Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: Prag, I. Nelajanta 18. Tag Lai 25 Rechtreb Postschedamt: 575 Juferate werden laut Tarif billigst berechnet. Bel öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 8. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan Jer Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik. Freitag, 23. November 1928. Nichts gelernt und nichts vergessen. Die Partei mit dem doppelten Programm. „ Der Grund, warum sich alle anderen Wahlpartcien gegen die Gemeinschaft( Deut sche Arbeits- und Wirtschaftspartei), die zum erstenmale auftritt, wenden, ist sehr durchsichtig: Gs ist blasse Furcht." Ja, genau so ist es, wie in diesem Saße die wackere„ Bohemia" feststellt: alle anderen Parteien sind ob des erstmaligen Auftretens der„ neuen" Partei, die sich„ Deutsche Arbeitsund Wirtschaftsgemeinschaft" nennt, von 3it tern und Bangen befallen. Wie man nun schon hinlänglich weiß, versteckt sich hinter dem pom rösen Firmenschild die alte abgetakelte deutsch demokratische( früher deutsch freiheitliche und noch früher deutschliberale) Partei, die bei den letzten Parlamentswahlen so machtvoll war, daß sie sich nicht ein mal zu kandidieren getraute, gewiß also ein Faktor, geeignet, anderen Furcht und Schrecken einzujagen. herausgefchundenen Profits," die Nichtshaber, die Hungerleider mögen verrecken. So lautet der Wille der neuen Partei des„ deutschen bürgerlichen Befizes". Und weiter: gangen werden." Bezugs- Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich.... Kč 16.vierteljährlich halbjährig ganzjährig 48.96.192.--> Radftellung von Manustripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmatten. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich( rlib Nr. 279. Der auf jedem Judividuum vuhende Druck der Organisation( Staat, Selbstverwaltungsförper, Gewerkschaft, Kartelle nsw.) muß gemildert werden... der einzelne Staatsbürger gegen die neberund Wiesenphrasen, nicht so viel wert, daß " Da die Deutsche Arbeits- und Wirtschaftsmacht... der Gewerkschaften und politischen Bar tojen... geichi: werden. Hierher gehört gic, gemeinschaft auf dem Boden des Privat. man sich mit dem Papier, auf dem sie gedruckt Festseßung einer umfangreichen Haftung.... der, cigentums steht, muß sie auch für die FretGewerkschaften... für die schuldhaften Handlumsind, eine Pfeife Tabat anzündet. Da ist es heit des Hausbefißes eintreten. Der Uebernun wertvoll, daß einer dieser Arbeitsgemein gen ihrer Orgone." gang zur Freiheit des Eigentums am Hause soll schaftler, nämlich der Verfasser des Wahlschrittweise erfolgen, indem zunächſt ſtufenweise Das sind einige Auszüge aus dem Wunsch.. aufrufes für die Bezirksvertre eine erträgliche Erhöhung des Mietzinses borge zettel der neuen Partei, die sich als berufen: tung Tepliß das Wasser nicht halten nommen wird. Erst dann kann mit der Auf- ausgibt, dem öffentlichen und politischen Lehebung der Kündigungsbeschränkungen vorgeben zu geben, was ihm bisher gefehlt hat. Dre fonnte und einiges über das wahre Programm der neuen Partei ausplauscht. Der Spekulation der alten Roßtäuscher ist die:. pfeift schon aus einem anderen Ton, als der Kandidaten der Deutschen Arbeits- und Wirt über die Verrätereien der deutschen Regie" Mit einem Worie: Mieter, wählt die weite Kreise der deutschen Bevölkerung sind honigjüße Wahlaufruf für die Landesvertre haftsgemeinschaft, sie werden dafür sorgen, rungsparteien verbittert, jest wäre die Zeit, tungen! Allen Berufen und Ständen soll paß der Mieterschuß ehestens verum im Trüben zu fischen. Das in Teplik entgeholfen werden? Das in Teplitz herausgege- minde! O, sie sind auch Demokraten, die schleierte wahre Programm der Arbeitsgemein bene Programm der neuen Partei ist ehrli Arbeitsgemeinschaftler! Darum ist ihnen die schaftler aber belehrt die Wähler, daß sie mit cher und sagt: Verwaltungsreform noch immer nicht reaktio- der Grwählung der unter neuer Flagge einherDie deutsche Arbeits- und Wirtschaftsgemein när genug und sie verlangen das Viril segelnden alten Sünder vom Regen in die schaft ist eine bürgerliche Vereinigung. Siest immrecht(!) der wirtschaftlichen( lies: Traufe fämen. Die Arbeitsgemeinschaftler bezwed: die Aufrechterhaltung, Sicherung und fapitalistischen) Sorporationen. In einem Saße alias Deutschdemofraten aber haben schon vor Stärkung des deutschen bürgerlichen des Wahlaufrufes heißen sie auch die den Wahlen bewiesen, daß ihr tiefer all jie Besiges und Eigentumt 8." Verschlechterung der Sozialver- nichts gelernt hat und daß sie von ihrer Bor Natürlich auch der heutigen Ausbeutungs- ii cherung gut und schließlich fordern sie: niertheit nichts vergessen haben!. ordnung, denn wie soll die Stärkung" des deutschen" bürgerlichen Besißes anders erfol gen, als durch die Beibehaltung und Verschär fung der Ausbeutungsmöglichkeiten. Das klingt schon ganz anders, bürgerlich- kapitalistisch Nach den Erfahrungen, welche die Wählerschaft darüber gemacht hat, wie bürgerliche Parteien ihre zu Wahlzeiten und für Wahlzwede herausgepußten Programme behandeln, nämlich wie einen Feßen Papier, ist es auch ganz berechtigt, wenn das Organ der neuen alien Partei erklärend hinzufügt, die schlot- flaſſenbewußter, als die verwaschenen Redens. Der Schnellzug Prag- 3naim fährt auf einen Laftzug auf.- Vier Tote und ternde Angst der anderen Parteien rühre da her, weil sie sehr gut merken, welche außer ordentliche Zugkraft die Deutsche Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft auf die selbständig denkende Wählerschaft ausübt" und weil sie spüren", daß das klare und volkstümliche Programm der Gemeintschaft.... weitesten Streisen der Wäh lerschaft sympathisch ist." Jezt brauchen mur noch die weitesten Sveise" der Wählerschaft dieses stinkende Selbstlob ernst zu neh men, dann ist wirklich der Augenblick gekommen, daß die anderen Parteien vor den alten politischen Kridaiaren Angst bekommen. Vorerst werden aber wohl die Wähler ein anderes, dringendes Bedürfnis empfinden, nämlich sich über den lächerlichen Größenwahn der kleinen Gernegroße gründlich auszu lachen. arten des in Prag und Brünn erschienenen Aufrufes der neuen Partei. Es kommt aber noch viel schöner! Die Deutsche Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft ,, berlangt Abbau der Uebersteuerung und begrüßt als ersten Schritt zu diesem Ziele die Begrenzung der Landes-, Bezirks, und Ge meindeumlagen. Verteidigung der Begrenzung der Zuschläge wird eine der wichtigsten Aufgaben der nougewählten Vertreter der deutschen Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft Eisenbahnunglück bei Nimburg. 37 Berlegte. Nimburg, 22. Dezember. Der Schnellzug Nr. 24 der Strede Prag Znaim, der um 15.44 Uhr von Prag Denis- Bahnhof abgeht, fuhr heute um 16.40 Uhr im. Bahnhof Nimburg auf einen verschiebenden Laftzug auf. Beide Lokomotiven, ein Dienst und ein Personenwagen des Schnellzuges wurden schwer beschädigt. Von den Reisenden des Schnellzuges wurden zwei Frauen getötet und ungefähr 37 Personen verletzt, davon zehn schwer. Außerdem befindet sich unter den Waggontrümmern ein Eisenbahnangestellter und ist wahrscheinlich tot. Feuerwehr und Arbeiter der Eisenbahnwerkstätte versehen die Bergungsarbeiten, Gendarmeric Den Sicherheitsdienst. sein.. Bei den selbständigen Abgaben, Die Ursache: Ueberfahren des Haltefignals durch den Laftzug. zur Stelle. Die Maschinen der beiden Züge find schwer beschädigt, beim Schnellzug außerdem der Dienstwagen und ein Personenwagen. Beim Gü terzug würden zwei Waggons zertrümmert. die die Selbstverwaltungskörper einheben, muß Die Direktion der Staatsbahnen Prag- Süd| gewährten vier Orisärzte, die sofort an der uals oberstes Prinzip festgehalten werden, daß diejenigen, die in Land, Bezirk und Gemeinde teilt mit: Donnerstag, den 22. November, um 16 fallstelle erschienen waren, die erste Hilfe. Ebenja die Ausgaben zu bestimmen haben, auch selbst zu hr 38, iſt der Schnellzug Nr. 34 bei der Ein- war das Rettungskorps der Staatsbahnen sogleic diesen Ausgaben die Mittel beizusteuern haben. fahrt nach Nimburg mit dem Güterzug Nr. 8621 Das in den Jahren 1919-1923 obwaltende Prin- zusammengestoßen. Der Zusammenstoß wurde da zip, daß die nicht Steuer zahlende Bevölkerung die durch verschuldet, daß sich der Güterzug Nr. 8821 Doch in der Tat: wenn Programme bür Ausgaben festsett, welche die steuerzahlende Be ohne Abfertigung des Zugsexpedienten gegen den gerlicher Parteien etwas mehr bedeuten wür Der Verkehr wurde nicht unterbrochen. An völkerung zu bestreiten hat, darf anf feinen allanfahrenden Schnellzug in Bewegung seßte. Bei dem Zusammenstoße wurde der Zugsführer des wiederkehren." den als Leimspindeln für jene, die nicht alle Güterzuges und von den Passagieren des Schneli- der Unfallstelle erschien der Seltionschef des Eisenbahnministerium Ing. Kabes und der Di werden wollen, dann muß man zugeben, daß Kein Regierungsparteiler wagt es heute zuges zwei Frauen getötet. Schwer verleßt wurrektor der Staatsbahnen Prag- Süs Dr. Jaroch, bei der Abfassung des Programmes der Deut- mehr, so offen die Erwürgung der den acht Personen, davon sechs Eisenbahnbedien weiters zwei Untersuchungsbeamic, davon einer schen Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft mit Gemeindeautonomie zu verteidi ftete und zwei Zivilpersonen. Alle schwerverleßBerheizungen geradezu verschwenderisch umge- gen, wie es hier die Deutsche Arbeits- und ich Personen wurden in das Nimburger Kran aus dem Eisenbahnministerium, der zweite von der Staatsbahndirektion Prag- Siid. gangen wurde. Die neue alte Partei sucht da- Wirtschaftsgemeinschaft tut. Die Bourgeoisie kenhaus überführt. Zehn leichtverleßten Personen mit sogar die christlichsozialen Gaukler und hat mit der Steuerreform ein Geschenk von das will schon etwas heißen zu übertrump- vielen Millionen erhalten alles zu wenig, Die Verlustliste. fen. Sommt alle zu uns, wer immer ihr seid jagt die neue Partei, die alle Stände zu verGetötet wurden: Der Lokomotivführer und welchem Stande ihr auch angehört, so lockt treten behauptet, die Uebersteuerung", natürder Wahlaufruf. Wir eine rein bürgerliche lich nur jene der Besizenden, muß des Zuges Nr. 8821 Josef Kyselka aus Bo Partei mit rückschrittlichen, antisozialen Ten- noch weiter abgebaut werden! Daß durch die denbach und Antonie Krem ái, 45 Jahre ait denzen? Was fällt euch ein? Wir sind das Verwaltungsreform und durch das Gemeinde- aus Leitmeriß. Die zweite Frau, die bei dem Unglüid gleichfalls getötet wurde, konnte bismodernste, was man hat! Wir spielen alle finanzgefeß die Länder, die Bezirke und die her nicht identifiziert werden. Sie ist Stüdchen, wir fassen euch alle unter einen Gemeinden in ihren Einnahmen gedrosselt und etwa 30 Jahre alt und trug einen Ring mit dem Sut, wir unschließen euch alle mit unseren unter die Vormundschaft der tschechischen Bü- Monogramm J. F. liebevollen Armen! Wörtlich:„ Die Idee der rofratie gestellt wurden, das findet die neue Schwer verletzt wurden: Alois Toms, Gemeinschaft entspringt dem sehnsüchti- Partei nicht nur ganz in Ordnung, sie bezeich- Zugsbegleiter aus Bodenbach, Alois Sula, Magen Wunsche der Erwerbstätigen aller net auch als eine ihrer wichtig it en nipulant des Zuges Nr. 528, Karl Ebert, MaStände und Berufe nach einer politi- Aufgaben die Verteidigung die- schinführer des Schnellzuges Nr. 24 aus Iglau, schen Gruppe, die... in ernster, sachlicher und fer Gesetze, die den Ländern, Bezirken und Karl Stárnit, Vertragsbremser aus Nimburg, unermüdlicher Arbeit die wirtschaftlichen Gemeinden jede Selbständigkeit nehmen und Wally Böhm aus Tepliß- Schönau und Ema- 21 Uhr ist im Nimburger Krankenhaus der Zugsbegleiter Johann Mach aus Znaim infolge der Grundlagen aller Berufe und Stände, ihnen die soziale Fürsorgetätigkeit unmöglich nucl Bláha, Schloffer aus Sobotka. Wie der Berichterstatter des Tschechoslowati- erlittenen schweren inneren Verletzungen geder Privatangestellten und Arbeitnehmer wie machen! Das„ in den Jahren 1919-1923 obfchen Presbureaus mitteilt, dürfte sich der Mate- it or ben. der Industriellen, der Kaufleute wie der Ge- waltende Prinzip" das ist nichts anderes werbetreibenden, der Staatsbeamten und Pen- als der Einfluß der sozialistischen Parteien auf • rialschaden auf 200.000 K belaufen, worin alferdings nicht die Entschädigungen für die Hinter bliebenen und die Verleßten enthalten sind. Bis morgen dürfte die Strecke vollkommen wieder frei fein. Unter den Trümmern des Dienstwagens be findet sich die Leiche des Zugsführers Shielta, der buchstäblich in Stüde zerrissen wurde. Die den Bahnhof passierenden Züge haben fast teine Verspätungen. Unter den Schwerverletzten befinden sich noch der Zugsbegleiter Johann Ma ch aus Znaim und Josei König aus Bodenbach. Nimburg, 22. November. Kurz vor ſioniſten wie der freien Berufe festigen und die Gesetzgebung und Verwaltung, das ist auch Wieder ein politischer Mord in Sofia.| Nationalsozialistische Revolverhelden. Berlin, 22. November.( Eigenbericht.) In bessern usw." Stein Jahrmarttausrufer kann die den Besitzenden auferlegte Verpflichtung Sofia, 22. November. Gestern abends wurde lauter und eindringlicher die Käufer herantof zur Tragung gewisser sozialer Lasten! Nichts von zwei unbekannten Tätern der gewesene Chef der vergangenen Nacht spielte sich im Südwesten fen, als der Wahlaufruf der zum zehntenmale da, ruft die neue Partei, wenn es Vertretun- des öffentlichen Sicherheitsdienstes General Berlins in der Wassertorstraße eine schwere in neuer Verkleidung auftretenden Wiliberalen gen gibt, in denen die Sozialisten die Mehr- Naum Belev, ein Mazedonier, erschossen. Schlägerei ab. Rote Fronitämpfer und Na zu tun sich bemüht. heit haben und Ausgaben für soziale und hu- Belev war Vorsisender der Auswanderer- Affo tionalsozialisten gingen mit der Waffe und Wie sich die Deutsche Arbeits- und Wirt- manitäre Zwecke beschließen, dann sollen sie die ziation in der Stad. Ochrida, dem Geburtsort Schlagringen auf einander los. Im Verlauf der schaftsgemeinschaft konkret zu den Wünschen Arbeiter auch bezahlen! Pflichten des des Generals Protogerovs. Nach der Ermordung wüsten Schlägerei, an der über zwanzig Perso dieses Generals nahm Belev mit seinen Lands nen beteiligt waren, wurden von nationalsoziali und Forderungen der einzelnen Klajsen und Bejises? Die Deutsche Arbeits leuten eine unverföhnliche Saitung gegen Ivan stischer Seite mehrere Schüsse abgege Ständen der Bevölkerung stellt, darüber er- und Wirtschaftsgemeinschaft er Michailov ein und ließ in seiner Assoziation eine ben. Sin unbeteiligter 48jähriger Schlächter fährt man aus ihrem Wahlaufruf, obwohl er ennt teine solchen an. Die tapitaliſtiſcharfe Refolur er gegen das mazedonische Natio wurde dabei von einer Stugel in den Bauch ge sich„ Programım" nennt, nichts, er ist nur eine ichen Profitjäger haben ein heiliges Recht auf naftomitee abstimmen. Man versichert, daß sein troffen und schwer verlebt. Aneinanderreihung allgemein gehaltener Wald- Schutz des aus der Arbeitskraft ihrer Sklaven Tod ein Werk der Michailov- Revolutionäre ist. Cigle Seite 2. Seute werben Sie ruhig dafür stimmen und fein Wort dagegen sagen, daß den Rübenbauern in Form der Erhöhung des ZulTerpreises und den Zuckerindustriellen in Form Deutsche Preffe: ,, Keinen Heller Zuckerpreiserhöhung!"- Die Regierungs- der Herabsetzung der penschalierten Umsatzsteuer mehrheit: 80 plus 35 plus 20 plus 45 Millionen für die Zuderindustrie! weitere Millionen für die Zuderindustrie! weitere ungezählte Millionen hingeworfen Wo waren die Christlichsozialen? werden. In aller Eile hat der Senat, bevor er sich| land haben wir heuer mehr Zucker exportiert. Ich warne Sie auf diesem Wege vor den Wahlen auf unbestimmte Zeit vertagte, Alle Zuwendungen an das Zuckerkartell stellen fortzufahren. Ihnen sind die Interessen außer dem Budget noch zwei Gejezze durchge- daher ein blankes Geschenk dar.( Lebhafte Zwi- des Staates nichts, Ihnen sind die Interessen der peitscht: Die Novelle zum Bauförderungsschenrufe unserer Genossen, wobei Gen. Stark notleidenden Bevölkerung nichts. Ihnen ist alles gesetze, welche in feiner Hinsicht den von allen von dem christlichsozialen Vorsißenden einen Ord- und alles nur das Interesse derjenigen Stände, Seiten erhobenen Beschwerden gegen das alte nungsruf erhält.) die Sie hier vertreten. Daß es dabei auch ParGesetz Rechnung trägt, und das Gesetz über die Ich erinnere die Herren Vertreter der teien gibt, wie die christlich soziale, die vielSteuerrefundierungen an Export- In- deutschen leicht fein direktes Interesse an der Sache hat, dustrieunternehmungen, hinter welchem harm aber trotzdem all das mitmacht, ist nur ein Be weis dafür, daß sie um die sagenhafte Anteilnahme an der Macht alles opfern. Wir werden dem im Interesse der arbeitenden Bevölkerung den schärfsten Widerstand entgegenseßen.( Lebihafter Beifa II.) christlichsozialen Partei lofen Titel sich das 45 Millionen- Geschenk an die daran, wie ihr Zentralorgan im August und Zuckerindustrie verbirgt. Als erster Red- September dieses Jahres immer wieder ausrief: ner gegen dieses Gesetz sprach ,, Kein Heller Zuckerpreiserhöhung, fein Heller darf den Zuckerindustriellen zukommen!" Genoffe Dr. Heller, welcher mit schlagenden Argumenten den Betrug, welcher an den Konsumenten begangen wird, aufzeigte. Genosse Dr. Heller kritisiert vor allem, Vergebene Mühe des Zenfors. führte Ronfiskation aufzuheben und dafür zu sorgen, daß der Motivenbericht der Regierung und auch das Referat des Berichterstatters die DeffentlichImmunisierte Konfiskation. feit hinters Licht führen wollen, indem sie mit Die sozialdemokratischen Senatoren Dr. He l feinem Wort erwähnen, zu weſſen Gunsten das Ier und Genossen haben den Justizminister Gesetz geschaffen werden soll. Dann erinnert er Mayr- Harting wegen der Konfista ion an die Geschichte der Zuckerpreis- Sozialdemokrat" am 18. Oftober d. J. erhöhung. Als die Zuckerbarone die erste interpelliert und das Präsidium des Senats hat Forderung an die Regierung stellten, versuchte die Interpellation in das Protokoll aufgenomDr. Englis, eine Revision der Zuderfabriken durchzuführen, um festzustellen, ob die Zuder- men, so daß die damals gestrichenen Stellen nunindustrie wirklich durch die englischen Zölle be- mehr inkonfiskabel sind. droht ist. Die Zuderbarone haben aber die Revisionen des Finanzministerium nicht einmal in m Leitorikel der Nummer 248 des Sozial. ihre Räumlichkeiten eingelassen. Warum das ge- demokrat" vom 18. Oftober 1928 wurden von der fchehen ist, kann sich jeder an seinen fünf Fingern| Benjur nachstehende zwei Stellen fonfisgiert: abzählen. Anfangs September ging die Zuderindustrie selbständig mit einer Preiserhöhung von 60 h vor, nachdem sie sich mit den Rübenbauern verständigt hatte. Es tam dann ein Stompromiß mit der Regierung zustande, wonach der Zuckerpreis um 25 Heller erhöht wurde. Das macht jährlich 80 Millionen aus, welche die Rübenbauern erhalten. Die Zuderindustrie erhält dann 35 Millionen Kronen durch Ermäßigung der pauschalierten Umsatzjteuer, 20 Millionen hat sie schon im Septem ber eingestedt und weitere 45 Millionen fichert ihr das heutige Geseß. Dr. Englis, welcher schon den Gesehentwurf nicht unterschrieben hatte, gab seine Demission, bevor das Geset vom Parlament verhandelt wurde. Genosse Heller weist nun auf Grund der Anaben des Statistischen Amtes nach, daß die Buderindustrie die Staatshilfe nicht braucht: Die Ausfuhr von raffiniertem Zuder be trug von Mai bis September 1927 484,600.000 Stronen. In denselben Monaten des heurigen Jahres aber 640,400.000, aljo um 153 Mitlionen mehr. Sen. Proset( Agrarier): Aber die Preise? Genosse Dr. Heller: Der Preis war z. B. im Juni 1927 pro Kilogramm ungefähr 2.50 K. und im Juni 1928 ganz derselbe. Außerdem haben wir heuer ein Plus an Ausfuhr von Rohzuder von 55,700.000 Kronen gegenüber der gleichen Zeit im Vorjahre, insgesamt also ein Plus von 211,500.000. Und nun komme noch jemand und erzähle von einer notleidenden Zuckerindustrie! Außer den 80 bis 100 Millionen vom Staate hat die Zuderindustrie noch 80 bis 100 Millionen Verdienst aus diesem Mehrabsaß! Sogar nach Eng-| Der Schaz der Sierra Madre Von V. Traven. 14 ( Verlag der Büchergilde Gutenberg, Berlin 1928.) ,, Dieselbe Frage beschäftigt mich nun zum dritten Male", erwiderte Curtin. Ich weiß, wie das ist und wie das geht. Aber ich habe keine einzige Joee. Goldgraben, das ist das einzige." Die Interpellation lautet: daß die Zensur sich in Sinkunft solche Uebergriffe nicht mehr zuschulden kommen läßt? Prag, den 18. Oktober 1928. alles unter der Regierung des Bürgerblocks Unsere Leser ersehen aus den Zitaten, was zum Anlaß der Konfistation und der finanziellen Schädigung der Arbeiterpresse um viele Tausende Stronen genommen wird. Es ist an der Zeit, diesent System einen Deu'er zu geben und dem Herrn Justizminister vor allem zu ze gen, wie weit das Bolt gewillt ist, die Einschränkung der Meinungsfreiheit zu ertragen. Das Budget angenommen. ,, Die geflisfentlich und mit bestimmter Abs sicht entsachten Jllusionen sind wie Rauch in alle Winde verslogen, was die Gegenwart zeigt, ift Der Senat hielt gestern seine leßte Sit das Bild einer bis zum Plaßen vollgegessenen zung vor den Wahlen ab. Er mußte daBourgeoisie im Gegensaß zu der ein fümmerliches her noch die terminierte Novelle zum BauförDasein fristenden Vollsmasse. Die Löhne haben derungsgesetze, zu welcher Genosse Löw bei weitem noch nicht das Vorkriegsnivean er sprach, erledigen. Außerdem war es der Koalition reicht, was an sozialen Errungenschaften die Araber Herzensbedürfnis, der„ notleidenden Zuckerbeiterschaft in der ersten Zeit der Eriften; des industrie" noch schnell die versprochenen Steuerneuen Staatswesens zu gewinnen vermochte, wird erleich erungen zu sichern, so daß die Zuckerba in der Pragis unter der wohlwollenden Duldung rone, wenn man alles zusammenfaßt, was sie in der Staatsgewalt unterhöhlt, die Demokratie zu den verschiedenen Formen erhalten, doch ihre einer Rarifatur herabwürdigt, die Freiheit ge- 180 Millionen jährlich einstecken werden. die drosfelt, so daß Presse- und Versammlungsfreiheit schließlich doch der Konsument zahlt. Die Rede, vogelfrei sind und dem Staatsapparat ist als welche Gen. Dr. Heller zu diesem Gesetze hielt, Hauptfunktion die Aufgabe zugewiesen, der Macht- bringen wir an anderer Stelle. Schließlich wurde stellung und der Bereicherungssucht der besitzenden das Budget in beiden Lesungen anegnommen, Klassen zu dienen. Gewinner der nationalen nachdem alle Abänderungsanträge abgelehnt und Revolution des Jahres 1918 ift nicht das tiche die Resolutionen dem Budgetausschuß zugewiesen chische Volk, sondern nur seine Besigklasse, die worden waren. allerdings die zehn Jahre der errungenen„ nationalen Freiheit" mit solchem Tempo für ihre Mastkur auszunüßen verstanden hat, wie man nach ihm vergeblich in der Geschichte Ausschau halten wird." Die zweite fonfiszierte Stelle lautet: ,, Es ist auch kein Zufall, sondern der Gefeßes macherei und Verwaltungskunst der Regierungsloalition anfs konto zu buchen, daß sich in der leßten Zeit die Baukatastrophen ebenso häufen, wie die Unglüdsfälle auf den Eisenbahnen. So ergreift Unzufriedenheit und Verdrossenheit immer größere Kreise der Bevölkeung." Die Unterzeichneten richten an den Herrn Justizminister die Anfrage, wie er die Konfiskation diefer eine durchaus begründete Kritik enthaltenden Stellen des Artikels verantworten fann und fragen: Ist der Herrn Justisminister bereit, die ange man keine Arbeit, hat man genau so gut alles verloren. So glatt liegt das Gold ja nicht auf dem Haufen, daß man es nur abzuschaben und einzufacken braucht. Das weiß ich auch. Aber ist es nicht Gold, dann ist es vielleicht Silber, und ist es kein Silber, so ist es vielleicht Stupfer oder Blei oder gute Steine. Wenn man das auch nicht selbst ausbeuten tann, so findet man immer eine Stompanic, die einem die Mutung ablauft oder die einen mit guten Anteilen als Teilhaber aufnimmt. Jedenfalls werde ich mir das einmal gut überlegen." Die nächste Sigung des Senates wird schriftlich oder telegraphisch ein berufen werden. Der Bürgerblock fämpt"- für die tarpathoru en Juden. Breltag, 28. November 1928. fect is auf ins die Reihe das wir sollen beweisen der Regierung unsere Tret heit in unsere Patriotizmus. Juden läst euch nicht ferfiren von die agitétore was meinen nischt euere tajwe, nur sei meinen auf eiere Rechung und auf eier Gefár, sich ciere intereffen aus zuwigen und timern sich nisch: über den Kial Jifruel. Juden auch ohne jebe interesse sind vir fevflichte: mikáme tanvin die Regirung Partei zu fißen. 1. Müssen wir gehen in Weg von unsere Eltern, was Sie haben auch immer auf die Regirungs Partei timen abg. geben. 2. Sagen insere drechnen in Périk du salt béten zu gatt( Gott) um Suleum für der Regirung. Nun Brüder ist noch da ein größere Sufont va wir stimen werden auf der Regirungs Partei? 3. Hat der großer Nuvi Jermije gebéten, von die Jüden váren in guleß buvel, das Sie fallen béten zu gatt, das er fal Sulem geben auf der Regirung, denn mit den Sulem was die Regirung hat, ist auch unser Sulent. Ject warum missen wir stimmen auf der Regirung? 1. Weil vir verden geschützt sein gegen die, vás vollen von uns vek nehmen die Wirtsheuser und Trafiken. 2. Wirt mán uns nicht ved nehmen unsere feldlech( Felder) von velche wir geben Brod für unser Web und Kinder. 3. Die armen juden verden bekomen feld das Sie sollen haben Brod für ihre familie. Nun Jüdische Brüder! Brauchen vir noch eine grösere Interesse, das vir sollen stimen auf der Regirung Partei? Jüdische Brüder! Mán bird zu euch kommen und man vird eich verschiden Lügen sagen, gibt darauf nichts. Mán viro euch einreden dás mán muß auf ein Jüd stimmer! Neun Brüder der Belzer cadit kat nie geftimt auf ein Jüd, und hat gesagt das mán soll nicht stimmen auf ein Jüd, und Brüder Weiſt ir ver die Jüden seren( sind, für die gestimmt werden soll; von uns) 2 advokaten. Vur stelt end) vor vás für frome Jiben Sie sind, das Sie sind, das Sie sollen die Jüdichse interesse vertretten 2 neoioge Juden, á neolog( anders Denfender) vill die Jüdische interesse fertreten, ist dás fein Himmel geichrei? Daher Jüden ject ist die ceit das wir samen hát: en sollen, und mit vereinigte Irást, unfere stimmen abgeben sollen auf die Regirungs- Partei, die heisen Agrar- Partet. Agrar Jüdische Romitté. Wir halten es nicht für notwendig, erst cinen Kenner dieses jüdisch- deutschen Jargons um eine genaue Ueberfeßung wenig oder gar nicht verständlicher Ausdrücke zu ersuchen. Der Aufruf ist im ganzen so deutlich, daß ihn jeder verstehen Tann: die Agrarier haben es verstanden, sich der Gefolgschaft der reichen larpathorujji schen Juden und wahrscheinlich auch der Rab biner zu sichern, die nun das Wahlgeschäft für und zugleich übelsten Dokumente dieses Wahl- eingeredet, daß es ihr Interesse wäre, die Agrar er Vor uns liegt eines der charakteristischesten den Bürgerblock betreiben. Den ar men jüdis schen Teufeln in Sarpathoru.and wird Wahl- hen fampfes: ein Aufruf an die Juden in Karpathorußland, die Agrarier, die führende Par: ei des Bürgerblockes zu wählen. Des fulturpoliti schen Wertes halber mag der Aufruf hier ganz Platz finden: Aufruf án álle Juden fin Podkarpatska Ruß! Der Tug für die Wahlen ist schon fum, in alle Parteien baben sich schon Organizirt Juden Simmel herunter, um sich doch dann nach den zu wählen. Sie versprechen ihnen das Blaue vom Wahlen um sie ebenso wenig zu scheren wie um die ganze große Masse der tarpathorussischen Be völkerung, die in Unkultur, politischer Bewußtlosigkeit und sozialer Not erhalten werden soll, um ewig Stimmvieh un Ausbeutung 3obiekt zu bleiben. Man kann sich vorstellen, mit welchen von Menschen, daß sie diese Idee schon Yange zwanzigtausend, dann auf zehntausend, und man vorher gehabt haben. erklärt, daß man sich mit fünftausend völlig beWenn in einem Menschen ein Plan auf- gnügen würde, wenn man sie nur finden möchte, taucht, der Gedanke, etwas Bestimmtes zu uns auch wenn man hart darum arbeiten muß. Fins ternehmen. heranreift, darf man sicher sein, daß det man aber dann etwas, dann ist man mit den zahlreiche Wienschen in seiner Nähe den gleichen ursprünglich erhofften breißigtausend nicht fatt oder einen ähnlichen Plan haben. Darum ver- zu kriegen, dann geht man immer höher und breiten sich Massenstimmungen so rasch wie ein höher, möchte fünfzig, hundert, weihundert fegender Feuerbrand. tausend Dollars haben. Dann kommen die Verwidlungen, die einen hin und her schmeißen und nicht mehr zur Ruhe tommen lassen." dem Bett, und der dritte saß auf dem Bett. Dobbs begann sich auszukleiden. ,, Bei mir nicht," sagte einer der beiden ,,, bei mir nicht, das kann ich beschwören. Zehntausend und Schluß. Schluß, und wenn da noch für eine halbe Million läge. Das ist gerade die Summe, Etivas Aehnliches geschah hier. Curtin wollte noch eine Nacht in Cleveland Da haben Sie es gesagt", fiel Dobbs ein. bleiben und erst am folgenden Tage umziehen ,, Daran dachte ich auch gerade. Es ist schließlich Sie sprachen nun von etwas anderm. So zum Oso Negro. Als Dobbs heimkam, waren feine gewagtere Spekulation, als auf Arbeit in schwer gewichtig werden solche Gespräche über außer ihm nur noch drei Amerikaner in dem den Delfeldern zu warten. Es gibt ja kaum noch Goldsuchen hier nie genommen. Jeder sagt es, Staum. Die übrigen Betten schienen heute nicht ein Land, wo soviel Gold und soviel Silber jeder plant es, und von zehntausend geht dann besetzt zu sein. Einer der Neuangekommenen war die ich brauche." darauf wartet, daß man es ausbuddelt, wie einer los und tut es, weil das eben nicht so i älterer Mann. dessen Haar weiß zu werden dieses Land hier." Lassen Sie uns da hinübergehen und auf schlicht zugeht, als ob man auf Kaninchenjagd begann. zu gehen beabsichtigt. Es lebt nicht ein Mann Als Dobbs den Raum betrat, unterbrachen die Bant setzen", sagte Curtin.„ Ich will Ihnen hier, der nicht einmal wenigstens daran gedacht die drei ihr Gespräch. Aber nach einer Weile jagen, ich bin hier runter gekommen nicht wegen Sel, sondern wegen Gold", erzählte nun Curtin, berte von Minen für andere Metalle, die hier der eine der beiden andern lag angekleidet auf Sel, sondern wegen Gold", erzählte nun Curtin, hat, auf die Goldſuche zu gehen. Die vielen Hun- nahmen sie es wieder auf. Der Alte lag im Bett, nachdem sie sich niedergesetzt hatten. Ich habe hier in den Deldistritten nur einige Zeit arbeiten im Lande sind, wurden alle gefunden und gewollen, bis ich genügend Geld in den Fingern gründet von Leuten, die auf Gold fuchten und haben würde, um auf die Goldsuche loszugehen. dann das nahmen, was sie fanden. Manche Mine, Es kostet eine gute Summe. Da ist die Reise, da die weder Silber noch Gold hervorbringt, trägt find die Schaufeln, Saden, Pfannen und sonsti- ihren Besitzern größere Reichtümer zu, als zahl gen Werkzeuge. Dann muß man auch vier bis reiche Goldminen es können. Je mehr die elekacht Monate leben können, ehe man was ver- trische Industrie sich ausbreitet, desto wertvoller dient. Stommt es endlich zum Rechnunglegen. wird Kupfer. Es kann die Zeit kommen, daß kann es sein, daß man alles verloren bat, Geld man Gold für durchaus entbehrlich ansicht; von Kupfer, Blei und vielen anderen Métallen kann und Mühe, weil man nichts gefunden hat." Dobbs wartete darauf, daß Curtin noch man das nicht so leicht sagen. weitersprechen sollte, aber Curtin schwieg, er schien nichts mehr zu sagen zu haben. Da sagte nun Dobbs: Das Rijifo ist nicht so groß. Hier herumzulungern und auf Arbeit zu warten, ist ein ebensolches Risiko. Hat man Glück, kann man monatlich dreihundert Dollars verdienen, vielleicht noch mehr, sechs. zehn, acht zehn Monate lang. Hat man fein Glück, findes Kein Mensch hat einen Gedanken ganz für sich allein, und es hat noch nie jemand ganz für sich allein eine originelle Idee gehabt. Jede neue Idee ist das Kristalisationsprodukt tausend verschiedener Ideen, die andere Menschen haben. Einer findet dann plößlich das rechte Wort und den richtigen Ausdruck für die neue Idee. Und sobald das Wort da ist, erinnern sich Hunderte Wer nicht selber draußen war," meinte Howard in feiner langsamen Redeweise, der glaubt es nicht. Von einer Spielbant kann man leicht weg, von einem Haufen Gold, den man fann feiner weg. Ich habe in Alaska gegraben nur zu nehmen braucht, um ihn zu besitzen, und gefunden, ich habe in Britisch- Columbia gegraben, in Australien, in Montana, in Colorado. Zuerst verstand er nicht, wovon die Rede Habe ganz schön etwas zusammengebracht. Na, war. Dann aber wußte er mit einemmal, daß und nun bin ich hier im Oso Negro und fertig. der Alte seine Erfahrungen als Goldsucher den Meine legten fünfzigtausend im Del verloren. Jüngeren mitteilte. Die beiden Jüngeren waren Jest muß ich alte Freunde anbetteln, auf der hierher gekommen, um auf Gold zu suchen; denn Straße. Vielleicht gehe ich noch mal los mit meiman hatte ihnen in den Staaten unerhörte nen alten Knochen. Habe aber nicht das BeDinge von dem Geldreichtum des Landes erzählt. triebskapital. Das ist nun überhaupt auch so: Gold ist eine verteufelte Sache", sagte Ho Geht man allein, ist es am besten. Man muß ward der Alte. ,, Es ändert den Charakter. Man aber die Einsamkeit vertragen tönnen. Geht man fann noch soviel haben, daß man es allein gar zu zweien oder zu dreien, lauert immer Morb nicht wegschleppen kann, immer denkt man da- herum. Geht man zu einem Dußend, dann ran, noch etwas hinzuzubekommen. Und um noch kommt nicht viel auf den einzelnen Mann, etwas hinzuzubekommen, hört man auf, zwischen und Zant und Mord ist erst recht herum. So= Necht und Unrecht zu unterscheiden. Wenn man lange nichts da ist, hält die Bruderschaft. Wenn rausgeht, nimmt man sich vor, mit dreißigtau- aber die Häufchen wachsen und wachsen, dann feno Dollars zufrieden zu sein. Wenn man nichts wird die Bruderschaft eine Luderschaft." findet, jetzt man seine Erwartungen herab auf ( Fortseyung folgt.) Freitag, 23. November 1928. Die englischen Werftarbeiter üben Solidarität. London, 22. November.( Eigenbericht.) Der Exekutive der Föderationsgewerkschaften des britischen Maschinen und Schiffsbaues lag eine Information vor, wonach beabsichtigt ist, gewisse ausländische Schiffe, die infolge der Metallarbeiteraussperrung in Deutschland nicht repariert werden können, zur Reparatur nach britischen Häfen zu schaffen. Die Exekutivföderation be schloß daraufhin, den Verbandsvorsitzenden der ihr unterstellten Gewerkschaften zu empfehlen, Weisungen an ihre Mitglieder ergehen zu lassen, wonach jegliche Arbeiten an solchen Schiffen zu unterlassen feien. Methoden man diesen Wahlaufruf schließlich auch zur Wirksamkeit wird verhelfen wollen. Aber es ist zu erwarten, daß selbst in Karpathorußland immer weitere Kreise den Schwindel durchschauen, der mit ihnen getrieben wird. Und für die Arbeiter überall ist dieser Aufruf schließ lich auch sehr sehrreich: sie- sehen da an einem praktischen Beispiel, wie die Bourgeoisie ohne Unterschied auch der konsession und Rasse zusammensteht, wie der Klerus, der jüdische so wie der fatholische, aus der Not des Volkes Kapital für die herrschende Klasse zuschlagen sucht! nehmen. Osmičta. Die Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft Gegen den Mieterschutz! Gegen die Gegen das Gegen die " Gewerkschaften! allgemeine Wahlrecht! Finanzielle Selbst= Ernste, sachliche Arbeit für Alle gegen Alle!! 33 Negativer Aktipis= mus! verwaltung der Aktiver Negativisin der Provinz Gemeinden! Um Zreu und Glauben". thutz Die zwei Gefichter mus! 2 Brag C.le 8. oder die Gewerbepartei, die von allem Anfang bort allein, hier mit den ebenso heiß geliebten wie bekämpften Verbandsgenossen zusammen vorgeht. Die Entscheidung fann für den pros Tetarischen Teil der Wähler nicht zweifelhaft sein. Angestellte, Beamten, ffeine Gewerbetreibende und Rausiente, an die sich die beiden Gruppen herandrängeln, werden feine von beiden tränken wollen und auf Treu und Glauben fogialdemokratisch wählen! Der Muhrkamp.. Die Unternehmer scheinen zu glauben, daß Prag, 22. November. In einem Kommu niquee wird lediglich festgestellt, daß sich die Osnička heute mit der Pensionsversicherungsnovelle befaßt habe, und nicht ein Wort mebr: morgen sollen die Beratungen fortgesetzt werden. Vor der Sitzung erschien eine Deputation der Allgemeinen Pensionsversicherungsanstalt, von der Rosche- Kafta- Gemeinfchaft. dem früheren Minister Dr. Sotowet geführt, Herr Professor Rafta hat Mittwoch in Mit anderen Worten, das Verbrechen im Parlament- und sprach bei dem Vorsitzenden der Osmička Bradač, dem Vorsitzenden des Prag eine Wahlrede gehalten. Seine Presse stellt, gegen das keimende Leben der nationalen Autosozialoplitischen Ausschusses Čuřit und den wie sie es ja auch früher, als Kafla noch Deutsch nomie" wird von der Partei des Herrn Professor beiden Referenten Votruba und Petr vor. demokrat war, immer tat, die Rede als eine neue Rafla als ein erster Schritt" begrüßt, Nach einer Meldung der„ Prager Presse" er- Offenbarung dar. Bezeichnend ist es jedenfalls, dem offensichtlich weitere folgen sollen. Die Ver daß Herr Kafka sich, in Prag mindestens, einen teidigung der Verwaltungsreform wird den hielten sie überall fchöne versprechungen Gewinn für seine Liste nur von einer Stellung neuen Vertretern zur Pflicht gemacht und wir angeblich sei begründete Aussicht vorhanden, daß Berlin, 22. November.( Eigenbericht.) Die es gelingen werde, den Regierungsentwurf in ahme gegen die Regierungsparteien und von möchten wirklich gern wissen, was der Herr Proihre Presseorgane einzelnen wichtigen Belangen abzuändern, bzw. einer scharfen Polemik gegen den reaktionären feffor Raffa eigentlich tun wird; wird er gegen Unternehmerverbände und Kurs, wie er vor allem in der Verwaltungs- das Verbrechen stimmen oder es verte wenden sich erregt gegen den Beschluß des Reichs den Entwurf der Regierungskommission anzu- Kurs, wie er vor allem in der Verwaltungs- das Verbrechen stimmen oder es tages auf Unterstüßung der angesperrten Arbei passen. Nach allem, was vorgegangen ist, wird reform zum Ausdruck kommt, verspricht. Dem digen? man gut tun, diese Versprechungen noch dazu muß man nun gegenüberhalten, was die Partei Diese Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft. ter. Sie behaupten, daß der Staat dadura Barici zeh Tage vor der Wahl- sehr sleptisch aufzu- des Herrn afta und des Herrn Rosche die die durch eines ihrer mährischen Blätter die für die Arbeiter ergriffen habe; die Unternehmer Deutsche Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft Selbstverwaltung auf allen Gebieten des öffent feien daher gezivungen, den Kampf weiter zu fah anderwärts ihren Wählern zu sagen hat. In lichen Lebsen" fordert und in Tepi tz mit den ren und ihm auch noch größere AusdehIn der Nachmittagssitzung der Osmička Teplit, wo der flassenbewußte Bürger Stra ältesten zünftlerischen Argumenten gegen jede nung zu geben. wurden aktuelle Tagesfragen behandelt: bal, ein alter Kämpe der Reaktion und einer Selbstverwaltung zu Felde zicht, ſtellt wirklich sie mit diesen Drohungen die Arbeiter zur Sapi es soll beschlossen worden sein, das Gesek über der erbittertſten Gegner der Selbstverwaltung ein Unifum unter den wahlwerbenden Parteien ulation zwingen fönnten. Daß sie sich darin die Versorgung der Ueberalterten( cine tönigliche Die erste Geige in dem neuen Orchester des den des letzten Jahrzehnts dar. Sie wird hoffentlich täuschen werden, ergibt sich aus der Tatsache, daß Versorgung von fünfhundert Kronen jährlich!) schen Bürgertums spielt, hat die Arbeits- und be den Wählern so wenig„ Treu und Glau die Front der ausgesperrten Arbeiter heute aoay noch vor Weihnachten dem Abgeordnetenhaus Wirtschaftsgemeinschaft ihr wahres Programm ben" finden, wie ihre Glieder selbst einander vorzulegen; einen breiten Raum nahm auch die enthüllt. Man vergleiche nur einiges aus der gewähren. Rollt doch die„ Bohemia" in einem genau so feststeht wie bei Beginn des großen Debatte über die Praxis bezüglich der Eintrei Rebe Raftas( nach dem Berich; der„ Bohemia") ausführlichen Artikel die ganze Gefch chte des eine längere Erklärung, die sich gegen Stampfes. Die Gewerkschaften veröffentlichen jest bung der Steuern und der Steuerrückstände ein. mit dem Tepliber Wahlaufruf seiner Partei: Schönbergschen Parteitages der Gewerbepartei entiteiten Berichte wendet, mit denen die Dr Kaffa: Aufruf der Ar- und des unfreundlichen Empfanges Dr. Roſches die bürgerliche Preſſe von den Unternehmern beits- und Wirt- auf, die man lesen muß, will man sich einen Be überschwemmt wird. Es wird stgestellt, Saf; bei griff von der Rosche- Staffa Stenzel- Arbeits- und den letzten Verhandlungen die Unternehmer fchaftsgemeinshaft Stampf gemeinschaft machen: eineen einen Vertrag mit außerordentlich langer So fündigte Dr. Rosche sein Eintref Laufbauer und mit wesentlich geringeren Lehnerfen in Mährisch Schönberg für Sonntag höhungen, als im Schiedsspruch vorgesehen war. nachmittag an und erschien dor: pünktlich, abschließen wollten. Was die Unternehmer iest ohne daß bis zu diesem Zeitpunkt gegen die Verzugestehen wollten, steht noch immer hinter dem einbarung der gemeinsamen Liste auch nur ein zurück, was sie noch vor der Fällung des Schieds. Sterbenswörtchen geäußert worden wäre. Im spruch angeboten hatten. Das mußie von den Gegenteil, der Parteiobmann hatte auf die gele Arbeitervertretern abge chut werden; eberio mußgentlich einer Aussprache in Prag ausdrüdlich ten sie auch darauf bestehen, daß die Bedingungen geäußerte Frage, ob er die Aufstellung einer des Schiedsspruches in Stroft treten, wenn dieser eigenen Liste seiner Partei für vorteilhaft halte, in dem noch lanfer den Arbeitsgerichtverfahren fite energisch verneinend geantwortet. Als nun Dr. rechtsgültig erklärt werden sollte. Auf Berantaj Rosche an jenem Sonntag nachmittag in Mährisch- ſung der Unternehmer sind dann die Berkande Schönberg eintras, fand er die für den Grundsat lungen abgebrochen worden. von Tren und Glauben einigermaßen erstaunliche Tatsache vor, daß die angeblich für den nächsten Tag anberaumte Erörterung des Zusam menschlusses auf dem Parteitag bereits in vollem Fluß, ja mehr noch, schon so gut wie entschieden war, daß der Parteiobmann im Gegensatz zu seiner ( napp zwei Wochen vorher abgegebenen Erklärung sich auf das heftigste für eine eigene Liste der Partei einsetzte, die Erweiterung des Namens befürwortete und die unter den Delegierten herr schende Stimmung, die Beschlüsse von Marienbad anzunehmen, bekämpftc. Für 390 Ministerialbeamte: 700.000 Ně für 34.000 Angestellte 430.000 Kč. Wie in der Zeit des Bürgerblockes für die Staatsangestellten gesorgt wird, zeigt nachstehen des Beispiel: Post und für das 19 nministerium hat ... ging davon aus, daß sich die judetendeu: she" evölkerung an den Babien in die Landesvertretungen beteiligen müssen, so sehr ... die Gefahren... müssen durch eine Novellierung des Verwal die auch diese Institute in tungsreformgcseves Remuneratiohrer Form als beseitigt werden, indem an Stelle des freien Ernennungsrechtes der Re gierung das Virilstimmrecht der wirtschaftlichen Korporationen nen und Aushilfen für die Angestellten im MiniZerrbilder von Voltssterium, das sind 390 Personen von 500.000 auf 700.000 K erhöht. Wie diese Remunerationen ver- und Bezirksvertretungen teilt werden, ist bekannt. Die hohen Beamten be den Auffassungen über autonome Störperschaften fomen 3000 bis 5000 K, die niederen 60 bis dersprechen..." 100 K. Für die Angestellten des Postunterneh mens, das sind 34.000 Personen, wurden die zu treten hätte." Remunerationen für das Jahr 1929 um 30.000 K Zerrbilder von Volksvertretungen- aber herabgesetzt und betragen nunmehr 430.000 K. Es die eigene Partei verlangt lediglich, daß die Bilwerden also für die 390 Ministerialbeamten 700.000 K, für die übrigen 34.000 Angestellten der in eine andere Richtung verzerrt 430.000 K zur Verfügung gestellt. So schaut der werden, indem die Unternehmerverchristliche Solidarismus der Klerikalen aus: den hohen Herrschaften alles, den niederen Beamten nichts. Die Staatsangestellten werden am 2. Dezember danach handeln. Die serbische bände Viril stimmen erhalten sollen. Statt der Beamten also einfach Unternehmersekretäre, das ist die Selbstverwaltung der Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft! ,,... wir haben in gerader Linie das Ziel der Selbstverwaltung ange strebt. Es ist der einzige Polizei mißhandelt aus weg, über den wir Schritt für Schritt zur ,, Menschlichkeitsgefühl“. Erreichung unserer na tionalen Rechte gelanger fönnen. " Am 5. ds. fand in Jagodina die Gerichtsverhandlung gegen den Bezirkshauptmann Mara „ Die Verwaltungsre. love statt, der angeflagt war, im August v. J. während des Wahlkampfes im Gefängnisse vier form bezeichnete Prof. Bauern mißhandelt zu haben. Er prügelte sie mit Stafta als ein Verbre cinem Ochsenziemer und Gewehrkolben acht Tage chen, das gegen das leihintereinander. Ginem von ihnen gab er einen mende Leben der natioFußtritt in die Geschlechtsteile, so daß dieser in nalen Autonomie began Ohnmacht fiel. Vor dem Gericht gab der ange- gen worden ist." flagte Bezirkshauptmann die Wäßhandlungen zu, verteidigte sich aber, daß er vom„ Gefühle der Menschlichkeit" geleitet gewesen sei, da zur selben Zeit der Bauer Simic ermordet wurde und er in den Verhafteten die Schuldigen vermutete und von ihnen die Wahrheit erfahren wollte". Ferner verteidigte er sich damit, daß er sehr oft von seinen Vorgesezten Anordnungen erhielt, Handlungen zu begehen, die mit dem Gefeß nicht gerade übereinstimmen. Marakovič wurde zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. ... der auf jedem Individuum ruhende Drud der Organisation( Staat, Selbstverwaltungskörper, Gewerkschaft...) muß gemildert werden... der einzelne Staatsbürger Bei der Behandlung des Grundsatzes von Tren und Glauben und angesichts der offenkundigen Bemühungen des Obmannes, die Delegier muß in weitestem Umten von einer vermutlich gefährlichen Berührung fange gegen die Uebermit Dr. Rosche fernzuhalten, zog es Dr. Rosche macht... der Selbst- vor, die ungaftliche Stätte zu verleffen." verwaltungskörper geschützt werden." Bom Rundfunt. Empfehlenswertes aus den Programmen. Samstag. Brag: 11.15 Schallplattenmusit, 12.50-13.30( Sendung nach Minderstunde mit Wusit, 19.00 Schallplattenntusit. Brünn: Benn Mittagstonzert, 16.30 Radmittagstonzert, 18.00 e ut de Sendung: Wetterbericht und Tagesneuigteiten, hierauf 17.00 Zubert- Lieber, 17.45 Deutide Brefienabrid te, 17.55 Dent de Sendung: Olga Hanfel, Konzert fängerin, 19.00 Populares Ronzert des M.- 3. Cresters." Breiburg: 18.00-18.55 Schallplattenmufit. Daventry: 19.45 London: 19.45 Schit Leichte ujit, 22.00 Symphoniekonzert. beris Slavierouette, 22.35 Beichtes beiteres Stonzert. Paris: 22.00 Konzert. Berlin: 19.00 Landschaften und Städte im bis 20.00 Die Märchen der Weltliteratur. Königsberg: 21.00 zwei Blaneten" von Kurt Laßwig, 19.40-20.15 3um 70. Gr Stautafus", 21.00 Georg Staifer. Könige- Wusterhausen: 18.00 Stuttgart: 18.30 Der Kölner Dom, 19.30 Aus A. Mozaris bis 18.30 Roble und gibt", Dialog mit einem Gasarbeiter. Lebenswer, 20.45 Bor und hinter den Stuliffen. Leipzig: 19.00: Biyayo- Analuje", 19.30 ujit als Beruf", 20.00 Ca pella Konzert der Dresdner Madrigalvereinigung, 22.30-24.00 Breslau: 18.35 Niederschlesische Gren Damit waren die Kinderkrankheiten freilich Schallplattenfonsert. landnot", 20.15 Weihnachtsstimung im niedersächsischen Handnoch nicht beendet. Die neue Gemeinschaft wird wert, 10.25 Berner von Siemens in der Geschichte der Elettr „ Die Deutsche Arbeits in den wenigen Wochen ihres Bestandes dauernd tecuit, 20.00 Bier Meifier des Mariches. gangenberg: 19. und Wirtschaftsgemein von Krämpfen geschüttelt und mit gutem Grunde Gastspiel der Berliner Stammeroper:" Der Better aus Dings schaft verlangt daher Ab tagen ihre Konferenzen nur in sturorten wie da", Everette. Frantfurt: 18.10-18.30 Aus dem Roman An bau der Uebersteuerung Teplitz und Marienbad, wo die Patienten sich von burtstag von Selma Lagerlöf". Wien: 19.10 Franz Schubert: und begrüßt als ersten den gefährlichen Erkrankungen erholen können. Die schöne Mullerin", ein Zullus von Liedern, vorgetragen Kan Schritt zu diesem Ziele Kabale und Liebe zwischen den drei merlänger Sans Duban, 20.20 Vollstümlicher Aben. 19.20 Ruxifcher Abend, 20.05 Duetten- Abend, 20.40 Seiterer vollsdie Begrenzung der Parteien toben nach Schönberg weiter. Zu einer tümlicher Abend. Bern: 21.00-21.45 Orchesterkonzert. Landes, Bezirks- und Konferenz in Teplitz erscheint der Stengt nicht, fel: 20.00-22.00 IV. Symphoniekonzert der Allgemeinen Mufir gesellschaft, Leitung: Felix Weingartner. Nom: 20.45 Sw Gemeindeumlagen. dagegen fordert er von den anderen Teilhaberner Angelica", Oper von Buccini, anschließend„ Weiiftofele" Mailand: 20.30 Stonzertprogramm. Verteidigung Ropen der Be- der Firma, sie sollten ebenfalls selbständig fan per von Boito, hagen: 20.30-21.30 Ropenbagener Gaffeilleder. Hilversum: grenzung der Zuschläge didieren, weil die Gewerbepartei dies auch tue. 20.45 Programum, veranstaltet von der Arbeiter- Radioamaten wird eine der wichtigsten Die Bohemia" überläßt es nach all dem Aufgaben der neu ge- getrost der deutschen Wählerschaft das Urteil dar wählten Vertreter der über zu fällen, wer den Grundian von Treu und Deutschen Arbeits- und Glauben hochgehalten hat" Wirtschaftsgemeinschaft sein." die Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft mit den zwei Gesichtern von Prag und Tepli vereinigung Genossen! Graz: Traget bei jeber Gelegenheit€ 16. Parteiabzeichen! Geite 4. Tagesneuigkeiten. Wirkung der Steuerre.orm. Erregung in Raudniß. Frauen und Mädchen erwäget! Nur die deutsche Sozialdemokratie tandioiert eine Frau an aussichtsreicher Stelle. Alle Parteien wenden sich an die Frauen und Die Deutsche Gewerbepartei fanMädchen, um deren Stimmen bei den bevorste- didiert eine Frau an neunter Stelle. Es tann berden Wahlen in die Landes- und Bezirksver- naturgemäß feine Rede davon sein, daß diese waltungen zu ergattern. Sehen wir uns nun an, Frau gewählt wird. wie die einzelnen Parteien die Frauen in Wirklichkeit behandeln. Fretan makember 1928. Die Voitsdorfer Kaffet entaffa ausgeraubt. Gestern in der Nacht brachen unbekannte Täter in de Filiale der Peterswalder Spar- und Vorschußtassa durch ein rückwärtiges Fenster in Boitsdorf( bei Teplitz) ein, wo sie die eiserne Rassa mittels Reiger erbrachsen und den Betrag von 60.000 K und 2000 Mart, zusammen also 76.000 kronen erbeuteten. Von den Tätern fehlt bis jetzt jede Spur. W www Die Staatsanwaltschaft keine Bedenken mehr trug den Haftbefehl aufzuheben. Eine Bombe in eine Familienpension. Don nerstag früh wurde in eine Familienpension in Melbourne( Australien) eine Bombe geworfen. Durch die Explosion wurde eine Person verlegt und erheblicher Schaden angerichtet. Dies ist be reits das siebente Attentat, das in letzter Zeit hier verübt worden ist. Die Zahlungsaufträge für die Einkommenteuer, welche jest gerade ausgeschickt werden, haben in Raudnis, wie wir dem„ Pravo Lidu" entnehmen, eine große Erregung in der Bevöl ferung hervorgerufen, wie dies in Steuerdingen ein ganz ungewöhnliches Ereignis ist. Die Steuer Am empörendsten aber ist womöglich das Vorvorschreibungen erhielten auch diejenigen Häusler, gehen der deutschen Christlichsozialen. welche bisher von der Steuer be teit waren, weil sie eine Jahreseinnahme unter dem SteuerminiAuf der Liste der Deutschen Arbeits- und Diese haben eine Frau erst au 35. Stelle aufgestellt. Wirtschaftsgemeinschaft steht eine Frau mum von 6000 K hatten. Nun aber wurde ihnen Es ist, als ob sich die Christlichsozialen über an zwölfter Stelle. Da diese Liste, wenn es dieses auf 10.000 K abgeschätzt und sie bekamen die gut geht, faum mehr als ein Mandat erhalten wird, die Frauen geradezu lustig machen wollten. Steueroorschreibungen zugestellt. Auch andere Be- ft naturgemäß nicht daran zu denken, daß die an und gerade diese Partei wurde bei den letzten vö ferungsfreise erhielten Vorschreibungen in einer zwölfter Stelle stehende Frau in die Landesver- Wahlen von Frauen vielfach gewählt. Diesmal außerordentlichen Höhe, jie trauten ihren Augen tretung gelangt. fönnen aber die Frauen die Christ.ichsozialen nicht nicht, als sie faben, daß sie nach der Steuerreform Die Deutschen Nationalsoziali mehr wählen, denn sie würden sich sonst ins eigene mehr zu zahlen haben als früher. Die Erregung it en fandidieren für die Landesvertretung in Fleisch schneiden, wenn sie einer Partei ihre Stim hat eine solche Höhe erreicht, daß der Vorsigende Böhmen eine Frau an je ch ster Stelle. Auch die men geben würden, welche die Interessen der des Handelsgremiums, Herr Urban, genötigt war, Wah diefer Kandidatin ist nach den bestehenden Frauen in so schnöder Weise mißachten. um sich der Augriffe zu erwehren, große Plakate Bertältnissen ganz und gar ausgeschlossen.. auffleben zu lassen, in denen er auseinandersetzt, Von allen deutschen Parteien fandidiert eine er sei völlig unschuldig und nicht einmal Mitglied die Liste der Deutschen Nationalpartei, Stelle: es ist dies die deutsche Sozialdemokratie, ziers Johnson, der zugab, daß keine Disziplin ge Der sogenannte Volksbund, das ist im Wesen einzige Frau an aussichtsreicher der Schätzungekommiffion. fandidiert eine Frait erft an neunzehnter deren Liste an fechster Stelle die Genoffin Gusti Soschaut also das Steuergeschen Stelle, was geradezu ein Sohn ist, da diese Partei Schaffer( Drahowitz bei Kalsbad) aufweist. Die aus, das die bürgerlichen Parteien nicht einmal fün Sandidaten, geschweige denn Geneffin Schafer ist seit Jahren in der Arbeiter den Häustern und Gewerbetreiben- neunzehn durchbringen wird. den gemacht haben! Gräberfchänbung, Berlin, 22. November. Wie das„ Berliner ageblatt" meldet, wurden gestern auf dem jüdischen Friedhof in Stöpenick etwa fünf Gräber, die zum Teil mit großen Denkmälern geschmüdi waren, von mehreren jungen Burschen geschändet. Man hat die Grabsteine mit schweren Feldsteinen bombardiert, die Postamente umgestürzt und die Hügel verwüstet. Von den Edtern fehlt jede Spur. Raubüberfälle en gros, Der Bund der Landwirte, der doch auch um die Stimmen der weiblichen Bevölkerung auf dem Lande wirbt, hat überhaupt keine Frau aufgestellt, womit die Wertschägung, wel che sich die Frauen von seiten des Bundes der Landwirte erfreuen, zum Ausdruck gebracht wird. Reine selbstbewußte Frau auf dem Lande dürfte die Liste einer Partei wählen, welche an die Frauen überhaupt nicht denkt und bei den Wahlen die Frauen aus dem politischen Leben einfach streicht. chung. Reuter meldet aus New York: Das we Der Untergang der„ Bestris": Die Untersu fentlichste Ergebnis der am Mittwoch for.gesetzten Untersuchung über die Ursachen der Vestris". Katastrophe waren die Aussagen des ersten Offi. herrscht habe. Der Mechanismus zum Aussehen der Rettungsboote habe nicht in jedem Falle funktioniert. Frauen und Kinder feien in Boo.e bewegung tätig, sie fennt das Leben der proleto gejezt worden, die nur sehr geringe Aussicht hat. rischen Frauen und Mädchen, sie wird in der Lan- ten, in Sicherheit in See zu gehen. Die Unter tesvertretung als einzige deutsche Frau die Interoffiziere ließen die Befehle ihrer Borgesetzten un effen der Frauen und Mädchen vertreten. Die beachtet, und die Mannschaften begaben sich nicht gesamte weibliche Bevölkerung hat ein großes In- an die ihnen zugewiesenen Pläge bei den Re.. tereffe daran, daß die bisherige Fürsorge, welche tungsbooten, um bei der Rettung der Paffagere durch die Selbstverwaltung für Wetter und sein zu helfen. Biele von diesen Aussagen wurden der ausgeübt wurde, erhalten bleibt und ausge- von dem Zeugen zum erstenmale unter dem stän baut werde. Diejenigen Frauen und Mädchen, die bigen Kreuzverhör des Staatsanwaltes gemacht. keinen Abbau dieser Fürsorge wollen, wählen da- Johnson gab auch zu, daß verschiedene Boote das her am 2. Dezember die Liste der deutschen So- Schiff verließen, ohne daß ein Offizier darin den zialdemokratie. Befehl übernommen hätte. Mussolini dekoriert Amundsen. Amund. Zeit von zwei jungen Burschen Er- Mittwo cheine Meuterei politischer Häftlinge, sen und sein Pilot, der französische Flieger pressungen verübt worden. Der 20jährige welche die Zellen demolierten und aus dem Ge- Guilbaud, haben die Sensationsluft des a Marseille, 22. November. Ein Räuberüber- Handelsgehilfe Alois Nezval aus Hatschem fängnis auszubrechen versuchten. Die Gefängnis- cismus mit dem Leben bezahlt, fie find auf der fall, der gestern mitten auf einer belebten Straße und der 24jährige Parke tierer Ladislaus Krang behörde unterdrückte mit Hilfe der Polizei die Suche nach dem Reklamehelden Nobile das Or in Marseille auf drei Kaffenboten, die aus Olmis belästigten den erwähnten Geistlichen Meuterei. Die meuternden politischen Häftlinge, der verbrecherischen faſciſtiſchen Aufgebla enbeit Weribriefe in der Höhe von 358.000 Franken mit Droybriefen, in denen sie unter Berufung vorwiegend Kommunisten, wurden in die Ge- geworden. Aber sie sollen nicht einmal in ibrem mit fich führten, ausgeführt wurde, hat bereits im auf angebliche wider natürliche Beziefängnisse für Schwerverbrecher in Wronky und Eisgrab zur Ruhe kommen. Wie ein Telegramm Laufe der Nacht seine Aufklärung gefunden. Die hungen, die zwischen dem Geistlichen in Drohobycz abtransportiert. aus Roni mitteilt, hat der König auf Vorftheg fünf Räuber, die einen der Kassen und ihnen bestanden haben sollen, fortgesetzt Mussolinis Amundsen und Guilband zur Aner boten niedergeschossen hatten, teilten sich größere Geldbeträge verlangten. Der GeistEine Siebzigjährige erschlägt einen Mann. fennung für ihre Opfer bei den verschiedenen bei der Flucht. Sie benusten ein Auto mit geiche erlegte einigemal die verlang In der vergangenen Nacht auf Donnerstag hat Rettungsaktionen für die Schiffbrüchigen ter fälschler Nummer und en gestohlenes Lieferanto, ten Geldbeträge, als jedoch die Forderun in Wien die 70jährige Marie Pitta den Gastwirt Stalia" die goldene Tapferfeitsme um zu entfommen. Das Personenauto wurde in( gen der beiden Burschen immer fühner wurden, Markus Fritsch, als er in alkoholisierten Zu- daille der Luftschiffahrt verlichen. Ob er sie der Umgebung von Marseille verlaffen vorgefun- wußte er sich nicht anders zu helfen, als die Anstand seine Frau, die Nichte der Frau Pitta ihnen ins Eismeer etwa durch die Helden Za vi den. Das Lieferanto, in dem sich drei der an dem gelegenheit der Polize: anzuze gen. Auf Grund schlagen wollte, mit einem Küchenmesser tödlich und Mariano, die Malmgrenn verhungern lic Ueberfall beteiligten Räuber befanden, wurde von dieser Anzeige verhaftete die Polizei die beiden verletzt. Der Tote wies mehrere Stichwunden hen, nachschicken wird, wird in der Meldung nicht der Polizei bei Pont de Bompan angehalten und Burschen. Sie sind wegen des Verbrechens der auf. Der Tat soll ein Streit zwischen den beiden berichtet die Insassen verhaftet. Die be den anderen Räu- Erpressung dem Gerichte eingeliefert worden. Die Frauen und dem Mann vorangegangen sein, der ber, die das Geld mit sich führen, sind noch nicht beiden erklärten. daß sie sich für den Fall der beide Frauen schlagen wollte. Die 70jährige festgenommen worden. Verhandlung Enthüllungen über ihre Frau Piska wurde verhaftet. Beziehungen zu angeblich sehr hochWarschau, 2. November. In Amina bei stehenden Persönlichkeiten auf Warschau überfielen vier Banditen sparen. ein Bostam t. Sie hielten die amtierende Post- Lehrlingsnot. Im Walde nächst Mies beamtin und das dort befindliche Publikum in wurde dieser Tage die Leiche eines jungen ManSchach und raubten den bescheidenen Kaffeinhalt nes mit zwei Schußwunden aufgefunden, in dem von 37 Zlom sowie Briefmarken für 200 Zloty. der ach: zehn Jahre alte Lehrling Joff Dann entnahmen fie der Handtasche der Beamtin Frank der Firma Mandler in Mies sicher das dar n befindliche halbe Monatsgehalt von 40 gestellt wurde. Die Ursache soll in der Entlas Plom. Nachdem die Banditen die Telephonieitung ung des Lehrlings aus seinem Posten ju Suochschnitten hatten, ergriffen sie die Flucht und suchen sein. Die Leiche wurde zu den Eltern verschwanden. Franks nach Mill lau überführt. Zöl bat Homosexualität. An einem hohen Olmüßer Geistlichen sind in der lezien Meuterei politischer Häftlinge in Lemberg. Im Gefängnis Brygidki in Lemberg ereignete fich Schieber und Jobber, der Mäzene und BoheEin Wüftling. Vor einigen Tagen wurde in Rosch tin bei Stremsier in Mähren eine Frau von einem nadten Manne überfallen, der sie zu vergewaltigen versuchte. Es gelang jedoch dir der bekannte Kronprinzen- Doppelgänger, ist der Obmann des flerikal= tschech. Tomela wieder in Freiheit. Harry Domela, Frau, zu entfliehen. In dem Täter wurde spä er Donnerstag mittags, nachdem die Staatsanwaltschen Turnverbandes Oret" cus fchaft III. Berlin den Haftbefehl gegen ihn Stremsier, Franz Vrbicka, festgestellt. Er we aufgehoben halte, aus dem Gerichtsgefängnis in verhaftet, jedoch auf Einschreiten von oben wie Obermoschel entlassen worden. Nachdem die der auf freien Fuß gesetzt. Dieser Tage molbein Sauptgeschädigte, eine Zimmervermieterin Zimmervermieterin in sich zwei andere Frauen, die auf die Lichterfelde, der Domela 500 Mart schuldete, fchon gleiche Weise von ihm belästigt wor vor einiger Zeit ihre Anzeige zurückgezogen hatte, ben waren. Er wurde neuerlich verhaftet, jedoch blieb noch eine Reſtfumme von 96 Mart, um die auf neuerliches Einschreiten abermals freis sich drei Berliner Vermieterinnen betrogen fühl- gelassen. ten. Freunde Domelas baben gestern die restli Von einem Bären zerfleischt. Aus Veig ad chen Schulden bezahlt. Daraufhin haben die An- wird gemeldet, daß der Wächter des Zoologischen zeigenden ihre Anzeige zurückgenommen, so daß Gartens, als er den däfig des fürzlich vom Roologischen Garten erworbenen schwarzen Vären Dermann Sudermann genorven. miens, dem es doch an der Kraft zu letter traangstreit zwischen Hauptmann und Sudermann betrat, um den Käfig zu reinigen, von dem 17% Uhr gestorben. zugunsten Hauptmanns längst entschieden. Berlin, 21. November. Hermann gischer Gestaltung fehlte, für den Dichter brachte, Daß Hauptmann auch in seinen dramati. Die übrigen Wächter liefen sofort zusammen und Sudermann ist heute nachmittags im Fran- wurde wettgemacht durch den fenfationellen Erfchen Fehlgriffen ein Dichter blieb, Sudermann es gelang ihnen nach längeren Bemühunger den jistus- Strankenhaus im Alter von 71 Jah- felg den Heimat" errang, das zum Spiel auch in den Gipfelleistungen nie völlig den Thea- zerfleischten Gefährten aus den Krallen des Vä ren gestorben. Sudermann hatte, wie er stück auf allen Theatern der Welt wurde. zu ter- Routinier, den Könner der Szene, abstreifen ren zit befreien. In hoffnungslosem Zustand innerlich, vor sieben Wochen einen Schlag- Nur ganz wenige Stritiker wagten nach die fonnte, führte aber zu unverdienter und der deut- wurde der unglüdliche Wächter ins tranfrans überführt. Die Direktion der Staatsbahnen in Pilsen fisten, und fich nach Berlin überführen manns mit den Größen des französischen Kon- Denn diese Bühne erlebte juſt in dem Jahrzehnt, schreibt eine öffentliche Vergebung auf Liefe anfall, verbunden mit Darmlähmung, er- fen ersten Süden schon den Vergleich Suder- schen Bühne schädlicher Mißachtung Sudermanns. lajsen. Sudermann war seit 24 Stunden versationsstücks und wiesen auf die dichterischen in dem sie Sudermann verstieß einen Niederbewußtlos und ist heute nachmittags um Schwächen der dramatischen Glanzleistungen hin. gang, der feinesgleichen fucht. Dramatische Miß 1929 aus. Die näheren Bedingungen en bätt rung von Schotter und Sand für das Jahr Ein Dichter, der unerhörte Steigerung der ernen schufen chronischen Repertoiremangel und das„ Amtsblatt der Tschechoslowakischen Republik" Sandlung bringt, wirksame Szenen wie fein zwei- führten nach dem Kriege zum raschen Aufstieg(„ Ustředni lift"), die Berichte des öffentlichen Nicht viel mehr als ein Menschenalter ist ter Deutscher zu schaffen versteht, ein Meister des neuer Nichtungen und neuer Persönlichkeiten, technischen Dienstes"( Zprávy veřejné služby techverflossen seit dem großer Jahre der„ Moderne". Dialogs und der Situation, dem aber im letzten von denen allerdings nicht einem auch nur an- nické") und der„ Anzeiger für Eisenbahnen und der Durchbruchsschlacht des deutschen Naturalis- Aft der Atem ausgeht, der dem Bublikum das nähernd zu geben hätte, was Sudermann noch in Schiffahrt"( Věstník pro železnice a plavbu"). Die mus, daß ein sonderbarer Zufall gerade zur Happy End, das der Dichter von heute allerdings schwachen Stunden dem Theater gab. Alle, die Einreichungsfrist endigt am 19. Dezember 1928, Jahrhundertfeier der großen bürgerlichen Revo- leicht dem unausbleiblich folgenden Film über- nach ihm kamen und die Bühne erobern wollten, 10 hr. Intion Frankreichs ansetzte: 1889. Wenn Suder- lassen mag, nicht abschlagen kann, der die gro- Neuklassiker, Sternheim, Kaiser, Expressionisten mann, deffen„ Elyre" damals fiegreich über die zen Brobleme nur als Dekorationen und Ver- aller Schattierungen, konnten keine großen Siege Königgräs teilt mit: An Tagen, an welchen der Fahrplanänderung. Die Staatsbahndirektion Bretter ging, nun 71jährig und im literarischen aßstüde benüßt, aber auf flare Antworten und mehr erfechten, wie sie Sudermann um 1890 er- Sondersport- Schnellzug 213 verkehrt, b. i. am: Trubel der letzten Jahre beinahe verschollen, von Lösungen verzichtet, dem der Effekt alles, die tra- rang, konnten sich im Repertoire nicht behaupten. 2., 9., 16., 26. Dezember 1928, 1., 6., 13., 20., uns geht wie einer, den man schon ein Jahr- gisch- künstlerische Erfüllung nichts ist. Das Ur- Daruni nicht weil über den Toten aus 27. Jänner 1929, 3., 10., 17. 24. Feber 1929, 3, zehnt nicht mehr als Dichter der Gegenwart wer- teil wurde in den nächsten Jahren lauter und Bietät nur Gutes zu sagen wäre, sondern weil 10., 17., 24. März und am 1. April 1929, eventuell fet, so wird uns stärker als je sonst bewußt, daß öfter ausgesprochen, es wurde endlich- und auch dieses Sterben in halber Vergessenheit eines einst noch jeden Sonniag im April 1929, wird von die deutsche Literatur in wenigen Jahrzehnten das zu Unrecht zur stehenden Phrase, mit der Berühmten Anlaß zu längst fälliger Mahnung Hohenelbe bis Pelsdorf Bug 5458 nicht verkehren. einen erstaunlich weiten Weg von der faden Ge- man seit dem Anfang des Jahrhunderts Suder- wird sei Sudermann als des großen Dafür verkehrt an diesen Tagen der Sonder- Persellschaftsliteratur der 70er Jahre zu den aktuel- mann abtat und seine Dramen von der Bühne Beherrschers der Bühne gedacht, als des sonenzug 5402. letten deutschen Dramatiters von Harta ab 19 Uhr 21 min., Pelsdorf an 19 Uhr Hohenelbe ab 19 Uhr 14 min., len Strömungen der jüngsten Zeit durchlaufen verdrängte. hat. Als die literarische Revolution die alten In jenem Schicksalsjahr der deutschen Dich großem Format, der bei allen feinen 28 Minuten. Götter enthronte, aus Verlagen und Redaktio- tung wurde ein anderer Namen bekannt, der des Schwächen und bei dem dichterischen Abstand nen, von der Bühne und vom Ueberbrett! die jungen Gerhart Sauptmann, des Autors von Hauptmann, doch dem Theater noch sein bahndirektion Brünn schreibt aus für den 17. De Deffentlicher Verlauf von Alteisen. Die Staats. Vertreter des alten Stils im Sturm hinwegfegte, einer fompromiklofen, wirklich konsequent natus Recht werden ließ und auch dort, wo er zum zember 1928 den öffentlichen Verkauf von Altschienen schien es zunächst, als sollte die Epoche des siea- ralistischen, wirklich erlebten und vom Hauche Widerspruch herausforderte, wo er bebentliche und im Bahnerhaltungsdienste auf sämtlichen Linien haften Naturalismus dauernd durch den Namen sozialen Empfindens durchglühten Tragödie Schwächen offenbarte, mit einem Stüd ein Jah- der tsast. Staatsbahnen rüdgewonnenen Oberbau Sudermann charakterisiert werden.„ Ehre. Vor Sonnenaufgang". Noch zehn Jahre resrepertoire zeitgenössischer Bühnenproduktion Alteisen, weiters den öffentlichen Verkauf von alldas Spiel der zwei Welten der modernen Groß- später wurde der Autor der Weber", des, ban- aufzuwiegen vermochte. Steht sein Namen auch brauchbaren u. alten, für Bahnzwede noch verwend. stadt Vorderhaus und Hinterhaus das nele Mattern" und des Florian Geyer" von der nicht an erster Stelle in der Geschichte der litera- barem eisernen Oberbaumateriale. Näheres in fol. Drama, das alle brennenden Fragen der Zeit offiziellen Literaturwissenschaft abgelehnt und in rischen Epoche, die 1890 beginnt, so wird er doch genden Blättern:„ Úřední list republiky českostreifte, freilich ohne daß der Dichter selbst dabei einem kleinen Handbuch aus dem Ende des Jahr- unter den erfien genannt werden und vor slovenské",„ Úřední list pro správní obvod zemské ie Feuer fing und Herzblut ließ, wurde der große hunderts kann man nachlesen, daß Hauptmann den meisten derer, die nach ihm ta správy politické v Brně",„ Věstník pro železnice Erfolg des deutschen Naturalismus auf alien nur Bergängliches, Sudermann aber Ewig- Gül- men und die billige Ehre genossen, einängig una plavbu" und in den Zeitschriften:„ Zprávy veřejne Bühnen. Der Rüdschlag, den Sodomstiges geschaffen habe. Heute ist, außerhalb der ter den Blinden tönige zu sein! Fr. Ende", der Angriff auf die saloppe Welt der dilettierenden Welt Gduard Engels mindestens der Služby technické" und„ Československý trh suro vin". # Freitag, 23. November 1928. Der liberale Kronprinz. Legende und Gefchichte. Seite B. engste Berührung und es scheint dann nicht weiter I prinzen und anderer sowie die große Denkschrift des sonderbar, daß er moderne Ideen gern aufnimmt und Grafen Hoyos über den Tod Rudolfs bringt, wemit kritischem Verstande über all das urteilt, was sentlich bereichert. In jeder nennenswerten Bibliodemokratische Zeitung die Artikel des Kronprinzen nur noch gefürzt und forrigiert zu bringen wagt, weil sie sonst vom Staatsanwalt des faiserlichen Va ters konfiziert würden, unhaltbar werden und nach gewaltsamer Lösung drängen. Die Gestalt des Stronprinzen Rudolfssenschaftlichen Biographie des Erzherzogs„ Das ycfaul im Staate Desterreich war. Aber was der junge thek sollte das Wert, das über so bedeutsame Ereig von Desterreich gehörte feit seinem tragischen ben des Stronprinzen Rudolf", die aus der Bring seinen Aufzeichnungen und durch diese nur nisse der Geschichte des untergehenden Deſterreichs Tobe der Legende. Gerade die Unterdrückung jeder Feder des ehemaligen Sofarchivars Ostar Frei dem Erzieher Grafen Latour anvertraute, das Aufschluß gibt, zu finden sein. wissenschaftlich fachlichen Literatur über Leben und Herrn von Mitis stammt und im njel legt der erwachsene Throufolger in Denkschriften und Das Gesamturteil, das man nach der Lektüre Sterben des Thronfolgers Franz Josephs führte Berlag zu Leipzig erschienen ist, bleibt nur die Studien, bald auch in anonymen Zeitungsartikeln des zurückhaltenden und im Urteil vorsichtigen Werzur Ueberschwemmung des verbotenen Buchhandels Feststellung übrig, daß die Geschichte hier einmal nieder. Der erste Mann des Reiches neben dem Kai- tes fiber ben Legendenprinzen fällen wird, ist wohl mit Büchern und Broschüren über den Stronprinzen, die Legende bestätigt hat. Nicht im robust fer, General und Vertreter der Monarchie bei den das schon oben flizzierte, daß hier einmal die Ledie teils abenteuerliche Mutmaßungen und Gerüchte, Aeußerlichen; denn die Sensation des romantischer verschiedensten festlichen und diplomatischen Anläs- gende nicht zuviel sah. Rudolf war unstreitig ein un teils laienhafte und oberflächliche Darstellungen, Sterbens wird hier aufgelöst in den sachliche.. Be. fen, wird der Mitarbeiter des damals radikalſten gewöhnlich begabter und freier Geift, and meist aber bewußte Fälschungen enthielten. In vie- richt physischen und psychischen Zusammenruchs Wiener Blattes, des Neuen Wiener Tagblattes und wenn man ihn nicht nur an seinesgleichen, sondern len Zehntausenden Exemplaren kursierten diese einer Persönlichkeit, dem aus welchem Motiv immer, der Freund des Journalisten Morih Szeps, der, allgemein menschlich mißt. Ob er Desterreich hätte Schriften im Volke und gaben der Legende, die ohne nur noch der Tod durch eigene Haus folgen kann. ein Schwager und Freund von George Clemen- retien, das Verhängnis hätte abwenden können, man diese Schundliteratur freilich auch gedichen wäre, Aber die Geschichte folgt der Legende im wefent- ceau, mit republikanischen Ideen mindeſtens toket wird es auch nach dieser Biographie nicht unbedingt immer neue Nahrung und jeweils eine beſtimmte lichen, in der Zeichnung eines außerordentlichen Chatierte. Auf die Dauer muß der Widerspruch, daß eine bejahen können. Immerhin aber hätte Desterreich, Richtung. Der tiefere Sinn der Legenden um Stron- rafters. das nun einmal ein halbabsolutistischer Staat war, prinz Rudolf leitet sich allerdings unmittelbar aus in dem von der Person des Monarchen soder romantischen Tragit seines Endes her und Witis war wie kein anderer in der Lage, die viel abhing, in den entscheidenden Jahrzehnten in weiterer Linie aus seinem Charakter oder doch aus Quellen zu erschöpfen und Dokumente heranzuzie Rudolf vielleicht einen Serrscher gehabt, der Ver. jenem Schein seines Wesens, den die öffentliche Mei- hen, die so leicht nicht zugänglich sind. Er gibt ein ständnis für die großen demokratischen, nationalen nung von diesem bewahrte. Wan sah in dem Erzhergründlich fundiertes Bild der Erziehung des BrinRudolf ist mit allem zerfallen, was zu feiner und sozialen Probleme der Zeit, der ein flares Ur zog nicht nur einen ungewöhnlich begabten Menschen, zen und der ersten Aeußerungen selbständigen Den Welt gehört und er hängt doch mit allen Banden teil, ein hohes Maß von Selbstkritik und von mitsondern vor allem einen Fortsetzer der Tradition Tens. Und hier wird der Historiker vor das erste des Blutes und der Tradition an dieser Welt. Er fühlender Menschlichkeit besaß. Manches hätte für die Josephs II., einen Freund des Volkes und Vertreter Rätsel gestellt. Man hatte die Erzieher des Kron ist ein Gegner der Außenpolitik, die Oesterreich an Völker Desterreichs und für Europa anders kommen liberaler Jbeen. Sein Ende in einer Liebestragödie Prinzen sorgfältig ausgewählt, es waren kenntnis das Deutschland der Hohenzollern bindet, er ist nicht fönnen, wäre nicht der Erbe Franz Josephs den wurde zwar, da es dem Sensationsbedürfnis der reiche, gewissenhafte, aber in ihrer Gesinnung zuner nur ein Feind Wilhelms II., er verachtet auch Konflikten, die er als Staatsmann einst lösen sollte, leinbürgerlichen Gesellschaft entgegenkam, in allen lässig fleritale und patriotische Männer. Erft später diesen gekrönten Charlatan, von dem er um alles in schon vor der Zeit als Mensch erlegen. Dr. E. J. Details dargestellt, im Grunde aber nicht als die kamen Lehrer hinzu, die, wie Anton Menger, den der Welt nicht abhängen möchte. Andererseits sieht richtige Version hingenommen. Sinter der Liebes- Prinzen mit einer anderen Gedankenwelt als der des er die große Auseinandersetzung Desterreichs affäre des Prinzen mit der Baronesse Vecsera fuchte habsburgischen Hofes vertraut machen konnten. Und Rußland fommen, die das Babsburgerreich nicht ver. Volfswirtſchaft. doch wird Rudolf von Desterreich unter der Hand man tiefere Ursachen, die im Bolitischen liegen muß meiden fann, will es sich als Großmacht erhalten. Den ten und endlich wurde der offiziellen Darstellung von einem Selbstmord des Kronprinzen fem Glauben mehr geschenkt. Man sah in ihm das Opfer eines geheimen Anschlages und dem Zug der Legende en sprechend wurden Jesuiten und klerikale Höflinge für die Initiatoren einer Verschwörung gehalten, den verschiedensten Gebieten verrät, bekennt sich in Rudolf am 30. Januar 1889 in Mayerling- nach feinen Aufzeichnungen zur Darwinſchen Entwid den meisten Darstellungen während eines Trink- lungstheorie, stellt den Drang nach Wissen und gelages zum Opfer gefallen sei. An diese Legende knüpfte der dynastische Glaa- schreibt etwa:„ Die Geistlichen... schadeten am ben des liberalen Bürgertums an, das in Oester termeisten dadurch, daß fie recht gut verstanden, das Bolt durch Aberglauben und übertriebene Frömmig leit so niederträchtig und untertänig zu machen, daß jie, sowohl wie der Adel, leichtes Spiel hatten und mit den armen Leuten machen konnten, was sie wollblikaner, zum Kritiker der Geſellſchaft, in der feine Stellung begründet ist. Der Fünfzehnjährige, raschend sicheres Urteil und gediegenes Wiffen aus der übrigens einen gereiften Stil schreibt, ein über Wahrheit als das einzig Lebenswerte hin und mit dieser Männer zum Freidenfer, zum Repurleg mit Rußland wünscht und fürchtet er zugleid die Rote Gewerkschafts- Internationale und immer quälender wird der Gedanke, daß die benützt den Ruhriamp; zur Spaltung! Chancen Desterreichs rapid sinken. Das Werden der ten Freund Frankreichs, vollends an feinen Wagi russisch- franzöfifchen Allianz muß ihn, den begeister men irre machen. In der Innenpolitik sieht er den Berfall sich vorbereiten und der Gegensaß zu dem flerifal feudalen Regime Taaffe bindet ihn stärker als er wünscht an die ungarische Gentry. So mag Mitis schon recht haben, wenn er in der Verzweif lung Rudolfs an der Lebensfähigkeit des Staates, an der Mission, die ihm gestellt war und die rechtzeitig zu erfüllen er nicht mehr hofft, die letzte Ursache des freiwilligen Todes ficht. Dazu kommt allerdings die She ohne Sohn, die anfangs glüdlich, in den letzten Jahren Rudolfs zu einer unerträglichen Last wurde, kommen schwere nervöse Erscheinungen, die als Real tion auf den übermäßigen Genuß der Rauschgiste, vielleicht aber auch erst als die Ursache des zügellojen Genußlebens der letzten Zeit anzusehen sind. westdeutschlands geführt wird, ist ein schlagender De bewunderuswerte Disziplin, mit der der große Kampf n der Metallindustrie NordBeweis der Ueberlegenheit und Zielbewußtheit der Gewerkschaftsbewegung. Diese Disziplin ist es, die die Gewerkschaften groß gemacht hat und die gerade in diesem Falle, wo die öffentliche Meinung überwiegend gegen die Unternehmer gerichtet ist, der ganzen Arbe terbewegung durch innere Stärtung und ein allgemeines Wachstum ihres Einflusses und ihrer Mitgliederzahlen zum größten Gewinn werden kann. Das Ansehen der Sewerkschaften hat in der kurzen Zet seit Beginn des Kampfes bereits gewaltig zugenommen, und die Mitgliederzahlen des deutschen Metallarbeiterverbandes zeigten vom ersten Tage an eine Aufwärtsbewegung. Was macht in einem solchen Augenblick d'e Rote Gewerkschafts Internationale, die große Borkämpferin der„ Einheit"? Sie ruft zur Dis ziplinlosigket, zur Spaltung auf! In einem von ihr zum Ruhrkampf veröffentlichten Aufruf heißt reich seine Opposition gegen das flerifal absolutistische Regime der drei Raiser des 19. Jahrhunderts immer mit der Berufung auf Joseph II. bestritten hatte and nun die Idealgestalt des verstorbenen Kronpri zen dem kaiserlichen Vater als Symbol seiner Forten." Er spricht vom notwendigen Uebergang zur derungen entgegenhielt. Je stärker die Symptome Republik, die fontmen müsse, da die Aufgabe des einer tödlichen Krankheit des Habsburgerreiches den Königtums erfüllt sei, das Volk ſich ſelbſt regieren breiten Volksschichten bewußt wurden, desto ötterönne. Ein andermal spricht der fünfzehnjährige begegnete man auch in diesen der Legende, der ein- Thronfolger davon, daß ein„ edler Aufschwung nicht zige Retter, eben der Kronprinz, sei absichtlich besei möglich und ein Fortschritt schwierig" sei,„ wo in Der Liebesaffäre mit Mary Vecsera wie über tigt worden, und dann auch der völlig phantastischen, araisen Beigesunterschieden die große Vietheit der Rudolf lebe verborgen weiter, in der Stapuziner Dürftigen in den Wenigen Feinde und Verzehrer des haupt dem Erotischen im Leben des Prinzen, weist gruft sei nur eine Wachspuppe bestattet worden, und allgemeinen Gutes erblickt" und er urteilt über die Mitis nur eine sehr geringe Bedeutung zu. Rudolf er werde wiederkehren, wenn die Not des Reiches am: franzöfifche Revolution:„ Neue Ideen und Prinzipien scheint ihm zu steptisch, zu ironisch, um nicht zu ja größten sein werde. Hier erlebte man im„ aufgeklär- find aus den Leichenhaufen der Guillotinen hervor- gen, frivol in dieſen Dingen gewesen zu sein, als es wörtlich:„ Werft alle Rücksicht beiseite, denkt ten" 19. und noch im 20. Jahrhundert eine Neuauf gegangen, und verjüngt, gekräftigt und veredelt tra- daß ihn eine Liebesgeschichte aus der Bahn geworfen nur an enere Zukunft, an cuere Interessen, an lage mittelalterlicher Legendenbildung. Als während ten Europas Völler, um eine Stufe höher gelangt, hätte. Irgendwelche politische Ereignisse oder viel die Interessen der Arbeiterklasse. Jagt die Gedes Krieges der Ruhm Hindenburgs in aller Wunde aus den Zeiten der Revolutionen und Freiheits- leicht die subjektive Ueberschätzung irgendeines fleiwertschaftsbürokraten, die Volks'nteressen war, tauchte die Fabel auf, der Generalfeldmarschall kämpfe hervor. In den Stürmen der lehten 100 nen politischen Zwischenfalles, über den wir aller- reden und damit nur Unternehmerinteressen ( ber freilich, nur in ganz anderem Sinne, eine legen Jahre ward der Mensch erst recht zum Menschen". dings nichts Genaues wiſſen, ſollen nach Mitis der meinen, zum Teufel. Schafft euch eigene Streif däre Gestalt und nicht der, der er schien, sondern das Er zeichnet das Bild einer einigen Menschheit, einer letzte Anstoß zu dem tragischen Entschluß gewesen leitungen in den Betrieben der Eisenindustrie, zufällige Gefäß eines offiziösen Seroenbegriffes max, Internationale, in der es keine Striege mehr geben sein. Daß die Abschiedsbriefe in Wien geschrieben dem Vergbau und dem Transportgewerbe". wi Hindenburg also sei niemand anderer als der Kron- werde und spricht vom notwendigen Ende der bis- wurden, daß in Mayerling selbst alles für das ge der Rücksichtslosigkeit ist die Zerstörung des ganprinz Rudolf. Dies nur zur Erinnerung an die hem- herigen Kulte, die„ tief gesunken sind" und an deren meinſame Sterben der beiden inszeniert ſchien, bezen Wirtschaftslebens, mit der Zukunft somit Arweist wohl auch die Annahme eines wohlüberlegten mut und Hunger gemeint. Wie die Monar mungslose Ueberwucherung eines historischen Bildes Stelle die Wissenschaft treten werde. Planes zum Selbstmord. durch die Legendenbildung. chisten und Nationalisten, so versuchen auch die Sommunisten, den geordneten Kampf in t Chaos hinüberzuleiten. Während die Geschichte zu ihren vornehmsten Aufgaben die Zerstörung der Legenden zählt und meist auch mit rauher Hand die romantisd, en Sagen zerpflüdt, erleben wir in dem einen Falle des Kronprinzen Rudolf das Gegenteil. Nach der ersten wij Mitis vermutet in der Kaiserin selbst die Au regerin zum freien Denken bei dem Kronprinzen, der außer seiner Wutter in den frühen Jugendjahren niemanden neben sich hatte, der ihm so keyerische Gedanken hätte vermitteln können. Später tritt Rudolf mit Gelehrten, Schriftstellern und Journalisten in rein zu halten und es wie einen kleinen Lord an Die Biographic Mitis', überaus feriös und wissenschaftlich in der Anlage, glänzend in Stil und Komposition, wird durch eine Reihe guter Bil. der und durch einen umfangreichen Anhang, der Briefe, Artikel, Denkschriften des Stron,, Er würde eines Tages auch für dich einZwei Kerle, die es weghaben.uziehen. Es müßte sich von den anderen Jungen stehen und für dich kämpfen, Ernie," ſagte sie Von Henry Lawson, Sydney. Du solltest doch wahrhaftig etwas iun, Ernie. Du weißt ja, in was für einem Zustande ich mich befinde. Es ist dir scheinbar egal. Du solltest doch wirklich etwas tun!" Stowsher lümmelte sich noch bequemter gegen den schmierigen Türpfosten und blickte finster unter seiner Hutkrempe drein. Es war in einem fleinen, engen, muffigen Zimmer mit der Ausfich gegen die Jonesallee zu. Sie faß mit einer Näharbeit beschäftigt beim Tische ein schmäch tiges, bleiches Mädel mit schwachen, farblosen Augen. Sie sah ebenso muffig aus wie ihre Um gebung. Nun, und warum gehst du nicht zu einem dieser Weiber und schaust, daß sie dich von der Geschichte befreien?" Sie warf das Ende des Tischtuches über irgendein dünnes, unfertiges Wäschestück, an dem sie arbeitete, und beugte sich über ihre Arbeit herunter. Du weißt wohl sehr gut, Ernie, daß ich nicht einen Schilling in der Tasche habe, Ernie," sagte fie ruhig.„ Woher soll ich denn das Geld auf treiben?" Sie war ruhig, mit der erbitterten Ruhe eines Weibes, das entschlossen ist, troß aller Argumente und Einwendungen ein Ding zu Ende zur führen. Nun, also was willst du denn noch?" fragte Stowsher voll Ungeduld. Sie beugte sich tiefer herab. Könnten wir es denn doch nicht haben, Ernie?" Was denn noch?" fragte Stowsher verdrossen er hatte halb erwartet, was da kommen follte. Dann aber fagte er mit einem ungedul digen Fluche:„ Du mußt trachten, daß du so rasch als möglich wieder auf die Beine fommiſt!" Sie schob die Ecke des Tischtuches noch ein wenig mehr über die Wäsche. " Es wird durchaus feine Untysten machen, Ernie. Ich würde meinen Stolz darein jeten, es Die Geschichte fing an, für Stowsher ent Wieder einmal hat die Rote Gewerkschafts Internationale bewiesen, was sie unter ehrlicher Zusammenarbeit“ und„ Einhe t" versteht. hast du das nicht früher gefagt?" ,, Meinetwegen, Lisie. Ich vergaß es. Warum gar unterscheiden. Er dürfte mir kei- weich, bis du einmal alt bist und aus dem Leim Sie schwieg in zufriedener Weise, durch einen neswegs so ein schmuß ger, fräuklicher, kleiner gegangen bist und niemand hast, der dir den Instinkt gewarnt, nach Art der Frauen, die durch Balg sein wie die da draußen. Er müßte ein Kerl Rücken deckt!" Worte ihren Standpunkt durchgesetzt haben. fein, wie du es bist, Ernie. Und ich weiß, er Einmal schaute er über seine Schulter hin würde auch ein solcher sein. Ich möchte mich Tag schieden unbehaglich zu werden: nicht vielleicht, weg und lachte furz auf.„ Simmel und Sölle," und Nacht um ihn fümmern, ihn guf erziehen daß er irgendwelchen Gefallen an der ganzen Gesag.e er dann,„ ich dachte schon, daß der kleine und dafür sorgen, daß er fräftig würde. Wir schichte fand, beileibe nicht, denn er haßte es, interl bereits hinter uns her stiefelt!" wollten seine leinen Muskein von allem Anfang ein Gespräch gezogen zu werden, bei dem man an trainieren, Grnic, und er möchte alle nieder hauen, bis er erwachsen wäre. Es würde uns durchaus keine Unkosten machen, ich wollte schon tüchtig arbeiten und mich schon fümmern, wenn du mir helfen wolltest. Und du würdest auf ihn Sie erhob sich rasch aber hielt sich zurück, da stol; sein, ja, auch du, Ernie ich weiß es sie sich befann, daß es nicht diplomatisch wäre, gewiß." irgendwelchen besonderen Eifer auf eine Einla dung Ernies zur Schau zu tragen. S.owsher scharrte mit seinem Fußze an der Türstiege. Entweder war er gerührt" oder fürch tete hysterische Ausbrüche, es war nicht flar, war um er flugerweise schwieg. „ Erinnerst du dich des ersten Tages, als wir uns fahen. Ernie?" fragte sie jetzt. Stowsher blickte sie mit einem finsteren Ge-| sicht an: Schön und was soll das hier zur Sache?" Du tratest in das Schantzimmer bei„ Crifleler Arms" und befamst von denen, die sich aus deinem alten Vater einen guten Tag machten, einen Stoß!" Ja, aber ich habe die Situation dann mert lich verändert!" ,, Das weiß ich ja. Du hast drei von den Kerlen erledigt, einen nach dem anderen, darunter vei, die größer und stärker waren als du." Ja, und als dann die Neilerei anging, habe ich noch die übrigen erledigt," erwiderte Stowsher, bei der Erinnerung weich werdend. ,, Und am selben Tage, als du nach Hause famſt, erwisch.est du den Hausherrn, der deine alte Mutter wie einen Sund anfuhr." „ Ja ich habe für diese Sache drei Monate gefrieg. Aber es hat sich gelohnt!" überlegte er. Nur hätte die alte Frau den Verstand baben jollen, während ich brummie, ihre Finger in Ruhe zu lassen... Aber was hat denn das alles mut dem da hier zu tun?" irgendwie gerühr." werden konnie. Also fett halt die Schleuse!" sprach er zärt lich. Setz deinen Sut auf, ich werde dich zu einem Spaziergang mitnehmen." Doch du weißt ja ich gehe nicht gerne in einem solchen Zustande aus. Du fannst mich doch nicht und wirst mich auch nicht in einem Zustande wie meinem spazieren führen, Ernie!" Unsinn!" und „ Ja warum denn nicht? Quatsch doch keinen Die Burschen werden mich sehen und und Und was " Sie fönnten es bemerken-" Na. und was ist dabei? Ich wünsche es. Aber gehst du mit oder nicht? Mach dich schon fertig! Ich kann doch nicht den ganzen Tag lang hier herumlungern." Sie wanderten gegen den Flagstaffhügel zu. Ein oder zwei Sterle, die um eine Wirishaus ede herumstrabanzten, grüßten sie m't: Wie geht's? Wie steht's, Stowsher?" Nicht zu dreckig." entgegnete Stvisher, und kümmert euch gefälligst um euren eigenen Dred, ja?" " Dieser Stowsher bleibt an dem Weibsbild hängen," meinte der eine leise zum anderen. Und das soll er auch." meinte der andere, ich wollte. ich hätte diese Aussichten!" Das Paar wanderte eine ansteigende Straße hinauf. ,, Geh doch nicht so rasch bergaufwärts, Ernie, ich komme da nicht mit, weißt du?" Als er bei der Tür von ihr Abschied nahm, meinte er:„ Also, da schau her, Lisie, da ist ein Vfund Sterling. Und lauf dafür, was du willst. Mög es draufgehen! Früh werde ich wieder zu arbeiten beginnen und ich komme erst wieder morgen abend zu dir!" Sie schrie verwirrt und beklommen. ,, Ernie." „ Na, was ist denn wieder los?" " Wenn's aber ein Mädel statt eines Jungen sein wird?" Sowsher wendet sich ungeduldig um. ,, Um Himmelswillen, halt ein! Du schreist steis, bevor du zuhaust... Da kommt was hin terdrein, nicht wahr solange jetzt dein Hafer blüht, was?" ,, Nein, Ernie. Willst du mir keinen Stuß geben? Ich bin jetzt schon ganz zufrieden." Zufrieden! Du willst doch nicht, daß das Junge schlechter sein soll als sein Alter, was? Es wird wohl für dich besser sein, wenn du an einem Tage diefer Woche dich mit mir offi; ell zusam menschweißen läßt, he? Du wirst dich doch in dem Zustande, in dem du jetzt bist, nicht über irgend welchen Quatsch noch tränken wollen, was?" Oh, Ernie, meinst du es wirklich ernst?" und sie warf ihre Arme um seinen Nacken herum und dann brach sie zusammen. ,, Also, leb wohl Lisie. Und jetzt keinerlei Dummheiten mehr, ich hab schon genug davon. Immer die Nase hoch in die Luft stecken, mein altes Mädel, verstehste? Morgen bei Nacht auf Wiedersehen, wohlgemerft!" Dann fügte er plön lich hinzu: Und das hättest du dir doch denkeit fönnen, daß ich nicht so ein Dickschädel bin" und damit verließ er sie rasch. Und Lisie war glücklich wie noch nie. ( Berechtigte Uebersetzung von 3. Reismann.) Ceite 6. Freitag, 23. November 1928. Deutsche Wähler und Wählerinnen von Brag! Erscheinet zu der am Freitag, ben 23. November, um 8 Uhr abends im Gartensaale des ,, Lidový dům" in Prag II., Hybernstä?, stattfindenden öffentlichen Wähler- Versammlung. Tagesordnung: Die Wahlen in die Landesvertretung und ihre politische Bedeutung. Referent: Senator Prof. Johann Polach- Brünn. Kunst und Willen. Zweites philharmonisches Konzert. Deutsche sozialdemokratische Bezirksorganisation Prag. fofieff, ein vom Jazz Rhythmus beherrschtes, 1 Teilnahme gelesen werden wird, nicht allein wegen| faliberverein" mit anschließend Tanz" zur Cr. mehr originelles als erfindungstiefes Opus. der darin ablaufenden Handlung, sondern weit neuerung unseres schwergeprüften Vaterlandes? Steinberg als Dirigent der ersten Abteilung noch wegen der wunderbaren Kunstform, die der Ganz fein sind die englischen Damen des Konzertes bo: in der Schubertschen Symphonie Verfasser dem Werke gegeben hat. Die lebensfrische, sie haben sich dem neuesten und modernsten Sport, cine reproduktive Leistung von ganz großem Format: bildhafte Sprache, der man die Uebersetzung des Bu- dey Flugsport, zugewandt. Zum Wochenende Das zweite philharmonische Konso plastisch klar, jo gesangvoll, so flanglich abgetönt ches aus dem Russischen nicht anmerkt, die Span fahren sie in Scharen( als Passagiere natürlich) gert des deutschen Theaterorchesters, und rhythmisch ſchön gegliedert hat man schon lange nung der Handlung, machen die Lektüre dieser gro- nach Paris, um dort Einkäufe zu machen. Wahrdas gestern im Neuen Deutschen Theater abgenicht musizieren gehört bei uns. Wundervoll spielte ßen Liebestragödie zu einem seltenen Genuß. Nicht scheinlich ist das Gemüse in den Pariser Markthallen halten wurde, brachte als Zugabe zu dem ursprüng- auch das Orchester, vor allem diesmal die Holz. jede Stelle des Buches ist allerdings für zimperliche 10 Seller billiger als in London! Am schichsten ist gegenwärtig überhaupt lich festgesetten Programm eine Aufführung der bläser, die Steinberg ihrer solistischen Aufgabe Seelen geeignet, es ist mitunter von grausamer fünften Symphonie Franz Schuberts in in der Schubertschen Symphonie wegen nach vorne Wahrhaftigkeit, grausam, wie eben das Leben und kein Sport. Die zarte, hinfällige, anschmiegsame B- Dur, mit der nachträglich dem hundertsten Todes postiert hatte. lind noch ein erfreuliches Symptom unsere Seit ist. Der Roman ist auch verfilmt wor- Frau ist wieder sehr gefragt, und zu langen Abendtage des Meisters im Rahmen unserer deutschen seigte dieses Konzert: es war abermals ausgezeichnet den und Ilja Ehrenburg hat dagegen eine hohn- und schleppkleidern paßt eine fürnehme Schlappheit besser philharmonischen Konzerte Rechnung getragen wurde. besucht. Vielleicht werden die philharmonischen geiſtvolle Streitschrift geschrieben, denn die Verfil- als sonnenbraune Gesundheit. Höchstens tanzen Konzerte doch wieder Mode? E. J. ,, Spät kommt ihr, doch ihr kommt!" möchte man mung ist gegen seinen Willen erfolgt, noch dazu in darf man, und das mit Ansdauer. Aber die neuen barbarischer Weise, um die Nerven der verlogenen Tänze Elephantentrott und wie sie alle heißen-dankend Kapellmeister Steinberg sagen, Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. guten Gesellschaft zu schonen und aus der Dumm- find so schrecklich schwer zu lernen, und man muß um so mehr, als er uns bei dieser verspäteten Schubert Ehrung eine der fast nie gespielten Sym- Heute, Freitag( 42-2), 7% Uhr:„ Der Fall heit des durchschnittlichen Kinopublikums Gewinn zu dabei noch aufpassen, daß man bei der Fülle, die phonien des Meisters bescherte. Auch diese fünfte Mary Dugan". Samstag( 43-3), 7 Uhr: Die sichen. Das Buch sollte in jeder Arbeiterbibliothek auf Bällen und Tanzdielen herrscht, nicht etwa seinen Nachbarn zu Brei tritt. Symphonie ist gleich ihren übrigen, die Nummern heilige Johanna". Sonntag, 2% Uhr: Cosi feinen Platz haben. M. N. Prokrowsti: Historische Auffäße. Ein Regeln, mit dem Flugzeug Eintäufe besorgen, 1 bis 6 tragenden Schwestern ein Jugendwerk fan tutte"; 7 Uhr:" Die Herzogin von Schuberts, besist also alle Merkmale des affichen Chicago". Montag: Ensemblegastspiel von Mit Sammelband. Verlag für Literatur und Politik. neue Tänze lernen: das sind so die Sorgen bürger§. G. Einflusses Beethovens und offenbart nur in ein- gliedern des Wiener Burgtheaters, 7% Uhr:„ Die Wien- Berlin. Enttäuscht legt man das Büchlein zur licher Sportfranen". Seite, da uns der russische Historiker nicht viel zu zelnen harmonischen Eigenheiten und in der schönen Fahrt nach Sorrent". Der schweizerische Arbeiterturn- und SportFührung mancher melodischer Linie den ausdrucks- Spielplan der Kleinen Bühne. Freitag: sagen weiß. Von nicht einem der gesammelten Aufsunigen romantischen Sänger Schubert der späteren Pipsi". Samstag:„ Pipsi". Sonntag, 3 Uhr: fäße kann man sagen, daß er eine wirkliche Vertie verband beschäftigt sich gegenwärtig mit den Ent Zeit. Als Hauptnummer des Konzertes hörte man Broadway"; 7% ühr:„ Unter Geschäfts- fung und Bereicherung der margistischen Geschichtswürfen für eine neue Sasung. In einem dieDr. Gerhard von Steulers neueste Sym- aufsicht". Montag( Bantbeamion):„ Broad betrachtung darstellt. Es scheint, daß auch die wissen ser Tuge veröffentlichten Entwurf wird als Zwed schaftliche marristische Forschung in Rußland an des Verbandes bezeichnet, die Gesundheit und die phonie in C- Dur, ein schon der zeitlichen way". Fruchtbarkeit verliert und statt den Blick aufs körperliche Leistungsfähigkeit seiner Mitglieder nach Ausdehnung nach imponierendes Werk des einstigen Ganze und Große zu richten, im Kleinen und Klein- den Grundsätzen einer sozialistischen Sporterziehung Dirigenten des Prager Deutschen Singvereins und lichen stecken bleibt. Daß sogar die russischen Gelehr zu pflegen, seine Mitglieder im Sinne der soziali vorjährigen deutschen Beethoven Preisträgers. Diese ten ihre Erkenntnisse von der Laune Stalins abban stischen Weltanschauung zu beeinflussen und damit Symphonie ist ein echtes Werk seines Schöpfers Touristenverein„ Die Natur- gig machen, zeigt Pokrowskis Geringschäzung der der Schaffung einer sozialistischen Stultur zu dienen. Reußler, von weitbogiger Architektonik seines thema. sischen Materiales, von höchster ethischer Kraft und freunde", Siz Aussig, Reichsaus literarischen Fähigkeiten Troykijs, den er vor meh. Die Organe des Verbandes sind der Verbandstag, schuß. Samstag, den 24. November reren Jahren wohl nicht genug hätte loben kön- der Zentralvorstand, Geschäftsleitung, verbandstechstärkstem fünstlerischem Wollen getragen. Troß ihres E. St. nischer Ausschuß, Prüfungs- und Beschwerdekom um 8 Uhr abends in Auffig. Ver- nen. viersätzigen Aufbaues stellt sie ein ohne Unter cinszimmer des Volkshaus Reichsmissionen, die Streis-, Unter- und Kantonalverbände und die regionalen, bzw. lokalen Vereini brechung erklingendes symphonisches Tongemälde dar, in dem das Ringen, Streben und glückliche hüttenkonferenz. Sonntag, den 25. Vollenden des Menschen in eindringlichster musika- November, in der neuen Geschäftsstelle," Martiplay gungen. Der Verband führt einen eigenen Verlag und die Verbandspresse; u. a. besitzt er eine Unfalls Nr. 11, erweiterte Reichsausschussihung. Beginn lischer Schilderung gedeutet und veranschaulicht wird. 9 Uhr vormittags. Musikstilistisch geht Reußler auch in dieser Symversicherung. In das neue Statut sollen Bestim phonie ganz seinen eigenen Weg, den einer faſt Touristenverein„ Die Naturfreunde". Ortsmungen aufgenommen werden, wonach bei der Veranstaltung turnerischer und sportlicher Wettkämpfe religiösen Abgeklärtheit und Reinheit des musikali gruppe Prag. Der heutige Vereinsabend muß auf das Gesamtinteresse der Arbeiterbewegung Rüdschen Ausdruckes und eines immer veredelten und entfallen, lediglich von halb 8 bis 8 Uhr erfolgt im ficht zu nehmen ist und als Arbeitersportfunktionäre gebändigten Gefühles, das mehr Glut und Etstaje Café Nizza die Ausgabe der Kontrollmarken für die nur gewerkschaftlich oder politisch organisierte Witals Leidenschaft atmet; wobei er aber diesmal mehr Mitglieder der Wintersport- Sektion. Nächste Ausglieder wählbar sind. Sinn für Farbe und Abwechslungsreichtum des gabe Mittwoch, den 28. November von 6 bis halb 7 Mlanges offenbart als in früheren Werken. In Uhr im Verein deutscher Arbeiter, Smečky 27. faßtechnischer Hinsicht zeigt sich der Komponist dieser Die ermäßigten Relationskarten gelten bis 30. April Symphonie als der auf Höhe seiner Kunst stehende 192).- Lichtbilderausstellung: Bilder Meiſter. Bei der modernen Atonalitätsraferei wirkt werden bis zum 30. November entgegengenommen. Vereinsnachrichten. OURISTER MATURE REULE Literatur. Reichsausschuß. Diese symphonische Dichtung Steußlers als tonale Offenbarung, die beweist, daß wir auch im Rahmen der Tonalität roch lange nicht am Ende der mujit schöpferischen Möglichkeiten sind. Der Komponist „ Die Liebe der Jeanne Ney". Von Ilja dirigierte semn Werk selbst; mit felbfilofer Ehrenburg. Verlag„ Der Rhein- Verlag", Basel. Schlichtheit und erlebender Ausdrucksdeutlichkeit, wie( Preis in Leinen 7.50 Mark.) Auf dem gewaltigen sie nur dem Schöpfer selbst möglich ist. Zwischen Hintergrunde der russischen Revolution spielt das den beiden symphonischen Werken spielte die Prager Schicksal der beiden Helden dieses Romanes, den nieGeigerin Marianne Theiner, deren aus mand ohne tiefste Erschütterung lesen wird. Ilja gezeichnete technische Fertigkeit, gepaart mit Kunst Ehrenburg hat mit der Jeanne Ney eine herrliche verstand und schönem, großem Ton wir schon öfter Frauengestalt der Weltliteratur geschaffen. Ein Zeitmühmen konnten, das Violinkonzert in D- bild, ein Zeitroman, der aber auch von den kom Dur von dem russischen Noutöner Sergej Pro- menden Generationen mit Inbrunst und stärkster -Die kommunalpolitischen Richtlinien der SPD. 1928, J.. W. Dietz Nachf., G. m. b. H., Berlin, 30 Pf.- Soeben ist das Kommunalprogramm unserer reichsdeutschen Bruderpartei, das in Heidelberg 1925 beschlossen wurde, in Broschürenform erschienen. Unsere Gemeindevertreter werden daraus viele Anregungen schöpfen. Sport* Spiel* Körperpflege Bürgerliche Frauenſportſorgen. Eine neue Sportzeitung. Auf Grund eines Beschlusses des Askö- Bundestages wird am 1. Jänner Es ist schon weltbewegend, was die bürgerlichen 1929 eine Wochenschrift des österreichiSportdamen für Kummer haben. Eine Turnier- schen Arbeitersports unter dem Zitel ,, Arbeiterreiterin wollte fürzlich von der obersten Renn- port" erscheinen. Die bisherigen Spartenzei behörde in Deutschland eine Herrenreiter- tungen werden in der neuen Zeitung aufgehen. lizenz haben. Das wurde abgelehnt. In Desterreich haben dagegen zwei Reiterinnen diese Lizenz erhalten. Man sollte es nicht glauben! In Kiel beschlossen 12 weibliche Segelklubs die Gründung einer Vereinigung zur För derung des Kegelsports unter den Frauen und zur Vertretung der Belange tegelsportübender Frauen. Am Freitag hat der Vater Stegelabend, Samstag Muttern. In dunstigen Lokalen werden mit viel Schweiß alle Neune" geworfen, und alle 14 Tage hat man einen Vereinsabend zur Wahrung der Befange. Wann kommt endlich der DamenkleinJdee von einer Person weg, auch bei ihm Auf-| den, tränkt er mit tindischer Uebertriebenheit und spiels zu verlassen. Aber bei ihm etwas unerhört feicht vorkommt. Es wird dieses Theater durch ihn KINO- PROGRAMM Vom 23. November bis 30. November 1928: Wran Urania- Kino Einziges deutsche Kino Prat 2976 Tel. 0.129 ALRAUNE. Weib, Dämon. Hexe wie diese Rolle nur BRIGITTE HELM spielen kann. LIDO BIO Zu zweit ziehts sichs besser. Lustspiel in 8 Akten mit JAROSLAV KOHOUT und FERENC FUTURISTA. Wo verkehren wir? Café„ Continental", Prag, Graben Gastwirtschaft 3137 LIDOVY DUM Täglich PRAG II.. Hybernská ( Gen Wilhelm Opatrný) Konzert. Nr. 7. Deutsches russisches Theater.ösung ins Tänzerische, ohne den Boden des Schau- tindlicher Bartheit, wie sie ein zweitesmal nicht so Das russische Volk hat uns immer als emi- Neues, das Volkstümliche! Granewsti hat flar: Stindertheater für Große, Kasperlpuppen, die nentes Theatervolt interessiert, und da man in den schon vor längerer Zeit bei uns eine Art volkstüm- leben! Und wie sie leben, wenn sie Michoels heißen. Letzten Jahren in Deutschland viel von Theater- licher Operette gespielt, deren einfacher, kindlicher Wenn er aus der Prosa in den Chanson verfällt, sterilität hören konnte( nicht immer mit Unrecht) Inhalt jeder Plattheit enträt, deren Form abwech hat das etwas vom findlichen Eigensinn an sich, lag es nahe, einem Einfluß irgendeiner der russi- selnd durch Spiel, oder Musik, oder Chansons die wenn er bei Abschluß des Geschäftes, das ihn um schen Theatereinrichtungen nachzuspüren. Dennoch Zuschauer belebt. Tairoff hat in der leichtfaßlichen seinen Gewinst bringen soll, eine längere Weile nur ist es mit diesem nie sehr schlimm gewesen, und das Operettenform ebenfalls ein für das ernste Theater tai, tai, tai" singt, einmal in Sorge, Angst, dann liegt darin, daß die russische Art, Theater zu spielen, brauchbares Volkselement gewittert( Giroflé wieder in leichtsinniger Stindlichkeit und Arroganz, im wesentlichen von der deutschen verschieden ist. Girofla). Die Geschichte vom Schneider, der das ist er ganz groß. Gleichzeitig die äußerste MöglichEine Entwidlung, die von Laube zu Dingel- große Los gewinnt, Schwindlern in die Hände fäilt, teit Granowskischen Stils. Diese Verbindung von stedt, und von da in weiterem Sinne zu Brahms alles wieder verliert, zu ſeiner ehrlichen Arbeit nach Schauspiel und Operette kann man aber von den und Reinhardt führt, hat mit einer Ent- reichlichen Arroganzen zurückkehrt. Ohne intellek eigentlichen Granowski- Details loslösen. Und jetzt wicklung, die vom Lehrmeister Stanislavski zutualistische Grundideen, ohne hohles Pathes wird sind wir bei der Möglichkeit einer Befruchtung des Taireff, Majerheld und letzten Endes Gra- diese Sprichwortmoral abgewandelt wie: getanzt, deutschen Theaterstils. In der Tat haben Bert newski führt, nichts gemein. Da entdecken Laube, gesungen, gelebt, getobt. Der Beifall ist rasend. Und Brecht und der Musiker Weill eine alte, englische Brahm, Reinhard Prominente, Laube Sonnenthal, feine anderen Aufführungen voll regielicher Phan Satire auf die prunkvolle alte Oper ausgegraben Kainz, Lewinski, Wolter usw., Brahm Bittner, taste, wie die„ Nacht auf dem alten Markte", in der und bearbeitet: The Beggars Opera". Hochzeit, Serma usw., Reinhard ausartend, schon Moissi n. a. Tote mit Landstreichern Kinderspiele spielen, oder Liebe und Ehebruch eines Gauners und ob am und hinterlassen uns das von Dekadenz zerfressene in dem Illusionsspiel„ Reiſe Benjamins des Galgen. Brecht und Weill haben durch meisterhafte Starwesen, mit dem wir nichts anfangen können; Dritten", vervollständigen das Bild. Höchste En- Chansons, ein satyrisches Happy End, eine unver da hat sich ein Stil entwickelt, der alle Kunstwerte, semblekunst vereinigt sich mit modernster russischer mutete Deus- er- machina- Begnadigung" des Heldenalle Gefühle und Ideen in eine oder mehrere Theatralit zu einem in den Einzelheiten fremden, gauners, dieselbe Atmosphäre der Volkstümlichkeit Hauptpersonen bannt, während auch das natura im ganzen durchaus populären Bild. Dabei macht geschaffen, die auch bei Granowski immer im Kindlistische Stanislawfti- Ensemble, der spielerische Tanz- die volkstümlich jiddische Sprache, Begriffswelt und fichen, Zauberischen und unverhüllt Theatralischen stil Taireffs, der konstruktivistisch- mechanisierende wohl auch zum großen Teil jiddischen Ausdrucks- liegt und die der Brecht- Weillschen„ Drei- GroschenStil Majerholds die Kunstwerte, sei es die Gefühle, formen der Sache keinen Abbruch. Daß alle seine Oper" einen rauschenden Erfolg brachte und damit die Typen der Eigenschaften, oder die Idee, so auf Darsteller aber Tänzer, Turner, Sänger neben der jungen Direktion Auffricht, die als Nachdas Ganze verteilt, daß selbst ein großes Schau- Schauspielern sein müssen, macht das Neue seiner folgerin der Volksbühne somit die Tradition eines N TEPLITZ SCHONAU spielertalent den Rahmen nicht sprengen fann. Daher Bühne nicht aus. Man darf auch nicht irgend einen Volkstheaters in ihrem Hause aufrechterhält. Billigt sagt man dem russischen Theater irriger Weise nach, Durchschnittsdarsteller oder eine Darstellerin herausman nun Granowski( vielleicht mit nochmaligem es töte die ganze große Begabung, es töte den greifen, sondern man muß sich an seine Promi- Hinweis auf Tairoffs Girofflè Girofla) die PrioriRespekt. nenten halten, Michvels, Sustin, Goldblatt. Wität der Stunstform, wie der Popularität zu, ist daNun tommt Granowski nach Berlin und zeigt chocls ist ein gottbegnadetes Genie. Er sprengt nicht mit sein Einfluß auf Deutschland begrenzt und gewas die Enkel mit der für uns Deutsche so gefährden Rahmen Granowskischer Theatralik, er führt sie Dr. Färber. lichen Stunst angefangen haben. Zunächst rein orga- restlos durch, alle, die auf eine Verson nicht konnisch ausgebaut. Auch bei ihm Dekenzentration der zentrierbaren allgemein typisierten Menschengebärwertet. DRUCK- U. VERLAGSANSTALT GESELLSCHAFT MIT BESCHRANKTER HAFTUNG …………… ០ empfiehlt sich den p. t. Behörden. Vereinen. Orga alsationen. Gemeinden und Kaufleuten zur Herstellung von Drucksorten wie: Tabellen. Büchern. Broschüren. Zeitschriften. Zirkularen. Mitgliedsbüchern. Einladun zen. Plakaten. Plugschriften. Fakturen. Briefpapieren usw. In solider und rascher Ausführung. Setzmaschinenbetrieb und Rotationsbetrieb. • 11111 TISCHLERGASSE NR 6. Herausgeber: Dr. Ludwig Czech. Druck: Deutsche Seitungs- Aktien- Gesellschaft in Prag. Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß. Prag. Für den Druck verantwortlich: Otto Sol. Prag. Die Zeitungsmarfenirantatur wurde von der Post- u. Telegraphen birektion mit Erlaß Nr. 127.451/ VII/ 27 am 14. Wai 1927 icwilligt.