ist es mit den Rundgebungen des wenige Zoll von der Sprecherin entfernt, schon Mißfallens; der einen behagte es nicht, daß zu nicht mehr zu hören war. Aber das Mikrophon wenig Bankerin in Prag stehen, und daß die hatte sie auf die Platte gebannt und so Brand der Rufjenkirche in Wien. Die in den Taxis zu teuer sind, dem andern wieder erscheint war die Arbeit von Tagen und die ganze Striegsjahren als Nottirche erbaute sogenannte es frevelhaft etwas auszusetzen, er hat nichts ge- Aufnahme vergeblich gewesen. Noch blieb Ruſsentirche, ein Holzbau im 11. Wiener Bezirke, junden, was ihm nicht gefiele, denn er liebt die die Hoffnung, daß das Grammophonist Montag vormittags durch einen Brand fast Frau im Walde bei Saßniz Selbstmord begangen Tschechoslowakei aus ganzem Herzen. Mehr fran- wachs den Eindrud nicht aufgenommen habe, vollständig eingeäschert worden. Nur die wertvolle habe. Um ihre Qualen abzufürzen, habe er ihr zösisch sollten die Tschechen lernen oder doch rus- aber auch diese Hoffnung trog: flax und deutlich Orgel fonnte gerettet werden. Den übermensch den Gnadenschuß gegeben. Er selbst wolle fid) auf fisch, heißt es dann wieder, denn dem Herrn Lu- gab der Apparat die ominösen Worte wieder. lichen Anstrengungen der von Polizei- und Milider Mole durch eine Stugel töten und sich zugleich dovic Naudeau ist es passiert, daß ein Tscheche, schaft Cesar Frands nenes Werk nur noch die ten ist es gelungen, das in unmittelbarer Nähe von der Staatsanwaltschaft Baden- Baden einge dovic Naudeau ist es passiert, daß ein Tscheche, Seitdem nennt man in der Grammophongefell tavabteilungen unterstützten Feuerwehrmannschaf ins Meer stürzen. Juzwischen ist nun ein Brief scheinlich wie jenes Viergesicht, das in der glei"„ Strumpfsymphonie". sich befindliche Karmelitenkloster vor einem leber- gangen, den Ehrat an diese gerichtet hatte. Darin chen Folge des Kramařblattes das Autliz der Weihnachten in Zahlen. In London find greifen des Brandes zu retten. teilt er als die Ursache des Doppeiselbstmordes Ration repräsentiert ihm auf eine russische nach vorsichtigen Schäßungen in den Weihnachtszweihundertzehn Millionen Ein Haus in die Luft geflogen. Infolge Ent. mit, daß Berleumdungen eines Be. Anrede- deutsch antwortete. Das kommt eben angen vorlauft woorden, das find faft breißig weichens von Gas erfolgie in einem Wohnhause Lannten, die gegen ihn in seiner Eigenſchaft von, baß die Deutschen in Brag franzöſiſch Stück auf den Stopf der Londoner Bevölkerung, in Hamilton( Schottland) eine plötzliche Explosion. als Leiter der astrologiſchen Geſellſchaft in Dori reden müssen, um eine deutsche Antwort zu erwobei die Säuglinge mitgerechnet sind, die nach Das Dach und die Mauern des Hauses stürzten und gerichtet varen, ihn geseli ſch a ft li ch halten! Herrn Naudeau war es peinlich, mit einem Angehörigen einer befreundeten Nation solchen Nahrungsmitteln noch lein Verlangen in wenigen Sekunden zusammen. Wir durch ein und wirtschaftlich ruiniert hätten. tragen. In einem einzigen aroßen Geschäft wur- Wunder gelang es, aus den Trümmern des Auch von Fran Ehrat lag ein Schreiben bei, in deutsch reden zu müssen und man begreift seinen den am Mittwoch vor machten 6.222.600 Sauses 25 Jawohner lebend hervorzuziehen. Nur dem fie der Staatsanwaltschaft the Einverständnis Schmerz ebenso wie die Freude aller braven Na- spanishe und fast hunderttausend palästinische einige von ihnen zeigten Verlegungen. Bei den mit dem freiwilligen Tod mitteilt. Die Leichen tionaldemokraten bei der Lektüre des Geständnis rangen verkauft. Auch sonst haben die Zon- Rettungsarbeiten wurden drei Feuerwehrleute der Selbstmörder sind bisher noch nicht gefunden ses. Also Tschechen lernt russisch, ihr fönnt nicht Soner Geschäftsleute keine schlechten Geschäfte ge- schwer verletzt. worden, es ist möglich, daß sie vom Schnee verwissen, wann und wie ihr es einmal braucht! macht. Die riesigen Warenhäuser und Lurus Alloholvergiftungen in der New Yorker Silschüttet oder von den Wellen der Oitsee fortges Nur eine Antwort wird Herrn Stramar geschäfte in den herrlichen, lichterfüllten Ge- vefternacht. Nach einer Meldung der Chicago trieben sind. und seine Schäflein tief geschmerzt haben. Herr fchäftsstraßen der Stadt hatten Tag und Nacht Tribune" aus New York sind dort fünf Personen Auto gegen Chausseebaum. Auf der Chaussee Buchaire meint und man traut feinen zu tun. Freitag gingen durch eines dieser großen infolge Genusses verfälschter alkoholischer Ge- Berlin- Magdeburg fuhr am Neujahrsmorgen Augen nicht, wenn man es an diesem Orte lieft: Warenhäuser shindlich funfundzwanzigtausend tränke gelegentlich der Neujahrsfeierlichkeiten ge- ein mit fünf Personen besetter Straftwagen gegen ,, Sie verlangen, daß ich ihnen den Schatten Menschen, die am letzten Tage Weihnachtsgestorben. Eine ganze Reihe weiterer Personen einen Baum. Die Insassen wurden auf die auf dem Bilde zeige nun, hier ist er: esschente einkaufen wollten. Es wurden auf den mußten ins Stranfenhaus eingeliefert werden; da- Chaussee geschleudert. Ein Grenadier vom Reichsist das die Politit der Entdeutschung, Kopf der Londoner Bevölkerung auch hier von sind im Laufe der Nacht weitere nenn Ber- wehrregiment in Potsdam und seine Schwester welche mir allzu start durchgeführt zu wieder die Babys mitgerechnet für fünf eng fonen gestorben. aus Magdeburg waren fofort tot. Der Chauffeur werden scheint." lische Pfund, das sind hundertfiebzig Schilling, Das Auto im Wirtshausfenster. In der und zwei milfahrende Damen, sämtlich Das schmerzt, wenn es aus Freundesmunde eihnachtsgeschenke eingekauft. Aber da sind Neujahrsnacht fuhr ein Auto- Omnibus, dessen Magdeburg, wurden schwer vericht. Das Auto fommi! 3war meint Luchaire, diese Politik sei nicht nur die Babies zu Ünrecht mitgerechnet. on- Führer einer Krafidroschte ausweichen wollte, in wurde vollkommen zertrümmert. verständlich durch den jahrhundertelangen ,, ger- dern auch die ungeheuren Maffen der Arbeits das Schaufenster einer Gastwirtschaft in der manischen Drud" auf die Tschechen; aber dira- losen, denen es im reichen England nicht beffer Samburger Wilhelminenstraße hinein und wurde mak weiß, daß es mit diesem Drud, der habs- geht als im armen Desterreich, und die Millionen erst durch den zwischen dem Schaufenster befind burgisch und nicht germanisch war und manch Verdienst in der teuren Stadt laum für Woh eiserner rtäger bildet, aufgehalten. Von den von Arbeitern und Arbeiterfrauen. deren farger lichen Mittelpfeiler, dessen Kern ein schwerer mal auch einem träftigen tschechisch- habsburgi nung, Kleidung und Nahrung reicht und für zahlreichen Gästen in der Wirtschaft erlitten sechs schen Gegendrud wich, seinen Haken hat und wird Weihnachtsgeschenfe, für Festfreude und Feiern mehr oder weniger schwere Berlegungen. Zwei fich darum doch ärgern. Man soll auch gute Freunde nicht befragen, denkt, dann erkennt man erft, welch ungeheurer Berletzungen dem Hospital zugeführt werden. nur sehr wenig übrigläßt. Wenn man das be- Frauen mußten mit Bein, Kopf- und inneren wie es ihnen bei uns gefallen hat. Die meisten Luxus von einigen zehntausenden Menschen, für nehmen es wohl leicht und spenden dem größten die in einigen gepflegten Geschäftsf raßen. deren Tier Kinder verbrannt. Auf einer Farm bei Slawen den Herzenstrost, den er in schweren Bei- Namen in der ganzen Welt berühmt find, die Huddersfield( Grafschaft Jort) sind am Neujahrs Der Berliner Striminalpolizei ist es gelungen, den in ten fo nötig hat, aber mancher sah doch genauer wunderbarsten Dinge aus aller Welt zusammen tag früh vier Kinder im Alter von vier bis ficb- der Nach: zum 12. Degentber veribbten lle berfall hin und bemerkte die Butter unter der phrygi- getragen wurden, getrieben wird. Dranken im zehn Jahren verbrannt. Das älteste Mädchen auf den Kassierer des Dekonomiebetriebes bes schen müße, mit der man nicht vor Franzosen vornehmen Viertel. in Westen, haben sich die hatte ich gerettet, war aber in das brennende Berliner Zoologischen Gartens, wobei den Räubern spazieren soll. Ein Tropfen Wermuth aber ver- Tische unter der Last der Geschenke gebogen. Die Haus zurückgekehrt, um die drei jüngeren Kinder 30.000 Mart in die Hände fielen, aufzuklären. Als gällt einem dann die Freude an soviel schönen Millionen der Armen haben nur eine der Weihu bergen. der Tat bzw. der Beihilfe dringend verdächtig sind Süßigkeiten. nachtssitten ganz befolgen können: man schidt in Ausschreitungen im englischen Truppens ein 34jähriger Chauffeur Emil Roloff, ein 27 Jahre England allen Bekannten Weihnachtskarten. Das übungslager. Daily Mail" zufolge tam es am after Arbeiter" Friedrich Werner und dessen 32jäh Die Sklavenschande von Sierra Leone. Londoner Bostamt allein, neben dem es noch eine 31. Dezember abends auf dem Uebungsplan rige Freundin, die Schneiderin Sophie Aubel festgroße Zahl von Filialämtern gibt, hat in der Aldershot zu erheblichen Ausschreitungen von genommen worden. Gin dritter Beteiligter, ein geEndlich 215.000 Slaven freigelassen. Weihnachtswoche hundertzwanzig Millionen Soldaten, die einen von der Polizei verhafteten wisser Walter Thiemer, wird noch gesucht. Die FestLondon, 2. Jänner. In dem britischen Pro Briefe und Katten befördert, sechzehn auf den und in die Polizeistation gebrachten Kameraden genommenen sind vielfach vorbestraft und haben in teftorat Sierra Leone, das nordwestlichste Stopf der Bevölkerung. gewaltsam befreien wollten. Die herbeigerufenen der Zeit nach dem Ueberfall in Lokalen auffallend Küstenland von Oberguinea, sind mit gestrigem Ein schweres Grubenunglüc ereignete sich Bolizeiverstärkungen zogen einen Kordon um die biel Geld ausgegeben; sie führten Bündel von GeldTage 215.000 Sklaven freigelassen worden auf auf der Kontordia- Grube in Ober- Polizeiwache. Als es gelungen war, die Soldaten scheinen bei sich. Die Schneiderin Aubel, die in ihren Grund eines Verordnung, die, wie seinerzeit gefchlesien. Eine Schremm- Maschine tam aus zur Rüdkehr nach. den Kasernen zu veranlassen, reisen den Spisnamen„ Ilse" führt, hatte sich einen meldet, im September vom gefeßgebenden dat bisher noch nicht geklärter Ursache auf der Steil erneuerten sich dort die Ausschreitungen. Eine neuen Persianermantel angeschafft und trug auch in Sierra Leone auf Anweisung des britischen sole ins Rutschen und riß mehrere Bergarbeiter Anzahl Fensterscheiben wurde zerschlagen und einen großen Brillantving. Roloff soll die Räuber Kolonialamtes beschlossen worden war. mit sich. Ein Häuer und ein Füller anderer Materialschaden verursacht. Die Militär- im Auto zum Tatort und von dort zurückgefahren wurden sofort getötet; ein drifter behörden haben eine Untersuchung angeordnet. haben; der Raub soll von Werner und Thiemer ausEinmal Franzöfifches nach tschechoslowalischem Bergarbeiter liegt mit so schweren Ver Wieder ein Militärdienstverweigerer. In den geb: worden sein, während die Aubel der Hehlerei Muster. Aus Paris wird gemeldet: Stürzlich letzungen darnieder, daß an seinem Austom- letzten Tagen fand beim Divisionsgericht in beschuldigt wird. Es soll sich bei den Verhafteten, waren hier Gerüchte verbreitet, der Scharf- men gezweifelt wird.. Brünn die Verhandlung gegen Alois Riesner die übrigens die Tat bestreiten, um frühere Angerichter von Frankreich, Deibler, habe demissio- 150 Verletzte bei einem Zusammenstoß. Bei statt, der wegen Militärdienstverweigerung ange- stellte des Berliner Zoo handeln. niert. Das Justizministerium dementierte die einem in Chicago erfolgten Zusammenstoße lagt war. Obwohl das Gericht das Motiv der Nachrichten, die die Anmeldung einer großen eines elektrischen Zuges mit einem in der Station Ermäßigung des Telephonabonnements.( Anit Zahl von kandidaten zur Folge batten. itehenden Zuge trugen 25 Personen ernstliche VerUnter diesen gibt es drei Ingenieure, einen Rechts- leßungen und gegen 150 Personen Quetschungen aus Schweres Anteunglüid bei Mastna. In den Morgenstunden des Neujahrstages ereignete jä einige Stilometer vor der Stad: Mantua ein Männern, die die Neujahrsnach: auf den Lande schweres Automobilunglüc. Ein Automobil mit fünf verbracht hatten und nach der Stadt zurückkehrten, fürzte in eine Grube. Vier Insassen wurden auf verletzt. der Stelle getötet, auch der Chauffeur wurde föblich Der Kaffenraub in Berliner 300 aufgeklärt. Dienstverweigerung aus Gewissensgründen an- lich.) Das. Ministerium für Post- und Telegraphenerkannte, wurde Riesner zu einer Sterkerstrafe von wesen hat mit Gültigkeit vom 1. April 1923 eine achtzehn Monaten verurteilt. Der Verteidiger Dr. neue ermäßigte Gebührenklasse D eingeführt, ist anwalt, einen früheren Bormeister und einen davon. Groag meldete Nichtigkeitsbeschwerde und Be- die jene Telephon- Abonnementsstationen der I. bis taubstummen Friseur. Deibler hat aber nicht auf Schiffbruch auf dem Schwarzen Meer. Nach rufung an. seinen Bosten verzichtet, sondern nur eine Geseiner Meldung aus Konstanza wütet auf dem III. Neggruppe eingereiht werden, von denen aus Alfoholvergiftung. Aus Winnipeg( Sa- durchschnittlich täglich höchstens viermal gerufen haltsaufbesserung verlangt. Da der französische Schwarzen Meere ein heftiger Sturm. Der italie- nada) wird gemeldet: Bei einem An- wird, sowie sämtliche Abonnementsstationen der IV. Staat auf seine wertvolle Tätigkeit nicht verzichten nifche Betroleumdampfer Slituno" ist bei Sabla laß des Weihnachtsabends wurden in einen bis VII. Netzgruppe. Da die Verrechnung der er Effen aus will, wird er das geforderte Geld sicher befommen. gescheitert. Die Besatzung von 36 Mann wurde ge- Pensionat elf Personen durch giftige geistige mäßigten Gebühren vom 1. April 1928 an in den Das stimmt! Das Abendblait des Pravo reitet, das Schiff jedoch ist verloren, da es vi- Getränke vergiftet. Vidu", das seit gestern in vergrößertem Format schen den Slippen in zwei Zeile geriffen wurde. anfangs Jänner 1928 ausgegebenen Rechnungen Schwierigkeiten bereitet, wird eine eventuelle Ueber erfcheint, bringi eine gelungene. Aeußerung des Vier Zigeuner erfrore. Aus Bieliz wird zahlung in den Rechnungen für das zweite HalbGenossen Bed) yně, den furz vor Neujahr ein gemeldet, daß im nahen Pawlowiger Walde von johr d. 3. gutgeschrieben werden. Ein Regierungsvertreter für ein slowakisches Dorf. Die politischen Parteien der Gemeinde Tisovec ( Stomitat Gömör) konnten sich über die Person des Dienstag, 3. Jänner 1928. Quellen der Technik: Vom Stein zum Eiſen. Genosse Heinrich Cunow hat im„ Bücherkreis" ein Werk über Technik und Wirtschaft des europäischen Urmenschen" erscheinen laffen. Dieses Werk, das in volkstümlicher Sprache abgefaßt wurde, berücksichtigt die von demselben Werfasser in den Jahren 1911/12 herausgegebene Arbeit„ Die Technik der Urzeit". geht dann aber weit über das damals Gebotene hin. aus und verarbeitet die neuesten Forschungen, so daß ein völlig neues Werk entstand. Für den heutigen Menschen, der sich langjam daran gewöhnt hat, technische Dinge als etwas Selbstverständliches zu betrachten, hat diese Arbeit einen ganz besonderen Reiz, zeigt sie doch, wie unendlich langfam, wie unjäglich träge die technische Entwicklung in der vorgeschicht lichen Zeit war. Das, was heute der Mensch in seinem furzen Erdenwallen begreifen und beherrschen lernt, ist das Produkt einer Kultur von ungezählten Jahrtausenden. Wir werden durch Cunows Buch hingeführt zu den Quellen der menschlidhen Kultur, wir lernen auch den heutigen Wilden" mit anderen Augen sehen, wir lernen ihn wie auch den europäischen Urmenschen als ein Wesen von hoher Intelligenz begreifen. Wir geben im folgenden Abschnitte aus dem Buch, die so aus. gewählt sind, daß sie im Zusammenhang einen vollkommenen leberblick der technischen Entwicklung von der Stein, zur Eisenzeit wiedergeben. Die Redaktion. Die Steintechnit der Urzeit. Es hat einen ganz eigenartigen Reiz, dem Entwic fungsgang der Steinschlag und Steinschleif. funft nachzuspüren und im einzelnen zu beobachten, wie im Laufe der Jahrhunderttausende der aus dem Geröllschutt auf. gelesene austein zum wohlgeformten, ge.. fchliffenen und durchbohrten Steinhammer ued Steinbell wird. Besteht zunächst die ganze Steinschlagtunft nur im Aufeinanderschlagen verschiedener Feuer stein oder Quarzitstücke und im Heraussuchen der am besten in die Fauft passenden Hau- und Keilsteine aus dem Haufen der Bruchstücke, so wird nach und nach die Schlagarbeit immer sielbewußter und tunstgerechter. Durch fleine Seitenhiebe gegen den Rand der aufgelesenen flachen Teilstücke werden verschiedenartige Randschärfungen hergestellt und dann durch forgfältige Bertikalschläge unter Berücksichtigung der Struttur verhältnisse des betreffenden Steinmaterials und feiner Neigung, in gewiffer Richtung abzufpließen, auch allerlei dem besonderen Gebrauchszweck angepaßte Werkzeugformen her. ausgearbeitet. Auf höherer Stufe, bei Bölfern, die bereits in der Anfertigung von Meißeln aus Horn, Knochen oder zähem Gestein eine gewisse Geschicklichkeit erlangt haben, werden häufig nur die gröberen Abspließungen durch Stein. fchläge hergestellt, die feineren durch Druck. Man ver. wendet zu diesem Zweck meist in Horn oder Holz ge faßte Meißel von einem halben bis zu einem Fuß Länge, beren oberes Stielende abgerundet oder gebogen ist, so daß man den Druck durch das Gegenstemmen der Schulter zu ver Stärken vermag. Diesen unten abgerundeten, aber scharftantigen Meißelstab leht man an der Stelle auf das zuge schlagene, mit der linken Hand festgehaltene Steinstück, wo man einen Steinspan abipließen möchte, und drückt nun mit der Hand, nötigenfalls auch mit der Schulter und der Brust so start gegen den Meißel, bis der Steinspan absplittert. Selt fam erscheint uns heute, wie spät der europäische Mensch dazu gelangt ist, feine Steinhämmer. Steinklingen und Steinmeffer abzuschleifen. Die feinen Werkzeuge der Solutréen und Wagdalénientu! tur*) be zeugen eine jo hohe Entwicklung der Steinschlagtechnik, daß es uns rätselhaft dünkt, Menschen, die eine solche Fähigkeit erlangt hatten, sollten noch nicht darauf verfallen sein, die rauhe Außenseite ihrer Steinwerkzeuge durch einfaches Scheuern und Reiben auf förnigem Gestein zu glätten, zumal der hierzu besonders geeignete Sandstein fast überall in Mitteleuropa zu finden ist. Und doch ist es so bisher find unter den Steinwertzeugen der Diluvial. zeit teine geschliffenen Werkstücke auf. gefunden. Vom Stein zum Kupfer. Als darauf allmählich wahrscheinlich schon um die Mitte des dritten Jahrtausends vor unserer Zeitrechnungdie ersten Kupfergeräte nach Süd- und Mitteleuropa gelangten, taten sie zunächst der einheimischen Steintechnik nur geringen Abbruch. Die höchstwahrscheinlich teils von Border asien auf dem Handelswege über das Schwarze Meer und die Donau, teils von Cypern über Kreta und die Gestade des Mittelländischen Meeres in Witteleuropa eingeführten Kupfergeräte waren wenig zahlreich und bestanden zumeist nur aus Dolchen, Meifern und friemen, besonders aber auch aus spiralförmigen Arm- und Fingerringen, eftnadeln, Halsgehängen und sonstigen fleinen Zieraten. Kupferne Beile Diese Beiten finb nach Fundorten von besonders charakteristischen Wert seugen ufm, benannt. Magbalenienzeit nady La Madeleine im Dordogne De cartement, Solutréenzeit naa) Solut.é im Derart Saône- et- Loire( Frankreich). Gerichtssaal. Hat er das Gelb veruntreut? 10 Dänische Beile und Hammeräxte aus dem Ende der Steinzeit Wie man den Faustkeil handhabte Bronzene Schwerter und Zierate aus der jüngeren Pfahlbauzeit Steinbohrmaschine aus der vorgeschichtlichen Zeit -1 und Hämmer scheinen nur spärlich nach Mitteleuropa gelangt zu fein vielleicht weil vorerst noch dessen Bewohnern die alten geschliffenen Steinhämmer und Aerte genügten. In Mitteleuropa ist jedenfalls, wie heute noch als sicher gelten fann, die Kupfertechnik nicht felb ständig auf heimischem Boden entstanden. Nachdem aber der Pfahl baumensch die Verwertbarkeit des rotblinkenden Metalls erkannt und von dem Schmelzen des Kupfers in tleinen Ton gefäßen erfahren hatte, ging er alsbald zu eigener Herstellung von fupfernen Geräten über. Die frühzeitige Entstehung einer eigenen bodenständigen Kupfertechnik in Mitteleuropa erklärt zugleich, weshalb sich die Kupferwerkzeuge so eng in ihrer Form an die Stein Belte 5. formen jener Zeit anlehnen. Man hat einfach, wo man zum Kupferguß überging, die gewohnten Formen Ber neolithichen Dolch und Beitklingen, Meißel, Pfriemen, Wesse: ufw nad geahmt. Selbst die bisherigen Formen der Knochenpfeilspigen, der tnöchernen Röhrenperlen, der Schmudgehänge wurden nun ohne weiteres in Rupfer nachgebildet. Dit stößt man auf die Borstellung, als fei nach dem Uebergang zur Metalltechnik die alte Steinkultur schnell in Berfall geraten. Alle wich, tigeren Arbeitsgeräte wärer. nun alsbald aus Metall, zu nächst aus Kupfer und Bronze, hergestell: worden. Das ist eine ganz irrige Auffassung. Die einheimisce Kupferausbeute war viel zu spärlich und die Zufuhr aus dem Südosten zu gering, als daß die Kupferverarbeitung jofort eine größere fulturelle Bedeutung zu erlangen vermochte. Es fann deshalb auch von einer allgemeinen Kupferzeit" in Europa nicht gesprochen werden. Zwar find nach Nord. deutschland, Dänemark, Westfrankreich), Belgien ebenfalls auf dem Handelswege Kupfergeräte gelangt; aber eine eigentliche einheimische Kupferfultur hat sich in diesen Gebieten nicht entwickelt. Vom Kupfer zur Bronze. Und wie einst die überlieferten Formen der Steinwert. zeuge der neuen Kupferindustrie als Modell gedient hatten, so hielten sich nun auch wieder die Bronzegießer an die alt gewohnten Formen. Dort, wo die Kupfertechnik Bedeutung erlangt hatte, wurden die neuen Bronzegeräte ein. fach den früheren Kupfergeräten nachgebildet, während in jenen Gegenden, wo die Bewohner aus irgendwelchen Gründen in der Steinzeit steckengeblieben waren, sich die neuen Bronzeerzeugniffe in ihren Konturen direkt an die neolithischen Formen anlehnten. So finden wir 8. B., daß in einzelnen Gegenden sogar die Bronzegießer zunächst die Form be: breiten, blattähnlichen Steindolche nach ahmten. Erst ganz allmählich gelangten die Berarbeiter des neuen, goldglänzenden Metalls zu der Erfahrung, daß nun cie Dolch, Lanzen und Pfeilspitzen wie auch die Nadeln und Pfriemen weit dünner und spißer sein fönnten, ohne an Haltbarkeit zu verlieren, und daß ferner die Verdünnung der Beil und Mefferflingen bei gleichzeitiger Berbreiterung ihrer Schneiden ihre Verwendbarkeit erhöhe. So gelangte man schließlich doch, wenn auch langsam und tastend, zu neuen Gestaltungen, bis dann immer neue Formen auftauchten und fidh zulegt fogar eine fast überreiche, verwirrende Formenfülle einstellte. Wie die Bronzetechnit fördernd auf die einzelnen Arbeitszweige eingewirkt hat, läßt sich dentlich aus der Wer besserung der Adergeräte ersehen. Bisher hatten die ganzen Ackergeräte fast ausschließlich aus furzen Grab. ftöcken, spigen Steinhaden und mefferartigen, an langen Holz. oder Hornstielen befestigten Sicheln bestanden; nun ent stand neben der kurzen Spighacke mit Bronze tlinge( meist mit einer Tülle oder mit Schaftlappen aum Hineinstecken des Holzschaftes versehen) die langaefchäf tete Schlagha de mit schmaler, unten an der Schneide abgeflachter Klinge, ferner die breite, feliförmige Erd. hade und in einzelnen Landesteilen Desterreichs obendrein eine Erdhacke mit Doppelzinten, wahrid; inlid) zum Bertrümmern der steinigen Erdschollen bestimmt. us dem Grabstock wurde eine furze, flam! öffelartige Grabfd) aufel, und die nun aus Bronze her. gestellten sich ein nahmen die mannigfaltigsten Formen an. Neben den der alten Steinform nachgebildeten moffer. artigen Sicheln entstanden mehr oder minder geschmeisie, ge trümmte und halbrunde Formen. Ganz unzweifelhaft muß infolge dieser mannigfaltigen tednijchen Fortschritte fid) gegen Ende der Bronzeperiode die Ackerarbeit viel leichter geftoitet haben als früher in neolithischer( d. h. neusteinzeitlicher) Zeit. Das Eisen. Gegen Ende des zweiten Jahrtausends( v. Chr.) drang dann das erste Eisen aus Westasien in Mitteleuropa ein, teils bereits zu erzeugen verarbeitet, teils, wie die vielerorts gefundenen Rohbarren und Luppen beweifen, in rohgeschmolzenem und gefrischtem Zustande. Nun erfolgte der llebergang zur Eisenverarbeitung; aber nichts würde verkehrter sein als anzunehmen, daß nun das Eisen einen schnellen Siegeszug über Europa angetreten und überall die Bronze sofort zurückgedrängt hätte. Nur ganz allmählich gewann das neue„ weiße“ Metall an Boden, und selbst Jahrhunderte nach feinem Einzug in Mittel europa behauptete auf verschiedenen Gebieten der Metall technik noch immer die Bronze das Feld. Während Kupfer und Bronze einst zunächst meist zu Schmuckstücken verarbeitet worden waren, wurde das Eisen zuerst fast ausschließlich zu solchen Werkzeugen verwandt, die Härte und scharfe Schneiden erforderten: zu Messern, Sägen, Piriemen, Dolchen, Schwertern, Meißein, Aerten usw. Der Vorzug des Eisens lag für den Menschen jener Zeit eben aus. ichließlich in der Härte; was das Aussehen anbelangt, so dünfte ihm die goldgelbe Bronze weit schöner, und zudem war sie leichter zu ver arbeiten. Dennoch war dieser Vorteil der größeren Härte fo augen fcheinlich, daß die Verwendung des Eisens zu Werkzeugen und Waffen fich stetig ausdehnte und die primitive Metalltechnik revolutionierte Nehmen Sie die Strafe an? Jett fönnen Sie uns| Zpravodaj" und auch in den„ Lidové Noviny"| trägt. Die Riesenkorresponden; dieses„ Unterneh ja sagen, wie es wirklich ist, jetzt ist es bereits nach Inserate mit folgendem Texte: dem Urteile!" Der Stnabe: Ich nehme die Strafe an, aber ich habe das Geld verloren und nicht veruntreut!" Prag, 2. Jänner. Ein faum siebzehnjähriges Bürschchen stand heute vor dem Senate unter dem Die täglichen Autounfälle, Vorsitze des DLGR. Mrázek unter der Anklage Prag, 2. Jänner. Der Ingenieur Jaromir der Veruntreuung. Der junge Bursch ist Praktikant beim Verbande der Versicherungsbeamten und er- Wurm, wohnhaft in den Weinbergen, Na Smetance hielt vom Beamten Frans Rybora K 3700.- mit 20, fuhr mit seinem Wagen vor ein paar Wochen dem Auftrage, dieses Geld dem Auton Pechmann auf der Straße nach Zbraslav. Er fuhr, wie die au übergeben. Der Bursch bekam außerdem nih cit paar Kommissionen. Aber er erledigte seinen Auf- Anklage ausführt, mit einer derartigen Geschwindig trag nicht, sondern erklärte, deß er das Geld unter keit, daß er eine Frau überfuhr, die sofort starb. wegs verloren habe. Er hätte eine Zeitung getauft Er war daher wegen des Vergehens gegen die Sicherund das Geld sei ihm wahrscheinlich dabei heraus heit des Lebens angeklagt. Wie durch Zeugenausgefallen. Es wurde gegen ihn die Strafanzeige erstattet und die Staatsanwaltschaft ordnete seine sagen in der heute vor OLGR. Mrázel stattaugenblickliche Berhaftung an Der Knabe cut- gefundenen Verhandlung behauptet wurde, war nicht stammt einer geachteten Familie und erklärte feinem der Ingenieur schuld, daß die Frau ums Leben Vater, der ihn strenge ermahnte, die Wahrheit zu kam, sondern die Getötete selber! Die alte Geschichte gestehen, daß er das Geld verloren hätte. Die Mut Denn einen Toten kann man ja nicht als Zeugen ter wollte sich, als man den Burschen in die Untervor Gericht zitieren. Daher wurde der Autolenter fuchungshaft nach Pankrat abführte, das Leben freigesprochen! nehmen. Einen ganzen Monat lang saß er in der Untersuchungsft. Sein Vater intervenierte an die dreißigmal bei der Staatsanwaltschaft und allen möglichen Instanzen, che man ihn vor Weihnachten freiließ. Die Aermsten der Armen bestohlen. Olmüß, 31 Dezember 1927 Ein Fall der er Auch heute beharrte der Senabe auf seiner Aus- barmungslosesten Ausbeutung von armen Arbeitssage, das Geld verloren zu haben. Nichtsdesto losen kam vor dem Olmüßer Kreisgerichte zur Verweniger wurde er mit Rücksicht auf seine bisherige handlung. Seit einiger Zeit erschienen in den tscheUnbescholtenheit zu drei Monaten schweren Sterkers bedingt auf drei Jahre verurteilt Nach der chischen Inseratenblättern, der„ Narodni Politika" Verhandlung fragte der Vorsitzende den Burschen: dem„ Cestó Slovo", dem„ Pražsku. Illustrovany Monatsverdienst 500 Kč spielend durch häusliche Arbeit zu verdienen. Vertreter zum Verkaufe einer sensationellen Neuigkeit gesucht. Fixum, 40 Prozent Provision und Diäten Durch zwei Stunden tägliche Arbeit 800 Kč Monatsverdienst können Sie bei uns haben! Nach einer kurzen Probezeit eine gesicherte Existenz Für Invalide und Pensionisten! Wir richten Ihnen ein erstklassiges Lager gegen Erlag einer geringen Garantie ein. Arbeitslose, Achtung! Wir gewähren eine ganz beson fere Art von regelmäßigen Einkünften. Meldet Euch, ehe Euer Bezirk anderweitig besetzt ist. mens“, welches sich sogar eine Kanzlei in Olmüs eingerichtet hatte, erregte endlich die Aufmerksamkeit der Polizei und es kam zur Verhaftung. Pánek erhielt eineinhalb Jahre, Vitásef 15 Monate, Pro cházka ein Jahr, Zbánek a ch: Monate schwe ren Kerkers. Und die Zeitungen, die solche Inserate aufnehmen, gehen die straffrei aus? Erst vor einigen Tagen brachte das„ beste Blat: der Republi!" ein Inserat:" Doftortitel spielend durch Connaissancen erreichbar. Informationen gegen 50 Kronen Barvorschuß." Eine Ladenbiebin. Prag, 2. Jänner. Am 5 Juli v J. sahen zwei Käuferinnen bei der Firma Wolf& Schleim, wie eine Frau merkwürdig mühselig aus dem Laden herausging Die Stäuferinnen verfolgten die unglüd Es ist klar, daß sich unter den vielen Arbeits- liche Hinkende. Vor der Auslage bemerkten sie aber, losen, die wir in der Repubiik haben. genug Leute daß der Hinkenden ein Brettchen mit aufgewickeltem fanden, die in ihrer No nach allem haschten, was Stoffe unter dem Rocke herausrutschte. Sie hielten sich ihnen bot. Eine Geſellſchaft von Gaunern, der die Hinkende an und eine der beiden Käuferinnen 20jährige Raimund Pánek, der Kommis Josef eilte in den Laden um das Personal der Firma. Vitásek, der Reisende Joief 3 banet und der Man ermittelte eine bereits achtzehnmal wegen Tagarbeiter Jaroslav Procházka hatten darauf Ladendiebstahls vorbestrafte Diebin, die plößlich ihren Plan gebaut und diese Inserate eingeschaltet, nicht mehr hinfte, sondern eilends die Fluch: erin der Mehrzahl waren es Arbeitslose und Ingreifen wollte. Aber es war zu spät Sie wurde valide die sich meldeten. Die Betrüger sandten den festgehalten. In der vor dem Senate des O2GR. Leuten dann eine Zuschrift, mit welcher sie für die St vapil stattgefundenen Verhandlung erhielt Informationen K 15- bis K 50- verlangten Marie 3emanová, geb. 1897, Gattin eines mitunter sogar Vorschüsse für„ Muſter" in der Musikers, wohnhaft in Zizkov, drei Monate Höhe von K 400- Daß das Unternehmen flott idyveren Sterkers Das Schönste an den ganzen Fall ging, ersieht man daraus, daß der tägliche Posten war ihre Verteidigung: es hätte ihr iemand das lauf mehr als 200 Briefe ausmachte, wenigstens Brettchen mit dem Stoff unter die Röcke gesteat 15 000 Leute ausgeplündert wurden und die schwer und wäre dann verschwunden, sie wisse nicht, wer zu ermittelnde Schadenssumme über K 200.000 be Belfe 6 Boltsbiltnerlehrgang. Arbetter Haben. Der Vortragende berichtete am Ende feiner ausgezeichneten Darlegung über die teils staatlichen, teils gewerkschaftlichen Arbeiterbildungseinrichtungen in Deutschland, vor allem über die Alademic in Frankfurt a. M. Kunit und Wien. Dienstag, 8. Jänner 1928. Turnen und Sport. Zum viertenmate hat der Sonderausschuß für Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren", Waffenkörperkultur nicht Weltrekorde. Zahbas gesamte Volksbildungswesen beim Verband der von B. Hardt, F. Lohner und E. Neubach. Musik len, die zur Anerkennung vorbildlicher Arbeit in der Selbstverwaltungskörper, die zentrale Stelle für von Fredy Raymond. Ein bißchen sentimental war Förderung der Massenkörperkultur verpflichten, gibt Bolfsbildungsarbeit, einen Volksbildnerlehrgang in Am dritten Tag sprach Genosse Dozent Dr. die Silvesterfeier, die das Neue Deutsche Theater der Arbeiterbund für Körperpflege Desterreichs Prag in der Zeit vom 28. bis 30. Dezember 1927 Hermann eller aus Verlin über die Grundlagen mit der Erstaufführung dieses Singspieles beging.( Astö) offiziell über den Wiener Arbeiter bevanstaltet. Die Tagung war leider etwa schwächer der freien städtischen Bildungspflege. Dr. Heller war Das wohlerprobte Alt- Heidelberg- Milieu mit dem Turnverein bekannt. Der Wiener Arbeiterbesucht als die vorangegangenen. Schuld daran mag der Begründer des Leipziger städtischen Bildungsbas Bestreben mancher Gemeinden und Bezirke sein, amies, das zu den vorbildlichsten Einrichtungen in ebenfalls zur Genüge ausgeschöpften Motis Leids Turnverein hat im erster Halbjahr 1927 an 13 712 und der Liebe zwischen einfachem Volkskind und dem Turnabenden 485.688 Turnende vereinigt. Geturnt mit Rücksicht auf das inkrafttretende Finanzgefeß zu Deutschland gehört. Wenn auch vieles von dem, was sparren leider in diesem Falle am falschen Blase. Dr. Heller ausführte, bei uns zunächst wie Zukunfts- ochgeborenen, ein paar humoristische Farbenlichter wird in 78 Männerabteilungen, 93 Frauenabteilun Festgestellt muß auch werden, daß die extrem natio musik Hang, so zeigten doch gerade auch seine aus aufgesetzt und fertig ist die Chose. Trogdem vergen und 150 tinderabteilungen. Interessant ist, dos nalistischen Kreise, die fast immer allerhand Wünsche führungen, was möglich ist, wenn energische, ziel dient das Stück den guten Ruf, der, ihm vorausgeht im ersten Halbjahr um 25.000 Frauen mehr turnten über die Ausgestaltung des Volksbildungswesens are Wenschen, gefördert durch verständnisvolles und wird vermutlich auch bei uns eine stattliche Auf- als Männer. Auch bei den Kindern sind die Mädäußern, der Tagung fern blieben und daß auch aus Entgegenkommen leistungsfähiger Selbstverwal- führungsziffer erreichen, denn es trifft den Ton, der chenbesuche höher als die der Knaben. Der Wert auf das Operettenpublikum wirkt: buntes Studen der Weltrekorde für die körperliche Gesundung der fenen Gebieten, wo die Kommunisten dominierenden ungskörper, an die Bewältigung so hochwichtiger tenleben mit seinem Frohsinn und vor allem mit Völker wiegt nichts gegen die Leistungen des WieEinfluß haben, keine Vertreter erschienen waren. Die Angelegenheiten, wie es die Volksbildungsarbeit ist, seinen in Musik und Sprache unvergänglich schönen ner Arbeiter- Turnvereins auf diesem Gebiete. Tagung selbst stellte sowohl in der Methodik, wie auch herantreten. Die Ausführungen Dr. Hellers waren Liedern, Raymond hat sehr nette Sachen aus in der geistigen Klarheit einen Fortschrift dar. Wäh gerade in der gegenwärtigen Zeit besonders interes Eigenem gebracht, vor allem das Schlagerbild, das rend frühere Veranstaltungen unter einer Ueberfülle fant, wo unsere Regierungsparteien in ſträflicher seinent Stück den Namen gab – doch am besten find von Vortragenden und Themen litten, war dieses sturzsichtigkeit darangehen, die letzten Reste der ma unsere Komponisten von heute doch nur dann, wenn Mal der Lehrgang in drei Arbeitsgebiete gegliedert. teriellen Selbständigkeit der Selbstverwaltungssic vom guien Alten etwas bringen und dabei beAm ersten Tage wurde die ländliche Bilförper zu vernichten und dadurch auch die Grundla kennen, das ist nicht gestohlen, das ist nur ausge dungspflege, am zweiten Tag die Arbei gen der Volksbildungsarbeit zu untergraben. borgt. Die Aufführung unter Singers muſikaliterbildung im Rahmen der Volksbilerr Universitäts- Profeſſor Dr. E. Otto, Prag, scher und Stablers szenischer Leitung tat das übrige, dung und am dritten Tag die städtische Bilsprach jodann noch über die allgemeinen Grundlagen den Abend angenehm zu machen. Way Rollers und dungsarbeit behandelt. der Bolksbildung. Mag Schippers schöne Stimmen, Else Lords sieghafter Charme in Verein mit ihrer graziösen Tanzfunst, Hans Fleischmann, der in einer glänzend an gelegten Charge als Bedell lachenden Beifall wedic, verhalfen dem Stück zu einem schönen Erfolg. In fleineren Rollen taten sich der noch immer gute Van den Bruch, ferner Traute Rohne, Else Lon gauer und die beiden Wunderkinder hervor. G. Sch. Am ersten Tag sprachen Herr Oberlehrer Rohm und Dr. Het über die ländliche Bildungspflege. Neben vielem Richtigen über die geistige Lage des Landvolkes wurde auch vieles ausgeführt, was zum Widerspruch herausforderte. Die Tagung wurde auch vom Sektionsrat Matula im Namen des Ministeriums für Schulwesen und Volkskultur begrüßt. Es sei hervor gehoben, daß Herr Sektionsrat Matula ausdrücklich betonte, daß nach der Auffassung des Ministeriums die handarbeitenden Volksschichten das Objekt der Volksbildungsarbeit darstellen. Unsere Sorge muß es nur sein, daß die Arbeiter vom Objekte zum Subjekte der Voltsbildungsarbeit werden, d. H. von beicinflußten zu beeinflussenden Menschen. Genosse Professor Dr. Steinberg, der am zweiten Tage über Arbeiterbildung in der öffent lichen Voltsbildungspflege portrug, hatte Gelegen heit, in fachlicher und wissenschaftlich fundierter ,, Stöpsel", Schwank von Arnold und Bach. Weise manche notwendge Korrektur vorzunehmen. Der Vortragende ging von der Krisis des Unter- Zusammenfassend fann gejagt werden, daß der Als Silvester Nachtvorstellung ging in der Kleinen Bühne dieser Schwank in Szene, der den vielen richts und Erziehungswesens aus und betonte, daß Bolfsbildnerlehrgang des Sonderausschusses eine ähnlichen oder fast gleichen seiner Art doch Tempo die Erziehungslehre hinter den sozialen und seeli gelungene Veranstaltung war. Er hat schen Zuständen der Menschheit zurüägeblieben ist. bazu beigetragen, Stlarheit unter den Volksbildnern und jene Fülle der Situationskomik voraus hat, Der Vortragende wies nach, daß das Bildungsideal zu schaffen, er hat mit falscher Neutralitätsbufelei, die auch dann noch amüsant wirdt, wenn sie nicht einer Kulturgemeinschaft weiterlebt, wenn diese die nur allzu leicht dort einfest, wo die Arbeiter mit mehr überrascht. Man weiß natürlich im ersten Att schon längst zu Grunde gegangen ist. Die moderne ihren Forderungen kommen, aufgeräumt und die voraus, daß alle die Leute, die auf dem Lido peinErwachsenenbildung, vor allem die der Arbeiter, Voraussetzungen für eine weitere gedeihliche Entliche Erlebnisse haben, einander im zweiten Akt( der muß mit den Entwicklungstendenzen gehen. Bildung wicklung der Volksbildungsarbeit gegeben. ist, was dem Einzelnen von der Gemeinschaft her ist, was dem einzelnen von der Gemeinschaft her die Aufgabe, den Arbeiter in der Welt der Arbeit heimisch zu machen. Dr. Kleinberg Kennzeichnete die geistige Lage des modernen Industriearbeiters, der durch die Produktion des Hochkapitalismus seelisch entwurzelt ist, und tennzeichnete als Gegenträfte sozial- politische Maßnahmen und Bildungsarbeit. Der p Bortragende besprach sodann die einzelnen Arten der Bildungsarbeit und betonte dabei, daß viele Zweige der Arbeiterbildung, die von den Arbeitern jelbst in e Wege geleitet und betreut werden mitſſen, nur der Unterstützung durch die öffentliche Bildungstä tigkeit bedürfen. Er beschäftigte sich sodann mit der Frage der Neutralität. Nur jene Probleme, wo Wille und Gefühl nicht beteiligt sind, tann man als neutrale gelten lassen; deshalb soll im Volksbildungswesen statt Neutralität Ouldjamkeit, statt Unparteilichkeit Ueberpartei fich leit gelten. Am selben Tag sprach Genosse Dr. Ernst Fräntel, ein bekannter reichsdeutscher Arbeiter bildner, zum gleichen Gegenstand. Arbeiterbildung st die für den Proletarier notwendige gesellschaft liche Bildung. Sie muß in ihrem Ziel auf die Gefellschaft gerichtet und tann feine Elementarbildung sein. Ihr Ziel ist der aufgefoderie, für neue Ideen smpfängliche Mensch. Die herrschenden Klassen bezeichneten immer ihre Bildung als die Bildung überhaupt. Als eigentliche Gebiete der Arbeitevbildung bezeichnete der Vortragende: Geschichte ( nicht als Ausgang, sondern als Abschluß), Geogra phic, Volkswirtschaftslehre, Betriebswissenschaft, Mechtswissenschaft und Soziologie. Der Ausgangspunkt der Arbeiterbildung muß das soziale, das praktische Ergebnis des Arbeiters sein, nur wenn dies in der Volksbildungs arbeit berüdsichtigt wird, kann sie von Erfolg sein und nur dann wird sie die innere Mitarbeit der Kleine Chronit. Zigarrentöpfchen- Sammler. Mitteilungen aus dem Bublifum. Das Beste für Ihre Augen liefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25, Kl. Bazar. Kostenlose Unfallversicherung beim„ Blatt der Sausfrau". Mit Beginn des neuen Jahres gewährt, wie wir schon vor einigen Tagen berichteten, das Blatt der Hausfrau", die große Frauen- und Fa milienzeitschrift, eine Unfallversicherung bis zu 30.000 Stronen für jede Leserin und deren Mann und Kinder. 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Steiner der Satiriter, die Leipzigs Spiegersten jumpf als ertragreiches Feld der Verhohnepiepelung schätzen, wäre felbst bei ausschiveifendster Phantasie auf den Gedanken gekommen, daß es in Helsinki soll ein Stadion erhalten. Ein zu die sem 3wed gebildeter Ausschuß setzt sich zusammen aus je 15 Bertretern der Stadt, des Arbeitersportbundes und der bürgerlichen Sportgemeinschaft. In der ersten ordentlichen Sitzung wählte man den Stadtdirektor Carsiren zum Präsidenten, zum Vizepräsidenten V. Mikola, den Vorsitzenden von T. 11. 2.( Arbeitersportbund). Außer dem Vorgenann ten kamen noch drei weitere Vertreter des Arbeitersports in den Vorstand. Man ist der Hoffnung, daß in Bälde ein Stadion entstehen wird. Umfangreiche belgische Bundesfestvorbereitungen für Brüffel 1928. Das Zentralfomitee der Jugendverbände hat mit seiner Arbeit begonnen und die Ausschüsse für Propaganda und Wohnungswesen sind zusammengerufen worden. Außer den WettPämpfen und Massenaufführungen der Turner wird der Fußballausschuß ein internationales Spiel orga nisieren. Leichtathletische Wettkämpfe werden voraussichtlich mit zur Durchführung kommen. Das Feſt gibt Gelegenheit, den Teilnehmern an dem zu gleicher Zeit in Brüssel ſtattfindendem Kongreß der des belgischen Arbeitersports vor Augen zu führen. Sozialistischen Arbeiter- Internationale die Tätigkeit In Anbetracht, daß die belgischen Arbeitersportler sich an den großen internationalen Veranstaltungen beteiligen, wird als Gegenleistung ihr Fest einen internationalen Charakter erhalten. Internationales Fußballtreffen in Belgien. Der Länderkampf Belgien- Frankreich wird am 7. April 1928 in Renaig ausgetragen. Es ist das erfte internationale Spiel im westlichen Flandern und berechtigt zu guten Werbehoffnungen. Aus der bürgerlichen Sportinternationale. Die Deutschen in Samt und Seide zum Olympia. Die deutschen Turn- und Sportverbände sind mit ihrem Reichsausschuß für Leibesübungen dritte ist vom zweiten nur durch eine Stunstpause getrennt) auf Schloß Rosenhöh wiederfinden werden und daß in dem Wiederfinden und Erkennen die Komik liegen wird. Da aber die Carambollagen der kompromittierten Herren und Damen einander förm lich jagen und die Spielleitung des Herrn Göt das Tempo noch forciert, lacht man bei jedem vorher erwarteten Knalleffekt wader mit. ic bl hat in dem„ Stöpsel" eine Rolle gefunden, in der er sich nur von der guten Seite zeigen kann und mit sprühender Laune alles mitreißt. Olden, Göh, Trent- Trebitsch und Rösner, Frau Monati und sehr charmant Gerda Meller halfen mit zum Erfolge. Fräulein Sandauer blieb beträchtlich hinter den übrigen Leistungen zurüd. Das der für Deutschland das Olympische Komitee ist Bublifum geriet in fröhlichste Silvesterstimmung die Olapavorbereitungen ist bei weitem nich: in recht unzufrieden. Das liebe Geld für und wird sich an diesem Schwank voraussichtlich Edywant voraussichtlich dem Maße eingegangen wie erhofft wurde. Man noch öfter erfreuen. e. f. bedente nur 43.000 Mark brachte die Cirmpiade Goethe zieht nicht. Die Direttion des Deutschen fammfung trop Unferftüßung durch öffentliche BeTheaters teilt der Presse mit:„ Als zweite Vorstel- hörden ein. Wenn von einem sportbegeisterten 60lung im Zyklus literarischer Abende wurde in der Millionen- Volk nicht mehr beigesteuert worden ist, Kleinen Bühne Goethes Schauspiel" Stella" in liegt die Interesselosigkei: der der Urfassung gegeben. Das Werk fand bei Publi- Voltsmassen für das Amsterdamer Olympia klar auf fum und Bresse begeisterten Widerhall Die erste der Hand. Der Reichsousschuß führt Sparmaßnah öffentliche Wiederholung ging am 29. Dezember in men durch, über das die„ Ostsee- Sportschau" ver zene. Stasjeneinnahme K 1500.-. Stommentar bittert schreibt: überflüssig." Es scheint, daß am„ Kunstsinn" des Prager Publikums feider jeder Versuch einer Belebung des seriösen Schauspiels scheitert. Es ist dann wahrhaftig schwer, der Direktion Vorwürfe sit machen, wenn sie Schwänke und Operetten in Ueberfülle spielt. Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Dienstag, 7 Uhr: eger"( 75-8). Mittwood), 7 Uhr: Ich hab mein Herz in Heidel berg verloren"( 76-4). Donnerstag, zum 40. Jahrestage der Eröffnung, neneinstudiert, 6 Uhr: Meistersinger von Nürnberg". Freitag, 7 Uhr, Gastspiel Cordy Milowitsch:„ Lady Hamilton( 74-2). Samstag, Urania- Vorstellung, 2½ Uhr: Fra Diavolo"; 7 Uhr: 3 hab mein Hers in Heidelberg verloren" ( 77-1). Sonntag, Arbeiter- Vorstellung, 2½ Uhr: " Falstaff"; 7 1hr, Gastspiel Cordy Milowitsch: Lady Hamilton" Montag, 7% Uhr, Gastspiel Hansi Niese: Auto wildling"( 78-2). Spielplan der Kleinen Bühne. Dienstag: " Olly- Polly". Mittwoch: Stella" Donners tag, Bankbcamten II:„ Die schöne Frau Cha telain" Freitag, Stulturverband:„ Seidenftrümpfe". Samstag:„ Stöpsel". Sonntag. 3 Uhr:" Du wirst mich heiraten"; 7½ Uhr, Gastspiel Hansi Niese, zum erstenmale:„ Autowildling" Montag: Biberpelz". Bundesorgan dieser infernalischen Ausgeburt sächsischen Spießerwahnes sind die Leipziger Neue Nachrichten. In deren Vereinsschau steht: Wohltätigkeits- Vereinigung Zigarrenköpfchen. Sammler. Bekanntlich stellen sich deren Witglie der unter behördlichem Schutz die ständige AufLeipzig eine„ Wohltätigteits- Vereini- gabe, Stfeinigkeiten, welche meist unbeachtet bleigung Zigarrenköpfchen- Sammler" ben, zu erfparen, als: Zigarrenköpfchen, Silbergeben könnte. Sie existiert tatsächlich und ist so stanniol, Briefmarken, Münzen, abgetragene Sticiwahrhaft spießersächsisch, daß sie bestimmt auf dungsstüde, ebenso reinwollene Stridklumpen, um dem ganzen Erdenrund nicht ihresgleichen findet. aus deren Erlös die Bedürftigen durch Seleidung Spielplan des tschechischen Nationaltheaters. und Nahrungsmittel zu versorgen. Sauptsächlich Dienstag:„ Der Jakobiner." Mittwoch, nachmittags: werden alle Herren, welche Zigarren rauchen, ge-„ Der Weihnachtstraum,"" Die Puppenfee." Abends: beten, die Köpfchen davon nicht fortzuwerfen, son-„ Raymonde." Donnerstag:„ Der Jakobiner.", Freidern aufzuheben und gesammelt den Annahmestel- tag, nachmittags:„ Der Weihnachtstraum,"" Die len abzuliefern. Auf diese Weise können Puppenfee." Samstag, nachmittags:„ Unser Herr solche, in größeren Mengen gewon- Pfarrer." Abends:„ Die Zauberflöte." Sonntag, nen, der Wahltätigkeit Nuten brin- nachmittags:„ Dudelsackpfeifer svanda." Abends: gen. Ausländische Briefmarken und derartige„ Der Jakobiner." Montag:„ Tannhäuser." Diens Münzen haben besonders gute Verwertung. Es tag: Atamann Rinov." Mittwoch, nachmittags: ergeht die Bitte an alle Streise, zu helfen. Spenden Die verkaufte Brant." Abends:„ ,, Ünter fangenben nimmt..." Kleidern." Kein Aberwitz ist fühn genug, sich dieses Bild der Wirklichkeit auszumalen. Da sißen ein paar Philister am Stammtische und bei ihren Gesprächen fällt ihnen ein, daß es außerhalb ihres Biertisches so Dinge wie Hunger, Not, Elend gibt. Selbstverständlich neunen sie diese ihnen vom Hörensagen bekannten Erscheinungen die soziale Frage. Und die wollen sie von sich aus lösen. Wie? Enva politisch? Nein, ihrer Meinung nach hat die Not und ihre Beseitigung nichts mit Pos litik zu tun. Sie beschließen aber, fünftig die abgetnipsten Bigarrentöpfchen( schon dieses Wort stink: Wenn es umgekehrt den Zigarren einmal Spielplan des Ständetheaters. Dienstag:„ Der nach Spießbürger) für die Armen zu stiften. DieFreischütz." Mittwoch, nachmittags:„ Auf dem fer Sohn ist so grausig, daß er nur mit abgrund- einfallen sollte, ihrerseits Spießerköpfchen zu sam- Mecre." Abends:„ Der Bau." Donnerstag:„ Der tiefer Dummheit en schuldigt werden kann. Wahr- meln, würden sie eine böse Pleite erleben. Denn tindische Vater." Freitag. nachmittags:„ Lady Winscheinlich rechnen diese Wohltäter so: Wenn jeder ein Zentner von dieser wohltätigen Sorte Spie- dermers Fächer." Abends:„ Der tindische Bater." Deutsche jährlich nur 100,3igarrenköpfchen" liefert, so gibt das bei 60 Millionen Deutschen im Berköpfchen hätte bestimmt nicht den Wert von Samstag, nachmittag:„ Advokatin Bolbec." Abends: ,, Der tindische Vater." Sonntag, nachmittags: Jahre 60.000 Millionen Zigarrenföpfchen. Und zehn Zigarrentöpfchen zumal, wenn diese von dem" Leonie." Abends:„ Der kindische Bater." Montag: damit könn'en alle Armen in Deutschland so wohl starken Taback sind, der an Leipziger Stanım- Auf dem Meere." Dienstag: Die Stumme von habend wie die Reichen werden. Wissen möchte tischen heimisch ist. Hannes. Portici Mittwoch, nachmittags:„ Der Bau." man allerdings, wie diese 3: garrenköpfchen" verAbends: Cosi fan tutte." „ Wenn man beispielsweise vorhat, unsere Olympiakämpfec in Eisenbahnabteilungen dritter Stlasse nach Amsterdam zu befördern. so ist das ein Sparen am verkehrten Orte. Lieber ein halbes Dutzend Teilnehmer in jeder Sportart iveniger mitnehmen, dann sind die Mehrkosten heraus. Statisten, von denen mit Sicherheit . angenommen werden kann, daß sie schon in den Vorläufen hinausbefördert werden, haben auf einer Olympiade nichts zu suchen. Es ist viel wichtiger, daß wir die beschränkte Expedition gut unterbringen, gut verpflegen und in Samt und Seide wickeln während der Daner der internationalen Großkämpfe, als daß wir mit einer halben Armee anmarschieren, deren Verpfle guung und Unterbringung am Ende nur auf Stosten jener Leute gehen würde, von denen wir annehmen dürfen, daß sie mi: olympischen Siegen oder Plätzen auswarien tönnen.... Die Masse des deutschen Volkes denkt anders über ein Olympia. Sie hat 1925 vom 1. Arbeiterolympia Stenntnis genommen, das aktive Waffenbeteiligung von Turnern, Sportlern und Spielern aller Art auswies, und hat durchaus keine Rust, Geld für ein Unternehmen zu spenden, an dem nur Sportgrößen in Samt und Seide teilnehmen sellen. Omoffen! Traget bei jeder Gelegenheit Guer Parteiabzeichen! Herausgeber: Dr. Ludwig C8 Verantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß. ud Deutsche Beitungs- Aktien- Gefellſchaft in Brag. Sie Seitungsmarkentrantatuz wurde von der Boft- u. Telegrapbo Für den Drudt verantwortlich Otto Solih. Brag. piretion unit Erlak Nr. 127.451/ VII/ 27 am 14. What 1:37 bew ligt. DRUCK- U. VERLAGSANSTALT GESELLSCHAFT MIT BESCHRANKTER HAFTUNG empfiehlt sich den p. t. Behörden. Vereinen. Organisationen. Gemeinden und Kaufleuten zur Herstellung von Drucksorten wie: Tabellen. Büchern. Broschüren. Zeitschriften. Zirkularen. Mitgliedsbüchern. Einladun cen. Plakaten. Flugschriften Fakturen. 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