Mr. 295. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. BoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Bettungss Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Alta shum mo ito tai son Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. to sito dopo Die Insertions Gebühr Com beträgt für die sechsgespaltene Kolone geile oder deren Raum 40 Pfg., für Beretus: und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bank Die Krisis in der englischen liberalen Partei. 1898. Sonnabend, den 17. Dezember 1898. afzeptiren. δας Ich halte Ge= Expedition: SW. 19, Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Nieder mit dem Militarismus! Nieder mit dem Marinismus!- arajin „ Die Lage wird eine immer ungemüthlichere und unbehaglichere. Schroffer und schroffer treten die persönlichen Gegensäge hervor. Jm Bundesrathe soll der Gebrauch des Titels Erlaucht und den Offizieren der Garnison Detmold der militärische Gruß, die Annahme und das Tragen lippischer Orden oder Dent münzen u. f. v. verboten sein. Lippische Staatsdiener als ReserveOffiziere dürfen nicht so grüßen, wie es ihnen Sitte und Gebrauch vorschreibt!! 9 Das, Tragen lippischer Orden ist lippischen Soldaten oder Offizieren nur in Zivilkleidern gestattet, in Uniform machen sie sich einer schweren strafbaren Handlung schuldig, wenn sie ihre Brust mit den verbotenen lippischen Zeichen zu schmücken verIn anderen Bundesstaaten nehmen die Offiziere gern Orden und Ehrenzeichen von den Bundesfürsten an und bekunden ihre Freude auch darüber, wenn ihnen unterstellte Soldaten das Recht, einen kleinstaatlichen Orden zu tragen, erworben haben! meinen. Auch in der Eisenbahn- Verwaltung sind den in Lippe angestellten, yom Graf- Regenten dekorirten Beamten Schwierigkeiten wegen der Annahme von lippischen Orden gemacht. Ob von seiten der lippischen Staatsregierung ähnliche Maßnahmen zu be fürchten sind, ist noch nicht bekannt geworden. Die lippischen Heißsporne verlangen beschleunigte Verbote des Tragens jeglicher nicht lippischer Orden innerhalb der gelb- rothen Grenzpfähle...." Auch wird in der Broschüre auf die geheimnißvollet latschTaktik hingewiesen, die den Zweck hat, den Biesterfelder seinen„ Landeskindern" zu entfremden: es nicht für ausgeschlossen, daß Selbst erhaltungstriebes folgen d, energisch nein erftere das Ende bom Liede sein wird. Rosebery sagen. Nein! Und nochmals nein! mag die Mehrheit der Mitglieder für sich haben, Harcourt Volt, sei auf der Wacht is add mom thes aber hat den rücksichtsloseren Flügel auf seiner Seite: London, den 14. Dezember. die Anbeter der alten Schlagworte, die Temperenzler, die NeuBombastus Furiofus, wie seine Gegner Sir William Harcourt tonformisten( die er erst jüngst wieder durch Briefe in den„ Times" nennen, hat einen Geniestreich gemacht. Auf dem nicht ungewöhn- gegen den Ritualismus in der Staatskirche entzückt hat) und das lichen Wege eines Briefes an seinen Freund John Morley, welcher irische Element, das in ihm und Morley die unentwegten Verfechter Die Wirkungen des Falles Lippe. Brief sammt der Antwort Morley's der Presse zugeschickt wurde, hat Homerules erblickt. Alle diese Elemente können mun sehr unangenehm Unter dem Titel:„ Der lippische Thronstreit, die Grenzen er der liberalen Partei seine Stelle als parlamentarischer Partei- werden und das giebt ihnen erhöhten Einfluß. In kritischen Si- der kaiserlichen Macht und deutsche Zustände" hat der Detführer vor die Füße geworfen und damit die seit Jahren schleichende tuationen spielt die Frage, wie sich bei einer bestimmten Entscheidung molder Advokat Oskar Asemissen eine Broschüre erscheinen Krisis im liberalen Lager in ein akutes Stadium gebracht. der eine oder andere Flügel verhalten wird, eine gewichtigere Rolle in der liberalen Partei nichts Neues. Daß es in den Reihen befindet. Der oder die Briefe enthüllen der Welt hinsichtlich der Zustände als die Frage, auf welcher Seite die zahlenmäßige Mehrheit sich lassen, die den Lippe- Handel kritisch darstellt. Wir heben aus dieser Partei und ihrer Führer nicht lieb und friedlich" zugeht, ftituirt, daß Zudem ist die liberale Bartei nicht derart kon- dem Nachtrag folgende Stellen hervor: eine Urabstimmung überhaupt nur möglich weiß jedes Kind. Wenn der Zank im Hause allein ein genügender wäre. Die Ueberlieferung verbietet sogar die Wahl des Grund wäre, von der Führung zurückzutreten, würde Harcourt Parteihaupts durch Kongresse und dergleichen. Das Parteihaupt längst haben abdanken müssen. Es ist auch nichts Neues, daß eine wird nicht vom Volf gewählt, sondern blos anerkannt". Es ist mit starke Sektion innerhalb der Partei lieber Rosebery statt Harcourt ihm wie mit der Liebe: cs kommt und es ist da. Das heißt, es an der Spize fähe. Stimmen in diesem Sinne haben sich zu ver- erobert sich allmälig seinen Play, durch wirkliche Dienste schiedenen Zeiten erhoben, oder vielmehr, sie sind nie verstummt. und durch sonstige Einflüsse, bis im geeigneten Moment Warum also der Brief? ( wenn der bisherige Führer abtritt) in der ganzen Partei schon Nun, die Sache ist ganz einfach die, daß die Rosebery Einstimmigkeit darüber herrscht, daß dieser und kein anderer Fraktion in der legten Zeit angefangen hat, ernsthaft für der berufene Nachfolger ist. Dies die Theorie. Blos damit keine die Rückberufung des ehemaligen Premier ins Beug 34 Personenverwechslung stattfindet, wird in der Praxis die Sache gehen, und die Gefahr vorlag, daß sie die Mehrheit der Partei jedesmal vorher vorher im Rathe der Führer festgestellt. für ihren Mann gewinnen werde. wöhnlich ift's der Leiter der Partei in einem der Im Grunde ist die Stelle des ersten Führers der Partei über- beiden Häuser des Parlaments, auf den der Mantel haupt noch unbefeht. Als Rosebery vor zwei Jahren refignirte, fällt. Und da die liberale Partei mur im Haus der Gemeinen über trozdem er wahrscheinlich noch immer die Mehrheit für sich hatte, eine streitbare Anhängerschaft verfügt, ist ihr dortiger Führer foverzichtete man angesichts der großen Erregung der Geister darauf, zusagen von Natur zum Parteihaupt berufen. Dies ist vielleicht der Sir William Harcourt sein in jenem Moment einzig möglicher größte Vortheil Harcourt's über Rosebery, den„ Gefangenen der Nachfolger, zugleich aber auch sein entschiedenster Gegner offiziell Beerstammer", und mag auch die Waage für ihn zum Sinten bringen. an feine Stelle zu setzen. Als Führer der Partei im Hause der Inzwischen rast der Sturm in der Presse. Hier zeigt sich schon Gemeinen war er von selbst nunmehr Erster im Rath. Das die oben geschilderte Unterscheidung. Die Rosebery- Presse( in London reichte für gewöhnliche Zeiten aus und konnte erst dann zu ernst- Daily News"," Westminster Gazette"," Echo") sanft, vermittelnd, haftem Konflikt führen, wenn außergewöhnlich wichtige Fragen der vor zu schneller Entscheidung warnend, die Harcourt- Organe laut, Lattik oder Strategie zur Entscheidung standen. Wie der englische drohend, schleunige Entscheidung heischend. Andere Blätter wieder haben Parlamentarismus heute beschaffen ist, ruht in solchen Fällen die im ersten Schreck ihren Kompaß völlig verloren. So das radikale Daily Letzte Entscheidung beim Parteichef. Er bestimmt, wenn nicht über Chronicle", das einst für Rosebery war, dann. bei Anlaß der das was, so doch über das Wie der Aktion, und wenn er auch den armenischen Frage, ihn über Bord warf und Harcourt altlamirte, Jedermann weiß, daß die neuesten Standal- und KlatschFührer zweiten Ranges zu Rathe zieht, so giebt er doch die Barole und jetzt Harcourt's Brief für eine endgiltige Abdanhung annimmt. geschichten mit raffinirter Bosheit verbreitet und ansgenügt sind, aus. Demokratisch oder nicht, die Klage im liberalen Lager ist seit In seiner Beklemmung verkündet es das Ende der alten liberalen Tang gehegter Feindschaft möglichst galligen Ausdruck zu verleihen. Jahr und Tag nicht, daß die Partei zu viel, sondern daß sie zu Bartei, und wer möchte ihm unrecht geben, went er in Harcourt's Ganz unerklärlich bleibt dabei, daß nicht längst der Weg gefunden wenig geführt wird. In der letzten Session war die Bank der Brief von eben dieser Partei liest: Eine Partei zu leiten, die ist, solchen nur mit Verlegung von offenbaren Geheimnissen, theils Führer der Opposition gewöhnlich leer oder sehr spärlich besegt.( Im durch Fraktionsstreitereien und persönliche Interessenfämpfe zerriffen vollständig erfundenen, theils aufgebauschten Klatschereien ein Ziel Haus der Gemeinen fißen die Minister, soweit sie nicht Beers sind und ist, kann niemand mit Ehren für sich und zum Vortheil des Landes zu setzen und eine alle Kreise des Volkes in gleicher Weise bealsdann das Haus überhaupt nicht betreten dürfen, auf der ersten unternehmen"? rücksichtigende Staatsleitung einzuführen." , front bench" der Regierungspartei, die Führer der Aber in der Politik ist, wie in der Liebe, alles möglich. Nirgends Und diese in Lippe beliebte Methode ist der Darstellung Opposition auf der ihr gegenüberstehenden Bank, der front oppo- haben so heftige innere Stämpfe gewüthet, wie im Schooße der Asemissen's zufolge nicht wirkungslos geblieben. Der Biestersition bench".) Bei sehr wichtigen Fragen der inneren und äußeren Politit ertönte von dieser Seite her fein Sterbenslaut. beiden großen englischen Parteien, und doch haben sie sich bisher felder scheint ziemlich isolirt zu sein. Der Grafregent ist äußeren Politit ertönte von dieser Seite her fein Sterbenslaut. immer wieder zu zwei großen Heeren zusammengefunden. Aller- natürlich ebenso wie alle übrigen Fürsten voll menschlicher Waren Harcourt und Morley abwesend, dann streikten auch die Parteigänger Rosebery's, die Asquith, Fowler, Bannerman 2c., fotveit bings hat die liberale Partei noch nie ans so vielen Wunden ge- Irrthümer, und die hösische Sitte und Politit mag in Lippe nicht Dinge in Frage tamen, die in das Gebiet der vorher von blutet wie jetzt. Aber die Partei, die ihr Erbe antreten könnte, die nicht besser sein als in irgend einer anderen Residenz. Sozialdemokratie, ist noch nicht start genug dazu. Sie kann vorihnen geleiteten Ministerien fielen. Aber selbst wenn sie sprachen, läufig nur dazu beitragen, sie zu schwächen. Ind damit verlangsamt Indessen, während im übrigen Reich der fürstliche Nimbus fehlte der Opposition der" Bug". Daher der immer dringendere Ruf in der Partei, die sie bis zu einem gewiffen Grade sich selbst den Weg, denn beim durch den Staatsanwalt sorglich behütet wird, ist es in Lippe Führerfrage endlich zur Entscheidung zu bringen und damit jezigen Wahlsystem kam sie auf große Erfolge nicht rechnen, und geradezu die Pflicht guter reichstreuer Gesinnung, den Monarchendie Disziplin wieder herzustellen. Bisher nur in der Presse von den Konservativen ist eine raditale Beseitigung der Mängel des- mantel zu zerfetzen und unter ihm die menschliche Blöße hämisch aufzuzeigen. Das gute Recht des Biefterfelders aber wird Sa und in Versammlungen laut geworden, hat er vorige Woche in der selben nicht zu gewärtigen. durch nicht aufgehoben, daß er eben nur ein- Fürst ist und wie ein Fürst irrt. Genau dasselbe Schauspiel erlebten wir 1866. Während der preußische Hof und die Hohenzollern unter den funst. reichen Händen von geschäftigen Agenten in strahlender, makelloser Größe erschienen, wurde Ruf und Ansehen der Monarchen, die in Hannover, Sachsen, Kurhessen doch auch von Gottes Gnaden regierten, ſyſtematiſch unterwühlt. Ueber die Stärkeren mußte man schweigen, fälschen, heucheln, aber fünf Programmpunkte würden das zugkräftigste Aktionsprogramm Als voriges Jahr der famose Flottenplan in den Reichstag die Schwächeren waren vogelfrei, über sie durfte man die Wahrheit der Partei bilden? Und 3.: Soll die Partei eine neue Homerule- tam, war jedermann erstaunt über das Mißverhältniß sagen und mehr als die Wahrheit, man durfte nicht nur ihre Vorlage einbringen? Trotzdem die liberale Presse und liberale der Motive zu den Forderungen. Nach den Motiven hätten Schwächen geißeln, sondern auch ihre Vorzüge verleumden. Redner dies Plebiszit" als eine Posse verhöhnten und von der die Forderungen das Zehnfache betragen müssen. So erleben wir es auch heute: Während überall im Reich. Theilnahme abmahnten, sind doch eine ganze Anzahl offenbar echter Politiker, die weiter als bis drei zählen können, der Majestätsbeleidigungs Paragraph brillend umgeht und Buschriften von Mitgliedern liberaler Vereine und Komitees bei der fagten sich deshalb, die Forderung, obgleich als end fieht, wen er verschlinge, ist es im Lande Lippe patriotisch Daily Mail" eingelaufen, die sich jetzt das Vergnügen macht, fie schon vor Ende der Abstimmung auszugsweise zu publiziren. Bon giltig bezeichnet, sei nur eine vorläufige. Das dicke und ehrenvoll, die Person des Regenten zu verunglimpfen. Ende werde schon nachfolgen. Wenn man in den übrigen Bundesstaaten die fürstlichen 14 heute veröffentlichten Antworten lauten bezüglich der Führerschaft Ende werde schon nachfolgen. Persönlichkeiten mit lippischer Elle messen wollte! drei für Harcourt und elf für Rosebery. Wenn das auch nicht als Refler der Meinung in der Partei gelten kann, so zeigt es doch, wie Vor dem Zusammentritt des gegenwärtigen Reichstags Afemiffen erkennt scharf, welche Folgen das monarchisch weit verbreitet die Fraktion Rosebery ist. erwartete man allgemein eine neue Marinevorlage. Die Gesinnten wohlgefällige und von ihnen unterstüßte Treiben Der Brief Harcourt's an Morley ist vom 8. Dezember datirt, Thronrede blieb aber stunim. Dies überraschte. Jezt kennen gegen den Biesterfelder für den Monarchismus selbst haben b. h. zwei Tage nachdem die„ Daily Mail" ihr Plebiszit er wir den Grund. Die Palästinareise hatte die muß. Im Kassandra- Ton ruft er am Schlusse aus: öffnet hatte. Er enthält einen scharf zugespizten Bartherpfeil gegen Lottenpläne momentan in den Hintergrund„ Die Saat der jezigen Vorgänge und des jetzt gestreuten Miß„ Nach der großen Niederlage von 1895", heißt es gedrängt; und zwischen der Rückkunft des Kaisers trauens in alle öffentlichen Verhältnisse wird als Frucht der Sozial darin, , die wir gemeinsam erlitten, fehlte es nicht an war die Zeit zu demokratie zufallen und voraussichtlich werden bald neuen starten Versuchungen für diejenigen, die nur ihre persönliche und der Eröffnung des Reichstags Thronfolgeftreitigkeiten, I e II nicht Bequemlichkeit und die Befreiung von Verantwortlichkeit und Mühen furz gewesen, als daß man zu einer Verständigung alle Die Regierung, das heißt Herr überall in Deutschland, so doch in Lippe über im Auge haben, eine geschlagene Armee ihrem Schicksal zu über- hätte gelangen können. laffen. Das war fein Verhalten, wie es Ihnen und mir zusagte. bon Hohenlohe, erflärte es für unmöglich, nach den flüssig werden, wenn so weiter die Monarchie Wir sammelten die zersprengten Reihen und nahmen unseren Blag unzweideutigen Versprechungen der vorigen Session untergraben wird. Spätere deutsche oder lipwieder in der Vorhut des liberalen Kampfes ein." Das sind alles mit einer neuen Flottenvorlage zu kommen. pische Thronprätendenten würden dann höchstens Nabelstiche an die Adresse Rosebery's, der damit als Ausreißer hin- Indeß der Kaiser hält an seinem Plane fest; noch als Kandidaten sozialdemokratischer Repu gestellt wird. Und John Morley verfehlt nicht, die Stiche zu„ ber er hat dem Reichstag wieder ein Flottenbild geschenkt und bliken auftreten können." tiefen".„ Es ist meines Erachtens widerlich", heißt es in seiner das bedeutet einen neuen Flottenplan, für den Herr Tirpitz Antwort, einem Mann, der beherzt allem die Stirn bot, der mannForm eines, von der Sektion Nottingham formulirten Antrages, die Frage der Führerschaft auf die Tagesordnung der am Freitag zusammentretenden Parteifonferenz zu stellen, bestimmte Gestalt angenommen. Ein unter parteilofer Flagge segelndes fonfervatives Blatt, die„ Daily Mail", hat sich den Wit gemacht, ein Preisausschreiben für Liberale zu veranstalten, das demjenigen Liberalen Politische Uebersicht. E. B. Berlin, den 16. Dezember. Die neue Flottenvorlage 2000 M. zuspricht, der auf drei gestellte Fragen die Antwort giebt, beschäftigt die Reichsregierung und könnte, da diese sich sträubt, Fragen lauten: 1. Wer soll Führer der Liberalen sein? 2. Welche möglicherweise zu einer Krisis führen. die dem Durchschnitt aller Antworten am nächsten tommt. Rosebery. " " Diese Und so ist's denn auch. haft auf dem Schiff aushielt, ſtatt gemüthlich im Hafen eintreten wird. zu bleiben, weil die See rauh und der Himmel schwarz Der Widerstand des Herrn von Hohenlohe wird verwar,- zu sagen, daß seine Position in seiner Partei muthlich nicht lange vorhalten. Zieht er es nicht vor zu unausgefeßt ein Gegenstand formaler Debatten und persönlicher gehen, so wird er ja sagen. Herausforderung sein soll." Harcourt wie Morley verfehlen nicht, Jedenfalls steht uns eine neue Flotten auf die Zurüdsegung des ersteren bei Gladstone's Rücktritt und seine vorlage bebor neben der neuen Militärvorlage. Dienste um die liberale Sache, insbesondere beim Budget von 1894 Die Kerze soll an beiden Enden zugleich angesteckt werden. ( Erhöhung der Einkommens- und Erbschaftssteuer) gebührend an Das deutsche Volt werde sich des Ernstes der Lage bezuspielen. Der Brief oder Briefwechsel ist ein Ultimatum, das die liberale wußt! Die Last des Militarismus ist schon unerträglich, und Partei vor die Nothwendigkeit stellt, entweder Harcourt endgiltig nun soll noch die zweite Schraube ohne Ende angelegt werden: als Haupt der Partei anzuerkennen oder seine Resignation zu die des Marinismus. Da gilt es, den Gebot des Die Entrüftung gebiert den Prophetengeist. Also selbst ein Prophet fann bisweilen, so verdächtige Verwandtschaft er gemeinhin mit den Kartenlegerinnen hat, ein Seher sein, wenn Asemissen auch in einer Beziehung Unrecht haben dürfte. Thronprätendenten von heute pflegen wie die Geschichte, bisher wenigftens gezeigt hat nicht die Präsidenten von morgen zu sein. Posadowsky Zitate. = Die Herren von der Regierung und die ihnen dienenden Breßleute pflegen stets sehr empört zu sein, wenn irgend eine Einzelheit in einer von Sozialdemokraten im Reichstage vor gebrachten Beschwerde nicht ganz genau ist. Man müßte also annehmen, daß diese Genauigkeitsfanatiker nur auf grund eines Materials Urtheile aussprechen, dessen Zuverlässigkeit sie auf ihren Eid zu nehmen vermögen. Nun, Herr v. Posadowsky hatte gestern Gelegenheit, Material" gegen die Sozialdemokratie vorzubringen. Herr v. Posadowsky hat die Sozialdemokratie auf dem nicht ungewöhnlichen Wege des Zitats vernichtet. Es war zwar nur ein Zitat, dafür aber ein Bombenzitat, das der Staatsfefretär gegen uns schleuderte: " Ich habe hier einen Zeitungsausschnitt, wonach ein Angehöriger Ihrer Partei, ein Reichstagskandidat, gesagt hat: " erstreben." 1898, 1. Beilage. Die Sozialdemokraten seien Vertreter der besiglosen Proletarier, fie feien gegen jeden, auch den Kleinsten Besitz; erst dann werde es besser werden, wenn die jezige Gesellschaftsordnung von oben bis unten umgestürzt sei. Daher sei der Umsturz von oben bis unten zu Das hat der Herr in einer öffentlichen Versammlung erklärt. ( Buruf bei den Sozialdemokraten.) Ich zitire nach einem Zeitungsausschnitt; es war der Reichstagskandidat Goerte( Charlottenburg); Sie finden das Referat im„ Reichsboten" vom 1. Mai Man denke! Herr v. Posadowsky will ein Urtheil über unsere Partei- Anschauungen fällen und beruft sich dabei auf eine im Wahltamf gefallene Aeußerung! Das wäre schon an fich gerade kein klassisches Zeugniß; denn in der Hitze des Wahl tampfes fagt man manches, was man bei ruhiger Ueberlegung nicht verantworten könnte. Aber welches ist die Quelle, aus der der Staatssekretär seine Wissenschaft schöpft? Doch wohl ein Bericht eines sozialdemokratischen Parteiblattes, der zwar auch nicht korrekt zu sein brauchte, aber wenigstens feine tendenziösen Verdrehungen zu Ungunsten des Redners enthalten dürfte! O nein, Herr v. Posadowsky berfolgt eine andere Praris in seiner Quellenforschung, er hat eine Methode historischer Feststellung, die einen Rante aus der Ruhe des Grabes aufscheuchen könnte: Herr v. Posadowsky beruft sich auf den Reporterbericht eines kleinen Kreisblattes, den der Reichsbote" übernommen hat. Der Kreisblatt Reporter als klassischer Zeuge des Herrn Staatssekretärs, der Kreisblatt Reporter als grimmiger und endgiltiger Vernichter der Sozialdemokratie, der KreisblattReporter als Erleuchter einer hohen Regierung, die auf ihn wie auf das Evangelium schwört! Warum ernennt man nicht lieber gleich den Kreisblatt Reporter zum Staatssekretär? Dann hätten wir die Früchte seiner Auffassungsgabe aus erster Hand und bedürften nicht des Mittlers. W " $ von Antisemiten und Schädigung der Arbeiterbevölkerung erblickt. Aus diesem Grunde richtet die Versammlung an die Regierung das dringende Ersuchen, " " tonservativen, 13 von Freikonservativen, 34 von Nationalliberalen. Sehnsucht nach der Produktenbörse. Die„ Norddeutsche die Bieheinfuhr- Verbote aufzuheben. Allgemeine Zeitiug" schreibt: Die Post" des Herrn Stumm hat eine solche Freude Die Presse beschäftigt sich in legter geit mehrfach mit Ber- an der zulunfftaatlichen" Internirung verhärteter und gehandlungen, die über wiederherstellung der hiesigen waltthätiger Anarchisten, daß sie die gegenwartsstaats. Produktenbörse stattfinden sollen. Dabei begegnet man lichen Rezepte gegen Anarchisten" ganz aus dem Gedächtniß verin einigen Zeitungen der Bemerkung, daß Verhandlungen" in loren hat. Wir wollen sie deshalb daran erinnern, daß von ihr diefer Angelegenheit von vornherein aussichtslos sein würden. felber und von ihren Gesinnungsverwandten die Einsperrung Wir vermögen dieser pessimistischen Auffassung nicht beizu- oder Berbannung aller sozialistischen und gewertpflichten, glauben vielmehr, daß es bei einigem Entgegen fchaftlichen Führer befürwortet wurde. Die Führer sollten tommen von beiden Seiten nicht unmöglich sein würde, unter wie Rosinen aus einem Kuchen" genommen und von den verführten voller Wahrung der gesetzlichen Bestimmungen eine dem wohl Arbeitern entfernt werden u. s. tv. Die" Post" lese nur einmal ihre verstandenen Interesse aller Betheiligten entsprechende Lösung zu eigenen Artikel nach. Und wenn diese ihr zu langweilig sind, so finden. findet fie im Leitartikel der Kreuz- Beitung" vom 4. Dezember d. J. Man mißversteht diese Notiz wohl nicht, wenn man annimmt, die Rosinen- Theorie prächtig entwickelt und zwar als eine alte daß die Agrarier bei ihrer Zerstörung der Produktenbörse gründlich Lieblingsidee." Das Studium der gegenwartsstaatlichen Pläne bringt hineingefallen sind. Sie haben jetzt weniger Einfluß auf die Ge- der„ Post" vielleicht einige Aufklärung über den„ Zukunftsstaat". lichkeit für die Börsengeschäfte herrschte. Die hineingefallenen gegenüber dem Wettbewerb des amerikanischen sollen in der Sitzung staltung der Preise wie früher, wo wenigstens eine gewisse Oeffent Erleichterungen für den Bezug des russischen Petroleums Agrarier sehnen sich nach der Produktenbörse zurite und lassen in dem offiziösen Blatt Stimmung für Unterhandlungen machen. Wer des Staatsministeriums vom Freitag erwogen worden und es weiß aber, ob den Getreidejuden" der jetzige, ihre Geschäfte im foll eine bezügliche Vorlage für den Bundesrath in Aussicht geDunkeln lassende Zustand nicht beffer gefällt, als das frühere Licht der Oeffentlichkeit. nommen sein. Herr v. Köller strahlt in voller Glorie. Die„ Nordd. 8tg." schreibt darüber offiziös: Wie die Den Geheimerlast über bie eventuelle Verhaftung der Allg. Bebe Boffische Zeitung" vernommen haben will, verlante fozialistischen Führer hat der Kriegsminister am Donnerstag im Reichstag laut Stenogramm in folgender Form in Abrede gestellt: „ Da schon heute Morgen aus einer Notiz des„ Borwärts" au entnehmen war, daß die Angelegenheit heute hier zur Sprache kommen werde, habe ich mich über dieselbe des näheren orientirt, nur bin ich außer stande gewesen, einen derartigen Erlaß aufzufinden.( Heiterkeit rechts.) Das wundert mich auch garnicht; denn es ist für jeden, der sich mit derartigen Sachen beschäftigt, bon hornherein flar, daß ein solcher Erlaß nicht wohl vom Kriegsminister und vom Chef des Militärtabinets gemeinfchaftlich gezeichnet werden kann. Das wäre eine Ver wirrung der Ressorts, die man meinem hochverehrten Herrn Amitsvorgänger und dem vortrefflichen Chef des Militärkabinets nicht zumuthen kann. In welcher Weise Herr Debel getäuscht worden ist, weiß ich nicht. Jedenfalls find die Ausführungen, die er dieser halb gemacht hat, vollständig hinfällig." in parlamentarischen Streifen", daß Herr v. Köller des Rückhalts an entscheidender Stelle keineswegs sicher" sei und daß die„ Noth= wendigkeit seines Rücktritts erwogen" werde. Hier ist wohl der Wunsch der Vater des Gedankens, aus dessen Aeußerung die Enttäuschung der jenigen zu sprechen scheint, welche sich im Reichstag einen Worstoß gegen die preußische Ausweisungspolitik versprochen hatten. In Regierungsfreisen ist nicht das Geringste von einem Gegensatz zwischen Herrn v. Köller und dem Staatsministerium bekannt. Die preußische Regierung wird im Landtag für die von Herrn v. Köller im nördlichen Schleswig befolgte Ausweisungspolitik unumwunden eintreten, wie es denn überhaupt keinen Augenblick zu bezweifeln war, doß der Oberpräsident von Schleswig- Holstein bei seinem thatkräftigen deutschen Vorgehen die Regierung sowohl, wie den weitaus größten Theil des deutschen Volkes hinter sich hatte. Herr von Köller ist also noch besser als der Ruf, den er selbst über sich verbreitet. Er hatte bekanntlich einem Interviewer erklärt, in der Ausweisungsfrage selbständig und zwar versuchsweise vorzugehen. Und hier wird ihm attestirt, daß er nicht nur die Regierung, sondern sogar den größten Theil des deutschen Volkes hinter sich habe. Das Odium der ungeschickten Ausweisungen lebt also nicht mehr and dem fidelen Oberpräsidenten von Schleswig- Holstein, sondern an der deutschen Reichsregierung.- Das deutsche Volt verwahren wir Wir erkennen diese Art der Beweisführung nicht an. Die Deffentlichkeit hat fich längst daran gewöhnt, in der Beurtheilung der gegen die ihm gemachte Zumuthung. Echtheit eines Erlasses nicht den Maßstab des Gewöhnlichen und Normalen Das Duell als Gottesgericht. Durch das gestern gemeldete anzulegen. Die Verwirrung der Ressorts"( des Kriegsministeriums Bisto lenduell in Saarburg ist, so berichtet man uns, das und des Militärkabinets) gehörte gerade in jener Zeit gewiffer Kapitel vom Duellumfug um einen ebenso traurigen als bezeichnenden maßen zu den Staatseinrichtungen, die man nicht verächtlich machen Fall bereichert worden. Der Getränkte- es handelt sich um darf, und sie würde demgemäß eher ein Merkmal der Echt- eine Familienangelegenheit-, Rittmeister Schede, trug eine Lebensheit sein. gefährliche Verlegung davon, während der Beleidiger, Bing. Und da bestreite noch jemand, daß das Duell ein Stüc Hauptmann v. Planig, mit heiler Haut aus dem Kampf hervor unserer„ göttlichen Weltordnung" sei! Herr v. Gozler hat also lediglich erklärt, daß er den Erlaß nicht gefunden hat, und er hat sich über diesen Mißerfolg nicht gewundert, weil ein derart unterzeichneter Erlaß eine„ Verwirrung der Ressorts" bereiten würde. Das ist der Gewährsmann eines Ministers, wenn er einmal Material" vorbringt! Raum nöthig zu sagen, daß jener Bericht den Unsinn nicht etwa wiedergegeben, sondern eigens fabrizirt hat. etwa wiedergegeben, sondern eigens fabrizirt hat. Aber um Herrn v. Pofadowsky nicht nur über das von ihm angewendete Quellenforschungsprinzip im Allgemeinen aufzuklären, sondern auch im Besonderen ihm an einem 16. Januar erfolgen, wie die„ Boſt" hervorhebt, an dem legten Die Einberufung des preußischen Landtags soll erst am Einzelfall zu zeigen, wohin diese Methode führt, thun wir verfassungsmäßig zulässigen Lag." ein übriges und drucken nachstehendes uns zugegangene Schreiben ab: Es gehört nicht zu meinen Gepflogenheiten, auf jede Thorheit zu antworten, um so weniger, wenn ich den Raum des„ Vorwärts" in Anspruch nehmen muß, der besser auszunüßen ist. Wenn aber der Herr Graf von Bosadowsky in seiner Donnerstags- Rede es für gut befindet, meinen Namen vermuthlich auf grund eines Berichtes des Ober- Barnimer Kreisbattes" vom 28. April d. J.( Nr. 98) in die Debatte zu ziehen, so entschuldigen die Leser wohl mein Verlangen, dem Herrn Grafen zu antworten: Ich entfinne mich einer Versammlung im Dorfe Neu- Tornow, Kreis Königsberg, einberufen vom Freisinn Rickert'scher Richtung, in der ich gegen den freisinnigen Kandidaten Dr. Werner- Berlin polemiſirt und am Schlusse meiner Ausführungen ungefähr fagte, daß es endgiltig besser werde, wenn die heutige Gesellschaft von Grund auf", oder auch unten auf" umgestaltet jei 2c." Hieraus hat nun irgendwelche Reporterseele den blühenden Unsinn gemacht, wie ihn der Herr Graf zur Beweisführung gegen Bebel's Kennzeichnung der freiheitlichen Rechtszustände" in Breußen Deutsch land anzuwenden nöthig hatte. Wenn das am grünen Holz geschieht = Es sei noch erwähnt, daß in Tornow bei der Hauptwahl 38, bei der Stichwahl 47 sozialdemokratische Stimmen abgegeben wurden, gegen 28 1893, trotzdem ich nur in einer gegneris schen Versammlung sprechen konnte. Das mag schmerzlich sein für Herrn v. Levezow, der wohl den Herrn Grafen auf den Reporterwig aufmerksam gemacht, beweist jedoch, daß die Sozial demokratie auch in dieser Veste des Konservatismus, wenn auch langsam, so doch sicher vorwärts bringt. Wahlpflicht. Liebermann v. Sonnenberg und Genossen beantragen, daß das allgemeine und gleiche Reichstagswahlrecht zu einer Reichstagswahlpflicht erweitert wird. Noch arbeitsfähig. Wer etwa unseren Hohenlohe für zu alt hält, um zu regieren, der wird jest eines Beffer en belehrt. Er fann nicht nur regieren, sondeu er kann auch als ausgezeichneter Schüße", dem Zeugniß des Hann. Cour." zufolge, noch eine größere Anzahl Sauen zur Strede bringen. Also geschehen zur Zeit der Etatsdebatte im deutschen Reichstag auf der Kaiserjagd im Saupart zu Springe! uns: Wie sehr das Buttlamer'sche Regiment der Diktatur und der Germanisations- Erfolge in Elfaß- Lothringen. Man schreibt Ausnahmegeseze einer Aussöhnung der reichsländischen Bevölkerung mit dem durch den Frankfurter Frieden geschaffenen neuen ftaatsrechtlichen Zustand des Landes hinderlich ist und bei derselben das Gefühl der Zugehörigkeit zum großen Reichsganzen immer wieder im Reime erstiden muß, das geht mit aller mur wünschenswerthen Deutlichkeit aus der Erflärung hervor, mit welcher der Führer des intransigenten Flügels der Klerikalen elfaß- lothringischen Landespartei, Abbé etterlé, der streitbare Redakteur des Journal de Colmar", seine ablehnende Haltung gegenüber der von altdeutscher Seite Starke Beunruhigung haben, nach einem Telegramm der erstrebten Angliederung der klerikalen Elsässer- Gruppe an das deutsche Voff. 8tg.", in Paris die Aeußerungen des deutschen Bentrum motiviren zu müssen glaubt. Herr Wetterlé, der neuRaisers gegenüber dem Reichstags- Präsidium hervorgewählte Vertreter des Reichstags- Wahlkreises Colmar- Münster, be- schreibt: gerufen. Eine halbamtliche Mittheilung meint demgegenüber beschwichtigend, jene Aeußerungen hätten wohl nur den Zwed gehabt, den Reichstag für die Bewilligung der Heeresverstärkung geneigter zu stimmen. " Mecklenburgisches Sonntags- Sozialistengefeh. Aus dem Lande des Ochsenkopfs ist zu berichten, daß das SonntagsSozialistengefeß, über das wir bereits früher referirten, munmehr von der medlenburgischen Boltsvertretung" angenommen worden ist. Der Landtag stimmte der Regierungsvorlage betreffend Abänderung der Verordnung vom 8. August 1855, betreffend die Heilighaltung der Sonn- und Festtage( nichtgewerbsmäßige Vertheilung von Drucksachen 2c.) mit dem Zusatze zu, daß das Austragen von Tageszeitungen durch Boten der Druckereien an die Abonnenten durch das Verbot nicht getroffen werden soll. " Sobald dies Sonntagsgesetz Gesezeskraft erlangt haben wird, das heißt, sobald es im Regierungsblatt" veröffentlicht ist, darf also niemand an Sonntagen an einen andern eine Druckschrift verschenken und vertheilen. Der Frankfurter Friede besteht nun einmal, das ist, sonnentlar. Man verlangt aber von uns, daß wir die gegenwärtige politische Lage Elsaß Lothringens mit allen ihren And wüchsen, fortwährender Einwanderung, Verweigerung jeder Autonomie, Zurücksetzung der einheimischen Elemente im staatlichen und städtischen Dienste, Diktatur 2c. gutheißen. Dazu geben; wir uns aber nicht her, und so lange wir keine rechtliche Stellung im Deutschen Reiche einnehmen dürfen, werden wir gegen diese Herabwürdigung eines friedfamen und werkthätigen Volkes protestiren. Sind wir einmal Deutsche, wie die anderen, dann läßt sich über die Eina, führung des deutschen Parteilebens in Elsaß- Lothringen sprechen. So lange diese Bedingung nicht erfüllt ist. bleiben wir Elsaß Lothringer sans phrase. Diesen Standpunkt gebietet uns die Pflicht der Selbsterhaltung." Es gehört in der That kein besonders hohes Maß staatsmännischer Klugheit dazu, um einzusehen, daß die Bevölkerung der Reichslande teine Sympathieen für ein Regime empfinden kann, Der Hauptzwed dieses Gesetzes ist, den mecklenburgischen Genossen unter dem ihr immer wieder mit Gewalt die Thatsache zum Bedie Vertheilung ihres Agitationskalenders zu erschweren. Die Herren wußtsein gebracht wird, daß sie eigentlich als Staatsbürgerschaft Nun kann sich Herr v. Posadowsky nach einem anderen mögen sich jedoch keinen unbegründeten Hoffnungen hingeben. 2. Klasse zu gelten hätte. Unsere medlenburgischen Genossen werden dafür sorgen, daß die Kreisblattbericht umsehen, um„ Material" zu gewinnen!-Sandbewohner nach wie vor ihre aufklärenden Agitationsschriften Der gestern gemeldete Zusammenstoß franzöfifcher bekommen. Dem Herrn Grafen will ich persönlich noch bemerken, daß feine Stellung als Staatssekretär des Innern es erheischen sollte, etwas mehr Rücksicht auf außerhalb des Reichstags stehende Reichsbürger zu nehmen, wenn er weiter kein Material hat als Kreisblatt- oder ähnliches Geschwäg. Otto Goerte, Buchdruder, Charlottenburg. Deutsches Reich. Zur neuen Flottenvorlage, die wir an anderer Stelle erörtern, macht die Freis. Stg." darauf aufmerksam, daß Lieber's Versuch, die Regierung zu einer Aeußerung über die Andeutungen Bebel's in der Donnerstagsizung des Reichstags zu veranlassen, mißlang. Niemand am Regierungstisch regte sich, um Bebel's Behauptung einer neuen Flottenvorlage zu widersprechen. Ein Grenzzwischenfall. Aus dem Elsaß wird uns geschrieben: Gendarmen mit einer Anzahl deutscher und lugem Zeitungspolizei des Bundes der Landwirthe. Das Organ burgischer Arbeiter an der französischen Grenze hat doch der westpreußischen Geschäftsführung des Bundes der Landwirthe weit ernstere Folgen gehabt, als anfänglich angenommen wurde. veröffentlicht folgende Aufforderung: Ein Arbeiter wurde dabei getödtet, ein anderer erhielt einen Schuß in die linke Hüfte, einem dritten wurde der Arm von zwei Kugeln durchlöchert, von denen die eine ihren Weg noch durch die Der Todte und die Verwundeten sind sämmtlich Wange nahm. Luxemburger. Ein vierter, den die Gendarmen mitschleppten, soll eine gefährliche Stichwunde erhalten haben. Einem Gerücht zufolge liegt auch einer der beiden Gendarmen schwer verletzt darnieder. Aus Baden.( Eig. Ber.) Ausführungsbestimmungen Aufhebung „ Wir bitten unsere Herren Vertrauensmänner, in den von ihnen vertretenen Ortsgruppen freundlichst Umfrage darüber zu halten, welche politischen Zeitungen( abgesehen vom Bundesblatt) von den Bundesmitgliedern, den übrigen Orts einwohnern und in dem Dorfwirthshause gehalten werden, und uns das möglichst zuverlässige Ergebniß derselben dann mitzutheilen. Uns Die agrarische Juterpellation über die Fleischnoth wird in ist es in hohem Grade wünschenswerth, dadurch einen Ueberblick über die der ersten Sigung des Reichstags nach den Ferien am 10. Januar auf dem platten Lande noch immer verbreitete gegnerische Presse zur Verhandlung kommen. Die vom Vorfizenden des Bundes der und die Art und den Umfang ihrer Verbreitung zu erhalten." Landwirthe, von Wangenheim, gestellte Frage lautet jetzt Die Herren vont Bunde der Landwirthe sind die ersten an der zu Reichsgefeßen. Durch Ministerial- Entschließung vom folgendermaßen: " Ist der Herr Reichskanzler bereit, Auskunft über die Ergeb- Spike in dem Geschrei gegen den angeblichen Terrorismus der 7. Dezember ging den Landständen ein neuer Gesezentwurf Arbeiter. Ueber den auf dem Lande vom Bunde ausgeübten zu, der zunächst an die Justizkommission gelangte. Er entbehrt eines nisse der Enquêten zu ertheilen, die in verschiedenen Bundesstaaten Terrorismus wäre mehr und wahrheitsgemäßeres zu beseinheitlichen Titels und beschäftigt sich in seinen drei Abschnitten mit über die angebliche Fleischnoth stattgefunden haben?" richten als über den der Arbeiter. In einer viel gröberen Fassung war die Fleischnoth- Interpellation dem Lande, wo sie es sich leisten können, als förmliche Gefimungs- 3wangsversteigerung und die zwangsverwaltung. ursprünglich angekündigt worden. Damals lautete fie: Ist der Herr Reichskanzler bereit, Auskunft darüber zu geben, polizei. Wche dem irgendwie abhängigen Landwirthe, dem ländlichen 2. Ausführung der 3ivilprozeß- Ordnung. 3. Aenderung Gesezen. Einführungob die zur Zeit in verschiedenen deutschen Bindesstaaten statt: Geschäftsmann oder Gastwirth, der nicht dem alleinseligmachenden und - In der Begründung ist gefagt: Nachdem findenden Erhebungen über Vorhandensein und Ausdehnung einer Bunde angehört, oder wenigstens durch Abonnement der Bundes- termin. durch die Menderung der Zivilprozeß- Ordnung und durch angeblichen Fleischnoth von ihm veranlaßt worden sind, und wenn beitungen den vorschriftsmäßigen Zehnten abliefert.das Gefet bom 24. März 1897 die Zwangsvollstreckung. dies der Fall, aus welchen Gründen: gegenüber der Thatsache, Es giebt keine Fleischnoth. Der ständige Ausschuß des daß nach den Ergebnissen der reichsamtlichen Statistik eine über die deutschen Landwirthschaftsraths faßte eine Resolution, über das unbewegliche Vermögen und das Aufgebotsverfahren uma Vermehrung der Bevölkerung im Verhältniß hinausgehende Ver- wonach von einer Fleischnoth in diesem Jahre ebenso wenig die fassend reichsgefeßlich geordnet worden sind, erscheint die Aufhebung mehrung der Viehbestände im Deutschen Reiche und der Fleisch- Rede sein könne, wie im Vorjahr. Eine weitere Oeffnung der der bisherigen und die Erlaffung neuer landesgefeglicher Bor der Haupts einfuhr in das Reichsgebiet stattgefunden hat? Aus der Thatsache, daß es dem Bunde der Landwirthe nicht nimmermehr zugelassen werden. die Zwangsverwaltung und der Zivil möglich war, die drei veröffentlichten Interpellationen auf einmal Diesem Botum der Interessenten an hohen Fleischpreisen sei der prozeß Ordnung zum Gegenstand. Bei dieser Gelegenheit soll einzubringen und dadurch eine große agrarische Debatte zu ent- folgende Bericht entgegengehalten: fesseln, und aus der Thatsache ferner, daß man die Fleischnoth- Eine vom Zabrzer Ortsverband der deutschen Gewerkvereine auch, soweit erforderlich, die in dem Eutwurfe eines Ausführungsgefeges zum Bürgerlichen Gesetzbuch vorbehaltene Revision des Anfrage in eine viel höflichere Form fleiden mußte, geht hervor, daß nach Zabrze einberufene, start besuchte Versammlung der deutschen Einführungsgesetzes zu den Reichs- Juſtizgelegen vom 3. März 1879 man den Bund seitens der konservativen Partei start hat abfallen Bergarbeiter hat eine Resolution angenommen, worin fie und des Gesetzes, die Einführung des Reichs- Gerichtstoften- Gesekes Tassen. Man wollte sich seitens der älteren konservativen Fraktion erklärt, daß die theuren Fleischpreise es betreffend, vom 22. Februar 1879 nachgeholt werden. nicht einfach vom Bund der Landwirthe die Taktit vorschreiben großen Theile der Arbeiter unmöglich machen, Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. Iaffen. In der abgeschwächten Gestalt hat die Interpellation fich ausreichend und gesund zu ernähren, und daß 106 Unterschriften gefunden, unter ihnen 35 von Deutsch- sie in der künstlichen Zurückhaltung der Bicheinfuhr eine schwere Springe, wo fürzlich eine Sofiagd stattfand, wird gemeldet:: deutschen Grenzen dürfe im Interesse der Bekämpfung der Viehjeuchen schriften unabweisbar. Der Entwurf hat in sache die Ausführung des Gesetzes über die gwangs einem versteigerung und Aus werden wird." Ausland. Desterreich. = Parlamentarisches." Polizeiliches, Gerichtliches c. Die neueste Nummer des Süddeutschen Postillons" Der Jm benachbarten Dorfe Bölffen, einer Station vor Springe, 1 Die Kaiserin- Wittive empfing gestern die Gemahlimmen ber welage der faiserliche Zug auf der Fahrt hierher passirte, ist ein Gesandten der europäischen Mächte. Die Damen versammelten sich Mann verhaftet worden, welcher verdächtige Aeußerungen gethan in der englischen Gesandtschaft und begaben sich von dort in den haben soll. Er wurde in das hiesige Gefängniß eingeliefert. Der kaiserlichen Balast, wo feierlicher Empfang stattfand. Der Staffer ist auf Veranlassung der Münchener Staatsanwaltschaft wegen Berhaftete scheint jedoch nur ein harmloser Prahler zu sein, faß zur Linken der Kaiserin- Wittwe. Die Gemahlin des englischen des Gedichtes„ Ein Weihnachtslied" tonfiszirt worden. Auch der wegen Majestätsbeleidigung zur Rechenschaft gezogen Gesandten Lady Macdonald als Doyenne verlas eine Adresse in in der Buchhandlung„ Vorwärts" in Berlin wurden einige Eremplare Man schreibt uns aus dem Elsaß: Wie verlautet, handelt es zu ihrem Geburtstage beglückwunscht wird. Die Kaiserin zeigte sich verstoßen, der von Vergehen wider die Religion handelt. Gegen die englischer Sprache, in welcher die Kaiferin im Namen der Damen beschlagnahmt. Das Gedicht soll gegen den§ 166 des Strafgesetzbuches sich bei dem gegen den Reichstags- Abgeordneten Genossen Bueb außerordentlich huldvoll und herzlich. eingeleiteten Strafverfahren wegen Majestätsbeleidigung um den Konfistation ist sofort Beschwerde erhoben worden. Wir sind in Preß Vortrag, den Bueb unmittelbar nach seiner am 9. Oftober erfolgten Entlassung aus dem Mülhauser Bezirksgefängniß in einer Protestprozessen doch auch nicht ganz unerfahren, haben aber in dem stimmungsversammlung in der Vogteihalle zu Basel gegen die in der vollen Gedicht nichts zu finden vermocht, was Christen, die sich wirklich Oeynhauser Kaiserrede angekündigte 8uchthausvorlage ge Gegen die Wahl des Genossen Albert Schmidt( Aschers- bemühen, der Lehre des Nazareners nachzuleben, in ihren religiösen halten hat.leben) ist unter dem 13. d. M. von dem Vorstand der nationalen Gefühlen kränken könnte. Das Verhältniß der Staatsanwaltschaft Mittelpartei Calbe- Aschersleben zu Schönebeck a. Elbe ein Protest zur Presse scheint in München immer preußischer zu werden. eingegangen, welcher der 3. Abtheilung resp. der WahlprüfungsKommission überwiesen worden ist. Wir sind neugierig, schreibt meldet: Heute, mehr als zwei Wochen nach der Verhandlung seiner Aus Beuthen O.-S. wird uns unterm 15. Dezember ge Kabale und Liebe. Die Neue Freie Preffe" brachte aus nalen Mittelpartei den Protest begründet. Uns steht ein stattliches hütte auf seinen Antrag hin aus der haft entlassen dazu die Magdeburger Volksstimme", wie der Vorstand der natio- Straffache vor dem Reichsgericht, ist Genosse Dylong aus Königs aus Agram folgende Depesche:„ Vor dem hiesigen Garnisonsgericht fand Material zur Verfügung zur Kennzeichnung der von den sogenannten worden. Als Kuriosum aus seiner Haftzeit sei erwähnt, daß er eine Sonnabend eine Verhandlung gegen den Oberlieutenant Matasfich Mittelparteien betriebenen Agitation. Keglevich statt. Wie verlautet, wurde Matassich zu sechs Jahren Zeit lang die Belle bewohnt hat, wo seinerzeit der Raubmörder Festungshaft verurtheilt und zur Strafverbüßung nach Peter- Arendt( Dtsch. Reichsp.) mit Unterſtüßung seiner Fraktion den An- diese Belle gebracht. Immer war Dylong in Einzelhaft. Verhütung von Schiffsunfällen. Im Reichstage hat Dr. Sobczyk gelegen hatte. Nach Dylong wurde wieder ein Mörder in wardein gebracht." Schon an sich wäre diese Mittheilung höchst trag gestellt, behufs Herbeiführung internationaler Maßregeln zur Leipziger Bolts- 3tg." wird aus derselben Stadt berichtet: Da teiner merkwürdig; denn wenn man meldet, daß jemand zu sechs Verhütung von Schiffsunfällen und zur Sicherung der Gastwirthe des oberschlesischen Industriebezirks aus Furcht vor Jahren Kerler verurtheilt wurde, so pflegt man doch auch des Lebens der Seeleute und der Seereisenden mit den der Polizei den Parteigenossen sein Lokal zur Benutzung über zu sagen, welche That der Verurtheilte begangen hat. Herr Matassich- Keglevich ist aber in gewiffer Hinsicht eine interessante übrigen Seemächten in Verhandlungen einzutreten. Tassen will, miethete ein Genosse in Beuthen ein größeres Lokal in Bersönlichkeit." Er war der Geliebte der Prinzessin Arbeitsnachweise. Im Reichstage ist vom Abg. Röſicke- Polizei verhinderte jedoch gewaltsam jede Benutzung des Lokals zu Louise von Koburg- Gotha, die, wie man sich erinnert, Defiau( lib.) ein Antrag eingebracht worden, betr. die Einrichtung von dem angegebenen Zwede, und nicht nur das, sie verhinderte es auch einem Privathause zu Vereins- und Versammlungszwecken. Die von ihren Verwandten ins Jrrenhaus gesperrt wurde, obwohl Arbeitsnachiveisen. die Dame im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte war und hoffentlich gewaltsam, daß außer dem Miether auch nur eine einzige Person auch noch ist. Ebenso unaufgeklärt wie die Internirung der angehörigkeit betreffend haben die Abgg. Dr. Hasse, Dr. Lehr und mit einer Regierungs- Polizeiverordnung vom Jahre 1889 zu be Den Erwerb und Verlust der Reichs- und Staats: bas Lotal betrat. Dieses unerklärliche Vorgehen suchte die Polizei Prinzessin Louise in eine Irrenanstalt ist die gleichzeitig Graf v. Arnim im Reichstage einen Antrag eingebracht. Der Antrag gründen. Gegen die Polizeibehörde ist Strafantrag gestellt und erfolgte Verhaftung des Oberlieutenants Matajsich Keglevich, hat die Form eines Gesegentwurfs, der 28 Paragraphen umfaßt. Klage auf Schadenersatz erhoben worden. dent seinerzeit nichts anderes zur Last gelegt wurde, wir heben daraus die nachstehenden hervor:§ 1. Die Reichsals daß eine hochgeborene Dame ihn mit Ihrer Neigung zu angehörigkeit wird durch die Staatsangehörigkeit in einem Bundes- 21. September d. J. der damalige verantwortliche Redakteur der. -Wegen Beleidigung des Grafen v. Posadowsky ist am beglücken für gut fand. Es wäre also recht gut, wenn die Welt er- staate erworben. Die Staatsangehörigkeit in einem oder mehreren Magdeburger Voltsstimme", Genosse August Müller, führe, warum denn Herr Matassich- Keglevich sechs Jahre Festungs- Bundesstaaten erlischt durch den Verlust der Reichsangehörigkeit. vom Landgericht daselbst zu 300 M. Geldstrafe verurtheilt worden. haft erhielt. §. 8. Zum Zwecke der Erwerbung der Staatsangehörigkeit in Das Vergehen wurde in einer Besprechung des Poſadowsky'schen einem Bundesstaate bedarf es der Entlassung aus der Staats- Wahlbriefes und zwar besonders in dem Ausdrucke Tambourmajor Bern, 15. Dezember. Die Bundesversammlung wählte zum angehörigkeit in einem anderen Bundesstaate nicht; auch geht die der Geldjackspartei" erblickt. Müller legte gegen das Ürtheil Revision Bundespräsidenten für 1899 den bisherigen Vizepräsidenten Müller- Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaate durch Erwerbung der ein, dieselbe wurde aber am Donnerstag vom Reichsgericht verBern( radikal), zum Vizepräsidenten des Bundesrathes Hauser- Zürich Staatsangehörigkeit in einem anderem Bundesstaate nicht verworfen. ( radikay). Toren.§ 9. Die Naturalisation soll Ausländern in der Regel -Die Mannheimer Volts stimme" schreibt: In der nur dann ertheilt werden, 1. wenn diese Naturalisation im Straffache gegen die Redakteure Herzberg und Ja e dh wegen Interesse des Deutschen Neiches liegt; länder deutscher Abhunft und 2. went diese Aus Scipio Beleidigung ist die Voruntersuchung nunmehr geschlossen. find.§ 15. Die Ertheilung der Reichsangehörigkeit an solche fuchungshaft ist vom Gericht abgelehnt worden. Termin zur der deutschen Sprache mächtig Der Antrag des Inhaftirten Herzberg auf Aufhebung der Untergelassen haben oder niederlassen wollen, erfolgt auf deren Antrag Berhandlung ist noch nicht angesetzt. Ausländer, die sich in einem deutschen Schutzgebiete nieber- uchungshaft ist vom Gericht abgelehnt worden. Termin zur durch die Kolonialabtheilung des Auswärtigen Amtes.-§ 17. Die Staatsangehörigkeit in einem Bundesstaate geht fortan nur verloren durch Verlust der Reichsangehörigkeit.§ 19. Die ReichsangehörigDas Begräbniß Jean Dormoy's gestaltete sich, wie man feit geht fortan weder durch vorübergehenden, noch durch dauernden uns von Montlucon( Frankreich) schreibt, zu einer großartigen Kund Aufenthalt im Auslande( Auswanderung), noch durch Erwerb Die Handelshilfsarbeiter hielten am 11. Dezember in Berlin gebung. Die Bahl derer, die dem zu früh Verstorbenen das letzte einer fremden Reichsangehörigkeit verloren.§ 20. Die eine Konferenz ab, in der die von beiden Seiten der lokalen und Geleite gaben, belief fich auf mehr als 30 000. Aus ganz Frankreich Entlaffung aus der Reichsangehörigkeit auf Antrag der Be- zentralen Richtung seit langen bestehenden Zwistigkeiten geschlichtet waren Delegationen, aus Frankreich und Deutschland Teletheiligten wird nach Gehör der höheren Verwaltungsbehörde wurden. Vertreten waren von beiden Parteien je 12 Delegirte, gramme eingetroffen, und die Grabreden flangen aus in dem Ruf: Staatsangehörigkeit mehrerer Bundesstaaten besaß, dieser Heimaths- aus Hamburg, Frankfurt und Leipzig, sowie wei wit des Heimathsstaates oder, wenn der zu Entlassende die darunter befanden sich außer den Berliner Abgesandten, Vertreter Es lebe die soziale Republik! Es lebe die internationale Sozial- staaten, soweit fie aftenfundig sind, durch eine vom Reichsamte des glieder der Generalfommission, Legien und Röske, bie demokratie! Hoch die Verbrüderung der Völker! Innern ausgefertigte Entlassungsurkunde ertheilt.§ 21. Die der Sache die Vermittelung übernommen hatten. Entlassung auf Antrag wird nur denjenigen deutschen Staats- langen und sehr heftigen Debatten wurde von beiden Parteien angehörigen ertheilt, die als Kinder deutscher Staatsangehörigen im unterzeichnet folgende Resolution vorgeschlagen: Auslande geboren sind und im Auslande ihren dauernden Auf- Die unterzeichneten Vertreter der Handelshilfsarbeiter erklären, enthalt haben. Sie kann auch dann ertheilt werden, wenn ein daß eine Einigung der beiden differirenden Richtungen in der Handelsdeutsches Staatsinteresse vorliegt oder wenn sie durch Staatsverträge hilfsarbeiter- Bewegung auf folgender Grundlage erstrebt werden soll: bedingt ist. Hierüber hat das Reichsamt des Innern nach Anweisung 1. Die von den Genossen Hoffmann und Alboldt zum 25. Dezember 1898 nach Sajjel bezw. zu Pfingsten 1899 nach Frankfurt a. M. einberufenen Kongresse der Handelshilfsarbeiter finden nicht statt. Schweiz. Frankreich. Die Sammlung der ,, Libre Parole" für den Prozeß der Wittwe Henry gegen Josef Reinach weist den Betrag von 22000 r. auf. Monarchisten und nationalistische Antisemiten. Es find viele AristoGeneral Mercier zeichnete 100 Fr. Es fubftribiren meist fraten darunter. Der Prozeß der Wittwe gegen Reinach wird nicht stattfinden, da er juristisch unmöglich ist. Das ganze ist nur ein Mittel der Agitation. England. gu Partei- Nachrichten. London, 14. Dezember.( Eig. Ber.) Die Sozialdemokratische Föderation hat durch plötzlichen Tod einen ihrer tüchtigsten und hingebendsten Mitstreiter verloren. Es ist dies der Genosse 2. G. Pearson, ein Arbeiter von nicht gewöhnlicher Begabung. Pearson war mehrere Jahre Wanderredner der Englischen Landzurück erstattungs- Liga. Nachdem er sich jedoch von der Hoffnungslosigkeit, des Bundesrathes zu befinden. die Landarbeiter in einer aktionsfähigen Gewerkschaft zu organisiren, überzeugt hatte, gab er 1895 diese Thätigkeit auf und arbeitete feitdem in verschiedenen Beschäftigungen legt wieder als Dodarbeiter, was er schon vor Jahren gewesen. In dieser Thätigkeit fiel er am Montag beim Uebergang wurden für die 16 Kandidaten unserer Partei, die bekanntlich Bei der Stadtverordneten Wahl in Offenbach a. M. über einen Weg ins Wasser und ertrank. Er war im vorigen Jahre sämmtlich stegten, 2443 unabgeänderte Stimmzettel abgegeben, Kandidat für das Londoner Schulamt und ward angesichts seiner mir 67 weniger als zur absoluten Mehrheit hingereicht haben Fähigkeit und seines sachgemäßen Auftretens von einem Theil der würden. Die Vereinigte Bürgerpartei brachte es nur auf 1244 unProgreffiften unterstützt, ohne indeß gewählt zu werden. Er war abgeänderte Stimmzettel, das Zentrum sammt den Handwerkern ein Mann von seltener Unabhängigkeit des Charakters. mur auf 120. Jm einzelnen erhielten unsere Kandidaten 2520 bis 2690 Stimmen, im Durchschnitt 2570, die Kandidaten der Vereinigten Bürgerpartei 1901 bis 2217, im Durchschnitt 2077, die 4 Kandidaten des gentrums 381 bis 687, im Durchschnitt 522 Stimmen. An der Abstimmung nahmen 4952 Wähler theil. Wahlergebnis: " Italien. Rom, 15. Dezember. Die Adreßdebatte der Kammer verlief im ganzen sehr ruhig. Ueber die innere Politik wurde ein Schleier gedeckt und über die auswärtige wurde ausführlich und gründlich falbadert. Bezüglich der Allianzen sowie bezüglich des Verhält nisses zu allen anderen Nationen sei alles vortrefflich" versicherte Heute der Minister Carnevard. Unter den Allianzen ist der Dreibund" verstanden, dem es allerdings vortrefflich" geht, sintemalen die Todten keine Schmerzen mehr haben. Portugal. Aus Liffaben wird gemeldet: Gegenüber den aufs Neue auf kauchenden Nachrichten von der Berpachtung der Delagoa- Bai an ein Konsortium oder Syndikat versichert man in hiesigen Regierungskreisen, daß alle solche Gerüchte gänzlich unbegründet feien. = Norwegen. Das Offenbacher Abendblatt" schreibt über das glänzende " Int Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Mit2. Von Alboldt, dem Vertrauensmann der lokalorganisirten Handelshilfsarbeiter, und dem Beauftragten der Zentralorganisation, Hoffmann, wird zu Ostern 1899 ein allgemeiner Handelshilfsarbeiter- Kongreß einberufen. 3. Dieser Kongreß hat über das Statut des Zentralverbandes zu befchließen und die Beamten desselben zu wählen. Als Grundlage für die Berathungen wird das Statut des gegenwärtig noch bestehenden Zentralverbandes angenommen. Selbstverständlich steht den beiderseitigen Organisationen( Zahlstellen resp. Lokalvereinen) sowie Einzelmitgliedern das Recht zu, etwaige Anträge zum Statut zu stellen. Die Anträge zum Statut und für den Kongreß überhaupt find an ein Kongreßkomitee einzusenden, das aus den Genossen Alboldt und Hoffmann besteht. Auf je 300 Mitglieder ist ein Delegirter zu wählen. Die am Schlusse des 4. Quartals 1898 in beiden Organisationen vorhandenen Mitglieder werden als Grundlage für die Zahl der zu wählenden Delegirten angenommen. An der Forderung, den Kongreß der Zentralorganisation zurüdBericht der Generalfommission giebt den Schluß der Verhandlungen auziehen, drohte schließlich die Verständigung zu scheitern. Der wie folgt wieder: daß die Sozialdemokratie ihren Sieg nur ihrer eigenen Kraft zu Die Betrachtung des Wahlresultats lehrt auf den ersten Blick, verdanken hat. Es werden die Gegner, die nicht einig werden konnten über die Vertheilung des Bärenfells, wohl sich gegenseitig die Schuld zuschieben an dem Resultat; sie werden sagen: Ja, wäre doch nicht mit allen 16 Kandidaten siegen tönnen! Das ist nun eine Einigung zu stande gekommen, dann hätte die Sozialdemokratie allerdings nachträglich ein billiger Trost. Er entbehrt aber auch jedes Grundes. mur 67 Bettel ohne Streichung fehlen, um die absolute Mehrheit Die Thatsache allein, daß der Sozialdemokratie zu haben, zeigt, daß sie jeder Stoalition gewachsen ist. Es ist das Proletariat der Stadt Offenbach, das hinter der Chriftiania, 14. Dezember.( Eig. Bericht.) Die GeSozialdemokratie steht. Das Proletariat, das seine Interessen er meinderaths Wahlen in Norwegen finden zum tannt hat. ersten Mal nach dem neuen Wahlgejez ſtatt. das Ernste Arbeit erwartet die Erwählten der werkthätigen Befeit der Storthings Periode 1894-1897 besteht. Dasselbe völkerung Offenbach's. Bisher tomte der einzige Vertreter, Genoffe Lokalorganisation dann schließlich sich zu entfernen begannen und ist zwar noch tein mustergiltiges Gesez, denn alle Ullrich, in der Hauptsache mur agitatorisch wirken. Nun aber ist die Dienstboten sind noch vom Wahlrecht ausgeschlossen, auch alle, die Macht der Partei im Stadthause gestärkt: 17 gegen 19 stehen dort Armemunterstützung 2c. erhalten haben. Auch muß sich jeder Wähler die Parteien. Und die 17 Sozialdemokraten unter sich einig und 2-3 Monate vor der Wahl( 1) in die Wahlliste eintragen. Infolge fest auf dem Boden des Parteiprogramms stehend die 19 aber diefer letzten Bestimmung ist die Wahlbetheiligung eine sehr geringe von Interessen zertlüftet, hierhin und dorthin auseinander fahrend. gewesen, in Christiania z. B. statt sonst 18 000 diesmal nur 16 000 Oft genug wird sich Gelegenheit bieten, sozialdemokratische Forde Stimmen. Aber das Gesetz hat die Proportionalwahlen rungen durchzusetzen. eingeführt, und das ist für die in Norivegen noch schwache sozial- Zuerst soll gut gemacht werden dieses schmähliche Unrecht angewahrten, schien auch die Mehrzahl der Delegirten sichtlich bes demokratische Partei günstig. Deshalb hat fie diesmal auch überall den städtischen Arbeitern, die man für ihre Arbeit des Kandidaten aufgestellt; in Christiania z. B. sind 25 aufgestellt. An Wahlrechts beraubt. einigen Orten find nun die Wahlen schon zum Abschluß gelangt: in bas it a bt if he trier weite Stampf wird entbrennen um Bergen hat unsere Partei 7 Mandate gewonnen( neben 32 Linken, Der Arbeiterklasse freie Bahn das ist die Frucht des heißen 29 Rechten und 8 Enthaltsamkeitsmännern), in Sera gerö 3 Mandate, Kampfes!" in Drammen 3 und in Trondhjem 2. Nun haben auch die Wahlen in Chriftiania stattgefunden. Es find dort Stimmen abgegeben: beiden Kandidaten Tischlermeister Fri und Tischler Pappe mit Bei der Stadtverordneten- Stichwahl in Erfurt find unsere 5708 für die Rechte, 4528 für die Linke, 1104 für die Sozialdemokraten, 484 und 481 Stimmen unterlegen. Die Kandidaten der Gegner er 459 Enthaltsamkeitsmänner, 77 Grundbesizerwerb und 5 Wilde. Offenbar hat die Linke die bisher innegehabte Majorität verloren, rangen mit 1134 und 1188" Stimmen den Sieg. Die Wahlhauptsächlich wohl, weil sie in der Zeit ihrer Macht alle Arbeiter betheiligung war fast um die Hälfte schwächer als bei der Hauptforderungen unbeachtet gelassen hat. China. wahl. Ottroi. # In die Redaktion der ,, Märkischen Volksstimme" in Forst tritt am 1. Januar der Parteigenoffe R. Wittrisch ein. Er wird Ein französischer Missionar ist bekanntlich von chinesischen die Leitung des Blattes übernehmen und Genosse 8appay den „ Rebellen" gefangen worden. Am Freitag wird dem Bureau Reuter lokalen und provinziellen Theil bearbeiten. Wittrisch war früher in aus Beling in der Sache gemeldet: Der Tjung- li- Damen verlangte der Redaktion der Sächsischen Arbeiter Zeitung" thätig und feit eine weitere Frist, um für die Freilassung des französischen Missionars 1. Januar d. J. Redakteur am„ Offenbacher Abendblatt"," Sorge zu tragen, welcher von den Szechuan- Rebellen gefangen genommen wurde. Der Tjung- li- Yamen erklärt, daß, falls Gewalt maßregeln ergriffen würden, der Gefangene wahrscheinlich umgebracht werden würde und daß nur durch Unterhandlungen mit dem Rebellen führer die Freilassung des Gefangenen zu erreichen sei. Der fran zösische Gesandte hat sich hiermit einverstanden erklärt. Empfang bei der Kaiserin von China. Aus Peling wird bom Mittwoch, den 14. Dezember gemeldet: gerade das Gegentheil deffen herbeiführen, was die Machthaber mit Ans Ungarn. Daß die Verfolgungen der Sozialdemokratie ihnen bezweden, zeigt der Ausgang der Gemeindewahlen in Oros haza, wo an stelle von zehn ausgeschiedenen Gemeindevertretern ebenso viele Sozialdemokraten gewählt wurden, darunter der Lehrer Brosz. der sich seit einigen Jahren öffentlich zur Sozialdemokratie bekennt. Von den 20 gewählten Mitgliedern des Gemeinderaths find nun 15 Sozialisten. des Kongresses. Die Vertreter der Zentralorganiſation ſträubten sich " Die lokalorganisirten Vertreter verharren auf der Zurückziehung ganz entschieden, dieſem einen einzigen Verlangen der Gegner zu entsprechen. Nachdem sowohl die Genossen Legien und öste sich wiederholt ins Mittel legten, erklärte offmann( zentr.) daß er persönlich bereit sei, den Kongreß zu regressiren, er fand aber nur einige Anhänger. Als die Delegirten der jeder Versuch und jedes Entgegenkommen ihrerseits erfolglos schien, da endlich wurde die Zustimmung zur Regressirung des Kongresses ( und obgleich mehrere auswärtige Delegirte sich noch sträubten) doch erfreulicherweise einstimmig gegeben, Damit dürfte nun die Sache zu einem friedlichen Zusammens arbeiten freigemacht sein. Wir müssen gestehen, daß wir selten so zufrieden mit einem Beschlusse waren als mit diesem, und wie wir friedigt über das Resultat zu sein. Beide Parteien versprachen, die etwaigen von beiden Seiten anhängig gemachten Beleidigungsprozesse zurückzuziehen, und über die Abrechnungen, welche das Karnickel in dem Streite war, sich in freundschaftlicher Weise zu einigen. Wann die maßgebenden Personen sich über diese und andere einigen und besprechen wollen, blieb ihnen überlassen, wir hörten Fragen, welche ein gemeinsames Berathen nothwendig machen, mur, daß sie gegenseitig sagten: Nun gut, wir klingeln mal an". wann es am besten paßt. Hoffen wir im Interesse der gesammten Hilfsarbeiter und der: Gewerkschaftsbewegung, daß die am 11. Dezember vollzogene Einigung der getrennten Berufsgenossen vom besten Erfolg gekrönt sein möge." Deutsches Reich. Der Ausstand der Krefelder Weber ist noch nicht beendet. Es wird uns fiber die gegenwärtige Situation folgendes berichtet; In der am Mittwoch stattgefundenen Vergleichsfizung ist festei, da der Firma Engländer nachgewiefen werden konnte, daß gestellt worden, daß die Aussperrung ungerechtfertigt die Aufstellungen über den Durchschnittsverdienst der Arbeiter un richtig sind, und demgemäß trat eine entsprechende Lohnerhöhung ein. Ebenso wurden einige Zuchthausparagraphen der Fabrikordnung befeitigt. Die Einstellung der Streifenden wurde zugesagt." Am Donnerstag Mittag tagte eine Versammlung der Weber, die zu dem Ergebnis der Verhandlung Stellung nehmen sollte. Sier 2. Die glatten Werte sind ebenfalls nach den Grundlöhnen der Firma Vogelsang zu regeln. 3. Die Fabrikanten dürfen innerhalb 3 Monaten teine Massenaussperrungen vornehmen und müssen eine Erklärung dahingehend schriftlich ausstellen. Arbeiter wird gemeldet: nehmen." veranlassen ist." Mnternehmer- Verbände. " 1 Das Zuckerkartell rückt näher. In der„ Dtsch. Buderind." ist bereits unlängst behauptet worden, daß 300 von rund 400 Rohzucker fabriken dem Syndikat beigetreten seien. Nach der Magd. 3tg." find alle Raffinerien mit Ausnahme von zwei Firmen( F. Meyer in Tangermünde und der Zuckerraffinerie Danzig) dem Syndikat deutscher Zuckerraffinerien beigetreten, Wenn damit auch das Kartell zwischen den beiden Gruppen noch nicht perfekt ist, so gewinnt die Einigung doch an Wahrscheinlichkeit. Die nächste Folge wäre die weitere Bertheuerung des Inlandpreises. borbeanspruchten die Ausgesperrten die Bewilligung ihrer Forderungen für 1896, so darf daraus keinesfalls auf einen Rückgang der Ueber die zwischen den Parteien streitige Rechtsfrage holte es Guts vor dem Streit, die in folgender Aufstellung angenommen wurden: entschädigungspflichtigen Invaliditätsfälle geschloffen werden. Die achten der Arbeitervereinigung und des Arbeitgeber. 1. Für Jacquardt und facionirte Artikel die Lohnliste von der niedrige Zahl ist schon daraus erklärlich, daß viele Ansprüche aus Vereins ein, die indessen, da sie nur zur Information des Firma Vogelsang einzuführen. diesem Jahre wegen verspäteter Anmeldung u. s. w. bis Ende 1897 Gerichtshofes dienen sollten, nicht vorgetragen wurden. Als Sachnoch nicht erledigt waren. verständiger wurde der Glaceehandschuh- Fabrikant Sonnewald Von den festgesetzten Itersrenten famen 525 pro Tausend geladen. Im letzten Termin die Kommission der des Sache Klägers 2. auf das Beginnsjahr 1891, 93 pro Tausend auf 1892, 84 pro erst näher. Der Werk Tausend auf 1898, 108 pro Taufend auf 1894, 77 pro Taufend auf meiſter 3. ſagte auf verschiedene Fragen folgendes aus: 1895, 68 pro Tausend auf 1896 und 45 pro Tausend auf 1897. Die Anfänglich habe er auch die Schichtel durchgesehen, wenn die 4. In sämmtlichen Fabriken ist die zehnstündige Arbeitszeit ein- Reihe erfährt eine wesentliche Störung im Jahre 1894, wo eine Stläger sie geliefert hätten, später nur noch die Handschuhe zuführen, sowie Bezahlung nicht nach Karten sondern nach Metern große Anzahl von Altersrenten beginnt, die infolge der Ausdehnung( die zur Nath vorbereiteten Haupttheile). Auf Wunsch der anzuordnen. der Versicherungspflicht auf die Hausgewerbetreibenden Arbeiter sei eine neue Einrichtung getroffen worden. Man habe den Die unter 1 und 2 genannten Forderungen sind bereits in der Textilindustrie festgesetzt wurden. Die Zahlen werden Arbeitern das Allongiren abgenommen und eine Frau damit und neun Fabriken bewilligt, auch ist das in Punkt 3 verlangte von sich für die einzelnen Beginnsjahre, insbesondere aber für die Jahre mit dem Einlegen der Schichtel in die entsprechenden Handschuhe bes zwei Fabrikanten zugestanden. Die Lohnforderung bezieht sich auf 1896 und 1897, durch nachträgliche Bewilligungen noch weiter er traut. Das Façonstanzen habe ein Wochenarbeiter besorgt. Aus, die Lohnlisten einer Firma, die bereits bessere Preise eingeführt hat. höhen; indessen unterliegt es, wie die„ Berl. Polit. Nachr." mittheilen, den gutachtlichen Aeußerungen des Sachverständigen ist Die Hauptwortführer im Fabrikantenring sind diejenigen, welche feinem Zweifel, daß die Zahl der Altersrenten eine Abnahme er- hervorzuheben: Die jedem Handschuh eingestempelte besondere ihre Fabriken auswärts liegen haben. Die Herren wohnen in fahren hat. Kontrollnummer folle Sem Fabrikanten einen Anhalt dafür bieten, Krefeld, find Stadtverordnete 2c. 2c. Sie haben ihre auswärtigen Fabriken nicht geschlossen und den kleinen Fabrikanten dämmert es 8. März d. J. dalirten Erlaß der preußischen Regierung, betreffend Kommunaler Arbeitsnachweis. Mit Beziehung auf den vom wer den Handschuh geschnitten habe. Selbst wenn der Werkführer die geschnittenen Handschuhtheile langsam, daß die großen sie übers Ohr gehauen haben. In einigen die Organisation des örtlichen Arbeitsnachweises, hat der bor der Naht durchsche, könne es vorkommen, daß sich nach dem Geschäften ist also die Arbeit wieder aufgenommen worden, aber wie Für solche Fehler dürfte der Zuschneider gesagt, bei den andern dürfte es noch hart hergehen. Thatsächlich Regierungspräsident Gescher in Münster an die unteren Be- Nähen Fehler herausstellen, an denen die Vorarbeit beziehungsweise jederzeit haftbar gemacht werden können. Es sei geradezu find bie Stofffabrikanten mit Ordres überhäuft und damit die hörden seines Wirkungsbereichs eine Verfügung gerichtet, worin der Zuschnitt schuld ſei. Pofition für die Arbeiter eine günstige. Trogdem ist schnelle Hilfe es heißt: „ Es muß wiederholt darauf hingewiesen werden, daß die Er- Pflicht des Wertmeisters, auch die Schichtel vor der Naht auf ihre nothwendig. Doppelt giebt, wer schnell giebt. Sendungen sind zu richtung von Arbeitsnachweis- Anstalten gerade als eine Aufgabe der jeweilige Verwendbarkeit zu prüfen. In großen Fabriken, wo der richten an app, Krefeld, Prinz Ferdinandstr. 74. Ueber die Stellung der Fabrikanten zu diesen Forderungen der Beiten mit gutem Geschäftsgange anzusehen ist, damit für weniger Werkmeister nicht die Zeit dazu habe, besorgten die Durchsicht des Zugünstige Zeiten Vorsorge getroffen ist. Der organisirte Arbeits- schnitts besonders dazu beorderte Leute. Wenn sich der Arbeiter die erster Linie dafür, wie er überhaupt für seine Arbeit verantwortlich sei. " Die Vereinigung der Stofffabrikanten beschloß einstimmig, die nachweis dient ebenso den Arbeitnehmern wie auch den Arbeit. Schichtel privatim von einer Frau anfertigen laffe, hafte er natürlich in neuen Forderungen der Arbeiter zurückzuweisen und überhaupt nicht gebern, insbesondere auch um den letzteren im Falle des Arbeiter Stelle der Fabrikant oder sein Vertreter vor dem Nähen die früher wieder in Verhandlungen einzutreten, bevor nicht die Arbeiter, mangels die Möglichkeit zur Beschaffung von Arbeitskräften zu ge- Größe der Schichtel nicht fest, dann sei das eine Unterlassungswähren. Die Einrichtung von örtlichen Arbeitsnachweisstellen ist fünde. Er, der Sachverständige, sei der Ueberzeugung, daß er die die zum größten Theil kontraktbrüchig, die Arbeit wieder auf- nothwendig und bildet die Voraussetzung für die künftig zu Berantwortung dafür, daß die Handschuhe zum Nähen gut ſeien, schaffende organische Verbindung der einzelnen Arbeitsnachweisstellen Lohnbewegung der Steinseher. In Röslin haben die Stein- behufs planmäßigerer und umfassenderer Ausgestaltung der Arbeits- bann übernehme, wenn er sie zum Nähen weiter gebe, ohne sie Im vorliegenden Falle könne 2. feber und Rammer fürzlich durch einen zweitägigen Streit erzielt, vermittelung. Unter Hinweis auf meine Verfügung vom 2. April vorher besichtigt zu haben. für die wegen der Größe der Schichtel nothwendig ge= daß ihr Stundenlohn um 5 Pf. erhöht worden ist, trotzdem der dieses Jahres ersuche ich Sie nochmals zu prüfen, was in Ihrem wesenen Nacharbeiten( Auftrennen, Schichtel verkleinern und Streit zur denkbar ungünstigsten Zeit erklärt worden war. Auf An- Amtsbereiche für die bessere Ausgestaltung des Arbeitsnachweises zu wieder nähen) schon deshalb nicht verantwortlich rathen des Verbandsvorsitzenden, der mit dem betreffenden Meister weil nicht gemacht werden, die er, sondern persönlich Rücksprache nahm, erklärten sich die Streifenden, die völlige Allongense die Schichtel vor dem Nähen in die Gleichstellung mit ihren Kollegen bei einem zweiten Rösliner SteinfegerHandschuhe eingelegt habe. Er könne ja garnicht wissen, meister verlangt hatten, vorläufig mit diesem Zugeständniß einob nicht eine falsche Vertheilung durch die Frau erfolgt sei. verstanden. Für das nächste Jahr sind bereits in mehreren Orten Andererseits wäre es gerade beim Bertheilen der Schichtel auf die Lohntarife aufgestellt. In Stendal: Stundenlohn für Steinfeger zur Nath vorbereiteten Handschuhe dem Arbeiter möglich, zu am Ort 50 Pf., auswärts 45 Pf., Rammer 40 beziv. 45 Pf., Hilfsprüfen, ob auch die Schichtel paßten, und sie noch paßrecht zu machen. arbeiter 35 bezw. 40 Pf. In der Zeit vom 1. April bis 1. September Auf Grund dieses Gutachtens verurtheilte das Gericht unter dent 11/2 Stunden Mittagspause, bei auswärtiger Arbeit von längerer Dauer Vorfig des Herrn v. Schulz den Beklagten, 2. seinen Verdienst alle fünf Wochen freie Hin- und Rückreise; Beseitigung der unverkürzt herauszuzahlen. Der Vorsitzende konstatirte, daß das Sonntagsarbeit. Eilenburg: Verkürzung der Arbeitszeit von Urtheil nicht allgemein giltig sei, sondern daß die strittige Frage 11 auf 10 Stunden; Stundenlohn für Steinfeger am Ort 45 Pf., von Fall zu Fall, je nach Lage der Verhältnisse, entschieden werden auswärts, d. h. über eine Wegstunde oder wo übernachtet werden müsse. Darauf wurde nachträglich, wegen der Kosten, ein Vergleich muß, 50 Bf., Ueberstunden 60 Pf., jedoch sollen solche nur in ganz dringenden Fällen gearbeitet werden. Stundenlohn für Ranimer Truftbildung in den Vereinigten Staaten. Aus Newhort geschloffen. Den anderen beiden Klägern zahlte dann Riemer 33 bezw. 38 Pf. Muß bei auswärtiger Arbeit die Bahn be- wird dem„ B. B. C." geschrieben: Es vergeht beinahe kaum ein freiwillig ihren Verdienst aus, auch übernahm er die Kosten des nugt erben, is Fabrgeld zu erstatten. Sachverständigen. Der Arbeits- Tag, ohne daß der eine oder der andere Trust gegründet wird. John ist Sonnabends vor Feierabend auf der Arbeitsstelle auszu- Der längst geplante a utabat- Trust ist endlich Ereigniß ge= zahlen.( Bisher geschah dies vielfach Sonntags in der Wohnung des worden; derselbe wird unter dem Namen„ Continental Tobacco Co." Meisters.) Zwei Bauſen à 15 Minuten im Tage während der effet- mit einem Kapital von 60 Millionen Dollars gegründet werden. Die Wahlbeeinflussungen vor der französischen Kammer. tiven Arbeitszeit. Beschaffung einer wasser und wetterdichten Baus das Kapital wird zur Hälfte aus Stamm, zur Hälfte aus bude. In Clöße( Altmark) wurden folgende Forderungen auf- Prioritäts- Attien bestehen. Die Gesellschaft wird sich hauptsächlich Paris, 16. Dezember.( W. T.B.) Deputirtenkammer. Viviani gestellt: Es wird nur in Stundenlohn gearbeitet( bisher in Tage- mit der Fabrikation von Rautabat beschäftigen, während sich die( Sozialist) interpellirt über die Wahlungehörigkeiten, welche bei Yohn und vielfach auch in Afford). Sttundenlohn für Stein-„ American Tobacco Co." auf die Zigarettenfabrikation beschränken der vom Parlament angeordneten Untersuchung über die Wahl in feger am Ort 40 f., auswärts 45 Pf., Rammer 30 wird. Auch der des öfteren erwähnte Silberwaaren Narbonne an das Licht gekommen sind. Der Redner greift in heftiger bezp. 38 Pf.; Hilfsarbeiter 27 beztv. 30 Pf. Hier sollten die Trust hat sich unter dem Namen„ International Silverware Weise die von Meline und Barthou geübte Wahlpraris an, welche er Steinfeger fürzlich einen Innungs- Gesellenausschuß wählen, was Trust" mit einem Kapital von zehn Millionen Dollars als standalös bezeichnet.( Lärm.) Barthou und Meline erklären, dieselben jedoch einstimmig ablehnten. konstituirt; demselben haben sich die bedeutendsten Silber- fie hätten allen Beamten unbedingte Unparteilichkeit anbefohlen. In Mainz, wo die Pflasterer bis auf den letzten Mann waaren- Fabriken von Connecticut angeschlossen. Nach einer( Vielfache Unterbrechungen und Proteste auf der äußersten Linken.) organisirt sind, hatten dieselben es in diesem Jahre durchgesezt, daß Mittheilung des Fachblattes Iron Trade Review" sind die Be- Dupuy nimmt eine von Klotz vorgeschlagene Tagesordnung an, die Akkordarbeit gänzlich beseitigt wurde. Jezt wollen die Meister nun mühungen vieler Stahlschienen- Fabrikanten, für das Jahr 1899 eine in welcher es heißt: Die Kammer tadelt offizielle Wahlbeeinflussungen, den Winter dazu benutzen, um den Arbeitern die Akkordarbeit wieder gemeinsame, bindende Preisliste zu vereinbaren, bisher nicht von rechnet darauf, daß die Regierung in bestimmter Weise die Freiheit aufzuzwingen. Bisher wurden dort nämlich die Pflasterer im Erfolg gekrönt gewesen; man hofft die gewünschte Einigung auf des allgemeinen Wahlrechts von ihren Beamten achten lassen wird, Winter auf dem städtischen Lagerplag mit der Aufarbeitung alter einem nächstens zu Chicago abzuhaltenden Kongreffe zu erreichen. und geht zur Tagesordnung über. Das Bentrum verlangt eine ein Dupuy lehnt unter dem Beifall der Pflastersteine beschäftigt, natürlich in Akkord, wobei selbst die ge- Dagegen ist der Weißblech Trust eine vollendete Thatsache. fache Tagesordnung. wandtesten Arbeiter höchst selten einen Tagesverdienst von 2 Met. er- Birla 90 pet. aller Fabrikanten dieser Branche haben sich an- Linken die einfache Tagesordnung ab, welche darauf mit 303 zielten. Die meisten verdienten bedeutend weniger. Jezt mun sollen die geschlossen und werden ihre Fabriken der neuen Gesellschaft gegen gegen 177 Stimmen verworfen wird.( Große Bewegung. Rufe: Pflasterer diese Arbeit wieder zu den alten Bedingungen ausführen, was Aktien derfelben überlassen. Die Fabrikanten von Personenaufzügen Es lebe die Republik!) diefelben einstimmig abgelehnt haben. Wenn ihnen die Meister nicht den haben gleichfalls einen Trust gebildet unter dem Namen„ Otis Berrier beantragt der Tagesordnung Klok die Worte hinzus üblichen Stundenlohn zahlen wollen, so soll die Arbeit mur dann in Afford Elevator Co.", mit einem Betriebskapital von zehn Millionen Dollars, zufügen: Welche Politit auch immer am Ruder sein möge." Dupuy übernommen werden, wenn die Stadt dieselbe den Arbeitern direkt wovon vier Millionen Prioritäts- Aktien. Die erworbenen Patente nimmt diesen Zusatz an und fügt hinzu: Unser Verhalten war nicht überträgt und denselben den Preis dafür bezahlt, den bis- haben einen fiftiven Werth von 3 Millionen Dollars; 92 pet. aller von der Politit, sondern von der Moral geleitet.( Protestkundgebungen her die Meister bekommen haben. Um diese letzteren Fahrstuhl- Fabrikanten haben sich der Gesellschaft angefchloffen. auf der Rechten, Beifall auf der Linken. Rufe: Nieder mit Meline! zur Nachgiebigkeit zu beranlassen, wurde ihnen, falls Nach einer Mittheilung aus Chicago zufolge plant Josef Leiter, Es lebe die Republik!) Die gesammte Tagesordnung wird hierauf Infolge Annahme fie auf ihrem Standpunkt beharren sollten, für nächstes Jahr eine dessen waghalsige Weizen- Spekulationen im verflossenen Jahre mit einstimmig mit 335 Stimmen angenommen. neue Forderung auf Lohnerhöhung angekündigt. Es ist durchaus einem Verluste von 10 Millionen Dollars abgewickelt wurden, die der Tagesordnung Kloß seitens Dupuy's hatten der Minister Kranz nicht ausgeschlossen, daß das Mittel zieht";" denn im Laufe von Errichtung eines Milcherei- Trust es, dessen Kapital mit und der Unterstaatssekretär Legrand die Absicht kundgegeben, zu anderhalb Jahren haben die Mainzer Pflasterer nicht nur, wie oben 6 Millionen Dollars in Aussicht genommen ist. In St. Louis wird demiffioniren, allein infolge der Erklärung Dupuy's verzichteten gefagt, die Affordarbeit beseitigt, sondern gleichzeitig durch ihre die Gründung eines Trustes in Peanuts" gemeldet. Die sie darauf. Nach Schluß der heutigen Sitzung der Deputirten musterhafte Organisation den Stundenlohn um 10-15 f. in die Macher desselben haben bereits das Kaufsrecht auf alle Peanut- tammer traten die Minister zu einer Besprechung zusammen. Höhe gebracht und weiter erzielt, daß nur organisirte Arbeiter Anlagen in Virginia erworben; der Werth der jährlichen Ernte dieser beschäftigt werden. wohlschmeckenden Nüsse wird auf 4 Millionen Dollars geschätzt. Das Unternehmerpraktiken. In zwei in Köln erscheinenden produzenten des Nordwestens und Südens der Vereinigten Staaten Lehte Nachrichten und Depelthen. Kapital des Truftes beträgt 3 Millionen Dollars. Die großen Holzhaben sich dieser Tage in St. Louis vereinigt und beschlossen, ihren Der Maschinenmeister Otto Wirth aus Breslau, früher Wien, 16. Dezember.( B. H.) Die Klubobmänner der Linken Monteur in Bayenthal, ist kontrattbrüchig geworden, welches Einfluß bei der in Washington tagenden internationalen Kommission wir hiermit unter Hinweis auf§ 125 der Gew.- Ord. bekannt geltend zu machen, damit die gegen Kanada gerichteten Holzzölle haben, um weiteren Gewaltakten der Parlaments- Majorität nicht reduzirt werden. Dringen sie, wie es wahrscheinlich erscheint, energisch entgegenzutreten, beschlossen, dahin zu wirken, daß von geben. Zuckerfabrik Jülich." Diese Anzeige steht im Stadt- Anzeiger" an der Spike einer mit ihrer Forderung durch, muß das Publikum die hohen Holz- jest ab in tattischen Angelegenheiten die Oppositionsparteien engpreise weiter zahlen also ein förmlicher Holz- Trust". geschlossen vorgehen. Seite, und der Name des Maschinenmeisters ist in vier Zeilen hohen Auch die amerikanischen Schiffsbauer haben nunmehr einen Trust ge- Krakau, 16. Dezember.( B. H.) Der westgalizische Kurort Lettern gedruckt. Der§ 125 der G.-Q. macht den Arbeitgeber, der bildet. Die Kriegsmarine der Vereinigten Staaten soll binnen Begestow ist fast gänzlich niedergebrannt. Mehrere hundert einen Gesellen oder Gehilfen annimmt, von dem er weiß, daß er einem anderen zur Arbeit noch verpflichtet ist, für den Schadenersatz kurzem in hervorragender Weise vermehrt werden; aber auch die Familien sind obdachlos. amerikanische Handelsmarine ist in vollkommen ungenügendem Zu mit haftbar. Ebenso ist der Arbeitgeber haftbar, der jemanden, von stande, da die Regierung die vor dem Kriege gekauften und gedem er weiß, daß er einem anderen Arbeitgeber zur Arbeit noch vermietheten Kauffahrteischiffe behalten zu wollen erklärt. Dies bedeutet pflichtet ist, während der Dauer dieser Verpflichtung noch in Arbeit behält, sofern nicht seit der unrechtmäßigen Lösung des Arbeits- für die amerikanischen Schiffsbauer eine glänzende Epoche, denn das verhältnisses bereits 14 Tage verflossen sind. Es ist jedenfalls ein alte Schifffahrtsgesetz der Vereinigten Staaten bestimmt, daß nur ganz neues Verfahren, einen Arbeiter darum, weil er den Arbeits- solche Schiffe die amerikanische Flagge tragen dürfen, die in den vertrag nicht inne hält, öffentlich zu brandmarken. Es fehlte nur Vereinigten Staaten gebaut wurden. Die vereinigten Schiffsbauer noch, daß der Anzeige, ähnlich wie bei Steckbriefen, das Signale- find bereits mit bedeutenden Preisaufschlägen vorgegangen; sie verment des Uebelthäters beigefügt würde. Wer weiß, aus welchen langen z. B. von der Regierung, daß sie ihnen die bestellten KriegsGründen der Maschinenmeister die Arbeit bei der Jülicher Buder- fchiffe um ein Fünftel höher bezahle als die früheren. fabrit ohne Kündigung verlassen hat. Wenn man das oben gezeigte rücksichtslose Verfahren der Firma in betracht zieht, fann man sich leicht denken, daß der Maschinenmeister Anlaß genug gehabt haben mag, fich dem Abhängigkeitsverhältniß zur Jülicher Zuckerfabrik zu entziehen. Blättern finden wir folgendes Inserat: " " Soziale Rechtspflege. Für Handschuhmacher ist ein Rechtsstreit, den die Kammer II des Gewerbegerichts erledigte, bon In einer Versammlung in Nürnberg wurde die Gründung Firma K. Riemer, hatten drei Handschuhmachern die letzten AffordJu einer Versammlung in Nürnberg wurde die Gründung ganz erheblicher Bedeutung. Die Herren Niemer, Juhaber der eines Vereins beschlossen, der den Zweck verfolgt, ein großes verdienste vorenthalten, um dagegen einen Schaden aufzurechnen, Volkshaus mit Zentralherberge zu errichten. nöthige Kapital foll durch Erhebung wöchentlicher Beiträge, Aus der durch die Verarbeitung verschnittener Schichtel( Finger gabe von Antheilscheinen allmälig aufgebracht werden. Die lon- feile der Handschuhe) entstanden ist. stituirende Versammlung findet nach Neujahr statt. Das Die Arbeiter verlangten mission ein, welche den Auftrag hat, unter dem Vorsiz des Chefs Paris, 16. Dezbr.( W. T. B.) Freycinet fette eine Rom des Generalstabes der Armee eine Umgestaltung des MilitärStrafgesetzbuches in Erwägung zu ziehen. Die Regierung brachte bei der Kammer einen Gesezentwurf ein, durch welchen die Polizeigewalt in der Stadt Algier dem Präfeften übertragen wird. Rom, 16. Dezember.( B. H.) Der Papft hat das Ersuchen Don Carlos', denselben in Audienz zu empfangen, abschlägig beschieden. Rom, 16. Dezember.( W. T. B.) Deputirtentammer. Bei der Berathung des Budgets des Auswärtigen erklärte der Ministerpräsident Bellour auf eine Anfrage del Balzo's, für die Politik in Afrika seien 7 Millionen festgesetzt, dies genüge, um jeder Eventualität zu begegnen. Andrea Costa beantragt erklärt, den Antrag nicht annehmen zu können. Bovio schlägt Summe zu streichen. Der Minister des Auswärtigen Canevaro namens der Sozialisten, die im Budget für Erythräa eingesetzte folgende Tagesordnung vor: Die Kammer, nicht beruhigt durch die Erklärungen des Ministers, fordert die Regierung auf. Erythräa die Herauszahlung der betreffenden Geldbeträge im Klage- aufzugeben. Canevaro spricht sich dahin aus, die Tagesordnung Bovio wege und machten geltend, daß sie für den von ihnen vorbereiteten nicht annehmen zu können. Dieselbe wird alsdann in namentlicher Abstimmung mit 172 gegen 83 Stimmen abgelehnt, Hierauf wird und ausgeführten Zuschnitt nur so lange verantwortlich gemacht der Antrag Coſta mit großer Mehrheit abgelehnt und das Budget werden könnten, als ihnen die Arbeit noch nicht vom Wertmeister abgenommen sei. In diesem Falle habe der Wertmeister die aller- des Auswärtigen genehmigt. Die Kammer ging nunmehr zur Bes Entwickelung der Jnvaliden- und Altersrenten. Dem dings zu breiten Schichtel ohne irgend welche Bean rathung des Budgets des Innern über. Kopenhagen, 16. Dezember.( W. T. B.) Die der hiesigen Rechnungsbureau des Reichs- Versicherungsamts waren standung abgenommen. Wenn nun die Handschuhe nach dem bis Anfang September 1898 an enten, die bis Ende 1897 Nähen sich wegen der Schichtel als unbrauchbar und einer Nach- Firma August Neubert gehörenden großen Webereien find heute festgefest waren, bekannt gegeben: 298 423 Invaliden arbeit bedürftig erwiesen, dann hätten die Zuschneider den Schaden früh niedergebrannt. Ein Feuerwehrmann wurde verlegt. Der und 315 910 Altersrenten, nicht zu tragen. Der Beklagte K. Riemer betonte dem gegen Schaden wird auf 3/4 Millionen Kronen geschätzt. In dem Betriebe Von den festgesetzten Invalidenrenten tamen 10 pro über, daß die Handschuhmacher für ihre schlechte Arbeit auch waren 300 Personen beschäftigt. Washington, 16. Dezember.( W. T. B.) Ein Jrrsinniger Tausend auf das Beginnsjahr 1891, 116 pro Taufend auf 1892, no ch nach der vollständigen Fertigstellung des Uebrigens hätten zwei der Kläger namens Pearson, warf mit Ziegelsteinen gegen die 149 pro Tausend auf 1893, 173 pro Tausend auf 1894, 187 pro Handschuhs hafteten. Mig Tausend auf 1895, 213 pro Tausend auf 1896 und 152 pro Tausend die betreffenden Schichtel ohne sein und seines Werkmeisters Bor- britische Botschaft und zerschmetterte mehrere Fenster. Das Gewerbe- Bauncefote wurde am Knöchel getroffen und verlegt. Pearson wurde auf 1897. Man erzieht daraus ziemlich genau die Steigerung in wissen von einer Frau zu Hause machen lassen. der Invalidenrentenzahl. Wenn die Zahl für 1897 fleiner ist als gericht verhandelte mehrmals stundenlang in der Angelegenheit. verhaftet. Hierzu 2 Beilagen, Boziales. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. 371 Ir. 295. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 17. Dezember 1898. Der Heilbronner Wahl- Krawall vor dem Schwurgericht. ftüde um 330 stattgefunden. Von 62 mit dem Rohrnek verbundenen dort einen Saal, den splendidesten des Hotels, nebst zivei NebenGrundstücken war ant Schlusse des Betriebsjahres der Wasseranschluß zimmern für 1000 M. monatlich, und allabendlich wurde tapfer gespielt. abgesperrt worden. Die Anzahl der städtisches Leitungswasser be- Aber während es in der Woche verhältnißmäßig ruhig zuging, gab nußenden Personen betrug im Jahresdurchschnitt 1 763 049. Gegen es am Sonnabend stets grand jeu". Da famen Offiziere uno das Vorjahr hat sich die Gesammtzahl der städtisches Leitungswasser Groß grundbesiger von auswärts an, und oft geschah es, daß entnehmenden Personen um 24 038 oder 1,36 pet. vermehrt. man ununterbrochen den Sonntag durchspielte, bis in der Nacht zum Montag die auswärtigen Herren wieder abreisen mußten. Die Umsäge waren kolossal. So verlor der an allen internationalen Spielplätzen bekannte ungarische Baron G. in ganz kurzer Zeit 120000 m. In den letzten Monaten häuften sich überhaupt die Verluste der meisten Spieler im„ Klub der Fröhlichen" ganz enorm. Manche mancher Uebertritt zur Neserve und sogar manche Verabschiedung wurden völlig ausgepumpt", und gar manche Stellung à la suite, jugendlicher Offiziere war auf einen besonders schmerzlichen„ Anschuß" im Klub der Fröhlichen" zurückzuführen. Ueber den sechsten Verhandlungstag, dessen Ergebniß wir bereits gestern berichten konnten, erhalten wir aus heilbronn die folgenden vom 15. Dezember datirten Mittheilungen: Heute wird gegen die Angeklagten Bus, Schäfer, Belle, Braung di sita 601 bed und Greiner verhandelt. Die Anklage vertritt heute Staatsanwalt Megler, der in den früheren Tagen dem Oberstaatsanwalt Assistenz geleistet hatte. Die Vernehmungen und die Zeugenaussagen bieten nichts Neues. Der Staatsanwalt beantragt, die Angeklagten im vollen Umfange der Anklage des Landfriedensbruchs und Aufruhrs schuldig zu sprechen. Der gestrige Spruch der Geschworenen sei ein Fehlspruch gewesen. Der Staatsanwalt bezeichnete Herrn Hegelmaier als den einzigen Kandidaten, dem es gelingen komite, siegreich aus der Wahl hervorzugehen gegen die demokratischen Parteien. Man scheint es nicht verwinden zu können, daß in dem Hause auf dem Königsplatz in Berlin jetzt ein Mann sigt, der von sich gesagt habe, er sei tonservativ„ bis auf die Knochen". Der Vertheidiger Dr. Erlanger meinte hierauf, man könne es ruhig abwarten, welche politische Rolle Hegelmaier auf seinem Stuhl am Königsplatz spielen werde, man könne es ruhig abwarten, ob dann noch ein Gefühl des Neides berechtigt sein werde. Hätte man Luft an persönlicher Ranküne gehabt, man hätte unzählige Aussprüche von den höchsten Regierungsbeamten und medizinischen Autoritäten über den unschönen Charakter Hegel maier's anführen tönnen, die alle in einer Broschüre niedergelegt sind und der Vertheidigung zur Hand waren. ism and Lokales. 育 tori po Verlust eines treuen, thätigen Mitstreiters zu beklagen. Unser GeHermann Balfe t. Die Berliner Sozialdemokratie hat den noffe Hermann Balke ist uns durch den Tod entrissen worden. Er war ein eifriges Mitglied des sozialdemokratischen Wahlvereins für den vierten Reichstags- Wahlkreis und hat die Rechte und Intereſſen der Partei namentlich in der Lokalkommission vertreten, der er jahrelang angehörte. Wir werden das Andenken unseres Freundes stets in Ehren halten. Die Berliner Lokalkommission. Nun soll sich herausgestellt haben, daß eines der Mitglieder dieser Vereinigung, ein fünzigjähriger Mann, seit längerer Zeit falsch gespielt habe." Uns Sozialdemokraten kann es ja ziemlich gleichgiltig sein, wie diese Sozietät sich zu grunde richtet, und daher fällt es Zweiter Wahlkreis. In der Versammlung, welche am Sonntag, uns nicht ein, uns irgendwie moralisch über den enthüllten Fall abends 61/2 Uhr, bet Zubeil, Lindenstraße 106, stattfindet, wird Ge- zu entrüsten. Im Gegentheil. Mancher aus den Kreisen der noise A. Körsten über das Unfallversicherungs- Gesetz referiren. Edelsten und Besten, der wegen„ Ehrenschulden" und ähnlicher Dinge Bahlreicher Besuch erwünscht. seinem Vaterlande Valet sagen mußte, hat sich in Amerika zu einem Sechster Wahlkreis( Schönhauser Vorstadt). Am zweiten ganz brauchbaren Kellner oder Schuhpußer und damit zu einem Weihnachtsfeiertage findet in Buhlmann's Vaudeville- Theater, üßlichen Mitgliede der menschlichen Gesellschaft emporgeschwungen. Schönhauser Allee 148, eine Matinée statt. Die Reichhaltigkeit wenit sie sich nicht bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit Das ganze Treiben dieser Menschen wäre uns also gleichgiltig, des Programms, an welchem Gesangverein„ Nordwacht“ und das der Deffentlichkeit als tien des christlichen Staates, Berliner Ult- Trio" mitwirken, verspricht ein vorzügliches Amüsement. als kämpfer für Ordnung, Religion und Sitte aufHerrn May Behnfeld ausgeführt. Zahlreichen Besuch erwartet Das Konzert wird von Berufsmusikern unter Leitung des Dirigenten drängten. mi Das Komitee. " Sonft und jetzt. " PP Der Goldene Sonntag" übt auch auf den Berliner Vorort verkehr einen bedeutenden Einfluß aus. Die Eisenbahn Direktion Berlin hat für diesen Sonntag eine Vermehrung der Züge an 11.50 vormittags bis 10.10 abends in der Richtung von Berlin nach geordnet. So verkehren auf der Wannseebahn in der Zeit von Behlendorf und in umgekehrter Nichtung von 12.37 mittags bis 10.57 abends alle 10 Minuten Züge, während an anderen Sonntagen in dieser Zeit nur der 20 Minuten- Verkehr besteht. Der Vorsitzende giebt die Rechtsbelehrung. Obwohl es sich um dieselben Delitte handele wie gestern, so wolle er doch heute die ganze Rechtsbelehrung noch einmal wiederholen, da es ja möglich sei,„ daß ihn gestern die Geschworenen in dem einen oder anderen Punkte nicht richtig verstanden haben". Er hob hervor, daß die Geschworenen feineswegs an den Im Straßenleben der Weihnachtszeit hat sich viel geändert. gestrigen Spruch gebunden seien. Er erinnerte sie an Früher riefen die kindlichen Händler:' n Dreier det Schäffen! ihren Eid und meinte, es sei ihre Pflicht, wenn sie durch die' n Sechser der Bock!" oder: Borne wippt er und hinten pidt er!" heutige Verhandlung anderer Ansicht geworden wären, dieser Ansicht und ähnliche Verdrehungen. Jest heißt es:' n Froschen de laufende auch Ausdruck zu geben. Die Untersuchungshaft und ihre Länge sei Maus! Se frißt ten'n Speck und looft nich weg! Immer noch' n von den Geschworenen bei der Beantwortung der Schuldfragen nicht Froschen de laufende Maus!" Sie müssen heute mehr Lunge und Nach Mittheilung des Polizeipräsidiums ist die vom Oberin Rücksicht zu ziehen, auch die Höhe der Strafe, die das Gesetz vor- Wig anwenden, wenn sie Geschäfte machen wollen. Der präsidenten der Provinz unter dem 30. Juni 1898 dem Apotheker schreibe, gehe sie nichts an. Die Geschworenen durften bei ihrer Be- Straßenlärm ist größer geworden und auch die Konkurrenz. Georg Laidler konzessionirte Apotheke von diesem im Hause Urbanrathung, wie das gestern geschehen sein solle, kein Strafgesetzbuch Was wird heute nicht alles von Kindern feilgeboten! Die bekannten straße 118 unter der Firma Urban- Apotheke hier eingerichtet und am benutzen. Papier Hampelmänner, fleine Hampeläffchen, laufende Mäuse, 13. Dezember nach vorgenommener Revision eröffnet worden. Die also belehrten Geschworenen verneinten auch heute wieder Stubenparfüm, Baumsterne aus buntem Garn und kleine Schirme zum nächsten Umzugstermin wird zur öffentlichen Kenntniß die Schuldfragen nach Landfriedensbruch und Aufruhr prinzipiell, aus Seidenpapier. Fast alle Industriezweige find vertreten: Chemie, gebracht, daß der nach§ 3 des Gesetzes vom 30. Juni 1884 sprachen Braunbed und Greiner gänzlich frei, bejahten Luruspapier, Holzbearbeitung, Textilindustrie und noch mehr. Die gebracht, daß der nach§ 3 des Gesetzes vom 30. Juni 1834 bei Buzz nur die Frage des groben Unfugs und bei Hauptgeschäfte werden aber noch immer in der von dem bekannten(.- S. S. 92) am 2. Januar t. J. beginnende Umzug bei kleinen, Schäfer und Belle die Frage des Widerstands gegen naturalistischen Dichter Arno Holz zuerst fabrizirten laufenden Maus an demselben Tage, bei mittleren, aus drei oder vier Zimmern nebst aus höchstens zwei Zimmern mit Zubehör bestehenden Wohnungen gemacht. Wie feit einigen Jahren, wird sie auch in diesem Jahre am Zubehör bestehenden Wohnungen am 3. Januar, mittags 12 Uhr, häufigsten angepriesen. am 4. Januar, mittags 12 Uhr, beendet sein muß. bei großen, mehr als vier Wohnzimmer umfassenden Wohnungen bie Staatsgewalt. Der Staatsanwalt beantragt gegen Buth 6 Wochen Haft, gegen Schäfer fünf Monate Gefängniß, gegen Belle sechs Monate Gefängniß. Der Gerichtshof spricht die Angeklagten Braun bed und Greiner frei und verurtheilt Bu zu 4 Wochen Haft, Schäfer zu 2 Monaten, Belle zu 6 Monaten Gefängniß. Die Strafen wurden bei Buz und Schäfer als durch die Untersuchungshaft verbüßt erachtet, dem Belle werden 2 Monate 15 Tage als verbüßt erachtet. Die Haftbefehle werden mit Ausnahme desjenigen gegen Belle aufgehoben. Wir schließen hiermit die Berichterstattung über den Prozeß ab. Die noch verbleibenden acht Angeklagten sind nur des Vergehens des Landfriedensbruchs beschuldigt und dürften in Konsequenz der bisherigen Wahrsprüche von den Geschworenen gänzlich frei gesprochen werden. Ueber den Ausgang der Verhandlungen vom Freitag liegt folgendes Telegramm aus Heilbronn vor: Bei der heutigen weiteren Verhandlung des Prozesses wegen der Straßenunruhen vom 24. Juni wurden die Angeklagten Bossert und Rothen bacher freigesprochen. Die Angeklagten Schmelzle und Hüber erhielten wegen Erregung eines Auflaufs zwei Monate 15 Tage bezw. 1 Monat 15 Tage Gefängniß, die als durch die Untersuchungshaft verbüßt erachtet wurden. Kommunales. = = Aber nicht allein die Auswahl der Waaren ist größer geworden, die man von den kleinen, fliegenden Weihnachtshändlern erstehen fann. Die Zahl der Verkäufer scheint rapid gestiegen zu sein. Und Ueber die Thätigkeit des Miethe Einziehungs: Amtes, während früher die bürgerlichen Blätter das Vorhandensein der welches vom Bunde der Berliner Grundbesißervereine am 1. Januar Schäffenhändler zu Stimmungsbildern benutzten, schimpfen jetzt dieses Jahres ins Leben gerufen worden ist, um säumige Miether manche über die Belästigung durch die Kinder mit den laufenden zur Bezahlung der rückständigen Wohnungsmiethen zu veranlassen, Mäusen. Es gehört schon eine große Verbissenheit dazu, sich durch wird folgendes bekannt: Bis zum 1. Dezember dieses Jahres sind die findlichen Stimmen belästigt zu fühlen, noch dazu die Sächelchen 1371 Anmeldungen erfolgt, welche einen Gesammtbetrag rückmeist mit wißigen Reimen angepriesen werden. Mit ein wenig ständiger Miethen in Höhe von 93 500 W. repräsentiren. Davon Humor oder einem Groschen, den man dafür weniger unüz aus find etwa 17 000 m. von dem Amite eingetrieben worden, theils auf giebt, wird man die Gesellschaft sofort los. gütlichem Wege durch eine an die Gläubiger gerichtete schriftliche Mahnung, theils auf dem Klagewege. Geflagt worden ist nur dann, wenn festgestellt werden konnte, daß die Klage von Erfolg begleitet sein würde. " Wegen Allerdings mögen diese heiseren, bittenden Stimmchen manchem recht unangenehm ins Ohr tlingen, der daran denken muß, daß er den Vater dieser Kinder so schlecht bezahlt, daß sie zu Weihnachten auf die Straße müssen. Und wenn auch manche Bürschchen die Gelegenheit benutzen, sich ein paar Groschen zu verdienen, von denen Dönhoffsplay. Dort an der Ecke der Krausen- und KommandantenLebhafter Entrüftung erregte gestern Mittag ein Vorfall am die Eltern nichts wissen wer ist denn schuld daran, daß die Eltern nicht genügend Zeit haben, sich um ihre Kinder zu kümmern? straße war anscheinend durch die Schuld des Fahrers des PolizeiDas ganze Gefafele ist aber nur ein Symptom. Während man wagens str. 7 dieser mit einer Fahrpreisanzeiger- Droschte zusammenfrüher mitleidig ward beim Anblick der kleinen Händler, fühlt man gestoßen, wobei die Droschte beschädigt und ein Pferd des grünen sich jetzt belästigt. Die Absonderung der Klassen wird größer. Man agens schwer verlegt wurde. Durch die Deichsel der Droschte war will das Elend gar nicht mehr sehen das könnte ja beweisen, daß dem Pferde der eine Schenkel vollständig aufgerissen worden. Der eine soziale Frage existirt. Ruhe will man um jeden Preis, wie bei Versuch, das verletzte Pferd wieder anzuspannen, brachte die Voltsder gewerkschaftlichen Bewegung, so auch hier. Und wenn es die menge in Harnisch. Statt dem allgemeinen Verlangen nachzugeben, Und wenn es die das schwer verletzte Pferd wegzuführen, ließ der begleitende Schutzmit Gewalt erzwungene Kirchhofsruhe ist unser Bürgerthum ist zu bequem geworden zum Mitempfinden. mann den Wagen von den Pferden noch bis zur Ecke der Leipzigerstraße ziehen. Hier legte sich die Menge von neuem ins Mittel, so Aus der Magiftratsfizung am Freitag. Die Petition hiefiger Musiker, für Berlin ein städtisches Orchester zu unterstügung des Organs des Postassistenten Schumann das verlegte Pferd am Bügel nahm und es nach dem Die Kasernenpolitik gegen die Postbeamten. daß der Wagen nicht weiter fonnte. Mehrere Schußleute vermochten bilden, dessen Mitglieder pensionsberechtigt sein sollen, hat das Verbandes, der Deutschen Postzeitung" ist zwei Polizeipräsidium brachte. Sofort beruhigte sich das Publikum und die empörten Leute nicht zu beruhigen, bis endlich ein berittener Magistratskollegium abgelehnt. Nach dem Berichte des Dezernenten der städtischen Feuer- oftassistenten der Dienst gekündigt worden, Polizeipräsidium brachte. Sofort beruhigte sich das Publikum und Sozietät, Stadtraths Hübner, haben die Geschäfte dieser Ver- ähnlich wie dies bei 19 Unterbeamten des Poſtamts in Hameln ließ den grünen Wagen ungehindert mit einem Pferde weiter fahren. waltung im abgelaufenen Geschäftsjahre 1. Oktober 1897/98 wegen Unterſtüßung des Organs der Unterbeamten, des„ Deutschen Nach den polizeilichen Bestimmungen betreffend Vergegenüber dem Vorjahr sich etwas günstiger gestaltet. Es Postboten" geschehen war." Die beiden Beamten hatten, wie anstaltungen am ersten Weihnachtsfeiertag, der diesmal auf einen find nämlich in dem Berichtsjahre für 2091 Brände in der halbamtlichen Dt. Verkehrs- 3tg." mitgetheilt wird, auf Sonntag fällt, dürfen öffentliche Tanzvergnügungen nicht stattfinden, 1 267 957 M., im Vorjahre 1511 906 M. für 2073 Brände Ansuchen der Deutschen Postzeitung" Dienſtſtundenpläne des ihnen dagegen sind öffentliche Musikaufführungen gestattet, wenn der ernste Entschädigungen gezahlt worden. Die im Berichtsjahre erreichte borgesetzten Poſtamtes an das Blatt gefandt. Ferner wurde bei dem Charakter gewahrt bleibt. Privatfestlichkeiten von Vereinen und geVersicherungssumme für hinzugetretene Baulichkeiten betrug selben Postamt ein Bostassistent, der durch sein feindseliges Auf- fchloffenen Gesellschaften in Gastlokalen und Etablissements sind ge107 912 800 M. und hat dieselbe sich gegenüber dem Vorjahre um gehörigen Mitarbeitern wesentlich mit dazu beigetragen hat, daß das dürfen aber nicht ausschließlich zum Zweck des Tanzens veranstaltet treten gegenüber seinen dem Postassistenten- Verband nicht an stattet, auch wenn sie mit einem Tanzvergnügen verbunden sind; sie 368 000 verringert, Von den stattgehabten Bränden ist in erster Zusammenarbeiten der Beamten sowie die Abwicklung des Dienst sein und sich nicht nach außen durch störenden Lärm bemerkbar Reihe die Borsig- Mühle zu nennen, welche eine Entschädigungssumme betriebes und die Aufrechterhaltung der Autorität der Beamten bei machen. All diese Bestimmungen find speziell für Berlin erlassen. von 533 300 M. erforderte, dann folgt der Brand in der Jagow- den Unterbeamten in hohem Grade erschwert worden ist", in einen Die Bestimmungen für den zweiten Feiertag sind dieselben, wie für straße der durch eine Gaserplosion verursacht worden ist, der die Entschädigungssumme entfernteren Ober- Postdirektions- Bezirk versetzt. bon 87 740 07. jeden anderen Sonntag. heischte, dann der Brand in der Yorkstraße 44 einer Entschädigungssumme von 16 690 M. 2c. Die Ausgaben der Berwaltung betrugen insgesammt 2 258 679 M. Von dieser Summe gehen ab: ersparte und wieder eingezogene Entschädigungen ins gesammt 12 419 m., so daß eine Summe von 2 246 188 M. zu decken ist. Das Magistratskollegium hat daher beschlossen, von den versicherten Grundstückseigenthümern einen Beitrag von fechs Pfennigen gegenüber dem Vorjahre mit 61/2 Pfennigen bou je 100 m. der Versicherungssumme zu erheben Die Genehmigung der Stadtverordneten- Versammlung soll nach gesucht werden. = er= mit " Resultat solcher gänzlich muglofen Maßregelungen: Der große Kreis der Betroffenen wird noch inniger als bisher die Husarenpolitit verwünschen. Ein Kongres zur Bekämpfung der Tuberkulose als Boltsfrankheit wird vom Deutschen Zentralkomitee zur Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke für die Tage vom 23. bis 27. Mai 1899 nach Berlin einberufen werden. von der hiesigen philosophischen Fakultät promovirt wurden: Fräulein Die erfte Doktorin an der Berliner Universität ist gestern Elia Neumann. Die Dame wurde von den Professoren Plank und Dilthey in Philosophie geprüft. Warburg in Phyfit, Professor Fuchs in Mathematit und Profeffor Beitung wurden durch ein an auffälliger Stelle eingerücktes Injerat Das Polizeipräsidium giebt bekamit: In einer hiesigen etwaige Erben eines in Rußland verstorbenen Millionärs Leo von Münzel aufgefordert, ihre Ansprüche bei dem Gerichte zu Biegers in Rußland geltend zu machen. Diejenigen Personen, welche dieser Aufforderung nachgekommen oder mit dem Einsender jenes Inserats bekannt geworden sind, wollen sich schleunigst auf der Kriminalabtheilung des Polizeipräsidiums, Zimmer 43, melden. 99. Gemeindeschule( Steinmetzstraße) zugetragen. In der ersten Ein sehr bedauerlicher Unglücksfall hat sich gestern in der Für das Müllabfuhrwesen hat das Magistratskollegium Senabenklasse gab der Lehrer Viatella Phyfifunterricht. Bei dieser städtischen Straßenreinigungs Deputation einen Kredit Gelegenheit platte ein gläserner Apparat mit folcher Gewalt, daß von 120 000 M. zu bewilligen beschlossen. Zu diesem Beschlusse wird finden sich sensationelle Mittheilungen über einen bevorstehenden Gesicht und an den Händen davontrugen. Der Schüler Glutsch Die Stüken des chriftlichen Staates. Jm„ Berl. Tagebl." mehrere Schüler und auch der Lehrer erhebliche Verlegungen im die Genehmigung der Stadtverordneten Bersammlung nachgesucht Spielerprozeß, der einen Skandal von großen Dimensionen" ab- aus der Körnerstr. 25 wurde von einem Glassplitter ins Auge geSchöneberg getreter te lleberteit en breine Seit einer Reihe von Jahren besteht hier in Berlin eine freie ausgelaufen fein. Gint ſchnell herbeigerufener Arzt verband, ben Interpflasterbahn zwischen Frobenstraße und dem Nollendorf Bereinigung, deren Mitglieder allabendlich zusammenkommen, um Berlegten und sorgte dann für seine Ueberführung ins Krankenhaus. plaz ab, da auch bei diesem Projekte unliebſame Straßensperrungen huldigen. Die Bereinigung wurde besonders von Offizieren auf dem Weihnachtsmarkt in der Gneisenaustraße abgefaßt, als sie dem Spiel in erster Linie selbstverständlich Baccarat und Verkehrsstörungen eintreten würden. Dadurch würde der Verkehr der Garde- Regimenter, der Kavallerie- Regimenter im Begriff standen, eine Pfefferkuchenbude zu plündern. Drei jugendliche Einbrecher wurden in der gestrigen Nacht in der Ziethenstraße gesperrt werden. werden. zu in der Nähe Berlins und von zur hannoverschen Reitschule Die städtischen Wasserwerke hatten im Betriebsjahr 1897/98 fommandirten Offizieren besucht. ferner aber auch von Ein ergreifender Auftritt spielte sich gestern Mittag in der eine Einnahme von 11 610 113,19 M. Das Quantum des von den Referendaren, Assessoren und Räthen zahl Neuen Friedrichstraße ab. Aus einer dort entlang fahrenden Droschke Werken geförderten Wassers betrug 50 110 753 Rubikmeter; davon reicher Beamtenkollegien in Berlin und Potsdam, von Sport- sprang plöglich eine junge, gut gekleidete Frau heraus, die in ihren wurden abgegeben: Für den eigenen Betrieb 144 971; für öffent- leuten, Rennstallbesigern und Herrenreitern. Hierzu gefellten Armen ein fleines, ungefähr zwei Jahre altes Sind hielt. Sie fam liche Zwede unentgeltlich 10 062 914 und gegen Bezahlung sich Angehörige der haute finance, aristokratische Ab- bei dem Sprung zu Fall, raffte sich aber schnell wieder auf und lief 39 902 868 Rubikmeter. Der durchschnittliche Wasserverbrauch betrug geordnete aus Reichstag und Landtag, sowie andere nun, das Kind immer wieder an sich drückend und laut schreiend, die pro Kopf der Bevölkerung täglich 77,87 Liter( gegen 77,42 Liter im in Berlin vorübergehend anwesende Personen, die keinem der Straße auf und ab. Da die Passanten bald erkannten, daß man es Borjahre). Den stärksten Verbrauch, 115,26 Liter pro obf, hiesigen Spielllubs angehören und daher gern die Gelegenheit mit einer Jrrsinnigen zu thun hatte, rief man einen Schutzmann brachte der 30. Juni 1897, den schwächsten 53,37 Liter wahrnahmen, sich von zwei Mitgliedern des Klubs der Fröhlichen" herbei. Diesem erzählte der Droschkenkutscher, daß ihn die ganz verpro Kopf, der 2. Januar 1898. Die Zahl der an das Nohr- so nannte sich die Vereinigung dort einführen zu lassen und nünftig auftretende Frau am Schlesischen Bahnhof beauftragt habe, system der städtischen Wasserwerke angeschlossenen Grundstüde betrug in aller Stille und Verschwiegenheit dort tüchtig zu jeuen". Der sie nach der Königlichen Klinik zu fahren. Sie habe ihm noch gejagt, am 31. März 1898 Gegen das Vorjahr, mit 24 332 lub nahm vor einiger Zeit in einem der ersten hiesigen Hotels daß sie nach Berlin gekommen sei, um ihr frankes Kind hier operiren Grundstücken, hat also eine Vermehrung der angeschlossenen Grund- Quartier. Geld spielte natürlich keine Rolle, und so miethete man zu lassen. Woher sie gekommen und wie sie heiße, vermöge er da= 24 662. " Theater. Standpunkt aus als " V bom gegen nicht anzugeben. Da man bei der Fremden, außer einer| es stellte sich aber seine Schuldlosigkeit heraus. Das Geld, über und sonstigen Kundgebungen zusammengefaßt und erläutert. Mit einem Gegen den Ges Rückfahrtkarte nach Werbig, keine Papiere fand, aus denen ihr Name das er verfügte, rührte von dem Berkauf seiner Habseligkeiten her. Lebensbild versehen von Dr. Paul Riman." nicht war, it cliche selber aber keine Auskunft geben Dabei wurde aber bekannt, daß der junge Mensch österreichischer brauch dieses Titels hat der Cotta'sche Verlag, der dag biel erörterte tointe, so führte sie der Schuhmann vorläufig auf die Polizeiwache. Staatsangehöriger war; er lebte schon mehrere Jahre in Spandau, Wert Gedanken und Erinnerungen" von Fürst Bismarc Vermiste Personen. In einem Hotel in der Nähe des wo eine Schwester von ihm verheirathet ist. Da er ohne Arbeit war verlegt, Einspruch erhoben und beint Gericht eine vorläufige VerBotsdamer Bahnhofes wohnte vom 2. bis zunt 10. Dezember ein und seine geringen Mittel zur Neige gingen, hat die Polizei ihm auf- fügung durchgesezt, durch welche Herrn de Grousilliers die Benutzung Mann, der sich Postsekretär Bracker aus Halle nannte. Er pflegte gegeben, das Landesgebiet zu verlassen. Er hat dem Ausweisungs- dieses Titels für das von ihm verlegte Werk bei hoher Strafe für jeden Fall der Zuwiderhandlung verboten wurde. Gegen diese vorbis Mittag zu schlafen, nachmittags auszugehen und erst spät abends befehl auch ohne weiteres entsprochen. läufige Verfügung ist Widerspruch erhoben worden und so hatte sich oder morgens früh wiederzukommen. Seit dem vergangenen Sonn denn gestern die vierte Handelskammer mit dem Streitfall zu bes abend ist er unter Zurücklassung seiner Handtasche weggeblieben und schäftigen. Justizrath Schmidt, der die Verlagsfirma Cotta vertrat, hat auch nichts mehr von sich hören lassen. Der aus Greifswald beantragte die Aufrechterhaltung der einstweiligen Verfügung, die gebürtige Kellner Otto Hand, der mit seiner Frau in der Hussitentraße 27 wohnt, ist seit drei Tagen verschwunden. Hauck, der als Leffing Theater. Frau Jane Hading, die neueste Wander- mit Fug und Recht erlassen sei. Das von Bismarck selbst ver ein sehr solider Mann geschildert wird, hatte 105 W., seine virtuofin, ist auf ihrer Rundreise durch das östliche und zentrale faßte Wert Gedanken und Erinnerungen" sei, ehe noch der Titel Ersparnisse, bei sich. In dem Kinderheim der Dominikanerinnen Europa mun auch im Berliner Leffing- Theater eingekehrt. Am bekannt gewesen, überall als Bismard's Memoiren angekündigt und unter dieser Bezeichnung allgemein bekannt. wird seit Mittwoch ein vierjähriges Mädchen vermißt. Das Kind ist Donnerstag trat sie zum ersten Male in der unvermeidlichen worden werde ihm auch noch jetzt beigelegt, auf. Frau Hading ist trop des an- Diese Bezeichnung bis jetzt trotz der eifrigsten Nachforschungen seitens des Stiftes und Cameliendame" den diesen Titel verworfen und der Polizei nicht gefunden worden. Man vermuthet, daß das Mädchen genommenen englischen Namens Südfranzösin. Anfangs wandte sie obgleich Fürst Bismarc Rechtsanwalt Löwenfeld als von einem fremden Manne, der sich auf dem Hofe der Anstalt in sich der Operette zu, später machte sie in Paris ernste dramatische jetzigen Titel gewählt hatte. verdächtiger Weise bemerkbar machte, entführt worden ist. Möglich Studien. Was sie aber auf ihren jezigen Wanderfahrten mit sich Vertreter de Grousilliers' führte unter anderem aus: Memoiren durchaus nicht selbstverfaßte Lebensbeschreibungen, ist aber auch, daß sich die Vermißte in einem unbewachten Augen- führt, das ist nicht das eigentliche Gebiet, das sie in bedeuten Von beherrscht. ihrem Pariser wie die Memoiren Robespierre's, Katharina's II., der ola blicke durch die offen stehende Thür des Stiftes entfernt und im Paris Freien verirrt hat. Das Kind heißt mit Vornamen Anna und war meinte fie offenbar, osteuropäischen Halbbarbaren mit dem abgeleierten Montez, des Cagliostro, Richelieu's, Casanova's 2c. bekleidet mit einem rothen Röckchen und umgebundener Schürze, trug Virtuofenrepertoir à la Sarah Bernhardt und Rajane, also mit beweisen. Zunächst habe Fürst Herbert Bismard die Widmung jedoch keine Kopfbedeckung. Frou Frou, Cameliendame u. 1. w., kommen zu müssen. Eine ganz dieses Buches angenommen, sodann sei Herr de Grousilliers des Verleger wiederholt „ Bismarck Museums" besondere originelle Erscheinung, wie die genannten Künstlerinnen, Beim Strohladen ist gestern Nachmittag der Arbeiter Friß ist Frau Hading wohl nicht. Es ist viel Klugheit in ihrem Spiel, viel Reichskanzler Fürsten Bismarck empfangen worden und der Verfaſſer Schöning aus der Zionskirchstr. 51, der bei der großen Straßenbahn- mehr Klugheit als ursprüngliche Gewalt. Sie hat Stilgefühl, dem Dr. Liman stehe der Bismarc'schen Familie nahe. Aus allen diejen gesellschaft beschäftigt ist, ám Nordhafen schwer verunglückt. Als der fie treu bleibt; manchmal im Affett ist es beinahe, als vernähme Gründen sei die Aufhebung der einstweiligen Verfügung geboten. Wagen schon ziemlich hoch beladen war, fiel er, da die Laft schief man Naturlante; und doch fehlt dieser Kunst das Berauschende, das Die Kammer entschied zu gunsten des Cotta'schen Berhing und die Pferde unversehens anzogen, um. Schöning flog im Enthusiasmirende. Frau Hading weiß sich„ in Szene zu sezen", la ges, indem sie den Widerspruch gegen die einstweilige Verweiten Bogen auf das Pflaster, schlug mit dem Schädel auf einen das ist gewiß. Aber man vergißt nicht, daß sie auf der Szene steht fügung zurückwies. Das Buch wird mumehr unter dem Titel„ Bismarc Stein auf und zog sich einen Schädelbruch zu. Ein Schuhmann Die frankhafte Schönheit ihrer Cameliendame ist sorgsam gemacht. Denkwürdigkeiten" erscheinen.- Schade, daß der amüsante Kampf des 5. Reviers brachte den Verunglückten mit einer Droschte in ein Braunröthliches Haar kontrastirt mit den blassen Wangen. Die nicht weiter geführt wird. Krankenhaus. dunkel umränderten Augen blicken müde, halb geschlossen Um die Bolle'sche Milch handelte es sich in einer Privatklage, 11m die Augenlider: schärfer hebt Selbstmorde. Aus Gram über den Tod ihrer Schwester stürzte find fich der welche gestern vor dem Schöffengericht des Landgerichts II zur Versich gestern früh die Wittwe Renate St. aus ihrer im dritten Stock Widerspruch ab, wenn das Auge in Lust und Verliebtheit zu leuchten handlung anstand. Kommerzienrath C. Bolle hatte gegen eines Hauses der Ritterstraße gelegenen Wohnung auf den Hof beginnt. Charakteristisch ist die Sprache der Hände. Das alles den Berichterstatter Alwin Vormeng und den Milchhändler hinab und war sofort todt. Vormittags stürzte der vierjährige macht manche treffliche Einzelheit aus: mur ist es nicht das, womit Johannes Qulay zu Berlin, sowie gegen den Oberamtmann Sohn des im vierten Stock des Hauses Badstr. 62/63 wohnenden man auf einer Weltreise imponirt. Man applaudirte im Lessing- Büttner zu Loböffund, Kreis Fricsack, die PrivatbeleidigungsArbeiters Heinrich Potthast, als ihn seine Mutter auf furze Zeit Theater, und wegen der weihnächtlichen Zeit gab es viele dankbare flage angestrengt. Im November vorigen Jahres erschien in der von Allein man fand doch, daß zwischen den Vormeng herausgegebenen Korrespondenz eine Notiz, welche in verallein in der Wohnung gelassen hatte, aus dem Fenster und erlitt Freibillet- Besizer. Hochgesteigerten Ansprüchen des Pariser Gastes und ihrem schiedene Zeitungen, u. a. in die„ Post“,„ Germania"," Deutsche so schwere Verlegungen, daß er bald darauf den Geist aufgab. Hochgesteigerten Ansprüchen des Herrsche. Darüber wird Tagesztg." und" Brandenburger Anzeiger", überging. In dem ArIm Thiergarten erhängt hat sich ein unbekannter Mann, der den wirklichen Können kein Einklang wohlhabenden Kreisen angehört zu haben scheint. selbst eine wahnwitzige Reklame von der schönen Frau Hading titel wurde erzählt, daß auf dem landwirthschaftlichen Verein und ihren Schneidern und ihren deliziös kostbaren Toiletten nicht zu Fricsack eine Aufschen erregende Thatsache zur Sprache ge hinweghelfen. Vielleicht wird man jenes fahrenden Virtuosenthums, fonumen sei. Ein Mitglied des Vereins, ein Bauerngutsbesiger, liefere das im Wesen nichts Neues zu sagen hat, doch endlich überdrüssig. sämmtliche von seinen 40 Kühen erzeugte Milch an den Molkereis Das unfeine Ensemble verkümmert ohnedies jeden Genuß.-ff. besizer Bolle in Berlin. Von diesen Kühen hätten 20 Stück auf Tuberkulin reagirt und sich deshalb als tuberkulös erwiesen. Die einem Thierarzte Impfung mit Tuberkulin ſei genommen worden, welcher im Dienste des Kommerzien raths Bolle gestanden habe. Die 20 tuberkulösen Rühe seien aber keineswegs von den gesunden getrennt worden, die Milch von sämmtlichen Kühen sci vermischt und von Bolle als„ Kindermilch" in den Handel gebracht worden.. 33 Ein wildgewordener Bulle hat gestern Nachmittag auf dem Lehrter Bahnhofe den Kutscher Hermann Gruno aus der Blumenthalstraße 16 zu Friedrichsberg lebensgefährlich verlegt. Gruno, der bei einem Fuhrherrn Richter beschäftigt ist, sollte mit einem großen Wagen mehrere Stück Vieh vom Lehrter Bahnhofe nach dem städtischen Bichhofe bringen. Ein Bulle, den er bereits aus dem Eisenbahnwagen herausgeholt und an eine Rampe gebunden hatte, wurde wild, riß sich los und stürzte sich auf den Kutscher. Das Thier drückte den Mann gegen die Nanipenmauer, warf ihn dann uni und trat auf ihm herum. Bevor andere Arbeiter hinzuspringen und ihn aus feiner entseglichen Lage befreien konnten, hatte das Thier ihn bereits so zugerichtet, daß er besinnungslos liegen blieb. Mehrere Rippen und Ser Untertiefer waren ihm gebrochen, und auch innerlich hatte er schwere Verlegungen erlitten. Dem Tode nahe wurde der Mermite mit einem Stopp'ichen Rettungswagen nach der Charitee gebracht. Den Bullen fing man schließlich wieder ein und brachte ihn vorläufig in den Eisenbahnwagen zurück. " Mit Gerichts- Beifung. Das von borAn der Verbreitung dieser als unwahr bezeichneten Nachrichten sollen sich die drei Beklagten betheiligt haben. Die Sache wurde vertagt, da weitere Sachverständige geladen werden sollen. Ein diebischer Fabrikant. Wir hatten seinerzeit mitgetheilt, daß der Tuchfabrikant Karl Rischte in Forst wegen Diebstahls verhaftet worden sei. Wie sich bei der dieser Tage vor der Straf fammer in Sorau stattgehabten Verhandlung ergab, hatte Rischke mehreren Tuchfabrikanten Wolle im Werthe von Jeinigen tausend Mark entwendet. Nt. wurde wegen einfachen Diebstahls zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängniß und 2 Jahren Ehrverlust verurtheilt. Die Frau des N. hatte sich nach dessen Verhaftung ertränkt. " Sozialistenvernichtender Staatsanwalt. Eine ziemlich scharfe Kontroverse fand gestern vor der dritten Strafkammer am Landgericht II zwischen dem funktionirenden Staatsanwalt und einem Vertheidiger statt. Die Maurergesellen Anton Solinski und Ignaz Bredefeld hatten im August d. J. auf einem Neubau in der Henriettenstraße, einer Querstraße des Kurfürstendammes, Einer der Kameraden war wegen vermuthlich ungearbeitet. aus solidarischem genügender Leistungen entlassen worden, Interesse hörten alle Maurer zu arbeiten auf und sperrten den Bau. Die Angeklagten haben nun Streifposten gestanden Unerhörte Brutalität. Auf dem Zentral- Vichhof wurde und sollen dadurch den berühmten groben Unfug und eine leber ein Mädchen im Alter von 15-17 Jahren von 3-4 dort beschäftigten tretung einer Ortspolizei- Verordnung vom 9. August 1895, welche das Treibern betrunken gemacht und dann von diesen gemißbraucht. Umherstehen auf den Straßen verbietet, verbrochen haben. Alsdann ließen die rohen Patrone das Mädchen fast nackend im Koth Schöffengericht hat die Uebelthäter zu je 4 W. Geldstrafe oder und Schnitz liegen. Nicht genug damit, wurden dem unglücklichen Wesen 2 Tagen Haft verurtheilt. Hiergegen legten diefelben Berufung ein. Die bekannte Schöneberger Schulaffäre, die seiner Zeit so die Haare von den Geschlechtstheilen geschnitten und die Brust des Der Staatsanwalt beantragte die Verwerfung der Berufung und Mädchens mit den standalösesten Zeichnungen verschen. Hoffentlich führte zur Begründung feines Antrages u. a. an:„ Die Sozial- großes Aufsehen erregt hat, wird nunmehr am nächsten Montag entgehen die niederträchtigen Burschen einer geziemenden Strafe nicht. bemotratie hat jedes Verständniß verloren für abermals die zweite Strajtammer des Landgerichts Ib beschäftigen Eine Ausstellung von Schreibmaschinen veranstaltet der Recht und Unrecht. Daher müssen wir uns dieses Ver- und zwar wird diesmal die Verhandlung, die einen gewaltigen limPapierverein Berlin Anfang März nächsten Jahres in den Räumen ständniß bewahren. Wenn die Leute einen Ring um einen Betrieb jang haben wird, im kleinen Schwurgerichtsjaale statifinden. Es bilden, der ihm die Möglichkeit des Fortbestandes abschneidet, so schneiden handelt sich um den Tod des Schulknaben Hugo Fischer in Schönes der Handelsstätte Bellealliance, Friedrichstraße Lindenstraße. diesem Unternehmen ist eine Ausstellung von Ansichtskarten verbunden. sie damit die Lebensader des Betriebes ab und das muß bestraft werden. berg, der, wie behauptet worden, im Oktober vorigen Jahres in Hierauf erhob sich der Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Herzfeld der Oberklasse III der Knabenschule in der Kolonnenstraße von Theater. Im Luisen Theater ist gestern eine Wohl- und legte mit gehobener Stimme und jedes Wort scharf atzentuirend seinem Lehrer so arg gezüchtet sein soll, daß er gestorben thätigkeits- Vorstellung gegeben worden, in der der bekannte Hof- folgenden Protest ein: Ich muß dem Herrn Staatsanwalt er ist. Zur Bekräftigung dieser Behauptung ist auf einem von schauspieler Mattowsky als„ Kean" auftrat. Man sah es dem Gast widern, daß hier von der Sozialdemokratie gar keine dem praktischen Arzte Dr. Herzfeld ausgestellten Todtenschein an, daß er in dieser rein auf äußerliche Effekte zugeschnittenen Rede sein tann. Hier steht nicht die Sozialdemokratie in Frage, Bezug genommen worden, wonach der Knabe au Bauchfell Rolle mit innigem Behagen herumwirthschaftete. Ein ganzes sondern es handelt sich hier darum, ob ein grober Unfug vorliegt. entzündung infolge innerer Verlegung( Mißhandlung)" gestorben sei. Fuder Kränze lohnte den Helden der Wohlthätigkeits- Vor- Aber das eine kann ich dem Herrn Staatsanwalt erklären, daß noch Der Vorfall hat zu mehreren heftigen Artikeln im Schöneberger ftellung für für seine seine Anstrengungen. Im Schiller in einer der jüngsten Sizungen des Reichstages der Staatssekretär Tageblatt" Veranlassung gegeben, und dieje bilden nun die GrundTheater wird auch heute statt der im Spielplan angekündigten des Innern erklärt hat, daß kein Kulturstaat ohne das Koalitions- lage der gegen die Berichterstatter Ostar Kresse und Alwin Vorstellung die Willen'sche Gesangsposie„ Ehrliche Arbeit" gegeben. recht bestehen kann!" Die Sache wurde hierauf vertagt, weil der Vorme ng, sowie den Redakteur Brüning gerichteten Anklage wegen der in betracht Beleidigung. Diese Angelegenheit ist seiner Zeit aus der Verhandlung Die Urania versendet ihren Prospekt der Vorträge des nächsten Vertheidiger die rechtswirksame Publikation Quartals. Dieselben erstrecken sich auf Experimentalphysit( Dr. E. Spics), tommenden örtlichen Polizeiverordnung anfocht und diese näher anderer, die Schöneberger Schulverhältnisse betreffenden Artikel ausgeschieden worden, weil N.-A. Dr. Halpert als Vertheidiger des Experimentalchemie( Dr. G. Naß), Viologie( Professor Dr. Müller), geprüft werden soll. Angeklagten Vormeng noch eine ganze Reihe von Zeugen zum BeErdgeschichte( Dr. P. Schwahn), Völkerkunde( Dr. A. Heilborn). Von Abermals eine Niederlage des Amtsvorstehers v. Oppen. weise der Wahrheit in Vorschlag brachte. Die Zahl der vorgeladenen den Einzelvorträgen heben wir hervor:„ Das Märchen von den Erd- Der Gastwirth Schmauser in Adlershof, der bekanntlich Bengen ist nun eine so große, daß die Verhandlung kaum in einem monden"( Geheimrath Professor Förster). Deutsch- China"( Professor Kirchhoff- Halle), sowie einen Doppelvortrag über Mitrophotographie troy allem der Arbeiterschaft seine Räume zur Verfügung stellt, läßt Sigungstage wird beendigt werden können. Den Vorsitz wird wieder und Mitrochemie"( Dr. N. Neuhauß und Professor N. Müller). sich selbstverständlich die Strafverfügungen wegen allerhand Polizei- Landgerichtsdirektor Merscheim führen. Spielplan des Zentral Theaters. Sonntag Nachmittag vergeben nicht gefallen, mit denen der sozialistentödtende AmtsAbends 18 Uhr: vorsteher ihn segnet. Gestern hatte Schmauser sich auf seine Bezu halben Preisen:" Der Obersteiger". Die Geisha". Montag und die folgenden Tage: Die Geisha". rufung hin in nicht weniger als vier solchen Fällen vor der Berufungsfammer am Landgericht II zu verantworten. Ju drei Fenerbericht. Auf böswillige Brandstiftung scheinen mehrere Fällen wurde auf Freisprechung erkannt, in einem Falle wurde Der Wahlverein für den vierten Wahlkreis( Südost) Brände zurückzuführen zu sein, die in letzter Zeit in dem Hause die Berufung verworfen. hielt am Mittwoch in der„ Urania" eine gut besuchte Bersammlung Barnim str. 2 ausbrachen. Ein verbitternder und völlig nukloser Kampf für Ordnung, ab, in der die Erörterung über das Thema: Was lehrei Auch Donnerstag Abend erfolgte wiederum ein Alarm der Feuerwehr dorthin. Der Dachstuhl stand in Flamunen und wurde Religion und Sitte ist auf Veranlassung des Hujarengenerals uns die legten Landtagswahlen? fortgesetzt wurde. theilweise eingeäschert. Trotzdem die geängstigten Hausbewohner v. Podbielsti gegen einen armen Postschaffner in BraunDer erste Referent, Neichstags- Abgeordneter Paul Singer, zwar im Sinne des Feenpalasts verschärften Wachdienst eingerichtet haben, ist es bisher nicht geschweig geführt worden. Der Unglüdliche hatte am Stichwahl führte einleitend aus, daß seiner Ansicht nach für Berlin die Frage tage gewählt und war im Wahllokal an einen Tisch gerathen, an der Landtagswahlen, und Wenn behauptet werde, daß lungen, den Brandstifter zu fassen. Alexandrinenstr. 107 war einer Messinggießerei dem Sozialdemokraten faßen. Dies batten dienstwillige Horcher Beschlusses, bereits entschieden sei. ein Feuer ausgebrochen, das bei den dort lagernden beobachtet, die auch bekundeten, daß der Postbeamte angedeutet habe, der Beschluß der Feenpalast- Versammlung nicht der der SozialBlos zugefallen. demokratie Berlins sei, so müsse er dagegen protestiren. Denn in explosiven Stoffen leicht verderbliche Folgen hätte nach sich seine Stimme sei unserem Parteigenossen Ent Die Folge. war eine im Auftrage ein dieser Versammlung seien insbesonders die thätigen Parteigenossen v. Podbielski ziehen können, wenn es nicht glücklicherweise noch im die den vertreten gewesen, die die Meinung der Berliner Genossen hundhatten übederstraße 7 in geleitete Untersuchung wegen Disziplinarvergehens, stehen bemerkt wäre. Der gegeben hätten. Eine Ueberraschung haben die verflossenen Landeiner Maleriverkstatt Terpentin und Delfarben Feuer gefangen, zu Antrag in sich schloß, auf Dienstentlassung zu erkennen. und tags Wahlen für die Gegner der Betheiligung, die sie umstimmen deffen Bewältigung ein Rohr längere Zeit Wasser geben mußte. Angeflagte ist 50 Jahre alt, feit 1877 in Dienst wußte man im voraus. Reipzigerstraße 126 und Oranienstraße 58 waren Schau hat sich die langen Jahre hindurch untadelhaft geführt. Auch be- tönnte, nicht gebracht. Daß eine Anzahl sozialdemokratischer WahlWeitere Alarmirungen erfolgten nach streitet er, Sozialdemokrat zu sein. In der gestrigen Verhandlung männer gewählt werden konnten, die Wahlen haben bewiesen, daß trop der großen fensterbrände abzulöschen. Havelbergerstraße 38 und nach Staligerstraße 13, erkannte die zuständige Disziplinartam mer dahin: Der ver Der Angeklagte ist des Dienst vergehens schuldig Anzahl Wahlmänner, die unsere Partei in einigen Kreisen durchwo Petroleum und Spiritus in Brand gerathen war. ursachte Schaden war hier nur gering. und wird zur Strafversetzung und Kürzung seines Gehaltes um gebracht hat, praktische Erfolge nicht erzielt werden und wir aus cigener Straft uns ein Mandat nicht erringen können. Die Meinung 2/8 des bisherigen Beirages verurtheilt. In der Begründung sagte der Anhänger, daß unsere Wähler vielfach bis in die 2. und sogar der Präsident: Der Angeklagte habe die Uniform geschädigt, in die 1. Wählerklasse eingreifen, sei höchstens für einige 50 Wahl da er den Verkehr mit den Sozialdemokraten im Wahllokale bezirke zutreffend. Das Resultat in Linden sei wesentlich darauf nicht abgebrochen habe. Dem Angeklagten seien die un zurückzuführen, daß die Welfen für unsere Partei eingetreten jittlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie, die auf den Uni- find. Das Ergebniß in Breslau, wo wir einige 80 Wahlsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung gerichtet seien, bekannt, männer aufzuweisen hatten, habe gezeigt, daß die Freijinnigen und nur sein Leichtsinn habe ihn vor härterer Strafe bewahrt. garuicht gewvillt sind, uns ein Mandat abzugeben. Sie können um Es ist der modernen Rechtsprechung würdig, die weitaus stärkste jomehr auf diesem Standpunkt verharren, als sie wissen, daß wir j Auf die Politik des der politischen Parteien Deutschlands damit zu verdammen, daß doch für sie stimmen müffen, wenn wir den Zweck, die Junker man ihr das Etikett unfittlich anklebt. Wir können das in heiterer majorität zu verdrängen, erreichen wollen. zu verlieren und das Ansehen zu schädigen, unter keinen Seelenruhe ertragen. Ob aber die zur Zeit noch geübte Staats- Nehmen und Geben dürfe sich die Partei, um nicht moralisch raison dabei auf ihren Vortheil kommit, das ist eine andere Frage. Inständen einlassen. würde eine Verwirrung unter Der Konkurrenzkampf um den todten Bismarck. Um die unseren Wählern entstehen, wenn wir sie veranlassen wollten, Die Ausweisung eines Desterreichers ift anläßlich der Erden Landtagswahlen für die die Freifinnigen einzutreten, mordung des Handelsmanes Rühle in Spandau erfolgt. Während Bismarck- Memoiren wurde gestern vor der 4. Kammer für Handels- bei Die Verlagsstelle des Bis- für diefelben, die wir bei den Neichstagswahlen auf das entschiedenste der Suche nach dem Mörder hatte sich der Verdacht auch auf einen sachen ein lebhafter Kampf geführt. Schmiedegesellen gelenkt, der in letzter Zeit nicht gearbeitet hatte mard- Museum in Bild und Wort"( A. de Grousilliers) hatte kürzlich bekämpfen. Der Kampf würde uns dadurch äußerst erschwert werden, und doch mit Geldmitteln versehen war. Er hatte sich auch vielfach den Prospekt für ein noch vor Weihnachten zu erscheinendes Wert weil sich die betreffenden Kandidaten mit recht darauf berufen im Stadtwalde in der Gegend der Schönwalder Chauffee herum verschickt, welches den Titel führen sollte Bismard Me fönnten, daß wir für ihre Vertretung im Landtage geftimmt haben getrieben. Darauf wurde er von der Polizei in Verhör genommen, imo ir en", aus seinen Gedanken und Erinnerungen, Briefen, Reden und sie folglich auch gut genug wären, uns im Reichstage zu ver -in Aus den Nachbarorten. Die Wahl des Bürgermeisters Schustehrus in Charlotten burg soll bestätigt worden sein. Für die Errichtung einer höheren Lehranstalt in Rigdorf ist jezt, wie gestern in der dortigen Gemeindevertretung vom Gemeindevorsteher mitgetheilt wurde, die Genehmigung des Kultusministers ertheilt worden. Die Anstalt, eine Realschule mit fakultativem Unterricht in der lateinischen Sprache, wird 1. April 1899 mit den drei Vorschulklaffen und der Serta und Quinta eröffnet werden. am # Aber V Versammlungen. " 49 von 50 V praktischer geworden. Also brauchten wir keine Befürchtungen hegen, daß wir durch Zusammengehen Nachtheile haben. das treten. Der Redner versucht sodann in längeren Ausführugen nach- Kandidatur hätten die Bauern zwar in Versammlungen den Sozial- an der sich abwechselnd Peseter. Fischer, Puste, Myler, zuweisen, daß die Betheiligung an den Landtagswahlen nach den demokraten zugestimmt, doch andere, zwischentretende Einflüsse hätten Spiegel, Strause, Reppichläger. Sheffer, Septe verschiedensten Richtungen hin geeignet fei, die Partei zu schädigen. die Versammlungserfolge illusorisch gemacht. Immerhin sei auch in und Obst in zustimmtender und abweichender Meinung betheiliger. Durch die Thatsache, daß ein Theil der Wahlanhänger überhaupt von Bayern der Fortschritt sicher. Was die Bündnisse anbetreffe, so müsse er Jn Verbindung mit einem besonderen Antrag: daß der 24. Debornherein auf die Aufstellung sozialdemokratischer Wahlmänner ver- sagen, daß weit mehr die Partei, die sich mit uns verbündet, Angst ember als Schlußbatum für Beitragsleistung bezw. Abstempelung zichten und für die Freifinnigen eintreten will und die verschiedensten um ihre Anhänger haben muß, als wir!( hört, hört!) Die, die gelten soll, da zwischen Weihnachten und Neujahr doch nicht Bündnisse mit denselben beabsichtigt, sei die Landtagswahl- Frage wir verlieren, seien überhaupt keine Anhänger gewesen, gearbeitet werde, wurde die Resolution einstimmig angenommen. Teine Frage der Tattit mehr, sondern eine prinzipielle geworden. sondern hätten nur die Person des Kandidaten gewählt, aber Ueber den zweiten Gegenstand der Tagesordmmg: Das Sammel Er gebe zu, daß zur Kompetenz des Landtages wichtige Materien nicht einen Sozialdemokraten. Uns aber sei durch die Bünd- wesen 1899, referirte Schäfer in eingehender Weise. In der An gehören, aber das könne uns nicht veranlassen, von der bisherigen nisse Gelegenheit geboten, unsere Anschauungen in Kreise zu ordnung der Karten wird es zunächst lauten:" VertrauensmannerTaktik, durch die die Partei groß und mächtig geworden tragen, mit denen wir sonst nicht in Berührung kommen. Viele füd- Zentralisation der Zimmerer Deutschlands"; ferner werden die ist, abzugeben und unsere Selbständigkeit, lediglich um ein deutsche Parteigenossen hätten früher auch so gedacht, wie man Beitragswochen anders geordnet und die Karten dementsprechend Mandat für den Landtag, aufzugeben. Der Redner ver- jetzt noch in Norddeutschland dente. Doch seien sie mit der Zeit größer werden, um den einzelnen Bahlstellen und Vertrauensmännern weist sodann auf die Schwierigkeiten, die der Betheiligung an bie Kontrolle zu erleichtern. In diesem Sinne empfiehlt Redner' den Wahlen entgegenstehen. Der Redner geht des weiteren auf die die Annahme nachstehender Resolution: a) Um das SammelUrsachen der Landtagswahlfrage ein und giebt der Meinung Aus- Am Schluß der Versammlung machte der Vorsitzende die Gruppen wesen weiter auszubauen, ist in jedem Orte, wo eine Vertrauene drud, daß sie in der Hauptsache auf die lex Recke zurückzuführen führer darauf aufmerksam, daß die Vereinsversammlungen stets am männer- Zentralisation besteht, ein Agitations- und Unterstüßungs fei und die Bewegung besonders durch Bernstein, der die englischen Donnerstag nach dem 15. jeden Monats stattfinden. Sie möchten fonds zu schaffen; b) die Höhe der wöchentlichen Beiträge, Zaht Verhältnisse dabei im Auge hatte, ins Leben gerufen wurde. Wohl nicht in der gleichen Woche ihre Versammlungen einberufen. der Beitragswochen, Höhe der Streifunterstützung, sowie bleibt anderen Orten Anhängern der Wahlbetheiligung feien Nichtgemeinschaftliche Sammeln mit preußen, die das preußische Dreiklassen Wahlsystem nicht ges Die Vanhandwerker( Kanarbeiter, Dachdecker, Glaser, Bau- jedem Ort selbst überlassen; c) laut Beschluß des zweiten nügend kennen. Unter diesem System, das jedem die Wahl Klempner, Maler, Maurer, Pußer, Steinfeger, Steinmeßen, Töpfer und Kongresses der durch Vertrauensmänner zentralisirten Gewert berekeln muß, werde sich die große Masse der Genossen für eine Be- Zimmerer) hielten am Donnerstag bei Keller, Koppenstraße, eine Ver- schaften Deutschlands, sind aus jedem Fonds mindestens 5 Pf. theiligung niemals begeistern können. Unsere Aufgabe müsse nach sammlung ab, in der Maurer Silberschmidt über die Mißstände pro Quartal und beitragenden Zimmerer an die Geschäftskommission wie vor darin bestehen, in der Agitation, in der Propagirung unserer im Baugewerbe, die bestehenden Polizeiverordnungen und den Bau- abzuführen. Um ein gleichmäßiges und ein einheitliches Sammeln Ideen und durch Betheiligung an den Wahlen, bei der wir aus arbeiterschutz referirte. In seinem fast zweistündigen Vortrage zu ermöglichen, wird ferner beschlossen: a) Vom 1. Januar 1899 an eigener Kraft Erfolge erringen können. Der Redner resumirt schilderte der Redner alle die Gefahren für das Leben und Gesund werden Karten, enthaltend 52 Wochenrubriken, sowie Marken im Werthe feine Ausführungen dahin, daß wir durch eine Betheiligung heit, denen sämmtliche Bauhandwerker infolge der schlechten Rüstungs- von 10, 15 und 20 Bf. herausgegeben und an die einzelnen Orte zum alt den Landtagswahlen keinerlei Vortheile, sondern mur bauten und des Mangels an sonstigen Echußvorrichtungen beständig Selbstkostenpreis verabfolgt; b) jeder Zimmerer wird verpflichtet, eine Schädigung der Partei- Interessen nach mancherlei Rich- ausgesetzt sind. Er behandelte das Ergebniß der von den Maurern eine Sammelfarte zu entnehmen und die Marken desjenigen Ortes tungen zu erwarten hätten, und spricht die Hoffnung aus, daß der zentralen Richtung fürzlich vorgenommenen Kontrolle über die zu fleben, resp. zu kaufen, in welchem er arbeitet; c) um das die Berliner Genossen auch in Zukunft auf dem durch den gefaßten Mißstände auf den Bauten, worüber wir bereits in der Nr. 278 vom Sanumelwesen nicht zu vernachlässigen, werden die Vertrauensleute Beschluß zum Ausdruck gekommenen Standpunit verharren werden. 28. November berichteten, und verwies sodann darauf, daß auch angewiesen, die Ausgabe der Karten und Marken selbst in die Hand Den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen folgte eine aus den Berichten der Berufsgenossenschaften eine fortwährende Zunahme zu nehmen und genaue Kontrolle über jeden beitragenden turze Diskussion, worauf Richard Fischer gegen die Ein- der Unglücksfälle auf den Bauten nachgewiesen wird. So z. B. sind Bimmerer zu führen." Die Umgestaltung des Sammelivefens wendungen Singer's polemifirte. Er ging im einzelnen auf dieselben bei der Nordöstlichen Bauberufsgenossenschaft, wozu auch Berlin gehört, und der Karte zeitigte ebenfalls eine lebhafte Diskussion. Unter ein, namentlich, daß die Partei zu einer Schutztruppe des Freisinns im Jahre 1889 bei 60 000 Versicherten 1931 Unfälle gemeldet worden. Ablehnung eines Antrages Pejeler: Die Sammelkarten wie fich degradiren würde. An Fraktionsbeschlüssen, an dem Verhalten Nach dem letzten Bericht, der bis jetzt erschienen ist und zwar von bisher zu belassen, gelangte hierauf die Resolution bezüglich des nserer Vertreter in den gesetzgebenden Körperschaften, an den auch Jahre 1896 find bei nur 55 000 Versicherten 3502 Unglücksfälle Sammelwesens zur Annahme. Den Bericht über die Thätigkeit der von Singer unterschriebenen Fraktionsaufruf suchte er das Unhalt zu verzeichnen. Daß die Steigerung der Zahl der Unfälle Gewerkschaftskommission erstattete der bisherige Delegirte Fischer. 3u bare dieses Einwurfs nachzuweisen. Wenn in allen diesen Fällen nicht etwa darauf zurückzuführen ist, daß die Arbeiter Betreffend die Anstellung eines zweiten Beamten, sowie event. Eindie Abwehr gegen den gemeinsamen Feind kein Prinzipienbruch sei, mehr als früher ihre Ansprüche geltend machen, sondern richtung eines Arbeiterjekretariats, ist Redner ablehnender Meinung, warum denn jetzt, zumal die Freunde der Wahlbetheiligung nach den in der That die Unfälle an Zahl und auch an Schwere zugenommen da nach seinem Dafirhalten die einzelnen Gewerkschaften hinreichend legten Ergebnissen heute wohl alle auf dem Boden selbst haben, geht daraus hervor, daß die Unterstüßungssäge von 5,63 M. Gelegenheit zur Auskunftsertheilung geben. Da sich auch die Playständiger Wahlbetheiligung stehen. Eingchend stehen. erörterte pro Kopf im Jahre 1889 auf 13,65 M. pro Kopf im Jahre 1896 ge- Deputirten bereits gegen den Antrag des Ausschusses der GeFischer dann den Einwurf, daß wir auch bei selbst- stiegen ist. In ganz ähnlicher Weise sind die Ansprüche bei den werkschaftskommission ausgesprochen, ersucht Redner die Versamm ständiger Wahlbetheiligung keine Mandate erringen fönnten, weil Krankenkassen durch die beständigen Steigerungen der Prozent- lung, diese Anträge ebenfalls abzulehnen. Auch hierüber entſpinnt wvie Rheumatismus der Freifinn unferr Forderung auf ein Wandtat nicht bewilligen fäße der Berufskrankheiten, Schwind- sich eine lebhafte Diskussion, in der von einigen Rednern das würde, und wir dann doch nicht durch unsere Abstimmung die Wahl sucht, Magen und Darmleiden, gewachsen. Der Redner Verhalten der Gewerkschaftskommission und des Ausschusses eines reaktionären Junkers ermöglichen könnten. Warum nicht? wendet sich sodann den für Berlin in betracht kommenden getadelt wurde. Nachdem Fischer die Zimmerer noch ermehr als bisher 1111 Zumal wenn die Gefahr einer reinen Junkermehrheit schon beseitigt Verordnungen für das Baugewerbe zu und weist nach, daß dieselben sucht, sich die Thätigkeit der Gejei? Schreie denn nicht auch heute und seit 20 Jahren Eugen nicht nur schlechter als die bereits in anderen Städten bestehenden werkschaftskommission zu der Antrag, des Richter, an dem Wachsthimm der Realtion feien wir Sozialdemokraten Verordnungen sind, sondern überhaupt völlig unzulänglich sind und Ausschusses der Gewerkschafts- Kommission einstimmig abgelehnt. schuld, weil wir auch in aussichtslosen Kreisen Reichstags- Kandidaten den Arbeitern, zumal für die Durchführung der Vorschriften seitens Als Delegirter zur Gewerkschafts- Komunission wird hierauf Fischer aufstellen und dadurch sichere liberale Sige gefährdeten! lub seien der Behörden nicht Sorge getragen wird, gar keinen Schuß gewähren. und Befeler als Stellvertreter gewählt. Reppichläger und nicht auch schon solche Mandate thatsächlich Reaktionären zu welcher Weise die Bau- Berufsgenossenschaft für die Aus- Myler ersuchen hierauf die Mitglieder der Hilfs Krankenkasse der gefallen? Set nicht unsere gauze Partei Entwickelung, an führung ihrer schon äußerst mangelhaften Vorschriften sorgt, Bimmerer, nicht nur die Beiträge pünktlicher zu bezahlen, sondern Zahl wie Mandaten, vorläufig mehr auf Kosten des Liberalismus ift daraus zu ersehen, daß von insgesammt vier Beamten, bie Generalversammlungen derselben besser und zahlreicher als bisals der Junker erfolgt? Und trotzdem empfinden wir keine Ge- bei rund 14€ 000 Versicherten, die Kontrolle" ausgeübt wird. Her zu besuchen. Liebenow ersucht die auf der Baustelle von wissensbisse und bleiben bei dieser Tattik bestehen. Auch eine Gegen- Bum Schluß verwies der Redner darauf, daß diese un- austein in Schöneberg arbeitenden Zimmerer, troz frage möchte er beantwortet haben: Stärken wir nicht durch unsere geheuren Mißstände auf den Bauten nicht durch Streiks beseitigt des durch den Polier erlassenen Verbots, die Sammlungen Nichtbetheiligung ebenfalls die Reaktion? Sehen wir nicht werden können, sondern nur durch gesetzliche Maßnahmen eine Alende- für den Agitationsfonds auch fernerhin fortzusetzen. Einige Redner bei jedent Wahlgang, daß die von uns bei den Reichstagswahlen rung der Zustände ermöglicht wird. Den mit stürmischem Beifall fordern die Zimmerer auf, sich nicht nur reger an der gewerkschaft dem Freisin entrifienen Wähler ihm auch bei den Landtagswahlen aufgenommenen Ausführungen folgte eine furze Diskussion, in der lichen und politischen Agitation zu betheiligen, sondern sich auch verloren find? Und bewirkt nicht gerade das Fehlen dieser ver- Buger Simanowski das Verfahren der Bau- Berufsgenossen- der politischen Organisation anzuschließen. lorenen Anhänger den Giegt er at tade das verschaft beleuchtete und das Berhaften berselben den Wünſchen brechen am Parteiprinzip, warum dann unser Vorschlag, der zudem Arbeiter gegenüber einer Kritik unterzog. Des weiteren verwies die Verantwortung für den Sieg des Junkers ausschließlich der Reichstags- Abgeordnete Hoch- Hanau auf die am Donnerstag dem Freifinn überbürde? Wir überlassen ja dem Freisim die freie Wahl, durch den Genossen Bebel veranlaßten Ausführungen des Grafen ob er einen Sozialdemokraten, also einen Feind der Realtion, wählen Boiadowsky, der die Mißstände im Baugewerbe zugegeben und vill mit unserer Hilfe, oder ob er ohne unsere Hilfe lieber einen auch Maßnahmen zur Abhilfe für nothwendig erachtete. Der Redner Charlottenburg. Hier wurde in einer gut besuchten Versamm Junker, also die Reaktion stärken will. Wir wählen feinen Junter, ist jedoch im Gegensatz zum Staatssekretär der Meinung, daß wohl der Freisinn hat ja die Wahl, wenn er findet, daß der Junker eine einheitliche Regelung dieser Materie durch die Reichsregierung lung der selbständigen Barbiere der Beschluß gefaßt, eine Organi ihm näher steht als der Sozialdemokrat, ihn also wählen läßt, trog möglich ist und es nicht den einzelnen Bundesstaaten oder gar den fation dieser Berufsangehörigen zu gründen. Dem Verein traten dem er ihn mit unserer Hilfe unschädlich machen könnte, dann trägt Städten überlassen werden soll, die ja, wenn der gute Wille sofort 30 Personen als Mitglieder bei. er selber doch die Verantwortung für die Stärkung der Realtion. vorhanden wäre, schon längst entsprechende Bestimmungen treffen Friedrichshagen. In der Versammlung des Arbeiter- BildungsUnd welche Rückwirtung für die Klärung der politischen Verhältnisse tönnten. Hierauf wurde von der Versammlung folgende Resolution vereins, die am 10. Dezember tagte, hielt Ingenieur Grempe hätte dann ein solches Verhalten des Freisinns! Also alle Vortheile einstimmig angenommen: cinen Vortrag über Fortschritte der Technik". An der Diskussion liegen auf unserer Seite, wenn wir in solchen Fällen unisere politische Die heute versammelten Bauhandwerker erklären: 1. Da die betheiligten sich Holzhütter, Albrecht und Paaz. Baaz Kraft ausnüßten. bestehenden Polizeiverordnungen für Rüstungsbau, Abdeckungen u. 1. w. erkennt den Werth der gewerkschaftlichen Organisation nicht an, nur Nachdem der Redner noch ausgeführt, daß die Ansicht Singer's, unzureichend find, diese mangelhaften Bestimmungen aber auch durch Gründung von Arbeiter- Konsumgenossenschaften, wo man dem 49/50 der Anhänger der Wahlbetheiligung seien Nichtpreußen, eine noch unausgeführt bleiben, weil eine Kontrolle und Ueberwachung Arbeiter etwas bieten kann, werde man Erfolge erzielen. irrthümliche ist und auf die Abstimmung in Hamburg und die durch die kompetenten Behörden fast gänzlich fehlt; 2. Eine VerKommission in Stuttgart verwiesen hatte, forderte er die Verordnung für Errichtung von Baubuden, Berglasung von Fenstern 2c., jammelten auf, die Diskussion über diese Frage fortzusehen. Errichtung von Aborten, zum Schuße der Gesundheit und Sittlich Der Zustand, daß drei Richtungen in dieser Frage vorhanden feit nicht vorhanden ist, die Anbahnung eines wirklichen find, sei ein unhaltbarer, der durch sachliche Diskussion beseitigt| Bauarbeiterschutzes energisch in die Hand zu nehmen. Die Eine Kommission von werden muß.( Lebhafter Beifall.) Hierauf gelangte eine Resolution, Versammlung beschließt in der ausgesprochen wird, daß die bei den letzten Wahlen gemachten Angehörigen sämmtlicher Banberufe einzusehen. 2. Diese hat die Erfahrungen nicht geeignet sind, die Berliner Parteigenossen von Pflicht, die Agitation zur Beförderung und Erreichung obigen Zwedes ihren Standpunkt abzubringen, zur Annahme. Zum Schluß machte zu leiten. 3. Einen, die Wünsche der Bauarbeiter enthaltenden Entder Vorsitzende darauf aufmerksam, daß der Verein am dritten wurf an die kompetente Behörde gelangen zu lassen. Derselbe muß Weihnachts- Feiertag die Urania besucht. insbesondere die Einsegung einer Bauinspektion zur lleberwachung und Kontrolle der Schutzbestimmungen fordern. Die Hälfte der Beamten soll aus den Kreisen der praktischen Bauarbeiter entnommen werden. 4. Die Versammelten verpflichten sich, jämmtliche Verstöße gegen die bestehenden Polizeiverordnungen der Kommission zu melden. Ueber jeden fich ereigneten Unfall ist der Kommission sofort, unter Angabe der Ursachen und näheren Umstände, gewissenhaft und der Wahrheit entsprechend Bericht zu erstatten." daher: 1. fümmern, wurde F Nachdem Fischer noch den Beschluß des Schiedsgerichts in Sachen der ausgelichenen Gelder während der Lohnbewegung mit getheilt und auf die am kommenden Sonntag stattfindende Berfammlung der Zimmerer hingewiesen, erfolgte der Schluß der Verjammlung. „ Glück Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender Ab. Neumann, Brummenſtr. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind du richten on Gricbrid Stortum, Manteuffelfir. 50, v. 2 Tr. Sonnabend, abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Lyrania", Göbel, Landsberger Allee 156." Sanges: Echo", Scholz, Naunynſtr. 6. Immergrün", Tegel, Reniner, Spandauerstr. 13. zu", Lorisch, Pantstr. 32d. Hand in hand II", Friedrichsberg, Heinecke, Frisch auf I", Friedrichsberg, Lange, WartenFriedrich Starisir. 11. bergftr. 69. Weiße Rose II", Weißenfee, Sorrer, Straßburgerstr. 56. Sängerlust", LuckenEintracht 3", Teltow, Derk, Zehlendorferstr. 6. " Einigkeit 2", Lange, Weberstr. 42. walde, Schulze, Beeligerstr. 34. " Arbeiter Gefangverein"( gem. Chor), Luckenwalde, Bäcker, Bussestr. 20. " Septime", Drathschmidt, Stalikerstr. 102. " Glück Auf", Theaterv. Alpenrose", Badstr. 35-36. 81/ 2-1012 1hr abds. Demminerft. 56-57. Turno. Osten", Turnhalle Im sozialdemokratischen Wahlverein für den fünften Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen Berliner Reichstags: Wahlkreis sprach am Donnerstag der Reichsim Vereinsfalender find zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenertags- Abg. A gst er über die Entwicklung der Sozialdemokratie in straße 80, 2. Hof. Sonnabend:" Angler I", Ruppert, Zimmerftr. 59. Süddeutschland". Redner schilderte recht anschaulich, in welcher Weise Savana II", Nowawes- Neuendorf, Simon, Priesterstraße. Kuba",?? Bönig, Brandenburgdie Landagitation betrieben wird und trat der Meinung entgegen, Rüdersdorf- Stalfberge, Greve, Heinigſtr. 19.straße 54. Pappel", Dahnite, Buchholzerstr. 5.- Arbeiterfreunde", Dietrich, als ob die Partei bei der Agitation in den Kreisen der Kleinbauern es nöthig habe, von ihren Programmjägen irgend etwas zu verschweigen. In die Kommission wurden folgende Personen gewählt: Maurer Rathenowerftr. 43. Havana I", Nixdorf, Philipp, Juliusstr. 59.-" Blauer Dampf", Doye, Müllerstraße.: Die überaus schlechte Lage, in die das fleinbäuerliche Besißthum C. Panser, Puzer Dietrich, Zimmierer tube, Bauarbeiter Arbeiter Turnerbund. Sonnabend: Turub. Fichte", Berlin. gerathen sei, schaffe in den Bauern eine soziale Schicht, die für die Gutsch, Maler Link, Töpfer Gut, Stuckateur Schulz, Dach- abbs. 8-10 Uhr: 1. Männer Abth. Friedenstr. 37. 3. Männer Abth. 8. Männer Abth. Höchstestr. 36/37. 2. Lehrlings Abth. Lehren der sozialdemokratischen Partei sehr empfänglich sei. Die decker BartholII, Steinjezer Knoll, Bauklempner Schröder. Boechstr. 21. " Freie Turner: Bauern gelangen in Gegensatz zu den Interessen des Großgrund- Von den Steinmetzen und Glaser soll noch je ein Vertreter hinzu- Staligerstr. 55-56. 4. Lehrlings- Abth. Stephanſtr. 3. Turnerschaft d. V. besitzes und erkennen inner mehr, daß die hohen Getreidezölle gezogen werden. Nach einem Appell, in allen hier in betracht schaft Johannisthat" abds. 9-10 Uhr Senftleben. feinen Augen für sie haben. Redner zeigt dami, wie die jostal- kommenden Gewerkschaften für die Sache zu wirken und die Arbeiten „ Nereus", Lehrlings Abth. 8-10 Uhr abds. Reichenbergersir. 131-132. Arb.:Turnv." in Adlershof, Herrguth, Oppenstraße 8-10 Uhr abds. demokratische Partei in Baden durch ihr Zusammengehen mit den der Kommission zu unterstützen, erfolgte der Schluß der VersammGejang, Turn und gesellige Vereine. Sonnabend: Theaterv. Demokraten bei den Landtags- und Gemeinderathswahlen nicht zu lung mit einem kräftigen Hoch auf die Bewegung. Bohemia", Schulz, Veteranenftr. 18. Theaterv.„ Normania" jeden letzten unterschäßende Vortheile gehabt habe. Sonnabend im Monat, Leichnis, Fruchtstr. 36a. Vergnügungsv.„ Helgo: An den Vortrag schloß sich eine Debatte, die sich stark auf die Die Zimmerer hielten am Mittwoch eine gut besuchte Berland II", jeden Sonnabend nach dem 1. im Monat, Lehmann, Lübbenerstr. 9. Stattlub Fortuna", Kragat, Huttenstr. 1.- Rauchflub Dornröschen", Betheiligung den an preußischen Landtagswahlen zuspiste. fammlung ab. Myler als Mitglied der Lohnkommission referirte Theaterv.„ Nordstern", Schulz, Dunckerstr. 90. Wels bedauerte, daß der Vortragende nicht auch auf über den ersten Punkt der Tagesordnung:" Definitive Beschluß- Strüger, Fennſtr. 3. Bereinigung der Turnfreunde", die bayerischen Verhältnisse eingegangen war. Seiner Ansicht fassung über die Schlußabstempelung der Sammelkarte von 1898". nach müßte sich die Agitation nicht an die Bauern, sondern Nach längerer und eingehender Prüfung seitens der Lohnkommission Blumenstr. 63a, 812-10 Uhr abds. Männer Abth. Zitherklub„ Grifa", an die Tagelöhner und das Gefinde wenden. Dr. Weyl wies habe man die für das Jahr 1899 in betracht kommenden Be Müller, Hessische und Hannoverschestr.- Ece. Theaterv.„ Othello 1" darauf hin, daß Vollmar mit seinem praktischen Bauernprogramm ſtimmungen zusammengefaßt in Form einer Resolution wie Nowad, Manteuffelstr. 9. Statflub Hurrah", Schneider, Lübbenerstr. 23. Fiasko gemacht habe. Dann fragte er, wie es möglich sei, daß folgt:„ Die Versammlung der Zimmerer beschließt, um einen regelTheaterv. Thalia", jeden Sonnabend nach den 1. u. 15. im Monat, frog der bei den Landtags- und Gemeindewahlen vorgekommenen rechten Abschluß der Sammlung für 1898 herbeizuführen: 1. Weit dem Liitdecke, Andreasfir. 33. Regelflub Kalte Neune", Solzmarktstr. 72.Bündnisse bei den Reichstagswahlen so große Erfolge 24. Dezember d. J. beginnt die Abstempelung der Sammelfarten Humorist.- B.„ Einigkeit", Werner, Husfitenstr. 31. Schauspielklub„ Goethe", Stoppenstr. 65. erzielt worden seien. Ob ein Zusammengehen mit bürgerlichen und endet mit dem 15. Januar 1899. Die Vertrauensleute und Bildungsverein Mehr Licht," Bibliothekstunde 9-10 Uhr abds., Parteien nicht dem Klassenkampf- Standpunkt schade? Note Blakdeputirten haben dafür zu sorgen, daß jede Karte bis zu dieser Gärtner, Moltenstr. 12. meinte, daß die Verhältnisse in Norddeutschland denen in Süd- Beit mit dem Schlußstempel versehen und zur Kontrolle vorgelegt Böhmisch- slavischer Bildungsv." Hawlischek", Restaur. Zur neuen deutschland ähneln. Auch hier arbeiten Landproletarier in Massen ist. 2. Die Abstempelung erfolgt diesmal nur auf dem Bureau Post, Beuthstr. 21. in der Industrie. Wir kämen allerdings hier nicht so rasch vorwärts, der Lohnfommission. 3. Nach Beendigung der Abstempelung hat Deutscher sozialdemokratischer Lefeklub in Paris. Café De da hier das demokratische Gefühl fehle. Liepmann ist der die Lohukommission Abrechnung zu geben und ist neu zu Brocope, Rue de l'Ancienne- Comédie 13. Jeden Sonnabend öffentliche Ver Anficht, daß die süddeutschen Verhältnisse den norddeutschen nicht wählen. 4. Die Arbeitslosen- Kontrolle ist als Statistik zu fammlung; reiche Bibliothek, Zeitungen, franzöfifcher Unterricht. gleichen. Die Bündnisse mit der Süddeutschen Volkspartei jeien verwerthen und entsprechend zu London. Der einzige hiesige sozialdemokr. Verein Londons, der alte, verarbeiten. 5. Diejenigen von Karl Marx und Friedrich Engels 1846 unitbegründete Kommunistische ganz anders zu beurtheilen, als solche mit den Freisinnigen. So Kameraden, welche mit ihren Marken im Rückstand sind, sind ver- Arbeiter- Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, biel körbe gäbe es gar nicht, wie wir bekommen würden bei An- pflichtet, die noch zu klebenden Marken nachträglich zu kaufen. Tottenham Court Rd., W. London. Vereinslokal fragen bei den Freifimigen. Die Prinzipien der Sozialdemokratie 6. Für das Jahr 1899 beginnt mit dem 2. Januar die Sammlung Verein Vorwärts, Johannisburg( Transvaal). seien unvereinbar mit denen anderer Parteien. Daran müßten wir zum Agitations- und Unterstüßungsfonds; jeder Zimmerer ist ver- Progreß- Bierhalle, Corner of Marshall and Small Street. festhalten. pflichtet, bis zu dieser Zeit im Besiz der neuen Karte zu sein." Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 18. Dezember, vormittags 9 Uhr, In seinem Schlußwort führte Agst er aus: Bei den Klein- Redner erläutert diese Bestimmungen unter anderen dahin, im großen Fefiinal der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57: Ber bauern Süddeutschlands haben wir wenig mit dem Gesinde zu daß nicht nur die Sammellisten, sondern namentlich die fammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Herrn Eugen Wolfsdorf- Magdeburg:" Sünde und Gnade in rechnen. Erstens feien sehr wenig in der Landwirthschaft vorhanden Mitgliedskarten geändert werden, entsprechend der Um ihren Wirkungen". Gäfte willkommen. und dann sei es auch schwer, sich ihnen in der politischen Agitation wandelung der Organisation. Im übrigen empfiehlt er die Annahme Allgemeine Kranken und Sterbekasse der Metallarbeiter zu näheren, da die Dienstboten viel zu abhängig seien. Bei Vollmar's der Resolution. Es entſpinnt sich nunmehr eine längere Diskussion,( E.§. 29, Hamburg). Filiale Berlin 4. Heute Abend 8½ Uhr: Ottilie Beyer, Nieder Schöneweide. Wann anb wo ist Ihr . Bruder geboren, wie heißt derselbe mit Vornamen? Bitten um Auskunft, alsdann werden wir Ihrem Wunsche gern Folge geben. A. 3. 53. Asyl für obdachlose Männer, Berlin N., Wiesenstr. 55/59, Afyl für obdachlose Frauen Füsilirſtr. 5. Mitgliederversammlung bei Friz Wilte, Andreasstr. 26. Filiale]-Bei einem Rentontre zwischen einem Förster und zwei Wild-| Berlin 5. Heute Abend 9 Uhr: Mitgliederversammlung bei Koplin, dieben im Revier Biala der Oberförsterei Therkeute wurde ein Bothringerstr. 68. Tischler- Verein. Seute Abend 82 Uhr, Melchiorstr. 15: General: Wilderer erschossen. Der Förster erhielt einen Schuß in den Unterarm. Versammlung. Neuwahl des gesammten Vorstandes. Elektro technischer Gewerkverein. Heute Abend: General Ver- Wegen Diebstahls und wegen Desertion wurde in Kon M. Parchim. Es ist Antrag an das Vormundschaftsgericht zu stellen fammlung. stantine ein Soldat vom Kriegsgericht zu lebenslänglicher Zwangs- und eventuell Beschwerde beim Landgericht einzureichen. F. 0.50 0. Verein der Bierabzieher. Sonntag, den 18. Dezember, nachmittags arbeit verurtheilt. Als er das Ürtheil vernahm, riß er die Knöpfe Die Handlung ist verjährt, sofern nicht durch eine richterliche Handlung die 3 Uhr, Restaurant Schulz, Prinz Albrechtstr. 3: Mitgliederversammlung. seiner Uniform ab und warf sie dem Obersten, der den Vorsiz führte, Verjährung unterbrochen ist. 2. W. T. Sie haben keine Ansprüche. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Dansk Forening Freja". 17. Dezember: Foredrag over Italien. Gerade das habe er gewollt, erklärte der Soldat; der Tod sei ihm an den Kopf. Hierauf wurde die Todesstrafe über ihn verhängt.. B. 1.: 235. 2.: Frage ist nicht verständlich. Müllerstraße. Ja. E. W. Ja. K. J. 27. In der Mark giebt es so wie so keine 24. Dezember: Juleaften, Juletree og Spisning Kl. 9. Wallstr. 91. Gütergemeinschaft. C. K. Linienstr. Polizeipräsidium. 2: Gradnauer Bildungsverein Mehr Licht". Morgen Sonntag, abends 7 Uhr, lieber, als qualvolle Jahre in Haft. hier Beuthstr. 2. Friedenau. Wiederholen Sie noch einmal die beiden bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Vortrag des Genossen Ad. Hoffmann über: -8wei österreichische Maurer sind auf einer Wanderung Fragen. Fischer. 1. Nein, ist nicht anzumelden. J. C. Warten Sie Sölle und Himmel und ihre Bewohner". Int nach Nagasaki( Japan) gekommen. Beide waren aus ihrem ruhig ab, ob Ihnen irgend etwas zugeht und tommen Sie dann in die trandeft 110 Heimathsorte Bribir( Kroatien) zunächst nach Wien auf Arbeit Sprechstunde. Fichte 1000. 1. Vermuthlich, ja. 2. Sofort. 3. An ausgezogen, hatten sich dann von dort nach dem Kaukasus gewendet den Vorsitzenden der Militärkommission. R. S. Ja. A. Nein. und zum Schlusse ganz Sibirien durchquert, vergeblich nach dauernder. A. 50. Auch gerichtlich.- Prenzlau 802. Ja. W. N. 5. Stellen Sie Antrag auf Zahlung der vollen Summe an die Kaffe. Arbeit suchend. taisp N. 2. 7. Dagegen läßt sich nichts thun. Sie müssen Zahlung leisten. Eine mit 3200 Spindeln arbeitende Baumwoll- F. B. 1. Unbekannt. Zu 2: Die wirklich verlorenen Flaschen sind zu spinnerei in accrington( England) ist durch Feuer gänz- ersegen. Bauarbeiter N. W. Jst zulässig. F. H. Str. 2. Nein. lich zerstört. Der Schaden beträgt 600 000 m. Die Pest ist in Madagaskar bisher auf Tamatave beschränkt geblieben und nimmt ab. Vermischtes vom Tage. 8 wei Schuljungen in Neusalz a. D. beraubten in der Kirche zwei Opferkästen ihres Inhalts. Den Schlüssel hatten fie unter einem Vorwand vom Küster selbst geholt, und um den Schein zu erwecken, als sei jemand von außen her eingestiegen, schlugen sie mehrere Fensterscheiben ein. In Klein Wittenberg( bei Schneidemühl) find, wahrscheinlich infolge Brandstiftung, dreizehn Gebäude gebrannt. 919 Briefkasten der Redaktion. Ein Maurermeister in Gandersheim suchte fremde Hunde durch Schießen mit einem Teschin von seinem Grundstück zu vertreiben. Hierbei schoß der sehr furzsichtige Mann seinem 10 Jahre alten Sohn eine Kugel in den Kopf. Die Frau eines Malers in München, die vor kurzem in eine Frrenanstalt übergeführt worden war, hat sich durch einen Stich Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. mit einer Scheere ins Herz getödtet. Bei Pilltoppen auf der Kurischen Nehrung strandete ein unbekannter Dreimaster. Von zehn Mann der Besagung wurden fünf gerettet, die übrigen ertranten. y. Das deutsche Schiff" Lisa", das am 6. Oktober von Petersburg nach Leith abging, hat seinen Bestimmungsort bisher nicht erreicht. ir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine BahD anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte Abonnementsquittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beant wortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und F. K. Werden gewöhnlich als Unteroffiziere eingezogen. . R. 100. Zentralfomitee der Deutschen Vereine vom Rothen Kreuz, Berlin W., Wilhelmstr. 73. J. R. 38. 14 M. P. 10. Nein. 1898. Ja.-Brauer. Schriftlich beantworten wir Fragen nicht. Nein. R. G., Reinicken: dorferstr. Da der Genoffe Stadthagen augenblicklich im Gefängniß ist, müssen Sie die Fragen wiederholen.- F. G. 99. Sie haben darauf keinen Anspruch. An Verband der in Buchbindereien, die Barteigenoſſen Berlins und Umgegend. der Papier- und Leder- Galanteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 19. Dezember, abends 8% Uhr, in Feuerstein's oberem Saale, Alte Jakobstrasse No. 75: Mitglieder- Versammlung. Wie im vorigen Jahre wenden wir uns auch in diesem Jahre an Euch, beim Einkauf von 3732* Weihnachtsbaum- Schmud uns zu unterstüßen. Den Verkauf zum Selbstkostenpreise hat der Genoffe Fr. Zubeil, Lindenstr. 106, übernommen. Viele tönnen auch uns und unseren Familien eine Weihnachtsfreude bereiten. Mit parteigenössischem Gruß Die Glasbläser in Lauscha i. Th. 1. Bortrag bes Serm Dr. Wollheim über:„ Naturerkenntnis Verband der Möbelpolirer. und Weltfortschritt." 2. Abrechnung vom Herbstvergnügen und der Urania Vorstellung. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Der Bevollmächtigte. Urabstimmungsformulare sind in der Versammlung, sowie im Bureau zu haben. Montag, 19. Dezember, abends pünktlich 8 Uhr, Koppenstr. 29: Außerordentliche 26/7 General- Versammlung. Am Sonnabend, den 24. Dezember, bleiben sämmtliche Bahlstellen geschlossen. Sonnabend, den 31. Dezember 1898: Grosser Sylvester- Ball Pin Stechert's Festsälen, Andreasstraße Nr. 21. Gesangs: und humoristische Vorträge des ,, Buchbinder- Männerchord". Sylvester- Scherze. Neujahrs- Poſt. Anfang abends 9 Uhr. Eintritt für Herren 50 Pf. inti. Tanz, für Damen 30 Pf. Billets find heute in sämmtlichen Zahlstellen, am Montag in der Verbands Versammlung, sowie täglich im Bureau, Annenstr. 50, zu haben. Das Komitee. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Anträge. 3. Der Werth der Statistik unferer Kontrollfarten. 4. Verschiedenes und Abrechnung der Uraniabillets. Die Mitglieder, welche mit ihren Beiträgen restiren, werden ersucht, die: felben zu begleichen; der Saffirer ist von 7 Uhr ab anwesend. Die Mitglieds: bücher für 1899 gelangen daselbst gleichfalls zur Ausgabe. 148/2 Der Vorstand. Breuer's Ball- Salon„ Bur Königsbank" Grosse Frankfurterstr. 117 empfiehlt feine Festfäle mit Theaterbühne und Garten zu Ver sammlungen und zu jeder Privatfestlichkeit( bis 1000 Personen). Jeden [ 2979* Sonntag: Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Zentral- Verband der Zimmerer stralau. Wwe. Schonert. Stralau. ( Zahlstelle Berlin.) Sonntag, 18. Dezember, vormittags 10 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Mitglieder- Versammlung. #Tages Ordnung: 1. Die bevorstehende Generalversammlung eventuell Stellung von An: trägen zu derselben. 2. Wahl eines Komitees zur Generalversammlung. 3. Bericht über die Kontrolle der Karten. 4. Verschiedenes. 261/16 Der Vorstand. In dieser Versammlung muß jedes Mitglied zugegen sein. Restaurant Neu- Seeland"" Empfehle meinen 1000 Perfonen faffenden Saal mit großer Theaterbühne zu Versammlungen und Festlichkeiten Vereinen unter den günstigsten Bedingungen. Vereinszimmer, Klavier u. Fern 436* ſprecher, zu verg. Mohrenſtr. 22. 1. Arbeiter- Radfahrer- Bercin Ein Vereinszimmer zu vergeben. 29436 Kl. Marfusstr. 5. Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Empfehle mein Weiß- u. BayriſchBerlins und Umgegend. Dienstag, den 20. Dezember 1898, vormittags 11 Uhr, bei Fischer, Beuffelstr. 9: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht und Neuwahl der Revisoren. 3. Beschluß über die Krankenkasse. 4. Antrag Justo über Wiederaufnahme ausgeschiedener Mitglieder. 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Geschäftsausgabe zu den Feiertagen. 50/20 Mitgliedsbuch und Karte legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Bier- Lokal. Große Vereinszimmer find zu vergeben. 6228L Otto Franke, Pallisadenstr. 9 ララ Berlin". Sonntag, 18. d. M., Tour n. Picheißwerder. Abf. 2 1hr( Brandenb. Thor). Abds. Louisen: hof"( Saal). Erscheinen aller nöthig. 19/12 Nonnenberg's Restaur., Donnerstag: Hauptversammlung. Treptow, Parkstrasse. Großer Saal. Großer Garten. Jeden Sonntag: Ball.[ 62779* Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten Empfehle meine drei Restaurants: Rübezahl, am Müggelsee, Teufelssee, Müggelberge, Marienlust, a. d. Dahme, Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter widen Grünau und Friedrichshagen, und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Montag, den 19. Dezember, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung Oranienstraße Nr. 51( Oranienhallen); Tages Ordnung: bei Fußpartien über die Müggel berge. C. Streichhan, 612* Besitzer des Kaiserhofs Köpenick. Empf. mein Cöpenick. We und 4428* Grünauer und 1. Bortrag des Afrikareisenden Herrn Karl Hoffmann über seinen zehn Bairisch- Vier- Lokal. jährigen Aufenthalt in Egypten, Nubien und Sudan, unter Borführung Paul Joch, Rudowerstr.- Ecke. von großen Stioptikon: Bildern. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Verschiedenes. 143/14 Blousen für Maler, Bild: hauer, Optiker, Mechaniter u. ähn liche Berufe zum Schutz d. Kleidung au 1,50, 1,75, 2,25 2c. 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Berline Reichstags Wahlkreis. ( Süd- Ost.) r Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Genosse 243/16 Hermann Balke am 15. d. M. an der Proletarier frankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag Nachm. 3 Uhr vom Krankenhaus am Urban aus nach dem Emmaus- Kirchhof in Brizz statt. Ehre seinem Andenken! Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. 4. Wahlkreis ( Süd- Ost). Todes- Anzeige. Den Parteigenoffen zur Nachricht, daß der Genoffe Hermann Balke 216/4 am Donnerstag früh 22 Uhr vers storben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 18. d. M., nachm. 3 Uhr, vom Krankenhaus am Urban aus nach dem Emmaus- Kirchhof in Brig statt. Um zahlreiche Betheiligung bitten Die Vertrauenspersonen. Den Mitgliedern des Statklubs „ Tourné" zur Nachricht, daß unser Mitglied Hermann Balke am 15. d. m. verstorben ist. Die Bes erdigung findet am Sonntag Nachm. 3 Uhr vom Krankenhaus am Urban aus nach dem Emmaus Kirchhof in Brizz statt. = Um rege Betheiligung ersucht 268/20 Der Vorstand. Am Donnerstag, 15. Dez., nachmittags 5 Uhr, verschied plößlich am Herzschlag unser lteber Kollege, der Schriftsezer Hermann Wiemeier Wir im 54. Lebensjahre. verlieren in ihm einen treuen Kollegen, der 33 Jahre seiner Organisation angehörte, und werden sein Andenken in Ehren halten. Berlin, 16. Dezember 1898. Personal der ,, Volks- Zeitung". Die Beerdigung findet am Sonntag, 18. Dezember, nachm. 22 Uhr, von der Kapelle des Neuen Zwölf Apostel- Kirchhofes in Schöneberg aus statt. unt. Ladenpreis tauft Brillanten 2c. im Leih: haus H. Graff, Beuthstr. 5, I.[ 2862* man Uhren, Goldfachen, Sozial. Neujahrskarten Musikwerke mit Uhrwert, Herophons, Manopans, Cigaretten u. Salonleiertaften, Harmonikas, billigste Tabake, in bester Preise. Mufitwerke werden zu FestlichQualität und jeder teiten verliehen. Kleine Hamburgerstr. 17. Adalbertstr. 24 Die kollegen werden noch darauf aufmerksam gemacht, daß noch Billets Restaurant Linden- Garten. Breistage, empf. Freunden u. Genoffen zur Treptower Sternwarte zum Sonntag, den 15. Januar 1899, nachmittags buhr, Köpenick, Grünauerstr. 7. Breislage, empf. Freunden u. Genoſſen Gr. Zaal. Kaffeeküche. Frühüüd, Martin Mescha,( Eing. Engeluser) 5 Uhr, abgehoben werden können. Billets à 75 Pf. mit Benutzung des Fernrohrs. Weihnachts- Vergnügen mit Kinderbescherung am 27. Dezember( 3. Weihnachts- Feiertag) in Schnegelsberg's Festsälen, Hasenhaide 21. Anfang nachmittags 42 Uhr. Billets à 25 Pf. Tanz und Garderobe frei. Billets sind zu haben beim Kollegen Krischke, Reichenbergerstr. 175, und bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern. Der Vorstand. Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen Berlins u. Umgegend. Sonntag, 18. Dezember, nachm. 5 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstraße 19-20: Derlammlung. Tagesordnung wird in der Versammlung befannt gemacht. 138/20 4382* Der Vorstand. Christbaumschmuck. Größte Ausw. in Glas- u. Lametta- Façons, Engel, Lametta- Engels: Christbaumbehang. Billigste Bezugsquelle f. Händler u. 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Brunnenstr. 9.[ 29806 Savierspieler zu heute verlangt Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Nr. 295. 15. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 17. Dezember 1898. 180 Volkswirthschaftliche Rundschau. Die Poft als Volksbankier. Unter den in der Thronrede aufgeführten Vorlagen hat die AnLündigung der Einrichtung des Ched- und Ausgleichs ( Clearing) Verkehrs bei der Reichspost wohl am meisten und am begreiflichsten ein starkes Gefühl der Neugierde erweckt. Was ist denn„ Check", was ist„ Clearing- Verkehr"? 0 Das Check und Ausgleichsverfahren ist ja in Deutschland nicht neu, aber bisher haben nur solche Kreise an dieser Form des Zahlungswesens theilgenommen, die sich hohen kredits erfreuten oder mit großem Kapital arbeiteten. Daher ist für die modernen Kreditwirthschaftlichen Formen des Zahlungswesens in der breiten Masse des Volkes noch wenig Verständniß. wo wither bei wir bei Hirtenvölkern dem eine Reihe Formulare enthalten ist, mittels derer ich die Bant antveisen kann, von meinem Guthaben so viel auszu bezahlen, als ich auf dem der Bank von mir oder einem Dritten Formulare, die eine Anweisung( Check) auf mein Guthaben dar überbrachten Formulare angegeben habe. Ich kann mittels der stellen, entweder Geld selbst beliebig abheben, oder, was das Wichtigere iſt, ich kann Geld an Dritte überweisen und durch diese abheben lassen. Mein Guthaben bei der Bank: 1000 m. Mein Guthaben bei der Bank: 700 M. Das Guthaben meines Wirthes bei der Bank: 1000 M. Meines Wirthes Guts haben bei der Bank: 1300 M. I Daraus lassen sich folgende Prozentsätze über den Antheil der einzelnen Zahlungsformen an den gesammiten Einzahlungen ableiten: Nationals sonstige im Banken Banken Ganzen musang Kleinhandel: An Baargeld. " Papiergeld Checks. 4,8 7,4 5,6 27,3 25,0 26,7 67,9 67,6 67,7 Großhandel: An Baargeld - Papiergeld " Checks. 0,5 1,7 0,7 3,9 5,5 4,0 95,6 92,8 95,3 Nach dieser Erhebung ist der Checkgebrauch weit ausgedehnter Das österreichische Muster. von 1000 m. bei einem Berliner Bankhaus. Nun habe ich, sagen wir Nehmen wir z. B. folgenden Fall an: Ich habe ein Guthaben einmal, 300 M. Miethe an einem bestimmten Tage zu bezahlen. An statt meinem Wirthe 300 M. zu schicken, sende ich ihm ganz einfach eine solche Anweisung, und mein Wirth bekommt gegen sie von der Die bürgerliche Dekonomie theilt nach der Art, wie sich die Zahlungen also ungemein vereinfachen und erleichtern. Ich brauche mit mir arbeitenden Bank die 300 M. Vermittelst Checks kann ich mir meine Wirthschaftseinheiten zu einander verhalten, die Geschichte der Volks- weder auf der Reise noch sonst im Leben ein großes gespicktes wirthschaft in verschiedene Entwicklungsstufen. Sie spricht von der Portemonnaie, es genügt mir mein kleines Checkbuch. Bei größeren als nach den Erhebungen von 1890 und 1894. Er beherrscht den schaft ohne Verkehr, ohne Tausch, ohne Geld, wo die Ver- durch Checks. In Amerika ist es sogar schon Sitte, daß die Arbeiter Detailhandels. Am ausgedehntesten ist der Gebrauch der Checks im forgung der Glieder der Wirthschaftsgemeinschaft mit Gebrauchs- den Kaufmann, den Schlächter, den Bäder nicht mehr mit baarem Staate New- York. am geringsten in Kalifornien. Hier wurden 69,4, gütern aus der eigenen Wirthschaft erfolgt. Man tauscht nicht, man Geld, sondern auch mit solchen Anweisungen bezahlen. Handelt nicht, sondern stellt alles das, was zum Leben nöthig ist, in dort 96,4 pct. aller Bezahlungen durch Checks bewirkt. Bis zu der eigenen Wirthschaft her. In diesem Sinne weisen heute noch verkehrs eine Menge baaren Geldes erspart wird. Das tritt nament- fchon den ersten Platz im Zahlungsprozeß erworben. Es ist leicht ersichtlich, daß durch diese Ausdehmung des Check- diefem Umfange hat sich also in den Vereinigten Staaten der Check Bauernwirthschaften, namentlich im Gebirge, einen naturalwirthschaftlich dann zu Tage, wenn die Zahl derjenigen, die bei den Banken Dadurch nun, daß in in Deutschland die Reichs post und jede lichen Zug auf, weil hier ein nicht unbeträchtlicher Theil der Pro- Konten( Guthaben) befizen, größer wird und Zahlungen zwischen ver- einzelne Postanstalt als Bank funktioniren soll, ist für die Ausduktion zur unmittelbaren Deckung des eigenen Bedarfes dient. schiedenen Konten- Inhabern erfolgen. Wenn 3. D. mein Hauswirth, breitung des Checkverkehrs in Deutschland eine zukunftsreiche Grund Wollen wir mit Engels reden, so herrscht die Naturalwirthschaft dem ich oben 300 M. Miethe zu zahlen hatte, auch ein Konto bei lage geschaffen, vorausgesetzt, daß nicht durch bureaukratische und z. B. namentlich auf der untersten Stufe der Barbarei vor. Hier pro- meiner Bank hat, so wird er sich von der Bank die 300 M., die ich unfaufmännische Bestimmungen die Vortheile, welche die Reichspoſtduzirten die Menschen mur direkt für den eigenen Bedarf. Die etwa ihm zu bezahlen habe, nicht in baar auszahlen lassen, sondern er Organisation für die Umwandlung des Zahlungsprozesses bietet, vorkommenden Austauschalte waren vereinzelt, betrafen mir den wird sie sich auf sein Konto gutschreiben lassen. Die Zahlung illusorisch gemacht werden. zufällig sich einstellenden Ueberfluß. Mittelstufe der Barbarei, Anders schon auf der erfolgt dann durch einfache Umschreibung nach folgendem Schema; Vich schon einen Besiz finden, im einer gewissen Größe der Heerde regelmäßig einen Ueberschuß über den Bisher war es in Deutschland, wie wir eingangs erwähnt haben, eigenen Bedarf liefert und einen regelmäßigen Austausch, nur einem verhältnißmäßig fleinen Kreise, den fapitalfräftigsten Geaber noch in Form von Naturalgaben, wie Antheilen an den Proschäften und Unternehmungen möglich, sich an dent seit 1876 bei der dukten der Viehzucht.- herbeiführt. Die Oberstufe der Barbarei bringt Ich stelle eine Anweisung auf 800 M. ans, die meinem Wirthe Reichsbank eingerichteten Clearingverkehr zu betheiligen. Ausgebreiteter dann die weitere Arbeitstheilung zwischen Ackerbau und Handwerk, zu gute kommen soll. Diese Anweisung gebe ich meinem und mehr in das Publikum eindringend, war schon der Checkverkehr bei damit Produktion eines stets wachsenden Theils der Arbeitserzeug Wirthe. Dieser schickt seinen Jungen damit zur Bant, einzelnen Bankhäusern. Aber auch hier konnte von einer Massenbetheilinisse direkt für den Austausch, damit Erhebung des Austausches und die Bauk macht nun ohne jeden Pfennig Geld die Zahlung gung nicht die Rede sein. Nunmehr will man aber dadurch, daß man die zwischen Einzelproduzenten zu einer Nothwendigkeit der Gesellschaft. perfekt einfach dadurch, daß sie von meinem Guthaben 300 M. Reichspost mit ihren an 30 000 Orten befindlichen Anstalten zu einer Es entsteht eine Klasse von Personen, die sich nicht mehr mit der abzieht und bei meines Wirthes Guthaben 300 M. zuzählt. Nach allgemeinen öffentlichen Bankeinrichtung macht, den Check- und Produktion beschäftigt, sondern nur noch mit dem Austausch der Pro- erfolgter Operation steht in den Büchern der Bank als: Ausgleichsverkehr dem Publikum überhaupt, namentlich dem sodukte: die Kaufleute. Mit den Eintritt dieser Klasse in die genannten Mittelstande zugänglich machen. Nicht ganz ohne Ein Wirthschaft entsteht das Bedürfniß nach einem Tauschmittel, das allgemeine Abfagfähigkeit befigt, das eine räumliche und zeitlich mög wirkung auf die rasche Einbringung dieser Vorlage dürfte der derlichst uneingeschränkte Macht über alle Marktgüter ausübt: es entzeitige Geldstand in Deutschland gewesen sein. Denn die gewaltige Ersparung von baarem Gelde infolge des Check- und Clearings steht das Bedürfniß nach Geld, um den Lauschhandel zur EntAuf diese Weise habe ich meine Rechnung an den Wirth be- verkehrs dürfte den Bedarf an Gold für Zirkulationssivede unter allen widelung gelangen zu lassen. Unter den vielen Geldarten entwickelt glichen; auf die nämliche Weise können meine Schuldner ihre Umständen start einschränken. Die gleiche Geldmenge bleibt auch gefich sehr frühzeitig das Metallgeld als das allgemein gebräuchliche Zahlungen an mich leisten, ohne daß auch nur ein Stüd baaren steigerten Ansprüchen gewachsen. Mit einem geringeren Antheil von Tauschmittel. Damit tritt die Gesellschaft in die Beriode der Geldes verwandt wird. Denn da jeder Theilnehmer ebensowohl Bargeld und Banknoten können die riesenhaften llumfäße des ZahlungsGeldwirthschaft ein. Die einzelne Familie oder ihr Haupt Einnahmen wie Ausgaben hat, die sich im Laufe des Jahres mehr verkehrs abgewickelt werden. Dabei ist beabsichtigt, das österstellt nicht mehr für den eigenen Bedarf Gebrauchsgüter her, sondern oder weniger ausgleichen, so kann vermittelst bloßer Umschreibung reichische Muster zum Vorbild zu nehmen. Tauschgüter für den Markt. Er werden Waaren produzirt und gegen jede Zahlung alt mich oder von mir erfolgen. Alle Die Defterreicher kamen zu ihrem Check- und Ausgleichsverfahren Geld in gemünzten Stücken gehandelt. Die produktive Bevölkerung größeren Zahlungen werden durch Umschreibungen gemacht, fleinere gleichsamt wie das blinde Schwein zur Eichel. Oesterreich führte im gliedert sich in zahlreiche Erwerbs- und Berufsklassen; Landwirth durch Checks. er Jahre 1882 dié Postsparkassen ein, die anfänglich garnicht reüssiren schaft, Bergbau, Fischerei, Gewerbe, Handel und persönliche Dienst- fondern alle Welt auf diese Weise seine Zahlungen vollzieht, so zur folge, doch war deren durchschnittlicher Betrag so ein und die Man stelle sich nun vor, daß nicht nur der reiche Mann, wollten. Zwar hatte das Gesetz eine große Anzahl von Spareinlagen Leistungen sind selbständige Erwerbs- und Berufszweige. Je schneller nun die Verkehrsakte erfolgen und je größer das ist leicht ersichtlich, daß der Bedarf baaren Geldes ungemein Unkosten, die sie verursachten, so so groß, daß die 1111Wirthschaftsgebiet ward, in dem die Tauschatte stattfanden, desto eingeschränkt wird und gewissermaßen nur noch die solide Grundlage fosten das Erträgniß der zinstragend angelegten Kapitalien stärker wird die Schwerfälligkeit der Umsätze von baarem Gelb bildet, auf der sich die Kreditzahlung ohne Geld abwickelt. fast vollständig verschlangen. 11nt die Unkosten über eine empfunden und das Bedürfniß nach Vereinfachung der Zahlungsart Die Riesensummen, die der Kleinverkehr an baarem Geld erfordert, größere Sapitalmasse zu vertheilen und ein größeres Reingewedt. Der internationale Zahlungsverkehr von Land zu Land ist werden entbehrlich, fie liegen auf den Banken, und nur in näher zu erträgniß zu erzielen, um die Kaufleute und Industriellen für die es zunächst, der die auf dem Kredit basirende Form der Zahlung heischt. bezeichnenden Fällen, dort, wo Einnahmen und Ausgaben einander Sparkasse zu interessiren und größere Spareinlagen zu erhalten, erDamit bahnt sich die Periode der Wirthschaft an, in der wohl Ver- nicht das Gleichgewicht halten, tritt das baare Geld bei der Ab- ließ der österreichische Handelsminister am 29. Ottober 1888 eine tehr, aber ohne Geld stattfindet. Es wird umständlich, zeitraubend rechnung der Bank mit den einzelnen Theilnehmern im Clearing- Verordnung, welche die Inhaber von Einlagen über 100 Gulden und kostspielig, große Summen Geldes von einem Land ins andere verkehr wieder in Geltung. Sonst aber baut sich der gesammte Zahlungs- autorisirte, über ihr Guthaben vermittelst Checks auf das Postsparder einfachen Zahlung halber zu transportiren, und man hat brozeß auf der gemein weit entwickelten Organisation des Kredites faffenamt zu Wien zu verfügen. Anfangs konnte der Einleger jein daher mit Hilfe der Großbanten eine kreditwirthschaftliche Form der auf und wird durch Check und Ausgleichverfahren in flottem Gange er Sparkassenbuch noch behalten, vom 1. Dezember 1886 ab mußten Zahlung gefunden, bei der der Check und das Abrechnung 3- halten. Millionen und Milliarden von Rechnungen und Bezahlungen, die jedoch alle Theilnehmer am Checkverkehr ihre Bücher an der einzigen wesen die Hauptrolle spielen. Hier ein Beispiel, wie auf diese heute noch in baar zu erledigen sind, werden einfach buchmäßig Bentralstelle zu Wien hinterlegen. Durch diese Verordnung wuchsen die Weise große Summen ganz einfach bezahlt zu werden pflegen. Als dadurch erledigt, daß die einzelnen Summen einem Theil als Einlagen, der Checkverkehr bürgerte sich ein. Er gestattete einerseits China an Japan den ersten Theil der Kriegsentschädigung von Schuld, dem andern als Guthaben gutgeschrieben werden. Nur dort, jedermann, unter den gesetzlichen Bedingungen bei allen Bostämtern 8 250 000 Pfd. Sterl. zu bezahlen hatte, war dies dank der aus- wo das Konto zur Begleichung nicht hinreicht, wo also die Ausgaben des Reiches Einzahlungen auf das Konto oder zu gunsten der Theilgebildeten kreditwirthschaftlichen Form des Zahlungswesens so ein- die Einnahmen übersteigen, ist von den einzelnen Theilnehmern am nehmer dieses Verkehrs zu machen. Andererseits gestattete er jedem fach, als wenn die Köchin des Morgens beim Bäcker Semmel kauft. Abrechnungsverkehr noch baares Geld, aber in verschwindendem Theilnehmer, vermittelst eines Checks einen Theil seines Guthabens Der chinesische Gesandte übergab seinem Kollegen aus Japan einen Maße nöthig, um die entstehenden Differenzen auszugleichen. jeder beliebigen, wirklichen oder juristischen Person anzuweisen oder Heinen Papierstreifen, welcher blos einen Penny- Stempel trug. Welche Zukunft diese Umwandlung im Zahlungsivefen hat, vermittelst eines Anweisungschecks einen solchen auf das Konto eines Der Abgesandte des Mikado deponirte dieses" Papierchen" in der das zeigt uns heute schon Amerita. Dort haben zu wieder anderen Theilnehmers übertragen zu lassen. Theilnehmer kann Specie Bank of Japan in London und der ganze Zauber war bolten Malen eingehende und mustergiltige Untersuchungen man entweder beim Checkverkehr oder aber beim fertig. Die genannte Bank ließ die 8 Mill. Pfd. Sterl., welche bis über die Struktur des Zahlungsprozesses stattgefunden und Check- und Clearingverkehr zugleich sein. Die Stamm dahin in der Bank von England der chinesischen Regierung kreditirt ergeben, daß der Check sich auch in den breiten Massen des einlage, die in Oesterreich 100 Gulden beträgt, darf niemals waren, auf ihr Konto übertragen. Nicht 1 Schilling wurde gerührt. Boltes mehr und mehr schon eingebürgert hat. Die erste Erhebung gekürzt werden und wird wie alle weiteren Einlagen mit 2 pet. Zwei Nationen im fernen Often Afiens führten miteinander Krieg hat seinerzeit Präsident Garfield veranlaßt. In seiner früheren verzinst. auf Tod und Leben. Der Besiegte mußte dem Sieger viele Millionen Stellung als Vorsitzender des Ausschusses für Bank- und Geldwesen In Oesterreich herrscht das Systein der Zentralisation, während als Kriegsentschädigung bezahlen und diese Operation vollführt sich richtete er 1871 an den Comptroller of the Currency das Anjuchen, in Deutschland 9 Checkämter vorgesehen sind. Die Stammeinlage ganz einfach, indem ein Kommis der japanischen Bank in London die Kasseneingänge von 52 typischen Banken durch sechs Tage hins soll nur 100 M. betragen, diese 100 m. sind bei einemt der 9 Postneben pielen anderen Checks auch den über 8 Mill. Pfd. Sterl. in durch analysiren zu lassen. Es wurden zu diesem Zwecke Banken Checkämter zu machen und werden nicht verzinst. Ist die Einlage' die Bank von England einbezahlt. Diese Zahlung ohne jeden an verschiedenen Pläßen und verschiedenen Charakters ausgewählt, einmal vollzogen, so kann der Konto- Inhaber durch jede beliebige Pfennig baaren Geldes erfolgt mittels des Checks. um den Ergebnissen so weit als möglich den Charakter allgemeiner Postanstalt, am häufigsten wohl durch die seiner Wohmmg nächst Wird der Check demokratisirt, wozu die angekündigte Giltigkeit zu geben. Die letzte Erhebung hat am 1. Juli 1896 statt- gelegene, Einzahlungen auf sein Konto selbst oder durch andere Vorlage ein erster Schritt ist, dann wird das gesammte gefunden, die zeigt, welchen Umfang die Bezahlung mittels Checks machen lassen. Sämmtliche eingehende Postaniveisungen werden ein8ahlungswesen revolutionirt. Auch im Mittelstande, im Zahlungsprozeß heute schon einnimmt. Die Frage nach der fach auf sein Konto gutgeschrieben, worüber er fortgesetzt und umgehend ja bis herunter zu den Arbeitern verändert sich der Zahlungsprozeß. Zusammensetzung der Konten ist diesmal nicht mir an die auf dem laufenden erhalten wird. Er fann felbst mittelst das baare Geld wird verdrängt, es bahut sich die auf dem Kredit banken gerichtet worden. Es waren nicht nur bestimmte Handels- der Zuschriftskarte vermerkte Summe bei irgend einem Boſtamte Nationalbanken, sondern auch an die Staats- und Privat- besonderer Zuschriftskarten sein Konto vernichren, indem er die auf beruhende Form des Zahlungswesens an, das in Ländern wie England und Amerifa schon ziemlich weit vorgeschritten ist. Nament- zweige, sondern der gesammte Groß- und Detailhandel in betracht lich möchten wir hier nicht zu erwähnen vergessen, daß in ver- zu ziehen. Nach dieser Untersuchung wurden am Stichtage der Erschiedenen Staaten der Union auch schon die Arbeitslöhne in hebung eingezahlt: Checks ausbezahlt werden, die Arbeiter also auch schon in diese kreditwirthschaftliche Form des Zahlungswesens einbezogen find. Was ist nun das für ein Ding, das das gesammte bisherige auf der Baarzahlung mit Metallgeld beruhende Zahlungswesen so revolutionirt, das die Geldwirthschaft ablöst und zu einem Verkehr auf Grundlage des Kredits führt? im Ganzen bei ben bei den Nationals sonstigen banken Banken tausende Dollars in Baargeld in Papiergeld in Checks Auf Konten aus dem Kleinhandel 994 5.684 420 1 433 14 136 Zusammen 20 814 3 867 5.720 1 414 7 117 17 003 25 534 Auf Konten aus dem Großhandel 276 2 198 53 976 99 376 Zusammen 56 450 6 120 6 495 375 2.574 60 096 63 045 Wesen und Bedeutung des Checks. Wenn ich bei einer Bank Geld liegen habe, so kann ich jederzeit über das Geld d. h. über mein Konto bei der Bank verfügen, d. h. ich kann die Bank anweisen, sie soll einen Theil des Geldes dem in Baargeld oder jenem, an wen ich nun gerade eine Schuld zu zahlen habe, in Papiergeld ausbezahlen. Damit ich und die Bant möglichst wenig Umstände in Checks von den Zahlungen haben, giebt mir die Bank ein kleines Buch, in Kein Laden! Das Allerneueffe. Weiche Herrenhüte, elegante Formen mit fantasiefarbenen Garnituren per Stüd 2,50-2,75. Cylinder, eleg. Forut, à 7,50. Velourhüte, Neuheit, à 7,00. Ameritain ,, Steife Neuheit", farbige Herrenhüte, steif, von 1 Mt. an, 3,00 Mt. per Stück. do. weich, von 1,50 Mt. an. Zu jedem Hut ein vergoldetes Monogramm gratis. Geöffnet Sonntags bis 8 Uhr abends. Alwin Sussmann, Hut- Engros- Geschäft, Holzmarktstrasse 38, parterre. einzahlt. Außerdem aber kann er durch Abrechnungsched fein Konto durch Dritte vermehren lassen. Aehnlich erfolgen Auszahlungen auf das Konto Mittelst Zuschriftskarte, die ich beim nächstliegenden Postanite einreiche, kann ich mein Post- Checkamit anweisen, entweder mir selbst Geld zukommen zu lassen oder mittelst Bostanweisung an irgend einen Gläubiger von mir Geld zu senden, oder aber kamni im gegenseitigen Abrechnungsverkehr mein Guthaben durch Anweisungschecks vermindert werden. Außerdem sollen die Zahlungen zwischen den verschiedenen Theilnehmern am Checkverkehr durch einfache Abrechnung erfolgen. Da vorauszusehen ist, daß, wie in Desterreich, gerade die Zahl der Theilnehmer am Abrechnungsverkehr ungemein rasch wächst, so dürfte gerade dieser Seite der Reform des Zahlungsprozesses eine mächtige Entwickelung vorausgesagt werden. Neujahrs- Karten! Billigste und direkte Bezugsquelle für Händler und Wiederverkäufer. Scherzkarten in 50 verschiedenen recht orig. Mustern, à 100 St. 35 Pf. Humoristische Postkarten, à 100 St. 40, 65 t. 90 f. 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Sonntag, 18. Dezember, nachm. 3 Uhr, zu halben Preisen: Der Obersteiger. Operette in 3 Aften von Carl Beller. Olympia- Theater Karlstr.( Circus Renz) Karlstr. Heute Nachmittag 312 Uhr: Dornröschen. Halbe Preise. 1 Kind frei. Abends 8 Uhr: Bum 89. Male: Mene Tekel. Feen- Palast- Circus Renz- Riesen- Tunnel. Theater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Sonntag, den 18. Dezember: Letzte Vorstellung vor Weihnachten. Auftreten des gesammten Künstler Personals = in den besten Glanznummern. Um 81/2 Uhr: Rich. Winkler und Wilh. Fröbel in dem aktuellen Boltsstück Das Blumenmädchen bomt Hacke'schen Markt. Anfang 7/2, Sonntags 6 Uhr. Vorverkauf Vorm. 11-1 Uhr. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81. Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Grosses Konzert der Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn Otto Görner und Extra Spezialitäten- Vorstellung unter Regie des beliebten Humoristen Gustav Kluck. Das vorzügl. neue Weihnachts. Programm. Ernst und Scherz. u. S. W. u. S. W. 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