Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und 3 ting: Prag, I., Nele Telephot Sages rebat 26795, 31408. Magtrebattion: 20797. Postschedamt: 57544. Inferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 8. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Hakenkreuzlerisches. Freitag, 26. Ottober 1928. " Bezugs Bebingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Vost: monatlich).... Kě 16.vierteljährlich halbjährig.. ganzjährig. 48.96.192.Radftellung von Manustripten erfolgt nur bei Ein fendung der Retourmarken. Gricheint mit Ausnahme des Montag täglich früib Nr. 255. nur die Schaffung wirklich demokratischer Ver- risten" frei bekommen. Inwieweit damit die masse" und die guten Lehren für die Führer. hältnisse die Lage der Deutschen bessern kann, Anziehungskraft der Nationalsozialisten bei der Partei eine schmerzhafte Enttäuschung nich. mit Hitlers Grundsäßen von der Errettung des der deutschen Arbeiterschaft gestiegen ist, das ersparen werden. Dann wird die nationalfo Die deutschen Nationalsozialisten, die seit nationalen Diktators anfangen? deutschen Volkes durch die Einsetzung eines werden die Wahlen rechtzeitig zeigen. Es steht zialistische Schaufel Gelegenheit haben, zur Absehr zu befürchten, daß die Mahnung zur wechslung wieder einmal nach der anderen Seite längerer Zeit schon ein recht dürftiges Dasein führen, haben am Sonntag in Teplitz- Schönau laufen im Zidzad, wie soll da nicht Mißmut Die nationalsozialistischen Richtlinien Disziplin an die nationalsozialistische Parteizu schwingen. ihren Gesamtparteitag abgehalten, der wohl die Aufgabe hatte, das stark gesunkene Ansehen der und Verdrossenheit bei den Anhängern einnalsozialisten ab, die sozialdemokratischen in die Bezirks- und Landesvertretungen neu nalsozialisten ab, die aufzubügeln. Es scheint, daß man mit den An- Theorien wollen sie nicht gelten lassen, statt hängern der Partei sein liebes Streuz hat, deren faselt ihr Programm von der„ Brechung der Zinsknechtschaft", eine höchst verworrene Seit einigen Wochen versuchen die Kom- ma ch t.Nun flagen uns die iMtgileder des Volldenn einer der Referenten, der Ingenieur Neugebauer, hielt es für notwendig, zur Dizi- Theorie, die nur deshalb noch nicht unter dem munisten in ihrer Presse den Anschein zu erzugsausschusses der KPC! plin und Unterordnung zu mahnen. Es challenden Gelächter der Mitwelt in der Verwecken, als seien sie die Opfer einer Preßflagen- Derartige Klagen sind natürlich geeignet, „ könne" vorkommen, daß ein Teil der Partei- jenkung verschwunden ist, weil sich niemand in stampagne, die von uns ausgehen und die den politischen Kampf überhaupt masse der Meinung iſt, ſie ſei ausschließlich der Partei die Mühe gibt, diesen Unsinn zu finanzielle Schädigung der kommunistischen unmöglich zu machen und wir müſſen dazu da,„ dem Führer auf die Finger und auf durchschauen und weil die Nationalsozialisten Bresse zum Ziele haben soll. Wir haben mit der neuerlich feststellen, daß Bartel aus Anlaß der bevorſtehenden Wahlen Ihren? Den Klaffentampf lehnen die Natio. Die Kommunisten eröffnen den Wahlkampi häufen". dann überhaupt keine sozialistische" Theorie mit hettographierten Maffen- Preßtlagen! die Kommunisten und der Zensor des Mayr- Harting einander in dem Bestreben unterstüßen, jede politische Auseinanderseßung in diesem Lande unmöglich zu • machen! Niemals hat man an den politischen Kampf Fälle tros Preßgefeß und Verurteilungen nicht allzu häufig, soweit bürgerliche Parteien in Be tracht kommen. Ausschließlich die Kommunisten haben den politischen Kampf und vor allem den Kampi gegen die Sozialdemokratie in den Gerichtsjaal verlegt! die Füße zu gucken, damit er nur ja nicht un- hätten. Die nationalsozialistische Partei be- Antwort nicht gezögert und vor einiger Zeit gerügt einen Fehlgriff tue oder einen Zoll breit seitwärts trete." Solchen„ psychologischen fennt sich zum Antisemitismus, aber eines Ta- eine stattliche Liste veröffentlicht, in der wir den Bocksprüngen" müßte mit allen Mitteln recht- ges fommt ihr Hauptschriftleiter Karg und Nachweis dafür erbrachten, daß die Kommu zeitig vorgebeugt werden. Aber nicht nur die stellt die Judenfrage zur Diskussion, da er die nisten sowohl, was die Zahl der Klagen Mitarbeit der Juden im nationalen Kampfe überhaupt betrifft, als auch in der ErfinFührer scheinen mit der Parteimaise" unzufrieden zu sein, sondern auch die„ Partei- für nicht ohne Bedeutung hält. Am aktuellsten dung neuer Klagegründe und in der masse" mit den Führern, denn diesen hielt ist aber die Ratlosigkeit, mit der die National- Schaffung neuer, möglichst kost- den Maßstab persönlicher Auseinanderseyung Herr Neugebauer eine lange Mahnrede, sie sozialisten dem bedingungslosen Eintritt der spieliger Praktiken des Klagens angelegt, in feinem anderen Lande wäre Herr Neugebauer eine lange Mahnrede, sie brei deutschbürgerlichen Parteien gegenüberste- uns weit überlegen und uns überdies stets bei es überhaupt möglich, daß ein politiſcher mögen nicht etwa zu der imaginären Anschauhen. Der eine von ihnen, Herr Knirsch, er spielgebend vorangegangen sind. Führer, ein Mann, der sich freiwillig in die nur auf die Welt gekommen, um den Führer lärte gleich anfangs, die Taktik der deutschen wir sind erst dann, als die kommunistischen Oeffentlichkeit begibt, der öffentlichen Kritik noi ung kommen, die Parteimasse sei überhaupt hen. Der eine von ihnen, Herr Knirsch, erin ein frühzeitiges Grab zu ärgern". In Be. Regierungsparteien sei eine verfehlte, der methoden für unsere Parteiblätter finanziell wendig aussetzt, mit anderen als politischen Arguzug auf den Mangel an Pflicht be- andere, Herr Senator Jesser dagegen rät wußtsein und Fehlendes Verständ- dazu, den Schritt der Deutschbürgerlichen faum länger tragbar schienen, aus reiner Not- menten kämpft. Nur dann, wo Zeitungen oder nisses für die selbstverständliche Unterord- nicht grundsäßlich zu bekämpfen, wehr zu Gegenklagen übergegangen, um die Parteien einen Politiker als Person mit Argunung jedes Einzelnen unter den Willen der denn er sei der Ansicht, daß auch ein Fehlschlag Kommunisten zum Ausgleich oder zum Aufgeben menten beleidigender Natur angriffen, appellierie Gesamtheit„ iind wir allzumal Sündes Versuches den Deutschen nüßen werde. ihrer Praktiken zu zwingen. Die kommunistische dieser an das Gericht. Nie würde anderswo ein der. Jeder von uns hat ein ansehnliches Päd- Verschiedene nationalsozialistische Aeußerungen Antwort auf unsere Liste fiel kläglich genug aus. Politiker, dessen Politik man als falsch, schädlich, chen an Verfehlungen am Budel hängen und gehen dahin, daß gegen die deutschen Regie Sie wiesen auf eine unserer Gegenklagen hin, volksfeindlich oder selbst im politischen Sinne als wenn wir alle dies zuſammenlegen, dann wür- rungsparteien der schärfste Kampf zu die erst im Zuge der Abwehrattion erfolgt war, verräterisch bezeichnet, mit anderen als politischen den sich dieselben zu einem hohen Sügel führen sei, zu gleicher Zeit jedoch bleiben die während wir Dutzende von Fällen namhaft ge- Argumenten antworten. Auch bei uns sind die Nationalsozialisten mit den Regierungsmacht hatten! parteien in einem parlamentariWie die Kommunisten Flagen, zeigt ja ein Man erkennt es dieser nach beiden Rich- sch en Verbande sißen und machen sotungen gerichteten Phillipika von weitem an, lange es nur irgend geht, dem antisozialen Fall, den wir an anderer Stelle berichten, da er daß sie der Ausdruck der in der deutschen na- Seurs der tschechisch- deutschen Regierungsmehr- gestern zur Verurteilung unseres verantworttionalsozialistischen Partei herrschenden Verheit die Mauer. Am 13. Oftober 1926 gehen lichen Redakteurs, Genossen Dr. Strauß, führte. broſſenheit ist. Es ist nicht die absolute Er- die Verbandsgenossen der deutschen National- Der gestrige Tag brachte uns aber noch einen folglosigkeit der Politik der Partei, die ihre sozialisten aus der nationalen Opposition in Beweis kommunistischer Tüchtigkeit. Der am Anhänger kopfschen und verdrossen gemacht, die Regierungsmehrheit über, doch erst am 3. 16. September erschienene Leitartikel denn dieses Schicksal teilen mit ihr auch andere Dezember treten die Nationalsozialisten aus„ Wem helfen die Kommuniste n?" Parteien, es ist vielmehr der in der Partei der Gemeinschaft mit ihnen aus, das heißt, sie wurde von nicht weniger als herrschende Wirrwar, ihr haltloses Sin- und werden ausgetreten. Fast zwei volle Herschwanken, es ist die von ihr betrie- Monate brauchten die Abgeordneten und bene Politik des doppelten Bo- Senatoren dieser Arbeiterpartei", che sie dardens, die sie bei vielen, die einstmals ihre auf kamen, daß sie mit den Parteien, die in Hoffnungen auf diese Partei gesetzt haben, um zwischen die Hungerzölle und das StongruaDen Streit gebracht hat. Die Nationalsozia- geschenkt an die Pfaffen beschlossen hatten, nicht listen haben noch nie recht gewußt, was sie gemeinsame Zaktif machen können! eigentlich wollen und was sie sind. Ob sie Seinerzeit trennten sich die Nationalsozia„ Aktivisten" oder„ Negativisten" sind, ob sic listen auch von den Deutschnationalen, die sie eine Arbeiterpartei oder ganz allgemein eine als ihren gehässigsten Gegner" und „ Volkspartei" sein sollen, ob sie vor allem die als Schädiger der völkischen GeStlasseninteressen der deutschen Arbeiter vertre- wertschaftssache" bezeichneien: „ Was ten oder nationalen Interessen den Vorrang soll man dazu sagen, wenn das Hauptblatt der geben sollen, ob sie in Kampfstellung zu den Nationalpartei, der berufenen Hüterin der Man erfährt bei dieser Gelegenheit wenig Besitzklassen des deutschen Bürgertums sich zu„ Volksgemeinschaft", sich nicht scheut, sogar stens, wer sich unter der Bezeichnung„ kombegeben oder in der Gefolgschaft der bürgerli böltische Gewerkschaften, deren unpolitische Zä- munistische Führer" getroffen fühlt, wer chen Parteien zu sein haben, diese Fragen sind tigkeit außer allem Zweifel steht... als alfo das Proletariat zu führen beansprucht. Es Kommunisten haben einen durchsichtigen bisher nie geklärt worden, aus diesem Di- förmliche Anhängsel unserer Partei öffent- find die Herren: Hruška, Jilet, Viktor 3 wed. Man will uns vor den Wahlen einlemma hat die Partei niemals herausgefunden. ich zu vernadern, wie es jüngst erst der Stern, Rudolf Kohn, Kejr, Tobias, Chabera, schüchtern! Dasselbe, was der Zensor des MahrNicht Fisch noch Fleisch, bewegt sie sich, da sie Gewerkschaft der deutschen Eisenbahner ergan- Sünigen, Bolen Staněk, Mondok, Krist, Tuma, Sarting durch die für uns kostspieligen Konfis die treibenden Klassenfräfte hartnädig nicht gen ist". Alles vergeben und vergessen! Die Justievič, Stučera, Straus, Gottwald, Dobro- fationen versucht, das wollen die Kommunisten fehen will, unentrinnbar im Irrkreise. In Versöhnung mit den„ Naderern", wie die Naeiner öffentlichen Versammlung in Mährisch tionalsozialisten die Nationalparteiler bezeich- volny, Verčit, Doleček, Harus, Haken, Scheitler, durch ihre Massenanklagen erreichen, die uns im Schönberg erklärt der Abgeordnete Jung auf neten, ist im vollen Zuge. Die„ Arbeiterpar- Raz und die Damen Valčšova, Hrdličkova, Falle der Verurteilung natürlich ein Vermögen eine Anfrage, die nationalsozialistische Arbei- tei" hat mit der deutschen Fabrikantenpartei Cizinjta. terbewegung habe reinen selasien ch a schon vor den beiderseitigen Parteien ein Wir hatten in dem Artikel die Haltung der sozialdemokratischen Presse mitten im Wahlkampf rafter, fast gleichzeitig wird in der antina e bereinkommen aufgegensei Sommunisten im Kampfe um den Zuckerpreis ungeheure Kosten aufbürden, um sic am Stampfe tionalsozialistischen Neuon Zeit" gedruckt: tige Schonung und auf Abschluß charakterisiert. Daß sie diesen Kampf wiederum gegen die Kommunisten zu hindern. Es ist das .... wir Nationalsozialisten lehnen es eines Burgfriedens während der be- zu Verleumdungen und Beschimpfungen der So- lezte Mittel der revolutionären Partei, uns durch ab, als Standespartei bezeichnet vorstehenden Landes- und Bezirksvertretungszialdemokratie ausnüßen, daß sie, statt einig mit Slagen zum Schweigen zu bringen. zu werden, denn die Grundlage unserer wahlen abgeschlossen, wobei die deutschen Na- den übrigen Arbeiterparteien vorzugehen, der 27 fommunistischen Führern geklagt! Wir haben jahrelang die größten Beschimpfungen von den üblichen( troß alledem ,, papageienhaft" wiederholten) Phrasen vom Verrat der Reformisten usw. gan; abgesehen lediglich registriert und niedriger gehängt, ohne Dabei halten sich die Herren natürlich wieder an das Gericht zu appellieren. Die Kommunisten an ihr altes Patent, die Koften durch Einbrin- aber haben gegen politische Polemiken nicht poligung von 27 Einzelklagen maßlos zu erhöhen und tische Argumente, ſondern den Preſserichter uns vor allem finanziell zu schädigen. Wie über- mobelisiert. Sie haben jede Aeußerung, die on flüssig die Einzelklagen sind, geht schon daraus ein enihrer Führer namentlich gerichtet war, gehervor, daß die 27 Klagen alle gleichlautend, daß sic hettographisch vervielfältigt und daß die Namen jeweils nur mit Maschinenschrift eingesetzt sind! tlagt und sie gehen jetzt dazu über, Angriffe auf die Führer" schlechthin im Gerichtssaal widerrufen zu lassen. Sie werden jich von den Richtern des Herrn Mayr- Harting bestätigen lassen, daß sie die richtige proletarische Politif machen, jie werden sich gerichtsmäßig zur revolutionären Partei der Arbeiterklasse ernennen lassen! Die eben jegt einseßenden Massenklagen der an Advokatenpalmaren fosten. Man will der Parteibildung bildet fein Standes in- tionalsozialisten getreu um ein einmal von Bourgeoisie Argumente liefern, die Arbeiter ge- allem werden wir, so sehr es uns wider Es wird ihnen natürlich nicht gelingen. Vor teresse, sondern die nationalsozialistische Herrn Jung angewendetes Wort zu gebrauchen geneinander hetzen, das hatten wir mit den ent- strebt, eben zu neuen Gegentlagen Weltanschauung". Solche fundamentale Wider ihrer geschichtlichen Sendung" den Kampi sprüche fann man nicht anders denn als heil mit den Marristen Arm in Arm mit den sprechenden Worten charakterisiert und, da es sich schreiten müssen und, was wir von den Lose Stonfusion bezeichnen. Bis zum heutigen deutschnationalen Fabrikanten führen werden. doch um eine Partei handelt, die grundsäßlich se o mmunisten lernen fönnen, gegen Tage sind sich die Nationalsozialisten auch un- Ihre Politik hängt in der Luft", rief Jung antidemokratisch ist, die in ihren Reihen feine sie anwenden. Wo dann die größere Anzahl flar darüber, ob sie Anhänger der Demokratic, einmal aus und er meinte damit die deutsche Demokratie anerkennt, sondern unter der Diktatur von Klagemotiven ist, wird sich ja zeigen. Für oder Befürworter der nationalen Dittatur sein Nationalpartei. Heute sagen die Nationalsozia- der von Moskau berufenen Führer steht, haben heute sei die Methode des fommunistischen Wahl. sollen. Sie sind Anhänger Hitlers, dann aber listen derselben Partei Schonzeit zu, damit wir die Führer der Kommunisten für lampjes, der mit einer Wassentlage beginnt, an auch wieder nicht, denn was sollen sie hier, wo beide die Hände zum. Klampf aeaen die Marliese 3aftit verantwortlich gehen Branaer aestellt! Seite 2. Wirtschaftzdebatte im Budgetausschuß. daß die tschechoslowakische Produktion vom Weltmarkt verdrängt wird. Daran sind vielfach Freitag, 26. Oktober 1928. feinbitch, well dadurch die Lebensmittel und Be barfsartikel verteuert werden, und die Leidtragenden find dann wieder die Konsumentenschichten. Jch will jetzt aufzeigen, delsverträgen kommen, daran ist auch das vor. fintflutliche Bewilligungsverfahren schuld. Erst gestern haben wir im Gewerbeausschuß von Genoffin Kirpal für neue Wege zur Absazsteigerung im Inland. dem Regierungsvertreter gehört, daß unser Bewil ligungsverfahren beim Abschluß des Handelsvertra was zur Hebung der Volkswirtschaft nötig ist. Prag, 25. Oktober. Die Budgetdebaite be- cha za brachte viel Material über die verkehrstech ges mit Polen einen der schwerwiegenden Be- Eines der wichtigsten Mittel zur Herbeiführung der schäftigte sich heute mit der dritten Gruppe„ Wirt- nischen Mängel unserer Bahnen und über das um- schwerdepunkte gebildet hat, und daß hier die Tsche- Industriekonjunktur sind hohe Löhne und Ge. schaft und Verkehr"; mehr als zwanzig Redner glaubliche Überstunden- Uniesen; er setzte sich choslowakei volkswirtschaftlich der Leibtragende ist. bälter. In Deutschland und Amerika hat man kamen in der Sitzung, die bis halb 11 Uhr nachts namentlich für die Aufnahme von Investitionsanle: Wir erheben nach wie vor die Forderung, daß das das schon längst erkannt; bei uns beachtet man das dauerte, zu Worte. Auffallend groß ist die Zahl hen ein Bewilligungsverfahren endlich einmal abgeschafft aber nicht. Die internationale Lohnstatistik weist der Redner auf Seite der Koalition; es stehen Der Führer der nationaldemokratischen Gijen wird. Gine bloße oderung, wie sie der Herr Han- nach, daß die Tschechoslowakei erst an vierzehn. eben die Walden vor der Tür und da muß noch bahner, 3 ezer, hielt dagegen eine vorsichtig diplobelsminister vertritt, genügt nicht. Mit Recht wird ter Stelle steht, und die Erhebungen der Sozialschnell jeder für seinen Wahlkreis das Blaue vom matische Rede, die einer Kandidatenrede auf den darüber Klage geführt, versicherungsanstalt ergeben, daß vier Fünftel Himmel herunter verlangen. Posten des Eisenbahnministers, den ja ein Nationalunserer Arbeiter nicht einmal das Existenzminimum haben. Der Verbrauch demokrat erhalten soll, ziemlich ähnlch sah. Er an Brotgetreide ist bei uns von 200 Kilogramm pro nimmt die Eisenbahnverwaltung zwar im allgemei Kopf vor dem Krieg auf 180 Kilogramm gesunien, nen in Schuß, deutet aber doch da und dort an, wie man manches besser machen könnte, wenn halt der Sie machen sich die modernen technischen Errungen- während Deutschland schon vor dem Strieg einen entsprechende Mann an der Spitze stünde. U. a. for- schaften nicht dienstbar und können dann naturgemäß Verbrauch von 250 Kilogramm aufwies. Auch was berte er auch den Ankauf des Egerer Bahn nicht fonkurrensfähig sein. Der Ausgleich, den sie Industrieartikel anbelangt, ist der Verbrauch pro hofes von der deutschen Reichsbahnverwaltung durch den Raubbau an Maschinen und Kopf bei uns viel geringer als in Deutschland. Es oder zumindest die Uebernahme des Berkehrs auf wenschen erzielen, fann sich auf die Dauer nicht ist aber erwiesen, daß ein zu geringer Inlandsver den auf tschechischem Gebiet liegenden reichsdeutschen halten und muß einmal in sich zusammenbrechen. brauch eine Wirtschaftskrise herbeiführen Streden; damit wäre natürlich das Schicksal von Es ist auch ganz unannehmbar, daß man sich die muß, denn wo es keinen Absatz gibt, bleiben bie Hunderten deutscher Eisenbahner, die auf diesen Konkurrenzfähigkeit anderen Staaten gegenüber da- Maschinen von selbst stehen. Das gilt besonders für Streden Dienst machen, so gut wie besiegelt. durch erhalten will, daß man die Löhne und Gehäl- uns, weil unsere Produktion zumeist auf Konsumwaren eingestellt ist, deren Käufer eben die Arbei. ter der Arbeiter und Angestellten herabsetzt. ter und Angestellten sind. Wenn einmal diese Quelle bersiegt, dann kommt das ganze Wirtschaftsleben zum Stillstand. Eine Wahlkomödie größeren Stils scheinen die deutschen Aktivisten unternehmen zu wollen. Gestern hat Petersilfa eine Attade gegen die vom Schulministerium für die deutschen Schulen herausgegebene Jubiläumsbroschüre geritten, auf die wir bereits vorher die Deffentlichkeit aufmerf jam gemacht hatten; er hat sich allerdings hauptsächlich gegen die„ buffitische" Tendenz des Büchleine gewendet. Nun ist den Aktivisten scheinbar die Erleuchtung gekommen, daß man daraus vielleicht eine schöne Wahlpropaganda machen fönnte, und so haben sie denn heute in entrüsteten Klubsizungen feierlich gegen die Verteilung dieser Broschüre protestiert und sogar Unterhändler zu Herrn Hodža und zu Sramet entfendet mit der Forderung, die Verteilung dieser Broschüre zu sistieren. Wie diese Sache geendet hat, war nicht zu erfahren; da die Broschüre aber spätestens Samstag in den Schulen verteilt werden soll, werden die Aktivisten sich ja auf alle Fälle auf die Ausrede zurückziehen können, es sei halt aus technischen Gründen nicht mehr möglich gewesen. Wie heute verlautet, soll die Vertagung der Auslieferungsbegehren gegen den bedenklich irredentistisch angehauchten slowakischen Volksparteiler Tuka wieder auf eine der üblichen Er preffungen der Slowaken zurückzuführen sein, die ſie alljährlich vor der Budgetabstimmung zu begehen pflegen; fic forderten die Vertagung der Angelegenheit bis nach den Wahlen und erhielten das auch zugesichert. Nur unter Anwendung ähnlicher Methoden dürfte ihnen die definitive Ernennung ihres Günſtlings Drobny zum Lan despräsidenten gelingen, die ihnen seinerzeit für den 28. Otfober zugesichert wurde, aber jetzt auf großen Widerstand namentlich auch bei den Agrariern stößt. Mit den Jubiläumsfeierlichkeiten befaßte fich der Ungarischnationale Szentivanecz, der begründete, warum sich seine Partei an den Fei erlichkeiten nicht beteiligen könne. Von unserer Fraktion befaßte sich Genoffin Kirpal mit handelspolitischen Fragen und verlangte eine Abfehr von der westlichen Orientierung unserer Volkswirtschaft, die uns schon schwere Schäden gebracht hat. Wenn sich unsere Induſtrie auf dem Weltmarkt fonkurrenzfähig erhalten will, dann darf man keine Zollmauern aufbauen und auch nicht die Aufnahmsfähigkeit des Inlandsmarktes durch fortgesetzten Lohn- und Gehaltsabbau vernichten. Das will unseren Agrariern und Industriellen allerdings nicht in den Kopf, und so probiert man noch immer mit Rezepten herum, die in halbwegs fortschrittlichen Ländern längst in den Papierkorb gewandert sind. Genossin Rivpal führte u. a. aus: unsere Unternehmer selbst schuld. Die Zollpolitik unseres Staates muß man aber auch von einer andern Seite beleuchten. Die Zölle sichern wohl den Großagrariern und den Kirchengütern Millionengewinne cbenso dem Staate; aber und fie erschweren die Lebenshaltung der Arbeiter. Klaffe, die auf einen Tiefpunkt herabgebrüdt wird. Durch die Zölle droht der Arbeiterklasse auch noch das Gespenst der Arbeitslosigkeit, denn wenn wir uns weiter mit Zollmauern umgeben, so wird wie im Jahre 1923 wiederum eine Abwan derung der Industrie einsetzen, insbesondere der landwirtschaftlichen Maschinen- und der Textilindustrie. Unsere Volkswirtschaft leidet auch noch an anderen Mängeln. Die hohen Eisenbahntarise und die Mängel unseres Verkehrswesens über. haupt, hemmen die ganze Volkswirtschaft. Unsere Volkswirtschaft wird keineswegs nach Biele Bahnhöfe, wie in Aussig, Streibis. wirtschaftlichen Erwägungen und Grund Böhmisch- Beipa und anderen Städten, sind jätzen geleitet. Es liegt ja in der Struktur der Re- wahre Mausefallen. Solche Verkehrsverhältnisse föngierung, daß sie eine Förderin des Groß- nen den Güter- und Personenverkehr auf feinen So ziemlich alle Agrarier, die heute zu kapitals ist und daß sie die sozialen Interessen Fall fördern; hier is dringende Abhilfe notwendig. Wort kamen, griffen den im Senat schon über namentlich der Arbeiterschaft mißachtet. Unmittelbar Die Politik der hohen Tarife wirkt auch volks reichten Antrag auf Erhöhung der Vich nach dem Kriege hat die Orientierung unserer Volkszölle auf und verlangten unter allerlei Vor- wirtschaft nach den Westländern zu schweren Nachteiwänden Kontingentierung der Vieheinfuhr über- len geführt; man ist heute noch in einem slawischen haupt; auch die Altivierung der staatlichen Hagel Abhängigkeitsverhältnis zu Frankreich, obwohl seit und Viehversicherung stand auf dem nicht gerade dem Jahre 1920 unser Export nach Frankreich eine bescheidenen Wunschzettel, der von den agrarischen ständige Rüdentwidlung aufweist. Anders steht es Sprechern verlesen wurde. mit Deutschland, mit dem wir seit 1920 nur ein provisorisches Abkommen haben. Der Grund ist der, daß Deutschland von den Mehrheitsparteien immer noch als ein politischer, gleichzeitig aber auch als wirtschaftlicher Gegner angesehen wird. Ausführlich kamen auch die Verhältnisse auf den Eisenbahnen zur Sprache, die namentlich Genosse Brodecky ( tsch. Sozdem.) ausführlich erörterte. Genosse Schweichhart: Auch von den Er unterzog namentlich die Personalpoli it des Eisenbahnministeriums einer vernichtenden deutschen Regierungsparteien? Genoffin Rirpal:... auch von diesen, da Kritik und brachte viele Beispiele über die unglaubfiche Ausnüßung des Personals. für das der Tag sie sich durch ihr Stillschweigen direkt mit jenen Annicht acht, sondern meist zwölf Arbeitsstunden hat. Ariffen indentifizieren, die von dieser Stelle aus Die Systemisierung ist völlig ungenügend; von Hun- von den tschechischen Majoritätsparteien gegen derten, die tatsächlich Dienst machen, sind oft kaum Deutschland erhoben werden. fünfzig systemisiert, alle andern stehen in einem leicht lösbaren Vertragsverhältnis. An Bremsern und Lokomotivführern herrscht ein derartiger Mangel, daß man selbst Pensionisten gegen fargen Taglohn wieder beschäftigen will! Auch der tschechische Nationalsozialist ProMan fürchtet sich wirtschaftlich vor der deutschen Nebermacht; statt sich aber Deutschlands moderne technische Errungenschaften zu eigen machen, richtet man einfach Zollschranken auf, um die Uebermacht Deutschlands abwehren zu können. Daß wir mit anderen Staaten zu keinen Hans Wenn also eine Gesundung der Volkswirtschaft herbeigeführt werden soll, dann muß die Kauftraft des inneren Marktes erhöht werden: das bedeutet Erhöhung der Löhne und Gehälter und Abschaffung der drückenden indirekten Steuern, namentlich aber der unsozialen 2prozentigen Umsatzsteuer. Die Rückständigkeit unserer Volkswirtschaft kann nicht auf die Dauer mit allerlei Mittelchen und Blästerchen geheilt werden, sondern wir brauchen hier radikale Aenderungen. Viel zu teuer haben wir schon die Prestigepolitik der Tschechoslo. wakei bezahlt, die sich von national- chauvinistischen Grundsäßen leiten läßt. Diese Politit wird und muß, wenn nicht schnell Aenderungen eintreten, zum 31 sammenbruch führen!( Lebhafter Beifall.) Gegen Schluß der Sitzung wurde die Bera tung der letzten Gruppe Finanzielles" begon nen, zu der noch ein Redner sprach. Im Laufe der morgigen Sigung soll dann die Abstimmung über das Budget erfolgen, die sich jedenfalls wie üblich bis in die späten Nachtstunden hinausziehen dürfte. Für einen einmaligen Teuerungszufchuß an die Staatsangeſtellten. Antrag des Genossen Grünzner im Abgeordnetenhaus. Prag, 25. Oftober. Genosse Grünzner lich den unteren Kategorien der Staatsangestellhat im Namen unseres Klubs im Abgeordneten- ten gar keine materiellen Vorteile, dagegen eine haus einen Antrag überreicht, der die Gewährung Verschlechterung ihrer dienstrechtlichen Verhäit zuschusses an die Staatsbeamten und Lehrer ver- gen gebracht hat. Die Einführung fester Zölle cines einmaligen außerordentlichen Zeuerungs- nisse und namentlich der Vorrüdungsbest mun langt; und zwar sollen aktive Angestellte des auf Getreide und Getreideprodukte, die Steners Staates, der vom Staate verwalteten Unterneh- politit der Regierung, die Mietzinsste gerung usw. mungen, Anstalten und Fonds einschließlich der haben die Lebenshaltung der auf feste Gehalte Bertragsangestellten, Arbeiter und Affordanten, oder Löhne angewiesenen Bevölkerungsschichten sowie die Lehrer einen einmaligen außeror- bedeutend verschlechtert; in leßter Zeit wurden dentlichen Teuerungszuschuß in der einheitlichen die Staatsangestellten auch noch durch die SysteHöhe von 1200 Kronen, Ruheständler dieser Ka- misierung empfindlich geschädigt. Da die Noveltegorien einen solchen von 900 Kronen erhalten. Für Witwen und Vollwaisen wird ein Zuschuß von 450 Stronen, für Halbwaisen ein solcher von 300 Kronen verlangt. * In der Begründung wird angeführt, daß das Gehaltsgefeß vom Jahre 1926 naments mit einem anderen Mädchen in der Menge stan- er ist das Gegenteil von... Da hast du's,| dest, während ich in einer Streifversammlung Mary. Guter Gott! Es scheint heut nacht schlimm lierung des unhaltbar gewordenen Gehaltsgeset zes umfangreiche Vorarbeiten notwendig macht und längere Zeit in Anspruch nehmen würde, foll vorläufig wenigstens eine einmalige Teuerungsaushilfe fofort ausgezahlt werden, deren Vedeckung tus den zu erwartenden Ueberschüssen der staatlichen Gebarung erfolgen soll. Unbewegt murmelte er: Nichts." Die Nacht nach dem Berrat. be, wußte ich, daß ich dir vertrauen könne. mit mir zu sein. Ich phantafiere. Mary, zittert wieder an auf und ab zu gehen. Es dauerte Noman von Liam O'Flaherty. ( Copyright bei Th. Knaur.Berlin.) 54 Für Mary war es vielleicht rein triebhafte Liebe. Denn sie liebte diese sanfte Stimme, den letzten Rest eines sanften Wesens, das in dem Kampf des Lebens verzehrt und durch ein kaltes, Gefahr immer bei Frauen Schuß und Hilfe. " Er kreuzte die Arme auf der Brust und fing Ich erinnere mich, daß ich dachte, dies ist die manchmal dein rechtes Kenie und du kannst es lange Zeit, bis er wieder sprach. Sie versuchte Frau für mich, als ich dein Gesicht sah. Es war nicht zum Aufhören bringen?" wütend über ihn zu werden, aber es gelang ihr sonderbar, und ich kann es nicht erklären. IrgendMary umfaßte sein rechtes Kenie mit beiden nicht. Sie fing an sich zu bemitleiden. envas in deinen Zügen sagte mir, daß du meine Armen und rief:" Dan, Dan, quäl' dich nicht. Plötzlich sagte er flüsternb: So zu warten, Frau wärst. Sehr sonderbar iſt das. Man sieh: Quäl dich nicht, Dan." Sie fing an, fein Senie das ist hart. Ich mache mir nichts daraus zu jeden Tag Tausende von Gesichtern. In allen ist zu reiben. Das ist nichts. Mein Vater hat sterben. Davaus mache ich mir nichts. Aber zu etivas Merkwürdiges und Geheimnisvolles, etwas das oft. Es ist nur Nervenspannung. Eine warten, ohne die Möglichkeit zu wissen, was ge gefühlloses, ehrgeiziges Wesen ersetzt worden war. Verdächtiges und Feindliches. Dann sieht man Strankenschwester aus dem Mater- Hospital hat schehen wird! Da spricht man von der TapferSie liebte, aber sie liebte nur ein Phantom, ein ein einziges Gesicht, nach dem man ſcheinbar das mir das erklärt. Du kannst damit hundert Jahre keit jener Kerle, die einen Kriegsorden bekommen. sche tes Gespenst, das für eine Stunde der Nacht ganze Leben lang gesucht hat. In diesem Gesicht alt werden. Sie sagt, es kommt vom Teetrinken. Was sind sie anders als dumme Kohlöpse? Sie gefommen war und vor der Morgendämmerung nichts vor einem verstecken. Es ist sonderbar. alles jo hart und zynisch? Kannst du nicht alles Mann muß intelligent fein, um tapfer zu sein. ist nichts verborgen und geheimnisvoll. Es kann Aber... Dan, warum spricht du plöblich über haben die Tapferkeit von blöden Ochsen. Ein entfloh. Aber für Gallagher waren diese Liebkosungen Ich habe das noch nicht ausgearbeitet. Es liegt aufgeben und zur Ruhe kommen? Du sagteſt, Nur der intelligente Mann kann sich die Gefahr eine Maske. Er hatte sich für diesen Augenblick in den Augen, glaube ich. Die Augen sind die bu vorstellen. Wenn er tapfer ist, sucht er nie die hinter seinem fanfien Wesen verstedt wie hinter Türen zu den Gedanken. Aber ich habe es noch Gallagher sprang auf und fah sie grimmig Gefahr, aber er sucht gefährliche Arten zu leben. nicht ausgearbeitet. Aber worüber spreche ich? einer Maste, um zu ruhen und Pläne zu machen. ist ein sicheres Beichen, daß ich verstört bin, an, als ob sie ein haſſenswertes Verbrechen vor- Siehst du den Unterschied? Nun, es ist sowieso Wänner wie er fuchen im Augenblick äußerster wenn ich so baherrebe. In Ermangelung eines geschlagen hätte." Zur Ruhe kommen? Auf- gleichgültig. Ich habe das alles vor langer Zeit geben? Was meinst du? Weiber, Weiber, Wei- ausgearbeitet, daher brauche ich nicht viel dar Selbst als er sie in seinen Armen hielt und Zuhörers spreche ich in meinem Zimmer zu mir ber! Du begreifst nicht, daß es mein Leben ist. über zu reden! Aber dies ist der Punkt, den ich selber, wenn's mir schlimm geht. Ich rede die den Hauch ihrer Liebesworte auf den Lippen ganze Nacht und sie mit einer Pistole in der Es ist mein Leben, sage ich. Du könntest ebenso- jetzt erklären muß. Es gibt keine Gefahr int fühlte, dachte er nicht an sie, sondern an die Hand aufrecht im Bett." Er senkte die Stimme, fchließlich...!" Er schien an etwas überraschend nicht Gefahr. Das haben die Russen bewiesen. gut fagen, ich sollte aufhören zu atmen und... offenen Kampf. Da gibt's nur Tod, und Tod ist große Gefahr, die ihn bedrohte. Würde Gypo feine Lippen lächelten und seine Augen glänzten. unerwartetes zu denken; denn er starrte sie mit Aber weitere Anzeigen machen, bevor man ihn fing? Er sah sie einen Augenblick an. Wenn die Jun- offenem Mund an. Er fuhr fort, fast schüchtern, hörbar in der Kehle. Plöglich hörte er auf und ficherte Schließlich sprang er mit einem leifen Aus gens wüßten, daß mir ab und zu die Luft aus mit kaum Hörbarer Stimme, als ob er zu sich ruf auf die Füße und befreite fich hastig aus ihrer geht, würden sie keine Angst vor mir haben. Und selbst spräche. Schließlich warst du nicht in der Mary fing hastig an vor sich hinzunursaeln. Sie Jesus, Maria und Josef, beschütze ihn!" Umarmung. Shne sie anzusehen, sagte er mit dann..." Er fuhr mit der Hand quer über Art beeindruckt, wie ich es erwartet hatte. Du schloß ihre Augen und versuchte an den Himmel seine Stehle.„ Sicher. Das ist, was mich schützt. würdest nie verstehen. Du würdest dich nie mit Sie haben Augst vor mir. Das ist alles. Es ist mir vereinen in der Art, wie... Sm! Ich sche." zu denken. Ihr Geiſt war plößlich bar aller nicht Liebe. nein! Das würde ich auch nicht .. Stenntnisse und Gefühle. Kenntnisse und Gefühle. Sie spürte eine durch wollen, keinesfalls. Es gibt nichts, das der Erregt, in ihre Finger beißend, flüsterte sie: dringende Kälte in jeder Bore des Fleisches. Furcht gleichkommt. Niemand liebt mich. Nicht Was habe ich denn gesagt, Dan?" Während ihre Lippen wieder und wieder die einmal der Trottel, der Hackett, der einmal unten Sie war entsetzt, daß sie ihn verloren haben Worte des Gebetes murmelten, ging ihr ein am Kai jich gebückt hat, um mir die Schnürriemen fönnte: ja, in einer Art, merkwürdigerweise, lächerlicher Rundgefang mit ticherndem Klang zuzubinden. Er würde für mich sterben, aber hatte sie Angst, seine Liebe zu verlieren, als ob durch den Kopf von: Piping Tim of Galway." nur weil er glaubt, daß ich falt und hart und ge- sie ihn lange Zeit als liebenden Gatten sicher fühllos bin, und daß ich ihn totschießen könnte, besessen hätte... daß sie ihn durch eine törichte ( Fortsetzung folgt.) ohne mit der Wimper zu zucken. Sichst du.. Redensart verloren haben könnte. geballten Fäusten: „ Mary, du siehst, wie sehr ich dich brauche. Ich brauche jemand, mit dem ich sprechen fann, jemand, dem ich vertrauen kann. Es gibt nie mand außer dir, dem ich vertrauen kann, Wary. Und ich weiß nicht, warum ich dir vertraue. Er machte eine Pause. Sie hörte nicht zu. Sie litt unter einer Reaktion nach ihrem Rausch. Warum sprach er so? Ein Siebender sprach nicht so. Er dachte nur an sich. Aber seit ich dich zum erstenmal say, als du " Freitag, 26. Oftober 1928. In das Heim jeden Arbeiters gehört das Arbeiter- Jahrbuch. Löhnen nicht mehr kaufen, denn die höheren sichtspunkt beachtenswert. Sie stellt nämlich fest, I Beite 3. Löhne stellen nur eine Anpassung an die daß von den 2,498.632 Versicherten nicht weniger Die Zentrale der KPD. abgesetzt höheren Preise der wichtigsten Beals 653.035, d. f. 26.14 Prozent, also mehr als darfsartikel dar. Im Juli 1926 waren ein Viertel, sieben Tage wöchentlich zur Bestreitung der notwendigsten Lebensbedürf arbeitet. Ein Viertel aller Arbeiter hat also Einsetzung eines Direktoriums. nisse nach dem Schema des Statistischen Staats- feinen wöchentlichen Ruhetag! Ist dies ein men- SPD. Das Reichsorgan des Leninbundes beDie reichhaltige, mit vielen Bildern amtes pro Woche für eine Arbeiterfamilie 307.67 schenwürdiges Dasein? richtet, daß das Exekutivkomitee der Komintern in ausgestattete Ausgabe für 1929. milienhalters von 51.31 Stronen erfordert hätte, versicherungsanstalt ist es, daß sie nicht nach Infondere Garantien verlangt hat, um Beschlüsse geKronen erforderlich, was einen Taglohn des Fa- Ein Mangel der Statistik der Zentralfozial feinem letzten Brief an die deutsche Zentrale besoeben erschienen und kann bei während im Juli 1928 nad) den gleichen Berech dustriezweigen gegliedert ist. Immerhin ist aber sondere Garantien verlangt hat, um Beschlüsse geallen Volksbuchhandlungen, Schrifnungen ein Taglohn von 53.31 Seronen notwen- das Elend der Landarbeiter zu ergen Thälmann in Zukunft unmöglich zu machen. tenabteilungen und Kolportenren dig gewesen wäre, da die Lebenshaltungskosten kennen, denn 82.71 Prozent der Mitglieder der Solche ,, Garantien" sei enin der letzten Sitzung des oder direkt bei der Zentralstelle für der Arbeitesfamilie auf 319.88 Stronen für eine landwirtschaftlichen Versicherungsanstalten haben Zentralfomitees geschaan worden. Da man dem Woche stiegen. Es wird wohl faum ein Drittel einen Taglohn bis zu höchstens 14 Stronen und das Bildungswesen, Prag II., der in der Lohnklasse mit mehr als 34.50 Stronen 74.71 Prozent der Landarbeiter müssen sieben jeßigen Zentralfomitee nicht mehr über den Weg Nekazanka 18 bezogen werden. Taglohn Versicherten 53.31 Stronen im Tag ver- Tage in der Woche arbeiten. Würde man für alle traue, sei ein Direktorium eingefeßt Preis des gebundenen, 256 Seiten dient haben, weshalb trok des höheren Geldloh Industriegruppen die entsprechenden Zahlen ken- worden, bestehend aus drei Leuten, die Stalin unstarken Buches 10.- Kronen. nes die Lebenshaltung der Arbeiter noch immer nen, dann fönnte man erst ein wahres Bild des bedingt sicher sind. Als ersten nennt das linksnicht besser geworden sein dürfte, als sie vor zwet grauen Elends der Arbeiterschaft der Tschechoslo- kommunistische Blatt Heinz Neumann, der als Jahren war. Eine Lohnerhöhung von wenigen wakei bekommen. Jedenfalls zeigen aber bereits unmittelbar Beauftragter Stalins gelte, von den Hellern höhere veröffentlichten Ziffern, daß mehr als die Konjunktur und Löhne. Safe der Strantenversicherung bebingen, jo baf båtfite ther firbelich, nalilich 52.46 Brezent, dc Rechien dagegen als„ Verbrecher von Kanton" ti Klasse so daß Hälfte aller Arbeiter, auch Im Gegensatz zu anderen Staaten gibt es in der Tschechoslowakei noch immer keine offizielle Lohnstatistik. Nach Pressemeldungen, die hin und wieder auftauchen, hat das Statistische Staatsamt zwar eine Lohnstatistik fertig, aber veröffent licht wird sie nicht. Unter Strafandrohung ver langt dieses Amt auch vierteljährlich von den Gewertschaften die Daten über die Lohnhöhe in den einzelnen Branchen von den Unternehmern werden wahrscheinlich ebenfalls diese Ziffern abverlangt, doch scheinen politische Einflüsse es zu verhindern, daß die Deffentlichkeit außer den Löhnen im Bergbau und der Landwirtschaft erfährt, welche Löhne bei uns gezahlt werden. Schämt man sich an offiziellen Stellen vielleicht der Elendslöhne, die der Arbeiterschaft in diesem Lande gezahlt werden? Die Mitteilung der Zentralsozialversiche rungsanstalt ist auch noch von einem anderen Gedie Statistik der Zentralsozialversicherungsanstalt in der Zeit der guten Konjunktur nur höchstens tuliert würde. Neben diesem fungieren noch zu feinen überschwänglichen Hoffnungen Anlaß 18 Stronen im Tag verdienen. Ob Krise oder Remmele, der als zweiter Sendbote Stalins geben darf. gute Beschäftigung, in der fapitalistischen Wirt nach Deutschland geschickt worden sei, und Thäl schaft verdient der Arbeiter kaum soviel, um das mann, um dessen Kopf und Kragen der ganze nadie Leben zu fristen. Kampf gehe. Zu diesem Direktorium sei noch Dahlem hinuzgezogen, der besonders in der Zerstörung von Parteiorganisationen geübt sei. Womit bezahlen die Kleritalen ihre Wahlagitation? Mit dem Geld der Allgemeinheit! Könnte Ihr Euch noch erinnern, mit wel chen Argumenten die Christlichsozialen die Kon grua zu verteidigen suchten? Sie sagten, daß das ja ch nur ein Bettel sei und daß sie lediglich aus sozialer Pflicht" ,, Menschlichkeit" den armen Teufeln von Landpfarrern helfen wollten, die am Verhungern sind und die auf die paar Kronen um mehr handelte es sich nicht, sagten die Klerikalen angewiesen seien. Man ist mangels ciner offiziellen Lohnstatistik daher auf andere Quellen angewiesen. Die Daten der Zentralsozialversicherungsanstalt über die frankenversicherten Arbeiter bieten da manchen, Daran vollten wir erinnern, ehe wir einem wenn auch mangelhaften Behelf. In den Mittei- Aufruf Raum geben, den der tschechischlungen dieser Anstalt werden jetzt die Ziffern fürtleri fale Parteikassier jüngst an alle Juli 1928 ausgewiesen, die bei einem Bergleich Hochwürden verschickte und der erfreulicher Weise mit den für Juli 1926 veröffentlichten Daten auch dem„ Právo Lidu" in die Hände fiel. Das manche Anhaltspunkte bieten. Es waren gegen bemerkenswerte Schreiben hat folgenden WortStrankheit in den einzelnen Lohnklassen versichert: laut: Taglohn 1. Juli 30. Juli Unterschied 1928 in Prozent 205.265 815.763 5.8 8.1 -0.3 + 2.1 int Kö 1926 bis 6 217.998 6-10 343.536 10-14 475.803 473.908 14-18 309.210 315.810 18-22 259.860 293.157 +12.8 22-25.5 181.931 210.228 +15.5 25,5-28.5 120.835 144.849 +20.3 28.5-31.5 94.517 125.330 +32.6 31.5-34.5 80.837 102.454 --26.7 über 34.5 218.287 311.868 +46.0 +8.5 Zusammen 2,302.314 2,498.632 Diese Zahlen sind schon deshalb bemerkenswert, weil im Juli 1926 die Wirtschaft darniederlag, im Juli 1928 aber eine gute Beschäftigung zu verzeichnen war. Es ist deshalb nicht überraschend, wenn die Zahl der Versicherten heuer um 196.318 größer ist als vor zwei Jahren. Jedenfalls wäre es sehr zu begrüßen, wenn die Zentralsozialversicherungsanstalt alljährlich diese Daten veröffentlichen würde und nicht nur dann, wenn gerade die Gesetzgebungsmaschine dies erforderlich macht, denn man kann daraus den Konjunkturablauf erkennen. Von der Gesamtzahl der Versicherten standen heuer in den ersten drei Klassen 39.82 Prozent gegen 45.03 Prozent im Jahre 1926, in der vierten bis siebenten Klasse waren 38.58 Prozent gegen 37.87 Prozent und in den obersten drei Klassen 21.60 Prozent gegen 17.10 Prozent. Es waren daher heuer ver hältnismäßig mehr Arbeiter in den obersten Selassen als vor zwei Jahren, während die Zahl in den mittleren Selassen fast im gleichen Verhält nis blieb und in den unteren lassen eine Abnahme der Versicherten zu verzeichnen war. Darüber hinaus ist bemerkenswert, daß die Zunahme der Versicherten nicht in allen Lohnklassen gleichmäßig erfolgte. So ist in den vier niederen Lohnklassen keine dem Durchschnitt entsprechende Steigerung der Zahl der Versicherten zu beachten, ja, in den drei untersten Atlassen sant sogar die absolute Zahl der Versicherten. In den anderen Lohnklassen stieg dagegen die Zahl der Versicherten stärker als dem durchschnittlichen Zuwachs der Versicherten entspricht. Dies bedeutet da die Einreihung der Versicherten nach dem Durchschnittstaglohn erfolgt eine Erhöhung des nominellen Lohnniveaus. Das Aufrücken der Versicherten in höhere Lohnklassen ist am stärksten in den höhe ren Stlassen, wobei am auffallendsten der Zuwachs der von 46 erscheint. Er Hochwürdiger Herr! Wir wenden uns an Sie mit der nachstehenden höflichen Bitte: Wie Ihnen bekannt ist, werden Ende November die Wahlen in die Bezirke und Länder stattfinden. Die Bedeutung dieser Wahlen ist größer als zu irgend einer an deren Zeit, weil die Absicht der Sozialisten und anderen Parteien, die neidisch auf das Wachstum der Volkspartei bliden, dahingeht, unsere Partei so zu schwächen, daß sie aus ihrer Position, die sie in Regierung und Staat einnimmt, herausgedrängt werde und die künftige Regierung ohne die einflußreiche Stellung der Volkspartei zu bilden. Diese Körperschaft würde auch nach außen als Polsekretariat bezeichnet, in Wirklichkeit bedas Kongruagesetz geschädigt wurden. Auch der deute jedoch der Beschluß die Ausschaltung Arbeiter, dem die Gewerkschaftsorganisation zur des gesamten augenblicklichen ZenErhöhung seines Lohnes verhilft, gibt eine betralfomitees. Das System der persönlichen dentende Spende für seine Organisation, die für Diftatur feiere Triumphe. seine materiellen Bedürfnisse arbeitet. Wir glau ben, daß sich die Geistlichkeit von den einfachen Arbeitern nicht beschämen lassen und Unter der Ueberschrift„ Die Verban nung nach Moskau" schreibt das gleiche Blatt, wenn das Direktorium so weiter arbeite wie bisher, dürfte bald das halbe Zentralfomitee in Moskau sißen. Heckert und Eberlein feien schon drüben, und zwar Hedert als Vertre ter der Thälmann- Fraktion, Eberlein, weil er zum Wahlfonds beisteuern wird aus Dankbarfeit für die Partei, welche so schwere Kämpfe für ihre materielle Sicherung durchgefochten hat. Die Kämpfe sind und werden nicht beendigt sein! Es wäre gut, wenn jeder Geistliche sich die Frage vorlegte, was mit allem geschehen würde, was oben ausgeführt wurde, wenn die Volkspartei sich erlaubte, das Material in Hamburg gegen niedergehen und Parteien emporwachsen würden, Thälmann aftenmäßig zu sammeln. Gerhardt die so wild gegen das Kongruagesetz gekämpft und Ewert, die Führer der„ Versöhnler“, häthaben und nod) fämpfen? Die Antwort ist selbst ten den Parteibefehl, am 28. Oktober nach verständlich! Moskau abzufahren. Außerdem seien hinüber befohlen Werfer, Ulbricht, Dengel, Schneller. Warum jei nicht ganz ersichtlich, denn gerade sie galten bisher als Thälmann- Leute. In der Ueberzeugung also, daß Sie unserer Bitte, hochwürdiger Herr, entsprechen werden und sich des kritischen Augenblids der Wahlen und der Bedürfnisse großer Beträge, die die Partei zu den Wahlen braucht, bewußt sein werden, senden Sie ihr eine entsprechende Spende für den Wahlfonds. Ich verbleibe Guer Hochwürden ergebener Ingenieur Jan Dostale!, Sassier des Exekutivkomitees der tschechischen Volkspartei. -O Streit im Roffit- Oslawaner Revier. Am Dienstag haben die Bergarbeiter des Roffit Oslawaner Reviers die Arbeit niedergelegt. Der Streik betrifft fünf Betriebe, beteiligt find etwa 2000 Bergarbeiter. Zum Streif ist es Also, da habt ihrs schwarz auf weiß: mit den unter folgenden Umständen gefommen: Als die Millionen der Kongrua es handelt sich um Kommunisten erfuhren, daß die foalierten BergDie Folge von all dem, insbesondere für die etwa vierzig Millionen haben die Kle- arbeiterverbände über eine Aktion wegen Lohn Geistlichkeit und kirchlichen Angelegenheiten, brauch: rikalen( natürlich unter Zustimmung des ganzen aufbesserung beraten, wollten sie die ersten sein man nicht zu schildern! Es wird daher nötig tschechisch- deutschen Bürgerblocks) den Pfaffen jein, alle Kräfte anzuspannen, und zwar insbe- ganz gut auf die Beine geholfen. Jezt aber sondere mit Hilfe von Versammlungen, der Presse und das ist das Bemerkenswerteste an dem und einer regen Agitation auf das Ziel hinzu Briefe des Ingenieurs Dostálet et taj arbeiten, daß die Volkspartei ihre bisherigen Stelieren die Klerifalen einen mög lungen chrenvoll behaupte. lichst großen Teil dieser Kongrua wieder für ihre Parteitassa und für ihren Wahlfonds ein. Die arbeitende Bevölkerung muß Millionen beisteuern zur Erhal tung der angeblich so notleidenden Pfaffen und dann kommen die klerikalen Parteien und stecken das Geld für sich ein. Jetzt auf einmal ist nicht mehr die Rede von den elenden Verhältnissen, in denen die Geistlichen leben, sondern jetzt gehts Es ist natürlich, daß diese Arbeit sehr bedeutende Summen erfordert. Dazu kommt noch der Umstand, daß gleichzeitig zweieriei Wahlen stattfinden: in die Bezirke und Länder, so daß vor allem der Druck der Kandi datenlisten einen Aufwand von einigen hundert tausend Kronen erfordern wird. Das alles zwingt uns, uns an Sie zu wenden, hochwürdiger Herr, mit der Bitte, daß Sie für den Wahl fonds einen Betrag leisten, der ihren materiellen Verhältnissen entspricht. Wir glauben, daß die Volkspartei diese Ihre Hilfe schon um dessentwillen verdient, was sie für die materielle Versorgung der Geistlichkeit getan bat. Wir erinnern nur an die Regelung der Diäten für die Schulen, Remunerationen beim Religionsunterricht, Sicherung der sion und zuletzt und legten ohne die koalierten Verbände zu informieren, den Unternehmern die Forderung auf Erhöhung der Löhne um 15 Prozent vor. Gleichzeitig verbreiteten sie Flugblätter, in denen die wüsteten Beschimpfungen gegen die foalierten Verbände enthalten waren. Dennoch verlangen sie natürlich, daß die foalierten Verbände mittunt. Die foalierten Verbände des dortigen Revieres hielten vorgestern eine Konferenz ab, in der be schlossen wurde, alles zu tun, einem für die Bergarbeiter gedeihlichen Ende zu zuführen. denen sogar so ausgezeichnet, daß es ihnen ein Konferenz der Kladnoer Bergarbeiter. Leichtes sein muß, aus Dankbarkeit ,, die Wahltassen der klerikalen Parteien aufzufüllen. Wenn im Wahlfampf dem Bürgerblod vor geworfen werden wird, daß er zu einer Zeit, Da die Arbeiter Schundlöhne erhal ten, vierzig Millionen für die Geiſt Itchen hinauswarf und wenn dann die Christ lichsozialen sagen werden, daß sie das nur aus überschäumendem sozialen Gefühl für das geist Penliche Proletariat" gemacht haben, dann werden wir ihnen dieses Rundschreiben des Herrn Dostá lek vor Augen halten, aus dem hervorgeht, daß die Kongrua, an deren Notwendigkeit fein ar beitender Mensch in diesem Staate glaubt, schließ lich auch nur den einen Zwed hatte, die Regelung der Kongrua, welche unserer Geistlichkeit eine neue Reihe von Millionen gibt. Die soeben erschienene Nummer des Sursum", die genaue Informationen und Winke zum Kongruagesetz entsprechend den Durchführungsverord. nungen enthält, zeigt, wie überflüssig die Befürch tungen einiger Geistlichen waren, daß sie durch den Klerikalen Parteien auf dem Umweg über die Pfaffen staatliche Gelder, und das heißt Geld aus den Taschen der arbeitenden Bevölferung, für ihre Wahlzwecke zuzuführen! wird ficher zu einem Gefchrei über die groen Der Reparationsagent beim Reichstanzler. und umfangreichen Lohnerhöhungen Anlaß geben, denn 93.581 Arbeiter sind der Stlasse mit mehr als 34.50 K Taglohn zugewachsen. Dadurch erhöhte sich der Anteil der in dieser Klasse Versicherten an der Gesamtzahl der versicherten Arbeiter von 9.48 Prozent auf 12.48 Prozent. Diefer Aufstieg von Versicherten ist zweifellos eine Folge der Tätigkeit der freien Gewerkschaften, die für diese Arbeitergruppe Lohnerhöhungen durchsetzen konnten, da sie am besten organisiert ist. Trotz dieser sehr erfreulichen Tatsache darf nicht übersehen werden, daß die durch den Aufstieg der Versicherten in höhere Lohnklassen angezeigten Lohnerhöhungen nur in den seltensten Fällen eine Erhöhung des Reallohnes mit sich brachten, Die Arbeiter können mit den höheren Wichtige Beratung mit den Wirtschaftsministern. Berlin, 25. Oftober. An der Besprechung, die heute mit dem Repara tionsagenten in der Reichskanzlei stattfand, nahmen anßer Reichskanzler Müller und Reichsfinanzminister Dr. Hilferding auch Reichswirtschafts minister Dr. Curtias und Reichsbaufpräsideat Dr. Schacht teil. Die Besprechung dauerte etwa eineinhalb Stunden und galt im wesent lichen der Unterrichtung der deutschen Stellen über die Auffassung in dem an der Reparationsfrage interessierten Ausland. Im übrigen wird in den beteiligten Kreisen über den Inhalt der Verhandlung strengstes Still= schweigen bewahrt. Es ist anzunehmen, daß nun in den nächsten Tagen das Reichskabinett zusammentritt, und daß dann dem Reparations: agenten der deutsche Standpunkt über die Wege mitgeteilt wird, die zu der Einsetzung des Gutachterausschusses für die Reparationsfrage führen sollen. In Kladno fand vorgestern eine Konferenz der Vertrauensmänner der Bergarbeiter statt. Schon in der Vorberatung, die zweieinhalb Stunden dauerte, richtete der Vertreter der Kom munisten scharfe Angriffe gegen die Vertreter der anderen Gewerkschaften und legte eine Resolution vor, in der gegen die foalierten Bergarbeiterberbände in der schärfsten Weise gehezt wurde. Der Vertreter des„ Svaz" erklärte, daß er dieser Entschließung auf feinen Fall zustimme, so daß die Stommunisten schließlich genötigt waren, Resolution zurückzuziehen. In der vom Plenum der Stonferenz angenommenen Entschließung heißt es dann, daß die Vergarbeiter des Kladnoer Reviers in die vierte Woche des Kampjes mit ungebrochener Kraft und Kampffreudigkeit eintreten. Alle Arbeiter werden aufgefordert, die Stampffraft zu erhöhen und der Werbung von Streitbrechern entgegenzutreten. Ferner wurde beschlossen, eine große Kundgebung der Bergarbeiter des ganzen Reviers auf den 27. Oktober einzuberufen. Wahlerfolg in Römersdorf. Sonntag wur den, wie unsere Troppauer Volkspresse" berich tet, in Römersdorf die Wahlen für die Gemeindevertretung durchgeführt. Sie endeten für unsere Partet mit einem schönen Erfolg, für die Christlichsozialen mit einer Niederlage. Es erbielten an Stimmen: Deutsche Nationalpartei 420 Stimuten, 11 Mandate( plus 22 Stimmen), deutsche Sozialdemokraten 175 Stimmen, 5 Man date( plus 76 Stimmen), deutsche Christlich soziale 112 Stimmen, 3 Mandate( minus 60 Stimmen), deutsche Gewerbepartei 121 Stimmen, 3 Mandate, deutsche Landbindler 61 Stimmen, 2 Mandate( minus 3 Stimmen). Kommunisten und Nationalsozialistey hatten keine Kand daten aufgestellt. Seite 4 Lagesneuigkeiten. Tschechoslowatische Spionage in Wien. Ihr Haupt: der Attaché der tschechoslowakischen Gesandtschaft. Christlichsoziale Schande. Die fatholische Frauenorganisation als Streitbrechervermittlung. Ueber einen empörenden Vorfall berichtet| Der Zuweisungsschein, in dem der Name die Arbeiterzeitung". der zugewiesenen Arbeiterin weggelassen worden P. T. Firma Gruhner zu Handen des Herrn Direktor Stefan, III., Baumgasse 42. Die gefertigte Organisation erlaubt sich, Reichevin als Hilfsarbeiterin wärmstens 31 empfehlen. Hochachtungsvoll für die Ratholische Frauen- Organisation Freitag, 26. Oktober 1920. Bom Rundfunt. Empfehlenswertes aus den Programmen, Samstag. Brag: 11.15: Schallplattenmuftr. 12.30-13.15:( Senbung nach Brünn.) Mittagsfongert, 19.00-22 20:( enbung mod Brünn und Preßburg.) Stonsert. Daventry: 19.45: Leichte 1 Wufil. 21.00: Symphonisches Konzert. 23.30-24.15: Bieber Ionsert. gonbon: 19.00: Rongert, 19.45: Schuberts Win terreife. Parts: 21.00: Stonzert. Brüffet 18.45: Ronzert, 20.15: Abenblongert. Berlin: 18.30: Mediainifch- bhgie. nische Blauderei, 19.30: Jm gufunftsland des Oftens, 20.00: Mit dem Mitro burch Berlin. Königswusterhausen: 19.20 bis 19.45: Seunstlied und moderne Dichtung. Stuttgart: Breslau; 19.50: München: 20.30: In der Nadlerwarenfabrik Gruhner in Wien ist, lautet: Wie das Rude Pravo" meldet, ist in Wien streiken hundert Arbeiterinnen: Elendslöhne, eine Spionageaffäre aufgededt worden, in deren wahre Hungerlöhne haben die Arbeiterinnen in Mittelpunkt der Attaché der tsch e chodem Betrieb, in dem sie noch dazu schweren ge18.15: Sonderlinge von der Landstraße. slowakischen Gesandtschaft in Wien, ſundheitlichen Gefahren ausgesetzt sind, gezwun An den Wendepunkten der Weltgeschichte.. Vaňa, steht. Im Dienste des Genannten find gen, zum letzten gewerkschaftlichen Mittel zu grei In der zweiten Instans", Volksstid. Langenberg: 20.00: Lustiger Abend. Der Säugling", Intermezzo: Kindstufe gestanden: ein gewiffer Eugen Reindl, ein fen. Sieben Wochen harren die Arbeiterinnen gevon Hans Müller- Schlösser. Rönigsberg: 20.05: Johann 31jähriger Bantbeamter, der mehrfach, unter meinsam mit ihren männlichen Arbeitskollegen Nestroh- Abend.- Frankfurt: 10.45-20.15: Pasteur, Ros und Behring". Wien: 18.00: Kammermusi! Sonaten aller anderem wegen Diebstahls, vorbestraft ist. Ebenso aus: fic laffen sich von dem Unternehmer nicht Meister, 20.20: Der lachende Ehemann", Operette von E. wurde der 34jährige Geschäftsreisende Gerhard niederzwingen, sie fehren nicht zu den alten Enster. Bern: 20.00 ca. 20: Symphoniekonzert, unter Leitung v. Gelir Weingartner, 22.15-22.35: Orchester Müller, der gleichfalls Spionagedienste geleistet Glendsbedingungen in den Betrieb zurück. Es ist für die Erzdiözese Wien Tonsert. Basel: 20.00-22.00: Symphoniekonzert. Rom: hat, wegen verschiedener Verbrechen, zuletzt im ein reiner Lohnstreif, den die Gruhner- Arbeiterin Wien I., Wollzeile 7. 17.30-18.30: Nachmittagstonaert, 20.45: Genbrillon", Dper von Massenet. Mailand: 20.50-21.35: Buntes Konzert Jahre 1927, verurteilt. Ein dritter dieser Spionen führen, wirklich nichts anderes als eint programm. A. Hofmann m. p. Dato 20.01: Stonzert des Funtorchefters. 21.00 nage ist der ehemalige österreichische Oberstleut Sampf um eine größere Schnitte Liederkonzert. Oilversum: 19.40: Brogramm der Arbeiter Warschan: 20.30: Der Rastel nant Johann Sanita. Reindl hat Vaňa vor Brot für sich und ihre Kinder. Schmach über die katholische Frauenorganis Madioamateurvereinigung. binder", Operette von Lebar. allem militärisches Material über die ungari Man sollte meinen, daß jeder, und stünde fation, die ihre Aufgabe darin sieht, der profit fche Armee geliefert. So die Pläne von neuen er der gewerkschaftlichen Bewegung mit noch so gierigen Unternehmung Streikbrecher beizustel 21 Zentimeter Geschützen. Dafür soll Reindl großem Unverständnis gegenüber, den zähen len! Schmach über eine Frauenorganisation, die einige tausend Schilling erhalten haben. Später Kampf der Gruhner Arbeiterinnen unterstützen aus Haß gegen die Arbeiter, aus Liebedienerei sich rasch weiterverbreitete. Das Feuer griff mit verlangte Vaňa von Reindl die Einschußtafeln müßte. Aber weit gefehlt! Die Chriftlichsozialen gegen die Ausbeuter so sehr jedes weiblichen Mitrafender Schnelligkeit auch auf die Läden der be der österreichischen Artillerie. Reindl und sind auch da am Plate! Wer glaubt, daß die gefühls für die Schwachen und Entrechteten bar nachbarten Firma Hochsinger, Manufakturwaren Müller, welche gemeinsam arbeiteten, wandten jenigen, die hierzulande die Religiösität und die ist, daß sie kalten Herzens zu der ärgsten Schuflager en gros, über und bedrohte schließlich auch sich an den oben genannten Hanika, der sich die christliche Nächstenliebe gepachtet zu haben vor- terei bereit ist, die es überhaupt gibt, zur Streit die Gebäude des erzbischöflichen Palastes. Nad) Tafeln vom Major des österreichischen Verteidi geben, irgendeiner Niederträchtigkeit unfähig wä- brechervermittlung. siebenstündigen mühevollen Anstrengungen der gungsministeriums Weigel ausborgte. Die Pläne ren, der irrt. Die Katholische Frauen- Und diese Christlichsozialen, die im entfchei- vereinigten Brandwehren gelang es das Feuer zu lieferten die drei Spione nicht nur der organisation für die Wiener Erz- denden Augenblick immer die Unternehmerinier- lofalisieren, wobei jedoch sämtliche Gebäude und Tschechoslowakei, fondern auch Madiözese vermittelt Streitbrecherin effen vertreten, reden den Arbeitern ein, daß sie Objekte, die vom Feuer ergriffen wurden, voll. gyarien aus. so daß fie daran viel Geld vernen in den Betrieb, um so die halsstarrige Firma eine Arbeiterpartei sind und werden auch im tom ständig bis auf die Grundmauern niederbrann. dienten. Vaňa soll den Spionen auch große im Kampfe gegen die ausgehungerten Arbeiterin- menden Wahlkampf um die Stimmen der Arbeiten. Der Schade wird auf mehrere Millionen Summen für die Uebermittlung von Nachrichten nen zu unterstützen, um der reichen Firma zuster werben. Sie werden die Antwort Dinars beziffert. Bei den Löscharbeiten erlitten zwei Feuerwehrleute und eine 3ivib person schwere Brandverletzungen. gegeben haben, die unrichtig oder ge- helfen, die Schundlöhne zu verteidigen. 34| bekommen, die sie verdienen! verhaftet. Die verhafteten Kommunisten wurden auf die einzelnen Polizeikommissariate gebracht und während der ganzen Zeit der Begräbnisfei erlichkeiten zurückgehalten. Die Zahl der so ver hafteten Kommunisten beträgt 1300. Dank dieser Bolizeimaßnahme wurde die Trauerfeier nicht gestört. Das Begräbnis vollzog sich unter allgemeiner Ergriffenheit und unter herzzerreißenden Szenen, wobei einige Frauen ohnmächtig wurden. fälscht waren. So verlangte Vaňa auch die Pläne der neuen österreichischen Maschinenge wehre und Dinenwerfer. Da Hanita sich diese Pläne nicht verschaffen konnte, legten sie dem Kapitän Vaña alte Pläne aus dem Jahre 1918 vor, in denen sie die Jahreszahl in 1928 fälschten, Als sie sich die verlangten Einschußtafeln neuer Granaten nicht verschaffen konnten, ließen sie sich solche Tafeln druden, die natürlich der Wirklichkeit nicht entsprachen. Später verlangte Vaňa noch den österreichischen Chiffreschlüssel für geheime Telegramme. Tatsächlich verschaffte sich Hanifa diese Chiffern im Dezember 1927. Er telepho nierte an die österreichische Postdirektion und gab sich als Generalmajor des Wiener Veretidigungsministeriums aus. Reindl verlegte sich feit Jänner 1928 auf das Aftenstehlen und es gelang ihm, aus dem Arbeitszimmer des Generalmajors Zimmermann und anderer Generäle Aften an jich zu bringen. So weit der Bericht des„ Rude Bravo", dem man dessen Verantwortung über- 23.480, 23.772, 26.786, 28.893, 29.875, 1000 K: 1740, 2244, 8279, 14.521, lafsen muß. 33,310, 37.001, 37.466, 38.919, 41.433, Die Defraudation im Eisenbahnministerium. Ziehung der Klaffenlotterie. Bau des Donauhafens in Parkany. In Par fany erschien dieser Tage eine 16gliedrige Stom mission des Arbeitenministeriums, um das für den Donauhasen in Aussicht genommene Terrain zu besichtigen. Die Stommission trat mit Vertretern der Gemeinde Bartany in Berhandlungen, die sich verpflichtet hat, den Boden gratis zu überlassen, 250.000 K zu den Kosten beizutragen und den Weg zum fünftigen Hafen zu pflastern. Dazu kommt noch der Beitrag des Bezirkes und des Landes zu den Baukosten. Den Restbetrag stellt der Staat zur Verfügung. Die Baggerarbeiten werden im März aufgenommen und mit den Vorarbeiten des Hafenbautes im Sommer begonnen. Vom 25. Oftober. 5000 K: 21.032, 33.551, 71.038, 86.813. 2000 K: 8424, 14.995, 19.931, 26.614, 28.449, 32.030, 33,510, 41.527, 43.319, 50.850, 55.604, Expedition auf dem Krajsin". Die Lenin 56.865, 62.342. grader Presse teilt mit, daß im Frühjahr 1929 30.759, auf dem Strassin" zu der Erforschung der West15.520, eine Expedition bestehend aus 20 Wissenschaftlern 46.337, und der Ostküste des Nordlandes aufbrechen 47.029, 53.699, 64.152, 66.802, 90.080, 90.049. Fliegerabfturz. Warschau, 25. Oktober. Auf dem Militärflugfelde bei Posen stürzte aus der Höhe von 100 Metern ein Militärflugzeug ab und wurde vollständig zertrümmert. Der Pilot, ein Fliegerleutnant, fand den Tod. werde. Neberschwemmte Stadt. Ueber die kleine Stadt Matera in Apulien ging ein schweres Gewitter nieder, wodurch die ganze Stadt über. schwemmt wurde. Bei den Rettungsarbeiten fam ein Polizeibeamter ums Leben. Zwei weitere Personen werden vermißt. Am 1. November wird im Post, Telegra phen- und Telephondienste wie an Feiertagen antiert. Telegraphen und Telephon gebühren wie an Wochentagen. Antrittevorlesung Prof. Dr. Herbert Charz. Professor Cysarz, Nachfolger des Prager Literatur professors August Sauer, ist in der Vorwoche in Pag eingetroffen und hält am Dienstag, den 30. Antrittsverlesung ab über das Thema:„ Literatur d. M. um 12 Uhr im Starolinum. Hörsaal 4, feine wissenschaft, Kunstwissenschaft, Geschichtswissenschaft." Professor Cyfarsz hat ein fünfstündiges Kolleg angekündigt:„ Die deutsche Dichtung des jüngsten Jahrhunderts" und ein Seminar:„ C. F. Meyer." Millionenzollbetrug in Frankreich. Wie dem Eine Schule für Heiratsrekruten. In Bern Matin" berichtet wird, sind auf Anzeige eines erregte die Eingabe eines Züricher Bürgers an das auf dem Grenzbahnhofe von Jeumont beschäf- Bundesparlament lebhafte Seiterkeit, der als tigten Zollbeamten Zollhinterziehungen in der trag zur Regeneration des Schweizer Vole" e Höhe von insgesamt 16 millionen Francs Einführung der weiblichen Rekrutenschule auf geen aufgedeckt worden. In die Angelegenheit sollen 27 Firmen verwidelt sein, die im Einverständnis mit den Zollbeamten nur jeweils ein Drittel des Gewichtes ihrer Sendung angaben. Diese Unterschleife gehen bis auf das Jahr 1925 zurüd. Wie wir bereits berichtet haben, hat sich ein Beamter des Präsidiums des Eisenbahnministeriums eine Verunireung zuschulden kommen licher, obligatorischer Basis verlangt, damit, the lassen. Es handelt sich um den Oberoffizial Frauen wieder ins richtige Geleise kommen". Allen Schweizermädchen ohne Unterschied des Standes und Bisař, der, obzwar er nur ein untergeordneter Beamter war, im Ministerium bedeutenden Einder Konfession im Alter von 20 bis 22 Jahren foll fluß hatte. So war er Kassier irgend eines Spar- Schwerer Unfall eines Prager Journalisten. die Refrutenschule offenstehen und ihnen auf Яoften vereins der Eisenbahnbeamten im Ministerium Gestern Vormittag nach 10 1hr erlitt der Schrift. des Staates Nahrung, Kleider und Wohnung geboten und wurde mit dem Einkauf von Kohle usw. be- steller Dr. Georg Mannheimer, der Per- Koloffale Flugzeugfrequenz aus England werden. Nur kerngefunde, marschfähige, arbeits auftragt. Vor einigen Tagen wurde nun Pisař lamentsberichterstatter der Bohemia", beim nach dem Festland. In den letzten sechs willige, mit guten Charaktereigenschaften ausgerüstete verhaftet, weil ihm Veruntreuungen nachgewiesen Ueberschreiten der Straße beim Palais Bellevue Monaten, welche am 30. September zu Ende Töchter" sollen ausgebildet werden. Zur Vefchaffung wurden. Es handelt sich um etwa 40.000 K, die auf dem Masaryklai einen schaveren Unfall. Er gingen, betrug die Zahl der aus England mit der Mittel soll die Eidgenossenschaft eine nationale er allein dem Sparverein der Ministerialbeamten überschritt die Geleise der elektrischen Straßen Flugzeugen nach dem europäischen Festlande be- Erziehungsanleihe im Betrage von 50 Millionen veruntreut hat, dann 18.000 K, für die er Kohle bahn in einem Moment, wo ein Wagen der förderten Reisenden 27.446 Personen, von aufnehmen, die durch die Junggesellenſtouer und eine kaufen sollte, die er aber für sich behielt und eine Strede Nr. 20, der vom Nationaltheater kam, in denen die Hälfte Frauen waren. Diese Zahl ist weibliche Ersatzpflichtsteuer zurückzuzahlen wäre. Die ganze Reihe noch anderer Veruntreuungen. Ins- der Station stand und hinter diesem ein Last- unt 1500 größer als die Gesamtzahl sämtlicher Dienstpflicht soll ein Jahr dauern: sechs Monate gesamt sollten die Beamten und das Eisenbahn- auto stehen blieb. Im selben Augenblic tam in Luftverkehrspassagiere während des ganzen ver- Dienstbotenschule, sechs Monate Ehevorbereitungs ministerium um 300.000 K geschädigt sein. derselben Richtung ein Wagen der Strecke Nr. 22, floffenen Jahres, wiewohl es ein Rekordjahr war. und Erziehungsschule. Das vielseitig angelegte Lehr Daß diese Veruntreuung geschehen konnte, liegt der, obzwar der Führer mit aller Straft zu brem- Der Raubmörder Johann Heidger wurde programm sieht folgende Hauptfächer vor: Anstands. nicht nur an dem Defraudanten, sondern auch sen suchte, so heftig in das. Bastauto stieß, daß gestern vormittags in demselben Häuserblock lehre, sämtliche Hausarbeiten, Kochen, Eheaufklärung, an den Zuständen im Ministerium, Redakteur Dr. Mannheimer zwischen das Auto- st ölns, in dem er dieser Tage verschwunden vernünftige Behandlung des Ehemannes, Kranken wie das„ Pravo Lidu" behauptet. Es gibt dort mobil und die rückwärtige Plattform des Straßen- war, und zwar in dem Oppenheimschen Hause pflege, sorgfältige Pflege der fünf Sinne, Bekämp eine Stontrollfommission, die aber nicht sehr bahnwagens geriet. Der Schwerverletzte verlor entdeckt. Die mit Karabinern, Sandgra- Frauen eigen( Eigensinn, Nichtparieren, das letzte des sogenannten sechsten Sinnes, der den fleißig ibres Amtes zu walten scheint. Die das Bewußtsein und wurde unter Hilfe des Ab- naten usw. ausgerüstete Polizei nahm Frauen eigen( Eigensinn, Nichtparieren, das letzte ganze Sache sollte vertuscht werden, geordneten Mašata, der sich auf dem Wege ins eine förmliche Belagerung des Hauses, Wort haben wollen, Zankfucht, Launen und Alfüren). aber es gelang nicht. Als die Kontrollkommiffion Parlament an der Unglücksstelle befand, auf den in dem sich der gefährliche Raubmörder befand, Um das Heiraten zu erleichtern, soll der Staat, wenn revidieren wollte, wollte der Sekretär Gehsteig gebracht. Durch die herbeigerufene Am- vor. Nach einem längeren Belagerungs- Feuer- nötig, einen Beitrag zur Ausstener leisten. Ein staat. des Ministers Najman die Rech bulanz wurde er dann ins Allgemeine Stranten- gefecht wurde Heidger durch eine Handgranate licher Kinderaussteuerfonds soll jedem Neugeborenen nungen nicht herausgeben und berief haus auf die Klinik Schloffer überführt, wo eine lebensgefährlich verletzt und dann ins 500 Franken reservieren, die dem heranwachsenden sich auf das Verbot des Ministers. Als schwere Verlegung des rechten Krankenhaus gebracht. Auch ein Polizei Jüngling oder Mädchen im Alter von 26 Jahren Bisař vorgestern früh zum Verhör vorgeführt Oberschenkels festgestellt und der Verletzte beamter wurde bei dem Kampf lebens mit allen Zinsen als Aussteuergabe auszuzahlen werden sollte, fanden ihn die Detektive bewußtlos augenblidlidlich operiert wurde. vor. Er wurde ins allgemeine Krankenhaus Sturze Zeit nach dem tragischen Ende Redakteurs gefährlich verwundet. Er ist abends ge- wären. Schließlich fordert der Antrag eine Kinderüberführt, wo er aber unter Anzeichen einer Belants und dem schweren Unfall des Se- en acht Uhr an Herzschwäche infolge seiner viel prämiierung, die alljährliche obligatorische Inter Vergiftung verschied. niors der Parlamentsberichterstatter Penižet fachen Verwundungen gestorben. Das Befinden suchung aller erwachsenen Schweizer und Schweiist das der dritte Fall, daß ein Journalist bei des bei dem Belagerungskampf verwundeten Bo- zerinnen und eine Rekrutenschule von vier Monaten einem Autounfall verletzt wurde. lizeioberwachtmeisters Waiboom ist äußerst für alle männlichen Militärdiensttauglichen, da„ fit später doch ein Kommando im Chestand übernehmen wollen". bedenklich. Der Generalrat von Marseille hat Unterſtützungen von einer Million Franken für die streikenden Seeleute bewilligt. Begräbnis der Opfer von Vincennes. Hunderte von Kommunisten von der Polizei Die staatlichen Kunstpreise. Der Unterrichtszurückgehalten. minister hat am Donnerstag die Anträge der vier Ermäßigung der Halbjahreskarten für Geschäfts Fachkommissionen auf Erteilung der staatlichen reisende. Die Union der Geschäftsreisen. Paris, 25. Oftober. Vom Rathaus in Vin- Literaturpreise zum 28. Oktober genehmigt. Heuer cennes fand heute das Massenbegräbnis der wird zum ersten Mal der große Staats19 Opfer der Baukatastrophe unter Teilnahme preis von 100.000 K vergeben, den bereits Aberdeen stieß heute nachts um 3 Uhr 15 Min. 23. Oftober 1928 die Durchführungsbestimmungen Effenbahnertod. Der Nachtschnellzug London den und Vertreter gibt bekannt, daß das Gisenbahnministerium mit Nr. 23.394-111/ 3-28 vo von Vertretern der französischen Behörden und anläßlich seines 60. Geburtstages der Dichter in Schottland mit einem Güterzug zusammen. für die Ausgabe der Halbjahrestarten der Geschäftsdes italienischen Konsulates statt. Zu dem Be- Ottokar Březina erhielt. Außerdem werden Hiebei wurden die beiden Zugsführer reisenden erlassen hat, und zwar wird bei den Halb gräbnis bereiteten die Kommunisten eine große 19 Preise zu 500 K vergeben. In der Literatur- und die beiden Heizer getötet. Manifestation vor und forderten ihre Anhänger abteilung werden sechs Preise für die besten Der Weiterflug des Grafen Zeppelin" iſt vierte und fünfte Direktion um 25 Prozent, die jahrestarten für Geschäftsreisende und Bertreter die auf, in großer Zahl bei dem Leichenbegängnis Leistungen erteilt, in der Theaterabteilung fünf wegen starken Regens auf heute verschoben weiteren Direktionen um 50 Prozent ermäßigt, und sich einzustellen und so die Teilnahme der offi- Preise und in der Musikabteilung sechs Preise. worden. ziellen Persönlichkeiten an der Begräbnisfeier Alle diese Preise wurden tschechischen und zwar in der Weise, daß stets die teuerste Dire! Spinale Kinderlähmung. Ein Unterprima- tion der Ermäßigung unterliegt. Die Kaschau- Oder unmöglich zu machen. Mit Rücksicht darauf wur- slowakischen Schriftstellern und Künstlern den sehr umfangreiche Polizeimaßnahmen getrof- ohne Unterschied zuerkannt. Eigene flowakische ner des Fichtegymnasiums in Berlin- Wilmers- berger Bahn wird für die Folge in den Minima! fen und mehr als 500 Bolizisten wurden an ver- Breise wurden nicht verliehen. Für die Deut- dorf wurde von spinaler Kinderlähmung befallen. preis der Halbjahreskarte eingerechnet. Diese Hals schiedenen Orten aufgestellt, wo das Leichenbe- fchen wurden wie im Vorjahre auch heuer Die Schließung der Klaſſe iſt veranlaß worden. jahreskarten werden von den Mitgliedern der Union gängnis vorbeiführte, um eventuelle Demonstra- wei Preise zu 5000 K an einen Schrift- Großer Brand. Wie aus Agram berichtet nur durch die Organisation„ Union der Geschäftstionen zu verhindern. Bei der Haltestelle der steller und Komponisten vergeben.( Also wei wird, brach gestern um 2 Uhr morgens in dem reisenden und Bertreter" bezogen werden können. Untergrundbahn, die nach Vincennes führt, wur- von insgesamt zwanzig Preisen! d. Red.) Die Magazin der dortigen Lackfabrik Haase ein Brand Diese teilweise Erleichterung ist dem langjährigen den die kommunistischen Anhänger, welche an Einzelheiten wird das Unterrichtsministerium aus, der in den dort lagernden großen Spiritus- Ruf der genannten Organisation nach Ermäßigung bem Leichenzuge teilnehmen wollten, massenhaft unmittelbar vor dem 28. Oktober veröffentlichen. und Benzinvorräten reichliche Nahrung fand und der Personentavise zu verdanken. Freitag, 26. Oktober 1928. Schuldig oder unschuldig? Der Gladbecker Mordprozeß. Ant Mittwoch, dem achten Verhandlungstag,| Behauptung Daubes zurüd, daß er sich an dem war die Oeffentlichkeit ebenfalls ausgeschlossen. Die Oberprimaner Matthes vergangen habe. Daube habe Tür des Gerichtssaales und das Gerichtsgebäude gelogen. Aber: Dem Toten glaubt man, dem Lebensind von zahlreichen Neugierigen umdrängt; der Digen nicht. Staatsanwalt und dem Gericht gehen täglich Briefe zu, in denen sie auf angeblich neue Spuren hinge wiesen werden. Boltswirtschaft. Bette 5. daß die Jute an Ort und Stelle in Indien wächst, so daß eine Fracht für den Rohstoff entfällt. Der Rohstoff tann gleich an Ort und Stelle verRundgebungen der Bergbauangestellten arbeitet werden und erst die Fertigwaren werden für eine Gehaltsaufbefferung. in die verschiedenen Länder, so England, Amerika usw. exportiert. Die indischen Juteunterneh Der Reichsverband der Bergbau- und Hüt- mungen haben keinerlei soziale Lasten zu tragen, tenangestellten, Sitz Teplitz- Schönau, hielt in der denn der indische Jutearbeiter ist weder gegen vergangenen Woche in Teplitz, Brüg, Karlsbad, Krankheit, Unfall, noch Alter und Invalidität Es wird dann der Oberprimaner Mat Faltenau und in anderen Orten der nordwest- versichert, sondern er ist ganz auf sich selbst anthes vernommen; er bestreitet auf das entschieer bestreitet auf das entschie- und westböhmischen Braunkohlenreviere start be- gewiesen und fann, falls er frank wird, in irgenddenste, daß Sußmann zu ihm abnormale Beziehun suchte Mitgliederversammlungen ab, die sich mit einem Straßengraben elend zugrundegehen. direktor Bause bekundet, ihm sei in der frag züge der Bergbauangestellten beschäftigten. Die Juteinoustriellen in Stalfutta tatsächlich als sehr gen unterhalten habe. Der Zeuge, Oberstudien- der Frage der Teuerung und der dadurch be- Außerdem besißt der indische Jutearbeiter keinen dingten Neuregelung der Gehaltsbe- Schutz für Jugendliche und Frauen, so daß die lichen Nacht in der Serberge nichts aufgefallen, ob gegenständlichen Berichte geißelten die Ohnmacht ernste Konkurrenz in Betracht kommen. Leider gleich er schr wenig geschlafen habe. Daube und und Unfähigkeit der Regierung bei Bekämpfung ist die indische Arbeiterschaft gewerkschaftlich sehr Sußmann feien am nächsten Morgen mit einigen der neuen Teuerungswelle und erhoben scharfen schlecht organisiert und außerdem ist der indische Kameraden sehr zeitig zum Rhein gegangen, um zu Einspruch gegen das herrschende Protet- Jutearbeiter sehr anspruchslos. In der Tschechobaden. Der Vorfiyende weist Hußmann darauf hin, tions system, das die Zuckerbarone und flowakischen Republik gibt es noch mehrere Jutedaß er einem Freunde namens Schmidt einen Brief Großagrarier mit Millionen von Steuergeldern fabriken, welche leider auch im Lohn größtenteils geschrieben habe, wonach seine Freundschaft zu Daube bedenkt, wogegen gerechte soziale Forderungen der niedriger stehen als in Oſtböhmen. Alle dieſe durch seine, Sußmanns Schuld, in die Brüche ge Privatangestellten wie Ausbau ihrer Altersver- Momente wirken im Jutearbeiterkampfe befon gangen sei. Sußmann erklärt, diese Aeußerung habe forgung, Anrechnung der nichtversicherten Dienst- ders erschwerend und stärken den Widerstand der sich darauf bezogen, daß er es abgelehnt hätte, zwi zeit, der Kriegsjahre, der durch Uebertritt in die Unternehmer. ichen Daube und Jise Kleiböhmer zu vermitteln. Pensionsversicherung verlorengegangenen Bru- Wir wollen hoffen, daß trotz all diesen Die Zeugin Helene Krenz aus Gladbed derladenjahre, Sanierung der Bruderladenver- Widerwärtigkeiten die Arbeiterschaft in der Jute bekundet, Daube habe ihr erzählt, Sußmann sei nicht sicherung u. a. mangels der erforderli- industrie aus diesem Kampfe siegreich hervorgeht. normal. Er, Daube, habe ihn auf einer Eiffeltourchen Geldmittel feine Berücksichtigung finin Andernach mit einem anderen Schüler überrascht. den. Weiters wurde über den Stand der gewerk Die Zeugin Hilde Anger aus Gladbec fagt aus, fchaftlichen Aktion zur Aufbesserung der daß die Vorgänge während der Eiffeltour Stadt- Gehaltsbezüge der Angestellten im Braungefpräd;" gewesen seien. fohlenbergbau und über die Maßnahmen zur tels aus bed vernommen, die mit Daube in Zunächst wird die 17 Jahre alte State Barder Zeit vom Dezember 1926 bis zum Feber 1928 eine Freundschaft unterhielt. Die Anklage geht da von aus, daß Sußmann dauernd versucht haben soll, die Freundschaft Daubes für Käte Bartels zu er schüttern, um den Freund wider allein zu besigen. Die Zeugin, ein sehr hübsches Mädchen, erklärt, sie habe Anfang Oktober einmal eine Postkarte von dem Angeklagten erhalten, worin er sie in Gedicht form bat, Helmut Daube laufen zu lassen und mit ihm zu gehen. Die Karte war aber von Helmut und anderen Schülern unterschrieben. Die Frage des Vorsitzenden, ob Hußmann beabsichtigt habe, Daube ganz allein für sich zu bekommen, wird von der Zeugin verneint. Hußmann habe ihr einmal auf dem Tanzvergnügen unmittelbar nach dem Verliner Rrang Prozeß gesagt, man fönnte vielleicht auch in Gladbeck einmal einen Strang- Prozeß bekom ment; es wäre deshalb besser, wenn sie ihre Beziehungen zu Helmut losen würde. Hußmann habe immer in gehässigem Tone von Daube gesprochen. Es folgt die Vernehmung einiger Schulfreunde Unterstützung dieser Lohnbewegung berichtet. ObDer Angeklagte weist die Anschuldigungen der Zen- Neubert bekundet, Sußmann und Daube seien Der Angeklagte weist die Anschuldigungen der Zen- und Mitschüler Hukmanns. Der jetzige Student gin zurüd und erklärt auf den Hinweis des Bor- sehr starrföpfig gewesen. Husmann habe ihn Daube fitzenden, die Zeugin sage unter Eid aus:„ Um es gegenüber schlecht gemacht. Der Zenge schildert einen gerade heraus zu sagen, sie hatte damals die Ge- Borfall aus der Untertertia, wo sich Hußmann ihm fühle einer verlassenen Geliebten, und das war ihr sehr peinlich. Es ist ja möglich, daß sie alle die genähert haben soll. Dinge, die sie sich damals eingeredet hat, jetzt noch glaubt." Die Zeugin schüttelt bei diefen Worten des Angeklagten den Kopf. Angefl.: Was der Zeuge angibt, war in der Klasse durchaus üblich. Neubert hat sich davon nicht ausgeschlossen. Er hat sogar noch bis furz vor dem Abitur Derartiges gemacht. Der Zeuge bezeichnet trotz des Vorhaltes des Vorsitzenden, daß er unter Eid aussage, die Angabe Hußmanns für unwahr. Der Zeuge Student Labs und einige andere frühere Mitschüler bezeichnen Hußmann als einen werden. 1700 Jutearbeiter in Ditböhmen ausgesperrt. Cin ,, Geldrat". Das Finanzministerium hat einen Geseßentwurf ausgearbeitet, der die Schaffung eines " Geldrates" vorsicht. Der Geseventivurf hat den 1924 beträchtlich abgebaut wurden, sind Ber- ständigkeit in Angelegenheiten der Geldinſtitute wohl die Gehälter in den Jahren 1923 sowie Titel„ Gesetz über die Zentraliſierung der Zusuche zur Wiederaufbesserung der Einkommens beim Finanzministerium, über den Geldrat und verhältnisse der Bergbauangestellten ungeachtet über die Zentralrevisionsverbände". Das Geset des Umstandes, daß sich mittlerweile die Kosten hat im ganzen 25 Paragraphe und zerfällt in der Lebenshaltung fühlbar gesteigert haben, bis vier Teile. Dem Gefeßentivurf ist zu entnehmen: nun erfolglos geblieben. Die fortschreitende Das Finanzministerium fann einzelne GeldinstiVerelendung dieses Standes erheischt eine tute, Sparkassen ausgenommen, der unmittelba eheste Neuregelung und Valorisieren Staatsaufsicht mit Berufung eines rung der Gehaltsbezüge, damit nicht die ge- oder mehrerer Regierungskommissäre unterſtellen. Es kommt dann ein Vorfall in der JugendGefahr leidet. In einer an die Bergbauunterneh Versammlungen sämtlicher Organe des Unterneh sunde Entwicklung des Braunkohlenbergbaues Der Regierungskommissär kann sich in allen herberge in Andernach zur Sprache. Die Zeugin Bartels erklärt auf Befragen des Vorsitzenden, Helmer gerichteten Entschließung wird der Erivar- mens beteiligen, muß in die Generalversammlung mut Daube habe ihr seinerzeit erzählt, seine Freund. tung Raum gegeben, daß die gerechien Gehalts- und in alle ordentlichen Sitzungen der übrigen schaft mit Hußmann sei wegen einer Geschichte in forderungen der Bergbauangestellten die ent- Organe des Unternehmens geladen werden und der Herberge auseinandergegangen, bei der es sich prechende Berücksichtigung erfahren ist berechtigt, in alle Bücher, Protokolle und Urzwischen beiden um etwas unanständiges gehandelt gutmütigen Schüler von durchaus nor funden Einsicht zu nehmen. Der Regierungshabe. Kommiffär hat ferner das Recht, die DurchfühVorf.: Angeklagter, im Tagebuch Daubes fin- maker Weise. Der Zeuge Röbele hat auf rung der Beschlüsse aller dieser Organe zu ver det sich eine Eintragung folgenden Inhalts:„ Nacht Geheiß des Angeklagten Briefe, die er von ihm bieten, wenn sie dem Gesetze, den Statuten des besaß, verbrannt. In den Briefen habe Hußmann vom 4. zum 5. Juli 1926 K. H." Unternehmens oder den Beschlüssen des Geldrates von seiner Mutter, seinen Pflegeeltern und auch von seiner Mutter, seinen Pflegeeltern und auch Etrich in Jungbuch 800 Jutearbeiter ausgesperrt fchaften, die zur Ausgabe von Einlagsbücheln beWir haben bereits berichtet, daß bei der Fa. zuwiderlaufen sollten. Aktienbanken und Gesellüber seine Freundschaft mit Helmut Daube geschrie- wurden und daß das Jutefartell eine weitere rechtigt sind, sind überdies verpflichtet, falls die ben und sich darüber beklagt, daß diese Freundschaft Aussperrung mit zwei größeren Jutefabriken in Gesamteinlagen auf Büchel das Vierfache der nicht ganz sest sei. Das Verhältnis zwischen Ostböhmen ab 20. Oktober verfügt hatte. Nach eigenen Mittel übersteigen( Attien- oder StammDaube und dem Angeklagten ist nach der Angabe dem eine Einigung bis zu diesem Zeitpunkte nicht fapital und eigene Reserven), in mündelsicheren des Zeugen, der wochenlang mit Hußmann auf ihre Betriebe mit 900 Jutearbeitern ab 20. d. M. anzulegen. Der Finanzminister kann weiter im erzielt werden konnte, haben die Unternehmer Effekten mindestens 25 Prozent dieses Betrages großen Ferienwanderungen zusammen gewesen ist, ftillgelegt, so daß gegenwärtig 1700 Ar- Einvernehmen mit der Nationalbank und nach fittlich einwandfrei gewesen; es war eine beiter im Kampfe ſtehen. Anhörung des Geldrates manchen Gruppen von Schülerfreundschaft. Wir haben es in diesem schweren Jute Geldinstituten die Verpflichtung auferlegen, bei arbeiterkampfe leider nicht mit den Juteunter- der Zettelbank Einlagen auf Girokonto in einem Es treten dann drei Beugen auf, die be- nehmern allein, sondern mit dem gesamten bestimmten Verhältnis zu unterhalten, wobei jelunden, daß Hußmann mit ihnen unsittliche Jutekartell zu tun, welches in Prag eine doch dieses Konto höchstens ein zwanzigstel der Sandlungen vorgenommen habe. Sußmann gibt Ein- und Verkaufszentrale besitzt. Diese Ver- gesamten Einlagen in laufender Rechnung sein diese Handlungen zu; bisher hatte er sie nicht ein- faufszentrale gibt auch an die einzelnen Firmen muß. Der Geldrat hat seinen Sib in Prag. gestanden. Es handelt sich bei diesen Dingen um ver- die Aufträge ab, so daß gar nicht feststell- Er hat der Regierung initativ oder über Weihältnismäßig belanglose Vorgänge. Der Senge bar ist, ob die übrigen Jutefabriken sung des Finanzministeriums Anträge und GutGroße- Bley, ein früherer Witschüler des An- Streitarbeit leisten oder nicht. Erschwerend achten in legislativen, administrativen und orgageklagten, hat vor der Polizei angegeben, er halte bei diesem Stampfe sind noch die Auslandsverhältnisatorischen Angelegenheiten prinzipieller Natur den Angeklagten im Affekt durchaus für fähig, die nisse in der Juteindustrie. Als sehr wichtiges zu erstatten, die mit dem Geld- oder Kreditwesen Wordtat begangen zu haben. Er erflärt jetzt, daß Stonkurrenzgebiet der tschechoslowakischen Jute in Zusammenhang stehen. Der Geldrat hat 20 er bei der Aufnahme des Protokolls unter star industrie fommt Stalfutta und Indien in Be- Mitglieder und ebensoviele Ersatzmänner. Vorfem seelischen Drud gestanden habe. Der tracht. In taltutta jind annähernd 50.000 in figender ist der Finanzminister, fein Stellvertre Kriminallommiffar( Klingelmöller) habe es ihm so dische Jutearbeiter beschäftigt, welche ganz ab- ter ein Beamter des Finanzministeriums und dargestellt, als ob Hußmann der Tat schon überführt normal niedrige Löhne beziehen.( Laut Infor- stellvertretender Vorsitzender ist der Gouverneur sci. mation Kč 27. die Woche.) Dazu kommt noch, der Nationalbank. Angeklagter: Es gibt hier von keinem Vorfall zu erzählen, vielmehr ist es Tatsache, daß Helmut mich damals herzlich bat, ihm zu helfen, die Beziehungen zu meiner Pflegeschwester Jise wieder aufzunehmen. Ich habe ihm das nicht versprechen können, da mein Onkel es verboten hatte. Darauf war Helmut so erschüt tert, daß er die Eintragung in sein Tagebuch machte, denn er hatte die ganze Nacht nicht schlafen fönnen und darüber nachgegrübelt. Der nächste Zeuge, ein früherer Mitschüler Hußmanns, der Student Kappers, macht über den Vorfall in der Jugendherberge eine für den Angetlagten äußerst belastende Aussage. Er erklärt, Daube sei am nächsten Morgen nach der Ueber nachtung ganz verstört zu ihm gefommen und habe ihm gestanden, daß Hußmann in der Nacht sich an ihm unsittlich vergangen habe und daß Daube gedroht habe, den Fall dem aufsichtsführenden Lehrer zu melden. Daube habe den Zeugen gebeten, ihm gegen Karl Hußmann zu helfen. Huß mann erwidert, daß Daube den Zeugen belogen habe, denn Daube habe schon nach einer Stunde neben ihm im Wagen gefeffen. Das hätte er nicht getan, wenn er Angst vor ihm, Hußmann, gehabt hätte. Der Angeklagte weist entschieden eine frühere renin. Auch jenes leider viel zu wenig gespielte,| nenbildner Pir dh an unbewußt und gut an das| theater anscheinend für unerläßlich, mindestens dekafinster- naturalistische Drama Tolstois: Die Macht fast vergessene Vermächtnis jenes Gestern Kaiser ist gleichzeitig mit seinem neueren( in beide Male etwas vorstodthaft und mäßig in Spiel Anschein, als ob vor lauter blinden und somnambulen Figuren bei hellichtem Tage elettrisches Licht angezündet wäre, um Nacht vorzutäuschen Der Er" dente Segualität( Krankheit der Jugend), oder gar sexuelle Abnormität auf die Bühne zu bringen. Die Gefahr, daß die Bühne ein Panoptikum werden tönnte, besteht also. Theodore Dreifer, jung amerikanischer„ Bola", hat sich auf die Bühne gewagt, weder ganz mit, noch ohne Recht. Aus dem naturalistischen( guten) Elendsmilien einer aus Rußland eingewanderten finderreichen jüdischen Familie wächst die Gestalt eines armen dekadenten Menschen, des Isidor Berchanski, den der Wahnsinn padt, wenn er rothaarige, kleine Mädchen sieht, denn er muß sic morden. Schon vorbestraft für einen solchen Versuch, geling: ihm das Gräßliche mitten in der Szene, dann kommt all das Entsetzliche in naturalistischer Berliner Theatersaison 1928. ber Finsternis" ging in zwei Theatern in Szene, Daß zu Ende der letzten Saison gerade die bei- und Regie( Zentraltheater und Theater in der Klo. Brag schon aufgeführten) Stück„ Oktobertag" ben Extreme des Berliner Theaterlebens. hie Sal- sterstraße) und wenn man erschüttert war. lags bar. bei Reinhardt in der Komödie aus Rampenlicht getenburg, Geschäftskonzern, dort Piscator, po- an, daß dieses Stüc eben nicht totzukriegen ist. Der treten. Eine verzwickte Handlung, wie sie nur Georg litisches Experimentiertheater, ins Wanten fame weitere Verlauf der Premierensaison bleibt aber im Kaiſer verzwiden kann. Es hat hier manchmal den hat vielleicht in manchem Kopf ein wenig Unord- Hinblick auf den Wert der Stücke dem vielversprenung in die Glaubensartikel ans Geschäftstheater chenden Anfang treu. gebracht. Diese Unordnung äußerte sich nun zu An- Das Staatstheater brachte eines der Erstlingsfang der Saison 1928/29 im allgemeinen im Ver- werte Georg Kaisers:„ Ga 3." Man fonnte leicht folg war nicht zuletzt dem ätherischen Wesen Marsuch, dem Publikum ernstere Ware" vorzusetzen. mit dem Vorurteil ins" Theater gehen, ein Stüd zu gacethe Stäpptes zu verdanken. Bei Barnowski in Das ist, wenn sich auch Saltenburg wieder erholen sehen und als Antiquität ablehnen zu müssen, das der Königgräßer Straße ſpielt man den Roten dürfte und auch Piscator wieder( vielleicht anders?) einmal revolutionär wirken konnte. Ja, er ist ein General" von Herrmann Ungar, einem der seine Experimente for: jeten wird, ein vielverspre- bißchen von gestern, dieser Stil mit den nüchtern wenigen Astoren, die aktuelle Stoffe aufnehmen. Seleinmalerer: Die Entdeckung des völlig zerschuitchender Auftakt. Allerdings liegt darin ein befon- abrupten, dabei doch erstatischen Seussern und In Genosse Prdľamiensti", eigentlich Jude Mendel tenen Kindes. das Inquierieren des Untersuchungsderer Wit des Zufalls, daß in den Berliner Blättern terjektionen an Stelle eines normalen Textes; als Frischmann aus Podkamien, wird vom Rate der ausschusses, die Schilderung, wie der ehrliche Vater Wiß Voltsbeauftragten zum revolutionären Oberbefehls die Phalang des Leugnens durchbricht, Isidors die Nachricht auftauchen kann, daß ein Extrem beim Georg Kaiser einst im Mai die Wortsparsamkeit und andern, nämlich Piscator bei Saltenburg, Wilhelm die Erstase der mathematischen Schlußfolgerung für haber ernannt und besiegt die Polen. Sein Divi- Flucht; bis dahin ist das alles so zerreibend und zerTell inszenier: n werde!- Geschäft ist Geschäft. das Drama entdeckte, bäumte er sich gegen den alten, ſionskommended Prußskin, Bauer und heimlicher störend, daß man sich fragt, ist das Drama oder nur Allerdings gab es bis jetzt auch manchen mora- naturalistischen Trott auf. Damals schien: das uns Judenfeind, hat bei einem Pogrom in Podkamien sehr tragischer Polizeibericht? Dann beinni in lischen Zwang zu literarischer Introduction. Die Jungen Stunstoffenbarung, damals wußten wir noch auch Vodkamienskis Vater umgebracht Bodkamien Ifidors 3'mmer plößlich die Tragödie: Un: er über. Saison begann mit der Feier zu Tolstois hundert nicht, daß das alles erst Vorbereitung und Reaktions- tis Anzeige beim Volkskommissariat verflattert, weil menschlicher Anstrengung, den Wahnsinnsausbruch ſten Geburtstag, also mit einem Literaturereignis, erscheinung gegen den naturalistischen Schwulst, aber man aus Popularitätsgründen nicht ihn, sondern zurückzuhalten, wirft er ein ahnungsloses Kind hinaus. Alles zwischen Wachen und Wahn, also in wenn man will.( Literatur kann aber auch manch noch nicht das Neue selbst war. Jeßner fämpft Bruzkin zum Polenjieger proklamiert. Podłamien mal feine Literatur sein, wie der Tolstrianer Levy gegen den Stil, gegen die Figuren, gegen die Idee ſki verzichter auf den Oberbefehl und will mit ſeiner feinen Grenzen. Dann öffnet er den Gashahn mit aus Stladno neweist.) Die Vollsbühne feierte durch des Stücks! Er will das Gestrige daran überwin- Geliebten Seraphima abreisen, aber am Bahnhof be- den Worten: Ich wollte auch glücklich fein, ich Tolstois Lehenden Leichnam" und Welf den, aber er naturalisiert alles, nicht nur Stil und geht ein weißrussischer Verschwörer, der erste Mann wollte auch ein Heim. Das was das Stüd- es sprach einleitend verständnisvolle Worte. Gut, mon Idee, sondern auch zum Teil die Figuren, wie etwa Seraphine, ein zariſtiſcher Offizier, nagdem er heißt:„ Ton in des Töpfers Hand"- überfann auch so seiern, wenn auch weder George ein den mystischen, weißen Herrn- entgegen der Ab- durch Seraphimas Schwachheit und unvorsichtigtei: haupt berechtigt, ist die Anklage gegen den finnloſen Fedja, noch Frau Straub eine Karenin waren. ficht des Dichters. Tas Stück wird lebendiger, aber von Podkamienskis Absicht erfahren hat, an ihm Kinderſegen, Plädoyers für die Abnormalen und Doppelt hemniend wirkte für die Volksbühne Rein auch Jezuers abgeklärter Naturalismus ist nicht einen Fememord. Troß Dramatik, Aktualität( wenn Wahnsinnigen, für Amerika, das jung und sucherisch hardts erstklassige Inszenierung des selber mehr von heute, denn er entbehrt ganz des roman- auch Ungar die Parallele Tropki- Podkamieniti leng- einen Weg bahnt, den unsere um mindestens 50 Stüdes im Berliner Theater mit Moifii in tischen Einslags, der gerade in unserer neuen Sach- net) und einem nicht ganz abseitigen, menschlichen der Titelrolle, die, wenn auch den Pragen durch all- lichkeit mitgeberen worden ist und sich etwa aus den Problem, dos Stortner warm, einfach und nicht so zubiel Gastspiele vielleicht etwas überdrüssig, hier in Worten ergibt: Das Theater dem Theater! Auch äußerlich, wie sonst darstellt, wirkt das eck faden ihrem natürlichen Rahmen herrlich gelang. Gerad: bei Gas! Da spielen die Maschinen mit und hier scheinig. zu eine Vision war Helene Thimig als Frau Ka erinnern aser, Jeßner und auch der Büh- Hartung hält es in seinem RenaissanceJahre ältere Theaterkunst bereits durchlaufen hat, das also ruhig noch um Ibsen herumegperimentieren kann, wer weiß, ob nicht einmal so ein stärkerer Akzent gefunden wird. Dr. G. Färber. Seite 6. Kunst und Wifen. Erstes philharmonisches Konzert. Das Programm dieses Konzertes hat einiger maßen enttäuscht. Im Zeichen Franz Schuberts hätte man, faum vierzehn Tage vor seinent hun dersten Todestage, mit Sicherheit eine Schubert- huldigung erwartet. Wenn auch des Meisters große C- Dur Symphonie cist in einem der letzten philharmonischen Konzerte der vorigen Saison zur Aufführung gelangte, wäre doch noch genug tondichterisches Waterial für eine eigentliche, großzügige und künstlerisch notwendige Schubert Feier übrig geblieben, zu der gerade der Rahmen der philharmonischen Konzerte des Deutschen Thea ters als der einzigen selbständigen großen deutschen Symphoniekonzerte Brags verpflichtet hätte. Schn berts„ Rosamunde" Musik in der konzertmäßigen Fassung, seine unvollendete H- moll Symphonie und einige besonders ausgewählte Liedervorträge hätten beispielsweise ein ebenso für das Publikum anziehen des wie den Meister selbst chrendes Festprogramm. ergeben. Beethovens gigantische neunte Symphonie in D- moll, die als Hauptwerk dieses ersten philharmonischen Konzertes aufgeführt wurde, paz: auch nicht für die Eröffnung einer Konzertreihe, sondern hätte cher ihren Trönenden Abschluß bilden müssen. Ueberhaupt bedeutete dieses Konzert eine verspätete Beethoven Feier, statt einer zeitgemaßen Schubert Feier. Denn auch das sweite Aufführungswerk des Konzerabends, die„ Coriolan" Ouvertüre, stammte aus Beethovens tondichterischem Wundergarten. Die Aufnahme dieser felten gehörten Ouvertüre in das Programm war an sich ein glücklicher Einfall; ist sie doch in ihrem heroischen und trotzigen Hauptthema und in der verklärenden, innigen Tonsprache ihres Nebenthemas ein echt Beethoven'schen Geist kündendes Werk Beethoven hat diese Ouvertüre übrigens nicht zu Freitag, 26. Oftober 1928. und sofort nach dem Betreten des Theaters seine von Varlete", historisch sichere Fakten und aus ein- und ben wirklichen Großverdienern, die nicht auf Bläge einzunehmen. Die zu den Ranglogen führende wandfreier Forschung erwachsene kulturgefay yache den Rädern strampeln, sondern hübsch in den Autos rechte Haupttreppe bleibt gesperrt und es wird er Zeitbilder mit der Feder des Dichters niederzuschrei- figen, rast das Feld los. Ununterbrochen wechseln sucht, ausschließlich die linke Hauptstiege zu benutzen. ben. Tatsächlich wird das Bild überaus plastisch, die die Spitzenreiter, es hagelt Zwischenfälle und UeberNach Beginn der Vorstellung wird kein Einlaß ge- Chronit wird eine kulturhistorisch interessant und raschungen, Hindernisse darf es nicht geben. Gefchlof. währt.( 22-2.) Kaſſacröffnung 7% Uhr- Kaſſa dabei leicht und angenehm lesbare„ Geschichte" ſene Bahnschranken werden kurz vor dem haranbrau im besten Sinne des Wortes. Wie in vorgeschicht senden Zug übersprungen, steile Berge werden beschluß 8 Uhr. Spielplan des Nenen Deutschen Theaters. licher Zeit Mensch und Tier den Elementen wichen zwungen, glühende Ebenen durchfegt. Die Firma Freitag( 20-4), 7 Uhr:„ Das Dreimädert und mit wachsender Kraft der Sonne wieder zurüd- mit den stärksten Siegerwillen" arbeitet mit allen baus". Samstag( 21-1), 7% Uhr:„ Madame lehrten, wie dann in geschichtlicher Zeit schon der Mitteln. Sie streut Nägel in den Weg, besticht die Butterfly". Sonntag, 2 Uhr, Arbeifer Mensch mit dem Meere um den Boden rug, bis Konkurrenz, vergiftet die Getränke der Gegner mis vorstellung: Die Bajadere"; 8 ihr zum Geestlande die Marsch. hinzukam, Kampf und Abführmitteln, läßt liebestolle Weiber auf die Fah- Vermischung der Völker- Teutonen, Sachsen, rer der anderen Marke los. Gepeinigt von Furun( 22-2), Fest vorstellung anläßlich des zehn jährigen Bestandes der Republik:„ Cosi fan Franken- das wird in einer Reihe filmartig er- teln, Wunden und Leibschmerzen, ermattet und mit tutte". Montag( 23-3), 7 lbr:„ Ein Winter. schauter Bilder dem Blicke des Lesers eindringlich Alkohol und Arsenikpillen aufgepeitscht, rafend über nahe gebracht. Das mit einer Karte und 28 Tegt die Schiebungen der Konkurrenz, blutend von schredut är chen“. und sehr sauber ausgeführten Tafelbildern ausg lichen Stürzen, fluchend über das elende material stattete Buch loftet broschiert nur 3.50 mt. Es ist und über die fleinliche Stontrolle, stürmen die„ Giden hierzulande in so stattlicher Zahl auftretenden ganten" über die Pyrenäen und vier Tage später Heimatforschern aller Richtungen als Vorbild und über die Alpen, som nördlichen bis zum südlichen Anregung sehr zu empfehlen. Sie würden manche Strand, durch wimmelnde Städte, über heiße EinFehler leichter vermeiden. Auch den Freunden des öden und stürmischkalte Pässe und verschlammte GeDichters Frenssen wird das Buch des Chro- genden. Verletzte Fahrer werden von ihrer Firma nisten willkommen sein! fr. gezivungen, weiterzufahren, aber trotzdem müssen Spielplan der Kleinen Bühne. Freitag:" Der Wann, der durch den Traum lief". Samstag:„ Pipsi". Sonntag, 3 ihr:„ Broadway"; 7% Uhr:„ Der Mann, der durch den Traum lief". Montag:„ Broadway". Vereinsnachrichten. Einladung zum genossenschaftlichen Filmvortrag am Freitag, den 26. Oktober 1928 um 8 Uhr abends im großen Uraniafaale, Prag II., Smečky. Programm: Die moderne Genossenschaftsbewegung und ihre Entwicklung. Freier Eintritt für jedermann! Literatur. Karl Weininger Spielarten des Weibes". einige aufgeben und die kleinen" bummeln er ( Parthenon- Verlag, Leipzig.) Ein halber schöpft durch das Echo des Beifalls der von der Ramensvetter des eben jest ein Bierteljahrhundert Sensationspresse alarmierten und noch an Sport verstorbenen genialen Otto Weininger versucht hier glaubenden Wenge. Tobende Ovationen empfangen in einem Essay der Besonderheit des Weibes schlecht den Sieger in Paris, aber der keuchend Niederbin und den verschiedenen Spielarten dieses Stüdes brechende zittert nur ſeiner hübschen Unbekannten Natur, das in unsere feelenlose Zeit hereinreicht, entgegen, deren entzückende Briefe voll Liebe und gerecht zu werden. Stärker als die Abhandlung Zärtlichkeit seine Energie neu entflammen. Er Weiningers wirken allerdings die 48 ausgezeichne- wollte siegen, um sie zu erobern. Jetzt, da er von ten Aft- Aufnahmen, die den eigentlichen Inhalt des den Lorbeeren des Triumphes überschüttet wird, Buches bilden. Sie sind künstlerisch und psycholo- muß er erfahren, daß diese Briefe Pillen waren, gisch interessant. Die Parthenon- Bücher haben mit die ihm von seiner Firma verabreicht wurden, um der jetzt jo üppig wuchernden Aft- Literatur nichts ihn immer wieder hochzupeitschen. Mit diesem erschütternden Ende, von Reuze zu tun, sie stellen einen ernsten Versuch dar, der fünstlerischen und kulturhistorischen Bedeutung des wahrhaft und schön gestaltet, erhebt sich der Mensch Attbildes zu dienen. Im Verhältnis zu ihrer gegen die Schieber des Ruhms, der Dichter gegen mustergültigen Ausstattung sind sie übrigens den Reporter der Sensationen. Der Roman„ Gigan( 3 m.) billig zu nennen. Lichtbild- Amateure wer- ten der Landstraße" ist ein ergreifender Lobgesang den ebenso wie Freunde der bildenden Kunst dem auf die Proletarier der Popularität und eine ReBuch mit großem Intereffe begegnen. fr. bellion wider die mit Gehrock und Blumenstrauß KINO- PROGRAMM Vom 26. Oktober bis 1. November 1926: 2. v. Rante„ Die Epochen der neueren Ge- neben die erschöpften Sieger aufgebauten Profit schichte". In den Weltgeist- Büchern( Weltgeist- macher. Bücher, Verlags- Gef. Berlin), auf die vor nicht allzulanger Zeit an dieser Stelle schon hin gewiesen wurde, erscheinen Rantes Vorträge über die Epochen der neueren Geschichte, die der große Historiker im Jahre 1854 dem König Max von Bayern hielt. Rankes Vorträge bieten nicht nur eine sehr gute geordnete und das Wesentliche aus der politischen Geschichte enthaltende Uebersicht über die Entwicklung der abendländischen Welt, sie führen den Leser auch in die Geschichtsauffassung Ran es ein, die bei aller Bindung an die Ideenwelt des gemäßigten deutschen Liberalismus doch in der Erfassung der großen Zusammenhänge bahnbrechend Ein bunter Strauß Lektüre Romane, Novel len, Gedichte, bebilderte Artikel über mancherlei Kunst und Reisen, wissenschaftliche Abhandlungen verschiedener Spezies usw. läßt die Bestimmung der Westermanns Monatshefte" als Familienzeitschrift flar hervortreten. Autoren von Shakespeares bekanntem Drama geschrieben, sondern Geltung verbürgen sich für die anerkannte Güte des zum gleichnamigen Trauerspiel seines Zeitgenossen, Stoffes. Künstler von Rang schaffen eine hervor des österreichischen Dichters Josef Collin. Beethovens ragende Fortsetzung des Bildersaales dieser Monatsneunte Symphonie hat man an dieser Stätte und hefte im neuen Oktoberheft. 73 Jahre Bestehen sind im Rahmen der philharmonischen Konzerte in der die beste Anerkennung des literaturfreudigen Publiletzten Jahren wiederholt gehört. Neu war diesmal fums und leiſten die beste Gewähr für den Wert nur ihre Interpretation durch Hans Wilhelm dieser Zeitschrift. Aus dem Inhalt ist besonders her Steinberg und das in ihrem volalen Sluzjakze vorzuheben: Die Geisterstadt, Romanfolge von Hein mitwirkende Solo Quartett( Frl. Engel, rich Lilienfein; Indischer Urwald, von Annie FranceFrau Schwanz, Herr Dresdner und Herr Harrar( liest sich wie ein Erlebnis); Korfu, die Perle Schwarz). Steinberg hat sich mit dieser der Jonischen Inseln, von Cattina von Seybold: Wiedergabe der„ Neunten" als geradezu prädestinier. Die Seele der Biene, von Dr. A. Seidel; Das Kind ter reproduktiver Meister der Beethoven'schen Sym in der Natur, von Weinni Vriesländer; Schnceſturm, phonik erwiesen. Sein impulsives Temperament und Novelle von Carry Brachvogel; Beruf und Berufung, fein fanatischer Kunsteifer lassen die elementare von Otto Aug. Ehlers; Vom Zusammenhang zwi Kraft und dem leidenschaftlichen Drang der Ten schen Schrift und Kultur, von Max Fleck, usw. Alle sprache Beethovens in brennendster Glut erstrahlen: Buchhändler geben von„ Westermanns Monats und da er auch ein Meister der dynamischen und heften" gern eine Probenummer ab. rhythmischen Gegenfäße ist, wird er auch der ver- Gustav Frenssen:„ Die Chronik von Barflärten Ausbrudsinnigkeit Beethovens mit über- Iete"( G. Grotesche Verlagsbuchhandlung, Berlin). war und der bürgerlichen Geschichtsschreibung ihrer zeugender und offenbarender Eindringlichkeit gerecht. Frenffen bemerkt im Vorwort zu seiner Chronik von Seit weit vorauseilte. Mario Krammer widmet Rante ein Nachwort. Die Weltgeist- Bücher Bei der Großzügigkeit, mit der Steinberg seinen Berlete, daß die meisten heimatgeschichtlichen Darstellen eine wirklich volkstümliche, gut ausge Beethoven anpad!, tut es auch nichts zur Sache, stellungen, die aus allerhard Anläffen geschrieben stattete und in der Auswahl der literarischen und wenn mitunter die rhythmische Exaktheit nicht aus werden, keine Leser finden. Zu troden ist meist die geglichen genug ist. Steinberg erwies sich bei dieser Art der Tarſtellung, zu dünn der Fluß einer wirk- bar, die größere Beachtung und Verbreitung verwirk- wissenschaftlichen Stoffe überaus seriöse Sammlung Symphonie auch als Meister in der Beherrschung der lichen historischen Handlung, als daß die Heimat- dar, die größere Beachtung und Verbreitung verChormassen. Ganz respektabel auch seine Leistung, chronifen mehr als Pflichtläufer fänden. Der Dich dient, als sie hierzulande jetzt hat. das ganze Konzertprogramm frei aus dem Gedächtter Frenssen, der seine Holsteinische Heimat längst Das mitwirkende Solo berühmt gemacht hat, che er ihr Sistoriker" wurde, Quartett befriedigte nicht ganz und bewies, daß der ihr in den großen Heimatromanen, im„ Silligen an sich gute und tüchtige Solisten noch lange nicht lei", vor allem und im Jörn Uhl" ein bleibendes ein stilistisch einheiliches Quartett ergeben. Prächtig Dentmal gesetzt hat, unternimmt es in der„ Chronit und mit passioniertester Singabe sang dagegen der Chor, den die Prager deutschen Sängervereine ( Männergesangverein,„ Tauwiy" und Singverein) gestell: hatten. Auch das Thea terorchester hatte einen Ehrentag; ein besonGenoffen! fr. Traget bet feber Gelegenheit Euer Wran Urania- Kino Einziges feutsche no Prat 2976 Tel.-0.1% Der Orlow nach der gleichnamigen Operette. LIDO BIO DANTON. 2001 Revolutionsfilm in, 8 Teilen. In der Hauptrolle: EMIL JANNINGS. Die armen Millionäre, Lustspiel in 6 Akten mit LIA DE PUTTI. Wo verkehren wir? Parteiabzeichen! Café„ Continental", Prag, Graben www Sport Spiel Körperpflege * Zentral- Samariterkurs. * deres Bravo den Blechbläsern für ihre Eraktheit und Vom Arbeiter- Zurn- und Sportverband in flammende Empörung geriet, ein Weutiger, der Reinheit im Scherzo der„ Neunten". Das endlich einmal bei einem philharmonischen Konzerte ausverkaufte Haus bereitete Steinberg und seinen Mitwirkenden verdiente begeisterte Ovationen. E. J. Mitzubringen ist: Turnzeug. Schreibheft, utensilien, das Bundesmitgliedsbuch und der riterpoß das längste Straßenrennen der Welt die Tour de France", als grauenhaftes Reflamegeschäft gebrandmarkt hat: André Reuze schrieb einen Roman, der einen berauschenden Hymnus auf die sportliche Energie darstellt und zugleich eine mitreißende Attade auf die Ausbeuter der Proletarier des Ruhms.„ Giganten der Landstraße" heißt dieser Roman, Fred Antoine Wasch- Angermayer hat ihn ins Deutsche übertragen, und Sama- die„ Büchergilde Gutenberg"( Berlin SW. 61, Dreibundstraße 5) hat ihn in moderner Aufmachung und mit vielen Photos ausgestattet für 3 Mark herausgebracht. Im Schatten des Refords. Ein aufsehenerregendes Buch über den Berufsradsport. Die Teilnehmer müssen unbedingt Mittwoch, den 31 Oktober 1 J. in den Abendstunden in Reindlik eintreffen. Bahnstation Nestomis. Melden im ReMadame Butterfly", die immer wieder ergrei- tonvaleszentenheim, wo ein Vertreter des Bundes fende Buccini- Oper vom tragischen Schicksal der in anwesend sein wird. der Liebe verlassenen, an der Liebe sterbenden Geisha, ist, trotz aller inneren und äußeren Dramatik, dennoch ein zutiefft Iyrisches Werl. Nur ein wenig mehr Betonung dieses Tyrischen Charakters hätte nach unserer Ansicht genügt, um die Wiedergabe unter der Leitung des jungen Kapellmeisters Sayid, der zum erstenmale ein größeres Opus dirigierte, nicht nur im Hinblick auf diese Erstmaligkeit, sondern ganz absolut als vollkommen gelungen zu bezeichnen. Man Der Sport wird gern die neue Weltmacht" gewird sich nach dieser Probe feines Könnens freuen, nannt. Und cnvas ist schon daran. Innerhalb ihn nunmehr öfters am Pult wirken zu sehen. Ge- weniger Jahre riß er Millionen zu sich hin, aus wissermaßen auch ein ernſtes Debüt, und ein ebenso kleinen Vereinen wurden Riesenarmeen, aus engen gefungenes, bedeutete Hanna Kramers Butterfly. Sportplätzen im Winkel der Städte wurden gewalDie Sängerin besitzt ein überaus schönes, weichestige Hallen und Arenen. Film und Presse haben den und tragendes( nur in der oberen Quint noch nicht schnell hochgeschossenen Bruder schäßen gelernt, und völlig ausgeglichenes Organ, ihre Darstellung ist die Behörden ziehen den Bratenrock an, wenn sie überzeugend, wenn auch, wie natürlich, noch etwas mit ihm reden. Dieser Roman hat das unerhörte Tempo eines Rennens und trotzdem die Grazie des französischen Geistes, die objektive Sachlichkeit eines unbestechlichen Kontrolleurs und trpydem den Reiz der poetischen Phantasie, er schlägt seine anklagenden Thesen damit die Reformation des Sports, aber er ist zuan die Tür des Stadions aller Völker und eröffnet gleich ein Roman, eine Sensation und zugleich ein Kunstwerk. Es geht los! Das gilt auch für den Anfang des Rennens, der sofort mitten hineinführt in die rühmtesten Champions der Welt treten zu biefer Nervosität vor dem gigantischen Rennen. Die beTour de France" an. Aber auch„ Kleine" riskieren RESTAURANT HOFMANN langjähriger Oberkellner des Goldenen Kreuzel" Prag VII., Vinařská 19. Für billige, relchhaltige Menus, erstklassige Getränke und Bedienung ist vorgesorgt. Gastwirtschaft 5010 8137 LIDOVY DUM ( Gen Wilhelm Opatrný) raglich Home PRAG II, Hubernskå Konzert. Praktikant für Kontorarbeiten, Nr. 7. 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Herr Dresdner, unser neuer genteil verwandelt: aus Tugenden werden Untugen-„ Giganten" fahren für die großen Fabriken und stinemkräftige lyrische Tenor, leistete dieser Butterfly ben, edler Wettstreit wird zur Orgie des Neides, Kongerne, die" Swerge" fahren für ihren Fahrradintelligente Partnerschaft durch Reserviertheit, die in Störperpflege wird Störperverwüstung, Sport wird laden Reflame. Der Konkurrenztampf um die sieder Zeichnung dieses unbewußt frivolen Vertreters Rekord. ben Millionen Radfahrer in Frankreich, um die einer befferen" Rasse sehr am Plaze ist. Sein be Die Arbeitersportbewegung ist die letzte Zuflucht Abermillionen in aller Welt, ist der eigentliche Urfeeltes Zeb wohl..." im letzten Aft schaffte ihm des idealen Sports. Alle anderen sportlichen Or- heber dieses Reunens. Wenn ich heimkomme", so einen sehr schönen und würdigen Abgang. Nichts.ganisationen sind Angestellte und Geschäftsteilhaber sagt sich der„ Stleine"," ber keine Aussicht hat, zu destoweniger bleibt die an dieser Stelle bereits ge der Weltfirma Profit& Co. Es gibt außerhalb gewinnen, der bloß dabei gewesen sein will, stelle übte Kritik an den zweifellos zu behebenden technt der proletarischen Sportverbände keinen Sport- ich mein Rad, so wie es hier ist, dreckig und stan- IN TEPLITZ SCHONAU schen Mängeln, vor allem in der Tongebung, auf betrieb mehr, der nicht in national dekorierte oder big, in meine Auslage und verkaufe dann jeden Tag recht. Neben dem vornehmen und warmen Sharples zynisch offene Profitgeschäfte verwickelt ist. Je 50 Maschinen." Die Anwärter des Ruhms sind in TISCHLERGASSE NR& des Herrn Fuchs sind noch Frau Sommer als größer das sportliche Ereignis, um so brutaler die Wirklichkeit nur die rasenden Plakatjäulen der KonSuzuki und Herr Roller als Goro lebend zu Plusmacherei! Serausgeber: Dr. Ludwig Czech. zerne. Da aber jede Reklame, die Geld kostet, wie- Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß. Brag. erwähnen. J. g. Einer, der diese Vorgänge jahrelang beobachtet der Geld einbringen muß, lautet der Bescht: Stre- Druck: Deutsche Zeitungs- Aktien- Gesellschaft in Brag. Sonntag Coji fan tutte". Beginn 8% Uhr. und aufgezeichnet hat, der, gerade weil er den Sport piere.... aber fahre!" Für den Drudt verantwortlich: Orto Solik, Prag. Das Bublifum wird ersucht, pünktlich zu erscheinen liebt, über die kapitalistische Berseuchung des Sports Begleitet von zahllosen Schlachtenbummiern strettion unit Erlaß Nr. 127.451/ VII/ 27 am 11, Wial 1027 lewilligt. Die Seitungsmarkenfrantatur wurde von der Post. u. Telegraphen O