Nr. 302. Abonnements- Bedingungen: $ Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 8,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28$ fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit tülustrirter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. Bofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungs Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. $ 1 to fine od Die Insertions- Gebüllye beträgt für die fechsgespaltene Roloneis zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. ni sci#: 60ernsprecher: Amt 1, Mr. 1508. 元 Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. 750 Ein altes Feft. Vor langen, langen Jahren, in jener düsteren Zeit, da die Menschen noch die Kreaturen fremder Gewalten waren, die aus den lebendigen Wesen stumpfe, müde Maschinen preßten, da ward alljährlich, bevor sich der Lauf unseres Planeten um die Sonne vollendete, ein sonderbares Fest gefeiert. Sonntag, den 25. Dezember 1898. Alle aber wachten sorgsam, daß niemand ihnen ein Stück raubte, und alle waren doch zugleich bedacht, sich ihrer zu entledigen. Abkaufen mußte man es ihnen nur: so hieß man es, wenn man für ihre Waaren ihnen kleine gespenstische Amulette gab, die, äußerlich unscheinbar, teuflisches Wesen und dämonische Kraft bargen. Man nannte diese Gebilde Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Diese Herren des Geldes waren auch die Herrschenden in den Völkern, und ihre Religion gebot furchtbare Opfer. Sie zwangen den Menschen mörderische Waffen in die Hände und heischten: Tödtet Euch untereinander! Sie jagten die freien Gedanken der Menschen und drohten: Schweigt, oder wir schmieden Euch in Ketten! Sie schütteten prangende Früchte hoch auf und verlachten die Herbeieilenden: Hungert!... blickten gierig und schlau und nahmen mit sich, so viel sie aber weil ihnen das Zaubermittel versagt, waren ihnen schleppen konnten; verschieden war aber ihre Kraft. Der füllte die Schäze verschlossen, die ungenügt liegen blieben. Wozu einen himmelhohen Palast, der aus Eisen, Glas und schimmern hatte die Noth diese herrlichen Waaren erschaffen, wenn sie dem Gestein gewölbt war, bis zum Giebel mit den glitzernden nicht einmal dazu dienten, von den Menschen gebraucht zu Schöpfungen des Elends, ein anderer packte verdrossen und werden? Das war eben der Sinn des Festes: Zu reizen, ängstlich ein dürftiges Lädchen vill hon den erhaschten Waaren, ohne zu befriedigen, zu verheißen, ohne zu erfüllen, und die der dritte hatte auf offener caß eine Bretterbude aufge- Lasten und Laster des Daseins ins Grenzenlose zu steigern! schlagen, als Herberge für die lustig scheinenden Dinge, deren Freilich, da gab es eine winzige Menge, denen nichts sich jedes doch von schwerem Schicksal erzählte; indeß man verweigerte. Sie waren die Besizer des Geldes, und die Hatte man schon das ganze Jahr über hart gearbeitet, so verstand damals nicht die Sprache der Dinge, die sie darum tödtliche Arbeit der Millionen diente, ihr Dasein zu zieren. berfiel man jetzt in einen wilden Taumel der Arbeit. Die todt nannten, und ihre Thränen hielten sie für schönen, leuchten Sie konnten, soviel sie nur wollten, kaufen, und sie beschenkten Nächte wurden zerstört, die Muskeln bis zum äußersten den, fühllosen Schmuckglanz. Der Vierte endlich war ein einander, indem sie die geheimen Wünsche der Freunde entgeftachelt, Nerven, Willen, Geist gepeitscht, daß sie frierendes Kind, das in den rothen Händen ein paar räthselten. Das wäre ein fröhliches, lachendes Feiern gemehr leisteten, als ihre Natur hergeben wollte. Sie durften Sächelchen mit sich trug. wesen, wenn nicht das harte Festgesetz von ihnen zugleich ein nicht erschlaffen, nicht versagen, nicht zusammenbrechen anderes Thun gefordert hätte. denn ein grimmiger Frohnvogt schaltete als Festmeister, dem alles tributpflichtig war: das Elend! So hauften fie in den Höhlen der Noth und feierten das Fest: Männer und Weiber, Greise und Kinder, in der Andacht des Hungers, in den Schauern der Qual, blaß, überwacht, frierend, Tag und Nacht unablässig schwißend, hämmernd, malend, flebend, nähend. finsteren Aberglaubens: Geld! Und in den großen Werkhäusern kommandirte„ Meister BlutIos", der mit seinen stählernen Armen Baumstämme wie schmächtiges Rohr knickte, Eisen zerriß wie ein Rosenblatt und mit ein paar Griffen tausend Wunder der Kunst aus formloser Materie schuf. Freilich trant er auch das Blut der zahllosen Menschen, die ihm dienen mußten für fargen Lohn; darum ward er so start und zauberkräftig, ob ihm zwar selbst kein warmes Blut in den Adern rollte. Das war so recht ein Fest für„ Meister Blutlos"; jetzt schrie und brüllte er noch einmal so gewaltig wie sonst, in Gluth und Rauch und erstickendem Dunst trieb beleuchtet, um ihnen höhere Werbekraft zu verleihen, und der Vorbei! Sie wachen wieder und feiern ihr wildes Fest! er seine Sklaven, ihm zu dienen, und wehe, wer unachtsam Palast ward zum strahlenden Märchen bunter, üppiger Pracht. Auch der Traum war nur ein boshaftes Mittel, um den furcht. in der Ermüdung seine Befehle nicht ausführte oder nicht hier drängten sich denn auch die Menschen, hierher trugen baren Zwiespalt, die marternden Widersprüche ihres Daseins, derstand:„ Meister Blutlos"- so nannte ihn ein Dichter der sie ihr Geld, und die anderen haßten den glücklichen Rivalen denen dieses Fest zum Sinnbild ward, in das Gefühl doppelt Zeit fiel über den Unseligen her, zerriß ihn in Stücke, und verfluchten ihn, als die Quelle des Unheils; denn wem schmerzhaft einzubrennen. und ließ sich dann gleichmüthig von den Genossen des es nicht gelang, die Waaren gegen Geld zu vertauschen, der Gemordeten die beschmutzten Glieder wieder waschen, bis sie mußte hungern und ging zu grunde. glänzten. So strömten aus den dumpfen Höhlen der Noth und den tosenden Riesenbauten der Fabriken unendliche Massen schimmernden, duftigen, zierlichen Tands. Zu Bergen häuften sie sich und von allen Seiten kamen geschäftige Männer, Weihnachten. Das Jahr geht zu Rüfte und frommgläubige Christen, wie Maulchriften und offenkundige Unchriften bereiten sich vor, das altübliche Kalenderfest Weihnachten zu begehen. Die vergleichende Religions- und Mythenforschung hat uns längst gelehrt, daß das Christenthum blutwenig Neues in die Welt gebracht, ebenso wie es auf dem Gebiet der Sittlichkeit nach Buckle nicht die Menschheit über das hinausgefördert hat, was das klassische Alterthum, der Prophetismus, die Ethit Buddha's oder die Tao- Lehre Chinas auch schon darboten. Das ward nun ein wildes Jagen: die hübschen, nützlichen und erfreuenden Schöpfungen des Fleißes wurden von ihren Inmitten aber dieses Festes der Zerstörung gab es einen Eignern den Menschen aufgedrängt, die im Besize der Amulette Augenblick des Schlummers. Wie vom Mohntrank gebannt, waren. Da jedoch nur wenige viel und die Vielen nur wenig vergaß man des Daseins und ein milder Traum umfing die von dem Zaubermittel besaßen, so überbot einer den anderen, Erschöpften: Sie träumten von grünen Bäumen, die in jeder um zuerst und zumeist den sinnlosen Tausch zu erlisten. Das Hütte wuchsen, mit brennenden Kerzen lieblich geschmückt; Kind schrie mit scheuem Stimmchen, bis es heiser ward, der sonniges Kinderlachen und junges Augenleuchten flog durch Mann der Bude schimpfte und trieb anlockende Späße, der In- die befreite Welt, und eherne Glocken kündeten Freude jedem, haber des Lädchens hatte sein Gut mit ein paar Flämmchen der lebt! So erzählte einst bei einer Maifeier im dritten Jahrtausend ein vergangenheitskundiger Greis seinen jungen Freundinnen, die verängstigt lauschten, als hörten sie schaurige Grausam, unbarmherzig rangen an den Tagen des Festes die Schwächeren mit den Stärkeren, und die Bertretenen, Verendenden wurden als Opfer dargebracht. et das Spukgeschichten. Begehrlich staute sich die Menge vor den lichtfluthenden Bazaren und warb um die aufgespeicherten Kostbarkeiten; derben deutschen Sprichwortes:" Was der Bauer nicht kennt, das frißt er nicht". Und wie nannte man das Fest", fragte eine. and Das Fest der Liebeantwortete der Alte. Jäger oder Hadelberend rast durch die Luft mit dem wilden Gejaid dem wüthenden Heer, Perchta hält als Erd- und Todtengöttin mit ihrem Gefolge, den Seelen der Abgeschiedenen ihre Umzüge. In meiner voigtländischen Heimath nennt man die Zwölfnächte: die Unternächte", die Nächte der unterirdischen will das besagen. Beda Benerabilis, der englische Kirchenhistoriker( † 735) nennt das heidnische Winterfest modraniht, d. i. Nacht der Mütter, der weiblichen ÜrahnenKreuzwegen, vor den Thüren und am Herdfeuer bestimmte Speisen Auch auf deutschem Boden läßt sich das nachweisen, auch in bezug und Gaben aufstellt, um sie günstig zu stimmen. Alles wird festlich auf das Weihnachtsfeit. hergestellt, gereinigt und geschmückt. Recht gut verträgt sich auch Das winterliche Julfest der Wintersonnenwende mag wohl mur damit der Gedante, daß die Unheimlichen zum Nechten sehen, Fauls in sehr engem Kreise als eine Feier des Sieges des Lichtes über heit, Nachlässigkeit, Unordnung und Unrecht strafen, wo sie aber Fleiß, Auch in bezug auf das christliche Weihnachtsfest haben wir die Finsterniß, des neugeborenen Lichtes, bei den alten Deutschen Ordnung und Recht sehen, belohnen durch fruchtbare Ernte im faft nichts Originelles, ausschließlich dieser Religion Eigenes aufgefaßt worden sein und zwar in den Breiten der monatelangen kommenden Jahr, reichen Ertrag der Heerde, Sieg in den Kämpfen zu verzeichnen. Die Armenier opferten zur Wintersonnenvende nordischen Nacht, deren lange Dauer zu Himmelsbeobachtungen mit Feinden. dem Sonnengott Mithras, noch heute führen fie nach den geradezu herausforderte, ebenso wie weite öde Flächen, Wüsten und Aber mit unheimlichem Grauen erfüllten diese Wintersonnwend. Berichten der Reisenden die Thiere, deren Hörner sie bekränzen und Steppen und das weite Weer astronomische Beobachtungen zeitigten. Nachtbesuche unsere Vorfahren doch! Daß sie bleiben sollten, mit Lichtern bestecken, in die Kirche und schlachten sie darnach. Die In ihren feuchten, unwirthlichen Walddidichten tam unseren Vorfahren wünschte man nicht, und mit unendlichem Lärm, mit gewaltigem Römerwelt feierte in vorjulianischer Zeit( vor Einführung der jedoch der„ Sieg des Lichtes und der Sonne" nicht am Julfest im Aufgebot von Licht suchte man der Gäste auch wieder los und ledig Kalenderreform durch Julius Cäsar) den 25. Dezember als Geburts- Winter zum Bewußtsein. Der gegenwärtige Stand germanistischer zu werden. tag des Sonnentindes, des Sol novus, d. i. der neuen Sonne, des Wissenschaft will von einem Feste der wiederkehrenden Sonne, von Sol invictus, d. i. der unbesiegten und unbefiegbaren Sonne, wie einem Zusammenbringen des altnordischen Wortes jol oder jul mit Was ist uns heute Weihnachten? Ein Kalenderfest, eine Beit Christus( Johannis 8, 12) sich das Licht der Welt nemnt. Alt- Hellas dem altnordischen hvel und angelsächsischen hveol, das Rad" be- der Ruhe, aber auch des Arbeits- und Lohnausfalls! Im tiefsten beging am 20. Dezember das Fest des Gedächtnisses an Tod und Wieder deutet, ebenso wenig wissen, wie von der in den Gelehrtenstuben Innern des Volksgemüthes hat sich aber doch noch ein Stück erivachen des Dionysos, des Gottes der unverfieglichen Naturfraft, ausgeflügelten Göttin Ostara, die es nie gegeben hat. Familienpoesie, die Freude am Geben und Schenken im altgeweihten die immer wieder neu ersteht, nachdem sie abgestorben war. Dionysos Eine einzige Stelle aus dem griechischen Geschichtsschreiber und Brauch erhalten. Vor dem Umzug der nach Ordnung und Recht Litnites, Dionysos als Wiegenfind ward beim Feste der geheimniß- Sophisten Profopl ließe sich anziehen, nach der die nördlichsten schauenden Germanengötter zwar scheuen sich namentlich die Prieſterin storegen der mystischen Wanne gezeigt und zur Wintersonnwendzeit zogen die Winternacht Boten auf die Gipfel der höchsten Berge schickten, um scheinen sie auch feine rechte Freude zu haben! Und mun gar ehrbaren Frauen Attita's nach Delphi und auf den Parnassosberg, nach der wiederkehrenden Sonne auszuspähen; wenn sie erblickt die frohe Botschaft der Engel von Bethlehem„ Friede auf Erden daß im Schneesturm ihre Gewänder steif froren, um das Götterkind wird, erhebt sich unermeßlicher Jubel, alle Welt feiert das Fest der und den Menschen ein Wohlgefallen!" Wie steht's mit ihr? Dionysos anzubeten. fröhlichen Botschaft." Arthur Fitger giebt die Antwort: So verstanden es die christlichen Befehrer und Priester überall, wohin fie famen, vortrefflich, sich das bei den Heiden vorhandene Sapital an Poesie, Gemüthsleben und heidnischen Kult- lebungen und Bräuchen dienstbar und mußbar zu machen, sich sozusagen ins gemachte Bett zu legen, sich die Herrschaft über die Geister und Beiber, sich Macht und Befiz anzueignen, ihre Kirche zu einem wirth- Schutzgeister. Sie ehrt man, indem man sie bewirthet, au Quellen und schaftlichen und politischen Faktor zu machen. von " Man ficht, das ist ein ganz vereinzelter, außerordentlicher Fall, ein Brauch, der nicht über alles germanische Land ausgedehnt, ja ich möchte sagen, ausgeredt werden kann. Die Osterchronits das Chronikon Paschale meldet: Bis zur Stunde vergöttlichen die Egypter die Niederkunft einer Jungfrau und stellen ihren Sohn in der Krippe den Andächtigen zur Schau aus". Als König Ptolemäus nach der Ursache fragte, Wohl aber mag der Winter mit seinen düstern Tagen und wildantwortete man ihm: das sei ein Mysterium, welches ein heiliger stürmischen Nächten gewissermaßen als die Nacht, die unheimliche Prophet ihren Vätern anvertraut habe und das sie weiter überliefern Beit des Jahres erschienen sein allem germanischen Volke der Urzeit.i müßten. Horus auf den Armen der Gottesgebärerin Jfis ist das Christ= find des Nillandes. Neben der Göttin Jsis wird auch die Neith, die der griechischen Pallas Athene gleich unbefleckt, selbst in ihrer Geburt, aus dem Haupte ihres göttlichen Vaters entsprang und deren Tempel- Inschrift zu Sais lautete:„ Meinen Schleier hat niemand gelüftet, und die Frucht, die ich geboren, ist Sonne geheißen!" Die schlaue Festpolitik des Papstes Gregor d. Gr. ist bekannt. „ Die Feste der Heiden müssen allmälig in christliche verwandelt werden und die christlichen Feste müssen die vorchristlichen( also heidnischen!) nachahmen". Gregor kannte offenbar den tiefen Sinn des Das ist die rechte Spütezeit der Nacht, Wo Grüfte gähnen und die Hölle wacht, wie Shakespeare's Hamlet sagt. In den heiligen Zwölfnächten der Bahl nach den zwölf Monaten des Jahres entsprechend thut sich der Himmel auf, und der Erde Schooß erschließt sich: Götter und Geister gehen um auf Erden unter den Menschen. Die Geister, die Seelen der Verstorbenen, sind die wichtigeren; wurden doch aus ihnen erst später Götter. Göttern zu Gerichte Sizt die Weltgeschichte; Einen nach dem andern daukt sie ab: Baal ward narode, Zeus ist aus der Mode, Wodan und noch mancher ward schabab. Auf in Feierchören Singt ein Kind zu Ehren Dem erhab'nen, großen, gold'nen Stalb! spheil Dir großer Göze! Moses zehn Geseze Liegen längst im Staube deinethalb. Aber trotz alledem und alledem glauben wir an den Sieg des Lichtes und Rechtes und hoffen wir, daß der Heiland der neuen, unserer Zeit, der Riese Proletariat erstarten und die höchsten HoffWodan, Holda, Perchta treiben ihr Wesen in den Nächten, da nungen der Menschheit erfüllen wird. In dem Sinne feiern wir Wodan als wilder i froh und getrost unser Julfest, unser Weihnachtsfest! der Sturm schauriger, wilder heult als sonst. Zum Kampf gegen die ZuchthausVorlage. Der offizielle Kampf gegen das Koalitionsrecht ist nichts Neues würde." Politische Uebersicht. Berlin, den 24. Dezember. Eine Statistik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse M mögen. Möge vor allem das Vorbild der alten Krieger, denen es bergönnt war, die ihrem obersten Kriegsherrn, weiland Seiner Majestät dem hochseligen Kaiser und Könige Wilhelm dem Großen, im Fahneneide gelobte Tapferkeit und Treue bis zum Tode auf dem Felde der Ehre zu bewähren, ihren jüngeren Kameraden allezeit ein Ansporn sein, ihnen in Bethätigung aller soldatischen Tugenden auch im bürgerlichen Leben nachzueifern und sich die patriotische Gesinnung von niemandem nehmen au laffen. Potsdam, den 21. Dezember 1898. Wilhelm R. im Deutschen Reich. Bereits im Jahre 1874 brachte die Regierung wäre von Nöthen und sollte im Reichstag, der sich ja mit eine Kontrattbruchs Vorlage. Damals bemerkte der Freifinnige dieser Frage zu beschäftigen haben wird, beantragt werden. Max Hirsch in den Schriften des Vereins für Sozialpolitit: Die Statistik müßte auch die Denunziationen umfassen: die Man eiferte gegen den Kontrattbruch, aber man meinte die Roalitionsfreiheit, die soziale Gleichstellung der Arbeiter. Zahl der Denunziationen, die Zahl der Untersuchungen, die ... Theils wurde in der Erregung wirklich vergessen, daß Kontrakt- Zahl der Anklagen, die Zahl der Verurtheilungen und Freibruch und Arbeitseinstellung zwei ganz verschiedene Dinge Sprechungen, die Höhe der Strafen. Es würde das für die Den preußischen Kriegervereinen sei die Weihnachsgabe gegönnt, find... theils wurde die Erwartung gehegt, daß, wenn das Prinzip Psychologie ein ebenso interessantes Material ergeben wie doch ist zweifelhaft, ob sie tros des neuen Protektorats, das der erst an einer Stelle durchlöchert sei, es bald ganz beseitigt werden für die Politik. Es würde sich vielleicht nicht blos eine Epidemie des König in Gnaden annahm, das ihnen gesteckte Ziel,„ alle ehemaligen fogenannten Verbrechens zeigen, sondern auch eine Epidemie Angehörigen der Armee und Marine unter ihrer Fahne zu Sehr drastisch drückte sich an derselben Stelle Profeffor des Verurtheilens. Wie das massenhafte Auftreten der sammeln, erreichen werden. Vielmehr ist im Wachsen die Zahl Schmoller, der jebige Staatsrath, aus:„ Ich sehe in der ganzen Majestätsbeleidigung eine eigenthümliche Disposition der derer, die nicht soldatische Tugenden" im bürgerlichen Leben ihr Lebensideal erfassen, sondern im Bewegung für Kontrattbruchs- Strafe eine vorübergehende Bolts seele befundet, so befundet die Aburtheilung der zu bethätigen als reaftionäre Philisterstimmung, die eigentlich am liebsten die ganze Freizügigkeit und Koalitionsfreiheit Majestätsbeleidigung eine eigenthümliche Disposition der Gegentheil das staatsbürgerliche Ideal auch im Soldatenwesen lebendig zu erhalten sich verpflichtet fühlen. Die heutigen wieder beseitigen würde, die aber damit doch nicht offen Richter und Staatsanwälte. Kriegervereine aber find Organisationen im Dienste der besigenden hervortreten mag und mun hofft, mit einem strengen Strafgeset Und was insbesondere die Denunziationen betrifft, so selaffen und im Geifte eines Patriotismus, den das arbeitende Volk wenigstens einen Theil des Streifs, der Lohnsteigerung 2c. zu be- würde eine Statistik derselben ein Barometer der öffent nicht als einen wahren und fulturfördernden anerkennt. Darum feitigen, die Fleischtöpfe Egyptens, das heißt die Privilegien der lichen Moral sein und uns erkennen lassen, wie tief die bleibt der Mann des arbeitenden Wolfes, dem die Treue gegen die guten alten Zeit wieder erwecken zu können, wie Laster fich aus Storruption in den gesellschaftlichen Körper eingedrungen ist Ideale seiner Klasse das höchste Gesez, fern jenen Organisationen. drückt. Die unendlich übertriebene Angst vor der Sozialdemokratie in welchen Schichten hauptsächlich das Gift fikt und die Heilung Auch königliche Erlaffe werden daran nichts ändern. und der ganzen Arbeiterbewegung, die den Philister kennzeichnet, der leine Kenntniß unserer ganzen sozialen Bewegung und der Geschichte anzusehen hat. Des weiteren müßten die Majestätsbeleidigungen je nach Ueber das Arbeitsprogramm des preußischen Abähnlicher früherer Bewegungen hat, trägt dazu bei, daß man dafür schwärmt, es müffe irgend etwas geschehen. Dieser feige Philister- den verschiedenen Bundesstaaten eingetheilt werden. Deutsch geordnetenhauses entnehmen wir der Post", die gelegentlich ja finn fühlt sich befriedigt, wenn man, wie er meint, durch ein solches land enthält nicht blos eine Majestät es zählt etliche auch aus amtlichen Kanälen gespeist wird, die folgenden MitGefeß zeigt, daß man noch Kourage habe, gegen die Sterls vor- zivanzig Fürsten, und all diese zweiundzwanzig Fürsten find theilungen: zugehen." Außer der Kanalvorlage wird aus dem Minsterium der öffent gleich souverän, stehen sämmtlich unter dem Schutz des fichen Arbeiten noch eine Vorlage wegen Erweiterung des Den feigen Philistersinn" mögen sich unsere reaktionären Heiß- gleichen Majestäts Paragrapher. Nun hören wir aber Nun hören wir aber Staatsbahnnees eingebracht werden, in welcher voraussporne, die heutigen Vorkämpfer der Zuchthausvorlage zu Gemüthe bei den vielen Majestätsbeleidigungs- Prozessen, die jeder sichtlich auch eine eine weitere Forderung für den Bau führen. Londo Tag bringt, immer dos von Wajestätsbeleidigung des lein bahnen enthalten fein wird. Ministerium Einen weiteren sehr energischen Vorstoß, der mit dem heutigen tönigs von Pre Bn, fast niemals von der Be- des Innern sind Gesetzesvorschläge wegen Reform des Ge biel Aehnlichkeit zeigt, bedeutete der Berlepsch'sche Entwurf Es wäre bon meinde Wahlrechts, betreffend Regelung der Rechtse.= eines Gesezes betreffend die Gewerbe- Ordnung vom 6. Mai 1890. In leidigung eines ander Bundesfürsten. Artikel 4 Nr. 12 hieß es: Der§ 153 erhält folgende Fassung: höchster Wichtigkeit zustellen, wie viele Majestäts- verhältnisse der Gemeindebeamten und die Reorganisation " Wer es unternimmt, durch Anwendung förperlichen Zwanges, beleidigungen, die den vielen hundert Majestätsbeleidigungs- der Polizeiverwaltung in den Vororten von durch Drohungen, durch Chrverlegungen oder durch Verrufs- Prozessen eines jeden Jahres zu grunde liegen, auf jeden Berlin zu erwarten. Darüber, ob eine Novelle zum Vereinsgesetz vorzulegen ist, scheint die Beschlußfassung noch vorbehalten zu erklärung einzelnen der 22 Fürsten entfallet. smo dat 1. Arbeiter oder Arbeitgeber zur Theilnahme an Verabredungen Um den Vergleich noch vollständiger zu machen, fönnte. Der Minister für Landwirthschaft beabsichtigt, wenn die Berhandlungen mit dem schlesischen Provinziallandtage einen der im§ 152 bezeichneten Art zu bestimmen oder am Rücktritt man auch Oesterreich in die Statistik hineinziehen. Defter günstigen Verlauf nehmen, einen Gefeßentwurf wegen Revon solchen Berabredungen zu hindernit, 2. Arbeiter zur Einstellung der Arbeit zu bestimmen oder an der reich hat ähnliche Gesetze wie Deutschland, steht in dem engsten gulirung und Unterhaltung der schlesischen HochwasserVerwandtschafts- und Bündnißverhältniß zu Deutschland und flüsse einzubringen; daneben soll ein Gesezentwurf zur Fortsetzung oder Annahme der Arbeit zu hindern, 3. Arbeitgeber zur Entlassung von Arbeitern zu bestimmen oder hat weit verwickeltere Zustände. Trotzdem giebt es in Dester Erhaltung des Waldbestandes in den Quellan der Anahme von Arbeitern zu hindern, reich so gut wie keine Majestätsbeleidigungs- Prozesse. tunt gebieten dieser Flüsse vorgelegt werden. Nicht ganz wird mit Gefängniß nicht unter einem Monat bestraft. Ist die Es liegt auf der Hand, daß eine solche Statistit ein sicher erscheint es, ob der Stultusminister seine Absicht, den Mir gangbaren Theil der Medizinalreform und die Regelung der Handlung gewohnheitsmäßig begangen, so tritt Gefängniß nicht außerordentlich Tehrreiches Material bieten würde. Wittwen- und Waisenversorgung Waisenversorgung der Boltsunter einem Jahre ein. würden z. B. Aufschluß darüber erhalten, ob die Gesinnung, ich u II ehrer schullehrer in der nächsten Tagung gesetzgeberisch Die gleichen Strafvorschriften finden auf denjenigen An- welche sich in Majestätsbeleidigungen äußert, dem mon- festzulegen, wird verwirklichen können. Ebenso scheint es wendung, welcher Arbeiter zur widerrechtlichen Einstellung der Arbeit oder Arbeitgeber zur widerrechtlichen Entlassung von Ar- archischen Prinzip gilt. oder monarchischen Personen; nicht ganz unzweifelhaft, ob die Verhandlungen wegen Beund daß ein solcher Aufschluß für alle, denen die Monarchie steuerung der Waarenhäuser schon in der nächsten Tagung zu beitern öffentlich auffordert." Die Neuregelung der GeDiese Bestimmungen waren verquidt mit einer Reihe von Maßlich ist, sehr schägbar wäre und nützliche Handhaben zur einer Gesetzesvorlage führen werden. regeln im wirklichen Interesse der Arbeiter, so daß man mit Recht von Herbeiführung besserer Zustände böte, das bedarf keiner hälter der Unterbeamten wird entgegen den Meldungen einiger Blätter auch in diesem Jahre nicht den Gegenstand einer einer Mischung von Arbeiterschutz und Arbeitertrus sprach. Mert näheren Ausführung. besonderen Gesegesvorlage bilden, sondern im Etat vorgesehen würdigerweise ist in der Thronrede vom 6. Mai 1890, in welcher fein." der Entwurf angekündigt wurde, nur vom Arbeiterschuß die Rede, wenn man von den Arbeitsbüchern absieht. M Der ,, ungeschickte" Graf Thun. " Aus bem von Soweit die„ Post". Uebrigens eine Frage: Handelt es sich bei Die schroffe Erklärung des Grafen Thun gegen die diesen vorzeitigen Mittheilungen nicht etwa um die Veröffentlichung Gegen den damaligen Entwurf erhob sich ein erbitterter Rampf. Man begnügte sich nicht damit, auf die Ueberflüssigkeit neuer und preußische Ausweisungspraris ist noch immer Gegenstand von geheimer Aftenstü de? Die Post" befürwortet bekanntlich fchärferer Strafbestimmungen hinzuweisen. In wissenschaftlichen Verhandlungen zwischen Wien und Berlin. Handschreiben die Bestrafung solcher Veröffentlichungen.Als ein Beweis für die mangelhafte Fleisch. Beitschriften ersten Ranges wurde nachgewiesen, daß Abänderungen werden gewechselt zwischen Franz Joseph und Wilhelm II. der Gewerbe Ordnung im entgegengesezten Sinne dringend noth Berlin verlangt eine Richtigstellung" und zwar eine öffent ernährung des deutschen Volkes darf die Absicht der Ameri wendig seien, daß eine wirkliche Stoalitionsfreiheit erst geschaffen, daß liche. In Wien möchte man die Blamage Thun's möglichst faner betrachtet werden, amerikanisches Pferdefleisch den Arbeiterorganisationen weitgehende Zugeständnisse gemacht, vermeiden, um die slavischen Elemente, denen jene Erklärung nach Deutschland zu exportiren. Gin amerikanischer Unter positive Rechte eingeräumt werden mußten. Wir verweisen namentlich auf zwei Artikel im Band 3 des nicht nur willkommen sondern erwünscht war, nicht zu kränken. nehmer hat, wie der Arbeitsmarkt" berichtet, beim Gemeindevorstand Die Diplomatie wird einen Ausweg finden. Das„ Under Metropole von Massachusetts um die Erlaubniß nachgesucht, im städtischen Schlachthause bis auf weiteres 120 Pferde wöchentlich Braun'schen Archiv's von Privatdozent Löwenfeld und Profeffor Herkner, Seite 383 und 567. Damals wurde ganz klar ausgesprochen, geschick" des österreichischen Ministerpräsidenten wird richtig schlachten zu lassen, deren Fleisch in Tonnen verpackt nach Deutschland versandt werden soll. Dr. Burr, Direktor des staatlichen daß die im§ 152 der damals und noch heute zu Recht bestehenden gestellt" und die preußische Regierung wird befriedigt werden. Schlachten zu lassen, deren Fleisch in Tonnen verpadt nach DeutschGewerbe- Ordnung gewährleistete Koalitionsfreiheit feinen Rechts- Denn einer ernsteren Auseinanderseßung wird die österreichische Gesundheitsamts, der zur Begutachtung dieses Gesuches aufgefordert schutz genieße. Wohl sei durch§ 152, Absatz 2 dafür gesorgt, Regierung aus dem Wege gehen wollen. wurde, hat erklärt, daß ihm ein derartiger Fall in seiner Pragis daß jeder stets aus einer Koalition wieder heraus könne; Jedoch man täusche sich nicht. Es steckt etwas hinter des noch nicht vorgekommen sei, daß fich aber vom hygienischen Standdagegen sei die zwangsweise Verhinderung des Eintritts in eine Grafen Thun diplomatischer Entgleisung. Sie war ein Aus punkte gegen die Verwendung von Pferdefleisch als menschliche Koalition völlig straflos, soweit sie nicht gegen das Straf- druck der in den österreichischen Landen mächtig gewachsenen Nahrung nichts einwenden ließe. Unter diesen Umständen wird also gesetzbuch verstoße. Infolge dessen", sagt Löwenfeld, können Macht des Slaventhums, das dem Dreibund nichts weniger der Genehmigung des Gesuches nichts im Wege stehen und die verschiedene Unternehmerverbände zur Zeit einen offenen Krieg ginnen. gegen die Koalitionsfreiheit der Arbeiter und damit gegen das Gejes als freundlich gesinnt ist. Mag die Sache jetzt auch wieder Einfuhr von amerikanischem Pferdefleisch in Deutschland bald be in Szene sezen, und zwar mit rechtswidrigen Mitteln, ohne geordnet werden, es wird Verstimmung zurückbleiben und bei daß das Gesez eine Handhabe gegen solche Verhöhnung seiner Gelegenheit werden neue Trübungen zwischen den NachbarNormen bietet. In Hamburg hat eine Reihe von Unternehmer staaten entstehen; die eifrige Thätigkeit der preußischen Aus. vereinigungen unternommen, den Arbeitern die Vertragsweisungsdiplomaten eignet sich vorzüglich, folche Gelegenheiten bedingung des Austritts aus den Fachvereinen aufzuerlegen. herbeizuführen. Daß solche Vertragsbestimmungen gegen die guten Sitten verstoßen und als unsittlich nichtig sind, bedarf keines Beweises. Das verhindert aber nicht, daß dieses verwerfliche Treiben thatsächlich Erfolg hat." tannt. Juverbindungtreten von Vereinen, der Beitritt von Frauen, in den wichtigsten, wenn nicht in allen Bundesstaaten verboten ist, auf ökonomischem Gebiet bedeutet schon die jetzige Fassung des§ 153 die schlimmste Gefährdung der Koalition sowohl durch das, was er sagt, wie durch das, was er ungesagt läßt.( Vergl. oben Löwenfeld.) Dazu kommt, daß der schwache Ansatz zu einem Koalitions recht, wie er sich in der Gewerbe- Ordnung findet, dem großen Heer der landwirthschaftlichen Arbeiter, der Dienstboten u. f. f. borenthalten ist. Seine Heiligkeit. " Die Berliner Neuesten Nachrichten", die bisher schon neben den Berl. Pol. Nachrichten" als offiziöses Organ des Zentralverbandes deutscher Industrieller galten, ind nunmehr von letzterem durch den Geheimen Finanzrath Jende für den Preis von 500 000 M. erworben worden, um die von dem " Zentralverband" angestrebten 8ollerhöhungen in der Tagespresse wirksam zu unterstützen. Nach diesem Besizwechsel wird es noch mehr als bisher Aufgabe Der Papst empfing am Freitag die Kardinale für die Beglückwünschung zum Weihnachtsfest. Der Papst hielt der Berliner Neuesten Nachrichten" sein, die um Verbesserung ihrer Lebenslage ringenden Arbeiter zu verleumden. Die Organe des dabei eine Rede, in der er unter anderem den Kongreß Bentralverbandes deutscher Industrieller widmen sich dieser Aufgabe gegen den Anarchismus besprach und sich steptisch bekanntlich mit Inbrunst und der Zentralverband selbst läßt sich über dessen Beschlüsse äußerte, da nur die Rückkehr zu diese Angelegenheit viel Geld fosten. Leider sind bisher Geld und christ l'i chen Grundsäßen die Gesellschaft retten tönne. Liebesmih' umsonst gewesen. Auch die nuumehr ganz und offiziell Dann besprach er die Geseze gegen den Klerus in in den Dienst des Groß- Unternehmerthums getretenen„ Berliner Italien und erklärte, daß sie muslos feien, da der Klerus Neuesten Nachrichten" werden das fiegreiche Fortschreiten der Arbeitervom Vatikan nicht loszufrennen sei wegen seiner zu großen bewegung nicht hindern. Anhänglichkeit. Die Bismarck'schen Erinnerungen haben, wegen ihrer Lüden haftigkeit und zahlreichen Irrthümer, eine Fluth von Ergänzungen und Berichtigungen hervorgerufen, so daß von den„ Erinnerungen" " 1 Er verweist auf Vorgänge namentlich in Hamburg. Daß sich in dieser Beziehung seither nichts geändert hat, ist uns allen beDer damalige energifche Kampf gegen die 8umuthungen der Regierungsvorlage war erfolgreich. Nach mehr als Jahresfrist wurde das Gesez betreffend Abänderung der Gewerbe- Ordnung vom 1. Juni 1891 publizirt, welches den 158 in jener reaktionären Form verwirft. Wir sind auf diese Vorgänge zurüdgekommen, weil sie für die Art des heutigen Kampfes wichtige Fingerzeige geben. Der Stampf darf nicht als Abwehrkampf geführt werden; ständig muß Die Stepfis des Papstes gegen die Anarchistenkonferenz betont werden, daß ein wirkliches Koalitionsrecht entspringt dem Unwillen über die Mächte, die dem Rufe der in Deutschland überhaupt noch nicht existirt ufurpatorischen italienischen Regierung folgend in der ewigen faum eine einzige unbestritten oder unwiderlegt bleibt. Jezt hat Sehen wir selbst überhaupt note ab, wo das Stadt" tagten, während der Nachfolger Petri bei Seite gejezt Bon Bismarck ist er bekanntlich als das Karnickel bezeichnet wurde. Aber die Predigt von der Rückkehr zu christlichen worden, das den Kulturkampf gegen Bismard's Willen Grundsätzen hat als Meditament gegen den Anarchismus un vom Zaun gebrochen. Das ist so lächerlich, daß es keiner WiderUnd Falt widerlegt es auch nicht. Interessant, gefähr den gleichen Werth, d. h. die gleiche Werthlosigkeit wie legung bedarf. Die Polizeirezepte der Konferenztheilnehmer. Gerade diejenigen jedoch auch nicht neu, ist, was er über die Verschacherung des Staaten, in denen die papstgläubige Kirche waltet, sind die Kulturkampfes an Rom" und über die schäbige Art, wie er abgedankt wurde, erzählt. Wir werden auf dies wie auf anderes, Brutstätten des Anarchismus. was die Erinnerungen" falsch dargestellt haben, zurückkommen. Juristenrecht. Die„ Münch. Post" schreibt: Heute Vormittag do wurde die 49 Jahre alte Tagelöhnerswittwe Karolina Langwiefer wegen eines Verbrechens der Kuppelei zu einem Jahr ZuchtEine tönigliche Weihnachtsbescheerung. Der Reichs Anzeiger" veröffentlicht folgenden Erlaß des haus verurtheilt. Sie hatte Kenntniß davon, daß der Geliebte ihrer 17jährigen Tochter einmal in ihrer Wohnung in Pasing bei preußischen Königs an den Minister des Junern v. d. Necke: Aus Ihrem Berichte vom 2. November d. J. habe ich mit Be- dem Mädchen nächtigte. Die Frau bat händeringend, daß man sie friedigung ersehen, daß die preußischen Kriegervereine sich zu einem doch nicht bestrafen solle, sie habe gar nicht gewußt, daß dies verLandesverbande zusammengeschlossen haben, um in enger Gemein- boten sei. Der Vorsitzende erwiderte: das Gericht muß fie zu eineut schaft mit den übrigen Landesverbänden Deutschlands die Jahr Zuchthaus verurtheilen. Vielleicht ist ein Begnadigungsgefu h von Erfolg. Interessen ihrer einzelnen Glieder in kameradschaftlichem Geiste hier ist der Gegensatz zwischen dem paragraphirten Juristenrecht Nachdem ich durch den beifolgenden Erlaß und dem Voltsbewußtsein so groß, daß selbst der Richter bedauert, vom heutigen Tage die Satzungen genehmigt und die Wahlen des Ersten Vorsigenden und seiner beiden Stellvertreter bestätigt habe, berurtheilen zu müssen. Da wäre eine Aenderung des Kuppelciwill ich auch dem mir fundgegebenen Wunsche der Kriegerverbände paragraphen dringend erforderlich. Königsberg i. Pr., 23. Dezember. Der Ausschuß des ostentsprechen und das Protettorat über den preußischen Landes Kriegerverband hiermit in Gnaden annehmen. preußischen konservativen Bereins hatte seine Mitglieder zu einer Ich thue es in dem Vertrauen, daß die Vereine in der Bersammlung einberufen, deren Zweck die Bildung eines Vereins Pflege unverbrüchlicher Treue gegen König und zur Bekämpfung der Sozialdemokratie war. Vaterland ftets ihre vornehmste Aufgabe erblicken Mehrzahl der Redner sprach sich gegen die Bildung eines neuen werden, und wünsche, daß die Kriegervereine auf dieser Vereins aus. Schließlich wurde eine Erklärung mit großer Majorität Grundlage sich fräftig weiter entwickeln und ihrem Ziel, angenommen, nach welcher die Bildung eines besonderen Komitees alle ehemaligen Angehörigen meiner Armee und innerhalb des Ausschusses des ostpreußischen konservativen Vereins Marine unter ihrer Fahne zu sammeln, immer näher tommen zu erfolgen hat, das sich die Verbreitung von geeigneten Freilich hatten schon im Jahre 1867 die Abgg. Schulze und Beder gelegentlich eines Gesetzentwurfs betreffend die Koalitionsfreiheit der Arbeiter einen§ 1 beantragt, welcher lautete: „ Alle Verbote und Strafbestimmungen gegen Arbeitgeber und Arbeiter sämmtlicher Gewerbezweige einschließlich der Landwirthschaft, des Berg- und Hüttenbetriebes, der Stromschifffahrt, des Gesinde- und Tagelohn- Dienstes, wegen Verabredung und Vereinigung zum Behufe der Erlangung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen, insbesondere mittels Einstellung der Arbeit oder Entlassung der Arbeiter werden aufgehoben." Man beschränkte sich im Jahre 1869 auf die gewerblichen Unternehmer und Arbeiter, weil, wie es in einem Antrag des Abgeordneten Friedenthal heißt, die Gewerbe- Ordnung sich nur mit gewerblichen Verhältnissen befassen sollte." Troz der halben Anerkennung, die in diesem Antrage lag, hat man der Ausdehnung des geringen Koalitionsrechtes der GewerbeOrdnung auf die übrigen Arbeiterfategorien nicht Rechnung ge= tragen. Diese Ausdehnung, Sicherung und Befreiung des Koalitions rechtes von reaktionären Schranken ist die positive Seite unseres Kampfes gegen die Zuchthausvorlage. Wir wollen durchaus nicht nur negiren, wir wollen auch schaffen und wirken. od dom zu fördern. O Deutsches Deutsches Reich. Die Schriften an die Bewohner von Stadt und Land zur Bekämpfung der Sozialdemokratie angelegen sein lassen wird. Wir sind begierig, die„geeigneten Schriften� kennen zu lernen. Es wird nicht lange dauern, bis die Klinckowström und Junlergenossen Jammerlieder anstimmen, daß all ihr Liebeswerben vergeblich gewesen.— Gotha. sEig. Ber.) Auch der gothaische Landtag ist am 20. d. M. in die Weihuachtsserien gegangen. Einkommen- und Vermögenssteuer-Gesetz und Jagdgesetz sollen erst nach den Ferien erledigt werden, wenn es überhaupt zur Erledigung der elfteren kommt. Diese Strenge'sche Steuerreform findet von keiner Seite des Landtages Sympathie. Der Ertrag der Vermögenssteuer (50i Pfennig pro Mille) soll nach der Vorlage dazu dienen, soviel Termine der Grundsteuer wegfällig werden zu lassen, als diese ergiebt. DaS befriedigt die Agrarier nicht, welche die gänz- l'che Aushebung der Grundsteuer wollen; noch halten dieselben mit Vorschlägen zurück. Die Sozialdemokraten verlangen bis zu 100 000 M. Vermögen pro Mille, von 100 000 bis 200 000 3/4 pro Mille und von 200 000 an 1 M. pro Mille. Vor diesen Sätzen scheuen die Liberalen und reichen Agrarier zurück. Bei der Einkommensteuer wollen die Sozialdemokraten bis zu 5 pCt Progression gehen,(die Vorlage geht bis zu 4 pCt.). was' gleichfalls keinen Beifall findet und immer mit der Befürchtung da- gegen operirt wird. � daß die reichen Leute aus dem Lande ziehen. Gegenwärtig hält das Ministerium bei den Agnaten Umfrage, ob sie bei eventueller Annahme des Gesetzes die vertragsmäßige Summe weiter zu zahlen gewillt sind, da hiervon die Annahme des Gesetzes abhinge. Die Sozialdemokraten verlangen auch das Privileg der Steuerfreiheit des herzoglichen HauseS beseitigt. � Recht ernste Kämpfe scheinen zivischen Landtag und Regicmng bezüglich der Domäncnvcrwaltnug bevorzustehen.' Die Regienmg hat sich in dieser Frage schon schwere Niederlagen geholt und noch ernstere Konflikte hängen in der Lust. Sämmtlichc Domänen und Forsten wurden 1848 als Staatsgut er- klärt, 18SS aber mit sämmtlichen Staatswaldnngen und Gütern zu einer Domäne zusammengelegt, ans deren Einkünften der Herzog seine Zivilliste für Gotha söhne Koburg), 800000 M.. bezieht. Der Mehrcrtrag fließt zur Hälfte der herzoglichen Generalkasse, zur Hälfte der Staatskasse zu. Der Landtag hat das Recht der Mitkontrolle der Verwaltung, was die Regierung auf das äußerste Maß zu beschränken suckt. Im vorigen Jahre streifte der Landtag, weil die Verwaltung sich weigerte, den Bestand des Hochwildes anzugeben, welches die Forste verivüstet und dadurch deren Erträgnisse ganz bedeutend ver- mindert. Gegenwärtig befindet sich der Landtag in Konflikt über folgende Frage: Der Landtag hat das Recht, daß ohne seine Zustimmung kein Theil eines Domänenguts(mit Ausnahme von Parzellen im Wcrthe bis zu 1600 M., und auch bei diesen muß nachträgliche Genehmigung erfolgen) veräußert werden garf. Der Landtag beansprucht nun und zwar mit Recht, daß er auch Uber den Erlös eines veräußerten DomänentheilS mitbestimmen will, was die Regierung ihm bestreitet. Der Landtag hat deshalb konsequent seit einem Jahre jeden Verkauf verweigert und ftagnirt die Verwaltung, Bauthätigkeit zc. Der Abgeordnete Bock wiederholt auch in dieser Session den Antrag auf Aufhebung des Domänenablommens. Ferner stellten die Sozialdemokraten den Autrag auf Errichtung eines Land- Krankenhauses. Dem Jagdgesetz haben die Sozialisten eine Form gegeben, welche die Interessen des Landes gegenüber den Jagdpassionen hoher Herren wahrt und selbst manche Verbesferung angebracht, die von der Kommission angenommen wurde.— „«rober Unfug" tu Sachsen. Das sächsische Ober. landesgericht— so schreibt die„Sächsische Arbeiter-Zeitung'— ist durch seine Rechtsprechung gegen jede Bethätigung der Arbeiter und der Sozialdemokratie zu einer gewissen Berühmtheit gekommen; besonder? der»grobe Unfug' spielt in diesen Urtheilen eine hervor- ragende Roste. Mit einer Logik, die zum Erbarmen ist. steuert daS OberlandeSstericht immer mehr dem Punkte zu, wo überhaupt alles, was ein Sozialdemokrat thut. grober Unfug sein wirb. West davon sind wir schon nicht mehr. Man vergegenwärtige sich nun folgenden Fall: Am Abend des 17. März scS muß wohl gelegentlich irgend einer Veranstaltung gewesen sein) v e r t h e i l t e der Grünwaarcnhändler Genosse Müller m A u e i. V. im Restaurant.Bürgergarten' die auf rothem Papier ednickte März- Erinnerungsnumnier des„Süd- rutschen Postillon" an x beliebige Personen. Das soll deshalb grober Unfug sein, weil— auch Nichtsozialdemokrateu in dem Lokale Verkehren, und weil in der Beilage des Blattes „die Revolution verherrlicht' und sächsischer Behörden ü.s.w. natürlich nicht in schmeichelhafter Weise gedacht wird. Dann hat M. ferner am 1. Mai auf dem Hause seines Vaters eine weiße Fahne mit.einer weithin leuchtenden" rothen Acht zur Feier des Tages gehißt. Das soll ebenfalls grober Unfug lein. Das nicht ganz gewöhnliche Schauspiel, statt einer griin-weihen oder schwarz- Iveiß-rothen Flagge eine derartige Fahne im Winde flattern zu lasfen, hatte„eine Menschenmenge' augelockt, welche über die ominöse Fahne� angeblich ihren Unwillen geäußert haben soll. Das sind die „thatsächlichen Feststellungen", welche dem Schöffengericht und Land- gericht Zwickau zur Verurtheilung Müller's genügten. ES wollte dem Berurtheilten nicht einleuchten, daß in diesen„that- sächlichen Feststellungen" die Kriterien des groben Unfugs gegeben fem sollen. Er legte deshalb Revision ein, welche nunmehr vom OberlandeSgericht verworfen wurde. Dasselbe hielt sich an die.Feststellungen" der Vorderrichter gebunden, da die- selben die Voraussetzungen des groben Unfugs erfüllten. Im ersten Falle sei die„öffentliche Ruhe und Ordnung gefährdet', auch wenn nur ein kleiner Theil des Publikum? sich„beläftigt" fühlt. Im anderen Falle sei die„öffentliche Ruhe und Ordnung gestört', weil das Ansammeln von Publikum, durch die Fahne veranlaßt, ganz„unberechenbare Gefahren" in sich schließe, und der »Univille' des Publiftims festgestellt sei. DaS Urthcil selbst ist gut sächsisch; das heißt der Geist, der die ganze sächsische Regierungspolitik beherrscht, die Gerichts-, Polizei- und Berwalningsbehörden leitet,� er weht auch durch dies Urthoil. Es sind die kleinen Mittel, die in zahllosen Variationen gegen den politischen Gegner angewandt werden, um ihm das Leben recht sauer zu niachen._ Eine neue Gefangnifiordnuug für die preußische Justizverwaltung. sst veröffentlicht worden. Indem wir uns vorbehalten, noch auf den Gegenstand zurückzukommen, geben wir nachstehend einige der wichtigsten Bestimmungen aus dicstr neuen Gefängnißordmmg. Unter den zulässigen Tiözsplinarmittcln sind in§ 58 ge- nannt unter anderen: Entziehung der Bewegung im Freien bis zur Dauer einer Woche, Entziehung des Bettlagers bis zur Dauer einer Woche, Kostschmälerung bis zur Dauer einer Woche, einsame Einsperrung(Arrest) bis zur Dauer von sechs Wochen. Die einsame Einsperrung kann geschärft werden durch Entziehung der Bücher und Schriften, Entziehung der Arbeit, Entziehung des Bett- Ingers, Schmälerung der Kost, Verdunkelung der Zelle. Die Schärfungen werden einzeln oder in Verbindung miteinander für die ganze Dauer oder für einen Theil der Strafzeit, die Schärfung durch Verdunkelung der Zelle jedoch nicht für mehr als vier Wochen ver- hängt. Gegen Gefangene, welche das achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet haben,' ist die Schürfimg der einsamen Einsperrung durch Verdunkelung der Zelle ausgeschlossen. Ihnen gegenüber können neben den anderen DiSzipsinarmitteln auch die in Volksschulen gegen Personen desselben Alters und Geschlechts zulässigen Zuchtmittel zur Anwenduug gebracht werde». § 02 besagt: Die Gefangenen sind, wenn und so oft dies an- geht, zu baden. Kopf- und Bart haar, deren Tracht nur aus Gründe» der Rciulichleit und Schicklichkeit zu verändern ist, werden so oft als nöthig verschnitten. Die zu mehr als einer Woche Gefängniß oder Haft Venirtheilten sind, sofern sie es wünschen, oder die Reinlichkeit verlangt es, wöchentlich einmal zu r a s i r e n. lieber die Beschäfttguna der zu Gefängnißstrafe Berurtheilten heißt es in den§876 und 96: Den zu Gefängnißstrafe Berurtheilten ist in der Regel eine ihren Fähigleiten und Verhältnissen angemessene Arbeit zuzuweisen; auf ihr Verlangen sind sie in dieser Weise zu be- schäfttgen. Unter den den Fähigkeiten und Verhältnissen angemessenen Ar- beiten'sind nicht blos solche zu verstehen, welche der Gefangene schon früher gelernt oder betrieben hatte.— AusnahmSivesse wird den zu Gefängnißstrafe Berurtheilten— namentlich solchen, welche in ihrem bürgerlichen Beruf geistig beschäftigt sind—, sofern sie sich im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befinden und Zuchthausstrafe noch nicht verbüßt haben, mit Genehmigung des Oberstaatsanwalts gestattet, sich selbst zu beschäftigen. Die Genehmigung ist widerruflich.— Im allgemeinen heißt es in 8 71: Bei der Zuweisung von Arbeit an die Gefangenen ist auf ihren Gesundheitszustand, ihre Fähigkeit, ihren Bildungsgrad, ihre Berufsverhältnisse und ihr Fortkommen Rücksicht zu nehmen.— Ausland. Verbot des ungarischen Parteitages. Der ungarische sozialdemokratische Parteitag sollte, wie wir früher mittheilten, in allen Gebieten der sozialistischen Landarbeiter- Bewegung stattfinden. Er war behördlich verboten worden und sollte nun in Budapest stattfinden. Aber auch dort ist er jetzt unter- sagt worden und zwar weil sich unsere Parteigenossen nicht dazu mißbrauchen ließen, der bürgerlichen Oppositton gegen das Regiment Banffy Schwierigkeiten zu bereiten. Der Wiener„Arbeiter-Ztg.' wird darüber folgende Mittheilung gemacht. Die Vorgeschichte dieses Verbotes ist intereffant genug, um er- zählt zu werden; schon deshalb, weil sie zeigt, daß sich die liberale Partei nicht entblödete, sich zur Abwehr gegen die oppositionelle Aktion auch an die sonst so mißachtete, von ihr infam verfolgte sozialdemokratische Partei Heranzubiedermeiern. Schon für den 11. Dezbr. war eine große Volksversammlung unserer Genossen an- gemeldet worden, der ein großer Wahlrechts- Demonstrationsumzug durch die Straßen vorangehen sollte,:,. Ein Mitarbeiter des Re- gierungsblattes.Magyar' Ujsag'.war nämlich im Partei- fekretariat erschienen und hatte zu oiesez Demonstration animirt mit der Zusicherung, daß von der Polstm kein Hinderniß obwalten werde. Nachher aber kam der Pferdt. tist zum Vorschein. Drei Tage vor der Demonstration legte man der Parteileitung eine Re- solution für das Massenmeeting vor, die die Opposition angriff, die Regierung jedoch ungeschoren ließ. Diese Resolution wurde selbst- verständlich abgelehnt— am nächsten Tage erfolgte das Verbot des Meetings. Es folgte die Vorbereitung der Kundgebung vom 18. d. M. durch den Demokratenllub, deren' Gelingen zu vereiteln die Liberalen alle Anstrengungen machten. Eine offiziös Korrespondenz brachte die Meldung, die Sozialdemokraten würden nicht mitthun. Diese Meldung wurde von der Parteileitung dementirt. Nun ver- suchte der Oberstadthauptmann Rudnay sein Glück. Am 14. d. begab sich Genoffe Bokanyi zur Polizei, um sich wegen der Ent- scheidung über die Anmeldung des Parteitages zu erkundigen. Herr Rudnay gab erst ausweichende Antworten, dann gab er nicht un- deutlich zu verstehen, daß. wenn sich die sozialdemokratische Partei in keiner Weise der Aktion der Opposition anschließe, der Abhaltung des Parteitages in Budapest nichts im Wege stehen werde, ebenso habe er gegen einen Demonstrattonsumzug und eine Massen- Ver- sammlnng am 13. d. M. nichts einzuwenden. Genosse Bokanyi ent- fernte sich, ohne hierauf zu antworten. Am nächsten Tage ereignete sich der wohl einzig dastehende Fall, daß die sozialdemvkratffche. Partei von der Polizei förmlich angegangen wurde, eine Massendemo u st ration zu arrängiren; in Bokanyüs Wohnung erschien nämlich ein bekannter Polizeibcamter, „ganz privatim', außerdienstlich, wie er sagte, um Bokanyi vertraulich(ij mitzutheilen, der Oberstadthauptmann ser geneigt, ein Massenmeeting und einen Ilmzug in den Straßen zu genehmigen; zur selben Zeit wie die Protestkundgebung gegen die lex Tisza natürlich... Das Gelingen nun dieser Prottstlundgebung, und zwar nur durch die Theiliiahme der Sozialdemokraten, hat die Behörden ganz aus dem Häuschen gebracht. Darauf also kam als Autwort das Verbot des Parteitages, das durch kein Gesetz motivirt werden kann. Aber für das ungarische Proletariat herrscht eben schon längst der Zustand der gesetzwidrigen Behandlung. Englische Richter über UnternehmcrterroriSmnS. London, 21. Dezember. Ein für die Arbeitersache günstiges Erkennwiß ist zn verzeichnen. Man erinnert sich, daß bei dem verunglückten Streik der Pferdeknechte der Nord-Londoner Straßenbahn im Sommer dieses Jahres gegen die Direktion der Bahn Beschwerde erhoben wurde, Arbeiter gemäß- regelt zu haben, blos weil sie Mitglieder oder Beamte der Straßenarbeiter-Gewerkschaft waren. Die Direftion bestritt dies hoch und theuer, und dabei würde die Sache wahrscheinlich auch verblieben sein, wenn nicht der Vertrag des Grafschaftsraths mit der Gesellschaft ausdrücklich verböte, das Koalitionsrecht ihrer Angestellten zu beschränken und für jeden Ilcbertrettmgs- fall, der schiedsrichterlich festgestellt sei, Geldstrafe festsetzte. Auf grund dieser Bestimmung nahm der GrafschaftSrath die Sache auf, und ward sie dein Lord James of Hereford, einem liberal- unionisttschen Mitglied des Hauses der Lords, zur Uittersuchung übergeben. Dieser hat jetzt nach Verhör aller Zeugen befunden, daß die Sttaßenbahn-Gesellschaft in fünf Fällen schuldig ist, Angestellte wegen Angehörigkeit zu einer Gewerkschaft entlassen zu haben, und sie verurtheilt. für jeden dieser Fälle dem Graf« schaftsrath tausend Mark, insgesammt also Fünf- tausend Mark Geldbuße zu zahlen. Im GrafschaftSrath, wo diese Sache gestern zur Verhandlung kam, ward die Frage aufgeworfen, ob man nicht daS Geld oder wenigstens einen Theil desselben den Gematzregelten zukommen lassen könne; es stellte sich aber heraus, daß die Vollmachten des Raths dies nicht zulassen. Doch hat derselbe Schritte gcthan, bei der Gesellschaft die Wicdcreinstcllung der betreffenden zn erwirken. Es sei noch bcmcrft, daß Lord James os Hereford, der der jetzigen Regierung sehr nahesteht(er ist von ihr in den Peerstand erhöben worden), vor einigen Tagen von den Verttetern der verbündeten Kohlengrnbenbesitzer und der or'ganisirten Bergarbeiter im sogenannten Födrra'nonsgebiet(die Binnengraffchaften) in gemeinsamer Sitzung als Unparteiischer gewählt wurde, um in allen Fällen, wo zwischen beiden Organisationen Streit über den kürzlich abge- schlossenen Tarif-Vertrag entsteht, den Stich-Entscheid zu geben. Als Sir Henry James war er ein in Lancashire von Fabrikanten und Arbeitern häufig in Anspruch genommener Schiedsrichter, der in Sttcitftagen über die so außerordentlich verwickelten Tarife der Baumwollarbeiter ein besonderes Geschick der Vermittelung be- kündete. Sein Urtheil über den vorliegenden Fall sei dem deutschen Reichstag als schätzbarer Beitrag zur Gesetzgebung über g e w e r b- liche Tyrannei empfohlen.— Oesterreich-Ungarn. Von de» Kroate». Die Landtage der unzähligen Vaterländer in der Habsburgischen Monarchie sprechen sehr verschiedene Sprachen und haben sehr verschiedene Art— in einem aber gleichen sie sich: In der parlamentarischen Freude am Unparlamentarischen. Augenblicklich hat Kroatien auf diesem Gebiete einen nennenS- werthen Erfolg erzielt. Aus A g r a m berichtet der„Pcster Lloyd": In der Landtagssitzung war nämlich der neuerwählte Abgeord- nete für Pisarovina, Pfarrer V u k s a n, erschienen. Sofort erhob sich die koalirte Opposition von den Bänken und erhob ein ohrcn- betäubendes Geschrei. Sie riefen:„Hinaus mit ihm l Hinaus mit ihm!" Gleichzeitig wurde mit den Füßen gestampft, auf den Pulten getrommelt und die Sitzdeckel zugeschlagen. Die Szene dauerte etwa fünf Minuten. Präsident Franc iSci, der fortwährend die Glocke schwang, konnte sich m dem heillosen Spektakel nicht verständlich machen. In abgebrochenen Sätzen verwies er darauf, daß ivüffan bis zur Erledigung seiner Wahlprüfung vollkommen berechtigt sei,' im Landtage zu sitzen. Der Lärm dauert trotzdem fort, worauf der Präsident die Sitzung auf zehn Minuten suspendirt. Bei der Wiedereröffnung derselben sagt der Präsident: Die Abgeordneten Kutuzovics und Bedekovics haben durch Lärmen und stürmische Unterbrechung...(Rufe links: Wir haben alle geschrien: Hinaus mit ihml) Endlich kann sich der Präsident wieder verständlich machen; er beantragt für Bedekovics und Kutozovics den protokollarischen Verweis, was die Majorität an- nimmt. Für eine Weile herrschte nun Ruhe. Dann brach ein neuer Sturm los. Unter den Einlaufen befand sich ein Antrag Franl'S und Mile Starcsevics' auf Reinkorporirung D a l m a t i e n S. Nach der Geschästsordmnig werden Anträge, welche nicht von mindestens elf Abgeordneten eingebracht sind, wie Interpellationen behandelt, für welche zwei Tage in der Woche: Mittwoch und Sonnabend an- beraumt sind. Der Präsident erklärt demgemäß, daß der Anttag Franks nur dann verlesen werden könne, wenn der Landtag hierzu seine Einwilligung giebt. Nun erhebt sich Mazzura, einer der Führer der Koalition, und erklärt sich entschieden gegen die Verlesung des Antrages, mit dem man nur dem Volke Sand in die Augen streuen will. Mazzura's Ausführungen bringen die Gegensätze zum Platzen. David und Mile Starcsevics rufen ihm gleichzeitig zu: Sie täuschen! Sie lügen, betrügen; wozu sind Sie hierhergekommen? Gasfabrik'sheld! Mazzura(fortfahrend): Die Antragsteller täuschen sich, wenn sie glauben, man werde in Dalmatien ihre Abficht nicht er- kennen. Starcsevics: Unverschämter Slavo-Serbe! Dann ergreift Starcsevics daS Wort. Die Gallerte, welche die Rede Starcsevics' mit Zsiviorufen begleitet, wird vom Präsidenten zur Ordnung gerufen. Starcsevics behauptet, daß blos die Koalitten die Unruhe im Volke erzeugen. So handeln nur die größten Schurken. Präsident ermahnt den Redner, sich solcher Ausdrücke zu enthalten. StarcSevicS: Bitte, in B u d a p e st bekommt man noch stärkere Ausdrücke zu hören.(Heiterkeit.) Dänemark. Dem dänischen Folkething gingen sozialdemokratische Anträge betreffend die Arbeitszeit und den Staats- beitra'g für Unter st ützungskassen für Arbeitslose zu. Der erste Anttag ist schon früher eimnal eingebracht und einem Ausschuß überwiesen, dort aber begraben worden. Die Partei bringt ihn daher wieder ein. Endlich wurde noch ein Antrag betteffend die Arbeitszeit in Bäckereien überreicht.— Rußland. Die Mthauisch« Bewegung. Man schreibt un»: Die Proteste der Litthaucr und die von der litthauischen sozialdemokrattschen Partei verbreiteten Prollamattonen wegen der Enthüllung des Murawiew-Denkmals in Wilna haben nicht nur in Litthauen selbst, wo eine ungeheure Masse ganz unbegründeter Arrestationen vorgenommen wurden, die Polizei und Gendarmerie auf die Beine gebracht. Auch in Kur- und Livland, wo viele litthauische Arbeiter wohnen, sind zahlreiche Verhaftungen und Haussuchungen vorgenommen. Wenn man, um den Eifer der Polizei während der Denkmals-Enthüllung zu kennzeichnen, noch hinzufügt, daß auf der Grenze und auf den Kordonen die Zahl der Soldaten verdoppelt wurde, daß die preußische Polizei alle litthauischen„Budiker" auf der Grenze durchsuchte und nach Dynamit fahndete, der angeblich nach Litthauen geschickt werden sollte, so kann man sich vorstellen, wie sehr die Regierung um ihren Schergen Murawiew besorgt war. Die Aufstellung eines gußeisernen Abbildes dieses Scheusals fiel dem Feinde des litthauischen Volkes nicht besonders leicht. In der zweiten Hälfte dieses JahrcS hat sich im Auslände ein Verband der litthauischen Sozialdemokratie ge« bildet. Dieser Verband nahm das Minimumprogramm der litthauischen sozialdemokrattschen Partei an. Eine seiner grundsätzlichen For« derungcn lautet:„Zn seinen Aufgaben rechnet er unter anderem llnterslützung des litthauischen Proletariats im Kampfe um die Autonomie Litthauens und die freie Föderation mit denjenigen Nachbarvölkern, die für diese Autonomie Garantie leisten.' Die Ziele dieses Verbandes sind folgende: 1. die Unterstützung der Arbeiterbewegung in Litthauen durch Literatur, Geld und andere Mittel; 2. Förderung und Kräftigung der Arbeiterbewegung im preußischen Litthaucn, in Amerika, London und allen anderen Orten, wo sich litthau'sche Auswanderer befinden;_ 3. Mitwirkung bei der Organisation der litthauischen Intelligenz im Aus- lande,' damit sie später dem litthauischen Proletariat in seinem Klassenkampfe behilflich sein kann und 4. sucht sie die in- und ausländischen Genossen mit der litthauischen Arbeiterbewegung, wie auch mit den litthauischen Verhältnissen überhaupt verttaut zu machen und ihr Interesse für die Arbeiterbewegung Litthauens zu wecken. Dieser Verband besteht aus mehreren Sektionen litthauischer Sozialdemokraten in verschiedenen Städten Europa'S und ans sozial« demokratischen Gruppen Amerika'S. Organe der litthauischen sozialdemokrattschen Partei sind: I. eins nicht regelmäßig erscheinende Rundschau„Der litthauisch« Arbeiter', die in litthauischer und polnischer Sprache heraus« gegeben wird, und von welcher in den nächsten Tagen die dritte Stummer erscheint. An die Redaktion dieser Rundschau, wie auch an die Leiter der ausländischen Seftion der litthauischen Sozial« demokraten Europa's kann man sich per Adresse: Herrn Otto Lang, Zürich V, Hegibachstr. 22, wenden; 2.„Die neue Gesellschaft"(„Nauja Drangija"), eine Wochenschrist, die letzten Herbst zu erscheinen anfing und von der schon acht Nummern herausgekommen sind. Die Adresse der Redaktion und der amerikanischen Sektion ist: 536 S. Paca» Straße Baltimore Md. Nord-Amerika. Da der obenerwähnte Verband A. S. L. S. D. sich ein Partei« Archiv angelegt hat. ersuchen wir alle diejenigen, die irgend Weichs Dokumente und Materialien zur Geschichte der sozialistischen oder überhaupt der revolutionären Bewegung Litthaucns besitzen, uns dieselben im Original oder in Abschrift zur Aufbewahrung zu übersenden. Wir wären dafür um so dankbarer, als der Verband sich mit dem Gedanken trägt, einen geschichtlichen Ueberblick über die sozialisttsche und revolutionäre Bewegung Litthauens heraus- zugeben, er aber diesen Plan nur dann ausführen kann, wenn die- jenigen, die im Besitze von einschlägiger Literatur sind, uns die« selbe zur Benutzung überlassen.— Ästen. In Mittelasien hat die russische Eroberungspolitik wieder einen Schritt vorwärts gemacht— nach der Grenze von Indien hin. Die Eisenbahn von M e r w n a ch K u s ch k ist beendigt worden, so daß die Russen nun hart an der afghanischen Grenze stehen. Diese Bahn hat zunächst blos eine militärische Bedeutung. Der russische Zar nennt das„Abrüstung".— pavfti Die Sozialdemokratie der Provinz Hannoder hält am 3. Januar in Peine im Turner-Restaurant, Rosenthalerstraße, ihren ordentlichen Parteitag ab. Die provisorische Tagesordnung lautet: 1. Bericht über die Thätigkeit des Agitationskomitec's. (Referent H. Meister), 2. Die letzten ReichstagSwahlen(Referent Aug. Brey), 3. Was haben uns die letzten Landtagswahlen ge- lehrt?(Referent Fr. Rauch), 4. Bcrathung der eingegangenen Anträge, 5. Wahl des Provinzial-Agitationskomitees. In Königsberg i. Pr. hat der inzwischen verstorbene Partei- genösse Karl Schmidt und seine noch lebende Eheftau durch Schenkungsurkunde vom 7. Mai 1897 unter der Bezeichnung«Asyl für invalide Maurer" eine Stiftung für Maurer und deren - An einem Tischchen faß ein Mann im Arbeitshemd und Hose, Familien und Wittwen errichtet und dieser Stiftung das Haus Iräume vorhanden sein. Die Bedürfnißanstalten müssen in genügender 3. Sandgasse 8c nebst Hofraum überwiesen. In dem Hause, das Bahl vorhanden und so eingerichtet sein, daß Sitte und Anstand nicht den Kopf auf die Ellbogen geſtügt und starrte in ein zerlumptes 16 Wohnungen enthält, sollen erwerbsunfähige Maurer und deren verlegt werden. Buch. Dicht neben dem Tisch stand ein Kinderbett, auf dem tief einFrauen und Wittwen freie Wohnung und, soweit es möglich ist, eine Arbeiterinnen, achtet darauf, daß vorstehende, zu Eurem Schuße gesunken ein etwa 16jähriges Mädchen saß, anscheinend mit einer Taufende monatliche Unterstützung erhalten. erlassene gesegliche Bestimmungen von Euren Arbeitgebern durch- Flickerei beschäftigt. geführt und inne gehalten werden. Eure Abhängigkeit, Furcht vor Außer Tisch, Bett und Stuhl war kein Einrichtungsgegenstand Aus Offenbach a. M. wird uns geschrieben: Nach unserem Entlassung, sowie Schamgefühl halten Euch oft davon zurück, längst in dem schrecklichen Loche vorhanden; nebenan war noch ein ganz Siege bei der Stadtverordnetenwahl hatten die nationalliberalen Stadtverordneten anfänglich sämmtlich ihre Mandate erkannte Mißstände den zuständigen Behörden, den Fabrikinspektoren, ähnliches, das hoch oben an der einen Wand zwei vergitterte liberalen Stadtverordneten anfänglich sämmtlich ihre Mandate zu unterbreiten. Um es den Arbeiterinnen zu ermöglichen, ohne Fensterchen hatte; in dem Raum war außer einem Bett und einigen niederlegen wollen, ausgeführt hat den Entschluß aber nur einer, Nachtheile für ihre Existenz die Mißstände in den Arbeitsstätten zu Lumpen, die auf dem schwarzen Fußboden lagen, nichts vorhanden. der Kommerzienrath Stroh, vielfacher Millionär und Mitbesizer der weltbekannten Schnupftabal- Fabrik Bernhard u. Ko. Er will nicht beseitigen, sind nachstehende Personen bereit, wahrheitsgetreue Be- In diesen Räumen, die wie eine Belle für schwere Verbrecher erneben Tagelöhnern figen." Seine Klaffengenossen aber fügen fich schwerden entgegenzunehmen und für schleunige Abhilfe Sorge zu schienen, wohnten, athmeten und schliefen Mann, Frau und vier Kinder! Der Miethspreis für diese Höhlen betrug aber noch 108 m. ins Unvermeidliche und hießen, ehe noch unsere gewählten Genoffen tragen. Die Namen der Beschwerdeführer werden streng Ein Keller, der früher als Kohlenkeller gedient hatte, war die ihr Amt antraten, sogar mehrere sozialistische Forderungen gut. So Wohnung einer Frau mit 4 Kindern, und mußte mit 84 M. pro stimmten sie ein müthig zu, daß die städtischen Arbeiter nicht geheim gehalten! Frl. Baader, Strausbergerstr. 28, b. IV. Frau Rauschte, Jahr bezahlt werden! Ein anderer tief unter der Erde liegender mehr als Almosenempfänger behandelt werden sollten. Vorher stand es damit wie folgt: Jährlich waren im städtischen Budget für„ In Rostockerstr. 47, Stfl. II. Frl. Haase, Alexanderstr. 15, v. IV. Frau Keller, mit dem noch ein etwa 3 Quadratmeter großes dunkles Loch standhaltung der Wege" 30 000 M. ausgeworfen; wer davon etwas Jung, Gräfeſtr. 6, 2. Hof I. Frau Luz, Puttkamerstr. 7, Keller. in Verbindung stand, der aber nur ein Fenster hatte und so niedrig für seine Arbeit erhielt, der verlor das Wahlrecht. Jetzt hat aber traße 63, 1. r. Frau Schneider, Höchstestr. 29, I. Frau Sprung, foftete immer noch 90 M. Miethe. In diesem Keller lebten 4 Menschen, Frau Mesch, Lychenerstr, 3, linker Aufg. IV. Frau Tiez. Blumen- war, daß man bequem mit der Hand die Decke erreichen konnte, der Oberbürgermeister Brink sogar angekündigt, er werde nach dem Mariannen- Ufer 7, Hof III. Sprechstunde Mittwoch, abends 7 bis die Mutter mit 2 Kindern, und noch ein Schlafbursche, und dabei Muster von Darmstadt, Mainz und Worms eine Vorlage ausarbeiten 9 Uhr.- Rudolf Millarg, Gewerkschaftsbureau, Annenstr. 16, I. war nur eine einzige Bettstelle vorhanden. lassen, wonach auch städtische Arbeiter nach zehnjähriger Alle Wochentage von 9-1 und 6-8 Uhr. Dienstzeit Anspruch auf Bension sowie Wittwen- und Waisenunterstützung haben sollen. Vom Almosenempfänger zum Der Verband der Maler und Lackirer verlegt am pensionsberechtigten Angestellten, das ist gewiß ein rascher Sprung! 1. Januar seinen Arbeitsnachweis nach der Stralauerstraße 48, Weiter wurde beschlossen, die städtische Thorsteuer für Vieh( mit Aus- Restaurant von Hahn. nahme von Schweinen und Hammeln), solange die Fleischtheuerung währt, nicht zu erheben. Unmittelbar vor der Wahl war dieser Antrag des Genossen Ulrich noch abgelehnt worden. Endlich stellte der Oberbürgermeister in Aussicht, er werde über die gänzliche Aufhebung des Ottroi( der städtischen Verbrauchsabgabe für Nahrungsmittel und Kohle) mit sich reden lassen. Man fieht, was durch stramme Ausnutzung des Gemeinde- Wahlrechts erreicht werden kann. Polizeiliches, Gerichtliches u. f. tv. " " Die Frage der Gründung einer Konsumgenossenschaft großen Stils wurde vor etwas über Jahresfrist in den Kreisen der Hamburger Gewerkschaften ernstlich erörtert. Es geschah Sies, wie uns geschrieben wird, infolge einer Anregung, die von einem Hamburger Großlaufmann ausgegangen war, der sich auf Deutsches Reich. bemerkenswerthen GegenAus Krefeld wird uns geschrieben: In der Sammetfabrit von sozialpolitischem Gebiete in einem Die Sammet faze zu feinen bom großen her Hafenarbeiter- Streit Ebeling u. Cie. streiten 300 Arbeiter weiter. Berufsgenossen befindet. E3 ist der= fabrikanten haben, durch diesen Streit veranlaßt, eine einheitliche fattfam bekannten der die feit einigen Jahren regelmäßig erLohnlifte fertiggestellt, doch wird der Lohn dadurch so gekürzt, daß selbe, diese in keiner Fabrit anerkannt wurde. Es gährt also auch hier. scheinenden Jahresberichte eines Hamburger Exporthauses" herausDie Lohnliste soll am 15. Januar in fraft treten. Am Freitag gegeben hat, die das lebhafteste Interesse aller Sozialpolitiker geAbend noch sind die Arbeitervertreter sämmtlicher Sammetfabriken funden haben und auch im Vorwärts" mehrfach eingehend be mit den Fabrikanten in der Handelskammer zusammen, um einen sprochen worden sind. Um die Frage recht eingehend zu prüfen, gangbaren Weg der Verständigung zu finden. wurde damals eine Kommission gewählt, die das in Betracht 100 Stimmen. Ausland. Nach Verbüfung einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten ist am 24. Dezember ein Redakteur des Voltsblatts für Gewerbegerichtswahlen. Bei der am 20. d. M. vorgenommenen tommende Material studiren und zu gegebener Zeit mit Vorschlägen Wahl der Arbeitnehmerbeisiger zum' Gewerbegericht in Essen siegte an das Hamburger Gewerkschaftskartell herantreten sollte. Nach über Salle" ber Parteigenoffe Mannigel, wieder zu den Seinen die Liste der vereinigten Gegner mit 1618 Stimmen, gegen die des ein Jahr langer eifriger Arbeit ist die Kommission zu folgendem zurückgekehrt. Die überaus harte Strafe war ihm auferlegt wegen Gewerkschaftskartells, mit 1173 Stimmen. Bei der vorigen Wahl Resultat gekommen: Beleidigung der Direktion der Böllberger Mühle, ferner wegen Be- brachten es die Gegner auf 2200 Stimmen, während die Liste der Sie hat dem Kartell die Propaganda der Idee einer leidigung des Bergraths Arndt und des inzwischen verstorbenen frei organisirten Arbeiter 1290 Stimmen auf sich vereinigte. Die Gründung eines Konsum, Bau- und Sparvereins empfohlen und Geh. Bergraths und Hüttendirektors Leuschner in Eisleben, sowie wegen einer Anzahl Notizen, die den Boykott zweier Brauereien Gegner haben mithin einen bedeutenden Stimmenrüdgang zu ver- die Vertreter der Hamburger Gewerkschaften haben mit nahezu zwei betrafen. Boltsblatt" kann die erfreuliche Mittheilung zeichnen, allerdings verloren auch die Gewerkschaften etwas über Drittel Majorität beschlossen, die Gelder für die vorläufige Propaganda zu bewilligen. Damit ist natürlich der Verein selbst machen, daß Genosse Mannigel die lange haft verhältnißmäßig δαξ In Ludwigsburg( Württemberg) wurden 11 Beisitzer von noch nicht beschlossene Sache. Allerdings ist derselbe aus rechtsgut überstanden hat. Möge ihm die wiedererlangte Freiheit auch der Liste der Gewerkschaften und ein Gegner gewählt. formellen Gründen schon provisorisch begründet und die Nachwehen des Kerkerlebens bald überwinden helfen! von der Kommission ausgearbeitete Statut hat die Billigung - Das Reichsgericht hob wegen unrichtiger Anwendung des des Landgerichts gefunden. Nach diesem Statut soll der die Die Angestellten der Kolonialbranche in Paris haben Berein Gestalt einer Genossenschaft mit § 193 ein Erkenntniß des Landgerichts in Königsberg i. Pr. beschränkter auf, das den Redakteur Wilhelm Ratutt von der Königs- fich, wie wir der„ Petite Republique" entnehmen, am Donnerstag Haftpflicht erhalten. Die Genossenschaftsantheile sind auf je 30 M. berger Wolfstribüne" zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt hatte, in zwei großen Versammlungen für den Generalstreit aus- bemessen. Zweck des Unternehmens, bei dem möglichst frühzeitig weil er durch einen Artikel über die ungerechtfertigte Verhaftung von gesprochen. An jenem Tage war die Frist abgelaufen, welche das auf Eigenproduktion gesehen werden soll, ist nach dem Statut: Flugblattverbreitern Staatsbeamte beleidigt haben soll. Die Sache Syndikat den Unternehmern vor etlichen Wochen zur Bewilligung 1. Produktion, Bearbeitung und gemeinschaftlicher Einkauf von wurde dem Landgericht in Braunsberg zur Aburtheilung über- der Forderungen gegeben hatte. Die Unternehmer haben im ab- Lebens- und Genußmitteln u. f. w. für Hauswirthschaft und Gewiesen. Ein anderes Urtheil des Königsberger Landgerichts, wonach lehnenden Sinne oder überhaupt nicht geantwortet, sie vertrauen an- werbe zum Ablaß an die Mitglieder gegen Baarzahlung. 2. Errichtung und Betrieb von Verkehrs- und Handels- UnterRatutt wegen Miniſterbeleidigung 6 Wochen Gefängniß zu verbüßen scheinend auf die bisherige Indolenz der Mehrzahl der Gehilfen. hat, wurde vom Reichsgericht bestätigt. An Begeisterung fehlt es den Gehilfon, wie es nach den Be- nehmungen und einer Sparkasse. richten den Anschein hat, diesmal gewiß nicht. Allerdings ist das bei wirthschaftlichen Kämpfen nicht das allein Entscheidende; die vorhandenen Geldmittel sind sehr gering; die Petite Republique" hat bereits eine Sammlung für die Streifenden eröffnet. = Wegen Beleidigung des Pfarrers Schwemin in Neu dorf im Kreise Neurode wurde der Redakteur des lokalen und provinziellen Theils der Breslauer Bolts wacht", Genosse Ernst Zahn, vom Landgericht in Breslau zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Soziales. " In einer Beleidigungsklage gegen den Parteigenossen Joos, Redakteur des in Gotha erscheinenden, Boltsblatts", hatte derselbe als Verfasser der betreffenden Notiz den Schriftsezer Hildebrand Preußische Sparkassen. Von den 7642977 Sparkassen angegeben, der in seiner Abwesenheit die Aufnahme der Notiz verbüchern, die im letzten Rechnungsjahre im Umlaufe waren, war anlaßt hatte. Joos wurde daraufhin vom Landgericht frei bei 7597 771 der Einlagebetrag bekannt. Derselbe betrug gesprochen. Auf die Revision des Staatsanwalts hat das Reichsgericht das Urtheil aufgehoben und die Sache an das Landgericht zurückverwiesen, weil zu Unrecht angenommen sei, daß Joos seinen Vormann genannt habe. Der Schriftsetzer H., der die Redaktionsgeschäfte mit besorgt habe, könne weder als Verfasser" noch als" Einsender" im Sinne des§ 21 des Preßgesezes angefehen werden. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. An die Bäckerei- Arbeiter Berlins und der Umgegend. Die Kollegen feien darauf aufmerksam gemacht, daß von heute an das Zentralbureau der Lohnkommission sich bei Drescher, Linienstraße 218, Ede Rückerstraße, befindet. Es ist mit Ausnahme der Sonnabende täglich von 3 bis 6 Uhr nachmittags geöffnet und werden daselbst Streifmarken verabfolgt und jede Auskunft in gewerblichen Angelegenheiten ertheilt. Kollegen! In allernächster Zeit werden die Gesellenausschüsse die gestellten Forderungen den Innungen unterbreiten. Da heißt es nun, bei ablehnender Haltung der letzteren gerüstet sein, um in nicht allzu ferner Zeit einen erfolgreichen Kampf führen zu fönnen. Also auf, Kollegen, trage ein jeder sein Scherflein zum Streitfonds bei; wenn alle ihre Schuldigkeit thun, können die Früchte freudigen Schaffens und opferbereiten Handelns nicht ausbleiben. Die Lohnkommission der Bäcker Berlins und der Umgegend. An die Arbeiterinnen Berlins! Die Unterzeichneten treten zur Wahrung des Schußes der Arbeiterinnen mit folgender Bekanntmachung an Euch heran: Die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung, die zum Schuße der Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter erlassen sind, werden vielfach jeitens der Unternehmer nicht beachtet und die Rechte der Arbeiterinnen gekürzt. Durch Gesetz ist folgendes erlassen: Dauer der Arbeitszeit für Arbeiterinnen über 16 Jahre höchstens 11 Stunden täglich, mit einstündiger Mittagspause; an Vorabenden von Sonn- und Festtagen 10 Stunden, die Arbeitsstätte muß bis spätestens 5%, Uhr verlassen tein. täglich 10 Stunden mit einstündiger Mittagspause, sowie ie Jugendliche Arbeiter von 14-16 Jahren dürfen nur 1/2 stündiger Frühstücks- und Vesperpause beschäftigt werden. bis 13,94 über 60 über 150 über 300 über 600 über 3000 bis bis bis bis bis 60 M. 150 M. 300 M. 3000 M. 10 000 m. 28,48 15,64 22,67 3,47 600 M. bei 15,37 5,60 über 10000 M. 0,42 6,67 3. Abschluß von Verträgen mit Gewerbetreibenden und Kaufleuten zweds Erlangung eines Rabatts für den Verein, wie das ja bei allen Konsumvereinen Usus iſt. 4. Errichtung und Betrieb eines Vereins- und Gesellschaftshauses und einer Zentralherberge. 5. Errichtung, Erwerb und Verwaltung gesunder, preiswürdiger Wohnungen, sowie Erwerb und Verwaltung von Grund und Boden zu diesem Zwed, wie zu landwirthschaftlichem Betriebe, Miethung von Wohnungen behufs Wiedervermiethung und Pacht von Land zwecks Bewirthschaftung. Wie man sieht ein reichhaltiges Programm. Ob daffelbe und die Idee der Vereinsgründung überhaupt bei der Hamburger Arbeiterschaft Zustimmung und die nöthige Unterstützung finden wird, muß sich bei der in nächster Woche in den einzelnen Gewerkschaften beginnenden Debatte zeigen. vom Hundert der Bücher. Die einzelnen Stlassen hatten sich vermehrt um Gewerbeordnung dürfen jugendliche Arbeiter in Fabriken nicht vor 4,87 6,27 7,28 von Sonnabend Milde Bestrafung eines Unternehmers. Nach§ 136 ber 4,65 4,43 1/26 Uhr morgens und nicht nach 1/29 Uhr abends beschäftigt werden vom Hundert des Vorjahres. und an Sonn- und Festtagen überhaupt nicht. Ferner darf die Bei einer Eintheilung der Sparkassenguthaben in kleine bis tägliche Arbeitszeit von 14-16 Jahre alten jugendlichen Arzu 300 M., mittlere von über 300 bis 3000 m. und große beitern nicht mehr als zehn Stunden betragen. Entgegen über 3000 M. fommen auf die fleinen Guthaben 58,07 pet., auf diesen Bestimmungen hat der Fabrikbefizer Karl Meinhardt Bruno Meinelt die mittleren 38,04 und auf die großen Guthaben nur 3,89 pCt. der in Penig i. S. und fein Vorarbeiter früh 6 Uhr Sparkassenbücher. Von den 31 651 Sparkassenbüchern mit einem jugendliche Arbeiter Einlagebestande von über 10 000 m. kommen 10 855, also über ein bis Sonntag früh 6 Uhr beschäftigt, und in anderen Fällen Drittel, allein auf Westfalen. bis 10 Uhr abends. Beide Personen hatten sich deswegen vor Die Einlagen haben am Schluß des Jahres 4 967,69 Millionen dem Schöffengericht zu verantworten. Das Urtheil lautete für den Mark betragen, so daß auf ein Sparkassenbuch im Durchschnitte Fabrikbefiger auf 50 m. Geldstrafe, für den Vorarbeiter auf 20 M. 649,97 m. kamen. Inzwischen wird die fünfte Milliarde wohl bereits Die Gewerbe- Ordnung bedroht Verstöße gegen den§ 136 mit Geldüberschritten sein. Bon dem Einlagebetrage fommt ein nicht un- ftrafe bis zu 2000 M. oder mit Gefängniß bis zu 6 Monaten. beträchtlicher Theil auf die 3000 m. übersteigenden großen Gut- Derartig milde Urtheile, die bezüglich der lebertretung des haben". Derselbe beträgt jedenfalls über 1107,78 Mill. Mark, welche Gefeßes eher ermunternd als abschreckend auf die Unternehmer Summe man erhält, wenn man jedes Guthaben über 3000 bis wirken müssen, sind leider in ganz Deutschland an der Tages10 000 m. nur mit 3000 M. und jedes Guthaben über 10 000 m. ordnung. In einem Lande wie Sachsen aber, wo man streitende nur mit diesem Betrage in Rechnung stellt. Es sind 1250,91 Mill. Arbeiter wegen Verletzung des§ 153 zu Strafen verurtheilt, die Mark neu eingelegt und 127,23 Min. Mark an Zinsen gutgeschrieben, zum theil a lles übertreffen, was in dieser Hinsicht je dadagegen 1062,99 Mill. Mart abgehoben worden. Mithin hat eine gewesen, fordern Entscheide wie der des Peniger Schöffengerichts zu Vermehrung um 315,15 Mill. stattgefunden. Nur noch das Jahr einer noch um vieles schärferen Kritit heraus. 1895 beziehentlich 1895/96 hatte mit 845,91 Mill. Mart eine höhere Vermehrung der Einlagen. Von den Einlagen tamen auf städtische Sparkassen 48,28( im Vorjahre 48,12) pet., die Landgemeinde- Sparkaffen 5,52( 5,62), die ( 8,76) pet. und die Privat- Sparkassen 12,38( 12,67) pet. Streis Sparkassen 29,94( 29,82), die Provinzial Sparlassen 8,92 Kündigung und Entlassungen. Gründe für sofortiges Schreckliche Mikstände im Wohnungs wefen herrschen auch Verlassen der Arbeit sind z. B.: Unsittliche Angriffe der Arbeitgeber in Stettin. Aus einem Reisebericht des Oberi nspektors Lieber, oder deren Vertreter, sowie Thätlichkeiten, grobe Beleidigungen, un- dem Geschäftsführer des unter dem Protektorate der Kaiserin regelmäßige Lohnzahlung, bei Affordarbeit nicht ausreichende Be- stehenden Vereins„ Arbeiterheim", welcher Bericht demnächst unter schäftigung u. f. w. Die Kündigungsfrist ist für Arbeitgeber wie dem bezeichnenden Titel„ Ein Gang durch Jammer und von Eisenbahnen in Indochina genehmigt. Arbeiterinnen eine 14- tägige; jedoch kann durch gegenseitige Ber- Noth" veröffentlicht werden wird, giebt die Soziale Praris" einbarung dieselbe ausgeschlossen werden. Wenn Kündigungsfristen folgende erschütternde Schilderung wieder: bestehen, müssen dieselben für beide Theile gleich sein. Die Zinsen, die den Sparern gutgeschrieben find, betragen Tekte Nachrichten und Depelihen. beinahe so viel wie die gesammte Einkommensteuer, die in Preußen Budapest, 27. Dezember.( B. H.) Bon oppositioneller ( mit Ausschluß von Hohenzollern und Helgoland) für 1897,98 auf Seite wird gemeldet, daß der Grpräsident Szilagyi sofort nach rund 135 Millionen Marf veranlagt ist. Wird das Gesammt- Seite Wird das Gesammt Jahreseinkommen der physischen Personen in Preußen auf reichlich den Feiertagen eine energische Altion einleiten werde, um Banffy 10 Milliarden angenommen, so würden die Zinsen der Sparkassen zu stürzen. Als zukünftiger Ministerpräsident ist der Honvedminiſter Guthaben, die allerdings nicht auf physische Personen beschränkt sind, während ein Mitglied der Nationalpartei das Portefenille des Innern über 4 pet. des Gesammteinfommens ausmachen. übernehmen soll. Nach Zustandekommen dieses Kabinets wird dasselbe die dringendsten Vorlagen zur Erledigung bringen, sodann das AbWarschau, 24. Dezember.( B. H.) Die Mickiewicz- Feier geordnetenhaus auflösen und die Neuwahlen ausschreiben. berlief programmmäßig ohne Zwischenfall. Die Einweihung des Dentmals nahm nur eine Viertelstunde in Anspruch. Der General gouverneur Fürst Imeritinski wohnte der Feier nicht bei. Paris, 24. Dezember.( W. T. B.) Der Senat hat die Vor lage über Aufnahme einer Anleihe von 200 Millionen für den Ban Ausstellung von Zeugnissen. Die Arbeiterin hat das Recht, ein Zeugniß über Art und Dauer ihrer Beschäftigung zu verTangen; besondere Merkmale, die Schädigung der Arbeiterin zur Folge haben tönnen, sind ungefeßlich und zurückzuweisen. " Nachdem Lieber eine aus drei Räumen bestehende Wohnung beschrieben hat, wo in dem einen Raum eine Wittwe mit fünf Kindern Haufte und in dem zweiten, der vermiethet war, ebenfalls eine Wittwe mit zwei Kindern, während der dritte Raum zwei Schlafburschen beherbergte, fährt er wie folgt fort:„ Wir traten in ein fast dunkles Loch zu ebener Erde, neben dem sich der oft gefehene Herdwinkel befand; der Geruch war entfeßlich; und doch mußte hier ein Matrose leben mit Frau und sechs Kindern, von denen das älteste noch nicht tonfirmirt war. " Für alle acht Personen waren in dem Loche drei Betten eingeschachtelt! Wie hier Menschenlungen athmen fonnten, war mir wieder einmal ein Räthsel." Freilich sehen die Kindergesichtchen auch danach aus. Und dieses Nest tostete immer noch 132 M. Miethe. Mit die schrecklichste Behausung, die uns in Stettin begegnete, sollten wir indeß bald darauf erst sehen. Paris, 24. Dezember.( W. T. B.) Die Deputirtenkammer berwarf heute die von der Stadt Paris zum Ersatz des Oftrois auf hygienische Getränke beantragten Steuern und ertheilte der Stadt die Befugniß, den Oftroi auf diese Getränke bis zum Ende des Jahres 1899 fortzuerheben. London, 24. Dezember.( B. H.) Daily Mail" wird aus Johannesburg telegraphirt, daß die Tyrannei der Burenpolizei geradezu unerträglich geworden sei. Ein Polizist erschoß den Eng länder Edgar. Heute findet eine Versammlung Johannesburger Bürger statt, in welcher beschloffen werden soll, durch den britischen Konful die Königin von England bitten zu lassen, daß fie deu Druck der Buren ein Ende seye. Gettinje, 23. Dezember.( Voff. 8tg.") In Montenegro find starke Schneefälle eingetreten; der Verkehr ist unterbrochen. Mehrere hundert Soldaten, die auf dem Marsche von Wasojewitschi nach Podgorica waren, wurden in einer Schlucht vom Sturm überrascht. Seit zwei Tagen hat man keine Nachricht von ihnen; zu ihnen zu gelangen, ist unmöglich. Strafgelder. Bestimmungen über Lohnabzüge in Form von Strafgeldern müssen in der Fabrikordnung, die aushängen muß, befannt gege ben sein. Jede Verhängung von Strafgeldern muß der Arbeiterin ohne Verzug mitgetheilt werden. Hygienische und Schutzmaßregeln. Ungesunde Arbeitsräume. Antleideräume, Waschvorrich tungen und getrennte Aborte. Arbeitsräume, Betriebsvorrichtungen, Maschinen und Geräthschaften sind vom Arbeitgeber so einzurichten und zu unterhalten, daß die Arbeiterinnen gegen Gefahren für Leben und Gesundheit geschützt sind. Es ist für genügend Licht, reine gute Luft, Beseitigung von Staub und Abfällen zu sorgen; ebenso sind Schutzvorrichtungen an Maschinen anzubringen. In Anlagen, deren Betrieb es mit sich bringt, daß die Arbeiterinnen sich umkleiden und nach der Arbeit reinigen, müssen ausreichende, für beide Geschlechter getrennte Ankleide- und Wasch hätte. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Berlag von Max Bading in Berlin. Eine entsegliche alte Treppe ging es empor. Draußen war heller, lichter Sonnenschein, aber trotzdem wäre das Loch, das wir betraten, stockfinster gewesen, weil es eben fensterlos war, wenn nicht ein armseliges Petroleumlämpchen ein trübes Licht gespendet Cetinje, 24. Dezember.( W. T. B.) Die vom Schneefturm in der Schlucht bei Lara überraschten Soldaten sind, nachdem das Unwetter aufgehört hat, heute früh in Podgoriea eingetroffen und von der Bevölkerung mit großem Jubel empfangen worden. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. r. 302. 15. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 25. Dezember 1898. Des Weihnachtsfestes wegen erscheint die nächste Nummer unseres Blattes erst am Mittwoch Morgen. Mark. Kommunales. 27. Dezember( 3. Feiertag), vormittags 10 Uhr, eine Sonder- Wer diesen Unsinn nicht glauben will, der lese die„ Kreuzlangt das Ausstattungsstück„ Der dunkle Erdtheil"; im Anschluß Courier" vom Tage vorher, aus dem das ritterliche Blatt ihn natürlichen Farben. Billets à 60 Pf. sind noch beim Genossen nannten Vereine hergezählt, soweit sie in der Millionenstadt tagen, Thiel, Stalizerstr. 35, part., zu haben. Um rege Betheiligung bittet und dann heißt es:" Erwägt man ferner, wie viel gesellige BerDer Vorstand. einigungen der Arbeiter in loserer Form bestehen, und erwägt man, Flugblattvertheilung im fünften Wahlkreise. Die Partei- daß die Mittheilungen des„ Vorwärts" wahrscheinlich lückenhaft sind, genossen werden ersucht, sich zahlreich zu der am Montag, den o kann man ermessen, in welchem Grade das sozialdemo 26. Dezember( 2. Weihnachtsfeiertag), morgens 8 Uhr, stattfindenden ratische Vereinsunwesen schuld daran ist, daß die Nach dem neuesten Bericht der städtischen Stenerdeputation Flugblattvertheilung in folgenden Lokalen einzufinden: Eichhorn, Eltern nicht genügend Zeit haben, sich um ihre Kinder au fümmern." ergas die städtische Grundsteuer 1897/98 die Summe von 16 817 504 Greifswalderstr. 3; Kunow, Mendelsohnstr. 16, Ede Jostyſtraße; Das Beranlagungsfoll zur Kanalisationsgebühr, die mit Snötsch, Hirtenstr. 10, Ede Amalienſtraße: Wittichow, Kleine bas Blatt auf das mereinswefen an fich nicht gut au 1½ pCt. vom Rupertrag erhoben wird, ergab 4 542 088 m. Der Hamburgerstr. 26/27, Ede Elsasserstraße; w. Schmidt, Louisen- sprechen ist, kann man begreiflich finden, wenn man sich vorhält, Nußertrag jämmtlicher Berliner Grundstücke für das Jahr 1897 belief sich straße 5. daß gerade in Hannover erst neulich wieder die Antipoden der hindi wa Die Vertrauenspersonen. 6 Die Bertrauenspersonen. auf 313 865 153 M., 1118 Millionen mehr wie im Vorjahre. Die jungen Straßenhändler, nämlich Offiziere und andere Angehörige der, Zahl der vermietheten oder vom Eigenthümer benutten Wohnungen Am Donnerstag, den 29. Dezember, soll ein Flugblatt ver- prozeß an die Oeffentlichkeit gezogen wurde; in sehr bedenklicher Weise Parteigenoffen und Genossinnen des 6. Wahlkreises! jeunesse dorée in dem Vereinsleben, das durch den letzten Spielerbetrug 468 150 oder 9685 mehr als im Vorjahr. Im Durchschnitt kostete breitet werden. Wir ersuchen mun diejenigen Genoffen und Ge- bloßgestellt worden sind. jede vermiethete Berliner Wohnung 670 M. gegen 600m. im Vorjahr. Die nofsinnen, welche bereit sind, bei der Verbreitung mitzuhelfen, sich Zahl der unvermietheten Wohnungen ergab 22.723 mit einem Miethwerth abends 8 Uhr in folgenden Lokalen einzufinden: Joh. Pfarr, Butlig argumentirt, läßt vermuthen, daß es sich auch die Arbeiters Der Unverstand, mit dem das staatserhaltende Blatt im ganzen von 10 107 910 M., d. h. durchschnittlich pro Wohnung 445 M.; im straße 10. Fr. Gleinert, Müllerstr. 7a. H. Schulz, Schwarzkopff- vereine Vorjahr standen 24 909 Wohnungen leer, deren durchschnittlicher Straße 11. 23. Brinkmann, Brinzen- Allee 21. G. Herrmann, But es zu ähnlichen Zweden gebildet denft. G Eigentlich ist Wiethwerth 451 M. pro Wohnung ergab. Was die Gewerbesteuer buserstr. 45. aber schon mehr als Understand, wenn das Blatt als betrifft, die mit 150 pCt. des Veranlagungsfoll in Berlin aus Ruppinerstr. 42, Ede Schönholzerstraße. H. Hoppe, Aderstr. 145. der Armen nennt und wenn es von den sozialdemokratischen Eltern O. Bachgänger, Swinemünderstr. 96. R. Rosin, Mitglieder der Diskutir- und Gesangsvereine gerade die Aermsten geschrieben wurde, so wurden zu derselben für 1897/98 veranlagt 9. Augustin, Kastanien- Allee 11. 67 352 Betriebe in 4 Klaffen( 1220 in Klasse 1, 1761 in Klasse II, im Ganzen verlangt, sie sollen gerade die Zeit von 9 Uhr abends bis Mitternacht 10 904 in Klasse III, 53 513 in Klasse IV) mit zusammen 7180047 m. Freie Volksbühne. Die vom Vorstand und der Ordner- eine beisammen denn zu diesen Stunden sind doch erst die Ver Die Betriebssteuer ergab für 17 067 Betriebe 287 851 M. Die Kommission beschlossene Einrichtung einer neuen 6. Abtheilung bei unseren Gegnern erbärmlich schlecht um die Gründe im Kampf zur Erziehung der Kinder verwenden. Es muß Imfagsteuer, welche mit dem 1. April 1897 in traft trat, erhöhte die erfordert, obwohl zahlreiche Meldungen neuer Mitglieder gegen die Arbeiterschaft bestellt sein, wenn schon zu solchen ThorSteuer auf den Verkauf unbebauter Grundstücke auf 1.pCt. des bereits vorliegen, dennoch die Mitwirkung aller Mitglieder des gegen die Arbeiterschaft bestellt sein, wenn schon zu solchen ThorWerthes und dehnte die Steuer auch auf den Eigenthums- Vereins, zur baldigen Füllung dieser Abtheilung. Zur Vermeidung heiten gegriffen wird. Erwerb im Zwangsversteigerungsverfahren aus. Im ganzen ergab finanzieller Schwierigkeiten mögen daher die Mitglieder in ihren die Umfassteuer 1866 010 M. Die Hundesteuer brachte 1898 für Familien- und Bekanntenkreisen für diesen 8wed wirken. Da die erste 28 953 besteuerte Hunde einschließlich der Reste 515 538 M. ein. Das Borstellung der 6. Abtheilung bereits bestellt ist, liegt es im Gesammtsoll der Staatssteuer ergab für 1897/98 in Berlin Interesse aller Mitglieder, Jnteressenten baldigst auf uns're Zahlstellen 28 624 991 M. oder mehr gegen das Vorjahr 1 533 448 M. Das aufmerksam zu machen. Mitglieder zu den anderen Abtheilungen Ergänzungssteuersoll stellte sich auf 4111 912 M., somit Gesammtsolt fönnen zur Zeit nicht aufgenommen werden. Ferner werden diean Einkommen- und Ergänzungssteuer für Berlin 27 736 903 m. jenigen, welche das Recht der Mitgliedschaft behalten wollen, darauf Die Zahl der zur Gemeinde Einkommensteuer eingeschästen aufmertsam gemacht, ihre Beitragsreste zu berichtigen, da nach drei Bersonen ergab 125 739 Personen mit 801 773 M. zur untersten monatlicher Rückständigkeit der Beiträge die Mitgliedschaft erlischt. Stufe Veranlagte, ferner 530 186 Benfiten oder 22 344 mehr Die Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt durch den Vorstand nach als im Vorjahre, die 26 019 769 M. Steuer aufzubringen der Anmeldung in einer Bahlstelle gegen Hinterlegung des Einhatten; die Steuerpflichtigen mit bis 3000 M. Jahres- Ein- schreibegeldes und eines Beitrages von je 65 f. kommen brachten 4 779 788 M. Steuern auf, die mit über 3000 m. Am Neujahrs- Sonntag beginnt die nächste Serie der Am Neujahrs- Sonntag beginnt die nächste Serie der dagegen 21 239 981 M. Die Summe sämmtlicher ausgeschriebenen Borstellungen unter Leitung des Ober- Regiffeurs Etenern in Berlin ergab an Staats- und Gemeinde- Einkommens A. Steinert und der Gäste Herren Gustav Kober, Aschensteuern 54 598 374 M. Die Summe aller von den städtischen Steuer- ba ch, Franz Haid vom Lessing- Theater, vom Deutschen Theater tassen einzuziehenden Steuern( Staats- und alle Gemeindesteuern) Richard Sormeo, Friedrich Kaißler, Fräulein Marie ergab 97/98 82 156 973 M., von denen 78 793 612 M. wirklich ein- olgers mit Wallenstein's Tod" von Fr. Schiller. Die gingen, d. h. über 5 Millionen Mark mehr als im Vorjahre. Als Borstellungen folgen im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater am Reineinnahme verblieben an Gemeindesteuern 50 310 781 m, an 1., 8., 15., 22., 29. Januar und 5. Februar, nachmittags 23/4 Uhr. Staatssteuern 27 563 230 m. Der Vorstand. J. A.: G. Winkler, Kirchhofstr. 46, II, Nixdorf- Berlin. Borstellung in der Urania, Taubenstraße. Zur Aufführung ge- 3eitung" vom Donnerstag oder den„ Hannoverschen daran erfolgt die Borführung von farbigen Photographien in abdruckt. Es werden aus unserem Vereinskalender alle vorhin geTokales. Die Vertrauenspersonen. Zur Weihnachtszeit großes, neues Gefängniß errichtet worden. Wir entnehmen einer Preußische Kultur. In Tegel bei Berlin ist bekanntlich ein Schilderung der Anlage dieser Strafanstalt die Mittheilung, daß der Gefangene, wenn er Besuch erhält, in eine Belle geführt wird, die mur durch ein Fenster mit dem Nebenraum verbunden ist, in welchem sich der Besuch befindet. Diese Deffnung in der Wand, durch die zur größeren Sicherheit ist das Eisengitter noch mit einem dichtgesprochen wird, enthält ein sehr startes Eisengitter und effect machigen Drahtgeflecht überdeckt. Im Plötzenseer Ge fängniß fonnten die Gefangenen wenigstens hinter einer Barrière stehend offen mit den Angehörigen sprechen. In der neuen Straf anstalt stehen sie hinter einer vergitterten und drahtüberflochtenen aueröffnung und könnten Weib und Kind nicht einmal die Hand reichen. Kultur! Ueber die Schwierigkeiten, Gasauschluß zu erhalten, wird noch immer selage geführt, obwohl die städtische Verwaltung der Gaswerke fortgesetzt zur Entnahme von Gas einladet und für die Legung der nöthigen Zuleitungsröhren das größtmöglichste Entgegentommen in Aussicht stellt. Im Gegensatz zu dieser Ankündigung hört man fast überall, wo derartige Anträge bei der Gasverwaltung gestellt worden sind, über Mangel an Entgegenkommen klagen. Der folgende Fall, der von einem im Norden der Stadt wohnenden Hausbesizer in einer öffentlichen Versammlung mitgetheilt wurde, ist für das Entgegenkommen der Gasverwaltung bezeichnend. In Die Parteigenossen des ersten Wahlkreises arrangiren am einem Hause auf dem Gesundbrunnen wünschte ein im Vorderhause heutigen ersten Weihnachtsfeiertag, mittags 12 hr, eine Matinee im scheint das böse Gewissen derer, die am Fortbestehen der göttlichen zwei Treppen hoch wohnender Gewerbetreibender eine GasFeenpalast; sämmtliche Künstler treten in ihren bekannten Glanz als zu anderen Zeiten. Anders ist es nicht gut zu verstehen, daß der erforderlichen Zuleitung wurde gestellt unb man glaubte, Weltordnung noch ein Interesse haben, etwas stärker zu schlagen, fraft- Maschine aufzustellen. Der Antrag auf Herstellung nummern auf. Entree 30 Bf. Billets find bei folgenden Genoffen die gegnerische Presse in ihrer Weise jett um das Wohl der prole= zu haben: Mörschel, Jüdenstr. 35; Gärtner, Molkenstr. 12; Preuß, tarischen Jugend höchst besorgt thut. Nicht allein, daß sie als im ganzen Grundstück Gasleitung zur Beleuchtung vorhanden daß diese um so weniger Schwierigkeiten machen würde, Neue Friedrichstr. 20; Täterow, Annenstr. 26; Felgentreff, Dresdener- tarischen straße 33; Mehner, Oranienstr. 184, und an der Kasse. Um zahl- jo manche Kinder bei Tages- und vielfach fentimental wird ob des leidigen Umstandes, daß ist. Der Gasinspektor erklärte es indeß für nöthig, daß für den reichen Besuch bitten Nachtzeiten auf der Motorbetrieb eine befondere Zuleitung von der Straße her angelegt Straße mit Weihnachtsbaumi- Schmuck und Hampelmännern Die Parteigenossen und Genoffinnen des zweiten Wahl- handeln müssen, nein, sie schaut in der Wesen Tiefe und spürt dem zahlung von der Gasverwaltung für die Herstellung der erforderwerden müsse, deren Kosten auf 200 m. veranschlagt und deren Bes freises werden ersucht, Donnerstag, den 29. 5. Mts., abends Ürgrund dieses unangenehmen, weit nach außen in die Erscheinung ichen Buleitung zur Bedingung gemacht wurde. Die Kosten wurden 7 Uhr, fich in folgenden Lokalen zur Flugblatt- Verbreitung recht tretenden Uebels nach. Da ist denn nun mit Aufwendung von sehr bezahlt, die Arbeiten hergestellt und der Gasmotor in Betrieb gefekt. zahlreich einzufinden: Schonheim, Gräfeftr. 8; Ewald, Schönlein viel moralisch- politischem Schweiß die Entdeckung gemacht worden, daß Bur Besänftigung der schmerzenden 200 M. theilte der Gasinspektor straße 6; P. Müller, Gräfestr. 31; Raumann, Blücherstr. 42; Linde- das Vereinswesen der Arbeiterwelt schuld ist an den dem Zahlenden mit, daß die Sache viel theurer geworden wäre, mann, Moritstr. 9; Saß, Markgrafenstr. 102; 8ubeil, Lindenstr. 106; häßlichen Erscheinungen, die dieser Theil des Straßenbildes zeigt. wenn der Motor etiva in einer höheren Etage hätte aufgestellt Lüdtke, Boffenerstr. 10; Rizing, Bellealliancestr. 74; Faller, Pallas- Vom Vorwärts", so argumentirt der Entdecker, wurde neulich werden müssen. Nach wenigen Wochen schon ergab sich die Nothstraße 16; Werner, Bülowstr. 59. Die Vertrauenspersonen. erwähnt, daß unter den Händlern im Kindesalter manche Bürschchen wendigkeit, den Gasmotor im Hintergebäude des Grundstücks aufzu Die Parteigenossen des vierten Wahlkreises( Süd- Osten) find, welche die Gelegenheit benutzen, sich ein paar Groschen zu ver- stellen und wieder wurde der Gasinspektor hinzugezogen, um die Die Parteigenossen des vierten Wahlkreises( Süd- Osten) dienen, von denen die Eltern nichts wissen. Hier ist der Hebel an- nöthigen Aenderungen wegen der Gaszuleitung anzuordnen. Der veranstalten am 26. Dezember( 2. Weihnachts Feiertag) 12 Uhr zufeßen. Die armen Kinder find unmoralisch. Ist es da pure aber erklärte diesmal latonisch: Na, mun können Sie das Gas mittags im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, eine Matinee, Boshaftigkeit von der Sozialdemokratie, daß sie der heutigen Ge- auch aus der Beleuchtungszuleitung nehmen. Die erste Zuleitung die ihres interessanten Programms wegen Beachtung verdient. Das sellschaftsordmmg die Schuld an den Haupt- und Nebenübeln der für 200 m. liegt feit jener Zeit unbenugt unter dem Bürgersteig. gesammte Künstlerpersonal des Instituts unter Leitung des Herrn M. Haskel tritt an diesem Tage in seinen bekannten Glanznummern nicht um die Erziehung der kindlichen Straßenhändler, nicht Kinderausbeutung zuschreibt? Die Eltern fümmern sich einfach auf. Billets à 30 Pf.( Programme gratis) sind an den bekannten Mit dem Bau des neuen Kinder- Asyls ist nunmehr be Stellen zu haben. etiva, weil sie selber Brot schaffen müssen, sondern weil gonnen worden. Das Asyl erhält seinen Plaz auf dem Grundstück fie die gaffenden Tages- oder vielmehr Abendstunden in den Diskutir, traffierstraße 21 und 22, wo früher givei alte Häuser Der fozialdemokratische Wahlverein für den vierten Sänger, Raucher-, Musik-, Vergnügungs-, Turn, Schwimm- und standen, die von der Stadt Berlin angekauft und vor kurzem abBerliner Reichstags- Wahlkreis Südosten veranstaltet am Naturheilvereinen zubringen. gebrochen worden sind. = Frieden auf Erden.. Wieder ertönt die frohe Botschaft der Christenheit. Aber der falbungsvollen Verkünder Friedenswort gleicht dem tönenden Erz und läßt die Herzen falt. Denn zu ungeheuerlich ist der Gegensatz zwischen dem holden Wort und der Wirklichkeit. In Waffen starren die Völker. Militärvorlagen-Borboten des dräuenden Weltkrieges- beschäftigen die Parlamente der Nationen, die an der Spitze der Menschheits- Zivilisation zu marschiren sich rühmen. im höchsten Grade vervollkommneten Gewehrs fich auf das 40 fache der 1870 in den Händen der Soldaten befindlich gewesenen stellen wird; das will besagen, daß bei dem gegenwärtigen Stande der Technik sämmtlichen Staaten in ganz kurzer Zeit eine vollständige Neubewaffnung bevorsteht, wenn nicht vorher schon den weiteren Vorarbeiten zum Kriege eine Grenze gesteckt wird. Nach unserer Berechnung müßten Deutschland, Frankreich, Rußland, Oesterreich und Italien für diese Umarbeitung der Schußwaffen der Infanterie eine Summe von rund 4000 Millionen Frants verausgaben. Es dürfte genügen, hier einige Daten über die Wirkungen des neuen Gewehrs im Vergleich zu dem in den Kriegen von 1870/71 und 1877/78 benutzten anzuführen. So haben die Gewehrkugeln der Chaffepots, Berdan- und preußischen Zündnadelgewehre bei einer Distanz von 1600 Metern den menschlichen Schädel nicht mehr durch bohren können, während ein aus dem jezigen fleinkaliberigen Gewehr abgegebenes Gefchoß bei einem Abstand von 3500 Metern noch starke Ochsenknochen zerschmettert. Nicht geringere Erfolge sind auch in der Vervollkommnung der Geschosse erzielt worden. Die Verwendung von Stahl zu ihrer Her stellung ermöglicht es, sie mit einer bedeutend größeren Anzahl von Kugeln zu füllen, während obenein die dem Pulver gegenüber vierfach stärker wirkenden Explosivstoffe überhaupt jeder einzelnen Kugel und jedem Splitter eine größere Durchschlagskraft verleihen. Im kommenden Kriege werden Granaten, weil sie eine Fläche von geringerem Umfang bestreichen, feltener gebraucht werden, als die Chrapnells. Diese werden das Hauptgeschoß der Artillerie bilden. Die Shrapnells vom Jahre 1870 zerplatten mur durchschnittlich Da wird das Erscheinen der Uebersetzung des umfangreichen in 37 Theile, während die modernen bis zu 340 Theilstücke von sich russischen Buches von Johannes v. Bloch" Der zukünftige Krieg in geben. Was die Playgranaten anbelangt, so ist eine direkte Gegentechnischer, wirthschaftlicher und politischer Beziehung" angekündigt. überstellung der heutigen und der von 1870 nicht möglich; immerhin Dies ist das Buch, aus dem Zar Nikolaus die Anregung zu ſeinem mag folgende Zusammenstellung einen annähernden Begriff von dem -halb utopistischen, halb komödienhaften Friedensmanifeft geVerhältniß geben: Eine Gußeisen- Bombe im Gewicht von 37 kiloschöpft haben soll. Die wichtigsten Ergebnisse des Buches werden gramm, welche bei Benutzung von Salpeterpulver in 42 Splitter jezt in der letzten Nummer der Zeitschrift für Sozialwissenschaft" Wie die Gewehrkugeln, werden auch die Artilleriegeschosse eine zerfällt, liefert, wenn sie mit Byrorilin gefüllt ist, rund 1200 Splitter. mitgetheilt. Der erste Abschnitt dieses Artikels sei hier wieder mit denen der Vergangenheit gar nicht zu vergleichende Wirkung Mit der Verstärkung der Stugel- und Splitterzahl, sowie der gegeben eine Weihnachtsepistel von unendlicher Eindringlichkeit! ausüben. Professor Langlois berechnete im Jahre 1891 die seit Gewalt, mit der sie auseinanderstreben, gewinnen auch die von Die Fortschritte der Waffentechnik und der 1870 geschaffene Verstärkung der Wirkung von Artilleriefeuer an der ihnen bestrichenen Flächen an Ausdehnung. Die Splitter und 8ukunftstrieg. Hand aus der modernen Praxis geschöpfter Daten in folgender Weise: Kugeln verbreiten Tod und Verheerung nicht nur, wie 1870, im una Die Vervollkommnung der Hand- Feuerwaffen, der technische Die modernen Geschüße werden dem Feinde in offenem Felde bei mittelbaren Umkreis des Strepierpunktes, sondern auch noch auf mehr Fortschritt auf diesem Gebiete, schreitet mit ungemeiner Schnelligkeit Abfeuerung derselben Anzahl Schüsse wie im Jahre 1870 einen etwa wie 200 Meter Abstand, selbst in einer 300 Meter übersteigenden borwärts. Nach übereinstimmender Bekundung fast fämmtlicher fünfmal so starken Schaden zufügen, da aber die jetzigen Geschüße Entfernung vom Ausgangspunkt. kompetenter Personen tönnen alle Verbesserungen am Schieß- innerhalb einer gegebenen Zeitdauer die zwei bis dreifache Anzahl Das in jeder Beziehung verbesserte Gewehr und die in hohem gewehr, welche im Laufe von fünf Jahrhunderten, also von der der damals möglichen Schüsse abfeuern können, so läßt sich be- Maaße vervollkommneten Geschüße und Geschosse der Artillerie bilden Erfindung bes Pulvers an, vorgenommen worden sind, fich nicht rechnen, daß die vernichtende Wirkung des heutigen Artilleriefeuers aber lange noch nicht alles, was der Scharfsinn des Menschen zur mit den seit den Jahren 1870, 1877 und 1878 ausgeführten an Be- der vom Jahre 1870 um das zwölf bis fünfzehnfache überlegen ist. Verstärkung der Kampfmittel ersonnen hat; seit den letzten Striegen deutung messen. Diese von Professor Langlois 1891 aufgestellte Berechnung ent- ist eine ganze Reihe sonstiger, und zwar sekundärer Mittel vervollDas Streben nach Vervollkommnung der Waffe wird aber auch spricht jedoch schon nicht mehr den Verhältnissen der Gegenwart. fommnet, zum theil auch neu erfunden worden, welche für den kommenden hierbei noch nicht stehen bleiben, sondern man wird sich in allen Frankreich, Deutschland und Rußland begannen inzwischen mit der Krieg von nicht zu unterschätzender Bedeutung sein werden: Fahrräder, Staaten bemühen, das Kaliber noch mehr zu verkleinern, bis auf 4 Herstellung von Schnellfeuer- Kanonen und laut Angaben von fach Brieftauben, Feldtelegraphen und Telephonleitungen, optische Apparate und selbst auf 8 Millimeter. Zwar stößt vor der Hand das Ueber- verständigen Schriftstellern, wie General Wille, Professor Potocki und für die Tages- und Leuchtsignale für die Nachtzeit, Einrichtungen gehen auf solche Minimalkaliber noch auf erhebliche Schwierigkeiten, anderen noch, darf man ruhig annehmen, daß das Feuer dieser Ge- zur Beleuchtung des Schlachtfeldes, photographische Apparate zur allein die bisher von der Technik erzielten Erfolge verbürgen in ab- schüze durchweg jezt mindestens das Doppelte an Explosions- und Aufnahme der Ortschaften in weitem Umkreis, Mittel zur Obfervirung sehbarer Zeit auch eine leberwindung dieser. Vernichtungsstärfe leistet, wie das von 1891. Es ergiebt sich dar- der feindlichen Heere durch Leitern und Luftballons werden in Ein solches Gewehr wird das jezige aber wieder in bedeutend aus, daß, ebenso wenig wie uns die Bergangenheit hinsichtlich der hohem Maße der Ermittelung der Stellungen und Bewegungen höherem Maße übertreffen, als dieses die früheren. Eine Verkleinerung Hand- Feuerwaffen einen genügenden Anhalt zur Bemessung des gegenüberstehenden Feindes nachhelfen und die Behinderung des Kalibers bis auf 5 Millimeter giebt dem Soldaten die Mög- ihrer fünftigen Wirkungen bietet, es auch an einem rechtzeitiger und wirksamer Anwendung der Waffen gegen lichkeit, 270 Patronen mit sich zu führen statt der 84, mit welchen auch nur annähernden Anhalt zu einer einer Bergleichung den Gegner beseitigen. Auch in dieser Beziehung wird sich also er im Jahre 1877 ständig versehen war eine noch weitere Ver- des Effektes der modernen Artillerie mit dem der früheren der kommende Krieg von den früheren durch Eintreten ganz anderer Hleinerung auf 4 Millimeter gestattet die Mitführung eines Vorraths fehlt. Mit der Einführung des rauchschwachen Pulvers und der Ver- Bedingungen unterscheiden. Im allgemeinen läßt sich sagen, daß in von 380 Patronen, und bei einem Kaliber von nur 3 Millimetern wendung von Ridelstahl einerseits, sowie der Drahtbefestigung der den früheren Kriegen kaum der zehnte Theil der Gesammtbethätigung endlich würde die Zahl der gleichzeitig transportablen Patronen auf Läufe andererseits, wurden Schußwaffen von geradezu furchtbarer von den einzelnen Staaten aufgewendet worden ist, wie sie für den 575 steigen. Brofeffor Gäbler behauptet, daß der Nutwerth des fol Wirkung konstruirt. kommenden in Aussicht genommen ist und vorbereitet sein wird; Eine für die bauliche Entwickelung der Reichshauptstadt vormittags und von 12 bis 2 Uhr nachmittags; e) der Handel mit Interessante Nachricht verbreitet der Konfektionär":" Die bisher Druckschriften auf den Bahnhöfen während der Zeit von 7 bis sechsten Wahlkreises bei Raabe, Kolbergerstraße 23, veranstaltet wird, Auf die Sylvesterfeier, welche von Parteigenossen des unter dem Namen Unter- resp. Oberwasserstraße und an der Schleuse 10 Uhr vormittags; f) die Zeitungsspedition während der Zeit von machen wir unsere Leser hiermit aufmerksam. Der mäßige Eintrittsbekannten Straßenzüge sollen verschwinden. Der dazwischen liegende 4 bis 9 Uhr vormittags. Ant 26. Dezember, dem zweiten Weihnachts- preis von 20 pf. läßt zahlreichen Besuch erwarten. Spreearm soll zugeschüttet(?!) werden. Es soll hier eine Prachtsfeiertage finden lediglich die allgemeinen Vorschriften über die Fest straße errichtet werden, die Kaiser Wilhelm- Denkmalstraße, welche stellung der Zeit zur Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und ihren Anfang an der Schloßbrüde nehmen würde und die bis zur Arbeitern im Handelsgewerbe Anwendung. Gertraudtenbrücke hindurchgeführt wird. Die dazwischen liegende Bauakademie wird abgerissen( 11), an deren Stelle tommt ein freier, reichung eines ausführlichen Berichtes der StraßenreinigungsZur Müllabfuhrfrage. Der Magistrat hat unter Ueber Winters wieder nach Berlin kommen und am 2. März n. I. die Der steierische Dichter Peter Rosegger wird im Laufe dieses Reihe der Vorträge zum besten der Unterstützungskassen des Vereins Berliner Presse beschließen. Eintritt ist frei. mit Gartenanlagen geschmückter Plaz. Es soll hierdurch ein Orgelfonzert. Der Orgelvortrag in der Marienkirche am Mittwoch, würdiger Hintergrund" für das Kaiser Wilhelm- Dentmal ge- Deputation über die Entwickelung und den Stand der Müllabfuhr- den 28. Dezember, mittags 12 Uhr, bringt Weihnachts- Kompofitionen von schaffen werden. Die Anlage dieser Prachtstraße würde einem von frage bei der Stadtverordneten- Versammlung beantragt, dieselbe Bach( Pastorale, Vorspiele, Arie aus dem Weihnachts- Oratorium), Händel allerhöchster Stelle ausgehenden Wunsch entsprechen. Es sollen möge sich nachträglich mit der von der oben genannten Deputation( Kommt all ihr Seraphine), Beethoven( Die Himmel rühmen), Dienel zuerst die Häuser in der Unter- resp. Oberwasserstraße abgerissen beschlossenen Erweiterung der Schuppenanlage auf dem Einlade play Weihnachts- Sonate) 2c., die ausgeführt werden von Herrn Musikdirektor werden. Die Mehrzahl der Besizer dieser Grundstücke hat ihr Eigen- an der Stralauer Allee unter Aufwendung von rund 21 500 Mart Otto Dienel, Frl. Betsy' Schot, Frl. Wilma Enequiſt aus Schweden, der thum den mit den Verhandlungen betrauten Persönlichkeiten bis zum einverstanden erklären. Ferner möge die Versammlung zum Zwecke Harfenvirtuosin Frau Amort Koch, dem Konzertmeister Herrn Leop. Hart1. April nächsten Jahres zu fest bedungenen Preiſen zur Verfügung der vorläufigen Regelung der Müllabfuhr und zur herbeiführung mann, Herrn Nob. Schwiesselmann und Herrn Franz Schmidt. Der gestellt. Für die Durchführung des Projektes ist eine Summe von einer baldigen Entscheidung über die Frage der Müllbeseitigung die 50 Millionen Mark in Aussicht genommen, die aber reichlich wieder Summe von 100 000 Mark zur Verfügung stellen. Konzertaufführung. Die bekannten Arbeiter Gesangvereine gedeckt(??) wird durch die prachtvollen Baupläße, die an dieser Kreuzberger Harmonie"," Freie Liedertafel"," Norddeutsche Schleife" Brachtstraße entstehen werden." Der„ Konfektionär" bemerkt noch, Morgen um 6½ Uhr die 49 Jahre alte Hausbesitzerin Wittwe Marie des Herrn Musikdirektors H. Bleil in der Aktienbrauerei FriedrichsDurch einen Sprung aus dem Fenster hat sich Sonnabend und Sorgenfrei" veranstalten am 3. Weihnachtstage unter Leitung die Nachricht sei ihm unglaublich" vorgekommen, bis ihm Nach- Eicke aus der Friedrichstr. 67 getödtet. fragen bei den Hausbefizern die vorstehend gemachten Angaben be- flagte die Frau über heftige Kopfschmerzen, die aus einem Nerven- Liedertafeln werden unterstützt durch das Symphonie- Orcheſter des Seit einem Jahre schon hain ein Konzert, auf das wir unsere Leser hinweisen. Die genannten stätigt hätten. Mit dieser Prachtstraße wird es wohl ebenso gute leiden hervorgingen und die sie wiederholt zwangen, ärztliche Hilfe Herrn Graß sowie durch die Konzertsängerin Frau PettersonWeile haben, wie mit der Ententeich- Idee. in Anspruch zu nehmen. Freitag Abend war der Zustand, der häufig Münnich, den Oratoriensänger Herrn A. Pfigner und den Organisten Der fann lachen! Kriminalkommissar v. Tausch, welcher wechselte, anscheinend verhältnißmäßig gut. Frau Eide selbst äußerte Herrn Himmel. Aus dem sorgfältig zusammengestellten Programm bekanntlich von dem Disziplinarrichter in erster Instanz zur Straf- erstaunt zu ihrer Umgebung, daß sie sich wieder einmal ganz gut heben wir das Oratorium, Frithjof" von May Bruch hervor, verfegung verurtheilt wurde, ist, wie der Lokal- Anz." meldet, jezt fühle. Ueber Nacht aber scheint ein heftiger Rüdfall eingetreten zu das von den Liedertafeln, den Solisten und dem Orchester vordurch den Spruch des Staatsministeriums mit 11/12 der ihm zustehenden sein. Frau Eide schlief in einem Vorderzimmer an der Friedrich getragen wird. Pension in den Ruhestand versetzt worden. straße. Heute Morgen um 61/2 Uhr erhob sie sich ganz geräuschlos, ging unbemerkt über den langen Wohnungsflur nach der im Seiten beiter in der im Erdgeschoß gelegenen Werkstatt hörten das Aufflügel gelegenen Küche und sprang zum Fenster hinaus. Die Arschlagen auf das Asphaltpflaster des Hofes und eilten der Unglücklichen zu Hilfe. Sie lag mit einem Bruch des Schädels und des rechten Beines und schweren inneren Verlegungen bewußtlos da. Die Arbeiter und der Neffe holten schleunigst einen Arzt. Aber auch dieser konnte nicht mehr helfen. Nach einer Viertelstunde, eben als ein Kopp'scher Rettungswagen fam, um die Schwerverletzte in ein Krankenhaus zu bringen, verschieb sie auf dem eiligst hergerichteten Lager in der Werkstatt. Eine große Blutlache bezeichnete die Stelle auf die die Unglückliche aufgeschlagen war. Ob das helfen wird? Gegen die Züchtigung von Schülerinnen wendet sich folgende, vor kurzem erlassene Verfügung der königl. Regierung in Potsdam:„ Nach dem allgemeinen Gefühl unserer Zeit ist dem Lehrer Mädchen gegenüber törperliche Büchtigung nicht gestattet. Da Mädchen ein reges und empfindliches Chrgefühl zu befißen pflegen, wird es sich empfehlen, bei ihnen als äußerste Strafe die Anweisung eines Plazes auf einer besonderen Bank in der Nähe des Lehrers für kürzere oder längere Zeit als Strafe anzuwenden. Auch in der Dienstanweisung für die Rektoren der Gemeindeschulen in Berlin vom 29. April 1895 wird in§ 18 vor förperlicher Züchtigung in Mädchenschulen dringend gewarnt." Nach Mittheilung des Polizeipräsidiums ist seit dem 7. d. M. aus Breslau die am 6. April 1885 zu Oranienburg geborene Schülerin Frieda Werdermann verschwunden. Sie hat sich unter Mitnahme einer größeren Geldsumme hierher nach Berlin gewandt und treibt sich hier umher. Das Mädchen, das blond und für sein Alter bereits ziemlich entwidelt ist, trug bei seinem Verfchwinden ein grünes Kleid, ein braunes Jackett und eine grün und blau karrirte Tellermüße mit schwarzem Sammetband. Die Eltern bitten, daß ihre Tochter angehalten wird und sichern dem Ermittler thres Kindes eine Belohnung zu. Nachrichten über Frieda Werder mann werden im Polizeipräsidium, Zimmer 38, in den Vormittagsstunden von 9 bis 1 Uhr entgegengenommen. = Zur Hochbahn- Frage. Der Magistrat hat unter Angabe der Gründe der Stadtverordneten- Versammlung in einer Vorlage davon Mittheilung gemacht, daß er sich im Anschluß an das Votum der Verkehrsdeputation dahin entschieden habe, von einer weiteren Verfolgung aller Entwürfe, betreffend die Ueberleitung der elektrischen Hochbahn in eine Unterpflasterbahn, fortab abzusehen. Seinen Verlegungen erlegen ist der 61 Jahre alte Buchbinder Wilhelm Schräwe aus der Brikerstr. 2, der sich vor einigen Wochen in den Mund schoß. Schräwe sollte für seine vor 25 Jahren von ihm geschiedene Frau, die sich bisher selbst unterhalten hatte, jetzt aber nicht mehr arbeiten konnte, forgen, und gerieth darüber in Verzweiflung, so daß er sich das Leben nahm. Treptower Sternwarte. Am 2. Feiertag, Montag, 26. Dezember, wird die Treptower Sternwarte nachmittags 2 ühr, wieder eröffnet und ist tage, nachmittags 5 Uhr, hält Direktor F. S. Archenhold einen Vortrag mit dann wie früher wieder täglich dem Publikum zugänglich. Am EröffnungsDreh- und Lichtbildern Ueber die bevorstehende totale Mondfinsterniß:" Am Dienstag, 27. Dezember, bleibt das Institut wegen der Mondſinſterniß bis morgens 3 Uhr geöffnet. Das Berliner Aquarium hat durch mehrfache Zuführungen aus dem Binnenlande, vom Norden und trotz der ungünstigen Witterung auch aus südlichen Strichen her alle Abtheilungen des Thierbestandes bereichern und ergänzen fönnen. Im Wasservogelhaus fällt eine aus 14 Stöpfen bestehende Gesellschaft jener prächtigen, in blendendes Weiß mit Schwarz ober Blau gekleideten Vögel auf, die zur Winterzeit aus ihrer nordischen Heimath in unsere Gebiete kommen und gemeiniglich„ Seemöven" genannt sich aus verschiedenen Arten zusammen. Die füdeuropäischen Meere Iteferten werden; die von der Ostsee her dem Aquarium zugegangene Kollektion sett. nicht nur mehrere hundert der farbenschönsten und auf zahlreiche Spezies sich vertheilenden Seerosen oder Aktinien, welche den herrlichsten lebenden Schmud der mit ihnen besetzten großen Becken bilden, sondern auch seltene und neue Thiere aus anderen Gruppen, so einen durch seine kugelige Gestalt und sehr feste Konsistenz ausgezeichneten gelben Kieselschwamm( Jethya) und mehrere Exemplare einer ergänzenden langscheerigen Krabbenart ( Lambrus) und dann vor allen Dingen eine an Seltenheiten und Schönheiten reiche Sendung Meeresfische mancherlei Art und Gattung, unter denen sich Braſſen, Schleimfiſche 2c. befinden. Trupp jenes hartnäckigen Sudanvolkes, das erst nach langwierigen Die Krieger des Mahdi, ein aus 40 Köpfen bestehender Kämpfen fürzlich durch Lord Kitchener befiegt wurde, ist auf dem Sonntagsruhe während der Weihnachts- Feiertage. Es Anmarsch nach Berlin begriffen. Es handelt sich indessen diesmal gelten folgende polizeiliche Bestimmungen: In Lebensgefahr geriethen sechs Personen in der vorletzten nicht um eine friegerische Aftion, sondern um einen friedlichen WettA. Bezüglich der äußeren Heilighaltung: Am ersten Sier wohnt im dritten Stod der Kaufmann V. Simon mit seiner Sympathien der Berliner Bevölkerung zu erobern" beabsichtigen. Nacht bei einem Brand auf dem Grundstück Georgenfirchstr. 3. fampf der Krieger im Passage- Panoptikum, wo sie lediglich die Feiertage find verboten; a) öffentliche Tanzlustbarkeiten und Bälle. Frau, drei Kindern im Alter von acht bis zwei Jahren und einem Die Truppe trifft am 3. Januar in Berlin ein und soll am 4. Januar Personen, theatralische Vorstellungen und alle Musikaufführungen, falls Dienstmädchen. Dieses schlief in einem Zimmer des Seiten mit ihren Vorstellungen im Passage- Panoptikum beginnen. nicht der ernste Charakter gewahrt ist; Vorträge, Schaustellungen Das Schlafzimmer der Eheleute liegt neben dem Kinderzimmer an flügels, an das das Kinderzimmer nach vorn zu sich anschließt. und Musikaufführungen in Cafés chantants( Tingel Tangeln). der Georgenkirchstraße. Gestern Abend ließ das Dienstmädchen, als meldeten großen Fabrikbrande Fenerbericht. Abgesehen von dem an anderer Stelle ges Die Bestimmung unter b) findet keine Anwendung auf die VorPrinzenstraße 26 hatte es zu Bette ging, Licht brennen. Sonnabend Dieses muß sie im Schlafe um die Feuerwehr am stellungen in den Theatern im eigentlichen Sinne, d. h. solche, gestoßen haben. Als sie um 113/4 1hr aufwachte, war ihr Gelaß zu nur einige blinde Lärme verzeichnen. Freitag Abend brannten Kleinbeerens deren Zweck es iſt, Schauspiel- Vorstellungen zu veranstalten, bei denen und das Kinderzimmer ganz verqualmt und zum theil auch schon die it raße 5 mehrere Bettſtücke. Blumenstraße 69 gingen ein höheres Interesse der Kunst obwaltet. Das Verbot der öffentlichen Lustbarkeiten erstreckt sich auch auf solche private Luftbarkeiten, Hinterwohnung. Die Tischbede war in Brand gerathen, und das Gardinen und Möbel in Flammen auf. Culmist ra ße 7/8 wurden die geeignet sind, die äußere Heilighaltung der Feiertage zu be- Feuer hatte sich schon verschiedenen Einrichtungssachen mitgetheilt. Körbe und Padmaterial in einem Steller eingeäschert. einträchtigen, also insbesondere solche, deren Geräusch von der Straße Auf das Hilfegeschrei des Mädchens, das die Fenster öffnete, eilten Georgenkirchstraße 3 wurde die Wehr gerufen, weil hier ein aus zu bemerken ist. Als private Luftbarkeiten sind solche au- Hausgenossen vom Seitenflügel herbei und schlugen die Thür- Hängeboden mit Inhalt brannte. Schaldecke und Balkenlager wurden Ein Alarm nach Friedrichstraße 41 füllung ein. Simon, der in der Aufregung keinen Schlüssel finden auch stark beschädigt. zusehen, zu denen nur die Veranstalter, bezw. die Mitglieder der konnte, um die verschlossene Wohnungsthür zu öffnen, zerschlug diese betraf einen Wohnungsbrand, der Möbel und Kleidungsstücke ververanstaltenden Vereine und die von ihnen speziell eingeladenen mit einem Hammer und verschaffte so sich und seiner Familie einen nichtete. Bersonen Zutritt haben, wobei es gleichgiltig ist, ob ein Entree er- Ausgang, während das Dienstmädchen von der Seitentreppe aus hoben wird oder nicht. Am zweiten Feiertage gelten lediglich die schon gerettet war. Die Feuerwehr löschte den Brand in einer halben allgemeinen Sonntagsbestimmungen. Stunde. Nach Aus den Nachbarorten. Weißensee. Die Matinee am zweiten Feiertag fann in der B. Bezüglich des Handelsgewerbes: Von dem allgemeinen Berbot der Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Bei der Verausgabung von falschem Gelde ist gestern Nach- Beit von 12-2 Uhr nicht stattfinden, weil der Polizei diese Stunde Arbeitern am 25. Dezember, dem ersten Weihnachtsfeiertage, mittag der 28 Jahre alte Kellner Schmidt in der Linienstraße ab- nicht beliebt. Die Unterhaltung ist daher auf die Stunden von werden, soweit der Gewerbetrieb in offenen Verkaufsstellen gefaßt worden. Schmidt tam um 21/2 Uhr in das Bigarrengeschäft 2 bis 5 Uhr nachmittags verlegt worden, fie wird abgehalten im stattfindet, ausgenommen: a) Der Handel mit Milch-, mit Back- und von Schnell in der Linienstr. 236, faufte zwei Zigarren zu 5 Pf. Albrechtshof, Parkstr. 13. Es ist ein reichhaltiges Programm vorKonditorwaaren, sowie mit Konfituren während der Zeit von 5 bis und bezahlte mit einem Markstüd. Der Geschäftsinhaber gab arglos gesehen; der Ueberschuß wird zu wohlthätigen Zweden verwandt. 10 Uhr vormittags und von 10 bis 2 Uhr nachmittags; b) der Handel 90 Pf. heraus und sah erst nach dem Weggange des Kunden, daß Auf zahlreichen Besuch rechnet daher Das Komitee. mit Fleischwaaren während der Zeit von 5 bis 10 Uhr vor- das Markstück falsch war. Schmidt fühlte sich, da die Fälschung mittags; c) der Handel mit Kolonialwaaren, mit Vorfost- nicht gleich entdeckt worden war und er von dem späteren Rigdorf. Sozialdemokratischer Verein Vorwärts." Wir er waaren, mit Brennmaterialen, mit Bier und Wein, mit Tabak Borgauge teine Kenntniß hatte, sicher und suchte an der suchen die Mitglieder, welche noch mit ihren Beiträgen restiren, diese und Bigarren, während der Zeit von 8 bis 10 Uhr vormittags; felben Stelle noch eine Mart an den Mann zu bringen. Nach einer bis zum 1. Januar zu ordnen. Die Zahlstellen des Vereins find: 1. Röpfe, Restaurant, Karlsgartenstr. 1; 2. Regerau, d) der Handel mit Blumen während der Zeit von 7 bis 10 Uhr halben Stunde schon fam er wieder und faufte abermals zwei Bigarren. Nun holte jedoch Schnell einen Schußmann, der an der Bigarrengeschäft, Hermannstr. 50; 3. Klein, Restaur., Kaiser und zwar gehen diese Borbereitungen gleichzeitig und gleichmäßig in den Kunden festnehmen. Auf der Wache des 16. Polizei- Reviers fans mann, Zigarrengeschäft, Kirchstr. 1; 6. Sy, Reſtaur., Jägerfir. 9. Ede der Linien- und Prenzlauerstraße auf Bosten stand, und ließ Friedrichstr. 236; 4. Thomas, Restaurant, Bergstr. 162; 5. er allen Kulturstaaten vor sich, so daß unter diesen das Gleich- man noch mehrere falsche Fünfzigpfennig- Stücke bei ihm. Schmidt Vereins befindet sich bei 23 ur bs, Lessingstr. 9. Dieselbe ist täglich Gleichman Kassirer: Gustav Miller, Kirchhofstr. 29, IV. Die Bibliothek des gewicht unverrückt bleibt: es steigert sich nicht die Ueberlegenheit des wurde der Kriminalpolizei am Alexanderplatz zugeführt. einen oder anderen an Kräften, sondern nur die Verderblichkeit der geöffnet. Die Mitgliederversammlungen finden regelmäßig jeden Kriegsbereitschaft für alle. Ein großer Fabrikbrand alarmirte am Sonnabend früh Dienstag vor dem 15. eines jeden Monats statt. Zugleich machen Ueber die Vervollkommnung der Geschütze und Geschosse haben 2 Uhr einen großen Theil der Feuerwehr nach Prinzenstraße 26. wir die Mitglieder darauf aufmerksam, daß am Montag, den wir uns eingehend ausgelassen. Ihnen gesellt sich die besondere Das tiefe Grundstück befigt drei fleine, enge Höfe und ist, mit Aus- 26. Dezember( 2. Weihnachtsfeiertag) im Apollo- Theater, HermannWirkung des rauchschwachen Pulvers, die in der Erhöhung der Treffnahme des Vorderhauses, durchweg mit Fabrithetrieben befeßt. Im straße 48/49, das Weihnachtsvergnügen stattfindet, bestehend in sicherheit besteht, bei. So lange gewöhnliches Schießpulver Ver- Quergebäude und Seitenflügel des dritten Hofes befindet sich die Vokal- und Instrumental- Konzert, Theater- und Spezialitäten- Borwendung fand, lag kein Bedürfniß vor, besondere Maßregeln für die Lampenfabrit von Wild u. Wessel. Der erste Stod des stellung, unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Melodia", Erleichterung des schnellen Feuerns zu treffen, da ein rasches Hinter- Seitenflügels enthält die Ladirerei, während im während im zweiten des Meinhold'schen Zitherklubs" Traurige Saite" und der Geselleinanderschießen einen so dichten Rauch erzeugte, daß man das Stod der Klempnerei und Gürtlerei eingerichtet ist. Gegen schaft Strzelewicz". Nach der Vorstellung Tanz. Anfang 5 hr. Schießen selbst schon nach wenigen Augenblicken einstellen mußte, 2 Uhr brach das Feuer in der Lackirerei aus, hatte aber, Billets à 25 Pf. find in obigen Zahlstellen zu haben. Siehe Annonce. ausgenommen in den Fällen, wo eine günstige Windrichtung den als der erste Löschzug eintraf, bereits seinen Weg durch die Der Vorstand. Rauch vertrieb. Darum hatte damals die Treffsicherheit keine so Transmissionsschächte nach der oberen Etage gefunden, so daß sofort Zum Direktor der neuen Kunstgewerbe- und Handwerkerhohe Bedeutung wie heute. Beim rauchschwachen Pulver läßt sich Mittelfeuer" gemeldet wurde. Branddirektor Giersberg war bald schule in Charlottenburg hat der dortige Magistrat den Stadtaber jetzt nicht nur binnen weniger Minuten eine ebenso große Zahl zur Stelle und ließ mit 8 Schlauchleitungen angreifen. Der bewegte verordneten akademischen Zeichenlehrer Richard Schwarzlose von Geschossen abfeuern, wie früher im Laufe eines vollen Schlacht Raum hinderte die Löscharbeit ungemein, und dazu kam, daß das gewählt. Herr Schwarzlose ist seit Jahren Zeichenlehrer am städtitages abgegeben wurde, sondern auch die Treffsicherheit der jetzigen Feuer an mehreren Stellen wüthete. Nach zweistündiger Arbeitschen Realgymnasium, Leiter der Handwerkerschule und neuerdings Schüsse ist wesentlich gestiegen: die Kanonen schleudern auf eine fonnte das Feuer zum Stehen gebracht werden. Ueber die Ent- auch der Fortbildungsschule. Die neue Kunstgewerbeschule tritt bes Distanz von 1828 Metern je 4 Geschosse in ein und dasselbe stehung des Brandes ist noch nichts ermittelt. Der verursachte tanntlich am 1. April nächsten Jahres in Thätigkeit. Schußloch. Schaden dürfte 20 000 m. betragen, ist aber durch Versicherung Wie die Leistungsfähigkeit, ist die Anzahl der Geschüße in gedeckt. Etwa 70 Arbeiter sind auf Monate hinaus brotlos ge- lottenburg sind die Vorarbeiten so weit gefördert, daß die beFür das künftige städtische Elektrizitätswerk in Char: sämmtlichen Armeen um ein Beträchtliches gestiegen. Wenn man die worden. Bermehrung der Zahl und die Erhöhung der Leistungsfähigkeit in treffende Borlage die Charlottenburger Stadtverordneten- Versamm Diebstahl von Broncefiguren. Verhaftet worden sind, wie lung bereits in ihrer ersten Sigung nach Neujahr beschäftigen Rechnung stellt, so ergiebt sich im Vergleich zu den Verhältnissen des damalige französische um das 116fache, die deutsche um das 42fache fabrit von Bohl u. Sto., Alte Jakobstr. 21, verübt zu haben. Auf Kampf des Herrn von Oppen gegen die ihm nicht genehmen GastKriegsjahres 1870, daß die jeßige Leistungsfähigkeit der Artillerie die gemeldet wird, die Gürtler Grabowski und Scheffte, welche im Ver- dürfte. dacht stehen, fortgesezt Diebstähle in der Broce- und Zintgußwaaren Aus Adlershof wird uns geschrieben: Derordnungsstüßende" übertreffen muß; allein nach Einführung der jest in Aussicht ge dem Hausflur und dem Hofe des Grundstückes stehen Figuren, wirthe wird auch während des Weihnachtsfestes, an welchem von nommenen neueren Geschüßtypen wird sich die Wirkung der Artillerie Vasen und Fontänen. noch obenein verdoppeln. Wollte man, um die Bedeutung dieser Ent- Beit werthvolle Gegenstände, ohne daß Von diesen verschwanden von Zeit zu allen Kanzeln das Friede auf Erden" erschallt, wacker weiteres bisher gelang, 11 wicklung zu veranschaulichen, berechnen, wie hoch sich die Verluste des Beit werthvolle Gegenstände, ohne daß den Dieben auf die Spur zu kommen. In den letzten geführt. Herr v. Oppen hat jedoch in den ganzen Kriegsjahren werden kann! Krieges von 1870/71 belaufen haben könnten, wenn damals schon Tagen wurden die Diebstähle immer häufiger und sogar gegen die Sozialdemokratie gelernt, wie man den Feind angreifen die für den kommenden Krieg disponiblen Geschütze zur Verwendung während der Tagesstunden ausgeführt. Der Kriminalpolizei war muß, wenn es in offener Feldschlacht, also vor den ordentlichen Gegekommen wären, man erhielte eine so fabelhafte Biffer, daß keine es zunächst nicht möglich, der Diebe habhaft zu werden; schließlich richten, nicht gelingt, diesen hartnäckigen Gegner zu überwinden. Da Armee von einer derselben entsprechenden Kopfzahl zusammengestellt wurden sie aber von dem Wertmeister Wittig doch festgestellt. Dieser läßt sich dann am Ende durch ein leichtes Kavalleriegeplänkel in Verbeobachtete zwei Männer, welche auf dem Hausflur herumschlichen. bindung mit einem plöglichen Ansturm an einer scheinbar schwächer Noch aus anderen als den bisher erwähnten Momenten geht die Einer von ihnen betrat auch vorsichtig den Hof, bemerlte jedoch den vertheidigten Stelle, also auf dem Verwaltungswege, der Thatsache hervor, daß fünftig die Opfer ungeheuer viel größere Werkmeister und suchte mit seinem Komplizen zu entfliehen. Mit böse Feind schlagen. Und also wird es gewagt! So hat nun sein werden als bisher. Das neue Gewehr erhöht nicht nur die Gefahr direlt, sondern erschwert oder verhindert auch die Hilfe- Hilfe von Passanten wurden aber beide eingeholt und dem Bolizei- nach diesem Plane Herr v. Oppen dem Gastwirth Schmauser in Gefahr direkt, sondern erschwert oder verhindert auch die Hilfe revier zugeführt, wo man sie als die oben bezeichneten Gürtler fest- Strafmandat über 50 M. zugesandt, weil am Sonntag, den 4. DeAdlershof, um ihm eine fleine Weihnachtsfreude zu bereiten, ein Teistungen für die Getroffenen, da Aerzte und Feldscheerer nicht die stellte. Möglichkeit haben, in den von feindlichen Kugeln bestrichenen Ges zember, ein Verein im Schmauser'schen Lokale ein Vereinsvergnügen bieten Verbandpläße aufzuschlagen; ja, es wird nicht einmal möglich Die Berliner Markthallen find an den beiden Weihnachts- veranstaltet hatte. Herr v. Oppen denkt jedenfalls, wenn er jetzt sein, die Verwundeten vom Kampfplage weg in Sicherheit zu bringen, feiertagen nur in der Zeit von 7-9 Uhr morgens für das faufende seine Strafmandate mit dem§ 132 des Landesverwaltungsdenn die modernen Gewehre tragen noch auf 4, die Geschützkugeln Bublifum geöffnet. Am sogenannten dritten Weihnachtsfeiertage Gesetzes begründet, daß er sich beim Bezirksausschuß auf mehr als 7 Kilometer. findet natürlich die gewöhnliche Verkaufszeit statt. nicht so häufige Niederlagen holen wird, wie bor den = " ordentlichen Gerichten. Aber auch hier wird, wenn auch nicht von Wilhelm Tell", in der Abend- Borstellung wird„ Die Haubenterche" zwischen Bäder und Publikum Herr v. Oppen, so doch die Staatskasse die Kosten tragen müssen. gegeben. Am Montag, dem zweiten Feiertag, gehen nachmittags E. von Großen, die den Bäckergesellen die Erlangung ihrer Forderungen gefagt hatte, er fei einer von ben Woizogen's Komödie„ Das Lumpengesindel", abends das Shakespeare'sche Die Entdeckung einer Petroleumquelle wird aus teiniden- Luftspiel, was Ihr wollt", am Dienſtag Nachmittag„ Des Meeres, une che nicht gönnten, und der nicht eher zufrieden sei, als bis ihm der borf berichtet. Schon ſeit längerer Zeit machten die Bewohner des Liche Wellen", abends bie Willen ſche Gesangsposse, Ehrliche Arbeit in Szene. Stuhl vor die Thüre geſetzt werde. Das Schöffengericht hatte ihr Grundstücks Gesellschaftsstraße 31 in Reinickendorf die Wahnehmung, Die Straffammer Im Theater des Westens wird heute Nachmittag v. Flotow's Oper deswegen zu 1 Monat Gefängniß vernrtheilt. daß das Waſſer des Hofbrunnens nach Petroleum, schmiede, welche Martha", am Montag Nachmittag Nicolai's Oper„ Die inſtigen Weiber" hob das Urtheil auf und sprach den Angeklagten frei, indem fie Eigenschaft sich schließlich in so hohem Maße steigerte, daß das und am Dienstag Abend geht„ André Chénier" in Szene, während am aber die Drohung habe nicht den Zweck gehabt, einen Arbeiter zum und abends Bar und Zimmermann" von Lorking gegeben. Heute ausführte: Der Belästigte sei zwar mit Verrufserklärung bedroht, Wasser gänzlich ungenießbar war und wendet wurde. Nunmehr nahm die Eigenthümerin des Grundstücks die sieben Zwerge“ zur Aufführung gelangt. Am Mittwoch und an den Arbeitsbedingungen zu veranlassen, sondern einen Händler, einen zum Feueranmachen ver- Dienstag Nachmittag Görner's" Weihnachtsmärchen Schneewittchen und Beitritt zu Verabredungen zwecks. Erlangung befferer Lohn- und Veranlassung, das Wasser durch einen gerichtlichen Chemiker unter folgenden Tagen finden Wiederholungen von„ André Chénier" statt. suchen zu lassen. Die vorgenommene Analyse ergab die über- Das Repertoir des Lessing- Theaters wird in der Festwoche durch selbständigen Geschäftsmann zur Boykottirung eines anderen Unterraschende und interessante Thatsache, daß das Wasser des Brunnens Mathias Gollinger", das neue Lustspiel von Ostar Blumenthal und Mar nehmers, seines bisherigen Lieferanten zu zwingen. Eine solche 75 pCt. Petroleum enthalte, daß mithin eine ziemlich starke Petroleum- Bernstein, beherrscht. Die erste Vorstellung findet heute, die ersten Wieder That ſei aber nicht strafbar nach§ 153 der Gewerbe- Ordnung. quelle vorhanden sein muß. Ob diese Entdeckung in irgend einer Sonnabend und Sonntag( Neujahrstag) statt. Daneben erhalten Die Mutter von fünf Kindern solcher Person wegen auf die Anklage holungen am zweiten Weihnachtsfeiertag, am Dienstag, Donnerstag, Weise zu verwerthen oder auszumußen ist, diese Frage läßt sich so Befreiten" von Otto Grich Hartleben und das Lustspiel„ Im weißen Röß'l" ,, Das ist eine schöne Weihnachtsfeier, daß man hier als ohne weiteres nicht beantworten. Um Unglück zu verhüten, hat die einen Blaß im Spielplan, gegteres wird am Mittwoch und Freitas geen bank muß!" So klagte unter Thränen die Frau Pfläge, die mit Polizei zunächst den feuergefährlichen Brunnen unter ihre Obhut werden, während der Hartleben'iche Ginatter- gyflus bei ermäßigten Breifen ihrem 15jährigen Sohn auf der Anklagebant des Schöffengerichts genommen und denselben der öffentlichen und privaten Benutzung am Nachmittage des Neujahrstages gegeben wird. Am zweiten Weihnachts- faß, um sich wegen Mißhandlung zu verantworten. Sie hat sich, entzogen. Hoffentlich wird das Petroleum nicht wieder zu Wasser. Feiertage wird nachmittags Hermann Sundermann's Schauspiel Die wie sie versicherte, bisher in voller Harmonie mit ihrem Manne Aus Spandan wird, berichtet: Als am Donnerstag früh Schorn- Belle Alliance Theaters fündigt für die beiden Feiertage und umgewandelt; er vernachlässigt seine Frau und hat mit einer Ehre" zu ermäßigten Preisen aufgeführt. Der Wochen- Spielplan des durchs Leben gebracht, seit längerer Zeit ist der Mann aber wie steinfeger die äußere Ringchauffee pajfirten, bemerkten sie von dem den Dienstag den Struwwelpeter" als Nachmittags- Vorstellung zu halben Wittwe Else Jung Freundschaft geschlossen, der er fort und fort eingezäunten Grundstück der F. W. Reinicke'schen Erben Rauch empor- Preisen an. Heute Abend geht zum ersten Mal Preciosa" mit der Mufit von steigen. Sie traten näher heran und fahen dann, daß ein Wagen. M. von Weber in Szene und wird am Freitag wiederholt. Am Montag, Frau nicht vertragen und auch Frau Pfläge war nicht stark Besuche abstattet. Das fann begreiflicherweise die geduldigste brannte. Bei näherer Besichtigung des schon ziemlich vom Feuer Schwant„ Gein Batent" auf dem Spielplan; am Donnerstag findet das genug, sich in dieser Beziehung mit ihrem Schicksal abzufinden. Dienstag, Mittwoch, Sonnabend und Sonntag, den 1. Januar, bleibt der zerstörten Wagens erblickten sie auf der Brandstätte einen start verlegte Gastspiel des Herrn Gustav Kober als„ Napoleon" statt. Für diese Sie haßte die Person, die ihr ihre häusliche Ruhe raubte, um so kohlten Leichnam. Der Todte ist ein 72jähriger Mann, der Topf- Vorstellung sind ausnahmsweise binder Schultz. Der Greis besaß einen alten Planwagen und war Das Repertoire des Residenz Theaters wird auch zwischen zuführen, vergeblich waren. Eines Abends befand sie sich mit ihrem ermäßigte Kassenpreise angesetzt. mehr, als alle Versuche, ihren Ehemann wieder zur Familie zurückmeist auf dem Lande, wo er sein Gewerbe ausübte. Er wohnte Weihnachten und Neujahr von dent meistens in seinem mit einer Leinwandplane verdeckten Wagen, auch billon" beherrscht. Schwant Mamsell Tour: Sohne wieder einmal auf der Suche nach dem pflichtvergessenen Am 1. Januar nachmittags geht als erste wenn er sich in Spandau aufhielt. Man nimmt an, daß er vor dem Vorstellung im neuen Jahre zu halben Preisen Jugend" in Szene.- Gatten und Vater, da wollte es das Schicksal, daß ihnen die NebenSchlafengehen nach seiner Gewohnheit eine Pfeife geraucht hat. Durch Im Thalia Theater finden an den Feiertagen Wiederholungen buhlerin gerade in den Weg lief. Nun lösten sich alle Bande herausfallende Funken iſt im Innern des Wagens ein Brand ent- spielt Fräulein Elly Bender die Rolle der Frizi Clairemonde, die von bragtage über den stopf bei, auch soll er sie in Gemeinschaft mit seiner der Posse„ Der Eva Apfel" statt. In der heutigen Vorstellung frommer Scheu: der empörte Sohn stürzte sich auf Frau Jung und standen, und, vom Rauch betäubt, ist der alte Mann hilflos in den Montag ab wieder von Frl. Wünsch dargestellt wird. ihr, wie sie behauptet, mit einem Regenschirm mehrere Flammen umgekommen. Theater geht heute, am Montag und Dienstag Nachmittag 3 Uhr Mutter in eine Hausecke gedrängt und dort gepufft haben. Frau Jung " Dornröschen" in Scene. Bei diesen zu halben Kassenpreisen stattfindenden hielt es nicht für angebracht, diese Lektion hinzunehmen und sich Vorstellungen kann jeder erwachsene Zuschauer ein Kind frei einführen. Abends wird auch fernerhin das Berliner Ausstattungsstück„ Mene schleunigst in ihre Wohnung zurückzuziehen, sie machte vielmehr Tefel" gegeben. allen Feiertags- Borstellungen ohne Vorverkaufsgebühr zu erhalten. An den Kassen des Theaters find Billets zu einen Höllenlärm und stellte auch noch einen Strafantrag gegen Mutter und Sohn. So kam es, daß der Frau Bfläge nun auch das Im Ostend Carl Weiß- Theater geht heute Nachmittag bei fleinen bischen Weihnachtsfreude verdorben wurde und sie auf die AnklageBreisen Onkel Jonas" in Szene; Abends geht zum 1. Male„ Der Brand- bant mußte. Die Zeugin Jung zog es vor, auf die Frage nach stifter" über die Bretter, es liegen die Hauptrollen in den Händen ihrem Verhältnisse zu dem Ehemann der Angeklagten die Antwort der Damen Mosler, Baldy, Lid, Pauli, Wolff, Winter; der und Klinder. Herren: Starnburg, Wach, Dill, Jürgas, Lück, Felsch, Pauli zu verweigern, fie that aber sonst wie die getränkte Unschuld und Im Metropol Theater ist heute die Erst- als sie erzählte, wie die Angeklagten auf sie losgestürzt seien, tönte aufführung der Operette" Die kleinen Michus" und des Ballets Die es aus dem Zuschauerraum heraus:„ Das war noch lange nicht Engelsjäger". Am 3. Feiertag( Dienstag Nachmittag 5 Uhr) veranstaltet genug!"- Der Staatsanwalt beantragte gegen die Mutter 30 m., die Kunst: Schaubühne( Direktion: Dr. Köppen und Dr. Stödtner) im gegen den Sohn 20 M. Der Gerichtshof war der Meinung, daß wissenschaftlichen Theater der alten Urania, Invalidenstr. 57-62 eine Bie Frau anscheinend berechtigte Ursache zum Born gegen die Zeugin große Extra- Vorstellung. Dr. Stöppen wird über„ Moderne Malerei", unter gehabt habe und verurtheilte sie daher nur zu 10 M. Geldstrafe, den Borstellung, diesmal ausnahmsweise, nur beim Kastellan der alten Urania Begleitung von vielen farbigen Lichtbildern, sprechen. Billets find zu dieser Sohn zu einem Verweise. zu haben.( Siehe Inserat.) " Theater. loidil T Gerichts- Beifung. Vermischtes vom Tage. Das Berliner Theater brachte am Freitag ein Märchen, den ,, bunten Schleier" von Carlot Neuling. Mit dem Märchenbegriff wird zur Zeit auf unserem Theater Mißbrauch getrieben. Was lediglich trocken- allegorisch ist, möchte als Märchen mit seiner Farbensinnlichkeit und seinen Weiten sich geben. Von den weihnächtlichen Klitterungen, die unsere Volksbildner, auch Direktoren genannt, bei sich verfertigen oder auch auf Bestellungen arbeiten Lassen, je nachdem sie schriftkundig sind oder nicht, sei weiter nicht die Rede. Ich meine das lehrhafte Theatermärchen, das meist Kunst und Genie im Widerstand mit der gemeinen Weltnoth zeigt. Zu dieser Klasse zählt Reuling's Märchen; in seiner Art gleichfalls eine Allegorie, und wenn sie dem Publikum des Berliner Theaters gefallen hat, so beweist das eben, daß die braven Leute sich jeder zeit über gute Gesinnung freuen, und zu Weihnachten doppelt. An Die Neuorganisation des Gerichtswesens für Berlin und Augier's Goldprobe und hunderterlei gleicher Stoffe erinnert der seine nächsten Vororte wird, wie jetzt allen Anzweifelungen entgegen bunte Schleier. Dem Maler Pfeiffer ist der Schleier von einer guten feststehen soll, sich nicht auf die Umgestaltung der AmtsgerichtsFee verliehen worden. Ahriman, das böse Prinzip, der feuersprengel beschränken, sondern auch für die Landgerichte eine haarige Herr des gleißenden Goldes kämpft mit der Fee um die vollständige Neuregelung ihrer Zuständigkeitsbezirke umfassen. DemSeele des Künstlers. Ausweisung auf grund des Gesetzes über die Aufnahme zufolge hat nun die Justizverwaltung beschlossen, gleichzeitig mit der Er verwandelt sich in den Verführer und nenanzichender Personen. Der Kaufmann Rezdorf verzog im Neuregelung des Amtsgerichtswesens auch aus den bisherigen Kunsthändler de Morff und sucht den Maler von seinem Jdeal ab- April 1895 von Berlin nach Klobschen bei Dresden. Dort wurde er zwei Berliner Landgerichtsbezirken deren drei zu schaffen. spenstig zu machen. Mutter und Liebchen des Künstlers haben nichts im August desselben Jahres verhaftet, weil er sich durch allerlei Der Plan hierfür ist bereits soweit festgestellt, daß mehr zu essen; um etwas Brot zur Bettelsuppe müssen sie bitten falsche Vorspiegelungen Darlehen in zum theil ganz erheblichen Be- er schon in der bevorstehenden Session gemeinsam mit gehen; die Jurh weist das große Idealbild Pfeiffer's zurück; der trägen verschafft hatte. Er wurde wegen Betruges zu acht Monaten der Amtsgerichts- Vorlage dem Landtage zur Beschlußfassung zu Hausbefizer droht mit Ermission. Kurz, de Morff, der Satan siegt. Gefängniß und zwei Jahren Ehrverlust verurtheilt. Nach Verbüßung gehen wird. Im Gegensatz zu dem Plane für die Neueintheilung Wohl nur für ein Weilchen. Ich vertraue auf die gute Fee; der Strafe fam er wieder nach Berlin, wurde hier aber nach ber Amtsgerichtsbezirke sind jedoch die Bezirke für die drei Landwenigstens um Weihnachten herum und auf dem Theater. Den Schauspielern geben derlei Allegorien keine Aufgaben von sich um ähnliche Vergehen wie im Jahre 1895. furzer Zeit von neuem wegen Betruges verhaftet. Es handelte gerichte noch nicht genau umgrenzt, sondern zunächst nur so eingeindividuellem Werth. Diesmal theilt, daß derjenige des Landgerichts I genau mit dem des Amitsff. wurde er auf 1/2 Jahre ins Gefänguiß geschickt und erhielt dazu gerichts I zusammenfallen, mithin die ganzen inneren Stadttheile von -r. Luisentheater. Es kann nicht oft genug Einspruch er drei Jahre Ehrverlust. Als er dann abermals Berlin aufsuchte, Berlin zwischen dem Schifffahrtskanal und der Nordringbahn umfassen soll, hoben werden gegen den Mißbrauch, der in Theatern zweiten und wies ihn der Polizeipräsident aus Berlin und Umgegend aus, und daß aber für die Landgerichte II und III außerhalb jener Grenzbritten Ranges mit dem Worte„ Volksstück" getrieben wird. Was zwar auf grund des preußischen Gesetzes über die Aufnahme scheiden im Süden und Norden von Berlin nebst den dort sich hinfür eine Posse zu schaal, für ein Schauspiel zu thöricht ist, wird mit neu anziehender Personen vom 31. Dezember 1842, weil ziehenden Vororten je ein neuer Bezirk gebildet werden soll, etwa dieser Aufschrift etikettirt und wandert dann über die kleinen er ein Sträffing fei, der sich nach seinen Vergehen( Verbrechen berart, daß die Theilung entweder durch eine Linie von Westen Bühnen. Mag sein, daß der Sechsdreier- Rentier an den un im altpreußischen Sinne) als ein für die öffentliche Sicherheit und Moralität nach Osten, ungefähr dem Spreelauf folgend, geschieht. Diese beholfenen Holzfigürchen eines solchen Stückes seine Lust hat und gefährlicher Mensch darstelle. Rezdorf beschwerte sich vergeblich beim letztere Theilung findet im Justizministerium am meisten Annach Schluß des Theaters stolz darauf ist, ist, daß es mit Oberpräsidenten und klagte dann beim Ober- Verwaltungsgericht. flang. Denn es wäre, falls sie erfolgte, das jezige Land- und ihm, soweit es auf auf Bildung Bildung ankommt, doch bedeutend Er machte geltend, daß er in Berlin ortsansässig sei und deshalb Amtsgericht II am Halleschen Ufer sofort für das neue Landbeffer steht, als mit dem Volt, von dessen find nicht als Neuanziehender betrachtet werden könne. In Berlin habe gericht II des Südbezirks zu verwenden. In diesem Falle soll dann licher Beschränktheit ihm soeben ein naturgetreues Bild er auch seinen Unterstützungswohnsiz. llebrigens müsse er als aber der ganze Amtsgerichtsbezirk Charlottenburg, welchem auch fast borgeführt er als aber wurde. Aber Iver wirklich ein bischen vom preußischer Staatsbürger sich doch irgendwo in ganz Wilmersdorf mit Halensee und der Grunewald Kolonie fowie Leben weiß, kann nur staunen über den zusammengestoppelten Unsinn. Preußen aufhalten tönnen, er würde aber sicher auch in Schmargendorf eingefügt werden sollen, mit in den Bezirk für das In dem neuesten, von einem Herrn Johannes Eißner ver- jedem andern Orte wie Berlin ausgewiesen werden. Das Ober- Landgericht III im Norden einbezogen werden. Ob trotzdem die faßten Boltsstüdums liebe Geld" tritt als Hauptperson ein Verwaltungsgericht wies den Kläger mit folgender Begründung ab: Bemühungen der Stadt Charlottenburg, das Landgericht III dorthin Holzhändler auf, eine Seele von Mensch. Seine Frau ist zwar ein Es sei richtig, daß R. bis zum April 1895 in Berlin seinen Wohnsitz zu erhalten, Erfolg haben werden, ist sehr zweifelhaft. bischen hochnäfig, er selber aber rechnete die für Berlin merkwürdig gehabt habe. Das schließe aber nicht das Recht zur Ausnaiven Arbeiter des Geschäfts zur Familie und läßt sie an vielen weisung im Jahre 1898 aus. Einem entlassenen Sträfling, Freuden, ja sogar am Geburtstagsfest seiner Tochter theilnehmen. der seinen Wohnsitz verlassen habe, Nur einer der Arbeiter raisonnirt über die Kapitalisten und hält selbst in zu gewinnen, könne die Rückkehr an den früheren Aufenthaltsort Der auf der Urania Sternwarte vor einigen Monaten Gegenwart des Herrn nicht sein loses Mundwerk. Der Verblendete wird verboten werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorlägen. entdeckte Planet hat jezt den Namen„ Eros" bekommen. aber sofort seines Frevels inne, als der Herr ihm zur Pflege seines Denn die Rückkehr sei ein Renanziehen im Sinne Ju Rith me bei Braunschweig ist die ganze aus fünf kranken Kindes, das er zu Hause hat, baare hundert Mart schenkt. des Gefeßes vom 31. Dezember 1842. Der Einwand, daß Köpfen bestehende Familie eines Landmannes nach dem Genusse von Nach solcher edlen That ist der Widerspruchsgeist eingesargt und der der Kläger sich nach Verbüßung der ersten Strafe schon wieder in Wurst schwer erkrankt. Zwei Kinder sind schon ge= foziale Friede im Umstürzlergemüth für alle Zeiten besiegelt. Dies Berlin aufgehalten habe, sei deshalb unerheblich, weil die Zeit bis stor ben. Andere Personen, die ebenfalls von der Wurst gegessen der„ volksthümliche" Theil des Stückes, neben dem natürlich auch zu feiner abermaligen Verhaftung zu kurz gewesen sei, um Recherchen hatten, sind bisher aber nicht erkrantt. aber noch der übliche Bösewichts- und Liebesromans läuft. abzuschließen, die vielleicht schon damals seine Ausweisung herbei- y. Der Sohn eines Stellenbesizers in Langenfelde( Hannover) Auf ein Stück dieser Art ist das Personal des Luisentheaters geführt hätten. Daß er einen anderen polizeilichen wurde durch herabstürzende. Massen in einer Mergelgrube ge eingeübt, und so vermochte sich wenigstens das Spiel den gespendeten Beschränkungen nicht unterliegenden Aufenthalt tödtet. Beifall zu verdienen. Herr Ruff als Holzhändler, Frau Müller in Preußen nicht habe, fomme ebenfalls nicht in betracht. Der Auf der Chaussee von Katto wis nach Nicolai wurde als dessen heirathslüfterne Tochter, Herr Kiedaisch als Unzu- Mangel jedes Aufenthalts fönne nicht von Beschränkungen ein Wirthschaftsinspektor überfallen und durch Messerstiche so schwer friedener spielten ihre Rollen mit vortrefflicher Charakteristik. Eine befreien, denen eine Person unterworfen wäre, wenn sie wo verlegt, daß er kurz darauf starb. drollige Gestalt sei noch erwähnt: Herr Arno, der einen anders einen Aufenthalt hätte. Der Besiz des Wohnsizes-Vor dem Schöffengericht in Oppeln wurden zwei Zeugen faullenzenden Klempnergesellen mit vielem Humor darstellte. an einem bestimmten Orte entziehe der Landespolizeibehörde aus Klein Schimmig wegen Ungebühr vor Gericht zu je Wochen Spielplan der hiesigen Bühnen. Freie Volts. nicht die Befugniß, die betreffende Person aus diesem Orte 5 M. Geldbuße verurtheilt, weil sie ,, einen intensiven bühne, 23 Uhr, V. Abtheilung( gelbe Karten) Lessing Theater: auszuweisen. Wenn nun der Kläger in einem anderen Stallgeruch verbreiteten". Nora". Opernhaus: Sonntag:" Die Zauberflöte". Montag:„ Die Dite wegen Armuth 2c. unterstüßen wäre, dann Der Dampfer Laura" traf in der Nordsee ein offenes, Stumme von Portici". Dienstag: Undine". Mittwoch:, Cavalleria müßte selbstverständlich die Kommune Berlin, als rusticana." Bajazzi". Donnerstag: Tannhäuser". Freitag: Mignon". jenige, die- die Nothflagge zeigendes Boot, in welchem sich die aus sechs Mann 100 R. feinen Nachmittags 4 Uhr: Kinder Vorstellung: Unterstügungswohnsiz habe, ihrer bestehende Besazung des Kutters For" befand. Die bereits „ Die Puppenfee". Sonnabend:" Der Maurer"." Phantasien im Bremer anderen Gemeinde verauslagten Summen. Natürlich dürfe sich N. " Hänsel und Gretel". Unterstützungspflicht genügen, eventuell durch Ersatz der von der Erschöpften wurden von dem Dampfer aufgenommen. Rathsteller". Anfang 7 Uhr. Sonntag: Fidelio". Montag:„ Rienzi". Anfang als preußischer Staatsbürger in Preußen aufhalten. Dieses aussichtsvollster Favorit" In Monte Carlo ist wieder Taubenschießen. Als 7 Uhr. Schauspielhaus. Sonntag:" Don Carlos". Anfang so meldet der„ Hann. 7 Uhr. Montag: Die Lustspielfirma". Dienstag: Auf der Sonnenseite". Recht werde nicht verletzt, wenn er aus Berlin wegen Courier" gilt ein deutscher Graf, der bereits im Vorjahre Wulfow: Herr Emil Thomas a. G. Mittwoch: Wilhelm Tell". Donners: seiner besonders in der Großstadt hervor brillant abschnitt." tag: Die Lustspielfirma". Freitag: Coriolan". Sonnabend: Auf der tretenden Gefährlichkeit ausgewiesen werde. Er habe Sonnenseite". Herr Emil Thomas a. G. Anfang 7 1hr. Sonntag: nicht zu befürchten, daß er an einem Orte ausgewiesen werde, wo Theatre in Plymouth brannte nieder; der Schaden Das neue, erst im September d. J. eröffnete Palace Die Lustspielfirma". Montag:" Iphigenie auf Tauris". Neues diese Gefährlichkeit nicht so hervortrete. Würde er wird auf 21 Millionen Mark geschätzt. fönigliches Opern Theater: = Sonntag: Der Raub der Sabinerinnen." Striefe: Bei Colonia( New- Jersey) fuhr ein Schnellzug, der Herr Emil Thomas als" Gast. Montag: aus einem solchen Orte dennoch ausgewiesen werden, dann könnte " Der Präsident."" Die Dienstboten." 1733 Thaler 22 Silbergroschen." er diese Ausweisung erfolgreich angreifen. von Washington nach New- York ging, in den Schlafwagen eines auf Herr Emil Thomas als Gast. Dienstag: Othello, der Mohr Es wurden neun Polizeiliche Saalabtreibereien. In Essen hatte sich dieser der Station stehenden Personenzuges. Ayomas is" G. Dommerfra der Sonnenseite sowie Emil Tage unser Parteigenosse Ost ta mp vor der Strafkammer zu ver- zehn Personen sofort getödtet; die übrigen Insassen des Donnerstag:" Der Präsident". 1733 Thaler 22 Silbergroschen". Herr Emil Thomas a. G. Freitag: antworten, weil er in einer Sigung des Gewerkschaftskartells, in Personenzuges wurden mehr oder minder verlegt. Auf der Sonnenseite". Herr Emil Thomas a. G. Sonnabend der die polizeilichen Maßnahmen gelegentlich des Maurerstreits zur Zum ersten Male: Madame Sans- Gêne". Catharine Hübscher: Frau Sprache famien, den Polizei- Inspektor Hömte beleidigt haben sollte. Niemann- Naabe. Napoleon I.: Herr Gustav Kober, als Gäste. Sonn- Unser Genosse war schon vorher in einem ähnlichen Falle bestraft tag: Madame Sans- Gêne". Frau Niemann- Raabe. Herr Kober. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Das Deutsche Theater hat für die Woche folgenden Spielplan auf worden und das Gericht erkannte diesmal auf eine Zusatzstrafe Freitags abends von 7 bis 812 1hr abgehalten. von sechs Wochen Gefängniß. In der Verhandlung sagte gestellt: Heute Nachmittag:" Hamlet"( mit Josef Kainz), abends: Fuhr- ein als 100. 8wei Streitenden sei gesagt, daß die Bäumchen mit den kurzen mann Henschel"; Montag Nachmittag: Die versuniene Glocke", abends: bernommener Saalbefizer folgendes Zeuge aus: Nadeln Tannen sind. Die Stiefer oder Fichte treibt längere. " Fuhrmann Henschel"; Dienstag Nachmittag: Johannes", abends:" Fuhr In meinem Lokale hatte eine Sigung des Gewerkschaftskartells statt- O. G. 26. Laffen Sie die Aenderung vornehmen und flagen Sie den mann Henschel"; Mittwoch: Cyrano von Bergerac"; Donnerstag:" Wch gefunden. Es kam der Herr Inspektor Hömte zu mir und bemerkte: Betrag ein. Frau Rall. Legen Sie den Sachverhalt dar. dem, der lügt!"( beides mit Josef Kainz); Freitag:" Fuhrmann Henschel"; Das Kartell gehört zur sozialdemokratischen Partei. Sie müssen von neuem laden. Höhne. Nein. C. R. 1853. Sie Sonnabend( Sylvester Abend):" Lumpazivagabundus“; nächſtfolgenden Bei ihnen finden auch die Rekruten aus hebungen statt. Es batten nicht. straffet. 2. M. 55. Taufschein und ScheidungsSonntag, nachmittags: Johannes", abends: Fuhrmann Henschel". harmonirt aber doch nicht, daß sozialdemokratische Ver- Urtheil mit Rechtskrafts- Attest. Im Berliner Theater geht Baza" am Montag, Donnerstag und fammlungen und die Aushebung in einem Lokale Gides ist nicht möglich. Im Falle der Nichtleistung tritt Scheidung und R. 2. 12. Ein solcher Eid fann auf: erlegt werden, ist aber nicht wahrscheinlich. Eine Zurückschiebung dieses nächsten Sonntag in Szene, Philippi's Schauspiel Das Erbe" heute und " Dienstboten". 1 11111 einen neuen " Briefkasten der Redaktion. Emil. am Mittwoch. Am Dienstag und Freitag( 20. Abonnements- Vorstellung) wird stattfinden. Auf grund dieser Unterredung hat der Saalbefizer Alleinschuldigerklärung des Beklagten ein. Die Kinder werden dem " Der bunte Schleier" wiederholt. Das Zaubermärchen„ Das tapfere dem Gewerkschaftskartell sein Lokal gekündigt. unschuldigen Theil zugesprochen, sofern nicht besondere, hier nicht Schneiderlein" wird am Dienstag, Mittwoch und Sonnabend Nachmittag Vom Bäckerstreik in Hamburg. Ein recht bemerkenswerthes vorliegende Verhältnisse obwalten. 3., Charlottenburg. Nein. gegeben. Ferner finden folgende Nachmittags- Vorstellungen statt: Heute " Faust", I. Theil; Montag:" Don Carlos"; Sonntag, den 1. Januar: Urtheil in einer Sache wegen Vergehens gegen§ 153 der GewerbeWetter- Prognose für Sonntag, den 25. Dezember 1898. Die Jungfrau von Orleans"." Für den Sylvesterabend ist eine Bremière Ordnung hat die Strafkammer IV des Hamburger Landgerichts geangefest, und zwar„ Andere Luft", Schwant in 3 Aften von Hugo Lubliner. fällt. Ein Maurer war angeklagt wegen Bergehens gegen§ 153 der tälterer Nacht und steigender Tagestemperatur; teine oder unerhebliche Nieders Theils heiter, theils wolkig bei mäßigen südwestlichen Winden, etwas -Das Schiller Theater bringt heute Nachmittag eine Aufführung Gewerbe- Ordnung, weil er zu einem Brotträger Zwischenhändler| schläge. Berliner Wetterbureau. Achtung! 2. Wahlkreis. Achtung! Montag, den 26. Dezember( zweiten Weihnachts- Feiertag), abends 612 Uhr, bei Zubeil, Lindenstrasse 106: Oeffentl. Derlammlung. Tages Ordnung: Bortrag des Genoffen Dupont über: Herrschaft und Gesinde." Nachher: Tanz. 211/12 Achtung! Der Vertrauensmann. Achtung! Ant 27. Dezember( 3. Feiertag), vorm. 10 Uhr, in Graumann's Saal( fr. Renz), Naunynstr. 27: Oeffentliche Versammlung ber Musikinstrumentenmacher. Tages Ordnung: 1. Vortrag über Weihnachtsbetrachtungen des deutschen Proletariats. 2. Distussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Achtung! 143/15 Freie Volksbühne. V. Abtheilung: Heute Nachmittag 234 Uhr im Lessing- Theater: NORA. Aktien- Brauerei Friedrichshain. Neujahrs- Sonntag: I. Abtheilung: Friedrich Wilhelmstädtisches Theater: Dienstag, den 27. Dezember( 3. Weihnachtsfeiertag): Wallenstein's Tod. Trauerspiel in 5 Akten von Friedrich Schiller. Mitglieder zur VI. Abtheilung können sich in allen Zahlstellen melden. Eintrittsgeld 65 Pf. Monatsbeitrag 65 Pf. Bekannten- Kreisen für die sechste Abtheilung zu Die Mitglieder werden gebeten, in ihren agitiren. 231/12 Der Vorstand. Arbeiter- Bildungs- Schule UnterSchuhmacher. Achtung! richtsfach Große öffentliche Versammlung NationalOekoaller in d. Schuhindustrie beschäftigten nomie. Arbeiter und Arbeiterinnen am Dienstag, den 27. Dez., vorm. 10 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Gen. Adolf Hoffmann über:" Das Glend der Arbeiter und die zukünftigen Zuchthäusler". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.[ 190/4 Zahlreichen Besuch erwartet Die Agitations- Kommission. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Parkettbodenleger.) Dienstag, 27. Dezember( 3. Weihnachts Feiertag), morgens 10 Uhr, bei Schöning, Köpnickerstraße 68: Versammlung. RedeUebung. Geschichte. Annenstrasse 16, 1 Treppe. Lehrplan für das I. Quartal 1899. Behandelter Lehrstoff Haushalt und Konsum; Lohnund Lohnbildung; einkommen Zahlungswesen, Check- und Ausgleichs- Verfahren; Produktionskosten im Grossbetrieb und gewerkschaftliche Aufgaben. Referate und Diskussion über Themata aus dem wirthschaftlichen, sozialen und gewerkschaftlichen Leben. Geschichte vom 16. Jahrhundert bis auf die Jetztzeit mit besonderer Berücksichtigung des geistigen Lebens. UnterLehrer richtsAbend 319th CONCERT veranstaltet von den Gesangvereinen Kreuzberger Harmonie, Freie Liedertafel, Norddeutsche Schleife und Sorgenfrei( M. d. A.-8.-B.), Dirigent: Herr Musikdirekter H. Blell. 90037 9191 PROGRAMM: // call I. Theil. 1. Ouverture a. d. Op. Freischütz". 2. a) H. Hoffmann: Des Tages will ich denken." b) 99 Geküsst 3. Elsa's Brautgang nach dem Münster, a. d. Op. Lohengrin" 4. a) M. Storch:" Nachtzauber" b) H. Bleil:„ Auf'm Berge" 5. a) Reissiger: Felice Notte". b) R. Becker: Frühlingszeit* . Herr A. Pfitzner C. M. v. Weber. J ( Bariton). R. Wagner. Chor. Doppelchor mit Tenor- Solo. 6. a) C. Weissenborn:„ In stiller Nacht" Frau Petterson- Münnich b) Czibulka: Liebestraum nach dem Balle" 7. Sonate in D- moll I. und Theil Schriftsteller Richard Calwer Montag sd 100 Rechtsanwalt Dr. Roth. Donnerstag. Schriftsteller Dr.Rudolf Freitag Steiner. Der Unterricht beginnt in National- Oekonomie Montag, den 16. Januar; Rede- Uebung Donnerstag, den 18. Januar; Geschichte Freitag, den 19. Januar. Jeder Kursus erstreckt sich auf 10 Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet diesen Abenden von 8-9 Uhr und in der Pause geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 M. und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. oth Tagesordnung: Branchen Angelegenheiten. Wahl eines Kommissions: pünktlich um 11 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an Mitgliedes. Verschiedenes. Der Vorstand. Omroring Achtung. Allen Interessenten der Elektrotechnik sowie auch meinen ehemaligen Absolventen zur gefälligen Mittheilung, daß ich in der von mir im Of tober 1897 gegründeten und am 1. November 1898 in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelten Lehranstalt für Elektrotechnit meine Funktion als technischer Leiter niedergelegt habe und aus der Gesellschaft ausgeschieden din. Auf die unter meiner persönlichen Leitung Mitte Januar 1899 in den geräumigen, mit allem Komfort u. elektrischem Bogenlicht ausgestatteten Hör: u. Zeichensälen beginnenden Abendkurse für Herren aller Branchen zur Ausbildung von praktischen Elektromonteuren, Installateuren, Maschinisten und Zeichnern wird noch besonders an dieser Stelle aufmertfam gemacht werden. M. Frank, Elektro.Ingenieur und Lehrer für Elektrotechnik. D. R.-P. No, 91 083. Glühkörper Patent ,, Sieverts' sind die besten! 2 Mal prämiirt mit der goldenen FortschrittsMedaille. SCHRIT BEN ALLGEMEINER AUSSTELLUNG VOLKSB AKRUKA GESUNDIELYSPFLEGE, KOOKKUNST MAUEREL KIFLESCHAFTSWESEL ANEURG Centrale: An der Spandauer Brücke 2, Ambe 2156. Filiale: W., Wilhelmstr. 88, Amt VI, 3650, Haupt- Niederlagen: Niederwallstr. 16, Britzerstr. 20, Neue Jacobstr. 5, Grimmstr. 1, Schliemannstr. 34, Hoher Steinweg 9/10, Rankestr. 4. Filiale Charlottenburg: Kantstr. 56b. Filiale Rixdorf: Falkstr. 17, Hermannstr. 226. 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Hochachtungsvoй Bezugnehmend auf obige Annonce bitte ich, das burch von Jahr zu Jahr gesteigerten Zuspruch meinem Vorgänger Herrn Jacob bewiesene Vertrauen auch auf mich zu übertyagen; es wird mein ernstes und eifrigstes Bestreben sein, durch gute Speisen und Getränke mir die Gunst und das Wohlwollen meiner verehrten Gäfte zu erwerben und zu erhalten. Um recht zahlreichen Zuspruch bittend Carl Ludwig. Hochachtungsvoll NB. Empfehle meine Lokalitäten, bestehend aus Garten, Saal mit Bühne, 8 Kegelbahnen und sonstigen Beluftigungen, zur Abhaltung von Vergnügungen, Sommerfesten 2c. den geehrten Vereinen zur gefälligen Benutzung unter den koulantesten Bedingungen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. r. 302. 15. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 25. Dezember 1898. Armen- Unterstützungswesen auf dem Lande. Der Ausfall der Neichstagswahlen in den ländlichen Bezirken Ostpreußens jagte den konservativen Parteiführern einen nicht geringen Schred in die Glieder. Sie erließen gleich nach der Wahl einen Aufruf, in welchem sie ihren Parteigenossen anriethen, sich mehr als bisher um ihre Arbeiter zu fümmern, für ihr leibliches Wohl zu sorgen und ihnen vor allem auch zum Bewußtsein zu bringen, daß im Alter für sie gesorgt sei. Versammlungen. der Ortsarmen ob. Auf den Gütern, ebenso in den Dörfern, ist Das ganze Armen- Unterstüßungswesen auf dem Lande bedarf meist eine Armtenstube, wo dann die Unterstützungsbedürftigen einer durchgreifenden Umgestaltung, die, verständig durchgeführt, untergebracht werden. Die Gemeinden zahlen monatlich eine ebenso im Interesse der Besizer, als im Interesse der Arbeiter liegt. Kleinigkeit in Baargeld und Naturalien, wobei vorausgesetzt wird, Darf man aber von der junkerlich- preußischen Regierung eine zeitdaß der Unterstützte sich durch geringe Dienstleistungen noch soviel gemäße Neuregelung dieser Verhältnisse erwarten? zu verdienen kann, als er zur Erhaltung seines Lebens braucht. Die Gutsarmen sind ebenfalls auf das lettere an gewiesen, im übrigen können sie sich täglich ihr Essen vom Hofe holen. Solange diese Armenstübler noch auf Beinen sind und Gelegenheit haben, hier oder dort ein paar Pfennige zu verdienen, geht es noch mit ihrem Loos. Tieftraurig wird es erst, wenn sie Die Generalversammlung des Verbandes der Möbeldurch vorgeschrittenes Siechthum ans Lager gefesselt werden. Da polirer, welche am 19. Dezember stattfand, beschäftigte sich mit den fümmert sich dann meist niemand um sie und die Qualen des Anträgen des Vorstandes, betreffend die Einführung eines SterbeWie die Herren von Ar und Halm für das leibliche Wohl ihrer Hungers bleiben ihnen oft nicht erspart. Und es kommt gar nicht geldes und Gewährung der üblichen Krankenunterſtügung. Nach Arbeiter sorgen, ist hinlänglich bekannt; der Erfolg dieser Fürsorge zu selten vor, daß diese Aermsten Hand an sich legen, ihrem Jammer- längerer Debatte wurde beschlossen, diese Anträge erst in sämmtlichen tritt am deutlichsten bei der massenhaften Abwanderung der oft- basein ein Ende zu machen. elbischen Landarbeiter nach dem Westen und dem dadurch entFilialen zur Diskussion zu stellen, um sie dann in einer späteren Gegen die Festsetzungen der Ortsarmen- Verbände ist eine Bersammlung endgiltig erledigen zu können. Der Antrag des Vorstandenen Landarbeitermangel zu tage. Die qualvollste Leidenszeit Beschwerde nur beginnt für den Landarbeiter erst, wenn er zu der Kategorie der scheidungen dieser letzten Körperschaft sind endgiltig. nur an den Kreisausschuß zulässig. Die Ent- ſtandes, die Mitglieder E. Moes und Reißel auszuschließen, Ortsarmen übergehen muß. Dann wird ihm zum Bewußtsein wurde angenommen. Sodann referirte Weber über den Zweck Die Ortsarmen Verbände versuchen natürlich vorerst die alten der Kontrollkarten. Er wies in trefflicher Weise auf den Werth der gebracht, wie für sein Alter gesorgt ist. unterstützungsbedürftigen Leute bei ihren erwachsenen Kindern unter- Statistit hin und ermahnte die Mitglieder, die Karten gewissenhaft Nach den bestehenden Bestimmungen sind die Gutsbefizer, wenn zubringen. Dadurch sichern sich die Gutsherren noch die Arbeits- auszufüllen. Die Ablieferung der Karten muß spätestens am 8. Januar es sich um einen selbständigen Gutsbezirk handelt, die Dorfgemeinde, fraft der jungen Frau, da die Pflicht des Kinderivartens nunmehr in den Zahlstellen oder bei H. Schulz erfolgen. wenn eine solche in Frage steht, verpflichtet, alle diejenigen ihrer den alten Eltern übertragen wird, sodaß die Frau täglich zur Ortszugehörigen im Falle der Bedürftigkeit zu unterstüßen, die Arbeit gehen kann. Sind die Armen derartig untergebracht, Der Verband der Ban-, Erd- und gewerblichen Hilfs. mindestens 2 Jahre an dem betreffenden Orte ansässig gewesen sind. dann wird ihnen meist ein lächerlich geringer Betrag, arbeiter( Bahlstelle Berlin IV, Bußerträger) hielt am 19. Dezember Daraus ergiebt sich schon, daß die Gutsvorsteher ebenso wie die etwa 3 M. pro Monat noch als Unterstützung gewährt. Ja es eine Generalversammlung ab. Wegener erstattete den JahresGemeindevertretungen ihr Augenmerk darauf richten werden, Leute, fommt sogar vor, daß die Herren sich in diesem Falle ganz der bericht der Ortsverwaltung, derselbe gab zu Ausstellungen feinen bei denen die Bermuthung nahe liegt, daß sie in nicht allzu Unterstüßungspflicht entziehen. Beschwerden beim Kreisausschuß haben Anlaß, der Borstand wurde entlastet. Bei der hierauf vorgenommenen langer Zeit der öffentlichen Armenpflege zur Last fallen selten Erfolg. Nicht gar zu selten haben sie den Erfolg, daß den Neuwahl des Gesammtvorstandes wurden die bisherigen Vorstandskönnten, bei Zeiten abzuschieben, und zwar so zeitig, daß sie Beschwerdeführern vom Orts- Armenverband die Unterbringung in mitglieder mit Ausnahme des zweiten Saffirers wiedergewählt; die noch an einem anderen Ort die Unterſtüßungswohnberechtigung er- der Anstalt in Tapiau angedroht wird. Natürlich sträuben sich letztere Wahl fiel auf Gustav Koch. Als Kandidat zum Delegirten langen. die alten Leute dagegen und verlieren damit oft den für den Verbandstag wurde Bogedein aufgestellt, die endgiltige In den Gutsbezirken ist das Abschieben der älteren Leute Anspruch auf Unterstützung. Ueberhaupt ist die Ueber Wahl des Delegirten soll in einer außerordentlichen Mitglieder- Verweniger schwierig; fie erhalten den Ziehschein und müssen sich eine weisung an die Anstalt einer der dunkelsten Punkte im ganzen fammlung am 2. Januar vorgenommen werden. Das schädliche andere Arbeitsstelle suchen, was ihnen um so weniger gelingt, Armenunterstügungswesen auf dem Lande. Jeder Ortsarmenverband Treiben des allen Bauarbeitern wohlbekannten„ Auch- Kollegen" als es ihnen anzusehen ist, daß sie nicht mehr im Boll- tann, wenn er ca für zweckmäßig erachtet, einen oder den anderen, Oskar Schulz wurde einer scharfen Kritik unterzogen, und alsbesiz ihrer Arbeitskraft sind. Schwieriger gestaltet sich die der von ihm unterstützten Ortsarmen der Provinzialanstalt über- dann noch einige interne Vereinsangelegenheiten erledigt. Sache schon in den Dorfgemeinden, wo derart von den Gütern weisen. Gegen eine derartige Ueberweisung kann der davon Be- an Abgeschobene oft noch als Freiarbeiter sich niederlassen. Sobald die troffene Beschwerde beim Kreisausschuß erheben. Giebt dieser der Eine Mitglieder Versammlung des Zentralverbandes Gefahr erkannt ist, die dem Gemeindesäckel droht, dann versucht man Beschwerde nicht statt, dann muß sich der Armie fügen, deutscher Maurer( Bahlstelle II) nahm am 20. d. M. den Bericht auch das unangenehme neue Gemeindemitglied los zu werden. Und will er nicht die Unterstügung verlieren. Geradezu himmel- über die stattgehabte Streistonferenz entgegen. Der Berichterstatter da giebt es, da der Mann, so lange er noch arbeiten kann, bei den schreiend find oft die diesbezüglichen Verfügungen der Orts- Armen- W. Müller gab an der Hand eines reichhaltigen Zahlenmaterials Gutsbesizern in der Nachbarschaft Gelegenheit hat, das zum Lebens- verbände. Man scheut sich nicht, Ehegatten, die ein Menschenalter der Meinung Ausdruck, daß nur in der Zentral- Organisation unterhalt dringendst Nothwendige zu verdienen, nur ein Mittel: Der hindurch Freud und Leid gemeinsam getragen haben, im Alter aus- die Interessen der Arbeiter wirksam vertreten werden können. Hauswirth fündigt ihm die Wohnung und kein anderer Befizer der einanderzureißen und einen der Gatten der Anstalt zu überweisen. Sönig wies darauf hin, daß erfolglose Streits in der Regel auf Gemeinde vermiethet eine Wohnung an ihn. Dadurch ist derjenige, Diejenigen, die sich so oft als die berufenen Hüter von Ehe und Konto der Organisationslosigkeit der Arbeiter zu ſehen sind. Bur der noch nicht unterstützungswohnberechtigt ist, ohne weiteres ge- Familie gegen die alles zerstörende Sozialdemokratie aufiverfen, Kenntniß wurde gebracht, daß die Sperre über die Firma Schulz zwungen, den Ort zu verlassen. sie machen sich kein Gewissen daraus, Ehegatten noch am in Charlottenburg aufgehoben ist. Aber auch bei Leuten, die schon länger als zwei Jahre in der Lebensabend auseinander zu reißen, nur um eventuell der ArmenGemeinde wohnhaft sind und Abgaben gezahlt haben, wird dasselbe fasse oder bei den Gutsbesizern, die selbst einem Gutsbezirk vor Die in Solzbearbeitungs- Fabriken und auf Solzplähen Verfahren in Anwendung gebracht, wie folgender, kürzlich in einem stehen, der eigenen Schatulle, ein paar Mart zu erhalten. Zahlreich beschäftigten Arbeiter( Filiale 2) hielten am 20. Dezember eine WeitDorfe in Kreise Pr. Eylau vorgekommener Fall beweist. sind die Fälle, wo die alten Leute nicht von einander ließen, zur gliederversammlung ab, die leider schwach besucht war. Theodor Ein dort wohnender Freiarbeiter war, trotzdem er sich noch Hälfte die Armenunterstügung verloren und lieber vereint hungerten, tener referirte über das Thema:„ Arbeiterrecht und in den besten Jahren befindet, durch schwere anhaltende ehe sie sich trennten. Sapitalistenfreundlichkeit". Unter Vereinsangelegenheiten wurde über Krankheit in seiner Arbeitskraft etwas geschwächt. Das scheint bei den Damit ist den Armenverbänden aber gerade gedient, und es den Anschluß an den deutschen Holzarbeiter- Verband verhandelt und Gemeindevertretern die Befürchtung wach gerufen zu haben, der be- fieht oft so aus, als ob die leberweisung nach der Anstalt mur an- beschlossen, die Januarversammlung lediglich zu einer Diskussion treffende Arbeiter könnte in einiger Zeit mit seiner Familie der Gemeinde gedroht wird, um die Unterstügungen herabzudrücken. Mit der über diesen Gegenstand zu benußen. Bekannt gegeben wurde, daß zur Last fallen. Es galt ihn also abzuschieben. Trotzdem er immer Drohung auf Ueberweisung an die Anstalt find gewisse Herren überhaupt am 11. Februar in Puhlmann's Lokal, Schönhauser Allee, ein richtig und pünktlich die Miethe gezahlt hatte, wurde ihm die Woh schnell bei der Hand, insbesondere wenn der Arme ihnen etwas Maskenball stattfindet und zu zahlreicher Betheiligung aufgefordert. nung gekündigt. Er suchte im Orte selbst wie in benach- widerhaarig dünkt oder sie darauf ausgehen, die Hungerbrocken noch barten Gemeinden Wohnung, doch überall ohne Erfolg. Das zu verringern, wie auch aus folgendem Fall erhellt: Schöneberg. Am 19. Dezember tagte hier bei Obst eine Vereinzige, was er erhielt, waren Bescheinigungen von ber In einer Ortschaft im Landkreis Königsberg wird ein Mann sammlung des Arbeiter- Bildungsvereins, in welcher der Genosse schiedenen Besitzern, daß er bei ihnen sich vergeblich um eine Wohnung mit seiner Familie von der Gemeinde unterstützt, da ihm der Schubert über die„ neuesten politischen Ereignisse" referirte. Die bemüht hatte. Der Mann konnte also nicht ziehen und wurde rechte Arm bis über dem Ellbogen amputirt ist, er also nächste Versammlung( Generalversammlung) findet am Montag, den fchließlich nebst Familie mitsammt seinen Habseligkeiten vom Erefutor keine Arbeiten verrichten fann. Die Versicherungsanstalt 2. Januar 1899 statt, in derselben gelangt die Broschüre von Bebel: auf die Straße gefeßt. Erst auf Vorstellung beim Amtsvorsteher hat den Anspruch auf Invalidenrente abgewiesen, weil der Grad Bollsheer, nicht stehendes Heer" gratis an die Mitglieder zur Ver wurde ihm erlaubt, in der Gemeinde Armenstube mit den Seinen der Erwerbsunfähigkeit des Krüppels noch nicht die Bewilligung theilung. sich ein Unterkommen zu suchen. Diese Stube ist ein kleiner schmaler einer Invalidenrente rechtfertigt. Der Mann ist nicht in der Arbeit Raum in einem halbverfallenen Hause, den die Familie, um seinen Arm gekommen, hat also auch keinen Anspruch auf Unfall bestehend aus Mann, Frau und zwei Kindern, noch mit rente. Er erhält mumehr von der Gemeinde freie Wohnung, einem anderen dort wohnenden Mann theilen muß. Die Wohnung, monatlich 3 Mart und einen Scheffel Getreide. Sei es mun, die der Mann bisher bewohnte, steht I e er. daß der Gemeinde diese Unterstützungsbürde zu schwer geworden, oder sei es, daß andere Gründe die Herren geleitet haben, kurzum, man hat: dem Manne, der eine Frau Daß sich durch derartige Maßnahmen die Gutsherren beziehentlich und ein Kind von 6 Jahren hat, mit leberweisung nach der Anstalt Dorfgemeinden nicht vollständig ihrer Unterstützungspflicht ent- gedroht. Von Weib und Kind soll er gerissen werden, weil es die ziehen können, ist am Ende selbstverständlich, denn an einem Armen, pflege" so erheischt. oder dem anderen Ort bleiben die Herumgestoßenen doch So zeigen die Herren Agrarier ihren Arbeitern, daß im Alter hängen und werden schließlich dorthin übergeführt, wo fie für sie gesorgt ist. Und die Arbeiter haben das rechte Gefühl dafür, C Unterstüßungswohnsiz haben. Nunmehr hat der zuständige Ortsarmen- sie sind erbittert über diese Art von Fürsorge im Alter, fie merken Verband feines Amtes zu walten und die Unterstüßung festzusetzen. es wohl, daß man sie gleich einer ausgedrückten Zitrone fortwirft, Jm selbständigen Gutsbezirk bildet der Gutsbesizer in nachdem sie sich ein Menschenalter hindurch für ihre Arbeitgeber eigener Berson den Ortsarmen- Verband, in der Gemeinde gequält haben. Gemeinde gequält haben. Und nicht zum geringsten trägt diese ländliche wird er aus der Mitte der Gemeindemitglieder gebildet. Armenfürsorge auch dazu bei, daß die jüngeren Landarbeiter bei Zeiten 3,70 W.Diesem liegt in erster Linie die Bestimmung über die Versorgung ihre Habe aufpacken und nach dem Westen, nach den Städten ziehen. So versuchen Gemeinden sich der ihnen drohenden Armen unterstützungspflicht zu entziehen. 10. Dr. Reusing, zu 2 Jahren Festungshaft verurtheilt, weil er Einige bemerkenswerthe Begnadigungen seinen Kollegen Dr. Flicher in Bonn im 3 weikampf erichoijen aus dem Jahre 1898. Das nachfolgende Verzeichniß macht feinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die angeführten Daten beziehen sich, soweit nichts Anderes angegeben, auf die Nummer des" Vorwärts", in welcher die betreffende Nachricht enthalten war. 1. Der Pianist Georg Liebling, wegen mißhandlung des Musit- Kritikers Löwengard zu einer Gefängnißstrafe verurtheilt, wird, wie er selbst der Presse aus Algier mittheilt, zu einer GeldStrafe von 500 m. begnadigt.( 4. Januar 1898.) 2. Der frühere Feldwebel Bartelt aus Neisse, bom Kriegsgericht zu 7jährigem Zuchthaus verurtheilt, weil er seine Frau erichossen hatte, wird, nachdem er 42 Jahre verbüßt, begnadigt.( 11. Februar.) hatte, wird begnadigt( 3. Juni). Die ,, Germania" bemerkt zu dieser Meldung:" Zur Bekämpfung des Duellumfugs trägt die fortwährende Begnadigung der Duellanten ganz gewiß nicht bei". 11. Der wegen unberechtigter Vornahme einer Berhaftung und Körperverlegung im Amte zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilte Schumann Josef Barstowiak in Posen wird zu 4 Wochen Gefängniß begnadigt( 23. Juli). = Aut 27. Dezember( 3. Weihnachts- Feiertag) findet in den„ Arminhallen", KomSamariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. mandantenstr. 20 eine Weihnachtsfeier statt. Anfang 6 Uhr( siehe Inserat). Den Kolonnenmitgliedern zur Nachricht, daß die Sigung im Dezember ausfällt. Der Vorstand. Landsmannschaft der Schleswig Holsteiner. Heute, abends 6 Uhr in G. Feuerstein's Festfälen, Alte Jakobstr. 75, Weihnachtsfeier verbunden mit Kinderbescheerung, Vorträgen und Tanz. Bergnügungsverein Alemania. Heute Abend 7 Uhr im Englischen Hof, Neue Noßstr. 3, Weihnachtsfeier verbunden mit Tanzkränzchen, PräfentBertheilung und Vorträgen. Briefkasten der Expedition. Krüger, Spremberg. Inserat fostet bei zweimaliger Ausnahme Aus der Wilhelmstraße. Wegen groben 11nfugs ist in Birna ein Arbeiter bestraft worden, weil er in einem Restaurant„ despektirlich von Bismard gesprochen hatte." Der Reich stanzler war eben vom fröhlichen Jagen im Saupark Heimgekehrt, als ihm diese Notiz vor Augen famt. Er ver färbte sich und seufzte:„ Wer weiß, was mir noch bevorsteht! Ich habe 12. Der Lieutenant v. Brüsewiß, der am 12. Otmich ja nicht despektirlich über Bismarck geäußert, aber ich habe ihn in tober 1896 aus geringfügiger Ursache in einem der Thronrede ignorirt, vollständig ignorirt, während doch wohl Café zu Karlsruhe den Mechaniker Siepmann mit alle Mitglieder des Reichstags bestimmt erwarteten, daß wir seinen dem Säbel niedergestochen und wegen dieses Heimgang mit einigen passenden Worten erwähnen würden. Kann Mordes vom Militärgericht zu einer Gefängniß das nicht auch als grober Unfug aufgefaßt werden? Ist es nicht strafe von nur drei Jahren verurtheilt worden für viele Deutsche eine ärgere Belästigung und Beunruhigung, wenn 3. Das von dem Schriftsteller Söder ein war, wird, nachdem er noch nicht 2/3 der Strafe ver- ich bei einer solchen Gelegenheit von Bismarck schweige, als wenn gereichte Gesuch um Anordnung der Wieder- büßt, begnadigt.( 8. September.) in Birna ein Arbeiter beim Vier auf ihn schimpft? Ich aufnahme des Verfahrens bezw. Begnadigung 13. Polizeidiener Höter aus Barmstedt, wegen Körper- bin in meinem langen Leben niemals mit den Gerichten in Konflitt für den nach der Meinung weiter Kreise unschuldig verlegung im Amte vom Altonaer Landgericht zu 4 Monaten gekommen, ich bin noch nicht bestraft. Wenn ich jetzt in meinen verurtheilten Albert Biethen wird abgelehnt. Gefängniß verurtheilt, wird zu 100 M. Geldstrafe begnadigt; seine alten Tagen... ich mag das gar nicht ausdenken!" ( 17. Febr., 18. April.) Amtssuspendirung wird vom Regierungspräsidenten aufgehoben. Hoffentlich übersieht der Staatsanwalt, der jetzt ja sonst so viel ( 11., 21. September.) zu thun hat, diesen Fall, so daß es zu keiner Anklage kommt. Wir 14. Schumann Walstab in Breslau, von der dortigen wollen das dem alten Herrn von Herzen gönnen. Zur rechten Straffammer wegen Bergehens im Amte( Freiheits- Freude am lieben Weihnachtsfest wird ihn freilich die Sorge und 5. Garde- Kürassier Matt, wegen Betheiligung an den im beraubung) zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt, wird, Unruhe, in der er sich noch immer befindet, schwerlich kommen Sommer 1896 in der Hafenhaide sich abspielenden Kouleur" fämpfen nachdem das Reichsgericht die gegen das Urtheil eingelegte Revision lassen. zwischen Garde- Kürassieren und 2. Garde- Dragonern zu 2 Jahren verworfen, zu 20 M. Geldstrafe begnadigt.( 1. Oktober.) Festung verurtheilt, wird begnadigt.( 8. März.) 15. Der Expedient der sozialdemokratischen Reußischen Volks6. Dem wegen Betruges zu mehrjähriger Buchthausstrafe Beitung" in Greiz, Schenderlein, wegen Breßvergehens zu berurtheilen Bankdirektor Ehlers aus Parchim werden fünf Monat Gefängniß verurtheilt, wird nach Verbüßung von drei 18 Monate seiner Strafe durch Begnadigung erlassen.( 2. April.) Monaten vom Fürsten von Reuß- begnadigt.( Berl. Abendpost" 7. Fabrikant Kügler aus Plauen, welcher wegen Beleidigung 16. Nov.) 4. Dem wegen schwerer Ruppelei zu 1 Jahr Buchthaus berurtheilten Ehepaar Wehofsti wird, der Neuft. Zeitung" zufolge, diese Strafe auf dem Gnadenwege erlassen.( 6. März.) " Die Abrüstungskonferenz soll nach einer Meldung der„ Times* auf eine Erörterung des russischen Programms durch die in Petersburg beglaubigten Vertreter des Auslandes beschränkt bleiben. Es ist wohl als sicher anzunehmen, daß die Erörterung bei einem Glase guten Weins stattfinden und mit einem donnernden Hoch auf den des reußischen Landesfürsten zu vierwöchentlicher Haft verurtheilt, 16. Der Strafantritt der Danziger Schuhleute Hilpert, sich der Strafe durch die Flucht nach der Schweiz Seele und Lehmann, die wegen widerrechtlicher ewigen Frieden schließen wird. entzogen, wird begnadigt, wodurch der gegen ihn erlassene Steck- Arretirung und Mißhandlung des Referendars Erdtmann brief sich erledigt.( 24. April.) zu empfindlichen Gefängnißstrafen durch alle Instanzen verurtheilt 8. Polizeisergeant Haß aus Stargard, wegen schwerer Beworden, wird, nachdem ihre Gnadengesuche sowohl durch den Justiz leidigung zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt, wird zu minister, wie den Minister des Innern abschlägig beschieden, auf Festungshaft von gleicher Dauer begnadigt.( Berl. Tageblatt", allerhöchsten Befehl vorläufig ausgesett. Die 27. April.) faiserliche Anordnung soll das Ergebniß einer zweien von den Schuyleuten vom Kaiser gewährten Audienz sein.( 4. Dezember.) Letzteres wird vom faijerl. Hauptquartier für unrichtig erklärt; das nach wäre den Schuyleuten nur vom dienstthuenden Flügeladjutanten die Abgabe eines Gnadengefuches bescheinigt worden.( Berl. Abendpost" 10. Dez.) 9. Sefondelieutenant der Reserve Albert Stöhr 3, wegen Herausforderung zum 3 weitampf mit tödtlichen Waffen bezw. Theilnahme an einem Pistolenduell durch kriegsgerichtliches Urtheil au 3 Monaten Festungshaft verurtheilt, wird nach Verbüßung der Hälfte der Strafe begnadigt.( 18. Mai.) Der Kultusminister Dr. Boffe hat einen hohen türkischen Orden erhalten. Die. Verleihung ist etwas spät erfolgt, weil die Hohe Pforte in dem Manne des freien Geistes eine Art von Jungtürken witterte. Als man dann hörte, er dichte, war man durch die Aehnlichkeit mit den Gepflogenheiten des seligen Herrn v. Mühler beruhigt, und der Orientfahrer hat in der That nach seiner Rückkehr sich bemüht, durch Einschreiten gegen mißliebige Professoren die Erinnerung an jenen Amtsvorgänger zu Ehren zu bringen. („ Kladderadatsch".) Für den Juhalt der Inferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Cofd Sonntag, 25. Dezember. Freie Voltsbühne. Leffing: Theater. 5. Abtheilung( gelbe Karten). Nora. Anfang nachu. 234 Uhr. Schiller Theater Apollo- Theater. Grosse Weihnachts- Ausstellung ( Walluer: Theater). Sonntag Nach m. 3 thr: Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr: Die Hankenlerde. Montag Na ch m. 3 Uhr: Das Lumpengesindel. Abends 8 Uhr: Was ihr wollt. Dienstag Nach m. 3 Uhr: Opernhaus. Die Zauberflöte. An Des Meeres und der fang 7 Montag: Die Stumme von Portici. Dienstag: Undine. Schauspielhaus. Don Carlos, Infant von Spanien. Anfang 7 Uhr. Montag: Die Lustspielfirma. Dienstag: Auf der Sonnenseite. Neues tgl. Opern: Theater( Stroll). Liebe Wellen. Abends 8 thr: Ehrliche Arbeit. Ostend Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Raub der Sabinerinnen. Anfang Nachm. 3 Uhr, zu kleinen Breifen: 71 Uhr. Montag: Präsident. Dienstboten. 1733 Thaler 22 Sgr. Dienstag: Othello. Deutsches. Fuhrmann Henschel. Anfang 7 1hr. Nachmi. 21% Uhr: Hamlet. Montag: Fuhrmann Henschel. Nachmt. 2 Uhr: Die versunkene Gloce. Dienstag: Fuhrmann Henschel. Nachi. 22 Uhr: Johannes. Leifing. Mathias Gollinger. Ans fang 7 1hr. Montag: Dieselbe Borstellung. Nachm. 3 Uhr: Die Ehre. Dienstag: Mathias Gollinger. Residenz. Mamselle Tourbillon. Borher: Der Küchenjunge. Anfang 71/2 Uhr. Machin. 3 Uhr: Trilby. Montag: Mamfelle Tourbillon. Vorher: Der Küchenjunge. Nachm. 3 Uhr: Jugend. Dienstag: Mamselle Tourbillon. Borher: Der Küchenjunge. Neues. Hofgunft. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Frauenkampf. Die Manöverbraut. Montag: Die Barbaren. Nachm. 3 Uhr: Frauenkampf. Die Manöverbraut. Dienstag: Die Barbaren. Nachm. 3 Uhr: Frauenkampf. Die Manöverbraut. Schiller. Die Haubenlerche. fang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Was ihr wollt. AnNachm. 3 Uhr: Das Lumpengefinder. Dienstag: Ehrliche Arbeit. Nachm. 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Westen. André Chénier. Anfang 712 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Martha oder der Markt zu Richmond. Montag: Bar und Zimmermann. Nachm. 3 Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor. Dienstag: André Chénier. Nachm. 3 Uhr: Schneewittchen. Thalia. Der Eva Apfel. Anfang 712 Uhr Montag und Dienstag: Dieselbe Borstellung. Metropol. Die feinen Michu's ( Les petites Michu). Die Engelsjäger. Anfang 7 Uhr. Vorstellung. Onkel Jonas. Bolfsstück mit Gesang in 5 Atten von Oskar Klein. Musik von Alb. Wiecher. Abends 72 Uhr, zum 1. Male: Direktion E. Waldmann. Grosse Spezialitäten- Vorstellung an allen drei Feiertagen. Anfang 72 Uhr. Sonnabend, den 31. Dezember 1898: Humoristische Sylvesterfeier. Das Riesenprogramm und zum ersten Male: „ Clara die Marode", ausgegrabenes Drama v. SchatlesPeare, bearbeitet v. Oskar Klein, Musik von Wilh. Rosenzweig. Kalauer von Henry Bender. Anfang 8 Uhr. Voranzeige! Sonntag, den 1. Januar 1899: Cäcilie Carola Albany Débriège 15 Debuts. Metropol- Theater. Der Brandstifter Behrenstr. 57/58. Dir. Rich. Schultz. Sensationelles Ausstattungsstück mit Gesang in 5 Aften( 12 Bildern) von G. Okonkowsky. Musik von L. Fall. Unter persönl. Leitung des Komponisten. Im Tunnel von 52 Uhr an Frei- Konzert. Montag Nachmittag 3 Uhr: Lorbeerbaum und Bettel: stab. Abends: Der Brandstifter. Dienstag Nachm. 3 Uhr: Die Grille. Abends: Der Brandstifter. Heute( 1. Feiertag) zum 1. Male: Die kleinen Michu's. Novitäten! Hierauf: Novitäten! Die Engelsjäger. Am 2. Feiertag, nachmittags 3 Uhr: Grosses Promenaden- Konzert. Abends 7 Uhr, zum zweiten Male: Die kleinen Michu's und Die Engelsjäger. Am 3. Feiertag, nachmittags 3 Uhr: Grosses Promenaden- Konzert. Abends dritten Male: Die kleinen und Thalia- Theater.chu's, amb Die Engelejäger. Sonntag, Montag, Dienstag: Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Helmerding. Der Eva- Apfel. Poffe in 3 Aufzügen von B. Jacobson. n freier Umarbeitung des Stüdes " La Culotte" von Sylvane u. Artus. Anfang 7/2 Uhr. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung. Mähr's Theater Oranienstr. 21. Am 1., 2. uub 3. Weihnachtsfeiertag: Große Fest- Vorstellung. Das Weihnachtspräsent. Sportsmädel. Anfang an den Wochentagen 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Central Theater Bons haben Wochentags Giltigkeit. Direktion: José Ferenczy. 1. Weihnachtsfeiertag, nachm. 3 Uhr, zu halben Preisen: Die Fledermaus. Operette in 3 Atten von J. Strauß. Abends 72 Uhr: Die Geisha oder: Eine japanische ThechausGeschichte. Operette in 3 Aften v. Sidney Jones. 2. Weihnachtsfeiertag, nachm. 3 Uhr, zu halben Preisen: Der Bettelstudent. Operette in 3 Aften von C. Millöcker. Abends 71 Uhr: Die Geisha. Dienstag und folgende Tage: Die Geisha. Jn Borbereitung: Die Puppe ( La Poupée). Operette in 3 Atten und einem Borfpiel von Ordonneau und Sturgeß. Musik von Ed. Andresen. Montag und Dienstag: Dieselbe Luisen- Theater Central. Die Geisha. Anf. 7 Uhr. 34. Reichenbergerstraße 34. Nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Sonntag( 1. Feiertag) Nachm. 3 Uhr Montag: Die Geisha. Nachm. 3 Uhr: Der Bettelstubent. Dienstag: Die Geisha. Luifen. Um's liebe Geld. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Räuber. Montag: Unt's liebe Geld. Nachnt. 3 Uhr: Kean, oder: Genie und Leidenschaft. Dienstag: Um's liebe Geld. zu fleinen Preisen: Die Räuber. Novität! Abends 8 Uhr: Novität! Um's liebe Geld. Montag( 3. Feiertag), Nachm. 3 Uhr, zu kleinen Preisen: Sean oder Genie u. Leidenschaft Nachm. 3 Uhr: Fröhliche Weihnacht! Novität! Abends 8 Uhr: Novität! Belle Alliance. Preciosa. Anfang Unt's liebe Geld. 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Struwwel peter. Montag und Dienstag: Dieselben Vorstellungen. Alexanderplay. Verlorene Mädchen. Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Tischlein beck Dich, Eselein streck Dich, Kuippel aus dem Sack. Montag: Fall Grünenthal. Nachm. 4 Uhr: Die Puppenfee. Dienstag: Verlorene Mädchen. Nachm. 4 Uhr: Dornröschen. Parodie. Emma von Falkenstein. Die eingemauerte Nonne. Anfang 71 Uhr. Montag und Dienstag: Dieselben Borstellungen. Oflend. Der Brandstifter. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Onkel Jonas. Montag: Der Brandstifter. Nachm. 3 Uhr: Lorbeerbaum und Bettelstab. Dienstag: Der Brandstifter. Nachi. 3 Uhr: Die Grille. Friedrich Wilhelmstädtisches. Onkel Toms Hütte oder: Sklavenleben in Amerika. $ Nachm. 4 Uhr: Der Trompeter von Säffingen. Montag: Onkel Toms Hütte. Nachm. 4 Uhr: Der Hüttenbefizer. Dienstag: Ontel Toms Hütte. Nachi. 4 Uhr: Maria Stuart. Urania. Taubenstrasse 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 1hr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr:„ Die Urzeit des Menschen". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 1hr: Sterus warte, Operutelephon. Apollo. Spezialitäten Borstellung. Anjang 72 Uhr. Neichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Dienstag( 3. Feiertag), Nachmittags: Fröhliche Weihnacht. Novität! Abends 8 Uhr: Novität! 1m's liebe Geld. Olympia- Theater o Karlstr.( Circus Renz) Karlstr. Am 2. u. 3. Weihnachtsfeiertag, nachmittags 32 Uhr: Dornröschen. Besonders hervorzuheben: Die Bonbon- Kanone. Halbe Preise. 1 Kind frei. An allen 3 Weihnachtsfeiertagen abends 8 Uhr: Mene Tekel. Avis! Sonnabend, 31. Dezember: Gr. Sylvester- Vorstellung und Ball. Alcazar- Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direttion: Nichard Winkler. 1., 2. u. 3. Feiertag: Am Weihnachtsabend. Lebensbild von O. Richter. Zum Schluß: Alexandrinenhof Alexandrinenstr. 93, an der Oranienstrasse. 1332* Grossartige Weihnachtsgruppen, Weihnachtsmärchen, Schaustellungen u. A. Neu! Concert Afrikanischer Völkerrassen in Originalkostümen, Neu! Athleten, Jongleure, Akrobaten etc. Volks und Kinderbelustigungen aller Art. Täglich Grosses Konzert einer Damen- Virtuosen- Kapelle in spanischer Nationaltracht.( Direction: Frl. Hartmann.) Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Am ersten Feiertag: Reiseskizzen aus dem Orient. Montag: Der dunkle Erdtheil. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Passage- Panopticum. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends, Im TheaterSaal an allen drei Feiertagen 2 Vorstellungen2 um 4 und 7½ Uhr. Castan's Panopticum. Die SIOUX INDIANER sind da! A. Frankl's Théâtre Variété Köllnischer Fischmarkt 6. Grosse Seemannsglück! Spezialitäten Vorstellung. Liederspiel von O. Victor- Röder. Gesammt Auftreten des neu engagirten Künstler: und Spezialitäten Personals. Anfang an allen 3 Feiertagen 6 Uhr. F Nenes Dezember- Programm. Auftreten der russ. Fürstin von Dragomanu. Anfang 72 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Reichshallen. W. Noack's Theater Stettiner Sänger Brunnenstr. 16. An allen drei Weihnachtsfeiertagen: Neu! Neu! Das Alpenröschen. in drei Aften von E. Linderer. Musik Märchen- Poffe mit Gesang und Tanz von Conradi. Am 2. und 3. Feiertag: Nach der Borstellung: Lanzkränzchen. Concerthaus. Leipzigerstr.No.48. An allen drei Feiertagen Anfang 7 Uhr wechselndes vorzügliches Programm! Billetverkauf von 12-2 Uhr. Ebenfalls begonnen hat der Billet verkauf zur Sylvesterfeier. CIRCUS BUSCH Sonntag, den 25. und Montag, den 26. Dezember ( 1. und 2. Weihnachtsfeiertag): Circus Renz- Riesen- Tunnel. 2 gr. brillante Vorstellungen. Direktion: J. M. Hutt. Täglich: Grosses Konzert der Haustapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn Otto Görner und Extra Nachmittags 4 Uhr: ( 1 Rind unter 10 Jahren frei, weitere Kinder unter 10 Jahren zahlen auf allen Plätzen halbe Preise.) Unter anderem: Zum 1. Male: Auf: treten Harry& Spezialitäten- Vorstellung Redturner. Borführung von Netts unb unter Regie des beliebten Humoristen Gustav Kluck. Das vorzügl. neue Weihnachts: Programm. Ernst und Scherz. Anf. Wochent. 61/2 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Entree Wochent. 10 Pf., Sonnt. 30 f Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81. 1., 2. und 3. Feiertag, sowie jeden Sonntag und Mittwoch: Schulpferden. Bär und Schildwache, höchst tomt. Episode. Mr. Ben Boorn mit seinem Sporting- Act. Das lebende Monument. Auftr. des Gigerl- Clowns Alfred Daniels sowie sämmtl. Clowns und Auguste mit ihren besten Späßen. Abends 7 Uhr: PERSIEN. Besonders hervorzuheben: Ritt des Prinzen Mirza Schaffy über die hundert Fuss hohe Burgmauer. Außerdem: Auftreten des Herrn Franz Gebhardt, Ritter 2c., bisherig. Chef der t. f. span. Hof- Reitschule in Wien. Die neuen Freiheitsdreffuren des Direktor Busch. Der Akrobaten- Truppe Manzoni. Reitfünstlerinnen u. Rünstler mit den besten Nummern ihres Repertoirs. Dienstag, abends 72 Uhr: Persien. ( Meyjel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Möht, Schneider und Schrader.) Anfang 1. und 2. Feiertag 7 Uhr, 3. Feiertag 72 Uhr. Entree 50 Pf. Num. Balkon 75 Pf. Balkon- Loge 1 M. Orch.- Loge 1,50 M. Fremden- Loge 2 M. Tageskaffe von 11-1 Uhr. Montag( 2. Feiertag) mittags 12 Uhr Grosse Fest- Matinée der Stettiner Sänger. Entrée 50 Pf. Sonnabend, 31. Dezember: Grosse Sylvester- Ulk- Soirée und Ball. Reichshallen- Restaurant. Jeden Mittag: Tafelmusik bes Reichshallen- Orchesters. Jeden Abend: Konzert. Reichhaltiger Mittagstisch. Schultheiß- Märzen und Bözow / 10 Liter 15 Bf. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Am 1., 2., 3. Weihnachtsfeiertag Gr. Fest- Vorstellung. Das riesengroße nene Weihnachts: Programm. Ueberlé- Truppe. Jörgensen. Helene Voss. Hugo Schulz, Wienecke, Zwerg- Theater. Paolo Will, fprech. Automaten. Teylors- Milardo u. f. w. Rich. Winkler und Wilh. Fröbel in dem aktuellen Bolfsstück Das Blumenmädchen vom Hacke'schen Markt. Anfang 6 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf Vorm. 11-1 Uhr. 1. Balaft. Spezialitäten: Bor Konzert, Ensemble- Szenen, auftreten fämmtlicher neu engagirten Gesellschaftshaus Feen: stellung. täten Borstellung. Spezialitäten Vorstellung Entree 30 BEPaffage Panoptifum. Speziali mit darauf folgendem TANZ. Swinemünderstr. 42. Jeden Sonntag: Ball und Theater- Vorstellung. 61218* Weihnachts- Ausstellung An der Stadtbahn 43-44, zwischen Bahnhof„ Börse Täglich: und Alexanderplat bis Anfang, Grosse Konzerte, Februar 1899: Weihnachtsmänners, Chinesen, Türken und andere Kapellen. Großartige Schjaustellungen. 4860* Staunenswerthe Abnormitäten, Vorführung der größten Erfindungen der Neuzeit. Verkaufsstände aller Branchen. Bolts- und Kinderbeluftigungen jeder Art. Berolina- Festsäle Sonbauſer Allee 28 19 Ecke Wörtherstraße. Juh.: Gustav Brochnow. Große und Kleine Säle für Vereine und Versammlungen. Vereins Zimmer. 2 Kegelbahnen noch zu vergeben. 429L* Ernst Höflich's Konzert- Garten und Ball- Salon, Friedrichsberg, Frankfurter Chaussee 120. Am Sonntag, den 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag): Anf. 6 Uhr. Gr. Konzert, Dir. Herr M. Lehmann. Entr. 30 Pf. Am 2. und 3. Weihnachtsfeiertag: Groker Fe- Ball. Anfang 4 Uhr. Am 31. Dezember( Sylvester): Großer Wiener Masken- Ball. Um 12 Uhr: Begrüßung des neuen Jahres, Feft: Polonaise verbunden mit verschiedenen Neberraschungen. Am 1. Januar: Großer Neujahrs- Ball. Anfang 4 Uhr. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Ernst Höflich. Etablissement Süd- Ost, Waldemarstr. 75. Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen.[ 494L Jeden Sonntag: Gr. Ball. H. Brüder. Gin recht frohes Weihnachtsfest wünscht allen Bekannten der alte Freund von der Jusel. Die Wahrheit! Messpalast, Alexandrinenstrasse 110. Weihnachtsmesse und Ausstellungen. Universal Dampf- Karouffel( feenhafte elektrische Beleuchtung). Kines matograph. Vorführung tebender Photographien. Anerkennungs- und Empfehlungsschreiben der Brandenburgischen Land- Frrenanstalt in Eberswalde für eine dortselbst gegebene Borstellung Itegt zur Einsicht aus. Kunstvoll ausgeführtes mech. Bergwerk mit hunderten mech. Figuren 2c. 2c. Panoptitum: Sammlung plastisch. u. mech. Figuren, bekannte Persön geschwister Wilhelm, Hulda u. Emil Hoenne lebend, ber Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte von Herrn Prof. R. Virchow vorgeführt. Vorführung Eingeborener Baffulas( 5 Personen), Aufführung ihrer Tänze, Sitten und Gebräuche. Der lebend versteinerte Mensch Albert Schwarz, am 27. Juni der Berliner medizinischen Gesellschaft durch Herrn Prof. Rud. Virchow demonstrirt. Kunst Glasbläserei, Anfertigung von Weihnachtsschmuck, Kunst- Glass gegenstände für Weihnachtsgeschente, Anfertigung aus rohem Glas vor den Augen des Publikums( Industrie, Gewerbe- und Sport- Ausstellung zu Dresden vom 25. August bis 16. September 1894, preisgekrönt mit der filbernen Medaille). Im großen Saale: Weihnachtsgruppen nnd Konzert ber Berggeister Kapelle. Photographien, Schießlehranstalten, Kung spiele und vieles andere. Um recht zahlreichen Zuspruch bittet Die Direktion. Volks- Theater Graumann's Festsäle im Welt- Restaurant Dresdener: Straße 97. Dir.: A. Kolig. Art. Leiter: A. Runge An allen 3 Weihnachtsfeiertagen: Große Gala Spezialitäten und Theater Vorstellung. Novität! Durch die Blume. Große. Ausstattungs- Operette. Unter Polizei- Aufsicht. Gesangsp. Rudi Saberto, phänomen. Jongleur. Rudinis, Zauberparodisten. Anfang 6 Uhr. Ende 11 Uhr. Empfehle allen Genoffen, Kollegen, Freunden und Bekannten mein ( früher Renz) Naunynstrasse 27. Empfehle meine Säle, 900 Personen fassend, zu allen Festlichkeiten und Vers fammlungen. Einige Sonnabende sind noch an Vereine zu vergeben. Jeden Sonntag, Montag und Donnerstag: Grosser Ball![ 6363* H. Krieger's Festsäle, Wasserthorstr. 68. Empf. meinen Saal Vereinen und Gewerkschaften zu Versammlungen u. Festlichkeiten. Jeden Sonntag Dienstag u. Sonnabend öffentl. Tanz. Einige Sonnabende noch zu vergeben. Weiß- und Bairischbier- Lotal Moabiter Spreehallen Vereins- Zimmer mit Pianino, bis 80 Personen fassend. 4930* W. Georgi, Frankfurter Allee No. 70. Moabiter Klubhaus, Beusselstr. 9. Empfehle meinen großen Saal, Vereinszimmer f. 20-80 Personen, Restauration. Mittags: u. Abendtisch. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Carl Fischer. 6120L* Elysium Landsberger Allee 40/41. Heute Sonntag, 25. Dezbr.: Norddeutsche Sänger. Anfang 6 Uhr. Entree 30 Bf. Am zweiten und britten Feiertag Großer Ball. Jeden Kirchstr. 27. Empfehle meinen Saal. Sonntag Tanz. Einige Sonnabende noch fret. R. Hube. 3632* Johannisthal: Park- Restaurant! Jeden Sonntag: Gr. Ball unter Leitung des Tanzlehrers Herrn Otto Wildauer. Abonnement für Herren 50 Pf. Damen frei. 61920* Die Kaffeeküche ist v. 2 Uhr ab geöffnet. 8wei Kegelbahnen, Vereine erhalten Extra- Preise. Wwe. Elise Ran. E Güle 200-100-80 Personen fassend, täglich sowie Sonn Gesellschaften zu vergeben. [ 63892* abends und Sonntags au Bereine u Julius Wernau, N., Schwedterstr. 98/04, Achtung! IV. Wahlkreis! Ad Achtung! Montag, den 26. Dezember( 2. Weihnachts- Feiertag), Verband deutscher Schneider u. Schneiderinnen Dienstag, den 27. Dezember( 3. Weihnachts- Feiertag): im ,, Konzerthaus Sanssouci", Kottbuser- Strasse 4a: Großes Weihnachts- Vergnügen Grosse Matinée ausgeführt vom gesammten Künstler- Personal des Konzerthauses Sanssouci, unter Leitung des Hrn. Haskel. Zur Aufführung gelangen: Hermann und Dorothea. Bosse mit Gesang in 1 Att. Anfang 12 Uhr. Achtung! Einer muß heirathen. Schwant in 1 Aft. Auftreten sämmtlicher Spezialitäten. Es wird ersucht, daß sich Jeder möglichst vorher mit Billets versieht. IV. Wahlkreis. Billets 30 Pf. Achtung! Am Sonntag, den 25. Dezember( 1. Feiertag), mittags 12 Uhr, in Louis Keller's Festfälen, Koppenstraße Nr. 29: Grosse Matinée arrangirt von den Parteigenossen des 4. Berliner Neichstags- Wahlkreises. Auftreten der bekannten Gesellschaft Strzelewicz. Gesangsvorträge. * Musik unter Leitung des Herrn Grass. Achtung! VI. Wahlkreis. Achtung! Montag, den 26. Dezember 1898( 2. Weihnachts- Feiertag), im ,, KastanienWäldchen"( Ballschmieder), Badstrasse No. 16: Grosse Matinée veranstaltet von den sozialdemokratischen Parteigenoffenselotelo vom Gesundbrunnen und der Rosenthaler Vorstadt unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Nord" und der Theater- Gesellschaft Strzelewicz. Konzert unter Leitung des Musikdirigenten Herrn Schonert. Anfang 12 Uhr.* Um zahlreichen Besuch bittet * [ 220/12 Billet 25 Pfennig. Das Festkomitee. Sozialdemokratischer Wahlverein für den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonnabend, den 14. Januar: day Stiftungs- Fest im ,, Konzerthaus Sanssouci", Kottbuserstrasse 4a. Vokal und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Liedesfreiheit"( Dirigent Herr R. Tietz) und der Gesangshumoristen Gebrüder Oestreich. Theater- Vorstellung. Anfang 8 Uhr. 241/19 ( Nachzahlung für den Ball 30 Pf.) Ball. Billets à 25 Pf. auf allen Zahlstellen zu haben. Der Vorstand. Gedenk- Feier zur Erinnerung an die vor 30 Jahren gegründete erfte Organisation der Maurer Deutschlands veranstaltet von den Bahlstellen Berlins n. Umgegend des Zentral- Verbandes der Maurer am Freitag, den 13. Jannar 1899, in Keller's Festsälen, Koppenstraße 29, bestehend in Concert unter Mitwirkung der Gesangvereine ,, Frühlingslust" und ,, Gemüthlichkeit"( M. d. A.-S.-B.), Dirigent: Herr Schönberger. Soliften: Frl. Fanny Opfer. Fr. Jeanne Golz, Concertfängerin. Serr Leo Gollanin, Opernsänger. Herr Alexander Heinemann, Concertsänger. Berliner Concert Orchester. Dirigent: Herr G. Grass. THE Festrede gehalten vom 1. Vorsitzenden des Bentral- Verbandes der Maurer Deutschlands, Roll. Th. Bömelburg- Hamburg. Anfang abends 7 Uhr. Billets à 50 f. find zu haben bei den Vorstands- Mitgliedern, fämmtlichen Hilfskaffirern der Bahlstellen Berlins, Charlottenburgs und Nixdorfs und bei A. Vogel, Weidenweg 35. 135/15 Jeder Festtheilnehmer erhält die Festzeitung mit Programm. Um rege Betheiligung der Kollegen bittet Das Fest- Comitee. verbunden mit Geschenk- Verloosung für Kinder in der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57. der Berliner Ressource. Empfehle meine Restauration und 2 Vereinszimmer für Zahlstellen und Vereine. Ernst Lier, 1551.*] Alte Jakobstr. 119. Vereinszimmer, Grosses Instrumental- Konzert, ausgeführt von der Hauskapelle großartig belegen, 60 Personen faffend. Aufführung von lebenden Bildern: Ein Weihnachts- Märchen. Programm 30 Pf. Anfang 6 Uhr. Eröffnung 5 Uhr. Billets find im Bureau Annenstr. 9 und bei allen bekannten Kollegen und Kolleginnen zu haben. Die Ortsverwaltung. Bahlreiche Betheiligung erwartet Samariter- Kursus 162/18 für Arbeiter und Arbeiterinnen. am 27. Dezember( 3. Weihnachts- Feiertag) in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Weihnachts- Feier. Anfang 6 hr. 155/15 Der Vorstand. Zentralverband der Handels-, Transportu. Verkehrsarbeiter Deutschlands. 14923 Bureau: Bischofstr. 13. Heute Sonntag, 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag): Grosses Weihnachtsfest in den Geſammträumen der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. Grosses Instrumental- Konzert. Auftreten bes berühmten Berliner Ulk- Trio, sowie der Berliner urtomischen Gesellschaft Gebr. Alfredi. Nach dem Konzert: Großer Ball. Musik von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker unter Leitung des Herrn Meyer. Eröffnung 4 Uhr. Programm ist am Eingang zu haben. Anfang 5 Uhr. Morgen Montag, 26. Dezember( 2. Weihnachtsfeiertag): Großes Tanzkränzchen im Englischen Garten, Alexanderstr. 27 c. Eröffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Entree inkl. Tanz zu beiden Festen je 50 Pf. Billets zu beiden Vergnügen sind in allen Zahlstellen und bei den Bezirksführern zu haben. 67/18 Zu zahlreicher Betheiligung ladet ein Die Ortsverwaltung. Concerthaus Sanssouci Rottbuserstr. 4a. Sonntag, 25. Dezember( 1. Weihnachtsfeiertag) Großes Concert der Gesangvereine Frühlingsluft, Freiheit und Gerechtigkeit W. ( M. d. A.-S.-B.) unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Schönberger und unter Mitwirtung folgender hervorragender Künstler: Herren E. Severin, Oratorien- u. Konzertfänger, W. P. Smith, Violinvirtuose, L. Gollanin, Opernsänger, und H. Berger, Pianist. Theil I und II. Program m. ,, Columbus!" Gesangsvorträge der Vereine und Chorwert für Männerstimmen, Soli Solovorträge des Dirigenten Herrn u. Pianofortebegleitung v. Brambach. Schönberger und obengenannter Columbus Künstler. Ein Führer Piano.. Theil III. 2. Aufführung von Anfang 6½ thr. " Herr Severin Gollanin „ Berger Anfang 6 Uhr. Einlasskarten à 50 Pf. find zu haben bei Restaurateur Mehrwald, Alte Jakobstr. 54-55; Restaurateur Tolksdorf, Görlizer: straße 58; Restaurateur Stramm, Ritterstr. 123; Restaurateur Schorheim, Gräfestr. 8; Bigarrenhandlung von Gottfried Schulz, Admiralstr. 40a, und Restaurateur Werner, Bülowstr. 59. Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. Charlottenburg Jeben Sonntag: Familienkränzchen wozu ergebenst einladet 63248* H. Wernicke. Achtung! VI. Wahlkreis. Achtung! Sonnabend, den 31. Dezember 1898: Sylvefter- Feier der sozialdemokratischen Parteigenossen des VI. Kreises bei B. Raabe, Kolbergerstraße 23. Anfang 8 Uhr. Bu zahlreichem Besuch ladet ein Gr. Frühstücks-, Mittagsund Abendtisch. * Liebehenschel, Mariannenstr. 48. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Verband aller im Handels- u. Transportgewerbe ( Zahlstelle Berlin.) beschäft. Hilfsarbeiter Berlins u. Umg. Dienstag, den 27. Dezember( 3. Weihnachtsfeiertag), Bureau- und Arbeitsnachweis: Kommandantenstr. 25 I. Tel.- Amt IV. 3973. bei Keller, Koppenstrasse 29: Sonnabend, den 31. Dezember 1898: Gr. Weihnachtsfeier, Gr. Sylvester- Maskenball verbunden mit Geschenkverloosung. CONCERT unter Mitwirkung des Gesangvereins ,, Sanges- Echo Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. *** Großer Ball.*** Anfang nachmittags 4 Uhr. Entree: Herren 50, Damen 30 Pf. Tanz frei. Jedes Kind erhält ein Geschenk gratis. Die Kollegen werden ersucht, sich rechtzeitig mit Billets zu versehen, dieselben sind auf allen Zahlstellen und auf dem Bureau Annenstraße 39 zu haben. Admiralstrasse No. 18 c. Märkischer Hof, am ersten Weihnachtstag vom Berein Kränzchen. Am 2. und 3. Weihnachtstag: Gr. Fest- Ball! verbunden mit Ueberraschungen, in Louis Keller's Festsälen, Koppenstr. 29. Anfang nr Eintrittskarten mit Tanz im Vorverkauf 50 Pf., an der Uhr. Ende 1. Januar 1899 früh 6 Uhr. Abendkasse 75 Pf. 67/17 Kollegen und Genossen mit ihren Damen ladet hierzu freundlichst ein Das Komitee. Louis Keller's Festsäle, Koppenstr. 29. 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Broschüre: Wer braucht Brillen?" gratis. Spittelmarkt 12, I. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin r. 302. 15. Jahrgang. 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 25. Dezember 1898. 581 8th Reichsgericht wehr and Neichs- Versicherungsamt. ändern können. 0 Hamb nom lis Lovingasis a Mnternehmer- Derbände. polizeiliche Verfügung sich also namentlich gegen das ge- Benutzung der den Arbeitern gebotenen Wohlfahrts- Einrichtungen: fundheitsgefährliche Schlafen der Arbeiter auf dem Ring- Kantinen, Schlafbaracen oder dergleichen als Betriebsthätigkeit ofen richtete, bewegte sie sich in den der Zuständigkeit der angesehen werden müssen, was von der Rechtsprechung stets Verwaltungsbehörde im Gesetz gezogenen Grenzen. Eine abgelehnt worden ist.( Vergleiche vorstehendes Reichsgerichts- ErOY Prüfung ihrer Ausführbarkeit, Nothwendigkeit und Zweckmäßig- kenntniß!) Durch diese Erwägungen, die mit der Begründung der teit stand dem Strafrichter nicht zu. Bezüglich des subjektiven That Retursentscheidung 909( Amtliche Nachrichten des Reichs- VersicherungsDaß nach dem Zurücstecken der sozialen Gesetzgebung auch mit bestandes ergeben ferner die Urtheilsgründe, daß der Angeklagte das amtes 1890, S. 597) feineswegs in Widerspruch stehen, erledigt sich ben Entscheidungen des Reichs- Versicherungsamtes ein Umschwung Schlafen der Arbeiter auf dem Biegelofen zwar verboten, aber auch der vom Kläger in der Revisionsinstanz geltend gemachte Umeintreten würde, konnte man voraussehen; daß dieselben jegt aber obgleich er von der stetigen Uebertretung seines Verbotes wußte, stand, daß er von seinem Wohnort aus am Morgen gar nicht rechteine zuweilen geradezu empörende Härte annehmen, verdient doch diejen Mißbrauch durch Einrichtung angemessener Schlafräume nicht zeitig zum Beginn der Arbeit hätte eintreffen können." Daher besonders hervorgehoben zu werden, zumal die Entscheidungen fich abgestellt hat." Daher erfolgte Burüdweisung der Revision. So das wurde der Entschädigungsanspruch und Kostenanspruch abgelehnt. manchmal auf einen Standpunkt stellen, der dem selbst vom Reichs- Reichsgericht. Das sophistische dieser Entscheidung fällt so recht ins Auge, gericht eingenommenen geradezu entgegengesetzt ist. geriát Nun das Reichs- Versicherungsamt. Andreas Deder wenn man sie mit der Reichsgerichts- Entscheidung vergleicht. Zum Beweise dieser Behauptung feien zwei Fälle einander aus Lengelsheim bei Saargemünd hatte beim Nächtigen in der Durch solche geschraubte Entscheidungen werden die Arbeiter aber gegenübergestellt. Fabrit einen Unfall erlitten. Während aber das Schiedsgericht die Berufs- erst recht in der Annahme bestärkt, daß die heutigen Behörden Ein Rittergutsbefizer hatte gegen das Urtheil des Landgerichts genossenschaft für haftbar erklärte, entschied das Reichs- Versicherungs- nur Klaffenvertretungen feien, und daß sie nur durch die Wahl Stettin Reviſion eingelegt. Er war durch eine Verfügung der amt zu gunsten der( Glas-) Berufsgenossenschaft aus folgenden eigener Bertreter in den Reichstag diesen Zustand Polizeibehörde zur Beschaffung von angemessenen Schlaf- und Gründen: Aufenthaltsräumen für die auf seiner Ziegelei beschäftigten Arbeiter" Der Rekurs der Beklagten gegen das vorbezeichnete Uraufgefordert worden, weil die ihnen angewiesenen nach dem theil ist begründet. Kläger ist am m 17. Dezember 1894 in der Gutachten des Gewerbe- Inspektors den Bestimmungen der§§ 120b und Glasfabrit Münzthal- Sanft Louis in Arbeit getreten und hat die 120c.- O. nicht entsprachen, und die Leute dadurch veranlaßt wurden, Nacht zum 18. Dezember in der Fabrik zugebracht. Am Morgen ist auf dem Ziegelofen zu schlafen. Da bei einer später vorgenommenen er, als er sich erhoben hatte, in eine Vertiefung im Fabrikraume Revision nochmals festgestellt wurde, daß vier Arbeiter, darunter ein gefallen und hat das linke Bein gebrochen. Das Schiedsgericht hat Weitere Truftbildungen in den Vereinigten Staaten. Zu noch nicht achtzehnjähriger, ihre Schlafstätten auf dem Ringofen hatten, festgestellt, daß sein Wohnort 20 Kilometer von der Betriebsstätte entfernt den von uns angegebenen Truftbildungen in den Vereinigten Staaten hatte das Landgericht Stettin gegen den Angeklagten wegen Zu- war, daß sich an derselben keine weitere Unterkunft als ein zur Fabrit find nach dem" Chicago Herald, noch folgende and item beiden widerhandlung gegen die vorerwähnte polizeiliche Verfügung aus gehöriger, für die Zahl der Arbeiter indeß nicht zureichender Schlafsaal legten Quartalen zu melden. Die hauptsächlichsten Fabrikanten von § 147 Nr. 4 der Gewerbe- Ordnung auf Strafe erkannt. Die Ste- befand, daß endlich das bestehende Verbot, in der Fabrit selbst zu artgummi- Waaren in Chicago, deren Geschäft sich infolge vision bestritt die Zuständigkeit der Verwaltungsbehörde. Das nächtigen, weder wirksam durchgeführt wurde, noch dem Kläger be- des andauernden Mißverhältnisses zwischen den Preisen für die RohReichsgericht, 4. Straffenat, erkannte aber am 10. Juli 1896, daß fannt gemacht worden war, und daß der Kläger von einem anderen stoffe und für die fertigen Waaren von Jahr zu Jahr ungünſtiger dieser Einwand nicht begründet war. Arbeiter auf seine Frage wegen des Nachtquartiers den Rath erhalten für die Unternehmer gestaltet hatten, haben eiuen Syndikatsvertrag " Denn die§§ 120a- c der Gewerbe-Ordnung", so führte hatte, in der Fabrik zu bleiben. Diese Thatsachen reichen nicht aus, abgeschlossen. Dann ist das Zustandekommen einer Konsolidirung das Reichsgericht aus, befassen sich zwar hauptsächlich mit dem um die Annahme eines Betriebsunfalles zu rechtfertigen. ber Calcium carbid und Acetylen- Werke zu bervom Gewerbe- Unternehmer zum Schutz der Arbeiter bei ihrer Be- Die Befriedigung der leiblichen Bedürfnisse des Arbeiters ist zeichnen, die in ihrer Gesammtheit angeblich eine hinreichende fchäftigung gegen Gefahren für Leben, Gesundheit und Sittlichkeit allerdings die nothwendige Voraussetzung seiner Arbeitsleistung, sie dient Leistungsfähigkeit befizen, um auf dem Weltmarkte mit Calcium zu treffenden Betriebseinrichtungen. Einrichtungen, die an sich nicht aber nicht dem Betriebe, sondern der Selbsterhaltung, und zwar regel- carbid für's erste die tonangebende Stelle einzunehmen. Der Truft unter diesen Begriff fallen, tönnen aber in Gemäßheit des§ 120d mäßig auch dann, wenn sie innerhalb der Betriebsräume vorgenommen verfügt über ein Kapital von ca. 25 Millionen Dollars. Auch die angeordnet werden, soweit das Gefeß fie ausdrücklich vorfieht, oder wird. Ein Unfall, den der Arbeiter bei dieser Gelegenheit erleidet, ist kein bedeutendsten nordamerikanischen Fabrikanten von Filtrir App a= der Betrieb der gewerblichen Anlage sie mit sich bringt, wie die Her- Betriebsunfall. Es kann nicht verkannt werden, daß diese allgemein raten für den Kleinbedarf haben, nachdem hinsichtlich wichtiger stellung von Speiseräumen(§ 120 d Abs. 1) oder von Ankleide- von den Schiedsgerichten anerkannten Grundfäße nicht anzuwenden Patentfragen, die seit Jahren Anlaß zu gegenseitiger Befehdung boten, und Waschräumen in der Betriebsstätte Betriebsstätte(§ 120b Abs. 3). find, weil die erhebliche Entfernung der Betriebsstätte von dem ein Einverständniß erzielt worden ist, dem herrschenden Zeitgeist, Wohn- und Schlafräume find allerdings im Gesetz nicht Wohnort des Klägers eine Rückkehr dorthin nach Beendigung der durch Verschmelzung der gemeinsamen Interessen Rechnung getragen. In der Ausführung des ersten Richters, fie feien Tagesarbeit nicht thunlich erscheinen ließ, und andererseits die Die neue Gesellschaft, deren Stammsiz fich für das östlich von unter„ Betriebsstätten" mit einbegriffen, soweit der Betrieb Betriebsräume selbst die wirkliche oder seines Wissens einzige, den Pittsburg gelegene Gebiet in New- York, für den Westen in Chicago das Schlafen der Arbeiter in der Fabrik mit sich bringe, ist indeß Arbeitern zugängliche Gelegenheit bieten, sich für die Nacht unter- befindet, ist darauf eingerichtet, den weitaus größten Theil, angeblich die Feststellung zu finden, daß in der That der Betrieb der in Rede zubringen. Wenn es auch richtig sein mag, wie das Schiedsgericht ca. 90 pet. des in Amerika sehr bedeutenden Bedarfs an Filtrirstehenden Ziegelei auch die Gewährung von Schlafstätten an die ausführt, daß Kläger in der Fabrit übernachten mußte, wenn er apparaten zu decken. Hierzu kommen noch Trusts der Tapeten Arbeiter innerhalb ber dem Betriebe dienenden Räumlichkeiten erheiſcht, überhaupt im Betriebe thätig fein wollte, fo ergiebt sich doch in briten, her so cereren bitalisme atmerté und wenn dies Fall, Annahme, nur, daß der Kläger der Nacht- und Gründung großen und Stahlwerte seien hier unter„ Betriebsstätten" im Sinne der§§ 120 a- c ein- quartiers ein eigenes eigenes wirthschaftliches Interesse hatte. Die des Westens, der öbelfabriten des ganzen begriffen, nicht als rechtsirrthümlich bezeichnet werden. Außerdem Zwangslage, in der sich Kläger befunden haben Landes mag, und der Tafelflaschen- und Tiiglasaber ist aus der in§§ 120 a- c dem Gewerbe- Unternehmer auferlegten ergab sich nicht daraus, daß der Betrieb an ihn die Anforderung Fabriken. Daffelbe wird berichtet über die Fabrikation der allgemeinen Verpflichtung, den Betrieb so zu regeln, daß die Arbeiter stellte, die Nacht in der Nähe der Betriebsstätte zu bleiben, sondern Refrigeratoren- Wagen, die zum Versandt von frischem gegen Gefahren für Leben, Gesundheit und Sittlichkeit geschützt sind, daraus, daß er die sich ihm bietende Arbeitsgelegenheit nicht in an Obit, frischen Fischen und Fleisch nach allen Theilen der Union in Hinblick auf die Tendenz des Gejezes auch zu folgern, daß der berer Weise bemuken konnte. Wie sich Kläger mit dieser Lage ab- überall in Gebrauch find, und sogar über die Sarafabrikation. Arbeitgeber einer mißbräuchlichen Benugung fand, war lediglich seine Angelegenheit, der Betrieb war daran nicht Die große Mehrzahl dieser Truftbildungen fand ihre Entstehung in der Betriebsstätten seitens der Arbeiter in der betheiligt. Wollte man deswegen, weil der Betrieb Arbeiter erfordert, den westlichen Staaten, wie überhaupt der Westen und der Nordangedeuteten Richtung ergeben, und eine solche hat alles das, was feitens des Arbeitgebers oder Unternehmers ge- westen in den beiden legten Quartalen die größte Belebung des gein der nach der getroffenen Feststellung dem behördlichen Verbot schieht, um dem ersteren die Uebernahme der Arbeit zu erleichtern, schäftlichen Verkehrs erfahren hat. od ban vagilid zuwider erfolgten Benutzung des Ringofens als Schlafstätte und dem letzteren die erforderliche Zahl und die Leistungsfähigkeit der zweifellos vorgelegen. Soweit die an den Angeklagten erlassene Arbeiter zu sichern, dem Betriebe zurechnen, so würde vor allem die Jefanye mall blawa nahe dem zu den befannten bidigen Breifen H. Gottschalk, Admiralstr. 37, Kottoner Thor. 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Feiertag), nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause, Rügenerstr. 13, aus nach dem Friedens- Kirchhof in Nieder- Schönhausen statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Die örtliche Verwaltung. Die Mitglieder des Gesangvereins werden ersucht, pünktlich zur Stelle zu sein. Die Beerdigung meiner Schwester Czolibrocka geb. Brcesfwiniewiz Maler! Privatschule für Dekorations- Malerei. Blumenmalen, modern ( englisch) 2c. Wöchentlich 10 Stunden. Monat 10 M. Das zweite Semester beginnt am 2. Januar von 7-9 Uhr abends. Oscar Hüttel, Def.- Maler, Beusselstr. 65 I. Achtung! Möbelpolirer! Dienstag,( 3. Weihnachtsfeiertag) 3073b] Frühsprache bet Gelke, Swinemünderstraße 26. Plötzensee. Restaurant Carolinenhof. M. Brosy. Jeden Sonntag: Grosser Ball bei vollbesetztem Orchester. Saal zu 1200 Personen an mehreren Sonnabenden 99 Vertrieb der Neuen Zeit" ( Quartal 3,25 M.), der Sozialistischen Monatshefte ( Quartal 1,50 M.). 30426 Versand nach allen Orten. Pünktliche Expedirung. Hugo Warschawski, Berlin C., Roßstr. 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Um zahlreiches Erscheinen bittet Metallarbeiter- Verband. 247/3] Todes- Anzeige. Allen Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege [ 31266 Louis Heister am Donnerstag, den 22., verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 27. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des BartholomäusKirchhofes in Weißensee aus statt. Die Kollegen der Bechstein'schen Hof- Pianofabrik. Zentral- Kranken- u. Sterbetasse der Tischler u. Dertliche Verwaltung Berlin B. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß anser Mitglied, der Tischler 181/16 Louis Heister ant 22. d. M. verstorben ist. Die Be erdigung findet am Dienstag, den 27. b. M., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Bartholomäus Kirchhofes, Falkenberger Chauffee ( hinter Weißensee) aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Hierdurch allen Freunden und Be fannten die traurige Nachricht, daß mein guter Mann, der Buzer Ferdinand Dahms nach langen schweren Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am zweiten Weihnachts- Feiertage, nachm. 3 Ugr, bom Trauerhause, Rügenerstr. 13, aus statt. Um stilles Beileib bittet[ 31286 Wittwe Louise Dahms, geb. Rebler. ( Verwaltungsstelle Berlin.) Todesanzeige. Am Mittwoch Abend 11% Uhr ver: starb au Lungenentzündung unser 278/5 Mitglied, der Schlosser Karl Rathmann. Die Beerdigung findet heute, Sonn tag Mittag 2 Uhr, vom Krankenhaus Moabit nach dem St. Pauls- Kirchhofe in der Seestraße statt. Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Allen Freunden, Verwandten und Bekannten die traurige Mittheilung, daß mein lieber Mann und unser guter Bruder, guter Brude der Zimmerer Theodor Riegener am 19. b. M. infolge eines Betriebsunfalles plötzlich ver 31086 storben ist. Die Beerdigung findet am Montag( 2. Feiertag), nach mittags 3 Uhr, von der LeichenHalle der Golgatha- Gemeinde in der Barfußstraße aus statt. Die trauernd. Hinterbliebenen. 28we. Agnes Riegener, Invalidenstr. 118. Blögensee. Nordring- Bahnhof Beuffel straße. 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Nach 5 Bädern kann der Patient das Bett verlassen und gehen. Nach einigen weiteren Bädern geht er wieder auf Jagd. Jschias: errechnungs- Rath Hebringer- Potsdam, mehrere Jahre alte, heftige Ischias. Badereise, Aufenthalt in Kurorten zwecklos. Nach 16 Bädern vollständige Heilung. Aehnliche Krankengeschichten stehen in großer Anzahl zur Verfügung. Neuralgie: Von den Neuralgien will ich nur die heftigste und hartnäckigste, der sonstigen Be handlung am wenigsten zugängliche: bie Trigemius( Gesichts-) Neuralgie herausnehmen: W. Fischer- Müncheberg. Diagnose: Lintsseitige, äußerst heftige, täglich sich mehrmals zu unerträglichen Anfällen steigernde Trigemius( Gesichts-) Neuralgie. Das Leiden besteht seit einigen Jahren. Patient ist von vielen Aerzten und hiesiger erster Autorität behandelt. Gebessert wurden die Schmerzen nur durch den Aufenthalt in höher gelegenen Luftkurorten, traten aber bei der Rückkehr nach Berlin fofort wieder auf. Verordnung: Einen Tag um den anderen ein Loh- Tanninbad. Täglich schottische Fußbäder, im Bade leichte Massage der Nerven. Nach drei Bädern find die immensen Schmerzen es ist taunt glaublich vollständig verschwunden. Patient badet mehr aus Dantbarkeit weiter. Progr. Muskelatrophie Stettin: Diagnose einer hiesigen erften Autorität: Progr ( Muskelschwund). Herr G. Neumann, Bostbeamter, Grambow, Muskelatrophie. Prognose absolut ungünstig. Patient ist völlig hilflos, auf fremde Hilfe absolut angewiesent. Nach ca. 60 Bädern Heilung. Patient fährt jetzt sehr gewandt Fahrrad. Der Herr Profeffor, welcher den Patienten behandelte, bezeichnet die Heilung als äußerst wunderbar. über dem Kreuzbein ohne nachweisbare Ursache: Gattin eines hiesigen Rückenschmerzen Arztes hatte mindestens 2/2 Jahre lang scheußliche, sie in der Be wegung äußerst hemmende Rückenschmerzen. Abführkur, Maffage, Elektrizität ohne jeglichen Erfolg. Darauf einen Tag um den anderen ein Loh- Tanninbad. Nach atute, sowie chronische. Verordnet wurde reichliches Wassertrinken, 5 Bädern völlige Heilung. Blasenkatarrhe, Bilbunger Brunnen, entsprechende Diät. In vielen Fällen wurde ärztliche Behandlung verlangt und die Kur entsprechend geregelt. Die Zahl der Geheilten ist so groß, daß nur eine Auswahl von Krankengeschichten erfolgen fann. In afuten Fällen erfolgte prompte Heilung, in ganz alten Fällen sehr günstige Resultate. Herr Jung, Berlin, Gipsstr. 19, chronischer Blasentatarrh, vollständige Heilung nach 30 Bädern. Herr N., Berlin, atuter Blasentatarrh, nach wenigen Bädern völlige Heilung. Geschlechtskrankheiten fetumbarer unb tertiärer Natur. Der Syphilidologen- Kongreß in Graz hat einstimmig die äußerst heilkräftige Wirkung stoffwechselanregender Bäder anerkannt. Die in der Loh- Tannin- Badeanstalt gemachten Erfahrungen entsprechen dem voll und ganz. Ob eine medikamentöse Behandlung außerdem am Plaze war, entschied der behandelnde Arzt. Krankengeschichten in äußerst großer Anzahl. Ex- und Transsudate infolge bon Brustfellentzündungen, chronischer entzündlicher Prozesse des weiblichen Genitalapparates 2c. 2C. Die Resultate waren oft äußerst frappirend. meist bald Menstruations- Störungen ohne nachweisbare Erkrankung des Genitalapparates waren Blutarmuth, rose wurde nach Empfehlung von anderer Seite behandelt und ergab sehr gute Resultate. Die Mattigkeit, Kopfschmerzen 2c. verschwanden in sehr furzer Zeit. Appetit wurde rege. Gehirnblutung und andere Erkrankungen infolge ererbter Geschlechtskrankheit zeigten äußerst schnelle Resorption. Ein junges Mädchen hatte plößlich die Sprache vollständig verloren. Diagnose: Ererbte Geschlechtskrankheit und infolge dessen Blutung in dem Sprachzentrum des Gehirns. Die Resorption erfolgte prompt, die Sprache war bald wieder hergestellt. berwellungen, Hämorrhoiden. J. Scheeder, Stauungen im Pfortadersystem, Stoffermeister, weißensee, Leberanſchwellung, Lähmung der unteren Extremitäten. Patient hatte alles versucht. Unter anderem auch 100 russisch- römische Bäder, viele Dampffaſtenbäder und Soolbäder, Elektrizität in einer Klinik für Nerventrante. Die medikamentöse Behandlung konnte ihm auch keine Heilung bringen. Nach 48 Bädern völlige Erwerbsfähigkeit. Ueber enorme Steigerung des Stoffwechsels sind in der Anstalt wissenschaftliche Untersuchungen gemacht und liegen zur Einsicht bereit. Erwähnt muß werden, daß selbst in unheilbaren Fällen stets das eine gewiß Wesentliche erreicht wurde: bedeutende Steigerung des Appetits. Zum Schluß: Arthritis deformans: Woh bas dankbarste Felb unserer Behandlung: Die große Anzahl der Krankengeschichten verbietet die Veröffentlichung in einer Annonce. Daß die Patienten mit zwei Strücken und Unterstügung, oder, auf Händen getragen, die Anstalt aufgesucht und mit guter Gebrauchsfähigkeit ihrer Ertremitäten wieder verlaffen haben, kann durch viele Krankengeschichten bewiesen werden. Bei etwaiger Nachfrage stehen diese zur Verfügung. Bemerkt wird, daß die meisten Kranten in der Anstalt ärztlich behandelt und kontrollirt wurden. Aerztliche Sprechzeit Montag, Mittwoch und Freitag von 7-8 Uhr abends. Johannisbeer- Wein Heidelbeer- u. Stachelbeer- Wein à Flasche 3 Liter 75 Pf. Brombeer- u. Wermuth- Wein à Flasche 3 Liter Mt. 1.-. Cognac deutscher à Literflasche Mt. 2,10, 2,50, 3,-. Cognac fine Champagne, 3/4 Literft. à Mt. 3,50, 4,50, 5,50. Rum anerkannt gut à Literflasche Mt. 1.10, 1,60, 2,10 bei Entnahme von 5 Flaschen à Flasche 10 Pf. billiger. Bäder für Krankenkassen. Eugen Neumann& Co., Berlin SW. 68. Geschenke. Ein großer Poften Tapisserie- Teppiche dauerhaftes Brüsseler Gewebe, 130X200 170X240 200X300 240x350 6,50. 13,50. 24,-. 45,-. Ein großer Posten Ia. Velour- Teppiche dichtes, hochfloriges Gewebe, elegante Muster: 130X200 170X240 200X300 240 × 350 13,50. 21,- 37,50. 60,-. Ein großer Posten Smyrna Salon- Teppiche 45, 60, 75, 90, 120-150 m. Bettvorleger 1,50, 2,50, 3,75, 5,- und 6,- M. 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