Pa phe ẞter ung nda ein me, zen, ber acy ntle eute end hem iber pabl lt; und der der Man g und Der eten det und ben Ter das me деп 3L 2. vers und - ชิน Fas an inge hme rege ffel 99b jer e. 5. ge Nr. 252. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements- Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469, Vorwärts 8. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. ern fprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Ein kaiserlicher Erlah. " Der Reichsanzeiger" veröffentlicht an der Spike seiner Dienstagsnummer folgenden Erlaß des Kaisers: in Mittwoch, den 28. Oktober 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Gegenüber den betrübenden Erscheinungen des Heinze'schen werden. Dazu sind sie im Tone ja träftig genug gehalten, Prozesses ift es mir eine erfreuliche Wahrnehmung, daß die und manchen Leuten sitzt die konstitutionelle Baumwolle großen Gefahren und Mißstände, welche der Prozeß bloß nicht allzu fest im Gehörgange. gelegt hat, von allen Schichten der Bevölkerung in ihrer vollen Tragweite erkannt sind und daß die öffentliche Meinung Der Erlaß ist von keinem Minister gegengezeichnet. einmüthig die Nothwendigkeit wirksamer Abwehr hervorhebt. Schon dadurch erinnert er an vergangene Jahrhunderte, Dies läßt mich hoffen, daß den von meiner Regierung zu in denen der Monarch selbstherrlich über die Geschicke der treffenden Maßnahmen diejenige Unterstügung innerhalb der Völker entschied. Er ist ein interessantes historisches gesitteten Kreise meines Volkes nicht fehlen wird, ohue welche Dokument für ein völlig von sich selbst überzeugtes Herrschereine durchgreifende Abhilfe nicht erwartet werden darf. bewußtsein, das am Ende des neunzehnten Jahrhunderts Neues Palais Potsdam, den 22. Oftober 1891. unter den Vorzeichen gewaltiger sozialer Kämpfe durch persönliches Eingreifen den Gang der allgemeinen menschlichen An das Staatsministerium." Entwickelung aufhalten zu können vermeint. Wilhelm R. so " Die beklagenswerthen Erscheinungen, welche das Straf verfahren gegen die Eheleute Heinze hat zu Tage treten lassen, beunruhigen mein Iandesväterliches Herz fortgefeßt. Obwohl ich dem Justizminister meine Auffassung bereits im Allgemeinen fundgegeben habe, und obwohl mir bekannt ist, daß seitens der nächstbetheiligten Minister des Innern und der Juftig vorbereitende Schritte zur Beseitigung der aufgedeckten Schäden eingeleitet sind, so drängt es mich doch, auch die Auf mertfamteit meines Staats- Ministeriums auf diese für das Wohl des ganzen Landes so bedeutungsvolle Angelegenheit hin- Unsere Stellung zu den von diesem Erlaß berührten zulenten und daffelbe zu veranlassen, mir auf Grund der Fragen haben wir so oft begründet, daß wir nicht erst bon den Reffort- Ministern gepflogenen Verhandlungen thunlichst hervorzuheben brauchen, wie grundfäßlich entgegengesetzt fie bald bestimmte Vorschläge zu machen. Wenn ich dabei auf zu den Anschauungen ist, welche in der Willensäußerung urtheilung der hervorgetretenen Mißstände und der zu ihrer bes Staisers, hervortreten, Weber der Polizei- noch der Politische Leberlicht. Abwehr zu ergreifenden Maßnahmen besonders wichtig erGerichtsfäbel vermag, so scharf er auch geschliffen, fo schneidig er auch geführt werde, die Prostitution und ihre Berlin, den 27. Oktober. bas Recht in meinem Namen gesprochen wird und ich Auswüchse aus dem Gesellschaftskörper auszuschneiden. Nach dem Halle'schen Parteitag hatten wir Ges von dem Bewußtsein der Pflichten, welche mir als oberstem Was als Auswuchs" bezeichnet wird, ist nur naturlegenheit zu bemerken, daß unsere Gegner von Vorkomm Güter des Rechts und der Ordnung obliegen, voll durchgemäße Folge." Wag der„ berworfene" Buhälter auch von nissen und Dingen, die so alt sind, wie die Partei, erstaunt drungen bin. Der Heinze'sche Prozeß hat in erschreckender Weise dar vornherein auf Jahre hinaus ins Zuchthaus gesperrt sprechen als von etwas ganz Neuem. Die Agitation auf fulegt, daß das zuhälterthum neben einer ausgedehnten Brosti- werden, das Lumpenproletariat, aus dem er hervorgegangen, dem Lande, unsere Stellung zur Religion, die Vereinigung tition in den großen Städten, insbesondere in Berlin, chu wird immer neue Rekruten stellen, und die verachtete Dirne, praktischen Handelns und intransigenter Wissenschaftlichkeit hater gemeinen Gefahr für Staat und Geſellſchaft entwickelt zu der doch auch„ feine Herren" den Weg nicht verfehlen, und Prinzipienschärfe- all diese Dinge, die seit Jahrbat. Behufs energischer Bekämpfung dieses unwesens wird wird stets einen Beschützer finden, dessen rohe Fäuste zehnten unsere Parteipreffe gefüllt, unsere Parteiliteratur erster Linie in Frage tommen, inwieweit schon denselben feinen Herren die Luft benehmen, des verächt befcht hatten, waren für diese politischen Kipar Auf Grund der bestehenden Geseze mit Nachdruck gegen liche Geschöpf" um seinen„ Sündenlohn" zu prellen. Hauser wunderbare Entdeckungen, vor denen sie mit fällt der Polizei und der Strafgefeßpflege zu. Es Diese Aufgabe Will man den Buhälter nicht, so muß der Bordellwirth offenem Munde und mit Ausrufen naiven Erstaunens ba an treten. Die Prostitution muß„ lasernirt" ſtanden, wie weiland der unglückliche Schüßling Feuerbachs rücksichtsloses Vorgehen gegen die Ausschreitungen jener werden, wie der in unserem militärischen Zeitalter so glück des Melteren beim Anblick der einfachsten Geräthe und gleidoor Verrichtungen des täglichen Lebens. Jezt nach dem Erfurter Parteitag erleben wir gleich aber werden die Gretutiv beamten darüber zu Vorschlages lautete. Bekanntlich sind aber die Hurenhäuser wieder das gleiche komische Schauspiel. Ein großer Theil vergewiffern sein, daß fie bei thatfräftigem Borgehen nicht nur in Preußen schon einmal geschlossen worden, weil sie gar ber fapitalistischen Presse hat ausfindig gemacht, daß wir meine Anerkennung, sondern auch meinen Schuh Was die Anwendung der bestehenden zu übel in die fromme Kirchlichkeit und Lämmleinschwestern gar nicht mehr die Wolkenwandler von früher sind, sondern Strafgesetze anlangt, so wird darauf hinzuwirker fein, daß die fchaft des Junkerstaates hineindufteten. Gerichte bei ihrem Urtheil sich nicht von einer falschen So oder so: die Prostitution wird man nicht los. sind, die durch maßvolle, bestrickende Forderungen die Sumanität leiten laffen und demgemäß auch bei ersten Ohne sie ist die bürgerliche Gesellschaft mit ihren Heiraths- Maffen zu kapern bemüht sind. Ein Blatt hat sogar Fällen auf ein möglichst hohes Strafmaß erkennen. Im bureaux, Tingeltangels, Gummiannoncen, Maitressenwirth- herausbekommen, daß wir über Nacht zu einer„ demokratiUnschluß hieran wird zu erörtern sein, ob und in welcher schaft ebenso wenig denkbar, wie ohne Privateigenthum an schen", auf dem Boden des heutigen Staates operirenden Weiſe es etwa einer Aenderung oder Ergänzung Brobuftionsmitteln. Man kann das eine nicht beseitigen Bartei geworden sind. des bestehenden Strafrechts bedarf. näheren Prüfung und das andere bestehen lassen. Und jeder Glaube an die welche es verhindern, daß Wertheidiger, unein bu unterziehen und werden dabei Maßregeln zu erwägen sein, unfehlbarbeit äußerer Gewaltmittel muß an der unerbittuneinlichen Logik der Thatsachen scheitern. gedent ihrer Pflicht, zur Ermittelung der Wahrheit An dem Erlaß ist aber noch ein Zweitens beachtenses zu ihrer Aufgabe machen, dem Unrecht werth. Das ist die Stellung, die er zu der Deffentlichkeit des frivole Mittel zum Siege zu verhelfen. Gerichtsverfahrens und den Rechten der Vertheidiger in Nicht minder ist Borsorge zu treffen, daß die Würde des Strafprozessen einnimmt. Hier handelt es sich um Dinge, die Gerichtshofes sowohl ber Bertheidigung wie den Angeklagten burch Gesez geregelt sind und an denen ohne Zustimmung bleb bem Bublifum gegenüber unter allen Umständen gewahrt der verfassungsmäßigen Gewalten nichts geändert werden bleibe. Endlich erscheint es geboten, daß in Fällen, in welchen die schwersten sittlichen darf. Wir haben es hier also nur mit individuellen Meis Schäden den Gegenstand der Verhandlung nungsäußerungen zu thun, von denen wir freilich glauben, bilben, die Deffentlichkeit des Verfahrens daß sie bei dem ausgeschlossen werde. finden werden. ift fen. idt, 41L aßer nife, ", hts. Irzt .10. 502 153b inen tebt, An leue 269b ver 145b lege e. : I. inen sty, 355b I. t. äter irter 351b tann iber. pich. M.) Tr. SPA beizutragen felbft durch Feuillefont. Nadbrud verboten.) Er kehrt zurück! Driginalroman von Jean Meroz. 152 Er hatte ungeſtüm seine rechte Hand unter der Bettdecke hervorgezogen und die seines Freundes ergriffen, welche er innig drückte. Ja, ich bin es, Dein Freund! Und indem er sich nochmals niederbeugte, umarmte| er ihn. Beide tüßten sich herzlich. Du siehst, wie mich die Soldaten zugerichtet haben, fagte dann Michel. Und wie erklärt sich dieses Mirakel? Wodurch ist es entstanden? Das rathet Niemand. Durch unser Programm! Ja, durch unser Proramm; und zwar durch den zweiten Theil desselben, die sogenannten„ praktischen Forderungen". Daß schon das Gothaer Programm von 1875 solche davon haben praktische Forderungen" hatte, daß sie schon in allen früheren Programmen enthalten waren, die geistreichen Entdecker keine Ahnung. Der Reichstag, dessen Wiederzusammentritt für den dem Geifte, der unser Rechtswesen 17. November nun endgiltig beschlossen sein soll, wird, einmal beherrscht, nicht ohne Nachwirkung bleiben neben den Mehrforderungen für militaristische Zwecke, auch ich allein bin es. Bei den letzten Worten wandte er den- Dein Vater! rief Robert Guidal aus und schloß Kopf ab und stieß einen Seufzer aus. Robert Guidal sie wieder in seine Arme, während sie ihn ihrerseits in das wollte sprechen, als Michel's Mutter von Charlotte gefolgt Bimmer mit fortzog, in welchem Marche- Seul lag. wieder im Zimmer erschien. Ganz im Schmerz versunken hatte Marche- Seul's Tochter den Offizier nicht bemerkt, Aber als sie einige Schritte gemacht hatte, erhob sie den Kopf, erkannte ihn und ohne ein Wort hervorzubringen, warf sie sich mit einem Schrei in seine Arme. Robert hielt sie fest umschlungen. ist Ach, Robert, ich bin sehr unglücklich! Der Vater verwundet, dem Tode nahe, ich liebe Dich! ich liebe Dich! Michel Ferrand's Mutter, durch diese rührende Szene erschüttert, wandte sich ab und beschäftigte sich scheinbar mit ihrem Sohne, welcher sein Schluchzen kaum zurückhielt. Mit leiser Stimme theilte fie ihm den Schmerz mit, den sie empfunden hatte, als Mijoulet und Paul Philibert ihn im Wagen nach Hause gebracht hatten. Robert hörte stillschweigend zu. Als er am Bette des Verwundeten angekommen war, betrachtete er ihn aufmerksam. Er litt und sein Herz brach bei dem Gedanken an die Berzweiflung Charlottens, aber trotzdem fühlte er sich zurückgestoßen. Er wußte, daß ihn Marche- Seul nicht liebte, und dies war die Schranke, welche dieser zwischen ihr, die er liebte, und zwischen Robert errichtet hatte.. Während er in seine Gedanken versunken dastand, hatte Charlotte aus ihrem Mieder die verwelkte Rose herausgezogen, welche er ihr bei ihrer letzten Zusammenkunft geDenn er, euch er liebte dieses holde Mädchen und begeben hatte. Sie reichte dieselbe Robert, nachdem sie sie mehr als Robert betrachtete seinen alten Regimentskameraden griff wohl, daß alle Hoffnung verloren war. faft mit einem Vorwurf in den Augen. Die Szene war eine der mitleiderregendsten; aber das einmal gefüßt hatte. junge Mädchen gewann am schnellsten ihre Fassung wieder. Sie entzog sich Robert's Umarmung und stand ver Ja, ja, Michel, sprich mir davon nicht. wußtest, wie unglücklich ich mich bei dem Gedanken fühle, Robert hatte sie aus den Händen des jungen Mädchens mit einer Bewegung unaussprechlicher Freude genommen - Charlotte! wie liebe ich Dich! wie liebe ich Dich! daß ich mich in dem schrecklichen Augenblick Deiner Verwirrt und erfreut da, während das Blut, das in ihre und an seine Lippen gebracht. mundung hätte in Paris befinden können, ich, der ich Wangen stieg, ihrer Schönheit einen erhöhten Reiz verte nichts wird uns trennen können, Niemand soll sich zwischen während der mühsamsten Märsche in Afrika mich nach den Robert brach endlich das Stillschweigen. Boulevards von Paris und nach den Freunden sehnte. Deto Bert Don Inter ibelfort sub tefer 357b - Du erwartetest nicht, mich so bald zu sehen, nicht Dich und mich stellen. Aber sprechen wir davon nicht mehr. Du bereitest wahr Charlotte? mir Kummer, Du weißt es. Ach, unser Handwerk ist ein recht trauriges. Sprechen wir nicht mehr davon, lieber Freund, da es Dich traurig macht. Als er diese Worte sagte, bewegte sich der Kranke in Nein, Robert, ich erwartete nicht, Dich heut unter seinem Bette. diesen schrecklichen Verhältnissen wieder zu sehen. " - Collard! Der Feigling! Der Elende! rief er mit Anstrengung im Bette auf. Charlotte! Charlotte! Du siehst, Dein Freund Michel ist schwer verlangloser Stimme und setzte sich mit einer übermenschlichen wundet, und mein Vater. mein lieber Vater.. Ich bin so glücklich, Dich zu sehen aber nicht sie konnte nicht fortfahren unb brach in Schluchzen aus. • -Natürlich erhört; daß der Vater vom Direktor die Arbeiten seines Sohnes einfordert, um das Urtheil der Lehrer zu prüfen, ist seltsam; daß der Direktor diese Forderung abschlägt, ist erfrischend; das der Durchgefallene ein halbes Jahr später die Prüfung an einem andern städtischen Gymnasium mit Auszeichnung besteht, ist merkwürdig; daß der Direktor dieses städtischen Gymnafiums bald darauf an eine königliche Anstalt berufen wird, ist sehr eigenthümlich. Ob solche Dinge wohl im Staate Friedrichs des Großen hätten vorkommen können?" Und ein andres konservatives Blatt, der„ Reichsbote", machte aus Eignem folgenden Busah: " Wir könnten noch ähnliche Nothschreie von Lehrern ver öffentlichen, denen es mit den wenig leistenden Söhnen ihre Direktors nicht besser ergangen ist, wie hier dem Direktor mit dem Sohne des Regierungspräsidenten. Ehrliche Erzieher flagen überhaupt schon lange darüber, daß auch in ihrem Stande die Karrierenstreberei einen bedenklichen Umfang an genommen hat; meift fängt sie schon beim Kandidaten, der sich Sem Schulrath vorstellt, an. Der dem äußeren Erfolge u gewandte Sinn der Zeit wirft seine Schatten auch in die Schulen." mit einem starten Rolonial budget behelligt werden. Isten Spotte gegeißelt, und gegenwärtig wird dieselbe TheiWie die sozialdemokratische Partei sich in dieser Frage zu lung von den Liberalen durchgeführt. Die Pflege des„ Geverhalten hat, das ist klar und scharf vorgezeichnet. müths", die im Lobpreisen aller Knechtstugenden für das Alles was wir sagten und voraussagten, als die ersten Bolt besteht, der Demuth, des Gehorsams, der Kriecherei folonialpolitischen Leimruthen gestellt wurden, hat sich im vor den Mächtigen, wird in liberalen Volksschriften in vollsten Maße erfüllt: wir haben nur Nachtheile und gleicher Weise geübt, wie von den reaktionärsten. Zweierlei Blamagen gehabt; wir haben die Kultur nicht gefördert- Moral macht sich überall geltend, verschieden für die Mächund nur der niedersten Gewinnsucht und barbarischster Roh- tigen und Neichen und für die Armen und Elenden. Eine Der Verkehr mit gesunde Jugendliteratur, die die Fesseln von den Kindern jeit ist Vorschub geleistet worden. der Bevölkerung des Inneren ist heute schwieriger, als vor- löst, die das Licht der Menschenwürde über fie leuchten läßt, her und wenn mit der Zivilifirung Afrikas wirklich Ernst und sie lehrt, sich als Gleiche unter Gleichen zu fühlen, sich gemacht werden soll, dann ist die erste Vorbedingung: von dem äußeren vornehmen Schein nicht blenden zu laffen, Aufgeben unserer Rolonien und unserer unter dem sich die Niedertracht so oft verbirgt und, ob sie Rolonialpolitit. Ohne allzu großer Opfer aus dem auch in Armuth leben, aufrecht das Haupt zu tragen und „ Dunklen Erdtheil" herauszukommen das ist das dem Zeitpunkt entgegen zu sehen, wo sie als Mitkämpfer in die einzige vernünftige Ziel. Jeder Groschen, der nicht aus- Reihen des um seine Emanzipation ringenden Proletariats schließlich hierfür ausgegeben wird, ist zum Fenster hinaus- treten können- eine solche Jugendliteratur fann wohl Es ist bedeutungsgeworfenes Geld. Es scheint sich„ drüben" auch Alles auf unsere Bourgeoisgesellschaft schrecken. zulösen Kommissar Wißmann, wohl der fähigste der voll, daß sie bereits dahin gebracht ist, den Kampf gegen Wir könnten erst recht Ergänzungen und Kommentare afrikanischen" Beamten, hat seine Entlassung genommen Kinder zu führen, und in diesem Kampfe wird sie erst liefern, indeß das Urtheil der beiden konservativen, eminent und augenblicklich zanken sich die deutschen Afrikareisenden recht schmählich erliegen. und Afrikakenner über den größeren oder geringeren Grad In Wurzen jener kleinen Stadt, die dazu berufen staatserhaltenden" Blätter genügt uns. Eine schärfere von Blüthe", in welchem auf deutschem Gebiete der Sklavenhandel betrieben wird. Daß er blüht", scheint, die sächsische Polizeiwirthschaft und Kartellgemüth- Berurtheilung ist nicht denkbar. Bemerken wollen darüber ist kein Streit. Thatsache ist: Durch den lichkeit in klassischster Ausgewachsenheit zu zeigen, hat die wir bloß, daß im Staat im Friedrichs des Großen" noch grotesken Kreuzzug, den der alte Windthorst im Reichstag reaktionäre Sippe im Gemeinderath soeben den unerhörten ganz andere Dinge vorkommen konnten und vorgekommen Staat Friedrichs des Großen" endlich einmal zum alten predigen half, hat der Sklavenhandel in Afrika nur eine Streich verübt, den Führer der Opposition, den so vielfach sind. Es wäre überhaupt gut, wenn die Legende vom größere Ausdehnung erlangt. Die englischen Afrikakenner gemaßregelten und verfolgten Lehrer Thiele, aus dem sind in diesem Punkt einig. Und sie find ferner einig Gemeinderath au 33 u ft oßen, weil er mehrmals Gisen geworfen würde sie ist nachgerade ebenso lächerlic Innungszeit, wo Milch und Honig floß, und Jeder in darin, daß das arabische Element, dessen Ausrottung den wegen politischer Vergehen mit Gefängniß bestraft wie das Ammenmärchen von der glückseligen Bunft- und deutschen Kolonialpolitikern für eine Nothwendigkeit galt, worden ist. für die Kultivirung Afrika's unerläßlich ist. Das sächsische Gesez, so reaktionär es auch sein einem Meer von Wonne schwamm. Kurz ein wahres rechtfertigt in feiner Weise dieses Vorgehen, Schlaraffenland, das nur einen Fehler hatte, nämlich Item für Afrika keinen Mann und keinen mag, rechtfertigt in keiner Weise Groschen so wenig wie für die Zwecke des Milita- das einen neuen Beleg für die angebliche Gesetzes daß es nicht wahr war! liebe dieser sauberen Gesellschaft bietet. Die Kohle ist zum Selbstbewußtsein gelangt. Sie will rismus.ſein, ist Rekurs gegen diesen skandalösen Willkürstreich ein nicht länger Diener will jetzt selbst den Herren machen. Lange genug hat man geglaubt, bie Die fozialdemokratische Jugendliteratur macht gelegt. bereits den Gegnern viele Kopfschmerzen. Der Parteitag Die zünftlerischen Bestrebungen, die von Bismarck Kohle wäre dazu da, Maschinen zu treiben, Defen zu Erfurt hat bekanntlich beschlossen, für Schaffung einer Jugendliteratur zu wirken, welche in unterhaltender Weise, so fünstlich gepflegt waren, haben jetzt einen empfindlichen heizen, die Speisen zu kochen oder sonstige niedrige Dienst dem Wesen der Kindheit entsprechend, den Geist und das Schlag von Seiten der Reichsregierung erhalten. Auf dem leistungen zu verrichten. Nein, die Kohle hat ihren eigenen Fühlen der Jugend zu Gunsten des Sozialismus weckt und am 19. d. M. in Weiden abgehaltenen Allgemeinen bayrischen Werth und will ihn geltend machen. Das Steigen bet bildet." Schon die Ankündigung des Versuches hat einen Handwerkertage wurde berichtet, daß der Unterstaatssekretär Kohlenpreise und das Wachsthum der Dividende hat das giebt ein Bericht der„ Bossischen Zeitung" über die lette heillosen Schrecken unter Konservativen und Liberalen erregt, v. Rottenburg im Namen des Staatssekretärs v. Bötticher Selbstgefühl der Kohle gehoben, und diesem stolzen Gefühl und schon lesen wir, daß die Leiter der Schulen in erklärt habe, die Rückkehr zur obligatorischen Meisterprüfung sei von Generalversammlung des Harpemer Bergbau- Aktiengesell Königsberg eine Regierungsverfügung er den verbündeten Regierungen nicht als empfehlen 3- schaft, welche die Dividende für das letzte Jahr au halten haben, welche es ihnen zur Pflicht macht, ein wach werth betrachtet worden. Der Unterstaatssekretär hatte bei 3 wanzig Prozent festgesetzt hat, Ausdrud. Es heißt fames Auge auf die Verbreitung sozialdemo dieser Erklärung besonders das Baugewerbe im Auge, bei dem in dem Bericht: Die Kohlenindustrie wird sich zwar stel tratischer Schriften unter Schulkindern die Wiedereinführung des Befähigungsnachweises keine Gewähr bewußt bleiben, daß ihr Gedeihen in enger Beziehung zu zu haben und vorkommenden Falls die angetroffene Schrift für fachliche Ausführung der Bauten biete. Da er aber Gedeihen der übrigen Industrie steht, sie muß aber zeigen einleitend hervorhob daß von allen Gewerben von jeher das zu konfisziren und behufs weiterer Maßnahmen der Behörde einzusenden. Derartige Verfügungen werden wohl auch von anderen Regierungen getroffen sein oder noch getroffen werden. Die Maßregel wird jedenfalls ein Schlag ins Wasser sein; in die Schulen brauchen die Kinder ihre Privatlektüre nicht mitzubringen, und außerhalb der Schule dürfte das Recht der Lehrer zur Konfistation doch sehr fraglich erscheinen. Ueberdies würde solche dahin führen, daß die Schüler ihre Lektüre Im geheim hielten und im Geheimen verbreiteten. Daß dem Rinde vernunftgemäße Dent und Empfindungsidee beigebracht wird, kann doch nicht gehindert werden, ebenso wenig, daß der Verknöcherung des geistigen Vermögens gewehrt wird. Ein Unterricht, der zur Grundlage die Anschauungen einer lang veralteten Zeit und einer uns so fern liegenden Nation hat, kann keine Wurzeln schlagen, wenn die Eltern nur den Muth und das Verständniß haben, ihm mit dem lebendigen Geist der Gegenwart Das hätte den Handwerksbündlern schon vor zehn Jahren entgegenzutreten. Das größte Verbrechen unserer Liberalen, gesagt werden können, aber das dilatorische Hinziehen mit die sich ihrer freigeistigen Bildung nicht genug rühmen unerfüllbaren Hoffnungen im jeweiligen Regierungsinteresse fonnten, war es eben, daß sie den Volksschul- Unterricht so war eben eines der nicht genug zu verdammenden Kunststücke frankreichs. Dort fiel auf Paul Lafargue die größt schmählich den kirchlichen Bestrebungen unterwarfen; sie, der Bismarck'schen Politit. die früher nicht genug die Stiehl'sche Regulative, das Raumer und Mühler'sche Regiment angreifen konnten, sie Suum cuique- Jedem das Seine( leider den Kampf auf!, sowie gaben die Furcht vor ist der famose Sag nicht vollendet, und man weiß Der Emanzipation der Arbeiter die Besitzenden nicht genau, ob das Wort nehmen oder geben aus zu schrecken begann. Man hatte früher die Zwei- gelaffen ist) genug, mit diesem stolzen Spruch an der theilung, die dem Unterricht nach den Stiehl'schen Re- Spizze schrieben wie wir schon früher einmal zitirten gulativen zu Grunde lag, wonach die höheren Schulen die die konservativen Grenzboten": Pflege des Geiftes, die Volksschulen dagegen die Pflege des Gemüths zur Hauptaufgabe haben sollten, mit dem schärfT Dieser Angstruf hatten die beiden Liebenden in die rauhe Wirklichkeit versetzt. Sie bebten, denn das junge Mädchen dachte an die schreckliche Szene jenes Tages, an dem ihr Vater, als er die Rose bemerkt hatte, sie darüber befragte; sie hatte ihm damals offen und ehrlich ihre Liebe eingestanden. Haftig drängte sie Robert, in den Schatten hinter die sanftesten Ton ihrer Stimme sagte: Baugewerbe die meiste Aussicht gehabt habe, hier berück- daß sie ein wirthschaftlicher Faktor geworden ist, mit dem fichtigt zu werden, so darf man annehmen, daß die Regierung zu rechnen bleibt und nicht nach bisheriger Gepflogenheit für die andern Gewerbe erst recht nicht an die Wiedereinführung zum Ausgleich jeden Preisniedergangs benutzt werden denkt. Die vom Reichskanzler bei den verbündeten Regierungen will." Unverhüllter kann die nackte Profitmacherei al vorgenommene Rundfrage hat nach der Erklärung v. Rotten- einziger Zweck der kapitalistischen Wirthschaft nicht hingestell burg's ergeben, daß seit Aufhebung des Befähigungsnachweises werden. ein Rückgang in den Leistungen bei der Ausführung von Staatsbauten überhaupt nicht, bei Privatbauten im Allgemeinen auch nicht eingetreten fei. Vorhandene Uebelſtände hätten ihre Ursache in andern Erscheinungen zu suchen. So lägen minder werthige Panausführungen vielfach an der Spekulations wu th; hinsichtlich der zivil- und strafrechtlichen Verantwortlichfeit der Bauunternehmer sei in der Rechtsprechung eine beach lines bemerkbar, dauerliche Unsicherheit eingetreten. Bei einem Bau seien zudem so viele verschiedene Arbeitszweige thätig, daß es unmöglich sein für den radikalen Doume 6540 Wähler, für den Opport werde, sie alle zusammenzufassen und unter einen Befähigungsnachweis zu stellen; sie scharf gunstmäßig zu trennen würde nicht angehen. In mehreren französischen Departement haben am Sonntag Erfahwahlen für die Deputirten fammer stattgefunden. Bei allen machte fich, wie be ossischen Zeitung" berichtet wird, eine starke Strömung Bei der Abgeordnetenwahl in Aurerre ftimmte nisten Richard 2515, für den zur Republik neu befehrte Konservativen de Normandie 4443. Ein zweiter Wahlgan ist nothwendig. Der Sieg des am Aeußersten links stehend Bewerbers ist jedoch unzweifelhaft. ber Die größte Bedeutung beansprucht aber der Ausfall der Wahl in Lille, der großen Industriestadt Not Bahl der abgegebenen Stimmen 5007, während b Stadikale Roche 2358, der Opportunist Depasse 2928 Stimme erhielt. Es fehlten also nur fuapp 300 Stimmen, unser Genosse wäre im ersten Wahlgange gewählt worde Bei der Stichwahl ist sein Sieg zweifellos, obwohl die Lill Bourgeoisie alles aufbieten wird, um den verhaßten Gegne den sie durch das Klaffenurtheil der Douaier Geschworen bant für unschädlich gemacht hielt, vom Parlament fern " Daß der Sohn eines Regierungspräsidenten beim Abi- halten. Die Liller Arbeiter aber werden es für ihre Ehren " turienten- Gramen durchfällt, ist zwar traurig, aber nicht un- pflicht halten, das Verdikt, das sie am Sonntag für welche diesen wie ein Blizz trafen und zum Wanken geantwortet. Verzeihe dem armen Vater, er hat so brachten. gekämpft und so viel gelitten. Die Soldaten begnügten sich nicht mehr, die Väter zu tödten, es scheint ihnen nöthig, daß sie auch die Töchter verführen. Charlotte war erstarrt. Sie warf sich über den Körper Marche- Seul's, legte ihre Arme um seinen Hals und um Robert Guidal hatte sie mit einer Geberde beruhi und war in das andere Zimmer gegangen, um die Mut Michel Ferrand darum zu bitten, daß sie einen Arzt hol zufällig wohnte gerade einer in der Nähe. Es war alte Arzt, welcher schon Michel behandelte und sie war ba cbd Gardinen und trat dann an das Bett, indem sie mit dem armte ihn; sie war nicht fähig, etwas zu sagen, eine Er- im Begriff, ihm seinen Namen und seine Adresse zu gebe klärung zu geben, oder eine Bitte zu thun, und vereinigte als man an die Thür klopfte. Charlotte erstaunte üb zärtlich. Hier bin ich, lieber Vater! Dann umarmte sie ihn Plötzlich wandte Marche- Seul den Kopf und stieß einen wilden Schrei aus. Er hatte soeben Nobert bemerkt, welcher unvorsichtig einen Schritt vorgetreten war; der Anblick des ausge zeichneten Mädchens, deren Schönheit der Schmerz einen Ge абс geit näE näE den fla in dur tei and zur hat fei Po wi dea Ite Fi gl Be 101 Le bet de 11a To ru hu B ift de15 ict di Da Gi th be € vid un ge be Бо V 4 117 ho 10 R br L n: DE to fa darum alle ihre Schmerzen, ihre ganze Liebe in dem herz nichts mehr; sie hatte während dreier Tage soviel Au ordentliches erlebt, daß sie sich nicht wunderte, wenn zerreißenden Schrei: D Vater, lieber Bater! Aber Marche- Seul stieß sie, außer sich, heftig zurück in dieser vorgerückten Nacht- oder vielmehr Morgenstu Du liebst mich nicht mehr! Hinaus klopfte. Wenige Minuten vorher hatte die Uhr der Kind Saint- Severin die erste Stunde verkündet. Sie öffnete die Thür und rief: Es ist Mijoulet. mit den Worten: mit diesem Herrn! Er setze seinen Fuß nicht mehr hierher! Ich hasse ihn! Dann war er auf sein Bett zurückgefallen, erschöpft Entschuldigen Sie, Fräulein Charlotte, ich gi neuen Reiz verlieh, hatte ihn überwältigt. Der alte Schuh- durch die ungeheure Anstrengung, die er eben gemacht durch die Straße und bemerkte Licht. Bei dem Gedante daß der Bürger Deshommes sehr frant sei, entschloß flicker hatte für einen Augenblick seine ganze Kraft und hatte. Charlotte und Robert glaubten, er sei todt und sahen mich, heraufzukommen und zu sehen, ob ich Ihnen irge Energie wieder erlangt. Seine Stimme flang scharf, metallwie nüßlich sein könne. Ich habe eben Herrn Pa hell, seine Augen, noch eben glanzlos, flammten auf und sich erschreckt an. sein Gesicht erschien schrecklicher, grimmiger, gehässiger Aber Robert fand schnell seine Kaltblütigkeit wieder. Philibert nach Hause begleitet; und da bin ich. Verfüg denn je. Das war kein Feind da von ihm, das war der Vater der Sie über mich, ich stehe zu ihren Diensten. jenigen, die er liebte. -Sie hier, mein Herr, hier bei mir! - Bater! rief Charlotte mit flehender Stimme, während Robert, der nicht wußte, was er sagen, welche Haltung er annehmen sollte, den Plaz nicht zu verlassen wagte, an den ihr der Ausruf Marche- Seul's gleichsam angeschmiedet hatte. Mijoulet, sagte Charlotte, es muß auf der Ste Bei diesen Worten war Mijoulet an das Bett Mid Er legte seinen Hut und seinen Stock auf einen Ferrand's getreten, dem er die Hand geschüttelt hatte. Stuhl und versuchte den Verwundeten wieder zu beleben. - Schnell! Essig! rief er; und als Charlotte ihn ein Arzt geholt werden! Mein Vater ist ohnmächtig zitternd brachte, schickte er sich an, die Schläfe Marche- Sent's fommt nicht wieder zu sich. zu reiben und bemühte sich, ihn wieder ins Leben zurückzurufen. fruchtlos. In Verzweiflung, denn Charlotte schluchzte und arbeiten wolle, sonst hätte er mich sehr gern begleitet. zitterte, nahe daran in Ohnmacht zu fallen, hatte er sein Ohr an die Brust Marche- Seul's gelegt. Sofort, mein Fräulein, ich werde gleich laufen Herrn Philibert bringen, er hat sich gewiß noch ni Alles war unnük und seine Anstrengungen blieben gelegt. Er sagte mir, daß er noch eine oder zwei Stund Der alte Revolutionär hörte nicht auf seine Tochter, er bemerkte sie gar nicht einmal. Seine rechte Hand ruhte zusammengeballt auf der Brust, er litt höllische Qualen und athmete so schwer unter brochen, daß man das Röcheln eines Sterbenden zu hören glaubte. So saß er einen Augenblick da, ohne ein Wort hervor zubringen. Seine Augen waren mit Blut unterlaufen und starr geworden. Sein abgemagerter Körper warf ein unEr ist nicht todt. Das Herz schlägt. Wir müssen heimliches Schattenbild an die weiße Wand des Zimmers. schnell einen Arzt rufen, diese Ohnmacht kann geDann machte er eine gewaltige Anstrengung und fährlich sein. schleuderte schluchzend Verwünschungen gegen den Offizier, l Ohne eine Antwort abzuwarten, eilte er, schnell b Das brave Herz! murmelte die Mutter Michels Nach einigen Augenblicken erhob er sich, seine Gestalt Treppenstufen hinunterspringend, fort. gewann wieder Kraft und Festigkeit und sagte mit leiser Stimme: O, Dank, Dank, Robert! hatte das junge Mädchen Stillschweigen. In der kleinen Wohnung herrschte wieder das tief Michel Ferrand war ermattet durch das Fieber, das i nicht verließ, eingeschlummert. ( Fortfchung folgt.) 9 S 111 I tr c er 4 ft au fü D F fü be bl un ni In fie n er nes m; Daß ant eht, ms ehr ichs te" bet res mit gen bie an fich Sie tare ent fere Wen Tod nen Dom Iten ich und int res ich will den die зи cuft nen ber bas ühl ezte fell eißt tets Bum gen dem heit den als tellt Rents ten ber ung anter ortu rten gang nden all Corb rößte ber anme сбен Liller Gefangenen der St. Pelagie und gegen seine feilen Richter abgegeben, auch in der Stichwahl zu bestätigen. Die Blutsaat von Fourmies geht auf und wird Früchte zeitigen, welche die Henker nicht erwartet haben. " In der französischen Rammer war auch von der Annäherung Frankreichs an Rußland" die Rede. Diese Annäherung liege in der Natur der Dinge, und sie bedeute den Frieden meinte der Minister Ribot, und die Kammer flatschte Beifall. Der Friede ist jetzt also doppelt garantirt: in Deutschland durch den Dreibund" und in Frankreich durch den Zweibund". Und wenn wir keinen Dreis und teinen Zwei- bund hätten, dann wäre es auch nicht anders. " Selbstmordgedanken hat B. Becker schon in London| Unfugs und erhob gegen den verantwortlichen Redakteur Gradnauer gehabt. Wie vollständig er bereits am Schluß seiner Lauf- Anklage. Gradnauer vertheidigte sich u. a. mit Bezugnahme auf bahn dem politischen Leben entrüdt war, wird am ein Urtheil des Leipziger Landgerichts, welches in einer gegen den deutlichsten durch die Thatsache offenbart, daß sein Tod fast die Anwendung des§ 360, 11 auf den Inhalt von Breßerzeug Antisemiten Theodor Fritsch anhängig gewesenen Anklagefache zehn Jahre lang unbekannt bleiben konnte. Korrespondenzen und Parteiuachrichten. eine nissen für unstatthaft erklärt hatte; das Dresdener Schöffengericht aber gab dem Staatsanwalt Recht, indem es Gradnauer zu einem Monat Haft verurtheilte in Anbetracht dessen, daß Gradnauer schon mehrfach Vorftrafen erlitten habe, also bei ihm ein hoher Grad von widerrechtlichem Willen vorhanden sei. Die Argumentation des Gerichts ist zu interessant, als daß sie hier nicht Platz finden könnte. Der Artikel, heißt es in dem Urtheil, fei geeignet, eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung hervorzubringen und das Gefühl der Rechtssicherheit aufzuheben. Auf der Landeskonferenz der Sozialdemokratie Es sei an und für sich rechtswidrig, Jemanden als Hallunken und Schwarzburg- Rudolstadt's, die am 18. Oftober in seine Handlungsweise als zur ewigen Schmach In Irland dauert der Parteihader fort. Es ist sogar Erfurt tagte, waren 27 Delegirte erschienen, welche die Orte dienende zu bezeichnen. Hallunke sei ein Schimpfwort zum Bombenwerfen gekommen. Der Tod Parnell's Rudolstadt, Volkstedt, Blankenburg, Stadtilm, Oberilm, Gries- gegenüber einem Lebenden, nicht minder auch gegen hat das, von einigen Schwärmern erhoffte Wunder, die heim, Elrleben, Frankenhausen, Thalleben, Ichstedt und Schlot- einen Verstorbenen. Eine objektive Rechtswidrigkeit liege feindlichen Brüder zu vereinigen, nicht gewirkt die beim vertraten. Aus den von den Delegirten erstatteten also vor. Aber auch subjektiv sei eine solche anzunehmen; der Popularität Parnell's ist durch dessen Tod momentan Situationsberichten ging hervor, daß die Partei überall, nament- Angeklagte habe gewußt, daß das Publikum durch diese Auswieder aufgefrischt worden, und, auf den Personenkultus lich aber in der sogen. Oberherrschaft Schwarzburg- Rudolstadt's in brüde beunruhigt werden würde. Ein wie großer Theil des des frommgläubigen Volkes bauend, treiben die Bar- ftetem Wachsthum begriffen ist. Die Agitation ist indessen ein Publikums beunruhigt worden sei, bleibe dabei gleichgiltig. Eine nelliten" es ärger als zuvor. Sie haben sich einen neuen Schweres Stück Arbeit, da die niedrigen Löhne der Arbeiter für Ginschränkung der Presfreiheit entstehe nicht Führer gewählt Redmond heißt er, der Name ist aber die Anschaffung von Schriften und den Besuch von Versamm- durch eine solche Anwendung des§ 360,11; die gleichgiltig lungen wenig oder keinen Aufwand gestatten. In der Stadtilmer Preßfreiheit gehe nur soweit, als die Geseze -und sie verrichten mit fieberhaftem Eifer die Gegend z. B. giebt es Arbeiter, welche für 30, 40, 50 Pf. Tage- fie zulaffen. Es sei etwas ganz anderes, ob man z. B. den Arbeit der englischen Regierung. John sich abrackern müssen. Die Berichte konstatirten ferner zahl- römischen Kaiser Nero so bezeichne oder die Vorfahren heute noch reiche Maßregelungen unserer Parteigenossen. Tros allebem regierender Monarchen. Der Zweck des Artikels wäre gewesen, Von der Hungersnoth in Rußland giebt die macht, wie gesagt, unsere Partei gute Fortschritte. Besonders die jeßigen Staatseinrichtungen herabzuwürdigen. Auch richte sich Kreuz- Zeitung" eine entsetzenerregende Schilderung. Eine wurde betont, daß die Bewegung jezt auch die Porzellanarbeiter der Artifel nicht nur gegen den König von Preußen und Kaiser Bevölkerung von 20 Millionen Menschen leidet jetzt schon in ihren Kreis ziehe, welche bisher in Hirsch- Duncker'scher von Desterreich, sondern auch gegen den sächsischen Kurfürsten; unter der Hungersnoth, nicht etwa unter einem Nothstande, Harmonie- Dufelei dahinlebten. Die Konferenz beschloß weitere denn wenn dieser auch den Vertrag nicht mit unterzeichnet habe, sondern geradezu unter dem vollständigen Mangel an Bervollständigung des Vertrauensmänner- Systems, fortwährende fo fei er doch bei den Verhandlungen, die in seinem Schloffe Lebensmitteln. Geld und Arbeit fehlt ihnen. Wenn man sozialdemokratische Organ des Kreises, das„ Thüringer Volks- Anhänglichkeit an die monarchische Staatsverfassung, welches ein Agitation durch Wort und Schrift, kräftige Agitation für das tattfanden, betheiligt gewesen. Das Gefühl der Pietät und der bei der Bedürfnißlosigkeit des russischen kleinen Mannes, ozialdemokratische blatt". Ferner wurde der sozialdemokratische Landtags: fehr billigenswerthes und erfreuliches wäre, sei in dem Artikel der aufs Hungern schon geradezu trainirt ist, auch die Er- Abgeordnete Apel beauftragt, in nächster Session des Landtags gröblich verlegt. Berufung gegen das Urtheil ist natürlich einnährungskosten nur auf 15 Kopeken( etwa 32 Pfennige) den zu beantragen, daß aus dem Vereinsgefeß alle die Arbeiter ent- gelegt. Tag berechnet, so sind, da vor Mitte August an feine Besse- rechtenden Bestimmungen gestrichen werden. rung zu denken, 900 Millionen Rubel erforderlich, blos um die der eben * " Der verantwortliche Redakteur des, Thüringer Volks. blatts", H. Becker, welcher wegen Abdrucks zweier Gedichte des Bergebens gegen§ 181( Berächtlichmachung von Staats. einrichtungen) angeklagt war, wurde in einem Falle freigesprochen und im andern zu 100 M. Geldstrafe event. 4 Wochen Gefängniß sowie zur Tragung der Kosten verurtheilt. Bei der Landtags- Stichwahl in Dresden- Altstadt wurde, hungernde Bevölkerung auf das nothwendigste durchzufüttern. wie vorauszusehen, ber fonservative Kandidat Glafermeister Stadt Berechnet man noch den„ Schwund", der in Rußland üblich rath weglich gewählt. Er erhielt 3760, unser Parteigenoffe ist, wenn das Geld durch Beamtenhände geht, so erscheint Winkler 2251 Stimmen. In der Hauptwahl bekam Wehlich 2065, als Darlehen aufgenommene Betrag von Winkler 1711 Stimmen; die antisemitischen und nationalliberalen Bekanntlich hat man in letzter Zeit unserer Agitation 150 Millionen Rubel als verschwindend klein. Schon 1616 refp. 871 Stimmen fielen jedenfalls, soweit sie nicht bei der jegt fordert die Hungersnoth täglich zahlreiche Opfer; Stichwahl ausfielen, dem konservativen Kandidaten zu. Die Verdie zur Verzweiflung getriebenen Leute plündern die mehrung der sozialdemokratischen Stimmen um 540 ist also schon vorhandenen Kornvorräthe, berauben mit Korn beladene als bedeutender Erfolg anzusehen. Eisenbahnzüge, und wenn solche Geschehnisse nur in den seltensten auf dem Lande allerlei Schwierigkeiten gemacht und besonders den Verbreitern von Druckschriften die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung als Knüppel zwischen die Beine geworfen. Am 21. und 22. 5. M. hatten sich nun eine ganze Reihe von Magdeburger Parteigen offen vor den Schöffengerichten Leipzig, 27. Oktober. Gestern Abend fand im Pantheon" zu 2ohburg und Gommern wegen Vergebens gegen jenes Fällen zu blutigen Konflikten mit den staatlichen Organen eine öffentliche Voltsversammlung statt," in welcher Gesetz zu verantworten. Vor beiden Gerichten handelte es sich führen, so rührt es daher, daß diese nicht eingreifen, und man beschloß, mit aller Straft in die Stadtverordneten um die Entscheidung über erkannte Polizeiſtrafen und beide Ge wohl gar die Gewaltthätigkeiten als gegen Kornwucherer" ahlen einzutreten. Es wurde hiezu ein zehngliederiges richte erkannten auf Freisprechung der von der Polizei verübt entschuldigen.„ Es ist nur ein Schritt bis zu den Komitee gewählt, welches das Recht der Kooptation hat und eine unter Strafe gestellten Hebelthäter. blutigen Verfolgungen ber accapareurs"( Getreideauffäufer), Randidatenliste aufstellen sowie ein Programm ausarbeiten soll. Die Staatsanwaltschaft in Magdeburg hatte wie fte vor 100 Jahren in Frankreich an der Tagesordnung In derselben Versammlung erstatteten bie Delegirten von Leipzig gegen den Redakteur Dr. Suy die Voruntersuchung wegen ewaren." Die„ Kreuzztg." weist darauf hin, wie zugänglich Stadt und Land Bericht über den Erfurter Partei- leidigung des Staatsministers von Boetticher unter diesen Verhältnissen die Bevölkerung für kommu- tag. Nach dem mit Beifall aufgenommenen Bericht der Dele- eingeleitet; ben Thatbestand bildete ein Artikel: Aufhebung des Schweine- Einfuhrverbotes dessen inkriminirter Passus übrigens nistisch- sozialistische Ideen sei und deutet auf drohende revo- girten wurde folgende Resolution angenommen: Die am 26. Oktober im Saale des" Pantheon" tagende der Frankfurter Zeitung" entnommen war. Nunmehr erhielt lutionäre Bewegungen hin. Hunger und Elend," schreibt öffentliche Voltsversammlung erklärt sich erklärt sich mit den auf der Angeklagte folgende Zuschrift: fie, haben schon häufig zu Handlungen der Verzweiflung dem Erfurter Parteitag gefaßten Beschlüssen voll und ganz nicht nur einzelne, sondern ganze Völker getrieben." einverstanden. Ganz besonders ist dies der Fall der Angelegenheit Werner und Genossen, da derartige Leute durch ihren Egoismus nur dazu beitragen, das Ansehen der Partei nach Innen und Außen zu schädigen. Ferner erklärt die Versammlung, auf Grund des neuen Programms für die Sozialdemokratie, die einzig wahre Arbeiterpartei, mit allen Sträften zu wirken und zu agitiren, bis die Sozialdemokratie voll und ganz zum Siege gelangt ist." Erklärung. Die Nr. 251 der Freifinnigen Zeitung" enthält folgende Bemerkung: " in In dem Vorverfahren wider Sie, wegen Beleidigung, werden Sie hierdurch benachrichtigt, daß ich das Verfahren eingestellt habe, weil Se. Exzellenz der Staatsminister und Staatssekretär des Innern Herr v. Boetticher auf Stellung des Strafantrages verzichtet hat. Maizier." Wie kommt die Staatsanwaltschaft dazu, fragt die„ Volks stimme", noch ehe sie dazu autorisirt worden ist, ein Strafverfahren, gewissermaßen auf Vorrath, einzuleiten? Die StrafProzeßordnung bietet hierzu doch nicht die geringste Handhabe. " " Weiter wird uns die interessante Mittheilung gemacht, daß Herr Bebel in Leipzig fich entschieden gegen den Buchdruckerstreit ausgesprochen hat, und zwar mit Alle Redner waren mit der bisherigen Taktik der Partei der Begründung, daß die übrigen Gewerkschaften noch einverstanden, bis auf einen jungen Mann, der sich augenschein Ob die Staatsanwaltschaft wohl ähnlich gegen Beleidiger nicht so weit fertig seien, um ebenfalls in den ge- lich in der Rolle gefiel, für die verfolgte Unschuld" der Ber- von Sozialdemokraten verfährt? Ob sie insbesondere z. B. gegen planten großen Massenstreit eintreten zu können. liner" Opposition" eine Lanze zu brechen. Er machte einen den Hans Blum wegen ehrabschneiderischer Verleumdung und Danach scheint Herr Bebel Streits einzelner Gewerk derart jämmerlichen Eindruck, daß die Berliner„ Oppofiton" Beleidigung von sozialdemokratischen Parteiführern das Vorschaften überhaupt zu verurtheilen und nur noch auch um diesen Vertreter nicht beneidet werden kann. verfahren eingeleitet hat? Wir glauben das billig bezweifeln zu Allgemeine Seiterfeit begleitete feine gefünftelte Rechtfertigung dürfen. Massenstreits aller Gewerkschaften zu billigen." der Jungen", und die Heiterkeit behielt selbst die Oberhand, als Der Landrath von Eisleben erläßt eine Bekannt Ich habe darauf zu erklären, daß ich weder in Leipzig er die albernen verleumderischen Anklagen der Opposition" aufmachung, Inhalts deren in seinem Amtsbereiche das Tragen noch sonst wo Aeußerungen gethan habe, die den Wit wärmte. Die Sache wäre an sich nicht der Erwähnung werth, von Stoß, Sieb oder Schußwaffen vorbehältlich theilungen der Freis. 3tg." entsprechen. A. Bebel. Da aber zu erwarten steht, daß gegnerische Blätter den Vorfall besonderer Genehmigung verboten ist. Der Zeizer Volksmit Wonne als einen Beweis" für die fehnlichst gewünschte bote" meint dazu:„ Es würde sich empfehlen, wenn dieses Verbot Spaltung" in der Leipziger Sozialdemokratie bezeichnen werden, auf Gummischläuche, 2atten, Gifenstangen u. f. w. Von Berlin wird an auswärtige Blätter telegraphirt: fosei diesem voraussichtlichen Schwindel der Gegner hiermit erweitert würde." Bielleicht sorgt Herr Bergrath Leuschner „ Liebknecht beabsichtigt mit Neujahr von der Redaktion gleich vorgebeugt. dafür, daß der sicherlich beherzigenswerthe Rath befolgt wird. des Vorwärts", des Zentralorgans der Sozialdemokratie, Der Vorsitzende des Sozialdemokratischen Wahlvereins in zurückzutreten. In die Redaktion tritt alsdann Karl Hirsch An den Stadtverordnetenwahlen werden sich weiter dem Welten sollte sich einer Gewerbetontravention da aus Paris, derzeitiger Korrespondent der Frankfurter Zeitung". nächst betheiligen die Sozialdemokraten von Braunschweig, durch schuldig gemacht haben, daß er bei einer Festlichkeit, als Die Wahrheit ist: Liebknecht bleibt in seiner jezigen Brandenburg und Weißenfels. Das Programm, welches der Wirth nach 12 Uhr Nachts tein Bier mehr einfchenten laffen Stellung, die ihm der Parteitag von Halle übertragen hat, die Weißenfelser Parteigenossen im Zeißer Voltsboten" wollte, eine vorher von ihm( dem Vorsitzenden) gekaufte Tonne Bieres an die Mitglieder verzapfen ließ. Er wurde vom und mit dem 1. Januar wird Karl Hirsch, den die Partei vorschlagen, lautet: 1. Sofortige Aufhebung aller auf Lebensmittel und anderen Schöffengericht freigesprochen, weil das Bier aus der Vereinsgenossen, namentlich die älteren, wohl kennen, in die Retaffe bezahlt worden war. daktion eintreten, welche bis jetzt noch nicht ausreichend Wagten ruhenden indirekten städtischen Abgaben, 2. Unentgeltlichkeit des Volksschulunterrichts und aller dazu besetzt werden konnte. nothwendigen Lehrmittel, gner enen rng bren ben vid ubi Putter hole r ba ebd geben übe uße 1110 tund Rird gi ante Trgen Bay fige Mich Stel " stätten, * * " 1 Der Redakteur Feldmann vom Proletarier" ( Langenbielau) ist wegen angeblicher Verächtlichmachung von 3. Wegfall aller Unkosten für Beerdigungen und für Grab- Staatseinrichtungen und wegen Beleidigung unter Antlage gestellt worden. Im Ganzen schweben nun fünf Anklagen gegen 4. Errichtung öffentlicher Volks- Badeanstalten, deren Be- ben genannten Parteigenoffen. nutzung für jedermann fostenfrei ist, Der Fränk. Tagespost" droht ein Prozeß wegen 5. Aufhebung der Gebühren für Benutzung der Wasserleitung, and tagsbeleidigung. Der Justizminister soll die Klage 6. Uebernahme aller Unternehmungen öffentlichen Charakters dem bayerischen Parlament anheim gestellt haben. Unser Bruder ( städtischer Beleuchtung, Abortentleerung, Kehrichtabfuhr u. s. w.) organ sieht dem Ungewitter mit Seelenruhe entgegen. Es schreibt hierzu: Mögen unsere sorgsamen Voltsvertreter bei Berathung auf die Stadt, des justizministeri ellen Antrages ihren Gefühlen durchaus keinen 3wang auflegen und die Ständeversammlung Bayerns nut ruhig vor den Richter stellen." Aus dem rothen Lager" weiß der Reichsbote" zu berichten, daß die Spaltung" in unserer Partei uns bereits Verluste gebracht und speziell der Vorwärts" ganze 450 Abonnenten verloren habe. Sollte der Gewährs mann des Drgans des Herrn Stöcker sich nicht verzählt baben, und die Zahl der Verlorenen nur 449 betragen? Uebrigens Spaß bei Seite! Die„ Spaltung" hat uns so wenig geschadet und sie berührt die Partei so wenig, daß unsere Abonnentenzahl nicht nur nicht ab-, sondern seit dem Parteitag fogar um mehrere Hundert zugenommen hat. Wie wir unsere Parteigenossen fennen, sind wir keinen Augenblic im Zweifel, daß die für die stete Zunahme unserer 10. zebnstündiger Maximal- Arbeitstag und Minimallohn für Leferzahl weiter sorgen werden, so daß wir uns der Hoffnung hingeben, daß, wenn der ,, Reichsbote" nächstens wieder von unseren Berluften" schreibt, wir mit dem vierzig tausendsten Abonnenten aufwarten können. Ueber den Tod Bernhard Becker's erhalten wir folgende nähere Mittheilungen: 7. Neuordnung der Armenpflege, 8. forgfältigere Beachtung der gesundheitlichen Erfordernisse, besonders der Häuser und Wohnungen, 9. Errichtung von öffentlichen Promenaden und Gartenanlagen, alle städtischen Arbeiter, 11. Deffentlichkeit aller Gemeinderaths- Sitzungen. In einer demnächst stattfindenden Versammlung wird man über diese Vorschläge und die weiteren nothwendigen Maßregeln berathschlagen. * * " In Stendal wurde am Montag beim Parteigenossen Schade nach verbotenen Schriften, u. a. dem Buche Der Zar ist irrsinnig" gehaussucht. Gefunden wurde nichts. Das Lieferungswert Der Mensch und seine Rassen" fand feine gnädige Aufnahme; man war im Zweifel, ob es verboten sei; schließlich stand man aber doch von einer Beschlagnahme ab. Redakteur Keßler von der Mannheimer Voltsstimme" wurde wegen Beleidigung des Wahlkommissars Frech vom Schwurgericht zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Wegen Werbreitung eines aufrührerischen" Flugblatts verurtheilte die Bochumer Straftammer zwei Bergleute zu 4 bez. 1 Woche Gefängniß. Durch die Veröffentlichung eines Inserats, Der Leipziger ,, Wähler erhöhte infolge des geftiegenen Sagpreises ben Insertionspreis pro Petitzeile von B. Becker ist schon länger todt, als Sie anzunehmen 15 auf 20 f, für Vereinsanzeigen von 10 auf 15 Pf. scheinen. Er hat sich Mitte Januar 1882, also über 9 Jahren, in der Nähe von Lützen erschossen. Theils Polizeiliches, Gerichtliches ze. Eine neue Nüan ze in welcher alle Diejenigen, welche in Besitz von Material über Nahrungssorgen, theils die Nichterfüllung seiner Pläne hat das Dresdener Schöffengericht dem Paragraphen über das unberechtigte Vorgehen der Chemnitzer Polizei gegen mögen ihn in den Tod getrieben haben. Seine letzten den groben Unfug abzugewinnen gewußt. Die Nr. 199 der Vereine zc. waren, aufgefordert wurden, dasselbe mitzutheilen, Tage brachte er bei Verwandten zu Arb.- 3tg." enthielt einen Artikel, der den 100jährigen sollte sich der Parteigenosse Albert in Chemnitz der Beleidigung er sprach immer Gedenktag der zwischen den Monarchen Desterreichs und Preußens der dortigen Bolizeibehörde schuldig gemacht haben; ebenso der Don einer geheimen Macht, die alle seine Pläne durch abgefchloffenen Billniger Konvention besprach. Die Hauptpunkte Redakteur 31ling von der Chemnitzer Preffe" wegen Auffreuze, und die ihn noch dazu bringen werde, fich zu er des damaligen Bertrages wurden mitgetheilt, besonders in ge- nahme eines Versammlungsberichts, in welchem dieselbe Aufschießen, da er keine Aenderung der Sachlage sehe. Als sperrter Schrift auf den Bunkt 4 deffelben bingewiesen, welcher forderung mitgetheilt worden war. Das Gericht erkannte jedoch er eines Abends zum Essen abgeholt werden sollte, besagt:" Desterreich und Preußen werden sich bei inneren uns auf fostenlose Freisprechung. war er nicht da er man erfuhr, daß gegen ruben wechselseitig gegen ihre Unterthanen beistehen." nid Eund well b el tief Das i für 4 Uhr Nachmittags ausgegangen sei. In der Schlaf- drücklich wurde der fächsische Kurfürst Friedrich August III. als stube lag seine Taschenuhr und darunter ein Bettel, unbetheiligt an diesem Bertrage bezeichnet. Zum Schluß bes auf dem mit Bleistift geschrieben war:„ Lieber, Nimm nichts ungut; meine Uhr ist abgelaufen. Grüße Herrn und die Lügener. Suche meine Manuskripte später zu verkaufen, damit Ihr zu Eurem Gelde kommt." Briefhaffen der Expedition. Artikels hieß es:„ Den passus 4 der obigen Konvention wird man aber zur evigen Schmach jener bei dem Pillniger Den Abonnenten des Zeitungsspediteurs Karl Schulz zue Rendezvous versammelt gewesenen Hallunken sich im Gedächtniß Nachricht, daß wir demselben unser Blatt nicht mehr ausliefern. behalten müssen." Wir werden gegen Vorzeigung der Abonnement quittung die Darin fand der Staatsanwalt die Merkmale des groben| Exemplare direkt an die Abonnenten geben. Theater. Circus Renz. Circus G. Schumann. Mittwoch, den 28. Ottobet. Karlstraße. Friedrich- Karl- Ufer, Eme Karlstr. Opernhaus. Fest- Vorstellung. Mittwoch, den 28. Oftober 1891, Heute Abend 71/2 Uhr: Gr. Gala Schauspielhaus. Wohlthätige Frauen. Abends 71/4 Uhr: ,, Auf Helgoland", Damen- Vorstellung mit vorzüglich Ebbe und Fluth", große gewähltem Programm, wovon die erste Sozialdemokratische Partei- Versammlung des 1. Berliner Reichstags- Wahlkreises Deutsches Theater. Der Weg zum hydrol. Ausstattungs Pantomime in Abtheilung, 6 Nummern, nur von Donnerstag, den 29. Oktober, Abends 81/2 hr, bei Deigmüller, oder: Ur 897/2 Alte Jakobstraße 48a. Tagesordnung: 1. Berichterstattung der Delegirten vom Erfurter Parteitag. 2. Diskussion. Um zahlreichen Besuch bittet Herzen. Berliner Theater. Die Bluthochzeit. 2 Abth. mit Nationaltänzen( 60 Damen), Herren ausgeführt, die zweite AbLessing Theater. Die Großstadt- Aufzügen 2c., Dampfschiff- und Boot- theilung, ebenfalls 6 Nummern, Luft. fahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen nur von Damen ausgeführt wird. Residenz- Theater. Von Dreien der mit allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt In der zweiten Abtheilung versehen Glücklichfte.- Vorher: Besuch nach u. inscenirt vom Dir. E. Renz. Kunst- die Damen den Stallmeisterder Hochzeit. schwimmerinnen 3 Geschw. Johnson. dienst. Vorführung und Reiten der Wallner- Theater. Gewagte Mittel. Schluß- Tableau: Grande Fontaine lu- bestdressirten Schul- und FreiheitsCavalleria Berolina. mineuse, in einer Höhe von mehr pferde. Auftreten der beiden bestFriedrich- Wilhelmstädt. Theater. Denn 80 Fuss ausstrahlend. Außerdem: renommirten Solo- Klowns Little Fred Der Vogelhändler. Hippol. Potpourri mit 40 der best- und Tanti, sowie der musikalischen, Thomas- Theater. Unruhige Zeiten, dressirten Freiheitspferde,_dressirt und akrobatischen Klowns Gebr. Chianchi, oder Liege's Memoiren. vorgeführt von Herrn Franz Renz. Nipp und Tripp 2c. Bum 26. Male: Ostend- Theater. Maria Stuart. Beautiful, geritten von Frl. Clotilde Gine Nadt in Venedig, OriginalBellealliance- Theater. Hager. Sisters Lawrence am fliegen- Wafferpantomime in 2 Abtheilungen im Deutschland zur See. Adolph Ernst Theater. Jung Der große Prophet. Alexanderplatz- Theater. Schwarze Brüder. den Trapez. 4 Gebr. Briatore, weltberühmte Afrobaten. Mr. F. Chiarini, Saltomortales auf dem gesp. Geil. Mlle. Adele, Parforcereiterin. Auftr. des Jockeyreiters Mr. Jules, sowie des Feenpalat. Spezialitäten- Vorstellung. Saltomortalesreiters Mr. Adolf DelGebrüder Richter's Variété. Spe- bosq 2c. Komische Entrees und Inzialitäten- Vorstellung. termezzos v. sämmtl. Klowns. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Borstellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Giskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. heater d.Reichshallen Großartiges Programm. Brüder Beiso und das Wunderthier. 6 Londoner Backfische. Maria la Bonita. The Avolo Boys. Ara u. Zebra. Chas Haydn. u. f. 1. u. f. w. Anfang 71/2 Uhr. Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Täglich ,, Auf Helgoland". Sonntag 2 Vorstellungen, Nachmittag 4 Uhr( 1 Kind frei): Die luftigen Heidelberger. Abends 71/2 Uhr ,, Auf Helgoland". Ronzert- und Roupletsänger. Anfang Wochentags 7/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Bf., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Regelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. E. Renz, Direktor. mit sensationellen Licht- und WasserEffekten, Igroßartigem elektrisch und bengalisch beleuchtetem Wasserfall, einer grossen Fontaine, einem Riesenkranz um die Manege mit zirka 300 Wasserstrahlen, 3 wasserspeiende Nilpferde etc. etc. Morgen: Große Vorstellung mit neuem Programm. Eine Nacht in Venedig. Erste Tenöre sucht ein Arb.- Gesangverein. Meld. Mittwoch Abend im Vereinslokal, Schönhauser Allee 28. Mittwoch, den 28. Oktober, Abends 8½ Uhr: Allgem. Der Vertrauensmann. 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Deffentliche Partei- Versammlung Donnerstag, den 29. Oktober, Abends 8 Uhr, ' großen Saale der Berliner Bockbrauerei, am Tempelhofer Berg. Zages Drdnung: 1. Berichterstattung der Delegirten vom Erfurter Parteitag. 2. Diskussion. 3. Wahl von Revisoren für den Vertrauensmann. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht der In geftern find, m die E theil 836/17 Der Vortrauensmann. 1 Richter Partei Daß H ftens fi hängen 330/8 Oeffentliche Versammlung sozialdemokratischen Parteigenossen des dritten a ben Berliner Reichstags- Wahlkreises Donnerstag, den 29. Oktober, Abends 8½ Uhr, in Orschel's Salon, lajfung Sebastianstraße 89. Zages Ordnung: 1. Bericht der Delegirten vom Parteitage in Erfurt. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Grosse öffentliche Buchdrucker- fozialdemokratische Verſammlung Versammlung mit Hilfsarbeitern u.-Arbeiterinnen im großen Saale der „ Tivoli" Brauerei ,, Tivoli" Kreuzberg. Zages Ordnung: 1. Bericht über die Situation in Berlin und im übrigen Deutschland. 2. Berschiedenes. Da obiges Lokal ausreichend ist, um alle im graphischen Gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen aufzunehmen, so erwartet Der Einberufer. zahlreichen Besuch Ra Infolge dieser Bersammlung fällt der Bücherwechsel in der Bibliothet aus. Fachverein der Tischler. des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises am Donnerstag, den 29. Oktober, Abends präz. 8% Uhr, in Joël's Salon, Andreasstraße 21. Zagesordnung: 1. Berichterstattung der Delegirten vom Erfurter Parteitag. 2. Diskussion. 891/6 Alle Parteigenoffen sind eingeladen. Bur Deckung der Unkosten Entret Der Einberufer. nach Belieben. 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 29. Oktober, Abends 8½ Uhr, im Saale der Brauerei Bötzow, am Prenzlauer Thor: Große öffentliche Se und de erzählt 28 und die Borfize feiner wiegend diefen Sozialdemokrat. Versammlung. Zages Ordnung: die alle jobald widmet Bei der Serr T Es ist Rachwe feiner Jeberm ungeher Menich Auffich sufacem Ein welches etmas macht feinen macht, gefelf findet. Es gefchicht Dr. Str brauere Herr Be diefen b im Be halle ( Couifen balie Mart Spanda Da tigung1. Berichterstattung der Delegirten vom Parteitag zu Erfurt. 2. Diskussion. Pflicht eines jeden Genossen des 5. Berliner Reichstags- Wahlkreises if Die zu gestern, Dienstag, anberaumte Versammlung konnte eingetretener es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Umstände wegen nicht stattfinden; dieselbe findet statt am Großer Frühſtüds- und Mittagstisch. Montag, den 2. November, Abends 8 Uhr, Spezial- Ausschant von Bazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. PassagePanopticum und Theater Variété I. Ranges 50 Pfennig. Prinzeß Pauline, die lebende Puppe in Castan's Panopticum HA ohne Extra- Entree. Entree 50 f. Rinder 25 Pf. Präuscher's anatomisches MUSEUM Kommandantenstr. 80-81. Viel Nenes tägl. von früh 9 b. Ab. 10 für erwachs. Herren. Dienstag u. Freitag: Damentag. in Gratweil's Bierhallen, Rommandantenstraße 77-79. 322/19 Der Vorstand. G. 版 Entree 50 Pf., Militär 25 Pf.[ 1421L Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. 832/6 J. A.: Der Vertrauensmann. Rixdorf. Achtung! Rixdorf. Große öffentliche G. Stutz' Photographie- Atelier Versammlung der sozialdemokratischen Partei Auch Sonntags. Landsbergerstr. 82, nahe Alexander- Platz. Auch Sonntags Spezialität.- Theater I. Ranges. Anf.: Wochentags 71/2 Uhr. Entree 50 Pf. Sonntags 61/2 " 75 " " Saal zu Bergnügungen, 100 bis 150 Personen, Sonnabends gratis. Louisenstädt. Klubhaus, Annenftr. 16. Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabrikation, 25 Zigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Zabate. Rippentabak 2 Pfd. 60 Pfg. 1274L S. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Berlag des ,, Vorwärts" Berliner Boltsblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Im Verlage von Auer& Co. in Hamburg ist erschienen und von uns zu beziehen: Der Neue Welt- Kalender für das Schaltjahr 1892. Mit einem Farbendruckbilde„ Auf dem Markte" und einem Wandkalender auf Karton. Reich illustrirt. Preis 50 Pf. Inhalts- Uebersicht: Kalendarium. Wechselstempel. sicherungsgesetz. 15. Mai 1891. Post- und Telegraphenwesen.- Deutscher Auszug aus dem Invaliditäts- und AltersverRückblick auf die Zeit vom 1. Mai 1890 bis Die Volkszählung vom 1. Dezember 1890.Verzeichniß der Messen und Märkte.- Im Kreislauf des Jahres. ( Gedicht.) Pilatus. Erzählung von Franz Wichmann. Mit Illustrationen. Schiffbrüchige.( Gedicht.) Mit Illustration.- Die Erde als Morgen- und Abendstern des Mars. Mit Abbildung. Statistisches aus der Landwirthschaft. Von Max Schippel. Großvaters Geburtstag.( Gedicht.) Mit Illustration. -Unschuldig verurtheilt. Dichtung von Wilh. Hong. Mit Jaluftrationen. Die Bergarbeiter einst und jeht. Von Karl Kautsti. Im Namen des Gesetzes!( Gedicht.) Mit Jllustration. Antje. Eine Helgoländer Geschichte. Von Klara Reichner. Mit Jalustrationen. Morih Rittinghausen. Mit Porträt. Cäsar de Paepe. Mit Porträt.- Der Tuberkelbazillus und das Koch'sche Heilmittel. Mit Abbildungen.- Heimkehr aus Kamerun.( Gedicht.) Mit Jllustration. Fliegende Blätter. ( Sumoristisches.) Die Sehmaschine. Humoreste von M. Regel. Mit Justrationen. Auflösungen der Räthsel aus 1891. Räthsel und Charaden. Wir empfehlen den vorliegenden 16. Jahrgang des Neuen Welt- Kalender" jedem Parteigenossen zur AnSchaffung und zur weitesten Verbreitung in indifferenten Kreisen. Derselbe ist ein vorzügliches Agitationsmittel und steht durch seinen gewählten Inhalt weit über der gesammten souftigen Kalender- Literatur. Wiederverkäufern, sowie für Partiebezug, hoher Rabatt. für Rixdorf, Britz und Umgegend am Donnerstag, den 29. Oktober 1891, Abends 8 Uhr, in Hoffmann's Fettsälen, Bergstraße 183. 870/18 Tagesordnung: Berichterstattung der Delegirten vom Erfurte Parteitag. Diskussion. Verschiedenes. Deffentliche Der Vertrauensmann. Versammlung der Uhrmacher- Gehilfen Donnerstag, den 29. Oktober, Abends 9 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße Nr. 77-79. Tagesordnung: 1. Wie man Bezirkstage abhält, oder bit neuesten Heldenthaten der Harmonie- Apostel des deutschen Uhrmachergehilfen Verbandes. Referent: Kollege Otto Mäther. 2. Diskussion. 3. Wie stellen fich die Berliner Uhrmacher zur Schaffung eines Agitations- und Unter ftüßungsfonds. 4. Verschiedenes. 410/1 Es ist Pflicht jedes Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Agitationskommission. Ala folgende Su Deuts Barthie. Berhältn Z. 9674 tönnte, und erb Da Fall fei Lofigteit Beiftlich 23 i eshalt nicht m nicht fo bald lau Gittlicht perjamm wegen de rüftung fonders Fachschule der Maler Berlins. Der Kursus beginnt für das Wintersemester 1891-92 am Sonntag, den 1. November, Vormittags 9 Uhr, im Schullokal Mariannen- Ufer 1a, Aula der 37. Gemeinde schule. Anmeldungen werden in den Filialen, sowie am 1. November in der Schule entgegengenommen. Die Fachschul- Kommission. 211/11 Freie Bereinigung d. Graveure und Giseleure. Mittwoch, den 28. Oktober, Abends ArbeiterBildungs- Schule. Mittwoch, den 28. Oktober, Abends tommissions Mitglieder aller Schulen im unteren Zimmer von Norbert 1/29 Uhr, in Hensel's Fest- Sälen, 8 Uhr, versammeln sich die Schul Brunnenstr. 129: Wander- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Die Geschäftsstockungen in unserem Gewerbe. Referent: Rollege Blühmke. 2. Diskussion.. 3. Verschiedenes. Beuthstr. 21. 401/7 Der Vorstand Erklärung. 2871b Sonnabend, den 28. Nov.: Viertes der jegigen Sozialdemokratifchen Wir erklären hiermit, daß wir aus Stiftungsfest im„ Sanssouci", Kott- Partei" ausgetreten und uns nicht mehr buserstraße 4a. Soirée der Stettiner als Genossen zu betrachten brauchen. Sänger. Billets à 30 Pf 2364b Der Vorstand. H. Guttmann, Stempel sennen- Straße 9. Felix Orzinski, Steinmehfir 66. Gustav Schmidt, Culmstr. 32. Staare, gefährtin jage, be Beleidig G3 ift ja wirtlich einem F Los, Sc feine Bio 23 er Bastoren Sterblich mit benfe in benen halten 10 licher B auch fit fü Die bürgerlic erbautich geminfel licher bi päufern 1,25 M., Stieglite, Rothhänflinge in Schankgeschäft billig zu verk. 1,50 M., Finken 1,25 M., Zeisige 80 P Zu erfr. im Bierverlag, Elisabeth- Rothkehlchen 75 Pf., reelle Männchen. Kirchstr. 17. 2359b Berantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Schnelle, Skalikerstr. 132. Hierzu eine Beilage. Daß eine uns from teitlicher Thanach 9. 7. üller, rfurter 1. 897/2 19 rei, g. 836/17 st. t. alon, 830/8 Uhr, Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 252. Lokales. In den 8 Kommunalwähler- Versammlungen, welche gestern Abend im 2., 3., 5. und 6. Wahlkreis abgehalten worden had, wurden folgende Parteigenoffen zu Kandidaten für bie Stadtverordnetenwahlen der dritten Abtheilung aufgestellt: erzählt: " II. Wahlkreis. 8. Bezirk: Antrit. Dr. 3 adet. 19. u. 21. Bezirk: 3iemer. 28. Bezirk: Drescher. 10. 19 " " 32. " " 34. " " 38. 40. 糖 " " Adolf Schol. Borgmann. Otto Thierbach. Megner. Mittwoch, den 28. Oktober 1891. 8. Jahrg. Mordgeschichte find unsere Leser bereits unterrichtet, es sei an druck, wenn das erforderliche Einschreiten der Beamten erst von dieser Stelle nur eines besonders erwähnt, welchen die bürger- gewissen Bedingungen abhängig gemacht wird. Hoffentlich finden sich liche Presse mit Stillschweigen übergeht. Gleich wie der bekannte Leute in Adlershof, die, falls dort wieder einmal ein KriegerBublifums geführt wurden, von welchen nur die Wenigsten sich„ tagt", bereit sind, vor Gericht zu bestätigen, daß ihre Ruhe Prozeß Heinze" Wohnungsverhältnisse vor die Augen des verein unter dem üblichen Gebrüll bis zum frühen Morgen bislang einen Begriff hatten machen fönnen, treffen wir auch in burch den Lärm gestört worden ist, damit erftensmal die den" Fall Nitsche" wieder auf ähnliche Verhältnisse. Gendarmen mit der nöthigen Energie einhauen und sich AmtsIn einem dumpfen Kellerloch haust haust eine Familie, die richter und Amtsvorsteher wieder vertragen fönnen. ihre Stube während der Nächte an Dirnen stundenund " halbestundenweise vermiethet", während der Mann Die Arbeiter des Berliner Handtuch- Lieferungsin den Destillen" herumlungern muß und die Frau vor der Institutes, Neue Königstr. 17, find um ihre Stellungen wirklich Thür Schmiere steht". Nach der Benukung müssen die Pro- nicht zu beneiden. Die Leute sind mit ihrem Handwagen den ftituirten einen gewissen Betrag an das Weib abgeben", auf ganzen Tag auf der Straße und beziehen einen Lohn von nur diese Weise kommt die Miethe heraus. Daß dieses Treiben dem 12 M. pro Woche. Der Handwagen befigt keinerlei verschließ Hauswirth oder Verwalter unbekannt geblieben sein sollte, ift bares Gelaß, in welches die Handtücher während des Bedienens doch kaum anzunehmen, man wird eben eins oder beide Augen der Kundschaft eingeschloffen werden könnten. Für jedes fehlende In seiner tölpelhaften Weise tobt und wettert Herr Eugen zugedrückt haben, es waren ja pünktlich zahlende Miether und Zuch wird den Arbeitern 50 Pf. in Abzug gebracht. Daß ein Richter gegen ein Flugblatt, welches von der sozialdemoratischen bas pünktliche Zahlen ist und bleibt die Hauptsache. Tuch in Verlust geräth, ist so leicht möglich, daß der Arbeiter Die Miethstasernen Berlins werden ausgenutzt bis auf das für das Fehlen kaum in dieser Weise haftbar gemacht werden Partei gegen die freifinnige Majorität im rothen Hause aus An- leine und Winkelchen. Das muß und sollte. Am einem der letzten Tage fehlten einem Arbeiter vier itten aber bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen verbreitet wurde. infer und ungefundente in deshalb in Dantiethet, was nur Tücher, weshalb ihm eröffnet wurde, daß von dem Lohn zwei eng Herr Richter dieſes Flugblatt„ gehäſſig“ nennt, spricht höchfogone eh einer menschlichen Wohnung aussieht. Daß diese Mart gekürzt werden würden. Es wurde beſchloſſen, bei dem hängen möchten. Herr Richter meint: den wir doch niedriger Sonnenheder über eine ühe nimmt, nicht im Bureau anwesend. Drei der Arbeiter nahmen vor Geradezu perfide ist die Verdächtigung, daß die Kom- diese Stätten des Elends und des Lafters in Augenschein zu Regelung der Sache die Arbeit nicht wieder auf. Als sie eine mune Berlin ein Ort sei, in dem Aktiengesellschaften und Wohnungen nicht zu früh bezogen werden, und daß die ihre Beschwerden wurden nicht angehört. In dem kurzen Zeitmune Berlin ein Ort sei, in dem Aktiengesellschaften und nehmen. Die Baupolizei wacht allerdings darüber, daß die Stunde später wieder kamen, wurden fie ohne Weiteres entlassen, Sonstige Unternehmer ein„ ergiebiges Feld zur Ausbeutung Baragraphen der Bau- Ordnung aufs Strengste befolgt werden. raum von einer Stunde waren auch drei neue Arbeiter bereits threr manchesterlichen Privatintereffen" fänden. Heute sei Sind aber einmal die Wohnungen bezogen, dann Berlin noch ein Feld zur Ausbeutung des Volkes, deffen jede weitere Kontrolle auf und es bleibt nur noch der Hauspafcha auf dem Pflaster herumlaufen. hört eingestellt, ein Beweis, wie viel arbeitslose Leute in Berlin Lebensunterhalt ohnehin schon dürftig genug ist." und den es angeht, sei demgegenüber folgendes Geschichtchen Herrn Richter und Jedermann, der es sonst noch hören will mit dem Bestreben, so hohe Miethen wie nur möglich aus seinem Grundstück herauszuschlagen. Ein alter Schwindel ist einer Gaunerin in den letzten Von der Beschaffenheit der Wohnungen in den Mieths ihren Eltern beauftragt worden, einen Anzug zum Verfah nach Tagen von Neuem geglückt. Ein 12 jähriges Mädchen war von Wir haben bekanntlich eine Stadtverordneten- Versammlung fasernen wiffen die Arbeiter ein Lied zu fingen, fie müssen den dem Leihamt zu bringen. In der Bergstraße gesellte sich eine Bir haben bekanntlich eine Stadtverordneten Versammlung weitaus größten Theil ihres Verdienstes für Miethzins erlegen, Frau zu dem Mädchen und bat daffelbe, im Hause 78 eine Beund diese Versammlung hat, wie jede andere Versammlung, einen wenn sie so wohnen wollen, wie es Menschen zukommt. Borsitzenden. Herr Dr. Stryck, der sich um die Klosetverhältnisse unverschuldete Unglück kann es dem Miether zeitweise unmöglich bas Batet halten wollte. Für die Besorgung des Auftrages seiner Miether ebenso genau fümmert, wie um die schwer- machen, den Miethzins zum bestimmten Zermine heranzuschaffen wurde dem Rinde eine gute Belohnung versprochen. Dieses ging stellung zu machen, während sie bis zur Rückkehr des Mädchens wiegendften städtischen Probleme, hat, wie jedes Kind weiß, und dann beginn das Aftervermiethen und das Schlafburschen- auch auf den Leim, übergab der Frau das Palet und suchte im diefen gewichtigen Boften inne. Sobald sich Herr Dr. Stryd um wesen. Damit ist der erste Schritt auf der schiefen Ebene gethan, Sause 78 vergeblich die angegebene Adresse. Als es wieder auf bie allerintimften Angelegenheiten seiner Miether gefümmert hat, bie Häuslichkeit ist zerstört, das Familienleben vernichtet und es bie Straße fam, war natürlich die Frau sammt dem Paket verwidmet er sich anderweitigen, gemeinnüßigen Unternehmungen. Grund legen und den ersten Anlaß geben. fobald er Zeit gewinnt, von städtischen Sorgen auszurufen, so entwickeln sich jene Zustände, welche zu einem Verbrechen den schwunden auf Nimmerwiedersehen! Herr Dr. Stryck doch noch Aufsichtsrath einer Brauereigesellschaft.| Die heutige Gesellschafft steht machtlos diesen haltlosen VerDen Tod eines Schiffers infolge Umfturz seines Mast9 ist aus seiner ginsburg soviel wie möglich herauszuwirthschaften und Borfall fast in derselben Gegend paffirt, der ebenfalls fofort ein Macht hältnissen gegenüber. Der Hausbefizer pocht auf sein gutes Recht, baumes meldeten wir erst fürzlich. Gestern ist ein ähnlicher Rachwelt sichern, daß Herr Stryd sich um die Versorgung mie feiner ann ihn in diesem löblichen Borhaben stören. Der Menschenleben vernichtete. 213 auf der Fahrt nach Berlin, wo einer Mitmenschen mit Getränken verdient gemacht hat. Miether tann bei der angeſtrengtesten Arbeit die Miethe er von seiner Frau und seinen vier Kindern erwartet wurde, Sebermann weiß ja, daß die Haare der Aufsichtsräthe wegen der nicht erschwingen und deshalb muß er sich umthun, daß er die der Schiffer Steuer in der Nähe von Grünau den großen Mastgebeuren Arbeitslast vor der Zeit bleichen, daß es nur wenige Miethslast zum Theil auf die Schultern anderer abwälzt. Ein baum feiner Zille aufrichten wollte, glitt er vom Bock aus. InMenschen giebt, die es aushalten können, sich jährlich zu zwei Bergnügen ist es wahrlich nicht, in menschenüberfüllten Räumen folge dessen stürzte der Mastbaum um und begrub den UnglückAufsichtsrathssihungen einzufinden und dafür Tantiemen einaufaden, die wegen ihrer Kärglichkeit berüchtigt find. zu wohnen und nur die bitterste Noth zwingt die Arbeiter dazu, lichen unter seiner Laft. Der Lettere war sofort todt, der Brustwelches zwar sehr theuer ist, das aber jede Aktiengesellschaft, die ein Aufsichtsrath ist gewöhnlich nur ein Dekorationsstück, auf die Annnehmlichkeit einer geräumigen Wohnung Berzicht taften war völlig zerquetscht, die Halswirbel gebrochen. zu leisten. maas auf sich hält, sich leiſten muß. Aber ein Aufsichtsrath beseitigent, an ihnen wird die soziale Quadsalberei bes Baues früh der Weber Suchan in Nowawes durch den Gendarm feacht sich glänzend bezahlt, wenn er den Einfluß, den er aus beleireiterhäusern" u. 1. w. nichts helfen. Go lange der Schmoldt verhaftet und nach Potsdam ins Gefängniß gebracht. feinen privaten oder amtlichen Eigenschaften hat, dahin geltenden von ben Besizern nach Belieben ausgewuchert Am Morgen bes 28. September d. J. fand man, wie feiner Zeit gescht, daß das Produkt, zu dessen Gewinnung sich eine Aftien een fan it daran zu denken, daß die Miethsverhält berichtet, auf dem Schienengeleise der Berlin- Potsdamer Eisengesellschaft gebildet hat, in möglichst weiten Kreisen Eingang nisse sich besser gestalten, bas tann erst geschehen, wenn auch bahn, bicht bei der Station Stowawes, bie gräßlich verſtümmelte 391/6 Entree r. 8. Chor: ng. ceitag ifes if findet. . artei ha rfurter 870/18 t. fel er bit hilfens ftellen Unters n. on. 1-92 im inde on. e. am bends Schuls Schulen bert 2871b ir aus atifchen t mehr chen. ftr. 66 32. nflinge 80 P nchen 32. age. und auf Jedes Unter dem Verdacht des Mordes wurde am Sonntag 3 ist nun einer jener bösen Zufälle, an denen die Welt der Grund und Boden in den Besitz der Augemeinheit über seiche eines jungen Mannes. Es wurde festgestellt, daß der chichte fo reich ist, daß Herr" Etadtverordneten Borsteher gegangen ist. Dann ist die Spezies der Hauspafcha verschwunden, wahrscheinlich in der Nacht von einem Güterzuge Ueberfahrene, br. Stryd gerade zufällig im Anffichtsrathe ber Spanbauer Beber es giebt keine Miether mehr, die für schweres Geld elende Wohn- der erst im Herbst vom Militär entlassene Schneider Christ brauerei( A.-G. vormals Gebr. Bechmann) Sig und Stimme hat. und auch keinen Fall Nitsche" mehr geben. Schmidt räume sich erkaufen müssen. Dann wird es keinen Fall Heinze" war. Der Umstand, daß in der Nähe zwei Hüte gefunden Herr Bechmann ist ein Schwager des Herrn Stryd. Siefen bösen Zufall ist wohl die Thatsache zurückzuführen, daß wurden, von welchem nur der eine dem Todten gehörte, sowie die Thatsache, daß Einwohner von Nowawes in der die Haushaltungsvorstände der hiesigen Einwohnerschaft sind durch die Vermuthung aufkommen, daß, hier ein Berbrechen mit Die Veranlagung zur Staats. Einkommenstener. An Nacht das Geräusch von einer Schlägerei gehört hatten, ließ alle am Alezanpetplag, in ber Marttballe 7 De Dittlung ber pauswirthe Formulare für die Steuereinschägung im Spiele sei. Darauf deutete auch die ganze Art bes Zeichen( Louisenufer), Martthalle 5( Magdeburger Plat), Martt übergeben worden, welche bis zum 28. 6. M., gehörig ausgefüllt, fundes, denn der Körper des Ueberfahrenen befand sich an einer Bier der artthalle 2( Friedrich- und Lindenstraße) Spandauer Bergbrauerei zum Ausschank gelangt. tigung- wenn die Thatsachen nicht unumstößlich wären. mehrere Kolonnen( 8-19), welche sich auf die Höhe des Ein- zäune abgeschlossen ist. Durch die gerichtliche Leichenschau wurde tommens beziehen. Es muß ausdrücklich darauf aufmertfam ge- festgestellt, daß der Todte auf dem Stopf mehrere von einem macht werden, daß Niemand verpflichtet ist, diese scharfen Instrument herrührende Wunden hatte, die entschieden Spalten auszufüllen und Angaben über die nicht durch das Ueberfahren entstanden sein konnten. Da Schmidt ich bei den jetzt verschickten Formularen noch nicht um die Er- geschlossen und man nahm deshalb an, daß derselbe erft überSobe feines Eintommens zu machen. Es handelt in geordneten Verhältnissen lebte, so war ein Selbstmord ausmittlung des Einkommens, sondern um die Aufnahme des Personen fallen und mit einem scharfen Instrument geschlagen und sostandes. Jeder Hausbesitzer oder dessen Stellvertreter ist nach§ 22 dann auf die Schienengeleise geworfen worden war, um den meinen Berwandten, jungen Pfarrer Südbes Gesetzes verpflichtet, der Aufnahmebehörde die auf dem Grund- Anschein hervorzurufen, als läge ein unglüdsfall oder ein SelbstHeirath. Berdächfolgende Anzeige, die ein süddeutsches Blatt veröffentlicht: Als ein starkes Stück" bezeichnet das Stöcker'sche„ Bolt" Deutschlands, in durchaus normalen Verhältnissen, passende stücke vorhandenen Personen mit Namen, Berufs- oder Erwerbs mord vor. Die Recherchen der Ortspolizeibehörde führten bald Suche für Barthie. Offerten mit ftreng reeller, eingehender Darlegung der art anzugeben. Ebenso haben die Haushaltungsvorstände den zur Ermittelung des Besitzers des zweiten Hutes. Es war Berhältnisse mit Photographie diesjähriger Aufnahme unter Hausbesigern oder deren Vertretern Auskunft über die zu dies ein Weber, der aber sein Alibi nachweisen konnte. Z. 9674 an Rudolf Mosse, Köln. Strengste Diskretion zugesichert ihrem Haushalte gehörigen Personen einschließlich der Unter- Sein Hut war und erbeten. und Schlafstellenmiether zu ertheilen. ihm bei einer Diese Angaben müssen Mitternacht stattgehabten Schlägerei von einem Unbekannten gemehrere Stunden por Die unvollständige raubt. Jetzt ist es nun gelungen, denjenigen, der den Hut geraubt, tönnte, daß diese Anzeige echt sei. Sollte dies aber wirklich der oder unrichtige Ertheilung der Auskunft wird nach§ 68 des in der Person des Webers Suchan, eines wegen GewaltthätigFall sein, dann könnte man sich wirklich eine größere Charakter- Gesezes mit Geldstrafe bis zu 300 Mart geahndet. Dagegen teiten vorbestraften Menschen zu ermitteln und festzunehmen. Lofigteit eines Mannes nicht denten, einen Stand, wie den der braucht von den Haushaltungsvorständen und sonstigen Steuer- Suchan hatte in der Nacht zum jüngsten Sonntag den von einem Beistlichen so herabzuwürdigen." trägern über ihr eigenes Einkommen eine Erklärung in den jetzt Vergnügen heimkehrenden Bahnwärter Braune aus Potsdam Beshalb soll es charakterlos" sein, wenn ein Geistlicher den dieser Erklärung erfolgt vielmehr erst später auf besonderen For Rogf geschlagen, daß Braune eine schwere Schädelverlegung erlitt. sich dhs Stöckerblatt und scharfen Instrument derartig auf den " nicht mehr ungewöhnlichen Weg" betritt, um sich eine Lebens- mularen, welche den Steuerpflichtigen zugleich mit dem Erlaß Es wurde nun festgestellt, daß mit einem gleichen Instrument die gefährtin zu fuchen? Die Herren Geistlichen sind doch sonst einer öffentlichen Aufforderung zur Steuererklärung von Amts- Wunden, die der überfahrene Schmidt am Kopfe gehabt, beijago, bald leiftet der eine vor Gericht einen Falscheid, Hauslisten sind alle Mitglieder des Hausstandes, Gehilfen, Dienst vorerwähnten Webergesellen den Hut geraubt hat. Suchon ist nicht so simperlich! Bald sehen wir dieselben auf der Pfünden wegen zugestellt werden. Also nochmals: In den jetzt verschickten gebracht sein müssen und daß Suchan derjenige gewesen, der dem balb läuft hinter dem anderen ein Steckbrief wegen abscheulicher boten, Schlafburschen u. dergl. mn. einzutragen; es steht aber ganz ein roher Patron, der bei der That Komplizen gehabt haben Derfammlung, bald ist der andere Stammgaft in Moabit, wo er über ihr und ihrer Angehörigen Einkommen in den Hauslisten hohen Zaun werfen können. Nach diesen Komplizen wird in Sittlichkeitsverbrechen. Bald arrangirt der eine eine Radau im Ermessen der Steuerpflichtigen alle Anfragen muß, denn allein hätte er den Körper Schmidts nicht über den Beleidigungsprozesse gleich zu Duhenden austrägt. Weshalb also unbeantwortet zu lassen. Degen des schamlosen Inserates diesen großen Kübel von Entriftung? Glaubt denn das Volk" wirklich, daß Ehen und bewirklich an fonders Ehen von Geistlichen im Himmel geschlossen werden? richter von Köpenid. Ein Berichterstatter meldet uns: Es ist ja leicht möglich, daß es dem jungen füddeutschen Pfarrer " Damenbekanntschaft mangelt", er hat sein Herz feine Pfarrerin! Nowawes eifrig gefahndet. Der Amtsvorsteher von Adlershof gegen den Amts- Ein Mädchen aus Berlin, das je doch über seine Persön lichkeit jede Auskunft verweigert, ist von dem Gendarm Otto in Gine bemerkenswerthe Bekanntmachung völlig entfräftetem Zustande in der Wuhlhaide aufgefunden erläßt der Amtsvorsteher von Adlershof, Major von Oppen. worden. Auf Befragen erklärte sie, daß sie bereits seit mehreren einem Freunde ansgeschüttet und dieser läßt nun das Inserat Sie lautet wörtlich: Die Gendarmen, Amts- und Gemeinde- Tagen ohne Nahrung und Schlaf im Walde umhergeirrt sei und los. Schließlich hat daffelbe Erfolg und der Pfarrer befommt biener und Nachtwächter des Amtsbezirks It GItenide die Absicht gehabt habe, durch Verhungern sich das Leben zu Benn sich doch das Volt" nicht einbilden wollte, die dann gegen alle Art von Särm auf den Straßen machende Per- Pflege im Gewahrsam zu Röpenick. Baftoren feien aus besserem Holz geschnitzt, wie die übrigen sonen einzufchreiten und dieselben zur Anzeige zu bringen, wenn Sterblichen. Es sind Menschen wie alle anderen Menschen auch, sie vom Bublifum dazu aufgefordert werden, die Auffordernden| halten wurden, sind vorüber das„ Volk" und sein hofpredigersind von mir angewiesen worden, bei Tag und bei Nacht nur nehmen. Ginstweilen befindet sich das Mädchen unter guter Zur Angelegenheit des and Weißensee flüchtig gein denen die Pfarrer für ganz besonders veranlagte Wesen ge- von den anzuzeigenden Personen verursachte Lärmen 2c. in ihrer selbe in Graz frank darnieder liegt und seine Pflege dortigen mit denfelben Bedürfnissen und denselben Schwächen. Die Zeiten, fich bereit erklären vor Gericht zu bezeugen, daß sie durch das wordenen Predigers Harder wird weiter gemeldet, daß ders licher Brotettor haben viel dazu beigetragen, daß diese Zeiten Vorsitzenden des tgl. Schöffengerichts zu Köpenick, Herrn Amts: hoffentlich bald verfügt werden. auch für immer vorüber sind. Seine Auslieferung wird Ruhe gestört worden sind, da dieses Zeugniß vom derzeitigen Verwandten überlassen worden ist. richter Ziehm, verlangt wird, um den nach§ 360 Nr. 11 des Mit Bezug auf die Ermordung der Hedwig Nitsche Strafgesetzbuches zu bestrafenden ruheftörenden Lärm oder groben hören wir, anderen Mittheilungen entgegen, daß der auf dem Handlungsgehilfen Ernst Schulze lastende Verdacht der ThäterDer schneidige Amtsvorsteher von Adlershof, mit welchem schaft nicht vermindert worden ist, sondern im Gegentheil wesentDie granfige Blutthat in der Holzmarktgaffe giebt der Unfug als vorliegend anzunehmen." geminsel nicht zu Tage gefördert, wohl aber immer eindring- ihm unterstellten Beamten in ganz eigenartiger Weise. Es ist zimmer, welche mit dem Mörder vor der That gesprochen und licher die Forderung nach polizeilich überwachten öffentlichen allerdings der Gipfel der Vermessenheit, wenn ein Amtsrichter ihn nachher in Begleitung der Nitsche gesehen haben, nicht nur erbaulichen Moralpredigten. Etwas Neues wird bei dem Moral- wir uns schon öster zu beschäftigen hatten, wahrt die Ehre der liche Verstärkung erfahren hat. Abgesehen davon, daß die FrauenSaß eines Tagas in der Hauptstadt des Neiches der Gottesfurcht preußischen Gendarmen zu zweifeln wagt, wenn eine solche Aus den in Betracht kommenden Kreisen als eine Thatsache, daß Häusern wiederhoft. Es ist denn auch gar nicht so unmöglich, an der Aussage eines uniformirten, wohlbestallten, föniglich übereinstimmen, sondern auch sehr bestimmt lauten, gilt es in un frommen Sitte Bordelle erstehen, in denen mit hoher obrig fage von einwandsfreien, unbescholtenen Zeugen widerlegt wird. gerade Dirnen sich durch ein vorzügliches Gedächtniß für Ge teitlicher Bewilligung der Unzucht gefröhnt wird. Ueber das Ein solcher Richter verdient den ganzen Zorn des schneidigen fichter auszeichnen. Besonders schwer fallen dabei die Aussagen Thahachliche der in den Annalen Berlins einzig dastehenden Amtsvorstehers, und es macht gewiß einen eigenthümlichen Ein- der Labasch über das nächtliche Abenteuer ins Gewicht, das sie d Buchdrucker- Bewegung. 860 am Donnerstag Abend in ihrer Wohnung in der Kleinen Andreas-| helm Richter um Amt und Würden und schließlich gestern auch verlassen haben. Der Gerichtshof verkannte nicht, daß ber straße mit einem Manne bestanden hat, der ihr gesagt hat, daß noch auf die Anklagebank der IV. Straftammer gebracht. Gr geklagten mildernde Umstände zur Seite ständen, aber ihre Schu er sie ermorden könne und eine Lust davan babe, einen Menschen hatte sich wegen Betruges und wiederholter Unterschlagung zu fei zweifellos. Sie hätte ihren ersten Ehemann durch gericht " appeln" zu sehen. Dieser Mann ist, troß dieser Aeußerung, verantworten. Der erſt 51 Jahre alte Angeklagte war im Jahre lichen Aufruf ermitteln und gegen denselben wegen böswillige von der Labasch nicht veranlaßt worden fortzugehen, sondern ist 1871 Amtsrichter, später Amtsgerichtsrath und wurde im Jahre Verlassens auf Scheidung flagen müssen, eine Nachfrage bei de längere Zeit in ihrer Wohnung geblieben, so daß die Labasch ge- 1887 auf dem Disziplinarwege wegen seines dienſtlichen Ver- Polizei genüge nicht. Das Urtheil lautete auf neun Monate nügende Zeit gehabt hat, sich seine Gesichtszüge einzuprägen. haltens mit Entlassung aus dem Amte bestraft. Er hatte in Gefängniß. Die 2. erklärt auf das Bestimmteste, das Schulze mit diesem Be- 48 Fällen Urtheile, welche er auszufertigen hatte, nicht abgefeht sucher identisch ist. Zu den irrthümlichen Berichterstattermeldungen, und auf die Monita seiner vorgesetzten Behörde nicht reagirt. die in dieser Sache ihren Weg in die Presse gefunden haben, ge- G3 lag also eine Bummelei ohne Gleichen vor. Am 5. April 1888 hört auch die Erklärung, daß Schulze bei seiner Verhaftung einen wurde er in die Liste der Rechtsanwälte eingetragen, aber schon. schwarzen but getragen habe. Schulte trug, als er fiftirt wurde, am 8. März 1890 wurde er wegen grober Verfehlungen einen Hut, auf den genau die Beschreibung des Hutes paßte, den gegen bie ihm obliegenden Amtspflichten in dieser der Mörder der Nitsche getragen hat, ein kleines modernes hell- Lifte wieder gelöscht. Der von dem Angeklagten ange- Nach einer Extra- Ausgabe des Korrespondent für Deutsch graues Sütchen mit einem etwas helleren Seidenbande, und war rufene Ehrengerichtshof zu Leipzig hat den Ausschluß bestätigt, lands Buchdrucker" haben die Gehilfenforderungen bewilligt auch mit einem taffeebraunen Ueberzieher versehen. Als er den weil der Angeklagte verfchiedene Mandate, namentlich solche, wo etwa 40 Städten zirka 120-130 Druckereien. Gekündigt wu Mädchen, welche die Beschreibung von dem Mörder geliefert hatten, derfelbe unentgeltlich aufzutreten hatte, verbummelt und in Fristen in etwa ebensoviel Städten, soweit darüber Nachrichten gegenübergestellt wurde, fagte eins derselben:„ Der Mann trng auch von länger als einem Jahre für seine Klienten Nichts gethan liegen. Von Kündigungen größeren Stils sind zu nennen außer braune Handschuhe." Darauf durchsuchte der Kriminalkommissar hatte. Der Angeklagte hat mit einem jahrelangen gichtig- rheuma- Berlin und Leipzig, die schon früher angeführt wurden, Dresde von Meerscheidt- Hülleſſem die Taschen des Ueberziehers und zog tischen Leiden zu kämpfen, deffen Uranfänge auf die Theilnahme über 400 Gehilfen, Frankfurt a. M. und Offenbach etwa 40 ein Paar braune Handschuhe hervor. Auffällig ist es auch, daß am Kriege 1870-71 zurückzuführen sind. Seine Arbeitskraft und( Darunter 24 Nichtmitglieder), München 640, Stuttgart ca. Schulze, als er Sonntag Morgen feine Schlafstelle in der Energie ist dadurch erheblich geschwächt gewesen und es erregte( von 900 Gehilfen haben nur 41 nicht gekündigt). In fel Elisabethstraße verließ, ohne Ueberzieher ausgegangen ist, aber schon Bedenken bei den Eingeweihten, als der Angeklagte bei tapferer Weise betheiligen sich auch die Kollegenkreise mittler und Die Buchdruckerschaft v später mit dem Ueberzieher zurückkehrte, den er sich unterdessen feiner Energielosigkeit zum Rechtsanwalt ernannt wurde. Aus fleiner Städte an der Bewegung. irgendwo geholt haben muß. Falsch ist auch die Annahme, daß seinem Richterstande her hatte er noch zahlreiche Schulden, welche Rheinland- Westfalen ist vorläufig nicht in die Bewegung einbezoge Schulze nicht der Thäter sein könne, weil er den angeblichen bei seiner Entlaffung fein Gläubiger einzutreiben versuchte, da worden; nur einzelne Orte betheiligen sich daran. Aussagen seiner Schlafwirthin zufolge bereits um 12 Uhr zu biefer Versuch gänzlich aussichtslos erschien. Als die Gläubiger( Schlesien) wird telegraphisch berichtet, daß sich daselbst Gehilfer Hause gewesen sei. Schultze behauptet, er sei Sonnabend Abend aber hörten, daß Der Angeklagte Rechtsanwalt ge- und Prinzipale auf Grund der 9/2 stündigen Arbeitszeit geeinig bis 11 Uhr in einem Lokal in der Ziedstraße gewesen, sei darauf worden, gingen fie nachdrücklich auf ihn los und hätten; aus Frankfurt a. M. verlautet, daß eine Versammlung langsam nach Hause gegangen und um 3/412 angekommen. Die machten ihre Ansprüche erbarmungslos geltend. Der der Prinzipale daselbst den Neunstundentag verweigert hätt Aussagen der Wirthin lauten dagegen dahin, daß Schulze vor Angeklagten gerieth dadurch in die schwersten finanziellen Be- dagegen die Besitzer der„ Frankfurter Zeitung", des" Frankfurte 1 Uhr nach Hause gekommen sein müsse, und zwar während sie drängnisse und ging feinem Ruin immer mehr entgegen. Er hat Journal" und des„ Generalanzeiger" eine fünfprozentige Lohn schlief. Um 1 Uhr sei sie erwacht, als ein zweiter Schlaf- geständlich in mehreren Fällen die ihm als Raution überwiesenen erhöhung bewilligen wollten, falls die Gehilfen sich bis Donne bursche heimgekehrt sei, und um diefe Beit habe sie Schulze Gelder feiner Klienten, ferner Gelder im Betrage von ca. 600 m., tag für die Annahme des Zugeständnisses entschieden. gehört. Um von dem Schauplatze der That nach seiner Schlaf welche er aus einer Konkursmasse an einen auswärtigen ManDie Drudereien der sozialdemokratischen Blätter haben, stelle zu gelangen, hätte Schulze, vorausgesetzt, daß er der Thäter datar abführen sollte, in eigenem Nutzen verwendet, ohne daß vorauszusehen war, die Gehilfenforderungen bewilligt. Bezügli ist, nicht mehr als zehn Minuten gebraucht, und da der Mord feine Hoffnung, dieselben wieder zurückerstatten zu können, in der Firma Auer u. Co. in Hamburg, der Druckerei des„ Echo um 1/21 Uhr verübt worden ist, hätte er sehr gut vor 1 Uhr feine Erfüllung ging. Der Staatsanwalt beantragte 2 3ahre ist noch nachzutragen, daß dieselbe, welche schon seit Jahren die Schlafstelle erreicht haben können. Dafür, daß die That nicht Gefängnis. Rechtsanwalt Breschner empfahl den An- 9½½ stündige Arbeitszeit hatte, den 8½ stündigen Arbeitstag später als um 1/21 Uhr verübt worden ist, spricht auch der Um- geklagten der Milde des Gerichtshofes und suchte nachzuweisen, gewährte. stand, daß dem Polizeirevier 45 in der Schmidstraße durch die daß der als Betrug charakterisirte Fall, in welchem der An" Daß es bei der Buchdrucker Bewegung sich viel mehr u Schneiderin Krause bereits um 1 Uhr 10 Minuten von dem geklagte noch Gejder angenommen, trotzdem ihm das Mandat einen Kampf der Sozialdemokratie gegen die be Morde Anzeige gemacht worden ist. Erwägt man nun, daß die bereits gekündigt war, auch als Unterschlagung aufzufaffen sei. fißenden Klaffen, als um eine Lohnfrage handelt", ist de Krause fich, ehe fie nach dem Polizeirevier in der Schmidstraße- Der Gerichtshof trat dieser Ansicht bei, schied einige Fälle neueſte Ausfluß Gugen Richter'scher Weisheit. Sogar das ging, längere Zeit in der Nähe des Thatortes aufgehalten und aus und erkannte auf ein Jahr Gefängniß unter An- off'sche Telegraphen Bureau scheint er in diese mit den Leuten, die sich dort zusammenfanden, den Vorfall be- rechnung von 2 Monaten auf die Untersuchungshaft. Beziehung in Verdacht zu haben, denn es soll, gang falsche Nachrichte sprochen hat; zieht man die Beit in Berechnung, die sie zum über angebliche Nachgiebigkeit von Prinzipalen gegen die Forde Gange bis zum Revier gebraucht hat, so dürfte man darin eine Bon einem ganz eigenartigen gerichtlichen Erkenntniß, rungen der Gehilfen" verbreitet haben. Ja, nach Eugen Richter Bestätigung der Annahme finden, daß die That um al Uhr voll bei welchem man auch ausrufen tann:" Serr, dunkel ist der Rede hat sich in einzelnen Fällen fogar herausgestellt, daß Se bracht worden ist und nicht, wie von verschiedenen Seiten behauptet Sinn!" macht die Allg. Fahr- 3tg." wie folgt Mittheilung: Der folche falsche Nachrichten in die betr. Zeitungen eingeschmuggel worden ist, zu späterer Stunde. Der Angabe Schulte's, Fuhrherr Strüger wurde beschuldigt, zu Berlin, am 28. Juni haben." Namentlich für diese lettere Berdächtigung wird Eug er fei aus dem Lokal in der Tieckstraße langsam nach Hause ge- d. 3. als Führer seiner Droschke 2. Klasse für eine Fahrt von Richter wohl schleunigst den Beweis erbringen müffen, wenn schlendert, widerspricht die Thatsache, daß er ganz außer Athem 1 Stunde 6 Minuten mit 2 Personen, für welche ihm tarif sich nicht der frivolsten Windbeutelei zeihen lassen will. war, als er in seiner Wohnung anlangte, und als schwer be mäßig 2,50 M. zustanden, von seinen Fahrgästen 3 M. gefordert lastendes Moment erscheint es, daß Schulze während der ganzen und angenommen zu haben. Termin zur Hauptverhandlung war Nacht in seinem Bett gefeucht und sich ruhelos auf seinem Lager am 21. September anberaumt, derselbe wurde aber aufgehoben herumgewälzt hat. So beachtenswerth die gegen Schulze vor und Krüger hörte von der ganzen Sache Nichts mehr. Da ging Liegenden Verdachtsgründe erscheinen, so ist doch die Möglichkeit ihm am 17. d. M. ein Erkenntniß des Schöffengerichts, Abth. 95, nicht ausgeschloffen, daß ein Irrthum vorliegt, und die Behörden, zu, welches der darin sich direkt wegen wider. Ueber den Streit der Stuckateure Berlins und Um die mit Angaben und Anzeigen aller Art überfluthet werden, ersprechenden Erkenntnißgründe als auch wegen der gegend schreibt man uns:" Der Verlauf des Streiks ist bei uns achten es begreiflicher Weise für ihre Pflicht, auch andere Thatbestandsmerkmale der Veröffentlichung wohl werth leider nicht so günstig, wie dies bei der Gewerkschaft der Zöpfe Spuren zu verfolgen. Das Ergebnis der Obduktion wird ist. Es heißt darin: Im Namen des Königs. In der Straffache ber Fall ist. Unser Beruf hat zum ersten Male zu dieser Frag geheim gehalten, doch hat es sich herausgestellt, daß zu allen gegen den Fuhrherrn Krüger wegen Droschtenpolizei- Kontra- Stellung genommen, und es ist dies ein Zeichen, daß auch Berletzungen, die der Mitsche beigebracht worden find, bie vention hat das t. Schöffengericht L. zu Berlin in der Sigung ihm sich immermehr der Geist der neuen Zeit Bahn brid beiden Messer benutzt sein können, welche bei der Grmor vom 14. Oktober 1891, an welcher Theil genommen haben( folgen dennoch haben die Zielbewußten unter uns immerhin nöthig, deten gefunden worden sind. Zu erwähnen wäre auch die Namen) für Recht erkannt: baß der Angeklagte als Führer auf bas Stlafſſenbewußtsein und das muſterhafte Verhalten d noch, daß fein Theil der Leiche von dem Mörder der Droschke 2. Klasse Nr. 583 für eine Fahrt von mitgenommen worden ist. Ueber die Einzelheiten, welche die Stunde 46 minuten mit swei Pferden( 0), für Töpfer zu verlassen. Bei der Art des Verlaufs des Stres Berhaftung des Schulze begleiteten, berichtet ein Lofalbericht welche ihm tarifmäßig 2,50 M. zustanden, von seinem Fahrgast innerhalb der ersten Woche können wir nicht Abstand nehme auf einen Umstand hinzuweisen, an welchem die gesammten Ba erstatter: Gin die Schanklokale und Cafés des Schönhauser 3 M. gefordert und eingenommen hat, Angeklagter sich somit der auf einen Umstand hinzuweifen, an welchem die gesammten handwerker und zwar in Rücksicht darauf, daß die jetzige Biertels kontrollirender Kriminalschuhmann fand den Sch., Uebertretung gegen SS 40, 30 des Droschkenreglements schuldig Bewegung doch nur zur Sicherung unferer Gefund zwischen Dirnen und Zuhältern sigend, in der Sonntag Nacht in gemacht hat und daher freizusprechen war, da rücksichtlich heit unternommen wurde, resp. um unfer dem Café Schulze in der Alten Schönhauser Straße. Der des Strafmaßes die erkannte Strafe nach Lage der um einige Jahre 3 verlängern, Beamte, welchem die Aehnlichkeit des Mannes mit dem von den Sache angemessen erschien zc. zc., wird der Angeklagte werden. Schon bei unseren früheren Streifs, wo es sich alle Berfolgern genau beschriebenen Mörder auffiel, beobachtete den Krüger der Uebertretung für schuldig erklärt und deshalb zu Sch., ber mit nervöser Saft sprach und sich ab und zu schen einer Geldstrafe von 10 M., im Unvermögensfalle zu 2 Tagen dings um Lohnerhöhung handelte, war es feine Seltenheit, bak umblickte, einige Zeit, dann aber trat er an ihn heran und Dast, sowie zur Tragung der Kosten des Verfahrens verurtheilt." Studtheile an Façaden seitens der Buyer gefertigt wurden flüsterte ihm zu, daß er ihm folgen folle. Ech. erbleichte, erhob Man wird dem Empfänger dieses Erkenntnisses nachfühlen Auch diesmal, wo die moralische Unterstützung unserer Bewegu sich jedoch fofort und fragte den Beamten mehrere Male lebhaft, tönnen, daß er nach seiner Behauptung aus demselben nicht klug für jeden sich zur Arbeiterbewegung bekennenden Arbeiter was denn los ſei. Es wurde ihm jedoch erst auf dem Polizei geworden ist. Da derselbe außerdem versichert, daß ihm von dem doch von selbst versteht, haben wir mit demſelben Uebel präsidium, wohin er gefchafft wurde, die Gröffnung gemacht, daß Termin am 14. d. M. überhaupt nichts bekannt gefämpfen. Die Kommission hofft, daß es nur dieses Hinweife er der muthmaßliche Mörder set, wobei Schulze höhnisch lachte wesen, so wird man dem Urtheil der angerufenen Berufungsbedarf, nun dasselbe zu beseitigen. Was die Unterstützung der Streifenden betrifft, so find in b taminer mit Interesse entgegensehen können. Weiter wird uns noch gemeldet: Die Obduktion hat er Wegen versuchten Betruges stand gestern der Kaufmann tage mit 12 M. pro Woche und jedes Kind mit 1 M. extra unter ersten Woche der Bewegung 41 Kollegen nach Maßgabe der Streits geben, daß die unverehelichte Nitsche an den Stichwunden in den Hermann Strich vor ber 1. Straffammer hiesigen Band- frugt worden. Um nun die Opferwilligkeit anderer Gewerkschaftes Hals gestorben ist. Zwei von diesen Stichen sind von rechts gerichts 1. Hirsch besitzt ein kaufmännisches Inkasso- Bureau in nicht zu sehr in Anspruch zu nehmen, erinnern wir die nach links mit träftiger Fauft geführt worden, während der Ber Brückenstraße. Or erhielt eines Zages von einem Kaufmann Urbeit stehenden Kollegen gleichviel ob fie auf Bau oder dies bisher angenommen worden ist, Körpertheile nicht. Dagegen von 1200 M. einzutreiben; ihm wurde gleich dabei gesagt, daß Branche, welche außer Arbeit sind, ihre Unterstützung erhalten, ist der Versuch gemacht worden, auf funftgerechte Weise er natürlich versuchen solle, möglichst viel von dem Schuldner an den Beschluß unserer Versammlung vom 19. Oftober, wonad Ausführung gekommen, indem ein Stück Fleisch und ein in Unterhandlungen und nach längerem Feilschen und Handeln an die Kommission abgeführt werden sollen. innerer Körpertheil losgeschnitten worden sind; beides aber einigte er sich mit demselben auf die Summe von 750 M. Seinem befindet sich bei der Todten. Man muthmaßt daraus, daß der Auftraggeber theilte er dagegen mit, daß der Schuldner sich treffenden Listen nicht abgeführt haben, werden aufgefordert, Die Kollegen, welche in der vergangenen Woche die be Mörder feine Absicht noch nicht völlig zur Ausführung gebracht in sehr schlechten Vermögensverhältnissen befinde und trotz aller sofort zu thun. habe, sondern durch die seitens der Müller verursachte Störung Bemühungen nicht mehr als 600 m. herauszuschlagen sei. Der habe aufgeben müſſen. Die beiden Theile find in Spiritus gelegt Gläubiger gab zu verstehen, daß er schließlich schweren Herzens wohnt, Gure Lage zu verbessern; denkt baran, daß uns Kollegen! Erkennt, daß nur Euch selbst die Kraft inne und dem Untersuchungsrichter zugestellt worden. Der Verhaftete, darauf eingehen zu müssen wohl in der Lage sei, erklärte aber Mensch bezichtigen kann, muthwillig zur Waffe des Streits welcher vor der Obduktion an die Leiche herangeführt wurde, gleich, daß er bei einem so mageren Bergleich natürlich griffen zu haben. Steht Mann für Mann treu zur Sache benimmt sich völlig ruhig, Seine Kleidung ist genau derjenigen keine Inkasso- Provision bezahlen könne. Che der Vergleich das Ziel: Erhaltung unserer Gesundheit, entsprechend, welche in der Bekanntmachung an den Anschlag zu Stande fam, wollte es der Zufall, daß der Gläubiger welches wir fämpfen, wird in furzer Zeit erreicht fein. säulen bezeichnet wurde; doch sind keinerlei Blutflecke wahrnehmen Schuldner auf der Straße traf, ihm sein tiefes Die Streitkommission der Studateure bar. Ein Gerichts- Chemiter ist nun mit der Feststellung betraut Bebauern über seine schlechte Vermögenslage ausdrückte, Berlins und Umgegend. worden, ob die Kleidungsstücke vielleicht blutbesudelt gewesen und aber gleichzeitig es beklagte, daß derselbe nur eine Ver J. A.: Paul Kühling. dann gereinigt worden sind. Briefe und Sendungen sind zu richten an Paul Kühling Weinmeisterstr. 19 bei Gustav Marzahn." und erklärte, daß das alles nur Unsinn sei. Er Soziale Lebericht. Dafein f ein Interesse haben g Gravir Anstalt der Herren Atlas& Bentert 11 e b d. St 10 111 g C 111 Dies 11 fic für 11 하 a re in gleichsofferte in Höhe von 600 m. gemacht habe. Zu seiner Polizeibericht. Am 26. Morgens wurde im Landwehr. Berwunderung hörte er nun von dem Anderen, daß er die von tanal, nahe der Schlesischen Brücke, die Leiche eines unbekannten, handlungen mit dem Angeklagten zuerst auf 700 M. und schließlich ihm ursprünglich angebotene Summe von 600 M. bei den Ver etwa 45 Jahre alten Mannes angeschwemmt. Mittags wurde Die Differenzen zwischen Prinzipalen und Gehilfen in ber ein etwa 50jähriger Mann in der Werfitatt eines Bürsten auf 750 m. erhöht habe. Auf Grund dieser Thatsache wurde Fabrikanten in der Hollmannstraße 40 erhängt vorgefunden. gegen Hirsch die Anklage wegen versuchten Betruges erhoben. Berlin find beigelegt. Die Herren ertlärten au Nachmittags fiel der Kutscher Mai beim Einfahren in den Die Straffammer sprach denselben aber frei, weil sie die Sach- Ehrenwort, daß eine Erhöhung der Arbeitszeit nicht geplant hinteren Hof des Grundstücks Gartenstr. 48 von seinem mit lage nicht für genügend aufgeklärt erachtete. Gegen das Er war und auch nicht stattfinden soll. J. A.: May Uhrbach. Eisen beladenen Wagen, gerieth mit dem Kopfe unter die sevision ein, das Reichsgericht erkannte daffelbe als befenntniß legte die Staatsanwaltschaft das Rechtsmittel der Räder und erlitt einen Schädelbruch, so daß der Tod gründet an und verwies die Straffache zur anderweitigen Entauf der Stelle eintrat. An der Ecke der Charlotten- fcheidung an die Straffammer zurück. Die gestern wiederholte straße und Straße Unter den Linden fiel zu derselben Zeit eine Frau infolge eines Fehltritts zur Erde und brach den Beweisaufnahme hatte das Ergebniß, daß der Angeklagte nunmehr zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt wurde. rechten Unterschenkel. Sie wurde nach der Charitee gebracht. Gegen Abend versuchte ein 13jähriges Mädchen in der Küche Konferenz der Konfektionsschneider Deutschlands zu Berlin. 8 weite Sigung, Montag, den 25. Dktober. Tagesordnung: Agitation und Organisation. V Timm Berlin erklärt, es sei Hauptsache, an diese Frag ohne jedes Vorurtheil heranzutreten; dabei fönne man die Ver Einen Mitleid erregenden Eindruck machte eine An hältnisse doch tritifiren. Vor einiger Zeit sei in Hamburg au eines Schankwirths in der Panoramastraße sich zu erhängen. Es geflagte, welche gestern vor der II. Straffammer des Land gesprochen worden, daß wir in Berlin zu wenig geleistet bätten wurde jedoch noch rechtzeitig entdeckt und später nach dem gerichts I stand. Es war die Frau Auguste A., welche des Ver- biefer Vorwurf sei zurückzuweisen. Das System der Vertrauen Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Vor dem Hause brechens der Doppele be beschuldigt war. Ibre Leidens männer wäre durch das Werhalten des Vorstandes des Deutiche Jortstr. 64 fiel zu derselben Zeit ein Arbeiter, anscheinend in geschichte enthielt bas Geständniß. Im Jabre 1881 hatte sie Schneider- und Schneiderinnen- Verbandes vollständig labm gel der Trunkenheit, von einem in der Fahrt befindlichen Bierwagen einen gewissen Gödsche geheirathet. Derselbe zeigte sich in und deshalb könne der Vertrauensmann nur in den Orten, w wurde ein Arbeiter in einer Bonbonfabrik Kastanien- Ace 34 er zehn Tagen ging er ohne Abschied auf und davon. Die An- ganz entschieden fordern, daß sich Jedermann den gefaßten In der Nacht zum 27. b. M. erschoß sich geklagte ernährte sich selbst durch ihrer Hände Arbeit; während schlüssen füge, und nicht von vornherein dieselben illusorisch hängt vorgefunden. ein Raufmann vor dem Hause Thurmstr. 1 in einer Drofchte eines Beitraumes von 10 Jahren hörte sie nichts von ihrem Ghemanne. macht würden, wie das vont jezigen Redakteur mittelst Revolvers. Am 26. d. M. fanden drei tleine Da lernte sie im vorigen Jahre den Maurer. fennen, der Fachzeitung" geschehen sei. Was Brände statt. fie zur Frau begehrte. Die Augeflagte verschwieg ihm, seitung" für die Konferenz Gerichts- Beitung. " denn die Fady baß fie bereits verheirathet und nicht geschieden sei, im Ge sei nun die Frage, wie wir die Konfektionsarbeiter organ geleistet? Absolut nich Geheimen erfundigte sie sich aber nach dem Verbleib ihres Ehe siren. Die Beiträge für den Verband seien für die Konfettion Gesuchte nicht zu ermitteln sei, hielt sie ihn für verschollen oder lehten Kongreß beschlossenen Streikkarten für dieselben maßgeben mannes bei der Polizei. Als sie den Bescheid erhielt, daß der arbeiter zu hoch und da wäre zu erwägen, ob nicht die auf dem gestorben. Sie ging mit 2. eine neue Ebe ein und gab sich auf sein könnten. Pflichtvernachlässigungen der gröbsten Art haben den bem Standesamt als ledig aus. Bald nach ihrer Berheirathung Remming Stettin Ilagt, daß in Stettin gerade die Ma früheren Amtsgerichtsrath, späteren Rechtsanwalt Friedrich Wil- tauchte ihr erster Ehemann wieder auf, er soll Berlin garnicht arbeiter der Bewegung sich nicht anschlössen. Auch er fft di It Le ei fit ein 3 fte E be ein ih ha Si A Be DO br ein eri Bel ber re Schuld gericht Swillige bei der Zonate Deutf willigt in gt wurde ten vor en außer Dresden tra 400 ca. 86 In feh ttler und aft von bezogen Bunglas Gehilfen geeinig mmlung t hätte antfurte e Lohn Donner en, wie Bezüglid Echo R bren die beitstag ehr um ie be ift der gar bas n diefer chrichten Forde Richter Geber muggell Eugen venn b Um bei un Töpfe Frage auch in bricht hig, fid ten ber Streits nehmen en Baus jebige Sefund Dafein haben baller eit, bas wurden wegung ter fid ebel mweife in ber Streit unter Tchaften Die in ober in letzteren Iten, wonad eifenbe Die be rt, dies t inne 13 fein its g he und te Rühling in ber ert in n auf geplant 9. 08 ber. Frage ie Ver g aus bätten rauen eutfchen geleg en, wo en Be Ich ge ber Fady mich organ ettion uf dem gebend eMa ift der Andere. Meinung, daß die Beiträge zu hoch sind; ein Fehler wäre ferner, und da wo Lichtarbeit durchaus nöthig, diefelbe nicht länger aus- Man betrachte Iegtere als Nullen. Die Buchdrucker daß ein wegen Reftirens der Beiträge ausgeschloffener Kollege zudehnen, als draußen das Tageslicht reicht. Ferner erklärt die hätten eine Vereinigung sämmtlicher im Buchgewerbe bebei der Wiederaufnahme in den Verband 13 Wochen nachzahlen Versammlung, es ist Pflicht eines jeden Kollegen, sich dem Ver- schäftigter Personen mit der Motivirung abgelehnt, die Kassen müsse. Darin liege eine Ungerechtigkeit. Redner tabelt dann die band der Maurer Deutschlands anzuschließen, um vermöge der der Buchbinder seien zu schwach, um mit ihnen jetzt( vor einigen Saltung der Fachzeitung" sehr scharf und führt einige drastische Organisation die bestehenden Mängel zu beseitigen. Beispiele für deren Parteilichkeit an. Wenn je etwas ungeMonaten) zusammenzugehen. Letzterer Grund und die derzeitige Nachdem noch beschlossen worden, in Anbetracht des theuren Lage der Verhältnisse zwinge die Buchbinder jetzt, von aktiver siemendes begangen worden, so sei es dies, daß die Hamburger Anschlagswesens die künftigen Versammlungen nur in den Betheiligung Abstand zu nehmen. Ein Antrag, dahingehend, die Konferenz als einen Proteft gegen sation betrachteten, während doch gegen die Organi- Arbeiterblättern bekannt zu machen, erfolgte der Schluß der stark die Buchdrucker materiell zu unterstützen, wurde abgelehnt; aber während doch die Konfektion über- besuchten Versammlung. haupt keine andere Form vertrage, als die zentrale. Redner ein solcher, die betheiligten Buchdruckerei- Hilfsarbeiter und -Arbeiterinnen nach Kräften mit Geld zu unterstüßen, einwünscht dann noch, daß die persönlichen Auseinandersetzungen Osten eine Versammlung ab. Von der Verhandlung über den Verbandsvorstandes im„ Vorwärts" zu veröffentlichen und in Der Fachverein der Tischler hielt am 20. b. M. im stimmig angenommen. Beschlossen wurde, die Instruktion des im Fachblatt unterbleiben möchten. Reißhaus weist den Vorwurf, er sei persönlich geworden, ersten und zweiten Punkt der Tagesordnung Vortrag und das Protokoll aufzunehmen, um Mißverständnissen vorzubeugen. zurück; er habe nur mit ein paar Worten die Anmaßung des Diskussion wurde wegen zu schwachen Besuches der Ver- Sie lautet: Kollegen Sabbath zurückgewiesen. Wenn die Hamburger sich die sammlung Abstand genommen. Es erfolgte dann die Wahl 1. Die Vereinsvorstände haben behufs Vermeidung Mühe genommen hätten, die Protokolle der Kongresse seit dem eines Bevollmächtigten für den Often, woraus Kollege Bogasch empfindlicher Nachtheile für den Verband bei der NeunGothaer zu lesen, so würden sie gefunden haben, daß er stets in hervorging. Hierauf besprach der Vorsitzende der Werkstatt stundenbewegung der Buchdrucker, den in Buchdruckereien und in dieser Frage auf demselben Standpunkt stand. Leider habe er Kontrollkommission die Uebelstände der Werkstatt von Götsch, Betrieben mit Buchdruckerei beschäftigten Verbandsangehörigen aber bei den Kollegen, außer den Berlinern, feine Unterstützung beren Kollegen eingeladen und auch erschienen waren. Er er zu empfehlen, wenn bei Stellung der Forderung seitens der gefunden. Es sei zwecklos, wenn man den Kollegen, welche noch suchte diefelben energisch gegen die Uebelstände Front zu machen; Buchdrucker ein Miteingreifen durch die in den jeweiligen Geso weit zurück sind, wie z. B. diejenigen in Worms und Speier, der Fachverein sei dazu da, solche zu beseitigen, nur müßten die schäften beschäftigten Buchbinder 2c. gewünscht wird, diesem zurufen wolle:" Ihr habt das Recht der Organisation". Falsch Kollegen sich einig sein und sich sofern dies noch nicht ge- Wunsche nur dann zu entsprechen, wenn auch die Möglichkeit ſei aber, wenn man für die in der Fachzeitung herrschenden schehen der Organisation anschließen. Tischlermeister Beege, einer eventuellen Unterstügung vorliegt, ohne daß die VerbandsMisstände lediglich den Redakteur Magnus verantwortlich mache. der als Gaft erschienen war, drückte seine Verwunderung darüber mittel in Angriff genommen werden. Die Ursache des Uebels liege vielmehr darin, daß man aus, daß, wie der Vorredner anführte, noch eine durchschnittliche 2. Anforderungen zur Unterstützung aus der Verbandskasse auf dem Bernburger Kongreß den Wünschen des Berlegers zu Arbeitszeit von 10%/ 2-11 Stunden in Berlin stattfindet. Er seitens solcher Mitglieder, die mit den Buchdruckern in Ausstand fehr Rechnung getrage habe. Wenn von verschiedenen Rednern habe geglaubt, die 9½stündige Arbeitszeit sei schon überall treten, sind zurückzuweisen. über die hohen Beiträge geklagt werde, so müsse er erklären, daß rikte durchgeführt; wo das noch nicht der Fall, wären die Geer für Herabsetzung der Beiträge nicht eintreten könne, denn die sellen selbst daran schuld, denn wenn sie einig wären, fönnten sie Leistungen des Verbandes herabzusetzen gehe nicht an, und bei die geregelte Arbeitszeit sehr gut einführen. Bei Verschiedenem 10 Bf. Beitrag habe man 6000 m. Schulden gemacht. wurde noch ein Schriftführer ernannt, weil der bisherige seine Thätigkeit aufgab; die Wahl traf dem Kollegen Klant. AM Rogge fritifirt des Weiteren das Verhalten der Fachzeitung", bringt verschiedene Mängel zur Sprache, welche in der Organisation beständen und meint, es müßten alle Mittel und Wege benutzt werden, um die Konfektionsarbeiter zu gewinnen. Lamprecht Danzig plädirt für eine kräftigere Agitation in Ost- und Westpreußen, legt aber zugleich die Schwierigkeiten dar, welche einer solchen im Wege stehen. Besonders sei in der ganzen Gegend fein Saal zu Versammlungen zu erhalten. Rulid hält die Fachzeitung" zur Agitation unter den Indifferenten nicht für geeignet und bezieht sich hierbei auf die traurigen Verhältniffe Stuttgarts, welcher Ort ihm das Mandat gab. H 3. Den einzelnen Vereinen bleibt es unbenommen, ihren jeweiligen Mitgliedern in Buchdruckereien und Betrieben mit Buchdruckerei das Recht des direkten Miteingreifens in die Forderung der Buchdrucker zu ertheilen, wenn etwa benöthigte Unterstützungen vom Verein oder am Ort selbst aufgebracht werden können. Der Fachverein der Marmor- und Granitarbeiter hielt 4. Sollte der Fall eintreten, daß infolge eines Ausstandes am 18. Oftober eine gutbesuchte Mitgliederversammlung ab, in der Buchdrucker Verbandsangehörige ohne ihr Zuthun arbeitslos welcher Genoffe Regerau unter großem Beifall über Menschen werden, so haben die Vereinsvorstände dem Verbandsvorstande und Thierreich" sprach. Eine Diskussion fand nicht statt. Hierauf ungefäumt Mittheilung zu machen und wenn der oder die verlas der Kassirer die Vierteljahres- Abrechnung vom 3. Quartal. arbeitslos Gewordenen der Unterstützung bedürfen, auch UnterDie Einnahme betrug 63 M., die Ausgaben 33,85 M., bleibt ein stügungsantrag zu stellen. Bestand von 35,15 M. Die Revisoren erklärten die Abrechnung für richtig, darauf wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. Unter Verschiedenem wurde einstimmig Kollege Tiemann als Hilfskassirer gewählt. Ferner wurde noch ein Antrag: Die Kollegen Fannig und Mezing mittelst eingeschriebenen Briefes aufzufordern, daß sie ihrer Pflicht nachkommen sollen" einstimmig angenommen. Bewilligt wurden noch 10 M., welche die Generalfommission in Samburg erhalten soll. Bum Schluß machte der Vorsitzende noch bekannt, daß die nächste Versammlung am 22. November statt Timm verbreitet sich des Näheren über die Beschaffung der Agitationsmittel in der Proving. Gewohn Breslau verlangt, daß die Agitation in Breslau mehr als bisher unterſtützt werde. Die dortige Agitation sei sehr mangelhaft. Redner ist gleichfalls der Meinung, daß die Nach zahlungspflicht beim Wiedereintritt in Verband demselben schäd- findet. lich ist. 5. Bei außerordentlichen Vorkommnissen, die durch die Buchdrucker Bewegung hervorgerufen werden und ein Eingreifen des Verbandes als nothwendig erscheinen laffen können, ist, weil nicht im Voraus zu erwägen, nach§ 34 des Statuts zu handeln. Der Verbands- Vorstand." Unter Berschiedenem" wurde beschlossen: 1. die Versamm fungen des Vereins wieder wöchentlich stattfinden zu lassen; 2. den außerdeutschen Kollegen eine Reise- Unterstützung 16 Wochen lang zu gewähren; 3. den streikenden Weißgerbern eine weitere Unterstützung von 30 M. zu übermitteln, und 4. dem Verein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiterinnen den Arbeitsnachweis zu denselben Bedingungen wie dem Verein der in der Papierbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen zur Verfügung zu stellen. Achtung, Eisen- und Metalldreher Berlins und Umgegend. Der Straße 20c. Hierauf wurden folgende zwei Resolutionen angenommen; Die Freie Vereinigung der Graveure und Ziseleure 1. Als maßgebende Organisationsform ist die Zentralisation hielt am 19. d. M. ihre Versammlung ab. Der Vorsitzende zu betrachten und werden alle Kollegen und Kolleginnen verpflichtet, machte zunächst auf die Ausstellung von Schülerarbeiten der berfelben zahlreich beizutreten. Da aber die Beiträge im Deutschen Kunstschule und des Kunstgewerbe- Museums in letzterer Anstalt auf Schneider- und Schneiderinnen- Verband für die Konfektions- merksam. Kollege wirg berichtete dann über den Arbeitsarbeiter und namentlich der Arbeiterinnen infolge des schlechten nachiveis, es hatten sich gemeldet 19 Gehilfen 2 Meister. Hierauf Geschäfts durchaus drückend sind, so ist es Pflicht derselben, sich wird vom Kollegen Uhrbach die Brochüre: Knebelung der Wahr zunächst mittelst Streitkarte an dem deutschen Schneider- und beit von Peus zur Verlesung gebracht und mit Beifall entgegen Schneiderinnen- Fonds zu betheiligen, um die öffentliche Agitation genommen. In Sachen der Differenz zwischen Gehilfen und den unterstüßen zu können und die Anbahnung der Organisation zu Rollege an, daß ein Gehilfe 6 Minuten zu spät gekommen und Chefs der Firma Atlas u. Zentert führt ein dort beschäftigter ermöglichen. Aufgabe der Fachzeitung ist es, durch gemein- fofort entlassen worden sei, wohlgemerkt herrschte dort keine verständliche Artikel die Organisation der Konfettionsarbeiter anbahnen zu helfen, und namentlich die Agitation unter den Bummelei; im Gegentheil, der Gehilfe mußte öfter Abends Stempel Arbeiterinnen zu unterstützen." fertig machen, wofür keine Vergütigung gezahlt worden ist. Weiter beabsichtigte die Firma eine Verlängerung der Arbeitszeit 2." In Anbetracht der über die Organisation der Konfektions- von pro Tag 1/2 Stunde und Sonnabends 1 Stunde eintreten zu arbeiter angenommene Resolution verpflichten sich alle Orte, einen Bertrauensmann zu ernennen, welcher mit dem Vertrauensmann lassen; nunmehr wurde von sämmtlichen Gehilfen gekündigt. des jeweiligen Bezirks fich in Verbindung zu sehen hat, um die Der Verein macht diese Angelegenheit zu der seinigen, wählte die Um die weitere Agitation zu fördern, fönnen von Zeit zu Zeit Kollegen Blühmke und Wind als Delegirte, welche den Prinzipalen Bezirkskonferenzen stattfinden, und bleibt die Ginberufung der unsere Meinung zu hinterbringen haben; sollten die Verhandfelben dem jeweiligen Vertrauensmann des Bezirks überlassen, fungen refultatios verlaufen, so ist der Vorstand verpflichtet, eine nachdem die Zustimmung des geschäftsführenden Ausschusses ein öffentliche Versammlung einzuberufen; die Kollegen find den Begeholt worden ist." stimmungen der Unterstützungstasse nicht unterworfen. Es ist Aussicht vorhanden, da in betreffender Branche augenblicklich Mangel an guten Kräften ist, die Verlängerung der Arbeitszeit abzuweisen. 19 Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Der Streik der Bergleute von Ashton( Lancashire England) an dem sich gegen 1000 Arbeiter betheiligten, weil sie nicht mit Nicht unionisten zusammen arbeiten wollten, ist nach Dauer einiger Tage beendet. Beide Theile haben sich einem Schiedsgerichte unterworfen. öffentlichen Bolts- Bersammlung wegen findet die auf den Laufzetteln zu Donnerstag angezeigte Bersammlung der Gifen- und Metalldreher erst am Freitag, den 30. Ottober, in den Arminhallen statt. Die Kollegen werden erfucht, recht zahlreich zu erscheinen. F. A.: S. Wegner, ReinickendorferBarton- und Lederarbeiter und Arbeiterinnen etc. Donnerfing, ben liche Bersammlung. Tagesordnung: 1. Die induftrielle Entwickelung und die Arbeiterbewegung. 2. Bericht der Agitationstommmission und Ersaswahl zu derselben. Achtung, Moabit. Da die zu Sonntag, den 25. Oftober, angesagte Berfammlung für Männer und Frauen Umstände halber nicht stattfinden fonnte, fo findet biefelbe bestimmt Sonntag, den 1. November, statt. Dr. Sütgenau hat das Referat übernommen. Weiteres Freitag und Sonntag durch Annonce. afino, Solzmartstr. 72. Bortrag des Herrn Birettor Cantz. tung witwoch, ben 28. Ottober, Abends 9 Uhr. Vortrag des Herrn Paut Achtung, Buchbinder, Album-, Barton-, Galanterie-, Glaceepapier29. Ottober, Abends 8% Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Große öffentFrau Fahrenwald, Schönleinstr. 24. Naturheilverein Bukunft", Abends 8% Uhr, im Königstädtischen Verein der Auvbeintepperinnen, Stepper etc. Witglieder- Versamme Bitfin über Florian Geier. Lese- und Diskutirklub Sid- on". Donnerstag, den 29. Oftober, Bellamy. bei Tellsdorf, Görligerstraße 68: Bortrag des Herrn Sparfeld über Theaterverein effing". Mittwoch 9 Uhr bei Kaproletis, Gr. Frankfurterstraße 18. Nachdem Gesellschaftsstunde( Tanz und Vorträge). und ereinte straft, Schönleinstraße 6. Abends Uhr Gigung bei stein, Charlottenburg. Der hiesige Gewerkverein der Borzellanarbeiter hat in seiner legten Bersammlung mit Gäste, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt.- Lese- und Diskutirklub gegen 1 Stimme den Austritt aus dem Zentralverbande manzipation", Abends 8% Uhr bei Wagner, Neue Königstr. 89. der Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine beschlossen. Der Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und Gäste willkommen. Charlottenburg. Lese- und Diskutirklub Mehr auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter Deutschlands( Filiale ich, abends 8 Uhr, im 2otale Spreestr. 3b. Männer und" Frauen, d. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch. UebungsBekanntmachung. Im Namen des Verbandsausschusses Berlin 1) hielt am 19. b. M. feine Mitgliederversammlung ab. burch witglieder eingeführt, find fiets willkommen. der Handschuhmacher Deutschland 3 wird hiermit er- Bunächst verlas der Kassirer Kollege Schadow den Kassenbericht ſtunde Abends& Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Gefangverein„& te bes Gefangverein Freya", tlärt, daß die für die streifenden Handschuhmacher gesammelten vom zweiten Quartal 1891/92, welcher von den Revisorert für( Gem. Gyor), Alle Schönhauserstraße, Royow's Braueret. Gesangverein Gelder nur an die Adresse des Verbandsvorstandes Ernst richtig befunden wurde. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Silaritas", Sochiraße 32 a, bet Wille. Gefangverein Deutsche Knösel in Arnstadt i./Tb. zu senden sind. Die Genossen Sodann verlas der Schriftführer den Jahresbericht über die ich e", Blumenstraße 46, bei Bent. Borwärts" 2, Schönhauser werden gebeten, dies zu beachten. Es sind über 500 Handschuh- Thätigkeit der Verwaltung, sowie die Berichte der Arbeitsnachweis- allee 28, bei Stuhlmey. Gesangverein" erche", Pappel- Allee Nr. 3 und 4, bei Kruse macher im Ausstand und jeder Geber wird wünschen, daß das Kommission und der Rechtschutz- Kommission. In die örtliche jeben Mittwoch 9 Uhr. gesammelte Geld allen Streifenden zu gute kommit. Verwaltung wurde Kollege Koboldt als erster Vorsitzender, Johannisstraße Georg Schneider, Brandenburg. Rollege Rurotowsky als zweiter Borsigender gewählt, als erster Bülowjiraße 59, Neue Friedrichstraße 44, bei Röllig. Kassirer Kollege Boruth, als zweiter Kassirer Kollege Steinborn, Cuvryftraße 16, bet Ziemer. als erster Schriftführer Kollege Zimpel, als zweiter Schriftführer Chor), Jüdenstr. 65, bet Trischmann. Gesangverein Crescendo" Kollege Kurz, als Revisoren die Kollegen Mühle, Teller und Wrangelstraße 141 bet Schmidt. Offenbacher Sängertrang", Adam; für die Arbeitsnachweis- Kommission die Kollegen Maaß, furterſtr. 81, bet Weis. Adam,' Engler, Kögel, Brose, Liersch und Ruck; für die Rechtsschuh- Kommission die Kollegen Rühl, Ott, Schadow, Kögel, Teller; als Bibliothekar Kollege Schmidt. Der Antrag, am ersten Weihnachts Feiertag in Säger's Lokal ein Vergnügen abzuhalten, Kapitalistenrache. Von den Theilnehmern des vor- wurde von der Versammlung angenommen. Weiter wurde die jährigen Bergarbeiter- Rongreffes Desterreichs Frage, ob die Utensilien vom Arbeitsnachweis der neu gegrünfind bereits 14 gemaßregelt worden. Darunter befinden beten Filiale Nord überlassen bleiben sollen, mit Ja beantwortet. fich zwei Delegirte, welche Ende Juni beim Ackerbau- Minister Nächste Versammlung am 16. November. wegen der herrschenden Mißstände vorstellig wurden und eine Untersuchung derselben herbeiführten. Diese Untersuchung hat zwar alle Beschwerden der Bergarbeiter als begründet dargethan, aber bisher denselben nichts anderes gebracht, als neue Maß regelungen der Bertrauensmänner. Versammlungen. Der Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter hielt am 26. Oktober feine Generalversammlung ab. Nachdem Kollege Wibker den Be schäftsbericht des Vorstandes gegeben, erstattete der Kassirer, Herr Krüger, den Kassenbericht für das dritte Quartal. Eingenommen wurden inkl. eines Bestandes vom 2. Quartal von 537,53 m. insgesammt 1260,98 M. Dem steht eine Ausgabe von 765,16 M. gegenüber; so daß zu Anfang des 4. Quartals ein Bestand von 495,82 M. vorhanden war. Dem Kassirer wurde Decharge erNach des dem Bericht Bibliothekars betrug die Bibliothekstasse theilt. und = 20, bet Müller. Gefangverein Gch o" 1, Bantom, Schulzefir. 28° Gefangverein der ,, Steinmegen"; Gefangverein Freiheit", bei Hämmerle. Gesangverein der Sürschner, Gefangverein Südost" 2, Gesangverein Alpenrose( Gem, Oranienfir. 153, bei Göte. Gründer. " " Gefangverein Freies Lieb" 1, Frant Gefangverein Gleichhett", Bernauerfraße 72, bet Casper.- Gefangverein angestuft", Bülowſtr. 69, bet burg debet Wengert, Brandenburger Männergefangverein", Branden Gefangverein Bufriedenheit", Noftizftr. 29 bei Sahn. Gefangverein Morgenroth" 8, Admiralstraße 38, bet ello. Gefangverein Steinnelfe", Gerichtstr. 10, im Restaurant. Steinfeger Sänger chor", Schwebterstr. 17, bei Wolter. Gesang verein, yra" 1, Maupachstr. 6, im teftaurant. Berein ,, Euphonia Abends 0-11 Uhr, Rehner, Steßner, Annenstraße Nr. 16. Gesangverein and in hand 1", Mariannenftr. 81 und 62, Industriehaus. Gesang17 perein, Schneeglöcf chen 1," Kottbuser Damm 40 bet Jacob, Gesangverein Schneeglöckchen 2," Potsdam, Brandenburger Stommunfation 16 bei Glafer. Arbeiter Gesangverein Worgenroth 4," Köpenick, nebung in Ablerhof bei Wiedemann" u. Wanowski. Gesangverein ber upferschmiede, Weinstraße 11 bei Feind. Gefangverein ,, un= perbroffen", Fennſtr. 6, bet ftrüger. Flöter'scher Gesangverein, Landsbergerstr. 81, bet Musehold. Gefangverein Rütli", Friedenau. im Kurhans. Gefangverein ,, Borwärts 5, Friedrichshagen, Rundtheil, bet Lerche. Gefangverein ,, Freundestreue". Gemischter Chor, Judenfte, 55 bet Ertetschmann. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend: Mittwody: Bergnügungsverein Proletariat", bet Stehmann, Melchior raße 15. Verein Fridolin", 9% Uhr, bei Wolff, Brunnenstr. 35a. Theaterverein, Blumenlese", bei Förtsch, Stallschreiberstr. 60.und Bergnügungsverein„ Bulfánia", uhr, bei Meißner, Gartenftr. 162. Damen und Herren als Gäste willkommen. Geselliger Bergnügungsverein Abends 9 Uhr Sigung, bet Schipke, Schul- und Reinickendorfernord". 26. millkommen. " Gesangverein Theater Männer Gefangverein Alpenglühen", Eine öffentliche Versammlung der Puger Berlins und der Bücherbestand 101 Bände Umgegend tagte am 19. d. M. in Rennefahrt's Salon unter hatte einen Bestand von 7,95 M. Nach dem Bericht traßen- Ecke. Leitung des Kollegen A. Dähne. über die Thätigkeit der Arbeitsnachweis Kommission ließen beutel", Abends 9 Uhr bet Boppe, Sindenstraße 106. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gefangverein" PauseBum ersten Punkt der Tagesordnung hielt Herr Lehrer Fiebig sich im 3. Vierteljahr einzeichnen 857 Kollegen als arbeitslos, gefangverein" Sangestreue", Abends 9-11 Uhr bet Luther, Brüdereinen Vortrag über die Physiognomie des Menschen. Eine Dis von denen 83 durch den Nachweis in Stellung gebracht wurden. Aleranberfir. 87, Gate Staffetftr., 1 St. Alpenrose",( Gem. Chor) 8-10 Uhr, fussion fand nicht statt. An Reiseunterstüßungen wurden 123,10 m. und an Biergeld sy ühr, bei Schröder, Reichenbergerftr. 24. Säfte, durch Mitglieder eingeführt Die Debatte über den zweiten Punkt der Tagesordnung für Arbeitslose 14,70 m. gezahlt. Auch dem Bibliothekar und willkommen. Bitherklub Alpenveilchen", Abends 8% Uhr, Uebungs Unsere Arbeitsverhältnisse früher und jetzt wurde vom Vorsitzenden der Nachweiskommission wird Entlastung ertheilt. Aus einer funde Alexanderstraße 30. eingeleitet. Redner erinnert die Versammelten an die traurigen Erfazwahl zum Vorstande ging der Kollege Thomas( Beisiger) Tambourverein" Borwärts", uebungsstunde 9 Uhr Langeſtr. 65. Gäſte Bustände der letzten 70er und ersten 80er Jahre, an das Gnt- hervor. ftehen und Wirken des Fachvereins, als dessen größte Nun erhielt Rollege Wibfer das Wort, um die Errungenschaft die beitszeit gelten müsse. Durchführung der neunstündigen Ar Diskussion zum 4. Punkt der Tagesordnung: Buchdruckerbewegung" Redner rügt die augenblicklich nahme zur eingerissene Lauheit und Gleichgiltigkeit der Kollegen, und legt Gr verlas eine diesbezügliche Instruktion ihnen warm ans Herz, daß nur durch eine starke, zielbewußte Vorstandes und gab feiner Meinung bahin Organisation die Möglichkeit gegeben sei, das Errungene festzu- daß es unmöglich für die Buchbinder, soweit fie in 11 Uhr. Turnietal: Mühlenstr. 49-50.- Turnvereinsten", Männerhalten und eine weitere Besserung herbeizuführen. Im gleichen Buchdruckereien thätig sind, sei, attiv mit in Sinne sprachen noch Buchholz, Gräschte, Dietrich, Neumann und einzutreten. Die Staffenverhältnisse machten es unmöglich. Im Alsdann fand folgende Resolution einstimmige An- Uebrigen werde man, da die Kollegen doch vielfach arbeitslos " Die heutige öffentliche Bersammlung der Buzer werden würden, wenn die Buchdrucker nicht arbeiten, fo mte fo in Weißners Reſtaurant, Gartenstraße 162, zamen und perren, welche geBerlins und Umgegend ertlärt, in Anbetracht der schlechten genügend zu unterstützen haben, An der weiteren Diskussion be- neigt find, Dem Verein beizutreten, können sich bafelbft melden wirthschaftlichen Verhältnisse im die Kollegen Mohrbach, Wittrisch, oder Baufach, wo Privattheater- Verein es Jost, Alf. Schneider, Tilgner, Marwig und Abends sihr bei Bubei, Naunynitr. 84, Sigung mit Damen. Gäfte haben unseren Kollegen auf der Straße liegen, bringend nothwendig, daß die von den Puzern Berlins P. Schneider. Es herrschte eine ziemliche Einmüthigkeit Zutritt. Serren und Damen, welcher sich der Bühne widmen wollen, findet befte Gelegenheit. Anmeldungen und eingeführte neunstündige Arbeitszeit eingehalten wird. Ferner darüber, daß an eine aftive Betheiligung nicht zu denken fei. bort die bete Auskunft wurde über das erklärt die heutige Versammlung, es ist pflicht eines jeden ein- Bon ber Borsigende Otto Giefer, Uhrmacher, Naunynstraße Nr. 15. Verhalten Klub u stige Brüder", Abends 8%-10% Uhr im Nestaurant zelnen Kollegen, auch jetzt im Winter strenge daran festzuhalten, der geflagt. etcwald, Dresdenerftr. 38. gegenüber Berein Fidele Brüder", Schönleinstr. nahme: von Hunderte theiligten ist fich fast allen Rednern Buchdrucker den Buchbindern Gäste willkommen. Tambourverein, cho" ( Bergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bei Süttrich, Gollnowstr. 9. Tambourverein, Ginigtett", Mitterftr. 21. bei Juhdisch, MännergesangStellung Mitglieder werden aufgenommen. Edelweiß", Abends 8k ühr, bei Schneider, Belforterstr. 15, Neue einzuleiten. Lübeck'scher Turnverein: I. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis des Verbands 10 Uhr im Turnfaale des Königstädt. Gymnaf.", Glisabethstr. 57-58. Berliner Turngenossenschaft, 5, Männerabth, bds. von 8-10 Uhr; Ausdruck, Turntotal Mariannen- Ufer 10. 8. Männer Abth., Abends von 9 bis Mitwoch und Sonnabend, Abends's Uhr, Uebungsftunde. verein Kraft- Turn- Berein den Kampfbtheilung, von 8-10 1hr Abends, Blumenftr. 63a. Berolina" Mittwoch Abends 8 Uhr Meichenbergerftr. 78a bet Faustmann, Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitalieber. Theaterverein Blumentefe" Sigung a 1hr Abends mit Damen, Stallu. beim Vorsitzenden M. Lieste, Ackerstraße 13, of 1 Treppe. Durch Nacht zum Licht." Jeben mittwoch -ertheils Pollack: " Abends von 9-11 Uhr, Pofenerstr. 5 bei Rockendorf. Rauchtlub, Dhn e Bwang", Abends 8% Uhr, bei Spät, Weinstr. 28. Rauchklub, Grüne Dua ste", Abends 9 Uhr, bei Schlüter, Kleine Markusstraße 10. Säfte will tommen. Rauchflub Bruderbund". Borstzender: H. Pfuhl. Sigung Aufnahme neuer Mitglieder. Rauchklub, Sumatra", Südost, ReichenAufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Rauchklub Victoria," # bet G. Rien. Gäste willlommen. Bergnügungs- Berein Broletariat, Köln, 27. Ditober. Das Dort Scalamitot bei| Die Rettungsarbeiten wurden während der Nacht fortgesett Sigung Abends 9 Uhr, bei Steemann, Melchiorftr. 15, Sof part. Gäste mi Martinsbrud( Graubünden) ist total abgebrannt. Etwa 50 Reisende, die wunderbarer Weise unverlegt waren, Tommen. Geselliger Klub Broletartat" bet Lorenz, Koppenstr. 40 e. Bergnügungsverein Bonum", Abends 8 Uhr bet Schröder, StegligerBorna. Zur Verstaatlichung der Apotheken. wurden unter den Trümmern hervorgezogen. ftraße 18. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Berein Die hiesige Löwen Apotheke tostete im Jahre 1887 London, 27. Oktober. Der 2ondoner Dampfer Bofton", Kreuzfidel", Sigung mit Damen bet Doberstein, Mariannenftraße 31. Berein ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule", 120 000 M. Der neue Befizer zahlte 240 000 m. welcher auf der Fahrt von Kardiff nach London in Falmouth Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmstr. 105. Rauchflub Nord: Stern" in Friedrichsberg.- Rauchklub Bultan", Abends 9 Uhr bei Ahmer, Würzburg. Das Militärgericht verurtheilte den eingetroffen ist, berichtet, daß er um 5 Uhr Morgens, ungefähr Gräfestr. 82. Orientalischer Rauchflub, Abends 9 Uhr, bei Sart- Sergeanten Gutgesell vom 1. Cheveaurlegers- Regiment, drei Meilen von Eddystone entfernt, mit der Barte Charlwood" mann, Manteuffelstr. 71. Gäste willkommen. Rauchklub" Frisch gewagt", welcher den Gemeinen Helbig derat mit kaltem Wasser waschen und zusammengestoßen sei, welche von Antwerpen nach Balparaiso Die„ Charlwood" sei gesunken. Der Kapitän, übergießen ließ, daß Helbig stumm wurde, zu sechs Monaten bestimmt war. dessen Frau, eine Erzieherin, eine Aufwärterin, sämmtliche Gefängniß und Degradation. jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Köpnickerstr. 127a bei Küster. Gäste willkommen, einer fränkischen Garnison einem Soldaten mit der Nur die Tochter des Kapitans, 2 Schiffsjungen und 4 Matrosen München. Der Unteroffizier Rißtalt hatte in Offiziere, zwei Schiffsjungen und vier Matrosen seien ertrunken. seien gerettet und vom Dampfer" Boston" nach Falmouth ge bergerstr. 83, Restaurant Eruds. Jeden Mittwoch von 8 Uhr ab Wurzelbürste die Ohren reinigen lassen wollen, bracht worden. An Bord des Letteren seien keine Verluste an feden Mittwoch, Abends 9 ühr, Schüßenftraße 40-41, bet Stallbaum( Restaur.) und da der Soldat fich dagegen fträubte, wurde er wegen Menschenleben zu beklagen. Rauchtlub Gutge: Widerseglichkeit in Untersuchung gezogen und vom finnte Freunde." Jeden Mittwoch Höchstestraße 28 bet Neumann. Säfte Militär- Untergericht wegen Achtungsverlegung zu 21 Tagen willkommen. Mitglieder werden aufgenommen. Rauchtlub ,,& assalle". Jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Friedrichsbergerstr. 11 bei M. 2od. Gäfte, Arreft verurtheilt. Das Generalauditoriat hob jedoch dieses durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Sumoristischer Rauch: Urtheil auf, da der Soldat die Absicht einer Achtungsverlegung Briefkaffen der Redaktion. flub. Jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Sigung bei Niemann, Görliger nicht gehabt habe. Seine 21 Tage aber hat er abgesessen. Die Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung betzufügen. Brieft ftraße 42. Gäfte durch Mitglieder eingeführt willtommen.- Stattlub ,, reff", Abends 8% Uhr, Frantfurter Allee Nr. 90 bet Otto Babel. Gäfte wiütommen. Verhandlung vor dem Generalauditoriat erfolgte auf Verans Pfeifentlub, a ft anta". Zagt jest jeden Mittwoch von 9 Uhr ab Briger- laffung des Kriegsministers. Für die Arbeiter- Bildungsschule erhalten: Bon Durow ftraße 22. Gäste willkommen. Regelflub Vorwärts". Jeden Mittwoch Beughofftraße 8, Restaurant Biefter." Stattlub ,, Revolution". Jeden Bern, 26. Oftober. Nach hier eingegangenen Meldungen 3,25 M. R. S., Mittenwalderstraße, 5,-. Ungenannt 1,-. Mittwoch und Sonnabend bet Infinger, Krautstr. 48, aus Meiringen sind 120 Firsten abgebrannt und dadurch H. Gumpel, Barnimftr. 42. 165 Familien mit zusammen 784 Personen obdachlos geworden. Einzufügen ist in der gestrigen ersten Notiz unter des Dublin, 27. Oktober. Gestern Abend wurde eine Bombe Nubrit Buchdruckerbewegung" Beile 1 vor dem Wort„ Umfang" in das Erdgeschoß der Offizin der National Pres" in das Wort„ großartigen. Abbeystreet geworfen. Die dadurch verursachte Explosion wurde A. G. Die Adresse Hamburger Tabat- Genossenschaft" in der ganzen Stadt vernommen. Der untere Theil des Gebäudes ist vollständig zerstört. Alle Fenster in den umliegenden Gebäuden sind zertrümmert. Personen wurden nicht verwundet. Vermischtes. Grottfan, 26. Oftober. Ein Arbeiteraug entgleifte und zerstörte den Prellbock. Der Zugführer ist schwer verwundet, der Materialschaden bedeutend. " Stiel, 27. Oktober. Die deutsche Ruff Anna Margarethe" ist in der letzten Nacht vor der Außenföhrde gesunken. Der Kapitän und der Steuermann find ertrunken. Der Schiffsjunge, der den Mast erklommen hatte, wurde gerettet. Posen, 27. Oftober. Eine große Feuersbrun ft äscherte in Breschine bei Jutroschin über 20 Gebäude ein, darunter mehrere Scheunen mit sämmtlichen Erntevorräthen. " Grenoble, 27. Oftober. Gestern Abend entgleifte in der Nähe des Kirchhofes von Moirans ein Personenzug. Acht Wagen wurden zerstört, man zählte 15 Todte und 40 Verwundete; verschiedene der letzteren sind in der Nacht im Hospital zu Moirans geftorben. Der Zug wurde von 2 Lokomotiven gezogen und lief, wie die Passagiere erzählten, mit erschreckender Schnelligkeit, weil er Verzögerung hatte. An einer neuen Weiche entgleifte die zweite Lokomotive und stellte sich quer über die Schienen, während die vordere Lokomotive ihren Lauf fortsette. Damen- Mäntel und-Jaquets zu nachfolgenden unvergleichlich billigen Preisen: Jaquets in neuesten Façons, aus Cheviot und Eskimo. 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