Ginzelpreis 70 Seller. Rebaffion und Verwaltung, Prag. Nelajanta 18 Telephone: Tegesrebaftion: 26795, 31469. Ragtrebattion: 26792 Poftihedami: 57544. Inferate werden laut Tarif billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 8. Jahrgang. Sozialdemokrat HANT Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Wert der Vielen. ... und teilte ein die Menschen J'n gwei Nationen, die sich wild bekriegen, Nämlich in Satte und in Hungerleider." ( Heinrich Heine: Ratcliff".) Samstag, 18. Feber 1928. Bezugs Bebingungen: Bel Zustellung ins Haus oder bel Bezug durch die Post: monatlich... K 16.olerteljährlich halbjährig ganzjährig.. 48.98.-> 192. Radftellung von Manuftripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Erigeint mit Ausnahme des Montag täglich rib Abbruch der Verhandlungen. Fortlegung im erweiterten Ausschuß wahrscheinlich. Nr. 42. Verlegung der Verhandlungen nach Brag. Der Streit dauert in vollem Umfange an. Brü, 17. Feber. Bei der heutigen Verzielt. Die Verhandlungen wurden als ergeb= geltend. Die Glasfabriken fordern die Zuteilung handlung des engeren Ausschusses der Vertreter nis los abgebrochen. Das von beiden Tei- von Kohle, um wenigstens die Oefen in Glut zu der Organisationen der Unternehmer und Ar- len gegebene Kommuniquee hat folgenden erhalten. Daraus ist zu ersehen, wie falsch beiterschaft wurde kein Einvernehmen er- Wortlaut: die Behauptungen über die angeblich großen Vorräte von Kohle waren. ,, Da es bei den bisherigen Verhandlungen des engeren Komitees nicht gc= lungen ist, eine geeignete Grundlage für eine Einigung in der Lohnfrage zu finden, wurden die Berhandlungen vorläufig als ergebnislos ab= gebrochen. Beide Parteien haben sich zur Fortschung der Verhandlungen bereit erflärt und für ein erweitertes Komitee, das dieselben zu führen hätte, ihre Vertreter namhaft gemacht." Revierkonferenz. Am Sonntag halten in Brür alle Verbände Revierlonferenzen ab, in welchen über den bisherigen Verlauf der Verhandlungen Bericht erstattet werden wird. Die Revierkonferenz der union der Bergarbeiter beginnt Sonntag um Emmerson hatte nicht ganz unrecht mit der ettvas übersteigerten Behauptung, daß es in Deutschland zwei Sprachen gäbe, eine für die Gelehrten und eine für das Bolk. Er hätte nur feine Behauptung nicht auf das deutsche Bolt allein beschränken dürfen und den Kreis derer, die des Volkes Sprache nicht verstehen, etwas weiter ziehen müssen und er hätte recht bis auf den heutigen Tag und wohl noch auf lange Beit. Zwei Sprachen im selben Volk- das heißt, daß es zwei große Gruppen gibt, die einander nicht verstehen, die einander fremd Die Unterbrechung der Verhandlungen er sich die Vertreter der Arbeiterschaft in dem Sinne find. Und sie sind einander fremd und verfolgte, wie aus dem vorstehenden ersichtlich ist, ausgesprochen, daß diese Verhandlungen 9 Uhr vormittags im Vergarbeiterhaus. stehen einander nicht, weil die eine Gruppe über deshalb, weil es nicht gelungen ist, in der unter den gegebenen Verhältnissen keine Aus- 9 Uhr vormittags im Bergarbeiterhaus. die andere herrscht, die andere von der einen gefrage, ein Einvernehmen zu erzielen. Zu heitelsten Frage, das ist in der Lohnficht auf ein Ergebnis haben. Inechtet und ausgebeutet wird. Das bewirkt dem Antrage, es möge über die weitere. Feft- nis der Verhandlungen haben die Vertreter der Ihren Standpunkt zu dem bisherigen ErgebVerschiedenheit des Denkens, der Anschauungen segung des Lohnvertrages unter vorläufiger Weg- Bergarbeiterorganisationen folgendermaßen präund bedingt Unmöglichkeit des gegenseitigen lassung der Lohnfragen verhandelt werden, haben| ziſiert: Berstehens, auch wenn die sprachlichen Unterschiede, die Unterschiede zwischen der Schriftsprache der Gebildeten und Herrschenden und der Mundart der Beherrschten, nicht allzu groß find. O, gäb' es auch gar keinen Unterschied der Sprache es wär' doch so, daß zwischen den beiden großen Gruppen einer jeden Nation Gegensäße von solcher Tiefe und unüberbrückbarer Breite bestehen, daß der Herrschende den Gleichstehenden der anderen Nation viel eher Die Erklärung der Arbeitervertreter: ,, Die Vertreter der Bergarbeiter haben schon bei der gewünschten Einschung des engeren Komitees ihre Bedenken dahingehend geltend gemacht, daß in den prinzipiellen Fragen eine Einigung nicht erfolgt ist, daß daher mit großer Wahrscheinlichkeit auch diese Beratungen zur Ergebnislosigfcit verurteilt sind. Sie habei dabei bereits den Wunsch ausgesprochen, day; die Verhandlungen in Prag fortgesetzt werden sollen, und verweisen auf ihre am 15. Feber abgegebene Erklärung. Die Ergebnisse der Verhandlungen im Komitee haben unsere Bedenken bestätigt. Es ist in den bisherigen Bes handlungen des engeren Komitees nicht gelungen, eine mögliche Basis für eine Einigung in der Lohnfrage zu finden. Die Vertreter der Bergarbeiter halten die Fortschung der Verhandlungen über die übrigen Punkte bei Aus: schaltung der Lohnfrage als unzweckmäßig und zu feinem Erfolge führend. Die Vertreter der Bergarbeiter wiederholen dabei ihre Bereitwilligkeit zu weiteren Verhandlungen." versteht, mit ihm viel eher zu fühlen, sein eine Einigung in der es nicht per citer * Fortfeßung am 21. Feber in Prag. meldet: Die heutigen Verhandlungen des engeren Prag, 17. Feber. Das amtliche Pressebüro Komitees zur Beilegung des Bergarbeiterstreikes im nordwestböhmischen Revier haben damit geendet, daß man zur Ueberzeugung gekommen ist, es lasse ich eine Vereinbarung in Brüg nicht erzielen. Es wurde demnach über Veranlassung des Ministeriums für öffentliche Arbeiten an die Parteien die Einladung gerichtet, die Berhan da fung beim Ministerium in Prag fortzuießen. Für die Verhandlungen murde der 21. Feber festgesetzt. Beide Parteien entfenden zu diesen neuen Bergandiungen je sechs unterhändler. Die Delegierten. Prag, 17. Feber. Amtlich wird gemeldet: Als Delegierte für die Verhandlungen im Ministerium für öffentliche Arbeiten zur friedlichen Beilegung des Lohntonsliites in nordwestböhmiDie Vertreter der Unternehmer haben Wie aus diesem Stand der Dinge ersichtlich, ichem Sohlenrevier, die am 21. Feber beginnen zu dem Ergebnis der Verhandlungen folgende ist die erste Phase der Verhandlungen gewerten, wurden für die Bergarbeiterorganiſatio= Ertlärung beschlossen: fcheitert, weil ein Einvernehmen in der Lohnen Abg. Brozif( tsch. So.- Dem.), Abg. Lane „ Der Vorstand des bergbaulichen Ver- frage nicht zu erzielen war, obwohl die Bertreter( lich). Nat.- 3.) und Abg. Pohl( b. Soz.- Dem.), eines hat dem Berichte seiner Vertreter im der Arbeiterschaft auf diesem Gebiete ein wesent ferner die Gewerkschaftssekretäre Fiser, MaEngeren Komitee sowie den Mitteilungen des fiches Entgegenkommen zeigten. Da beide Teile und Proste, für die Gewerfe die Direkto Herrn Ministerialrates Dr. Rudl entnom- ihre Bereitwilligkeit zu weiteren Berhandlungen xen Dr. Blasiet, Gaffer, Gebauer, men, daß es nicht gelungen ist, eine mögliche erilärt haben, ist zu erwarten, daß eine Veritän öder, Scebohm und 3a ch designiert. Basis für die Einigung in der Lohnfrage zu digung schließlich doch erfolgen wird. Der finden. Die Unternehmer bedanern diesen Streit dauert in vollem Umfange Ausgang und erklären, daß sie zur Wiederauf an. In den industriellen Betriebe, nahme von Verhandlungen jederzeit bereit insbesondere in den Glasfabriken, macht fich bereits der Mangel an Sohle fühlbar find." Kohlenmangel. Denken und Tun viel eher zu begreifen vermag, als das des Volksgenossen, der zur Unterklasse gehört und ebenso verstehen die Arbeitenden und Beherrschten aller Völker einander viel besser, als sie ihre Unterdrücker verstehen. Zwei Welten! Zwei Nationen in jeder Nation! Zwei Nationen, in die die Menschheit zerfällt.... Wie wenig verstehen die Kapitalisten ,, ihre" Arbeiter! Wie merkwürdig ist oft die Einschätzung der Arbeiter durch die Unternehmer und ihre geistigen Handlanger! Die Bürger scheinen wirklich zu glauben, daß die Arbeiter eine Art niedrigerer Menschenrasse mit niedrigeren Instinkten, mit weniger entwickelten Weitere Betriebsstillegungen. Bedürfnissen, mit schlechterer Lebenswertung sind, eine mindere Rasse, die stumps und erGestern hat die Firma Brože f, Spinnerci geben dahinlebt, wenn nicht von Zeit zu Seit tigt, ihre Arbeiter infolge des Kohlenmangels verbrecherische Aufwiegler sie aufheben gegen Partei und der Gewerkschaften lebt, in den Wert der Arbeitermassen selbst, so wenig ist in Teplis, die mehr als hundert Arbeiter beschäf ihre Wohltäter, die„ Brot- und Arbeitgeber". Behntausenden, die nach harter Arbeit im die Verständigung zwischen deutschen und tiche- fristlos entlassen. Mus demselben Grunde hat bie Dienste des Stapitals täglich stundenlang harte chischen Sozialdemokraten dos Wert einzelner, whlig- Union in Hostomik 65 Arbeiter die Kapitalisten. Denn wenn es auch schon etliche Jahrzehnte Arbeit für die geliebte Partei leisten! Was fondern auch sie ist Ergebnis des Massemvillens entlassen. fozialdemokratischer Arbeiterbewegung gibi, eine wissen sie von all dem? Büsten sie, wie es und auch sie ist Tat der Majjen, Werf der Keine Rohlenabfuhr von den Halden. sehr umfangreiche sozialistische Literatur und in der Seele des Arbeiters aussicht, ahnten jie Vielen. Und damit sie Werf aller werde, damit Brir, 17. Feber.( Eigenbericht.) Es wird jogar Untersuchungen über die Pinche des Ardie Größe der seelischen Revolution des Probeiters das Bürgertum weiß doch von der letariers durch den Sozialismus dann ahn die neue Bewegung der Ermutigung. der er von Bürgerlichen Blättern das Gerücht verbreitet, Seele des Arbeiters nichts. Für den Bürger ten sie auch ein wenig von der Sieghaftigkeit, starfenden Stampfbegeisterung alle Arbeitenden daß von der Revierstreilleitung Bewilligungen ist es selbstverständilch, daß die Arbeiter sich von der Unüberwindlichkeit der Arbeiter- packe, damit das befreiende Wort des Kon zur Abfuhr von Rohle erteilt wurden. Es wird nicht organisieren würden, daß sie feine jogia- bewegung und würden weniger häufig über die gresjes zu aller Ohren dringe, darum verteilen hiemit ausdrücklich festgestellt, daß das Streiflistischen Parteien hätten, und daß feine Ar- Berichmeiterung der Sozialdemokratie und des wir an diesem Sonning das vom internatio- fomitee bis jetzt eine Bewilligungen für die nalen Kongreß beschlossene Manifest in hundert- Abfuhr von Kohle aus den Depots auf den Schächten erteilt hat. beiterpresse bestünde, daß die Arbeiter gar feine Darrismus triumphieren.... bestimmte Arbeitszeit verlangen würden und Sie und da erhebt sich im Bürgertum tausenden Eremplaren, darum tragen wir werDer Streit lückenlos. feine höheren Löhne, wenn nicht verfluchte in alle Sütten aller Armen, zu den Herzen Brig, 17. Feber.( Eigenbericht.) Entgegen Seßzer zu all dem sie antreiben würden. Sie lagegefchrei eines Allzugläubigen über den bend das Wort weiter, darum dringen wir Zerfall der deutschen Voltsgemeinschaft, über fehen wirklich in den Arbeitern nichts anderes, ie Berſtörung aller Bindungen zwischen den aller Leidenden mit der Botschaft des Inter- den Berichten bürgerlicher Blätter muß festgestellt werden, daß der Streit in allen Revieren und Werk der Vielen, Werk der auf allen Schächten ausnahmslos durchgeliche Tiere, wenn fie allen Ernſtes glauben, einzelnen Volksschichten, seit drei deutsche Par- nationalismus und des Sozialismus! ihrer Natur nach, ihrem Weien nach wären die eien der Regierung angehören, zu der die Masse, geboren aus dem Willen führt wird. Die Melbung, daß im Komotauer anderen Parteien in Opposition stehen. Sieber Masse, wird auch die Aktion Gebiet auf einzelnen Schächten nicht geftreitt Arbeiter mit allen Lebensbedingungen, mit allen Arbeitsbedingungen zufrieden, die sie und da fließen Tränen darüber, daß nun die zur Werbung neuer Parteimit- wird, beruht auf unwahrheit. Auf dem Sirius Stluft zwischen Deutschen und Deutschen tiefer glieder und neuer Leser für die Schacht in Priesen wird ebenfalls gestreift. Die die Herrschenden, ihnen vorschreiben wenn sei denn je. Aber ist nicht das alles Ergebnis Arbeiterpreise werden, mit der Sicherungsmannschaften wurden auf allen nur die marristischen Hezer nicht wären. einer ganz selbstverständlichen Entvidhung? wir die Verbreitung des Maui- Schächten im Sinne der Weisungen der RevierStreifleitung durchgeführt. Bei der RevierstreilSie fennen die Arbeiter nicht, verstehen sie nicht uns 3st's nicht auch in der Tschechoslowakei jo ge- festes verbind en. Werk noch gewaltigerer feitung gelangt wiederum eine Anzahl von Ansie davon, welche Bedeutung der Sozialismus einander besser verstehen als Bürger und Ar- wird der Stampf um den Sozialismus in diesem| haben nie versucht, sie zu verstehen. Was wissen worden, daß tschechische und deutsche Besißende massen, Werk der Gesamtheit der Arbeitenden suchen um Rohlenzuweisung ein. für die Arbeiter hat, daß er nichts von außen beiter, besonders dann, wenn tschechische und Lande werden, wenn alle Genossen, die von deutsche Bürger über gemeinsame Mehrung der beginnenden Vereinheitlichung der ArbeiterErgebnis ihres Lebens, daß er Denken und ihres Profits auf Kosten der Arbeiter sprechen bewegung in diesem Lande begeistert sind, alle als eine Art vermenschlichte oder menschenähn ihnen Aufgedrängtes ist, sondern notwendiges sobald sie Sozialisten geworden, zu Stürmern die Arbeiter der verschiedenen Nationen lernen, und sie werden es tun! Denn es ist ja auch und Drängern, zu Helden und Märtyrern wer wieder miteinander zu reden, und daß sie ein diese Aktion nichts anderes als ein Gefecht im hiesige Revierbergamt scheint es als seine drin Das Zeblizer Revierbergamt eine Inftitution zum Schuße der Unternehmer? Tepliß, 17. Feber.( Eigenbericht.) Das ander wieder zu verstehen beginnen? Ringen zwischen den zwei Nationen, die sich gendste Aufgabe zu betrachten, Informatioden können! So wenig die Arbeiterbewegung das Werk wild bekriegen, nämlich den Hungerleidern und nen über die Organisationsverhält Was wissen sie davon, welche Leidenschaft, welche Gläubigkeit, welche Begeisterung in den einzelner ist, das Werk von Aufwieglern und den Satten" eine Schlacht, die die Hungern- nisse der Arbeiter einzuholen. Es ist nicht ersichtlich, zu welchen Zived das Revierbergamt bielen, vielen tausend Vertrauensleuten der Heßern, sondern das Werk der Vielen, das den den Satten liefern. Seite 2 biese Informationen eingeholt hat, ob zugunsten der Unternehmer oder für pol zeiliche Zwede. Das Revierbergamt hat von den Betriebsräten bie ge bührende Antwort darauf erhalten. Die Betriebs räte werden aufgefordert, jede Auskunftserteilung an das Revierbergamt über derartige Angelegen heiten zu verweigern. Die Strategen der Niederlage an der Arbeit. Der Streik der nordwestböhmischen Bergmes Die Bürgerblodparteien in Nöten. Ihre Abgeordneten machen fich selbständig. Ein Notprogramm? S. TO 1820. Der Kranz- Prozeß. Berlin, 17. Feber. Der Angeklagte Paul Kran hat an Rechtsanwalt Dr. Freh aus bem Krankenhause einen Brief geschriebent, in dem er den Rechtsanwalt bittet, die Berteidigung Berlin, 17. Feber.( Eigenbericht.) Troß ausgetreten und haben sich als chriftlich wieder aufzunehmen und weiter für seinen Freis ununterbrochener Beratungen im Regierungs- nationale Bauernpartei selbständig gemacht. spruch zu lämpfen. Sein ganzes Vertrauen gelager darüber, welche Arbeiten ber Reichstag Offenbar glauben fie, unter einem neuen Aus- höre Dr. Frey. Heute nachmittags fand zwischen Richtigstellung. In unserem geftrigen Bericht noch erledigen foll und wann die Neuwahlen hängeschild für sich allein beffere Geschäfte zu Landgerichtsdirektor Dr. Dust und Rechtsüber die Arbeiterverhandlungen hat sich ein angefeßt werden sollen, ist man bisher zu keinem machen. Auch die Wirtschaftspartei befindet sich anwalt Dr. Frey eine Besprechung statt, in der Druckfehler eingeschlichen. Es soll natürlich, wie Ergebnis gelommen. Mit überraschender Schnel- im Zerfall. Fünf bayrische Bauern die Meinungsverschiedenheiten zwischen ihnen aus dem Zusammenhang hervorgeht, richtig ligkeit schreitet die völlige Berrüttung des Bür abgeordnete haben ihren Austritt heißen, daß nahezu auf allen Schächten die Siegerblodes fort. Die Deutschnationalen haben die erflärt und eine deutsche Bauernpartei be- gütlich beigelegt wurden. Dr. Frey hat daraufhin die Verteidigung des Angeklagten Baul cherheitsmaßnahmen beigestellt wurden. Erledigung eines fogenannten Not program gründet. Schließlich haben auch zwei völ- Krantz wieder übernommen. an die Erfüllung ungeheuerlicher For- tische Abgeordnete eine deutsche Volks- Nach der Feststellung des Gesundheitsberungen zugunsten der Agrarier gelnüpft. Das rechtes und Aufwertungspartei etabliert. Die zustandes von Paul Krank, die morgen frith in Zentrum lehnt diefe Forderung jedoch ab, weil Rechtsparteien gehen also mit vollständig zer- Anwesenheit der Prozeßbeteiligten im Augusteman die Agrarier nicht einseitig bedenken, son- rütteter Front in den Wahlkampf. Vittoria- Krankenhause in Schöneberg vor sich dern dann auch für die Sozialrentner etwas tun Sollte das Notprogramm nicht zustande geht, wird die Berhandlung, da Paul Krank, arbeiter hat unter tabelloſer Disziplin der Ar- müffe. Daß aber der Reichsfinanzminister die kommen, dann würde der Reichstag nur noch nach Auskunft der Aerzte transport- und berbeiterschaft erfolgreich eingesept. Seine Folgen dazu nötigen Mittel zur Verfügung stellt, ift ganz den Notetat erledigen und dann sofort auf- handlungsfähig fein dürfte, in Moabit fortgesett machen sich in der wachsenden Kohlennot der In- ausgeschlossen. Den Deutschnationalen handelt es gelöst werden, damit noch bis Ende März Neu- werden, wo sich Dr. Duft und Dr. Fren it duſtric deutlich bemerkbar und die Arbeiterschaft sich auch nur darum, Wahlschlager für die länd- wahlen anberaumt werden könnten. Andernfalls öffentlicher Sigung in entsprechenden Erklärunwürden die Neuwahlen wegen der Mitte April gen äußern werden. Hierauf werden die weiteren sicht der Entwicklung des Stampfes zuversichtlich liche Bevölkerung zu haben. Sente sind drei deutschnationale fallenden Ofterwoche bis Anfang Mai auf Sachverständigen ihr Urteil abgeben, so daß am entgegen. Aber die internehmer brauchen nicht zu verzweifeln, fie erhalten bereits Suffurs; die Abgeordnete aus ihrer Frattion geschoben werden. Montag bereits bei programmäßigem Verlaufe Kommunisten marschieren in breides Prozesses die Plaidoyers beginnen werden. ter inie gegen die Arbeiterschaft auf. Der Vorwärts" vom Freitag erscheint mit Geschäftsverkehrs zwischen Wirtschaftsorganen Vorlage über die Tilgung von Berurteilungen, einem vierspaltigen Titel: der Union und der deutschen Wirtschaft, eine bei der namentliche Abstimmung er zweite Kommission für die statistische Unter- forderlich ist, weil ein Beschluß des Abgeordneten suchung des sowjetrussischen Handelsverkehrs hauses abgeändert wird, war jebenfalls die not. und eine dritte Kommission für rechtliche Fragen wendige Mehrheit von 76 Senatoren nicht aufzu gebildet worden. Auf diese Kommissionen wird treiben. Nächste Sigung Dienstag, den 28. Feber nach Abschluß der allgemeinen Debatte das ge- um 4 Uhr nachmittags. famte Verhandlungsmaterial verteilt werden. Die Arbeit der Kommissionen beginnt am Montag, den 20. Feber. Die reformistischen ,, Klassenkampfs- Strategen am Werke: Die vier Artikel, die der„ Vorwärts" den Die vier Artikel, die der„ Borwärts" dem Bergarbeiterkampf widmet, dienen nur der Berdächtigung und Beſchimpfung der„ Führer", der reformistischen" Gewerkschaften und des nicht vevolutionären Teiles der Arbeiterschaft. Bor allem treten die Kommunisten alles breit, was angeblich in den Verhandlungen bereits erörtert wurde. Die Kommunisten, die das ABC der gewerkschaftlichen Kämpfe ja nie erlernt haben, wissen vielleicht wirklich nicht, daß nichts unfluger ist, die als die öffentliche Diskussion über jede Phase der Verhandlung, über Dinge, die meist längst überholt sind, wenn sie im Drud mitgeteilt werden. Mag es hier noch Unwissenheit fein, die den Geist des kommunistischen Kampfes lenkt. so tritt die alte Demagogie ganz offen zutage, wenn die Kommunisten gegen das Flugblatt polemisieren, das einstimmig be schlossen wurde, für das also auch die Kom munisten gestimmt haben. Der zweite Artikel dient der Rechtfertigung der JAV. Vertreter, die natürlich nur mit größ ter Selbstverleugnung" gemeinsam mit den reformistischen Führern" arbeiten. Die reso miDeutsch- ruffische Wirtschafts- find bisher eine Kommission für die Fragen des verhandlungen. Berlin, 17. Feber. Die Wirtschaftsbesprechungen zwischen Deutschland und der Union der SSR. die am 11. Feber im Auswärtigen Amt begonnen haben, find im Laufe der letzten Tage weitergeführt worden. Nach grundsäßlicher Darlegung der beiderseitigen Auffassung sind die beiden Delegationen in eine erste allgemeine Durchsprache des von beiden Teilen vorgeschlagenen Verhandlungsmaterials eingetreten. Es Stampfes notwendig ist. Nicht Verhandlungen im engsten Kreise mit den Unternehmervertretern, sondern die Mobilisierung der breitesten Arbeiter. massen zum Widerstande ist die Linie, auf der sich die Fortentwicklung des Kampfes der Bergarbeiter vollziehen muß. Defe Politit ist um io mehr not, XXXXOOX000 ten sich dem Willen eines großen Tetics der Arbeiter entgegenstellen" Ein sauberes Stüdchen leisten sich die Kommun sten auch mit einem Streitaufruf für das Falkenauer Revier, obwohl ihre Ver e Im Senat wurde heute ein von sämtlichen Mehrheitsparteien unterfertigter Resolutionsans trag eingebracht, in dem das Finanzministerium aufgefortert wird, die Frist für die Anmeldung der Einkommensteuer für das Jahr 1927 bis Ende März 1928 zu erftreden. Das Gefeß über den obersten Gefundheitsrat. Gestern fand beim Gesundheitsministerium unter treter dort selbst gegen den Streik gestimmt haben. Borsiz des Sektionschefs Dr. Kulhavh eine Be Die Mobilisierung in breiter ratung über den Gesetzentwurf statt, durch den schaft in allen Revieren zum Stampfe in Nord Front ist also tatsächlich schon erfolgt, nur bei diesem Ministerium ein oberster Gesundheits nurrat errichtet werden soll, ber mit einer besonderen westböhmen die Stansfbereitschaft und die Kampf, richtet sie sich gegen die Bergarbeiter! rat errichtet werden soll, der mit einer besonderen wendig, als die Stellungnahme der Bergarbeiterfreude der übrigen Bergarbeiter offenbart, die sich zweifellos auch schon praktisch eriveifen würde, wenn die reformistischen Organifatio. Senat Reisepässe. nen daran mitarbeiten würden, die Aenderungen an der Vorlage über die ganze Rampffront der Bergarbeiter den angriffsluftigen Rapitalisten entgegenzustellen." Autorität sowie mit einer gewissen Kompetenz ausgestattet werden soll, in wichtigen hygienischen Fragen sowie in Fragen betreffend die ärztliche Praxis zu entscheiden. Auf der Sigung wurde beschlossen, dem Ministerium zu empfehlen, daß Prag, 17. Feber. Der Senat hielt heute nach Gefeßwerdung der Vorlage ergänzende Er mittags eine faum anderthalb Stunden dauernde nennungen nach den bisherigen Grundsäßen ftischen Führer", das sind die, unter deren Füh= Daß die kommunistische Politik aus Linien Sibung ab, in der lediglich der Gefeßentwurf durchgeführt werden. Der Prager Stadtphyfitus rung die Arbeiter den Achtstundentag erkämpft und Plattformen besteht, wußten wir ja über die Reisepässe in Angriff genommen Dr. Prochaska wurde mit der Ausarbeitung eines haben, die schon vor einem Verteljahrhundert er aber noch nie bat jemand ernstlich daran gedacht, wurde. Der Berichterstatter Dr. Baza erklärte, Berichtes über die historische Entwicklung der Ges folgreiche Lohntämpfe geführt haben! Die revolu- in derartigen Linien etwas anderes als alberne der verfassungsrechtsche Ausschuß habe an der ſundheitsbeiräte in den übrigen europäischen tionären Führer, das sind die alle halben Jahre und im Klasse tambf praktisch unbrauchbare Phra Regierungsvorlage mehrere Aenderungen Staaten betraut. Dieser Bericht soll als Grundwechselnden Angestellten des Politbüros, die durch sen zu sehen. Nun wird uns aber allen Eruftes vorgenommen. In einer Rej lution zu§ 5 wird lage zur Lösung der Frage der Zusammenfesung eine Moskauer Welle emporgetragen und durch eingeredet, daß man einen Streit nicht durch Ver- die Regierung aufgefordert, bei der Erteilung von des staatlichen Gesundheitsrates und feiner kom eine andere weggeschwemmt werden. Die haben handlungen beendet( daß ein neuer Vertrag alfo Reiseausweisen für staatenlose Personen möglid, st petenz dienen.( BETA.) das wahre Rezevt des Klassenkampfes. Und wäh- anscheinend gar nicht das Ziel eines Strefa ist), liberal vorzugehen. Ferner wurden die Bedingun- Vor der Errichtung eines Emigrations. rend in der Roten Gewerkschaftsinternat onale sondern daß man eine Linie baben muß auf gen geändert, unter denen ein Paß einem tschecho- institutes. Nach einer Meldung der BETA noch immer über die richtige Taktik diskutiert der man mobilisiert. Dann folgt die obligate Ver- slowakischen Staatsbürger verweigert werden kann. fand gestern im Fürsorgeminifterium eine Stonwird, und fein Mensch fagen fann, was diese leumdung: Dies soll nur dann möglich sein, wenn es sich um ferens statt, die sich mit der Frage der Er. RGJ. eigentlich will wollen deren Vertreter uns Diefes Kesseltreiben gegen die Straftaten handelt, die von Amtswegen zu verrichtung eines Auswanderungsinstitutes zum über die Führung von Lohnfämpfen belehren. revolutionären Elemente soll es wabr folgen sind, nicht aber um solche privatrechtlicher Studium und zur Unterstüßung der tschechoslowa Wie fich die Stalinisten den Kampf" vor- scheinlich den Reformisten erleichtern, in Natur. Ferner muß es sich unt Delifte handeln, tischen Auswanderng befaßt. Die Konferenz be stellen, verraten sie endlich in dem dritten Artikel den internen Beratungen mit den Unter auf denen eine Gefängnisstrafe von mindestens schloß, dom Minister um zu empfehlen, das Mobilisierung aller Kräfte tut not". Der Vor- nehmern und Regierungsvertretern, in denen 14 Tagen oder eine Geldstrafe bon mehr als 5000 Institut auf Grundlage des Vereinsgesetzes als wärts" schreibt da: sie bereits auf das Prämiensystem eingegangen Stronen steht. Im Falle einer bedingten Berur- selbständige Institution unter der finanziellen find die Kapitulation herbeizuführen. teilung darf die Ausstellung eines Passes nicht und moralischen Unterstübung des Staates zu er. Daß dies die Absicht der Reform sten ist, abgelehnt werden. Nachdem drei Tebatteredner richten. In den vorbere tenden Ausschuß, welcher wird schon daraus far, daß sie sowohl in der gesprochen hatten, wurde die Sizung um drei- die Struttur und Statuten des Inftituts auszu Frage der Erweiterung des Stampfes, als auch viertel 1 hr plötzlich abgebrochen. Für die auf arbeiten hat, wurden eine Reihe tschechischer und in der Frage der Verschärfung der Streifvorschrif. der Tagesordnung stehende zweite Lesung der slowakischer Parlamentarier gewählt. Zweifellos ist diese Art der Verhandlungsführung, selbst wenn die daran beteiligten Vertreter der Bergarbeiter den Standpunkt der Arbe terschaft bis aufs Aeußerste verteidigen, nicht die Basis, die gegenwärtig für die Fortführung des 16 Jbylus. Der Roman eines Revolut ons- Abenteurers bon Alexej Tolstoj. O Gott, wie verdrehen die Damen auf der Deribassowstaja die Hälse nach ihnen, selbst ber berühmte Schriftsteller bleibt wie angewur zelt stehen: Da sind sie, die Römer, die Sieger lachen, stoßen um sich, spucken... Und wir, wir?..." nicht mehr nach Titeln und warf bas Geld richt mehr für unnüße Vergnügungen hinaus. Dies waren Njevsorows Träume, ben die mit Fessen und Griechen in grellen Röckchen und sich für gegerbte persische Lammfelle?"- ,, VerZipfelmüßen wurden im Hafen von Odessa aus- faufe Glödlein!"*) Haben Sie schon die letzte geschifft. Hundert Werst vor der Stadt, an der Neuigkeit gehört: die Bolschewiken haben den Rußland ein Ort des Berderbens, das Front gegen die barfüßigen, hungrigen und ver- Kreml in Moskau gesprengi?" jagte ihm fein gesunder Menschenverstand. Man lausten roten Formationen sind die Befestigun- Semjon Jwanowitsch lächelte zu all dem nur wird es schließlich noch vollkommen ausplündern gen: schwere Artillerie, Tants friechen dahin, verächtlich: erst einige Tage in Odessa, mit Geld und alles, was ein wenig Wert hat, davonschlep Aeroplane treifen. Neines gibt teine Zweifel überreich versehen, prüfte er vorsichtig die Ver- pen, und zweifellos geschah es nicht grunblos, bag mehr. Die Tage des rasend gewordenen Moskau hältnisse auf dem Waren- und Balutenmarkt. Er längs der ganzen Neede die Schiffe der Verbün find gezählt. Kehren Sie beruhigt wieder auf wurde sich bald darüber klar, daß es in der Stadt deten ständig unter Dampf standen, stündlich zur die Deribassowstaja zurüd. Und wenn die Brise fast überhaupt keine Vorräte gab, kein Geld, gar Ausfahrt bereit. Man mußte sich beeilen, um für von der See zu start wird, biegen Sie ins Cafe nichts außer der kleinen Menge französischer sich auch ein wenig ins trodene zu bringen. Njew Fanconi ein. und griechischer Baluten, die an der Ede der Deri- forow wollte nur noch so lange warten, bis fid Nachdem Semjon Iwanowitsch zu seinem bassowstaja ununterbrochen, täglich bis vier Uhr ihm eine Gelegenheit bot, wo er durch glüdliche Privatvergnügen genügend lange herumgeschlen- nachmittags, von ein und denselben Beuten ge- Operation mit irgendeiner hochwertigen Ware bert war, seßte auch er sich an einen Tisch bei und verkauft wurden. Nach vier bei Fanconi. so viel erarbeitet hatte, um, ohne eine Gelunde zu Und der Zweifel läßt einen kaum zur Ruhe Fanconi, und, ohne Hut oder Mantel abzulegen. Sowohl in der Stadt als auch bei Fanconi wur- zaubern, für ewig Rußland Bebewohl zu sagen. tommen: ist dies alles Wirklichkeit? Ist das nicht damit man ihm diese Dinge nicht etwa in dem den Geschäfte ausschließlich mit Frachtbriefen ab- Dort, in Europa, das wußte er vom Kino her, ist ein Mummenschanz, all diefer Trubel auf der herrschenden Gewoge stehlen könne, begann er die geschlossen. Es war dies eine bequemere Methode, das Leben erst ein voller Genuß. herausgeputzten, tobenden Deribassowstaja? Jit Besucher zu mustern, ihren Gesprächen zu als direkt mit den Waren zu handeln: das ganze es wirklich der Ismailowzimarsch, der aus den lauschen. Geschäft hat man in der Tasche, und die Spesen Erfahrung weiser gemacht hatten. Während er geöffneten Restaurant- Türen tönt? Hat sich das Im Tabaksqualm rotierte ununterbrochen sind bloß: eine Tasse Kaffee und Gebäd. weiße Rußland auf diesem letzten Uferfled start die Drehtür; es tamen und gingen Geschäftsleute, Bald nach seiner Antunft laufte Semion fich den Kaffee umrührte, lauschte er dem Streigenug befestigt? Und wenn Ihre Seele von all die sich um diese Stunde alle im Café tonzentrier- Iwanowitsch für alle Fälle" ein paar tausend ten der Geschäftsleute. Irgendeine heisere Stimme, dem schon übervoll ist, dann biegen Sie rasch in ten. Alle zeigten den nämlichen Gesichtsausdrud: Francs. Schon ein paar Tage später überrannte die jemand vorschlug, Berfianerfelle au Baufen, die Jekaterinstaja ein, gehen Sie bis an den Kai ein Gemisch von Entschlossenheit und Mißtrauen man ihn mit Vorschlägen, diese Francs zu ver- erregte feine Aufmerksamkeit. Semjon Jano und stellen sich zu Füßen des Denkmals des Ser- gegen alle Erscheinungen des gegenwärtigen laufen. Er blinzelte nur mit den Augen. Dann witsch erhob fich fogar von seinem Sib, um besser zogs von Richelieu Welch ein prächtiger, be- Lebens, sei es, daß es sich um einen französischen begann bei Fanconi eine kleine Panit. Mit Ent- zu sehen, und er fah, über den gegenüberliegenden ruhigender Ausblick! Mit freundlicher und würde- Panzerkreuzer, sei es, daß es sich um einen seßen drehten sich Leute nach Njewsorow um: das Tisch gebeugt, plöslich statt des Belshändlers ein voller Geste weist er, angetan mit einer römischen Frachtbrief auf einen Waggon Wolozter Nüffe ist der Mensch, der seine Waren verstedt hat and mageres, eingetrodnetes Geficht mit Augen Toga, nach dem breiten, im Nebel daliegenden handelte. Dabei stets bereit zu kaufen und ebenso blinzelt. Der Franc stieg um hundert Prozent. gläsern, das ihm svang, fich zusammenzunehmen. Hafen. In der Ferne sieht man die verdächtigen rasch wieder zu verkaufen, um eine achtbare Dif- Aber selbst die Differenz, die man ihm bot, schlug Zweifellos spionierte ihm diese Physiognomie Sandstriche von Pereffivij rechts den langen ferenz zu erzielen. er aus. Schon zehn Geschäftsleute waren lahm nach. Schon ein paar Tage lang traf er überall Pfeil des Molo. Und hinter ihm, auf der offe= Ueber die Tische zwischen steifen Hüten und gelegt, da es keine Beschäftigung mehr für sie gab. dieses Gesicht, sei es auf der Straße, wo es, wenn nen Reede, liegen. wie lange. grane Bügeleisen, Sealpelzmüßen flogen die gestitulierenden Hände Gut angezogen, die Brieftasche voll Ban- er sich umwandte, hinter ihm auftauchte, fei es die französischen Dreadnoughts. Seid will om- durch die Luft; man sah schweißbedeckte Gesichter, ditengeld, mit einem ordnungsmäßigen Paß, lau- beim Ausgang eines Geschäftes, aus dem er eben men, scheint die Statue des Herzogs von Riche sich überschlagende Stimmen freischten in dem tend auf den Namen des griechischen Untertanen trat und wo es sich rasch abseits zu schaffen machte, Tieu sagen zu wollen, der feinerzeit auch, vor hun allgemeinen Wirbel: Sundert Tonnen Del!"- Semilapid Nawsaraki, war Semjon Iwanowitsch um in der Menge zu verschwinden. Und auch hertzwanzig Jahren ungefähr, nur mit einem Machen Sie mir den Kopf mit Ihrem Aspirin von der günstigen Aussicht bezüglich seiner zutünf- im Café Fanconi lugte es nach ihm, gebedt von leinen Stoffer in der Hand, gezwungen war, vor nicht voll!" ,, Berkaufe Dollars!"- Staufe tigen Laufbahn ganz eingenommen. Nur jagte er den steifen Hüten und durch den Tabaksqualm. dem Gespenst der Guillotine am Revolutionsplage Dollars!" ,, Sören Sie mal, was suchen Sie zu fliehen. -O --in meiner Tasche?!" Nun, dann sind Sie*) Striegsgeld der Armeen der Generale DeniDreißigtausend Buaven in roten Hosen und einfach ein Schweinehund!" Interessieren Sie in und Wrangel. Anm. d. Uebers. ( Fortepung folgt.) Samstag, 18. Feber 1928. Die im Dunkeln leben. Wohnungsmangel, Mietpreiserhöhung, Wohnungselend, die Urfachen von Krankheit, Siechtum und Degeneration. Bon Leopold ölzl. III. Mach od emol in de Dulce!" Längs der westlichen Seite des Marienberges führt eine schmale Straße gegen den„ Berta grund", der im Sommer gerne als Spazierweg gegen und von Dorf Ziebernik benützt wird. Die rechte Seite der mit großen Steinen holprig gepflasterten Straße ist in geschlossener Bauweise bollständig, die linke Seite teilweise verbaut. In den meist ebenerdigen, höchstens einstödigen Häusern wohnen Arbeiter und fleine GeschäftsLeute. Dieser Stadtteil ist die Dulce" und als Armeleut- Viertel bekannt. Ganz rückwärts in der Dulce befindet sich eine den Herren Raimund und Rudolf Richter gehörige Ziegelei und ein dazu gehöriges Wohnhaus für zwei Parteien. In einer der beiden Wohnungen lebt die Fami lie M. seit dem Jahre 1918. Neun Personen( bis bor wenigen Monaten zehn), darunter drei Stinder, von denen eines im letzten Herbst schulpflich tig wurde, wohnen" in zwei nassen, dumpfig riechenden Räumen, im Ausmaße von zusammen 49 Rubikmetern. Die Dede senft sich gegen die Mitte und droht herunterzufallen, wodurch die Familienmitglieder stets gefährdet sind. Nach einer sanitätspolizeilichen Erhebung im Jahre 1926 wurde dringend um Zuweisung einer befferen Wohnung ersucht, doch es blieb bisher alles beim alten. Im Hause Dulce N. 80, welches der in Tetschen- Altstadt wohnenden Frau Anna Schicktanz gehört, wohnt in einem Rimmer" im Hofgebäude die Familie R. Das Lofal hat einen Luftraum von 28 Rubikmetern und ein Fenster im Ausmaße von 1.60 Meter im Quadrat Der Fußboden ist durchgefault, so daß des Nachts die Ratten ohne weiters durch Dre Löcher in den Raum dringen fönnen. Widriger Geruch, ein Gemisch von Moder, Schimmel und Gestant aus den Ziegenstall, der sich im selben Hofgebäude, direkt gegenüber der Woh nungstür befindet, verpestet die Luft. Die Rüdwand des einzigen Kastens ist mit Schimmelpil zen bedeckt, ebenso Schuhwerk und Kleider. In biefem menschenunwürdigen Loch wohnt Herr K. mit seiner Mutter schon seit der Zeit vor dem Kriege und alle Bemühungen, auch einmal eine lichte, sonnige, gesunde Wohnung zu erlangen, waren bisher umsonst. Seit 1920 ist St. berbei ratet, so daß seine junge Frau und ein Kind, das nach ärztlichem Zeugnis infolge der schlechten Wohnungsverhältnisse trant ist, das Elend mit ihm teilen. Für das Loch zahlt K. jährlich 159.60 Kronen Mietzins. Ein Protokoll einer fanitätspolizeilichen Kommission, in dem die sanitären oder minder primitiv aus Brettern zusammen Wohnungen eingerich et sind. Der Stadtrat genagelten Holzbuden gezeigt werden, die als mußte den Bau dieser Buden wohl oder übel gestatten, weil eine andere Möglichkeit zur Unter bringung der delogierten Familien nicht besteht. Ein Besuch der Hüttenbewohner lohnt sich, denn Seite 8. Herrn Stich vorgeladen und ihm eröffnet, daß| rich J. in Kleische. Den engen Raum der Bretdie Holzbude demoliert werden muß, da sie terbude füllen ein altes Bett, ein kleiner Tisch, tet worden sei. Das Wohlfahrtsamt mußte fich Wasser steht in Tropfen an den Wänden und die sanitätswidrig und ohne Baubewilligung errich ein Koffer, ein Stuhl und der kleine Ofen. Das mit dem Fall beschäftigen, weil die Frau am Luft iſt dumpfig, denn wenn die Tür auch nur 11. Jänner 1. J. in der Hütte ein Kind zur eine furze Zeit offen steht, fühlt der Raum vollWelt brachte, wobei der Mann die Hebamme ständig aus und die Kohle ist teuer. ersetzte. Nach der Entbindung mußte aber die geschafft werden, weil sie in der Hütte umgekomFrau samu dem Kinde in das Bezirkskrantenhaus Strant und ohne ärztliche Hilfe in einer Bretters bude. Daumen und zwei Finger. Ein Junge ist schwachführen die Eheleute Franz und Antonie T. Franz men wären. Der Frau fehlen an einer Hand der Ein besonders trauriges und elendes Leben sinnig und soll in eine Auftalt; doch der Mann T. ist von Beruf Schmied und hat durch Jahr fann sich die vom Wohlfahrtsamt verlangten Doku- zchnie feine Arbeitskraft den verschiedenen Meimente nicht beschaffen und so bleibt der Junge stern zur Verfügung gestellt. Nun ist er 66 Jahre seinem Schicksal überlassen. Während die Frau alt; ausgemergelt und zu schwerer Arbeit unfähig, Wohnung der Familie M. in Aussig- Dulce. man kann da hören und sehen wie furchtbar die Folgen des Wohnungsmangels sind. ausgestoßen aus seinem Heimatsort, einem klei nen Dorf im Bezirk Krumau, das kein Geld hat um alte, arbeitsunfähige Leute zu unterstützen und doch noch den Willen zum Leben, wanderte er mit feiner Frau nach Aussig. Irgend jemand hatte ihm gesagt, daß er in der großen Industriestad: schon Beschäftigung finden würde und schließlich hat Herr T. ja 25 Jahre, wenn auch mit Unterbrechung, in Aussig gearbeitet. So fament die beiden Leute wieder hierher und versuchten mit Hadernhandel den Unterhalt zu verdienen. Wer aber nimmu Hadernhändler ins Haus? Und wenn es ihnen gelungen wäre eine Wohnung aufzutreiben, was aber in Aussig nur vermögen den Leuten und einzelnen Glückspilzen mögi: ch ist, sie hätten ja den Wietzins nicht bezahlen tön nen. Bei einem Tagesverdienst von höchstens zehn Stronen, kann man sich kaum zu zweit mit Brot sattessen, geschweige an die Bezahlung einer Wohnung denken. So bauten sie sich im Herbst vorigen Jahres in der Sandgrube in Lerchenfeld aus alten zusammengebe telten Brettern, Dachpappen und Hadern eine Hütte. Noch armseliger wie die Hütte von außen ist ihr Inneres. Ein alter fleiner Ofen, ein wad liges Bettgestell, ein Tischfragment sind die wichtigsten Einrichtungsstücke. Bei dem in den letzten Wochen herrschenden nassen Wetter litten die beiden Leute furchtbar. Das Wasser drang überall in die Hütte, das schlechte Schuhwert gestattete fein Fortgehen und so fehlte der geringe Berdienst, mit dem das Allernotwendigste bestritten werden sollte. Dazu wurde die Frau ernstlich frani. Der Mann wagte es nicht, einen Arzt zu rufen, denn wer sollte ihn schließlich bezahlen. Hausmittel brachten die Frau nach einigen Wochen wieder auf die Beine. Wie herrlich steht es um Menschenliebe und Vernunft, wenn in einer Stadt im Krankenhaus war, wurden zwei Kinder im mit über 40.000 Einwohnern, die Wohlfahrts Waisenhaus untergebracht. Nach einigen Tagen amt, Armenrat, Gemeindeärzte und ein großes Der erste Budenbesizer" ist kein Aussiger litt es die Frau im Krankenhaus nicht mehr und Strankenhaus hat, eine frante Frau wie ein Stück Stind. Karl St. ist ein Arbeiter, der infolge der obwohl noch der Pflege bedürftig, ging sie heraus Vich, das keinerlei Wert hat, umfommen faun, Arbeitslosigkeit ins Elend geschleudert, im De- und holte mit ihrem Mann die zwei Kinder aus ohne daß ihr Hilfe zuteil wird! Ja, die beiden zember v. J. als billige Arbeitskraft von Tachau dem Waisenhause wieder in das Elend der Holzbude Hüttenbewohner haben nicht einmal genügend nach Aufsig gelodt wurde, wo er für sich und zurüd. Es gelang dem Wohlfahrtsamte nicht, die einwandfreies Wasser, da sich die Parteien in den seine fünftöpfige Familie, mit der er zu Fuß nach Sorgen der Mutter um ihre Kinder zu verschen- Häusern der Umgebung weigern, öfter Wasser Aussig wanderte, aus den Brettern, die ihm der chen. In der letzten Zeit haben sich die Verhält- nehmen zu lassen, um nicht den dadurch erhöhten Arbeitgeber auf Abzahlung zur nisse der Familie etwas gebessert. Verfügung stellte, eine Hütte Das Wohlfahrtsam: stellte einen baute. Durch die zentimeterweit Karton Wäsche, mild ätige MenKlaffenden Ritzen treibt der schen Kleider zur Verfügung und Wind den Schnee, fließt das Re- in Türmiß wurde angeblich eine gemvasser auf die geringen Hab- bessere Arbeitsstelle mit Wohfeligkeiten der Familie. Für die nung aufgetrieben. Gegenwärtig Bretter und den Ofen schuldet haust St. mit der Familie noch St. annähernd K 1000.-, wel in der nassen stinkgen Bude. chen Betrag er in wöchentlichen Mann und Frau sind arbeitsRaten zu K 20. abzahlen muß, fähig und arbeitswillig, aber die so daß ihm von seinem Wochen Gesellschaft in der wir leben, ververdienst, der K 120. beträgt, weigert ihnen Arbeit und Vernach Abzug der Krankenversiche dienst, die ein menschenwürdiges rungsbeträge ein Betrag von 90 Leben ermöglichen. Stronen, sage neunzig Kro- Unveil der Stadtgärtnerei nen, für den Unterhalt der Fa- befindet sich die Wohnbude des milie bleibt. Neunzig Kronen Herrn Anton S., der dort seit 7. wöchentlich für eine fechstöpfige November 1925 mit Frau und Familie! Es gibt in Auffig Mens Stind wohut". Die Bude mißt schen, die sich darüber Sorgen 6.50X3.50 Meter im Rechteck machten, daß sie nicht schon in und wurde früher als Werf November mit den Weihnach: s- zeugbude benüßt. S. ist einer Wohnbude der Familie H. in Aussig- Kleische. Eine Musterhüttensiedlung. Wohnbude der Familie J. in Ausfig- Kleische. Uebelstände festgehalten sind, liegt seit Anfang einläufert begonnen haben und daher mit den jener unzähligen Wieter, die sich infolge Wasserzins zahlen zu müssen. Fünfundzwanzig April 1926 beim Stadtamt, aber es ist seither Geschenken nicht zukommen konnten; sie fönnten ihrer Unwissenheit vom Hausherrn bedrängen Jahre arbeitete T. in Auſfig, doch nie ohne Un nichts geschehen, denn„ die Gemeinde kann nicht sich beim Anblick dieser Not ihre Grillen vertrei- und übervorieifen lassen. Er hatte eine Wohnung terbrechung so lange, daß er das Seimatsrecht jeder Partei ihre Wohnungswünsche erfüllen!" ben und ihr überflüssiges Geld in christlich zwed im Hause des Stran- Maschinenmeisters Emil hätte erwerben fönnen. Wird er mit seiner Le Wo das Elend ohnehin schon groß ist, da mäßiger Weise anwenden. Vielleicht würde thr Stauba. Beethovenstraße Nr. 21, bestehend aus bensgefährtin einmal gänzlich arbeitsunfähig. tun oft noch die lieben Nebenmenschen das ihrige, Unwillen gegen die Begehrlichkeit der von den Zimmer und stüche. Zuerst wurde ihm ein dann werden sie woh! die Zwangsfahrt in die Organisationen aufgehetzten Arbeiter" Raum abgenötigt, dann verpflichtete er sich seimat machen müssen. In die Heimat, die sie um es zu vergrößern. Troy Verbot haben sich die roten Frauen Berta und Amalia B. im Hause Dulce etwas gedämpft, wenn sie sehen könnten wie die schließlich bis zu einem bestimmten Tage die lieben wollten, aber nicht lieben durften und die Nr. 29/997 eine Viehzüchterei eingerichtet. Vier sechs Menschen, darunter drei Kinder im Alter Wohnung zu räumen. Als der Tag heran lam ihnen in den letzten Tagen ihres Proletarierlebens vielleicht noch gründlich vergällt wird. Schaveine, eine Stub, zwei Ziegen und ein großer Düngerhausen sorgen dafür, daß die engere und weitere Umgebung durch den Gestank und die im Sommer unerträgliche Fliegenplage belästigt wird. Die Jauche Fließt aus den Stallungen in den Hauskanal, der in den Hauptkana! mündet und die zahlreichen Ratten beirach'en diesen Zustand als ein Dorado. Das schönste ist, daß fich im selben Hause noch ein Lebensmittelgeschäft befindet. Die Obrigkeit der großen deutschen Industriestad: Aussig ist bei festlichen Gelegenhet ten stolz auf die während der Zeit der sozialdemofratischen Verwaltung geschaffenen Einrichtun gen des Stadtphysilates, Gesundheitsames und Wohlfahrtsamtes, fie läßt es aber ruhig gewäh ren, daß, sozusagen auf ihrer Nase, der größte Seuchenherd aufgebaut wird. Man muß eben wissen, daß die Schweinestallbesiber gu: Sürgerliche Wähler sind, während das Mieterpack das sich zwar mit Recht beklagt, verdächtig ist zu den von 6 und 3 Jahren und 1 Monat, Nacht für Roten zu neigen. Nacht in einem elenden Bett, auf einer Holz pritsche und in einem wackligen Kinderwagen Die Bewohner der Holzbuden in Kleische.chlafen; nein, vom schlafen ist da nicht zu spreIn Kleische, das ist nicht etwa ein kleines chen, wie die Hunde liegen müssen, ohne Bauerndorf, sondern ein Stadtteil von Aussig, sich vorher fattgegeffen zu haben! Mit der Fami lann den neugierigen Fremden, als Sehenswürlie haben sich in den letzten Wochen Stadt- und digkeit der ,, reichen Stadt", eine Reihe von mehr Wohlfahrtsamt beschäftigt. Das Stadtamt hat Bei der Fabrik Hojer, im Stadtteil Schönpriesen, fann man drei Wohnhäuser" besichtigen, die mitsammen eine kleine Musterhüttensiedlung, allerdings nicht im besten Sinne, darstellen. Die erste Behausung ist aus Latten hergestellt und wird von zwei alten Leuten bewohnt. Ein alter ausrangierter Eisenbahnwagen dient der neuntöpfigen Familie S. als Wohnung, die bis zum Vorjahre im Hause Burgstadtl Nr. 11/86 in zwei fleinen Räumen wohnte und dort noch vier bis sechs und mehr Aftermieter hielt, so daß arge fanitäre Mißstände bestanden. Das dritte ,, Wohnhaus" ist sogar aus Zement und mit Bewilligung der Stadt erbaut und bewohnt. Für vier Berüberdacht und mit einem Fußboden aus HolzWohnhütte der Familie St. in Aussig- Kleische. Wohnhütte der Eheleute T. in Ausfig- Lerchenfeld. sonen stehen drei Räume zur Verfügung, die gut und er keine andere Wohnung hatte, wurde er zement versehen sind. Diese Bementbude ist ein mit der Familie gerichtlich delogiert. Seine Werk Beweis dafür, daß es mancher Familie möglich zeugbude war die einzige Zuflucht, denn überall, wäre, ein eigenes Heim zu schaffen, wenn der auch am Bürgermeisteramt, wurde er mit seiner Staat mit einer vernünftigen Förderung des Bitte um eine Wohnung abgewiesen. Wohnungs und Kleinhausbaues durch geldliche Wie die im Jahre 1914 so friegsluftige Ge- Unterstübung und Kredithilfe helfend eingreifen sellschaft die Striegsopfer ehri, beweist die Be- würde. Die Wohnungsverhältnisse in Auffig, dem hausung des 53jährigen Striegsverlegten Hein- Sitz des Verbandes der deutschen Hausbesitzerver Scit 4. eine, wären überhaupt wert, daß sie von den| mitglieder bleich unb frant aussehen. Wiederholt ftaatlichen Wohnungsreformern, Wohnungs hygienikern und Volkswirtschaftern an Ort und Stelle studiert würden. Tages- Neuigkeiten. Samstag, 18. Beber 1928. tent, hatte sich gestern vor dem Brünner Schwr hat 2. um Suweisung einer Wohnung angesucht, gericht wegen Notzucht zu verantworten, die er an das erstemal im Jahre 1924, doch noch bis heute ciner Angestellten seiner Ranglei" verübt hatte. wartet er auf Erfüllung feiner Bitte. Es gibt in der Widerhall von Endrichs Schüffen. Ein weiterer Notauchtverfuch an einer anderen AnAussig viele Familien, die überhaupt auf der gestellten sie alle erhielten natürlich leine Bezah Zwischen den Mauern zweier Gebäude. Abschluß bei Gericht. Straße liegen, oder deren Wohnungsansuchen lung schlug fehl. Die Geschworenen erkannten Not und Gewinnluft machen erfinderisch. aus anderen Gründen, ab und zu auch durch Unsere Leser erinnern sich noch, daß int Schäfer des infriminierten Delittes einstimmig für Man findet es gewiß nicht allzu oft, daß ein Protektion, berücksichtigt werden;„ wer in einem November des Vorjahres ein junger Mann, den schuldig, so daß der„ Herr Direktor" zu fünf Jahschmaler Gang zwischen einem Wohnhaus und Loch stedt muß froh sein" und kann mit den Sei wir als geistig etwas irritiert bezeichneten, währen schweren Kerker verurteilt wurde. Das Uricil einem Stall zu einer Wohnung„ ,, adaptiert ,, wurde. en langsam umtommen. Im Falle 2. rend einer Abendvorstellung im Neuen wude ohne Anwendung des sogenannten„ außerIm Stadtteil Auffig- stleische gibt es eine derar trifft das Wor: des englischen Wohnungsrefor- Deutschen Theater plöblich zwei Schüsse ordentlichen Milderungsrechtes" gefällt, ein Fall, tige Wohnung" im Hause Nr. 9. Der Gang mers zu, der sagte, daß der rasche Tod aus einer Schredpistole im Zuschauerraum ab der sich sehr selten ereignet. Schäfer meldete die wurde rückwärts vermauert, vorne wurde zwi durch das Beil menschlicher und dem feuerte Anton Endrich wollte so gegen die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung an schen den Mauern eine Tür eingesetzt, das Ganze Tode vorzuziehen sei, der durch eine Qualität des aufgeführten Stides exer" Stückes Reine Geldvermittler! Troß wiederholter abgedeckt, die Decke mit einem Oberlichtfenster im Glendswohnung langsam aber demonstrieren, gleichzeitig aber auf die Qualität Warnung kommt es immer wieder vor, daß sich Ausmaße von einem halben Meter im Quadrat sicher herbeigeführt wird. Ob einer feiner beim Deutschen Theater eingereichten Streditbewerber offizieller und inoffizieller Verversehen und die Kutscher- Dienstwohnung des nur von jenen, die über die Verwendung öffent Stücke aufmerksam machen wollte. Da es doch mittler bedienen, denen sie für ihre Mühe" als Fuhrwerksbefizers Pokorny war fertig. Tatsächlicher Mittel zum Wohnungsbau räſonieren, die nicht angeht, auf diese Weise für seine Werte unverdiente Vermittlerprovision zwei und mehr lich wohnt" in diesem Lodh mit Steinplatten gegen Wohnungszwangswirtschaft und Mieter- Propaganda zu machen, hatte er sich gestern vor Brozent der Darlehenssumme bezahlen müssen. pflaster, über welches das Regenwasser rinnt, die schutz wettern, die freie Wirtschaft als Allheilmit dem Bezirksgericht für Uebertretungen in Prag, Diejenigen Geldanstalten, die auf ein gewisses vierköpfige Familie Roman W. Nur 9.6 Kubitel gesunder Volkswirtschaft preifen, ahnt, was Weinberge, wegen Gefährdung gegen die Ansehen halten, lehnen solche Vermittlungen meter Luftraum ist vorhanden! Von eine solche Familie leidet? Ob einer nur von Sicherheit des Lebens zu verantworten. grundsäßlich ab. Die Direktionen der Landesden vier Familienmitgliedern müssen drei auf jenen, die ganze Häufer oder wenigstens 6 und 8- Die Anklage führt aus, daß durch den Vorfall bank, Sypothekenbank, Zentralfozialversicherungseinem Strohjad am Fußboden schlafen. Ist Bimmerwohnungen zur Verfügung haben und um leicht eine Banik und ein Unglück bätte entstehen anstalt, Allgemeinen Pensionsanstalt und vieler Regenwetter, dann muß der Strohjack auf Hölzer ihre Dividenden bangen, wenn die Forderung können. Endrich erschien sehr schüchtern vor dem Sparkassen, darunter auch der Aussiger Sparkassa, und Bretter gelegt werden, damit das Wasser nach dem Recht auf eine menschenwürdige Woh Richter OLGR. Neugebauer. Die Verhand- haben beschlossen, die Kreditgewährung grund unter denselben durchfließen tann. Die Familie nung für jeden Bürger erhoben wird, wenigstens lung begann etwas komisch. Der Richter, ein fätzlich abzulehnen, wenn sich die Bewerber einer M. hat bei der Stadt schon wiederholt und drin- teilweise die körperlichen und seelischen Qualen Deutscher, begann in der Amtssprache die Anklage Vermittlung bedienen, die Vermittlungsgend um die Zuweisung eines Zimmers ange- nachfühlen kann, die hunderte Mitglieder armer zu verlesen und Endrich tschechisch einzuverneh provision fordert. Wer sich also keine Ab. sucht, da ja auch für dieses Wohnloch jährlich Familien in Auffig und anderwärts Tag für Tag. men. Nachdem OLGR. Neugebauer schon ein weisung durch die Geldanstalten holen und un240 K an Miete gezahlt werden müssen, aber es Nacht für Nacht, durch Wochen, Monate, Jahre Weilchen in der Amtssprache gesprochen hatte nütze Geldausgaben ersparen will, der verund nun Endrich befragte, erklärte dieser, daß er mei de solche Bermittlungen! Teider nicht tschechisch verstehe. Wenn auch eine Verornung besteht, daß man für diesen Fall, daHerr Rudolf Sch. ist Bürstenbinder und mit die beiden Deutschen einander wohnt" mit seiner fe chstöpfigen familie verstehen in Brag- einen Dolmetsch in einem Lokal im Haufe des Herrn Josef Da- hätte heranziehen müssen, der die Amtssprache ins maſchle, Körnerſtraße Nr. 32/1577. In dem ein Deutsche übersetzt hätte- so schreibt es ja unfere fensterigen Raum muß gewaschen, geschlafen. ge- Sprachverornung vor so nabmi man doch daTocht und gearbeitet werden. Das Auskochen, von Abstand und der Richter führte jetzt die VerTrodnen und Mischen der Roßhaare und kandlung deutsch. Wohnung der Rutscherfamilie M. in AuffigRleische. erdulden müffen?! Rachitis! Eine wankende Stüße der bürgerlichen Ord schen Universität Yale beschloß, ihre vollswirt nung. Eine Anzahl Studenten der amerikanischen Universität Yale beschloß, ihre vollswirt. schaftlichen Studien durch praktisches Studium in ihrer nächsten Umgebung zu ergänzen, und ent deckte dabei, daß in der Stadt feit Monaten ein bedte dabei, daß in der Stadt feit Monaten ein war, dessen Existenz von der gesamten Tagespresse Streit der Krawattenmacher in Gang Schweinsborsten verursacht Gestank und Staub. Endrich verteidigte sich sehr schüchtern dabin, berschwiegen wurde. Darüber erstaunt, be Dazu kommt, daß das einzige Fenster als Aus- daß die Bistole nicht geladen war, also fein Un- schäftigten sie sich näher mit den Ursachen des lage benüß wird, daber längere Zeit hindurch glüd geschehen konnte. Da der Richter den Fall Streils, und wurden durch das, was sie erfuhren, nicht geöffnet werden kann und den Raum nur ja ohnedies aus der Zeitung kannte, mußte Endo erbittert, daß sie beschlossen, die allgemeine zur Not erhellt. Drei Kinder im Alter rich- zu seiner Freude – nicht sehr beredt fein. Aufmerksamkeit auf die Zustände im Strawattenbon 8, 5 und 2% Jahren leiden an Rachitis, Er gab den Tatbestand also einfach zu. Der Nich- machergewerbe zu lenken. Sie verteilten also in ein Kind ist an dieser Krankheit geftorben und ter verurteilte ihn zu hundert Kronen über den Streit und seine Ursachen aufklären der Stadt Flugzettel, die die Deffentlichkeit bas fleine Kind wird dieser Krant Geldstrafe, beato. zehn Tagen Arrest, eine heit nicht entgeben! Eine fanitätspolizei- bedingte Berurteilung, deren Vollzug davon liche Rommission hat die fanitären Mängel der abhängt, ob Endrich noch nicht vorbestraft ift. Wohnung schon im Avril 1926 festgestellt; ber bie Kinder behandelnde Arzt hat dringend die Zuweifung einer größeren Wohnung beantragt. aber alles war bisher ohne Erfolg. Da fich Herr Sch. nur mit seinen Geschäfte fortbringt. fann er nur eine Wohnung brauchen die im Zentrum der Stadt liegt und so wird es um so schwerer. ihm und seiner Familie zu helfen. Dem ohnehin nicht großen Berdienft zuliebe müssen die in der der Rachitis geopfert werden! Neberfüllte Dachzimmer. Vor der Verhandlung ließ sich der schuß bereite Autor mit großem Wohlgefallen vom Beichner des Prager deutschen Bourgeoisieblattes porträtieren und schmückte dann das Konterfei mit feinem Autogramm. Wie wir erfahren, wird heute ein Dilettan. tenverein in Prag ein Stück von Endrich auf führen, das Neue Deutsche Theater hat ihm sein eingereichtes Stid bereits zurückgesandt. sollten. Sie wurden sofort von der Polizei wegen ,, Verteilung von Reklameschriften ohne Konzession" verhaftet. Inzwischen hat sich, da Vale eine der exklusivsten Schuten Amerikas ist, die von den Söhnen der Neu Yorker Millionäre besucht wird, daraus ein großer Standal entwidelt. Die Aufrüttelung der effentlichleit ist den Studenten ausgezeichnet gelungen. Der Streit ist in aller Munde.„ Mutter Jale ist öffentlich beschimpft worden," schrieb eine Zeitung. Von einer Küste Amerifas zur andern Endrich, ist proletarischer Serfunft und arbei werden empörte Protestversammlungen gegen tet in der Karlsbader Geaend. Wir wollen gewiß das umstürzlerische Vorgehen der überall Arbeiterdichter in Schuß nehmen unb för neunzehn Studenten abgehalten, und mit Frau und Kindern so vegetieren und dazu Solche gibt es in Auffig mehrere Dußend. dern. Aber Endrichs Art. fich zur Geltung brin- angstvolle Bäter fragen fich angstboll, ob ale schwere Arbeit verrichten. Nur ein einziges flei Aus den vielen Elendskammern seien vorläufig en su wollen. ift feineswens richtig. Ein solches noch ein sicherer Platz für ihre Söhne iſt." Wo nes Zimmer wenn wir bekommen fönnten, damit zwei herausgegriffen. Im Hause des Herrn Ed- Märtyrertum". das seine Ursache in unaufae werden also vorsorgliche Bourgeoisväter ihre die Frau, wobei sie die Tränen kaum zurückhalten milie Friedrich B. in der Mansarde. Drei männ- Gabrich sum Arbeiterdichter oder überhaupt zum am 11. März d. 3. die Urlaubs- Reiseuns wenigstens die Kinder gefund bleiben!" seufzt win Stöhr, Karlegaffe Nr. 11459. wohnt die Fa- führten Stücken fat, nüßt der Arbeiterbewegung Söhne fünftig hinschiden können? männ- wahrhaftig nichts. Ob aber geistiges Schaffen Eine Kunstfahrt nach Dresten veranstaltet Endrich J. liche Personen im M'er von 35%, 5% und 3 Dichter qualifitiert, wiffen wir nicht, da wir seine organisation Bodenbach Programm: Jahren, und drei weibliche im Alter von 40%, Arbeten nicht kennen. Der Eindrud, den er macht, 5.56 Abfahrt von Bodenbach, 7.47 Ankunft in 6% und 4 Jahren, wohnen in einem Dachzim- läßt allerdings daran zweifeln. Dresden. Besichtigung der Stadt und der JunenIm Hause Ludwigstraße Nr. 1626, gehörend ausstattung des Rathauses( Prunkfäle und Sildem Herrn Star Dlouhy, wurde vor einigen mer mit schiefen Wänden und zwei kleinen Fenberfchatkammer der Stadt Dresden). 11.30 MitJahren ein Kellerraum, der früher als Stoh- sterchen, in dem geschlafen. gekocht und gewaschen tagstisch im Boltsafe Dresden- Ost, 13 Uhr Bewar unmöglich, die nötige gesündere Wohnung zu erhalten. Das zweite Jahr schon muß M. fann. Ju einem nassen Rellerraum, aber dennoch zufrieden". Unwetter in Nordwestböhmen. Gewitter un Sanee im Riesennebirae. Hirschberg, 17. Feber. Bei dem schweren wohnung eingerichtet. Dor! wohnte, bis Maiswei Diphterie- und aber scharrach- berrscht feit Mittag ein heftiges mit orfanartigem 1927 die Familie des Arbeiters Bohumil Rejbl. fälle. Seither hat sich der Gesundheitszustand und in Gärten größeren Schaden angerichtet hat. Sturm verbundenes Unwetter, das an Häusern Der Raum ist flein( 20 Stubifmeter Luftraum!) und hat nur ein Fenster in der Größe eines der Kinder nicht gebessert, sondern verschlech- Wie aus Saaz mitgeteilt wird, hat der Sturm Quadratmeters. Der betonierte Fußboden ist ert. Sie leiden an den Folgen diefer, nicht gut einen hohen Stamin des dortigen Genossenschaftslalt; die Wände sind bis zu eineinhalb Meter ausgeheilten, Strankheiten. Der Mann ist Arbeiter bräuhauses umgeworfen. Böhe naß und an talten Tagen gefroren. Son in der chemischen Fabrik und hat meist Nachtnenlicht dringt nur gang selten in den Raum. Die dienst. Wie kann er sich ordentlich ausschlafen! Am Familie Rejbl ha: in Seesig eine Wohnung gefunden. Seither wohnt" in dem Loch die Arbeiter- 15. Juli 1926 hat eine sanitätspolizeiliche Stomfamilie Franz S., bestehend aus drei Personen. mission die elenden Wohnungsverhältnisse feſtge- Wintergewitter, das heute mittags über das Der Mietzins beträgt jährlich 420 K. Wer sich stellt und für B. um dringende Zuweisung einer Riefengebirge 30g, wurde durch den heftigen in diesem Raum eine halbe Stunde aufhält, kann es nicht rech glauben, daß die Familie mit der größeren Wohnung ersucht. Seither ist alles beim Sturm vielfach Schaden angerichtet. In Grunau Wohnung" zufrieden ist. Doch das Ehepaar agt alten geblieben. Nur wer für eine Zweisimmer wurde ein Saus vollkommen abgedeckt. In Hees und so muß der Zweifel verstummen. Sie sind wohnung eine Miete von 8500 bis 5000 K jähr- rischdorf beschädigte ein durch den Sturm abge zufrieden, denn eine bessere Wohnung lich, eventuell für fünf bis zehn Jahre im Vor- brochener Baum die Leitung der Straßenbahn. wäre viel teuerer und es ist schon aus bezahlen kann, hat Aussicht, sie zu bekommen. Fuhrwerke und Automobile umzuwerfen. Im Der Sturm war so start, daß er drohte, im Freien schwer, bei dem geringen Verdienst Ein Arbeiter der chemischen Fabrik mit einem Sochgebirge und auch im Tal setzten heftige monatlich 35 K Miete zu zahlen! Jahresverdienst von 10.000 K und einer sechs- Schneefälle ein. töpfigen Familie kann sich einen solchen Luxus nicht leisten. Krebs nicht erblich? Heilungsaussichten 80 Prozent. fer fachmännischer hrung, 19 Uhr Besuch der funft in Bodenbach, Neiselosten 80 st einschlichStaatsoper, 28.28 Abfahrt ab Dresden, 1.17 Anlich Bahnfahrt Bodenbach- Dresden und zurüd, Paß- und Visagebühr, Mittagstisch, Opernfarte, alle Führungen, Besichtigungen und Trinkgelder. Petter Meldetag 3. März. Anmeldungen an die Uro, Bodenbach, Dresdnerstraße 886. Bom Rundinnt. Empfehlenswertes aus den Programmen. Sonntag. Brag: 10.30 Orgel- Matinee, 11.35 Klavierkonzert( Beethoven) 18.45 und 17.30 Ronzerte. Berlin: 16.30-18.00 Stonzert, 20 00 -VO Staatsorchesters. Leipsi: 17.30 1lebertragung dem Deut fchen Rationaltheater in Weimar in Kalderaum perette lona Stevanova- Kurzova Klavier, 12.05 Mufit der tschechoslo walischen Schützenvereinigung, 16.30-17.30 Nachmittagskonzert, 17.30-18.00( ebertragung nach Brünn und Preßburg) Vortrag Bayat" Wege und witte! her attaistelu 30let ba bes tiedifchen Arbeiterturatoriums Prof. B. gen, mitglied bes deutschen Landestheaters in Brag( Gefang), Deutsche Sendung: Tagesneuigkeiten, hierauf Josef Ha 19.00 21 15( Sendung nach Brünn und Breßburg) Bropagitions Rundfunk böhmischer Musif für das Ausland, 19.00 Uebertragung Zehn Jahre ohne anständige Nachtruhe. aus dem Nationaltheater in Brag Die verlaufte Braut". Oper Die Familie Stanislaus L. hat der Krieg mit von Smetana, Brinn: 10.00-12.00 Mufit böhmischer Emi granten, 16.30-17.30 Nachmittagstonzert, 18.00-18.30 Deutsch e seiner No, sowie der Wohnungsmangel besonders In einem Dachzimmer, im Hause Sulmer- Wien, 17. Feber. Der Frauenarzt Professor Sendung Ludwig Flaschner, Dvernfänger. Sonja Scheucher, arg mitgespielt. Seit dem Jahre 1918 bewohnt Operettenfängerin. Breßburg: 16.30-17.30 Konsert des Preß Dr. Erwin Grab sprach gestern im Wissenschaft- burger Blasensembles. Daventry: 22.00 Stammermusit. der Mann mit Frau und drei Stindern ein kleines ſtraße Nr. 103, wohnt der Arbeiter Rudolf S. lichen Nub über Frühsympteme des Skrebs, woonben: 16.50 Die Geiſterbraut von M. Dvorak, Baris: Zimmer, in dem nur ein Bett, ein altes Stanapee, mit Frau und drei Kindern im Alter von 6½, bei er u. a. mitteilte, daß die Strebsbereitschaft uebertragung aus dem Theater des Westens„ Münchhaufens lette zwei Schränke und ein Kochofen untergebrach 5% und 3% Jahren, ein viertes Kind ist am wohl erblich, der Krebs selbst aber nicht vererb= Liebe". Operette. Stuttgart: 15.45 Ronsert bes Muffischen werden können. Das Wasser tropft von den Wänden und im Raum riecht es Wege. Die Wände sind stark durch näßt bar fei. Durch eine Frühdiagnose betragen die nach Schimmel und Moder. Fau 2. und die Matratzen der Betten, Kleider und Schuhe mußte mit der nunmehr sechsjährigen Hilde die mit Schimmel bedeckt. Das Kleine Fensterchen und 21 Schiffbrüchige gerettet. au Rüdgratvertrümmung und Läb eine Dachflappe lassen nur wenig Buft und Bicht mung leide: und sich derzeit im Tokio, 17. Feber.( Reuter.) Heute sind hier Krüppelheim in Reichenberg befin in den Raum und zwei mächtige Staſtanen- auf einem Fischerboot 21 Mann der Besatzung de, im Bett schlafen. Das Kind war Jahre hin- bäume halten im Sommer auch die Sonnenstrab- cines amerikanischen Tankschiffes eingetroffen, durch, mit kurzen Unterbrechungen, um Gipslen ab. in das Elend zu bringen. Auch hier hat welche mitteilten, daß ihr Tantdampfer, der am berband. Mehr als tausend unruhige. sorgen- im Sommer 1926 eine Stommission die fanitären 19. Jänner San Pedro mit Fracht für Japan volle Nächte ha: die Mutter hinter fich Ein elf- Uebelstände festgestell. S. hat um eine gesündere, verlassen hat, Mittwoch infolge einer Explosion jähriges Mädchen und ein zehnjähriger Knabe unterging. Der Kapitän des amerikanischen schlafen mi'einander auf einen Strohfad am Fuß- größere Wohnung angesucht, ohne Erfolg. Wie Schiffes und 13 Mann der Besabung feien unter- Strauble bon sofeline mele. Rare 13.30 Orgelten. boden. Das Mädchen ist augenkrank. Der viele Sinderleben, wie viel Elternglück wird der gegangen. Unter den 21 geretteten Seeleuten ist Mann schläft am Kanavee. Er ist in der großen von der Osmička beschlossene Abbau des Mieter- nicht ein einziger verletzt. chemischen Fabrik beschäftigt und macht abwech- chutes wieder im Gefolge haben? Bolt ist in feind eine Woche Tag die andere Woche Nach bitterster Not, boch fein slagen wird schicht. Von einem ruhigen Schlaf oder nötigen Ausruhen ist unter folchen Verhäl nissen teine toch immer übertönt vom Schrei Stede und es ist kein Wunder, wenn alle Familien nach Profit! Oper von Berdi. ― Brantfurt: 18.00--18.30 Mensch und Tech 49 von Oslar Strauß, 20 30 Heiterer Senff- Georgi- Abend. Bres [ au: 18.00-19.00 Liederstunde: Hugo Wolff. 19.00-19.15 in tertouren on der Hohen Eule", 19.15-19.45 Die Großstadt und mir". München: 16.85 Eine gans gewöhnliche Fliege mittlerer Größe, von Senut Hamsun. Langenberg: 19.00-19.95 Persön lidheit und Werf Albrecht Dürers, 20.15( Uebertragung aus Rarnevals Stonzert. Beeiboven her Cello no alapler, Bo iebeziragung aus dem Rönigsberg: 17.00 preußischen Bandestheater, Königsberg Dead des Scidial", it". 18.30-19.00 ili ber Zenit". 10.00-90.00 eitere tube 20.30–23.30 Porsers, Bleu: 11.00 iener Sympho nicorchester, Beitung Prof. Dr. Hans Bfigner Hans figner" 16.00 Machmittag longer, 18.00 Cine Beſteiguma, bes Heina, 18.45 Stammerabend Dugo Bolff". 20.05 Georg Freigraf von ran", 20.15 Berühmte Baß- Arien der deutschen Opernliteratur. Rom: 21.00 Operette. Mailand: 16.00-17.00 Ronzert, 21.00 Uebertragung ber Oper Wallh von M. Catalani. Reapel: 20.50 Uebertragung ber Operette Cin- Bi- La" von B. Ranzato. Stadholm: 19.15 Dratorium Messias von Sanbel, 22.00 Bopu Der Betrüger Schäfer 5 Jahre wegen Not läres( wedisches Ronzertprogramm. Silberfum: 20.50 Oper Berodiabe" in 4 Aften von J. Massenet. Waridan: 15.15 zucht. Der Herr Wladimir Schäfer, über dessen an bis 17.20 Ronzert der Warschauer Philharmonic. Budapest: 5000 Personen verübten Betrügereien mit einer nicht 12.00 Ronsert bes Rammerorchesters der Ung. Oper, 17.00 Unga epistierenden Filmgesellschaft wir vorgestern berichtet, Oper vex Magers, 21.30,$ 8.00 8igennemfit. rische Bieber mit Bigeunermufirbegleitung, 19.45 Der Schulbire Samstag, 18. Feber 1928. endet. Kleine Chronit. F. Sch. # 9 Devl'enfurie. Seite 5. Prager Kurse am 17. Feber. 100 holländische Gulben 100 Reichsmart. 10 Belgas 100 Schweizer Frants 1 Pfund Sterling 100 Lire Dollar 100 Bengös. Selb 1855.37 802 80 Bare 1861.87% 806 80 468.471.647.50 630.50 164.05 185.02 178.09% 179.49%/ 2 38.65 88.85 132.05 198.25/ s 59.03 59.58/ 588.40 541.40 877.07% 380.07% 478.80 476.80 Erdrutsch bei Berchtesgaden. Infolge anhal- Schwester einen Wint: Offenbar geistig nicht nicht allein im Busche herumlaufen. Besonders tender Regengüffe ging Freitag morgens in näch normal. Baben Sie das Mädchen und bringen in unserem nicht, in den wir doch alles hineinfter Nähe von Berchtesgaden ein größerer Erd- Sie es mir dann zur Untersuchung," sagte er. Die fehren, was nicht in die Landschaft paßt. rutsch( 1500 Rubikmeter) auf das Bahngeleise Schwester verfolgte das Mädchen, machte sich nieder. Die Lokomotive eines ausfahrenden Ber- liebevoll und vorsichtig an sie heran und sagte ihr, jonenzuges geriet in die Erdmassen und entgleifte fie müffe gebadet werden. Ja mi net baden," mit sämtlichen Achsen. Reisende und Personal fagte das Mädchen. Darauf die Schwester:„ Aber blieben unverletzt, Wagen wurden nicht beschäfchau'n S, Kind, jeder, der zu uns her digt. Die Strede wird ungefähr zwei Tage ge- einkommt, wird gebadet; es geschieht Offentuberkulösen. Ueber die Zahl der in Deutsch sperrt sein. Der Personenverkehr wird durch Ihnen ja weiter nichts." Das Mädchen ließ sich fand vorhandenen Offentuberkulösen, die also als 100 franzöfiche Franks Die Zahl der in Deutschland vorhandenen Umsteigen aufrecht erhalten. 275 Kilometer pro Stunde. Aus Dayton Wanne. Die Schwester fam mit Waschel und in erster Linie in Betracht kommen, berichtet der 100 polnische Sloth. also ins Bad führen, zog sich aus, feste sich in die Ansteckungsherde für die Verbreitung der Krankheit 100 Dinar Beach( Florida) wird gemeldet, daß der englische Seife und begann ihr Werk. Dem Mädchen schien stellvertretende Generalsekretär des Deutschen Ben 100 Schilling Automobilrennfahrer Campbell bei feinem das jetzt ganz gut zu gefallen. Auf einmal aber tralkomitees zur Bekämpfung der Tuberkuloje auf Bersuche, den Geschwindigkeitsweltrekord zu bre schreit sie auf:" Jeffas, mei Körberl! Es wird Grund von insgesamt 1468 Fragebogen von Tuber seine Angestellten für jeden durch Unaufmerkſamchen, nur um ein Haar dem Tobe entrann. Er mir's do ncamd steh'n, wenn i so lang da bin?" fulofe- Fürsorgestellen. 1412 von diesen, die eine feit eingetretenen Schaden ersatzpflichtig, verlangt fuhr gerade mit einer Stundengeschwindigkeit von Ja, was denn für ein Körberl, Kind?" fragt die Gesamteinwohnerzahl von rund 52.5 Millionen ver- eine zweimonatliche Probezeit, obgleich das HG. 275 Kilometer, als ein Rad gegen eine unbedeu- Schwester. No, mei Körbert mit'n Butter. I bin forgen, befaßen am Schluß des Berichtszeitraums eine solche nur im Höchftausmaß eines Monates tende Bodenerhebung auffuhr, wodurch der ganze nämli die, die jetzt immer' n Butter ins Spital Kenntnis von rund 100.000 Offentuberkulösen, das zuläßt und zwingt ihr Personal, allfällige lleber Wagen ins Schleudern kam und etwa 30 Meter bringen wird."- Das Bad wurde, sehr zum find also 19 auf je 10.000 Einwohner im Durchschnitt. tunden gratis zu leisten, wahrscheinlich deshalb, weiter start beschädigt umfippte. Campbell kam Leidwesen des Mädchens, jetzt sehr rasch be- Nach einer anderen Berechnung ist die„ Normalzahl veil das fürstliche Monatseintonmen von 400 K ohne Verletzung davon. Selbstmord oder Unglüdsfall? Donnerstag 37.5 Offentuberkulöse auf je 10.000 Lebende, und nicht einmal die Hälfte des steuerfreien Existenzabends wurde ein Sekundärarzt eines hiesigen einigen Jahren ist der Bondoner Universität ein Fürsorgestellen bestätigen, daß dieje Zahl den tat- holungsurlaub wird auf das Böchſtausmaß von Alademische Haushaltslehre in England. Seit die Einzelangaben gut arbeitenber Tuberkulofe minimums erreicht. Auch der jährliche Er Spitals in seinem ärztlichen Dienstzimmer tot wissenschaftliches Institut für Haus- sächlichen Verhältnissen, von örtlichen Schwankungen fechs Tagen beschränkt, obgleich nach§ 17 des aufgefunden. Neben ihm lag eine Injektions- wirtschaft angegliedert, das neben Hörsälen, abgesehen, gut entspricht. Auf die 68.2 Millionen SGG. jeder Angestellter nach einhalbjähriger sprize, aus der sich der Arzt eine 20prozentige einer Bibliothek und den Laboratorien für wissen Einwohner des ganzen deutschen Reiches sind also Dienstzeit im Unternehmen Anspruch auf 10 Tage Rofainlösung eingespritzt hatte. Ein Abschiedsschaftliche Forschung, Küchen, Waschküchen, Plätt etwa 234.000 Offentuberkulose anzunehmen. Nun Mindesturlaub beſitzt. brief wurde nicht vorgefunden, so daß noch nicht stuben usw., die mit den neuesten Haushaltsgeräten haben 670 Tuberkulose- Fürsorgestellen auch nähere festgestellt werden konnte, ob der Arzt seinen Tod ausgestattet sind, enthält. Bum Institut gehören Angaben über die Schlafgelegenheit der von ihnen Firma genau weiß, daß ihre Dienſtvertragsbedin Wahrscheinlich deshalb, weil diese houette willtürlich veranlaßt hat oder ob er unabsichtlich Wohnungen für 80 Studierende, jedoch werden eben betreuten Offentuberkulöfen gemacht. Von im gan gungen gegen die guten Sitten verstoßen und bei der Injektion eine Bene getroffen hat, so daß so vele auswärts wohnende Personen zum Studium zen 64.414 Kranken dieser Art hatten 10.757 tein nach erfolgtem Austritt eines Angestellten aus das Gift unmittelbar in das Herz drang und zugelassen. Die Studentin kann den Universitäts- Bett für sich allein, d. f. 16.7 v.§. Selbstverständ- ihren Diensten angefochten werden können, will feinen plöblichen Tod herbeiführte. Die Obdut grab eines Bakalaureus der Haushalts- und Sozialfidh faffen sich diese, von einem Teil der Fürsorge- fie die Angestellten tion der Leiche wurde veranlaßt. mit der Verjährung der wissenschaften erwerben. Auch ohne Universitä: s stellen gewonnenen Erfahrungen nur mit einer ge- lagefrist bereits nach 6 Tagen nach erfolgtem Zwei Flugzeuge der englischen Flotte stießen reife fann sie ein entsprechendes Diplomeramen ab offen Vorsicht verallgemeinern. Aber man darf Dienstaustritt einschüchtern. Doch damit dürfte gestern im Verlaufe von Flugübungen über legen. Die Studierenden mit den Battalaureus vermuten, daß es vorwiegend die gut arbeitenden sie nur bei, sehr naiven Gemütern Glid baben, follestone zusammen und stürzten brennend zu grad ergreifen meist eine Lehrtätigkeit oder widmen Stellen sind, die über die Wohnungsverhältnisse der denn beinabe ieder Angestellte wird sich der Un Boden. Ein Führer konnte sich durch richtigen fich der hauswirtschaftlichen Forschung. Die Frauen in ihnen Betreuten Auskunft gegeben haben und daß gesetzlichkeit dieser Vertragsbestimmungen bewußt Fallschirmabsprung retten. Der Führer des mit den Diplomeramen übernehmen die bauswirt bei der von der Fürsorge noch nicht erfaßten Beweiten Flugzeuges wurde getötet, da infolge fchaftliche Leitung von Internaten oder ähnlichen völkerung die Zustände im Durchschnitt cher ungün der geringen Absprunghöhe sein Fallschirm sich Instituten. Gerade nach solchen Frauen besteht eine ftiger als besser sind. Demnach wäre anzunehmen. nicht mehr geöffnet hatte. aroße Nachfrage, die das Angebot übersteigt. Damit daß unter fenen 234.000 Oberflöten im gan ift Haushaltsführung in England ols Wissenschaft zen Deutschen Reich rund 39 000 nicht fitr sich allem offiziell anerkannt. fchlafen und deshalb ihre nächsten Angehörigen dauernd aufs schwerste gefährden. In der Mehrzahl der Fälle ist Playmanoel daran schuld, and wieder ein Beisviel für die schweren gefundheni: chen Folgen der Wohnungsnot! Profeiior Nonnenbruch in Brag. Der Nachiolaer des Prof. Rudolf Jakich Wartenhorst an der Lehrfangel der medizinischen Minit, Prof. Nonnen bruch. ist Donnerstag in Prag eingetroffen. Freitag vormittags übernahm er die Leitung der II. medizinischen Klinik im Allgemeinen Krankenhause. Voltswirtichait. sein. wieder bei Einstellung von Aushilfskräften damit Eine Bodenbacher Firma will sich fanieren, daß sie zwar das Gehalt, aber nicht die Arbeitszeit festsetzt. Der Dienstvertrag besagt darüber auszugsweise: Die Aufnahme erfolgt nur aushilfsweise. Die Entlohnung beträgt K 400.- monatlich. Eine Arbeitszeit wird nicht vereinbart, da sich die felbe nach der vorkandenen Arbeit richtet. Die Arbeiten sind genau, gewissenhaft usw.... Als Sündigungfrist gilt der 15. oder 30. eines jedest Kalendermonates. Tann iedoch auch früher er folgen, wenn sich die Arbeit verringert." Müßte diefe Vertrassbestimmung wörtlich eingehalten werden, so hätte der aushilfsweise Angestellte eben Tag und Nacht bis zur Bewälti aung der Arbeit Dienst zu leisten. Obgleich im Dienstvertrag fein Anhaltspunkt auf Bestand eines Dienstverhältnifies auf bestimmt it a geben ist auch kein Wertsvertrag vorliegt, weil Se vorhandene Arbeit nicht genannt ist, will man die gefeßliche fedstöd entliche Kündigungsfrist zum Verteliabrschluß umgehen und daraus cine töoliche Entlassung konstruieren. Ein nobler Unternehmer, der Staat! Aus Bostlerkreisen wird uns geschrieben: Bor furzer Zeit war die Tagespresse voll der Berichte über Remunerationen, welche an die Staatsangestellten ausgezahlt worden sein sollen. Wir stellen fest, daß die in der vordersten Front des Verkehrsdienstes stehenden Postler und Eisenbahner von diefen Remunerationen nichts gesehen haben, wenigstens in ihrer überwiegenden Majorität. Diesen felben Poſtlern aber, welche den ersten Wenn uns der Schober- Prälat befuchtdienstverträge wie sie nicht sein sollen. Anspruch auf eine Weihnachtsremuneration hät ten, den Post angestellten nämlich( nicht müßten wir ihn eigentlich ganz anders emp Der durch die Schwächung der freigewerkden Beamten), entzieht man jetzt die fangen. Wir fage ich und wir sind sicher schaftlichen Organisation der Angestellten wieder armseligen fünf Seller pro Expreß nicht die offizielle Tschechoslowakei. Wir bätten in vielen Fällen zur Geltung gelommene indibrief, 30 Seller für expreß, rekommandiert" ihn begrüßen sollen, nicht als den Moraltheologen viduelle Arbeitsvertrag, der nach juristischen Beund 50 Heller pro Paket, die sie bisher monatlich und Philosophen", auch nicht als den großen griffen als freies Uebereinkommen zwischen Arbeit ausgezahlt erhielten. Die Poſt ſtedt nunmehr die Staatsmann, der zu sein, er fest überzeugt ist, geber und Angestellen zustande kommt, stützt sich ganze Expreßgebühr ein, da sie der Meinung ist, sondern als den blutigen Kanzler von 1927; denn am wenigsten auf Rechtsgründe, sondern vorwiedaß der Angestellte ja bloß seinen Dienst versehe. wenn sonst keine seiner Taten" ihn unsterblich, gend auf jene Machteinflüsse, die bei Gegenüber Dies trifft aber nicht zu, die Angestellten arbeiten der 15. Juli 1927 hätte ihn unfeligen Gedankens ftellung von Angebot und Nachfrage entscheiden. viel mehr als ihre Pflicht wäre und besonders gemacht. Noch lebt die Entrüstung, der Schmerz In der Praxis diftiert bei ungeregeltem Arbeitsim Expreßbeſtelldienst. Es deutet keineswegs auf über jenen 15. Juli in uns. Sein Redet mir markt der Arbeitgeber als der wirtschaftlich Stär- Dienen diese beiden Beispiele aus der Praris eine gefchaftstüchtige Führung eines Unterneh nur jetzt nicht von Milde" hat dieser Seelsorger tere ausnahmslos die Vertragsbedingungen, die nicht als Beweis für die Silflofgkeit der Anges mens hin, wenn dieses den niedersten Angestellten damals allzur deutlich gesagt, als daß wir es ihm für den Angestellten desto ungünstiger ausfallen, stellten, die folden rüdsichtslosen Ausbeutungsschwer erschundene Bettelheller entziehen muß, je vergessen könnten. Wenu nach seiner ganzen je größer das Angebot an Arbeitskräften ist und tendenzen groenüberstehen, wenn sie nicht ihre um florieren zu fönnen." Staatsmännerei längst fein Sund mehr bellen je disziplinloser die Zahl der Angestellten den Berufsorganisation davor schützt. In käufigen Jeder wird gebadet. In Krems geht fol wird, dann haben 90 erschlagere Arbeiter dafür Arbeitgebern gegenübersteht. Welche Auswüchse Fällen werden derartige ungefeßliche Dienstver gende luftige Geschichte von Mund zu Wund: gesorgt, daß der 15. Juli 1927 Millionen von das Ueberangebot an Büro- und Verkaufsperträge der Deffentlichkeit gar nicht bekannt, weil stam da eines Wiorgens ein Bauernmädchen ins Proletariern in schmerzvoller Erinnerung bleibt. fonal und die mangelnde Erkenntnis der Ge- die falsche Scham und die Angst vor der StellenSpital. Wortlos, ein bißchen scheu, ging es von und daß der Sak gegen ein System nie erlischt, schloffenheit der Angestellten zeitigt, beſtätigen die lockeit vielen Angestellten den Mund schlicht. Zimmer zu Zimmer, grüßte überall chrfurchts- deſſen charakteristischer Vertreter er einer war: zum Abschluß kommenden Dienſtverträge, die von Deffemingeachtet müssen aber immer wieder in Angestellten unterschrieben werden, obgleich fic der Deffentlichkeit derartige ungefehliche Dienst boll und schlich sich, wenn es angesprochen wurde, fromm und blutig. davon. Schließlich landete es im Ordinationsgröbliche Verstöße gegen die geltenden gefeßlichen verträge gebrandmarkt werden um daran die simmer. Da faß ein Arzt und eine Pflegerin. Schließlich ist auch der Seipel wieder fort. Schußbestimmungen beinhalten. Welche unter- bringliche Forderung auf Schaffung eines Kol Das Mädchen grüßte wieder, schlich sich zu den gefahren. Die österreichischen Arbeiter werden sich schämten Arbeitsbedingungen solche Dienstverträge lektivvertrags- Gesetzes zu demonstrieren. Nur Instrumenten, zum Operationstisch, befah sich sicher schon gefreut haben, bak sich der Seipel am vorsehen, lehrt die Vereinbarung einer Aussiger durch Einreibung aller Angestellten in die frei ben Arzt im weißen Mantel und die Schwester Ende in den böhmischen Wäldern verlaufen hat. Firma, die sich diese von einem Angestellten gewerkschaftliche Kampforganisation wird es gelingen, ungünstige individuelle Dienstverträge und wollte wieder hinaus. Jest gab der Arzt der Aber! Wir lassen doch einen so hohen Gast unterschreiben lick: durch Stollektivverträge zu ersetzen. ( Nachdruck verboten.) Der Millionenschatz im Bauernhause. Ein Nachkomme des größten Bildhauers Italiens. Von Karl Perktold, Traunstein. weist eine Unmenge von Arbeiten dieses Bildhauers auf. Er brachte auch zum ersten Male die stilistische Gestaltung der Kleider wieder auf. Er ivar ein Meister in der Reliefdarstellung. Seine Werke sind über ganz Italien in den Museen und in Baudenkmälern berbreitet. Im Baptisterium zu Florenz schuf er das Grab des Papstes Johann XXIII. Die Reliefs von tanzenden Kindern in den Uffizien zu Florenz machten ihn in Italien so bekannt, daß er Aufträge über Aufträge erhielt. Für seinen Hausaltar schnitzte er sich das Halbrelief ,, Die Mutter Gottes mit dem NachriOberbayern liegenden Jesustinde", das wohl zu seinen schönsten FrauenVor nicht allzulanger Zeit ging durch die deutsche und ausländische Presse die Nachricht, daß in einem einfachen Bauern hause in dem in Uebersee ein echter Donatello sich befinde, der einen Wert von fünf Millionen Bire habe. Unser Gewährsmann hat sich mit diesem Werke und dem Besitzer des Bil des eingehend beschäftigt. Er schreibt dar über: gestalten gehört, die er zur Verherrlichung der Stirchen geschaffen hatte. An Feinheit und Schönbeit übertrifft alle seine Werke dieses sich in deutschem Besitz befindende Halbrelief der Mutter Gottes mit dem Jesuskinde. Heute beansprucht Italien dieses Wert. Italien will es dem Be Vor kurzem brachte fast die gesamte euro- fiber unter allen Umständen ablaufen. Schon Erzpäische Presse die Nachricht, daß sich in einem herzog- Thronfolger Franz Ferdinand von Oester oberbayrischen Bauerndorfe. in der Nähe von reich fuhr kurz vor seiner Erfchießung in Sarajewo München, ein Donatello befinde. Diese Nachricht von Wien nach lebersee, um diesen Donatello verlodte mich zu eingehendem Studium dieses zu erwerben. Damals wollte er einen Preis von wertvollen Wertes. An Sand neuer italienischer 800.000 Mark bezahlen. Aber die Familic, in der Gutachten kann festgestellt werden, daß dieses die Kunsttradition in dem bekannten Kunstmaler Bild, das die Maria mit dem Jefuetinde dar- Steinleithner noch fortlebt. hält an diesem Erbstellt und aus Holz gearbeitet ist, als Erbstüd der ftüd wie an einem Heiligtum feft. Alljährlich Besigerfamilie Steinleithner in Uebersce gilt. Die werden die berühmtesten Künstler angeeifert, Familie Steinleithner stammi direkt von der Fa- immer wieder dies Wert ihres großen italieni milie Donatello ab und ist im 16. Jahrhundert fchen Kollegen zu bewundern. Dabei lebt die Favon dem Schloßherrn von Marquartstein in die- milie Steinleithner einfach und bewohnt nur ein ses Gebiet gezogen worden, wo sie den Namen| Bauernhäuschen in der Ueberseer Gegend. So Steinleithner annahm. Durch all die Generatio- vie Franz Ferdinand dieses stille Bergdorf benen hindurch hatte man dieses Erbstück des gro- fuchte um mit dieser Stünstlerfamilie zu plaudern Ben Ahnen Donatello( Donato di Nicolo di Betto und einen Sohn derselben mit nach Wien an den Bardi) gerettet bis in die Gegenwart hinein. Do- Hof zur Ausbildung mitzunehmen, so kommen auch natello war der größte Bildhauer des italienischen die Träger weltberühmter Namen, nicht nur, um Mittelalters, der zu Florenz 1386 geboren wurde. dieses Millionenerbstück zu bewundern, sondern Er schuf berühmte und heute noch von der ganzen auch die Nachkommen Donatellos zu sehen. Welt bewunderte Werte. Der Dom von Florenz Bereinbarung zwischen der Firma...... und Herrn... 1. Die Aufnahme erfolgt vom..... probeweise bis ca. zwei Monate; innerhalb dieser Zeit steht es beiden Teilen frei, ohne vorherige Kündigung und Angaben von Gründen das Dienst verhältnis zu lösen. 2. Die Entlohnung erfolgt monatlich und beträgt K 400.-. 3. Nach bestandener Probezeit gilt eine vier wöchentliche Sündigungsfrist, und war am 15. ober lesten Tag eines Monats für beide Teile. 4. As Arbeitszeit gilt die normale, und stvar entweder von 8 Uhr früh bis 6 Uhr abends mit zweistündiger Pause, Samstag bis halb 4 Uhr, boch tann in dringenden Fällen die setbe verlängert werden, ohne beson dere. Entlohnung, oder verkürzt werden bei vorheriger Meldung ohne Abzug vom Gehalt. Auch die Arbeiterinnen in China erwachen! Bei den in der letzten Zeit vor sich gegan genen Sireiks der chinesischen Fabriksarbeiter nahmen auch die Arbeiterinnen tätigen Anteil. Darüber hinaus fuchten ste auf dem Wege des Streits Rechte für sich selbst zu erobern. Zum Beispiel gelang es fo streitenden Arbeiterinnen von sieben Seidenspinnereien bei Schanghai einen ziveimonatlichen Urlaub vor und nach der Niederfunft mit Bezahlung zu erzielen. Dieser fiegreiche Streit stärkte die Kampfstimmung unter allen Arbeiterinnen wesentlich. Hausangestellte in Utschang( Provinz Su- pe), die im Begriff waren, in den Streit zu treten, erzielten Lofterhöhung, jährliche Ertragratifilation in Höhe eines Monatsgehalts und bei Entlassung eine Entschädigung in Höhe von drei Monatsgehältern. Alle Hausangestellten dürfen nur mittels ihrer Organisation eingestellt werden. . 5. Weiters besteht die Verpflichtung, alle wie immer gearteten Vorkommnisse im Geschäft jederseit streng und vor jedermann geheimzuhalten Dividendenregen der Erfolg der Büre und zu wahren. gerblodregierung. Die großen Unternehmungen Die Arbeiten sind fleißig, gewissenhaft und und Banten beenden jetzt ihre Bilanzarbeiten. genau, ohne Fehler, stets in Interesse des Ge- Nun wird in der bürgerlichen Presse wieder schäftes zu leisten. Jeder entstandene freudig von den stetig steigenden Dividenden beSchaden durch unaufmerksamkeit, richtet werden, damit die Arbeiter und AngeBergeßlichkeit, Unehrlichkeit oder stellten ersehen können, wie schlecht es den armen fehlerhafte Arbeit ist je nach Maß- Unternehmern und den Finanzinstituten die gaben zu erseßen. Alle Vorkommniffe in ganze Zeit ergangen ist. Die Breßburger Abwesenheit des Dienstgebers find stets genau zu Donauban weist für das abgelaufene Ge verrichten und eventuell in Erinnerung zu bringen. fchäftsjahr einen Reingewinn von 1,312.386.20 6. Eine bezahlte Urlaubszeit innerhalb eines Seronen aus. Die Budweiser AktienJahres gilt nur im Höchstausmaße von sechs brauerei weist einen Reingewinn von Tagen. Sollten aus diesem Dienstver 2.9 Mill. K aus, von dem sie eine 8712% ige hältnis Streitigkeiten entstehen, fo Dividende, 150 K per Aftie gegenüber 90 K erlist in sechs Tagen das Klage im Vorjahre zur Ausschüttung bringen wird. Die recht." Arbeiter verben daraus ersehen tönnen, wic schwer die sozialen Lasten" die Unternehmer be brüden. Die Firma, deren deutscher Inhaber mit der deutschen Sprache selbst auf Striegsfuß lebt, macht Seite 6. Kunit und Willen. Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Samstag( 109-1), Gastsp. Souis Iling, 7 Uhr: Bolenblut". Sonntag( 110-2), Kulturverband, 2% Uhr: 8irtusprinzessin"; 7% Uhr: Beonie". Montag( 108-4), 7 Uhr: Othello" ( Oper). Spielplan der Kleinen Bühne. Samstag, zum 1. Male: br Mann" Sontag, 3 Uhr: 3hr Mann"; 7 Uhr: Olga von der Wolga". Montag, Banbeamten I: eger". Jonny spielt auf" ist dieses Jahr die Devise des Balles des Pensionsvereines der Angestellten des Deutschen Landes Theaters, welche: am Sams tag, den 3. März im Prunt, ale des Palais Radio stattfindet. Das Protektorat führen Direktor Vollsner und Frau, Direktor Weinert und Opernchef Steinberg. Auch das Solopersonal stellt sich in den Dienst der guten Sache. Die Damen: Vord, Holm. gren, Rohne, die Herren: Adrian, Hagen, Sörbiger, Olden, Trent Trebitsch und die Herren Kapellme ster Dr. Levinger, Singer und Schick haben sich zur Mite wirkung in dem geplanten Mitternachtskabarett freundlichst zur Verfügung gestellt. Herr Oberreg. feur Stadler führt die Gesamtreg'e des Abends Die Ausschmückung des Sanies oesorgen Herr ber inspektor 2. Kotulan und Herr Landesmaler H. Vipperger. Masken oder Balltoilette. Anfang 21 Uhr. Reflamationen sowie Legen- und Tisch Bestellungen an Max Honisch, Neues Teutich's Theater. VorderBauf beim Bortier des Neven Deutschen Theaters. Gerichtssaal. Die Berufung eines Militärdienstverweigerers vor dem Obersten Militär gerichtshof in Prag. Samstag, 18. Feber 1928. WIE WASCHE ICH WOLLE? RADION wascht allein' rechtigung eines folchen Standpunties einräume und folgert, daß vor der Ueberzeugung des Gewissens die Staatsraison zurüdtreten müsse. Er zitiert Bet spiele von Tschechen und Serben aus dem Weltfriege und erklärt, daß es die Errungenschaft der Revolution sein müsse, daß in diesem Staate die Freiheit des Gewissens gewährleistet und es cinem Annie Klug Wolle verträgt kein Reiben, kein Wringen, kein. Kochen. RADION entfernt von Wollsachen den anhaftenden Schmutz durch bloßes mehrmaliges Eintauchen und leichtes Ausdrücken in kalter RADION- Lösung. Gerade deshalb ist RADION das ideale Waschmittel für Wolle. Waschen Sie daher Ihre Wollwäsche, Jumper, Sweater, Bettjäckchen usw. nur in kalter RADION- Lösung, dann haben Sie kein Einschrumpfen zu befürchten. Die Farben behalten ihren ursprünglichen frischen Ton, die Wollsachen bleiben weich, schmiegsam und mollig RADION Ges. m. b. H., SCHRECKENSTEIN. wegung nicht die Rede sein kann, sondern wo es sich Lausitzer Gebirge usw. diese Erlebnisse Ein beson lediglich um sogenannte sympathifierende" Crgani deres Verdienst erwarben sich aber die Arbeiter. jationen handelt. Außerdem nehmen, daß Naturfreunde, die es verstanden, durch die Errich die Kommunisten auch bei diesen Zahlen mit dem beitung von Naturfreundeheimen in diesen Gebieten ihnen üblichen hundertpcozentigen Aufschlag gearbei Stüppunkte für das Winterwandern auch der Arbei. tet haben. terschaft zu bieten. besserung der Vergleichsmöglichkeiten die Summen Außerdem mögen die Kommun: sten zur Verangeben, die die einzelnen Verbände in den Jahren 1926 und 1927 aus eigenen Mittein als internationale Beiträge an ihre Internationale abge führt haben Vereinsnachrichten. Der Faschingsball des Klubs deutscher BuchTurnen und Sport. wanderer von ihren winterlichen Fahrten heim urb unvergeßlich bleiben die Eindrücke derer, die bei hrer Streiffahrt das Hochgebirge im Sonnenglang der Eiswelt erbliden durften Die Arbeiterklasse hat daher alle Ursache, die aroßen Werte des Winter wanderns zu schäßen und immer wieder zu fordern: Hinaus in die schöne, minterfthe Natur! Tiefe, freudenreiche Enlebnisse tragen die Winter 22 Sportorganisationen ersuchen um staatliche Unterstützung von insgesamt 1.334.000 finnische Mart. Im Budget des laufenden Jahres hat das Pariament für die Unterſtützung der Sportbewegung 800.000 finnische Mark angefeßt Nunmehr ist die Petitionszeit abgelaufen und es hat sich herausgestellt, daß insgesamt zweiundzwanzig Organisationen um Unterstüpung ersuchen. Viele Crganisationen haben im Vergleich zum Vorjahre um eine Erhöhung der Unterstübungsumme gebeten. Der finnische Arbeitersportbund( Tug") ist die eine sige reine Arbeiterorganisation unter den 22. Tug" ersuchte in diesem Jahre um eine Unter füßung von 400 000 finnische Mark( im Vorjahre 250.000). Der bürgerliche Turn- und Sportbund um 450.000( vorher 300 000). Staatsbürger auch ermögi chi werde, nach der Ueberzeugung seines Gewissens in der Republik zu leben. Wenn es im Verfassungsgesetze heiße, daß die AusDas Urteil des Divisionsgerichtes aufgehoben, das übung des Glaubensbekenntnisses jedem StaatsStrafausmaß auf ein Drittel herabgesetzt. bürger garantiert sei, insofern es mit der öffentliPrag, 17. Feber. Vor dem Obersten Militärchen Ordnung und mit den guten Sitten in Ucber gerichte in Prag wurde heute über die Nichtig einstimmung stehe", so müsse man darauf Rückfeitsbeschwerde und die Berufung verhandelt, die der sicht nehmen, daß Religion und Ausübung der Frei 1905 in Rozdrojivice bei Brünn geborene Alois heit des Gewissens verschiedene Dinge sind Risner Risner durch seinen Anwalt gegen das Urteil bewies, daß er nach der Ueberzeugung seines Gedes Divisionsgerichtes Brünn eingebracht hatte, mit wissens handle, eine Tat, die nach dem Verfassungs- bruder in Prag findet heute, 18. ds.( Faschingsdem er seinerzeit zu achtzehn Monaten gefeße straffrei ist. Nicht emmal nach dem Militär- samstag) im großen Heine- Saal statt. Gäste willimeren Rerfers verurteilt worden war. Strafgeieße sei er schuldig zu sprechen, weil hier fommen. Kein Maskenzwang. Eintritt 15 K einAlois Risner war zweimal vor der Afsenkommission unwiderstehlicher Zwang" Straffreiheit zusichere. fchließlich Steuer. erschienen und hatte erklärt, daß er mit Rücksicht Das sei durch die Macht seiner religiöfen Ueberauf seine religiöse Ueberzeugung nich: Solda: sem zeugung, durch seine Zugehörigkeit zu der Religionswolle. Beidemal wurde er von der Assenkommission felte seit dem fünfzehnten Lebensjahre, durch den für untauglich erklärt. Als er sich zum drittenmal Einfluß seiner Mutter, die ihm befohlen habe, streng stellen sollte, erschien er in Kleidern vor der Affent- nach den zehn Geboten zu leben, gegeben und werde Das Erlebnis des Winterwanderns. tommission und teilte dem Vorsipenden der Kom durch das psychiatrische Gutachten noch bestätigt. Ta- Das Wandern durch die frische Natur hat stets mission, einem General, mit, daß er sich nicht ent her fönne man seine Weigerung, die Uniform nicht alle Schichten der Menschen in seinen Bann gezogen. Cleide und daß er auch mit Rüdficht auf seine rett, anzuziehen, nicht als Subordinationsverlegung durch was der Frühling mit feinen zarten Trieben und giöse Ueberzeugung feinen Militärdienst leisten Berweigerung der Ausübung eines wichtigen Ve- feiner frischgrünen Entwicklung, der Sommer mit werde. Er gab an, Angehöriger der Religionsfelte fchles" qualifizieren. Nach einer längeren Beratung seiner fotten Reife und seinem lebendigen Blumen,, Nachfolger Christi, Weltbrüderschaf: für geftiges verwarf der Oberste Militärgerichtshof die Nichtig schmud und der Herbst in seiner Farbenfreudigkeit Leben" zu sein. Der General erklärte ihn hierauf, foitsbeschwerde, gab nur der Berufung gegen das in den Menschenherzen an Lebenswerten weckte, das Internationale Fußballspiele Cftern 1928 in ohne daß er untersucht wurde, für militär- Strafausmaß statt und setzte dem angeklagten Sol schien lange Zeit im Winter feinen rechten Wider- Belgien. Außer dem Bänderspiel Belgien diensttauglich. Er wurde durch Gendarmerie dem daten die Strafe von achtzehn Monaten auf ein ball zu finden. Tot und starr erschien dem Menschen gegen Frankreich findet eine bedeutende Anzahl internationale Vereinstreffen statt. Militärgerichte eingeliefert. Drittel, also auf sech s Monate, herab. Dem Gerichte in dieser Jahreszeit alles, und die meisten zogen den laß Oberst Doubravsth vor. Profurator war Aufenthalt am warmen Kamin vor. Nur jugend- Die belgischen Fußballspieler geben sich redlide Oberst Soukup. Zu der Verhandlung waren eine frische, muntere Scharen ließen sich nicht abhalten, Mühe, den Spielbetrieb zwischen den verschiedenen Anzahl Prager Intellektueller erschienen, u. a. Univ. auf Seen und Hügeln ein Tummelfeld frohen Win- Landesverbänden zu heben. U. S. Uccle empfärgt Prof. Rádl und der Antimilitarist Přemysl tervergnügens zu suchen. Rodeln und Schlittschuh- die vorzügliche Mannschaft aus Bielefeld der sie Pitter. lauf bildeten seit Jahrzehnten auch für die Erwach bereits 1927 im Bielefeld gegenüberstand. Das Spie! senen im Winter die besonderen Nerze hres Auf- wird in Brüssel ausgetragen.-- In Büttich wird ein Turnier unter bier Mannschaften aus, enthalts in der Natur. Manch freudevolles Erlebnis ließ sich gewiß auch dabei finden. Doch der stille sefp eft, unter denen sich eine Mannschaft aus winterliche Wald, die we thin eingeschneite Bergland- Bochum befindet. Bochum siegte im Vorjahre gegen schaft und die glibernde Hochgebirgswelt blieben der Lüttich Ein gleiches Turnier findet in Cefe großen Mehrehit der Menschen lange Zeit verschlos- ren( Antwerpen) statt, bei dem der Elberfelder sen. Erst mit dem Eindringen des Stilaufs in unsere| Turnerbund zu Gaste weilen wird Weiter verhan Bone erhielten die wenigen unermüdlichen Winter- delt Gent um ein Spiel, das in Köln ausgetragen wanderer einen starken Bustrom. Sportfegerei und Refordlust bemächtigten sich aber zunächst dieser neuen Sportart, und viele sahen darin lediglich ein Die Anklage führt aus: Am 8. Oftober 1927 wurde er in Iglan zwecks endgültiger Feststellung seiner Militärdiensttauglichkeit dem Obersten Dr. Klinger vorgeführt. Er weigerte sich, sich zu ent kleiben. Am 10. Oftober verweigerte er die Er füllung des wichtigen" Dienstbefchles seines Vorgesetzten, die Militärmontur anzuziehen Dadurch ließ sich Risner das Verbrechen der Subordinations. berletzung in beiden Fällen zuschulden kommen und hat sich gegen die§§ 145, 146, 149 und 150 des MSiGB schuldig gemacht. In der Begründung der Anklageschrift führt der Militärprofurator 1. a. au, daß ihm der Stabsfapitän Přibi! befahi, eine Uniform anzuzichen und daß ihm dieselbe eust mit Gewalt angelegt wurde. Der Angeklagte berief sich auf den§ 121 des Verfassungsgesetzes, das jedem Staatsbürger die Freiheit des Gewissens und der leberzeugung gewährleistet. Risner wurde auch auf seinen Geisteszustand von der psychiatrischen Abteilung des Divisionsgerichtes in Brünn untersucht, man fonnte bei ihm keinerlei Bewußtseinsstörung fonstatieren, wenn er auch„ Neigung zu religiösem Fanatismus" zeige. Daraufhin wurde der Ange tlagte in Brünn vor dem Divisionsgerichte für schl dig erkannt und zu der Strafe von achtzehn Monaten schweren Kerkers verurteilt. Zu der heute vor dem Oberſten Militärgerichte Ritteilungen aus dem Bublitum. SANAL BUTTER CLEICH Aus der Partei. Jugendbewegung. werden soll. neues Feld persönlich- chrgeizigen Strebens, das mit Berbreitet den Sozialdemokra"". cinem wahren Naturerlebnis nichts zu tun hatte. Es darf als außerordentlich erfreulich festgestelli werben, daß die Arbeiterschichten diesem Treiben bon jeher ablehnend gegenüberstanden. Schon ihre wirtschaftliche Schwäche gestattete ihnen die Teilnahme an derartigen Auswüchsen nicht. Aber auch der bewußten Einwirkung der Arbeitersportler Bisher ist es nicht möglich gewajen, von den und insbesondere der Arbeiterwanderer- darf Nommunisten detaillierte Angaben über die Stärke man es wohl danken, daß Arbeiterlinder von vorn Die Stärte der Rommunistischen Jugend- Internationale. endlich sind in der Jugend- Internationale", der andersgestalteten Lebenshunger h'meintrugen als die Serausgeber: Dr. Ludwig Berantwortlicher Bedakteur Dr. Emil' Stra u B. Deutsche Zeitungsten mefellichaft in Brag. Für den Druck verantwortlich Otto Both Brag. reftion unit Erlak Nr. 127.451/ VII/ 27 am 14. Mat 1927 bemligt. Die Zeitungsmartentranfatur wurde von der Bolt. u. Zelegrapben ihrer Jugend- Internationale zu erhalten. Jest herein in das winterliche Landschaftsbild einen der Wohltätigteitsverband der Züchter getlagte nicht erschienen. Er befinder sich gegen. Zeitschrift der Kommunistischen Jugend- Internatio- befißenden Schichten es vermochten. Bei den Arbei. japanischer Kombucha mit seinem Siße in Prag stattgefundenen Verhandlung war der An in Brag nischen Naturschwamm Kombucha, Wortmarte von dem beute bereits alles spricht. Dieser Naturfovanim, nem ole saaner bie Latfache ber. banten, daß in ihrem Lande so wenig Leute an Gflerole, Nieren und anderen inneren Krankheiten leiben, ist erältlich in unserem General- Depot wärtig im Divisionsspitale in Brünn, da er jede nale, einige Zahlen erschienen, die etwas Licht in die terwanderern trat in den Vordergrund das gesundNahrungsaufnahme außer Brot und Del verweiaert tatsächlichen Stärkeverhältnisse der Kommunisten heitliche Bedürfnis, das Verlangen nach Auffrischung und überdies an Bristus leidet. Tafu wa sein bringen. In dieser Zeitschrift wird angegeben, daß der von Großstadtluft und Fabrikgiften verpesteten lichtet nach jahrelanger Erfahrung nur den echten japa Werteidiger Dr. Groag, Subſtitut unseres Ge din nationale außerhalb Rußlands in Eftover Berteidiger Dr. Groag, Substitut unseres Ge- die Mitgliederzahl der Kommunistischen Jugend- Lungen und nach allgemeiner förperlicher Kräftigung. nossen Dr. Czech), eigens aus Brünn nach Prag Auch im totenstarren" Winter wurde bei ihnen gekommen und hatte es als Ex- offo- Verteidiaer er 1927: 109.000 betrug. Dazu kommt eine Mitglieder- das Suchen nach dem Schönen wieder lebennommen, den Angeklagten auch hier zu vertreten. sahl von 1.9 millionen für den russischen kom- dig. Die winterliche Landschaft barg ja auch nicht Beim Wit tärgerichte ist es, im Gegenfaße zu den munistischen Jugendverband, so daß sich tatsächlich mir Lebensfremdes in sich. Wohl war das WanderZivilgerichten, üblich, daß zuerst der Anwalt und eine Gesamtzahl von zwei Millionen Mitglieder er erlebnis hier ganz anderer Art wie im Frühling. dann erst der Militärprofura: or sein Plädoyer hält. gibt. Nun ist der kommunistische Jugend- Sommer und Herbst. Aber es blieb nicht minder Dr. Groag fürhte in emer längeren, von wirklicher verband Rußlands eine staatliche Jugendpflege: wechsel- und reizvoll. In den flachen Gebieten konnte Sympathie für den Angeklagten und seine alte, Went- organisation, deren hohe Mitgliederzahl feinesfalls; man vielfältig in den Wäldern die Formen der ver. Ph. Mr. L. Brauners Apothete„ Bum weißen ter getragenen Rede aus: Es handie sich hier feines mit den Zahlen anderer selbständiger Jugendverbände schneiten Baumwelt bewundern. Je mehr man aber Löwen", Brag 1., Břítopy 37a. wegs um einen Spekulanten, der durch die Vermei verglichen werden kann. Es bleibt also für unfere in die Gebiete der Berge kam, desto mannigfaltiger Preis einer Lowrytellen Kombucha.Jobra, bei der Schwamm gerung des Militärdenstes unter Berufung auf seine Betrachtung nur die Zahl von 100.000 Mitgliedern wurden die Erlebnisse. Bizarre Gisgebilde in Schluch- und das zum Anlegen nötige Clizier, ift Kö 40.-, bas religiöse Ueberzeugung vom Militär( oskommen will, übrig, die die Kommunisten für die nichtrussischen ten und auf den vom Sturm oft umtobten Höhen; Der von uns gelieferte, balteriologisch untersuchte und garan sondern um einen Fall de ehrlichsten Ueberzeugung Verbände angeben. Die sozialistische Jugendinter- Eistristalle in wundervollsten Formungen an Berg- tiert reine Kombucha obra Echwamm bait 5 bis 6 Monate des Gewissens. Beweis dessen st, daß der Angeklagte nationale zählte Ende 1926 außerhalb Rußlands gewässern; tief und rein leuchtende Einsamkeit und gärt in dieser Beit atrla 80 Liter fertigen Gerräntes schon seit seinem fünfzehnten Lebensjahre, feit dem vund 195.000 Mitglieder, hat also schon nach diesem den Tannenwäldern; trauliche Wohlheit im Aublid aus. Nach unserer Anleitung zu Bause belief ofte Sie also 1 Liter des Getränkes nur 50 Geller. Jahre 1920. Angehöriger dieser Niligionssette sei, Vergleich fast die doppelte Stärke. der verschneiten Dörfer und Städte in den Tälern. Dank dieser feiner Ausgiebigkeit stellt sich daher nichts anderes genieße als ungefechte scgetarische Tatsächlich lassen sich die kommunistischen Zab- Das alles gab reiches Erleben! Wohl dem, der durch unser Schwamm viel billiger als alle anderen, wenn Nahrung, was alles die Militärbehörde übrigens en aber gar nicht vergleichen, da die Kommunisten large Ferientage in der Lage war, solche Erlebnisse auch in doppelter Menge offerterten. durch Erhebungen einwandfrei festgestellt bobe. Ter nicht angeben, in welchen Ländern sie diese Mit- zu sammeln. Gerade in den Berggebieten hat ja Berlanget deshalb nur die von dem behördlich genehmigten Verteidiger beruft sich auf Aussprüche Starl Capels, gliedschaft aufzuweisen haben. Es ist mit Sicher- erſt der Stilauf den Arbeiterwanderern so recht den een boett nicht fure Rechnung 3brer Gefundheit, Wohltätigkeitsverbande geslichtete Rombucha- Job- a, denn auf Präsident Masaryks Weltrevolution". in heit anzunehmen. daß sich Länder darunter befinden, Weg zum Winterwandern freigemacht. Lebenshungrig fonbern steuern auch ber Bffentlichen obftätigteit bel. welchem er den„ Conscientious Objectors" die Be- in denen tatsächlich von einer kommunistischen Besuchen jetzt Tausende im Erzgebirge, Riesengebirge, Ausführlicher Prospekt über Kombucha- Jobra lies Bestellung bei. Eligier allein Ko 10.-. 5036