Nr. 292. Abonnements Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Soloneis zetle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Bfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Amit I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Mittwoch, den 14. Dezember 1898. Wieder ein Zuchthäusler! Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Schramme Der Die Leumunds zeugen des Angeklagten, der Proturist der Firma, bei der Schrammie feit ca. 20 Jahren in Arbeit steht, sowie der Werkführer, bekunden, daß Schramme's Führung eine sehr gute sei, daß derselbe zu Vertrauensposten herangezogen würde und daß ihm keiner einen Meineid zutraue. Der Budgetdebatte zweiter Tag. zu den ruhigen Rednern, und so wirksam er auch aus dem Armenhause höher als Dich." Dies war die Beamten sprach, das in diesem schlaffen Reichstag schlummernde Feuer beleidigung, die Wefiel fünf Wochen einbrachte. Zu Beginn der Sitzung war anscheinend noch weniger der Parteileidenschaften konnte er nicht wecken, nicht eine batte also alles andere gethan, nur Wessel nicht Elektrizität im Hause, als am Tage vorher. Die Zahl der An- Explosion herbeiführen. Aber wuchtige Hiebe theilte er aus, " herausgerissen". wesenden geringer, und die Stimmung im allgemeinen noch und der Herr Präsident hätte nicht nöthig gehabt, die verschließlich darüber verhandelt, ob Weffel vom Hofe gelaufen In der jetzigen Schwurgerichtsverhandlung wurde fast aus weniger tampfluftig. Die Luft war noch getränkt von den diente Brandmarkung der Ausweisungs- Aera noch durch sei und Seegers bezw. Helmdach hinter ihm her, oder Opiumdünsten, die sich Tags zuvor von der Rednerbühne und einen Ordnungsruf zu verstärken. Was Vollmar über das ob Wessel widerstrebend rückwärts vom Hofe gedrängt" von den Ministerplägen aus in das Haus ergossen hatten. Wirrsal im Innern, über die Hilf- und Rathlosigkeit sei und hierbei seinen Stock drohend zur Abwehr erhoben habe. In solch' opiumgeschwängerter, nervenberuhigender Atmosphäre der Regierung, über die merkwürdige Rolle, welche die Die Hauptzengen, Vorsteher Helmbach, Vollmeier Seegers, kann es unmöglich zu so aufgeregten Szenen kommen, etwa Regierung gegenüber dem Monarchen spielt, und über Ehefrau Seegers. Dienstmagd Meyer( jezige Frau Schweinewie in Frankreich oder Desterreich. Wir sind doch bessere, ge- andere parties honteuses der deutschen Reichspolitik barth) bleiben bei ihrer Aussage, die sie vor dem Schöffengericht sittetere Menschen im neuen Deutschen Reichhübsch lamm sagte, war ebenso treffend, wie seine, den ablehnenden Stand- Wessel sei mit schlaufen Schritten rüdwärts gegangen. Auch der gemacht haben. Auf Befragen erklärt He Im da ch allerdings: und militärfromm, jeder Erhizung abhold. punkt unserer Partei flar präzisirende Be- und Verurtheilung Beuge Echlächter öbbede erklärt, Wessel jei schnell rückwärts Ein Franzose, welcher der Sigung des Tages zuvor der Kolonialpolitik und des Militarismus, sowie feine Be- gegangen. Im übrigen aber stellen auch Wöbbecke und dessen Ehebeigewohnt hätte, würde feinen Augen und Ohren merkungen über die eingefrorene Sozialreform, das Zuchthausfrau die Sache so dar, wie Seegers und der Vorsteher. nicht getraut, würde nicht geglaubt haben, daß er Gesetz und die Anarchisten- Konferenz und Anarchisten- Züchterei! Auffallend ist, daß die Tiensimagd Meyer im Privatgespräch den Verhandlungen eines eines Parlamentes beiwohne. Gar schwächlich und blutlos, wenn auch nicht ohne Gift, zu einigen Zeugen gesagt haben soll: sie wolle ihr Gewissen rein Daß nach einem so heißen Wahlkampf die Abgeordneten sich war, was Graf Limburg- Stirum, der semitische Halb- halten und werde sagen, daß Seegers den Wessel an ſo vollständig abgekühlt haben das ist dem Franzosen un blut- Junker, dem sozialistischen Redner zu entgegnen versuchte. en Misthaufen gestoßen habe, während sie selbst befaßbar. Und nicht blos dem hißigen Franzosen sondern auch Eine Nummer von hoher Stomik bildete der politische mbet, sie habe wohl etwas über die Sache gesagt, aber das nicht. dem kühlen Engländer ist es unfaßbar, wie die scharfen und Stammbaum, den der fistelſtimmige Graf entivarf: Die 38 der 15 jährigen Dienstmagd Lohmeyer, die einen durchaus glaub zum theil wuchtigen Angriffe Richter's von seiten der Anarchisten sind zwar keine Sozialisten, aber sie stammen nicht, ob Wefsel von Seegers hingeworfen oder ob er gefallen sei. würdigen Eindruck macht, soll die Meyer gesagt haben, sie wisse Minister thatsächlich unerwidert bleiben konnten. Denn Scherze von den Sozialisten; die Sozialisten ihrerseits stammen Die Meyer bestritt mit lächelnder Miene alle diefe Angaben. Auf wie der des Herrn v. Posadowsky, daß die allgemeine Un von den Fortschrittlern. Und von wem stammen die Fort- fällig erscheint ferner die Aussage der Ehefrau Seegers, die auf zufriedenheit eigentlich ein Zeichen großen Glücks sei, weil schrittler?" rief ihm einer zu. Der Graf lächelte verlegen Befragen wiederholt versichert, ihr Mann und der Vorsteher Helmdach objektiv glückliche Menschen subjektiv meist unglücklich und blieb die Antwort schuldig, denn schließlich hätte er zu hätten auf die Schimpfereien Weffel's gar nichts geantwortet find kann man beim besten Willen nicht als Antworten den Junkergeschlechtern und zuletzt sogar zu den und seien beschämt zurückgegangen, während die Eheleute Wöbbecke und Argumente betrachten. Und eine Tischrede wie die Erzbätern gelangen müssen. die Entgegnungen Helmbach's und Seegers' gehört aber nicht Bülow's hätte wohl in einer angeheiterten Tafelgesellschaft verstanden haben wollen. Eine gleichgiltige Bemerkung des Herrn v. Posadowsky, als politische Rede passiren können, allein in eine Versamm eine gleichgiltige Rede des Herrn v. Thielmann, aus der Tastungs zeugen, die außer Wessel übrigens von der Sache selbst Gendarm Schreiber, der der Ansicht ist, daß alle Ent= lung von Politikern und Gesetzgebern paßte fie un blos der eine Punkt hervorzuheben ist, daß die preußische nichts Bestimmtes wissen, unter dem Einflusse des. gefähr ebenso gut, wie ein gefänmter Pudel in die Hütte des Militärverwaltung ursprünglich noch neun Millionen leintätyners Steding" stehen sollen, weil derselbe Sozials Hofhundes. Man nehmte an, Lord Chamberlain habe mehr verlangt hatte, als die Militärvorlage fordert und demotrat sei und in dessen Hause, alles zurecht gemacht" mutatis mutandis die Bülow'sche Rede im englischen Parlament eine sehr gute, in der allgemeinen Theilnahmslosigkeit jedoch würde. gehalten das Haus" hätte sich verblüfft angesehen, ver fast unbeachtete Rede des Polen Motty über die AusAuf die Frage des Wertheidigers nach bestimmten schiedene Mitglieder hätten bedeutsame Blicke gewechselt, und weisungen und das an Polen verübte Unrecht damit Thatsachen hierfür weiß der Zenge nichts anzugeben. dann wäre, nachdem der Minister geendet, ein Redner aufgeschloß der zweite Tag der Etatsberathung, die morgen beendigt Hauptzeuge Weffel, un dessen Person sich die ganze Sache dreht, treten, der den Nachweis geliefert hätte, daß es bisher für werden muß, wenn die erste Berathung der Militärvorlage eidigt. wird wegen Verdachts der Anstiftung zum Meincide" nicht vereine Pflicht der Minister gegen das Parlament gegolten habe, noch vor Weihnachten stattfinden soll. die Fragen des Parlaments flipp und klar zu beantworten und den Vertretern des Volkes reinen Wein einzuschenken. Diese Pflicht zu verabsäumen, sei eine Beleidigung des Parlaments. Und Lord Chamberlain wäre so arg zerzaust worden, daß er wahrscheinlich nach Schluß der Sizung prozeß hat sich in diesen Tagen im Schwurgericht zu Frivolität", die der Angeklagte bei Ablegung feines Gides ar in Gegenstück zum Essener MeineidsDer Staatsanwalt beantragt wegen der„ befonderen feine Demission eingereicht hätte. Nun, Chamberlain ist kein Bülow,-Bülow kein Cham. Hannover abgespielt. Wieder handelt es sich zunächst um den Tag gelegt, indem er wiffentlich einen falschen Eid geleistet, eine Bagatelle, wieder um die Frage, ob jemand in einem lediglich um einen politischen Gesinnungsgenossen herauszureißen". berlain Bülow ist nicht in England und Chamberlain nicht Streit der Bedrängte oder Bedränger gewesen sei, wieder drei Jahre Zuchthaus, zehn Jahre Ehrverlust und dauernde in Deutschland; deutsche Reichs- Minister oder Staatssekretäre spielen deutlich, wenn auch unbewußt, politische Sympathien Eidesunfähigkeit. geben ihre Demiffion nicht, sie erhalten die seidene Schnur und Antipathien mit. Folgende Thatsachen liegen dem Vor- über darzulegen, daß die Sache garnicht sicher aufgeklärt sei und Der Bertheidiger, Rechtsanwalt Weinberg, sucht demgegen aus der Hand des Herrn Lukanus und pflegen am feſteſten zu ſizen, wenn sie im Barlament sich eine fall zu grunde, deren genaue Prüfung wir der Oeffentlichkeit daß die Zeugnisse der bei der Sache betheiligten oder von den Beans Herz legen, die so stürmisch begeistert ist für den Kampf theiligten in gewisser Hinsicht abhängigen Personen garnicht tüchtige Niederlage oder Blamage geholt haben! Wir um's Recht in Frankreich: so einwandsfrei seien. find in daß die Zudem komme hinzu, unserem neuen Musterreich sogar auf die two Bei einer Vertheilung sozialdemokratischer Flugblätter, Sache während der Wahlbewegung geschehen fei, Nietzsche'sche Höhe der Anschauung jenseits von Gut und die während der Reichstagswahl in dem Orte ertenien vor- Landbevölkerung ganz besonders gegen die Sozialdemokraten Böse" gekommen, daß wir in Blamagen und Niederlagen genommen worden war, hatte einer der Vertheiler, der Steinhauer scharf gemacht und der Vorsteher Helmbach persönlich ruhmvolle Erlebnisse und Thaten sehen und überhaupt alles, August Wessel aus Springe, im Hause des Vollmeiers Frie als ein scharfer Gegner der Sozialdemokraten was den ungebildeten anderen Völkern schlecht, kleinlich und drich Seegers ein Flugblatt auf einen Tisch gelegt und war bekannt sei. Ferner seien besonders die Aussagen der Dienstfeig dünkt, für gut, groß und mannhaft halten und um dann wieder fortgegangen. Als er den Hof durchschritt, kam Seegers magd Meyer mit größter Vorsicht aufzunehmen, die anscheinend in gefehrt. Sagte uns gestern nicht Herr v. Posadowsky Deutsch- aus dem Hause, rief ihn zurück und gab ihm das Flugblatt wieder, ihren Privatgesprächen gegen dritte Personen aus der Schule geland sei das freieste Land? wobei er nach einigen wegwerfenden Bemerkungen und mit erhobener schwatt" habe. Auf keinen Fall könne man aber den wissent Doch wohin sind wir da gerathen? Wir sind im deutschen Hand ausrief:" Nun marich, vom Hofe herunter!" Wessel ist dann, lichen Meineid für vorliegend erachten. Der Vertheidiger stellt Reichstag am zweiten Tage der Budgetdebatte und Herr so stellt er es bar, von Seegers und dem sofort herbeigeholten deshalb die Silfsfrage wegen Fahrlässigkeit. Gemeindevorsteher Helm da ch mit Schimpfworten regalirt und von Die Geschworenen sprachen indessen das„ Schuldig" des Bassermann, wohl der wenigst abstoßende der klassischen Seegers mit Schlägen bedroht und vor die Brust gestoßen worden, wissentlichen Meineids, worauf das Gericht dem Autrage der Gestalten", die sein Vater einst ins Leben gesezt, spricht als so daß er an dem auf dem Hofe befindlichen Misthaufen zu Staatsanwaltschaft gemäß erkannte. Redner der Nationalliberalen. Die Geister der Bennigsen, Falle kam. Miquel, Lasker schauen aus den Ecken der Holzschnitzereien Wessel muß seiner Sache sehr sicher gewesen sein, denn sonst auf den glatt gescheitelten, lispelnden freundlich lächelnden wäre es psychologisch nicht leicht zu erklären, daß er den Vollmeier Epigonen herab: sic transit gloria mundi bie einst so Seegers wegen Bedrohung und Mißhandlung und den Gemeindestolze nationalliberale Partei jezt durch diesen glatt gescheitelten, flage gegen diefe, die beim Schöffengericht in Stoppenbrügge anVorsteher(!) Heimbach wegen Beleidigung anzeigte. Die Anlispelnden, freundlich lächelnden jungen Mann vertreten, der hängig gemacht war, wurde aber fallen gelaffen und dafür, gemäß tadellos gekleidet ist, tadellos feine Perioden bildet und den inzwischen gestellten Strafanträgen Seeger's und Helmidach's tadellose Formen für seine tadellosen Gemeinpläge findet. Denn gegen Weffel Anklage wegen Hausfriedensbruchs, Beamten außer Gemeinplähen kann Herr Bassermann nichts bringen. beleidigung und ruhestörenden Lärms erhoben, der denn auch vom Er ist der Fleisch gewordene Gemeinplatz. Selbst wenn er Schöffengericht in der Sigung vom 14. September diefer Vergehen Heute läuft jeder Gefahr, in's Zuchthaus zu kommen, vom Terrorismus der Arbeiter" spricht, spricht er in Gemein- schuldig erklärt und zu fünf Wochen Gefängniß und 15 M. Geldder überhaupt einen Eid leiſtet; eine kleine Unrichtigkeit, ein plätzen, und die pfiffigste Pythia( Prophetin) wird nicht errathen strafe berurtheilt wurde. In dieser Gerichtssigung hatten der Vollmeier Seegers, deffen rachfüchtiger Gegner und ein strebsamer Staatsanwalt genügen, tönnen, ob Herr Bassermann nach irgend einer Richtung hin Frau und Tochter, sowie der Ortsvorsteher Helmbach und ein Dienst um aus jedem Eidschwur einen Strick zu drehen. Stehen sich gebunden hat, und wenn, dann wie? Seinen einzigen mädchen namens Meyer übereinstimmend bekundet, Weffel sei auf sich nun gar politische Gegner gegenüber, spitzt sich die Lage rednerischen Effekt erzielte Herr Bassermann durch ein falsches dem Hofe nicht gefchimpft und nicht gestoßen worden, er habe ich nun gar politische Gegner gegenüber, spißt sich die Lage und falsch zitirtes Zitat aus einer Rede Auer's, der irrthüm- sich widerstrebend vom Hofe entfernt, sei mit drohend erhobenem o zu, daß es sich nur noch darum handelt, welche Partet licherweise und Auer hat den Irrthum sofort auch im Stode Iangsam rüdwärts gegangen und schließlich außerhalb in die Meineidsfalle geräth, nicht mehr darum, ob überhaupt Vorwärts" berichtigt Liebknecht eine Prophezeiung in den des Hofes über einen Rinnstein gestolpert. ein Meineid geschworen ist, so entsteht ein Kampf auf Tod Mund gelegt hatte, die dieser niemals gethan hat. Demgegenüber stand die Aussage des Steinhauers Heinrich und Leben zwischen den bedrohten Parteien und nicht immer Auf Bassermann folgte Vollmar. Das war eine Schramme aus Springe, der Wessel's Begleiter gewesen, aber trifft den Schuldigen die Strafe. andere Rede. Das war ein anderer Mann. Le style c'est erst hinzugefommen war, als sich der Streit schon im Gange beJeder Unbefangene wird in dem vorliegenden Falle zul'homme der Stil ist der Mann, wie der Mann so der fand. Er bekundete vor dem Schöffengericht unter Eid, daß fich gestehen müssen, daß die innere Wahrscheinlichkeit in der Dardie Sache so abgespielt hatte, wie Wessel aussagte. Stil, wie seine Schrift so seine Rede. In der Sozial- Insbesondere erklärte Schramme: Weffel lam über die Straße stellung der erregten Szenen auf der Seite des jetzt Verurtheilten demokratie ist noch Temperament, noch Leidenschaft. Der gelaufen, was er laufen lonnte." liegt. Man weiß ja, wie sozialdemokratische Zettelvertheiler politische Nerv, bei allen bürgerlichen Parteien abgeſtumpft, Diese Aussage, die mit den Erklärungen der Seegers'schen behandelt werden, wenn sie sich einmal auf den Hof fanawo nicht ganz abgestorben, in der Sozialdemokratie Iebt er Familie, des Dienstmädchens Meyer und des Gemeindevorstehers tischer Gegner verirren. Die Organe des Bundes der Landempfindet lebendig, regt sich, entpört sich, lehnt sich auf. Helmbach in Widerspruch stand, veranlaßte den vorsigenden Amts- wirthe pflegen ja ganz unverhohlen die Taktik der DreschDie Stärte des Nervs ist freilich von der Judividualität richter, den Beugen Schramm wegen Meineidsverdachts flegel und der Hundepeitsche zu empfehlen. Dagegen ist es nicht gerade befannt, daß Zettelvertheiler so unklug sind, abhängig, aber vorhanden ist der Nerv in jedem Sozialfofort in Haft nehmen zu lassen. Schramme hatte aber in jener Schöffengerichtssigung, fo demokraten. Und wenn der Sozialdemokrat Vollmar auch nicht schreibt unser Hannoverisches Parteiblatt, nicht lediglich zu gunsten mit den dörflichen Gewalthabern eine Straftprobe anzustellen. schärfer sprach, als Tags zuvor der Fortschrittler Richter, so Weffel's ausgesagt, sondern noch mehr zu deffen ungunften, indem Wir legen dabei nicht einmal darauf Gewicht, daß sich war es doch dieser Nerv, der in dem Sozialdemokraten er bezeugte: Weffel habe zu Helmbach gejagt:„ Du willst Vor- die Zeugenpartei des Vollmeiers in Widersprüche verwickelt weit fräftiger, weit heftiger vibrirte. Vollmar gehört freilich steher sein? Du bist ein Löffel" von Vorsteher. Ich achte einen zu haben scheint, wie denn die Feststellung solcher Wider" die Der Prozeß, der geeignet ist, weithin die Gemüther zu erregen, ist zunächst wieder ein Beweis gegen das bei uns herrschende Eideswesen. Die Meineidsseuche, über die wertheren Vielschwörerei. Es ist an sich höchst bedenklich, man flagt, ist nur die natürliche Folge der viel beklagensdaß um jeden Quark Eide geschworen werden müssen, namentlich in Fällen, wo die subjektive Einbildung auch dem namentlich in Fällen, wo die subjektive Einbildung auch dem nüchternsten Kopf leicht einen Possen spielt, wo die Feststellung der objektiven Wahrheit unmöglich ist. sprüche in unserer Rechtsprechung eine allzu große, unheilvolle) Die Handelsvertragsverhandlungen mit den Vereinigten begründeter Einspruch gegen die Giltigkeit der Wahl eingelaufen sei. Rolle spielt. Wir behaupten nicht, daß diese Partei Meineide Staaten sollen, wie aus Philadelphia berichtet wird, im Laufe dieses Der Antrag wurde einstimmig genehmigt. Stöcker hat, trotz großer geschworen hat, daß sie wider besseres Wissen ihre Aussagen Winters wieder aufgenommen werden. Wahlbeeinflussungen, nur 13 Stimmen über die abfolute Majorität gemacht haben. Damit aber ist nicht gesagt, daß nunmehr Bündniß oder eine innige Verständigung, die Groß- prüfungs- Kommission für ungiltig erklärt wird. Die New York Times" schreibt, die Zeit sei günstig für ein erzielt. Es ist somit leicht möglich, daß die Wahl in der Wahlobjektiv die Richtigkeit ihrer Behauptungen feststehe. Die Geschworenen aber haben statt des uns angebracht Staaten für die Beschüßung ihrer gemeinsamen Interessen und nationalliberaler Seite sind im Reichstage folgende Initiativanträge britannien und Deutschland mit den Vereinigten Sozialpolitische Anträge der Nationalliberalen. Bon erscheinenden non liquet, das Schuldig ausgesprochen. als Bürgen des Weltfriedens vereinigen würde. Das Urtheil der Geschworenen und des Gerichts in eingebracht worden: Ein Antrag des Abg. Bassermann: Die ver Hannover entspricht nicht dem freien RechtsDer bayerische Senat, der am obersten Militärbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstag einen Gesezentwurf bewußtsein, schon deshalb nicht, weil der einzige bayerisch- offiziösen Augsb. Abendztg." aus München mitgetheilt zipalen einerseits und Handlungsgehilfen und Lehrlingen andererseits gerichtshof in Berlin gebildet werden soll, erhält, wie der vorzulegen, wonach zur Entscheidung von Streitigkeiten zwiſchen PrinSchuldbeweis der Eid der selbst von dem Meineidsverdacht wird, einen bayerischen General als Vorsitzenden und vier Stabs- aufmännische Schiedsgerichte errichtet werden. Ein zweiter bedrohten Interessenten ist. offiziere, einschließlich eines im Nang eines Regimentsfommandeurs Antrag des Abg. Bassermann bezweckt eine Ergänzung und AbBürgerliche Geschworene, die über einen Mann abzu- stehenden Stabsoffiziers, als Mitglieder, auch eine Anzahl Auditoriats änderung der Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung über die urtheilen haben, der für die gegen ihre Klasseninteressen beamte. Sie werden auf 2-3 Jahre nach Berlin tommandirt. Kündigungsfrist im Handelsgewerbe; er enthält fämpfende Sozialdemokratie thätig gewesen ist, werden immer Vom preußischen Bergbau. Die vom Dortmunder Ober- folgende Bestimmungen, die hinter§ 183a der Gewerbe- Ordnung geneigt sein, dem Staatsanwalt Glauben zu schenken, wenn Bergamt geplante Berg- Polizeiverordnung, wonach eingefügt werden sollen:" Wird durch Vertrag eine kürzere oder er, wie hier, behauptet, der Angeklagte habe falsch ausgesagt fremdsprachliche Arbeiter in Bergwerken und deren längere Kündigungsfrist bedungen, so muß sie für beide Theile gleich sein; sie darf nicht weniger als nainen Monat betragen. lediglich deshalb, um einen politischen Gesinnungsgenossen Rebenanlagen nur dann beschäftigt werden dürfen, wenn sie ge- gleich ſein; sie darf nicht weniger als einen Monat betragen. Die Kündigung kann nur für den Schluß eines Kalenderherauszureißen. nügend deutsch verstehen, und wonach sie auf verantwortungsvolle monats zugelassen werden. Diese Vorschriften finden auch in Bosten nur dann gestellt werden dürfen, wenn sie die deutsche dem Falle Anwendung, wenn das Dienstverhältniß für bestimmte Sprachrohr der Rechenbefizer, die„ Berl. Neuesten Nachr." mittheilen, einer vor dem Ablaufe der Vertragszeit erfolgten Kündigung als Sprache fertig sprechen und lesen können, ist, wie das Berliner Zeit mit der Vereinbarung eingegangen wird, daß es in Ermangelung von dem Verein für die bergbaulichen Intereffen des Ober- Bergants- verlängert gelten soll. Eine Vereinbarung, die diesen Vorschriften bezirks Dortmund mit Erfolg angefochten worden insofern, zuwiderläuft, ist nichtig. Diese Vorschriften des§133aa finden keine als der Verein vom Minister die Hinausschiebung des Termins Anivendung, wenn der Angestellte ein Gehalt von mindestens fünferlangt hat, wo die Polizeiverordnung in fraft treten soll. Bei tausend Mark für das Jahr bezieht. Sie bleiben ferner außer Andieser Gelegenheit erfährt man, daß tausende von Arwendung, wenn der Angestellte für eine außzereuropäische Niederbeitern, die nicht ausreichend Deutsch verstehen, laffung angenommen ist und nach dem Bertrage der Arbeits wenn der dem um nach der Polizeiverordnung verantwortungsgeber für den Fall, daß er das Dienstverhältniß fündigt, die bolle Posten versehen zu können, jest solche sosten der Rückreise des Angestellten zu tragen hat. Wird ein Posten inne haben, wie z. B. die Posten von Aufsehern, Angestellter nur zur vorübergehenden Aushilfe genommen, so finden Maschinenführern, Reffel- und Pumpenwärtern, die Borschriften feine Anwendung, es sei denn, daß das Dienſt Schießmeistern, Wettermännern, Ortsältesten, verhältniß über die Zeit von drei Monaten hinaus fortgesezt wird. Schachthauern, Anschlägern 2c. Wenn nicht das Reichsgericht das Urtheil aufhebt, muß der bereits im 45. Lebensjahre stehende Arbeiter Schramme drei Jahre im Zuchthaus schmachten, wozu noch die Qual eines 10jährigen Ehrverlustes und die dauernde Eidesunfähigkeit kommen. Einstweilen wird die öffentliche Meinung die Revision borzunehmen haben! Politische Uebersicht. Berlin, den 13. Dezember. Die zweijährige Dienstzeit. Das Zentrum scheint sich in der That zu verpflichten, für Und unter solchen Umständen wagen die Zechenbefizer noch zu die Festlegung der zweijährigen Dienstzeit behaupten, daß für die Sicherheit der Bergleute in den Gruben einzutreten. Die Köln. Volksztg." schreibt: ausreichend gesorgt sei, wagen sie noch die Nothwendigkeit zu Wir theilen die Auffassung einer mehreren Zentrumsblättern bestreiten, daß die staatliche Grubenaufsicht durch zugehenden Korrespondenz, daß nach Lage der Verhältnisse von Seranziehung von Arbeiterbelegirten berbeijeri einer Rüdkehr zur dreijährigen Dienstzeit teine Rede sein kann und der Reichstag der Regierung daher kein Ab- werden muß? Neugierig sind wir, ob sich selbst heute, in der Mera Stumm, Minister finden werden, die hinsichtlich der Grubenstandsgeld" zu geben braucht, wenn sie auf diese unbrauchbare aufsicht den Zumuthungen der Zechenbesiger nachgeben. " Vollmacht" in aller Form verzichtet. Es gehört jedoch zur Ordnung und zur Harmonie zwischen den gefeßgebenden Faktoren, Vom Kampf gegen die Dänen. Aus Flensburg wird unterm daß dieser wesentliche Bestandtheil der Lasten und Rechte des 12. d. Wis. gemeldet: Die Strafkammer I verurtheilte heute acht Volfes nunmehr gefeglich festgelegt werde. Theilnehmer einer politischen Versammlung in Bröns( Kreis Hadersaufreizenden, Dagegen spricht sich die Nat. Korr." unzweideutig gegen leben) wegen Singens eines die Festlegung aus. Wenn das Zentrum stand hält, hat das Redakteur Jessen vom Flensborg Avis" verherrlichenden Liedes nationalliberale Gehaben keine Bedeutung. Vor allem tommt zu je 30 Mart Geldstrafe und Tragung der Kosten. Gottlob, daß wenigstens das Deutsche Reich an dem aufreizen " " den beide Theile gleich sein." Sodann haben die Abgg. Frhr. Heyl zu Die Kündigungsfrist muß jedoch auch in einem solchen Falle für Herrnsheim, Bassermann, Prinz zu Schönaich- Carolath, Dr. Hasse und Graf v. Oriola einen Gesetzentwurf wieder eingebracht, der zu nächst die Arbeiterschutz- Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung auf die Werkstätten der ausgewerbetreibenden ausdehnt. Die Antisemiten haben auch drei Initiativanträge eingebracht, ztvei alte und einen neuen. Es sind dies: 1. ein Gesezentwurf, betreffend die Einwanderung ausländischer Juden, worin sowohl die Neueinwanderung wie auch das Verhältniß der in Deutschland fich aufhaltendea ausländischen Juden geregelt wird; 2. ein Gesezentwurf, der die mit dem Schächten verbundene Thierquälerei abstellt, indem die Betäubung der Schlachtthiere vor der Tödtung gefordert wird; 3. ein Antrag auf Einführung der Wahlpflicht, wonach die grundlose Bersäumniß der Ausübung des Wahlrechts den Verlust politischer es aber darauf an, daß das Zentrum die zweijährige Dienst den Liede nicht zu Gründe gegangen ist! Nechte auf Zeit nach sich zieht. Straßburg i. E., 12. Dezember.( Eig. Ber.) Wie verlautet, Zentrum und Sozialdemokratie. zeit wirklich nicht als Kompensationsobjekt behandelt, sondern fie bedingungslos fordert, gleichgiltig wie das Schicksal foll am legten Sonntag ein Soldat der 4. Kompagnie des in der Militärvorlage ausfallen möge. Straßburg garnisonirenden Pionierbataillons Nr. 15 wegen foEs wird uns geschrieben: Die Klerikale Presse hat sich ob der von mir im„ Vorwärts" Die geftrige Rede des Herrn v. Bülow wird von der zialistischer Umtriebe" verhaftet worden sein. Der VerBoff. 3tg." als staatsmännische Leistung gelobt, weil sie die schroffe haftete habe auf der Stube den Mannschaften aufreizende Reden unter obigem Titel angestellten Betrachtung über die zahlenmäßigen Sprache des Grafen Thun gerigt habe, ohne zu verlegen. Gerügt" gehalten und zum Ungehorsam gegen die Borgefeßten aufgefordert. Thatsachen, welche die jüngsten Reichstagswahlen hinsichtlich der hat die Rede gar nichts, wohl aber ein langes Brimborium über Beim Durchsuchen seines Spindes feien eine Menge sozialistischer Widerstandstraft der katholischen Kirche gegen die Ausweisungen gemacht, ohne etwas zur Entlastung der deutschen Schriften gefunden worden. Wenn sich die Nachricht bestätigen sollte, die Ausbreitung der Sozialdemokratie erwiesen Regierung zu sagen. Die Sache ist: Graf Thun hatte Recht; so dürfte der junge Mann feine thörichte und unüberlegte Hand- haben, ganz gewaltig geärgert. Dies hat seinen tieferen Grund jedoch nicht in der Art meiner Betrachtung, sondern in den Thatsachen. Der und die Handlungsweise der deutschen Regierung läßt sich nicht lungsweise mit langjähriger Zuchthausstrafe zu büßen haben. rechtfertigen. Für dieses nicht zu rechtfertigende Handeln ist aber Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Aus Halle geradezu fanatische Eifer, mit welchem die Zentrumspresse im Norden und Süden des Reiches über meine Schlußfolgerungen herfällt, vergerade der„ staatsmännische" Bülow verantwortlich, wenn er wird uns geschrieben: Wegen Majestätsbeleidigung räth deutlich, wie unangenehm dort die Wirkungen der von mir festnicht ein Strohmann ist. Mit glatten Allgemeinheiten über schwierige wurde der 40jährige Dachdecker Friedrich Nutsch aus Halle zu gestellten Thatsache empfunden werden. Ich befize natürlich Herz Fragen wegschlüpfen, mag hofmännisch sein staatsmännisch neun Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt ist es gewiß nicht. hatte ein Jahr beantragt. Der seiner Behauptung nach damals genug, um das Mißbehagen nachfühlen zu können, das sich der führenden betrunten gewesene Angeklagte war eines Tages im Oktober dieses Zirkel zu stören, mittels deren sie an maßgebender Stelle im Reiche Kreise des deutschen Klerikalismus bemächtigt, sobald man es wagt, ihre Jahres zu einem wachthabenden Polizeisergeanten gegangen und den Beweis dafür zu erbringen versuchen, daß die katholische Kirche schon", in Beziehung auf den Staiser eine beleidigende Aeußerung ge- umbrandete Schiff der bürgerlichen Gesellschaft seinen Kurs steuern hatte diesem gegenüber nach den Worten: Wissen Sie es denn die Heilsinsel sei, auf welche das von den Wogen des Klassenkampfes than. Der Angeklagte wurde sofort verhaftet, da die in Frage müsse, wenn es nicht rettungslos dem Untergang geweiht sein solle. tommende Aeußerung ungeheuerlich erschien. Die Verhandlung war öffentlich. un 19390910 Das Ende des Anarchistenkränzchens. Der Jtalie" zufolge wird die Anti- Anarchisten tonferenz vor Sonnabend ihre Arbeiten aussehen und sie in der zweiten Hälfte des Monats Januar wieder auf nehmen; es werden sich dann an den Verhandlungen nur die Chefs der auswärtigen Vertretungen in Rom betheiligen. Ausland. Oesterreich- Ungarn. " in Trotz alledem sehe ich mich gezwungen, die von mir aufgestellten Behauptungen in ihrem ganzen Umfang aufrecht zu erhalten, weil ich der festen Ueberzeugung bin, daß nicht religiös- tonfeffionelle, fondern lediglich soziale und politische Momente das Damit wird nun auch offiziell eingestanden, daß die Tempo bestimmen, in welchem der sozialistische Gedanke in unserem glorreiche Völkerrettungs- Konferenz tläglich gescheitert ist. Die Die politische Situation ist durch die Reise Banffy's nach fremden Polizei- Staatsmänner kehren wieder an ihren häus- 23ien und dessen Audienz beim Staiser in feiner Weise geändert. Die politische Situation ist durch die Reise Banffy's nach Bolte an Ausdehnung gewinnt. Es ist eine auch von der Zentrumspresse zugegebene Thatsache, lichen Heerd zurück, und, wenn sich nach Weihnachten wirklich Der Ministerpräsident ist in der Hofburg huldvollst" empfangen daß von den 27 Großstädten des Reiches mindestens 20 eine noch die Botschafter und Gesandten über die„ Chose" unter worden und hat nicht demissionirt, wie von manchen Seiten er überwiegend, zum theil fast ausschließlich proteftantische Bevölkerung halten wollen, so würde das nur beweisen, daß die Herren wartet wurde. Die Wiener Arbeiter- Zeitung" hält aber an der haben, so daß also ein größerer Prozentfag der trok ihrer Berufsgeschäfte noch viel freie Zeit haben. Meinung fest, daß sein Sturz doch bald erfolgen müsse. Das ge- proteftantischen Bevölkerung des Reiches Das Attentat auf das Asylrecht ist jedenfalls jämmerlich nannte Blatt sieht keinen Grund zur Betrübniß darüber, daß die Großstädten wohnt, als dies bei den Kamißlungen. Es sind eben nicht alle Länder so weit rückständig, beffer. Se wilder und wüthender die Stürme in Ungarn, desto mehr wesentlichen die ländlichen Gegenden vornehmlich besteſtungarische Strife länger zu bauern sich anschidt. Je länger, desto bolilen der Fall ist, deren Verbreitungsbezirk im wie Italien und seine Gesinnungsverwandten. lichen und füdlichen Deutschlands sind. Nun stammen aber wird dieses Privilegienparlament erschüttert, und desto zwingender volle 30 pCt., also nahezu ein Drittel der gesammten wird die Nothwendigkeit auftreten, endlich das forrupte Wahlsystem europäisch umzugestalten. Und je länger die Krise, desto mehr sozialistischen Stimmen aus diesen Großstädten, obwohl in denselben reißt sie mit sich fort. Würde man Banffy heute entfernen, nur etwa 15 pet. der ganzen Reichsbevölkerung wohnen. fo tönnten die Schwierigkeiten in einer Woche behoben sein. Sält Großstädte stellen also ein relativ weit stärkeres Kontingent zur er sich aber nur noch kurze Zeit, so wird er in seinen Sturz Dinge verwickeln, die werthvoller sind als ein schlechter Ministerpräsident, die aber zu beseitigen nicht minder werthvoll ist. Den Sturz Banffy's fann man wirklich mit großer Gemüthsruhe erwarten. Frankreich. Deutsches Reich. Die späte Einberufung des Reichstages trägt mun ihre Folgen. Die ganze Thätigkeit des Reichstages vor Weihnachten wird Tes Tage betragen. In voriger Woche war die gesetzgebende Körperschaft zwei Tage beisammen, in dieser Woche soll jie vier Tage arbeiten, und damit ist ihre Thätigkeit vor den Weihnachtsferien beendet. Es wird berichtet: Man hatte ursprünglich auf die Etatsberathungen des Reichs- Monson's Entschuldigung. Der englische Botschafter tages fünf Tage gerechnet. Nunmehr glaubt man aber, daß sie monson, der neulich in ungehöriger Art Frankreich antrafehlt bereits am Donnerstag zu Ende gehen werden. Für diesen Fall hatte, hat nun in aller Form sich entschuldigt. In einer Versamm würde die letzte Sigung vor den Weihnachtsferien an diesem lung der Vereinigung christlicher junger Männer zu Paris gab Tage stattfinden, da außer dem Etat nichts mehr berathen werden Monson der Ueberzeugung Ausdruck, Frankreich werde mit England Die Armee der sozialistischen Wähler, als dies in den Mittel- und Kleinstädten und auf dem flachen Lande der Fall ist. Daß diese Erscheinung städten und auf dem flachen Lande der Fall ist. Daß diese Erscheinung jedoch nicht mit der Qualität des Konfeffionellen Bekenntnisses jener Bevölkerungsmassen zusammenhängt, sondern lediglich in den sozialen Verhältnissen ihren Grund hat, in welchen dieselben leben( dichte Häufung des lohnproletarischen Elements, leichte und ununterbrochene Fühlung der Massen, Leichtigkeit der gegenseitigen Verständigung und Aufklärung. greller Kontrast von Lurus und Elend zc.), das dürfte selbst von Zentrumsfeite nicht bestritten werden können. entgegentretenden Zentrumsorgane, Märkische Volkszeitung", kommt dieser meiner Argumentirung, zu Hilfe, daß es be= bestehe die Arbeitera mir die foll. Die Weihnachtsferien werden bis zum 8. Januar 1899 und Amerita zusammengehen, um den Fortschritt der Zivilisation allerdings unfreiwillig, dadurch felbst in katholischen Städten, tvie währen. werden. -OGO zu sichern. Er sprach ferner seine Sympathie für Frankreich aus hauptet, Türkei. Amerika. Wir müssen gestehen, wegen eines solchen sechstägigen Arbeits- und Hob hervor, er schäge fich glücklich, die Herzlichkeit fonstatiren öln. Düsseldorf 2c., pensums sollte man den Abgeordneten garnicht erst die Umstände zu können, welche man den in Paris wohnenden Engländern entgegen bevölkerung aus zugezogenen Protestanten. Anmachen, sich nach Berlin bemühen zu müssen. Es muß entschieden bringe; er hoffe, es werde nicht mehr die Rede von dem Gerücht genommen, dies sei richtig, so wird doch jeder vernünftige Mensch dahin gewirkt werden, daß in Zukunft die Einberufung des Reichs- fein, daß ein Strieg zwischen beiden Ländern bis nächste Weih- zugeben, daß diefe Leute am Wahltage nicht deshalb fozialistisca tages rechtzeitig erfolgt. bei etwaiger Abwesenheit des Kaisers nachten ausbreche. stimmen, weil sie protestantisch sind, sondern weil sie eben als könnte dann ja der Reichstag durch den Onkel Chlodwig eröffnet Lohnproletarier an der Durchführung der vom Parteiprogramım der Sozialdemokratie aufgestellten Forderungen wie auch an der an zustrebenden Sozialisirung der Gesellschaft ein lebhaftes Interesse haben. Man nehme einmal an, die Lohns arbeiterschaft der Großstädte sei in einem anderen. besseren sozialen Boden, etwa in der relativen Selbständigkeit des süddeutschen Kleinbauern, aufgewachsen, und es würde sich zweifellos zeigen, daß fie, ganz ohne die Mitwirkung der katholischen Stirche, auch heute noch der Sozialdemokratie zum überwiegenden Theil feindlicagegenüberstände. Ahnt denn die„ Märk. Wolfsztg." nicht, welc chlechtes Zeugniß sie der politischen Festigkeit ihrer Anhänger aus ſtellt, wenn sie, durch die niederschmetternden Abstimmungssollen.resultate der katholischen Bevölkerung Oberschlesiens in die Enge getrieben, fich mit dem Hinweis darauf zu retten jucht, die gewaltige Zunahme der sozialistischen Stimmen sei hauptsächlich auf die Unzufriedenheit der dortigen Bevölkerung über das Schweine Einfuhrverbot zurüc daß die Wählerschaft sich bei ihrer Abstimmung am Wahltage in erster Reihe durch Erwägungen politischer und sozialer Natur bes stimmen läßt, unterstützt, wenn sie selbst zugiebt, daß die klerikalen Schäflein schon aus einer verhältnismäßig geringfügigen Ursache aus. der Hürde brechen und den rothen Verführeru" nachlaufen?! Ranea, 12. Dezember. Die Admirale der Großmächte haben Die Schriftführerwahl im Reichstag, bei der ein Theil des eine Broklamation erlassen, in welcher der türkischen Fahne Schuß Zentrums entgegen dem abgegebenen Versprechen nicht für Schippel, zugesichert und die Ernennung des Brinzen Georg zum Obersondern für den Polen gestimmt hat, beschäftigt noch immer die kommissar der Insel Kreta auf drei Jahre unter Anerkennung der Breffe. Endlich findet nun auch eins der führenden Zentrumsblätter Suzeränetät des Sultans mitgetheilt wird. Worte in der Angelegenheit. Die Köln. Volts- 8tg." schreibt: Wir haben uns bereits dahin ausgesprochen, daß die Wahl des Abg. Schippel gute Politik gewesen wäre. Washington, 12. Dezember. Echagfekretär Gage hat an die die Sozialdemokraten positiv mitarbeiten wollen, so soll Bolleinnehmer ein Rundschreiben gerichtet, wonach auf Bucker und man ihnen das nicht erschweren, sondern erleichtern. Diese Er- Buderprodutte aus Ländern, welche dafür Ausfuhr prämien wägung drängt so sehr sich auf, daß es kaum verständlich er- gewähren, entsprechende Kompenſationszölle erhoben werden scheinen müßte, wenn wirklich bei der fraglichen Wahl ein rechter Deutschland gewährt bekanntlich Ausfuhrprämien. Flügel" des Zentrums die Vertreter des Zentrums im SeniorenStonvent im Stiche gelassen hätte. Wenn Es hat lange gedauert, ehe aus Zentrumskreisen eine Antwort auf die Anschuldigungen erfolgte, aber wir milffen anerkennen, daß jener rechte Zentrumsflügel von der Köln. Bolts- 3tg." ziemlich unverblimt getadelt wird. Die„ Germania" thut, als habe sie von dem ihrer Partei vorgeworfenen Wortbruch nichts gehört. Sie ist wohl der Flügelmann auf dem bewußten rechten Flügel?. Wiederherstellung der Produktenbörse. Nach der Frantf. Zeitung" werden Verhandlungen zwischen der Regierung und dem Berein Berliner Getreide- und Produktenhändler gepflogen. Es handelt sich um die Wiederherstellung der Produkten börse. Parlamentarisches. Die erfte Berathung der Militärvorlage wird, wie jetzt fest zuführen?! Fühlt sie nicht, wie nachdrücklich sie unsere Behauptung, steht, erst nach den Weihnachtsferien stattfinden. Dem Reichstage wird demnächst die Nachweijung der Rech nungsergebnisse der Berufsgenossenschaften für das Jahr 1897 zugehen. Der Verfasser dieser Zeilen stamunt aus einem vorwiegend Wirb Stöcker's Wahl kaffirt? In ber fechsten Abtheilung des Reichstages wurde am Dienstag die Beschwerde über die Wahl ländlichen Wahlkreise, der geographisch in zwei scharf getrete Stöcker's behandelt. Der Referent Genoffe tunert beantragte, Hälften getheilt ist, von denen die eine durchweg dem katholischen, die Akten der Wahlprüfungs- Kommission zu überweisen, da ein sehr die andere ausschließlich dem protestantischen Bekenntniß angehört. Bei den Wahlen zeigt fich dort regelmäßig das interessante Bild, führt. Anstatt aber nach Art des Vogel Strauß dieser Erscheinung daß die etwa 2000 Stimmen der Sozialdemokratie fich fast aus- gegenüber den Kopf in den Sand zu stecken, thäte man in den nahmslos aus der katholischen Hälfte des Kreises retrutiren, leitenden Kreisen des deutschen Klerikalismus besser, aus diesen unwährend die protestantischen Gemeinden eine geradezu verbestreitbaren Thatsachen den naheliegenden Schluß zu ziehen und die schwindend geringe fozialistische Minderheit aufweisen. Und welches Beichen des 16. Juni 1898 flugerweise dahin zu deuten, daß das ist der Grund für diese Erscheinung? Die katholischen Orte Bentrum als politische Partei seiner Auflösung entgegengehen muß. ruppiren sich zum theil um die, übrigens auch vorwiegend fatho- wenn es fortfährt, die vitalsten Interessen des werkthätigen Volkes lische, industriereiche Kreishauptstadt und entfenden dorthin Tag für in Stadt und Land in der Weise zu verrathen, wie es durch seine Tag ein starkes Aufgebot von Fabritarbeitern; zum andern Theil Stellungnahme zu den großen Militär- und Marineforderungen der ernähren sie sich vom Weinbau, der in den letzten Jahrzehnten fich letzten Jahre geschehen ist. 0. G. bekanntlich sehr wenig einträglich gestaltet und zu einer starken Ver Schuldung der Bauern geführt hat, oder aber es find arme Gebirgsdörfer, die auf der abschüssigen Bahn zum wirth schaftlichen Ruin Partei- Nachrichten. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. ( Bau Adlershof) haben die Töpfer wegen 10-15 prozentigen LohnAchtung Töpfer! Bei der Firma Gülow in Köpenic abzuges die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist streng fernzuhalten. = Deutsches Reich. Die ,, Bangewerks Zeitung" theilt mit, daß das Jahr 1899 auf dem Baugebiete recht viele Streifs bringen wird. Als Hauptsächlichste Ursache für dieselben bezeichnet das genannte Organ des Verbandes der Baugewerksmeister die gefüllten Streiftasien der Bauarbeiter und ihre Organisation. Den Arbeitgebern wird der Rath. bereits bei der Ziegenhaltung an stelle Ein Stimmungsbild von der Wafferkante. Daß den gegeben, da, wo der Streik um die Erhöhung des Lohnes entbrennt, einer rationellen Rindvichzucht angelangt sind. Die protestan- Sozialdemokraten im Deutschen Reiche die Säle abgetrieben werden, die Berechtigung der gestellten Forderung eingehend zu prüfen tischen Gemeinden in der fruchtbaren Ebene dagegen erfreuen wenn sie Versammlungen abhalten wollen, das ist den Genossen im und, wo es möglich ist, billiges Entgegenkommen zu zeigen, wenn fich infolge ihrer immer noch einträglichen Pflanzung marktfähiger Reiche nichts Neues. Aber wie unverblümt dies geschieht auch dann, dadurch nicht die zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern geHandelsgewächse, wie Getreide, Hopfen, Hauf, Tabak 2c., eines wenn man ganz genau weiß, daß der Fall im Reichstag oder in der schlossenen Verträge gebrochen werden. Wo aber Verträge ges relativ hohen Wohlstandes, der in dem Aeußern der fauberen Ort- Presse an die Oeffentlichkeit gezogen wird, dafür hier einmal ein schlossen werden, sei auf strengste Junehaltung derselben zu achter. schaften und dem kräftigen Menschenschlag ihrer Bewohner deutlich markantes Beispiel. Der Genosse Singer, der am legten Sonn- Die meisten Ausstände würden aber um Herabsetzung der Arbeitszeit zum Ausdruck kommt. Also auch hier find es Motive lediglich tag in Oldenburg gesprochen hatte, wollte am Montag in unter 10 Stunden und um sog. Anerkennung der Organisation ent wirthschaftlicher Natur, welche das politische Bekenntniß der Wilhelmshaven referiren. Jedoch sollte die Sache hier nicht brennen, letzteres bedeute für die Unternehmer nichts anderes, als: Bevölkerung beeinflussen; und zwar haben dieselben in diesem fo glatt von statten gehen. eine Vernichtung ihres Rechts, nach freiem Ermessen Arbeitskräfte Falle zu einem Erfolg geführt, der dem von Klerikaler Seite Schon am Montag früh schwirrten allerlei Gerüchte herum. einzustellen oder zu entlassen. Daher sei es wichtig, die Bauverträge behaupteten gerade entgegengesetzt ist. Selbstverständlich bin Einmal hieß es, die Polizei wolle die Versammlung nicht dulden, recht vorsichtig abzuschließen und die Streifflausel nicht zu vergessen. ich weit davon entfernt, in den Fehler meiner fleritalen Widersacher weil die Bühne baufällig sei. Als die leitenden Genossen auf die Im übrigen legt die„ Baugew.- 3tg." die Nothwendigkeit des Zuzu verfallen und aus einem Einzelfalle eine gesellschaftliche Gesetz- Besetzung der Bühne zu verzichten sich bereit erklärten, hieß es standekommens eines starken Arbeitgeberbundes für das deutsche mäßigkeit zu konſtruiren, indem ich etwa aus dem angeführten Bei- wieder, daß ein anderer Theil des Saales nicht genüge. Dann Baugewerbe, wie er vom Innungsverband in Breslau beschlossen spiele die Schlußfolgerung zöge, das protestantische Bekenntniß zeige wieder sollten sich die Anwohner beschwert haben über das Geräusch, worden, dar und erklärt es für eine Aufgabe des Verbandes, die eine größere Widerstandskraft gegen den sozialistischen Gedanken als welches die den Betrieb der Lichtmaschine vermittelnde Lokomobile riftlichen Gesellenvereine zu stützen. das katholische. verursache und es sei dem Inhaber des Lokals bei 50 M. Strafe Die Unterstützung der christlichen Gesellenvereine dürfte wohl Die von der Zentrumspresse bei der Bekämpfung der von mir verboten worden, die Lokomobile zu benutzen. Zuletzt hieß es weniger auf allzugroße Frömmigkeit in den Kreisen der Baugewerksaufgestellten Behauptungen befolgte Methode ist ebenso thöricht als dann, diese ominöse Lokomobile folle ihm abgenommen werden, meister zurückzuführen, als vielmehr ein Ausfluß recht materieller einfach. Sobald man sie mit den unbeugsamen Zahlenreihen der da sie der Baubehörde gehöre. Darauf erbot sich ein Genosse, so Interessen sein, die besonders bei Lohukämpfen der Arbeiter gute Wahlstatistik in die Enge treibt und den Beweis führt, daß auch viel Lampen herbei zu schaffen, daß der Saal beleuchtet werden Berzinsung einbringen. Dagegen finden wir die Mahnung, billiges die katholischen Gegenden dem Zuge nach der äußersten Linken nicht könne. Nun endlich schienen alle Schwierigkeiten beseitigt. Entgegenkommen den Forderungen der Arbeiter gegenüber zu zeigen, mehr widerstehen, so sucht sie sich auf den natürlich völlig beweis- Doch an der" Tapferkeit" unserer Gegner scheiterten alle Be- sehr am Blag. Nur hat sich allzuoft gezeigt, daß diese Ermahnungen lojen Einwand zu retten: ja, die sozialistischen Stimmen in diesen mühungen. Als Singer um 8 Uhr am Eingange des Versammlungs- in den Kreisen der Baugewerksmeister auf unfruchtbaren Boden fallen. Gegenden stammen nicht von den Katholiken, sondern sind von den lokals erschien, war derselbe bereits polizeilich gesperrt, da der anzugewanderten Protestanten abgegeben. Schlägt man ihr auch nähernd 3000 Menschen fassende Saal buchstäblich überfüllt war. Bei der Gewerbegerichtswahl in Würzburg fiegte die dieses fadenscheinige Ballium in Feßen, dann heißt es: wir geben Als Singer seinen Namen nannte, traten allerdings die Beamten Liste der Gewerkschaften, auf die 834 Stimmen fielen, gegen die zu, daß die sozialistischen Wähler da und dort Katholiken sind; aber zur Seite, um ihm den Eintritt zu gestatten. Stopf an Kopf Liste der katholischen Arbeitervereine, die 341 Stimmen erhielt. das ist eben nicht der lebensfräftige Glaube, der geübt sein muß stand die ungeheure Menge und harrte der Eröffnung der In der Aktienbrauerei in Kaiserslautern ist wegen Nichts und nicht blos ein Aushängeschild sein darf. Versammlung. Singer und feine Begleiter aber wurden Was nun die Technit meiner Berechnungsmethode in der von einem Genossen ersucht, in ein Nebenzinumer zu treten, wo einhaltung der bewilligten Forderungen ein Streit ausgebrochen. rielgelästerten Wahlbetrachtung anbelangt, so hat der klerikalen ihnen die Mittheilung gemacht wurde, der Wirth habe im letzten Die streifenden Tabakarbeiter in Lübeck beschlossen in ihrer Prejse vor allem eins mißfallen: die Formirung der größeren Ver- Augenblick erklärt, er werde die Versammlung nicht stattfinden laffen. Iegten Mitgliederversammlung, fich mit der Geschäftsleitung der waltungsbezirke bezw. Einzelstaaten des Reiches nach Maß- Alle Vorstellungen, die Singer dem Mann machte, indem er auf die Tabalarbeiter- Genossenschaft in Hamburg- Eimsbüttel zwecks Ergabe ihrer tonfessionellen Schichtung. In demselben Athem- Gefahren himvies, die daraus entstehen könnten, wenn richtung einer Filiale in Verbindung zu setzen. Der Geist unter den zuge aber, in dem man mir den Vorwurf macht, dichtgedrängte Menge so plozlich den Saal räumen Ausständigen ist ein guter, Abtrünnige haben sich bisher außer den D " mit die biel zu großen Gebietseinheiten zu operiren, anstatt auf müßte, müßten nichts. Der Mann erklärte, er müsse wenigen gleich zu Anfang Ausgeschiedenen nicht gefunden. die kleinsten Gebilde der Wahlkreise oder gar auf die Gemeinden sich erschießen, wenn die Versammlung statt- Zum Weberausstand in Krefeld. Wie uns gemeldet wird, zurückzugreifen, giebt man zu, daß eine absolut zuverlässige Statistit finde. Singer sprach sodann eindringlich mit dem Polizeikommiffar, haben die Fabrikanten der 46 mechanischen Stoffwebereien der über die Vertheilung der sozialistischen Stimmen unter die beiden allein dieser, obgleich sehr höflich, erklärte achselzuckend, er könne Drohung die That folgen lassen und ihren sämmtlichen Arbeitern großen Konfeffionen nur dann hergestellt werden könnte, wenn nichts thun, wir möchten versuchen, den Versammelten die Sach- und Arbeiterinnen gekündigt. Dieser rüdfichtslose Gewaltakt hat die Durch eine öffentliche Stimmabgabe sich die Abstimmung eines lage flar zu machen, er zweifle nicht, daß alles in Niche fich ent- Erregung in Arbeiterkreisen bedeutend gesteigert. Zahlreich schlecht jeden einzelnen katholischen Wählers fontrolliren ließe.( Berliner wideln und der Saal ohne Zwischenfall geräumt werden würde. Singer entlohnte Arbeiter sind auf diese Art furz bor WeihGermania".) Da ich einsichtig genug bin, um diesen Schluß erklärte, nachdem er vergeblich alles aufgeboten hatte, um die Ab- nachten auf die Straße geworfen, Straße geworfen, ohne daß sie durch aller statistisch technischen Weisheit ganz von selbst, ohne jede haltung der Versammlung zu ermöglichen, er und seine Freunde lehnten ihr Verhalten den Fabrikanten auch nur scheinbar einen beHerifale Silfe, zu ziehen, müßte ich mich eben nothgedrungen jede Verantwortlichkeit ab, aber er werde sicher diese neue Ver- rechtigten Grund zu solchen Maßnahmen gegeben hätten. In ihrer zur Einschlagung des von mir gewählten Weges entschließen. Ich nichtungsmethode im Reichstag zur Sprache bringen, Empörung über diese Provokation seitens der Fabrikanten haben die konnte dies um so unbedenklicher thun, als erfahrungsgemäß im worauf der Kommissar erklärte, das wisse er wohl. Arbeiter nicht erst die Kündigungsfrist abgewartet, sondern geRahmen allzu kleiner Gebietseinheiten die Reinheit des politischen Genug, die Versammlung komite dann in einem Lokal auf Bekenntnisses in der Abstimmung am Wahltage manchmal burch Banter Gebiet abgehalten werden und die Versammlung ben erlangten zu dem Entschluß, sofort die Arbeit einzustellen. bewerk- Ucber die Vorgeschichte des Streils fei turz folgendes wiederallerlei Beweggründe persönlicher und lokaler Natur getrübt wird, ftelligte ihren Umzug ohne jeden Zwischenfall. Aber für die Me- holt: Der am 21. November d. J. in Krefeld ausgebrochene Streit und erst die Zusammenfassung einer Reihe derartiger Einheiten in thode, wie unserer Partei ihr Platz an der Sonne" geraubt werden der Weber wurde in wenigen Tagen beendet. Auch 75 Weber, welche einem Rahmen von größerem Umfang die Möglichkeit giebt, zu soll, find diese Vorgänge an der Wasserkante doch recht be- acht Tage später zum Streif griffen, erzielten bald die Bewilligung brauchbaren Durchschnittswerthen zu gelangen und den zeichnend. ihrer Forderungen. 6-7 andere Fabrikanten erhöhten ohne ArbeitsBedingungen des Gesetzes der großen Zahl" zu genügen. Der Der nächste niederrheinische Provinzial Parteitag wird einstellung die Löhne um 10-25 pet. Die Organisationen der Einwand, daß man die Gruppirung, ebensogut wie nach Provinzen Sonntag, den 15. Januar, in Ohligs im Stölner Hof" ab- Textilarbeiter nahnen infolge dieser errungenen Vortheile bedeutend imd Staaten, auch nach Länge und Breitegraden oder gar nach dem gehalten. 311. Die Zahlstelle des Deutschen Textilarbeiter Verbandes hat Alphabet hätte vornehmen fönnen( Kölnische Volfsztg."), ist doch gar zu naiv, als daß ich es für nöthig halte, des näheren darauf Magistratsvorlage, wonach an stelle des jezigen Gemeinde- Mitglieder. Die Stadtverordneten- Versammlung in Chemnitz hat der 1280 Mitglieder, der Niederrheinische Weberverband zählt 3440 einzugehen. wahlrechts, das auf 2 Klassen( Angesessenen und Unangesessenen) Augenblicklich stehen noch 260 Weber und Scheererinnen im Meine so heftig angefochtene Aufbereitung des Wahlziffern- beruht, ein nach Berufsgruppen gegliedertes Wahlrecht gefordert war, Streit. Dieser Streit, welcher bei der Firma Ebeling u. Co. ausmaterials erfolgte nicht zum Mindesten zu dem Zwecke, auch den ihren Segen ertheilt. Durch das neue Wahlrecht, über dessen Einzel- gebrochen ist, hat folgende Ursachen. Bis vor sieben Wochen er vereinzeltenozialistischen Streifen gegenüber, welche heiten der„ Vorwärts" in der Nummer vom 6. Dezember berichtet hielten die Weber für Andrehen der Böhlen pro 1000 Faden 55 Pf. an der Widerstandskraft der katholischen Kirche gegen die hat, soll verhindert werden, daß die Sozialdemokratie die Mehrheit Blöglich wurde für diese Arbeit nichts mehr bezahlt und jo Ausbreitung der Sozialdemokratie zu glauben geneigt find, in der Stadtvertretung erlange. Alle diese Versuche, zu verhindern, tam es vor, daß Arbeiter 3-5 Tage Arbeit vorrichten mußteit, diese Auffaffung auf ihre thatsächliche Grundlosigkeit zurüd- daß unsere Partei in den öffentlichen Körperschaften maßgebend ohne etwas bezahlt zu bekommen. In einer Fabrikversammlung zuführen. Es kam mir daher vor allem darauf an, zeigen wie es ja auch im Eingang, meiner Darlegung gefagt Donau- Quell mit dem Fuße zutrat und triumphirend ausrief: Wie Prinzipal vorstellig zu werde, find nicht flüger als die Handlung des Bäuerleins, das den wurde beschlossen, eine Kommission zu wählen, welche beim follte. Die Kommission erhielt ist in welchem Verhältniß die sozialistischen Stimmenzahlen werden sich die in Wien wundern, wenn die Donau ausbleibt! abschlägigen Bescheid. Hierauf, fündigten 167 Weber, den anderen zwischen 1893 und 1898 in den Ländern mit der verschiedenen Zu den Stadtverordneten Wahlen in Offenbach a. M. Arbeitern wurde vom Fabrikbesitzer gekündigt und am Sonnabend fonfeffionellen Schichtung gewachsen find, wobei ich die relative find von einer Wahlversammlung 16 Sozialdemokraten, die elf ver die Fabrit geschlossen. Höhe der Hierauf traten die 46 Firmeninhaber zusammen und ver schiedenen Berufen angehören, als Standidaten aufgestellt öffentlichten folgenden Beschluß: Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " worden. T A theilen des Reiches schon deshalb als bekannt voraussegen dürfte, weil der Vorwärts" furz vorher, und zwar wiederholt, die einschlägigen Ziffern mitgetheilt hatte. Der Vorwurf der Unterdrückung dieser Gegenüber den wachsenden agitatorischen Bestrebungen, die Arbeiter der mechanischen Stofffabriken zu ungerechtfertigten AusZiffern, deren Mittheilung meinen Zweden teines-- Die, Halberstädter Arbeiter geitung" erhielt von dem ständen zu veranlassen und durch Behinderung der arbeitswilligen wegs hinderlich gewesen wäre, ist also durchaus hin- dortigen Ersten Staatsanwalt Schöne eine Berichtigung, worin Elemente bei den einzelnen Fabriken stets steigende Forderungen fällig. zu welch' fadenscheinigen Argumenten meine Widersacher bei diesem Terrorismus entgegen zu treten, daß, im Falle ein Ausstand Zu welch' fadenscheinigen Argumenten meine Widersacher bei. a. erklärt wird, es sei unwahr, daß der gefangene Redakteur durchzusetzen, haben die unterzeichneten Firmen beschloffen, um der versuchten Abschwächung meiner Schlußfolgerungen zu greifen Emil Meyer keine Bücher erhalte und gleich gemeinen Verbrechern nach Prüfung der zu diesem Zwecke eingesetzten stommiffion fich als fich gezwungen sehen, das erhellt u. a. daraus, daß die„ Germania", behandelt werde. ungerechtfertigt eriveist, der Betrieb nach vorhergegangener Kündigung der Arbeiter- binnen 14 Tagen in sämmtlichen Stoffwebereien Krefelds gleichzeitig eingestellt werden soll. Krefeld, den 6. Dezember 1898." " die Schlesische Voltszeitung" u. a. m. mit sichtlichem Behagen auf Nicht berichtigt ist aber die Mittheilung des genannten die von niemandem bestrittene Thatsache hinweisen, daß die große Blattes, daß Meyer teine Zeitung lesen darf und daß Mehrzahl der sozialistischen Stimmen aus den protestantischen Landestheilen kommt". Als ob es nicht ganz natürlich wäre, er mit abatrippen beschäftigt wird. Was die Lektüre der daß in einem Staate, der zu nahezu zwei Drittheilen Bücher betrifft, so bemerkt die Halberstädter Arbeiter- Zeitung" aus Angehörigen des protestantischen Bekenntnisses besteht, die Pro- Bücher bekommt ja jeder Strafgefangene, z. B. das Neue Testament, testanten auch ein absolut größeres Kontingent zur Gesammtzahl der die Bibel, Gesangbuch, Traktätchenliteratur, außerdem erhält er sozialistischen Wähler stellen als die Katholiken! Ganz nebenbei, lediglich zur Charakterifirung der Oberflächlichkeit, deren sich die Bücher aus der Gefängniß- Bibliothet, die meistens frommen tleritale Bresse bei der Handhabung des gegen mich ins Feld ge- oder patriotischen Inhalt haben. Unter Bücher verstanden wir führten Zahlenmaterials befleißigt, sei erwähnt, daß die, Germania", aber die von Meyer beantragten Bücher wie Goethe's und mit ihr der ganze Troß ihrer gläubigen Nachbeter von Breslau Berte und verschiedene Gesetzbücher." bis Starlsruhe, dem zu zwei Drittel protestantischen Königreich Württem Die Arbeiter haben dieser Drohung gegenüber nichts unternehmen können, was die Ausführung des Borhabens der Fabrifanten hindern konnte. Wie leicht ersichtlich, handelt es sich hier um eine Straftprobe; die Unternehmer wollen versuchen, bem Streben der Arbeiter nach Besserung ihrer Verhältnisse unter irgend einem Borwand zu begegnen. Das ist der Zweck des provozirten Streifs. Die Ausständigen aber können sicher sein, daß ihnen die Sympathie aller Arbeiter in ihrem Kampf zur Seite steht. Soziales. Unfallverhütung. mur berg 162 731 bezw. 221 644 sozialistische Stimmen zuweist, während Ob der Redakteur Meyer diese von ihm beantragten Bücher im ganzen dort nur etwa 300 000 Stimmen abgegeben zu werden erhalten hat, ist aus der Berichtigung des Herrn Schöne nicht zu ersehen. Sollte er aber auf die Gefängnißleftüre angewiesen sein, hat revidirten Unfallverhütungs- Vorschriften der Be Das Reichs Versicherungsamt pflegen. Es war bei den jüngsten Reichstagswahlen begründete Ber- worin besteht dann der Unterschied zwischen seiner Behandlung und rufsgenossenschaft der Feinmechanit und der Schlesischanlassung vorhanden zu der Annahme, daß die Schwenkung nach der der eines gemeinen Verbrechers? Bosenschent Baugewerts- Berufsgenossenschaft, regierungsfreundlichen Seite, welche die Zentrumsdiplomaten im Laufe der letzten Jahre in den wichtigsten innerpolitischen Fragen In Mannheim ist neben dem lokalen Redakteur der sowie neuen Vorschriften für die heinisch- Westfälische Baugewerks Berufsgenossenschaft seine Genehmigung des Reiches, insbesondere in ihrer Stellung zu den riesigen Vollsstimme", dem in Haft genommenen Parteigenossen Sera ertheilt. Militär- und Marineforderungen," vollzogen hat, im berg, auch der Redakteur des politischen Theils, Genosse Jaedh, Wolfe infofern eine entschiedene Realtion hervorrufen werde, als wegen Beleidigung des Kommerzienraths Scipio unter Anklage mittheilen, Nunmehr befizen, wie die Berliner Politischen Nachrichten" sich größere Massen der bisher zum Zentrum schwörenden Wähler gestellt worden. Er wird der Mitthäterschaft bei der Abfassung und verhütungs Vorschriften noch nicht. Auch die Zahl der mit der wenige Verufsgenossenschaften solche Unfallvon diesem abwenden und der entschiedensten Opposition gegen die Verbreitung des inkriminirten Artikels beschuldigt. Die ganze Attion, leberwachung der Durchführung dieser Vorschriften betrauten Bezunehmende Boltsbelastung und Boltsausbeutung, also der Sozial- die in dieser Sache gegen die„ Boltestinume" inszenirt wurde, wird demokratie, zuwenden würden. Diese Erwartung hat fich erfüllt, auch von bürgerlichen Blättern Badens scharf kritisirt. Die Neue wovon 213 auf 52 gewerbliche Genossenschaften entfielen. Bon auftragten nimmt zu. An 81. Oktober 1898 gab es deren 216, aus dem einfachen Grunde, weil in unserem Volle glitchlicherweise Badische Landeszeitung" fchreibt z. B.: Wegen einer formellen ben landwirthschaftlichen haben nur zwei, die noch so viel gesunder Mutterwitz vorhanden ist, daß es in allen Injurie den ganzen Apparat der Strafrechtspflege: Haus fchlesische und anhaltische, Beauftragte angejenen Fragen, die seine ureigensten materiellen Interessen fuchung. Verhaftung und Konfistation auf das Empfindlichste berühren, tagtäglid die ton noch den Beugnißzwang in Anwendung Zu bringen, Gerade in der Landwirthschaft thut aber eine Verbesserung der fessionelle 8ugehörigfeit zur fatholischen das muß doch jeden Unbetheiligten zu seltsamen Gedanken veranlassen. Kirche bon feiner politischen Ueberzeugung Man fragt sich erstaunt:" Tant de bruit pour une omelette?" Unfallverhütung sehr noth. Indeffen wird auch bei der Industrie von einer erfolgreichen Unfallverhütung erst dann gesprochen werden wohl 3 11 trennen weiß und infolgedessen einer( Warum so viel Lärm um einen Eierkuchen?) Die Sache wird gilt, den maßlosen Anforderungen eines martzerstörenden Militär- sächlich eine Blöße gegeben, daß er augenscheinlich auf grund mangel Betriebsaufsicht für die Unfallverhütung fyftematisch interessivt Partei die Gefolgschaft fündigt, die bei jeder Gelegenheit, wo es noch merkwürdiger, wenn man bedenkt, daß Herr Scipio fich that- können, wenn die zunächst Betheiligten, die Arbeiter, durch 3ubilligung einer eigenen Vertretung bei der systems gegenüber das entschiedenste„ Nein!" entgegenzusezen, mit hafter Information oder ungenügenden Nachdenkens Behauptungen mathematischer Sicherheit versagt und der Regierung die Hand zur aufgestellt hatte, die ihm unmöglich zum Ruhme gereichen können. Durchführung der voltsfeindlichsten Pläne reicht. Wer in Abrede zu stellen wagt, daß in Mannheim eine gewisse Ich gebe ohne weiteres zu, daß es für die Herren vom Zentrum Fleischtheuerung fühlbar ist und daß sie besonders den Arbeiterstand unangenehm ist, wenn man ihnen an der Hand der jüngsten Reichs- unangenehm bedrückt, der muß sich eben auf eine energische Abtagswahl Ergebnisse die Massenflucht der Wähler aus ihrem Lager fertiging gefaßt machen. Das hätte Herr Scipio vorher bedenken in dasjenige der Sozialdemokratie mit nackten Zahlen vor Augen sollen. " auch vielleicht ſte II t. werden. Unter der Gefiude Ordnung. Ein früherer Knecht des Bauern Schmidt in St. Rehburg in Hannover erhielt von der Polizei eine auf 3 M. lautende Strafverfügung, weil er diesen Dicust ohne rechtsgenügenden Grund verlassen hatte. Ter Anecht rief hiergegen das Schöffengericht in Stolzenau an. In der bon Antiklerikales Kartell in Belgien. Verhandlung vor demselben erklärte er zu seiner Rechtfertigung, daß seits, daß er sich in normalem Zustande stets sehr ehrfurchtsvoll er den Dienst verlassen habe, weil er mit einem als Trunken über den Kaiser und sehr anerkennend über die freundschaftlichen bold bekannten und unter Schnapssperre stehenden Beziehungen der Amerikaner zu den Deutschen geäußert hat. Brüffel, 13. Dezember.( W. T. B.) Die Sozialistent Menschen in einem und demselben Bett schlafen sollte. Er habe dagegen protestirt, worauf ihm der Bauer geant- dem Inhaber des Kaiser Wilhelm- Beltes Nr. 2 und dessen das Arge Bierplantschereien wurden dem Gastwirth F. Lüdke, haben gestern zwei große Versammlungen abgehalten, in welchen sie wortet hätte, dann möge er beim Hunde oder unter freiem Buffetier Grante zur Last gelegt, die heute vor dem Moabiter reaktionäre fleritale Majorität annahmen. den Liberalen vorgeschlagene Bündniß gegen die Himmel schlafen, ein anderes Bett betäme er nicht. Diesent Das Schöffengericht sprach den Knecht frei und legte die Kosten der erst mit April dieses Jahres sein Bädergeschäft aufgegeben und dafür gemeffen, zumal er auch in der Provinz wahrscheinlich angenommen Schöffengericht ſtanden. Lüdke war früher Bäckermeister und hat Beschluß wird in hiesigen politischen Kreisen große Bedeutung beiStaatskasse zur Last. Es führte aus, man könne selbstverständlich Belt 2 im Thiergarten in Betrieb genommen. Er wollte gleich von werden wird, und dann die klerikale Partei einer sicheren Niederlage teinem Dienstboten zumuthen, mit einem Trunkenbold zusammen in Anfang an soviel als möglich aus dem Bier herausschlagen und des bei den kommenden Wahlen entgegengeht, einen Bette zu schlafen. Das Gericht hätte noch hinzufügen sollen, daß jeder Dienst, halb zwang er seinen Büffetier, das sog. Tropfbier und jenes, welches bote Anspruch auf ein eigenes Bett hat. Aber diese beim Einschenken dem Zapfer über die Hände läuft, mit zu verKonzeſſion an die Neuzeit hat das Gericht wohl nicht mit dem schneiden und den Gästen vorzusetzen. Diese Manipulationen ge- Lehte Nachrichten und Depelchen. Geiste der Gesinde- Ordnung vereinbaren können, der es nach unserem vor Gericht ganz und voll erwiesen. Das Schöffengericht verurtheilte haltenden Nordweststurmes steigt der Pregel schnell; am Billauer langten schließlich durch entlassene Kellner zur Anzeige und wurden Königsberg i. Pr., 13. Dezember.( W. TB.) Infolge an Dafürhalten auch lediglich zuzuschreiben, daß„ Dienstherren" wie Lübke zu 300 Mart, den Büffetier zu 200 Mart Geldstrafe. Bahnhof beginnt das Wasser bereits die Straßen zu überfluthen. vor jener Bauer Schmidt auf den Gedanken kommen können, ihren Ar- Der Vorsitzende motivirte die Höhe der Strafe mit der Bemerkung: Die Mannschaften der Feuerwehr legen längs der Häuser Ballen beitern auch das ärgste zuzumuthen. „ Wenn man nicht einmal in einem solchen Lokale und Planken, um den Anwohnern der überschwemmten Straßen den Die Zahl der Analphabeten unter den 251 515 Refruten, die wie das Kaiser Wilhelm 3elt vor derartiger Verkehr zu ermöglichen. in Erfahjahr 1897/98 in das deutsche Landheer und in die Marine Schmußerei sicher ist, da hört doch alles auf!" eingestellt wurden, betrug 200. Diese konnten weder irgend eine Halle a. S., 13. Dezember.( W. T. B.) Der VerlagsSprache lesen noch ihren Namen schreiben. 358 Rekruten hatten meindevertreter in Bruckhausen hat das Ober- Verwaltungs- storbent. Ungiltigkeit einer Gemeindewahl. Die Wahl mehrerer Ge- buchhändler Otto Hendel, Begründer der Saale Zeitung", ist geSchulbildung nur in fremder, die übrigen 250 957 in deutscher gericht aus folgenden Gründen für ungiltig erklärt. Es stehe feſt, Sprache. Das Verhältniß der Analphabeten zur Gesammtheit der Baß zwei Wählern der zweiten und dritten Abtheilung an zwei ver- verzeichnet den Umstand, daß den amtlichen österreichischen Stellen Wien, 12. Dezember.( W. T. B.) Die„ Politische Korrespondenz" Rekruten war 0,08 pet. schiedenen Tagen die Einsicht der Wählerlisten nur bezüg- von großen Speditionsfirmen Mittheilungen zukommen, wonach lich der Abtheilung der sie selbst angehörten, gestattet gewisse Schifffahrts- Gesellschaften unter Hinweis auf die angebliche worden sei. Die weitere Einsicht sei ihnen trotz ihres Existenz der Pest in Wien die Aufnahme österreichischer Passaausdrücklichen Verlangens danach verweigert worden. Das giere verweigern. Die" Politische Korrespondenz" stellt fest, daß fei unzulässig. Nichts, was die Wählerliste enthalte, dürfe feit den sporadischen drei Pestfällen in der zweiten Hälfte des solchen Personen vorenthalten werden, die die Liste durchsehen wollten. Oktober sich nicht das geringste in sanitärer Beziehung ereignete, unter die Einsichtnahme falle auch die Kenntniß der Steuer- was im entferntesten an eine Pestgefahr erinnern könnte. Die ant iumme bei allen Wählern und die Abgrenzung Oesterreich unmittelbar angrenzenden Länder haben demgemäß der Abtheilungen, denn entsprechende Fehler tönnten bei absolut teine prophylaktischen Maßregeln getroffen, welche anderenallen Abtheilungen, nicht nur bei der des einsehenden Wählers, zur falls nicht ausbleiben würden. Angesichts dieser unumstößlichen Ungiltigkeit der ganzen Liste führen. Thatsachen kann die Behandlung österreichischer Provenienzen als seuchenverdächtig mur als aus bösem Willen oder trasfer Unwissenheit entsprungen erklärt werden. Wien, 13. Dezember.( W. T. B.) Das Abgeordneten= Boziale Rechtspflege. " Fünf Schriftfetzer, die bei der Firma Rudolf Moffe im Fünf Schriftfetzer, die bei der Firma Rudolf Mosse im Reichs- Adreßbuch beschäftigt waren, hatten vor kurzem wegen nicht Reichs- Adreßbuch beschäftigt waren, hatten vor kurzem wegen nicht genügender Beschäftigung eine Entschädigungsflage beim Gewerbegericht anhängig gemacht und hier auch ein für sie günstiges rtheil erreicht, worüber wir bereits berichteten. Da nun aber bei Objekten über 100 M. Berufung an das Landgericht zu lässig und das Objekt für alle fünf Sezer zusammen 107 M. betrug, so machte Mosse das Berufungsrecht geltend. Wiederum ist Streifposten stehen für grober Unfug erflärt Am 9. Dezember erkannte die Berufungskammer am Landgericht I und vom Charlottenburger Schöffengericht als solcher bestraft worden. zu ungunsten der fünf Sezer, indem sie die Aufhebung Anfangs August d. J. brach in der Haldenwanger'schen Porzellan- ha us setzte die Debatte über das Dienergesetz fort. Nachdem die des Urtheils des Gewerbegerichts und Abweisung fabrik infolge von Lohndifferenzen ein Streit aus. Um den Zuzug Verhandlung abgebrochen war, richtete Abg. Wolf unter den der Klage der Setzer aussprach. Hieraus mögen die Arbeiter die Lehre ziehen, daß bei derartigen die von Arbeitswilligen von der Fabrik fern zu halten, stellten heftigsten Ausfällen gegen die Regierung an den Präsidenten Streifenden Posten aus, durch welche Entschädigungsklagen vor dem Gewerbegericht entweder die befizer sich aber beschwert fühlte und der Polizeiverwaltung mentarischen der Fabrik- bie Anfrage, ob er geneigt sei, zur Wahrung der parlaKlagen bei Objekten über 100 m. getheilt oder auf diese Summe Anzeige erstattete. Diese ließ die Streitposten vertreiben und bei Verwahrung Rechte gegen die Uebergriffe der Regierung und herabzumindern sind, um die Berufung zu vermeiden, die bei den deren Wiederkehr in Haft nehmen. Infolge dessen hatten sich am stehende Anwendung des§ 14 hin, um einzulegen weist auf angebliche bevorgelehrten Richtern häufig genug für die Arbeiter un- Montag die Porzellandreher nöfel, Klinte, Zimmer, Parlaments und des Volkes das Budget und das Ausgleichsgegen den Willen des günstig ausfällt. Scholz, Schönheit, Best, John, Drells, Kollwig Provisorium durchzusetzen. Der Präsident ertheilt dem Abg. Wolf und Hän el vor dem Schöffengerichte in Ermangelung von anderem einen Ordnungsruf und schlägt die nächste Sigung für heute Abend vor wegen Verübung groben Unfugs zu verantworten. Sämmtliche mit der Tagesordnung„ Lokalbahnen". Abg. Schönerer erhebt gegen Angeklagte wurden zu einer Geldstrafe von je 10 M. verurtheilt! den Vorschlag des Präsidenten Einspruch, da derselbe geschäftsGerichts- Beitung. alt Der und Derlammlungen. " 36 000 Stück Mauersteine sollten die Fuhrherren Her= ordnungswidrig sei und bespricht die Sprachenverordnungen, ausmann Pech und Karl Blümel, welche gestern vor der dritten führend, man wolle den Stolz der Deutschen sozusagen mit ein paar Straffammer des Landgerichts I standen, ihrem Auftraggeber unterLokalbahnen beugen. Redner beantragt, die nächste Sizung für schlagen haben, während der dritte Angeklagte, der Kutscher morgen Vormittag 10 Uhr. Der Antrag des Präsidenten wird soFriedrich Wolff. der Begünstigung beschuldigt war. Die Bäckerei- Arbeiter hielten gestern, Dienstag, im großen dann mit allen gegen die Stimmen der Schönerianer und einiger Malermeister Buchmann führte in Saale der Friedrichshain- Brauerei eine sehr stark besuchte Versamm- Mitglieder der deutschen Volkspartei angenommen und die Sizung diesem Frühjahr mehrere lung ab, an der sich auch eine Anzahl Bäckermeister betheiligten. geschlossen. Neubauten in der Justerburgerstraße auf. Die Steine hatte der Ziegeleibesizer Krause Nach dem Referat von Höpfner hat sich die Lohnkommission, den In der Abendsizung beantragen Schönerer u. Gen., Königs- Wusterhausen Beschlüssen der letzten öffentlichen Versammlung entsprechend, mit den Ministerpräsidenten Grafen Thun, den früheren Handelsminister zu liefern. Es liefen während der Bauzeit täglich Doppel- den aufgestellten Forderungen nochmals beschäftigt. Die Kommission Dr. von Bärnreither, den jezigen Handelsminister Dipauli und den wagen auf dem Ostbahnhofe ein, von wo sie durch die Ge- kam zu dem Schluß, daß unter allen Umständen als erste und Justizminister Ruber in den Anklagezustand zu versehen wegen spanne der beiden ersten Angeklagten abgefahren wurden. Einer der Hauptforderung, Beseitigung des Kost- und Logiswesen beibehalten angeblicher Zirkularerlasse an die Postämter, wonach die Konfiskation Kutscher machte die Anzeige, daß eine ganze Anzahl Fuhren nicht bleiben muß. Sie verkannte keineswegs, daß gerade dieser Forde- der Einladungen zum Bezuge der Unverfälschten deutschen Worte". nach den Neubauten, sondern theils nach dem Blümel'schen, theils rung seitens der Meister der größte Widerstand entgegengesetzt werden sowie zum Beitritt zum Bunde deutscher Landwirthe in der Ostmark nach anderen Stättepläßen gebracht worden seien. Thatsächlich wird, obwohl ein Theil einsichtsvoller Meister zugeben, daß dieses System, angeordnet wurde. wurden an diesen Stellen 36 000 Mauersteine gefunden Das Haus verhandelte das Lokalbahngesetz. beschlagnahmt, welche als Krause'sches Fabrikat erkannt wurden. für die Dauer nicht aufrecht erhalten werden kann. Bezüglich des meter mit einem Kostenaufwand von 514/10 Millionen. aus dem die größten Mißstände in den Bäckereibetrieben resultiren, Die Vorlage fumfaßt 25 Lokalbahnen in der Länge von 821 KiloDie Angeklagten hatten ihren Kutschern gesagt, daß die Mindestlohnes hat sich die Kommission, angesichts der Thatsache, daß Steine als Pfandobjekte dienen sollten Teplit, 13. Dezember.( B. H.) Das Rutsch- Terrain der und da in Hamburg bereits ein Wochenlohn von 21 m. bezahlt wird und hohen Berge bei Iappay hat sich wieder in Bewegung gesezt. ein nicht seltenes Vorkommniß ist, so schöpften die Kutscher dieser Lohn für die Berliner Verhältnisse gewiß nicht zu hoch ist. Es herrscht unter den Bewohnern der umliegenden Ortschaften große feinen Verdacht. Nur der Mitangeklagte Wolff foll von den ebenfalls für Aufstellung dieses Sazes entschlossen. Andererseits Aufregung. " Verschiebungen" der Steine gewußt haben. Während der Staats- räth die Kommission, in Rücksicht auf die Verhältnisse in den Bäckerei- Budapest, 13. Dezember.( B. H.) In der Kaplanhstraße ist anwalt fämmtliche Angeklagte für überführt erachtete und gegen Pech betrieben, von der Forderung einer Stunde Eßpause Abstand zu ein Neubau eingestürzt; vier Arbeiter wurden tödtlich verlegt. und Blümel je ein Jahr, gegen Wolf einen Monat Gefängniß beau- nehmen und diesen Punkt durch Vereinbarungen zu regeln. An Basel, 13. Dezember.( W. T. B.) Der Prozeß gegen tragte, führten die Vertheidiger, Rechtsanwälte Becker und Steiner allen anderen Forderungen, die in der letzten Versammlung auf die Leiter der Unionsbank schloß nach achttägiger Veraus, daß die Verurtheilung der Angeklagten aus dem Grunde gestellt wurden, sind Abänderungen nicht vorgenommen worden. Handlung heute mit der Verurtheilung Wuest's zu drei Jahren nicht angängig fei, weil die Beweisführung der Staatsanwaltschaft wie der Referent anführte, ist ein Theil der Meister mit der Ge- Zuchthaus und Tragung der Hälfte der Gerichtskosten und Wirg's einige Lücken offen lasse und die Identität der beschlagnahmten währung einer Freinacht an den drei Festen Ostern, Pfingsten und zu einem Jahr Zuchthaus und einem Viertel der Gerichtskosten wegen Steine mit den gestohlenen nicht außer Frage gestellt ſei. Gerichtshof hielt die Angeklagten für überführt und verurtheilte die Regelung des Arbeitsnachweises auf unparteiischer Grundlage. Der Auch wurde gegen beide Angeklagte auf zehnjährigem Verlust der Der Weihnachten einverstanden. Anders liegt es mit der Forderung: fortgesetzten Betruges und Uebertretung des Baseler Börsengesetzes. Angeklagten Bech und Blümel zu je sechs Monaten Ge Arbeitsnachweis, der so außerordentliche Uebelstände gezeitigt hat, wird attiven bürgerlichen Rechte erkannt. Die übrigen Angeklagten Kopffängniß, während der Kutscher Wolff, der unter dem Einflusse von den Unternehmern vielfach als Mittel benutzt, umunliebsame Arbeiter mann und Wagner wurden freigesprochen, jedem indeß die Tragung seiner Arbeitgeber gestanden hatte, mit einer Gefängnißstrafe von aus den Bäckereien fernzuhalten, deshalb wird man gegen die so von einem Achtel der Gerichtskosten auferlegt. 10 Tagen davonkam. sehr berechtigten Wünsche energischen Widerspruch erheben. Paris, 13. Dezbr.( B. H.) Das Duell zwischen Déroulède Der vor einigen Tagen aus der Strafanstalt zu Plößensee Redner plädirt, nachdem er noch darauf hingewiesen hat, daß die und Boyer ist nach zweimaligem Kugelwechsel resultatlos verlaufen. entwichene Händler Frizz Schmoldt, der schon vor kurzer Zeit Innehaltung der Bundesraths- Verordnung und 50 Pf. für gesetzliche Paris, 13. Dezember.( B. H.) Im Ministerrathe wurde heute nach seiner Flucht in der Danzigerstraße wieder festgenommen wurde, Ueberstunden gefordert werden müsse, für den festen Zusammenschluß die Lage Picquart's besprochen; es wurde jedoch kein Beschluß stand gestern unter der Anklage der Beleidigung und Körperverlegung in der Organisation und für recht rege Betheiligung an dem Streit gefaßt. Der Kaffationshof verhörte heute die Generale Boisvor dem Schöffengericht. Schmoldt ist ein Mann, der. wie seine vielen fonds, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Den mit leb- deffre und Gonse; dieselben werden morgen wiederum einem Verhör Vorstrafen beweisen, den Behörden viel zu schaffen macht und namentlich haftem Beifall aufgenommenen Ausführungen folgte eine rege Dis- unterzogen. den Schuyleuten feindlich gesinnt ist. Er verbüßt zur Zeit eine halb- fussion. Unter anderen betheiligten sich die Bäckermeister Müller London, 13. Dezember.( W. T. B.) Die hiesigen Abendblätter jährige Gefängnißstrafe wegen Schußmannsbeleidigung. Auch in der und Gäde, die insbesondere gegen die Forderung der Beseitigung besprechen die gestrige Rede des Staatsministers v. Bülow in gestrigen Verhandlung stand eine solche in Frage: Der Angeklagte hatte, des Kost- und Logiswesen polemisirten. Sie versuchten, obwohl sie günstigem Sinne. Pall Mall Gazette" sagt, nichts könnte als er bei einem Schuhmann vorbeikam, ohne jede Veranlassung zugaben, daß in dieser Beziehung Mißstände vorhanden sind, den mehr als sie zur rechten Zeit kommen. Das Blatt glaubt, je mehr diesem das höhnische Wort:" Promenaden- Emil" zugerufen. Versammelten klar zu machen, daß die Durchführung dieser Forde- Punkte gemeinsamen Vorgehens England und Deutschland Gleichzeitig war er wegen eines Attes der Rohheit ange- rung nicht nur für die Meister, sondern besonders für die Gesellen finden fönnten, um so besser könne dies Deutschland gefallen. flagt. Als er eines Abends mit seiner Frau auf der Nachtheile im Gefolge hat. Die Gesellen würden vielleicht noch ein Die Rede sei die richtige Ergänzung der Nede, die Chamberlain Straße stand, stellte er einen Passanten, der ruhig seines Weges schlechteres Essen und ungemüthlichere Schlafstellen erhalten und ge- in Wakefield gehalten hat. Keines der beiden Länder spähe nach ging und behauptete, daß dieser seine Frau angerempelt habe. Die zwungen sein, die Wirthschaft zu frequentiren. Bildungsstätten Allianzen aus, es gebe aber ein Land( Frankreich), das dies thue. Behauptung war völlig erfunden, der Angeklagte blieb aber dabei würden die Arbeiter, nach Ansicht des Herrn Müller, der auch zwischen dem Lande mit der Politik der Nadelstische" und dem und schlug anscheinend mit einem Schlüssel auf den Gegner den geforderten Mindestlohn und die 50 Pf. für die Ueberstunde als Lande, dessen Waffe die britische Flotte und dessen Grundein, so daß dieser eine blutende Wunde davon trug. Im gestrigen viel zu hoch bezeichnet, nicht aufsuchen, weil sie dafür keinen Sinn jaz die offene Thür" sei, tönne Deutschland in keinerlei Termine versuchte der Angeklagte, Zweifel an feiner geistigen Bu- hätten. Im weiteren gaben Herr Müller und Herr Gäde der Meinung Zweifel dastehen. Der Globe" fagt: Die Bezugnahme auf rechnungsfähigkeit zu erwecken, der Versuch mißlang aber voll- Ausdruck, daß mit der Abschaffung der Kost und Logis im Hause viele Fragen, hinsichtlich deren Deutschland mit England gehen ständig. Der Gerichtshof verurtheilte ihn zu 3 Monaten und 1 Woche die fleinen Bäckereien zu grunde gehen und daß dann die Groß- fönne, welche auf die Erklärung folge, daß der Dreibund noch in Gefängniß. betriebe, in denen es den Arbeitern noch schlechter gehen würde, an voller Kraft stehe, könne nicht mißverstanden werden. Das Blatt ist Umfang zunehmen. Irgend welche Zugeständnisse waren aus den der Ansicht, daß keine englisch- deutsche Allianz besteht und keine be Bedauernswerthe Opfer einer unhaltbaren Gesekes: Ausführungen der Redner, die die Arbeiter fortwährend vor dem stehen wird. Aber die englisch- deutschen Beziehungen hätten sich auslegung. Von der Häufigkeit der Zusammenstöße zwischen der Streit und Boykott warnten und zu Verhandlungen mit den fühlbar gebessert und das sei alles, was die Engländer wünschen.- Die elektrischen Bahn und anderen Fuhrwerken zeugt die Thatsache, daß Meistern in den Bezirksvereinen aufforderten und des weiteren die Westminster Gazette" drückt ihre Befriedigung über die bei den Straffammern des Landgerichts I in einer Woche bisweilen Arbeiter auf die Selbständigmachung vertrösteten, nicht zu entnehmen. Besserung der englisch- deutschen Beziehungen aus, möchte aber die gegen 30 Berhandlungen wegen Transportgefährdung stattfinden. Die nachfolgenden Redner, Klang, Barth, Briestorn, Natur der Arrangements kennen lernen, welche als für Deutschland Mit ganz vereinzelten Ausnahmen sind stets die Führer von Fuhr- Gitschow. Schlüter und Schneider ließen jedoch günstig gelten. werken die Angeklagten und in den meisten Fällen werden die Zu- darüber keinen Zweifel, daß die Bäckerei- Arbeiter sich von Antwerpen, 13. Dezember.( W. T. B.) Der hier eingetroffene sammenstöße dadurch verursucht, daß die Kutscher die Schnelligkeit, der Durchführung der aufgestellten Forderungen nicht mehr Dampfer Leopoldville" bringt die Nachricht mit, daß vier belgische mit der die elektrische Bahn fährt, unterschäßen. Gestern wurden abbringen lassen. Von allen diesen Rednern wurden die in den Handelsagenten von Eingeborenen am oberen Ubanghi getödtet allein vor der vierten Straffammer des Landgerichts I nicht weniger Bäckereien herrschenden Zustände geschildert und einer herben Kritik und aufgefressen wurden. Der frühere Kommandant Lothaire ist als sechs Anklagen wegen Transportgefährdung verhandelt. Wann unterzogen. Sie wendeten sich gegen die Ausführungen der Meister mit 300 Mann aufgebrochen, um die Schuldigen zu züchtigen. wird die Unhaltbarkeit solcher Zustände endlich an den maßgebenden und pläbirten unter stürmischem Beifall der Versammelten für die Petersburg, 13. Dezember.( W. T. B.) Gestern explodirte Stellen eingesehen werden? völlige Durchführung der aufgestellten Forderungen. Die in der bei Ladung von Geschossen in einem geschüßten Raum des Forts In der Zuchthausära. Das Reichsgericht hat gestern ein Er- vorigen Bersammlung vorgeschlagene Resolution, die wir bereits Stonstantin in Kronstadt ein Geschoß. Die Ursache der Explosion ist fenntniß bestätigt, welches von der Straffammer in bed gegen veröffentlichten und in der die einzelnen Forderungen enthalten und unbekannt. Neun Soldaten sind todt, drei Offiziere verwunder, den Arbeiter Wilhelm Grewe gefällt worden war. Dieser war begründet sind, fand mit den erwähnten Abänderungen die ein- davon einer schwer. Sieben Soldaten find schwer verwundet. Als-wegen versuchter Nöthigung zu sechs Monaten Gefängniß stimmige Annahme. Demnach werden die Gesellen- Ausschüsse den beiden bald nach dem Unglücksfall fand ein Trauergottesdienst statt. verurtheilt worden, weil er während des Bauarbeiterstreits einem am Orte bestehenden Innungen die Forderungen demnächst unter- Kanea, 13. Dezember.( Meldung der Agence Havas.) Eine Streitbrecher gedroht hatte, ihm würden die Knochen entzwei ge= Der wöchentliche Beitrag zum Streitfonds wurde auf telegraphische identische Note der Admirale an ihre Regierungen ers schlagen werden. Solche Urtheile genügen den Vertretern der Ord- 50 Pf. festgesetzt. Als Revisoren für den Streitfonds wurden klärt, falls der Prinz eine Amnestie erlassen sollte, so werde diese mung immer noch nicht. Nach ihrem Willen soll schon der ins and, Briestorn, Klammed und Klang gewählt. Außer unmöglich auf die durch die Kriegsgerichte wegen der in Kandia verübten Zuchthaus gesteckt werden, der nur zum Streit, anreizt"! den Bureaus der beiden Organisationen bei Moll und Blaurock oder solcher Verbrechen Verurtheilten Anwendung finden können. wird vom 1. Weihnachtsfeiertag ab ein Zentralbureau der Lohn- die auf Todesstrafe gelautet und in Freiheitsstrafe umgewandelt tommission im Restaurant Drescher, Linienstr. 218, eingerichtet. In seien, weil sonst die Sicherheit derjenigen Personen, welche in den, allen diesen Bureaus werden die Sammelkarten ausgegeben und betreffenden Prozessen als Zeugen auftreten, schwer gefährdet erscheine. Beiträge zum Streitfonds entgegen genommen. Washington, 13. Dezember.( W. T. B.) Der Präsident Ma e Kinley hat den General Brolote zum Militärgouvenenr an Heute ,. abends Kuba ernannt und mit der Kontrolle über alle Zweige der Militärund Zivilverwaltung betraut. Jede Provinz erhält einen Gouverneur, der seine Instruktionen vom General Brooke empfangen wird. breiten. Denunziationspest. In der Angelegenheit des Amerikaners Frant naat, der am 24. November in einer hiesigen Weinftube wegen angeblicher Majestätsbeleidigung verhaftet worden ist, steht nunmehr am 20. d. M. vor der vierten Straffammer Termin Landsmannschaft der Schleswig Holsteiner. zur Hauptverhandlung an. Rechtsanwalt Dr. Schwindt hat 8%, Uhr, große Bersammlung in G. Feuerstein's Festfälen( Juhaber M. Herz11 Zeugen laden lassen, die bekunden sollen, einerseits, daß der berg), Alte Jafobstr. 75. Vortrag des Herrn Dr. J. Sternberg über KopfAngeklagte an dem fraglichen Tage sehr stark betrunken war, anderer- und Nervenleiden". い Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 292. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 14. Dezember 1898. Reichstag. 4. Sizung, Dienstag, 13. Dezember 1898, 1 Uhr. Bülow, v. Goßler, v. Thielmann. Einigermaßen ins Stoden gerathen ist die Frage der trieben absichtlich und böswillig Schwarzmalerei und mit dem Sicherung der Bauhandwerker. Ich kann es ja begreifen, leichtesten Sinn von der Welt setzten sie sich über diese denn die juristische Seite der Frage ist in der That nicht so einfach. Frage hinweg. Jetzt ist die Bescheerung da, die wir vorausAm Tische des Bundesrathes: Graf Pofadowsky, von wieder zu keiner Einigung gelangen, so ist auch nicht anzunehmen, rechten Namen nennen, wie schon Fürst Bismard uns in leidenAber wenn immer neue juristische Sachverständige immer gesehen haben. Die Regierung möchte nur das Kind nicht beim Die erste Lesung des Etats wird fortgefeht. daß sie in den folgenden Jahrhunderten dazu kommen. Ich bitte schaftlicher Weise das Recht bestritten hat, im Reiche überhaupt von Abg. Baffermann( natl.): Graf Pojadowsky hat gestern die also Herrn Nieberding, hier endlich selbständig vorzugehen. einem Defizit zu reden. Das Reich könne gar kein Defizit haben, Lage im Innern sehr rosig dargestellt. Wir können ihm darin zuWas den Lippe'schen Fall anlangt, so halten wir es denn der fehlende Betrag würde auf irgend eine Weise immer stimmen, daß nicht so viel Grund zur Unzufriedenheit vorhanden ist, zunächst für bedauerlich, daß er so lange die öffentliche Meinung wieder eingebracht, sei es durch Erhöhung der Matrikularbeiträge wie Herr Richter meinte. In weiten Kreisen ist aber erhebliche Un- beschäftigt. Ich kann mich der Meinung des Abg. Richter von der oder durch irgend eine entsprechende Anleihe. Das ist nun doch ein zufriedenheit darüber vorhanden, daß das Versprechen des Nichtzuständigkeit des Bundesraths nicht anschließen. Zuständig ist Streit um des Kaifers Bart: in Wirklichkeit ist die Sachlage so, daß wir Reichskanzlers auf Beseitigung des Verbindungs- der Bundesrath jedenfalls in der Frage, ob er zuständig ist.( Große ein größeres Defizit als im Vorjahre, einen Fehlbetrag von verbotes für Vereine nicht eingelöst worden ist. Bir Heiterkeit.) Ich hoffe, daß die ganze Angelegenheit recht bald aus 90 Millionen haben, für die der Kredit ganz exorbitant herangezogen trauen der Geschicklichkeit des Herrn von der Recke nicht zu, daß der Welt geschafft sein wird. werden muß. Erst seit wenigen Jahren denkt man in Deutschland, er im preußischen Landtag es verstehen wird, das Koalitionsverbot Eine andere Frage, die die Oeffentlichkeit jetzt in hohem Maße wo man fich auf das Schuldenmachen so famos eingerichtet hatte, für Vereine zu beseitigen; und wir haben es deshalb vorgezogen, beschäftigt, sind die Bestimmungen zur Befämpfung des daran, daß auch der Moment kommen könnte, wo diese Schulden einen Initiativantrag hier einzubringen. Was die Sozial: Anarchismus. Auch ich bin der Ansicht, daß ein Asylrecht zurückgezahlt werden müssen. Als das entsprechende Gesez gemacht reform anlangt, so ist dem Grafen Posadewsky zuzugeben, daß für anarchistische Verbrecher nirgends bestehen wurde, sprach man die Hoffnung aus, daß nun die Pumpwirthin ihr fein Stillstand eingetreten ist. Wir finden aber, daß das solle.( hört! hört!) Die Sozialdemokraten suchen den An- schaft aufhören werde. Heute aber sollen wir neue Schulden Tempo in ihr zu langsam ist. Es scheint uns nothwendig, daß archismus lediglich als eine Frucht elender wirthschaftlicher Ver- machen. Die Thronrede spricht beschwichtigend von einer vorüberin der Organisation der Reichsbehörden Reichsbehörden eine Acnderung hältnisse hinzustellen. Ach ich verschließe mich nicht der Einsicht, daß gehenden, ausnahmsweisen Lage. Das halte ich für eine Täuschung einzutreten habe. Im Reichsamt des Innern möge hierin ein berechtigter Kern liegt; aber der Say ist doch seiner selbst und anderer! Wir haben heute ungewöhnlich hohe Einein besonderes Arbeitsamt errichtet werden, dem die nur mit Einschränkungen richtig. bin weit davon fünfte, und unsere Einnahmen basiren größtentheils auf dent Weiterentwidelung der Arbeiterversicherung, die Bearbeitung entfernt, Sozialdemokratie und Anarchismus in einen Topf Massenbedarf, der bei der günstigen Erwerbslage außerordentlich geder Erfahrungen, die von der Kommission der Arbeiterstatistik nieder zu werfen, ich weiß, daß die sozialdemokratische Presse sich energisch stiegen ist. gelegt werden, und die Vertretung der gesammten Sozialpolitik im dagegen wehrt und daß die sozialdemokratische Partei auf ihren Der Herr Staatssekretär hat sich nun gestern eingehend mit der Plenum des Reichstags zufallen müßten. Mit der Zeit wird sich Parteitagen wiederholt Stellung gegen die Anarchisten genommen Frage beschäftigt, ob es richtig sei, daß wir gegenwärtig uns auf hieraus eine selbständige Behörde, ein Reichsarbeitsamt entwickeln. hat. Es ist aber nicht zu verkennen, daß die maßlose Kritit, dem Kulminationspunkt der wirthschaftlichen Entwickelung bereits Wir erwarten von einer derartigen Organisation die Feststellung wie sie von sozialdemokratischer Seite an allen bestehenden staat- befinden, oder wie behauptet worden sei, vielleicht bereits im Niederbestimmter programmatischer Säße, wie sich die Sozialpolitik weiter lichen Einrichtungen geübt wird, mit dazu beiträgt, um jene Ausgang begriffen seien. Der Herr Staatssekretär hat, wie gesagt, in entwickeln soll, und behalten uns vor, besondere Anträge in dieser wüchse zu zeitigen. Das scheint mir zweifellos.( Großer ziemlich langen Ausführungen zu beweisen gesucht, daß gar keine Richtung noch zu stellen. Beifall rechts.) Es ist von der Einführung der Prügelstrafe für Anzeichen eines kommenden Niederganges vorhanden seien. Mir Die letzten Wahlen haben ein weiteres Anwachsen anarchistische Verbrecher gesprochen worden. Auch ich kann mir sind jedoch, wenigstens was das ökonomische Gebiet betrifft. der Sozialdemokratie gebracht. Die Erfolge der Partei denken, daß bei Häufung der Verbrechen man ohne Prügelstrafe nicht seine Nachweisungen etwas sehr dürftig erschienen. Seine find von ihr selbst in Stuttgart verschieden beurtheilt worden, theils mehr auskommen kann, aber zur Zeit liegt meiner Ansicht ganze Beweisführung hat sich eigentlich darauf gestützt: Wir haben pessimistisch, theils optimistisch. Wir können uns hier aber nur mit nach die Sache in Deutschland noch keineswegs so schlimm. nach wie vor große, sogar wachsende Einnahmen. Die Industrie der Thatsache befassen, daß eine Vermehrung von mehreren hundert- Ich glaube, wir brauchen zu derartigen Ausnahmebestimmungen blüht und unsere Eisenbahn macht gute Geschäfte. Ja, meine tausend Stimmen eingetreten ist. Es ist eine Illusion, daß die nicht zu schreiten, und wenn die Anarchisten Sonferenz Herren, wenn es in diesen drei Dingen schon gegenwärtig zu fehlen sozialdemokratische Bewegung ihren Höhepunkt erreicht hat; es ist feine praktischen Resultate zeitigen sollte. so erhoffen wir von den anjinge, so brauchten wir uns gar nicht darüber zu streiten, ob Aneine Illusion, daß durch polizeiliche Maßregeln eine derartige deutschen Behörden, daß sie das Wachsen des Giftpilzes zu verhindern zeichen eines fommenden Niederganges vorhanden sind, sondern mächtige Klassenbewegung zum Stillstande gebracht werden kann. wissen werden. dann wäre er bereits vorhanden und Sie würden seine Wirkungen ( Sehr richtig bei den Sozialdemokraten.) Ob die Sozialdemokratie im Der Abg. Richter hat gestern den Staatssekretär für dos Reichs- schon sehen. Aber der Herr Staatssekretär hat auf andere Anzeichen Laufe der Jahre ihren internationalen und antimonarchischen Charakter Post amt nicht mit voller Gerechtigkeit behandelt. Einmal hat er nicht hinreichend Gewicht gelegt:„ Auf dem ganzen interaufgeben wird, darüber ist jetzt noch nicht ein Urtheil möglich; wir ganz bedeutende Mehreinnahmen erzielt, das ist doch schon etwas nationalen und dem deutschen Geldmarkte tritt müssen das der Zeit überlassen. Wir fönnen nur konstatiren, daß aus der sehr Erfreuliches. Dann aber hat er eine ganze Reihe von Reformen allerdings eine Reihe bedenklicher Erscheinungen ganzen sozialdemokratischen Lehre gegenwärtig eine Reihe von 2cit bereits vorbereitet: Aufbesserung der Lage der Unterbeamten, Er- bereits hervor. Wir haben die Versteifung des Geldmarktes, fäßen preisgegeben wird. Auer machte sich fürzlich in seiner Rede höhung der Gewichtsgrenze für einfache Briefe 2c. Für die Aus- wir haben die Thatsache, daß nicht mir die Reichsbank, sondern auch über die Prophetie lustig.( hört, hört!) Von Liebknecht sagte er: dehnung des Postregals sind wir zu haben, natürlich nur gegen an- andere Banken bis in die Provinz hinaus mit ihrem Zins in die Prächtiger Kerl, aber schlechter Prophet.( heiterfeit.) Auer meinte gemessene Entschädigung der Privatposten, auch ihrer Angestellten. Höhe gegangen sind, die Thatsache, daß nach der Meinung der ferner, daß wenn die Elendstheorie aufgegeben würde, auch die Der Abg. Richter hat gestern gefragt, was sich denn eigentlich Banken die Industrie derartig große Anforderungen an die Banken Einleitungssäge zum Erfurter Programm geändert werden müßten. geändert habe, um eine neue Militärvorlage nothwendig zu stellt, daß sie den Banken nicht mehr die entsprechende Sicherheit Am auffallendsten war die Wandlung in Stuttgart bei der machen. Darauf kann man erwidern: Es hat sich nichts geändert; bietet und daß sie, um diesen Anforderungen entgegenzutreten, gerade Zollschutzfrage. Schippel meinte dort, das System der freien die allgemeine politische Lage ist dieselbe geblieben, und eben deshalb mit der Erhöhung ihrer Distontosätze vorgegangen sind, und wir haben Stonturrenz sei für die Industrieländer immer unerträg muß ein weiterer Ausbau unserer Armee stattfinden. Ein Ver- die weitere Thatsache, daß ganz hervorragende, wegen ihrer Vorsicht licher geworden, und wandte sich gegen den Freihandel. ständniß für die Nothwendigkeit der Heeresvermehrung ist in weiten bekannte Häuser sich den Anforderungen der Industrie gegenüber Diesen Standpunkt haben wir bereits Jahre hindurch ein- Boltstreifen vorhanden; und eigentlich hat man sich mir darüber zurückhaltend zu zeigen beginnen. Das find zwar noch nicht Zeichen genommen. Wo ein Schutz der nationalen Arbeit nothwendig gewundert, daß nur so geringe Forderungen gestellt werden. In des Niederganges, aber doch einer Schwüle auf dem Geldmarite. war, haben wir ihn bewilligt. Wenn die Industriearbeiter ein Inter der Frage der zweijährigen Dienstzeit gehen wir von der Merkmale dafür, daß der immense Aufschwung, den die Industrie esse an der Blüthe ihrer Industrie, die durch Schutzölle gehoben Ansicht aus, daß sie, einmal eingeführt, praktisch nie mehr bescitat genommen hat, wieder einmal der Verbrauchsfähigkeit unter den wird, haben, so gilt dasselbe auch für die Landarbeiter. Die alten werden wird. Die Entscheidung darüber, ob sie nun ein für allemal ge- gegenwärtigen Zuständen vorangecilt ist. Es sind allerdings Parteien missien sich zusammenschaaren im Stampfe feßlich festgelegt werden soll, oder nur wieder für einen Zeitraum Beichen dafür, daß ein wirthschaftlicher Niedergang wider den Umsturz. Bei den Wahlen von 1898 haben wir von fünf Jahren, erscheint uns daher völlig belanglos. in nicht allzu langer Zeit zu befürchten ist. tiese erfreuliche Thatsache zu verzeichnen gehabt, und die sozial- Durch die Zeitungen ist die Nachricht von einem Spieler- Natürlich wird von einem solchen wirthschaftlichen Niedergang der demokratische Presse ist sich darüber llar, daß dieser Zusammenschluß prozeß in annover gegangen. Ich muß die Armee- schwächere Mittelstand ganz außerordentlich getroffen und in erster in Zukunft noch stärker werden wird. Wir müssen andererseits aber verwaltung dringend bitten, den ärgerlichen Mißständen, die da zu Linie die Millionen der arbeitenden Bevölkerung, welche als Steners der sozialdemokratischen Bewegung durch positive Maßnahmen das tage getreten sind, ein Ende zu machen. träger die Kosten dabei bezahlen müssen. Wasser abgraben; es muß Aufgabe der Regierung und der herrschenden In bezug auf den Abrüstungserlaß des garen stche Damit fallen auch unsere Reichseinkünfte in ihrem Haupttheil, Klaffen sein, dem Arbeiter ein menschenwürdiges Dasein zu ver- ich nicht auf dem Standpunkt der sozialdemokratischen Preffe, die feineswegs aber zugleich die Ausgaben, die wir jetzt haben, denn schaffen; die Grundsäße der kaiserlichen Botschaft müssen uns hier in ihm lediglich einen Trie der ruffischen Diplomatie sehen will. Ich die Ursachen der Steigerung der Ausgaben werden fortwirken, sogar bei leiten. Mein Frattionsfollege v. Heyl hat die Frage der gehege vielmehr die feste Hoffnung, daß die Friedenskonferenz zu noch in verschärfterem Maße auch unter schlechteren Verhältnisien. meinschaftlichen Organisation der Arbeiter und der einem erfreulichen Resultat führen wird. Freilich darf sie nicht zum Da ist zuerst die nach langem Drängen unsererseits nuut endlich zu Arbeitgeber angeschnitten, um die gemeinsamen Inter- Vorwand genommen werden, den Regierungen stande gekommene Aufbesserung der unteren und mitte essen, wie Arbeitsversicherung und Arbeitsnachweis, zu erörtern; die Mehrforderungen für die Armee zu erleren Beamten in der Thronrede angekündigt, die ja natürlich und eine derartige Organisation ist um so wünschenswerther und geschweren. zu begrüßen ist, deren Wirkung Sie aber nicht überschäzen rechter, nachdem wir für die Organisation des Handwerks einiautichou von allen Geiten recht gut behandelt worden. Ich baldige Neuforderungen gefaßt machen müssen. Für die höheren Von unserem Kolonialetat i gestern die Forderung von dürfen. Sie ist sehr bescheiden ausgefallen und Sie werden sich auf getreten find. Die Thronrede kündet den weiteren Ausbau der Sozialgesez- möchte aber auch die Wichtigkeit der afrikanischen Kolonien nicht jo Beamten wird die diegierung ja schon von selbst sorgen. Ebenjo gebung an. Wir müssen zur organisatorischen Reform der Versicherung völlig übersehen wissen. Ich glaube, daß die Usambara- Bahn sich wenig ist bei dem so tiefig angeschwollenen Pensionsfonds kommen; bei der Altersversicherung fann man die Zahlung der sehr gut rentiren werd und bitte Sie, für sie zu stimmen. auf eine Verminderung zu rechnen, namentlich mit Rücksicht auf Rente schon mit dem 65. Jahr eintreten lassen. Ferner scheint mir Die auswärtige Politit des Deutschen Reiches hat gestern die massenhaften nfionirungen von Offizieren, die der Zusammenschluß der Versicherungsarten erwünscht, die Kranken- hier eine große Rolle gespielt und die Frage der Ausweisungen besten Lebensalter tehen und im übrigen größtentheils versicherung sollte in unmittelbare Verbindung mit der In- ist damit in Zusammenhang gebracht worden. Wir balten Aus- ganz gesund sind. Zachdem sich der Reichstag so schwächs validitätsversicherung gebracht werden. Es ist auch der weisungen dann für berechtigt, wenn einer Gefahr für die nationale lich gezeigt hat, da er vor Tauter Kompetenzbedeuten Wunsch nach einem Reichs- Wohngefez laut geworden. Entwidelung eines Landesstriches dadurch vorgebeugt wird.( Bravo! nicht einmal einen Antrag gegen diese fortdauernden Penfionirungen Das mag aber noch in weiter Ferne liegen. Einstweilen bei den Nationalliberalen.) Unnöthige Belästigungen von Ausländern annehmen wollte, fann man von der Regierung eigentlich gar nichts Eine Kritit des Auslandes aber Besonderes nach dieser Richtung verlangen. wäre die Wohnungsfrage in der Weise zu fördern, daß müssen aber vermieden werden. Versicherungskassen der Juvalidenversicherung angehalten verbitten wir uns.( Bravo! rechts.) Im übrigen wird die preußische Einen nicht geringen Antheil an den großen Ausgaben hat die würden, den gemeinnüßigen Baugesellschaften Gelder zur Verfügung Regierung im Landtage ausreichend Gelegenheit erhalten, fich über gewaltige Vermehrung des Kolonialetats. Auch hier ist an zu stellen. das Verhalten des Herrn v. Köller zu äußern. eine Besserung nicht zu denken, denn so lange Deutschland Kolonials Was den in der Thronrede erwähnten Schutz der Tauf- Redner wendet sich den gestrigen Ausführungen des Staats- politit treibt, find beständig nene Anforderungen hervorgetreten; männischen Angeftelten betrifft, so halten wir es besonders fekretärs v. Bülow zu, die, wie er sagt, im Lande freudigen deshalb find wir Sozialdemokraten von Anfang an Gegner der für erwünscht, wenn ein gemeinschaftlicher 2 a denschluß in den Wiederhall finden würden. Wir halten am Dreibund fest, sehen ganzen Kolonialpolitik gewesen, weil wir meinen, Deutschland Orten zunächst eingeführt werde, wo die Mehrzahl der Prinzipale aber mit einem gewissen Bangen auf die innere Entwickelung Oester- fann vorläufig noch sein Geld für sein eigenes Volt besser und sich dafür erflärt. Wir erkennen weiter die Nothwendigkeit des reichs, die die Feinde der Deutschen in den Vordergrund bringt. nüßlicher verwenden, als in fremden Welttheilen. Die bisherigen Koalitionsrechtes für die Arbeiter an. Von einer Ein- Darin liegt die Mahnung, daß Bündnisse unter Großstaaten nicht Kolonialversuche haben uns recht geringe Ehre eingebracht und Air vertrauen der Festigkeit gerade die Kolonialpolitik führt uns zu immer neuer Vergrößerung fchränkung des Koalitionsrechtes darf nicht die für die Dauer geschlossen sind. te de sein.( Sehr richtig! links.) Auf der anderen Ecite müssen wir unseres Auswärtigen Amtes in der Wahrung des deutschen Ansehens. der Flotte. Fürst Bismard hat ja das kaustische Wort seinerzeit ges cherkennen, daß der einzelne gegen den Terrorismus, Die Tendenz der deutschen Politik wird überall als friedlich an- sprochen, daß Kiantschon der Strick ist, der dem Reichstag um den gegen den Zwang von außen, geschüßt werden muß. Häufig erkannt. Wenn die Beziehungen zu England sich gebeffert Stopf geworfen würde, um ihn zur Bewilligung der Flottenvorlage wird der Eindruck erweckt, als gäbe es gar keine gesetzlichen Be- haben, weshalb ist dann der neue Handelsvertrag noch nicht zu stande zu bekommen. Weiter ist die Kolonialpolitik der beste CH stimmungen gegenwärtig in dieser Richtung. Wir haben ja aber gekommen? zu wachsenden Abenteuern internationaler Art, die ebenfalls bis aufs äußerste bekämpft haben. den§ 153 der Gewerbe- Ordnung. Daß Ausschreitungen vorgekommen find, in erheblicher Weise vorgekommen sind, wollen wir durchaus derartige Dinge nicht will, muß von Anfang nicht bestreiten. Vielleicht hat die Rechtsprechung eine zeitlang von fagen, iver dagegen die Verantwortung für die Kolonialpolitit über den bestehenden Strafbestimmungen teinen genügenden Gebrauch nehmen will, der muß sich von vornherein klar sein, daß auf lange gemacht, jetzt ist ja aber darin eine entschiedene Wandlung ein Zeit hinaus in jämmtlichen Kolonien immer stärker werdende Ausgetreten, wie die Straflisten des„ Vorwärts" beweisen. Wir werden die in gaben kommen werden. Was hat z. B. das fleine Zipfelchen Babn der Thronrede angekündigten neuen Strafbestimmungen sehr nüchtern in Ostafrita für einen Sinn? Doch an sich sehr wenig. Wenn die prüfen, wir werden von der Regierung den Beweis verlangen, daß wirklich Bahn nicht immer weiter gebaut wird, u konkurrenz auch England Lücken in den gegenwärtigen Sirafbestimmungen vorhanden sind. zu bieten, hat sie keinen Zweck, und dazu sind natürlich große Geld. Zur Einführung überflüssiger Strafbestimmungen und unsumunen nöthig. nöthiger Verschärfungen werden wir nicht zu haben sein. Und was Kiautichau( Mufe bei den Nationalliberalen: Niantickou) In dem Kampf zwischen Unternehmer und Arbeiterschaft ist es die also Kiautschou betrifft ich bin im Chinesischen noch nicht fo weit vorgeschritten, wie die Herren vielleicht( Heiterkeit) Pflicht der Regierung, zwischen den Parteien zu stehen und volle so jind. Gerechtigkeit walten zu lassen. Sollte in der tommenden Vorlage Abg. v. Vollmar( Soz.): Wäre ich ein Neuling in diesem wenn überhaupt etwas daraus zu machen ist, was ich nicht weiss. das Koalitionsrecht angetastet werden, so werden wir sie ohne Hause, so hätte mich vielleicht die Neugier etwas gepadt, wie die diefe 17 Millionen zweifellos nur ein ganz fleiner Anfang, namrent= weiteres ablehnen.( Beifall bei den Nationalliberalen.) Redner be- Regierung angesichts einer derartigen außerordentlichen Finanzlich angesichts der Scheu des deutschen Kapitals, das zwar sehr gern streitet, daß auf der Heidelberger Zusammenkunft von dem Gesetz lage ausreichende Erklärungen geben fönnte. Aber wenn ich diese bei nationalen und tolonialen Deklarationen mitmacht, das sich aber zum Schutz der Arbeitswilligen überhaupt die Rede gewesen sei; Neugierde jemals besessen habe, so ist die Schwäche lange über- gänzlich zurüdzicht, sobald es sich darum handelt, auch ein es habe sich lediglich um persönliche Fraktionsangelegenheiten wunden; denn ich kenne hinreichend die einander folgenden Staats- ijito dafür zu übernehmen.( Sehr richtig! links.) sekretäre der Finanzen, um zu wissen, daß sie jede Geschäftslage, Risiko muß das Deutsche Reich, muß das deutsche deutsche Bolt. gehandelt. wir übernehmen. Die Thronrede kündigt eine Vorlage an, die die amtliche möge fie gut, möge sie schlecht sein, nach ihrer Weise müssen Wenn dann fein Stisifo wenn Daß fic, Eine einheitliche Regelung dieser auszulegen verstehen, Fleisch beschau regelt. das Be- ist, dann ist auch das deutsche Kapital so gut, den Brofit einzusteden. der schlechtesten möglichst rosa Ueber die Marine will ich nicht weiter sprechen. Der vorige malen können. Im vorigen Jahr war die Rofafärberei an der Reihe, Reichstag hat dem deutschen Volke diese Lajt aufgeladen, das deutsche als die neue Marinevorlage durchgejezt werden sollte. Wir wiesen Bolt hat sie sich aufladen lassen, mag es sehen, wie es damit fertig schon damals darauf hin, daß diese Vorlage im Falle der Annahme wird. Jedenfalls sicht fest, daß wir auch hier nur am Anfang z unsere Reichsfinanzen in Unordnung bringen würde, daß wir mit weitergehenden Blänen stehen. Nun zum Militäretat. Richter fagte, cr habe voriges Schnelligkeit zu neuen Reichsschulden und schließlich auf alle Fälle die Unsere Handelspolitischen Beziehungen zu merita werden durch den Umstand charakterisirt, daß die schädlichen Wirkungen des Dinglentarifs sich immer mehr bei uns geltend machen, daß Amerila unsere Meistbegünstigung verlegt und Rodefeller den Petroleumitrust zum Weltmonopol erweitert. Wir betrachten die Orientreise des Kaisers nicht als eine polis tische Großthat, wollen sie uns aber auch nicht verkleinern lassen. Bei richtiger Abwägung des Licht- und Schattenseiten unserer Politik fann von Reichsverdrossenheit nicht gesprochen werden. Es wird immer Mißgriffe der Regierenden und Irrthümer der Regierten geben. Das liegt in der menschlichen Natur. Wir wollen uns aber dadurch die Freude am Reiche nicht verderben lassen. ( Beifall bei den Nationalliberalen.) und es Materie ist eine Nothwendigkeit, und nicht zum wenigsten liegt sie dürfniß erfordert, ebenso gut mitten in der besten Geschäfts- Also auch hier keine Minderung in der Zukunft 1 in Wir begrüßen also lage möglichst schwarz, auch im Interesse der Landwirthschaft selbst. diesen Gesetzentwurf mit Freuden. Aus der Zuckersteuer hat sich ein Ueberschuß von 9 Millionen ergeben. Der Herr Schatzsekretär hat uns wieder die Hoffnung einer internationalen Berständigung in der Frage der Zuderprämien zu geben versucht. Wir können diese Hoffnung nicht theilen, müssen es aber ablehnen, für uns allein eine Aufhebung der Zuderprämien zu zu bertreten. Das würde uns in der That schädigen. Wer int eben ,, nein" Das neuen Steuern tommen müßten. Damals machten Jahr nicht glauben tönnen, daß heuer eine folche Vorlage kommen uns die Herren von der Regierung den Vorwurf, wir würde. Da können Gie fchen, wie niglich Mißtrauen ist. gang das ( Heiterkeit.) Wir unsererseits haben davon eine reichliche binnen 24 Stunden über die Grenze befördert. Und deshalb werden bin ich da einverstanden, ich meine die Stelle darin, daß die ruchDosis. Als es sich darum handelte, den verehrlichen Arbeiter und Arbeiterinnen in der ganzen Griftenz gefährdet, viel- lose That von Genf in ganz Deutschland verurtheilt worden sei. Reichstag auf den Köder der Marinevorlage anbeißen leicht vernichtet. Und mit welcher Intelligenz, bewährter Intelligenz, Ich stimme dem zu; aus der sozialdemokratischen Preffe haben Sie au lassen, da mußte natürlich alles vermieden werden, was den dabei die preußische Polizei verfährt! Nach einer mir zugegangenen seinerzeit ganz dieselbe Meinung schon hören können.( Widerspruch Reichstag scheu machen konnte. Da hat man auf das entschiedenste Nachricht sind vor verhältnißmäßig furzer Zeit givei Norweger aus rechts.) Bitte, präfentiren Sie uns einmal die gegentheiligen unsere Voraussage bestritten, daß nach dem Militarismus zu gewiesen worden, weil sie das bekannte Björnson'sche Lied:„ Ja vi Stimmen! Diese Zwischenrufe scheinen nur von Kollegen zu Wasser unweigerlich sofort der Militarismus zu Lande mit neuen elsker" gesungen haben, das die preußischen Polizisten natürlich für fommen, denen die Phrasen des Wahlkampfes noch in die Ohren Forderungen kommen würde. Naive Leute, deren es ja noch etwas Dänisches gehalten hatten.( Heiterkeit.) flingen.( Heiterkeit.) Wir verurtheilen also diese That, weil genug giebt( Heiterkeit bei den Sozialdemokraten), haben Gestern ist uns von den Staatssekretär des äußeren Amtes wir grundfäßlich jede Gewaltthat an Menschen verurtheilen, Damals freilich gemeint: nachdem erst vier Jahre ver- gesagt worden: diese Dinge haben auf die internationale Lage gar einerlei, ob sich diese Gewaltthat gegen einen einfachen und unstrichen find, feit wir eine Militäretats also um 70 000 Mann bewilligt hatten, sei es voll- seiner Worte so bedeutende Erhöhung des keinen Einfluß, denn das waren nicht seine Worte, aber der Sinn bekannten Menschen aus dem Volfe oder gegen eine Staiserin richtet, ftändig unmöglich, daß eine neue derartige Forderung fäme. Für schlecht behandeln, als wir wollen. Ja, die Sympathien, welche sich oder von der Regierung ausgeführt wird. Der Gedanke, als ob die wir können die Leute traft unserer Souveränität so und ohne Rücksicht darauf, ob diese Gewaltthat von einem Anarchisten biese naiven Leute hat ja dann auch die Regierung am 14. Dezember Deutschland in seiner neueren Entwickelung bei den Bölfern Europa's den Gesezen des allmäligen Wachstums unterworfenen Gesellschaftsdes vorigen Jahres die bekannte allgemeine Erklärung abgegeben, erworben hat, sind zu zählen; follen auch diese noch zu grunde gehen? formen durch fünstliche oder gar verbrecherische Handlungen zum daß eine Reorganisation der Artillerie unaufschiebbar sei, eine Ver- Ich will damit schließen, daß ich sage: auch wir werden unsererseits Rußen des Volkes geändert werden könnten, wird von niemehrung der Zahl der Infanteriebataillone indeß taum beschlossen auf das entschiedenste gegen ein derartiges barbarisches Vor- mand mehr verurtheilt, als von uns Sozialdemokraten. werden würde. Man hat daraus geschlossen, daß überhaupt nichts gehen protestiren,( Oh! Oh!) welches vielleicht bei unserm und dem Umstande, daß in Deutschland eine Sozialdemokratie vermehrt würde. Der jetzige Etat zeigt Ihnen ja nun deutlich, daß neuesten Freunde... man sehr erheblich vermehren kann, ohne die Bataillone zu vervon dieser Art Macht gewonnen hat in den öffentlichen Verhältnissen, Präsident Graf Ballestrem( unterbrechend): Ich kann nicht zu haben Sie es hauptsächlich zu danken, daß Sie bei uns von solchen mehren. Man macht die Bataillone eben stärker. Der Herr Abg. geben, daß das Vorgehen einer Bundesregierung barbarisch ge- Handlungen niemals etwas erfahren.( Sehr richtig! b. d. Soziald.) Bassermann hat gemeint, es habe sich nichts auf dem internationalen nannt wird, und rufe deshalb den Herrn Redner zur Ordnung. Gebiete geändert und eben deshalb müßten die militärischen Recht findig ist es von der Thronrede, daß sie auf die AnarchistenRüstungen seitens Deutschlands fortwährend fortgehen. Abg. v. Vollmar( fortfahrend): Ich nehme den Ordnungsruf konferenz wenig Hoffnung setzt. Besser wäre es freilich, wenn einem gewiffen Grade gebe ich ihm recht. Daß der Herr Kriegs- gehen, wie ich es im Einzelnen dargelegt habe, vielleicht bei unserem ferenz zur Berathung von Polizeimaßregeln nicht der richtige Weg Bis zu gern entgegen.( Bravo!) Ich meine also, daß ein derartiges Vor- die Regierung von vornherein eingesehen hätte, daß eine solche Konminister fortwährend neue Forderungen erhebt, ist von seinem Stand- neuesten Freunde, dem Großtürken, sehr viel Verständniß finden zur Bekämpfung des Anarchismus sei. Bei dem freundlichen Verpunft aus ganz gerechtfertigt. Wennt man sich einmal auf den Stand- wird( Sehr gut!), daß aber bei den gebildeten Völkern der deutsche hältniß zwischen der deutschen und der italienischen Regierung hätte punkt des stehenden Heeres in seiner heutigen Form stellt, dann wird Name dadurch nichts weniger als an Achtung und Zuneigung ge- die unsre ruhig sagen können: Es giebt in ganz Europa kein Volk, das ge bei diefem komplizirten Mechanismus immer etwas zu verbessern winnen kann, und vor allem die deutschen Interessen dadurch in größerem, bitterem Elend sich befindet, ale i italienische geben. Aber eben deshalb sind wir Sozialdemokraten Gegner des nicht gefördert werden können. Vergessen denn die Herren an Wolf; es giebt fein Land, wo die Lage des Volkes so unerträglich stehenden Heeres und deshalb soll jeder, der es vermeiden will, daß den Bundesrathstischen, daß es kaum ein Volk in der Welt, in ist; das Bolt schreit vor Hunger und die Regierung antwortet mit diese militärische Hezjagd, die durch Europa geht, Europa giebt, welches eine derartige Masse seiner eigenen Söhne im Blei und Eisen darauf.( Sehr wahr! links.) Und wenn Du den jchließlich zu einem ökonomischen und politischen Zusammenbruch Auslande hat, wie gerade Deutschland? Sind diese nicht überall den Anarchismus bekämpfen willst, dann sorge Du selbst dafür, daß Du führt, endlich einmal daran denten, auf Mittel zu finnen, wie man Unbilden ausgesetzt, welche eine Abnahme der Sympathieen für nicht Anarchisten züchteft, nicht mir für Dich, sondern für andere diesem für das Volkswohl mörderischen System ein Ende macht. Deutschland herausfordert? Das ist eine hübsche Weltpolitit, welche Länder auch noch. Es giebt teine befiere Bekämpfung der anarchistiDaß die Aktion des russischen Zaren nicht dahin führen würde, eine die Herren von der Reichs- beziehungsweise preußischen Regierung schen Gewaltthat als die, dafür zu sorgen, daß das Individuum, derartige Abrüstung und Veränderung herbeiznführen, darüber ist hier treiben. bei uns Sozialdemokraten kein Zweifel gewesen und zwar einfach desdas leidet, lernt, daß nur durch eine kollektive, gesetzmäßige Nun sagt man, die preußische Regierung habe mit der Sache Organisation ihm geholfen werden kann, und keine bessere, wegen, weil fein Monarch für die Aufrechterhaltung des Absolutismus nichts zu thun; das falle alles in das Reffort der Oberpräsidenten. als indem man das Volk in möglichst großem Maßmehr des stehenden Heeres bedarf als eben der russische Zar. Aber, meine Die gewöhnliche tonftitutionelle Auffaffung geht doch dahin, stabe an den Segungen der Stultur theilnehmen läßt. Unsere ReHerren, schließlich muß doch eine Macht, wenn eine Veränderung in daß Minister nicht nur die formale Verantwortung für alles in ihrem giering hätte deswegen auf jene Einladung antworten müssen, ja, Sem bezeichneten Sinne eintreten soll, einmal den Anfang machen, Ressort Geschehene tragen, sondern daß sie eigentlich die Leiter der es giebt in Europa internationale Kulturaufgaben, vereinige Dich und ich sollte denken, daß gerade Deutschland, das durch seine Geschäfte, der Landespolitik sein sollen. Nach abwärts scheint es mit uns und berufe einen internationalen Arbeiter ganze Politik den Grundanlaß fortgesezt zu dieser Aere der also nicht zu gehen, nach oben erst recht nicht, denn nach dieser schutz- Kongreß!( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Aber Massenheere gegeben hat, am allermeisten auch Anlaß hätte, Richtung scheint es da fast, als ob die Minister ihren Ehrgeiz daran folch einen, der es ernst nimmt! Eine Regierung, die so geantwortet seinerseits den Anfang zu machen, um eine Umkehr auf feßen, ihr Amt so auszuführen, daß es ihrem Titel in etymologischer hätte, müßte freilich ein wenig anders aussehen als unfere Rediesem Gebiete herbeizuführen. Niemand wir haben Ihnen das Hinsicht möglichst entspricht( Seiterkeit! sehr richtig!) Wovon hört gierung, die sich in allen wesentlichen Dingen im Bunde mit den oft gefagt niemand im Lande wohl und ebenso wir Sozial- man jetzt so in der preußischen und Reichspolitit eigentlich? Jeden Großindustriellen und dem Junkerthum befindet und die in diesem demokraten, denkt an eine plögliche Entwaffnung in dem Sinne, als Tag liest man von den persönlichen handlungen des Augenblick den Angriff gegen das Koalitionsrecht ob von einem Jahre auf das andere das Vaterland wehrlos gemacht, Reichsoberhaupts weit mehr, als von eigentlichen Hand- unternimmt. Graf Posadowsky mag, Graf Posadowsky mag das bestreiten. freigegeben werden soll jedem Eindringling und jedem böswilligen lungen der Reichsregierung. Die große Maschinerie scheint über- immer die Vorlage, die Vorlage, die sie uns bringen, aussehen mag, Gingriff von außen. So wie jede große politische und gesellschaft haupt in dem Augenblick still zu stehen, wo Antriebe von jener Seite fie wird stets das Wesen des Koalitionsrechts angreifen müssen. liche Institution, so wie die Gesellschaft selbst, die fin langer Zeit her ausbleiben. Herr Richter hat mit Recht sich darüber beschwert, Im übrigen akzeptire ich die gestrige Aeußerung des Herrn Staatsallmälig geworden ist, nicht von einem Tage auf den anderen zerstört daß die Einberufung des Reichstags weniger von der Entscheidung sekretärs, daß man das Koalitionsrecht deswegen nicht angreifen verden oder untergehen kann, sondern wie es hier einer Reihe von des Reichskanzlers abhängig zu sein schien, als von der Size in fönne, weil fein Kulturstaat ohne das Koalitionsrecht bestehen könne. Zwischengliedern bedarf, so ist es auch selbstverständlich in bezug auf Balästina( Heiterkeit). Der Herr Staatssekretär hat das bestritten: Ich möchte aber den Herrn Staatssekretär des Innern daran er das Militärwesen der Fall. Hier ist der Weg angezeigt, durch fortgesetzte Balästina habe damit nichts zu thun. aufeinander folgende und einschneidende Herabsetzung der Dienstzeit eine innern, daß das Koalitionsrecht nur ein Theil der Arbeiter in deutfchen Landen besitzt, daß alle Landarbeiter, das ganze Gesinde und Umwandlung des jetzigen stehenden Heeres in ein wirkliches Bollsandere Arbeiter ausgeschlossen find von diesem Recht, das der Herr heer herbeizuführen. Diese Forderung, die gleich sehr den ökonomiStaatssekretär selbst als ein absolut nothwendiges für einen Kulturschen und politischen Interessen des deutschen Volkes entspricht, ohne staat bezeichnet hat. die Interessen der Landesvertheidigung zu verlegen, werden wir stets und bei jedem Etat wiederum erheben und werden ihr auch den parlamentarisch stärksten Ausdruck durch unsere Haltung bei den Abstimmungen geben. " Wie Ja, ich erlaube mir aber die Frage: wie ist es denn möglich, daß nicht nur der Reichstag so spät einberufen wurde, sondern daß man 14 Tage vor der Einberufung noch nicht einmal gewußt hat, ob der Reichstag einberufen werden wird oder nicht, und uns, den Abgeordneten, noch garnichts hat sagen können. In einer anderen Der Herr Staatssekretär und die Vertheidiger einer derartigen gefeßgebenden Körperschaft des Reiches, im Landes ausschuß Vorlage thun fortwährend so, wie wenn in Deutschland die Streits Elsaß Lothringens, ist der Schluß der Körperschaft aus gar kein Ende nehmen, wie wenn sie massenhaft aus reiner Bosgleichem Grunde schwierig geworden. Beim Schluß der Arbeiten haftigkeit und aus Muthwillen unternommen würden, wie wenn die Leider ist vorläufig wenig Aussicht, daß unsere Jdee siegreich mußte der Präsident das Haus auf unbestimmte geit vertagen, weil sozialdemokratische Partei gar kein größeres Bergnügen lennte, als werde. Die Regierung ist im Gegentheil in einer erheblich besseren die Schlußordre für den Landesausschuß nicht hatte beschafft werden derartige Streits überall anzublafen, und als ob ganz insbesondere Lage als früher. Die regierende Partei dieses Hauses( Heiterfeit), tönnen.( hört! hört! links.) die streifenden Arbeiter reine Wütheriche int Terrorismus die soeben erst die Marine bewilligt hat und bei dieser Gelegenheit Ich halte die uns hier gemachte Einwendung nicht für hin- wären während im Gegensatz die endgiltig in die Stellung der Nationalliberalen hineingerückt ist reichend glaublich. Gegensatz hierzu Unternehmer ( Heiterkeit), wird bei diesem Kapitel die Konsequenzen ihres Thuns des Reiches ist es bezeichnend, Für die inneren staatlichen Verhältnisse das reine Wohlwollen und die Gerechtigkeit selbst wären. Von alles daß eine solche Rücksichts- dem ist doch das Gegentheil wahr. Es giebt einen Terrorismus in ziehen müssen. Ein rheinisches Zentrumsblatt hat freilich gemeint, die losigkeit zwar gewiffe Reklamationen wachruft, die indeß ohne Deutschland, und das ist der Terrorismus der Geldfacivirthschaft, Regierung solle fich ja nicht einbilden, daß das Zentrum sich praktische Konsequenz bleiben werden. In England würde in der Terrorismus des Kapitals gegen die Arbeiter in erster Linie nun alles bieten lassen werde. Diese Reminiszenz werden Sie sich auch einem ähnlichen Fall die englische Regierung und die Krone eine und in zweiter Linie gegen das ganze konsumirende Volt, und wenn bald abgewöhnen. Für Sie giebt es kein Zurück mehr, Sie müssen ganz andere Antwort bekommen. Wir in Deutschland müssen uns es eine Macht im Reiche giebt, die, wie der Herr Staatssekretär den Weg bis zu Ende gehen. Die Regierung kann also ruhig sein: mit wenig begnigen und ein Troft für uns muß es sein, daß auch gestern sagte, obrigkeitliche Zwangsbefugniß anstrebt, so suchen sie die Was sie will auf diesem Gebiet, wird sie sicherlich, in der Haupt- Bundesregierungen, ja leibhaftige Bundesfürsten einmal nicht viel nirgends anders als im fapitalistischen Lager.( Sehr richtig.) Wir fache wenigstens, nach einigem Zieren bekommen, sie wird ihr besser behandelt werden. Quinquennat bekommen, sie wird die vorläufig vorläufig" steht wollen sehen, ob die Herren die Konsequenz aus ihren eigenen Worten Der Herr Staatssekretär hat sich mit großer Emphase gegen ziehen und gegen diese Macht uns Gesezentwürfe vorlegen werden. ja auf jeder Seite der Militärvorlage- 28 000 Mann Erhöhung das Wort Reichsverdrossenheit" bekommen, die 1323/4 Millionen einmalige Ausgaben, Reichsverdrossenheit gewendet und ge- Die Wahrheit in diesen Dingen ist kurzgefaßt die, daß angesichts der und meint, woher eine folche Reichsverdroffenheit eigentlich kommen Neigung des Unternehmerthums mit einigen Ausnahmen selbst Die 27/3 Millionen dauernde Ausgaben wird sie auch im sollte. Wer so alles, was geschehen und vorgebracht ist, trampfhaft in einer solchen Zeit der höchsten Blüthe der Industrie freiwillig wesentlichen bekommen, und wenn der jezige Reichstag in seiner Bu- vertheidigt, wer so den Maßstab für das Wohlbefinden der Nation nichts von ihrem Profit abzugeben, es sich schon von Hause aus fammensetzung fünf Jahre so bleiben wird, wie er jetzt da ist, so wird von seiner eigenen Befriedigung aus nimmt, wer so wie der Herr zeigt, auf welchem Gebiete die Schuld liegt. Der Herr Staats. die Regierung auch noch mehr triegen. Demi daß sie mehr Staatssekretär, der an den Quellen der Reichsverdroffenheit fit, in fefretär hat gestern gesagt, wir hätten jetzt rapid steigende Löhne. haben will, darüber ist von Haus aus tein Zweifel. Sie fönnen es Deutschland die freiheitlichsten Zustände und die denkbar größten Richtig ist indeß mur, daß auf gewiffen Gebieten und in auch im übrigen in der Militärvorlage bereits finden. Die Regierung Rechtsgarantien erblickt, den halte ich allerdings für unfähig, die einem gewissen Maße die Löhne gestiegen sind, aber mag also ganz guten Muths nach dieser Richtung sein- das Ursachen einer derartig großen Unzufriedenheit zu be die Fälle find zu zählen, in denen das deutsche UnterZentrum wird für das Bewilligen schon sorgen.( Heiterkeit.) greifen, der zeigt, daß er offenbar nicht weiß, was Freiheit nehmerthum freiwillig ant die Arbeiter etwas abgegeben. Fürchten Sie nicht, meine Herren, daß ich auf diese Sache des ist, sondern nur Phrasen kennt( Sehr gut! links), oder, die Löhne erhöht hat."( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) weitern eingehe; über die Einzelheiten wird später zu sprechen sein. um Sie, Herr Staatssekretär nicht zu chokiren, der nur die Stets nur wenn ein Streit drohte oder begonnen wurde. Weiter, Ich wollte Ihnen blos zeigen, daß in demselben Moment, wo junterlichen, militaristischen, absolutistischen Gedankenkreise der sage ich, ist ein großer Theil der Streits in Deutschland in legter Anzeichen dafür sprechen, daß eine Geschäftslage, eine wirthschaftliche Herrschenden Streife Preußens tennt.( ch! rechts.) Wer nichts von Beit zur Vertheidigung des Vereinigungsrechtes der Arbeiter unter Lage uns bevorsteht, deren Ergebniß ein ganz besonderes Zurück- jener Reichsverdrossenheit weiß, tann sich hierfür die Beweise so nommen worden. Auch ist die Zahl der Streits durchaus nicht eine gehen unserer Reichseinnahmen sein kann, daß in demselben Moment ziemlich überall aus dem Deutschen Reiche Herholen, so brauchte er besonders große. Nach einer Berechnung wird der Entgang an an einen Rückgang unserer Ausgaben auf allen diesen Gebieten! gar einen Schritt auf der Stiege zu einer süddeutschen Abgeordneten- Arbeitstagen im Jahre ungefähr 11/4 Millionen betragen haben, während nicht zu denken ist, so daß nicht nur jetzt, sondern auch im nächsten tammer zu thun, um sich zu überzeugen. Nach der Erklärung des die Gesammtarbeitstage der deutschen Arbeiter 1800 bis 2000 Jahr und in den folgenden Jahren ein weiterer Ausbau des Pump- Herrn Staatssekretärs ist bei den verbündeten Regierungen teine Millionen betragen. Ebenso ist die Bestrafung wegen Zuwiders systems stattfinden muß, und schließlich dem deutschen Volt auch neue Reichsverdroffenheit vorhanden. Diese angebliche Thatsache fümmert handlungen gegen das Koalitionsrecht eine nichts weniger als große. Steuern bringen muß. uns, die Vertreter des deutschen Voltes, aber nicht. Nach dem äußeren Nach den von den Gewerkschaften und der Regierung aufgestellten Meine Herren, von dem Heere, dem Gebiet äußerer Macht- Schein zu schließen, ist allerdings bei den verschiebenen Regierungen Statistiken schwankt die Zahl der Bestraften zwischen eins bis drei entfaltung des Deutschen Reichs, auf das man sich in Deutschland von Reichsverdrossenheit nichts zu spüren; die Reichsregierung, oder was pro Taufend. Dieser Prozentjazz rechtfertigt durchaus nicht solche gar nicht stolz genug zeigen fann, lenkt sich der Blick unwillkürlich das nämliche ist, die preußische Regierung, sollte aber nicht blos nach Maßregeln, wie sie uns in Aussicht gestellt sind, zumal da auf ein anderes Gebiet, wo Deutschland oder beffer gefagt, dem offiziellen Faltenwurf der Gesichter die Dinge beurtheilen. wohl nirgends in ganz Europa die Koalitionsfreiheit so beschränkt der Herr Deutschlands: Preußen sich nichts weniger als groß, Wenn der Herr Staatssekretär gestern das große Wort aus ist wie bei uns, wo nicht nur Zuwiderhandlungen gegen§ 153 besondern sehr klein gezeigt hat; ich meine die Ausweisungen sprach von der Verantwortlichkeit des Reichstanzlers straft werden, sondern wo man bereits längst auf das Gebiet des von Slaven und Dänen. Die Vertheidiger dieser Maßregeln suchen für alle Handlungen des Reichsoberhauptes, so flingt das so allgemeinen Rechts übergegangen ist. Nur zur Zeit des Kulturfich durch die nationalen Deklamationen zu deden und sprechen bon fonftitutionell, daß man etwas berartiges faum glauben fann. In fampfes ist in ähnlich unerhörter Weise mit der Handhabung der einer fortschreitenden Slavifirung des Ostens. Ich möchte mir gerade Deutschland ist man so etwas nicht gewöhnt; wäre dem aber so, so Gefeße gegen eine Partei vorgegangen worden, wie hier gegen die gegenüber allem Gelächter, welches gestern von jener Seite( nach würden die Schultern des Herrn Heichstanzlers für eine derartige Arbeiter. Wenn die Materie zur Berathung steht, werden wir Ihnen rechts) auf eine Ausführung des Herrn Abg. Richter ertönte, den Verantwortlichkeit mir zu schmal erscheinen. So lange unsere durch genügendes Material beweisen, daß zum größten Theil die jenigen Herren da drüben, die neu in diesem Hause find, doch erlauben bürgerlichen Parteien sich nicht zur Einführung eines wirklichen Rechtsprechung dahin gelangt ist, daß man längst fagen fann:§ 152 zu bemerken, daß sie nicht die einzigen Deutschen in diesem Saale sind und sonstitutionalismus ermannen, ist unser deutsches Leben giebt den deutschen Arbeitern das Koalitionsrecht, die Ausübung ist daß andere ebenso gut das Recht und die Pflicht haben, für das so ungefähr das Gegentheil von dem, was gestern der Herr Staats- ihnen aber verboten.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten). Daher Deutschthum einzutreten, wo es durch umwürdige Handlungen von sekretär hier gesagt hat. ift die Anfündigung dieses Gesetzes von der ganzen deutschen Arbeiteranderer Seite beeinträchtigt wird, und ich wiederhole die Worte des In Hinsicht der Agrarpolitif, des Bollwesens, der Handels- schaft, nicht nur von der Sozialdemokratie, wie ein Faustschlag Herrn Richter: eine unsinnigere Art, das Deutschthum pflegen zu verträge 2c., auf die ich hier nicht weiter eingehen will, werden ich empfunden worden, und jeder, der ein Freund der Arbeiter sein will, wollen, als durch derartige Ausweisungen, giebt es nicht.( Sehr und meine Freunde uns die nöthige Besprechung vorbehalten. Was wird dafür sorgen müssen, daß nicht nur die Verschärfungsmaßregeln richtig! links.) Soweit übrigens das Slaventhum in unserem Osten dann noch den metaphysischen, melodramatischen Schluß abgelehnt werden, das genügt nicht mehr sondern daß das wirklich vordringt, trägt die Schuld daran das preußische Junter der Thronrede anbetrifft, so halte ich es für überflüffig darauf heute nur zum Schein bestehende Koalitionsrecht zu einem wirkthum, welches die eigenen Landleute wegen ihrer höheren Lebens- einzugehen. Ich hätte die Sache gar nicht erwähnt, wenn man lichen Koalitionsrecht gemacht wird! Die Schwierigkeiten, die den ansprüche nach Möglichkeit in die Städte und nach dem Westen gestern nicht so große Umstände gemacht hätte wegen der mächtigen Gewerkschaften, den Organisationen der Arbeiter, die der beste hinausdrängt, um an deren Stelle billigere und willigere slavische Wirkung, die diese Reise auf unsere internationalen, insbesondere Schutz vor Streits find, bereitet werden, müssen ebenfalls beseitigt Arbeiter zu setzen. Allerdings haben auch die Großindustriellen im Westen auf unsere Handelsbeziehungen haben soll. Geschmack gefunden an dieser Einfuhr billiger flavischer Arbeiter. Da muß ich denn doch eins sagen: Wenn die beiden Staats- Man hat sich in der bürgerlichen Breffe darüber beschwert, daß Bo der Nationalfinn mit der Profitgier in Widerspruch kommt, da sekretäre Recht haben, wenn in der That durch die Reise des die Sozialdemokratie nach der Oeynhausener Rede hat stets die Profitgier obgefiegt.( Sehr richtig!) Es giebt eben in Reichsoberhauptes der Absaz imOrient jo außer an einem fräftigen Widerhall nicht hat fehlen lassen. der That einen vaterlandsfeindlichen, anti- natio- ordentlich gestiegen ist, dann tönnten ja die Halten Sie uns denn für solche Meminen, daß wir uns ganz nach nalen, kultur- und völterzerstörenden Inter- europäischen Völker gar nichts Gescheiteres Belieben unausgesezt bedrohen lassen? Dazu sollten Sie uns doch nationalismus: und das ist der Internationalis- thun, als eine möglich große Zeit des Jahres besser kennen. Furcht ist niemals unsere Sache gewesen und heute. mus des ausbeutenden Kapitals.( Schr richtig! bei den ihre Fürsten auf die Reise schicken.( Große Heiterfeit wo wir von Wahl zu Wahl und von Jahr zu Jahr immer stärkere Sozialdemokraten.) links, Unruhe rechts.) Das ist doch ein ganz einfacher Schluß! Kraft in unseren Adern fühlen, ist die Furcht erst recht unsere Sache Was thun den eigentlich die Dänen in Nordschleswig? Im Es scheint, daß Sie auch eine andere Logit haben, als ich!( Unruhe nicht.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Das möge Ihnen en Grunde nichts anderes, ars daß sie ihre Nationalität pflegen, daß rechts.) Leitmotiv für die konumende Berathung sein. Wir führen teinen sie dänisch sprechen wollen und, weil die dänische Sprache beim Ich komme zum Schluß und damit zu dem uns zumeist am Herzen Stampf der Gewaltthaten, sondern einen Kampf der Unterricht förmlich verfolgt wird, ihre Kinder über die Grenze liegenden Kapitel der Sozialreform und dem Stampf gegen die Gejezmäßigteit, wir wollen feine Zertrümmerung, sondern nach Dänemark schicken. Das ist ihr Verbrechen, dafür werden Sozialdemokratie, der in unserem Lande mit der Sozialreform in eine organische Umgestaltung der Gesellschaft im sozialistischen Sinne. Kinder von ihren Eltern weg, und umgekehrt, ausgewiesen und Verbindung gebracht wird. Mit einer Aenßerung der Thronrede Aber wenn wir so teine beißenden Wölfe sind, sind wir doch auch werden. c3 7 feine räubigen Schafe, die wehrles alles entgegen nehmen. Unsere im Winter 4604, 2614, 2440 Theilnehmer. Unterricht im Maschinen- Igenden Beschluß gefaßt:" Der deutsche Bürgerverein„ Vorwärts" Siele liegen bei uns, aber unser ganzes politisches Vorgehen liegt schreiben ist erst im letzten Winter eingeführt worden; er fand an beschließt, eine Bitte an das Provinzial- Schulkollegium und an das sehr viel in Ihrer Hand, und wenn Sie deswegen glauben Anlaß zu zwei Schulen zusammen 54 Theilnehmer. Die 13 Fortbil- Kultusministerium zu richten. Indem zunächst der wärmste Dank Slagen zu haben, so flagen Sie nicht uns, sondern sich selbst an! dungsschulen für Mädchen wurden besucht im Sommer den hohen Behörden für das bisherige Eintreten für die christliche ( Lebhaftes Bravo! bei den Sozialdemokraten.) von 4536( 4500), in Winter von 5071( 4952) Theilnehmerinnen, die Kindererziehung in den Volksschulen dargebracht wird, bittet der Selbst mit Abg. Graf Limburg- Stirum( t): Die Vorwürfe, die gegen die zusammen im Sommer 16 054( 15 355), im Winter 17 841 Verein dringend, mindestens an den bisherigen Verfügungen, welche Reichsfinanzpolitit gemacht worden sind, sind keineswegs( 16 828) Kurse belegt hatten. Die Zunahme der Frequenz zum Schutze der christlichen Kindererziehung erlassen sind, festzus jämmtlich von der Hand zu weisen. Wenn diese sich nicht stets auf war hier zu Anfang der 90er Jahre fehr bedeutend gewesen, hat halten und teinen Werth auf die Beschlüsse der Stadtverord dem richtigen Wege befindet, so liegt das daran, daß im allgemeinen sich aber in den letzten Jahren merklich verlangsamt. Unterrichts- neten- Bersammlung zu legen, die zum größten Theil aus Juden, zu wenig Rücksicht auf die finanzielle Lage der Einzelstaaten ge- fächer find an allen Schulen Deutsch, Rechnen, Zeichnen, Buch- Sozialdemokraten und Atheisten zusammengesett ist." nommen wird. In den Einzellandtagen wird mit denkbar größter führung, an den meisten Handarbeit, Maschinenähen, Schneidern, Beihilfe des deutschen Bürgervereins„ Vorwärts" dürfte es nicht gut Sparfamleit gewirthschaftet. Warum nimmit man sich die Wäsche zuschneiden, Blätten, Puzmachen, Franzöfifch, Englisch, möglich sein, die Kindererziehung in Berlin auf den Tiefstand des nicht im Reiche zum zum Muster? Um einen speziellen Fall Gesang, Turnen, Schreibmaschine, Stenographie. Die Betheiligung Oftelbierthums hinabzudrücken. Das verhindert allein schon der anzuführen! Wir haben vor Jahren gegen die Einrichtung eines ist am stärksten an Deutsch, Handarbeit, Rechnen: 1897/98 im moralische Einfluß, den„ Juden, Sozialdemokraten und Atheisten" eigenen Kanalamites gesprochen und die Verwaltung des Sommer 3398, 2127, 1758, im Winter 3694, 2545, 1956 Theil- in der Reichshauptstadt ausüben. Nordostsee- Kanals Preußen unterstellt wissen wollen. Man muß nehmerinnen. eben die Wichtigkeit jedes Falles richtig abschätzen und darf daher auch nicht an unrechten Ort sparen; z. B. bei dem Bau afrikanischer Bahnen; wenn man Kolonien hat und nicht für sie sorgt, so ist das gerade so, als wenn jemand ein Gut kauft und sich nicht die zur Bewirthschaftung nothwendigen Maschinen anschafft. " Heizer, Puzzer, Die Wahlen zum Direktorium der akademischen Lesehalle Dne Roftgeld für die städtischen Waisen- Kostkinder soll find bis jetzt gewählt: Von der„ nationalen" Partei vier Kandidaten, hatten auch gestern eine ganz außerordentliche Betheiligung. Es also thatsächlich erhöht werden, ringem Umfange. Für Kinder, die in den Vororten Schöneberg, partei drei Kandidaten, die Herren Selbiger, Kantorowicz und leider aber nur in ganz ge- die Herren Bredereck, Gepel, Klocke und Weber; von der Reform Rigdorf, Borhagen- Rummelsburg, Friedrichsberg, Lichtenberg, Tarnowski; von den wissenschaftlichen Vereinen niemand. Unter Was unsere a us wärtige Politit anlangt, so haben wir Wilhemsberg, Treptow, Stralau, Weißensee in Kostpflege gegeben 825 Stimmen fielen 428 der nationalen Partei zu, 330 der Reformgestern eine geradezu ausgezeichnete Rede des Herrn Staatssekretärs sind, soll in geeignet" fcheinenden Fällen fünftig v. Bülow gehört.( Heiterkeit.) Im übrigen bin ich der Ansicht, statt des geringeren Kostgeldes der auswärtigen Pflege das höhere partei und 67 den wissenschaftlichen Vereinen. Schluß der Wahl am man spricht über derartige Dinge am besten gar nicht; man ist ja der Berliner Pflege gezahlt werden, wie das für die in Charlotten Mittwoch. hierüber doch immer nur höchst mangelhaft informirt, und wenn burg und Köpenick untergebrachten Kinder seit langem geschieht. Sehr viel Papier. Die Auflage der Stöder'ichen geman schweigt, erspart man sich wenigstens eine Blamage. Eine diesbezügliche Vorlage des Magistrats ist der Stadt druckten Predigt für den diesjährigen Todtensonntag hat nach Die Herren auf der linken Seite sprechen immer erbittert gegen verordneten Versammlung bereits zugegangen. Damit wird den Blättern aus der Stadtmission" die große Zahl von 570.000 unsere Armee, gegen die fortdauernden Rüstungen, sprechen wo- wenigstens eine der Härten und Ungerechtigkeiten gemildert, die der erreicht. Davon wurden auf den Berliner Kirchhöfen 230 000 und möglich gar von der Abschaffung des stehenden Heeres und Ein- bisher üblichen Bemessung des Kostgeldes anhaften. In diesen Vor- auf Kirchhöfen anderer Städte ebensoviel vertheilt, während der Rest führung einer Miliz. Ja, aber wenn wir die einführen wollten, so orten ist die Beköstigung eines Kindes natürlich genau ebenso theuer von 110 000 auf die gewöhnliche Wochenausgabe kamen. Aehnlich würde der erste beste beutegierige Nachbar über uns herfallen. Ich wie in Berlin. Hier ist also das niedrigere Kostgeld der aus- hohe Auflagen erreichen sonst nur sozialdemokratische kaun also hier den Reden der Herren Sozialdemokraten teine Bewärtigen Pflege doppelt ungerecht und hätte schon längst erhöht Flugblätter. Dabei ist allerdings der Unterschied, daß diese deutung beimessen. werden müssen. Daß auch das etwas höhere Kostgeld der Berliner meistens eifrig und mit Erfolg gelesen werden, was man von den Man hat ein großes Geschrei von den Ausweisungen ge- Pflege noch zu niedrig ist für Berlin und für die Vororte, das ver- Leistungen des Herrn Stöcker nicht sagen kann. macht. Man hat dabei übersehen, daß von Seiten Dänemarks steht sich von selbst. Groß ist übrigens die Freigebigkeit nicht, zu immer noch das Bestreben herrscht, jene Landestheile bei passender der sich der Magistrat jezt mit der geplanten Kostgelderhöhung auf- feit einiger Zeit nach Verübung von Veruntreuungen und beträchtDer Maler und Kassirer Hermann Hübner aus Berlin, der Gelegenheit an sich zu reißen. Und dem wollen wir entgegentreten; schwingen will. In den genannten Vororten find nicht viele Kinder lichen Unterschlagungen von Berlin flüchtig ist und steckbrieflich verich kann daher die Maßregeln des Herrn v. Köller nur vollkommen untergebracht; die meisten werden weiter hinausgeschickt. billigen.( Bravo! rechts.) Der Vergleich mit den Deutschen im Ausfolgt wird, ist in Stade verhaftet worden. Er wird in den nächsten land ist vollkommen unzutreffend. Die Deutschen im Ausland sind Die Deputation der städtischen Kanalisationswerke sollte Tagen in das hiesige Untersuchungsgefängniß eingeliefert werden. überall gern gesehen; sie haben ja auch nicht das Bestreben, Stüde einer Notiz zufolge, welche fürzlich durch die Berliner Tagespreffe Landes an Deutschland zu bringen. Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden ist die ging, den Beschluß gefaßt haben, die Löhne der KanalisationsDie Haltung des Herrn v. Podbielski gegenüber den Beamten- arbeiter vom 1. Oftober cr. nachträglich zu erhöhen. Wie uns Leiche des 52 Jahre alten Arbeiters Stephan Jermis aus der berbänden hat durchaus unsere Billigung. Gie bedeutet nichts weiter, iezt aus den interessirten Streifen geschrieben wird, treffen die An- Wilhelmshavenerstraße 29, der vor einigen Tagen verunglückte. als die Verhinderung der sozialdemokratischen Organisation unserer gaben diefer Notiz nur insoweit zu, als bisher einem Theile Jermis war Mitfahrer eines Müllwagens, der eine offene Ladung von der Calwinstraße nach dem Abladeplatz bei Plötzensee bringen Beamten. Wir wollen eben den Umsturz verhindern, und wenn ich der Kanalarbeiter Zulagen gemacht worden find, während wollte. Er saß oben auf der Ladung, der Kutscher auf dem Bock. auch glauben will, daß die Herren, die hier das Wort ergriffen haben, die gesammten Arbeiter des Maschinenbetriebes An der Ecke der Birken- und Wilhelmshavenerstraße glitt er mit der es ehrlich meinen mit der Anwendung legaler Mittel, so bin ich doch Kohlenkahner und Druckrohrrevisoren Kohlenlahner und Druckrohrrevisoren irgend welche Zulagen noch Ladung, die von vornherein schief lag, vom Wagen herab, schlug der Ansicht, daß, wenn die Sozialdemokratie erst stark gemig geworden ist, nicht erhalten haben. Jedoch ist auch diesen Arbeitern in den legten mit dem Kopf auf die Bordschwelle auf und zog sich einen Schöselilber jene gemäßigten Elemente der Sturm hinweggehen wird und Tagen, vom Herrn Stadtrath Marggraff eine Lohnzulage von 20 bis bruch zu. An diesem ist er im städtischen Krankenhause zu Moabit fie von der Welle hinweggeschwemmt werden. Die Sozial- 40 Pf. pro Tag versprochen worden. Von welchem Zeitpunkt ab gestorben. demokraten verwahren sich gegen jede Gemeinschaft mit den diese Zulage zur Auszahlung gelangt, ist noch nicht näher bestimmt Anarchisten. Sie werden aber die Verantwortlichkeit für die worden. Ein besonderes Postamt ist zur Bewältigung des WeihnachtsGewaltthaten derselben nicht von sich abschütteln können. Wenn Die städtischen Kanalisationsarbeiter riefen im September worden. Man hat hier auf dem Plage zwischen der Koppen- und man jahrelang predigt, daß alles Bestehende schlecht ist dieses Jahres das Einigungsamt des Gewerbegerichts an, weil sie Fruchtstraße an das Bahnhofsgebäude in einer Länge von 45 Metern Die städtischen Kanalisationsarbeiter riefen im September und Neujahrs- Verkehrs auf dem Schlesischen Bahnhofe eingerichtet und werth ist, zu grunde zu gehen, so finden sich die Wiedereinstellung eines ge maßregelten Arbeiters ver- einen 16 meter breiten provisorischen Holzbau angefügt, der mit schon Leute, welche das, was jene nicht direkt ausgesprochen langten. Das Gewerbegericht hat jetzt darauf den Kanalisatonshaben, in die That umsetzen.( Sehr richtig rechts.) Der Anarchis- arbeitern geantwortet, daß die Deputation der städtischen Kanalisations- einem Pappdach versehen ist und an der Fruchtstraße endet. mus ist so durch die Sozialdemokratie entstanden, ebenso wie die werke und Rieselfelder nach der jeßigen Entwidelung der Der Checkfälscher Hundt, über den wir schon vor Monaten Sozialdemokratie auf den Schultern des Freisinns groß geworden Dinge von der Anrufung des Einigungsamtes berichteten, ist nach seiner Aburtheilung in Hamburg wegen versuchter ist.( Großer Beifall rechts; Widerspruch lints; Lachen bei den Abstand nimmt. Den Beamten der Kanalisation ist nämlich Schwindeleien in das hiesige Untersuchungsgefängniß eingeliefert Sozialdemokraten.). Zum Schluß sage ich noch dem Präsidenten eine Verordnung von der Deputation zugegangen, die bejagt, daß worden. Hundt wird beschuldigt. Checks in hohen Beträgen gefälscht meinen Dank für die warme Art, mit der er des Fürsten Bismard die Arbeiter fich jeder gewerblichen Vereinigung anschließen und daß zu haben, was er zugiebt. Durch sein Geständniß werden mehrere gedacht. Hoffen wir, daß etwas von dem Geist und der staats- dieserhalb Maßregelungen nicht stattfinden dürfen. Kellner und Sängerinnen, sowie Inhaber von Spezialitätentheatern, männischen Weisheit des Altreichskanzlers auch auf dieses Haus Außerdem hat der gemaßregelte Arbeiter bei der Bauverwaltung Kneipen u. 1. w. belastet. Er hat ausgesagt, daß diese um übergehe!( Beifall rechts.) der Kanalisation Beschäftigung gefunden. die Herkunft der Summen, die er dort vertneipt hat, gewußt Staatssekretär Graf Posadoweth Was der Abg. v. Vollmar und über die späte Schließung des elfa- wothringischen Landesausschusses ihn zu den Fälschungen angestiftet hätten. Mehrere Um fich die Gunst des bethörten ,, Mittelstandes" nicht zu der Beschuldigten, darunter der Gastwirth Burti, Inhaber gefagt hat, ist unrichtig. Die Vertagung ist lediglich aus sachlichen verscherzen, schimpft das Junkerthum zwar nach Noten auf die des Panorama- Restaurants, find in Untersuchungshaft genommen Gründen erfolgt; es waren noch Vorlagen zu berathen, die nicht jüdischen Ramschbazare", doch nehmen seine Angehörigen die von worden, bestreiten aber die Auschuldigung der Beihilfe. fertig gestellt waren; eine Vertagung schien daher zweckmäßiger als diesen Geschäften gebotenen Vortheile anscheinend gern mit in den Sie geben an, daß sie hundt als Sohn wohlhabender Eltern geeine Schließung. Kauf. Mehrere Blätter berichten: Während zuerst nur der kleine Schaßsekretär Frhr. v. Thielmann wendet sich gegen die Vor- Mann die von Großbazaren gebotene Gelegenheit zur Be- kannt und deshalb in ihren Lokalen geduldet hätter In Hamburg hatte Hundt, wie seinerzeit mitgetheilt wurde, versucht, angeblich im würfe des Abg. v. Limburg- Stirum über die mangelnde Sparsamkeit schaffung einer billigen Photographie benutte, nehmen jetzt Auftrage der Breslauer Distoniobank, erste Hamburger Banten und in der Reichsfinanzpolitit. immer mehr auch notorisch reiche Leute diese Gelegenheit wahr. Bankiers um Summen von 25 000, 50 000 und 70 000 m. zu be Abg. Motty( Pole) spricht über die Maßnahmen der preußi- So erschien gestern in einem dieser Bazare die in der hiesigen Hof- trügen, wofür er vom Hamburger Landgericht zu achtzehn Monaten schen Regierung gegen das Polenthum in den Ostmarken. Die gesellschaft wohlbekannte Gattin eines Staatsjetretärs a. D. Gefängniß verurtheilt wurde. Hier in Berlin soll es ihm geglückt Drachensaat der Hakatisten Hakatisten hat hat üppige Früchte getragen. und reichen ostelbischen Großgrundbesizers in Be sein, eine Bant mit einem gefälschten Check hineinzulegen. Hundt Es widerspricht den Thatsachen, wenn man von einer polnischen gleitung ihrer Sammerjungfer, um sich hier an der Stelle, der früher Bureaugehilfe war, ist erst achtzehn Jahre alt. Agitation spricht, gegen die man das Deutschthum schüßen müsse. wo das Dugend Photographien 1,80 m. loftet, photographiren der früher Bureaugehilfe war, ist erst achtzehn Jahre alt. Es ist den Polen nie eingefallen, gegen das Deutschthum zu agitiren. zu lassen. Am tupfernen Sonntag hat ein Großbazar allen, die Sie haben sich umgekehrt nur schützen wollen gegen die Unterdrückungs- an diesem Tage für 5 M. Waaren bei ihm kauften, einen Bon verbersuche von seiten der Deutschen, sie haben ihre Sprache und abfolgt, der das Recht auf ein halbes Dußend Photographien, ganze Nationalität sich bewahren wollen. Jezt macht man so viel Figur, Knieſtück oder Brustbild" giebt. Hierdurch haben Tausende Aufhebens von der Ausweisung einer handvoll von Dänen; aber das Recht auf unentgeltliche Beschaffung ihrer Photographie erlangt jahrelang hat man die Vertreibung tausender von Polen ruhig mit und zwar nicht nur Käufer, sondern mehrfach auch ganz unbetheiligte, angefehen. Polenhezze, dein Name ist Verblending! Nicht die die von den Kauflustigen, die für 10 und mehr Mark einkaufen, Nation, welche die materiellen Siege erficht, hat den wahren Sieg einfach mitgenommen worden waren, um sich für je 5 M. auch einen erfochten! Photographiebons verabfolgen zu lassen. Auch viele Schneiderinnen Darauf wird die Weiterberathung vertagt. und dergleichen haben die Gelegenheit benutzt, um durch Einkauf von Nächste Sigung: Mittwoch 1 hr. Fortsetzung der Etats- 5 M. Futter oder sonstigen Zuthaten fich eine Gratisphotographie berathung. zu verschaffen. Und zu diesem Plebs muß sich die reiche Groß Schluß 514 Uhr. 326AM 919 grundbesigersgattin gesellen, um ein paar Groschen zu ersparen. Da leugne noch einer den agrarischen Rothstand! Tokales. den 19. d. Mts. Die Theilnehmer wollen dies gefl. beachten. Der Vorstand. Vergiftet hat sich im Hotel de Nice in Nizza der dreißigjährige Apothefer Karl Feliz Diester aus Berlin wegen Verluste in Mone Carlo. Diester war, wie ein Berichterstatter meldet, der Sobir vermögender Leute, die jetzt in Schöneberg wohnen. Er soll hier sehr leichtsinnig gelebt und infolge seiner Spielschulden das ihm von feiner Gattin zugebrachte Haus Birkenstraße 6, in dem ihm fein Vater eine Apotheke eingerichtet hatte, verloren haben. Seine Gattir, die Tochter eines Berliner Weingroßhändlers, mit der er sich ersc vor einem Jahre vermählt hatte, tehrte schließlich zu ihrer Mutter zurück und reichte die Ehescheidungsklage ein. Diester verkaufte vor 14 Tagen die Einrichtung der Wohnung in Charlottenburg, Stutt garter Platz 14, und reiste in Damenbegleitung nach Monte Carlo, um dort sein Glück zu versuchen. Nach Mittheilung des Polizeipräsidiums ist auf dem Aborte Der deutsche Kaiser. Bürgerliche Blätter berichten das neueste des Grundstückes Grenadierstr. 6 am 29. November eine aller Wahrin folgender Fassung: Am Sonntag, nach der Einweihung der scheinlichkeit nach aus einem Diebstahl herrührende Weckeruhr in Die Parteigenoffen des ersten Wahlkreises arrangiren am Trinitatistirche in Charlottenburg, begrüßte der Kaiser auch die Beitungspapier gewickelt aufgefunden worden. Diese Weckeruhr ist ersten Weihnachtsfeiertag, mittags 12 Uhr, eine Matinee im Feenipalierbildenden Kriegervereine, indem er sich u. a. mit dem Vor- in ein vernickeltes Blechgehäuse von 18/10 Zentimeter Größe gefaß, palast; sämmtliche Künstler treten in ihren bekannten Glanz fizenden Herrn Bartels leutselig unterhielt. Der Staiser fragte Herrn während der Zierrath und die Uhrthür aus Messing besteht. An dem Auf die Antwort: Magistrats- unteren Theile der Uhr scheint ein Musikwerk abgeschraubt und entnummern auf. Entree 30 Pf. Um zahlreichen Besuch bitten die Bartels nach seiner Beschäftigung. Vertrauenspersonen. sekretär", äußerte der Monarch lächelnd:„ Ach so- Stadtschreiber." fernt worden zu sein. Meldungen in dieser Angelegenheit werden Arbeiter- Bildungsschule. Die Nachholung des am 5. Dezember Ueberflüssiger Kumftgenus. Es wird berichtet: Das nächts auf Zimmer 330 des Polizeipräsidiums, Alexanderplatz, in den Vor ausgefallenen Vortragsabends in Rede Uebung findet nichtliche Mufiziren in den Wiener Cafés, das vor einigen Monaten mittagsstunden entgegengenommen. heute, Mittwoch, den 14. d. Mts., statt, sondern am Montag, die Verfügung geschädigten Kafetiers, als die dadurch ihres Erwerbs Linden ereignete und bei welchem 4 Personen verlegt wurden, ber verboten wurde, ist jest wieder gestattet worden. Sowohl die durch Ein schwerer Unglücksfall, der sich Montag Abend Unter den beraubten Zitherspieler, die sogenannten Café- Tiroler, haben sich verbeschwerdeführend an das Polizeipräsidium gewandt, jedoch ohne ursachte bei den zahlreichen Bassanten großes Aufsehen. Herr Nechtsanwalt W. fuhr mit seiner Frau und seinem 9jährigen Töchterchen Erfolg zu erzielen. Daraufhin schlossen sich eine Anzahl Inhaber in einer Tarameter Droschte die Straße Unter den Linden entlang. Vom städtischen Fortbildungs: Schulwesen. von Nacht- Cafés zufammen und erhoben beim Stadtansschuß Klage Im Jahre 1897/98( beziv. 1896/97) wurden die fünf Fortgegen das Polizeipräsidium. Der Stadtausschuß hat darauf das Vor dem Hotel Bristol wurde das Pferd plöglich schen, es jagte deir bildungs- Anstalten, die für reifere, in einem prattischen Verbot des Bitherspielens in den Cafés aufgehoben. Untersagt Fahrdamm entlang, wobei der Wagen gegen eine entgegenkommende Beruf stehende Personen bestimmt sind, im Sommer von 603( 723), bleiben jedoch nach wie vor alle lärmenden Konzerte während der Droschke geschleudert wurde. Der Anprall erfolgte mit solcher Geim Winter von 728( 874) Theilnehmern besucht, welche zusammen Zeit von 11 Uhr abends bis 6 Uhr früh, wodurch namentlich die walt, daß der Tarameter umstürzte und die Insassen sowie der im Sommer 758( 939, im Winter 1013( 1169) Unterrichtsturse belegt Produktionen der sogenannten ungarischen Kapellen in den Wiener Kutscher in weitem Bogen gegen die Bordschwelle und auf den hatten. Die Zahl der Theilnehmer und der belegten Kurse ist seit Cafés und die berüchtigten Frühkonzerte in einzelnen dieser Lokale Bürgersteig fielen. Rechtsanwalt W. und seine Frau erlitten Verletzungen am Gesicht und an den Armen, das Mädchen eine Vereinigen Jahren im Rüdgange; zu Beginn des Schuljahres 1898/99 ist in Wegfall kommen. legung am Fuße, während der Kutscher eine schwere Gehirn fogar eine Anstalt wegen zu geringer Betheiligung bis auf weiteres Die Vorlage des Magiftrats über die Bureau- Hilfearbeiter erschütterung davontrug. Die vier Personen wurden mit Hilfe von geschlossen worden. Unterrichtsgegenstände sind an allen Anstalten wurde am Montag Abend vom Ausschuß der Stadtverordneten- Passanten in das Hotel Bristol geleitet, wo ein sofort herbeigerufene: Deutsch, Französisch, Englisch, an den meisten ferner Buchführung Versammlung berathen. Der Antrag des Magistrats, 440 nament Arzt ihnen die erste Unterstützung zu theil werden ließ. Der Rechts und kaufmännisches Rechnen, an einzelnen auch Mathematit, lich aufgeführte Hilfsarbeiter ohne weitere Prozeßführung als Ge- anwalt fonnte sich mit seiner Familie nach seiner Wohnung begeben. Zeichnen, Phyfit, Chemie, Stenographie. Die stärkste Betheiligung meindebeamte anzuerkennen, wurde einstimmig angenommen. während der Droschkentutscher nach einem Krankenhause gebracht finden Englisch, Französisch, Deutsch: 1897/98 int Sommer 215, 188, 105, im Winter 252, 248, 149 Theilnehmer. Die zwölf Dagegen wurde ein aus der Mitte des Ausschusses gestellter Antrag wurde. auf Ausdehnung der Beamteneigenschaft auf die unter gleichen Der Vortrags: 3yklus zum besten der Unterstützungskaffen des Fortbildungsschulen für Jünglinge wurden besucht Voraussetzungen angenommenen, jedoch bei den städtischen Werten Vereins Berliner Bresse wird Donnerstag, den 12. Januar 1893, im großen im Sommer von 7875( 7325), im Winter von 8718( 8069) Theil und den Standesämtern beschäftigten Silfsarbeiter, ferner auf Ver- Saale des Architektenhauses beginnen und voraussichtlich wieder 6 Abende nehmern, die zusammen im Sommer 12 351( 11 587), im Winter 14 566( 13 478) Sturfe belegt hatten. Die Zahl der Theilnehmer und leihung der Relittenversorgung für die Bureau Hilfsarbeiter, ab-( Donnerstage) umfaffen. gelehnt, weil der Magistrat sich in der Vorlage besondere Anträge der belegten Sturse ist hier im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, be in dieser Beziehung vorbehalten hat. Ebenso hat der Ausschuß eine Görde einen„ Reiseffizzen aus dem Orient" benannten Lichtbilder- Vortrag sonders im Wintersemester. Nachdem Anfang der 90er Jahre ein Ridgang eingetreten war, ist die Frequenz schon seit einigen Jahren Resolution abgelehnt, dahin, den Magistrat zu erfuchen, der Verhalten. sammlung eine Vorlage zu machen über eine Gehaltsaufbesserung wieder im Steigen. Unterrichtet wird an allen Fortbildungsschulen für derjenigen Hilfsarbeiter, die sich als pflichttreue Beamte bewährt einattigen Lustspiels„ Abu Se d" Theater. Das Schiller Theater hat das Aufführungsrecht des Jünglinge in Deutsch, Französisch, Englisch, Rechnen, Buchführung, haben und feine Pension beziehen. Zum Berichterstatter wurde der Gerhart Hauptmann's Traumbichrung„ Hannele's Himmelfahrt" wird mit Zeichnen, Geometrie, Physik und Chemie, Stenographie, an den meisten Stadtv. Cassel gewählt. in Fachzeichnen, Modelliren, an einzelnen in Geschichte, Gesetzesfunde, Schreibmaschine. Am stärksten ist die Betheiligung an Zeichnen, Rechnen, Deutsch: 1897/98 im Sommer 3943, 2195, 2088, In der Urania, Taubenstraße, wird am 19. Dezember Herr Franz von Ostar Blumenthal erworben. Abu Seid" einen Theaterabend bilden. Die erste Aufführung ist für Aus fang nächster Woche in Aussicht genommen. Jut Deutschen Wozn das Christenthum herhalten muß, Die Krentz. Theater geht am Sonnabend Grillparzer's Lustspiel Weh dem, der Beitung" berichtet: Der deutsche Bürgerverein Vorwärts" hat fol- ligt!" nach mehrjähriger Pause neu einstudirt in Szene. Germanu Riffen giebt zum ersten Male den Kattwalt, Hanns Fischer den Galomir, Josef Aufseher mehrfach mißbraucht zu haben, beschäftigten sich die Stadt-| städtischen Fortbildungsschulen und in der Humboldtakademie( Honorar sehr Kainz spielt den Küchenjungen, Gisela Schneider die Edritha, Hermann verordneten in ihrer legten Sizung. Namens des dazu eingesetzten mäßig) und die Berlitz- School, Leipzigerstraße( theurer). Für SprachMüller den Bischof. Feuerbericht. Ein gefährlicher Kellerbrand war Montag Abend sich für den Aufseher etwas Belastendes nicht ergeben habe. Der mitzutheilen. Offenbar handelt es sich dabei um eine lokale polizeiliche Ausschusses erklärte Stadtv. Richter, daß nach Prüfung der Sache gewandte dienen zahlreiche Konversationsklubs. Sellin. Es ist uns nicht möglich, Ihnen die betreffende Verordnung Biesenthaler str. 19 abzulöschen. Ein Posten Petroleum und Bürgermeister bedauerte, daß man einen Beamten in dieser Berordnung. Spiritus hatte sich dort entzündet und auch einen angrenzenden Weise bloßgestellt habe, und gab seiner Freude darüber Ausdruck, gerichts nothwendig. 3. W. 99. Es ist Genehmigung des VormundschaftsF. N. 1. Ja. 2. Charitee. E. W. 3. Die Laden in Brand gesetzt. Zwei Rohre hatten fast zwei Stunden daß von den Verdächtigungen keine als erwiesen gelte. Stadt- Klage wäre aussichtslos. P. G. I. Etwa 100 pet. Jn gleichen Raten. Wasser zu geben, bevor die Gefahr beseitigt war. Der Inhalt des verordneter Bartels stellte den Aufseher als einen ganz besonders Erdmannstraße. Ja. Cremer in Oggersheim. Richten Sie den Kellers und Kolonialwaaren- Ladens wurde fast gänzlich ver- tüchtigen, wenn auch etwas schneidigen Beamten hin, was bei den Antrag an das Reichs- Versicherungsamt auf Ertheilung einer Abschrift des nichtet. Terminsprotokolls. Bei den Löschungsversuchen erlitt der Ladeninhaber auf der Tribüne zahlreich anivesenden städtischen Beamten Streitende, Ruppinerstr. 1. Ja. 1000 R. 3. Brandwunden im Gesicht. In der Mark giebt es überhaupt keine Gütergemeinschaft. Ein anderer Kellerbrand verursacht. lebhaftes Kopfschütteln hervorrief. 2. G. Es Genosse Obst erklärte, muß in diesem Falle Testament gemacht werden.- Sprachlos. Die Uhr nicht, einen Alarm nach Rykest r. 24. Hier brannte allerle daß er nach wie bor die Meinung vertrete, dak an die Gardinen ja. Verpackungsmaterial, wodurch eine derartige Berqualmung eintrat den ihm von einer Anzahl Straßenfegern überbrachten Beschuldi- Arbeiterzeitung". T. O., Pankow. Schreiben Sie einfach nur:" Wien, daß die Löschmannschaften nur mittels Rauchhelmes zum Brand- gungen etwas Wahres sein müsse, und stellte den Antrag, den herde vordringen konnten. Der entstandene Schaden ist nicht er- Magistrat zu ersuchen, dem Aufseher die Erlaubniß zu geben, gerichtheblich. Dienstag brannten Leipzigerstr. 130 und Brunnenlich vorzugehen. Recht geschmackvoll äußerte sich der Rentier, frühere straße 99 Fußboden und Balkenlager. Cuxhaven er str. 2 war Schuhmachermeister Hafe, indem er behauptete, daß man diesen„ sehr ein Schaufensterbrand abzulöschen, der durch einen brennenden Christ- tüchtigen" Beamten seit Jahren verfolge, weil er früher Gendarm(?!) baum entstanden war. Prinzessinnenstr. 24 war Holz in war. Er findet das Vorgehen einzelner Straßenfeger unter jeder Stationen einem Schuppen in Brand gerathen, der aber noch im Entstehen Kritik, und will man dafür sorgen, daß derartige Elemente" von beseitigt werden konnte. den städtischen Betrieben ferngehalten werden. Unter Ablehnung des Antrages Obst wurde eine Resolution der Kommission angenommen. Aus den Nachbarorten. Schöneberg. Wir machen die Parteigenossen und Genossinnen auf die am Donnerstag Abend 8 Uhr im Saale des Herrn Obst, Grunwaldstr. 110, stattfindende Versammlung für Frauen und Männer aufmerksam. Frau Mesch spricht über: Die industrielle Thätigkeit Die Vertrauensperson. Schöneberg. Mit den vom Genossen Obst gegen den Auffeher Stoll erhobenen Beschuldigungen, sein Amt als Straßender Frauen und ihre Folgen. Achtung! Briefkasten der Redaktion. Witterungsübersicht vom 13. Dezember 1898, morgens 8 1hr. Wetter Stationen richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 8Heiter 6 Haparanda 753 D 4 bedeckt-13 4 wolfig 6 Petersburg 5 heiter 7 Cort 1 bedeckt 9 Aberdeen 774 NW 769 23 3 wolfig 1hlb.bed. 7 3 4Regen 4 Paris 5 Regen Swinemde. 759 WNW Hamburg 766 Berlin 765 WNW Wiesbaden 770 München 771 NA 765 23 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 14. Dezember 1898. und ziemlich frischen nordwestlichen Winden. Kühler, vielfach heiter, zeitweise wolfig mit geringen Niederschlägen Berliner Wetterbureau. Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Wien A. J., Bildhauer. Es kommt auf die Fertigkeiten an, die Sie in der französischen Sprache erlangt haben. Zur Fortbildung werden hier am meisten benutzt die zum April und Oktober beginnenden Kurse in den 1. Wahlkreis. Achtung! Sonntag, 25. Dezbr.( 1. Weihnachtsfeiertag), im Feen- Palast, Burg- n. Wolfgangstr.- Ede Grosse Matinée 208/9 Auftreten des gesammten Künstler- Personals in seinen Glanznummern. Entree 30 Pf. Um zahlreichen Besuch bitten Todes- Anzeige. Die Vertrauenspersonen. Allen Verwandten, Freunden und Brauerei Friedrichshain Bekannten die traurige Nachricht, daß Am Königsthor mein lieber Mann, der Schlosser Albert Schreiber plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 15. Dez., nachnt. 3 Uhr, von der Leichenhalle in Wilhelmsberg aus statt. Die trauernde Wittwe Emilie Schreiber u. Tochter, Langestr. 106. Todes: Anzeige. ( früher Lipps) Am Königsthor. Dienstag, 27. Dezember( 3. Weihnachtsfeiertag): Konzert veranstaltet von den Gesangvereinen Kreuzberger Harmonie"," Freie Liedertafel"," Norddeutsche Schleife" u." Sorgenfrei"( M. d. A.-S.-B.) Dirigent: Herr Musikdirektor H. Bleil. 2946b 2. Aufführung des Oratoriums ,, Frithjof“ von M. Bruch. Allen Freunden und Bekannten bie traurige Nachricht, daß unsere Orchester: einzige Tochter im 18. Lebens: jahre nach kurzem schweren Leiden am Sonnabend, den 10., sanft ent: schlafe:: ist. [ 2945b Die tiefbetrübten Eltern E. Kirchner nebst Frau. Die Beerdigung findet Mittwoch, ben 14. d. M., mittags 1 Uhr, in Briz, Emmaus- Kirchhof, statt. Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter. ( Mitgliedschaft Berlin.) Nachrut! Amt Dezember verstarb unser Tangjähriges treues Mitglied, der Silberarbeiter Carl Schaale im 54. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! 118/2 Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten bie traurige Nachricht, daß meine ge liebte Fran, unsere gute Mutter, Schwester und Schwägerin[ 2949b Marie Jensen am 12 d. M., 9 Uhr früh, nach vier: tägigem, schwerem Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donners tag, den 15. d. W., nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des St. Sebastian Kirchhofs in Reinickendorf aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen, Emil Jensen, nebst drei unmündigen Kindern. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die betrübende Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Bater, Großvater und Schwiegervater, der Zigarrenmacher Eduard Müllerstädt am Sonntag Nachmittag 2 Uhr im 71. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet heute, Mittwoch, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Elisabeth- Kirchhofes in der Prinzen- Allee statt. Um stilles Beileid bittet Henriette Müllerstädt nebst Familie. Aufforderung! Der Tischler Oskar Dotscher, Friedrichsberg, Gürtelstr. 21 wohnhaft, wird aufgefordert, seinen Ver: pflichtungen dem Gesangverein, Hand in Sand II" gegenüber umgehend nachzukommen. 66/11 Der Vorstand. teppdecken Step kauft man am besten und billigsten Frithjof: Herr Oratorien- Sänger A. Pfitzner. Ingeborg: Frau Pettersen- Münnich. Symphonie- Orchester, Dir. Herr G. Grass. Orgel: Herr Himml. T Nach dem Konzert: Ball. Kaffen Eröffnung 5 Uhr, Anfang des Konzerts 6 1hr. Eintrittskarten im Vorverkauf 60 Bf., an der Kasse 75 Pf. 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Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblaff. Mittwoch, 14. Dezember 1898. Die 0 Gewerbe- Aufsicht im Deutschen Reiche. vorrichtungen, Maschinen und Geräthschaften ſo einzurichten und zu sichtsgebiet, in dem die§§ 120a- 120e der Gewerbe Ordnung Geltung haben sollen, welche fordern, die Arbeitsräume, BetriebsErst jetzt, wo das Jahr 1898 bald zu Ende geht, erscheinen die gegen Gefahren für Leben und Gesundheit soweit unterhalten und den Betrieb so zu regeln, daß die Arbeiter Amtlichen Mittheilungen aus den Jahresberichten geschützt sind, wie es die Natur des Betriebes gestattet. Diefe der Gewerbe- Aufsichtsbeamten für 1897", die im Bestimmungen würden sich auf alle gewerblichen Anlagen erstrecken Reichsamt des Innern zusammengestellt werden. Sonst( nur mit Ausnahme des Bergbaues, der Apotheken und der Handelskommen fie im Oktober diesmal mit einer Verspätung, die gleich geschäfte), auch würden sämmtliche Handelswerkbetriebe da fam ein Kennzeichen der Vernachlässigung ist, deren sich der Arbeiter- durch der Gewerbe- Aufsicht unterstellt sein, wenn nicht dieses 1891 erlassene schuß zu erfreuen hat. Auch der Umfang der Auszüge ist Gesez jezt nach 7 Jahren gerade an wichtigen Punkten noch geringer geworden, von 722 Seiten im Jahre 1895 und 636 im immer nicht in traft getreten wäre! Es werden nämlich Jahre 1896 fant er 1897 auf 437 Seiten herab. Während unsere im§ 154 die Bestimmungen der§§ 135 bis 139 b bedeutend einFraktion es als berechtigten Wunsch der Arbeiter erklärte, daß die geschränkt.( Der§ 139 b bezieht sich auf die Gewerbe- Aufsicht, die den Landtagen vorzulegenden Berichte im Original oder nur wenig anderen auf die Beschäftigung von Kindern, jugendlichen Arbeitern zufammengezogen dem Reichstage überreicht werden, hält es die und Arbeiterinnen in Fabriken.)§ 154 Abfaz 2 spricht mur von Aera Posadowsky für angebracht, noch weniger Hüttenwerken, 3immerplägen und andern Bauhöfen, zu bieten, wie es unter Herrn von Bötticher Werften sowie solchen Ziegeleien, über Tage beüblich war. triebenen Brüchen und Gruben, welche nicht blos borübergehend oder in geringem Umfange betrieben werden. waltungsbehörde endgiltig zu entscheiden hat. Meiſt iſt dabei zu Hierdurch entstehen oft Streitigkeiten, welche die höhere VerUngunsten der in Feldziegeleien u. dgl. thätigen Arbeiter der Betrieb als nur in geringem Umfange vorhanden erklärt worden, und selbstverständlich nicht nach einheitlichen im ganzen Reiche geltenden Grundfäßen. Außerdem aber ist das Baugewerbe noch immer so gut wie vogelfrei, denn nur Zimmerpläge und andere Bauhöfe", nicht aber eigentliche Hochbauten und Tiefbanten fallen unter die schützenden Bestimmungen! Als Zimmerplätze und Bauhöfe" gelten nur die umschlossenen Pläge, in welchen auf eine gewisse Dauer berechnete und in den Kreis der Zimmermannsarbeiten fallende Einrichtungen zur Bearbeitung der für Hochbauten bestimmten Materialien, sowie überhaupt zur Vorbereitung von Bauarbeiten getroffen sind". Nur einem einzigen von unserer Seite hier und im Reichstage wiederholt ausgesprochenen Verlangen ist Rechnung getragen, daß nämlich eine zifferumäßige lebersicht über die der Gewerbe- Aufsicht unterstehenden Anlagen gegeben wird. Während Baden, Bayern, Sachfen, Württemberg u. a. schon lange diese doch selbstverständliche Rechnungslegung bieten, hatte Preußen auch in diesem Jahre dieselbe nicht gegeben. Der Reichsbericht brachte sie im vorigen Jahre für das ganze Reichsgebiet zum ersten Male, allerdings in unvollkommener Weise; auch diesmal ist sie nur mangelhaft. Allerdings liegt hier das Verschulden nicht beim Reichsanit des Junern, sondern bei Preußen und Sachsen- Koburg- Gotha, die sich noch immer nicht dazu aufraffen können, genau mitzutheilen, wie viel Gewerbebetriebe innerhalb ihrer Grenzpfähle der Gewerbe- Aufsicht unterstehen. Und nur wenn diese Ziffer bekannt ist, kann ja beurtheilt werden, welche Bedeutung die Zahl der revidirten Betriebe hat. Daß die Gewerbe- Aufsicht nur wie ein Stiefkind vom Staate behandelt wird, geht daraus hervor, daß die Zahl der revidirten Betriebe nur einen fleinen Bruchtheil der revisionspflichtigen nur auf Werkstätten, in welchen durch elementare raft § 154 Absaz 3 beschränkt die Bestimmungen der§§ 135-139b ausmacht. ( Dampf, Wind, Wasser, Gas, Luft, Elektrizität u. f. 1.) bewegte Triebwerke nicht blos vorübergehend zur Verwendung tommen. Diese Bestimmung tritt aber erst durch kaiserlihe Verordnung in fraft nicht gekommen! und bis jetzt ist jene noch immer Der Reichsbericht hat, da für Sachsen- Koburg- Gotha die Angaben über die Zahl der erwachsenen Arbeiter fehlen, keine Zufammenzählung der aus den einzelnen Bundesstaaten mitgetheilten Ziffern vorgenommen. Das Gesammtbild wird aber nicht wesentlich beeinträchtigt, wenn für Sachsen- Koburg- Gotha die Reichs- Durchschnittsziffer eingesetzt wird. Judem dies von uns gemacht wurde, fanden wir, daß im Reiche 268 003 Anlagen der Gewerbe- Aufsicht unterstehen, in denen in runder Summe 3834,000 Arbeiter beschäftigt sind. 834.000 Die amtliche Zusammenstellung ergiebt, daß 1897 im Reiche 80 507 Anlagen mit 3 144 289 Arbeitern revidirt wurden, mithin nur 30 pCt. der Aulagen mit 82,1 pct. der Arbeiter. 1896 waren 207 913 Anlagen vorhanden, von denen 71 107 = 34 pet. revidirt wurden. " dieselben ihrem Umfange nach als gewerbliche Anlagen zu betrachten sind, was im Zweifel angenommen werden soll, wenn die Zahl der an der Betriebsstätte beschäftigten Personen mindestens 5 beträgt; d) sämmtliche Anlagen, in denen junge Leute unter 16 Jahren als Lehrlinge oder jugendliche Arbeiter beschäftigt werden, unter Ausschluß der Werkstätten der Handwerker. In mehreren Regierungsbezirken werden auch landwirthschaftliche Nebenbetriebe besichtigt, auch wenn sie ihrer Natur nach nicht unter die Bestimmungen der GewerbeOrdnung fallen, neuerdings alle Bäckereie it. Im Königreich Bayern sind beinahe sämmtliche handwerksmäßige Betriebe in die Listen der GewerbeAufsicht aufgenommen. Jm Königreich Sachsen sind dagegen nur aufgenommen gewerbliche Anlagen, welche mit elementarer Kraft betrieben werden, nach§ 16 der Gewerbe- Ordnung einer Genehmigung unterliegen oder unter die Bestimmungen der§§ 154 Abs. 2 und 154a der Gewerbe- Ordnung fallen; andere Anlagen werden dagegen nur insofern berücksichtigt, als in denselben mindestens 10 Arbeiter beschäftigt werden. Auch im Großherzogthum Oldenburg sowie dem Fürstenthum Reuß ä. L. sind von den Betrieben ohue elementare Kraft mur größere nach Maßgabe der Anzahl der beschäftigten( 10 bezw. 20) Arbeiter berücksichtigt. In anderen Bezirken, den Großherzogthümern Hessen, Mecklenburg- Schwerin und Streliz, Sachfena Weimar sind Bäckereien, Buchdruckereien, Zigarrenmachereien und andere Anlagen mitgezählt, für welche auf grund des§ 120e der Gewerbe- Ordnung durch den Bundesrath besondere Vorschriften erlassen worden sind, außer diesen im Großherzogthum Sachsen- Meiningen noch Betriebe von mehr hats industriellem Charakter. P In Elsaß Lothringen ist die Erhebung auf sämmt liche Betriebe ausgedehnt worden, welche mechanische Krast oder mindestens einen gewerblichen Arbeiter ständig oder zeitweilig verwenden." Man sieht, die Grenzen der Gewerbe- Aufsicht sind derart verschieden ausgedehnt, daß die in Bayern so außerordentlich große Anzahl der auf einen Beamten fallenden Betriebe erklärt wird, während es andererseits als keine besondere Leistung aufzufassen ist, daß im Königreich Sachsen fast die zehnfache Ziffer der Anlagen revidirt wurde wie in Bayern( 82,2 gegen 8,7 pct.), da Sachsen die Grenzen der Gewerbe- Aufsicht am allerengsten zicht. Ganz willtürlich wird auch festgesetzt, ob 10 oder 20 Arbeiter einen größeren Betrieb ausmachen. An stelle dieses§ 154 Abfag 3 ist jetzt noch der§ 154 Absatz 2 der Gewerbe- Ordnung von 1883 in fraft, welcher mir von einer regelmäßigen Benuzung von Dampftraft, fowie von Hütten, Bauhöfen und Werften" spricht, demnach diejenigen Betriebe, welche Wind, Wasser, Gas, Luft, Glet trizität u. f. w. benüßen, ausschließt! Dabei werden immer Hier sind dringend einheitliche Vorschriften für das zahlreicher die Betriebe, welche sich an elettrische Leitungen Reich am Plazze. Sie ließen sich mit einem Schlage schaffen, und anschließen lassen oder Gasmotoren gebrauchen und dadurch vielen Arbeitern würde dann auch der so lang vorenthaltene Schuz frei werden von der ihnen so lästigen Kontrolle. während kleinere zu theil werden, wenn mun endlich die§ 154, Absatz 3 und 4 in kraft Betriebe mit Dampffraft ihr unterliegen! Welcher durch nichts treten würden. Daß eine diesbezügliche kaiserliche Ver= Da 1897 der größeren Zahl der nicht revidirten Betriebe gerechtfertigter Wirrwarr! ordnung noch inner nicht erschienen ist, beweist am besten ( 70 pet.) die kleinere der beschäftigten Arbeiter entspricht( 17,9 pet.), so§ 154 Absatz 4 besagt, daß die§§ 135 bis 139b auch auf den Stillstand der kaiserlich- deutschen Sozialreform; daß man aber ergiebt sich hieraus, daß es gerade die kleineren und mittleren andere Werkstätten sowie auf Bauten ausgedehnt werden nun gar noch durch richterliche Auslegung und Verwaltungsvorschriften Betriebe find, welche nicht revidirt wurden. Wie nothwendig aber können, wenn eine faiserliche Verordnung dies bestimmt, die Grenzen der bestehenden Gewerbe- Aufsicht zu verengeru auch diese die Revision brauchen, wie gerade der mit geringerem aber auch diese kaiserliche Verordnung ist bis jetzt nicht er sich bemüht, zeigt, auf welchen Tiefstand der deutsche Arbeiterschutz Gewinn arbeitende Kleinunternehmer sich ängstlich vor den Ausgaben schienen, nur die Verordnung über die Konfettions Werkstätten. heruntergebracht werden soll. hütet, welche die Beschaffung genügender Mengen Luft und Licht Werden durch diesen Stillstand der Sozialreform seit 1891 und Sauberkeit, wie von Schutzvorrichtungen erfordert, das be- die Absichten des Gesetzes durchkreuzt, so auch durch die verschieden kommen die 689 611 Arbeiter, deren 187 496 Werkstätten im ver- artige Auslegung der in kraft getretenen Bestimmungen. Die IX. Landesversammlung der Sozialdemokratie Badens. worden mit 176 692 Arbeitern = gangenen Jahre kein Aufsichtsbeamter betrat, leider nur zu§§ 134 bis 139 a handeln nämlich mir von Fabriken. Was aber gründlich zu spüren, ist eine Fabrit? Darüber sagt die Gewerbe- Ordnung nichts, sic Offenburg, 11. Dezember. Auf die einzelnen Bundesstaaten vertheilt sich die Häufig- spricht nur in den§§ 134, 134a- h von Fabriken, in Der heute hier zusammengetretenen Landesversammlung war feit der Revisionen sehr ungleich. 1897 wurden in Preußen welchen in der Regel mindestens zwanzig Arbeiter beschäftigt am Sonnabend eine Besprechung vorausgegangen, in welcher der Boden 44 008 Anlagen revidirt 34,7 pct.( im Jahre vorher nur 36 686 werden". für die Verhandlung des wichtigsten Punktes der Tagesordnung: Anlagen 31 pCt.), in denen 1925 986 Arbeiter= 91,7 pct. Der Begriff Fabrit aber wird nicht erörtert; zweifelhafte Berlegung des Volksfreunds" von Offenburg nach Karlsruhe ( 1896: 71 pt.) beschäftigt waren. In Bayern sind 7938 An- Fälle unterliegen der richterlichen Entscheidung, sodaß also auch und tägliches Erscheinen desselben, geebnet wurde. lagen, das sind nur 8,7 pCt. der vorhandenen, revidirt hier die verschiedenartigsten Zustände, je nach der richterlichen Ent- Das Bureau der Landesversammlung bildeten Reichstags40,6 pct.( 1896: 18 pCt. der scheidung herrschen. Das Unfallversicherungs- Gesetz Abgeordneter Drees bach aus Mannheim als Vorsigender, Krohn Anlagen und 44 pct. der Arbeiter), im Königreich Sachsen rechnet als Fabriken diejenigen Betriebe, in welchen die Be- ans Konstanz, Opificius aus Pforzheim und wittig aus 14 294 Anlagen 82,2 pet. mit 449 249 Arbeitern 93,6 pt. arbeitung und Verarbeitung von Gegenständen gewerbsmäßig aus Mannheim als Schriftführer 2c. Der Parteivorstand in Berlin war ( 1896: 78 pct. der Anlagen und 92 pCt. der Arbeiter); im König- geführt wird und in welchen zu diesem Zwecke entiveder, min- durch Gerisch, die Landesorganisation der Sozialdemokratie reich Württemberg 3457 Anlagen 50,7 pct. mit 107 607 Ar- bestens drei zu versichernde Personen unter gleichzeitiger Württembergs durch Fischer aus Stuttgart vertreten. Die Tagesbeitern 79,7 pct.( 1896: 55 pCt. der Anlagen mit 72 pet. der Verwendung von Dampfteifeln, oder durch elementare ordnung umfaßte den Geschäftsbericht des Landesvorstandes, den Arbeiter), in Baden 2127 Anlagen 35,5 pet. mit 102 738 gleich Straft bewegten Triebwerken, oder ohne eine solche mindestens Bericht vom Parteiverlag des Volksfreunds", die Angelegenheit der 64,6 pct.( 1896: 29 pCt. der Anlagen und 63 pCt. der Arbeiter.) zehn zu versichernde Personen regelmäßig beschäftigt find"; Verlegung des letzteren, den Bericht der Landtagsfraktion und die Diese Verschiedenheit erklärt sich aus der in den verschiedenen Eine Unterscheidung zwischen Fabrik und Hand Stellung zu den nächsten Landtagswahlen. Bundesstaaten ungleichen Zahl der Aufsichtsbeamten. wert zu treffen, ist, wie schon die Motive zum Haftpflichtgesetz vom Der Geschäftsbericht der Landesorganisation Im ganzen waren 1897 284 Beamte vorhanden, welche 268 003 An- 7. Juni 1871 hervorhoben, unmöglich; die in früheren Zeiten ist der Hauptsache nach im Vorwärts" bereits mitgetheilt worden. lagen mit 3,8 Millionen Arbeitern zu revidiren hatten; mithin tam geltenden Unterschiede treffen bei den fortdauernden Aenderungen in Der Vorsitzende der Landesorganisation, ang aus Freiburg, kondurchschnittlich 1 Beamter auf 944 Anlagen mit 13 500 Ar- der Einrichtung der Betriebe, den Herstellungsmitteln u. f. w., nicht statirt in seiner mündlichen Ergänzung des gedruckt vorliegenden beitern, eine Ziffer, die schon deutlich genug zeigt, mehr zu. Auch die Entscheidungen des te i chsgerichts erflären, Berichts, daß die durch die sogenannte Zuchthaus- Vorlage daß es den Beamten unmöglich ist, jeden Betrieb daß die Beantwortung der Frage, ob eine Fabrik vorliege, von der drohende Knebelung des Koalitionsrechtes Koalitionsrechtes der Arbeiterschaft jährlich auch nutr einmal zu besichtigen, ganz abgesehen speziellen Gestaltung des Einzelfalles abhänge. Nur bei zum theil einen namhaften Aufschwung der gewerkschaftdavon, daß es bei vielen Betrieben nothwendig ist, jährlich ipielsweise nimmt es an, daß das Vorhandensein einer Fabrit lichen Bewegung in Baden zur Folge gehabt hat. Auch die zwei, drei und mehrmal die Besichtigung vorzunehmen, was ja aus dem Geschäftsumfang, der Massenproduktion, der großen Zahl Organisation in Parteivereinen hat im Lande erhebliche Fortschritte auch zum theil geschah( 1897 bei 13826= 17 pet. der revidirten der beschäftigten Arbeiter und aus der Anwendung des Dampfes ge- insofern gemacht, als die Zahl der Mitgliedschaften um etwa 10 an Betriebe). folgert werden könne. gewachsen ist. Dazu kommt noch, daß die Anlagen ja keineswegs stets dicht Seitdem aber Stumm der Allmächtige blies und die Sozial- In der Diskussion wird der gedruckte Geschäftsbericht des Landesbei einander sich befinden, wie dies in großen Industrie- Orten der reform in alle Winde flog, machte sich das Bestreben bemerkbar, vorstandes zum theil einer sehr abfälligen Stritik unterzogen, insFall ist. Vielfach sind die Aufsichtsbezirke so ausgedehnt, daß der den Begriff Fabrit möglichst einzuschränken besondere hinsichtlich seiner formellen Abfassung und des KassenBeamte halbe Tage lang mit der Eisenbahn und dem Wagen zu und so große Gebiete des gewerblichen Lebens berichtes. Zur Nachprüfung desselben wird eine Kommission von fahren hat, ehe er von einer der Anlagen zur anderen kommt. Sem Schutze auch der Gewerbe Aufsicht zu entdrei Mitgliedern gewählt. Die Herausgabe eines Volks= Außerdem wird ein nicht geringer Theil der Arbeitszeit der Beamten ziehen. talenders zu möglichst billigem Preise wird mit großer Mehrheit durch schriftliche Arbeiten( Gutachten 2c.) in Anspruch gebeschlossen. nommen, und zwar, wie die Beamten flagert, in übermäßiger Weise. Die Abrechnung vom Verlag des am 1. April in das EigenIm Königreich Preußen waren 189 Beamte( einschließlich thum der Partei übergegangenen, Volksfreunds" weist für der Assistenten) vorhanden, von denen jeder durchschnittlich 671 Andie Zeit von 1. April bis 30. November einen Gewinn von 750 M. nach. lagen zu revidireu hatte. In Bayern dagegen kommen auf jeden Die Abführung der Abonnementsgelder der Zeitungsfilialen wird der 15 Beamten nicht weniger als 6114 Anlagen, also das neun als eine sehr befriedigende bezeichnet. Direkte Verluste waren bisher fache! Jeder der 33 sächsischen Beamten( neben denen noch nur in Höhe von 33 M. zu verzeichnen. Das Gesammtergebniß der außerdem 5 chemische Sachverständige thätig sind) hat 526 Anlagen unter sich, jeder der 6 württembergischen Begezogen werden muß, daß der Volksfreund" in der Berichtsperiode amten schon 1129 Anlagen, jeder der 4 badischen 1553 Anlagen, von Prozessen jeder Art verschont geblieben ist. Verschiedene während auf die 32 Beamten der übrigen Bundesstaaten Versuche, besonders von seiten der Militärbehörden, strafrechtliche je 596 Anlagen kommen. Schritte gegen die Redaktion des Blattes einzuleiten, mißlangen, und auch gegenwärtig ist in dieser Hinsicht kein Grund zu Befürchtungen vorhanden. Der Abonnentenstand hat sich während der 8 Monate von etwa 4700 auf 5800, also um rund 1000, gehoben. Mit dem Vertriebe des Blattes im Lande sind 48 Filialen beschäftigt. Diese Verschiedenheit erklärt sich nicht nur daraus, daß einzelne Bundesstaaten viel zu geringe Beträge für die Gewerbe- Aufsicht verwenden, sondern weit mehr noch aus dem Umstande, daß die Abgrenzung des Umfangs der Gewerbe Aufsicht in den einzelnen Bundesstaaten bedeutend von einander abweicht. Es herrscht dabei eine Willkür und Zerfahrenheit, wie sie für eine Reichsinstitution unmöglich sein müßte, wenn nicht das partikularistische Kukutsei in die Reichs- Gewerbe- Ordnung gelegt worden wäre. Der §189b der Reichs- Gewerbe- Ordnung überträgt nämlich die GewerbeAufsicht auf Beamte, die von den Landesregierungen zu ernennen find. Unsere Fraktion beantragte 1890 bei Berathung der Gewerbenovelle, diese Aufgabe dem Reiche zn überlassen; das aber wurde als ein Eingriff in die Rechte der Bundesstaaten erklärt, und so sind wir den glücklich zu einem Kuddelmuddel von Bestimmungen für die Gewerbe- Aufsicht gekommen, welche an Verworrenheit nichts zu wünschen übrig lassen. Vermehrt wird der Wirrwarr noch dadurch, daß die Gewerbe- Ordnung selber keine klare Bestimmung darüber giebt, wie weit oder wie eng die Grenzen der GewerbeAufsicht gezogen sind. Ueberblicken wir einmal ihre Aufgaben! Sie hat die Innehaltung der Vorschriften über die Sonntagsruhe zu überwachen im Betriebe von Bergwerken, Salinen, Aufbereitungs- Anstalten, Brüchen und Gruben von Hüttenwerken, Fabriken und Werkstätten, von Zimmerplägen und anderen Bauhöfen, von Werften und Ziegeleien, sowie bei Bauten aller Art. Noch weiter umfassend ist das AufSo ist in diesem Jahre zuerst vom Hamburger Oberlandesgericht, dann auch vom Reichsgericht entschieden worden, daß als Fabrik nur diejenige Betriebsstätte zu betrachten sei, in der Theil arbeit herrsche; wo aber ein und derselbe Arbeiter ein Stück Arbeit fertig stelle, dort sei ein Handwerk vorliegend. Welch' salomonische Weisheit! Wenn also eine Zigarrenfabrit mit hunderten von Arbeitern sich von den durch die GewerbeOrdnung auferlegten Verpflichtungen frei machen will, braucht sie Abrechnung ist durchaus zufriedenstellend, wobei allerdings in betracht nur jegliche Theilarbeit abzuschaffen und von einem Arbeiter die Zigarre vom Wickel bis zum Deckblatt herstellen zu lassen. Das würde dem Fabrikanten keinen technischen Schaden bringen und den Arbeiter so gut wie schußlos machen! Die Folge dieses Wirrwarrs, der in bezug auf die Ausdehnung der Gewerbe- Aufsicht herricht, ist, daß in den einzelnen Bundesstaaten den Beamten ganz verschieden große Kreise von Betrieben zur Beaufsichtigung unterstehen und infolge dessen der Arbeiterschutz im Deutschen Reiche eine bunte Musterkarte von Maßnahmen aufweist. Der Reichsbericht sagt hierüber: Die Revision der Geschäftsabrechnung durch drei Beauftragte, darunter Gerisch, gab zu feinen Aussetzungen Anlaß. Der Antrag auf Decharge Ertheilung an den Inhaber des Verlags wurde mit allen gegen 1 Stimme angenommen. 0 „ Nach den von einzelnen Bundesregierungen und Aufsichtsbeamten gegebenen Erläuterungen walten Verschiedenheiten in der Fendrich aus Offenburg referirte dann über die beabsichtigte Aufstellung( der Listen) besonders hinsichtlich der nach§ 16 der Verlegung des Volksfreunds" von Offenburg Gewerbe- Ordnung genehmigungspflichtigen Anlagen nach Karlsruhe. Die Nothwendigkeit derselben habe sich als ( Schießpulverfabriken u. f. w) und der handwerksmäßigen unabweisbar herausgestellt. Der Aufschwung, den das Blatt seit Betriebe vor. Als revisionspflichtig find im König- seiner Ueberführung in Partei- Eigenthum genommen, sei eine sichere reich Preußen bisher folgende Betriebe angesehen worden: Basis für den Plan der Verlegung. Die Gründe gegen die Vera) sämmtliche Anlagen, die unter§ 16 der G.-O. fallen; b) sämmtliche Legung seien durchaus hinfällig. Wenn man einen ernsten Konflikt Anlagen, in welchen mit mechanischen oder durch thierische innerhalb der badischen Partei vermeiden wolle, müsse man den Kräfte betriebenen Motoren, als Dampf, Heißluft oder Gastrafts langjährigen Wunsch der Karlsruher und Pforzheimer endlich erMaschinen, Wasserrädern und Turbinen, Windmühlen, Pferde- füllen. göpeln u. 1. w. gearbeitet wird; c) Anlagen mit Arbeits- Adolf Geck, der Drucker des„ Volfsfreunds", erklärt sich bemaschinen, die durch Menschenkraft betrieben werden, reit, die Herstellung des Blattes in Karlsruhe in einer eigenen wie Handwebstühle, Spulmaschinen, Spinnräder, Schleifsteine, Druderei zu übernehmen, wenn die Bedingungen des Vertrags, der Näh- und Strickmaschinen u. s. w., oder auch Anlagen ohne Maschinenbetrieb( z. B. Dampfbäckereien, Färbereien, Gelb gießereien), ferner Bergwerte, Brüche und Gruben, foweit sie nicht unter die Aufsicht der Bergbehörden fallen, wenn zwischen ihm und der Partei am 5. März abgeschlossen worden ist. wonach ihm seiner Ansicht nach u. a. die Oberleitung der Redaktion verbleibt, eingehalten würden. Er bemängelt das von der Partei getroffene Arrangement, wonach Genosse Eugen Gec nomineller Ju aber des Verlagsrechtes sein soll, und schlägt an dessen Stelle ein anderes, etwa in Form einer Aktiengesellschaft, vor. Dreesbach schlägt vor, man solle die Anstellung des Nedaktionss personals, hauptsächlich die Stellung Ged's innerhalb desselben, einer besonderen Abmachung der Parteileitung mit Ged und dem bisherigen Redakteur Fendrich vorbehalten. Kolb aus Karlsruhe verlangt endlich einmal eine flare Entscheidung und stellt einen schweren Rüdichlag in der Karlsruher Bewegung in Aussicht, falls nicht endlich die Verlegung des Blattes beschlossen werden. fichten allezeit zurückstehen müßten. Im übrigen schließt er sich den Vorschlägen Gerisch's an. Fenbric aus Offenburg fölägt vor, vor allem ben bring pleten Mukernehmer- Verbände. prinzipiellen Beschluß der Verlegung zu fassen und auf dieser Grundlage dann schreibt: Nach monatelangen Verhandlungen im Vorstand des Syndikatsbildung in der Mülleret. Die Köln. Volksztg." einen neuen Vertrag mit Ad. Ged festzusetzen. Bei der mumehr folgenden Abstimmung über die in der Breß- Rheinisch- Westfälischen Zweigverbandes deutscher Müller ist am frage eingelaufenen Anträge beschließt die Versammlung mit 3. Dezember die Errichtung einer Müller- Ein- und Verkaufs- VereiniStimmenmehrheit: gung, G. m. b. H., beschlossen worden. Nach den Sagungen ist der und fell bort vom 1. April an täglich erscheinen. ihren Geschäfts- bezw. Fabritbetrieben, insbesondere grobe und feine 1. Der Bollsfreund" ist nach Karlsruhe au verlegen wed des Unternehmens:" Die Mühlenabfälle der Mitglieder aus soll 2. Wenn die Verlegung des Vollsfreunds" beschlossen ist, soll Noggen- und Weizen- kleie, durch gemeinschaftlichen Verkauf und Gerisch aus Berlin ift der Anficht, daß der Landesversammlung eine Kommission zusammentreten, die im Zusammenwirten mit dem bessere Ausnutzung der Preis- und Frachtverhältnisse angemessen zu gelegt. werden sollen, um zu verhüten, daß man heute nicht über das einigen Sachverständigen und dem Berliner Parteivorstand den noffenschaft zu liefern und für je 100 kg der vorenthaltenen Menge 1 Met. eine feste Abmachung zwischen Ad. Geck und der Partei hätte vor Landesvorstand, dem Genossen Ad. Ged, dem gegenwärtigen Verlag, verwerthen und alle dazu nöthigen Einrichtungen zu treffen." Die Mitglieder haben die gesammte Menge ihrer Mühlenabfälle der GeGebiet der allgemeinen Nedensarten hinauskomme. Die Firirung des Druckvertrages fei erfahrungsgemäß schwierig, da die Preise der Bertrag Ad. Ged's mit der Landesorganisation regeln wird, verschiedenen Druckgeschäfte ungemein verschieden seien. Ein Defizit Exemplaren nach dem Original auszufertigen und von den Be- kauf bezw. die Selbstübernahme beliebiger Mengen zum jeweiligen 3. Der bisherige Vertrag mit Ad. Geck ist in zwei gleichlautenden Strafe zu gunsten der Rücklage zu zahlen. Anderseits ist auch der Nückdes Verlags sei in den ersten Jahren nach der Verlegung mit theiligten zu unterzeichnen. Verkaufspreise der Genossenschaft gestattet. Die Anzahl der zu Sicherheit zu erwarten. Die Festlegung des Druckvertrags In die unter 2. erwähnte Kommission wurden gewählt: zeichnenden Geschäftsantheile von je 1000 m. bei einer das Dreiauf zehn Jahre jei nicht annehmbar; an deren Dreesbach, Eugen Ged und Kolb. Dieselben haben das fache betragenden Haftſumune wird zunächst von jedem Beitretenden Stelle müsse eine solche von fünf Jahren treten, eventuell mit der Recht, Sachverständige nach Ermessen zuzuziehen, und sollen ihre felbständig ermittelt, und zwar nach zweijährigem Durchschnitt unter Bestimmung, daß nach Ablauf derselben die Partei Ged die Druckerei Arbeit fofort begimien. Zugrundelegung einer Jahreserzeugung von 50 Doppelwagen für abnehmen werde. Die Versammlung möge den Wunsch aussprechen, die Verlegung durchzuführen und eine Kommission nieder- burg bestimmt; die Wahl des Landesvorstandes ist den dortigen Mitgliedern an die Genossenschaft zu liefernden Abfälle sowie die Zum Vorort der Landesorganisation wird wiederum Frei- icden Geschäftsantheil. Die Bestimmung des Preises der von den feßen, welche diesem Plan mit allen Kräften zur Durchführung ver- Barteigenossen überlassen. Festsetzung der Berkaufspreise für die einzelnen Bezirke erfolgt durch helfen solle. tagen; den Zeitpunkt des Zusammentritts hat der Landesvorstand zu Neuwied haben eine Kleie- Erzeugung von jährlich etwa 1 200 000 8tr Die nächste Landesversammlung soll wieder in Offenburg den Aufsichtsrath und Vorstand. Die bis jetzt für das Unternehmen gewonnenen rheinisch- westfälischen Mühlenwerke von Münster bis bestimmen. Wegen der vorgeschrittenen Zeit mußten die übrigen Punkte der mit einem Verkaufswerth von rund 5 000 000 m. Sur endgiltiger Tagesordnung, Landtagswahlen ac., von der Tagesordnung abgesetzt Begründung findet am 12. Dezember noch eine Bersammlung in Düsseldorf statt. Agst er aus Pforzheim wünscht unter allen Umständen heute eine Entscheidung im Sinne der unbedingt nöthigen Verlegung. Die starke Verbreitung der Stuttgarter Tagwacht" in Pforzheim beweise, daß ein täglich erscheinendes Blatt für weite Kreise des Landes ein Krohn aus Konstanz wahrt die Interessen der Oberländer, die gegen die Verlegung ſprächen. dringendes Bedürfniß sei. Alfred Ged aus Offenburg befürwortet die Verlegung aus Gründen des allgemeinen Bartei- Interesses, hinter dem lokale Rückwerden. Dreesbach schloß um 6 Uhr abends die Verhandlungen nach einem Hinweis auf die uns drohenden Gefahren, die zu Einigkeit und Anspannung aller unserer Sträfte mahnten, mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. Warenhaus Wilhelm Stein Chaussee- Str. 66. BERLIN. N. Chaussee- St.66. Mittwoch, Donnerstag, Freitag: Besondere Kaufgelegenheit für nützliche Weihnachts- Präsente! Handschuhe. Ein Ausstattungscarton enthaltend: 3 Paar Damen- Glacé 4 Knopf:. Mk. 3,95 u. Mk. 2,50 3 Paar Damen- Stepper 2 Druckknopf . 3 Paar Damen- Glacé beste Qualität, 4 Knopf.! 3 Paar Kerren- Glacé, Stepper, 1 Druckkn. 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Leiter: A. Runge Täglich: Gr. Theater: u. Spezialitäten: Novität! vität! Vorstellung. Am Christbaum. Mittwoch, den 14. Dezember, abends 82 Uhr, Habel's Brauerei, Bergmannstr. 9: Große Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die neuen Vorlagen im Reichstage. Referent: Genosse J. Auer. 239/3 Zahlreichen Besuch erwartet Rebensbild mit Gefang von Willen 2. Distuſſion. 3. Berschiedenes.- Gäste haben Zutritt. und Hirthe. In Szene gesezt von August Runge. Jubelnder Lacherfolg Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Passage- Panopticum. Die Bräutigamsprobe. für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Süd- ft) Geöffnet von 9 Uhr früh bis Neu! Otto Richter, Neu! 10 Uhr abends. Von 6 bis 10 Uhr: Théâtre variété. Um 8 Uhr: Das Flammenweib. Um 9 Uhr: Der VerwandlungsSchauspieler Ugo Paladini. Heute 25 Pf. Entree. Castan's Panopticum. Die SIOUXINDIANER sind da! Metropol- Theater. Naturkundliche Ausstellung. Täg: Behrenstr. 55/57. Dir. Rich. Schultz. lich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 f. Bum 27. Male: der dicke Liebling der Berliner. Mähr's Theater Oranienstr. 24. Täglich Spezialitäten und Theater Vorstellung. Amor! Burleske mit Gesang und Tanz. Brothers Alexander. Hulda Lucas. Grete Gajtani zc. Mittwoch, den 14. Dezember, abends 8%, Uhr: Versammlung im Lokal der„ Urania", Wrangelstraße 10. Tagesordnung: 1. Fortsetzung der Versammlung vom 14. November über: Lehren aus der Landtagswahl. Referenten: die Genossen Paul Singer ut. Richard Fischer. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 243/15 Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. In dieser Versammlung findet die Ausgabe der Billets zu der am 27. Dezember( 3. Weihnachtsfeiertag) stattfindenden Sondervorstellung in der„ Urania" statt. Sozialdemokratischer Verein Anfang an den Wochentagen 8 hr für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. Apollo- Theater. Nur noch bis 15. Dezember ROSALIA LAMBRECHT Ferner Auftreten der 5 Sisters Lorrison Carmencita La Foy U, S, W, u, S. W. Kasseneröffnung 612 Uhr, Anfang der Vorstellung 72 Uhr. weiſe Die Urzeit des Menschen- Die Blumen- Mary Feen- Palastund„ Quer durch Desterreich". Invalidenstrasse 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern warte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 72 Uhr. Neichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 8 Uhr. = Feen Palast. Spezialitäten- Vorstellung. 3 Passage Panoptikum. Speziali täten- Vorstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Mittwoch 8 Uhr: Ehrliche Arbeit. Donnerstag 8 Uhr: Bartel Turaser. Freitag 8 n Ehrliche Arbeit. Oftend Carl Weiß- Theater. P Gr. Frankfurterstr. 132. Benefiz für die Orchestermitglieder. Die Grille. Schauspiel in 5 Aften von Charlotte Birch Pfeiffer. Anfang 8 Uhr. Borzugsbillets haben Giltigkeit. Im Tunnel von 7 Uhr an Frei: Konzert. Donnerstag: Gewonnene Herzen. Freitag: Onkel Jonas. Sonnabend: Don Carlos. Sonntag: Die Grille. In Vor: bereitung: Der Brandstifter. Sen sationelles Ausstattungsstück mit Gefang und Tanz in 12 Bildern von G. Otonkowsky. Musik von L. Fall. Operette in 3 Aften von C. Weinberger. Hierauf( um 1014 Uhr): Die Sünden der Frauen. Großes Ballet Divertissement. Morgen und folgende Tage: Die felbe Vorstellung. Am 1., 2. u. 3. Weihnachtsfeiertag, nach 3 Uhr: Großes Militär: Promenaden- Konzert. Olympia- Theater Karlstr. ( Circus Renz) Karlstr. Heute Nachmittag 312 Uhr: Dornröschen. Halbe Preise. 1 Kind frei. Abends 3 Uhr: Zum 86. Male: Mene Tekel. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Grosses Konzert der Saustavelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn Otto Görner und Extra Spezialitäten- Vorstellung unter Regie des beliebten Humoristen Gustav Kluck. Das vorzügl. neue Weihnachts: Programm. Ernst und Scherz. Anf. Wochent. 612 Uhr, Sonnt. 5 Uhr Entree Wochent. 10 Bf., Sonnt. 30 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81. 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Schauspielers Herrn Adalbert Matkowsky zum Besten der Weihnachtsbescheerung der Aermsten der Armen des Louisenstädtischen Bezirkes: Zum 1. Male: 2788* C. Peters. Concerthaus. Leipzigerstr.No.48. Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Landwehrmanns Weihnacht und Jacques Offenbach's Operette Keant oder Genie n. Leidenschaft Intel Tulipatan Lustspiel in 5 Aufzügen frei nach dem Französischen des Alex. Dumas( Vater) von Ludwig Barnay. Kean: Herr Adalbert Matkowsky. Billet Vorverkauf an der Theaterfaffe von 11-1 Uhr. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Helmerding. Der Eva- Apfel. Bosse in 3 Aufzügen von B. Jacobson. In freier Umarbeitung des Stückes " La Culotte" von Sylvane u. Artus. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Borstellung. Vereinsbillets Wochentags giltig. CIRCUS BUSCH Mittwoch, den 14. Dezember, abends 72 Uhr: = Soirée équestre.= PERSIEN. 0 Gr. Manege Schaustück in 5 Aften, inscenirt vom Dir. Paul Busch. Besonders hervorzuheben: Ritt des Central Theater Prinzen Mirza Schaffy über die hundert Direftion: José Ferenczy. Die Geisha oder: Eine japanische Theehaus Geschichte. Operette in 3 Aften v. Sidney Jones. Morgen und die folgenden Tage: Die Geisha. Sonntag, 18. Dezember, nachm. 3 Uhr, zu halben Preisen: Der Obersteiger. Operele in 3 Akten von Carl Zeller. Fuss hohe Burgmauer. Außerdem: 6 Trakehnerhengste, sowie Zeus und Eichhörnchen, dressirt und vorgeführt vom Di Busch, Bal masqué, breffirt Dir. Busch. Amateur- KonturrenzReiten. Wer 3 mal stehend zu Pferde die Bahn umreitet, erhält eine Bräutie von 50 M. Auftreten der beliebten Schulreiterin Madame Maria Doré. Gigerl- Clown Alfred Daniels als Sänger. Salva& Manza, Hand- Equili bristen und akrobatische Spiele. Morgen 71/2 Uhr: Persien. Neuestes Ensemble von Meysel. Anfang 8 Uhr. Entree: Parquet durchweg 50 Pf. ( Vorverkauf 40 Pf.) Nunt. Balkon 75 Pf. Balton Loge 1,- Mart. Orchester- Loge 1,50 M. FremdenLoge 2 M. Tageskaffe 11-1 Uhr. 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Verein sozialdemokratischer Gaft- und Schankwirthe Berlins und Umgegend. Am Freitag, den 16. Dezember, nachmittags 5 Uhr, im Lokale des Kollegen Zubeil, Lindenstr. 106: Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung von der öffentlichen Versammlung. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 70/2 Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Achtung, Bauarbeiter! Donnerstag, den 15. Dezember, abends 8 1hr, in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29: und zwar: 6 Speisem. mit Stahlkl. 6 Gabeln a. einem Stück 12 Speiselöffel, 12 Kaffeelöffel, 6 Dessertm. m. Stahlkl. 2 Aufschnittgabeln, 6 Dessertg. a. ein. Stck. 1 Suppenschöpfer, 1 Gemüselöffel, 6 Messerbänke oder 2 Leuchter. ( Im Etui 4,50 mehr.) Franko- Versand gegen VorausMax C. Radecke, Krausnickstr. 24.. bezahlung o. Nachnahme nur durch Berlin, Für Nichtkonvenirendes zahlen Geld zurück. 370L* Deutscher Vorter Deffert: n. Malstraftbier 1. Nang. 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Versammlung am Donnerstag, den 15. Dezember, abends 8 Uhr, in Louis Keller's Feßfälen, Koppenstraße No. 29. Tages Ordnung: 264/12 1. Die Mikstände im Baugewerbe, die Unzulänglichkeit der bestehenden Polizeiverordnungen, und die Erstrebung eines Bauarbeiterschutes. 2. Disfuffion. H. Silberschmidt, Frantenstraße 83. Druckfehler- Berichtigung. In dem Inserat des Cigarren: Spezialhauses Czollek& Geballe, Berlin C., Spandauer- Brücke 9, muß es heißen: Marke Florida- Docks 100 Stüd Mt. 3.75( nicht 3,77); ferner: Marke Brillante( St. Felix- Brasil) 100 Stück Mt. 3,25( nicht 3,55). Spezialitäten- Vorstellung. W. Noack's Theater Neues Dezember- Programm. Auftreten der russ. Fürstin Brunnenstr. 16. Heute Mittwoch, den 14. Dezember: von Dragomann. Das Glöckchen von Birkenstein Anfang 72 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direttion: Richard Winkler. Neu! Neu! Neu! Seemannsglück. Liederspiel in 1 Aufzug. Tert und Musik von Oskar Victor- Roeder. 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Dezember berichtet: Die heutige Sigung brachte eine peinliche Ueberraschung, indem der Vorsitzende, Landgerichts- Direktor Willich von der bisherigen Gepflogenheit abwich und an den als Zeuge vernommenen sozialdemokratischen Reichstags- Kandidaten Schreinermeister und Gemeinderath Gustav Kittler die Frage richtete, ob er schon bestraft sei. Das war ein Novum, denn eine solche Frage ist bisher vom Vorsitzenden weder an den Zeugen Hegelmaier, noch an sonst einen der Belastungszeugen gerichtet worden. Gemeinderath Kittler beantwortete die auffällige Frage des Vorsitzenden durch die Auskunft, daß er vor langen Jahren einmal wegen Körperverletzung bestraft worden sei. Aber nicht genug mit diesem Zwischenfall. Der Vorsitzende Holte zu einer weiteren Frage aus, deren Charakter in anbetracht der Umstände dem unbetheiligten Beobachter noch viel seltsamer vorkommen muß als der erste Zwischenfall. Der Mann, dem die unparteiische Leitung der Verhandlungen anvertraut war, richtete nämlich folgende Bemerkung an den Zeugen: Gegenwärtig schwebt ein Verfahren gegen Sie wegen Unter schlagung von 5000 Mark beim Arbeiterbund. Zeuge: Jawohl, Arbeiterbund Gustav Kittler u. Ko. Was diese merkwürdige Frage, deren Zusammenhang mit dem gegen wärtigen Gerichtsverfahren völlig unverständlich ist, des weiteren angeht, so wird uns aus Heilbronn das folgende berichtet: 118 auch acht Tage lang geschlossen worden. Ich vnwalt: Sie sollen schon Tags über das Militär kon muß sagen, Herr Hegelmaier wollte den Auflauf signirt haben. Beuge: Darüber möchte ich nur Aussagen benuben, um mir etwas einzutränken, weil er mich mit Genehmigung des Generalfommandos machen. politisch und persönlich haßt. Es heißt, aus dem oberen Oberstaatsanwalt: Ich möchte nur wissen, ob Sie die Stockwerk jei eine Champagnerflasche nach dem Rathsteller geworfen Maßnahmen aus eigenem Gutdünken oder auf grund bestimmter worden. Das ist nicht wahr, ich hatte keine leere Champagnerflasche Thatsachen vorgenommen.- 3euge: Nun, ich kann ja sagen, ich feller zu uns herübergeworfen und dann zurückgeworfen worden ist. im Hause. Es könnte nur sein, daß eine Flasche aus dem Raths befürchtete bei dem heftigen Charakter des Wahlkampfes Unruhen. Schließlich möchte ich noch sagen, es ist mir zugetragen worden, daß playes hat drei Minuten gedauert, die Räumung der angrenzenden Zeuge Lieutenant Moschner erklärt, die Räumung des MarktSchuhleute die Menge aufgefordert haben sollen, ho ch Straßen war schwieriger. Segelmaier zu rufen. Wors.: Wer hat Ihnen das gesagt? Beuge Schmidt, früher Musketier, war unter den Soldaten, -3euge: Bierbrauer Bendler.- Vors.: Sie hielten das Sprigen für er giebt an: Die Leute feien sehr schnell zurückgegangen, als das unz wed mäßig?- Zeuge: Ja, für eine große Dumm- Militär vorrückte. Wors: Sind Sie beschimpft worden? heit. Das Sprißen erbitterte nur die Leute und trieb sie in die Beuge: Ich direkt nicht. Vors. Sind nicht Schimpfreden geSadgaffe, so daß sie nicht fort konnten. Vors: Kittler fallen? 3euge: Es ist Depotbrüder gerufen worden, ich habe hat die Gäste der" Rose" aufgefordert, das Hofthor als Ausgang zu es mir aber nicht angenommen.( Heiterfeit.) benutzen. War das Thor offen?- Beuge: Soviel ich weiß, Die übrigen 19 militärischen Zeugen schildern die Vorgänge konform den vorher vernommenen Zeugen und geben über die hat der Hausknecht es geschlossen und dann wieder aufgemacht. Beugin Ehefrau Schäffler hat den Oberbürgermeister einzelnen Verlegungen Auskunft.- Mustetier Schmoll fag. Hegelmaier mit seinem Stock den Leuten vor der Nase herum- es ist im allgemeinen auf das Militär geschimpft worden. Vor. fu chteln sehen. Sie schließt sich den Bekundungen ihres Was denn? Zeuge: Die übrigen Mannschaften waren zur Mannes an und bestreitet vor allem, daß oben aus der" Rose" ge- Uebung in Münsingen und da hat einer gerufen: Ihr seid zu worfen worden sei. lüderlich, daß man Euch nicht mit nach Münsingen hat Zeugin Emilie Schäffler war nur in der Wirthschaft zur gehen lassen.( Große Heiterkeit.) " Rose" und hat draußen nichts gesehen. Dem Musketier Friedrich Maier ist die Taschenuhr durch einen Steintwurf zertrümmert worden, außerdem hat jemand mit einem Messer nach ihm zu stechen versucht, er habe ihn aber mit dem Bayonett abgewehrt. Er kennt den Mann nicht. Vors.: Können Sie ihn nicht beschreiben? 3euge: Nein, er war vielleicht 30 Jahre alt. Bortepeefähndrich Schlicker hat mehrere Leute verhaftet, die nicht weggehen wollten und dem Militär im Rücken schr gefährlich werden konnten. Von den Angeklagten kan er aber niemanden rekognosziren. Zeuge Hausknecht Hirsch war in der„ Nose" beschäftigt, er schildert die Vergänge ähnlich wie Schäffler, am fraglichen Abend hat er das hintere Thor nicht geschlossen, aber es könne wohl von einem anderen zugemacht worden sein. Zeuge Bildhauer Schmittberger war am Stichwahltage in der„ Rose", er wollte nach Hause gehen, das Gedränge war ihm ,, Wie wir erfahren, ist die Untersuchung wegen angeblicher Unter- zu groß und er ging zurück, fagte der Frau Schäffler, es schlagung am Dienstag voriger Woche, also zwei Tage werde gespritzt und die Menge dränge auf die„ Rose" vor dem Prozeß, auf eine anonyme Demunziation bin eingeleitet Schäffler fand den Schlüssel nicht gleich und er hat das Thor so möchten sich darüber äußern, ob sie eine Trennung des Verfahrens, zu, Frau Schäffler solle das hintere Thor schließen. Frau Der Vorsitzende schlägt nun vor, die am Prozesse Betheiligten worden. Wie alle Parteifreunde und auch alle diejenigen, welche lange zugehalten, bis sie den Schlüssel brachte. Oberstaats- so daß die Angeklagten in einzelnen Gruppen getheilt und gesondert Einblick in die geschäftlichen Verhältnisse der anwalt: Was war die Uhr?- 3euge: Es war gerade das von den Geschworenen abgeurtheilt werden, für zweckmäßig halten. Kommanditgesellschaft Arbeiterbund Gustav Kittleru. Co. erste Mal gespritzt worden. Der Oberstaatsanwalt hält prozessuale Bedenken gegen haben, annehmen, ist die Denunziation völlig aus der Luft Zeuge Schreiner Schweitert schildert die Rede Kittler's wie die Tremumg des Verfahrens nicht für vorliegend und befürwortet gegriffen und hat nur den Zweck, dent unbequemen Zeugen dieser selbst. Oberbürgermeister Hegelmaier sei seiner Ansicht nach die Trennung aus Zweckmäßigkeitsgründen. Kittler etwas anzuhängen." in provozirender Weise die Wege auf- und ab= Die Vertheidiger widersprechen sämmtlich, sie Es versteht sich am Rande, daß das Vorgehen des Gerichts- geschritten und habe jeden einzelnen figirt. Die Steine halten neben Zweckmäßigkeitsbedenken auch prozessuale Bedenken für vorsitzenden von der arbeiterfeindlichen Presse weiblich gegen die seien erst geworfen worden, als die Feuerwehr Feuerwehr sich vorliegend. in Thätigkeit gesezt habe. Vorsitzender: Waren Die Rechtsanwälte Rosengart und Dr. Erlanger be-= Sozialdemokratie ausgebentet wird. So melden bürgerliche Blätter die Fenster int der" Rose" oben offen? 3euge: Zu antragen ausdrücklich eine offizielle Inaugenscheinnahme der Thatorte. in Schwaben bereits die Verhaftung unseres Parteigenossen erst nicht, später, als der Lärm groß wurde, ja. Der Vorsitzende vertagt die weitere Verhandlung auf Dienstag Kittler. Ein Telegramm unseres Berichterstatters vom gestrigen Aber als gespritzt wurde, wurden sie wieder geschlossen. Berth. 9 Uhr und wird morgen den Beschluß über die Trennung des VerAbend theilt hierzu mit, daß diese Tendenznachricht voll- Rosengart: Sie waren Mitglied des Wahlkomitees der Sozial- fahrens verkünden. ständig erlogen ist. demokraten. Ist Ihnen irgend etwas bekannt geworden von der Absicht, abends zu demonstriren?- 3euge: Nein, nicht im geringsten. Ueber das Verfahren des Vorsitzenden Willich wird aber gewiß nach nicht das letzte Wort gesprochen sein. Es ist wohl anzunehmen, daß auch diese Affäre die gebührende Beurtheilung findet, sobald im Reichstage Gelegenheit ist, über die heutigen Justizzustände das Erforderliche zu sagen. dem Markt. 02 Gewerkschaftliches. Die allgemeine Anssperrung der Bauarbeiter Magdeburge, die in diesem Frühjahr stattgefunden hat, wird in einer soeben erschienenen, von der Lohnkommission der Zimmerer herausgegebenen Broschüre in recht interessanter Weise beleuchtet. Den darin enthaltenen Abrechnungen, Tarifen und Sigungsprotokollen ist unter anderen eine Denkschrift über die Ursachen und den Verlauf des Kampfes beigegeben, in der unwiderlegbar nachgewiesen wird, daß dieser lang andauernde Kampf lediglich von den Grundstücksspelulanten- und Kapitalistenklingel nicht nur provozirt, sondern auch beharrlich aufrecht erhalten wurde. Der Bericht schildert in anschaulicher Weise, wie die Organisation der Bauhandwerker in den siebziger und achtziger Jahren bemüht war, Lohnaufbesserungen durchzusetzen. Ihren Höhepunkt erlangte die Bewegung wieder im Jahre 1897, wo durch Vereinbarung ein Stundenlohn von 40 Pf. durchgesetzt wurde. der" Rose" so wieder wie die Borzeugen. Auch dieser Zeuge ist der Zeuge Schuhmacher Reißer giebt die Rede Kittler's in Ansicht, daß Hegelmaier die Menge provozirt habe. Er bekundet, die Feuerwehr habe das obere Stockwerk der" Rose" ohne Die Verhandlung nahm im weiteren folgenden Verlauf allen Grund in Angriff genommen, eine Gaslampe sei Bors. Sie haben eine Rede gehalten? 3euge: Jawohl, ich dadurch kaput gegangen und er habe deshalb die Fenster geschlossen. habe gesagt, wenn wir auch unterlegen sind, so haben wir doch Die Wasserstrahlen hätten so al die Fenster geprallt, Fortschritte gemacht. Der Wahltag hat uns Gelegenheit gegeben, daß sie jeden Augenblick hätten entzwei gehen fönnen! unsere Jdeen zu verbreiten; in fünf Jahren treten wir wieder an Aus dem Zimmer, wo er sich befunden, sei sicher nichts hinausdie Urne und werden den Wahlkreis erobern. Es war da aber geworfen worden. Bors: War in dent Nebenzimmer jemand? noch ruhig. Bors: Haben Sie gesagt, die Leute sollten das Zeuge: Ich weiß es nicht genau, aber ich glaube, es war leer. nicht ausführen, was sie beabsichtigten? 3euge: Rein, eine solche Werth. Rosengart: Sie verkehrten doch viel in der" Rose" oder auch ähnliche Aeußerung habe ich nicht gethan, ich müßte während der Wahlzeit? Ist Ihnen etwas von beabsichtigten Denicht, was ich damit hätte andenten sollen. monstrationen für den Wahlabend bekannt geworden? 3euge: Vorf.: Ihnen ist vorher von der Absicht, Krawall zu machen, Davon kann keine Rede sein. Vors.: Ob Sie etwas etwas befannt geworden. 3euge: Nein.- Bors.: Erzählen davon gehört haben?- 8euge: Nein. Sie nun einmal Ihre Beobachtungen! 3euge: Zuerst wurde Zeuge Rathsdiener Eberle wohnt über dem Rathsfeller im „ Hegelmaier hoch!" gerufen, dann Kittler hoch!", schließlich übers Rathhaus, er schildert das Geschrei und das Steinewerfen auf Der Tarif für 1898 wurde, un alle Härten zu vermeiden, dent rang das Kittler- Hoch bedeutend; es wurde immer voller auf dem Marktplatz. Ein Asphaltstück kam in seine Wohnung vom Markt- Unternehmerverbande bereits im November 1897 interbreitet 10 Ich ging wieder auf die Freitreppe und habe play her geflogen. Er hat die Steinwerfer im Hofe neben der darin, außer einigen formellen Abänderungen einzelner Punkte, eine die Leute beruhigt und sie zum Nachhausegehen veranlaßt." Rose" beobachtet von seinem Fenster aus, kann aber mit Bestimmt- Erhöhung des Lohnes auf 43 Pf. gefordert. Dieser antwortete im Als ich fertig war, dankte mir der Stations- Kommandant; heit keinen Angeklagten rekognosziren. Der eine hat eine Kleidung Januar mit der Uebersendung eines Gegentarifs, der eine wesentliche er freue sich, daß ich beruhigend gewirkt habe, so werde gehabt wie ein Gipser oder ein Maurer, der andere einen dunklen Verschlechterung gegenüber den bestehenden Verhältnissen bedeutete. er von den Patronen keinen Gebrauch müssen. Anzug. Der Angellagte Schwab kann es gewesen sein, aber bestimmt Um dieselbe Zeit trat der Unternehmerverband in schroffer Weise möchte er es nicht sagen. Angefl. Schwab behauptet, daß er gegen die Arbeiter auf. Weil die Bauhlifearbeiter auf einem Bett teinen hellen Anzug angehabt habe, sondern denselben, den er heute die Arbeit eingestellt hatten, wurde allen im Baugewerbe beschäf anhabe. Verth. Nosengart: Haben sich die Leute nach der tigten Arbeitern, besonders den Maurern und Zimmerern mit einer Kittler'schen Rede etwas verlaufen? Beuge: Ich hatte nicht allgemeinen Aussperrung gedroht, obgleich von diesen auch nicht einen solchen Ueberblick auf den Markt, daß ich das sehen konnte. einer auf dem betr. Ban beschäftigt war d mit dieser Arbeite Zeuge Arbeiter Michel Nunn wird auf Antrag der niederlegung nicht das Geringste zu thun hatte. Mit der Wieders Staatsanwaltschaft vorläufig nicht vereidigt, als der Mit- aufnahme der Arbeit seitens der Banhilssarbeiter auf dem betr. Batt thäterschaft verdächtig. Vorf.: Wo waren Sie am Abend des wurde die Drohung gegenstandslos. die Drohung gegenstandslos. Nach zwei refultatios Stichwahltages? Bei einem Freunde in der Schreibbogengasse. verlaufenen gemeinschaftlichen Sigungen hob der UnterEr hat gegen 10 Uhr einen gewissen Bühler auf den Hegelmaier nehmerverband am 1. April den bisher giltigen Lohntarif schimpfen hören. Was er aber gesagt hat, wisse er heute nicht auf und gab bekannt, day fein einseitig aufgestellter mehr, es sei schon zu lange her.( Bühler war ursprünglich mit an- Tarif gelten sollte. Auch diese Herausforderung wurde seitens der geklagt, ist aber der Straffammer überwiesen worden.) Arbeiter ignorirt, und erst am 26. April traten die Zimmerer zwecks Ers höhung in den Streit ein. Nun ging auch der Unternehmerverband, in dem die Grundstüdespetulanten nach und nach tonangebend wurden, an die Ausführung seines geplanten Vorhabens. Am 4. Mai erfolgte die Aussperrung der Maurer und der Banhilfsarbeiter. Das Baugewerbe in Magdeburg ruhte dann bis zum 23. Juli. -Thurmwächter Vogelmann hat mit dem Nunn über das Schimpfen des Bühler sich unterhalten. Die Aeußerung des Bühler soll gelautet haben:" Der grautöpfige Donnerivetter muß runter vom Rathhaus, dem gehören die Scheiben eingeschmissen." Das Gespräch mit Nunn habe 14 Tage nach der Stichwahl stattgefunden. Es tritt hierauf die Mittagspause ein. Oberbürgermeister Hegelmaier hat hier vorgestern erklärt, ich hätte die Menge nur aufgehezt; er beweist damit nur, daß er mich politisch und persönlich haßt. Ich bin dann nach Hause gegangen und habe mich schlafen gelegt. Da famen Schäffler und der Buchdrucker Müller in meine Wohnung und weckten mich, sie erzählten mir, Herr Hegelmaier fei gekommen, habe mit feinem Stödchen gefuchtelt und sei auf und ab gegangen. Das habe die Menge gereizt und Hegelmaier habe die Feuer wehr in Thätigkeit gesezt, das erbittere die Leute, ich möchte die Menge beruhigen. Ich habe den Leuten gütlich zugeredet und ihnen gesagt, es sei eine Schande, einen solchen Skandal zu vollführen. Einer kam und sagte, er sei pudelnaß. Ich sagte ihm: Wärst Du zu Hause geblieben, wärst Du nicht naß. Ich bin auch nicht naß. Ich bin von Gruppe zu Gruppe gegangen und habe auch gerade besser gelleidete Leute getroffen, die Hoch gerufen haben, und habe gerade ihnen Vorhalte gemacht. daß sie immer von neuem das Hochrufen anzetteln. Ich bin dann auch in der" Rose" gewesen und habe die Leute beruhigt und ihnen gesagt, sie sollten hinten hinausgehen und Diese Aussperrung war zweifellos in Interesse der Grundnicht mehr den Marktplatz betreten. Ich habe nicht mehr spritzen stücksspekulanten seit langem geplant. Das seit Jahren rapide sehen und auch der Steinhagel war vorüber, als ich zum In der Nachmittags- Sigung rücken die militärischen Steigen der Wohnungsmiethen schien nachzulassen, und damit schwand zweiten Mal auf auf den Marit kam. Ich habe dann später Zeugen zur Beweisaufnahme an. auch die Aussicht auf die Steigerung der ungehenerlichen Gewinne jemanden sich auf der Freitreppe bemerkbar machen sehen, ich konnte Oberstlieutenant Brudmann, Bezirkskommandeur, der Grundstücksspekulation. Was konnte also näher liegen, als die aber nicht sehen, ob es ein Militär war, auch nicht verstehen, was schildert die Vorgänge wie folgt: Um 114 Uhr kam eine Ordonnanz feit 1995 flotte Bauthätigkeit durch derartige Maßnahmen möglichst er fagte. Werth. Spröhnle: Wo standen Sie? meine 3enge: in Wohnung und meldete mir, in der Staferne lange zu unterbrechen? Sie suchten dann die partiellen Arbeite Mitten auf dem Markt. Verth. Breitling: War noch ein fei militärische Hilfe verlangt worden. Ich ging sofort in die einstellungen der Maurer dazu zu benutzen, um am 30. August vont sozialdemokratischer Agitator am Weihnachtstage aus Stuttgart hier?-staserne und fand die Meldung bestätigt. Ich ließ das Kommando neuent eine allgemeine Aussperrung jämmtlicher Bauarbeiter vorBenge: Ja, Genosse Hermann, der ist aber abends schon weg antreten, es war 1 Offizier, 2 Feldwebel, 6 Unteroffiziere und zunehmen. Diese Aussperrung war aber nicht so einheitlich, wie es gefahren. Verth. Dr. Erlanger: Herr Hegelmaier macht 60 Mann start, und marschirte auf den Markt. Dort traf ich Ober- der Vorstand des Unternehmerverbandes gewünscht hatte, ein großer Ihr Wahlkomitee für die Unruhen verantwortlich. bürgermeister Hegelmaier. Dieser sagte mir bürgermeister Hegelmaier. Dieser fagte mir, es sei militärische Theil der Unternehmer, der an diesem Treiben tein Interesse Beuge: Ja, ich habe es gelesen, weiß aber nicht, wie so Hilfe erforderlich, die Schuhmannschaft reiche nicht aus. Ich bestieg hatte, verweigerte die Heeresfolge. er dazu kommt.- Vors.: Hegelmaier sagte, die Flugblätter, die Rathhaustreppe und forderte zum Verlassen des Plages auf. Mit welchen Mitteln der Kampf geführt wurde, ist den die ihn verleumdet hätten, feien von aufreizender Wirkung Es rührte sich aber niemand vom Blaze, allerdings wird Lefern des Vorwärts" noch in frischer Erinnerung. gewesen. Beuge: Herr Hegelmaier hätte ja wegen mich feiner verstanden haben, so start war der Lärm. den Verrufserklärungen gegen die Arbeiter haben die Unters Berleumdung tlagen tönnen, das hat er aber nicht Freilich mußte jeder wissen, was ich wollte. Ich befahl dem Lieutenant nehmer, um ihr butales Vorgehen zu rechtfertigen, die vers gethan. Bezüglich eines anderen Flugblattes ist vom Gericht ent- Moschner, zum Sturm borzugehen, es mußten 2 Stolommen gebildet werden, logensten Berichte über die Ursachen und den Verlauf des Kampfes schieden worden, daß zur Beanstandung kein Anlaß ehe es gelang, die Leute zurückzudrängen. Es sind 24 Verhaftungen inspirirt. Im die Arbeiter in die Schuld zu sehen, wurden die borläge. und 2 leichte Verwundungen vorgekommen. Am nächsten Tage stattgefundenen Verhandlungen unrichtig dargestellt, furz, fein Mitte! 2euge Rosenwirth, Säffler bekundet, seine Frau wurden Patrouillen ausgeschickt und dabei sind 10 Verhaftungen vor- war zu schlecht, um die Arbeiter für die Aussperrung verantwortlich habe ihm erzählt, Hegelmaier sei gekommen, fuchtle mit dem Stocke gekommen.-Oberstaatsanwalt: Wamu kamen Sie nach dem zu machen. Er sei daraufhin hinaus: Rathhause? und provozire die Menge. Ober 3euge: Etwa um 3/412 Uhr Abends. Die Verhandlungen am 13. und 14. September, die wieder die gegangen und habe allerdings die Menge sehr erregt gefunden. Auf it aatsanwalt: Es hat also doch ziemlich lange gedauert, ehe der Arbeiter veranlaßt hatten, führten endlich, gewiß sehr zum Leidwesent einmal sei gespritzt worden. Er habe das für einen schweren Markt gesäubert war, denn das soll doch erst nach 1½ Uhr gewesen sein? der Grundstückswucherer, zu einem Friedensschlusse. Das Resultat Fehler gehalten und sofort den Stationstommandanten gebeten, Zeuge: Gewiß war es ziemlich schivierig.-Oberstaatsanwalt: derselben war bekanntlich, daß bis zum 31. März 1899 die Lohnboch das Sprigen einzustellen, das werde die Leute blos reizen und hatten Sie den Soldaten eine besondere Instruktion gegeben? verhältnisse, wie sie sich nach dem Streit gestellt, bleiben; und daß von in die Sackgasse bei der Nose" treiben. Als er noch mit 3euge: Ich hatte befohlen, mit aufgepflanztem Bajonett zum da ab der Lohn für Gesellen auf 42 bis 44 Pf. pro Stunde steigt. er Stationsfommandanten da gestanden, habe einen Sturm vorzugehen und nur auf meinen ausdrücklichen Befehl zu Die Arbeitsbedingungen sollen in jedem Geschäft durch eine Kom großen Stein an den Stopf bekommen. Er gebe zu, daß er laden. Oberstaatsanwalt: Es war also nicht geladen. mission von 3 Mitgliedern, die allgemeinen Angelegenheiten durch wohl dem Landjäger oder Stationstommandanten gegolten habe. Hätten Sie denn das Recht gehabt, als Ihre Soldaten mit Steinen eine Kommission von 7 Mitgliedern, die eventuell mit den UnterEr vestreite, daß aus der Rose Steine nach dem Rathsteller geworfen beworfen wurden, von der Schießwaffe Gebrauch zu nehmern verhandelt, geregelt werden. worden seien. Die Steine jeien von der in der Sackgasse ein- machen? 3euge: Jawohl, jeder Mann hatte auch 10 Patronen. Wie lange dieser Friede dauert, ist wieder von dem Vorgehen geteilten Menge geworfen worden. Das sei schon daraus ersichtlich, Ich hielt die Situation aber nicht für so bedroh- des Unternehmerthums abhängig. Jedenfalls beweist die Ausbaß gerade die der Gadgaffe gegenüberliegenden Fenster des Raths: lich, daß ich hätte ichießen lassen müssen. Ober- sperrung fehr deutlich und es wird im Vorwort der Broschüre recht fellers zertrümmert worden sind. Oberbürgermeister Segelmaier staatsanwalt: Sat Ihnen Herr Hegelmaier nicht gesagt, Sie treffend darauf hingewiesen, daß nicht die Arbeiterorganisationen, fei auf ihn zugekommen und habe ihm gejagt: Sie sind schuld möchten möglichst nicht schießen laffen?-3 euge: Herr Hegelmaier hat sondern ein ffrupelloses Unternehmerthum, wenn es seinen Zweden der ganzen Geschichte. I ch werde Ihnen mir nichts gejagt, ich hätte mir so etwas auch nicht sagen dienlich erscheint, Streiks und Aussperrungen provozirt, um die bie Rose" ichließen. In der That ist die" Rose" Tassen, denn ich bin allein verantwortlich. Oberstaats- Arbeiter und die Konsumenten zugleich auszupowern. Dem a 11 -Neben Donnerstag Freitag arenhaus BERLIN.. Leipzigerstrasse 132/33, ( Versand- Abteilung). Rosenthalerstrasse 27/29, und vis à vis 54/55( Confections- Haus). Oranienstrasse 53/54. WA Wertheim Taschentücher| Morgenröcke, für Kinder, mit bunt bedruckter Kante, Dtz. 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PQ farbiger Filz 2.-, 1.60, Damen- Steppschuhe, 165 schwarz 2.25, Damen Schuhe rotbraunes Leder mit Filzfutter und Ledersohlen 1.80 Comtoir- Schuhe 2.15 für Herren, mit Filz- u. Ledersohlen Mk. 5.75 MK. Silber, Remontoir 11.75 und 8.75 Mk. mit achromat. Gold, Remontoir 45 und 41 M Mk Operngläser Gläsern 8.50,6.- 5.75 Mk. Perlmutter Operngläser 198.50 MR. Moment- und Reisecamera ,, Merkur" 20 MK. ,, Perfekt" 13/18 cm mit Stativ- u. Objektiv- Kassette 40 MK. Kunstguss- Schalen galvanisch verkupfert, 6.75 u. 2.75 Mk. Mk. Tafel- Aufsätze Mk. 2.75 mit Figur und Vase 6.75 u. 75 Mk. Eiserne Tische zweiteilig 2.65 Mk. Likör- Services Mittwoch 2.60, 1.40 Mk., 2.65, 1.50 Mk., Beutel- Portemonnaies Handtaschen, Leder mit Lederfutter, ca. 20 cm lang 90 Pf. Photographie- Album, Plüsch oder Leder 2.65 Mk. Glycerin- u. Mandelseife Carton mit 3 Stück 45 Pf. Rosen- Glycerin Seifest 75 Pr Carton Indische Blumen- Seife Pf. Carton mit 3 Stück 1.10 Mk. Baumlichie Packet mit 12, 18 oder 30 Stück, 55 Pf. Kronenlichte Pod. 8 Stück 46 Pf. mit 6 Stearin, Packet Parfüm- Arrangements Carton 45, 70 u. 90 Pf. Paravents dreiteilig mit gemust. Stoff 10.50 u. 1,1.50 japanisch mit Stickerei auf Sammet od. Seide 9.50, 12.50, 21 M Mk. Bauerntische massiv Eiche 4.25, 5.50, 10.25 Mk. Elektr. Feuerzeuge mit Uhrständer od. Cigarrenabschn. 15 MI Mk. " mit 6 Gläsern 70 Pf. Fränzchen Nimmersatt" ein neues Bilderbuch von J. Grünstein mit farbigen 90 Pt. Bildern von G. Tippel erscheint: 99 Am 15. Dezember Unser Kaiser in Palästina" von Hans Forsten 212 Seiten, eleg. Band, mit Jllustrationen nach Momentaufnahmen. 2M Mk. ( Postporto 30 Pf.) Am Sonntag den 18. Dezember sind unsere Warenhäuser von 12 bis 8 Uhr geöffnet. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin.