Mr. 289. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 wt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungss Pretstifte für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. who to KomDie Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Bfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Amt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Widersprüche über Widersprüche. Sonnabend, den 10. Dezember 1898. Verfassung eine der Hauptsächlichsten Stützen der politischen Herrschaft des ostelbischen Grundbesizes bildet, auf der andern Seite selbst die wirthschaftliche Basis dieser Herrschaft untergräbt, indem er dem Großgrundbesitz die zu seiner Erhaltung nöthigen Arbeitskräfte entzieht. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. unterscheiden und jenen möglichst alles, diesen möglichst nichts hingehen laffen müsse. Wir empfehlen unseren Vorschlag insbesondere Herrn v. d. Recke, dem Urheber des genialen Hau- und Schießerlasses, und Herrn Bosse, der durch so feine Distinktionen zwischen sozialdemokratischen und anderen Privatdozenten, zwischen jüdischen und christlichen Lehrerinnen, jenen Verfassungsparagraphen in seinem Ressort längst außer Kraft gesezt hat. Wenn beide Minister ihre Geisteskräfte zu einer solchen Vorlage vereinigen, so kann es gewiß nicht an einem Erfolge fehlen. Herr Jrmer, der ehemalige Antisemitenhäuptling und jetzige Rath im Kultusministerium, sei zur speziellen Ausarbeitung des Gesezentwurfes empfohlen." Das politische Leben treibt doch oft recht seltsame Blasen. Zu derselben Zeit, wo die preußische Regierung aus NordSchleswig dänische Dienstboten wegen ihrer Gefährlichkeit für Was ist unter diesen Umständen zu thun? Den den Bestand des Deutschen Reiches ausweist und die agrarische Militarismus einzuschränken und sein Zersehungssystem aufPreffe aller Schattirungen Herrn v. Köller ob dieses scharfen zuheben, das erlaubt die Rücksicht auf das Avancement der Vorgehens im Dienste des Deutschthums" begeisterte Loblieder beim Heer stehenden Anverwandten und die„ Bekämpfung der fingt, zu derselben Zeit richten die gleichstimmten oftpreußi- sozialistischen Umsturzgefahr" nicht, und so hat man sich denn fchen Hintermänner dieser Presse an die Regierung die Bitte, lieber entschlossen, auf die meist mit enormen Kosten und ben dauernden Aufenthalt von russisch- polnischen Arbeitern in noch größerem Aufwand an urdeutschen Kraftphrasen inaugurirte Ostpreußen gestatten zu wollen, mit der den Werth der patriotischen Germanisirungspolitik im Osten zu verzichten und im Interesse rüstung vorschlägt, ist auf dem Verwaltungswege" längst Phraseologie ihrer Gesinnungsgenossen trefflich charakterisirenden des Besigthums und des lieben Profits die Reslavisirung zu eingesehen worden. Solche gesetzlichen Renderungen erBegründung:„ Es müßte als ein trauriges Zeichen für unsere verlangen. Und wie heute die Verhältnisse liegen, ist es noch regen weithin Erbitterung, auch wenn sie nur die thatsächlichen deutsche Kultur angesehen werden, wenn dieselbe durch Ein- lange nicht ausgemacht, daß die Regierung sich nicht nach Zustände festlegen. Hingegen lassen sich unter der Hand die wanderung einiger tausend polnischer Landarbeiter gefährdet einigem Sträuben zu Zugeständnissen an die Forderungen heifelsten Dinge ganz gemüthlich und ungestört durchführen, der Edelsten der Nation versteht und während sie in Nord- und es war nicht einmal nöthig, daß der jetzige preußische würde." " " " " = Politische Webersicht. " " Was die„ Ethische Kultur" hier mit dem Spott der EntAuch eine neuere Rede, die der redselige englische Kolonialminister Chamberlain Donnerstag Abend in Wakefield( Workshire) hielt, wird in Frankreich nicht sonderlich gefallen. Mit bezug auf Frankreich sagte er: " Wirklich ein hochkomischer Zwischenfall, der an Lächerlich schleswig Wittwen und Dienstmädchen über die Grenze zurück Justizminister den insgeheim leitenden Grundsatz offen auskeit nichts dadurch verliert, daß die Herren sich des Wider schickt, an der Ostgrenze den polnischen Arbeitern die schweren sprach:„ Wenn zwei dasselbe thun, ist es nicht dasselbe." spruchs, der in ihrer Zustimmung zu den Köller'schen Maß- Reichsthüren öffnet. Unser Junterthum verfügt trotz der ihm nahmen und ihrer bescheidenen Forderung an den ostpreußischen nachgesagten Schwäche noch immer über bedeutenden Einfluß Zur Weltlage. Oberpräsidenten liegt, kaum bewußt geworden zu sein über die Regierungsmaschinerie und bisher ist es noch scheinen. Allerdings in dem durch das Steigen und stets in seinem Geplänkel mit der Regierung oben ge- scharfes Redegeplänkel. Der englische Geschäftsträger in Paris, Zwischen England und Frankreich herrscht wieder ein Fallen der Grundrente und Profits regulirten blieben. Wer beachtet hat, wie still es um die Industrie- Monson, hat, wie schon berichtet, bei einem Bankett der en g patriotischen Gefühl unserer Agrarier handelt es sich in Verpflanzungs Pläne des westpreußischen Oberregierungs. Iischen Handelskammer in Paris eine etwas chauvinistische, beiden Fällen um etwas ganz Verschiedenes. Die Aus- präsidenten v. Goßler geworden ist, seit die Agrarier gegen jedenfalls nicht tattvolle Rede gehalten, die von der französtweisungen in Nordschleswig und in den westfälischen Grenz ein Beginnen ihr Veto eingelegt und von der Regierung schen Presse mehr oder weniger scharf getadelt wird, jedoch eine distrikten schädigen nur Arbeiter, Dienstboten und dänisch verlangt haben, aus dem Verhalten des Oberpräsidenten die ernsthafte Bedeutung nicht hat und daher die ihr zugedachte Ehre gefinnte Kleinbauern, während die Zulassung der Seßhaft- Konsequenzen" zu ziehen, der wird den Einfluß der agrarischen einer Stammerinterpellation nicht verdient. machung polnisch- russischer. Arbeiter in den oftpreußischen Gefolgschaft und ihres bureaukratisch- militärischen Anhängsels Gebieten dem Großgrundbesitz jener Gegenden endlich die nicht unterschägen. billigen und willfährigen Arbeitskräfte verschaffen würde, nach denen er feit langem sehnsuchtsvoll ausschaut. Und in der Auffassung eines richtigen Junkers sind eben das Wohl der Die Zukunft fei noch immer ungewiß; sie hänge von der Frage preußischen Landwirthschaft und das Wohl des preußischen Berlin, den 9. Dezember. ab, bis zu welchem Bumfte es möglich sci, zu einer Verständigung Staates durchaus gleichbedeutende Begriffe, sintemalen ja der Kwilecki Schippel. Die Konservativen find über die mit Frankreich zu gelangen, und in welchem Geiste man an eine. oftelbische Ackerbau die Grundlage aller preußisch deutschen Niederlage" unferes Genossen Schippel bei solche Verständigung herantreten werde. Er wolle eine herzliche Kultur ist. dem Kampf um den achten Schriftführer weit mehr ent Freundschaft zwischen den beiden großen Ländern begründet sehen, Doch die Komit des Vorfalls liegt nicht in diesem Wider- üdt, als wir uns über diesen Mißerfolg beim besten doch halte er es auch für nöthig zu erklären, daß diese Freundschaft spruch allein. Nicht minder erheiternd ist es, daß die Leute Willen zu grämen vermögen. Die gute Staatsbürgerin", unverträglich mit der Politik der Erbitterung und der Schikanen sei, noth", an welcher der östliche Großgrundbefiz frankt, nach die ihre eigenen Wahnvorstellungen gern als Realitäten nach welche seit so vielen Jahren verfolgt werde." Wir sind nicht ge dem eigenen Eingeständniß der Agrarier zu einem wesentlichen außen verlegt, hat bei uns verhaltene Wuth" und" nationale Stonzessionen, die ohne Gegenleistung für uns sind und die nur als sonnen", sagte der Redner,„ diese Freundschaft um den Preis von Theil auf den heutigen Militarismus zurückzuführen Entrüstung" beobachtet, und die Kreuz- Zeitung" wird in Ausgangspunkt für neue Forderungen dienen, zu erkaufen". ist, auf denselben Militarismus, dessen erzieherische Bedeutung ihrem Herzensjubel sogar über ihr sonstiges Maß Das war nicht sehr höflich, allein Herr Chamberlain liebt für das deutsche Volksleben uns sonst die konservativen Blätter unlogisch eine schwierige Sache, zu der nur die kräftige Ausdrücke. nicht genug in allen Tonarten zu preisen wissen, und zwar Kraftbeflügelung durch hochgradige seelische Erregung Im weiteren Verlauf seiner Rede stellte er Rußland ist es gerade die zum Zweck einer leichteren Niederwerfung befähigt. Die Kreuz- Zeitung" findet es drollig, wenn der gegenüber als Vorbedingung friedlichen Zusammengehens hin sozialistischer Aufstandsversuche eingeführte Abschiebung von Herrn Liebknecht, welcher nur zwei, Nationen“: die der die Aufrechterhaltung gleicher Gelegen. der in den östlichen Provinzen ausgehobenen Militär- Ausbeuter und der Ausgebeuteten fennt, ge- eiten für den Handel Handel aller anderen pflichtigen nach den westlichen Industriebezirken, welche leitete Vorwärts" sich auf das Deutschthum der Sozialdemo- Nationen". Das ist freilich gerade das, was Rußland die Landwirthschaft am meisten schädigt. So heißt es z. B. in fratie beruft." nicht will. Chamberlain und das ist der wichtigste Theil dem bereits von uns in Nr. 282 des Vorwärts" erwähnten Wir hätten uns auf das Deutschthum der Sozialdemo- feiner Rede erklärt dann: Schreiben des Grafen Dohna- Wundlacken, Vorsitzenden des fratie berufen? Fiel uns garnicht ein! Wir haben uns nur Ich glaube, daß meine Hoffnungen in diefer Richtung wohlostpreußischen Provinzialverbandes des Bundes der Land- in die Anschauung der nationalen Parteien hineinversezt und gegründete sind, denn unsere Interessen werden von Japan, wirthe, an den Oberpräsidenten Ostpreußens wörtlich: sie auf ihre Selbstverhöhnung aufmerksam gemacht. Genosse Deutschland und Amerita getheilt; alle haben sie die Die blühende Industrie ist in der Lage, den ländlichen Schippel ist nun einmal ein Deutscher und der Graf gleichen Interessen. Chamberlain führte eine Stelle der letzten Arbeitern mehr an materiellem Behagen zu bieten, als es die, Kwilecki ist ein Pole. läßt nicht Botschaft des Präsidenten Mac Kinley an und sagte, er glaube, in sich wie von höchster Stelle auch anerkannt wird, schwer noth- leugnen. Wir legen auf diesen Unterschied keinen be- Bukunft werden die Engländer nicht die einzigen Wächter der leidende Landwirthschaft vermag. Ferner findet ein natur- sonderen " offenen Thür" sein. Wir sind bereit, unsere eigenen Bejigungen wohl aber pflegen es unsere und unsere ausschließlichen Interessen allein zu vertheidigen; dafür gemäßes Abströmen der Bevölkerung nach dem durch milderes Nationalen zu thun, und dennoch stellen sie die verlangen wir keine Beihilfe, dafür haben wir keine Allianz Klima und leichtere Lebensbedingungen bevorzugten Westen Partei über die Nation. Unsere Nationalen sind eben bei nöthig. Aber es giebt andere Intereffen, welche wir mit anderen statt. Das Bestreben der Militärbehörden, ost- Licht gesehen nichts als die Internationale des Besizes und theilen. Ist es nicht vernünftig, daran zu denken, daß es ein gepreußische Rekruten nicht nur für die Garde, des blauen Blutes. Und wenn das konservative Organ jetzt wisjes Zusammenwirken gäbe, um diese Interessen zu fördern? Ich sondern auch( durch Umtausch gegen Polen erklärt: gestatte mir, gewissen unserer deutschen Freunde zu sagen, daß es und Sozialdemokraten aus den Industrie. Darüber, daß die Konservativen die Sozialdemokraten als mißig ist, von einer Allianz zu sprechen, wo der Vortheil gänzlich bezirken des Westens) in der Linie der Pro- die schlimmsten aller staatsfeindlichen Elemente erachten, hat nie- auf einer Seite ist. Wir verlangen nicht, daß fie unsere vinz zu entziehen, trägt noch hierzu bei." mals ein Zweifel bestanden; für unsere Partei war die Fern- Kastanien aus den Feuer holen und wollen ihre Kastanien haltung eines Genossen" von der Vorstandsestrade des Reichs- nicht aus dem Feuer holen. Aber was hat sich, was Deutschland tages die Hauptsache", betrifft, ereignet? Wir haben mittels eines freundschaftlichen und reblichen Gedankenaustausches festgestellt, daß es es sehr wichtige Fragen giebt, welche die deutschen Interessen ebenso wie die englischen Interessen berühren. Wir fönnen uns verständigen, uns helfen und können unterlassen, in diesen Fragen einer die Politik des anderen zu be= bie englischen und deutschen Interessen in teinem hindern. Und ein Augenblick der Ueberlegung wird beweisen, daß Theile der Erde in ernstlichem Widerstreit sind. Ich glaube daher, wir können hoffen, daß in Zukunft die beiden Nationen, die größte Flottenmacht der Welt und die größte militärische Macht, sich häufiger einander nähern können und daß unser gemeinsamer Einfluß im Interesse des Friedens und des freien Handels angewandt werden könne. Er wird in diesem Falle mächtiger sein als der Einfluß der einen oder der anderen Macht allein. Inzwischen ist angesichts der jeßigen Weltlage die Freundschaft Englands nicht Ich kann unseren deutschen Freunden die Verzu verachten. sicherung geben, daß, wenn jentals unsere Interessen nicht die gleichen sind, wenn je unsere Ziele nicht von ihnen gebilligt werden, wir ihre Mitwirkung nicht von ihnen verlangen und sie nicht wollen werden. Aber einstweilen behaupte ich, daß Man sollte doch nun aber auch endlich den Muth der diese Entente mit Deutschland ein Erfolg ist und nicht der geringste Konsequenz haben und schleunigst einen Antrag bei den derjenigen, die die Regierung erreicht hat. Wenn ich Sie, meine gesetzgebenden Faktoren einbringen, daß der Paragraph der Ber- Herren, zu der Entwickelung der guten Gesinnungen zwischen uns fassung, nach welchem alle Staatsbürger vor dem Ge- und der großen Festlandsmacht beglückwünsche, so freue ich mich noch fege für gleich erklärt werden, aufzuheben sei. mehr über die Entwickelung der freundschaftlichen Beziehungen Denn solche veraltete" Bestimmung paßt doch nicht mehr zu dem zwischen uns und unseren Kolonien, sowie zwischen uns und den Herrschenden Geiste des praktischen Christenthums" und seiner Vereinigten Staaten. Wenn wir die Freundschaft der angelsächsischen tieferen sittlichen Anschauungsweise, daß man stets zwischen den Rasse besigen, giebt es keine andere Kombination, welche uns Furcht Guten und Schlechten, d. i. den Staatsfrommten und den un- einflößen könnte. ruhigen Bürgern, zu welch' ersteren immer die Hochgeborenen, zu Das ist recht hübsch und schön, zum theil auch wahr. Aber welch' letzteren von vornherein gewöhnliche Arbeiter gehören, fein ist es nicht beschämend für uns, daß ein englischer Minister, noch -Werth, Das Gleichheit vor dem Geseke. " So ganz Unrecht haben die Herren in ihren Ausführungen nicht, wenn auch die Bemerkung, die Landwirthschaft könne so ist das nichts anderes als eine Bestätigung. daß es wirklich den Arbeitern das Behagen nicht bieten, wie die Industrie, nur zwei Nationen giebt. cum grano salis zu verstehen ist. Thatsächlich hat neben dem niedrigen Stand der Arbeitslöhne in den östlichen Provinzen und noch mehr dem väterlich milden Regiment der Grundherren über ihre Insten", nichts so sehr zum Bir berichteten unlängst, daß in Dresden ein Maurer zu Arbeitermangel im Osten beigetragen, als das von den sechs Monaten Gefängniß und drei Jahren Ehrverlust der Militär- Behörden beliebte Verfahren, die sozialdemokratisch urtheilt worden ist, weil er zu einem Unternehmer gefagt durchfeuchten" Rekruten der Groß- und Industrieſtädte an hatte: Wenn Sie nicht 45 Bf. Lohn pro Stunde zahlen, der polnischen Grenze zu plaziren, und dafür die jungen Leute sorgen wir dafür, daß vier Wochen kein Maurer auf den Bau der Ostprovinzen nach den Garnisonen der Induſtriegegenden kommt." Zu diesem Urtheil bemerkt die Ethische zu verschicken. Von den großstädtischen Militärpflichtigen, die Kultur": nach Ostpreußen oder Posen abgeschoben werden, bleiben nur wenige nach Ablauf ihrer Dienstzeit in diesen Gegenden zurück, und so weit sie dort bleiben, suchen sie nicht in der Landwirthschaft, sondern im Handwerf ein Unterkommen. Auf sie hat zumeist ihre Versehung nur den Einfluß, daß sie einen gründlichen Widerwillen gegen das militärische Leben mit zurücknehmen, der sich später auch auf die militärischen Vereine und andere nügliche Veranstaltungen zur Förderung des ,, kriegerischen Geistes" ausdehnt. Dagegen lernen die zum Militärdienst eingezogenen ländlichen Arbeiter aus dem Osten in den industriellen Garnisonstädten bald allerlei neue, ihnen besser zusagende Lebensverhältnisse kennen. Ist ihre Zeit um, so fehren sie nicht zu ihren gesegneten Heimathsfluren zurück, sondern versuchen in einer der größeren Städte Arbeit zu finden. Es ist eine köstliche Fronie unserer politischen Entwickelung, daß derselbe Militarismus, der in seiner heutigen Man muß einer solchen Thatsache nur die andere gegen überstellen, daß kürzlich ein Graf von Stolberg, der einen Soldaten zuerst in unfläthiger Weise beschimpft, dann als dieser fich devot zu rechtfertigen suchte, ihn niedergestochen hatte, nur zu Festungshaft und feineswegs zu irgend welchem Ehrverlust verurtheilt wurde. Und solcher interessanter Gegenüberstellungen ließen sich noch eine ganz erkleckliche Zahl anführen. obendrein in einer Privatrede, uns Deutschen über das jüngste) Abkommen mit England Aufschlüsse giebt, welche die deutsche Thronrede uns hätte geben müssen. Die Unfertigkeit unserer Zustände, und der Mangel an Achtung, dessen die deutsche Volksvertretung noch genießt, konnte nicht greller beleuchtet werden als durch diese That fache. Der Sieg der Zivilgewalt. Diese Mittheilung in Ehren. Daß aber nicht doch in gewissen " Die von der Frankf. 3tg." gebrachte Nachricht, daß zur theiligten im Betriebe durch Sachverständige vorzuführen. Mit der Deckung der Reisekosten des Kaisers auf der Fahrt nach Palästina Maschinenausstellung ist eine Ausstellung von mustergiltigen Halbdem Landtage eine besondere Vorlage zugehen werde, entbehrt und Ganzfabrikaten zu berbinden. Um den Gewerbetreibenden jeder Begründung. den Ankauf des Rohmaterials zu den im Großhandel üblichen Preisen zu ermöglichen und ihnen den Abfah ihrer Fabrikate zu höfischen oder Regierungskreisen die Absicht bestanden hat, dem erleichtern, ist endlich an geeigneten Orten der Provinz die Bildung Lande die Deckung der Reisekosten des Kaisers zuzumuthen, das geht von Rohstoff- und Magazingenossenschaften zu fördern. aus der offiziösen Mittheilung feineswegs hervor. Wir haben die Wir haben gegen die Durchführung dieser Beschlüsse nichts Bes starke Vermuthung, daß man sich erst eines besseren besonnen hat, sonderes einzuwenden. Freilich glauben wir auch nicht, daß durch nachdem man Gelegenheit gehabt, den Eindruck zu bemerken, den diese Meisterkurse" dem nothleidenden Handwerk sonderlich geDie Entscheidung des Pariser Kaffationshofes in Sachen die rechtzeitige Bekanntgebung jener Absicht hervorgerufen hat. holfen wird. des Picquart Prozesses ist ein politisches Ereigniß ersten Bielleicht sind auch unsere konstitutionellen Erwägungen von einigem Lex Heinze. Trotz der Versicherung des führenden ZentrumsRanges. Von welcher Tragweite sie für den Prozeß selbst ist, Einfluß gewesen. organs rheinländischer Richtung, daß man sich diesmal die Vordas kann die Zukunft erſt lehren. Die politische Tragweite regierungsrath von Dewitz von der Regierung in Breslau ist durch die Regierung selbst einen Entwurf vorbereitet, ist dem Reichstage Regierungspräsidenten Wechsel in Erfurt. Der Oberlegung eines neuen Heinze- Entwurfs ersparen könne, weil läßt sich jetzt schon flar übersehen. Patent vom 5. Oktober d. J. zum Regierungspräsidenten bereits eine vom Zentrum ausgearbeitete Vorlage zugegangen. Ueber Das Wort Brisson's: Die Militärgewalt in Erfurt ernannt. Er tritt seine neue Stenung am 1. Januar die Gründe dieser Schwenkung schreibt die„ Köln. Volksztg.": muß der Zivilgewalt untergeordnet werden- 1899 an. Die Regierungs- Vorlage soll, wie man hört, die alte Regierungsist mit dieser Entscheidung zur Wahrheit geworden, obgleich Sollte dieser Wechsel mit den sonderbaren Ansichten über Aus- fassung mit nur wenig erheblichen Abänderungen bringen, während Brisson selbst, seit er jenes Wort sprach, gestürzt worden ist. weisungspragis des jezigen Erfurter Regierungspräsidenten die frühere Regierungs- Fassung gerade auf Betreiben von Mitgliedern Die öffentliche Meinung Frankreichs, die in dem Spruche zusammenhängen? der Zentrumspartei in der Kommission sehr nothwendige Aenderungen des Kassationshofes zum Ausdruck kommt, hat die Gefahren Tron der Wasserstiefel. Für ausnahmegefegliche wird das Zentrum jetzt den Entwurf wieder einbringen. und Ansdehnungen erhielt. In dieser Kommissions- Fassung des Militarismus für ein freies und gefittetes Staats- Behandlung schwärmen die Freifinnigen troß alledem! Das haben die Regierungs- Vorlage, so kann der Antrag des Zentrums gemeinKommt wesen erkannt, und durch Einschränkung der Militärjustiz dem sie bei der Präsidentenwahl für den Reichstag bewiesen, indem sie schaftlich mit ihr berathen und derselben Kommission überwiesen die Regierungs- Vorlage, so kann der Antrag des Zentrums gemeinMilitarismus einen der schlimmsten Giftzähne ausgebrochen. ben dem bisherigen Brauch entsprechenden Anspruch der Sozialdemo- schaftlich Freilich, der Giftzahn kann wieder nachwachsen. Allein die Volts- traten, als zweitstärkste Partei die erste Bizepräsidentenstelle zu besetzen, Der Zentrumsentwurf ist denn auch bereits eingebracht. strömung gegen den Militarismus ist in Frankreich nicht mehr durch ihre Abstimmung mißachteten. Das Organ der freisinnigen aufzuhalten, und wir können die Unterordnung der Militär- Dissidenten, die Berl. 8tg.", rügt dies Verfahren, das allen demotratischen Grundsägen widerspricht. unter die Zivilgewalt jezt für Frankreich als bollendete und endgiltige Thatsache betrachten. Damit hat Frankreich sich an die Seite Englands gestellt, wo von jeher die Zivilgewalt einzig maßgebende Gewalt war, nnd es hat die übrigen Staaten des Festlands weit überflügelt, namentlich auch unser Deutschland, wo es geschehen kann- wie Fürst Bismarc dies wiederholt gethan hat, daß ein beliebiger Militär und Referve Offizier der bürgerlichen Justiz ungestraft ein Schnippchen schlagen kann. # Deutschland, dessen Presse zum großen Theil innerhalb des legten Jahres fich pharifäerhaft über Frankreich erhob, hat nun gerechten Anlaß, in sich zu gehen und das Bei spiel Frankreichs nachzuahmen! Der spanisch- amerikanische Friedensvertrag. Der Friedensbertrag zwischen Spanien und Amerika ist nunmehr zu stande gekommen. Die ersten Artikel beziehen sich auf die Abtretung bon Kuba, Portorico und den Philippinen, auf die Konsequenzen dieser Abtretung in politischer und administrativer Hinsicht. Die folgenden Artikel treffen Bestimmungen über die persön lichen Rechtsverhältnisse der Spanier, welche auf den abgetretenen Inseln ansässig bleiben und die Rechtsverhältnisse der für die spanische Rationalität optirenden Eingeborenen. Das Eigenthum religiöser Gemeinschaften wird dem gemeinen Recht unterstellt. Der Artikel, der über das handelspoliische Regime auf den abgetretenen Inseln Bestimmung trifft, sezt fest, daß auf den Philippinen nur spanische Waaren den gleichen Zöllen wie amerikanische Waaren unterliegen. Die Amerikaner verweigern die Anerkennung der Geldsummen, welche in die kubanische Staatsbant als Kautionen der öffentlichen Rechmingsbeamten, oder als gerichtliche Depots oder Hinterlegungen von Unternehmern öffentlicher Arbeiten eingezahlt wurden. Von einem Ankauf der Karolinen durch die Vereinigten Staaten erwähnt der Vertrag nichts. Ebenso steht in dem Vertrag nichts über die tubanische Schuld. Für die Abtretung der Philippinen ist eine Entschädigung von 20 Millionen Dollars festgesetzt. Für die Natifizirung des Vertrages durch die Parlamente beider Länder ist eine Frist von 6 Monaten vereinbart. 119 Deutsches Reich. usnahmegefes werden." Neues Papiergeld. Schon vor mehreren Jahren hatte man wegen der vielfach vorkommenden Fälschungen die Absicht gefaßt, " Nachdem die zweitstärkste Partei des Hauses Anspruch auf die die jetzt im Umlauf befindlichen Reichs- Kassenscheine von 1882 einerfte" Vizepräsidentenstelle erhoben hatte, war es parlamentarische zuziehen und durch neue zu ersetzen, die vermöge ihrer verPflicht der Freisinnigen Volkspartei, diesen Anspruch als berechtigt änderten Ausstattung einen größeren Schutz gegen Nachanzuerkennen. Es kam für sie höchstens noch in Frage, ob sie ihre bildung böten. Man hat auch einen Theil der Absicht durchgeführt, Stimmen für den konservativen Kandidaten abgeben sollte in anbetracht indem zunächst die Neuanfertigung von Fünfzigmartscheinen vordes Umstandes, daß die beiden konservativen Frattionen zusammen mehr genommen wurde. Inzwischen hat sich jedoch, wie berichtet wird, Mitglieder zählen, als die Sozialdemokratie. Die Antwort auf diese das Bedürfniß herausgestellt, mit einer gleichen Maßnahme bezüglich Frage konnte nicht zweifelhaft sein, nachdem bekannt geworden war, der übrigen Reichs Kassenscheine vorzugehen. Es wird also demdaß die Konservativen zum zweiten Bizepräsidenten nicht Schmidt, nächst vermuthlich Papiergeld in neuer, veränderter Zeichnung ausBettel in die Urne zu werfen, hätte man für sondern Bassermann wählen würden. Statt aber nun weiße gegeben werden. Wenn man Kommerzienrath ist! Bei der lezten Singer stimmen müssen. Dies hat die süddeutsche Volks- te ich 3 tagswahl erklärte der Sommerzienrath Wiedemann in partei offenbar gethan, denn es wurden für Singer neun Stimmen Apolda öffentlich, daß er bei vorkommender Stichwahl zwischen mehr abgegeben, als Sozialdemokraten im Hause waren; in der Konservativen und Sozialdemokraten dem Kandidaten der letzteren freisinnigen Volkspartei aber wagt man offenbar nicht, die feine Stimme geben würde. Wiedemann ist Ehrenmitglied Sozialdemokraten als gleichberechtigte parlamentarische Partei des dortigen Kriegervereins und ein Mann, der sich um das anzuerkennen. hat wahrscheinlich in Erwägung ge- Wohl Apolda's erhebliche Verdienste erworben hat. höfischen Repräsentations Pflichten nachkommen oder, zogen, daß ein fozialdemokratischer Präsident nicht den dem Kriegerverein angehörige Reserve- Offiziere stellten infolge wir der Aeußerung bei dem Bezirkskommando in Weimar den bei einer Gelegenheit, Antrag, den kommerzienrath aus dem Verein zu wagen uns den Fall gar nicht auszumalen, wo ein Hoch auf den Kaiser ausgebracht werden muß, dies unter entfernen. Nach näherer Prüfung des Thatbestandes hat aber lassen würde. Solche subalternen Erwägungen können es doch das Bezirkskommando entschieden, daß fein Grund vorliege, den ur gewesen sein, die die Freisimmige Volkspartei abgeschreckt haben, Kommerzienrath Wiedemann von dem Kriegerverein auszuschließen. für Singer zu stimmen, die sie freilich nicht abgehalten haben, die Man ist gespannt, wie diese Angelegenheit von höheren Instanzen, dritte Präsidentenstelle aus den Händen der Sozialdemokratie denn an diese will man sich nun wenden, aufgefaßt wird.- Apolda entgegenzunehmen. Bei allen demokratisch denkenden Anhängern der ist eine glüdliche Gegend! Es verfügt über einen verständigen Partei muß die Halbheit und Baghaftigkeit, die sich in der Abgabe Kommerzienrath und ein einfichtiges Bezirkskommando. Oder hat der in Unschuldsweiße glänzenden Stimmzettel bekundete, einen recht man etwa nurjden Sommerzienrath, nicht aber den sozialunerfreulichen Eindruck machen." demokratischen Wähler schonen wollen? = Man inter einer einen Blatt Die Meldung widerrufen. Sie tlang so bestimmt und hatte doch Etliche Lucanus bleibt! Wir wissen es jetzt| So muß die Tücke der Bösen selbst Nach Tagen, die uns schufen Dem Guten zum Besten dienen! Viel Sorge; mit Freuden hat jedes Im ganzen Reiche sieht man darum Nur freudestrahlende Mienen. Wir wünschen, daß lange Lucanus noch Des hohen Amtes walte; Doch zeig' er uns bald, daß wirklich er Geblieben auch ganz der Alte.. Er opfere einen Minister uns Zu diesem guten Zwecke! Wen's trifft, ist ziemlich einerlet Wie wär' es mit v. d. Rede? Deutsch Defterreichisches. Offiziös wird geschrieben:„ Nach Lucanus Nachf. Herr Lucanus hat, wie längst bemerkt Berichten Wiener Blätter hat ein Mitglied des Reichsraths worden ist, in seiner Amtsthätigkeit nachgelaffen. Dies geht daraus die österreichische Regierung wegen eines bisher um- hervor, daß schon Wochen, ja, wenn wir nicht irren, sogar schon bekannten" Ereignisses interpellirt, das sich während des Aufenthalts Monate verflossen find, ohne daß der mindeste Minister lucanifirt des deutschen Kaisers in Beirut abgespielt haben soll. worden ist. Es ist also eigentlich höchste Zeit, daß ein anderer Danach hätte es der Kaiser gegenüber dem deutschen" Honorar- Mann kommt, der es besser versteht, auf höfliche Weise den Ministern fonful" in Beirut als Pflichtvergessenheit bezeichnet, daß Gesundheitsrücksichten beizubringen. Gleichwohl wurde neulich verdieser neben den deutschen auch österreichische Firmen ver- sichert, daß Herr Lucamus doch bleibe. Dagegen soll nach der„ Bertrete. Obgleich nach jenen Berichten der Interpellant seine In- liner Zeitung" bereits ein neuer Mann gefunden sein, und zwar in formationen von einem österreichischen Minister erhalten haben sollte, der Person des Oppelner Regierungspräsidenten v. Moltte. Der Er würde gewiß überlegene strategische ließ doch sofort die bekannte Thatsache, daß das Reich in Beirut Name ist vielversprechend. nicht durch einen Honorar- oder Wahlfonful, sondern durch einen Fähigkeiten mitbringen und die Minister würden nun wieder abAber warum sollen wir an Berufskonjul vertreten wird, jenes unbekannte Ereigniß" als ein gehen wie die warmen Semmeln. tendenziöses Manöver erscheinen. Wir sind aber noch er- Herrn v. Lucanus verzweifeln? Kann er sich nicht noch bessern, mächtigt, ausdrücklich zu erklären, daß an der Geschichte von wenn man ihm gut zuredet? Wir schließen uns daher ganz dem Der Bundesrath überwies in seiner Sigung am Freitag den den angeblichen Aeußerungen des deutschen Kaisers kein wahres Kladderadatsch" an, der in seiner legten Nummer fingt: Wort ist." zuständigen Ausschüssen die Vorlagen betreffend den Entwurf eines Gesetzes über Aenderungen der Zivilprozeß- Ordnung 3n der Kündigung von 19 Unterbeamten des Poft und der Strafprozeß- Ordnung 2c., betreffend Aenderung amts in Hamein wegen gemeinsamen Bezugs des Deutschen des statistischen Waarenverzeichnisses und des Verzeichnisses der Massen- Bostboten" Staats Decadresse hat der Reis post amts b. Podbielski güter, betreffend die anderweite Festsetzung der Gebühren für sekretär des Postanweisungen und für Sendungen von Waarenproben, sowie Erlaß ant die zuständige faiserliche Ober- Postdirektion in Rein garnichts zu bedeuten; betreffend den Entwurf eines Hypothekenbank- Gesetzes und ertheilte Hannover gerichtet. Der Erlaß wird sämmtlichen Unter- Sie war frivol in die Welt gesetzt die Zustimmung dem Antrage des ersten und fünften Ausbeamten der Reichs- Post- und Telegraphen- Verwal- Bon schlecht gesinnten Leuten. schusses, betr. den Entwurf einer neuen Militärtransport- Ordnung 2c. tung, bei den Verkehrsanstalten durch die Vorsteher zur Kenntniß Gin grober Unfug war es, er hat und eines neuen Militärtarifs für Eisenbahnen, dem Ausschußbericht gebracht. Er lautet:„ Der in dem Bericht vom 29. Novbr. bezeichneten Geängstigt uns und belästigt; über die Vorlage betr. die Statistik der Auswanderung, dem Unterbeamten des Postants in Hameln ist der Dienst gekündigt Nun aber ward nur mehr dadurch Ausschußbericht über die Vorlage betr. den Entwurf eines Gesetzes worden, weil sie trotz der Warnung in meinem Erlaß vom. 15. Sep- ucani Stellung befestigt. wegen Verwendung überschüssiger Reichseinnahmen aus dem tember die Wochenschrift, Deutscher Postbote" gemeinschaftlich unter einer Aus dem Lande des Ochsenkopfes. Die prompt ausgeführte Rechnungsjahr 1899 zur Schuldentilgung sowie dem Ausschußbericht fremden Adresse bezogen und dadurch ihre Abhängigkeit von den der Ver- Verbreitung der 90 000 Exemplare des Mecklenb. Volts- Kalenders" über die Vorlage betr. den Besoldungs- und Pensionsetat der Reichs- waltung feindlichen Bestrebungen dieses Blattes bekundet hatten. durch unsere Parteigenossen in den Dörfern des ganzen Landes hat Wenn die Betheiligten jegt um Rücknahme der Kündigung mit die Junker wüthend gemacht. Die Mecklenb. Volksztg.", unser der Bethenerung bitten, daß fie unüberlegt und ohne Absicht No sto der Partei- Organ, hatte die Mittheilung von der BerDie Zuchthausvorlage naht! Die Gefeßentwürfe betr. den einer Opposition gehandelt hätten, so genügt dies zur Ent- breitung der Kalender mit folgendem Wunsche begleitet: Schutz des gewerblichen Arbeitsverhältnisses lastung desjenigen Unterbeamten, der seine Amtsgenossen zum und betr. die Errichtung eines bayerischen Senates bei Bezuge des Blattes veranlaßt und die Vertheilung an die einzelnen dem Reich 3 Militärgericht sind in der letzten Sigung des Bezieher vermittelt hat, nicht; bezüglich seiner muß es Staatsministeriums genehmigt worden und dem Bundesrath zu vielmehr bei der Kündigung bewenden, da für Agitatoren gegangen. Unter Schutz des gewerblichen Arbeitsverhältnisses in der Post- und Telegraphenverwaltung kein Raum ist. Hinsichtlich wird bekanntlich die Vernichtung der Koalitionsfreiheit verstanden. der übrigen will ich aber, da die Ober- Postdirektion eine mildere Auch die badische Regierung hat sich jest scheinbar zur Zuchthaus Beurtheilung befürwortet, für diesmal noch annehmen, daß sie sich der vorlage bekehrt. Ihre Süddeutsche Reichskorrespondenz schreibt: Tragweite ihres Verhaltens nicht in vollem Umfang bewußt gewesen find, " In der Stellungnahme der großherzoglich badischen Regierung und in der bestimmten Erwartung, daß fie tünftig ein besseres Verzum fünftigen Schutz der Arbeitswilligen hat ein Theil der Presse ständniß für die Pflichten ihres Amtes befunden werden, ausnahms einen Gegensab gegen die Absichten der Reichsweise ihre Beibehaltung im Dienst genehmigen." regierung erblicken wollen. Eine derartige Annahme ist ganz Die im Kasernenstyl gehaltene Ordre dürfte schon genügen, die unbegründet. Da der badischen Regierung zunächst nur die Er Beamten einzuschüchtern, so daß äußerlich die„ Ordnung" nun gebnisse der Erhebungen im eigenen Lande vorliegen und zur Zeit wieder hergestellt sein wird, im Innern werden die also Behandelten überhaupt noch fein auf den ausgiebigeren Schutz der Arbeits- umfomehr ihr Stlavenloos verwünschen und ihre Ketten schwerer willigen abzielender Entwurf den verbündeten Regierungen zu fühlen. gegangen ist, fann von einer endgiltigen Stellungnahme der badischen Regierung noch nicht gesprochen werden. bantbeamten für 1899. Nach den für das Rechnungsjahr 1899 geplanten Organisationsänderungen würde sich die Etatsstärke des deutschen Heeres auf 28 730 Offiziere, 79 873 Unteroffiziere, 491 826 Ge meine, 2155 Militärärzte, 1089 8ahlmeister ut. i. w., 659 Roßärzte, 1014 Büchsenmacher und Waffenmeister, 93 Sattler und 101 065 Dienstpferde belaufen. Eine Konferenz zur Hebung des Handwerks fand auf Veranlassung des Handelsministers Brefeld in Hannover statt. Als Vertreter des Ministers nahm der Geh. Regierungsrath Simon an den Verhandlungen theil. Aus den gefaßten Beschlüssen heben wir die folgenden hervor: Möge die Ausgabe des Kalenders für 1899 dazu beitragen, die revolutionäre Gesinnung im Lande zu erwecken und zu vertiefen, den Abscheu gegen das menschenunwürdige Treiben des Junkerthums zu verallgemeinern, und sich fomit als eine frohe Hoffnungssaat der völlerbefreienden Sozial demokratie erweisen!" Die Mecklenburgischen Nachrichten" bemerken hierzu: „ Das sozialdemokratische Blatt betreibt die Agitation jezt fo frech und dreist, daß es wohl selbst glaubt, daß die Stunde seiner Herrlichkeit bald geschlagen haben dürfte. Unsere medlenburgischen gejezgebenden Faktoren werden sich hoffentlich der Aufgabe nicht entziehen, die Repression der Sozialdemokratie, hinsichtlich deren für die Landesgesetzgebung noch ein weiter Spielraum gelassen ist, energisch zu betreiben." Wir konnten schon kürzlich von einem Versuche der hochedlen medlenburgischen Ritterschaft berichten, der dahin ging, die dortige Sozialdemokratie durch besondere Landesgesetze zu inebeln. Die mecklenburgische Regierung ging darauf nicht ein, wohl in der Ans nahme, daß von Reichs wegen etwas geschieht. Nun glaubt man für die tepreffion" auch durch die Landesgesetzgebung genügend„ weiten Spielraum" zu haben. Der gute Wille mag gewiß groß und der Spielraum sehr weit, d. h. die Geseze recht dehnbar sein, zur Vers nichtung der Sozialdemokratie wird alles das nicht ausreichen. Zur Militärvorlage. Der Liberalismus, der einst den Militärfonflift mit Bismard auslämpfte, ist jetzt einer vollständigen Militärerweichung verfallen. Die Nationalliberalen sind aus Furcht vor einem Militärkonflikt nicht einmal dafür zu haben, eine Handwerkern, die schon selbständig find, und Gesellen soll in dauernde Festlegung der zweijährigen Dienstzeit zu ver- Hannover Gelegenheit geboten werden, ihre Fachbildung zu ergänzen. Tangen. Eine solche Forderung fönne nur den Zweck haben, direkt zu dem Zwecke sind für sie Meisterkurse einzurichten, in denen in den Militärtonflitt hineinzusteuern. Man könne von der sie einen mustergiltigen Werkstättenbetrieb, insbesondere die in Beglaubigte Abschrift. Abth. 148. B. 823/98. In der PrivatHeeresverwaltung nur beanspruchen, sich über die bisherigen Ergeb- ihrem Berufe verwendbaren Kraftarbeits Maschinen und Werkzeuge flagefache des Rittergutsbesizers Dr. Röfice in Görsdorf, Privats nisse der zweijährigen Dienstzeit genauer zu äußern. tennen lernen. Auch sind sie in Buchführung, Kalkulation, Stor- lägers, gegen den Nedakteur August Jacobey hier, geboren am respondenz, Materialienkunde, im Zeichnen und anderen Fachgegen 21. März 1854 in Frankfurt a. D., Diffident, Angeklagten, wegen ständen zu unterweisen. öffentlicher Beleidigung, hat das tgl. Schöffengericht I zu Berlin am Zu den Kursen sind nur solche Meister und Gesellen zuzulaffen, 7. November 1898 für Recht erkannt: Der Angeklagte wird wegen deren theoretische und praktische Vorkenntnisse einen erfolgreichen öffentlicher Beleidigung zu 100- einhundert Mark Geldstrafe, Besuch der Kurse erhoffen lassen. Ueber die Zulajiung entscheidet im Nichtbeitreibungsfalle zu 20 Tagen zwanzig Tagen- Ge die Kommission. Die durch Einrichtung und Unterhaltung der Kurse fängniß fostenpflichtig verurtheilt. Der verfügende Theil des Urtheils Lippe. In der lippe'schen Angelegenheit hat man entstehenden Stoften find unter Beihilfe des Staates von der ist im Vorwärts" und zwar im Hauptblatt auf der zweiten Seite fich nach der„ National- 8tg." unter den Regierungen dem Vernehmen Provinz, der Stadt Hannover, dem Gewerbeverein, der Hand- mit derfelben Schrift wie der inkriminirte Artikel abzudrucken, und Es ist zwar binnen einem Monat nach eingetretener Rechtskraft des Urtheils. nach dahin verständigt, daß der Bundesrath die Berechtigung ferner Vorsorge zu treffen, daß Meister und Gesellen die Dem Privatkläger wird die Befugniß zugesprochen, während der ber lippe- betmoldischen Landesgesezgebung zur in den Kursen erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Er selben Frist den verfügenden Theil des Urtheils durch einmaliges Regelung der Erbfolgefrage anerkennen wird. Da- fahrungen in ihrem Beruf praktisch verwerthen können. Zu Inferat in einer hiesigen Tageszeitung, deren Auswahl ihm frcia gegen will man dem bezeichneten Beschluß eine Erklärung voraus dem Zweck ist die Schaffung geeigneter Einrichtungen, insbesondere gestellt wird, auf Kosten des Angeklagten bekannt zu machen. Das chicken des Sinnes, daß der Bundesrath sich zwar für zuständig die Bildung von Werkgenossenschaften anzuftreben. Weiter ist in der erste Blatt des Hauptblattes der Nr. 187 des„ Vorwärts" vom halte, von dieser Zuständigkeit aber keinen Gebrauch machen wolle. Gewerbehalle zu Hannover eine ständige Ausstellung aller im Klein 12. August 1898 ist in allen Exemplaren, welche fich im Besitze des Auf eigene Koften? Die„ Norddeutsche Allgem. 3tg." meldet gewerbe verwendbaren Krafts, Arbeitsmaschinen und Werkzeuge zu Verfassers, Druders, Herausgebers, Verlegers befinden, oder welche hochoffiziös: veranstalten. Die ausgestellten Maschinen sind auf Wunsch der Be- öffentlich ausliegen, einzuziehen. 8 In bezug auf die Straflosigkeit von im Reichstag Chronik der Majestätsbeleidigungs: Prozesse. Wegen minderung der Reichsschuld überwiesen worden 37 500 000 m. gemachten Aeußerungen sind unter dem Publikum und Majestätsbeleidigung wurde in Dortmund der wegen Meineids mit bleiben somit 2 115 622 102 M. Dagegen find neu hinzugetreten namentlich auch unter unseren Genossen falsche Anschauungen ver- zwei Jahren Zuchthaus vorbestrafte Bergmann Karl Luig zu Klöber- laut Reichshaushalts- Etats für das Rechnungsjahr 1898 55 629 991 breitet. Ganz irrig ist insbesondere die Annahme, was im Reichs- haide zu 8 Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Köln. 3tg." be- Mart, so daß zur Zeit die Anleihekredite sich im tag straflos gesagt worden, könne außerhalb des Reichstags richtet darüber: Quig erzählte nach der Ermordung der Kaiserin von ganzen auf 2171 252 093 Mart beziffern.- Wann straflos wiederholt werden. Desterreich, auch er gehöre einem Anarchistenklub an; sie seien zu wird die dritte Milliarde voll sein?! Die Straflosigkeit erstrect sich nur auf die amtlichen acht. sieben seien ausgefandt, um Anschläge auf das Kaiserpaar aus stenographischen Berichte und auf den Abdruck im Zuzuführen, zwei wären nach Berlin, fünf nach dem Orient gereist. Vereinsgeseh. Ein nationalliberaler Antrag lautet:" Infammenhang. Wer aus dem Bericht eine bestimmte Stelle Bei dieser Gelegenheit gebrauchte Luig auch noch Aeußerungen, die ländische Vereine jeder Art dürfen mit einander in Beroder einen bestimmten Theil herausgreift, geht der für die eine Beleidigung des Kaiserpaares enthielten. Ein junger Mensch, ftimmungen sind aufgehoben. bindung treten. Entgegenstehende landesgeseßliche BeReichstags- Verhandlungen gewährleisteten Straflosigkeit verlustig. der kurz darauf zum Militär einberufen wurde, fühlte sich veranlaßt, Für wirkliche Zitate aus Reichstagsreden sind schon Dutzende von die Sache zu melden. Die Untersuchung ergab, daß Luig blos geGenossen verurtheilt worden. Durch ein solches Zitat, das nicht prahlt hatte, er mag wohl nicht einmal die Bestrebungen der tags zählen die Sozialdemokraten 56 Mitglieder, die Konservativen 52, Nach der soeben ausgegebenen Fraktionsliste des Reichseinmal eine Majestäts-, sondern eine einfache Staatsanwalts- Anarchisten kennen".- Wir glauben, in dieser Lage befinden sich beleidigung enthalten sollte, wurde Liebknecht seinerzeit zu sechs viele harmlose junge Leute, die als grause" Anarchisten" ver- die Polen 14, die Nationalliberalen 48, die freifinnige Vereinigung 12, Wir glauben, in dieser Lage befinden sich die Reichspartei 22, die soziale Reformpartei 10, das Zentrum 106, Monaten Gefängniß verurtheilt. Handel. in die schrieen sind. Desterreich- Ungarn. Dänemark. freifinnige Volkspartei 29, deutsche Volkspartei 8 Mitglieder. Keiner Frattion angehörig, also" wild" sind 40 Abgeordnete. Aus dem Reichs- Etat. Deutsch- China im Etat. Zur Fleischnoth. Aus Ostpreußen wird uns geschrieben: Die Erschwerung der Vieheinfuhr durch die Zölle, vor allem aber Wien, 9. Dezember. Obstruktion im österreichischen das gänzliche Vieheinfuhr- Verbot, haben zu einer starken Steigerung Abgeordnetenhause. Im Abgeordnetenhause erklären Hofder Fleischpreise und einer erheblichen Belastung des konsumirenden mann- Wellenhof namens der deutschen Volkspartei und Groß namens Publikums geführt. Von einer großen Zahl von Orten ist das der Deutsch- Fortschrittler, daß diese Parteien, so lange die Sprachendringende Verlangen an die Regierung um Freigabe oder wenigstens verordnungen nicht aufgehoben werden, die parlamentarische Erledi Erleichterung der Einfuhr gerichtet. Aber unsere ostpreußischen Fleisch- gung aller Vorlagen, welche die Regierung benöthigt, also sowohl Wie schon erwähnt, sollen 1899 zur Einrichtung Kiautschou's vertheurer sind auch nicht faul und fuchen fortgesetzt den Nachweis das Butgetprovisorium, wie auch das Ausgleichsprovisorium, mit als wirthschaftlichen und maritimen Stüßpuntt" 81/2 Millionen als zu führen, daß andere Gründe für die Fleichtheuerung gesucht werden allen geschäftsordnungsmäßig zulässigen Mitteln verhindern werden. Bauschsumme bereit gestellt werden, während man sich für 1898 müßten, wie die Grenzsperre. Diesen Nachweis zu führen, bemüht Infolge dieses Einspruches erklärt der Präsident, er werde die Vor- noch mit 5 Millionen begnügte. Die Erläuterungen beschränken sich fich besonders eifrig die ostpreußische Landwirthschaftskammer, weil lagen demnächst auf die Tagesordnung zur ersten Lesung setzen.- darauf, eine Uebersicht über den umfänglichen bureaukratischen in Königsberg trop der großen Fleischproduktion Ostpreußens Apparat zu geben, der in Kiautschou als deutsche Zibil- und MilitärPreise in einer Höhe für das Fleisch gezahlt werden müssen, wie des Kammerpräsidenten.) Haus und Gallerien sind dicht Mark beansprucht. Dazu fordert man dann, ohne sich in irgend Budapest, 9. Dezember. Abgeordnetenhaus.( Demission verwaltung arbeitet und für das Jahr nicht weniger wie 1,29 Mill. nur in ganz wenigen Orten. Tausende von Schweinen und Rindern besetzt. Die Abgeordneten, die aus der liberalen Partei ausgetreten welche nähere Auseinandersetzung einzulassen, 1/2 Millionen für werden nach dem Westen verkauft. Von den Städten Königs- find, haben auf dem äußersten Flügel der liberalen Partei Play Hafenbauten einschließlich Landerwerb, weitere 1/2 Millionen für berg, Danzig, Bromberg, Posen, Berlin, Breslau, Magde- genommen. Vizepräsident Lang verliest einen Brief Szilagyi's, in hochbauten, 800 000 m. für Armirung( Bau von Batterien und burg, Hannover und Osnabrüd hatte Königsberg aber welchem derselbe seine Demission aufrechterhält.( Eljenrufe links.) Magazinen, Beschaffung von Geschützen und Handwaffen), über eine in Jahre 1896 die theuersten, 1897 die zweit theuersten und 1898 die dritttheuersten Fleischpreise im Der Antrag des Vizepräsidenten Lang, die Demiffion Szilagyi's Million für Seezeichen und Vermessungen, etwa 400 000 M. für mit Bedauern zur Kenntniß zu nehmen, heute nicht mehr zu ver- unvorhergesehene Ausgaben". Während die gering bezahlte, arbeitende Bevölkerung kaum noch handeln und auf die Tagesordnung der morgigen Sizung die Fest- In Hantau hat man bekanntlich eine deutsche Enklave era Fleisch kaufen kann, bringen die Agrarier ihr Schäfchen ins Trockene. Stellung des Termius der Präsidentenwahl zu ſehen, wird an- worben, weil hier der Handel Mittelchina's einen seiner Brennpunkte Wie aus einer Schrift des Vorstandes der ostpreußischen Land- genommen und die Sigung geschlossen, nachdem die Führer der besitzt und deutsche Firmen und deutsches Kapital immer stärker an wirthschaftskammer hervorgeht, wird der Viehbestand Opposition ihr Bedauern und ihre Besorgniß über die Gestaltung ihm betheiligt sind. An Stelle des bisherigen Wahl- Vizekonsuls der Provinz fortgesetzt vermehrt; besonders start sei der Zukunft ausgedrückt hatten. soll daher ein Berufskonsul mit 18 000 m. Jahresgehalt treten. Zunahme in den letzten Jahren. In den fünf Jahren Achnlich in Tientsin mit seiner deutschen Niederlassung". von 1892 bis 1897 habe sich der gesammte Viehstand der deren Ausbau durch Vertrag der Deutsch- Asiatischen Bank zugewiesen Probing um etwa 80 000 Stück vermehrt. Rühmend wird hervorarbeiter- Anfiebelungsgesetz( Antrag von unserer Partei) Regierung das Recht zu, zwei von ihr in der Niederlaffung auszus Sozialdemokratische Auträge.( Eig. Ber.) Das Land ist. Nach Artikel I Absatz 2 dieses Vertrages steht der deutschen gehoben, daß die ostpreußischen Landwirthe die Lage ausgenügt war zur zweiten Berathung im dänischen Folte thing. wählende Parzellen, die zur Errichtung eines Konsulats= haben, die durch die veterinärpolizeiliche" Schließung der russischen In der Debatte standen sich hauptsächlich unser Parteigenoffe gebäudes und eines Rathhauses für die in Tientsin zu bes Grenze geschaffen sei. Die Landwirthe hätten besonders den Borbjaerg und der Landwirthschaftsminister Nage gründende deutsche Niederlassungsgemeinde bestimmt sind, zu den Schweinestand nur erhöhen können, weil sie vor der gegenüber. Borbjaerg hatte bei der ersten Berathung die Regierung an die chinesische Regierung gezahlten Enteignungspreisen zu überEinschleppung von Seuchen aus Rußland sicher waren. G& wird ausdrücklich zugegeben, daß die Viehpreise so gestiegen Aenderungen des Landesthing berücksichtigt, aber nicht die durch die arbeiten auf dem Niederlassungsgebiete soweit vorgeschritten sind, daß Ber Oberflächlichkeit geziehen, weil sie bei ihrem Gesegantrag die nehmen. Nachdem inzwischen die Enteignungen und Einrichtungsfind, daß der Landwirth endlich aufathmen" fann. Aenderungen nöthig gewordenen Konsequenzen gezogen hätte. Hiergegen mit der Weiterveräußerung der Baugrundstücke begonnen werden kann, Bei der bekannten schier grenzenlosen Begehrlichkeit der Agrarier trat der Minister sehr energisch auf, die Regierung wüßte ftets, was empfiehlt es sich, von dem der kaiserlichen Regierung eingeräumten will es schon etwas heißen, wenn sie erklären, aufathmen zu können. fie thäte und nannte den jezigen Antrag der Sozialdemokratie ein- Wahlrechte möglichst bald Gebrauch zu machen. Denn wenn auch Die Herren fühlen sich jetzt wohl. Ganz kategorisch wird daher fach humoristisch". Außerdem wollte er in der Haltung unserer das Reich in Tientsin ein Konsulatsgebäude innerhalb der englis erklärt, daß an dem gegenwärtigen Zustand nichts geändert werden Partei in dieser Frage auch Schwenkungen entdecken, eine Be- chen Niederlaffung befizt, so wird doch das kaiserliche Konfulat, dürfe, die Landwirthschaft habe die feste Zuversicht", daß der schuldigung, die von Borbia erg glänzend widerlegt wurde, indem sobald die deutsche Niederlassung einigermaßen besiedelt ist, in letztere Viehzucht durch den staatlichen Grenzschutz je länger desto mehr er dem Minister nachwies, daß er wieder„ oberflächlich" beurtheilt zu verlegen sein. Bis zu diesem Zeitpunkt aber wird mit der Ausungestörtes Aufblühen gewährleistet werden wird." " tragikomisch" sei. So entwickelte sich zwischen den Beiden ein weil sonst voraussichtlich der günstiger gelegene Theil der Niederhabe und daß sein Plan, die Landarbeiterfrage zu lösen, einfach wahl des neuen Konsulatsgrundstücks nicht gewartet werden können, sehr higiges Wortgefecht. laffung in fremde Hände übergehen und daher nicht mehr zur VerDer Antrag wird schließlich angenommen. Antrag war der, die Sundschifffahrt staatlich laffungsgemeinde schon jetzt ausgewählt und angekauft wird." Dafür Ein weiterer wichtiger sozialdemokratischer erwünscht, daß das Grundstück für die künftige deutsche Miederfügung stehen würde. Aus demselben Grunde erscheint es auch zu machen, da die Gesellschaft ohne Subvention den Betrieb ein- werden 18 000 m. gefordert. ftellen will. Die Einbringung des sozialdemokratischen Antrages hat bereits den Erfolg gehabt, daß die Dampfschifffahrts- Gesellschaft ihre Agitation für Erlangung einer Subvention eingestellt hat. Der Minister Bardenfleth erkannte an, daß es die Pflicht des Staates sein würde, die Fahrten zu übernehmen, wenn die Gesellschaft sie einstellen sollte, was er aber noch nicht glaube. " Es ist erfreulich, daß offen die Grenzsperre als ein" Schub" bezeichnet wird, der nothwendig ist, wenn die jetzigen hohen Preise den Nothleidenden erhalten bleiben sollen. Die langen Auseinandersetzungen darüber, daß in Königsberg nur 5 Händler an den hohen Preisen schuld sind, werden dadurch widerlegt, daß auch in der Provinz ähnlich hohe Preise gezahlt werden müssen. Zur Fleischtheuerung wird uns unterm 8. Dezember aus Offenbach a. M. berichtet: Stadtverordnete und Magistrat beschloffen heute einstimmig eine Betition der Fleischerinnung Offenbach an den Reichstag gegen die Grenaiperren für Vieh zu unterzeichnen. Frankreich. Die fibirische Eisenbahn wirft auch im Reichsetat schon ihren Schatten voraus: es werden; 13 000 Mart, neben den einen besonderen Titel bildenden Reisetosten, für einen zweiten land- und forstwirthschaftlichen Sach Die Vormundschaftsgerichte im Kampfe gegen das Dänenverständigen in Petersburg neu gefordert. Die Begründung hat für thum. Aus Hadersleben wird uns geschrieben: Die Wittwe weitere Streise Interesse. Sie lautet: Seitdem die östlichen Stamp aus Ullerup war vom Gericht zu Toftlund in eine Theile Rnßlands durch den fortschreitenden Bau der fibirischen EisenMonson's Rede. Die„ Agence Havas" veröffentlicht folgende bahn in stetig steigendem Maße für die Welts Ordnungsstrafe von erst 100 m. und später 150 M. genommen, offiziöfe Information: Die Kommentare, welche die wirthschaft an Bedeutung gewinnen, fommt es darauf, weil sie ihre Tochter nicht aus der Fortbildungsschule zu Heils in jüngste Rede des englischen Botschafters Monson auf dem Bankett an, die Verhältnisse in den erschlossenen Gebieten tennen zu lernen Dänemark genommen hatte. Bis zum Kammergericht be- der hiesigen englischen Handelskammer hervorgerufen hat, zeigen, und sich vornehmlich darüber zu vergewissern, ob und in wie weit ftätigten die angerufenen Instanzen dies Erkenntniß mit der Be- daß der Gedanke des Botschafters nicht verstanden oder nicht mit die dortige Landwirthschaft berufen sein wird, auf dem Weltgründung, daß die Tochter in der dänischen Schule der Gefahr der genügender Klarheit ausgedrückt worden ist. Monson wollte sich weder markt eine Rolle zu spielen. Hiermit würde dem Sachverständigen mit der Gebeat it a Bachticht worden, oder mit Dänisirung ausgesezt sei und das Eingreifen des Vormundschaftsgerichts in die inneren Verhältnisse Frankreichs einmischen noch über seine in St. Petersburg eine Aufgabe zufallen, welche ihn gerechtfertigt jei. Lediglich aus formalen Gründen hob das Kammergericht Politik ein Urtheil fällen, denn er ist in feiner Weise befugt, es zu eine auf das Urtheil auf, erkannte jedoch ausdrücklich, daß die Mutter in sehr thun, und es ist nicht seine Aufgabe. Uebrigens widerspricht seine zu nehmen und seiner Reihe vont Jahren voll und ganz in Anspruch fchiverer Weise gegen die Erziehung ihres Kindes durch die Unter- ganze Saltung jedem Verdacht einer übelwollenden Absicht. Der weniger entziehen bisherigen Thätigkeit mehr oder würde. wird deshalb bringung in der fraglichen Schule sich vergangen habe. Die dänischen Heißsporn ist also genügend rettifizirt. im Eina Fortbildungsschulen an der Grenze unterstützten die Bestrebungen verständniß mit dem königlich preußischen Herrn Minister für der dänischen Proteſtpartei, mithin seien die aus Deutschland dorthin Blätter greifen den Kassationshof wegen seiner Entscheidung aufs nach St. Petersburg zu entfenden, von denen dem einen die BeDer Beschluß des Kaffationshofes. Die nationalistischen Landwirthschaft 2c. beabsichtigt, fünftighin zwei Sachverständige gesandten Schüler der Dänistrung ausgesetzt. Die Mutter durfte schärfste an und erklären, der kasfationshofsei offenbar arbeitung der großen wirthschaftlichen Fragen, namentlich die der ihr Kind nicht feindselig stimmen gegen den Staat, dem sie selbst entschlossen, eine Art von Gerichtsbittatur aus- landwirthschaftlichen Verhältnisse im östlichen Rußland( Sibirien) angehörte. Anerkannt wurde auch ferner, daß das Vormundschaftsgericht die Verpflichtung habe, derartigen Bestrebungen entgegenüben und sich im Kampfe gegen die Armee an die Spitze zu obliegen würde, während der andere mehr die landwirthschaftlichzutreten. Nun ist nach fchleswig- Holsteinischem Recht das Vortechnischen Aufgaben zu bearbeiten und fich wesentlich auf das mundschaftsgericht auch befugt, aus gewichtigen Gründen dem Bater das Erziehungsrecht zu entziehen. Nach dem gestern gemeldeten Borgehen des Amtsrichters von Nordborg scheint man jetzt auf diese Weise systematisch verfahren zu wollen. Der ehemalige antisemitische Abgeordnete Lenk erläßt in ber Jugend"( Nr. 50) folgendes Inserat: Verleger gef. f. Humanis homo! Verse eines Verbrechers. 400 geschr. Quarts. Leuß( ehem. Mitgl. b. Reichst. Entl. Strafgef.) Bremen, Moselstr. 15. Reuß ist jener einstige Redakteur des" Volk", der in einer EheZeugen des Hauptsturmes der Freimaurerlogen auf die Kirche und das rüdsichtigung umfassender und langdauernder Informationsreisen So schreibt nach der„ Voss. 8tg." der„ Gaulois":„ Wir sind heute westliche( europäische) Rußland zu beschränken hätte. Unter Bes cer, die fie in einen gemeinsamen Bannfluch begreifen. An im asiatischen Rußland wird dem ersten Sachverständigen neben der Bicquart's, an Dreyfus' Freisprechung liegt ihnen gar nichts, die bisherigen Vergütung von 17 000 M. ein von 3000 m. auf 4000 M. Wahrheit ist ihnen gleichgiltig und Gerechtigkeit ihre geringste erhöhtes Reisekosten- Pauschquantum zu gewähren sein. Für den Sorge; was sie erstreben, das ist eine Schwächung der Heeresmacht, zweiten Sachverständigen ist neben einer Vergütung von 18 000 2. die Unterdrückung der Kirchengewalt. Dann werden die Freimaurer ein Reisekosten- Pauschquantum von 3000 M. in Aussicht genommen." die unbestrittenen Herren Frankreichs oder dessen, was dann noch von Frankreich übrig ist, sein. Einstweilen herrscht das höchste Gericht im Lande, es ist die Diktatur des rothen Richtertalars. Die republikanischen Organe sagen, die durchaus legale Partei- Nachrichten. bruchsaffäre einen Meineid geleistet und deshalb zu mehreren Entscheidung des Kaſſationshofes sei das einzige Mittel, um eine eine fozialdemokratische Wählerversammlung mit allen gegen eine Jahren Zuchthaus verurtheilt worden ist. Daß er sich des Zuchthanses berühmt und seine dortige Anwesenheit poetisch geschäftlich verterthet, vermögen wir( weni wir uns in seinen Charakter verfegen) allenfalls zu begreifen. Nur sollte er so viel Geschmack sich gerettet haben, den Berlust der Ehrenrechte nicht auf dieselbe Stufe wie die Ausübung des höchsten Ehrenrechts zu setzen, und fich nicht in gleichem Athemzug mit dem Titel eines Verbrechers und eines Reichstags- Mitgliedes zu schmücken. Beruhigung der Gemüther herbeizuführen. " Amerika. Zu den Stadtverordneten- Stichwahlen in Solingen hatte Stimme folgende Parole ausgegeben: " Die in Frage kommenden bürgerlichen Kandidaten find Nordamerikanischer Flottenbesuch in Europa. Wie der die Vertrauensmänner der Mischmasch- Parteien, denen die auf dent Jnt. Corresp." aus New- Yort gemeldet wird, ist die Entsendung Boden des Klassenkampfes stehenden sozialdemokratischen Wähler selbsteines großen nordamerikanischen Kriegsgeschwaders nach Europa be- verständlich in schroffster Gegnerschaft gegenüber stehen. Da jedoch schlossen und soll die Abfahrt Mitte März stattfinden. Das Ge- die zwei weiter in Frage kommenden Kandidaten, die Herren schwader wird häfen aller europäischen Großmächte anlaufen, um Schumacher und He ßmer, die, trotzdem sie wegen ihres Treibens diefen eine flare Vorstellung von der Kriegstüchtigkeit der nord- aus der sozialdemokratischen Partei ausgeschlossen worden sind, amerikanischen Flotte zu verschaffen. Im Marineministerium ist sich dennoch als Sozialdemokraten aufspielen und somit man schon jetzt mit den Vorbereitungen eifrigst beschäftigt. Parlamentarisches. die sozialdemokratische Partei eventuell für das Verhalten dieser, Leute verantwortlich gemacht werden könnte und dadurch neue Feindseligkeiten unter der Solinger Arbeiterschaft entstehen bezw. die Beilegung der vorhandenen weiterhin erschwert würde, so 3. Abtheilung, bei den bevorstehenden Stichwahlen von zwei Uebeln beschließt die Versammlung der Solinger Stadtverordnetenwähler der die bürgerlichen Kandidaten zu stimmen." das fleinere zu wählen und wenn auch mit Widerwillen für Dresden, 8. Dezember.( Eig. Ber.) zu welchen Borfommnissen die Furcht vor dem Einfluß der Sozialdemokratie in den Gemeinderäthen führt, das beweist fehr charakteristisch ein Vorgang in einer Vorortgemeinde von Dresden. Die nahenden Gemeinderaths- Wahlen, und die seitens der Sozialdemokraten zu erwartende erfolgreiche Bethätigung, Dem Reichstag ist der folgende Zentrumsantrag zugegangen: bewogen den alten Gemeinderath, noch eine staatsretterische That zu begehen und das Gemeinde- Wahlrecht in ein Klassen zu ersuchen, thunlichst bald dem Reichstag einen Gesezentwurf zum " Der Reichstag wolle beschließen, die verbündeten Regierungen wahlrecht umzuändern, d. h. zu verschlechtern, wenigstens in etwas das Eindringen der bösen Rothen in das Dorf um so„ den Arbeitern den freien und friedlichen Ausdruck ihrer der Bürgerpartei, gegen die Schuhmacher und sein Gesinnungsa um dadurch Zweck der Errichtung von Arbeitstammern vorzulegen, Das Resultat der Stichwahlen ist mun, daß die drei Kandidaten parlament zu verhindern. Nun war aber die Zeit zu weit vor- Wünsche und Beschwerden zu ermöglichen und den Staatsbehörden genosse Heßmer kandidirten, durch die Unterstützung unserer Parteis gefchritten, um das neue Wahlrecht noch vor der diesmaligen Wahl Gelegenheit zu geben, sich über die Verhältnisse der Arbeiter fortgenossen den Sieg erlangten. Sie erhielten 748, 708 und 638 Stimmen rechtskräftig unter Dach und Fach und zur Anwendung zu bringen. laufend zu unterrichten und mit den letzteren Fühlung zu behalten" Schuhmacher brachte es mit Hilfe der Bürgerlichen auf 603 Stimmen Doch richtige Ordnungsstüzen wissen sich immer Rath,( Kaiserliche Februar- Erlasse vom 4. Februar 1890). und so auch hier. Und so wurden die Wählerlisten auf und Heßmer erhielt 476. grund des neuen Wahlrechts aufgestellt, welches 2 171 252 093 M. Schulden! Dem Reichstage ist eine von der Oberbehörde noch gar nicht genehmigt Denkschrift des Staatssekretärs Frhrn. v. Thielemann über die Aus- einer Versammlung einstimmig Betheiligung an den nächſta In Harburg beschloß der sozialdemokratische Wahlverein in war. Diese Genehmigung traf später zwar ein, denn solchen führung der seit 1875 erlassenen Anleihegefeße zugegangen. jährigen Bürgervorsteher- Wahlen. Der betr. Beschluß besagt Wünschen tommt eine fächsische Behörde immer entgegen. Aber nun Nach dieser Schrift belief sich die Gesammtheit der Anleihekredite u. a.: In anbetracht dessen, daß es Pflicht der Sozialdemokratie ist, auf tommt noch das schönste. Am Sonntag den 4. Dezember fanden am 22. November 1897 auf 2 154 340 320 M. Der Betrag ermäßigt allen Gebieten des Staats- und Gemeindelebens sich zum Wohle des ar mum thatsächlich die Gemeinderathswahlen für die neue erste Klasse sich um die Ersparnisse, welche im Etatsjahr 1897/98 bei den aus beitenden Volkes soviel Einfluß wie möglich zu sichern, ist es auch nöthig, der Unansässigen statt, auf grund eines Ortsstatuts, Anleihemitteln zu deckenden Ausgaben gemacht sind und um die den in die Gemeindewahlen einzugreifen. Selbst da, wo die Betheiligung welches noch gar nicht in fraft getreten ist. Man Etat überschreitenden Einnahmen, soweit sie auf die Anleihekredite an einer Gemeindewahl noch nicht zur Eroberung eines Mandats handhabt und wendet also ein Gesez an, welches noch gar nicht be- in Anrechnung kommen, das ist 1 218 217 M. Außerdem find durch führt, wird sie der Sozialdemokratie Gelegenheit geben, ihr Programm teht. Die Parole: Gegen die Sozialdemokratie, legitimirt in das Gesetz vom 31. März 1898 aus dem für das Etatsjahr 1897/98 auf fommunalem Gebiete zur Anschauung zu bringen und dadurch, Sachfen zu allem.aufgekommenen Ertrage der Zölle und der Tabaksteuer zur Ber- lagitatorisch zu wirken." opolis -W Hilfe des Militärs jegt wieder Boziales. Aus Posen wird uns geschrieben: Außer dem Genoffen| fürchterlichen Geschrei, mit Schimpfworten und auch mit Steinwürfen, Former, Schmiede( namentlich Kesselschmiede) sind auf Versprechung en Gogowski, dem Vorsitzenden des Gewerkschaftskartells, sind noch von denen einer ihm auf die Brust traf, empfangen worden sein. nach Jnmendingen gemacht und ließen auch ihre Familien dorthin andere in der Bewegung stehende Genossen aus ihrer Berufsstellung Da ihm die Sache ernst erschien, ließ er einen Theil der Feuerwehr tommen. In vielen Fällen verließen jedoch die Arbeiter nach kurzer berdrängt worden, so der Vertrauensmann der Partei, Wegner, rufen, um zu versuchen, ob sich die tumultuarische Masse durch Waffer- Beit den Ort, sie mußten ihre Angehörigen im Stiche lassen und der Schriftführer des Kartells, Hinkelmann, der Bibliothekar strahlen vertreiben lassen werde. Etwa 114 Uhr rückte die Abtheilung in ihre Wirthschaft verauttioniren. Die Betroffenen, von denen sich zur Dubbecke und zwei andere Delegirte des Kartells, während der einer Stärke von 17 Mann an und besetzte die beiden Hydranten Zeit auch verschiedene in Berlin aufhalten, wollen ihre Adresse an Kassirer vor die Wahl gestellt wurde, den Posten niederzulegen oder am Marktplatz, die Feuerwehrleute wurden dort mit einem wahren Herrn Schury, Kaufmann in Immendingen i./B. einsenden. die Arbeit einzubüßen. Im ganzen hat man sechs Genoffen zugleich Hagel von Steinwürfen empfangen, der sich, als sie auf die Menge furz vor Weihnachten eristenzlos gemacht. Es trifft die Genoffen, Wasser gaben, noch verstärkte. Aus der Menge heraus fielen die Staatsanwaltschaft die gegen das freisprechende Erkenntniß im Nachklänge vom Mannheimer Bierboykott. Nachdem die Die zum theil Familienväter sind, dieser Schlag um so schwerer, als Drohworte: Schneidet den Schlauch ab, reißt das Standrohr heraus. Groben Unfug= Prozeß eingelegte Berufung zurückgezogen, ist die sie nicht daran denken können, am Orte irgend eine andere Stellung Einzelne Feuerwehrleute wurden verhöhnt und mehrere Personen Freisprechung nunmehr perfekt geworden. Es verlautete damals, zu erlangen. Um weiteren Maßregelungen vorzubeugen, ist das wollten sich auf sie stürzen, so daß sie sich mit dem Wasserstrahl die Staatsanwaltschaft sei von Karlsruhe aus zu ihrem Vorgehen Startell vorläufig geschlossen worden; natürlich werden die Posten vertheidigen und ihre Beile blant ziehen mußten. Die von der aber neu besetzt werden und es wird sich bald zeigen, daß durch das Feuerwehr entsendeten Wasserstrahlen trafen, ob absichtlich oder zu- gegen die Boykott- Kommission veranlaßt worden, wie auch brutale Vorgehen der Gegner unsere aufblühende Bewegung im fällig mag dahingestellt bleiben, das Haus der Rosenwirthschaft bestätigt wird, daß von Karlsruhe aus das Signal zu der die Rede geht und in allen Amtsverkündigern Wachsthum nur gefördert wird. und die dort an dem offenen Fenster des ersten Stockes befind- Justizaktion gegen die„ Voltsstimme" gegeben worden ist. Das Polizeiliches, Gerichtliches 2c. lichen Personen. Diese Thatsache mag das Signal zu einem Wegen Verächtlichmachung einer Staatseinrichtung wurde der förmlichen Bombardement auf den Rathsteller abgegeben haben. Mannheimer Schöffengericht hat jedoch anders geurtheilt als die Herren in Karlsruhe. berantwortliche Redakteur der Magdeburger, Voltsstimme". Im Rathskeller konnte man nachträglich eine förmliche Lese von Auch in der Entschädigungsklage der Brauereien haben diese Genosse Robert Pistorius, vom Landgericht daselbst zu vier flastersteinen und Asphaltstücken halten, von denen aber, da manche die Klage zurüdgezogen und sämmtliche Kosten der Klage überMonaten Gefängniß verurtheilt. Inkriminirt war eine Notiz, worin Gäste sie sich als Andenken mitnahmen, nicht mehr viele beizubringen nommen. von der sensationellen Verfügung, die der Minister v. d. Ste de über waren. Trotz dieser beängstigenden Darstellung muß die Sache nicht den Waffengebrauch der Polizeibeamten erlassen hat, so gefährlich gewesen sein, denn der angerichtete Schaden gefagt wurde, fie gehe über die alte Instruktion für den Waffen- beziffert sich, wie der Staatsanwalt mittheilt, nur auf über gebrauch des Militärs weit hinaus, denn es solle nach ihr fofort 335 M.". Weiter heißt es in der Anklageschrift: Inzwischen war der eingehauen und geschossen werden". In dieser Schlußbemerkung ist erschienen. Das dieser befürchtete, das Sprigen auf die Menge Arbeiter verdanten, zeigen folgende Beispiele: Die mechanische BuntOberamtmann, Regierungsrath Meier auf dem Schauplatz Welch ansehnliche Profite die Kapitalisten dem Fleiße ihrer" die Verächtlichmachung einer Staatseinrichtung erblickt worden. Die Veröffentlichung der gewerkschaftlichen Aufforderung: suchte, möchte diese noch mehr aufreizen, ließ er es einstellen, und ver- weberei am Stadtbach in Göppingen, die Deutsche Werkzeugübrigens ohne 8uzug fernhalten!" ist schon wieder einmal, strafbar". nennenswerthen Erfolg, die Leute maschinen- Fabrik Sondermann u. Stier in Chemniz, die ElektrizitätsDer frühere verantwortliche Redakteur des Volksblatt für noch mehrere Steinwürfe erhalten hätte. mündlich zu beschwichtigen, nicht ohne daß er felbst Aktiengesellschaft vorm. Pöge in Chemnitz und die Dresdener FuhrSalle", Genoffe Lehmann, ist seinerzeit in allen Instanzen bürgermeister Hegelmaier die Jetzt rief Oberwesen- Gesellschaft brachten 8 pct. Dividende. Die Mathildenhütte von der Anklage freigesprochen worden, durch die Veröffentlichung Attiengesellschaft in Harzburg, die Werkzeugmaschinen- Fabrik Union jener Aufforderung groben Unfug verübt zu haben. Sein Nachin Chemniz, die Sächsische Webstuhl- Fabrik Schönherr in folger Weißmann erzielte in gleicher Sache beim Schöffen- und an, wozu der Regierungsrath nachträglich seine Genehmigung ertheilte. Friedrich August- Hütte in Potschappel bei Dresden, die sächsischChemnitz, Sie Patent- Papierfabrik zu Penig, die König beim Landgericht ebenfalls ein freisprechendes Urtheil. Das Ober- Um 1/212 Uhr marschirten die Soldaten in einer Stärke von 70 Mann böhmische Dampfschifffahrts Gesellschaft und die Krimmitschauer Landesgericht in Naumburg entschied aber, daß in dem Sage unter dem Kommando des Oberstlieutenants Bruckmann auf dem Maschinenfabrik zahlten 9 pCt. Die Leipziger Malzfabrik in Schkeudig, " Buzug fernhalten!" die Möglichkeit einer Beunruhigung liege, Marktplatz auf. Auch die bewaffnete Macht blieb nicht und verwies die Sache an das Landgericht zurück, das nun auch in von Thätlichkeiten verschont, auch auf fie die Blauener Spizenfabrik Herz u. Ko., die Werkzeugmaschinenfie regnete es. der Sizung vom 8. Dezember den Redakteur Weißmann zu 5 M. Steine. Fabrik vorm. Petschke u. Glöckner in Chemnitz, die sächsische MaschinenJa, Leute mit erhobenen Stöcken Geldstrafe oder 1 Tag Haft verurtheilt hat, weil die in Frage Messern sollen sich in blinder Wuth auf die Soldaten gestürzt Gebr. Sed in Dresden, der Aktienverein für Gasbeleuchtung in Leisnig, und blizenden fabrik in Chemniz, die Mühlenbau- Anstalt und Maschinenfabrik vorm. tommende Notiz objettiv geeignet wäre, unter den Arbeitgebern eine haben. Lieutenant Moschner wurde von einem Manne mit geballter die Maschinen- und Armaturen- Fabrik vorm. Klein, Schanzlin u. Becker Beunruhigung hervorzurufen, weil der Boykott angedroht sei. Faust angegriffen, so daß er von seinem Säbel Gebrauch machen in Frankenthal brachten 10 pet. Die Leipziger Pianoforte- Fabrit Während der Beerdigung unseres Parteigenossen Friedrich mußte, und später fielen auf die Posten stehenden Mannschaften aus Gebr. Zimmermann Aktiengesellschaft in Leipzig- Mölkau, die AktienTheiß in Dortmund durften bei der Niederlegung der einem Haus ein Hafen und ein Blumentopf herab. Schimpfworte gesellschaft für Kartonnagen- Industrie in Dresden, Lauchhammer, Kränze am Grabe keine Widmungsworte gesprochen wie Depotbrüder, Saupreußen, Schnapspreußen, Rufe: vorm. Gräft. Einsiedel'sche Werke in Riesa, die Chemnitzer Maschinenwerden. Genosse Lehmann, der Expedient der Rheinisch- West- weg mit dem Militär; schlagt sie todt; wart', Glöckerle, Dich treffen fabrik vorm. Zimmermann, die Kalliope Mufitwerke Aktiengesellschaft fälischen Arbeiter- Zeitung", hatte sich persönlich beim Oberbürger- wir wieder, wurden gehört. meister. Schmieding um die Erlaubniß bemüht und ihm die Oberstlieutenant Bruckmann versuchte zunächst vom Markiplak Germania- Brauerei in Dortmund warfen 12 pet. ab. Die Flensburger in Leipzig, die Maschinenfabrik Deutschland in Dortmund und die Widmungen, die gesprochen werden sollten, abschriftlich vorgelegt. aus die Leute durch Zuruf zum Gehen zu bringen und begab sich Schiffsbau- Gesellschaft zahlte 13 pCt., die Dresdener Preßhefen- und Die Erlaubniß wurde aber nicht ertheilt. Um einen Begriff davon als er fein Gehör fand, auf die Terrasse des Rathhauses, machte zu geben, was alles in Dortmund nicht erlaubt ist, veröffentlicht die dort Zeichen mit seinem Säbel und forderte drei Mal mit lauter Kornfpiritus- Fabrik 1313pCt., die Löwen- Brauerei vorm. Peter Overbed in Dortmund und die Berlin- Anhalter Maschinenfabrit 13%, pet. Rhein.- Westf. Arb.- 3tg." die Widmungen, die dem Oberbürgermeister Stimme die Leute auf, sich zu entfernen. Die Menge wich nicht vorgelegen haben. Sie lauteten: und so sah er sich genöthigt, den Befehl zum gewaltsamen Vorgehen Die Sächsische Bronzewaarenfabrik vorm. Seifert in Wurzen, die zu geben. In verhältnismäßig furzer Zeit gelang es auch, den Maschinenfabrik Kappel und die Dresdener Gardinen- und SpizenDie Eschebach'schen Werke Marktplatz und seine Umgebung zu säubern, worauf durch einzelne Manufaktur brachten 14 pet. in Dresden, die Leipziger Vereinsbrauerei, die Zittauer Abtheilungen die auf den Marktplatz führenden Straßen abgesperrt Maschinenfabrik und vorm. Eisengießerei Kiepler 11. Ko., wurden. 35 Personen wurden ermittelt, gegen die Gewaltthätigkeiten die Aktiengesellschaft Formeisen- Walawert 2. Mannstädt u. Ko. in ausgeübt worden sind. Zu den am schwersten Verletzten gehört der Rosenwirth Scheffler, welcher einen Steinwurf auf den Hinter- sowie die Westfälischen Stahlwerte warfen 15 pet. ab., die Leipziger Kalk, der Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahl- Fabrikation, topf erhielt und infolge dessen 14 Tage bettlägerig war. Die Staats- Bant 15/2 pCt., die Deutsche Spizenfabrik Leipzig- Lindenau 16 pet. anwaltschaft behauptet aber, daß dieser Steinwurf eigentlich nicht die Sächsische Gußstahlfabrik Döhlen bei Dresden und die Dortmunder dem Scheffler, sondern dem Landjäger Seiler gegolten habe. Union Brauerei 18 pct., die Aktien- Brauerei in Dortmund und Viel Mühe hat die Staatsanwaltschaft auf die Untersuchung von die Hannoversche Maschinenfabrik vorm. G. Egestorff 20 pCt., die Umständen verwandt, welche darauf hindeuten sollen, daß auch aus der Rosenwirthschaft selbst Steine, Flaschen, Gläser und Vereinigten Gummifabriken Harburg- Wien 24 pct., die Eisenhüttenwerte zu Tanne i. H., sowie die Brauerei Ponarth in Königs. Unterfäße geworfen sein sollen. Um das zu beweisen, sind eine größere werte zu Tanne i. H., sowie die Brauerei Ponarth in Königs. Anzahl Beugen geladen, deren Gesammtzahl weit über 100 betragen berg i. Pr. je 25 pct., die Baumwollspinnerei Mitweida 26 pct., die Burbacher Hütte 55 pet., die Gasglühlicht- Gesellschaft Auer dürfte, da von der Staatsanwaltschaft allein 86 Zeugen geladen 60 pet. und die Dresdener Attien- Bichorien- und Kaffee- Surrogatworden sind. Die Zeugen bestehen zum größeren Theil aus Schutz- Fabrit konnten ihren Aktionären sogar eine Dividende von 72 pet. leuten, Feuerwehrleuten und Militärpersonen, zahlen. aber auch eine größere Anzahl Bürger sind darunter. 1. Der Vorstand der sozialdemokratischen Partei Deutschlands widmet dieses Zeichen der Anerkennung seinem leider zu früh dahingeschiedenen braven Mitgenossen. Mit uns trauert das gefammte Proletariat Deutschlands. Nach einem Leben voll Kampf ruhe in Frieden. 2. Dem treuen Mitarbeiter und lieben Kollegen diesen Kranz als legten Gruß von der Redaktion der Arbeiter- Beitung". 3. Dem langjährigen Mitgliede, dem unermüdlichen Kämpfer für unsere Sache, lege ich im Namen des sozialdemokratischen Vereins diesen Kranz als Zeichen der Trauer und des treuen Gedenkens aufs Grab. widmet das Gewerkschaftskartell als Andenken diesen Kranz. " 4. Dem energischen Förderer der gewerkschaftlichen Bewegung 5. Dent allezeit thätigen Streiter. Gewidmet von den Boten der Arbeiter- Zeitung". 6. Für den Verlag der Rheinisch- Weſtf. Arb.- 3tg."; zu früh schiedst Du dahin, Deine Thätigkeit für das Organ des kämpfenden Proletariats, der Rhein.- Westf. Arb. 3tg.", wird Dir unvergessen bleiben. Ein Vorbild der Pflicht im Beruf und in der Agitation, wird Dein Andenken nie in uns erlöschen. = Der Heilbronner Wahl- Krawall vor dem Schwurgericht. Der Wahlkampf Angeklagt find: V Die Pariser Handelsfrauen nahmen dieser Tage zum ersten Male an den Handelsrichterwahlen theil, welches Recht ihnen im Januar d. J. verliehen wurde, nachdem sie energisch darum gekämpft hatten. in des bes 1. Der Gipsergeselle Franz Schwab, 26 Jahre alt; 2. der Gipsergeselle Karl Kühnlechler; 27 Jahre alt; 3. der Klaviermacher Ernst Nothacer, 18 Jahre alt; 4. Klaviermacher Florian Maile, 26 Jahre alt; 5. der Maurergeselle Georg Kittel, 24 Jahre alt; 6. der Schlossergeselle Georg Kiefer, ehte Nachrichten und Depeschen. Aus Heilbronn wird uns vom 9. Dezember berichtet: Der genannt Gaiger, 22 Jahre alt; 7. der Fischerknecht Gustav Wahl Krawall, welcher am Tage der Reichstags- Stichwahl, Buck, 19 Jahre alt; 8. der Erdarbeiter Wilhelm Buy, wurden gestern Nachmittag auf der Station Urbach, an der EisenbahnKöln, 9. Dezember.( W. T. B.) Wie amtlich gemeldet wird, am 24. Juni d. J., in dem schwäbischen Städtchen Heilbronn ent- 27 Jahre alt; 9. der Buchdruckereigehilfe Karl Ablaß, 21 Jahre strede Stöln- Deuz- Niederlahnstein, zwei Telegraphenarbeiter, welche standen war und über dessen Ursache damals so widersprechende alt; 10. der Tagelöhner August Schäfer, 23 Jahre alt; bei ihrer Arbeit dem Geleise zu nahe standen, von der Lokomotive Meldungen durch die Presse gingen, gelangte heute vor dem Schwur- 11. der Schlossergeselle Karl Belle, 20 Jahre alt; 12. der Maler- des Schnellzuges 49 erfaßt und getödtet. gericht des Landgerichts Heilbronn zur gerichtlichen Erörterung. gefelle Sari ser autter, 25 Jahre alt; 13. der Zimmergefelle des Schnellzuges 49 erfaßt und getödtet. Wegen Aufruhrs, schweren und leichten Landfriedensbruchs Friedrich Schmelzle, 34 Jahre alt; 14. der Schuhmacher- Wien, 9. Dezember.( W. T. B.) Das Abgeordneten. haben sich Heute 31 Angeklagte zu verantworten. Bu geselle Andreas Reuß, 30 Jahre alt; 15. der Schuhmacher- haus verhandelt über das Gesetz betr. die Regelung der Beerft war die Anklage auf 51 Angefchuldigte Die Verhandlung wurde abgebrochen. ausgedehnt, geselle Ernst Bühler, 47 Jahre alt; 16. der Sackträger Franz züge der Staatsdiener. 20 davon find aber im Laufe der Boruntersuchung wegen Groß, 41 Jahre alt; 17. der Tagelöhner August Birtert, achnianyn beantragte, daß auf die Tagesordnung der nächsten Mangels an Beweisen außer Verfolgung gesetzt worden. Bekanntlich 19 Jahre alt; 18. der Maurer Robert Braunbed, 24 Jahre Sigung gleich nach Erledigung des Gesetzes betr. die Bezüge hat bei dem Krawall der Bürgermeister von Heilbronn, der Reichs- alt; 19. der Maurergeselle Heinrich über, 32 Jahre alt; der Staatsdiener das Ausgleichs- und Budget- Provisorium gesetzt Reichs- alt; tags- Abgeordnete für den 3. württembergischen Wahlkreis, egel- 20.' der Tagelöhner Ernst Rothenbader, 19 Jahre alt werde. Der Präsident wollte darüber abstimmen lassen; die Abgg. maier, eine attive und passive Rolle gespielt. Die Staats- 21. der Tagelöhner Gottlieb Wahle, 41 Jahre alt; Bergelt und Kaiser protestirten gegen die Abstimmung anwaltschaft aber fest in ihrer Anklageschrift den Krawall der 22. der Maurergeselle Karl Berger, 30 Jahre alt; unter Hinweis darauf, daß sich auf der Tagesordnung fozialdemokratischen Partei des Heilbronner Wahl- 23. der Fabritarbeiter Lorenz Büttner, 32 Jahre alt; der nächsten Sizung der Antrag auf Versetzung den Anklagezustand treises aufs Stonto und schildert das Ergebniß ihrer Erhebungen wie 24. der Zimmergeselle Karl Ströhle, 39 Jahre alt; 25. der Justizministers Ruber folgt: Schuhmachergeselle Wilhelm Geiger, 18 Jahre alt; 26. der finde, über den geschäftsordnungsmäßig vor allem anderen verKesselschmied Wilhelm Greiner, 20 Jahre alt; 27. der handelt werden müsse. Die Majorität nahm jedoch den Antrag Die deutsche Opposition nahm das Resultat der zwischen dem reichsparteilichen Kandidaten Hegelmaier und dem Silberschmied Wilhelm Heller, 19 Jahre alt; 28. der Haus- Wachnianyn an. Sozialdemokraten Kittler war ein heißer gewesen und insbesondere bursche Karl Bossert, 19 Jahre alt; 29. der Tagelöhner Abstimmung mit Lärm- und Abzug- Rufen auf und der Präsident die Anhänger der Mittler'schen Kandidatur befanden sich in großer Gustav Schneider, 19 Jahre alt; 30. der Buchdrucker schloß unter Lärm die Sizung. Aufregung. Ihr Hauptquartier war das Gasthaus Zur Rose", Friedrich Kirschbaum, 18 Jahre alt; 31. der Schneidergeselle Budapest, 9. Dezember.( W. T. B.) Dem Abgeordneten ganz nahe dem Rathhaus und von ihm nur durch die schmale Rath- Joseph Wittmann, 18 Jahre alt. hause wird in den nächsten Tagen eine Vorlage betreffend die Hausgasse getrennt. Die Räume dieses Gasthauses waren abends Die Mehrzahl der Angeklagten befindet sich in Untersuchungs- Verlängerung des Status quo in Boll- und Handelssachen und der von 7 Uhr an von einer dichtgedrängten Menge besetzt und es ging haft. Von der Vertheidigung, die die Rechtsanwälte Rosen österreichisch- ungarischen Bank für die Dauer von 6 Monaten unters dort sehr lebhaft zu. Die Stimmung soll so gereizt gewesen sein, garten- Heilbronn und Abg. Conrad Haußmann- Stutt- breitet werden. Das Amtsblatt publizirt morgen die Annahme der daß sich sowohl der Kandidat Kittler wie der als Führer der gart führen, wird ein unifangreicher Entlastungsbeweis angetreten Demission des Ministers für Kroatien Josipowich und Sozialdemokraten bekannte Rosenwirth Scheffler zu Be- werden, namentlich nach der Richtung, daß die Maßnahmen des die Ernennung des Syrmer Obergespans Erwin von Czeh schwichtigungsreden veranlaßt fahen. Nach der Anklage Oberbürgermeisters Hegelmayer, besonders die Heranziehung der zum Mitglied des ungarischen Kabinets in der Eigenschaft soll auch schon vor den abendlichen Versammlungen auf Feuerwehr, völlig verfehlt gewesen sind. Gerade diese Maßnahmen eines Ministers für Kroatien. Die kroatischen Abgeordneten dem Marktplatz unter den Wählern Kittler's eine tampflustige sollen die Menge erst gereizt und zu den bösen Erzessen verleitet beschlossen, in einer in Agrem abgehaltenen Sonferenz eine Zus Stimmung geherrscht haben. Der Wirth des Rathstellers giebt an, haben. stimmungserklärung zu der Tisza'schen Vorlage, welche an den Präs es sei schon am Tage wiederholt in seiner Wirthschaft ausgesprochen sidenten der liberalen Partei nach Budapest übersandt worden ist. worden, es werde abends Skandal geben. Auf der Straße sollen die Worte ausgestoßen sein: wenn es heute abend lezz geht, wird der Rathsteller eingeworfen". Infolge dessen hatte es auch der Die ,, Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" wird vom ersten Garnisonälteste, Oberstlieutenant Bruckmann, für gut befunden, Januar 1899 ab in vergrößertem Format erscheinen. Wie wir die wenigen in Heilbronn befindlichen Militär Mann bereits mittheilten, stellt mit dem gleichen Datum das sächsische schaften das hier garnisonirende Regiment befand sich zur Bergarbeiter Organ„ Glückauf" das Erscheinen ein. Der Rebatteur Uebung außerhalb an jenem Abend in der Kaserne zusammen zu Gustav Gladewiz tritt zur„ Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" über. halten. Zwischen 8-10 lihr abends schwoll die Menge auf dem Zur Erweiterung des Blattes und der Druckerei werden von jedem Marktplatz und den anstoßenden Straßen immer mehr an. Mitgliede des Verbandes 50 Pf. Extrasteuer eingezogen. 10 Uhr sollen etwa 2000 Menschen dort zusammen gerottet gewesen sein, die zunächst ein furchtbares Geschrei, Pfeifen und Gejohle anWie man mit Arbeitern umspringt! Nach der„ Konst. stimmten. Neben Hochrufen auf Kittler, die mit solchen auf Hegel- Abendztg." sollen in der Maschinenfabrit in Immendingen in maier beantwortet wurden, sollen auch andere Rufe wie: Bauern der Geschäftsführung schon mehrere Jahre hindurch ungehörigkeiten bündler und Mastbürger gehört worden sein: auch die Marseillaise vorgekommen sein, so daß in den letzten 3/2 Jahren bei einem wurde gesungen. Die Wuth der Menge richtete sich, wie die An- Arbeiterstand von ca. 110 Mann etwa 550 Mann gewechselt hätten. flage sagt, insbesondere gegen die Besucher des Rathskellers, welcher Kaufmann Schury in Immendingen hat deshalb eine direkte Vorals Lokal der Hegelmaier'schen Partei und überhaupt der besigenden stellung an den Fürsten gerichtet und von diesem den Bescheid erKlasse angesehen wurde, obgleich sich an diesem Abend die halten, daß er Auftrag gegeben habe, um Beweisführung zu ermögMadrid, 9. Dezember.( W. T. B.) Der Imparcial" Iegt Hegelmaier'sche Partei in der„ Harmonie" zusammengefunden hatte. lichen, Strafantrag wegen angeblicher Beleidigung vor Gericht zu abermals lebhafte Verwahrung dagegen ein, daß die Schuld an der Das Blatt Wer zum Nathsteller hinein ging oder aus demselben herausfam, stellen. Die Grenzboten", denen wir diese Mittheilung entnehmen, Katastrophe der Maine" Spanien zugeschoben werde. wurde mit Geschrei und Hohngelächter empfangen. Es tam zu bemerken hierzu:„ Man darf einer interessanten Schöffengerichts- fügt hinzu, daß vielmehr die Amerikaner die Verantwortlichkeit für einem förmlichen Verhandlung entgegensehen, da Herr Schury den Beweis zu er- die Explosion trügen. Angriff auf den Rathskeller, bringen hofft." Barcelona, 9. Dezember.( W. T. B.) Auf einem hier von den die Schußmannschaften nur mit Mühe aufzuhalten vermochten. Mit dem Engagement von Arbeitskräften für die Maschinen- Manila mit heimkehrenden amerikanischen Soldaten eingetroffenen Oberbürgermeister Hegelmaier, der nunmehr erschien, will mit einem fabrik in Immendingen muß es thatsächlich schlimm bestellt sein. Packetbeot starben während der Ueberfahrt 60 Mann. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Um Gewerkschaftliches. Paris, 9. Dezember.( W. T. B.) Gegenüber der Meldung der „ Aurore". General Galliffet habe vor dem Kassationshofe ausgejagt, General Darras habe nach der Degradirung des Kapitäns Dreyfus die Bemerkung gemacht:" Heute haben wir einen Un schuldigen degradirt", erklärt General Galliffet, er habe niemals eine derartige Aeußerung von General Darras gehört. Marseille, 9. Dezember.( W. T. B.) Eine Neapeler Zeitung hatte die Nachricht verbreitet, der Dampfer„ Caledonian" der " Peninsular Oriental Company" habe in Marseille zwei Besitrante ausgeschifft. Diese Meldung ist falsch. Der„ Caledonian" hat die Kranten in Suez ausgeschifft und ist von Suez dann direkt naa London gegangen. Como- See bei dichtem Nebel der von Colico kommende start besezte Mailand, 9. Dezember.( B. H.) Gestern Abend ist auf dem Dampfer Lariano" auf eine Sandbank aufgefahren, Es gelang, die Bassagiere in Sicherheit zu bringen. Hierzu 2 Beilagen. Nr. 289. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 10. Dezember 1898. ## 3899 9190 Parteigenossen! du mit Flugblattes, welches zur Betheiligung an sozialdemo vereins- Mitglieder flagten, ein Vergleichsvorschlag gemacht. Ein an tratischen Bestrebungen auffordert, bezug genommen wird, sind wesendes Mitglied meinte aber, daß sich der Vorstand wohl darauf Der diesjährige Parteitag der Provinz Brandenburg hat be- Deutschen Krieger- Bundes zu veröffentlichen, bekannt, und wir sind heute in der Lage, ein Schreiben des nicht einlassen würde. Der Kläger fühlte sich durch den Vereinsschlossen, daß eine Konferenz der sozialdemokratheiligung an der Reichstagswahl gegen die Sozialdemokratie Beschluffes. Be beschluß in seiner Ehre getränkt und beantragte die Aufhebung des tischen Gemeindevertreter der Provinz Brandenburg statt in ganz energischer Weise auffordert, unter anderem unter anderem Der Gerichtshof ging auf den politischen Wahlaufruf, der doch finden soll, um einheitliche Grundsäße für die Gemeindewahlen fest mit dem Namen des hiesigen Ober- Polizei- guipettors den Kern der Sache bildet ,, nicht ein und erklärte nach kurzer Be zuseßen. Mit den Vorbereitungen zur Ausführung dieses Beschlusses Hauptmanns Weydemann unterzeichnet ist und rathung mehr aus formellen Gründen, daß die Ausschließung wurde die sozialdemokratische Fraktion der Berliner Stadtverordneten verlangt, daß die Aufforderung zur Betheiligung an der Wahl Jänide's aus dem Verein statutenwidrig und ungerechtfertigt sei Berjammlung beauftragt. model arginden pon jämmtlichen Kameraden der Kriegervereine zur Kenntniß, zu bringen und deshalb auf Aufhebung des Ausschließungs- Be Unter Betheiligung mehrerer Genoffen aus den Gemeinde ist. Dem hiesigen Landgericht schien es bekanntlich angemessen, die schlusses erkannt werden mußte. ing ng inte vertretungen in der näheren Umgegend Berlins find diese noth polizeiliche Schließung jenes Arbeitervereins fortdauern zu lassen, wendigen Vorbereitungen beendet und es soll die Konferenz am Dienstag, den 27. Dezember( 3. Weihnachtstag), vormittags 10 Uhr, Im Restaurant Wilfe, Berlin O., Andreas str. 26 stattfinden, und, wenn erforderlich, am 28. Dezember fortgeset werden. d Wir laden daher die sozialdemokratischen Gemeindevertreter der Provinz Brandenburg in Stadt- und Landgemeinde zur Theilnahme an diefer Konferenz ein und bitten bei der Wichtigkeit des Gegen Standes um recht zahlreiche Betheiligung. about ju Als vorläufige Tagesordnung schlagen wir vor: 1. Wahl des Bureaus. lgift 2. Festjegung der Geschäfts- und Tagesordnung. 13. Berathung des Programmentwurfs. p 14. Berathung der eingehenden Anträge. dis golipi Für die Berathung des Programms schlagen wir untenstehenden Entwurf vor und geben gleichzeitig die hierzu be stellten Referenten bekannt: Puntt 1: Thomas Rigdorf, 2-4: Singer- Berlin, : 5-7: Sonnenburg Friedrichshagen, 8-11: Bruns- Berlin. Etwaige Anträge, sowie Anmeldungen zur Theilnahme an der Konferenz find bis spätestens den 20. Dezember an den Genossen B. Bruns, Berlin SO, Ratiborftr. 2, zu richten. Mit sozialdemokratischem Gruß 3. A.: Paul Singer. * Entsprechend dem Programm der sozialdemokratischen Partei Deutschlands werden für die Wahlen zu den Gemeindevertretungen folgende Forderungen aufgestellt: 1. Für die Wahlen zu den Gemeindevertretungen ist das allgemeine, gleiche, geheime, direkte Wahlrecht einzuführen. Das Wahlrecht darf durch den Empfang irgend welcher Unterstügung dhaus Gemeindemitteln nicht aufgehoben oder beschränkt werden. Die Wahlen haben des Sonntags stattzufinden. and dind weil die unter dem Deckmantel eines legalen Unterstützungsvereins as bezweckte Erörterung von politischen Gegenständen in Bersamme bitch lungen im vorliegenden Falle als ein die gesekliche Breiemommunales.d of Jo bites heit und Ordnung gefährdender sozialdemokratischer Weiß- Krankenversicherung der städtischen Augestellten. Das rechtes erscheint. brauch des Veriammlungs und Vereinigungs Magistratskollegium hat auf Anregung der Stadtverordneten Arbin mir Versammlung nunmehr beschlossen, das Örtsstatut zur Regulirung Hören wir nun aber, wie in den Kriegerbereinen der Kranken- und Unfallversicherung der im städtischen Dienst und politifirt wird und beurtheilen wir dann, ob da vielleicht nicht von bei den städtischen wirthschaftlichen Anstalten beschäftigten Personen einem triegervereinlichen Mißbrauch des Vereins- und und Angestellten zu genehmigen. Das Statut dehnt die Vors Versammlungsrechtes gesprochen werden kam. Allerdings heißt es schriften des§ 1 des Krankenversicherungs- Gesetzes auf alle von der ja im§ 9 des Statuts der ehemaligen Dragoner:" Der Vorsitzende Gemeinde gegen Gehalt oder Lohn beschäftigten Personen aus, hat besonders darüber zu wachen, daß in den Versammlungen des soweit sie nicht mehr als 62/3 M. pro Tag reip. 2000 m. für das Vereins jede Erörterung politischer Angelegenheiten Jahr erhalten oder in Krankheitsfällen Anspruch auf Fortzahlung ausgeschlossen bleibt." Auf dem Delegirtentage der des Gehaltes oder Lohnes für mindestens 13 Wochen nach Kavallerie- Vereine im Monat Mai dieses Jahres hat man aber ein der auf eine dem§ 6 des KrankenErkrankung, refp. gedrucktes Schriftstück an die Anwesenden vertheilt, welches einen versicherungs- Gesetzes entsprechende Unterstützung haben. Ebenso foll ter politischen Zuhalt hat. die Unfallversicherung der in den städtischen Betrieben beschäftigten Personen in der von der Gewerbe- Deputation des Magistrats vorgeschlagenen Weise in die Wege geleitet werden. Danach erhalten die Betheiligten, sobald sie in Ausübung ihres Berufes einen Unfall erleiden, eine Unterstützung, deren Höhe sich nach den Be stimmungen des Unfallversicherungs- Gesezes richten soll. Ueber die Unterstützung hat der Magistrat zu beschließen und der Stadtverordneten- Versammlung alljährlich ein Verzeichniß der unterstützten Personen 2c. vorzulegen. Das angezogene Schreiben trägt den Kopf Deutscher Kriegerbund( Sorporation), Nordost- Thüringer Bezirk Halle a. S., im Mai 1898" und beginnt mit den Worten: An die geehrten Kameraden unseres Bezirks! Laut Allerhöchster Kabinetsordre vom 22. v. Mits. find die Senvahlen zum Reichstag auf den 16. Inni d. J. anberaumt. In unseren Vereinen ist sagungsmäßig die Erörterung politi scher Angelegenheiten ausgeschlossen. Diese Bestimmung hebt selbstverständlich nicht die heiligsten Pflichten auf, welche wir alten Soldaten und Mitglieder des Deutschen Kriegerbundes auch Sitzung eine größere Anzahl vom Stadtbanrath Hoffmann bors Das Magistrats Kollegium genehmigte in seiner gestrigen außerhalb desselben als gute Staatsbürger Thron und Vaterland gegenüber zu erfüllen haben. Wer von uns gelegten Hochbauprojekte. Dies sind die Projekte zu der DoppelKameraden seine staatsbürgerlichen Pflichten nicht erust, nicht eruit, wer schule und dem Straßenreinigungs- Depot in der nicht mit allen Fasern seines Herzens der Devise unseres Bundes Christianiastraße, zu den 20 Baraden im IV. städtischen Mit Krankenhause an der Seestraße, zum Gebäude für die bie zugleich diejenige eines jeden Patioten des für weiblichen Haut- und Geschlechtskranten im 1V. städtiGott für Kaiser und Reich, für und Baterland!" wahrhaft und treu ergeben ist, für ſchen Strantenhause, zum Gebäude für die männlichen Haut und den würde innerhalb unserer Bezirksvereine niemals eine Geschlechtstranten im IV. städtischen Stätte fein! Krankenhause, zur zweiten Handwerkerschule am Stralauer Damn heißt es u. a. in fettgedruckten Worten: Play, zum Straßenreinigungs- Depot in der Grenzstraße, Schreiten Sie, tapfere Veteranen, wo Se. Majestät der Kaiser zu der Volts Bade- Anstalt in der Oberbergerstraße, zur uns zur Wahlurne ruft, voran, im Schmuck Ihrer Kriegsdent- esehalle und Turnhalle in der Glogauerstraße, zum münzen, im Schmud der Ihnen jüngst verliehenen Wiedaille Straßenreinigungs- Depot im Köllnischen Parke, zur Ihres einstigen obersten Kriegsherrn, des hochfeligen Heldentaifers to chit che, zur afschüche und zum förtnerhause im Wilhelm des Großen, um sein großes Lebenswert gegen den Krankenhause Moabit. Die Gebäude erfordern zusammen einen Austurm der staatsfeindlichen Elemente, gegen die Sozial- Kostenbetrag von etwas über 8 Millionen Mark. demokratie, mit Ihrem Votum in Schuß zu nehme it. In der Fortsetzung der Berathungen zur Festsetzung des StadtMit Ihnen gemeinsam und in helllodernder Begeisterung wollen haushalts Etats für das Rechnungsjahr 1899/1900 stellte das liche Wahlpflicht erfüllen und immerdar eingedent bleiben, daß Kämmerei fest, und zwar find die städtischen Grundstücke in auch die jüngeren Kameraden am 16. Juni ihre staatsbürger- Magistrats Kollegium den Spezial- Etat Sie, die Veteranen, nicht umsonst für den Ruhm gekämpft haben. Einnahme mit 701 448 M., in Ausgabe mis 96 141 M. bemessen, Schaffung einer Klaffenfrequenz, die einen gedeihlichen Unter- ir vergangenen Reichstagswahl aufgefordert, nur solchen Grundstücke innerhalb und außerhalb der Stadt find in Eins Bezugnehmend auf die bekannte Tempelhofer diede wird dann sodaß ein Ueberschuß von 605 207 W2. verbleibt; die ländlichen richt ermöglicht. Besondere Schulklassen für minder Be Männern die Stimme zu geben, die immerdar in Liebe zu Staifer nahme mit 188 866 M. und in Ausgabe mit 39 928 M. und der fähigte. Berbot jeder Erwerbsthätigkeit schulpflichtiger tinder und Reich zu wirten entschlossen sind. Laffen Sie uns, indem wir Ueberschuß daber mit 148 938 m. berechnet. Obligatorischen Fortbildungsunterricht für beide Geschlechter Der Etat der. erfordert einen bis zum 18. Lebensjahre. Ertheilung des Fortbildungs- ohne Ausnahme Mann für Mann an die Wahl- Gemeinde- Friedhöfe Zuschuß bon unterrichts an Wochentagen während der Arbeitszeit. urne treten, durch das Gewicht unserer hoch bedeutsamen 42 861 M., da den Einnahmen von 15 849 M. eine Ausgabe von richtung und Ausbildung von Voltsbibliotheken und Lese- Stimmenzahl ein erfreuliches Resultat erreichen helfen!" 58 710 M. gegenübersteht. Auch der Etat für die Verwaltung der Das Schreiben ist vom Vorſtande und außerdem noch mit Bureau- Dienstgebäude und der außerhalb derselben befolgenden Namen unterzeichnet: Dr. Rüffer, Hauptmann edemann, Fesche, Pießner, Mittag, Dertel, Colbazty, Schmidt, rengkamm, Geyer, Kölnis, Franke und Deichmann. Am Schluffe heißt es im Fettdruck: Vorstehendes Schreiben bitten wir sämmtlichen Kameraden der Vereine zur Kenntniß zu bringen. Dieses Schriftstück wollte nun der Vorsitzende in der Versamm lung am 31. Mai mit den Worten:„ Etwas die Wahl Betreffendes" meister Harnisch gesagt haben soll:„ Eine solche Sache gehört nicht zur Verlesung bringen, worauf zunächst ein Mitglied, Glasers in Die Versammlung. 2. Auf dem Gebiete des Schulwesens fordern wir: Weltlichkeit der Schulen. Obligatorischen Besuch der Volksschulen. Unent geltlichkeit des Unterrichts und der Lehrmittel in den Volksschulen, sowie in den höheren Bildungsanstalten für die jenigen Schüler der Volksschulen, die kraft ihrer Fähigkeiten zur weiteren Ausbildung geeignet erachtet werden. Errichtung von Schultantinen zur Berpflegung der Schulkinder. Schulid ärgte zur regelmäßigen Prüfung und ärztlichen Beaufsichti gung der Schüler, der Schulen und Schuleinrichtungen. hallen. Ere 8. Einrichtung und Unterhaltung einer geregelten Stranken- und Gesundheitspflege unter Beachtung aller vorbeugenden Mittel ( z. B. öffentliche Bade- Anstalten, Schulbäder, durch ansteckende Krankheiten nothwendig werdende unentgeltliche Desinfektion, Epielpläge, Unterſtügung des freiwilligen Turnwefens, Schaffung von Berufs- Feuerwehren, Wohnungs- und Straßenhygiene u. s. wv.). 4. Armen- und Waisenpflege mit ausreichenden Unterstügungsfäherrichtung fäßen. Errichtung von Asylen und Wärmehallen ohne polizei Kontrolle. V der legenen Bureaus erfordert einen Zuschuß, und zwar in Höhe von 180 127 M., da derselbe nur eine Einnahme von 131 118 M. hat, der eine Ausgabe von 811 245 M. gegenübersteht. Der Etat der städtischen Markthallen schließt in Einnahme und Ausgabe mit 2 605 800 Mt. ab. Jufolge der Herabsetzung des Marktstandgeldes ist diesmal ein Ueberschuß nicht erreicht. Zur Frage der Müllbeseitigung. Das Magistratsfollegium Urbanhafen, möglichst entfernt von dem daselbst befindlichen Krankenhat beschlossen, als provisorische Maßregel eine Müllabfuhrstelle am 5. Die Gemeindesteuern sind auf direkte Steuern zu beschränken. das Schreiben sei dem Vereine von dem Bezirke zugegangen mit rufs. Die Einrichtungen sollen so getroffen werden, daß eine StaubEinrichtungen derartig sein, daß der Müll auf kähne gebracht entwickelung möglichst vermieden wird(?). Und zwar sollen diese werde, auf denen eine Art von Schuppen hergerichtet ist, in welchem der Müll ausgeladen werden kann. Hierdurch soll jede Staub entwickelung nach außen fast gänzlich vermieden werden können. lebrigens jollen die Verhandlungen zwecks anderweiter Fortschaffung oder Verbrennung des Hausmüüs fortgesetzt werden. 6. Beleuchtungs-, Berkehrss, Strafterzeugungs, fowie sonstige fannt zu geben. Im Kriegervereinswesen herriche eine gewisse. dem Befehle, dasselbe den Mitgliedern durch Vorlesen befür die Gemeinde nothwendige Betriebe sind der Privatausbeutung zu entziehen und auf eigene Rechnung der Ge- Subordination und werden Weijungen, welche den Vereinen von den meinden zu errichten und zu betreiben, auch sind andere Ge- Bezirken zugehen, als Befehle aufgefaßt und befolgt meinde- Arbeiten,( Bau, Pflaster zc.), so weit angängig, in Ge- Die unter dem Schreiben befindlichen Namen bürgten schon dafür, meinde- Regie auszuführen. daß nichts passiren tönne, was gegen die Statuten verstoße. Das 7. Revision des Submissionswesens, Vergebung der Gemeinde Schreiben sei nur dazu angethan, dem§ 1 des Statuts Rechnung Arbeiten und Lieferungen nur unter vertragsmäßiger Ver- zu tragen. Als dann der Vorsitzende, dem gesagt worden war: Auf dem städtischen Schlachthofe find im Monat November pflichtung der Unternehmer, die Lohn- und Arbeitsbedingungen und wenn das Schreiben vom Bezirke tommt, so gehört es doch 1898: 55 391 Schweine gegen 53 338 im Monat November 1897 bph der von ihnen mit städtischen Arbeiten beschäftigten Arbeiter wollte, opponitte der heutige Kläger mit aller Entschiedenheit Trichinen und 42 Stück wegen Finnen als zur menschlichen Nahrung nicht hier her", das Schriftstück trotzdem zur Verlesung bringen nicht hier her", das Schriftstück trotzdem zur Verlesung bringen auf Trichinen untersucht worden. Davon sind 5 Stück wegen in Gemeinschaft mit den Fachorganisationen der Arbeiter fest- dagegen und beantragte, dem Vorsitzenden das Wort zu entziehen. ungeeignet zurückgewiesen worden. als aur menschlichen abzusehen. An Mitglieder der Gemeindevertretung dürfen feine Ar Letzterer schloß dann auf grund der ausgebrochenen Unruhe die beiten oder Lieferungen für die Gemeinde übertragen werden. Versammlung. Im Gastzimmer soll dann der geärgerte Herr VorEbenso dürfen dieselben in feiner Weise an gewerblichen Unter- figende in Gegenwart mehrerer Mitglieder in bezug auf den Kläger nehmungen betheiligt sein, die in einem Vertrags- oder gefagt haben:" So einen Sechswochensoldaten muß man ordentLieferungsverhältniß zur Gemeinde stehen. 8. Für die im Gemeinde Auftrag beschäftigten Arbeiter und Inwiefern die Fäuste fühlbar wurden, ergab num die heutige Ver Das Fernsprech- Amt im Berlinischen Rathhause wird von Beamten ist ausreichende Bezahlung sowie eine Arbeits- handlung, die sich mit dem Ausschluß, des Herrn Jänicke, der den Montag, den 12. d. M., ab werktäglich von 8 1hr vormittags bis zeit von 8 Stunden täglich herbeizuführen; desgleichen Verein schützen wollte, dafür aber von seinen Kameraden" in einer 10 Uhr abends und an Sonn- und Festtagen von 8 Uhr vormittags find Pensions, sowie Wittwen- und Waisen- Unterstützungslafsen angeblichen Berichtigung in der Saale- Beitung" vom 20. November bis 1 hr nachmittags offen gehalten werden. Bisher war das für die Arbeiter zu errichten und die Kranken-, llufall, Alters, als Ochsenjoch- Fabrikant" bezeichnet wurde, zu befasien hatte. Amt nur an den Wochentagen in Thätigkeit, und zwar auch nur bis und Invaliditätsversicherung für sämmtliche in städtischen Be- Der Kläger gehörte dem Vereine seit dem Jahre 1890 als 3 Uhr nachmittags. M liche Dragonerfäuste fühlen lassen." Werberschen Ober- Realschule, ist zum Direktor des Königstädtischen Der Professor Dr. Lange. Oberlehrer an der FriedrichReal- Gymnasiums an ſtelle des in das Provinzial- Schulkollegium berufenen Direttors dieser Anstalt, Dr. Vogel, gewählt worden. Koalitionsrecht ber Arbeiter ist sicher zu stellen und darf in ſein. Er ist nicht etwa Sozialdemokrat, was daraus trieben beschäftigten Arbeiter in Anwendung zu bringen. Das Mitglied an und soll seinen Verpflichtungen stets nachgekommen Der bestehende Waffertarif soll nach Beschluß des Magistratss teiner Weise eingeschränkt werden. In allen städtischen Be- hervorgeht, daß in feiner Arbeitsordnung ein ungebührlicher Paragraph Kollegiums dahin eine Ermäßigung erfahren, daß in Zukunft bis zu trieben sind Arbeiterausschüsse zu errichten. 200 Kubikmetern für das Kubikmeter 20 Pf. und weiter darüber vorhanden ist, wonach derjenige Arbeiter, der sich an einem& a chinaus 15 Pf. für das Kubikmeter erhoben werden. Die gegen 9. Uebernahme der Markt, Bau, Wohnungs, Verkehrs-, bereine betheiligt oder sozialdemokratische Erörte Gesundheits- und Sicherheitspolizei in die Gemeinde- rungen in der Werkstätte veranlaßt, sofort entlassen wird. wärtige Grundtage von 6 M. soll beibehalten werden. Diese Er Der Magistrat verwaltung. Obgleich die Mitglieder des Ausschusses und der Ehren- mäßigung bedeutet einen Ausfall von 789 000 m. vorsitzende das Wahlschriftstück als politisch angesehen 10. Errichtung von Gewerbe Schiedsgerichten. Ausdehnung der haben sollen, erhielt der Kläger am 9. September von dem es soll daher darauf Bedacht genommen werden, eine höhere Abangesehen bält die gegenwärtige Abschreibung von 100 000 m. für zu niedrig und Krantenversicherung auf die Hausindustrie. 11. Unentgeltlichkeit des Bestattungswesens. Vorstande des Dragonervereins ein Schreiben, in dem ihm mit- schreibung von dem Werthe der Werke herbeizuführen. Zu diesem getheilt wurde, daß er durch Vereinsbeschluß vom 3. September aus Behufe werden im nächsten Jahre Verhandlungen eingeleitet werden. der Mitgliederliste gestrichen sei. Gründe sind dem Kläger damals nicht mitgetheilt worden, jedoch wurde ihm vom 2. Vorsitzenden, Steueraufseher Wolf, geschrieben, wenn Jänicke in der nächsten Hauptversammlung bis 1/210 Uhr nicht anwesend set, seine AnsPolitik und Kriegervereine. Lokales. Altersversorgung für Frauen. Aus Halle a. S. wird uns vom gestrigen Tage berichtet: ichließung erfolge. Kläger drückte brieflich sein Befremden über Die Parteigenossen nud Genoffinnen des 6. Reichstags: In der heutigen Sigung der dritten Zivillanımer des Landgerichts das Schreiben aus, da kein Paragraph im Statut bestehe, der Mit- Wahlkreises, insbesondere im Schönhauser Stadttheil 2c., werden wurde der Prozeß des Fabrikanten Janide von hier gegen den glieder wegen Nichterscheinens ausschließe. In einem anderen Vor- auf die am Sonntag bei Wernau, Schivedterstraße 27, stattfindende Verein ehemaliger Dragoner zu Ende geführt. Die standsschreiben wird Jänide als der Beleidiger des ganzen Bersammlung für Männer und Frauen aufmerksam gemacht. Siche Sache verlief zu gunsten des Klägers und ift infofern interessant, Vereins bezeichnet. Inserat. als fie mit aller Deutlichkeit offen und klar beleuchtet, in welch' Der Vertheidiger des Klägers, Rechtsanwalt erzfeld, beunverhüllter Weise bei der vergangenen Reichstagswahl von den antragte Aufhebung des Ausschlußbeschlusses; der Vorstand des an der Spize stehenden Personen in den Kriegervereinen Politit Dragonervereins habe in diesem Falle statutenwidrig gehandelt. Die Wer sich einmal die Mühe macht, das Berliner Adreßbuch durchgetrieben worden ist. Es würde vielleicht ein sehr dankbares Statuten der Kriegervereine werden alle von einem Drucker ge- zublättern, wird dort eine Unzahl von Stiften und WohlthätigkeitsFeld für für die hiesige Staatsanwaltschaft sein, die Sache liefert. Merkwürdigerweise sind aber dreierlei Statuten anstalten verzeichnet finden. Man fann fast einen Schreck bekommen, einmal zu untersuchen, da das hiesige Landgericht die vorläufige vorhanden. welche ungeheure Menge von Kraft und Kapital unfere heutige Ge Schließung der hiesigen Filiale des Verbandes Der Vertreter des Dragonervereins, Rechtsanwalt Föhring, sellschaft allein in Privatanstalten und Stiftingen zur Linderung des Fabrik und Landarbeiter Deutschlands bestätigt hat. beantragt, den Kläger abzuweisen. Seitens des Gerichts wurde Elends ausgeben muß. Für alle Gel rechen der bürgerDie Gründe, unter denen auf die angebliche Verbreitung eines mit dem Hinweise, daß es doch bedauerlich sei, wenn sich Strieger- lichen Gesellschaft ist im Gesellschaft ist im Adreßbuch irgend eine Hilfs der Der neue Südring- Bahnhof Rigdorf Hermannstra e soll Stelle verzeichnet. Da giebt es Stifte für alte Männer gerade von solchen Leuten viele Durchstechereien betrieben worden und Frauen, Siechenhäuser, Heimstätten für stellungslose find. Die Angestellten, welche von dieser Verfügung betroffen wurden, am 1. Januar dem Verkehr übergeben werden. Dienstmädchen, Zufluchtsstätten für verirrte" und" gefährdete" haben eine Bersammlung abgehalten, in der die Absendung einer Der unter dem Verdacht, den Raubmord an dem HandelsFrauen und Mädchen, Vereine für Voltserziehung, für Kinderpflege Petition beschlossen wurde, in welcher der Justizminister gebeten mann Rühle begangen zu haben, verhaftete Mann in Spandau und zu mannigfaltiger Unterſtügung, ferner Genesungsheime, Stifte wird, die Verfügung des Oberstaatsanwalts, welche als ein großes it der schlecht beleumundete Arbeiter" Krusemart. Der von ihm zur Beihilfe bei Ausbildung von jungen Leuten zu Kunsthandwerkern Mißtrauensvotum aufzufassen sei, aufzuheben. und allerlei Studirenden 1. s. w. geforderte Alibibeweis zur Zeit der That soll ihm völlig miß Wahrlich, ein schönes Bild von daß gegen den seit längerer Zeit verhafteten muthmaßlichen Mörder sprechen. Zur Singer'schen Mordsache. Vor furzem wurde gemeldet, lungen sein und es sollen mancherlei Verdachtsumstände gegen ihn der Bertha Singer Schneidergesellen Guthmann nächstens die Anklage Die Gemeindevertretung zu Nixdorf beschloß die Anlegung Wildthätigkeit und Hilfsbereitschaft! Aber auch ein trauriges Zeichen für eine Kultur, die so viel Geld und Kraft für solche Zwecke auf wenden muß. Und trotz dieses ungeheuren Aufwandes ist noch die Stadt genöthigt, jedes Jahr eine hübsche Zahl von Millionen Mart für das Armenwesen aufzubringen. Gerichts- Beifung. In der jetzigen Zuchthaus- Mera spielt der Kampf gegen den dahin treibt, die Hungerlöhne um einiges zu verbessern, mehr denn je auf den Boden des Strafgesetzes hinüber. Es kommen da außer der schärften Anwendung des§ 153 der Gewerbe- Ordnung die Anklagen wegen groben unfu gs gegen Streitposten in betracht und auch der Nöthigungsparagraph des Strafgesetzes muß wader gegen die Arbeiter herhalten. Es kommt allerdings vor, daß der vom Staatsanwalt herbeigewünschte Erfolg zuweilen ausbleibt. Theil der Arbeiterschaft, den die schwere Sorge um Weib und Kind werde erhoben werden, und jezt wird uns aus Hamburg drahtlich eines neuen Friedhofes. Ferner sollte die Vertretung zu dem gemeldet, daß als„ muthmaßlicher Mörder der Bertha Singer" der Der Armen- Etat wird besonders von alten, erwerbsunfähigen worden sei. Er habe zwar ausgesagt, daß er zur Zeit des Mordes Angelegenheit wurde bis zum Januar vertagt. Man beschäftigte Schneidergeselle Olrogg in der Vorstadt St. Georg verhaftet projektirten Bau einer neuen Gasanstalt Stellung nehmen. Die Frauen in Anspruch genommen. Ebenso ist eine außerordentlich bei einem Schneidermeister in Harburg gearbeitet habe, sich aber in fich gleichfalls mit der Errichtung eines neuen Voltsschulgebäudes. große Zahl Stifte, Hofpitäler und Siechenanstalten für alte, be widersprüche verwickelte, weshalb er in haft behalten worden sei. Die Vertretung genehmigte sodann die Anstellung von 18 Lehrern Hospital ist zur Zeit nur für weibliche, arme alte, erwerbsunfähige Die Personalbeschreibung, die gleich nach der That über einen des bezw. Lehrerinnen an den Gemeindeschulen. und unbescholtene Personen reservirt. Auch in der Siechenanstalt ordes verdächtigen Mann gegeben wurde, passe auf Olrogg. Nach befinden sich zahlreiche weibliche Sieche, ebenso im städtischen Ge- Erlundigungen, welche die„ Voff. 3tg." bei der hiesigen Striminalfindehospital, so daß in den städtischen Anstalten allein an tausend polizei eingezogen hat, ist zwar die Verhaftung des Olrogg That alte Frauen untergebracht sind, die außerhalb der Anstalt selbst mit einer fache, aber der Mann ist nie der Ermordung der Singer verdächtigt worden. Er wurde auch nicht von der hiesigen Polizei, der er zwar Geldunterſtügung nicht beſtehen könnten. In den städtischen Anstalten sind bekannt ist, verfolgt, sondern er ist eines Berbrechens beschuldigt, das die Kosten selbstverständlich unentgeltlich. Anders wird es schon bei den Hospitalen der religiösen Gemeinden. Nur das Dom mit Berlin nichts zu thun hat. Hospital und die Maison de refuge bieten grundsätzlich Einen Selbstmordverfuch auf offener Straße machte Donnersallen ihren Insassen freie Wohnung und Nebenbezüge, die zu einem tag Abend um 7 Uhr der 21 Jahre alte Kaufmann Walter Herrmann, dürftigen Unterhalt ausreichen. Die andern Gemeinde- Hospitale der aus Oranienburg gebürtig ist. Der junge Mann schoß sich vor haben meist nur eine geringe Anzahl von Freistellen. Die übrigen dem Hause Thiergartenstraße 6 eine Revolverlugel mitten in die Hospitaliten müssen sogenannte Einkaufsgelder zahlen, die oft Stirne. Ein Arzt, der zufällig des Weges kam, nahm sich des Verüber tausend Mart hoch, ja sogar bis zu zweitausendfünfhundert wundeten, der besinnungslos zusammengebrochen war, an und brachte Mark veranschlagt find. Also können sich diese Wohlthat nur fleine ihn mit einer Droschte in ein Strankenhaus. Hier ist er noch nicht Ein bemerkenswerther Fall von angeblich er ,, Nöthigung" beschäftigte Rentiers leisten. Manche Hospitale beanspruchen auch noch wieder zum Bewußtsein gekommen; was ihn zu dem Selbstmord- in den letzten Tagen die fünfte Straffam mer des Landgerichts I. den Nachlaß der Infassen. Trozdem ist es aber eine Thatsache, daß versuche getrieben hat, weiß man daher noch nicht. Angeklagt waren die Tischler Seifert, Bartels und Volter, die alten Frauen oder Mädchen, die sich in ein Hospital eingekauft Ein unheimlicher Fund ist Donnerstag Abend kurz nach 8 Uhr die in der Möbeltischlerei von Kretschmar u. Komp. in der haben, viele Jahre warten müssen, bis endlich eine Stelle frei wird, auf dem Bahnhofe Bellevue in einem Stadtbahnwagen gemacht Barnimstraße beschäftigt waren und zugleich Mitglieder des Holzbis sie an die Reihe kommen. Es herrscht ein großer Andrang zu worden. In einem Abtheil zweiter Klasse des Zuges Nr. 2797, der arbeiter- Verbandes sind. Ein jüngerer Tischler namens Prok, den Stiften dieser Art, trotz der Kosten. von Charlottenburg tam, hatte jemand ein Packet liegen lassen. Als der bedauerlicherweise seine Organisationspflicht versäumt hatte, Daß der Andrang zu jenen Stiften, die unabhängig von man es öffnete, um aus dem Inhalt den Eigenthümer zu ermitteln, beschuldigte sie, daß fie unter allerlei versteckten Drohungen religiösen Gemeinschaften sind und unentgeltliche Auf- fah man sich der Leiche eines neugeborenen Mädchens gegenüber. ihn wiederholt aufgefordert haben, dem Holzarbeiter- Verbande beinahme gewähren, noch größer ist, mag die Thatsache beweisen, daß Ob das sind gelebt hat, bedarf noch der Feststellung. Die Leiche zutreten. Da Broz behauptete, daß er infolge dieser wiederholten z. B. die Altersversorgungs- Anstalt der Kaiser Wilhelm- Stiftung und war in ein weißes Leinentuch und braunes Papier eingewickelt. Aufforderungen in eine unbehagliche Situation gerathen sei und es Augusta- Stiftung vor Ende des Jahres 1899 neue Gesuche nicht berücksichtigen kanu. Allerdings verlangen die anderen Stifte fast ohne Wegen der zahlreichen Diebstähle an Eisenbahn Gütern, borgezogen habe, lieber die Arbeit zu verlassen, so wurde schleunigst Ausnahme auch Einkaufsgelder und sogar monatliche Pensionskosten. welche eine zeitlang auf dem Lehrter Güterbahnhof in Spandau aus- Anlage wegen Röthigung und Vergehens gegen Doch sind für bestimmte Berufe, wie für Weber, aufleute, geführt worden sind, hat man jetzt wieder einige Bahnarbeiter in§153 der Gewerbe- Ordnung erhoben. Das Schöffengericht hatte s. 3. auf Freisprechung erkannt, der Staatsanwalt legte aber ferner auch für Wittwen und alte Jungfrauen einige Versorgungs- strafrechtliche Untersuchung gezogen. Berufung ein und beantragte je 6 Wochen Gefängniß. Rechtsanwalt Dr. anstalten vorhanden, die Wohnung und genügende Geldunterstützung Pferdekrankheit. Unter den Pferden der 6. und 8. Batterie Heinemann führte dagegen aus, daß von einer Nöthigung gar keine Rede. gewähren. Im ganzen befinden sich in Berliner Siech enhäusern des 1. Garde- Feld Artillerie- Regiments ist die Brustseuche aus- fein tönne und§ 153 schon deshalb nicht in Anwendung kommen könne, und Stiften 2700 bis 3000 Personen, zum überwiegenden Theile gebrochen. weil dieser zweifellos ganz bestimmte Fälle, in denen Schritte zur Angehörige weiblichen Geschlechts. Etwa drei Fünftel, viel- Ein größeres Schadenfeuer rief die Wehr Freitag Nachmittag Erlangung besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen gethan werden, leicht auch ein geringes mehr, aller derartig Versorgten nach der Neuen Friedrichstraße 22, wo in dem Wollgeschäft von im Auge habe, während der Holzarbeiter- Verband doch nur in großen find unentgeltlich untergebracht. Dies kann nur ein ganz geringer Levy u. Schwabach Trikotagen und Wollenstoffe in Brand gerathen Zügen die Forderung der Interessen seiner Mitglieder verfolge. Bruchtheil der Bedürftigen sein. Die Arbeiterklasse aber ist gerade waren. Mehrere Dampfsprizen waren zur Stelle, doch konnte das Der Gerichtshof schloß sich zwar den rechtlichen Ausführungen des hierbei nur gering betheiligt. Sieht man von den städtischen Feuer mittels zweier Hydrantenleitungen abgelöscht werden. Der Vertheidigers nicht an, erkannte aber doch auf Freisprechung der Siechenanstalten ab, so bleibt für die Frauen der Arbeiter so gut entstandene Schaden wird auf 3-4000 m. geschäzt. Angeklagten, da die denselben mit Bestimmtheit nachzuweisenden wie nichts. Denn die anderen Stifte sind meist nur für AnAeußerungen weder zur Anwendung des§ 240 St.-G.-B. noch des gehörige bürgerlicher Berufsklassen eingerichtet. Im§ 153 der Gewerbe- Ordnung genügten. Ueber diese wichtige Entrecht scheidung hoffen wir in den nächsten Tagen näheres bringen zu fönnen. In einem am Donnerstag vor der 4. Straffammer verhandelten Falle handelte es sich um die Anwendbarkeit des Erpressungs- Paragrahen(§ 253) gegen diejenigen, die einen Arbeiter zwingen" wollen, Beiträge für die Streittasse zu leisten. Hier waren die Maurer Gustav Jähnchen und Karl 3inn angeklagt. Auf jedem Bau ist ein Vertrauensmann, der die Wochenbeiträge zum Streiffonds in Empfang nimmt und an die Streitkaffe abliefert. In dem zur Anklage stehenden Falle soll nun versucht sein, einen Arbeiter durch drohende Rebensarten zum Beis trage zur Streitfasse zu bestimmen. Die Rechtsanwälte Leop. Katz und Dr. Herzfeld waren der Meinung, daß die ganze Anklage § 253 verlange, schon aus juristischen Gründen unhaltbar sei. daß ,, einem Dritten" rechtswidriger Vermögensvortheil verschafft werden solle, er setze also entweder eine wirkliche Persönlichkeit oder doch eine juristische Person voraus, was bei der Streiffaffe in beiden Richtungen nicht zutreffe.- Der Gerichtshof beschloß, die Sache zu vertagen und neue Zeugen vorzuladen, um zus nächst ein flares Bild von der Entstehung, dem Wesen und der Bedeutung der Streikkaffe zu erhalten. Für die Frau des Arbeiters, die nicht weniger wie jeder andere ihr redlich Theil zum Gedeihen des Ganz en beigetragen hat, ja, die durch rastlose Arbeit in der Wirthschaft, mit der Kindererziehung und allerlei Nebenbeschäftigung, wie Bedienung von Schlafburschen, erst den Zusammenhalt der Familie ermöglicht hat, bleibt nichts anderes übrig, als am Lebensabend das geringe Almosen von der Stadt zu nehmen. hat sie Angehörige, die für sie sorgen können, so darf sie denen zur Last fallen. Denn was das für einen Arbeiter heißt, der kaum für sich das nöthige erschwingen kann, noch eine alte und wohl gar gebrechliche Angehörige zu ernähren, braucht nicht erörtert zu werden. So ist denn der Lebensabend der Arbeiterfrau, die von früh, wenn der Mann zur Arbeit ging, bis dahin, wo sie das Bett aufsuchen durfte, rackern und sich placen mußte, alles, nur nicht verLockend. Das sollte den jungen Arbeiterinnen zu denken geben und sie veranlassen, sich den Bestrebungen anzuschließen, die bessere Verhältnisse herbeiführen wollen, denn die jungen Arbeiterinnen werden auch einmal alt! Zur Erklärung der Menschenflucht ans Oftelbien. Saganer Wochenblatt" vom 3. November finden wir folgendes bezeichnende Inserat: Leute Hering, 5 Stück 10 Bf., Schock 1 M. empfiehlt Gustav Lange. Um Sagan herum liegen weite ländliche Bezirke, namentlich große, theils herrschaftliche, theils fönigliche Güter. Der Bauer hat nicht so viel Gesinde, um dessen es sich lohnen würde, die billigen Heringe aus der Stadt holen zu lassen; aber für die großen Güter, Sa find die billigen Heringe ein gefundenes Fressen, denn für das Gesinde ist bekanntlich alles gut. Auf die großen Güter scheint das Inserat lediglich abzuzielen. Ist es ein Wunder, wenn die Landproletarier vor einer Ausbeutergesellschaft fliehen, von der sie viel, viel schlechter als das liebe Vieh genährt werden? Die Neue freie Volksbühne bringt am Sonntag, den 11. Dezember, nachmittags 1/3 Uhr, im Ostend- starl Weiß- Theater ein noch niemals auf geführtes Stück von Fr. Hebbel, Julia", Trauerspiel in drei Aften, zur Darstellung. In einer ausführlichen Nachschrift hat Hebbel selber die Leidensgeschichte dieses Stückes erzählt, das unter anderem auch vom Berliner Schauspielhaus angenommen worden war, aber niemals zur Aufführung gelangt ist. Die Regie hat Cord Hachmann, Oberregiffeur vom Deutschen Theater. Die Hauptrollen sind besetzt durch: Frl. Klara Leno vom Neuen Theater und die Herren: Start Heller vom Stadttheater zu Augsburg, Meinhardt vom Deutschen Theater, J. Kunert vom Stadttheater in Zürich und Cäsar Beck vom Hoftheater in Wiesbaden. " ein Es spricht für das hohe Maß von Solidaritätsbewußtsein und fittlicher Kraft in der Arbeiterschaft, daß gerade in der Zuchthaus Aera die Gewertschaftsbewegung die ers Wie es unter dem freulichsten Fortschritte macht. Sozialistengese nicht möglich war, die politische Organisation der Arbeiter zu vernichten, so wird es noch viel weniger gelingen, die für die Arbeiterschaft wie das liebe Brot nothwendige Gewert Versammlungen. 76 Arbeiter der Tischlerei von Hermann Hellmich, Bergstraße 37, find zur Zeit arbeitslos geworden. Der Grund dieses bedauerlichen Mizgeschicks ist folgender: Die Firma Hellmich hat auf dem Grundstück Bergstr. 36 neue Werkstatträume aufführen lassen. Dieselben sind schon seit längerer Zeit fertig und in gebrauchsfähigem Zustande; das an der Straßenfront des Grundstücks erbaute Wohnhaus harrt dagegen noch der Vollendung. Vor einiger Zeit hat Herr Hellmich beim Polizeipräsidium um die bor Im Feenpalaft- Theater wird jetzt ein Berliner Lokalstück gegeschriebene Erlaubniß zur Benutzung der neuen Werkstatt geben. Das Blumenmädchen vom Hadeschen Markt" dient zur Be- safts Bewegung zu grunde zu richten! nachgesucht, aber sie bis jetzt noch nicht erhalten. Da man fräftigung der aufgestellten Sentenz, daß auch die Tugend es auf inzwischen mit dem Abriß der alten Werkstatt begonnen der Straße zu etwas bringen kann. Die Standhaftigkeit der Heldin Der Gefangenen- Aufseher Auguft Elsner ist gestern wegen hat, so machte sich jetzt die Ueberfiedelung in die neuen Arbeits- wird zum Gegenstand einer Wette ausersehen; nachdem das brave Amtsverbrechens, das er in Sachen der Plößenseer Durchstechereien räume nöthig. Mit der Arbeit in denselben kann aber immer noch Kind die Probe glänzend bestanden, bleibt auch der Lohn der begangen haben soll, von der zweiten Straffammer am Landnicht begonnen werden, denn die polizeiliche Erlaubniß ist noch nicht Tugend nicht aus. Dem Blumenmädchen wird nämlich der Ertrag gericht II au 21/2 Jahren Gefängniß und 5 Jahren Ehrverlust verzu ertheilt und deshalb sind die sämmtlichen Arbeiter des Herrn Hell- der Wette dedizirt. Neben so menschenfreundlichen Moralmagimen urtheilt worden. mich schon seit einigen Tagen arbeitslos. Sie haben durch eine kommt im Feenpalast auch ein jenseits von Gut und Böse stehendes Vorstellung beim Polizeipräsidenten das Erlaubnißgesuch des Herrn Programm zur Geltung. Im artistischen Theil treten einige recht Hellmich zu unterstügen versucht und warten nun, ob dasselbe ge- tüchtige Künstler auf. Gewandte Hochturner sind die Herren Latori, nehmigt und ihnen die Fortsetzung der Arbeit ermöglicht wird. als Flachturner bewährt sich die Ueberle- Truppe. Recht hübsch ist Die Akademischen Bierhallen in der Dorotheenstraße werden ferner Wienece's Zwerg- Theater; auf komischem Gebiete leisten die vom 1. April ab eingehen. Der langjährige Besizer, der Präsident Excentrics Gebr. Taylor, der Salonhumorist Grassier und die des deutschen Gastwirthe- Verbandes, Theodor Müller, wird, wie die Kostümsoubrette Helene Voß soviel, als man billigeriveise nur verFreif. 8tg." berichtet, nach Ablauf seines Miethsvertrages am ersten langen kann. April sich in das Privatleben zurückziehen. Herr Müller war dadurch Das Luisen- Theater ist gleichfalls dem Brauche, ein Weihnachtszu einiger Originalität gelangt, daß er als glühender Patriot einen Märchen zu bringen, gefolgt. In der Reichenbergerstraße hält man Orden bekommen hatte. Durch seine Agitation ist vor drei Jahren an dem einmal Bewährten fest, und so ward denn zur Erbauung die Gastwirths- Orgel für die Kirche mit der weggemeißelten Kameels- mancher großer und fleiner Kinder 2. Ottomeyer's Fröhliche inschrift gestiftet worden. Weihnacht" aufgefrischt. Wie im vorigen Jahre, so gefiel auch diesmal die finnige Geschichte wieder, die bekanntlich nach Dickens „ Christmas Carol" von einem bühnenkundigen Mann bearbeitet worden ist. Ist auch so von dem ursprünglichen Werk nicht viel mehr geblieben, als der Umriß der Handlung, so ist dafür manches liebe Märchenbild aus dem Heimathboden hinein gepflanzt worden, und da das Ganze nach deutschem Weihnachtsbrauch ein bischen aufs Wehmüthige gestimmt ward, so blieb der Erfolg auch in der theilweise neuen Besetzung nicht aus. Entbindung der Bäckermeister von der Bundesraths: Verordnung. Das Polizeipräsidium theilt mit: Der 10., 17., 22. und 31. Dezember d. J. sind als diejenigen Tage festgesetzt, an denen in Bäckereien und Konditoreien Gehilfen und Lehrlinge über die vorgeschriebene Zeit hinaus beschäftigt werden dürfen. " Friedrichsberg. Der Frauen- und Mädchen- Bildungsverein hielt am 6. Dezember eine Versammlung ab, die sehr schwach besucht war. Fräulein I da Altmann hatte das Referat übernommen und entledigte sich ihrer Aufgabe zur allgemeinen Zufriedenheit. Die übrigen Gegenstände betrafen Vereinsangelegenheiten. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 11. Dezember, vormittags 9 Uhr, im großen Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57: Versammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vormittags ebendaselbst: Bortrag des Herm Dr. Bruno Wille:" Die Mission des Veides". Montag, den 12. Dezember, abends 8 Uhr, beschließende Versammlung. EinTischler- Verein. Heute Abend 82 Uhr, Melchiorstr. 15: Vortrag. gang von der Stallschreiberür. 43. Damen haben Zutritt. Bildungsverein Mehr Licht". Morgen Sonntag, abends 7 Uhr, bet Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Bortrag des Genossen Dr. Wollheim über: Lebenshaltung und Menschenrecht." * Vermischtes vom Tage. t Zur Warung für Eltern. Mit einem furchtbaren Mißllang endete gestern Morgen für das Schuhmacher Kownati'sche Ehepaar aus der Großen Frankfurterstr. 75 eine Geburtstagsfeier. Die Ehe- Die Kunst- Schaubühne( Direktion: Dr. Röppen und Dr. Stödtnes -Der letzte Delegirtentag der Genossenschaf lente gingen Donnerstag abends gegen 10 Uhr von Hause weg, um veranstaltet morgen, Sonntag Nachmittag 5 Uhr, als letzte Vorstellung vor an einer Geburtstagsfeier theil zu nehmen, und ließen ihren einzigen Weihnachten mit ermäßigten Preisen, den Projektionsvortrag von Profeffor deutscher Bühnenangehöriger beschloß, in Gemeinschaf Billets mit dem Deutschen Bühnenverein( Theaterdirektoren) vier Jahr alten Sohn Bruno allein zurück. Als sie früh um 2 ühr Dr. Mar Schmid- Aachen:„ Meisterwerte der deutschen Kunst". zurückkehrten, war das Bettchen des Knaben leer und das Fenster des find im Vorverkauf zu haben bei dem Kastellan der alten Urania, Invaliden- eine eigene Theater Agentur einzurichten. firaße 57, Raabe u. Plothom, Potsdamerstr. 21, H. W. Röhlich, Leipziger: Hamburg, 9. Dezember. Auf dem Lübecker Bahnhof Schlafzimmers stand auf. Sie riefen den Namen des Kindes, er- straße 35' und Breslauer u. Meyer, Leipzigerstr. 134. wurde gestern Abend zwischen 8 und 9 Uhr der achtzehnjährige Bahnhielten aber feine Antwort. Die Nachbarn, die herausgeflingelt wurden, wußten auch nichts über seinen Verbleib. Da erinnerte sich Feuerbericht. Schönleinstraße 15 war Freitag Nach- arbeiter Hildebrand von einem Zuge überfahren und auf der Stelle In Wilhelmsburg gerieth der dort stationirte einer, eine halbe Stunde vorher ein Geräusch wie von einem Falle mittag ein Stubenbrand zu beseitigen. Der Inhalt eines Schau- getödtet. Stralauerstraße 26 in Flammen auf. Lokomotivführer Stenka unter die Maschine. Ihm wurden beide gehört zu haben; er hatte sich aber nichts dabei gedacht und war fensters ging wieder eingeschlafen. Angsterfüllt stürmten nun die Eltern die Sidingenstraße 41 brannte allerlei Gerümpel im Keller: Sände abgefahren. y. Die Hamburger Biermastbarke be" gilt als ver Treppe hinunter. Ihre schlimmste Befürchtung bestätigte sich. Der Donnerstag Abend waren drei Gardinenbrände abzulöschen, und Kleine lag todt auf dem Asphaltpflaster des Hofes. Er hatte sich zwar Marienburgerstraße 27, Yorfstraße 71 und ihollen. Das Schiff hat am 22. März 1898 den Hafen von Ein Alarm nach Schwedter Barry mit Kohlen verlassen und seinen Bestimmungsort quique jedenfalls nach den Eltern, die ihm zu lange ausblieben, umsehen Winterfeldstraße 44. wollen, war zum Fenster hinausgefallen und hatte beim Sturz aus straße 267 betraf einen Brand in der Badestube. Magazin-( Chile) noch nicht erreicht. Das Dorf Schweinsberg bei Marburg, das nach einer dem dritten Stock das Genick gebrochen. straße 12 wurde allerhand Gerümpel auf dem Hängeboden ein Eine Zumuthung an chrenhafte Leute. Den in dem geäschert, während Sebastianstraße 24 einige körbe durch telegraphischen Meldung halb eingeäschert sein sollte, steht noch ziem Feuer zerstört wurden. lich heil auf seinem Flecke. Abgebrannt sind nur zwei Scheunen. 3lögenice Strafgefängniß beschäftigten Privat Ein temperamentvoller Rammerherr soll bei dem Anblick des angestellten wurde vor einigen Tagen, wie die Nat.- 8tg." fleinen Brandes einen so großen Schrecken gekriegt haben, daß er meldet, seitens des ersten Polizei- Inspektors eine Verfügung des jofort telegraphisch 40 Mann vom Marburger Jägerbataillon Oberstaatsanwalts vorgelesen, wonach jämmtliche in der Anstalt ver- Der Arbeiter- Bildungsverein für Mariendorf und Um- kommen ließ, und so entstand in Marburg das Gerücht von dem tehrenden Wertmeister, Hilfsarbeiter und Kutscher derjenigen Fabriken, gegend hält am Sonntag Nachmittag 3 Uhr im Lokale des Herrn furchtbaren Brande. Genosse die ihre Waaren im Gefängniß anfertigen lassen, sich einer Leibes- Teutschbein in Marienfelde eine Versammlung ab. Im Walde bei Herborn( Bezirk Wiesbaden) wurde ein visitation unterziehen müssen, die möglichst oft erfolgen soll. Die Gauger hält einen Vortrag über" 8wed und Nutzen der politischen Landmann ermordet aufgefunden. Als der That verdächtig ist Behörde hat sich zu diesen Maßnahmen entschlossen, weil angeblich Organisation". Der Vorstand. sein Schwiegersohn verhaftet. Aus den Nachbarorten. -In der Landes- Strafanstalt Dreibergen( Mecklenburg)| wurde ein Sträfling plöglich tobsüchtig und erschlug feinen Bellengenossen. London" untergegangen ist. Der Kapitän und 24 Mann Aus New York wird gemeldet, daß der Dampfer| der Besatzung sind ertrunken. 45 Mann wurden gerettet. " Briefkasten der Redaktion. Großelleberschwemmungen werden aus Peters= burg gemeldet. In der vergangenen Nacht brachte eine Fluth das Wasser plöglich zum Steigen; das Wasser erreichte einen Stand von 9 Fuß über normal. Die niedrig gelegenen Stadttheile stehen unter Wasser; der Verkehr wird durch Boote und Lastfuhrwerte vermittelt. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine BahD Eine Anzahl Flußfahrzeuge sind gescheitert und Eigenthum ist ver- anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte nichtet. Ueber Verluste an Menschenleben ist amtlich nichts befannt.bonnements quittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beantGegen Morgen nahm das Wasser langsam ab. In der Nacht herrschte wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. in den überschwemmten Stadttheilen große Panit. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 72 bis 82 1hr abgehalten. - Auf der Wolga tenterte bei der Stadt Kineschma ein Boot, auf dem sich mehr als fünfzig Fabritarbeiter befanden. Bei dem starten Wellengange fanden a chtunddreißig den Tod in den Fluthen..Kranken- u. Begräbnißkaffe d. Berl. Gürtler u. Brouceure E. 5. 60. Die Beerdigung des am 7. d. M. berstorbenen Mitgliedes, des Gürtlers Heinrich Bonisch, findet am Sonntag, den 11. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichen: Halle des Emmauskirchhofes aus statt. Um rege Betheiligung bittet 29046] Der Vorstand. Todes- Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten Bie traurige Nachricht, daß am 8. d. M. meine unvergeßliche Frau, unsere liebe, gute Mutter Marie Sprung, geb. Krüger, gestorben ist. Die Beerdigung findet am 11. Dezbr., nachm. 2 Uhr, von der Jahnstraße 9 aus statt. Um stilles Beileid bitten [ 29036 Die Hinterbliebenen. F. Sprung nebst Kindern. Todes- Anzeige. Am Mittwoch, den 7. Dezemb. d. J., nachts 12 Uhr, erlöste ein sanfter Tod meinen lieben Mann, unseren guten Vater, den Silberarbeiter Carl Schaale Em Alter von 54 Jahren von seinen Leiden. Dies zeigen tiefbetrübt an die trauernden Hinterbliebenen Auguste Schaale nebst Söhnen. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, den 11. 5. M., nachm. 3 Uhr, bon der Leichenhalle der Parochial gemeinde, Borhagener Weg. [ 29026 Achtung, Steinarbeiter! Am 7. Dezember verstarb an der Berufskrankheit im Alter von 32 Jahren ber Steinmetz Georg Schneier aus Zeil. Die Beerdigung findet Sonntag, ben 11. d. M., nachm. 1/23 Uhr, von der Beichenhalle des Städtischen Krankenhauses, Moabit", Birkenstraße, aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann. 172/19 F. Fischer. Deutscher Metallarbeiter- Verband. ( Verwaltungsstelle Berlin.) Machruf. Am 6. Dezember verstarb in Aschersleben unser Mitglied, der Klempner G. Behrens an der Schwindsucht. [ 278/1 Ehre seinem Andenken! Billig! Die Ortsverwaltung. Dauerhaft! Genossen! Telephon Amt III No.2742. En gros. depots der Berliner Elektrischen Straßenbahn zu Berlin. Genügt vollauf. O. H. Adressiren Sie doch einfach an die Verwaltung des HauptA. V. 124. Ja. Anton. Sie müssen in jedem Falle zu dent Termin gehen. Kiek 54. Schreiben Sie doch einfach den Namen mit C. Versand. Konkurrenzlos billig, reellite Fabrikate! Für die Reellität der Fabrikate sprechen zahlreichste Anerkennungen! 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Zu dieser Versammlung werden die Arbeitgeber um 8 Uhr und die über 21 Jahre alten Arbeitnehmer um 9 Uhr zahlreich zu erscheinen. Quittungsbuch in schwarz und den neuesten Modefarben, Hohenzollern- Mäntel, Joppen, Schlafröcke Witterungsübersicht vom 9. Dez ember 1898, morgens 8 1hr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° C. 4° R. Stationen Barometer stand mm Winds richtung Windstärke Wetter Swinemde. 763 S 2 wolfig 4 Haparanda 742 NNW 4wolkig Hamburg 762 S 2wolfig 3 Petersburg 743 N 2geiter 3 Cort Berlin Wiesbaden 765 23 766 23 München 769 50 Wien 770 23 767 NM 1 bedeckt 3 Aberdeen 743 SW 3lb. bed.- 1 Paris 3wolfen! 4 764 S 4 bedeckt 4wolfig 3hlb. bed. 4 egen Temp. n. C. 61866 Wetter- Prognose für Sonnabend, den 10. Dezember 1898. Etwas wärmer, zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit leichten Regenfällen und starten westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. 119 3um WeihnachtsEinkauf. Ausnahme- Preise. 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Ueber Jugend- Literatur. Eine Weihnachtsbetrachtung. I. Literarische Rundschau. = Feld herfielen und sich so gut wie jene Männer berufen glaubten, für| fann. Das Spielzeug, welches diesem Erforderniß nicht entspricht, Kinder und Schulen zu schreiben.... Studenten und Kandidaten, deutsche wird von dem dummen" Kinde mit recht sehr bald in die Ecke ge= und lateinische Schulhalter, angehende Erzieher und Nichterzieher, furz worfen und keines Blickes mehr gewürdigt. alles, was nur gesunde Hände zum Schreiben oder auch nur zum und Mütter werden nicht müde, den Land zu kaufen oder wohl gar Abschreiben hat, verfertigt Büchlein für die liebe Jugend, und Väter zu brauchen." II. Wie alle Jahre regelmäßig das Weihnachtsfest wiederkehrt, so regelmäßig fällt auch auf das deutsche Volk ein wahrer Landregen nieder von Tausenden und Millionen Giftbazillen, die für Geist und Charakter unserer Jugend von der größten Gefährlichkeit sind. Ich Industriezweig mit moderner Massenproduktion und allen ihren Leider ist das nur zu wahr! Die Jugendliteratur ist ein meine die Unzahl von elenden und erbärmlichen Schattenseiten geworden. Jugendschriften, die auf den Weihnachtsmartt geworfen und leider auch in Massen gekauft und der Jugend vorgesetzt werden. Alle verständigen Denter, wahren Künstler, erprobte Erzieher und echte Volksfreunde sind einig in dem Spruche: Für das Volk wie für unsere Kinder ist das Beste gerade gut genug! Folglich müssen sie auch darin einig sein, daß man mit vollem Recht und mit tiefem Bedauern von dem Elend unserer Jugendliteratur reden kann. Der Gegenstand hat, seiner ungeheuren Wichtigt eit entsprechend, schon eine ganze Literatur für sich hervorgerufen. Das weitaus beste, sowohl was die geschichtliche als auch die kritische Seite anlangt, ist von dem, was mir unter die Augen fam, eine Arbeit von $. Wolgast: Das Elend unserer Jugendliteratur, Hamburg 1896, Selbstverlag, in Kommission bei Fernau in Leipzig. Auf unseren Parteitagen wie auf den Internationalen Kongressen ist öfter, namentlich in engeren Kreisen der schriftstellerisch und lehrend thätigen Genossen, das Erziehungswesen und dabei auch die Frage der Jugendliteratur erwogen und besprochen worden. Auch Versuche sind schon gemacht worden, praktisch Wandel zu schaffen auf diesem Gebiete im Interesse der Jugend, namentlich der proletarischen. Auf diese Versuche kritisch einzugehen, finde ich vielleicht später einmal Gelegenheit. vom Leibe! ATA III. ΠΙ. Rechtgläubigkeit, Moral der guten" Gesellschaft, Patriotismus sind heute die Haupterfordernisse einer wohlgelittenen von Schul-. Safriſtei- und Bolizeistuben- Atmosphäre, in dieser Schulmeistermeister- Konferenzen und Pastoren- Synoden, von Behörden und anderen Staatsstüßen" empfohlenen Jugendliteratur. In dieser und Kasernen Patriotenluft ist denn seit 1871 in Deutschland ein wahres Waarenhaus von Bilsentraut und Schierling der Jugend Aber woher kommt der ganze Jemmer? Wolgast meint, daß literatur herangepäpelt worden, daß es ein Jammer ist ,; schon die Existenz einer besonderen Literatur für die Jugend an sich an die Kinder zu denken, die all' dies Zeug hinunter würgen den Grund legte zu dem Unheil. Goethe habe noch eine solche nicht sollen. vorgefunden, sondern seine Unterhaltung und geistige Nahrung in Klassischen Werken der klassischen Weltliteratur gefunden. Die Vielschreiber Gustav Nierig und der noch bei weitem weniger Das schriftstellerisch veranlagte Franz Hoffmann fanden ihrerzeit wenigstens wurde anders, als die Philanthropen und Reformpädagogen, noch ein Wort der Kritik, wenn sie von Herrschern und Kriegen bes über das Ziel hinausschießend, alles, aber auch Poesie, Wissenschaft, Ethit, alles, richteten. Seit 1871 ist das in der deutschen Jugendliteratur vers Ethit, Kunst, alles dem Kind pönt. Der heilige" Krieg selbst bot einen willkommenen Stoff, den mundgerecht zu machen suchten und damit natürlich, in Vereine Legion von Schreib- und Buchverkauf- Spekulanten wüst ausfennung des Wesens der Jugend Mißgriffe über Mißgriffe be- beuten. Von dieser Industrie" sagt Wolgast:" Im neuen deutschen gingen, wie sie Lichtenberg, Merck, Wieland u. a. heftig verurtheilen Reich Herrscht allein die patriotische Absicht, im Kinde, und beklagen. durch erhebende Beispiele der Tapferkeit und Vaterlandsliebe. alle Kriegsvorstellung in ein rosiges Licht getaucht... die offent die Liebe zu Kaiser und Reich zu entzünden... Zunächst ist ausgesprochene Verdammung friegerischen Geistes ist unmöglich geworden. Eine Schlacht ist wie ein Fest, hell auf lodern die Flammen der Begeisterung, der Freudentaumel des siegreichen Kriegers wird einem politischen Glückseligkeitszustand heraus. Der gegenwärtige kaum durch Noth und Tod gedämpft. Die Autoren schreiben aus politische Zustand ist das nach langer Trübsal und langem Sehnen endlich erreichte Jdeal. Die schweren Schäden und dunklen Flecken auf dem Bilde sieht der Jugendschriftsteller nicht." schriftstellerei einseitige Tendenzen verfolgte. Da sollte das Kind Weiterhin ist verhängnißvoll geworden, daß man mit der Jugendentweder gescheit oder tugendhaft gemacht werden. Das ist gewiß sehr schön und hübsch; aber man vergaß fast ganz und gar eine andere sehr wichtige Seite der Sache: ein Kunstwert sein. Nur echte Dichter sollten unsere JugendDie Jugendschrift in dichterischer Form muß schriftfleller sein. Der geistreiche Hamburger Kunstkenner und Kunsts schriftsteller Lichtwart äußerte einmal: Erwachsene sollten eine Jugendschrift mit demselben, ja mit noch größerem Interesse lesen können als Kinder." " Daß diese Art Schriftstellerei in den geschichtlichen Darstellungen der Heldentheorie" und" Großen Männer- Wirthschaft" huldigt, das versteht sich am Rande. Heute handelt es sich mir nur darum, vor dem Weihnachtsfeste unsere Freunde und Genossen, welche ihren Kindern Bücher schenken wollen, die Gewissen zu schärfen und sie anf die Verantwortlichkeit aufmerksam zu machen, die sie bei Verabreichung solcher Geschenke Die Jugendleftüre soll die Fähigkeit des Kunstgenusses, speziell auf sich nehmen. Man sagt, daß Bücher Freunde des Menschen sind, dichterischer Kunstwerke entwickeln helfen. Das käme dann der unsere Jugend soll aber doch keine Dumnitöpfe und Hallunken zu Kunst und den Künstlern selbst wieder doppelt und dreifach zu gute: Freunden angewiesen bekommen; und solche schlimme Freunde giebt die Massen würden ästhetisch aufnahmefähig, konsumfähiger gemacht Kamerun und Kiautschou, Sozialreform und Ausweisungspolitik Riesige Ausgaben für Militär und Flotte, die Eroberung von es auch unter den Büchern für die Jugend! Haltet sie Curen Kindern als sie es derzeit leider noch sind. alles, alles, was die vortreffliche Regierung thut, wird gepriesen in Wieviel nicht nur unkünstlerischer, sondern geradezu geschmack- tinderliterarischer Instrumentation! Mit solcher Lektüre vorgeschulte Wenn Ihr Euren Kindern Bücher schenkt, so gebt ihnen lein loser und alberner Schund in der Jugendliteratur sich breit macht, Kinder müssen ja später ultrapatriotische Chauvinisten, urtheilslose solches in die Hand, das Ihr nicht selbst erst gelesen weiß nur der, welcher berufsmäßig als Lehrer oder Literatur- und Macht- und Erfolgsanbeter, Franzosenfresser und Erbfeindshaffer, und genau betrachtet hab t. Das versteht sich eigentlich Kulturforscher dieses öde Steppengebiet einmal durchstreift hat. ganz von selbst, aber hundertfache Erfahrung hat mich gelehrt, daß Menschen des knechtseligsten, beschränkten Unterthanenverstandes Ferner noch eins: Unter den Autoren, welche der Jugend werden; Die meisten Eltern erst nach Weihn achten und zwar meist erst durch Kenntnisse beibringen wollen, giebt es leider viele solche, die da gegnerischer Seite! was freilich auch sehr gern gesehen wird von uns ihre Kinder erfahren, was in den Büchern steht, die sie zum Fest- meinen, weil sie etwas mehr als ein Kind wissen, dürften sie für Solche„ Geistesprodukte" und Kunstwerke" erfreuen sich landangebinde ihren Kleinen geschenkt haben. Tolltirschen und Fliegen- Kinder auch über jeden Gegenstand, auch über einen solchen, den sie räthlicher, schulräthlicher und sonstiger hoher Protektion und vergiften pilze, die zwar sehr schön aussehen, gebt Ihr Euren Kindern gewiß selbst nicht kennen, getrost drauf los dociren:„ Das Kind kann's doch unter derselben seit beinahe 30 Jahren die Seelen der heranwachsenden nicht zum Essen, weil Ihr wißt, daß sie giftig sind, aber irgend nicht beurtheilen." Und welcher Rezensent und Kenner der Literatur deutschen Jugend. ein Bilder- oder Lesebuch, das mur hübsch im Einband und Aus- befaßt sich mit der Kritik von Jugendschriften? So haben stattung sich darstellt, gebt Ihr Euren Lieblingen hin und vergiftet Ignoranten und literarische Tagelöhner, fie damit vielleicht so, daß sie für ihr ganzes Leben intellektuell Pfarrer ohne pädagogischen Blid, ohne die nöthigen Kennt Schulmeister und oder moralisch siech und schwach werden! Vor Spielzeug, das mit nisse, vor allem ohne jeden Dichter- und Künstlerberuf ihre giftigen Farben herausgepugt ist, wird allezeit ge warnt, ja es giebt Schmarren auf den Markt werfen dürfen ohne Kontrolle irgend Safür fogar ein Reichsgesetz die schädliche Jugendlit eratur über welcher Art. Abgesehen natürlich von der, die Kirche und Staat füllt ungestört den Büchermarkt, wird gekauft und vers eucht das Boll ausüben! in einer ganz unberechenbar großen Ausdehnung. Die Geschichte beweist schlagend man höre und staune! und Unfallversicherungs- Gesetz den deutschen Arbeitern geboten ist." welch ein Segen in dem neuen Invaliditäts-, Alters-, KrankenDaß die Gesetzgebung meist Gegenstand der Kämpfe der Klassen und Parteien ist, wird hier vornehm ignorirt und frisch fromm fröhlich frei für die herrschenden Klassen und die ihr gehorsame Regierung Partei ergriffen. Und doch mahnt ein gutgesinnter" In der bekannten Schmid'schen Encyklopädie des gesammten Theoretiker und Kritiker der Jugendliteratur: Die Seuche unserer erbärmlichen Jugendliteratur ist nicht neu. Erziehungs- und Unterrichtswesens befindet sich ein ganz Schon die großen Dichter und Denter Deutschlands im vorigen tüchtiger Artikel über Jugendlektüre „ Ein ernster Kritiker der Jugendliteratur spricht mit Entrüstung Jahrhundert führen bewegliche Klage in dieser Richtung. und Jugendliteratur". von den bluttriefenden Hurrabskribenten und frömmelnden PoesieDer Auf den betreffenden Produktionszweig unseres Schriftthums, der tanten". fartastische Satiriker Lichtenberg klagt, daß von der Jugend zu viel in der Hauptsache von Schulmeistern fultivirt wird, hat er aber so gelesen werde; das sei so gefährlich wie Selbstbefleckung und gut wie gar nicht gewirkt; man scheint ihn gar nicht zu kennen. Man braucht nur einen Blick in die Reflametheile unserer Schnapstrinken. Namentlich im Hinblick auf das, was alles man Tagesblätter zu werfen worin unter der Rubrik: Literatur, Bücherschau u. s. w. jetzt namentlich die Geschenkliteratur für die der Jugend zu lesen biete, flagt er: er soll( nach Gervinus) im liebe Jugend einen großen Raum einnimmt Ernst gehört haben, daß jemand eine Hebammenkunst(!!) für Kinder Thatsache zu überzeugen, daß bis zur Stunde Hurrahpatrioten und um sich von der schreibe! Moraltanten vorzugsweise in Jugendliteratur machen. Da heißt es von einem solchen Machwerk in einer überaus afterkennenden Kritik: Die Literarhistoriker Gervimus, Menzel, Goedete u. a. Ilagen über die Sündfluth von Kinderschriften, über die damals schon furcht: bar fruchtbaren Schmierer, die alljährlich ihre Ostereier legen*) und ihre Christbäume puzen". Noch berechtigter lagt der Berliner Gymnasialdirektor und Auffärer Friedrich Gaedike, der mit Biester zusammen die Berlinische Monatsschrift( von 1783 ab) herausgab. Wir geben feinen Klageruf in vollem Umfang wieder, weil leider heute noch genau dasselbe gesagt werden muß, ja, in einigen Punkten die Dinge heute noch schlimmer stehen, wie vor 100 Jahren. Er schreibt: Dagegen bin ich überzeugt, daß vielen der Kalmi- Jugendschriftsteller die landesüblichen und obrigkeitlich- approbirten SchulLesebücher als leuchtende Vorbilder vorgeschwebt haben. Nam giebt es ja gewiß aus älterer und neuerer Zeit gute Schullesebücher; aber auch auf dem Gebiet dieser offiziellen Jugendliteratur ist un endlich viel Schund vorhanden. Ein äußerst konservativer Mann, Paul Delagarde, hat einmal Namentlich muß solchen Büchern die Jugendbibliothek vergesagt: wenn in der ganzen deutschen Literatur irgendwo ein recht schlossen bleiben, welche politische und soziale Stämpfe in populärer fchwaches und elendes Produkt ans Licht getreten ist, so dürfen wir Form darzustellen suchen, denn die in ihrer Harmlosigkeit glückliche mit Bestimmtheit annehmen, daß es sicher sehr bald in den Schul- Jugend soll wohl für opferfreudige Liebe zum engeren und weiteren Lesebüchern für die deutsche Jugend Aufnahme findet oder schon Baterland und für treue Anhänglichkeit an das angestammte Fürstengefunden hat. Wenn mun ein arbeitsloser Mensch mit gesunden haus begeistert, aber nicht in das ihr unverständliche und an fich of Schreibfingern diese Lesebücher ansieht, muß er sich freilich sagen: so widerliche Parteitreiben der Erwachsenen hineingezogen werden." Nichts leichter als das! Das kann ich auch! Er kauft sich Tinte, Das hält unsere mordspatriotischen Jugendschriftsteller nicht ab, Feder und Papier, leiht sich ein Konversationslexikon oder borgt sich bei Darstellungen von inneren Kämpfen, etwa des deutschen irgend ein Buch bekannten Namens oder Inhalts und übersetzt es Bauernkrieges oder der Revolution von 1848, von der Gottins Kindische, und der Jugendschriftsteller ist fertig! losigkeit aufrührerischen Beginnens Blendwerk falscher Verheißungen und Vorspiegelungen natürlich stets der Volkspartei Geweben von Lug und Trug": Seite natürlich immer nur von der immer von neuem thätigen zu reden; auf der anderen Liebe des Fürstenhauses," von„ besonnenen, ehrsammen, fleißigen, gutgesinnten Büchern" u. s. 1. " " Keine einzige literarische Manufaktur ist so sehr im gange als die Büchermacherei für die Jugend nach allen Graduationen und Klassen. Jede Leipziger Sommer- und Wintermesse spilt wie die Fluth des Meeres eine zahllose Menge Bücher der Art ans Ufer. Hat mun so ein Bursche noch etwas davon gehört, daß sich Lehrer Und siehe, Jung und Alt eilt hin und sammelt wenig Perlen und Erzieher zum findlichen Fassungsvermögen herablaffen sollen, und Ambra, desto mehr Schlamm, höchstens buntgefärbte leere so denkt er am Ende gar, er muß sich noch dümmer stellen, als er Schneckenhäuser. Da giebt es unter zahllosen Formen und Namen: so schon ist, um diesen Zweck zu erreichen.") Kinderalmanache, Kinderzeitungen, Kinderjournale, Kindersamm- Ein solcher Pfuscher kann dem Kinde freilich auch nichts Turgen, Kinderromane, Kinderkomödien, Kinderdramen, Kinder- Förderliches lehren mit seinem Geschmier. geographien, Kinderhistorien, Kinderlogiken, Kinderkatechismen, KinderSumma Summarum: in unserer derzeitigen Jugendliteratur Das Kinderbuch muß, statt den Kindern nachzufriechen, neben haben wir einen Stall, dessen Reinigung einem Herkules des Jahrreisen, Kindermoralen, Kindergrammatiken und Lesebücher für Kinder dem Verständlichen einen stachelnden Zusatz von noch nicht verhunderts vollauf zu thun gäbe. s in allen Sprachen ohne Zahl, Kinderpoesien, Kinderpredigten, ständlichen Dingen geben"( Dahlmann). Gerade so ist es ja mit Kinderbriefe, Kindergespräche und wie sonst noch alle der literarische dem Spielzeug der Kinder! Ein solches, womit das Kind nichts Meine Absicht war beim Niederschreiben dieser Seiten, unsere Puppenkram heißen mag, der alljährlich besonders unter dem für machen, teine Veränderung vornehmen kann, das es nur ansehen Leser und Genossen aufzufordern, daß sie an ihrem Theil und in ihren die lieben Eltern und Basen anlockenden Nebentitel: Weihnachts- tann, weil alles daran fest und fertig ist, wird bald langweilig; an- Streisen ein wenig mithelfen, aufzuräumen und für Reinlichkeit zu geschenk für die lieben Kinder, zu Markt gebracht wird." Einiger ziehend und noch neu, d. h. so lang es eben hält, bleibt dem sorgen. Nehmt Eneren Kindern den Schund aus der Hand, wenn sie solchen verdienter Jugendschriftsteller, die echte Erziehungstünstler waren, Kinde dasjenige Spielzeug, mit dem es die meisten Veränderungen bekommen haben. Lernt vor allem erst selbst kennen, wird lobend gedacht, aber", heißt es dann weiter, der verdiente vornehmen, sich immer wieder neue Aufgaben stellen und diese lösen was Ihr ihnen gebt, was andere ihnen verabreichen! Was für Beifall, den ihre Arbeiten fanden, lockte einen unabsehbaren Schwarm von Striblern herbei, die wie hungrige Heuschrecken über das neue Euch nicht gut ist, taugt auch Euren Kindern nichts. Der *) Bei den„ Schriftstellern für's Volt" ist es leider meist ebenso! Schundproduktion wird am wirksamsten durch Absa piperre Sie meinen meist, das Bolt wäre mindestens ebenso dumm wie sie, Einhalt gethan, und die habt Ihr zum guten Theil mit selbst in ja womöglich noch dümmer! Und meist steht die Sache in Wahr der Hand: Boytott der Schund Jugendliteratur! heit umgekehrt! Tell. *) Titel einer faden Jugendschrift von Christoph Schmidt, die leider noch immer ihre Abnehmer findet. 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Die Arbeitslosen Unterstützung und ihre Einführung im Deutschen Metallarbeiter Verband. Referent: Otto Näther. 2. Disfusfion. 3. Neuwahl der Bezirksleitung Kollegen! Die wichtigste Frage innerhalb unseres Verbandes ist die Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung. Nur wenige Wochen stehen uns noch bis zur endgiltigen Entscheidung zur Verfügung. Umsomehr ist es nöthig, daß alle Kollegen sich damit beschäftigen, um diese Frage zum Wohle des Ganzen zu entscheiden. 278/2 Montag, den 12. Dezember 1898, abends 62 Uhr Verlammlung für Tempelhof Im Lokale des Herrn Gossmann, Kreuzbergstr. 48. Tages- Ordnung: 1. Die Mißstände in den Tempelhofer Betrieben und die Aufgaben unferer Organisation. Referent Karl Mafiatsch. 2. Diskussion. 3. Die Tempelhofer Orts- Krankenkasse. Berichterstatter: Kollege Jeziorski. Die Kollegen der Firmen Orenstein u. Koppel, Freudenstein, Puls und der Acetylengas- Gesellschaft sind ganz besonders eingeladen. Da uns in Tempelhof kein Lokal zur Verfügung steht, so waren wir gezwungen, die Versammlung in Berlin einzuberufen und er warten, daß unsere Kollegen zahlreich erscheinen. 278/2 Die Ortsverwaltung. Achtung, Putzer! Montag, den 12. Dezember, abends 62 Uhr, in Cohn's Gestsälen, Beuthstraße 19-20( großer Saal): Oeffentl. Dersammlung der Puzer Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. Kollege Dietrich. 2. Kassenbericht. Kollege Kohl. 3. Gewerbliche Angelegenheit. 2898b Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Lohnkommission. Achtung! Achtung! B Lederarbeiter, Portefeuiller! Heute, Sonnabend, den 10. Dezember 1898, abends 812 Uhr, im ,, Luisenhof", Buckowerstr. 9: siriousids Branchen- Versammlung der Leder- und Galanteriewaaren= Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Bericht der Vertrauenspersonen.- 2. Neuwahl von Vertrauenspersonen. 3. Mißstände in den Lederwaaren- Fabriken. Kollegen und Kolleginnen! Erscheint alle vollzählig in diefer Versamm Tung, da wichtige Punkte auf der Tagesordnung stehen. 26/6 Die Vertrauensleute. Rixdorf. Sozialdemokratischer Verein ,, Vorwärts" Dienstag, 13. Dezember, abends 8% Uhr: Mitglieder- Versammlung in Laukner's Salon, Berg Straße Nr. 151/152. Schwedterstr. 23: Montag, 11. Dezember, abd3. 8½ Uhr, Brunnenstr. 150: Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Derlammlung. E Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wollheim über: Die Beden: tung der Luft für den Lebensprozeß. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Ausgabe der Uraniabillets zum 26. Dezember, 1 Uhr. 148/2 Die außerordentliche General- Versammlung findet nicht am 17., fondern Montag, den 19. Dezember, abends 8 1hr, bei Keller, Koppenstr. 29, statt. Näheres heute Abend in sämmtlichen Zahlstellen. Daselbst Aufnahme von neuen Mitgliedern. Der unentgeltliche Arbeitsnachweis befindet sich bei den Herren Geife, Swinemünderftr. 26; Scheere, Blumenstr. 38, Anschluß: Amt 7 Nr. 3760; Mohn, Oranienstr. 197, Anschluß: Amt 4a Nr. 6062. Der Vorstand. Verband der Vergolder. Montag, 12. Dezember, abends 8 1hr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Vertrauensleute. 2. Abrechnung vom Versilbererstreik. 3. Abrechnung von der Matinee. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Die Vertrauenslente sämmtlicher Fabriken und Werkstätten, fowie alle Mitglieder werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. 225/18 Der Vorstand. Weihnachts- Ausverkauf Sonntag, den 11. und 18. ds. Mts. sind unsere Geschäftsräume von 8 bis 10 Uhr vormittags und von 12 bis 8 Uhr nachmittags geöffnet. bis 31. Dezember. Otto Wetzel& Co Schuh- Fabrik. BERLIN Filzschuhe. Gummischuhe. 10% Rabatt Bergeben wir auf sämmtliche Schuhwaaren oulage Lato in unseren Filialen Günstige Kaufgelegenheit!! 32. Landsberger- Strasse 32. 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow. 2. Di8: 15 apl 6. Dresdenerstr. 6. Tagesordnung: ffton. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Vereinsangelegenheiten und Fragetasten. Gäfte haben Butritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Bugleich weisen wir darauf hin, daß am 2. Weihnachts- Feiertag, nachmittags 5 Uhr, im Apollo- Theater, Hermannstr. 48/50, vom Verein ein Vergnügen stattfindet, bestehend in Bokal- und Instrumental- Konzert, Spezialitäten Vorstellung und Tanz, unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins ,, Melodia", des Meinhold'schen Zitherklub Traurige Gaite, fowie der Gesellschaft Strzelewicz. Billets 25 Pf. Um zahlreichen Besuch ersucht Kein Laden! 232/14 Der Vorstand. 114. Wrangel- Strasse 114. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Paul Jahu über: Voltsernährung. und Boltseinfomment. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nachher: Fidelitas. Bahlreichen Besuch der Genossen und Genossinnen erwartet Die Vertrauensperson. 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