Nr. 296. 296. H Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post: Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. d Ca Jdress 12 15. Jahrg. Vorwärts Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Koloneis geile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jon Pedro Fernsprecher: Amt I, nr. 1508. Berliner Volksblaff. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Vom Unternehmer- Terrorismus. Sonntag, den 18. Dezember 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. fichtsbeamten, ja selbst für die Unternehmer, männer und der sich an diese wendenden Arbeiter gehen sie hervorgehoben! Doch auch hiervon bekommt man im Reichs vor. Im Reichsbericht steht das allerdings nicht! bericht sehr wenig zu lesen. So fehlt folgende für die Er verschweigt folgende Darlegung des Beamten für Bedeutung der Beschwerdekommissionen doch gewiß hoch- Württemberg III( S. 60 des württembergischen Berichts): wichtigen Stelle aus den Landesberichten: Unterfranken( Bayerisch. Bericht S. 323.)„ Die direkt betheiligten Arbeiter befinden sich( bei Lohnstreitigkeiten) nicht selten in einer Aufregung, die ruhigen Verhandlungen abträglich ist, während die Arbeiter Wertreter als unbetheiligte Dritte, die strittigen Angelegenheiten leidenschaftsloser behandeln können. Die Erfahrung hat auch gezeigt, daß die Einwirkungen der aus Gewerkschaften oder ähnlichen Vereinigungen hervorgegangenen Arbeiter- Vertreter auf die Arbeitermassen zur ruhigen und raschen Beilegung der Differenzen im Intereffe der Industrie ausschlaggebenden Erfolg hatten." Eine Fülle von Beweisen, wie von großen Gruppen der Unternehmer die Arbeiter terrorifirt und Arbeitswillige arbeitslos gemacht werden, bieten die amtlichen Berichte der deutschen Gewerbe- Aufsichtsbeamten. Nur darf man nicht, wenn man alle wichtigen Gutachten dieser Beamten lesen will, die vom Reichsamt des Innern herausgegebenen Amtlichen Mittheilungen aus den Jahresberichten der Gewerbe- Aufsichtsbeamten" vornehmen! Denn dieser Reichsbericht läßt einfach viele sehr bezeichnende Angaben weg! Während er auch noch so geringfügige Ausschreitungen der Arbeiter sorgfältig registrirt und zum theil ausführlich aus den Landesberichten, wiedergiebt, hat er für den Terrorismus der Arbeitgeber wohl zu wenig Raum übrig gehabt wir erwähnten schon in einer beiterorganisationen geradezu das Verdienst zufrüheren Besprechung( Nr. 292 des Vorw." vom 14. Dez. 1898), daß in diesem Jahre der Reichsbericht nur 437 Seiten lang ist, während der von 1895 sich auf 722 Seiten ausdehnte. Dabei sind die Berichte der Einzelstaaten von Jahr zu Jahr stärker geworden! Diese Kürze erreicht der diesjährige Reichsbericht, indem er wesentliche Mittheilungen aus den Einzelberichten auch über den gerade jetzt so interessanten Terrorismus der Unternehmer verschweigt ein Verfahren, das ebenso parteiisch erscheint, als es a woedlos ist, denn die Staatssekretäre des Innern müßten doch nun endlich wissen, daß im Vorwärts" wie im Reichstage ihnen von unserer Seite bewiesen wird, wie genau wir alle Einzelheiten der Landesberichte zu kennen pflegen. Eine Unternehmer- Schönfärberei und Flecken- Reinigungsanstalt im Reichsamt des Innern verrichtet also vergebliche Arbeit! " Hier einige im Reichsbericht verschwiegene Mittheilungen aus den Landesberichten: felten vor." Daß Arbeitgeber Arbeiter, welche der Organisation angehören, nicht in Arbeit nehmen oder ent laffen, tommt namentlich in Borzellanfabriken nicht Ferner theilt der Reichsbericht nachstehendes vom Aufsichts beamten für Mecklenburg Schwerin als Aus. nahmefall bezeichnetes Vorkommniß mit: ,, Nicht minder wie gegen den Gewerbe- Inspektor beobachten die Arbeiter eine ängstliche Zurückhaltung auch ihren Vertrauensmännern gegenüber, sobald es sich darum handelt, einer Beschwerde näher zu treten. Der Arbeiter fürchtet eben nicht mit urecht, daß, wenn eine Beschwerde untersucht würde, möglicherweise der Verdacht auf ihn fallen könnte, die Anzeige erstattet zu haben, vielleicht deshalb, weil er in nächster Beziehung zu denjenigen Verhältnissen steht, die Gegenstand der Beschwerde geworden, oder weil er einer bestimmten Arbeiter organisation angehört. So soll in einem größeren Geschäft einem Arbeiter deshalb gekündigt worden sein, weil man ihn durch seinen Verkehr mit dem Vertrauensmann im Verdacht hatte, den Gewerbe Inspektor von der in diesem Geschäft thatsächlich vorgekommenen Verfehlung gegen§ 115 der G.-O. betr. das Trucksystem in Kenntniß gefeßt zu habent. Solche Beispiele wirfen auf lange hinaus ein schüchtern d." " Bei der regen geschäftlichen Thätigkeit, welche im BerichtsFerner heißt es in dem Württembergischen Bejahre auf den meisten Industriegebieten herrschte und zur Erricht reichung befferer Arbeitsbedingungen verlocken konnte, ist die richt über den Terrorismus der Unternehmer geringe Zahl der Ausstände eigentlich auffallend, sie hängt zum gegen die Vertrauensmänner was ebenfalls im Reichs. theil mit der guten Disziplin in den Reihen der organisirten Ar- bericht fehlt: beiter, deren Zeiter feinen Ausstand wünschten, zusammen, zum theil aber auch sicher damit, daß man auf beiden Seiten gelernt hat, mit mehr Ruhe und Verständniß an die Schlichtung schwebender Streitfragen heranzutreten." Daß der Beamte für Mittelfranken den Ar. spricht, Ausstände verhindert zu haben, theilt der Reichsbericht mit. Es heißt da: Auch führt der Reichsbericht die Anschauungen des Gewerbe- Aufsichtsbeamten für Baden an: „ daß die Gewerkschaften erklärt haben, nur für folche Ausstände Unterstügungen zu gewähren, die sie vorher gutgeheißen haben; fie lehnent es ab, nachträglich für solche Ausstände einzutreten, welche von einzelnen Personen in unberufener Weise veranlaßt seien und für welche diese Personen die Verantwortlichfeit nicht tragen können." " " Daß die Stellung der Vertrauenspersonen unter allen Um ständen eine absolut unabhängige fein muß, ist für den jenigen, welcher die Arbeiterverhältnisse näher kennt, etwas Selbstverständliches angesichts der möglichen Einschüchterungsversuche, die von seiten der Arbeitgeber gemacht werden können und auch schon gemacht worden sind, wie nachs stehender Fall beweist: In einer Fabrit, wo trop eifrigster Nachforschung seitens des Arbeitgebers derjenige nicht ermittelt werden konnte, welcher die an und für sich vollkommen berechtigten Beschwerden zum Vertrauensmann getragen, hatte letterer, Inhaber einer offenen Wirthschaft, die unangenehmen Folgen seiner vermittelnden Thätigteit, wie er dem Gewerbe- Inspektor flagte, in seinem Geschäfte zu fühlen bekommen: den Arbeitern soll der Besuch dieser Wirthschaft so wirkungsvoll verboten worden sein, daß der Wirth den Ausfall schwer empfand und daß während anderthalb Jahren in dem industriereichen Städtchen mit zahlreicher Arbeiterschaft der Verkehr mit dem Bers trauensmann ziemlich I a hm gelegt war." 44 mit Also gerade die Organisationen vermindern Der Mainzer Beamte( Hessen II, Rhein- und Ober- die Zahl der Streifs, und der badische Bericht bedauert Hessen) schildert auf S. 5 seines Berichts den Terrorismus, daher nicht, wie die Stumm und Konsorten es wünschen, daß den die Unternehmer gegen organisirte Ar- Organisationen bestehen, sondern das geringe beiter ausüben. Er sagt: Interesse, welches ein großer Theil der ArWenn auch ein kleiner Theil der Unternehmer orbeiter den Organisationsbestrebungen entganisirte Arbeiter in ihren Betrieben einstellen, so entläßt gegenbringt". Der badische Beamte Dr. Wörishoffer ein großer Theil derselben jeden Arbeiter, von dem sie ber erblickt eben in den Organisationen nicht wie Graf Posa- Ist das noch nicht genug Zerrorismus, Graf muthen, daß er Mitglied einer Organisation geworden ist. Dowsky nichts als Streifvereine, sondern nothwendige Posadowsky, um Strafbestimmungen gegen solche Arbeit. Daher mag es denn auch kommen, daß verhältnißmäßig Kulturmittel zur Hebung der Arbeiterklasse. geber zu erfinden? Hier wäre es wirklich nothwendiger, so wenige Arbeiter sich an die Beamten wenden, aus Furcht, man könnte sie für organisirte Arbeiter Der überwiegende Theil des Unternehmerthums steht einzuschreiten, als gegen die Arbeiter, denn gerade nach dem halten. Es macht den Eindruck, als ob nur die Organi aber auf seiten der Stumm- Posadowsky. Nicht einmal die Reichsbericht sind Ausschreitungen von Arbeitern sation der Buchdrud er anerkannt wäre, denn nur über schon durch ihre Zusammensetzung ganz ungefährlichen bei Streiks durchaus nicht in solch umfangreichem Maße vordiese darf man sprechen, deren Wesen hat sich ein Arbeiterausschüsse will man sie dulden. Der Reichs- gekommen, als Stumm- Posadowsky glauben machen wollen. gelebt." bericht muß zugeben, daß in der Mehrzahl der Aufsichts- Die Berichte der Gewerbe- Aufsichtsbeamten geben nur sehr Davon steht im Reichsbericht kein Wort! Nur bezirke die Einrichtung der Arbeitera.sschüsse keine Fortschritte wenig Material zur Begründung eines Knebelungsgesetzes. Ja, aus Schwarzburg- Rudolstadt meldet auch der macht und von ihrer Wirksamkeit nur selten etwas zu merken es wird in den Berichten zugestanden, daß auch seitens der Reichsbericht: Arbeitgeber Er war. Als Grund hierfür erwähnt er, Abneigung ,, außerordentlicher gefämpft worden sei! Wie schon erund Mißtrauen der Arbeitgeber", ohne aber bitterung zu spezialisiren, wodurch diese Abneigung hervorgerufen wähnt: wo starfe Arbeiter Organisationen vorhanden wird. Er hätte da nur den Bericht aus Schwaben an- waren, vollzogen sich die Lohnkämpfe in ruhiger und sachlicher Weise, wie die Berichte zugestehen. Und gerade zuführen brauchen( Bayer. Bericht S. 416): Die Arbeitgeber hegen ein gewisses Mißtrauen die sozialdemokratischen Arbeiter sind es, welche solche gegen die Ausschüsse; sie sehen letztere als eine Organisation ruhige und fachliche Auseinandersehung erstreben, indem sie an, die sie in ihrer freien Bewegung hindert und ihnen mit ihren Organisationen Fühlung auch mit den Auf schließlich unbequem werden könnte." sichtsbeamten herbeizuführen sich bemühen und dadurch Unbequem weil die Gewerbe- Aufsichtsbeamten gerade zur Beseitigung der so zahlreichen Weißstände in den Betrieben sation angehören darf." Die Unternehmer forderten die erst durch solche Beschwerdekommissionen und andere Arbeiter beitragen. Arbeiter auf, aus dem Verband auszutreten und in feine andere organisationen in die Lage kommen, voll ihres Amtes Wie sich im Reichsbericht diese Vorgänge wiberOrganisation einzutreten. Wir geben Euch deshalb drei zu walten. spiegeln, zeigt folgendes: Aus Württemberg III meldet Stunden Bedenkzeit. Wenn eine andere Meinung von Das ist dann für die Unternehmer freilich unbequem der Reichsbericht, daß infolge der Anregung der AufEuch erfolgt, so wird jedem sofort gekündigt. Sollte es für die Arbeiter aber eine Lebensfrage. Der Reichsichtsbeamten ein Verkehr auch mit den evangelischen und uns hinterbracht oder auf eine andere Weise benachrichtigt bericht verschweigt die hierhin gehörende Mittheilung fatholischen Arbeitervereinen sowie den Hirsch Duncker'schen werden, daß Ihr einer Organisation angehört, so seid Ihr des Aufsichtsbeamten für Schwaben( Bayer. Bericht Gewerfvereinen auf der Grundlage einer Vertrauens. fofort entlassen und fallt außerdem in eine Geldstrafe Seite 393): männer Vermittelung angebahnt ſei. von 10 M. Nach Verlauf dieser drei Stunden werdet Ihr eine „ Das Ergebnis der Inspektionen bedingt das Wie aber heißt es im Wortlaut im Bericht des Liste vorgelegt erhalten, welche zu unterzeichnen ist." Verhältniß der Aufsichtsbeamten zu den Arbeitgebern; Beamten für Württemberg III( S. 60 des WürttemZugegeben, daß solch naiv- dreiste Terrorisirungen, wie sie je mehr Ausjetungen gemacht und je mehr Anordnungen zum bergischen Berichts)? hier versucht wurden, nur selten vorkommen! Nicht alle Schutze der Arbeiter getroffen werden müssen, desto unan= Unternehmer find so ungeschickt, wie der Verfasser des schon genehmer wird die Gewerbe- Aufsicht empfunden und desto stilistisch so unbeholfenen Ufases. Dagegen sind die Fälle der größer ist die Geneigtheit, dem Aufsichtsbeamten zu opponiren." Maßregelung der Arbeiter wegen Zugehörig. Auch nachfolgende Stelle des Berichtes aus Schwaben teit zur Organisation in allen Theilen des Reichs verschweigt der Reichsbericht, obwohl sie doch gewiß außerordentlich zahlreich, wie die vielen schwarzen fennzeichnend und wichtig genug ist: Listen beweisen, welche in die Oeffentlichkeit gelangen. Und wenn die Gewerbe- Aufsichtsbeamten davon so wenig oder garnichts zu melden wissen, so beweist das nur, wie wenig Fühlung sie mit den Arbeitern haben und wie wenig sie von den wichtigsten Vorkommnissen ihrer Bezirke Kenntniß zu erhalten im stande sind. = Eine größere Anlage der Holzbearbeitungs Industrie gab durch einen Erlaß ihren Arbeitern fund, daß keiner von unseren beschäftigten Arbeitern einer Organi Dies wird zum theil auch dadurch verursacht, daß die Aufsichtsbeamten so wenig mit den Arbeitern und den Arbetterorganisationen in Verbindung treten tönnen. " = Auch auswärtige Arbeiter wenden sich in neuerer Zeit durch ihre Beschwerdekommission ant den Aufsichtsbeamten, und erhält derselbe dadurch ein nicht zu unterschäßendes Material für seine Inspektionen. Der Berichterstatter hat deshalb auch nicht nöthig, bei seinen Revisionen stets in dirette Beziehung mit den Arbeitern zu treten; dies erregt ohnehin sfets den Argwohn der Arbeitgeber und führt nicht selten zur Entlassung der Arbeiter." " Es ivaren mehrfach Klagen laut geworden, daß den Mitgliedern an der er Arbeitervereine( als der sozialdemokratischen) die Gelegenheit fehle, ihre Wünsche und Beschwerden, dent Gewerbe- Juspeltor in der ihnen passenden Weise zur Stenntniß zu bringen. die In Wirklichkeit hatten aber weber die Mits glieder noch die Vorstände der evangelischen in d katholischen Arbeitervereine, noch Hirsch Dunder'schen Gewerkvereine einen solchen Verkehr ernstlich gesucht, vielmehr hat es späterhin der träftigsten Initiative des Gewerbe Juspektionsbeamten selbst bedurft, einen solchen anzubahnen." . Die zahmen frommen und die Hirsch- Duncker'schen Vereine nußten also erst vom Gewerbe Aufsichts. beamten auf das fräftigste dazu gedrängt werden, Die preußischen Beamten sind nur in wenigen ihre Schuldigkeit zu thun und den Arbeitern zu Fällen mit den Beschwerdekommissionen in Verbindung geDenn nicht nur gegen die gewerkschaftlich organi- treten, die sächsischen erst recht nicht. In Mittel- und helfen! Stein Wunder, daß solche Organisationen von den firten Arbeiter üben Unternehmer ihren Terrorismus aus, Süddeutschland entwickelt sich dagegen der Verkehr Unternehmern gern gesehen werden während fondern sogar gegen jeglichen Verkehr der Arbeiter zwischen ihnen und den Aussichtsbeamten immer mehr und gegen die thatkräftigen Organisationen der Arbeiter mit den Gewerbe Aufsichtsbeamten, ferner im Gegensatz zu Stumm'schen Anschauungen erklärte vor seitens der Unternehmer mit allen Mitteln des Terrorisgegen die Mitglieder der von Arbeitern gebildeten Be einigen Tagen der Minister für Neuß i. 2. v. Hinüber: mus: Einschilchterung, Entlassung und Verrufserklärung vorschwerdekommissionen, welche mit den Aufsichts- Dem Ministerium sei es ganz recht, wenn der gegangen wird. Die Regierung Stumm Posadowsky aber will den be W 11 trete." beamten in Verbindung treten, und ferner gegen Arbeiter, Inspektor mit den Arbeiterorganisationen in Verbindung drängten Unternehmern helfen! Einstweilen versucht sie, wie welche sich an diese Beschwerdekommissionen wenden. Dabei wird in jedem Jahr in größerem Maße von ein- Eine sehr richtige Anschauung, die aber von den Unter- gezeigt, den Unternehmern dadurch Succurs zu bringen, daß sichtsvollen Beamten der Nußen der Beschwerde- nehmern wenig getheilt wird. Wiit allen Machtmitteln, die sie das Material über Unternehmerterrorismus wohlwollend tommissionen auch für die Gewerbe- Auf ihnen zu Gebote stehen, mit Brotlosmachung der Vertrauens- wegredigirt. Politische Ueberlicht. Berlin, den 17. Dezember. Die Flottenvorlage kommt! Die übliche offiziöfe Einläutung, die vor jeder neuen Militär- oder Marinevorlage geschieht, ist auch diesmal prompt ins Wert gesetzt: das Dementi ist da. Die Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Einige Organe der freisinnigen und sozialdemokratischen Presse beschäftigen sich heute mit einem angeblich in Aussicht stehenden neuen Flottenplan. Wir sind in der Lage, auf das be-= stimmteste festzustellen, daß an teiner Stelle die Vorlage eines neuen Flottenplanes oder eine Abänderung des Flotten gesetzes beabsichtigt wird. An der ganzen Sache ist kein wahres Wort. Bimbam! Wenn die Norddeutsche" heute einen Plan in Abrede stellt, dann ist er sicher morgen bereits fertig, Wir entsinnen uns feines Falles, in dem dies Ver fahren nicht angewendet wurde. Erst soll natürlich die Militärvorlage unter Dach und Fach; eher giebt es feinen neuen Marineplan in der offiziösen Telephontammer der un Norddeutschen". Sind aber die Soldaten erst bewilligt, dann verändern sich die internationalen Verhältnisse wieder so stark und plöglich, daß unbedingt neue Schiffe nothwendig sind. Die„ Norddeutsche" dementirt das heißt: die Flottenvorlage kommt! Uebrigens ist das offiziöse Organ allzu kühn, wenn es sich anmaßt, die Absichten jeder Stelle zu kennen. Das ist heute unmöglich. Die Freifinnige Zeitung" bemerkt zu der verdächtigen Auslassung der Norddeutschen": so aber nichts liegt uns ferner als die Absicht, Eueren gerechten Wünschen nach Selbständigkeit und freier nationaler Entwidelung entgegenzu treten. er Eingedenk der vielen faft unerschwinglichen Opfer, welche Euch zur Vorbereitung für den jezigen Krieg die kaiserliche Regierung bereits abverlangte, find wir weit entfernt, daß er gegen seine Ueberzeugung handle, naments lich Euch weitere Laften aufzulegen und verlangen wir bon niemandem, daß feine gegen Ueberzeugung handle, namentlich werden wir Entere heilige Religion achten und ehren, doch können wir offenen Widerstand nicht dulden und namentlich müssen wir hinterliftigen Verrath strenge strafen. Wenn Ihr uns freundlich entgegenkommt, werdet Ihr uns nur als Freunde und nicht als Feinde kennen lernen. zufriedenes und zu allent schweigendes Beamtenthum zu gebieten, das glauben wir gern. Wir glauben aber auch, daß es nicht viele Beamte geben wird, die sich von der Bert. Storr." überzeugeit lassen: Stillschweigen und vertrauensvolles Abwarten sei der beste weg, wenn man seine Lebenslage verbessern will. " ,, Volksgemeinschaft". In der Thronrede, mit der die gegenwärtige Reichstagsfeffion eröffnet wurde, war das vorlegte Wort der inhaltsschwere Ausbruck Voltsgemeinschaft". Darunter versteht man die innerliche Einheit der Nation, deren Glieder, von den„ geringsten" bis zu den höchsten", durch das Band der Rechtsgleichheit zusammengehalten sind. Wir wissen nun freilich längst, daß es eine Boltsgemeinschaft nicht giebt, daß wir vielmehr in einem Klaffenstaat leben, der Volkszertlüftung ist. Namentlich handelt Ihr thöricht, wenn Ihr aus Eneren Wohnungen flieht und diefe der Zerstörung preisgebt. Ihr thut besser, wenn Ihr die Soldaten freundlich erwartet und Ihr mit ihnen friedlich wegen der Lebensmittel unterhandelt, welche durch- pflichttreuer Beamter, hatte sich in einem Wahllokal mit Sozial aus nothwendig sind. Die Militärbefehlshaber werden dann von Euch nicht mehr verlangen, als was durchaus nöthig ist und Euer Eigenthum schützen, welches Ihr durch Flucht dem Raube und der Plünderung preisgebt. Das übrige überlassen wir mit voller Zuversicht dem Gott der Heerschaaren! Sollte unsere gerechte Sache obsiegen, dann dürfte sich vielleicht auch den Böhmen und Mähren der Augenblick darbieten, in dem fie ihre nationalen Wünsche gleich den Ungarn verwirklichen können. gründen. Warum hat denn, als Abg. Lieber am Donnerstag im Reichs- Möge dann ein günstiger Stern ihr Glück auf immerdar betag die anwesenden Regierungsvertreter scharf provozirte, gegenüber den Behauptungen Bebel's über die Möglichkeiten einer Flottenvermehrung niemand das Wort ergriffen und dasselbe erlärt, was wir jetzt in der Nordd. Allg. 3tg." lesen? Allzuviel Vertrauen wird auch die Erklärung der„ Nordd. Allg. 3tg." nicht hervorrufen; denn abgesehen davon, daß für die Richtigkeit der selben nur der Redakteur der Nordd. Allg. 3tg." verantwortlich ist, erinnert man sich auch noch, daß nach 1896 die Tirpitz'schen Flottenpläne auf das bestimmteste in Abrede gestellt wurden, nachher aber, als Herr Tirpiz Staatssekretär der Marine wurde, alsbald zur Ausführung gelangten. Das preußische Oberkommando. Das hat denn auch die„ nationale" Bismärckische Politik ziemlich erreicht und es verlohnt sich, in unseren Tagen der nationalen" Ausweisungspolitik an dieses den Czechen verpfändete Wort Preußens zu erinnern. Zur Psychologie der ,, Exzeffe". Saftbarkeit des Staates für Schäden, die durch irrthüm liche Rechtsprechung entstanden sind. Aus dem Großherzog thum Hessen wird gemeldet: Darmstadt, 16. Dezember. In der heutigen Sigung der Zweiten Kammer erklärte Justizminister Dittmar, daß die Negierung in das Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch die Haftbarkeit des Staates für Schäden aufnehmen werde, die durch seine richterlichen Beamten verursacht würden. Jm Heilbronner Wahltrawall Prozeß sind, wie unsere Leser wissen, die sämmtlichen Angeklagten von der schweren Anklage des Landfriedensbruchs und Aufruhrs freigesprochen worden. Die Geschworenen haben damit ein richtiges Verständniß in das Wenn das hier Zugesagte durchgeführt wird, so wird damit in Wesen solcher Wahlunruhen bewiesen, die sich aus harmlosen Demon- dem kleinen Einzelstaat ein altes gerechtes Verlangen erfüllt werden. strationen nur dann zu entwickeln pflegen, wenn die Be- Man sollte freilich meinen, daß es als eine Anstandspflicht des hörden taktlos auftreten. Das hohe Maaß von Einsicht Staates betrachtet werden müßte, die durch irrthümliche Rechtsoll bei den Heilbronner Geschworenen voll anerkannt werden; denn sprechung herbeigeführten Schäden, so weit es möglich ist, wieder es muß ja berücksichtigt werden, daß es bürgerliche Geschworene gut zu machen und Entschädigung zu leisten. Bisher ist diese alte waren, die in der heutigen Zeit der Klassenjustiz Proletarier, die bemokratische Forderung bei den Regierungen jedoch noch stets auf für einen Sozialdemokraten hatten demonstriren wollen, frei- den größten Widerstand gestoßen. gesprochen. berneint worden sind. cr entwickeln. Deutsches Reich. Immerhin ist man doch bemüht, wenigstens den Schein einer Art Volksgemeinschaft zu wahren; man ist ja entpört, daß wir die Nothwendigkeit des Klassenkampfes eingesehen haben. Zu der gestern mitgetheilten Disziplinarhandlung gegen den Braunschweiger Postschaffner Wolf wird nun die Legende von der Voltsgemeinschaft unerbittlich zerstört. Der Postschaffner, ein guter Patriot" und demokraten an einen Tisch gesezt und sich schauderbar! sogar mit ihnen in eine Unterhaltung eingelassen. Ueberdies hatte er in der Stichwahl zwischen dem Stonservativen und Sozialdemo traten sich gestattet, den letzteren für das fleinere Uebel zu halten. Wegen dieser Verbrechen wurde er zur Strafversetzung und Kürzung seines Gehalts um 2/8 verurtheilt. heim sei und daher kein gwang, so zu stimmen, als der vorgesetzten Vergeblich hatte der Vertheidiger ausgeführt, daß die Wahl geBehörde es angenehm sei, für Beamte erſtehe. und Moralisch sei nothwendig, daß Jeder so wähle, wie er denkt nd kein Gesez hindert den Beamten, auch außerhalb seiner Beamtenpflicht, ſeine Gesinnung zu bethätigen. Die Bethätigung sozialdemokratischer Gesinnung ist keine Dienstverlegung. Die Beamten find nicht fürstliche, sondern Reichsbeamte, und Untreue sei es daher nicht, wenn einer sozialdemokratisch wähle. Es verdiene keinen Tadel, daß der Angeklagte bei den Sozialdemokraten sigen blieb, denn soweit sind wir Gott sei Dant noch nicht, daß den Beamten verboten wird, neben Sozialdemokraten zujizen. Die Sozialdemokraten sind anständige und ebenso noble Leute, welche Meinung der Angeklagte auch ebenfalls hatte. " Das Gerichtsurtheil stellte dem Optimismus des Vertheidigers gegenüber fest, daß wir Gott sei Dant" doch schon so weit sind. Der Angeklagte habe die Uniform geschädigt, da er den Verkehr mit den Sozialdemokraten im Wahllokale nicht abgebrochen habe. Ihm seien die unfittlichen Bestrebungen der Sozial. bemokratie, die auf den Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordning gerichtet seien, bekannt, und nur sein Leichtsinn habe ihn bor härterer Strafe bewahrt. Die sozialdemokratischen Bestrebungen find zwar so fittlich, daß fie geradezu aus der Ethik abgeleitet werden können. Aber ein moderner Justizbeamter bedarf, um die nöthige Examina zu bestehen, nicht des Nachweises, daß er mit Erfolg philoſophiſche Kollegien besucht hat. 113 Die Gesegesvorlage über den Schutz der Arbeitswilligen stedt noch so tief in den Vorstadien, daß es einigermaßen zweifelhaft ist, ob sie vom Reichstag in dieser Session noch verabschiedet werden kann. Der Kaiser hat bekanntlich schon im Herbst versichert, daß die Zuchthausvorlage ihrer Vollendung und: An einem Kaiserwort soll man nicht drehen noch deuteln." entgegengehe. wir glauben deswegen, daß schon für die baldige Einbringung des Buchthausgesetzes gesorgt werden wird, wenngleich es ja bei den Regierungen einige Schwierigkeiten zu machen scheint, das vom Kaiser angekündigte Gesez mit der Bestimmung durchzudrücken, das jeder, der zum Streit anreizt, mit Zuchthaus bestraft werde. 1 Und so fann es denn in diesen Kreisen für sittlich gelten, daß Bolfsgenossen wie Ausfähige gemieden werden müssen, sofern fich Uniformträger nicht strafbar machen sollen. Wenn sich die herrschenden Klassen in das Ghetto ihres Standesbewußtseins und ihrer Daß Arbeiter, die in politisch erregter Zeit ihrer Meinung in Hyndman Ueber das Verhältniß zwischen England und Frankreich forretten Gesinnung einsperren wollen, so haben wir nichts dagegen. vielleicht nicht immer ganz verständiger Weise Ausdruck verleihen, hat unser Genosse& yn d man in London für die Pariser Betite Nur rede man fürder nicht mehr von Volksgemeinschaft und sei doch bei bürgerlichen Geschworenen im allgemeinen ebenso schlecht auf Republique" einen hochinteressanten Artikel geschrieben, in welchem so konsequent, zu verhindern, daß die sozialismusreinen Jünglinge gehoben find wie bei den politisch und sozial anderen Kreisen an- Trotz des jetzt in England graffirenden Kriegsfiebers und trop der Das ist doch eine weit engere Berührung, als das Miteinanderſizen er die Nothwendigkeit einer Annäherung beider Länder darlegt. mit den„ Verseuchten" zusammen in die Kasernen gesperrt werden. gehörenden gelehrten Richtern, berveist der fast gleichzeitig mit dem bort herrschenden Ueberzeugung, auch gegen eine russisch- französische im Wirthshaus! Heilbronner Prozeß verhandelte Helmbrechtser Aufruhr- Allianz, ja selbst gegen einen russisch- deutsch- franzöſiſchen Dreibund 100 spirtis 2912 und Landfriedensbruchs- Prozeß. Dort haben die bayerischen Geschworenen diefelben schweren Schuldfragen bei ganz was wir aus eigener Erfahrung bestätigen tönnen von großer Mittheilung zu: fiegreich fämpfen zu können, sei die Masse des englischen Volkes- Buchthausgeseh. Der Frankfurter Beitung" geht die folgende ähnlicher Sachlage bejaht, die von den schwäbischen Laienrichtern Sympathie für Frankreich und das französische Volt befeelt. Und Allerdings fehlte in dem bayerischen Prozesse ein Hegelmaier der Zivilisation und des Fortschritts wäre, wenn Frankreich führt weiter aus, daß es jedenfalls im Interesse als Milderungsgrund. Herrn Hegelmaier haben die Heil- und England wieder, wie zu den Zeiten des Krimkrieges, Hand in bronner Geschworenen eigentlich allein verurtheilt, der Zeuge Sand gingen. An die Dauer der chauvinistischen Strömung, so wie wurde hier zum Angeklagten und moralisch Berurtheilten. fie durch Chamberlain vertreten ist, glaubt Hyndman nicht, hält Gar viel und nicht viel Gutes ist von dem Heilbronner Scharfmacher aber den Krieg mit Rußland, auch bei momentanem Zurüdweichen während der acht Tage dauernden Gerichtsverhandlung gesprochen Rußlands, für unvermeidlich. So viel für heute. Hyndman wird dem worden. Konrad Haußmann, der bekannte süddeutsche demokratische worden. Konrad Haußmann, der bekannte füddeutsche demokratische Abgeordnete, gab eine treffsichere Charakteristit des städtischen Gewaltigen nächst seine Ansichten über die Weltlage im„ Vorwärts" des näheren von Heilbronn, seine Beweisführung war für Herrn Hegelmaier geradezu vernichtend. Und niemand fand sich, der diesen schwer kompromittirten Zeugen in Schutz nahm. Nicht der Oberstaatsanwalt, nicht einmal der Vorfigende, der in seinem ganzen sonstigen Verhalten darauf ausging, den Geschworenen die Ueberzeugung beizubringen, daß die Angeklagten des Aufruhrs und Landfriedensbruchs schuldig seien, hielt es für an- wendet sich in einem langen Artikel die amtliche„ Berliner Korre: gebracht, für Hegelmaier eine Lanze zu brechen. Nur der Zweite spondenz". Die Beamten jollen mit den Gehältern, die ihnen die Staatsanwalt, der staatsanwaltlicher wie der Oberstaatsanwalt fein Staatsregierung zahlt, zufrieden sein und sollen vor allem nicht wollte, machte einen schüchternen Versuch nach dieser Richtung. Es öffentlich für Aufbesserung ihrer Lebenslage agitiren. Doch wir blieb aber bei einem Versuch, der bei den Geschworenen nicht den wollen das Organ des Herrn v. d. Recke selber sprechen lassen: mindesten Eindruck machte. Auffälligerweise hat sich gewiffermaßen als Begleiterscheinung der fortgesezt sich günstiger gestaltenden materiellen Lage der Beamtenschaft eine stets anwachsende Agitation zu gunsten fernerer Gehaltsaufbesserungen bemerklich gemacht Die Freifinnige Vereinigung hat sich, noch bevor die erste und immer weitere Kreise der Unterbeamten in ihren Bannkreis Berathung der Militärvorlage im Reichstag stattgefunden, gezogen. Die Betheiligung an diesen agitatorischen Bestrebungen bereits vollständig mit derselben befreundet. In ihrer Presse wird vor ist nicht geeignet, der Erfüllung der von den Unterbeamten gehegten jedem Widerstand abgemahnt. Die Nation" meint, man fönne schon weiteren Wünsche die Wege zu ebnen. Man wird der Staats- jezt schließen, daß die Militärvorlage trog ihrer schweren Mehrregierung das Zeugniß nicht versagen können, daß sie nach besten belastung nicht auf sehr starken Widerspruch stoßen werde. Auch die Kräften und mit großem Erfolge bemüht gewesen ist, eine Hebung gesegliche Festlegung der 2jährigen Dienstzeit herbeizuführen, wird die der Lebenshaltung der Unterbeamten zu fördern und deren Bus Freifinnige Vereinigung nicht versuchen, denn, so meint die„ Nation", funft sowie diejenige ihrer Familienglieder zu sichern. Welchen diese dauernde gefeßliche Festlegung habe gegenwärtig im Wesents Umfang die Aufwendungen für diese Zwecke seit dem Etatsjahre lichen nur noch theoretisches Interesse. Das ist der politische 1890/91 gewonnen haben, läßt sich schon daraus ermessen, daß Standpunkt einer" Oppositionspartei". die jährliche Mehrbelastung, welche das preußische Volk unter Hinzurechnung der von den kommunen aufgebrachten Leistungen lippische Thronfolgefrage", so erklärt der„ Reichs- Anzeiger", wurde ,, Eine Vorlage von Schaumburg- Lippe betreffend die in Folge dieser Aufwendungen zu tragen hat, auf etwa 150 Mil- im Plenumi des Bundesraths am Donnerstag den zuständigen AusMillippische lionen veranschlagt werden kann, Unsere Partei ist aus dem Heilbronner Prozeß rein hervorgegangen. Alle die Lügen und Ver= Teumbungen, die damals über unsere Parteigenossen in aller Welt verbreitet wurden, konnten in dem Prozesse nicht einmal von der Anklagebehörde berwerthet werden. Diejenigen Zeugen, welche thatsächlich der sozialdemo ratischen Partei angehören, machten den allergünstigsten Eindruck, fie benahmen sich viel ruhiger und gesitteter, als z. B. der Führer der Gegenpartei, der politische Heißsporn Hegelmaier. Wir können das Urtheil für uns zitiren, das ja nicht von Proletariern, sondern von gut bürgerlichen Geschworenen gefällt ist und darum auch für unsere Feinde einwandsfrei sein dürfte. Das ,, nationale" Preußen. Jm Reichstag meinte neulich der Mannheimer nationalliberale Rechtsanwalt Bassermann: Wir halten am Dreibund fest, sehen aber mit einem gewiffen Bangen auf die innere Entwidelung Desterreichs, die die Feinde der Deutschen in den Vordergrund bringt..." Am Bundesrathstische nickte man diesem Erkurs beifällig zu, und es war niemand im Hause, der Herrn Bassermann und die Regierungsleute darauf aufmerksam gemacht hätte, daß der Triumph der Czechen eigentlich die Einlösung eines von den Preußen gegebenen Versprechens ist. Die Münchener Post" holt das nach, indem sie folgendes Aftenstück in die Erinnerung ruft, das 1866 in Prag an allen Straßenecken angeschlagen war: Böhmen! Preußische Proklamation nach der Schlacht bei Königgräh. Einwohner des glorreichen Königreiches Infolge des gegen unsere Wünsche vom Kaiser von Desterreich herbeigeführten Krieges, betreten wir nicht als Feinde und Eroberer, sondern mit voller Achtung für Eure historischen und nationalen Nechte Eueren heimischen Boden. Nicht Krieg und Verheerung, sondern Schonung und Freundschaft bieten wir allen Einwohnern ohne Unterschied des Standes, der Konfessionen und Nationalität. An die Beamten 1 hyd யா " Das neue Geschenk des Kaisers an den Reichstag, das Kriegsschiffe", die unter Benutzung amtlichen Materials und wir gestern erwähnten, ist eine Wandtafel deutscher unter Mitwirkung des Marinemalers Willy Stöver bearbeitet ist. Die Starte ist in der Bibliothek aufgehängt worden. Sie zeigt in unter Mitwirkung des Marinemalers Willy Stöwer bearbeitet ist. farbiger Lithographie eine Seitenansicht und den Durchschnitt des die Karte ist in der Bibliothek aufgehängt worden. Sie zeigt in beiden großen Kreuzer Fürst Bismard" und" Freya", sowie zwei inienschiffs Kaiser Friedrich III.", des Streuzer Geyer" ber Torpedoboote. " leber gewisse Grenzen könne jedoch bei Hebung der Lebens- schüssen überwiesen. Der Fürst von Schaumburg- Lippe ist bekanntlage der Beamten nicht hinausgegangen werden, da es sich hier um lich der Schwager des Kaisers, der seinerseits Anspruch auf die dauernde Ausgaben handele, die auch in finanziell ungünstigen Zeiten Thronfolge in Lippe macht. zu leisten seien. Dann heißt es weiter: Politischer Meineid. Zu dem hannoverschenmeineidsVon der Einsicht der Unterbeamten wird erwartet werden prozeß bemerkt die Frankfurter Beitung": können, daß sie sich nicht der Hoffnung hingeben, durch öffent- Bum zweiten Male hat sich in Deutschland der Fall ereignet, liches agitatorisches Vorgehen materielle Vortheile über diejenige daß ein Gericht das Verbrechen des politischen Grenze hinaus erlangen zu können, deren Innehaltung im Juteresse meineides als vorhanden angenommen hat. Als im Auguſt der Aufrechterhaltung eines geordneten Staats- Haushalts als ein des Jahres 1895 das Schwurgericht in Essen den ehemaligen Gebot dringendster Nothwendigkeit angesehen werden muß. Jeden- Kaiserdeputirten Schröder und seine Mitangeklagten des wissentlichen falls würde durch eine derartige Agitation weder die Haltung Meineides für schuldig erklärte, weil fie die Darstellung eines der Staatsregierung, noch diejenige des Landtags der Monarchie sozialdemokratischen Blattes über Vorgänge in einer tinmultuarischen in einer den Unterbeamten günstigen Nichtung beeinflußt werden Volksversammlung unter ihrem Eide für richtig erklärt tönnen. hatten, während der als Gegenzeuge fungirende Gendarm die Der letzte Satz heißt unzweideutig, daß die öffentliche Agitation Unrichtigkeit beschworen hatte, wurde das lirtheil in Deutschland für Gehälteraufbesserung die matgebenden Instanzen in eine den weitaus überwiegend mit Erstaunen darüber aufgenommen, daß im Beamten ungünstige Stimmung verfeße und den Beamten eher Laufe der Verhandlungen ganz ausbrüdlich als einziges Motiv des schaden als nüßen werde. Diese Versicherung wirft auf die Meineides die Absicht, den Parteigenossen zu retten, augenonumen Charaktereigenschaften der Regierung kein günstiges Licht. Was foll war... Jezt hat wieder ein Gericht einen politischen Meineid audenn ein armer, abhängiger Unterbeamter thun, der seine und seiner genommen und zwar auf nicht bessere Gründe hin wie in dem Familie Lage nach fümmerlichen Jahren des Wartens endlich einmal Effener Falle... gebessert sehen möchte? Es bleibt ihm nur der Weg der Petition In dem Hannoverschen Falle ist wegen wissentlichen Meineides und der Agitation, um die Oeffentlichkeit und die Voltsvertretung auf 3 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ghrverlust und dauernde Unden biza für die Hebung seiner Berhältnisse zu intereffiren. fähigkeit zum Zeugeneide erkannt, obgleich in Und die Beamten wissen denn auch sehr gut, daß dieser Weg herigen Berichten für den wissentlichen Meineid fein Lasset Euch von unsern Gegnern und Verleumdern nicht ein- der einzige iſt, auf dem fie vorwärts kommen. Wenn die offiziöse anderes Motiv angeführt wird, als daß der Angeklagte Ermahnung von einer fortschreitenden Verbesserung der Lage der Sozialdemokrat war, und der, zu dessen Gunsten er den Gid flüstern, daß wir aus Eroberungssucht diesen Unterbeamten spricht, so tann fie dies nur, weil für die Erhöhung leistete, derselben Partei angehörte. Das Vorgehen der Anklagejezigen Krieg hervorgerufen! Oesterreich hat der Unterbeamtengehälter seit Jahren ein systematischer Kampf ge- behörde sowohl wie des Gerichts fällt dabei auf durch seine merk uns zum Kriege gezwungen, indem es mit den führt wird, in dem die Sozialdemokratie in vorderster würdige Einseitigkeit. Für den des Meineids Beschuldigten Tag nur deutschen Regierungen uns überfallen wollte; Reihe steht. Daß es der Regierung lieber ist, über ein mit allem ein künstlich konstruirtes Motiv zum Meineid vor, nicht der und " Rußland. geringfte persönliche Grund, und ihm ist von unver- Man muß gestehen, Herr von Köller forgt in ausgezeichneter I bas Leeuwardener Amtsgericht sich sehr blamirt hat bei der Ver dächtiger Seite atteſtirt worden, daß er sich stets als braver Mann Weise für die Schürung der Unzufriedenheit im Deutschen Reich. urtheilung von 3 Arbeitern, welche einen der wirklich Schuldigen auf bewährt habe. Die Gegenzeugen aber waren theils selbst Partei Denn regierungstreuer und patriotischer werden wohl von derartigen öffentlicher Straße beleidigt, und wobei es dem Vertheidiger Troelstra in der Sache, theils abhängig; gegen die Hauptzeugen war sogar Absagebriefen Betroffene nicht werden. nicht gestattet wurde, den Beweis der Wahrheit zu führen, hat auch worden. Wie in aller Welt will man es angesichts dessen recht so in anderen Nachbarorten Hamburg's ihren Fortgang. Der Leder- Die heutige Haltung des Ministers machte den Eindruck, daß auch er Die Ausweisungen von Russen nehmen wie in Wandsbeck die bürgerliche Presse sich zu Gunsten der Bewegung ausgesprochen. theiligten Beugen die Meineidstlage erhoben Fabrikant Hohmann in Bahrenfeld erhielt von der Polizeibehörde ich jetzt für verpflichtet erachte, auf die Sache eingehen zu müssen. das Beugniß derjenigen Personen aus in Altona auf grund einer Verfügung des Oberpräsidenten die An- Der Minister gab in seiner Antwort zu erkennen, daß er gern bereit gespielt wird, die im anderen Falle selbst weisung, einen bei ihm seit Jahren beschäftigten russischen Gehilfen fei, eine erneute Untersuchung baldmöglichst in die Wege zu leiten; fich einer unrichtigen 8eugenaussage fchuldig fofort zu entlassen. er gab sogar die Erklärung ab, er hätte niemals bea gemacht hätten? Wenn hauptet, die Brüder hogerhuis seien schuldig. man auf die Aussage be Die Krenz- Zeitung" will ihre Gläubigen durchaus vor dem Auch Troelstra wird verfolgt wegen Beleidigung der Leeuwardener fangener Beugen einen solchen Schuldspruch stüßt, dann ist kein Zukunftsstaat" gruselig machen. Das ist doch in der That über- Justizbeamten. Auf die Frage desselben, wie es um seine VerBeuge mehr vor einer Berurtheilung wegen Meineids sicher, der sich flüssig. Ihre Gläubigen haben das Gruseln und das Gruseligmachen folgung steht, nachdem er dreimal vor dem Untersuchungsrichter er mit den Aussagen anderer Zeugen in Widerspruch setzt. Nachdem ja alle schon längst gelernt. Um zu beweisen, daß der Zukunfts- fchienen, feit acht Wochen aber nichts mehr vernommen habe, erwiderte fich die Anklage auf politischen Meineid, die man vor drei Jahren staat" wirklich ein Buchthausstaat und ein Zwangsstaat sei, ruft das der Minister, der Abgeordnete Troelstra fönne beruhigt sein, der für eine unerhörte Einzelheit hielt, wiederholt hat, wird man nach- Junkerblatt heute das Zeugniß gerade anfangen müssen, mit derartigen Wiederholungen zu rechnen. ein Klassischer Zeuge. Warum nicht auch das Zeugniß der Spar- freue ihn, den Prozeß in Aussicht gestellt zu sehen, weil dieser Eugen Richter's an. In der That Prozeß gegen ihn würde weiter gehen. Troelstra antwortete, es Uns ist kein Fall bekannt, daß Sozialdemokraten in Deutschland Agnes? Den Rosinenfuchen" hat die„ Kreuz- Beitung" vergeffen vorläufig das einzige Mittel sei, die Erklärungen der neuen Zeugen ebenso wie andere Bürger zum Geschworenendienst und auch das Zuchthausgesez des Gegenwartsstaats. herangezogen würden; und daß zu den Richterämtern Sozialdemo gerichtlich festzustellen. traten nicht ernannt werden, braucht man nicht einmal ausdrücklich geschlossene Landtag hat, wie gemeldet, die Aufhebung der alten bis Aus Schwarzburg- Rudolstadt.( Eig. Ber.) Der dieser Tage zu sagen. Ist doch wenigstens in Norddeutschland die gesammte jetzt in Geltung gewesenen Bundesraths- Bestimmungen beschlossen, haben ein Abkommen getroffen, wonach der Tarif für Fleischdemokratische Opposition von den Staatsämtern fo gut wie gänzlich die den Arbeitern andurch" verbot, zu politischen Zweden sich zu transporte von Rußland nach Desterreich herabgesetzt wird. ausgeschlossen. Wenn wirklich das Verbrechen des politischen Mein- organisiren. Zwar ist das, was an die Stelle des Aufgehobenen eides. in Deutschland vorkommen sollte, wäre dann zu seiner gesezt worden ist, nicht viel besser als dies, aber nach den wirkungsvollen Bekämpfung nicht in allererster Linie erforderlich, für nun geltenden Bestimmungen haben die Arbeiter doch wenigftens Gerichtshöfe und Geschworenenbänke zu sorgen, in denen alle das gleiche Recht, wie die anderen Bevölkerungsklassen. Freilich größere Opfer heischen. Wie die" Daily News" aus Beting Der Militärmoloch wird auch im Lande des Bopfes bald Artikel II des Nothgesetzes" befagt, daß Vereine, welche in religiöser melden, hat die chinesische Regierung von Rußland 500 000 umoder sittlicher Beziehung anstößig sind, der bie Geselligafts- geänderte Gewehre für die chinesischen Truppen in der Mandschurei ordnung zu untergraben beabsichtigen", vom Land- angekauft. rath aufgelöst werden fönnen. Von dieser Bestimmung werden die Bezüglich der Erleichterung der Fremden- Niederlassung: nun darauf hingewiesen worden, daß eventuell die Geheimerlaffe im Landräthe natürlich den ausgiebigsten Gebrauch machen, noch aus- haben, wie den" Times" aus Shanghai gemeldet wird, die Auslande publizirt werden und daß kein Mensch die inländischen giebigeren Gebrauch aber werden die Arbeiter von den neuen dortigen Behörden auf Befehl des Vizekönigs den Konsuln aller Zeitungen hindern könne, das im Auslande Veröffentlichte nachzu- gegenüber früher freiheitlicheren" Bestimmungen machen, denn Nationen Zugeständnisse gemacht, nach welchen alle Nationen gleich drucken. Dazu meint mum die Deutsche Tageszeitung", es handle allerwärts im Lande regt sich's bereits, um sich zu Vereinen zu- behandelt werden sollen. fich da allerdings um eine Lücke, die ausgefüllt werden müsse. sammen zu thun. Unter den neuen Verhältnissen wird sich die Daß die Beamten, die Aftenstüde ins Ausland verhöfern, ebenso schwerlich ausbleibende Nachwahl mit mehr Nachdruck durchfechten strafbar sind, ist selbstverständlich. Es muß aber vielleicht noch in laffen, als dies bisher infolge Fehlens jeglicher Organisation bei dem Paragraphen, den der Antrag einführen will, besonders hervor- Wahlen der Fall war. gehoben werden, daß auch der Nachdruck solcher widerrechtlich veröffentlichten geheimen Attenstüde strafbar ist." politischen Parteien vertreten sind." Verböserung der Preßfreiheit. Im Reichstag ist, wie wir meldeten, ein Antrag eingegangen, das Veröffentlichen von mit か Geheim" bezeichneten Attenstüden zu bestrafen. Demgegenüber ist Zeitungsredakteur zu sein, würde danach in Zukunft ein recht schwieriges Geschäft sein. Ein solcher Mann müßte dann die bewundernswürdige Fähigkeit haben, den Umständen nach unterfcheiden zu können, ob etwas in ausländischen Blättern Stehendes aus geheimen Atten stammt oder nicht. früh der Italiener Malagarin hingerichtet. Derselbe hatte im Hinrichtung. In Saarbrüden wurde am Sonnabend dessen Frau zu ermorden versucht. Frühjahr in Malstadt- Burbach einen Gastwirth erdolcht und Petersburg, 17. Dezember. Rußland und Oesterreich China. Amerika. Militarismus in Amerika. Aus New York telegraphirt man heute: Mac Kinley hielt gestern( Freitag) in Montgomery in Alabama stehendes Heer zu halten brauche, so bedürfe dasselbe, wie die letzten eine Nede, in welcher er ausführte, obwohl Amerika kein großes Monate bewiesen hätten, doch eines stehenden Heeres, welches start genug sei, alles Erforderliche im Frieden zu thun und sich nur auf die Hilfe des großen Volkskörpers zu verlassen habe, falls Schlachten zu schlagen seien. Num, die Amerikaner fönnen sich auf eine schöne Kriegsrechnung politik kostet noch mehr. gefaßt machen, die Kolonialpolitik kostet viel Geld, und die WeltFür Kuba soll nach einer Verordnung des Präsidenten Ma c Kinley vom 1. Januar 1899 ab ein neuer Bolltarif in ermäßigt werden. ftraft treten, nach welchem die Zölle durchschnittlich um 62 pet. Parlamentarisches. 10 Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Wegen Majestätsbeleidigung wurde der Schneidergeselle Johann Strynacki in Breslau zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt.. Ferner Daß die Agrarier mit ihrem Margarinegese hinein- legten Zeit domizillos in der Breslauer Gegend umhergetrieben wurde der Gärtner Johann Jaworowski, welcher sich in der gefallen sind, wußte man längst. Nicht nur, daß sich die Fleischer hatte, wegen einer in Gnichwiz verübten Beleidigung des Kaisers Des Margarineverkaufs bemächtigt haben, sodaß jetzt die Zahl der zu einer Gefängnißstrafe von sieben Monaten verurtheilt. Verkaufsstellen größer ist als früher. Auch das Sesamöl, das der Margarine zugefegt werden muß, um sie für eine chemische Probe furt a. M. zur Verhandlung. Der Wirth Edm. Steiding soll in Ein bedeutsamer Majestätsbeleidigungs- Prozeß tam in Frantals solche erkennbar zu machen, bietet nicht die genügende Sicherheit. einer Versammlung der Zimmerer am 15. September die viel Es werden nämlich vielfach Sesamkuchen an das Rindvieh verfüttert, besprochene Nede des Kaisers in Oeynhausen und der Butter, die aus der Milch der so gefütterten Kühe gewonnen als tulturfeindlich bezeichnet haben. Der Vertheidiger wird, zeigt gleichfalls die ominöfe Färbung bei der chemischen Probe. Dr. Löwenthal betonte, daß es sich hier um eine Kritit So kam es, daß häufig Naturbutter für Margarine angesehen wurde. einer entgegenstehenden Ansicht über politische Fragen, nicht im Reichstage gehen dahin, daß nach Erledigung der Interpellation Reichstags Dispositionen. Die vorläufigen Bestimmungen Und auch der Kultusminister, der hierüber gefragt wurde, kann aus um eine Beleidigung gehandelt habe, weder objektiv och v. Wangenheim die Militärvorlage zur ersten Berathung gestellt wird. diesem Dilemma feinen Ausweg finden. In einer Verfügung desselben subjektiv. Der heißt es: Vertheidiger beantragte die Freisprechung, Alsdann wird in die zweite Lesung des Etats eingetreten, unter von vier Monaten beantragte. Das Gericht erkannte die Auswährend Staatsanwaltschafts- Rath Dr. Reich eine Gefängnißstrafe Berücksichtigung der üblichen Schwerinstage". führungen des Vertheidigers theilweise als zutreffend an, machte jedoch einen Unterschied zwischen einer Beleidigung von Privatpersonen und einer Majestätsbeleidigung; hier fomme es auf die Persönlichkeit des Beleidigten an. Daß die gebrauchte Redewendung eine Geringschäzung enthalte und nicht durch§ 193 gedeckt sei, er scheine zweifellos. Die Strafe ward, so berichtet die Frankf. 8tg.", auf das Mindestmaß festgesetzt, zwei Monate Gefängniß. Das ist nicht das Mindestmaß; denn dieses beträgt zwei Monate Festung, deren man wohl einen einfachen Mann, trotzdem er keinerlei ehrlofe Gesinnung" gezeigt, nicht für würdig hält. „ Es könne ein ausreichender Anlaß, schon jetzt eine Aenderung des erst im vorigen Jahre bestimmten Kennzeichnungsmittels für Margarine herbeizuführen, nicht für vorliegend erachtet werden. Um möglichst zuverlässige Ergebnisse bei Untersuchungen zu erlangen, sei es zweckmäßig, die mit der amtlichen Untersuchung von Butter und Speisefetten betrauten Stellen darauf auf mertfam zu machen, daß ein längeres Erwärmen der zum Zwede der Untersuchung mit Salzsäure und Furfarol versetzten Fettproben zu vermeiden ist, weil es die Zuverlässigkeit des Ergebnisses der Untersuchung wesentlich zu beeinträchtigen vermag, und daß nicht jede Rothfärbung der untersuchten Probe, sondern nur eine solche, welche sofort oder schon wenige Minuten nach Ausführung der Sesamölprobe sich zeigt, den Verdacht des Vorhandenseins von Margarine in dem Fette ausreichend rechtfertigt. Das heißt, die Agrarier sind so ziemlich auf dem alten alten Fled. Man tann nicht sicher unterscheiden, was Margarine und was Butter ist, und die Agrarier müssen nun schon andere gesetzgeberische Trits aus tüfteln, um sich die Bevölkerung tributpflichtig zu machen. Städtische Dienstbotenftener. Dem Vernehmen der„ Frants. 8tg." nach ist außer der städtischen Luftbarkeitssteuer auch eine städtische Dienstbotensteuer in Aussicht genommen, die von den Herrschaften zu entrichten ist und für den Kopf 6 Mark betragen soll. Der Steuer soll das gesammte nicht krantenversicherungspflichtige. Dienstpersonal unterliegen. Sie dient als Ersatz für die unent geltliche Krantenpflege im Hospital. Warum man aus Schleswig Holstein ausgewiesen wird. In Hadersleben war seit 22 Jahren ein begüterter Viehhändler anfäffig, der u. A. eine umfangreiche Landstelle und eine Gastwirthschaft sein Eigen nannte. Vor 3 Wochen nun erhielt besagter Bichhändler Bohnfeldt eine Verfügung, binnen 14 Tagen( Dienstboten und Arbeitern gewährt man nur 24 Stunden Frist) das preußische Staatsgebiet zu verlassen. Bohnfeldt sicherte sich den Rechtsbeistand des Justizraths Mundel, der sich an den Ober, präsidenten um Namhaftmachung der Gründe wandte, die zu der präsidenten um Namhaftmachung der Gründe wandte, die zu der Ausweisung Anlaß gegeben hätten. Dem Justizrath Mundel wurden nun folgende fünf Gründe" angegeben: " 1. Bohnfeldt soll im Jahre 1893 einen deutschen Schmiedemeister von der Wahl durch die Drohung abgehalten haben, daß er sonst seine Arbeit verlieren würde. " Regien und Lüttjens hat das Landgericht in Kiel gestern In dem Majestätsbeleidigungsprozeß gegen die Parteigenoffen auf Freisprechung beider Angeklagten erkannt. Der Staatsanwalt hatte, wie uns telegraphirt wird, 2 Monate resp. 6 Wochen Gefängniß beantragt. Legien sollte die Majestätsbeleidigung in einer Wahlrede, und Lüttjens als verantwortlicher Redakter der Schleswig- Holsteinischen Volkszeitung", durch Veröffentlichung des Versammlungsberichts begangen haben. Ausland. Oesterreich. aus Prag vom 16. Dezember: Der Führer der hiesigen Anarchisten, Anarchistisches and Oesterreich, Die„ Frankf. 3lg." meldet Vinzenz Körber, der eine eigene anarchistische Zeitung herausgab, wurde heute verhaftet. Er hatte in der legten Zeit in Arbeiter versammlungen Propaganda für den Anarchismus gemacht. Der Verhaftete ist ein Sohn des bekannten, noch lebenden Anarchisten Wilhelm Körber, der schon 1870 als Komplize an einem Bombenattentat verurtheilt wurde. Schuhmachers fam es zu einer förmlichen Straßeurevolte. Die Budapest, 17. Dezember.( B. H.) Bei der Erekution eines Menge griff die Beamten thätlich an und schlug sie in die Flucht Schließlich schritt ein starkes Polizei Aufgebot ein und stellte die Ruhe wieder her. Zahlreiche Personen wurden verhaftet. Frankreich. M der Kommissionen ausgegeben worden. Borsitzender der GeschäftsReichstags- Kommiffionen. Im Reichstage ist das Verzeichniß ordnungs- Stommission ist Abg. Singer. der Etatskommission Abg. v. Kardorff, der Petitionskommission Abg. Dr. Kruse, der: Wahlprüfungs Kommission Abg. Dr. Spahn und der Rechnungskommission Abg. Dr. Hasse. und Dr. Bachnide beantragen die Vorlegung eines Gefeßentwurfs, Arbeitsnachweise. Die Abgeordneten Roeside( Dessau). betreffend die Errichtung von Arbeitsnachweisen, durch welchen bestimmt wird, daß auf Antrag und nach Anhörung einer ihrer Bezirke kommunale oder gemeinnüßige Arbeitsnachweise, welche Gemeinden bezw. weitere Kommumalverbände, insoweit innerhalb entsprechenden Anzahl betheiligter Arbeitgeber und Arbeitnehmer, den Vorschriften des zu erlassenden Gefeßes und den örtlichen Bedürf nissen entsprechen, nicht vorhanden sind, durch die Landes- Zentrala behörde zur Errichtung und Unterhaltung solcher Arbeitsnachweise angehalten werden können; durch welchen ferner bestimmt wird, daß an der Verwaltung solcher Arbeitsnachweise Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer in gleicher Zahl unter dem Vorsiz eines Un parteiischen zu betheiligen sind. Die zehntägige Frift, in welcher Wahlanfechtungen gegen ble Mandate der Reichstags- Abgeordneten zulässig sind, war am Freitag worden, so daß im ganzen der Wahlprüfungs- Kommission 80 Wahlen abgelaufen. Es sind im ganzen 76 Proteste eingegangen. Außerdem find von den Abtheilungen vier Wahlen für zweifelhaft erklärt zur Prüfung überwiesen sind, gegen 100 in der vorigen Legislaturperiode. Partei- Nachrichten. Neues vom Versammlungsrecht in Oberschlesien. polnisch- sozialdemokratischen Parteitag in Posen Nachdem sich die Unmöglichkeit herausgestellt hatte, den abzuhalten, wurde der Wirth eines Lokale in Beuthen in Oberschlesien kontraktlich verpflichtet, seinen Saal zur Abhaltung des genannten Parteitages für die Beit vom 1. und 2. Weihnachtsfeiertag Herzugeben. Aber der Mensch denkt und die Polizei lenkt. Soeben, acht Tage vor dem Zusammentritt des Parteitages schreibt ein dortiger Genosse an den polnischen Parteivorst and folgendes: " Leider muß ich Ihnen mittheilen, daß wir von der Abhaltung des Parteitages in Beuthen doch werden Abstand Habe heute mit dem Bürgermeister & riedrich gesprochen. Die Polizeiverwaltung ist entschlossen, uns das Lokal zu den beabsichtigten Zwecken einstweilen nicht benutzen zu lassen. Sie kommt mit einer Regierungs- PolizeiVerordnung vom 23. September 1889, Ehe die Sache im Streita verfahren erledigt wäre, fönnte das ganze Jahr vergehen." Der polnisch sozialdemokratische Parteivorstand sieht sich dess Picquart- Dreyfus. Am Freitag fand wiederum eine Ver2. In demselben Jahre soll er gleichfalls einen Gastwirth zur Die Versammlung selbst nahm einen ruhigen Verlauf, beim Verſammlung zu gunsten der Freilassung Picquart's statt. Wahlenthaltung verleitet haben. 3. Bohnfeldt's Kinder haben nicht regelmäßig die deutsch zwischen den Nationalisten und den Anhängern der Revision. nehmen müssen. lassen des Versammlungslotals aber fam es zu einem Handgemenge patriotischen Feste besucht. 4. Bohnfeldt's Haus war in Danebrogfarben auf zu verlangen; er wolle niemandem etwas zu danken haben. Picquart weigert sich noch immer, seine vorläufige Freilassung geführt. Der Kaisationshof hat am Sonnabend Jaurès und 5. Frau Bohnfeldt soll einer deutschredenden Besucherin verboten einige andere Personen über das angebliche Geständniß Dreyfus haben, deutsch zu sprechen. verhört. Für nächsten Dienstag ist die Vernehmung des Kapitäns Die Gründe" der Ausweisung liegen also fünf Jahre zurück. Lebrun- Renault in Aussicht genommen und am Mittwoch soll Klassisch ist Nummer 4 der Gründe. Die Danebrogfarben sind der frühere Minister Poincaré verhört werden. General wegen veranlaßt, den IV. Parteitag der polnischen nämlich Roth und Weiß, und da Backsteine roth und Mörtel profurator Manau hat den Brief, den er von Esterhazy er- Sozialdemokraten Deutschlands nach Berlin ein und Zünche weiß zu sein pflegen, dürfte es sogar im Herzen halten, dem Staffationshof übergeben. Ein Beschluß darüber, ob und 3 u berufen. Derfelbe wird am 1. und 2. Weihnachtsfeiertage , dänischer Gesinnung" geben! gefaßt. " Deutschlands viele in den Danebrogfarben aufgeführte Gebäude in welcher Weise der Brief beantwortet werden soll, ist noch nicht Alexanderstr. 27c, abgehalten. vormittags 11 Uhr ab im Englischen Garten, Abbruch der Geschäftsbeziehungen mit Deutschland erfolgt Die Schwenkung Dupuy's. Die heutigen Blätter sehen die noch fortwährend von Dänemart aus Anlaß der Ausweisungen Haltung Dupuy's in der gestrigen Kammerfizung als einen Beweis wie uns telegraphisch gemeldet wird, der Parteigenosse Schmidt Bei der Stadtverordneten- Stichwahl in Lüdenscheid wurde, dänischer Staatsangehöriger. So theilt die Fräntische Tagespost" an, daß er eine endgiltige Schwenkung zu den Radikalen gemacht mit 690 Stimmen gewählt. zwei den fränkischen Hopfenhandel betreffende Absagebriefe mit. Der habe. Die gemäßigten Blätter erklären, die republikanische Konzenerste lautet: tration und die Stellung des Kabinets habe hierdurch einen argen Holland. fungen über die Schaffung einer sozialdemokratischen Tageszeitung Eine Volksversammlung in Görlik beschloß die Verhand bis zum 1. Januar 1900 zu vertagen und am 1. Februar 1899 ein dreimal wöchentlich erscheinendes Blatt unter dem Titel jährlich in Verbindung mit der Breslauer Volkswacht" heraus Görlizer Voltszeitung" zum Preise von 1,50 M. viertels zugeben. Das weitere bleibt der bereits bestehenden Preßkommission jährlich in Verbindung mit der Breslauer„ Bolkswacht" herausüberlassen. Als Folge von Deutschlands verschiedenen Ausweisungen, Stoß erlitten. ja gleichsam Vergewaltigungen gegen unsere Landsleute in Schleswig, breche ich hiermit jede Verbindung mit Ihrem Lande Haag, 15. Dezember. Eine holländische Dreyfus- Affäre. Man ab und annullire auch den Hopfenauftrag. Der Handelsvorstand in schreibt uns: Die Behandlung des Justizbudgets der Zweiten Deutschland muß sich dieser Sache annehmen, sofern er ein Geschäft stammer veranlaßte den sozialdemokratischen Abgeordneten Troelstra, mit Dänemark zu machen wünscht." den Minister zu Erklärungen aufzufordern über den berüchtigten Fall In dem zweiten Briefe heißt es: bezüglich der Verurtheilung der drei Brüder Hogerhuis zu sechs, elf " Ich habe mich eidlich dazu verpflichtet, so lange uns Deutsch- und zwölf Jahren Gefängniß wegen Einbruchs mit Mordversuch. Die In Delsnit i. E. fiegten bei der Gemeinderathswahl in der land so grausam behandelt, jeden Handel mit Ihrem Lande abzu- fräftige Agitation der Sozialdemokraten in Bollsversammlungen und Klasse der minderbesteuerten Ünansässigen die Genoffen G. Schreiter brechen und dies Gelübde darf nicht gebrochen werden. Bir im Parlament hat bewirkt, daß in allen Streifen Zweifel an der und 2. Enghardt; in Oberhohndorf brachte die Klasse der haben hier in unserer Stadt ca. 50-100 von Ihren Landsleuten; Schuld der drei Verurtheilten erregt worden sind. Das nach Gerichts- Unansässigen den Genossen Ch. Sau zich durch. ich möchte wohl wissen, was Sie sagen würden, wenn wir die aus ausspruch aufgefundene Beweismaterial hat die allgemeine Meinung In Karlsruhe wurde in einer Mitgliederversammlung des wiesen, die alle in Stellungen sind. So was Himmelschreiendes über die Unschuld der Brüder Hogerhuis verstärkt und sozialdemokratischen Vereins der Ausschluß des Parteigenoffen könnte Dänemark niemals thun, aber ich meine, es wäre in jedem mehrere Zeugen find bereit, unter Eid die wirklich Schuldigen zu be- Andreas sain bach nahezu einstimmig wieder aufgehoben. Fall nicht ergöglich, etwas Bergeltung zu üben. Für die ca. 250 Auszeichnen. Genoffe Troelstra hat schon zweimal vorher im Stalnbach hatte sich beschwerdeführend an die Landesversammlung gewiesenen müssen wir sorgen und das ist eine ziemlich schwere Last, Barlament über den Fall interpellirt. Damals war es noch möglich, gewandt, worauf diese die Sache an die Karlsruher Mitgliedschaft bie uns da auferlegt wurde." i daß der Minister leicht über die Sache hinweg ging. Seitdem aber zurückverivies. Todtenliste der Partet. In Forst in der Laufis starb am Mitivoch der Parteigenosse Theodor Pott, einer der Waderen, die die schwere Zeit des Sozialistengesetzes mit durchgemacht haben. Ehre seinem Andenken! Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Der verantwortliche Redakteur der Halberstädter Arbeiter geitung", Genosse Bertau, hatte wegen der und bitten wir, uns recht bald die nothwendigen Mittel zur Verf fügung zu stellen. Geldsendungen find zu richten an Rapp, Krefeld, Prinz Ferdinandstr. 74. Das Gewerkschaftskartell von Krefeld. J. A.: R. Paulmann. Wie bürgerliche Blätter berichten, wandte sich in der StadtVerurtheilung auf grand des§ 153 der Gewerbe- Ordnung.] 3u je 1 Monat Gefängniß wurden vom Schöffengericht in Wolfenbüttel zwei vordem vollständig unbescholtene Former verurtheilt, die am Streit in der Eisengießerei von Brandes u. Ko. betheiligt waren. Der eine soll, was er jedoch bestritt, zu einem Fachgenossen gesagt haben, wenn er nicht die Arbeit Artikel über die Behandlung seines im Gefängniß befindlichen verordneten- Sigung Dr. Bertram sehr scharf gegen die Ausständigen. Beitungen bekannt gemacht werden. Der andere Verurtheilte foll niederlege, sei er ein Streitbrecher und sein Name werde in den Kollegen Meher eine Bernehmung. Die Halberstädter Staats- Redner sagte, es feien arbeitswillige Arbeiter genug vorhanden, zu einem Fachgenossen gesagt haben: Wollt Ihr uns denn, wirklich müßt was Ihr thut. Wegen Beleidigung des freisinnigen Tischlermeisters Krupp habe er angewiesen, unter allen Umständen, möge es tommen, denen er den weitestgehendsten Schuß zugesichert. Die Beamten Euer Name wird dann aber in der„ Metallarbeiter- Zeitung" bekannt in Wiesbaden, der in zahlreiche Lohnstreitigkeiten mit seinen Arie es wolle, die Arbeitswilligen zu schützen. Er betonte es gegeben." Wie der Braunschweiger Volksfreund" mittheilt, ist in beitern verwickelt gewesen ist, war der Parteigenosse Dr. Quard mit aller Schärfe: wer Leute an der Arbeit hindere, laufe Gefahr, gegen die sich die inkriminirten Aeußerungen richteten, durch dieſelben der Verhandlung nicht festgestellt worden, ob sich einer der Former, aus Frankfurt a. M. als Redakteur der Volksstimme" vom fest angefaßt zu werden. Schöffengericht in Wiesbaden zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Das Landgericht sprach ihn kostenlos frei, weil die bebedroht oder in seiner Ehre verlegt gefühlt hat. treffende Mittheilung unter einer Rubrik erschien, für die ein anderer zum Streit verhaftet und ins Gerichtsgefängniß gebracht worden. In Gleiwit ist ein Maurer wegen angeblicher Aufreizung Redakteur die Verantwortlichkeit zu tragen hat. So sieht die Koalitionsfreiheit der Arbeiter aus, wenn sie sie anwenden wollen. anwaltschaft soll durch die Publikationen beleidigt sein. Zur Krefelder Textilarbeiter- Bewegung. In der Fachzeitung des Niederrheinischen Weberverbandes finden fich folgende als Streitbetrachtungen bezeichnete Ausführungen, die veröffentlicht wurden, bevor die eben beendete Ausstandsbewegung ihre Höhe erreicht hatte. Es heißt dort: " 379 ständigung anzubahnen. Richtiger wäre es, wenn der übereifrige Herr auf Solche Aeußerungen find sehr wenig dazu angethan, eine Verdie Fabrikanten einwirken würde, daß sie dem bescheidenen Verlangen der Arbeiter entgegenkommen. Allerdings bequemer ist es, und der Achtung der in der Stadtvertretung sigenden Stofffabrikanten ist. Herr Bertram sicher, wenn er den Arbeitswilligen zu Hilfe eilt. Unternehmer- Terrorismus. Aus Görlig wird über eine Klage Hoffentlich ist sein Bemühen umsonst. Das Wolff'sche Telegraphen- vor dem Gewerbegericht berichtet: In der am 5. Dezember abBureau bringt aus Krefeld folgende Mittheilung: Am Freitag gehaltenen Sizung flagte der Maurer Hielscher gegen den BauAbend' traten unter Vorsitz des Dr. Bertram als Vorsitzenden der meister Grunert auf Herauszahlung rückständigen Lohnes in Höhe sozialen Kommission der Ausschuß der vereinigten Stoff von 3,87 M. H. war gegen einen Stundenlohn von 37 Pf. befabrikanten und je zwei Mitglieder( Stoffweber) der drei hier fchäftigt. Ich kenne die Krefelder Weber nicht wieder," so äußerte sich bestehenden Weberverbindungen zusammen. Nach längerer Ver- pro Stunde ab. H. gab daraufhin die Arbeit auf und klagte den Nach einigen Wochen zog der Meister einen Pfennig bor kurzem ein alter Seidenwaaren- Fabrikant bezüglich der im handlung einigte man sich, nach der„ Niederrheinischen Volts- zu unrecht abgezogenen Pfennig ein. Herr Grunert machte legten Jahre hier stattgefundenen Arbeiterausstände. Ja gewiß, es zeitung" auf folgende Punkte: 1. Die Fabrikanten verpflichten sich, geltend, daß er den Abzug hätte machen müssen, da ihm vom ist erstaunlich, welcher Muth und welche Spannkraft auf einmal in im nächsten Vierteljahr von der Vereinbarung, unter Umständen Arbeitgeberverein eine Strafe von 300 M. angedroht worden sei, diese früher so trägen und schwer beweglichen Massen hineingefahren Massenaussperrungen vorzunehmen, keinen Gebrauch zu machen. falls er den alten Lohnsatz weiter zahle. Trotzdem wurde der Verist. Jenen fatalistischen Ausspruch: Wir können es doch nicht ändern, Die Weber verpflichten sich, im nächsten Vierteljahr in feinen Aus- flagte zur Zahlung der eingeklagten Summe verurtheilt. Das ist und was nüßt es, den Mund gegen einen glühenden Backofen auf- stand einzutreten. 2. In den mechanischen Webereien soll allgemein aber beileibe fein Terrorismus. zusperrenscheint vollständig seinen Kurswerth verloren zu haben, die Zehnstundenarbeit eingeführt werden. 3. Soll in einem Viertel wenn man sieht, mit welcher Begeisterung und Bereitwilligkeit bei jahr eine Lohnliste für Stoffweber aufgestellt werden. Auf grund ausgebrochenen und drohenden Ausständen von den im Dienste der dieser Punkte soll heute Nachmittag in einer gemeinsamen Berathung Arbeit ergrauten Veteranen bis hinab zum jüngsten Spulmädchen ein Versuch zu einer endgiltigen Einigung gemacht werden. der letzte Groschen geopfert wird, um nur die Noth von der Häuslichkeit der kämpfenden Brüder und Schwestern fern zu halten. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Der Streik der Glasmacher in Hildburghausen, der wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung eingetragen. mun bereits 17 Wochen andauert, hat dem Komitee eine Auflage Die Sache wurde vor einigen Tagen vor dem Schöffengericht verhandelt. Die strafbare That wurde erblickt in zwei Briefen, die das Komitee an Arbeitswillige nach Geresheim geschickt hat und in denen es heißt: Sollten Sie aber dennoch auf die Leimruthe gehen, die ihnen Gebel( ein Agent der Firma) gestellt hat, so werden wir Sie, falls Sie hier anfangen, in allen Arbeiterblättern bekannt machen." Das Urtheil lautete für sieben Mann auf je 5 Tage Gefängniß, während einer mit 3 Tagen davon kam, da derselbe nur Kenntnisse von einem Briefe hatte. Ueber die H- ute Nachmittag stattgehabte Ausschußversammlung Und wo liegt die Ursache dieser Erscheinung? Man muß es berichtet der Telegraph aus Krefeld:„ Angenommen wurde eine felbst mit durchgemacht haben, um es zu verstehen, welcher Muth Resolution im Sinne der heute von der Kommission der Stoffdazu gehört, die Arbeit niederzulegen, wenn man zu Hause Weib und Kind hat, die man bisher mit seinem Verdienst vor dem fabrikanten und Stoffweber festgelegten Bedingungen. Danach wird äußersten Mangel schützen konnte; wenn auch gar oft Schmalhans die Arbeit am Montag wieder aufgenommen. Stüchenmeister war. Man muß selbst Arbeiter sein, oder doch avenigstens gewesen sein, um zu wissen, wie oft man da in stummer Wuth die Zähne aufeinander beißt, wenn einem von den fargen Die Zahl der Streiks in Deutschland giebt der ArbeitsVerdienst noch Abzüge gemacht werden für Fehler, die man nicht markt" im Monat Oftober auf 31 an, im November sind 40 hinzuverschuldet hat oder die man beim besten Wollen nicht verhindern tann; wenn man die Brutalitäten der Herren oder ihrer Kreaturen herausgegeben, in welchem die von den Gesellen geltend gemachten auf. In Belgien betrug die Zahl der Ausstände im Oktober 10 Der Vorstand der Berliner Bäckerinnung hat ein Flugblatt gekommen. Desterreich weist in demselben Monat 6 Ausstände Hinunterschlucken muß, nur, weil man ganz daß eine noch so gerechtfertigte Bemerkung dagegen das durch aus, daß fie im Gegensatz zu den Bekundungen der Bäcker- und in England 54 mit 12 577 Betheiligten. Im Anschluß hierau Hinausfliegen bedeutet und daß das Budget einer Arbeiter- meister auf dem Berliner Verbandstag, den Hamburger familie auch den geringsten Ausfall nicht ertragen kann. Man Streit der Bäckergesellen für vollkommen mißglückt darstellt. Es Oktober wieder zugenommen. Die Bergleute streiken unter starker Mit Ausnahme von Frankreich hat die Streitbewegung im muß sich vorstellen, was Arbeitslosigkeit bedeutet bei Reuten, die scheinen also die Herren Bäckermeister je nach dem Zweck, von der Hand in den Mund leben müssen; die auf ihren den sie verfolgen, einmal eine recht bewegte klage über den ver- Betheiligung in Belgien, Frankreich und England. Auch von den Wochenverdienst angewiesen sind, wie ein Vich auf seine Ration lorenen Streit in Hamburg anzustimmen, um dann, wenn sie zeigen Ausstand. Textilarbeitern Frankreichs befindet sich eine erhebliche Anzahl im Futter, und die beim Ausfall derselben auf die Armenpflege mit wollen, daß sie doch auch Herr im Hause sind, den Mund wieder Die Buchdrucker greifen durch Ausstände lebhaft ihren entwürdigenden Folgen angewiesen sind. Es streiken seit dem 21. Oftober recht voll zu nehmen. Also diesmal hat der Boykott keine Spur in die Lohnbewegung ein. Bäckerimning in dem Flugblatt meist in recht höflicher Form einen feit 4. November die Sezer in Kopenhagen, endlich die Buchdrucker hinterlassen. Zu den einzelnen Forderungen nimmt der Vorstand der die Sezer in Antwerpen bei einer Betheiligung von 400 Köpfen, ablehnenden Standpunkt ein, nur zum Schluß tritt die alte auf Bornholm. Ueberall tonnten die Zeitungen vorübergehend nicht Taktik hervor, die Gewerkschaftsbewegung der Gesellen mit folgen erscheinen. Fast zu gleicher Zeit mit dem Segerstreit ist in Kopen der Unterstellung zu verdächtigen: Ausstände( wir erinnern nur an den großen Färberstreik vor zehn Wenn man die in früheren Jahren hier stattgehabten ArbeiterJahren) ins Auge faßt, so springt gegen damals ein Unterschied her vor, der der ganzen heutigen Bewegung eine charakteristische Signatur verleiht, und das ist ihr Zielbewußtsein und ihre Disziplin. Die Beit hat eben jedem zum Bewußtsein gebracht, daß eine Armee, der obige Tugenden mangeln, kaum zur Vertheidigung, viel weniger zum Angriff taugt. Wer wollte es bestreiten, daß die Verhältnisse des Weberstandes hier durchaus nicht Schritt gehalten haben mit der fast in ganz Deutschland steigenden Tendenz der Arbeitslöhne; daß nicht nur in materieller, sondern auch in idealer Beziehung der hiesige Weber vermuthet." stand, und vorzüglich die Stoffweber, einen bedeutenden Schritt nach bemerkt das Blatt: Die folgen, sie werden dem Streiffonds ihre Spargroschen nicht zuführen, bei feiner Zeitung arbeiten dürfen. Infolge dessen entstanden " Verständige Gesellen werden daher den Streiflockungen nicht Referenten haben dort einen Fachverein gebildet, und unter anderem bestimmte Taren festgesezt, unter denen die Mitglieder um so weniger, als man auch jetzt noch aus Gesellenkreisen vernimmt, daß 1889 das Streitgeld meist in die Taschen der Differenzen mit einer Zeitung, über die die Sperre bera Macher geflossen sei, die sich damit etablirt haben sollen. Ob etwas der Betriebseinstellung zur Erreichung einer bestimmten Absicht hängt wurde. Daß auch die Fabrikanten von dem Mittel daran ist, fönnen wir nicht beurtheilen; vielleicht wird dieses nur Gebrauch machen, zeigt das Vorgehen der großen Zündhölzchen rüdwärts gemacht haben durch die Einführung des Zweiſtuhl- Systems trotzdem wird die Verdächtigung ausgesprochen. Den Herren scheint zu demonstriren, haben fie vom 28. November ab ben Betrieb eine Ob etwas Wahres daran ist, wissen die Herren nicht, aber Fabriken in Turin und Moncalieri. Um gegen die Steuererhöhung und der Frauenarbeit in Webereien. Nicht wegen der Frauenarbeit das Sprichwort eigen: Verleumde nur fühn, etwas bleibt doch gestellt. Die Firma Medici in Magenta entließ aus demſelben Grunde an sich, sondern deshalb, weil es heute leider Usus ist, der Frau für hängen. die gleiche Leistung weniger Lohn zu geben, wie dem Mam. Daß dieselbe an einem Tage 900 Arbeiter. Ganz eigenartig berührt auch der Vor fall, daß Studenten sich als Streitbrecher verwenden lassen. Vor furzem legten die Arbeiter der Svedala Buckerfabrik bei Malmö ( Südschweden) die Arbeit nieder. Das empörte einige Studenten in der benachbarten Universitätsstadt Lund so sehr, daß sie sich als Streitbrecher vorstellten, um den Fortbetrieb der Fabrik zu ermöglichen. Die Folgen des studentischen Streitbrecherthums waren ernste Zusaminenstöße zwischen den streitenden Arbeitern und den Studenten. Von den deutschen Streits hat ein nach Zahl der Betheiligten kleiner dadurch Interesse erregt, daß an ihm viele Italiener bach( Hessen). Nicht weniger als 24 der streikenden Italiener wurden betheiligt waren. Es ist dies der Streit beim Tummelbau in Mogelwegen anarchistischer Umtriebe" verhaftet." " Lehte Nachrichten und Depelchen. Memel, 17. Dezember.( W. T. B.) Das bei Billtoppen auf zerschlagen. hierdurch ein bedeutendes Sinken der Löhne auf den Artikeln, die An die Droschkenkutscher im Tagameter- Betrieb! Kollegen! von Frauen gemacht werden können, stattfand, ist ja selbstverständ- Der Erfolg, welchen wir in unserer Lohnbewegung erwartet, ist voll lich, und auch, daß dieses Sinten je rapider wurde, je mehr der und ganz eingetroffen. Abgesehen von denjenigen Fuhrherren, wo Einzelne sich anstrengte, um durch vermehrte Produktion den Ausfall die Kollegen gezwungen waren in den Streit einzutreten und die Einzelne sich anstrengte, um durch vermehrte Produktion den Ausfall Forderungen bewilligt wurden, haben wir eine ganze Anzahl von an Lohn wieder wett zu machen. Alle diese Ursachen der Verschlechterung seiner Lage hatte der Fuhrherren, welche entweder sofort, als von den Kutschern die hiefige Weberstand sehr gut begriffen, aber er fühlte nicht die Straft Forderung um Lohnerhöhung gestellt wurde, be in sich, hier endlich ein Halt zu defretiren. Man hielt es eben für willigte oder sich auch freiwillig zur Lohnerhöhung bereit erklärt hatten. ein unabwendbares Schicksal, daß, wenn der Arbeiterstand versuchte, Geldjack pochend, Widerstand geleistet haben, find vorhanden. Die Nur einige Fuhrherren, welche, auf ihren fich zu organisiren, daß dann gewisse Kreise, die ein Interesse daran dort beschäftigt gewefenen Kollegen haben die gaftlichen Hallen ihrer haben, das Volk in geistiger Unmündigkeit zu erhalten und welche fürsorglichen Arbeitgeber verlassen. Darin liegt eben der Erfolg für deshalb auch eine materielle Befferstellung möglichst zu hintertreiben ms. Die stramme und musterhafte Haltung der betreffenden Kollegen fuchen, fich der Organisation bemächtigen, um sie ihren Zweden hat die übrigen Kollegen zum muthvollen Borgehen und Ausharren dienstbar zu machen. Es begreift sich deshalb die helle Begeisterung, die sämmtliche angefeuert. Die wuthschnaubenden Artikel in dem Organ der Fuhrherren, der„ Fuhrhalter", und auch die Uneinigkeit im eigenen Lager derBeber durchlohte, als im Frühjahr dieses Jahres in jenen dent- felben sind ein Beweis dafür, daß der Kampf richtig geführt wurde. der Kurischen Nehrung gestrandete Schiff ist die Bart" Triton" aus würdigen Versammlungen in der Zentralhalle endlich das erlösende Marschiren wir deshalb unentwegt diese Bahn weiter, unbekümmert um Raumo( Finland), welche mit einer Ladung Bauholz auf der Fahrt Wort fiel, als es ausgesprochen wurde unter brausendem Beifall, das Geheule unserer Gegner. Einige dieser Herren suchen die Bewegung von Helsingfors nach Warnemünde begriffen war. Kapitän Nylund was so mancher oft tief im Innersten gedacht: Wir wollen eine der Kutscher mit den schäbigsten Witteln zu bekämpfen; keine Verleum- und fünf Mann der Bejagung sind ertrunken. Der Steuermann von Arbeitern geleitet. Die Zeit des Bittens ist vorüber, wir treten dung ist diesen Leuten zu niedrig, um sie nicht gegen die Kutscher und die übrigen vier Mann sind gerettet. Das Schiff ist völlig jetzt in das Stadium des Forderns! auszuspielen. Kollegen! Wer mit derartigen Mitteln fämpft, be Und als die dortfelbst gegründete Organisation bewies, daß fie zengt feine Schwäche, darum stehen wir Mann an Mann, Schulter ihre Aufgabe begriffen hatte, da athmeten die Weber von Krefeld an Schulter, um den Hochmuth der Unternehmer zu brechen. Durch und Umgegend auf. Jezt wußten sie, daß sie nicht mehr allein, Hunger will man Euch zwingen, Eure Forderungen zurückzuziehen, jeder für sich, standen; daß jede Unbill, die dem einen widerfuhr, durch Aussperrung, indem man Euch von den Arbeitsstätten der von der Gesammtheit geahndet wurde. Jeder fühlte sich als Glied Fuhrherrn ausschließt. Nun, mögen die Herren Mittel anwenden, eines starken mächtigen Ganzen, und dieses Ganze war Fleisch von welche sie wollen, in der Verfolgung unseres Zieles machen sie uns seinem Fleisch, waren Brüder, die unter demselben Joche geseufzt winnen, darum Vorwärts! Vorwärts! nicht wankend. Kollegen, verlieren können wir nichts, nur geDas Agitations- Komitee. und deshalb gerade so fühlten und dachten wie er. Das sind die Gründe, die den Krefelder Weberstand so zu Achtung, Stuckateure Berlins und der Umgegend. Die feinem Vortheile verändert haben. So steht er heute da; seiner Kollegen werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Kontrolle sowie Kraft bewußt und erröthend über seine frühere unwürdige Schwäche. Abstempelung der Streiftarten in der Zeit zwischen Weihnachten und Paris, 17. Dezember.( W. T. B.) Die heutigen Abendblätter Wohl wissen wir, daß schwere Kämpfe bevorstehen, und es gilt des- Neujahr von abends 6 Uhr an im Arbeitsnachweis, Steinstr. 17, bei berichten von einer neuen Spionage- Affäre. Vier Zivilisten und halb, alle Kräfte anzuspannen, um unsere Organisation zu einer Schünemann, stattfindet. Diejenigen, die Marken zum Vertrieb ein Korporal seien verhaftet worden. unbesiegbaren Schlachtreihe zu gestalten. Jedes Mitglied muß es sich erhalten haben, werden hiermit aufgefordert, bis spätestens Freitag, London, 17. Dezember.( W. T. B.) Nach einer Depesche aus zur Aufgabe machen, jede Woche mindestens ein neues Mitglied dem den 30. Dezember, im Arbeitsnachweis abzurechnen. Laut Beschluß South Shields ist der Dampfer Ilios" in der vergangenen Verbande zuzuführen. Wenn in diesem Sinne jeder seine Schuldig des Verbandstages ist jede Filiale verpflichtet, einen örtlichen Streit Nacht bei Souter Point mit dem Dampfer Pierremont feit thut, dann werden auch für den Weberstand bald andere, bessere fonds zu gründen resp. den bestehenden zu befestigen und auszufammengestoßen. Der„ Jlios" sant. Drei Personen Beiten kommen." zubauen. Verbandsmitglieder, welche sich an den regelmäßigen der Mannschaft wurden gerettet, neunzehn werden Sammlungen zu diesem Fonds nicht betheiligen, geben, da sie gegen vermißt. Der Pierremont" fuchte vergeblich nach den vermißten die Sagungen des Verbandes verstoßen, ihrer Mitglied chaft verlustig. Leuten des" Ilios" und kehrte dann schwer beschädigt nach dem Karl Daschütt, Bertrauensmann, Charlottenburg, Schloßstr. 36. Tyne- Fluß zurück. Deutsches Reich. Deregrund, 17. Dezember.( W. T. B.) Der Dampfer, Saga" W Bonn, 17. Dezember.( W. T. B.) Heute Nachmittag fand hier die feierliche Einweihung der neuen Rheinbrücke statt. Wien, 17. Dezember.( W. T. B.) Einer Meldung der Neuen Freien Presse" zufolge sieht das Stadttheater in Marburg ( Steiermark) seit heute früh in Flammen. Schweizes Bern, Sonnabend, 17. Dezember.( Meldung der rischen Depeschenagentur".) Nach Prüfung der ihm aus Athen zu gegangenen Antwort auf seine Vorschläge hat Numa Droz endgiltig den ihm angebotenen Bostei eines Adjunkten des retischen Obertommissars Prinzen Georg ab gelehut. " : Aufenthalte auf einer öden Ueber den gegenwärtigen Stand der Bewegung wird geschrieben: Die Verhältnisse sind den Arbeitern nur durchaus günstige. Es ist völlig ausgeschlossen, daß Streifbrecher ihr Unwesen treiben können. Die Krefelder Seidenweberei bildet eine Spezial Jndustrie, welche nur völlig durchgebildete Krefelder Weber beschäftigen fann. Eine größere polizeiliche Aktion wurde am Donnerstag ist heute mit der Mannschaft des deutschen Dampfers Auch ist eine gegenseitige Unterstützung der Arbeitgeber rein unmöglich, gegen einige Mitglieder der aufgelöften Bahlstelle des Fabritarbeiter- Nord", welcher in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag un da jede Fabrit ihre Spezialartikel hat, deren Gewebemuster Eigenthum Verbandes in Frankfurt a. M. unternommen. Angeblich sollten die gefähr 2 englische Meilen nördlich von Understed gestrandet und Geheimniß des Einzelunternehmers find. Die Preisgabe der Borstandsmitglieder, der Einberufer einer öffentlichen Versammlung. 15 Grab Stälte äußerst angegriffen. 7 oder 8 Mann müssen fich und Geheimniß des Einzelunternehmers sind. Die Preisgabe der zur polizeilichen Vernehmung vorgeladenen- darunter drei ehemalige war, hier eingetroffen. Die Schiffbrüchigen waren nach dem Muster würde die Firmen in der Konkurrenz sehr schädigen. Es ist der Vertrauensmann des Verbandes und zwei fernere Mitglieder wahrscheinlich einer Amputation der Beine unterziehen, weil diefelben Klipge bei nun die Absicht der Unternehmer, die Arbeiter durch Aushungerung des Verbandes- die Fortsetzung der aufgelösten Zahlstelle betrieben erfroren sind. Die„ Saga" reist heute Abend mit den Schiffbrüchigen mürbe zu machen. Sollte dies gelingen, so wäre die Frucht jahre haben. Der polizeilichen Vernehmung schloß sich eine Haussuchung nach Gefle ab. Vorläufig wird den Schiffbrüchigen von dem hiesigen Yanger, mühsamer Agitation und Aufflärungsarbeit mit einem an, bei der nicht weniger als 17 Bolizeibeamten in Funktion traten. Stadtphyfitus ärztliche Hilfe geleistet. Schlage vernichtet, zur Freude der ultramontanen und sonstigen Beschlagnahmt wurde nichts, was die Betheiligten zu fürchten hätten, Beschlagnahmt wurde nichts, was die Betheiligten zu fürchten hätten, Stadtphyfitus ärztliche Hilfe geleistet. Kanea, 17. Dezember.( B. H.) Da dle mohamedanische Be Arbeiter Deutschlands, es liegt nun an Euch, dieses zu ber- und wird, was die aufgewendeten Mittel anbetrifft, die Aktion zu völkerung wegen der festlichen Vorbereitungen zum Empfang des hindern. Gelingt es, die Weber auch nur 14 Tage vor dem äußersten Elend zu bewahren, so wird das Unternehmerthum nichts 88 des preußischen Vereinsgefezes in seinem alten Ruhm nicht zu schreitungen gegen die Chriften befürchtet werden, so haben die ausrichten können. Wir erwarten, daß die Arbeiterschaft, welche im schmälern, sind des Schweißes eifriger Gesezeshüter werth. stande war, für die Hamburger Hafenarbeiter so große Opfer zu Der Streik der Steinmeşen bei der Firma Heinig in Rosto d bringen, auch die Krefelder Weber nicht im Stiche lassen wird. Be- dauert fort. Es wird deshalb dringend gebeten, auch ferner den denkt, es sind ca. 8000 Arbeiter und Arbeiterinnen zu unterſtüßen, guzug fernzuhalten. Admirale umfassende Sicherheitsmaßregeln getroffen. Washington, 17. Dezember.( W. T. B.) Pearson, der gestern Biegelsteine gegen die englische Botschaft geworfen hat, ist als irr finnig erkannt und in eine Anstalt überführt worden. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Max Bading in Berlin- Hierzu 4 Beilagen n. Unterhaltungsblatt. Br. 296. 15. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 18. Dezember 1898. Parteigenossen! 19 Er wird uns darum noch erhalten bleiben, allerdings nur als färglicher abgebrochen und nach anderen Punkten der Stadt hin versetzt werden. Reft einer färglichen Zeit. Denn er ist durchaus nicht mehr im stande, Diese vier Säulen werden nebst drei neuen Säulen vom Unternehmer wie einst, die gesammten Bedürfnisse unserer gewaltigen Bevölkerung unter Zustimmung der Stadtbehörder und mit deren Beihilfe an Der diesjährige Parteitag, der Provinz Brandenburg hat be- zu decken. Das Haupt- Weihnachtsgeschäft, der eigentliche Weihnachts- folgenden Stellen aufgestellt werden: Nettelbeckplatz, Büschingplatz, der( Cite and fchlossen, daß eine Konferenz der sozialdemokra markt, ist schon lange in die eleganten Verkaufsstraßen gelegt. Es Schlesisches Thor, Königsthor, Startsplatz( Ecke Karl- und Luisenstraße), tischen Gemeindevertreter der Provinz Brandenburg statt- ist dort auch ein moderneres Kaufen. Man sieht nicht mehr die ge- Gesundbrunnen( Am Humboldthain), Moabit( Ecke Birken- und finden foll, um einheitliche Grundsätze für die Gemeindewahlen fest- sammten Waaren ausgebreitet. Aber dafür die Auswahl des Besten Stromstraße). Im ganzen werden dann in Berlin 37 Uraniasäulen zufezen. Mit den Vorbereitungen zur Ausführung dieses Beschlusses und Allerneuesten unter einer verschwenderischen Lichtfülle, gegen stehen. Ferner beabsichtigt der Unternehmer die Aufstellung einer wurde die sozialdemokratische Fraktion der Berliner Stadtverordneten die die Petroleumlampen der Buden garnicht aufkommen können. neuen Uraniafäule in Schöneberg. Versammlung beauftragt. ein wichtiges Reklamemittel geworden ist. Gerade vor Weihnachten spart kein Geschäft an Licht, das heutzutage Unter Betheiligung mehrerer Genossen aus den Gemeindevertretungen in der näheren Umgegend Berlins sind diese nothwendigen Vorbereitungen beendet und es soll die Konferenz am anis Dienstag, den 27. Dezember( 3. Weihnachtstag), bormittags 10 Uhr, werden. im Restaurant Wilte, Berlin O., Andreas str. 26 stattfinden, und, wenn erforderlich, am 28. Dezember fortgesetzt Wir laden daher die sozialdemokratischen Gemeindevertreter der Proving Brandenburg in Stadt- und Landgemeinde zur Theilnahme an dieser Konferenz ein und bitten bei der Wichtigkeit des Gegen standes um recht zahlreiche Betheiligung. si Als vorläufige Tagesordnung schlagen wir vor: 38 1. Wahl des Bureaus. 2. Fejtjezung der Geschäfts- und Tagesordnung. 8. Berathung des Programmentwurfs. 4. Berathung der eingehenden Anträge. cide Für die Berathung des Programms schlagen wir imtenstehenden Entwurf vor und geben gleichzeitig die hierzu bestellten Referenten bekannt: 1261 1095 Punkt 1: Thomas Miydorf, 2-4: Singer Berlin, = d 5-7: Sonnenburg- Friedrichshagen, 8-11: Bruns Berlin. Gegen die Hinabführung der Hochbahn auf dem NollendorfPlaz sowie auch in der Bülowstraße zwischen der Ziethenstraße und dem Blaze hat sich vorgestern auch der Schöneberger Haus- und Grundbesizerverein ausgesprochen. Wenn man also auch nicht sehr bedauern kann, daß der Weihnachtsmarkt an der Schwindsucht leidet sind doch auch die Händler der Witterung ganz und gar ausgesetzt, die Verkäufer in den Bazaren aber nicht so ist es doch unangenehm, daß auch seine Die Taschendiebe entwickeln jezt bei dem Weihnachtstrubel eine Annehmlichkeiten schwinden, Schließlich wäre es aber thöricht und lebhafte Thätigkeit. Die geeignetsten Operationsfelder für diese wie fich schon so viele Taufende eine neue Eristenz errungen haben, speziell mit Taschendieben" arbeitenden Beamten ist täglich bis vielleicht sogar gefährlich. überlebte Zustände zu konserviren. Und Gaunerzunft bilden die großen Bazare. Der größte Theil der Polizei und der Regierung, dem zum Konserviren berufenen brecher zu überwachen. In den letzten Tagen sind 14 Taschendiebe werden es auch die Budenhändler. Finden sie doch sogar bei der zum späten Abend auf den Beinen, um die ihnen bekannten VerApparat, tein Entgegenkommen. Selbst die stupsen sie hin und festgenommen worden. her. Waisen Roftpflege. Co 10 Nur eine sehr geringe Minderheit der Kinder, die unserer städtischen Waisenpflege anheim fallen, wird in städtischen Anstalten Fommen in Softpflege( Familien, theilweise auch fremde Anstalten). ( Waisenhaus, Erziehungshäuser) verpflegt; weitaus die meisten Mädchen werden schon seit 1871 nur noch in Softpflege gegeben, mit Ausnahme der fiechen Kinder und einiger von den Verwahrloften, die unin das Lazareth bezw. in das Erziehungshaus kommen. Die Kostkinder werden zum theil in Berlin, zum größeren Theile außerhalb( in Dörfern 10 oder fleinen Städten) untergebracht. In Berliner Pflege waren am 1. April 1897 1672 Kinder( darunter 42 Säuglinge). Im Laufe des Jahres 1897/98 war der Zugang 1011 Kinder( 169 Säuglinge), der Abgang 979 Kinder( 164 Säuglinge). Am 1. April 1898 waren demnach 1704 Stinder( 47 Säuglinge) in der Berliner Pflege. Der tägliche Durchschnitt stellte sich auf 1676( für die Säuglinge fehlt In der Etwaige Anträge, jowie Anmeldungen zur Theilnahme an der Konferenz sind bis spätestens den 20. Dezember an den Genossen dun B. Bruns, Berlin SO., Ratiborfir. 2, zu richten. ausg susdung mit sozialdemokratischem Gruß, Roge tibm gambling spinsi 2nde xism fibi int Lokales. Die Parteigenoffen tes ersten Wahlkreises arrangiren am ersten Weihnachtsfeiertag, mittags 12 Uhr, eine Matinee im een palast; sämmtliche Künstler treten in ihren bekannten Glanznummern auf. Entree 30 Pf. Billets find bei folgenden Genossen zu haben: Mörschel, Jüdenstr. 35; Gärtner, Mollenstr. 12; Preuß, Neue Friedrichstr. 20; Täterow, Annenstr. 26; Felgentreff, Dresdener straße 33; Wegner, Oranienstr. 184. Um zahlreichen Besuch bitten Die Vertrauenspersonen. lleber die Beyer, geb. am 11. August 1871 zu atteit, Regierungsbezirk Auskunft erbeten! Der Schneidergeselle Reinhold Köslin, wird ersucht, seine jetzige Adreffe umgehend an seine Schwester gelangen zu laffen. Zur Information für andere Personen sei mitOttilie Beyer, Nieder- Schöneweide, Berliner str. 15, getheilt, daß Beyer bis 12. Mai 1895 in Hamburg- Altona in Stellung gewesen und am 13. Mai desselben Jahres angeblich nach Berlin gercist ist. Gine Arbeitslosen- Versammlung unter freiem Himmel. In den Morgenblättern war eine Annonce erschienen, nach der von einer Broncewaaren- Exportfirma in der Ritterstraße Adressenschreiber bei einem Tagelohn von 4 M. gesucht wurden. Dies verlockende Angebot fette mun das ganze Heer der stellungslosen, federgewandten Deffnung des Geschäftes vor der Thür Harrenden wurde von dem Leute nach der Ritterstraße zu in Bewegung. Aber schon den bei der stomptoirpersonal der Bescheid, daß man von der Amionce nichts wisse und auch keiner Adressenschreiber bedürfe. Man heftete ein Plakat mit einer entsprechenden Mittheilung im Hauseingang an, als aber trotzdem der Andrang immer größer wurde und die Menge, welche' sich böswillig getäuscht glaubte, eine bedrohliche Haltung annahm, benachrichtigte man die Polizei, die einen Posten vor das Haus stellte. Da der Chef der Firma heute seinen Geburtstag feiert, so ist wohl anzunehmen, daß ihm ein„ Wigbold“ durch das Zuferat eine leberraschung bereiten wollte. Daß der„ Wiz", durch welchen den Stellung suchenden eine schwere Enttäuschung bereitet worden ist, durchaus hier eine gesonderte Angabe). auswärtigen verwerflich ist, braucht nicht erst gesagt zu werden. Pflege war der Bestand am 1. April 1897 2655 Kinder Ueber einen neuen Fall von Prügelpädagogik an einer ( darunter 97 Säuglinge), im Jahre 1897/98 der Zugang 1426 Kinder 3..: Paul Singer( 803 Säuglinge), der Abgang 1250 Kinder( 289 Säuglinge), der hiesigen Gemeindeschule bringt ein Lofalblatt Wittheilnigen. Der Bestand ant 1. April 1898 2831 Kinder( 111 Säuglinge). Der täg Lehrer Rebhuhn in der 153. Gemeindeschule hat danach einem liche Durchschnitt war 2648( Angabe für die Säuglinge fehlt. Knaben aus geringfügigem Anlaß Verlegungen zugefügt, die in Während früher, noch bis Mitte der achtziger Jahre, die Wehrzahi einent ärztlichen Attest wie folgt beschrieben werden:„ Der Schüler der Kinder in Berlin untergebracht wurde, wird in neuerer Zeit die May Hill, Sohn des Kutschers Herrn Fritz Hill hierselbst, WeinbergsDie Lokallifte für Berlin und Umgegend ist neu heraus- auswärtige Pflege in fortgesetzt steigendem Maße bevorzugt. Sie weg 12 wohnhaft, ist heute von mir ärztlich untersucht worden. Die gegeben und der heutigen Nummer unseres Blattes beigefügt worden. soll in gesundheitlicher und erzieherischer Hinsicht beffer Untersuchung hat folgendes ergeben: An den beiden Oberschenkeln fein als die Berliner Pflege. Bei der Wichtigkeit der Lokalfrage erwächst den Parteigenossen die lichen Verhältnisse theilen die Waisenverwaltungs- Berichte Hautstellen von etwa Fingerlänge, am Rücken, besonders an den gesundheit und am Gesäß des Knaben befinden sich blaurothe, angeschwollene dringende Pflicht, die Lokalliſte ſtrenge zu beachten. Hier in Berlin nur für die auswärtige Pflege etwas mit. Nach den Beobachtungen, Schulterblättern und auch an dem Oberarm ficht man etwa ein wie in nächster Nähe der Reichshauptstadt besteht noch der traurige die der Erziehungsinspektor bei seinen Revisionen gemacht hat, wäre Dutzend frische, blutrothe, mehr oder minder lange Hautstreifen. Es Zustand, daß behördliche und ordnungsparteiliche Einflüsse die sozial- der Gesundheitszustand der auswärts intergebrachten Kinder durch sind dies Berlegungen, die wahrscheinlich von mit beträchtlicher demokratisch gesinnte Arbeiterschaft an der Wahrnehmung des bischen aus günstig. Merkwürdig ist nur, daß die Sterblichkeit der Deftigkeit geführten Stockschlägen herrühren und geeignet sind, be Kostiinder draußen viel größer ist als in Berlin. 1897/98 starben in fonders um den Schulterknochen, dem Knaben erhebliche Schmerzen Vereins- und Versammlungsrechts hindern, das in Preußen unter den der Berliner Pflege 46 Kinder, 1,7 pct. der überhaupt in diesem längere Zeit hindurch zu verursachen, wenn sie auch voraussichtlich unzeitgemäßesten Berklausulirungen gesetzlich festgelegt ist. Den Saal- Jahre durch die Berliner Pflege gegangenen 2688 Kinder keine nachtheiligen Folgen hinterlassen werden. Dies der Wahrheit abtreibereien und Verweigerungen gegenüber, die in Berlin selber oder 2,7 pet. der Durchschnittsfrequenz 1676; außerhalb dagegen gemäß. Dr. Jacobi, Fehrbellinerstr. 78. Erwähnt sei noch, daß versteckt, in den Vororten dagegen offen betrieben werden, bleibt starben 148 Kinder, 3,6 pCt. der überhaupt durch die Herr Rebhuhn von seiner pädagogischen Leistung erst abgelassen uns fein Mittel übrig, als die Lokalsperre; und diese dort, wo ichittsfrequenz 2648. Pflege gegangenen 4081 Kinder oder 5.6 pet. der Durch hatte, nachdem der Rohrstock in Stücke gegangen war.nd Das heißt: außerhalb war die Sterb nöthig, durchzuführen, muß das Bestreben aller Parteigenoffen fein. lichkeit verhältnißmäßig doppelt so groß wie in Berlin. Die meisten Arbeiter, Parteigenossen, besucht daher mur solche Lokalitäten, Sterbefälle tamen auf das Säuglingsalter. Unter den Gewelche auf der Liste verzeichnet stehen. Vor allen Von den überhaupt durch die Pflege gegangenen 211 bezw. 400 Gäug storbenen waren in Berlin bezw. außerhalb 41 beziv. 136 Säuglinge. Dingen erwächst aber den Vorständen von Arbeitervereinen die lingen starben demnach 19,4 beziv. 34,0 pct. Auch hier ergiebt sich Pflicht, beim Abschluß von Festlichkeiten auf das strengfte die neue also für außerhalb eine fast doppelt so hohe Sterblichkeit wie Lokalliste zu beachten. Jeder Arbeiter möge sich vor Augen führen, für Berlin. Eine Vergleichung mit der Durchschnittsfrequenz daß auch in diesem wichtigen Kampfe nur Beharrlichkeit und Energie nie angegeben wird; natürlich fämen babei noch viel höhere Sterb Straße unterhielt sich Freitag Abend der Tapezierergehilfe N. mit der Säuglinge ist nicht möglich, weil diese in den Berichten Eine unsinnige Wette. In einer Gastwirthschaft der Lorkinguns zum Ziele führen kann! lichkeitsprozente heraus. Der ergiebliche Erfolg ist, nach den Berichten des Erziehungsinspektors, in der auswärtigen Pflege einigen Gästen über die gefährliche Unfitte der Tapezierer, bei gleichfalls nicht schlecht. Zu ungunsten der auswärtigen Pflege der Arbeit eine größere Anzahl Nägel in den Mund zu nehmen. Er spricht aber, unseres Erachtens, zweierlei: In den fleinen Städten behauptete, daß dies gar nicht so gefährlich sei, und daß ein kleiner und auf dem Lande sind die Schulen schlechter als in Berlin, Nagel keinen Schaden anrichten könnte, wenn er versehentlich verschluckt und man denkt dort über die Schäden der Erwerbsarbeit würde. Zum Beweise erbot er sich, cinen sogenannten Schnurstift schulpflichtiger Kinder weniger streng. Besonders zu letzterem 3 verschlucken, und leider fanden sich zwei Gäste, welche daraufhin Punkte fann man in den Berichten des Erziehungsinspektors ge- eine Weite auf 3 M. and eine Lage Bier abschlossen, M. Tegte sich legentlich recht lehrreiches Material finden, so sehr diese Berichte den Nagel auf die Zunge und versuchte mmm, ihn mit einem Schluc im übrigen bemüht sind, mäglichst nur Gutes von den Pflegestellen Bier hinunterzuspülen. Im nächsten Augenblick schrie er jedoch laut zu sagen. Selbst beim Viehhüten sind die Pflegefinder betroffen auf und sank auf seinen Stuhl nieder. Der Nagel hatte sich in der worden, ein Mißbrauch, den der betreffende Bericht zwar tadelte, Speiseröhre festgesetzt und ließ sich selbst durch startes Husten und aber mit der Arbeiternoth auf dem Lande" entschuldigte, Erbrechen nicht wieder aus Tageslicht befördern. Der leichtsinnige die so chronisch" geworden sei, daß selbst wohlhabende Bauern Mensch mußte sich schließlich zu einem Arzt begeben, dem es erst glauben, in einer Berliner Waise einen billigen Hütejungen erlangen nach längerem Bemühen gelang, den Eindringling aus der SpeiseZu können". Es ist von vornherein auffällig, daß, wie ein früherer röhre zu entfernen. Bericht ausführte, an Orten mit vorwiegend gewerbetreiben- Das Polizeipräsidium theilt mit: Bei einem Trödler hat ein der Bevölkerung mehr Mädchen, an Örten mit vorwiegend unbekannt gebliebener junger Mann eine B- Trompete zum Verkauf landbautreibender Bevölkerung mehr Knaben ge- angeboten( am 10. d. M.). Als der Trödler sich wegen des rechtwünscht werden. Das erklärt sich vermuthlich daraus, daß Körper- mäßigen Befizes vergewissern wollte, ergriff der junge Mann die beschaffenheit und Naturell die Knaben mehr zur Verwendung in der Flucht unter Zurücklassung der Trompete. Offenbar rührt dieselbe Landwirthschaft, die Mädchen mehr zur Verwendung in der Haus aus einer strafbaren Handlung her und wird der Eigenthümer industrie geeignet machen. Freilich bleibt bei der geringen Höhe des ersucht, sich an einem Werktage vormittags von 9 bis 12 Uhr im oft geldes manchen Pflege- Eltern wirklich kaum etwas anderes tgl. Polizeipräsidium, Erdgeschoß, Zimmer 97, zu melden. übrig, als die Kinder mitarbeiten zu lassen. In der auswärtigen az auch das als ein Vorzug der auswärtigen Pflege gilt und aus dem Norden und Süden der Stadt gemeldet. Der Gastwirth Pflege ist das Kostgeld noch geringer als in Berlin. Es ist möglich, Selbstmorde, bei denen der Beweggrund unbekannt ist, werden daß einen weiteren Anlaß bildet, mehr Kinder nach außerhalb zu schicken. Friedrich August, der an der Ecke der August- und Kleinen Hamburger Straße eine Destillation betrieb und in guten Verhältnissen Bom Weihnachtsmarkt. Um die Errichtung des Landgerichts III in ihrer Gegend lebte, ging vorgestern nachmittag vom Hause weg, um WeihnachtsDer Weihnachtsmarkt stirbt recht langsam, aber sicher dahin. bemühen sich die Bewohner des Wedding, nachdem die Agitation auf eintäufe zu machen und dann noch Verwandte in der ScharnhorstMan läßt ihm Zeit zum Sterben. Vor einigen Jahren, als er vom dem Gesundbrunnen und in Charlottenburg nachgelaffen hat. In straße zu besuchen. Bei diesen kam er nicht an und auch nach Hauſe Echloßplay verbannt wurde, hieß es, fein Ende sei gekommen. Doch der letzten Versammlung des Grundbesitzervereins für den Wedding fam er nicht zurück. Gestern in früher Morgenstunde fand man es wird ihm immer wieder irgend ein Fleckchen gegönnt, wo er sein und Oranienburger Stadttheil wurde einer Kommission aufgetragen, ihn im Thiergarten erhängt auf. Was ihn dazu getrieben bischen Poesie noch einmal aufleben lassen tann. Außerdem finden sich mit den städtischen Behörden dieserhalb in Verbindung zu setzen. hat, sich das Leben zu nehmen, hat er nicht angedeutet. Ebenso sich hier und da noch eine Anzahl Ecken, in denen vereinzelte der verhält es sich mit dem Hausdiener Bernhard Hagen aus der bekannten Buden mit Pfefferkuchen und Flitterkram an die große die städtischen Behörden gewendet, in Moabit ein zweites humanistisches Luckenwalde nach Berlin tam und bei dem Gastwirth Schiefelbein Der Bezirksverein ,, Moabit hat sich mit einem Gesuche an Gitschinerstraße, einem jungen Manne von 25 Jahren, der aus Zeit des Weihnachtsmarktes erinnern. Diesmal ist ber eine Haupttheil des Weihnachtsmarktes nach Gymnasium zu errichten. dup in der Gitschinerstraße beschäftigt war. Der fleißige und ordentliche dem Halleschen Thorviertel, nach der Gneisenaustraße verlegt. Da junge Mann hatte sich am Sonntag noch mit seiner Braut photos entwidelt sich nun das Treiben, wie wir es vom Schloßplatz her graphiren lassen und ihr Weihnachtsgeschenke gekauft. Vorgestern Mittag kennen. Nur durch einige Verkaufsstände mit Massenwaaren, so zum war er noch ganz vergnügt im Geschäft thätig. Zwei Stunden Beispiel Borzellan und Emaillegeschirr, ist ein moderner Stich Gelände hat das Polizeipräsidium auf eine Eingabe folgenden haken hängend. Wegen der Müllverladungsstelle auf dem Borsig'schen später fand ihn Schiefelbein im Vierkeller als Reiche an einem Thür hineingekommen. Auch ist das Publikum nicht mehr so Bescheid ertheilt:„ Das dem Polizeipräsidium vorgelegte Projekt der wie früher aus allen Ständen zusammengesetzt. Alle Kreise Errichtung einer Müllverfrachtungsstelle bezweckt nicht die Errichtung der Linienstraße einen großen Menschenauflauf. Vor dem Hauje Eine Schlägerei verursachte am Freitag Abend um 7 Uhr in haben ihre bestimmten Viertel, und der Weihnachts markt ist jetzt speziell für die unteren Voltsschichten ein eines Lagerungsplaßes auf dem Gelände der Borsig'schen Erben. Rr. 18 gab es einen Zusammenstoß zwischen einem Flaschenbier- und fchwerlich einen Ort geben, wo so viel wohlfeile Sachen ausgeboten geboren, sowie den Mitunterzeichneten der Eingabe kam jedoch nur mörtelwagens geriethen darüber in Streit und schlugen sich. gerichtet. Binigkeit ist die Hauptfache der Waaren. Es dürfte eine Entscheidung ist diesseits noch nicht getroffen. Ew. Hochwohl einem Mörtelwagen. werden, wie auf dem Weihnachtsmarkt. Und noch eins: Vor aller dringend anheimgegeben werden, an den hiesigen Magistrat das Budenstadt wandern ohne für einen Pfennig zu kaufen und hat doch an anderen geeigneten Blägen, oder für eine anderweite Art der mit einem schweren Knüppel heran und streckte den Mörtelfutscher Augen liegen die Gegenstände ausgebreitet. Man kann durch die Gesuch zu richten, für die Errichtung von Müllverfrachtungsstellen Da drängte sich mit den Worten:„ Ich werde Euch einmal auseinanderbringen und Frieden stiften" ein unbekannter Bursche etwas vom Weihnachtsschimmer genoffen. Und wieviel mögen jeben willbeseitigung Sorge zu tragen. Geschieht dies nicht, so kann das Kohnert durch einen Schlag auf den Hinterkopf nieder. In dem Beihnachten an den Buden vorüberziehen, ohne selbst die aller- Polizeipräsidium vielleicht in die Lage gefegt werden, um das Wirrwarr, der nun entstand, fuhr der Flaschenbierfutscher mit seinem größere Uebel einer Ueberschwemmung des Berliner Weichbildes Wagen davon, auch der Schläger entfloh und entkam. Ein Vortheil des Weihnachtsmarktes aber ist, daß man dort mit Müllmassen zu vermeiden, derartigen von Privatunternehmern Wagen davon, auch der Schläger entfloh und entfam gleich in der Werkstattkleidung seinen Einkauf machen kann. So gestellten Anträgen stattgeben zu müssen." Es wird nunmehr eine bequem das Kaufen in den Großbazaren ist, im gewöhnlichen Eingabe an den Magistrat gerichtet werden, die schon mit zahlWerkelkleid, womöglich gar mit Kalt oder Schmiersprigen auf Rock reichen Unterschriften aus dem Hanſaviertel bedeckt ist. Hofen, wagt sich wohl niemand in die Kaufpaläſte. Sechster Wahlkreis, Moabit. Am zweiten Weihnachtstag wird in der Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47/49, eine Matinee abgehalten, an der mehrere im Arbeiter- Sängerbund organisirte Gee fangvereine, fowie Witglieder des Turnvereins Fichte" und des Theatervereins„ Unter uns" mitwirken. Das reichhaltige Programm läßt zahlreichen Besuch erwarten. Eintrittskarten find an den mit Blakaten belegten Stellen zu haben. Das Komitee. Arbeiter Bildungsschule. Der Erfazz für die ausgefallenen Vortragsabende findet in dieser Woche statt, und zwar für Nte deUebung morgen, Montag, den 19. d. M., und für Gesezes funde am Donnerstag, den 22. d. M.( In Gesezes kunde beginnt der Vortrag ausnahmsweise schon um 8 Uhr.) Blöglich eingetretener Umstände halber finden diese Nachholungen nicht im Luisenhof, sondern in Karl Behse's Restaurant, Annen ftraße 16, 1 Treppe, statt. Die Bibliothek bleibt vorläufig geschlossen. Damit tritt Schluß der Kurse ein. Wiederbeginn Witte Zanuar. billigsten Kleinigkeiten erstehen zu können? Der Vorstand. Also mag der Weihnachtsmarkt vorläufig noch ein Bedürfniß, wenigstens ein Bedürfniß der arbeitenden, ärmeren Bevölkerung sein, In dieser Woche hält die Stadtverordneten- Verfammlung teine Sigung ab. Die drei Uraniafäulen Unter den Linden und die auf dem Leipziger Platz, nach der Leipzigerstraße zu stehende, die schon seit einiger Zeit außer Betrieb gesezt worden sind, sollen jetzt endlich Die beiden Kutscher und ein Mitfahrer des Durch Ueberfahren schwer verletzt wurde gestern Morgen am Halleschen Thor eine unbekannte Frau von etwa 45-50 Jahren. Die Werlegte wurde bewußtlos nach der Charitee gebracht. Mit Hinterlaffung beträchtlicher Schulden ist ein früherer Polizeibeamter, der aus dem Dienst entlassene Schußmann Wilhelm Heinrich aus Moabit, verschwunden. Heinrich Heirathete vor " " " Die Niederlage der Schneidigkeit. Ueber den letzten Vers einiger Zeit eine Kellnerin aus dem Café Boulevard in der Elsaffer-| wird das Lustspiel„ Mauterblümchen", Montag„ Das vierte Gebot". Dienstag| verurtheilt wurde, stand gestern dieserhalb wieder vor der 130. Abstraße. Die Che war unglücklich und der Mann wurde so nachlässig Ehrliche Arbeit" wiederholt. Mittwoch ist die erste Aufführung von theilung des Schöffengerichts. Er bezog Naturbutter von einer im Dienst, daß er entlassen werden mußte. Nun fam es erst recht Gerhart Hauptmann's Traumdichtung Hannele's Himmelfahrt und angesehenen Firma, seine Kunden erhielten dagegen ein Gemisch von zu heftigen Auftritten zwischen dem Ehepaar. Der Skandal pflanzte stellung wiederholt. Freitag ist Wolzogen's Komödie„ Das Lumpengesindel". achtet, die Mischung selbst vorgenommen zu haben und diesmal zu Ostar Blumenthal's Lustspiel„ Abu Seid". Donnerstag wird diese Vorsich nicht selten auf die Straße fort. Butter und Margarine. Der Angeklagte wurde für überführt erSchließlich liefen beide davon. und Sonnabend bleibt das Theater geschlossen. Eine Wohnungseinrichtung, die er auf Kredit gekauft hatte, ver- stellt sich folgendermaßen: Sonntag, den ersten Feiertag, nach einer Geldstrafe von 500 m. verurtheilt. Der Feiertags- Spielplan äußerte Heinrich, ohne sie bezahlt zu haben. Außer dem Möbel- mittags Wilhelm Tell", abends„ Die Haubenlerche", Montag, den zweiten händler haben auch Restaurateure und Kaufleute, die auf Kredit Feiertag, nachmittags" Das Lumpengesindel", abends Was Ihr wollt", geliefert hatten, das Nachsehen. Die Geschädigten, die zusammen Dienstag, den dritten Feiertag, nachmittags" Des Merres und der Liebe handlungstag erhalten wir aus Heilbronn folgendes Telegramm: um etiva 1000 Mark geprellt sind, haben jetzt der Staatsanwaltschaft Wellen", abends„ Ehrliche Arbeit". abends„ Ehrliche Arbeit". Im Bellealliance Theater In der heutigen Verhandlung des Krawallprozesses wurde die letzte Anzeige gemacht. beginnen die Vorstellungen des Weihnachtsmärchens Struwwelpeter" am Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag bereits um 6 Uhr abends Gruppe der Angeklagten freigesprochen, nur ein Angeklagter wurde und enden um 82 Uhr. An beiden Sonntagen, sowie Sonnabend, den 24. b. t. beginnt die Nachmittagsvorstellung zu am wegen groben Unfugs zu vier Wochen Haft verurtheilt, die als verermäßigten Preisen bereits um 3 Uhr. die Geisha" das Jubiläum der 250. Aufführung erlebt. Im Central Theater hat büßt erachtet wurden. Jmi Thalia: Theater beginnt die Sonntags- Vorstellung der dreiaftigen Posse„ Der Eva: Apfel" mit Rücksicht auf den" goldenen" Sonntag erst um 8 Uhr. Die beiden Admirale" ist der Titel eines abendfüllenden Schauspiels von dem Graudenzer Journalisten Paninin, welches am Dienstag im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater seine Première erlebt.. Im Luisen Theater spielt in der heutigen Nachmittagsaufführung des Kean" Herr Friz Kiedeisch die Titelrolle. Am Freitag gelangt Johannes Eißner's neuestes Volksstück„ Ums liebe Gelb" zur ersten Aufführung. Ju Olympia Theater finden heute wiederum zwei Vorstellungen statt. Nachmittags um dreieinhalb Uhr giebt's" Dornröschen" und abends in den Nachmittagsvorstellungen Dornröschen" gegeben werden. unt 8 Uhr Mene Tetel". Auch an den drei Weihnachts- Feiertagen wird Die neuesten Zuführungen des Berliner Aquariums bereicherten in erster Linie die Gruppen der niederen Thiere un neue, hier noch nicht ausgestellte Gattungen und Arten. Das höchste Interesse beansprucht eine Art Schnecke, die aber bei äußerer Betrachtung fein Mensch für eine Schnecke, fondern für eine Art der in gewundenen Kalfröhren wohnenden Borsten würmer oder Serpeln halten wird, wie es seinerzeit selbst dem berühmten Naturforscher Linné erging. Denn nur bei jungen Thieren ist die Schale spiralig angelegt, wie es die verwandten Thurmschnecken zeigen; später jedoch bildet fie unregelmäßig ausgelöfte, freie Windungen. Indeß trok Dieser äußeren Verschiedenheit von anderen Schnecken bleibt der scheinbare Wurm doch eine solche, wie der aus der runden Mündung hervortretende Stopf oder noch besser eine Zergliederung des Thieres befundet. Man hat die aus der Adria angekommenen Riesen- Wurmschnecken( Vermetus gigas) in einem der unteren Basaltbecken untergebracht. Feuerbericht. Vorsägliche Brandstiftung scheint bei einem Brande vorzuliegen, der Sonnabend Mittag Rostocker str. 7 in einer Tischlerei ausbrach. Berschiedene Anzeichen deuteten darauf hin, daß Brandstiftung vorliege, weshalb auch der Inhaber der Werkstatt verhaftet wurde. Ein zweiter Brand in einer Tischlerei verursachte einen Allarm nach Grünauerstraße 11. Hobel spähne und Nuthölzer wurden hier eingeäschert. Georgenstr. 29 war durch Explosion einer Lampe ein Zimmerbrand entstanden, der aber noch im Entstehen beseitigt werden konnte. Cuvry ft r. 40 hatte die Schaaldecke und Batenlage Feuer gefangen, doch war auch Hier der Schaden nicht bedeutend. Aus den Nachbarorten. Schöneberg. Im Arbeiter- Bildungsverein( bei Obst) spricht am Montag Genoffe Schubert über die neuen politischen Ereignisse. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Friedenau- Steglitz. Am Dienstag ist bei Grube, Friedenau, Kaiser- Allee, Generalversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins. Genosse Leimbach hält einen Vortrag. 3 3 " 1 Gerichts- Beifung. Versammlungen. 3 BeamtenDie Berliner Gewerkschaftskommission hielt am Freitag eine Delegirtenversammlung im Louisenstädtischen Klubhaus", Annenstraße, ab. Als erster Punkt stand die Erweiterung des Ges schaftssekretär Millarg erläuterte einleitend hierzu die Gestaltung wertschaftsbureaus auf der Tagesordnung. Der Gewerk. der finanziellen Verhältnisse der Gewerkschaftskommission in den lezten 5 Jahren. Nach der von ihm gemachten Aufstellung sind die Ausgaben der Kommission durch die von den Gewerkschaften geleisteten Beiträge in keinem Jahre gedeckt worden. Die Ausgaben betrugen im Jahre 1894 bis inklusive 1898: 4138,33- 4864,71 3944,25- 4390,87 Die 5120,80 Mark. eingegangenen Beiträge beliefen sich durchschnittlich für die Der ehemalige Lieutenant und Bankdirektor" Erich Thätigkeit des Bureaus berechnet auf 3375 M. Dadurch ergiebt von Kriegsheim, gegen den bekanntlich ein Strafverfahren wegen sich ein Defizit in dieſen Jahren von 763,33-1489,71-569,25o bieler verwickelter Betrügereien schwebt, daß ein schwer zu be- 1015,87-1745,80 2. Die Ausgaben in den lezten fünf Jahren wältigendes Aftenmaterial entstanden ist, wurde gestern der 134. Ab- betrugen also 22 458,96 M., die Eimahmen durch Beiträge 16 875 22., theilung des Schöffengerichts vorgeführt, um sich wegen Beleidigung mithin ein Defizit von 5283,96 M., das durch die Uebers eines Gerichtsvollziehers zu verantworten. Im Februar d. J. wurde schüsse aus Lohnbewegungen 2c. gedeckt werden mußte. Bei der Angeklagte hart von seinen Gläubigern bedrängt, die Gerichts- dem gegenwärtigen Mitgliederbestande der Berliner Gewerkschafter, vollzieher, welche seine häufigen Besucher waren, hatten aber besondere der 61 891 beträgt, hätte, pro Mitglied mit 10 Pf. berechnet, statt Vorsicht anzuwenden, da v. Kriegsheim ihnen stets zu entgehen wußte. 3375 M. die Einnahme 6189,10 M. betragen müssen. Die An einem Februartage erschien der Gerichtsvollzieher Wulfow Einnahmen und Ausgaben vom 1. Mai und bon den vor der Thür des Bureaus des Angeklagten, das sich damals im Gewerbegerichts- Wahlen sind in dem aufgestellten Etat Haufe Schiffbauerdamm 39 befand und begehrte Einlaß. Nachdem nicht enthalten. Der Redner weist des weiteren darauf hin, daß v. Kriegsheim nicht zu Hause sei und sie deshalb nicht öffnen würde. Kosten stattfinden müßte, wenn der prozentuale Beitragsmodus nicht er sich zu erkennen gegeben, erwiderte eine Stimme von innen, daß auch dann eine andere Veranlagung der Gewerkschaften zu den Es war eine weibliche Stimme. Der Beamte soll nun nach der eingeführt wird, da in den letzten Jahren verschiedene Gewerkschaften Behauptung b. Kriegsheim's gedroht haben, daß die bebe speziell größere- an Mitgliederzahl bedeutend zu und andere Schulzustände in Stralan. Wie fläglich es selbst in nächster treffende fich ins Zuchthaus bringe, wenn sie nicht fleintere, abgenommen haben, so daß die derzeitige Aufstellung nicht Nähe von Berlin noch mit dem Gemeindeschulwesen bestellt öffne. Er mußte sich indessen unverrichteter Sache entfernen. mehr zutreffend ist. Jedenfalls sei es nothwendig, daß mit dem bisist, erhellt aus einer Vorlage, welche die letzte Sigung des Gemeinde- Nach einigen Tagen richtete v. Kriegsheim an den Gerichts- herigen Verhältniß gebrochen wird und der laufende Etat nicht mehr raths von Stralau beschäftigte. Es handelte sich um die Er- vollzieher ein Schreiben, worin er ihn auf das strafbare Verhalten von den ganz willkürlichen Einnahmen abhängig ist, sondern durch richtung einer sechsten Schulklasse und die Anstellung eines Lehrers hinwies und mit Beschwerde drohte. Das Schreiben enthielt außer die dazu bestimmten Beiträge aufgebracht werde. Nach der Berechnung, für dieselbe. Die Zahl der Schulkinder am Orte hat sich zwar nicht dem noch Ausdrücke beleidigender Natur. Im Termine erklärte der die Millarg weiter aufgestellt hat, würden die Kosten für das in vermehrt, doch ist die erste Klasse der fünfstufigen Schule durch das Angeklagte, daß er den Beweis der Wahrheit antreten wolle, be- Borschlag gebrachte Arbeiterfekretariat bei drei fest angestellten Hinaufrücken der befähigten Kinder jetzt von 77 Schülern bejegt. Um schierte sich aber darüber, daß es ihm nicht gestattet worden sei, Beamten mit 40 Pf., bei 2 Beamten und Hilfsarbeitern mit 30 Bf., diese Ueberfüllung zu beseitigen, hatte die Schulfommission mit seinem Vertheidiger, Rechtsanwalt Schwindt, Rücksprache zu bei 2 Beamten mit 20 Pf. der organisirten Arbeiter gededt werden eine Abhilfe von fehr fragwürdigem Werth vorgeschlagen; es sollte nehmen. Er müsse es ablehnen, auf die an ihn gestellten können. Er ist der Meinung, daß diese Einrichtung nämlich die erste Klasse getheilt werden, sodaß die eine Hälfte der Fragen zu antworten. Der Vorsitzende, Amtsgerichtsrath vorläufig der Kosten wegen die Zustimmung der Gewerkschaften Schüler Vormittags, die andere Nachmittags Unterricht empfangen Schlesier, belehrte den Angeklagten, daß das Verbot vollauf berechtigt nicht finden wird und spricht fich für die Anstellung eines zweiten mußte. Da nun der Nachmittagsunterricht für die eine Hälfte der fei, so lange die gegen ihn schwebende große Voruntersuchung noch Beamten aus, da die Arbeiten im Bureau stetig zunehmen. ersten Klasse die Pflichtstunden der Lehrer überholt, so fallen für nicht beendet sei. Der Bertheidiger beantragte die Vertagung, bis Börner bemängelt, daß die von Millarg gemachte Aufstellung sämmtliche Stlassen pro Woche drei Unterrichtsstunden aus, der Hauptprozeß stattgefunden habe und Staatsanwalt Stanzow war den Delegirten nicht schon früher mitgetheilt wurde und empfiehlt wenn die Lehrer nicht freiwillig diese Mehrleistung übernehmen. um so mehr damit einverstanden, da es für das Strafmaß von Ein- die Anstellung eines zweiten Beamten, erklärt aber, daß die Schulkommission und Gemeindevorsteher falfulirten, daß der fluß sei, ob ein Mann, der vermuthlich ein großer Betrüger sei, einem Tabatarbeiter, die bisher nach seiner Ansicht zu hoch ver Ausfall der drei Unterrichtsstunden insofern nichts zu be- unbescholtenen Mann unberechtigte Vorwürfe des Bergehens im anlagt wären, einen höheren Beitrag nicht leisten könnten. denten habe, als ja die nunmehr entlasteten" Lehrer Amte gemacht habe. Der Gerichtshof folgte dem Antrage. Döblin spricht sich in längeren Ausführungen gegen die Errichtung fich eingehender mit den einzelnen Schülern befassen Der Lieutenant Rudolf von Bismarck. Anfang September Städten gegeben sind, für Berlin nicht zutreffen. Einmal haben ver fönnten. Auch würde die Errichtung einer sechsten Klaffe an ein- berichteten wir in der Gerichtsrubrik über ein Renkontre zwischen eines Sekretariats aus, weil die Voraussetzungen, die in anderen maligen Ausgaben 2700 M. und an dauernden Ausgaben 2200 M. cinem preußischen Offizier und seiner Geliebten. Der Lieutenant chiedene Gewerkschaften eigene Bureaus, das Sekretariat würde sich erfordern und da sei zu befürchten, daß die unvermeidliche Steuer- Rudolph v. Bismard in Spandau hatte acht Jahre lang ein finanziell hoch belasten, aber keinen Vortheil von dieser Einrichtung erhöhung die zahlungsfähigen Befizer zum Verlassen des Ortes Fräulein Kähler, die sich ihm in neigennützigster Weise geopfert hat, haben; andererseits würde ein Bureau für Berlin mit seiner großen treibe. Unser Parteigenosse Bud sprach für Einstellung eines neuen als Geliebte benutzt. Er ist auch während dieser ganzen Zeit der Ausdehnung völlig ungenügend sein und sich die Einrichtung er namens der am schwersten belasteten besiglosen Gemeinde- An- standesgemäßerweise nicht öffentlich anerkennen wollte, so hatte er Meinung nach lediglich dem Nachahmungstrieb entsprungen sei, Lehrers und führte den erhobenen Argumenten gegenüber an, daß Vater eines bildschönen Knaben geworden und da er seinen Sohn mehrerer Bureaus in den verschiedenen Stadttheilen nothwendig machen. Der Redner hält den ganzen Plan, der seiner gehörigen getrost in die erforderliche Erhöhung der Gemeinde- Abgaben von versprochen, wenigstens für die Erziehung desselben zu forgen. Für in feiner Weise für realisirbar und wünscht, daß sich die Kommission hundert auf hundertzehn Prozent einwilligen werde, wenn diese Ab- alle seine Verpflichtungen hatte er bis Frühjahr dieses Jahres ganze darauf beschränke, einen zweiten Beamten anzustellen, um den jezigen gaben für Schulzwecke Verwendung fänden. Es stellte den 80 Mart geopfert. Nunmehr gelang es ihm aber, sich zu arrangiren". Sekretär zu entlasten. Tischendörfer befürwortet mit dem Gemeinsinn derer, die stets das große Wort vom Patriotismus im Er verlobte sich mit der Tochter eines reichen Rentiers Munde führten, ein schlechtes Zeugniß aus, wenn sie aus Anlaß und versprach nunmehr seiner Geliebten eine Abfindung, falls Hinweis auf die Erfolge, die in Nürnberg erzielt worden sind, die einer zu Kulturzivecken erforderlichen Steuererhöhung sich eilends sie ihn in Ruhe Taffe. Als aber auch die Erfüllimg Errichtung eines Sekretariats, wo den Arbeitern, wenn auch zunächst aus Stralau drückten.- Selbstverständlich ließen die patriotischen dieser Versprechungen nicht erfolgte; lauerte ihm die Geliebte auf von dem zivilrechtlichen Gebiete abgesehen wird, wenigstens in allen Gemeindevertreter fich durch diese Vorhaltungen nicht umstimmen; seinem Heimwege von der Braut in der Platanen- Allee auf Westend Die Kosten durch die Vermehrung der nothwendigen Beamten sozialpolitischen Angelegenheiten Rath und Auskunft ertheilt wird. der Antrag der Schulfommission wurde gegen die beiden Stimmen auf; es gab ein heftiges Renkontre, nach der Behauptung des fönnten, wenn sich die Gewerkschaften mit der finanziellen Beunferer Parteigenoffen angenommen. Wozu auch für Arbeitertinder Lieutenants hat ihm die Geliebte die Mütze vom Kopfe gerissen, er fastung nicht einverstanden erklären, tiefer in den Geldbeutel greifen! hat ihr dieselbe entwunden und ist dann davongelaufen. lastung nicht einverstanden erklären, durch freiwillige Samm lungen, Auf feine Strafanzeige ist die Verlassene im September wegen gehörenden Arbeiter betheiligen würden, aufgebracht werden. an denen sich auch die keiner Gewerkschaft anErpressung, Bedrohung und Beleidigung zu sechs Theater. Wochen Gefängniß verurtheilt worden. Die eingelegte Revision Schulz( Schneider) weist darauf hin, daß in den von den ist gestern vom Reichsgericht verworfen worden; die Arme muß also vielfach auch nicht mit der sozialpolitischen Gesetzgebung genügend Gewerkschaften eingerichteten Bureaus die vorhandenen Personen Wochen Spielplan der hiesigen Bühnen. Freie Bolts die Strafe verbüßen. Der Lieutenant v. Bismarck hat übrigens seinen vertraut sind und auch Rücksicht auf die kleineren Gewerkschaften Bühne, 23 Uhr, IV. Abtheilung( braune Karten)& essing Theater: Abschied erhalten. Nora". Opernhaus: und diejenigen, die keine solchen Bureaus haben, genommen werden Sonntag: Weber's Geburtstag. Ouverture Euryanthe. Hosterwitz."" Der Freischütz." Der Bahnhof Friedrichstraße wurde im Monat Juli durch müsse. Die Ausschußmitglieder Hagen und Link führen an, daß Anfang 7 Uhr. Montag: Carmen." Dienstag:„ Die Afrikanerin." Mittwoch: 5. Symphonie- Abend einen Gauner unsicher gemacht, der es besonders auf Durchreisende der Ausschuß sich nur für die Anstellung eines zweiten Beamten ber tönigl. Kapelle. 12 Uhr: Deffentliche Hauptprobe. Donnerstag: Bar aus der Provinz abgesehen hatte, die er in der raffinirtesten Weise ausgesprochen habe, da die Arbeit von einem Beamten nicht bewältigt und Zimmermann." Marie: Fräul. Helene Hohenleitner, a. G. Freitag: prellte. Wenn er im Vorraum einen Menschen stehen sah, der un- werden kann, und der Plan, die Errichtung eines Sekretariats mit Haschisch."" Das Nachtlager in Branada." Sonnabend: Geschlossen. schlüssig war, an welches von den Schaltern er sich zu begeben habe, 3 Beamten, nur von einzelnen Personen für später in Aussicht geSonntag:„ Die Zauberflöte." Montag:" Die Stumme von Portici." Dienstag: um den Fahrschein zu lösen, so redete er ihn mit der Frage an, stellt wurde. Die Redner bedauern, daß das Material über die „ Undine." Schauspielhaus: Sonntag:" Auf der Sonnenseite" wohin die Reise gehen solle. Erhielt der Betrüger eine Antwort, so finanziellen Verhältnisse nicht schon früher veröffentlicht worden sei, Wulfow: Herr Emil Thomas als Gast. Montag:" Auf der Sonnen feite." Wulfow: Herr Emil Thomas a. G. Dienstag:„ Ein Sommernachts: Fremden mit dem Bemerken, daß Holte ein Rundreiseheft hervor und zeigte dem dann hätte man bestimmte Vorschläge machen können. Sie wünschen, traum." Mittwoch: Auf der Sonnenseite." Herr Emil Thomas a. G. dieselbe Reise vor- daß sich die Versammlung im Prinzip mit der Anstellung eines Donnerstag:„ Der Bibliothekar". Freitag: Zum ersten Male:„ Die Lustspiel: habe. Er habe sein sein Heft mur am Schalter stempeln zweiten Beamten einverstanden erklärt und das weitere dem Ausfirma." Sonnabend: Geschlossen. Sonntag:" Don Carlos." Anfang 7 Uhr. zu lassen und sei gern bereit, seinem Reisekollegen die Fahrkarte schuß überläßt. Der Vertreter der Bildhauer tritt für die VerMontag: Die Lustspielfirma." Dienstag:„ Auf der Sonnenseite" Neues gleich mit zu lösen. Ging der Vertrauensselige darauf ein und über- tagung der ganzen Angelegenheit ein. Handelshilfsarbeiter Rein und er er Königliches Opern Theater: Sonntag: Romeo und Julia." Sonn: händigte dem Gefälligen das Geld, so fiel es dem letzteren plötzlich Maurer Silberschmidt sprechen sich besonders der Kosten wegen tag, bent 25. Dezember: Der Raub der Sabinerinnen." Emanuel ein, die unmittelbar in der Nähe liegende Bedürfnißanstalt zu be- gegen die geplante Einrichtung eines neuen Sekretariats, aber für Striefe: Herr Emil Thomas a. G. Montag:" Der Präsident." fuchen. Der Fremde beobachtete die Thür mit Argusaugen, die Anstellung eines zweiten Beamten aus. Näther, der darauf Die Dienstboten." 1733 Thaler 22/2 Silbergroschen." Emil Thomas, a. G. Dienstag:" Othello, der Mohr von Benedig." Herr aber der Gefällige lam nicht wieder zum Vorschein, er hatte hinwies, daß in der vorigen Versammlung teine flare Grundlage wieder durch die Das Deutsche Theater bringt in dieser Woche Wiederholungen von den Raum sofort entgegengesetzte Thür zu den einzelnen Vorschlägen geschaffen worden sei, wendet sich einFuhrmann Henschel", außer am Sonntag Abend noch Montag, sowie am verlassen. Ein armes Mädchen, welches im Wartefaale gehend gegen ein Arbeitersekretariat. Er betont, daß die Mitglieder Mittwoch, Freitag und nächstfolgenden Sonntag Abend; am Dienstag fommt betrübt seine Baarschaft zählte und dem freundlichen Manne der Gewerkschaften die Bureaus ihrer Organisation in Anspruch Cyrano von Bergerac" zur Aufführung, am Donnerstag" Weh dem, der auf Befragen gestand, daß sein Geld nicht ausreiche, um den nehmen können; durch den Arbeitervertreter- Verein seien EinTügt!" beide mit Josef Kainz; am Sonnabend, Weihnachtsabend, bleibt das Fahrschein nach der Heimath zu lösen, wurde in der nichtswürdigsten richtungen geschaffen, wo den Arbeitern unentgeltlich int Theater gefchloffen. Den Spielplan des Lessing Theaters Weise geprellt. Der Mann erbot sich, dem Mädchen auf drei Ringe, Alters, Invaliditäts-, Krankenkassen- und Unfallsachen Auskunft in dieser Woche beherrscht δας Gastspiel der Madame Jane Hading. Am die es an der Hand trug, ein Pfand von 15 Mark zu geben. Er ertheilt wird. Seitens des Anwaltvereins werde sogar die Errichtung Sonntag, bem ersten Weihnachtsfeiertag, findet bekanntlich die Première bon Mathias Gollinger", erhielt die Ringe, erklärte, daß er sich nur bei einem benachbarten eines Rechtsbureaus geplant. Würden die Gewerkschaften prozentual Lustspiel von Osear Blumenthal und Max Bernstein statt; die beiden ersten Wieber: Goldschmied danach erkundigen wolle, ob sie echt seien und entfernte ihrer Mitgliederzahl entsprechend zu den Kosten herangezogen werden, holungen sind am zweiten und dritten Feiertage. Die Direktion des sich auf Nimmerwiedersehn. Schließlich fiel dem Gauner auf so müßte auch ein den Leistungen entsprechender Abstimmungsmodus Residenz Theaters eröffnet den Vorverkauf für die Feiertags: Bor: dem Bahnhofe noch eine unverhoffte Beute zu. Er fab, platzgreifen. Jedenfalls würden die Metallarbeiter nicht dazu bereit stellungen schon am Sonntag den 18. Dezember. Auf dem Spielplan bleiben daß einem im Gedränge stehenden Reisenden eine Brief- fein, zur Erhaltung des Sekretariats pro Mitglied der Organisation Abends die beiden erfolgreichen Repertoirstücke„ Mamselle Tourbillon" und ( am 1. Feiertage) und Jugend"( am 2. Feiertage) in Szene gehen. Der eine nicht unerhebliche Summe enthielt, war bald in seinen Händen. das der Organisation weit mehr Vortheile bringe, einrichten können. Der Küchenjunge" während an den Nachmittagen zu halben Preifen„ Trilby" tasche entfiel, ohne daß dieser den Verlust merkte. Die Tasche, die 40 Pf. zu bezahlen, da sie sich für diese Summe ein eigenes Rechtsbureau, 3. Feiertag bringt mittags um 12 Uhr die zweite Künstler: Matinée vor ge: Endlich gelang es der Polizei, des Gauners habhaft zu werden. Es Zimmererischer führt aus, daß in Berlin für die organisirten Tabenem Bublifum. In derselben gelangt das Schauspiel Schrankenlos" war der vielfach vorbestrafte Schlosser Hermann Grafe, der Arbeiter bereits gesorgt ist, diese brauchen Winkelkonsulenten nicht bon Leo Santermann zur Darstellung. Im Neuen Theater wird am gestern vor der siebenten Straffammer des Landgerichts I zu fünf in Anspruch zu nehmen. Nach seiner Meinung sei auch die Anstellung Mittwoch und auch am Freitag als Kindervorstellung, Schneewittchen" wieder- Jahren Zuchthans, 10 jährigem Ehrverlust, Polizei- Aufsicht eines zweiten Beamten noch nicht nothwendig. Von Millarg Holt. Theater des Westen 3. Der Spielplan der Woche zeigt für Mitt und 900 M. Geldstrafe oder noch 60 Tagen Zuchthaus verurtheilt der sich gegen die Ausführungen Fischer's wendet, wird hierauf woch die Erstaufführung der neuen Oper André Chenier" von Umberto Giordano wurde. über die finanziellen Leistungen an und für Freitag ihre erste Wiederholung. Wit Rücksicht auf das bevor: der Gewerkschaften feft stehende Weihnachtsfest veranstaltet die Direktion ausnahmsweise zwei Bor: Nach der von ihm gemachten Aufstellung haben die 11 größten gestellt, daß die größten Gewerkschaften feineswegs, wie bes hauptet wurde, den größten Theil der Kosten des Bureaus tragen. Gewerkschaften, die je über tausend Mitglieder zählen und eine Mitgliederzahl bon insgesammt 41 930 aufweisen, statt 4193 m. nur die je über 500 und insgesammt 9421 Mitglieder zählen, haben statt Das Butterfälschen muß ein einträgliches Geschäft sein, denn 942,10 M. mur 595 M. an Beiträgen, also 347,10 m. weniger als aufgeführten Werkes steht noch nicht fest. Der Operette folgt das neue Ballet die Verhandlungen wegen solcher Strafthaten beschäftigen fast nothwendig geleistet. Die weiteren 50 Gewerkschaften, die weniger Die Engelsjäger" in 12 Bildern von H. Regel, Musit von Josef Bayer.die Das Schiller Theater bringt heute Sonntag Nachmittag als vierte täglich die Schöffengerichte. Der Kaufmann Ernst Demmert, als je 500 Mitglieder zählen und insgesammt über 10 540 witBorstellung im Schiller- Zyklus Wallenstein's Tod". Heute Sonntag Abend welcher erst fürzlich wegen Butterfälschung zu 100 M. Geldstrafe glieder verfügen, haben statt 1054 M. insgesammt 1520 m. fiefungen zu halben Breisen und sind hierfür„ Der Waffenschmied" am Diens: Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde, hat durch seinen Vertheidiger, Der Gefangenenauffcher Bertram, welcher fürzlich zu drei tag und„ Der Freischüß" am Donnerstag gewählt. Eine Wiederholung der Rechtsanwalt Dr. Werthauer, Revision anmelden lassen, da er Weihnachtskomödie„ Schneewittchen" findet vor dem Feste nur noch am Mittwoch heute erst um 8 Uhr. Am ersten Feiertage( 25. Dezember) geht die Novität aus Eigennus, sondern lediglich aus Gutmüthigkeit gehandelt, kein 1260 m. bezahlt. Das ist ein Defizit von 2933 M. Die 14 Gewerkschaften, Im Metropol Theater beginnt die Aufführung der„ Blumen Mary" sich dadurch beschwert fühlt, daß seiner Behauptung, er habe nicht statt. Les petites Michu", Operette in 3 Atten von André Meffager, zum ersten Glauben geschenkt wurde. Male in Szene. Der deutsche Titel des in Deutschland zum ersten Male geleistet. Mithin 466 M. nach dem prozentualen Satz mehr als der Mitgliederzahl entsprechend. Zitherb., Die Angelegenheit der Handels- Hilfsarbeiter bezw. die Sache| Theaterv.„ Weiße Rose", Reichenbergerstr. 19. Bergnügungsv. ,, Bavaria". Rauchtl. Portorito", Bülowstr. 46. Schuhmann, die wieder auf der Tagesordnung stand, wurde, Schulz, Dunckerstr. 90. Tyrol", Waldemarstr. 13. In der nun folgenden Abstimmung gelangte eine von Stein nachdem eine kurze Debatte stattgefunden hatte, wegen der vorGesango.„ Männerklang", Pinzer, Schützena ftraße 18/19. gestellte Resolution gegen einige Stimmen zur Annahme, nach der gerückten Zeit nochmals vertagt. In dieser Versammlung waren Arbeiter Turnerbund. Sonntag: Turnb." Fichte", Lichtenberg, fich die Delegirten mit der Anstellung eines zweiten Beamten ein- nicht vertreten die Dachdecker, Händler, Kortarbeiter, Müßenmacher, Asche, Weißenseeer Weg; jeden Sonntag von 3 Uhr an volksthümliches verstanden erklären und sich verpflichten, für die Aufbringung der Porzellanarbeiter, Rabigpuzer, Xylographen und Zinkgießer. Turnen. Montag: Turnv." Fichte", Berlin, abends von 8-10 Uhr, dadurch entstehenden Mehrkosten Sorge zu tragen. Die weiteren Maßnahmen zu treffen, ist dem Gewerkschaftsausschuß überlassen. Die Charlottenburg. Eine Versammlung der Holz- und Bretter- 7. Männer- Abth., Reichenbergerstr. 131; 2. Damen- Abth., Ackerstr. 67. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen sind zu richten an E. Bratte, bon Tischendörfer eingebrachte Resolution, in der eine Erweiterung träger sowie Brettschneider, die sich eines zahlreichen Besuches er- Schulstr. 24. Montag: Schwimmklub„ Neptun"( Weißensee), Uebungsdes Bureaus in dem von ihm befürworteten Sinne vorgesehen frente, tagte am 11. Dezember im Lokal„ Bismarckshöhe". Genosse stunde abends 7 Uhr, Bad der Wasserfreunde, Kommandantenstr. 7/8. ist, wurde mit großer Majorität abgelehnt. Blaurod refericte über„ Lotal- Organisationen". Die Aus- Lese- und Diskutirklubs.„ Polnisch. Distutirfl. Jaroslaw Dom Der nächste Gegenstand, der Tagesordnung betraf den Antrag der Versammlung. Einige Redner wandten sich in der Diskussion dem 15., nach. 5 Uhr, führungen des Referenten fanden im allgemeinen die Zustimmung browsky in Rixdorf", Preßler, Biethenstr. 69, tagt jeden Sonntag nach Montag:„ Sozialdemokr. Leje: und Diskutirfl. der Schuhmacher, die Gewerkschaftskommission möge dem von Kont. Tad u. Ko. zustimmen. Der Antrag wurde von den Ber- mehreren Holzpläßen vorhanden sind, wurden alsdann eingehend( Eingang Grüner Weg), jeden Montag nach dem 1. u. 15. im Monat. den Schuhmachern erneut beschlossenen Boykott über die Firma gegen die vom Referenten vertretene Ansicht. Uebelſtände, die auf für den Stadtbez. 175", Buchmann, Gubenerstr. 12a, Verf. jeden 2. und 4. Montag im Monat, abbs. 8 Uhr.- Leopold Jakoby", Zippke, Markusstr 14 tretern Hermann und Koch befürwortet und zeitigte eine längere Organisation beseitigt werden können. Sieben neue Mitglieder straße 33. tenevo S erörtert und hervorgehoben, daß diese nur mit Hilfe einer guten Norbfante", Bolz, Wiesenstr. 27." Johann Jakoby", Ließte, SchwedterDiskussion, in der mehrere Redner den Schuhmachern den Vorwurf wurden aufgenommen. Mit dem Hinweis, daß am 8. Januar bei machten, daß sie nicht für die Durchführung des Boykotts genügend Ewald, Schönleinstraße 6, eine Mitgliederversammlung stattfindet, rückenmacher. Montag, den 19. Dezember, abends 10 Uhr bei Schiller, Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure und Pers Sorge getragen haben. Einige Redner führten aus, daß jetzt farm Aussicht vorhanden ist, den Boykott noch wirkungsvoll zu gestalten, schloß der Vorsitzende mit einem kräftigen Hoch auf die Organisation Rosenthalerstr. 57: Versammlung. weil das Interesse in der Arbeiterschaft dafür fehlt. Schließlich wurde die Versammlung. ein von Döblin gestellter Antrag angenommen, nach welchem der Ausschuß mit den Schuhmachern noch weitere Verhandlungen in dieser Sache pflegen soll. Hierauf berichtete Massini, daß das von der GewerkschaftsPommission beschloffene Schiedsgericht in der Streitfache der Zimmerer getagt hat und nach Hinzuziehung der Parteien und eingehender Prüfung des Sachverhalts und des Materials folgendermaßen entschieden hat: In den Bericht über die Bauhandwerker Versammlung haben sich einige unrichtigkeiten eingeschlichen: 1. Die Zahlen der Versicherten und Unglücksfälle von den Jahren 1889 und 1896 betreffen nicht die Nordöstliche Bau- Berufsgenossenschaft, sondern nur die Sektion I der genannten Genossenschaft. 2. Habe ich mich jedenfalls unrichtig ausgedrüdt, indem ich sagte, die Unterstützungssäge pro Kopf der von Unfall Betroffenen fei gestiegen. Es muß heißen: daß die Unfälle schwerer werden, beweist, daß 1889 auf je 1000 Versicherte 32 pet. Unfälle gemeldet wurden und hiervon 5,68 pet. Entschädigte entfallen, dagegen 1896 auf je 1000 Versicherte 62,90 pet. Unfälle gemeldet wurden, davon aber 13,75 pet. entschädigungspflichtig waren.§. Silberschmidt. " Zentralverband der Konditoren.( Mitgliedschaft Berlin.) Heute Nachmittag 4 Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: Mitglieder- Versamm lung. Gäste willkommen. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter ( E. H. 29, Hamburg). Filiale Berlin 3. Heute, Sonntag, vor mittags 10 Uhr, Manteuffelſtr. 47: Mitgliederversammlung. ben 19. Dezember, abends 9 Uhr, in den„ Arminhallen", Kommandanten Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, traße 20: Bortrag des Herrn Dr. Friedeberg über" Vergiftungen". Nachher praktische Uebungen. $ Briefkasten der Redaktion. Freitags abends von 7 bis 8 1hr abgehalten. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Alter Abonnent, Rathenowerstr. 1. Sprechst. nach 5 Uhr nachnt. verständlich sind Alimente zu zahlen. . 1898. Dagegen läßt sich nichts machen. E. H. 8. Selbst Ernst. Wir beantworten Fragen nicht schriftlich. Die Marke steht Ihnen zur Verfügung. Die Akten sind hier nicht eingetroffen. Die Behörde ist der Justizminister. Wegen der Nichtzahlung der Kosten kann Ihnen nichts weiter geschehen, als daß Zwangsvollstreckung vorgenommen wird. 6. P. 002. 1. Da das urtheil rechtsträftig ist, nichts mehr Das Schiedsgericht erkennt hiermit an, daß die Forderung des Vereins der Berliner Zimmerer( Lokalisten) von 6771,27 M. zu recht beftcht; ebenso erkennt das Schiedsgericht an, daß die Ansprüche der Mitglieder des Verbandes der Berliner Zimmerer( Sentralisten) von 7756,30 M., abzüglich der Summe von 257 M. für die Besoldung eines im Interesse der zentralisirten Zimmerer angestellten Kassirers während der Lohnbewegung( 7499,30 M.) zu recht bestehen. Wie nun aus den Abrechnungen hervorgeht, haben die Verbandsmitglieder von dieser Summe insgesammt 4000 m. aus dem Generalfonds der Berliner Zimmerer erhalten, ebenso der Verein der Berliner Zimmerer 4700 M., sodaß beim Kassenabschluß für die Mitglieder des Verbandes eine Forderung bestehen blieb von 3499,30 m., für den Verein der Berliner Zimmerer 2071,27 M. Da indeß in der Zeit vom 31. Dezember 1897 bis 10. März 1898 die zentralisirten Zimmerer Beiträge zu dem Generalfonds nicht mehr leisteten, hingegen aber ihre Mitglieder aus dem Fonds unterstüßt wurden, in welchen der Verein der Zimmerer während dieser Zeit ca. 1600 M. gesteuert hatte, so glaubt das Schiedsgericht mit Recht, diese 1600 M. dem Verein der Zimmerer mit in Anrechnung zu bringen. Hierdurch würde sich die Forderung des Vereins der Berliner Zimmerer zum Generalfonds auf die Summe von 3671,27 M. erhöhen und 171,97 m. größer sein, als die Ansprüche der Mitglieder des Verbandes. Von dem am 10. März 1898 verbleibenden Kassen im Vereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener: Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen bestand von 1358,62 M. erhalten demzufolge zunächst die lokal- straße 80, 2. Hof. Sonntag: Wally", Schütte, Biesenthalerstr. 10 organisirten Zimmerer die Summe von 171,97 M. vorweg und der( vorm. 10 Uhr). Montag, abds. von 9-11 thr: Klub Abend und Aufverbleibende Rest von 1186,70 m. kommt den beiden Organisationen nahme neuer Mitglieder: Mexikaner", H. Baaz. Cotheniusstr. 3. zu gleichen Theilen mit je 593,35 M. zu gute. Die Lohntom- Abguß II", Schulz, Höchstestr. 33. Freundschaft Vorwärts", Karze, mission der Berliner Zimmerer ist demnach ver- Dunckerstr. 2. Fidele Kolonisten", Klinge, Kolonieftr. 137. Blaue " Grüne Linde", Raseda, Drontheimer pflichtet, an die Berliner Filiale des Verbandes Schleife", Boden, Oppelnerstr. 13. straße 1a. der Zimmerer 593,35 M. zur Auszahlung zu bringen. 770 SW Gesang, Turn und gesellige Vereine. Sonntag. Theaterverein Die Vorgänge bei der Abhebung des Geldes findet das Schieds767 „ Crescendo", Linienstr. 73. nicht forrett und erwartet, daß derartige Verstöße im Interesse traße 1. Dramatischer Klub„ Liebesglück", Tremmener Theaterv. des Ansehens der gewerkschaftlichen Organisationen nicht mehr vorBergnügungsv. Ingwelde", Schulz, Dunderstr. 90. Wetter- Prognose für Sonntag, den 18. Dezember 1898. Vorwärts", Jonas, Gr. Frankfurterstr. 42. kommen werden. Die Mitglieder des Schiedsgerichts. Theaterv.„ Schiller", Barbriel, Kühler, zeitweise heiter, vielfach wolkig bei mäßigen nordwestlichen Wildenowstr. 5.- Theaterv.„ Alpenrose", Eisenbahnstr. 44. Geselliger Klub Winden; keine erheblichen Niederschläge. J. A.: Massini. Neptun", Roßstr. 3. Theaterv.„ Amorella", Brizerstr. 19. Montag: Berliner Wetterbureau. Ad. Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinkalender find Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. 1. Vorsitzender: zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Sonntag: Borwärts VII", Rummelsburg, Beutling, Sant- und Göthestraßen- Ece. Montag, abds. 9-11 Uhr, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. " Bufunft I", Steglitz, Ahornstr. 10," Harmonie II", Restaur. Feind, Weinsir. 11. Tonblüthe", Löwert, Oppeluerstr. 19. Liedesfreiheit II" Strausberg. Magnus, Wilhelmstraße. Freya II"( gemischter Chor), Rusch, Scheere, Blumenstr. 38. Fichtestr. 19. Solidarität", Leonhard, Beuthstr. 10. Felfenburg", the rechtsträt solcher Bertrag wäre unzuläſfig. – G. 3. 56. 1. Nein. Biethenftr. 77. Rirdorfer Liederfranz", Nixdorf, Marefch, 2. Ja. 3. Privatschriftliche Errichtung genügt. Ist zu stempeln. 4. Geht „ Einigkeit III", Reinickendorf, Balzer, Berlinerstr. 17. auf die Erben über. 5. Nein. 6. Nein. 7. Berjährt in vier Jahren. Süd- West", Prinzer, Schüßenstr. 18/ 19.Berliner Damenchor Harmonie" Moor 2502. 1. Was steht darüber im Miethsvertrag? 2. Hier unRofin, Schönholzerstr. 42. Rütli", Friedenau, Grube, Staiſer- Allee- und bekannt. Posen Weißenfee. 1. Polizei Diftritts Kommissarien. Rönnebergstraßen- Ecke. Vorwärts III", Lichtenberg- Friedrichsfelde, Schula 2. Dasselbe. M. 23. 101. Kommen Sie in die Sprechstunde. " Alpenblume", Neu- Weißensee, Sturm, Lothringenstr. 33. Rothe Roſe II", Prinzen Allee 6.1. Concordia", Restaurant Willibald- Alexisstr. 10. Brinzen- Allee 44. Liebeslust III", Alt- Glienice, Saß, Grünauerstr. 19 a. Cäcilia"( gem. Chor), Brandenburg a. H., Vettermann, Wilhelmsdorferffraße 111. " " 1 Als Festgeschenke Achtung Inte empfehlen wir: Bilderbücher, Reifebefchreibungen, Romane, Gedichtfammlungen, Maturwiffenfchaftliche und Gefchichtswerke etc. in prächtigen Einbänden zu billigen Preisen. 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Tages Ordnung: Vortrag des Genossen Alwin Körsten über:„ Das Unfall: versicherungs- Geset".-Nachher: Tanz. Der Vertrauensmann. 211/11 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin. Die Kollegen, welche bei der Firma Rückwarth& Riegel gefireikt haben, werden ersucht, sich am 27. Desember, vormittags 10 the bei Lange, Reichenbergerstr. 83, einzufinden. Achtung! Korbmacher. Achtung! Die Branchenversammlung findet in diesem Monat wegen der Feiertage nicht statt. Achtung! Verband 276/7 Die Kommission. der in HolzbearbeitAchtung! Bentralverein 15168 11 der deutschen Böttcher Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Filiale Berlin. unser Kollege Hermann Baleke 37/3 am 15. b. W. an der Proletarier: frankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag Nachm. 3 Uhr vom Krankenhaus am Urban aus nach dem Emmaus- Kirchhof in Britz statt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Freie Vereinigung d. Isolirer und Rohrumhüller Berlins und Umgegend. Am Mittwoch, den 14. Dezember, starb unser langjähriger Kollege August Hoffmann. Ehre seinem Andenken! und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter Deutschlands. den 18. 6. Wis., nachmittags 2½ Uhr, ( Filiale Berlin II Nord.) Die Beerdigung findet am Sonntag, vom Georgen Kirchhof, Landsberger Allee, aus statt. Dienstag, den 20. Dezember cr., abends 8½ 1hr, Bergstrasse 12: 3014b Verbands- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Metzner über: Arbeiterrecht und Stapitalisten freundlichkeit. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. 83/13 Bildungsverein ,, Mehr Licht!" Heute, Sonntag, abends 7 Uhr, 1 bei Feuerstein, Alte Jakobstrasse 75: Der Vorstand. Achtung! Puker! Achtung! Den Mitgliedern der Zahlstelle I des ZentralVerbandes der Maurer Deutschlands zur Nachricht, daß unser Mitglied Julius Schmidt Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann über: erdigung findet heute Sonntag, Nach ,, Hölle und Himmel and ihre Bewohner".- Diskussion. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. 121/10 Hierzu ladet höflichst ein Der Vorstand. Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. Achtung! Nähtische, Kommoden, Paneelsopha, Toilettenspieg. b. Strausenstr.48, Anders. Händler, Haufirer, für ft. Neuheit gesucht. Bu melden Montag Bor: mittag im Gasthof zur Stadt Görlitz, Waldemarstr. 20. 30036 Möbel, baar u. Theilzahlung, billigst Frank furter Allee 110 I, Ede Königsbergerstr Freundl. Schlafft. b. Wittwe Hanisch, Landsbergerstr. 16, Quergeb. 2 Tr. Möbl. Schlafstelle f. Herrn, 7 9 Manteuffelstr. 47, 1 Tr., Schumann. Möbl. Schlafft. sogleich od. 1. Jan. b. Hildebrandt, Naunynstr. 20 v. III. Möbl. Schlafft. f. 2 Herren b. Wittwe Schwabe, Rottbuserstr. 9 v. III.[ 30086 Fort mit den Hosenträgern 6. Schwarz, Wienerfir. 68 IV. Jar Anlat bats on franto green Stance- Rad Ambung Gesundheitsspiralbosenhalter. Bequem, Rets paffend, gefunde Galtung eine Deris 1,25 in., Briefmarten, 36. 3. p. flade. 3. Schwarz, Berlin 0., Fleur Jakobftr. 9. Vertr. gef. 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Die Mitglieder des Gesangvereins der Puzer" werden ersucht, pünktlich zur Stelle zu fein. 135/14 150 der Orts- Krankenkaffe Klempner! Möbl. Schlafft. zu verm. Manteuffel- Dienstag, den 20. d. W, ab. 8 Uhr, ir ,, Louisenhof", Buckowerstr. 9: lokal an den Sonnabend Abenden vor ftraße 115, vorn 4 Tr. b. Winkelmann. Möbl. Schlafst. Stalizerstr. 115, I, I. Mitglieder- Versammlung Schlafstelle Noſtiustr. 17, of 1 Tr. der Zahlstelle Berlin HI d. Zentralverbandes der Maurer Deutschlands und Berufsgenossen. Freundl. Schlafft. an Herren, sep., Waldemarstr. 13, v. 3 Tr., Hänzich. Die Wichtigkeit der Tagesordnung( die in der Versammlung bekannt Möbl. Zimmer, Flureing., w. mögl. gegeben wird) macht das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder nothwendig. zwei Freunde. Quiliz, Mariannen: 255/13] Straße 3, 1 Tr. Die Ortsverwaltung. Danksagung. 1 anft. Schlafft. f. Herr. b. Fr. Keßler, Waldemarstr. 21 vorn IV. 30076 Möbl. Schlafft. 3. v. 10 M. mit Staffce b.[ 29916 Freundl. Schlafstelle( sep.) f. Herrn b. Pieper, Waldemarstr. 28, Querg. II. M8.10.25. Schulz, Oranienst. 157 v.3. E. möbl. Schlafft. f. Herrn zu verm. Frau Gillmann, Naunynstr. 10, v. III. 30196 Schlafft. f. anft. Herrn b. Dannenberg, Schlafft. f. 2 Herren Laufiberstr. 38, Naunynstr. 53, v. III a. Oranienplay. v. 4 Tr. L., sep. Eing, bei Schwarz, Schlafft. f. 2 H. Kottbuser Ufer 55, IV. Ede Reichenbergerstraße. 3023b 2 Herren find. möbl. Schlafft. sep. E. E. frol. möbl. Schlafstelle für 2 5. 29846] Strautstr. 1a 4 Tr.,( Schröter.) zu verin. Andreasstr. 53, v. 3 Tr., Jahn. M. Schlafft. sep. Pallisadenst. 11, 6. I. p. Möbl. Schlafft., 2 fenstr. Vorders. Petras, Brizerstr. 6 IV. Anst. jung. Mannffindet anst. Schlaf stelle b. Aloje, Grenadierstr. 33 v. III. Schlfft. Ww. Meyer, Lausitzerstr. 40 S.I. Mbl. 8. 12 M. Bergmannstr. 27,§. I. r. Freundl. möbl. Schlafstelle, Flur: eingang, Ritterstr. 8, v. 4. Tr., Schwarz. Möbl. Schlafft. Sebastianstr. 4, pt.%. Danksagung. 29286 Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere den Herren Chef, Meister u. Personal der Firma Georg Müller sage ich für die zahl reichen Stranzspenden u. Beweise der Theilnahme bei der Bestattung meines lieben Mannes meinen aufricht. Dant. Die trauernde Wittwe E. Schreiber und Tochter. unseres unvergeßl. Gatten und Baters, Allen werthen Freunden u. Bekannten Hermann Lange aus Reiniden dorf sprechen wir für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung desselben hiermit unseren tiefgefühlten Dank aus. Den Mitgliedern zur gefälligen Bes achtung, daß von jetzt ab das Kaffens den Festtagen geschlossen bleibt. 30286 Der Vorstand. unt. Ladenpreis kauft man Uhren, Goldfachen, Brillanten 2c. in Leth= haus II. Graff, Beuthstr. 5, I.[ 2862* 50pGt. Musikwerke mit Uhrivert, Serophons, Manopans, Preise. Musifwerke werden zu Festlich Salonleierkasien, Harmonikas, billigste feiten verliehen. Kleine Hamburgerstr. 17. 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In welchen Gewerben sind Wahrnehmungen gemacht worden, die den Erlaß weiterer Vorschriften auf grund des§ 120 e der Gewerbe- Ordnung Einführung eines fanitären Magimal- Arbeitstages erwünscht erscheinen lassen? 2. Worin bestehen diese Wahrnehmungen? 3. In welcher Weise wären Arbeitszeit und Pausen in den betreffenden Gewerben zu regeln? Jim Bezirk O. und NO. sprach Frau Lily Braun in einem heitlichen Krankheitsbezeichnungen, ferner Angaben über Lebensalter interessanten Vortrag über das Thema: Das Recht der Frauen". und Geschlecht der Kranken, endlich auch über die Dauer der Zu- Unter Verbandsangelegenheiten wurde Deutschmann gehörigkeit zum Beruf." Beitragssammler für die Zahlstelle Langestr. 46 gewählt. durch die Wahrnehmungen zu ergänzen, welche die, ergänzen, welche verwendbare riport : V zum Der Gewerberath Pufahl in Oppeln berichtet:„ Bei den Er- In der Bezirks Versammlung S. und S.O. referirte Genosse hebungen über die Frage der Einführung eines sanitären Marimalarbeits Grem pe über„ Revolution in der Holzarbeiterbranche oder der tages stellte sich heraus, daß die Gewerbe- Aufsichtsbeamten bei Be- Fortschritt der Technik". Redner schilderte, welchen Aenderungen urtheilung dieser Frage im wesentlichen auf die eigenen Wahrnehmungen bie Technit unterworfen ist und in welchem Maße menschliche Arbeitsangewiesen sind. Die meisten Krantentassen- Borstände und fast alle fraft überflüssig geworden ist. Redner schloß seinen Vortrag mit Rassenärzte gaben auf die an sie gerichteten Anfragen überhaupt lebhafter Zustimmung. Eine Diskussion fand nicht statt. Zu Beitragsteine Antwort. Die Aerzte sind oft aus Rücksicht auf ſammlern wurden hierauf Anschütz und Werm gewählt. Alsihre Eristenz, wie einige auch umumwunden zugeben, wenig dann gelangte der Streit bei Fork u. Kretschmer zur Besprechung. geneigt, Uebelstände und Schäden aufzudecken. Auch pflegen sie eine Bum Schluß wies der Vorsitzende auf das Weihnachts- Vergnügen, geregelte Statistik garnicht zu führen." nudas am 3. Feiertage bei Keller, Koppenstraße, stattfindet, hin. Bon fast keinem Kassenvorstand konnte eine in dieser Hinsicht Jm Bezirk W. und SW. wählten die Mitglieder Bleck zum verwendbare Antwort erhalten werden. Aus alledem geht hervor, Bezirksführer und Pfeiffer, Schmidt, Mayer und Rashke daß die gewerbliche Krankenstatistit noch heute bei uns auf einem so in die Werkstatt- Kontrollkommission für den Bezirk W., während niedrigen Standpunkte steht, daß sie nicht entfernt im stande ist, Marten, Große, Henschte, Krüger, Jäschte, Hölle, gewerbehygienische Fragen zu beantworten, obwohl, wie Herr Schall und Breitwiese in die Kommission für SW. delegirt b. Rüdiger oben mittheilt, diese Mangelhaftigkeit schon wenigstens wurden. 4 Jahre bekannt ist und empfunden wird. Hoffentlich erfolgt nunmehr die in dieser Beziehung so nothwendige grundsätzliche Aenderung Der Verband der Fabrik-, Land- und Hilfsarbeiter tagte der Buchführung der Krankenkassen und der Kassenärzte. am 11. Dezember im Kolberger Salon. Vor Eintritt in die TagesDie heutigen Betriebskrankenkassen und Fabritärzte sind in ordnung ehrten die Anwesenden das Andenken der verstorbenen ihrer Stellung so abhängig von dem Fabrikbefizer ,, daß sie nicht für Kollegin Jda Brink durch Erheben von den Pläßen. Hierauf sprach eine unparteiische Beurtheilung des Zusammenhanges vorkommender Schumann über die Gau- Eintheilung. Redner schilderte ein Erkrankungen mit der Arbeitsart und Arbeitszeit für geeignet er- gehend die Vortheile, die die Arbeiter der größeren Städte erlangen, achtet werden können. wenn es gelänge, Aufklärung unter den Berufsangehörigen in der Provinz zu verbreiten. Denn man könnte ihnen den Weg weisen, der ihnen die Möglichkeit giebt, auch dort als Mensch leben zu können; damit würde der starte Buzug nach den größeren Städten verhindert, die Arbeiter könnten dort ein erträgliches Arbeitsverhältniß Die meisten Gewerbe- Aufsichtsbeamten hielten es für zwedmäßig, ihre persönlichen Wahrnehmungen in diefer Beziehung die Arbeiter in den zugehörigen Krankenkassen behandelnden Aerzte so reichlich zu machen Gelegenheit hätten, und wandten sich um Auskunft an die betreffenden Kassenärzte. Denn sie selbst waren im allgemeinen nicht in der Lage, über Krankheiten oder überhaupt über die Gesundheitsverhältnisse der Arbeiter genauer Ausfunft geben zu können. Aber sie wurden in ihren Erwartungen sehr getäuscht. Ein Theil der Aerzte ignorirte ihr Ersuchen in dieser Beziehung vollständig, z. B. im Regierungsbezirk Düsseldorf. Andere waren nicht in der Lage, diesem Ersuchen Folge zu leisten, weil sie fich nur selten Aufzeichnungen in dieser Beziehung gemacht hatten, so daß ihre Antworten so lückenhaft zurückkamen, daß keinerlei Schlüsse darauf zu bauen waren. Viele Eintragungen, soweit sie Die wissenschaftliche Deputation für das Medizinalwesen in gemacht waren, waren nur nach dem Namen oder der Preußen ist, wie die Zeitungen berichteten, unter dem Vorsitz des Krantenbuch- Nummer der Erkrankten und der Zeit der Krankheits- Ministerial Direktors Dr. v. Bartsch im Kultusministerium mit der dauer erfolgt, ohne Rücksicht auf den Beruf und ohne nähere Angabe Frage beschäftigt, ob nicht den Medizinalbeamten bei der Errichtung über die Erkrankungsart. Auch die Aufzeichnungen in den Kranken- und der Veränderung gewerblicher Anlagen, sowie bei Beaufsichtigung finden. In der sich anschließenden Diskussion wurde im allgemeinen bescheinigungen waren vielfach so unbestimmt, daß sie sehr wenig des Betriebes derselben eine stärkere Mitwirkung einzuräumen ist geklagt, daß die Mitglieder sich so wenig agitatorisch bethätigen. Anhalt zur Beurtheilung der Krankheitserscheinungen boten. In Die Anworten der auf Veranlassung des Reichskanzlers den Die Wahl zum Gauvorstand ergab folgendes Resultat: Schumann, manchen Fällen ist konstatirt worden, daß ein mit der Buchführung Gewerbeaufsichtsbeamten vorgelegten Fragen find so voll- Vorsißender; Bernau, Kassirer; Opiz, Schriftführer; Frese, Opik und der Krankenkassen betrauter Komptoirist die Art der Krankheit, ständig ungenügend ausgefallen, daß eine bessere Ausgestaltung der Schmidt, Revisoren. Ein Antrag, die Extrasteuer vom 1. Januar soweit er dafür einen Namen fand, eintrug. gewerblichen Krankenstatistit in Preußen und auch im übrigen 1899 ab fortfallen zu lassen, wurde angenommen. Deutschland unbedingt nothwendig ist, und es muß erwartet werden, daß die wissenschaftliche Deputation für das Medizinalwesen in Preußen die hierzu nöthigen Schritte munmehr thun wird. D W Versammlungen. Ora Gewerberath Dr. von Rüdiger in Potsdam faßt die mündlichen Aeußerungen der befragten Krankenkaffen- Aerzte folgendermaßen zusammen:" Es ist vorläufig nicht möglich, die unmittelbaren Gesundheitsschädigungen, welche durch Eigenarten der Gewerbebetriebe verursacht werden, von denjenigen Krankheiten zu sondern, welche zu den Berufsthätigkeiten mur in mittelbarer Beziehung stehen. Auch fehlt es vorläufig an einheitlichen seitens der Krankenkassen Aerzte Versammlungen. innezuhaltenden Krankheitsbezeichnungen für Gewerbekrankheiten.. Somit sind wir nicht in der Lage, bei unseren Eintragungen in die Im Zentralverein der Bureau Angestellten hielt am Krankenkassenbücher die für eine brauchbare Krankenstatistik erforder- 8. Dezember Herr Dr. Wollheim einen mit Beifall auf lichen Unterscheidungen treffen zu können. Den Mangel einer brauchbaren Krankenstatistit haben wir im Potsdamer Bezirk genommenen Vortrag über„ Lebenshaltung und Menschenpflicht". bereits im Jahre 1894 bei Gelegenheit einer durch den In Verschiedenen wurden speziell die Krankenkassen- Verhältnisse und die Lage der in den Gerichtsvollzieher- Bureaus angestellten Personen Herrn Regierungs Präsidenten veranlaßten Erhebung über neun ganzen erörtert. Nach Erledigung einiger Internas erfolgte Schluß der gut barunter die Gesundheitszustände int gesundheitsgefährlichen Gewerben besuchten Versammlung. Die Mitglieder werden hiermit gleichzeitig empfunden. Die damaligen Bemühungen der Gewerbeaufsichtsbeamten waren wegen jenes Mangels vollständig ergebnißlos. Wenn auf den Arbeitsnachweis aufmerksam gemacht. man brauchbare Schlüsse aus den Krankenbüchern zichen wollte, Der Holzarbeiter- Verband hielt am 12. Dezember mehrere würden diese viel weiter gehende Unterscheidungen machen müssen, Filialversammlungen ab. Im Bezirk Mo a bit war leider der Steund zwar außer den bisherigen Angaben über Anzahl der ferent nicht erschienen und mußte sich deshalb die Versammlung mit Erkrankungsfälle, Krankheitstage und Sterbefälle noch An- Vereinsangelegenheiten beschäftigen. In die gaben über Gewerbe- Krankheiten, hervorgerufen durch den Beruf, tommiſſion wurden die Mitglieder 2 emberg, Meritat- ontrollUnfallfrankheiten und sonstige überhaupt nicht mit dem Beruf Spetler und v. d. Heide gewählt. Die Manrer sprachen sich in einer Versammlung, die am Mittwoch bei Keller in der Koppenstraße tagte, gegen die Anstellung eines zweiten Beamten im Gewerkschaftsbureau aus. Der Vortragende, Maurer Mezke, und sämmtliche Diskussionsredner, mit Ausnahme eines einzigen, äußerten die Ansicht, daß das Ge werkschaftsbureau für die Maurer überflüssig sei, da fie alles selbst erledigen könnten. Auch waren die meisten Beamten". Redner gegen die Züchtung von für diese solle lieber den bedürftigen Gewerkschaften direkt zugehen. Das Gehalt mehrere Anträge, den Delegirten von der Gewerkschafts- Kommission zurückzuziehen, wurden abgelehnt. Mette berichtete dann über die Arbeitsniederlegungen. In der letzten Zeit sind im Arbeitseinstellungen zu verzeichnen gewesen, afford gebaut wird. Das ist, da die Affordarbeit meist sehr eine am Bahnhof Rummelsburg, wo jezt in leichtfertig geschieht, gerade bei Staatsbauten zu verwerfen. Die andern Arbeitsniederlegungen sind für die betreffenden günstig verlaufen. Der Vortragende ermahnt, noch vor Neujahr die Karten abstempeln zu lassen. Unter großer Unruhe wird gerügt, daß die Bezahlung der am Sonnabend mehr geleisteten halben Stunde Bahr, nicht, wie üblich, überall inne gehalten wird. Die Schuld wird den Berufsgenossen selbst beigemessen. beni M. Schneider Brunnen- Strasse 197 u. 198. 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Paul Uding als Rekrut Schnase. Men! Otto Richter, Neu! der dicke Liebling der Berliner. W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Heute Sonntag, den 18. Dezember: Um 9 Uhr: Der Gin Traum in der Christnacht VerwandlungsSchauspieler Ugo Paladini. Castan's Panopticum. Die SIOUXINDIANER sind da! Apollo- Theater. Carmencita der Saustapelfe unter Zeitung bes 5 Sisters Lorrison Musildirektors Herrn Otto Görner und Extra Henry Bender Spezialitäten- Vorstellung Erna Koschel unter Regie des beliebten Humoristen Gustav Kluck. Das vorzügl. nene WeihnachtsProgramm. Ernst und Scherz. Anf. Wochent. 61/2 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Entree Wochent. 10 Bf., Sonnt. 30 Bf. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Bis zu den Weihnachtsfeiertagen gefchloffen. Am 1., 2., 3. Weihnachtsfeiertag Gr. Fest- Vorstellung. Neues fenfationelles Programm. Rich. Winkler und Wilh. Fröbel in dem altuellen Bolksstück Das Blumenmädchen vom Hacke'schen Markt. Anfang 6 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf Vorv. 11-1 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger ( Weysel, La Foy u. S. W. U. S. W. Kassaneröffnung 6 Uhr, Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Sonntag, den 18. Dezember: Letzte Vorstellung vor den Weihnachtsfeiertagen. Am Weihnachtsabend. Lebensbild von O. Richter. Zum Schluß: Seemannsglück. Liederspiel von D. Victor- Roeder. Gesammtauftreten des neu engagirten Künstlerund Spezialitäten- Personals. Wochent. 7 1hr. Aufang: Sonntags 6 hr. Entree: Sonntags 40 Pf. Wochentags 30 Pf. RCUS BUSCH Sonntag, den 18. Dezember: oder: Der Müller und sein Kind. Volksschauspiel in 5 Aften v. Raupach. Nach der Borstellung: Lauzkränzchen. Mähr's Theater Oranienstr. 24. Täglich 爱 Spezialitäten und Theater Vorstellung. Amor! Burleske mit Gesang und Tanz. Brothers Alexander, Sulda Lucas. Grete Gajtani ic. Anfang an den Wochentagen 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. Concerthaus. Leipzigerstr.No.48. Täglich: Hoffmann's Quartelt und Humoristen. Landwehrmanns Weihnacht, Intel Tulipatan, Lene, liebe Lene. A. Frankl's Théâtre Variété Köllnischer Fischmarkt 6. Grosse Spezialitäten- Vorstellung. Neues Dezember- Programm. Auftreten der ruff. Fürstin von Dragomanu. Anfang 72 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Weihnachts- Ausstellung An der Stadtbahn 43-44, zwischen Bahnhof„ Börse und Alexanderplat ist eröffnet. Täglich: Grosse Konzerte, Weihnachtsmänner, Chinesen, Türken und andere Kapellen. Großartige Schanstellungen. Staunenswerthe Abnormitäten, Vorführung der größten Erfindungen der Neuzeit. Verkaufsstände aller Branchen. Bolts- und Kinderbelustigungen jeder Art. Entree 10 Pf. 10004469* Kinder unter 10 Jahren in Begleitung Erwachsener fret. Messpalast pola Alexandrinenstr. 110 Täglich: Weihnachtsmesse! Täglich. Verkaufs Gegenstände aller Art. Weihnachtsgeschenke. HochinteressanteSchaustellungen: Koloffalkinder, lebend versteinerter Mensch, Dampf- Carouffel, lebende Photos graphien, Völkerrassen, kunstvoll mechanisch. 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Dezember, nachmittags 2% Uhr, im Lessing- Theater: NORA. Nächsten Sonntag( 1. Weihnachtsfeiertag) desgleichen V. Ab208/9 theilung: Nora. Am Sonntag, den 1. Januar 1899 beginnt die 5. Serie der Vorstellungen im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater. I. Abtheilung: Wallensteins Tod. Mitglieder zur VI. Abtheilung können sich in allen Zahlstellen melden. Eintrittsgeld 65 Pfennig. [ 231/10 Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Auftreten des gesammten Künstler Personals in seinen Glanzuummern. Entree 30 Pf. Um zahlreichen Besuch bitten Achtung! Die Vertrauenspersonen. IV. Wahlkreis, Achtung! Am Sonntag, den 25. Dezember( 1. Feiertag), mittags 12 Uhr, in Louis Keller's Festfälen, Koppenstraße Nr. 29: Grosse Matinée arrangirt von den Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Auftreten der bekannten Gesellschaft Strzelewicz. Gesangsvorträge. * Musik unter Leitung des Herrn Grass. 4. Wahlkreis. Montag, den 26. Dezember 1898( 2. Weihnachtsfeiertag): Grosse Matinée im ,, Konzerthaus Sanssouci", Rottbuserstr. 4a, ausgeführt vom gesammten Künstler- Personal des Konzerthauses Sanssouci, unter Zeitung des Hrn. Haskel. Zur Aufführung gelangen: [ 216/ 5* Hermann und Dorothea. Einer muß heirathen. Posse mit Gesang in 1 Att. Schwant in 1 Aft. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Anfang 12 Uhr. Billets 30 Pfg. Es wird ersucht, daß sich Jeder möglichst vorher mit Billets versieht. Bildhauer Weihnachts= Vergnügen verbunden mit Konzert, Vorträgen und Tanz am 27. Dezbr.( dritter Weihnachtsfeiertag), abbs. 6 Uhr, Cohn's Festsalen, Beuth. Straße 19. Billets à 30 Pf. intl. Tanz find au haben bei Trautvetter, Frautir. 25 Moyer. Ingel- lei Stützer, Josephstr. 10. Das Comité. Gr. elea. Feftfaal Sonnabend, den 11. Febr., frei gew. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Hensel, Juvalidenir. la ( Schönhauser Vorstadt.) Am Montag, den 26. Dezember cr.( 2. Weihnachtsfeiertag), in Puhlmann's Bandeville Theater, Schönhauser Allee 148: Grosse Matinée veranstaltet von den fozialdemokratischen Parteigenossen der Schönh. Vorstadt Moabiter Spreehallen Jeden Kirchstr. 27. Empfehle meinen Saal. Sonntag F Tanz. Einige Sonnabende noch frei. 3639* R. Hube. Gale 200-100-80 Bersonen faffenb, täglich ſowie Sonnabends und Sonntags an Vereine u. unter Mitwirkung des Gesangvereins Nordwacht und des Berliner Ulk- Trio. Gesellschaften zu vergeben.[ 63892* CONCERT Anfang 12 Uhr. Behnfeld. ausgeführt von Zivil- Berufsmusikern unter Leitung des Dirigenten Herrn 220/13 Bu zahlreichem Besuch ladet ein Entree 25 Pf. Das Komitee. Concerthaus Sanssouci Rottbuserstr. 4a. Sonntag, 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag) Großes Concert Julius Wernau, N., Schwedterstr. 23/24. Saal, 220 Personen fassend, ist noch mehrere Sonnabende frei Ferd. Ewald, Schönleinstr. 6. Gr. Frühstücks-, Mittagsund Abendtisch. * Liebehenschel, Mariannenstr. 48. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 18. Dezember 1898. Kommunen und Elektrizitätswerke. Man berichtet uns aus London: Kurz nachdem jetzt die Stadt Berlin auf ihr Recht, die Erzeugung elektrischer Straft in eigene Regie zu nehmen, zu gunsten einiger Privat Kapitalisten verzichtet hat, zeigt ein Beleidigungsprozeß, der am 9. d. M. in London entschieden worden ist, daß die Kapitalisten und tapitalistischen Stadtväter aller Länder einander gleichen. Die Gesellschaft, der seit 1890 die elektrische Beleuchtung der City obliegt, erfüllt diese ihre Pflicht höchst ungenügend; die Preise für Licht sind sehr hoch und dabei fann die Gesellschaft zur Beit des höchsten Andranges, das heißt von Beginn der Dunkelheit bis 6 1hr, nicht genügend Strom liefern. Infolge der allgemeinen Unzufriedenheit nahmen die Stadtväter im Februar dieses Jahres eine Resolution an, daß eine zweite Geſellſchaft die Belegune entweder selbst oder durch der City übernehmen solle. Bei Verfolg dieser Angelegenheit stellte sich nun heraus, daß die jezige Gesellschaft im Besize eines wenn auch nicht thatsächlich so doch praktisch ewigen Monopole ist, gegen welches die Kommune machtlos ist. Es ist nämlich jedes Konkurrenz Unternehmen ausgeschlossen bis 21 Jahre, nachdem die Beleuchtung der Seitenstraßen vollständig durchgeführt worden ist". Da diese nun noch gar nicht begonnen worden ist, und die Gesellschaft auch nicht dazu gezwungen werden fann, so ist das Resultat klar. Man hatte darauf die Absicht, die Gesellschaft auszukaufen; da aber ihr Kapital 26 Millionen beträgt und die 20 Mark Attie ca. 60. werth ist, würde das Geschäft nicht unter 60 Millionen gemacht werden fönnen, eine Höhe, zu der sich London natürlich nicht aufschwingen tann. 3 Wie viel bei dieser dreifachen Gründung verdient wurde, geht günstigen Geschäftsganges in vielen Industriezweigen ein Anschwellen daraus hervor, daß die mittlere Gesellschaft, deren Kapital eine bes Andranges der Arbeitsuchenden, wenn auch nicht in dem Maße, Million betrug, durch die Gründung der großen Gesellschaft inner- wie im gleichen Monate des vorigen Jahres. Es ist dies eine halb fünf Monaten 1/2 Million verdiente. Da sie mit Gründung alljährliche Erscheinung, die vielfach durch den Wechsel der der legten Gesellschaft ihren Zwed erfüllt hatte und das Geld den Jahreszeit, die Beendigung der Sommersaison, bedingt ist. Auch Theilnehmern wieder ausgezahlt wurde, macht das einen Gewinn die Entlassungen vom Militär belasten das Angebot auf dem von ca. 100 pct. fürs Jahr. Der damalige Lord Mayor Savory Arbeitsmartte im Monat November. Diese Lage des Gesammthatte es nun für seine Pflicht" der Stadt gegenüber gehalten, marktes sticht wesentlich von dem Arbeitermangel ab, der noch für Vorsitzender dieser mittleren Gesellschaft zu werden; während außer verschiedene Gewerbe, wie Bergbau, Eiſenindustrie 2c. zu konstatiren ihm sich noch fünf Mitglieder seiner Familie und die Familie seines ift. Die Verschiedenheit der Lage tritt besonders deutlich in den Vetters daran betheiligten. Berichten über die einzelnen Gewerbe( Bergbau, Baugewerbe, Textilindustrie 2c.) hervor, wie sie die genannte Monatsschrift jetzt eingeführt hat. Auf die Geschworenen scheint aber das Pflichtgefühl" des Herrn Savory leinen Eindrud gemacht zu haben, denn sie wiesen ihn eben fostenpflichtig mit seiner Klage ab. Eine Klage gegen ein zweites City- Organ hat Herr Savory daraufhin zurückgezogen mit der Begründung, daß seine Ehre durch den Prozeß gegen„ London" völlig wiederhergestellt ſet." " Daily Chronicle" erinnert hierbei daran, daß Savory sofort nach seiner Wahl ein feierliches Gebet gesprochen habe:„ inmitten all des glänzenden Prunks, der ihn um gebe, möge es ihm bergönnt sein, ergeben und bemüthig mit seinem Gott zu wandeln." Wahrscheinlich glaubte er damit die Verantwortung von sich abzuwälzen. 21 Soziales. อ Landtage von Reuß i. 2. hatte unser Parteigenoffe Better Gewerbe- Inspektorat und Arbeiterorganisationen. Im Lein in seiner Rede über die Gewerbe- Inspektion ausgeführt: Der Klage über den Mangel an Fühlung mit den Arbeitern Alle diese standalösen Verhältnisse bewogen ein hiesiges an- würde dadurch abgeholfen, wenn der Beamte offiziell gefehenes Organ" London", die näheren Umstände bei der leber mit den Arbeiterorganisationen aller Art, in tragung des Monopols an die City und London Elektrizitäts- Verbindung trete. In Süddeutschland hätte dieses Verhältniß Gesellschaft" aufzudecken und auch denen vor Augen zu führen, die schöne Resultate gezeitigt. Man solle fich in dieser Beziehung nicht nicht hinter die Koulissen des Rathhauses sehen können". Besonders nach Preußen richten, wo der Geift des König Stumm regiere, der verdächtig war die Mitwirkung des damaligen Lordmajor es nicht zulaffe, daß die Gewerbe- Inspektoren mit den Arbeiter Savory, so daß das Blatt fchrieb: Das Niveau bürger organisationen direkt verkehren. licher Ethik ist bereits tief gesunken, daß der Darauf erklärte der Regierungsvertreter Staatsrath Mann, der an diesem Handel theilnahm, noch stolz einherschreitet im b. Sinüber, wie schon im heutigen Leitartikel erwähnt: öffentlichen Leben, mit unbefledtem Ruf, geachtet als würdiges Mitglied der Gemeinde und als Beispiel bürgerlicher Tugenden." " fo Wie vorauszusehen und wahrscheinlich auch beabsichtigt war, flagte Ex- Lordmayor Savory gegen das Blatt wegen Auch dem Ministerium ist es ganz recht, wenn der Gewerbe- Inspektor mit den Arbeiterorganisationen in Verbindung tritt. Nach den Ergebnissen der Arbeitsnachweis Verwaltungen bes warben sich im November um 100 offene Stellen 135,7 Arbeitsuchende gegen 145,7 im gleichen Monat des vorigen Jahres. Von 56 vergleichbaren Berichten weisen im Vergleich zum vorigen Jahre 34 eine Abnahme und nur 19(+ 3 ausländische) eine Zunahme des Andranges auf. Eine Abnahme war zu verzeichnen in Breslau, Frankfurt a. D., Kiel, Halle a. S., Hannover, Osnabrück, Dortmund, Essen a. Rr., Elberfeld, Düsseldorf, M.- Gladbach, Aachen, Kreuznach, Wiesbaden, Frankfurt a. M., Mainz, Darmstadt, Kaiserslautern, Heidelberg, Schopfheim, Karlsruhe, Offenburg, Mannheim, Konstanz, Kannstatt, Ludwigsburg, Eßlingen, Reutlingen, Göppingen, Schw. Hall, Heilbronn, Ulm, Würzburg, Augsburg. 3ugenommen hat der Andrang der Arbeitslosen in Bosen, Berlin, Rigdorf, Quedlinburg, Erfurt, Bielefeld, Münster, Köln, Stuttgart, Fürth, Nürnberg, München, Brünn, Graz und Bern. Trier, Gießen, Worms, Straßburg, Lahr, Freiburg i. B., Pforzheim, leber die Sterblichkeit in Schlesien wird uns geschrieben: Industrie bezirk, wird niemand überraschen. Wie sehr sie aber Daß die Sterblichkeit am größten ist im oberschlesischen hier die Sterblichkeit gesünderer Gegenden übertrifft, dürfte weniger bekannt sein. Nach den offiziellen Berichten starben in den Gemeinden mit über 15 000 Einwohnern im legten Vierteljahr pro 1000: in Reifie 18, in Brieg und Glogan 20, in Ratibor 21, Beuthen 22, Görlitz 24, Breslau, Liegnig und Oppeln 25, Schweidnitz 26, Gleiwit 27, Kattowi 30, 3abrze 33, Langenbielau 35, Königshütte 40, Lipine 42, 3aborze 44. Der Unterschied in diesen Sterblichkeitsziffern ist gewaltig groß, sie zeigen mit erschreckender Deutlichkeit, daß die sanitären Verhält nisse im oberschlesischen Industriebezirke äußerst mangelhaft sind. In der That erlöschen ja auch in Oberschlesien die ansteckenden Krankheiten nicht, dank den elenden Wohnungs- und kommunalen to stenpflichtig abgewieſen, da fich die von„ London" be- Das iſt ein weiteres amtliches Zeugniß für den großen Nutzen as Intereſſanteſte an der Tabelle der Sterblichkeitsziffern iſt, haupteten Angaben als wahr erwiesen. Es wurde folgendes gericht lich festgestellt: " ifistaltichen Werke Oberschlesiens, Lohnauszah der Arbeitervereine, und um so beachtlicher, als es von der Regierung eines industriell hoch entwickelten und in seiner Mehrheit daß Königshütte und Zaborze die höchste Sterblichkeit aufweisen. Anfänglich waren die Kontrakte für die elektrische Beleuchtung sozialdemokratisch gesinnten Landes ausgestellt wurde. Königshütte und Zabrze sind die Sitze der beiden größten mit zwei Gesellschaften abgeschlossen, und die Bestätigung vom Handelsfe Oberschlesiens, der Königsgrube und ministerium bereits ertheilt worden. Da kam der Vorsitzende der Eine Umfrage über die Zeit der Lohnauszahlungen ver- der Königin Luise- Grube. Diese Werke sind natürlich Mustereinen Gesellschaft, der Vetter des damaligen Lord- Mayors Savory, anstaltet das Oberbürgermeister- Amt der Stadt Barmen unter den betriebe. Das hat aber nicht verhindern können, daß in ihrer auf die Idee, einen Handel" zu arrangiren, bei dem sich Geld ver- dortigen Fabrikanten. Es soll der Verfuch gemacht werden, die mit Umgebung die Sterblichkeit größer ist, als an anderen Orten. Was dienen ließ. Man gründete zunächst eine fleine Gesellschaft. Diese wenig Ausnahmen in Barmen übliche Auszahlung des Lohns ant sagt Herr Brefeld dazu? gründete weiter eine zweite mittlerer Größe, und diese endlich ver- Nachmittag oder am Abend des Sonnabend durch die Aushalf der großen Gesellschaft zur Existenz, die heute die City be- zahlung am Freitag oder wenigstens am Sonnabend- Vorleuchtet. Nachdem dies geschehen war, wurden die Stadtväter über- mittag zu ersetzen, damit der Arbeiterschaft die mit dem jetzigen redet, die Kontrakte mit den beiden früher in Aussicht genommenen Beitpunkt der Lohnzahlung verbundenen Nachtheile erspart bleiben. Gesellschaften zu lösen und unter den schou oben angeführten Be- Der Arbeitsmarkt im November zeigte, wie die Berliner dingungen der neuen Gesellschaft zu übertragen. Monatsichuift Arbeitsmarit, mittheilt, tros des 2010 Der " Arbeiter Risiko. In Lahr in Baden verunglückten beim Einsturz eines Neubaues acht Arbeiter; vier derselben erlitten schwere Verlegungen. Mein Preisbuch ist erschienen, bitte franko und gratis zu verlangen. Herren- und Knaben- Cigarren. Billigste Bezugsquelle in Cigarren für Schuhwaaren Garderobe. Herren- Winter- Paletots, Eskimo in modernen Farben, eleg. Façons, Mk. 33,-, 29,-, 25,-, 21,-18,-, 15,-, 12, Herren- Beinkleider in guten haltbaren Stoffen Mk. 13.-, 11,-, 8,50, 5,80, Herren- Jaquet- u. 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Die„ Engineering" bringt einen langen Artikel über dieses Thema, in dem sie sich auf den Jahresbericht der Amerikanischen Stahl- und Eisen- Affoziation stützt. Da die Frage des Anwachsens der amerikanischen Konkurrenz für Deutschland von gleicher Wichtig keit ist wie für England, wollen wir an der Hand dieses Artikels etwas näher auf den Bericht eingehen. Sehr bemerkenswerth ist zunächst die Zunahme der Produktion In der Stahl- und Eisen- Industrie im letzten Jahre, und zwar beträgt sie für Roheisen. 12 pet. Spiegel und Manganeisen. Bessemer Stahl- Barren Buddel- Stahl- Barren 31 39 24 " Verschiedene Stahlarten 35 " Stahl für Bauzwede 17 Platten und Bleche 25 Bessemer Stahlschienen. 47 Stabeisen 55 30 90 Geschnittene Nägel. Drahtnägel B D etwas gestiegen sind, so blieben sie im allgemeinen auf dem Ueber die gewaltigen technischen Aenderungen in der niedrigen Standpunkte, trosdem sich die Werlaufspreise wieder be- amerikanischen Eiſenindustrie enthält ein Vortrag, gehalten auf der deutend gehoben haben. Dazu wurde gleichzeitig zum ersten Male Hauptversammlung des Vereins deutscher üttenleute seit 26 Jahren eine Theesteuer von 90 Bf. pro Kilogramm ein in Düsseldorf interessante Schilderungen. Der Vortragende geführt, und der Bericht befürwortet noch eine solche von 45 Pf. legte dar, wie besonders die großen Walzwerke Neuerungen ein pro Kilogramım Kaffee die, 160 Millionen jährlich einbringen würde, geführt haben, die überraschende Erfolge zeitigten. Danach zum größten Theil natürlich aus den Taschen der Arbeiter. Hierzu liefert eine amerikanische Walzenstraße in zwölf Stunden bis bemerkt die„ Engineering" richtig, daß Rückwirkungen nicht ausbleiben zu 700 Tommen Schienen, eine solche in Deutschland aber werden und daß die Stahl- und Eisenindustrie im Laufe der Ent- nur bis 400 Tonnen. In Amerita geht auch die Arbeits widelung noch manchen schweren Schlag erleiden wird. Ein Herabtheilung viel weiter, als bei uns. Hier liefert ein und dasselbe brüden der Löhne lasse sich heute auf die Dauer nicht mehr durch Walzwerk verschiedenerlei Walz Erzeugnisse; in den Bereinigten führen, und einer Erhöhung derselben tönne zunächst durch Ver- Staaten aber wird in jedem Walzwert eine Besonderheit dargestellt, minderung der Bölle auf Lebensbedürfnisse begegnet werden. Aber was zur Folge hat, daß die Geschicklichkeit und damit auch die die Erntejahre der Arbeiter werden sofort eintreten, wenn durch guten Leistungsfähigkeit der Arbeiter immer mehr zunimmt, und dieselben Geschäftsgang in Europa der Einwanderungsstrom und damit das sozusagen selbst zu Arbeitsmaschinen werden. Wenn sie auch mehr Angebot billiger Arbeitskräfte nachlassen werden. Lohn als ihre europäischen Berufsgenossen erhalten, so ist deshalb Das fistalische Jahr, das mit dem letzten Juni endete, war nach ihre Arbeitskraft doch billiger, als die der europäischen Arbeiter. dem Berichte das bemerkenswertheste in der Geschichte der Vereinigten Aber auch ganz neue Walzwerks- Einrichtungen haben die Staaten, infolge des starken Anwachsens der Ausfuhr von amerikanischen Amerifaner geschaffen, welche wie folgt geschildert werden: Da Stahl- und Eisenprodukten. In allen Zweigen einschließlich Ma- ist z. B. das fontinuirliche Walzwert von Morgan. Der vorgewalzte schinen und landwirthschaftliche Geräthe beträgt die Einfuhr nur Blod wird geschnitten und tritt dann in das Walzwert ein. Die Ge etwas mehr als ein Fünftel der Ausfuhr gegenüber ein Viertel im schwindigkeit der einzelnen Walzen ist dabei verschieden; die der Vorjahr. In anderen Worten, die Ausfuhr überstieg die Einfuhr ersten ist ganz gering, jede folgende Walze aber hat eine immer um beinahe 220 Millionen Mart, während im vorigen Jahr die größere Geschwindigkeit, und zwar muß dieselbe so bemessen sein, Differenz nur 140 Millionen betrug. Die Einfuhr fant nämlich von daß niemals ein Stauchen des Walzstückes eintritt. Das Wenden des 78 Millionen auf 54 Millionen, während die Ausfuhr von 214 auf Balagutes wird dabei selbstthätig durchgeführt. Der gewalzte Snüppel 272 Millionen stieg. Der Unterschied wäre wahrscheinlich noch größer gewesen, wenn nicht infolge des Krieges die Einfuhr in Feuerwaffen start gestiegen und die in Messerwaaren keine Verminderung erlitten hätte. Die einzelnen Zahlen für das Wachsthum der Ausfuhr sind folgende: disedArtikel 1896/97 1897/98 Tonnen Tonnen 62 000 263 000 9.000 39 000 73 000 143 000 38 000 21 000 3.660 000 Noheisen Stahl( verarbeitet). Stahlschienen. • . wird auch gleich während des Laufens in eine Anzahl Stüde von entsprechender Länge geschnitten. Eine besondere Vorrichtung nimmt alsdann die betreffenden Stücke hinweg und schafft sie entweder auf das Lager oder noch weiter in die Eisenbahnwagen. Der Vortheil der besprochenen Einrichtung besteht in erster Linie darin, daß die Anzahl der dabei beschäftigten Arbeiter ganz außerordentlich gering ift. Bei einer Erzeugung von 800-1000 Tonnen innerhalb 12 Stunden sind beispielsweise nur zwei Mann beschäftigt. Ein weiterer Vortheil ist der, daß das Eisen hierbei nur sehr wenig oxydirt, mit anderen 1958 000 Borten, der Abbrand ist sehr gering. Auch der Kraftverbrauch ist sehr gering. Da gleichzeitig auch die Walzgeschwindigkeit 27 000 4424 000 Draht Wagenräder Maschinen Die Zukunft der Vereinigten Staaten scheint also sehr aussichtsvoll zu sein und wird der Handel durch den Nicaragua- Kanal, der eine bequemere Route nach Ostasien bilden wird, einen größeren Anstoß erhalten als durch die jetzigen Gebietserweiterungen. Diese Biffern lassen leicht einsehen, daß die Produktion die Nach frage im eigenen Lande bei weitem übersteigt und daß sich die Fabrikanten daher mit desto größerem Eifer auf die Gebiete werfen, die bisher von den europäischen Staaten versorgt wurden. Diesen toloffalen Aufschwung schreibt der Bericht dem ameritanischen Schuzzoll System zu, das hierdurch seine Vorzüglichkeit bewiesen haben soll. aber Die weiteren Ausführungen sind gerade tein Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung. Danach find unter dem Schutze dieses Systems jo viele Werte entstanden, daß die Produktionsfähigkeit auf allen Gebieten die heimische und auswärtige Nachfrage bei weitem übersteigt und daß infolge dessen die Preise überall ermäßigt werden viel fleiner als bei den gewöhnlichen Walzen ist, so können die mußten. Diese Preise waren allein durch die einheimische Kons Walzen kleiner und die Ständer viel schwächer als bei unseren furrenz bestimmt worden, und da diese sehr stark und unbarmherzig Walzwerken sein. Das zweite neue Walzwert ist das Universalwar, wurden die Fabrikanten gezwungen sowohl die besten ProWalzivert System Grey; auch dieses bietet mancherlei Vortheile duktionsmethoden einzuführen, als auch ihre Produktionsfähigkeit gegenüber den bisherigen Einrichtungen zum Walzen von Trägern. über die Bedürfnisse und über vernünftige Grenzen hinaus zu er Der wichtigste Faktor in Beurtheilung der ökonomischen VerDie Kölnische Volkszeitung", der wir den Bericht entnehmen, höhen. Daher die vielen Konsolidirungen und Vereinigungen, die hältnisse ist aber die Verminderung des Verkaufspreises, die wir fügt dem hinzu: stattgefunden haben oder vorgeschlagen wurden, um die Ausgaben zu schon berührt haben, und ebenso der Produktionskosten. Diese „ Macht sich doch heute schon, wo die Beschäftigung des festverringern und fich wenn auch fleine Profite zu sichern, und daher betrug allein in den letzten Jahren in den verschiedenen Zweigen ländischen und des englischen Eisen- Großgewerbes noch glänzend auch die vielen finanziellen Krachs der letzten Jahre. Troß 7-25 pet. und ist in den letzten 25 Jahren, wie folgende inter- ist, der amerikanische Wettbewerb sehr bemerkbar. So hat das dieser Folgen die, wenn sie unter dem Freihandel- System effante Tabelle zeigt, durchschnittlich auf die Hälfte herabgesunken. englische Barlamentsmitglied G. N. Wolf, Theilhaber der bedeuten eingetreten wären, zur Agitation gegen dieses ausgenutzt worden 73/79 84/85 91/95 96/98 den Schiffbauerei Harland u. Wolf, in einer Ausschußsizung des wären fährt der Bericht fort: Die Schußzoll- Politit, die einstmals Dollars Dollars Dollars Dollars Londoner Hauses der Gemeinen auf eine Anfrage erklärt, seine von unseren Freihändlern verlacht worden ist, weil sie angeblich Firma baue jährlich Schiffe von insgesammt 90 000 Tonnen Raumunferen Exporthandel schädigen würde, ist glänzend gerechtfertigt. 16,50 17,50 12,00 11,25 mhalt und brauche hierfür einen Nohstoffbedarf von 40 000 Tonnen Denn diese Politik hat die Konkurrenz gefördert, die Konkurrenz hat Stahl, 45 000 Tonnen Eisen und 60 000 Tonnen anderem Zudie Preise heruntergebracht und die niedrigen Preise haben unseren 8,90 behör. Frither wäre seine Firma ebenso wie die anderen Brodutten die fremden Märkte eröffnet." Diese Beweisführung wird großen Schiffbau- Anstalten Großbritanniens in der Lage ge jebenfalls nicht nach dem Geschmack der deutschen Schußzöllner sein, 9,95 wesen, diesen großen Bedarf an Eisen- und Stahl- Erzeugnissen da diese durch den Schuzzoll gerade die Preise ihrer Produkte mög im Inlande, besonders in Schottland, selbst zu befriedigen; lichst hochhalten wollen. Doch mögen sie sich trösten, denn der heute die dagegen seien dadurch, Werften schon daß Bericht fährt fort: Das Fallen der Verkaufspreise in das einheimische Großgewerbe nicht genügend liefern könne, geder Metallindustrie, auf das wir noch zurückkommen, hat zwungen, ihren Bedarf zum großen Theil von Stahlwerken der Vertheilweise auf Kosten der Arbeiter stattgefunden. Im Aneinigten Staaten von Nordamerika zu beziehen." fang des Jahres 1897 wurden die Arbeitslöhne um 10 pet. berringert, und wenn sie auch in ein oder zwei Branchen wieder Ageless siest 90 Artikel rohes Gußeisen in Philadelphia rohes Schmiedeisen in Pittsburg Bessemer Roheisen in Pittsburg T- Eisenbahnschienen in Philadelphia. bestes Stabeisen in Pittsburg( Cents per engl. Pfd.) Stahlschienen in Bennsylvanien 16,00 14,00 19,50 17,00 8,25 9,25 18,00 16,50 11,00 11,50 191 1,60 1,50 1,10 0,95 . 40,00 26,00 22,00 16,00 Was die gesammte Jahresproduktion anbelangt, so seien hier noch folgende Zahlen gegeben. Sie betrug für Roheisen im Jahre Nühliche Weihnachts- Geschenke погіэтч 29 Pantoffeln BID 23 bad in unendlich vielen Mustern und Farben zu siwoz 22 M. 1,00, 1,25, 1,50. Filzschuhe in eleganten und geschmackvollen Zusammenstellungen zu M. 1,00, 1,25, 1,50. Hausschuhe mom Filzstoffe und Leder, in neuen Farben und moderner Ausstattung, zu M. 2,00, 2,25, 2,50, 3,00. 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Beffemer Stahl wurde im ganzen zirta Termin, den er nicht wahruahm, verurtheilt worden war, 61/2 Millionen produzirt, während die höchste bisher erreichte Biffer legte den Einspruch ein und machte geltend, er sei durch einen unBirla 5 Millionen betrug( im Jahre 1895). Gegen 1892 betrug der abwendbaren Zufall am Erscheinen verhindert worden. Sein Kind Eingelaufene Druckschriften. Buwachs 24 Millionen, d. h. zirka 70 pet. Buddelstahl wurden sei unwohl gewesen und dessen Zustand habe sich gegen 1/29 Uhr Der Arbeitsmarkt", Monatsschrift der Zentralstelle für ArbeitsRazen 1600 000 Sonnen produzirt, d. h. ebenfalls 1 Million vormittags so verschlimmert, daß er zum Arzt geſchidt habe. Die markt- Berichte( Serausgeber Dr. Jastrow), Berlin, Berlag von§. S. SerTomien mehr als 1892, Für Stahlschienen sind die Zahlen Kammer VI unter bem Borsitz des Gewerberichters Strauſe vermann. Die als Organ des„ Verbandes deutscher Arbeitsnachweiſe" er 1 650 000, d. 5. 2 Million Zuwachs gegen das Vorjahr. Die Produktion warf jedoch den Einspruch mit folgender Begründung: Der Ver- cheinende Beitschrift enthält in Nr. 3: Die Ausländerfrage in Deutſch von Platten und Blechen ist eine Kleinigkeit gegen das Vorjahr ge- hinderungsgrund sei zwar binnen drei Tagen, also fristzeitig, glaub. II. Stalienische Arbeiter in Deutschland. land. I. Die Ausweisungen an der Oft, Nord- und Westgrenze; fallen, da die Schiffsbauthätigkeit nicht sehr rege war, hält sich aber haft gemacht worden, der Einspruch könne hier aber nicht als zuläffig Kohlenmangel; teberschichten; Lohnbewegung im Blauenschen Grund. AufBergbau und Hüttenbetrieb: fehr nahe 1 Million Tonnen und wird in diesem Jahre mit jener erachtet werden. Das Unwohlsein eines Kindes sei im allgemeinen träge im Roheifengeschäft; Betriebseinschränkungen in Watzwerken. wohl wieder steigen. GOT fein unabwendbarer Zufall im Sinne des Gesetzes. Weim nun auch Metalle und Maschinen: Verdingungen von Lokomotiven und Güterwagen; Angesichts dieser Ergebnisse des letzten Jahres hält der oben ein Vater durch die plögliche Erkrankung seines Kindes ernstlich ver Ueberproduktion von Fahrrädern; Kriſis in der Solinger KleineifenBehandelte Artikel des Engineering" den Schutzzoll für einige hindert werden könne, an einer Gerichtsverhandlung theilzunehmen, Industriezweige für entbehrlich und wird dieser wohl auch in abseh so seien doch im vorliegenden Falle Erhebungen unnöthig. Der barer Zeit theilweise aufgehoben werden, wenn nicht die europäischen Beklagte gebe felbst an, daß ihm der Zustand des Kindes gegen Staaten durch Erhöhung ihrer Einfuhrzölle die Amerikaner zur 1/2 9 1hr sehr bedenklich erschienen sei. Da der Termin erst um Gegenaltion treiben. 1/2 10 Uhr angestanden habe, so hätte demnach der Beklagte noch rechtzeitig einen bevollmächtigten Vertreter zur Ver handlung entsenden und damit der Anwendung des§ 41 vorbeugen können. dir Band it Soziale Rechtspflege. Einspruch gegen ein Urtheil des Gewerbegerichts. Das Gewerbegericht fann nach§ 41 des Gewerbegerichts- Gesetzes auch dann, wenn in einem zur Fortsegung der Verhandlung bestimmten Termine die Barteien nicht erscheinen, oder wenn eine der felben ausbleibt, ein Urtheil unter Berücksichtigung der bisherigen Verhandlungen erlassen. Setzt das Gericht dennoch einen neuen Termin an und erscheint in diesem eine Partei nicht, so hat das Gericht nach freiem Ermessen zu entscheiden, inwieweit es eine beantragte Beweisaufnahme bewirken oder ein neues thatsächliches Borbringen der erschienenen Partei für zugestanden erachten will und inwieweit eine von der fortgebliebenen Partei abzugebende Erklärung als verweigert oder ein früheres Vorbringen berselben Partei als zurückgenommen anzusehen ist. Der§ 42 be stimmt dann: Gegen ein auf grund des§ 41 ergangenes Urtheil steht der nicht erschienenen Partei der Einspruch zu, sofern sie durch Naturereignisse oder andere unabwendbare Zufälle am Erscheinen Haushaltskosten, Konsum: Amerikanisches Industrie. Steine und Erben: Blüthe der Zementindustrie; Rings geleien; Spiegelglas( öſterreichtſch ungarisches Start Baugewerbe: industrie und Bekleidung: Fortgang der Betriebseinschränkungen; die Wilde Witterung; Koalitionen der Arbeitgeber; Bauspekulation. Textil Spisentlöpplerin auf dem Aussterbe- Etat; Webernoth in Niederbayern; Arbeitslosigtett in der Sebnitzer Blumenindustrie. Nahrungsmittel: Kurze Buderkampagne; Konkurrenz der Dampfbäckereien; Unregelmäßige Be schäftigung in der Bigarrenindustrie. Holz- und Schnisstoffe: Industriali: firung des oberen Elbthals; Niedrige Bezahlung der Heimarbeit in der Schweiz; Bildhauer. Verschiedene Gewerbe: Tarifbewegung der Buch brucker; Lohnerhöhungen seitens der Ewerführer in Hamburg; Sattler und Der Tanzmeister M. beanspruchte von dem Restaurateur Tapezirer. Allgemeines. Situationsberichte aus einzelnen Bläzen: AufRiftenmacher eine Lohnentschädigung von 10 M., indem er geltend schwung der Induſtrie im oberen Dillthal; Frankfurt a. M.; Charlottenmachte, er sei für einen bestimmten Tag engagirt, dann aber nicht burg; Ulm; Bage bes Arbeitsmarktes in Frankreich; Arbeiternoth in der beschäftigt worden. Der Beklagte wandte dagegen ein, daß der Pferdefleisch auf dem deutschen Markte; Deffentliche Speisehallen in füdafrikanischen Goldindustrie. Kläger ihn betrogen habe. Das Gewerbegericht gab munmehr München; Bäderring in Reutlingen; Studententtiche in Petersburg: dem Beklagten auf, binnen fünf Tagen anzugeben, ob und wo er Lebensmittelpreise in Dezember. gegen den Kläger wegen des angeblichen Betruges Strafanzeige land, Desterreich- Ungarn, Schweiz im November. Lohnbewegungen: Streifs in Deutsch: erstattet habe. Der Beklagte tam diesem Verlangen nicht nach, er wurde November. Berwaltung der Arbeitsnachweiſe; Städtiſche Arbeitsnachweiſe; deshalb im neuen Termin verurtheilt, weil er für seine Behauptung Intertotale Arbeitsvermittlung; Amtliche Auskunft über Steffungen tur den Beweis nicht angetreten habe. Das Gewerbegericht hatte fich Auslande; Provisionstarif für Schauspieler: Agenturen; Arbeitsnachweis: vorher über seine Zuständigkeit schlüssig zu werden. Es nahm an, markt- Statistit für Desterreich; Budget der Arbeitsvermittelung in Graz; baß der Tanzmeister nur dann als Gewerbegehilfe anzusehen sei, Internationaler Arbeitsnachweis in der Schweiz, Verbindung mit Ver wenn er in einem Lohnverhältniß zu einem Gewerbetreibenden stehe. pflegungsstationen. Ein solches Verhältniß sei hier beabsichtigt gewesen, da der Saal nachweis Verbänden: Verband deutscher Arbeitsnachweise, Amtlicher Mittheilungen aus deutschen Arbeits befizer in seiner Eigenschaft als Gewerbetreibender den Kläger für stenographischer Bericht über den Verbandstag. verkauft nur gute Fabrikate thren Gold, Silber- und Alfenidewaaren 201 toons sit and Der Arbeitsmarkt im Gefesgebung in Desterreich und Deutschland; Arbeitsnachweis- und Arbeits: zu den bekannten billigen Breifen H. Gottschalk, Admiralftr. 37, nahe dem Kottbuser Thor. Granit idet slaid od ddout jad Schuhwaaren- Haus adamo solidsid induct 30 it de sin sidd palaid sidodo d pod drugim ( Ecke S. 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