Nr. 284. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrirter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr. vormittags geöffnet. Jernsprecher: Rmt I, Br. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das Jubiläum der preußischen Verfassung. Wieder feiern wir in Preußen ein Jubiläum, aber fein für die noch heute ihr Unwesen treibenden Träger des feudalen, absolutistischen Staatsgedankens freudiges und ehrenvolles. Am 5. Dezember 1848 wurde die zur Vereinbarung einer Verfassung nach Berlin berufene Nationalversammlung aufgelöst und kurz und bündig eine Verfassung oftroyirt. Das war der vorläufige Schluß der preußischen Revolutionsgeschichte. Wir haben ja vor einigen Wochen die Berliner Novembervorgänge des Jahres 1848 ausführlich geschildert. Als der wankel müthige König die Nationalversammlung durch Wrangel aus dem Schauspielhause vertreiben ließ, handelte er, der im Frühjahr die schwarz- roth- goldene Fahne entfaltet hatte, gewiß nicht nur aus eigenem Antrieb, sondern er war umgarnt von einer ultrareaktionären Kamarilla, die am liebsten alle Errungenschaften der Märztage aus dem Gedächtniß der Völker ausgelöscht hätte. Wie reaktionär und blutgierig diese Kamarilla war, dafür liefert uns Bismard in seinen eben erschienenen Lebenserinnerungen so manche recht deutliche Probe. Auch auf die Berliner Novembertage, an denen es bekanntlich ohne Blutvergießen abging, kommt er kurz zu sprechen. Sonntag, den 4. Dezember 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. nimmermehr zugeben werde, daß sich zwischen Bemerkenswerth ist, daß das offiziös inspirirte Blatt auch unseren Herrgott im himmel und dieses Land feinen Widerspruch erhebt gegen die Ansehung der einein beschriebenes Blatt, gleichsam als eine maligen Ausgaben mit 133 Millionen. zweite Vorsehung, eindränge, um uns mit seinen Es ist damit bestätigt, daß die neue Militärvorlage gar Caprivi Paragraphen zu regieren und durch sie die alte heilige Treue zu nicht bedeutend hinter der Vorlage des Grafen ersetzen." von 1893 zurückbleibt, wegen deren der Reichstag aufgelöst Und nun hatte man doch das beschriebene Wort zwischen Fürst wurde. und Volt! Es waren zu der oftroyirten Verfassung die Vorarbeiten Es wird sich fragen, ob die Zentrumspartei wie damals der Nationalversammlung start benutzt worden, wenn man gegen die stets wachsenden Anforderungen des Militarismus auch allerlei reaktionäre Zuthaten hineingeschmuggelt hatte: auftreten wird. Die Wandlungen dieser Partei seit unter anderem wurde damals das so voltsbeliebte preußische Herren- jenen Tagen machen den Glauben auf ihre Festigkeit in haus geschaffen. Und das später unter dem Druck der Regierung Militärfragen unmöglich. Damals stand das Zentrum nicht zu stande gekommene Abgeordnetenhaus" revidirte" noch vielerlei fern von den Wahlen, jetzt stehen wir im Anfang der ganzen reaktionäre Bestimmungen in die Verfassung hinein. Legislaturperiode! Aber im ganzen genommen war es doch als die Wirkung der Märzstürme zu betrachten, daß der Staatsstreich sich nicht tabula rasa zum machen getraute, sondern eine Verfassung mit allgemeinem, wenn auch nicht geheimem Wahlrecht zugestand. Viel weiter sind wir auch heute noch nicht gekommen. Der prinzipielle Fortschritt aus dem absolutistischen in den Verfassungsstaat ist durch die Märzbewegung des Jahres 1848 erftritten worden. Die im Rahmen des Verfassungsstaates ermöglichte freie Bethätigung des Volkes an den politischen Angelegenheiten ist aber die Grundbedingung für die Entwickelung und die Wirksamkeit der modernen Arbeiter bewegung. Und darum hat vor allem das Proletariat dankbar der Barrikadenkämpfer der 1848er Märztage zu gedenken, die uns den Boden geebnet haben, auf dem wir heute ,, Als Wrangel an der Spize der Truppen am 10. November eingezogen war, verhandelte er mit der Bürgerwehr und bewog fie zum freiwilligen Abzuge. Ich hielt das für einen politischen Fehler; wenn es zum kleinsten Gefecht ge: fechten! kommen wäre, so wäre Berlin nicht durch Kapitulation, sondern gewaltsam eingenommen, und dann wäre die politische Stellung der Regierung eine andere gewesen. Daß der König die Nationalversammlung nicht gleich auflöſte, sondern auf einige Zeit vertagte und nach Brandenburg verlegte und den Versuch machte, ob sich dort eine Majorität finden würde, mit der ein befriedigender Abschluß zu erreichen war, beweist, daß in der politischen Entwickelung, die dem König vorschweben mochte, die Rolle der Versammlung auch damals noch nicht ausgespielt ivar." Ein fleines Gefecht, Bürgerleichen und militärische Niederwerfung der Landeshauptstadt wäre dem späteren Nationalhelden lieber gewesen, um den vormärzlichen Absolutismus gleich wieder ganz sicher zu stellen. " Politische Nebersicht. Berlin, den 3. Dezember. Offiziös bestätigt. Die Berliner Politischen Nachrichten" bestätigen hente, was gestern über den außerordentlichen Umfang der Militärvorlage mitgetheilt wurde. Es handelt sich um eine Vermehrung der dauernden Ausgaben um etwas mehr als 27 Millionen Mart. Um so nöthiger ist es, daß die deutsche Wählerschaft ihre Meinung über die neuen Militärforderungen laut und vernehmlich zum Ausdruck bringe! Podbielski- Terrorismus. " Wir haben berichtet von den Verwarnungen" der OberPostdirektion Hannover an eine Anzahl Unterbeamte wegen des Lesens des verpönten ,, Dt. Postboten", Verwarnungen, die gleichbedeutend sind mit der Androhung der Verjagung aus dem Dienst für den Fall, daß die Unterbeamten bei der von ihnen gewünschten Lektüre beharren. Damit aber ist das„ Reinigungs" werk der Ober- Postdirektion Hannover noch nicht vollbracht. Herr v. Podbielski und feine Werkzeuge scheuen vor keinem Mittel zurück, um die Postunterbeamten an der freien Auswahl ihrer Lektüre zu hindern. Der Der Volts Zeitung" wird aus Hannover vom 2. Dezember geschrieben: " Durch eine Verfügung der hiesigen Ober- Postdirektion wurde heute den 114 Mitgliedern des Ortsvereins Hannover des Ver bandes der Deutschen Post- und Telegraphen- Unterbeamten der Austritt aus dem Verein„ nahegelegt", weil im§ 21 der Verbandsstatuten gesagt ist, daß die Publikationen des Verbandes durch die Zeitung Deutscher Postbote" zu erfolgen haben. Man schreibt den Post- Unterbeamten vor, was sie lesen sollen, was sie sprechen dürfen. Die Gedanken und die politischen Ueberzeugungen der Männer, deren persönliche Freiheit und Würde man also aufs schwerste verlegt, werden den Postgewaltigen um so unangenehmer werden. Lex Heinze. " Das offiziöse Organ macht einen unglücklichen Versuch, diefe Erhöhung des Militärbudgets als eine Bagatelle er scheinen zu lassen. Die volle Höhe der 27 Millionen werde erst nach 5 Jahren erreicht werden, so führt es aus. Ganz Aber soweit tam es nicht. Zwar wurde durch den Staats- recht, aber der Reichstag soll sich schon jetzt auf diese Er streich vom 5. Dezember die Nationalversammlung für definitiv höhung verpflichten und wenn in den nächsten Jahren die volle aufgelöft erklärt, und der König von Gottes Gnaden verließ den Erhöhung nicht erreicht wird, so werden dafür die einBoden der Vereinbarung, um felbstherrlich eine Verfassung zu maligen Ausgaben um so bedeutender sein. Eine Reichstags- Session ohne eine lex Heinze ist kaum dekretiren. Aber eben darin, daß eine Verfassung dekretirt wurde Weiter leisten sich die B. P. Nachr." den sonderbaren noch zu denken. Wie die Boss. 3tg." hört, werden wir auch und man nicht einfach wie es die höfische Reaktion wünschte Vergleich zwischen der jetzt geforderten Erhöhung des Militär- diesmal des Vergnügens nicht entbehren, einen solchen Rezu den vormärzlichen Zuständen zurückzukehren versuchte: darin etats und dem gesammten Reichshaushalts- Etat. Da dieser gierungsentwurf zu empfangen. Wird man wieder Zuhälter zeigte sich doch eine nachhaltige Wirkung der Märzrevolution und 5/4 Milliarden an dauernden Ausgaben betrage, so bedeute und Suppler im trauten Verein mit der Kunst unter den wohl auch eine gewisse Furcht vor der Wiederkehr solcher Tage. die Erhöhung nur etwa 2 pet. und das sei doch sehr wenig. gleichen Gesichtspunkten behandeln? Wir glauben es. Die Noch im Jahre 1847 hatte der romantische König Stein und Köstliche Rechnung! Der größte Theil des Reichshaushalts- Etats Dunkelmänner hassen ja die Freiheit des Gedankens, die Bein geschworen, nimmermehr eine Verfassung im Lande zu dulden. kommt auf Militär- und Marine Ausgaben; und weil das Wissenschaft und deren Thatwerdung im Gesellschaftsleben Er sagte damals zum Vereinigten Landtage die berühmten Worte: Deutsche Reich nun einmal so viele hunderte Millionen für herbeiführt, und die Freiheit des Gefühls viel ingrimmiger „ Es drängt mich zu der feierlichen Erklärung, daß es keiner Heeres- und Flottenzwecke ausgiebt, also ist die jetzige Forde als Zuhälter und Kuppler, deren sie heimlich bedürfen, Macht der Erde je gelingen soll, mich zu bewegen, das natürliche, rung nur gering. während sie öffentlich sie verfluchen. Ueberhaupt sollte man gerade bei uns durch seine innere Wahrheit so mächtig machende endlich aufhören, unter Sittlichkeit nur die feruale Tugend Verhältniß zwischen Fürst und Volk in ein konventionelles, tonzu verstehen. Diese Verengung des Begriffs der Sittlichkeit stitutionelles zu verwandeln, und daß ich es nun und ist unsinnig und gefährlich. Wir verlernen fast, daß die Fürst Bismarck und die Emser Depesche. Der Emser Depesche ist ein ganzes Kapitel der Gedanken und Erinnerungen" gewidmet- das 22. Es reicht von Seite 78 bis 93 des ganzen Bandes also 16 Seiten, was sicherlich nicht viel ist. Aber es ist noch zu viel, wie wir gleich sehen werden. = Wir rechnen anders: Weil wir schon zu viel in die Unkultur des Militarismus stecken, darum ist jede Million neuer Ausgaben verwerflich! 4 " Moltke zum 13. Juli ein, mit mir zu Drei zu speisen, Staaten neben dem partikularistischen und dynastischen Staatsgefühle und theilte ihnen bei Tische meine An- und Absichten lebendige Deutschthum hatte bis 1866 das politische Bewußtsein mit. Beide waren sehr niedergeschlagen und machten mir gewissermaßen mit der gesammt- deutschen Fittion unter Desterreichs indirekt Vorwürfe, daß ich die im Vergleiche mit ihnen größere Leitung beschwichtigt, theils aus süddeutscher Vorliebe für den alten Leichtigkeit des Rückzuges aus dem Dienste egoistisch benußte. Ich Kaiserstaat, theils in dem Glauben an die militärische Ueberlegenheit vertrat die Meinung, daß ich mein Ehrgefühl nicht der Politit opfern desselben über Preußen. Nachdem die Ereignisse den Irrthum der fönne, daß sie beide als Berufssoldaten wegen der Unfreiheit ihrer Schätzung festgestellt hatten, war gerade die Hilflosigkeit der jüdNeue Thatsachen bringt Fürst Bismarck nicht. Und was er Entschließung nicht dieselben Gesichtspunkte zu nehmen brauchten wie deutschen Staaten, in der Oesterreich sie bei dem Friedensbringt, steht zum Theil in grellem Wiederspruch mit den Thatsachen ein verantwortlicher auswärtiger Minister. Während der Unter- schlusse gelassen hatte, ein Motiv für das politische und sogar mit Berichten und Aeußerungen von ihm selber. haltung wurde mir gemeldet, daß ein Ziffer telegramm, Damaskus, das zwischen Varnbüler's Vae Victis"( Wehe So sagt er zum Beispiel von der spanischen Hohenzollern wenn ich mich recht erinnere, von ungefähr 200 Gruppen, aus Ems, den Besiegten!) zu dem bereitwilligen Abschlusse des Schutz- und kandidatur, sie habe sich nicht gegen Napoleon gerichtet, von dem Geheimrath Abeken unterzeichnet, in der Uebersetzung be- Truzbündnisses mit Preußen lag. Es war das Vertrauen auf die sondern sei blos eine Hohenzollern- Angelegenheit gewesen, während griffen sei. Nachdem mir die Entzifferung überbracht war, welche durch Preußen entwickelte germanische Kraft und die Anziehung. in dem Busch' schen Bismarck- Buch mit dankenswerther Deutlich ergab, daß Abeken das Telegramm auf Befehl Sr. Majestät redigirt welche einer entschlossenen und tapferen Politik inne wohnt, wenn teit, im Einklang mit der geschichtlichen Wahrheit, erklärt wird: und unterzeichnet hatte, las ich dasselbe meinen Gästen vor, deren sie Erfolg hat und dann sich in vernünftigen und ehrlichen Grenzen it was a trap for Napoleon es war eine Falle Niedergeschlagenheit so tief wurde, daß sie Speise und bewegt. Diesen Nimbus hatte Preußen gewonnen; er ging un für Napoleon, der König aber glaubte allerdings, es sei eine Erant verschmähten. Bei wiederholter Prüfung des widerruflich oder doch auf lange Zeit verloren, wenn in einer Hohenzollern Angelegenheit( Busch: Bismarck, Some secret Aftenstüdes verweilte ich bei der einen Auftrag involvirenden nationalen Ehrenfrage die Meinung im Bolke Play griff, daß die pages etc., Bd. III, S. 187). Ermächtigung Seiner Majestät, die neue Forderung französische Insulte" La Prusse cane"( Preußen duckt sich) einen Die Entstehung der Emser Depesche wird erzählt wie folgt: Benedetti's und ihre Zurückweisung sogleich sowohl unseren Gesandten thatsächlichen Hintergrund habe. " Daß der König sich( in Ems) nicht mit dem in so großem als in der Presse mitzutheilen. Ich stellte an Moltke einige Fragen In dieser Ueberzeugung machte ich von der mir durch Abeken Maße ihm eigenen Gefühle seiner hoheitvollen Würde der Benedetti- in bezug auf das Maß seines Bertrauens auf den Stand unserer übermittelten königlichen Ermächtigung Gebrauch, den Inhalt des schen Aufdringlichkeit von Hause aus entzogen hatte, davon lag die Rüstungen, respektive auf die Zeit, deren dieselben bei der über- Telegramms zu veröffentlichen und reduzirte in Gegenwart Schuld zum großen Theil in dem Einflusse, den die Königin raschend( 1) aufgetauchten Kriegsgefahr nach bedürfen meiner beiden Tischgäste das Telegramm durch von dem benachbarten Coblenz her auf ihn ausübte. Er war würden. Er antwortete, daß er, wenn Krieg werden sollte, von Streichungen, ohne ein Wort hinzuzuseßen oder 73 Jahre alt, friedliebend und abgeneigt, die Lorbeern von 1866 in einem Aufschub des Ausbruchs keinen Vortheil für uns er zu ändern, auf die nachstehende Fassung: einem neuen Kampfe auf das Spiel zu sezen; aber wenn er vom warte, selbst wenn wir zunächst nicht start genug sein sollten,„ Nachdem die Nachrichten von der Entsagung des Erbprinzen von weiblichen Einfluffe frei war, so blieb das Chrgefühl des Erben sofort alle linksrheinischen Landestheile gegen französische Invasion Hohenzollern der kaiserlich französischen Regierung von der königlich Friedrich des Großen und des preußischen Offiziers in ihm stets zu decken, so würde unsere Kriegsbereitschaft die französische sehr spanischen amtlich mitgetheilt worden sind, hat der französische Botleitend. Gegen die Konkurrenz, welche seine Gemahlin mit ihrer bald überholen, während in einer späteren Periode dieser schafter in Ems an Seine Majestät den König noch die Forderung weiblich berechtigten Furchtsamkeit und ihrem Mangel an Vortheil sich abschwächen würde; er halte den schnellen gestellt, ihn zu autorisiren, daß er nach Paris telegraphire, daß Nationalgefühl machte, wurde die Widerstandsfähigkeit des Ausbruch im Ganzen für uns vortheilhafter als Seine Majestät der König sich für alle Zukunft verpflichte, niemals Königs abgeschwächt durch sein ritterliches Gefühl der Frau und eine Verschleppung. Der Haltung Frankreichs gegenüber wieder seine Zustimmung zu geben, wenn die Hohenzollern auf ihre durch sein monarchisches Gefühl einer Königin und besonders der zwang uns nach meiner Ansicht das nationale Chrgefühl Kandidatur wieder zurückkommen sollten. Seine Majestät der König seinigen gegenüber. Man hat mir erzählt, daß die Königin Augusta zum Kriege, und wenn wir den Forderungen dieses Gefühls nicht hat es darauf abgelehnt, den französischen Botschafter nochmals zu ihren Gemahl vor seiner Abreise von Ems nach Berlin in Thränen gerecht wurden, so verloren wir auf dem Wege zur Vollendung empfangen, und demselben durch den Adjutanten vom Dienst sagen beschworen habe, den Krieg zu verhüten im Andenten an unserer nationalen Entwickelung den ganzen 1866 gewonnenen Vor- lassen, daß Seine Majestät dem Botschafter nichts weiter mitJena und Tilsit. Ich halte die Angabe für glaubwürdig bis auf sprung und das 1866 durch unsere militärischen Erfolge gesteigerte zutheilen habe." deutsche Nationalgefühl südlich des Mains, wie es sich in Der Unterschied in der Wirkung des gekürzten Textes der Emser Zum Rücktritt entschlossen( weil der König feinen Krieg wollte) der Bereitwilligkeit der Südstaaten zu den Bündnissen aus- Depesche im Vergleich mit der, welche das Original hervorgerufen trotz der Vorwürfe, die mir Noon darüber machte, lub ich ihn und gesprochen hatte, mußte wieder ertalfen. Das in den süddeutschen hätte, war kein Ergebnis stärterer Worte, sondern die Thränen. chlimmste Unfittlichkeit in der Knechtung und Ausbeutung der Veitmenschen liegt. Warum macht man nicht gegen diese Unfittlichkeit, diese Schändung des Menschenthums, gegen diese wachsende Verrohung des Empfindens eine lex Heinze? humoristischen Launen der kapitalistischen Weltordnung, die sonst nur den Missionären des Sittlichkeitsbundes und den Anhängern und Trauerspiele erzeugt. Es liegt eine wißige Huldigung für den Heros Anhängerinnen der nationalen Studentenschaft gekommen, wie es in diesem Erfolg der größten Verlagsorganisation Deutschlands, die so bei der Wallfahrt nach Friedrichsruh an Bismard's 80. Geburtstag glücklich mit Bismarc'schem Geist, gehandelt" hat. Zu den Enttäuschten geschah. Der Sittlichkeitsbund hat offenbar eingesehen, daß man gehört auch Prof. Schmoller, der zwar den ungeheuer dramatischen" solchen Ueberschwang der Begeisterung nicht stören soll. Verstimmung zwischen Frankreich und Rußland? In der pfunden haben will, jedoch bekennt:" Immer geht diese Parteikritik an poftamt hat verfügt, daß im Kalenderjahre 1999 eingehende statiſtiſche Eindruck dieser losen Aneinanderreihung diplomatischer Anekdoten emGesundheitsverhältnisse der Postbeamten. Das ReichsBieller" Bol. Norr." wird aus Petersburg berichtet,„ daß durch manchen Buntten über die Villigkeit und die bisher be die die politische Nichtung des Ministerpräsidenten Dupuy, Das ist eine überaus glimpfliche Bezeichnung der Thatsache, daß Erhebungen innerhalb der Post- und Telegraphen- Verwaltung stattAnarchismus abgegebenen Erklärungen Ausdruck gefunden Geschichtswerkes beanspruchen dürfen. Der große Erfolgspolitiferichiedenen Beschäftigungsarten im Post- und Der große Erfolgspolitiker Telegraphen Betriebe auf den Gesundheits besondere aber in denjenigen des Hofes und der Diplo- Wirkens und Wollens zeigen sollte, nichts als einen Erfolg seines 3 stand des Personals einen Ueberblick zu gewinnen. Die Aufhabe, in den amtlichen Kreisen der russischen Hauptstadt, ins hat mit seinem schriftstellerischen Lebenswert, das die Summe seines * Deutsches Reich. Herr von Lucanus 21 um über die Einwirkung der vers matie ernste Bedenken wachgerufen worden feien. Verlegers erzielt. Die Sprache, die Herr Dupuy in diefer Angelegenheit führte, zeichnungen sind gesondert zu führen für männliche Beamte, weibliche Beamte und Unterbeamte. sei, wie man in den erwähnten Kreisen betone, eher zur Ermuthigung Lippe und Willy Bruder. Der gestern erwähnte Prozeß als zur Einſchüchterung der revolutionären Elemente geeignet ge- gegen den Redakteur der„ Lippi'schen Tageszeitung" zember zu einer Sigung nach dem Reichsamt des Innern einberufen Der Börsenausschuß ist vom Reichskanzler auf den 13. Des wesen. Diese Haltung müsse die konservativen Elemente illy Bruder war durch die Behauptung des Blattes veranlaßt worden. in ganz Europa unangenehm berühren und ihr Mißtrauen er worden, In dieser Sigung soll zunächst die Bildung von zwei regen, und sie erscheine besonders unpassend unmittelbar nach dem nicht mit der nöthigen Diskretion behandelt habe, so daß sie den und zwar einer Abtheilung für Waaren und einer für Werthpapiere. daß der Graf Regent die bekannte Kaifer Depesche besonderen Abtheilungen des Börsenausschusses vorgenommen werden, grauenhaften Verbrechen, dem Kaiserin Elifabeth zum Opfer gefallen Weg in die Oeffentlichkeit gefunden; desgleichen wurde dem Sodann soll sich die erstgenannte Abtheilung mit der Frage eines ist. Das Auftreten des französischen Konseilspräsidenten entspreche Biesterfelder vorgeworfen, die Schrift an die Bundesregierungen er bots des Terminhandels in Kammzug, die gewiß nicht den Anforderungen, die sich aus dem engen Freundschafts- fei von demselben Gedanken geleitet gewesen, wie die Veröffent- andere mit der Frage einer Abänderung oder Ergänzung der vom und Bündnißverhältnisse Frankreichs mit einem seinem Wesen nach lichung der Depesche. Der Staatsminister v. Miesitschek und Bundesrath erlassenen Bestimmungen betreffend die Zulassung so konservativen Staate, wie Rußland, ergeben." der Flügeladjutant befundeten als 8eugen, daß die Veröffentlichung von Werthpapieren zum Börsenhandel beschäftigen. des Kaiser- Telegramms ohne Wissen und Willen des GrafJudirekte Ausweisungen von ausländischen Arbeitern. Regenten erfolgt sei. Der Flügeladjutant versicherte, daß überhaupt außer ihm und vielleicht dem Minister niemand von dem Der bekannte Lederfabrikant Heil in Wandsbek hatte vor zwei Telegramm Kenntniß erhalten habe.„ Nur einmal ist mir in Jahren anläßlich des Streits jeiner Arbeiter eine erhebliche Anzahl s. bleibt dem Kaiser und dem Volle erhalten! Erleichtert athmet jede Gegenwart meiner Frau und des Frl. v. Iffendorf ein Wort Ausländer Polen, Ruſſen, Galizier u. f. w. eingestellt. Jetzt entschlüpft, was ich Erlaucht auch mitgetheilt habe. Ich fallen diese Arbeiter, welche nichts dagegen einzuwenden haben, deutsche Bruſt auf, die von der schweren Sorge bedrückt war, wer habe aber fofort die Damen verpflichtet, strengstes Schweigen daß der Fabrikant sie mit dem traulichen„ Du" anredet, den in Zukunft die Minister daran erinnern sollte, daß es Zeit sei, ihre zu beobachten und kein Wort davon zu sagen. Die Damen befinden Behörden" läſtig". Zu wiederholten Malen hat Heil von Gesundheitsrücksichten" zu bekommen, und der sie dann sanft in den sich in meiner Wohnung, gewärtig, hierher berufen zu werden, um der Polizeibehörde folgendes Schreiben erhalten: Lucanus selber habe der Lucanus geholt. Aber es ist nur ein böser mitgetheilt haben." Ruhestand beförderte. Die entfegliche Mär war erklingen, den eidlich auszusagen, daß sie von dem Gehörten niemandem etwas hier vorliegenden öffentlichen Anzeige beschäftigen Sie seit den Traum gewesen. Lucanus bleibt, Das Räthsel bleibt also ungelöst, auf welchem den galizischen Arbeiter.... in Ihrem Betriebe. Es wird Herr Victor Schwein- Wege alle Welt erfahren hat, daß der Kaiser sich den Ton des Vize- Ihnen deshalb auf grund der Anweisung des Herrn Landraths hier burg fagt es uns, und er fügt seiner Freudenbotschaft die Worte herrschers von Lippe verbeten hat. Der Redakteur wurde nur wegen vom 27. Oftober 1897 hierdurch aufgegeben, binnen 3 Tagen den p. " Daß bei Ausstreuung der hier in Rede stehenden Gerüchte Schreiben an die Bundesfürsten Partikularismus, Föderalismus und nicht wieder in Arbeit zu stellen. Die Polizeibehörde." des Sapes verurtheilt, daß von dem Graf- Regenten durch das aus der Beschäftigung bei Ihnen zu entlassen und ihn in Zukunft irgendwo die Abficht obgewaltet hat, Verwirrung und Mißtrauen Mißstimmung unter den Bundesfürsten genährt würde. Für diese auzuſtiften, ist um so wahrscheinlicher, wenn man bedenkt, wie ge- Verwechselung der Wirkungen des Lippischen„ Ultimatums" mit dem Ausländer los werden. Nur können wir gar nicht recht einsehen, flffentlich in das Getriebe auch diejenigen Personen hineingezogen unbeabsichtigten Erfolg des Telegramms wandert Willy Bruder, wie warum? Haben diese Arbeiter nicht seinerzeit als„ Arbeitswillige" wurden, von denen man annehmen will, daß fie für eine etwaige schon berichtet, auf sechs Wochen auf eine Festung. Neubesetzung der Stelle des Chefs des Zivilkabinets in betracht kommen können. Man darf erwarten, daß nunmehr jene aus einer Atmosphäre von Klatsch und Quertreiberei aufgestiegenen Seifenblasen sich wieder in Nichts auflösen werden." 9 hinzu: Reichstag. Der gesammte Reichshaushalts- Etat für das Jahr 1899 ist jezt zur Drucklegung fertiggestellt. Da am 7. Dezember, dem Tage nach der Reichstags- Eröffnung, die Bräsidentenwahl stattfindet und am 8. Dezember wegen eines fatholischen Feiertages teine Sigung stattfindet, wird die erste Lesung des Etats frühestens am 9. Dezember beginnen können. Nach einer Ohne Zweifel will man, ohne viel Aufsehen zu erregen, diese die Lücken ausgefüllt, die durch den Austritt der zu anspruchsvollen einheimischen Arbeiter entstanden waren? Versteht in diesem Falle Kriminalstatistik. Jm 4. Vierteljahrsheft zur Statistit des die Behörde so schlecht, was im Interesse der nationalen Industrie" Deutschen Reichs, Jahrgang 1898, veröffentlicht das Statistische liegt? Herr Heil weiß diese denn auch viel besser zu wahren. Amt die vorläufigen Ergebnisse der Kriminalstatistik für das Deutsche Er hat, wie das Hamb. Echo" mittheilt, den Behörden wenig EntMan wird beim Leser dieser Zeilen an die besten Tage der Leckert, Reich für 1897. Im Jahre 1897 wurden wegen Verbrechen und gegenkommen gezeigt. In seiner Beschwerde beim Landrath und Lüzow und Tausch erinnert. Diese braven Polizeijournalisten Bergehen gegen Reichsgesetze 463 584 Personen verurtheilt, darunter dem Regierungspräsidenten weist er darauf hin, daß die selbst dürften ja freilich gegenwärtig ihre schäßbare Thätigkeit auf 45 251 unter 18 Jahre alt. Die Verurtheilung erfolgte bei Arbeiter tüchtig, arbeitsam und genügsam seien, und sich anderen Lebensgebieten üben. Aber daß das System der Tausch 82 688 Personen wegen Verbrechen und Lützow weiter florirt, das lehrt uns jetzt die amtliche Staat, und Vergehen gegen nicht an agitatorischen Bestrebungen" betheiligten. Diese letteren öffentliche Ordnung und Religion, bei 195 759 Eigenschaften sollten, so möchte man meinen, wie den Unternehmern, Korrespondenz. Tausch der alte alte hatte Herrn v. Marschall wegen Verbrechen und Vergehen gegen die Person, bei so auch den Behörden einigen Respekt einflößen. Aber nein! Es beim Widel; der neue Tausch hetzt gegen Lucanus. Wird auch der 188 806 wegen Verbrechen und Vergehen gegen das Vermögen hilft nichts, Herr Seil sieht sich gezwungen, einige Arbeiter zu Chef des kaiserlichen Bivilfabinets einmal die Flucht in die Deffent- und bei 1831 wegen Amtsdelikten. Beim Vergleich mit den Vor- entlassen. Der Regierungspräsident soll zu verstehen gegeben haben, lichkeit" wagen? Interessant würden die dann zu erwartenden jahren sind die Verurtheilungen wegen Verbrechen daß genügend deutsche Gerber zu haben seien. Enthüllungen sicherlich sein. Wie interessant ist es nicht schon jetzt, und Vergehen gegen die Person stetig und zwar Herr Heil will aber seine genügsamen" Arbeiter so leicht zu erfahren, daß Herr Victor Schweinburg nicht nur zum Finanz- wesentlich gestiegen, die Zahl der Verurtheilten dieser nicht entbehren, er wird sich noch beschwerdeführend an den Minister minister, sondern auch zum kaiserlichen Ziviltabinet Beziehungen Kategorie betrug 1892: 157 928, 1894: 181 977, 1897: 195 759, des Junern wenden. Es ist auch unerhört, daß die Behörden es unterhält! ebenso haben stetig zugenommen die Verbrechen und Verwagen, in diesem Falle einmal die getreuen Schildknappen des gehen gegen Staat, öffentliche Ordnung und Religion, welche fapitalistischen Unternehmerthums, die Arbeitswilligen von 66 392 im Jahre 1892 auf82 688 im Jahre 1897 gestiegen find. Die Zahl anzutaften. der wegen Verbrechen und Vergehen gegen das Vermögen Ver- Was aber die Fürsorge preußischer Verwaltungsbeamten für urtheilten betrug 1892: 196 437, fiel bis zum Jahre 1896 auf 179 136 Arbeiter anlangt, so ist diese was ganz Nenes fast Verdächtiges. und stieg im Jahre 1897 auf 183 806, gegenüber 1892: 12 631 Sie wäre besser am Blaze gewesen zur Zeit des Streits; jetzt, da weniger. Von den 45 251 Jugendlichen", b. h. 12 bis unter 18 Jahre die fremdländischen Arbeiter einmal aus ihrer Heimath herbeigelodt alten Personen wurden unter anderen verurtheilt: 22 544 wegen find, besitzt die deutsche Arbeiterschaft Humanitätsgefühl genug, Diebstahl, 7537 wegen Körperverletzung, 2852 wegen Sachbeschädi- um solch Vorgehen der Behörden auf das entschiedenste zu vergung, 2111 wegen Unterschlagung, 3667 wegen Betrug, Hehlerei und urtheilent. Ürkundenfälschung, 1170 wegen Sittlichkeitsvergehen, 22 wegen Mord, Todtschlag und Kindesmord, 175 wegen Brandstiftung und 50 wegen widerrechtlicher Arretirung und Mißhandlung des Referendars Drei Schuylente waren in Danzig im Sommer wegen Meineid. Dr. Erdimant Es ist zu beachten, daß die Zahlen der Verurtheilten nicht nur zu empfindlichen Gefängnißstrafen verurtheilt die kriminal- sozialen Verhältnisse, widerspiegeln, sondern auch das worden, auch wurden die Urtheile in allen Instanzen bestätigt. Wesen der Rechtsprechung. Das starte Zunehmen der Staatsver- Minister des Innern abschlägig beschieden, Ein Gnadengefuch hatte der Justizminister, ein weiteres der brechen" erklärt sich hauptsächlich aus der Natur unseres Richterstandes, der Polizeipräsident in Danzig jede Intervention ab. ebenso lehnte Der Bundesrath genehmigte in seiner heutigen Sigung den ben 82 688 Verurtheilten dieser Art ist ein großer Theil als Opfer der Schuyleute fuhren nunmehr, wie dem Lokal Anzeiger" ge schneidigen" Rechtsprechung zu buchen und die Zunahme gerade der meldet wird, nach Berlin, wo sie die persönliche Intervention Berfehlungen wieder Staat, Ordnung und Religion ist ein schlimmes veier Flügeladjutanten des Kaisers, unter denen sie gedient hatten, anriefen. Jetzt ging der Danziger Staatsanwaltschaft aus Berlin Beugniß für den reaktionären Geist der herrschenden Klassen. die Anweisung zu, daß der Strafantritt der drei Schußleute, welcher Unsere Bismarck- Studenten. In Hamburg haben sich etwa am nächsten Montag erfolgen follte, auf allerhöchsten Befehl vor Gelungene Spekulation. Es herrscht viel weniger Freude 100 studentische Vertreter versammelt, um über eine läufig auszusehen sei. Wie demselben Blatt hierzu aus über das Bismarc'sche Sammelwert von Gedanken und allgemeine Ehrung Bismard's zu berathen. Vorgeschlagen Potsdam gemeldet wird, ist diese kaiserliche Anordnung das ErErinnerungen, als man für gut befindet, der schadenfrohen wurde, in der Nähe aller Universitätsstädte einfache Gedent- gebnis einer Andienz, welche den drei Schutzleuten voin kaiser geMenschheit zu offenbaren. Ganz zufrieden ist eigentlich nur der-it eine zu errichten. Man ist großmüthig und volksthümlich genug, währt worden ist. Verleger, der trotz des Honorars von einer Million ein glänzendes um ganz wider die sonstigen Standesgefühle die gefammte Die Polizeirazzia in Hannover. Der Hannoversche„ VollsGeschäft macht. Die Aftionäre der Union sind die lachenden Nutznießer Bevölkerung zur Beitragszahlung zuzulassen. Alljährlich will man, wille" macht folgende näheren Mittheilungen über die von uns der allgemeinen Enttäuschung. 318 000 Bestellungen auf die zwei wie es scheint, auf eigene Kosten einen Kranz in Friedrichsruh gemeldete Verhaftung von angeblichen Anarchisten. Bezüglich des schmächtigen Bände sind bisher erfolgt. Diese gelungene buch- niederlegen. Bis zum Schluß der Redaktion ist es, so weit die polizeilichen Vorgehens gegen die„ Anarchisten" verlautet, daß die händlerische Ausbeutung der Bismarck- Begeisterung gehört zu den Nachrichten vorliegen, noch zu feiner Schlacht in Santt Pauli zwischen Verhaftungen auf grund des§ 128 des Strafgesetzbuches erfolgt find. Der betreffende Paragraph lautet: Der Reichstags- Abgeordnete,' Mitglied des Zentrums, Die den ( geb. 17. Dezember 1810) follte das Alterspräsidium im Reichstage bis zum Vollzug der Präsidentenwahl übernehmen. Er hat jedoch dem stellvertretenden Direktor bei dem Reichstage, Rechnungsrath Jungheim, die Mittheilung zugehen lassen, daß er erkrankt und daher behindert sei, am Eröffnungstage im Reichstag zu erscheinen. Infolge dessen hat das Reichstagsbureau den nächst altesten Abgeordneten telegraphisch ersucht, fich darüber zu erklären, ob er das Alterspräsidium übernehmen wollte. Entwurf des Etats der Reichsschuld und ertheilte den Gesetzentwürfen betreffend die Feststellung des Reichshaus halts- Etats für 1899 und die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltungen des Reich sheeres, der Marine zc. die Zustimmung. würde. " 1 " Des weiteren machen wir auf die Form aufmerksam, wie Bismard die" Reduzirung" des Chamade- Telegramms in das Fanfaren- Telegramm erklärt. „ Die Theilnahme an einer Verbindung, deren Dasein, Verfaffung oder Zweck vor der Staatsregierung geheim gehalten werden soll, oder in welcher gegen unbekannte Obere Ge horsam oder gegen bekannte Obere unbedingter Gehorsam versprochen wird, ist an den Mitgliedern mit Gefängniß bis zu sechs Monaten, an den Stifterit und Vorstehern der Verbindung mit Gefängniß von einem Monat bis zu einem Jahre zu bestrafen." Echon die Thatsache, daß von den ca. 25 Verhaftungen nur 4 aufDaß bei der Geschichte viel herauskominen wird, bezweifeln wir. leicht wird sich in 14 Tagen bis 3 Wochen die ganze Sache in recht erhalten sind, läßt den Werth des Vorgehens erkennen. VielWohlgefallen aufgelöst haben. Die vier in Haft Gebliebenen find sowie einige Provinzblättchen faselten schon davon, die Verhafteten dem Gerichtsgefängniß zugeführt. Der„ Hannoversche Kourier", feien aus Stalien, der Schweiz, aus Hamburg 2c. nach ich f, läßt sich nur vermuthen!" Run, da, wie verlautet, am hier zugereist und deuteten geheimnißvoll an: Mit welcher Ab16. d. W. der Kaiser nach hier kommt, so läßt sich leicht erklären, zu welchem Zwecke die fraglichen Blätter unter Führung des„ Hann. Rourier" diese Schauermär der Welt verkündeten. der Form, welche diese Rundgebung als eine abschließende erscheinen ließ, während die Redaktion Abefen's nur als ein Bruchstück einer schiebenden und in Berlin fortzusehenden Verhandlung erschienen sein" In dieser Ueberzeugung( daß es von Nuken sei, den Krieg zu provoziren) machte ich von der mir durch Abeken übermittelten Nachdem ich meinen beiden Gästen die konzentrirte Ste- töniglichen Ermächtigung Gebrauch, den Inhalt des Teledaktion vorgelesen hatte, bemerkte Moltke: So hat das einen gramms zu veröffentlichen und reduzitte Wer das anderen Klang, vorher tlang es wie Chamade, nicht mit sehr fritischen Augen liest, muß denken, die„ königliche Erjest wie eine Fanfare in Antwort auf eine mächtigung" habe sich auch auf das reduziren" bezogen; fie Herausforderung." Ich erläuterte:„ Wenn ich diesen Text, war aber blos für das Veröffentlichen. welcher keine Aenderungen und keinen Zusatz des Telegramms ent- Daß die„ Reduzirung"," Stonzentrirung" oder wie es früher hält, in Ausführung des Allerhöchsten Auftrages fofort nicht nur an hieß: Redaktion" der Originaldepesche den Krieg mit Frankreich b'e Sie Zeitungen, sondern auch telegraphisch an alle unsere Gesandt- 3 weckte, das wird von Bismarck rückhaltlos zugegeben. Mit den schaften mittheile, so wird er vor Mitternacht in Paris Motiven, die er für sein Handeln anführt, haben wir es hier bekannt sein und dort nicht nur wegen der Art nicht zu thun. Der unbefangene Leser wird sie auch ohne uns zu der Verbreitung den Eindruck des rothen würdigen wissen. auf Tit che s den gallischen Stier machen. Und nun die denkwürdige Szene zwischen dem Trifolium: Schlagen müssen wir, wenn wir nicht die Rolle des Geschlagenen Bismard, Roon, Moltke. ohne Kampf auf uns nehmen wollen. Der Erfolg hängt aber doch Die Völler sehen hier, wie Kriege gemacht werden; wesentlich von den Eindrücken bei uns und anderen ab, die der Ur- und daß es in unserer besten der Welten uns besten der Staats sprung des Krieges hervorruft; es ist wichtig, daß wir die Anordnungen Menschen giebt, für die der Strieg ein Geschäft und gegriffenen feien, und die gallische Ueberhebung und Reizbarkeit wird ein Vergnügen ist. uns dazu machen, wenn wir mit europäischer Oeffent lichkeit, so weit es uns ohne das Sprachrohr des Und mm zum Schluß eine Bemerkung zur Charakterisirung nicht Reichstags möglich ist, verkünden, daß wir den öffentlichen des Mannes der einer Charakterisirung nicht bedarf aber Drohungen Frankreichs furchtlos entgegentreten." des Buches. Diese meine Auseinandersetzung erzeugte bei den beiden Der ganze Bericht ist bereits früher veröffentlicht Generalen einen Umschlag zu freudiger Stimmung, dessen worden, und findet sich in allen wesentlichen Theilen Entwurf einer neuen Gemeinde Ordnung, durch welche Rudolstadt, 3. Dezember. Der Landtag Tehnte heute den Lebhaftigkeit mich überraschte. Sie hatten plöglich bereits in dem alten Busch'schen Buch:" Bismard die Lust zu essen und zu trinken wiedergefunden und und seine Leute," und in dem neuen Busch'schen Buch, dessen das Wahlrecht verschlechtert werden sollte, mit acht Stimmen a b. sprachen in heiterer Laune. Roon sagte:„ Der alte Gott ersten Band jenes alte Busch- Buch bildet.( Busch, Bismard 2c. Aus Baden, 2. Dezember.( Eig. Ber.) Der Fürst von Tebt noch und wird uns nicht in Schande verkommen lassen." Bd. III. S. 226 vom 4. Oftober 1870 und ausführlicher als Fürstenberg, dessen Abneigung gegen das Zahlen von ErbschaftsWholtte trat so weit aus seiner gleichmüthigen Passivität dort 28. I. S. 404 vom 19. Dezember 1870. Das deutsch e steuern bekannt ist, macht, obwohl das gegen ihn erlassene Urtheil des Heraus, daß er sich, mit freudigem Blick gegen die Zimmer- Buch Busch's, aus dem letzterer Bericht übersetzt ist, haben wir nicht badischen Verwaltungsgerichtshofes rechtskräftig geworden decke und mit Verzicht auf seine sonstige Gemessenheit zur Hand.) ist, erneute Anstrengungen, um wenigstens einen Theil der mehrere Worten, mit der Hand vor die Brust schlug und sagte:„ Wenn Wer beide Terte mit einander vergleicht, kann an der Identität Millionen betragenden Steuer für die fürstliche Staffe zu retten. ich das noch erlebe, in solchem Striege unsere Heere zu führen, so nicht zweifeln. Der Fürst ist so zartbefaitet, daß er seinerzeit vor dem Verwaltungsmag gleich nachher die alte Carcasse"( den alten Kadaver) Kurz, dieser Theil der Bismarc'schen Gedanken und gericht erklären ließ, er würde die Steuer ja„ gerne bezahlen", wenn der Teufel holen." Er war damals hinfälliger als später Erinnerungen" war schon vor zwanzig Jahren vom er nicht befürchten müßte, damit die Rechte feiner Standesherrschaft und hatte Zweifel, ob er die Strapazen des Feldzuges überleben Bischlein" geschrieben, und die Behauptung, Bismarck habe zu verlegen, die eigentlich die wirkliche Besizerin des Erbes und als Das Kapitel nach seinem Sturz für die Gedanken und Erinnerungen" folche steuerfrei fei. Das Verwaltungsgericht ließ sich jedoch durch Dies die Erzählung Bismard's. Zunächst machen wir aufgeschrieben, ist Schwindel. diese feudal juristischen Deduktionen nicht imponiren und merksam auf die hämischen Vorwürfe gegen den König und die Und mit anderen Theilen des Werkes" verhält es sich nicht verurtheilte den Fürsten zur Zahlung der gesammten Königin blos weil diese nicht den Krieg wollten. anders. Steuer. Nun wird aber die Angelegenheit die 8ivil. werde." " * " Zwei Tage später war der Krieg da. B1 M Braunschweig, 3. Dezember. Bei der Berathung des Gemeinde Abgabengesetzes nahm der Landtag unter Zustimmung der Regierung einen Antrag an, welcher bezweckt, die großen waarenhäuser und dergl. besonders zur Gemeindesteuer heranziehen zu können. gerichte und wahrscheinlich Feschäftigen. Bei der Nenaufstellung Schweiz. auch das Reichsgericht froatische Lieder singend und mit dem Rufe:„ Nieder mit Ungarn!" 12otal erschienene Stimmberechtigte von anderen Personen, z. B. der Grundbücher sollen näm- die Stadt und veranstalteten vor der Statue des Feldzeugmeister vom Vater für die Söhne, auf den Namen des nationalliberalen li. Heuer unter Abtheilung B diejenigen Grundstücke ein Grafen Jellachitsch eine Demonstration. Die Polizei schritt mit blanker Kandidaten( Rheinau) lautende Stimmzettel abgegeben wurden. getragen werden, für welche sich ein Erwerbstitel nicht Waffe ein und nahm mehrere Verhaftungen vor, darunter auch vier Solche lagen neben der Urne bereit. feststellen läßt; als vorläufiger Befizer wird der derzeitige Studenten. Muznießer oder Inhaber eingetragen. Nun besigt aber die fürstlich Ferner wurde von 70 anderen Wahlberechtigten, die ebenfalls Fürstenbergische Standesherrschaft eine sehr große Anzahl Grundder Urne fernblieben, beurkundet, sie hättent( zu gunsten des national stücke, von denen sich, wie dies in der Natur derartiger liberalen Kandidaten) das Wahlrecht persönlich ausgeübt. Die eni Bern, 3. Dezember.( Eig. Ber.) Die Arbeiter Union sprechende Bahl nationalliberaler Bettel wanderte in die Urne. " Standesherrschaften" liegt, die Art des Erwerbs nicht verlangte von der Stadt eine jährliche Subvention von 4000 Fr. Endlich wurde der einzige für den Zentrumskandidaten abgegebene it a chweisen läßt. Die badische Regierung hat natürlich an das der genannten Organisation gehörige Volkshaus und der Bettel aus der Urne eliminirt und durch einen nationalliberalen in ihrem Intereffe, d. h. auf grund des Urtheils des Verwaltungs- Gemeinderath( Magistrat) willfahrte auch dem Gesuche, indem er den Stimmzettel ersetzt. So wurde dann das Protokoll ausgefertigt. Gerichtshofes angeordnet, daß diese Grundstücke auf den Namen gewünschten Betrag ins Budget für 1899 einstellte. Darüber sind Am 16. Juni wurden in Sand von 192 Wahlberechtigten nur des Fürsten Max Egon zu Fürstenberg einge- die kapitalistischen Gegner wüthend und sie sammeln bereits 76 Stimmen abgegeben, nämlich 69 für den nationalliberalen, 3 für tragen werden. Der Fürst aber verwahrt sich hiergegen. 500 umt den Beschluß, falls auch der den antisemitischen, 2 für den sozialdemokratischen Kandidaten und 2 Die Gerichte werden nun zu entscheiden haben, ob in die Stadtrath zustimmt, ob in die Stadtrath zustimmt, vor die Vollsabstimmung zu bringen, bewußten Rubriken B des Grundbuches von Donaueschingen von der sie die Verwerfung erwarten; es kann aber auch das waren zersplittert bezw. unbeschrieben. Bei der zwischen dem nationalliberalen und dem Zentrumskandidaten am 24. Juni border Name des Fürsten oder derjenige der Standesherrschaft Gegentheil eintreten. Erwähnenswerth ist, daß an das Kasino und genommenen Stichwahl lagen dann 174 fämnttlich auf den einzutragen ist. Der Erbschaftsprozeß, den man bereits zu Theater, wo in der Hauptsache nur die Besigenden verkehren, all nationalliberalen Rheinau lautende Stimmzettel in der Urne. den man gunsten der musterländischen" Staatstaffe entschieden glaubte, jährlich tausende von Franken aus der Stadtkasse beigetragen werden. Das erregte Verdacht bei rechtlichen Wählern, die sich indessen ift alfo jetzt auf das zivilrechtliche Gebiet hinübergespielt Das finden die Herren selbstverständlich und ganz in der Ordining, freundlich zur Sozialdemokratie gestellt hatten. Und es mußte, da worden. Das interessanteste an der Geschichte ist es aller ein gleiches gegenüber den Arbeitern erscheint dagegen als der reinste das Wahlfälschen im Hanauerlande Gewohnheit zu werden dings, daß der Fürst, der sich so große Gewissensbiffe darüber Umsturz. Beim nächsten Schüßen- und Sängerfeste erklären aber drohte, einmal ein Exempel statuirt werden. Der Bürgermeister entmacht, ob er auf Grund des fürstlichen Hausgesetzes die Erbschafts- dieselben Leute mit der bekannten und bewährten Unverfrorenheit: fchuldigte sich mit seiner totalen Unkenntniß des Gesetzes, ferner ftener für die obengenannten Grundstücke bezahlen darf", aller" Wir wollen sein ein einig Volf von Brüdern!" damit, daß er die Fälschung für Kaiser und Reich begangen Wahrscheinlichkeit nach denjenigen Theil der Steuer, der nicht mehr Im Kanton Zug fanden am Sonntag die Regierungs- habe, seine Räthe Inben die Verantwortung auf die Schultern des in Frage steht, trotz des rechtskräftigen Urtheils noch nicht be- und Kantonsrathswahlen statt, wobei unsere Genossen zu Gemeindevorstehers ab, der noch lange nach Einleitung der Unterzahlt hat. ben bisherigen zwei Stantonsrathsmandaten ein drittes eroberten und fuchung seines Amtes gewaltet hatte. 25 Bengen bestätigten die den Genossen Müller Keiser in die Regierung brachten. In Anklage. dieselbe war schon früher ein Vertreter der Arbeiter, der frühere Advokat Moos gewählt; da er aber im Laufe der Zeit nach rechts abschwenkte, wurde er von den Arbeitern fallen gelassen und Müller als fein Nachfolger gewählt. " Ausland. Die englisch- amerikanische Freundschaft. Die Genoffen in der Stadt Luzern haben für ein Jnitiativbegehren auf Einführung der Proportionalwahl für den Großen Stadtrath 1100 Unterschriften gesammelt, während deren mur 500 erforderlich sind. Sie hoffen, auch bei der späteren Voltsabstimmung Erfolg zu haben. Der a argauische Kantonsrath hat mit 78 gegen 63 Stimmen eine Motion für erheblich erklärt, welche die Volkswahl der Regierung verlangt. Frankreich. Wir führten kürzlich im Leitartikel:" Eine neue Kolonialmacht" aus, daß die Konkurrenz zwischen England und den Vereinigten Staaten eine zu große sei, als daß sich aus dem jetzigen freundschaftlichen Verhältniß etwa ein dauerhaftes Bundesverhältniß entwickeln tönnte. Selbst Herr Chamberlain, der englische Kolonialminister, der stets mit dem Gedanken einer Liga der gefammten angelsächsischen Raffe" tolettirte, täuscht sich nicht über die zwischen den beiden Staaten bestehenden, wenn auch zur Beit Tatenten Gegenfäge. In einem amerikanischen Blatte führt er folgen des über die Frage eines englisch- amerikanischen Bündnisses aus: Es wäre eine Vision, von einer schließlichen Allianz zu reden oder zu glauben, daß der Traum einer Liga aller englisch reden- Paris, 3. Dezember. Der" Aurore" zufolge befindet sich unter den Völker plöglich in den Bereich nüchterner und praktischer den jüngst beschlagnahmten Papieren ein Brief, welchen Esterhazy Staatskunst gekommen ist. So weit es das Vereinigte Königreich im Jahre 1893 an den Deputirten Jules Noche, den damaligen betrifft, mag es als Thatsache gelten, daß die britische Nation Berichterstatter über das Heeresbudget gerichtet hat. In dem Briefe jede Annäherung an dieses Ziel mit Freuden begrüßen würde; heißt es:„ Ich bin in der Lage, Ihnen wichtige Mittheilungen über daß sie bereit ist, fast jede Strecke zu gehen, wenn im Generalstab, und namentlich im Nachrichtenbureau desselben, ver die Amerikaner dahingehende Gröffnungen machen; daß fie nicht fibte Mißbräuche zu liefern bezw. durch einen Offizier dieses Bureau's, vor einer Allianz ,, contra mundum"( gegen die ganze übrige Welt) Namens Henry, der mein Freund und Schuldner ist, zugehen zu zurückschrecken würde, sollte die Noth es gebieten, in Vertheidigung der laffen." Jules Noche stellte bor dem Staffationshof die Ideale der angelsächsischen Rafie, der Menschlichkeit, der Gerechtigkeit, Echtheit dieses Briefes fest, welcher als Beweis daffir an der Freiheit und Gleichheit der Gelegenheiten. Man darf jedoch gefehen wird, daß Major Henry an Esterhazy geheim zu haltende nicht annehmen, daß England, wenn es eine Allianz militärische Informationen übermittelte, wofür ihm Esterhazy in als nüßlich und willkommen begrüßt, eine dauernde finanzieller Beziehung Dienste leistete. Allianz gegen irgend einen Theil der übrigen Welt als wünschenswerth oder durchführbar erachtet. Es ist unsere richtige Politik, uns von jeder dauernden Allianz fernzuhalten. Es ist unweise, uns mittels füinst licher Bande in die Wechselfälle der europäischen Politit Wie der„ Rappel" mittheilt, leitete der Kriegsminister oder die gewöhnlichen Kombinationen und Stollifionen zu Freycinet eine Untersuchung ein betreffend die Stolle, welche verwickeln. Mutatis muntandis" gilt der Rath ebenso gut Du Paty de Clam in den Affären Dreyfus, Esterhazy und für die Vereinigten Staaten, wie für England. Der Picquart gespielt hat. Die Verfolgung Du Paty de Clam's sanguinistische Advokat einer Allianz zwischen den Vereinigten sei wahrscheinlich. Staaten und Großbritannien fann deshalb nur Eines Dem„ Rappel" zufolge werden die Mitglieder des Kajsations wünschen, nämlich daß sich beide Länder in engem Zusammenhang hofes das geheime Doffier im Kriegsministeriumr. einsehen. Sie haben halten und, wenn ihre Interessen identisch sind, auch für deren sich verpflichtet, die Namen der ihnen dadurch bekannt werdenden Bertheidigung eintreten." Geheimagenten in ihren Schlußbericht nicht aufzunehmen.. Chamberlain hat hier die Situation richtig gekennzeichnet. Die isolirende Stellung Englands war nicht mehr, was die Engländer einst bon ihr rühmten, splendid isolation, glänzendes Alleinstehen, fondern begann recht gefährlich zu werden, besonders gegenüber der stets wachsenden Macht Rußlands und dem beharrlichen Vordringen dieses Staates im zentralen und östlichen Asien. Diefe Situation führte zur Annäherung Englands an die Vereinigten Staaten, welchen letzteren die Freundschaft Englands während des Krieges mit Spanien fehr willkommen war. Gerade aber durch die Errungenschaften dieses Krieges, durch das Eintreten der Vereinigten Staaten in die Reihe der Kolonial- und Weltpolitit" treibenden Mächte werden sich in Zukunft Konflitte auch zwischen den jetzigen guten Freunden bilden müssen. Rußland und Abeffynien. Der Matin" erklärt, das Geheim- Doffier enthalte an teiner Stelle den Namen oder eine sonstige Bezeichnung von Dreyfus. Aus den Papieren gehe nur hervor, daß ein französischer Offizier zu fremden Militär- Attaché's in Beziehungen stand. England. das Parlament am 7. Febritar zufanien. London, 3. Dezember. Nach amtlicher Bekanntmachung tritt Der Präsident des Handelsamts Stitchie fagte in einer An sprache an die Freiwilligen von Croydon, die Seriegsgefahr ei dem Lande näher gewefeit als mancher wisse, aber die Thatsache, daß man sich nicht gefürchtet habe, sei dem Vertrauen des Landes in die Stärke der nationalen Vertheidigungsmittel zu banken. Türkei. Konstantinopel, 2. Dezember. Nach den letzten Nachrichten aus Yemen soll es den Aufständischen zwischen Hodeida und Sana gelungen sein, den türkischen Truppen eine Schlappe beizu bringen. Afrika. Amerika. * 營 Ueber ben Ausgang des Prozesses wird uns telegraphisch bes richtet: Der Bürgermeister wurde zu 2 Monaten, die anderen Angeklagten zu 1 bis 3 Wochen Gefängniß verurtheilt. Das Strafgesetzbuch schreibt für derartige Vergehen eine Gefängnißstrafe von 1 Woche bis zu 3 Jahren Gefängniß, ev. Verlust der Ehrenrechte vor. Partei- Machrichten. Ueber die erfreulichen Resultate der Gemeinderathswahlen in den reußischen Orten Gera und Debschwiz hat der Vorwärts" schon berichtet. Inzwischen sind die Wahlen so ziemlich im ganzen Fürstenthum Reuß i. L. vollzogen und ebenfalls vielfach zu unseren gunsten ausgefallen, obwohl die Gegner geschloffen gegen uns operirten. Es gelang in Untermhaus, Zwözzen, Linz, Pforten, Leunmiz, Langenberg, Frankenthal, Nuvis und anderen Orten Parteigenossen in den Gemeinderath zu bringen. Wohl in keinem deutschen Staate, schreibt die„ Reußische Tribüne", hat die Sozialdemokratie gegenwärtig so viel Einfluß auf die Gestaltung des Gemeindelebens, wie in Neuß f. 2. Bei den Stadtverordneten- Wahlen in Gießen wurde von fieben sozialdemokratischen Standidaten einer, der Parteigenoffe Eduard Strumm, auf drei Jahre gewählt. Er erhielt 689 giltige Stimmen. 118 Stimmzettel, die für ihn abgegeben waren, wurden für ungiltig erklärt, weil der Vorname Eduard nicht vollständig ausgeschrieben war. Von unseren übrigen Standidaten erhielt Philipp Scheidemann 677 Stimmen, die 5 anderent 430-455. Die Gegner brachten elf Kandidaten durch mit einer Stimmenzahl von 789 bis 1447, bavon sind zehn auf 9 Jahre, einer auf 6 Jahre gewählt. Insgesammut waren 40 Kandidaten aufgestellt. Die Zahl der Wahlberechtigten betrug zirka 3070, davon flimmten über 2000. Ein Vergleich mit den früheren Wahlen zeigt einen stetigen Fortschritt unserer Partei. 1892 betrug unsere Stimmenzahl 163 bis 434( gewählt wurde von 4 sozialistischen Kandidaten einer, Genosie Orbig), 1895 war die Stimmenzahl 416 bis 603 und diesnal 430 bis 807( einschließlich der 118 für ungiltig erklärten). In Jesuit in Anhalt wurde der Parteigenosse Wi Ih. Klokich, der wegen beleidigenden Berhaltens des Bürgermeisters fein Amt als Stadtverordneter niedergelegt hatte, am 30. November wiedergewählt. In dem Torse Maitschau bei Greig in Reuß ä. 2. wurde ein Parteigenosse mit großer Wehrheit in den Gemeinderath gewählt. genoise 2 a dyn it in die Stich wahl gefontmen. Das Ergebulg In Lieguit war bei der Etadtverordnetent- Wahl der Parteiderselben ist der Sieg des gegnerischen Kandidaten, eines Postsekretärs, der 983 Stimmen auf sich vereinigte. Unser Skandidat erhielt 423 Stimmen, wenig mehr als bei der Hauptwahl. 8. Januar nächsten Jahres in Beine in Turner- Restaurant, RosenDie Sozialdemokratie der Provinz Hannover hält am thalerstraße, ihren ordentlichen Parteitag ab. Die Hauptpunkte der Tagesordnung sind Berichte über die Thätigkeit des Agitationsfomitees und über die Reichstags- und Landtagswahlen. Der verstorbene Parteigenoffe Friedrich Theiß ist am 1. Dezember in Dortmund zur Erde bestattet worden. Von nah und fern waren Vertreter der Partei- und Gewerkschaftskreise ge= fommen, die dem erprobten Wiiftreiter das legte Geleit gabent. Bon Berlin waren August a bn und N. Behnke als Delegirte der Schmiede erschienen. Ansprachen am Grabe durften nicht gehalten werden, der Oberbürgermeister hatte die erbetene Genehmigung ver weigert. So mußte von dem geschiebenen Freunde stumm und schweigend Abschied genommen werden. Während des Begräbnisfes machte sich die Polizei in der bei sozialdemokratischen Todtenfeiern üblichen Weise unangenehm bemerkbar. " Aus Petersburg wird der Intern. Korrefp." gefchrieben: Die neuesten aus Abessynien hier eingetroffenen Meldungen haben an den hiesigen maßgebenden Stellen insofern eine unangenehme Aus Prätoria wird den Times" gemeldet: Die gegen Ueberraschung hervorgerufen, als sie bestätigen, daß zwischen dem vefu operirenden Truppen der füdafrikanischen Republik haben die Negus Menelit und dem Ras Mangascha doch ernste Gegensätze Stellung der Aufständischen genommen und dabei viele Gefangene bestehen. Man hatte bisher angenommen, daß Menelik die gemacht; von Mpesu selbst war keine Spur zu entdecken. scheinbare Unbotmäßigkeit Mangascha's nur gum Vorwand Kapstadt, 2. Dezember. Der Gefeßentwurf betreffend die Beinehme, um eine starke Striegsmacht sowohl in demt den steuer der Kapkolonie zur Flotte des britischen Rei des italienischen Besitzungen nahegelegenen Theile seines Reiches fam in der gefeßgebenden Versammlung zur zweiten Lesung und aufzustellen, als auch nach dem Sudan hin seine Besatzungen fand von beiden Parteien die wärmste Unterstützung. Die Afrikander zu verstärken. Jetzt hat man jedoch sehr zuverlässige Mittheilungen partei sprach die Hoffnung aus, daß auch die Republiken an diefer darüber erhalten, daß sich gegen Menelit eine all Beisteuer sich betheiligen werden. gemeine Erhebung vorbereitet, an der nicht nur Mangafcha, sondern auch einige andere Ras betheiligt sind. Es ist dabei zu bedenken, daß Abessynien selten ein völlig geschlossener Einheitsstaat war, sondern die Untertönige gewöhnlich faft selbständig Krieg sjefretärs Alger über den spanisch- amerikanischen Strieg tage der Sozialdemokratie Bayerns ist erschienen und zum Washington, 2. Dezember. Heute wurde ein Bericht des. Das Protokoll über die Verhandlungen des letzten Parteiwaren, während heute Menelik denselben nur die Stellung ab- veröffentlicht. In demselben empfiehlt Alger dringend die Ver= hängiger Unterführer eingeräumt hat. diefest Zustand liegt daher wohl im Bereiche der Möglichkeit, sobald ein Theil diefer Streitmacht müsse aus der Bevölkerung der neuEine Auflehnung gegen stärkung des regulären Heeres auf 100000 Mann. Preise von 20 Pf. zu beziehen. einige Ras von ausivärtiger Seite mit hinlänglichen Waffen erworbenen Inseln rekrutirt werden; dadurch würden die Amerikaner Polizeiliches, Gerichtliches 2c. versehen werden, um einen Kampf gegen das Heer Wienelit's wagen großentheils davor bewahrt, in tropischen Gebieten Militärdienst Redakteure der Halberstädter Arbeiter Beitung", die Wegen groben Unfugs" in zwei Fällen wurden zu tönnen. Augenblicklich würde zwar dieser Fall den Absichten hun zu müssen. Ferner empfiehlt Alger den Bau einer Eisen- Barteigenoffen Weyer und Berg, vom Schöffengericht in HalberRußlands widersprechen, weshalb man von Petersburg aus dem in bahn, die Kuba in seiner ganzen Länge durch Abessynien befindlichen Vertreter Rußlands die Weifung gegeben hat, zieht. Durch den Bahnbau würde den nothleidenden Kubanern wenn möglich eine Vermittelung zwischen Menelik und Mangafcha zu Arbeitsgelegenheit gegeben werden; auch würde die Bahn zur ber zu einer Massenaussperrung wurde, geschrieben hatten: Durch den Bahnbau würde den nothleidenden Kubanern stadt zu je 150, zusammen 300 M. Geldstrafe verurtheilt, weil sie gelegentlich des Magdeburger Bauarbeiter Streits, übernehmen. Sollten jedoch die Gegner Menelik's eine bedeutendere wirthschaftlichen Entwickelung und zur Pazifizirung der Insel wesentMachtstellung gewinnen, so würde gewiß auch Rußland keine Berlich beitragen. Daneben sei aber noch eine große Geldaufwendung 1. Unterbleibt der Zuzug von Maurern, Zimmerern und Bauanlafiung nehmen, die Auflösung des abessynischen Reiches zu vere erforderlich, um die in Nothlage befindlichen Rubaner zu unterſtügen. arbeitern und werden die Ausgesperrten durch materielle Hilfe in hindern, da ja die einzelnen Glieder noch eher dem russischen Einfluß folge wies die Striegsverwaltung auf grund eines Beschlusses des dann muß dieser Angriff der Unternehmer kläglich scheitern. New- York, 3. Dezember. Einer Depesche aus Washington zu den Stand gesetzt, sich und ihre Familien über Wasser zu halten, Kabinets den General Otis an, von Aguinaldo die Auslieferung der in den Händen der Aufständischen befindlichen spanischen Ge- Bauarbeiter nach Magdeburg reift; jeder Zuzug erschwert den 2. Borerst ist nothwendig, daß kein Maurer, Zimmerer und Budapest, 3. Dezember. Der Abgeordnete Roffuth hat fangenen zu verlangen.nachfolgende Interpellation an den Ministerpräsidenten Baron Kampf der Ausgesperrten und Streifenden, sodann wolle man bevon Banffy im Abgeordnetenhause eingebracht: Hat die denken, daß der Kampf ungeheure Opfer verschlingt. Arbeitsbrüder! Regierung Kenntniß davon, daß die Antwort des Grafen Thun, Die Ausgesperrten und Streifenden appelliren an Euer Solidaritätswelche auf die Anfrage der Abgeordneten J. Jaworski und Engel gefühl. betreffend die Ausweisung gewisser österreichischer Unterthanen slavischer Nationalität erfolgte, mit vorhergehender Zustimmung Das Gericht nahm als eriviesen an, daß die erste Notiz geeignet des Grafen Goluchowsti ertheilt worden ist? Erblickt die Offenburg, 3. Dezember. fei, eine Beunruhigung der betreffenden Unternehmer und der foungarische Regierung mit Rücksicht darauf, daß Graf Goluchowski fälschung im Dorfe and Hanauerland) zur Aburtheilung. allerdings die Konstatirung einer Thatsache, schließe jedoch mit einer Vor der Straffammer des hiesigen Landgerichts kam die Wahl- genannten Arbeitswilligen zu erzeugen. Die zweite Notiz enthalte nicht nur die auswärtigen Angelegenheiten Oesterreichs, sondern auch angeflagt waren als Mitglieder des Reichstagswahl- Komitees der Aufforderung an das Solidaritätsgefühl und solle die Arbeiter diejenigen Ungarns vertritt, nicht eine Gefahr für die Innigkeit des Dreibund- Berhältnisses in jener ungewohnten Drohung, welche Graf Bürgermeister Jakob Segel I( Vorsitzender), Mich. Beinert, veranlassen, nicht nach Magdeburg zu ziehen und dadurch die Thun trotz des Versprechens der deutschen Regierung, bie Beschwerde Gemeinderath( Stellvertreter), ferner die beijißenden Gemeinderäthe Streifenden zu unterstützen. Das stelle die Berübung eines groben abzustellen, gegen diese gebraucht hat?" Jak. Rieber VI( Protokollführer), David Körkel, Georg Unfugs dar. find verheirathete, evangelische Landwirthe. Die Anklage gründet Urtheile die Prüfung vor den höheren Gerichten nicht werden Röhlin II, Joh. Brendel IV. Sämmtliche Angeklagte Es versteht sich wohl auch heute noch von selbst, daß diese beiden sich auf$$ 108, 47 Str.-G.-B. In einer öffentlichen Angelegenheit bestehen können, denn was in den inkriminirten Stellen steht, mit dem Sammeln von Stimmzetteln und mit der Führung der ist durchaus im Rahmen des Koalitionsrechts gehalten und kann Beurkundungshandlung betraut sollen die Angeklagten in gemein- deshalb unseres Erachtens von den höheren Gerichten unmöglich des Budapest, 2. Dezember( Frankfurter 8tg.") In Agram famer Ausführung ein unrichtiges Ergebniß der Wahlhandlung vor Schußes verlustig erklärt werden, den der§ 152 der Gewerbe- Ordnung ist es anläßlich des Kaiserjubiläums gestern und heute zu ernst en fäßlich herbeigeführt bezw. das Endergebniß gefälscht haben. darstellt. Daß aber Urtheile, wie das des Halberstädter Schöffen Störungen gekommen. Mehrere hundert Personen durchzogen, Sie veranlaßten es oder ließen es zu, daß für 16 nicht im Wahl- gerichts, überhaupt gefällt werden können, das ist für die Stellung, unterworfen werdeų tönnten, als das geschlossene einheitliche Reich. Oesterreich- Ungarn. In Budapest herrscht einige Ünzufriedenheit mit der bekannten Rede des Grafen Thun und man glaubt, Graf Thun habe auf eigene Faust, ohne Einverständniß des Ministers des Auswärtigen, gehandelt. Badische Wahlfälscher auf der Anklagebank. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. = Gerichts- Beitung. der Die die die Anklagebehörden und die Justiz zu der Berufsorganisation mehr übrig hätte, als die Jnstruktionen vorschreiben. Ist es doch wohl im stande wären, den Arbeitern wenigstens 3 Feier der Arbeiter einnehmen, ein neues charakteristisches Merkmal. dem Dortmunder Ober- Bergamt ebenso wenig wie den Zechen- tage im Jahre zu gewähren, erläutert er im Anschluß hieran -Der verantwortliche Redakteur der Sächsischen Arbeiter befizern eingefallen, die Forderung der deutschen Bergleute: die Nothwendigkeit der Organisation, um mit Hilfe derselben eine Zeitung" Genoffe Beyer wurde zu 100 M." Geldstrafe verurtheilt, Heranziehung bon Arbeiterbelegirten zur Verbesserung der überaus schlechten Lohn- und Arbeitsverhältnisse zu weil er einen Referendar beleidigt haben sollte. Der betreffende Grubeninspektion, zu der feinigen zu machen. Diese erzwingen. Der Redner empfiehlt sodann die Wahl einer LohnReferendar hatte nämlich die Bestrafung eines Arbeiters herbei- Forderung ist aber nach wie vor die wichtigste. Diese zu er kommission, die Schaffung eines Streiffonds und plädirt für rege geführt, der, weil er ihn, den Referendar, angestiert" haben sollte, füllen, darauf kommt es an, wenn sichere Betriebsverhältnisse in den Betheiligung an den Sammlungen zu demselben, um in jeder zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilt wurde. In einem zweiten Bergwerken geschaffen werden sollen. Beziehung gerüstet zu sein. Den sehr treffenden und mit Falle sollte Beyer den Inhaber eines Dresdener Kleidergeschäfts be= stürmischem Beifall aufgenommenen Ausführungen folgte eine leidigt haben, was er mit 90 M. zu büßen hat. Diskussion, an der sich unter anderem auch der Bäckermeister Gäde betheiligte. Dieser Herr führte aus, daß er ebenfalls als Bäckergeselle gearbeitet habe und daß er ganz gut wisse, daß die Lage des Bäckerei- Arbeiters nicht mehr in den Rahmen der Vom modernen Bauschwindel. Eine Anklage wegen schwerer sonstigen Arbeiterverhältnisse hineinpaßt. Er habe mit den Meistern, Urkundenfälschung wurde gestern vor der vierten Straffammer des denen jedoch vielfach das Verständniß für die sozialen Verhältnisse Landgerichts 1 gegen den Maurermeister C. Auguſt entschel fehlt, die aber auch oft nicht verstehen wollen, verschiedentlich verDie Töpfer werden darauf aufmerksam gemacht, daß am verhandelt. Der Angeklagte führte im Jahre 1894 verschiedene handelt, um eine Verständigung anzubahnen. Die Innungsvorstände Dienstag, den 6. Dezember, bei Keller, Koppenstr. 29, eine wichtige Bauten auf. Die Holzlieferungen hatte der Zimmermeister Göbel fönnen nicht für die Schäden verantwortlich gemacht werden, weil Versammlung stattfindet, zu der sämmtliche Berufsgenossen ein- übernommen. Eine der Bauten am äußersten Ende der Kreuz die große Masse sich nicht von denselben regieren läßt. Nachdem der geladen sind. bergstraße wurde nicht mit der Schnelligkeit gefördert, wie Redner noch darauf hingewiesen hatte, daß der Streik wie der Achtung, Stockarbeiter! Der Streif bei den Firmen Alphons auf den Zimmermeister Göbel, der seiner Verpflichtung in besserung der Lage der Arbeiter führen, gab er seiner Freude Ausder Geldgeber es wünschte. Der Angeklagte schob die Schuld Boykott zweischneidige Waffen sind, die nicht immer zu einer VerLudwigu. Comp. und Richard Ludwig, Alexandrinenstr. 108, betreff der pünktlichen Holzlieferung nicht nachkomme und dauert unverändert fort. Wenn auch Herr Ludwig bei Anfragen nach ihm dadurch schon bedeutenden Schaden zugefügt habe. Thatsächlich versprach, in den Innungen nach Möglichkeit für die Wünsche der druck, daß in dieser Versammlung so sachlich verhandelt werde und Arbeit behauptet, der Streik sei beendet, so ist dies eine Taktik, die kam es zwischen ihm und Göbel zu Differenzen, die vorläufig damit Arbeiter einzutreten. An der weiteren Diskussion betheiligten sich alle Unternehmer in solchen Fällen anwenden. Wie aber Herr Lud- endeten, daß Göbel sich schriftlich damit einverstanden erklärte, von Brieskow und Hätschold, die in sachlicher Weise gegen die wig mit der Waare in Verlegenheit ist, ist daraus zu sehen, daß er weiteren Lieferungen für den Bau entbunden zu werden. Göbel Ausführungen des Herrn Gäde polemisirten und die im weiteren der bei den Hausindustrie- Arbeitern wegen Lieferung von Arbeit anzu- hatte an den Angeklagten aber noch weitere Forderungen, Meinung Ausbrud gaben, daß der in der Resolution feſtgeſetzte knüpfen versucht. Selbst an Konkurrenz Firmen ist man mit der die er im Wege der Klage Bitte um Ausführung von Kommissionen herangetreten. Herr Ludwig, machen gegen Hentschel geltend Mindestlohn zu niedrig sei, da man doch auch den Sonntag als mußte. In den Prozessen spielte nun die der sich sonst über die Organisation der Arbeiter stets in einer wähnte Entsagungsurkunde eine Hauptrolle. Dieselbe bestand aus lohn von 21 M. festzusetzen. Hierauf gelangte folgende von Hätschold er Arbeitstag rechnen müsse. Sie beantragten deshalb einen Mindest an Sohn grenzenden Weise geäußert, sah sich veranlaßt, feinen zwei Absätzen. In dem ersten verzichtet Goebel auf Weiterlieferung eingebrachte Resolution Konflikt mit den Arbeitern bei der Unternehmer- Organisation, dem und in dem zweiten erklärt er, daß er„ teinerlei Ansprüche, sammlung beschließt eine Kommission, bestehend aus 3 Wit zur Annahme: heutige Ver Verband der Schirmindustriellen, anzubringen. Zu unserer Freude welcher Art sie auch feien", an Hentschel erheben werde. gliedern 3 lokalen zentralen und fönnen wir fonstatiren, daß bisher geübte Stodarbeiter als Streit Goebel behauptet, daß dieser zweite Absatz nachträglich von dem Richtung zu wählen, .Mitgliedern der welche die Vorbereitungen zu einer brecher sich nicht zur Arbeit dingen ließen. Wenn auch die Fest- Angeklagten hineingeschrieben ist. Der Beschuldigte bestreitet dies Bewegung unverzüglich in die Wege zu leiten hat. Die wochen vor der Thür stehen, die uns den Kampf erschweren werden, entschieden. Er gab an, daß das Schriftstück im Restaurant Bur Kommission verwaltet den Streiffonds, welchem der Ueberso sind wir dennoch gewillt, einig zusammenzustehen, um unsere Lehmfute" von ihm geschrieben und dann von Goebel unter- schuß der heutigen Tellersammlung als Grundkapital zu überForderungen zur Geltung zu bringen. Die Agitationskommission. zeichnet worden sei. Der letztere bezeichnete dies unter seinem weisen ist." In die Lohukommission wurden von der zentralen Eide als unwahr. Hentschel habe das fertige Schriftstück, das da- Richtung Hätschold, Höpfner und Nitschke und von der mals allerdings nur den ersten Absatz betreffend die Verzichtleistung lokalen Richtung Barth, Schneider und Seidel gewählt. Sozialdemokraten in den Gesellenausschüssen. Unter diefer auf Weiterlieferung enthalten habe, mitgebracht und er, Göbel, habe Die von Klammet empfohlene Resolution, die die Zustimmung Spißmarte schreibt die„ Konservative Korrespondenz": es dann im Restaurant unterschrieben. Verhängnißvoll für den An- der Versammlung fand und nach dem Vorschlag von Most und In die neuen Innungen rückt so bemerkt schadenfroh die geklagten wurde es, daß die beiden Gerichtschemiker Dr. Jeserich ätsch old in einer nächsten von der Lohukommission einzu Freifinnige Zeitung"- die Sozialdemokratie jezt ein." Bei den und Dr. Bischoff übereinstimmend begutachteten, daß die Unter- berufenden Versammlung nochmals eingehend erörtert werden soll, Wahlen für die Gesellenausschüsse zweier Berliner Bäckerinnungen schrift Göbel's mit anderer Tinte geschrieben sei, als der hat folgenden Wortlaut: haben nämlich die„ Genossen" gefiegt. Solche Erscheinungen aber Tert der Urkunde. Während der Staatsanwalt aus diesem Umstande,„ Die Bäckerei- Arbeiter Berlins und der Umgegend erklären, daß waren zu erwarten und darauf ist auch bei den Berathungen des sowie aus der übrigen Beweisaufnahme auf die Schuld des Angeklagten die gegenwärtig im Bäckergewerbe Herrschenden Verhältnisse einer Innungsgesetzes aufmerksam gemacht worden; allein daß dadurch schloß und gegen ihn eine Gefängnißstrafe von 6 Monaten bean- tiefgreifenden Umgestaltung unterworfen werden müssen. Allzu viel die Innungsorganisation etwa an Werth verlieren könnte, wie es tragte, plädirte der Vertheidiger, Justizrath Dr. Sello, auf Frei- leberreste eines mittelalterlich- patriarchalischen Systems haften ant das Organ des Herrn Eugen Richter hofft, daran ist nicht zu denken. sprechung, da der Zeuge Göbel, der sich bei seinen früheren Ver- ihrem Berufe, welche unwürdig eines selbständigen Arbeiters, seine Man wird im Gegentheil die Erwartung hegen dürfen, daß die nehmungen vielfach widersprochen habe, feinen Glauben verdiene. Der Bewegungsfreiheit unterbindend, nothwendigerweise Innungsmitglieder bei weiteren Gesellenausschußwahlen ihren Ein- Gerichtshof schenkte dem Zeugen Göbel aber vollen Glauben und kam zu für Sauberkeit und gesellschaftliche Wohlfahrt untergraben müssen. fluß gegen die Sozialdemokratie kräftiger geltend machen werden. einer Verurtheilung des Angeklagten. Bei der Strafabmessung, so Die Versammelten verlangen auch ihren Antheil an dem steigenden Dann aber ist zu erwarten, daß das Zusammenwirken der hob der Vorsitzende hervor, sei zu erwägen, daß es sich um einen Volkswohlstand und beauftragen somit die Gesellenausschüsse beider Meister mit den Gesellen, selbst mit dem sozialdemokratischen Theile recht groben Bauschwindel handle. Die Strafe sei deshalb am Ort bestehenden Innungen, letzteren folgende Forderungen vorderselben, erziehlich wirken wird. Der Unterschied zwischen den auf ein Jahr jechs Monate Gefängniß und zweijährigen Gesellenausschüssen und den Gewerkschaften ist namentlich der, Ehrverlust bemessen worden. Bei der Höhe der Strafe habe auch daß die ersten, wenn schon deren Mehrheit aus" Genoffen" die sofortige Verhaftung des Angeklagten verfügt werden müssen, besteht, niemals unter den direkten Einfluß von Nichtberufsmitgliedern die aber wieder aufgehoben werden solle, wenn der Angeklagte eine gerathen können. In den Gewerkschaften und bei Ausständen führen Kaution von 10 000 m. hinterlegt haben würde. bekanntlich die von der sozialdemokratischen Parteileitung abhängigen Parteibeamten" das Wort und haben ein materielles Interesse daran, den„ Klassenkampf" aufrecht zu erhalten. Das kann in den Gesellenausschüssen der Innungen nicht vorkommen, wofern die Meister die Augen offen halten. Eine Gefahr ist in dem Umstande, daß in einigen dieser Ausschüsse ausnahmsweise Sozialdemokraten die Mehrheit haben, demnach nicht zu erblicken." Dentsches Reich. Versammlungen. zulegen: 1 Abschaffung von Kost und Logis im Hause des Meisters. a) Als Entschädigung hierfür werden pro Mann und Woche 12 M. gezahlt. b) 18 M. gelten als Mindestlohn. c) Für gesetzlich zulässige Ueberstunden werdeu 50 Pf. bezahlt. 2. Strikte Durchführung der Bundesraths- Verordnung mit einer Stunde Eßpause. 3. Regelung des Arbeitsnachweises auf unparteiischer Grundlage. 4. Gewährung einer Freinacht an den drei hohen Festen Ostern, Feiertage. Pfingsten, Weihnachten, und zwar der Nacht vom ersten zum zweiten Die Gesellenausschüsse haben nach erfolgter Unterhandlung sobald als angängig in öffentlicher Versammlung Bericht zu er statten. Um nun bei ablehnender Haltung oder zu geringem Entgegenkommen der Innungen die aufgestellten Forderungen aus eigener Kraft durchzuführen, beschließen die Versammelten, alle Voreigener Kraft durchzuführen, beschließen die Versammelten, alle Vorbereitungen zu einer erfolgversprechenden Lohnbewegung zu treffen. bereitungen zu einer erfolgversprechenden Lohnbewegung zu treffen. er Die Bäckerei Arbeiter hielten am Dienstag Nachmittag bei Nieft, Weberstraße, eine Versanimlung ab, die so stark besucht war, Die Schlußbemerkung ist nicht unrichtig. Die Gefahr, die der daß bereits um 4 Uhr der große Saal bis auf den letzten Platz große" Bertreter des Liberalismus, Herr Eugen Richter, wittert, befeßt war. Auf der Tagesordnung stand zunächst der Bericht der ist schon deshalb nicht groß, weil das Gesez der Thätigkeit der Altgesellen der beiden am Orte bestehenden Innungen. Der AltGesellenausschüsse sehr enge Grenzen gezogen hat. Damit soll aber geselle Most von der Konkordia- Innung" erinnerte eingangs seiner feineswegs gesagt sein, daß wir nicht dennoch die Betheiligung an den Ausführungen daran, daß das Gesuch der Altgesellen vom 23. Novbr. v. J. Wahlen empfehlen; denn die Gewerkschaften werden versuchen müssen, auf um eine Audienz beim Reichskanzler, in der die Arbeiter im Gegendem Gebiete das zu erreichen, was in ihren Kräften steht. Die kleinen fatz zu den Bäckermeistern die Nothwendigkeit für die Aufrecht- 3 diesem Zweck iſt eine Kommission zu wählen. Die KomLiebenswürdigkeiten gegen die Gewerkschaften und die sozialdemokratische erhaltung der Bundesraths- Verordnung begründen wollten, durch miſſion hat Marken zum Preise von 25 und 50 Pf. herauszugeben. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, gleichviel ob Partei in der„ Konservativen Korrespondenz" sind nicht neu und Herrn v. Wödtke abschlägig beschieden wurde, daß aber auf eine organisirt ist oder nicht, mindestens wöchentlich eine schließlich versteht es Herr Eugen Richter, noch viel bessere sozialdemo- Interpellation Bebel's im Reichstage seitens der Regierung die 25 Pf.- Marte zu leben. Nur derjenige erhält bei einer Lohnfratische Schauergeschichten seinen Lesern aufzutischen. Bemerkt sei Zusicherung gegeben wurde, daß an eine Aufhebung der bewegung Unterstüßung, der regelmäßig zum Streitfonds beinur, daß auch bisher im Gesellenausschuß der einen Bäckerinnung Bäckerei Verordnung nicht gedacht werde. Er berichtete sofozialdemokratische Vertreter gesessen haben. Auffallend ist aber, dann über das Ergebnis der verschiedenen kombinirten Sigungen bie sodann als Kassirer in genau abgegrenzten Agitationsbezirken getragen hat. Die Kommission hat sich hilfsarbeiter heranzuziehen, wie hier ein konservatives Organ in Beurtheilung einer Arbeiter mit dem Innungsausschuß, in denen die einzelnen Vorschläge des fungiren. Sie hat ferner in den zum Berliner Innungsbezirk gevertretung toleranter auftritt, als der Führer der freisinnigen Partei Gesellenausschusses zur Verhandlung standen und wobei er erwähnte, hörenden Theilen eine planmäßige Agitation zu entfalten und den eine Erscheinung, die auch bei dem Streit über die Verwaltung daß in einer Generalversammlung der Obermeister Gemein hörenden Theilen eine planmäßige Agitation zu entfalten und den der Orts- Krankenkassen vereinzelt zu tage trat. Es bestätigt das hardt einige der gemachten Vorschläge afzeptirte, was für die günstigen Moment für ein Vorgehen gewissenhaft abzupassen." mur, daß Herr Eugen Richter in der Beurtheilung sozialpolitischer Gesellen iminerhin ein annehmbarer Fortschritt sei. Durch das Fragen einen so reaktionären Standpunkt einnimmt, wie ihn selbst Innungs- Sprechbureau haben im verflossenen Jahre 2562 Arbeiter, ein ostpreußischer Junker nicht erreichen kann. viele allerdings erst nach langer Arbeitslosigkeit, Arbeit nachgewiesen erhalten, während 497 nach langer Arbeitslosigkeit Lehte Nachrichten und Depeschen. Der Streit der Former in Ratingen bei Düsseldorf ist auf Beschluß der Organisation für beendet erklärt. Ein Erfolg des Ausstandes ist nicht zu verzeichnen, es gelang aber, sämmtliche Ause ständige in Arbeit zu bringen. Bei der Gewerbegerichtswahl in Neustadt- Mag deburg wurden die vom Gewerkschaftsfartell aufgestellten Kandidaten ohne Gegenliste gewählt. Ansland. Boziales. V nicht untergebracht werden konnten und fich anderweitig Arbeit suchen mußten. Als die Bäckerei- Arbeiter in Hamburg in der Lohn Hafenschreiber Kiefer ist nach Buchfälschungen und Unterschlagungen Frankfurt a. M., 3. Dezember.( W. T. B.) Der städtische bewegung standen, wurden die Altgesellen bei den Sprechbureaus in Höhe von 14 000 M. flüchtig geworden. vorstellig, um die Vermittelung von Arbeitern nach dort hintanzu" Wien, 3. Dezember.( W. T. B.) Hiefige Blätter melden ans Pilsen: Nach dem vorgestrigen Zapfenstreiche zog eine czechische Volksmenge unter dem Gesange eines nationalen Liedes durch die Straßen und brachte dem Bürgermeister und dem Abgeordneten Dnk Ovationen. Dann zog die Menge unter Schmährufen gegen die Deutschen nach dem als deutsches Hotel bezeichneten Pilsenerhof, wo halten. Aus den Büchern des Sprechmeisters der„ Konkordia" Wien, 3. Dezember.( B. S.) Nachdem nunmehr volle EiniImmung hat sich ergeben, daß keine Arbeiter nach Hamburg ver- gung über die Dauer des Provisoriums und über die Machtbefugniſſe mittelt wurden, aber die Vermuthung war allgemein vorhanden, daß des Prinzen Georg von Griechenland erfolgt ist, reist derselbe nächste der Obermeister privatim Streifbrecher nach Hamburg vermittelt hat Woche auf der kgl. Yacht„ Amphidrite", begleitet von je einem und dies der Kontrolle des Gesellen- Ausschusses entgangen ist. Nach russischen, englischen, französischen und italienischen Kanonenboot Ju Kopenhagen haben die Buchdrucker die Arbeit eingestellt. dem der Beisiger vom Schiedsgericht der„ Stonfordia" Immung, Clanp, nach Kanea ab, woselbst ihn ein russischer Offizier mit einem eigen Mehrere Zeitungen konnten deshalb nicht erscheinen. den Bericht erstattet und zur regen Betheiligung an den denmächst händigen Glückwunschschreiben des Baren empfangen wird. stattfindenden Wahlen des Gesellenausschusses aufgefordert hatte, berichtete der Altgeselle der„ Germania"-Innung über die Thätigkeit des Ausschusses. In der Diskussion wurde das Verhalten der Altgesellen der Germania" Innung gelegentlich eines schiedsgerichtlichen Verfahrens von Höpfner einer herben Kritik unterzogen und schließlich das Eine Verordnung über die Beschäftigung fremdsprach Verhalten der Altgesellen beider Jumungen von der Versammlung licher Arbeiter im Bergbau will das Oberbergamt in gemißbilligt. Ueber den weiteren Punkt der Tagesordnung die Polizei die johlende Menge zerstreute. Dortmund für seinen Bereich erlassen. Danach sollen in den Berg- Sind die Berliner Bäderei Arbeiter gewillt, eine Wien, 3. Dezember.( B. H.) Das Ergebniß der Verhandlungen werken und in deren Nebenanlagen nur solche fremdsprachliche Arbeiter Verbesserung ihrer traurigen Lage durch eine beschäftigt werden dürfen, die genügend Deutsch verstehen, eventuelle Lohnregulirung herbeizuführen? der österreichischen und der ungarischen Regierung betreffs des Ausum mündliche Anweisungen ihrer Vorgesetzten und Mittheilungen referirte lammet. Den Ausführungen des Redners war zu gleichsprovisoriums wird, wie die„ Neue Fr. Pr." berichtet, wahrs ihrer Mitarbeiter richtig auffassen zu können, und verantwortungs- entnehmen, daß für die Bewegung in der letzten Zeit viel gethan scheinlich nächste Woche den Parlamenten bekannt gegeben werden. bolle Posten, wie solche als Aufseher, Maschinenführer 2c. sollen worden sei, daß aber trotz der sonstigen Differenzen die beiden am Paris, 3. Dezember.( W. T. B.) In Deputirtenkreisen bers ihnen nur dann übertragen werden dürfen, wenn sie deutsch fertig Orte bestehenden Organisationen fich die größte Mühe gegeben haben, lautet, der Staffationshof werde zwar nichts thun, um eine Versprechen und lesen können. Ueber die fremdsprachigen Arbeiter um wenigstens einigermaßen die Innehaltung der Arbeiterschutzfoll in jedem Bergwerk und dessen Nebenanlagen eine besondere Vorschriften zu veranlassen. Er verwies darauf, daß die Bäcker tagung des Prozesses Picquart herbeizuführen, doch würde das Liste geführt werden. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften meister, die immer angeben, daß sie bereit sind, die berechtigten Striegsgericht, falls Labori bei Beginn der Prozeßverhandlung Versollen mit Geldbuße bis zu 300 m. oder entsprechender Haft geahndet Forderungen der Gesellen zu erfüllen, eifrig bestrebt sind, die tagung beantrage, dem Antrag willfahren. Paris, 3. Dezember.( W. T. B.) Die Akademie der schönen werden, wenn nicht nach den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen Bäckereiverordnung gänzlich zu beseitigen. In sehr vielen Fällen eine höhere Strafe verwirkt ist. Diese Bergpolizei- Verordnung soll werden die Bestimmungen, obwohl dieselben der Ausbeutung den Künste wählte den Komponisten May Bruch zum forrespondirenden mit dem Tage ihrer Verkündigung in Kraft treten, aber erst nach weitesten Spielraum gewähren, von den Meistern einfach gar nicht Mitgliede. sechs Monaten bei den fremdsprachlichen Arbeitern Anwendung beachtet. Durch die Arbeitsnachweise werden diejenigen, die Mailand, 3. Dezember.( W. T. B.) Auf dem Observatorium finden, die am Tage der Bekanntmachung dieser Verordnung schon für die Durchführung der Verordnung eintreten oder all- in der Brera wurde heute früh 4 1hr 45 min. zweimal innerhalb in den Bergwerken beschäftigt sind. zu schlimme Uebertretungen der Meister zur Anzeige bringen, weniger Sekunden unterirdisches Rollen beobachtet. Bei dem zweiten gemaßregelt. Gleichzeitig werden die Das Oberbergamt begründet seine Maßnahme, die sich auf indirett Arbeits- Donner, welcher mit starken Kanonenschüssen zu vergleichen war, eine Bestimmung des Berggefeßes fügt, u. a. damit, daß ein einziger nachweiſe dazu benutt, Arbeiter wegen ihrer politischen Ge- flirten die Fensterscheiben. Die seismographischen Apparate zeigten Bole, der die bestehenden Vorschriften nicht lesen und verstehen sinnung zu maßregeln. Der Redner erörtert hierauf die technischen teine Veränderung. tönne, im stande sei, durch ein einziges, aus Unkenntniß begangenes Fortschritte im Bäckereigewerbe und die Wirkungen der im EntDes weiteren Madrid, 3. Dezember.( W. T. B.) In Ferrol zerstörte eine Versehen hunderte von Menschenleben zu gefährden. Es versteht sich stehen begriffenen Großbetriebe in diesem Berufe. die Lohnbewegung der Bäckerei Arbeiter in Feuersbrunst einen Theil der Staatswerften und vernichtete Material von selbst, daß die Beschäftigung von der deutschen Sprache behandelt unkundigen Arbeitern insbesondere unter Tage Gefahren für Hamburg und erinnert hierbei daran, daß sogar ein großer Theil für Marinebauten. Der angerichtete Schaden wird auf 4 Millionen die Belegschaften der Gruben birgt, aber warum hat das der bürgerlichen Bevölkerung für die Beseitigung der Weißstände in Pesetas geschätzt. diese Gefahr nicht schon bor Bergamt Jahren den Bäckereien eingetreten ist und mit den Ausständigen Washington, 8. Dezember.( W. T. B.) Der Staatssekretär bemerkt? Slaven und Italiener werden doch nicht erst seit heut und sympathisirt hat. Als einen Hauptübelstand bezeichnet der Redner Hay erhielt vom Konsul der Vereinigten Staaten in Bogota die gestern im Ober- Bergamtsbezirk Dortmund als Bergarbeiter be- das Koft- und Logiswesen beim Meister. Nachdem er noch darauf Nachricht, das Repräsentantenhaus der Republik Kolumbien habe den schäftigt. Vermuthlich sind bei der Verordnung nationalpolitische hingewiesen hatte, daß die Bäckerei- Arbeiter eigentliche Feiertage Antrag der Panamatanal- Gesellschaft, die Frist zur Vollendung des Rücksichten im Spiele. Das Dortmunder Ober Bergamt ist doch nicht kennen, sondern gezwungen find, 365 Tage im Jahre zu Stanals um sechs Jahre zu verlängern, abgelehnt. Danach hat die sonst nicht als eine Behörde bekannt, die für die deutschen Bergleute arbeiten und die Innungen bei einigem guten Willen sehr Gesellschaft noch sechs Jahre zur Fortführung ihres Werkes vor sich. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen u. Unterhaltungsblatt, D er Nr. 284. 15. Jabrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Tokales. Zur Lokallifte. Am 18. Dezember erscheint die neue Lokalliste. Ich ersuche daher die Lokalkommissionen Berlins und der Provinz Brandenburg, Wendreungen resp. Neuaufnahmen bis spätestens den 13. Dezember an mich einzusenden. Die Lokalkommission. J. A.: C. Scholz. Wrangelstr. 110 part. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. ReichstagsWahlkreis. Am Sonntag, den 11. Dezember, nachmittags 4 Uhr, findet in der„ Urania"( Taubenstraße) der vom Wahlverein des ersten Wahlkreises veranstaltete Vortrag mit Lichtbildern statt. Billets à 60 Pf. find bei folgenden Genossen zu haben: Mörschel, Jüdenstraße 35; Petermann, Ritterstr. 49; Täterow, Annenstr. 26; Büttner, Feilnerstr. 11. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Achtung, sechster Wahlkreis. ( 2. Weihnachtsfeiertag), mittags 12 Uhr, findet in Ballschmieder's Montag, den 26. Dezember neuerbautem Saale, Badstr. 16, eine Matinee statt. Das reichhaltige Programm verspricht bei der Mitwirkung der humoristischen Gesellschaft Strzelewicz sowie des Gesangvereins Nord, einen vorzüglichen Verlauf des Arrangements. Das Konzert wird von einer gutbesetzten Künstler- Kapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn Schonert ausgeführt. Zahlreichen Besuch Das Festkomitee. Arbeiter: Bildungsschule. Am Montag fällt der Unterricht in Rede- lebung aus. Ersatz für diesen Ausfall Mittwoch, den 14. Dezember. Die Theilnehmer wollen dies gefälligst beachten. Der Vorstand. erwartet In den Kinder- Volksküchen Sonntag, 4. Dezember 1898. " Fortbildungsschulwesen. Im Auftrage des Ministers für Auf dem Ringbahnhofe Landsberger Allee ist Freitag Abend Handel und Gewerbe werden gegenwärtig von Prof. Dr. Velde 10 Uhr der 55jährige Gerichtsdiener Karl Böthling aus der Buttliger und Regierungsassessor Dr. v. Seefeld eine große Anzahl ge- straße 1 am Herzschlag gestorben. werblicher Fortbildungsschulen in der Provinz Brandenburg revidirt. Im Anschluß daran wird am 17. d. M. eine Konferenz sämmtlicher die gesammte Berliner Feuerwehr nach dem Wedding. Auf dem Ein großer Fabrikbrand rief Sonnabend früh 512 Uhr fast Leiter dieser Anstalten stattfinden, in der die Vorschriften vom 5. Juli umfangreichen Gelände an der Pank- und Wiesenstraße befindet sich v. J. für die Aufstellung von Lehrplänen und das Lehrverfahren an gewerblichen Unterrichtsanstalten besprochen werden sollen. Zu der Straße 46, deren Hauptgebäude mit werthvollen Maschinen total zerstört die Aktiengesellschaft für Pappenfabrikation PantBerlin stattfindenden Kursus zur Ausbildung von Lehrern an fauf- iſt. Kurz nach 5 Uhr bemerkte der in der parterre belegene SchlofferKonferenz werden auch die Theilnehmer an dem gegenwärtig in männischen Fortbildungsschulen zugezogen werden. werkstelle beschäftigte Maschinenmeister St., daß, das Transmissions lager heiß gelaufen war. Das aufgegossene Del fing Feuer, und Die Geltungsdauer der gewöhnlichen Rückfahrtkarten von St. beeilte sich, den Brand mittelst eines Eimers Wasser sonst kürzerer Frist ist in Rücksicht auf das Weihnachtsfest und Neu- zu löschen. Schon glaubte er jede Gefahr beseitigt, jahrsfest für die preußischen Staatsbahnen und im direkten Personen- als aus dem über der der Werkstelle befindlichen Papierlager verkehr mit anderen deutschen Eisenbahnen auf die Zeit vom die Flammen emporschlugen. Nach der Wiesenstraße hin ist 18. Dezember bis zum 8. Januar festgesezt, so daß also alle Rück- dem zweistöckigen Hauptgebäude das Maschinenhaus schräg angebant fahrtkarten, die am 18. Dezember und später gelöst werden, sofern und die erste Aufgabe des Maschinenmeisters bestand darin, die erwähnten Verkehr ohne weiteres bis zum 8. Januar giltig bleiben. Feuer durch den herrschenden Sturm gewaltig angefacht und hatte sie nicht an und für sich schon eine längere Dauer besigen, im Sessel abzustellen, was ihm auch gelang. Mittlerweile war das Die auf Stationen der preußischen und Hessischen Staatsbahnen nach bas mit Lumpen und Papier angefüllte etwa 40 Meter lange und Stationen der bayerischen, badischen und württembergischen Staats- 10 Meter tiefe Hauptgebäude in seiner ganzen Ausdehnung erfaßt. bahnen, der elfaz- lothringischen, der Prinz Heinrich- Bahn in Lugem- Der verursachte Schaden ist zwar sehr bedeutend, doch durch Verburg und der pfälzischen Eisenbahnen sowie umgekehrt ausgegebenen ficherung bei mehreren Gesellschaften gedeckt. Etwa 100 Arbeiter Rüdfahrtkarten von sonst fürzerer Dauer gelten auf diesen Bahnen und Arbeiterinnen sind durch den Brand auf Monate hinaus brotlos allgemein zehn Tage derart, daß die Reise mit Ablauf des zehnten geworden. Gegen 8 Uhr konnten die abkömmlichen Löschzüge wieder Tages beendet sein muß. abrücken, doch blieben 2 Dampfsprißen auf dem Brandplaße zurück. Ueber eine wunderliche Polizeimaßregel macht die„ Staats- Mit einer Brandstiftung in Moabit beschäftigt sich gegenbürger- Zeitung" folgende Mittheilung:„ Bekanntlich hat unsere Re- wärtig das Untersuchungsgericht. In Haft befinden sich schon seit gierung mit Hilfe des Reichstages ein Handwerkergesetz geschaffen, etwa sechs Wochen der Kommissionshändler und Agent Franz wonach es den Handwerkern freisteht, fich zu einer freien oder Schulze, seine Frau und deren Mutter unter der Anschuldigung, in Zwangsinnung zusammenzuthun. Haben sich nun die Handwerker dem von ihnen im Hause Stephanstr. 25 gemietheten Laden vor für freie Innung in ihren Versammlungen entschieden, so ist die säglich Feuer angelegt zu haben. Die Verhafteten leugnen zwar wurden im Winter 1897.98( bezw. im Winter des Vorjahres 1896/97) Sache gut und kein Mensch bekümmert sich darum, anders dagegen, jegliche Schuld, doch ist diese durch die Lokalaufnahme mehr als an durchschnittlich 118( 104) Speisetagen 285 630( 226 237) Portionen wenn die Handwerker sich für eine Zwangsimmung entscheiden; dann erwiesen. Laden und Wohnung sind polizeilich geschlossen und verabreicht, davon 233 040( 182 667) unentgeltlich und nur 52 590 scheint noch eine besondere Kontrolle für nöthig erachtet zu befinden sich noch in dem Zustande, wie die Feuerwehr die Räume ( 43 570) gegen Zahlung von 5 Pf. Im Durchschnitt wurden täglich werden. Die Maler haben sich für Zwangsinnung entschieden. Da verlassen hat. 2424( 2175) Portionen verabreicht, 1976( 1756) unentgeltlich und erschien eines Tages ein Schußmann auf dem Grundstück des Maler- Der Tod des Raubmörders Wegener wird aus Zeit ge448( 419) gegen Zahlung. Im Winter 1897/98 waren meisters G. und erkundigte sich bei der Frau des Hausverwalters, meldet. nur Es ist am besten, daß es so gekommen ist, wenn auch die 8 Küchen geöffnet( Vorjahr 10), doch ist in diesem Herbst ob der Malermeister für freie Innung oder Zwangs- Junung ſtimme. Kämpfer für Ordnung, Religion und Sitte bedauern mögen, daß die bereits wieder eine 9. eröffnet worden und eine 10. soll bald Da die Frau das natürlich nicht wußte, so bat sie den Schußmann, preußische Kultur um eine Hinrichtung kam. folgen. Der Verein für Kinder- Volksküchen" hat im letzten Jahre doch wieder zu kommen, sie wollte sich danach erkundigen. Am Sonntag Eine Anzahl lange gesuchter Schwindler sind in den letzten bei einer Einnahme von 39 643 M. und einer Ausgabe von 26 282 m. fam denn auch der Schuhmann wieder auf den Hof. Da die Ver( darunter 12 173 M. für Nahrungsmittel, das übrige für Miethe, waltersfrau gerade nicht auf dem Hofe anwesend war, so rief er mit Tagen dingfest gemacht worden, unter anderen ein gewisser Johann Döring. Personal, Betrieb u. s. w.) einen Ueberschuß von 13 361 M. behalten. lauter Stimme nach ihr, und richtig, im ersten Stock( wo sich die Dieser suchte meist Frauen und Mädchen auf, welche durch Annoncen In der am Freitag abgehaltenen Generalversammlung beklagte Herr Berwaltersfrau wurde in demselben sichtbar. Ohne hinaufzugehen, Stellungen als Wirthschafterinnen, Stützen 2c. suchten. Er führte sich Wohnung des Verwalters befindet) öffnete sich ein Fenster und die im Berliner Lokal- Anzeiger" und in der Vossischen Zeitung" Abraham, daß die städtischen Behörden dem Verein immer noch so wenig Unterstüßung zu their wiederholte der Schußmann seine Frage. Die Frau des Verwalters hier als Mitinhaber eines Stellungsvermittlungs- Bureaus ein, gab werden lassen. Der städtische Zuschuß, der so vielen anderen hatte auch nicht verabsäumt, sich vorher bei der Frau des Maler- den Bewerberinnen die fingirte Adresse solcher Personen auf, welche Ver einen bewilligt wird, ist den Kinder- Vollstüchen in den meisters zu erfundigen und konnte mun die Mittheilung machen, daß die erwähnten Stellungen zu vergeben haben, und ließ sich die Hälfte letzten Jahren versagt worden. Herr Abraham, der zwar nicht mehr Malermeister G. für Zwangs- Junung sei, worauf der Schußmann der Vermittelungsgebühr in Höhe von 2-6 M. bezahlen. Nach Borsigender, aber immer noch die Seele des Vereins ist, wird eine betreffende Notiz machte und sich wieder entfernte. Ünver- seiner eigenen Angabe ist ihm das Manöver in etwa 50 Fällen gesicherlich wissen, warum sich die Gemeindebehörden so unfreundlich ständlich ist doch, warum der Schußmann nicht zu dem Maler- glückt, in etwa 100 Fällen hat er unverrichteter Weise das Feld zu seiner Schöpfung stellen. Durch die Kinder- Volksküchen ist der meister selbst ging, zumal dieser sich gerade zu Hause befand; denn räumen müssen. Er wird sich wegen Betruges und schwerer Urunwiderlegliche Beweis geliefert worden, daß es hungernde Kinder es war Sonntags zwischen 1 und 2 Uhr! Der Malermeister, der tundenfälschung zu verantworten haben. in Berlin giebt und daß ihre Zahl in die Tausende geht. Das von der Sache erfahren, wollte sich selbst davon überzeugen, daß Briefmarken im Werthe von 60 000 M. Hat der Händler stand ja auch vorher schon fest, aber man konnte es den auch kein Irrthum vorgekommen und fein Votum richtig eingetragen Eduard Barth in Halle a. S. unterschlagen. Es sind namentlich „ maßgebenden Kreisen" nicht so greifbar vor Augen führen, fei. Er ging also auf das Polizeibureau des dortigen Reviers, und Berliner Briefmarkenhändler geschädigt worden. Barth ist flüchtig. wie in diesen Küchen, ivo die hungernden Kinder den nachdem er dort von einem Schußmann, dem er sein Anliegen ganzen Winter hindurch Tag für Tag in Schaaren an derselben vorgebracht, an den Wachtmeister gewiesen worden war, gelang es Stelle zusammenkommen, eine furchtbare Anklage für die Gesell- ihm, durch diesen festzustellen, daß seine Abstimmung richtig nieder schaft und eine stumme, aber deutliche Mahnung für Staat und geschrieben war." Stinmit die Geschichte, so triegten die JunungsGemeinde. Nun liebt man es allerdings in der Berliner Gemeinde- chwärmer allerdings einen niedlichen Begriff von der Art, wie die verwaltung sehr, daß die sozialpolitischen Aufgaben, die den Gemeinden Polizei die„ Rettung des Handwerks" auffaßt. durch die modernen sozialen Verhältnisse gestellt werden, möglichst von privaten Vereinigungen in die Hand genommen und von diesen, wenn man so sagen darf, gelöst" werden. Aber mit den Kinder- Voltstüchen lag die Sache anders. Hier war das Eingreifen von privater Seite wegen des überwältigenden Resultates, das sich dabei ergab weniger nach dem Herzen der städtischen Behörden. Nachdem man so lange bestritten hatte, daß auf diesem Gebiete ein größeres Bedürfniß vorliege, tam Herr Abraham und versammelte in turzer Zeit, faft mit einem Schlage, ein ganzes Heer von hungernden Kindern um sich. Das war denn doch etwas unbequem. Man wurde sehr ungnädig, daß Herr Abraham wenn auch, ohne es zu wollen bestätigt hatte, was die bösen Sozialdemokraten so lange behauptet hatten, man fing an zu finden, daß er zu rasch vor gegangen war, daß er im Punkt der Bedürftigkeit nicht streng genug prüfte, und man versagte ihm die Unterſtüßung. Was sollte auch daraus werden, wenn eines Tages- wie das bei den meisten dieser Vereine einmal einzutreten pflegt. die Beiträge und milden Gaben weniger reichlich flossen oder gar gänzlich ausblieben! Dann würde die Stadt die Sache übernehmen müssen; denn daran war nicht zu denken, daß man ein so weit ausgedehntes Unternehmen einfach würde eingehen Talen fönnen. Der Verein verſtand den Wink und richtete sich danach. Er beschränkte sich auf die Speisung der Bedürftigsten unter den Bedürftigen und konnte nun nicht mehr mit so beschämend hohen Zahlen wie früher aufwarten. Die Bemühungen um einen städtischen Zuschuß sollen in diesem Winter erneuert werden. Nachdem der Verein durch die„ maßvollere" Form, in der er in den letzten Jahren seine Thätigkeit ausgeübt und die Hilfe der wohlhabenden Bevölkerung dazu erbeten hat, fich als würdig eines städtischen Zuschusses erwiesen hat, wird man jezt vielleicht eher geneigt sein, ihn auch als des Zuschusses bedürftig anzuerkennen. Straßenbahnflegel, meist halbwüchsige Burschen, treiben seit einiger Zeit ihr Unwesen auf der Strecke der elektrischen Straßenbahn Spittelmarkt- Schlesisches Thor. Die frechen Gesellen, die auf den Perrons stehen, scheuen sich nicht, die gleichfalls auf den Plattformen der entgegenkommenden Wagen sich aufhaltenden Personen anzuspeien oder mittelst kleiner Sprißen zu besudeln. Am Donnerstag Der starke Wind in der Nacht zum Sonnabend führte zu Abend erhielt ein solch rüder Patron von einem neben ihm stehenden mancherlei Unannehmlichkeiten. Unfälle verursachte der Sturm in Herrn seinen Lohn in schallender Münze ausgezahlt. Recht sonderbar der Staligerstraße, wo mehrere Personen von Gegenständen ge- muß es erscheinen, daß die Wagenbeamten dem Unwesen nicht zu troffen wurden, die von dem Hochbahnkörper herabſtürzten. Der steuern wissen. Staub und Schmutz, der sich auf dem Viadukt angesammelt hatte, 11 wurde in ganzen Wolken herabgeweht. In der Sebastianstraße traf Das Dezember Programm des Apollo Theaters bringt ein Baunast eine Zeitungsfrau an der Schulter, wodurch fie an- recht beachtenswerthe Neuheiten. Wir zählen hierzu zunächst die fcheinend schwer verletzt wurde. Auch in den Vororten hat der Leistungen einiger Künstler auf artistischem Gebiet und nennen da Sturm arg gewüthet. Ein in den späteren Morgenstunden fallender die Nevollos, den muskulösen Salon- Athleten Stahnke, die Pierrots Regen brach endlich die Gewalt des Unwetters. Cooper, sowie insbesondere die vortreffliche Trapezkünstlerin Leopoldine nnd die in der That urkomischen Excentrics Deltorelli. Ser Kampf der Polizei gegen die Droguisten führt zu Im weiteren verdienen die farbenfunkelnden Serpentintänze der erscheinendes Vorkommniß berichtet: Vor einigen Tagen erschien in Maße gespendet wurde. Minder vortheilhaft kam der Gesangstheil ganz sonderbaren Maßnahmen. So wird über ein fast unglaublich bekannten La Foy mit Recht den Beifall, der ihnen im reichen der Droguenhandlung von 2. der Revisor Dr. Levin, um eine des Programms weg. Es streiten da drei Nationen um die Balme, Untersuchung in dem Geschäft vorzunehmen. Herr Dr. 2. erklärte aber weder das französische Duettistenpaar Marelly noch die deutsche bei dieser Gelegenheit, daß er in höherem Auftrage nicht nur die Excentrique Erna Roschel und noch weniger die oft gehörten fünf Revision ausüben, sondern auch die sämmtlichen als Heilmittel bei Lorrisons können von sich sagen, daß ihr Gesangstalent dem Talent Krankheiten zu verwendenden Waaren, auch solche, die dem Droguist ihres Kostümschneiders die Waage hält. In feinem Vergleich zu zum Handverkauf freigegeben, beschlagnahmen solle. zum Handverkauf freigegeben, beschlagnahmen solle. Der Revisor den Genannten steht die Pariser Operettensängerin Rosalie Lambrecht, fügte hinzu, daß es das erste Mal sei, daß er einen solchen Auftrag eine Künstlerin, die trotz ihres deutschen Namens echt französischen erhalte und er selbst nicht wisse, wie er sich eigentlich zu ver- Schlages ist. Ihr Vortrag erinnert zuweilen an die malitiöse Art halten habe. Herr Dr. 2. beschränkte sich denn auch darauf, einfach der Yvette Guilbert; schade, daß die Dame sich nicht auch, soweit Präsidium irgend welche Nachricht gebe. Zu den verbotenen Gegen- Landsmännin zum Muster genommen hat. Rosalie Lambrecht trägt den Verkauf der fraglichen Waaren zu verbieten, bis das Polizei- die Einfachheit ihrer Ausstattung in betracht kommt, ihre berühmte ständen gehörte u. a. Alaun und Mercuialsalbe, welche letztere be- den Inhalt eines kleinen Juwelierladens mit sich herum; wer fie tanntlich gegen Ungeziefer benutzt wird. Herr Dr. 2. erklärte einfach, hört, wird gestehen müssen, daß sie wirklich nicht nöthig hat, den daß Ungeziefer auch eine Krankheit sei. Die Angelegenheit wurde fort dem Syndikus des hiesigen Droguistenvereins, perrn Rechts- Gewohnheiten gewöhnlicher Chanteusen nachzuhängen. anwalt Sonnenfeld, übergeben, welcher eine Beschwerdeschrift an das Polizei- Präsidium abfandte. Bereits zwei Tage später wurde durch diese Behörde das Verkaufsverbot wieder aufgehoben. Für den Schaden, den Herr 2. aber in der Zwischenzeit erlitten, hat er einen Ersatz nicht erhalten. Eine Kochkunst- Ausstellung soll nächstes Jahr im Kroll'schen Etablissement stattfinden. Veranstalter ist die Köche- Innung. Die Dauer der Ausstellungsbureau befindet sich Wilhelmstr. 29. Ausstellung ist auf nur einen Tag berechnet. Die Revisionsbewegung in Sachen Ziethen erfaßt immer Treptow Sternwarte. Am Sonntag Nachm. 3 Uhr spricht Direktor tveitere Kreiſe. Die Prozeßverhandlungen ergaben seinerzeit so eigenthümliche Momente, daß die Aufmerksamkeit vieler bekannter Durchftechereien auf der Stadtbahn. Wegen Betrügereien. S. Archenhold im Saal der Treptow- Sternwarte über„ Die Erscheinungen Juristen von Anfang an auf den Fall gelenkt wurde, und daß von wurden die Bahnsteigschaffner Bolduan und Grabow vom Stadt- in unserer Atmosphäre", um 5 Uhr über„ Die Sternhaufen und NebelBom Mittwoch ab bleibt das Institut bis zum 1. Weihnachtstag Beit zu Zeit namhafte Juristen sich erhoben, um für die Unschuld bahnhof Alexanderplatz beziehungsweise vom Lehrter Stadtbahnhofe flecke" Biethen's zu plädiren. Unter den bekannten Juristen, die fest an die verhaftet. Sie haben Durchstechereien auf folgende Weise aus- geschloffen. Feuerbericht. Zimmerbrände waren am Sonnabend Unschuld des Verurtheilten glaubten, befand sich der verstorbene geführt. Die ihnen von den Reisenden abgegebenen Fahrkarten haben Rudolf Gneist, der in einem uns vorliegenden Brief sich ent- fie, wenn sie noch nicht entwerthet, d. h. noch nicht bis zur fünften Brunnenstraße 83 und Pücklerstraße 39 abzulöschen. schieden ausspricht. Der hochinteressante Brief wird wohl in der Station abgefahren waren, nicht in den Kasten geworfen, welcher Prenzlauerstraße 6 gingen mehrere mit Kisten und Fässern morgigen Volksversammlung verlesen werden. Das Interesse an sich zu diesem Zwed neben den Billet- Kontrollstellen auf den Bahn- angefüllte Kellerverschläge in Fammen auf. Außerdem erfolgte dieser Versammlung( mittags 12 Uhr im Konzerthaus) ist so groß, höfen befindet, sondern in der Hand behalten. Wenn nun ein blinder Lärm nach Leipzigerstraße 124 und Marga daß ein sehr zahlreicher Besuch sich mit Bestimmtheit erwarten läßt. Reisender den Bahnsteig betreten wollte, um eine Fahrt mit der Stadt- rethenstraße 7. bahn zu machen und zu diesem Zwecke die eben gelöste Starte vorwvies, so Aus dem Zeitalter der Luxuszüge. Auf den preußischen haben sie nicht diese durchlocht, sondern in ihrem Besize behalten Aus den Nachbarorten. Staatsbahnen vierter Klasse zu fahren, ist bekanntlich von jeher ein recht und ihm dafür die kurz vorher erhaltene und durchlochte, aber noch zweifelhaftes Vergnügen gewesen und ist es auch heute noch, tro- nicht völlig abgefahrene Fahrkarte übergeben. Die Billets, welche Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg. Sonntag, den dem man nicht umhin gekonnt hat, der Thatsache, daß die vierte auf diese Weise in ihren Besitz gelangten, lieferten sie einem Beamten 11. Dezember, mittags 12 Uhr, tagt im Lotal des Genossen Klasse die einträglichste ist, einige Stonzessionen zu machen. Nachdem am Billetschalter ab, der mit ihnen unter einer Decke steckte und 3ubeil, Berlin, Lindenstr., 106, die reistonferenz. Es ist nun eine größere Anzahl von Personenwagen vierter Klasse mit der diese Karten, da sie ja noch nicht durchlocht waren, zum zweiten folgende Tagesordnung zu erledigen: Bericht von der Brandenburger Bänken ausgerüstet worden sind, welche Sippläge für 20 bis Male verkaufte. Den Gewinn theilten sodann die drei unterein- Provinzialfonferenz. Bericht vom Stuttgarter Parteitag. Abrechnung 25 Personen gewähren, macht sich bei den proletarischen ander. Durch einen Zufall wurde der Betrug entdeckt, die Schuldigen von der Reichstagswahl. Bericht der Breß-, Agitations- und LokalReifenden naturgemäß das Bestreben geltend, einen Sitzplatz zu ermittelt und nach Moabit eingeliefert, wo sie nnn auf ihre Ab- fommissions- Mitglieder. Wahl derselben. Anträge. Streisangelegen erlangen und die Stehpläge zu meiden. Eine solche Verwöhnung urtheilung warten. Die Vertheidigung der Angeklagten haben die des Publikums liegt aber keineswegs im Interesse der einnehmenden Rechtsanwälte Dr. Schwindt und Dr. Coßmann übernommen. Eisenbahnverwaltung, und um die aus obengedachtem frevelhaftem Beginnen des 4. Klasse- Publikums entstandenen Unzuträglichkeiten Der Anarchist Dempwolf soll einer Zeitungsmeldung zufolge zu verhüten," ist daher verfügt worden, daß nicht nur die Siß-, verhaftet sein. sondern auch die Stehpläge voll ausgenügt" werden sollen. Die- Verkehrsstockung. Eine Halbstündige Verkehrsstockung des jenigen Reifenden, welche sich weigern, in einem Wagen 4. Klaffe Stadtbahnbetriebes trat gestern Vormittag gegen 9 Uhr zunächst auf Blab zu nehmen, in welchem nur noch Stehpläße frei sind, haben dem nördlichen Geleise dadurch ein, daß auf dem Bahnhof Jannowitzder Verfügung zufolge auf anderweitige Blazzzuweisung keinen An- brücke eine Maschine infolge eines Kurbelzapfenbruches defekt wurde. spruch mehr." Besett" aber ist ein Wagen 4. Klasse erst, wenn Da die Maschine auch nicht transportfähig war, so mußte erst der alle Siz- und Stehpläge in demselben„ voll ausgenügt" find. Die Zug und dann die Lokomotive durch zwei vom Schlesischen Bahnhof Zahl der vorhandenen Bläge ist, damit ja fein Jrrthum entstehe, im telegraphisch herbeigerufene Maschinen zurüdgeholt werden. Dadurch Innern und außen an den Wagen vermerkt nach dem berühmten entstand eine, wenn auch nur kurze, Verkehrsstockung auf dem südMuster: So und so viel Pferde oder so und so viel Mannschaften!" lichen Stadtbahngeleise. " heiten. Gleichzeitig wird auf den§ 3 des Organisationsstatuts des Kreises aufmerksam gemacht, wonach jeder Ort bis drei Delegirte entsenden kann, jedoch müssen dieselben politisch organisirt und in öffentlichen Parteiversammlungen gewählt und mit Mandaten ver sehen sein. Anträge, welche auf der Kreiskonferenz ihre Erledigung finden sollen, müssen bis Donnerstag, den 8. Dezember, in Händen des Unterzeichneten sein. Die Konferenz wird pünktlich eröffnet. Wilhelm Eberhardt, Brizz bei Berlin, Bürgerstr. 67. Schöneberg. Die nächste Versammlung des Arbeiter- Bildung vereins findet Montag bei Obst statt. Diskussion der beiden Vo träge Röster's und Zubeil's. Der Vorstand. Der Kreis- Vertrauensmann: Schmargendorf. Die nächste Versammlung des Arbeiter-| Gäste. Sonntag: Neu einstudirt:„ Euryanthe". Montag: Don Quixote. Jm Olympia Theater geht am Sonntag das Berliner Au& Bildungsvereins findet am Dienstag, abends 8 Uhr, im„ Wirthshaus Schauspielhaus. Sonntag:„ Auf der Sonnenseite." Heinrich Wulfow: ſtattungsstück„ Mene Tetel" zum letzten Mal als Nachmittagsvorstellung in Schmargendorf" statt. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag Herr Emil Thomas a. G. Montag:" Torquato Taffo". Dienstag:" Auf der Szene, da bereits nächsten Mittwoch Nachmittag die Première des Weihüber: Wirkungen und Erscheinungen des Militarismus." Sonnenseite". Herr Emil Thomas a. G. Mittwoch:" 1812". Donnerstag: nachts- Märchens Dornröschen" stattfindet. Jm Luisen Theater Parteigenossen werden um zahlreiches Erscheinen gebeten. Auf der Sonnenseite". Herr Emil Thomas a. G. Freitag:„ Der Burggraf". wird heute Nachmittag Maria Stuart" gegeben, am Freitag wird Otto: Der Sonnabend:„ Auf der Sonnenseite". Herr Emil Thomas a. G. Sonntag: meyer's Fröhliche Weihnacht" aufgeführt. Vorstand. „ Auf der Sonnenseite". Herr Emil Thomas a. G. Montag: Neu ein: Die In Pankow Niederschönhausen hält der Arbeiter- Bildungsberein am Dienstag Abend bei Störr, Mühlenstr. 24, eine wichtige außerordentliche Generalversammlung ab. Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde! Dienstag Abend 81/2 Uhr findet bei Gerth in Tempelhof, Dorfstr. 18, eine Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins statt, in der über Parteitaktik" diskutirt wird. Der Vorstand. Weißensee. Infolge der geistigen Umnachtung des Genossen Emil Jakob bin ich leider nicht in der Lage, in Erfahrung zu bringen, welcher Genosse oder Schankwirth von ihm Badebillets zum Vertrieb erhalten hat. Behufs Abrechnung möchte ich daher alle Personen, welche noch Billets in Händen haben, ersuchen, bis spätestens den 6. d. M. mit mir abrechnen zu wollen. G. Peudert, König- Chauffee 45a I. Vorsitzender des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Weißensee und Umgegend? い Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7% bis 8½ 1hr abgehalten. messer. S. 1000. Die Manege im Zirkus Busch hat 13 Meter im Durch E. P. Wie uns mitgetheilt wird, hat der Brand des National Theaters im März oder April 1883 stattgefunden. O. J. Paul Grottfau ist Ende Mai d. J. in Amerika gestorben. 2. S. So leid es uns thut, aber Geldverleiher fönnen wir im Brief fasten nicht namhaft machen. studirt:" Don Carlos". Neues fönigliches Opern Theater: Das„ Deutsche Theater" bringt in dieser Woche Wiederholungen von Sonntag:" Die Quizow's". Sonntag, den 11. Dezbr: Was ihr wollt!" " Fuhrmann Henschel" außer am heutigen Sonntag Abend am Dienstag, Mittwoch, Freitag und nächsten Sonntag Abend; am Montag gelangt " Cyrano von Bergerac", am Donnerstag Romeo und Julia", am Sonn: essing Theater. Sonntag und Mittwoch„ Die Befreiten", Montag abend Johannes" zur Aufführung, alle drei Stücke mit Josef Kainz. und Donnerstag Im weißen Mößl", Dienstag und Freitag„ Die Ehre", Die am Montag erstmalig in Szene gehende Schauspielnovität„ Die Doktor: Sonnabend„ Der Star". Neues Theater( Direktion Ruscha Buze.) bäurin" von Fr. Kautsky spielt im bayerischen Hochgebirge. Die weibliche Hauptrolle der Regina wird von Nuscha Buzze, die männliche Hauptrolle des Gebhard von Friedrich Holthaus dargestellt. An allen anderen Tagen R. Schulz. Wir beantworten Fragen nicht schriftlich. Die Marke steht Hofgunſt". Im Schiller Theater wird Sonntag Nachmittag als Ihnen zur Verfügung. Dagegen fönnen Sie garnichts thun. W. S. weite Vorstellung im Schiller Cyklus„ Kabale und Liebe" gegeben; Oberstaatsanwalt beim Kammergericht. C. Sp. Halbe. Das von dem in Szene, im Bürgersaale des Rathhauses findet Sonntag Abend geht Wolzogen's Komödie" Das Lumpengefinder" Beamten eingeschlagene Verfahren ist richtig. A. V. 8. Reichs- Invalidiein Robert tätsanstalt, Berlin, Klosterstr. 42. H. P. 74. Nein. P. K. H. 42. Hamerling Abend" statt. Am Freitag ist die erste Aufführung Nein. Engel. Ja.- Unwissend. Ihre Frau soll sofort interveniren. von..Ehrliche Arbeit" und am Sonnabend wird diese Wilken'sche E. S. Ja. Vorwärts W. W. 1. Das einzige, was Sie thun des Westens zeigt für Freitag das erste Gastspiel Heinrich Bötels als höhung der Rente zu beantragen. Gesangspoffe wiederholt. Der Wochenspielplan des Theater fönnen, ist, im Falle der Verschlimmerung Ihres Zustandes Er" Postillon" an, dem am Sonntag sein Raoul in Sugenotten" folgen London, Islington. Ja. wird. Montag und Donnerstag wird Freischütz" wiederholt. Zu halben Preisen gelangt ant Sonnabend als volksthümliche Vorstellung Die Regimentstochter" zur Aufführung. Binnen furzem tritt Emil Thomas in den Verband des Thalia Theaters. In den lezten Tagen sind nun bei Herrn Dir. Hasemann nicht weniger als acht Berliner Possen und zwölf Schwänte eingereicht worden, die sämmtlich eine Hauptrolle Wochen Spielplan der hiesigen Bühnen. Freie Volts für Thomas enthalten. Im Zentral- Theater geht heute Nachmittag bühne, 234 Uhr, Friedrich Wilhelmstädtisches Theater die Operette Nanon" in Szene. Die Hauptrollen sind besetzt mit den IV. Abtheilung( braune Karten):„ Liebelei" und„ Lumpenbagasch". Lessing: Damen Wiedner, Fröhlich, von Igo, Albes, und den Herren Schüß, Schulz Theater II. Abtheilung( blaue Karten):„ Nora". Opernhaus: und Albes. Im Bellealliance Theater geht die Novität Der Swinemde. 749 7volfig 7 Haparanda 741 N. Sonntag: Tannhäuser". Anfang 7 Uhr. Montag:" Don Giovanni".( In Struwwelpeter", Weihnachtsmärchen in fieben Bildern von Onkel Arthur Hamburg 753 WSW 4hlb.bed. italienischer Sprache.) Don Giovanni: Herr Vittor Maurel aus Paris, Donna und Tante Anna am Dienstag erstmalig in Szene. Am Freitag findet Berlin 75423 5 wolkig 757 Anna: Frau Lilli Lehmann, als Gäste. Anfang 72 Uhr. Dienstag: die einmalige Aufführung von Wilbrand's Lustspiel„ Die Maler" statt. Wiesbaden 762 SW 2 bedeckt 752 2 " Carmen". Carmen: Frau Senger- Bettaque, königl. bayer. Kammerfängerin, Die Erstaufführung des Volkssics„ Unschuldig von Leopold Friedrich München 21 6 bedeckt 764 SSB 3 Regen Mittwoch: 4. Sinfonie Abend der königl. Stapelle. 12 Uhr: Weiß findet nächsten Donnerstag, den 8. Dezember, im Alexander Wien 765 Still-Nebel Deffentliche Hauptprobe. Donnerstag: Bajazzi".„ Cavalleria rusticana". plag Theater im Beisein des Autors statt. Im Friedrich= Wetter- Prognose für Sonntag, den 4. Dezember 1898. Freitag: Tristan und folde". Tristan: Herr Grüning. Isolde: Frau Senger: Wilhelmstädtischen Theater gelangt am Dienstag, den 6., Zunächst tühler, vielfach heiter bei ziemlich frischen südwestlichen Winden; Bettaque, als letzte Gastrolle. Anfang 7 Uhr. Sonnabend:„ Don Giovanni". Mittwoch, den 7., und Donnerstag, den 8. Dezember Der Doppel nachher neue Erwärmung, Trübung und geringe Niederschläge. ( In italienischer Sprache.) Herr Victor Maurel, Frau Lilli Lehmann als gänger", Schwant in 3 Alten von E. M. Dietsch, zur Aufführung. Berliner Wetterbureau. Preußische Volksschul- Zustände. Im„ St. Kreisbl." lesen wir folgende Mittheilung aus Seefeld im Kreise Niederbarnim: Hier ist schon seit einem Vierteljahre kein Schulunterricht abgehalten worden, weil der Lehrer krank und Vertretung nicht zu beschaffen war. als Gast. Achtung! Theater. 2. Wahlkreis. Achtung! Sonntag, den 4. Dez., abends 62 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: Oeffentl. Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Genossen Carl Lankow über:„ Volksschule und Junkerthum in Preußen". Nachher: Tanz. 211/9 Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3.. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Große Versammlung am Mittwoch, den 7. Dezember, abends 8½ 1hr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75, oberer Saal. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Genoffen Ignaz Auer: " Giebt es zwei Richtungen in der sozialdemokratischen Partei?" 2. Disfussion. 3. Bereinsangelegenheiten. Gäste haben freien Zutritt. Aufnahme neuer Mitglieder.[ 241/8 Der Vorstand. = Witterungsübersicht vom 3. Dezember 1898, morgens 8 1hr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung 766 SW Windstärke Wetter Temp. n. G 5° 64° R. Stationen 1818 6 Petersburg 7 Cort 10 Aberdeen 5 Paris -2 Barometer stand mm Wind richtung Windstärte Wetter Temp. n. 6. 2009 2 bedeckt-5 11 5 Regen 3 wolfig 10 Ortskrankenkasse Gewerbe. Arbeiter- Sängerbund krantenlaße der Weber Berlins und Umgegend. Achtung, Vereine! Grosse Versammlung sämmtlicher Arbeitgeber sowie sämmtlicher großjährigen Mitglieder obiger Staffe am Sonntag, den 11. Dez. 1898, Fruchtstr. 36a. vormittags 10 Uhr, in Thiel's Lokal, Tagesordnung 10 Uhr vormittags: Wahl von 61 Delegirten der Arbeit 11 Uhr vormittags: Das Stiftungs- Feft des Bundes findet, laut Beschluß des Ausschusses, am Sonnabend, den 10. Dezember, im Saale der Brauerei Friedrichshain statt. Das Inftrumental- Konzert wird vom Berliner Konzert Orchester" unter Direktion Garderobe 10 Bf. des Herrn G. Graß ausgeführt. Anfang abends 81 Uhr. Programme 10 f. geber für das Jahr 1899. Die Mitglieder der Bundesvereine haben, durch Vorzeigung der Mitgliedskarte, freien Eintritt mit ihren Damen. Für deren Angehörige sind Eintrittskarten zu haben bei A. Kaiser, Am Friedrichshain 31, abends von 6 bis 9 Uhr, und bei Otto Rasche, Zigarren- Geschäft, Mariannenstr. 23. Der Vorstand. Achtung, Maurer 17/4 1. Aufstellung der Kandidatenliste. 2. Wahl von 143 Delegirten der 3. Verschiedenes. Kaffenmitglieder für das Jahr 1899. Kann die Tagesordnung nicht er: ledigt werden, so findet in demselben Lokal und zur felben Stunde am Sonntag, den 18. Dezember cr., die Fortsetzung der Versammlung statt. Wahlberechtigt und wählbar sind nur großjährige 2c.(§ 48 Abs. 2 d. Statuts) 25346 Berliner Arbeitervertreter Verein. Dienstag, den 6. Dezember, abends 8½ Uhr, bei T. Keller, Koppenstraße Nr. 29: femalebe Dienstag, den 6. Dezember 1898, abends 82 Uhr: Derlammlung bei Buske, Grenadierstraße 33. Tagesordnung: 1. Vorschläge und Aufstellung der Kandidaten zum Vorstand der Inbaliditäts- und Altersversicherung seitens der Versicherten. 2. Bericht aus den amtlichen Nachrichten. 3. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht 53/13 Der Vorstand. Seffentliche Versammlung der Maurer Berlins und der Umgegend. Tages Ordnung: 1. Welches müssen die Bestrebungen und Ziele der deutschen Maurer, besonders der Berliner Kollegen, für die allernächste Zukunft sein? Referent Kollege Theodor Bömelburg aus Hamburg. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Guten Besuch erwartet Berliner Der Einberufer: Wilhelm Fritsch. 264/11 Zum Eintritt in das Wahllokal ist das Mitgliedsbuch erforderlich. Das Wahllokal wird um 12 Uhr geschlossen; um diese Zeit beginnt der Wahlaft. Berlin, den 4. Dezember 1898. Der Vorstand. C. Spann, G. Berndt, Vorsitzender. Schriftführer. Billig Knabenanzüge! Billig! Paletots, Mädchenkleider u. Mäntel. 0. Hoffmann, Veteranenstr. 14.* Weihnachtsgeschent gratis:" Freien Sattlergeschäft wegen Todesfall Weihnachten Anfänger." Oranienftr. 118 I. Ansbacherstr. 17, Laden. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Kranken- Unterstützungs- und Begräbniss- Verein aufifunterricht bis hetmagten für Inventarpreis), fofort zu berfaufen ( Verwaltungsstelle Berlin). Montag, den 5. Dezember 1898, abends 8 Uhr: Gr.Versammlung für Charlottenburg in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39. Tages Ordnung: 1. Wie können die Metallarbeiter erfolgreich der fort: fchreitenden Verschlechterung der Arbeitsverhältnisse ent: gegentreten und unsere Organisation ausbauen? Referent: Otto Naether. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Bezirksleitung. 4. Abrechnung vont Winterfest. 114/19 5. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zu dieser Versammlung werden alle Charlottenburger Kollegen ganz besonders eingeladen, vor allem die Arbeiter der Firmen: Gebauer, Freund, Döring& Rückert, brig, Langer& Methling, Siemens& Halste, Union, Ludwig Löwe& Cie. u. f. w. Die Ortsverwaltung. Verband aller im Handels- und Transportgewerbe Arbeitsnachweis: Gegr. 1892. für Frauen und Mädchen. Gegr. 1892. Sonntag, den 4. Dez., nachm. 5 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45: Vortrag des Herrn Dr. med. P. Bernstein: Rathschläge in gesunden und kranken Lagen. Gesangs Sierauf: Geselliges Beisammensein: Vorträge, sowie Tanz. und komische Zur Deckung der Unkosten werden 10 Bf. erhoben. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verein sozialdemokratischer Gaft- und Schankwirthe Berlins und Umgegend. Die Mitglieder werden auf die am Montag, nachmittags 5 1hr, bei Stechert. Andreasftr. 21, stattfindende öffentliche Versammlung der Gast- und Schankwirthe aufmerksam gemacht. Da es sich um tief: einſchneidenden Fragen für das Gastwirthsgewerbe handelt, iſt das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder nothwendig. V Ferner machen wir darauf aufmerksam, daß sämmtliche Anträge auf Weihnachts Unterstützung bis zum 15. Dezember bei den Vorstands: mitgliedern gestellt sein müssen. 69/20 Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. beschäftigter Hilfsarbeiter. Sommandantenstr. 25. Dienstag, den 6. Dezember, abends 8%, Uhr, in den Arminhallen, Achtung! Kommandantenstr. 20( gr. Saal): Große Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 5 1. Bortrag des Genossen Albin Mohs über: Der Gewinn aus der Arbeitskraft und die Entschädigung der Arbeitsleistung. 3. Mittheilungen und Geschäftliches. Töpfer. Achtung! Dienstag, den 6. Dezember 1898, abends 5 Uhr, bei Keller, Stoppenstraße 29: Oeffentliche Versammlung 25486 Achtung! Kürschner, Achtung! Sonntag, den 4. Dezembeß, nachmittags 5% Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße Nr. 27e: Große öffentliche Versammlung aller in der Kürschnerbranche beschäftigten Arbeiter n. Arbeiterinnen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Theodor Metzner über unsere soziale Gesetzgebung. 2. Diskussion. 3. Wahl von 3 Reviforen. 4. Verschiedenes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwarten 102/3 Die Vertrauenspersonen. Achtung! Achtung! Glasschleifer. Achtung! Dienstag, den 6. Dezember 1898, abends 8 1hr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c: Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Tages Ordnung: 73/3 1. Die Gefährdung des Koalitionsrechts. Referent: ReichstagsAbgeordneter Fritz Zubeil. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung des Gewerks schafts Delegirten Kollegen Leutel. 4. Verschiedenes. Kollegen! In dieser Versammlung darf keiner fehlen, agitire ein jeder Der Einberufer. 2. Disfuffion der Töpfer Berlins und Umgegend.fredt zahlreichen Besuch. 75/17 Kollegen! Wir bitten recht kräftig für diese Versammlung zu agitiren und selbst erscheinen zu wollen. Auch können in der Versammlung Kollegen dem Verbande beitreten. Es werden auch die Beiträge in Empfang genommen. Der Vorstand. NB. Sonnabend, 31. Dezentber: Gr. Sylvester- Maskenball bei Reller. Verband der Graveure u. Biseleure Deutschlands ( Filiale Berlin). Dienstag, den 6. Dezember, abends 8 1hr, im Vereinslokal, Dresdenerstr. 45: IF Filial- Versammlung. Tages Ordnung: Tages Ordnung: 1. Welche Lehre ziehen wir aus dem verflossenen Jahre. 2. Die Mißstände in unserem Beruf und deren Beseitigung. 3. Gewerkschaftliches. Zahlreiches Erscheinen der Kollegen erwartet 193/17 Der Vertrauensmann: H. David. Rixdorf. Frauen- u. Mädchen- Bildungsverein Mittwoch, den 7. Dezember, abends 81/2 Uhr, bei Chriftoph. Steinmetzſtr. 55: Mitglieder- Versammlung. 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrrn Wagner:" Die Schule und wir essen und trinken. 2. Disfuffion. 3. Vereinsangelegenheiten. bie Sozialdemokratie. 3. Disfuffion. 4. Verschiedenes. [ 3/11 Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Was Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. 87/9 Die Ortsverwaltung. Verband deutscher Schneider u. Schneiderinnen Achtung! Zimmerer Rigdorfs. ( Filiale Berlin). Sonntag, den 4. Dezember 1898, abends 8%, Uhr, in Müller's Zentral- Festsälen, Alte Jakobstraße Nr. 32: Dersammlung. Tages Ordnung: Bortrag über:„ Berhütung wichtiger chirurgischer Krankheiten". Referent Herr Dr. Friedeberg. 162/16 Nach dem Vortrage; Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Die Ortsverwaltung. Mittwoch, den 7. Dezember, abends 8 Uhr, im Lokal der Apollo- Säle( fr. Viktoria- Säle), Inh. Philipp Thomas: Oeffentliche Versammlung der Bimmerer Rixdorfs und Umgegend. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Silberschmidt. 2. Dia: fuffion. 3. Bericht des Gewerkschaftsdelegirten. 4. Wahl desselben. 5. Ber: schiedenes. 261/14 Pflicht eines jeden Zimmerers ist, Mann für Mann zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Achtung! I Achtung! Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter Deutschlands. ( Filiale Berlin I.) Montag, den 5. Dezember, abends Uhr, bei Wilke, Andreasstraße 26: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über Industrie- Verbände. 2. Gewerks Der Vorstand. schaftliches. Friedrichsberg. Am Dienstag, den 6. Dezember, abends 81 Uhr, im Lokale des Herrn Moser in Lichtenberg, Dorfite. 2: 10/1 Oeffentliche Mitglieder- Versammlung des Franen- u. Mädchen- Bildungsvereins zu Friedrichsberg und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Bortrag über: Wissen oder Wahn, Leben oder Traum?" Re: ferentin: rl. Ida Altmann. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. Um recht pünktliches und zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Für den Inhalt der Jujerate Luisen- Thenter] übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thrafer.. Sonntag, 4. Dezember. Freie Volksbühne. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Viebelei. Hierauf: Lumpenbagasch 4. Abtheilung. mittags 234 Uhr. Leifing Theater. 34. Reichenbergerstraße 34. Nachmittags 3 Uhr: Volts- Vorstellung zu kleinen Preisen: Maria Stuart. Abends 8 Uhr: Die Regimentstochter. Donnerstag, den 15. Dezember: Mit hoher Genehmigung Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Volks- Theater| Freie Volksbühne: Heute, Nachmittag im Welt- Restaurant Dresdener: Straße 97. Dir.: A. Kolig. Art. Beiter: A. Runge Täglich: Gr. Theater:. Spezialitäten: Die Urzeit des Menschen. vität! Borstellung. Novität! Montag: Dasselbe. Invalidenstr. 57/62: Die Bräutigamsprobe. Orig. Schwant v. H. Carlos Duchow. Neu! Der Vampyr. Meu! Men! Otto Richter, Men! Anfang nach Sr. Excellenz des General- Intendanten lag. Sternwarte In Szene gesetzt von August Runge. Nora. 2. Abtheilung. Anfang nachm. 23 Uhr. Opernhaus. Tannhäuser. Anfang 7 1hr. Montag: Don Giovanni. Schauspielhaus. Auf der Sonnen: feite. Anfang 7 Uhr. Montag: Torquato Tasso. Neues tgl. Opern- Theater( Kroll). Die Quitows. Deutsches. Fuhrmann Henschel. Anfang 7 Uhr. der königl. Schauspiele Herrn Grafen von Hochberg unter gefälliger Mit wirtung des tgl. Schauspielers Herrn Kunst- Schaubühne Adalbert Matkowsky zum Besten der Weihnachtsbescheerung der Aermsten der Armen des Louisenstädtischen Bezirkes Zum 1. Male: Sean oder Genie n. Leidenschaft Kean: Herr Adalbert Matkowsky. Lustspiel in 5 Aufzügen frei nach dem Henschel. An- Franzöfifchen des Ater. Dumas( Bater) Nachm. 21 Uhr: Don Carlos. Montag: Cyrano von Bergerac. Berliner. Zaza. Aufang 72 Uhr. Montag: Ein Wintermärchen. Lessing. 71/2 Uhr. von Ludwig Barnay. Billet- Vorverkauf von heute ab au der Theaterfasse von 11-1 Uhr. i.d. Urania, Invalidenstr. 57. Sonntag, 4. Dezember, 5 Uhr: Architektur in Berlin. Berliner Aquarium Unter den Linden 68 a, Eingang Schadowstr. 14. Die Befreiten. Anfang ftcnd- Garl Weiß- Theater. Heute Sonntag Eintrittspreis Montag: Jm weißen Röß'l. Residenz. Manielle Tourbillon. Vorher: Der Küchenjunge. Anfang 72 Uhr. Nachut. 3 Uhr: Jugend. Montag: Mamiselle Tourbillon. Vorher: Der Küchenjunge. Neues. Hofgunst. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Krisis. Nicht zu Hause. Zum Schluß: Die Manöverbraut. Montag: Die Doktorbänerin. esten. Zar und Zimmermann. Anfang 7 1hr. Mittags 12 Uhr: Matinee. Mozart: Feier. = Nachm. 3 Uhr: Die Räuber. Montag: Der Freischüß. palia. Der Hypotheken Schuster. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Spiller. Das Lumpengesindel. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Kabale und Liebe. Montag: Hasemanns Töchter. Metropol. Die Blumen: Mary. Gr. Frankfurterstr. 132. Nachmittags 3 Uhr, halbe Preise: Die Grille. Schauspiel in 5 Aften v. W. v. Hillern. Abends 72 Uhr: Don Carlos. Trauerspiel in 5 Aften von Fr. Schiller. 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Gier wurde der ihm zur Last gelegten gelitten, außerdem seien bei ihm Störungen des Gemüthslebens zu Der Grobe Unfug Paragraph in Nöthen. Die Straf That für schuldig erklärt und auf grund diefee Wahrspruchs beobachten gewesen; in derselben Weise äußerte sich ein Kollege fammer II des Kieler Landgerichts hat am 1. Dezember ein ver- der Geschworenen zum Tode verurtheilt. Sein Kome Verster's, Dr. Reis, der bei Gier hypochondrische Ver nünftiges Urtheil gefällt, welches in der Zeit des groben Unfuge plize, der zwanzigjährige Schlosser Ar B, erhielt wegen Beihilfe cüdtheit feststellen zu müssen glaubte. Im August v. J. wurde Gier mit dem Groben Unfug Paragraphen doppelt erfreulich ist. Fünf zum Morde eine Zuchthausstrafe von 8 Jahren. Ueber die Perfon wegen eines neuen Verbrechers in Saarlouis verhaftet, die Strafkammer streitende Maurergesellen aus Neumünster waren von dem dortigen des Hauptangeklagten Gier, besonders über seine geistige Ver zu Trier stellte jedoch das Verfahren gegen ihn ein, Schöffengericht von der Anklage, groben Unfug durch Streitposten anlagung, förderte die Verhandlung eine Reihe von Momenten zu unter der Begründung, er sei wahnsinnig und daher nicht stehen auf dem Neumünsterschen Bahnhof verübt zu haben, frei- tage, die für die wichtige Frage, ob der nunmehr Verurtheilte für urechnungsfähig. Wenige Wochen später fand Gier in der gesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte Berufung eingelegt. über die von ihm verübte That in vollem Umfang verantwortlich gemacht Frrenanstalt Andernach Unterkunft, die ihn am 11. Februar d. J. die die obengenannte Straffammer zu verhandeln hatte. Gegen werden könne, von der höchsten Bedeutung sind. nach viermonatlichem Aufenthalt als geheilt entließ. Nach Begehung zwei der Angeklagten zog der Staatsanwalt die Berufung zurüd, gegen Jatob Gier ist am 13. Juni 1867 zu Beckingen( Rhein- einer Reihe von weiteren Diebstählen und Gewaltthaten floh Gier die drei anderen beantragte er je 70 M. Geldstrafe. Die Straffammer provinz) geboren. Sein Großvater fowohl wie sein Bater waren nach Luxemburg, um von dort am 19. Juni d. J. nach Straßburg fitfuate iesoch auf Freisprechung, weil ein Thatbestand des groben gewohnheitsmäßige Erinker, feine Mutter starb als zurückzukehren. Seun Tage später erlag die Seonie Raubacher mitge Unfugs nicht vorliege. Der Staatskasse wurden die Kosten, jowie rriinnige in der heilanstalt zu Merzig, nachdem sie dort seinem Mordstahl, worauf Gier verhaftet und in die psychiatrische die Erstattung der baaren Auslagen der Angeklagten auch der Ver- volle 13 Jahre untergebracht gewesen war. Der junge Gier litt klinik der Universität Straßburg gebracht wurde. Der Direktor theidigungskosten, auferlegt. In Charlottenburg ist dieser bereits im zartesten Alter an epileptischen Anfällen; er wuchs ohne derselben, Profefior. Dr. Fürstner, begutachtete, daß Gier aur Tage ein Maurer, der seiner Pflicht als Streifposten genügt hatte, jene Erziehung auf. da seine Mutter im Irrenhaus war und sich Zeit der zuletzt erwähnten That geistig gesund war und auch gegen vom Schöffengericht auf grund des groben Unfugparagraphen zu auch sonst niemand um ihn bekümmerte. Schon mit 10 Jahren ver- wärtig noch zurechnungsfähig fei. Dieses Gutachten muß um so 3 Tagen Haft verurtheilt worden. übte er allerhand Diebstähle, Gewaltthaten 2c. Im Jahre 1883. bemerkenswerther erscheinen, als der frühere Direktor der Jrrenalio im Alter von 16 Jahren, traten bei Gier die ersten Anzeichen anstalt Stephansfeld. Dr. Stark, seiner Ueberzeugung dahin Aus einer geistigen Ertrantung auf, bie jedoch bald wieder ver- brud verliehen hatte. Gier leide an unheilbarem Wahnsinn. schwanden, um sich jedoch 1886 in heftigerem Grade zu wiederholen. Die Noch sei bemerkt, daß Gier im Jahre 1894 an einer syphilitischen nun folgenden Lebensjahre brachten für Gier einen fast ununterbrochenen Infektion erkrankte, die man während seiner damaligen ZuchthausWechsel zwischen Zuchthaus und Zwangsaufenthalt in Frrenanstalten, haft mit Jodkali bekämpfte, ohne jedoch eine völlige Heilung zu deren er nicht weniger als fünf frequentirte. Dr. Borster, erzielen. Die Lebensgeschichte eines zum Tode Verurtheilten. Aus Straßburg i. E. schreibt man uns: Nach 3 tägiger Dauer wurde am Donnerstag Mittag vor dem hiesigen Schwurgericht die Verhandlung gegen den 31jährigen Tagner Jakob Gier zu Ende geführt, der beschuldigt war, in der Nacht vom 27 auf 28 Juni d J. Hamburger Engros- Lager A Jandorf& Co. smdsan Asciti sleival C. Spittelmarkt 16-17. SW.Belle- Alliancestr. 1-2. 001 JX 3708) JR I Unsere Waarenhäuser Spittelmarkt 16-17 u. 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M., tagte be bewilligt werden. Das sei wohl der beste Beweis, daß die Be- Hermerschmidt, Beusselstr. 9, eine öffentliche Parteiversammlung, in wegung der Droschkentutscher im Fortschreiten sei. der Paul Hirsch über das Koalitionsrecht und seine Bedeutung Im Fachverein der Holz- und Bretterträger beschäftigte für die moderne Arbeiterbewegung referirte. Nach dem mit Beifall man sich in der Versammlung am 20. November mit einer Reihe aufgenommenen Vortrag forderte Görke zum Anschluß an die gewerkschaftlicher Angelegenheiten. Es fonnte bekannt gegeben werden, politische Organisation auf. Wilt gab bekannt, daß für den baß sechs neue Mitglieder dem Verein beigetreten sind und im Verein Bezirk Beusselstraße der Genosse P. Druder, Beusselstr. 88. der Holz- und Brettschneider die Absicht besteht, zum Fachverein der zum Bezirksführer ernannt ist und sich ebendaselbst eine Zahlstelle Holz- und Bretterträger überzutreten. für den Wahlverein Teltow- Beeskow- Storfow- Charlottenburg be findet. Daselbst findet auch die Aufnahme neuer Mitglieder statt und werden Abonnements auf den Vorwärts" entgegengenommen. Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Morgen Montag, den 5. Dezember, abends 9 Uhr, in den„ Arninhallen", Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Dr. Ratko w s't y über„ Verbrennungen Frauen und Mädchen. Gegr. 1892. Heute nachin. 5 Uhr, Dresdener und Erfrierungen". Nachher praktische Nebungen. Garten, Dresdenerstr. 45: Vortrag des Herrn Dr. med. Bernſtein. Nachher Berliner Kranken Unterstützungs- und Begräbniß- Verein für Die Droschkeukutscher tagten am Donnerstag bei Ahrens in der burmstraße, um über die weitere Stellungnahme zur Lohnbewegung zu berathen. Die Referenten Knütter und Hermann Schulz konnten berichten, daß wieder einige Fuhrherren die gestellten Forderungen bewilligt haben. Die jetzige Taftit gefalle allerdings den Fuhrherren nicht, da sie erfolgreicher sei, als die allgemeinen Arbeitseinstellungen. Doch sei der Erfolg auch der bewiesenen Einigkeit der Kollegen zuzuschreiben. Zeige sie sich auch arbeiter hielt am 27. November in Charlottenburg eine Der Verband der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfs: bei den nächsten Arbeitseinstellungen, so sei auch dort auf einen Bersammlung sämmtlicher Zahlstellen von Berlin und Umgegend ab. günstigen Abschluß zu rechnen. Es müsse aber gerügt werden, daß zum Beispiel die Kutscher von Grohmann die Arbeit nieder zur Debatte standen die Anträge zum Verbandstag. Von mehreren legten, ohne sich mit der Agitationskommission zu verständigen. Das Rednern wurde besonders gegen den§ 5 des Statuts Protest erFuhrherren seien arg in der Stlemme, habe sich doch ein Fuhrherr abgeliefert werden. Zum Schluß regte Rennthaler an, ob es nicht errege Verwirrung und müsse durchaus vermieden werden. Die hoben, der bestimmt, daß 75 pet. der Einnahme an die Hauptkasse an eine Kutschervereinigung gewandt, um von dort Kutscher zu be- angebracht wäre, in der nächsten Konferenz über die Verlegung des kommen, die er als Droschkentutscher gebrauchen könne. Das Zeug wolle Bentralvorstandes nach Berlin zu verhandeln. er gegen Abzahlung stellen. Dies Verfahren sei sehr beliebt, um die In einer Verbandsversammlung der Schneider und Kutscher fontraktlich zu verpflichten, oder, wenn die Kutscher die Schneiderinnen hielt am 29. November Genosse Sassenbach Albrechtstr. 3: Versammlung. Stelle aufgeben, mit dem Zeug wieder Geschäfte zu machen. Die einen interessanten Vortrag über das Thema: Vom Jnnungszwang Orts- Krankenkasse der Maschinenbau- Arbeiter und verwandter Seutschervereinigung werde selbstverständlich nicht dem Fuhrherrn zu zur Gewerbefreiheit. Hierauf wurde die Abrechnung vom dritten Gewerbe zu Berlin. Heute vorm. 10 Uhr im Feenpalast, Burg- und WolfGefallen sein. Quartal verlesen. Danach betrug die Einnahme für die Zentralkasse gangstraßen- Ecke: Großze allgemeine Mitglieder- Versammlung. 1. Vortrag Die Refolution, die auch schon in den früheren Versammlungen 993,71 M. und die Ausgabe 991,30 M. Die Lokaltaise hatte mit bes Herrn Dr. med. Friedeberg. 2. Aufstellung der Vertreter für 1899. 3. Bericht der Elfer- Kommission und Ergänzungswahl derselben. angenommen worden ist, und die die Durchführung des im Jahre 1896 einem Bestand eine Einnahme von 3867,49 M. zu verzeichnen, der Zentral- Krankenkasse der Tischler( Verwaltung Berlin). Heute aufgestellten Tarifs verlangt, wurde wieder einstimmig angenommen. eine Ausgabe von 831,96 M. gegenüberstand. Es folgte dann Abend 6 Uhr im Kösliner Hof, Köslinerstr. 8. Vortrag des Herrn Dr. Weyl. In der Diskussion trat ein Fuhrherr Weber auf, der bestritt, daß die Neuwahl zum Vorstand. Gewählt wurden: Molz zum ersten, Nachdem geselliges Beisammensein. Der Ueberschuß ist zum Besten des die Fuhrherren hinter verschlossenen Thüren verhandeln. Er fei mit Haase zum zweiten, Ritter zum dritten Bevollmächtigten; Invalidenfonds für ausgesteuerte Mitglieder bestimmt. dem geforderten Lohn einverstanden und könne die Droschkentutscher I o tsch, Clauck und Frl. Grünberg zu Revisoren. Die Oeffentliche Versammlung der Hansdiener, Packer, Last, und nur ermahnen, der Organisation beizutreten, da dann die Gewähr Agitationskommission wurde durch die Mitglieder Danzig und Müllkutscher in Rigdorf. Heute Mittag 1 Uhr im Deutschen Wirths größer sei, daß schlechte Elemente ausgesondert würd en. Her Tottleben ergänzt. Zum Schluß wurde auf die Bedeutung der haus, Bergstr. 136/137: Vortrag des Gen. Rein. Zahlreiche Betheiligung imann Schulz konnte noch bekannt geben, daß der Fuhrherr Generalversammlung der Orts- Krankenkasse hingewiesen, die in erwartet der Einberufer. Schielte sich geäußert habe, er wolle am Sonn abend bei den nächster Zeit stattfinden wird. geselliges Beisammensein. Siehe Inserat in heutiger Nummer. Verein der Bierabzieher. Heute nachm. 3 Uhr bei Schulz, Prinz M. Schneider Brunnen- Strasse 197 u. 198. Berlin N. am Rosenthaler Thor. Gründer und Inhaber: Julius Haack. Elsasser- Strasse 1 u. 2. Manufactur- u. Modewaarenhaus. Kleiderstoffe, Seidenwaaren, Confection. grössten Styls. Leinen- und Baumwoll- Waaren, Teppiche, Läuferstoffe, Gardinen, Portièren. Tischdecken, Schlafdecken, Steppdecken, Bettdecken. Fertige Wäsche, Pelzwaaren, Tücher, Unterröcke. Corsets, Schürzen, Schirme, Handschuhe, Strumpfwaaren. Kleiderbesätze, Kleiderzuthaten. D Grosse übersichtlich geordnete Auswahl in allen geführten Artikeln. Verkauf von nur zweekentsprechenden soliden Qualitäten. Helle, geräumige und angenehme Verkaufslokalitäten. 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Eine Heberrie bei der führte daß hier ein geUeber die Verhältnisse bei der Güter- Transgericht führte zur Begründung seines Urtheils aus, daß hier ein geGine portgefellschaft ließ Gewerberichter Meier dann noch werblicher Lohn- Dreschbetrieb vorgelegen habe. Das ReichsKaution von 20 M. forderte der Rollkutscher Sch. in einem Brozeß. folgendermaßen aus. Wie er aus Vergleichsverhandlungen ersehen Versicherungsamt verwarf den nunmehr von der Berufsden er gegen die Güter- Transport- Gesellschaft beim habe, müsse im Betriebe der Gesellschaft nicht alles in Ordnung sein. genossenschaft eingelegten Rekurs mit folgender Begründung: Die Gewerbegericht angestrengt hatte. Die Gesellschaft hatte dem In der betreffenden Sigung hätten mehrere klagende Arbeiter in industrielle Berufsgenossenschaft sei mit recht für entschädigungsKutscher die Herausgabe der Kaution verweigert, weil ihm ein Ballen glaubhafter Weise behauptet, daß sie für den einfachen Tagespflichtig erklärt worden. Das Reichs- Versicherungsamt habe die vom Wagen gestohlen worden war. Direktor Kröger, der die Lohn von drei Mart 18 Stunden arbeiten sollten. Versicherungsverhältnisse der Arbeiter an und bei der DampfGesellschaft vertrat, machte den Kläger dafür verantwortlich und Er, Meier, bitte den Herrn Direktor, die Arbeitsverhältnisse, be- Dreschmaschine folgendermaßen neu geregelt. In der Regel sollten berief sich auf die Betriebsordnung der Beklagten, worin sonders die Arbeitszeit zu regeln. Die Gesellschaft dürfte sich sonst fünftig die Maschinenheizer und-Deler, sowie, in theilweiser Abdie Verantwortlichkeit der Kutscher besonders ausgesprochen sein nicht wundern, wenn sie noch mehr Prozesse bekomme. Direktor weichung von der früheren Judikatur, auch die Einleger bei der soll. Es war kein Eremplar der Betriebsordnung zur Stelle. Der Kröger vermochte hiergegen nur einzuwenden, daß die Verhältnisse gewerblichen Berufsgenossenschaft versichert sein, und zwar Stläger bestritt jedes Verschulden und verwies, daß er ohne Begleiter im Speditionsgewerbe eigenthümliche" seien. ohne Rücksicht darauf, ob der Besizer der Dreschmaschine habe fahren müssen. Der Ballen sei verschwunden, während er Säcke oder der Landwirth, dessen Getreide gedroschen werde, die genannten mit Kaffee in ein Geschäft getragen habe. Direktor Kröger blieb da- Die Unfallversicherung von Arbeitern an Dampf Dresch Arbeiter entlohne oder annehme. Außerdem seien als Arbeiter des bei, daß Sch. dennoch für den Schaden mit der Kaution hafte. Der maschinen. Der Arbeiter Piester war auf einem Gute als Garben- Lohndrescherei- Unternehmers nur noch die Personen bei der gewerbVorsitzende Meier rieth dem Herrn jedoch nach der Berathung, das einleger bei der Dampf- Dreschmaschine beschäftigt worden und hatte lichen Berufsgenossenschaft versichert, die den Transport der Dresch Geld freiwillig zu zahlen, was er schließlich auch that. Darauf hierbei einen Arm verloren. Er verlangte deshalb von der nord- maschine im Dienste des Dreschmaschinen- Besizers ausführten. führte Dr. Meier folgendes aus: Die Kutscher tönnen nicht ganz all- westlichen Eisen- und Stahl- Berufsgenossenschaft eine Unfallrente. Dagegen seien die beim Transport beschäftigten Arbeiter bei gemein für alle Verluste verantwortlich gemacht werden. Selbst wenn Sein Anspruch wurde mit der Begründung zurückgewiesen, daß nicht der landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft versichert, ein dahin gehender Vertrag geschlossen sein sollte, tönnte man die gewerbliche, sondern die landwirthschaftliche Berufsgenossen- wenn ein bei dem Dreschaft betheiligter Landwirth für die Herbeifich unmöglich daran kehren, denn ein solcher Vertrag würde schaft im vorliegenden Falle zur Rentengewährung verpflichtet schaffung und Fortschaffung der Maschine sorge. Alle bisher nicht gegen die guten Sitten verstoßen. Nur Vorsatz oder Fahrlässigkeit sei, weil es sich um einen landwirthschaftlichen Betriebs- genannten Arbeiter, z. B. die Garbenbinder, Zureicher, Wasserdes Kutschers begründe einen Anspruch auf Schadensersaz ihm gegen- unfall handele. Das Schiedsgericht verurtheilte jedoch auf die träger 2c., blieben bei der landwirthschaftlichen Berufsüber. Ein Verschulden des Klägers sei hier indessen nicht dargethan, Berufung des Klägers die Eisen- und Stahl Berufsgenossenschaft selbst dann versichert, wenn sie im Falle der die Kaution dürfe ihm darum auch nicht vorenthalten werden. Wenn genossenschaft, nachdem es festgestellt hatte, daß P. für die Uebernahme des gesammten Dreschaltes von dem Unternehmer fich die Gesellschaft hinfort schützen wolle, dann möge sie den Kutschern ganze Stampagne angenommen worden war und daß er seinen Lohn des Lohn- Dreschereibetriebes angenommen und entlohnt würden. 14. Chausseestr.14. S. Heine, Inh. H. Stege, 14. Chausseestr.14. 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