Einzelpreis 70 Helfer. Redaktion und Verwaltung: Prag, II., Nekazania 18. Telephone: Sagesredaktion: 26795, 31469. Nachtrebattion: 2679 Postschecam 86Inserate werde au ar billigst berechnet Be öfterer Einschaltunge Preisachlah 9. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik. Die national Verläßlichen Donnersta; 10. Jänner 1929 Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post: monatlich vierteljährlich halbjährig . ganzjährig. Ke 16.48.96.192.Rüdstellung von Manutriplen erfolgt nur bei Einsendung der Refourmarten, Erscheint mit Ausnahme bes Montag täglich rib Nr. 3. W. N. Unerhörtes Vorgehen des böhmischen Landespräsidenten. Er denunziert den Berband der Selbstverwaltungs örper und beginnt seine Tätigkeit mit einer Deutschenheze. Was sagen die deutschen Regierungsparteien dazu? -VOO in Rahmen hat das neue Sprains de legten, Boffnungen im deulichen Volte, ohnehin bornenreichen Wege bil Diesen| Nationalismus zerstört die enva noch bestehen das schwerste Hemmnis auf dem Die deutschen Regierungsparteien werben Recht der Festjehung und Regelung der Ver- daß von diesem bürgerlichen After- Attivismus det, der zur Beseitigung des na. dem Himmel banken, daß er just im Augenblid, handlungssprache dem Wirkungskreis diejer für die Sicherung seiner Rechte etwas zu er- tionalen Unrechts und zur Serda ihnen eine Ablenkung des Interesses der Störperschaften entzog und ihnen eine Regelung warten ist, fie bestätigt vielmehr die Ueberzeu- ste II ung des nationalen Frie Bevölkerung von ihren eigenen Taten am aufortronierte. noch dazu eine solche, gung, daß dieser Aktivismus nur dens führt. dringlichsten erschien, den König Alexander die in vollem Maße dem Ideal des bösesten feinen fascistischen Staatsstreich verüben ließ. tfchechischen Nationalismus entspricht, die dreiNun hatte die Presse über anderes zu schrei einhalb Millionen Deutschen zu eben noch ge ben, die Leser hatten anderes zu lesen, als duldeten Staatsbürgern zu stempeln. Anklagen gegen sie wegen ihrer Zustimmung Die deutschen Regierungsparteien und und Gutheißung der neuen Sprachenverorb ihre zwei Minister wollten sich, als man ihnen nung. Nur schade, daß man nicht gleich einige die neue Sprachenzwangs- Verordnung vorlegie, Wochen lang über Jugoslawien und feinen abjolut nicht daran erinnern, daß sie sonst die verfassungsbrecherischen König schreiben und deutschen Sozialdemokraten ols die national reden kann, vielleicht träte dann ein neues Unzuverlässigen, sich selber als Süter der deut großes außenpolitisches Ereignis ein und man fchen Volksrechte bezeichnen. Sie stimmten dein wäre die lästige Diskussion über das von den Sprachendiktat su und jeßien darauf die Un deutschen Ministern mitbeschlossene neueste terschrift ihrer Minister, wobei diefe, wie fo Sprachenunrecht los, denn mittlerweil: wäre aar die„ Bohemia" rügend tonstatieren muß, über die leidige Geschichte Gras gewachsen. ſich mit dem Unrecht der Sprachenverordnung Und bei den nächsten Wahlen eine breifte leichtherziger abfanden, als die früheren tiche Stirne vermag viel hätten die deutschen chisch- sozialdemokratischen Minister Winter Regierungsparteien ihre alte, auch während des und Bechyně, die ihre Unterschrift unter die Wahlkampfes geleierte Walze von der nationa- allgemeine Sprachenverordnung zu feyen sich Jen Unverläßlichkeit der deutschen Sozialdemo- weigerien. Die national verläßlichen deutschen fraten erklingen lassen können, da ja mittler- Minister Dr. Manr- Sarting und Proweile diese Sünde der. Regierungsdeutschen wie alle ihre früheren dem fürzen Gedächtnis der Wähler entschwunden wäre. Es ist nicht ihre Schuld, wenn es anders kommen und die Er innerung an ihren Verrat durch ausländische Sensationen nicht erstickt werden wird. fessor Spina dagegen trugen solche Bedenten nicht, sie und ihre Parteien haben sich mit dem durch die im Jahre 1926 erlajjene allgemeine Sprachen zwvangs- Verfügung voll. haben kommen abgefunden und durch ihre Unterschrift dem beste. henden Unrechtszustand feierlich die Santtion erteilt. Karlsbad, 9. Jänner. Der„ Volkswille" I man den Nachweis führt, daß die Sprachenver veröffentlicht folgenden Runderlaß des Landesordnung im Widerspruch zum Sprachengeſet ſicht? präsidenten an die Bezirkshauptfente: Präsidium der Landesbehörde in Prag. Runderla. Oder ist es nicht vielmehr Erfüllung einer staats. bürgerlichen Pflicht, wenn man nachweist, daß die Regierung, die eine solche Sprachenverord mung erläßt, ein von der Nationalversammlung Prag, 26. Dezember 1928. beschlossenes Gesey verlegt hat? Bekanntlich haben wir Gerichie in der Tschechoslowakischen Republik und das wird hoffentlich dem Herrn Landespräsidenten nicht unbekannt sein, an die man appelleren fann, wenn eine Verordnung im Widerspruch zu einem Geseze steht und das Oberste Verwaltungsgerian bat idion mehrmals Republit Verordnungen und war Syrocheur rordnungen als dem Gesetze widersprechend bine itellt. it etwa, so fron mir den Herrn Landesvräfiden richtes auch gegen den Staat gerichtet? ten Rubat, diese Tätigkeit des Verwaltungsge will eiwa der Herr Landespräsident auch das Oberste Verwaltungsgericht des Hochverrates beschuldigen und seine Tätigkeit überhaupt mit Hochverratsschnüffeleien anfangen? Von wo ist denn der Herr Landespräsident ge kommen, daß er sich erfähnt, einen Verband, inr dem jämtliche deutsche Parteien vertreten find, der Tätigkeit gegen den Staat zu beschuldigen? In Teplit- Schönau wurde nach dem Umitur; der Verband der deutschen Selbstverwaltungskörper in der Tschechoslowakischen errichtet, dessen Mitglieder zum größten Teil die deutschen Städte, die deutschen Landgemeinden und die denischen Vezirle find. Für die Mitgliedsbeiträge wurde die Zeitschrift die Mitgliedsbeiträge wurde die Zeitschrift „ Verbandsnachrichten" geliefert. Der Verband führt weiter die Aktionen gegen die Sprachenverordnungen, arbeitet den Gemeinden Returic in Sprachfachen aus, er stattet Aeußerungen, um welche sie ansuchen ufw. Da diese Tätigkeit zum Widerstand gegen die Erfüllung der Sprachenverordnung Da bat man uns von Seiten der Regles ausreizt, ist sie gegen den Staat ge= yungsmehrheit erzählt, daß die Landesverwal richtet. Teshalb entsteht jetzt die Frage tung etwas Unpofitisches ist, daß die kontmenden der Mitgliedschaft für das fünftige Jahr, Landesvertretungen uur wirtschaftliche und sohauptsächlich mit Rücksicht auf die Anbote, ale Angelegenheiten zu regein haben werdón. welche in vielen Fällen, wie ich aus Anfra- Und der Vorsitzende dieser Landesvertretung, der gen, die wegen dieser Sache von den Be- Herr Landespräsident, spielt gleich von Anbeginn ben nationalen Bolititer und will sich anschei zirtsbehörden eingelangt sind, erkannt habe, nend bei allen tschechischen Chauvinisien Liebdurch den genannten Verband an die Bezirts find machen, indem er gegen die Deutschen zu behörden gerichtet werden. Da es nicht regieren anfängt. Dem Herrn Landespräsidenten denkbar ist, daß sich die Bezirks- jei gesagt, daß er sich solche denunziatorischen und fascistischen Manieren wird abgewöhnen müssent behörde an einem Unternehmen und daß er sich irrt, wenn er in Böhmen den mit einer solchen Tendenz betei Diftator zu spielen glaubt. Wenn es nicht ge ligen lann, verweise ich den Herrn Amts- fungen ist, die ganze Republik unter ein jajci vorstand auf die Bestimmung des§ 9 desitifces Diftai su stellen, dann wird auch der Organisationsgefeßes, mit dem Bemerken, err Landespräsident mit seinem Landesfajcia mus kein besonderes Glüd haben. daß es Sathe der neuen Bezirksvertretung Man muß aber auch an die deutschen sein wird, ob sie die Verbandsnachrichten" " für das tünftige Jahr bestellt oder nicht, Regierungsparteien, an die Agrarier, beziehungsweise Sache des Herrn Amtsvor Christlichjozialen und Gewerbeparteiler die Frage standes als Vorsitzenden der Bezirksvertre- stellen, wie sie sich denn zu diesem Auftreten des iung sein wird, welchen Standpunft er zu Herrn Landespräsidenten stellen und ob der Here cinem solchen Beginnen einnimmt. Inzwi- Landespräsident Stubat weiterhin noch der Trä fchen aber hai jich der Herr Amtsvorstand ger ihres Vertrauens bleiben lann. Es sind eine jeder eigenen Initiative in der Sache zu ganze Reihe von Funktionären der deutschen Regierungsparteien, die au ersten Stellen im enthalten. Verband der deutschen Selbstverwaltungskörper tätig sind und für das, was dieser Verband bisher getan und geleistet hat, die Mitverantwortung iragen, Es ist notwendig, sich vor allem noch ein mal flar zu machen, welches Unrecht die Spra chenverordnung für die Landes- und Bezirks Das ist aber noch immer nicht das ürgite, vertretungen barstellt. Von Sprachgebrauch weisen sie sich bei diesem neuesten Steulenschlag int inneren Dienste bei den alten Landesvergegen das nationale Recht der Minderheiten wallungen wollen wir gar nicht reben, sondern schuldig gemacht haben. Was noch viel schwerer nur die Tarfece festhalten, daß sowohl im wiegt, das ist, daß sich die deutschen böhmischen wie im mährischen Landiage die Regierungsparteien zu Vertei deutsche und die tschechische Sprache im volien digern dieses Unrechtes machen Maße gleichberechtigt waren. Die tschechischen und sich damit freiwillig zu Slopffechtern des Politifer werden sich nur ungern daran erin- tschechischen Nationalismus erniedrigen. Afs nern, daß sie diese sprachliche Gleichberechtis die allgemeine Sprachenverordnung erschien, gung rühmend als gerecht anerkannt haben und lehnten sich sämtliche Parteien der deutschen in vollständige Vergessenheit scheint bei ihnen Bevölkerung gegen sie auf und ihre tschechischen geraten zu sein, daß sie einstmals im österrei Urheber hatten Mühe, die Sprachenverfügung chischen Staate über das ihren sprachlichen Be- vor dem Urteil des Auslandes zu verteidigen. dürfnissen und Notwendigkeiten zugefügte Dieser Mühe sind die tschechischen HerrschaftsUnrecht lage führten, da sie jetzt dem deutklassen und ihre Preßorgane vollkommen ent fchen Boltsstamine ftrupellos weit ärgeres Un- hoben, denn sie wurde von den deutschbürgertecht zufügen, als sie selber erdulden mußten. lichen Attivisten mit der größten BereitwilligDies nur so nebenbei, wir wollen vorläufig feit übernommen. Die tschechischen Machthaber nur im Auge behalten, daß es in den Land- dürfen sich dieser ihnen zuteil gewordenen Hilfe tagen Böhmens und Mährens fei. freuen und brauchen nicht einmal einen Finger nerlei Vorrecht einer Sprache gab. su rühren, um ihr auf der Entrechtung der Nach der jüngst erflossenen Sprachenverord- Minderheitsnationen im Staate fußendes Herr. nung, wird dies nicht nur in den neuen Lan- schaftssystem zu verteidigen. Wollte irgend je desverfreiungn, sondern auch in allen Bezirts- mand im Auslande an der Behandlung des vertretungen ganz anders lein, wobei man bei- deutschen Sprachstammes in der Tschechosloleibe nicht gleich an den Grundsay der Sprach- wakei etwas auszusetzen finden, dann brauchen lichen Gleichberechtigung, sondern nur an die sie nur auf die verschiedenen Verteidigungseiner so großen Minderheit, wie es die deutsche schriften und Reden der deutschen Aktivisten ist, zustehenden nationalen Minderheitsrechte hinzuweisen. Wer soll im Auslande an das hier zu denken braucht. Die jänofte Sprachenver- den nationalen Minderheiten zugefügte Unordnung ist restlos von dem Geiste erfüllt, der redhi glauben, da deutsche Minister in der Rebie im Jahre 1926 eríajiene Sprachenverord- gierung sind, die alle Maßnahmen mitunternung charakterisierte und gegen welche die seit- fertigen und deren Preßorgane mit heißem her in die Regierungslaude eingefehrten drei Eifer diese Maßnahmen als Ausdruck des deutschbürgerlichen Porteien damals schärfitens fortschreitenden nationalen GeFront machien. Sie hätte nicht anders ausfal- rechtigkeitsfinnes preifen, wie das len können, wenn nur Sramet und Stramar die christlichsoziale Presse auch bei der letzten ihre Väter wären, denn daß deutsche Mini- Sprachenzwangsvorschrift zu tun sich beeilt hat. Als Spina und Mayr- Harting in die ReDieser Runderlaß des Landespräsidenten fter mit dabei waren und ihr ausdrücklich die Zustimmung gegeben haben, mert man ihr gierungstaolition eintraten, wurde dies im Stubat zeigt, wes Geistes Kind der Herr Landes nicht in einem einzigen Puntie an. Als Reael Auslande vielfach mit Genugtuung vermerfi präsident ist: er fängt sein Regieren an Wollen es die deutschen Regierungsparteien so einer ruhig hinnehmen, daj; der Landespräsident, also Sprache wird eben gerade noch geoulder, in der die Grundlage für eine deutsche Einflußnahme einer ganz grundlosen und deswegen ganz Slowakei übrigens nicht einmal bies. Den auf den Verwaltungs- und Wirtschaftsapparat besonders zu verurteilenden Denunziation. Er gegen den Staat gerichtet hinstellt? holt und Charakter dieses füngsten Sprachen- des Staates, auf eine Stonirolle der Regie- fordert geradezu zum Boykott einer deutschen deutsche Minister fißen, auch ihre Tätigkeit als diktates haben wir schon ausführlich besprochen, rungsmethoden und auf eine allmähliche Wie- Beitung auf und er beschuldigt den Verband deutfem Diktat, das dem alten nationalen Unrecht angeianen vielfältigen Unbill geschaffen jei.näre Angehörige aller deutschen Barteien in Landwirte, der Herr Peterle dazu, der ju hier sei nur noch darauf hingewiesen, daß die- dergutmachung der dem deutschen Wolf bislang fcher Selbstverwaltungslörper, dessen Funktio- Was sagt denn der Vorsitzende des Bundes der neues hinzufügt, auch jebe Geseymä Diese Hoffenden sehen sich enttäuscht und be- Tätigkeit, die gegen den Staat gerichtet ist. Was gleich Vorsitzender- Stellvertreter des Verbandes Bigkeit fehlt, denn sogar die noch under trogen, denn nichts spricht während der mehr hat benn der Werband der denischen Selbstverwalder Selbstverwaltungstörper ist? Wollen es sich Der rein tichechischen Regierunastaolition zu als zweijährigen Ministerschaft der Spina und tungskörper für ein schreckliches Verbrechen de die deutschen Regierungsparicien gefallen lassen, stande gekommene alloemeine Sprachenverorb- Mayr- Harting dafür, daß sich diese als Ver- gangen? Er reizt angeblich zum Widerstand daß jeder Beamte mit ihnen macht, was er will, nung anerkannte das Prinziv, daß die Rege- irauenspersonen der Gesamtheit des deutschen gegen die Erfüllung der Sprachenverordnung" daß jeder Beamte mit ihnen macht, was er will, lung der Sprachenfrage der Landes- und Be- Volkes gefühlt haben. Die Seßung der mini- auf. Ja, seit wann ist denn eine Berordnung daß jeder Beamte sie verhöhnt? Auf all das sind zirksvertretungen diesen selbst vorausteriellen Unterschrift unter die leßte Sprachen ein Beiligtum, das man nicht einmal mehr fri die deutschen Regierungsparteien der deutschen verfügung eines übermütigen und einsichtslosen tifieren darf? Ist es etwa schon Hochberrat, wenn Bevölkerung dieses Landes die Antwort schuldig. behalten ist. Der Landespräsident: gilt die tschechische Sprache, die deutsche und die Erwartung ausgesprochen, daß damit mit Densen und deswegen ganz der Vertreter einer Regierung, in der zwei der Tschechoslowakischen Republik sind, einer Cette 2. Donnerstag, 10. Jänner 1923. Der Kampf der Textil- hung der Löhre und nicht nur zu einer einmalis ber Proger Textilinduſtric habent fie fich einen Niederlage treiben. So lange die Kommuniſten arbeiter. gen Teuerungsaushilfe führt. Es ist aber die Lohnabbau von zehn Prozent willenlos gefallen gewerkschaftlich einen gewissen Einfluß haben, ist Frage, ob es im gegenwärtigen Augenblick mög- lassen, in Nordböhmen haben sie eine Reihe von an einen wirklich dauernden und erfolgreichen lich ist, eine dauernde Erhöhung der Löhne der Streifs bei einzelnen Firmen verloren. Beson wir: chaftlichen Aufstieg der Arbeiterschaft in der Textilarbeiter allerorts gut erreichen. Die Textile ders geschmackvoll war der Abbau der Löhne Tschechoslowakei nicht zu denken. Der mateDie Steigerung der Preise der wichtigsten arbeiter find in einer Heihe von Organisationen bei der Firma Slinger in Neustadt im Jahre rielle und kulturelle Fortschritt Lebensmittel und Bedarfsartikel hat fast alle zersplittert, es gibt laufende Indifferente, auf die 1927. Das Verbalten der Stommunisten im ge- der Arbeitertlasse hat zur Bedin Schichten der Arbeiter in den legion Monaten während eines harten Stampfes ein Verlag ist genwärtigen Textilarbeiterkampf ist wieder ein gang, daß die kommunistischen Gedazu gezivungen, den Unternehmern Bobnfor und daß dieser Zustand herbeigeführt wurde, daß weiterer Beweis dafür, daß dort, wo sie ihre werkschaften verschwinden, denn kein derungen zu überreichen, damit die Lebenschriftliche und gelbe Organisationen, die nach Sände im Spiele haben, der Fortschritt der Ar- Unternehmer in der Tschechoslowakei war bisher haltung der Arbeiterschaft wenigstens nicht unter dem Ende des Krieges innerhalb der Textil beiterklasse zu höherer Lebenshaltung stillsteht instande, die Gesamtarbeiterschaft so zu schädi. das vor Jahr und Tag errungene Niveau herab arbeiter vollkommen bedeutungslos waren, und daß sie die Arbeiterschaft von Niederlage zat gen, wie es die Kommunisten getan haben. jinke. Das taten auch die Textilarbeiter wieder an Boden gewonnen haben, ist vor allem verschiedener Gebiete Böhmens, Mährens und die Schuld der Kommunisten, welche die einherder Slowakei. Die Unternehmer im Reichen- liche Gewerkschaftsorganisation der Textlarbeiberger Gebiet, wo sich ein großer Teil der het ter gesprengt haben. Wenn es nun zur Auszahmischen Textilindustrie befindet, haben nun die lung der einmaligen Aushilfe gekommen wäre, geforderte Erhöhung der Löhne abgeso ist damit naturgemäß nicht gesagt, daß der lehnt und der Textilarbeiterschaft eine eine stampf der Textilarbeiter unt ente dauernde Er Auflösung aller politischen Parteien in S5S. Die Kroaten bitter enttäuscht. Die Kroaten bitter enttäuscht.- Ihre Preffe von der Einstellung bedroht. malige Aushilfe angeboten. Die Union höhung der Löhne zum Stillstand gekommen Belgrad, 9. Jänner. Ministerpräsident nen, veröffentlichen sie hente weder Artikel zur der Textilarbeiter hat daraufhin die Vertrauens- wave. Die einmalige Teuerungsause männer der Arbeiterschaft befragt, ob die Unter- hilfe sollte nichts anderes sein, als Zivkovic hat als Minister des Innern alle Lage noch Aeußerungen ihrer Fühver. händler auf dieser Grundlage weiter verhandeln eine Etappe auf dem Wege einer bef- Polizeibehörden im Lande von dem am 6. Jätt sollen und die organisierten Arbeiter haben dem seren Entlohnung der Textilarbener durchgeführten Regierungswechsel verstän Die Begeisterung" im Abflauen. zugestimmt. Das Resultat der Verhandlungen er überhaupt. Die Arbeiter hätten evas digt und sie beauftragt, entsprechend den vorgewar mun, daß die Unternehmer den Arbeitern in der Tasche gehabt, die Indifferenten hätten nommenen Aenderungen der einschlägigen Gefeße tien anlangt, die zu 80 Prozent nach ihrer poli digt und sie beauftragt, entsprechend den vorgeWas die Bevölkerung in Agram und Kroa eine Teuerungszulage von 64 Tarif- gesehen, daß die Organisation ihnen etwas genommenen stundenlöhnen angeboten haben, was im bracht hat und es wären die besten Voraus sämtliche politische Parteiorganistischen Gesinnung der Koalition angehört, so ift Reichenberger Vertragsgebiet den Beirag von segungen dafür gewesen, den Kampf weiter zu fationen aufzulösen. Die Bildung ich diese infolge des Mangels an Richtlinien etwa zehn bis zwölf Millionen Ke ausgemacht führen. Wenn also der Vorwärts" in seiner nener politischer Parteien ist nur recht im Bilde. Zunächst wird die Begeisterung seitens ihrer Führer über die Lage noch nicht hätte. Bis zum 13. Dezember sollten die Dr Nummer vom 8. Jänner geschrieben hat, daß ganisationen der Textilarbeiter Antvort geben, die Textilarbeiter für ein paar lumpige Stro- unter Bewilligung der Großzupane über die nene Lage durch die gestrige Erklärung ob sie mit dieser Regelung einverstanden sind. nen auf den Kampf um eine fatfächliche Bestattet. Nachdem jedoch das neue Regime Dr. Mačeks torrigiert, da die neue Regierung Die Union der Textilarbeiter hat nun diesem Erhöhung ihrer Löhne" nicht verzichten wollen, jede Parteipolite ausschließt und die Bildung von nicht das geworden ist, was man von ihr er Vorschlag der Unternehmer zugestimmt, wäh- so ist das eine Demagogie, deren Kosten tausende Parteien, welche gegen das Regime ankämpfen hoific. Insbesondere wird betont, daß alle bier rend die( kommunistische) Sektion der Textil- schlecht gestellter Arbeiter bezahlen müssen. froatischen Minister in der neuen Regierung arbeiterschaft zunächst gefchwant; und eine ausrend Serbien und Slovenien ausschließlich durch haben. Politiker vertreten sind. Die allgemeine Stim mung ist zur Zeit durch eine Summe von Unges wißheit charakterisiert und teilweise gedrückt. Beamtenreduktion. Belgrad, 9. Jänner.( C.P.B.) Die neue in der Ernennung einer unpolitischen Re Regierung wird vor allem eine durchgreifende gierung geraten, die nach ihrer Zusammen Refount der Staatsverwaltung durchführen. Die itellung die Garantie für eine den Wünschen des Ministerien sollen von 18 auf 9 Refforts be Volkes entsprechende Umgestaltung des Staates schränkt werden. Allen Beamten, welche infolge bieten würde. Die ernannte Regierung jei jedoch dieser Reduktion aus dem Staatsdienst entlassen feinesfalls unpolitisch, da in ihr drei Poricien der werden, wird durch eine drei bis sechsnwnat ge früheren Regierungstoalition vertreten sind. Da Kündigung Gelegenheit geboten werden, sich disse Parteien die Forderungen der bäuerlichen anderen Berufen zuzuwenden. Um die im Staate demokratischen Stoalition schon im Brinzip abge dienste verbleibenden Beamten in den Stand zu lehnt haben, jebe er teine Garantie setzen, ihren Amtspflichten voll und ganz zu ent dafür, daß die neue Regierung an sprechen, sollen die Gehälter entsprechend der bes diese Umgestaltung herantreten stehenden Teuerung erhöht werden. Die staat. werde. Den Ereignissen entgegensekend, ver- lichen Ausgaben sollen in Zukunft auch dadurch bleibe deshalb das kroatische Volf fest organisiert entlastet werden, daß Bensionierungen und gemeinsam mit den Serben in den außer Staatsbeamten nur nach vollendeter Dienstzeit und serbischen Gebieten und mit den fortschrittlichen in Fällen absoluter Arbeitsunfähigkeit erfolgen. Slovenen auch weiter bei seinen Forderungen. Das Verhalten der Kommunisten, nach der Würden, unmöglich macht, fommt der obigen ge- ausschließlich nupolitische Leute sind, wäh weichende Antwort gegeben hat, worauf die Ablehnung der einmaligen Teuerungsaushilfe feßlichen Bestimmung keine praktische BedenFrist bis zum 17. Dezember erstreckt wurde. Durch die Seftion der Textilarbeiter ist aber ge- inng zn. Schließlich haben die Stommunisten sveifellos eignet, das schärffte Mißtrauen in den Rei auf Einflüsse des Politbüros hinden Vor- hen der Textilarbeiterschaft heworzurufen. Die Agram, 9. Jänner. Der Obmann der schlag abgelehnt, so daß die Auszahlung der Kommunisten müßten nun, nachdem sie die ein- bäuerlichen demokratischen Stoalition Dr. Ma Teuerungsgulage unterblieben ist und die Eerilmalige Aushilfe abgelehnt haben, mit der Erček hat gestern den Kvalitionsblättern eine Erarbeiter vorläufig überhaupt nichts befontmen kämpfung einer dauernden Lohnerhöhung Ernst flärung übergeben, in der er sagte, er habe seiner machen. An diesen Ernst aber fann man, nach Majeftät dem König gelegentlich seiner Audienz Die Arbeiter find naturgemäß empört dar alledem, was vorgefallen ist, nicht glauben. So über, daß sie nichts bekommen haben. Daran ist haben die Kommunisten in Sillein mit den die fommunistische Gewerkschaftsorganisation Unternehmern ein Abfomanen getroffen, wonach schuld und das sehen auch viele Arbeiter ein. Be- sie die einmalige Teuerungsaushilfe angenomzeichend ist, daß bei einer Abstimmung, die im men haben, obzwar diese niedriger war, als die Betriebe der Firma Liebig vorgenommen wurde, in Reichenberg angebotene. Aus welchem Grunde und bei der 1684 Stimmen abgegeben wurden, verzichten die Stommunisten in der Slowakei auf 1396 Arbeiter für die Auszahlung der Tenes eine dauernde Lohnerhöhung? Geht es etwa rungszulage stimmten, während nur 156 dage ben flowakischen Textilarbeitern so gut, daß fie ( 72 Stimunzettel wurden leer abgc- sich mit einer einmaligen Teuerungsaushilfe begeben.) Da nun die Stommunisten bei der letzten gnügen können? Warum wird in Sillein nicht Betriebsausschußwahl in diesem Betriebe 798 der Stampf um eine dauernde Lohnerhöhung Stimmen erhalten haben, besteht gar kein Zwei- aufgenommen? Warum werden in Sillein nicht fel darüber, daß kommunistisch gesinnte Arbei- Stampfausschüsse gewählt, wie dies die Taftit ter, wahrscheinlich auch solche, die bei der Sel- der fommunistischen Gewerkschaften in Böhmen tion der Textilarbeiterorganisation jind, in Wi- und Mähren ist? Wieso ist das, was in der derspruch zur Saltung ihrer Geivertschaft für die Slowatei richtig ist, da den historischen LänTallit der Union der Textilarbeiter, das ist also dern falsch? Was verden nun die Kommunisten für die Auszahlung der Teuerungszulage, ge- in Böhmen und Mähren machen, unt ihren itizani haben. Im übrigen sind auch in ver- Forderungen zum Siege zu verhelfen? Zunächst schiedenen Orten Uebertritte von Mitgliedern der fann man nur die Beobachtung machen, daß sich Seltion zur Union der Textilarbeiter erfolg, die Textilfabrikanten der anderen Gobiete Boh trotzdem die kommunistische Presse täglich die mens und Mährens we gern, den Arbeitern Union der Textilarbeiter des Verrates an den überhaupt etwas über das bisherige Ausmaß zu Arbeiterinteressen beschuldigt. geben, veil be nordböhmischen Fabrikanten Das Hauptargument, das die Stonununisten überhaupt nichts geben. So haben also hiebei gebrauchen, ist, daß den Textilarbeitern die Kommunisten nicht nur den departement zwar mit der Niederlegung des amerifanischen Standpunktes in dem Bericht des mit einer einmal gen Teuerungsaushilfe nicht Biebigs und Konsorten in Nordböh geholfen sei und daß eine dauernde Erhöhung men zehn bis zwölf Millionen ge Auch Amerika macht noch besondere Vorbehalte. Senatsausschusses einverstanden sein, sich aber Der Löhne nomvendig ist. Es ist gar fein Zweschenkt, sondern sie schenkten and Washington, 9. Jänner. Die Debatte her gegen eine Uebermittlung diefes Berichtes an dic fel, daß es den Tertilarbeitern schlecht geht, daß noch weitere Millionen den ande- den Mellogg Bait wurde gestern im Senat fortge- Signatarmächte sträuben. Die Verhandlungen the Lohne niedrig sind und daß, wenn die Mögren Textilfabrikanten in der sche- sept, ohne daß die in der vorigen Situng einge dauern an, befonders da der republikanische Senas lichfeit zur Erringung höherer Löhne diesmal choslowakei. leiteten Stompromißverhandlungen über die Frage tor Moses darauf besteht, daß die amerikanische gegeben worden wäre, man den Weg hätte be- Die Kommunisten verstehen die Kunst, alle der Vorbehalte zu einem Ziel geführt hätten. Interpretation des Vertrages in irgendeiner schreiten müssen, der zu einer dauernden Erhö gewerkschaftlichen Kämpfe zu verlieren. In! Wie Affociated Prek erfährt, soll das Staate Form festgelegt wird. Der Schatz der Sierra Madre Von B. Traben. 51 Diese Erklärung wurde in allen Koalitions Der französische Ge'andte interveniert. blättern tonfis; iert, und da alle diese Blät in Belgrad. ter, es sind dies" Rietsch" Hrvat“ und„ Vat", bei dem Eintreten des neuen Regimes bereits zweimal fonfisziert waren und nach einer drit ten konfiskation von Innenminister nach dem neuen Preisegeset eingestellt werden fönDer arme Kellogg- Batt! bekommen die Leute Vertrauen und sehen, daß Sie grüßten und fragten sehr höflich, ob sie sich es nicht das Leben kostet". niederfeben dürften. Howard ging hinüber und schichte Dobbs und Curtin sum Impfen. Ich wüßte nicht, was ich lieber rate," sagte ( Berlag der Büchergilde Gutenberg, Berlin 1928.) Curtin lachend,„ jeden Augenblic dachte ich, fie werden kommen und dummie Fragen machen." Während der Zeit hatte er in dem Buche Wenn es dir Vergnügen macht," sagie herumgeblättert und kam zu den leeren BlätHoward, dann fannst du denten erzählen, ivas tevnt. „ Schreiben Sie hier auf beide Seiten Ihren du in den leben Monaten getan haft. Die haben Namen hin", jagt der Beamte. Howard farieb ein Intereffe für deine Familienangelegenheiten. und gab das Buch zurück. " Ihr Alter?" Der Beamte schrieb es ein, unterschrieb das Blatt, riß die eine Hälfte des Blattes an der perforierten Linie aus und gab sie Howard. Sier haben Sie Ihr Certificado, diesen Abschnitt behalten wir in unfernt Buch. Schiden Sie Ihre beiden Kameraden ouch herüber. Es wird ihnen nichts schaden, auch wenn sie schon zehnmal geimpft sind", Die sind die Impftonumission, und alles, was nicht mit Impfen zu tun lat, läßt fie fait. Die impfen einen verfolgten Banditen, der gerade vorüberkommt, und laffen ihn laufen. Es gehört nichi zu ihrem Geschäft, Banditen einzufangen." ,, Na, na," unterbrach Dobbs, besser, du hälist das Maul, wir laffen uns impfen, und dann fofort weiter." Sabe ich denn gejagt, daß wir uns hier niederlassen sollen?" Belgrad, 9. Jänner. Der französische Gesandte in Belgrad hatte mit dem jugoslawischen Außenm'nister eine Unterredung, der große Bedentung beigelegt wird. Ihren Sohn ansehen," sagte Howard.„ Ich werde sehen, ob er tot ist." Como no?" fogte Howard. Wavin wicht, Die Männer standen auf, und Howard ging Sie stören uns in feiner Weise." mit ihnen. Sie tamen in ein Haus, das aus Die vier Indianer faßen eine Weile und getroaneien Lehmziegeln gebaut war. Auf einem faben zu, wie die Fremden ihr Fleiſch rosteienische lag eine Matte, und auf der Matte lag der Verunglückte. und ihren Reis fochten. Sie kommen gewiß von weit her," jagte endlich einer der Indianer, und Sie wollen und noch weit reifen? Sie sind wohl sicher Curtin sagte:„ Wir können Bücher lesen, wir können Briefe schreiben, und wir können mit Zahlen rechnen." Mit Zahlen?" fragte einer. Bablen? Das kennen wir nicht." Howard sah ihn febr sorgfältig an, hob die Angerdeckel, legte sein Ohr auf die Brust, fühlte die Hände und Füße ab und sagte: mich will einmal versuchen, ob er zu sich kommt." bewegungen, dann ließ er dem Jungen heiße Er machte eine Viertelstunde lang tem Umschläge auf den Leib legen, rieb die Füße und Hände, und als er sein Ohr wieder auf die Brust legte, fand er, daß das Herz zu schlagen Zehn ist eine Zahl," erflärte Curtin, und begann. Nach einer Stunde begann der Junge fituf ist eine Zahl." selbst zu atmten, und wenige Minuten darauf Sh." meinte nun einer der Besucher, das öffnete er die Augen. ist nur halb. Zehn ist nichts, und fünf ist nichts. Se meinen zehn Finger oder fünf Bohnen oder standen, hatten der Tätigkeit des Fremden zu Die Männer und Frauen, die in der Hütte drei Hühner, nicht wahr?" „ 233 habe ich denn nun zu bezahlen?" gesehen, ohne einen Laut zu äußern. Die beiden ,, Aber du redest gerade so. als ob wir denen So ist es," mischte sich soward ein. fragte der Alte.„ Wir sind sehr knapp mit Geld". um den Hals fallen sollten," sagte Dobbs und Die Judianer lachten, weil sie es verstanden Frauen, die sich mit dem Erwärmen der Um ,, Da haben Sie nichts zu bezahlen. Das foftet troiteie hinüber zu der Hütte. hatien, und einer fagte:„ Zehn fann man nicht ichläge befaßten, verständigten sich nur durc nichts. Bezahlt die Regierung". Howard schüttelte den stopf mit einer be- fagen. Man muß immer fagen, reas zehn? Zehn Gesten oder durch ein leise geflüstertes Wort. Das wäre ja dann recht billig", jagte So- dauernden Gebärde und wandte sich an Curtin: Vögel oder zehn Bäune oder zehn Wänner. Selbst jetzt, als der Junge völlig erwacht war. ward lachend und schob den Aermel herunter. Dieser Dobbs ist ohne Sumor, was ich immer Wenn man zehn oder drei oder fünf sagt, ohne irauten sich die Leute nicht zu sprechen. Howard nahm seinen Sut, setzte ihn au ,, Wir wissen ja", sagte nun einer der anfage. Ich falle doch lieber einer Jupftonmission daß man auch jagt, was man meint, so ist das und ging zur Tür. Niemand hielt ihn zuriid. dern Beamten, daß sie alle geimpft sind, oder um den Hals als einer Polizeinuppe, die winen ein Bech, und das ist leer." wir nehmen es wenigstens au. Aber wir un kontrollieren geht, in die Hände. Nun lanfe nur Dann lachten sie wieder. Nach einem länge und niemand sagte eivas. Nur der Vater lant es hier mit Vorliebe, daß wir Sie umpfen. Wir rüber, Curtin, und lasse dir dein Papier geben, ihm nach, gab ihm die Hand und sagie:„ Vielen sind recht dankbar, daß Sie gerade hier zur daß wir weiterfommen." Tank. Senjor." Dann ging er wieder zurite in vechten Zeit vorbeikommen. Die Einwohner Am Abend lagerten sie in der Nähe des fein Saus. hier, die sehen von ihren Verstecken aus ja jebe Derichens Amapuli. Sie hatten dort bleiben Bewegung, die wire machen. Darum haben wir müssen, weil man ihnen gesagt hatte, daß sie uns auch gerade diefe Hütte ausgesucht, die sich bis zur nächsten Wasserstelle vor Einbruch der Wasser gefallen? Gestern?" am froiesten. Wenn die Leute nun sehen, daß Nacht nicht kommen könnten. mix feinen Unterschied machen zwischen Indiaren Schweigen fagte dann einer: Mein Sohn ist ins Waffer gefallen. Wir haben ihn gleich wieder gefischt. Aber ich glaube nicht, daß er tot ist. Er wacht aber nicht auf. Sie haben gewiß Bücher Es war nun finster geworden, und Howard gelesen und wissen, was man un taun." haite Mühe. das Lager zu finden. Aber der Licht Howard fragie: Wann ist Ihr Sohn ins schein des Feuers zeigte ihm endlich den Weg. Was hast du denn ausgerichtet?" fragic. Nein, heute nachmittag. 2fber er wacht Dobbs. itern und Weißen. und daß Sie hier Ihren Arm Während sie noch ihr Abendessen bereiteten, nich auf." hinhalten, als ob Sie das jeden Tag täten, so fanten vier Indianer des Dorfes zu ihrem Lager. Ich werde mir Ihnen gehen und mir ( Fortsetzung folgt.) zWmerslag, 10. Jtmnrt ivtb. Inland. Sw Krümmt er ist ein Gewählter, ein Gewählter ist ein Ernannter- und ähnliche Witze. Der Herr Professor Weyr ist cm Dr. Eisen, dort unter den Staatsrechtslehrern. Sollte er je. mals eine Berufung aus den Mond bekommen, um dort einen Staat nach seiner Art einrichten zu können, so würde man seine blauen Wunder erleben. Ader vermutlich gibt es auch im Astral, bereich keine Wesen, deren Gehirnkonstruktion der d«S Dr. Weyr ähnelt und so bleibt ihm nur die alte treue„Prager Presse", in der er auch dann noch zu Worte tomnien wird, wenn er— das steht noch aus, kann aber nicht ausbleiben— vor- schlagen wird, das, alle am 29. Feber Geborenen Abgeordnete werden sollen, oder daß man für das Wahlrecht«ine besondere Steuer zu zahlen hat, oder daß die Opposition mit Geldstrafen zu bei«, gen sei. Diesmal halten wir noch nicht so weit, aber immerhin kommen wir schon den angedeuteten Zielen näher als das lehtcmal, wo Weyr nur vor- schlug, die Haftpflicht des Staates bei Eisenbahnunglücken abzuschaffen, da sie in einer Zeit dich» ten Verkehrs nicht mehr passe(oder unindestens bei Najmans Bahnbetrieb zu riskant Ist!). In einem Leitartikel der„Prager Presse" bemüht sich Herr Professor Wehr festzustellen, welcher Unterschied zwischen den ge» wählten und ernannten Vertretern eigentlich bestehe. Das ist zwar jedem ABC^Schü» ler der StaatSürgerkunde klar nicht aber einem Staatsrechtslehrer. Nach langen Erörterungen kommt er zu dem Schluß, daß die Gewählten eigentlich von den Parteien ernannt seien; sie„unterscheiden sich daher von ihren durch die Regierung ebenfalls ernannten Kollegen nur durch den Faktor, dem die Ernennung zusteht". Die Tatsache, daß die Gewählten doch erst die Stimmen der Wähler erhalten inüssen, ist nur «in„äußeres Unterscheidungsmerkmal" und„hat nichts zur Sache". Es kommt aber noch besser. Wer da glaubt, es gäbe nach WeyrS Theorie nur Ernannte, der hat noch lange nicht staatsrechtlich denken gelernt. Vielmehr sind die Gewählten nur von den Parteien ernannt, die Ernannten aber von der Gesamtheit der Par» teien, die in der Regierung vertreten sind, ausgewählt worden. DaS sei„eben vom de- mokratischen Standpunkte" zu begrüßen. Mit än. deren Worten: Unsere in Böhmen und Mähren gewählten Vertreter haben zwar zusammen 403.000 Stimmen erhalten, sie sind aber noch Weyr nur ernannt. Der Äerr Sonnenschein hat keine Wählerstimme erhalten, würde wohl auch nicht viele/ bekommen, kein Wähler hat an ihn auch nur gedacht, aber er ist eigentlich kein Er. nannter, da ihn die Gesamtheit der Parteien, das heißt die acht Herren in der Osmiöka, ausgewählt haben. Ein Bedenken hat selbst der Herr Weyr, es schwindet aber, wie man sieht, sofort alS unbe- deutend, wenn er es unter die Lupe nimmt: „Man könnte allerdings einwenden, daß durch das Ernennungsrecht der in der Re» gierung vertretenen Mehrheit der politischen Parteien die„Opposition" in ihrer Vertretung zu kurz kommen könnte. DieS ist jedoch daS allgemeine Schicksal einer jeden Op- Position. Denn„Opposition" bedeutet soviel wie eine Minderheit, die sich der Mehrheit nicht fügen will. Ei» Ausgleich zwischen beiden kann«nttveder durch daS erwählte Mittel d:S Kompromisse« erfolgen, oder er wird, falls ein Kompromiß nicht zustandekommt, gewaltsam durch Ueberstimmung, d. h. durch Motorisierung herbeigeführt." Leute, deren Gehirn weniger von staatSrecht- sichen Ueberlegungen angegriffen ist.„könnten" da höchstens noch zu der überraschenden Festste!» lung kommen, daß bei unS Opposition nicht so diel wie Minderheit, sondern so viel wie Mehr» helt bedeutet, da die in der Regierung vertretenen Parteien doch nur die Minderheit der Wähler hinter sich haben, aber Herr Professor Wehr würde wahrscheinlich finden, daß auch daS nichts zur Sache hat! Sie„protestieren" schon wieder! Das jesuitische Demagogentum der Klerikalen.— 21« wollen in Mähren einen dritten Ernannten! Die„D e u t s ch e P r e s s e" bringt Mittwoch an der Spitze des Blattes eine aufgeregte Mcl» düng mit zweispaltigem Tilgte Die Christlichsozia'e«'üdmährcns protestieren gegen die Ernennungen. Gängen welche denn? Gegen die R a u b» Methoden ihrer eigenen Partei? Gegen die Ernennung von acht Regierungspar- teilern in Böhmen statt der vier, die ihnen gebührt hätten? Gegen das fascistische Er» i.ennungssystem überhaupt? Woher denn, sie pro» testieren dagegen..iüfc-men uns in Mähren nicht auch das eine Mandat noch genommen hat, daS ihnen gerade noch fehlt. Die Meldung lautet: „Auf den Bezirktparleitagen. die kürzlich«n Zuaim und NikolSburg stattfanden, protestierten die christlichen Bertraueuöwäu. «er dagegen, daß für die MäHrisch>schk«stsche Landesvertretung nur«in chrtftkichsozia» ler Fachmann ernannt wö»eu ist. Wenn die tschechischen Ratioaaldemokraten mit 58.000 Stim» men zwei Ernannt» erhielten, der Bund der Land» Wirt« mit 00.000 Stimme»> Mandat, die d« u t« scheu Sozialdemokraten al« opposi» tionell« Partei mit 0S 000 Stimmen 1 Mandat, dann hätten dl« Christlich« soziale« al« stärkst« deutsch« Partei wen«* mit 100.000 Stimmen unbedingt 2 Er» nannte erhalte» sollen." ., Dazu ist verschiedene« zu bemerken. Diese jesuitischen Demagogen protestieren also wieder einmal gegen das, was sie selbst beschlos. s e n haben. Es ist die alte christlichsoziale Taktik, sich an einer Schandtat zu beteiligen und dann gegen sie Protest zu erheben. Eine Partei, die in der OSmikka und in der Regierung ihre Bertre. ter sitzen hat, gibt uns daS Schauspiel eines Pro. testes gegen die Beschlüsse eben dieser, natürlich mit keinem Worte erwähnten Vertreter. FamoS ist aber auch die Begründung, daß „die Sozialdemokraten al» oppositionell« Partei mit 94.000 Stimmen l Mandat" erhalten haben. Hat uns vielleicht dieses Mandat nicht gebührt? Wir haben zwei gewählte Vertreter und noch einen Stimmrest, also vollen Anspruch auf einen Ernannten. Die Klerikale» aber zeigen der Re. gierung. wo noch etwas zu nehmen wäre. Nachdem sie scheinheiligerweise in Böhmen erklärt haben, man habe die Sozialdemokraten benachteiligt, schreien sie darüber, daß man ihnen in Mähren nichts gcstoblen hat. Bor ollem aber, die llhristlichsoziaken haben a zwei Ernannt« in Mähren! Der ganze Protest ist eine Augenauswischerei. Man hat den Kle- rikalen den Dr. Bayer und den Herrn S o n- n e u s ch e i n ernannt. Daß der Sonnenschein ein getaufter Jud und angeblich jüdischer Freimaurer, Protektor des Hogibor-BalleS u. a. m. ist, mag die Christlichsozialen vielleicht genieren, aber er ist einmal ihr FraktionSgenosse. von ihrem Minister mit ernannt, auf ihre Quote gerechnet. Da sie sich al» verläßliche Garde des Kapitalismus bewährt haben, diirse» sie sich nicht Wundern, daß dke beiden aukgesvrochenen Vertreter des Großkapitals, Sonnenschein und Bafa, den klerikalen Parteien beigetreten sind. DaS jedenfalls soll ihnen nicht gelingen, daß sie den Sonnenschein nach Bedarf als einen der ihren führen oder abschütteln. Sie sind und blei. ben doch die Sonnenschein-Partei! Alles war WA! Tie Komm twiste» fache» ein« richt'ge„Partei, linie" in der Bauerufragc. Mit anerkennenswertem Eifer bemühen sich dl« kommunistischen Führer im Verlaus der DiS- kussion über den Ellibrief den Nachweis zu lie» fern, daß ihre bisherige Politik in alten Einzel» Helten falsch war. Nun kommen sie darauf, daß auch die Einstellung der K. P. C. zum Bauern. Problem opportunistisch, antilenlnistisch. resormi» stisch— kurzum so dumm als nur irgend mög- lich gewesen ist. Der Rcichenberger„Vorwärt»" stellt dleS in einem großausgemachten Artikel fest und konsta- tiert mit Bedauern, „daß da» Bauernproblem bis jetzt für die aräßt« Mehrheit der Parteifunktionär« und der Parteimitgliedschaft ein serra Incognita sunbe« kannte« Land) ist." Falsch war e« nach dem„Vorwärts", daß die K. P. C- bisher die Verbesserung der Bo» denreform und der Steuerreform gefordert ha«. Ebenso verfehlt war«in kommunistischer Autrag im Parlament, allen Bodenbesitz von mehr als 15 Hektar(im Rübenbaugebiet) bis über 30 Hektar(im Futterbaugcbiet) einer Zwangsverpäch. tung durch Bauernkomitees zu unterziehen. Ganz ausgefallen ist nach dem gleichen Urteil ein Bor- schlag deS kommunistischen Abgeordneten Ga t>. von der tschechischen Agrarpartci zu verlange», daß sie ihre Mahlversprechunge» einhält. Dadurch wüiche das Programm der Agrarier gutgeheißen. AlleS war mit einem Wort Unsinn und Trotte- lei, waS bisher auf diesem Gebiete geschab. Mai, hä.te eine gänzliche Befreiung der werktätigen Bauern von den Steuern, eine Streichung der Hyvothekarschuldcn verlangen sollen und die e»t- schädigungslose Enteignung deS gesamten Kroßgrundbesitzes obendrein. Ter fascistische Ebarak- ter der Agrarpartei müsse aufgezeigt, die breite- sten Bauernmassen unter die Führung der koui- inunistischen Partei gebracht werden und im übri- gen soll sich der nächste Parteitag der K. P. C. um eine„richtige Linie" in der Bauernfrage kümmern. Soweit der Reichenberger„Vorwärts". Wir können seine Auffassung nur bestätigen, daß die kommunistischen Führer einschließlich der Redakteure des„Vorwärts" von der Agrarfrage wle vom Banernproblem einen Schmarrn ver- stehen. Sie werden auch hier vergeben« die„richtige Linie" suchen, bevor sie nicht zu den soz'al- demokratischen Parteien in die Schule gehen und von Ihnen lernen, wie man einen aussichtsreichen, sachlich und organisatorisch fundierten Kamps ge- gen die reok.ionären Agrarparteien führt. Vorläufig können die Kommunisten von sich und ihren ograrpolittschen Kenntnissen imr sagen: Wir wissen, daß wir nichts wissen. Eisenbahnunglück bei Zeutschbrod. Ler Schnellzug Znaim-Brag iStirt auf einen Laftmg auf.— Sin Toter, vier Schwer- und drei Leichtverletzte. P r a g. S. Jänner. Tie Direktion der StaatSbahnen P r a g«0 ü d meldet: Heut« um 5 Nhr 84 Minuten früh ist in der Station Okrouhlitz der Schnellzug Nr. 23 aus den ems dem vierten Geleise stehenden Zug Nr. 1274 aufgefahren; die Lokomotiven beider Züge war» de» ziemlich stark beschädigt, der Tender des Güterzuges entgleiste und hob sich zum Geleise aus. Ter Tienstwagen und der erst« Personenwagen des Schnellzuges Nr. 23 wurden teil» weife ineinandergeschoben. Beim Güterzug entgleisten vier Wagen, zwei wurde» beschädigt. Ter erste Schaffner des Schnell-ugeS Franz Prerlik(Heimstatton Prag-TeniSbahnhof) wurde getötet, sechs Eisenbahnbedlenstete wurden verletzt, davon vier schwer. Sie wurden in» Krankenhaus nach Jglau überführt. Von den Reisenden deS Schnellzuge» beschwert« sich bloß einer über Schmerzen im Rücken. Tie Ursache des Unfalles wird untersucht. Infolge des Unfalles verkehrte der Schnellzug Nr. 23 nicht auf der Strecke Okrouhlitz -Prag-TeniSbahnhof und die Personenzüge Nr. 1214 und 1201 hatten ungefähr zwei Stunden Verspätung. * Falsche Welchenstelimia. Nach privaten Meldungen Ist die Ursache deS Unglücks»och nicht aufgeklart. Ein großes Glück im Unglück war es, daß der Schnellzug nicht wie sonst die Station in voller Fahrt durchraste. Nach einer Meldung mußte der Schnellzug nämlich vor der Station hal.en, bis ein emaefahrener Personenzug daS Geleise freigegeben hatte. So war die Geschwindigkeit deS Schnellzuges noch nicht allzu groß. Als der Lokomotivführer be» merkte, daß er auf ein falsches Geleise einfahre, auf dem der Lastzug stand, zog er»och die Brem- sei«, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Ob die Weiche durch das Verschulden eines Angestellten falsch gestellt war oder ob in- folge des starken Frostes durch Reißen eines Drahtes die Weichcnanloge unbrauchbar wurde, ist noch nicht festgestellt. Die Verletzten wurden durch einen Hilfszug in das Jglauer Krankenhaus transportiert. Ein zweites llnilück bei Vrachalitz Gl« Schieueuautobus fahrt auf«lue» Personenzug auf.- SiebenBerketzte. Pilsen, 9. Jänner.>Amtlich«r Porbericht.) Heute früh um 7 Uhr IS Minuten st eß der aus Husinetz bei Prachatitz ausfahrend« Schienen» aulobu« ungefähr im Kilometer 24 mit der Loto» molive eines Personenzuges zusammen. Ter Zch'euenautobuS wurde hiebet sehr schwer V«. schab gt. Siebe« Personen wurde» leicht verletzt. Ter Verkehr eAltt eine Un. tcrbrcchnng bis ungefähr um 14 Uhr, bis die Strecke wieder freigemacht wurde. Tie Ursache de« Unglücks wird untersucht. O Die tödlichen Bahn'chrmcken. Prag, I. Jänner. Die Direktion der Staats, bahnen Prag. Süd verlautbart: Am 9. ds., um 6 Uhr, durchschlug ein mit Marktfahrern besetz» tes Automobil die geschlossenem Schranken am Straßenübergang, Kilometer 281, beim Wächter» Haus Nr. 201, auf der Strecke OaSlau—Sedletz— Kuttenberg und stieß mit dem Zuge Nr. 1217 zusammen. Hiebe! wurde der Morktfierant Karl Maxa aus Kuttenberg getötet, ferner der Morktfierant Joses Hampel aus Kuttenberg und der Chauffeur K v a a e k schwer verletzt. Tie Ursache deS Unglücksfalles wird untersucht. * Rumburg, 9. Jänner. Heute nacht« um halb 12 Uhr kam eS bei dem Bahnübergang in der GcorgSwaldcr Straße in Rumburg zu einem Unglück. Ein Flaschenbierauto aus OberhennerS- dorf durchfuhr die geschlossenen Schranken und wurde von dem Personenzug Nr. 334 erfaßt und gänzlich zertrümmert. Dem Chauffeur gelang eS, sich durch Abspringen rechtzeitig zu retten. Eine zweite Person, die sich auf dem Auto befand, wurde auf die Straße geschleudert und leicht verletzt. HUnka sucht Tula im Sefüngnis au*. Preßburg, 9. Jänner. Heute vormittags stellte sich Abgeordneter H l t n k a beim Untersuchungs- richtet Dr. L i n h a r t ein und ersuchte ihn um die Erlaubnis, mit dem Abgeordneten Tuka sprechen zu dürfen. Hlinka ermelt die Erlaubnis und sprach in?lnw«senheit Dr. LinhartS mit Tuka. Den heutigen Bormittag widmete der Unter- suchungSrichter dem Studium des Aktenmaterials und begann nachmittags das Verhör mit der Sekretärin Tukas. Solenyi. In den nächsten Tagen wird sich der Untersuchungsrichter nach AuLe» n e.e begeben, wo er den Kronzeugen. Bürger- weister Belansky. wie auch einige weitere Zeuge«, die sich in LuSenee freiwillig meldeten, einem Verhör unterziehen wird, Die Reparalionzlommi fivn ernennt heut« die Sachverständigen. Pari», 9. Jänner. Die Reparationskommis. sion tritt morgen vormittags um 10.30 Uhr zu- Hammen, um die. Ernennung der von den Re- gierungen Belgiens, Frankreichs, Englands, Jta. lienS und Japans für die vollständige und end. gültige Regelung des Reparationsproblems be- .zeichneten Sachverständigen vorzunehmen. Der Zeitpunkt, an dem die Ernennung der Sachverständigen der Bereinigten Staaten erfolgen wird, ist noch nicht festgesetzt. Tie Ernennung der amerikanischen Sacbver- ständigen wird nach dem Uebcrcinkoinmcn vom 6. September v. I. gemeinsam von der R"-ara- lionskontmission und der deutschen Regierung er. folgen. Die Kandidaten sind daS frühere amerl» konische Mitglied der Taiveskommission Oven de Joung und Perk'ns, der früher die amerikanische Regierung in der ReParationSkommission vertrat. Die deutschen Experten. Berlin. 9. Jänner. Die Reichsregierung hat in Durchführung der Genfer Vereinbarung vom 16. September 1923 und gemäß dem Sechs» mächle-Abkommen vom 22. Dezember 1923 zu deutschen Mitgliedern des„Ausschusses von un- abhängigen Finaiizsaclwersländigc» für die Aus» arbeitung von Vorschlägen für eine vollständige und endgültige Regelung des Reparationspro. blems" Dr. Hjalmar S ch a ch t und Dr. Albert V ö g l e r ernannt: als Ersatzmänner werden Dr. Karl Melchior und Ludwig K a st l zugezogen werde». Tr. Schacht ijt bekanntlich der Präsident der Reichsbauk, Dr. Vogler Generaldirektor der Vereinigten Stablwerke. Von den beiden Er- satzmännern ist Melchior ein bekannter Ham- burger Bankier, während K a st l Geschäftsführer deü Neichsveibandes der deutschen Industrie ist. Kommimitzische Heldentaten. Berlin, 9. Janner.(Eigenbericht.) Di« kommunistische Partei scheint nach dem Hinauswurf der Rechten zeigen zu wollen, wie radikal sie sei. In den Stadtverordnetenversammlungen in Kiel und Frankfurt am Mein'verübten sie gestern große Tumulte, an denen auch die auf die Galerie entsendeten kommunistischen Parteigänger beteiligt waren. Die Haupilärmmacher muß- ten von der Polizei mit Gewalt aus dem Saale entfernt werden, ra sie friedlichem Zureden nicht zugänglich waren. Unerhörte Szenen haben sich auch in einer Berliner Gewerkschaftsversammlung abgespielt. ?n einer Versammlung von Verkehrsangestellten llte über einen neuen Tarif verhandelt wer- den. Dazu kam es aber nicht, da die anwesenden Kommunisten sofort tätlich gegen die Gcwerk- schaftsvertreter vorgingen. Sie waren wütend darüber, drß man einen ihrer Führer wegen organisatwnSsckädlgendem Verhalten aus dem Verkehrkbund ausgeschlossen hatte. Ein S urm» trupp bombardierte den Vorsitzendentisch mit Biergläsern; ein Gewerkschafter wurde derart ge- troksen, daß er besinnungslos liegen blieb. Nach dieser Heldentat verließen die Kommunisten fluchtartig die Versammlung. Dienstentlassung eines antisemitischen Richters. Der getaufte Jude als wütender Antisemit. Berlin, 9. Jänner.(Eigenbericht.) Tag Kammergericht in Berlin als oberste Disziplinar, behörde hat heute gegen den LaudeSgerichlSrat Gell in, also einen hohen richterlichen Beamten, auf DiensteSeiillassung erkannt. Gellin halte >n betrunkenem Zustande in einem Weinrestau- ° ront in Breslau schwere Beschimpf»»,ym gegen die Juden ausgestoßen. obwohl er selbst Jude ist und sich erst später halte taufen lassen. Auch die Regierung ist von ihm beschimpft worden. Ebeisso wurde ein anwesender Landtagsabgeord- ueter mit einer Flut von antisemitischen Redens- arten überschüttet, trotzdem der Abgeordnete gar kein Jude ist. Tie jüd.schen ebenso wie die christ- lief en Rechtsanwälte in Breslau hallen sich dar- aufhin geweigert, vor Gericht zu erscheinen, wenn Gellin amtiere. Das Kammergericht sah die Be- trunkenheit deS Richters nicht als MilderungS- grund an, sondern führte im Gegenteil aus. daß es Pflicht des Beschuldigten gcwvscn sei, sich vor Trunkenheit zu hüten; der Richterstand sei im Ansehen auf daS schwerste ge schädig! worden. Die Kohlenenauete des Völkerbundes. Gens, 9. Jänner. Die Kohlenfachverstän» dige» deS Äit schaftskomilees des Völkerbundes haben heute zwei Spezialsrageu behandelt, tiörn- sich die Kohlenprodnktion und den Verbrauch"n Steinkohle und Braunkohle. Von versch'ebenen Seiten wurde die Rotweitbgket weiterer slatisti- scher Erhebungen über die Produktion der einzelnen Länder ins Auge gefaßt, lxtsonders un Hinblick darauf, daß verschiedene BrodukiionS-- lander gewisse Kohlenarten ausführen und an- bere einsühreu müssen. Ferner ivurde angeregt, das Material über die Herstellung von Kok«, Briketts und verschiedenen Kohlennebenprodut- ten zu vervollständigen.'Auch die Aussichten und Rückwirkungen der synchet chen Herstellung von Petroleum aus dt« Koblenindustrie wurden in Berücksichsigung gezogen. Die Aussprache über den Steinkohlen, und Braunkohlenverbrauch galt besonders der Verdrängung der Steinkohle durch Mineralöle und Wasserkräfte. Agrarunruheu in Japan. Osaka, 9. Jannet. Anläßlich einer Ausein. andersetzung in der Frage der Bewässerung«» arbeiten kam ei vor dem Regierungsgebäude in © i s u zu schweren Ausschreitungen. Die Polizei schritt ein. Ein Kampf entspann sich, in dessen Verlaufe vierzig Personen getötet oder verwundet wurden. Aus Tsuruga wurden Truppen ent- sandt. Es hiindekt sich um Bewässerungsarbeiten im Tale des Flusses Sainnikowa, die ein großes landwirtschaftliches Gebiet betreffen und gegen die von den Dorfbewohnern Protestkundgebungen veranstaltet wurden. Seite 4. Tagesneuigkeiten. Bilder aus dem Nahen Osten. Kranke ohne Pflege. desfälle follen zu verzeichnen sein. Soldaten ha ben bei Pav.uschan eine Karawane von 1000 Kamelen ausgeplündert, die Getreide für die Hungernden mit sich führten. Irrfinnige Prohibition. Wie aus Kaschau gemeldet wird, gibt es in ber Slowakei rund 4000 Geiftestran- Lebenslänglicher Kerker für viermalige Verlegung Ie, die nicht behandelt werden, weil die wenigen Jrrenanstalten überfüllt sind. Rinder ohne Schule. des Verbotes! Lansing( Mich gan), 9. Jänner. Gouver neur Fred Grenn deutete an, daß Frau Etta Mac Miller, Mutter von zehn Kindern, welche wegen viermaliger Verlegung des Prohibitions Im vergangenen Jahre gab es in Star- gefeßes zu lebenslänglichem Kerker pathorußland 22.000 idhulpflichtverurteilt worden war, vielleicht(!!) begnadigt ge Kinder, welche feine Schulen bewerben könnte. suchen. Im ersten Vierteljahr des heurigen Schuljahres ist diese Zahl auf 13.000 gesunken. Neue Kämpfe vor Kabul. Peshawar, 9. Jänner. Wie gemeldet wird, Eine Rugel fliegt ins Klassenzimmer! stehen seit Montag 16 Kilometer von Kabul die Dienstag vormittags wurden die Schüler föniglichen Truppen im Stampfe mit den von Der Raschauer Handelsakademie in Baschaifakao geführten Aufständischen. Die fönig Schrecken verfest, als plöslich eine Gewehrlichen Truppen follen im Vorteil fein. EinzelheiTugel die Scheibe eines Klassenzime ten fehlen. mers durchschlug. Das Projektil richtete glücklicherweise feinen Schaden an. Wie sich Statt Saiten Das Superpiano. Selenzellen und Zelluloidscheiben. Donnerstag, 10. Jänner 1929. Lohnbewegung im Baugewerbe. Sozialdemokratischer Erfolg in der Slowakei. Vor einigen Tagen fanden die Wahlen in die Bei der am 9. bs. in Tepliß gepflogenen Ber Bergbaurevierkaffen in der Slowakei und Karpas handlung ist es zwischen dem Verband der Arthorußland statt, wobei 13 Sozialdemofraten, 12 beiter in der Bau, Stein- und Keraminduftric Kommunisten, 3 Christlichsoziale und ein Beam- und dem Arbeitgeberbund Karlsbad und Reichen tenvertreter gewählt wurden. Die Sozialdemo- berg über die Höhe der Löhne zu einer Einigung fraten haben gegenüber den" kten Wahl.a von gekommen. Der Spißenlohn in der Lohnllasse 1. 1925 fünf Mandate gewonnen. ift mit K 5.60 feftgefeßt worden. Für das Rur. Sellerbeträge auf fünf abrunden! Die Boſt gebiet von Karlsbad gilt als erster Auszahlungsund Telegraphen Direktion in Prag macht darauf tag ber 19. Jänner L. J. Für das Nurgebiet Mas aufmerksam, daß Sellerbeträge, ob bei Barzahlum rienbad ist erster Auszahlungstag der 9. Feber gen oder in anderer Art, nur in durch fünf teilba- 1. J. Für die Bezirke Arnau, Brannan, Hohent on Beträgen erfolgen können; es müssen daher die elbe, Johannesbad, Marschendorf, Qualisch, Bostaufträgen usw. auf durch fünf teilbare Beträge Auszahlungstag der 20. April 1. J. Die übrigen Beträge bei Postanweisungen, Nachnahmesendungen, Schaßlar, Trantenau, Wedelsdorf ist der erste laurten, da sie sonst der Partei zurüdgestellt werden. Bertragslöhne werden prozentuell zum gegenwär Diese Bestimmung gilt auch für Einlagen und Antigen Verhältnis durchgerechnet. Wegen Schaffung weisungen im Scheckverkehr. eines Sonderabkommens für Asch werden noch Störungen im Betrieb der Prager Senbe. Verhandlungen gepflogen, ebenso da über, ob in ftation im Jahre 1928. Nach den genauen statisti- Franzensbad ein früherer erster Auszah ichen Ausweisen der technischen Berwaltung des lungstag gelten foll als in den übrigen VertragsRabiojournals wurde im Jahre 1928 3459 Stunden gebieten. 51 Minuten gesendet. Auf diese Sendezeit entflelen Störungen von insgesamt 6 Stunden 14 Minu ten 30 Sekunden, was bedeutet, daß die Störungen im Gesamtbetrieb 0.18 Prozent ausmachten. Gegenwww Dunties Sittenbild aus Bayern. Das Große Schöffengericht Regensburg ha: Trauerfeter für Profeffor Dr. Wilhelm später herausstellte, handelte es sich um ein ver. Wiechowski. Die medizinische Fakultät der deut über dem Jahre 1927 stieg die Sendezeit im Jahre furz vor Weihnachten in knapp dreistündiger Sittag, den 13. d. M., um halb 12 Uhr vormittags, Aussendung betrug im Durchschnitt 9 Sunben 3 einander verhandelt. Erster Fall: Der Angeklagte in veranstalte: am Sonn. plate aus abgefeuert worden war, wo eine nim Sörjaal des deutschen pharmakologischen In Minuten und 3-5 Sefunden. Es ist erfreulich, daß ist vor 20 Jahren wegen schweren Raubs mit fanterieabteilung gerade eine Schieß- ftitues, Prag II., Albertov 7, eine Trauerfeier gegenüber dem Jahre 1927 im Jahre 1928 viel we zwölf Jahren Zuchthaus vorbestraft. Er hat die übung abhielt. für den verstorbenen Genossen Professor Wilhelm niger Störungen zu verzeichnen waren. und zwar Strafe verbüßt, dann sieben Jahre ohne Makel Wiechowski, dessen Afche sodann auf dem Faum 4 Stunden 14 Minuten 30 Sekunden weniger. gelebt, nun Sittlichkeitsverbrechen an der Stief Bei einer Stitour erfroren. milienbesig in Všestar be: Strančic an der Seite Bergiftung durch Rohlenoxydgas. Jm Neu- tochter. Urteil: sechseinhalb Monate Gefäng Graz, 9. Jänner.( AN.) Der seit Sonntag feiner Mutter beigesetzt werden wird. bau des Münchener Krematoriums strömte von nis. Zweiter Fall: Ein 25jähriger Fabrikarbeiter vermißte städtische Arzt Dr. Hans syden, der Fiasto der Elektrifizerung der Prager einem geheizten Ofen Rohlenogydgas aus, heiratete eine über 40 Jahre alte Frau, um int eine Stitour im Hochlantsch- Gebiet unternom- Bahnhöfe. Wie das Abendblaft des Ceské wodurch am Mittwoch vormittag fechs in einem den Besitz eines Häuschens zu tommen. Die men hatte, wurde heute um 1 Uhr nachts von Slovo" meldet, soll die Elektrifizierung der Pra- Nebenraum arbeitende Personen mehr oder min- Spekulation war irrig, der Mann wollte von der einer abgesandten Rettungsexpedition in der ger Bahnhöfe vollkommen eingestellt werden. der schwere Vergiftungen erlitten. Bei dreien ist Frau nichts mehr wissen und verführte schon Nähe der Roten Wand" erfroren aufgefunden. Wenn dies der Fall sein wird, wird dies eine die Vergiftung schwerer Natur. bor Jahren die etwa zehn Jahre alte Stief der größten Blamagen der tschechoslowakischen Nordlicht. Auf der Sternwarte in Sonne tochter. Er wurde damals zu einem Jahr 19 Arbeiter ertrunken. Eisenbahnverwaltung seit dem Umsturze werden. berg( Thüringen) fonnte in der letzten Nacht ein fechs Monate Gefängnis verurteilt. Als jetzt die Die bisherige Ververdung der elektrischen LoKarachi, 9. Jänner. Ein Boot, auf dem sich komotiven auf den Prager Bahnhöfen ist näm- Nordlicht beobachtet werden. Wiederholt erschienen Frau im Krankenhaus lag. mißbrauchte er die 24 beim Bau der Talsperre von Sukkur beschäflich völlig unbefriedigend. Die Zahl der elektri- am nördlichen Horizont Strahlenbüschel, die fehr Stieftochter abernials. Urteil: drei Jahre Zucht tigte Arbeiter befanden, fenterte. 19 Arbeiter erschen Lokomotiven ist gering, bei jeder Beripä es das erste Mal dak eine solche Erscheinung Silfsarbeiter, der ebenfalls geheiratet hat, damit gut wahrnehmbar waren. Seit einigen Jahren ist aus, fünf Jahre Ghrverlust. Dritter Fall: Ein tranken, darunter drei Brüder, deren Mutter tung der Züge müssen diese Lokomotiven leer dort wieder zu beobachten war. beim Empfang der Trauernachricht tot umfiel. zurückfahren. Die Vorortsbahnhöfe haben leidie Frau arbeitet. Die Frau ging von morgens nerlei Einrichtungen, welche den Bedürfnissen Tödlicher Froft in Polen. In Polen fünf bis abends sieben auf Arbeit, der Manu Ein Großflugzeug stürzt ins Meer. ber elektrifizierten Eisenbahn genügen würden. herrscht seit der Nacht zum Dienstag scharfer mißbrauchte in dieser Zeit regelmäßig dic So hat zum Beispiel der Smichover Bahnhof& roft von 20 bis 25 Grad, der bereits eine tie ftochter. Urteil: zwei Jahre ZuchtFünf Mann Besaßung ertrunken. nicht genug Streisscheiber zum Umdrehen der ganze Anzahl von Todesfällen und baus, drei Jahre Ghrverlust. Vierter Fall: E.n Paris, 9. Jänner. Ein großes dreimotoriges großen Schnellzugslokomotiven, so daß beispiels- schweren Verkehrsstörungen zur Folge hatte. Gütler, der im Jahre 1908 wegen zwei Fällen französisches Militärflugzeug, das mit sechs Ma- weise bei der Ankunft des Pilsner Schnellzuges Bier Waldarbeiter bei Suwalti in Nord- bon Notzuchtsverfuchs mit zusammen einem Jaye schinengewehren ausgerüstet war, stürzte unweit zunächst die Lokomotive über Vyšehrad in das polen und mehrere Personen in Galt Gefängnis vorbestraft wurde. Im Jahre 1923 der Küste bei St. Raphael ins Mittelländische Nusler Heizhaus abgesendet werden muß. dann sien sind bei ihrer Arbeit erfroren. Die wieder zwei Notzuchtfälle fünf Jahre Zucht Meer. Die fünf Mann starke Besatzung, zwei erst wird die elektrische Lokomotive angekoppelt meisten Eisenbahnzüge haben große Verspätun haus. Er verbüßte fie voll. Zwei Monate nach Offiziere und drei Unteroffiziere, tam bei dieser und der Zug fann fahren. Durch die Mangen, zumal auch Schneewehen große Streden ge- der Entlassung verübte er in Gegenwart seines Statastrophe ums Leben. Dieses große Flugzeug pulation müssen natürlich Verspätungen eintre stört haben. Zurzeit sind über 80.000 Arbeiter 15jährigen Sohnes einen Notzuchtsversuch, turze unternahm in der vergangenen Woche einige ten. Wenn ein Schnellzug nach Pilfen geht, muß im ganzen Lande dabei, diese Schneeverwehun- Zeit darauf verübte er an einer schwangeren Verfuchsflüge, die glänzend gelangen, so daß man wieder zunächst eine Lokomotive aus dem Nufler gen zu beseit gen. Frau ein vollendetes Notzuchtsverbrechen. Urte: 1: der Ansicht war, daß die Motore des Flugzeuges Seighaus nach Smichov fahren, so daß also die Einen gräßlichen Tod erlitt der Sohn eines zwölf Jahre Zuchthaus. zehn Jahre Ehrverlust. in vollkommenster Ordnung sind. Bei dem letz- Bertehrsverhältnisse nicht verbessert, sondern Sägewerkbefizers in Tannenbach bei Simbach Es ist eine entschliche Zusammenstellurg! ten gestrigen Fluge, senkte sich das Flugzeug verschlechtert worden sind. Auch de Rauchplage( Oberbayern). Beim Delen einer laufenden Tur- fuchen wir den gemeinsamen Hintergrund. Es plößlich in einer Höhe von ungefähr 130 Metern im Innern der Stadt hat nicht aufgehört. Es ist bine wurde der junge Mann von der Turbinen- find überall armselige Verhältnisse, Enge des über dem Meere und stürzte ab. Es wurden so- undenkbar, wieso man zur Anschaffung der welle erfaßt, so daß ihm beide Beine abgerissen Lebens und Not das Gefchlechtliche tritt dabei fort Rettungsboote entsandt, die das Flugzeug teueren elektrischen Bokomotiven und zur Elektri- wurden. Um den Verung! üdten aus seiner Lage überaus start in den Vordergrund. In dieser in ungefähr drei Meter Tiefe unter dem Meeres- fizierung der Brager Bahnhöfe überhaup: fchrei zu befreien, mußte das ganze Werk abgestellt wer- Gegend schließt man Ehen als Handelsgeschäft. spiegel auffanden. Bisher wurden bloß zwei Lei- ten konnte, so lange die Vorortsbahnhöfe so den. Der Tod erlöste das bedauernswerte Opfer Es ist eine fatholische Gegend Heiligkeit der chen aufgefunden. schlecht eingerichtet sind. Millionen wurden hin- bald von seinen Qualen. Ehe! Dazu die Wollemeinung, die in der Stief ausgeworfen. Racheaft eines entlassenen Sträflings. Der tochter feine Verwandte sieht und das alte VorJüdischnational- christlichklerifale Verbrüde Mechanifer Gabriel Sabalit tutde feinerzeit vom urteil, das Stieffinder für rechtlos hält. In drei rung. Wir haben bereits darüber berichtet, daß Preßburger Gericht zu fünf Monaten Ster- Fällen handelt es sich um die Stieftochter. In bei der Neurvahl des Bürgermeisterstellvertreters fer verurteilt. Als er abgeführt wurde, drohte brei Fällen liegen Vorstrafen vor. Die Lehre: Wien, 9. Jänner. In Wien wurde gestern von Prag der Vertreter der Jüdischnat onalen er der Hauptzeugin Josefine Szenicta aus Das Buchthaus bessert nicht, es verdirbt eher. ein vom Architekten Spielmann konstruiertes so- in der Gemeinde Dr. Ludwig Singer fich für Mosconot, er werde sie nach seiner Freilassung Mit dem Gefängnis und dem Buchikaus fann ein vom Architekten Spielmann konstruiertes so- Gefäng- man genanntes Superpiano vorgeführt, wobei sich der den klerikalen Kandida en eingefeht hat. Tat- erschlagen. Als er dieser Tage aus dem Gefäng man Sittlichkeitsvergehen nicht bekämpfen. Die Stomponist Korngold und zwei Sängerinnen fächlich hat Dr. Singer die Wahl des Klerikalen nis entlassen wurde, lauerte er der Frau auf der hohen Zuchthausstrafen geken nur von dem Ge zur Verfügung stellten. Das Superpiano hat möglich gemacht, weil er in der Stommission für Landstraße auf und brachte ihr mit einem Ham- banten aus, die Täter so lange als möglich un feine Saiten, sondern 12 Zelluloidscheiben, die die Auffassung der Klerikalen eingetreten ist und mer schwere und lebensgefährliche schädlich zu machen. Es ist eine rein symptoma sich von einem Motor betrieben, in verschiedenem nur durch seine Stellungnahme eine Majorität Verlegungen bei. Habalik wurde neuer the Betämpfung. Die Fauptache aber: der Schlimmste von den Vieren verteidigte sich mit Tempo drehen. Man schlägt eine Taste an, wobei in der Wahlkommission von sieben zu sechs Stim- dings verhaftet. eine fleine elektrische Lampe entflammt wird, men möglich gemacht hat. Es ist also platteste Hunde retten zwei verirrte Stiläufer. Der den Worten: Wenn ich Bier habe, fenne beren Licht durch die daneben befindliche Scheibe Demagoge, wenn der Herr Dr. Singer in einer Stiläufer Narbas fuhr mit seiner Begleiterin ich mich nicht mehr aus! So verteidigten auf eine Selenzelle strahlt, die ihrerseits Schwin- Zuſchrif an das„ Prager Tagblatt" feine Stel- Buir auf Stiern in das Jaworinagebiet. Als fie ie fich alle. Der Gerichtsvorsitzende, der die Vergungen auslöst, die in einem Lautsprecher zum lungnahme damit rechtfertigt, daß er juristischer lange nicht zurücklehrten, vermutete man, daß sich rei Biertel aller Berbrechen find hältnisse fennen muß, bricht entrüstet aus: selang werden. Das Superpiano entspricht etwa Beirat der Gewerbe-, bez chungsweise der Bolls die beiden Stiläufer verirrt hatten. Der Besitzer" Drei Viertel aller Verbrechen find partei im Brager Rathaus war. In der Bruſt einer Hütte jandte zwei abgerichtete Hunde auf auf das Saufen zurückzuführen. Was des Herrn Dr. Singer wohnen zwei Seelen, de die Suche. Die Hunde fanden tatsächlich die bei foll man denn nur mit solchen Menschen andes juristischen Beirates und des Jüdischnatio- ben entfräfteten Stiläufer, welche in das Schutz- fangen!" nalen und der juristische Beirat hat diesmal über hans transportiert wurden. Dies Sittenbild würde sich nicht entrollen den Jüdischnationalen den Sieg davonge ragen. London, 9. Jänner.( Reuter.) Bei Ash. Ob feine Wähler davon sehr erfreut sein werden, Budapest. In der Gemarfung der in der Nähe Ein jugoslawisches Flugzeug landet bei ohne das Bier. church univeit von Cheltenham in Clouchefter iſt allerdings eine andere Sache. Der Herr Dr. von Budapest liegenden Gemeinde Taksony ließ ſhire wurde bei dem Zusammenstoß eines Verso- Singer ſcheint auch den Fehler, den er nach sich am Mittwoch ein jugoslawisches Militärflug Empfehlenswertes aus den Programmen. gemacht Bom Rundfunt. nenzuges mit einem Laftzuge auf der Strede der bat, einzusehen und will nun gegen die Durch zeug nieder. Der Pilot gab an, im Nebel die Eisenbahn London- Midland- Schottland der führung der Wahl, die er selbst ermöglicht und eug nieder. Der Pilot gab an, im Nebel die Empfehlenswertes aus den Programmen. Zugsführer des Personenzuges getötet, vier an der er mitgewirkt hat, Protest einreichen. fches Gebiet geflogen zu sein. Hier sei der Motor Brünn) Mittagblonsert, 16.30-17.30( Sendung nach Breßburg Richtung verfehlt und irrtümlich über ungariDaß ein reter gegen fein eigenes sieken Besorgnisse, daß einige von den vier schwer Verhalten an das Landesamt Rekurs erhebt, ist Waschine wurde in Gewahrsam genommen und verfekten Reiſenden ihrer Berlegung erliegen eine Originalität, die der jüdiſchnationale Herr alle nötigen Schritte zur Feststellung der Iben Jof. Inventar im landwirtschaftlichen Betriebe", 19.00 bis werden. Drei Waggons des Personenzuges Dr. Singer für sich beanspruchen kann. Das ist tität des Piloten unternommen. beninstitutes am Rlarov, 21.30 Biolincello- Ronzert Mila Weller stürzten um. Der Zusammenstoß wurde wahr allerdings auch der einz'ae Ruhm. den ihm sein Brünn: 17.45 Deutsche Preisenachrichten, scheinlich durch den dichten Nebel verursacht. Nach Verhalten im Prager Rathaus bei der Wahl Bablice bei Prag verübie am Dienstag die haftefte Rabrungsmittel", 19.00 Abendtonsert bes Rabio- Journal 17.55 Dentide Sendung: Dr. Ing. Arthur Grimm Nahr eines Meritalen Bürgermeisterſtellvertreter eingebracht hat. dem sie in einen tiefen Brunnen sprang, aus dem fen fuchten", 21.00 Soll man nach Auftralien auswandern?". 21.30 Rongert. Berlin: 19.30 Tryggbe Gran: Wie wir AmundTeuereres Bter. Zur Teuerung einer Reihe man sie nur mehr als Leiche bergen konnte. Die Rönigswusterhausen: 19.30 Gitarrefonzert, 20.00 Das Geheimnis von Nahrungs- und Genußmitteln tritt nun auch Borgeschichte dieser Tat gibt ein erschütterndes ber Gilbe", Schauspiel von August Strindberg, 20.00-21.00 2. b. die Verteuerung des Vieres in Prag. Ein halber Bild der Tragödie des Kindes, die vor einem Symphoniekonzert. Beethoven, 29.45-28.15 Bildfunkversuche. Stuttgart: 20.00 Li'er Bier wird nun im Ausschanf 1.30 K fosten. Jahre von ihrem Stiefvater miß Recht ber Angestellten und Arbeiter an ihren Erfindungen". Leipzig: 20.00 Das Fest am Barnaß von G.. Händel, 21.00 Alte Minne- Epen. Breslan: 18.15 Das London, 9. Jänner.( Reuter.) Nach den Dies geschieht trop fallender Malz- und Hovfen- braucht worden war. Im Sommer dieses Langenberg: 18.30-18.50 Die Wiedertäufer, 20.15 Rann ist letzten Berichten über die Eisenbahnfatastrophe in preife. Im Jahre 1923, als die letzte Bier- Jahres brachte sie in der Prager Gebävanstalt an der Die Betwandlung bes Bader's Galy Gay in den Ash church wurden unter den Trümmern des preisregelung vorgenommen wurde, koſtete der ein totes Kind zur Welt. Nach ihrer Rückkehr in Brecht, ulit von C. Weifel. Militärbaraden von Rilloa im Jahre 1925" Quftspiel von B. Zuges bisher vier Leichen gefunden und es Hopfen 7500 Stronen, heuer 1500 Stronen, die ihr Dorf war sie die Zielscheibe des Spottes und den für Bermann Sudermann, 31.05 Kammermusic, 21.30 Bigen scheint, daß noch einige Personen unter den Gerſte damals 240 Stronen, heuer 160 Stronen. des Hohnes der Dorfiugend. Die unausgefeßten Movemberſturintoge, an der Morbfee und bas Geerettungswefen en Dabei machen die Bierbrauereien ungeheure Ge- Stränkungen brachten sie schließlich so weit, daß sie der deutschen Rüfte". winne, was zum Beispiel daraus zu ersehen ist, vor den Augen von Bekannten in einen tiefen bas Problem ber Arbeit, 20.00-21.00 Kammerspiel von Schnipler, daß eine Aktie der Smichover Brauerei. Sie auf Brunnen sprang. Man versuchte sie zu retten, Rom: 20.45 Bolal und Instrumentalfonsert. 91.00-21.45 Orchesterkonzert. den Nominalbetrag von 800 Stronen lautet, heute doch bevor sin entsprechend langes Seil herbei Madame Butterfly". Over von Buccini. einen Marktwert von 30.000 Stronen hat. Es geholt werden konnte, um sie aus dem Brunnen Ravenhagen: 20.00-21.15 Dänische Volkslieder und Tänze, 91.60 st geradezu ein Wucher, den da die Bier- herauszuziehen. war das bedauenswerte Ge- lesiertonzert. Oslo: 20.00 Ronsert, Orchester und Solisten, brauereien treiben. schöpf bereits tot. einem Harmonium. Eisenbahnunglüd in England. Drei Tote und viele Verleßte. Trümmern der Waggons zwei Leichen von Reisenden vorgefunden. Sämtliche Verletzten wurden ins Strankenhaus gebracht. Schon vier Leichen. Trümmern liegen. Hungersnot in China. Paris, 9. Jänner. Nach einer Meldung der Agentur Indo- Pacific aus Peking verrscht in der Gegend von Sehnan Hungersnot. Zahlreiche ToSelbstmord einer Vierzehnjährigen. citag. Brag: 11.15 Schallplattenmusit, 12.30-18.80( Benbung nach unb Zagesneuigkeiten, bierauf sandwirtschaftliche Sendung. Fr. ser una e buro) Heberteer Bögliner bes Blinte In fon. Johannes Rönigsberg: 20.05 Frankfurt: 18.30-19.00 Die Bern: 19.30-20.00 Zwei Vorträge über Wenf: 20.45 Orchesterkonzert. Reapel: 21 03 Mailand: 20 80 Symphonisches Konzert. Stoholm: 20.15 Symphoniekonzert. 1000 22.00 Ronzert des Chores Oppegabs mannsfor. Rongert bes Rroatischen Musikvereins, Ngram: 19.85 Donnerstag, 10. Jänner 1928 sich, daß sich ihnen bier eine Gelegenheit zu bie-] tent schien, dent Zavenpaar durch die Heilung des Sohnes einen unvergeßlichen Dienst zu erweisen. Sie erzählten Rasputin von der Krankheit des Sarewiffe, von der damals in der Oeffentlichkeit noch nichts bekannt war, und er erbot sich, ihn zu heilent." Ein Kutter gerammt und gesunken. Einer rung verschafft und waren schließlich vollkommen Meldung der Polnischen Telegraphen- Agentur enifrästet auf der Bandstraße sufammengebrochen. aus Gdingen zufolge ist Montag um 11 1hr in der Danziger Bucht der Dampfer V. C. Froehne" wird berichtet: Der Oberfellner Wengel Roth bes Die Serie der Liebestragödien. Aus Brutky ivet Meilen vor Sela mit der polnischen Fischhiefigen Staffeehauses Slavia, der verheiratet und futter„ Bor 49" zufammengestoßen. Auf dem Bater dreier Stinder ist, hatte vor einiger Zeit eire Stutter, der gesunken ist, befanden sich vier Fischer, tiefe Neigung zu den Büfettfräulein Elifabeth von denen einer ertrank. Die drei anderen wir martini gefaßt. Das Mädchen, dem der Oberfellner den durch Fischerboote gerettet. Da die Krankheit des Thronfolgers dem Zaren. sympathisch war, plauderte und scherzte oft mit ihm, paar die größten Sorgen machte, so wurde der Be Schadensersatz für falsche Röntgenbehand ohne fedoch im Ernst an ein Liebesverbältnis mit fehl erteilt, daß Rasputin schleunigst ins Palais gelung. In einem Kurort in der Nähe von ihm zu denken. Dieser Tage erklärte ihr nun der bracht werden sollte. Mit einer ausgezeichneten EmFrankfurt a. Main ließ sich vor etwa zwei verfellner, es wäre wohl beffer, wenn sie beide pfehlung der Großfürstinnen wurde Rasputin der Jahren die Frau eines Frankfurter Beamten von aus dem Leben scheiden würden. Das Mädchen Barin zugeführt. Der Eindrud, den er machte, war einem Arzt mit Röntgenstrahlen behandeln. Das hielt auch diese Worte für einen Schers, ließ sich berans günstig. Bald darauf wurde er berufen, den bei wurden ihre Hände und Füße ſo ſtart per aber trosdem bewegen, Montag abends nach Ge- Franken Senaben zu behandeln. Als eines Tages das brannt, daß die Knochen hervortraten. Die Va schäftsschluß mit dem Oberkeliner ein anderes Ber Wasenbluten eintrat, wendete er folgendes Verfahren tientin mußte sich ein Jabr lang in die Behandguügungslokal zu besuchen, wo sie sich bis in die an: er nahm eine Handvoll Baumrindenstücke aus lung des Frankfurter Städtischen Krankenhauses Morgenstunden unterhielten. Das Mädchen gab sich der Tasche, weichte sie in kochendem Waffer ein und begeben, ohne daß jedoch tros verschiedener Ope immer noch den Anschein, als wäre sie mit den belegte mit ihnen das Geficht des Kranken. Nur der rationen der gewünschte Erfolg erzielt wurde. Plänen Roths einverstanden und schrieb auch dre: Mund und die Augen blieben frei. Das Nafenbluten Die Fran fann ihre Hände nicht mehr gebrau Abschiedebriefe. Morgens trennten sich die beiden hörte auf. Von diesem ersten Auftreten Rasputine chen; die Füße find durch Sautübertragung soweit und gingen nach Hause. Um 10 Uhr vormittags als Heilkünstler im Barenpalais erzählte Rasputin geheilt worden, daß die Patientin sich an Stöden erschien aber Roth in der Wohnung der Martini, Simanowitsch dabei machte er gar kein Geheimnis fortbewegen kann. Der Ehemann verklagte den um ihr zu erklären, daß nun die Zeit gekommen daraus, durch Versicherung gedeckten Arzt. Der Prozeß jei, ein Ende zu machen. Dent Weädchen wurde endete jetzt in zweiter Instanz mit einem Verum erst die Tragveite thres Verhaltens bewußt. gleich, wonach der Verlegien 30.000 Mark ge- Sie wollte aus dem Simmer flüchten, doch Roih fandte ihr zivci Revolverschüsse nach. Sic erfitt lebensgefährliche Berlegungen. Hierauf richtete Roth die Waffe gegen seine Schläfe. Er starb noch während des Transportes ins Spital. ahlt werden. Seine Kinder ausgefeßt. Auf der Landstraße zwischen Bassau und Linz wurden dieser Tage die 10 und 18 Jahre alten Knaben Richard und Ernst Obermüller aus Schindlau bei Rohrbach halb erEin Hünengrab in Jalien. Bei Mentana it froren aufgefunden. Nach ihren Angaben befaßen die der Brovinz Rom wurde ein Hünengrab aufgefunEltern einen großen Bauernhof; als die Mutter vor den, in dem sich ein 2.25 Meter langer und ungefähr turzem starb, verlaufte der Vater das Gehöft 1.25 Meter breiter, jedoch leerer Sarfophag aus brachte seine beiden Söhne auf die Straße und sagte Travertin( Tuffstein) behand. Daneben befanden sich dann zu ihnen, er tönne sie jetzt nicht mehr brau zahlreiche Kleinere Surgel, die wahrscheinlich für die chen, fie müssen sich in Zukunft ihr Brot felbst ver- Verwandten des Sünen bestimmt waren, in denen dienen. Er gab den Kindern darauf einige Pfennige verschiedene Schädel und Knochenreſte ſowie der mid envas Brot und verschivand. Die Stnaben hai Sarkophagdedel gefunden wurden, der wegen seines ten sich 14 Tage hindurch durch Vetteln ihre Nah- Gewichtes noch nicht gehoben werden konnte. Der allmächtige Bauer und der willeniofe 3ar. Don Paul Diberg, Berlin, ,, daß die Rinde, ntit der er das Gesicht des krans fett Sarewitsch belegt hatte, gewöhnliche Eichen rinde war, die blutstillende Eigenschaften befibt. Das Barenpaar erfuhr bei dieser Gelegenheit, daß es fibirische, chinesische und tibetanische Kräuter gäbe, die eine wunderbare Wirkung auf Strankheiten ausübten". Seite 5. tin widersprach, aber in diesem Falle anscheinend ohne befonderm Erfolg. Die Folge war, daß auch der Sar selbst tein Vertrauen genoß. Nikolaus II, schien im Gespräch sehr entgegenkommend und gefällig, aber man par tie sicher, ob er sein Wort halten würde. Es fam oft vor, daß dem Zaren nabestehende Personen für die Erfüllung seiner Versprechen sorgten, da er selbst sich nicht mehr darum fümmerte. Niko laus lebte in der Ueberzeugung, er werde von allen betrogen, übervorteilt und verhöhnt, niemand fänte ihm gegenüber mit der Wahrheit heraus." Der 8ar frank viel. Es war ein offenes Geheimnis, daß er in der Regel nur am frühen Morgen, etwa bis zehn Uhr, nüchtern war, später aber meist ziemlich berauscht. 8uweilen betreut er fich faft bis zur Bewußtlosigkeit, und nach den Regimentsfesten mußten ihn zum Schluß gewöhnlich die Offiziere st seinem Auto hinaustragen." 11. a. war General Kitchener dieser Schwäche des Zaren zum Opfer gefallen, der in betrunkenem Zustande von der Abreise des englischen Generals nach Rußland plauberte. In den Kriegsjahren, als Rußland eine Nie derfage nach der anderen erlitt und die Unzufrieden heit der Gesellschaft immer bedrohlichere Forme annahm, verschärten sich die geschilderten negativen Eigenschaften des Saven ganz erheblich. So war der Zar seinem ganzen Wesen nach ein geeignetes Obiekt für die mystische Beeinflussung Nachbent der Franke Sarewitsch eine Seit lang durch die speifellos starte und ungewöhnliche Ber bei Rasputin in Behandlung war, ist eine nicht un- sönlichkeit Rasputins. Es ist selbstverständlich, das bedeutende Belferung in seinem Zustand eingetreten. Dieser Einfluß trotz der entsprechenden Veranlagung b fie ausschließlich auf die Heilmethoden Rasputins des Saren nicht so grenzenlos gewesen wäre, went Vollkommen hergestellt wurde er nicht. Rasputin feffen hätte. Simanowitsch schildert Rasputin folzurüdzuführen war, läßt sich natürlich nicht sagen. Rasputin nicht eine so gewaltige Suggestivkraft be wußte dem Jaren die Ansicht beizubringen, daß die wußte dem Zaren die Ansicht beizubringen, daß die gendermaßen: 18. Lebensjahr belästigen würde. Rasputin war sich, strankheit des Thronfolgers diefen nur bis zu seinent nach Simanowitsch Sengnis, darüber flar, baß er bei der Genesung des Kranken feinen Einfluß in bohem Maße einöüßen würde. So wurde Rasputin für den Barewitsch unentbehrlich: ,, Bei jeder Verschlechterung seines Befindens", erzählt Simanowitsch, bei jedent Unwohlfein wurde der Wundermann herbeigerufen, denn er besaß eine unerflärliche Macht über den Stnaben. Vielfach genügte ein kurzes Telephongespräch, um Schlaflosigkeit, Fieber und Fröstein zu beseitigen. Diese Tatsachen erffären Raspittins ungeheueres Ansehen bei der Staiferin. Ihre Mutterliebe, die cines start frankhaften Beigesänmads nicht ent Sehrie, machte sie zur Slavin Rasputins. Er verstanb es, die für ihn so außergewöhnlichen Um stände voll auszunußen. Ich vermute, daß er manchmal das Seine dazu beigetragen hat, it fie für sich noch günstiger zu gestalten." Zu den Sorgen um das Befinden des Sohnes stafia, die Gattin des Nikolai Nikolajewitsch, and gefellten sich bei Nikolaus II. verschiedene indivi. ihre Schwester Miligo, die mit dem Großfürsten duelle Motive psychischer und politischer Natur. Peter Nikolajewitsch verheiratet war, in einem Simanowitsch, den Rasputin über die Eigenschaften siever Kloster entdeckten. Ueber die erste Bekanntdes Garen unterrichtete, bestätigt in feinen Erinne schaft Rasputine mit diesen Mitgliedern des faifer.rungen, daß Nikolaus II. störrisch, mig. lichen Haufes weiß Simanowitsch folgendes zit er tranrijd, arafter- und wittentos zählen: war. Sein eigenartiger Charakter bekundete große Ehrfurcht Menschen gegenüber, Uut den allmächtigen Bauern des vorrevolutio- über Rasputins Rolle nachdenkt, und auf sie findet näven Rußlands, Rasputin, ist bereits eine ganze man in dem Buche eine erschöpfende Antwort. Am Literatur entstanden: umfangreiche Bücher, feinere russischen Hofe waren nämlich fiets Vilger, Mönche, Bamphlete, unzählige Zeitungsartikel befaßten sich Wahrsager etc. fehr willkommen. Natürlich fehlte es utit seiner komplizierten Natur und versuchten das dabei nicht an Charlatans und Abenteuren, die die Rätsel feines gewaltigen Einflusses auf den ruffi Situation gut auszunußen verstanden. Man hofte fich schen Hof zu lösen. Rasputins Wirken und Lebens- bei ihnen Ratschläge, die sie gerne gaben. Nach eini gestaltung find Gegenstand mehrerer Schauspiele ge- ger Zeit, nach gemeinsamen Gebeten und religiösen worden. Und trotzdem vermißte man bisher eine Belehrungen erlosch gewöhnlich das Interesse für unboreingenommene und vollständige Schilderung die Wahrfager, Ganz anders gestalteten sich die Bez des Mannes, in dessen Händen der russische Selbstbältnisse ntit Rasputin, den die Großfürstin Anaherrscher Nikolaus II. sowie die Zarin Alexandra infache Werkzeuge waren. Es war nur die Auf faifung ganz allgemein verbreitet, daß Rajputin der böse Geist des armen Landes gewesen sei. Er war nidyt nur den fortschrittlichen Streifen der ruffifchen Gesellschaft, sondern auch natürlich aus anderen Motiven den oberen Zehntausend verhaßt. Nur ein relativ Meiner Streis war über die Einzelheiten in der Rolle Rasputins unterrichtet. Durch die neue ausführliche Publikation, die soeben erschienen ist ( ,, Rasputin", Der allmächtige Bauer. Von A. Simanowitsch. Bessel& Co. Verlag, Berlin W., 30, Nol lendorferstraße 21 a, 357 Seitent), ist die Lücke in der Literatur über den allmächtigen Bauern aus. gefüllt worden. Weberdies erscheint uns Rasputin in einer neuen Beleuchtung. Zugleich zeigt man zum ersten Mal außerordentlich intereffante Charaktergige j des Baren. Der Verfasser des Buches war mehrere Jahre lang Vertrauensmann und Berater Raspu tins. Tag für Tag beobachtete er das Leben und Treiben des Bauern. Simanowitsch war in fast alle wichtigen Pläne und Entscheidungen eingeweihi und mit der Durchführung derselben vertraut. Er fann daher wie kein anderer das Recht beanspruchen, eine Charakteristik Rajputins aus der hodintereffanten Periode, als er auf dem Höhepunkte semer rihm losen Macht stand, geben zu fönnen. Wie war es möglich? Wie fonnte der Bauer eine folche Machtstellung erreichen? Diese Frage taucht zunächst bei jedem Europäer auf, menn er Schein und Sein. Interview mit einem Mannequin. Rasputin erzählte den Damen, er könne alle möglichen Krankheiten heilen, fürchte weber den Teufel noch Zauberer, wüßte die Zukunft voraus zusagen und auch drohendes Unglüd abzufvenden. Er sprach mit viel Feuer und leberzeugung, und feine grauen, bohrenden Augen glänzten fo jug. gestiv, daß seine Zuhörerinnen gang begeistert von int waren. Sie empfanden eine mystische Ehr. furcht vor ihm. Jeglichen Aberglauben leicht gänglich, maren sie überzeugt, einen Wundermann getroffen zu haben, wie ihn ihre Herzen erfchuten. Eine von ihnen stellie an Rasputin eines Abends direkt die Frage, ob er einen Stnaven heilen fönne, der an Hämophilic( Bluterfrankheit) Titte. Rasputin bejahte mit voller Sicherheit, erffärte jogar, er fei mit der geheimnisvollen Stranfheit wohl vertraut, und besorieb ihre Symptome mit verblüffender Genauigkeit. Das Strankheitsbild entsprach vollkommen dem Leiden des Garewitsch. Ginen noch größeren Eindruck machte seine Ve hauptung, er hätte bereits mehrere Personen von dieser Stranfheit geheilt. Er nannte auch die Sträu ter, die er dazu benußte. Die Damen waren glückist„ potsdamisch" orientiert, der vierte hat eine Schwäche für„ niedlich", der fünfte für raffig"; da muß men fein Gefidhi, feine Figur, feine Möglich Feiten, feine Schmintfchatulle kennen. die mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet zu sein schienen. Schwindler, Mystiker und Geistes gestörte fanden leicht Zutritt zu ihm und gewannen ohne besondere Schwierigkeit nicht nur seine Aufmerksamkeit und Achtung, sondern segar seine Gunst. Er fühlte sich in ihrer Gesellschaft beffer und hörte auf ihre Belehrungen und Ratschläge. Viele fuchten die Erklärung für diese offenkundige Zatfache in der Stopfterlegung, die ihn bei seiner Reije nad Japan von einem japanischen Brin jen beigebracht worden mar". Nikolaus II, litt nach Sinanowitsch Charat. teriftif unter zwei fanveren Fehlern, die ihn zunt Verhängnis worden: „ Sein Wille war schwach und sein Geist äußerst träge. Er trante niemandem und berbächtigte affe. Rasputin wiederholte mir einmal folgende Aeußerung des Zaven:„ Ehrliche Menschen gibt es für mich nur bei den Kindern atter zwei Jahren. Sobald sie das dritte Lebensjahr erreiden, freuen sich die Eltern, daß sie schon fitgen können. Alle Menschen sind Lügner." Rajpu drehen, als wäre das Leben für uns ein ewiger Feiertag. Staunt haben wir die groei Stunden heßender Verwandlungsartistit hinter uns, so rafen wir zum nächsten Laben zur nächsten Schau. Und dann zur dritten. Und oft noch zur vierten. Dann ists Witternacht. Die Füße schuerzen, die Augen bren nen. D, wenn es nur feine Modenschauen mehr gäbe! heit Beinem Aeußeren wach war Rasputin cin cchter russischer Bauer. Er war stämmig, kräftig, von mittlerem Wuchs. Seine hellgraueit fcharfen Augen faßen tief. Sein Blid war durch dringend und fest. Nur wenige hielten ihn aus. Es stedte eine suggestive Kraft darin, der leicht be einflußbare Menschen nicht widerstehen konnte tent... Er war ein Stenner der menschlichen Bsyche, was ihm außerordentlich nütte." „ Er( Rasputin)", erzählt Simanowitsch weiter, var eitt allmächtiger Zauberer und dabei zugänglicher und verläßlicher als ein Bürdenträ aer oder General. Kein Barengünstling bat jin Rußland solche Macht erreicht wie er. Rasputin versuchte nicht, sich die Manieren und Gepflogenheiten der wohlerzogenen Petersburger Gesellschaft anzueignen. Er benahm fic it den aristokratischen Salons mit unglaubli Frechheit und Nonchalance. Anscheinend abfichtlich hob er feine bäuerische. Derbheit und luerzogenheit herbor, Es war ein feltfames Schanipiet, wenn ruffi sche Fürstinnen, Gräfinnen, berühmte Schausple ferinnen, mächtige Minister und Würdenträger den betrunkenen Bauern umnschwärmten. Er behandelte sie wie Latalen und Dienstmädchen. Beint geringsten Anlaß beschimpfte er die aristo fratischen Damen in der unflätigsten Weife. wie sie selbst im Stall faum Anfang gefunden hätte. Seine unverschämtheit was geradezu grotest. Er schrie die Lente an. fchikanierte sie in jeder Weise, tobie feine üble Lanne ans." Simanowitsch ist der oberzeugung, daß sich Rasputin mit voller Absicht flegelhaft benahm, im feinem Haß gegen den Abel Luft zu machen. ,, Er beschimpfte b berhöhnte die Adeligen mit Vorliebe, nannte sic unde und erklärte, fein russisajer Gelmann hate in Wahrheit qua) nur einen Tropfen ruffischen Blu tes in sich." Um Rasputins Schuh und Intervention fudyten in dem rechtlosen Lande Menschen aller Stände und Veruse nach. Bemerkenswert ist Simanowitsch Beugnis, daß Rajputin nic aus, grundsätzlichen Bedenken" feine Hilfe verweigerte. „ Er half immer, wenn es ihm ingend möglich war, und liebte es, die Reichen und Mächtigen zu demütigen, um so seine Sympathien für die Armen und Bauern zum Ausdruck, zu bringen." Dabei war Rasputin nicht eigennützig, er for berte nie eine Entschädigung für seine Mühewal tung. Besonders gern half er Bauern."( S. 43.) Es ist kaum anzunehmen, daß der Verfasser den allmächtigen Bauern hier idealisiert. Denn aus der ganzen Darstellung geht hervor, daß Simanowitsc gar nicht geneigt ist, ein Sehl aus den Schwächen Rasputins zu machen. Bekanntlich war Rasputin ein Bebe. mann großen Stils; er feierte oft Orgien in den elegantesten Restaurants Petersburgs. In diesem Zusammenhange berichtet Simanowitsch viele neue intereſſante Einzelheiten aus dem Leben der aber Simanowitsch alle Gerüchte über intime BePetersburger Gesellschaft. Ganz entschieden weist ,, Sie dürfen uns nicht mit den festangestellten j Bersteht man also fein Handwerk, hat man schon Borführdamen der Movesalons verwechseln. Wir Berbindungen, hat man rechtzeitig Befuch gemacht", sind ein freier Berus. In gewissem Sinne ein befigt man die augenblicklich getragene" Figur, vogelfreier. Wir arbeiten auf Modenschauen, wäh dann hat man ein paar Monate zu tun und verdien! rend der Saison in den großen staushäusern, bei so an die 400 bis 500 Mark. Die Damen und Herren, Aber wir müssen weiter Gelb verbienen. Ist die Wäschefirmen, bei auswärtigen Firmen, die in den die uns während der Modenschauen begutachten, allzu Wintersaison vorbei, dann beginnen die Moden Hotels ihre Modelle ausstellen, bef Stonſumorgant of: im Hinblick auf das eigene„ entzückende Töchter schauen in Bars, Dielen, Cafés. Weniger Meden fationen. Zuweilen auch auswärts, in der Provinz. en" die Nase rümpfen, machen sich felten Gedanken hau als Girlschau. Viel Wäsche, Hemdhöschen und In der Saison geht es uns gut, das heißt, da darüber, wie faner diefer Verdienſt iſt. Kleiderpro- fo. Pikante Stabarettnummer, Revueersay, Gelegenverdienen wir gut und arbeiten schwer. Wenn wir ben, Friseuregperimente, verdorbenes Haar, stunden- holt für Schnöfet aller Art, crotische Komplexe ab- iehungen Rasputins zu der Sarin sowie zu gut aussehen und dahinter her find. Jiy sein und lange Fahrten, endlich Modenschau, Zank wegen das verdrängte Mütchen mit ebenso geistreichen wie unverfroren heißt die Parole: das Befie angezogen, der Kleider jede will die besten und auffallendsten reagieren und, an uns zum Lächeln Verpflichteten ihrer Tochter zurüd. Darau sei, feiner Ueberzen wenig drunter und wenig driver, gut gemalt, undvagen, angeſchnauzt von den Chefs, fich im engen geschnadvollen Bemerkungen zu fühlen. Dafür den Firmen die Bude cingerannt! Der Anfang ist Raume mit sehn, zwanzig Stolleginnen ausziehen, friegen wir vom Manager ein paar Wharf, und Park. besonders schwer; die Leiter der Modenschauen maken, anziehen, im Eiltempo vor das Publikum, wenn der Manager ein schlechtes Geschäft macht, wiffen aus langjähriger Erfahrung fojfort, wer aus sich auf Entzüdend" umstellen, lächeln, schreiten, bann bekommen wir nichts, oder es wird uns etwas der Branche" ist, und wer ihnen nur etwas vor- drehen, tänzeln,„ gut“ und füß“ aussehen, Breise abgezogen; tvennt er sehr viel bevbient, bekommen zaubert. Ungefünftelt und mit Charme vorführen, sagen, Bosheiten der Kolleginnen überhören wir aber nicht etwa mehr. Wir sind nur am Risiko, nicht steif sein und nicht posteren, ist nicht ganz so hören und erwidern- fanf: wie eine Elfe zum nicht aber an der Chance beteiligt Am Vormittag leicht, wie es aussteht. Auf dem Laufsteg gut aus Garderobeneingang schweben. Staum daß dieser erreicht ist: nächstes deleid... zwei Stunden; beim Friſeur, nachmittags zwei Sin. Stun fehen und sich ungezwungen bewegen, ist schwerer als auf der Straße. Und die Striegebentaiung" Schuhe... Strümpfe... Wo ist mein Schmud?... den Stleiderprobe, abends von 8 bis 2 1hr Modenmacht lange zu schaffen, bis man sie völlig be- dich soll ein Handtäschchen mitnehmen... der einer Taffe staffe zufrieden geben müssen. Von den bed schau: Safitr habe ich nich schon mit 5 Wharf und es indirekt eine vernichtende Anlageschrif herrscht. Mande Schauspieler könyten von uns Schirm!... Fräulein, nehnten Sie den roten Hut! lernen; in jedem Vorführraum ist die Beleuchtung Sie können boch nicht ohne Schal hinaus! Wo sind eine andere, Bublikum und Geschmädel wechseln, die die Tennisschläger?... Wer hat meinen Stam genteinen Verdienst aus!" Berauftalter haben ihren Sondergeschucad; ber ciue maust?... Tempo, Tempo, Sinder, fertig, raus!... will„ Salondamen“, der andere„ Girls", der dritte und wir beginnen wieder zu lächeln und uns zu ober Mark 3 Park gingen noch sechsmal Fahrtspesen und Telephongrofchen ab. Nun rechnen Sie sich mal 5. Ambers. gung nach, fein wahres Wort. An einer Reihe von Beispielen illustriert der Verfasser anschaulich, wie ganz der Bar in der Ge wali Rasputins war. Schlicht und einfach wird erzählt, welche minderwertigen und unbedeutenden Personen an der Spitze der obersten Regierungsstellen standen, wie sie mit Naturnotwendigkeit das Land zugrunde richten mußten. Diese Darstellung schont niemanden. Aber die Hauptbedeutung des Buches besteht, unserer Meinung nach, darin, daß gegen den monarchistischen Gedanken darstellt. Denn das tragische Kapitel ,, Raspu tin" in der russischen Geschichte konnte sich uz in einem absoluten Staat abspielen, mag and die Tätigkeit des russischen Bauers in vielen Einzelföl Ten zu guten geführt haben, Sette 6. Kunst und Willen. Wiſſen. Donnerstag, 10. Jänner 1929. Einladung Gueumaß“,„ Das Verräterior" und„ Die seltsame| wenigstens annehmen, wenn man den neuen Film) Gräfin". Auch in diesen Werken zeigt sich die gländer Interfilmgesellschaft gesehen hat. zende Erfindungsgabe Wallaces, gepaart mit sei- Man hätte einen guten Film schaffen können, Spielplan des Neuen Deutschen Theaters nem gesunden, ursprünglichen Humor von der vor- wenn man das Problemt, das hier nur angedeutet Donnerstag( 80-4), 7% Uhr: Dreigroschen teilhaftesten Seite. Man kann nur immer wieder und berührt ist, herzhaft aufgegriffen und gestaltet| oper". Freitag( Ensemblegastspiel der Berliner staunen. wie ausgezeichnet der Verfaffer es ver hätte: Der unschuldig Verurteilte, der nach den Jah. 31 dem am Donnerstag, den 10. Jänner 1. J. Reinhardt- Revue), 7% ühr:„ Es liegt in der fieht, den Beser schon nach den ersten einleitenden ren der Gefängnishaft durch den Boykott der Geum 8 Uhr abends im„ Goldenen Kreuzel", Prag II., Luft". Samstag( 81-1), 7 Uhr:„ Monfieu Worten in Bann zu schlagen. Wallace versteht es ſellſchaft zum Verbrecher werden kann. Statt dessen Nekazanka, stattfindenden Vortrag des Genossen Paul"; 10%" h: Enſemblegetipiel der Berliner wie faum ein weiter, auch den geitig abgespannten stedt hinter dem pompösen Titel, der an und für sich Dr. Karl Kautsky, Cheberater und Frauenarzt, Reinhardt- Revu:„ Es liegt in der Luft" Menschen, dem für schwere geistige Rost die Auf- schon zu Vorsicht mahnt, eine rühtselige und verlo-| Wien, über Sonntag, 2½ Uhr:„ Fräulein Wamd": nahmsfähigkeit fehlt, Luft zum Lesen abzugewinnen. gene Geschichte, die natürlich mit obligatem Happy7% Uhr: Ensemblegastspiel der Berliner Meinhard: Unsere Zeit, deren hastendes Leben die Nerven der End- Kuß endet. Revue: Itegt in der Saft". Montag Menschen zerquält, hat mit Wallace- Büchern auch ( 82-2), 7½ Uhr:„ Abenteuer in Schott das Mittel hervorgebracht, über Stunden der Er müdung hinsvegzittäuschen. land". Spielplan der Kleinen Bühne. Donnerstag: ,, Arm wie eine Kirchenmans". Freitag: „ Entführung". Samstag:„ Fräulein Mama". Sonntag, 3 Uhr:„ Broadway"; 7% Uhr:„ Ehen werden im Himmel ge schlossen". Montag( Baukbeamten):„ Git= führung". Literatur. Der Film. „ Die Wildkage." Dolores del Rio. T. ,, Sozial Hygiene der Fran." Wir laden alle Genofsinnen und Genossen zu 1 Freundschaft! Das Frauenbezirkskomitee. Der Ingenieur- Candidat Rybecky verliert seine Stelle, da er feine Berufspflicht wegen eines Lie besverhältnisses mit der Frau des leitenden Inge- diesem sicher sehr wichtigen und interessanten Vornieurs vernachlässigt hat. Da er keine Beschäftigung trag herzlich ein. Gäste willkommen! als Ingenieur findet, muß er als gewöhnlicher Arbeiter feinen Erwerb suchen. Als Schlafbursche tommt er in eine Familie, die durch die Trunksucht des Mannes zerrüttet ist. Als dieser wieder einmal seine Frau mißhandelt, ergreift Rybecky für die Frau Partei und erschlägt in Notwehr den Mann. Zu fünf Jahren Kerker verurteilt, kann er nach seiner Diesen in Prag bereits auf dem Programm gewesenen Film führten United Artists nun Entlassung keine Arbeit finden und irrt umher. In burgischer Ballspielvereine war, erscheint jetzt wie auch in einer Pressevorstellung vor. Zu der Fabel einent Gasthause erzählt er nun seine Geschichte, die der. Die Schriftleitung hat Karl Koppelheht. und zur Durchführung des Films braucht nicht so rührend ist, daß er darauf Arbeit bekommt, daß Die erste Nummer der Zeitschrift zeigt, daß das viel gesagt zu werden. Das Grundthema„ Die Liebe sich die Wiristochter in ihn verliebt und er jogar Blatt im bürgerlichen Sport scharf lints stehen ist stärker als die Rache" ist bis zum unvermeid Teilhaber des Ingenieurs wird. will. Angesichts der Tatsache, daß im Berliner bürlichen, hier aber gar nicht so gefünftelten, Happy Die Darsteller bemühen sich, die Figuren mit gerlichen Fußballsport zwei Blätter leben können, End in glücklichen dramatischen Variationen abge Leben zu erfüllen, lönnen es aber nicht verhindern, muß es doppelt beschämen, daß die politischen wandelt, die Regie und die Darstellung verdienen daß man das Gefühl hat, daß alles nur Film, nie Fanatiker im Arbeiterfußball Berlins Lob, die Photographie nicht minder. Freilich hätte aber Wirklichkeit sei: daß also die Illuſion der Wahr so ziemlich alles ruiniert haben. man mit den schönen Gebirgsaufnahmen nicht so heit fehlt. sparen müssen. itb das ist der größte Fehler dieses Filmes! A. L. Guart Guiel Ritornilege 3 * * Körperpflege Kritit auf Bestellung. Wenn auf dent Fußballfeld Schiedsrichter ver prügelt werden, oder wenn man Schienbeine demolieri, dann findet man das im bürgerlichen Sport ganz in der Ordnung geringe Ausnahmen werden zugestanden. Wenn solche Vorkommnisse aber in der Preſſe kritisiert werden, dann schreit man Zeter und Mordio. für den Erfahrenen!! GOLD PS PS PALABA PS⭑PS LAPALABA Haba Preislisten Nr. 21 an Wiederverkäufer und Konsumvereine gratis und franko, man „ Meine ersten 2000 Jahre. Autobiographic des vigen Juden." Roman von G. S. Viered und P. Eldrige. Ueberfest von Gustav Meyrink Verlag. Paul Bist, Leipzig.( Preis mer. 7.-, in Leinen Wir. 10.-) Ein fühnes Unternehmen,' eine Autobiographie des„ ewigen Juden", der nach der Sage zur Unsterblichkeit verdammt ist, zu schreiben, aber man muß gestchen: eine glüdliche Joee, weil fie Gelegenheit gibt zu mancherlei Sensationen. Es Wer diesen Film sieht, wird aber vor allem ist aber nicht nur eint eigenartiges Buch, das durch Dolores del Rio sehen und von dem Film ihr die Verwenburg dieses Sagenstoffes entstanden si, Spiel im Gedächtnis behalten. Es gibt Filmschausondern auch oines, dem man künstlerischen und spielerinnen, die aus ihren Rollen mehr zu machen literarischen Wert zubilligen muß. Auf dem Berge verstehen, die bessere Nuancen ersinnen, raffinierter Athos, auf dem gerade einige Gelehrte weilen, sind, stärker zu paden wissen; aber es gibt heute tehrt unter dem blendenden Glanze von Bligen kaum eine, die dem Film an sich mehr gibt, was des und dem Krachen des Donners Isaac Laquedem, Films ist, als Dolores del Rio, keine, die so für der ewige Jude. ein. Die brei„ ernsthaften Priester das Auge spielt. Sie ist eigentlich eine Tän der Wissenschaft" holen aus dem geheimnisvollen zerin, die mit den Bewegungen des Alltags tiefere Fremden mit Hilfe der Psychoanalyse, durch die er Dentung der Seele verbindet, die manchmal ohne in einen Dämmerzustand verses: wird, die Ge Sweifel übertreibt, aber nur darum, weil ihr die schichte seines Lebens heraus. Und nun geht es Sprache der Bewegung, weil ihr das Spiel der durch die Jahrhunderte vom Tage des Verhöres Glieder, weil ihr das outrierte Wiegen in den Jefus, dem Laquebam als römischer Hauptmann Süften, weil ihr ein Heben der Arme, cin Augenbeiwohnt, von Generation zu Generation als Kar aufschlag mehr zu sagen scheinen als eine peinlich Die bürgerliche Bresse ist gewiß zu einem guten taphilus", der Vielgeliebte. Die Verfaffer erfaffen herausgearbeitete realistische Geste. Dieser wunder- Teil mitschuldig an diesen Vorkommnissen. Bei thit tiefer als er uns durch die Legende bekannt ist volle Störper ist befeelt bis in die Fußspigen und jeder passenden und unpassenden Gelegenheit schreibt und zeichnen ihn als Wahrheitssucher, der in ewig spricht eine stärkere Sprache als die des stummen sie von den schwachen sportlichen Leistungen, die geungestilltem Sehnen nach den Scheimnissen der Filmschauspielers. Auch in der Mimit, im Spiel eignet wären, das Interesse des sportfrendigen letzten Dinge sucht. Verzehrend ist auch seine unge der Augen und des Mundes, das oft kaum erkennbar, Bublifums erlahmen zu lassen. Und wenn dann, stillte Liebe zu Salome, die als weiblicher Ahasver aus dem ruhenden Antlitz spricht, liegt bei dieser um bei den Fußballern zu bleiben, wirklich einmal sein Schicksal teilt. Das ganze ist ein gewaltiges Künstlerin mehr als sonst bei einer. Sie ist die der Sport gezeigt wurde, der„ dent Geschmack des Epos menschlichen Leidens und Liebens, wie 28 Wildlaze, ist gesteigertes Leben in Traurigsein und Publikums näher fam", und wenn dann die aufeigenartiger wohl faum je geschrieben wurde. Der Wildheit, Haß und Liebe, ein Stüd Natur, und gehegten Fußballer über die Stränge schlugen, dann, Spannung des fünstlerisch gestalteten und durch man fönnte diesem Spiel vielleicht gespannt folgen, ja dann wissen die Herren Sportberichterstatter 000000 eine reiche Handlung belebten Buches wird sich nie- auch wenn die ganze übrige Handlung fortbliebe, nichts anderes, als von peinlichen Zwischenfällen zu mand entziehen können. Nußbringende berichten, die geeignet sind, den Sport herabzusehen, wenn nur sie allein auf der Leinwand lebte! T. „ Borgia." Roman einer Familie von Stla- Ein zweiter Film, den die United Artists wo es doch nur die Geister sind, die man selbst ge. bund. Phaidon- Verlag, Wien. Der Verfasser hat seigten,„ Das gefährliche Alter"( Regie rufen hat. das Erscheinen dieses seines leyten Buches nicht Griffith), kann zu den guten Spielfilmen gemehr erlebt. Der Stoff. den er für diesen histo zählt werden, obwohl man das aus dem Titel erkennbare Motiv lieber von Deutschen verfilmt sieht rischen Roman erwählt hat, ist die Schandgeschichte der Borgia, das ist jene menschlich entartete Serrals von Amerikanern, die nach unserem Fühlen das scherfamilie, veren eines ihrer Mitglieder, als Problem gleichermaßen zu primitiv und zu verCaligius III. bekannt, mit 27 Jahren Papst wird. widelt sehen. Das Seelische wird zu robust genomEin anderes Familienmitglied, eben fener Borgia, men, es genügt etwa nicht das gefährliche Alter des gelangt durch Bestechung der Starbinäle im Ston Mannes, er muß erst durch eine besonders raffiflave gleichfalls auf den Papststuhl und er ist es, nierte Intrigantin„ verführt werden, es genügt dessen ausschweifendes, schändliches Leben allem nicht der Schmerz der Frau, sie muß gleidh am Rande schon genügt. um die Geschichte des Papsttums un des Selbstmordes vorgeführt werden, die Löſung aber auslöschlich mit Schande zu beladen. Ein dunkles geschicht durch komplizierte und sensationelle AbenStück der Geschichte, das in dem Buche entroll: tener mit Revolver und sonstigem Rugehör. Troßwird. Die Familie des Vorgia ist eine Geschichte der verabscheuungswürdigsten Verbrechen, dieser balb der bürgerlichen Welt gestaltet erscheint, gefällt Stoff allein bürgt schon dafür, daß daraus unter der Film und von den Darstellern diesmal auch der Hand eines Künstlers ein packendes Werk Sally o' Neill, die sonst kaum europäischem Geerstehe. Das dies Klabund restlos gelungen ist, schmac entspricht. fr. fann man leiber nicht sagen. Immerhin ist es cin Buch, das gelesen zu werden verdient. T. dent und obwohl auch hier das Problemt nur inner „ Das Kainszeichen." Von den Detektivromanen Edgar Wallaces lie- Unsere heimische Filmproduktion scheint nach wie gen uns drei der neueren Bände vor. Es sind dies: vor auf keiner hohen Stufe zu stehen. So muß man Die Pantofel. Von A. Altschul. Es waren einmal zwei Freunde. So würde diese Geschichte anfangen, wenn sie ein Märchen wäre. Aber sie ist es nicht, sie ist blutige Wahrheit, mit einem Wort, sie hat sich genau so zugetragen, wie ich sie jetzt erzählen werde. Also wie gesagt: Hans und Willy waren Freunde. Sie wohnen beifammen, sie waren in demselben Unternehmen angestellt und so konnten sie auch ihre Uriaube gemensam verbringen. Während eines dieser Urlaube hat sich nun folgende tragische Gefchichte zugetragen. wenn man mir jemandem allein fein will, man mit ihm nur auf den Nordpol pilgeru nuß und jelbit dort ist man nicht sicher, ob einem nicht eine Eskimofamilie mit einer reizenden Tochter den ganzen Aufenthalt verdirbt. 649 PALA& CO. A. G. in Schlan oooooo BühnerKleintierzucht augen Ruyentengucht unbringende Saltung u. Stilügelzu Aber was man jetzt aus der Schweiz hört, dürfte wohl kam ſchon dagewesen sein. Da hat der führende Baseier Fußballverein mit jämtlichen Pressevertretern ein Abkommen getroffen, nach dem alle schlechten Leiſtungen von seinen Spielern in 3- Der Kaninchenstall funft nur ohne Namensnennung kritisiert werden sollen. Man ist noch nicht so weit gegangen, daß man vertraglich festlegt, daß an den Leistungen des Vereins überhaupt keine Kritik geübt werden darf. Aver die Kritif ohne Namensnennung ist im bürK 6.80 Bilege bes Safes K 10.20 .K 680 .K 8.40 K 8.40 Kleinbaustiere... K 8.40 Süchtungel bre. Ausführliches Berzeichnis über Buchführung für Ranin. chenzuchter Gesundheitspflege der . .K 8.40 berartige Schriften ostentos. Bolfsbuchhandlung Aremser& Go. Teplitz- Schönau, Rönigstraße 18, dizels gegenüber dem Reuen Stabitbeater. gerlichen Sport schon fast gleichbedeutend. Denn wenn ein Rechtsaußen sämtliche Eckvälle hinter das Tor befördert, hat das fast nichts zu sagen; wenn aber in der Zeitung steht, daß Wüller oder Schulze das getan hat, dann ist das nie wieder gut zu machen. Man sollte das überall so machen, dann kann man im nächsten Jahr bei den Amateur 00000 beratungen wenigstens feststellen, daß sich der birgerliche Sport wieder in aufsteigender Linie bewegt Ein neues bürgerliches Fußballblatt in Berlin. der vor Jahren eingegangene„ Rasensport", der einst das führende Blatt des Verbandes BrandenHornhaut beselligt in einigen Tagen nur VITEK'S „ Anticornein" Eine Flasche Kè 6Zu haben in Apotheken u. Drog rien. Allein echt von Fr.Vitek& Co., Prag. Vodičkova 33. Herausgeber: Dr. Ludwig Czech. Verantwortlicher Redakteur: Dr Emil Straus, Prag. Druck: Rota A.-G. für Zeitung und Buchdruck, Preg Für den Druck veran.wortlich: Otto Holik, prag. direfiion mit Erlaß r. 127.451/ V11/ 27 am 14. mai 1927 bewilligt. Die Zeitungsmartenfrantatur wurde von der Post- u. Telegraphen tigen Jugend vom Stapel, dessen Blize alle die-| fette sich wie gewöhnlich an den Tisch des toh jen: gen vernichteten, welche die schamlosen Stt würd gen Ehepaares, aber diese sprangen wie von ten der Jestzeit guthießen. Hans, der sich den der Tarantel gestochen auf und ließen sich erst am plöglichen Gesinnungswechsel seines Freundes anderen Ende des Zimmers nieder. nicht ganz erfiären konnte, zog sich zurück und langweilte sich. Aber er beschloß, furchtbare Rache Willy stand vor einem Rätsel. Als er Fans die Geschichte erzählte, zuckte dieser nur die Achseln und behauptete, daß er sich die Sache auch nicht erklären fönne. In jenes le.ne Gebirgsdorf kam zivar feine Eskimofamilie, aber dafür ein Pastor mit Weib zu nehmen. und sind. Das„ Klind", von den Eltern Mara, Wie er das anfangen wollie, war ihm nod) und wie wir noch hören werden, von anderen nicht ganz klar, aber das Glück war ihm hold. Daß Willy in der nächsten Nacht etwas Leuten Mizzi genannt, war niemand anderer, Wie die Schlange ins Paradies fam, um mit schlechter als sonst schlief, ist ja verständlich. Und als ein entzückendes Mädel und Willy konnte dem ihrem unwiderstehlichen Locken die fündigen Men so fam es, daß er auch ein Geräusch vor seiner verständlichen Drange nicht widerstehen, sie in schen zu bestrafen, erschien in dem Dörfchen eine Tür hörte, das ihn früher sicher nicht gewedt sein etwas dehnbares Herz aufzunehmen. Bald Dame aus der Großstadt. Sie war stets nach der hätte. Er machie Licht. In diesem Augenblicke hatten sie sich angefreundet und rodelten mun verletz'en Mode gekleidet und außerdem war sie öffnete sich die Tür und auf der Schwelle stand gnügt den steilen Abhang hinunter. Hans stand noch etwas, nämlich dem Herrn Pastor Wasser Hans. Liebenswürdig. wie noch nie, entschul oben und fah den beiden nach. Als ihm aber auf feine Mühle. Sein ganz besonderes Miß- digte er sich für seinen Besuch zu so nachischlafens Es war im Winter. Weihnachten. Schmutz: die Zeit doch zu lang wurde, kehrte er miß fallen erregten ihre roten antöffelchen, der Zeit, aber er müsse Willy etwas sehr Inter ger Schnee bedeckte die Straßen der Stadt und gestimmt ins Watshaus zurück, wo ihm die de sie zum Abendessen trug und Willy pflichtete effantes mitte.len, und zwar, daß Pastors am die beiden Fynde beschlossen. ihre furzen Ferien Gnade zuteil wurde, mit dem Herrn Pastor ihm wie gewöhnlich eifrig bei. Abend plötzlich abgereist seien, da sie mit einem im Gebirge zu verbringen. Du sie aber mit tedi- Schach zu spielen, während dessen Fran, wie fie Um dem lieben Leser die weitere Entivic folchen Auswuf der Menschheit wie Willy nicht schen Gütern nicht besonders reichlich bedacht wor- fagic, schon den 31. Strumpf für Marias Aus- lung der Geschichte verständlich zu machen, muß unter einem Dache schlafen wollten. den waren das Schicksal ist even oft unvers steuer stricte. ich erwähnen, daß der Herr Pastor der Morgen- ,, Und das hast du alles mir zu verdanken", stunde das Gold aus dem Munde zu nehmen verfuhr Haus lachend fort, denn du haft mich der fuchte. während Willy dies bereitwilligst anderen art vernachlässigt, daß ich beschloß, mich zu überließ. Aber das nur so nebenbei. vächen." antwortlich in seinem Tun und Lassen-, io Als es dämnerte, tamen auch Mizzi und mußten sie Orte, die nur zum Geldausgeben da Wlly. die sich in dem dunklen Flur noch füchtig waren, fints liegen lassen und Gottes schöne gefüßt batten, zurüd. Der Pastor betrachtete Natur an solchen Stellen betrachten, wo Euro- wohlgefällig seine züchtige Tochier, die mit einem Als Willy om nächsten Tage, wenigstens pens übertünchre Söflichkeit noch nicht Einlaß jungen Manne nicht allein blieb, wenn die ach nach seinen Begriffen, zu früher Stunde das Gast melte Willy noch immer fassungslos. ,, Aber was hast du denn nur gemachi", stambegehrt katte. Aber das tat ihnen nichts. Siso fündhafte Nacht berembrach. Da er aber ein zimmer betrat, tras ihn ein vernichtender Blick ,, Gar nichts besonderes, ich habe nur die waren ja za zweit und nach einem alten Sprich redseliger Herr war, so konnte er seine Gedanten des Herrn Pastor und als er sich die Bescherung kleinen, roten Pantöffelchen, die vor dem Nebent wort ist geteiltes Leid nur kalbes Leid. nicht lange für sich bebalien und bald tam eine näher betrachtete. bemerkte er, daß Mizzi gauz zimmer stehen, für eine Nacht vor deine Tür ge rege Unterhaltung in Fluß. Er schme über veriveinte Augen batte. Ihm wurde etwas un- ftellt und der Herr Pastor, der zeitig früh vor die modernen Mädchen und Willy. der noch den gemütlich zu Wute, aber wenn er sich nach dem überging. glaubte wahrscheinlich, Sodom und auch von Mizzis Lippen zu fühlen glaubte, ließ Grund fragte, so fonnte er sich keine rechte Ant- Gomorrha zu sehen." Das Dörfchen lag wirklich idyllisch ichön zwischen den ungeheueren Bergriefen. Willy fühlte sich hier sehr wohl. Fans weniger. Er ist dort auch zu der Erkenntnis gekommen, daß, ein Donnerwetter über die Verderbtheit der heus wort geben. Was hatte er nur verbrochen? Er