Ginzelpreis 70 Heller. Redaktion und Verwaltung: Prag, l.. Netazania 18. Telephone: Tagesredattion: 26795, 31469. Nachtredattion: 26797. Bostschedamt: 57544. Juferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 8. Zahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Ein frivoles Spiel. Das ist jetzt die große Sorge der Regierungsparteien und vor allem der deutschen Christlichsozialen: Wie kann die Bevölkerung, da doch die Wahlen in die Bezirks- und Landesvertretungen zu erwarten sind, in der Frage der Zuderverteuerung hin ters Licht geführt werden? muß man es anstellen, daß die ZuckermagnaWie Freitag, 21. September 1928. Rechnet mit dem Bürgerblod ab! Bezugs Bedingungen: Bei Juftellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kè 16.vierteljährlich halbjährig ganzjährig. 4896.192.Rüdftellung von Manuffripten erfolgt nur bei Ein fendung der Retourmarten. Sricheint mit Ausnahme des Montag füglich fri Nr. 225. Sigung der Parteivertretung. Am 20. September fand unter dem Vorsis des Genossen Dr. Czech cine Sigung der www Für die Fortführung des Kampfes um die Sozialversicherung.- Gegen Bartcivertretung ſtatt, die zunächst einen Bericht Zeuerung und Wucher.- Abrechnung bei den Landes- und Bezirkswahlen! greß der Internationale entgegennahm. SaDie Parteivertretung der Deut der Alters- und Invaliditätsversicherung, die die politische Lage, insbesondere über den dann erstattete der Vorsitzende einen Bericht über schen sozialdemokratischen Arbeiterpartei hat Ucberantwortung der Sozialversicherungsanstal in ihrer Sizung vom 20. September folgende ten in die Einflußsphäre der Unternehmer, die Kampf gegen die Tenerung und um die Sozialversicherung. Die ParteibertreResolution beschlossen: weitere Zersplitterung im Aufbau der Kranken- tung beschloß gleichzeitig eine ihren Standpunkt ten in ihrer Beschäftigung, das ist in der An- Der Kampf um die Sozialversicherung ist in versicherung, die Zerstörung der für die Selbst zu den im Vordergrunde stehenden Fragen zujeine letzte parlamentarische Phase eingetreten. verwaltung so wertvollen Verbände, womit zusammenfassende Resolution, die wir gejon. häufung von neuen Kapitalien, nicht behinder: Die Parteivertretung stellt jest, daß die Novelle gleich wiederum ein Reſtnationaler Selbstver- dert veröffentlichen. Sie faßte weiter entspre werden, daß sie auf Kosten der Allgemeinheit auch in der Gestalt, in der sie aus den Beratun- waltung geraubt wird, die Beibehaltung einer chende Beschlüsse über die Fortführung des ihre durch Zuckerspekulationen erlittenen Bergen des sozialpolitischen Ausschues hervorgegangen wenn auch verkürzten absoluten Karenz, die Bin- Kampfes und ſprachgleichzeitig dem Genossen luste hereinbringen können, ohne daß es die ist, einen Anschlag auf die Selbstver dung der Altersrente an die Invalidität, welche Taub für seine aufopferungsvolle und erfolgKonsumenten unmittelbar allzu schmerzhaft zu waltung der Sozialversicherung und Bedingungen übrigens auch bei der Witwenrente reiche Arbeit im Parlament sowie in der Fachspüren bekommen? eine schwere Beeinträchtigung der nur zum Teil beseitigt wurde, ganz besonders fommission der Zentralfozialversicherungsanstalt Das ist der Sinn und. Zweck der gegen materiellen Interessen der Beraber die neuerliche Uebergehung der berechtigten den Dank der Partei aus. gegen- ficherten bedeutet. Ansprüche der mehr als 60 Jahre alten Arbeiter Sodann beschäftigte sich die Parteivertretung wärtig im Zuge befindlichen Verhandlungen Wohl ist es dem entschlossenen Kampfe der und Arbeiterinnen, machen die Fortführung des mit den bevorstehenden Wahlen und faßte fir zwischen den Vertretern der Regierung und je sozialdemokratischen Arbeiterschaft gelungen, Rampfes um die Ausgestaltung der Sozialver- deren Vorbereitung die entsprechenden Beschlüsse. nen der Zuckerindustriellen. Das diftatorische dem Bürgerblod eine Niederlage zu sicherung zur Pflicht jedes llaffenbewußten Ar- Nach Erledigung einer Reihe von arganisatoriVorgehen der Lepteren hat einige Parteien des bereiten. beiters. Di e Partei ist entschlossen, die schen und administrativen Angelegenheiten wurde Regierungsblocks in nicht geringe Verlegenheit Vor einem Jahre wollte die reaktionäre Koa- en Kampf folange fortzuseßen, bis die Sigung geschlossen. versetzt, denn wie sollen sie in einigen Wochen lition ihr provokatives Machwert nach rajcher der Aufbau der Versicherung auf wwwwwww den Wählern glaubhaft machen, daß die Regie Durchpeitschung unverändert zum Geseße erheben, den Grundsäßen der Einheitlich rung gegen den Zuderwucher machtlos ist und nach einem Jahr schwerster Kämpfe in und keit und Selbstverwaltung und eine wirtschaft hinreichende Machtmittel gegen das daß sie an der unerhörten Preissteigerung die außerhalb des Parlaments ist von der ursprüng- den sozialen Bedürfnissen der ar- Zuckerkartell zur Verfügung stünden, hat sie sich lichen Vorlage nicht mehr viel übrig geblieben. beitenden Menschen entsprechende auf den Weg der verständigen Einigung", aljo ſes wichtigen Nahrungs- und Genußmittels Der Versuch, die Verwaltung der Strankenver- Berbesserung der Leistungen er auf den Weg des Schachers hinter den unschuldig sind? Wenn früher in Oesterreich sicherungsanstalten zu einer ausschließlichen Do- zielt ist. Ruliffen begeben und bemüht sich, den Zuder der Zucker um zwei Heller verteuer wurde, mäne der Unternehmer zu machen, ist gescheitert, Aber die Schwäche der Koalition tritt auch magnaten die Preiserhöhung oder einen Teil donn gob es Stürme der Empörung. Seither das leberwuchern des bürokrati auf anderen Gebieten unzweideutig hervor. Der derselben durch Opfer aus der Staatskasse, das heißt auf Kosten der Steuerträger abs ist die Bevölkerung wohl einigermaßen abgeschen Einflusses wurde, wenn auch nicht Finanzminister hat in seiner Budgetrede den ſtumpfter geworden, aber so weit ist sie doch ausgeschaltet, so doch zurückgedrängt und die Be- völligen Fehlschlag des verhängnis- zukaufen, während sie nach wie vor jede Steuernoch nicht apathisch, daß nicht zu befürchten ſtimmungen über den Ausschluß der Saison vollen Gemeindefinanzgefeßes ein- crmäßigung zugunsten der Konsumenten hart nädig verweigert. Die Regierung tut stünde, eine Preiserhöhung um gleich 60 Hel- und Seimarbeiter wesentlich gemildert. gestanden, ohne freilich einen Ausweg aus der aber auch nicht das Geringste gegen fer für das Kilogramm, im Kleinhandel sogar Dagegen wurden in materieller Beziehung einige schweren Krise der Selbstverwaltungslörper zei die Teuerung der sonstigen Bedarfs= um 70 Seller, würde politische Folgen haben zwar unzureichende, aber doch bedeutungsvolle zen zu können. Die vollkommen verfehlte Wirt artikel und gegen den Fleiſch w uch cr. Verbesserungen erzielt, so insbesondere die schafts-, Zoll- und Steuerpolitif des Bürgerblods und die Bevölkerung würde bei den fommen Berkürzung der Karenz auf zwei Tage, führt zu stets weiter ansteigender Teuerung, pitalistischen Interessen, denen die bürgerlichen Damit ist aber der Gegenjas zwischen den la den Wahlen Vergeltung üben. Nun heißt es die Verbesserung der Bestimmungen über die welche die breiten Massen um ihren bescheidenen Parteien dienstbar sind, und den Konjamentenalso einen„ Dreh" aufstecken. Durch die Ver- Schuß frist, die Schaffung einer neuen höhe Anteil an den Früchten der Wirtschaftskonjunktur intereffen ihrer Wähler ganz offenkundig gewor handlungen mit den Zuckerindustriellen soll die ren Lohntlasse mit einem täglichen Krans bringt, ohne daß doch diese, ganz auf die Inter- den und eine neuerliche Zerrütterung und Schwä Preiserhöhung von 70 Hellern auf etwa 30 tengeld von 26 K, die Verkürzung der Warte sisen der Agrarier zugeschnittene Politik den chung der bürgerlichen Regierungstoalition cingeHeller herabgesetzt werden, dann werden, so zeit auf 100 Wochen, der Anfall der Alters- fchweren Notstand der Kleinbauern und Häusler treten. hofft man, die Leute sehr glücklich darüber sein, eente bei 50prozentiger Erwerbsunfähigkeit, die sowie der Landarbeiter zu ändern vermöchte. werden die weise Regierung über den grünen Gewährung der unbedingten Witwenrente Banz besonders kläglich aber hat die Regierung Klee loben und sich bei den nächsten Wahlen an Witwen mit zwei Kindern. Die Parteivertreder wucherischen Preispolitik des 3uderlar tung, weit davon entfernt, die Bedeutung dieser tells gegenüber versagt. Hier hat die bürgervon den bürgerlichen Parteien wieder gerne den Berbesserungen zu überschäßen, erblickt in ihnen liche Regierung ihte starte Hand, die sie der ArStrick um den Hals legen lassen. Die Zucker- dennoch den Beweis, daß das Proletariat, wenn beiterflaise gegenüber mit aller Brutalität in wucherer brauchen darum nicht zu trauern. es zu entschlossenem Kampie aufmarschiert, nicht Bewegung zu sehen pflegt, vollkommen vermissen ihnen wird nicht wehe getan werden, denn was wehrlos ist und einen deutlichen Beweis der lassen und ihre eigenen feierlichen Beschlüsse verfie von ihrer Beute nachlassen, wird ihnen auf Schwäche und Zerrüttung der bürgerlichen Moa- leugnet. andere Weise auf Kosten des Staates und der lition. Bevölkerung zugeschanzt. So wird. alles in Ordnung sein: die Konsumenten, die aufgeschrieen hätten, wenn gleich von vornerherein der Zucker um 30 Heller pro Kilogramm verteuert worden wäre, werden dann in der Er- Besprechungen dabei waren. So ein deutscher| Steuer zurüderstattet wird, darüber wird in für reiche und mächtige Industrieherren, bejonmäßigung der Erhöhung auf 30 Seller eine Bürgerblödler ist stets drauf und dran, gegen jedem einzelnen Falle der Finanzminister im ders für die Zuckerindustriellen bezweckt ist, unsagbare Wohltat erblicken und die Zuderin die Zuckerbavone loszugehen und ihnen mit der Einvernehmen mit dem Minister für Land- die sich auf Staatsiosten janieren wollen. Vor dustriellen werden schmunzelnd direkt und in Faust auf dem Auge die Lust zum Wucher wirtschaft zu bestimmen haben. So steht es dicie Begünstigten wird Herr Englis doch nicht direkt die verlangte Anzahlung von Millionen auszutreiben.„ Warum soll überhaupt der wörtlich in dem Regierungsantrage. Es wird anders als mit offener Hand hintreten! einstreichen. Staat die Kosten der Ermäßigung auf sich darnach ganz in das Ermessen des Finanzmini Doch die Hauptsache: Was jagen die deut Ein Beispiel dafür, wie man die Täu- nehmen?" Das fragen auch wir, und wir stim sters gestellt sein, in jeder erdenklichen schen Regierungsparteien zu diesem großzügischung der Bevölkerung zu betreiben nedenkt, men damit überein, wenn obenstehend gejagi Söhe durch vollständige oder teilgen Ermächtigungsgeier, durch das den Zuckerbietet ein in den christlichsozialen Blättern ent- wird, daß es nicht angehe. daß die Zuderindu- weise Steuernachlässe Bräjente gewaltigen aus Steuergeldern geschenkt werden haltener Nachsatz zu einem Bericht über Bestrie auf Stosten des Staates neue Sapita zu gewähren. Herr Englis wird, wenn die soll, was sie gnadenreich von der von ihnen sprechungen, die vor einigen Tagen in der Zuf- lien anhäuft". Alles recht schön also. Bis auf unglaubliche Zumutung Gesetz werden sollte, diftierten Zuckersteuererhöhung nachlassen werferfrage zwischen Vertretern der Regierung und einen fleinen Umstand. Zur selben Zeit, da die Ermächtigung beißen, mit Millionen nur den? Dieses Ermächtigungsgesetz ist doch nicht einigen Stoalitionsabgeordneten stattgefunden nämlich die christlichsoziale Presse die Hände so um sich werfen fönnen, wird Gunst und ohne die Zustimmung der deutschen Minister haben. Was nun die christlichsoziale Preise da- der deutschen Regierungsparteien in Unschuld Gnaden in flingender Münze auf Staatsfoſten eingebracht worden? Wenn man dies annehzu bemerft, das muß man wörtlich genießen: zu waschen suchte, wurde im Parlamente ein gewähren können, wie ein absoluter König in men wollte, müßte man auch glauben, daß sie „ Nach dieser Meldung sind merkwur- Regierungsantrag eingebracht, der längst vergangen geglaubten Zeiten, denn mit in der Regierung die mehr als klägliche Rolle digerweise die deutschen Regierungs- das ganze schöne Konzept, das zur Täuschung dem einzigen Menschen, mit dem er sich dar- von Nullerlu spielen. Hier wird es Farbe be parteien zu diesen Besprechungen nicht ge der Bevölkerung zurechtgemacht war, über den über zu verständigen haben wird, mit dem fennen heißen! Jetzt in den christlichiozialen laden worden. Für ch tet man ihren Wider Saufen wirft. Der Antrag bezweckt nichts ge- Landwirtschaftsminister, wird ihm wohl die Zeitungen die unentwegten Bekämpfer des stand? Wahrscheinlich weiß man, daß sich die ringeres, als daß dem Herrn Finanzminister| Verständigung nicht allzu schwer fallen, da er Buckerwuchers zu spielen, das fostet nur etwas deutschen Parteien mit einer so mäßigen Englis vom Parlamente eine schier unbegrenzte gewiß nicht ermangeln wird, auch die Agrarier Druckerschwärze, an diese Strammheit den Erniedrigung des neuen Zucker. Vollmacht erteilt werden soll, damit er nach an dem reichbesetzten Gabentisch sißen zu lai- Volfsausbeutern gegenüber wird man bei den preises nicht zufriedengeben werden. Warum soll überhaupt der Staat die Kosten der Ermessen und Belieben die Wünsche und Forsen. So nebenbei muß bemerkt werden, daß deutschen Regierungsparteien aber erst glauben Ermäßigung auf sich nehmen? Es geht nicht derungen der Zuckerbarone zu Lasten der der Finanzminister, der für sich durch die Re- können, wenn sie und ihre Vertreter in der Rean, daß die Zuderindustrie sich eines so großen Staatskaffe erfüllen könne. Der Finanzmini gierung diesen Antrag einbringen läßt, derselbe gierung es verhindern, daß die Zuckernagnaten Privilegiums erfreut und auf sto sten des ster soll förmlich mit einer diftatorischen Macht Herr Englis ist, der nach seinem eigenen Ge- in anderer Form, aber doch auf Stoiten San Be Staates wieder neue Rapitalien an ausgestattet werden, es soll ihm das Recht erständnis mit dem Gemeindefinanzgefeß jede völkerung, das erhalten, was sie durch die willhäuft! Wir bestehen weiter auf der mögteilt werden, den industriellen Ausfuhrunter fulturelle, humanitäre und soziale Fürsorge fürliche Zuckersteuererhöhung der Bevölkerung lichst gänzlichen Annullierung der nehmungen oder Vereinigungen solcher Unter der Gemeinden erschlagen und die Finanzlage aufdifiierien. Mundspißen genügt nicht, wenn 3uderpreiserhöhung!" nehmungen die Umsatzsteuer oder die Lurus der Gemeinden fatastrophal gemacht hat. In man den christlichsozialen Roßtäuschern glauObwohl ihr durch die Suspendierung des Was aber geblieben ist, zeigt den durchaus Zuderzolles und durch die Einsegung einer schar reaktionären Charakter des Ge- fen, unter Mitwirkung der organisierten Konju eßes. Der Ausschluß der Jugendlichen aus menten auszuübenden Kontrolle über die KartellM Die Parteivertretung fordert angesichts dieser politischen und wirtschaftlichen Situation alle Organisationen der Partei, alle Vertrauensmänner, alle Parteimitglieder, alle flassenbewußten Arbeiter auf, ihre Anstrengungen zu verdoppeln, um den Widerstand der Massen gegen das herrschende System zu organiz sieren und die bevorstehenden Landesund Bezirksvertretungswahlen zu einer vernichtenden Abrechnung mit den volfsfeindlichen bürgerlichen Parteien zu gestalten. ww Tüchtig, nicht wahr! Der glaubensvolle steuer, ferner die Transportsteuer entweder diesem Falle hat es sich allerdings um die Für ben soll, daß sie auf der möglichst gänzlichen Leser soll dadurch den Eindruck empfangen, daß ganz oder teilweise zu erlassen, bzw. zurückzu- jorge für arme, franke, alte und hilfebedürftige Annafirrung der Zuckerpreiserhöhung bestedie deutschen Regierungsabgeordneten ganz an- erstatten. Wem, in welcher Höhe, in welcher Menschen gehandelt, während mit dem socben hen", es muß auch gepfiffen werden! dere Serle sind, als jene, die zufällig bei diesen Weise und unter welchen Bedingungen die eingebrachten Ermächtigungsgesek die Fürsorge Seite 2. Die Klerifalen- Schuldtragende der Verschlechterung der Sozialversicherung. Freitag, 21. September 1928. Jaialdemokratie! Natürlich blieben ihm unsere| dem Gentoffen Diett, erst einen Tag nachher eingehändigt worden. Troßdem hat der Budgetausschuß dem Hause einen Bericht über die Novelle erstattet. Gen. Dr. Czech stellt daher an den Vorstzenden die Anfrage, was er zu tun gedenkt, um die Geschäftsordnungsverlegung zu sanieren und derartige Vorgänge in Hinkunft zu verhindern. Inland. So enttommt ihr uns nicht! Die„ Deutsche Preffe" als Rückendeckung des Budergeschäfts. Der journalistischen Verschleierung dieses Manövers wendet die Deutsche Presse" Mayr- Hartings natürlich ihre volle Aufmerksam feit zu. Besondere Mühe gibt sich in einem Leitartikel, der von dem sozialdemokratischen Scheingefecht gegen Zuderverteuerung" redet, der Herr Dr. A., der allerdings schon seines atademischen Grades wegen, auf den er anscheinend Wert legt und der ihn doch zu gewissen fairen Kampfmethoden verpflichten sollte, verhalten wäre, es mit der Wahrheit etwas peinlicher zu nehmen. Herr Dr. A. schreibt und damit er schöpft sich seine Beweisführung, alles andere ist Wiederholung der zwei ersten Ünwahrheiten: Genossen auf diese geistreiche Betrachtung des sozia len Kampfes die Antwort ebenso wenig schuldig, wic. auch auf seine Angriffe gegen die Konsumber eine. Herr Zajiček ist selbstverständlich für die Ausscheidung der weniger als sech Die Sozialversicherungsdebatte im Abgeordnetenhause. zehnjährigen aus der Sozialversicherung und findet sich auch mit dem Raub der SelbstPrag, 20 September. Die Debatte über die ihre Sache nicht. Sie glauben ihre Pflicht gegen verwaltung der KrankenkassenverSozialversicherungsnovelle, die gestern ihren Fort die proletarischen Wähler erfüllt zu haben, wenn bände ab:„ Es kann doch niemand von uns vergang nahm, trug wesentlich dazu bei, das do psie alle heiligen Zeiten einmal ein ödes Pult- langen, daß wir deswegen aus der Regierung aus. pelte Spiel, das insbesondere die de ut deckelfonzert arrangieren. Die Zwischenzeit vertreten sollen!"( Gen. De Witte: Für die Selbstschen Christlich sozialen treiben, klar zu treiben sie sich amüsanter und revolutionärer mit verwaltung haben Sie noch nie etwas übrig geDurchleuchten. Während die tschechischen der skrupellosen Hebe gegen die Sozialdemokratie. habt!) Sodann erging fich Herr Zajeder in wütenden Kleritalen aus ihrem Herzen keine Mörder- Es war von dem christlichsozialen Abgeordneten Angriffen auf die Verwaltung der„ sozialdemokra Der Bürgerblock schickt sich an, den Wählern grube machten und erst gestern wieder durch den rumpe nicht sehr fair, ſeinem kommunisti tischen" Krankenkassen und verstieg sich zu der Be- in der Frage der Zuderverteuerung ein ganz Mund ihres Abgeordneten Samalik ganz offen schen Kollegen Wünsch Schnellfeuer- hauptung, daß ein großer Teil der sozialdemokra großartiges Stüd Demagogie vorzuspielen. Die zugaben, daß sie die Initiatoren der ur hosen" vorzuwerfen. Aber so schätzen die Bür- tischen Abgeordneten Krankenkassensekretäre sind" Zuckerbarone haben erklärt, sie gingen von ihren sprünglichen schändlichen Verschlechterungsvoriage gerlichen eben nicht mit Unrecht den kommuni-( Genosse Schäfer ruft ihm wiederholt zu, er solle 60 Sellern Ueberprofit nicht ab. Sramet beeifte waren, suchten die deutschen Christlichsozialen stischen Kampf ein und daran ändert sich nichts, doch wenigstens einige aus dieser großen Reihe sich daraufhin, im Namen der Bürgerparteien bisher immer den Anschein zu erwecken, als ob auch wenn Wünsch diese Beleidigung mit Maul beim Namen nennen, der Redner kommt aber dieser den Zuckerbaronen die volle Wahrung ihrer fie innerhalb der Regierung und der Osmiska affe"," Trottel" und der„ proletarischen" Faust Aufforderung begreiflicherweise nicht nach, was ihm Wucherpreise zuzusichern und das Versprechen zu das Gerechtigkeitsprinzip gegenüber den Ansprü quittieren will. neuerdings saftige Zwischenrufe unserer Genossen geben, daß die Frage der Verbilligung des Zutchen der Unternehmer vertreten hätten. Gestern einträgt. Tatsächlich befindet sich in unserer Abge- fers zuletzt in Betracht komme. Auf der andern nun kam in der Parlamentsdebatte der ganze Ge- Auch der gestrige zweite Verhandlungstag be- ordneten Fraktion nicht ein einziger Kran Seite aber fürchten die Bürgerblodparteien die gensatz zwischen dem Kampf der Sozialdemokra gann mit einer oppofitionellen Rede. Abg. Krebs tentassensetretär oder Beamter, son wachsende Empörung der Vollsmassen und möch ten für die Rechte der arbeitenden Klasse und der( d. Nat. Soz.) protestiert gegen die Auslieferung der dern nur ein Sekretär des Verbandes!) Da Herr ten der Auseinandersehung mit uns entgehen. Arbeiterfeindlichkeit der Christlichsozialen flar nationalen Selbstverwaltung in den Krankenkassen- Bajiček im Verlaufe seiner Rede immer offener den Der Ausweg war nicht schwer zu finden. Der zum Ausdruck. Nachdem unsere Genoſſin verbänden durch die deutschen Regierungsparteien unternehmerfreund herauskehrt, jeben ihm Bürgerblock wird den Zuckerbaronen 60 Heller an Blatny mit aller Leidenschaftlichkeit gegen das sowie gegen den Ausschluß der landwirtschaftlichen unsere Genossen immer mehr zu, so daß er sich Steuern schenken und sie werden dafür mit dem Unrecht protestiert hatte, das die herrschende Saisonarbeiter aus der Versicherung. schließlich nicht anders zu helfen weiß, als indem Preis wieder heruntergehen". Die 60 Heller beSelaffe auch durch diese Gesetzesnovelle an den Genosse Taherle( tsch. Sos. Dem.) bespricht aus er die reichsdeutsche Panzerfreuzerfrage in die zahlen so oder so die Konsumenten, die doch die Arbeitern und ganz besonders an den arbeitenden führlich die Bestimmungen der Novelle, welche eine Debatte zieht. So sehen die chriftlichsozialen Argu alleinigen Träger der indirekten Steuern sind. Frauen verübt, tam eben jener Herr Samalit Verschlechterung des bisherigen Standes bedeuten. mente zur Verteidigung der Verschlechterung der zu Wort, welcher sich noch damit brüstete, daß er Nach ihm kam Genossin Blatny zu Wort, deren Sozialversicherung aus! Große Partien der Rede feinerzeit mit seinem Antrag den Anstoß zur Ber- Rebe wir im Auszug an anderer Stelle wiedergeben. Bajičeks gingen übrigens in den Auseinandersetzunschlechterung der Sozialversicherung gegeben hatte, Wie wenig ernst alle Versicherungen der Meri- gen zwischen unseren Genossen und den christlich und nach ihm der deutsche Christlichsoziale aj i talen beider Nationen zu nehmen sind und wie sozialen Abgeordneten unter, unter denen sich beet, dem die Genossen Schäfer und Schweichhart schwer ihnen die Zugeständnisse fallen, welche ihnen sonders Herr Krumpe unrühmlichst hervortat. Die wiederholt zurufen mußten, daß aus ihm nur die sozialistischen Parteien abgerungen haben, jah Rommunisten, die man gestern und heute im Hause der Haz gegen die Arbeiter spreche. Auf man wieder so recht aus der Rede des tschechischen fast überhaupt nicht sah, überließen auch den Kampf die Sozialdemokraten schimpft er, die Arbeiter Selerikalen Šamalit. Dieser bekannte sich als Autor gegen Herrn Zajíček unfern Genossen. Erst zum meint er. Für die Ausscheidung der Jugendlichen, des Antrags der Volkspartei, welchen diese im Jahre Schluß machte Wünsch ein paar Zwischenrufe, die für den Raub der Selbstverwaltung der Kaffen 1926 auf Novellierung der Sozialversicherung stellte zu einer ordinären gegenseitigen Beschimpfung verbände, für die Beschneidung der Rechte der und welcher den eigentlichen Anstoß zu der Schand- zwischen ihm und Krumpe führten. Stafsenvorstände- für alles das, für alle Ver- vorlage der Regierung gab. Heute noch wiederholte schlechterungen des Gesetzes durch die neue Vor dieser Abgeordnete einer Partei, welche Arbeiterlage fand Herr Zajičet seine Verteidigung. Na- intereffen zu vertreten vorgibt, alle tausendmal türlich, man kann doch von den deutschen Christ- widerlegten Argumente, mit welchen die Feinde der lichsozialen, den alten Dienern des Unternehmer- Sozialversicherung operieren. Die Belastung der tums, nicht verlangen, daß sie wegen der Zer- Bauern und Gewerbetreibenden durch die sozialen tretung lumpiger Arbeiterrechte, wie Herr Baji Lasten sei unerträglich, die Altersversicherung sei cef sagte ,,, aus der Regierung austreten"! Wenn wedlos und für die Arbeiter unvorteilhaft(!). Die die Sozialisten ein neues Parlament haben wol Forderungen der Landwirte feien nur zum Teil er len, dann sollen sie eben ihre Mandate nieder- füllt worden. Man hätte im Kampfe mehr legen. Präsident Masaryk würde dann selbstver- erreichen können und mehr Forderungen der ständlich das Haus auflösen! Mit solchen und Bauernschaft durchsetzen können. Die Nobelle sei ein ähnlichen Mätchen suchte Herr Zajidet, der übri- Kompromiß, welches durch schwere 8ugegens in seinem zivilen Berufe ein Volksbild ständnisse ertauft worden sei. Er glaubt, ner ist, den reaktionären Charakter seiner Par- daß so bald als möglich eine neue Novellierung der Gegen die Schaffung der Landestei, feiner Koalition und der Regierung zu be- Sozialversicherung fommen werde, welche die Forstellen wendet sich der tschechische Agrarier Du mänieln oder zu verteidigen. Welche Rolle die derungen erfüllen werbe, welche hente biely, welcher auf die hohen Stosten dieser Institu Deutschbürgerlichen in der Regierung spielen, nicht durchgesetzt werden konnten. tionen hinweist. Seine Partei sei von Anfang an zeigte sich übrigens blitzlichtartig darin, daß Herr Als nächster Redner tam der deutsche christlich für die Verhandlungen mit den Sozialisten gewesen. Zajičet die Zwischengerufene Frage eines unferer foziale Abgeordnete Bajiček zu Wort, während dessen Es sprechen sodann noch die Abg. Bechmann Genossen, ob und wann die Wahlen in die Rede es unausgesetzt zu Auseinandersetzungen zivi( tschech. Nat.- Soz.), Abg. Wenzel( d. Nat. Soz.), welLänder und Bezirke ausgeschrieben wer- schen ihm und seinen Fraktionskollegen einerseits cher die Durchführung der Sozialversicherung der den also beantwortete: Das wissen wir und unseren Genossen anderseits kam. Herr Bajiček selbständig Erwerbenden verlangt, und als letter ticht". verteidigte nicht nur, wie es ja bei ihm als Rebner dieses Tages Abg. Krejči( tschech. Klerikaler). Diese Geschäfte haben wir bereits fest. Während der Rede des Herrn Zajidet ging einem der treuesten Diener des tschechisch- deutschen Heute soll die Debatte, zu welcher gestern noch gestellt" stimmt schon, aber so fest konnte die es im Haus ziemlich lebhaft zu. Unsere Genossen Bürgerblocks selbstverständlich ist, a! le Ber 15 Redner gemeldet waren, beendet und das Gefes Deutsche Presse" sie nicht stellen, daß die Festsetzten ihm und seiner Fraktion kräftig zu, stel schlechterungen der Vorlage, sondern ließ in abgekürztem Verfahren in beiden Vejungen verabstellung sich nicht als unwahrheit erwielenweise hagelt es empörte Zwischenrufe, so daß auch keinen Zweifel darüber, daß ihm der Kampfschiedet werden. sen hätte. Wir haben damals sofort geantwortet, sich der Redner oft gar nicht verständlich machen gegen die Sozialversicherung gleich und unsere Feststellung kann durch beliebige founte. Wo aber waren und sind wäh- bedeutend ist mit dem Kampf gegen die So- Genosse Dr. Czech hat an den Präsidenten des Zeugnisse und Tatsachen erhärtet werden, daß rend dieser parlamentarischen Aus- zialdemokratie. Gleich zu Beginn seiner Abgeordnetenhauses eine geschäftsordnungsmäßige der größere Teil der Konsumvereine, vor allem einandersetzungen die Kommuni- diede leistete er sich, blind- gehorsam gegen den alt Anfrage wegen der ungefeßlichen Sigung des Bud- die großen Vereine, die noch Zuder auf Lager iten? Sie waren an beiden Tagen im österreichischen Adel, den köstlichen Ausspruch, daß getausschusses gerichtet. Die Einladungen in diese hatten, ihn zum alten Preise verkauft haben. Sause fast überhaupt nicht zu sehen. der alte Fürst Liechtenstein für das Pro- Sibung, in welcher die Sozialversicherung beraten Seleine Vereine, die nicht eingededt waren, die Arbeit und Stampf gegen das Bürgertum ist eben letariat mehr getan habe als die So- wurde, waren einzelnen Ausschußmitgliedern, z. B. den verteuerten Zuder kaufen mußten, konnten Abg. Červinka( tschech. Nat. Soz.) verlangt jo fortige Herausgabe der Durchführungsverordnung zur Sozialversicherung und Ausschreibung der Wahlen in die Krankenkassen. Gen. Koudella ( schech. Soz.- Dem.) bezeichnet die Novelle als Gesez gegen die landwirtschaftlichen Arbetter und erklärt, daß als seine Folgen eine verstärkte 2 andflucht und Schädigung der bäuerli chen Mittel- und Großbetriebe eintreten werde. Das Bandproletariat werde aber den Weg zu einem besseren Leben erfämpfen. Abg. Burlan( Romm.) glaubt, mit Angriffen auf die Sozialdemokratie eine Verbesserung der Sozialversicherung zu erzielen. Zu jenen, die bei der Zuderbertenerung ein Geschäft mit gutem Profit machen zu können erhoffen, gehören nicht nur die Zuderbarone, ondern auch die Führer der sozialdemokratischen Parteien. Wir meinen hier nicht die Geschäfte und Gewinne, die die sozialdemokra. tischen Genossenschaften dadurch machen, daß sie große Mengen noch billigen Buders eingetauft haben, während sie den tausenden Arbeiterfrauen den vollen erhöhten Zuderpreis aufrechnen. Diese Geschäfte haben wir bereits festgestellt und auch auf die Verbindungsbrüde gewiesen, die von den sozialistischen Einkaufsgenossenschaften zur Zuderindustrie h ren: auf der einen Seite ist es der sozialdemokra tische Genossenschaftsdirektor Lustig, auf der anderen Seite der Generalsekretär des Zuckerindustriellenvereins, 8udermagnat und Sozialist Dr. Heidler, die sich bei der Verteuerungspartie in die Hände spielen." hatten fein Wort gesprochen. Ihre Gesichter wa-| fommst, Mary. Ich will, daß du den Platz deines| weiter zurück und loderte eine Hand. Er war jetzt beieinander, aber sie konnten sich nicht Bruders in der Organisation einnimmst. Aber in Träume verloren und versuchte nicht, sie festDie Nacht nach dem Berrat.enie standen still; ein Verlangen bemäch einen höheren Blat als er. Nein. Es iſt nicht der zuhalten. Im Gegenteil, er ließ fie plöglich los Roman von Liam O'Flaherty. ( Copyright bei Th. Knaur- Berlin.) 24 Sie brachte ihn bis in den Flur. Er stöhnte und brach in halb ersticktes Schluchzen aus. Während er die Treppe hinaufging, sagte er im merfort leise und trübselig vor sich hin: Sätt ich ihn doch lieber mit auf den Ban genommen, anstatt ihn lernen zu lassen. Kann sein, er wär' noch am Leben und heut ein anständiger Mensch. Sätt' ich doch..." Dann verflang fein Gemurmel, als oben eine Tür sich hinter ihm schloß. tigte sich ihrer, daß ihre Zungen lähmte. So Play deines Bruders, den du einnehmen sollst, und setzte sich auf den Tisch. Nur ihre rechte Hand standen sie fast eine Minute lang in der tiefen aber..." hielt er in seiner, und sie fragte wieder: Was willst du von mir?" Ich will, daß du zu mir kommst." Er flüsterte faft unhörbar, vertieft in seine Gedanken. ,, Dan, ich verstehe nicht." Von seiner Stimme erschreckt, rang sie nach Atem. Dunkelheit und im Schweigen des dumpfen, Entsetzt feuchte sie: Dan, was redest du fleinen Zimmers. Dann sprach Gallagher. Er da?" sprach sanft und flüsternd, der Klang seiner Es entstand eine Pause. Unmerklich näherte Stimme war weich und zärtlich. Seine Lippen Galagher sein Gesicht dem ihren. Ihre Lippen waren so dicht bei den ihren, daß sein Atem feucht trafen sich in einem sanften Stuß. Dann wich sie ihre Lippen streifte. Es war ein Beben in seiner plößlich heftig zitternd zurück. Sie wollte fortStimme, als ob der Laut nicht fräftig genug itürzen und schreien, aber der Zauber feiner stehst du nicht? Ich will, daß du zu mir fommst." wäre, sich in der Luft zu festigen. Er sagte: Slimme hielt sie. Seine Stimme und der Glanz Mary, ich möchte, daß du heute nacht mit mir in seinem Gesicht. Sein Gesicht und die Roman- raten?" kommst. Unser Tribunal hält eine Untersuchung tit seines Lebens. Sie war dadurch plötzlich geab." fesselt. Auf einmal wurde ihr flar, warum ihr Er murmelte: Wie? Wie? Warum ver Meinst du, um dich zu... zu... zu hei,, Ach Quatsch!" Gereizt erwachte er aus seiAls Mary in die Küche zurüdtam, rachdem schien auch keine Antwort zu erwarten. Die war nur, um unter einem wahrscheinlichen Vor- mein Bewußtsein. Ich habe nicht nur te nen Sie versuchte gar nicht zu antworten, er soviel daran gelegen hatte, ihn zu bekehren. Es nent halben Dämmern und wandie sich zu ihr: " Diese lächerlichen Konventionen treffen nicht in sie ihn zu Bett gebracht hatte, saß Gallagher ne Worte und deren Bedeutung schienen dem 3wed wand mit ihm zusammen sein zu können. ben ihrer Mutter und schrieb cilig in ein Notiz- ihres Zusammenseins fremd zu sein. Das Jagen Respekt vor ihnen, sonderi sie treten überhaupt buch. Er hatte den Hut abgenommen. Sein fur ihres Blutes und der wirre Schlag ihrer Herzen Augustine Short, der ein Herr" war, der sie in bedeutet. Meine Persönlichkeit steht in vollfomUnd dabei war sie fast verlobt mit Joseph in nicht in meinen Denkreis. Du verſtehſt, war das geschnittener, schwarzer Stopf gefiel ihr sehr. Noch schienen Antwort zu sein auf eine Verabredung eine angesehene Lebensstellung bringen würde, mener Uebereinstimmung mit meiner Lebensaufimmer schauderte sie, wenn sie ihn ausah. Wäh der fie für immer befreien würde von der bergabe. Für mich bekommen alle diese Worte ihren rend er mit grüblerischem Ausdruck auf das No zur Erklärung ihrer Liebe. Aber zwischen ihnen war nie von einer Ver- haßten Bindung an das Sum- Leben mit seinem wahren Wert. Heirat, zum Beispiel, ist in Wahrtizbuch heruntersah, erschien sein Gesicht im Proliebtheit die Rede gewesen. Sie hatten sich früher Schmus, feinen revolutionären Strifen, feiner heit ein fapitalistisches Wort und bezeichnet eine fi sehr grausam. Sie stand und beobacht te ihn, bis er zu Ende nie unter vier Augen getroffen wie jetzt. Früher fluchwürdigen Unsicherheit und seiner die Seele Einrichtung zu. Schuße des Cgentums, damit geschrieben hatte. Dann feufzte er, stand auf batte ihr Zusammensein mehr einem Streit ge- verzehrerben Eintönigkeit. die legitimen Kinder erben können. Daher brauche Gnadenmutter! War sie in Galagher ver- ich mich in meinen Gedanken nicht damit ausund sagte ein paar Worte zu Frau McPhillip. glichen. Marz hatte immer mit Gallagher ge Dann gaben sie sich die Hände. Sierauf wandte stritten, besonders in letter Zeit hatte sie ihm liebt? Sollte sie durch den tödlichen Zauber in sei einanderzusetzen, um mich von dem Glauben daran er sich an Mary und sagte:„ Ich möchte mit dir aufs heftigste widersprochen. Aber jetzt in der nem Gesicht und in seiner Stimme, durch die zu befreien. Die meisten Menschen müssen das Dunkelheit und Ginsamkeit wurden sie beide von Romantit seines Schicksals in das Netz seiner fun. Ich bin meiner Zeit um hundert Jahre sprechen." " Aufgeregt führte sie ihn in das Wohnzimmer. einem merkwürdigen, unerklärlichen Gefühl be- Verschwörungen hineingezogen werden? voraus. Ich will den Begriff des Eigentums zerDort war es dintei, und fie mußte nach Streich zwungen. Endlich flüsterte er: Mary, du bist die Er- stören. Das ist meine Aufgabe. Ich will meinen Blöglich flüsterte fic: Dan, du ängstigst gänzung für mich. Wir beide zusammen wären Kindern fein Eigentum hinterlaffen. Ich will hölzern herumsuchen, um das Gas anzuzünden, fonnte sie aber nicht finden. Gallagher bot ihr mich. Warum stehen wir hier im Finstern? Was ein vollkommenes Ganzes. Nichts würde uns keine Stinder. Sie bedeuten mir nichts. Mein Leeine Schachtel an. Als sie sie ihm abnehmen willst du von mir?" beiden fehlen, kein unerfülltes." hm... nun ben wird fortdauern in meiner Arbeit, in den wollte, berührten sich ihre Finger. Sie erschrac Auf einmal sprach Gallagher, als ob er... das ist's auch nicht. Ich habe diesen Teil Gedanken der Menschen, in der Erfüllung meiner und stolperte über irgend etwas. Das Streichholz einemt blinden Trieb gehorche und und ein uner- meiner Theorie noch nicht vollständig ausgear- Mission. entglitt feinen Fingern und ging aus. Er streckte wartetes Thema behandle, mit dem sein Geist arbeitet. Ich habe mich von einem anderen seine Hände aus, wir sie im Fallen aufzufangen, bisher nur unsicher gespielt hatte: Ich will, daß Standpunkt aus damit beschäftigt." und bekam sie bei den Gelenken zu fassen. Sie du deinen Bruder rächst. Ich will, daß du zu mir ,, Was heißt das, Dan?" Sie zog ihr Gesicht Fortsetzung folgt.) Freitag, 21. September 1928. ihn ebensowenig zum alten Preis abgeben, als Heine Raufleute oder als christliche Konsumbereitte das können, sofern sie nicht eingedeckt sind; dabei hätten diese es leichter, da sie doch durch ihre Berbindungen von dem Attentat rechtzeitig Kenntnis haben und sich eindecken konnten. Mit den Konsumvereinen ist es aso nichts, da soll der Dr. A. lieber die Finger davon laffen, denn aufgefordert, Beweise zu erbringen, säße er fehr bald in der Klemme. fommanFür Mutterschutz und Witwenversorgung. Rede der Genoffin Abg. Blatny in der Sozialversicherungsdebatte. Seite 3. Die Schaffensfreude steigert stets, mehr noch als Kümmelschnaps ein PEZ Im weiteren Verlauf der Debatte| Daß zu diesem Zwecke in jedem Betriebe Stillüber die Sozialversicherungsnovelle hielt frippen zu errichten sind, ist eine notwendige Er- fönnen Sie über die Lebensbedürfnisse der arbeiGenoffin Blatny eine Rede, in der sie sich gänzung, die sich von selbst versteht. Ich er- tenden Frauen falt hinweggehen, Sie können aus eingehend damit beschäftigte, wie der Bür wähne dies vor allem deshalb auch, weil andere dieser Schandvorlage ein gültiges Gesetz machen. gerblock die Rechte der Frauen mit Füßen Staaten, auf die wir in sozialpolitischer Hinsicht Sie haben rein mathematisch die Macht dazu. Wir tritt. Wir bringen nachstehend einen Aus gewöhnlich etwas herabbliden, diese Bestimmuuit aber werden dafür sorgen, daß das Treiben, das zug aus dieser Rede: gen der Washingtoner Konvention schon längst Sie hier aufführen, bei den Massen des Bolkes bekannt wird. Begehen Sie heute das Verbre durchgeführt habent. chen! Wir können es nicht hindern. Sozialversicherungsgesetz die Debatte abführten, da Als wir zum ersten Male über das bestehende durften wir darauf verweisen, daß die Bestimmungen über den Mutterschuß und Was aber den Dr. Heidler betrifft, der in dem famosen Artikel immer wieder als So zialist" apostrophiert wird, so sollte ein Politiker wie Dr. A. doch wissen, daß Heidler vor zehn Jahren tschechischer National der Gattin oder Lebensgefährtin Alle angeführten Leistungen wollen wir auch fozialist war( also ein Sozialist", der uns fern genug steht, daß wir ihn als solchen abdes Versicherten gewähren, und zwar auch lehnen könnten), daß er aber seit sieben dann, wenn der Ehegatte in der Zeit von neun oder acht Jahren auch der national- bie Witwenversorgung völlig unzureichend Monaten von der Niederkunft zurückgerechnet ge sozialistischen Partei nicht mehr storben ist. Als ich vor fünf Wochen auf der inangehört. Oder wußten Sie das, Herr Dot- ind. Und wenn wir die vorliegende Novelle nach ternationalen Frauenkonferenz in Brüssel über tor! Fluntern Sie nur, wenn Sie von dem wenn Sie von dem dem Gesichtspunkte betrachten, was sie den Frauen den Mutterschaftsschutz in der Tschechoslowakei " Sozialisten" Seidler sprechen, der so wenig ein bringt, so müssen wir unserem Entfeßen Ausdruck sprach, da haben vor allem die Genoffinnen der Sozialist ist wie Sie oder Ihr Mayr- Sarting?! verleihen, daß einigen geringfügigen Verbesserun- westlichen Länder mit erstaunten Gesichtern aufMit solchen Mäßchen kommt uns nicht! Da gen eine Anzahl schwerwiegender Verschlechte gesehen, daß unser Gesetz die Lebensgefährtin von ift beinahe noch die Behauptung besser, daß un- test herausfordern. Denn die Tatsache, daß die Da es doch bei uns üblich ist, sich in außenpoli ift beinahe noch die Behauptung besser, daß un- rungen gegenüberstehen, die zum schärfsten Pro- den Genüssen der Sozialversicherung ausschließt. sere Tetschner Versammlung auf dem großen Plate übrigens kaum 1500 mehr der Krankenversicherung unterliegen sollen, sehr angezeigt, wenn wir uns in diesem Punkte Jugendlichen unter sechzehn Jahren nur tischen Dingen westlich zu orientieren, so wäre es Bersonen Neugierige eingerechnet, während bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als daß des Mutterschaftsschubes ebenfalls westlich orienber übrige Teil aus Arbeitern, die aus man die Anspruchsberechtigung der kommenden tierten. Als Mutterschaftsversorgung fordern wir, ben Betrieben zur Versammlung kom man Geschlechter fünstlich hinauszieht. Doch weit ärger daß jene Personen, deren Einkommen 15.000 K diert worden waren, bestand," zeigte. Nur 1500 Personen waren da. den Saisonarbeitern und Heimar- fie feine versicherungspflichtigen Arbeiten leisten, als mit den Jugendlichen geht die Regierung mit jährlich nicht übersteigt, auch für den Fall, als Die übrigen 6-7000 waren Arbeiter, beitern und Arbeiterinnen um. Ur- im Falle der Mutterschaft auf diefelben Zuwen also nur sozusagen offizielle Gäste, die man aussprünglich follten 500.000 arbeitender Menschen dungen Anspruch haben, wie sie für die Ehegat ben Betrieben kommandiert" hatte. von dem Genusse der Sozialversicherung ausge- tin des Versicherten vorgesehen sind. Der Staat Wer denn? Vielleicht die christlichsozialen Unter- schaltet werden. Und gerade diese Kategorie der soll verpflichtet sein, der Krankenversicherungsan nehmer oder Direktoren? Da haben wir wohl Arbeiterschaft ist die schlechtest entlohnte, ist die ftalt den Aufwand für diese Leiſtungen zu erfet auch bei den Wahlen nur 10.000 Stimmen ge- jenige, die unter den fümmerlichsten Lebensbedin- zen. Auch das ist keine revolutionäre Forderung, habt, die übrigen 400.000 waren Arbeiter, die qungen ihr Dasein fristet. Das ist aber auch jene denn sie besagt ja ,, fommandiert" waren, uns zu wählen? Kategorie der Arbeiterschaft, unter der der Anteil der Frauenerwerbstätigkeit ganz besonders groß ist. Wir können vielleicht sagen, daß 70 bis 75 Prozent aller dieser erwerbstätigen Personen Frauen sind. Und alle diese Frauen, denen das bitterste Los zuteil geworden ist, das je Arbeite- Und das mit Necht. Denn die Mutter erfüllt ja rinnen traf, sollten nach dem ursprünglichen in dem Momente, wo sie ein Kind zur Welt Plane der Regierung aus der Versicherung hin- bringt und aufzieht, eine gesellschaftliche Pflicht, ausfliegen. Unter dem Ansturm unseres Kampfes eine Leistung für die Gemeinschaft, die darum blies man zum Rüdzug. Die Versicherungsverpflichtet ist, auch der Mutter zu helfen. Was berechtigung sollte im allgemeinen ausgesprochen, die Witwenrente betrifft, so begrüßen wir aber an eine Bedingung gebunden werden. Die den Fortschritt, wonach nunmehr diese Rente al Frauen müssen mindestens 60 Kronen verdienen. len 65jährigen Frauen bedingungslos zugänglich Die bürgerliche Mehrheit geht nämlich von der gemacht sein wird und daß infolge des schweren Vorausseßung aus, daß dies das Mindesteinkom- Stampfes unserer und der tschechischen Genossen men eines Menschen sein muß, damit er davon im sozialpolitischen Ausschuß und in deffen Subleben kann. Andernfalls find solche Frauen eben fomitee die Witwenrente allen jenen Witwen zu nur mittätige", die der Versicherung nicht so erkannt wird, die zwei Kinder in der Versorgung notwendig bedürfen. Wer solches behauptet, hat haben. Daß uns aber der heutige Zustand noch von den Verhältnissen in der Seimarbeit über bei weitem nicht befriedigt, ist selbstverständlich. haupt keine Ahnung. Denn Denn für alle anderen Frauen bleibt ja der alte Zustand aufrecht, wonach der Bezug der Witwenrente an die Bedingung geknüpft ist, daß fie Frau invalid sein muß, das heißt nach den Bestimmungen des Gefeßes, daß sie nicht einmal ein Drittel dessen verdienen darf, was eine Frau in ihrer Lebenslage sonst als Arbeiterin zu verdie nen pflegt. Das Unmoralische, das Aufreizende dieser Bestimmung besteht darin, daß weder bei Witwen nach Staatsbeamten, noch bei denen nach Privatangestellten eine solche Bedingung gesetzt ist, sondern, daß das Gesetz dies ausschließlich bei ArDie Arbeiter, die in der Deutschen Presse" nicht mitzählen, werden dem Wayr- Harting und feinen journalistischen Handlangern noch etwa 8 bom 3uder erzählen, es wird den Herren aber nicht süß munden! Der Stadtrat von Plan gegen die Buderteuerung. Auf Grund eines Antrages der deut. schen sozialdemokratischen Fraktion nahm der Stadtrat von Plan in seiner letzten Sigung gegen die Zuderbertenerung Stel lung und überreichte bei der politischen Bezirksverwaltung nachstehenden Protest: Der Stadtrat Plan hat in seiner Sigung zu der vom Kartell der Zuckerindustriellen beschlos senen Erhöhung des Zuckerpreises um 60 Helter pro 1 Kilogramm Stellung genommen und beschlossen, gegen diese plötzliche und durch nichts gerechtfertigte Verteuerung eines für sämtliche Bevölkerungsschichten unentbehrlichen täglichen Nahrungsmittels den schärfsten einzubringen. Proteft es ist eine Tatsache, daß die überwiegende Mehrheit der Heimarbeiterinnen Löhne unter fechzig Kronen hat und es ist eine weitere Tatsache, daß von solchen Löhnen nicht nur einzelne Menschen, sondern ganze Familien leben. Die Regierung wird ersucht, ihre ganze Macht dahingehend geltend zu machen, daß diese und wenn Sie daran zweifeln, daß dies möglich beschlossene Erhöhung des Zuderpreises rudgän- ist, so würde ich Ihnen empfehlen, einmal in die gig gemacht werde, widrigenfalls die wirtschaft- Nester des Erzgebirges hinauszugehen und dort lichen Folgen dieser Maßnahme heute noch nicht nach den herrschenden Verhältnissen Umschau zu übersehbare Auswirkungen auf die Lebenshaltung halten. Dort würden Sie des Rätsels Lösung finder unteren und mittelständischen Bevölkerungs- den: Sie würden nämlich sehen, wie ganze schichten bringen müßte, was neuerdings vollkom- Scharen verwahrloster Kinder nach men begründete Forderungen dieser Schichten auf größeren Orten ziehen, um dort von Besoldungs- und Lohnerhöhungen verursachen wird. Es wird ersucht diesen Protest des Stadrates Plan an die hohe Regierung weiterleiten zu Der Bürgermeister: F. Köppner m. p. Der Bürgermeister: F. Köppner m. p. wollen. nichts anderes, als daß in Sinkunft jeder Mutter, soweit sie in beschränkten Verhältnisfen lebt, eine bescheidene Mutterschaftsversors gung zukommen soll. beitern tut. Gegen diese im tiefsten Sinne des Wortes unsittliche und ungleichmäßige Behandlung der Arbeiterfrauen protestieren wir hier auf das entschiedenste. Wir werden auch nicht cher ruhen, bis alle Bedingungen, die heute das Aber noch ist nicht aller Tage Abend und die Zeit der Abrechnung wird kommen. Sie wird nicht im Parlamente gefällt werden, sondern draußen, wo die Herzen des Volkes schlagen, wo der Unwille und die erbitterte Empörung über Ihre Anschläge auf das Volk wächst und so groß werden wird, daß Sie daran zugrunde gehen werden. Aus dem Bölkerbund. Sie reden von der Abrüstung... über den der Völkerbundversammlung unterbrei Genf, 20. September. In der Aussprache teten Mustervertrag ergriff der frühere schwedische Außenminister Unden das Wort. Unden unter feiner Ueberzeugung Ausdruck, daß Deutschland in strich die Bedeutung, die diesem Vertrage im Falle seiner Unterzeichnung zukomme und gab seinem Vorschlage in konstruktiver Weise zur Bermehrung der Sicherheitsgarantien für den Frieden beigetragen habe. Staatssekretär von Schubert( Deutschland) begrüßte hierauf, daß in dem Vertragsmodell ein wesentlicher Teil der deutschen Anregungen aufgenommen wurde. In diesem Vertragsmodell sei für die Stärkung der Sicherheit der Staaten ein Element eingeführt worden, das nach Ansicht der deutschen Regierung ganz besonders geeignet erscheine, wirksame Garantien für die Aufrechterhaltung des Frie dens zu schaffen. Er hoffe, daß auch die jetzt noch nicht erledigien Teile der deutschen Anregungen nicht aus der Diskussion verschwinden, sondern trop den vom Berichterstatter vorgebrachten Ein wänden, insbesondere in bezug auf die Wiederherstellung des normalen militärischen status quo sur gegebenen Zeit den Gegenstand weiterer Brüfungen bilden werde. Schließlich nahut die Bölferbundsversammlung auf Vorschlag Guerrero( Salvador) eine Entschließung an, durch die der Völkerbundsrat aufgefordert wird, einen dringenden Appell an die beteiligten Regic. rungen zu richten, damit über die Frage der Kontrolle der privaten und staatlichen Rüstungsinduſtrien in dem unter dem Vorsitz des Grafen Bernstorff stehenden Sonderausschuß noch vor der nächsten Tagung eine Einigung erzielt werden fönne. Es sei dringend notwendig, eine Konven tion über die Kontrolle der Rüstungsindustrien abzuschließen, damit die Gleichberechtigung der Länder mit Rüstungsindustrien Rüstungsindustrien und ohne Rüstungsindustrien durch periodische Veröffentlichung der Produftion an Rüstungsgegenständen hergestellt werden fönne und ferner die Ratifizic rung der Waffenhandels Stonvention von 1925, die bereits eine solche Stontrolle vorsicht, erleich tert werde. fei. Man biegt schon ein. von Bei dem nachfolgenden Bericht des griechi schen Delegiertem Politis fonnte man schon wieder deutlich bemerken, wie man sich wie die Katze um den heißen Brei drückt. Politis befaßte Haus zu Haus zu betteln, um so den feh lenden Unterhalt der Familie zu schaffen. Und sich mit einem von dem holländischen Delegierten Rutgers eingebrachten Memorandum, in diese verelendetsten Schichten der arbeitenden Be Geseß noch stellt, gefallen sind. völkerung wollten Sie aus der Sozialversicherung welchem eine strifte Definition des Wortes ,, An ausschließen. Sie wollten gerade diesen arbeiten Das alles sind noch keine revolutionären griff" gefordert wurde. Politis spricht sich dage den Frauen den letzten Rest der Sicherheit in den Forderungen, das alles find Forderungen, die von gen aus, mit der Begründung, daß man einen Tagen der Krankheit, der Niederkunft und des bürgerlichen Reformern ohne weiteres durchge- Staat dann als„ Angreifer" bezeichnen könnte, Alters nehmen. Sie wollten jenen Frauen, die führt werden können, die in vielen Staaten schon der für die Feinseligkeiten nicht verantwortlich es vielfach aus Sorge um ihre Kinder vorziehen, verwirklicht sind. Freilich gehört dazu guter sei. Der gemeinsame Friedenswille der im Völ Internationale Konferenz der ihre Arbeitsstätte in die Wohnstube zu verlegen, Wille, gehört dazu ein wenig fortschrittlicher Geist, ferbund vereinigten Staaten fönne sich im Rah fozialdemokratischen Parteien. die sich dafür mit den elendſten Löhnen begnü der allerdings der heutigen Mehrheit gänzlich men des Völferbundpaktes um so wirkungsvoller gen müssen, mit elendslöhnen, wie sie feine an- fehlt. Unsere sozialistischen Forderungen gehen durchsetzen, je weniger ein starres Verfahren zur Beim Parteivorstand der sozialdemokratischen bere Kategorie der Arbeiterschaft mehr erhält, viel weiter. Was wir für Mutter und Kind for Regelung einer internationalen Strise vorgesehen Partei Deutschlands ist ein Schreiben des Vor- gerade die Frauen wollten Sie vom Genusse der dern, ist eine standes der französischen Bruderpartei eingelangt, Sozialversicherung ausschließen. obligatorische Mutterschaftsversicherung, in dent für Anfang November zum Zusammen- Um mun zu der Mutterschaftshilfe Bom Rundfunt. tritt einer Konferenz der deutschen, französischen, überzugehen, die das Gesetz den Frauen gewährt, der sie das Kind unter dem Herzen trägt und Empfehlenswertes aus den Programmen. durch die der Mutter nicht nur in der Zeit, in englischen und belgischen sozialdemokratischen Par müssen wir eingangs feststellen, daß wir sic teien eingeladen wird. Die Konferenz foll sich mit äußerst unzureichend und mangelhaft finden. später, solange sie es ſtillt, Unterſtüßung geleistet der Ueberprüfung der internationalen Lage, wie Zwar sichert das Gesetz den unentgeltlichen Bei- werden soll, sondern auch über dieses Zeitalter sie sich vor allem nach Genf ergeben hat, beschäf- stand einer Geburtsassistentin jeder versicherten hinaus soll für jedes Kind ein wirklich ausreichentagsfonzert. 18.00-18.25: der Erziehungsbeitrag gegeben werden, auf den Berlin: Wilbeim Buſch". 18.35-10.45: fedifer tigen. Der Vorstand der sozialdemokratischen Par- Frau zu, aber es vergißt, die Hebammen ter Deutschlands hat seine Zustimmung zu dieser selbst, die doch einen der wichtigsten Zweige weib- ein gesetzlicher Anspruch bis zu vollendeter be- rbeiter borttag, B. sufal:„ Tie internationale Be ruflicher Ausbildung besteht. Für die arbeitenAnregung bereits nach Paris übermittelt. Die licher Berufstätigkeit darstellen, in die Versichedeutschen Sozialdemokraten werden auf dieser rung einzubeziehen. Wir fordern auch die Er- den Frauen hat die heutige Mehrheit nur eine Deuif Breffenariic.18.10-18.25 Konferenz durch ihren Vorsitzenden Wels vertre- firedung der Gelbleistung in der Höhe des Stran- Bestimmung der gesetzlichen Fürsorge, die nicht abend. 21.10-22.00 118 22.20-23.00: Re im Sozialversicherungsgesetze steht, sondern in gen aus der Ausstellung. Wochen auf ten sein, der auch der offizielle Vertreter der SPD kengeldes von den beſtehenden sechs. Betjent u einem anderen Geſetz, im Strafgesetzbuch, nämlich stafman: 15.45-10.5; Deiterer, at benba in der Executive der sozialistischen Arbeiterinter- acht Wochen vor und nach der Niederkunft so- den berühmten§ 144. nationale ist. wie die Leistung dreier Garnituren Säuglingswäsche an die Wöchnerin. Wir fordern aber auch weiter die Erstreckung der Ramsay Mac Donald und Genf. Geldleistung in der Höhe des halben Strantengel London, 20. September. Namsay MacDo- des an Mütter, die ihre Stinder selbst stillen von nald, der gestern von einer mehrivöchentlichen den bestehenden 12 auf 26 Wochen. In diesem Reise von Canada zurückgekehrt ist, erklärte einem Zusammenhange ist aber ein besonderer Mangel des( vordaß ihm die internationale Lage und die Ant und zu erwähnen, der seine gefeßliche Abschaffung fin Und sie versagen ihn vor allem den ärmsten der Gegenwart. 20.15: Die Straffache gegen Banife". Weise, in der die Diskussionen in Genf geführt werden, äußerst beunruhige. MacDonald wünscht fich aus erster Quelle zu informieren und beabsichtigt, nach Beendigung des Parteitages der Latour- Barth, der im 1. Oftober in Birmingtham zusammentritt, eine Reise auf den Kontinent zu unternehmen, um sich Informationen über die internationale Lage einzuholen. Bei uns ist nämlich jene Bestimmung der Washingtoner Konvention über den Mutterschuß, die bestimmt, daß jeder Mutter, die ihr Stind selber nährt, während der Arbeitszeit zum Stillen täglich zweimal eine halbe Stunde freizugeben ist, noch nicht durch geführt. Das ist ja die tiefe Unmoral, die Sie an den Tag legen, daß sie auf der einen Seite die Frauen zwingen, Mütter zu werden und auf der anderen Seite den Mütter gewordenen Frauen einen ausreichenden Schuß versagen. Samstag. Prag: 11.00-11.45: Schallplattenmufif. 12.05-12.55: Deutsche Sendung: Wetterbericht und Tagesneuigkeiten: hierauf Refi Langer, wegung der Arbeiter- Jugend". Brünn: 11.00-12.00: Vormittagskonzert. 12.15-13,15: Schallplattenmufir, 1 MozartPreßburg: 19.30-22.00: lebertragung aus bem Slowafifchen Nationaltheater. Daventry: 18.55-20.00: Leichte Musif. 22.20: Mufifalifches zwischenfpiel. London: 18.00 unb 18.45-19.00: Mufifalische Bor führungen. 21.50-22.30: Aus populären Opern. Paris: 20.30-22.00: Französisches Symphoniekonzert.- Brüffer: 18.30: Trio Sonzert. 20.30: Aus Plouquettes Operette„ Die Glocken von Cornebille". Berlin: 19.30: Die Macht der Suggestion". 20.00: Die Bedeutung wissenschaftlicher Luftfabrien". 20.30: In Liebespabillon", Operette bon Meher Selmund. Königswusterhausen: 18.00-18.30: Reform " pläne in modernen Parlamentarismus. 18.30-18.55: Die Silflofen. 19.20-19.45: Goethes Nachwirtung bis in die Stuttgart: 18.00: Auf der Jagd nach Rinaldo Rinalbini. 19.45: Sebelfeier.- Leipzig: 19.30: Stunft und spier.) Tecnif". I. Teil. 20.15: Mandolinenfonsert, 21.15: Solo gefänge und Duette aus Operetten Brestau: 10.50 genberg: 10.10-20.00: Das zwanziglle Jahrhundert in fei 20.15: An den Wendepunkten der Weltgefchi te.- LanAlbend. Rönigsberg: 18.30: Otto Julius Bierbaum. avmen Frauen, den Heimarbeiterinnen und den vielen Gelegenheitsarbeiterinnen, die Sie zwar gesetzlich nur bedingt, in Wirklichkeit aber unbeding: aus der Versicherung hinauswerfen. Und gerade das ist das Allererbärmlichste, das Sie tun können fünſtlerischen Möglichkeiten, 20.00( aus Möln): Luftiger nen. Dadurch geben Sie die ärmsten Schichten der Arbeiterinnen dauernd dem Elend preis. Und darum wird auch der Fluch dieser Frauen über Sie kommen, dieser Frauen, die Sie in ihren schwersten Stunden ohne jede Hilfe laffent. Heute 20.05: Rubbard Kipling. 21.15: Beliebte alte Schlagerweifen. Wien: 18.05: Kammermusir. 19.25: Defterreichische Dichterstunde, sans Müller, Lernet Solenia. 20.30: Ein Märchen ans& lorens", Operette, Bern: 20.00 airfa 23.00: 2u8 Stockholm: 10.30:@ba Wafcagnis Over Lodoletta". nische Rhapsodie. Silversum: 19.45-23.15: Stonzert und vortrag, veranstaltet von der Arbeiter Radio- Bereinigung. Seite 4. Abrüftung? Nur Reglementierung der Waffen. Washington, 20. September. Dem heutigen gemeinsamen Mittagessen des britischen Premier ministers mit dem französischen Ministerpräfidenten Poincaré in Paris wird vom Standpunkt 2300 Tote im Sturmgebiet. -W Mehr als 4 Milliarden Ke Materialschaden. 700.000 Menschen obdachlos. Ausläufer des Zornados. * New York, 20. September. Blättermeldun gen zufolge ist nach den letzten aus den vom Tornado betroffenen Gegenden eingelangten Berichten die Zahl der Toten auf 2300 gestiegen. Freitag, 21. September 1928. wurden in die Heimat überführt. Die Ueberreste der so tragisch ums Leben gekommenen Kinder famen Donnerstag frith an. Sonntag war die letzte Fahrt der bis in den Tod vereinten Brüder. Die Bevölkerung der ganzen Umgebung erfaßte Teilnahme. Mehr als 2000 Menschen ver sammelten sich in dem kleinen Dörfchen, um die foten Freunde bis zum Grabe zu begleiten. Vereine und Freunde schmückten zur Ehrung ihren letzten Ruheplay. halten. Der Gouverneur der Insel teilte radiotelegraphisch mit, daß zumindest 700.000 Per fonen ohne Obdach seien. Die Auswirkungen des Sturmes waren gestern auch in New York fühl bar. Es herrschte ein solcher Sturmwind, daß Deutschland. Der Reichspostminister hat dem Herabseßung der Telephongebühren in mehrere Personen auf der Straße zu Boden ge- Verwaltungsrat der deutschen Reichspost soeben worfen, andere in die Auslagefästen der Ge- eine Vorlage auf Herabjeßung der Fernsprech schäftstüren geschleudert wurden. gebühren für Wenigsprecher zugehen lassen. Pietät und Außenpolitit. Tschechoslowaken fahren gern aus Gründen des Preftigis ins Aus land, besonders nach Frankreich. Augenblidlich ist eine nationale Pilgerfahrt tschechoslowakischer New York, 20. September. Die Zahl der im des fürzlich abgeschlossenen englisch- französischen Gebiet des Okeechobeejees in Florida bei der Sturmfatastrophe Getöteten wird auf über 400 Marineabkommens große Bedeutung beigemessen. geschätzt. 15.000 Menschen sind obdachlos. Dieses Marineabkommen hat den Präsidenten Colidge und den Staatssekretär Kellogg vor ein ernstes Problem gestellt. Die amerikanische Regierung erwägt, ob sie sofort ihre nichtzustim mende Antwort absenden oder sich darauf verNew York, 20. September. Die Ausläufer lassen soll, daß die britische öffentliche Meinung des Tornados machen sich durch Stürme bis in ihre Regierung zwingen wird, von diesem Ab New England und in dem Seegebiet Nordtommen zurüdzutreten. Der Marineteil dieses stehen Befürchtungen, daß der Orkan mehr als werden vereinzelte Todesfälle und erheblicher tels Sonderzuges am Pariser Nordbahnhof einNew York, 20. September.( Reuter.) Es beamterifas bemerkbar, und aus diesen Gegenden Legionäre unterwegs, die am 20. September mit Vertrages, wie er der Regierung der Vereinigten 1500 Menschenleben gefordert hat, da in Florida Sachschaden gemeldet. Troß der Schäden, die die getroffen sind, wo sie bei der Einfahrt des Zuges Staaten mitgeteilt wurde, würde den unein- bs jest 400, auf der Insel Portorico etwa 1000, Stürme unter den Luxusjachten und den kleineren mit den Stlängen der tschechoslowakischen und geschränkten Bau fleiner Kreuzer auf den Virginischen Inseln 65 Tote zu beklagen Schiffen anrichteten, scheinen sämtliche Trans franzöfifchen Symnen begrüßt wurden. Auf dem erlauben, jedoch die Zahl der Kreuzer von 10.000 auf etwa 2300 Millionen K geschäßt. Im Be- Totenliste in Portorico und in Florida steigt noch tischen Militärattache in Paris General Klecanda, sind. Der Materialschaden in Florida allein wird ozeandampfer fahrplanmäßig einzutreffen. Die Bahnsteig wurden die Gäste vom tschechoslowa. Tonnen sowie auch die Zahl der Unterseeboote sirke Palm Beach wurde der Kriegszustand aus inmer, da in den abgelgeenen Gegenden stets dem Minister für die Pensionen Louis Marin, von mehr als 600 Tonnen, die einen größeren gerufen. Einige der Luxushotels in Palm Beach neue Opfer festgestellt werden. Nach den letzteren vom Leiter der tschechoslowakischen Gesandtschaft Aktionsradius besitzen, beschränken. Da die Ver- wurden durch den Orkan verwüstet. Die Ver- Meldungen haben in dem Bergial von San in Paris Dr. Jbl und anderen Würdenträgern einigten Staaten viel weniger Flottenstützpunkte wundeten und Obdachlosen wurden vorläufig in Sebastian auf Bortorico allein 46 Personen den beſitzen als Großbritannien, könnte Amerika an wurden gestern Truppenabteilungen eingefeßt, der materielle Schaden auf 4500 Millio- fiedhofes in Goretto und das zu Ehren der Zelten untergebracht. Auf der Insel Portorico Tod gefunden. Nach den neuesten Berichten wird begrüßt. Zweck der Fahrt ist der Besuch des Milieinem derartigen Abkommen nicht teilnehmen. um eventuelle Unruhen und Räubereien gintanzunen K geschätzt. Die bürokratisierte Abrüstung. Genf, 20. September. Die Abrüstungskom mission hat heute die Verhandlungen über die Einberufung des vorbereitenden Abrüstungsausschusses abgeschlossen. Der gegen die Stimme des Grafen Bernstorff angenommene Resolu tionsantrag ist im wesentlichen auf dem Entwurf von Paul Boncour aufgebaut. Der wesent lichste Teil des französischen Antrages, die Forderung nach Einberufung der nächsten Tagung des vorbereitenden Abrüstungsausschusses auf Ende dieses oder Anfang des nächsten Jahres, ist aus dem neuen Resolutionsentwurf verschwunden, der nunmehr nur noch besagt, daß sich Loudon mit den in Betracht kommenden Regierungen in Verbindung setzen soll, um festzustellen, wann der günstigste Zeitpunkt zur Einberufung der nächsten Tagung des vorbereitenden Abrü stungsausschusses gekommen ist. Tagesneuigkeiten. Soldatenselbstmord aus Angst vor Strafe. ten Denkmales in La Targetto, wo General Susat und Klecanda über die über die tschechoslowakischen Kämpfe an der französischen Front sprachen. Der pietätvolle Akt wurde mit dem Einsetzen von Marmortafeln und mit dem Niederlegen von Stränzen beendet. vom Krankenhause ab, wohin sie einen Kranken überführt hatten. In dem Augenblice, als das Auto die Inapp beim Krankenhause die Straße überquerende Eisenbahnstrecke, die nicht durch Schranken abgeschlossen ist, passierte, wurde es Das unparteiische Gericht. Am 14. Feber I. J. von einem verschiebenden Laftzug erfaßt. Dottor war es in Altenburg in Thüringen zu einem division( Olmütz) wird mitgeteilt: Am 17. d. M. Walter so schwer verleht, daß er nach seiner Vom Kommando der siebenten Infanterie- worfen und auf der Stelle ge tötet und Doktor Stommunisten gefommen. Nun fanden die Ver Drlik wurde unter die Räder des Zuges ge- Zusammenstoß zwischen Stahlhelmleuten und erschoß sich der Storporal Paul D. von der drit- Ueberführung ins Spital den Berlesungen ten Eskadron des Reiterregimentes Nr. 6 in Broßnig mit seinem Browning. Den Selbstmord lag. Frau Delit kam mit leichteren Ververübte er in Munitionsmagazin. Die Ursache leßungen davon. des Selbstmordes ist wahrscheinlich Angst vor Strafe, die ihn wegen Betrugs emvartete. Das treffen fie gut- die Safenfrenzler. Bremen, 20. September. Im Laufe der letz „ Graf Zeppelin“ über Süddeutschland.ten Woche haben Mitglieder der nationalsoziali Friedrichshafen, 20. September. Das Luft- tischen Partei auf Personen jüdischen Aussehens zahlreiche Ueberfälle verübt. Unter anderen war schiff„ Graf Zeppelin" ist gegen 8 Uhr zu ſeiner auch ber brasilianische Konsul zu Bodent gehvor Fahrt über Süddeutschland gestartet. fen und geschlagen worden. Der Senat hat dem Konsul umgehend sein aufrichtiges Bedauern und feine lebhafte Entrüftung über den Ueberfall zum Ausdruck gebracht und eine scharfe Verfolgung der Täter zugesichert. * handlungen gegen die damis erruierten Gewalt täter statt. Gegen sechs Scommuniſter war die Auflage wegen Körperverlegung erhoben. Ein Arbeiter erhielt 2 Jahre Zuchthaus, die anderen Arbeiter Gefängnisstrafen von 3 bis 7 Monaten, zwei Angeflagte wurden freigesprochen. Wahrdie braven Halenkreuzler haben sich wahrschein fcheinlich haben die Kommunisten dreingedroschen, lich nicht gerührt. Familientragödie. Aus Wien wird unter dem 20. September gemeldet: Die Polizeikorre Der Oftrauer Lohnkonflikt. spondenz teilt mit: Heute wurde der 60 Jahre alte Regierungsrat a. D. und vormalige Ver Prag, 20. September. Heute, Donnerstag, Friedrichshafen, 20. September. Der Son waltungsrat der Zentralbank deutscher Sparwurden im Ministerium für öffentliche Arbeiten derberichterstatter des" WTB" meldet: Graf faffen, Dr. Ferdinand Artmann, im Verlaufe die Verhandlungen zwischen den Vertretern der Zeppelin" ist, wie bereits gemeldet, um 8 Uhr eines wegen finanzieller Schwierigkeiten entstan Direktorenkonferenz in Mähr.- Ostrau und den zu feiner zweiten Fahrt aufgestiegen. Das Luftdenen Streites zwischen ihm und seiner Ehefrau Vertretern des Bergarbeiterverbandes( Svaz schiff ist auch diesmal ordnungsgemäß und glatt von ihr erschossen. Frau Artmann hat sich so. hornika) und der Union der Bergarbeiter fort aus der Halle gebracht worden. Bald darauf Erst Sturm dann Regen. dann durch einen Schuß enileibt. Man vermutet, gesetzt. Die Verhandlungen dauerten von 10 ſetzten die Motoren ein, und es löste sich von Umgebung von La Hualteca, Elaquila, erlitten pelschneidigen Weidmesser ihrem Mann fünf daß Frau Artmann, die vorher mit einem dop Uhr vormittag bis 13.30 nachmittag, brachten Erdboden. Das Schiff schlug zuerst westlichen jedoch bisher keine wesentliche Aenderung der Kurs ein und kreuzt jetzt über dem Bodensee. Mexiko, 20. September. Nach aus Stichwunden beigefügt hatte, auch ihrem Sohne, Standpunkte der beiden Parteien. Auf Ersuchen Es ist anzunehmen, daß es die ersten 1% Stun Tempico hier eingetroffenen Zeitungsmeldungen der Vater und Wutter trennen wollte, leichte der Divektionsfonferenz wurde von Verhandlun- den in dieser Gegend bleibt, um Messungen und haben in der Gegend von Sangeronimo und Schnittwunden beigebracht hat. Nach den Mitgen am heutigen Nachmittag Abstand genommen. Prüfungen vorzunehmen und darauf seine eigentugpan an der Nordküste des Staates Veracruz teilungen Artmanns jun. herrichte zwischen den Die Festsetzung der Verhandlungen wurde im liche Reise über Süddeutschland antreten wird. schwere Ueberschwemmungen große Schäden an Eltern ein gespanntes Verhältnis. Da Messer beiderseitigen Einvernehmen auf Freitag 9 Uhr gerichtet, die auf fünf Millionen Dollars geschäßt und Revolver auf dem Bett der Frau gefunden vormittag festgesetzt. werden. Die Ernte ist zum Teil vernichtet. Zahl wurden, vermutet man, daß sie tatsächlich die reiche Gebäude wurden beschädigt. Flüsse sind aus Täterin gewesen ist. Da der Sohn bei der VerStreit der Lodžer Zertilarbeiter. den Ufern getreten, haben zahlreiche Häuser zer- nehmung ganz gebrochen war und sich nur teilstört und das Bich aus den Ställen mit forge- weise an die einzelnen Vorgänge erinnern Vor dem Generalstreit. schwemmt. Die Betroleumgesellschaften in der fonnte, war die Vernehmung überaus schwierig. Lodž, 20. September. Die Lodžer TextilUmgebung von La Hualtcoa, Elaquila, erlitten Er gab an, daß er gegen dreiviertel 7 Uhr früh, arbeiter, die seit gestern im Streife sichen, haben die schwersten Verluste. Docks wurden beschädigt als er noch im Halbschlaf lag, im Nebenzimmer Angesichts der ablehnenden Haltung der Induund mit Drahtseilen festgemachte Schlepptähne plößlich einen heftigen Wortwechsel hörte, in striellen, die auf die Forderungen der Arbeiter wurden von den Fluten losgerissen und hinweg- dessen Verlaufe auch zwischen den Eltern das nicht einmal geantwortet haben, beschlossen, mit Karlsruhe, 20. September. Um 11 Uhr geführt. Aus Ciudad Guzman im Staate Jalisco Wort„ Mörderin" fiel. Im nächsten Augenblick den übrigen Arbeiterorganisationen im Lodžer Be- 45 min. passierte„ Graf Zeppelin" in ziemlicher wird gemeldet, daß der Regen dort 72 Stunden frachten mehrere Schüsse. Entsetzt sprang er aus zirke Fühlung zu nehmen, um eventuell den Ge- Höhe Karlsruhe, und fuhr in nördlicher Rich deuerie und die Straßen unpaffierbar machte. dem Bette, riß die Türe auf und fah seinen neralstreit zu proklamieren. Gleichzeitig hat der tung weiter. Das Wetter ist stark nebelig, so daß der an der Westküste gelegene Hafen Manzanillo Vater in der Verbindungstüre stehen, in der rech Textilarbeiterverband an den Arbeitsminister ein das Schiff nur in seinen Umrissen zit erfenim Staate Colima ist gleichfalls von schweren ten Hand ein Messer haltend. Als er dem Vater Protestschreiben gerichtet, dem sich die anderen Ar- nen war. Stürmen heimgesucht worden. Die Lebensmittel- das Messer entreißen wollte, hatte er sich wahrbeiterorganisationen ebenfalls angeschlossen haben. zufuhr aus dem Innern ist abgeschnitten. scheinlich die Schnittwunden beigebracht, die ihm verbunden wurden. Der Vater fiel aber plötzlich um und war sofort tot. Im anstoßenden Speiseblutete aus einer Kopfschußwunde in der rechten zimmer lag seine Mutter auf dem Sofa und wurden im ganzen sechs Schüsse abgegeben. Die Schläfe. Wie die Polizeikommission feststellte, manns jun. schon seit langem Vorwürfe wegen Krankheit und Verdienstlosigkeit gemacht. Dazu wird noch gemeldet, daß die Regierung mit Rücksicht auf die drohende Ausbreitung des Streifes eine Vermittlungsaktion zwecks Beile gung des Konfliktes eingeleitet und heute eine Freiburg i. Breisgau, 20. September. Das Luftschiff„ Graf Zeppelin" erschien um 10 Uhr 20 Min. in langfamer Fahrt und mäßiger Höhe, über den Lorettoberg kommend, über der Stadt Freiburg, deren westliche Stadtteile es passierte, um nach etwa 10 Minuten in nordwestlicher Richtung mit Kurs auf Offenburg zu verschwinden. ** Friedrichshafen, 20. September. Um 12.17 Uhr befand sich das Luftschiff„ Graf Zeppelin" über dem Flugplatz Mannheim- Ludwigshafen und flog in der Richtung Worms. Eine blutige Ausstellung. Rom, 20. September. In der gestrigen Borschlag angenommen, den zehnten Jahrestag Sigung des Großen fascistischen Rates wurde ein Ausstellung zu feiern, die die ursprünge des Fascismus veranschaulichen soll. ministerielle Sonderkommission nach Lod; ent- aus östlicher Richtung fommend von zwei Flug der Gründung der Fasci durch eine fascistische Frau hatte ihrem Manne nach Angaben Artsandt hat. Um 13.15 Uhr erschien Graf Zeppelin" zeugen des Frankfurter Flughafens begleitet, über dem Weichbild der Stadt. Er flog ziemlich Reibereien an der polnisch- litauischen niedrig. in etwa 150 Meter Höhe und mit großer Geschwindigkeit und wurde von der Bevölkerung der Stadt mit großem Jubel begrüßt. Grenze. Zwei Minuten Lachen. Amerikanische Wiße. Die toten Genossen von Saiß. Aus In Stuttgart flog das Luftschiff zum Mähr.- Star Isdorf wird uns geschrieben: Gräberfriedhof, wo es über dem Grabe des Die Eisenbahnfatastrophe in Sait entriß uns Grafen Zeppelin mehrere Ehrenschleifen zog. Die zwei Lieblinge, zwei tüchtige Genossen, raubte Bevölkerung der Stadt und Umgebung hatte die den in Sorgen früh ergrauten Eltern, dem 70 um Sensation zu erregen. Man muß mit Roll. Sehr bald gibt es nur noch eine Möglichkeit, die Stadt umgebenden Höhen besetzt und brach Jahre alten Genossen Raimund Klenner, schlittschuhen über den Atlantik laufen. beim Anblick des Luftschiffes in brausenden Jubel das Softbarste, zwei brave Söhne". Aus aus. Große Begeisterung herrschte besonders bei den Schülern, welche für heute unterrichtsfrei das Luftschiff nach 5 Uhr in südlicher Richtung bekommen hatten. In etwa 150 Meter Höhe flog nach Ulm weiter. Warschau, 20. September. Wie aus Wilna gemeldet wird, haben die Bewohner des auf litau ischem Gebiete gelegenen Dorfes Bialolesie nächst der polnischen Grenze die litanische Grenzwache überfallen. Ein litauischer Soldat wurde getötet, während die anderen die Flucht ergreifen konnten. Die Angreifer bemächtigten sich der Gewehre und Munition und ergriffen die Flucht. Die alarmierten litauischen Grenzabteilungen haben die Verfolgung aufgenommen und ein hef tiges Gewehrfeuer gegen die auf polnischem Ge biete liegenden Wälder bei Bialolesie in der Annahme eröffnet, daß sich die Angreifer dort verschiff Graf Zeppelin" ist um 5 Uhr 28 Minuten Friedrichshafen, 20. September. Das Luft steckt haben. Die polnischen Grenzschutzabteilun glatt gelandet. 20 Minuten nach der Landung Angehörigen und Freunden und traten mit der gen haben infolgedessen strenge Bereitschaft. war das Luftschiff bereits in der Halle geborgen. Das Luftschiff war heute im ganzen 9 Stunden 26 Minuten in der Luft. Es hat eine Strede von über 1000 Stilometer zurückgelegt. Ein Unto unterm Laftzug. Die ersten zehn Gebote sind die schwersten! Sie helfen uns selbst dabei. Es ist leicht, die tüchtigsten Leute auszusuchen. Trümmern wurden die Brüder, der 21jährige Raimund und der 18jährige Rudolf man solch einen Menschen mit Spaghetti auffüttern Das Ueberraschendste an Mussolini ist, daß ihr Wunsch, nach drei Jahren den dreiwöchigen lenner, als verstümmelte Leichen geborgen. fonnte. Beide waren in Wien beruflich tätig und es war Urlaub bei den Eltern in der Heimat zu ver beide geltend wurde, verabschiedeten sie sich von bringen. Als der Ruf zur Arbeitspflicht für Hoffnung auf ein baldiges, freudiges Wieder sehen die Rückreise nach Wien an. Aber bevor noch die Wehmut des Abschiedes verwunden war, fam statt der ersten Grüße von Wien die unerwartete Todesnachricht. Das erhoffte freudige Wiedersehen wurde in eine tieftraurige, schmerzliche Wiederkehr verwandelt. Für die Eltern, Die nach einem arbeitsreichen Leben fast am Ende ihrer Straft sich fühlen, war diese Statastrophen meldung ein vernichtender Schlag. Ihre Kinder Viele Dinge, die früher Schande und Entchrung eintrugen, führen heute zu einem Filmvertrag als Filmbiva. Amnestie mit Hindernissen. Brüssel, 20. September. Die Regierung hat in dem Streben, die in der Regierungsmehrheit wegen der Amnestiefrage auftauchenden Differenzen hinauszuschieben, heute vorgeschlagen, die Ungarisch Hradisch, 20. September. Amnestievorlage einem Sonderausschusse zuzu Gestern, Mittwoch, nach 22 Uhr fuhr das Auto weisen. Dieser Vorschlag wurde angenommen. des Dr. Drlit aus Wessely a. March, in welchem Die Sozialisten und die flämischen Nationalisten außer dem Besißer dessen Gattin und Dr. Walter tot zu wissen, die einstige Stüße verloren zu sich. Er läßt seine Mitschüler alle Arbeiten für haben gegen die Regierung gestimmt. des Landeskrankenhauses in Ung.- Hradisch saßen, sehen, zerstör alle ihre Träume. Die Opfer sich machen!" Natürliche Veranlagung. Lehrer, irgendeine bestimmte Veranlagung?" ,, Beigt mein Sohn," so schrieb der Vater den bedingung für einen. Industrie magnaten in " Ja," lautete die Antwort, er hat alle Vor Freitag, 21. September 1928. Beratungsstellen für Auswanderer. 19. September traten in Breßburg die Vertreter der freiwilligen Organisationen für AuswanBeranlaffung des Minifteriums für foziale licher Berater für Auswanderer einberufen wurde. Es wurde beschlossen, ein Netz von lokalen Auswandererberatungsstellent in der ganzen Slowakei zu errichtent. Der Nußen moderner Verkehrsmittel. In der Bohrauer Straße in Breslan verfing sich Mittwoch ein Motorradfahrer in den Spiralen eines Kupferdrahtes, der von Elektrizitätsarbeitern quer über den Fahrdamm gelegt worden war. Der Motorradfahrer zog den Draht etwa 40 Meter mit sich fort, wobei dieser sich straff spannte und alles auf dem Fahrdamm und Bürgersteig mit sich riz. Außer einem Radfahrer wurden drei Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren mitgeschleift; sie erlitten schwere Quetschungen und Hautabschürfungen. Der Motorradfahrer fam mit dem Schrecken davon. Ein Erzbischof als Verführer Minderjähriger. Dieser Tage begann vor dem Strafgericht der polnischen Stadt Plozk der Prozeß gegen den Erzbischof Kowalski, den Führer der sogenannten mariavitischen" Settiererkirche, der unfittlicher Verfehlungen an minder jährigen Zöglingen des mariavitischen Klosters in Plozt beschuldigt wird. Neunundneunzig Zeugen wurden geladen, von denen fünfundachtzig erschie. nen sind. Der Präsident und der Staatsanwalt des Warschauer Appellgerichtes sind hier einge traffer, um der Verhandlung beizuwohnen. Zahl reiche Zeitungskorrespondenten haben sich eingefunden. Der Prozeß ruft große Sensation hervor und wird einige Monate dauern. Betätigungsfeld finden. Volkswirtschaft. Cette 5 Die Beratungen werden von allem die Zuderausfuhrfrage aus diesen Ländern betreffen. Die Blät= ter bezeichnen die Berliner Konferenz als letzten Versuch, Ordnung in den zerrütteten europäischen Budermarkt Abschluß der Lohnbewegung in Neudet- Rothar det hineinsubringen, sprechent ſich aber und die Kommunisten. Ein lehrreiches Beispiel dafür, wie die Kommunisten die Intereffen der Arbeiter schädigen. Nach zähen und langivierigen Verhandlun-) gen ist es dem Internationalen Metallarbeiter verband( Komotan) gelungen, die Lohnbewegung Abschluß zu bringen. Das Vorgehen der Kom in den Eisenwerken Rothau Nendek zu einem ntunisten brachte eine Reihe von Schwierigkeiten für die Arbeiter und Vorteile für das Unternehmen. Durch die Vereinbarung, welche vom Internationalen Metallarbeiterverbande abgeschlossen wurde, erhielten die Arbeiter folgende verlangten die Kommunisten in der Eingabe an den Unternehmerverband lediglich eine Lohnerhöhung von Kè 200.000.- für 3000 Beschäftigte, was einen Prozentsatz nach der Lohnsumme von nicht ganz einem Prozent entspricht. Dabei muß bemerkt werden, daß diese Lohn erhöhung nur für annähernd 200 Leute von 3000 Beschäftigten zu gelten hatte. Diese befinden sich ausschließlich in Neudek, während die Arbeiter in Rothau über einmalige Teuerungsaushilfe: haupt nichts erhalten hätten. Es ist jedem verVerheiratete Arbeiter und Haushal nünftig denkenden Menschen klar, daß natürlich die Einbringung einer derartigen Forderung den tungsvorstände über 18 Jahre. Kč 390.--Kč 390. Widerstand des Unternehmens bedeutend verstärkt Ledige Arbeiter über 20 Jahre Kč 250. Ledige Arbeiter unter 20 Jahre.. Kč 160.hat und daß die Schwierigkeiten für die Durch Kč 160.febung unserer Forderungen erhöht wurden. Weiter wurde ein Betrag von Kč 475.000.- Wenn man mit den Witteln des IV. zur Verfügung gestellt, welcher im Einvernehmen arbeiten wollte, müßten wir ganz mit den Vertrauensmännern aufgeteilt wird. offen die Frage stellen, ob dieje Der Rahmenvertrag, welcher seinerzeit von der Direktion in der Absicht, Verschlechterungen Forderung, welche für die Arbeiter schaft so große Nachteile beinhaltet, durchzuführen, gekündigt wurde, wurde wieder in aus untenntnis jedweder prattt. Kraft gesetzt. schen Gewerkschaftsarbeit- was gar vielleicht mit Absicht gefchehen it! Bei der Einstellung der Kommunisten, die sich von der weiteren Verelendung der Arbeiter klasse revolutionäre Erfolge erhoffen; ist alles über die Aussichten eines Abkommens sehr steptisch aus. Erhöhung der Schokoladepreise. Uns wird geschrieben: Die Schokoladenfabritanten sind den Zuckerbaronen sehr rasch gefolgt und haben ihre Produkte ebenfalls im Preise er höht und gleich recht ausgiebig. Natürlich; was man tut, soll man recht tun. So erhöhten sie den Preis für Feingebäck um 25, ungefüllte Schols lade um 50 und die restlichen Waren um 75 Heller per Kilogramm. Die Herren schreiben nun als Erwiderung auf eine Notiz der„ Bohemia": ,, Die billigste Schokolade enthält nicht 10 Prozent, sondern 65 bis 70 Prozent Zucker, die bessere Konsum- Schokolade 55 bis 60 Prozent Bucker und die feineren Schokoladen 45 bis 55 Prozent Zuder. Bei Konjum Schokoladen ist eine Preiserhöhung von 50 Heller per 1 Kg. gerecht. fertigt. Selbst bei einer Durchschnittsschokolade mit 60 Prozent macht die Zuderpreiserhöhung schon 36 Heller aus, dazu muß aber noch ber Mehrpreis für Umsatz- und Lugussteuer, sowie für Verkaufsspejen gerechnet werden, so daß cine Preiserhöhung von wenigstens 50 Heller per 1 g. faum ausreichend ist. Der letzte Satz ist köstlich und sein Urheber muß die Urteilsfähigkeit des Publikums aber munisten fähig find, nämlich vor den größten Es ist nun notwendig aufzuzeigen, weffen Stomia schon schlimm genug ware- oder schon sehr niedrig einschäßen, wenn er ihnen ein Verleumdungen nicht zurückschreden, ja sogar bereit sind, die Interessen der Arbeiter zu opfern, wenn es gilt, die freie Gewerkschaft zu bekämpfen. möglich! Wenn es troßdem möglich war, wenn auch unter großen Schwierigkeiten, die Bewegung erfolgreich für die Arbeiterschaft abzuschließen, so war dies nicht zuleßt auf die Ablehnung der kommunistischen Phraseure und auf die geschlossene Organisation der Eisenwertsarbeiter zurückzuführen. solches Argument" vorſept. Zunächst glauben vir kaum, daß die Schokoladefabriken jetzt schon berteuerten Zuder verarbeiten, vielmehr haben Prostitution beim Wallfahrtsort. Ein franwir alle Ursache zu glauben, daß sie sich hinlängzösischer Arzt, Dr. Armand Després, lich mit Zuder eingedeckt haben, als er noch billig Professor der medizinischen Falultät an der Uni war. Daraus ergibt sich, daß die Preiserhöhung Der zwischen dem Internationalen Metallversität Paris, veröffentlicht eine Untersuchung arbeiterverband und den Eisenwerfen Rothau für Schokolade augenblicklich überhaupt nicht ges über die Prostitution in Frankreich. Er schreibt Neudet im Vorjahr abgeschlossene Vertrag war rechtfertigt ist und die Zuckerpreiserhöhung nur darin, daß es unter den fünfzig Städten in am 1. Juli 1928 zweimonatlich fündbar. In der willkommene Vorwand ist, aus einer gegebenen Situation mühelosen und unverdienten Frankreich, in denen die Prostitution besonders einer Vertrauensmännerfißung wurde beschlossen, Profit zu schinden. 3weitens: Die Zuder start ausgeprägt sei, nur drei gebe, die keine diesen Vertrag zu fündigen und eine Lohnforde preiserhöhung beträgt im En groß- Handel 60 Hel Garnison hätten. Die eigenartigste von ihnen sei rung von 10 Prozent für die Affordarbeiter und ler per Kilo, das würde nach der eigenen Darzweifellos Cauterets in den Pyrenäen. In 15 Prozent für die Regiearbeiter zu stellen. Die Cauterets fämen bereits auf 107 Einwohner ein se o m munisten festen nun die zuge nun die Arbeiterschaft des Eisenwertes Neudet tilo durchschnittlich ausmachen. Sie erhö Ueber den Abschluß dieser Bewegung hat stellung der Schokoladefabrikanten 36 Heller per eingetragenes Mädchen, in Paris aber 6. B. erst in die Welt, daß die Arbeiterschaft in drei fast vollzählig besuchten Schichtver- hen den Preis aber durchschnittlich immer auf 609 Einwohner. Cauterets nimmt in dieser i ber diese Verhandlungen nicht in fammlungen entschieden. In denselben wurde nach ihrer eigenen Darstellung nicht um 36, Beziehung den dritten Play in Frankreich ein. formiert wurde. Erst lange Zeit darauf dem Ergebnis der Verhandlungen, welches der sondern um 50 Heller( 25+50+ 75= 150: 3 Worauf ist diese überaus hohe Verhältniszahl wurde von seiten des Internationalen Allgewerk Arbeiterschaft der Werke Neudek- Rothau der Prostituierten in einem fleinen, fast unbe- schafts- Verbandes an die freie Gewerkschaft das eine Bohnerhöhung von 1% W1110- preiserhöhung 14 Heller per kilo; bei dem großen 50) per Stilo und profitieren so an der Zuckerfannten Pyrenäenstädtchen zurückzuführen? In Verlangen gestellt, gemeinsam mit ihnen zu vernen gegenüber den von den Kommumsat also ein ganz annehmbarer Extraprofit. der Nähe von Cauterets liegt Lourdes, der handeln. In der Antwort darauf verlangte der berühmte französische Wallfahrtsort. Lourdes ist Metallarbeiterverband, daß die vom Internatio- nisten geforderten 200.000 bringt und Aber richtig, da fällt uns gerade noch rechtzeitig befanni geworden durch eine Grotte, in der 1858 nalen Allgewerkschaftsverband gestellten Forde welcher Betrag sich in einer ohnerhöhung ein, daß in dieser Preiserhöhung nach der Darangeblich die Mutter Maria erschienen ist, und rungen ihm übermittelt werden sollen. Am 19. on 8 bis 12 Prozent für die schlechter ftellung der Schokoladefabrikanten ja nicht nur zu der jährlich etwa eine halbe Million Menschen Juli d. J. wurden nun diese einge- bezahlten Arbeiter und in einer einmali- der erhöhte Zuderpreis enthalten ist, sondern auch pilgern. Da ist die Zahl der Prostituierten in brachten Forderungen übermittelt. gen Aushilfe für die gesamte Arder Mehrpreis für Umsatz und Luxussteuer, dem Nachbarstädtchen von Lourdes schon erklär- Bei Durchsicht dieser Forderungen beiterschaft auswirkt und in wel- fowie für Verkaufsspesen". cher auch gleichzeitig der Rahmenlich. Der hohen Geistlichkeit scheint diese Tat- var ersichtlich, daß es ungeheure Die Herren müssen eine besondere Rechenmafache übrigens noch nicht bekannt zu sein, sonst Schwierigkeiten bereiten wird, vertrag vom Jahre 1923 wiederum schine haben, deren Mechanismus für den gehätte sie doch wohl schon längst die Fest- diese Bewegung halbwegs günstig zwei fommunistische Stimmen) zugestimmt. anders ist das Resultat ihrer Berechnung nicht abgeschlossen wurde, einstimmig( gegen wöhnlichen Sterblichen ein unlösbares Rätsel ist, stellungen des Professors Deprés auf den Inder für die Arbeiterschaft abzuschließen. Bisher hat der JAV. fast alle Lohubeivegun zu verstehen. Die Umsatzsteuer für Zucker be gesetzt... Der fommunistische JAV. hatte dem Unter- gen ohne Erfolg für die Arbeiterschaft oder gar trägt pauschaliert 5 Prozent, für Schokolade 2 Komödiant Mussolini. Ein Mussolini- Film nehmerverband einen Vertrag übermittelt, mit einer Niederlage derselben abschließen müssen. Prozent. Sie erhöht sich ebenso wie die Luxus wird augenblicklich in Italien vorbereitet. Die der ungeheure Verschlechterungen gegenüber Er hat dabei mit großen Worten und Gesten den steuer, doch nur um jenen Betrag, der auf die Titelrolle wird, nach einer Mitteilung der ,, Literadem alten Vertrag aufzuweisen hatte. Anschein zu eriveden versucht, als wäre im Breiserhöhung des Zuders entfällt und da ist rischen Welt", vom Duce persönlich dargestellt. Adam Für seine großen komödiantischen Fähigkeiten In dem Vertrag, der für die Werke Rothau wirklich an der Beſſerſtellung der Arbeiterschaft nun eben 5 Prozent von 50 Bellern, nach Aban wird Mussolini hier zweifellos das geeignete Neudet am 2. Auguſt 1923 abgeschloffen und von gelegen. Das Borgehen bei den Werken Neudet Riese nicht mehr und nicht weniger als 2.5 Seller seiten der beiden Direktionen Neudet und Rothau Rothau hat jedoch gezeigt, daß die Ueberreichung und dieses Ergebnis verschiebt sich auch bei der Ein Denkmal für Eduard Süß. Auf dem am 1. Mai 1927 gefündigt wurde, war für die der Forderung, die diese Gewerkschaft aufgestellt Qurussteuer nicht wesentlich und wenn man selbst hat, schon ein Verbrechen an der Arbeiterschaft Verheirateten, welche für seinder zu sorgen alles in allem 5 bis 6 Heller rechnet, so verbleiSchwarzenbergplatz in Wien wurde aus Anlaß hatten, für je ein sind eine Zulage von Ke 1.- bedeutet und hat ſo recht deutlich die Gewerk ben immer noch 8 bis 9 Heller per Stilo, für des Geologenfongresses das von Franz Seibert geschaffene Denkmal für den Schöpfer der eritener Schicht vorgesehen. Des weiteren erhielten fchaftsarbeit diefer Organisation gekennzeichnet. welche die angeblich erhöhten Verkaufsspesen keine die Verheirateten eine monatliche Quartierzulage In der Geschichte der Geert- ausreichende Erklärung geben fönnen. Wodurch Wiener Sochquellenleitung, Prof. Eduard Süß, die Brohe von Kč 15.-. Der von Inter- schaftsbewegung dürfte eine der; und durch welche Umstände bedingt, die VerkaufsSöhe enthüllt. Bürgermeister Sei, der das Denkmal nationalen Metallarbeiterverband nach dem 1. artige Vorgangsweise weder be spesen überhaupt sich erhöhen, ist selbst bei tun im Namen der Gemeinde Wien übernahm, ge- mai 1927 an den Unternehmerverband über den Gelben noch bei den chriftlichen lichst wohlwollender Beurteilung schlechthin nicht dachte in seiner Ansprache des Wirkens Tük' als reichte Rahmenvertrag sah eine Erhöhung dieser Gewerkschaften zu verzeichnen sein. zu ergründen. Aber aus der Darstellung, der Süß' Es bleibt den revolutionären Kom Beträge auf Kč 1.50 und K8 50.- vor. I m Herren Schokoladefabrikanten geht noch ein ande Massenauftreten von Kinderkrankheiten. Gestern tommunistischen Vertrag wurde Vertrag wurde munisten vorbehalten, zu zeigen, res hervor. Die Herrschaften stellen selber fest, früh mußte die Volksschule in Wichendorf bei Berbieie Zulage überhaupt nicht er- daß durch die bloße Einbringung daß der Zuckergehalt der verschiedenen Sorten lin geschlossen werden, weil von 140 Schülern 60 einer Forderung ihrerseits der Schokolade zwischen 45 und 70 Prozent beträgt, wähnt, es wäre also die Arbeiter Arbeiterschaft wesentliche VerBerdas heißt also, daß in den billigen Schokolade fehlten, die. an Diphterie, Scharlach und Wajern schaft durch die Kommunisten um crfrankt waren. Nach dem Erlöschen der Seuchen schlechterungen zugefügt werden sorten nahezu dreiviertel Zucker und der Rest diese Beträge gebracht worden. Für soll sogleich die neugebaute Schule bezogen werden, die Arbeit am Samstag ab 12 Uhr mittags sollen. Kafao und Wasser enthalten ist. Nun foſtet die um jed: Infektionsgefahr durch die alten Serhielten die Arbeiter nach unserem Vertrage billigste Schokolade im Detailhandel 16 bis 18 K räume zu vermeiden. Ueberstundenprozente. Nach dem per Milo und der Kakao, wie er für diese Sorten verwendet wird, zirfa 25 Kronen. Da der dritte tommunistischen Vertrage sollte Teil dieser Schokolade aus Kafao besteht, entfalauch diese Mehr bezahlung in Weglen somit zirfa 8 Stronen auf diesen. Dreiviertel fall kommen. Eine Pause für die ArbeiKilo Zuder fosten für die Schokoladefabrikanten terschaft sollte nach dem Vertrage des sicher feine 4 Stronen, so daß also der MaterialJAV. in der Tauer von 15 Minuten erst bei Leistung von Ueberstunden in Betracht Auch die im kommuniſtiſchen Lager stehende preis nach dieser Aufstellung, die sich auf die Anfommen. In unserem Vorschlag für den neuen Arbeiterschaft muß aus dieser Vorgangsweise gaben der Fabrikanten selbst stüßt, etwa 10 StroVertrag wurde für die Arbeitszeit von 10 Uhr ihre Schlüffe ziehen und erkennen, daß die nen betragen würde. Dies ist aber beſtimmt viel nachts bis 6 Uhr früh ein Zuschlag von 35 Heller ehrliche Vertretung der Arbeiter zu hoch gegriffen und man kann ruhig die Kosten die Stunde verlangt. Die stommunisten interessen nur in der freien Ge- der Verpackung und der Reflame als in diesen Riesenauto und Babyauto. verlangten jedoch für die ganze wertschaft zu suchen ist und muß sich, Preis enthalten betrachten. Es bliebe also immer Der Besiger eines riesigen, mit allen Schikanen Schicht, also für acht Stunden, sage wenn wir den fommenden Kämpfen gerüstet ent noch eine Spannung von 6 bis 8 Stronen per ausgestatteten gugusautos strich im Vorbeifahren an und schreibe 50 Heller. Die Lohnzah gegensehen wollen, den freien Gewerkschaften an- Kilogramm offen und bei anderen Sorten gewiß einem Babyauto von oben her recht nachlässig seine lung, die jetzt während der Arbeitszeit vor schließen. Für die Metallarbeiter, die von der noch mehr. Man braucht kein ungläubiger Tho 3igarrenasche ab und traf den Stopf des Babyfat genommen wurde und auch im Vertrage so fest zerfeßenden Tätigkeit des JAV. noch ziemlich mas zu sein, um daran zu zweifeln, daß der Arrers, der zornig aufschaute. gefeßzt ist, sollte nach dem kommunisti verschont geblieben sind, muß dieser Vorfall Be- beitslohn eine hinreichende Erklärung für diese Entschuldigen Sic, bitte", rief der erhabenechen Vorschlage nach der Arbeitsweis dafür sein, ihre ganze Kraft dafür einzu Spannung bilden kann. Hingegen aber geben die Raucher von seiner Höhe herab,„ ich glaubte, Sie zeit vorgenommen werden. Dies sind setzen, alle Arbeiter dem Internationalen Wietall- Jahresberichte der Schokoladeindustrie und die wären ein Aschenbecher!" nur die argsten Verschlechterungen, arbeiterverbande zuzuführen, damit er, ohne nach ausgeschütteten Dividenden darüber hinreichenden die von den Kommunisten beim Unterrechts und nach links zu schauen, auch für die Aufschluß. In diesem Zusammenbange wollen nehmerverband verlangt wurden. Zukunft imftande ist, wettere Erfolge für die wir noch feststellen, daß die menschenfreundlichen War schon die Ueberreichung des Nahmenver Arbeiterschaft zu erzielen. trages ein Verbrechen an der Arbeiterschaft, so bedeutete die überreichte Lohnforderung noch weit mehr. In Zeitungen Angeklagter: Das stimmt auch, Herr Rat. und Flugblättern wurde von seiten der KomAber drei Strofobile hatten mich schon munisten darauf verwiesen, daß eine Wohnerdie ganze Nacht hindurch verfolgt. Die höhung von 20 30 Prozent gerechtfertigt wäre. fielen mir auf die Nerven und da mußte ich wohl Dort obey, wo sie die Forderung in die Tatsache umsetzen sollten, oder übel auf die Laterne flüchten." Politiker und Geologe. Humor. Erscheinung. Junges Mädchen:„ Was würden Sie von Ihrem zukünftigen Gatten fordern. Reichtum, Fähigkeit oder gute Erscheinung?" Alte Jungfer:„ Erscheinung, meine Liebe! Aber er muß bald erscheinen!" Weiße Mäuse. Richter. Der Beamte sayt aber, daß Sie in Ihrer vollkommenen Truskeuheit oben drein noch auf einen Laternenpfubt fletterten." Dadurch hat sich der Allgewerkschaftsverband als großer Schädiger der Arbeiterinteressen entpuppt und ist es Aufgabe der klassenbewußten Arbeiterschaft, cine derartige Orga nisation genau so wie die Gelben und wie alle Arbeiterschädlinge zu behandeln und zu bekämpfen. Beratungen der Zuderindustriellen in Berlin. Schokoladefabritanten, die so rass Anschluß an di Zuckerbarone gefunden haben, in der Lohnfrage ihrer Arbeiter ein bedeutend langsameres Tempo einhalten und sich hartnäckig weigern, ihren Arbeitern eine Lohnerhöhung von 8 bis 10 Kronen per Woche zu gewähren, obwohl die eben einfeßende Weihnachtskonjunktur dieser Induſtrie eine weit höhere Lohnerhöhung durchaus vertraBerlin, 21. September. Heute beginnt hier die Internationale Zuckerkonferenz, an der Vertreter der Zuckerindustrie der Tschechoslowakei Deutschlands und Polens teilnehmen werden. gen würde." Sefte 6. Bereinigung der zwei Unternehmer am Scheidewege". Sonntag, 2½ Uhr:„ Das verbände. Wie die bürgerlichen Blätter mitteilen, hat der deutsche Haupiverband der Industrie( Teplitz) den Beitritt zum tschechoslowakischen Industriel lenverband( Prag) beschlossen. Der Hauptverband geht jedoch im Prager Verband nicht auf, son dern bleibt mit allen seinen örtlichen Organisa tionen erhalten und wird als Ganzes Witglied des Prager Verbandes. Der Zusammenschluß der beiden Unternehmterverbände ist von Bedeutung auch für die Arbeiterschaft, die nun einem ge schlossenen Gegner gegenübersteht. Dreimäderlhaus"; abends 8 Uhr( 234--2): ,, Glektra". Montag: Ensemblegastspiel des Burg iheaters, 7% Uhr:„ Der Schwan". Literatur. Freitag, 21. September 1928. teiligung der elsässischen Turner. Das Fest wurde am Samstag durch ein Nachtfest auf öffentlichem Gustav Leutelt„ Das Buch vom Walde".( Paul Blake eingeleitet. Auf einer Freilichtbühne wurden bis um Mitternacht 22 Programmnummern Sollors Nachf., Verlagsbuchhandlung Rei- Pyramiden, Tanz, Gymnastik usw. abgewickelt, Spielplan der Kleinen Bühne. Freitag: chenberg.) Gustav Leutelt ist nicht aus Wianier Pyramiden, Tanz, Gymnaſtik uſw. die ungeteilten Beifall fanden. Broadway". Samstag:„ Das Frühlings- oder Mode Heimatdichter geworden, er ist es im Zum Sektionsturnen am Sonntag Früh traten mädel". Sonntag, 3 Uhr: 3ur geft. Ansich t"; abends 7% Uhr:„ Der ideale Gatte". Montag: Broadway". Aus der Partei. Jahresversammlung der Bezirksorganisation Prag. Die Bezirksorganisation Prag der Deutschen sozialdemokratischen Partei hielt weittwoch im Partei hielt Weittwoch im besten Sinne des Wortes. Die Heimat, das Isergebirge, wurde ihm zum Erlebnis, das nach Gestaltung drängte. Nach den Romanen, deren eigentlicher Held immer wieder die Landschaft war, legt Leutelt nun ein schmales Büchlein vor, in dem der Mensch völlig hinter der ewigen Natur, hinter dem Geheimnis der Landschaft zurücktritt und dieser ein Syminus in Brosa gesungen wird. Es ist wahrhaftig ein gewag tes Beginnen, reine Schilderungen in Buchform zu geben, auf alle betonte Handlung zu verzichten; Leutelt darf es wagen, denn in seiner naturnahen Dich terphantasie lebt der Wald, leben die Berge, wird terphantasie lebt der Wald, leben die Berge, wird die Schilderung zur Handlung, zum Erlebnis. Das einer großen Liebe zur Landschaft und des Dichters ganzes Wesen erklärt sich aus ihm besser als aus biographischen Daten. Heimat, du Wald in Wäl dern, wipfelmecrumbrandetes Eiland meiner Kindheit!" hebt dieser Gesang an die blaudunklen Wälder des Jsergebirges an und man glaubt es nach der Lektüre des Büchleins dem Dichter, daß ihn von Kindheit an nichts so erlebnistief ergriffen hat, wie die Landschaft, der er gehört, die ihn formte. Der geschmackvolle Buchschmuck ſtammt von E. Entz 50 Sektionen an. Darunter auch die ausländischen Gäste. Sehr gut schnitten in den gewissenhaft ausgetragenen Wettkämpfen die Elsässer ab. In der gegen Mittag im Stadttheater stattgefundenen Fest. versammlung fand der Gedanke des Arbeitersports begeisterte Fürsprecher. Die Sozialistische Arbeiter Sport- Internationale war vertreten durch den Ehrenpräsidenten Bridouy( Brüssel). Der Fest 3g am Nachmittag war für französische Verhaltnie überwältigend. Unter den vielen Fahnen der Sportfler befanden sich auch 80 der Gewerkschaften. 3000 Turner und Sportler zeigten auf dem Place de la Republik Freiübungen nach den Stängen der Musik, gelungene Ausführung außerordentlichen Beau fanden. Straßenbahn und sonstiger Verkehr war während dem Festmarsch und Freiübungen gesperrt. Den Sonntagsabschluß bildete wieder ein Nachtfelt mit ausgewähltem Programm, Massen von Zuschauern und iebhaften Beifallsfundgebungen. über die Lohnverhältniffe im Bergbau für das großen Saale des Odborovy dum ihre diesjährige Buch ist im Grunde ein Bekenntnis, das Geständnis die durch diese Neuheit für Frankreich und durch die Lohnverhältnisse im Bergbau für das Jahr 1927. Die joeben erschienene Nummer 102-104 ( tschechische Ausgabe) der Mitteilungen des Sta tistischen Staatsamtes bringt ausführliche Daten Jahr 1927. Aus diesen Mitteilungen entnehmen Jahres- Hauptversammlung ab. Der Besuch war sehr wir, daß im Jahre 1927 im Bergbau durch zufriedenstellend. Aus den Berichten des Bezirks schnittlich 110.377 Arbeiter beschäftigt waren( da- vertrauensmannes Genossen Schönfelder war zu ent von 78.067 untertags, 32.310 obertags), die im nehmen, daß die Bezirksorganisation Prag im verganzen 29,328.854 Schichten verfuhren; es entfielen daher auf 1 Arbeiter 266 Schichten. Vergangenen Jahre eine Erhöhung des Witglieder fäumt wurden 6,046.688 Schichten( größtenteils standes um 12 Prozent zu verzeichnen hat. Die infolge Absatzmangels, Waggonmangels und in Tätigkeit der Bezirksorganisation war sehr mannig folge unvorgesehner Betriebsstörungen, nämlich faltig. Manche neue Form der Veranstaltungen hat 18.6 Prozent, und infolge Krankheit( 32.7 Pro- sich bewährt. Aus dem Kassabericht des Genossen jent) aller versäumten Schichten). Die GesamtSiegl war zu ersehen, daß auch der Warkenum. summe der Löhne, Naturalbezüge und der besonderen Geldbeihilfen der Arbeiter betrug Kronen fat gesteigert werden konnte. Es berichteten ferner 1.200,410.699, die Gesamtsumme der Abzüge Genossin Hadenberg für die Franenorgana 86,458.742 Kronen. Im Jahre 1927 waren im tion, Genossin Weinfeld für die Jugendlichen Bergbau 4765 Aufseher beschäftigt, deren Barbezüge im ganzen 109,877.828 Kronen und deren und Genosse Schimmel für die sozialdemokratische Naturalbezüge 6,163.434 Stronen betrugen. Die Studentengruppe. In der Debatte sprachen die Mitteilungen" find in allen Buchhandlungen für Genossen 2ahmer, Köhler, Deutsch und die 3 Kronen erhältlich. Genossin Deutsch. Devisenturie. Prager Kurse am 20. September. 100 holländische Gulden 1 Pfund Sterling . Gelb Zum nächsten Punkt der Tagesordnung,„ Di e Wahlen in die Bezirks- und Landesvertretungen" referierte Genosse Dr. Strauß, der zunächst über die politischen Folgen der Verschiebung der Wahlen sprach. Die Taten der Bur gerregierung und die in den letzten Wochen einsetzende Teuerung haben die Massen der Arbeiter und Angestellten zur Besinnung gebracht. Wir fönnen mit der größten Zuversicht in den Wahlkampt gehen. Genosse Dr. Strauß bespricht dann noch die Vorarbeiten zu den Wahlen, die in der Bezirks59.05 59.55% organisation Prag zu treffen sind. Die diesbezug lichen Vorschläge der Exekutive fanden ungeteilte Zustimmung. Ware 1850.25 1356.25 802.32 S06.82/ 2 467.60 470.60 648.02 651.02 168.17 164.17 175.77 177.17% 88.85 132.46 100 Reichsmart.. 100 Belgas. 100 Schweizer Frants 100 Lire.. 1 Dobar. 100 französische Frants 38.65 181.26 100 Dinar. 100 Vengös. 100 polnische Bloth 586.60 376.80 473.50 100 Schilling. 589.60 879.80 476.50 Mitteilungen aus dem Bublikum. Das Ende des Waschtages! Die moderne Hausfrau hat es nicht nötig, ein oder zweimal im Monat die Schrecken des Waschtages zu erdulden. Jede Woche ein bis zweimal läßt sie die schmutzige Wäsche über Nacht weichen, stellt sie, während das Mittagessen loch:, mit ,, Radion" in faltem Wasser zu und hat in einer Stunde schneeweiße Wäsche! Einweichen, tochen, gut schweifen und trocknen das ist alles, jebe Mehrarbeit unnüh. Kunst und Wissen. Ueber den Reichsarbeitertag in Karls. bad 1929 spricht sodann Genosse Schönfelder. Auch hier werden die Vorschläge der Erefutive über die Vorbereitungen der Karlsbad Fahrt der Prager Bezirksorganisation angenommen. Der Vorschlag der Reichskonferenz auf Einfuh rung des Kampffonds in Form erhöhter Beitrage wurde einstimmig zum Beschiuß erhoben. Bei den darauf stattfindenden Wahlen in die Bezirksvertretung wird Genosse Richard Schönfelder wiederum zum Bezirksvertrauensmann, Genoffe Sieg I zum Raffier gewählt. mann. Preis geb. 38.80. fr. Mitteilungen des Vereines für Geschichte der Deutschen in Böhmen. Heft 1-2 des 66. Jahrg. dieser bistorischen Zeitschrift ist erschienen. In einem Zeitauffat behandelt Prof. Dr. Weizsäcker den Einfluß des deutschen Rechtes auf die böhmische Rechtsentwicklung. TOURIST Vereinsnachrichten. TEREIN Touristenverein„ Die Natur freunde", Ortsgruppe Prag. 23. September: Abfahrt Weinberge 7.04 Uhr nach Ričan. Wanderung Böhmisch- Brod. Führt Gröger.-Mittwoch, den 26. September, balb 7 Uhr abends, Siyung im Verein deutscher Arbeiter. Nächster Vereinsabend Mittwoch, den 3. Oltober im Café Nizza". Die Fahrt nach Stuttenberg wird auf den 14. Oktober verlegt. Rote Fallen, Prag. Sonntag, den 23. ds. um halb 9 Uhr vormittags an der Endstation der er Elektrischen in Koschirsch. Benachrichtigt alle! S. J., Prag. Heute abend um halb 8 1hr im Saale der GEE. Probe für Schelesen. Neue Spicie und Reigen werden eingelernt. Vergeßt Eure Instrumente und Liederbücher nicht. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes, sich heute einzufinden. Genossen, lefet und verbreitet die Arbeiterpresse. Sport* Spiel* Körperpflege Der Ameisenhausen. Berlin, 20. September. „ Die Glocken von Corneville", Operette von Robert Planquette. War die Neueinstudierung dieser französischen Operette wirklich no wendig? Der seichtere und anspruchslosere Stil des Franzosen dürfte wohl bestimmend gewesen sein, ihn Seit einem Vierteljahr„ klären" sich die Verund sein Werk der Strauß'schen Operettenkunst vorhältnisse im Berliner Arbeitersport. Diese lange zuziehen, um dem Publikum gefällig zu sein. Blan Beit mag vielleicht etwas ausgedehnt vorkommen, sie quettes Musiquette„ Die Glocken von Corneville" ist aber in den total verworrenen, um nicht zu jagen behandelt übrigens in mehr phantastisch- dramatische: verkommenen Zuständen in Berlin begründet. als operettenmäßig burlesker Weise die Schuld und Sühne eines Betrügers und Geizhalses, der durch die Glocken von Corneville seinen Richter findet. Die Aufführung der Operette hat nun auch an dem französischen Beispiel gezeigt, daß der moderne Opevettensänger im Durchschnitte für die gesanglich anspruchsvollere ältere Operette nicht mehr entsprechend befähigt ist. Darum gab es wohl auch diesmal eine gemischte Besetzung, jalb opern und halb operettenmäßig. Nur passiert es dann bei solchen Experimenten, wie eben auch vorgestern, daß auf der einen Seite die Sänger gut und die Darsteller mangelhaft und umgekehrt auf der anderen Seite die Schauspieler ausgezeichnet und die Sänger unzureichend sind. Wirklich ganz am Plaze waren nur: Frau Eise Lord, die dant ausgezeichneter stimmlicher Schulung eben auch in der älteren Operette erfolgreich zu wirken ver Der Montag war der Tag des Einzelturnens, der Leichtathletik und Spiele. Im Einzelturnen er rang C. Seeb( Straßburg) den ersten Preis. Das Fußballspiel Frankreich gegen Proving Flanders ( Belgien) fiel 3: 1 für Frankreich aus. Im Korb. ballspiel gewann Frankreich 46: 10. In der Leicht. athletit erwiesen sich die Pariser Sportler überlegen. In die zweiten und dritten Plätze teilten sich abwechselnd Straßburger und belgische Sportler. Auf machung, Beteiligung und Verlauf der Gesamtveranstaltung waren gut, ebenso die Gastfreundschaft gegenüber den ausländischen Gästen. Rudern und Paddeln im ATSV. Deutschlands. Der erfreuliche Aufschwung, den die Wasserfahrtbewegung im Arbeiterturn und Sportbund in den letzten Jahren genommen hat, ist auch in diesem Jahre nicht zum Stillstand gekommen. Troß der Schwierigkeiten, die gerade in Arbeitersport. kreisen der Ausbreitung des verhältnismäßig teuren Bootsports enigegenstehen, sind bereits über 7000 Mitglieder in der Wasserfahrsparte des ATSV. vereinigt. Den Vereinen und Mitgliedern stehen bis jetzt weit über 3000 Voote zur Verfügung, eine außerordentlich hohe Zahl, wenn es sich dabei auch in der Hauptsache noch um die leichteren und billigen Kanus handelt. Die Vereine sind jedoch fast überall ant Werk, Ruderboote anzuschaffen, um auch den Mitgliedern, die finanziell zur Anicharfung eines Bootes nicht in der Lage sind, die oftive Sportbetätigung zu gewährleisten. RAY ANNEN VAINERS WERE KINO- PROGRAMM[ Yom 21. September bis 27. September 1928: Wran Urania- Kino Einziges deutsches in Gra ZIRKUS" 2076 Vet.-0.429 Weltberühmter Film des lachenden Philosophen CHARLIE CHAPLIN. LIDO BIO Philosophin Mája. 2901 Liebesroman in 10 Akten. ANITA JANOV u. M. NORMAN. Wo verkehren wir? Café„ Continental", Prag, Graben Café„ Nizza" Kgl. Weinberge, Fochova 27. Unser Stammlokat. 1.6 daß das unter Leitung unseres Parteifreundes Dehlschläger stehende neue Arbeitersporttariell jezt schon 32 Vereine betreut, zu denen sich die Na turfreunde, die Samariter und der Verein des " Freien Seglerverbandes" gefellen. Insgesamt sind von den 45.000 Arbeitersportlern Berlins 15.000 freiwillig zum neuen Kartell gekommen. Wit dem Ablauf der Erklärungsfrist, die der Bund den Wie lagen die Dinge? Nachdem die Kommun Vereinen stellte, wird noch eine große Anzahl weitesten im Parteileben und in den Gewerkschaften abgerer Vereine hinzukommen. wirtschaftet hatten, nachdem sie hundert Nebenorga Interessant und für die geistige Verfassung vie nisationen gründen mußten, um überhaupt nur ihre ler Arbeitersportler bezeichnend ist, daß in vielen Schäflein bei der Stange zu halten und neue gewin- Vereinen völlige Unklarheit über die organen zu können, warfen sie sich mit aller organijatori nisatorischen Zusammenhänge besteht. Wan hält die schen Macht auf die Arbeitersportvereine. Mehrere Auflösung des bisherigen Startells tatsächlich für eine Parteisekretäre wurden eigens zur Bearbeitung die Gewaltmaßnahme der Zentralkommission für A: jes Gebietes angestellt die Hetze ging 19! beitersport und Körperpflege, protestiert fortwährend Alles, was sich zur Sozialdemokratie redynete, wurde mit den Kommunisten mit- und diese ergaunern RESTAURANT HOFMANN unter die Beine genommen, mit den parteigenöt sich so ihre Mehrheiten. Zu bedauern ist dabei nur, schen Sportlern sollte der Arbeiter- Turn- und Sportdaß beispielsweise der Arbeiter Radfahrer der fommunistischen Sportparteisekretäre auch info fast untätig der Entwicklung der Dinge zusehen. bund getroffen werden. Das gelang den Trabanten bund und der Arbeiter Athletenbund weit, als viele, viele der im jugendlichen Alter stehen Einige Abteilungen der Radfahrer sind fest beim den Arbeitersportler auf den kommunistischen Leim neuen Kartell, in den anderen Abteilungen wehren frochen. Als die Heße schließlich so weit ging, daß sich„ Bundestreue" verzweifelt gegen ihre Feinde. griff der Bund energisch ein. Es kamen Ende Juni die Beschlüsse des Bundestages in Leipzig, die scharf gegen alles, was mit der kommunistischen Partei 3. jammenarbeitet, Stellung nahmen und den Bundesvorstand mit weitgehenden Vollmachten ausstatteten. langjähriger Oberkeliner des..Goldenen Kreuzel" Prag VII., Vinařská 19. Pür billige, reichhaltige Menus. erstklassige Getränke und Bedienung ist vorgesorgt. Gastwirtscha 5535 8137 mag, und Herr van dem Brud), der seiner eine glatte Sabotage gegen den Bund heraustam, Von den Athleten ist im neuen Startell gar nichts ECDYAUME größeren Aufgabe ebenfalls stimmlich und darstelferisch gleich gewachsen war. Die von der Oper aushelfenden Sträfte, Fr. Rohne und Herr Fuchs, sangen zwar sehr schön, vermochten sich dogegen darstellerisch ien dem leichteren Stil nicht zurecht zu finden. Ausgerechnet die tragischeste Rolle der Operette war unserem besten Komiker, Herrn Fleischmann, anvertraut worden, der sich in ihr nicht sehr wohl fühlte und erst im dritten Atte mehr aus sich herausging. Waigand dirigierte, aber ohne das richtige leichtbeschwingte Brio; van dem Bruch führte die Regie. Das Theater war zwar ausgezeichnet besucht, der Beifall aber nur mäßig. c. j. Einfluß des kommunistischen Landtagsabgeordneten zu merken. Sie stehen offenbar so stark unter dem und„ Schwerathleten" Sellheim, daß sie für ihre Gesundheit fürchten. So steht's in Berlin. Die kommunistischen Vereine und die kommunistischen Parteisekretäre bestret. ten zwar, eine Filiale der Roten Sportinternationale aufmachen zu wollen. Sie wollen vielmehr, wie sie sagen geschlossen für die Wiederaufnahme fämpfen". Berlin wird sich also noch auf allerlet gefaßt machen können. ( Gen Wilhelm Opatrno) Täglich PRAG II.. Hubernské Konzert. Nr. 7. DRUCK- U. VERLAGSANSTALT GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG empfiehlt sich den p. t. Behörden. Vereinen, Organisationen. Gemeinden und Kaufleuten zur Herstellung von Drucksorten wie: Tabellen. Büchern. Broschüren. Zeltschriften. Zirkularen. Mitgliedsbüchern, Einladungen, Plakaten. Flugschriften. Fakturen. Briefpapieren asw. I solider and rascher Ausführung. Setzmaschinenbetrieb and Rotationsbetrieb. |||| Dieses energische Vorgehen hat nun das Berliner Arbeitersportlager wie einem Ameisenhausen aufgestöbert, wenigstens soweit die Kommunisten in Frage kommen. Ihnen halfen jetzt alle Protestresolutionen und alle Bekenntnisse zur Bundestreue"( die sie jetzt mit einem Male bei sich entdeck ten!) nichts: der Bund griff durch und schmiß die lästigsten und großmäuligsten Leute hinaus. Ueber all schlossen sich die bundestreuen Sportler fest zuDas franzöfifche Bundesfest sammen, und der Hort, der Stützpunkt für wahren gestaltete sich zu einer machtvollen KundAbonnementsausgabe. Die bisherigen Abon- Arbeitersport wurde die„ Freie Turnerschaft Groß gebung. Die Stadt ville gehörte in diesen IN TEPLITZ SCHONAU nenten werden darauf aufmerksam gemacht, daß Verlin", ein Verein, der bereits vor Jahren als Tagen dem Arbeitersport. Der gesamte Gemeindeihnen ihre Plätze bis einschließlich Dienstag, den Gegengewicht gegen den immer mehr ins kommuni- rat, Partei, Gewertschaft und Genossenschaft wettTISCHLERGASSE NR.& 25. ds. gewahrt bleiben. Die Startenausgabe an stische Fahrwasser abrutschenden Verein Fichte" eiferten in der Unterstüßung der Arbeiterturner und die neuen Abonnenten erfolgt ab Samstag, den wurde, und der jetzt bereits über 5000 Witglieder sportler. Ohne diese Zusammenarbeit wäre die Herausgeber: Dr. Ludwig Czech. mustergültige Organisation des Festes kaum möglich Druch: Deutsche Zeitungs- Aktien- Gesellschaft in Brog Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß. Prag. Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. In den Verwaltungsbezirken Berlins jammel- gewesen. Vom Ausland nahmen belgische, tschechtFreitag( 232-4), 7 Uhr: Das Wintermärten sich die aus kommunistisch verseuchten Vereinen sche und holländische Arbeitersportter an der Veran- Für den Druck verantwortlich: Oto Solik, Prag chen". Samstag( 233-1), 7% Uhr:„ Der Arzt hinausgeekelten Bundestrenen in neuen Vereinen, so staltung teil. Lebhafte Freude erregte auch die Betrettion mit Erlaß Nr. 127.451/ VII/ 27 ant 14. tai 1927 dial. Die Zeitungsmarkenirantatur wurde von der Post- u. Telegraphen 29. dg hat. •