Mr. 286. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Summer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungs Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolonels geile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Rmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Eröffnung des Reichstages, der, im Juni dieses Jahres gewählt, zu seiner ersten Session zusammentrat, fand gestern( Dienstag, den 6. Dezember), offiziell im Weißen Saale des Schlosses statt, wo die Thronrede vom Kaiser in Person verlesen ward. Die Thronrede hat folgenden Wortlaut: Geehrte Herren! Mittwoch, den 7. Dezember 1898. verlässiger Schutz des Friedens und des Vaterlandes zu sein, auch in Zukunft ermöglichen werden. vorgezeichnet und hält sich im Rahmen desselben. Der Voranschlag für die Marine ist durch das Flottengesetz Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. keinen, auch nicht den winzigsten Lichtstrahl in das Chaos unserer inneren und äußeren Politik geworfen. Nicht eine der Fragen, die das deutsche Volt beschäftigen, hat in der Thron rede ihre Beantwortung gefunden. Die Beziehungen Deutschlands zu allen aus= wärtigen Mächten sind unverändert freundliche. An meinem Aber auch die fanden sich enttäuscht, welche eine Durch Theile mit beizutragen zur Aufrechterhaltung und immer größeren schnitts- Thronrede erwartet hatten. Die diesjährige ThronFestigung des Weltfriedens, ist das vornehmste Ziel meiner Politik. rede übersteigt zwar an Umfang den Durchschnitt, steht aber Mit warmer Theilnahme habe ich deshalb die hochherzige An- an Inhalt weit hinter ihm zurück. Eine gleich farblose Thron Bei dem Beginn einer neuen Legislaturperiode habe ich Sie zu regung meines theuren Freundes, Seiner Majestät des Kaisers von rede hat der deutsche Reichstag kaum jemals gehört. Die mir entboten, um Sie als die gewählten Vertreter des deutschen Rußland, zu dem Zusammentritt einer internationalen Konferenz Fragen, welche das Volk bewegen, sind entweder gar nicht Volkes namens der verbündeten Regierungen willkommen zu heißen; begrüßt, welche dem Frieden und der bestehenden Ordnung der erwähnt oder aufs farbloseste behandelt. möchte es Ihrer selbstlosen Thätigkeit gelingen, die zahlreichen und Dinge zu dienen bestimmt ist. Die auf der Konferenz zu tage wichtigen gesetzgeberischen Aufgaben, welche ihrer harren, einem der tretenden Vorschläge, welche jenen edlen Zweck zu fördern geeignet Massenausweisungen, von den Reibungen mit Oesterreich, Von dem politischen Chaos in Deutschland, von den Wohlfahrt des Vaterlandes dienlichen Abschluß entgegenzuführen! erscheinen, sind von seiten meiner Regierung sympathischer, AufDer weitere Ausbau der sozialen Gesezgebung liegt nahnie gewiß und werden von ihr sorgfältig geprüft und behandelt von der Zerbröckelung des Dreibundes, von dem Lippe'schen den verbündeten Regierungen nach wie vor am Herzen. Auf diesem werden. Fürstenkrieg, von der feierlich verheißenen Gesegesvorlage zur BeGebiete wird Ihnen wiederum ein Gesezentwurf zugehen, der den Mit tiefem Schmerz und Abscheu gedenke ich des fluchwürdigen seitigung des Verbindungsparagraphen der deutschen VereinsMängeln der Invaliditäts- und Altersversicherung Verbrechens, das meinem treuen Bundesgenossent, Seiner Majestät gesege, von dem Reichs- Militärgesez, dem Vertrag mit Engin wesentlichen Beziehungen abzuhelfen sucht. dem Kaiser und Könige Franz Joseph die erlauchte Gemahlin jäh land von all dem nicht eine Silbe. Und über dieDurch eine Novelle zur Gewerbe- Ordnung soll der entrissen hat. Die ruchlose That, die ganz Deutschland, Fürsten und jenigen Fragen, die in der Thronrede berührt sind, ben gewerblichen Arbeitern bereits gewährte Schutz vor Ge- Volt, andauernd mit innigem Mitgefühl erfüllt, hat der Regierung werden zwar mehr oder weniger lange Redewendungen fahren für Leben, Gesundheit und Sittlichkeit Seiner Majestät des Königs von Italien eine Berathung wirksamer auf die Gehilfen und Lehrlinge im Handels- Maßregeln gegen die anarchistische Propaganda gemacht, aber gesagt ist ebenso wenig, wie über die Fragen, geschäft ausgedehnt und gleichzeitig Mißständen gesteuert geboten erscheinen lassen und ihr Veranlassung zur Einberufung über welche die Thronrede garnichts sagt. Es giebt bekannt werden, welche sich namentlich in der Konfektions- Industrie einer Konferenz gegeben. Die Bereitwilligkeit, mit welcher dieser lich noch ein weniger als Nichts, und in diesem Weniger ist gezeigt haben. dankenswerthen Einladung allerseits entsprochen worden ist, be- die diesjährige Thronrede start. Die einzige Frage, die scharf und Eine besondere Vorlage schlägt Ihnen vor, die Zulassung von rechtigt zu der Zuversicht, daß ein richtiges Gleichmaß zwischen deutlich behandelt wird, ist die Abrüstungsfrage. Die kaiserliche Beauftragten zur Vertretung der Parteien im patentamtlichen Rechten und Pflichten als unerläßliches Erforderniß für die gedeih- Regierung ist von dem Vorschlage des Zaren entzückt und bringt Verfahren gefeßlich zu regeln. liche Entwickelung der internationalen Beziehungen nicht nur eine neue Militärvorlage ein. Das ist klar und schließt jegliches Der Terrorismus, durch den Arbeitswillige an der theoretisch von neuem anerkannt, sondern auch durch praktisch brauch- Mißverständniß aus. Recht charakteristisch ist der Passus von der Fortsetzung oder Annahme von Arbeit gehindert werden, hat einen bare Schlußfolgerungen bethätigt werden wird. gemeinschädlichen Umfang angenommen. Das den Ar- Den aus unserer Neutralität im spanisch- amerikani- Zuchthausvorlage. Verzeihung! Zuchthausvorlage heißt das beitern gewährleistete Soalitionsrecht, welches unan- ichen Striege sich ergebenden völkerrechtlichen Pflichten ist Deutsch- Ding nicht. Schutz der persönlichen Freiheit des Argetastet bleiben soll, darf nicht dazu gemißland gewissenhaft und loyal nach beiden Seiten hin gerecht ge- beiters"," Schuß der Selbstbestimmung". Mit einem Wort braucht werden, das höhere Recht: zu arbeiten worden. Schutz des Koalitionsrechts das in der Tasche des Freiund von der Arbeit zu leben, durch Einschüchte Die deutschen Kolonien befinden sich in gedeihlicher Ent- Herrn v. Stumm natürlich besser geschützt ist, als in der Faust rung oder Drohung zu vergewaltigen. Hier die wickelung. Den ruhestörenden Unternehmungen feindlicher Stämme des Arbeiters. Es kommt alles mur auf einen hübschen wohlpersönliche Freiheit und Selbstbestimmung nachdrücklichst zu find meine Schustruppen in Ost- und Westafrika siegreich begegnet. Flingenden Namen an. Aber wir kennen auch das berühmte fügen, ist nach meiner und meiner hohen Verbündeten Ueber- Mit der Neu- Guinea- Stompagnie ist wegen Uebernahme ihres Schutz- Wort Shakespeare's: die Rose riecht unter jedem Namen zeugung die unabweisbare Pflicht der Staatsgewalt. Hierzu reichen gebietes auf das Reich ein Vertrag abgeschlossen worden, welcher gleich gut; und wir wandeln das Wort des englischen Dichters aber die bestehenden Strafvorschriften nicht aus; sie bedürfen des- Ihnen zur Genehmigung vorgelegt werden wird. halb der Erweiterung und Ergänzung. Diesem Zwecke entspricht ein Gefesentwurf zum Schuße des gewerblichen Arbeitsverhältnisses, welchem Sie, wie ich zuversichtlich erwarte, Ihre Zustimmung nicht versagen werden. In Kiautichou find die ersten Schritte zur wirthschaftlichen dahin ab: die Zuchthaus vorlage riecht auch unter jebem Entwickelung des Schußgebietes gethan. Die Grenze ist im Ein- andern Namen gleich schlecht. vernehmen mit der chinesischen Regierung endgiltig festgesetzt, der Ueber die Anarchistenkonferenz nichts als allgemeine Freihafen ist eröffnet worden, die Hafenbauten sind in Angriff ge- Redewendungen, aus denen jeder herauslesen kann was er nommen und der Beginn des Eisenbahnbaues nach dem Hinterlande will. steht für die nächste Zukunft bevor. fo Und da das Nach Vorschrift des Bankgesezes ist bis zum Ablaufe des nächsten Jahres zu beschließen, ob das Privilegium der Reichsbant Von der Weltlage so wenig wie von der inneren Lage. von neuem verlängert werden foll; Sie dürfen entsprechenden VorGestützt auf die bestehenden älteren Verträge wie auf die durch schlägen entgegensehen, welche gleichzeitig bestimmt sind, dem Reichs- den deutsch- chinesischen Vertrag vom 6. März d. J. neu erworbenen Wir sind mit allen Staaten im Frieden. Schade nur, daß bank- Institute die Erfüllung seiner finanzpolitischen Aufgaben zu Rechte wird meine Regierung, unter gewissenhafter Achtung der niemand weiß, ob alle Staaten, und welche, morgen noch im erleichtern, ohne die erprobten Grundlagen unserer Bank- Gesez- wohlerworbenen Rechte dritter Staaten, auch in Zukunft bestrebt Frieden sind. gebung zu verlassen. sein, die von Jahr zu Jahr gewichtiger werdenden wirthschaftlichen Kurz, die Thronrede ist trotz ihrer Redseligkeit doch sehr Um den Gefahren zu begegnen, die der Verkehr mit ununter- Beziehungen Deutschlands mit China weiter zu entwickeln und schweigsam. Sie ist schweigsam wie die Sphinx, die zwar fuchtem, zum menschlichen Genusse bestimmten Fleische, sei den deutschen Reichsangehörigen den vollen, ihnen gebührenden ebenfalls redete, jedoch nicht verstanden ward. es oder ausländischer Herkunft, mit sich bringt, wird Antheil an der wirthschaftlichen Erschließung des fernen Oftens zu Schweigsamkeit eine Tugend ist und da nach dem Sprich bon den verbündeten Regierungen die allgemeine Ein- fichern. führung der Schlachtvieh- und Fleisch beschau erwogen. Bei meinem Aufenthalt in Konstantinopel, Balästina wort: Schweigen ist Gold, Neden Silber, Schweigen werthEin diesen Gegenstand regelnder Gefeßesvorschlag wird Sie, wie ich und Syrien ist es mir eine Freude gewesen, mich durch den boller als Reden, so müßten wir eigentlich mit der Thron hoffe, noch in dieser Tagung beschäftigen. Augenschein davon zu überzeugen, wie deutsche Tüchtigkeit und rede zufrieden sein. Und dennoch ist niemand zufrieden. Wir stecken ja Der in der vorigen Legislaturperiode nicht verabschiedete Gesetz- Sitte den im türkischen Reiche lebenden Reichsangehörigen zu entwurf über einige Aenderungen auf dem Gebiete des Post- geachteter Stellung verholfen haben. in der Reichsverdrossenheit". Wir das heißt alle Tagwesens und der grundsätzlichen Rechte der Post wird in Mit bewegtem Herzen habe ich mit der Kaiserin und Königin, Parteien, mit Ausnahme der Sozialdemokratie. umgearbeiteter und erweiterter Fassung bon neuem Ihrer meiner Gemahlin, an den Stätten geteilt, die durch das Leiden des Während die übrigen Parteien so verdrossen find Beschlußfassung unterliegen. Aus Billigkeitsrücksichten ist darin Erlösers der gesammten Christenheit theuer sind. Dem evangeli- und fatalistisch, бав fie. mie geſtern eine Entschädigung der durch die Erweiterung des fchen Bekenntnisse dort ein Gotteshaus zu errichten, war schon Berliner Hauptorgan des liberalen Bürgerthums entfagungs. Postzwanges unmittelbar Geschädigten vorgesehen; hinzu- das sehnliche Verlangen meiner drei Vorgänger an der Krone Preußens. gekommen ist die Neuordnung des Post- Zeitungstarifs. Um Daß es mir vergönnt war, jenes Verlangen zu erfüllen und die voll schrieb, gar nicht mehr sich der Hoffnung hingiebt, die Sen breiten Schichten der Mittelklassen, die tein Girokonto bei der Erlöserkirche zu Jerusalem dem Dienste des Herrn zu übergeben, ist reaktionäre und militaristische Strömung erfolgreich zurückReichsbant halten können, einen billigen und bequemen Weg für die mir ein neuer Antrieb, die mir von Gottes Gnaden ver- zuiverfen. Wir wissen, daß alle Kraft im Volte liegt. die wissen, daß Kraft des Volkes, geleckt Ausgleichung Heinerer Zahlungen zu schaffen, wird beabsichtigt, ein liehene Gewalt auch weiter einzusegen für die Wir Ched und Ausgleichungsverfahren durch Vermittlung ewigen Grund wahrheiten des Christenthums. durch die Sozialdemokratie sich gegen die Mächte der der Post an staIten einzurichten. Von solchen Gefühlen geleitet, hat es meinem Herzen besondere kapitalistisch- junkerlichen Reaktion wendet; Verdrossenheit überDen Bedürfnissen des mächtig fortschreitenden Fernsprech- Genugthuung gewährt, einen langgehegten Wunsch der deutschen wesens soll eine Gesegesvorlage dienen, die der Telegraphen- atholiken durch Erwerbung eines ihnen durch weihevolle Grassen wir den Schwachen und Zweiflern- tampfverwaltung die Benugung der öffentlichen Wege mehr als bisher innerungen geheiligten Besigthims auf dem Berge Zion in Er- muthig und kampffroh treten die Erwählten der Sozialdemokratie in die neue Reichstagsfession. fichert. füllung zu bringen. Die Einnahmen des Reichs haben auch im verloffenen So gebe ich mich der Hoffnung hin, daß mein Aufenthalt im Rechnungsjahr und bis zur Gegenwart eine stetig steigende Ent- türkischen Reiche, die ebenso gastfreundliche wie glänzende Aufnahme, widelung gezeigt. die ich bei Sr. Majestät dem Sultan, entsprechend den freundschaftPolitische Nebericht. Der Reichshaushaltsplan sieht neben dem Aufivande für die lichen Beziehungen der beiden Reiche, gefunden, und der begeisterte Berlin, den 6. Dezember. Aenderungen der Heeresorganisation reichliche Mittel vor Empfang, der mir und der Kaiserin allenthalben von der für weitere Verbesserungen der Lage zahlreicher Klassen von osmanischen Bevölkerung bereitet wurde, dem deutschen Namen Die erste Situng des neuen Reichstages unteren und mittleren Beamten sowie für die För- und den deutschen nationalen Interessen zu bleibendem Vortheil und widerlegte glänzend die Befürchtung, daß die„ Reichsderung allgemeiner wirthschaftlicher Interessen, insbesondere in den Segen gereichen mögen. Kolonien. Wenn infolge dessen zur Herstellung des Gleich- Geehrte Herren! Indem ich Sie hiermit zu Ihren ver- derdrossenheit" schon bis zum parlamentarischen Streit der gewichts in höherem Maße als in den letzten Jahren auf Anleihe antwortungsvollen Berathungen entlasse, will ich dem Wunsche Aus- Mehrheit gediehen sein könne. Nur selten hat der Reichs. oder Die Hauptsizung zurückgegriffen werden muß. so ist doch bei der ungewöhnlichen Höhe druck geben, daß die bevorstehende Legislaturperiode durch gemein- tag ein volleres Haus gesehen. ber einmaligen Ausgaben zu erwarten, daß solche in auch nur an- same Arbeit der Regierungen und der Volksvertretung einen bedeut- richtiger die Hauptversammlung, denn es war kein Sißen, nernd so hohen Beträgen nicht wiederkehren werden, und daß ſamen Abschnitt in der geistigen und wirthschaftlichen Entwickelung fondern ein Gehen und Stehen fand freilich in der Wandelmithin die Nothwendigkeit einer stärkeren Anspannung des Kredits unserer Boltsgemeinschaft bilde. halle statt, die heute ihren Namen im vollen Maße verdiente, denn aur vorübergehend sein wird. Thronreden sind amtliche Schriftstücke; sie werden amtlich hier begrüßten einander die Neuen und Alten- und auch Mit Rücksicht auf den bevorstehenden Ablauf des zur Zeit für festgestellt und jedes Wort genau abgewogen, fodaß alles die Alten unter sich. Dieser peripatetische Parlamentarismus die Friedenspräsenzstärke des deutschen Heeres giltigen Gesetzes möglichst glatt ist und nach keiner Seite Anstoß erregt. Die war jedenfalls interessanter und amüsanter, als der sigende, werden Ihnen zwei Gefegesvorlagen zugehen, welche den Zwed ver- natürliche Folge ist, daß Thronreden von sprichwörtlicher der freilich ebenfalls zum theil ein stehender war und der, folgen, wesentliche Lüden unseres Heerwesens zu be= feitigen. Mit dem Anwachsen der Armee hat die Schaffung der Langweiligkeit sind. unter Leitung des Alterspräsidenten Dr. Lingens, im NamensKommandostellen nicht überall gleichen Schritt gehalten, und es Diesmal herrschte mun einzelnen Theilen des aufruf bestand. Dieser ergab die Anwesenheit von 317 Mitcedarf an einigen Stellen einer anderweitigen, die Einwirkung der Publikums die Ansicht, die Thronrede zur Eröffnung der ersten gliedern. Führer mehr gewährleistenden Gliederung der vorhandenen Ver- Session des neuen Reichstags werde eine Ausnahme von der Die zweite Sigung ist auf Mittwoch 2 Uhr anberaumt und Fände. Auch ist bei einzelnen Waffengattungen, um den im Regel sein und sensationelle Mittheilungen enthalten, die mit der Wahl des Präsidiums gewidmet. Gruftfalle zu stellenden Anforderungen und den Fortschritten der grellem Lichtschein die wirre und nebelige Situation beleuchten Technik gerecht werden zu können, eine Vervollständigung der Organi- würden. Es waren wohl nicht viele, die solche Erwartungen sation nicht länger auffchiebbar. Hierbei soll der finanziellen Leistungs- hegten. Die ungeheure Mehrheit der politisch Gebildeten zeigt an, daß es umzufallen entschlossen sei, fähigkeit des Reichs durch allmälige Durchführung der nothwendigen sei, Cenderungen Rechnung getragen werden. Ich vertraue, daß Sie fich erwartete nichts Außerordentliches, sondern eine Throurede, puncto 3uchthausgeseß. Anders fann man die Germania", Jon der dringenden Nothwendigkeit der Vorschläge der verbündeten wie die Thronreden es im Durchschnitt sind. das Zentrumsblatt, nicht verstehen, die den Passus der Thronrede Regierungen überzeugen und durch die Bewilligung der erforder Num feine von beiden Erwartungen hat sich erfüllt. über den„ Gesetzentwurf zum Schutz des gewerblichen Arbeitsverhält lichen Mittel der Armee die Erfüllung ihrer hohen Aufgabe, ein zu- Die Thronrede hat keine sensationellen Mittheilungen gemacht, nisses" folgendermaßen glossirt: in Das Zentrum nämlich in werden kann. Wenn in der Presse bisher die Militärvorlage und der Gesetz- 1 Von den außerordentlichen Ausgaben entfallen Wenn man weiß, daß von der Saar täglich ganze entwurf zum Schuße des gewerblichen Arbeitsverhältnisses" befonders 44 606 689.(+28 736 898) auf das Reichsheer, 33 879 000 m. Koblenzüge nach der Schweiz und Frankreich hervorgehoben wurde, so geschah dies wohl mit Rücksicht darauf,( † 4248 000) auf die ma Marine. gehen, dann begreift man nicht, daß trotz des undaß gerade diese beiden Vorlagen einen, Sonflitte stoff" in Bei den Einnahmen sind die Zölle und Verbrauchssteuern auf befriedigten Kohlenbedürfnisses in Süd- und sich schließen sollen. Man wird jedoch gut thun, erst die Vorlagen 742 260 960 m.(+40 771 500) angefegt, Matritulatbeiträge Südwest Deutschland täglich neue Lieferungs. ſelbſt abzuwarten, um über dieselben ein Urtheil zu fällen. Auch 489 953 828 2.(+14 227 260), außerordentliche Dedungsmittel verträge mit dem Ausland abgeschlossen werden. Wenn sich die Thronrede giebt für die Beurtheilung keine genügende Unter- 91 211 189 m.(+33 784 198), darunter Anleihe 89 921 189 m. das Bergamt in dieser Beziehung hinter die Grossisten versteckt, so lage. Wenn es darin heißt, daß das Koalitionsrecht der Arbeiter un-+34 291 198). möge es die Grossisten ebenso, wie es denselben die Art und Weise, angetastet werden soll, so wird sich ja die Erwägung des Wiederverkaufs förmlich diktirt, anhalten, den Kohlenbedarf im nicht absolut von der Hand weisen lassen, zu Einen geschickten Gegenzug beabsichtigen die Freifinnige Inlande zuerst zu decken. Es erweckt fast den Anschein, als wenn prüfen, ob nicht bei boller Wahrung der Volkspartei und die süddeutsche Volkspartei gegen die drei unseren durch den auf geschilderte Weise erzeugten ungeheuren Absak die Roalitionsfreiheit dem Streit Terrorismus Refern bekannten agrarischen Interpellationen zu toloffale Preiserhöhung begründet werden soll." durch schärfere Strafbestimmungen entgegengetreten machen. Sie haben beschlossen, gleichzeitig mit der Einbringung Das Verfahren ist nicht neu. Um die Preise zu steigern, verder agrarischen Interpellationen drei andere Interpellationen schleudert man die Produkte ins Ausland und entblößt den deutschen Das Zentrumsblatt spottet in gelinder Weise über die über dieselben Materien im Reichstage einzubringen Markt. Das nennt man dann nationale Politik. Wenn man deutsche politischen Tölpel, die etwa geglaubt haben, das Zentrum und zu beantragen, diese Interpellationen gleichzeitig mit den Erzeugnisse billig haben will, muß man ins Ausland gehen; wenn würde in den neuen Militärforderungen und in dem bezüglichen Interpellationen der Agrarier zur Verhandlung zu deutsche Bürger vom Staate ausgiebig geschützt werden möchten, Zuchthaus Gesez Konflittsstoff erblicken. Ueber die bringen. Die Interpellationen lauten: sollen sie auswandern. Das wirkliche Vaterland beginnt augenBeiten ist die ultramontane und jetzige Regierungspartei scheinlich erst jenseits der Reichsgrenzen. längst hinaus. Daß das Zentrum in erorbitanten Militärvorlagen teinen Konfliktsstoff erblickt, das hat es ja im Laufe der letzten Jahre Umfall in üblicher Weise vorhergehenden„ Erwägungen" signalisirt, ob man nicht doch dem Streit Terrorismus durch Straf bestimmungen zu Leibe gehen müsse. Wir trauen hierzu dem Zentrum und der„ Germania" den besten Willen zu. Nur wissen wir nicht, ob es das Zentrum seiner Wählermassen wegen, die in den katholischen Arbeitertreisen zu suchen sind, nicht doch vorziehen wird, bei den bevorstehenden Berathungen über das Zuchthausgesetz die Nolle der Arbeiterfreunde" zu spielen. = mall batch wie vorhergehenber,& ragungen" Privatreifen auf Staatskoften? J. in welchem Umfange der Mangel einer Produktenbörse in Berlin 1. Ist der Herr Reichskanzler bereit, Auskunft darüber zu geben, Erschwerung des Getreideverkehrs im allgemeinen und einer natursowie das Verbot börſenmäßiger Termingeſchäfte in Getreide Sur gemäßen Preisbildung im besonderen die Interessen der Produzenten und Konsumenten benachtheiligt haben? II. and zufolge einen Antrag auf Einführung eines Parzellen Agrarisches. Die bayerische Regierung hat der Franks. 8tg." ftüde abgelehnt, da sich die überwiegende Anzahl der befragten minimums für lands und fertigte Stellen dagegen ausgesprochen und namentlich die Abneigung der landwirthschaftlichen Bevölkerung, sich das Eigenthumsrecht gesetzlich beschränken zu lassen, betont haben.2. Ist der Herr Reichskanzler bereit, Auskunft darüber zu geben, ob ihm bekannt ist, in wie großem Umfange das Reichs- Börsengeſetz durch Erschwerung der Termingeschäfte zur Vermehrung der KaffenDenunziationen. Weil die Ausweisungen dem Prof. Delbrück geschäfte und damit zur Steigerung des Geldbedarfs und zur Er- nicht behagen, und weil er den Zorn des gebildeten Politikers über höhung des Bankdiskonts der Reichsbant beigetragen hat diese Stöller- That nicht im Busen verschlossen hat, wird der Geschichtsgloffert forscher von der Demunziantenpresse an seine Staatsbeamtenschaft von Berliner Organ des todten Stanzlers stellt der Regierung die aus erinnert. Die Hamburger" und die„ Neuesten Nachrichten" schreien, wie gewohnt, am lautesten nach einer angemessenen Strafe. Das Berliner Organ des todten Kanzlers stellt der Regierung die aus dem Bismard- Museum entliehenen Daumenschrauben, Stred, Spid und Röstapparate bereitwilligst zur Verfügung: und Röstapparate bereitwilligst zur Verfügung: Herr Delbrück hat sich längst der Kategorie„ Arous" in bes III. antrefferuitusministerium Preußens hält, daß Anschauungen Nach den mancherlei Enttäuschungen auch eine Ueber warum die Viehsperren gegen das Ausland in einem durch Seuchen Ist der Herr Reichskanzler bereit, Auskunft darüber zu geben, raschung! Der Berliner Vertreter der Franff. Ztg." ver- gefahren nicht entfernt bedingten Umfange aufrecht erhalten werden? fichert, daß dem preußischen Landtag eine besondere Ist der Herr Reichstanzler bereit, Auskunft darüber zu geben, Vorlage zur Dedung der Kosten der welche Maßnahmen die Regierungen ergreifen, um der herrschenden Orientreise des Kaisers zugehen würde. So Fleischtheuerung entgegenzuwirken, zumal gegenüber der Thatsache, interessant es auch wäre, bei solcher Gelegenheit zu erfahren, daß nach den Ergebnissen der reichsamtlichen Statistik eine Ver- dauerlicher Weise genähert und wir fragen mit den„ Hamb. mehrung der Viehbestände im Deutschen Reich und der Fleisch- Nachrichten", ob das Kultusministerium es mit den öffentDie viel die Reise gekostet hat, so darf doch diese Information einfuhr in das Reichsgebiet nicht einmal im Verhältniß zur Ver- wie die oben wiedergegebene an der königlichen Friedrich Wilhelmseinfuhr in bas vielchgeniet in nicht durch eine derartige Belastung der Steuerzahler erkauft mehrung und noch weniger entsprechend dem gesteigerten Fleisch- Universität zu Berlin cx cathedra vorgetragen werden dürfen?" werden. Wenn die Kosten, obwohl der Sultan einen Theil bedarf desselben stattgefunden hat? der Reise bezahlt hat, nicht aus der Krondotation gedeckt werden tönnen, die jährlich 15 719 296. Ist der Herr Reichskanzler bereit, Auskunft darüber zu geben, beträgt, so würde das nur beweisen, daß so theure ob und inwieweit der derzeitige hohe Bankdiskont der deutschen Reisen unthunlich sind. Auf keinen Fall sollte die Regie- Reichsbant, abgesehen von anderen klar zu tage liegenden Gründen rung die Verantwortung für eine Vorlage übernehmen, die der allgemeinen wirthschaftlichen Entwicklung, theilweise auch vervor dem Publikum Verlegenheiten bloßstellen und zudem mit anlaßt ist durch die seitens der preußischen Staatsregierung bezw. Recht dem entschiedensten Widerspruch des gesammten Volfes der Preußischen Zentralgenossenschaftstasse in den letzten Jahren geförderten treibhausartigen Gründungen von ländlichen Kreditgenossenbegegnen würde. Andererseits würde, falls die Forderung schaften, darunter auch von Pumpgenossenschaften" bedenklichster wirklich an den Landtag gestellt werden sollte, sich Art? konsequenter Weise der Anspruch erheben, daß künftig die Reisen des Kaisers in den Voranschlag des Etats aufgenommen und demgemäß über sie Beschluß gefaßt werde. Das Parlament fann im tonftitutionellen Geiste schlechterdings nur mit solchen Geldforderungen angegangen werden, zu deren Ablehnung oder Arinahme im Voranschlag es berechtigt ist. Mac Kinley's Botschaft. Die in der letzten Nummer telegraphisch stizzirte Botschaft des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika ist zwar keine Thronrede, gleichwohl erinnert sie in ihrer Unbestimmtheit und Nüchternheit an die verwandten offiziellen Kundgebungen der alten Welt. Aber es ist ein Unterschied zwischen der farblosen Unents schiedenheit, die durch die Plan lo sigteit erzeugt wird, und jener, die einer geschäftlich flugen Plan berhehlung entstammt. " Soldaten wird uns geschrieben: Am Sonntag Abend hatten sich eine Militärischer Aufruhr. Ueber unerhörte Ausschreitungen von Anzahl Baterlandsvertheidiger in Neumünster( Holstein) zum Tanz in der Reichshalle" eingefunden. Ein Soldat wurde vom Tanzordner zur Ordnung verwiesen, er fügte sich aber nicht. Und als darauf der Kellner des Etablissements sich ins Mittel legte, um dies Bollwerk gegen den inneren Feind zur Ruhe zu ermahnen, schaarten sich die Soldaten zusammen und machten von ihrer blanten Waffe Gebrauch. Die Vaterlands- Vertheidiger hieben alles nieder, was ihnen in den weg tam. Auch die bürgerliche Presse bestätigt das oben Mitgetheilte. Einem Bericht des Holst. Kourier" entnehmen wir die folgenden Mittheilungen: " Im Verlaufe des Streites sollen die Soldaten plöglich blankgezogen und vereint auf alle anwesenden Zivilisten eingedrungen sein, so daß lettere sämmtlich zu den Fenstern hinaus flüchten Die amerikanische Thronrede" hat weder große historische Ge- mußten. Eine größere Anzahl Fensterscheiben find dabei zerfichtspuntte, noch weltgeschichtliches Pathos. Sie ist ganz und gar trümmert und mehrere Zivilisten zum theil erheblich verwundet. schwunglos, spiegelt in nichts die imperialistischen" Erregungen Auf der Straße fezte fegte fich die Schlägerei noch eine Zeit und scheint feineswegs von dem Bewußtsein erfüllt, daß der Eintritt lang fort, da die Soldaten die fliehenden Zivilisten theils Amerifa's in das enropäische Konzert eine Geschichtswende bedeutet. recht weit verfolgten und dann noch mit dem Seitengewehr einRichtsdestoweniger spricht Mac Kinley mit dem Kraftgefühl eines schlugen. Auf die Wiedergabe weiterer Details verzichten wir für Mannes, der weiß, daß er genügende Mittel hat, um durchzusehen, heute, da sofort seitens der Militärbehörde eine strenge Unterwas er will. Er fordert nachdrücklich, daß man in China fuchung eingeleitet ist. Wir sind ermächtigt, alle diejenigen, welche Sen amerikanischen Interessen freies Spiel gewähre, und seine bei der Affaire verlegt oder beschädigt wurden, zu ersuchen, sich Wünsche" über die Einfuhrerleichterungen, die er von Deutschland schleunigst bei dem Regimentskommando zu melden und ihre Beerwartet, zeigen, daß die deutsch- amerikanischen Handelsvertrags- schwerden dort anzubringen, wodurch die Untersuchung gefördert verhandlungen noch längst nicht am Ende der Schwierigkeiten wird und die Schuldigen ermittelt werden können." angelangt find, zumal da unsere Agrarier um teinen Preis der Welt jemals zugestehen werden, daß irgend ein Land die genügenden Garantien in Hinsicht sanitärer Kontrolle bietet, um eine Eröffnung der deutschen Grenzen möglich zu machen. Ein auffälliges Zusammentreffen ist es, daß, gleich der deutschen Thronrede, die nichts von dem englisch- deutschen Vertrag erwähnt, die amerikanische Botschaft kein Wort über die angelsächsische Allianz" sagt. Der Auflösungsprozeß, in dem sich gegenwärtig die Beziehungen und Verbindungen der Staaten befinden, wird durch dieses scheue Verschweigen deutlich gekennzeichnet. Strengstes Geheimniß. Die römische Agenzia Stefani" veröffentlicht folgende Note: ,, Agitatorischer Mißbrauch" Die„ Post" ist schmerzlich durch unsere beinahe zynische Offenheit" berührt, mit der wir gestern die Wichtigkeit des Reichsfags für die freie Kritik betonten. Sie nennt diese unsere Pflichtbethätigung in der Aussprache der Wahrheit, was wir von ihrem Standpunkt völlig begreifen, einen Mißbrauch und eine Erniedrigung der Reichstags- Tribüne, wobei sie sich die fleine Umschleifung gestattet, daß wir von einer ausschließlichen Beschränkung auf unsere fritische Aufgabe gesprochen hätten. Indessen auf Genauigkeit in der Wiedergabe unserer Ansichten in der" Post" legen wir keinen Werth; das hieße ja dem Blatt eine Selbstverleugnung zumuthen, die an Selbstvernichtung grenzen würde. Wichtiger wäre schon, wenn uns die " Post" auf die Stelle in der Reichsverfassung aufmerksam machen möchte, aus der hervorgeht, daß es verfassungswidrig ist, im Reichstag die Wahrheit auszusprechen. Gewiß, der Neid der" Post" über die agitatorische Wirkung jozialdemokratischer Reichstagsreden ist durchaus begründet; sie weiß ja längst, daß die Aeußerungen ihrer ParteiWir glauben schon, daß man das jämmerliche Fiasko am liebsten genossen ganz unwirksam sind, wenn sie nicht gar für uns sehr wider in absolutem Stillschweigen begraben möchte. Die dunklen An- Willen agitiren. Gleichwohl find wir nicht stolz auf unsere Erfolge, deutungen der deutschen Thronrede brechen zwar das absolute wir würden auf sie sehr gern verzichten und uns ausschließ Stillschweigen, dienen aber wohl demselben Zweck: den Mißerfolglich der gesetzgeberischen Thätigkeit widmen, wenn wir nur erst start genug wären, fruchtbare Arbeit zu leisten. Bis zu diesem zu verhüllen. ersehnten Augenblicke wird sich die" Post" über unsere verfassungswidrige" kritische Wirksamkeit, die unsere positive begleitet, noch mit allem erschwinglichen Anstand beruhigen müssen. Hiefige und auswärtige Blätter verbreiten über die Arbeiten der Anti- Anarchisten- Konferenz die verschiedensten Nachrichten. Da die Konferenz absolutes Stillschweigen beschlossen hat und solches bewahrt, find alle diese Nachrichten willkürliche Annahmen, die jeder Begründung entbehren. 營 Deutsches Reich. Vom Petitionsrecht der Beamten. Von Vertrauensmännern der preußischen Gerichtsvollzieher war eine Petition an das Abgeordnetenhaus ausgearbeitet worden, in der um eine Verbefferung der wirthschaftlichen Lage und dienstlichen Stellung der Gerichtsvollzieher gebeten wird. Die„ Gerichtsvollzieher- Zeitung" batte den Entwurf veröffentlicht und gleichzeitig die Gerichtsvollzieher ersucht, ihre Zustimmung auf einer beigelegten Karte mitzutheilen. Darauf hat der Oberlandesgerichts- Präsident, Staats minister a. D. Fall ein Rundschreiben an die Gerichtsvollzieher Westfalens gerichtet, worin es heißt: Der Reichshaushalts- Etat für 1899 beläuft sich in Einnahme und Ausgabe auf 1 554 530 650 m. Von den Ausgaben entfallen 1 300 845 810 M. auf die fortdauernden, 162 473 651 M. auf die einmaligen Ausgaben des ordent lichen Etats und 91 211 189 M. auf den außerordentlichen Etat. Die gesammten Ausgaben übersteigen die des Vorjahres um 112 952 042 m. und zwar entfallen von dem Mehr auf die dauernden Ausgaben 59 008 913 M. und auf die einmaligen 53 943 129 M. Werden von der Gesammtsumme der Ausgaben die des Reichs- Invalidenfonds mit 27 938 539 M. und die Ueberweisungen an die Bundes- Dieses gemeinschaftliche Vorgehen, insbesondere auch der zusammen 504 676 539 M., als durchlaufende Bosten, welche die Höhe der Matrikular beiträge und das Abschlußergebniß nicht beeinfluffen, abgezogen, so stellt sich für die verbleibenden fortdauernden die Ausgaben und des einmaligen Ausgaben ordentlichen Etats ein Gesammtbedarf von 958 642 922 m. oder ein Mehrbedarf von 44 465 859 M. heraus, während der außerordentliche Etat mit einem Gesammtbedarf von 90 844 193 M. und einem Mehrbedarf von 33 417 202 M. abschließt. Staaten mit 476 738 000 M., Von dem Mehrbedarf des ordentlichen Etats entfallen auf das Auswärtige Amt 641 443 M. fortdauernd und 5 850 428 m. einmalig, auf das Reichsamt des Innern 3 592 385 W. und 3 060 700 m., auf die Verwaltung des Reichsheeres 2091 019 Mark fortdauernd( und bei den einmaligen Ausgaben ein Weniger bon 16 829 363), auf die Neuorganisation des Reichsheeres 6378491. fortdauernd und 16 283 257 M. einmalig, auf die Verwaltung der kaiserlichen Marine 6 352 221 M. und 763 850 M., auf die Verwaltung des Gouvernements Kia utschou $ 500 000 M. einmalig. durchaus agitatorische Inhalt und die höchst unangemessene Forin der Petition erscheint als eine nicht zu duldende Untergrabung der dienstlichen Ordnung. Einer Weisung des Herrn Justizministers entsprechend, untersage ich daher hiermit die Betheiligung an der Petition bei Vermeidung disziplinarischer Maßregeln. Dabei eröffne ich aber, daß es jedem Gerichtsvollzieher unverwehrt bleibt, von dem ihm verfassungsmäßig zustehenden Petitionsrecht für seine Person in einer Einzeleingabe Gebrauch zu machen, daß aber die Betheiligung an derartigen Sammelpetitionen nicht wird geduldet werden. ministers einer Erörterung zu unterziehen, damit Klargestellt werde, Der Landtag wird nicht umbin können, die Weisung des Juftig was der Verfassung gemäß Rechtens ist. Schutz der nationalen Produktion. In dem durch die Saarfohlen beherrschten Gebiete Süd- und Westdeutschlands wird über empfindlichen Kohlenmangel geklagt. Das Saarbrüdener Bergamt behauptet, daß nicht mehr stohlen gefördert werden können. Zu dieser Behauptung erhält der Pfälz. Kur." eine Zuschrift, in der es heißt: Es ist in der That ein todeswürdiges Verbrechen, wenn ein Mann der Wissenschaft die Wahrheit auszusprechen sich erdreistet. Ein solches Individuum ist an der Ausübung seiner Arbeitswilligkeit gewaltsam zu hindern! Die Preise besorgt die nöthigen terroristischen Drohungen, und der Regierung wird angefonnen, die Arbeitsverhinderung durchzuführen und das in den Tagen der Zuchthausvorlage. Es scheint, als ob man gegen einen Wahrheits- und Ehrlichkeitsstreit nichts einzuwenden hat. Die bethlehemitische Kaiserrede. Die Rede, die der Kaiser in Bethlehem gehalten hat, liegt jezt nach den Aufzeichnungen des Pastors Schneller wörtlich vor. Der Kaiser sagte: = Wenn ich die Eindrüde dieser legten Tage wiedergeben soll, so muß ich sagen, daß ich doch vor allem sehr enttäuscht bin. Ich wollte das eigentlich hier nicht aussprechen. Aber nachdem ich gehört, daß es auch anderen, zum Beispiel meinem Ober Hofprediger, nicht anders ergangen ist, so will ich das doch vor Ihnen nicht zurückhalten. Es mag ja auch sein, daß die fehr ungünstige Zufahrt zur Stadt Jerusalem mit dazu beigetragen hat. Aber wenn man diese Zustände an den heiligen Stätten sieht, wie es da zugeht, das fann einem das Herz durchschneiden. Es ist doch eine gewaltige Thatsache, an deren Schauplatz wir stehen, die Emanation der Liebe des Schöpfers, und wie wenig entsprint dem das, was wir gesehen haben! Ich bin darum doppelt froh, hier in Bethlehem den ersten erhebenden Eindruc im heiligen Lande durch die Feier in Ihrer Mitte empfangen zu haben. Gerade dies Beispiel von Jerusalem mahnt uns dringend, daß wir die kleinen Abtheilungen bei unserer Konfession möglichst zurüdstellen, und daß ganz fest geschlossen hier im Orient die evangelische Kirche und das evangelische Ber tenntniß auftrete. Sonst fönnen wir nichts machen. Wir können nur durch das Beispiel wirken, durch das Vorbild und den Beweis, daß das Evangelium ein Evangelium der Liebe ist nach allen Himmelsrichtungen hin, und daß es andere Früchte trägt. Auf die Muhamedaner kann nur das Leben der Christen Eindruck machen. Das kann ihnen fein Mensch übel nehmen, wenn sie vor dem christlichen Namen feine Achtung haben. Stirchlich spalten sie sich, fie müssen fogar durch äußere Gewalt der Waffen von den Streitigkeiten zurüc gehalten werden. Politisch reißt man unter allen möglichen Vors. spiegelungen ein Stück von dem anderen von ihnen weg, wozu man gar feine Berechtigung hat, so daß ihre Einwirkung boll ständig gesunken ist und man auf dies tiefe Niveau heruntergekommen ist. Jetzt sind wir an die Reihe get̃omment: Das Deutsche Reich und der deutsche Name haben im ganzen osmanischen Reiche jetzt ein Ansehen gewonnen, wie es noch nie gewesen ist. An uns liegt es mun, zu zeigen, was die christliche Religion eigentlich ist, daß die Ausübung der christlichen Liebe a u ch gegen die Muhamedaner einfach unsere unsere Pflicht Pflicht ist, nicht durch Dogmen und Belehrungsversuche, lediglich durch das Beispiel. Der Muhamedaner ist ein sehr glaubenseifriger Mensch, so daß es mit dem Predigen allein nicht gemacht ist. Aber unsere Kultur, unsere Anstalten, das Leben, das wir ihnen vorleben, die Art unjeres Verkehrs mit ihnen, der Beweis, daß wir untereinander einig sind, darauf kommt es an. Es ist jetzt eine Art Examen, das wir abzulegen haben für unseren protestantischen Glauben und unser Bekenntniß, worin wir ihnen den Beweis geben müssen, was Christenthum ist, und wodurch sie ein Intereffe für unsere Religion und für das christliche Bekenntniß gewimen können. Sorgen Sie, daß es so bleibe!" Der Kaiser dürfte bei einer Reise im engeren Vaterlande leicht ähnliche Enttäuschungen erleben. In dichterisch veranlagten Kreisen ist man namentlich wegen der Damascener Rede start begeistert. So fingt ein Dr. Kratt, Poet zu Durlach, ansprechend, wenn auch ein wenig zu kühn: Der Duldung Evangelium Thatst Du, o Kaiser, tund: Christ, Jud' und Moslem, Dir zum Ruhm, Eint nun ein großer Bund. Wie Lessing, hast Du Saladin, Den Edlen, schön geehrt, Und daß er seinem Gotte dien', Dein Wille keinem wehrt. Von der Reichspreßküche. Die Reorganisation der offiziösen Bresse in Berlin hat, wie man in journalistischen Kreisen erzählt, damit begonnen, daß zunächst der eine der beiden Parlaments Berichterstatter für den Kaiser, Herr Kukutsch, außer Thätigkeit gefekt worden ist aus Ersparnißrücksichten. Künftig soll einer den Bericht für den Kaiser über Reichstags- und Landtags- Verhandlungen zufammen machen und der Parlamentsbericht der„ Berliner Korrespondenz" soll ganz wegfallen. Fenerdienst. Das Christenthum ist todt. Abermals hebt eine Götterdämmerung an. den Herrschersiz der Welt und die semitische Eingoftgläubigkeit wird Wotan, der Entthronte, steigt wieder auf steigt im Preise und die Bärenhäute sind unerschwinglich. Altnordisch aus den Herzen und Köpfen der Menschen getilgt und das Zeitalter einer neuen ganz germanischen Heidenheit beginnt. Der Eichelkaffee wird die Sprache der Salons, und statt der Bibel die Edda als Grundtegt bei den heiligen Gößendiensten in den Eichenwaldungen. Wie vor Zeiten die alten Sachsen und Normannen über den Leibern ihrer gefallenen Reden schmudlose Felsensäulen aufthürmten, deren Spigen Feuerfanale trugen, so wollen wir unserm Bismard zu Ehren auf allen Höhen unserer Heimath. von wo der Blid über die herrlichen deutschen Lande schweift, bundes sprechen. Die Polizei verbot sein Erscheinen und drohte mit[ lommen. Déroulède forderte seine Leute auf, es lebe die Armee, gewaltige granitene Feuerträger errichten. Ueberall eventueller gewaltsamer Entfernung Pfister's aus der Versamm es lebe Frankreich" zu rufen. Die Polizei erivies fich außer stande, foll, ein Simmbild der Einheit Deutschlands, das gleiche Zeichen lung. Schweighusen gehört zu den merkwürdigsten Teutschthümlern die Kundgebung zu verhindern. Als hierauf die Theilnehmer an erstehen, in ragender Größe, aber einfach und pruntlos, auf massivem und dürfte nach seiner ganzen Art nicht geeignet sein, den Bestand der revisionistischen Versammlung, welche sich in dem Saale beInterbau eine schlichte Säule, nur mit dem Wappen und Wahlspruch der habsburgischen Monarchie zu erschüttern. fanden, denselben zu verlassen versuchten, tam es zu einem heftigen des eisernen Kanzlers geschmückt. Keinen Namen soll der geivaltige Stein fragen, aber jedes Kind wird ihn dem Fremden deuten Wien, 6. Dezember. Der Finanzminister hat heute im Ab- Busaminenstoße. Im Innern des Saales wurden zwei Revolvertönnen." geordnetenhaus zugleich mit dem Budget pro 1899 eine Vorlage hüsse abgefeuert, die Polizei drang in den Saal und führte einen Verwundeten heraus. Die Schüsse sollen von einem" Anarchisten", So verkündet die deutsche Studentenschaft in einem betreffend die Bestreitung des Staatsaufwandes in der Zeit vom ber sich Libertad nennt, abgegeben sein, der bereits verhaftet ist. flammenden Felsensäulenstil bas neue Weltalter. Nichts erinnert mehr 1. Januar bis Ende März 1899 eingebracht. Unter den Neuerungen des Außer dem eben erwähnten Verwindeten ist, noch ein Polizeian unsere Zeit und, wenn man so vorsichtig ist, die modernen Boranschlages ist die wichtigste, daß die Regierung die Ermächtigung außer dem eben erwähnten Verwundeten ist, noch ein PolizeiScheitel der junggermanischen Feueranbeter gänzlich aus der zur Aufnahme einer Anleihe zur Bedeckung der Investitionen, und Agent am Halse verwundet worden. Zwei andere Bolizei- Agenten erlitten bei dem Zusammenstoß Quetschungen. Während sich der Phantasie zu verbannen, so können wir uns in der That in die zwar zum Zinsfuß von 4 pct., verlangt. Saal dann ohne weiteren Zwischenfall leerte, zog die Gruppe Beiten zurückversezt glauben, in der man aus gewaltigen Hörnern Die Bundesgenossen. Der Abg, Dr. Groß beantragt im Deroulède's nach dem Boulevard Saint Germain, wo sie mit der Meth zechte. Indessen niemand kann aus seiner Zeit ganz heraus, österreichischen Abgeordnetenhaus, über die Interpellations Beaut- Gruppe Millevoye's zusammentraf. Unter den Rufen:„ Es lebe die und so ist auch diese Wiedergeburt heidnischen Germanenthums mit wortung des Ministerpräsidenten Grafen Thun, betreffend die Armee!" zogen beide Gruppen nach der Place de la Concorde, wo einem peinlichen Matel behaftet, der aus der reinen Luft des Ausweisung österreichischer Staatsangehöriger fie sich zerstreuten, nachdem vor der Statue der Stadt Straßburg Säulentult sich in den Dunst des kapitalistischen Zeitalters zurüd aus Preußen, die Debatte zu eröffnen. Der Antrag wird noch eine Rede gehalten war. führt. Diese Feuersäulen, die alljährlich an Bismard's Geburtstage mit 166 gegen 144 Stimmen in namentlicher Abstimmung abund wenn sonst uns ein vaterländisches Fest bescheert ist, nach gelehnt. Paris, 5. Dezember. Ein Bericht des Handelsministers über Sonnenuntergang von Berg zu Berg die Nacht erhellen sollen mit die Bewegung der Bevölkerung für 1897 konstatirt eine Flammenschein, dem großen Kanzler zu Ehren, müssen nämlich der Abg. Rutowski die Anfrage an die Regierung, ob die Bevölkerung gegenüber 1896 ist nicht auf eine 8unahme der In der Montags Sigung des Ausgleichs Ausschusses stellte Zunahme der Bevölkerung um 108 088; aber das Anwachsen der bezahlt werden: Anivesenheit in Beirut dem deutschen Honorar- Konsul gegen- Sterbefälle zurückzuführen. Nachricht wahr sei, daß der Nachricht wahr sei, daß der deutsche Kaiser während seiner Geburtenzahl, sondern auf Abnahme der Zahl der über, der neben deutschen auch österreichische Firmen vertreten hat, sich dahin auf das strengste geäußert habe, daß dies als 3 flichtvergessenheit angesehen werden müsse, daß also der deutsche Konsul die Vertretung österreichischer Firmen sofort aufzugeben habe, was auch geschehen sei! wollen." der Der " = = Als Müller England. Die Armee als Erzieher. Ein kleines Detachement des dritten Husarenregiments feierte Sonnabend Nacht in London die bevorstehende Abreise des Regiments nach Indien. Nach Mitternacht begingen die Mannschaften grobe Graesse; sie zertrümmerten Amerika. „ Wir selbst, die deutsche Studentenschaft, werden zwei Säulen aus den Mitteln unseres Wechsels errichten. Aber damit nicht genug: bei jeder Stadt womöglich, die der Sit einer deutschen Hochschule ist, wollen wir den Denkstein erstehen lassen. Er wird besonders an seinem Plaze sein an diesen Sammelstätten der Jugend aller deutschen Stämme, wo er alljährlich der Mittelpunkt einer erhebenden akademischen Feier werden fann. Das Kabinet Thun scheint gegenüber den preußischen AusJede Studentenschaft wird sich verpflichten, die Säule ihrer Hochweisungen Repressalien zu ergreifen. Bereits ist der reichs- Fenster und Utensilien und versuchten Feuer zu legen. Nach schule in ihre besondere Obhut zu nehmen und alljährlich die Feuer deutsche Student Osthaus ausgewiesen worden. Ferner berichtet die Alarmirung von Truppen wurden die Unruhestifter zu entzünden. Die Kosten für alle diese Säulen felbst aufzubringen Boff. 8tg.": Der deutsche Reichsangehörige Mag überwältigt. Bei der am Sonntag vorgenommenen Unteraber übersteigt unsere Kräfte. An alle alten Akademiler, an unsere müller, Geschäftsangestellter in Gablonz, wurde am 1. Dezember fuchung wurden sechs Husaren in Haft behalten. akademischen Lehrer und die Magistrate der Universitätsstädte, sowie zur dortigen Bezirkshauptmannschaft vorgeladen, weil er an einer an alle, die den idealen Bestrebungen der deutschen akademischen Bersammlung, in welcher der Abg. Wolf sprach, theilgenommen und Jugend ihr Wohlwollen entgegenbringen, ergeht deshalb unsere für die beantragte Entschließung gestimmt habe. Von den Friedensverhandlungen. Bei der am Montag erHerzliche Bitte, durch Geldsendungen unser Unternehmen fördern zu bas lettere in brede stellte, erwiderte der ihn vernehmende folgten Eröffnung des nordamerikanischen Kongreffes erflehte der Statthaltereitongipist Ziegler:" Ich werde es ihnen durch Zeugen Geistliche auch den Segen des Himmels für die KöniginWir haben nichts gegen diesen Feuerdienst einzuwenden. Nur nachweisen, dann werden sie eingesteckt und aufzehn Jahre Regentin und den jungen König von Spanien und sein möchten wir bescheiden anregen, ob es sich nicht empfehlen würde, ausgewiesen". As in Johannesberg in einer Versammlung hart betroffenes Bolt. statt der Säulen Opferstätten zu errichten. Daß die Spanier hart betroffen worden mindestens so gut germanisch und heidnisch, sodann aber würde eine Angelegenheit vorbrachte, löste Ziegler, der als Regierungsvertreter wahrscheinlichen Inhalt Das ist einmal des Gablonzer deutschen Vereins der Vorsitzende diese sind, das wissen allerdings die Amerikaner am besten. Ueber den der Inhalt der Friedensbedingungen wird solche Ehrung beffer dem Geiste entsprechen, den man ehrt. Und anwesend war, die Versammlung auf. ivenn dann alljährlich an Bismard's Geburtstag und bei sonstigen Jnternationalen Korrespondeng" aus Madrid folgendes berichtet: Durch englische Vermittelung ist eine sehr überraschende Wendung in vaterländischen Festen an jeglicher Opferstätte ein paar Tausend Budapest, 5. Dezember. Der Minister für Kroatien, Slavonien der Frage des Friedensschlusses angebahnt worden. Der Inhalt der Sozialdemokraten abgeschlachtet werden, dann wird nicht nur und Dalmatien, v. Josipovich, hat sein Demissionsgefuch allerdings noch nicht abgeschlossenen Vereinbarungen ist furz gesagt Bismard's Name würdig verewigt, sondern wir werden es auf diesem überreicht, nachdem er schon wiederholt die Absicht geäußert hatte, folgender: Spanien tritt an Nordamerila sämmtliche BeWege auch allmälig dahin bringen, daß es in dem entchriftlichten fich zurückzuziehen. Die Demission steht angeblich mit der durch die fizungen in Ostasien und dem Stillen Ozean ab, also auch die Zeitalter feine Umstürzler giebt. Obstruktion geschaffenen Lage in Zusammenhang.Karolinen- und Mariannen- Inseln, ferner eine Die Träger preußisch- deutscher Kultur. Das Schulhaus des Kohlenstation auf den Kanarischen Inseln und an zum Gute Wulfshagen gehörenden Dorfes Blickstedt, dem Eigen geordnetenhauses war die allgemeine Stimmung eine England für seine Bermittelung eine der Stanarischen Inseln und das Budapest, 6. Dezember. In der heutigen Sigung des Abder nordafrikanischen Stüfte( wahrscheinlich Ceuta). Ebenso würde thum des antisemitischen Führers und Reichstags- Abgeordneten des äußerst erregte. erregte. In den Kouloirs herrschte ein förmlicher Kieler Wahlkreiſes, Grafen v. Reventlow, ist vor etwa 22 Monaten Aufruhr. Präsident Szilagyi legte bas Bräfidiumt nieber. gegenüberliegende Rio de Oro- Gebiet erhalten.- Als Entgelt übernimmt abgebrannt. Seit dieser Zeit erhalten die dortigen Kinder, zirka Zu seinem Nachfolger ist Graf Stephan Tisza aus Portorico und die Philippinen, zahlt an Spanien noch 20 Millionen 60 Schüler, feinen Schulunterricht. Der Wulfshagener Gutsherr, ersehen. Außer Szilagyi will auch der erste Vizepräsident Befetas heraus und räumt dem spanischen Handel in allen Spanien von Wohlwollen gegen den kleinen Mann und den Ludwig Lang demissioniren Wittelstand überfließende Graf v. Reventlow seinen Bosten dürfte der Chef- abgenommenen Gebieten genau diefelben Rechte ein, welche Norderachtet es, rebatteur des" Nemzet", Gajary, übernehmen. Mehrere Ab- amerika für seinen eigenen Handel beansprucht. Für England wie die Schleswig- Holft. Volkszeitung meldet, nicht für geordnete, darunter Koloman Czell haben ihren Austritt nöthig, der verwaiſten Schule ein neues Heim anzuweisen. aus der liberalen Partei angezeigt. Man sieht deshalb der liegt der Hauptwerth einer solchen Wendung in Centa, welches dem Brande auf Halbfold heute Abend stattfindenden Konferenz der liberalen Partei, Spanien zu erwerben suchte, um dadurch ein französisches Gibraltar Frankreich gegen lebernahme der hubanischen Schuld an gesezt und wohnt mit seinen eigenen zehn Kindern in einer zu welcher alle abwesenden Mitglieder telegraphisch berufen herstellen zu können. Dorftathe. Graf Reventlow hat zwar den Versuch gemacht, die wurden, mit größier Spannung entgegen. In dieser Konferenz Blidstedter Schuljugend in den benachbarten Dörfern unterzubringen, wird Banffy ausführlich über die Lage berichten und von der doch ist dies nicht gelungen, da der Graf nichts bezahlen Partei ein Vertrauensvotum, sowie die strikte Annahme der wollte. Die benachbarte Gemeinde Tüttendorf hat sich bereit erklärt, von Koloman Tisza vorgeschlagenen Propofitionen betreffend die fellien liefere. Das soll die Gutsherrschaft gleichfalls ab berlangen.die Kinder aufzunehmen, falls der Graf die erforderlichen Sub nothwendig gewordene Einführung des außergeseglichen Zustandes Eröffnungs- Sizung. Dienstag, 6. Dezember 1898, 2 Uhr. gelehnt haben. Der Lokalschulinspektor habe sich bereits mehrfach Am Tische des Bundesraths: Graf Posadowsky. bemüht, Abhilfe zu schaffen, seine Bemühungen seien indeß erfolglos Abg. Lingens( 8.) eröffnet die Sigung mit der Mittheilung, geblieben. Kopenhagen, 3. Dez.( Eig. Ber.) Im dänischen Folte daß das älteste Mitglied des Hauses, der Abg. Dieden, geb. 1810, Und nun ein Seitenstück dazu, das der National Zeitung" thing hatten die sozialdemokratischen Vertreter durch Krankheit verhindert sei, das Alterspräsidium zu übernehmen. zur Kennzeichnung unserer Agrarier aus Westpreußen mit- awei Anträge zum Kinderschuß eingebracht: 1. über die Er selbst, geb. 1818, sei seines Wissens der Zweitälteste und werde getheilt wird: gewerbsmäßige Beschäftigung der Kinder; 2. über die Speisung von daher, wem sich niemand melde, der älter sei, das Präsidium überIn einem Gutsbezirke des Kreises Konig, zu dem noch ein Kindern in den öffentlichen Freischulen. Der erste Antrag ent- nehmen.( Es meldet sich niemand.) Abg. Lingens nimmt auf abgezweigtes Gut und ein zu Rentengütern aufgetheiltes Rittergut hält das Verbot für gewerbsmäßige Beschäftigung von Kindern unter dem Präsidentenstuhl Platz.( Lebhaftes Bravo im Zentrum.) Als gehören, hat die Regierung eine provisorische Schule 12 Jahren, d. h. aller Arbeit, die gegen Bezahlung für andere, provisorische Schriftführer fungiren die Abgg. von Normann( f.), eingerichtet. Die Schule ist wegen Mangels an geeigneten Räum- als die Eltern oder Pflege Eltern des Kindes ausgeführt Braun( 3.). Baffermann( natl.) und Hermes( frf. Vp.) lichkeiten in einer Tagelöhnerwohnung untergebracht, wird. Ferner wird wird die gewerbsmäßige Beschäftigung von Es erfolgt hierauf durch den Abg. Hermes der Namens bon der der größere Raum als Schulzimmer, der fleinere, Kindern unter 14 Jahren in Fabriken oder fabritsmäßig betriebenen aufruf; derselbe ergiebt die Anwesenheit von 317 Abgeordneten. die Kammer, als Wohnraum unverheiratheten Werkstätten, Wirthschaften, Vergnügungsetablissements oder zum Das Haus ist somit beschlußfähig. Lehrer dient. As Bedürfnißanstalt für den Lehrer, die Knaben und umherziehenden Verkauf von Waaren verboten. Die Beschäftigung Nächste Sizung: Mittwoch 2 Uhr( Wahl des Präsidiums und Mädchen dient ein zerfallenes Holzgerüst primitivster Art. Vor der Kinder von 12-14 Jahren ist auf 4 Stunden täglich beschränkt der Schriftführer). stellungen um Abänderung eines so unhaltbaren Zustandes waren und innerhalb der Zeit von 6 Uhr früh bis 7 Uhr abends, mit Ausbei dem Gutsherrn fruchtlos. Der Schullehrer wandte sich an schluß der Sonn- und Feiertage. In den Schulferien und an freien seinen Borgesezten, den Kreisschulinspektor, und ersuchte diesen, Ab. Schultagen dürfen Kinder bis 8 Stunden mit Feldarbeit beschäftigt hilfe zu schaffen. Der Gutsbezirk liegt in einer, im allgemeinen werden. Innerhalb der Schulzeit und zwei Stunden vor menschenarmen Gegend. Bis nach dem nächsten Dorfe sind über derselben ist jede Beschäftigung verboten. Für jedes zu beschäfdrei Kilometer; in meilenweiter Entfernung befindet sich tein tigende Kind muß ein ärztliches Attest eingeholt werden. Gasthof, in dem der Lehrer sich beköstigen lassen fönnte. Der zweite Antrag bestimmt, daß die Schulkommissionen Hierdurch ist es wohl gekommen, daß der Lehrer von dem Gutsherrn dafür zu sorgen haben, daß alle Freischulkinder in den WinterBetöftigung erhielt. Nach einer Aufforderung des Kreisschulinspeltors, monaten eine warme Mahlzeit erhalten gegen Erlegung des Selbst eine bessere Bedürfnißanstalt für die Schulkinder und den Lehrer fostenpreises oder im Unvermögensfalle gratis. Die regelmäßige einzurichten, verweigerte der Gutsherr dem Lehrer Speifung unbemittelter Kinder wird nicht als Armenhilfe die weitere Verabfolgung von Kost und verbot betrachtet. Es werden Billets der Art ausgegeben, daß die ihm, fein Gehöft, einschließlich der auf demselben befindlichen Kinder selbst nicht wissen, wver gratis Speisung erhält. Stäferei, zu betreten. Der Käsemacher wäre die einzige Person ge- Die Kosten für die Speisung bringen die Kommunen und der Staat wesen, bei welcher der Lehrer hätte Kost finden können. Für diesen zu gleichen Theilen auf. Minister des Innern Barden Säße beizubehalten. Der Wohnungsgeldzuschuß erfuhr eine fleine Gutsbezirk ist im kommenden Frühjahre der Neubau eines Schul- fleth erkannte die Reformbedürftigkeit der bestehenden Zustände gebäudes geplant, zu dem die Regierung eine namhafte Summe als an, will die Frage aber durch Polizeiverfügungen lösen. Beihilfe gewährt. Im vergangenen Herbste verlängerte die Regie- Die Anträge find zur weiteren Prüfung einem Ausschuß überwiesen rung die Schulferien um drei Wochen, damit der Gutsherr feine Kartoffeln einernten konnte. Neue Ausweisungen aus Nord: Schleswig werden aus Hadersleben gemeldet. In den letzten Tagen haben in dem Kreise Hadersleben 13 Personen 4 Gesellen, 2 Lehrlinge, 3 Dienstinechte und 4 Dienstmädchen die Ausweisungsordre er halten. Es wird hohe Zeit, daß dem Thatendrang des Herrn b. Köller durch den Reichstag ein Ziel gesezt werde. Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. Wegen Majestätsbeleidigung wurde in Düsseldorf ein Schuhmacher in ges heimer Sizung der Strafkammer zu 15 Monaten Gefängniß verurtheilt. Ausland. Defterreich- Ungarn. worden. = Dänemark. A Frankreich. Dreyfus Picquart. Der Regierungskommissar des Kriegsgerichts hat für den Prozeß Picquart etwa 50 Zeugen vorgeladen, voit denen die meisten in betreff des Betit bleu" aussagen follen. Picquart ließ den General Leclerc, unter dessen Kommando er in Tunis diente, als Zeumunds zeugen vorladen. " Schluß 3 Uhr. Reichstag. Parlamentarisches. Die Fraktion der sozialdemokratischen Partei hielt gestern, im Anschluß an die Plenarsizung, ihre erste Fraktionsfigung ab. Es waren 48 Abgeordnete anwesend. Genosse Singer eröffnete die Verhandlungen als Mitglied des früheren Fraktionsvorstandes und begrüßte die Anwesenden auf das herzlichste. Bei der Konstituirung wurde der frühere Vorstand, Bebel, Meister, Singer einstimmig wiedergewählt. In bezug auf Diäten wurde beschlossen, die früher bezahlten an den Erhöhung. In bezug auf die Betheiligung der Frattion Kommiffionswahlen wurde beschlossen, an der früher befolgten Braris festzuhalten und in die einzelnen Kommissionen unsere Vertreter zu senden. Als Vertreter unserer Partei im SeniorenKonvent wurden die Genossen Singer und Meister in Vorschlag gebracht. Einstimmig beschloß die Fraktion, bei der Wahl der Vizepräsidenten selbständig vorzugehen und im ersten Wahlgange für den Genossen Singer die Stimmen abzugeben. Als Schriftführer wird von der Fraktion Genosse Schippel in Borschlag ge bracht. MajestätsbeleidigungsDer„ Radital" berichtet, die Untersuchung des Kaſſationshofes habe ergeben, daß der eigentliche Verräther Oberst Henry und daß Esterhazy nur dessen Vermittler bei den fremden Militär attaches gewesen sei. Man habe festgestellt, daß Oberst Henry, Als Redner für den Etat und die neue Militärvorlage welcher ein Jahreseinkommen von 8000 Frants hatte, jährlich wurden die Abgeordneten von Vollmar und Bebel be30 000 Frants ausgab. stimmt. Eine Einladung der Einberufer des im nächsten Januar Inzwischen machen die Generalstäbler die verzweifeltsten An- stattfindenden Kongresses deutscher Seeleute, die Fraktion möge sich auf strengungen, um ihre Sache zu retten. Sie suchen geradezu den dem Kongreß vertreten lassen, wurde angenommen und die AbBürgerkrieg zu provoziren. Montag Abend hielten die Anti- geordneten Me ger und Schwarz mit der Vertretung betraut. jemiten unter dem Vorsiz Déroulèdes in der Rue Vaugirard Oesterreichisches Budget. Abgeordnetenhaus. Unter Beschlossen wurde weiter, eine Reihe von Anträgen aus eine ab, den eingegangenen Vorlagen befindet sich auch die Vorlage der Re- halten wurden, namentlich von den Deputirten Millevoye und Versammlung auf welcher mehrere Reden geder vorigen Legislaturperiode wieder aufzunehmen, darunter gierung betreffend das Budgetprovisorium für die Zeit vom 1. Januar Firmin Faure, welche die Juden heftig angriffen und sagten, die Anträge auf obligatorische Einführung der Gewerbe bis zum 31. März 1899. Der Finanzminister Kaizl erklärte bei Vorlegung des Budgets für das Jahr 1899, der Ueberschuß betrage rund jet jei die Zeit gekommen, von Worten zu Thaten gerichte, Beseitigung des legung des Budgets für das Jahr 1899, der Ueberschuß betrage rund überzugehen. Déroulède forderte sodann die Theilnehmer an paragraphen, Einführung eines Reichs- Berggeieses 1/2 Million Gulden, also um 119 000 Gulden mehr, als der präliminar der Versammlung auf, in einzelnen Gruppen fortzugehen und fich und des Achtstunden- Arbeitstages. Ebenso wird eine mäßige Ueberschuß des Jahres 1898. Im Jahre 1900 werde unter normalen Verhältnissen ein Defizit nach der Rue du Bac zu dem Saal Pré aur Cleres zu begeben, Resolution eingebracht, in der die Ausdehnung der Gewerbe. nur vermieden werden, wenn die wiederholt ausgesprochene Erhöhung Faure eine Rede für Dreyfus und Picquart und gegen die Armee wo eine Versammlung der Revisionisten stattfand und Sebastian Inspektion verlangt wird. der indirekten Steuern votirt werde. Das Gleichgewicht sei nicht hielt. Die Theilnehmer verließen den Saal hierauf in Gruppen von aufrecht zu erhalten, wenn nicht mindestens die Zuckersteuer votirt 7 bis 8 Personen und begaben sich unter Führung der Deputirten Reichstage trat am Montag Abend im Reichstagsgebäude zusammen. Die parlamentarische ,, Wirthschaftliche Vereinigung" des werde. Bei dieser Gelegenheit erklärt der Minister, daß er im Falle Déroulède. Millevoye, Habert, Firmin Faure und Méry auf verschiedenen Anwesend waren etwa 100 Abgeordnete, aus der deutschkonservativen, der Votirung die Absicht habe, mißliebige und vegatorische Abgaben Wegen nach der Rue du Bae. Mehrere dieser Gruppen wurden auf nationalliberalen und deutschsozialen Reformpartei. abzuschaffen, so Wegmanthen, Zeitungsstempel und besonders die Abgaben vom Kleinhandel mit geistigen Getränken. Es mache sich das dem Wege angehalten. Als die von Millevoye geführte Gruppe an Abgeordneter Frhr. v. Wangenheim betont, daß die Vereinigung den Bestreben geltend, teine neuen Schulden zu kontrahiren, sondern die Nieder mit Bicquart, nieder mit den Juden!" aus. Die Polizei nicht beabsichtigt, eine neue Fraktion zu gründen. Auf alle Fälle dem Cherche- midi- Gefängniß vorüber fam, brach sie in die Rufe: bestehenden Fraktionen keinen Wettbewerb machen solle. bestehenden herabzumindern. schritt ein und trieb die Gruppe zurück. Inzwischen war die noch aber müsse die Vereinigung eine lebhaftere Thätigkeit als früher entWien, 5. Dezember. Der preußische Schriftsteller Pfister zahlreichere Gruppe Dérouléde's, der sich viele Neugierige angeschlossen falten. Graf Arnim betont, die Vereinigung dürfe nicht einseitig eine von Schweighusen sollte in einer Versammlung des Germanen- hatten, in der Rue du Bac vor dem Saale Pré aux Clercs ange- Wertretung der Landwirthschaft sein, sie müsse auch die Interessen ſei Es sei " der Juduſtrie berücksichtigen. Sie dürfe nicht ein ausschließlich Polizei folle sich nicht um Dinge fümmern, die ste gar Tekke | bie fte gar Lehte Nachrichten und Depelihen. agrarisches Gepräge tragen. Abg. Dr. Hahn erklärt, es handle sich nichts angingen. Durch diese Aeußerung fühlte sich die um eine Fortsetzung der Bismarc'schen Wirthschaftspolitik, und es Polizei beleidigt und Genosse Bielowski erhielt eine Auflage. Kiel, 6. Dezember.( Privat- Depesche des Vorwärts".) Heute gelte einen gemeinsamen Lohn für Landwirthschaft und Industrie. In dieser war die Sache so dargestellt, als ob er gefagt hätte:" Die Nachmittag stürzten beim Klarmachen eines Kutters am Panzer In ähnlichem Sinne spricht sich Abg. Dr. Nöside aus. Abg. Graf Polizei fümmere sich nur um Sachen, die sie nichts angehen." Das" Beowulf" 11 Mann der Besatzung ins Wasser. Zwei Matrosen erSchwerin betont, die Vereinigung müsse vor allen Dingen die Landgericht aber erkannte auf Freisprechung, da kein Beweis( tranken. Mehrheit des Reichstages zu gewinnen suchen. Zu diesem Zwede dafür geliefert werden konnte, daß die Aeußerung im Sinne der An- Stuttgart, 6. Dezember.( W. T. B.) Prinzessin Friedrich fei die Mitarbeit des Zentrums unumgänglich nöthig. Es flage gefallen war. Dem Angeklagten wurde der Schutz des§ 193 von Württemberg, die Mutter des Königs, ist heute früh möge noch kein endgiltiger Beschluß gefaßt werden, fondern zugebilligt. Ferner lehnte das Gericht einen Antrag des Staats- 22 Uhr geftorben. Partei- Nachrichten. Die diesjährige Parteikonferenz für den Wahlkreis GubenLübben wird am 2. Weihnachts- Feiertage in Guben im Restaurant von E. Karges, Böfiger Straße, abgehalten. In Posen droht, wie die Breslauer„ Volkswacht" mittheilt, der sozialdemokratischen Bewegung ein schwerer Verlust dadurch, daß dem durch aufopfernde agitatorische Thätigkeit ausgezeichneten Parteigenossen Gogowsky die Arbeit gekündigt worden ist. " Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. erst mit einzelnen Mitgliedern, besonders des Zentrums, ver- anwalts ab, wonach Zielowski zu einer Ordnungsstrafe verurtheilt Wien, 6. Dezember. Abgeordnetenhaus.( Siche handelt werden. Es sei nicht unmöglich, daß unter Umständen auch werden sollte, weil er bei seiner Vertheidigung bemerkt hatte, es politische Uebersicht.) Der Finanzminister führt aus. der Dezennien eine große Zahl der Zentrumsmitglieder sich zur Bildung einer dürfte gerichtsnotorisch sein, daß die Polizei sich um Dinge fümmere, hindurch währende Druck auf die Preise der landwirthschaftlichen wirthschaftlichen Vereinigung verstehen könnte. Graf Arnim führt die sie thatsächlich nichts angingen. Das Gericht entschied, daß diese Produkte schiene gebrochen und ein Rückfall werde nicht so bald' noch einmal aus, daß die Bedeutung der Landwirthschaft am besten Aeußerung lediglich in Wahrung berechtigter Interessen gethan wieder eintreten. Auch die Zuckerpreise wiesen eine steigende dadurch gefördert werden könne, wenn auch Vertreter der Industrie worden ist. Die Grenzen der gerichtlichen Ordnung habe Bielowski Tendenz auf. Die landwirthschaftlichen Brennereien seien in Verzur Vereinigung hinzugezogen würden. Die volle Mehrheit sei nicht nicht überschritten. mehrung begriffen. Der Minister konstatirt die fortdauernde nöthig, um der Vereinigung Einfluß im Reichstage zu sichern. Er In den Lokalitäten des Volksblatts für alle" Gesundung der wirthschaftlichen Verhältnisse, sowie die auch im wünsche jedenfalls die breiteste Grundlage für die wirthschaftliche wurde auf Veranlassung des Naumburger Ober- Staatsanwalts eine Jahre 1898 eingetretene Besserung der auswärtigen Bilanz und Vereinigung. Frhr. v. Wangenheim erklärt, der Beitritt aus allen aussuchung vorgenommen. Man fahndete, natürlich ver- beleuchtet den Mißstand, daß jezt sowohl das Budget für 1898 Parteien außer Freisinnigen und Sozialdemokraten sei erwünscht. geblich, nach dem Manuskript einer Naumburger Korrespondenz, die als das jetzige für 1899 unerledigt sei, was eine Gefahr für bie Ueberschrift trug: Soziales aus dem tommunalen Tjung- li- ben Barlamentarismus bedeute.„ Es könnte sich vielleicht", Damen". sagte der Minister, eine Regierung, welche reaktionäre Tendenzen verfolgt, über diesen Niedergang des Parlamentes freuen, wir aber freuen uns nicht, wir beklagen diese Verhältnisse, weil wir in ihnen ein bedenkliches Uebel erblicken, ein Uebel trotz des§ 14, weil das Parlament wohl eine Schranke, aber auch eine Die Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine in Düsseldorf mächtige Stüße jeder Regierung darstellt, und weil auf die Dauer beschlossen die Errichtung eines Arbeiter Sekretariats. Die auf ein Regime ohne parlamentarische Kontrolle undenkbar erscheint. 2000 M. jährlich veranschlagten Kosten sollen durch freiwillige Bei- Darum sollen alle, denen daran gelegen ist, daß unser öffentliches träge und Aufwendungen der Hauptvorstände aufgebracht werden. Leben in Bahnen gesunder, rechtlicher Entwickelung gelangt, trachten, And Oberheffen. Wie in Gießen Land, wo der Partei- fich am 2. Dezember vor der Straffammer in Düsseldorf wegen BeFührt die Polizei schwarze Liften? Genosse Erbert hatte daß diese Verhältnisse endlich einmal aufhören."( Lebhafter Beifall, Händeklatschen.) genoffe Ph. Scheidemann als Landtagskandidat aufgestellt ist, Als die Schreiner im verBudapest, 6. Dezbr.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. In geso wird sich unsere Partei diesmal auch im Kreise Vilbel ernst- leidigung der Polizei zu verantworten. haft an der Landtagswahl betheiligen. Kandidat ist hier der Partei- gangenen Sommer streitten, ging Erbert in einer solchen Versammlung schloffener Sigung ergreift Abg. Graf Apponyi das Wort. Er motivirt genosse Ed. Krumm, der kürzlich in Gießen als Stadtverordneter mit der Polizei scharf ins Gericht und behauptete, was er schon in die Nothwendigkeit der geschlossenen Sigung, in welcher man freier, gewählt worden ist. Die Verhältnisse im Kreise Vilbel liegen führe schwarze Listen über die Schreiner und stelle sie den Regeln der Hausordnung möglich sei, die Motive der Demission des anderen Bersammlungen gesagt:„ Die Düsseldorfer Polizei als dies unter Anwendung der für die öffentlichen Sigungen geltenden ähnlich wie im Kreise Gießen; wird die Agitation energisch be- Meistern zur Verfügung!" Anwesende Arbeitgeber beftritten dies. Ministers für Kroatien, Josipovich, erörtern fönne, welcher trieben, so ist es möglich, das Mandat für den Kreis Vilbel zu Erbert aber bemerkte, wenn er die inwahrheit gefagt hätte, hätte erklärt habe, falls das Kabinet Banffy ohne Indemnität nach Neujahr gewinnen. man ihn längst vor den Staatsanwalt zitirt. Jetzt stellte die Polizei In Nürnberg hat der Vorstand des Sozialdemokra Strafantrag gegen Erbert. Vor der Strafkammer wurde durch die weiterregieren würde, sei er nicht geneigt, Mitglied des Kabinets tischen Wahlvereins den Magistrat ersucht, vom Jahre 1899 Aussage des Schreinermeisters Müller festgestellt, daß hier zu bleiben. Die Mittheilung, daß das Miniſterium nach Neujahr an die Gemeindewahlen bezirksweise vorzunehmen und die Geheimpolizisten mit schwarzen Listen arbeiten. Müller fagte, verfassungswidrig regieren werde, müsse auch in offener Sigung zunt Bezirke möglichst so einzutheilen, daß in jedem Bezirke mur ein vor einigen Jahren, als auch ein Streit ausgebrochen, sei ein Mann Gegenstand der Diskussion gemacht werden, damit vor der DeffentGemeinderathsmitglied und dessen Ersaßmann gewählt wird. Jetzt zu ihm gekommen, habe sich als Geheimpolizist vorgestellt, ihm eine lichkeit festgestellt werde, wen die Verantwortlichkeit für diese wählt jeder Wähler sämmtliche Mitglieder des Gemeinderaths sowie Lifte mit Namen übergeben mit dem Bemerken, die darauf vermerkten Wendung treffe. Ministerpräsident Baron Banffy erklärt, die Anderen Ersagmänner. Infolge der Schwierigkeiten, die mit der Er- Namen feien Agitatoren. Das Gericht kam zu der Ansicht, daß die gelegenheit könne nur in offener Sitzung verhandelt werden, es werbung des Bürgerrechts verbunden sind, hat von dem jezigen von Erbert gebrauchte Aeußerung keine Beleidigung in sich schließe bestehe übrigens zwischen dem Kabinet und einem Mitgliede desWahlsystem nur eine Minderheit der Bevölkerung Nürnbergs Vor- und sprach Erbert frei! theil; der Wille der Mehrheit fommt nicht zur Geltung. Das ist natürlich auch ein utz der Arbeitswilligen. Die selben thatsächlich eine Meinungsverschiedenheit darüber, was geAus England. Das sozialistische Wochenblatt, Clarion" Polizei fezt die Unternehmer davon in stenntniß, wer streitt, und die schehen solle, falls die Indemnitätsvorlage nicht vor Neujahr Gesezes ist bestrebt, zwischen den beiden sozialistischen Organisationen, der Folge ist, daß die betreffenden keine Arbeit bekommen. Die Diffel- fraft erlange. Im Laufe der Debatte ergreift Ministerpräsident Baron Banffy Sozialdemokratischen Föderation und der Unabhängigen Arbeiter- dorfer Polizei scheint ganz nach dem Muster des Herrn Reinhard, partei, eine Einigung herbeizuführen. Um sich nun über die Stim- feines Zeichens Bürgermeister von Staßfurt, zu verfahren, der den widerholt das Wort und widerlegt den Vorwurf, daß er das Uebermung zu vergewissern, die in dieser Frage herrscht, veranstaltete das Unternehmern Einsicht in die Mitgliederlisten der Vereine gestattete. einkommen mit der Nationalpartei nicht gehalten habe. Auf die Blatt unter seinen Lesern eine Urabstimmung derart, daß es einen Ja, unsere Behörden sind sich ihrer Aufgaben voll bewußt. Aufforderung des des oppositionellen Abgeordneten Szentivanhi, Fragebogen veröffentlichte, dessen erste Spalte die Fragen enthielt, während auf zwei anderen Spalten Raum für die Meinungsäußerung in Krefeld find wegen Lohnstreitigkeiten in Ausstand getreten. Ueber 300 Arbeiter der Sammetfabrit Ebeling u. Komp. Baron Banffy möge seinen Plaz räumen, worauf sofort Ruhe eintreten würde, erwidert Banffy, er könne diesen der Leser gelassen war. Der ausgefüllte Fragebogen war auszus schneiden und an den„ Clarion" zurückzuschicken. Auf diese Weise Ter chriftliche Textilarbeiter Verband in Düren be- Wunsch der Minorität nicht berücksichtigen. gelang es, von 8885 Lefern Antworten zu bekommen. Nach Abzug schäftigte sich vor kurzem mit der angekündigten Zuchthaus größter Bereitwilligkeit zurücktreten. Solange jedoch ihn die Majorität bon 260 aus irgend einem Grunde nicht benutzten Betteln blieben vorlage und nahm einstimmig folgende Resolution an:„ Die mit ihrem Vertrauen beehre, sei es feine Pflicht, auszuharren. 8625 giltige Bettel übrig, mittels welcher über die einzelnen Fragen Mitglieder des christlich sozialen Textilarbeiter Verbandes Abg. Kossuth erklärt namens der Unabhängigkeitspartei, sie würden wie folgt entschieden war: für Düren und Umgegend erklären sich entschieden gegen jede Ungesetzlichkeit, die etwa nach Neujahr eintreten würde, mit Ja. Nein. jede Vertümmierung Koalitionsrechts, und dies umso allen Mitteln bekämpfen. Der kroatische Abgeordnete Ghurkovics 7897 mehr, als feit 1891 der Reichstag wiederholt und zuletzt noch jagt, die Kroaten würden nach allem, was die Opposition im Hause in diesem Jahre in Refolutionen und sogar mit großer Mehr wiederholt über Kroatien geäußert, nicht aus der Regierungspartei heit sich dafür ausgesprochen hat, daß die dem Koalitionsrecht noch Hierauf wird die Sigung geschlossen. entgegenstehenden Beschränkungen beseitigt werden sollen, daß ferner die Berufsvereine mit einander in Verbindung treten dürfen, und Budapest, 6. Dezbr.( W. T. B.) In der heutigen Konferenz daß ihnen die Rechtsfähigkeit verliehen werde. Daher erwarten sie der liberalen Partei reichte Koloman Tisza einen Gefeßentwurf ein, von den Reichstags- Abgeordneten, daß sie auch in Zukunft für das welcher im Hinblick auf die fortdauernde Obstruktion der Oppofition, einzige dem Arbeiter noch zustehende Recht, wie es in der Gewerbes die eine Votirung der Indemnitätsvorlage verhindert, die Regierung Ordnung gewährleistet wird, mit aller Entschiedenheit eintreten und ermächtigt, für den Fall, daß die genannte Vorlage nicht Gesetzesauf eine Weiterführung der Sozialreform mit allen ihnen zu Gebote fraft erlangen tönne, die finanziellen Geschäfte im Rahmen des Budgets auch nach Neujahr fortzuführen, sowie Steuern zu stehenden Mitteln drängen." erheben und Ausgaben zu leisten. Ferner soll die Regierung Herr Brust bleibt dem Gewerkverein christlicher Bergarbeiter ermächtigt werden, für den Fall, daß der Ausgleich nicht erhalten. Bekanntlich hatte sich der Vorsitzende des Gewerkvereins zu stande kommen sollte, den status quo der wirthschaftlichen christlicher Bergarbeiter, der ehemalige Bergmann August Brust, Beziehungen mit Oesterreich aufrecht zu erhalten. Ministerpräsident veranlaßt gesehen, seine Entlassung einzureichen, die auch aus Baron Banffy erklärte, er würde diese Gesegesvorlage gegebenengenommen wurde. Da ein anderer Bergmann als Vorsitzender des falls annehmen. Gewerfvereins in Aussicht genommen war, suchte der Vorstand 280 Fragen: 1. Wollt Ihr eine sozialistische Partei? B . 2. Wenn ja, wollt Ihr Verschmelzung der vorhandenen Parteigruppen zu einer einheit lichen Organisation?. 4429 Oder Beibehaltung der bestehenden Organisation unter Oberleitung eines Zentralausschusses? 3994 3. Sollen die Sozialisten ein praktisches Par= Iamentsprogramm annehmen? 8196 129 I. Besteuerung des Bodenwerthes. II. Progressive Einkommen- und Erbschaftssteuer 4052 1423 9 III. Allgemeines Stimmrecht 2856 IV. Diäten für Abgeordnete und Erstattung der Wahlkosten. V. Stichwahlen • VI. Referendum und Gefeßesinitiative. VII. Berstaatlichung der Eisenbahnen VIII. . des Grundbesitzes 3760 1658 5956 3709 3776 IX. X. der Bergwerke. 1796 des Spirituosenverkaufs XI. Achtstündiger Magimalarbeitstag XII. Abschaffung der Kinderarbeit bis zum vierzehnten Jahre. 1850 4783 XIII. Verschaffung von Arbeit für Arbeitslose XIV. Unentgeltliche Lieferung von Brot an alle, die es fordern 4802 4853 967 XV. Unentgeltliche Ernährung der Schulfinder . 1976 5115 XVI. Alterspensionen. 4. Sollen sozialistische Kandidaten aufgestellt werden bei den nächsten allgemeinen Wahlen? bei den Nachwahlen?. 5. Sollen wir dort, wo kein Sozialist kandidirt, für den Kandidaten stimmen, der die meisten unserer Forderungen unterstützt?. 6. Sollen wir aus taktischen Gründen vorläufig die Liberalen gegen die Tories unterstüßen? oder die Tories gegen die Liberalen oder je nachdem die Kandidaten der einen oder anderen? 5260 3826 des = 10 austreten. langte in der Stuptschina zur Annahme. Er werde mit Strakonių( Böhmen), 6. Dezember.( W. T. B.) Der Streit durch Zeitungsanzeigen einen Redakteur für den Bergknappen". Es der Fezfabrikarbeiter ist beendet, nachdem eine Einigung erzielt meldeten sich theoretisch und praktisch gebildete Bewerber, allein in- worden ist. zwischen hat Herr Brust seine Kündigung zurückgezogen. Wie nun Belgrad, 6. Dez' mber.( B. H.) Das neue Aktiengesetz, welches die Rheinische Zeitung" mittheilt, ist in einer Vorstandssigung, an die Wahl von Auslandern in Verwaltungsrathsstellen gestattet, geder Reichstags- Abgeordneter Hige theilnahm, die Angelegenheit in der Weise erledigt worden, daß Herr Brust an der Spitze des Gewerkvereins bleibt und auch den Bergknappen", der vom nächsten Jahre an wöchentlich in größerm Format erscheint, weiterhin redigirt. Ju Mainz haben fämmtliche Tattler in der MilitäreffektenFabrik von F. W. Kinkel wegen zehnabzüge die Arbeit niedergelegt. " Soziales. Bewegung der Bevölkerung des Deutschen Reichs. Im 2107 Jahre 1897 wurden im Deutschen Reiche 447 700 Ghen gesloffen gegen 406 292 im Durchschnitt der Jahre 1888-96. Die Zahl der Geburten betrug 1991 126( gegen 1 899 233), die der Sterbefälle 1206 492( gegen 1 229 310). Der Geburten überschuß betrug 784 634( gegen 669 923). Unter den Geburten und Todesfällen sind die Todt geburten eingerechnet; dieselben betrugen 64 436( gegen 63 732). Il nehelich geboren wurden 184 034 Kinder( gegen 174 833). 4140 2979 1060 3276 590 3438 3240 3310 oder sollen wir überhaupt nur für aus, gesprochene sozialistische Kandidaten stimmen? 2410 Polizeiliches, Gerichtliches c. Auf das Tausend der Bevölkerung berechnet, tamen vor: im Jahresdurchschnitt 1888/97 8,02 Eheschließungen Geburten überhaupt Sterbefälle Geburtenüberschuß Uneheliche Geburten Todigeburten im Jahre 1897 8,37 37,21 22,55 14,66 9,24 3,24 37,50 24,27 13,23 0,21 3,36 -Wegen Veröffentlichung einer Korrespondenz aus Staßfurt, worin der dortigen Polizei der Vorwurf der Parteilichkeit gemacht Die Verhältnißzahl der Geburten blieb also im Jahre 1897 sein soll, wurde der frühere verantwortliche Redakteur der Halber- hinter dem Durchschnitt des Jahrzehntes 1888/97 zurüc; daß dennoch städter Arbeiter Zeitung", der jetzt im Gefängniß weilende der Geburtenüberschuß relativ höher war, ist der geringeren Zahl Barteigenoffe Meyer, vom Landgericht in Halberstadt zu 300 M. der Sterbefälle zuzuschreiben. Paris, 6. Dezember.( B. H.) Die Unterhandlungen des spanisch- amerikanischen Friedensausschusses gehen ihrem Ende entgegen. Die zehn ersten Artikel, die auf die persönliche Lage der Spanier auf den Philippinen und auf Portorico Bezug haben, wurden angenommen, desgleichen der sich auf den Handel beziehende Artikel. Paris, 6. Dez.( B. H.) Der frühere Kolonienminister Lebon erklärte einem Redakteur der„ Aurore", er habe zur Zeit, als er noch Abgeordneter war, freundschaftliche Beziehungen zu Casimir Perier gehabt, und dieser habe ihm eines Tages erklärt, er habe die Präsidentschaft aufgegeben, weil er erkannt habe, daß Dreyfus unschuldig sei. Paris, 6. Dezember.( B. H.) Pressensé präsidirte gestern in Montpellier einer Versammlung zu gunsten der Dreyfuss und der Bicquart- Angelegenheit. Üleber 8000 Personen nahmen an der Bersammlung theil. Vor dem Lokal fanden Demonstrationen zu Gunsten der Armee statt. Paris, 6. Dezember.( W. T. B.) Die Deputirtenkammer nahm, nachdem die Dringlichkeit der Berathung beschlossen war, den Gesetzentwurf an, durch welchen die am 16. Juni d. J. in Paris zwischen Frankreich, Deutschland, Desterreich, Belgien, Dänemark, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Nußland und der Schweiz unterzeichnete Zusatzkonvention über den Eisenbahn- Transport von Waaren genehmigt wird. Paris, 6. Dezember.( W. T. B.) Der Kassationshof verhörte heute den Untersuchungsrichter Bertulus. Algier, 5. Dezember.( W. T. B.) Der französische Dampfer gérois" ist in der Nähe von Bone untergegangen; elf Personen sind ertrunken. London, 6. Dezember.( B. H.) Die Gerüchte, Salisbury bes abfichtige, nach Lösung der Kretafrage die Regelung der mazedonis unvermeidlich geworden sei. Geldstrafe oder 30 Tagen Gefängniß verurtheilt. Der Staats- Die Bevölkerung Breukens betrug nach vorläufiger Fest- schen Frage in Angriff zu nehmen, werden offiziös dementirt. anwalt hatte vier Monate Gefängniß beantragt. In der inkrimi- stellung am Ende des Jahres 1897: 32 889 616. Davon waren Rom, 6. Dezember.( B. H.) Die Lage in Peking wird in nirten Korrespondenz war mitgetheilt, daß dem Wirth eines Lotals, 16 159 498 männlichen und 16 730 118 weiblichen Geschlechts. Im hiesigen diplomatischen Kreisen als äußerst kritisch bezeichnet, sodaz wo eine blutige Schlägerei vorgekommen war, die Tanzkonzession Berhältniß zu den früheren Jahren ist die Bevölkerung wie folgt ge- eine gemischte Offupation Befings durch die Truppen der Großmächte nicht entzogen worden sei, während der Wirth des Lokals, wo unsere wachsen: 1881: 27,4 mill., 1885: 28,3, 1890: 29,9, 1895: 31,8, Barteigenoffen verkehren, die Tanzkonzession verloren habe, weil bei 1897: 32,8 Millionen. ihm Schlägereien vorgekommen sein sollten. Dieser Mittheilung tyar die Bemerkung beigefügt: Wenn zwei dasselbe thun, so ist es Der Mangel an Wohnungen für Minderbemittelte hat die doch nicht dasselbe. Hierin wurde eine Beleidigung der Polizei ge- Gemeindeverwaltung von Darmstadt veranlaßt, sich nach Grund funden. und Boden umzusehen, der für den Bau solcher Wohnungen geeignet In einer Versammlung des Miether- Vereins in Frank wäre. Man hat aber wegen der hohen Preise, die gefordert wurden, furt a. M. theilte ein Redner mit, ein höherer Polizeibeamter habe nichts finden können und geht nun mit dem Gedanken um, städtis ihm sein Mißfallen darüber ausgedrückt, daß Dr. v. Mangold im sches Gelände zu Bauzwecken zu verwenden. Auch soll, da das Gewerkschaftskartell einen Vortrag über die Wohnungs- Enquete des Wohnungswesen das öffentliche Interesse berührt, der Frage näher Miether- Vereins gehalten hat. Darauf meldete fich der als Bericht getreten werden, ob nicht zum Zweck der Erbauung von Arbeitererstatter für die„ Volksstimme" anwesende Parteigenosse wohnungen das Enteignungsverfahren gegen die Besizer Redakteur 8ielowski zum Wort und erklärte u. a., die von in Frage kommenden Grundstücken zu beantragen wäre. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Madrid, 6. Dezember.( W. T. B.) Die liberalen Blätter fahren fort über farlistische Bewegungen zu berichten, der„ Imparcia." veröffentlicht lange Einzelheiten hierüber. Der„ Liberal" bespricht die Botschaft Mc Kinley's und sagt, dieselbe enthalte eine neue Be schimpfung seitens eines unritterlichen Siegers; die öffentliche Meinung protestire mit Entrüstung gegen die Wiederholung der Unterstellung, als sei die Zerstörung der„ Maine" auf eine verbrecherische Handlung zurückzuführen. Athen, 6. Dezember.( B. H.) Nur die fretische Verwaltung wird, dem französischen Wunsche entsprechend, alle Rechte der dette publique ottomane auf Streta respektiren. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 286. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwo, 7. Dezember 1898. Zum Fall Ziethen. Im städtischen Arbeitshause dem gegenwärtigen Zeitpunkt von besonderem Interesse. Die Bäckerei ist 1897/98 die seit einigen Jahren beobachtete Verminderung liefert Brot für das Arbeitshaus und gegen Bezahlung auch für Das große Intereffe, das im Volt für diese Angelegenheit be- des Buganges von Korrigenden, wie aus dem jekt er andere städtische Anstalten( Krankenhäuser, Waisenhaus, Obdach ec.). stet,., wird durch die maffenhafte Betheiligung an der Konzerthaus- schienenen legtjährigen Bericht über die Verwaltung dieser Anstalt Bezahlt werden nur die Selbstkosten. 1897/98 hat die Bäckerei Versammlung des vorigen Sonntag bewiesen, sowie auch durch die hervorgeht, wieder zum Stillstand gekommen. Jm 110 874 M. ausgegeben( wovon über die Hälfte von anderen Aufmerksamkeit, welche die Presse dieser imposanten Versammlung Laufe des Jahres 1897/98( bezw. der Vorjahre 1896/97, 1895/96, Anstalten für geliefertes Brot zurüdgezahlt wurde), darunter allein 97 850/2 Mark für Mehl. Der bon der schenkt. I. = 1894/95) wurden 975( 970, 1457, 1985) Männer und 190( 144, 195, Bäckerei Es war der. o Wie. Elendsstatistik. Im städtischen Obdach befanden sich am Inzwischen haben die„ Neuesten Nachrichten" von Elberfeld, die 244) Weiber in das Arbeitshaus eingeliefert. Unter dieſen gezahlte jährliche Durchschnittspreis für je 100 Kilogramm Roggens feit Jahren für die Unschuld Ziethen's eintreten, eine neue Spur wurden 875( 867, 1371, 1803) Männer und 185( 142, mehl( die verwendeten Sorten 0, I, Ib zusammen) war 1896/97 enideckt, welche auf Wilhelm als den Mörder der Frau Ziethen 181, 219) Weiber als neue Häftlinge überwiesen; die übrigen 14,97 M., dagegen 1897/98 17,23 W. Da hier die Ausgaben für binweist. Bestätigen sich die Angaben des Elberfelder Blattes, welche waren alte Häftlinge, die der Anstalt nur aus Kranken- Mehl gegen 90 pCt. der gesammten Unkosten betragen, so kommt forgfältigſter Briffung unterworfen werden, so wäre eine neue häusern u. s. w. zur Weiterverbüßung ihrer Haft wieder zugeführt die Steigerung der Mehlpreise fast ungeschwächt bei der Berechnung Thatsache" im Einne der Gesegesbestimmungen über das Wieder- wurden. Die von der Arbeitshaus- Verwaltung in ihrem vorjährigen der Selbstkostenpreise des Brotes zum Ausdruck. aufnahme- Verfahren gefunden, und die Revision könnte nicht länger Bericht ausgesprochene Ansicht, daß auch für 1897/98 ein weiterer jährliche Durchschnittspreis für 1 Stilogramm Schwarzbrot( aus berweigert werden. Rüdgang der Einlieferungen zu erwarten sei, ist also leider nicht wehl I und Ib) 1896/97 107/10 Pfennig, dagegen 1897/98 Nachstehend bringen wir die beiden Briefe zum Abdrud, bestätigt worden. Dagegen hat die Frequenz allerdings noch 124/10 Pfennig, für 1 Stilogramm für 1 Kilogramm Mittelbrot( aus Mehl O deren Liebknecht in der Sonntags- Versammlung nur erwähnen weiter abgenommen found 1) 1896.97 14/10 Pfennig, aber 1897/98 163/10 Pfennig. wenigstens bei den Männern fonnte, weil die Zeit zum Verlesen zu kurz war. Dr. Paul Lindau gerichtet, und beziehen sich auf dessen vor- 15 Jahre hatte. Beide find an weit, daß nunmehr 1897/98 fast die niedrigste Frequenz der letzten sich diese Preissteigerung im Ausgabe- Etat des Arbeitshauses selber ( Nur 1885/86 hatte eine noch niedrigere. und des dazu gehörigen Hospitals fühlbar machte, das lehren. treffliches Buch zu gunsten des verurtheilten Ziethen. Der eine ist Es befanden sich 1897/98( bezw. in den Vorjahren) burchschnittlich folgende Zahlen. Von 1896/97 bis 1897/98 stieg die Ausgabe für don Rudolf Gneist, der andere von Herrn Heinersdorff, täglich 1080( 1220, 1633, 1834) Männer und 134( 112, 133, 165) Brot pro Kopf und Tag von 138/10 Pf. auf 165/10 Pf. Daher stieg. dem Geistlichen des Gefängnisses in Elberfeld, wo Ziethen inhaftirt Weiber in Korrektionshaft. Die Höhe der Frequenz wird eben nicht obwohl die Durchschnittsfrequenz beider Anstalten zusammen 1897/98 war, bis er ins Zuchthaus abgeführt wurde. blos durch die Höhe des Zugangs bedingt, sondern durch andere geringer war als 1896/97, die Jahresausgabe für Brot doch vor Umstände, namentlich auch durch die größere oder geringere Länge der 47 482 M. auf 50 206 M. Haft, zu der die der Anstalt überwiesenen Korrigenden verurtheilt wurden. Berlin, 23. Oktober 1892. Die fortgeschriebene Bevölkerungszahl Berlins betrug für Hochgeehrter Herr und Freund! Der Bericht pro 1897/98 weist darauf hin, daß die Frequenz der den 13. v. M. 1798 261. Jn der Woche vom 13. bis 19. v. M. Sie haben recht gethan, fich des angeblichen Mörders Ziethen zurückgegangen ist und macht dazu folgenden bemerkenswerthen zu- Personen. Arbeitshäuser in den letzten Jahren im ganzen preußischen Staate wurden polizeilich gemeldet 3611 zugezogene und 1947 fortgezogene anzunehmen, und ich bin Ihnen für die freundliche Mittheilung fehr fat:" Bei dem stärkeren Bedürfnisse von Arbeitskräften, welches der dankbar. Die Beweisführung ist auch so konkludent wie möglich allgemeine wirthschaftliche Aufschwung der letzten Jahre gezeitigt und nimmt den richtigen Gang, das dicke Nez der Verdachtsgründe hat, mag wohl auch ein Theil der wenig ausdauernden, willens: 1. November cr. 34 Familien mit 104 Personen, darunter 17 Säugs voranzustellen und schrittweise aufzulösen. Ich habe einen ähnlichen schwachen und nicht zuverlässigen Clemente, welche die Arbeitshäuser linge, und 61 Einzelpersonen. Am 1. Dezember war der Beſtand Fall aus Schweden aus höchft verworrenen Akten vor einigen Jahren füllen, eher zur leberwindung ihrer Unlust, die Arbeit aufzusuchen 25 Familien mit 73 Personen, darunter 11 Säuglinge und 70 Einzels bearbeiten müssen, der ebenfalls zuletzt auf Zeitmessungen hinauslief, und dargebotene anzunehmen, gelangt und dadurch der Arbeitshaus- personen. Das Asyl für nächtliche Obdachlose daselbst benutzten im welche die Begehung des Delikts als unmöglich ergaben. Was man strafe entgangen sein." Es ist recht erfreulich, daß man auch in Laufe des Monats November 21 580 Personen, und zwar 20 603 damit ausrichtet, ist freilich sehr ungewiß, denn gegenüber einem ben Kreisen der städtischen Verwaltung einſicht, wie sehr für die Männer, 975 Frauen. Von diesen Personen wurden 16 dem Krankenfibel beleumbeten Angeſchuldigten bleiben Geschworene stets miß- 3 u oder Abnahme der Einlieferungen in die Ar- hause Friedrichshain, 41 dem Krankenhauſe Moabit,& der Charitee, trauisch und gegen den Defensor skeptisch. Am schlimmsten ist die beitshäuser der Umfang der Arbeitsgelegenheit wiesen, 419( 410 Männer, 9 Frauen) der Polizei vorgeführt. Ges Lage, wenn sich eine lokale öffentliche Meinung gebildet hat, die in den Ausschlag giebt. 37 der Krankenstation der Anstalt, 3 der Anstalt Wuhlgarten überjedem Bierhause die Modalitäten des Falles diskutirt, wie in dem badet haben von diesen Personen während des Monats November. unglückseligen Falle von Kanthen. Dußendweise kommen dann Zeugen zum Vorscheine, welche Thatsachen beschwören, von denen sie Die freie Bibliothek und die öffentliche Lesehalle, die die 11 587. etwas gehört haben und die sie dann mit eigenen Wahrnehmungen 1895 hier unterhält, erfreuen sich einer fortgesezt wachsenden der Ende Juni d. J. aus der Irrenanstalt zu Herzberge, wo er als „ Deutsche Gesellschaft für Ethische Kultur" seit Der Sparkassenbuch- Fälscher Modelltischler Karl Tornack, verwechseln. In einem großen Spruchkollegium ist es mir selbst Benutzung. In den Jahren 1895, 1896, 1897, an den Wochen- gemeingefährlich geistesgestört untergebracht wurde, entwichen war, paffirt, daß ein berühmter Jurist mir quer hineinfuhr mit den tagen abends 6-10 und an den Sonntagen vormittags 1/ 210-1 t Montag Abend wieder festgenommen worden. Tornack, über deffen Worten:" Wo wird er es denn nicht gewesen sein!" Die Unsicher- und abends 5-10, wurde die Lesehalle von 49 625, 48 240, Fälschungen wiederholt berichtet wurde, ist ein äußerst gefährlicher heit der sogenannten öffentlichen Meinungen kann man immer am 50 249 Personen besucht und verlieh die Bibliothek 21 482, Berbrecher und schon zu den schwersten Zuchthausstrafen verurtheilt besten an Kriminalfällen sich flar machen. Die Masse des halb- 15 864, 17170 Bände. gebildeten Publikums steift sich stets auf einige vereinzelte hand- dürfte dadurch genügend erklärt sein, daß wegen Raummangels er als Biedermann auftrat und Sparkassenbücher über 1000 M. an Der Rüdgang im zweiten Jahre worden. Er brandschazte mit Vorliebe Geschäftsleute in der Provinz, wo greifliche Argumente, wie in politischen Fragen auf einzelne gemein von 1896 ab Schüler vom Besuche ausgeschlossen werden mußten. den Mann brachte, die er gefälscht hatte. Er wechselte seinen Aufent verständliche Schlagworte. Dagegen tämpfen die Götter vergeblich. Bibliothek und Resehalle werden seit 1. November 1897 an den halt fortwährend, weshalb es schwer hielt, seiner habhaft zu werden. Aber man muß auch demgegenüber seine Schuldigkeit thun. Mit den theilnehmendsten Wünschen für Ihr Wohlergehen in halten. Es zeigte sich sofort, daß man damit einem bringen- daß T. sich wieder in Berlin befinden müsse, und es glückte ihr, ihn Wochentagen auch mittags von 12-3 offen ge- Der hiesigen Kriminalpolizei gelang es vor einiger Zeit festzustellen, alter Verehrung Ihr den Bedürfniß entgegentam. Der Besuch war in den Mittags- gestern Abend bei einem Besuch eines Waarenhauses in der Oraniens stunden gleich von Anfang an sehr start: noch im November und straße dingfest zu machen. Er versuchte zu fliehen, warf daber Dezember 1897 wurde über Mittag die Lesehalle von 5005 Per- mehrere Gegenstände, die er vorher gestohlen hatte, weg, wurde sonen besucht und verlieh die Bibliothek 1435 Bände.( Diefe aber ergriffen und nach dem Polizeipräsidium gebracht. In seinent Zahlen sind in den oben für 1897 angegebenen noch nicht Besiz fand man einen größeren Geldbetrag und eine Perrücke, mit enthalten.) In den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres durch die er sich gelegentlich untenntlich gemacht hatte. Hier in Allerlei Bortommnisse haben mich verhindert, Ihnen eher zu 1898 wurden in den Mittags- und Abendstunden zusammen bereits Berlin hat er sich geständlich bei seiner Geliebten unter falschent fchreiben; verzeihen Sie freundlichft. 71 888 Besucher gezählt. Der Bibliothekar Herr Dr. Böhme weist Namen aufgehalten. Zunächst spreche ich Ihnen meinen verbindlichsten Dank für die in einem die Bibliothek und die Lesehalle behandelnden Auffage( in freundliche Uebersendung Ihres Buches„ Der Mörder der Frau Marie der Wochenschrift„ Ethische Kultur") darauf hin, daß die SonntagsWegen schwerer Urknudenfälschung ist der Lehrling Walter Ziethen" aus, welches ich mit dem höchsten Intereffe gelesen habe. besucher fast den vierten Theil aller Besucher bilden. Nolte aus Berlin Mitte vorigen Monats der Staatsanwaltschaft Gehörte ich doch zu den wenigen Menschen, welche damals fchon Auch von den Bücherentleihungen kommt der vierte Theil auf die vorgeführt worden. Nolte, der im Konfektionsgeschäft von H. H. Zweifel daran auszusprechen wagten, ob Ziethen der Mörder sei. Sonntage. Aus einer Mittheilung der Bibliothekarin Frl. Peiser gelernt hatte, hat eingestanden, der Firma ein Quittungsformular In diesen Zweifeln bin ich durch Ihr Buch, namentlich durch die geht ferner hervor, daß manche Besucher sich in der Woche fast jeden über ein Checkbuch der Deutschen Bank gestohlen, das ausgezeichnete Beitnachrechnung wesentlich bestärkt worden. Aber Abend, dann aber meist nicht am Sonntag einfinden, während andere Aber Abend, dann aber meist nicht am Sonntag einfinden, während andere Formular dann gefälscht und sich daraufhin bei der Zweig wenn auch damals schon ziethen vom ersten Tage seiner Haft an nicht in der Woche, sondern nur am Sonntag und dann meist gleich ſtelle der Deutschen Bank in der Jeruſalemer Straße ein neues fich immerfort mit größtem Nachdruck auf die Zeit als seinen für mehrere Stunden kommen. Die beiden städtischen Lese- Checkbuch besorgt zu haben. Nolte hat dann einen Check über wichtigsten, einzigen Entlastungszeugen berufen hat, so war es doch hallen und die beiden Volksbibliotheken, denen sie an- 1850 M. mit der Unterschrift der Firma H. H. und dem nicht dieser Umstand, der die Zweifel an seiner Schuld in mir gegliedert find, bleiben am Sonntag Abend ge= Giro B. M. gefälscht und es ist ihm dann der Betrag anstandslos hervorrief; vielmehr entstanden diese durch den Eindruck, den schlossen. Nach den in der Bibliothek und Lefehalle ausgezahlt worden. Das Geld will Nolte in Pankow in der Nähe Biethen's tägliche Darstellungen auf mich machten. Nicht mit einer der Deutschen Gesellschaft " Deutschen Gesellschaft für Ethische Kultur" der Banke vergraben haben. Unter dem Verdacht der Beihilfe find II. ergebener St. Gneist. Elberfeld, 5. September 1892. Hochgeehrter Herr Doktor! gemachten Silbe hat er versucht, seine haarsträubenden Scheußlichkeiten gegen Erfahrungen muß leider angenommen werden daß durch auch die Mutter Ida Nolte und der bei ihr wohnende Arbeiter Lazer fein armes Weib abzuleugnen oder zu entschuldigen und zu ver- diese Maßregel ein großer Theil der Bevölkerung von verhaftet worden. Die Mutter hat sich neue Möbel gekauft und flott ringern. Selbst da, wo er es konnte, wo er wußte, daß diese nieder- der Benukung, der städtischen Lesehallen aus- gelebt, weshalb angenommen wird, daß fie das Geld hinter sich trächtigen Dinge ihn als Mörder bezichtigen mußten, log er nie, geschlossen wird. Auch der Umstand, daß die städtischen Lese- habe; an der Banke hat man bisher nichts gefunden. Personen, die widersprach sich nie. Vielmehr gab er stets eine ernste Reue über hallen an den Wochentags- Abenden nur von 6-9 Uhr und an den zu dieser Sache Auskunft geben können, werden ersucht, sich bei dent feine Schändlichkeiten gegen seine Frau zu erkennen und hat wohl Sonntag- Vormittagen nur von 10-12 11hr, also in der ganzen Kriminalkommissar Friedendorf auf dem Polizeipräsidium ant hunderte Mal mit Thränen zu mir gesagt:" Ja, meine Niedertracht Woche nur 20 Stunden geöffnet find( während die der„ Deutschen Alexanderplatz zu melden. gegen mein Weib flagt mich an; man muß mich ja für den Mörder Gesellschaft f. Eth. Kultur" gegenwärtig 501/2 Stunden offen gehalten Halten; ich fann's niemand verdenken, der's thut. Aber ich bin's wird), dürfte noch manchen am Besuch verhindern. Durch die Unvorsichtigkeit eines Bahusteigbeamten der nicht; ich fann's garnicht sein, denn ich war abwesend; ich fand Stadtbahn ist die Frau des Rechnungsraths Brehm, Charlottenmeine Frau todtgeschlagen vor." Ich sagte damals zu seinem Ver- Ueber den hauswirthschaftlichen Unterricht an Berliner burg, schwer zu Schaden gekommen. Die Dame hatte vorgestern in theidiger Dr. Grommes wörtlich:" Wenn 8. der Mörder ist, so ist Gemeindeschulen ist der Jahresbericht pro 1897-98 vom Schul- Berlin verschiedene Einkäufe gemacht und benugte zur Nückkehr nach ihrer Wohnung die Stadtbahn. Beim Einsteigen in ein Wagen er ein Schauspieler so vollendeter Art, wie mir in meinem langen inspektor Dr. Zwick herausgegeben worden. Der Unterricht begann Gefängnißleben dies nie vorgekommen ist." Wäre ich Geschworener im Oktober 1893 mit einem Kurfus, an welchem 20 Mädchen der abtheil stützte sich Frau B. mit der linken Hand an der Thürfüllung, gewesen, so hätte ich nicht den Muth gehabt, mein Ja auf die 196. Gemeindeschule betheiligt waren, 1897 erstreckte er sich auf als hinter ihr bereits ein Bahnsteigbeamter erschien und, bevor sie Schuldfrage abzugeben, obwohl damals die Wilhelm'schen Bekennt- 8 Kurse, gegenwärtig auf 9 und zwar auf je 25 Mädchen der Gemeinde- noch die Finger zurückzuziehen vermochte, die Thür zuwarf. Der niffe noch nicht vorlagen. Daß man diesen aber gänzlich vergaß, schulen 196, 39, 19, 141, 56, 111, 97, 194 und 224, mit im ganzen gequetscht. Nur mit Mühe gelang es, die Wagenthür wieder gut Dame wurde der Mittelfinger gebrochen und der Ringfinger start ihn garnicht inquirirte, daß der Staatsanwalt ihn einfach vergessen 225 Schülerinnen der ersten Klassen. Jeder der genannten zu haben schien, fand ich schon damals völlig unbegreiflich, denn ich Schulen ist ein Nachmittag von 2-6 Uhr während des ganzen Schul- öffnen und die Unglückliche aus ihrer qualvollen Lage zu befreien. hielt ihn damals schon für schuldig oder wenigstens für mit jahres überwiesen; in der ersten Schulfüche, im Hause der 196. Ge- Ein in der Nähe des Bahnhofs wohnender Arzt legte der SchwerschrIdig, denn ich meinte, 3. habe den 2. vielleicht angestiftet meindeschule, Müllerstr. 158, find sechs, in der zweiten, im Hause wird, die Gliedmaßen völlig auszukuriren. verlegten einen Nothverband an. Es bleibt fraglich, ob es gelingen zu der That. der 208. Gemeindeschule, Prinzen- Allee 62/64, drei Schulen unterFerner fand ich damals schon es ganz unbegreiflich, daß das gebracht. Wo ein Schuhmann fehlte! Ein wahrhaft abstoßendes Bild mikroskopische Präparat von dem„ Partikelchen" nicht vorgelegt Der Bericht fonstatirt von neuem, daß bei den Schülerinnen leb- bot Montag Abend zu später Stunde die Prinzenstraße und cin wurde. Wo ist es geblieben? Warum haben nicht Physiologen, haftes Interesse für den Unterricht vorhanden ist; zugleich wird aber Theil der Dresdenerstraße dar. Eine alte, anscheinend sehr herunterderen Urtheil doch gewiegter ist als eines Apothekers dies Präparat betont, daß der Verein die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit eigent- gekommene Frau, die mit ihren zerlumpten Kleidern nicht einmal zu sehen bekommen? Das fragte ich schon damals während der lich schon überschritten hat. Zu den Kosten von 2803 m. steuerte ihre Blößen decken und sich kaum auf den Beinen halten konnte, Verhandlungen. die Stadt 1500 m. bei. Hoffentlich ist die Zeit nicht mehr fern, wurde von einer nach hunderten zählenden, johlenden Kinderschaar Da Wilhelm katholisch ist, so habe ich mit ihm nicht regel- wo der unter den heutigen sozialen Zuständen durchaus verfolgt, die jedenfalls annahm, daß die Arme betrunken sei. Aus mäßig verkehren können, als er im Gefängniß war. Er hat auch nothwendige Hauswirthschaftliche Unterricht in den Volksschulen mehreren Häusern, in welche die Alte flüchtete, wurde sie hinausden Beamten des Gefängnisses gegenüber erklärt, er sei der Mörder, obligatorisch auf Kosten der Stadt ertheilt wird. Am Unterricht gewiesen und von neuem dem Spotte und den gröblichsten aber man wolle es ihm ja nicht glauben, und da nehme er seine wirken gegenwärtig drei Gemeindeschul- Lehrerin. Jeder Lehrerin üngezogenheiten der lieben Jugend preisgegeben. Endlich gelang Aussagen zurüd. stehen 2-3 Gehilfinnen, welche sich bei dieser Gelegenheit zugleich es ihr, im Hausflur eines Hauses in der Dresdenerstraße Schutz zu Die Bereidigung der Frau Ziethen halte ich für eine Un- felbst zur Ertheilung des Hauswirthschaftlichen Unterrichts vor- finden. Es stellte sich heraus, daß die Bedauernswerthe feineswegs geheuerlichkeit. bereiten, zur Seite. Bei Schluß der Kurse unterzogen sich 12 der dem Trunke ergeben ist, sondern lediglich infolge der Kälte und Aber wird Ihr Buch den gewünschten Erfolg haben? Ich hoffe Schülerinnen einer Brüfung; davou trat 1 wegen Erkrankung zurück Entbehrungen aller Art einer Ohnmacht nahe war. Die vor der von unsern Juristen wenig, es sei denn, daß höherer Einfluß geltend und 11 erhielten das Zeugniß der Befähigung. Straße angesammelte Kinderschaar, die mit ihrem Geschrei die ganze gemacht wird. Gegend in Erregung brachte, wurde schließlich von einer Anzahl über dieses Treiben empörter Männer auseinandergetrieben. Enschuldigen Sie, daß ich soviel geschrieben habe. Ich hatte das Bedürfniß, zu Ihnen darüber zu sprechen. Gott wolle es geben, daß endlich volles Licht in die Dunkelheit dieſes Prozeſſes falle. Möchte dazu Ihre mithe- und liebevolle Arbeit die Haupthilfe leisten. Hochachtungsvoll und ergebenst Lokales. Heinersdorff. Gefälschte Gerichtsberichte. In mehreren Zeitungen find, wie der„ Bolts- 3tg." aus dem Kammergericht geschrieben wird, in legter Zeit Entscheidungen dieses Gerichtshofes erschienen, die nie, wie sie mitgetheilt, ergangen find. Infolge dessen sind von den ver Ein Hauswirth, dessen Vorgehen so ziemlich alles bisher schiedensten Seiten Anfragen beim Straffenat des Kammergerichts ein Dagewesene hinter sich läßt, ist der Maurermeister in!, gegangen; dem Bureau dieses Senats find dadurch erhebliche Arbeiten dem das Haus Laufiger Plazz Nr. 13 gehört. Hier hatte unscr entstanden. Schon vor einigen Jahren wurde einer Persönlichkeit der Stollege Dr. Adolf Braun am 1. Oktober 1897 auf ein Jahr eine Zutritt zum Kammergericht verboten, nachdem durch Nachforschungen fest- Wohnung gemiethet und den Miethskontrakt Ende Juni dieses Jahres gestellt worden war, daß jene person erfundene Entscheidungen des bis zum 1. April 1899 verlängert. Der Hauswirth mochte vor kurzent Straffenats des Kammergerichts an auswärtige Zeitungen verhöfert von der Ausweisung unseres Kollegen gehört haben und gab nun der hatte. Eine ziemlich frei erfundene Entscheidung des Kammergerichts vorläufig noch hier wohnhaft gebliebenen Frau Dr. Braun sein Mit Giebt es zwet Richtungen in der sozialdemokratischen stand u. a. jezt in einem Berliner Blatte vom 4. Dezember d. J. Freitag Morgen um 7 Uhr weckte das schrille Zeichen des Glockenzuges empfinden auf überaus originelle Weise zu erkennen. Am vorigen Partei? Ueber diese Frage wird Parteigenoffe Ignaz Auer Sie betrifft einen schlesischen Landrath, welchem Unregelmäßigkeiten die Frau aus dem Schlafe. Die Person, die zu so ungewohnter Stunds heute Abend 8½ Uhr in der bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, vom bei Bertheilung von Geldern für die Ueberschwemmten nadigejagt Ginlaß begehrte, war Gerichtsvollzieher. Wahlverein für den dritten Reichstags- Wahlkreis einberufenen Ver- sein sollen. Wie uns mitgetheilt wird, ist der phantasievolle sammlung sprechen. Berichterstatter eine Person, die schon früher durch Unehrenhaftig- Beamte zeigte einen auf 633 Mart lautenden Arrestbeschluß teiten bekannt geworden ist. vor, der, wie er zur Erklärung bemerkte, vom Hauswirth ausgewirkt sei, um die Wohnungsmicthe vom 1. Dezember Zur Brottheuerung. Aus dem neuesten Bericht über die Ver- dieses Jahres bis 1. Oktober nächsten Jahres zu decken. Fraut waltung des städtischen Arbeitshauses( pro 1897/98) find die Mit- Dr. Braun machte trotz ihrer Bestürzung den Wien darauf aufmerksam, theilungen über den Betrieb der Arbeitshaus- Bäckerei in daß wohl ein befremdlicher Irrthum vorliegen müsse, ein Irrthum, Arbeiter- Bildungsschule. Heute, Mittwoch, findet die Nachholung der am 15. November ausgefallenen Geschichtsstunde Der Vorstand. ſtatt. ein Der Soziale Rechtspflege. ber sich schon aus den Umständen ergebe, daß 1. sowohl die Miethe bis zum 1. Januar 1899 in der üblichen monatlichen Rate prompt gehörte. Auf der andern Seite fonnte nicht mit Bestimmtheit am i. Dezember gezahlt sei, daß 2. der Miethskontrakt nur bis zum aussagen, ob der Angeklagte oder einer der übrigen Maurer mit 1. April Geltung habe und daß 3. der Hauswirth ihr bisher nicht die wurde gestern vor dem Gewerbegericht verhandelt. Ein Monftreprozeß gegen die Firma Rogge u. Komp. ihrer event. Arbeitsniederlegung gedroht habe. Bei dieser Sachlage geringste Andeutung darüber gemacht habe, daß er das unverschuldete flagten 63 Suharbeiter auf Bahlung von insgesammt auf Freisprechung des Angeklagten. Es erkannte der Gerichtshof aus rechtlichen und thatsächlichen Gründen Geschickt ihres Mammes zu einer derartigen Bression ausbeuten wolle. 1512 M., indem sie geltend machten, fie seien gekündigt worden, man Der Gerichtsvollzieher fehrte fich nicht an den Einspruch, sondern habe sie aber während der Kündigungsfrist nicht ausreichend beschäftigt. Sochstr. 25 sollte gestern vor dem Schwurgericht verhandelt werden. Gegen den Schankwirth Heinrich Rudolph aus der Neuent Hlebte auf alles, was für ihn nur erreichbar war, seine ominösen Die Kläger verlangten die Differenz zwischen dem erzielten Verdienst Er war beschuldigt, seine Ehefrau in bestialischer Weise zu Tode geSiegel. Die einzige formelle Konzeffion, die er machte, bestand und dem, der unter normalen Verhältnissen üblich ist, ausgezahlt. Die prügelt zu haben. Die Verhandlung mußte vertagt werden, da ein darin, daß er die bereits für Dezember gezahlte Miethe nicht in Verhandlung ergab, daß die beklagte Firma ihren etwa 100 Arbeitern Beuge, namens Lehnhardt nicht zur Stelle geschafft werden konnte. Anrechnung brachte. Das Vorgehen des Hauswirthes ist für ihn völlig muglos. Gefahr ist jedoch inzwischen beseitigt worden. Gewerberichter v. Schulz gekündigt hatte, weil sie befürchtete, in Konkurs zu gerathen. Die Der Angeklagte bleibt in Haft. Das Pfandrecht an den Möbeln für seine Miethsforderung hatte der wirkte auf einen Vergleich hin. Ein solcher tam denn auch zu stande. uns vom 5. Dezember berichtet: Während die Gerichte des oberAbermals ein prügelnder Polizift. Aus Gleiwi wird Wirth so wie so, auch ohne den Gerichtsvollzieher zu schicken, und Bis auf zwei begnügten sich die Kläger mit 78 pct. ihrer Ansprüche, schlesischen Induſtriebezirks bei allen möglichen Gelegenheiten ber daß er nicht mehr Miethe bekommt, als er zu fordern hat, dafür während der Vertreter der Beklagten deren Verpflichtung, die bewird das gerichtliche Verfahren schon sorgen. Für die arme treffenden Summen baldigst zu zahlen, anerkannte. Die übrigen geängstigte Frau war dieser Gerichtsvollzieher- Besuch aber eine Arbeiter, welche gleichfals benachtheiligt sind, wollen auch noch völlig unnöthige Aufregung und Quälerei. Jedenfalls verdient flagen. die Handlungsweise des Herrn Link der öffentlichen Feftnagelung schon deshalb überantwortet zu werden, weil es nothwendig ist, immer von neuem wieder die Denkungsart der Menschenklasse zu tennzeichnen, deren Gutdünken in vielen kommunalen Dingen das Wohl und Wehe der ganzen Bevölkerung überantwortet ist. Ein betrügerischer Korbmacher. Das Polizeipräsidium theilt Bolizei besonders streng beobachtet werden sollten, tritt gerade hier tonen, daß in Oberschlesien die Anordnungen der Beamten der die Nothwendigkeit des„ Schußes vor Schuhleuten" überraschend oft hervor. Die hiesige Straffanumer verurtheilte vorgestern liner Stathstellers, flagte der Schlächter§. beim Gewerbe- störperverlegung, begangen im Amte, zu bier Monaten Gefängniß. Gegen den Restaurateur Falkenberg, den Juhaber des Ber- den Polizeisergeanten Karl Koller in 3abrze wegen schwerer gericht auf Gewährung einer Lohnentschädigung von 77 M., weil In der Verhandlung ergab sich, daß. wegen Körper- Ber. Falkenberg ihn ohne Kündigung entlassen hatte. Der Verlegung mehrfach vorbestraft war. Gegenwärtig verbüßt treter des Beklagten erhob den Einwand, daß der Kläger er ein neunmonatige Gefängnißstrafe wegen des gleichen Vergehens! fei durch seine Schuld Fleisch verdorben. Die Verhandlung, die die Frau des Restaurateurs grob beleidigt habe, auch Der Verkauf von Branntwein an Kinder unter fünfzehn Betruges vorbestraft ist, wurde aufs nene wegen dieser Strafthat Fleisches nichts, woraus auf ein Verschulden des Klägers geschlossen 14. Dezember 1897 erlassene Polizeiverordnung verboten. Wegen mehrmals vertagt werden mußte, ergab des festgenommen. Er suchte Burschen von Offizieren und Ordonnanzen werden konnte. in Offiziertasinos auf und gab bor, er habe von einem Bei der Erörterung dieses Punttes entwidelte Bergehens gegen diese Verordnung war der Schankwirth Fuchs mit erhalten, fich eine kleine Debatte über die Rathausratten. Der Kläger einer Geldstrafe bedacht worden. Seine Verkäuferin hatte an Kinder Stühle zu repariren. In erzielte auch int der einen völlig unbeschädigten Stuhl aus, erschien mit demselben, verderbe. Hunderte von Ratten hielten sich in der Schlächterei auf und ersten Instanz seine Frei natürlich ohne eine Reparatur ausgeführt zu haben, nach ungefähr daß sich in jeder Schlächterei Ratten fammelten. Uebrigens feien Polizeiverordnung ungiltig sei. Ein Verbot, an Kinder unter und benagten das Fleisch. Der Restaurateur betonte demgegenüber, sprechung. Das Schöffengericht war der Meinung, daß die einer Stunde wieder und präsentirte im Kasino- Bureau eine Rech Vorkehrungen getroffen worden, um zu verhindern, daß die der Ver- 15 Jahren und an Schüler Branntwein zu verkaufen, sei nicht nung, welche fast immer ohne weiteres beglichen wurde." Der Mann tilgung entgangenen Ratten an das Fleisch herankämen. follte gleich seinem betrügerischen Kollegen Fischer anfangen, Beleidigung der Frau Fakenberg wurde diese selber vernommen. Die Auf die Berufung der Staatsanwaltschaft hob indeffen das LandBroschüren gegen die Sozialdemokratie zu schreiben. Das ist un gefährlicher und trägt mehr ein. er Offizier, dessen Namen den meisten Fällen suchte er sich meinte, es vergehe kein Tag im Rathskeller, wo nicht Fleisch Branntwein verabreicht. Fuchs beantragte richterliche Entscheidung Aus dem Gefängniß zu Plößensee find Dienstag Morgen zwei Sträflinge entwichen. Der eine ist ein Gewaltmensch, ein wegen Hausfriedensbruchs, Körperverlegung und Diebstahls zu einer Gefängnißstrafe von 31/2 Jahren verurtheilt wurde, der andere ein gewiffer Schmoldt, ein Mann von 27 Jahren, der wegen Beleidigung ein halbes Jahr abzubüßen hat. " wird Donnerstag Fröhliche Weihnacht" gegeben. 1,10 M., Gallerie 25 Pf. Mathias Gollinger", das neue Lustspiel von Aus den Nachbarorten. Jm Arbeiter Bildungsverein zu Wilmersdorf hält Genoffe Dr. Joël heute Abend einen Vortrag. Die Parteigenossen besonders des Friedenauer Ortstheils haben die Pflicht, sich bei dieser Gelegen heit ihrer Organisation anzuschließen. Versammlungen. " Ueber die zulässig, da es durch keines der bestehenden Gesetze gestützt werde. Dame führte verschiedene grobe Ausdrücke an, die der Kläger ihr gericht in Lissa das Urtheil wieder auf und verurtheilte den Angegenüber gebraucht haben sollte; auf die Frage, ob sie be- geklagten zu einer Geldstrafe. Die Straffammer erklärte die PolizeiLändliche Besitzer in der Umgebung Berlins wurden im schwören wolle, daß der Schlächter die genannten Beleidigungen verordnung für giltig und führte aus, sie habe ihre rechtliche Stüze Sommer in empfindlicher Weise durch einen Schwindler geschädigt, wirklich begangen habe, meinte sie, daß der Kläger ja schwören im§6 des Polizei- Verwaltungsgesetzes. Fuchs griff dieses Urtheil mit welcher sich unter falschem Namen vermiethete, lediglich in der könne. Die Kammer VI machte dann auch den Ausgang des dem Rechtsmittel der Revision an. Das Kammergericht verwarf die Absicht, sich in den Besitz des Miethsthalers zu setzen. In einem Prozesses von einem Eide des Klägers abhängig. S. beschwor, daß Revision mit folgender Begründung. Unbedenklich sei die Verordzuhälterlotal an der Stadtbahn gelang es, den Schwindler in der er die von der Zeugin behaupteten Worte nicht gebraucht und nur nung für rechts giltig zu ertlären. Sie wolle die jugendlichen PerBerson eines vielfach vorbestraften Müllers Wilhelm II. festzunehmen. auf die Aeußerung der Frau: Sie find ein frecher Mensch ge- fonen vor den Gefahren schüßen, die ihnen aus dem Genuß von Derselbe ist in vollem Umfange geständig. antwortet habe, aus solcher Familie wie sie, sei er schon lange. Der Spirituosen erwachsen; sie sei also im Jnteresse ihrer Gesundheit die 77 M. zu zahlen. Vertreter des Beklagten erklärte sich darauf bereit, auch ohne Urtheil erlassen. Die Fürsorge für Leben und Gesundheit gehöre aber nach § 6f des Polizei Verwaltungsgesetzes zu den Gegenständen orts 23 Jahre alter Steinträger May Hezat, der Ende vorigen Jahres spielt bei den Arbeitern, die größere Afforde übernehmen, eine ganz Borschriften überhaupt. Für die Handlung seiner Verkäuferin nüsse Akkordarbeiter und Koftgeld". Das sogenannte Kostgeld polizeilicher Vorschriften und damit zu den Gegenständen polizeilicher erhebliche Rolle. Oft kommt es wegen der Höhe der wöchentlichen Affordvorschüsse, die Kostgeld genannt werden, zu Streitigkeiten zwischen Arbeitern und Unternehmern. Interessant ist die Stellungnahme des Gewerbegerichts in einem Rechtsstreit, bei dem Theater. Das Schiller- Theater bringt am Freitag die erfte es sich um folgenden Sachverhalt handelte: Der flagende Arbeiter Aufführung der Gesangspoffe Ehrliche Arbeit" von H. Wilfen. In den G. hatte einen Afford von 140 M. übernommen. Ueber das Kost- arbeiter( Bahlstelle Berlin IV, Buzerträger) hielt am 28. November Der Verband der Bau, Erd- und gewerblichen Hilfs. Hauptrollen sind die Damen Levermann, Meyer, Werner und die Herren geld war nichts vereinbart worden. Nachdem 6. in Gyben, Laurence, Patry, Schmasow beschäftigt. Heute wird Wolzogen's der ersten Woche 24 Mark erhalten hatte, wurde ihm für Handlungen der fürzlich stattgehabten Konferenz der Bahlstellen eine Mitgliederversammlung ab, in der Bummert über die Ver Komödie„ Das Lumpengesindel" wiederholt. Im Luisen Theater die Folge nur ein Koftgeld von 21 M. zugebilligt. Damit nicht Berlins und Umgegend Bericht erstattete. In der hierauf folgenden Theater wird von heute ab jeden Mittwoch, Sonnabend und Sonntag auf Herauszahlung des Kostgeldes für die letzte Woche. Der Be- Diskussion war namentlich der§ 19 des Verbandsstatuts Gegenstand Im Olympia: zufrieden, legte er die Arbeit nieder und verklagte den Arbeitgeber Nachmittag das Weihnachtsmärchen„ Dornröschen" gegeben. Partett foftet flagte verweigerte dies mit der Begründung, daß der Kläger keinen lebhafter Erörterungen. An stelle des bisherigen Revisors wurde Dear Blumenthal und Max Bernstein, ist so eben von Herrn Direktor Ferenczy Grund gehabt hätte, die Arbeit vor Beendigung des Affords nieder- Beier als solcher gewählt. Aufgenommen wurden 2 Kollegen. für das Carl Schulze Theater in Hamburg erworben worden, wo zulegen. Infolge seines unberechtigten Fortganges sei der Firma Eine Versammlung aller im Handels, Transport- und die Novität mit Felix Schweighofer als Gast am ersten Weihnachtsfeiertag bie Fertigstellung des Affordes theurer gekommen, als wenn er die Verkehrsgewerbe beschäftigten Arbeiter, einschließlich gleichzeitig mit dem Lessing Theater in Berlin gelangen wird. zur Aufführung Arbeit fertig gemacht hätte. Die Forderung des Klägers werde darum der Müllkutscher und deren Mitfahrer tagte am gegen die Mehrausgabe aufgerechnet. Das Gewerbegericht er- Sonntag, den 4. d. Mts., nachmittags im Deutschen Wirthshause zu fannte den Anspruch des slágers nicht als tannte den Anspruch des Klägers nicht als begründet an und Rigdorf. Trotzdem dieser Sonntag der erste freie" vor Weihnachten führte aus: Da eine Vereinbarung über die Höhe des Kost- war, an welchem namentlich die Arbeitszeit für Hausdiener bis geldes nicht getroffen sei, hätte G. nicht die Arbeit blos des- 8 Uhr abends ausgedehnt ist, war die Versammlung doch von etwa var. halb niederlegen dürfen, weil ihm das Koftgeld von 21 M. zu gering 250 Personen besucht. In einem einleitenden Vortrage erläuterte Mangels einer Abrede habe es dem Be Rein die Forderungen, welche für Hebung und Besserung der Lage lagten freigestanden, die Abschlagszahlungen der in Rede stehenden Arbeiter an den neu gewählten Reichstag nach der jeweiligen Förderung der Arbeit zu be- zu stellen seien und bezeichnete als solche die Umgestaltung messen. Hiernach sei es unerheblich, daß der Kläger für die erste bes Unfallversicherungsgesetzes zu einem die Interessen der Arbeiter Woche 24 M. erhalten habe. Sein Verhalten sei als Kontrattbruch mehr als bisher berücksichtigenden Gesez, Verbefferung des Kranten In der vorgeftrigen Schöneberger Stadtverordneten aufzufassen, so daß Beklagter berechtigt sei, die Mehrkosten des Affords lassenwesens, Verschärfung der Sonntagsruhe, Einführung des acht Sihung machte der Vorsteher Wittheilung von einem die Stadt- gegen die Forderung des Klägers aufzurechnen. Es sei ja allerdings stündigen Maximal- Arbeitstages, Abänderung der§§ 315 und 316 berordneten beschimpfenden Artikel des amtlichen Zeltower Brauch bei größeren Akkorden, daß ein bestimmtes Koftgeld gezahlt des Strafgesehbuches( Gefährdung von Eisenbahntransporten), bezüg Streisblattes". Es wird darin behauptet, man hätte mit der Petition werbe, und ber stläger möge, in dem guten Glauben gehandelt lich lester Forderung ist dem Reichskanzler schon am 4. April d. 3. betr. die Aufhebung der Fleischsperre fich einen zu haben, daß er zur Arbeitsniederlegung berechtigt sei, wenn das Rost- Material zugegangen. Die folgende Distuſſion ergab das Eingemacht; die Versammlung wäre bei den Ausführungen des geld nach der ersten Woche herabgesezt werde; auf eine Gepflogen- verständniß der Versammelten mit den Ausführungen des VorReferenten, der im übrigen mit falschen Zahlen operirt habe, luftig heit könne jedoch das Gewerbegericht als Gericht nicht Rücksicht tragenden und wurden zur Ausarbeitung einer entsprechenden Eingabe wie bei einem Herrenkommers gewesen. Auch der Stadtv. Obft nehmen, es müsse vielmehr dazu rathen, bei Afford Shor, Leege, Mohr und Rein gewählt. Eine weitere bollhabe die Heze mitgemacht. In energischen Worten weist Genoffe abreben den guten Glauben beiseite au lajien 30gene Wahl betraf die Delegirten zum Gewerkschaftskartell und wurden Obst derartige Unterſtellungen zurück. Er betont abermals, daß und lieber genaue Vereinbarungen zu treffen, als solche Schor und Mohr gewählt. Im Anschluſſe hieran eine solche Betition gar keinen Erfolg habe, indem er die Aus- bei denen die Höhe des Kostgeldes möglichst au berüd wurden die Geschäftspraktiken des Fuhrherrn stoppe einer scharfen führung dieses amtlichen Blattes zitirt. Angeregt wurde sichtigen sei. Kritik unterzogen. Wie mitgetheilt wurde, werden den dort be eine Beschwerde beim Minister des Innern. Die Anlegung der Stampe der elektrischen Hochbahn auf Schöneberger Ge- Wagner, der Inhaber des Etablissements Ballhaus", hatte seinen Berschulden treffe oder nicht, Beträge von 5 bis zu 20 M. vom Trunkenheit als Entlassungsgrund. Der Restaurateur schäftigten Kutschern für abhanden gekommene oder beschädigte Geräthschaften ohne Rücksicht darauf, ob die betroffenen Kutscher ein biet wurde lebhaft erörtert. Von allen Seiten protestirte man Portier N. entlassen, weil dieser betrunken war. N. verklagte ihn gegen eine berartige Ausführung und überwies schließlich die darauf beim Gewerbegericht und verlangte 65 M. als Ent- Lohne in Abzug gebracht. Mit einer dringenden Ermahnung, fich Die Wahl eines befoldeten Stadtbaurathes schädigung. Es wurden mehrere Beugen vernommen. Ihre Aus- im eigensten Interesse der bestehenden Organisation, dem Verbande erfolgte mit 34 bon 46 abgegebenen Stimmen. Gewählt fagen stimmten darin überein, daß der Kläger nur angeheitert ge- anzuschließen, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf diesen wurde Stadt- Bauinspektor Gerlach Köln. In der Angelegen- wesen sei. Die Kammer VI unter dem Vorsitz des Gewerberichters geschlossen. id odda In der Angelegen- Krause verurtheilte dann den Beklagten nach dem Klageantrage mit Rigdorf. Eine öffentliche Maurerversammlung, die sich eines heit betreffend die Festlegung der Fluchtlinie der verlängerten Gothen- folgender Begründung: Truntenheit sei ein Grund zur sofortigen guten Befuches erfreute, tagte am 1. Dezember in Klemke's Lokal. ſtraße verlangt Gen. Ma fuch die endliche Regulirung der Torgauer Entlassung nur in solchen Fällen, wo sie den Arbeiter unfähig mache, Reichstags- Abgeordneter Fris 8ubeil referirte. Redner gab ein straße, welche sich in einem trostlosen Zustande befindet. Sehr er die Arbeit fortzusetzen. Der Kläger sei aber nach dem Ergebnis der interessantes geschichtliches Bild über die politische sowie gewerkschaft, regt ging es bei der Forderung der Stellen von drei Oberlehrern, Beweiserhebung blos angeheitert gewesen und habe in diesem Zu- liche Bewegung in England und folgerte namentlich aus der eines Zeichenlehrers und eines Gesanglehrers für das Reform- stande gymnasium zu. Obst erklärt, die Forderung bewilligen zu wollen, Anders wie N. ging es dem Hausdiener J., der gegen den Hotelier Organisationen dem Unternehmerthum Trotz bieten könne. Die gymnasium zu. Obst erklärt, die Forderung bewilligen zu wollen, ftande seinen Dienst als Ballhausportier weiter verrichten können. letzteren, daß die deutsche Arbeiterschaft nur in starken zentralistischen verlangt aber dringend die Abhilfe von Mißständen in den Volksschulen. Bürgermeister Gerhardt erklärt unter Zustimmung der Birkholz flagte und ebenfalls eine Lohnentschädigung verlangte. Der Ausführungen des Referenten, der ferner die angekündigte Versammlung, es fehle jede fachliche Grundlage, derartige Vorwürfe betrunken" von einem Gange ins Hotel zurück gekommen. J. wurde Zollpolitik einer beißenden Kritik unterzog, wurden mit lebhaftem vom Betlagten gegen ihn aufgerufene Zeuge fagte aus, er fei„ total Zuchthaus Vorlage und die feitens der Regierung beliebte au erheben fet ſchon ſehr viel für die Schulen gethan und auch mit ſeiner Klage abgewiesen, weil er unfähig gewesen sei, die Arbeit Beifall aufgenommen. Von einer Distuifion über den gehörten später werde man den Boltsschulen Fürsorge angedeihen laffen. Nachdem noch verschiedene Redner die Ausführungen unseres Ge- fortzusetzen, Vortrag wurde abgesehen, während erk und Grodesti die Intereffelosigkeit eines großen Theils der Kollegen rügten. Hierauf nossen bekämpft hatten, gelangte die Magistrats- Vorlage zur Annahme. erledigte die Versammlung die Wahlen zum Gewerkschafts- Kartell; es wurden gewählt Wilhelm hüter, Biethenstr. 70 und August Rubich, Hermannstr. 230. Mit einem begeisterten Hoch auf das Gedeihen der Organisation schloß alsdann die Versammlung. Sache ihrer Wichtigkeit wegen einem Ausschuß von neun Bersonen. Gerichts- Beitung. = Briefkasten der Redaktion. Witterungsübersicht vom 6. Dezember 1898, morgeus 8 1hr. Zur Ermordung des Handelsmannes W. Nühle wird jetzt Mit welchem Eifer die Staatsanwaltschaft in der Zucht: weiter gemeldet, daß bei der Spandauer Polizei ein Hammer ein- haus- Aera fich des Streitbrecherthums annimmt, erhellt geliefert worden ist, der am 1. d. M. einige hundert Meter von der aus einer am Ziel vorbeigeschossenen Anklage, die am Dienstag den Mordstelle nach Schwanenkrug zu gefunden worden ist. Es ist dies Maurer August Hofmann vor die vierte Straffammer des ein sogenannter Sensenhammer mit etwa 15 Zentimeter langem Landgerichts I führte. Hofmann wurde beschuldigt, es unterStiel. Möglicherweise hat dieser dem noch nicht ermittelten Thäter nommen zu haben, den Maurer Richard Ihnenfeld durch Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und als Mordwaffe gedient. In der Bekanntmachung der Staatsanwalt Röthigung zu bestimmen, der Streitfasse" der Maurer einen Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. N. Walther. Ein von Ihnen herrührendes Manuskript, das an die schaft beim Landgericht II Berlin ist übrigens die Zeit des Mordes unberechtigten Vermögensvortheil zuzuwenden beziv. an Vereinen Tag später angegeben worden. Rühle wurde bekanntlich schon abredungen zur Erzielung befferer Lohn- und Arbeitsbedingungen von Ihnen angegebene Adresse geschickt ward, kam als unbestellbar zurück. am Dienstag, den 29. November, abends ermordet, während es in theilzunehmen. Der Angeklagte arbeitete im September auf dem Wir bitten Sie, es bei dem Redaktionssekretär abzuholen. R. S. 100. Ein Reichstags: Abgeordneter der sikt, wird erst entlassen, dem amtlichen Säulenanschlage heißt, daß die That wahrscheinlich Neubau Frankfurter Allee 117a und vertrat die dort arbeitenden wenn er seine Strafe verbüßt hat. in der Zeit von 9,45 bis 10,30 Uhr am 30. November ausgeführt Maurer, auch war ihm die Kontrolle über die neu in Arbeit tretenden worden sei. Maurer übertragen worden. Als am 8. September der Maurer Ihnenfeld in Arbeit tam, verlangte ihm der Angeklagte in braver PflichtDie Nachforschungen wegen der großen Brände im kgl. erfüllung seine Streiffarte ab, er konnte aber nur eine solche pro Fenerwerks- Laboratorium sollen ergeben haben, daß zweifellos 1898 vorlegen. Der Angeklagte soll aber auch die für 1897 gefordert in beiden Fällen Brandstiftung vorliegt. Die Havelinsel Eiswerder, und als solche nicht vorgelegt werden konnte, dem Ihnenfeld aufauf welcher das umfangreiche, aus ungefähr 100 einzelnen Wert gegeben haben, sich für 16,50 m, eine solche zu lösen. Der Anstattgebäuden bestehende Fabriketablissement belegen ist, ist nur von geklagte soll dabei ferner den übrigen Maurern zugerufen haben: einer fleinen Zahl von Beamten bewohnt; nachts sind vier Wächter" Der hat überhaupt keine Streiffarte, das ist ja ein richtiger Streif- Swinemde. im Dienst. Wegen der Gefährlichkeit des Betriebes, bei dem koloffale brecher!" Ferner soll der Angeklagte dem Ihnenfeld gesagt haben, daß Samburg Berlin Mengen Zündstoff verarbeitet werden, beobachtet man die erdent- die übrigen 60 Maurer sofort die Arbeit niederlegen würden, wenn Wiesbaden 771 S lichsten Vorsichtsmaßregeln. Sehr wahrscheinlich ist, daß der Brand- er den Bauplag nicht wieder verließe. J. hat dann auch die München 772 Stifter Nachts auf dem Wasserwege nach der Insel gelangt ist; die Arbeit wieder aufgegeben, um, wie er im gestrigen Termin befundete, Wien 774 S Brände sind früh Morgens entdeckt worden, also zu einer Zeit, wo der Gefahr zu entgehen, am Abend verhauen zu werden. Der An- Wetter Prognose für Mittwoch, den 7. Dezember 1898. der Betrieb noch nicht begonnen hatte. Zur Bewachung des geklagte bestritt, die Absicht gehabt zu haben, den J. durch Drohung Mild und zeitweise heiter, vielfach nebelig bei mäßigen südwestlichen Etablissements sind neuerdings umfassende Maßnahmen von der in die Organisation hinein zu nöthigen. Das sei ja auch ganz über- Winden. Keine erheblichen Niederschläge. Direktion verfügt worden, flüssig gewesen, da J. laut Quittung pro 1898 der Organisation anStationen Barometers Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. G. 5° 4° R. Stationen Barometer= stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. G. ON 16° C.= 4° N. 767 SSW 3Dunst 767 SSW 4 bedeckt 769 SS 2wolfent 2 bedeckt 2 heiter 2Nebel 6 Haparanda 756 6 Petersburg 2 Cort 6 Aberdeen -3 Paris 2 heiter 15 756 23523 51voltig 751 45lb.bed. 770S 12 2Dunst 2 Berliner Wetterbureau. Für den Inhait der Injerate Thalia- Theater. übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung. Thraker. Mittwoch, 7. Dezember. Opernhaus. 4. Symphonie- Abend der fönigl. Kapelle. Schauspielhaus. 71 Uhr. 1812. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Helmerding. Der Hypothekenschufter Bosse mit Gesang in drei Atten von Leopold Ely. Musik von Cornelius Schüler. Anfang 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Anfang Ostend- Carl Weiß- Theater. Deutsches. Fuhrmann Henschel. Anfang 7 Uhr. Berliner. Baza. Anfang 72 Uhr. Lessing. Die Befreiten. Anfang 71/2 11hr. Residenz. Mamselle Tourbillon. Vorher: Der Küchenjunge. An: fang 7 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 7 1hr. Westen. Die Hugenotten. Anfang 712 Uhr. Thalia. Der Hypotheken Schuster. Anfang 8 Uhr. Schiller. Das Lumpengesindel. Anfang 8 Uhr. Miecropol. Die Blumen Mary. Hierauf: Die Sünden der Frauen. Anfang 72 Uhr. Central. Die Geisha. Anf. 72 Uhr. Luisen. Berliner Raketen. Anfang 8 Uhr. = Belle Alliance. Napoleon. Anfang S 11hr. Cstend. Onkel Jonas. Anfang 8 11hr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Doppelgänger. Anfang 8 Uhr. Alexanderplat. Auch ein Fall Grünenthal. Anfang 8 Uhr. Parodie. Tugend. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg: lich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Abwechselungsweise„ Die Urzeit des Menschen" und„ Quer durch Desterreich". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern: warte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 71/2 lbr. Reichshallen. Anfang 8 Uhr. Stettiner Sänger. Feen Palast. Spezialitäten: Vor: stellung. Pajjage Panoptikum. Speziali täten- Borstellung. Schiller Theater ( Wallner: Theater). Mittwoch 8 Uhr: Gr. Frankfurterstr. 132. Kinder- Borstellung zu kleinen Preisſen Nachmittags 4 Uhr: Bibi, der Gänsekönig. Weihnachtsmärchen m. Gesang in sieben Bildern von Gustav Braun. Abends 8 Uhr: Zum 24. Male: Onkel Jonas. Boltsstück mit Gefang in 5 Atten von Oskar Klein. Musik von Alb. Wiecher. Jm Tunnel von 7 Uhr an FreiKonzert. Donnerstag: Gewonnene Herzen. Freitag: Onkel Jonas. Sonnabend: Die Grille. Sonntag: Gewonnene Herzen. In Vor: bereitung: Der Brandstifter. Großes fenfationelles Ausstattungsstück mit Gefang von Okonkowsky. Urania Adtung! 1. Wahlkreis. Achtung! Tanbenstrasse 48/49. Im Theater: Die Urzeit des Menschen. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Passage- Panopticum. Von 6 Uhr ab: Théâtre Heute früh, den 26. b. Mis., vers schied zu Aschersleben nach langen, schweren Leiden mein lieber Mann, unser herzensguter Bater, der Klempner In der vom ersten Wahlverein am Sonntag, den 11. Dezember, nach: Gustav Behrens. mittags 4 Uhr, in der„ Urania"( Taubenstraße) veranstalteten Vorstellung gelangen folgende Stücke zur Aufführung: 1. Der dunkle Erdtheil"( Aus stattungsstück); 2. Kromoskop von Ives( Photographien in natürlichen 236/11 Billets à 60 Pf. find bei folgenden Genossen zu haben: Mörschel, Jüdenstraße 35; Petermann, Ritterstraße 49; Täterow, Annen: Farben). traße 26; Büttner, Feilnerstraße 11. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Parteigenollen des Dies zeigt tiefbetrübt an Die trauernde Wittwe nebst Kinder. Todes- Anzeige. Allen Genossen und Freunden die traurige Nachricht, daß mein Bruder Thomas Golibrocki nach lange und schweren Leiden am Freitag, den 2. d. M., seinem Leben ein Ende gemacht hat. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 8. d. M., nachmittags 12 Uhr, vom Leichenschauhause, Hannoverschestr. 6, nach dem Städtischen Begräbnißplak in 25766 variété. Wahlkreises Teltow- Beeskow- Storkow- Friedrichsfelde ſtatt. Neu! Lebend! Keine Illusion! Das FlammenWeib vom Stamme der Wambutti, Heute 25 Pf. Entree. Geöffnet v. vorm. 9 bis abds. 10 Uhr. Volks- Theater Castan's im Welt- Restaurant Dresdener: Straße 97. Dir: A. Kolig. Art. Beiter: A. Runge Täglich: Cr. Theater: u. Spezialitäten: Novität! Vorstellung. Novität! Die Bräutigamsprobe. Orig.:Schwant v. H. Carlos- Tuchow: Jn Szene gesetzt von August Runge. Neu! Der Vampyr. Meu! eu! Otto Richter, Hen! der dicke Liebling der Berliner. Charlottenburg. Am Sonntag, den 11. Dezember, mittags 12 Uhr, im Lokal des Genossen Zubeil, Berlin, Lindenstraße 106: Kreis- Konferenz. Tages Ordnung: 1. Bericht von der Brandenburger Provinzial- Konferenz. 2. Bericht vom Stuttgarter Parteitag. 3. Abrechnung von der Reichstagswahl. Ronferenz. 4 4. Bericht der Preß, Agitations- und Lokalkommissions- Mitglieder. 5. Wahl derselben. 6. Anträge. 7. Kreisangelegenheiten. damladei usid auf den§ 3 des Organisations- Statuts des Streises aufmerksam gemacht, wonach feder Ort bis 3 Delegirte entienden tann, jedoch müssen dieselben politisch organisirt und in öffentlichen ParteiVersammlungen gewählt und mit Mandaten versehen fein. Anträge, welche auf der Kreis- Konferenz ihre Erledigung finden sollen, müssen bis Donnerstag, den 8. Dezember, in Händen des Unterzeichneten sein. Die Konferenz wird pünktlich eröffnet. 207/7 Panopticum. faltig wird 08 Die 8N SIOUXINDIANER sind da! Olympia- Theater Apollo- Theater. Karlstr.( Circus Renz) Karlstr. Heute Nachmittag 312 Uhr zum 1. Male: Dornröschern. Original: Ausstattungsmärchen mit Gesang u. Tanz in 8 Bildern. Besonders hervorzuheben: Der Hampelmännertanz, die Bärenjagd, d. Kampf m. d. Riesendrachen. Halbe Preise. 1 Kind frei. Abends 8 Uhr: Zum 79. Male: Mene Tekel. ROSALIA LAMBRECHT Carmencita 5 Sisters Lorrisons La Foy. Der Kreis- Vertrauensmann: Wilhelm Eberhardt, Briz bei Berlin, Bürgerstraße 67. Achtung! Charlottenburg. Achtung! Donnerstag, den 8. Dezember, abends 9 Uhr, im großen Saale von Bismarckshöhe", Wilmersdorferstraße 39: Versammlung des Sozialdemokr. Wahlvereins für Tellow- Beeskow- Storfow- Charlottenburg. Valentin Golibrocki, Bruder. Verein der Chemigraphen. Am Sonnabend, den 3. Dezember, verstarb nach langen, schweren Leiden unser Mitglied, der Aezzer Gustay Haedrich. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 7. ds., nachmitt. 3 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Brig aus statt. Um zahlr. Betheiligung bittet[ 97/10] Der Vorstand. Danksagung! Für die gute Betheiligung sowie für die zahlreichen Kranzspenden bet der Beerdigung meiner lieben Frau Math. Barthel geb. Blauert insbesondere dem Gesangverein„ Freiheit, sage ich hiermit meinen tief2573b gefühlten Dank. Emil Barthel und Sohn. Jch Unterzeichneter bescheinige, daß cine Verwechselung stattgefunden hatte in betreff der Denunziation, und ers fläre Herrn Ecckarius in Obers Schöneweide als Ehrenmann.[ 2569b Chr. Winckel, Mustauerstr. 25. Die von mir gemagte Reußerung der Frau Barleben gegenüber ich hiermit zurück und erkläre sie für M. Bach. ehrenhaft.[ 25726] Kind, 10 Monat, in gute Bilege 3. verg. ( auß. Sonntags). Nähe Camphausenstr. Weld v. 7 Uhr abends ab Camphausenstraße 3, Seitenfl. 4 Tr. r. 25676 Tagesordnung: 1. Fortsegung der Diskussion aus der Versammlung angelegenheiten und Aufnahme neuer Mitglieder. Als erster Distussionsund Paul Hirsch. Die Versammlung wird punkt 9 hr eröffnet. willkommen. Das Erscheinen möglichst aller Mitglieder erwartet tet vom 17. November über das Thema„ Taktik und Endsiel," 2. Bereins: Cohn's Festfäle, rebiter ift Gestoffe Curt Baake eingezeichnet, dann folgen bie Gent. Buchholz 250/12 Der Vorstand. Gäste Kasseneröffnung 612 Uhr, Anfang der Max Richter, Grüner Weg 65, ten Vereinsgeschäft. Vorstellung 72 Uhr. Das Lumpengefindel. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Reichshallen. Donnerstag 8 Uhr: Das vierte Gebot. Freitag 8 Uhr: Zum 1. Male: Ehrliche Arbeit. Central- Theater Direktion: José Ferenczy. Die Geisha oder: Eine japanische Theehaus: Geschichte. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Morgen und die folgenden Tage: Die Geisha. Uhr, Sonntag, 11. Dezember, nachin. 3 1hr zu halben Preisen: Der Vogelhändler. Operette in 3 Aften von Carl Zeller. Metropol- Theater. Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. Bum 20. Male: Die Blumen- Mary Operette in 3 Aften von C. Weinberger. Hierauf( um 10 Uhr): Die Sünden der Frauen. Großes Ballet- Divertissement. Morgen und folgende Tage: Dieselbe Borstellung. Sonntag, den 11. Dezember, nach mittags 3 Uhr: Viertes großes Bromenaden Konzert. Luisen- Theater 31. Meichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Grosses Konzert der Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn Otto Görner und Extra Spezialitäten- Vorstellung unter Regie des beliebten Humoristen Gustav Kluck. Das neue großartige November: Programm. Anf. Wochent. 61/2 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Entree Wochent. 10 Pf., Sonnt. 30 Pf. A. Frankl's Théatre Variété Köllnischer Fischmarkt 6. Grosse Stettiner Sänger ( Meyjel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Möht, Schneider und Schrader.) Zum Schluß, neu: Spezialitäten- Vorstellung. Pepita vor Gericht. Neues Dezember- Programm. Auftreten der ruff. Fürstin von Dragomanu. Anfang 7 Uhr, Sonntags 5 Uhr. IRCUS BUSCH Mittwoch, den 7. Dezember, abends 72 Uhr: Sport- Abend. E Berliner Raketen. PERSIEN. Donnerstag, den 15. Dezember: Gr. Manege- Schaustück in 5 Aften, Mit hoher Genehmigung Sr. Excellenz des General Intendanten der fönigl. Schauspiele Herrn Grafen bolt Hochberg unter gefälliger Mit wirkung des tgl. Schauspielers Herrn Adalbert Matkowsky zum Besten der Weihnachtsbescheerung der Aermsten der Armen des Louisenstädtischen Bezirkes Zum 1. Male: inscenirt vom Dir. Paul Busch. Besonders hervorzuheben: Der Sprung des Prinzen Mirza Schaffy aus der Höhe der Circuskuppel ins Wasser. Außer bem: Zum ersten Male: Troika ( russisches Dreigespan) ohne Zügel, breffirt u. geritten von dem berühmten Schulreiter Herrn Burkhardt- Foottit. Die 4 ungar. Fuchshengste als ThurmSpringer, wovon der Hengst, Kasimir" den Spring mit verbundenen Augen Dir. Busch. Auftr. von Salva& Manza, Hand- Equilibristen u. atrobat. Spiele. Auftreten der ausgezeichneten Reittünstlerin Miß Doris. Gigerl- Clown Daniels m. i. Schnellphotographen. Morgen 712 Uhr: Persien. Sean oder Genie u. Leidenschaft ausführen wird, breffit u. vorgef. vom Renu: Herr Adalbert Matkowsky. Lustspiel in 5 Aufzügen frei nach dem Französischen des Alex. Dumas( Bater) von Ludwig Barnay. Billet- Vorverkauf an der Theaterkasse von 11-1 Uhr. Fabrik und Lager Neuestes Ensemble von Meysel. Anfang präzise 8 Uhr. Entree: Parquet durchweg 50 Pf. ( Vorverkauf 40 Pf.) Num. Balfon 75 Pf. Balkon Loge 1, Mart. Orchester- Loge 1,50 M. FremdenLoge 2 M. Tagestasse 11-1 Uhr. Die numerirten Billets find stets 8 Tage lang vorher zu haben. Reichshallen Restaurant. = Mittag- n. Abend- Konzert. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Neues Dezember- Programm. Ueberlé, Afrobatentruppe. Hugo Schulz, Romifer. Wienecke, 8werg- Theater. Gebrüder Teylors, Excentrics. Der erfolgreiche Mimiker Carl Jörgensen. Sensationell! Fürst Bismarck vom Jüngling bis zum Alten in Friedrichsruh. Neu! Das Neu! Blumenmädchen vom Hacke'schen Markt Boltsstück m. Gesang v. Gißner. Clodewig Nelte: Wilh. Fröbel. Carl Werner: Rich. Winkler. Anfang 7/2, Sonntags 6 Uhr. Vorverkauf Vorm. v. 11-1 Uhr. Beuthstraße 19/22. Sonnabend, den 7. Jannar, ist fret geworden. Achtung! Vereine. Am 11. und 25. Februar ist 1169* ( Marr, Engels, Lassalle) jeder Größe nebst Bildereinrahmung. Saal ein Saal frei im deforation, Stocklaternen 2c. en gros und en détail. 29 bale Mittheilung. 20 1520* Englischen Garten, Alexanderftr. 27c. zahlung.* Den geehrten Mitgliedern zur geft. Nachricht, daß am Sonnabend, Zähne v. 2 Mark event. Theil. den 10. Dezember, im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstr. 4a, Olga Jacobson, Invalidenst. 145. eine Wiederholung der Vorstellung Die Weber stattfindet. Mitgliedsfarten find zu haben bei den Vorständen:[ 2568b Privat- Theater- Gesellschaft, Erlka". Gesangverein ,,, Hoffnung", Willy Gubela, Oranienstr. 186. Richard Otto, Memelerstr. 55. Bühnen- Club ,, Ostend". Alcazar- Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Neu! Neu! Neu! Kanonenfutter. Schwant in 3 Atten v. Jul. Rosen. In Szene gefegt von Otto Wendt. Dazu: Das gesammte nen engagirte Spezialitäten- Bersonal in ihren Glanznummern. Aufang: Wochent. 7% thr. Entree: Wochentags 30 f. 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U. in 4 Grössen 1.10, 1.25, 1.35, 1.60MK. Tischlampen, zinkguss 2.10 MK. Adler- Steinbaukasten 42 u. 85 Pf. Am Sonntag den 11. u. 18. Dezember sind unsere Warenhäuser von 12 bis 8 Uhr geöffnet. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobeh in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin. Nr. 286. 15. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwo, 7. Dezember 1898. Was wird im preußischen Bergban verdient? 12 " ** Mit Ausnahme der an den Erträgnissen der Bergwerke Bergwerks- Aktiengesellschaft„ Consolidation", Schalke i. 2. 15 pCt. interessirten Personen wird kaum jemand behaupten wollen, daß Bergbau- und Schifffahrts- Aktiengesellschaft vorm. Gebr. Kannengießer in Ruhrort diese Durchschnittslöhne ein angemessenes Entgelt wären für die so Ueber die großzen Gefahren, die der Bergbau, insbesondere der gefahrenreiche Bergmannsarbeit. Was will ſelbſt der höchste Durch- Werschen- Weißenfelser Braunkohlen- Aktiengeſ., Weißenfels 18 Kohlenbergbau, für die Arbeiter mit sich bringt, ist jedermann schnittslohn von 4,67 M., der in den nördlichen Revieren des Ober- Kölner Bergwerksverein in Alteneffen unterrichtet. In welchem Verhältniß zu diesen Gefahren steht nun Bergamtsbezirks Dortmund gezahlt wird, gegenüber der Arbeit unter Attiengesellschaft Georg Egestorff's Salzwerke, Linden bei der Verdienst der Arbeiter? Nach Angabe des Reichs- Anzeigers" betrug im 3. Viertel- Tage besagen, wo der Arbeiter feinen Augenblid sicher ist, durch jahre 1898 der reine Verdienst, d. H. der nach Abzug aller Arbeits- Kohlenfall zermalmt oder durch explodirende Gase zerrissen zu Konsolidirte Alfali- Werke, Westeregeln( Prov. Sachsen) werden? In Schlesien muthen die Grubenbefizer den Arbeitern Aktiengesellschaft für Montanindustrie, Berlin. kosten, sowie der Knappschafts-, der Invaliditäts- und Alters- aber sogar zu, für die 10-12stündige, also weit längere Schicht, als Bergwerts- Aktiengesellschaft Bliefenbach, Düsseldorf. versicherungs- Beiträge übrig bleibende Theil des Lohnes: in Westfalen üblich ist, mit Durchschnittslöhnen von 2,94 und 3,12 m. Attiengesellschaft Bremerhütte in Geisweid( Westfalen) vorlieb zu nehmen! Oberschlesische Eisenindustrie- Aktiengesellschaft für Bergbau und Hüttenbetrieb, Gleiwit in Beim Steintohlen Bergbau unter Tage für die Berg: sonst. über Tage jugendl Männer Schicht leute Arbeiter Arbeiter Frauen Oberschlesien Niederschlesien. Ober- Bergamtsbezirk Dortmund: füdliche Reviere ( Staatswerke) Stunden Mt. Mt. Mr. Mt. Mt. 8-12 3,12 2,71 2,36 0,94 0,99 8-12 2,94 2,80 2,41 1,01 1,31 nördliche Reviere. 6-9 • 4,67 3,06 3,08 1,23 6-9 4,43 2,95 3,03 1,16 Saarbrüden 9 3,88 2,68 2,82 1,13 Aachen 912 3,74 2,83 2,70 1,12 1,30 Brauntohlen Bergbau 2,70 Ober- Bergantsbezirt Salle 11,4 3,21 2,63 9 Salz Bergbau Ober- Bergamtsbezirk Halle 8,1 3,82 3,44 3,50 Mansfeld( Kupferschiefer) Oberharz Siegen- Nassau. sonstiger rechtsrheinischer lintsrheinischer oag 31 11 Dabei sind alle diese Löhne höher als früher; früher verdienten die Bergleute noch weniger. In schärfstem Gegensatz zu der Bezahlung der Arbeiter stehen die Profite der Bergwerksbesizer. Es bertheilten Dividende im Jahre 1896: Bergbau- Gesellschaft Neueffen" in Altenessen Oberschlesische Kokswerke, Berlin ,, Eintracht", Braunkohlenwerke und Brikettfabriken, Berlin Bitterfelder Louisen- Grube, Bitterfeld Bergwerks- Gesellschaft Dahlbusch in Zeche Dahlbusch Arenberg'sche Aktiengesellschaft für Bergbau- und Hüttenbetrieb, Essen. 31,371,66 Bergbau- Aftiengeſellſchaft Bluto", Eiſen 1,20 Erz- Bergbau 9,3 3,32 3,30 10,5 2,44 2,48 1,85 0,66 8,4 3,11 2,79 2,62 1,39 1,31 8,2 3,12 2,48 2,46 1,38 1,17 9,2 2,63 2,45 2,30 1,09 1,14 2,91 1,23 1976ds Essener Bergwerksverein König Wilhelm", Berge- Bor11 Hannover 12 81/4" 12 8 D 16 25 6 8 A. Riebeck'sche Montanverte, Aftiengesellschaft, Halle a. S. 11 Schlesische Aktiengesellschaft für Bergbau und Zinkhütten11 betrieb, Lipine D.-S. Gelsenkirchener Bergwerts- Attiengesellschaft 71/2 9 が 121/2 " " 14 u. 16 815916 pet. Donnersmardhütte, Aktiengesellschaft. Zabrze Bereinigte Königs- u. Laurahütte, Attiengesellsch., Berlin 10 8%" Bochumer Verein für Bergbau und Gußſtahlfabrikation Eschweiler Bergwerksverein, Eschweiler bei Aachen. Geisweider Eisenwerke, Aktiengesellschaft Westfälische Union, Hamm i. W. 16 " 11/3 " 50 " 1110 12 11. 17 1092 " 91/2 281/3 18 " " " 10 beck Steinkohlen- Bergwerk Nordstern" in Essen Bergwerks- Gesellschaft Hibernia", Herne i. W. Magdeburger Bergwerks- Aktiengesellschaft, Magdeburg Concordia", Bergbau- Aktiengesellsch., Oberhausen( Rheint.) Steinkohleniverk Blöz bei Lobejün( Prov. Sachsen) • Kattowiger Aktiengesellschaft f. Bergbau u. Hüttenbetrieb, 10 Sattori 4. 6 in 13 Phönig, Attienges. 4. Bergbau, Saar 6. Ruhrort in Diese Liste ist noch lange nicht vollständig, sie könnte noch inn bedeutendes verlängert werden. Sie wird aber genügen, um zu zeigen, daß der Bergwerksbetrieb im ganzen und großen so hohe Grträgnisse abwirft, daß dem gegenüber die Bezahlung der Arbeiter thatsächlich erbärmlich ist. S Warenhaus Wilhelm Stein andhisa noinfants wil blo 19 SL ramma TelloT- Hoga Berlin, N. Chausseestr.GG เล Mittwoch Donnerstag Freitag. Lindener Kleider- Sammet 50 cm breit, farbig und schwarz Gestreift Indischer Seidenstoff für Blousen, aparte Farben * herbedhea2sW neleribatlogmo gelede Mtr.[ 25| Rein woll. engl. Kleiderstoffe Mtr. 75 Pf. Chiffon- Schleifen m. Spitze, im Carton 45 P Mtr. M. M. doppelt breit neoolgea 50 150 Futter- Moiré, la. Qual, alle Farben Mtr. 26 P. Kinder- Käppchen, schott. Sammt, Stück 125 Seid. Moiré- Velour, alle Farben, Mtr. 160 Reversible, uni u. bedruckt, Mtr. 33 u. 30 P Crêpe- Jabots m. Bandeaux u. Spitze, Stück mo M 12 M M M ( adrest bio M. 08 Hong Spargel- Angebot. STANGEN- SPARGEL in geöffneten Dosen zur Ansicht! 2 Pfund- Dose à Mk. 1,00, 1,25, 1,40, 1,60, 1,80. 165 M. mo slogered t Coul. rein seid. Damassé, neue Dessins, Mtr. 15 Schwarz. woll. Mohair, ca. 110 cm breit, Mtr. 95 Pf. Rein woll. Velour, ca. 180 cm breit, zu Kleidern, Mtr. 2. 45 M. 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