Nr. 298. Abonnements- Bedingungen: # Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonels geile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Ar. 1508. Telegramm- Adresse: Bozialdemokrat Berlin". ldo2.12 Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. National- Ultramontanismus. Mittwoch, den 21. Dezember 1898. nur Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Kulturkampfperiode verhüllen, daß sie seit langem mit ver- einer Besprechung der nach dem Milliardenschwindel einschämter Koketterie den Spuren der Regierung nachgefolgt ist getretenen Krisis und dem Fiasko, das die deutsche Industrie Die viertägige Etatsberathung im Reichstag hat, abgesehen und unter der Hand gewährt hat, was sie zu bieten hat. erlitten auf der Weltausstellung in Philadelphia mit ihren Ervon der leidenschaftlichen, zündenden Rede Bebel's, recht wenig Ihre Getreuen sollen denken, auf der anderen Seite läge das zeugnissen die ja bekanntlich mit der Devise„ billig und schlecht" von dem Zentrumspublizisten Dr. Jörg, an packenden Momenten geboten. Eine träge Sattigkeit lagerte erste Entgegenkommen, als hätte erst des Kaisers gnädige passirten, über der Versammlung, jene halbergebene Stimmung, wie Huld sie zum Aufgeben ihrer züchtigen Sprödigkeit ge dem Herausgeber der Histor. pol. Blätter" sehr treffend man sie in einer schöngeistigen Abendgesellschaft findet, die aber zwungen. reichlich und gut gegessen hat und nun noch einige kleine den beiden Gewalten werden wir Die Folgen der Versöhnung zwischen den früher streitenzu bald zu literarische Vorträge als unvermeidliche Beigabe zu den kosten bekommen. abgeschlossenen materiellen Genüssen mit in Kauf nimmt. deutsche Zentrum genau dasselbe Gewächs, wie der fosten bekommen. In seinem innersten Wesen ist das Nichts kennzeichnet diese Stimmung besser, als daß Klerikalismus Belgiens, Desterreichs und des unglücklichen der verantwortliche Kanzler des Deutschen Reiches das Ende der Debatte garnicht erst abwartet, sondern, Spaniens. Wenn Herr Frizen in seiner Etatsrede unter dem während im Hause noch berathen wird, auf die Saujagd flärung spendete, so ist das nur zu erklärlich, denn nirgend in Beifall seiner Freunde dem letzten Land eine Sympathie- Erhinauszieht. Und warum sollten die Regierung und die Regierungsparteien sich auch sonderlich aufregen. Sie wissen, ganz Europa hat seit Jahrhunderten der Klerus einen solchen daß schließlich die Regierungsforderungen doch in allen völkerung Spaniens gehört beinahe 1 pct.( über 159 000) dem Einfluß gehabt, wie in Spanien. Von der gesammten Bewichtigeren Punkten angenommen werden, und daß an diesem feststehenden Resultat alle leidenschaftlichen Reden und Beweis geistlichen Stande an; allein das geistliche Armeekorps der Und der Erfolg des führungen der Opposition nichts ändern können. Die Haltung Mönche zählt über 20 500 Personen. der Zentrumsfraktion und der von ihr abhängigen Presse hat legensreichen Wirkens dieses ecclesiastischen Aufgebots? Das in den letzten Wochen zur genüge dargethan, daß die Gefolgschaft ist der völlige geistige und wirthschaftliche Bankerott eines der Herren Lieber und Frigen um jeden Preis einen Platz an der sonst so reichbegabten Volkes! All das demokratische Gebahren, das in den siebziger, erhalten, " " int den = An erklärt: " Ich will zum Beweise nicht näher eingehen auf die merk würdige Thatsache mit den industriellen Weltausstellungen, auf die traurigen Erfahrungen, die wir gemacht haben in Philadelphia, und auf die Thatsache, daß wir uns auf der nächsten Weltausstellung gar nicht einmal mehr sehen lassen wollen. Aber den Grund will ich Ihnen zuletzt noch anführen, von dem ich glaube, daß er ganz besonders die ungünstige Stellung Deutschlands zu diesem Nothstande verursacht, und das ist ein ganz un möglicher Versuch, den wir gemacht haben, der unmögliche Versuch, zugleich ein großer Industriestaat und ein großer Militärsta at 31t fein. Das ist der wahre Grund, und mit diesem Versuch haben wir nicht nur uns selbst geschädigt, mit diesem Versuch haben wir auch andere Völker und Länder in Mitleidenschaft gezogen, und wir haben unsere Nachbarn bewogen, den unmöglichen Versuch licitando nachzumachen. Darum sage ich, geben Sie uns dem bürgerlichen Leben zurück, das wir ber Ioren haben; dann wird es besser werden und sonst nicht." Ebenso scharf verurtheilte der verstorbene ultramontane Politiker P. Reichensperger den Militarismus, der am Mark des Volkes zehre und das Wirthschaftsleben ungünstig beeinflusse. In der Debatte über den Militäretat am 1. März 1880 erklärte er im Reichstag: " Ich bin der Meinung, daß wir das Recht und die Macht haben, den Fuß zu setzen auf die Quelle des Uebels, an dem ganz Europa frauft; ich bin der Meinung, daß wir das Recht und die Pflicht und die Macht haben, das Wort zu sprechen, was allgemeine Abrüstung heißt, und nicht Abrüstung von uns einseitig, das fällt mir nicht ein, aber ein ernſtes Wort zu reden, daß alle Staaten zu der Abrüstung nöthigenfalls gezwungen werden. Wenn irgend ein Strieg jemals gerechtfertigt ist, so wäre es der Krieg, der endlich die Sicherung der Segingen des Friedens herbeiführen will, das ist der innerlich gerechteste Krieg, und ich sage ganz unbedingt: lieber ein Ende mit Schreden, als ein Schrecken ohne Ende." Systems der Kriegführung, auf die„ absolut revolutionäre Nachdem Reichensperger weiter auf die Veränderung des Erfindung der sogenannten lokalisirten Striege, die geradezu die schlimmste Form des Faustrechts proklamiren und eine absolute Verleugnung des Rechts- und Solidaritätsbewußtabsolute Verleugnung des Rechts- und Solidaritätsbewußtseins der europäischen Gesammtheit bilden", hingewiesen, sagt er wörtlich: wenn 8 11 ,, Also bleibt in Wirklichkeit nur übrig, den Gedanken fest zuhalten, daß auf eine allgemeine Abrüstung hingewirkt werden muß. Viele Schwierigkeiten hat das im einzelnen und im ganzen, allein ich meine, daß keine Aufgabe so sehr des Schweißes der Edlen werth wäre, wie gerade diese. Derjenige Staatsmann, der sie ernstlich in die Hand nimmt, wird den Dank aller Völker gewinnen. Denn chauvinistisch sind diese Wölfer nur im Augenblick der Ekstase. Wenn man ihnen aber dauernde Institutioenn des Friedens und der gegenseitigen Sicherheit bietet, dann greifen sie zu. Oder sollte ich wirklich pessimistisch die Sache die Sache ansehen, ich meine, daß, wenn man nicht die bisherigen Wege verläßt, man schließlich zu einem Standpunkt kommt, wo wir es in Europa nur noch mit einer Armee zu thun haben, die dann aber heißt: Armee der fechtenden Bettler! Das muß das Ende vom Liede sein, wenn man immer mehr rüsten will, ohne die Frage an die Spize zu stellen: wie weit geht die Leistungsfähigkeit der Völker, wie weit ist es vers träglich mit der gesicherten Gristenz und der Erweiterung der Prosperität in jedem einzelnen Staat?" Reichskrippe zu erlangen wünschte, und daß sie zur Erreichung achtziger Jahren die Zentrumskämpfer zur Schau zu stellen dieses hohen Ziels gewillt ist, alle erforderlichen patriotischen beliebten, war nur ein tattisches Manöver, das zu dem feudal Opfer und höfifchen Rücksichten zu übernehmen von der Verständischen esoterischen Inhalt des politischen Glaubensbekennt herrlichung des einſt mit Pfui" angeschrieenen Reichsheros nisses des Ultramontanismus in unversöhnlichem Widerspruch bis zum Bruch des gegebenen Versprechens und, falls es stand. Aber die Leiter der Bewegung waren denn doch zu und, falls es von oben verlangt werden sollte, noch einiges mehr. Daran flug, um nicht einzusehen, daß mit der Beschränkung auf die war nach der Designation des Grafen Ballestrem zum alten Traditionen der Reichensperger'schen fatholischen Reichstags- Präsidenten, dem Verhalten der Zentrumsfraktion bei der Schriftführerwahl und der süßlichen Etatsrede Frizen's Fraktion der Kampf gegen das Bismarck- Falk'sche Kulturmit ihrem glatten Hinweggleiten über die Militärforderung staate nicht erfolgreich durchgeführt werden könnte. fampfsregime in dem neuentstandenen modernen Großund ihrem öffentlichen Dank an den Kaiser kaum noch dem eigentlichen Charakter des Zentrums hat dieses halbein Zweifel. Um zu folcher Erkenntniß zu gelangen, demokratische Interimistikum wenig geändert; es ist geblieben, bedurfte es nicht mehr der Lieber'schen Versöhnungs was es in seinem historischen Ursprung war: ein buntes finale mit dem Leitmotiv:„ Wir können auch national sein, Ronglomerat feudal konservativer, fierifaler, partitularistischer, wenn man uns dafür Vertrauen entgegenbringt". An dieser Absicht der Zentrumsfraktion, sich oben in agrarischer und zünstlerischer Elemente, ein Sammelbecken An dieser Absicht der Zentrumsfraktion, sich oben in aller mittelalterlichen Rudimente, das nach Bamberger's empfehlender Erinnerung zu halten, ändern alle gewundenen treffendem Ausspruch nur deshalb im Zentrum des Reichs Gegentheils Erklärungen der paar, demokratischeren" rheinischen tages sich niedergelassen hat, weil hinter der äußersten Rechten Zentrumsblätter nichts. Außer in den Kleinbürger- und fein Plaz mehr vorhanden war. Was danach die kommende Arbeiterkreisen der rheinischen Induſtrieſtädte haben jene national- ultramontane Episode bringen wird, läßt sich voraus Blätter nie nennenswerthen Einfluß gehabt. Der leitende höhere Klerus und die mit ihm verbündete adelige Anhänger- fehen; sie kann nur eine klerikal- konservative Aera werden, eine schaft treffen nach anderen Gesichtspunkten ihre Entscheidung. evangelisch- feudalen Elementen. ,, wilde Ehe" zwischen den rückständigen fatholisch- feudalen und Wer erinnert sich nicht noch der mißvergnügten Tiraden sidentensize im Reichstag giebt in dieser Hinsicht einen VorDie Vertheilung der Prädieser Presse gegen die Lieber'sche Richtung bei der Berathung geschmack: zuerst der Klerikal- Feudale, dann der Konservative, der letzten Flottenforderungen im Reichstag, und heute zuletzt der freisinnige Fabrikant. Der Nationalliberale steht hat der Lieber'sche Geist die ganze Partei durchfäuert, nicht abseits von der Tafel. ausgenommen die Kölnische Volkszeitung", die es auch für den Wortbruch des Zentrums bei der Schriftführerwahl im handenen wirthschaftspolitischen Gegensäge, Damit aber müssen nothwendig die im Zentrum vorReichstag nur zu einem schüchternen, halbversteckten Tadel die oberflächlich zu überfleistern bisher dem Klerus unter bringt. Wenn man heute in der Zentrumsleitung dieser Hinweis auf die Kirchenpolitischen Ziele immer wieder gelungen Presse noch einen gewissen Spielraum läßt, so nur weil man ist, an größerer Ausdehnung gewinnen. Ansätze zu solchem sie vorläufig noch gebraucht, weil man die zeitweilige Hervor- Widerstreit sind bereits überall vorhanden: in Posen und fehrung eines gewissen voltsthümlichen Airs noch nicht für Schlesien die demokratisch- polnische Bewegung, in Bayern ganz entbehrlich findet. Einerseits nützt sie dazu, in die Bauernbündlerei, rheinisch westfälischen der Arbeiter- und Kleinbürgerschaft die Illusion aufrecht Industriebezirken die Abwendung der großzindustriellen als bestände in der Partei wirklich Arbeiter. Aus diesem diesem beginnenden Zersetzungsprozeß eine breitere demokratische Strömung, und andererseits läßt gilt es Vortheil zu ziehen. Leicht wird es allerdings nicht sein, sie sich gut dazu verwenden, die Opfer, welche die Fraktion die Arbeiter, die bisher der Klerisei folgten, herüberzuziehen. durch ihr Entgegenkommen gegen die Regierungsforderungen Das Zentrum besitzt in den halbbeschäftigten Kaplänen und bringt, als um so werthvoller erscheinen zu lassen. Der höhere Klerus will den Ausgleich. Er ist über die Vikaren eine Armee von Agitatoren, die der Kulturkampf gut fulturkämpferischen Reminiscenzen, die noch in einem Theil durch ihr geistliches Amt geschützt, ungehindert der politischen gedrillt hat, und die, aller Existenz- und Familienſorgen ledig, der Kaplanspresse sputen, längst hinweg und hofft, auf dem Agitationsarbeit nachgehen können. Dazu kommt eine Reihe Wege friedlicher Verständigung mit der preußischen Regierung von lofalen, politischen und konfessionellen Gegenfäßen, aus Das war im Jahre 1880. Und damals beliefen sich die leichter seine Kirchenpolitischen Wünsche durchsetzen zu können, denen das Zentrum immer wieder aufs Neue Straft zieht. Militärausgaben einschließlich der für Marine, Pensionen 2c. als wenn er auf dem Obstruktionsstandpunkt harrt. Und in diesem Gedanken findet er Gleichwohl beweist die Erfahrung, daß selbst in den schwärzesten auf 462 Millionen, während der letzte Etat 788 Mill. Mark katholischen Bourgeoisie und dem katholischen Feudal- Adel sie unter Benukung der lokalen Umstände vorgeht, überhanden, während jetzt dieselben 2 Milliarden weit überschritten fatholischen Bourgeoisie und dem katholischen Feudal- Adelegenden des Reiches die sozialdemokratische Agitation, wenn aufwies; damals waren nur 218 Mill. Mark Schulden vorlebhafte Zustimmung. Sie sind es satt, abseits zu stehen; sie raschende Erfolge zu erringen vermag. haben. Und alles das veranlaßt durch den Militär- und wollen die Parität gewahrt wissen, d. h. ihren Söhnen und Marinefanatismus, dem heute selbst das Zentrum verAngehörigen nicht mehr die besseren Stellen im Reichsdienst fallen ist. Freilich, dafür haben wir heute ja auch verschlossen sehen, und außerdem zieht sie das Mitgefühl mit an stelle der Reichensperger, Mallinckrodt, Windthorst den Leiden ihrer evangelischen Klassengenossen, der SchlotBerlin, den 20. Dezember. und Jörg die Lieber, Ballestrem und Konsorten, die vor uno sandjunker, zur offenen Unterſtügung von deren Interessenversammeltem Reichstag dem Bundesrath ihre Referenz politit. Schon bei der Berathung der Flottenvorlage ver ,, Goldene Worte der Zentrumsredner" machen und so wenig an dem„ bürgerlichen Leben" Gefallen anlaßte dieses Sehnen nach" paritätischer Behandlung" den von ehemals. Angesichts der neuen Militärvorlage, gegen- finden, daß sie aus lauter Militärfrumbheit in Reservegrößeren Theil der Zentrumsfraktion zu der bekannten über der das Zentrum schon jetzt seinen Bewilligungseifer an Offiziersuniform einherstolziren. Betrachtet man sich heute Abschwenkung unter Lieber'scher Führung, und da den Tag legt, ist es von besonderem Interesse, auf die frühere dieses Zentrum, so kann man sich eines ironischen Lächelns das verschämte Liebeswerben um die Gunst der Regierung Stellung dieser Partei in Militärfragen hinzuweisen. Der nicht erwehren, wenn man einen Vergleich zieht mit dem bei dieser, die zur Durchführung ihrer Pläne einer reaktionären Vorwärts" hat bereits in Nummer 291 vom 13. d. M. auf früheren, von dem Windthorst sagen konnte:„ Wir vertreten Majorität bedarf, so offenkundige Gegenliebe gefunden hat, dahingehende Aeußerungen Mallinckrodt's aus den Jahren eben die richtigen und wahren konservativen und liberalen so ist auf der ersten Liebe süßes Hoffen nun die öffentliche 1869 und 1874, aus denen die entschieden ablehnende Ansichten. Nur eins vertreten wir nicht... wir sind. Publikation des schönen Herzensbündnisses gefolgt. Den Haltung des verstorbenen Zentrumsführers hervorgeht, niemals jerbil." längst herbeigefehnten Anlaß dazu bot des Kaisers Wallfahrt hingewiesen. Diesen Aussprüchen Mallinckrodt's find nach dem heiligen Lande und das von ihm übernommene ebenso treffende aus späteren Debatten an die Seite zu Protektorat über die katholischen Christen im Orient. Des stellen. Stolz auf eine derartig entschiedene Opposition gegen halb die kuriose Demonstration des nationalen Gefühls", die Militärforderungen wurde lange Jahre in Zentrums- In dem Verzweiflungskampf, den die französische Generalstabs als Rampolla's Eingriff das so nahe heranrückende Ziel versammlungen und in der Presse auf diese Aeußerungen partei kämpft, hat sich der Ministerpräsident Dupuy der Schuldigen hinauszuschieben drohte, deshalb auch der Jubel über das hingewiesen, ja, sie wurden sogar in einer billigen Agitations- angenommen. Er hat das Mittel ausgespielt, das überall angnädige kaiserliche Geschenk und die sich daran anschließende schrift, betitelt:" Goldene Worte der Zentrumsredner", noch gewendet wird, wo eine Regierung die stritit der Oeffentlichkeit zu scheiten hat, 100 es gilt, dunkle Machenschaften zu Öffentliche Dantjagung an den Kaiser im Reichstage. Gar besonders verewigt und den Wählern in Erinnerung gebracht. fördern, das Unrecht zu schüßen. Nur im Dunkeln gedeiht zu gerne möchte doch die streitbare ecclesia militans der So wurde in der Etatsberathung am 26. April 1877 bei das Ungeziefer, im vollen Licht geht es zu grunde. zu in der Politische Uebersicht. Die Politik des Geheimniffes. So Reinigungsverfahren der Justiz Schwierigkeiten zu bereiten. Die rettende Politik des Geheimnisses! stand würden Immer hat immer staatsmännische Afterkunft fich hinter Staatsgeheim- Ueber die Beschäftigung verheiratheter Frauen in Fabriken| beginnen; in einem Lande, wo man der freien Entwickelung der un uiffen verschanzt, so hat die Urtheilslosigkeit allerorten mit den Ge- eingehender zu berichten, hatte der vorige Reichstag gelegentlich an- abhängigen Preise durch ein verwerfliches Kautionssystem aus fahren geschreckt, die eine Preisgabe des furchtbaren Geheimnisses geregt. Darauf hat der Bundesrath beschlossen, den Gewerbe- der schwärzesten Reaktionsperiode der fünfziger Jahre einen nach sich ziehen würde. Aufsichtsbeamten aufzugeben, in den Jahresberichten für 1899 den schweren Hemmschuh augelegt hat; in einem Lande ferner, wo Auch in der letzten französischen Kammerfizung, über die wir gestern Umfang, die Gründe und Gefahren der Beschäftigung, die Möglich- dem Wolfe durch ein mehr als miserables Wahlsystem jede telegraphisch berichteten, hat Herr Dupuy sich in den rettenden Schlupf- feit, Zweckmäßigkeit und Wege der Beschränkung jener Frauenarbeit Möglichkeit, durch den Mund frei gewählter und unabhängiger winkel des Geheimnisses zurückgezogen. Er hat die Interpellation be- an der Hand der in ihren Bezirken bisher gemachten Erfahrungen Vertreter im Landesparlament seine Wünsche und Forderungen zu treffend die Uebergabe des geheimen Dossiers an den Kaffationshof im Zusammenhang zu erörtern. erheben, genommen ist; in einem Lande endlich, dessen Polizei und dadurch zu durchkreuzen versucht, daß er feierlich versicherte, das " geheime Dossier" tönne nur unter gewissen geheimnißvollen uns geschrieben: Kinderausbeutung anf dem Lande. Aus Ostpreußen wird Verwaltungsorgane die politische und gewerkschaftliche Bethätigung der Arbeiterklasse durch eine endlose Reihe von Versammlungs- VerGarantien an den Gerichtshof ausgeliefert werden. Brisson, daß er auf grund seiner Kenntniß des geheimen das Verdienst des früheren Ministerpräsidenten auf dem Lande zunimmt, bildet sich auch die Ausbeutung der Land- begatorischen Maßregeln der Behörden noch mehr sind, fast völlig In demselben Maße, wie der Mangel an erwachsenen Arbeitern boten, Auflösungen, Haussuchungen, Konfistationen und was der Dossiers das gruselige Aftenbündel ein Dossier der Fälschungen bekommen, helfen sich durch die schamloseste Kinderausbeutung über rung nach dem Urtheil des rheinischen Kapitalistenblattes einen nannte. Immerhin scheint das jetzige Kabinet entschlossen, dem diese Kalamität so gut es eben geht hinweg. Ist die Zahl der ausschweifenden Gebrauch von ihren staatsbürgerlichen Rechten machen, durch eine bejenigen Kinder, die Hütefcheine erhalten und dadurch im Sommer soll sich der Ton in Volksversammlungen und Presse durch eine bezum theil dem Schulbesuch entzogen werden, auch nicht gering, so sind sondere Rohheit und Niedrigkeit auszeichnen! Wir geben gerne zu und freuen uns dessen, daß die kleinen Ers Amerika und Deutschland. diejenigen, die ohne Hüteschein bei den Besitzern dienen, an Zahl den leichterungen, welche das am 1. September d. J. in kraft getretene ersteren doch noch überlegen. Müssen die letzteren auch noch zur Die Habsucht der Agrarier hat unsere Beziehungen zu Schule gehen, so bleibt ihnen doch soviel freie Zeit übrig, daß es neue reichsländische Preßgesetz dem Zeitungsgewerbe gebracht hat, den Muth der unabhängigen Presse etwas gehoben und ihre Amerita feit Jahren getrübt. Unter dem Vorwand, für für den Besizer vortheilhaft ist, sie in Dienst zu nehmen. Unter dem Vorwand, für für Wie traurig das Loos dieser armen Kinder ist, erhellt aus einigen, tände des Landes um ein geringes befestigt hat. Boſition im Kampf gegen die unfeligen innerpolitischen Bu die Gesundheit des deutschen Volkes zu sorgen, das durch dem„ M. D." augenscheinlich aus Lehrerkreisen zugegangenen Bei- aber besteht noch der Diktatur- Paragraph zu recht, deſſen Bei- ſtände amerikanische Trichinen, Schildläufe und anderes Ungeziefer spielen. Danach hatte ein Befizer in der litthauischen Gegend bedroht werde, hat man die Einfuhr amerikanischer Waaren 150 Morgen Land und das dazu gehörige Wich, aber keinen Knecht, Wirkung auch durch die Bestimmungen des neuen Preßgeſeyes vertragswidrig gehindert. Umsonst wiesen die Amerikaner nach, teine Magd, kein Kind; einzig und allein ein zehnjähriger Schul- nicht aufgehoben wurde. Die allerjüngste Vergangenheit, welche bie daß in Amerika für die Gesundheit des Volts mindestens junge steht bei ihm im Dienst und muß die Arbeiten in der Wirth- Unterdrückung zweier oberelſäffischer Organe der klerikalen Landesebenso gut gesorgt werde wie in Deutschland, und daß die schaft verrichten. Schon früh am Morgen muß das Kind aus den partei gebracht hat, zeigte auch dem Vertrauensseligsten von neuem, germanischen Junker- Schweine mindestens so viel wie die Federn an die Arbeit, um bis zur Schulzeit die nothwendigsten auf die Anwendung der ihr verliehenen„ außerordentlichen Gewalten" daß die reichsländische Regierung nicht im mindesten gesonnen iſt, amerikanischen Schweine von Trichinen heimgesucht seien, Obliegenheiten besorgt zu haben. Was Wunder, daß der Lehrer den zu verzichten. Das weiß man in den Kreisen der elsaßz- lothringischen unter dem Vorwand, für die Gesundheit des deutschen Volfes abgearbeiteten Jungen oft in den Schulstunden nach dem Garten zum Journalisten nur zu gut; und wer die Sprache der oppositionellen zu sorgen, durchlöcherten die Junker den Handelsvertrag mit Ausschlafen schicken mußte. Ein anderer Knabe hatte 18 Stück Vieh zu füttern und mußte Presse des Landes genau verfolgt, der wird, sofern er nicht auf dem Amerika, trieben die deutschen Fleischpreise in die Höhe und deshalb schon um 4 Uhr früh aufstehen. Ein dritter diente bei einem verbohrten Standpunkt der„ Kölnischen Zeitugn" steht, zugeben alles müssen, daß man zu vermeiden sucht, füllten sich die Taschen. tvas belt Besitzer, der über 100 Morgen Land, aber keinen Dienstboten hatte. Das ist den Amerikanern nun zu bunt geworden. Der Vater des Knaben beklagte fich, daß der Besizer seinen Sohn Born des Regierungsgewaltigen in Straßburg erregen könnte, und daß man sich in der Kritik bestehender Mißstände im Im Senat zu Washington brachte am Montag lup kaip piktai dwase, d. H., daß der Besizer ihn streife, als ob Hinblick auf den drohenden Blitzstrahl aus den Regionen der„ außer Senator Manson eine Resolution ein, welche erklärt, er ein böser Geiſt wäre". Dieses find nur einige Beispiele aus ordentlichen Gewalten" viel eher eine fachlich unangebrachte Reserve die Aufmerksamkeit des amerikanischen Volfes sei darauf ge- einer Schule; bei einer umfassenden Erhebung über diesen Gegen auferlegt, als einen Ton anzuschlagen, der das Urtheil des rheinischen lenkt worden, daß die Gesetzgebung im deutschen Reichs- werden. Die Eltern der Kinder sind sich meist garnicht recht für den„ Liberalismus“ der„ Kölnischen Zeitung", wenn bei ihr das geradezu grauenhafte Verhältnisse aufgedeckt Blattes zu rechtfertigen geeignet wäre. Es ist überaus bezeichnend tage darauf ausgehe und beabsichtige, die Einfuhr amerifa- bewußt, wie sie ihre Kinder der körperlichen Verkümmerung bischen Leben, das im Verlaufe der letzten Jahre( nicht zum mindesten nischer Wurst und anderer Fleischprodukte zu verbieten. Die preis geben. Sie sind es von alten Zeiten her so gewöhnt, daß die bischen Leben, das im Verlaufe der letzten Jahre( nicht zum mindeſten durch das Erscheinen der Sozialdemokratie auf der politischen Resolution weist den Ackerbau- Ausschuß an, sich eingehend mit seinder zu den Besitzern hüten gehen, um etwas zu verdienen. Sie durch das Erscheinen der Sozialdemokratie auf der politischen nm Schaubühne des Landes) sich in der Bethätigung der staatsbürgerSchaubühne des Landes) sich in der Bethätigung der staatsbürgerdiefer Angelegenheit zu beschäftigen und, wenn ein bezüglicher denken aber gar nicht daran, daß in Wirthschaften, wo man früher lichen Rechte der elsaß- lothringischen Bevölkerung zu regen be Entwurf Gesetz wird, sofort eine Bill zu unterbreiten, durch zwei erwachsene Kneche hielt und der Junge thatsächlich nur hüten welche eine Untersuchung von Zucker, Fleisch, Wein und durfte, heute meist kein Knecht ist, so daß dessen Arbeit zum their gonnen hat, sofort den Anlaß zu einem leicht zu durchschauenden denunziatorischen Scharfmacheversuch an maßgebender anderen Nahrungsmitteln, die aus Deutschland tom- anch noch dem Kinde obliegt. men, angeordnet wird.- Jm Repräsentanten erfahren von Jugend auf, daß sie jedermann eine east sind; er um die Köln, 8tg." scheint demnach in der ungestörten Kirchhofs. Am schlimmsten sind die unehelichen Kinder dran; dieselben Stelle in Straßburg abgeben muß. Das politische Ideal derer hause enthält eine vom Ackerbau- Ausschuß gleichfalls am reichen sie das Alter von 6, 7 oder 8 Jahren, so müssen sie schon uhe zu suchen zu sein, wie sie bis vor wenigen Jahren auf dem Montag eingebrachte Ackerbaubill eine Bestimmung, durch dienen gehen; an Liebe erhalten sie nichts, an ungemach dagegen Lande der„ wiedergewonnenen Brüder" lastete, in jener für die preußisch- deutschen Regierungsgermanisatoren wenig ruhmvollen welche der Ackerbau- Sekretär ermächtigt wird, für gesund leberfluß. Kein Wunder, wenn diese Kinder als Erwachsene der Periode, wo die Kanäle der politischen Publizistik des Landes aus heitsgefährlich gehaltene Einfuhrartikel menschlichen Gesellschaft die Lieblosigkeit sechzigfältig und mit Zinsen schließlich vom Literarischen Bureau des Straßburger Ministeriums einer Untersuchung zu unterwerfen, und durch zurückgeben aus gespeist wurden, und das Recht der Versammlung und freien welche ferner der Schazsekretär ermächtigt wird, diejenigen Boffe's Köpenicker Lehrerrede, die wir neulich als ein Meimmgsäußerung des Bürgers sich in der Spalierbildung bei KaiserArtikel auszuschließen, die im Ausschußberichte als gefälscht kulturzeugniß theilweise wiedergaben, findet die„ Kreuz- Zeitung" besuchen und im Hurrahschreien bei patriotischen Kriegervereinsfeſten oder sonstwie gesundheitsgefährlich bezeichnet sind. herrlich. Bech für einen Minister der Geistesfreiheit! Die zu erschöpfen gezwungen war. Mit anderen Worten, die Vereinigten Staaten haben sich" Kreuz- Zeitung" bescheinigt Herrn Bosse, daß die Verwirklichung zu Repreffalien entschlossen. Und wenn es dem deutschen seiner Schulideale für die Sozialdemokratie die Vernichtung bedeutet; Bolte nicht gelingt, dem gemeingefährlichen Treiben unserer sie hat in der Rede flare und martige Gedanken entdeckt und beglüdGroßkornwucherer und Fleischvertheuerer noch rechtzeitig Staat nur ein Land der Schulen zu sehen, sondern auch die Armee, häufig bei Bismarck zu Tisch, und wurde trozdem von ihm wegen wünscht den Minister, daß er die„ Einseitigkeit" vermieden hat, in unserem Eruft Dohm, der Redakteur des„ Kladderadatsch", war seiner Beit zu steuern, so wird der deutsche Ausfuhrhandel von einem den andern Schwerpunkt preußischer Größe", gebührend gewürdigt eines unbedeutenden Angriffs im„ Kladderadatsch" strafrechtlich verfolgt, schweren Schlage betroffen, und wird das deutsche hat. Im Sinn der„ Kreuz- Zeitung" würde das Schulideal Bosse's Bolt noch schlimmer als bisher für die Begehrlichkeit wohl in der Vereinigung von Armee und Schule liegen, und herr- und erlitt eine Gefängnißstrafe. Das„ Berl. Tagebl." erhält nun feiner raubgierigen Junter gezüchtigt und für die lich an des Jahrhunderts Wende würde der Lehrerunteroffizier stehen, eine Zuschrift aus eigener Wissenschaft, wonach Dohm, als er das a. sagte: Dieser Schwäche, der Junterherrschaft sich nicht längst entledigt zu einen abgelegten Säbel als Erziehungsinstrument zur Seite und Gefängniß verließ, dem Gewährsmann u. haben, bestraft werden. den Mund sprossend von Kasernenhofblüthen. Aber in jener idealen Bismarck ist doch ein sehr unvorsichtiger Mann. Mich bringt Zeit, fürchten wir, wird nicht mehr Herr Bosse Kultusminister sein, er ins Gefängniß, weil ich ihn scherzend beleidigte, sondern irgend ein wegen unzulässiger Weisheit pensionirter aber went ich alle die Majestätsbeleidigungen wiedergeben wollte, zu denen er sich mir gegen Herrn Bosse ist übrigens noch eine andere Auszeichnung zu theil über im auf der Zeit bei Tisch hat hinreißen lassen, geworden. Nicht nur die„ Kreuz- Zeitung", sondern auch der Sultan weiß seine Verdienste zu würdigen. Er hat, unbeschadet seiner so würde er wahrscheinlich zeitlebens nicht aus christlichen Gesinming, einen hohen türkischen Orden erhalten, das dem Gefängniß herausgekommen sein!" Dohm spielte Großkreuz des Osmanie- Ordens.dabei namentlich auf gewisse Aeußerungen an, die sich auf die Antrengungen Bismard's bezogen, die der Ministerpräsident nöthig gehabt habe, um den König Wilhelm, im Jahre 1866 gur Kriegserklärung gegen Oesterreich zu bewegen. Deutsches Reich. Der Bundesrath überwies in seiner heutigen Sigung die Vorlagen, betreffend den Entwurf eines Gesetzes über Aenderungen und Ergänzungen des Strafgesetzbuches, betreffend Abänderung und Ergänzung der zur Ausführung des Impfgefezes erlassenen Vorschriften und den Entwurf eines Gesezes für Elsaß- Lothringen, betreffend die Ausführung des Bürgerlichen Gesetzbuches, den zu ständigen Ausschüssen. d Der prenstsche Landtag wird heute im Reichs Anzeiger" auf den 16. Januar einberufeit. Die Einberufung ist also in der That auf den spätesten zulässigen Termin erfolgt. Datirt ist die Ordre aus Springe, wo der Kaifer bekanntlich zur Saujagd anwesend war. Lieutenant. " Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. " Das Hohenasperg Jubiläum feiert heute die„ Nordd. Ang Allg. Beitung". Die württembergische Bastille ist nämlich 400 Jahre alt geworden. Das Blatt bekennt, daß manche edlen Geister auf der Beste für ihr Vaterland gelitten hätten, und sie wollten nichts Zum Simpliciffimus- Prozeß heben wir aus der Urtheils anderes, als was das Jahr 1870 und 71 uns mit Gottes Hilfe begründung hervor: Der Gerichtshof hat in der in Nr. 20 des endlich gebracht hat, das einige deutsche große freie Baterland". Simplicissimus" euthaltenen Zeichnung, die eine kleine und Die„ Norddeutsche" nimmt das freie Vaterland ihrem künftigen eine große Eiche darstellt, eine arge Beleidigung des Kaisers Jubiläumsartikel vorweg, indem sie das Jubiläum von erblickt. Nach Ansicht des Gerichtshofes soll die kleine Eiche den Blögensee in ähnlicher Weise feiern wird. Ju der Ver- Kaiser, die große Eiche den Fürsten Bismare darstellen. Die ganze Das Disziplinarberfahren gegen Delbrück findet, abgesehen gangenheit darf man ja nach Norddeutschem Rathschluß Um Art der Darstellung macht den Kaiser nicht nur lächerlich, sondern von der Scharfmacherpresse, durchgängig lebhaften Widerspruch. Es stürzler feint, dam werden diese schlimmen Subjekte sogar edel. Und enthält auch eine arge Beleidigung des Kaisers. Der Gerichtshof wird fich zeigen, ob die Kollegen des Bedrohten zu ihm stehen wenn einst unsere Zeit als Bergangenheit überwunden sein wird, hat bei Prüfung der Sachlage die ganze Tendenz des„ Simund sich mit ihm solidarisch erklären. Das würde unseres Erachtens wenn erreicht worden ist, wofür die heutigen Zeitgenoffen litten, plicissimus", ganz besonders aber einen Brief in betracht gezogen, den den größten Eindruck machen. dann wird die„ Norddeutsche" wieder die edlen Geister von ehemals der Angeklagte Heine an den Redakteur Langen gerichtet hat. In Vereinsgesetz. Ein hiesiges Blatt hatte gemeldet, daß dem preifen und auf neue Umstürzler pirschen. Man muß erst diesem wurde die Stadt München als demokratisch und untaiserlich Vereinsgesch. Ein hiefiges Blatt hatte gemeldet, daß dem preußischen Landtage in seiner bevorstehenden Tagung eine neue gründlich todt sein, um von der„ Norddeutschen" einen Lorbeerkranz bezeichnet, so daß sich dort eine Verbreitung des„ Simplicissimus" Borlage auf dem Gebiete des Vereinswesens zugehen werde. Nach zu erhalten. aldinudempfehlen würde. Außerdem wurde in dem Briefe der Vorschlag einem Berliner Drahtbericht der Münchener Allg. 8tg.", die neuer- Nicht zur Maßregelung empfohlen will die„ Boft" den gemacht, den Drudort des„ Simpliciffimus" von Leipzig nach Es wurde dabei vorgeschlagen, die dings mehrfach über die Beschlüsse der Regierung gut orientirt war, Professor Delbrück haben. In der That, es waren diesmal nur die München zu verlegen. Es foll jedoch erst im Januar endgiltig darüber Beschluß gefaßt werden, gefinnungsverwandten"" Hamburger Neuesten Nachrichten". Es bayerischen Behörden durch anfängliche Schmeicheleien zu gewinnen. ob die preußische Regierung eine solche Vorlage im Landtage ein- wäre interessant, wenn die„ Post" wirklich den Vorwurf der Aus der ganzen Tendenz des" Simpliciffimus" geht auch hervor, bringen wird. Denunziation als Beleidigung empfindet. Wenn sie sich auf daß es demselben darauf ankommt, den Kaiser lächerlich zu Ob der Reichskanzler mun endlich daran denkt, ein dem Reichs- diesen Weg der Besserung begiebt, dann hält sie es vielleicht auch machen. Dieser Tendenz entspricht auch das Bild in Nr. 32 des tag gegebenes Versprechen, betreffend Gestaltung des Inverbindung schließlich für eine Stränkung, wenn man ihr die denunziatorische Simplicissimus". Ju demselben wird Gottfried von Bouillon dar tretens politischer Vereine, zu erfüllen? Oder wird man es wieder Majestätsbeleidigungsrazzia vorhält. Oder ist die" Post" nur aus: gestellt, der an den Kaiser Barbarossa eine Ansprache hält. Es versuchen, vom Landtag für die Gewährung dieser Konzeffion die nahmsweise ihrer Gesinnung untreu geworden, weil es sich um einen wird darin der Ansicht Ausdruck gegeben, daß die Kreuzzüge keinen Bewilligung von allerlei reaktionären Maßregeln zu verlangen? einstigen Parteigenossen handelt? Der bekannte" Post"-Gewaltige Swed gehabt haben, und daher auch die Orientreise des Kaisers, die als Kreuzzug dargestellt wird, zwedlos.sei. In diesem Bilde Keine Reffortveränderung weist nach Mittheilung des Zeitungs- hat vielleicht eine Anwandlung von Großmuth und Pietät gehabt. und in der Unterschrift wird der Kaiser nicht nur lächerlich gemacht, Geheimraths in dem„ Hamb. Korresp." der neue preußische Staats- Die Bismarck Memoiren. Der frühere Kultusminister, jetzige sondern auch in arger Weise beschimpft. Zu gunsten des Angeklagten haushalts- Etat nach," welcher sich jetzt im Drud befindet. Aus Oberlandesgerichts- Präsident Dr. Falt will im demnächst er- Heine hat der Gerichtshof angenommen, daß ohne deffen zuthun derselben Quelle verlautet, die Pläne auf Medizinalreform seien scheinenden Januarheft der Deutschen Revue" unter dem Tertzufäße gemacht worden sind. Es ist aber andererseits erwiesen so eingeschränkt worden, daß die Bezeichnung Medizinal- Titel" Thatsächliche Ergänzungen zu Fürst Bismard's Gedanken und worden, daß der Angeklagte Heine die Zeichnung geliefert, mithin die reform kaum mehr anwendbar sei. Ob aber auch mir Erinnerungen" veröffentlichen. Falt ist allerdings der geeignetste Textzufäße ermöglicht hat. Bei der Strafzumessung hat der Gerichtshierfür die gesetzliche Unterlage in der nächsten Tagung des Land- Mann, die Darstellung der Memoiren von der Kulturkampfzeit zu hof den vorerwähnten Umstand und ferner erwogen, daß der Antages geschaffen werden wird, erscheine noch zweifelhaft. getlagte zu dem Redakteur Langen in einem gewissen Abhängigkeitsverhältniß stand, daß er aber andererseits sich in den vollen Dienst des Bronfart von Schellendorff, der erst neuerdings wieder viel Langen stellte und die Tendenz des" Simplicissimus" zu der ſeinigen genannte ehemalige Kriegsminister der Feuersprize, ist gegenwärtig Es ist endlich die Gröblichkeit der Beleidigung erwogen Es flingt " parlamentarisch" thätig als Mitglied des sogenannten medlen so wird uns geschrieben geradezu wie bitterer machte. burgischen Landtags, und zwar gelegentlich des mehrfach er Hohn, wenn die„ Köln. 8tg.", das tonangebende Organ des worden. Der Gerichtshof hat für den ersten Fall auf 5 Monate, für wähnten Sonntags- Sozialistengeseges. Herr v. Schellendorff sprigte rheinischen Nationalliberalismus, in einer fürzlich veröffentlichten den zweiten Fall auf 2 Monate, insgesammt auf 6 Monate Ge wie folgt: Korrespondenz aus Straßburg über das politische Leben in Eljag fängniß erkannt. Was die Angeklagten Hesse und Beder anlangt, so Ich kann die Sozialdemokratie als eine Partei nicht anerkennen. Lothringen von einer wüsten Agitation" spricht, die im behaupten diese, daß sie den Inhalt der inkriminirten Nummer nicht Dieselbe bezweckt den Umsturz alles Bestehenden mit aller Energie. Tezten halben Jahrzehnt nicht nur von sozialdemokratischer Seite, gekannt haben. Das Gegentheil ist ihnen nicht nachgewiesen worden. Deshalb müssen wir dieselbe rücksichtslos bekämpfen. sondern auch von Demokraten und Klerikalen ins Werk gesetzt worden Allein nachdem mehrere Nummern des„ Simplicissimus" beschlagnahmit Die Sozialdemokratie würde, wenn sie ans Ruder käme, teine sei, das öffentliche Leben mehr und mehr vergifte und allgemach zu waren, wäre es ihre Pflicht gewesen, sich vor der Ausgabe der Nr. 32 Schonung üben. Redner bittet um Annahme der Regierungs- einem öffentlichen Uebelstande werde; der Ton in Volksversamm zu überzeugen, ob diese auch strafbaren Juhalts sei. Hätten die Anborlage. lungen und Breffe sei dabei ein rober, zuweilen geradezu wüster, geflagten dies gethan, dann hätte ihnen die Strafbarkeit nicht entWir können Herrn von Schellendorff beruhigen; wir werden ihm und den Schaden trüge natürlich das ganze Land, wenn heute in gehen können. Sie waren in der Lage, alsdann die gesammte Ver die größte Schonung angedeihen laffen, obwohl er uns als eine Elsaß- Lothringen die extremen Parteien bas breitung der Nummer 32 vollständig zu verhüten. Da fie des Partei nicht anerkennt. Wir würden uns sogar Mühe geben, daß er große Wort führten. Ich wiederhole: es berührt einen wie unterließen, so haben sie sich einer groben Fahrlässigkeit schuldig ges das Ehrenamt eines Kommandanten der freiwilligen Feuerwehr bittere Jronie, wenn man diesen Erguß der Köln. 8tg." macht. Bei der Strafzumessung ist einmal die bisherige Unbescholtens heit der Angeklagten, andererseits aber ihre große Fahrlässigkeit erbedenke: in einem Lande, wo Ausnahmeerhält. Inzwischen sehen wir, daß ehemalige preußische Minister ließ. bor schlimmsten Art, allem der fehr geeignete Parlamentarier in einem Landtag sind, der einst durch gesetze unfelige wogen worden. die erbeigenthümlich stimmberechtigte Bertha Rother eine Welt- Diktaturparagraph, der Regierung die Befugniß verleihen, alle Der Majestätsbeleidigungsprozeß gegen den Deutschberühmtheit war. Wir glauben, daß er diesen Weltruhm wieder öffentlichen Preßorgane durch Federstrich, auf rein Amerikaner Franz Knaak, dessen Verhaftung f. 3. Aufsehen ers erlangen tönnte, wenn sämmtliche derzeitige Minister Breußens und administrativem Wege, ohne jedes richterliche Urtheil und ohne die regte, fand am Dienstag vor der Straffammer des Landgerichts I des Reiches ihre Dienste der„ parlamentarischen" Rettung des medlen- Möglichkeit einer Berufung an eine höhere Instanz zu unterdrücken, statt. Der Verhandlung wohnte ein Mitglied der amerikanischen burgischen Staates widmen würden. sobald sie sich im geringsten nach obenhin unangenehm zu machen Botschaft bei. Knaat, ein geborener Stettiner, ist vor 23 Jahren: forrigiren.Man der " Aus Elfak- Lothringen. " einen nach Amerita ausgewandert und im Sommer zur Erledigung von Geschäften nach Berlin gekommen. Im 23. v. 9. war er mit einem Aus den schwarzen Bergen. -O berbieten. Ausland. Defterreich- Ungarn. " " " niemand etwas; wochen und monatelang von dem russischen Gelde sah unmittelbar in die " Parlamentarisches. Partei- Nachrichten. Theoretische Erörterungen. Frl. 2. in der Reg'schen Weinstube in der Mauerstraße. Ueber die Weltpolitik des Fürsten Nikita. Initiativ Anträge. Der Reichstag hat in der Session von Borgänge, die dort zu seiner Verhaftung führten, sagte der als Zeuge Aus Belgrad wird uns d. d. 17. d. M. geschrieben: 1894/95 eine Alenderung des§ 35 seiner Geschäftsordnung bezitglich bernommene Kommerzienrath Möller folgendes ans: In einer Nische Der Montenegriner ist sehr stolz und sehr eitel. Was der Behandlung der Jnitiativ- Anträge beschlossen, welche dem Wettfei eine Unterhaltung in so lautem Tone geführt worden, daß die all- erzählt man von uns in der Welt", das ist die Frage, die jedem lauf bei der Einbringung von Initiativ- Anträgen zu Beginn der gemeine Aufmerksamkeit darauf gelenkt werden mußte. Der Zeuge habe Fremden und jedem von auswärts kommenden Montenegriner Session ein Ziel setzen sollte. In seiner früheren Fassung bestimmte gehört, daß in der Nische ein Herr von der„ erbärmlichen deutschen Nation" hundertmal von allen Seiten gestellt wird, sobald er den der§ 35, daß die von den Mitgliedern des Hauses gestellten und in beleidigender Weise über die hohenzollern montenegrinischen Boden befritt. Fürst Nikita hat es verstanden, Anträge in der Reihenfolge ihres Einganges zur Verhandlung und den deutschen Kaiser sprach. Da habe er sich nach diese nationale. Eitelkeit zu nähren und auszubreiten. Seit fünf zu bringen seien. Da die Zustände unhaltbar geworden, der Nische begeben, in welcher der Angeklagte mit seiner Begleiterin undzwanzig Jahren werden jeden Sonntag vor Kirchen an- wurde im Februar 1895 auf Antrag der Geschäftsordnungsfaß. Der Zeuge habe ihn voller Entrüstung unterbrochen: Ich gesammelten Montenegrinern aus der offiziellen Zeitung Kommission beschlossen, daß alle Anträge, welche innerhalb zehn verbitte mir, daß Sie in solchem Tone von Glas Brnogorza" die Ueberfegungen aller und sogar der Tagen nach Beginn der Session eingegangen sind, als gleichzeitig Sr. Majestät, den Hohenzollern und dem deutschen unbedeutendsten Berichte der ausländischen Blätter über das eingebracht angesehen werden sollen. Ueber den Vorrang der derWolfe fprechen, Sie sollten sich schämen, hier so aufzutreten. stolze Bergland vorgelesen und auf eine besondere Weise gestalt gleichzeitig eingebrachten Anträge sollte eine Verständigung I tönnte Sie prügeln, und wenn Sie nicht innerhalb kommentirt. Der Fürst bezahlt eine Menge fleiner Schriftsteller, des Präsidiums mit dem Hause selbst herbeigeführt werden, wobei fünf Minuten das Lokal verlassen haben, lasse ich Sie hinausbringen, die sich bemühen, in irgend einer Zeitung oder Zeitschrift einige stillschweigend die Thätigkeit des" Seniorenkonvents" in betracht geund wenn es durch die Polizei ist!" Als der Zeuge sich Zeilen über Montenegro und seinen flugen und glorreichen Herrscher zogen wurde. Seither ist die Praxis beobachtet worden, daß die wieder nach seinem Plazz begeben hatte, habe der Angeklagte erscheinen zu lassen, die dann gefälscht, in eine viel schönere Form Parteien selbst: die Reihenfolge der von ihnen eingebrachten Anträge wieder in lautem und herausforderndem Tone geäußert: Sch gekleidet, dem Volte mitgetheilt werden. Der arme, verhungerte, aufstellen, so daß die wichtigsten, und zwar nach dem Stärkebin freier Amerikaner und will denjenigen sehen, der mich unterdrückte Montenegriner glaubt heute wirklich, daß er und sein verhältniß der Parteien, zur Berathung famen. Für den Fall, daß hindern will, meinen Wein auszutrinten." Nach einiger Zeit versteinertes Land im Mittelpunkt der ganzen Weltpolitit stehe. Die feine Verständigung nicht erzielt wird, hat das Loos zu entfei dann ein wahrscheinlich von anderer Seite gerufener Polizei- Antwort, die ein Montenegriner gab, als man ihn fragte, wie ihm scheiden. Initiativanträge, die einen Gefeßentwurf enthalten, be beamter erschienen, der den Angeklagten zur Wache geführt habe. Fiume und Triest gefallen, ift allgemein bekannt und sehr halten ihren Reihenplay so lange, bis sie durch die vorgeschriebenen Die Aussagen der Zeugen über den Grad der Trunkenheit des An- charakteristisch: Schön find sie beide, sagte der Sohn der Berge, drei Lefungen geführt sind. Wenn also ein solcher Gesezentwurf in geklagten gingen auseinander. Geh. Medizinalrath Dr. Long er mich wundert nur, daß unser Gospodar so schöne und reiche Städte der betreffenden Kommission zur Weiterberathung im Plenum fertig flärte ihn für einen chronischen Alkoholisten. Der Staatsanwalt in den fremden Händen läßt, daß er sie noch nicht mit Montenegro vorbereitet ist, so hat er sofort wieder den alten Plaz, d. h. er geht beantragte neun Monate Gefängniß, aber der Gerichtshof vereinigt hat." In den naiven Bildern, die einen Kongreß der Herrscher allen Anträgen vor, denen er borging, als er zur ersten Lesung ge erfannte auf Freisprechung des Angeklagten, weil er nach den Europa's darstellen und die in jedem montenegrinischen Hause zu langte. Die Erwartung, daß auf grund dieser Bestimmungen sich die Ergebnissen der Beweisaufnahme doch Zweifel daran hatte, daß sich finden sind, sieht man in der Mitte des großen Tisches zwei Fürsten, Fluth der Initiativanträge vermindern werde, hat sich indeß als irrig der Angeklagte in normaler Geistesverfassung befunden habe und in um die sich, nach der Meinung der Montenegriner, die ganze Welt herausgestellt. Der einzige Unterschied gegen früher besteht darin, der Lage war, die Tragweite dessen, was er that, zu überlegen, dreht den Kaiser von Rußland und Nikita. den Kaiser von Rußland und Nikita. Bei solchen An- daß sich die Masse der Anträge nicht mehr auf den Eröffnungszumal der Angeklagte in nüchternem Zustande seine Hochachtung schaumgen, bei solchem nationalen Glauben wurden natürlich dem tag zusammendrängt, sondern auf die erſten zehn Tage vertheilt bor Deutschland und dem deutschen Kaijer aus Fürsten alle ungerechtigkeiten, alle Gewaltthaten leicht und schnell und daß noch mehr Anträge wie früher zur Einbringung ge gedrückt hat. Deshalb habe der Gerichtshof geglaubt, ein non verziehen. Unruhige Köpfe, unzufriedene Geister mußten vor der langt sind. liquet aussprechen zu sollen. Rache des allmächtigen Nitita fliehen, in Serbien, in Bulgarien, in Herr Möller, Kommerzienrath und wiederholt Neichstags- aber treu zur Seite der„ nationalen Dynastie" und war voll von Dalmatien einen Zufluchtsort fuchen; die Masse des Volkes standa abgeordneter, jedoch mit ungiltigem Mandat, weil durch gesezwidrige Bewunderung für jeden Aft des flügsten aller Menschen. Und Nikita Praktiken erworben, jezt wieder in gleicher Lage hat in dem heutigen Majestätsbeleidigungsprozeß gegen einen Amerikaner eine übt seine Macht rücksichtslos aus. Der größte Theil der jährlichen In der ,, Neuen Zeit" sezt Heinrich Cunow seine durch sehr patriotische Rolle gespielt. Die Szene trug sich in einer Berliner Staatseinnahmen floß in seine Privatkaffe, welche dann noch durch musterhafte" Sachlichkeit wohlthuend berührende Polemik gegen Weinkneipe zu; der Amerikaner, angetrunken, schwadronirte und kam auch häufige Konfiskationen der Güter aller Emigranten und durch russische Bernstein's Bezweiflung der Zusammenbruch stheorie auf die politischen Verhältnisse und die Personen der Hohenzollern, dar Gratifitationen bereichert wurde. in einem Artikel fort, der überschrieben ist:" Zur Psychologie des unter des regierenden Kaisers zu sprechen. Das Vernünftigste wäre Jahren Montenegro auch ein stehendes Heer einzuführen beabsichtigte, in Nur ein Beispiel dieser fürstlichen Wirthschaft. Als vor einigen fapitalistischen Systems". Cunow geht davon aus, daß Bernstein gewesen, sich um den Mann gar nicht zu bekümmern, denn er ließ wurde dem Volke im ganzen Lande mitgetheilt, daß die schwester Rückwirkung umbeachtet lasse, feiner Vorliebe für Zahlenbeweise die imgestaltende fich, außer dem lauten Gerede, nichts zu schulden kommen. Allein liche, russische Regierung eine größere Summe zur Erbauung der Kapitals auf die Natur der Betriebe und ihre gegenseitigen die die Konzentration des mifer Kommerzienrath und Reichstags- Abgeordneter( bis zur Kaffirung nöthigen Kaserne gefandt hat. Diese Mittheilung wurde vom ganzen Beziehungen zu einander, furz auf die innere feines wiederum angefochtenen Mandats) wurde von patriotischen Wolfe jubelnd empfangen und aus allen Winkeln eilten Deputationen Struktur des fapitalistischen Wirthschaftssystems gehabt hat. Es Gefühlen" erfaßt. Er stürzte auf den verdugt dreinschauenden Amerikaner los und schnarrte ihn an, wie oben nachzulesen ist. Der nach Cettinje, um dem ruſſiſchen Botschafter die innigste Dankbarkeit bleibe unverständlich, weshalb wohl eine Bermehrung der GroßHerr Kommerzienrath sagt nicht, daß er den Amerikaner denunzirt des Landes auszudrücken. Aber welche Enttäuschung, als man zur betriebe gegenüber den Kleinbetrieben, nicht aber beispielsweise eine Herr Kommerzienrath sagt nicht, daß er den Amerikaner denunzirt habe. Jedenfalls hat sein Vorgehen die Verhaftung des Amerikaners Ausführung der Arbeiten überging! Troß der russischen Rubel Veränderung ihres wirthschaftlichen Abhängigkeitsverhältnisses von mußte die Stajerne mittels der Frohne erbaut werden. Die Bauern einander auf die Wirthschaftslage von Einfluß sein solle. Cunow und den Majestätsbeleidigungs- Prozeß gegen denselben zur Folge mußte die Kaserne mittels der Frohne erbaut werden. gehabt. Das Berliner Landgericht hat sein Urtheil über den frohnten unentgeltlich und nährten sich noch dabei auf eigene Kosten erörtert dann die entscheidenden die entscheidenden Veränderungen, die die Prozeß gefällt, indem es den Angeklagten freisprach. Und auch Konzentration des Kapitals in einer Reihe gewerblicher Herr Möller mag aus diesem Urtheil die entsprechende Lehre es ist wahrscheinlich nur aus der Peters Thätigkeiten verursacht hat, immer mit der Wirkung, burger ziehen. große Londoner Bank daß die Inhaber der kleinen und mittleren Betriebe ihre frühere übergangen, welcher nach der Behauptung der Kenner der fürstlichen Selbständigkeit einbiißten und in ein mehr oder minder großes AbVerhältnisse, Nitita sein ganzes Vermögen anvertraut hat. Durch hängigkeitsverhältniß zu den Großkapitalisten kamen und fonumen. solche und ähnliche Handlungsweise ist es Nikita gelungen, trotz der Zum Schluß seiner Ausführungen präzifirt Cunow die Verunbedeutenden jährlichen Zivilliste ein verhältnißmäßig sehr großes el endungstheorie in dem Sinne, wie sie Karl Marg verWien, 20. Dezember. Bezüglich des bekannten Erlasses Vermögen anzuhäufen. Dieses beläuft sich heute auf ungefähr zehn standen habe: des Wiener Bezirksschulrathes wegen Trennung der Millionen Franks. Die Marg'iche Darlegung im ersten Bande des„ Kapitals" Schulkinder nach Konfeffionen erklärte der Unterrichtsminister im Mit der ökonomischen Entwickelung des Landes wuchs aber( 3. Auflage, S. 790) wird dahin interpretirt, daß unter„ Verelendung" Abgeordnetenhause in Beantwortung einer dahingehenden Inter- nothwendigerweise auch die Opposition gegen die unbeschränkte fürst- nur Lohnverschlechterung, resp. Nüdgang der allgemeinen Lebenspellation, daß er diesen Erlaß keineswegs gutgeheißen habe, da das liche Macht. Einstens waren es nur einzelne Woiwoden, Männer, haltung verstanden werden könne, und dann auf die Erfahrung hinfonfeffionelle Moment feinen generellen Eintheilungsgrund der die sich im Unabhängigkeitskriege ausgezeichnet haben und im Lande gewiesen, daß wenn auch einige Arbeiterschichten heute vielleicht niedriger Schüler in Klaffen bilde. Troßdem könne er aber in besonderen ein großes Ansehen genossen, wie Vrbidza, Bozo Petrovitsch, in ihrer Lebenshaltung stehen, wie noch vor wenigen Jahrzehnten, Fällen eine solche Eintheilung aus technischen Rücksichten nicht Vertschetitsch und andere, die versuchten, der tyrannischen Herrschaft andere dafür einen viel höheren Stand erreicht und sich eine ganze Nikita's einen Widerstand zu leisten und die eine Regelung politi Reihe neuer Bedürfnisse angewöhnt haben. So aufgefaßt, ist aller Budapest, 20. Dezember. Die Regierungspolitischer Verhältnisse verlangten. Sie büßten alle ihre allzu große dings die„ Berelendungstheorie" nicht haltbar; aber wo steht, daß wurde in der Sizung des Reichstags von dem ehemaligen Kultus Vaterlandsliebe mit ihrem Leben, wenn es ihnen nicht gelang, bei Mary unter den Rückwirkungen der kapitalistischen Akkumulation auf minister Grafen za ty scharf verurtheilt. Er legte die Gründe Beiten in den benachbarten Ländern einen Zufluchtsort zu finden. die Arbeiterverhältnisse nur den Rückgang des materiellen feines Rüdtritts dar und erklärte, er könne zwar nicht zugeben, daß Heute kämpft aber schon ein ganzer Stand gegen die Willkür Lebensunterhalts versteht? Er spricht vielmehr an der oben die Weigerung des Ministerpräsidenten Baron Bauffy, sich über die schaft des Fürsten, Hunderte und Tausende ringen kühn mit allen erwähnten Stelle von einer„ Maffe des Glends, des Druces, der Quote vorzeitig zu äußern, einen zureichenden Grund für die Obtief eingewurzelten Anschauungen der Masse und streben mit Knechtschaft, der Entartung," der Ausbeutung". Soll das Wort struktion abgeben könne; allein die Obstruktion dürfte nicht mit Waffen, seltener Ausdauer nach einer Verfassung. In Montenegro selbst Verelendung" in feiner Anwendung auf diese Seite der von struktion abgeben tönne; allein die Obstruktion dürfte nicht mit Waffen, dürfen natürlich keine politischen Zeitungen herausgegeben werden, Mary charakterisirten geschichtlichen Tendenz der kapitalistischen Affuwie die lex Tisza bekämpft werden, die selbst als bloße Demonstration genommen unzulässig sei; man dürfe nicht für eine Demonstration Angriffe auf Nifita und seine Wirthschaft in serbischen und absoluter Rückgang der wirthschaftlichen Eristenzlage des Arbeiters, genommen unzulässig sei; man dürfe nicht für eine Demonstration aber die montenegrinische Konstitutionalisten lassen um so heftigere mulation einen Sinn haben, so kann darunter nicht ein bloßer bie Form eines Gesetzentwurfes. wählen. Der einzige Ausweg fei ein Wechsel in der Person des Ministerpräsidenten. froatischen Blättern erscheinen. Der Mangel an Zeitungen wird sondern nur ein Rückgang seiner gesellschaftlichen Gedann auch durch die Flugschriften und Broschüren mit einer start sammtlage im Verhältniß zur fortschreitenden revolutionären Tendenz ersetzt, die in tausenden Exemplaren tulturellen Entwickelung verstanden werden, also im nach Montenegro eingeschmuggelt Dhne jeden Zweifel finden heute montenegrinische Emi- Steigerung der allgemeinen Kulturbedürfniffe. und verbreitet werden. Verhältniß zur Zunahme der Produktivität und der granten und unzufriedene in der serbischen Regierung eine Selbst wenn sich in unserer Entwickelung eine auf Hebung der starte moralische und materielle Unterstügung, damit ist aber nicht Wirthschaftslage der Arbeiterklasse gerichtete allgemeine Tendenz Neber die Glashütte der Arbeiter in Albi, der süb gesagt, daß die ganze konstitutionelle Bewegung in Montenegro von nachweisen ließe, könnte doch von einer zunehmenden Verfranzöfifchen Stadt, von der einst die Albigenser den Namen Milan und feinen Miniſtern inszenirt wurde. Im Lande selbst beſteht elendung gesprochen werden, sofern nur gleichzeitig in empfingen, werden, seit die Fabrik besteht, von den Bourgeois eine starke Gährung, die ganz unabhängig von den Bestrebungen der noch höherem Grade unser Kulturzust and blättern alltäglich Lügennachrichten verbreitet, welche die Auflösung ferbischen Könige ist und nur als Folge des ökonomischen Aufschwungs ich erhöhte und mit ihm die Anschauungen über und den Untergang des verhaßten Unternehmens melden. In und der Bildung eines verhältnißmäßig mächtigen Kaufmannsstands die zum Leben in der Gesellschaft erforderlichen Griftenzmittel. Der zwischen sind drei Jahre verstrichen und die Glashütte besteht nicht betrachtet werden muß. Nikita iſt deſſen wohlbewußt und er versucht Begriff des Glends ist ebenso wenig wie der mit ihm zublos, sie hat fogar beständig sich weiter entwideIt heute auch Anstalten zu treffen, um diesem inneren Feinde einen er sammenhängende Begriff des gewohnheitsmäßig nothwendigen und ihre Kundschaft ausgebreitet. An Schwierigkeiten hat folgreichen Widerstand leisten zu können. Depeschen haben schon Lebensunterhalts, ein feststehender. Er ist nicht an eine bees freilich nicht gefehlt. Ant tünstlichen und natür der europäischen Welt mitgetheilt, daß er eine Garde von 4000 Wann stimmte Lohnhöhe oder Art der Lebensfristung gebunden; er richtet lichen. Herr Stefféguier, der französische Stumm, und die organisirt und das Kommando über dieselbe ſeinem jüngeren sich nach den sozialen Lebensanschauungen, nicht zum wenigsten Behörden haben ihr möglichstes gethan, die Glashütte der Arbeiter Sohne Mirko anvertraut hat. Mit 4000 gut disziplinirten Solbaten gerade der unteren Schichten selbst, und wechselt demnach innerhalb zu grunde zu richten, indem sie dieselbe in Prozesse verwickelten, durch wird der Fürst gewiß sehr leicht und sehr lange noch allen freiheit der verschiedenen Gesellschaftsformen. Und bei der Bildung dieser bezahlte Agenten Streit hervorrufen ließen u. f. 1. Und große lichen Tendenzen im Lande trogen können, zumal da die Masse sozialen Anschauungen sprechen nicht nur die allgemeine wirthschaftsfinanzielle Schwierigkeiten ergaben sich aus der Konkurrenz mit den des Volkes durch einen unerhörten Chauvinismus im Baum gehalten lage, sondern noch eine Reihe anderer, durch die gesellschaftliche Entgroßkapitalistischen Riesengeschäften. wird. Und um diesem eine reiche Nahrung zu geben, um ihn noch wickelung felbst wieder bedingter Faktoren mit, so vor allem der Genug die Krisen sind überwunden worden, und für jetzt weiter zu entwickeln, hat Nicita ein Blatt herauszugeben begonnen, Bildungsstand der verschiedenen Volksschichten, die Stärke des handelt es sich, wie die" Petit République" mittheilt, blos noch das durch seinen Namen schon im stande ist, die Phantasie des in ihnen vorhandenen sozialen Gleichwerthigkeitsgefühls, darum, daß zwei neue Defen, gebaut werden, was 55 000 Franks Volkes zu erhißen.„ Nevesinje" heißt das Blatt zur Erinnerung die politischen Rechtsverhältnisse. Was dem Arbeiter foftet. 20 000 Franks hat die Genossenschaft, so daß also blos an einen der glorreichsten Siege, den die Montenegriner in einer bestimmten Kategorie, den von seinem Arbeitsherrir" eine 35 000 Frants noch aufzubringen sind. Dies wird nach den Aus- dem Befreiungskampfe davon getragen haben. Es zeichnet tiefe Bildungsdifferenz treint, als ein erstrebenswerther Zustand führungen des Genossen Jaurès wohl sicher gelingen. sich durch eine Leidenschaft aus, die sich um keine politische erscheint, das mag den qualifizirten Arbeiter einer anderen Kategorie, Rücksicht fümmert. Picquart Dreyfus. Die nationalistischen Blätter schreiben der europäischen Presse Gelegenheit zu verschiedenartigsten Ver- solche Masse des Elends und des Druckes" erscheinen, daß er sich In einem der zahlreichen Artikel, die der geistig seinem Arbeitgeber" vielleicht überlegen ist, als eine über die Kammerfizung vom Montag, der Kaffationshof könne muthungen gegeben haben, wird der ganze serbische Stamm auf- in Empörung dagegen auflehnt." jezt nach den Erklärungen Freycinet's, Dupuy's und Cabaignac's das Urtheil des Kriegsgerichts zwar annulliren und gefordert, ſich eng an die Dynastie Petrovitsch anzuschließen, denn Dreyfus freisprechen, werde aber nicht im stande sein, ihn zu rehabili- Die Zeit ſei gekommen, wo das Serbenthum aus dem langen Schlafe erweckt und in eine glorreiche Zukunft eingeführt sein wird. Man Das ,, Volksblatt für Anhalt" in Dessau, das jetzt tiren. Die Gegner der Revision würden nicht abrüsten. Jaurès hat in diesen langen Zeilen einen revolutionären Aufruf sehen dreimal wöchentlich zum Preise von monatlich 50 Pf. exkl. der erklärt in der" Petite République", der Grund angeblicher politischer wollen, in Wirklichkeit waren sie aber ein Nothschrei der Dynastie in Nenen Welt" herausgegeben wird, kann vom 1. Januar n. J. an Bedenken Freycinet's und Dupuy's sei der, daß das geheime Dossier von Fälschungen wimmele und die Fälscher geschützt Gefahr. Die Artikel find alle im Sinne und nach den Wünschen der täglich erscheinen. Der Preis ist, exkl. der„ Neuen Welt", auf werden sollen." Petit Journal" erklärt in einem angeblich von Masse geschrieben und verfolgen nur den einen Zweck, den Chauvinismus 60 Pf. monatlich festgesetzt. Durch die Post bezogen kostet das anderen Blatt inkl. der„ Neuen Welt" vierteljährlich 2,10 Mark. Cabaignac herrührenden Artikel, man habe Lebrun Renault zu entflammen und durch ihn dann alle verboten, über die Geständnisse des Dreyfus zu sprechen, weil man vernünftigen Strebungen im Volte zu verdrängen. Oesterreich Abonnentenzahl des Voltsblatts" beträgt gegenwärtig fast 6000. wird von heute auf morgen zersprengt, das ganze türkische schwerste Verwickelungen mit Deutschland fürchtete. Volt aus Europa nach Ajien vertrieben; Montenegro wird ein großes als Wittrisch's Nachfolger der Parteigenosse Queffel ein. Derfelbe In die Redaktion des ,, Offenbacher Abendblattes" tritt Reich mit vielen, schönen fruchtbaren Feldern das sind die HauptRußlands Eisenbahnverbindung mit der oftastatischen gedanken, die in verschiedenen Formen in diesem fürstlichen Blatte war zulet in Zürich, wo er Vorlesungen an der Universität hörte, Küfte geht ihrer Bollendung entgegen. Es wird darüber unterm zum Ausdruck kommen, und die gewiß sehr geeignet sind, die Masse und ist früher in der Redaktion der Königsberger Voltstribüne" 20. Dezember gemeldet: Der der russischen Freiwilligen Flotte an einzuschläfern, fie für die schwere Wirklichkeit noch unempfindlicher thätig gewesen. zu machen. Polizeiliches, Gerichtliches c. gehörige Dampfer Moskwa" ist mit einer großen Anzahl Armee- Kurzgefaßt, die angeblich große Weltpolitik, die Nikita seit Der vielgeplagte polnische Parteigenoffe Dylong aus und Marine- Offiziere zur Anlage von Befestigungen in Port Arthur einiger Zeit treibt, ist, soweit sie nicht von Petersburg diftirt ist, die Königshütte ist, faum aus der Haft entlassen, schon wieder sowie mit Handwerkern zur Fertigstellung der legten Folge der inneren unzufriedenheit, der starten tonftitutionellen bestraft worden. Wegen angeblicher Gewerbesteuer Hinterziehung Strede der transsibirischen Bahn nach Port Arthur Bewegung. Der arme Fürst, der treue Diener der russischen hatte ihn das Schöffengericht in Königshütte zu 48 M. Strafe vers abgegangen.Regierung, denkt heute wirklich nicht daran, mit irgend urtheilt, wobei angenommen worden war, daß Dylong zu seinem Amerika. jemand Krieg zu führen, sondern sich gegen den inneren Feind zu Schriftenvertrieb einen Haufiergewerbeschein brauche. Die Beuthener Die Entlassung von 40 000 Freiwilligen ist, wie der vertheidigen. Ein ernster Befreiungskrieg des serbischen Volkes wird Straffammer als Berufungsinstanz gab insofern dem Angeklagten Intern. Korresp." aus New York gemeldet wird, vom Kriegs- ohne jeden Beifel vor allem seiner Willtürherrschaft ein Ende machen recht, als sie die Nothwendigkeit eines Gewerbescheines bei Dylong's fetretär verfügt worden. Von diesen stehen etwa die Hälfte inner dessen ist er sich wohl bewußt und deswegen wird er den Krieg Art des Schriftenvertriebs verneinte. Sie verurtheilte ihn jedoch halb der Union, 12 000 auf Suba und 8000 auf den philip- nie aufrichtig wünschen und nichts weniger als vergnügt sein, wenn wegen Uebertretung eines neuen Gesezes über die Aufführung von pinen. von„ Väterchen" der Befehl kommt, die Lunte ans Pulverfaß zu legen. Waarenbestellungen( Gesez vom 6. August 1896) und wegen Heber Schweiz. Ausweisungen. Der Bundesrath hat neuerdings fünf Italiener ausgewiesen, welche im Geruche des Anarchismus standen. = Frankreich. Rußland. " 0 Die Trehung des§ 149 der Gewerbe- Ordnung zu 5 M. Geldstrafe oder] zwei Tagen Haft. Da jenes Gesetz vom 6. August 1896 über Druckchriften nichts heftimmt, wird Dylong das Straffammer- Urtheil im Wege der Revision anfechten. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. An die Bauarbeiter Berlins und der Umgegend. Da die Einziehung der Sammelkarten nothwendig ist, ersuchen wir sämmtLiefern. Alle diejenigen Karten, welche in bester Ordnung gefunden, liche Kollegen, dieselben spätestens den 27. d. M. im Bureau abzuwerden mit dem Jahres- Schlußstempel versehen. Wir ersuchen desHalb die Kollegen, möglichst noch ihrer Pflicht nachzukommen. Zwischen Weihnachten und Neujahr wird nicht gesammelt. Die alten Karten sowie die neuen werden Anfang Januar wieder aus gegeben und hat jeder Deputirte für seinen Bau und die einzelnen Bahler für sich dieselben in Empfang zu nehmen. Die Lohnkommission. J. A.: W. Noack. Deutsches Reich. Ausland. Streit her beschäftigungslosen Gehilfen haben jezt sämmtlich aus Aus Antwerpen wird berichtet: Die vom letzten Schriftsetzerwärts Arbeit gefunden. Es soll aber der Ausbruch eines neuen Schriftseter- Streits bevorstehen. Soziales. Tos Der nunmehr ganz ins und schlugen auf ihn ein. blindlings in die Menge und verlegte den Arbeiter Wrede durch drei Gedränge gerathene Angeklagte feuerte hierauf mehrere Schüsse Schüsse erheblich. Die eine Kugel, die noch nicht entfernt werden fonnte, ging in die linke Schulter, die beiden anderen Kugeln trafen den rechten Arm. Der Verletzte ist 6 Wochen arbeitsunfähig ge= wesen. Der Staatsanwalt glaubte, daß hier wieder ein Fall vors liege, wo in unverantwortlicher Weise von einer Schußwaffe Gebrauch Zu Mitgliedern der Kommission für Arbeiterstatistik sind gemacht worden sei. Da der Angeklagte nicht nur recht erhebliche vom Bundesrathe für die Dauer der neuen Legislaturperiode Verlegungen verursacht, sondern auch eine große Anzahl von Personen Innern Dr. v. Wo edtke, 2. der bayerische Ministerialdirektor aus, daß der Angeklagte, der ein ruhiger, anständiger Mann sei, sich des Reichstags ernannt worden: 1. der Direktor im Reichsamte des in Gefahr gebracht, so beantragte der Staatsanwalt acht Monate Gefängniß. Rechtsanwalt Lisser führte dagegen Ritter b. Herrmann, 3. der sächsische Geheime Nath Dr. Fischer, 4. der württembergische Ministerialdirektor im Stande der Nothwehr befunden habe, da er ohne jede Verb. Schid er, 5. der badische Ober- Regierungsrath und Vorstand anlassung in eine Schlägerei verwidelt und von einer Anzahl Ber der Fabrikinspektion Dr. Wörishoffer in Karlsruhe und 6. der ſonen, denen er als Einzelner gegenüberstand, bedroht worden sei. hessische Ministerialrath Braun in Darmstadt. Wenn er in seiner Bestürzung und Furcht die Nothwehr überschritten habe, so sei er doch für dieses Zuviel nicht strafbar. hof schloß sich dieser Ansicht an und sprach den Angeklagten frei. Die Kommission besteht bekanntlich, abgesehen von dem durch den Reichskanzler zu ernennenden Vorsitzenden, aus 14 Mitgliedern, unter denen 7 durch den Reichstag gewählt werden. Mit den 6 vom Bundesrathe gewählten Mitgliedern würde also erst die Zahl 13 er Ueber die Aussperrung der Krefelder Weber sind wir nur reicht sein. Neben die 6 vom Bundesrathe gewählten tritt aber noch traft getretenen Bestimmungen des neuen Handelsgesetzbuches über Zur Frage der Rückwirkung der am 1. Januar 1898 in auf sehr dürftige Mittheilungen aus bürgerlichen Blättern angewiesen, ein ferneres Mitglied, welches der Reichskanzler aus den Beamten Handlungsgehilfen auf bestehende Dienstverträge da wir leider trotz mehrfacher Reklamationen von der Streikleitung des taiserlichen Statistischen Amtes ernennt. Es war dies bisher machen die" Bl. f. Rechtspfl." auf eine am 18. November ergangene teine nähere Information über den jetzigen Stand der Bewegung er der Direktor des Amtes selbst, Geh. Ober- Regierungsrath Dr. von Reichsgerichts- Entscheidung aufmerksam, die von weittragender Bes halten konnten. Ueber die geflogenen Verhandlungen wird berichtet, daß Scheel, der voraussichtlich auch für die Folgezeit der Kommission deutung ist, da sie die Rückwirkung grundsäßlich verneint. Das die städtische soziale Kommission wieder die Vermittelung aufgenommen angehören wird. hatte. Aus den Kreisen der Arbeiter wurden je zwei Vertreter der in Reichsgericht stellt sich zwar auf den Boden einer früheren EntKrefeld bestehenden Organisationen der Weber hinzugezogen. Die Eine anerkennenswerthe Maßnahme zum Schuße der Bau- scheidung, daß der Rückwirkungswille vom Gesetzgeber nicht ausdrücklich Verhandlungen führten unter Leitung des Beigeordneten Dr. Bertram arbeiter hat die anhaltische Regierung getroffen. Aufgrund die Frage unentschieden, ob die erst am 1. Januar 1900 es erklärt zu sein braucht; läßt ferner des Gesetzes über die Polizeiverwaltung ist am 12. Dezember in fraft tretenden llebergangsbestimmungen Art. 170, 171 des Einunentschieden, best 1. Die Fabrikanten verpflichten sich, in den nächsten drei folgende landespolizeiliche Verordnung erlassen Monaten von ihrer Vereinbarung, unter Umständen Massen- us- worden: führungsesezes zum Bürgerlichen Gesetzbuch zur Lösung der Streitfrage Sperrungen vorzunehmen, keinen Gebrauch zu machen; die Weber § 1. Bei dem inneren Ausbau von Gebäuden, heranzuziehen seien. Indessen kommt es aus der Beurtheilung der berpflichten sich, in den nächsten drei Monaten in keinen Ausstand insbesondere bei Neubauten, dürfen während des Winter gesetzgeberischen Absicht bei der früheren Inkraftfeßung des 6. Abeinzutreten. Halbjahres länger andauernde Arbeiten nicht vorgenommen schnitts des Handelsgesetzbuches und der Prüfung der Einzelversetzt oder geschlossen sind, daß durch dieselben ein Luftzug Natur find oder gar bei Strafe gebieten oder verbieten und an deren werden, wenn nicht die Thür und Fensteröffnungen so bestimmungen dieses Abschnitts zu dem Ergebniß, daß die Rückwirkung nur bei den Vorschriften gewollt sei, die mehr polizeilicher zu folgenden Beschlüssen: 2. Es soll allgemein die zehnstündige Arbeitszeit in den mechanifchen Webereien eingeführt werden. 3. Es soll in den nächsten drei Monaten eine Lohnliste für die Stoffwebereien aufgestellt und vereinbart werden. Die in der Kommission thätigen Stoffweber übernahmen es, in einer etwas später anberaumten Versammlung ihren Kollegen die Abmachungen zu empfehlen. Eine gewisse Kommission, aus Webern und Fabrikanten bestehend, soll über die innerhalb des Vierteljahres entstehenden Streitigkeiten gemeinsam verhandeln. Eine kurze telegraphische Mittheilung, die wir am Dienstag nicht stattfindet. § 2. In Räumen, in denen offene Rotsfeuer ohne voll- fofortiger Anwendung die Gesammtheit ein so hohes gesundheitliches ständige Ableitung der entstehenden Gase brennen, darf nicht oder sittliches Interesse hat, daß selbst das Bedenken der Verin denen gearbeitet wird, dicht abzuschließen und dürfen nur wie es namentlich bei§ 62 der Fall ist. In den sonstigen Vors gearbeitet werden. Solche Räume sind gegen andere Räume, legung bereits erworbener Vertragsrechte dagegen zurücktreten muß", vorübergehend von den die Koks torbe beaufsichtigenden Personen schriften dagegen und namentlich in der gesetzlichen Begrenzung der sogenannten Konkurrenzklausel in§ 75, welche zweifellos zwingendes § 3. Mit der Errichtung von Wohnhäusern und anderen Recht enthält, sieht das Reichsgericht rein privatrechtliche Normen, betreten werden. in Lehte Nachrichten und Depeschen. größeren Bauwerken im Hoch- und Liefbau barf niemals bei denen nicht mehr als eine bloße Möglichkeit, daß der dauert, da bei zwei Firmen die Arbeiter darauf bestehen, daß eine Bedürfnißanstalt möglichst abgelegen von der Straße auf dem dem Schlusse, daß die Rückwirkung zu verwerfen sei, weil die etwa als bis geschlossene zehnprozentige Lohnerhöhung eintritt. Damit ist die Mittheilung der bürgerlichen Blätter, daß der Streit beendet ist, unrichtig und Bauplatz errichtet ist; hiervon darf nur abgesehen werden, wenn sich bestehende Absicht des Gesetzgebers, in wohlerworbene Vertragsrechte wird der Kampf fortgesetzt. in der Nähe der Baustelle eine Bedürfnißanstalt befindet, deren Be- einzugreifen, keinen erkennbaren Ausdruck gefunden habe. Das Wolff'sche Depeschenbureau giebt von der mußung für die Bauarbeiter gesichert und von der Ortspolizeibehörde jetzigen Situation folgende Darstellung: Die Streitbewegung unter gestattet ist. den Webern ist größtentheils beigelegt. Die Fabrikausschüsse der Arbeiter haben beschlossen, morgen die Arbeiter aufzufordern, auf grund der Resolution, welche am Sonnabend gefaßt und von den Stofffabrikanten angenommen wurde, die Arbeit am nächsten Mittwoch wieder aufzunehmen. Nur die Weber der Firma Crahmer und Gobbers wollen ausständig bleiben. Heute, Dienstag Mittag bereits nahmen in 16 Firmen der Stoffbranche die Arbeiter in fleinen Trupps die Arbeit wieder auf. Bei der Gewerbegerichtswahl in Rendsburg wurden die von den Gewerkschaften aufgestellten Kandidaten gewählt. Bemerkenswerth ist, daß in der Liste der Arbeitgeber nur zwei Wähler eingetragen waren, und somit die zu wählenden Kandidaten je zwei Stimmen erhielten. erhielt der Bauarbeiter O. von der Straffammer in Lübeck eine Wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe: Ordnung Strafe von zwei Monaten, weil er einem Arbeitskollegen gegenüber die Bezeichnung Streitbrecher gebrauchte. Das Schöffengericht, die erste Instanz, hatte auf eine Gefängnißstrafe von einem Monat er Tannt. Künftig dürfte auch noch die Bezeichnung Arbeitswilliger als Beleidigung von deutschen Richtern aufgefaßt werden. Angesichts folcher Urtheile behauptet man noch, die Arbeiter besigen eine Koalitionsfreiheit. bestraft. § 4. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Vorschriften werden mit Geldstrafe bis zu 30 W. oder mit Haft bis zu 14 Tagen Beim Bau eines Fabrikschornsteins in Küstrin verlor der Maurer Jahn aus Frankfurt a. D. durch einen Sturz in die Tiefe sein Leben. Er saß auf einem Sigbrett, das an einem Tau befestigt war. Durch einen heftigen Wind soll das Tau durchscheuert wordensein, so daß es riß und Jahn herunterſtürzte. 5 Arbeiter- Nifiko. Gerichts- Beitung. " Breslau, 20. Dezember.( B. H.) Der„ Breslauer GeneralAnzeiger" berichtet: Als in der vergangenen Nacht der in der Zobtenstraße wohnende Arbeiter Kelsch nach Hause zurückkehrte, fand er seine 28 Jahre alte Ehefrau erschossen als Leiche vor. Daneben lag, gleichfalls erschossen, der 20 Jahre alte Arbeiter Kirmes. Man nimmt an, daß es sich um eine Liebestragödie handelt und daß Kirmes im Einverständniß mit der Frau Kelsch erst diese und dann sich selbst todtgeschossen hat. Budapest, 20. Dezember.( W. T. B.) Die morgige Nummet des Amtsblattes veröffentlicht die Euthebung des Ministerpräsidenten Baron Banffy von der Leitung des Ministeriums a latere. Eine saubere ,, Herrschaft". In eine unangenehme Lage gerieth eine Zeugin, die Ehefrau des Rittmeisters a. D. S.( der Paris, 20. Dezember.( W. T. B.) Deputirtentammer. als sie gestern vor dem Schöffengericht gegen ihr früheres Dienſt Fournière verlangt für seinen Antrag die Dringlichkeit und nimmt Name wird befremdlicherweise von dem Berichterstatter verschwiegen),& ournière( S03.) brachte einen Antrag ein, den Militärpersonen die Ausübung der politischen Rechte zu gewähren. mädchen Marie Nickel Aussage zu machen hatte. Die 18 jährige Angeklagte sollte einen Betrug dadurch begangen haben, daß sie auf bezug auf in jüngster Zeit von Generalen erlassene Tagesbefehle, von dem Namen ihrer Dienstherrin bei einem benachbarten Schlächter- denen er einen solchen des Generals Jamont anführt.( Lebhafter Widermeister 4 M. geborgt hatte und eine Unterschlagung dadurch, daß sie spruch im Zentrum. Rufe: Zur Ordnung. Als Redner vom Bater M. 85 Pf. ohne Wissen ihrer Dienstherrin beim Bäcker schuldig geblieben Didon spricht, widerholen sich die Protestrufe, und die Fortwar. Die Thatsachen gab die Angeklagte zu, fie behauptete aber, daß fie fetzung der Begründung wird hääufig unterbrochen. Ministerlediglich im Interesse ihrer Herrin" gehandelt habe, welche präsident Dupuy erwidert, er glaube, die Dreyfus- Affäre Den Eifer gegen angebliche Streifvergehen, den oft Polizei der Bäder bringlich geworden, habe sie beim Schlächter die 4 M. neue Antrag Fournière's würde unheilvoll sein. fie angehalten habe, in der ganzen Nachbarschaft zu borgen. Als habe dem Lande schon genug Schaden gebracht( Beifall), der Man dürfe und Gerichte entfalten und zugleich die Unverfrorenheit, mit der Unternehmer diesen Eifer anstacheln, illustrirt ein Strafverfahren, geborgt, indem sie angab, ihre gnädige Frau befinde sich gerade in einem Offizier nicht die Möglichkeit geben, ins Forum hinabman müsse sich um die Armee schaaren, das am 19. Dezember vor der Strafkammer zu Ende geführt wurde. der Badewanne und könne nicht an ihre Kasse kommen. In Offenbach streiften im März 1897 die Fabrit Schuh habe sie 1,85 m. von ihrem Gelde hinzugelegt und den Bäcker be- die Sozialisten selbst liebten die Armee. Auf den Zwischenruf macher. Ein Schuhmacher von Pirmasens nahm die Gefriedigt. Die Beugin S. erklärte, daß alle diese Angaben Fournière's:" Gewiß!" fährt Dupuy fort: Nun wohl, so ziehen legenheit wahr, um herüber zu reisen, damit er Streikbrecher werde; betonte zunächst, daß Schwindel seien. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Grünfeld, Sie Ihren Antrag zurück." Die Dringlichkeit wird vom Hause mit 477 gegen 26 Stimmen abgelehnt. natürlich nahmen ihn die Fabrikanten trog seiner trüben Vergangen rath T., der in demselben fleinen Orte wohne, aus welchem ein hochangesehener Mann, JuſtizParis, 20. Dezember.( B. H.) Die Liga der Menschen. heit freudig auf. In der Fabrik von Wallerstein u. Triebmann, die die Angeklagte stamme, ihm die Vertheidigung übertragen habe mit welcher fie gegen die den Juden in Algier bereitete Lage Ein rechte hat an den Ministerrath eine Beschwerde gefandt, in Schuhmacherkreisenweithin einen Ruf genießt wie etwa der Bitte, fich des Mädchens, das unter seinen Augen aufgewachsen Tad u. Komp. in Magdeburg fand der Mann Unterschlupf. sei und der er eine schlechte Handlung nicht zutrauen könne, warm spruch erhebt und betont, daß gerade die ärmeren Klassen durch den Eines Tages erklärt unser Streifbrecher, er wolle nicht weiter arbeiten. Um den Grund befragt, sagt er den Firmeninhabern, drei anzunehmen. Sodann hatte der Vertheidiger eine Reihe höchst un- Klaſſenhaß in Mitleidenschaft gezogen würden. So sei unter anderem Böttcher hätten ihn dazu beredet, weil es nicht moralisch sei, den bequemer Fragen an die Zeugin zu richten. Es stellte sich dabei 150 Zeitungsverkäufern die Erlaubniß, Zeitungen zu verkaufen, entKampf der Streifenden zu nichte zu machen. Flugs übernimmt die folgendes heraus: Rittmeister a. D. S. hat in der Chauffeestraße 30gen und ihre Waaren beschlagnahmt worden. Die Liga fordert Firma die Rolle des Denunzianten. Exemplarisch müssen diese eine sogenannte" Gerichts vollzieherstube" inne. Hier ist von der Regierung energisches Einschreiten gegen solche Vorkommnisse. Paris, 20. Dezember.( B. H.) Eine gut informirte Persönlich Böttcher bestraft werden, erklärt der eine Befizer. Am 22. April 1897 er angemeldet und da es bei ihm nichts zu pfänden giebt, vor feit, die Beziehungen zum Juſtizpalast unterhält, erklärte heute war schon die erste Verhandlung vor der Straffammer. Nicht nur Seine Ehefrau und sein 18jähriger Sohn aus§ 153 der Gewerbe- Ordnung, sondern auch auf grund des wohnen in der P.- Straße, die Wohnung hat aber der letztere morgen fein Gutachten in Sachen der Dreyfus- Angelegenheit Nachmittag, der Kassations of werde morgen oder überNöthigungsparagraphen, der bis zu 1 Jahr Gefängniß androht, gemiethet und das Thürschild trägt auch seinen Namen. Die An- morgen sein Gutachten in Sachen der Dreyfus- Angelegenheit abgeben. Sollte dies thatsächlich der Fall sein, so ergiebt sich war Anklage erhoben. Die Sache mußte aber vertagt werden, geklagte hat während der legten sieben Monate der Belastungszeuge war nicht aufzutreiben. Und ihrer Dienstzeit teinen Pfennig Lohn erhalten. hieraus, daß die Meinung des obersten Gerichtshofes genügend mun hub ein Suchen nach ihm an. Bergebens: man fand verurtheilen lassen, ohne zum Termine zu erscheinen. Die Zwangs dem geheimen Dossier vorläufig Kenntniß zu nehmen. Der Vater hat dieserhalb Stlage angestrengt, das Ehepaar S. hat sich durch die bereits verhörten Persönlichkeiten aufgeklärt ist, und daß der Kassationshof es als überflüffig erachtet, ihn nicht. Jetzt endlich hat man ihn und zwar ganz sicher. Zum neuen Termin am 19. Dezember wurde er nämlich wieder vollstreckung fiel fruchtlos aus, denn die Sachen gehörten zum Theil Der Kaſſationshof wird wahrscheinlich nur erklären, daß die vorgeführt als Sträfling dem minderjährigen Sohne, zum Theil einem Abzahlungsng. Er sitzt wieder einmal wegen geschäft. Alle diese Thatsachen mußte die Beugin einaäumen. Revision des Dreyfus- Prozesses nothwendig ist, und daß die irgend eines gemeinen Vergehens. Von den Beschuldigten waren Der es mur zwei zur Stelle; der dritte auf Wanderschaft, unbekannt wo. geflagten gelebt habe, die von ihr begangenen Strafthaten ließen werden muß. Sobald das neue Revisionsverfahren eingeleitet ist, Die Verhandlung ergab nicht das geringste Be= Schrift. lastende, so daß selbst der Staatsanwalt Frei- fich nicht aus der Welt schaffen. Der Gerichtshof trat indessen ben wird der Kaffationshof alle ihm nothwendig erscheinenden Schrift fprechung beantragte, die auch erfolgte. Die sehr beträcht- Ausführungen des Vertheidigers, Rechtsanwalts Grünfeld, wonach ſtücke erhalten müssen. Paris, 20. Dezember.( W. T. B.) Der Kaffationshof verlichen Kosten übernimmt der Staat. So endet die große Aktion, die die Angeklagte auf das Zeugniß der Zeugin S. hin, nicht verurtheilt hörte heute den früheren Minister Guerin und den früheren werden könne, bei und fällte deshalb ein freisprechendes Erkenntniß. Das hätte auch gerade noch gefehlt, daß Kommandanten des Cherche- Midi- Gefängnisses Forzinetti. statt der noblen Herrschaft" das ehrenhafte Dienstmädchen bestrafta 3y's, in welchem dieser seine Bernehmung beantragt und vers Ferner nahm der Kaſſationshof Kenntniß von dem Briefe Esterworden wäre! hazy's, tagte die Entscheidung darüber bis zur nächsten Woche. Eine Revolverschießerei, die leicht zur Vernichtung von Paris, 20. Dezember.( W. T. B.) Unter den Trümmern des Menschenleben hätte führen können, beschäftigte gestern die neunte in der Nue des Apenins eingestürzten Hauses ist heute früh noch Straffammer des Landgerichts I. Unter der Anklage der Körper- ein Todter aufgefunden worden. verlegung mittels einer Waffe stand der Hausdiener Heinrich Rom, 20. Dezember.( W. T. B.) Deputirtenkammer. Die Handhabung des fächsischen Vereinsgefehed. Sturmat. Als derselbe am 17. September um 10 Uhr abends, Del Buono reicht eine Tagesordnung ein, in welcher die ReFachverein der Holzarbeiter für Tanneberg und Umgegend ist von stand, gerieth er mit zwei Männern, die sich über die Schäbigkeit" mäßigen und außerordentlichen Unterstützungen von Journalen und aus Weimann's Volksgarten kommend, vor dem Hause Banfstr. 25 gierung aufgefordert wird, die geheimen Fonds nicht zu regel der Amtshauptmannschaft Rochliz aufgelöst worden. Als Grund der feines Ueberziehers lustig machten, in einen Wortwechsel. Auflösung giebt die dem Vorsitzenden zugegangene Verfügung an, beiden Die Journalisten zu verwenden. Ministerpräsident Pelloug erklärt, auf schlugen schließlich daß nach dem Ergebnisse angestellter Erörterungen sowohl in der ein und dieser erhielt von einem eine fräftige Ohrfeige, so daß er sei. Dieſelben feien dem Minister anvertraut, welcher darüber Angeklagten daß eine durchgreifende Kontrolle der geheimen Fonds unmöglich Person des 1. Vorsitzenden, als auch in den übrigen Vorstands in helle Wuth gerieth. Er holte plöglich einen Revolver vor und Rechenschaft zu geben habe, daß sie ausschließlich im öffentlichen ämtern wiederholter Bersonenwechsel eingetreten iſt, ohne daß mit drohte, jeden niederzuschießen, der ihn zu nahe kommen würde. Interesse verwendet würden. Er hoffe, daß im nächsten Budget Ausnahme eines Falles der ausdrücklichen Vorschrift in Nr. 19 Abs. Die Schlägerei verursachte einen großen Menschenauflauf und der eine Verminderung der Fonds werde eintreten können und ersuche des Gesetzes über das Vereins- und Versammlungsrecht vom Angeklagte fühlte sich immer mehr bedrängt, so daß er sich mit del Buono, seine Tagesordnung zurückzuziehen. Nachdem Bellour 22. November 1850 gemäß der Amtshauptmannschaft Anzeige er dem Rücken gegen die Wand stellte und noch einmal drohte, jeden erklärt hat, er müsse dieselbe als ein Mißtrauensvotum auffaſſen stattet worden wäre". Würde das gleiche Vergehen auch zur Auf- niederzuschießen, der ihn belästigen würde. Da trat Lösung eines Kriegervereins genügen? der und könne sie daher nicht annehmen, wird sie in namentlicher Abs Arbeiter Mag Wrede an ihn heran, erfaßte seine beiden ſtimmung mit 219 gegen 32 Stimmen abgelehnt. denn schier zwei Jahre gewährt hat. In Magdeburg haben die Tischler in der Werkstatt von Klein wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Es wird gebeten, den Zuzug fernzuhalten. In Frankenthal sind bei der Firma Zimmermann, Frankenthaler Eisenhütte, Differenzen ausgebrochen. Zuzug von Schlossern, Feuer und Kesselschmieden ist fernzuhalten. Der 2 Leute den " von Die Errichtung eines Arbeiterfekretariats ist in Alten Hände und rief ihm höhnisch zu, er solle doch losschießen, Tarnopol, 20. Dezember.( B. H.) Einer hier aufgetretenen burg auf Antrag des Gewerkschaftskartells beschlossen worden. wenn er Muth habe. Nun riß sich der Angeklagte los und gab in Scharlachepidemie sind bereits 87 Kinder zum Opfer gefallen. Zur Verwaltung desselben wurde der Glasschleifer H. Hardt gewählt, der That auf Schischte einen Schuß ab, wobei die Kugel den Zeige: Mehr als 400 Kinder liegen noch krant darnieder. Viele Familien der zur Information auf Kosten der Altenburger acht Tage nach finger und den Ningfinger der linken Hand des Sch. Teicht verlegte. verlassen wegen der Epidemie die Stadt, umsomehr als diejenigen Nürnberg geht und mit 1. Januar 1899 sein Amt antritt. Für das Nun sprang der Arbeiter Bernhard Rauhut hinzu, um dem An- Aerzte, welche selbst Kinder haben, ihre Hilfe verweigern. Sekretariat wurden 1300 M. persönliche und 150 M. sächliche Kosten geklagten den, Revolver zu entreißen, er wurde aber gleichfalls Kap Haitien, 20. Dezember.( Meldung der„ Agence Havas".) pro Jahr ausgeworfen. Altenburg hat gegenwärtig 22 gewerkschaft durch einen Schuß an der Hand verletzt. Jezt stürzten ber- Hier geht das Gerücht, der Präsident der dominikanischen liche Berufsorganisationen mit 2400 Mitgliedern. schiedene Personen aus dem Publikum auf den Angeklagten Stepublik, Heureaux, sei ermordet worden. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Br. 298. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 21. Dezember 1898. tisda Parteigenossen! tischen Gemeindevertreter der Provinz Brandenburg statt bandhabung der finden foll, um einheitliche Grundfäße für die Gemeindewahlen fest zusehen. Mit den Vorbereitungen zur Ausführung dieses Beschlusses wurde die sozialdemokratische Fraktion der Berliner Stadtverordneten Bersammlung beauftragt. Unter Betheiligung mehrerer Genoffen aus den Gemeindevertretungen in der näheren Umgegend Berlins sind diese nothwendigen Vorbereitungen beendet und es soll die Konferenz am Goda Dienstag, den 27. Dezember( 3. Weihnachtstag), vormittags 10 Uhr, werden. im Restaurant Wille, Berlin O., Andreas str. 26 stattfinden, und, wenn erforderlich, am 28. Dezember fortgelegt Wir laden daher die sozialdemokratischen Gemeindevertreter der Provinz Brandenburg in Stadt- und Landgemeinde zur Theilnahme an dieser Konferenz ein und bitten bei der Wichtigkeit des GegenAls vorläufige Tagesordnung schlagen wir vor: 1. Wahl des Bureaus. standes um recht zahlreiche Betheiligung. 29 2. Festsetzung der Geschäfts- und Tagesordnung. 3. Berathung des Programmentwurfs. 4. Berathung der eingehenden Anträge. His asdo Mit sozialdemokratischem Gruß = uis des Kindes festgestellt ist. " werden, Die in der die Strafbefugnisse leicht vom Lehrer überschritten werden können 4 M. den Tag. Die Soldaten treten den Dienst zur einen Hälfte und oft überschritten worden sind, ist bekannt und wird auch in dem heute und zur anderen morgen an und bleiben mur bis zum 26. d. M., Auffage theilweise zugegeben. In der Frage, wann gestraft die Privatlente sind sänmutlich heute eingestellt worden und leisten Der diesjährige Parteitag der Provinz Brandenburg hat be- werden soll, müsse Richtschnur für jeden Lehrer der Ent fein, bis zumt 28. d. M. Hilfe." aliis contr schlossen, daß eine Konferenz der sozialdemokradaß die Handhabung der Schulaucht die Bestrafung Städtische Jerenpflege. Die vorhandenen festen Häuser in die Verfehlungen und eine Befferung bezwedt. Dieser Grundsay werde aber der Anstalt zu Wuhlgarten reichen nicht mehr aus. Die Deputation nicht überall befolgt, namentlich nicht immer von jüngeren des Stadtraths Struve stattgehabten Sitzung beschloffen, bei den für die städtische Frrenpflege hat daher in ihrer legten, unter Vorsitz Lehrern. Für Zuspättommen dürfe ein Kind, so sehr die ftraft werden, wenn es selber darau schuld set. Wenn die Schuld, besonders nuruhige Kranke zu beantragen. Auf der Männerstation Pünktlichkeit im Interesse der Schulordnung liege, dennoch nur be- Gemeindebehörden die Errichtung von zwei neuen festen Häuſer für wie so oft, die Eltern treffe und der Lehrer das Kind dafür sollen Einrichtungen getroffen werden zur Aufstellung von hundert züchtige, so überschreite Auch wird be Betten, auf der Frauenseite für sechzig Betten. cr fein Recht und werde bei etwaiger Anzeige auch dannt dann zur Verantwortung absichtigt, die in der Anstalt befindliche Werkstatt zu ers gezogen, wenn die Gefundheit des Kindes nicht geschädigt sei. Der weitern. Für die Festlichkeiten in der Anstalt zu Dalldorf, welche für geeignete Kranke daselbst veranstaltet Verfasser des Auffages tadelt in gleicher Weise das seiner lupinftlichkeit herunterzusetzen; das sei höchstens zu billigen, wenn fönnen; es ist vielmehr erforderlich, für 4-5 Gruppen die FestlichVersicherung nach von vielen Lehren geübte Verfahren, für reichen die daselbst befindlichen Festräume nicht soweit aus, daß die betreffenden Kranken sämmtlich an einer Festlichkeit theilnehmen ein Verschulden des Kindes festgestellt sei. Dagegen empfiehlt er, falls Ermahnungen an Echüler und Eltern nichts fruchten, Nachfügen Siefer Anstalt ein besonderes Festgebäude, welches einen oder Strafarbeit. Auch in der Bekämpfung der Unreinlichkeit dieser Anstalt ein besonderes Festgebäude, wiches einen oder Unordentlichkeit der Kleidung schießen manche fiber großen Saal mit Bühne für 400-500 Festtheilnehmer enthalten das Ziel hinaus. Es kommt vor, heißt es in dem Aufsatze, soll, und einen kleineren Saal zu kleinen Festlichkeiten mit entdaß übereifrige Lehrer strafen, weil die Kinder mit Pan- sprechenden Näumen zu errichten. In dem Vorderbau sollen außertinen zur Schule kommen. Natürlich bedeutet das ebenfalls dem zwei Familienwohnungen eingerichtet werden. eine Ueberschreitung der Beingnisse, sobald nicht eine Schuld Anstalt vorhandene Schwimmbadeanlage soll mit neiteren EinMancher Lehrer und manche Lehrerin," richtungen ausgestattet werden. Der erste Oberarzt der Irrenfährt der ungenannte Verfasser des Auffages fort,„ greifen zum anstalt zu Dalldorf, Dr. Richter, deffen Wahlzeit in der nächsten Etwaige Anträge, sowie Anmeldungen zur Theilnahme an der Stod, wenn das Kind nicht die nöthigen Witcher. Beit abläuft, soll zur Wiederwahl auf die Zeit von 6 Jahren vorKonferenz sind bis spätestens den 20. Dezember an den efte ut. f. w. bringt." Gr tabelt das als ganz willkürliche geschlagen werden. Genossen zanin adi sed sound strafbare Rechtsüberschreitung. Zum Glück," fagt er, sind Zu der ordnungsstützenden Spieleraffäre, über die das B. Bruus, Berlin SO., Natiborstr. 2, ada die Eltern im großen und ganzen einer Beschwerde abgeneigt; Berliner Tagebl" mancherlei zu berichten wußte, schreibt die genannte gu richten. dim Ernstfalle fönnte einem Kollegen, der wegen des ana Beitung noch:" Zu der Spieleraffäre, die wir bereits in zwei Arsinischested geführten Vergehens" straft, fein Gott helfen". Auch Nach titeln behandelten, und über die wir noch manches Pitante zu be 3.a.: Paul Singer. igen, Strafarbeit u. s. w. sind hier unberechtigt. Für wiederholte richten gedenken, ergreift die„ Nat.- 3tg." das Wort, um unsere Angabe zu pradedu Schulversäumnisse darf das Kind, falls es ohne Wissen der widerlegen, daß im Klub der Fröhlichen Angehörige der ersten Streife" Eltern fehlt, vom Lehrer bestraft werden; im andern Falle zieht die gespielt hätten. Wir wollen darauf mit der Frage antworten, ob Tokales. Schulverwaltung die Eltern zur Verantwortung. Diffidenten- Offiziere der tradron PR der Garde Kavallerieregimenter in 900 finder werden bekanntlich zur Theilnahme an Religionsstunden Uniform, Offiziere der Kavallerieregimenter in Der fozialdemokratische Wahlverein für den vierten gezwungen, aber es fehlt jede Bestimmung darüber, welche Leistungen näherer und weiterer Entfernung von Berlin, fogar bis Demmin, Berliner Reichstags- Wahlkreis Südosten veranstaltet am der Lehrer von ihnen fordern darf. Zu dem Punkte Wie ob tonservative Parlamentsmitglieder mit 27. Dezember( 8. Feiertag), vormittags 10 1hr, eine Sonder- foll der Lehrer strafen?" äußert sich der Aufsatz abeligen Namen, ob Offiziere der fächsischen Borstellung in der Urania, Taubenstraße. Zur Aufführung ge nur über die körperliche Züchtigung. Da der Kavallerie, ob junge Herren aus der haute finance zu ersten langt das Ausstattungsstück„ Der dunkle Erdtheil"; im Anschluß Verfasser durch seine Ausführungen weniger das Kind vor Kreisen" gerechnet zu werden pflegen oder nicht. Stände der daran erfolgt die Vorführung von farbigen Photographien in unbegründeter oder übermäßiger Strafe als den Lehrer vor daraus Nat.- 3tg." das Material aus dem Klub der Fröhlichen zur Bernatürlichen Farben. Billets à 60 Pf. sind noch beim Genoffen folgenden Unannehmlichkeiten schützen will, so braucht er überfügung, das uns bekannt ist, so hätte sie die Ehrenrettung der Thiel, Staligerstr. 35, part., zu haben. Um rege Betheiligung bittet straf arbeiten und ähnliche Dinge nicht viel Worte zu upper ten sicherlich nicht versucht, denn die dortigen Vorgänge be Der Vorstand. machen; er weiß, daß nach übermäßigen Strafarbeiten u. f. 1. weijen gerade, daß man den sogenannten„ ersten Kreisen" sehr oft Gleichzeitig werden diejenigen Genossen, welche noch im Besiz ohnedies felten ein Hahn träht, weil die schädlichen Folgen eines mit größtem Unrecht den üblichen Respekt entgegenbringt." id bon Billets find, aufgefordert, dieselben bis spätestens Freitag an lebermaßes solcher Strafen weniger auffällig und nachweisbar Beförderung von Fahrrädern. Die seit dem 1. September den Genossen Thiel zurückzugeben, andernfalls werden dieselben sind. Dem Lehrer, der bei Austheilung von Brügeln sich selber dieses Jahres für den Bereich der preußischen Staatseifenbahnen als verkauft betrachtet werden. vor Strafe schützen will, empfiehlt er, nur Sohrstock oder Achtung, fechfter Wahlkreis. Montag, den 26. Dezember uthe zu gebrauchen und mir auf die innere Handfläche bestehende Bestimmung, wonach unverpackte einfigige Zweiräder von Montag, den 26. Dezember oder auf das Gefäß zu schlagen. Er fagt, einzelne humane den Gepäcabfertigungsstellen nicht mehr angenommen werden, tritt ( 2. Weihnachtsfeiertag), mittags 12 Uhr, findet in Ba II fchmieder's neuerbautem Saale, Badstr. 16, eine Matinee statt. Behörden hätten es für einen pädagogischen Fehler gehalten, die mit Ablauf dieses Jahres insofern außer kraft, als vom Das reichhaltige Programm verspricht bei der Mitwirkung der Hand- das Organ der Arbeit zu schlagen; aber die Hand sei 1. Jaunar 1899 ab die Beförderung solcher Fahrräder als Expreßhumoristischen Gesellschaft Strzelewicz sowie des Gesangvereins doch auch das Organ für die Ausübung der meisten Ungut, d. h. also ohne Lösung von Fahrtausweisen nach dem Gepäc tarife mindestens für 20 Kilogramun mit einer Mindestfracht von " Nord" einen vorzüglichen Verlauf des Arrangements. Das Konzert gezogenheiten, und Schläge auf die sand feien am 50 Pf., wieder gestattet wird. Ausgenommen ist allein der hiesige wirtsamsten. Nur fet Vorsicht nöthig, fügt er augen wird von einer gutbesetzten Künstler- Kapelle unter Leitung des Must tdirektors Herrn Schonert ausgeführt. Zahlreichen Besuch scheinlich wieder mehr aus Sorge um den Lehrer als um das Vorortverkehr. Ob und inwieweit Schnellzüge zur Beförderung Kind warnend hinzu. Er beruft sich auf die Erklärung von solcher Zweiräder zugelassen werden, steht vorläufig noch dahin, d Das Festtomitee. Professor Esmarch( Kiel), daß für Echläge mit der Ruthe oder einem Die Errichtung einer Heilstätte für lungenkranke Eisent. dünnen Rohrstock die innere Handfläche am besten geeignet sei, weil bahnbedienstete ist in einer Konferenz von Borjizenden der EisenZur Regelmäßigkeit des Fortbildungsschul: Besuches. dort die Haut sehr reich an sensiblen Nervenbahn- Bensions- und Krankenkassen in Aussicht genommen worden. Die in den städtischen Fortbildungsschulen für fasern sei und bei nicht zu großer Gewalt Schädigungen wohl es überwog in der Konferenz die Meinung, daß wenigstens für die Jünglinge feit einer Reihe von Jahren angestellten Er- faum entstehen können. Esmarch hält auch Schläge mit einem öftlichen Bezirke die Errichtung einer eigenen Heilstätte baldmöglichst mittelungen haben ergeben, daß hier gewöhnlich nicht viel mehr berberen Stock auf das Gefäß für unbedenklich, verwirft aber wegen bewirkt werden müsse. Von der Pensionskasse sollen daher die Erals drei Viertel der eingefchriebenen Theil der Gefährdung der Wirbel das Schlagen auf den Rücken. mittelungen und Vorbereitungen hierzu veranlaßt werden. Damit ferner nehmer anwesend find. Jm Schuljahre 1897/98 waren Andere, wie Schulrath a. D. Kaiser, empfehlen nicht blos die noch arbeitsfähigen Kranken, bei denen die Kur am meisten Erfolg in der Sommerwoche vom 22.- 28. August 1897 mur 76,2 pet., aus gesundheitlichen, sondern auch aus Schidlichkeitsverspricht, nicht durch die Sorge um ihre Angehörigen abgehalten in der Winterwoche vom 9.- 15. Januar 1898 nur 77,9 pet. gründen die Handfläche. Auch der Verfasser des Auffages werden, die Arbeit aufzugeben und sich in eine Heilstätte zu beder Theilnehmer anwesend, und in den Vorjahren wurden giebt der Hand den Vorzug, aber weder aus gesundheitlichen noch geben, ist vom Pensionskassen- Borstand in Aussicht genommen, in ähnliche Zahlen ermittelt( Schuljahr 1896/97 im Sommer aus Schicklichkeitsgründen, sondern wiederum im Intereffe Butunft das volle, sayingsmäßige Krankengeld während der Dauer 76,5 pct., im Winter 79,8 pet.). Der Prozentsatz der Fehlenden des prügelnden Lehrers. Er will auf die Hand des Heilverfahrens den Angehörigen in allen Fällen zu gewähren, muß als hoch angesehen werden in anbetracht des Umstandes, daß schlagen, weil da die Spuren schneller schwinden, während bisher nur zwei Drittel, in Fällen besonderer Noth allerder Besuch der städtischen Fortbildungsschulen also schwerer vom Arzt bescheinigt werden können.„ Wenn man sich dings auch das volle Krankengeld gewährt worden ist. freiwillig ist, daß also die Besucher sich zumeist aus den wirklich vergegenwärtigt," sagt er, wie leicht auf den muskulösen Hoffentlich werden diese guten Vorsätze nicht zu Wasser. bildungseifrigen Elementen rekrutiren. Zu den vermuthlichen Ur- Körpertheilen die von den Aerzten häufig bescheinigten Nach dem von der Großen Berliner Straßenbahn der fachen dieser geringen Regelmäßigkeit des Schulbesuchs wird in blutunterlaufenen Striemen" entstehen, welche wohl gar das Sigen Verkehrsdeputation erstatteten Berichte find jetzt sämmtliche in Be den jährlichen Verwaltungsberichten über die städtischen Fortbildungs- unmöglich machen" und dergleichen mehr, so wird man den obigen trieb befindlichen Wagen, die für Oberleitung eingerichtet sind, mit schulen leider nichts gesagt. Bedauerlich ist auch, daß aus den Auslassungen( Eemarch u. f. w.) die gebührende Achtung nicht ver- Heizvorrichtungen versehen worden, mit Ausnahme von zehn aus städtischen Fortbildungsschulen für Mädchen nicht sagen können". Um die Wirkung dieser Ausführungen eines gleichfalls Ermittelungen über den Grad der Regelmäßigkeit des Pädagogen nicht abzuschwächen, wollen wir auf jeden Kommentar Amerika bezogenen Wagen, die nur versuchsweise mit Querſizen verfehen worden sind und bei welchen sich wegen dieser Anordnung Besuches veröffentlicht werden. Dabei dürften sich recht intereffante dazu verzichten. Heizvorrichtungen nicht einbauen lassen. Diese Wagen verkehren mur Resultate ergeben, die zu Vergleichungen herausfordern. Zwischen den Fortbildungsschulen für Jünglinge und denen für Mädchen be- Die fromme ,, Germania" ist höchst unzufrieden darüber, daß im Innern der Stadt. Außerdem hat die Gesellschaft eine Anzahl die nicht ohne Einfluß auf wir den gräßlichen Tod des armen Anstalts- Kindes in Hermsdorf, versehen und wird damit fortfahren. Die Heizung der Wagen erfür den Pferdebetrieb bestimmter Wagen mit Heizvorrichtung bereits Umfang und Regelmäßigkeit des Besuches bleiben können. der nach der„ Voff. 3tg." durch die Fahrlässigkeit der zur BeaufWährend in den Schulen für Jünglinge die Kurse in den sichtigung angestellten Dominikanerinnen veranlaßt seien soll, folgt, wenn das Thermometer gegen 6 Uhr morgens 4 Grad unter 0 späteren Abendstunden der Wochentage oder an den Sonn- in unserem Blatte erwähnt haben. Mit einem Eifer, der ihrem zeigt. Lange genug hat es mit der Einführung der Heizvorrichtungen tag Bormittagen liegen, find sie bei den Mädchen nur Solidaritätsgefühl alle Ehre macht, nimmt die„ Germania" sich der auch gedauert! auf die Wochentage gelegt, und zwar entweder in die früheren Ordensschwestern an und stellt die naive Frage, ob solche Unglücks- Unsere Elektrische! Eine große Verkehrsstörung von ein Abendstunden oder auf den Nachmittag, manche sogar auf den Vor- fälle nicht auch anderswo vorkommen. stündiger Dauer entstand gestern Mittag gegen 1 Uhr durch Entmittag.( Das geht deshalb, weil unter den Besucherinnen der Wir können uns diese Frage des katholischen Blattes nicht gleisen eines elektrischen Straßenbahnwagens am Spittelmarkt. Der Mädchen- Fortbildungsschulen die vorläufig oder überhaupt berufs- anders erklären, als daß es fürchtet, der traurige Vorfall könnte Wagen konnte troz aller Bemühungen nicht sofort wieder in das losen„ Haustöchter" stark vertreten sind.) Zweifellos ist die für die Personen, die für die Sicherheit der Anstaltszöglinge ver- Geleise gebracht werden und sperrte gerade vor der Kurstraße den Beit, auf die der Unterricht gelegt wird, von Be- antwortlich find, üble Folgen haben. Das Blatt mag jich vorstellen, Verkehr. Die Pferdebahnwagen standen schließlich bis zum Botsdeutung für die Regelmäßigkeit des Besuches. Es ist ganz selbst- daß die Staatsanwälte nicht selten selbst gegen solche Mütter An- damer Play und mußten dami, um nothdürftig den Verkehr aufrecht verständlich, daß man des Abends von 8-10 nicht mehr flage wegen fahrlässiger Tödtung erheben, die, dank der göttlichen zu erhalten, durch die Jerusalemerstraße und über den Hausvoigteis viel Frische und Aufmerksamkeit von jungen Leuten ver Weltordnung, in der Fabrik zu frohnden gezwungen sind und daher play weiter geführt werden. Hätte man sofort die Feuerwehr Tangen fann, die den Tag über angeffrengt beschäftigt ge- ihre verunglückten Kinder unbeaufsichtigt sich selber überlassen mußten. alarmirt, wozu sich aber wegen der Kosten niemand verstehen wollte, wesen sind. Wollte man freilich die Kurse für Jünglinge ebenfalls Wie der Fall nun auch liegen mag, die„ Germania" hätte jeden- so wäre die Störung in wenigen Minuten beseitigt gewesen. in die Tages oder frühen Abendstunden legen, so würde falls gut gethan, ihren Eifer so lange zu zügeln, bis durch die amtalso! Jn der Deutschen Tages- Zeitung" Tefen wir die Zahl der Theilnehmer und die Regelmäßigkeit des Befuches liche Untersuchung des Falles die Schuld oder Unschuld der Ordens- Friede, Freude und Eintracht sind wohl infolge der Weihnachts. ficherlich noch geringer als jest sein, falls ant Prinzip der Freischwestern dargethan worden wäre. stimmung wieder in das Haus Bolle eingezogen. willigkeit" festgehalten würde; denn unter den Umständen, die bei Im städtischen Obdach befanden sich am 1. November 34 Fa alte Herr Kommerzienrath, der sich jüngst gegen den Willen seiner den jungen Leuten den Fortbildungsschul- Besuch beeinträchtigen, milien mit 104 Personen und 61 Einzelpersonen. Am 1. Dezember Söhne wieder verheirathete, hat den darob„ Empörten", denen stehen ja obenan die Hindernisse, die ihnen von ben Arbeitgebern in den weg gelegt werden. Eine Ver- war der Bestand 25 Familien mit 73 Personen und 70 Einzel- er in der ersten Aufwallung des väterlichen Zornes die Freund= personen. Außerdem wurde das städtische Obdach im Laufe des schaft gekündigt" hatte, die Hand Zur Versöhnung ge= Tegung in die Tagesstunden ist daher ohne gleichzeitige Einführung der Monats November von 21 580 nächtlich Obdachlosen und zwar von reicht. Nachdem die Familien- Febde beigelegt, hat auch eine Verpflichtung zum Besuch der Fortbildungsschulen, die übrigens auch für die Mädchen gefordert werben 20 605 Männern und 975 Frauen bennyt. Von diesen Personen Aussprache mit der neuen Stiefmama stattgefunden. So werden die muß, nicht denkbar. Weniger durch die Lernschen der jungen Leute wurden 65 hiesigen Strankenhäusern, 37 der Krankenstation des Ob- Bolles, alt und jung, im neuen Jahre einträglich bei einander als durch die Profitwuth vieler Arbeitgeber wis diese Maßregel bachs, 3 der Anstalt Wuhlgarten und 419 der Polizei überwiesen. wohnen und die geplanten Interpellationen über den„ Fall Volle" nothwendig. Die vielgepriesene Freiwilligkeit des Besuches Gebadet haben im November im städtischen Obdach 11 587 Personen. in den firchlichen und weltlichen Vereinen Moabits als gegenstandslos gereicht den Fortbildungsschulen nicht zum Segen, sondern zum Insegen. Sie macht den Lehrling wehrlos gegenüber dem Arbeit geber, der ihn, wenn nicht dirett, so doch indirekt( durch Ausdehnung ber Arbeitszeit über das übliche Maß hinaus) am Besuch der Fortbildungsschulen hindern will. erwartet stehen mancherlei Unterschiede, 3 am unterbleiben. BAIHOW Der Zu der Einsicht, daß das Zivil es an Geschicklichkeit und Zu- Hoffentlich hat der" Fall Volle" auch noch die gute Folge, daß verlässigkeit mit dem Militär aufnehmen kann, scheint man sich end- das zelotische Verfrommungsstreben, das in dem großen Betriche lich in ber oft verwaltung durchgerungen zu haben. Es wird bisher den Angestellten gegenüber im Schivange war, nunmehr nämlich berichtet: Eine Parade der Weihnachtsmänner" fand endlich aufhört. Andernfalls dürfte den Herren Bolle bei Ausübung gestern Nachmittag um 5 Uhr auf dem Hofe des Postpacket- Amtes ihres evangelischen Eifers recht oft die Mahnung entgegen gehalteit in der Oranienburgerstraße statt. Hier stellten sich die der Post werden, zunächst einmal vor der eigenen Thür zu kehren! Ueber das Strafrecht des Lehrers, zur Aushilfe bei der Bewältigung des Weihnachtsverkehrs überdas in der Gerichtsverhandlung über die Schöneberger Prügel wiesenen Soldaten, um den einzelnen Amtern und Revieren zugetheilt Der Kommerzienrath Wolf soll der Finanzaristokratie wieder geschichte wieder erörtert worden ist, hat die Rechtsbeilage" der zu werden. Die Postsekretäre Richers und Schlenther nahmen zugetheilt worden sein. Gin Lofalblatt weiß zu melden:„ Der " Pädagogischen Zeitung" fürzlich einen lehrreichen Auffaß gebracht. Die Bertheilung vor. Die militärische Hilfe ist in diesem Jahre sehr Stommerzienrath Wolf von der Bankfirma Hirschfeld 1. Wolf, welcher Der Verfasser will den Lehrern zeigen, in welcher Weise fie, beschränkt. Während früher alle Regimenter der Garnison daran bekanntlich seiner Zeit wegen großer Depotunterschlagungen z zu zehn wenn sie dabei nicht mit dem Gesez in Konflikt theilnahmen und zusammen 500 bis 700 Mann stellten, liefern jezt Jahren Gefängniß verurtheilt worden ist, soll, wie uns gemeldet tommen wollen, ihr Strafrecht ausüben müssen. Das Thema nur das 2. und 3. Garde- Regiment zu Fuß, das Garde- Füsilier- wird, jezt, nachdem er sieben Jahre seiner Strafe verbüßt hat, aus ist aber auch für Eltern wichtig, die ja durch ihre und das Kaiser Alexander- Regiment die Hilfstruppen, je 20 11nter der Haft entlassen sein. Er war der Chef der bekannten alten Bant Rinder ebenfalls an der Sache interessirt find. offiziere und 60 Mann. Dagegen sind in diesem Jahre firma Hirschfeld u. Wolf und gehörte s. 8. zu den angesehenſten Wann und wie der Lehrer strafen soll, darüber sind selbst in 1150 Privatpersonen angenommen worden, gegen 600 in den Vertretern der Berliner Finanzaristokratie. Im so größer war die der Lehrerschaft die Meinungen getheilt. Daß in beiden Punkten Vorjahren. Die Helfer erhalten als Mitfahrer und als Besteller Bestürzung, als es hieß, Wolf habe mehrere hunderttausend Mark In einer sechsten Klasse der Knaben- Gemeindeschule in der Steinmeßstraße sind von 65 Schülern ca. 30 an Wafern und Diphtheritis erkrankt, so daß diese Klasse von der zuständigen Behörde bis auf weiteres geschlossen worden ist. Das Polizeipräsidium theilt mit: Mit Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 20. Dezember 1896, die Abstempelung der Sammellisten für milde Zwecke betreffend, wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß diese Abstempelung im Jahre 1899 mit grüner Farbe erfolgen wird. Vergiftet hat sich in der Nacht zum Dienstag der 27 Jahre alte Kandidat der Medizin Karl Heuser, der aus der Gegend von Köln am Rhein stammt und hier in der Brunnenstr. 29 bei dem Schneider Neumann wohnte. Der junge Mann stand vor Ablegung des Staatsexamens. Es scheint, daß törperliche Gebrechen ihn lebensüberbrüssig gemacht haben. Wenigstens hat er öfter getlagt, daß er eines Nieren- und Beinleidens wegen die ärztliche Praxis wohl nicht werde ausüben können, und davon gesprochen, daß er sich um eine feste Stellung umsehen wolle. Da das Studium fast seine ganzen Mittel in Anspruch genommen hatte, so mögen wohl Sorgen um die Butunft dazu gekommen sein. Montag Abend kam er zu seinen Wirthsleuten und erzählte ihnen, daß er das Weihnachtsfest nicht bei ihnen zubringen, vielmehr zu einem Onkel nach Westfalen reisen werde. In der Nacht gegen 1 Uhr hörte Frau Neumann den Miether an die Wand flopfen und schwer röcheln. Als sie in sein Zimmer tam, lag er bereits in den letzten Zügen, und bevor ärztliche Hilfe geholt werden konnte, war er todt. Heuser hatte Gift geSoziale Rechtspflege. 1 Die Tym anvertrauter Depots unterschlagen. Verfehlte Spetillationen in einer günstigen Lage befinde, da es unmittelbar an den fast hatten den Mann, dem von allen Seiten das unbedingte Vertrauen fabrikfreien Westen Berlins stoße; dadurch erscheine es ausgeschlossen, entgegengebracht wurde, zum Defraudanten gemacht. Wolf erhielt daß durch die dort arbeitende, in Schöneberg aber wohnende Be Ablehnung eines Gewerbegerichts Vorsitzenden. zehn Jahre Gefängniß, sein Stomplice, welcher die Depots verfekt völkerung größere Armentasten entstehen würden. Es folgt die Rammer VI des Gewerbegerichts verhandelte in ihrer legten Sigung hatte, wegen schwerer Hehlerei zehn Jahre Zuchthaus. Er wurde als Ueberreichung der Haupt- Jahresrechnung für 1897/98; dazu wird einen Prozeß des Zimmermädchens H. gegen Herren Waltner, tranker Mann ins Gefängniß geführt, welches er jetzt in verhältniß- beantragt: a) Nachbewilligung von 18 059 M. zum Etat für 1897/98, den Inhaber des Westminster- hotels. Vor dem Eintritt in mäßig gutem Gesundheitszustande verlassen dürfte." b) Festsetzung der Haupt Jahresrechnung in Einnahme auf die Verhandlung lehnte der Beistand der Klägerin 4 108 388 M. und in Ausgabe auf 2788 755 M. Für diesen Punti F. Wegener, den Vorsißenden Dr. Krause wegen Befangenheit erfolgte ohne Debatte die Entlastung. ab. Zur Begründung des Ablehnungsantrages gab Wegener folgendes zu Protokoll. Im Verhandlungstermin vom 17. November habe die Mit wichtigen Schulfragen hatte sich die letzte Sigung der Vertreterin des Beklagten, die Wirthschafterin Frau Drewe, erklärt, Gemeindevertreter von Weißensee zu beschäftigen. Der Schulvorstand die Klägerin sei gegen sie, die ihre Vorgesezte gewesen sei, unartig hatte beantragt, zu Ostern nächsten Jahres einen Rektor und sechs gewesen. Hierauf habe der Vorsigende Krause die Wirthschafterin Lehrer und zu Michaelis zwei Lehrer einzustellen, dagegen wollte gefragt:„ Gröblich beleidigt sind Sie nicht worden?" Antwort: er die Frage der Anstellung eines Schularztes noch offen ge-" Nein." Borsigender: Man kann gröblich beleidigt sein halten wissen, weil nach seiner Meinung auf diesem Gebiete noch und auch nur beleidigt." In diesen Aeußerungen des Vorzu wenig Erfahrungen gesammelt feien. Die Mehrheit der sigenden erblickte Wegener den Ausdruck einer gewissen VorSchulwesen wieder einmal in der sattsam bekannten Weise; nach Arbeitgeber. Gewerberichter Dr. Gerth übernahm vorübergehend bürgerlichen Gemeindevertreter bekundete ihr Interesse für das eingenonimenheit gegen die Klägerin und für den ehemaligen ihrem Beschluß sollen zu Ostern ganze zwei Lehrer angestellt werden. den Borsig. Der Gerichtshof erklärte dann die Ablehnung für unsere Parteigenoffen Gerstenberger und Karow wiesen unbegründet, weil in den protokollirten Aeußerungen des Vorsitzenden darauf hin, daß jezt die Zahl der Unterrichtsstunden über alle Ver- Krause eine Befangenheit nicht gefunden werden könne. Nunmehr antwortung hinaus eingeschränkt sei und daß für nicht weniger als wurde unter dem Vorsitz des Dr. Krause in die materielle Ver198 Unterrichtsstunden überhaupt keine Lehrer zur Verfügung ständen. Handlung eingetreten. Die Klägerin verlangte ein Zeugniß über Doch das half alles nichts. Mit dem Einwande, daß die Gemeinde Art und Dauer ihres Arbeitsverhältnisses und über ihre Leistungen, zu mittellos sei, um die gestellten Forderungen zu erfüllen, be- Außerdem forderte sie eine Trinkgelder- Entschädigung und weiteren wichtigte die Majorität ihr Gewissen. In der theilweise recht er- Schadensersatz, weil sie ohne das Zeugniß nicht in der Lage geregten Debatte, die unsere Parteigenossen auch mit dem Gemeinde- wesen sei, vorsteher Feldmann eine andere Stellung zu bekommen. Der Vers zu führen hatten, bertrat Herr die eigenthümliche Ansicht, daß eine Kritik der Beschlüsse des Schul- über dieser treter des Beklagten billigte der Klägerin eine Bescheinigung vorstandes überhaupt vom lebel sei. Die Anstellung von Schul- übrigen Ansprüche lehnte er jedoch ab. und Dauer ihrer Beschäftigung zut, ärzten wurde natürlich abgelehnt. Wohin das Sehnen und Trachten Quittung, worin die Klägerin bescheinigt hat, daß sie eine bestimmte Er berief sich auf eine mancher um die Erfüllung von Kulturforderungen nicht allzu eifrig Summe besorgten Gemeindepatrioten geht, läßt sich daraus erkennen, daß Forderungen empfangen habe. zum Ausgleich ihres Lohnes, und sämmtlicher einer der Herren in derselben Sizung die welterschütternde Frage fie sei wegen der Trinkgelder direkt auf den Klageweg verwiesen Die Klägerin machte geltend, anregte, ob es nicht eine bedeutende Verschönerung sei, wenn der worden. Man habe zu ihr gesagt: Hier haben Sie Ihren Antonplatz in Hohenzollernplaz umgetauft würde! Lohn, unterschreiben Sie, wegen der Trint Wegner ers wanderern auf dem Bahnhof Ruhleben bei Spandau. As ein lucht um die Ausdehnung der versprochenen ArbeitsbescheiniGroße Aufregung herrschte dieser Tage unter den Ausgelder fönnen Sie mich verklagen." gung auf die Leistungen der Klägerin. Darauf erklärte großer Trupp Europamüder den Zug nach Brenten besteigen wollte, der Vorsitzende, nach der Gewerbe- Ordnung könne die Ausdehnung bermißte ein junger Bursche aus Russisch- Polen sein Geld und seine eines Zeugnisses auf die Leistung und Führung nur beim AbFahrkarte und fing laut an zu jammern. Offenbar hatte ein anderer Auswanderer ihn bestohlen. Um den Thäter zu ermitteln, gang gefordert werden. Im übrigen habe die Klägerin in ihrer hätte die Abfahrt des Zuges hinausgeschoben werden müssen, damit Klage nur ein Zeugniß gemäß§ 113 I verlangt, das sei aber eine sämmtliche Auswanderer hätten durchsucht werden können. Bescheinigung, wie sie ihr der Vertreter des Beklagten zugesagt Leute brachten aber ihren Reisegefährten zum Schweigen, indem sie habe. Danach würde das Verlangen nach einer Ausdehnung des unter sich eine Sammlung veranstalteten, deren Ertrag dem Be- Beugnisses auf die Leiſtung eine Klage Erweiterung bedeuten, und die fei im selben Verfahren nur mit stohlenen seinen Verlust voll ersetzte. Zustimmung des Beklagten des Beklagten oder seines Vertreters zulässig. Wunderbares aus einer Garnisonkirche. In der Garnison- Letzterer verweigert seine Zustimmung. Das Gericht wies die firche zu Potsdam hat dieser Tage in Gegenwart des Kaisers, wir Entschädigungsansprüche und die Forderung, die eine Erweiterung wissen nicht was für eine Feier stattgefunden, bei der ein Hof- der Klage darstellt, a b. Zur Begründung führte der Vorſizende prediger wacker in die Soldaten eindrang, sich nicht vom Umstura um- Strause hinsichtlich der Geldforderungen aus, es sei die Ausgarnen zu lassen. Doch das ist nicht sehr wunderbar. Das Wunderbare, gleichs quittung der Klägerin entscheidend, da sie nüchternen Blatt des Unternehmerthums Kardorff'scher Richtung, den Beklagter nach geleisteter Unterschrift auf das Verlangen der Klägerin was berichtet zu werden verdient, finden wir in dem sonst so ich auf sämmtliche Forderungen erstrecke. Unglaublich sei, daß Berliner Neuesten Nachrichten" mitgetheilt. Dort heißt nach den Trinkgeldern gesagt habe, sie solle sie sich einklagen. es sehr ernsthaft: nommen. Durch Sturz in einen Keller ist der in der Waldemarstraße wohnhaft gewesene Buchbinder Petersen getödtet worden. Er hatte in dem betreffenden Hause eine Hofwohnung inne. In der Abficht, zu seiner Wohnung hinaufzusteigen, benutzte er irrthümlicherweise den Eingang zum Keller, stürzte die Treppe hinunter und zog sich einen Schädelbruch zu. In dem Krankenhause am Urban, wohin der Berunglückte geschafft worden war, ist derselbe nunmehr seinen Verlegungen erlegen. Ein Menschenfreund. Ein älterer Herr bereitete gestern auf dem Weihnachtsmarkte in der Gneisenaustraße einer Schaar von Kindern und anscheinend auch sich selbst viel Vergnügen. Er ging nämlich von Bude zu Bude, hier Aepfel und Nüsse, dort Pfefferfuchen und Spielsachen kaufend, die er dann unter die Kinder vertheilte. Die Kleinen nahmen die günstige Gelegenheit natürlich gründlich wahr, sodaß der Herr bald von einer großen Schaar fleiner Freunde umringt war. Zum Schluß faufte er noch einem Pfeffertüchler den ganzen Bestand ab, bei dessen Vertheilung fich dann die Jugend unter ohrenbetäubendem Geschrei weiblich herumbalgte. Dem alten Manne bereitete dies Treiben solche Freude, daß ihm die Thränen über das Gesicht flossen. Blutvergiftung durch den Trauring. Das Tragen eines unechten Trauringes hat für den Tischlergesellen Kersten in der Invalidenstraße böse Folgen gehabt. Der junge Mann zog sich vor einiger Zeit an dem Ringfinger der rechten Hand eine unbedeutende Verlegung zu, schenkte ihr aber keine Beachtung. Er trug am Finger einen unechten Trauring. An diesem hatte sich Grünspan gebildet, der in die Wunde gelangte. Schon nach wenigen Stunden war die ganze Hand stark geschwollen. Der Arzt konnte ein Weitergreifen der eingetretenen Blutvergiftung nur durch eine Amputation des verlegten Fingers verhindern. Ein Straßenraub wurde mit verblüffender Frechheit Montag Abend am Rosenthaler Thor verübt. Die Frau des Kaufmanns St. wartete dort auf den Straßenbahnwagen, um nach ihrer auf dem Gesundbrunnen belegenen Wohnung zu fahren. Als sie eben im Begriff war, ihrent Portemonnaie bas Fahrgeld zu entnehmen, sprang ein junger Mensch an sie heran, entriß ihr das etwa 7 Mart enthaltende Portemonnaie und verschwand blitzschnell im Straßengewühl. An eine Verfolgung des frechen Burschen war bei dem ungeheuren Verkehr, der an jener Stelle herrschte, nicht zu denken. Im Untersuchungsgefängniß zu Moabit hat sich der 19 Jahre alte Arbeiter Karl Seewald aus der Bohenstraße Nr. 44 erhängt. Er war wegen Diebstahls festgenommen worden. Eine Gasexplosion erfolgte Dienstag gegen Abend in dem Hause Schützenstraße 53. Hier hat im ersten Stock der Kaufmann Eugen Freudenthal ein Lager von feinen Ledern und Artikel der Schuhmacherbranche eingerichtet. In einem nach dem Hofe zu belegenen Zimmer war nun die Gasleitung undicht geworden und das entwichene Gas hatte sich unter starker Detonation in dem Augenblick entzündet, als ein Arbeiter und ein Hausdiener den Raum betraten. Lettere wurden zur Seite geschleudert und erhielten außer dem nicht unerhebliche Brandwunden. Das Zimmer, in dem die Explosion stattfand, ist arg mitgenommen, aber auch die augrenzenden Räume haben gelitten. Das entstandene Feuer konnte durch die herbeigerufene Wehr leicht beseitigt werden. Urania. Der für heute angekündigte Experimentalvortrag des Herrn Professor Ramsay über„ Die Elemente der Atmosphäre" wird ebenso wie derjenige, welchen der Entdecker am Montag in der Universität gehalten hat, in deutscher Sprache stattfinden. Die " Eines Momentes sei noch erwähnt, der auf alle Andächtigen in der Kirche einen eigenthümlichen Eindruck machte. Als der Geistliche im Eingange seiner Rede die Worte sprach:„ Und dies altehrwürdige Gestein, von den Sonnenstrahlen dieses Festtages beleuchtet, wer hört es nicht flingen?" brach plötzlich aus den finsteren Wolfen ein Sonnenstrahl am Himmel hervor und warf, wenn auch nur auf Augenblicke, durch die Glasfenster der Kirche ein helles Licht in die Kaiserliche Loge." Für Ziethen. Veröffentlichung zugesandt: Von dem Ziethen- Somitee erhalten wir folgenden Aufruf zur Endlich regt sich in Deutschland in Sachen des seit 15 Jahren im Zuchthause sizenden Albert Biethen wieder etwas wie öffentliche Meinung; und der immer mehr anschwellende Ruf ertönt: Es liegen Dinge vor, die untersucht, die bekannt werden müssen, das Verfahren muß wieder aufgenommen werden! Es handelt sich im Fall Ziethen um keine Parteifache; dem unterzeichneten Komitee gehören Männer der verschiedensten Parteien und Berufe an; ihnen handelt es sich um das Recht, das zumindest durch verhängnißvolle Irrthümer getrübt, und das Rechtsgefühl, das durch diesen Fall, der vor einem Wiederaufnahmeverfahren niemals zur Ruhe kommen wird, schwer gekränkt ist. Art " alle Gegenüber den Urtheilsgründen muß festgestellt werden, daß die Klägerin nicht behauptet hat, sie habe erst nach der Nuterschrift die Trinkgelder gefordert und sei erst nachher auf den Klageveg verwiesen worden. Versammlungen. Die regelmäßige Mitglieder- Versammlung des Zentral: Dieser fast ans Uebernatürliche grenzende Vorgang, den sich die verbandes der Zimmerer wurde am Sonntag in den Arminhallen, nicht entfernt an die Geschichten heran, die aus dem Schake früherer der alten Klebekarten, welcher als erster Punkt der Tagesordnung Umstürzler wirklich ad notam nehmen sollten, reicht allerdings Kommandantenstr. 20, abgehalten. Den Bericht über die Kontrolle So finden wir in der verhandelt wurde, giebt Kube. Danach sind bis zum 31. Oktober Legendenfabrikanten aufgetischt werden. Staatsbürger- 3tg." berichtet, daß in der Nacht zum 10. Juli 1810 dieses Jahres, an welchem Tage Schluß mit den Karten für das die Garnisonfirchen- Orgel plöglich auf geheimnisvolle Weise zu spielen Jahr 1898 gemacht wurde, 2167 Stüd ausgestellt. Für das Jahr anfing. Weiter wird erzählt, selbst Leichenwagen und Leichenzüge 1899 find bis zum 15. Dezember d. J. 1832 Karten, darunter 59 Stück follten mit Begleitung und Ausstattung gesehen sein, und die ab- an Mitglieder, welche erst nach dem 1. November eingetreten find, ausgelösten Posten wußten dann so viel zu erzählen, daß die Ablösung gegeben. Die Differenz zwischen der Zahl der alten und neuaus im Voraus das Grufeln bekam. Auch wird berichtet, daß man schon gestellten Karten führt Redner auf den vielen Wechsel der Mitglieder öfter König Friedrich II. aus der Kirche habe hervorreiten sehen, zurück, so daß die Zahl der neuausgestellten Karten den wirklichen auf einem Pferde ohne Kopf fizzend. Mehr kann man nicht ver- Mitgliederbestand repräsentirte. Von diesen haben 1181 gleich 67 pot. langen. # 86-25-12die zum örtlichen Fonds geleisteten Beiträge in den Büchern eintragen und ihre Karte abstempeln lassen, während 592 diefer Pflicht) nicht genügt haben. Dieses Resultat ist im Verhältniß zu früheren Kontrollen zwar als ein gutes, aber nicht als ein zufriedenstellendes zu bezeichnen. Obgleich täglich noch nicht kontrollirte Karten einlaufen, ist es nothwendig, daß auf die Säumigen eingewirkt wird, damit auch diese den gemeinsam auferlegten Pflichten nachkommen, was am besten dadurch geschieht, wenn sich die Kameraden auf den Arbeitsstellen gegenseitig ihre Organisationspapiere kontrolliren. Der von verschiedenen Kameraden, infolge der Erhöhung der Beträge zum örtlichen Fonds, befürchtete Rückgang der Organisation ist nicht eingetreten, dagegen ist es zu bedauern, daß selbst Berufsgenossen, welche zum theil recht hohe Streit- und Gemaßregelten Unterstützung empfangen haben, ihre Karte bis jetzt nicht abstempeli ließen. Zum Schluß seiner Ausführungen giebt Redner noch bekamit, daß beim Unternehmer Kronemaim, der Ban befindet sich in der Stargarderstraße, die Zimmerer feit kurzer Zeit zum zweiten Male gezwungen waren, die Arbeit einzustellen, weil der betreffende StreitHeute treten wir an jeden im Volke, Männer und Frauen, brecher, welcher die übrigen Kameraden bei der Behörde angezeigt Theater. Das Deutsche Theater hat für die Weihnachtsfeiertage heran, mit der Bitte um Beiträge zu einem 3ie then- Fonds. hatte, wieder eingestellt wurde. So lange die Sache dort nicht ges folgenden Spielplan: An allen drei Abenden, Sonntag. Montag und Nicht für die Person Albert Ziethen's: so lange er im Zuchthause regelt ist, soll diese Arbeitsstelle gemieden werden. Dienstag: Fuhrmann Henschel"; an den Nachmittagen: Sonntag: fit, können wir durch nichts seine Lage erleichtern, als dadurch, Die bevorstehende Generalversammlung des Zentralverbandes " Hamlet" mit Josef Kainz, Montag:" Die versunkene Glocke", Dienstag: daß er weiß: es wird für seine Sache gearbeitet. Damit das der Zimmerer Deutschlands, welche am 22. März des kommenden Johannes". Im Schiller: Theater findet heute die erſte Auf- aber geschehe, nach allen Richtungen geschehe, für die Agitation, Jahres in Berlin abgehalten wird, stand als zweiter Punkt auf der führung von Gerhart Hauptmann's Traumdichtung" Hannele's HimmelEinleitend verweist knüpfer auf die hohe fahrt und„ Abu Seid", Lustspiel in einem Aft von Ostar Blumen: die Veranstaltung von Versammlungen, die Ausarbeitung einer Tagesordnung. umfassenden Denkschrift und die für das Wiederaufnahmeverfahren Bedeutung, welche diese Generalversammlung gerade für thal statt. nothwendigen juristischen Schritte, brauchen wir Geldmittel. Auch Berlin habe. Hierauf wurde zur Diskussion über die ges Feuerbericht. Ein Kellerbrand verursachte Dienstag früh eine die kleinsten Beiträge werden willkommen sein. Gelder nimmt ent- ftellten Anträge geschritten. Auf Antrag Kube wurde beschlossen, Alarmirung nach Pantstr. 1a. Spirituslack hatte sich entzündet, gegen unser Kassirer, Herr Hugo Metscher, Friedrichsberg bei alle Anträge, welche auf die Arbeitslosen- Interſtügung und Erhöhung doch vermochte die Wehr die Gefahr schnell zu beseitigen. Müller- Berlin, Wartenbergstr. 17, durch den auch Sammellisten zu beziehen der Beiträge bezug haben, bis zur nächsten Versammlung zurückstraße 3 war ein Schaufensterbrand abzulöschen, während Rüder- sind. Auch jedes der unterzeichneten Komitee- Mitglieder ist bereit, zustellen, und für diese beiden Punkte je einen Referenten zu stellen. traße 4 durch eine umgefallene Lampe ein Zimmerbrand ent- ihm eingesandte Beiträge entgegenzunehmen. Weber jeden einzelnen Ein Antrag von Leonhardt, welcher verlangt, daß die Arbeitslosen standen war, der noch im Keime erstickt werden konnte. Beitrag wird öffentlich quittirt werden. von den Beiträgen befreit werden sollen, wurde abgelehnt, weil in Berlin die Verbandsmitglieder schon davon befreit find. Dagegen wurde ein Antrag von Leonhardt, wonach wie Dr. Arons, Privatdozent. Heinrich Driesmans, Schriftsteller. nicht bisher Aus den Nachbarorten. 200, sondern 400 Mitglieder Eine Kircheneinweihung hat dieser Tage auch die Gemeinde M. v. Egidy. V. Frankl, Rechtsanwalt. H. v. Gerlach, Regierungs. Delegirten zur Generalversammlung wählen sollen, ferner ein AnTempelhof zu bestehen gehabt. Originell an dieser„ gottesdienst- affeffor a. D. Hugo Heimann, Verlagsbuchhändler. Wilhelm Liebknecht, trag von Charlett, die Generalversammlung möge in Erwägung lichen Handlung" ist, daß sie bei Entree stattgefunden hat. Der Mitglied des Reichstages. 2. Mayhoefer, Kaufmann. Hugo Metscher, ziehen, ob es nicht zweckmäßig sei, einen Auszug aus der ReichsZutritt zu der Feier war nur gegen Einlaßtarten gestattet, und diese Schlächtermeister. Dr. Pachnide, Mitglied des Reichstags, Robert Gewerbe- Ordnung, betr. die§§ 152 und 153, dem Statut beizugeben, fosteten Geld, nämlich je nach den Plätzen 3, 2 und 1 M. Die Karten Schweichel, Schriftsteller. Karl Vollrath, Chefredakteur der„ Volks- dem Vorstande zur Berücksichtigung überwiesen. In das Komitee für die waren nicht mir am Tage der Feier an den Eingängen der Kirche zeitung". Heinrich Ziethen, Gastwirth. A. Weichert, Verlagsbuch Generalversammlung wurden folgende Bersonen gewählt: Zühlle, händler. Gustav Landauer, Schriftsteller. Dr. Paul Lindau, Hof- Doricht, Kuzner, Hinze, Schulz, Ortmann, Trutinat, Leonhardt, Bastian, zu haben, sondern auch im Vorverkauf an verschiedenen Stellen, theater Intendant in Meiningen. Karl Hirsch, Redakteur. Dr. phil. Fischer und Dräbert. Im Verschiedenen wird zunächst der Schiedsn. a. auch in der Schankwirthschaft von Tillmann gegenüber Sig. Bernstein. Dr. jur. W. Brandis. H. Unſtein, Stadtverordneter spruch, welchen das von der Berliner Gewerkschaftskommission einder Kirche. Ein mit einer entsprechenden Aufschrift bedrucktes Papp no Chefredakteur der Berliner Zeitung". Siegfr. Ochs, Dirigent gesetzte Schiedsgericht gefällt hat, verlesen, derselbe ist in seinem schild, das an der Ladenthür der Schantwirthschaft hing, machte des Philharmonischen" Chor. Baul Singer, Stadtverordneter und vollen Wortlaut in der Sonntagsnummer des darauf aufmerksam. Die Einnahmen sollen die Schulden deden Mitglied des Reichstags. Herm. Plaetrich, Gastwirth. Dr. Heinrich öffentlicht. Kube giebt die Gründe an, weshalb sich die helfen. Es ließe sich die Frage erwägen, ob dies Beispiel nicht Nach- Brann, Herausgeber des Archivs f. soz. Gefeygebung". Prof. Dr. Summe, welche der Verband nach damaligen Abmachungen ahmung verdiente. Wenn die Kirchen einzig aus den Eintrittsgeldern Mendel. August Wolf, Restaurateur. H. Ernst, Büchsenmacher. beider Vorstände bekommen sollte, auf 1193,35 M. verringert bet. derer unterhalten würden, die ein Interesse an ihrem Bestande Julius Hart, Schriftsteller. Ludwig Breschner, Rechtsanwalt. Die Vertreter der Organisation haben erklärt, sich dem Schiedshaben, so könnte der Vorwurf, daß auch solche Leute Kirchensteuer Richard Röhrig. Rechtsanwalt. Hans Land, Schriftsteller. Hugo gericht unterwerfen zu wollen, Redner bittet daher, diesem zuzahlen müssen, die nichts von Religion wissen wollen, nicht mehr er- Deutsch, Handelsrichter. H. Freudenthal, Rechtsanwalt. Dr. Bruno Wille, zustimmen. Riderf, Gruße und andere Redner erklären sich hoben werden. Und das wäre entschieden ein moralischer Gewinn Schriftsteller. Wilhelm Bölsche, Schriftsteller. J. Tews, Lehrer. Heinr. damit einverstanden, bemerken aber, daß der Schlußsatz die Deutung Hart, Schriftsteller. Dr. phil. Eduard Marcwald. Dr. Jastrow, Privat- zulasse, als wenn bei der Abhebung des Geldes beide Theile unIn der letzten Schöneberger Stadtverordneten- Verfamm- dozent. Richard Dehmel, Schriftsteller. Dr. Bieber, Rechtsanwalt. R. W. forrett gehandelt hätten. Dem gegenüber wurde festgestellt, daß der Yung gelangte ein Schreiben des. Magistrats, betr. Abstandnahme Martens, Schriftsteller. Gerhart Hauptmann, Schriftsteller. Dr. Benzig, Schlußfaz ursprünglich folgenden Wortlaut hatte: Ferner von der Heranziehung der Stadt Berlin zu den Armen- und Schul- Redakteur. Hugo Koppel, Musiker. Friedrich Spielhagen, Schrift fprach fich das Schiedsgericht über die Vorgänge bei der Taften zur Berlefung. Die sehr eingehende auf§ 58 des Kommunal- steller, Berlin. Dr. O. Bachler, Chefredakteur der Staatsbürger- Abhebung des Geldes dahin aus, abgaben- Gesezes gestützte Begründung besagt, daß sich Schöneberg Zeitung". Dr. Franz Oppenheimer, Schriftsteller. Vereins der Berliner Zimmerer nicht forrett vorgegangen wurde, für die Kirche. Das Ziethen Komitee: " bon daß eineit feiten des " und erivartet, daß derartige Berstöße im Jnteresse des Ansehens der) gewerkschaftlichen Organisation nicht mehr vorkommen." Auf Betreiben der lokalen Richtung sind kurz vor der Verlesung die Worte Verein Berliner Zimmerer gestrichen worden. Ein Antrag Köhler, welcher verlangt: die Einigkeit" aufzufordern, daß diese den Wahrheitsbeweis antreten solle für ihre Verdächtigungen und VerIleumdungen, welche sie in dem Artikel: Wie kann man Gewerkschaften empor bringen" ausspricht, lehnte die Versammlung ab, weil sie sich diesen Angriffen gegenüber erhaben fühlt und es für unter ihrer Würde hält, darauf einzulassen. Nachdem der Vorsitzende der Zentral- Krankenkasse aufgefordert hatte, daß die Mitglieder in diesem Quartal ihre Beiträge voll entrichten mögen, damit im nächsten Jahre dieselben herabgesetzt werden können, wurde die Versammlung geschlossen. Jägerstr. 64. duft", Gandt, straße 48. straße 65. dorferstraße 9. Veilchens Gefang, Turn: und gesellige Vereine. Mittwoch: Statflub ,, Kolumbus S.-O.", Löwert, Oppelnerfir. 19. Revolution", Golz, Grünauerstr. 3.- Gesell. Verein Hoffnung", Dieseler, Hussitenstr. 24. Berzaget nie", Schöneberg, Kreyer, Sedan Lebuserstr. 14. Artistenv. Bereinte Kraft", Bepfe, Plan- Ufer 92a, Mitt Pfeifendeckel", Tichter, Fruchtstr. 69. Vorwärts", Görlitzerwoch abends und Sonntag vormittags. Athletenv." Atlas", Dase, Bulgarien", Weidenweg 12.„ Eintracht", Franke, Bornstraße 93. Brunnenstr. 152. Gesell. Verein Türkische Pfeife", Hansen, Danziger Sonnabends. Tambourv. Froh- Frei", Bolz, Wiesenstr. 27, Mittwochs und Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen sind zu richten an E. Bratte, Schachtl.„ Norden", Mandel, Seeftr. 25. naatsch", Genz, Kolbergerstr. 2. Musikverein Schulstr. 24. Mittwoch: Schwimmverein„ Nord". Uebungsstunde abends Elbingerfir. 9. Pfropfenv.„ Nord- Ost", Jonas, 7 Uhr in Admiralsgartenbad, Friedrichstr. 102. Damen- Abth. abends Rauchtl. Schmoke's Werke", Hegener, Krautstr. 39. 7 Uhr Bad der Wasserfreunde, Kommandantenstr. 7/8. Gesangv.„ Sangestreue", Spreeterrasse an der Jannowizbrücke. Gesangv. Zentralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands.( MitgliedLerche", G. Gerber, Schönhauser- Allee." Vereinigung der Turnfreunde", schaft Berlin.) Donnerstag, den 22. Dezember, abends 81% Uhr, bei Schiller, Demminerſtr. 56/57, 8-10 Uhr abds. Turnb. Osten", Männerabth, Blumenſtr. 63a, 8-10 Uhr abds.- Musikv.„ Borwärts", Nebelin, Langer. 10. Rosenthalerstr. 57: Vortrag. Gäſte willkommen. Pritsch, Stalizerstr. 30. Zitherfl., Alpenglöckchen- Edelweiß", Gipsstr. 11. Theaterv. ,, Proletariat", Statfl. Pique Bube", Jost, Adalbertstr. 99. Artistenkt. Freiheit", Schulz, Dunderstr. 90, Mittwochs und Sonnabends. Lese: und Diskutirklubs. Mittwoch. Gleichheit", abends 81/2 Uhr, Statfl. Naturstock", Wittwer, Markusstr. 31, Mittwochs und Sonnabends. Stramm, Ritterstr 123." Heine", Nixdorf, abends 82 Uhr, Prinz Hand Wille", Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Stattl. Namenlos", Gumlich, Reichenbergerstr. 149. Theaterv. ,, Freier jerystr. 60.„ Einigkeit", abends 812 Uhr, Beige, Triftstr. 1. Anglerverein Freundschaft", roth", abends 9 Uhr, Dieke, Lothringerstr. 67. Morgen- feden Mittwoch nach dem 1. und 15. im Monat. Sozialdemokr. AgitationsVereinslokal Wilhelm: lub Often", abends 812 Uhr, Jauer, Fruchtstr. 52. straße 27. Stattlub„ Oller ehrlicher Seemann", Dieke, Ackerstr. 123. " Freigeist Arfona", abends 8 Uhr, Wesener, Arkonaplatz 3.- Friedrich Engels Norden", 9 Uhr Theaterverein ,, Violetta 1886", Linder, Danzigerstr. 23. a abends, Aeißen, Voltastr. 34. " " " 〃 " 1 2. MännerBriefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechfinnde wird di Dienstags, Donnerstags und Freitags abends von 7 bis 8½ 1hr abgehalten. A. u. X. Meleager( nicht M a leager, als welcher er sich int gestrigen Leitartifel vorstellt, war ein großer Held der griechischen Heroen- Mythe; er tödtete auf einer fürstlichen Sanjagd, etwa um 1500 vor Christus, den Arbeiter Turnerbund. Mittwoch: Turnv.„ Fichte", Berlin, abds. faledonischen Eber, ging aber schließlich an den Folgen der Heldenthat Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender von 8-10 Uhr: 1. Männer- Abth. Friedenstr. 37. 3. Männer- Abth. Böckhelendiglich zu Grunde. Ein Beweis, daß die Saujagden schon damals Adolf Neumann, Brunnenſtr. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender ftraße 21. 8. Männer Abth. Höchstestr. 36/37. 2. Lehrlings- Abth. Stalizer recht üble Folgen für die Theilnehmer haben konnten, selbst wenn diese sind zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 50, b. 2 Tr. Mittwoch. Straße 55/56. 4. Lehrlings- Abth. Stephanstraße 3. gewaltige Helden vor dem Herrn waren. " Freie Turner: Uebungsstunde abds. 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. 2. Schüler: Abth. von 612-81/ 21 5. P. und V. M. Für Ihre Bemühungen Dant, aber wir können Riedesfreiheit I", schaft Rirdorf: Briz", Nebelin, Langestr. 108. " Norddeutsche Schleife", Lübbke, Melchiorstr. 15. und Lehrlings Abth. von 8-10 Uhr abds, Bethge in Briz, feinen Gebrauch machen. Das Manuskript steht zu Ihrer Verfügung. Freya I"( Gemischter Chor), Schiller, Rosenthalerstr. 57. Lorbeer: Chausseestr. 39. Schülerinnen Abth. von 61/ 2-8/ 21 August Stock. Es wäre doch unnöthig über diesen Gegenstand i Frauen: Abth. franz", Späth, Weinstr. 28. Liederlust I( 1865)", Roll, Adalbertstr. 21. von 81-102 Uhr abds., Wiersing, Snesebeckstr. 113. „ Vorwärts" eine Polemit zu eröffnen. Die Angelegenheit ist doch von Freie Turnerschaft Spandau", in Spandau, Radtke, Neumeisterstr. 5. Deutsche Eiche I", Johannisthal", abds. 8-10 Uhr, Senftleben. Arbeiter- Turnv. Adlershof", untergeordneter Bedeutung. Zimmermann, Grüner Weg 29. Treue", Nowad, Manteuffelstr. 9. 93. greus", Lehrlings- Abth. von 8-10 ühr, Reichenbergerstr. 131/132. Uebungsst. von 81/ 2-1012 Uhr abds., Herrguth, Oppenstr. M. B., Konditor. Ja. A. J. 31. Wiederholen Sie die An„ Turnerschaft Allegro", Engelfe, Wienerstr. 64. Freiheit I", Büschel, Bülowstr. 51. frage unter Angabe des Ortes, wo Ihre Tochter ihren Wohnsitz hat. C. K., Kolbergerstr. Nein. 2. A. 9850. Nein. Freier Männerchor Nord- West", Lautsch. Stephanstr. 31. Kupferschmiede", C. G., Döbeln. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Eine solche Entscheidung ist uns nicht bekannt. Feind, Weinstr. 11. § 81a. Wiffen wir ,, Gleichheit I", Hirte, Brunnenstr. 160.- Schnee: Vereinskalender sind zu richten an Herm. Braunschweig, Dresdenerstr. 80, 2. Hof. nicht. 1900. E3 gäbe höchstens den Weg der Privatflage. Hier nicht glöckchen I", Rirdorf, Köpke, Hermann und Karlsgartenstraßen: Ecke. Mittwoch:„ Arkona", Armer Konrad, Reichenbergerstr. 16.„ Sumatra steuerpflichtig. 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Also höchstens für den Zeitverlust müßten alle getroffen werden, die im Ehrenamte ein hübsches ist den Vorsitzenden eine Entschädigung zuzubilligen und nur Gehalt annehmen, während dem verunglückten armen Arbeiter die baaren Auslagen sollen ihnen vergütet werden. Feste Jahres- oft die letzten 5 pCt. Rente ftreitig gemacht werden. Als wir vor drei Jahren( ,, Vorwärts" 230, 2. Oktober 1895) bezüge schon von 5000 m., geschweige denn von 10 000 und Noch auf etwas anderes möchten wir die Aufmerksamkeit des gelegentlich des Falles Bandke" nachwiesen, wie wenig sich mit 15 000 M. find aber Gehälter und nicht mehr Entschädigungen Reichs- Versicherungsamtes lenken. In Kreisen, die es wissen müssen, dem Ehrenamte des Vorsitzenden einer Berufsgenossenschaft der Bezug für Zeitversäumnisse. Man hat es hier zweifellos mit erzählt man sich mit einer Bestimmtheit, welche jedes Mißtrauen eines hohen Gehaltes vertrage, entstand eine allgemeine Be- einem ungefeßlichen Zustande zu thun. Die Uebernahme von vornherein niederschlägt, daß die Herren Bandke von der wegung gegen den Mißbrauch des Ehrenamtes als Erwerbs- der Leitung des Genossenschafts- Bureaus durch befoldete Tiefbau- Berufsgenossenschaft und Felisch von der Nordöstlichen quelle. Der damalige Präsident des Reichs- Versicherungsamtes, Vorsitzende wird in einem bemerkenswerthen Artikel der Baugewerts- Berufsgenossenschaft schon längere Zeit teine geDr. Bödiker, veranlaßte Erhebungen, das Reichsamt des Innern Deutschen volkswirthschaftlichen Korrespondenz" noch aus anderen werblichen Betriebe mehr hätten. Ist das wahr, und beschäftigte sich eingehend mit der Angelegenheit, und Herr Bandte, Gründen bekämpft. In dem Artikel, der nur theoretische Auseinander- daran dürfte faum zu zweifeln sein, dann haben die der Vorsitzende der Tiefbau- Berufsgenossenschaft, segungen enthält, heißt es unter anderen: Herren tein Recht mehr, als nichtständige Mitglieder mußte es zu seinem tiefsten Schmerze erleben, daß die Erhöhung seines Der Vorsitzende, der die Leitung des Bureaus gegen ein Ent- des Reichs- Versicherungsamtes an dessen SpruchJahresgehaltes von 10 000 auf 15 000 m., die die Generalversammlung gelt" übernehme, scheide damit moralisch aus der Reihe der iibungen theilzunehmen. Die Arbeitgeber- Beifizer des der Berufsgenossenschaft bereits beschlossen hatte, von der Auf- ehrenamtlichen Organe aus und nehme die an sich auch ehrenvolle Reichs- Versicherungsamtes werden von den Genossenschaftsvorständen fichtsbehörde inhibirt wurde. Im übrigen blieb aber alles beim Beschäftigung eines bezahlten Beamten an. Daß er aus ihrer Mitte gewählt, und zu Mitgliedern der Genossenschaftsvorstände alten, so daß sogar von Regierungsräthen herausgegebene Fach- nebenbei auch noch Vorstandsmitglied, womöglich gar Vor- find nur wählbar die stimmberechtigten Genossenschaftsmitglieder zeitschriften und konservative Korrespondenzen bis in die letzte Zeit sigende sei, habe alsdann aber seine großen Bedenken oder deren gesetzliche Vertreter(§ 24 des Unfall- Versicherungsgesetzes hinein rechtliche Auseinandersetzungen für die Frage übrig hatten. insofern, als er, der hinsichtlich seiner Leistung der Kontrolle von 1884 und§ 12 des Bau- Unfall- Versicherungsgesetzes). MitAuf sie nehmen wir hier noch weiter bezug. des Vorstandes unterliege, im Vorstande selbst naturgemäß einen glieder von Berufsgenossenschaften sind aber nach dem Gesetz von Neue Thatsachen zwingen auch uns, wieder in der Sache das überwiegenden Einfluß ausübe. Auch würde er sich wohl zu vielen 1884 nur die Unternehmer bestimmter Gewerbebetriebe und Wort zu ergreifen. Es erhält nämlich jetzt die Norddeutsche Handlungen selbst, als Vorstandsmitglied, ohne weiteres für hin- nach dem Gesetz vom 11. Juli 1887 die Unternehmer gewerbsHolz Berufsgenossenschaft ebenfalls ihren Bandke in reichend berechtigt halten und solche Handlungen ohne Zustimmung mäßiger Baubetriebe und eventuell die Unternehmer anderer Der Person eines Herrn Badhaus aus Geestemünde. Der der übrigen Vorstandsmitglieder auszuführen sich gewöhnen. Der als gewerbsmäßiger Bauarbeiten.(§ 5 läßt die Mitgliedschaft des Herr überläßt seinen Betrieb dem Sohne zur Leitung" und zieht gewöhnliche Beamte könne jederzeit zur Verantwortung gezogen und Reiches oder der Bundesstaaten zu.) nach Berlin, um hier gegen die Kleinigkeit von 15 000 m. den eventuell einfach vom Amte entfernt werden, dagegen verleihe die Die genannten beiden Herren sind demnach augenscheinlich gar ehrenamtlichen" Vorsitzenden der genannten Berufsgenossen- Wahl zum befoldeten Vorsitzenden ein für eine gewisse Zeit un- nicht mehr Mitglieder der in betracht kommenden Berufsschaft zu spielen. Es ist beinahe zum Lachen: Ein Ehrenamt entziehbares Mandat, das unheilvoll aus genügt werden genossenschaften, woran bei Felisch auch nichts ändert, daß er und 15 000 M. Jahresgehalt! Und das Reichs- Ver- fönne, wie vor Jahren das Beispiel der Fuhrwerks- Berufsgenossen- in seinen eigenen Häusern von einem Arbeiter zuweilen Resicherungsamt scheint nichts dazu sagen zu wollen. fchaft bewiesen habe." paraturen vornehmen läßt. Es fehlen somit die gesetzlichen Neben Herrn Bandke und dem neuesten Ehrenämtler der Nord- Der Artikelschreiber glaubt nicht, daß das Reichs- Versicherungsamt die Voraussetzungen ihrer Vorstandsherrlichkeit und ihrer Richterdeutschen Holz- Berufsgenossenschaft bezieht ein besonders hohes Gehalt Macht habe, der Uebertragung der Bureaugeschäfte an besoldete würde, die ihnen übrigens für jede Sigung 18 Mark ein noch der Vorsitzende Hahne von der Zuder Berufs- Borsigende ober überhaupt der Bewilligung zu hoher Entschädigungen bringt. Schon wegen dieses Umstandes muß die Aufsichtsbehörde genossenschaft, und zwar 12000 M. Sonderbare Verhält- wirksam entgegenzutreten. Das ist indessen ein Irrthum, wie gleich der Sache näher treten und sich von der Richtigkeit der behaupteten nisse scheinen auch bei der Nordöstlichen Baugewerks- gezeigt werden soll. Thatsachen überzeugen, sowie die rechtlichen Konsequenzen Berufsgenossenschaft zu herrschen. Auf die Ehren- Nach§ 88 des Stammgesetzes vom 6. Juli 1884 ist das Reichs- daraus ziehen. Nur so kann verhindert werden, daß ämter" in ihren fünf Sektionen kommen jährlich 30 000 M. Versicherungsamt als Aufsichtsbehörde verpflichtet, die e- die Urtheile des Reichs- Versicherungsamtes, bei Die Vorsitzenden verwerthen ihre Häuser gut als Bureau- obachtung der gefeßlichen und statutarischen Vorbenen jepe beiden nichtständigen Mitglieder mits räume, besonders der Herr Baumeister" B. Felisch vom Haupt- fchriften zu überwachen, auch hat es nach demselben Paragraphen wirkten, wegen in als nichtig angefochten werben. fator der Arbeiterunterdrückung und als konservativer der Genossenschaften vorzunehmen. Und im§ 89 heißt es: Das Mit unserem Verlangen nach konsequenter Durchführung des Reichstagskandidat und Landtags- Abgeordneter berühmt gemacht hat. Reichs- Versicherungsamt kann die Inhaber der Genossenschafts- Aufsichtsrechtes befinden wir uns in sehr staatserhaltender Gesellschaft. Dazu kommen die klingenden Zuschüsse. Während Felisch die Beit- ämter zur Befolgung der gesetzlichen und statutarischen Der bekannte Kreisgerichtsrath B. Hilse, ein konservativer Mann, versäumnisse mit 2 M. pro Stunde vergütet bekommt, erhält der Vorschriften durch Geldstrafen bis zu eintausend Mart sagt in dem Werke„ Die Invaliditäts- und Altersversicherung im 8immermeister Büscher in Eberswalde, der Vorsitzende anhalten. Hiernach hat also das Reichs- Ver- Deutschen Reiche" in einem Artikel, der nicht gegen irgend welche der II. Gettion, jährlich ein Figum von 4000 M. und für Reijen, die ii cerunsamt nicht nur bie flight, sondern beſtimmte Berſonen gerichtet, sondern ganz allgemein gebalten ift er wöchentlich zweimal nach Berlin macht, je 30 Mart, ſowie für auch die Macht, gegen die ungefeßlichen Besoldungs- wörtlich folgendes: Und deshalb with bas dicichs Berficherungseine ebenfalls ständig wiederkehrende Reise nach Potsdam 50 m. verhältnisse einzuschreiten. ihm gestellten Diese Liquidationen sollen schon bei der Revision durch das Reichs- Berufsgenossenschaft ein Gehalt an, d. h. eine bestimmte und achtung der gesetzlichen und statutarischen Vorschriften zu überVersicherungsamt die Aufmerksamkeit des Geheimraths Gräf erregt jo hohe Jahressumme, daß sie zu seinen nothwendigen wachen und deren Befolgen durch die ihm zu Gebote und in der Genossenschaft zu unliebsamen Erörterungen Beitversäumnissen in gar keinem rechneriſchen Verhältniß ſtehend en 3 wangsmittel herbei auf üben went to geführt haben. steht, dann möge ihn das Reichs- Versicherungsamt durch Androhung ohne Rücksicht auf die Person nachsichtslos die Enthebung Wir erlauben uns, nochmals darauf hinzuweisen, daß die Vor- und eventuelle Festsetzung einer Strafe von 1000 Mt. zwingen, sich derjenigen Personen aus ihren Aemtern in Antrag bringt bezw. durchfizenden von Berufsgenossenschaften nach dem Gesetz ein Ge- mit der gefeßlich nur gestatteten„ Entschädigung für Zeitversäummnisse" führt, welchen die Wählbarkeit für diese Aemter entweder von vorn halt nicht beziehen dürfen. Die Unfallversicherungszu begnügen. herein fehlte oder doch später verloren ging, gleichviel, ob sie Beis Gefeße beſtimmen allgemeint, wi wie das Stammgesetz in Von Herrn Göbel, dem jezigen Präsidenten des Reichs- fizer der Schiedsgerichte oder der Revisions- und Refurssenate des feinem§ 25: Die Mitglieder der Vorstände und die Vertrauens- Versicherungsamtes, sind aus früherer Zeit Aeußerungen be- Reichs- Versicherungsamtes find. Denn es muß verhüten, daß männer verwalten ihr Amt als unentgeltliches Ehren kannt, die den beliebten Besoldungen der Ehrenämter nichts eine auf der Verlegung des Gesetzes beruhende und der Nichtig amt, sofern nicht durch das Statut eine Entschädigung für den weniger als freundlich waren. Vielleicht greift er jetzt teit unterliegende Entscheidung in Streitfällen aus der Ardurch Wahrnehmung der Genossenschaftsgeschäfte ihnen erwachsenden einmal zu. Natürlich dürfte nicht nur ein einzelner, sondern es beiterversicherung ergehen könne." Dem ist nichts hinzuzufügen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, 21. Dezember. Opernhaus Schmphonie- Abend königl. Kapelle. Schauspielhaus. Auf der Sonnen feite. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Fuhrmann Henschel. Anfang 72 Uhr. Berliner. Das Erbe. 72 Uhr. Anfang Nachm. 3 Uhr: Das tapfere Schneiderlein. Schiller Theater Thalia- Theater. Urania Apollo- Theater. ( Wallner Theater). Mittwoch 8 Uhr: Zum 1. Male: Abu Said. Hierauf zum ersten Male: Hanneles Himmelfahrt Donnerstag 8 Uhr: Abn Seid. Sierauf: Hanneles Himmelfahrt Freitag 8 Uhr: Lumpengekindel. Leffing. L'Aventurière. Une Visite Ostend- Carl Weiß- Theater. de Noces. Anfang 7/2 Uhr. Mamselle Tourbillon. Residenz. Vorher: Der Küchenjunge. Anfang 7 Uhr. Neues. Die Barbaren. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Schneewittchen und bie 7 Zwerge. Schiller. Hannele's Himmelfahrt. Abu Seid. Anfang 8 Uhr. Westen. André Chénier. Anfang 712 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Schneewittchen. Thalia. Der Eva Apfel. Anfang 8 Uhr Metropol Die Blumen Mary. Hierauf: Die Sünden der Frauen. Anfang 72 Uhr. Gr. Frankfurterstr. 132. Ertra Vorstellung des Wohlthätigkeitsvereins der Reichs: Fechtschulen Fahnenklub Berlin O. Gewonnene Herzen Volksstück mit Gesang in 3 Atten von H. Müller. Borzugsbillets haben Giltigkeit. Gastspiel Helmerding. Der Eva- Apfel. Bosse in 3 Aufzügen von B. Jacobson. In freier Umarbeitung des Stückes Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Professor Ramsay aus London: " a Culotte von Sylvane u. artus. Die Elemente der Atmosphäre Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. ⚫ Olympia- Theater Karlstr.( Circus Renz) Karlstr. Heute und des Heiligabends wegen ausnahmsweise Freitag sowie an allen drei Weihnachtsfeiertagen nachmittags 3/2 Uhr: Dornröschen. Besonders hervorzuheben: Die Bomben- Kanone. Halbe Preise. 1 Kind frei. Abends 8 Uhr: Zum 93. Male: Mene Tekel. Anfang 8 Uhr. Im Tunnel von Circus Renz- Riesen- Tunnel. 7 Uhr an Frei- Konzert. Donnerstag, zum ersten Male: Der Brandstifter. Sensationelles Ausstattungsstück mit Gesang von G. Okonkowsky. Musik von L. Fall. Freitag u. Sonnabend: Geschlossen. Sonntag Nachmittag: Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Grosses Konzert der Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn Otto Görner und Extra Central. Die Geisha. Auf. 7 Uhr. Onkel Jonas. Montag Nachmittag Spezialitäten- Vorstellung Luisen. Fröhliche Weihnacht! An- Wilhelm Tell. fang 8 Uhr. Dienstag Nach unter Regie des beliebten Humoristen Gustav Kluck. mittag: Die Grille. An allen drei Belle Alliance. Der Struwwel Feiertagen abends: Der Brand: Das vorzügl. neue Weihnachts: peter. Anfang 4 Uhr. ftifter. Ostend. Gewonnene Herzen. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die beiden Admirale. Anfang 8 Uhr. Programm. Ernst und Scherz. Luisen- Theater Auf. Wochent. 6 Uhr, Sount. 5 Uhr. 34. Neichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Alexanderplatz. Fall Grünenthat. Fröhliche Weihnacht! Anfang 8 Uhr. Parodie. Tugend. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor Eintritt 50 Pf. mittags ab. Abends 8 Uhr: Abwechselungsweise„ Die Urzeit des Menschen" und„ Quer durch Desterreich". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern: warte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten- Borstellung. Anfang 72 11hr. Meichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Feen Palast. Spezialitäten: Bor: ftellung. Paffage Panoptifum. Speziali täten Borstellung. Metropol- Theater. Behrenstr. 57/58. Dir. Rich. Schultz. Bum drittletzten Male: Die Blumen- Mary. Anfang 72 Uhr. Morgen Donnerstag zum vorlegten Male: Die Blumen- Mary. Sonnabend: Geschlossen. Sonntag ( 1. Feiertag), zum ersten Male: Die fleinen Michu's. Hierauf zum ersten Male: Die Engelsjäger. Weihnachtsstück mit Musik in 5 Bildern, frei nach Charles Dicken's Christmas Carol" von L. Ottomeyer. Musik von Friz Krause. Donnerstag: Geschlossen. Freitag, zum ersten Male: Um's liebe Geld. Boltsstück von Johannes Eißner. Musik von Fritz Krause. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Die Geisha oder: Eine japanische TheehausGeschichte. Operette in 3 Atten v. Sidney Jones. Morgen und die folgenden Tage: Die Geisha. 1. Weihnachtsfeiertag, nachm. 3 Uhr, zu halben Preisen: Die Fledermaus. 2. Weihnachtsfeiertag, nachm. 3 Uhr, zu halben Preisen: Der Bettelstudent. Entree Wochent. 10 Bf., Sonnt. 30 f. Reichshallen. Stettiner Sänger ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader.) Montag( 2. Feiertag) mittags 12 Uhr Gr. Fest- Matinée der Stett. Sänger. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Nichard Winkler. Geschlossen. Wieder Eröffnung am In Vorbereitung: Die Puppe Sonntag, 25. Dezember cr. ( La Poupée). Operette in 3 Aften und einem Vorspiel von Ordonneau und Sturgeß. Musit von Ed. Andresen. ( 1. Weihnachtsfeiertag). Donnerstag, Freitag u. Sonnabend: Geschlossen. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Passage- Panopticum. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends.. Von 6 bis 10 Uhr: Théâtre variété. Um 8 Uhr: Das Flammenweib. Um 9 Uhr: Der VerwandlungsSchauspieler Ugo Paladini. Heute 25 Pf. Entree. Castan's Panopticum. Die SIOUXINDIANER sind da! CIRCUS Carmencita 5 Sisters Lorrison Henry Bender Erna Koschel La Foy u. s. w. u. s. W. Kasseneröffnung 6/2 Uhr, Anfang der Vorstellung 72 Uhr. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Bis zu den Weihnachtsfeiertagen geschlossen. Am 1., 2., 3. Weihnachtsfeiertag Gr. Fest- Vorstellung. Neues fenfationelles Programm. Rich. Winkler und Wilh. Fröbel in dem aktuellen Volksstück Das Blumenmädchen vom Hacke'schen Markt. Anfang 6 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf Vorm. 11-1 Uhr. Concerthaus. Leipzigerstr.No.48. Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Landwehrmanns Weihnacht. Lene, liebe Lene. Donnerstag, Freitag u. Sonnabend: Geschlossen. BUSCH Volks- Theater Mittwoch, den 21. Dezember, abends 72 Uhr: Elite- Abend. PERSIEN. Besonders hervorzuheben: Ritt des Prinzen Mirza Schaffy über die hundert Fuss hohe Burgmauer. Außerdem: Wiederauftreten des Herrn Franz Gebhardt, Ritter 2c., bisheriger Chef der t. t. spanischen Hof- Reitschule in Wien. Die neuen Freiheitsdreffuren des Dir. Busch. Akrobaten- Truppe Manzoni. Auftreten der beliebten Schulreiterin Madame Maria Doré. Auftreten der im Welt- Restaurant Dresdener Straße 97. Dir.: A. Kolig. Art. Leiter: A. Runge Täglich: Gr. Theater u. Spezialitäten Vorstellung. Novität! Novität! Der Oberförster. Rebensbild mit Gesang von D. Richter. In Szene gesetzt von August Runge. Friede auf Erden. Weihnachtsbild mit Gefang. Neu! Hochkomisch! Neu! Paul Uding als Rekrut Schnase. A. Frankl's Théâtre Variété Köllnischer Fischmarkt 6. Grosse Spezialitäten- Vorstellung. Neues Dezember- Program. Auftreten der russ. Fürstin von Dragomann. es Anfang 7 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Mähr's Theater Oranienfir. 24. Vom 19. bis 24. Dezember infl.: Geschlossen. Am 1., 2. und 3. Weihnachtsfeiertag: Große Fest Borstellung mit neuem Programm. Troi Terras, athlet. Afrobaten. Das Weihnachts- Präsent. Sportsmädels 2c. Anfang an den Wochentagen 8 1hr. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. W. Noack's Theater Brunnenstr. 16. Geschlossen. An allen drei Weihnachtsfeiertagen: Neu! Neu! Das Alpenröschen. Märchen- Posse mit Gesang und Tanz in drei Aften von G. Linderer. Musit von Conradi. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81. Empfehle meinen neuen Saal, 1500 Perf. faff, zu Versammlungen u. Bäll. Sonntags: Großer Ball. C. Peters. 2782* Verpfändet gewesene goldene, silberne Remontoir- Uhren mit schweren Gehäusen und feinsten Werken unter zweijähriger Garantie, Regulateure, goldene Ketten, Ringe, Brillant- Ringe, Ohrringe, Broches, Nadeln, Armbänder, alles in modernsten Façons, verkauft spottbillig Concess. Leihhaus Neue Schönhauserstr. 11, I. Reitfünſtlerin Frl. Lola, sowie jämmtl. Men! 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Wir ersuchen die Kollegen, welche bie Sammeltarte für bieses Jahr noch nicht zur AbStempelung vorgelegt haben, dieses noch vor den Feiertagen zu thun, damit nach den Feiertagen die Abrechnung ungehindert fertiggestellt werden kann. 264/15 Die Lohnkommission. 3. A.: H. Metzke. Achtung, Bauarbeiter! Den Deputirten zur Kenntniß, daß die Sammelkarten zum 24. d. M., fpätestens aber zum 27. b. Mt. zur Kontrolle und zur Abstempelung des Jahres eingezogen werden, und zwar Bauweise. Die Einzelzahler, Arbeitslofe, auch wo teine Deputirte sind, haben ihre Karten allein, und zwar alles an die Kommission, Neue Jakobstraße 1-3( Inselstraßen- Ece), tun Bureau abzuliefern. 40/14 Am 1. und 2. Feiertag ist das Bureau geschlossen. 99 Die Lohnkommission. J. A.: W. Noack.. 88/ 13* Dr. Thompson's Seifenpulver ist das beste und im Gebrauch billigste und bequemste Waschmittel der Welt. A. Hoffmann's Verlag, Berlin, Blumenstrasse 14. 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