Einzelpreis 70 heller. Redaktion und Verwaltung: Prag, I., Nefazanfa 18. Telephone: Tagesredattion: 26795, 31469. Machtrebattion: 26797. Doftschedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 8. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowatischen Republit. Mittwoch, 25. April 1928. dieser Konsequenz ist man Partei durch die Saltung Paul Boncours in[ Bezugs Bebingungen: Bei Juftellung ins Haus oder bel Bezug durch die Post: .. monatlich. vierteljährlich halbjährig ganzjährig... ... Kč 16.48.96.192.Riftellung vou Maunfripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmarken. Gricheint mit Ausnahme bes Montag täglich frih Nr. 99. Vor der zweiten Schlacht.wichen, weil man angefichts der Genf und durch das Militärgefet, das nach ihm Für die proletarische Dorfjugend. ganzen Tradition der französischen Partei eine benannt wird, fompromittiert wurde. Endlich gab ( Von unserem Korrespondenten.) interne Strife befürchtete. Man hat aber die es gerade in den letzten Monaten der verflossenen Paris, 23. April. Unterstüßungspolitik gegenüber den Regierungen Parlamentsfession wiederholt Fälle, in denen die Im Laufe des Montag ist in der Beurtei- Herriot und Painlevé eineinhalb Jahre lang raftion bei wichtigen Abstimmungen ausein- dem Titel„ Landvoll und Jugendbewegung" cin In agrarischen Blättern wurde unier lung des Wahlergebnisses ein unverfenn- getrieben. Als Poincaré ans Ruder kam, ging anderfiel. Die Kommunisten hatten also verhält Artikel veröffentlicht, der einen Studenten namens barer Stimmungsumsch wung einges man zur Opposition über, aber es war eine nismäßig leichtes Spiel, in den Wahlverfamm M. Richter zum Verfasser hat. treten, der in allen Blättern von rechts bis links loyale Opposition", die sich auf fachliche ritit lungen die Sozialisten zu fritisieren. Sie mußten der Finanzmaßnahmen Poincarés befchränkte. infolgedessen den größten Teil ihver Zeit in den zum Ausdrud kommt. Der erste Eindrud in der vielen Arbeitern genügte die fachliche Stritit an Versammlungen damit abgeben, die Tattit der man heute immer noch in weiten Kreisen der vom Sonntag zum Montag stand im Bei | Zeiden chen der zunächst eingetroffenen Ergebnisse von Paris und Umgebung. Daher die Zufriedenheit Opposition der Kommunisten fagte vielen Brole Paul Boncours zu entschuldigen. Das war nicht teresse für die Jugendbewegung entgegenbringe. auf der Rechten und die Gedrücktheit bei den taviern mehr zu. Dazu kommt noch, daß die immer leicht. Busammenschluß der Linksparteien für die Stichwahl? Leon Blum über den Wahlausgang. Dieser beschwert sich eingangs darüber, daß Bevölkerung zu wenig Sinn und zu wenig InZwar habe die Jugendbewegung in den Reihen des Landvolks schon große Fortschritte gemacht, Sozialisten, auf die vor allem das schlechte Abschneiden Leon Blums deprimierend wirfte. doch habe man die wenigste Aufmertjamben" auf Sinzwischen sind aber die Ergebnisse aus dem de Finsorge der vom Lande stammenden st n dic ganzen Lande eingetroffen, zuletzt die für die renden Jugend geworfen. Diese in Gefahr, Partei sehr wichtigen Meldungen aus dem indem Lande entfremde: zu werden. Um der Seis dustriellen Norden und aus den ländlichen mat treu bleiben zu können und der„ VerstädieGegenden Südfrankreichs. Es sind zwar dort rung" zu entgehen, sei es dringend notvendig, fast ausschließlich Stichwahlen notwendig, aber mehr für die Landvolksstudenten zu tun. Paris, 24. April. Das gesamte politische jedoch dem Föderalrat der sozialistischen Partei gange ist ein Appell an das„ gute Herz" der ver.in den meisten Fällen sind die Aussichten für Interesse konzentriert sich auf das Vorgehen, das zu, der heute abend zusammentritt. die sozialistischen Standidaten recht gut. Im Nor die Parteien bei dem zweiten Wahlgang am fom fnöcherten Dorfproßen, ihre Börsen ein Auch auf der Rechten machen sich Bestre- wenig für die armen notleidenden Studenten vom den brauchen allerdings die Sozialisten wenig menden Sonntag einhalten werden. Schon jetzt bungen nach einem einheitlichen Vor- Lande aufzutun. Ob der angestrebte Zwed erreicht stens einen Teil der kommunistischen wird aus zahlreichen Departements ein Bergehen bemerkbar, sofern ein solches nicht schon wird, bleibe dahingestellt. Der vorbereitende Aus Stimmen, im Süden brauchen sie in vielen Fäl- zicht der radikalen Kandidaten zu beim ersten Wahlgang bestanden hat. len die radikalen Stimmen, um die reaktionären gunsten der sozialistischen Standida Die Linkspresje( Volonté"," Quotidien", Kandidaten zu besiegen. In den meisten Fällen ien, die aus dem ersten Wahlgang mit einer grö L'Oeuvre") ruft nach einem einheitlichen dürften sie diese Stimmen sowohl von der einen ßeren Stimmenzahl hervorgingen, gemeldet. Es Borgehen der Linken, um so eine sichere wie von der anderen Seite erhalten. ist wahrscheinlich, daß die ehemaligen Parteien Niederlage der Realtion herbeizuführen. Die Parole Moskaus, die aussichtslosen des Linkslartells mit der Parole der ,, Ere Nouvelle" ist der Aufsicht, daß die RaLomunnistischen Kandidaten zu erhalten, ist e: n- republikanischen Solidarität in den dilalen sowohl über die Reaktion wie auch über fach undurchführbar geworden; denn ein zweiten Wahlgang gehen werden; denn die Kommunisten triumphieren werden. Die gemal würden sich die kommunistischen Wähler an- auch die sozialistischen Kandidaten erklären in vermäßigte Presse fordert die nationalen Republigesichts der drohenden reaktionären Gefahr zum fchiedenen Bezirken ihren Verzicht zugunsten der kaner zur Einhaltung strenger Disziplin großen Teil um diese Parole einfach nicht füm Radikalen. Die definitive Entscheidung über das auf, um so im entscheidenden Wahlgang ihren mern, auf der anderen Seite brauchen die Kom- Schicksal der sozialistischen Kandidaturen steht Erfolg zu sichern. munisten mbedingt die sozialistischen Stimment, um überhaupt irgendwelche Kandidaten im zweiten Wahlgang durchzubringen. * schuß zur Gründung einer„ deutschakademischen Landjugend" stellt auch ein Arbeitsprogramm für die studierende Landvolksjugend auf. Darin figurieren n. a.: geistige und ſittliche Ertüchtigung, Heranbildung und Vertiefung des Alademikers in den Zielen und Bestrebungen des Landvolles, Boffs und Heimatstunde, Erhaltung der heimatlichen Gebräuche, Pflege und Förderung ländlicher Kunst und Förderung heimatlicher Künstler. Schon früher spricht Richter davon, daß formende Generationen den alten Sitten und Gebräuchen treu bleiben sollen. Das soll wohl der Kernpunkt der Erziehung" der Landvolksjugend fein. Wer die landbündlerische Landjugend raffen werden, dann werden wir statt cincs Par- bevegung fennt, weiß, daß dies in der Tat eine lamentes der Mitte, das ich voraussagte, cin der Hauptaufgaben der grünen Agitatoren ist. Die Rechtsparlament haben, also etwas Aergeres, ale Agrarier find ausgesprochen konservativ und der Nationale Blod. Die Beruhigungspolitit" hr Blid ist demgemäß nach rüdwärts gerichtet: int der Nationalen Einigung hat immer nur der Re- iene gute alte Beit", wo es für die Bauern Robot aftion gedient. Das Vorgehen der Sozialisten im und Leibeigenschaft mit Stockprügel und anderen zweiten Wahlgang wird unter dem Schlagwort erschönen" Dingen gab. folgen, den reaktionären Kandidaten zu schlagen". " Ueber die Gerüchte, daß Blum im zweiten Wahlgang se'ne Randidatur im Pariser 20. Bezirk, wo er mit dem kommunistischen Kandidaten in Stichwahl tommt, nicht gelten lassen werde, antwortete Blum, dies jei nur sein persönlicher Wunsch. Die Entscheidung hierüber stehe der Partei zu, deren Exekutivausschuß heute abends zu fammentritt. :: Von ernsten sozialpolitischen Fragen ist in der ganzen Landjugendbewegung nicht eine Spur zu finden. Das fehlte den Großgrund befizern und Bauern, die sich so wütend gegen die Sozialversicherung der Landarbeiter wenden, die trop der Dorfgemeinschaft" nichts wissen wollen von einer Fürsorge für franke und sicche„ Voitsgenossen", daß man die Landjugend„ begehrlich" macht. Da ist der Pflanz mit der Erhaltung alter Sitten und Gebräuche für die Agrarkapitalisten auf jeden Fall viel billiger! Die tit sozialistische Jugendbe Paris, 24. April. Nach Beurteilung der wegung muß mit allen Mitteln vom„ flachen" Ergebnisse in den einzelnen Wahlbezirken gelangt ande ferngehalten werden. Man lese doch, was Information financiere" zu dem Schluß, daß der Verbandstag der österreichischen Jugendlichen, von den 429 Mandaten, die im zweiten Wahlgang der jüngst in Graz stattfand, in bezug auf die besetzt werden sollen, ungefähr 230 den vereinigten Landjugend an ,, aufreizenden" Forderungen aufstellte: Schaffung eines modernen Landarbei. : errechtes unter besonderer Berücksichtigung der Landarbeiterjugend. Den in der Land- und Forstwirtschaft tätigen Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren ist ein ausreichender bezahlter IrIaub zu gewähren. Da die führenden Streife der Sozialistischen Brüssel, 24. April. Das jozialistische Blatt Partei sich in ihren Prognosen un zweifel- Peuple" bringt ein Interview seines Pariser haft getäuscht haben, wie sie selbst offen Korrespondenten mit dem Sozialistenführer Leon zugeben und besonders in der Hauptstadt wesent. Blum über die französischen Wahlen. Blum jagt lich schlechter abgeschnitten haben als sie es dach darin unter anderem, daß er für die foziaten, möchten wir diesmal nicht allzu fest auf den liftische Partei mit einem Gewinn neuerdings wiederkehrenden Optimismus bauen, bon 15 Mandaten rechne, so daß die Sv der sogar abermals die Möglichkeit eines fozia- sialisten im Parlament mehr als 100 Abgeordnete listischen Kandidatenzuwachses gegenüber der haben würden, doch könne die nach den Stich alten Kammer für gegeben hält. Aber noch wahlen entstehende Situation diese Zahlen in dieser charakteristischer find die besorgten Kommentare oder jener Richtung ändern. Die Kommunisten der Rechtspresse, vor allem im„ Intransi- würden zivar Mandate verlieren, jedoch mehr geant", über die Gefahr eines geschloffenen Stimmen auf sich vereinigen, als sie bei den Vorgehens der Linksparteien, d. h. der Soziali- Wahlen im Jahre 1924 errangen. Eine Festigung ſten mit den Kommunisten und der Radikalen ihrer Positionen ist insbesondere in dem haupt mit den Sozialisten am nächsten Sonntag." sächlichen Industriedepartements Nord und Haute Alle Blätter von rechts bis lints stimmen Bienne fühlbar. Ihre Erfolge sind nach Ansicht ebenfalls darin überein, daß man einitveilen Blums auf das Konto der politischen Panik auf noch gar nihts fagen fann, daß der Regierungsseite und der von der jetzigen Regieerste Wahlgang das Land in einem Zustand der rung verfolgten Interdrückungspolitit Konfusion und der Ungewißheit gelaffen hat und gegenüber den Kommunisten zu setzen. In bezug erst der zweite Wahlgang für das fünftige Antly auf die Zusammenseßung des fünftigen franzö; des Parlaments und für die Regierungspolitik schen Parlaments ſagt Blum: Mein Eindruck ist der nächsten Zeit den Ausschlag geben wird. ein sehr schlechter. Die Radifalen gehen An den nächsten Tagen werden die soziali- aus dem Wahllampf geschlagen hervor, was vor Linksparteien und ungefähr 150 den Rechtsparstischen Bezirksverbände zu den Ergebnissen des auszusehen war. Der Sieg ist der Rechten zugesteien zufallen werden. In 50 Fällen lasse sich nach ersten Wahlganges Stellung nehmen und die fallen. Wenn sich die Linksparteien nicht am näch der Ansicht des Blattes ein Urteil bisher nicht Parole für den zweiten Wahlgang ausgeben. sten Sonntag zu einem entscheidenden Angriff auf abgeben. Nach den Beschlüssen des letzten Parteitages, fann von einer einheitlichen Parole für ganz Franf reich nicht die Rede sein, vielmehr haben die einzelnen Bezirksverbände freie Hand. Auch innerhalb der einzelnen Bezirksverbände, nament lich im Seine- Departement, wird es feine einheitliche Tattit geben, sondern man wird 2500 Säuser unbewohnbar. fich von Fall zu Fall in jedem einzelnen WahlAllen Jugendlichen ist der Besuch der land- oder Ireis entscheiden. Berlin, 24. April. Die Vossische 3ei- spenster umher. Alle Bäckereien der Stadt sind forstwirtschaftlichen Fortbildungsschule zu Eine vorläufige Zählung der im ganzen ung" berichtet aus Athen folgende Einzelheiten zerstört, so daß die Gefahr einer Hungersnot ermöglichen. Lande erzielten sozialistischen Stimmen ergibt über das Erdbeben in Korinth: Die Stadt hat droht. Aus Athen wurden 20.000 Kilogramm Die Wohnungen müssen den Forderungen ungefähr 1,600.000 Stimmen. Die Kommunisten das Aussehen eines neuen Pompeji. Auch das Brot zur ersten Hilfe abgesandt. Der größte Teil der Gesundheit und Sittlichkeit entsprechen. Die junbleiben mit etiva 1,100.000 Stimmen noch er- antike Storinth ist sehr beschädigt. Eine Anzahl der Bevölkerung von Storinth fampiert unter gen Menschen sind nach Geschlechtern getrennt unterheblich hinter den Sozialisten zu- antifer Bauten ist zerstört worden. In der Stadt freiem Himmel. rüd, allerdings haben sie rund eine Viertel- Sorinth und in den Dörfern Lutration, Stalamillion Stimmen gewonnen. Das haben sie vor mati und Amazdebris sind etwa 80 vom Hundert die Bevölkerung rechtzeitig gewarnt. allem der Unzufriedenheit der Massen über die aller Häuser zerstört. Teuerung und der Empörung über die Verfol- Bisher werden aus Korinth allein 20 Tote Athen, 24. April. Durch das gestrige Erd gungen durch die Regierung und über die maß- und 70 Verwundete gemeldet. Der erste Erdstoß beben wurde auch die telegraphische und telepholofen Gefängnisurteile der militaristischen Ge- war um 22 Uhr 15 Min. und dauerte fünf Senische Verbindung unterbrochen. Aus diesem richte zu verdanken. Außerdem ist nicht zu verfunden. Durch diesen Erdstoß wurde das Elektri- Grunde ist bisher der volle Umfang der Katafennen, daß die nicht immer konsequente zitätswert Storinths zerstört, so daß die ganze strophe noch nicht bekannt. Es steht aber fest, daß uebermachung der gefeßlichen Schuybestimmun Taktik der sozialistischen Fraktion in den letz- Stadt im Dunkeln liegt. Der Bevölkerung be- in Storinth 2000 Häuser zerstört wurden. Im gen oblieg. ten vier Jahren dazu beigetragen hat, den Kom- mächtigte sich eine unbeschreibliche Panik. Auf Bade Lutration stürzte gleichfalls der größte Teil Errichtung von Erholungsstätten, in munisten einen Stimmenzuwachs zu verschaffen. den ersten Erdstoß folgten etwa 20 weniger hef- der Gebäude ein und in Stalamaki blieb auch nicht benen jugendliche Landarbeiter ihren Urlaub verbrin Man hatte bei den letzten Wahlen das Links- tige. Das Erdbeben ist tektonischer Natur. ein Gebäude unversehrt. Die Zahl der Menschen- gen können. fartell gebildet, zwar nicht überall, aber doch in Der Sonderberichterstatter des Blattes opfer ist, wie es scheint, nicht groß, denn die der Verbot der Beschäftigung von Jugendlichen in den meisten Departements. Das war notwendig. Ethnos" meldet, daß in Korinth 2500 Säuser Statastrophe vorangehenden leichten Erderschütte Brennereien und Weinkellereien. um den Tücken des früheren Wahlrechts zu ent- unbewohnbar geworden sind. Korinth und Sena rungen und Getöse batten die Bevölkerung auf- Der frasse Gegenjah des landbündlerischen gehen und auch, wie Leon Blum fürzlich mit bieten ein furchtbares Bild. Die Stadt ficht wie merksam gemacht, welche rechtzeitig ihre Arbeitsprogramms, das von Volks- und Heimats Nachdrud betont bat, um durch eine Niederlage ein Friedhof aus. Auf den Straßen liegen überall Wohnungen verließ. Im ganzen beziffert funde sowie der Erhaltung der heimatlichen Gedes nationalen Blods eine Friedenspolitik der Schutt und Trümmer von den Häusern. Es sich die Zahl der Toten auf etwa 30. Gegen 1500 bräuche spricht und diesen sozialen Forderungen Linken zu ermöglichen. Die logische Folge dieser herrscht eine Totenstille und zwischen den Ruinen Personen find obdachlos. An die Unglückstätte zugunsten der arbeitenden Landjugend, springt in Wahltoalition wäre eine offene Regierungstoali- der Häuser gehen einzelne Personen wie Ge- wurden Hilfsabteilungen entsandt. die Augen! Korinth in Trümmern. Antite Bauten zerstört. Die tägliche Arbeitszeit darf in den Groß und Wittelbetrieben im Jahresdurchschnitt a chi Stun den nicht überschreiten. zubringen. Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjah dürfen nicht zur Nacht arbeit verwendet werden. Verbot der Verabreichung von alkoholischen Getränken( auch in Form von Haustrunt) an Jugendliche. Verbot jeder körperlichen 3üchtigung. Bestellung von Jugendinspektoren, denen tie Seite 2. Zwei englische Regimenter mentern. London, 24. April. Wie ,, Daily Mail" aus Hongkong meldet, haben dort gestern die Soldaten ziveier britischer Regimenter gementert. Sie ver weigerten die Abgabe einer Erklärung über ihr Vorgehen und forderten lediglich ihre Verhaftung. Wahrscheinlich haben sie gementert, um aus der Armee ausgestoßen zu werden. ** AS4020000000000000000 Mit Hilfe diefer Forderungen wird es auch uns gelingen, die prole arische Jugend des Dorfes für den Sozialismus zu gewinnen. Voraussetzung ist, daß die Agitation im systematischer und großzügiger Weise einsetzt. Ueber die Notiven digkeit der Gewinnung der proletarischen Landjugend für den Sozialismus braucht an dieser Stelle wohl kein Wort verloren werden. J. Sch. Die Wartei ohne Rüdgrat. Kein Tag ohne nationalparteiliche Anbiederung an die Aktivisten. diese Vertretungskörper aus dem Parteien- 1 Bezirke und Gemeinden, an der Schule und an streit dadurch herauszuheben, daß die allen Forderungen der nationalen Minderheiten gewählten und ernannten deutschen Vertreter von vor Augen zu führen. Man sollte meinen, für eine nationale Partei ein Anlaß zur Abrechnung, ihren Parteien auf einen gemeinsamen Ardent fie sehnlichst herbeiwünscht! Weit gefehlt, beitsblock verpflichtet werden." Die von der Regierung immer wieder verschobenen Landeswahlen werden die erste Ge legenheit zu einer großen politischen Aus einanderseßung im Reichsmaßstabe sein. Es geht darum, dem Volte den Verrat der Regierungsparteien an der Selbstverwaltung der Mittwoch, 25. April 1928. Die Zersplitterung der Sozialversicherung. Prag, 24. April. Das Subkomitee für die die Deutschnationalen bieten Burgfrieden an, fie Sozialversicherungsnovelle beschäftigte sich heute wollen nicht kämpfen, sie wollen paktieren und nachmittags mit den§§ 7 bis 9 der Novelle, die verzeihen den Aktivisten jede Schandtat, wenn sie von der Errichtung von Genossenschaftsnur in Frieden mit ihnen auskommen fönnen. und Gremialtrantentassen handeln. Wir Eine Partei, die sich so weit vergißt, gibt haben den hiezu ausgearbeiteten Abänderungssich selbst auf und spricht sich das Recht antrag der Koalition, der diese kleinen lebens. unfähigen Gremialfrankenfassen über Wunsch der zu leben ab. Gwerbeparteiler weiter bestehen lassen, jja sogar ihre Neuerrichtung und damit die weitere Zer splitterung der Sozialversicherung in die Wege leiten will, bereits vor einigen Tagen abgedrudt. Zu§ 9, der von den Hilfskassen handelt, hatte die Koalition den weiteren Antrag einge brachten, daß auch diese Kassen erhalten bleiben, wenn sie am 1. Juli 1924 wenigstens tausend pflichtversicherte Mitglieder hatten. An alle in der Glas- und Keraminduſtrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen! Werte Genoffinnen und Genoffen! die Ausnüßung der menschlichen arbeitskraft die Ausnüßung der menschlichen arbeitskraft cine immer intensivere Die Debatte, die vom Referenten Malit Die wirtschatfliche Lage der Arbeiter und werden, wenn eine Konferenz von Vertrauens eingeleitet wurde, entwickelte sich zu einer leb Arbeiterinnen in der Glas- und Keramindustrie leuten der Glas- und Keramarbeiter in Teplit haften Auseinandersetzung darüber, ob die Weiter unseres Landes hat sich in den letzten Jahren zu dem Entschlusse gekommen ist, einen ein belaffung der Zwergkassen mit verhältnismäßig stark verschlechtert. Die Rationalisierungsbestre- heitlichen Industrieverband aller großer Regie und geringeren Leistungen und die bungen in allen Zweigen unserer vielseitigen Glas- und Keramarbeiter dieses hiedurch hervorgerufene Zerſplitterung des ganzen Industrien tragen dazu bei, daß die Arbeitslofig- Staates zu bilden. Den starken Organisation Sozialversicherungswertes überhaupt zu verant feit von Jahr zu Jahr eine größere, nen des Kapitals muß eine Massenorganisation worten sei. Genosse Dr. Winter legte die Ab Ein so grotestes Schidfal wie die Deutsche der Arbeiter entgegengestellt werden. Nur auf sichten dar, von denen die Verfasser des Sozial Nationalpartei wird selten in der Geschichte der diese Weise wird es der Glas- und Keram- versicherungsgesetzes bei der Abfassung der Be modernen Parteien eine Bewegung erlitten arbeiterschaft in Zukunft möglich sein, die An- ftimmungen über die Organisation der Versiche haben. Wurzelnd in der alldeutschen und deutsch wird. Dazu kommt eine fortgesetzte verteuerte griffekämpfe der geeinigten Unternehmer abzu- rung geleitet waren, und erklärte, wir hätten diese radikalen Bewegung der 80er und 30er Jahre Lebenshaltung aller arbeitenden Bevölkerungs- wehren und selbst erfolgreiche Angriffe zu Organisation durchgefeßt, obwohl vielfach die aufDeutschnationalen in den Jahren schichten, die ihre Ursache darin hat, daß durch machen. vor dem Kriege eine schwarzgelbe Partei des die Einführung von Agrarzöllen, Abbau des In einer Reihe von Staaten baben die zulösenden Krankenkassen von uns verwaltet wura Sadavergehoriams gegenüber dem Stürgth'schen Mieterschutzes, Verschlechterung der Sozialgeje Glas und Keramarbeiter bereits ihre Zukunfts- den und obwohl man bei vielen dieser Kassen von einer ganz respektablen Fürsorge für die Mit Absolutismus. Immerhin liebten sie damals und gebung die Lebensexistenz derselben immer mehr aufgabe begriffen und einheitliche Induſtriever- glieder sprechen konnte. Durch die jejßt neuer noch im Kriege die große Gebärde, das ſtarke geschmälert wird. In inniger Zusammenarbeit bände der Glas- und Keramarbeiter geschaffen. bngs geplante Zersplitterung wird der wichtige Wort und den Radikalismus im Phrasenkampf mit den Unternehmern bemüht sich die heutige Es muß nun auch unsere Aufgabe sein, die ver- Ausgleich der Risken verhindert. mit dem nationalen Gegner. Der Versuch odg tschechisch- deutsche Bürgerregierung durch Ge- schiedenen organisatorischen Gebilde von TeilAuch Genosse Taub griff mehrmals in die mans, aus den Trümmern der alten, überwährung unzähliger Ueberstunden das Gefeß gewerkschaften, welche sich im Laufe der Zeit Debatte ein; wir werden uns mit seinen Auslebten Bewegung eine nationale Kampfpartei zu über den achtstündigen Arbeitstag illusorisch zu innerhalb der Arbeiterschaft der Glas und führungen noch ausführlicher beschäftigen. Schließ bilden, scheiterte an den Klaſſengegensäten in der machen, die ohnehin unzulängliche Kranken, Keramindustrie herausgebildet haben, zu einer lich wurde die Debatte über diesen Punkt um halb Bartei selbst und an der illusionären Politik ihres Alters- und Invaliditätsversicherung noch weiter einheitlichen Organisation zusammenzufassen. 8 or abends abgebrochen und auf morgen Mitta Führers. Was aber feit Lodgmans Abgang mit zu verschlechtern, wodurch besonders die Glas- Diese Arbeit ist nicht mit leeven Schlagworten woch vertagt. und Keramarbeiter schwer getroffen werden. wie Schaffung einer Einheitsfront" zu machen, Wohl sind wir uns klar darüber, daß die sondern muß durch praktische, zielsichere Arbeit Als die aktivistischen Parteien in die Regie- materielle Not des gesamten Proletariates in und mmg eintraten, hätte fich den Deutschnationalen dieser Gesellschaftsform nicht gänzlich beseitigt doch endlich Gelegenheit geboten, das deutsche werden kann, solange es gezwungen ist, seine Bürgertum auf ihre Seite zu ziehen. Sie, die Arbeitskraft in den Dienst des Kapitals zu stellen. prinzipiell gegen jede Mitarbeit waren, hätten Der Unternehmer wird stets in seinem ureigenaber um so stärker in den Kampf eingreifen sten Profitinteresse bestrebt sein, die für ihm notmüssen, als die Regierung der Aktivisten sich zum wendige Arbeitskraft so billig als möglich zu erSchaden des deutschen Volkes auszuwirken bewerben. In den meisten Fällen wird für die gann. Statt dessen richteten die Deutschnatio Arbeiter und Arbeiterinnen kaum soviel an Lohn nalen ein über das anderemal demütige Bitten übrigbleiben, um die notdürftigsten Lebensbedürfan die Aktivisten, doch den Rampf einzustellen nisse zu bestreiten. und eine einheitliche Kampffront mit ihnen zu hilden. Die Nationalen waren bereit, auf jeden Kampf gegen den aktivistischen Verrat an der Selbstverwaltung zu verzichten, wenn sie nur von den Regieringsparteien in Gnaden aufgenommen würden. Das letzte Heldenstück der Herren um Rosche ist folgende Resolution: Ser Partei geschehen ist, das gehört wahrhaftig ins Gebiet der politischen Komödie, ,, Die Reichsparteileitung der Deutschen Nas tionalpartei stellt auf Grund der erstatteten Berichte mit Bedauern feft, daß die von ihr trot richte mit Vedauern fest, daß die von ihr trop allen schlechten Erfahrungen der Vera gangenheit aufrecht erhaltene Bereitschaft zur gemeinsamen Arbeit für die deutsche Heimat noch immer nicht von allen deutschen Parteien geteilt wird. In der Erkenntnis, daß die vor dem Inkrafttreten der Verwaltungsreform zn wählenden Landesvertretungen nur einen gerin gen politischen Wirkungskreis und fein Entscheidungsrecht haben, tritt die Nationalpartei dafür ein, Nachdruck serboten. In diesem Bestreben werden die Unter nehmer noch dadurch begünstigt, daß die Arbeiter schaft feine einheitlich geschlossene Gewerkschaften befißt und viele Arbeiterinnen und Arbeiter überhaupt indifferent und verständnislos ihrer Berufsorganisation ferne stehen, während die Unternehmer in ihren Zentral- und Berufsverbänden einheitlich organisiert sind. Ein Kampf für bessere Lohn- und Arbeitsmethoden der Kapitalisten läßt sich nur dann mit bedingungen und gegen die Unterdrückungs Erfolg führen, wenn auch die Arbeiterschaft einig und geschlossen in großen Industrieverbänden Zusammenfassung aller jener Kräfte ange strebt werden, die bereit sind, mit ehrlichem Willen und fester Hand diesem Ziele, cine lampffähige Gewerkschaftsorganisation aller Glas und Keramarbeiter zu schaffen, zuzuftreben. Preßtlagen. Die Kommunisten verlegen den Kampf gegen die Sozialdemokratie in den Gerichtsjaal. Wie lange ist es her, da die Kommunisten geglaubt haben, die deutsche Sozialdemokratie in der Tschechoslowakei zu überrennen. In unzähli gen Verjanmlungen haben sie damals m.f uns gerungen und sich bemüht, die sozialdemokratischen In der richtigen Erkenntnis dieser wichtigen Arbeiter in Partei, Gewerkschaften und Genossen Aufgabe wenden sich heute die Vertrauensmän- chaften für die kommunistische Partei zu ge ner der gemeinsamen Konferenz an alle Arbeiter winnen. Sie sind mit diesem Beginnen ges und Arbeiterinnen der Glas- und Keramindustrie scheitert. Die ersten Jahre der Spaltung der mit der Aufforderung, an der Verwirklichung Arbeiterbewegung schienen ihnen günstig, bald dieses großen Werkes mitzuarbeiten und dafür einzutreten, das notwendige Vertrauen in diese neue Organisationsform herzustellen. Wir haben bereits ein gemal über die Klagewut der Kommunisten gegen unsere Parteipreffe geschrieben. So hat uns eine Zeitlang der Sekretär der kommunistischen Partei in Struman Der Baldamus und seine Streiche Seelengendarmen unerbittlich; fchwarz ließen bei größter Verstopfung mur„ Wielun" zu sagen auch sein. Da hat man während des Betriebes Verlegt vom Bücherkreis in Berlin 1927. Von Oskar Wöhrle. 24 aber hat es sich gezeigt, daß wir Sozialdemokraten mit unserer Auffassung sowohl des Weltgeschehens als auch mit derjenigen der inneren Politit wie in allen Wirtschaft und gewerkschaftlichen Werte Genossinnen und Genossen! Fragen recht behalten haben, und so ist die Er Wir sind überzeugt, daß dieser Ruf nach nüchterung eingetreten. Die Verbandstage der Sammlung unserer Arbeiter und Schaffung Turner und Freidenker haben überdies gezeigt, eines großen einheitlichen Industrieverbandes der daß auch der Einfluß der Kommunisten auf die schaft überall Verſtändnis und freudigen Wider Einfluß der Sozialdemokratie auf die indifferenten Glas- und Keramarbeiter in unserer Arbeiter- indifferenten Arbeiter im Schwinden und der hall finden wird. Wollen wir doch mit der neuen Arbeiter im Steigen begriffen ist. Auf dem Organisationsform ein Fundament schaffen, daa öffentlichen Stampfplatz, wo die Argumente gegen start genug ift. allen Angriffen der Unternehmer einander stehen, blühen also den Kommunisten vereinigt, diese Kämpfe zu führen imstande ist. standzuhalten. Wenn jeder flassenbewußte Arbei- feine Rosen mehr, und so haben sie sich ent Es muß infolgedessen auch das ernste Bestrebenier in der Glas- und Keramindustrie mit Lieb schlossen, das Kampffeld gegen die Sozialdemo afler Arbeiter und Arbeiterinnen, welche in der und Ueberzeugungstreue das Werden dieser fratie in den Gerichtssaa. zu verlegen. ( Mas- und Keramindustrie beschäftigt find, sein, neuen Einheitsorganisation fördert und unter ihre Gewerkschaftsorganisation weiter auszu- tüßt, dann wird und muß es auch gelingen, die bauen und kampffähiger als bisher zu gestalten. errichten. Darum auf zu frischer Arbeit vis Aus diesem Grunde muß es lebhaft begrüßt das Werk der Vereinigung vollendet ist. Streuner eine unerschwingliche Suneme. Und glücklichen Ortes hat sich derart schreckhaft in rück und fluchen dabei gotteslästerlich aus ihreit im Eintrittsgelderheben waren die unformierten meinem Nervengeflecht festgesetzt, daß ich selbst grauen Schnurrbärten heraus. Und fix muß man sie feinen hinein; ich hatte es ja durch meinen brauche. Das wirkt dann prompter und nach feine freie Minute, die einem selber gehört. eigenen Hinauswurf drastisch genug selber er drücklicher als Rizinusöl. Bevor wir nach Paris Immer ist man an irgendeine Arbeit gespannt. fahren. hineintamen, behielt uns ein Elsässer, der in der Seßt mal das Gläserschienten aus, so muß man Gelegentlich einer Nacht in der Heilsarmee Nähe eine Sauerkrautfabrit verwaltete, über in den Keller rennen und Luft pumpen, damit Das Wecken am Morgen ging dann ein levnte ich einen Reſtocker Advokatensohn kennen, Nacht. Zum Dank dafür stahl ihm am Morgen das Bier die richtige Preffion hat.( Kohlensäurefach: das Taut wurde auf einer Seite ausgehaft der seinem Vater mit einigen Sundert Mark der Rostocker die besten Schuhe, die der Mann flaschen kannte man m dem Betriebe nicht!) Oben and dann fallen gelassen, worauf die schlaffchweren durchgebrannt war und das Geld mit einer im Stasien hatte. Als ich ihm vorhielt, er sei ein in der Wirtschaft wars so heiß, daß man sich die Stöpfe wie auf stommando niederfausten auf die Schneppe verklopft hatte. Dieser Rostocker schlug ganz gemeiner Schuft, fagte er ruhig:" Nun, Seele aus dem Leibe schwitzte, wuten im Keller hölzern gewordenen Knie. Das gab jedesmal mir vor, mit ihm zusammen nach der Riviera wenn schon, Verehrter. Nur diese Stategorie von dagegen wars so falt, daß es einen förmlich einen gehörigen Nervenspeltakel, gleich dem Auf- 3 walzen, hier in Paris sei das Stadtpflaster Zeitgenossen bringts zu etwas!" schüttelte vor Verkühlung. Natürlich machte ich frach des Jüngsten Gerichts. Hier in diesen In Paris hatte er, als die Suche nach Pin- als Anfänger alles ungeschickt oder falsch. Die Bier in diesen doch so heiß, daß einem die besten Gedanken in polizeilich geduldeten Stellern verfehrte das größte Blödsinn verdampften, und zu erben sei von die lus von neuem anging, einen guten Einfall. Er Sälfte der mir zugeschrienen Befehle und Aufdie- tus Gesindel. Gleich in der ersten Nacht wurden fen Gummistrümpflern fchon längst nichts mehr. gab sich als stellenlosen Stellner aus und befam träge verstand ich nicht, weil ein Patois ge mir die Hosenträger vom Reibe weggestohlen, auch mir war infolge meines Danerdalles die auf diese Weise in den Staffeehäusern und Restau- sprochen wurde, das nur der Teufel kennt; so was doch sicher für höchste Meisterschaft im Stadt mächtig verleidet und ich sagte daher, ja, rationen ziemlich viel zusammen. 3n seiner Ehre torkelte ich denn herum wie ein verscheuchtes, verKlauen spricht. Der Spißbube, der diesen Dieb ich würde ganz gerne mitkommen. Ohne große muß ich sagen, daß er sich da als tein schlechter ängstigtes Suhn. Der Patron, wie man hierzu stahl praftizierte, war aber trotz allem ein an- Vorbereitungen brach die Erpedition nach dem Kamerad erwies, sondern manches mit mir teilte, lande den Geschäftsinhaber neunt. fluchte fürch ständiger Sterl; den als Ersatz für den gemausten Süden auf. Unsere Kamele hatten nicht viel zu was ihm um so höher anzurechnen ist, als ich terlich, wenn er meine Schwverfälligkeit fah, und Hosenträger ließ er mir ein End: Spagat zurück, tragen. Daher famen wir gut vorwärts und selber doch gar nichts beizusteuern vermochte, seine Frau, die fette Dame, die einen unerhört mit dem ich mir am Morgen die Hosen fest- waren am zweiten Tag schon in Melun. Aber weil ich zu unselbständig und zu erschrocken war gewaltigen Busen hatte, mit dem sie wadeln konnte binden konnte. Sätte ich meine Müße nicht vor wie sich unterwegs bald zeigte: der gute Rostocker und daher stetig an seinen Rockschößen flebte. wie ein Zirkuskünstler mit den Ohren, die ver sorglich in die Hosentasche geſtedt gehabt, so wäre war fein besonderes Fechtgenie, ganz im Gegen Das paßte mir nicht auf die Dauer, und als sich sicherte hoch und heilig, ich sei der letzte Nagel sie sicherlich auch verschwunden. Es kam oft vor, faß zu den Beteuerungen, die vor Antritt der eines Tages eine gute Gelegenheit bot, nahm ich an ihrem bereitstehenden Sarge. Was sie aber Daß unter den Schlafburschen, die hier verkehrten, Fahrt seinem Svrechapparat entknarrt waren. auf dem Montmartre in einer kleinen Brasserie nicht hinderte, trotz dieser melancholischen Ve Und da dies Nichtbettenkönnen auch meine- einem Zwischending zwischen Vierwirtschaft trachtung fich fofort eine Portion frischen Spargel Händel ausbrachen und die Polizei eingreifen mußte. Das ging dann nie ohne blutige Schädel schwache Seite war, mußten wir beide von An- und Café eine Stellung als plongeur" an, in den Schlund zu steden. Der Hauptbetrieb in ab; denn die Pariser Polyperei ist für derbes zu fang an Stohldampf schieben. daß sich der Zwölf als Gläserschwenker. Das hört sich niedlich und dieser Brasserie begann erst nachts, wenn die schlagen bekannt und gefürchtet. Diese Schergen fingerdarm ſenkte. Um das Maß voll zu machen, nett an und unbedeutend, ist aber eine heiland Theater und Kabarettss au waren. Da füllte fich wissen genau die Stellen, wo die menschliche verhaftete uns ein Geheimvolizist, der unseren mäßige Arbeit, wenn man nicht jahrelang hin- das Lobal mit Bärchen, beinahe an jedem Tisch Apparatur am empfindlichsten ist und sie nüßen Bfaden in der Stadt nachgefchlichen war, weil er durch darauf trainiert ist. Wian glaubt gar nicht. faß eins, und die Sellner haten alle Hände voll ihre anatomischen Kenntnisse rücksichtslos aus. uns für Anarchisten hielt. Drei Stunden lang wie schwer es ist, ein Glas fauber zu schwenken, zu tun, um die vielen Platten aufzutragen und In der Heilsarmee ging es im allgemeinen wurden wir von Pontius zu Pilatus geschlern und wenns gar ein Weinglas ist, bleibt beim für gehörigen Wein zu sorgen. Die Gäste, die menschlicher zu. Sier waren wenigstens die Bet- und dann erft freigelofsen, nachdem wir ein lang- Trockenreiben das halbe Tuch im Glase hängen. da verkehrten, waren sehr schledig. Mehr als einten fauber. Aber auch in diesen Quartieren atmiges Protokoll" unterschrieben hatten. Und die Kellner, die verdammten, die passen mal kam es vor, daß sie das aufgetragene Essen wurde viel gestohlen, und zudem waren sie genau Wir hatten beide die Nase voll von dem schärfer auf als Haftenmacher und haben zudem kaum anrührten, so gut es auch war. Das war so verwanzt wie die öffentlichen Asyle. Was bei Unternehmen, die schönen Gestade des Südens Mikroskopangen. Bevor sie ein Glas übernehmen, dann Profit für die Kellner, die die Ueberreste der Heilsarmee nächtigen fonnte, galt in den auf dem primitiven Reitpferd der Apostel zu erhalten sie's erst zwei- dreimal gegen das Licht, fammelten und sie noch in der Nacht nach GeMugen der Hellersdifaler als Stav talift. Der Einreichen, und tippeften? munititig und unt biel Er- mub wenn fie nur das winzigſle fraferchen bavan schäftschuß an die Gartüchen der Straße bertritt betrug einen halben Franken, für manchen fahrungen reicher zurück. Der Name dieses un- finden, so geben sie einem das Glas wieder zu kaufen. ( Fortsetzung folgt.) Mittwoch, 25. April 1925. Wie die Kommunisten die„ Einheitsfront“ Einheitsfront" herstellen. Aussig, 24. April.( Eigenbericht.) Unfere Seite 8. Bollwert aller Glasarbeiter und Reramarbeiter ohne Unterschied auszugestalten. Die einstimmige Annahme dieser Resolution wurde von der Konferenz mit großer Bc friedigung aufgenommen. Am Sonntag vormittag erstattete Genosse Palme Kommun stische Radaubrüder stören die Ausfiger Protestversammlung. Nun war für die kommunistischen Macher der Partei- und Gewerkschaftsorganisationen veran- Augenblid zum Handeln gekommen. Der komunu stalteten heute gegen Abend in Aufsig auf dem nistische Abgeordnete Winsch wollte nun eine Markiplas gemeinsam mit den tschechischen Ge- Rede halten, doch konnte er sich nicht verständlich nossen eine eindrucksvolle und mächtige und machen. Die vielen sozialdemokratischen Arbeiter, ein Referat über die von den beiden Verbänden, gebung. Viele hunderte Arbeiter famen vielfach erbittert ob dieses schamlosen und jedes politischen bzip. von dem eingesetzten Komitee ausgearbeitete gefchloffen aus den Betrieben auf den Marktplatz Gefühls baren Vorgehens, schrien ihn ein Geschäftsordnung, sowie über die Statuten des und gestalteten die Versammlung zu einem scharfen fach nieder und so mußte er seine Rede auf- neuen Verbandes und über die Ortsgruppen Protest wider die reaktionären Pläne der Bürger- geben. Sahlreiche indifferente Arbeiter, die bisher statuten. Er zeigte in großen Umriffen die wichregierung. Die zündenden Worte der Referenten, mit unserer Partei in feiner Fühlung standen, tigsten Abänderungen auf, die die neue Geschäfts der Genosse de Witte- Karlsbad und After- gaben unverhohlen ihrer Er bitte ordnung und die Statuten gegenüber dem bisBrag, fanden bei den Maffen starten Beifall. Ins- rung Ausbrud. Die Versammlung löste sich berigen Zustande bringen. Die besondere als Genosse de Witte feststellte, daß allmählich auf. Erst als der größte Teil unserer Debatte Bierer mit Klagen überhäuft, einzig und allein mit der Absicht, unsere Parteipreffe finanziell zu schädigen. In der letzten Zeit hat mun bas Beispiel Bierers Nachahmung gefunden, und die Leitung des Reichenberger„ Borwärts" bertreibt sich einen Teil ihrer Zeit damit, die fozialdemokratischen Blätter daraufhin zu unteruchen, was denn geflagt werden könnte. Daß Die Kommunisten von Zeit zu Zeit da etwas finden, ist begreiflich, und so sind wir nun in einer Reihe von Fällen von den Kommunisten geklagt worden, und die Kommunisten können sich tolz auf Erklärungen berufen, die wir ihnen gegeben haben, weil wir das augesichts des veat fonären Preßgesetzes tun müssen, eines Preßgesetzes, gegen das die Kommunisten zwar im Barlamente gekämpft haben, aber das sie gegen Die foz aldemokratische Bresse mit Vergnügen aus nüßen. Infolge dieser Tätigkeit der Kommunisten die Regierung fein Vertrauen in der Bevölkerung Genossen den Platz verlassen hatte, versuchte zu den Ausführungen des Genossen Palme drehte it uns nun nichts anderes übrig geblieben, als mehr bejize und abzutreten habe, erfcholl viel herr Wünsch von neuem sein Glüd. fich um einzelne Bestimmungen der GeschäftsSe Kommunisten gleichfalls in einer Reihe von tausendfache Zustimmung, die ihren Seine Rede war allerdings weniger ein Protest ordnung, namentlich in bezug auf das unterFällen zu klagen. Daß die kommunistische und Höhepunkt erreicht, als in deutscher Sprache Gen. gegen die Verelendung der Sozialversicherung, als stüßungswesen. Sierauf wurde nach einem ozialdemokratische Preſſe ihre Stämpfe nun imst er die unverbrüchliche Waffenbrüderſchaft der eine strupellose Sesrede gegen die Schlußworte des Genossen Palme nachſtchender Gerichtssaal austrägt, ist Schuld der kom deutschen und tschechischen sozialdemokratischen Ar- Sozialdemokraten. Es ist das Verdienst Antrag einstimmig angenommen: munisten, die für sich das Verdienst be beiter feierte. der Kommunisten, eine imposante Rundgebung der anspruchen können, mit diesen Klagen be= gonnen und uns auf den Weg der Gegen flagen gezwungen zu haben. Daß aber den Sommunisten nun vor unferen Klagen schon übel zu werden beginnt, dafür liefert den Beweis eine Notiz, die im Reichenberger ,, Vorwärts" dieser Tage veröffent licht war, in der sie plötzlich ihre Bereitwilligkeit betonen, ju einem Uebereinkommen über die Einstellung aller derartigen Presseklagen wenig. ftens zwischen den Arbeiterparteien zu gelangen". Wozu nur zu sagen ist, daß uns diese Form des Kampfes amt allerwen gsten gefällt, und daß audy wir Ehrenbeleidigungsklagen nicht als die ved mäßige Art des Kampfes, der zwischen uns und den Kommunisten um die Herzen und Hirne der Arbeiter geführt wird, erachten. Sie haben sich schon wieder ,, geirrt!" * Da geschah das Unerhörte: Der Redakteur Arbeiterschaft zum Gaudium des Bürgertums in durch einen sehr geistreichen Zwischenruf den Ein- feßungen verwandelt zu haben. Die Wünsch, Weih der Internationale", Grünwald, glaubte einen wirren Knäuel häßlicher Auseinanderdrud der Rede Asters stören zu müssen; das rauch und Grünwald können sich dafür bei Švehla war für die Kommunisten das Sig- um einen Orden bewerben! nal zu einem allgemeinen Radau. Ungefähr hundert halbwüchige Jungen begannen Abends fand im Bolfshaus ein überaus gut durch sinnloses Herumbrüllen die Verlesung und besuchter Vortrag des Genossent I avičia aus Abstimmung der Resolution unmöglich zu machen. Leitmerit über die Vorgänge am 15. und 16. Juli Genoffe Spiegel, der Leiter der Versammlung in Wien statt. Im Anschlusse an diesen Vortrag entschloß sich nun, um ein Chaos im letzten Augen sprach Genoffin Kirpal einige Worte über das blick zu verhindern, die Versammlung zu schließen schmachvolle Verhalten der Kommunisten bei der mit der Aufforderung, am 1. Dai in Massen zu heutigen Demonstration. Die Ausführungen der erscheinen. Vielhundertstimmiges Freund- Genoffin Kirpal fanden bei den vielen hunderten ich aft!" folgte feinen Worten. Zuhörern stürmischen Beifall Auf dem Wege zur Industriegruppenorganisation der Glas- und Keramarbeiter. heraus. Verschmelzung des Zentralverbandes der Glasarbeiter in Zannwald und des Keramarbeiterverbandes in Fischern. Induhrer Die heute, den 21. und 22. April 1928 in Teplit tagende Konferenz der Delegierten der beiben Verbände der Glas- und Reramarbeiter nimmt den Bericht des vereinigten Komitees über die bisher geleistete Arbeit in der Verschmelzungsfrage beider Verbände mit Genugtuung zur Kenntnis. Der ausgearbeitete Statutenentwurf für dic neue zu schaffende Einheitsorganisation, sowie die vorgelegten Entwürfe des neuen Ortsgruppensta tutes und der Geschäftsordnung werden als geeig nete Grundlage für die Neubildung der nenen Organisation anerkannt und genehmigt. Die Konferenz erklärt sich ferner damit einverstanden, daß als Sip der neuen Organisation grundsäßlich Tepliß zu gelten hat und daß dic Vorausseßungen für die Unterbringung der Orga nisation in diesem Orte ehetunlichst zu schaffen find. Die heutige Ronferenz erkennt die Rot wenbigkeit der Verschmelzung beiber Organisationen aus den angeführten Gründen voll und ganz an und erwartet von den heute hier anwesenden Vertretern beider Verbände, daß fie zur Stärkung der Kampfkraft beider Organisationen alles einsehen werden, aufklärend in den Reihen ihrer Mitglieder dahin zu wirken, daß der Verschmeluzngsgedanke beider Organisationen auf den nächsten Tagungen in die vollendete Tat uma gesetzt werden kann. nommen. * Nach den mit großem Beifall aufgenomme nen Ausführungen des Genossen Macoun hielt Genosse Neumann eine Schlußansprache, in der er das Ergebnis der Konferenz zusammenNämlich die in der Redaktion des Reichenberger Vorwärts". Das glänzend informierte Blatt meldete gestern, vermutlich als eingige Zeitung auf beiden Erdkugeln, daß die Kommunisten in Frankreich schon beim ersten Wahlgang am Sonntag gleich dreizehn Der fortschreitenden Konzentration des ridgestellt werden. Die Verschmelzung, über die Mandate erhalten hätten. Noch ist nicht Stapitals folgt die Konzentration der Gewert die Stonferenz zu beraten hat, ist von beiden Ver einmal ein Drittel aller Abgeordneten gewählt, schaften. Das Ziel der Entwicklung bei den Ge- bänden in schweren, jahrelangen Unterhandlungen frohlodt der Vorwärts", und schon haben die werkschaften ist die Zusammenfassung der Ar- und Beratungen erarbeitet worden. Sum Schlusse Kommunisten die Hälfte ihrer früheren Mandate beiter nicht nach Berufen, sondern nach Intersucht Redner die Vertrauensmänner, sich der ge- alle Glas- und Keramarbeiter, die wir an an Ebenso wurde eine Proklamation an besetzt. Schneden! Dreizehn ist eine Unglüdszah! dust rien, die Ersetzung der Berufsorganisa schichtlichen Bedeutung der Verschmelzung bewußt zu und diesmal ein wenig übertrieben. Nicht drei- tionen durd) Industrieverbände. Diese Entwid- sein und den Gedanken der Bereinigung der Sträfte derer Stelle veröffentlichen, einstimmig angesehn Kommunisten wurden am Sonntag gewählt, lung ist nicht nur eine Parallelerscheinung zur zu einer einheitlichen Organisation mit eiserner Hierauf ergriff als Vertreter der Zentraljondern einer. Mag diefe, uns ja ver- Stonzentration des Stapitals in Startellen und Disziplin zu verfolgen.( Starker Beifall.) gewertschaftskommission Genosse Macoun das tändliche Regung iut ,, Vorwärts" Irrtum sein? Trusts einerseits und in den Arbeitgeberorgani- Nach den Ausführungen des Genossen Neu- Wort, der seiner Freude darüber Ausdrud geb, Br trauen uns nicht mit nein zu antworten, weil ſationen andererseits, sondern auch eine Folge der mann erstattete Genosse Palme noch einen Be- daß der Berschmelzung dieser beiden Verbände der Vorwärts" sonst totsicher wieder zum Sadi fortschreitenden Rationalisierung und der mit ihr liefe und sich dort bestätigen ließe, daß eine fom- verbundenen Abschwächung der Berufsunterricht über den Verlauf der seit Jahren dauernden nichts mehr im Wege liege. Der deutsche GeVerhandlungen der beiden Verbände zum Zwede werkschaftsbund sei damit um einen Schritt weis muniſtiſche Falſchmeldung doch keine Falschmel- schiede und Angleichung der Arbeitsverhältnisse ihrer Verschmelzung. Er schilderte eingehend die ter auf dem Wege zur Verwirklichung seines Drdung ſei. Alſo iſt uns nur die Feststellung ge- und Arbeitsbedingungen in den einzelnen Indu einzelnen Schwierigkeiten, die der Verschmelzung, ganisationsprogrammes gelangt. Genosse Mastattet, daß die Stommunisten sich wieder einmal ſtrien. Die fortschreitende Rationalisierung namentlich in organisatorischer Natur, entgegen- coun gab dann eine Uebersicht über die Vereingeirt" haben. Und schließlich sind ja auch nur drängt zweifellos die Arbeiter immer mehr zur standen und betonte, daß die neue vorgeschlagene barungen zwischen dem deutschen Gewerkschaftsdie Leser des„ Vorwärts irregeführt, die das Solidarität und zur Bildung mächtiger Gewerk Geschäftsordnung ein stompromis sei, bei bund und der tschechischen Gewerkschaftszentrale nicht mehr anders gewohnt sind. schaften in Form der Industrieverbände. Die Industrieverbände wachsen somit organisch aus welchem beide Verbände Opfer bringen mußten, und zeichnete in großen Umrissen die zubanftige um den Weg zur Einheitsorganisation frei zu Entwicklung der Gewerkschaftszentrale dieses Wozu kommuniſtiſche Falschmeldungen den gegebenen wirtschaftlichen Bedingungen machen. Nach einer kurzen Debatte und nach dem Staates, die sich organisch aus den jeweiligen Bergut find, Von diesem Gesichtspunkt aus muß man Schlußworte des Genossen Neumann wurde eine hältnissen ergeben müſſe. lehrt ein anderes Beispiel. Das Rudé auch die gemeinsame Konferenz der Glas- und Resolution einstimmig angenommen, in der es heißt: Bravo", das die Flöhe husten hört, hat ge- Porzellanarbeiter beurteilen, die in Teplik am Die Entwicklung auf wirtschaftlichem Gebiete, meldet", daß die Einigung der sozialdemokrati- vergangenen Samstag und Sonntag( 21. und die enorme Zusammenballung des Kapitals erfor schen Parteien in der Tschechoslowakei gescheitert 22. April) stattfand und deren Zwed es war, zur dern auch naturnotwendig eine Reorganisation der faßte. ist, daß diese Einigung nur eine Stomödie war, Verschmelzung des Zentralverbandes aller GlasGewerkschaften. Der Aufgabenkreis derselben ist Damit fand die Konferenz, die das Funda daß es zwischen den tschechischen Sozialdemokra- arbeiter, Sip Tannwald, und des Verbandes der in der Nachkriegszeit gewaltig gewachsen, die An- ment einer neuen großen Industrieorganisation ten und uns zu Swiftigkeiten gekommen ist, ins- Seramarbeiter in Fischern Stellung zu nehmen. forderungen an die Kampfkraft werden immer im Rahmen des deutschen Gewerkschaftsbundes besondere wegen des von den tschechischen Genos- Die Konferenz wurde vom Genossen Palme. größer, so daß es auch hier zwingend notwendig gelegt hat, ihren Abschluß. Die Verbandstage der sen anläßlich einer Jahrtagsfeier geäußerten Fischern eröffnet, der an die schon vor etwa drei wird, eine Umgestaltung und Stonzentrie beiden Verbände, die im Sommer dieses Jahres Sozialpatriotismus, und daß schließlich die ganze Jahrzehnten unternommenen und mißlungenen rung der Kräfte vorzunehmen, um dadurch stattfinden, werden nun endgültig zur VerschmelEinigung der sozialdemokratischen Parteien nur Bersuche der Schaffung einer Einheitsorganisation die Stoßkraft zu steigern Als nächstes Ziel dieser zungsfrage Stellung nehmen. ein Bluff zur Täuschung der Arbeiterschaft war. zwischen Glas- und Steramarbeitern hinwies und wichtigen Aufgabe für die Glas- und KeramSo stehts im„ Rudé Pravo" und fein Bahn betonte, daß die heutigen Verschmelzungsbestrearbeiter dieses Staates ist die Schaffung Iväht danach. Dennoch hat diese„ Meldung" einen bungen sich unter ganz anderen wirtschaftlichen eines einheitlichen Industrievergewissen Zwed erfüllt: sie wird nämlich in treuer Bedingungen vollziehen als damals, daß die Einbandes anzuschen und durch eine Ber- Empfehlenswertes aus den Programmen. Bundesgenossenschaft von den Sakenkreuz- heitsorganisation, die gebildet werden soll, ein schmelzung der beiden bestehenden Verbände lern aufgegriffen und vom Aussiger Tag" in dauerndes Bolliverk der Glas- und Keramder Glas und Meramarbeiter sind die besten Vorhettbrud serviert. Nun freuen sich also beide arbeiter sein muß. aussetzungen für einen starken und leistungsfähigen Industrieverband gegeben. Dadurch wird ein Fun sament geschaffen, auf welchem sich weiter auf bauen läßt, weil das Ziel sein muß. alle in der Glas- und Keramindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen in dieser einheitlichen Organisationsform zu umfassen. Durch eine Verschme! zung der beiden Verbände wird nicht nur die Sampfkraft der Glas- und Keramarbeiter um ein Gewaltiges gesteigert, sondern es ist auch möglich. dem gesteigerten Bedürfnis der Mitgliedschaften nach Bildung in organisatorischer und wirtschaftlicher Hinsicht besser Rechnung tragen zu fönnen und trotzdem eine Erleichterung des Verwaltungsapparates zu schaffen. über die zerschlagene sozialdemokratische Eini- Nach der Wahl des Präsidiums erstattete gung bzwar an der Geschichte aber Wohl bekomm's! Genosse Neumann- Tannwald auch nicht ein Wort wahr ist. Aber ein Referat über die grundsäßlichen Fragen der Verschließlich brauchen ja sowohl Seommunisten als schmelzung beider Verbände, in welchem er nament. auch Hakenkreuzler dringend eine Herzensstär- lich darauf hindvies, daß die fortschreitende Automalung: es ist ihnen nicht gelungen, der Sozialde- tisierung der Betriebe und die Konzentration des mokratie etwas anzuhaben, so lange unsere bei- apitals eine Umbildung der Gewerkschaften, die den Parteien getrennt marschierten. Jetzt, da sich Zusammenfassung der Arbeiter in Industrieverbändie Einigung vollzieht, können sie uns, das wis- den notwendig machen. Die gewerkschaftliche Organi. ſen ſie, erst recht den Buckel hinunterrutschen. fationsform müsse sich der selveiligen wirtschaftlichen Und um sich vor dem Zerspringen zu bewahren, Struktur anpassen. Der moderne Betrieb stellte eine machen sie sich halt durch Falschmeldungen Luft. Zusammenballung der Arbeiter verschiebener Berufe dar, die alle von einem Arbeitsgeber ab. hängen. Die Rationalisierung der Betriebe geht ausErklärung. schließlich auf Stosten der Arbeiterschaft vor sich und Die gefertigte Redaktion erklärt mit Bezug ein Kampf gegen die Folgen der Ratioauf den in der Nummer 28 vom 2. Jeber 1928 nalisierung fann nicht von den Arbeitern unferes Blattes unter der Spigmarke„ haben eines Berufes, sondern nur von der gesamten Sie nicht den kleinen Sohn gesehen" veröffentlich- Arbeiterschaft einer Industrie, ohne Unterten Artikel, daß sie die darin gegen die Zeitschrift schied des Berufes, erfolgreich geführt werden. Er Borwärts" erhobenen Schmähungen und Ver- schildert dann eingehend die Ausgestaltung der Arſpottungen mit den Ausgrud was Bedauerus beitgeberorganisationen und ihre Bedeutung für die zurüdnimmt und so volle Genugtung leistet. Arbeiterklasse worauf er die Vorteile einer geweckErklärung. Die Redaktion. schaftlichen Einheitsorganisation sowohl in bezug auf die Lohnkämpfe, als auch in organisatorischer Richtung beleuchtete. Für die praktische Organisations. Die gefertigte Redaktion erklärt mit Bezug arbeit werden fich aus einer Einheitsorganisation auf den in der Fir. 21 vont 25. Jänner 1928 bedeutende Vorteile ergeben, darüber hinunferes Blattes unter der Spismarke wieder aus wird aber der Industrieverband mehr als die einmal ertappi" veröffentlichten Artikel," baß sie Berufsorganisation in der Lage sein, den Kampf zum die darin gegen die Zeitschrift„ Bortvärts" er- Sturze der kapitalistischen Gesellschaft und Wirt hobenen Schmähungen und Berspottungen mit schaftsordnung durchzuführen Hinter den Gedanken dem Ausdrud des Bedauerns zurüdnimmt und der Vereinheitlichung der Gewerkschaftsbewegung fo volle Genugtuung leistet. Die Redaktion. müssen Eingelinteressen und kleinliche Fragen auBom Rundfunt. Donnerstag. Brag: 12.05-12.55 mittagsfongert, 16.30-17.30 Rach mittagsfongert, 17.50-18.10 Deutsche Sendung: Wetterbericht und Tagesneuigkeiten, blerauf Ostar Baum. Schriftsteller, Brag: Das erite stapitel feines Romans Drei Frauen und ich". 18.20-18.30 Vortrag bes tfd) e chifce 11 rbeiterfuratoriums MUDr. Zelenfova Jankov ifa:„ Einige Worte übe: Sellung mit seunst- Höhensonne". 20.00-22.00 Stonzert der tchechischen Bhilharmonie, Dirigent & Stupla. Brünn: 18.00-18.10 Deutfce reffe nachrichten, 18.10-18.25 Deutsche Sendung: Josef Gajdecala Maxim Gorti".- Prekburg: 18.00-18.55 Stonzert.- Daventry: 22.15 Symphonisches Konzert, London: 20.15 Beethoven: Sonaten für Geige und Selavier, 20.45 Slavierkonzert, 21 00 Belfazar" von Sandel. Paris: Berlin: 19 25„ Der foaiale Gebaute in der 21.30 Stongert. modernen Biteratur". 20.30 Die gelbe Nachtigall" von Her mann Babr. Stuttgart: 10,30 stänfilerifche Graichung des Bublifumns, 20.15 lbland- Gebentfeier, 21.15 Dydervolts Erben". Komödie von G: öpfch. Leipzig: 19.30-20.00 Bort und Ton in bez beutfchen misfit, 20.15: Selten gehörte Or chefterverte des 18. Sabrbunberis 21.15-22.15 Wolfstim liches Orchesterfonaert. Breslau: 18.00-18.25 Das neue Versorgungsrecht der deutschen Striegsopfer" 20.30 Stonzert. München: 19.35 Soffmanns Erzählungen", Oper von Die gemeinsame Konferenz der Glas- und Jacques Offenbach.amburg: 18.45 Die Biertelstunde der Steramarbeiter in Teplitz erkennt, daß eine Zu- Bousfrau. 19.00 Die Mutterliebe in der Literaturgeschichte, 19.25 Auf den Spuren der Genbewelle", 20.00 Arun Sola fammenfassung der Kräfte auf gewerkschaftlichem aum 65. Geburtstage, 21.00 Wanderlieder im Frühling. Gebiete zur zwingenden Notwendigkeit 20.00 ammermusif.Stunde, 21.00 Musikalische Novellen, 21.00 Orcheſterfongert. Langenberg: 19.40-20.00 atur geworden ist, welche im besonderen durch die wirtwissenschaftliche Plauderelen 26.55( bon Köln), öffentliches Grantfurt: 18.45-19.15 lalbiba von Mehfenburg", 19.15Wien: 18.00 Groß. 18.30 Wochenbericht für Körpersport, 19.30 1lebertra schaftliche Umgestaltung der Nachkriegszeit bedingt stongert.- Antasberg: 20.15 Stammermuir, 21.10 Stans wird Die Schaffung eines einheitlichen Schubeislunde, 20.15 unterbaltungs- und Tansmusil, Industrieverbandes der Glas- und 1045„ zebringsschuß und Lehrlingsremi Seramarbeiter kann infolgedessen nur be- us der Braris ber beitslosenversicherung, Julius grüßt werden und es bedeutet die Verschmelzung gung aus der Staatsoper:" Othello". Oper bon Giuseppe der beiden Verbände eine Tat von großer geschicht. Berdi. Sürim: 20.00 Bläfer- Salbſtunde. 20.10: Soubret ten- Arien, 21.20 Unterhaltungskonzert- Bern: 19.30licher Bedeutung für die Gesamtheit, besonders 20.00 Die Welt der Menschen und die Welt der Tiere 20.00 aber für die Gewerkschaftsbewegung der deutschen 20 30 stabier- afbstunbe 20.30-22.35 Orchester, Lieber zur Laute. Rom: 20.45 Don Gil Dalle Calze Verdi", Gebiete dieses Staates Aufgabe der Leitung in Operette bon Caio Caraballia.- Malland: 31 00 Elf diesem einheitlichen Industrieverband der Glas- lastenball". Over von Berdi- Neapel: 20.50 Vierzig und Keramarbeiter wird es sein, die notwendigen holm: 18.30 Stonzert des Streidhorchefters. Chortonzert. Neue dänische Boraussetzungen für eine Bereinigung mit der Kopenhagen: 21.15 Atablertonder, 32.009 cellar. Mulit ilversum: 18.10-19.55 Konzert. 20.45 Stonzert. Dolo: 20.30 Selavierkonzert. Warschau: 20.30 Konzert. Agram: 19.30 Shuphonisches Stonzert. Budapest: 17.00 Stonaert bes Stammerorchesters der Ungarischen Oper, Minuten cine: Operette aus dem Theatro Bellini.- Sturt -UT 1 noch abseits stehenden besonders der tschechi ichen Stollegenschaft zu schaffen und dadurch die Gewerkschaft zu einem unüberwindIt den 21.36 Bigeunerutufit. Seite 4. Die Hauptversammlung des Arbeiterabftinentenbundes. -――― ,, Greenly erreichen Echo in Sowjetrußland. пиш " zehn Monate Winter Injel im Packeis nur durch Hundeschlitten zu das wäre ja ein Paradies zur Verschickung von Oppositionellen!" Mittwoch, 25. April 1928. Vorsitze einer 103 Jahre alten Dame kamen mehr als 700 Personen im Mindeſtalter von 80 Jahren zusammen, unter denen sich eine Reihe hervorragen. der Politifer, Gelehrter, Aerzte, Schriftsteller usw. befand Einer der Redner konstatierte, daß in Madrid über 3500 Personen leben, die das 80. Lebensjahr bereits überschritten haben und sich eines ausgezeichneten Gesundheitszustandes erfrenten. Diese Tatsache ist eine Folge der ausgezeichneten flima. tologischen Verhältnisse der Stadt Madrid. Ein furchtbares Autobusunglück, bei dent sechs Personen getötet und zehn verletzt iwurden, ereignete sich auf einer Landstraße bei Lodz in Polen. Die Schuld an der Katastrophe trägt der Kraftwagenführer, der den Wagen in einen Graben steuerte. Er selbst konnte rechtzeitig abspringen und kam ohne Verletzungen davon. Der Führer wurde verhaftet. Opfer des Kapitalismus. Der Werkmeister Karl Schmalenbach aus Köln, der 43 Jahre hin durch in einem großen Deuter Werk treu feine Arbeit verrichtet hatte und dann abgebaut wurde, machte aus Gram hierüber seinem Leben frei. willig ein Ende. Er schoß sich eine Stugel in die Brust und stürzte sich in den Rhein. Die Leiche wurde bei Duisburg geborgen. Am Sonntag, den 22. April, fand im„ Volkshaus" in Aussig unter dem Vorsitz des Genossen Dr. A. Holischer die Hauptversammlung des Arbeiter- Abstinentenbundes statt. Die Tagung wurde bom Genossen Bäumel als Vertreter des Arbeiterburnerbundes und vom Genossen Slähsel namens der Arbeiterabstinentengruppe in Aussig begrüßt. Den Tätigkeitsbericht erstattete Genosse Rid I. Der Mitgliederstand hat sich infolge zielbewußter Werbearbeit im Berichtsjahre erhöht. Der Bund verfügt über 30 Gruppen und Zahlstellen. Neugegründet wurden Markitriebendorf, Rumburg, Schluckenau und Bärn in Mähren. Das Vortragswesen weist eine Steigerung auf, obwohl im Berichtsjahre die Gemeindewahlen stattfanden, wodurch die Propagandatätigkeit amterbrochen werden mußte. Vorträge hielt ab Genosse Dr. Smola aus Wien über das Thema:„ Ersichung zu gesunder Lebensführung" in Starlsbad, Fischern, Teplit, Bodenbach, Prag und Brünn. Die Vorträge waren oft massenhaft besucht. An die Vorträge des Genossen Dr. Smola schloß sich eine Ausstellung von Schülerarbeiten Wiener Schulkinder an. Herr Dr. Gruschka sprach in den Orten Aussig. Bodenbach, Tepliß über das Thema„ Wie verlängere ich mein Leben?" Genosse Dr. Hoittscher( über Der Deutsche Landeshilfsverein für Lungen. das Verbotsland Finnland) in Altrohlau, Fallenau tranke in Böhmen hielt am Sonntag, den 15. April, und Komotau. Weiters hielten Vorträge ab: Genosse unter Vorsitz seines Präsidenten Prof. Dr. R. Dr. Bloch aus Brünn über„ Arbeiterschaft und Jatsch Wartenhorst im Deutschen Hause in Alkohol", der Genosse Eisenbahninspektor Ulrich Brag seine 18. ordentliche Generalversammlung ab. über„ Allohol und Verkehr". Die Lichtbilderserie des Der Borjipende gedachte in feiner Ansprache in Bundes wurde öfters an die Gruppen ausgelichen. besondere des Umstandes, daß der Deutsche Landes. Alle Zusammenkünfte der Ortsgruppen und Zahlstellen waren ausgefüllt mit Aussprachen über die BeWie sie verdienen. Die Magnesil- In- hilfsverein, als im Jahre 1908 gegründet, das 25. deutung der Alkoholfrage für die Arbeiterschaft. Dic dustrie A.-G., Prezburg, erzielte im ver- Jahr besteht. Allen Aeußerlichkeiten abhold, hat es Gruppe Mährisch- Trübau veranstaltete mit den jozia. floffenen Geschäftsjahr einen Reingewinn die Vereinsleitung vermieden, dieses Gedenkjahr be listischen Jugendlichen ein alkoholfreies Waldfest. Dic von 4,805.306 Kronen und verteilt eine sonders zu feiern. Daß die heurige Generalversamm Gruppen Fallenau und Haida hielten alloholDividende von 32 Stronen per Aftie. Die lung erst die 18. iſt, erklärt sich, daß aus Ersparungs. freie Musikabende ab. Bei der Organisierung Centrofomise weist einen Reingewinn von der 2. Reichsgesundheitswoche halfen die Arbeiter Aus Asch wird uns berichtet: Am Sonntag 1,224.175 Stronen aus und bringt eine Dividende abstinenten mit. Sie stellten ihr Ausstellungsmaterial nachmittag waren mehrere Gymnasiasten und von 35 Stronen zur Ausschüttung. Auch die der Gruppe Bodenbach zur Verfügung. Die Aus Schüler in der Wohnung des städtischen Polizisten Brau und Spiritusindustrie hat im stellung in Bodenbach wurde von insgesamt 3700 Adolf Ploß versammelt, wo sie sich mit verschie abgelaufenen Geschäftsjahr wieder fette Rein Personen besucht. Vor allem von den Schulkindern denen Stunststücken unterhielten. Einem der Schüi gewinne erzielt. Die Jaroschauer Bierder Städte Tetschen und Groß Bodenbach. Eine ähnler zeigte der Wachmann seinen Dienstrevolver, brauerei verzeichnet einen Reingewinn von liche Ausstellung in der Reichsgesundheitswoche wurde nachdem er ihn vorher entladen hatte. Später 1,118.608 Kronen( Dividende 34 Stronen). Die von der Gruppe Altrohlau durchgeführt. Sie dauerte steckte er die Patronen wieder in den Revolver Spiritusfabriken F. C. Brosche A.-G. werden brei Tage. 700 Erwachsene und 1200 Stinder besuchten und legte ihn auf den Tisch. In einem unbewach eine Dividende von 80 Kronen, die A.-G. für die Ausstellung. Ein Teil des Ausstellungsmaterials ten Augenblick nahm der 15jährige Schüler Adolf Spiritusindustrie eine Dividende von 65 des Arbeiterabſtinentenbundes wurde während der Wirnißer die Waffe an sich; in der Meinung werden die Unternehmer und die ihnen feile bür schienenen die Versammlung. Im Anschlusse an die Kronen zur bringen. Und dabei gerliche Presse weiter jammern und den Arbeitern Hauptversammlung des Deutschen Landeshilfsver werden können, da es den Kapitaliſten doch son der Tschechoslowakischen Republi! einzureden versuchen, daß die Löhne nicht erhöht eines hielt der Gesamtverband der deut schen Hilfsvereine für Qungenfrante schlecht geht. seine 6. ordentliche Haupversammlung ab. Der Bor sisende Prof. Dr. H. Jatsch Wartenhorst erwähnte hier insbesondere die im Jahre 1927 erfolgte Gründung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundheit, welche aus der besten denen Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Tuberku Iosenbekämpfung hervorgegangen ist. Der Gesamt ist nunmehr der Träger der Aktion für Tuberkulofe verband der deutschen Hilfsvereine für Lungenkranke mit untergebracht. sie Tagesneuigkeiten. Tragischer Tod eines Schülers. Der Dienstrevolver des Polizisten als Kinderspielzeug. entlud sich und Wirnizer brach, in den Stopf gedurchbohrt. Der unglüdliche Junge wurde noch troffen, zusammen. Die Stugel hatte den Kopf lebend ins Spital geschafft, starb aber dort bald nach seiner Einlieferung. Der Wachmann wurde vorläufig vom Dienste suspendiert. Wiltins Nordpolfing. Die Bundeszeitung Der Wedrus" findet Die Bundeszeitung Der Wedruf" findet allgemeine Anerkennung. Anläßlich der Reichsgesund heitswoche wurde eine Sondernummer in der Auflage bon 5000 Exemplaren vertrieben. Eine Reihe von Merkblättern wurde neu aufgelegt. Ein neues MerkBlatt ,, 14 Punkte des Alkoholgegners" des Dozenten Dr. Hecht- Prag wurde von der Geschäftsstelle herausgegeben. Das Alkoholverbot an AssentieDer erste Bericht des Nordpolfliegers Stapirungstagen, das von allen Gruppen in den Be- tän Wilfins liegt jetzt vor. Das Flugzeug hat von Point Barrow in Alaska nach Green Harzirken gefordert wurde, hatte einen guten Erfolg zu verzeichnen. Die durchgeführten Plakataktionen hatten weniger Wirkung. Die Frage der alkoholfreien Früchte verwertung wurde wieder holt in Erörterung gezogen und werden hiezu die mötigen Vorarbeiten von der Geschäftsstelle aus betrieben. Die Kolportage hat sich gut bewährt. Einige proletarische Vereine haben sich als Förderergruppen dem Arbeiterabſtinentenbunde angeschlossen. Der Lehrgang über die Alkoholfrage wird bestimmt im Herbst 1928 abgehalten werden. Ein neuer WirkungsTreis ersteht den Wingliedern des Arbeiterabſtinenten bundes durch ihre Mitarbeit an der Arbeiterfürsorge. Genosse Schneider erstattete den Kassabericht, der mit Zufriedenheit zur Kenntnis genommen wurde, Genosse Schiefner den Bericht der Kontrolle und Genosse Dr. Lieben einen Bericht über die Tagung der Internationale der sozialistischen Ab stinenten, die zu Ostern in Leipzig stattfand. bour( Spitzbergen) insgesamt 3500 Stilometer zurückgelegt. Willins hatte schon beim Sart mit einem Piloten Eyelson Schwierigkeiten zu überstehen. Das Flugzeug versuchte dreimal vergeb lich aufzusteigen. Jedesmal zerbrachen die Gleitschienen. Die beim Aufstieg als Hilfsmannschaften tätigen Estimos mußten immer mehr Schnee beiseite schaffen, um die Anlaufbahn zu verbes 5000 Fuß Länge fertiggestellt. Von diesem Eise fernt. Schließlich hatte man eine Startbahn von wege aus fonnte sich die Maschine endlich in die Luft erheben. Wilkins war während des Fluges wiederholt gezwungen, den Kurs zu ändern, um den Wolfen auszuweichen. Ueberall war offenes Wasser oder Eis. Dreizehn Stunden nach dem Start erblick ten die Flieger die Bergipißen von Grantland. Dann mußten sie noch 900 Meilen fliegen, um ihr Ziel zu erreichen. Die Maschine nahm Kurs direkt auf Spitzbergen. Genau drei Stunden nach der Schönland Sichtung von Grantland wurde die Nordküste Vorbereitungen für die kommende Parla mentstagung. Freitag, um 11 Uhr vormittags, hält das Präsidium des Abgeordnetenhauses eine Sigung ab, in der unter anderem der Termin der nächsten Parlamentssitung, voraussichtlich für Witte nächster Woche, festgesetzt werden wird. Bericht der Wiener Stunde" aus Budapest unter Siegesfeier in Budapest. Wir lesen in einem anderem folgendes: rüdsichten mehrere Male die jährlichen Tagungen entfielen. Was der Verein in diesem Vierteljahr hundert geleistet hat, führt der Vorsitzende aus und ist in seinem Jahresberichte niedergelegt. Wir wol Ten das Urteil der fomumenen Generation überlassen und auf dem eingeschlagenen Wege weitergehen. Der vorgetragene Tätigkeits- und Staffabericht für das Jahr 1927 wurde sodann genehmigt und wurde den Sachwaltern der Dank ausgesprochen. Nach erfolgter Wahl von drei Rechnungsprüfern für das Jahr 1928 schloß der Vorsitzende, nachdem keine freien Anträge vorlagen, mit Dantesworten an die Er die bekämpfung im Rahmen der Deutschen Arbeits gemeinschaft für Voltsgesundheit. ,, Vor Beginn des Kampfes erschien Mini. ster Vaß... und feuerte.... mit einer Dedeneinsturz in einer Kirche. Wie die römische furzen Rede an. Nach dem Siege der Ungarn Tribuna" berichtet, stürzte Sonntag die Decke der erhob sich ministerpräsident Graf Beth- leinen Kirche St. Angelo in Pescheria ein. Diese Ien in seiner Loge und winkte begeistert mit Sirche, die in den Portilus des Oktavian eingebaut seinen Taschentuch. Der Oberstadthauptist, enthält zwar keine besonderen Kunstdenkmäler, mann Nikolaus Bezegh- usza gh ließ, ein ist aber im Leben Roms dadurch bekannt, daß von schäumendes Champagnerglas schwin- hier Cola di Bienzi mit seinen Verschwörern zum gend, die Siegermannschaft hoch leben und Minister Sapitol zog, unt die Republik auszurufen, und dann Baß erklärte, daß er Zeit seines Lebens auch deshalb, weil die Juden in früherer Zeit ge noch nicht derart aufgeregt war. zwungen wurden, in ihr einmal im Jahre eine fatholische Predigt zu hören. Das sind, wie unsere Leser wohl schon erraten haben dürften, Begleitafforde zu einem Fußballkampf. Die Führer der ungarischen Nation waren noch niemals so aufgeregt wie beim Ländermaisch Ungarn- Tschechoslowakei am vergangenen Sonntag. Eine herrliche Gesellschaft! Oberkellner Pat und Patachon. Das größte und das fleinste Mitglied der Berliner Sektion des Internationalen Verbandes der Hotel- und Gasthausan gestellten, der mehr als 2 Meter große Oberkellner An der darauffolgenden Aussprache an die Be Oskar Rizsche und der nur 1.58 Meter große Ober richte beteiligten sich Genoffe Bäumel( Erſaßgetränke), zu Fascistische Prostriptionslisten. Der italienische fellner Reinhold Sirt, haben beschlossen, zu Fuß Genoſſe Dr. Bloch( Arbeiterfürsorge und Inhalt des von Grönland gesichtet. Hinter Grantland mußte Unterstaatssekretär des Innern beſtimmte, daß die nach Genf zu masscheren Sie werden Freitag mit „ Wedtrufes“), Maly( Aſſentierung), Schiefner( Geſich das Flugzeug bis zu einer Höhe von 2432 Blätter in Zukunft zur Sebung der natio- tags in Frad und mit weißer Krawatte den Fuß meindebestimmungsrecht), Fellinghauer( Assentie Mietern erheben, um schweren Wolken auszu- nalen moral"" eine eigene Rubrik einführen marsch vom Verliner Verbandshaus aus antreten. rung). Genosse Solitscher faßte das Ergebnis der Aus- Benzinmangel zwang die Flieger, schließlich lichen werden, die sich gewisser Bergehen schuldig einer durchschnittlichen Tagestaistung von 25 Kilo sollen, in der sie die Namen derjenigen veröffent. Der Weg führt über Frankfurt am Main, Hedel sprache in einem Schlußworte zusammen. berg, Zürich, Luzern und Bern nach Genf. Bei unter die Wolfen zu gehen. Sie gerieten dabei machten und verhaftet worden sind. Hierauf erstattete Herr Dr. Theodor Gruschfe- in einen schweren Landsturm, der den Schnee Schicht errichtet eine Automobilfabrik. Zu den Berlin-- Genf bis Mitte Juni bewältigen zu können. meter hoffen sie die 1450 Kilometer lange Strede Aussig ein einstündiges Referat über das Thema gegen die Windscheibe trieb, die Sicht raubte und „ Ziele der Wirtschaft", wobei er den Beweis er die Fortsetzung des Fluges auf gut Glück nötig Meldungen über die Gründung einer Automobilbrachte, daß eine unerläßliche Voraussetzung der machte. Pilot Chelson landete schließlich auf einer fabrik der Firma Schicht in Auſſig erfährt die Für Kriegsgefangene, die in Frankreich waren. Sicherung des Notwendigen für jedermann die Un- fleinen Infal. Bis dahin betrug die Flugzeit PITA, daß Schicht die Marke„ Opel" für kleine Der Hilfs- Unterstützungsverein ehemaliger Striegs, terdrückung der Erzeugung des Ueberflüssigen ist. Die 20 Stunden und 20 Minuten. Ein dichter Schnee- Volkswagen erworben hat und schon in der näch- gefangener( Reichenberg, Goethestraße 29) gibt fol Tlassenbewußte Arbeiterschaft hat eine andere Stufen- Sturm hinderte die Piloten, Ausschau zu halten. ſten Zeit zur Serienproduktion schreiten wird. gende Mitteilung des Ministeriums des Aeußern leiter ihrer Bedürfnisse aufzustellen. Den wertvollen Sie mußten in ihre Sabine zurückkehren, um dieser neue Automobiltyp soll auch in der nächsten bekannt: Dieser neue Automobiltyp soll auch in der nächsten bekannt: Die tschechoslowakische Gesandtschaft in Inhalt dieses Vortrages wird der Arbeiterabstinen- lares Wetter abzuwarten. Es vergingen so oier Zeit schon auf den Markt kommen. Paris hat auf Anfrage des Vereines ehemalige tenbund demnächst der Deffentlichkeit in einer Bro- Tage, bis die beiden Männer ihren Flig fort- Ein Einbrecher als Belastungszeuge im Wil- Kriegsgefangener in der Tschechoslowakischen Rep schüre übermitteln. Die Ausführungen des Herrn sehen konnten. Es schien sogar eine Zeitlang, als naer Prozeß. Montag begann in Warschau gegen blik in französischen Ministerium für Pensionen er Dr. Gruschka fanden den lebhaften Beifall der Ver- ob Wilkins zurückbleiben müßte, da der Start nur einige Einbrecher, die seinerzeit einen 23 Wteter fahren können, daß die Guthaben der Kriegsgefon sammlung. den größten Schwierigkeiten gelingen langen unterirdischen Stollen, der bis zur Haupt- Reichsdeutschen bereits ausbezahlt wurden. Da dies genen in Frankreich abweichend von denen ber wollte. In 900 Meter Höhe erkannten sie dann kasse der Graphischen Anstalt führen sollte, ge- aber immerhin faut Feststellung in vielen Fällen den Radiomast von Green Harbour. graben hatten. Der Einbruch, der für den Som- nicht geschehen ist, wollen sich die Striegsgefangenen, Wilting hatte mit feinem Fluge beabsichtigt, iner vorigen Jahres geplant war, wurde noch die Guthaben, Löhnungs- und Poſtgelder in Fran das sogenannte Croderland zu entrechtzeitig von der Polizei vereitelt. Bei der Er reich haben, an obgenannten Verein, Siy Neichen deden, das Peary auf seiner Nordpolexpedition öffnung des Prozesses erregte es das größte Auf berg, wenden. Dieses schickt gegen Erlag von K 4.gesichtet zu haben glaubte. In dieser Gegend be- fehen, als ein Verteidiger feststellte, daß der Haupt- in Marken die entsprechenden Formulare zu Unter freien Anträgen wurden die Anträge der findet sich aber fein Festland. Diese Entdeckung schuldige, ein gewisser Zawadzki, nicht vor- sorgt für deren Vorlage an das franzöſiſche Mini Ortsgruppe Mähr. Trüban( Stellungnahme der ist ein großes Verdienst, das Wilkins und Ehelson geführt worden sei. Das böte keinerlei Schwierigſozialdemokratischen Gemeindevertreter zu den Non- fich mit ihrem Fluge evrungen haben. Seit Gene- feit, da doch der Genannte unter dem Namen Wyfterium in Paris. Abschluß der Moldefrift 5. Mo sessionsansuchen), Antrag der Ortsgruppe Karlsbad rationen ist bei den Estimos die Legende lebendig szynski als einer der Belastungszeugen Die Malerin Käthe Kollwig ist vom preußischen ( Vertretung der Abstinenten in den proletarischen von einem rätselhaften Reiche, von einem ge- im großen Wilnaer Prozeß der Polen Sultusminister namens des preußischen Staats Organisationen), der Antrag Dr. Sieben auf Beitritt heimnisvollen Sontinent, der sich dort hinter ge- gegen die weißrussische Hromada auftrete. Der ministeriums zur Vorsteherin des Meisterateliers fi zur Internationale der sozialistischen Abstinenten waltigen Eisbergen befinden soll. Dieses Atlan- Einbrecher Zawadzki, alias Wyszynski, jei übrigens Graphir an der Preußischen Akademie der Künste cinstimmig angenommen. tis des Nordens" wollte Wilkins auf seinem von Beruf Agent der Kriminalpolizei. zu Berlin ernannt worden. Die Stünstlerin tritt Fluge entdecken. Sein Flug ist in dieser Hinsicht 3500 Achtzigjährige in Madrid. Die Madrider gleich dem Senat der Akademie boi. ergebnis verlaufen, und der Traum von dem Vereinigung„ Söhne Madrids" veranstaltete Sonnnordischen Atlantis ist damit ausgeträumt. tag eine Feier zu Ehren der mindestens 80 Jahre verlegt wurden auf der Eisenbahnstrede Du Von einem Personenzug erfaßt und furchtbar Die amerikanische Bresse feiert das Unternehmen alten Bewohner der Stadt, welche in Madrid min- burg- Oberhausen zwei Arbeiter, die Gleisarbeiten Wilkins als große wissenschaftliche Tat. destens 40 Jahre long ansässig sind. Unter dem verrichteten. Zum Obmann des Bundes wurde wiederum Ge. noffe Dr. Holitscher, als Stellvertreterin Genossin Maria Deutsch, als Geschäftsführer Genosse Rudolf R id!, als Stassier Genosse Wilhelm Rick, Schneider gewählt. Mit einem anfeuernden Schlußwort schloß Ge nosse Dr. Holitscher die schön verlaufene Bundesverfammlung. 1 Mittwoch, 25. April 1925. Seruelle Erziehung. Gerichtssaal. Ein Halbwüchsiger erhält 18 Monate schweren Kerkers. Prag, 24. April. Der siebzehneinhalbjährige Josef Stigert aus Dušniky stand heute vor ben Geschworenen. Wenn man die mehrere Seiten umfassende Anklageschrift liest, fönnte man wirklich meinen, daß com ganz verkommener Mensch endlich der strafenden Gerechtigkeit ausgeliefert wurde: Nicht weniger als vier Verbrechen werden dem jungen Burschen von der Staatsanwaltschaft zur Laft gelegt: Das Verbrechen der versuchten Notzucht, des Raubes, der öffentlichen Gewalttätigkeit und die Neber tretung gegen die öffentliche Sittlichkeit. Tritt man aber in den Schwurgerichtssaal und sich: sich den Verbrecher" an, da erblidt man einen hübschen Jungen neben dem Justizsoldaten, ein Büblein mit einem Milchgesichte und einem ganz leichten Fiaum auf der Oberlippe. Aus seiner Leumundsnote er fahren wir auch, daß er noch nie mit einer Behörde einen Konflikt gehabt, noch nie vorbestraft wurde. Sören wir also, was Hilgert beging. bereits drei Monate in Untersuchungshaft jigt. zu achtzehn Monaten schweren Kerkers verurteilte. Natürlich ist der ganze Fall dieses unbeschol. tenen Burschen auf das Konto„ Geschlechtsnot der Jugend" zu buchen. Scie B. Die Lohne und Arbeitsverhältnisse in den Ziegeleien sind eine öffentliche Schande, deren Beseitigung mit allen zulässigen Mitteln angestrebt werden muß. arbeiter mit ihren Frauen und Kindern nicht und die Böhne der Ziegelarbeiter zu ersehen waren. völlig verkümmern und elendlich zugrunde gehen Diese Witteilung wirkte unter den Surgästen, erhaltungstrieb gebracht werden. wollen, dann müssen diese Opfer aus Selbst- unter denen sich gewiß nicht besonders viele Arbeiterfreunde befanden, so aufreizend, daß sich Bei dem angesichts der Beschaffenheit der die Behörde bemüßigt sah, schlichtend in den Ziegelbarone nicht auszuweichenden Kampfe ift Kampf einzugreifen. Er endete mit einem Sieg vielleicht nützlich, einmal an einen Kampf der der Arbeiter. Sie wurden im folgenden Jahre Ziegelarbeiter des Karlsbader Bezirkes vor zwvan- von den Unternehmern dadurch gestraft, daß diese Zwei Staatsanwälte gegen einen zig Jahren zu erinnern. Im Jahre 1906 war Italiener einstellten und die deutschen Arbeiter es wohl. Aus Hunger, aus Verzweiflung, weil nicht aufnahmen. Angeklagten. die Qualen durch die Unternehmer und deren Die Ziegelarbeiter könnten den im heurigen Prag, 24. April. Man sollte meinen, daß für Hanghunde unerträglich geworden waren, traten Jahre kommenden Kurgästen dasselbe Bild zeiein Verbrechen des versuchten Diebstahles ein die Ziegelfflaven in Streit. Wochenlang dauerte gen. Es würde dasselbe Entsetzen über die unStaatsantval: vollauf genügen würde. Und doch der Stampf. Daß die österreichischen Behörden auf erträglichen und unwürdigen Arbeits- und Lohnhat sich heute der seltene Fall vor dem Straffenate Seite der Sklavenhalter standen, war damals nur verhältnisse in den Ziegeleien auslösen wie daereignet, daß zwei Staatsanwälte gegen einen An- eine Selbstverständlichkeit. Es war ſtrenge Vor- mals. geflagten auftraten. Der Fall war allerdings nur sorge getroffen, daß die Sklaven durch ihr Erdeshalb möglich, weil sich der Angeklagte ausgerech- fcheinen nicht den Kurbetrieb und auch die Kur net einen Staatsantvalt als Opfer für seinen beab- gäste in ihrem Ruhe und Erholungsbedürfnisse fichtigten Diebstahl ausgesucht hatte. So geschah es stören konnten. Eines Tages waren aber die also, daß der eine Staatsanwalt die öffentliche An- Sklaven doch da. Ruhig promenierten sie in den flage erhob, der zweite, Herr Dr. Papit, als Benge belebtesten Straßen und taten nur eines: Sie Der Deutsche Bauarbeiterverband wird nichts auftrat. Der fast siebzig Jahre alte Anton Trou verteilten Flugschriften, qus denen die Arbeitszeit unversucht lassen, um dieses Ziel zu erreichen. fil, ein vielfach vorbestrafter Weltenbummler, dem Die Landstraße zur zweiten Heimat geworden ist, verrrte sich am 31 Jänner d. J. nach Horni PodAm 9. Jänner d. J. wartete in Unhoscht in fozi, wo zwei einsame Blockhäuser stehen. Das eine der Apotheke ein achtzehnjähriges Mädel, eine ge- gehört einem Herrn Kment, das zweite dem Staatswifje Božena M., die sich feines besonders guten anwalt Dr. Papik. Beide Landhäuser find verlassen Rufes erfreut, auf irgendeine Medizin. Silgert, der und werden nur im Sommer bewohnt. Der alte das Mädel in der Apotheke jah, ging ihr nach Auf Landstreicher versuchte erst sein Glüd in dem Blod der Landstraße gesellte er sich zu ihr und versuchte hause des Kement. Da er hier nichts vorfand, stieg gegen sie einen unzüchtigen Griff. Das gelang hm er dann in das zweite ein. Feldhüter, die vorüber einer minimalen einmaligen Aushilfe. In den schuldig sind. Im Jahre 1927 fam es zu einer Auszahlung ternehmer des Polzentales der Arbeiterschaft noch nicht. Sie wollte sich zur Wehr setzen, er aber fagte famen, bemerkten ihn und wollten gegen ihn mit der übrigen Vertragsgebieten haben die Arbeitgeber hr, daß es vergeblich fei und daß sie ihm zu Willen Waffe losgehen. Da schrie der alte Vagabund: Nicht die bestandene Hellerzulage um zirka 50 Prozent Nachdem es sich um eine große Anzahl KonzernBuzug bitten wir vom Polzental fernzuhalten. fein müsse. Daraufhin schrie sie um Hilfe. Als ein fchießen, ich tie niemandem etwas, ich bin bloß ein erhöht. Im Polzental wurde auf Grund dieser betriebe handelt, wird der Kampf ein sehr schwerer Mann herbeieilte, lief der Bursche davon. Die An Dieb!" Man nahm ihn fest. Die Anklage lautete Situation der Vertrag bereits im Monat Dezem flage lautet auf: versuchte Notzucht. auf versuchten Diebstahl. Da zwei Staatsanwälte ber gefündigt und eine Lohnerhöhung gefordert. werden und von langer Dauer sein. Die größte Vierzehn Tage später, am 27. Jänner, ging die gegen diefes in den Lebensstürmen geborstene Men Der Arbeitgebersekretär, Herr DLGR. Dr Lederer, Solidarität der angeführten Betriebe ist deshalb Postbcamtin Gabriele Foustkova von Dušnify fchenwrad auftraten, ging die Sache übel aus. Die hielt es nicht für notwendig, eine Aussprache notwendig. nach Unhoscht. Sie trug eine Aktentasche, in der Strafe lautete auf ein halbes Jahr schweren er zwischen Vertrauensleuten und Industrie fest fie ein Geldtäschchen mit 160 K verwahrt hatte Silters wegen versuchten Diebstahls. Glückselig lächelnd zusetzen, sondern er teilte nur immer brieflich mit, gert geſellte sich zu ihr und machte ihr einen un- nahm der Alte die Strafe mm. Wieder unter Dach daß die Industrie des Polzentales keine Lohnittlichen Antrag. Als sie ihm davonlief, verfolgte und Fach, wenn es auch nur im Kriminal ft. erhöhung gewähren kann. er jie, ergriff ihre Aktentasche und rief: Geld her oder ich werde dich ermorden!" Da er eine Hen abel trug, bekam die Foustkova Angst vor ihm und hief um Hilfe. In diesem Augenblide kam eine Der Textilarbeiterstreit im Polzental. die Unternehmer des Polzentales im Jahre 1925 find, wurden in den letzten Monaten LohnWie in vielen anderen Gebieten, bewilligten| In fast allen Betrieben, die hier aufgezählt eine jiebenprozentige Lohnerhöhung in Form einer erhöhungen gewährt, welche gegenwärtig die UnSellerzulage pro Stunde. Anbahnung von Verhandlungen? Montag nachmittags wurde bekannt, daß die Erst als die Arbeiterschaft in den Betrieben unruhig wurde, bequemte sich der Genannte, für Aussperrung der Arbeiter der Textilbetriebe um den 17. April d. J. eine Aussprache festzusetzen, 48 Stunden verschoben wurde. Dienstag nachbei welcher mitgeteilt wurde, daß die Industrie mittags hielten die Unternehmer im Posthotel in die Forderung der Arbeiterschaft ablehnen Bodenbach eine Sißung ab. Zur selben Zeit sand Drei Tage nachher begegnete er der Foustlova die Parifergaffe. Vor thm fuhr ein Mann auf misse. Daß das Gerede des Herrn Sekretärs von in der Volfshalle in Bodenbach eine Konferenz der Frau des Weges. Hilgert ergriff schleunigst die Flucht. wieder und stieß gegen sie die Drohung aus, er werde sie mit dem Messer stechen. Dabe: versuchte er fie unzüchtig zu berühren. Zufälligerweiſe fuhr ein Radfahrer vorüber, so daß Hilgert wieder gezwungen war, sich schleunigst aus dem Staub zu machen. In seinem Verhalten gegenüber der Foustkova findet der Staatsanwalt gleich drei Anklagepunkte: das Verbrechen des Raubes, der öffentlichen Gewalttätigkeit und der Uebertretung gegen die öffent liche Sittlichkest. Der Angeklagte verteidigte sich damit, daß es fich lediglich um einen Schertz gehandelt habe Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage auf verjudyte Notzucht und öffentliche Gewalttätigkeit, worauf das Gericht den halbwüchigen Jungen, der Ein tödlicher Autounfall. Prag, 21. April. Der Chauffeur Josef Kuda fuhr am 8. November v. J. vom Altstädterring mit einem Lastauto, Marke„ Sentinel" N XII/ 756, in Franz Přib, wollte dem Motozyki ausweichen, im selben Augenblide wurde er von dem nachfolgenden Auto zu Boden geworfen, geschleift und erlitt einen Schädelfnochenbruch, an welchen Folgen er binnen Stürze starb. Der Chauffeur hatte sich heute vor dem Straffenate wegen des Vergehens gegen die Sicherheit des Lebens zu verantworten. Er verteidigte sich damit, daß er die übliche Geschwindig feit von 15 Stilometer eingehalten hätte und der Tod des Passanten der Ungeschicklichkeit desselben zuzuschreiben sei, weil er beim Ausweichen des Motojytis das Auto nicht gewahrte. Das Urteil werden wir morgen nachtragen. Der Getötete hinterläßt eine Witwe mit vier kleinen unversorgten Kindern. Volkswirtschaft. Das Elend der Ziegelstlaven. Lohnbewegung der westböhmischen Ziegelarbeiter. Induſtrie nicht ganz stimmt, weist der Jahresbericht der Zivnostenska banka Vertrauensmänner der Arbeiter statt, die die Fortvom Jahre 1927 über die Textilwerke des Maut seßung einer am selben Tage vormittags in Ben= ner- Stonzerns in der Republik, von welchem elf sen stattgefundenen Konferenz bildete. Beide Teile Betriebe im Polzentaler Vertragsgebiete in Be- berieten über die Anbahnung von Verhandlungen. tracht kommen. Die Direktion der Zivnostenska Die Möglichkeit dazu ist gegeben, wenn die Unterbanka sagt über den Mautner- Konzern folgendes: Die Möglichkeit dazu ist gegeben, wenn die UnterDie Textilwerke Mautner A.-G. waren im nehmer ihren starren ablehnenden Standpunkt Jahre 1927 in ihren Spinnereien über das normale aufgeben und begreifen, daß die ständig an Maß beschäftigt; ihre Webereien erreichten 90 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit. Der Absatz im Inund Auslande ist gestiegen; im inneren Betriebe wurde eine Reihe zwedmäßiger organisatorischer Eingriffe durchgeführt, welche zur Verbilligung der Erzeugnisse führten. Die Gesellschaft wird für das vorige Jahr nach reichlichen Abschreibungen eine Dividende von 12 K zahlen." wachsende Teuerung und die allgemeine Verschlechterung der Lebensbedingungen der Arbeiter unbedingt eine Lohnerhöhung erfordern. Wie uns mitgeteilt wird, wurde die Gens darmerie in die Portierlogen der Betriebe zurüc gezogen. Prager Produktenbörse.( Offizieller Bericht vom 24. April.) Die heutige ProduktenAußerdem wurde der Arbeiterschaft gesagt, börse zeichnete sich durch eine feste Haltung aus, daß feine Teuerung besteht, daß der Inder sich die sich am markantesten am Getreidemarkte geltend nicht verändert hat usw. Daß aber seit dieser Zeit machte. Die Hauptnachfrage Konzentrierte sich dabei die Arbeiterschaft durch die Einführung der Sozial- auf Hafer, der bei reger Geschäftstätigkeit gegenüber bersicherung erhöhte Beiträge zu leisten hat, daß den letzten Notierungen um 5-6 K anzog. Eine während dieser Zeit die Lebensmittelzölle be- feste Tendenz zeigten bei jedoch kleinerer UmsatzAm 8. April fand in omotan, am 22. geben, als die beſtbezahlteste Kategorie der Zie- schlossen wurden, daß das Parlament beſchloſſen tätigkeit Weizen und Roggen, die sich um 2 bzw. hat, die Mietzinse ziveimal um 20 Prozent zu um 3 K befestigten. Für Gerste war feine Nach April in Karlsbad je eine Konferenz der gelarbeiter bei erhöhen, scheint dem Herrn Dr. Lederer immer frage vorhanden und die Preise blieben unverändert. Ziegelarbeiter Westböhntens statt. Auf den Non- 84- und 96stündiger Arbeitswoche noch kein Grund zu sein, der Arbeiterschaft mit Die Befestigung am Getreidemarkte sand ihren ferenzen waren die großen Ziegelwerke fast ausWiderhall auch am Mehlmarkte, wo Roggenmeh! nahmslos, die flemeren Werte zu neunzig Pro- verdient, die vorjährigen Löhne her abgeset. einer Lohnerhöhung entgegenzukommen. Durch dieses lange Hinausziehen der Lohn- um 3 K anzog, während die übrigen Sorten sich zent vertreten. Zweck und Aufgabe dieser Kon- In den meisten Induſtriegruppen hat man den ferenzen war, die Arbeits- und Lohnverhältnisse berechtigten Wünschen der Arbeiterschaft ent- bewegung wurde eine ungeheure Mißstimmung behaupten konnten. Am Maismarkte gingen die in den Ziegeleien zu prüfen und zu untersuchen, sprochen und, wenn auch bescheidene. Lohn- unter der Arbeiterschaft geschaffen, so daß spontan Notierungen um 2-4 K in die Höhe. Die Befesti ob die Voraussetzungen für die Sebung der wirt erhöhungen bewilligt. Vor Lohnherabsetzungen zirka 250 Arbeiter der Appretur der Textilwerke gung des Getreidemarktes ist auf die Breissteineschaftlichen und sozialen Lage gegeben sind. Von hat man sich im allgemeinen gescheut. Anders Mautner A.-G. in Bensen in den Streik traten. vungen der Auslandsmärkte, besonders der amerika die Ziegelbarone. Allen voran einige aus dem Durch die Arbeitsniederlegung in der Appretur nischen, zurückzuführen. Auf all den übrigen Gebieder Notwendigkeit einer Verbesserung der Lage Karlsbader Bezirke. Die Firmen Schramm, werden nach Aussage des Herrn Direktor Frieser ten nahm das Geschäft keinen größeren Umfang an Der Biegelarbeiter zu sprechen, erübrigte sich, da Ziegelei und Tonwerke, offene Handelsgesellschaft zirka eine Million Meter Ware zugrunde gehen, und die Preise blieben unverändert. Nur amerikani selbst der größte und brutalſte Feind der Arbei- mit dem Size in Karlsbad, Bauerwerb" r. G. was natürlich von der Gewerkschaft nicht gebilligt ſches Fett verteuerte sich um 10 K Die heutige Pro terklasse zugeben muß, daß, was Entlohnung, Arbeitszeit, Behausung und Behandlung der. b. S. in Karlsbad, sowie die Duger Kohlen werden kann. Daß aber unter folchen Umständen duktenbörse war sehr gut besucht.- Es notierZiegelarbeiter betrifft, diese als Parias, Sklaven gesellschaft auf Aktien in Teplitz- Schönau, für die die Arbeiterschaft spontan die Arbeit niederlegt, ist ten in K&: Böhm. Weizen, 79-80 Stilo, Brag im wahren Sinne des Wortes betrachtet werden Werksziegelei der Antonia- Eleonorenzeche in begreiflich, wenn sie durch zirka vier Monate im 234-238, 78-79 Rilo, Prag 231-233, böhm, don müssen. Trotz demokratischer Republik, trotz aller Zettli, wurden durch Entscheidung des Lohn- mer abgewiesen wird. Die Vertreter der Gewerk- gen, 69-72 Stilo, Prag 235-288, Prima Gerste, schiedsgerichtes verhalten, Arbeiterschutzgesetze. die Löhne um ein schaften haben sich bemüht, die Arbeiterschaft wie Prag 230-235, Merkantilgerste, Prag 226-228, geringfügiges zu erhöhen. Die Entscheidungen der zu bewegen, die Arbeit aufzunehmen, die Hal- böhm. Hafer, Prag 202-206, Mais, jugoslawischer, Der deutsche Bauarbeiterverband, der die hatten Gültigkeit bis 31. Dezember 1927. Alle tung des Herrn Dr. Lederer war jedoch eine solche, Bratislava 179-181, rumänischer, fleinförnig, Oder. Stonferenzen einberufen hatte, unternahm schon drei Firmen, von deren Inhabern einzelne zu daß die Bemühungen der Union und ihrer Verberg 179-181, La Plata, Tetschen 182-184, Weizen im Vorjahre den Versuch, durch Ueberreichnung den prominentesten Persönlichkeiten des Weltkur- treter mit einem Mißerfolg endeten. Wenn die mehl OHH 355-365, Weizenmehl 0 340-350, Weibon Lohnforderungen im Verhandlungswege die ortes Karlsbad gehören, haben nicht bloß den verdorbene Ware pro Meter nur mit acht Kronen zenbrotmehl Nr. 4 282--285, Roggenmehl 0/1 358 Arbeits- und Lohnverhältnisse der Ziegeleisklaven traurigen Mut gehabt, heuer sofort diese faum angenommen wird, so dürfte ein Schaden von bis 363, ungar. Grobmehl, Szob 360-375, amerif. etwas zu verbessern. Der Versuch verlief er- merffiche Lohnerhöhung wieder einzustellen, son- zirka acht Millionen Stronen zu verzeichnen fein. Weizenmehl, Tetschen 380-885, Weizengrieß 875 bis gebnislos. Gegen eine Anzahl von Ziegelwerfen dern einzelne haben darüber hinaus noch die Wenn die Industrie nur einen Bruchteil dieser 385, Reis, Burma II., Tetichen 275-280, Moul wurde dann die Stlage an das Lohnschiedsgericht Löhne gegenüber dem Vorjahre getürzt. Daß eine Geldsumme als Lohnerhöhung zur Verfügung ge- main, Tetfchen 340-360, Brudreis, Tetschen 220 in Prag eingebracht, welches in allen Fällen Ent- solche Provokation die Ziegelarbeiter verbittern stellt hätte, wäre die Arbeiterschaft sicherlich sofort bis 250, Sirfe 330-345, Graupen 340-370, Erbien, scheidungen fällte, durch welche den bescheidenen und reizen muß, wird jedermann verstehen, der in den Betrieb zurückgekehrt, um die Ware vor grüne 425-520, gelbe 250-300, Vittoria 450-520, Wünschen zumindest zum Teil Rechnung getragen nicht vom Schweiße und Blut diefer Sklaven ein dem Verderben zu retten. Nachdem dies jedoch Linsen 550-700, Weißbohnen 260-280, Peluschle wurde. Bei den Verhandlungen vor dem Lohn sorgenloses und üppiges Leben führt. Die Ver- nicht geschah, hat sich die Firma den Schaden 200-215, Sommertide 195-200, Naturrotffee 700 schiedsgericht in Prag wurden die Zustände einer trauensmänner der Siegelarbetter, die auf den selbst zuzuschreiben. bis 1100, Rotflec, plombiert 1350-1400, Weißklee schonungslosen Kritik unterzogen und konnten da Konferenzen beisammen waren, haben beschlossen, Eine Stonferenz der gesamten Vertrauensleute 650-1100, schwedischer Slee 1150-1450, Wundklee bet Dinge enwandfrei und unbestritten feſtge- an die Ziegelwerke durch den Deutschen Bau des Bolzentales hat am 21. April d. J. zur Sach- 850-1200, uzernflee, französischer 1900-2000, ſtellt werden, die von den bekannten Quälereien arbeiterverband Forderungen überreichen zu lage Stellung genommen und diese Konferenz er- Timotheusgras 200-250, Senf 300-350, böhnt. der Negeritlaven nicht übertroffen werden fön lassen. Die gesamte Ziegelarbeiterschaft ist sich sucht die Arbeiterschaft der Betriebe des Mautner Mohn, blau 550-580, Seinsamen 260-310, Stüm Konferenzen in Somotau und bewußt, daß die bloße Ueberreichung der Ferde- Konzerns, teine Streifarbeit zu verrichten und mel, böhmischer 650-675, holländischer 680-700, Karlsbad wurde festgestellt, daß sich die Ziegel- rung den Arbeiterhaß der Unternehmer ins Buderriibe 500-600, Ekartoffeln, weiße, Berlade barone im Egerer Sandelskammerbezirken Bügellose entfachen wird. Denn jetzt Station 30-32, gelbe, Verladestation 34-35, Weizen nichts geändert haben. Im Gegenteil: Sie suchen hener ihre armen Arbeitssklaven über das norleie 140-145, Roggentleie 140-145, Rapskuchen 175-185, Leinkuchen 190-195, Walzblüte 130-140, male Maß auszuplündern. In der Zeit, in Heu böhm., sauer, ungepreßt, Prag 61-64, füß, un welcher der allgemeine und berechtigte Ruf nach gepreßt, Prag 71-74, sauer, gepreßt, Prag 66-71, Anpassung der Löhne an die gegebenen Tene- Besonderes leistet sich auf diesem Gebiete wieder Nachod, Engental, Friedland in Böhmen, Smi- füß, gepreßt, Prag 76-78, Roggentroh in Bündeln, rungsverhältnisse ertönt, haben gerade die größ- die Firma Schramm. Der Saß, die Brutalität chov bei Prag und Brodec, außerdem die Textil ungepreßt, Prag 60-62 Futterstroh, gepreßt, Prag ten und reichſten Bieachverte veren Juhaber der Ziegelbarone wird deshalb von ihren Skla- werke Mautner A.-G. in Rosenberg in der Slo- 48-50, ungepreß:, Prag 43-45, amerit. Fett, Tet an einem Tage mehr für ihre Bedürfnisse en schwere Opfer heischen. Wenn die Ziegel- vakei. wird ja schon in allen Werken mit allen Mitteln versucht, jede Regung der Ziegelarbeiter brutal zu unterdrücken. gegenüber der Arbeiterschaft des Polzentales Solidarität zu üben. In der Tschechoslowakischen Republik gehören folgende Betriebe dem Mautner- Konzern an: Textilwerke Mautner A.-G. in Tiefenbach, Schumburg bei Tannwald, Grünwald bei Gablonz, schen 1270-1290. Mittwoch, 25. April 1928. 080080808080080800800800000 Seite 6. besten Kräften zu nügen. Sodann wurden in den 8080880080808080808080 hülerrat die Genoffin Wilhelmine eßler, Schichtal BLASILUS SAGT: So ein Waschtag war fatal Jetzt ist's anders, dank Schichtal Gemahlene Feinseife Schichtal zum Wäsche kochen 080 Georg Schicht A. G., Aussig 080 Deutsche sozialdemokratische Bezirksorganisation, Prag. Genosfinnen und Genossen! Für die Bezirksorganisation Prag der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei ist der diesjährige 1. Mai von ganz be sonderer Bedeutung. Zum erstenmale wieder werden wir mit den tschechischen Sozialdemo fraten in gemeinsamer Sundgebung ausmarschieren, zum erstenmale werden wir in Prag auf der Straße demonstrieren können, wird auf einem Prager Plaß in deutscher Sprache gesprochen werden. An diesem 1. Mai müssen wir zeigen, daß es in der Hauptstadt dieses Staates deutsche Sozialdemokraten gibt, die sich ihrer großen Aufgabe voll bewußt sind. Es ist daher unbedingte Pflicht jedes Genossen und jeder Genossin, an der Mai- Kundgebung teilzunehmen. Die zahlreiche Beteiligung unserer Genossen muß unsere politische Existenz dartun. Parteigenoffen, Jugendgenoffen, Zurner! Auf zur Feier des 1. Mai in Prag. Sammelstelle: Prag XII., Fochova třida bei der Mündung der Stretova- und der Susova ulice. Zeit: 9 Uhr vormittags. Um halb 10 Uhr Demonstrationszug und Demonstrationsversammlung auf dem Havličekplah. Deutsche und tschechische Redner. Der Nachmittag des 1. Mai: Teilnahme an der Maifeier der Lokalorganisation Kročehlav im Hotel Post in Kroče hlav. Abfahrt um 13 Uhr vom Masarylbahnhof. Ausflug der Naturfreunde" zum Kriegerheim nach Sterbohol. Treffen: Um halb 3 Uhr nachmittags bei der Endstation der 11er Linic in Straschniß. Die Bezirksleitung. Bildungsarbeit. Kommunalpolitische Schule des Kreises Bodenbach- Auffig- Warnsdorf. Den ersten Vortrag hielt Genosse BöI3I, Aussig, der eindreiviertel Stunden über die Aufgaben und Voraussetzungen der sozialdemokratischen Gemeindepolitit, bei Berüdsichtigung der wichtigsten Gebiete fommunaler Arbeit, sprach. Programme und Richtlinien der sozialdemokratischen Parteien für die Tätigkeit ihrer Gemeindefraktion, wurden an die Hörer verteilt. Nach einer kurzen Pause behandelte Genosse Herget, Teplitz, nach einem furzen Rüdblid über die Entwicklung der Gemeindegesetze das neue Finanzgesetz, sowie die Auswirkung desselben. Der Vortrag wurde nach der Pause für das Abend essen fortgesetzt und hiebei die Zusammenstellung der Gemeinde- und Schulvoranschläge besprochen. Der Film. Natur und Liebe. Biela, sowie die Genossen Adolf Hoser, Böhm. Leipa und Josef Krätschmer, Rosendorf gewählt. An der Schule nahmen 46 Hörer, darunter 2 GenosDer 11 fa- Kulturfilm„ Natur und Liebe" finnen teil. Nach den einzelnen Bezirfsorganisatio hat sich das Ziel gesetzt, die Entwidlung des Lebens nen waren vertreten: Aussig 1, Bodenbach 12, Ben- vom Urtier zum Menschen im Filmbild darzustellen. sen 6. Böhm.- Ramnis 11, Böhm.- Leipa 5, Warns An Aufnahmen lebender Objette, an Mitroffopbil. dorf 4, Schluckenau 1 und Rumburg 6. Unter den bern und an recht geschidten Tridzeichnungen will er 46 Hörern sind 36 in der Bezirksverwaltungskom Borgänge und Zusammenhänge anschaulich machen, mission oder Gemeinde aktiv tätig. Swei Gnof die das stehende Bild und das beschreibende Wort sen aus Dittersbach nahmen als uneinge: rigene niemals mit der gleichen Eindringlichkeit, UnmittelHörer am Unterricht teil. Nicht unerwähnt soll biei- barkeit und Lebendigkeit schildern fönnen. Der Filzz ben, daß die Zahl der durch die Bezirksorganisation bringt auch eine Reihe von Szenen, die mit allem angemeldeten Sörer 65 beträgt; 19 sind also nicht Raffinement moderner Filmtechnik Geheimnisse des erschienen, welche Sahl zu größerer Gewissenhaftig- Lebens belauschen und in vollenderen Bildern dem teit in Zukunft mahnt. Zuschauer zugänglich machen: das Drama einer Spinnenhochzeit, die Begattung der Weinbergschuekfen, das Auskriechen der Ringelnattern aus dem Ei, die Entwicklung des menschlichen Embryos. Diese einzelnen Aufnahmen sind großartige filmische Leistungen. Als Ganzes scheint der Film aber doch mißglüdt. Dic Ufa hatte nämlich riesige Angst, durch ihre Darstellung der wissenschaftlichen biologischen Forschungen, durch ihre filmische Schilderung der Zeugung des Lebens etwa mit der Kirche in Konflift zu kommen, und betonte deshalb gleich im Vorwort, daß der Film keineswegs religiöse Offenbarungen angweifeln wolle. Wo die Forschung ein Problem noch nicht geflärt hat, dort ist die Ufa froh, ein Plät chen für Bibelzitate zu finden. Da die Wissenschaft Sonntag früh leitete Gen. BöI3I den Unter den Ursprung des Lebens nicht erforschen konnte, hat richt mit einer Erörterung der Bodenpolitik und der für den wissenschaftlichen Film der Ufa eben der Grundrente ein, worauf sich ein Seminar anschloß. Bibel Gott Himmel und Erde geschaffen. Wo es nur Bald war eine recht anregende Debatte im Gange, angeht, wird von der wissenschaftlichen Sachlichkeit während welcher eine Rette von Fragen zur Beant- ein kleiner Ausflug ins Gebiet der mystischen reliwortung lamen. Die Lernfähigkeit der Hörer. die giösen schöpferischen Straft" unternommen: eine ganz doch fast ausnahmslos die Woche über anstrengend besondere Freude macht es den Forschern der Ufa, arbeiten mußten, zeigte sich in erfrischender Weise. festzustellen, daß in irgendeinem Falle Wissenschaft Nach der Bause sprach Genosse Grund über das und Religion, Pardon, Religion und Wissenschaft. Gesetz, betreffend die Neuregelung der öffentlichen jene fommit eben zuerst, miteinander einig sind. Die Verwaltung, die bei seiner Anwendung entstehenden Anordnung des Stoffes, der Aufbau des Films weiSchwierigkeiten, sowie den Beschwerdeweg und die sen arge Mängel auf, die seinen volfsbildnerischen Zusammenhänge zwischen Gemeinden und Aufsichts- Wert beträchtlich verringern. Was in den letzten Aften behörden. Da, um die Züge zu erreichen, um 3 Uhr gezeigt wird, hat, so interessant es auch sein mag, nachmittags die Abreise von Lehrern und Hörern an- mit dem Thema nichts mehr zu tun. Das Leben der gefeßt werden mußte, konnte nach der Mittagspause, Höhlenbewohner, die Pfahlbauten und ähnliches greidie noch zu einer photographischen Aufnahme ausge- fen über das Problem Natur und Liebe" weit hin. nützt wurde, nur noch ein durch Genossen Grund aus. Wenn man aber die Lebensformen der Anfänge geleitetes einstündiges Seminar abgehalten werden. Der Menschheit zeigen wollte, dann hätte man sie Mit Schlußansprachen der Genossen Bölzl, at doch an den heutigen Primitiven zeigen fönnen und tel und wondreiz. die Schülern, Lehrern, der nicht an Statiſten, die in Pappendedelhöhen sich recht Heimverwaltung, sowie dem Personal dankten, fand wild auszusehen bemühen. Ritsch reinsten Wassers ist die Schule ihren Abschluß. Mit Genugtuung fann der Schluß. Da wandern nadie Romparsen einen gefagt werden. daß die Schule trotz der Kürze der Berg hinan, was die Aufwärtsentwidlung der Zeit, die zur Verfügung stand, alle Teilnehmer voll Menschheit symbolisieren soll. Fühlen die Kulturleute befriedigte. Es gab nicht den geringsten Anlaß zu einer Klage und Hörer und Lehrer trennten sich mit herzlichen Freundschaftsgrüßen, um zurückzukehren sur täglichen Arbeit. Jm Juni ist eine Fortsetzung der Schule geplant, wobei als Hörer in erster Reihe die Teilnehmer der eben beendeten Schule Berüdsichtigung jin- zł. den sollen. Kunst und Wissen. Un alle Abonnenten und Berschleißer! Ben der 1. Mai- Feftnummer, am Dienstag den 1. Mai, erhalten alle Kolporteure und Verschließer zehn Exem plare mehr als sonst. Die 1. Mainummer unseres Blattes erscheint in besonders verstärktem Umfange. Es muß also möglich sein, diese erhöhte Auflage restlos abzusehen. Unverkaufte Exemplare sind zurückzusenden. Das Blatt wird wie gewöhnlich ers pebiert, so daß es zur gewohnten Stunde in ihrem Orte einlangt. Für die rechts zeitige Abholung ist Sorge zu tragen. Am 2. Mai erscheint das Blatt anläßlich des Feiertages nicht. Die Berwaltung. Naumburg nicht wegen angeblicher Verlegung der Spielregeln. Die Adler- Mannschaft war, abgesehen von anfänglicher Nervosität, im ganzen sehr gut, die Verteidigung sehr ballsicher, und die Läuferrethe im Aufbau und in der Störungsarbeit ausgezeichnet, die Stürmer sehr gefährlich durch ihr blikschnelles Platzwechseln und Handeln. Dieser Arbeit war die thüringische Läuferreihe nicht gewachsen, dazu fanten einige Schnißer der Verteidigung, die den sehr guten Torhüter in der letzten Zeit des Spiels deprimerten. Der Sturm war vor dem Tore zu unentſchloſſen. 7000 Zuschauer sahen den Berliner Meister siegen. Die Zuschauerzahl ist für die Berliner Arbeitersportbewegung ein großer Erfolg. Am 29. April spielt im Stadion zu Ohligs her Süddeutsche Meister, Frankfurt- Westend, gegen den Nordwestdeutschen Meister, Preußen. Itenessen. Der Sieger aus diesem Spiel tritt am 6. Mai gegen Adler 08 Berlin in Berlin um die Bundesmeisterschaft on. Internationaler Verkehr der österreichischen Arbeiter- Radfahrer. Die österreichischen ArbeiterRadfahrer werden in Wien bei einem ihrer näch sten Rennen polnische Arbeiter- Radfahrer be grüßen. Außerdem wurden die Arbeiter Radfahrer Wiens für Bahnrennen nach Augsburg und nach Belgien zur Teilnahme eingeladen. der Ulja nicht, daß derartige billige Allegorien mit Berbreitet die Arbeiterpresse. ernsthafter Volksbildung, der ein Kulturfilm doch dienen müßte, gar nichts zu tun haben? Die Zukunft Allen Genossen und Genossinnen empfehlen sich zur Herstellung der Menschheit verbirgt dieser Film hinter einem großen Fragezeichen. Auch die Zukunft der Stulturabteilung der Ufa bleibt ein großes Fragezeichen, wenn in diesem Geiſte weitergearbeitet wird!& sämtlicher Drucksorten Turnen und Sport. Borrunde um die deutsche Bundesmeisterschaft. Adler 08 Berlin gegen Vf2. Naumburg 8: 1. Besucht die Maifestvorstellung! Wie bereits mit. geteilt wurde, veranstaltet die Prager Bezirksorganijation wie alljährlich so auch heuer am Vorabend des Der Ostdeutsche Meister, Adler 08 Berlin, 1. Mai cine Festvorstellung im Neuen Deutschen schlägt den Mitteldeutschen Meister, VfL. 88 Naum. Theater. Aufgeführt wird Puccinis wirkungsvolle, burg. 8: 1( 4: 1). Adler kommt in das Endspiel tragische Oper Tosca", deren Textbuch auch der um die Bundesmeisterschaft. Naumburg war revolutionären Ideenwelt des Sozialisten weniger keineswegs schlecht, wie es dem Resultat fremd ist als das der meisten Opern. Da die Mai- nach dem Anschein haben könnte, doch konnten die Festvorstellung seit je einer der wenigen festlichen Thüringer zeitweise auch im Feldspiel der gegneri Anlässe ist, bei denen die deutsche sozialistische Bewe- schen Verteidigung, die ausgezeichnet im Schwung gung Prags in Erscheinung tritt, hat es immer als war, nicht beikommen. Adler errang den Sieg in Pflicht der Genossen gegolten, die Vorstellung zu be- dieser Höhe durch seinen schnellen und schußgewalti suchen. Es wird erwartet, daß auch heuer alle, denen gen Sturm, gegen deſſen prächtige Spieltucije die an einer würdigen und machtvollen Feier des 1. Mai Läuferreihe als auch das Schlußtvio Naumburgs gelegen ist, dies nicht nur durch ihre Teilnahme an vergeblich ankämpften. Blisschnelles Playwechseln der Demonstration, sondern auch durch den Besuch der Adler- Stürmer stellte die Verteidigung der der Festvorstellung bezeugen werden. Thüringer vor eine schwere Aufgabe. Das Resultat Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. müßte eigentlich 8: 3 lauten, denn irrtümlicherweise Mittwoch:„ Villa Adelheid"( Werbezinf, 159 gab der sonst korrekte Schiedsrichter zwei Tore für -3). Donnerstag: IV. philharm. Sonzert. Im Kindererholungsheim der Bezirke Aussig Freitag: Villa Adelheid"( 160-4). Sams und Tetschen, hat Samstag, den 21. und Sonntag, tag: Villa Adelheid( 161-1). Sonntag, 11 den 22. April 1. J. die vom Kreisbildungsausschuß Uhr: Sammermusit. 2% Uhr:„ Eine ein veranstaltete Schule für Funktionäre der Gemeinzige Nacht." Abends:„ Villa Adelheid" den und Parteimitglieder, die sich für die kommu-( 162-2). Montag: Maifestvorstellung„ Tosca". nalpolitische Tätigkeit vorbereiten wollen, stattge- Beginn jeden Abend 7% Uhr. funden. Die hellen, weiten, in peinlichster Sauberkeit gehaltenen Räume des prächtigen Heimes, find für eine Internatsschule ein wirklich vorzüglicher Aufenthaltsort. Die erschienenen Teilnehmer, die vor Eröffnung der Schule unter Führung des Genossen Rögler die Räume besichtigten, waren des Stau nens und des Lobes voll. Sie fanden es während und nach der Besichtigung, nur zu begreiflich, daß jeder von ihnen beim Eintritt in das Gebäude die Lederschuhe abstreifen und die Füße in Filzpantof sein steden mußte. Spielplan der Kleinen Bühne. Mittwoch:„ Erlebnes"( Bankbeamten II). Donnerstag: Villa Adelheid." Freitag: Oktobertag." Sams tag: Uraufführung ,, Masken der Liebe." Sonntag, 3 Uhr:„ Opunzie." Abends: Frauenarzt." Montag:„ Villa Adelheid." " Spielplan des tschechischen Nationaltheaters. Weittwoch, nachym.: Im Brunnen."„ Die Pups penfee."" Abends: Sadko." Donnerstag: Faust." Freitag: Dimitrij." Samstag, nachm.: Rirfalta." Abends:„ Der Sinirm." Sonntag, nachm.:,,Die verfaufte Braut." Abends:„ Der Jakobiner." Montag: Psohlavci." Mittwoch, nachm.: Dalibor." Abends: „ Faust." Um halb drei Uhr eröffnete Gen. Franz Sög ler in Vertretung des Kreisbildungsausschusses die Schule und begrüßte Lehrer und Hörer im Namen der Kreisvertretung des Kreisbildungsausschusses Spielplan des Ständetheaters. Mittwoch, abend: sowie der Bezirksverwaltungskommission Tetschen als Heimbesitzer. Er gab seiner besonderen Freudi Cheneys Ende." Samstag, nach: Unreifes Obst." Ultimo." Donnerstag: Rigoletto." Freitag: s darüber Ausdruck, daß es gelungen sei, die kommuAbends: Ms. Cheneys Ende." Sonntag, nachm.: nalpolitische Schule am Wochenende zu ermöglichen, dankte dem Genossen Böll für die Uebernahme" Die Moral der Frau Dulfta." Abends: Ms. Che. der Leitung der Schule und wünschte besten Erfolg neys Ende." Montag:„ Attaman Rinov."" Mittwoch, Genosse Pölzl hob mit Dankesworten namens der Lehrer und Hörer an die veranstaltenden Körperschaften die Wichtigkeit und Notwendigkeit der theo retischen Schulung unserer, in den Selbstverwal. tungstörpern tätigen Genossinnen und Genossen her. vor, gab den Arbeitsplan bekannt und mahnt die geringe zur Verfügung stehende Zeit gemeinsam nach abends: Troubadour." Herausgeber: Dr. Ludwig Czech. verantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß. Prag Druck: Deutsche Zeitungs- Aktien- Gesellschaft in Prag Für den Druck verantwortlich: Otto Holik, Prag Die Settungsmarkentranfatur wurde von der Post- u. Telegraphen. direktion mit Erlaß Nr. 127.451/ VII/ 27 ani 14. Mai 1927 bewilligt. GAROTHER Nordböhmische Druck- u.Verlags- Anstalt Gärtner& Co., Bodenbach a. E. G. m. b. H. Großbuchdruckerel, Stereotyple, Buchbinderel, neueste Setz- und Gleßmaschinen mit einer l'ages leistung von 500.000 Buchstaben, Rotationsmaschinen mit einer Tagesproduktion von 250.000 Zeitungen. Fernsprecher Nr. 271. Postsparkassa Nr. 127.863. Werbet neue Abonnenten für das Zentralorgan ,, Sozialdemokrat"! Benützet den 1. Mai zur Werbung neuer Lefer! Bestellet sofort zum Verkauf am 1. Mai den ,, Sozialdemokrat"! Ster abschneiben! Ich bestelle hiemit für den 1. Mai 1928 zur einmaligen Lieferung und Verrechnung( Stüdanzahn ,, Gozialbemotrat". Bor- und Zuname: Ort und legte Post: Straße und Nummer: Als Bahnerpreß( abzuholen bei der Bahn). Ankunft des Zuges, mit welchem unser Blatt eintrifft, wird noch bekanntgegeben.