Nr. 288. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Prets pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Bfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungss Pretstifte für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. A bit stools demand ung and fod untalamas di mai enth et utal ion p15. Jahrg. june 216 god. Die Insertions- Gebühe Vorwärts Berliner Dolksblaff. beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: ., Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quiffung. Im Monat November gingen bei dem Unterzeichneten folgende Parteibeiträge ein: Bor Freitag, den 9. Dezember 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. mit über 47 Millionen 1896/97 ihren bisher höchsten Stand Wenn die besigenden Klassen weiter für den Militarismus erreicht. schwärmen wollen, so mögen sie auch die Lasten auf ihre tragfräftigen Schultern nehmen und nicht die Zukunft mit Schulden und die Enterbten mit indirekten Steuern belasten. Politische Nebericht. " Der neue Etat für 1899( 1. April 1899 bis 31. März Apolda, durch A. B. 11,45. Augsburg, U. 20,-. Auvelois, an. Es werden gegen das Etatssoll des laufenden Jahres 1900) läßt sich zunächst in den Einnahmen weiter günstig deutsche Filzschuh- Arbeiter 20,16. Berlin, Beiträge der Wahlkreise: 1898 höher angeseht, und zwar wie gesagt: nicht nach 2. Kreis 500,-( darunter Geburtstag Mäklisch, Adalbertstraße, 7 Willtür, sondern meist nach feststehenden Durchschnitten aus Verloosung eines Bildes 2,50). 3. Kreis 1000,-. 4. Streis( Oft) 1000,-( darunter Brüderlichkeit 10,-, Bierprozente von Manzel- abgelaufenen Jahren: die Zölle und Verbrauchssteuern mit hauer 16,-). 6. Kreis, Rosenthaler Vorst. u. Gesundbrunnen 700,- 40,77 Millionen Mark, die Reichsstempelabgaben mit Berlin, den 8. Dezember. ( darunter von A. u. B. Ueberschuß der Reise nach Weimar 10, 800 000 Mart, die Post- und Telegraphen Erträgnisse Die automatische Schraube ohne Ende von Holzbearbeitungsmaschinen- Arbeitern 3,-, 131, 121, 817 8,-) mit 7,29 Millionen, die Reichsdruckerei mit 234 610 M., die so wird man in Zukunft sagen müssen. Denn die Re6. Kr., Wedding und Oranienburger Vorft. 700,-( darunter A. F. 101 Eisenbahnverwaltung mit 262 700 m., das Bankwesen mit gierung hat, wie wir gestern schon hervorhoben, in die neue 2,-, S. E., Tegelerstr. 17 10,-, Hähnchen- Detmold 0,45). fast 4 Millionen, die Ausgleichsbeträge für die nicht allen Militärvorlage eine Bestimmung gebracht, nach welcher die Berlin, diverse Beiträge: Möbelpolirer von Treue, Wiener Bundesstaaten gemeinsamen Einnahmen mit 14,7 Millionen Präsenzziffer sich nach der steigenden Bevölkerungszahl richtet, straße 44, 15,-. Ueberschuß einer Stranzspende 0,75. Sp. Bijeleure Mark. Die gewöhnlichen Einnahmen ergeben mithin gegen das heißt, mit ihr steigt. 10,-. Durch E. J. 50,-. Von einigen Köpenicker und Berliner Radfahrern 3,30. Dr. L. A. 50,-. Bigarrenfabrik das Vorjahr einen Mehrbetrag von fast 30 Millionen. R. Schulze, Friedrichsfelderstr. 21, 7,10. Rothe Buchbinder, Grün- Demgegenüber stehen bereits im ordentlichen Haushalt straße 5,-. 2. S. 50,-. A. V. 50,-. A. S. 30,- Silfs- 44,47 Millionen Mehrbedarf. Es sind nämlich angesetzt: arbeiter der Buchdruckerei Bading, Beitungsabtheilung wärts" 10,-. J. M. 2,-. Vom Teufel 3,-. Geburtsid tagsfeier in Schöneberg d. W. 2,10. Gutenberg 100,-. Möbelfabr. Fingel, Wasserthorstr. 11,35. A. G. 3,-. Werkabth. der Buchdruckerei Bading 30,-. Von den Verbandsmitgl. der B.'schen Buchdruckerei, Georgenstr. 25,-. Bierprozente der Geschäftsbücher- Fabrik von Zumpe 10,- Amerikanische Auktion, durch den Reichskanzler ut. die Reichs- b H., Wallstr. 2,25. Von Mitgliedern der U.-Dr. 3,-. Bier prozente Konsumtasse Millionen- Schulze 3,40. Bremerhaven 4,50 das Auswärtige Amt. ( davon von G. Gr. 2,50). Bremerhaven G. 4, Bern 50, Bernburg( Oft.- Nov.- Dez.) 30,-. Bremben, fidele Statbrüder 3,-. Bamberg, Jädlein Rohrbach 5,-. Cottbus, Wahlkr. Cottbus- Spremberg 100,-. Essen, Genossen v. Stadt Effen 100,- Elberfeld 300, Forst N.-L., Juliusthurm 200,-. Falkenberg( Oberschl.) 2,- Freiburg i. B., v. Gen. 20,-. Freiburg a.E., amer. Auft. 3,70. Gießen, E.. 10, Greiz, Wahltr., Reuß ä. 2. 50,-. Hamburg, v. d. Arbeitern der das Reichs- Schazamt Bigarrenfabrik von Otto, St. Pauli 20,- Hohenstein Ernstthal, Reichs- Eisenbahnamt E. B. 10,-. Halle, Parteigenossen des Saalekreises 300,-. Sam- die Reichsschuld burg, im„ Echo" quittirt am 13. November 123,25, 20. November den Rechnungshof. 82,90, 1. Dezember 154,05, Summa 360,25. Hamburg, 1. Wahl- den Allgem. Pensionsfonds freis 2000,- Jena, bon Jenaer Genossen für das die Post mid Telegraphen 4. Quartal 30,-. Johanngeorgenstadt, rothe Storchbrüder 2,20. Köpenick, P. S. 15, Lehe, rothe Hochzeit 7,05. Memel, von Genoffen 20, Marburg, ein Einsamer 10,- München, WaldTäufer 5, München- Sendling, von Genossen 27,20. Nienburg, Rückzahl. Br. 300, Für den Parteivorstand: A. Gerisch, Kazbachstr. 9. Die Reichsfinanzen. fanzlei für fortdauernd mehr weniger Mart Mart einmalig mehr weniger Mart Mark 8 250 641 443 5 850 428 3 060 700 763-850 3 500 000 Reichsamt des Innern 3 592 385 die Verwalt. des Reichsheeres 8469 510 Verwalt. der kaiserl. Marine 6 352 221 Verwalt. des Gouverne ments Kiautschou. Reichs- Justizverwaltung " " " " berwaltung. Reichsdruckerei Eisenbahnverwaltung 109.680 17 360 1754 500 31 140 3 582 529 252,090 116111 140 000 3 059 859 198 300 4 285 000 Sehr scharf geht die Freisinnige Zeitung" den Bemerkungen der Motive über Rußland zu Leibe. Daß Rußland doppelt so viel Einwohner hat als Deutschland, ist richtig, allein darum ist es nicht militärisch uns überlegen. Seine doppelte Bevölkerung von Europäisch- Rußland allein zu reden ist auf einen neunmal so großen Raum vertheilt und entbehrt fast aller Vortheile der Zivilisation, die wir haben: Schulen, Verkehrsmittel u. s. w. Die Folge ist, daß Rußland troß seiner doppelt so großen Bevölkerung nur wenig mehr Retruten jährlich einstellen kann, wie wir, nämlich 287 000 gegen 266 000, das heißt blos 21 000 mehr. Wohl hat Rußland eine größere Friedenspräsenz von Heer und Flotte als Deutschland: 893 000 gegen 557 000 Mann. Aber die Kriegsstärke Rußlands ist selbst auf dem Papier wo die Ziffern der Wirklichkeit voraneilen143 100 nicht erheblich größer, als die Deutschlands; und durch die 10 000 Dichtigkeit unserer, auf vergleichsweise fleinen Raum konzentrirten Bevölkerung giebt uns ein so großes militärisches Uebergewicht über Rußland, daß es geradezu lächerlich ist, uns diesen„ Koloß auf thönernen Füßen" als Wauwau an die Wand malen zu wollen. Thatsächlich denken unsere höheren Militärs sehr gering von der militärischen Stärke Rußlands. Das Hamburger Echo" schlägt vor, der neuen Militärvorlage ein Paroli zu bieten durch Einbringung eines Gesetzesvorschlags auf Einführung des Milizsystems. Reichstag mit größter Energie dem völferverderbenden Syſtem So viel steht jedenfalls fest, daß unsere Vertreter im der stehenden Heere gegenüber das Milizsystem, d. h. ziehung der Jugend zur Wehrhaftigkeit be. die allgemeine Voltsbewaffnung mit Erfürworten werden. Pole oder Sozialdemokrat. Nordische Wasserfante 50 000,- Pforzheim, Schon das giebt eine Mehrforderung von Matrikular 9. badischer Wahlkreis 40,-. Quedlinburg, v. Genossen d. 2. Tr. beiträgen, die den Einzelstaaten auferlegt werden, von 50,-. Reinickendorf 6, Ronsdorf, durch d. Vertr. 20, fast 144 Millionen Mart, von 29 Millionen, wenn man die Spremberg, filberne Hochzeit 1,05. St. Ludwig, M. 3.- Ausgleichsbeträge" hinzunimmt. Dazu tritt jedoch die viel Stuttgart, U. 10,-. Schwelm 100,- Saarabien, aus dem König- stärkere Inanspruchnahme der Anleihe. reich Stumm 10,- Tischau( Oberscht.) 2 Genossen 4, Teltow Etat 1898 ist ein Anleihebedarf von 57,43 Millionen Mark Im laufenden Beestow, Wahlkreis 1000,-. Württemberg 50,-. Weißenfels 50, vorgesehen. Er wird infolge der verwickelten Gesetze über die Zeiz, Wahlkreis Beig- Weißenfels- Naumburg 100,-. Berlin, den 7. Dezember 1898. Verwendung überschüssiger Reichseinnahmen zur Schuldentilgung" nicht in dieser Höhe wirklich erreicht werden. Die neue Vorlage bersteigt sich jedoch zu der schwindelnden Höhe eines Pumpes von 90,84 Millionen Mark; und wenn auch hier Der Reichstag ist vor einer großen Gefahr gnädig beschließlich wieder Ueberschüsse ermäßigend wirken mögen, so ist wahrt worden! Beinahe wäre zum ersten Male ein Sozialdoch immer im Auge zu behalten, daß eine ganze demokrat ins Bureau gewählt worden. Genosse Schipper Der neue Etatsentwurf sowohl wie die rückschauende indeß die bisherige Steigerung der jährlichen Einnahmen durch der Festsetzung des Resultats der Schriftführerwahlen hat sich Reihe von Anforderungen an das Reich fortgesezt steigen, daß kandidirte, wie bekannt, diesmal als Schriftführer. Bei „ ltebersicht für 1897/98 bringen nach den vorhergegangenen ungünstige Wirthschaftsverhältnisse rasch zum Stillstand, sogar jedoch ergeben, daß nicht Schipper, sondern der Graf vielfachen Preßerörterungen teine besonderen Ueberraschungen. zum Umschlag nach unten kommen kann. Aller Optimismus wilecki( Pole) zum Schriftführer gewählt ist. Diese ThatImmerhin ist es gut, sich bei dieser Gelegenheit das Gesammt versagt hier: obwohl die neue Militärborlage da- fache kann nur darin ihre Erklärung finden, daß der rechte bild der Reichsfinanzen wieder einmal klar zur Vorstellung durch schmackhafter gemacht werden soll, daß man die erste Flügel des Zentrums, entgegen den Versicherungen der zu bringen. Einzelheiten hervorzuheben, wird sich oft genug Jahresrate geslissentlich niedrig hält, reitet sie uns doch, noch Fraktionsführer, Schippel nicht gewählt hat. Ob noch andere Fraktionen sich an diesem Wortbruch Die Uebersicht der Reichs- Ausgaben und Einnahmen für Dazu bereits in einem finanziell günstigen Jahr, in immer betheiligt haben, wissen wir nicht. Nach den Verhandtieferes Schuldenmachen hinein. das Etatsjahr 1897/98", also für den am 1. April 1898 konnten nur die beiden abgelaufenen Beitraum, weist abermals die charakteristischen wechsel, belief sich die Reichsschuld auf 721 Millionen. Nun tonservativen Fraktionen und die Nationalliberalen gegen Im Jahre 1888, vor zehn Jahren beim Regierungs- lungen im Senioren Konvent Züge der letzten Finanzperiode auf: die wirklichen Ernur deren Vertreter sich gegen trägnisse der Haupteinnahmequellen fließen viel reichlicher, als werden wir bald auf 2400 Millionen angelangt sein. Schippel stimmen, da Hier fahren wir in der That mit Volldampf die Wahl eines Sozialdemokraten als Schriftführer erklärten. man vorher annahm oder als man nach feststehenden Be- voraus, während wir auf anderen Gebieten mit Vorliebe den Allenfalls kämen noch die Antisemiten und Polen in Frage. rechnungsgrundsäken als zu erwartenden Ertrag in den Etat Krebsgang nach rückwärts gehen. Erstere haben, wie uns mitgetheilt ist, im Plenum des Reichseinstellen mußte. Theils macht sich der anhaltende Wirthschaftsaufschwung unmittelbar geltend, wie bei der Post im gehalten zu werden. Der Reichsetat zeigt bekanntlich zwei Fraktionen hatten sich im Senioren- Konvent für die Wahl Noch eine andere Beobachtung verdient wiederum feft- tags lebhaft gegen die Wahl Schippel's agitirt. Alle übrigen Porto und in den Telegraphengebühren, bei denen eine große durchlaufende Posten, die auf der einen Seite als Gin- Schipper's erklärt. Hätten die Fraktionen das Versprechen ihrer " größere Steigerung des Post- und Telegraphenverkehrs, als nahme, auf der anderen ebenso als Ausgabe erscheinen, die Führer realisirt, so wäre Schippel gewählt worden.- Aber bei Aufstellung des Etats anzunehmen war", eintrat oder baher, um ein richtiges Gesammtbild zu gewinnen, aus- Versprechen und Halten ist eben bei den bürgerlichen Par bei der Wechselstempelsteuer, die über 1½ Millionen Mark geschieden werden müssen: das sind bei den Ausgaben die teien zweierlei was durch den Fall Schippel wieder mehr wie das Gesammt- Soll einbrachte, wie ferner bei einer Bes Reichs. Invalidenfonds mit 27,9 Millionen Mark, die einmal finnfällig gemacht. Aber noch etwas anderes beweist Reihe für die Industrie wichtiger Rohstoffzölle. Theils steigert ueberweisungen an die Bundesstaaten mit 476% 4 Millionen. der Fall: daß unseren nationalen" Parteien ein pol der gute Geschäftsgang die Konsumtion der Bevölkerung und Bei einem Scheinbedarf des Reiches von 1554,5 Millionen nischer Graf immer noch lieber ist als ein deutscher wirkt so mittelbar auf die Erträgnisse der Zölle und Verbrauchs- bleibt also ein wirklicher Gesammtbedarf für fortdauernde Sozialdemokrat. steuern. Das Ergebniß stellt sich folgendermaßen dar: und einmalige Ausgaben von knapp 1050 Millionen. Davon noch Anlaß bieten. " # Zentrum und lex Heinze. Es find 1897/98 Gegen das Gesammt- Soll decken wir 91 Millionen, weit über ein 3wölftel, eingefommen mehr(+) oder weniger(-) durch Pump. Wir decken ferner nach dem Voranschlag Zölle u. Verbrauchssteuern 733,42 Mill. M.+80,28 Min. M. Das Zentrum fühlt sich als Regierungspartei und die Reüber 742 Millionen, weit über zwei Drittel, durch gierung weiß, was das Zentrum beanspruchen kann! So herrscht Zölle und Verbrauchssteuern, vor allem durch das innigste Verhältniß zwischen den beiden Kommittenten, man liest +0,64" die Zölle auf Getreide, Petroleum, Kaffee und Solonial fich gegenseitig die Wünsche von den Augen ab. Zu solchen Wünschen waaren, und durch die Auflagen auf Branntwein, Zucker, gehört die lex Heinze, über die das Kölnische Zentrumsblatt schreibt: Bekanntlich hat die Reichsregierung seinerzeit aus Anlaß des Salz, Tabat. Prozesses Heinze beim Reichstag einen Gefeßentwurf gegen die zu1nehmende Unsittlichkeit in den verschiedensten Formen eingebracht, dann aber, nachdem der Entwurf in einer Stommission Reichsdruckerei Bost und Telegraphie Reichs- Stempelabgaben 59,06 " 42,25 2,80 4,16 " " " " 2,17 " " " Eisenbahn- Verwaltung 26,62 " Bankwesen 10,69 +2,07 +7,19 " " " " 16,57 +1,32 " " Verschiedene Verwaltungseinnahmen 〃 " Wir wollen diejenigen Leute nicht im Zuchthaus sehen, die der Koalition zur Steuerausbeutung der großen Volts Die Mindereinnahme bei den Stempelabgaben ist aus- masse angehören. Aber was wir billigerweise verlangen gründlich durchberathen und amendirt worden war, ihn liegen schließlich auf das famose Börsengeset zurückzuführen; fast alle tönnen und als Vertreter der arbeitenden Massen lassen. In der vorigen Session hat deshalb das Zentrum seinerseits Gebühren brachten hier Mehrerträgnisse, die jedoch gegen die verlangen müssen, das ist: daß man die proletari- einen Entwurf in der Kommissionsfassung als Snitiativantrag ein4,59 Millionen Mindererträge für Kauf und sonstige schen Steuerzahler nicht auch noch hindert, auf ein gebracht; leider ist der Antrag bei der Ueberlastung der Session Anschaffungsgeschäfte" nicht aufzukommen vermochten. Bei befferes Steuersystem politisch, mit der Waffe des Wahl- Zentrum die Sache nicht werde ruhen lassen, sondern zu Beginn des nicht mehr zur Verhandlung gekommen. Doch stand fest, daß das den Zöllen ist besonders die Mehreinfuhr von Roheisen, rechts, hinzuwirken, und Preiserhöhungen durch freien Lohn- neuen Reichstages den Antrag wieder einbringen werde. Nunmehr die Sache nicht werde ruhen lassen, sondern zu Beginn des Getreide, Bau- und Nugholz, Fleisch, Staffee, Stakao, Tabat, tampf möglichst wieder wettzumachen, solange das herrschende erfahren wir zuverlässig, daß die Steichsregierung ihrerseits Baumwollensamenöl, Schmalz, Petroleum und Pferden ins Finanzsystem weiter seine Geißel über den Häuptern gerade wieder vorgehen und den Entwurf erneut vorlegen will; der EntGewicht gefallen. Die erbitternd ungerechte Salzsteuer hat der ärmeren Volksschichten schwingt. wurf soll noch vor Weihnachten eingehen. Dem Zentrum wird diese Nachricht zu großer Befriedigung gereichen. Es kann sich nun einstweilen die Wühe, im Wege des Initiativ= antrages vorzugehen, ersparen. Auch ist jetzt die Ausficht auf ein Zustandekommen des Entwurfes ungleich besser, als wenn das Zentrum seinen event. Antrag als Initiativantrag hätte verfolgen müssen." Damit ist natürlich der Weihnachtswunschzettel des Zentrums nicht erschöpft, und die Regierung wird noch einige fleine Geschenke spendiren müssen, ehe die Ultramontanen zu unbegrenzten Gegendiensten bereit sind. Als kluge Händler laffen sie einstweilen die Regierung" zappeln", indem fie fein unzweideutiges Wörtchen verlauten lassen, wie sie sich zur Militär- und Zuchthausvorlage stellen. Sie wollen als Retter in der Noth erscheinen, um das Recht zu haben, die dreifache Tage zu fordern. Nicht erwähnenswerth. " gefege liegen. Der in der Thronrede gewählte Name ist an sich| dem Titel eines Schlafzimmer- Journalisten" zu zitiren, wenn es die vieldeutig man tann aus ihm auch herauslesen, daß das gewerb- Weltgeschichte erfordert. liche Arbeitsverhältniß nach beiden Seiten, also nicht nur gegen Berstöße der Arbeiter, sondern auch gegen solche der Unternehmer berichtet: Ein junger Freiherr. Aus Düsseldorf wird vom 6. Dezember geschützt werden soll. Indessen die erläuternden Bemerkungen von Massenbach, Sohn des hier wohnenden Obersten z. D. Der 17 Jahre alte Gymnasiast Freiherr Karl müssen zu der Annahme führen, daß nur die Arbeiter ge troffen werden sollen. Wie dies möglich sein wird, ohne die Frhr. von Massenbach, stand heute vor der hiesigen StrafKoalitionsfreiheit einzuschränken, ist uns nicht erkennbar. So sehr wir fammer unter der Anklage, Fahrräder gestohlen zu haben. die Bedrohung und Mißhandlung Arbeitswilliger verurtheilen, so Der Angeklagte war geständig; er hat im April d. I. auf der glauben wir doch entgegen den Worten der Thronrede, daß die kameraden das Fahrrad und verkaufte es für 100 Mark, die er Straße ein Fahrrad gestohlen; im Juli stahl er einem Schulbestehenden Strafgesege völlig ausreichen, um miß feinem Bruder gegeben haben will. Nach diesem Diebstahl ständen zu steuern, und daß die sozialen Schwie wurde er nach Pyrmont auf die Schule geschickt. Heute waren rigkeiten der Zeit durch die äußerliche Nepreffion zur Verhandlung viele medizinische Gutachter geladen, darunter Hur gesteigert werden." Ganz einverstanden mit der Zuchthausvorlage ist dagegen die Geheimrath Pelmann aus Bonn. Die Sachverständigen erklärten Korrespondenz der Landwirthsbündler, die im übrigen durch die den des Diebstahls angeklagten jungen Freiherrn für unzuDie lekte Thronrede war zwar die längste, die je dem Schutz der Arbeitgeber des Mittelstandes, und selbst das ange- wider die Freisprechung murren. Im Gegentheil, wir freuen uns Thronrede schmerzlich enttäuscht ist. Sie vermißt vor allem den rechnungsfähig, worauf er freigesprochen wurde. Wir wollen nicht wider die Sachverständigen- Gutachten und nicht deutschen Reichstag gehalten worden ist, so war aber auch fündigte Fleischschaugese vermag ihr kein Vertrauen einzuflößen, über das günstige Geschick des jungen Freiherrn, der für un die, welche die meisten Auslassungen enthielt. Wir haben auf Die produttiven Mittelstände"- lies die Kanige und zurechnungsfähig erklärt wurde, obgleich er das Gymnafium besuchte. deren verschiedene hingewiesen. Eine neue hat der„ Schwäbische Mirbäche sind bei der Thronrede leer ausgegangen", webtlagt zurechnungsfähig erklärt wurde, obgleich er das Gymnasium besuchte. in Merkur" entdeckt: Der Tod Bismards ist unerwähnt geblieben. die Korrespondenz. Es ist in der That eine unbegreifliche Unter: Situation gewesen sein, weil dessen Eltern nicht die großen Summen Die Verfasser der Thronrede haben den physischen geches female: Die Verfasser der Thronrede haben den physischen Tod eines warme Herz für die Ostelbier nicht hat lopfen lassen. Auf einen diefe Summen aufgebracht werden, dann würde ja wahrscheinlich lassungssünde des Verfafiers der Thronrede, daß man diesmal das für medizinische Gutachten hätten aufbringen können. Könnten seit 1890 politisch todten Mannes offenbar nicht für ein abjak mehr konnte es doch wahrhaftig nicht ankommen. Aber dieses auch so ein junger Arbeiter von den medizinischen Autoritäten für dieſe Summen aufgebracht werden, dann würde ja wahrscheinlich politisches Ereigniß gehalten. Es ist bezeichnend, daß man versehen wird gerächt werden. Denn troß der norddeutschen Mahnung unzurechnungsfähig erklärt werden. Aber da bei dem Arbeiter das diese Unterlassung nicht sofort angemerkt hat. zu weiser Selbstbeschränkung wird es„ Sache der mittelstandspartei Geld für diese Gutachten eben nicht aufgebracht werden kann, so lichen Abgeordneten sein, diese von den Räthen der Krone in der wird der Gerichtshof nicht in die Lage versetzt, die UnzurechnungsThronrede gelassenen Lücken durch entsprechende Interpellationen, Engliſche Drohungen. Anläßlich des 25 jährigen Bestehens Initiativanträge ze. auszufüllen und auf diese Weise auch dem pro- fähigkeit des Angeklagten zu erkennen, und der Arbeiter komint der englischen Handelstammer in Paris hielt der englische Bot- duktiven Mittelstande zu seinem Rechte zu verhelfen". ins Gefängniß. schafter Sir Edmond Mouson eine bemerkenswerthe Nede, deren Schluß nach einem Telegramm der Boss. Ztg." wie folgt lautete: Zur Erforschung der Maul- und Klanenfeuche sowie anderer " Möchten meine Anschauungen von allen Franzosen, übertragbarer Thierkrankheiten sind in den Reichshaushalt 30 000 m. Staatsmännern wie Schriftstellern, getheilt werden, eingestellt. die für die Leitung der Staatspolitit verantwortlich sind. Ich beschwöre Sie, die Politit der Nadelstiche nicht fortzu- daß vom 1. Januar 1899 ab versuchsweise Gesprächsanmeldungen Postalisches. Im Reichs- Anzeiger" wird bekannt gegeben, sezen, die einem furzlebigen Ministerium einen Eintagserfolg ver- für Doppelgespräche von 6 Minuten Dauer im Fernsprech schaffen kann, jedoch in England unabwendbar eine Gereiztheit berkehr zugelaffen werden. Zwischen denselben Korrespondenten unterhält, die ein stolzes Bolt in einem gegebenen Augenblick ist ein länger als zwei Einheiten dauerndes Gespräch nur dann unerträglich findet. Ich beschwöre diese Herren, der Versuchung statthaft, wenn vor oder während dieser Zeit keine weitere Anzu widerstehen, durch jämmerliche Machenschaften den englischen meldung erfolgt ist. Die neue Bestimmung tritt zunächst nur für Unternehmungsgeist hemmen zu wollen. Ich bedaure eine ben Verkehr innerhalb des Reichs Telegraphengebietes in Kraft. Quertreiberei dieser Art in dem Vorschlag zu sehen, im kürzlich eroberten Sudan neben unseren Lehranstalten Gegenschulen zu errichten. Eine folche grundlose Herausforderung, der hoffentlich keinerlei amtliche Unterstüßung zu theil wird, könnte die Wirkung haben, die Politik rücksichtsboller Schonung zu ändern, die uns abhält, alle Vortheile aus unseren jüngsten Siegen und unserer heutigen Stellung zu ziehen und von uns Maßregeln annehmen zu lassen, die vom ersten Fachmann in diesen Fragen vorgeschlagen, von einem ziemlich großen Theil des englischen Volkes günstig aufgenommen wurden, aber nicht gerade den Gefühlen der Franzosen entsprechen würden." V " Diese Wendungen können nichts anderes bedeuten als eine Drohung mit der Berkündigung der englischen Schutzherrschaft über Egypten. Im Zusammenhang mit solchen Aeußerungen versteht man die Stimmung einzelner Pariser Blätter, die von einem französisch deutschen Bündniß träumen und sogar schon mit dem Gedanken eines endgiltigen Verzichts auf ElsaßLothringen spielen. Auch die merkwürdig sympathische Besprechung der deutschen Thronrede, die man mit der anmaßenden" Botschaft Mac Kinley's fontrastirt, ist ein Ausfluß des Mißbehagens über die Erfolge der angelsächsischen Naffe". in einem die Die Propaganda frommer Werke. Ein interessanter Spezialist für religiöse Brachtwerte" wird in der Allgemeinen Buchhändler- Zeitung" vorgestellt. Ein gelernter Buchhändler hatte sich um die Stellung eines Reisenden- Direktors" beworben; er erin dem es hieß: hielt auf dieses Anerbieten von dem Verlagsbuchhändler einen Brief, Ich sah noch niemand ungeeigneter im Vertrieb religiöser Werte als gelernte Buchhändler, die, kommt es zum Treffen, schon aus reiner Beklommenheit nicht losgehen. Wer ist Großkanfmann? Um fest zu stellen, wer nach dem neuen Handelsgesetz als Vollkanfmann anzusehen und deswegen den Vorschriften in bezug auf Handelsregister, Buchführung u. 1. w. zu unterwerfen ist, hat der Handelsminister die Handelsvertretungen ersucht, Gutachten über die Grenzen des Kleingewerbes abzugeben. Das Weltestenkollegium der Berliner Kaufmanneinem ausführlichen Gutachten, ichaft beantragt Zugehörigkeit zum Großbetriebe davon abhängig zu machen, daß neben dem Steuersatz von 16 M. entweder ein Jahres- d ertrag des Geschäfts von 2000 M. oder ein Grund- und Betriebsfapital von 5000 m. vorhanden sein müsse. Der Ausschuß des deutschen handelstages hat sich zu der Frage am Freitag dahin geneigt, daß eine Abgrenzung des Kleingewerbes durch feste Bestimmungen unrichtige Entscheidungen, cher veranlassen als verhüten würde. Es möge daher den von den Organen des Handelsstandes zu unterstützenden Gerichten überlassen bleiben, nach freiem Ermessen über die Zugehörigkeit eines Betriebes zum Kleingewerbe zu entscheiden. Ein nener Gewaltakt des Herrn von Köller wird, dem Berl. Tagebl." aus Kopenhagen gemeldet. Danach waren Amtsrichter Hahn in Nordborg zitirt. Der Amtsrichter forderte dieser Tage eine ganze Anzahl dänischer Eltern vor den Hier kommt es auf Energie und fühnes Auftreten an, das ich an Schlossergesellen pp. viel eher wahrnehme, ganz gleichgiltig, ob sie richtig deutsch sprechen oder nicht. Die Inhaber der größten Reisegeschäfte find ehemalige Schlossergesellen oder HausInechte, ebenso wie auch Ihr Herr... dort. Einen gelernten Buchhändler habe ich es hierin noch nie zu etwas bringen sehen. Seine vermeintliche Bildung", sein„ ehrenhafter Stand" verweisen ihn zum Verkauf von Stahlfedern und Schreibheften bei färglichem Verdienst. 52 Nur einen Mann mit wilder Gier für Vers dienst kann ich für diesen Bosten verwenden Ich bemerke, daß meine reich illustrirten... werte Erscheinungen ersten Ranges sind, deren Inhalt jedermann verblüfft, deshalb stehen den Reisenden auch alle Thüren offen durch Empfehlungsschreiben allerhöchster Hand: Ihrer Maj der Kaiserin, den König von Sachsen, Preußen, Württemberg, evang. preuß. und bad. Ober= tirchenrath, preuß. Hauptbibelgesellschaft 2c. Ich bin auf 14 Jahre hinaus mit solch großen illustrirten Werken belegt. Nächstes Jahr kommt eine gleichfalls illustrirte daran in 2 Ausgaben zu 45 Heften à 50 Bf. und eine Bolksausgabe zu 25 Heften von den bekanntesten OberKonsistorialräthen herausgegeben. Ueberlegen Sie sich also erst die Sache, prüfen Sie erst Ihre „ dide Haut" und tommen Sie erst nach erlangter Gewißheit Die Breßerregung über die Rede ist in Frankreich natürlich sehr start. Einzelne Blätter verlangen sogar die Abberufung des Bot- in seiner Eigenschaft als Obervormund alle Eltern auf. Der Umgang mit relig schafters. Deutsches Reich. " 11 Der Umgang mit religiösen Kunden muß ganz besonders ihre Kinder, welche Schulen in Dänemark besuchten, fofort zurück- schwierig sein, wenn trotz der reichlichen Empfehlung seitens höchfter zurufen. Die Aufforderung wurde von allen Eltern mit einer Herrschaften Kunstgriffe angewendet werden müssen, die mehr für energischen Weigerung beantwortet. Der Amtsrichter drohte mun, die Thätigkeit eines Einbrechers als für dieeines Werbeapostels den Eltern das Elternrecht zu entziehen. Ein hochstehender oberkonsistorialräthlicher Brachtschöpfungen zu passen scheinen. Beamter in Nordschleswig erklärte dazu, daß alle jungen Nordschleswiger in der nächsten Zeit aus Dänemark zurüdgerufen werden Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. Wegen sollen. Oberpräsident v. Köller hat erklärt, daß diese Maßregel derartig Majestätsbeleidigung wurde am Sonnabend vor der ersten Strafdurchzuführen wäre, daß alle in Nordschleswig wohnenden dänischen fammer zu Königsberg i. Pr. der Schmiedemeister Friedrich Optanten vor die Wahl gestellt werden sollen, entweder ihre Kohl aus Adl. Medenau zu drei Monaten Gefängniß verKinder, welche in Dänemark Schulunterricht erhalten, zurückzu urtheilt. Während der Verhandlung war die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Kohl ist vor mehreren Jahren bereits wegen Majestätsrufen oder selbst ausgewiefen zu werden! beleidigung mit zwei Monaten Gefängniß bestraft. 9. Zweijährige Dienstzeit. Bleibt die zweijährige Dienstzeit für Fußtruppen erhalten? In der Begründung" heißt es: Dant dem unermüdlichen Eifer des Lehrpersonals und der bereitwilligen Gewährung von Mitteln für die Ausbildung der Truppen ist es gelungen, trotz der verkürzten Dienstzeit die Anforderungen des Friedensdienstes vorläufig zu erfüllen. Dies ist auch für die Zukunft zu hoffen, wenn die beabsichtigten Verbesserungen unseres Heerwesens Verwirklichung finden. Voraussetzung ist hierbei allerNicht blos mit der Humanität, sondern auch mit dem dings, daß Offiziere wie Unteroffiziere den erhöhten Ansprüchen Völkerrecht scheint uns ein solches Vorgehen im ärgsten Der Redakteur der Fränk. Tagespost", Genosse Gärtner, bauernd gewachsen bleiben, und daß besonders die Aus- widerspruche zu stehen. Daß die ganze Dänenheze politiſch mitlug iſt, wie wir bereits kurz mitgetheilt haben, wegen des Abdrucs des stattung der Armee mit großen Uebungsplägen ist, haben wir schon mehrfach hervorgehoben. Gedichtes Im heiligen Lande" aus dem Simpliziffimus" vont Die Zahl der Ausweisungen beschleunigt wird. Ueber die Wirkung der verkürzten Dienstzeit auf Staatsangehöriger aus Breslau beträgt feit dem Da jedoch nach Ansicht des Gerichtes der Spruch der Geschworenen österreichischer Nürnberger Schwurgericht freigesprochen worden. die militärische Leistungsfähigkeit des Beurlaubtenstandes liegen zur Zeit ausreichende Erfahrungen nicht vor." 1. April d. J. 96. Wenn die stockkonservative Schlesische Zeitung", nicht ertennen lasie, ob Gärtner's Unschuld aus fubjektiven gewissermaßen zur Beschwichtigung, hinzufügt, daß demgegenüber oder objektiven Gründen angenommen worden ist, nach Ansicht 326 in Breslau lebende Oesterreicher von der Polizei unbehelligt des Gerichtes jedoch in dem betreffenden Gedichte objektiv eine geblieben sind, so ist das ein sehr billiger Troft für die 96 Aus- Majestätsbeleidigung enthalten sei, so liege kein Grund vor, die gewiesenen, deren wirthschaftliche Existenz durch diesen Polizeistreich Kosten der Vertheidigung auf die Staatskaffe zu übernehmen, auch unter Umständen auf lange hinaus ruinirt ist. sei gemäß des Antrages des Staatsanwaltes die Beschlagnahme der Nummern, Unbrauchbarmachung der Platten u. s. w. ausgesprochen worden. Ausland. Desterreich- Ungarn. Die Kreuz- Beitung" liest aus der Stelle die Möglich feit einer Aenderung der zweijährigen Dienstzeit heraus. Das fonservative Organ schreibt: " Die Vorlage umgeht recht geschickt die Slippen und ebenso ein festeres Binden an die Dienstzeit, indem sie sich gewissermaßen Auswege freigelassen hat." Und nach der Anführung jener Säße heißt es:" Somit hat die Regierung, soweit es möglich bayerischen Steuerausschuß angenommene Beschluß, betreffend eine Zur Erdrosselungssteuer der Waarenhäuser. Der vom ist, sich noch nicht fest gebunden, was bei den mancherlei Sorgen, l m fa steuer für Waarenhäuser, hat folgenden Wortdie die Neuregelung verursacht, und den mannigfach gehegten laut: Gewerbliche Unternehmungen, welche behufs der gewinnWünschen, empfehlenswerth ist. Wenn selbst die grundsäglichen Anhänger der zweijährigen Dienstzeit in den liberalen Blättern eine bringenden Verwerthung größerer Betriebsmittel ihrem GeAnzahl Vorbedingungen als nothwendige Silfs schäftsbetriebe eine außergewöhnliche Ausdehnung geben und Wien, 8. Dezember. Dem Fremdenblatt" zufolge wird die Art ihres Geschäftsverfahrens von den Grund- Regierung morgen im Abgeordnetenhause ein Ausgleichs. mittel für die erfolgreiche Durchführung der schnelleren Aus- durch die Art ihres Geschäftsverfahrens von den Grundsätzen und Formen, unter welchen die im Tarife ent ' bildung für erforderlich erachten, so ist eine völlige Regelung haltenen Gewerbe ausgeübt zu werden pflegen, wesentlich ab. Provisorium bis Ende Juni 1899 einbringen, welches auch die ber Sache wohl noch nicht als abgeschlossen zu weichen, sind mit einer nach dem Geschäftsumfange steigenden Normal- Berlängerung der Wirksamkeit des Quotengesetzes bis Ende Juni Gegenüber diesen Drohungen mit der Wiedereinführung der anlage zu belegen, welche unter Hinzurechnung der Betriebsanlaget nicht unter einem halben Prozent und nicht über drei Prozent des dreijährigen Dienstzeit wird eine bedingungslose Festlegung Geschäftsumsages betragen soll." Bekanntlich ist man auch in der zweijährigen Dienstzeit provozirt werden müssen, obgleich es flar ist, daß die zweideutige Offenlaffung der Frage ein Schredmittel Preußen drauf und dran, den„ Mittelstand" durch Erdrosselungsbestimmung der Waarenhäuser zu retten. ist, um die Militärvorlage durchzudrücken. Die großen Truppen lebungsplätze, die als Vorbedingung der Einen Schritt vorwärts in der Kultur hat der Staat Aufrechterhaltung der zweijährigen Dienstzeit bezeichnet werden, Bremen gethan. Die Bürgerschaft hat in ihrer letzten Sigung gehören zu den trübfeligsten Folgeerscheinungen der militärischen mit großer Majorität den Antrag der Kommission, für die Aufinfultur. Weite Streden blühenden Landes werden zur Einöde hebung der Verbrauchsabgabe den durch die Aufhebung entstehenden gemacht, zum Tummelplatz für das Militär. Geht man doch Ausfall durch Einrichtung einer Lotterie zu deden, anfeit Jahren mit dem Plane um, einen der schönsten Wälder Mittel- genommen. betrachten." enthält. Frankreich. Paris, 7. Dezember.( Eig. Ber.) Die Kammer hat endlich ein wenig Zeit gefunden für die Berathung eines fleinen Schutzgesetzes zu gunsten der Arbeiter. Es handelt sich um die Einchränkung der Unternehmerwilltür in bezug auf die Lohnauszahlung, die Werkstättenordnung und die Geldbußen. Die betreffende Reform wird bereits seit 1892 zwischen Kammer und Senat hin- und hergeworfen wöhnliche Echidial aller sozialpolitischen Gesetzentwürfe. das ge= Viel leicht tommt diesmal die fleine Reform endlich zudeutschlands in einen Truppen- Uebungsplaß zu verwandeln. Was Herr Heinrich Leckert hat das Bedürfniß, aus der Versenkung, Bestimmungen stande.... In der gestrigen Sitzung wurden zunächst folgende botirt. Das Trucksystem, Sie Auszahlung der Kapitalismus in Deutschland nicht erreicht hat, die schonungslose in die er einige Zeit verschwunden war, wieder empor zu tauchen. des Lohnes in Waaren und in Marken( in unternehmerlichen Bons) Abholzung, bringt der Militarismus spielend zu wege. Wir hatten dieser Tage zu der Mittheilung der„ Berl. Pol. Nachr.", ist verboten. Jeder entgegenstehende„ Bertrag" zwischen Unternehmern Die Sozialpolitik in der Thronrede. Die Soziale daß gegen Herrn von Lucanus Quertreibereien im Gange feien, ge- und Arbeitern wird für null und nichtig erklärt. Die Lohnzahlung Pragis" des ehemaligen Ministers v. Berlepich bemerkt zu schrieben, daß diese Mittheilungen an die besten Tage der Leckert, hat mindestens zweimal im Monat stattzufinden. Bei Stücklohnden Sägen in der deutschen Thronrede, die von den sozial- üzow und Tausch erinnern, und daß diese braven Polizeijournalisten arbeit müssen mindestens alle 16 Tage Vorschüsse gezahlt werden. politischen Plänen der Regierung handeln: selbst gegenwärtig ihre Thätigkeit auf anderen Lebensgebieten üben Die Werkstätten- Ordnung muß, um giltig zu sein, zunächst einen Die Thronrede von 1897/98 gedachte mit feinem Worte der dürften, während das System der Tausch und Lützow weiter Monat lang zur Verfügung der Arbeiter im Gewerbegericht oder, Fortführung der Sozialreform; thatsächlich hat auch der Bundes- florire. wo fein solches besteht, im Friedensgericht deponirt sein. Herr Leckert fühlt sich durch diese Aeußerungen in seiner Unschuld Dieselben. Gerichte rath in der letzten Session dem Reichstag weder auf dem Gebiete die entscheiden über Bestätigung der der Arbeiterversicherung noch des Arbeiterschutzes eine Vorlage zu gefränft, und er theilt uns berichtigend mit, daß die Bezeichnung als Werkstätten Ordining, welch' Yegtere dann einen weiteren gehen lassen. Es war damit auch äußerlich bekundet, daß ein Polizeijournalist auf ihn nicht zutreffe, da er niemals zur Polizei Monat in den Werkstätten affichirt sein muß, ehe sie in Stillstand in der Sozialreform eingetreten sei. Stehen wir jett Beziehungen, weder mittelbar, noch unmittelbar, unterhalten habe, Straft tritt. Diese Bestimmung hat rückwirkende Kraft. Geldbußen, vor einem neuen Anlauf? Verbesserung der Invalidenversicherung, also auch für die Polizei weder als Journalist, noch als Agent, Lohnabzüge und Aussetzungen, die eine Lohnverminderung zur Schutz der Handelsangestellten, Beseitigung von Mißständen in thätig gewesen sei." Folge haben, sind verboten. der Konfektionsindustrie werden angekündigt. Selbst wenn damit Herr Leckert ist der Mann, oder sagen wir der Jüngling, der Das Gefes gilt für Industrie- Arbeiter und Angestellte. Für die nur Abschlagszahlungen auf berechtigte Forderungen gegeben von Herrn Lützow dazu benutzt wurde, die diesem legteren von dem ländlichen Arbeiter soll ein besonderes Gesetzt eingebracht werden. und mehr ist schwerlich zu erwarten halten wir es Bolizeikommissar Tausch zugekommenen„ Quertreibereien" in die dem Aus den angeführten Bestimmungen erhellt zur genüge, wie es für die Pflicht der Anhänger einer Sozialreform, auf grund der Herrn Ledert. zugänglichen Beitungen zu lanciren. Auch war es Herr um die betreffenden Verhältnisse bisher steht. Der sozialistische faiserlichen Rundgebungen vom 17. November 1881 und vom Reckert, der fühn in das Schlafzimmer des Reichskanzlers eindrang, Abgeordnete Renou hat ein reiches Thatsachenmaterial bei 4. Februar 1890 mit Eifer und Ernst mitzuarbeiten. Das und dort den in Hemdsärmeln befindlichen Staatsmann inter- gebracht, namentlich zur Kennzeichnung des ausbeuterischen GeldbußenSchwergewicht der sozialpolitischen Debatten wird aber viewte. Eystems. Ein großer Pariser Bazar fact an die nicht in diesen positiven Maßnahmen, sondern in dem Legt jedoch Herr Ledert auf den letzteren Vorgang höheren 60 000 grants jährlich an Geldbußen ein. Die Südunter dem Ramen eines„ Gefeßentwurfes zum Schuße Werth, als auf die Beziehungen zur politischen Polizei, so bahn- Berwaltung gesteht in einem vertraulichen Rundschreiben, daß des gewerblichen Arbeitsverhältnisses" angekündigten Straf werden wir ihm gern so weit entgegenkommen, ihn fünftig unter die Zugverspätungen der schlechten Kohle geschuldet seien. Nichts" werden סטן B destoweniger werden in demselben Rundschreiben die Geldbußen für Zugverspätungen empfohlen, um die Zugführer anzuspornen. Der sozialistische Abg. Zsvass� brachte einen Zusatzantrag ein, der die Feststellung der Werkstätten- Ordnungen durch ge- mischte, zur Hälfte auS Arbeiter- und Untemchmerdelegirten be- stehende Kommissionen verlangte. Der Antrag wurde zurückgezogen im Interesse des raschen Zustandekommens des ganzen Gesetzes. Der Vorsitzende des betreffenden Kammerausschusses verpflichtete sich dabei, Zevass' Antrag als einen besonderen Entwurf sorgfältig in Erwägung zu ziehen. Die Bedeutung und die Durchführung dieses Versprechens stehen freilich auf einem anderen Blatte geschrieben.— DrehfuS- Picquart. Der K assatio nSh of beschloß, das Gesuch Picquart's zuzulassen und behufs genauer Prüfung der Angelegenheit von der Militärjustiz das Dossier Picquart zu ver- langen. Der Kaflationshof ordnete schließlich die Vertagung des vor dem Kriegsgericht gegen Picquart s ch w ebenden Prozesses an. Auch das vor dem Zucht- Polizeigericht schwebende Verfahren gegen Picquart erscheint durch den Beschluß des Kassationshofcs auf»sait-oommunique- vertagt. In der Begründung heißt es. daß der Kassationshof sich tn. sküvem Urthcil aus Mangel der Vorlage der militärischen Akten nicht für genügend informirt erachtet, um von Grund aus über den Rekurs Picquarps zu entscheiden. Der KassationShof beschließt demnach, die kriegsgerichtlichen Akten einzufordern und beauftragt den Staats- auwalt, diesen Beschluß dem General Zurlindcn zuzustellen, mit der Angabe, daß innerhalb vierzehn Tagen, vom Tage der Zustellung an das militärische Dossier auszuliefern sei. Zum gleichen Termin werden der zivile und der militärische Untersuchungsrichter gehalten, ein Memorandum einzureichen. Das zahlreich anivesende Publikum nahm die vorläufige Entscheidung des KassationShofeß ruhig auf. Bei einer Versammlung, welche Pressensä zu Marseille in der Drehfus-Angelegenheit veranstaltet hatte, kam es zu einem Handgemenge, bei welchem etwa 20 Personen, jedoch nicht schwer, verletzt wurden. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Die Versammlung nahm eine Tagesordnung an, in welcher die Ein- stellung der Strafverfolgung Picquart's und die Aufhebung der Kriegsgerichte gefordert wird.— PariS, 8. Dezember. Die Mitglieder des israelitischen Zentralkonsistoriums wurden gestem Abend von Dupuy empfangen und trugen demselben die Besorgniß vor, die ihnen die Lage der Israeliten in Algerien schafft. Dupuy sicherte den Israeliten die Wachsamkeit der Regierung zu und den Willen, allen Bürgern ohne Unterschied die Konfession Ordnung, Gewissensfreiheit, Achtung vor Leben und Gut zu garantiren.— Für Aussteller auf der Pariser Weltausstellung des Jahres ISCK) wichtig ist die folgende Gerichtsentscheidung der französischen Gerichte. Ein Stickereifabrikant in St. Gallen hatte bemerkt, daß eine von ihm in Paris registrirte Zeichnung von einem französischen Fabri- kanten in St. Ouentin nachgeahmt worden war. Er klagte in Paris. Der Appellationshos gab ihm Unrecht, gestützt auf ein französisches Gesetz von 1806 und eine einschlägige Verordnung von 1825. Dieses Urtheil hat nachfolgende Konsequenzen: Die Zeichnungen und Muster aller ausländischen Fabrikanten, die auf der Pariser Welt- ausstellung 1300 ausstellen, können von den französischen Fabrikanten straflos nachgeahmt tverden, sofern die betreffenden Aussteller nicht in Frankreich selbst eine Fabrik besitzen.— Italien. AuS Rom schreibt man unS unterm 5. Dezember: Gestern Taub in Italien eine neue Manifestation des VolkswillenS statt, die nächst den Kundgebungen der Gcmeinderäthe zu gunften der Amnestie entschieden die bedeutendste ist. Gestern wurden die Handels- tammern gewählt, welche die Aufgabe haben, die Getreidepreise zu notiren, Handelsfragen zu regeln, als Schiedsgerichte zu funk- tioniren u. s. w. Sie stellen also nicht die Strömungen der politischen, timo, Rovigo, Jmola, Faenza, Ravenna, Bologna und in anderen Städten sind je fünf, sechs und selbst 10 p o litisck e Verurtheilte gewählt worden, wieTurati, de Andreis, Albertorio, Romussi zc. Und wie aus den Aufrufen und Plakaten erhellt, sind diese Wahlen ein ausdrücklicher scharfer Protest gegen die ganze Regierungspolitik. Da die Handelskammern, welche so gewählt haben, von der Rc- gierung nicht anerkannt werden, weil die Wahl von Vcrurtheilten für ungiltig erklärt ist, so ist die Thätigkeit der Handelskammern in Italien lahmgelegt. Und während so die Bourgeoisie durch die Wahlen zu den Handelskammern protestirt, ergießt sich ein Platzregen von Amnestiebeschlüssen aus den Gemein deräthen über den Kopf der Regierung. Die Regierung glaubte durch ihr blöd- brutales Vorgehen gegen die S o z i a l i st e n sich das Bürgerthum gewonnen zu haben, und sie entdeckt nun zu ihrem Schreck,' daß sie es fich znm Feinde gemacht hat.— Spanien. Madrid, 8. Dezember. Wie verlautet, wäre die Regierung entschlossen, die Berathungen derPariserFriedenskonferenz zu beendigen, da jede Verhandlung über die Nebenfragen unmöglich sei, nachdem die amerikanischen Bevollmächtigten sich geweigert haben, der Einleitung einer internationalen Untersuchung über die Explosion der»Maine" zuzustimmen.— Rußland. Murawjew-Tenkmal. Wilna, 28. November.(Eig. Ber.) Am 20. d. M. wurde bei uns die Enthüllung des N! u raw je>v- Denkmals gefeiert. Die Feier wurde mit dem größten Prunk veranstaltet: das ganze offizielle Rußland bemühte sich, diesem Ereigiiiß die Be deutuug eines allgemeiu-russischcn Festes zu verleihen. Der Justiz- minister jauch ein Mnrawjew) erwähnte in seiner Rede, daß Rußland jetzt das Andenken des Henkers nicht als der Persönlichkeit, sondern als einer Verkörperung der russischen Staatsgewalt in Litthauen ehrt. Nun wir wollen nicht erörtern, in welcher Eigenschaft— ob als Privat- mann, oder alS die Verkörperung des Zarismus— der Henker widerlicher ist. Aber wenn Murawjew vor 30 Jahren bei einen, Theile der russischen Gesellschaft auS verschiedenen Gründen nur Ekel und Entrüstung hervorrief, so hören wir heute allerseits in der russischen Presse—' sowohl der liberalen wie auch der konservativen— lauter Lobgesänge zu Ehren seines Andenkens. Murawjew ist heute zum allgemein anerkannten Nationalhelden Rußlands geworden, was abermals beweist, daß sich die.öffentliche Meinung" Nußlands seit 30 Jahren nicht vorwärts, sondern rückwärts entwickelt hat. � Trotz den, Vergnügen, das der zarischen Regierung das Be- wußtscin der vollständigen Uebereinstimmung mit den Ansichten und Gefühlen ihrer„maßgebenden" Unterthancn bereiten mag, müssen wir die Errichtung des Denkmals für einen großen politischen Fehler seitens des Zarismus halten. Die einsichtsvolleren unter den früheren hiesigen General-Gouverneur» hatten die Folgen einer solchen frechen Herausforderung des polnischen und litthauischenVolkcs richtig beurthcilt und bemühten sich möglichst, die Errichtung des Denkmals zu hinter- treiben. In der That, seit vielen Jahren hat kein anderes Ercigniß die Bevölkerung von Wilna in solchem hohen Grade aufgerüttelt und erregt._ Die Empörung war so allgemein und heftig, daß sogar der hochlöbliche Stadtrath, sonst äußerst loyal gesinnt und spieß- bürgerlich, den Muth fand, den Vorschlag des Gouverneurs, eine Straße zur�„Murawjew-Straße" umzutaufen, abzulehnen. Bor 30 Jahren hat der lebendige Murawjew Litthauen mit Schwert, Galgen, Knute, Verbannung wirklich zur„Ruhe" gebracht: heute aber füllt der im Stein ausgehaueue Murawjew die Köpfe und Herzen der Litthauer mit aufrührerischen Gedanken und Gefühlen und treibt somit eine revolutionäre Propaganda... Und die hiesigen„Vertreter der russischen Natimr"— d. h. Beamte und Offiziere— waren sich dessen vollständig bewußt und befürchteten am Tage der Enthüllung ein Attentat. Die Polizei revidirte vor der Feier alle Keller in den Nachbarhäusern, durchstöberte alle Dachkammern; an beiden Seiten des Denkmals wurden tiefe Gräben geführt, um sich vor einer Mine sicher zu stellen; bei dem Denknial wurden die Schildwachen aufgestellt und während der Nacht vor der Enthüllung sowie auch am Feiertage selbst hat nian mit Militär die benachbarten Häuser überfüllt. Kein Wunder daher, daß bei solcher Stinmmng die Zahl der Theilnehmer an der Feier sehr gering war, und außer den von Amtswegcn zum Erscheinen gezwungenen— sogar die russischen Be- amtcn nur sehr wenig vertreten waren. Die bürgerlichen Klassen Williams haben sich dennoch zu keinem nenneuswerthen Vorgehe» gegen die niederträchtige Posse deS triumphircnden Zarismus ermannt. Es waren nur eimge Haus- bcsitzer, die trotz aller polizeilichen Verfügungen und Androhungen das vorschriftsmäßige„fteiwillige" Flaggen verweigert haben. Außerdem haben die Gymnasiasten gegen die Festrede über Murawjew durch das allgemeine Wegbleiben von dem Akte pro- testirt. Zinn Mundstück dagegen der Volksentrüstung wurden auch diesmal die Sozialisten. Es wurden hier vor der Feier am 13. und 19. d. M. zwei Aufrufe massenhaft verbreitet: und zwar der sozialistischen Partei Polens(gedruckt) und der „L r tth a ui s ch en Sozialdemokratie"(hektographirt). Die Bedeutung des Denkmals wird in dein Aufrufe unserer Partei folgcnderweise beleuchtet: „Dieser Klumpen von Stein und Erz, diese? Denkmal ist ein vom Zaren unserer Stadt aufgcstempeltesZeichender Knechtung. Dersteinerne Murawjew wird, wie einst der lebendige, unserem Elend Hohn sprechen. Das Denkmal wird uns täglich sagen:„Ich bin von Eurem Haß und Eurer Verachtung umgeben, doch steht ihr vor mir still- schweigend, denn so will es der Zar und seine Diener... Ueber der Stadt schwebt noch der Rauch des von mir vergossenen Blutes, in der Luft toben noch Seufzer der von mir zu Tode gemarterten Opfer, auf den Plätzen der Stadt liegt noch der Schatten der von mir errichteten Galgen— doch müßt ihr die neue Demüthigung er- tragen, wie ihr tausende Deniüthigungen erträgt, die wir'— Eure Herren— Euch zuzufügen belieben."... Aber das arbeitende Volk, ausgebeutet und geknechtet von den eigenen Landsleuten und von den fremden Beherrschern erwacht zum Leben.... Es werden die heutigen Murawjew-Anbeter zu allererst zur Verantwortung ge- zogen sein. Schon heute fühle» sich die dieses Fest feiernden Popen und Tschinowniks(Hausporticrs, die übrigens Polizciagenten sind) nur in der Umgebung der Polizei und des Militärs sicher... Es wird aber die Zeit kommen, wo unter den Strahlen der über Polen und Litthauen aufgehenden Freiheitssonne das Denkmal der Kuecht- schaff zu Boden fällt, denn— wie es unser Arbeiterlied sagt:„Das Schlechte muß zu Grunde gch'n, das Gute— ewig blühen." Das Denkmal wird auch jetzt— nach der Enthüllung— fortwährend bewacht, tags von— zwei Schutzleuten, nachts— von zwei Schutzleuten und einem Soldaten. Es wird aber allerseits die Meinung ausgesprochen, daß das Denkmal„nicht lange stehen wird".—_ Amerika. Finanzbericht der Vereinigte» Staate«. Der dem Kongreß der Vereinigten Staaten vorgelegte Bericht über das Finanzjahr 1898 beziffert die Einnahmen für das mit dem 80. Juni abgelaufene Fiskaljahr auf 494 838 953 Dollars, die Aus- gaben auf 532 381 201 Dollars. Dies ergiebt im Vergleich zum Borjahre bei den Einnahmen eine Zunahme von 63 946 785 Dollars. bei den Ausgaben ein Anwachsen von 77 594423 Dollars. Zum ersten Male seit Bestehen der Vereinigten Staaten hat die Ausfuhr 100 000 000 per Monat überstiegen, sie be trug 1 231 482 330 Dollar gegen eine Einfuhr im Werths von 616 049 654 Dollars. Im Verkehr mit Europa hat die Ausfuhr um 160 420 601 Dollars zugenommen, während die Einfuhr um 124 258 514 Dollars gesunken ist. Auch im Berkehr mit den übrigen Erdthcilen. besonders aber mit Asien, weist die Ausfuhr eine ansehnliche Steigerung auf, hier hat sich die Ausfuhr, welche 44 707791 Dollars beträgt, seit zwei Jahren nahezu ver- doppelt. Bezüglich der Einwandererfrage schlägt der Bericht vor. um Zurückweisungen von Einwanderen, für die Zukunft möglichst zu vermeiden, schon in den Hafenplätzen, wo die Immigranten sich aus das Schiff begeben, eine Prüfung derselben vörzu- nehmen und die nicht erwünschten Elemente so von vornherein auszuschließen. Der Bericht kommt sodann auf die Erfolge des Krieges mit Spanien zu sprechen, namentlich auf die Erwerbung neuer Landes lheile und auf die damit verbundene Ausdehnung des kommerziellen Einflusses. Zur Sicherung dieses Einflusses ist zunächst die Einführung regelmäßiger Schiffsverbindungen mit den neuerworbenen Gebieten »öthig. Dies gilt namentlich für Asien, an dessen Märkte die Ver- einigten Staaten jetzt beträchtlich näher herangerückt sind. Au Förderung des einheimischen SchisiSbaueS ist deshalb die größte Wichtigkeit zu legen. Der Bericht bespricht weiter die Rivalität der Groß mächte bei der tvirth schaftlichen Ausbeutung in O st a s i e n und zieht aus dem Vergleich der bei diesen Machten geübten Methoden den Schluß, daß es der Legislative vcrhältniß- mäßig leicht fallen müsse, Mittel zur Beftiedrigung der dringendsten Anforderungen auf kommerziellem Gebiete, vor allem durch Ent- Wickelung der Handelsmarine, zu finden. Zum Schlüsse bespricht der Schatzsekretär die dringende Roth wendigkeit der WährungS- und Bankreform; namentlich sei das auf Handel und Industrie schädlich einwirkende, bisher als gesetzliches Zahlungsmittel(Isxal tsaäor) umlaufende UnionS« Papiergeld durch Kn der fortschreitenden Entwickelung deS Landes mehr entsprechendes Umlaufsmittel(Noten der Banken) zu ersetzen, Forderung deS Gesandten betreffend die Befreiung deS von den Aufständischen gefangen gehaltenen sranzösischen Missionars ist das Tsung-Ii-Dameu in Verlegenheit. Die Aufständischen ent- wickeln wieder eine rege Thätigkeit und die Behörden erklären es ür unmöglich, den Gefangenen zu befreien.— Der neue Reichstag zählt nicht weniger als 167 neugewählte neben 230 bisherigen Abgeordneten. Unter den 167 haben aber 19 'chon früher ein Reichstags-Mandat besessen.— Die Abtheilnnge» deS Reichstags sind gebildet. In der ersten Abtheilung werden den Vorsitz führen Graf Hompesch bezw. Bebel, in der zweiten Frhr. v. Stumm bezw. Träger, in der dritten Dr. Lieber bezw. v, Czarlinski, in der vierten Rickert bezw, Singer, in der fünften Auer bezw. Rintelen, in der sechsten Graf Könitz bezw. Möller(Duisburg), in der siebenten Büsing. Zu S ch r i f t f ü h r e r n des Reichstags sind gewählt worden: v. Normann(k.), Pauli, Ober- barnim(Rp.), Dr. Hasse und Dr. Paaschs(natl.), Braun und Krebs(Z,), Dr. Hermes(frs. Vp.) und Graf Kwilecki(Pole). Die Freisinnige Volkspartei hat noch zwei weitere Initiativanträge eingebracht. Sie hat ihren vorjährigen Antrag wiederholt, den Reichskanzler zu ersuchen, baldigst den Ent- Wurf eines Reichs-Berggesetzes vorzulegen. Ferner ist der Antrag wiederholt worden, daß dem Reichstag ein Gesetzentwurf vorgelegt wird, durch welchen der durch Familien-Fidei- � o m m i s s e an Grund und Boden gebundene Besitz in freies Eigenthum umgewandelt und die Gründung neuer Familien-Fideikommisse an Grund und Boden verboten wird.— Washington. 8. Dezember. Der Vorsitzende der Militär k o m m i s s i o n des Repröscutantenhanses Hull brachte einen Gesetz entwurf ein, durch welchen das Heer auf annähernd 100 000 Mann gebracht und zur Führung des Oberbefehls über dieselben ein Gcnerallieutcnant. sowie die genügende Anzahl weiterer General majore und Gencralbrigadiers ernannt werden sollen.— Nriv-Bork, 8. Dezember. Der frühere Präsident Cleveland erklärte zu Princeton einem Berichterstatter gegenüber, er sei ein Gegner der gegenwärtigen Annexions- und Expansionspolitik in jeder Form. Bei einer Versammlung des Exekutivkomitee's der Anti Imperialisten- Liga wurde ein Brief des früheren Staatssekretärs Sherman verlesen, in welchem derselbe in bezug auf die Philippinenfrage der Hoffnung Ausdruck giebt, der Senat werde das betreffende Abkommen verwerfen und die Bevölkerung der Philippinen freimachen von den spanischen Fesseln und von einem Regiment der Vereinigten Staaten aus der Ferne. Sherman sym- pathisirt mit dem Wunsche Aguinaldo's, auf den Philippinen eine Republik zu gründen. China. Deutsche Sühnefordrrung. Der deuffche Gesandte in Peking hat in das Tsung-li-Aamen die Forderung gestellt, der kürzlich miß- handelte deutsche Missionar in Shantung solle unter Theilnahme der chinesischen Würdenträger feierlich nach seinem Bezirk zurückgeleitet und der für den Vorfall verantwortliche Mandarin degradirt werden.— Peking, 7. Dezember.(Meldung deS„Reuter'schen Bureaus'.) Die Kaiserin-Wittwe hat an den chinesischen Gesandten in Tokio den Befehl ergehen lassen, sich unter allen Umständen der Person Kang-Du-Wei's zu versichern. Der französische Gesandte hat es durchgesetzt, daß zum Schutze der Priester in Tschitschou, wohin die Truppen Kaugsws unterwegs find, Kavallerie-Mannschaften entsandt wurden. Wegen der anderen Gemeindcwesen. Aus einer ganzen Reihe von Orten find wieder Erfolge unserer Partei zu melden. In W i s m a r, wo bisher zwei Sozialdemokraten im Bürger- ausschuß saßen, besteht, nachdem jetzt im 1. Bezirk drei und im 2. Be- zirk vier Parteigenossen als Vertreter der 3. Klasse neu gewählt worden sind, der sozialdemokratische Flügel des Bürgerausschusses aus n e u n Mitgliedern. Der Bürgerausschnß zählt 48 Mitglieder, von denen jede der drei Wählerklassen 16 wählt. Aller drei Jahre cheidet die Hälfte der Bürgerausschußmitglieder jeder Klasse aus. und da die Stadt in vier Bezirke eingetherlt ist, wählen stets zwei derselben. Im Jahre 1901, bei der Wahl im 3. und 4. Bezirk, hoffen unsere Parteigenossen, die uns noch fehlenden Sitze der 3. Klasse zu erobern. In Burgstädt i. S. zieht der erste Sozialdemokrat in das Stadtverordneten-Kollegium ein und in der benachbarten Stadt Limbach ist ebenfalls ein Vertreter unserer Partei als Stadt- verordneter gewählt worden. Unter den zahlreichen Erfolgen, die wir in den kleineren sächsischen Gemeinden zu verzeichnen haben. verdient besondere Erwähnung der Ausgang der Wahl in dem Dorfe Grumbach b. W.. wo in der Klasse der Ansässigen die Grund- bcsitzer nahezu sämmtlich für unseren Parteigenossen, den Hausbesitzer B o n i tz stimmten; in der Klasse der Un- ansässigen wurde ebenfalls ein Sozialdemokrat gewählt. Aus der Umgebung von Dresden seien folgende Orte registrirt: In Cossebaude wurden in der ersten Klasse der Ansässigen Genosse Tischlermeister Schulze, früher Landtngs-Abgeordneter, und in der Klasse der Unansässigen sämmtliche vier sozialistischen Kandidaten gewählt. Drei Mandate sind neu erobert. In R a d eb e ul siegten in der dritten Klasse(Unansässige) die aufgestellten drei sozialistischen Kandidaten mit überraschend großer Majorität über die vereinigten Konservativen und Antisemiten. Den Schluß mag für heute eine Nachricht aus W ü r t t e m- berg machen. In Kann statt, der Schwesterstadt Stuttgarts, wurden, wie uns telegra phirt wird, in den Bürgerausschuß fünf Sozialdemokraten und sechs Volksparteiler gewählt. Der Orduungiklüngel ist unterlegen. Ein Bravo den wackeren Schwaben! Die Parteigenossen in beiden Mecklenburg vertheilten am Sonntag in allen sieben gteichstags-Wahlkreisen den nächstjährigen„Mecklenburgischen Volkskalender", ins- gesammt 90 000 Exemplare. Ueber die Vertheilung, bei tvclcher Parteigenossen aus Lübeck Hilfe leisteten, schreibt die„Mecklcu- burgische„Volks-Zeitung": Uebcrall, sowohl in den Tagelöhner- Katheu der Gutsdörfer wie in den Häusern der Arbeits- leute, Häusler und Büdner in den B a u e r d ö r f e r n sind die ftciwilligen Sendboten des Sozialismus auf das ftcundlichste aufgenommen worden; fast immer gaben die länd- lichen Arbeiter neben ihrem Dank der Befürchtung Ausdruck, sie hätten fast schon die Hoffnung aufgegeben gehabt, daß es dieses Jahr noch einen Kalender gäbe. Der beste Beweis, wie willkommen dem Landarbeiter diese Lektüre ist. Soweit der Redaktion Nach- richten vorliegen, ist es nirgends zu störenden Zwischenfällen ge- kommen. In Hagen erklärte sich eine Parteiversammlung äußerst energisch dagegen, daß die Druckerei der„Rh einisch- W estfälisch en Arbeiter-Zeitung" in den Besitz der Dorwrunder Partei- genossen übergehen solle, wie diese beanspruchen. Mit dem Tage, wo dies geschehe, würden die Hagener Parteigenossen die Geschäftsverbindung als gelöst betrachten. Der im Essener Mcincidöprozeff mit verurtheilte Bergmann Fr. Beckmann aus Baukau hat das Unterstützungskomitee, das die für die Familien der Verurtheilten gesammelten Gelder ver- Ivaltete, auf Herausgabe von einem Siebentel dieser Gelder verklagt. Zu dieser Angelegenheit wird unserem B o ch u m e r Partci-Organ geschrieben: „Wir wollen, um der Bildung von Legenden vorzubeugen, die Gründe klarlegen, die die Handlungsweise des Komitees bestimmen. Die Vorgeschichte der Sammlungen ist bekannt. Durch die ver- hängten Zuchthausstrafen war einer Reihe von Familien der Er- nährcr genommen und die Arbeiter, welche meinten, daß der Schlag gegen dre Zuchthäusler ein Schlag gegen die Arbeiterbetvegung war, fühlten die auf ihnen liegende Verpflichtung: für die Familien der Jnhaftirten muß gesorgt werden, kein Mangel darf auf- komnicu so lange der Gatte, der Vater im Zuchthause sitzt. Die Opferfteudig'keit des Proletariats zeigte sich glänzend. Aus allen Gauen, nicht nur Deutschlands, strömten die Arbeitergroschcn so reichlich wie me zuvor. Bei dem Aufsehen, das der Prozeß in allen Kreisen der Bevölkerung erregte, ist es erklärlich, daß auch ein Theil der einlaufenden Gelder aus nichtsozialdemokratischen Händen kam. Aber das ist sicher ein verhältnißmäßig kleiner Theil, im allgemeinen wurden die Gelder von Sozial- demokraten aufgebracht. Die Gelder wurden gesammelt für die Familien der Jnhaftirten, also nicht für die Opfer des Prozesses. So lange die Verurtheilten im Zucht- Hause saßen, hatten deren Angehörige ein Recht auf Unter- stützung, dieses erlosch mit dem Tage der Entlassung. Das Unter- stützungskomitee hat diese Aufgabe erfüllt. Es ging sogar darüber hinaus und bewilligte, da die Gelder so reichlich flössen, auch den Verurtheilten selbst eine Summe von ca. 3000 M. zur persönlichen Verfügung. Trotzdem bleibt noch immer eine ziemliche Summe Geldes übrig. Das Komitee hat beschlossen, diesen übrig bleibenden Bettag der sozialdemokratischen Parteileitung zu überweisen und zwar soll er lediglich zu ähnlichen Zwecken dienen, d. h. er soll verwendet werden zur Unterstützung anderer Opfer unserer preußisch- deutschen Justtz. Diese Verwendung des Ueberschusseö ist sicher nach dem Sinne der proletarischen Spender und sie wird es um so mehr sein, weil die sozialdemokratische Parteileitung auch hätte einspringen müssen, wen» nicht Geld genug eingelarlfen wäre. Die Frau Beck» mann veriveigerte die Annahme jeglicher Unter- stützung, sie wollte mit Sozialdemokraten nichts zu� thun haben. Die gegnerischen Blätter haben sie dieser„Charakterfestigkeit" halber gepriesen und sogar eine Separat- Sammlung für die Frau Beckmann veranstqstet,� Deutsches Reich. In dieser Seperatsammlung liegt die Anerkennung, daß die von dem Komitee gesammelten Gelder aus sozialdemokratischen Taschen geflossen sind. Durch die Haltung der Frau Beckmann verlor und Mattschas die Dreher die Arbeit eingestellt. In Frankfurt a. D. haben in der Steingutfabrik von Paetsch die Familie jeglichen Anspruch auf die gesammelten Gelder, Bedmann allerdings ist anderer Meinung, er beansprucht nach seiner Entlassung den siebenten Theil der gesammelten Gelder. Er läßt dabei ganz außer acht, daß das Geld nur gesammelt ist, um die Familien zu unterstützen, so lange die Verurtheilten ihre Strafe verbüßten. Er persönlich hat gar keinen Anspruch auf selbst den kleinsten Theil der Sammlung. Trotzdem hat ihm das Komitee 1000 m. überwiesen und zwar hat man bei ihm deshalb eine Ausnahme gemacht, weil von bürgerlicher Seite noch 2300 M. für seine Kinder ficher gestellt wurden. 250 M. erhielt er außerdem, um sich nach feiner Strafzeit erholen zu können. Wie Bedmann sein angebliches Recht vertritt, geht aus dem Umstand hervor, daß er bei ihm eingegangene Briefe des Komitees in gegnerischen Blättern veröffentlichte." Der sozialdemokratische Wahlverein in Nürnberg hat bei den Gemeinde Kollegien beantragt, allen Heimathsberechtigten das Bürgerrecht unentgeltlich zu vers leihen und dementsprechend im Etat für 1899 den Posten: 15000 m. Einnahmen aus Bürgerrechtsgebühren, zu streichen. B Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Ueber ihren neuesten Preßprozeß, der mit der Verurtheilung des Redakteurs Julius Bruhns zu 400 M. Geldstrafe endete, theilt die Breslauer Volkswach t" mit, daß es sich um den Leitartikel ihrer Nummer vom 19. September handelte, worin in Verbindung mit dem auf der Gräfin Laura Grube" eingeführten Prämiensystem von einer Ausbeutung der Arbeiter gesprochen war. Obwohl Bruhns entschieden bestritt, den Ausdruck Ausbeutung" in beleidigendem Sinne gebraucht zu haben, und ob= wohl er erklärte, daß es sich dabei lediglich um einen in der Voltswirthschaft stets unbeanstandet gebrauchten wissenschaftlich- technischen Ausdruck gehandelt habe, erkannte das Gericht doch auf Verurtheilung. Soziale Rechtspflege. Hungernde Kellner im Reftaurationsbetriebe. Gegen den Restaurateur Goßmann machten vor dem Gewerbegericht drei Aus Krefeld wird berichtet, daß 46 mechanische Stofffabriken Kellner mehrere Ansprüche geltend. Außer Kleineren Summen für erklärt haben, falls fünftig ein Ausstand sich nach Prüfung einer angebliche Nebenarbeiten forderten zwei von ihnen je 5 M. und der Kommission als unberechtigt erweist, binnen 14 Tagen nach voraus- dritte 4,50 M. als Ersatz für entzogenes Frühstüd. Die Kläger gegangener Kündigung in allen Fabriken der Betrieb eingestellt führten u. a. aus: Am 19. Oftober hätten sie bis 12 ühr werden soll. Von den Ausständen ist der bei der Seiden- mittags vergeblich auf das Frühstück gewartet, das ihnen, wenn auch bon Schäfer und Neues beigelegt. Dagegen in minderwerthiger Güte, seit ihrem Engagement gewährt worden sei. ist der Ausstand in der Sammetfabrik von Ebeling u. Da sie gehungert hätten, seien sie am genannten Tage endlich in Komp. noch nicht beendet und hat die Firma gedroht, ihren eine andere Restauration gegangen, um dort zu frühstücken. Als Betrieb den ganzen Monat still stehen zu lassen. Die Weber ver- fie nach einer Viertelstunde zurückgekehrt seien, habe der langen für das Andrehen kurzer Ketten eine besondere Vergütigung. Restaurateur gelärmt und erklärt, nun bekämen fie überhaupt kein Die Firma will aber keine bestimmten Verpflichtungen eingehen und Frühstück mehr. In der Meinung, daß sie bei der monatlichen machte den Vermittelungsvorschlag, in jedem besonderen Fall mit Lohnzahlung statt des Frühstüds eine Gelbentschädigung erhalten den Arbeitern zu verhandeln. Dies wurde von den Ausständigen würden, hätten sie dem Beklagten nichts erwidert. Am 1. November abgelehnt, worauf auch die Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen entlassen gegen 2 Uhr mittags habe Goßmann sie entlassen, nachdem sie alles für den Abend vorbereitet hatten. Während der Berathung des Zur Bergarbeiter- Bewegung. Im Plauen'schen Grunde hat Gerichtshofes tam es zwischen den Parteien zu einem Wortgefecht, am vergangenen Sonntag eine gut besuchte Bergarbeiter- Versamm- bei dem sich der Restaurateur Goßmann als ein sehr menschenlung beschlossen, durch die Arbeitervertreter an die Verwaltungen der freundlicher Herr zeigte. Er überschüttete die Kläger mit höhnischen Kohlenwerke des Reviers folgende Forderungen einzureichen: 1. Eine Redensarten, zum Beispiel sagte er zu ihnen:„ Soll ich Ihnen etwas Lohnerhöhung von 10 pct. ist allen Arbeiterklassen zu gewähren. schenken, Sie sehen ja ganz so aus, als tönnten Sie es gebrauchen. 2. Beseitigung der frassen Lohnunterschiede( resp. Klaffenlöhne), wie Auf die Bemerkung eines Klägers, daß man bei ihm versie auf den einzelnen Werken bestehen. 3. Abschaffung der Ueber- hungern fönne, äußerte Goßmann, der ehemals selber schichten soweit sie nicht zur Reparatur der Grubenanlagen noth- Sellner gewesen sei, es schade gar nichts, wenn ein paar wendig sind. 4. Achttägige Lohnzahlung. Auch im Zwidauer Kellner draufgingen, es feien ja genug da. Revier wird gleich nach Neujahr eine Agitation zu Gunsten ähnlicher warfen ihm noch vor, Forderungen eröffnet werden, um so ein einheitliches Handeln der sächsischen Kohlenbergleute zu erzielen. wurden. Mainz ist, wie wir bereits meldeten, durch einen Lohnabzug hervorDer Streik in der Militäreffekten: Fabrik von Kinkel in Den Arbeitern wurde zugemuthet, den Tornister 22 Pf. gerufen. billiger anzufertigen als bisher. Herr Kinkel versucht nun eifrig, andere Arbeitskräfte heranzuziehen und bietet diesen einen Lohn, der den von den Arbeitern den Arbeitern geforderten um 10 Bf. übersteigt. Natürlich soll das Mittel dazu dienen, Arbeitswillige" herbeizuloden. Es wird deshalb sehr zu empfehlen fein, daß arbeitslose Sattler gewarnt werden, bei der Firma Arbeit zu nehmen. Unternehmer- Derbände. eines " Es Die Kläger er habe sie schlechter wie Sllaven behandelt. Der Restaurateur wurde berurtheilt, jedem Kläger 1,43 M. zu zahlen. Gewerberichter Krause führte bes gütigung für ein Frühstück zubilligen können, und zwar gründend aus: Der Gerichtshof habe den Klägern nur eine VerDa sie bis zum für das erste, das ihnen entgangen sei. 19. Oktober stets Frühstück bekommen hätten, so hätte es ihnen Be flagter auch an diesem Tage rechtzeitig darbieten müſſen. Wegen Beleidigung der Armenkommission, des Hausvaters wäre dies eine Vertragspflicht gewesen. tönnten die Kläger jedoch die Vergütigung deshalb nicht verlangen, Für die übrigen Tage und der Hausmutter des Armen- Arbeitshauses und des Bürgerweil sie auf seine Erklärung, es gebe jezt überhaupt kein Frühstück meisters Münzebrod in Delmenhorst wurde der Redakteur des Delmenhorster Volksblatts", Genosse R. Bazer, vom mehr, nichts erwidert hätten. Ihr Verhalten sei als stillschweigendes Landgericht in Oldenburg zu einer Gesammtstrafe von 3 Monaten Einverständniß aufzufassen. Was die besonderen Arbeiten anGefängniß verurtheilt. Der Anklage lagen u. a. Artikel des ,, Delmen gehe, die im Vorputzen und Nachpuzen bestanden, so sei der horster Boltsblatts" zu grunde, worin die in dem Delmenhorster Gerichtshof der Meinung, daß sie zu der gewöhnlichen ThätigArmen- Arbeitshaus herrschenden Uebelstände erörtert waren. Das teit der Kellner gehörten und nicht besonders zu bezahlen seien, wenn Gericht befand, daß das Verhör der Zeugen nicht zu gunsten Ueber die enorme Ausdehnung der Trufte in den Ver: man nichts vereinbart hätte. Hingegen habe das Gericht jedem des Angeklagten ausgefallen sei. Daß aber das Delmenhorster einigten Staaten entnimmt das„ Daily Chronicle" dem New- Yorker Kläger noch 75 Bf. für ein entgangenes Mittagessen und 33 Pf. an Armen- Arbeitshaus eine Musteranſtalt nicht ist, dafür spricht das" Journal de Commerce" folgende interessante Zahlen. Bis zum bezahlt werden, da der Arbeitstag als Einheit zu betrachten ſei. Lohn für den Entlassungstag zugesprochen. Der Entlassungstag müsse Zeugniß des Hausvaters selbst, der zugab, daß er zwei Knaben, um Ende des letzten Jahres bestanden 172 Ringe mit einem Kapital Daß die Kläger nur zwei Butterbrote erhielten, bedürfe keiner näheren ihnen das Bettnässen abzugewöhnen, ihren Urin aus einem von 12 Milliarden( 12 500 000 000) Mart. Aber der FortNapf hat trinken lassen, welches Mittel aber nur schritt war in dem letzten Jahre so groß. daß das heute Kennzeichnung, es spreche für sich selbst. bei abnehmendem Mond" Wirkung habe! Weiter sind in in Ringen angelegte Geld auf 15 Milliarden( 15 000 000 000) Mart Fabrikkantinen. Wegen Unzuständigkeit des Gewerbegerichts wurde Zuständigkeit des Gewerbegerichts für Angestellte in der Anstalt nicht nur Kinder von Armenhäuslern, sondern auch Erwachsene geschlagen worden, geschätzt wird. Nach dem Zensus von 1890 betrug das gesammte Fabrikkantinen. Wegen Unzuständigkeit des Gewerbegerichts wurde während das des Armen- Arbeitshauses vorschreibt, daß den Insassen in daß selbst unter Berücksichtigung Statut industrielle Kapital in den Vereinigten Staaten 27% Milliarden, so vor einigen Monaten die Köchin Schönwald, die bis zum 14. April in der Kantine der Brauerei Friedrichshöhe beschäftigt war, väterlicher und liebevoller Weise zu begegnen sei. Auch litten die wachses ziemlich die Hälfte angemessenen Bumit einer Klage gegen die Brauereigesellschaft abgewiesen. Das Ge des Gesammt- Kapitales den Insaffen darunter, daß sie mit Geistestranten zusammen leben riesenhaften Monopolen angehört, die bisher jedem Geseze gehilfin gewesen sei, weil die Kantine feinen Gewinn bringen, werbegericht ging davon aus, daß die Klägerin keine Gewerbemußten, welchen Mißstand der Bürgermeister Münzebrock damit ent- zu ihrer Beschränkung erfolgreich entgangen find. Man hat schuldigte, daß die Geistestranten trotz der größten Bemühungen ben Schutzzoll für das Wachsthum der Truste verantwortlich geondern nur der Bequemlichkeit und Wohlfahrt der Brauerei nicht in Frrenanstalten hätten untergebracht werden können, weil macht. Da aber die größte dieser Vereinigungen, die Standard Arbeiter dienen solle. Thatsächlich erfordert die Kantine diese alle überfüllt seien. Wie üblich, hat das Gericht unserem Ge- Oil Company, ohne den Tarif aufgewachsen ist, so kann zuschüsse; Auf Berufung der Klägerin hob das Landnossen den Schutz des§'193 abgesprochen. Gegen das Urtheil wird diese Ansicht kaum aufrecht erhalten werden. Das" Journal de gericht die Entscheidung des Gewerbegerichts auf und wies die Sache Revision eingelegt werden. Commerce" führt vielmehr als Ursache dieser Entwicklung an den in die Vorinstanz zurück. Das Landgericht erklärte das -In der Redaktion der Burgstädter Boltsstimme", außergewöhnlichen Drud der Konkurrenz unter den Produzenten, der Gewerbegericht für zuständig und führte aus: Habe die sowie in den Wohnungen des Redakteurs Schöpflin und des Gewinne unmöglich machte und ganze Industrien mit dem Unter- Thätigkeit der Klägerin auch nicht zu den technischen Verrichtungen Druckers 2 and graf wurde am Sonnabend eine aus su chung gange bedrohte". Die Produktion hat den Bedarf überschritten, und des gewerblichen Brauereibetriebes gehört, so stehe fie doch im engen natürlich vergeblich nach dem da es feine entsprechende Nachfrage für seine Produkte findet, ver- Busammenhange mit diesem Betriebe. Der Zwed der Kantine jei, Manuskript einer Notiz, worin mitgetheilt worden war, daß und einigt sich das Kapital zu großen Ringen, um Produktion und Preise den Brauerei- Arbeitern eine billige und gute Kost, sowie warum ein Parteigenosse in Leipzig ein Strafmandat vom Chemnißer zu regeln. eine gewisse Bequemlichkeit zu bieten; das Institut habe Amtsgericht erhalten hat, und weswegen er es erhielt. Wie die„ Volksden Zwecken des Brauereibetriebes gedient, Das„ Journal de Commerce" sieht den einzigen Ausweg aus es ſei sei deshalb auch dem Gewerbebetriebe der Brauereis stimme" mittheilt, kann die Notiz schlimmstenfalls gegen den§ 17 dieser relativen Ueberproduktion in der Erschließung neuer Märkte. des Preßgesetzes verstoßen haben, wonach Anklageschriften zc. nicht Da aber die Kauftraft der in betracht kommenden Märkte begrenzt gesellschaft Friedrichshöhe zuzurechnen. Die Kammer VI des Geeher durch die Preſſe veröffentlicht werden dürfen, bis sie in öffent- ist, und theils auch die Umwandlung von importirenden in exportirende werbegerichts hatte sich nun abermals mit der Klage zu beschäftigen. licher Berhandlung fundgegeben sind oder bis das Verfahren sein Länder, wie Japan zeigt, unaufhaltsam vor sich geht, wird auch Der Vertreter der beklagten Gesellschaft wandte ein, die Klägerin sei wegen Mißhandlung eines Küchenmädchens mit recht entlassen Ende erreicht hat. Und wegen einer solchen Bagatelle mußte auf Amerika den Folgen der wilden ungeregelten Produktion nicht sei wegen Mißhandlung eines Küchenmädchens mit recht entlassen drei Stellen gehaussucht werden? worden. Hierüber soll Beweis erhoben werden. entgehen und der Schauplatz einer industriellen Krise werden, die In der Zuständigkeitsfrage hat sich das Landgericht den Dar- Mit Tabatrippen wird der im Gefängniß weilende ungeheurer und verheerender sein wird, als irgend eine vorher legungen angeschlossen, die wir zur Stritit der Entscheidung des Ge gegangene. Daß auch Europa von derselben start beeinflußt werden Redakteur der Halberstädter Arbeiter Beitung". Ge- wird, ist kein Zweifel, ebenso wenig, daß die Arbeiter die Hauptkosten werbegerichts geltend gemacht hatten. noffe Meyer, dort beschäftigt. Nach Angabe dieses Blattes erhält zahlen werden, wenn sie nicht eine träftige Organisation hinter er auch weder Zeitungen noch Bücher, während früher fich haben. den Redakteuren diese Vergünstigungen und die Selbstbeschäftigung gewährt worden ist. Die Behandlung der politischen Gefangenen in Preußen wird anstatt besser immer schlechter. borgenommen. Gesucht wurde D Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Ueber die Taktik der Arbeitgeber und Arbeitnehmer beim letzten Berliner Schuhmacherstreik weiß das„ Volk" aus dem noch nicht veröffentlichten Verwaltungsbericht des Herrn Gewerberichters v. Schulz folgendes zu berichten: Soziales. also mittelbar Lehte Nachrichten und Depelthen. Breslau, 8. Dezember.( W. T. B.) Der Schlesischen Zeitung" zufolge ist Ober- Regierungsrath von Dewig, von der Regierung Gegen die Ausbeutung der Kinder in der Hausindustrie in Breslau, zum Regierungspräsidenten in Erfurt ernannt worden. schreiten die Behörden im Regierungsbezirk Düsseldorf ein. Derselbe tritt seine neue Stellung am 1. Januar 1899 an. Eine Fabrikarbeiterin in Krefeld hat, entgegen einer am Hamburg, 8. Dezember.( W. T. B.) Die„ Hamburgische 2. April d. J. veröffentlichten, mit Zustimmung des Bezirks- Aus- Börsenhalle" meldet: Jm Bureau der Norddeutschen Bank ist heute schusses vom Regierungspräsidenten erlassenen Polizeiberord die Gesellschaft Südkamerun" gegründet worden. Der Siz der Ges ung, schulpflichtige Kinder während der Zeit zwischen dem Vor- sellschaft ist Hamburg. Das Gesellschaftskapital beträgt 2 Millionen und Nachmittags- Schulunterricht mit Bleitnüpfen beschäftigt und Mart. Die Gründer find die Diskonto- Gesellschaft in Berlin, die Nordwurde deshalb in Strafe genommen. Die Kinder mußten täglich deutsche Bank, die Firma Hardy u. Himorichsen, die Firma C. Wörzirka 5 Stunden arbeiten und verdienten wöchentlich höchstens 75 Pf. mann und Dr. Scharlach in Hamburg, sowie die Société anonyme Als ein besonders praktisches Ergebniß der Verhandlungen der Die erwähnte Polizeiverordnung ist auf grund des§ 137 des Gefeßes belge pour le commerce du Haut Congo und andere belgische Firmen. über die allgemeine Landesverwaltung vom 30. Juli 1883, der Budapest, 8. Dezember.( W. T. B.) Infolge der Erklärung Fabrikanten und Arbeiter des Schuhgewerbes ist hervorzuheben,§§ 6, 12 und 15 des Gesetzes vom 11. März 1850 und der§§ 120c des Ministerpräsidenten, daß die Annahme des Tisza'schen Entwurfs daß die Arbeiter anerkannt haben, daß sowohl die Leitung des und 120e der Reichs- Gewerbeordnung erlassen und verbietet den im eminentesten Sinne eine Parteifrage sei, find heute zehn MitArbeitsnachweises, als auch der Borsiz in demselben den Hausindustriellen und Heimarbeitern der Textil- und Metallindustrie, glieder aus der Regierungspartei ausgetreten, darunter Graf Csath Arbeitgebern zusteht und die Arbeitnehmer zwar eine be= rathende, nie aber eine ausschlaggebende Stimme in demselben die sich mit der Anfertigung von Wäsche, Kleidungsstücken und Bünd- und Hieronymi. Die Gesammtzahl der Dissidenten beträgt 21, es rathende, nie aber eine ausschlaggebende Stimme in demselben holzschachteln befassen, die Beschäftigung von schulpflichtigen Kindern werden höchstens noch 5 bis 6 Austrittserklärungen erwartet. Wie wünschen können. Wenn man erwägt, daß hierdurch die den Arbeit vor Beginn des Schulunterrichts, ferner zwischen den Vor- und verlautet, beharrt Präsident Szilagyi auf seinem Entschluß des Rücktritts. gebern zustehenden Rechte nie geschmälert, wohl aber manchen Mißdeutungen und deren Folgen vorgebeugt werden würde, die mehr Nachmittagsunterricht und abends nach 7 Uhr. " erklärt. vom Reichskanzleramt unterm 4. Dezember von neuem die Be scheinigung ertheilt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des KrankenversicherungsGesezes genügt. Paris, 8. Dezember.( W. Z. B.) In der heute Nachmittag stattgehabten Sigung der spanisch- amerikanischen Friedenskommission wurde der Friedensvertrag völlig fertiggestellt. Der Vertrag wird aus 14 oder 15 Artikeln bestehen. Die ersten Artikel beziehen sich auf die Abtretung von Kuba, Portorico und den Philippinen und auf die Konsequenzen dieser Abtretung. oder weniger stets entstehen werden, wenn man Fragen, die das Krankenversicherung. Der Zentral- Kranken- und Sterbelaffe Wohl und Wehe von Arbeitern betreffen, ohne Hinzuziehung von der Formstecher Deutschlands( E. H.) zu Frankfurt a. M. ist Delegirten derselben entscheidet, dann wäre wohl zu erwarten gewesen, daß die vereinigten Arbeitgeber den berechtigten Kern, welcher in diesem Verlangen der Arbeiter liegt, herausfinden und demselben im Interesse des friedlichen, gemeinsamen Zusammenwirtens RechParis, 8. Dezember.( W. T. B.) Der Senat beschloß nach nung tragen würden. Die Arbeitgeber haben jedoch jede weitere Verhandlung vor dem Einigungsamt über die prinzipielle Forderung in Wien ihren ersten Kongreß ab. Die Arbeiter- Nadfahrervereine Oesterreichs hielten fürzlich furzer Erörterung mit 153 gegen 51 Stimmen, den Antrag WaldeckDerselbe war von Rousseau in Erwägung zu ziehen, nach welchem dem Rassationsder Arbeiter abgelehnt und sich nur zur Verhandlung über die Be 49 Delegirten besucht, die 1887 Radfahrer vertraten. Es wurde die hof das Recht zugestanden werden soll, die Vertagung aller Strafschwerden bezüglich der Handhabung des Arbeitsnachweiſes bereit Gründung eines Verbandes vorgeschlagen, dessen Thätigkeit sich verfolgungen zu verfügen, welche einer eingeleiteten Revision HinderDen Arbeitern fann aber nicht dringend genug ans Herz gelegt namentlich auf den Rechtsschutz, die Unterstützung bei Unfällen und nisse bereiten könnten. werden, bei Ausständen der Zukunft nur solche Kollegen als Be- auf die Straßenpflege erstrecken soll. Die Delegirten von 1733 RadDie Deputirtentammer genehmigte die Konvention, vollmächtigte nach dem Einigungsamt zu entfenden, die ihr unein- fahrern ſprachen sich für den Beitritt ihrer Vereine zu dem Verbande durch welche in mehreren Materien des internationalen Privatrechts aus, die übrigen Delegirten nahmen eine abwartende Haltung ein. Desterreich- Ungarn, geschränktes Vertrauen genießen und dementsprechend auch ermächtigt Es wurde darauf das Statut des Verbandes berathen und ein die Beziehungen zwischen Deutschland, Desterreich- Ungarn, Belgien, werden, Bergleiche vorbehaltlos zu schließen. Durch die in letzter Zeit Komitee mit den weiteren Arbeiten betraut. Dänemark, Spanien, Italien, Portugal, Rumänien, Rußland, beliebte Methode, die Bevollmächtigten nur mit beschränkter VollSchweden und der Schweiz geregelt werden. macht zu entfenden und sie dadurch zu behindern, einen Ver- Die Arbeiter- Wohnungsfrage steht auch in der Schweiz In den Wandelgängen der Kammer verlautete, Kriegsminister gleich sofort anzunehmen, dem sie gern ihre Zustimmung geben seit Jahren auf der Tagesordnung. Der Züricher Große Freycinet habe für Montag die Interpellation des sozialistischen möchten, weil sie sich überzeugt haben, daß er den Interessen der Stadtrath bestellte vor einiger Zeit eine Kommission, die die Deputirten Paschal Grousset über die strafbaren Umtriebe Gesammtheit der Ausständigen entspricht, fann leicht dahin führen, Frage studiren sollte. Die Kommission, an deren Spize als Prä- gewisser Funktionäre des Kriegsministeriums und über die Verletzung daß eine mit vieler Mühe herbeigeführte Einigung scheitert." sident unser Genosse Mettier steht, unterbreitet nun dem Plenum des Dienstgeheimnisses angenommen. Milleboye wird morgen Es ist gewiß nicht uninteressant, von dieser Stelle bestätigt zu eine lange Reihe von Vorschlägen, die in der Hauptsache besagen: hinsichtlich des Gerüchtes interpelliren, demzufolge beabsichtigt sein finden, wie wenig Entgegenkommen die Unternehmer in einer Frage Ankauf billiger und geeigneter Wohnhäuser, sowie alter Häuser auf solle, nach Schluß der Session gegen diejenigen nationalistischen zeigten, die sich in recht bescheidenen Grenzen bewegte und deren Abbruch oder Umbau, Ankauf von Bauplägen, successive Her Deputirten gerichtlich vorzugehen, welche an den jüngsten KundBerechtigung nur dünkelhafte lleberhebung gegen die Arbeiterklasse stellung billiger und geeigneter Wohnungen durch die Stadt gebungen theilgenommen haben. Millevoye würde für sich und seine ablehnen kann. Die von Herrn Schulz übel empfundene Gepflogenheit der zur miethweisen Ueberlassung an städtische Arbeiter und Freunde sofortige Einleitung des Verfahrens fordern. Arbeiter, die ihren Bevollmächtigten nur beschränkte Vollmachten zu den Angestellte oder auch ant andere Einwohner mit geringem Paris, 8. Dezember.( W. T. B.) Ein Theil der Blätter beVerhandlungen ertheilen, halten auch wir für eine Pragis, die schwer- Einkommen, im allgemeinen Förderung von Bestrebungen von spricht mit wachsender Heftigkeit die Rede des hiesigen englischen fällig ist und oft sogar hindert, bessere Bedingungen durchzusetzen. Privaten, gemeinnüßigen Gesellschaften und Baugenossenschaften, Botschafters Sir Edmond Monson bei der Feier des 25jährigen BeDie Vertreter der Arbeiter gewinnen vor den Unternehmern ein billigere und gesündere Wohnungen herzustellen. Die Stadt soll stehens der englischen Handelstammer in Paris. Einzelne Blätter größeres Ansehen, wenn sie in ihren Entschlüssen frei sind und nur einen Wohnungsnachweis errichten. Auf kantonalem Gebiete foll verlangen die Abberufung des Botschafters, andere verzeichnen das in zweifelhaften Fällen die Zustimmung der Ausständigen einholen ein Wohnungsgesetz erlassen werden, ferner sollen billige Anleihen Gerücht, daß dieselbe nächstens erfolgen werde. brauchen. Außerdem muß zu den leitenden Personen ein Vertrauen an Gemeinden, Baugenossenschaften oder gemeinnügigen Gesellschaften Paris, 8. Dezember.( W. T. B.) Nach einem Telegramm des vorhanden sein, daß man sicher ist, sie werden in solchen Situationen gewährt und Beiträge an solche aus dem für gemeinnüßige Zwecke Journal des Débats" nimmt in Tamatave( Madagaskar) die Best das beste für die Arbeiter herausschlagen. in Aussicht genommenen Fonds der Kantonalbank geleistet werden. zu. Auch ein Europäer ist bereits der Seuche erlegen. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt, Ir. 288. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Aus dem Reichs- Etat. Gehaltsaufbesserungen. M V " " " " Freitag, 9. Dezember 1898. nicht in der Lage, über die wissenschaftliche Seite der Sache zu entscheiden. Der Hauptgrund gegen die Vorlage ist wohl lediglich der vom Testator geforderte Ausschluß der Aerzte aus dem Kuratorium. Diese Schrulle kann uns doch nicht zur Ablehnung des Vermächtnisses bringen. Der Ausschluß jeder ärztlichen Kontrolle ist damit keineswegs gegeben. Für die Annahme des Vermächtnisses spricht jedenfalls die Erwägung, daß mit der Ablehnung ein für die Stadt nachAls in der Berufungsverhandlung die im Nortorfer Amtsgericht gebildeter Mann gewesen; artem non odit nisi ignarus." Die vorgefallenen Szenen von dem oben erwähnten Zeugen geschildert vegetarische Ernährung von Kindern könne schwere törperliche und wurden, fragte der Vorsigende, äußerst betroffen über das Gehörte psychische Nachtheile erzeugen, sie verstoße gegen die Natur des Die Gehaltsaufbesserungen des Etats für 1899 dienen Haupt- den Zeugen Lemde, weshalb er blant gezogen habe. Lemeke Menschen, die auf gemischte Stost angewiesen sei. Baron's Ansicht fächlich zum Ausgleich von Unterschieden, die sich zwischen den erwiderte: Weil meine Instruktion so lautete!" führe schließlich dazu, daß Viehzucht und Fischzucht abgeschafft werden preußischen Beamten und den Reichsbeamten nach der Erhöhung der Als der Vorsigende dies bezweifelte, erklärte Lemde, müsse. Es möge sich doch derjenige in der Versammlung melden, preußischen Gehälter herausgestellt haben. seine Instruktion laute: Wer nicht gehorcht. kriegt Haue." der sich vegetarisch nähre. Es meldet sich niemand( Große HeiterDer größte Theil der Erhöhungen entfällt auf die Unter- Ob dieser sonderbaren Instruktion herrschte einen Moment nicht nur teit); damit ist doch das Urtheil über die Vorlage gesprochen!( Grbeamtentlassen. Der Reichstag hatte eine Erhöhung des Endgehalts im Bublifum, sondern auch am Nichtertisch hochgradige Verblüffung. neute Heiterfeit.) der Landbriefträger von 900 auf 1000 m. und das Anfangs- Als der Vorsitzende weiter fragte, weshalb er, Lemcke, auf dem am Von dem Stadtv. Hugo Sachs ist beantragt worden, die gehalt der Postschaffner von 800 auf 900 M. gewünscht. Im Etat Boden Liegenden eingehauen habe, erwiderte Lemde: Ich Borlage mit der Maßgabe anzunehmen, daß die Versammlung über find nicht nur für die Postverwaltung, sondern für alle Verwaltungen glaubte, weil er sich so benommen, habe er es die Ausführung des angenommenen Vermächtnisses einer Vorlage die Gehälter von 700 bis 900 m. auf 700 bis 1000 m. erhöht und verdient!" Wegen dieser sogar für einen Landgendarmen doch des Magistrats entgegensteht. statt der mit 800 M. beginnenden Unterbeamten Gehälter ist gar zu naiven Auffassung von seinen Beamtenpflichten las denn Stadtv. Wallach: Wir sind doch hier fast alle Laien und überall, insbesondere auch bei den Eisenbahnschaffnern auch der Vorsitzende dem Gendarmen gehörig den Text. und Bremsern ein Anfangsgehalt von 900 M. bor In seinem Urtheil war sich der Gerichtshof mit dem Staatsgesehen. Für alle Angehörigen der Gehaltskasse ven 1100 bis anwalt darin einig, daß eine Mißhandlung von seiten des Gendarmen 1500 m., wozu insbesondere Unterbeamte der Militär- vorliege, und daß derselbe provozirend und äußerst brüst und Marine verwaltung gehören, ist eine Aufbesserung gehandelt habe und allein die Schuld an der Szene im von 1200 bis 1600 M. vorgeschlagen, ebenso soll das Endgehalt der Amtsgericht trage. Die Mißhandlung fönne aber nicht straf Stlasse von 1200 bis 1600 M. auf 1800 M. erhöht werden. Bei den mildernd wirken, da sie nach dem geleisteten Widerstand geschehen sei. Hafenlootsen nud 200tsen I. Klasse wird das Endgehalt Immerhin wurde das Strafmaß des Nortorfer Amtsgerichts ertheiliges Präjudiz geschaffen würde. von 1692 auf 1950 M. gebracht. Bei den Gehaltsklassen von 1320 heblich modifizirt und auf 5 Wochen Gefängniß und 3 Tage Haft Stadtv. Prof. Virchow: Etwas, was man Vegetarismus bis 1720 M., zu denen besonders die Rangir und Wagenerkannt. nennen könnte, giebt es nicht; es giebt feine einheitliche begetarische meister und die Werkführer der Reichs- Eisenbahnverwaltung Wie viele Feinde der heutigen Ordnung mögen durch diesen Lehre. Was Baron als solche definirt, existirt ebensowenig. Wenn gehören, wird wird das Höchstgehalt auf 1920 M. festgesetzt Gerichtsfau geschaffen werden? animalische Nahrungsmittel, wie Milch, Eier, Käse, Butter, zugelassen und ebenso erhalten die Haltestellen Aufseher, Aus Magdeburg meldet unser dortiges Parteiblatt, die sind, was ist denn an dieser Lebensweise noch vegetarisch?" Ganze Weichensteller I. Klasse, Maschinenwärter und Pack Volksstimme": Am Tage der Reichstagswahl, 16. Juni d. J., Nationen ernähren sich in dieser Weise, ohne eigentliche Fleischmeister jezt durchweg ein Gehalt von 1320-1720 M. Eine Hatten sich abends 91/2 Uhr in der Kaiserstraße tausende von nahrung. Herr Baron will, daß die Ernährungsstoffe nicht vom wesentliche Gehaltsaufbefferung sollen die 3 eughaus Büchsen- Menschen angesammelt, um das Resultat der Wahl aus dem todten Thiere herstammen. Nun ist es aber kaum ein Unterschied, macher erhalten, die von 800-1200. auf 1200-1800 W." Fürstenhof" zu erfahren. Vou halbwüchsigen Burschen wurde ge- ob das Thier todt ist oder das Produkt; oder möchte man tommen, sowie die Truppenbüchsenmacher, Waffenmeister, Regiments johlt und geschrien. Eine Anzahl Schuyleute hatte daher Befehl etia Käse als cin lebendes Produkt ansehen?( Große ſattler und Marine- Büchsenmacher, die von 700-1100 auf 1200 bis erhalten, die Straße zuräuctor Krieter in Begleitung, der Es ist mit dem Begetarianismus wissenschaftlich eben solch ein un 16C0 M. gebracht werden sollen. Bei der Postverwaltung zugehen. Selbst Polizei- Inspektor mit aller Energie vor- Heiterfeit.) Die Kontrolle würde thatsächlich ausgeschlossen sein. follen einzelnen Unterbeamten, besonders Aufsehern, Bahnpostschaffnern, berittenen Schuylente ritt auf dem Trottoir in das Publikum sinn, wie mit dem Unterschied, den die Apotheker zwischen alloBrieffortierern und Geldbestellern widerrufliche Stellenzulagen bis hinein, um zu erzwingen, daß es sich entferne. Es herrschte deshalb pathischen und homöopathischen Arzneimitteln machen. Es handelt 300 m. gegeben werden, wobei 5000 Stellen berücksichtigt werden unter der Menschenmenge eine große Erbitterung gegen die Beamten. fich hier blos um eine Einrichtung in majorem gloriam Baronis sollen. Von den mittleren Beamten erhalten die Zugführer Vor ihrer Hausthür, Kaiserstr. 24, stand auch die Ehefreu des Eisen-( Heiterkeit); er will als Reformator des ganzen Ernährungs- und und Oberpackmeister, die bisher 1400-1800. bezogen, 1500 bahnarbeiters Wilhelm Schlie in Gesellschaft mehrerer Hausbewohner, Erziehungssystems auftreten. Ich habe ihn persönlich gekannt; er bis 2100 M., den Lokomotivführern ist, wie in Preußen, die die von dem Schußmann Wilhelm Niehoff wiederholt aufgefordert war von jeher eine tolle Schraube.( Heiterkeit.) Er war der Liebig'Friſt zur Erreichung des Höchstgehalts von 18 auf 15 Jahre wurden, in das gaus hireinzugehen und die Thür zuzumachen. schen Lehre, daß die Fleischnahrung nenes Muskelfleisch erzeugen herabgesezt. Diesen Kartographen des Reichs- Marincamts, die Sie thaten dies schließlich auch, Frau Schlie sah aber bald fönne, abhold, und hat sie auf feine Weise zu bekämpfen gesucht. bisher 1800--3800 M. bezogen, sollen 2100-4500 m. gewährt werden. Darauf wieder zur Thür hinaus und äußerte: Von den höheren Beamten sollen die der Regierungsraths fann Hinaus Diese Liebig'sche Auffassung ist auch längst überwunden, aber nicht man doch wohl sehen, wir wohnen ja hier im durch die Vegetarier, sondern durch die Physiologen, welche ihre klasse, die bisher hinter dem preußischen Höchstgehalt von 7200 W. Saufe:" Dies hörte der Schußmann Georg Geißler, ging deshalb Unhaltbarkeit nachgewiesen. In der eigentlichen Medizin hat niezurückgeblieben sind, besonders die Intendantur- und Post auf die Frau zu und frug nach ihrem Namen. Als sie mals ein anderes System als dasjenige bestanden, welches auf der räthe und die Betriebsinspektoren der Reichsdiesen nicht sagte und die Thür zuschlug, drängte Geißler sie wieder gemischten Kost beruhte; andererseits ist es eine böswillige druckerei dieses Höchstgehalt erhalten. Bei der Marine ist das auf und faßte die Frau an, um sie abzuführen. In diesem Augen- Erfindung, den Aerzten unterzulegen, als feien sie die Gehalt der Intendanten den der Intendanten des Heeres ent- blick fam der Ehemann Schlie aus der Hausflur hervor, erklärte, reinsten Karnivoren. Lange ehe die heutigen Vegetarier ges sprechend von 6600-8100 auf 6900-9000 M. erhöht. Die Marine- das sei seine Frau und zog sie weg. Nunmehr frug Geißler nach boren waren, ist der Nutzen der vegetabilischen Nahrung pfarrer steigen im Höchstgehalt um 300 M. Endlich ist noch die seinem Namen und hielt ihn, da er solchen nicht angab, fest. Schlie neben der thierischen hervorgehoben worden. Jedenfalls weist damit vom Reichstage angeregte Erhöhung des Gehalts der Staatszerrte den Schußmann auf die Flur bis auf den Hof, wo Geißler Herr Baron den Aerzten eine erniedrigende Stellung an; die Stadt sekretäre in den Etat eingestellt worden. den Schußmann Niehoff zur Hilfeleistung herbeirief. Da Schlie den soll sich ja verpflichten, in das Kuratorium keinen Arzt aufzunehmen. Schußmann angeblich an der Feststellung der Personalien der Frau Das ist eine Entwürdigung unter allen Umständen für die städtische gehindert hatte, wurde er festgenommen und abgeführt. Verwaltung( Zustimmung); zum Helfershelfer dieser Bosheit gegen Schlagen und Stoßen gepeinigt, weshalb sie wegen mit den hier vorgeschriebenen Mitteln, die also den Namen Vege Im Hausflur haben die Schutzleute den Eisenbahnarbeiter durch die Aerzte sollte sie sich doch nicht hingeben. Gewiß können Kinder Körperverlegung angeklagt wurden. Nach dem Antrage des Staats- tarianismus nicht verdienen, ernährt werden; aber diese Ernährungsanwalts verurtheilte die Straffanımer am Landgericht Magdeburg weise verdient in keiner Weise eine Vorzugsstellung. Man sollte sich den Schuhmann Geißler zu sechs Monaten, den doch nicht auf diese Weise für eine solche Richtung kaufen lassen! Schumann Nichoff zu vier Monaten Gefängniß. Es wird gewiß nicht an Bürgern fehlen, welche ohne dieses Streben Aus Düsseldorf wird der Frantf. 3tg." vom 5. Dezember nach falscher Glorie der Stadt zu ähnlichen Zwecken hochherzige gemeldet: Spenden zuwenden.( Beifall.) eine Bereicherung erfahren. Vor der Straffammer waren der Miß- Autorität des Vorredners ein, weil er nicht glaubt, daß es sich hier um Das Kapitel„ Schutz vor Schußleuten" hat heute hier wieder Stadtrath Marggraff tritt für die Vorlage trotz der europäischen handlung und der Amtsüberschreitung angeklagt die Polizisten medizinische Fragen handelt. Man mache sich leider auch auf seiten der Sylvesternacht wurden von Jansen und Leuthen mehrere junge Baron habe keineswegs eine Beleidigung des Aerztestandes ausHeinrich Jansen und Johann Leuthen in Düsseldorf. In der Gegner der Vorlage starker Uebertreibungen schuldig. Herr Burschen verhaftet, die groben Unfug verübt haben sollten. Unter- gesprochen( Widerspruch), er habe nur im Kuratorium keinen Arzt wegs und auf der Wache sind zwei der Verhafteten nach ihren An- haben wollen; und man könne doch nicht leugnen, daß die gaben geschlagen worden. Nach Feststellung der Personalien der beiden Laien in dem Dreimänner- Kuratorium gegenüber Verhafteten auf der Polizeiwache in der Stockkampstraße wurden die dem Arzte sich immerhin in recht prefärer Lage befinden sollen die schlimmsten Mißhandlungen vorgekommen sein. Leute freigelassen, und nun erst beim Verlassen der Wachtstube können. Herr Baron empfehle auch nicht den Vegetarianismus Ein als System; er habe, was er sich als normale Lebensgewohnheit abMann Namens Fir erklärte, er sei hinterrücke von Polizisten mit geleitet habe, übertragen wollen auf die Kinderernährung. Daß er blanken Säbeln angegriffen, geschlagen, mit Fußtritten regalirt und sich damit auf ein Piedestal habe sezen wollen, sei eine beweislof derart gestoßen worden, daß er bis in eine Hecke gegenüber der Behauptung. Such liege teine Vergewaltigung der Kinder vor, die Wache Penfionen. Der allgemeine Pensionsfonds schließt im neuen Etat für 1899 ab mit 58 473 652 2. gegen 55 250 207 im Jahre 1898, 51 994 195 im Jahre 1897, 50 613 552 im Jahre 1896 und 49 203 327 im Jahre 1895. Die Steigerung soll also in diesem Jahre nahezu 3 Mill. Mark betragen, fast genau so viel im Vorjahr. Seit vier Jahren ist der allgemeine Pensionsfonds um 94 Mill. Mark gestiegen. Auf die Militärverwaltung entfallen 53 445 660 M. gegen 50 632 465 M. im Vorjahre und 47 687 883 M., so daß auf jedes der beiden letzten Jahre eine Steigerung um wenig unter 3 Mill. Mark entfällt. Auf die Marineverwaltung Tommen 3375 622 M. gegen 3 113 022 und 2 881 942 M. in den Vorjahren, auf die Zivilverwaltung nur 1 652 370 gegen 1 504 720 und 1 424 370 W. in den Borjahren. Die Zunahme gegen den vorjährigen Etatsansaz beträgt bei der Militärverwaltung 5,6 pct., bei der Marineverwaltung 8 pCt. und bei der Zivilverwaltung 9,8 pt. Es wird fortgeprügelt von den besonders schneidigen Sicherheitsorganen des preußischen Staates. Einige recht in die Augen springende Großthaten find gerade in den letzten Tagen an Gerichtsstelle erörtert worden und mögen daher zur Kennzeichnung der Prügelfultur fin de siècle hier festgenagelt werden. bie Aus Kiel wird uns vom 6. Dezember berichtet: Auf ergangen. Klippmüller hatt einem Manne Namens Klippmüller zu Versuchsthieren gemißbraucht werden sollten; es wäre im Gegens eines preußischen Landgendarmen gestattet eine Sache, die gestern vor der Berufungskammer des hiesigen Landgerichts verhandelt wurde, werthvolle Schlüsse. " Eltern, welche der fleischlosen Nahrung den Vorzug geben, wenn man aus solchen Gründen das Vermächtniß zurückweisen wollte. Auch habe er die Zuziehung von Naturärzten bei Krankheiten zwar gewünscht, aber nicht befohlen. Die Verwaltung sei also in der Lage, die Kinder einem Arzte vorzuführen, der über die Aufnahme in das Institut zu bestimmen habe; dasselbe gelte, wenn das Kind nicht gedeihe und seine Entfernung aus der Anstalt nothwendig erscheint. Auch die Rücksicht auf andere Erblasser sollte doch außer acht gelassen werden. Die 4500 in Kostpflege befindlichen Waisenkinder dürften sicherlich nicht alle auch nur in der Art ernährt werden, wie sie hier vorgeschrieben ist.( Buruf: Sehr traurig! Aber wahr!) Aber wenn wir zuerst blos 40 Kinder besser ernähren können, so sollten wir doch nicht die Gelegenheit dazu von der Hand weisen. gehört, daß ein Polizeibeamter zu Fix gesagt habe:" Fix, auf Ihnen hab' ich's schon lange stehen." Die Polizeibeamten stellten die Affäre anders dar. Danach hat Jansen in Nothwehr gegen Fir den Säbel gezegen. Bezeichnend ist, daß der PolizeiIn der Nähe von Groß- Vollstedt liegt das Dorf West ense e. sergeant Jansen dem Fix 20 m. und dem Klippmüller 3 M. Dort trieben sich an einem schönen Maientage dieses Jahres in ver- Schmerzensgeld geboten hat. Das Gericht verurtheilte den gnügter Stimmung einige junge Leute auf der Straße herum, Polizisten Jansen zu vier Monaten Gefängniß singend und serenadend", S. H. auf einer Harmonika musizirend. und sprach den Leuthen mangels Beweises frei. Blöglich erscheint der Gendarm Lemcke auf der Bildfläche und Vielleicht finden auch diese Großihaten im Reichstage entschreit sie an: Haltet die Schnauze!", nach anderer sprechende Beleuchtung, wenn dort von den Prozentpatrioten und Lesart:" Haltet den Schnabel." Diese Redensart wollte sich der sonstigen Arbeiterfeinden die Heuchelphrasen vom Terrorismus der 25jährige Arbeiter Bernice nicht gefallen lassen und replizirte prompt: Arbeiter aufgetischt werden. Wir haben feine Schnauze". Wegen dieser Bemerkung erklärte der Gendarm den Bernicke für verhaftet. Nun trug B. einen Spazierstock bei sich, den ihm der Gendarm ohne weiteres mit dem Säbel aus der Hand schlug, ,, da er sich damit hätte wehren können." Hierauf transportirte der Gendarm seinen Arrestanten ins Amtsgericht nach Nortorf, und 35. Sigung vom Donnerstag, den 8. Dezember, zugegeben, daß mit dieser immerhin gentischten Kost Sinder ges zwar, da derselbe sich weigerte, den beträchtlichen Weg zu Fuß zurüdzulegen, mittels Wagens. Kommunales. = Stadtverordneten Versammlung. nachmittags 5 Uhr. Stadtv. Gerstenberg: Den Berliner Kindern geht doch das Geld auf alle Fälle verloren, wenn wir das Vermächtniß abs lehnen. Wenn auch unter uns feiner ist, der diese Ernährung an sich erprobt hat, so hat andererseits Virchow selbst nügend genährt werden können. Gegenüber der Berufung auf die In den Ausschuß für die Vorberathung des Antrages Preuß, Wissenschaft muß doch darauf verwiesen werden, daß auch Adam Wie das mun faum anders zu erwarten war, erhielt betr. die gemaßregelten jüdischen Lehrerinnen ist auch der Stadtv. und Eva Vegetarier gewesen sind.( Stürmische Heiterkeit.) Mit der Bernicke eine Anklage wegen Widerstands gegen die Staats- Singer delegirt; Vorsitzender ist der Vorsteher Dr. Langer- Ablehnung der Schenkung wird anderen Testatoren ein recht bedenks gewalt und ruhestörenden Lärms und wurde wegen dieser hans. " Verbrechen" am 11. August vom Schöffengericht zu Nortorf licher Fingerzeig gegeben. Die Befürchtung, daß die Kinder der Die für den ersten und dritten Beisiger Stellvertreter nöthig Armen zu Versuchsthierchen benutzt werden würden, ist grundlos. zu einem Monat Gefängniß und einer Woche Haft verurtheilt, auch gewordenen Ersatzwahlen beschließt die Versammlung nicht mehr Mit der Sache muß ein ehrlicher Versuch gemacht werden; der wurde auf sofortige Berhaftung erkannt. vorzunehmen, da der Vorstand ohnehin in 4 Wochen neugewählt Antrag Sachs bahut den Weg dazu. Die folgenden Vorgänge würden mun ganz unglaublich flingen, werden muß. wenn sie nicht durch die einwandsfreiesten Zeugen, und zwar durch Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der Berathung über Rechtsanwalt My lord- Neumünster, Rechtsanwalt Sinn- Rends- die Vorlage betreffend die Annahme des in erster Linie der Stadt burg, Kayann Frieden Neumünster, Bäcker Stachel- Nen- Berlin legtwillig zugedachten Vermächtnisses des Professors münster und andere mehr, gestern vor der hiesigen Straffammer Baron( 470 000 M.) zur Begründung eines vegetarischen eidlich bezeugt und vom Gerichtshof als festgestellt angenommen Kinderheims. Nachdem schon am 13. Oftober der Bericht des worden wären. = M Stadtv. Singer: Folgen wir diesem Vorschlag, dann werden diese Debatten sich noch etwa ein Jahr lang weiterspinnen.( Sehr richtig!) Ein solches Verfahren hätte keinen Zweck. Ich gehöre ja nicht zu den glühendsten Bewunderern des Magistrats; aber so viel traue ich ihm zu, daß er an der Hand dieses Testaments eine Anstalt errichten kann, wie sie dasselbe vorschreibt. Auch unser Standpunkt betreffenden Ausschusses zur Erörterung gestanden, hat es den An hat sich seit der ersten Berathung nicht geändert; auch die Vors Nach der Urtheilsverkündigung im Nortorfer Termin wollte B. schein, als ob es heute endlich zu einem Abschluß in der so heftig stellung vegetarisch ernährter Kinder und die Dauermärsche der noch etwas erwidern. Da sprang der als Zeuge im Sitzungssaal umstrittenen Testaments- Angelegenheit kommen soll. Der Ausschuß felben find an uns spurlos vorübergegangen. Allerdings find anwesende Gendarm Lemde auf ihn zu, riß ihn zu Boden hat bekanntlich auch in der wiederholten Berathung die Ablehnung wir hier fein wissenschaftlicher Areopag; die Wissenschaft würde ja zu und schleppte ihn mit Hilfe eines Gerichtsdieners des Vermächtnisses empfohlen. bedanern sein, wenn wir hier über solche Fragen zu entscheiden zum Saal hinaus. Draußen verlangte B. seinen im Stadtv. Spinola beharrt auf seinem Standpunkt der un hätten. Auch die Virchow'schen Ausführungen fönnen troß ihrer Saal zurückgelassenen Hut, worauf der Gendarm antwortete: bedingten Ablehnung. Die inzwischen stattgehabten Demonstrationen instruktiven Natur nicht die Richtschnur für die Entscheiding geben. Wenn Sie jest nicht ruhig sind, dann kriegen hätten auf ihn keinen Eindruck gemacht; die mit der vegetarischen Es handelt sich lediglich um das kommunale Interesse; die Gemeinde Sie eins, wie Sie wohl in Ihrem Leben noch Ernährung gemachten Erfahrungen, soweit sie ungünstiger Natur kann nicht das Recht in Anspruch nehmen, an den ihrer Fürsorge teins gefriegt haben." Als B. trotzdem Miene machte, in feien, hätten die interessirten Streise selbstverständlich verschwiegen. anvertrauten Kindern Ernährungsexperimente zu machen. Von diesem den Saal zurückzukehren, um seinen Hut zu holen, packte der Auch die vermittelnden Anträge, welche die Stadt von der Standpunkt aus vereinfacht sich die Sache durchaus. Außerdem Gendarm ihn am Kragen, schleuderte ihn zu Boden und bearbeitete Verantwortung möglichst entlasten wollten, seien für ihn un kommen für unsere Entscheidung auch die Motive des Testators und ihn mit der blankgezogenen Waffe derart, daß sich die Klinge annehmbar. Der Vorschlag, mit Herrn Securius in Verbindung des Magistrats in Frage. Herr Baron glaubt, diese Ernährung frumm bog und der Gendarm die Waffe erst wieder über dem zu treten, müßte geradezu abschrecken, denn Herr Securius fei noch schaffe gesunde Menschen und eine Verbilligung der Nahrungsmittel; Knie gerade biegen mußte, um sie wieder in die Scheide stecken zu viel schlimmer wie Herr Baron, er habe seiner Zeit verlangt, daß diesen Standpunkt akzeptirt der Magistrat und erhofft davon eine die Kinder mit Milch von weißen ungehörnten Ziegen gespeist werden Entlastung der Armenpflege. Diese Motive können wir nicht zu den Wegen dieses neuen Widerstandes" erhielt B. vom Nortorfer sollten( Heiterkeit). Die Stadt dürfe sich auf Experimente nicht ein- unsrigen machen; wir halten die Annahme eines aus solchen Schöffengericht abermals einen Monat Gefängniß zudiktirt, lassen, die blos der Settirerei zu gute kommen würden. Wenn Herr Motiven der Stadt dargebotenen Geschenks für unwürdig. Herr insgesammt also 2 Monate Gefängniß und eine Woche Haft. Gegen Baron in dem Kuratorium feinen Arzt zulassen wolle, so liege darin Stadtrath Marggraff hat imbewußt eine schwere Anklage gegen die dies auch anderen Leuten unbegreifliche Urtheil legte der Berurtheilte eine umerhörte Beleidigung des ärzlichen Standes. Herr Baron städtische Verwaltung ausgesprochen( sehr richtig!); hat er die leberdie gestern zur Verhandlung gekommene Berufung ein. sei in diesem Puntte trotz aller sonstigen Unterrichtheit ein uns zeugung gewonnen, daß die Verpflegung des Kosttinder ungenügend tönnen. M Die übrigen Gegenstände der Tagesordnung werden vertagt. Schluß nach 9 Uhr. * tst, so müssen sofort die Pflegegelder erhöht werden, nicht aber soll auan sich, was man nicht aus der Stadtkasse geben will, von einem den Magistrat zu ersuchen, der Versammlung eine Vor- wachsenden Schwierigteiten gegenübergestellt. Mieths. Tage dahin zu machen, daß bei Zuwendungen von Kunstwerken räume sind nach ihrer Einrichtung und Zweckbestimmung im andern schenken lassen.( Sehr gut!) Selbst auf die Gefahr hin, an die Stadt Berlin vor der Annahme die Deputation für allgemeinen nur fehr teine weitere Schenkung mehr zu bekommen, werde ich mich nicht bestimmen wenig geeignet geeignet für die besonderen Kunstzwecke gehört werde. laffen, eine Schenkung anzunehmen, die ich ihrer Natur nach für und umfassenden Ansprüche, welche nach Maßgabe der ins schädlich für die Stadt halte. Will man überhaupt keine Schenkung einen Ausschuß. Beide Anträge gehen auf Antrag Ladewig ohne Diskussion an Große gehenden Entwickelung des Berliner Post, Telegraphen- und zurückweisen, dann kommen wir dahin, daß jedermann jede Schrulle Fernsprechwesens gestellt werden müssen. Die Umgestaltung der durch die Stadt Berlin ausführen lassen kann, wenn er der Stadt eine Miethsräume für die Betriebszwecke erfordert zumeist erhebliche AufHalbe Million schenkt.( Sehr richtig!) Auch verlangt ja Herr Baron ein wendungen, läßt sich aber gleichwohl nur selten so den Bedürfnissen anpassen, wie es für die Erleichterung und das vortheilhafte Ineinanders Dentmal, allerdings nur in seinem Hause; auch diesen Umstand darf man Zur Gründung eines Findelhauses hat der hier verstorbene greifen bezw. für die Wirthschaftlichkeit des Betriebs zu wünschen ist. nicht unberücksichtigt laffen. Selbst als Vegetarier würde ich ein Rentier, früherer Getreidehändler K. Ed. Julius Müller in seinem Die Miethen und der Betrieb werden hierdurch vertheuert und doch ist solches Geschenk nicht annehmen, weil ich es für unwürdig halte, Testamente vom 15. März 1888, welches jekt bekannt gegeben ist, auf der anderen Seite eine vollkommene Wahrung des Dienstintereſſes daß wir gezwungen werden sollen, von unseren bisherigen Grund- den Magistrat der Stadt Berlin zum alleinigen Erben seines Nach- nicht überall möglich. Das ungünstige Verhältniß wird noch dadurch fäßen auf dem Gebiete der Ernährung abzulassen. In schwerer Arbeit lasses eingefeßt. Das Findelhaus soll nach dem Wunsche des Erb- besonders verschlechtert, daß die Reichs Postverwaltung in Berlin haben wir solche Grundfäße für die Waisentinder Ernährung fest- laffers außerhalb errichtet werden( Treptow, Rummelsburg oder mit einem häufigeren Wechsel der miethsweise beschafften gestellt; sollen die jetzt für einen Theil der Kinder außer Kraft dergleichen), die Hergabe des nöthigen Grund und Bodens Diensträume zu rechnen hat, indem nicht nur wegen des raschen gesetzt werden? Es reizen Sie nur die 500 000 M., das ist erhofft er bon der Stadtvertretung. Nähere Bestimmungen Wachsens des Verkehrs die beengten Miethsräume unzulänglich das punctum saliens; ich freue mich, daß ein Größerer bezüglich der zu gründenden Anstalt sind in einem Nach- werden, sondern auch wegen der fortschreitenden Steigeals ich, Herr Virchow, ausgesprochen hat, daß ausgesprochen hat, daß es scheine, trage zum Testamente enthalten, welche im wesentlichen rung der Miethspreise eine Verdrängung aus bisher als habe man die Stadt damit kaufen wollen( Zustimmung dahin gehen:" Die aufgenommenen Kinder sollen in der innegehabten Räumen stattfindet. Jeder Wechsel in den Räumen und Widerspruch). Sehen Sie auch die städtischen Behörden nicht Anstalt, nicht gegen Entgelt zur Pflege an Geldgierige über- und in der Lage der Betriebsstellen greift aber störend ein in die der Gefahr aus, daß die Genehmigung der Schenkung versagt wird, geben, verpflegt und erzogen werden. Angestellt sollen nur fähige, Gewöhnung des Verkehrs und die Ordnung des Betriebes; außer und daß es nachher heißen kann, die Aufsichtsbehörde sei weiser ge- gefittete 2c. Personen werden, die sofort zu entlassen sind, wenn sie dem find Unkosten damit verbunden, welche unter anderem, wesen, als die städtische Verwaltung. Ich bitte Sie, die Vorlage fich das geringste in der Pflege der Kinder, durch Unfittlichkeit, insbesondere bei der Verlegung von Telegraphen, Fernsprech abzulehnen.( Beifall und Widerspruch.) Schuldenmachen u. s. w. zu schulden kommen lassen. Verwandte von oder Rohrpost Leitungen, sich auf hohe Summen belaufen. Stadt. v. Hugo Sachs bittet um Annahme seines Antrages. Er dem Erblasser sollen, wenn sie sich eignen, bevorzugt werden. Die auf- Nicht selten entsteht hieraus für die Verwaltung, welcher sei früher in der Sache anderer Meinung gewesen, aber eines genommenen Kinder sollen in der evangelischen oder in der später nur die Wahl bleibt zwischen der Bewilligung Besseren belehrt worden. Herr Singer behauptete, uns reizten vorherrschenden Religion erzogen werden. Auch will der Erblaffer erheblich gesteigerter Miethen oder Aufwendung die 500 000 m.( Rufe: Jawohl!) Die 500 000 m. könnten eine die Kinder vaterlandsliebend" machen. Nach vorläufiger Schäßung hoher Verlegungskosten, eine wahre 3wangsStadt mit einem Budget wie Berlin nur zum Lachen reizen. beträgt der Gesammtwerth des Nachlaffes, zu welchem außer geringer Lage, welche von den Vermiethern zur Stellung Es handle sich gar nicht um eine soziale und nicht um eine medizinische beweglicher Habe 3 Grundstücke und mehrere Hypotheken gehören, übertriebener Forderungen ausgenut wird. Frage. Wäre es eine medizinische Frage, so tönnte, nachdem ein Virchow rund 226 000 m. Der Magistrat hat beschlossen, den Nachlaß an- Nach allem wird das Verfahren der Anmiethung der Dienstgesprochen, niemand in der Versamming noch das Wort zu ergreifen zunehmen und die Genehmigung hierzu bei der Stadtverordneten- räume für die großen Betriebsstellen im Stadtbezirk je länger wagen. Es gebe ja gar keinen wissenschaftlichen Vegetarianismus; also Bersammlung nachzusuchen. Voraussichtlich wird diese Buwendung je mehr unvortheilhaft und unhaltbar; es ergiebt sich immer entscheide die Stadt mit der Annahme des Vermächtnisses auch zur Vermehrung der Fonds für das Schmidt- Gallisch'sche Kinderasyt bringender die Nothwendigkeit, durch Erwerbung reich 3nicht über den Werth dieser Theorie. Mit seinen Ausführungen Verwendung finden. eigener Grundstüde feste, bleibende Stützpunkte für diese habe Virchow gerade den Einwendungen gegen die Schenkung Betriebsstellen an welche sich die kleineren, leichter unterdie Spize abgebrochen. Auch die Testamentsvorschrift bezüglich der zubringenden Anstalten anzulehnen haben zu gewinnen. An Aerzte enthalte keine Beleidigung des ärztlichen Standesbewußtsolchen Stützpunkten würde in zweckmäßig gestalteten Räumen der feins; diese Angriffe bedauert Redner und weist sie zurück, aber Betrieb sich mit großem Nußen für einen geordneten, sicheren Gang ein Grund zur Zurückweisung des Legats liege darin nicht. Uebrigens Zweiter Wahlkreis. Am Sonntag Abend 6½ Uhr wird bei und für die Wirthschaftlichkeit zusammenfassen lassen; der fort und stehe doch die Frage nur so, ob gegenüber dem thatsächlichen Zu- Zubeil, Lindenstr. 106, eine öffentliche Versammlung für Männer und fort steigenden Belastung des Miethstitels würde ein Stande der jetzigen Kostpflege die Verpflegung nach den Testaments- Frauen abgehalten, in der Genosse Dr. Wey! über: Heilkunde und Riegel vorgeschoben werden." Der konservative bedingungen eine Verschlechterung sei. Der in dieser Beziehung von Politik" sprechen wird. Nach dem Vortrag folgt gemüthliches Bei- Husarengeneral und Staatssekretär spricht hier wirklich vernünftiger, Herrn Singer gegen die Verwaltung erhobene allgemeine Vorwurf sammensein. wie mancher freisinnige Stadtverordnete, der dem Privat sei also unberechtigt. tapital gar nicht genug Profite zuschanzen kann. Ein Schlußantrag wird abgelehnt. Lokales. : Stadtv. Cassel ist im Gegensatz zur großen Mehrheit seiner Die Frage der Ueberlassung der Schulhöfe an die spielende Freunde für Ablehnung der Vorlage. Der Hinweis auf Adam und Zur Ziethenfache. Der„ neue Zeuge", welcher sich in ElberEva sei nicht schlüssig; Adam und Eva seien doch wegen eines Jugend feld gefunden hat, ist der Monteur Rich. Pabst senior, WiesenVerstoßes, der auf vegetabilischem Gebiete lag, aus dem beschäftigt zur Zeit die städtische Schuldeputation. Aus straße 43a, Elberfeld. Derselbe will bekunden, daß er am Paradiese verstoßen worden. worden.( Große Heiterkeit.) Man dürfe Anlaß der bekannten Petition des Grundbesigervereins„ Nord- West" fritischen Tage furz vor der Zeit, wo der Mord an Frau Ziethen mit den Kindern nicht experimentiren. Auch sei die Verpflegung hat die Deputation eine Subfommission eingesetzt, die zunächst ein begangen wurde, den Lehrling Wilhelm in der Wohnung der Kinder in der Familie derjenigen in aus vor dessen Rückkunft den schönsten mal prüfen soll, welche Schulhöfe dabei überhaupt in betracht kommen Biethen's Köln unter Umständen Instituten weit vorzuziehen. In erster Lesung habe Herr H. Sachs fönnen. Diejenigen Schulen, welche Nachmittagsunterricht haben getroffen hat, die entschieden belastend für Wilhelm sind. Die noch erklärt, daß die Stadt direkt ungefeßlich handeln würde, wenn oder eine Fortbildungsschule beherbergen, seien meint man" Neuesten Nachrichten", die diese Mittheilungen bringen, stellen es Sie von der allgemein üblichen Ernährungsweise gerade bei den von vornherein ausgeschlossen. Der Stadtv. Ulrich, der der Sub- der Staatsanwaltschaft anheim", Herrn Pabst vernehmen zu laffen. Waisenkindern abweiche. Dieser Standpunkt müsse auch heute fommission angehört, gab am Mittwoch im Berliner Grundbesiger Wir fordern die Staatsanwaltschaft auf, dies noch der maßgebende sein.( In der Versammlung macht sich verein von 1865" die Erklärung ab, daß die Schuldeputation der Sache zu thun. steigernde Unruhe bemerkbar, sodaß der Vorsteher wiederholt fehr wohlwollend gegenüberstehe. Man werde sie mit aller Sorgfalt Inzwischen hat sich in Elberfeld und Barmen, wo früher der energisch von der Glocke Gebrauch machen muß.) erwägen; er müsse aber doch schon jetzt sagen, daß die Jugend auch ohne Glaube an die Schuld Ziethen's allgemein und tiefeingewurzelt die Schulhöfe schon reichlich Spielpläße habe( im Friedrichshain, im Hum- war, ein vollständiger Umschwung der öffentlichen Meinung vollStadtv. Louis Sachs hebt hervor, daß bisher die Frage des boldthain, im Treptower Park, auf dem Tempelhofer Felde 2c.). 30gen. Die Barmer Zeitung" schreibt: Securius'schen Angebots noch in keiner Weise geklärt ist, und fordert Ueberhaupt werde für die Schuljugend heute ganz anders gesorgt Was die Stimmung in unserem Wupperthal hinsichtlich des Auskunft in dieser Beziehung. Er habe verlauten hören, daß als früher. Sie komme in die prächtigen Schulpaläste", die ihr Falles Biethen angeht, so glauben wir nicht fehlzugehen, wenn wir Herr Securius fich eventuell auch für die bedingungslose die Stadt errichtet habe, in die großen, hohen, hellen und luftigen die Behauptung aussprechen, daß sie schon seit langem eine große Hergabe seiner Anstalt am Schlachtensee bereit finden lassen würde. Räume", man schaffe ihr fogar allerlei hygienische Einrichtungen, Wandlung durchgemacht hat. Wenn einst die Voltsstimme nicht Diese Vorfrage müsse zunächst entschieden werden. wie Schulbäder u. f. w. tvo habe man denn das früher gekannt! daran zweifelte, daß Ziethen der Mörder gewesen sei, weil es nieStadtv. Sanitätsrath Dr. Ruge spricht sich in derselben Weise Berlin stehe in dieser Beziehung geradezu musterhaft unter den mand gab, der ihm auf grund seiner rohbrutalen Natur und seines wie in der ersten Lesung für die Annahme aus. deutschen Städten da. Der Berliner Grundbesitzerverein von moralischen Verhaltens diese That nicht zutraute, so ist heute die AnStadtv. Matterne theilt mit, daß die auf die Securius'sche 1865" hatte, auf Anregung des Bundes der Berliner Grundbesitzer- sicht start int Wachsen, daß Ziethen doch das Opfer eines Just iz= Offerte bezüglichen Anträge zurückgezogen sind, da die Sache in- vereine", fich darüber zu entscheiden, ob er sich der Petition des irrthums geworden sei. Daß diese Frage trotz aller juristischen zwischen ein ganz anderes Gesicht bekommen habe. „ Nord West" anschließen Nach den Er- Bemühungen nicht zu einer vollen gerichtlichen Klärung und Entdes Stadtrath Marggraff fonstatirt, daß die bisherigen Schritte flärungen Stadtverordneten Ulrich beschloß er, zur scheidung gebracht werden kann, dient dem wachsenden in dieser Beziehung resultatlos geblieben sind, da Herr Securiusculae meinte, die Sache liege ja mun, wie man eben gehört Intereſſe unserer Justizverwaltung selbst, wenn sie alle vorhandenen Tagesordnung überzugehen. Der Vorsitzende Prediger 3 weifel nur zur Förderung, und darum läge es im seine ursprüngliche Offerte zurückgenommen habe. Nach dem Schlußwort des Referenten Stadtv. Horwit zieht Stadtv. habe, in den besten Händen, und es sei gegründete Aussicht vor formalen Hindernisse für ein Wiederaufnahme- Verfahren aus dem Hugo Sachs seinen Antrag zurück. Stadtv. Louis Sachs beantragt handen, daß sie eine befriedigende Lösung finden werde. Wir Wege räumte." nochmalige Verhandlung mit Securius. Vom Stadtv. Ist ein möchten eher das Gegentheil annehmen, gerade nach den Aus- Das Zaudern der Justiz ist dem Laien natürlich unbegreiflich. liegt der vom Ausschuß gebilligte Eventualantrag vor, die Aufnahme führungen des Stadtverordneten Ulrich. Das Bild von der„ Muster- Jedenfalls ist die deutsche Justiz einer Wiederaufnahme des Verin die Anstalt von einem schriftlichen Gesuch abhängig zu machen. stadt" Berlin, in der es die Jugend heute so sehr viel besser hat, fahrens mindestens ebenso abhold und erschwert sie durch ihr bisDie Vorlage wird in namentlicher Abstimmung mit 53 als ehedem ihre Väter und Geschwister, ist ja ein bekanntes Motiv, heriges Verhalten mindestens ebenso wie die französische gegen 48 Stimmen abgelehnt. Die Verkündigung des Ergeb- mit dem man allemal dann anrückt, wenn ein Vorschlag zu Ver- Juſtiz. niffes ruft große Bewegung hervor. besserungen auf pädagogischem oder schulhygienischem Gebiete abgelehnt werden soll. Die Vorlage betr. die Anerkennung einer Anzahl Bureauhilfsarbeiter als Gemeindebeamite ver theidigt in einer längeren Rede " Vereins V ivolle. Gegen die Rabatt- Sparvereine will man, wie die„ Staatsbürger- Zeitung" meldet, auf dem Wege des Strafrechts vorzugehen juchen. Das Blatt schreibt: In Sachen der Rabatt- Sparvereine Die Kaffe des Berliner Gewerbegerichts wird mitgetheilt, daß ein Komitee angesehener Bürger, an dessen Stadtsyndikus Weise, der den Magistrat gegen die mancherlei hatte für 1897/98 an Gerichtskosten 8698 W. zu fordern Spitze ein hiesiger Rechtsanwalt steht, seit kurzem mit dieser Frage ihm aus diesem Anlaß gemachten Vorwürfe zu rechtfertigen sucht. Nach( einschl. 259 M. an Strafen wegen Ungebühr oder unentschuldigten beschäftigt ist. Man hat sich Statuten und Lieferantenliſten der einem Erkenntniß des Reichsgerichts aus allerlegter Zeit werde aber Ausbleibens). An dieser Summie waren 4024 Kostenschuldner be- Vereine beschafft und diese einer Nachprüfung unterzogen. Auf bis zur Aenderung der Gesetzgebung bezw. des§ 56 der Städte theiligt, die Arbeitgeber mit 1915 Posten, die Arbeitnehmer mit grund der zwischen den Sparvereinen und ihren Lieferanten Ordnung die Anerkennung einer Anzahl dieser Hilfsarbeiter als 2109 Boften. Auf jeden Kostenschuldner kamen im Durchschnitt abgeschlossenen Verträge hat man Handhaben ermittelt, um Beamte eine Nothwendigkeit. Unterschiede nach der Würdigkeit 2,16 M., doch gingen 1839 Forderungen, 40 pCt., nicht über 1 M. gegen diese Vereine nunmehr strafrechtlich vorzugehen. Ein Paffus ließen sich jetzt auch nicht mehr machen. Hoffentlich werde die hinaus. Aus den Vorjahren restirten noch 898 M. in 337 Posten, dieser Verträge und Statuten lautet wörtlich, daß die Vorlage ihr gutes Theil zur Wiederherstellung des Friedens bei- sodaß die gesammte Kostenforderung( für 1897/98 und Reste) Lieferanten der Vereine gehalten sind, ihre Waaren in ungeschmälerter tragen! 9596 M. in 4361 Posten betrug. Gingegangen sind nur Güte und unter den gleichen Bedingungen, wie an jeden andern Stadtv. Singer: Spät fommt Ihr, doch Ihr kommt!" fann 5553 M. auf 2807 Posten. Als Reste auf das nächste Jahr Kunden, abzugeben. Das erwähnte Komitee hat daraufhin zahllose man dem Magistrat anläßlich der Vorlage zurufen. In der Ver- übernommen wurden 406 Posten mit 1050 M., nieder Einkäufe besorgen lassen und in fast allen Fällen festzustellen verfammlung ist längst die Auffassung zum Durchbruch ge- geschlagen( zum theil nur vorläufig, größtentheils aber mochte, daß die an sogenannte Rabattkunden verabfolgte Waare, kommen, daß es, wenn auch formell zulässig, doch nicht endgiltig) 1148 Posten mit 2993 M. Von diesen 1148 nieder auf welche 5 und 10 pct. Rabatt gewährt wird, offensichtlich von recht und billig war, diesen Hilfsarbeitern die Beamtenqualität geschlagenen Posten kamen 932 auf Forderungen aus 1897/98, davon jener Waare in Güte und Gewicht abweicht, die die sogenannten mit ihren Benefizien vorzuenthalten. Die Vorlage zeigt ja nun das 235 an Arbeitgeberfund 697 an Arbeitnehmer, und 216 auf Restforderungen Baarkunden in derartigen Geschäften erhalten. Man hat weiterhin anerkennenswerthe Bestreben, einen von uns scharf empfundenen aus den Vorjahren. Von 2886 3 wangsvollstreckungen des eine große Anzahl Fälle ermittelt, in denen die jetzt sehr theure Mebelstand zu beseitigen. Leider sollen indeß die Standesamts- Jahres 1897/98 hatten 1104 Erfolg, 1184 feinen Erfolg. 1049 Butter, auf welche die Geschäfte noch 5 pCt. Rabatt gewähren, schreiber ausgeschlossen bleiben, obwohl sie doch eine Dienstzeit bis waren gegen Arbeitgeber gerichtet, 1237 gegen Arbeitnehmer.-Von gefälscht war. Außerdem wurden Ueberpreise konstatirt. Gegen alle zu 20 Jahren hinter sich haben und fast dieselbe Beschäftigung wie besonderem Interesse ist das Ergebniß der Kosteneinziehung in den Sie vorbezeichneten Gewerbetreibenden wird jezt auf grund des§ 4 Die Standesbeamten haben. Der Ausschuß wird dafür zu sorgen Kammern III und IV( Baugewerbe und Holz und des Gesetzes vom 27. Mai 1896( unlauterer Wettbewerb) vorhaben, daß auch bei diesen Arbeitern die Anerkennung der Beamten- Schnitz stoffe). Sie haben es häufig mit Bauschwindlern gegangen werden. qualität erfolgt. Auch darüber wird Auskunft zu erfordern sein, warum zu thun, und es geschieht vermuthlich aus diesem Grunde, daß die die Hilfsarbeiterinnen beim statistischen Amt und die Hilfskräfte bei Jahresberichte über das Berliner Gewerbegericht in dem Abschnitt Modernes Bauwesen. In der Deutschen Tageszeitung" lesen einigen Werken erst später die Anerkennung erhalten sollen. Warum soll über die Kassengeschäfte neben den Gesammtzahlen noch die besonderen wir: Ein Häuſerkrach in Berlin W. steht nach dem Urtheil von Fachferner die Gehaltszahlung nachträglich erfolgen, da doch alle Beamten Zahlen für diese beiden Kammern mittheilen. Von den 4024 Soften- Teuten für das kommende Jahr bevor. Die luguriöse Ausstattung fie pränumerando erhalten? Es soll eine Wohlthat für diese Leute ge- forderungen aus 1897/98 famen 937 auf Kammer III und 520 der Häuser in jenem Stadttheile nimmt in übertriebener, ganz unwesen sein, wenn der Magistrat sie fortdauernd beschäftigte. Diese auf Kammer IV.( Die Unterscheidung in Arbeitgeber und Arbeit gerechtfertigter Weise zu. Dadurch, wie durch die hohen Preise für Auffassung befundet eine ganz falsche Kommunalpolitik. Die Be- nehmer fehlt hier leider im Bericht.) An den 932 niedergeschlagenen die Baustellen im Westen und das Baumaterial entsteht ein so hoher schäftigung bei der Stadt soll keine Wohlthätigkeitsanstalt, teine Ver- Forderungen aus 1897/98( 235 an Arbeitgeber, 697 an Arbeitnehmer) Herstellungswerth der Wohngrundstücke, daß ein einzelnes Zimmer forgung für Schiffbrüchige u. dgl. sein. Sicher hat ein ganzer Haufe dieser war Kammer III mit 294( 66 Arbeitgeber, 228 Arbeitnehmer), miethe als 500 m. abgegeben werden kann, wenn sich das Baukapital in den neuerbauten Häusern kaum noch für eine geringere JahresHilfsarbeiter bei der Annahme den zu stellenden Anforderungen nicht Kammer IV mit 156( 33 Arbeitgeber, 123 Arbeitnehmer) betheiligt. genügt, aber die Klagen, die der Magistrat jetzt darüber führt, Von den 2286 Zwangsvollstreckungen( 1049 gegen Arbeitgeber, berzinsen soll. Auch für die allgemeine Bauthätigkeit im nächsten Hat er allein selbst verschuldet. Wir haben dabei nicht mitzureden 1237 gegen Arbeitnehmer) tamen auf Kammer III 549( 204 Arbeit Jahre stehen in Berlin die Aussichten ziemlich schlecht. Durch die gehabt( Burufe) wenn die Stadtverordneten ihre Schüßlinge unter- geber, 345 Arbeitnehmer), auf Kammer IV 302( 113 Arbeitgeber, kommen, dürfte sie eine wesentliche Einschränkung erfahren. Ein immer erheblicher werdende Schwierigkeit, Hypothekengelder zu begebracht haben, so beweist die gegenwärtige Sachlage nur, daß man 189 Arbeitnehmer). großer Theil des Bauunternehmerthums kann nur arbeiten, wenn persönlichen Sentiments der Einzelnen nicht nachgeben soll. Die noch schwebenden Prozesse sollten nicht weitergeführt, sondern nieder- Berliner Hauspafcha und Reichspoft. Ein recht bewegliches ihm Sypothekenmaterial in großer Höhe zufließt, und ist schon geschlagen und überhaupt möglichst reiner Tisch gemacht werden. Klagelied über ihre Erfahrungen mit Berliner Hauswirthen stimmt jet, da ihm von den Baumaterialienhändlern eine enorme PreisStadtv. Dr. Preuß schließt sich den Ausführungen Singer's mit einem Male die Reichs- Postverwaltung an. Herr v. Podbielsti erhöhung diktirt und kein Personalkredit eingeräumt wird, völlig an und giebt zu erwägen, ob nicht auch die Frage der Relikten- bezeichnet geradezu, und man wird ihm kaum Unrecht geben können, lahmgelegt. versorgung für diese Kategorie mit in Angriff genommen werden daß System der Anmiethung von größeren Diensträumen in Elektrische Omnibusfe. Dem Berliner Fuhrwesen Thien" müsse. Berlin für unhaltbar, auch aus betriebstechnischen Rücksichten.( Georgenstraße) ist die Konzession für achtzehn elektrische Omnibusse, Nachdem noch Stadtv. Mommsen Ausschußberathung bean- Er befürwortet daher für die Zukunft die zahlreichere Ge- die in Moabit verkehren sollen, ertheilt worden. Die Omnibusse sind tragt hat, wird demgemäß beschlossen. winning eigener Grundstücke und Gebäude, als dies kleiner als die bisher von den Omnibus- Gesellschaften benutzten Der Stadtv. Brauerei Direktor Fr. Goldschmidt hat mit bisher noch der Fall war. Da seine Ausführungen eine Berdeckwagen und sollen vom Bahnhof Bellevue ab durch die beleb Unterstützung der neuen Fraktion der Linken, sowie der Fraktion gewisse grundsägliche Bedeutung beanspruchen und auch testen Straßen Moabits verkehren. Der Bahnhof Bellevue würde der Spinola- Kylmann und des Stadtv. Singer beantragt, für manche unserer Berliner Stadtväter recht Ichrreich sein Ausgangs- und Endpunkt der neuen Ringlinie sein. Ein solcher die Deputation zur Entscheidung über die Berwendung fönnen, so geben wir sie in ihrem wesentlichen Kerne wieder. Wagen ist gestern in Gegenwart des Regierungsraths v. Glasenapp der für Kunstwerte bewilligten Gelder um zwei Bürger- Die Reichspostverwaltung schreibt:" Bei der Beschaffung der Dienst- und des Kommissars für das öffentliche Führwesen Hauptmann Vogel deputirte zu vermehren. räume für die großen Post, Telegraphen- und Fernsprech- Betriebs- geprüft und brauchbar befunden worden. Im Zusammenhang hiermit steht ein Antrag Lade wig und stellen im Berliner Stadtbezirk im Wege der Anmiethung Die Genoffenschaft Deutscher Bühnenangehöriger hielt Genossen: sieht sich die Reichs- Postverwaltung von Jahr zu Jahr gestern, den diesjährigen Delegirtentag ab. Die Verhandlungen galten ber Pensionsanstalt der Genossenschaft. Nach dem Bericht ist die Zahl Der Mitglieder im letzten Jahre von 2920 cuf 3160 gestiegen. Die Bensionsbeträge der Mitglieder erhöhten sich von 109 160 auf 116 660 M.; hierzu traten an Eintrittsgelder und Alters- und Uebertrittsnachzahlungen, sowie an Pensionsbeiträgen der Rentner und an Zusatzprämien und für Uebertritte 45 210 M., so daß die Mitglieder insgesammt 161 870 M. oder auf den Korf rund 51 M. aufgebracht haben. Die außerordentlichen Einnahmen erreichten die Summe von 43 725 M., rund 10 000 m. weniger, ab im Vorjahr. An Zinsen gingen 191 676 M. ein. Die Gesammteinnahme belief sich auf 400 132 M. Ihr standen 273 852 M. Ausgaben gegenüber. Die Zahl der Pensionäre ist von 941 auf 960, die Zahl der Leibrentner von 81 auf 85 gestiegen. Die Verwaltung erforderte 24 297 M. Das Vermögen der Pensionsanstalt hat sich ton 5182440 M. auf 5308 720 Mark erhöht. Einen Zusammenstoß zwischen zwei Omnibuswagen gab es gestern Mittag in der Friedrichstraße. Die Pferde eines Wagens der Linie Greifswalderstraße- Anhalter Bahnhof scheuten an der Schützenstraße und gingen durch. Der Omnibus prallte auf einen Wagen der Linie Chausseestraße- Halleshes Thor auf und beschädigte ihn schwer. Zwei Fahrgäste, die auf der kleinen Plattform standen, konnten sich mit knapper Noth noch der ihnen drohenden Gefahr durch die Flucht in das Innere des Wagens entziehen. 3. Theater. Das Schiller Theater bringt heute die erste Auf- worden. Die Ehefrau, die als Nebenklägerin durch Rechtsanwalt führung der Gesangspoffe„ Ehrliche Arbeit“ von H. Wilten. Der nächste Lustig vertreten wurde, bat selbst für den Angeklagten um eine Dichter Abend am Sonntag, den 11. Dezember, ist Heinrich Heine gewidmet. milde Strafe. Bach, Georg Päschte und Max Laurence mit. Den gesanglichen Theil hat Es wirken von den Mitgliedern des Schiller- Theaters Alwine Wiecke, Gwald Fräulein Goldberg übernommen. Der zweite Sonntag der Volks: In Heilbronn beginnt am heutigen Freitag die Schwurgerichts hit mlichen unstausstellungen im Bürgerſaale des Rathhauses Verhandlung wegen der Krawalle, die sich dort gelegentlich der war ebenso gut besucht wie der erfte. Wieder zeigte sich bei dem Publikum, Reichstags- Wahlen abgespielt haben. Ueber die Verhanddas erschienen war, eine warme Freude an den ausgestellten Werken und die an die beiden Vortragenden Otto Feld und Mar Osborn gerichteten lung, die auf mehrere Tage festgesetzt ist, werden wir von morgen Fragen bewiesen, wie sehr mit diesen auf eine bestimmte Zahl von Kunst- ab ausführlich berichten. werfen beschränkten Ausstellungen einem Bedürfniß entsprochen wurde. von Fritz Walter zum ersten Male gegeben. Im Alexanderplay Theater wird heute das Volksstück„ Unschuldig" 1 Aus den Nachbarorten. Die Viehtreiber auf dem städtischen Schlachthofe. Zu recht lebhaften und bisweilen stürmischen Erörterungen über die geschäftliche und gesellschaftliche Lage der auf dem städtischen Vichhofe angestellten Biehtreiber fam es gestern vor der 143. Abtheilung des Schöffengerichts. Als in diesem Frühjahr der an der unverehe lichten Günther in der Hasenhaide begangene Mord die GeCharlottenburg. Die Mitglieder des Wahlvereins werden nochmals dringend gebeten, sich nicht etwa durch das bekannte Bujarsky eine Notiz, worin er mittheilte, daß der der Thätermüther erregte, veröffentlichte der Berichterstatter Franz Polizeiverbot( Frauen betr.) nächsten Sonnabend von der Betheiligung schaft verdächtige Schlächter- Emil" ein Viehtreiber sein solle und am Stiftungsfeste abhalten zu lassen. Es geht auch so! Wer nicht knüpfte daran allerlei Betrachtungen über den moralischen Werth kommen kann, nehme wenigstens das angebotene Pflichtbillet. Der Biehtreiber im allgemeinen. Er erzählte, daß im Kreise der Der Arbeiter Bildungsverein von Ober- Schöneweide und Vichtreiber, die bald hierhin bald dorthin durch das Land umgegend hält am Sonnabend, abends 8 Uhr, seine Vereinssigung zögen, jeder Miffethäter vor Entdeckung und Verrath sicher ab. Gäste sind willkommen. fei, fast alle hätten ste etivas auf dem Kerbholz. Prüfung in der Hufbeschlag& Lehrschmiede. Das Polizei feiner die meisten hätten ihre Spiznamen, fenne den Einen Ausbruch aus dem Amtsgerichtsgefängniß in Spandau anderen, und präsidium theilt mit: In der am 7. November d. J. an der Huf- hatten mehrere Strafgefangene verabredet; der eine von ihnen hat Bapiere vertauscht und die Spuren erfolgreich verwischt. Durch wenn Noth ant Mann ſet, würden die Prüfung haben die Berechtigung zum Betriebe des Hufbeschlag- Gelegenheit gefunden, mit der Poſt einen Brief an seine verheirathete diesen Artikel fühlten sich 28 Mitglieder des Vereins Berliner Viehgewerbes erhalten: 1. Schmiedegeselle Karl Liebener aus Charlotten- Schwester, die in der Bismarckstraße in Spandau wohnt, zu schicken, treiber" beleidigt und ließen durch ihren Bertreter, Rechtsanwalt burg, 2. Schmiedegeſelle Mag Blänkner aus Rehfelde- Niederbarnim, worin er ihr den Plan mittheilt und sie ersucht, Kleidungsstücke am Brindmann, Privattlage anstrengen. Sieben der Kläger mußten Schmiedegeſelle aldolf Fardur aus Behlefanz- Ofthavel- Gomahat bereitzuhalten. Die Frain hat der Behörde von dem Behlefanz Ofthavel Sonnabend bereitzuhalten. Die Frau hat der Behörde von dem land, 4. Schmiedegeselle Wilhelm Schulze aus Crottorf- Aschers- beabsichtigten Fluchtversuch Anzeige gemacht, der nun wohl vereitelt ausscheiden, weil der Sühneversuch nicht formgerecht erledigt war, für die übrigen 21 Kläger nahm der Obertreiber Paul im Termin leben, 5. Schmiedegeselle Karl Meßer aus Barum- Uelzen, werden wird. das Wort. Der Angeklagte wie fein Vertreter, Rechtsanwalt 6. Schmiedemeister Albert Schulze aus Berlin. Es erhielten das Zur Ermordung Rühle's sind der Polizei in Spandau zwei Dr. Flatau, bestritten, daß die Kläger zur Stellung des Diplom als geprüfter Hufbeschlagsmeister" der Anzeigen erstattet worden, deren Werth noch nicht zu kontrollirent ist. Strafantrages berechtigt feien. Seitens der Vertheidigung Schmiedemeister Albert Schulze, während den übrigen das Diplom Die eine ist am Dienstag mittels Telephon aus Nieder- Neuendorf war ein umfangreicher Entlastungsbeweis aufgeboten. als geprüfte Hufbeschlagsschmiede" ertheilt wurde. gekommen, das unmittelbar an den Spandauer Wald grenzt, in frühere Amtsvorsteher zu Lichtenberg, Rittergutsbesitzer Röder, An Prädikaten wurde vertheilt sehr gut" bei Nr. 1,„ gut“ bei 2-6. Sefsen Mitte der Mord verübt wurde. Der Sergeant Pazwaldt, erklärte, daß er in seinem Amte viele Obertreiber und Treiber Der nächste Kursus an der Lehranstalt beginnt Montag der dem Wachtkommando bei den Kriegspulvermagazinen vorsteht, wohnen gehabt hätte; sie seien ihm sämmtlich als achtungs- und den 2. Januar 1899, vormittags 8 Uhr. Meldungen zur Theilnahme meldete, daß mehrere Wachtposten einen jungen Menschen wahr- ehrenwerthe Leute bekannt, von denen mancher ein Einkommen habe sind an den Vorsteher, Oberroßarzt a. D. Herrn Brandt zu Char- genommen hätten, der sich durch sein Benehmen auffällig gemacht wie ein Regierungsrath. Er fömne sich nicht denken, daß der BeYottenburg, Spreestr. 42, zu richten. Zur Aufnahme sind erforderlich habe. Die Beschreibung des einen jungen Mannes in der Bekannt lagte bei Schilderung der" Viehtreiber" diese Personen im Auge 1. der Nachweis über Erlernung des Schmiedehandwerks, 2. ein machung habe auf ihn gepaßt. Der Verdächtige sei schließlich auf gehabt habe. Der Gerichtshof lehnte alle weiteren Beweisanträge polizeiliches Führungsattest. Unbemittelte erhalten freie Ausbildung einem vorüberkommenden Wagen mit nach Spandau gefahren. ab und sprach den Angeklagten frei, der weder die Kläger habe. und haben keinerlei Prüfungsgeführen zu entrichten. Ferner hat ein Hauswirth in der Falkenhagenerstraße zu Spandau, beleidigen wollen noch beleidigt habe, denn die letzteren hätten gar In der hiesigen Tollwuthstation wurde gestern der Scheer- die in den Wald einmündet und in deren Nähe das Schanklokal keinen Grund, den Inhalt des beanstandeten Artikels auf sich zu meister Richter aus Eberbach i. S. mit seinem fünfjährigen Kinde liegt, wo Rühle sich kurz vor seiner Ermordung aufgehalten hat, der beziehen. aufgenommen, um an ihnen die Schuhimpfung zu vollziehen. Von Polizei mitgetheilt, daß bei ihm im Hofgebäude bis zum 28. v. M., dem tollwüthigen Hunde wurde auch seine Frau sowie ein weiteres also einem Tage vor der Blutthat, ein junger Fremder gewohnt Kind gebissen, welche in den nächsten Tagen ebenfalls die Station habe, der aber seitdem spurlos verschwunden sei. Dieſer Mensch aufsuchen werden. Im Walde als Leiche wiedergefunden worden ist der den Eindruck gemacht, daß man von ihm das Schlimmste erwarten verdächtigen Leute sehr ähnlich gesehen und jedermann gegenüber 76 Jahre alte frühere Bauunternehmer August Zirka aus der August- fönnte. straße 3a. Zirka, der früher sehr viel gebaut hat, lebte mit einer " " = Gerichts- Beifung. Der blatte zur Reichstagswahl gestanden haben, das von den ParteiErdichtete und entstellte Thatsachen 2c. sollten in einem Fluggenossen 3 ar boc und Flech in der Gegend von Bromberg verliche Verantwortung für den Inhalt des Flugblattes übernommen hatte, breitet worden war. Es ward daher gegen Zarbock, der die preßgesezund gegen Flech Anklage erhoben. In der Verhandlung vor der Straffammer zu Bromberg beantragte der Staatsanwalt gegen Zarbock 300 M. Geldstrafe, während er die Verhandlung gegen Flech vertagt wissen wollte. Das Gericht sprach, den Ausführungen des Vertheidigers, Rechtsanwalt Dr. Reiche aus Berlin folgend, unseren vertagt, um dem Staatsanwalt Gelegenheit zu geben, noch einen Parteigenossen Zarbod frei, die Verhandlung gegen Flech wurde Belastungszeugen zur Stelle zu schaffen. Tochter zusammen, die ihm die Wirthschaft führte. Seit einem halben Jahre zeigte er Spuren von Geistesschwäche, förperlich dagegen schien der alte Mann noch rüstig zu sein und bis in die letzte Beit hinein machte er noch häufig große Spaziergänge. Am Freitag Bruch mit seiner in den letzten Jahren geübten Pragis, diesmal zu Werkstattsperre und§ 153 der Gewerbe- Ordnung. Einen voriger Woche ging er mittags von Hause weg und besuchte eine gunsten der Arbeiter, hat gestern das Kammergericht vollzogen. Tochter in der Artiйeriestraße. Nachmittags 4/2 Uhr war er noch in Gine Anzahl Töpfer in Hannover forderten seiner Zeit von ihrem seiner Stammtneipe am Koppenplay. Seitdem war der Greis ver- Arbeitgeber für eine besonders schwierige Arbeit einen höheren Lohn. Wegen eines thätlichen Angriffs auf einen Schulrektor schwunden. Gestern erhielten die Angehörigen die Nachricht, daß im Als ihnen die Zulage verweigert wurde, legten sie die Arbeit nieder hatte sich gestern der Kaufmann Otto Werner vor der 9. StrafWalde zwischen Machnow und Blankenburg bei Französisch- Buchholz und verhängten die Sperre über den in betracht kommenden Betrieb. fammer des Landgerichts I zu verantworten. Die Tochter des Aneine Leiche gefunden sei, auf die die Beschreibung Birkas paßte. Die Darauf wurde gegen den Töpfer Grosse, der als Urheber der Sperre geklagten, welche nachmittags auf dem Schulhofe der 162. GemeindeAngehörigen fuhren zur Rekognition hinaus und erkannten denn auch angesehen wurde, wegen Vergehens gegen den§ 153 der Gewerbe- schule zu spielen pflegte, vergnügte sich eines Tages an dem auf den Verschwundenen, der eben auf Armenkoſten beerdigt werden Ordnung Anklage erhoben. Die Staatsanwaltschaft machte geltend, dem Schulhofe befindlichen Barren. Bei den Schwingungen flog ihr Kleid follte. Zirka war bereits am Sonnabend im Walde todt aufgefunden daß die Verhängung des Boykotts über das Geschäft eine Verrufs so hoch, daß der Rektor der unmittelbar benachbarten Gemeindeschule, worden. Er hatte mit dem Gesicht auf dem Erdboden gelegen, als erklärung im Sinne des§ 153 der Gewerbe- Ordnung fei. Rektor Trettin, daran Anstoß nahm und dem Mädchen, das schon infolge Arbeiter ihn entdeckten. Wahrscheinlich ist er, auf einem Spazier: Wenn der§ 153 von anderen spreche, die durch Verrufs- der Art seiner Unterkleider die Schamhaftigkeit nicht verletzt haben gange sich nicht mehr zurechtfindend, unihergeirrt, bis er entträftet erklärung, durch Drohungen 2c. bestimmt werden sollten, an Ver- fonnte, aufgab, sich zu entfernen. Das Mädchen soll dieser Aufzusammenbrach. abredungen behufs Erzielung günstiger Lohn- und Arbeits- forderung nur sehr zögernd nachgekommen sein. Sie hat nachher Verhaftet worden ist der 40 Jahre alte Zimmermann Paul bedingungen theilzunehmen, dann meine er mit den anderen" ihrem Vater geklagt, daß der Reftor Trettin fie am Halse gepackt Schröder aus der Pappel- Allee wegen eines scheußlichen Verbrechens auch die Arbeitgeber. Hierfür berief sich die Staats- und mit den Füßen nach ihren Kniekehlen gestoßen habe, nachdem an feiner eigenen 15jährigen Tochter. Als ihm seine Frau ankündigte, anwaltschaft auf ein grundlegendes Urtheil des Kammer- sie ihm auf sein Verlangen erwidert habe: Was wollen Sie denn, daß fie ihn anzeigen werde, gerieth ver unhold in eine maßloje gerichtsbom Jahre 1994. Der Angeklagte wurde jedoch ich gehe ja gar nicht in Ihre Schule! Rektor Trettin hat Wuth und mißhandelte Frau und Kinder. Die Polizei nahm ihn in zweiter Instanz freigesprochen. Das Landgericht war der diese Darstellung für übertrieben erklärt und giebt nur daher sofort fest und brachte ihn in Untersuchungshaft. Schröder ist Meinung, daß mit den anderen" nur die Arbeiter gemeint 3u, daß er das Mädchen aus Versehen auf den Fuß ein arbeitsschener Mensch, der sich schon Jahre lang von seiner Frau, seien. Gegen dieses Urtheil ergriff die Staatsanwaltschaft das getreten haben könne. Der Vater war über die seiner Tochter zus die einen Produktenhandel betreibt, ernähren ließ. Rechtsmittel der Revision. Der Straffenat des Kammergerichts ver- gefügte Behandlung sehr empört und begab sich auf das Amiswarf indessen gestern die Revision als unbegründet und führte aus, es zimmer des Rektors, um ihn zur Rede zu stellen. Rektor Trettin Selbstmord. In der Einsamkeit seines Junggesellenlebens ist jei nach gründlicher Prüfung aller Materialien zum§ 153 zu der lleber hat sich nun bei dieser Gelegenheit einer Uebertreibung schuldig geder Gerichtsdiener Franz Siegmund aus der Probststraße 10 seines Lebens so überdrüssig geworden, daß er ihm gewaltsam ein Ende Beugung gekommen, daß die 1894 erfolgte Auslegung dieses Paragraphen macht, indem er behauptete, er habe bei den Schwingungen des machte. Siegmund, der früher der Schumannschaft angehörte, war Materialien über die Entstehung des§ 153, wie auch nach seinem nicht möglich war, da das Kind völlig geschlossene Beinkleider trug. Als sich nicht aufrecht erhalten lasse. Sowohl nach den vorliegenden Mädchens den bloßen Körper des Mädchens sehen können, was gar am Amtsgericht I in der Jüdenstraße angestellt. Gestern blieb er Wortlaut sei anzunehmen, daß unter den anderen" nur ihm der Angeklagte dies vorhielt. fam es zu einer heftigen Szene, plötzlich vom Dienste weg. Als man sich nach ihm erkundigen die Arbeitsgenossen des Betreffenden, nicht wobei das Wort„ Lügner" fiel. Der Reftor behauptet, der Angeklagte wollte, fand man sein Zimmer verschlossen und erhielt keine Ant- aber die Arbeitgeber zu verstehen seien. Im vor- habe dies Wort gebraucht, letzterer versichert, daß es ihm vom Rektor Meldung und dieser ließ die Wohnung gewaltsam öffnen. Siegmund nicht angewendet worden. wort. Man machte nun dem Landesgerichts- Präsidenten Angern liegenden Falle sei deshalb§ 153 vom Vorderrichter mit recht entgegen geschleudert worden sei und ihn in die höchste Erregung versezt habe: genug, im Laufe des Wortwechsels schlug der Anhing als Leiche an einem Bettpfosten. Als ehemaliger Schuhmann geklagte den Rektor ins Gesicht. Ueber die Wucht des Schlages hatte er die nöthigen Angaben in einem Briefe selbst gemacht: über Das blutige Chedrama, welches sich im Sommer 1897 zwischen waren die Parteien auch grundverschiedener Ansicht; der Rektor verfeine Angehörigen, Geldforderungen 2c.; über den Beweggrund zum dem Rentier Düſterbeck aus Berlin und seiner Ehefrau im Restaurant sicherte, daß er sofort zu Boden gestürzt sei, der Angeklagte beSelbstmord äußerte er sich jedoch nicht. " Zur Waldschänke" bei Neubabelsberg abgespielt hat, fand gestern hauptet, daß er nur mit der verkehrten linken Hand zugeschlagen Einen plumpen Schwindel treibt ein Agent mit amerikanischen vor der Strafkammer des Landgerichts zu Potsdam seinen Abschluß. habe. Der Vorfall hat zu einem Strafantrage wegen HausfriedensZithern. Ein Mann von ungefähr 50 Jahren, 1,70 Meter groß, mit Der Angeklagte Düsterbeck hat früher in Berlin eine sehr gut bruchs und Körperverletzung geführt. Der Gerichtshof nahm nur graumelirtem Haar und Schnurrbart, stellt sich unter dem Namen gehende Bäckerei betrieben. Er giebt selbst seinen Ueberschuß in guten das letztere Vergehen für vorliegend an und verurtheilte den AnE. Meyer vor und bietet eine amerikanische Zither von der Firma E. Jahren auf 10 000 M. an. Später will er sich an der Verwerthung geklagten zu 100 M. Geldstrafe event. 20 Tagen Gefängniß. Da der Reisende einen guten Eindruck macht, fällt von Patenten betheiligt und dabei viel Geld verloren haben. Im Frühjahr 1897 30g der Angeklagte mit Frau und Kindern in ihm sein Geschäft nicht schwer und leicht stedt er seine 20 m., die die Sommerfrische bei Neubabelsberg, da er sich durch anstrengende wiederholten Amtsverbrechens stand gestern der Postschaffner Wendt er für sein Instrument erhält, in die Tasche. Am anderen Tage erscheint er wieder mit der Bemerkung, daß seine Thätigkeit geistig und körperlich zerrüttet fühlte. In der Nähe der vor dem Schwurgericht des Landgerichts I. In den Postanstalten Firma ein neues Patent erfunden habe, welches an der Zither pflogen freundschaftlichen Verkehr. Bald wurde der Angeklagte von Angeklagte hat von dem Vorsteher des Postamts, in welchem er bes Sommerfrische war der Förster Ballot angestellt. Die Familien wird für besondere Geschäftsbedürfnisse ein Konto geführt. Der angebracht wird, um die Noten festzuhalten, und verspricht dieses der größten Eifersucht ergriffen. Hieran scheint er schon seit langen schäftigt war, wiederholt den Auftrag erhalten, die Rechnungen der Batent auch an der gestern verkauften unentgeltlich anbringen zu lassen. In den meisten Fällen wird seinem Wunsche Folge geleistet Jahren gelitten zu haben, denn es kam in der Versammlung zur Lieferanten zu bezahlen und zugegebener Maßen in einer großen und das Juſtrument ihm ausgehändigt. Indem er sich nun mit Sprache, daß er vor Jahren einmal durch einen Mühlbach Reihe von Fällen die betr. Gelder unterschlagen und die Beläge für die der Versicherung, daß er die Zither in ein paar Stunden zurückgelpatet ist, seine Frau mit einem angeblichen Lieb- angeblich erfolgten Zahlungen gefälscht. Der Angeklagte war in sende, verabschiedet, verschwindet er auf Nimmerwiedersehen. Auf haber in der Mühle zu überraschen, ein anderes Mal hat vollem Umfange geständig und entschuldigte sich mit der Nothdiese Weise hat der Mann ein Fräulein F. in der Stalizerstr. 38 er vermeintliche Liebhaber im Hofe seines Hauses mit dem Revolver lage, in der er sich befunden. Wie er angab, war seine und ein Fräulein P. in der Staligerstr. 107 geschädigt. verfolgt. Am 29. Juni 1897 kam es zu der Katastrophe, die der Ehe mit 10 Kindern gesegnet, von denen vier noch Anllage zu grunde lag. Sein dreijähriges Kind soll ihn angeblich am Leben sind. Die Geschworenen tilligten dem Angeklagten Sprung aus dem Fenster. Der unter Polizei- Aufsicht erzählt haben, die Mutter habe sich mit dem Förster in einem Hotel mildernde Umstände zu und der Gerichtshof verurtheilte ihn zu ftehende, 44 Jahre alte Maler Bernhard Augustin sprang gestern in Potsdam getroffen. Als der Angeklagte seine Frau dieserhalb Jahren Gefängniß unter Anrechnung von 2 Monaten Unters Vormittag aus dem Fenster der in 1. Stock eines Hauses der zur Rede stellte, antwortete sie mit einem Schimpfwort. Voller Wuth fuchingshaft. Dresdener Straße gelegenen Wohnung seiner Geliebten in dem zog der Angeklagte sein Taschenmesser und versetzte seiner Frau vor Augenblick auf den Hof hinab, als die Eingangsthür auf Veranlassung den Angen der Kinder und einer Freundin 5 Stiche ins Genic und des Hauswirths gewaltsam geöffnet wurde. Er zog sich einen Bruch einen in den Unterleib. Hierauf stieß er furchtbare Verwünschungen des linken Unterschenkels zu. gegen seine Ehefrau und den Förster aus und lief davon. Er entzog sich seiner Verhaftung dadurch, daß er auf Reisen ging. Er ist erst nach Jahresfrist zurückgekehrt. entschuldigte sich nur mit Eifersucht, zu der ihm die Untreue seiner Im Termin legte der Angeklagte ein offenes Geständniß ab und Ehefrau, an die er noch jezt glaube, Grund gegeben habe. Auf den Antrag der Vertheidiger, Nechtsanwälte Dr. Mesch und Dr. Schwindt, waren mehrere Aerzte, darunter auch Sanitätsrath Dr. Leppmann aus Berlin, geladen, die eine verminderte Zurechnungsfähigkeit im Augenblick der That begutachteten. Der Staatsanwalt beantragte wegen der Rohheit der That gegen die Ehefrau, die völlig rein von jedem Verdacht aus der Berhandlung hervorgegangen sei, sowie wegen der schweren Verdächtigung gegen den Förster 14 Jahr Gefängniß. Die Giebt es zwei Strömungen in unserer Partei? So lautete Vertheidiger erzielten unter dem Hinweis auf die geradezu frankhafte das Thema, über welches Genosse Auer ani Mittwoch in einer Eifersucht des Angeklagten und den glücklichen Umstand, daß die Wunden start besuchten Versammlung des Wahlvereins für den dritten in verhältnißmäßig furzer Zeit wieder geheilt waren, daß der Reichstags- Wahlkreis sprach. Der Redner führte etwa folgendes, Gerichtshof es bei vier Monaten Gefängniß und 100 Mark Geld- aus: Er laffe die Behauptung gelten, daß die verschiedene Stellung, strafe beließ. welche verschiedene Parteigenossen zu manchen Parteifragen einDie unglüdliche Ehe ist inzwischen geschieden und der Annehmen, mehr eine Sache des Temperaments fei, als geklagte wegen der Mißhandlungen für den schuldigen Theil erklärt Beweis für das Bestehen wichtiger prinzipieller Gegenfäge. zum Kauf an. Tod durch Ueberfahren. Gestern früh wurde auf dem Moltenmarkte der 70 Jahre alte Bettelvertheiler Wilhelm Agendorf durch einen Wagen der elektrischen Straßenbahn überfahren und so schwer verletzt, daß er bald darauf auf der Unfallstation V starb. Ein jugendlicher Dieb. Jm„ Volksgarten", Badstr. 56, Hat ein Schultnabe nach eigenem Geständniß am 4. d. M. ein schwarzes Klapp- Portemonnaie mit einem Rosenkranz, ein braunledernes KlappPortemonnaie mit mehreren Nadeln und einen Ohrlöffel, ein weißes Taschentuch mit rothen Streifen, an der Stante gez. M. K., und ein weißes Taschentuch mit Stickerei und Monogrammi M. J. gestohlen. Die Eigenthümer dieser Gegenstände wollen sich werttäglich vor mittags von 9-12 Uhr im Polizeipräsidium, Erdgeschoß, Zimmer 97, melden. Eine Schaustellung der verschiedenen Kaninchen- Nassen, Stelette und anderer anatomischer Bräparate, Felle des Kaninchens zu verschiedenen Imitationen als: Nutria, Seal, Zobel 2c. verarbeitet, veranstaltet der Verein zur Förderung der Kaninchenzucht Berlin C", Meranderftr. 30, am Sonntag, ben 11. und 18. d. M. jeweilig des Nachmittags von 12-6 Uhr. um Das Elend der Post- Unterbeamten. Unter der Anklage des der grob unsäglichen Rechtsprechung ist leider in ihrer schönen SachsenEine der herrlichsten Blüthen aus dem reichhaltigen Strauß Heimath ranh vernichtet worden. Zehn Parteigenossen aus Wilt au und Niederhaslau waren nach Ansicht des Schöffengerichts dem groben Unfugs- Paragraphen verfallen, weil sie bei einer Beerdigung in einfacher dunkler Kleidung und nicht im schwarzen Anzug und dieser Unthat zu je 30 m. Geldstrafe verurtheilt. In der Berufungsgylinder erschienen waren. Das Schöffengericht hatte sie wegen verhandlung erkannte das Landgericht 3 wickau auf Freisprechung.; Selten sind wir um eine schöne Leiche so betrübt gewesen. Versammlungen. ein trieben war. es wäre ihnen Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und der Umgegens hielt am 4. Dezember im Englischen referirte über: Sozialpolitische Gesetzgebung. Redner erläuterte in Garten feine ordentliche Mitgliederversammlung ab. Weber eingehender weise boste uus: Nach dem Altersberſicherungs- Geſet das und führte fönnen. Mit dieser Behauptung fet aber die Erscheinung, daß die seinen Sitz im Präsidium geltend. Die Befürchtung, wir könnten| Organisation im Kleingewerbe als Rampfmittel gegen den ZwischenMeinungen über Parteifragen auseinandergehen, noch nicht uns dadurch etwas vergeben, hat aufgehört. Zum Beweise dafür, handel" referirte. In der Diskussion wurde u. a. auf die bereits erklärt. Unsere Bewegung werde jett oft als eine revolutionäre wie bedeutend bei der Frage der Dampferfubvention die Meinungs- bestehende Organisation lingewiesen. deren Angabe es sein müsse, proletarische bezeichnet und wer diese Bezeichnung nicht anwende, verschiedenheiten in der Partet waren, verliest Redner eine damals die ehrlichen Elemente 31 vereinigen, um sich gegen den von der gelte nicht mehr als ein guter Parteigenojie. Was mich betrifft von den Züricher Genossen angenommene Resolution, welche erklärt, mehreren Firmen gebildeten Ring, der den Verkauf im großen an sagt der Redner so habe ich auf solche Schlagworte nie etwas daß die Vorlage aus prinzipiellen und taktischen Gründen abzulehnen die Hüttenwerke, Fabriken. vermittele, zu erwehren und die Preise gegeben, ich habe mich einen Sozialdemokraten genannt und als ist. In der Begründung der Resolution wird die Annahme der auf einer bestimmten Höhe zu halten. Im weiteren wurde auf die jolcher gewirkt, ohne auf die unter dem Sozialistengefetz auf Vorlage als ein Schritt bezeichnet, der verhängnißvolle Folgen nach Ansteckungsgefahren beim En- und Verkauf von Lumpen und alten gekommene Bezeichnung„ revolutionär" Werth zu legen. das Eintreten für unser Ziel: die Befreiung des Proletariats, fönne indirekt ein Vortheil für gewisse Arbeiterkategorien zu tage in den verschiedensten Gegenden der Stadt abgehalten werden. Auf sich ziehen werde und die Annahme, infolge der Subvention Sachen hingewiesen. In nächster Zeit sollen weitere Versammlungen, aber nicht auf die Phrase. Es sind ja unter treten, wird als Verstoß gegen das eherne Lohngesez bezeichnet. uns verschiedene Meinungen vorhanden, ich bestreite aber, daß sie Ferner verliest Redner einen von einem Parteigenossen an ihn gefür die nächste Zeit irgend welche praktische Bedeutung haben. Was richteten Brief aus jener Zeit, aus dem hervorgeht, daß die Begab denn Anlaß zu den Meinungsverschiedenheiten unter uns? Da willigung der Dampfersubvention von den Gegnern derselben auf war es zunächst die auf dem Hamburger Parteitag gethane Aeußerung gefaßt wurde als ein Aufgeben des Klaffenbewußtseins, als das Schippel's über die sogenannte Kanonenfrage. Wenn man je mit Streben, fich bet kapitaliſtiſchen Geſelſchaft auszu mit Unrecht so viel Wesens über eine Aeußerung eines Parteigenossen föhnen, und den Befürwortern der Subvention wird gemacht hat, so war es bei dieser Gelegenheit. Schippel hat fagt, fie feien nicht mehr revolutionär ge Damals gefagt, die Artillerievorlage sei kein geeigneter Gegenstand blos um die Mandate zu thun und dergleichen mehr. würde der best bezahlte Arbeiter, wenn er mit 70 Jahren versiche einer wirksamen Agitation. Das war nicht nur seine persönliche An- ficht also sagt der Redner Man rungspflichtig wird, 230 m. jährliche Rente beziehen. Diese Summe daß die heutigen Streitfragen nicht ist, um einen schwachen Körper zu erhalten, viel zu gering, vielmehr nett muß er noch um leben zu können, die Armenverbände in ficht, sondern auch der Standpunkt, der in der Fraktion vielfach wichtiger sind, und nicht mit größerer Leidenschaft diskutirt werden, Anspruch nehmen. Bei Berathung der Novelle bekämpfte man die getheilt wurde, der aber mit unserem Prinzip gar nichts wie die früheren Fragen. Trotz aller Meinungsverschiedenheiten au, thun hat. Nach Ansicht der Vertreter des Militarismus haben sind wir heut, wie auch früher, einig in dem großen Ziel unserer Borschläge der Partei, die Altersgrenze von 70 auf 65 Jahren fich infolge des Fortschritts der Waffentechnik die neuen Kanonen Partei: der Befreiung des Proletariats. Das hat der Stuttgarter 30 286 950 M. gleichkommen, und das könne der Staat nicht tragen. herabzusetzen, indem man sagte das würde einem Mehranspruch von nothwendig gemacht. Das Verlangen nach einer nenen vervollkomm- Parteitag bewiesen, wo in allen wichtigen Fragen Uebereinstimmung neten Artilleriewaffe machte sich in allen Staaten bemerkbar. Wir herrschte. Die Prophezeiungen derer, die heute ihre Kassandrarufe Dahingegen verlangt derselbe Staat für Militär 120 000 000 r. haben ja diefes Tollhaustreiben der Vertreter des Militarismus stets ertönen lassen, werden sich als falsch erweisen. Wir haben die Bir sehen also, für Kultur zwecke und Arbeiterforderungen ist Deutschmit allen Gründen der Vernunft bekämpft, und die Stellung, welche die früheren Diskussionen ausgehalten, wir werden auch die jetzigen, land wenig zu haben, wohl aber für Militär. Partei bisher zum Militarismus eingenommen hat, ist keine andere sowie die zukünftigen aushalten und unsere Pflicht thun.( Lebhafter sofort zu melden, denn man kann nie wissen, was derselbe später In der Diskussion empfiehlt Garbe, auch den fleinsten Unfall geworden. Es ist uns aber garnicht eingefallen- wie manche Partei- Beifall.) Dem Vortrage folgte eine ausgedehnte Diškuſſion. genossen glauben diese Kanonen bewilligen zu wollen. Es lag aber in der Hand der Parteigenossen und der Bresse, gegen die Borlage eine prinzipielle, denn die Betheiligung, die auf Kompromisse mit Friedrich Furch zum Revisor. Frane bezeichnet die Frage der Landtagswahl- Betheiligung für für Krankheiten nach sich zieht. Alsdann wählte die Versammlung zu agitiren so viel sie wollten. Es trifft also nicht zu, was ein bürgerlichen Parteien rechne, widerspreche unserem prinzipiellen Adlershof. In einer am Mittwoch, den 7. d. Mis., im Lokal Parteiblatt fagte, daß wir die Agitation gegen die Kanonen ber Standpunft. hindert hätten. Es ließen sich auch manche Aussprüche von von Herrguth abgehaltenen Volsversammlung wurde über die beBörner bemerkt unter anderem, es sei doch etwas anderes, vorstehende Kreistonferenz berathen. Als Delegirte wurden Ludwig Parteigenossen anführen, aus denen hervorgeht, daß sie bereit für das Milizsystem eintreten, als Kanonen für Volksrechte ein Schneider und Wilhelm Matteka gewählt. Unter Berfind, eventuell mit bewaffneter Hand den heimischen Boden tauschen. zu vertheidigen. Es wird noch manche Generation ins Gras beißen unserer Partei für die Landtagswahlen sei, und meint, auch nommene Antrag: Eine siebengliederige Kommission zu wählen, Redner bestreitet, daß die übergroße Mehrheit schiedenem kam der in früherer Versammlung gestellte und angemüssen, ehe wir so weit sind, daß man die heutigen Waffen nur noch die Gegner der Wahl treiben praktische Politik, indem sie die welche prüfen soll, ob eventuell ein Wegzug der Arbeiterschaft von im Museum anstaunt Wenn wir durch Ablehnung des Etats erforderliche Kleinarbeit verrichten, man habe also fein Recht, mur Adlershof angebracht wäre, da der Amtsvorsteher v. Oppen die dem herrschenden System, zu dem wir kein Vertrauen haben, die die Wahlbetheiligung als praktische Politif zu bezeichnen. Er stehe Arbeiterschaft, soweit sie zur Sozialdemokratie gehört, mit den Mittel versagen, so ist das etwas anderes, als wenn man die Ein- nicht auf dem Standpunkt der revolutionären Phrase, aber auf dem schärften und auch ungefeßlichen Witteln bekämpft, zur Debatte. führung dieser oder jener Waffe für zweckmäßig hält. Unter diesem des Klassentampfes, und könne es nicht verstehen, wenn man den Da von mehreren Seiten der Beschluß falsch aufgefaßt war, fo Gesichtspunkt muß ich sagen, daß das Vorgehen gegen Schippel über- Klassenkampf als Phrase bezeichne. Es scheine ihm eine Verwischung wurde derselbe von Wadepuhl und Bartels ausführlich des Klassenkampfes, wenn man so spricht wie Bernstein. Da tattische erklärt. Es wurde gesagt, daß mit einem Wegzug erst in letzter Was die Frage der Landtagswahl betrifft, so wäre es ja ein Fragen auch das Prinzip berühren, so müsse man sie auch immer Linie gerechnet werden würde. Wenn man sehen würde, daß die Wunder, wenn es darüber keine Meinungsverschiedenheiten unter uns vom prinzipiellen Standpunkt betrachten. End gebe, da ja die Partei lange Jahre hindurch der Wahlbetheiligung übrigen Einwohner, besonders die Hausbesitzer und Geschäftsleute in Preußen durchaus ablehnend gegenüber gestanden hat. Aber tief Reichstags- Kandidatur im dritten Wahlkreise gewesen ist; dann würde schaft entbehren wollen oder selbst eingreifen, Herrn v. Oppen in Schweizer bedauert, daß Auer nicht bei der Aufstellung der in Adlershof ernstlich die Frage erwägen, ob sie lieber die Arbeitergehende prinzipielle Gegensäge sind das nicht. Es ist Thatsache, daß er eine andere Meinung bekommen haben. Daß die Gegner die die gesetzlichen Schranken zurückzuweisen, so würde damit der größte Theil unserer Partei über diese Frage heut anders denkt, Aufstellung unseres Kandidaten gelobt haben, sei ein Beweis, daß eine Entscheidung, wie früher, und daß ein anderer Theil diesen Schritt noch nicht mit- wir auf falscher Fährte waren. Redner verwahrt sich dagegen, daß getroffen werden die Arbeiterschaft zieht oder nicht, gemacht hat. Die Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Wahl- gerade solche Genossen, die noch nicht lange in der Partei sind, die baß in fürzester Zeit Liſten zirkuliren werden, in welchen Es wurde noch bekannt gemacht, betheiligung zum Austrag zu bringen, dazu ist jetzt, nach der Wahl, alten Genossen als Träger der revolutionären Phrase bezeichnen. die beste Zeit. Man darf aber die Stellung zu dieser Sache nicht was hinsichtlich der sog. Kanonenfrage verurtheilt werde, das sei ziehen, unterzeichnen können. Schneider gab bekannt, daß Herr alle Einwohner, die sich mit den Gedanken tragen, event. weg zu als eine Frage des Prinzips auffassen. Der Umstand, die Aeußerung Schipper's: Wir haben die Soldaten, also müssen wir von Oppen gegen den Gastwirth Schmauser einen neuen Weg der daß die Führer der neuzeitlich proletarisch revolutionären" ihnen auch Kanonen geben. Wir müssen sagt Redner jede Strafverfügung einschlägt. Dieses Vorgehen hat für Herrn v. Oppen Bewegung in der Wahlbetheiligungsfrage getheilter Meinung sind, Bewilligung für militärische Zwecke ablehnen, sonst tönnte man auf den Vortheil, daß nicht mehr wie früher beim Amtsgericht richterliche zeigt schon, daß man die Stellung zu dieser Frage nicht als ein den Gedanken kommen, daß uns der russische Bar näher stehe, wie Entscheidung beantragt werden kann, sondern die Berufung beim Kennzeichen radikaler oder nicht radikaler Gesinnung betrachten darf. mancher Parteigenosse.( Gelächter.) Daß Wenn wir die Wahlfrage jetzt auf die Tagesordnung gefeßt haben, Strömungen in der Partei haben, sei Thatsache, Redner wünscht jegt eine Hinterziehung der Luftbarkeitssteuer bei geschlossenen wir verschiedene Landrath oder Kreisausschuß erfolgen muß. Herr v. Oppen macht so deutet das nicht auf etwas Krankhaftes in unserer Partei, sondern nur, daß es uns nicht so gehe, wie den Konservativen, die sich in Gesellschaften geltend. Ferner wird mitgetheilt, daß Herr v. Oppen es ist vielmehr als ein Zeichen mächtig angeschwollenen Kraft- den Antisemiten einen Gegner groß gezogen haben. bewußtseins zu betrachten. Jahrelang sind wir dieser Frage im Genächstes Jahr im Februar sein 25 jähriges Amtsjubiläum feiert; fühl unserer Schwäche aus dem Wege gegangen. Jetzt fühlen wir überzeugt. Durch die Doktrin: Kanonen für Volksrechte sei ein fizer soll mindestens 500 M. beisteuern. Fröhlich erklärt sich durch die Ausführungen Auer's nicht für dazu ist von Fabritbesitzern eine Oppenspende geplant. Jeder BeDa weiter nichts vorlag, uns start genug, sie zu erörtern. Wichtiger wie die vorgenannten Angelegenheiten sind die von verschwinden würde. Zwiespalt im Kreise entstanden, der nicht so bald wieder wurde die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Bernstein angeschnittenen Fragen. Er hat Bedenken über wichtige Heine führt aus: Er sei leider genöthigt, noch einmal über Arbeiter Bildungsschule. Freitag: Nationalötonomie Grundlagen unseres Programms. Aber auch die hierüber obwaltenden die Sache zu reden, die er längst für erledigt hielt. Während des( Grundzüge der Wirthschafts- und Finanzpolitif, Gewerbe- Ordnung, HandelsMeinungsverschiedenheiten sind nicht derart, daß man sagen könnte, Wahlkampfes auf die Anzapfungen zu antworten, habe er nicht für politit, Steuerfragen); Vortragender: Schriftsteller May Schippel. Bees bestchen zwei Richtungen, zwischen denen es keine Berbindung angebracht gehalten, jezt aber könne er es thun. Er bedauere, daß ginn der Vorlesungen pünktlich um 9 Uhr abends. mehr giebt. Was mich betrifft, so traue ich mir ein endgiltiges er hier vieles wiederholen müsse, was er schon in Stuttgart gesagt Deutscher Thierschutzverein. Die nächste Mitglieder- Versammlung Urtheil über theoretische Fragen nicht zu. Ich habe in dieser Hinsicht habe, aber es sei nicht seine Schuld, daß längst widerlegte Be- findet am Montag, den 12. Dezember, abends 8 Uhr, im Bürgerfaale des ſtets mehr zu den Gläubigen, wie zu den Grundlegenden gehört, hauptungen immer wiederholt würden von Leuten, die entweder Rathauses statt. Herr Schriftsteller Geisler wird einen Vortrag über und denke, so wird es auch bleiben. Ich habe aber die Erfahrung nicht verstehen könnten oder nicht verstehen wollten.( Lebhafte Zu willkommen. ,, theoretische und praktische Thierschuß- Agitation" halten. Gäste sind herzlich gemacht, daß die Partei dadurch, daß fie in theoretischen Stimmung.) Die beleidigende Form dieser Bolemit rege ihn nicht Fragen einen früher eingenommenen Standpunkt aufgab und zu besonders auf. Es sei ihm nichts neues, daß gewisse Leute forte beſſerer Erkenntniß kam, noch niemals Schaden gelitten hat. Die gefekt behaupten, er habe der Partei eine neue Tattit empfohlen. erften im Monat bei Buste, Grenadierstr. 33, abends 8½ Uhr. Unentälteren Genossen werden sich noch erinnern, welche Hoffnungen wir Durch seine Wahreden und Flugblätter habe er bewiesen, geltlicher Rath wird ertheilt: alle zu Lassalle's Zeiten auf die Wirkungen des allgemeinen Wahl- daß rechts, sowie auf die Produktiv Afsoziationen sezten, und wie fest weiter wendet sich der Redner gegen verschiedene seitens der R. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr abends. Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters: er auf dem allten Parteistandpunkt stehe.( Zustimmung.) versicherung abends von 7-9 Uhr: A. Daehne, Demminerftr. 36, v. 3 Tr. F. Pieschel, wir auf der wissenschaftlichen Grundlage des ehernen Lohngefezes Diskussionsredner wider ihn gemachten Aeußerungen. Er habe Gartenstr. 55, v. 2 Tr. E. Simanowati, Gartenstr. 78, Portal 2, standen. Die Ansichten hierüber sind andere geworden und der nicht den Klassenkampf als Phrase bezeichnet, sondern, wie jeder 2 Tr. M. Stuhlmann, Oberbergerſtr. 37, 4 Kr., von 6-9 Uhr abends. proletarische Klassenkampf hat nicht gelitten, die Partei ist geblieben, wisse, der der Versammlung beigewohnt habe, gerade den Klassen- N. Tamm, Suffitenstr. 6, von 8-9 Uhr abends. A. Voigt, Wiesenwas fie vordem war. Wenn wir diese Entwickelung betrachten, tampf als den Stampf für die Macht der Arbeiterklasse vertreten. ftraße 41/42.. 23 arnst, Stolbergerstr. 7, von 6-7 11hr abends. P. Rei. so werden wir glauben, daß auch die gegenwärtigen Meinungsver- Nur das habe er als phrasenhaft erklärt, mit dem Worte Klaffenkampfmann, Bellermannſtr. 83. J. Krause, Gartenſtr. 13, 2.( sing, part.-- uz schiedenheiten keineswegs zu einer Spaltung führen. Eine Kritik herumzuwerfen, ohne zu fragen, was für ein Sinn darin stecke. Redner F. Trapp, Schulstr. 59, von 7 bis 8 Uhr abends. W. Mohs, Swinefür Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Strelizerstr. 58. ist nur dann zu verurtheilen, wenn sie den Zweck hat, die Partei zu betont alsdann, diejenigen, welche ihm seine Aeußerung entgegen- münderstr. 64, vorn linker Aufgang. schädigen. Diesen Vorwurf kann man Bernstein aber nicht machen. halten, er fei bereit, eventuell auch Kanonen zu bewilligen, ver- Im Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: Ob seine Ansicht über die Katastrophentheorie richtig ist oder nicht, schwiegen immer wieder, daß er ausdrücklich gesagt habe, dieser E. Bader, Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr. Für Unfalls, Invaliditätswill ich nicht beurtheilen. Diese Theorie beruht zum großen Theil auf Regierung werde er keinen Mann und keinen Groschen bewilligen. und Altersversicherung: A. Schits, Holzmartiſtr. 60 L. Prophezeiungen. Wie schlechte Erfahrungen wir aber gerade in der Politik Er meine, es werde später einmal wahrscheinlich der einzige denk- Im Süd- Osten: Für Unfall-, Invaliditäts- und Altersversicherung: mit Prophezeiungen gemacht haben, davon kann sich jeder überzeugen. bare Weg sein, um zur Volksbewaffnung und einem Milizsystem zu Schalthoff, Michaelfirchstr. 18. Nur für Invaliditäts- und Alterss Wer erinnert sich nicht an die Prophezeiung, daß in diesem Jahre der gelangen, daß man militärische Forderungen bewillige. Daß diese Frage versicherung: 2. Sühne, Bfuelfir. 1. große Kladderadatsch eintreten sollte, der aber noch nicht eingetreten ist. für die Gegenwart noch keine Bedeutung habe, sei von ihm damals F. Stügelmaier, Grimmstr. 39. Fm Süden: Für Unfall, Juvaliditäts- und Altersversicherung: Nur für Invaliditäts- und AltersLiebknecht hat auch einmal prophezeit, daß das von Beust geleitete gleich betont worden. Es lohne sich deshalb nicht, jezt darüber zu versicherung: P. Keller, Rirdorf, Pannierstr. 58, Hof part. Desterreich die deutsche Einheitsfrage in demokratisch- liberalem Sinne Bistutiren. Es sei schon viel zu viel darüber geredet worden, und Im Süd: Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänet, Solmsstr. 44. lösen werde. Wer den Verlauf sieht, den die Dinge wirklich ge- es sei Zeit, daß dieser Streit endlich abgebrochen werde, da uns die Im Nord Westen: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters: nommen haben, der wird sagen: Prächtiger Kerl, aber Gegenwart so wichtige Fragen stelle, daß wir keine Veranlassung versicherung: M. Stephan, Curhafenerstr. 2. Nur für Invaliditäts: schlechter Brophet!( Heiterkeit.) Also vor Prophezeiungen soll haben, uns über Zukunftsfragen den Kopf zu zerbrechen. Man habe und Altersversicherung: N. Nehbein, Rostockerstr. 43. C. Guse, man sich in der Politik hüten. Ich kann mir wohl denken, ihm vorgeworfen, durch seine Bemerkungen die Werbekraft der Rostocerſtr. 43. daß die Entwickelung zum Sozialismus nicht ohne Katastrophe vor sozialdemokratischen Ideen abgeschwächt zu haben. Im Nord Osten: Nur für Unfallversicherung: E. Löffler, In Wahrheit Badzechstr. 15, vorn part.( abends 8 Uhr). G. Günther, Greifswalder fich geht, halte aber auch eine Herbeiführung unserer Ziele ohne schwächten diejenigen die Partei, die in ernster Zeit nichts Besseres ftraße 8, II lints. Katastrophe für denkbar. Ob man das eine oder das andere glaubt, zu treiben wüßten, als solche Sänkereien, und die damit die Genossen Im Zentrum: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung ist für die Partei gleichgiltig. Die Elendstheorie wird schon lange aus den Versammlungen und Vereinen geradezu hinaustrieben. A. Sattler, Kl. Hamburgerstr. 2. scharf fritisirt. Zwar haben wir sie nie in der absoluten Form aufs( Lebhafte Zustimmung.) Die Agitation gegen die Zuchthausvorlage gestellt, die uns unsere Gegner unterschieben, das beweist schon der sei wichtiger, wie der ganze theoretische Kram. Es sei ihm nie Umstand, daß wir das Bestreben, die Lage der Arbeiter schon in eingefallen wie man ihm vorgeworfen habe unser Endziel zu der heutigen Gesellschaft nach Möglichkeit zu bessern. stets inter- verhüllen. In dem Streben nach Erringung der sozialistischen Ge stützt haben. Rim ist es allerdings richtig, daß, wenn wir die sellschaft seien wir alle einig und dafür würden wir kämpfen unter Elendstheorie, wie sie bisher von uns vertreten wurde, aufgeben, dem Banner der Sozialdemokratie.( Lebhafter Beifall.) auch die Einleitungssäge des Erfurter Programms nicht bestehen bleiben können, denn sie sind auf dieser Theorie aufgebaut. Deshall Kandidatenrede nicht mehr. Wilhelm behauptet, Heine erinnere sich seiner Worte in der Die weiteren Ausführungen des darf aber die Kritik nicht gehindert werden. Nachdem die alten Redners bleiben unverständlich, weil die Versammlung nicht geneigt Streitfragen erledigt sind, werden neue auftauchen, das wird aber ist, ihn anzuhören und deshalb beständige Unruhe herrscht. der Partei nicht schaden, sondern mußen. Streitfragen waren schon Kahlen wünscht, daß die Streitigkeiten unter den Genossen früher in unserer Parkei vorhanden. Man sagt zwar, dieselben des dritten Kreises im Interesse der Partei aufhören mögen. hätten nicht so große Bedeutung gehabt, wie die, welche jetzt Wagner meint, an den Streitigkeiten trage getränkter Ehrauf der Tagesordnung find... Das ist jedoch nicht richtig. geiz die Hauptschuld. Nicht in der Partei, sondern nur im dritten Als im Jahre 1884 24 Genossen in den Reichstag Kreise bestehe ein Zwiespalt. Es gebe hier eine Fraktion Börner, tamen, da wurde in unseren Reihen die Befürchtung laut, welche die Ursache aller Streitigkeiten sei, und die erst infolge ge- hat dann das Retentionsrecht. daß der eine oder andere auf dem glatten Parkett ausrutschen und tränkten Ehrgeizes zu stande gekommen sei.( Großer Beifall.) staatsmännische Anwandlungen bekommen könne. Diese Befürchtung Börner verwahrt sich gegen diese Behauptung und betont, war die Ursache der leidenschaftlichen Diskussion, die über unsere daß er und seine Freunde ihre Kraft für die Wahl Heine's einStellung zur Dampfersubvention geführt wurde. Wenn es auch gejezt und in dieser Hinsicht ihre Schuldigkeit gethan haben. möglich wäre, daß der eine oder andere unter uns einer etwaigen Nach persönlichen Bemerkungen verschiedener Redner erhält Stationen Versuchung gegenüber nicht standhaft sein sollte( wir sind ja alle Auer das Schlußwort, in dem er den Wunsch ausspricht, daß der Menschen), so haben wir doch nach dieser Nichtung nichts zu Streit im dritten Wahlkreise endlich aufhören möge, und, nachdem befürchten, denn es mitt eben felt werde fein Versucher an uns heran. Heute er auf einige Aeußerungen der Diskussionsredner eingegangen, mit versucht man uns nur mit Blößensee und mit dem Zuchthaus, und der Mahnung schließt, die Genossen mögen sich die Hände reichen, Samburg Swinembe. 753 S 752 so lange das der Fall ist, brauchen die Genossen keine Angst haben, um einig für unser gemeinsames Ziel zu kämpfen. 7563 daß der eine oder der andere ausrutscht. Damit hatte die Versammlung um 1 Uhr ihr Ende erreicht. Wiesbaden 763 S 5 Aberdeen 760 23 Redner verweist darauf, daß, als unsere Betheiligung am München 765 S 3 Paris 766 Seniorenkonvent und an den Kommissionen des Reichstages er- Die Produktenhändler haben bereits seit einigen Monaten Wien 763 NNN 5 bedeckt 3 wogen wurde, deshalb leidenschaftliche Debatten geführt wurden, und eine lebhafte Agitation entfaltet, um die Angehörigen dieses Berufs Wetter- Prognose für Freitag, den 9. Dezember 1898. man den Befürwortern der Betheiligung Parteiverrath vorivarf. zu organisiren und gegen die Preisdrückerei seitens der ZwischenEtwas fühler, zeitweise heiter, vielfach woltig mit geringen Nieders Heute hält man diese Dinge für so selbstverständlich, daß niemand und Großhändler zu schützen. Zu diesem Zweck fand am Mittwoch schlägen und ziemlich frischen westlichen Winden. mehr darüber redet. Wir machen jetzt sogar unser Recht auf eine öffentliche Versammlung statt, in der Jahn über„ Die Berliner Wetterbureau. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. V Berliner Arbeitervertreter Verein tagt jeden Dienstag nach dem Bei fämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier keine Sprechzeit angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. Briefkaffen der Redaktion. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. E. K. Nein.M. H. 68. Fragen Sie wieder an, sobald Ihnen eine Zustellung zugeht. R. 2. 78. Ihre Schwester kann interveniren. F. H. 34. Wenn Sie in Berlin wohnen, der andere in Schöneberg, ist Sühnetermin nicht erforderlich. 2. Amtsgericht II. 3. Kommen Sie in die Sprechstunde. 4. Geldstrafe. 5. Nur wenn Ihr Gegner etwas besitzt. Reichen Sie daher die Privatflage lieber nicht ein. Sie werden sich vers muthlich nur nuglose Kosten machen. K. F. Ja.- Sch. 1. Ja. 2. Nein. J. R. O. 4. Kommen Sie in die Sprechstunde. B. 101. Es bleibt bei den 3 Tagen.- A. R. 90. Dagegen läßt sich nichts thun. Der Wirth Witterungsübersicht vom 8. Dezember 1898, morgens 8 1hr. Berlin Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° 4° R. Stationen BarometerWinds richtung Windstärke Wetter Mebel Temp. n. T. BEBI 5° 6.4° R. 4 wolfig 6 Haparanda 739 Still 7 Regen 5 Petersburg 748 S 3bedeckt 6 Cort 764 1 wolkig 1Regen W wolfig 3wolfig 33 5 geiter hlb. bed. 33 Nr. 288. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 9. Dezember 1898. Von der deutschen Sozialstatistik wesentlichen punkten verschiedene Angaben gemacht werden, wird ver- der Wahl ihrer Vertreter außerordentlich beschränkt worden, zumal Deutschlands Streifstatistit ist nichts wie das Posadowsky'sche Rundschreiben in Permanenz. Englands Streifstatistik ist eine moralische Unterstützung der Gewerkschaften, geleitet von der Tendenz, durch objektive Heranziehung der Arbeiter zu berichten. Bir marschiren eben an der Spige der Sozialreform. Versammlungen. fucht, Uebereinstimmung in den Antworten zu erzielen". Das alles macht auch die Stärke der betreffenden Vereine feineswegs genügend bes haben wir seit Jahren nichts Gutes mehr erwartet. Aber unsere in Deutschland die Ortspolizei in summarischem Verfahren lediglich rücksichtigt wurde. Trotzdem aber, so berichteten die Referenten, schlimmsten Befürchtungen sind übertroffen worden durch die nach eigenem Ermessen! Den Befähigungsnachweis dazu hat sie haben die mündlichen Vernehmungen das Ergebniß der in den Bundesraths- Bestimmungen betreffend die Herstellung durch jahrelangen Verkehr mit Arbeitervereinen und durch ihre Stellung- früheren Jahren vorgenommenen Enqueten über die äußerst schlechten einer Statistit der Streits und Aussperrungen, nach denen nahme zur ganzen Arbeiterbewegung hundertfach erbracht. Wer das Lohn- und Arbeitsverhältnisse im Gastwirthsgewerbe vollauf bestätigt. bom Anfang des nächsten Jahres an regelmäßige Aufnahmen über heute noch nicht glaubt, der lese zum Beispiel für das Königreich Die Redner schilderten eingehend die im Berufe vorhandenen Mißstände. eine der wichtigsten und folgenschwersten gesellschaftlichen Massen- Sachsen nur die Zusammenstellungen Bebel's über die behördlichen Fast ausnahmslos erachteten besonders die Kellner eine gesetzliche erscheinungen stattfinden sollen. Maßnahmen, mit denen Ruhe und Sittlichkeit gegen turbulente Festlegung eines wöchentlich wiederkehrenden Ruhetages, einer Die Fragesteller scheint, tie in Preußen Deutschland Massen polizeilich geschützt" werden mußten. Solche Zusammen- Magimal- Arbeitszeit und einer Mindest- Ruhezeit für nothwendig und üblich, vor allem die Gelegenheit zu polizeilichem, gerichtstellungen werden mun, was Streits anbelangt, die Behörden selber auch für durchführbar. Außerdem wurden von ihnen entsprechende lichem und gesetzgeberisch- reaktionärem Einschreiten zu inter- machen, und jeder gute Bürger wird aus einer solchen Streifstatistit Vorschriften bezüglich der Schlafräume und eine geeignete Kontrolle effiren, die etwa mit Streits berbunden sein könnte, die gebührenden Lehren zu ziehen haben. denn sie erkundigen sich theilnehmend nach der Zahl der kontraktderselben gewünscht. Nach den Ausführungen der Referenten haben Wenn der heutige sozialpolitische Kurs im Reiche noch einer die Auskunftspersonen der Unternehmer sich fast zu allen den brüchigen" Arbeiter, von denen wiederum die unter 21 Jahren besonderen Kennzeichnung bedurfte, dann hat er sich durch diese angeführten Forderungen ablehnend verhalten, obwohl sie eigentliche als ganz besonders verdächtig herausgehoben werden. Dann wird Bundesraths- Verordnung schlimmer charatterifirt, als es seine schärfsten Gründe hierfür kaum angeben konnten. Ueber das Resultat der gefragt, inwieweit Berufsvereinigungen oder dritte Gegner erhoffen konnten. Personen auf den Ausbruch des Streits hingewirkt oder Vernehmungen gaben die Referenten der Meinung Ausdruck, daß auf grund des gesammelten Materials über die Lohn- und Arbeitsden Streit unterstützt" haben. Vor allem ist mitzutheilen, verhältnisse die Stegierung nicht umhin können werde, zur Beseitigung inwieweit während des Streits Arbeitswillige polizeilich der ungeheueren Mißstände, unter welchen die Gastwirthsgehilfen zu geschützt werden müssen, inwieweit der Streit sonst zu polizei lichen Maßnahmen Anlaß gegeben habe". Unter den besonderen leiden haben, geeignete Maßnahmen zu treffen. Wenn sie auch nicht Bemerkungen wird Mittheilung darüber erbeten, ob aus Anlaß die ganzen und gewiß sehr berechtigten Forderungen der Gehilfen des Streiks die Staatsanwaltschaft in Anspruch genommen zur Durchführung bringe, so sei doch zu erwarten, daß die Wünsche ist und weswegen", sowie über die Verluste an Arbeitslohn aus der Arbeiter einigermaßen berücksichtigt werden. Vor allem sei aber Anlaß des Streifs" nothwendig, daß ein fester Zusammenschluß in der Organisation erUnd die Quelle. aller dieser Auskünfte ist Die Gastwirthsgehilfen hielten in der Nacht vom Mittwoch folgt, um den aufgestellten Forderungen den nöthigen Nachdruck zu Ortspolizeibehörde, die Ortspolizeibehörde und weiter potel Alexanderplaß ab, in der die in Berlin gewählten Arbeitnehmer- lichen, Bestimmungen zu veranlaſſen. man höre: die zu Donnerstag eine start besuchte öffentliche Versammlung im Grand verleihen und um die Beobachtung der eventuellen gesetzniemand. Diefelben Behörden, denen an sich schon jeder Streit zuwider Auskunftspersonen über die mündlichen Vernehmungen vor der Th. Müller gab zu, daß die gerügten Mißstände im GastwirthsDer Gastwirth Herr ist, weil er das harmlose Aftenstilleben oft recht unliebfam Kommission für Arbeiterstatistik Bericht erstatteten. Von den zu Gewerbe vorhanden sind, daß eine Beschränkung der Lehrlings unterbricht, dieselben Behörden, die durch Uebergriffe mannigfacher dieser Versammlung eingeladenen Auskunftspersonen aus den ausbeutung und die Beseitigung des Stellenwuchers nothwendig sei. Art bewiesen haben, daß sie die Streifs ganz voreingenommen Kreisen der Unternehmer war der Präsident des Deutschen Er erklärte sich mit der gesetzlichen Festlegung einer Mindest- Ruhezeit beurtheilen, die in Hamburg von englischen Brandstiftungen" Gastwirthe- Verbandes, Herr Th. Miller, erschienen. Von allen von 8 Stunden einverstanden und wünscht, daß dem Unwesen in schrieben und sprachen und hoffentlich auch daran glaubten, die Berichterstattern wurde bemängelt, daß die Kommission für Arbeiter- den Animirkneipen gesteuert werde, beschränkt sich aber in seinen wiederum dort von Phantasielöhnen träumten, die die Masse statistit bei der Berufung der Auskunftspersonen die Verhältnisse weiteren Ausführungen lediglich daranf der Streifenden nie erhalten hat die Einrichtungen in dieselben sicheren Quellen" im Gastwirthsgewerbe nicht genügend berücksichtigt habe. Nicht mir, seinein Geschäft als musterhaft darzustellen. Ju der Diskussion werden nun dem Bundesrath und den politischen Kreisen Deutsch- daß die Großbetriebe, die im Gastwirthsgewerbe gerade in legter polemifirten mehrere Redner gegen Herrn Müller und kritisirten sehr lands ein Licht aufstecken über die Nothwendigkeit polizeilichen Ein- Zeit außerordentlich zugenommen haben und die für die Gast- treffend seine Stellungnahme zu den Forderungen der Gehilfen bei schreitens, über Anreizungen seitens dritter, über verlorene Löhne! wirths- Gehilfen ganz besonders in betracht kommen, gar nicht ver- früheren Gelegenheiten, die mit seiner angeblichen ArbeiterfreundlichDabei ist das kaiserliche Statistische Amt so naiv oder treten waren, sind auch ganze Branchen, darunter die sehr zahlreiche feit durchaus nicht in Einklang zu bringen und auch den Ausführungen fo boshaft?, neben diese Mittheilungen über die fünftige deutsche Kategorie der Hoteldiener, bei den Bernehmungen völlig übergangen in dieser Versammlung widersprechen. Bekanntgegeben wurde noch, Auch Streifstatistik ziemlich ausführliche Angaben über das ent- worden. Hinzu kommt noch, daß die Kommission für Arbeiter- daß eine Auskunftsperson der Arbeitnehmer, der Oberkellner Sch. in Köln sprechende englische Aufnahmeverfahren zu setzen, das dort statistik über die bestehenden Berufsorganisationen nicht genügend wegen seiner Angaben über die Zustände in dem betr. Gefchäft, was auch bereits seit 1888 int Wirksamkeit iſt. Dort hat man informirt war. Wohl dadurch kam es, daß Vereine, deren Mitglieder von mehreren anderen Auskunftspersonen von vornherein befürchtet in allen bedeutenden Industriebezirken unabhängige Labour fich fast ausschließlich aus Restaurant- Kellnern zusammensetzten, gur worden ist, bereits gemaßregelt wurde, obwohl seine Angaben nicht Correspondents des Londoner Arbeitsamtes, meist Mitglieder Wahl von Kaffee- Kellnern, Vereine, deren Mitglieder meist der Hotel- übertrieben, sondern der Wahrheit entsprachen. Die Versammlung Beantte der Arbeiter Gewerkschaften. Diese liefern branche angehörten, zur Wahl von Restaurant- Kellnern als Aus- verurtheilte die Handlungsweise des Herrn Dug in Köln, der den die regelmäßigen Berichte. Beide streitende Theile werden funftspersonen u. f. w. aufgefordert wurden. Durch diesen Umstand Oberkellner Sch. bei seinem Arbeitgeber denunzirt hatte, auf das alsdann noch zu eigenen Meinungsäußerungen aufgefordert; wenn in und durch die sonst gestellten Bedingungen sind die Arbeitnehmer in l entschiedenste und sprach dem Gemaßregelten ihre Shinpathie aus. Am 6. d. M. verschied plötzlich nach ganz kurzem Krantenlager mein ge liebter Mann, unser guter Bruder, Schwager und Onfel 28966 und Hugo Schmauch Dies zeigt mit der Bitte um stille Theilnahme allen Freunden und Betannten ergebenst an Die tieftrauernde Wittwe Therese Schmauch, geb. Makowsky. Die Beerdigung findet am Sonntag, beu 11. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des heiligen Streuzs Kirchhofes in Mariendorf aus statt. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner ReichstagsWahlkreis. Todes- Anzeige. Am Dienstag, den 4. d. M., starb nach kurzem Leiden unser langjähriges Mitglied Herr 239/12 Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Achtung, Einleher! Sonntag, den 11. d. M., vormittags 10 Uhr, im Lokal von Schöning, Köpenickerstr. 68: Derlammlung. Tagesordnung: 1. Berlesung der Statuten. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Beiträge fönnen jeden Sonntag im obigen Lofal entrichtet werden. Um zahlreiches Erscheinen bittet 276/2 Die Kommission. Holz- und Bretterträger, Sowie Brettschneider.s Am Sonntag, den 11. Dezember, nachmittags 1 thr, im Lokal Bismarckshöhe", Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39: Hugo Schmauch Große öffentliche Versammlung Im Alter von 50 Jahren. Die Beerdigung findet am Sonn tag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Heiligen Kreuz- Kirchhofes in Mariendorf aus statt. Um recht zahlreiche Betheiligung Bittet Der Vorstand. Ain 6. d. M. starb unser treues Mitglied Hugo Schmauch Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Wilke. 2. Disfuffion. 3. Wie stellen sich te Holz und Bretterträger zu einer Lohnausbesserung im Frühjahr? Um zahlreiches Erscheinen ersucht 84/14 Der Einberufer. Sonnabend, 10. Dezbr., abends 9 Uhr, Verein deutscher Schuhmacher Schäftebranche( Filiale 5) Schäftebranche. 273/11 bei Schiller, Rosenthaler Straße 57: Versammlung. Neue freie Volksbühne. Sonntag, den 11. Dezember, nachmittags 2% Uhr, 151/2 im Ostend- Carl Weiss- Theater: Julia. Trauerspiel in 3 Akten von Fr. Hebbel. Die Mitglieder werden ersucht, recht pünktlich zu sein. Neuaufnahmen werden durch alle Zahlstellen vorgenommen. I. A.: Ad. Löhr, Kassirer, Ackerstr. 40 II. Jägerhaus", Schönhauser Allee 103. Empfehle den Genoffen meinen neurenovirten Saal für Vereine sowie für Privatfestlichkeiten. Ein Vereinszimmer ist noch zu vergeben. 68859* Karl Köhn. Alte Jakobstrasse 32, ( neben Central- Theater). Empfehle meine Säle, 100-800 Personen fassend( mit Bühne), zu Fest: lichkeiten, öffentlichen wie Vereinsversammlungen, Kommersen 2c. zu den [ 270] Franz Müller. Central- Festsäle, Außerordentliche Mitglieder- Versammlung fonlauteten Bedingungen. 66/9 der Bauarbeiter Berlins, Zahlstelle V, tm nicht ganz vollendeten 50. Lebensjahre. Wir werden seinem Pflichteifer ivie feiner raftlosen Thätigteit stets ein dankbares ehrendes Andenken bewahren. Der Gefangverein ,, Kreuzberger Harmonie". Gruppe Rabitzputzer und Träger am Sonntag, den 11. Dezember, vormittags 10 Uhr, im Lokal Louisenhof, Budowerstraße 9. Tages- Ordnung: 1. Regelung des Streifparagraphen. 2. Wahl eines Delegirten zum Verbandstag. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Verschiedenes. 43/4 Der Vorstand. Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. den 11. d. M., nachmittags 3 Uhr, Sonntag, den 11. Dezember, nachmittags 3½ Uhr, im Lokale des Die Beerdigung findet Sonntag, von der Halle des Heiligen Kreuz Kirchhofes in Mariendorf aus statt. Am 6. d. Mts. verstarb nach kurzem Leiden meine liebe Frau Friederieke Krüger geb. Brehmer. Die Beerdigung findet Sonnabend Herrn Wilke, Andreasstraße 26: Mitglieder Versammlung. = Tages Ordnung: 1. Die obligatorische Einführung der Einigkeit". 2. Statutenberathung. " 3. Diskussion. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Der Vorstand. den 10. b. Mis., nachmittags 2 1hr Verband der Fabrik-, Land-, Dom Trauerhause, Rostockerstr. 39, aus nach dem Heilandstings of bet Blösen Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. statt. tiefbetrübt an 28926 der trauernde Gatte Wilh. Krüger, Zimmerer. Haben Sie schon Ihren Bedarf in Christbaumschmuck für Weihnachten gedeckt? 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Da die Versammlung präzise 10 Uhr eröffnet werden muß, werden die Mitglieder gebeten, recht pünftlich zu erscheinen. Die Bezirts- Bersammlungen fallen in diesem Monat aus. Die Ortsverwaltung. 91/2 doblado Rixdorf.2 28 Metallarbeiter und Arbeiterinnen. Sonntag, den 11. Dezember, vormittags 11% Uhr: Oeffentl. Derlammlung im Lokal des Herrn Gröpler, Bergstrasse 147. Tages Ordnung: 1. Die Rechte und Pflichten der Fabritinspettoren. Referent Hermann Uhren. Silber. Alfenide, Faber. 2. Diskussion. 3. Bericht des Vertrauensmannes und Delegirten zum Rixdorfer Gewerkschaftskartell. 4. Neuwahl desselben und dessen StellSteuarbeiten u. Reparaturen in eigener vertreters. Alle Metallarbeiter und Arbeiterinnen aus der Metallindustrie, Werkstatt. R. Haack, sowie alle hier arbeitenden und wohnenden sind besonders eingeladen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vertrauensmann der Metallarbeiter Nixdorfs. Gollnowstr. 32a, parterre 116/7 Uhren! Goldwaaren! Elegante Neuheiten in jeder Preislage. 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