Einzelpreis 70 Heller. Rebattion und Berwaltung. Prag. I.. Relajanta 18. Telephone. Sagesredattion: 26795, 31469. Nachtrebattion: 2679 Poſtſchecam A Onferate we or av..ar billigt berechnet Be öftere Eirichaltung Preis tachlap 9. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralergan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowalischen Republit. Mit jager Hand entriegelt fich Der Morgen beim Erwachen. Ein grauer Himmel spiegelt sich In breiten Regenlachen. Am Horizont nur glimmen fahl Zwei schwefelgelbe Streifen, In die mit Aesten, schwarz und kahl, Die Straßenbäume greifen. Ich wandre in den trüben Tag Auf tiefzerweichten Wegen, Es peitscht der Wind mit scharfem Schlag Mir ins Gesicht den Regen. Ein Schwarm von Krähen treibt vorbei Mit struppigem Gefieder Und fällt mit frächzendem Geschrei Auf nackte Aeder nieder. Sonntag, 31. März 1929. Ostern 1929. Ich lasse weit die Augen schn Und horche in die Runde: Den Frühling wollt' ich grüßen gehu In dieser Morgenstunde. Wohl floh der Winter aus dem Land Hinauf zum hohen Norden Doch nun, da seine Herrschaft schwand, Ist's wieder Herbst geworden? Da fiche! Einer Wolke Rand Fängt purpurn an zu bluten, Und plötzlich ist das ganze Land Getaucht in rote Gluten. Die Schollen glühn wie wilder Mohn, Es brennt in allen Zweigen, Und einer Amsel Flötenton Klingt selig in das Schweigen: Es tropft mir Zuversicht ins Herz Des fleinen Vogels Kunde, Und eilig fehr' ich niederwärts Zur Stadt zurüd im Grunde. Bezugs Bebingungen: Bet Melange bags chet bel up bar the De. menat olartelid bri balbjábre gange bet Xadfränge ( triptes erfolgt ba G fenbung ba Returmete Gridem mus bes Mantas Aali Nr. 78. " Der Frühling kommt, der Frühling kommt, Wie auch die Nebel drücken! . Der Frühling fommt, der Frühling kommt Und will die Welt beglücken. und häit sie jetzt in strenger Saft Auch noch des Winters Wille, Es eint indes die ganze Kraft Der Frühling in der Stille. Bald zicht er als der Sieger ein Du mußt es nur erwarten! Dann blüht die Welt im Sonnenschein Gleich einem großen Garten. Der Frühling fommt, er ist schon nah, Ich selber bin sein Bote, Ich und am Horizonte da Das Morgenlicht, das rote!" Ihr Brüder alle, seid nicht zag! Ob rauh die Stürme wehen, Es tommt, es kommt der Ostertag, Das große Auferstehen! Paul Mochmann. Wahre Auferstehung. mehr bekennen. Die arbeitende Menschheit sieht| fen und die Kirche, die Verkünderin des christihr Los nicht als eine unabänderliche cöttliche lichen Erlösergedankens steht ihnen dabei helFügung an, sie erhofft ihre Erlösung auch fend zur Seite, aber sein Mut, seine Ruvernicht mehr durch überirdische Mächte und hat sicht, seine Siegesgewißheit fann durch feinen erkannt, daß ihre Befreiung das Werk ihrer Jüdichlag, feine Bemühungen seiner Heinde eigenen Kraft sein muß. Als vor sechs gebrochen werden. oder sieben Jahrzehnten die ersten Vorfämpfer Die Kirche, deren Diener im Weltkriege das jüngste Gericht, verlegt. Damit wurde die hüben und drüben Kanonenschlünde und die Hoffnung auf eine baldige Erlösung aus dem zur Schlachtbank geführten Soldaten segneten, irdischen Elend auf ein nebelhaftes Jenseitsdieselbe Kirche, deren Oberhaupt soeben aus reich verlegt und vertröstet. Das messianische dem Vatikan eine Agentur des Mussolinischen Gottesreich, es sollte den gebrüdten und leiFascismus gemacht hat, die Kirche, die gegen denden Menschen nicht schon in dieser materielden ausbeuterischen Kapitalismus und feine len Welt, sondern erst in der anderen Welt Auswüchse niemals mehr als einen Schein- beschieden werden, das Leben im fündigen des Sozialismus daran gingen, die Massen Aus den Tiefen der menschlichen Gesellkampf zur Täuschung der ihr folgenden prole- irdischen Jammertal sollte nur der Vorberei- mit dem neuen Erlösergedanken zu erfüllen, schaft sieht die Welt neues Leben auferstehen. tarischen Massen geführt hat, feiert Ostern, tung für ewiges Leben im Jenseits dienen. begegneten sie bei den Nußnießern der heuti- aus qualvoller Knechtschaft und Erniedrigung das Fest der Auferstehung. Wie sich der Erlöserglaube wandelte, so gen Unrechtsordnung Spott und Sohn. Wie, ringt sich die Klasse der Erniedrigten zu freiem Nach der christlichen Lehre ist Ostern die auch das Christentum und seine Vertreter. Die diese dummen, verachteten Proleten wollen ihr Menschentum empor. Die bürgerliche Welt Zeit des Gedenkens und der Feier der Aufer- hoffnungsgläubige Entsagung auf die Freuden Schicksal selber schmieden? Wollen eine neue und ihre Vasallen suchen die Lehre des Sostehung des auf Golgatha von seinen Feinden der irdischen Welt wurde in der Hand der und bessere Welt aufbauen? Behaupten, eine zialismus zu widerlegen, durch Gesetze und gekreuzigten Gottessohnes, der in der Gestalt herrschfüchtigen, nach Macht strebenden Hierar Mission, die Mission der Befreiung der Arbeit Polizeibüttel den Aufstieg der Arbeiterklasse eines Zimmermannssohnes aus der Stadt hie zu einem Mittel der geistigen und physi- von der Unterjochung durch den Kapitalismus, zu hindern. Was weiß das Bürgertum von der Nazareth vom Himmel zur Erde herabçeschickt schen Unterdrückung. Die Lehre von der Enis erfüllen zu wollen? Spott, Verachtung und Welt der Arbeiter, was weiß es von den geworden war, um die Menschheit zu erlöjen. jagung, von der stillen Ergebung in das Verfolgungen haben das Freiheitsstreben des waltigen und erstarkenden Triebträften im ProDie christlich- gespenstische Mystik knüpft wie Schidial, das einſtens in einem anderen Leben Proletariats nicht unterdrücken können. Im letariat, von der es erfüllenden beglückenden bei manchen anderen der Feste der katholischen mit ewiger Glückseligkeit belohnt werden mer mehr der Proletarier sind es, die aus Freude, am Baue einer neuen, glüdlicheren Kirche an alte heidnische Naturfeste an. Lange würde, wurde von den Reichen und Mächti- dumpfem Schlafe erwachen, sich sammeln und Gesellschaft, einer höheren Gemeinschaft der vor dem Erstehen des Urchristentums gab es gen in Gemeinschaft mit der herrschgierigen zum Kampfe zusammenschließen. Furcht, Menschheit mitzuhelfen! Hätte es eine schon ein Ostern, von den Menschen festlich Prieſterkaste zu einem Bändigungsmittel der Gleichgültigkeit und alle Laſter der Stlaven Ahnung von dem im Proletariat sich mächtig begangen als eine symbolische Feier des Natur- Massen gemacht. Was die Menschen zu erbul- werfen sie von sich, bereichern ihren Geist, regenden Auferstehungsglauben. es erwachens, als das Fest neuen Werdens und den hatten, sollten sie als dem unerforschlichen suchen Wissen und Bildung, um für den gro- müßte einsehen, daß gegen diese Sträfte die Ander Auferstehung der vom Winter in Fesseln Ratschluß der göttlichen Vorsehung entspre- en weltgeschichtlichen Kampf ihrer Selasse reif wendung aller mechanischen Machtmittel geschlagenen Natur. An diese Tradition knüpfte chend, mit Demut und Geduld hinnehmen. zu werden. schließlich ebenso unwirksam bleiben muß, wie das Erlösungssehnen des Urchristentums an. Auch heute noch ist der Kirche die gesellschaft- Mag das Ziel manchem auch noch in alle Versuche, die Idee und den Glauben des In der Trostlosigkeit grauenvoller sozialer liche Ordnung eine von Gott gewollte. Die weiter Ferne liegend erscheinen, dem zähen, Sozialismus zu widerlegen. Unaufhaltsam Not ichmachtete in den Zeiten des Verfalles Formen der kirchlichen Herrschaft haben sich opferwilligen Stampf des sozialistischen flas- vollzieht sich der Aufstieg der Arbeiterbeweder Römerwelt die Masie der Menschen. Aus verändert, geblieben aber ist der Mißbrauch fenbewußten Proletariats ist es doch schon ce- gung in allen Ländern der Erde, trotz mancher dieser Not erhob sich die Hoffnung und der der Machtmittel der Kirche zur Niederhaltung lungen, manchen Erfolg an seine Fahnen zu Verirrungen in den eigenen Reihen des ProGlaube an eine neue beisere Zukunft, auf eine der Wassen des Volkes. Die Erlösung, die Auf- heften, manche Bresche in das Bollwerk der letariats. neue clücklichere Welt. So wedie die Stunde, erstehung der leidenden Menschheit aus Not einde zu brechen. Der Proletarier von heute Geschichtliche Umwälzungen unterliegen daß der Erlöser aus dem Grabe, in das er und Bedrückung hat die Stirche nicht gebracht. ist längst nicht mehr das, was der Proletarier eigenen Gefeßen. Sie können nicht künstlich be nach erlittenem schmachvollen Kreuzestod vernoch vor wenigen Jahrzehnten gewesen ist, der schleunigt werden, es gilt nur, ihr Kommen Das Machtstreben der Kirche hat das unter überlanger, zermürbender Arbeitszeit zu erkennen und in ihrem Sinne zu wirken. schwunden sei, bei den sehnsüchtig der Erlösung aus ihrem Elend Harrenden den Glauben an Christentum verfälscht, es zu einem Lippen- ein kaum menschenwürdig zu nennendes Leben Zwei Menschenalter erst ist es her, seit sich die die Wiederkunft des Messias, der kommen christentum gemacht. Troß zweitausendjähriger führen mußte, keinerlei Rechte teilhaftig, ohne Arbeiterklasse aus dem Zustand der Dumpfwerde, um das neue herrliche tausendjährige Herrschaft der Kirche schmachtet der größte den geringsten Schuß seiner Arbeitskraft und heit und Entrechtung zusammenzuschließen beReich der olloemeinen Glückseligkeit zu grün- Teil des Volkes unter der vom Kapitalismus ohne Einfluß in Staat und Gesellschaft. Die gann, sie hat seither manche Machtposition er= den. Die Mühseligen und Beladenen übertru- ausgeübten wirtschaftlichen und sozialen Be- verstumpften Arbeitssklaven von einst nehmen obert und in manchen Ländern ist sie der herra gen diesen mustischen Gedanken aud) auf sich drückung. Ist darum der Auferstehungsgedanke am öffentlichen Leben, an der Politik, an Büschenden Bourgeoisie bereits so nahe an den und ihr eigenes Schicksal und sahen in der erloschen? Wohl ist es wahr, daß die Oster- chern, Wissenschaft und Kunst immer regeren Leib gerückt, daß diese in panifartiger Stim Auferstehung des Weltheilands, als der ihnen aloden immer größer werdenden Massen des Anteil, ihr Anteil an der Kultur ist im Stei- mung alle ihre demokratischen Traditionen der Gekreuzigte erschien, die Bürgschaft für Ptoletariats keine Verheißung bedeuten, doch gen. Noch seufzt der Arbeiter unter der Aus- über Bord zu werfen fucht, um sich vor der ihre eigene einftiae Auferstehung. Später, als der Auferstehungsdrang, die Erlösersehnsucht beutung des Kapitalismus, noch machen ihm sozialistischen Flut zu retten. Alles vergevens! die Nutznießer der bürgerlich- kapitalistischen Der Siegeslauf des Sozialismus fann für im römischen Reiche das Christentum Staats- lebt in ihnen stärker als je. religion geworden war, wurde die Idee es Daß es göttlicher Ratschluß sei, zu der Geſellſchaft den Einfluß auf die Geſchicke des eine Zeitlang gehemmt, doch nichi dauerne ge kommenden göttlichen Reiches von der irdischen Erlösung im Jenseits gehöre Entsagung und Staates und Volkes streitig, noch suchen sie brochen werden. Die Bourgeoisie gründet Bür. Welt in ferne Regionen über den Geftirnen. tiefe Knechtichaft im Diesseits, zu dieser Auf- mit allen Kräften ihn in Nacht, Rechtlosigkeit gerblöcke und wirft sich mit dem Popft an der die Auferstehung an das Ende der Welt, vor fassung will sich das moderne Proletariat nicht und schrankenlose Unterdrückung zurückzuwer- Spiße dem blutigen Fascismus in die Arme. Sonntag, 31. März 1929. Seite 2. Inland. Englische Wahlen- 30. Mai. wwwwwwww die Anstrengungen Ser Reaktion können den] tum abhält und sie in einem wichtigen Moment Sozialismus doch nicht töten. kostbare Druckerschwärze tostet. Wir haben uns Alte Gebäude des Aberglaubens werden bekanntlich vor einigen Tagen mit einem Artikel des Freien Gedankens" auseinandergesetzt, der Paris, 30. März. Wie„ Petit Pariabgetragen, neue Paläste der Erkenntnis er verdächtigungen gegen unsere Presse enthielt und fien" aus London meldet, wird das Par: vor den Wahlen kleine Veränderungen im Blättermeldungen zufolge dürften noch stehen. Ruhelos wird gehämmert und geschafft, uns Belehrungen über den Marrismus erteilte, lament am 10. Mai aufgelöst. Die Wahlen Quellen ungeahnter Lebenskräfte erschließen ohne daß, wie wir nachwiesen, die Basis haltbar find für den 30. mai festgesetzt. Das Unter- Kabinette Baldwin erfolgen. Marinefich. Die früherentmenschte Masse war, von der aus der Angriff gegen uns erfolgte. hans wird am 15. April zu einer furzen minister Bridgeman, welcher endgültig arbeitet an ihrer Mensch werdung. Das bringt Grünwald in Wallung. Er zieht Tagung zusammentreten. Schahzamtssekre- seine Rücktrittsabficht angekündigt hat, Das ist die wahre Auferstehung der vom Leder und ist gleich bei der Sache, hier den tär Churchill wird das Budget vorlegen. sowie Lord Balfour, welcher seit längerer Menschheit. Alle Widerstände, alle tirch lachenden Dritten zu spielen. Weigel ist natür- Ministerpräsident Baldwin wird sodann liche Mystik und Dogmatit, alle Verschwörun lich in solchen Augenblicken nicht ein" Fascist" die Wahlkampagne der Konservativen ein- 3eit ernstlich erkrankt ist, sollen durch andere Persönlichkeiten ersetzt werden. gen der Befißenden werden das Kommen der und„ Vorbereiter des imperialistischen Serieges feiten. Oftern der Menschheit nicht verhindern gegen Sowjetrußland", als der er doch erscheinen m muß, solange er sich zu den Sozialdemokraten fönnen! W. N.. werden mußte, in Wirklichkeit sollte einmal stati- gungen, die mit Politit nichts zu tun haben, rechnet, nein, er ist jetzt ein Gesinnungsfreund", ftisch gezeigt werden, wie viele Gegner des Lik- weiter getlagt werden können. Um eine solche An ein Marrist, geradezu ein Pächter der richtigen Linie. Wir wollen hoffen, daß Genosse Weigel, torenbündels sich noch im Lande aushalten. Das schuldigung hnadelt es sich, weil die Kläger des wenn ihn unser Artikel nicht überzeugte, nun sind nun überraschenderweise doch mehr, als der Portsch in der Südböhmischen Arbeiterzeitung", Wahlmodus vermuten ließ. Nämlich 136.198 deren verantwortlicher Redakteur Portsch ist, der wenigstens durch Grünwalds Dazwischenfahren merken wird, wem er allein mit seinem Angriff Männer, eine Zahl, die gegen die 8½ Millionen Verleumdung bezichtigt waren. Beide GeFreude machte. Wie recht wir hatten, beweist das Staatsgläubigen verschwindet, als Regerzahl aber nossen aber, gegen die sich dieser Vorwurf richtet, ihre Bedeutung hat. Auch die Fascisten waren ja fönnen es sich absolut nicht gefallen lassen, daß sie ganze aufgeregte Geschmetter der Internatio nale", in dem es ohne alle Linie und Plattform um diese Zeit vor zehn Jahren nur ein winziges Verleumder sind, ebenso, wie es sich fein Genosse drunter und drüber geht vor tollgewordener Häuflein, eine Handvoll Entgleister und Verzwei- gefallen lassen kann, etwa des Diebstahls bezichtigt Demagogie. felter, wie Mussolini selber sagt. Theoretisch wäre zu werden. In den langwierigen Verhandlungen, es also denkbar, daß sich die Gegner sammeln, die dem Abschluß des Abkommens vorangegangen vermehren und auf Nom marschieren- praftisch sind, wie in der Formulierung des Antrages selbst, ist auf diesen Umstand Rücksicht genommen ist das jedoch gänzlich unmöglich. Dürfen doch worden und es wurde ausdrücklich vereinbart, diese 136.198 sich nicht einmal zu ihrem geheimer daß Beschuldigungen, welche die persönliche Ehre Nein bekennen, ja, es fehlt ihnen fogar die Mög eines Genossen betreffen, nicht unter das Ablichkeit, die Gründe für ihre Absage anzugeben, sei fommen fallen. es auch nur unter dem Schutz der parlamentarischen Immunität. Und das ist der große Nachteil des ganzen Si- Verfahrens, erfährt der Fascismus auf diese Weise niemals, wo und warum Unzufriedenheit herrscht. Karg hat Ostergedanken. Jm„ Tag" feiert Mar Sarg. Krebsens Leibjournalist, die Auferstehung des Arbeiter tums". Dabei fommt er dazu, dearl Marr, der doch im„ Tag" nie anders als ein verschlagener, schlauer, bösartiger Jude geschildert wurde, wie folgt zu würdigen": ein Mensch wird es leugnen, daß Kar! Mary einer ganzen Epoche den Stempel seiner Persönlichkeit und joines Werkes aufzudrüden wußte. Wir werden uns nie nötigen lassen, in einer grundsäßlichen Frage mit den Stalinisten zu lizi tieren. Auch nicht in der Frage des Verhältnisses der Freidenfer zur Gesamtbewegung. Der wirk lich freidenkende Freidenfer weiß längst, Die marristische Klassenkampftheorie ist ein wohin er sich zu schlagen hat, wenn auf der geniales Wert mit blendender Logi!, einen Seite Wille zur Diskussion, zur theoretischgemeißelt mit dem Werkzeug einer ergenen marristischen Erörterung der Streitfragen, auf Beredsamkeit und eines prophetischen der anderen Seite demagogisches Ueberbieten Fanatismus. Aber Starl Marg, der glänseitens derselben Leute, die in der Slowakei die zende Theoretiker des Gefdes war Zeit Versammlungen durch Gebete einleiten, zur Wahl feines Lebens der stümperhaftoste Pra! stehen. tiker des Geldes, und ist es auch in seinem Werte geblieben, trotz aller Beredtsamkeit amb trotz aller Genialität." Allerdings, er war fein Praktiker des Geldmachens und konnte mit 60 noch von sich sagen: Noch immer ein Pauper( ein Armer)! Wie anders etwa Adolf Hitler, der nicht nur als Theoretiker des Geldes, sondern auch als Praktiker im Finanzieren seiner Butsche und seiner LandsInechtshorden groß war und der kein Mensch wird es leugnen, durch seine Versiertheit in nationaler Romantit einerseits, durch seine Fizigkeit im Geschäftemachen andererseits, ciner fleinen Epoche von drei Jahren seinen Stempel aufdrückte! Jetzt aber komme, meint Starg, das„ Zeitalter der Flucht vor Sarl Mary". Der Marrismus( wir greifen zurück: dieses geniale Werk mit blendender Logif") könne nur fritisieren und zerjeben, aber nicht konstruieren und aufbauen ( wie beispielsweise der Fascismus?), er muß daher an den Tatsachen zerschellen, muß unfruchtbar bleiben und am Schindanger der Weltgeschichte verenden". Etwas bunt geht es in diesem Bubikopfe zu, das muß man schon sagen! Erst genial, glänzend, erzen, prophetisch, Persönlichkeit und dann am Schindanger verenden... Alles nur zu dem Ende, daß der nationale Sozialismus aus den Ruinen des Marrismus aufblüht( So siehste aus!), und daß die Erlösung des Arbeitertums ,, aus den Klauen der marristischen Irrlehre" uns ein„ deutsches Ostern" bringe! Das walte Wotan! Und in diesem Sinne: Fröhliche Ostern! Grünwald, abregen! Die Internationale" ist mächtig erregt. Es ist etwas geschehen, was sie für Augenblicke vom Stampf gegen das LiquidatorenDer Ueberfall. Aus„ Der Adler des Felsengebirges", I. Teil, 4. Band, S. 791, nach Karl May. Groteske von Rhedo. ,, Und ich sage euch, Master, man mag von diesem Old Shatterhand reden, was man will. Er mag ein ganz guter Westmann sein, das will ich nicht bestreiten, aber zaubern fann er auch nicht und Sterle wie er laufen zu hunderten über die Savawannen. Und alles in allem ist er ein Dimmkopf und ich rate ihm nicht, vor den Lauf meiner Rifle zu fommen." Der wilde Bill lachte höhnisch. Ich gab mir teine Mühe, den schwarzhaari gent Steri das Gegenteil zu beweisen. Ueberdies hielt ich es für gut, mein Jukognito noch einige Darum ist die Erregung Grünwalds umsonst. Er möge sich abregen und an wichtigere Dinge denken. Zum Beispiel an die Krise in der Fliegerpartei. Dort geht es um seinen Kopf! Die große Volksbeluftigung sich über die italienischen Wahlen direlt aus Die Oftrauer ,, Morgenzeitung", die sich über die italienischen Wahlen direkt aus Rom berichten läßt, fommt zu Schlüssen, die von den besprochenen der liberalen Bresse in manden besprochenen der liberalen Bresse in man chem Punkte abweichen. Ihr wird geschrieben: ,, Tage und wochenlang regnete cs Si auf das Land, die Apenninenhalbinsel felber wurde in den Zeichnungen zu einem und das Liftoren bündel danoben zu dem i. So viele Fenster, so viele Si. Die Autos zeigten es auf der Windscheibe, die Beamten auf der Mühe, und wenn es noch Wisblätter gäbe, so würden sie behauptet haben, alle hübschen Mädel sagten St! Sogar die Balilla stellten sich in den Dienst der begeisterten Jafagerei. Ein No hat fein Sterblicher ge sehen. Ein derart geschmücktes Auto hätte wohl auch mit 100 S. und Kompressor nicht länger standgehalten als ein zerbrechliches Nein Fenster. Von den Aber die Kommunisten selbst find es, welthe den Vertrag bewußt gebrochen haben. In dem Antrag ist nämlich vorgesehen, daß sich diejenige Partei, die geflagt wird und glaubt, daß dies mit dem Vertrag nicht zu vereinbaren ist, binnen acht Wer sind die 23.000 Gegner in Mailand, der Tagen an den Parteivorstand der lagenden Partei Wiege seiner Herrschaft? Wo stecken die 8000 von mti der Aufforderung zu wenden hatte, die Klage Genua? Wer verbirgt sich hinter den 2800 in zurüdzuziehen. Dies ist nicht geschehen. Bozen? Wie ist überhaupt die Abgabe von Stimm Die PSC. hat sich in diesem Fall an den Parteizetteln, die durch ihre Farblosigkeit so vielfagend vorstand der deutschen sozialdemokratischen Arbei von den patriotisch leuchtenden obstachen, erflär- terpartei nicht gewandt, hat also entgegen lich, wenn doch die Wähler, wie man liest, in dem Vertrage gehandelt, den Vera geschlossenen Formationen, mit entfalteten Fahnen trag gebrochen und obendrein aut c und unter dem Gesang der fascistischen Hymne noch formal gefündigt. Die Schuld, daß vor die Urne zogen? Da nur der Arbeitende es zu Preffetlagen kommt, liegt also ganz und gar stimmberechtigt war und alle Arbeitenden fasci- auf Seiten der kommunistischen Partei. stisch organisiert sind, bleibt nur die natürliche Annahme, daß auch viele Fascisten mit Aber selbst bürgerliche Berichterstatter vermögen es anders zu sehen, wie das Exempel eigt. Die Kafla- Blätter werden diesen Bericht freilich taum nachdrucken. Wer hat den Bertrag gebrochen? Die Kündigung der Vereinbarung über PresseKlagen durch die Kommunisten. Die Fristen der Pensionsversicherung. Nain stimmte n." Prag, 30. März. Das Gesetz über die Pen,, Ein großer Erfolg Mussolinis! Ein Triumph fionsversicherung der Privatangestellten in hödes Fascio! Die Kirche hat sich zum Fascismus heren Diensten( Nr. 26 Slg. d. G. u. Vdg. vom bekannt! Mit Necht! Begeisterung, Voltsbelusti- Jahre 1929) sept im§ 177, Abs. 2( Einkauf von gung..." usw. usw. Jahren) und im§ 179( freiwillige Fortseßung der Versicherung) und im§ 124( Journalisten versicherung) für die Geltendmachung der vers schiedenen Ansprüche eine Frist von 3 Monaten vom Infrafttreten des Gesetzes an fest. Da das Gesetz am 1. Jänner 1929 in Straft getreten ist, jedoch erst am 6. März 1929 verlautbart wurde, verhandelt das Allgemeine Pensionsinstitut wie wir erfahren wegen einer kurzen Verlängerung diefer Frist. Die definitive Entschei dung über den Endtermin, bis zu welchem das Gegnern meldete kein Lied, fein Heldenbuch, sie Der Reichenberger Vorwärts" tommt in Institut noch Anmeldungen von Ansprüchen ents hatten nicht eine Zeitung, nicht ein Versamm- seiner Folge vom 30. März auf die von uns be- gegennehmen wird, wird nach Genehmigung der lungslokal, nicht einen Redner zur Verfügung. über Preffet agen durch die NPC. zu sprechen veröffentlicht werden. reits mitgeteilte Kündigung der Vereinbarung zuständigen Faktoren fallen und in nächster Zeit Sie fonnten der übermächtigen staatlichen Pro- und beschuldigt die Genossen Dr. Strauß und paganda höchstens ein verschwiegen. Dr. Engel, daß sie eine Klage gegen den ver- mungen der fommunistischen Partei. Ein scharfer Rampf um die wirtschaftlichen Unterneh braimal zusammengefaltetes Nein antwortlichen Redakteur des Reichenberger Bor- Kampf zwischen den Liquidatoren und dem Polit durch den Stimmzettel entgegenwerfen. Das sollte wärts", Portsch, entgegen den Bestimmungen büro wird auch um die wirtschaftlichen Unterman billig berüdlichtigen, wenn man nun den des Abkommens eingebracht haben, trotzdem es nehmungen der kommunistischen Partei ent fascistischen Sieg feiert. gerade beide Genossen gewesen sind, die den Ver- brennen. Es gibt eine Reihe von Unterneh frag namens der deutschen sozialdemokratischen mungen, bei denen die Liquidatoren in der MehrPartei unterschrieben haben. Demg genüber stellen wir fest, daß, wie die die Druckerei der„ Svoboda" in Kladno, welches heit sind. So ist in deren Besitz unter anderem Kommunisten selbst genau wissen, dem Vertrag nunmehr das Organ der Hais und Genossen entsprechend, ehrenrührige Anschuldi- werden wird. Tas große Ja, das Mussolini haben wollte und selbstverständlich bekam, galt mur formell der vom Großrat zusammengestellten Liste der vierhundert Abgeordneten für die neue Stammer, eine Liste, die im Blod angenommen oder verworfen Ich blickte dem wilden Bill fest ins Gesicht. Aber ich hatte gute Gründe zu meiner War-| Halse tätschelte und ihnen zärtlich zusprach. Jch Aber in Wahrheit war mein Blick auf den nung. Spuren hatte ich allerdings keine gesehen, wußte, daß er es tat, um den Lauscher in Sicher Alpachen gerichtet. Das ist ein Trick, den ich von außer einem Laubblatt, das zwar scheinbar nor- heit zu wiegen. Und die Flugen Tiere, die seine Winnetou in den ersten Tagen unserer Bekannt- inal auf der Erde lag, mir aber trotzdem verdäch- Absicht verstanden, schnaubten laut. In diesem schaft gelernt hatte. Er beruht auf einer Lostig vorkant. Leider konnte ich es nicht unter- Augenblid teilte sich das Gebüsch und die schlanke trennung des geistigen Schens vom förperlichen, fuchen, da ich bei meinen Begleitern den Ein- Gestalt des Apachen trat lautlos hervor. Im das man bei einiger Geschicklichkeit ohne allzu druck eines Greenhorns nicht zerstören wollte. Arme trug er einen formlosen Ballen. Ich er große Schwierigkeiten erlernen kann. Allerdings Später bereute ich meine Unvorsichtigkeit. Ueber- fannte, daß es ein gefesselter Indianer war. Mit gehört dazu eine starke Konstitution und ein eifer, dies hatten wir, als wir uns dem Lagerplat wenigen Schritten erreichte Winnetou das Feuer. ner Wille. Wir bedienten uns dieser Art der Ver- näherten, keine Hirsche angetroffen. Das bedeutete Die beiden Weißen griffen erschrocken zu den ständigung, wenn wir geistig unter uns bleiben nichts gutes. vollteit. Meffern. indianer. Wo zum Teufel kommt der Sterl denn ,, Eine Rothaut! Ach so, es ist der Salonher? Er ist doch eben zu den Pferden gegangen!" Im nächsten Augenblick versagte dem wilden Bill die Stimme und er starrte mit weitaufgerissenen Augen auf den Gefangenen. Mein Blidt fagte:„ Es ist noch Zeit, mein Bruder. Wappue dich mit deinem ganzen Lang muut. Bald wird die Stunde für meine Schmet terhand schlagen." Laut aber fagte ich: und schritt langfam, gleichsam schlendernd, zu den In diesem Augenblick erhob sich der Apache Pferden. de:: ,, Was hat der Rote?" fragte der wilde Bill. Winneton würdigte ihn feiner Antwort. Frager. ,, Er sieht nach den Pferden", beruhigte ich Woher habt ihr denn Jndsman?" stotterte der wilde Bill mit einem Gesicht, das alles andere als geisttell war. Ich bin ganz enrer Meinung Sir. Man Zeit zu wahren. Die Kerle vor uns prahlten und erzählt sich von diesem Shatterhand so unglaub ich wußte, daß ihre Prahlerei einer ebenso großen fiche Dinge, daß man fast geneigt sein könnte, den Da Winnetou sich nach rechts hinten gewendet ihm Hände und Füße gebinden. Wir wechselten Ich kannte die Gewohnheiten des Apachen. Der Mann war bewußtlos. Der Häuptling hatte Winnetou legt ihn ruhig auf den Boden. Feigheit entsprang. Aber in Winnetons Geficht Mann für eine Märchenfigur zu halten." zudte es. Es war nicht etiva ein sichtbares Zut-" Hahaha," lachte der wilde will dröhnend. batte, blickte ich unauffällig nach links vorne und einen schnellen Blick und waren einer Meinung. fen. Sein Mensch hätte in dem ehernen Geficht„ Ausgezeichnet gefagt. Hast du es gehört, Will". ließ dabei die Augenlider zur Hälſe herabsinken, Der Indianer war fast noch ein Stnabe und ohne des prächtigen Apachen die geringste Verände- wandte er sich au feinen Begleiter.„ Eine Mär- um die Augen zu verdecken. Ich sah, was ich er- Bemalung. Aber an der Stellung seiner Augen rung wahrnehmen fönnen. Aber unsere Störperchenfigur, diefer Shatterhand! Sahaha!" wartet hatte. Zwischen dem niedrigen Gestrüpp, brauen erkannte ich, daß er zu den Schwarzfüßen besaßen gleichsam eine gemeinfame Seele. Ich Nicht so laut, Sir", warnte ich.„ Es ist fener erhob, leuchteten zwei kleine helle Punkte. das sich etwa acht Schritte von unserem Lager- gehörte. spürte die unsichtbare Stontrattior der Gefichts immerhin möglich, daß Rothäute in der Nähe Die Augen eines Menschen. mustein des Apachen m meinem eigenen Gesicht sind" und ich fühlte auch das Ballen seiner Finger zur Er maß mich mit einem Blick, der unsägliche Wir wurden beobachtet. Und zwar von Faust. Berachtung, gepaart mit geringfchäßigem Mitleid, einem jungen Indianer, denn ein erfahrener Er war überaus empfindlich gegen jede noch ausdrückte. Strieger hätte die Augen ganz mit den Lidern beso kleine Beleidigung meiner Person. Diese| Feindliche Indianer", höhnte er. Was schattet, um sich nicht durch ihren Glanz zu ber Empfindlichkeit entsprang feiner großen Liebe. spricht dieses Greenhorn von feindlichen India- raten. Daß es ein Indianer war, sagte mir Seine Augen waren unverwandt auf das nern. Ich sage euch, Sir, ich habe eine feine mein Instinkt, der sechste Sinn, ohne den ein Feuer gerichtet. Sein edles Gesicht schien aus- Nase für diese verd... Rothäute. Ich rieche Savannenjäger nicht das ſein kein, was er unter drudslos. Aber ich wußte, daß er in Wirklichkeit fie auf eine englische Meile. Augenblicklich fagt allen Umständen sein möchte, ein guter Westmir meine Nase, daß außer eurem geschleckten mann. Indsman in einem Umkreise von 100 Meilen keine verd... Rothaut zu finden ist." mich ansay. Sein Blid fragte: „ Ist das Maß noch nicht voll, mein fieber Bruder Charlie? Soll ich den Mund der stinken den Coyoten mit meiner Silberbüchse sum Schweigen bringen?" Winnetou zuckte bei dieser Beleidigung nicht mit der Wimper. Ich blieb ruhig sitzen, denn ich wußte, daß Winnetou den Lauscher bringen würde. Der Apache war unhörbar zu den Pferden geschritten. Ich hörte, wie er die Rappen am eines Wortes zu würdigen. Winneton ließ sich nieder, ohne den Sprecher Der wilde Bill spürte endlich die Beleidi gung. etiva" leiner Antwort wert?" Seine Hand fuhr ,, AM devils, verd... Rothaut. Bin ich zum Wiesser. Fener. Dann sagte er langsam und gelangweilt: Winnetou blickte mit ehernem Gesicht ins ,, Winnetou hört das Bellen eines Hundes. Mein Bruder Old Shatterhand tag ihm einen Tritt geben." Sonntag, 31. März 1929. Sette 3. Der rote Pflüger. als Mitarbeiter in der damals noch schwachen gewerkschaftlichen Bewegung. Genosse Leibl war einer des 3um 1. Mai 1929. Zum 60. Geburtstag unferes Klein- der Zischlergehilfen, wo er jahrelang mit späte- An die Arbeiter aller Länder! bauernführers Dominit Leibl. Da ren Führern der österreichischen Arbeiterbewe Eine der sympathischesten Erscheinungen in Mit vierundzwanzig Jahren übernahm er dann gung, Sfaret und Wildholz, zusammenarbeitete. der judetendeutschen Arbeiterbewegung. Genoffe zuhause in radzen eine fleine Wirtschaft und Dominik Leibl, feiert am 1. April feinen machte sich als Tischlermeister selbständig. sechzigsten Geburtstag. Seit dem 18. Lebensjahre Geschäft ging bald ganz gut und hätte seinem steht der Jubilar schon in den Reihen der Sozial- Inhaber gewiß zu bürgerlichem Wohlstand und demokratie. Als Gewertichaftspionier hat er be- unsehen verholfen. Aber Genoffe Leibl hatte sich gonnen, als Rämpfer für die sozialistische Ideen welt hat er in Wort und Schrift jahrzehntelang auf schwierigstem Vorposten gewirkt und schon diese Leistungen allein würden hinreichen, daß ihm die gesamte Bartet bei dieſem festlichen An laß herzlichste Glückwünsche entbietet. Aber das Hauptverdienst des Genossen Leibl liegt auf dem Gebiete der freien Landvolksbewegung. Er war der rote Pflüger, der den Boden für sie aufgelodert hat, der Sämann, der die Saat des Sozialismus in die Herzen der unterdrückten Landbevölkerung streute. Der fräftig aufblühende Zentralverband der deutschen Kleinbauern und Häusler ist sein Lebenswert. höhere Lebensziele geſtedt. Neben dem Intereffe für das Gedeihen feiner fleinen Landwirtschaft war und blieb die Politik seine Leidenschaft. Er. der die traftvolle Jugendentwicklung der Wiener Arbeiterbewegung tätig miterlebt hatte, fah in den Dörfern seiner Heimat die Arbeitsmenschen noch in tiefer Unwissenheit und Knechtschaft schmachten. Die Häusler, die im deutschen Sied lungsgebiet Südwestböhmens das proletarische Element vorwiegend repräsentieren, waren wirtschaftlich wie politisch ein Zubehör der Großbauernhöfe. In Gemeinde, Bezirk und in den ländlichen Parlamentswahlkreisen herrschten un umschränkt die Agrarier; eine Auflehnung der Kleinen gegen sie wäre wäre als Majestätsbeleidigung angefehen worden. Nur die Industrieund Bergarbeiter bekannten sich in diesen Anfängen zum Sozialismus, doch der Gedanke, daß sich das Proletariat der Dörfer ihnen anschließen follte, lag weltenfern. Allen Hindernissen zum Trotz begann Leibl jein schweres Aufklärungswerk. Wo immer in einem Dorfe ein Unrecht geschah, war er zur Stelle und stellte sich auf die Seite der Schwachen. Da und dort lehnten sich bereits die Häusler gegen den Raub des Gemeindegutes und gegen die agrarische Diftatur in den Gemeinden auf. In erster Linie ist hier das Dorf Lissowa im Bezirk Staab zu nennen, wo die Häusler bald nach der Jahrhundertwende die Gemeinde eroberten, eine Reihe sozialistischer Führer zu Ehrenbürgern erhoben und heute noch den Ruhm beanspruchen fönnen, die erste rote Dorfgemeinde in Oesterreich- Ungarn verwaltet zu haben. Das Ansehen des Genossen Leibl war nach einiger Zeit schon so groß, daß er es unternehmen konnte, bei der Reichsratswahl 1907 im Wahlfreis Mies Stadt und bei der Reichsratswahl 1911 im Wahlfreis Mies- Land den bürgerlichen, bezv. agradidierte Leibl eben alls im Wieser Wahlbezirk in rischen Kandidaten gegerüberzutreten. 1908 fanden böhmischen Landtag. Bei der Reichsraisabl 1911 fam er mit Strzista in die Stichwahl, was nur auf seine große Beliebtheit bei der LandIn der schlichten Persönlichkeit unseres Ge. bevölkerung zurückzuführen war. Bei den damanoffen Leibl verkörpert sich die Sch i dialsgeligen Organisationsverhältnissen war allerdings meinschaft von Industrie- und Land- nicht mehr als ein Achtungserfolg herauszuholen. proletariat. Als Kind eines südwestböhmi. Daneben liefen unverdrossene Bemühungen, eine fchen Wanderarbeiters in Sennfeld geboren, eigene Organisation der Kleinbauern und Häusin der patriarchalischen Enge des heimatlichen ler ins Leben zu rufen. Sie fam auch im Jahre Dorfes aufgewachsen, lernte er gleich nach den 1909 zustande und hatte ihren Sitz in stofolup. Schuljahren als zugereifter Lehrling in Wien die Genosse Leib wirkte im Nebenamt abs Herausganze Erbarmungslosigkeit der fapitalistischen geber und später als Redakteur der WahrAusbeutung fennen. Vor einem halben Jahrhun- heit" und des späteren Sleinen Landwirt". dert galt ja der Lehrling im allgemeinen als ein n dieser Eigenschaft wurde er 1912 in einen billiger Zughund im Handwagen. Aber ein orts tostipieligen Preßprozeß mit den Freisozialen fremder Lehrling erst, dem das Elternhaus teine verwickelt, der thn beinahe zum Bettler gemacht Stüße sein konnte, das war ein Ausgestoßener hätte. Die Bedeutung der Klembanernbewegung im wahrsten Sinne des Wortes. Von früh bis wurde damals noch nicht genügend erkannt spät und auch Sonntags ausgebeutet, in der vielleicht waren auch die Verhältnisse nicht genug Werkstatt auf schmußigen Strohfäden schlafend ausgereift und so blieb diefer erften Organis und von den Küchenabfällen der Meisterfamilie fationsgründung ein bleibender Erfolg versagt. lebend, fast täglich beschimpft und oft in un- Erst nach dem Striege fonnte Genosse Leibl menschlicher Weise geprügelt- das war Jung- sein Lebenswert mit der Gründung des Zentral arbeiterschichsal in der„ guten alten Zeit". Bei verbandes der deutschen Kleinbauern und Häusler einem christlichsozialen Meister, der nebenbei ein frönen. Gleich nach dem Umstur; finden wir ihn Trunkenbold war und wahllos mit Werkzeugen in den Reihen der Stämpfer für das Selbst. und Holzstücken dreinschlug, foſtete Genosse Leibl bestimmungsrecht, als Mitglied der deutsche die Hölle des Lehrlingslebens in allen Stationen böhmischen Landesversammlung. In dieser Zeit aus. Doch ungebrochen fam er durch und als haben ihm verhetzte tschechische Soldaten, die achtzehnjährigen Gehilfen finden wir ihn schon diesen grundgütigen Menschen für einen gefähr lichen Feind" hielten, sogar nach dem Leben getrachtet. Zum Glück haben die ihm zugedachten Flintenschüsse nicht getroffen und so blieb ein foftbares Mannesleben der Arbeiterbewegung erhalten. Bei den ersten Parlamentswahlen im Die Augen der beiden Strolche irrien mit abre 1920 fand: dierte Genosse Leibl als soztaleinem wahrhaft fläglichen Ausdruck zwischen demokratischer Listenführer im Wahlkreis PilWinnetou und mir hin und her. sen. In diesem industricarmen Agrar- und „ Wine- ton! Old- Shat- ter- hand!" Waldgebiete überflügelten wir die Landbündler Ich stand mit zwei Schritten zwischen ihnen. bei weitem und vereinigten 49 Prozent der deuiJawohl, meine Herren, Winnetou und Dd schen Stimmen auf unsere Liste. Im AbgeordShatterhand." netenhause widmete sich Gen. Leibl mit wahrem „ All devils!" fuhr der wilde Bill auf, der Bienenfleiß den landwirtschaftlichen Fragen und sich zuerst gefaßt hatte. Im nächsten Augenblick ganz besonders den Interessen des fleinen Landhob er den Revolver. Aber ich kam ihm zuvor. volkes. Die Vodenreform stellte ihn und Meine Faust traf ihn an der Schläfe und er Genossen Schweichhart vor die fast überstürzte wie ein gefällter Stier zu Boden. Ich menschliche Aufgabe, in allen Teilen des deutschen machte eine halbe Wendung in der Richtung des Siedlungsgebietes den Kampf gegen die agrarische Schwunges meines Armes und traf Will Par- Uebermacht um jeden Fußbreit Bodens zu führen, fer, eben, als er das Messer zum Stoß erheben den die Seleinbauern, Pächter oder die Gemeinden wollte. Mein Jagdhieb streckte ihn nieder. Eine beanspruchten. Außerdem arbeitet Genosse Leibl Minute später waren beide gefesselt. schon seit Jahren als einziger Vertreter der Da hob Winnetou in einer eigenen Weise kleinen Landwirte im Ausschuß der deutschen das Haupt. Seine Nüstern bebten wie die eines Sektion des böhmischen Landeskultur= edlen Hengstes, der Gefahr wittert. Ich hielt den rates. Ueberall, wo er wirkt, erfreut er sich oh Atem an und lauschte angestrengi. Da fam es feines lauteren freundlichen Wesens bei Freund wie eine Vision, scattergleich, wie ein Erdbeben, und Feind höchster Wertschäßung. So kann der Jubilar mit stolzer Genuggewaltig in seiner Plötzlichkeit und elementaren Kraft. Dunkle Gestalten dranden von allen Sei- tuung auf seine Lebensarbeit im Dienste der arbeitenden Stlasse zurückblicken. Unsere Parteiten auf uns ein. Ich schlug um mich ein, zwei, öffentlichkeit wird an seinem Wiegenfest herzdrei stürzten, dann hingen jie an mir, zehn an lichen Anteil nehmen. Wir verdolmetschen jedem Arm. Ich sah noch, wie der Apache seine die aufrichtigen Gefühle einer un Silberküchse schvang und mit gewaltigen Sprün übersehbaren Schar von Freunden gen über die Köpfe der Angreifer hinwegfeßte. und Kampfgenossen des Genossen Dann tlang mir das ellende Kriegsgeschrei der Weibl, wenn wir anläßlich seines 60. Komanchen in den Ohren. Irgendetwas schwe- Geburtstages den Wunsch ausres, hartes traf meinen Schädel. Alles begann iprechen, daß er uns noch viele sich zu drehen, die Indianer, das Pagerfeuer das Jahre als Parteistreiter und als Geschrei. In meinem Stopfe war ein große Vorfämpfer der Kleinbauern= Summen, eine Reiseerzählung entstand und ich bewegung gesund und rustig er= verlor das Bewußtsein. alten bleiben möge. Wieder einmal hatte der herrliche Apache im richtigen Augenblid die Initiative ergriffen. Ich erhob mich ruhig. In einer Welt des wiedererstarkten Stapitalismus geht das internationale Proletariat daran, den Festtag der Arbeit zu feiern. Nirgends tritt uns das Gesicht des neubefestigten Kapitalismus drohender und brutaler entgegen, als in dem neuen Rüstungswettlauf, der die Gefahren des Jahres 1914 wieder vor uns erstehen läßt und die gesamte Menschheit in einem Blutbad, gräßlicher denn je, zu erstiden droht. Und deswegen lämpft das Proletariat nicht allein für feine Klassenziele, fondern zugleich für die Sache der gesamten Menschheit, wenn es die Forderung erhebt, daß die feierlichen Abrüstungsversprechungen endlich ihre Erfüllung finden. In dem vierten der vierzehn Punkte Wilfons bom 8. Jänner 1918 wurde geforbert: ,, Austausch angemessener Bürgschaften dafür, daß die Rüstungen der Völker auf das niedrigste mit der inneren Sicherheit zu vereinbarende Maß herabgesetzt werden". In den Friedensverhandlungen des Jahres 1919, als der Patt des Bölkerbun des festgelegt wurde, da anerkannten die Mächtigen dieser Erde im Artikel 8 der Sagung, ,, daß die Aufrechterhaltung des Friedens es nötig macht, die nationalen Rüstungen auf das Mindest maß herabzufeßen, das mit der nationalen Sicherheit und mit der Durch führung der durch ein gemeinsames Handeln auferlegten internationalen Verpflichtungen vereinbar ist". Und noch einmal in der Einleitung zu Teil V des Versailler Friedensbertra ges wurde gelobt: Um die Einleitung einer allgemeinen Rüstungsbeschrän= Yung aller Nationen zu ermöglichen, verpflichtet sich Deutschland, die im folgenden niedergelegten Bestimmungen über das Landheer, die Seemacht und die Luftschiffahrt genau innezuhalten". Aber als die revolutionäre Welle in Mittel und Osteuropa verebbie, als die Gefahr, daß sie nach Westeuropa hinüberschlage, vorbei war, da zeigte sich, daß nirgends hinter all den so feierlich gegebenen Versprechungen der ehrliche Wille stand, sie zu verwirklichen. Wohl wurde ein ungeheuerer Apparat ins Leben gerufen, der die Vorarbeiten für die Durchführung der Abrüstung leiten sollte, der nüßliche Arbeit vo brachte, aber die Tat selbst blieb ungetan. Seitdem die erste Bersammlung des Wölferbundes am 14. Dezember 1920 den Rat ersuchte einen Ausschuß einzusehen, der dem at in naher Putunft Vorschläge ente sprechend der in Artikel 8 der Satung vorges enen Rüstungseinschränkung einreichen foll", ist eine immer umfangreicher werdende Organisation für die Vorbereitung der Abrüstung geschaffen worden. Shre Arbeiten hienen von Erfolg getrönt, als in Enoland die Arbeiterregierung zur Mach tam. as Gener Brotokoll, das am 2. Oktober 1924 beschlossen wurde, sah die Einberufur der eren cinentlichen Abrüfungskonferenz für den 15. Juni 1925 vor. Aber nach dem Sture der Arbeiterregierung in England, weigerte sich die fonservative Regierung das Werfer Protokoll zu ratifizieren. Damit fiel auch die AbrüftungsKonferenz. Die Reaktion hatte gefient. Eine neue Hoffnung tauchte auf, als im Suprotofoff der Berträge von Locarno im Oktober 1925 die Verpflichtung ausgeiro jen wurde. an den vom Löllerbund bereits aufgenommenen Arbeiten hinsichtlich der Ent paffuuna au richtig mituirien und die Ver wirklichung der Entwaffnung in einer algemeinen Verständigung anustreben". Die Vorbereitende Kommission für die Abriftungskonferens trat dern auch am 18. Mai 1926 zum ersten Mal zufammen und es aclang ih, in einer Reise von 5 Taoungen die technischen Borfragen zu lösen. Um so stärker traten aber die politischen Widerstände in den Vordergrund. Der Brüsseler Kongres; der Sozialistischen Arbeiternternationale hat den Arbeitern aller Länder ihre Aufgabe flar vorgezeichnet. Er erklärte:„ Die Schwierigfeiten, die die Abrüstung bietet, fönnen nur unter dem stärksten politischen Drud überwunden werden. Diesen Trud durch eine ständige und energische Aktion in den Massen und Parlament zu üben, ist die Aufgabe der sozialistischen Arbeiterparteien." Und im gleichen Sinne erinnert der Internationale Gewerkschaftsbund die Arbeiterklasse an ihre Pflicht, sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für die Abrüstung, diese wichtigste Grundlage für die Organisierung eines dauernden und endgültigen Friedens, einzusehen". Der Vorbereitenden Abrüstungsfommission liegt ein Abrüstungsvorschlag der Sowietregierung vor. Das internationale Proletariat fordert, daß die Kommission diesen Vorschlag nicht ablehne, ohne selbst einen besseren Vertragsentwurf zu beschließen. Die Erekutive der Sozialistischen Arbeiter- Internationale hat die Arbeiter aller Länder aufgerufen, in der Form eines Petitionssturms zu befunden, daß sie erwarten, die Schnsucht der Völker nach dem Frieden werde endlich bei den Regierungsvertretern in Genf ihren Ausdruck finden. Eine neue Generation tritt in die Reihen des internationalen Proletariats, die die Schreden des Krieges nicht selbst erlebt hat. Es gilt, sie zu erfüllen mit glühendem Abscheu vor dem Blutvergießen, fie einzufügen in die Rampijront gegen den Krieg und gegen die Rüstungen. Darum demonstriert am 1. Mai das gesamte Proletariat: Gegen die Kriegsrüstungen! Gegen Imperialismus und Militarismus! Für die Erfüllung der Abrüftungsverfprechungen! Für den Abschluß eines wirtfamen Abrüftungsvertrages! Noch eines anderen schmählich gebrochenen Versprechens werden die Arbeiter aller Länder am 1. Mai gedenken. Auf der Internationalen Arbeitskonferenz des Jahres 1919 ist die internationale Konvention über den Achtstundentag beschlossen worden. Aber noch heute, zehn Jahre nachher, weigern sich die Regierungen der größten Industriestaaten der Welt, das Wort, das sie damals gegeben haben, einzulösen. Der Vorstoß der englischen Realtion gegen den Achtstundentag wurde im Genfer Internationalen Arbeitsamt abgewiesen, aber die Durchsehung der Ratifitation in Großbritannien ist nur nach einem großen Siege der Arbeiterpartei möglich. Troß der würgenden Arbeitslosigkeit, troß des wachsenden Massenelends, sucht die internationale Realtion stets von neuem, die Arbeitszeit zu verlängern und immer größere Massent des Proletariats dem Elend der Arbeitslosigkeit zu überantworien. Darum demonstrieren wir am 1. Mai: Gegen die reaktionären Pläne des Unternehmertums! Für die Ratifikation des Achtstundentagabkommens! Wir gedenken am 1. Mai unserer Genossen in den Ländern der fascistischen Diktatur, die unter den schwersten Gefahren für die Ideale des Sozialismus und der Demokratie fämpfen und senden ihnen unseren Brudergruß. Den Sozialisten in der Freiheit obliegt die Pflicht, ihren unterdrückten Kameraden durch gesteigerten Kampf gegen den eigenen Klassenfeind Hilfe zu bringen. Schon ist das mächtige Vollwert der internationalen Reaktion, die tonservative Regierung Großbritanniens, im Wanken. Alle Na hwahlen haben gezeigt, daß die britische Arbeiterbewegung im unwiderstehlichen Vormarsch ist. In Dänemart, Belgien und Hol land ziehen die sozialistischen Parteien gleichfalls mit Siegeshoffnungen in den Kampf. Das internationale Proletariat wird am 1. Mai zeigen, daß an seiner Macht alle Anschläge der Reaktion zu schanden werden müssen, daß es bereit ist, unter dem Banner der Sozialistischen Arbeiter- Internationale zu kämpfen. Gegen die fascistische Reaktion! Für die Demokratie! Für den Sozialismus! Ende März 1929. Das Büro der Gozialistischen Arbeiter- Internationale. Seite& Gruß dem Verbandstag unserer] Arbeiteränger! Zu Ostern, am 31. März und 1. April, hält der Berband der deutschen Arbeitergesangvereine in der Tschechoslowakischen Republik in Aussig seinen dritten ordentlichen Verbandstag ab. Es ist uns ein Herzensbedürfnis, diesen Osterfongres unferer Arbeiterfänger besonders zu begrüßen und diese Gelegenheit zu berügen, um wieder einmal zum Ausdruck zu bringen, wie sehr die fozialdemokratische Partei sich der proletarischen Sängerbewegung verbunden fühlt, wie sehr sie diese Organisation als einen außerordentlich wertvollen Teil der gesamtproletarischen Bewegung betrachtet. Nicht davon so sehr möge hier die Rede sein, daß vielfach Arbeitergesangvereine die Zellen waren, in denen sozialistische Geistesentwicklung ihren Anfang nahm, nicht davon, wie sehr der fozialdemokratischen Partei unmittelbar Gristens und Wirksamkeit der Arbeitergesangvereine zu Nußen fam und noch zu Nutzen kommt. Für uns liegt vielmehr die hauptsächliche Bedeutung dicjes Kulturzweiges proletarischer Bewegung darin, daß sie wie feine andere dazu sich bestimmt fühlt, lebendige Verbindung der Arbeiterschaft mit der Kunst herzustellen und aufrechtzuerhalten, dem Proletariat, das so sehr in den Fresseln dieser hilturwidrigen Gesellschaft liegt, einen Teil der unermeßlichen Schäße froher und edler Kunst zu reichen, es durch die Watsik, durch den freien Gesang, durch das Lied, durch den Maffendhor im edelsten Sinne zum Erleben einer schöneren Welt fähig zu machen und zu begeistern. Kapetschistische Kunde. Als der Herr Reimann lobejam nach Reichenberg gezogen kam, in seiner Hand den„ Off'nen Brief", da stand bereits die Sache schief. Allüberall war große Not, die K. P. C. politisch tot, und mancher Revolutionär, der wußte keinen Rat sich mehr. Roten Tag", Nach dem verpfuschten der allen in den Gliedern lag, versandete die Rev'intion in einer blöden Diskussion. Man debattierte her und hin, doch alles hatte keinen Sinn und wie man auch bemüht ſonſt war, die Linie war nicht auffindbar. Frei nach Uhland. Da nahm der Reimann sich das Wort und sprach: So geht's nicht weiter fort. Von dem Gelatsch triegt man den Krampf, wir aber brauchen einen Kampf. Weshalb ich diesen Ausweg zeig': Wir machen den Textilerstreik. Ich weiß zwar, er wird plette geh'n. Was tut's? Uns fann ja nig gescheh'n. Gedacht, getan. Der Streit brach los, doch streifte grad ein Bruchteil bloß. Die Mehrzahl ließ das Streiken sein und lub den lieben Reimann ein zur Kirchweih, wie es manchmal Brauch, darunter Kommunisten auch. So daß der Führer" ganz und gar zuguterlegt verlassen war. Der Streifstratege war blamiert und hatte doch so gut liniert. Der Neimann aber forcht sich nicht, er hielt ein strenges Strafgericht und fing mit Eifer und Elan die K. P. č. zu säubern an. Sein Wahlspruch war: Durch Reinigung zur Aktiv- Plattform- Einigung. Wer seiner 2tnic nicht blieb treu, der flog mit Schwung aus der Partei, Wer zuwett links stand oder rechts. gleichgültig, welcherlei Geschlechts, wer opportun schien, wer Troßkift, tver gar verkappter Reformist, wer noch nicht ganz tretinisiert, ward ohne Schonung liquidiert". Zum Unglüd aber leider fand der Reimann htebei Widerstand. Es gab Debatten, viel Geschrei und schließlich eine Netlerei. Der Mann, vom Größenwahn verlockt, der die Geschichte eingebrockt, erkannte, wie man heute weiß, gar bald: Die Suppe ist zu Hais. Und nun kennt keiner mehr sich aus. Das Ganze ist ein Narrenhaus. Man weiß zum Beispiel in der Tat nicht mehr, wer jeßt die Linie hat. Es nimmt sie nämlich jeden Tag ein and'rer Führer" in Beschlag und jeweils wird und unentwegt die alte Leitung" abgefägt. Das Ende ist nicht abzuschn, es müß't ein Wunder denn geschehn. Der einz'ge Ausweg wäre der: Man nimmt die ganzen Linien her, die Blattformen, die Kollektivs und sämtliche Parteiaktivs, und haut den Krempel, wie er ist, in Stalins Namen auf den Mist. Gibt man als Draufgab' noch dazu die Führer", so wird endlich Ruh. §. 2. Nicht nur ihren etwa zehntausend Mitglie dern hat unsere Arbeiterjängerbewegung im Laufe von Jahrzehnten unveräußerbare Güter geschentt, sondern es gibt fast kein Teilchen der proletarischen Bewegung, dessen Veranstaltungen die Arbeiterjänger nicht hundertemale verschönt, denen sie durch ihr Wirken nicht Erhabenheit, festlichen Glang gegeben haben. Wie sehr nicht mur organisatorisch, sondern auch inhaltlich unsere Arbeitergesangbereine sich aufwärts entwidelt habert, Safür legte das erste Verbandssängerfest Berlin: 19.00 ujit in ber hule"; 20.30 Internationaler for 6", 20.00 Unterhaltungsmujit, 21.00-22.15( Sendung nad in Aufig beredtes Zeugiris ab und wir find über- Brogrammaustausch: Stonzert. Stuttgart: 20.15 Tannhäuſer", Brünn), Konzert.- Brünn: 12.30 13.30( Sendung nach Brag) zeugt, daß das zweite Fest des Verbandes. Heinrich von Neiſt: Das Erdbeben von Chif Boffe von Nestroy; 21.15 Cinafter Abend. über dessen Abbaltung der Auffiger Verbandstag Kammermuji. Hamburg: 20.00 Broadway, amerikanisches gerin: Arien und Lieber, 20.10 Bopuläre Musil Beschluß fassen soll, den Weiteraufstieg dieser Be- usif. Langenberg: 17.45-18.30 Bespertonzert. Raminer. 11.40 Deutsche Breffenachrichten, 16.30 Konzert. wegung beteifen wird. nachrichten; 16.30 Konzert. mufif. London: 20.45 Stongert. Zeitbild. Sonate für Cello und Alavier. Daventry: 21.30 Rammer- Arbeitersendung: G. Schorsch, Prag:„ Erinne Brüffel: 20.15 Ronzert. rungen eines ehemaligen 1. u. t. Kriegsge Bajel: 20.00-21.00 Slavier- und Liederabend. Sonntag, 31. März 1929. Der Tag der Fürsorge in Teplit Seit einem Jahre hat sich für unsere Parteibewegung ein neuer Zweig ihrer Tätigkeit aufgetan, die Arbeiterfürsorge. ved dieser Einrichtung ist es, dem Arbeiter und seiner Familie in allen schwierigen Lagen, in die gerade der Pro letarier von Zeit zu Zeit gerät, mit Rat und Tat hilfreich beizustehen. Nicht auf die bürgerliche Wohltätigkeit sollen die Arbeiter angewiesen sein, sondern aus eigener Kraft soll das Proletariat jenen feiner Angehörigen helfen, die in Not sind. Das hat im Vorjahre zur Grü10 dung des Verbandes Arbeiterfür forge geführt und auf einer herrlich verlaufenent Tagung in Bodenbach wurden die großen Aufgaben erörtert, die für die Arbeiterfürsorge entstanden sind. Gerabe vor einigen Tagen hat die Arbeiterivohlfahrt, die Fürsorge unserer reichsdeutschen Genossen, in Frankfurt eine Reichsfonferenz abgehalten. Wir haben einen Einblick in das gewaltige Arbeitsfeld dieser Organisation erhalten. In einem einzigen Jahre wurden allein 290 urie und Lehrgänge durchgeführt, zahlreiche Einzelvorträge und Wohltätigkeitstonferenzen wurden veranstaltet, eine eigene Wohl fahrtsschule errichtet. Heute bestehen über 1950 Ortsgruppen der Arbeiterwohlfahrt in Deutschland. An der segensreichen Tätigkeit dieser Organisation können auch wir uns ein Beispiel nehmen. Auj Am 7. April findet nun in Zeplik Schönau eine Reichsfürsorgetagung sowie die Jahreshauptversammlung des Verbandes der Arbeiterfürsorge statt. det Tagesordnung stehen ebenso wichtige, wie interessante Probleme. Regierungsrat Genossin Dr. Hedwig Wa chenheim- Berlin, die Leiterin der deutschen Wohlfahrtsschule, wird über die Be deutung und die Ziele der Arbeiterfürsorge spre. chen. Herr Dr. Theodor Gruschka- Aufsig, der bekannte Sygieniker, wird über die sozialen und sozial- hygienischen Aufgaben der Arbeiterfürsorge referieren und Genosse Kögler- Bodenbach wird über Arbeiterfürsorge und Arbeiterbewegung spre. chen, Es ist zu hoffen, daß diese beiden Tagungen zahleich beschickt werden. Leipzig: 21.00 Stonzert, 17.45 Deutsche Sendung: Breisenachrichten, bierMünchen: 21.00 auf Gustav Drexler, sconzertiänger, Wia Owalusta, Opernsän Breßburg: Rönigsberg: 20.05 ft Tangen gesundheitsschädlich? Konzert. Berlin: 18.10 Bom Komödianten zum SchauspieBriffel: 20.15 Gefährlich, Amanullah zu besuchen. 20.45 Per- Gynt- Musif" von Co. Grieg. Frankfurt: 21.15 fer", 18.30 Moderne trebabehandlung und Krebsverhütung bis 22.15 Weber:„ Der Freifdhit". Rurzoper. Wien: 20.05 Rönige Wusterhausen: 18.55-19.20 Elettrotechnit Stuttgart: London, 30. März. Daily Telegraph" be. und Klaviervorträge. Bern: 20.00-21.20 Beethoven Konzert. berühmte Zauberer, 20.15 Vom Menuett bis zum Walzer. Zürich: 20.00 Melodramen 18.15 Tiere im Voltsglauben, 19.45 leber alte Rauberfagen und richtet aus Allihabad: Der Gonverneur vor a maschere". Oper von Mascagni. Nom: 20.45 Leipzig: 20.00 Symphoniekonzert. Mailand: 20.30 Alte der deutschen Hochschule für Leibesübungen" Breslau: 18.00 Der Zwed Herat( Provinz mit gleichnamiger Hauptstadt in italienische Mufit. Neapel: 20.45: Uebertragung einer Over. München: 20.50 Als ich wiederfam", Luitspiel. Wien: 19.00 Der Achtftun- Nordwest Afganistan) und sein Neffe, die zun staffifche Slaviermujil, 23.15 Soliftenfonsert. Stodholm: 19.45 Schwedische Mufit. Ropenhagen: 21.00 Sentag, 20.55 Der Word in der Kohlmessergaffe". Poffe. Orchesterkonzert. Budapest: 21.00 Ungarischer Mustlabend. Do: 20.30 Bern: 20.40-21.00 Orchester. Rom: 20.45 lebertragung einer persönlichen Stabe Aman- Ullahs gehört hatten Oper. Stocholm: 20.05 Symphonietongert. Ropenhagen: Mittwoch. 20.15-21.15 Bopuläre franzöfifche Opernmufit, 22.00 Stammer sind ermordet worden. In Herat herrscht Panit mufif. Warschau: 20.10 Solistenkonzert. Rattowis: 20.20 Der Polizeichef erließ Befehle, alle Auslände Ronzert. aus der Stadt auszuweisen. Brag: 11.15 Schallplattenmufit, 17.85-17.45 Deutsche 17.45 eutice Senduno. In demselben Maße, als die Arbeiterfänger bewegung fich entwickelt; steigert sich das Bewustein der Partei von der gesamiproletarischen Bedeutung dieser Organisation und ihres Wirfens, imuner fefter wird das gemeinsame Band, das unsere Partei und die Arbeitersänger um ſchließt. Es ist kein Zufall, daß einer der Anträge, die zum Auffiger Verbandstage eingebracht find diesen Antrag vertritt der Bezirk Neudet Breffenachrichten, -babin lautet, daß der Verbandstag die 3gebörigkeit der Sängerbewegung jur bolitischen Partei boll aner fenten möge. Wir hoffen denn auch, daß der Verbandstag jene Lösung finden wird, die durchaus nicht nur im Interesse der Partei und des Verbandes der Arbeitergesangvereine, sondern itberhaupt im Intereffe des Proletariats, seines fulturellen und geistigen Aufstieges gelegen ist. Mit Bewunderung sehen wir, welch beacht licher Stulturfaktor schon weit über den Rahmen der organisierten Arbeiterschaft hinaus die vor bildliche Arbeiterjängerbewegung in Deutschland geworden ist, wie fruchtbar diese Bewegung das moderne revolutionäre Kunsleben beeinflußt und es scheint uns, als ob die vereinigten Arbeitergefangvereine auch hierzulande durchaus imstande wären, im Verhältnis dieselbe Rolle im Geistesleben der Arbeiterschaft bei uns zu spielen. Es mag also durchaus nicht als mehr oder weniger übliche, formale Solidaritätsäußerung hingenommen werden, wenn wir den Aussiger Verbandstag der Arbeitergesangvereine mit be sonderer Herzlichkeit begrüßen, sondern es soll darin wahrhaftig zum Ausdruck kommen, wie sehr das gesantie organisierte Proletariat, vor allem aber seine Führerin, die sozialdemokratische Partei, jich interessiert fühlt an der Entwicklung ind Wirksamkeit der Arbeiterfängerbewegung und daß wir darum auch den Arbeiten des Aussiger Kongresses mit größter Aufmerksamkeit und Anieilnahme entgesensehen. Bom Rundfunt. Empfehlenswertes aus den Programmen. Montag. Deutschen Prag: 18.00 Deutsche Preifenachrichten; 18.05 Deutche Sendung: Rudolf Sandler vom Theater, Brag: Sumor im Liebe"; 19.00 B. Smetana:„ Die Teufelswand", Oper. Brünn: 10.00 Matinee; 12.30-13.80 ( Sendung nach Prag) Stonzert; 16.30-17.30 Stonzert; 18.00 Deutsche Sendung. Grete Kerbler, Opernsängerin, Jan Sveitta, Opernsänger: Duette. Preßburg: 16.30 Rongert. Daventry: 16.00, 18.00, 20.00 Stonzerte. London: 16.00 und 17.15 Ronzerte; 19.45 Schemann: Baldsgenen. Brüffel: 20.15 Ordesterlonzert. Berlin: 19.00 Eine Reise durch unbekanntes Afrifa"; 90.45 Bolkstümliches Orchestertonzert. Rönigswuster hausen: 20.00 Seitere Borträge von Jofephant. Stuttgart: 18.45 Nene Tiergeschichten": 19.30 Beliebte beutsche Ouvertüren. Leipzig: 18.00 Surgeschichten; 19.00 it Faltboot und Fehrcad nach frila und auriid"; 19.30 Konsert. München: 18.00 Stonzert auf zwei Selavieren, 19.00 Siebenbürgen. Hamburg: 17.30 Die Welt int Stopfe ber Naturbolfer, 21.00 Donauflänge. Langenberg: 17.80 Die Meijierfinger von Nürnberg". Oper bout Wagner. Sönigsberg: 20.00 Joseph Blaut spricht! Frantiari: 18.30-19.00 Die brei gered): en Sammacher", Nobelle von Gottfried Keller. Wien: 16.00 Stonzert bes Ber einigten Wiener Tonfünftler Orchesters; 18. Borlesung; 18.45 Beethoven Sonaten: 20.05 Sans Sudebein". Schwant. Bern: 20.80-21.00 Orchesterkonzert. Nom: 18.00-14.00 und 17.30 bis 18.30 Ronzerte. Neapel: 21.02 Don Pasquale", Oper von Donizetti. Agram: 20.00 Opernübertragung. Dienstag: Prag: 11.15 Schallplattenmusik: 12.30-13.30( Sendung nach Brünn) Konzert; 16.30-17.30( Sendung nach Brünn) Konzert; 17.45 Dee Pressenaariten; 19.05 Bollsleder; 20.30-22.15 Sendung nach Brünn und Presburg) Uebertragung aus Berlin. Bränn: 17.45 Deutsche Sendung: Dr. Emanuel Löwenstein. Jordan- Landschaften", 1. Teil: 19 05 it Bränner Blasmusit. Preßburg: 11.10 Deutsche Preise- 1 Des 30 Groschen. 20 Pfennig 1.60 E.K Kuckuck Chefredakteur: Julius Braunthal Redakteur: Josef Hofbauer Prag II., Nekazanka 18. Verwaltung: Prag II., Nekazanka 18. ist die große illustrierte im Kupfertiefdruck hergestellte Wochenschrift, die am 6. April zu erscheinen beginnt. Sie wird das menschliche Leben in allen seinen Erscheinungen im Bild und Wort widerspiegeln. Das Leben aller Völker der Erde in ihren politischen und geistigen Kämpfen, in ihren Sorgen und in ihrer Arbeit, in ihrem Sport und in ihrer Körperkultur, in ihrem Kunstschaffen und in ihrer Geschichte wird in unserer Wochenschrift dargestellt werden. 20 Kuckuchbeginnt in seiner ersten Nummer mit der Ausschreibung eines 30 Kuckuck Kuckuck 1.60K 20ang 1.60& K Bilderpreisrätsels mit 49 mit 49 Preisen im Gesamtbetrage von 1360 Schilling. beginnt in seiner ersten Nummer mit dem spannenden Originalroman von Hermynia zur Mühlen: ,, Die Bärenburg“. So erscheint an jedem Freitag und ist in allen Trafiken. Zeitungsverschleißstellen, Volksbuchhand. lungen und bei allen Straßenkolporteuren zu haben. Sonntag, 81. März 1929. Das Schulwesen der Minderheiten. Wo bleibt die Zschechoslowakei? Soll Polen uns ein Beispiel geben?! Die PPS. für die nationale Selbstverwaltung. Wir haben vor wenigen Tagen über die neuen preußischen MinderheitsSchulgesete berichtet und sie mit dem verglichen, was hierzulande den Minderheiten Minderheiten", die ein Drittel der Staatsbevöl ferung ausmachen, wenn man schon die Fiktion einer tschechoslowakischen Sprache" überhaupt gelten läßt! an fulturellen Rechten und Entwicklungsmöglichkeiten geboten wird. In Preußen wird einem kleinen Bruchteil der Gesamtbevölferung zugestanden, was hier unter der aktivistischen Mitregierung, die ja nichts verbessert, aber viel exschlimmert hat, einem wesentlichen und in jegficher Hinsicht unentbehrlichen Bestandteil der Bevölkerung verweigert wird. Denn, nicht wahr Herr Kramař, Sie sind zwar der Ansicht, daß dieser Staat ein Nationalstaat, ein tschechi scher Staat bleiben müsse, daß die Deutschen und Magyaren bestenfalls geduldet werden dürfen, aber Sie sind doch nicht der konsequenten Ansicht, daß dieser Staat die viereinhalb Millionen Deutsche, Ungarn, Polen, Ruthenen, als Steuerzahler, als Rekruten und Reservisten, als Arbeiter und Bauern entbehren kann?! Denn darum haben Sie doch die historischen" Grengen. im Westen und die unhistorischen, Wilsonschen im Osten gefordert, weil Ihnen daran lag, steuerfräftige Gebiete zu befizen, darum haben Sie doch Die Minderheiten von der allgemeinen Wehr pflicht nicht ausgeschlossen, weil sie wissen, daß viereinhalb Millionen Menschen ein gutes Referbistenmaterial stellen?! Aber Herr Kramar und mit ihm Sundert tausende tschechische Wähler, die ideologisch noch immer unter der Diktatur der nationaldemokratischen Heßpresse stehen, wollen diesen in mancher Hinsicht immerhin viel bedeutenden Minderheiten nicht einmal jenes Ausmaß an Selbstverwaltung geben, das den kleinen Minderheiten anderer Staaten gewährt wird. Was wir an Rechten besigen, haben wir vom alten Desterreich her, die Republik hat zwar ein Minderheitsschulwesen geschaffen, aber eines, das nicht den Minderheiten, sondern den Pionieren der Staatsnation, den Grenzern", den Vortruppen des Tschechentums im Randgebiete dient. Das fleine E sthland hat vor Jahren schon seiner deutschen Minderheit die kultu= relle Autonomie gewährt und sich dabei ausdrücklich auf die Arbeiten Sarl Renners, des Bahnbrechers des Autonomiegedankens, berufen. Oesterreich hat in Wien und in Kärnten den kleinen tschechischen und flowe nischen Minderheiten in entgegenkommender Weise ein vorbildliches Schulwesen ausgebaut, durch das Kärntner Landesgesetz, dessen Urheber die Sozialdemokraten waren, den Slowenen ein System der nationalen Autonomie geschaffen. Prenten geht jetzt an die Regelung feiner Minderheitenfrage, Belgien bereitet eine gerechte Regelung des Sprachenrechtes auf die Initiative der Sozialisten hin vor. Nur bei uns, trotz Aktivisten, trotz dreijähriger Zusammenarbeit des tschechischen und deutschen Bürgertums, feine Spur von einer nationalen Autonomie! könnte man die legten Chancen verTieren, die wir heute noch bei den Weißrussen besigen. Die Pajjivität in der Minderheitenfrage ist ebenso gefährlich, wie ein Brand in unserem Hause, dem wir untätig zuschauen. Wir sind entschlossen, von unserer Weltonschauung aus die Lösung des Minderheitenproblems zu betreiben und sind des festen Glaubens, daß uns das Vorhaben auf dem Wege der Zusammenarbeit und Verständigung Verständigung gelingen wird mitteleuropäischen Minderheits- 1 frage unternommen, dem großze Bedeutung zu kommt und durch den sie vor allem dem Staate Polen selbst dient. Wie immer das aus dem Sejm hervorgehende endgültige Gesetz aussehen mag, die Initiative der Sozialdemokraten hat die Kampf der Minderheiten zu einem StaatsFrage zur Diskussion gestellt und sie aus einem problem erhoben. Polen ist uns damit vorausgeeilt und die Tschechoslowakei hätte alle Ursache, einer Frage näherzutreten, zu deren Lösung fie allein, obwohl sie hier am brennend ſten ist, noch nichts beigetragen hat! Telegramme. sterbeschäftigung der meritanischen Katholiten. Aber auch andere Rücksichten sind zu bedenken: ein Staat in sold geographisch- politi London, 30. März. Wie„ Times" aus scher Lage wie Polen kann und darf sich New York meldet, erhielt der Führer der meg inicht auf unendliche Kämpfe mit einem Drit of seiner Bürger einlassen. Die Lage der polni- kanischen Aufständischen General Esschen Minderheiten in den Nachbarstaaten darf cobar gestern größere Verstärkungen und soll ebenfalls nicht außer acht gelassen werden. Diesen jeßt über 23 Regimenter verfügen, mit unseren Volksgenossen muß ihr Recht auf freie denen er die Entscheidungsschlacht mit Entwicklung ihrer Sprache und ihres Volkstums den Regierungstruppen bei Jimenez durchführen gesichert werden. Diese Sicherung fann jedoch nur will. Das mexikanische Konsulat in El Paso auf der Basis der Gegenseitigkeit erfolgen." teilte seiner Regierung mit, es sei einer Verchwörung gegen General Calles, der von Agenten Escobars in Torreon hätte ermordet werden sollen, aufgedeckt worden. Genosse Prochnik erwähnte ferner, daß Polen Verpflichtungen hätte, weil die Polen im alten Desterreich wiederholt dem Programm der nationalen Autonomie zugestimmt hätten. Selbst Pilsudski habe noch 1912 die Forderungen der österreichischen Sozialdemokratie zu den sei nen gemacht und erklärt, die Polen würden sich an dem Brünner Nationalitätenprogram m ein Beispiel nehmen! Die PPS for dert in ihrem Minderheitenprogramm:" 1. Volle Gleichberechtigung hinsichtlich des Rechts auf Schulen, 2. die Vervollkommnung der Schulorganisation, 3. die Nationalschule für jedes Volk, 4. besondere Selbstverwaltung für jede Schulart, 5. besondere Schulverwaltung. In dem Gesetzentwurf selbst verdienen vor allem folgende Punkte Beachtung: Art. 3. In Gebieten, wo die betreffenden Minderheiten den bedeutenderen Prozentsatz der Bevölkerung darstellen, wird in den polnischen Schulen die Sprache dieser Minderheit als Lehrfach eingeführt. sprache Art. 4. Zschangkaischet angriffsbereit. Seite 6. Tagesneuigkeiten. Oftern. Das ist das Fest der inngen Welt! Aber noch sind die Felder weiß und der Wald ist noch still. Nur ein paar hungrige Krähen streichen drüber hin und schreien: Ostern! Nirgends grünt noch der Lenz. Kalt und starr liegt es über den Feldern. Auch in den Gräben will es noch nicht lebendig werden. Mein Blick irrt über die leere Welt, hungrig nach dem Lenz und seinen Blüten, voll heißen Sehnens. Ach, wie arm ich doch bin in dieser armen Welt! Und doch: Sie ist voll Festesfreude und die Sehnsucht will ihre Ketten sprengen. Auferstehung! Der Frühling kommt! Auch deine Welt erblüht in Duft und Farben, Armut, Schon ist das Eis brüchig und die Herzen sind dir offen, Oftern Hans Honheiser, Bärn Kuttenberg und die Kuttenträger. Sonderbare Zufälle. Die Wege Gottes find wunderbar: in Ruttenberg wurden drei Nonnen verhaftet, weil mant fie des Mordes an dem Spitalsarzt Dr. Nanking, 30. März.( Reuter.) Wie mit- Cymbal verdächtigte, denn in ihren Kutten wurde geteilt wird, ordnete Tschanglaischer, der ersten, Glasstaub gefunden und in dem Magen der Leiche zweiten und dritten Armee an, zu einer festge- des unglüdlichen Arztes auch; jest„ stellt sich aber feßten Frist gleichzeitig die Offensive gegen heraus", daß diese Glasstaubsplitter in dent Wuhan zu eröffnen, weil die Nanlinger Regie- Stutten notwendigerweise aus der Erfüllung der rung den Wunsch habe, daß die militärischen Berufspflichten der geistlichen Schwestern her Operationen ehestens bendet werden. Aus Taian rühren, während man anderseits die Splitterwird gemeldet, daß 30.000 Mann Fenghinjiangs reste im Magen Dr. Cymbals sich noch immer in östlicher Richtung vorrüden und das Gebiet nicht erklären kann. Jedenfalls befinden sich die um Tsinauju, das von den Japanern geräumt drei Nonnen min wieder auf freiem wurde, beseßt haben. Fuß. Natürlich wird es niemandem, der keinen Einblick in die Untersuchung hat, einfallen, die drei Menschen weiter zu verdächtigen. Aber geFrauenliga gegen Militarismus. Wien, 30. März.( AN) Als Einleitung der wisse weitere Zufälle sind dennoch im Zusammen heute in Wien beginnenden Konferenz der Genhang mit dieser Nonnenaffäre registriert worden. fer Frauenliga für Frieden und Fortschritt" fand Man hat nämlich erstens festgestellt, daß die drei gestern eine offizielle Versammlung statt, in der Schwestern auf Grund einer Intervention Die Vertreterinnen Englands, Schwedens, der zweier tschechisch klerikaler AbgeTschechoslowakei, Polens und des Deutschen Rei ordneter freigelassen wurden, und zweitens Der grundsätzliche Typ der staatlichen Schule ches sprachen. Die Vertreterin der Tschechoslo- hat man juſt in dieser Zeit das Auto des für die Stinder der in Art. 2 angeführten Minder watei, Senatorin Blaminkova, trat für die errn Justizministers Dr. Mayrheiten ist die Schule mit der Wutterrückhaltlose Versöhnung der Tschechen und arting in Ruttenberg gesehen. Mayr- HarUnterrichtssprache. Deutschen, die deutsche Frauenführerin, Frau ting ist nun selber zufällig in Meran, immerhin Schulen mit der Muttersprache als Unterrichts- Lyda Heymann, für die vollständige Verweigerung aber war es seine Gattin, die in dem Auto saß. sprache sind solche, in denen der Unterricht und des Striegsdienstes, Ablehnung der Erzeugung Das war freilich wieder ein Zufall; denn ein der innere und äußere Verkehr in der von Waffen usw. ein. parteiamtliches Kommuniquee der ChristlichsoMuttersprache des Kindes stattfindet zialen meldet, daß die Frau Gemahlin" des und deren Programm die besonderen Beilegung des Grazer ArbeitsHerrn Justizministers zufällig nach Stuttenberg Eigentümlichkeiten der betreffenden gefommen war, um einigen Gästen die Se hensNation berücksichtigt. Abweichungen von konflikts. würdigkeiten der alten Stadt zu zeigen. dieser Grundbestimmung sind zulässig, sofern sie Wien, 30. März.( Eigenbericht.) Jm Grazer„ Es handelt sich also", wie der ,, amtliche" Bericht in diesem Gesetz nicht vorgesehen sind. Arbeitskonflikt wird es voraussichtlich zur Bei- lautet, um eine rein gesellschaftliche Der Gedanke der nationalen Selbstverwal- intelen hat die Vertreter der Unternehmer legung kommen. Der Landeshauptmann Angelegenheit". Polen hat feine Minderheiten von der tung der Schulen wird weitgehend durchgeführt. und den sozialdemokratischen Landesrat Macholt Frau Gemahlin" dieſe ihre gesellschaftlichen AnEs ist immerhin beachtenswert, daß die zahlenmäßigen, ökonomischen und geistigen Be- Es heißt etiva: deutung der tschechoslowakischen Minderheiten. Die polnische Nation macht 72.4 Prozent der Gefamtbevölkerung aus, die Ufrainer betragen 14.3, die Juden 7.8, die Weißrussen 3.9 und die Deutfchen ebenfalls 3.9 Prozent der Bevölkerung. Bei uns find nicht einmal 50 Prozent Tschechen, feine 70 Prozent Tschecho- Slowaten, ein gutes Viertel Deutsche. Dennoch beschäftigt sich der polnische Sejm ernstlich mit der Minderheitenfrage und die Sejmkommission für Bildungsfragen hat fürzlich die Diskussion über das Programm bea gonnen, das die PPS, die sozialdemos kratische Partei, vorlegte und das sie selbst nur als einen Teil unseres Stampfes um die Autonomie" betrachtet. Der sozialdemokratische Abgeordnete Prochnik begründete den Antrag der PPS und erflärte ut. a.: | Art. 7. Die Schulangelegenheiten für die in Art. 2 dieses Gesetzes angeführten nationalen Winder heiten werden von besonderen Staats sekretariaten des Ministeriums für religiöse Bekenntnisse und öffentliche Aufklärung geleitet. Art. 8. In den Kuratorien der Schulbezirke werden besondere Abteilungen mit eigenen Biji tatoren für das Schulwesen einer jeden nationalen Minderheit eingerichtet. Ist das Schulwesen der betreffenden Minderheit im Gebiete eines Schulbezirkes sehr fein, so fann es einem anderen, dem Nachbarbezirf, angegliedert werden. Art. 10. zu sich berufen und hat mit beiden Teilen ver- gelegenheiten im Dienstauto ihres Herrn Gehandelt. Das Ergebnis der Verhandlungen ist, mahls erledigte und sie könnte ein Uebriges zur daß man den Arbeitern vorschlagen wird, die Erklärung dieses Zufalls fun, wenn sie nun auch Untersuchung abzuwarten und bis dahin alle Namen und Beruf ihrer Gäfte sowie die Art der Stampfhandlungen einzustellen. Die Unterneh- Besuche angeben könnte, die sie in Suttenberg mer dagegen sagten zu, im Falle der Arbeits- absolvierte. Das ist zwar gewiß eine Privataufnahme aus dieser Tatsache keine Stonsequen angelegenheit, aber zufällig intereffiert ſich“ in zen zu ziehen. Montag werden Vertrauensmän- diesem Falle die Deffentlichkeit dafür. ner- und Dienstag Betriebsversammlungen böse Journalisten wissen zu berichten, daß die stattfinden, worauf wahrscheinlich Mittwoch die Frau Juſtizminister in Sutienberg auch dent Präsidenten des Kreisgerichtes Dr. Arbeit wiederaufgenommen werden wird. Wolf einen Besuch abstattete, der diese Funktion angeblich den deutschen Aktivisten zu verdanken hat. Wie man die Preise treibt. Washington, 30. März. Das UebereinDas sind durchaus merkwürdige Zufälle. ten, wonach auf der westlichen Halbfugel, d. i. mehr als um Zufälle handelt, würden das auch kommen der Petroleumgesellschaf Aber wir behaupten keineswegs, daß es sich um in den Vereinigten Saaten, Mexiko und Süd nicht zu behaupten wagen, wenn sich die Zensur amerifa, die Produktion im Jahre 1929 bisher in der Suttenberger Affäre weniger rigoFür das Schulwesen einer jeden Minderheit auf die durchschnittliche Höhe des Jahres 1928 ros gezeigt hätte. Wir meinen nur, daß es sich werden besondere Selbstverwaltungs- reduziert wird, wird nun von einer eige- hier um einen derart das allgemeine Intereſſe organe aller Stufen ins Leben gerufen, nen Regierungskommission dahin geprüft wer- erregenden Kriminalfall handelt, daß jetzt zudie sich auf die allgemeinen Schulbestimmungen den, ob es nicht das Antitrust- Gesez nächst alle seine zufälligen Nebenerscheinungen verlegt. restlos als solche aufgeklärt werden müßten. „ Wenn die Nationalisten gerechte Sachen verTangen, so ist es ein Unding, diese nicht zu unter stützen, weil die Nationalisten dafür eintreten. Wir sind der Ansicht, daß wir durch die Forderung nach Gerechtigkeit den Nationalismus don schmerzstüßen. lichsten Schlag versehen und den Nationalisten gleichzeitig Argumente aus der Hand winden politik in dieser Angelegenheit brechen. Man muß ein klar vorgezeichnetes Ziel vor Augen haber: & chwi Das Gesetz sieht ferner die eigenen Man muß ein für allemal mit der Begeiſtrauß matrikel vor und enthält die wichtige Bestimmung, daß die Organe, die die Matrikel führen, nicht das Recht haben, die ,, von den Eltern oder Vormündern angegebene Nationalität der Seinder, die zur Errichtung einer Minderheitsschule nötig sind, wird mit 20 festgesetzt. Das Wittelschulwesen soll nach ähnlichen Grundsätzen ausgebaut werden, insbesondere wird bestimmt: Art. 28. Unerfreuliches von der verwichenen Das Geheimnis von Schloß Jannowiz. Stuptschtina. Hirschberg, 30. März. Es hat sich nunmehr Belgrad, 30. März. Auf Grund der nun herausgestellt, daß sich unter den Personen, von and diesem Ziele zustreben, nicht aber die Hände Kinder in Frage zu stellen". Die Mindestzahl der mehr zum Abschluß gelangten Revision der Rech- denen der Verhaftete Graf Chriſtian am Tage in dieser ernſten Zeit untätig in den Schoß legen. nungsführung der Skupſchtina wurde, wie nach der Beisetzung seines Vaters aussagte, er Es gibt zwei Möglichkeiten, das Minderheitens " Vreme" berichtet, festgestellt, daß der Fehl- halte sie des Mordes an seinem Vater für fähig, problem zu lösen: die Minderheit zu ent betrag eine Höhe von rund 4.6 Millionen der Förster Wabnitz aus Jannowitz befindet. Die nationalisieren oder aber sie durch VerstänDinars erreicht. Hievon entfallen zu Lasten Frau des Försters soll vor etwa zwanzig Jahren digung für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. des inzwischen verstorbenen Quästors des Par- zum Grafen Eberhard Beziehungen unterhalten laments 620.000, weitere 560.000 Dinar auf nicht haben. Der Förster fonnte seine Unschuld an der Die Nationaldemokraten scheinen sich für den Die Gesamtzahl der Lehrseminare sür verrechnete Gebühren für den staatlichen Wahl Tat durch Beibringung seines Alibis nachweisen. ersten Weg entschlossen zu haben, denn Herr Dmowsti schrieb davon, daß man die Ukrainer die Schüler einer jeden Nationalität ist prodie Schüler einer jeden Nationalität ist pro- ausschuß vom Jahre 1927 und der Rest auf die Bei einer anderen vom Grafen Christian als des portional der Zahl der schulpflich letzten Präsidiums der Stupschtina. Außerdem sich um den jetzt in der Nähe von Stettin wohnicht liquidierten Ausgaben im Auftrage des Mordes für fähig erklärten Person handelt es polonisieren müsse. Wir sind Geguer dieser Gut nationalisierungspolitik, denn sie steht im schreien. sigen Bolksschulkindar der betreffenden erhebt die Rechnungskontrolle an die letzten menden früheren Rentmeister auf Schloß Jannos den Gegensatz zu den Tendenzen der Gegenwart, Mitglieder des Parlaments eine Forderung von wiß. Saßdorf. Entgegen dieser Aussage wird an zu unserer geschichtlichen Entwicklung. Das 19. Für die Ukrainer wird die Errichtung einer insgesamt 9,369.360 Dinars, welchen Betrag die genommen, daß Haßdorf mit der Tat nicht das and 20. Jahrhundert ist die Zeit der Wieder eigenen Universität bis längstens zum Abgeordneten auf Grund eines Parlaments- Geringste zu tun hat. In der Angelegenheit der geburt der Völker. Viele halten die Weißrussen Schuljahr 1930-31 gefordert. Das Gesetz befaßt beschlusses durch eine 20prozentige Abgabe von verbrannten Briefe verlautet, daß es sich zum für ein unentwickeltes Volt und sind der Mei- sich noch mit den Privatschulen und mit ihren Diäten für die durch Ueberschwemmungen großen Teil um Briefe der Gräfin an ihren mrng, daß es leicht sein wird, sie zu polonisieren der Auslassung der utraquistischen Schulen, die geschädigte Bevölkerung zu entrichten gehabt Schivager, dem Grafen Karl, den jüngsten BruDas ist hoffnungslos, denn auch dieses Volt wird als pädagogisch wertlos verworfen werden. hätten, der jedoch nicht an der Staatsfasse erlegt der des Grafen Eberhard und um Briefe der sich entwickeln. Ich warne daher vor dem Die PPS hat mit der Einbringung dieses wurde. Komtesse Antonie über ihre frühere Verlobung Dmowskijchen Rezept, denn dadurch Gesetzes einen Schritt zur Lösung der handelt. Nationalität. 1 Seile 6. Niedriger hängen! Wie der Bund der Landwirte" menschliches Unglück für Parteizwede ausbeutet. Unserer mährischen Volkswacht" ist folgendes landbündlerische Zirkular in die Hände gefallen: Bund der Landwirte politische Partei des deutschen Landvolkes Kreisgefchäftsstelle für Nordmähren und Schlesien in Bärn. Zahl: 185-724/ 8-29. Bärn, 29. Fober 1929. An alle Ortsgruppenleitungen! Bon setten unseres Hervn Landesausschußocifigers Dr. Star! Langer; Brinn, wird uns fol. gendes bekanntgegeben: Beim Landessusschuß in Britnu besteht eint Fonds, aus welchent Abbrändler im Falle der Bedürftigkeit Beiträge erhalten können. Ebenso ist ein Betrag von 70.000 K für Deutsche und Tschechen ausgeworfen, aus welchem Angehörigen der armen Bevölkerungs. chichten einmalige Zuwendungen von 50 K bis 100 K gegeben werben. In beiden Fällen sind von den betreffenden Gesuchstellern die Gesuche au den Landesausschuß zurichten. Die Gesuche bedürfen Hinsichtlich der Bedituftigkeit der Bestätigung durch die Gemeinde und im ersteren Falle( Abbrändler) außerdem noch durch die Bezirksbehörde. Es ist uns bekannt, daß durch unsere Interventionen schon früher Abbrändler Unterstützungen in der Höhe von ungefähr 2000 K erhalten haben und ersuchen wir, daß sowohl für die Abbrändler als auch für Ortsarmte diese Gesuche wie oben angeführt eingebracht werden. Der Streisgeschäfte, stelle ist darüber ein Verzeichnis, resp. eine Abschrift des Ausarczens einzusenden, damit wir durch Beren Landesausschußbeifißer Dr. Lauger dieses Ansuchen befürworten lassen können. Bei Abbrändlern sind selbstverständlich mur Parteiongehörige zn berüchichtigen, bei den Gejucen von Ortsarmen wird dies natürlich nicht aufuecht erhalten werden können. Vielleicht sichern wir uns aber dadurch auch bei solchen Lenten, die wir unterstügen, ihre Wahlstimme. Immerhin bedeutet diese Ficine Unteritügung eine Entlastung der Gemeinde. Es wird crfucht, unsere Mitglieder auf diese Gefuche auf nerffaat zu machen. Der Kreisvorsitzende: Rudolf Bartel nt. p. Der Kreisgeschäftsführer: Lothar Sang in. p. Da kann man nur eines sagen: PfuiTeufel! Menschliches Unglüd nur vom Standpunkt des Partei- und Wahlgeschäftes betrachten, das zeugt von einer Auffassung der Politik, wie sie nicoriger laum gedacht werden kann. Aber nicht nur die Abbrändler, sondern auch die Ortsar men möchte der Landbund, wie aus dem Schreiben hervorgeht am liebster lediglich nach der poTitischen Zugehörigkeit behandeln, glauben aber, Karlsbad, die Stadt des Reichsarbeitertages 1929. Werbet für Maffenbeteiligung am Reichsarbeitertag! uftet aur mächtigsten Kundgebung der fubetendeutschen Arbeitertiaffe! Karlsbad muß ein Markstein in unserer Kulturbewegung werben! dies eben mit Rüdsicht auf die Wahlstimmen Der Streit der Hutarbeiter in Tetnicht aufrechterhalten zu können! Eine feine Partei, nicht wahr, Herr Minister fchen nach vierwöchentlicher Dauer erfolgreich beendet. Dr. Spina?! Steigen der Großhandelspreiſe. auf 1022. Vom Verband der Arbeiter in der BeKleidungsindustrie, Sig Reichenberg, wird uns nachstehendes berichtet: ( Zeichnungen von Lili Réthi.) Sonntag, 31. marz 1929. Lehrer crsftaen sollen. Wenn die Staatsangestelltent etivas bekämen, würden auch die Arbeiter etivas habent wollen. Also am besten, man fängt nicht evit an. Die Altpensionisten sind schon in der zehnjährigen Wartefrist an den enggeschnallien Leibriemen gewöhnt, ihr Magen hat sich konsolis diert. Verbirgt dieses Schlagwort Konsolidierung nicht in Wirtlichkeit faulen Zauber?( Blaubt die Regierung auch, daß sich die Geduld konsolidiert, mit welcher die Staatsangestellten und Pensionisten in ihrer wirtschaftlichen Not auf eine Besserstellung Harren? Explosion. In der Ortschaft Podlasse bei Rielce erfolgte infolge unvorsichtigen Hantierens in einem Geschäftsladen eine Explosion der dort lagernden Explosivstoff Vorräte. Eine Person wurde getötet und der Ladeninhaber tötlich ver legt. Außerdem erlitten zwei Personen schwere und eine Person leichte Verlegungen. Die Juneneinrichtung des Ladens wurde vollkommen zer trümmert. Türken dürfen nur Türkinnen heiraten! Nach einem neu erlassenen Gesetz dürfen die Eheit türkischer Beamten mit Ausländerin nent nur noch so behandelt werden, als ob die Beamten ihre Entlassung aus dem Staatsdienst nachgesucht hätten. Schon mit Ausländerinnen Verheiratete können int Dienst nicht mehr verwendet werden. Räuberschlacht. In Choini bei Lodz kam es Karfreitag zu einer blutigen Wesserstecherei zwi schen zwei Verbrechevbanden. Die beiden Bandenführer Owczarek und Stendziela wurden durch Messerstiche tödlich verletzt. Als die Polizei erfchien, flitchteten die beiden Banden und liegen ihre beiden sterbenden Anführer zurüd. Dampfer gesunken. Der norwegische Damp fer Selje" fanf auf der Fahrt nach Australien mit einer Ladung von 115.000 Säden im Werte bon 175.000 Pfund Sterling( ettva 28 Millionen Stronen). Die Mannschaft des Schiffes wurde im letzten Augenblicke vom Dampfer Kaituna" gerettet, welcher ebenfalls nach Melbourne jährt, jedoch infolge allzu großer Belastung radiotelegraphisch um Hilfe ersucht. Beit in Südamerika. In Montevideo find fünf Fälle von Beulenpest festgestellt worden, ven denen zwei tödlich verlaufen sind. Der Prozeß gegen die Moldawaer Zigeuner. Wie aus Kaschau gemeldet wird, hat Staatsanwalt Dr. Turek dieser Tage die Anklageschrift gegen die Moldaivaer Zigeuner fertiggestellt. Die Anklageschrift umfaßt 130 Seiten. Wien baut. Die Wiener Gemeinde errichtet ein Haus mit 16 Stockwerken, das der erste Wolfenfrager Wiens sein wird. Alle Wohnungen des Neubaues werden Badegelegenheit haben. Im Gebäude wird eine große Lefeballe unter dem Namen ,, Karl Seip Leschalle", sowie eine eigene Mo torradgarage eingerichtet. Auch eine Anlage der zufünftigen Untergrundbahn Wiens wird in dem Gebäude untergebracht sein. Auto abgestürzt. Nach einer Blättermeldung aus Casablanca stürzte im Atlasgebirge ein Automobil in eine, etiva 100 Meter tiefe Schlucht. Acht eingeborene Arbeiter wurden schwer, atvei leicht ver Tegt. Abgestürzt. In St. Raphael an der Riviera stürzte der Marineingenieur marrot bei einem Probeflug mit einem neuen Jagdflugzeug aus 100 Meter Höhe ab. Beim Aufprallen auf den Boden explodierte der Benzinbehälter. Flieger und Apparat verbrannten. Eine schwere Grubenerplosion ereignete sich Hoher Besuch. Am 16. April wird, wie die tschechische Preffe freudig berichtet, der König Boris von Bulgarien der Hauptstadt der Republik einen Besuch abstatten. Er wird auf der Burg zu Gaste sein und in Gegenwart von udržal, Benes und General Syroby wird eine große Sostina", ein Gastmahl, stattfinden. Na Der Inder am 1. März um 1.5 Prozent höher. Der am 1. März ausgebrochene Stampf der türlich wird auch Masaryk, der mit einem sei Nach den Erhebungen des statistischen Staats- Sutarbeiter der Firma M. Schlesinger in Tet- ner mittelbaren Vorgänger das eine gemeinsam amtes beträgt der Großhandelsinder am 1. März schen, der deswegen geführt wurde, weil der In- hat, daß ihm nichts erspart bleibt, den gekrönten in Gijob( Nordspanien). Acht Bergarbei 964 gegen 950 im Vormonat. Der Inder der dustriellenverband jede Lohnerhöhung ablehnte Chef der Zankoff, Liaptſcheff und anderer mehr ter wurden als Zeichen geborgen. Fünfzehn Nahrungs- und Genußmittel stieg von 876 auf und Lohnherabsetzungen von 15 bis 50 Prozent der minder blutiger Miniſter empfangen. Da Arbeiter werden noch vermißt. 904, der Inder der Futtermittel fant von 1068 der alten Bertragslöhne verlangte, wurde auf Bulgarien nicht zu den verbündeten, sondern im Verhaftete Betrügerin. Dieser Tage wurde auf 1029. Beide Gruppen zusammen zeigen eine dem Verhandlungswege am Freitag, den 28. Gegenteil als ehemaliger Vierbundstaat zu den in Wien in der Person der 34jährigen Jda Erhöhung von 887 arf 911, also um 2.7 Prozent. März mit einem guten Erfolge für die Arbeiter früher feindlichen“ Mächten gehört, hätte man mastalerz, die sich gewöhnlich Margarete Der Jnder der Industriestoffe stieg von 1019 beendet. Im neuen Vertrage wurden jene Lohn von dort ausnahmsweise keinen so hohen Besuch mich e l' nannie, eine mehrfache Betrügerin vergruppen, in denen technische Verbesserungen seit erwartet. Daß er aus Bukarest und Belgrad ab haftet. An die Wiener Polizei aus Bodendem Abschluß des letzten Bertrages zu verzeich- und zu eintrifft, daran haben wir uns ja schon ba ch gelangte Nachrichten befagen nun, daß die Keine Beweise aber zum Schießen nen waren, einer Revision unterzogen. In ver- gewöhnt. Das ist in einer so eminent demokra- Schindlerin dortselbst den Hotelier Forster, langten fie! schiedenen Stationen blieben die alten Afford- tischen Umgebung geradezu unvermeidlich. Da den Autobefizer Gorlich und den Obsthändler löhne bestehen. Die Stunden- und Wo- aber jetzt mit dem Besuche Boris' das Eis gebro- Haase zusammen um ungefähr 12.000 K beWashington, 30. März.( Neuter.) Amt- chenlöhne werden ab 1. April um 10 chen ist, werden wohl auch die uns weniger trogen hat. licherseits wird mitgeteilt, daß die gerichtliche Prozent erhöht. Bemerkenswert ist, daßnahestehenden" Potentaten nach und nach in Verfolgung des Kapitäns und der Besaßung des der befannte Scharfmacher, Herr Dr. Lederer aus Prag erscheinen! Versuchter Einbruch in die Prager Landwirtuntergegangenen Schoners I am alone" wegen Teplit, sein Vorhaben, den Rahmenvertrag als schaftsgenossenschaft. Freitag nachts versuchten bisMangels an Beweisen eingestellt werde. Konsolidierung. Aus Staatsangestelltenfrei her unbekannte Ginbrecher in die Räumlichkeiten ungültig zu erklären, nicht durchsetzen konnte. Die fen wird uns geschrieben: Das ist das neueſte des Verbandes der Landwirtschaftsgenossenschaft in Firma behält den Rahmenvertrag, der bis jetzt Schlagwort in diesem Staate, der anscheinend Prag II., Sybernergasse 20, einzubringen. Die Täter bestand, bei. Einige Ergänzungen und Abände- jezt keine andere Sorge fennt, als nach außenhingertrümmerten das Dach, frochen in den Dachboden rungen desselben wurden im beiderseitigen Ein- den Schein innerer Festigkeit zu wahren. Dieses und waren eben dabei, eine der Glastafeln, die den Warschau, 30. März. In der Station von vernehmen festgelegt. Herr Dr. Lederer dürfte Großsprechertum hat aber keine Augen dafür, Fußboden bildeten, abzuheben, als der Nachtwächter, Nowo- wilejka wurde gestern durch die bei diesen Verhandlungen zu seinem Leidwesen daß die wirtschaftliche Verelendung des breiten durch ein verdächtiges Geräusch aufmerksam gomracht, Geistesgegenwart eines Lokomotiv erkannt haben, daß es eben noch Firmen gibt, Volkes mit Riesenschritten vorwärts schreitet. In die Wachse herbeiries. Von den Tätern fanden die führers ein schweres Unglüd verdenen die Interessen ihres Betriebes über die des der Auswüßung der Arbeitskräfte geht der Staat Bolizisten aber nur eine braune Aftentasche mit den tet. Der Lokomotivführer des im Bahnhof hals Deutschen Hauptverbandes der Industrie ſtehen. dem fapitalistischen Systeme mit gutem Beispiel modernsten Einbrecherwerkzeugen vor. tenden Personenzuges nach Wilna bemerkte, daß Der abgeschlossene erfolgreiche Lohnkampf voran. Die Staatsangestellten und Lehrer darein Güterzug, dessen Führer offenbar das Halteignal bersehen hatte, in voller Fahrt seinem zeigt aufs nene, was eine restlos organisierte und ben ebenso wie der Arbeiter, weil beide gleich brecher dürften über die flachen Hausdächer geBitge entgegenfam. Darauf gab er Volldampf und gut disziplinierte Arbeiterschaft erreichen kann. schlecht bezahlt sind. Die wirtschaftliche Not Brüdt Bige entgegentam. Darauf gab er Volldampf und In allen Branchen, wo die Arbeiter die Kommun fich am besten in der Geburtenzahl der Kinder führte seinen Zug rüdwärts aus dem Bahnhof nisten abgelehnt haben und wo die freie Gewerk aus. Die niedrigste Ziffer zeigen die Seriegsjahre auch heuer wieder Gelegenheit, die Stinder der Die deutsche Jugendstrandkolonie Grabo gibt hinaus bis zur nächsten Station. Wen: auch unschaft die Lohnlämpfe führt, schreiten die Arbeiter 1916-1918, in denen die Not des Volkes das Jugendstrandkolonie gegen billiges Entgelt anzuter den Fahrgästen, die die Gefahr nachträglich von einem Erfolge zum anderen. Dort aber, wo Höchstmaß erreichte. Dann steigt die Kurve bis vertrauen. Fachmännische Aufsicht und Pflege, bemerkten, eine Panik entstand, wurden doch nur die se. P. C.- Strategen ihre Kämpfe durchführen, zum Jahre 1921 wieder an, um dann wieder zu heimische reichliche Stoft, gute Unterkunft und ge drei Personen leichier verletzt. erleidet die Arbeiterschaft eine Niederlage nach fallen und in den letzten 2 Jahren 1927 und 28 wissenhafte Sorge für das Wohl der Kinder find Auch in der Station Soluisti ereignete der anderen.( Siehe die Streits der Bauarbeiter einen Tiefstand zu erreichen, der an die Elenbs- gewährleistet. Die Seinder im Alter von 6 bis 16 fich gestern ein eigenartiger Unfall. Während des in Mähr.- Ostrau, Prag und Reichenberg und be- jahre 1916-18 beinahe heranreicht. Ein treffen Jahren können vier, acht oder zwölf Wochen bleiben. Streuzens zweier Güterzüge neigte sich ein Wag- sonders den letzten Textilarbeiterkampf in Rei- des Beispiel, wie sich der Staat konsolidiert, denn Beginu 1. Juni. Auskünfte und Anmeldungen gon zur Seite und blieb an einem Baggon des chenberg, wo nicht weniger als 400 Opfer auf der das Volf ist der Staat. Die Stonfolidierungs Brag II., Graben 26, Zimmer 16. Prospekte Gene: zuges hängen. Elf Wagen wurden auf diese Strecke blieben.) Weise völlig gerirümmert, ein Eisenbahner bestrebungen lassen es nicht zu, daß neue Steuern fostenlos. Mit dem Abschluß und der Unterzeichnung und Gebühren eingehoben werden können. Aus wurde verletzt. des Vertrages gilt die über den Betrieb verhängte diesem Grunde kann die Bedeckung nicht aufgeberger Strankenhaus starb eine junge galizische Opfer einer unsinnigen Wette. Jm 2cm3u einem Zusammenstoß zwischen zwei Gi Sperre als aufgehoben. Arbeitssuchende Hut bracht werden, die der Aufwand zur Gleichstellung Bäuerin, die auf Grund einer Wette mit einer terzügen, bei dem vier Wagen start beschädigt arbeiter haben sich an Gen. Erwin Vatter, der Ruheständler erfordern würde, so sagt der Fi Freundin bei 30 Grad Stälte sechs Meilen barfuß spurden, tam es gestern auch auf der Station Birkigt Nr. 89, bei Tetschen a. d. Elbe zu wenden. nanzminister. Diese alte Flostel wird jedenfalls gehen wollte. Der Sonkurrentin mußten beide Lodz Kaliska. auch den Gehaltskampf der Staatsangestellten und Beine abgenommen werden. Eisenbahnunfälle in Polen. 4 füäichtet jern. Gottntag, 31. März 1929. OSTER- BEILAGE ( Seite 7. Ofterlegende. Von Kurt Etsner. und riefen: ,, Laffet uns Ostern fetern! O, Völker, Und sie fielen auf die Knie, jubelten laut folget uns und dienet uns den Gläubigern, Geweihten, Sendboten des auferstandenen HeiAuferstehung. Straft geben, wenn wir einmal, angesichts der uns Ja, Osterglaube soll in ims wohnen und uns entgegenstehenden Schwierigkeiten, schwach wer den oder verzagen. Dann soll er unsere Zweifel an den endlichen Sieg unserer Sache verwandeln lied ausdrückt: in die triumphierende Gewißheit, die das OsterOstern, Ostern Frühlingstvehen, Ostern, Ostern Auferstehen Aus der dunklen Grabesnacht. Frühling wird es mun auf Erden, Frühling foll im Herzen werden, Seht, das Leben ist envacht! Sünde erkannt war, und gedachten sie zu stei] mochte nicht mehr auf Erden sein. Und er be- Glauben an die Ebenbürtigkeit ihrer Rasse, aut nigen. Da breitete der Heiland die fegnenden schloß bei sich, zu verlöschen für alle Zeit. Und die Unverdorbenheit ihres Blutes, an die Kräfte Hände schützend über die große Sünderin und auf einmal fant er um und fein Leben war ehr ihrer unverbrauchten Natur sich zusammenschlie Und es begab sich: Als aber der Heiland auf den ersten Stein auf sie!" Da erhoben sich die ten ihn in die Felsengruft und bewachten den lebevall drängt sich geknechtetes Leben, das wir rief? Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe in ihm. Die Menschen aber erschraken und brach- Bent, um als selbständige Menschen zu leben. evstanden, war große Freude unter den Menschen, Menschen und in einem raschen gemeinsamen Leichnam Tag für Tag, ob er nicht dennoch wie- längst gestorben wähnten, in neues Leben hinein. denn sie glaubten, daß er nicht mehr auf der Erde Bündnis tüdischen Verhehlens, nahm jeglicher der auferstünde. Aber es geschah nicht, sondern Es wird uit diefem Drängen nicht nachlassen, bis wandeln würde, sondern überirdisch entschieben einen Stein, blidten feig und herrisch und warfen der Körper zerfiel wie der eines wirklichen Men- es feine Auferstehung erlebt hat. ins Grenzenlose. Da war auf einmal wieder der auf die große Sünderin, bis sie verendete, Nur fchen. Da flüsterten die Wächter des Todes zu Heiland unter den Menschen und trug einen Rod einer raffte feinen Stein: denn er war der einzige einander: Schet, der steht nicht mehr auf, der wie die anderen Bewohner des Landes, aß und ohne Sünde, und es ekelte ihn in seinem reinen wandelt nicht mehr unter uns und verfolgt uns trant, wie jeglicher auf Erden, freute sich und Herzen, Menschen zu richten. Da fielen die an- nicht mehr mit feinen Augen. Mit dem können flagte, wie sonst die Sterblichen, arbeitete auf deren über den einzigen her und schrien: Wie wir fürder tun, was wir wollen!" dem Felde und in der Werkstatt und mühte sich fündig muß er sein, daß er nicht wagt, die Sünde gleich einem Armen. Dann aber wusch er den zu steinigen." Und sie steinigten ihn, bis er verSchweiß von der Stirn, recte sich gen Simmel endete. Da weinte der Heiland mit unsichtbaren Schweiß von der Stirn, recte sich gen Himmel 3 und lehrte die Unmündigen eine neue Hoffnung. Tränen, daß der einzige gerechte Jünger ihm ge Ich bin gekommen, daß alle Menschen auf raubt, und verzweifelte an den Menschen und lands." erstehen; denn diese Erde ist die helle Kammer des Lebens, ihr aber machtet sie zur sonnenlosen Gruft des Todes. Und der Heiland ging zu den Menschen, und wo er einen traf, fiech am Schick sal und zerbrochen durch die Qual des Daseins, sprach zu ihm: Auferstehe zeuge dir dein Le ben!" Er fam zit einem Sklaven, der trug Stetten an den Füßen und schmiedete föstlich Gisentverf. für feinen Herrn. Da sagte der Heiland zu dem Slaven: So recht mit Stunst führest du die Feile fitr das Gerät deines Herrn warum aber vers gaßest du, die Ketten an deinen Füßen durchzu feilen? Auferstehe, o Slave, und löse die Kette." Der Sklave aber sah kaum von der Arbeit auf und antwortete dumpf: Das Gesetz verbietet es, die Kette zu durchfeilen. Was würde es mir auch frommen, wenn ich frei wandelte. Ich müßte verhungern; denn kein Herr gibt dann Brot und Tranf." Der Heiland hörte es und feufzte tief. Er ging aber weiter und traf auf zvei Haufen Menschen. Die stürmten wider ein ander und zerfleischten sich. Blut rann aus dem Born des Lebens: Sie nannten es aber Krieg. Da trat der Heiland unter sie und rief den Nasenden zu: Warum zerfleischt ihr euch? Was tatet ihr euch zu Leide? Gebt Frieden und freut, ouch erwacht aus eurem tobenden Tode. Seid tapfer und wagt es, aufzuerstehen." Die Haufen aber schrien wider ihn und schmähten ihn: Hochverräter Schänder der Majestät Zerstörer des Vaterlandés. Befahl uns nicht unser Sönig zu fämpfen!" Und sic durchbohrten sich weiter die Leiber, voll Grimm und Brunst. hört jetzt mir. Don Kurt Eisner. Nun schimmert grün die auferstandne Erde, Die junge Sonne hüllt in bleiche Schleier Der kahlen Aeste zitternde Gebärde Und weiche Hände rüsten nahe Feier. Auf braunem Felde leuchten weiße Pferde Und furchen, starke Frühlingsfreier, mit treuem Pflug im Schöpfungsherde. Die Osterwelt streut heimlich bunte Eier. Ein Falter flattert hell auf gelben Schwingen, In allen Höhen tönt ein suchend Singen, Die Ferne quillt in meine durstge Seele. Jm dunklen Schoß will sich ein Leben ringen. Ein Frühlingsregen rief zu frohen Dingen. Kind meiner Freude, werde sonder Fehle. Ditern. Von Emil Felden. gallen Eine seltsame Auferstehung. Erzählt von Gertrud Aulich. Jedes Jahr um die Osterzeit, wenn der funge Frühling ins Land kam, geschah Peter Wittig das, Seltsame: es zog ihn heim, wo immer er sich auch aufhalten mochte. Einmal war er mit zerrissenen Schuhen und dürftigem Gewande neun Tage lang gegangen, der scharfe Wind schnitt durch seine Haut bis auf die Knochen, die Knie knickten ihm ein, die Füße brannten mit feurigem Schmerz, er lief... lief, kaum, daß er am Wegrand ausruthte und in irgendeiner Scheune übernachtete. Als er nach mehr als 100 Stunden Marsch die Spitze der kleinen Dorffirche am Horizont auftauchen sah, und die grauen und roten Dächer des Orts, in dem er geboren und jung gewesen war, im Abend verdämmert, brach er zusammen und weinte lautlos in sich hinein. Das war das Heimweh des armen Vagabunden, der einen Hof und eine Heimat hingeworfen hatte, unt die Welt zu erobern, und der mit seinem Herzen an eine Aderscholle angewachsen war und immer wieder zurüd mirite. Ja, Peter Wittig hatte seit Jahren fein Dach übernt Kopf, er war ein von Gott und den Men schen verlassener Narr, dem die freie Weite gefiel und das ungebundene Leben eines Stromers, der an einem Stüd erbettelten Brotes genug hatte und an einem Schluck Wasser aus dem Bach, und für den ein vom Chausseebaum herabgefallener Apfel schon ein Wunder höchsten Genusses war. nach des Vaters Tode der ältere" Paul den Hof. Peter sollte nach dem Willen der Mutter Geistlicher werden, aber er hatte keinen rechten Zug zur Kanzel sterben die Straft hatten, aber vom Tode nicht im Der Heiland aber ging weiter und dachte Grabe festgehalten werden konnten, sondern sieg fraurig bei sich: wie schiver es doch ist, die Le reich wieder auferstanden. Ueberwand nicht auch benden zu lehren, daß sie auferstehen sollen. Ein Bettler lief ihm über den Weg. Erschöpft fie! Für weite Streise unseres Volfes hat Ostern die Sonne, die im Winter gestorben war, im Alle Dinge einer urewigen Bestimmung bran er nieder unter einem Baum, der voll hing, mit aufgehört, ein Kirchenfest zu sein. Selbst gläu- Frühling Dunkelheit und Kälte? Erstens nicht dhen einen äußeren Anlaß, und dieser Anlaß war prangenden Früchten beladen.„ Dich hunger" bige Christen machen sich Gedanken darüber, ob das im Winterelend erstorbene Leben aus seinem für Peter Wittig sein Zwillingsbruder Paul, der sprach der Seiland, labe dich an diesen Früchten der alte Glaubenssay: der alte Glaubensjah:"... am dritten Tage Grabe? Wenn dies am Simmel und auf Erden nun wie ein König auf dem reichen Sose saß. Wenn und deine Seele wird auferstehen, wie dein Leib." geschah, mußte es erst recht im Menschenreiche man es recht besah, hatte die Tüde eines Zufalls auferstanden von den Toten...." wörtlich zur Der Bettler aber wies den Versucher zurück: Da nehmen, ob es möglich oder auch nur wahrſche useschehen, bei den Menschen beſtimmt, die das Leben Peters in diese abnorme Bahn gelenkt; ſei Gott vor, daß ich stehle. Diesen Baum habe ich sei, daß jemand, der als Hingerichteter, als Geiste diefer Sonnenhelden wirkten und starben. er wurde etwa zwanzig Minuten nach seinem Bruich gepflanzt, aber er gehört dem Reichen im Toter regelrecht begraben wurde, nach geraumer Diefen Glauben finden wir darum auch für die der geboren, und obgleich sich die Zwillinge so ähnDorse. Ich darf ihn nicht beraubens fier Beit das Grab als Lebendiger wiederum verlass findlichen Gemüter niedergelegt in den uralten lich sahen, daß man sie nur an der unterschiedlichen aber eine Frucht vom Wann, die war fauf mite fen und herumwandeln könne. Die freier gerich, Märchen wie Rotkäppchen, Dornröschen, Schnee- leidung auseinanderhalten konnte, erbte dennoch Baum, und von Würmern zerfressen. Die raffte der Bettler teten Theologen haben das Wort„ Auferstehung" wittchen u. a. m. Der neue Siegeslauf der Sonne, das Neuauf und verschlang sie gierig. längst seiner wirklichen Bedeutung entkleidet und ihm einen andern Sinn beigelegt; sie reden zwar erwachen des Lebens nach dem für die Menschen Der Heiland fragte ihn lächelnd: Warum von der Auferstehung Jesu", meinen aber fem der Vorzeit sicher entfeblichen, todbringenden und Altar und dachte nur an Flucht aus der häßſtichlst du die Frucht nun, da sie krant ist und geistiges Weiterleben. Damit haben sie den Auf- Winter war für diese ein uns geradezu unverlichen Enge des Baterhauses, wo er unter der Bevordeinem Leben verderblich?" Der Bettler antvor- erstehungsglauben in kirchlichem Sinne preisgege- ständliches Erleben, so daß es, seinen Niederschlag zugung seines Bruders durch die Eltern litt. Als tetes ,, Das ist die Frucht für die Bettler. So will ben. Denn ein geistiges Weiterleben eines Men in Religion und Sage fand. Wonnetrunken auch die Mutter starb, ging er mit seinen geringen es das Gesetz. Ich habe sie nicht gestohlen, sie ge- fcheit, der während seines Daseins gearbeitet, ge- feterte man das gest des siegenden Lebens in der Sabfeligkeiten ins Weite und war für seine Heimat Der Reiche im Dorfe iſt barm lehrt, überhaupt gewirft hat, wird auch von Gewißheit: Der Tod ist besiegt!" Zulegt wird herzig und gibt jedem das Seine." Der Heiland ganz Linksstehenden nicht gelenguet und sichert das Gute, das Böse, das Licht die Finsternis verschollen und verloren. beugte sein Haupt und dachte bei sich: Sie pflan- Jeju teine besondere, andere Gestorbene über überwinden!" Das Leben auf der Straße war schön, war zen Früchte und ernien Mioder sie haben es Ein Glaubensfag, zweifellos. Aber einer, blauer Himmel, Vogelsang, grüne Wiese, Wirtshaus verfernt, aufzuerstehen. Warum lebe ich dach ragende Stellung. felber. daß ich die Menschen nicht lehren Tann und Ungläubige", Trotzdem feiern alle diese Streise, Gläubige" der in allen Menschenherzen lebt. Wer könnte und Henſtabel. Und Freiheit, Freiheit! Wenn nicht und„ Ungläubige", das das Recht und die Straft der Auferstehung. Osterfest. Warum? wirken, für eine Sache, die erst in der Zukunft so viele Erinnerungen an zu Hause gewesen wären: Weil es in Wahrheit ein Naturfest ist. Schon ihre Vollendung finden kann, fämpfen, dulden, an eine Stleewiese hinterm Haus, an einen ApfelUnter den Großen im Lande aber entstand der Name bejagt es. Ostern ist ursprünglich das sogar sterben wenn er diese Ueberzeugung nicht garten und einen Kartoffelader, an den gluckernden ein schlimmes Raunen:„ Der Heiland geht wie- Fest der Licht und Frühlingsgöttin Ostara ge bätte? Dieser Glauber lebt in solcher Stärke in Wühlbach, an Bjerdeſtall und Taubenschlag. Und der um und verführt die Menschen. War es des- wesen. Daß die christliche Stirche das Auferste- allen Menschen, daß er den Unterdrückten nicht an die feine Zwillingsstube, die jetzt Knechtskammer halb, daß wir ihn endlich zu Tode brachten! Wie hungsfest Christi mit diesem Frühlingsfeste zu nur die Kraft gibt, ihr Los, eine beffere Zukunft war. Seine Sehnsucht reichte bis zum Saum der fangen wir nun den Auferstandenen, der so gott sammenlegte, zeigt nicht nur, mit welch feinem erhoffend, zu ertragen, sondern auch gegen ihr Seimat und war schen und leise wie ein Dieb. Sah los ist, den Himmel zu verachten, und auf Erden Instinkte sie die Volksfeele, auch die heidnische, Joch anzufämpfen im Bewußtsein: wir werden er sein Dorf von weitem, überfiel ihn alles bittere Aufruhr stiftet. Seilig ist, was aufersteht, aber zu erfassen vermochte, es zeigt auch, wie beliebt fiegen! aus gewesenen Tagen und Trotz trieb ihn in die ver der Heilige hat kein Mecht auf diese unheilige bies Naturfest gewesen sein muß, daß die Kirche Proletariat feinen langen verbissenen Kampf ge- zurüd. In solchen Glauben und Soffen führt das traute, liebgewordene Ferne und Verschoenheit Erde. Er fahre gen Himmel!" Doch der Heiland blieb auf Erden und Dies uralte Vegetationsfest ist nicht in jüdigen seine Unterdrücker, ohne die Geduld zu ver- Dies Jahr war es schlimmer als sonst. Der mahnte die Menschen und ging unverwundbar schen Landen oder in Rom geboren, ist nicht auf lieren, ohne schwach zu werden. Es weiß:„ Wir Frühling saß mit Westwind und Wärme im Land, durch die Reihen der Häscher und Henker. Aber eine geschichtliche Tatsache, wie das Wiederleben werden einst siegen und unsere Mission der Welt- und der Geruch der Erde war stark und würzig und sein Herz war betrübt, denn seine Worte waren digwerden eines Toten, zurückzuführen, es ist nicht befreiung erfüllen. Aus der Nacht, in die uns drang mit dem gierig eingesogenen Atem bis ins vergebens. Dennoch sprach er zu sich:„ Ich weiche vom christlichen Denten erzeugt, nein, längst der Kapitalismus stürzt, werden wir ins Licht But. Der Vagabund ging die einsame Straße, die nicht, die Wienschen müßten denn zuvor aufer- che Rom stand oder die Juden in Palästina ein- des sozialistischen Zeitalters hineinwandern. Wir von breiten Schatten dunkelte und wußte nicht, ob stehn." Und er traf in einer Wüste einen Mann. wanderten, ist es in grauer Vorzeit aus dem nach Aber es wird sein." _ oder unsere Kinder oder unsere Kindeskinder. ihn irgendeine Absicht schneller trieb. Jm WeggraDer schlug sich die Brust, peitschte die Lenden, er Licht und Leben gierenden Menschenherzen herben verzögerte er seine Sehnsucht, sah manchmal aus bohrte spiße Pfeile sich ins Gehirn. Was treibst ausgeboren worden, ist es aus der felfenfesten Jim Glauben daran sehen wir überall unter- halben Schlafe auf, wenn ein Wensch oder ein Gedu da?", fragte der Heiland. Ich diene dem Ueberzeugung heraus entstanden: das Leben, das drückte Völker und Klassen an ihren Retten zer- spann an ihm vorbeimußte, aber die meisten Gesich Seiland", erwiderte er und spie blutigen Schaum. Licht, das Gute sie siegen über Tod, Finster- ren. Gerade in unseren Tagen. In Asien hebt ter waren ihm fremd, hatten in mehr als zehn JahDer Heiland aber jprach: Ich sage dir, Seil will nis und Böses, mögen diese noch so mächtig sein der aus seinem Dornröschenschlaf erivachende chiren Wandlungen erfahren. Auch ihn erkannte nieder Heiland und Helle." Der Mann jedoch schrie: mögen diese Mächte ihre Gegenspieler auch ns nesische Drache die Klauen, um den Schlag gegen mand, denn sein Gesicht war mit Haar und Bart " Fort mit dir, teuflischer Versucher, du willst mich Grab hineinzwingen! die fremdländischen Ausbeuter zu führen. In In überwuchert und mit Staub verhüllt. um mein Seelenheil betrügen, auf daß ich ewig Nicht ein Volk nur hat dies Frühlingsfest dien erhebt sich das geschundene Volt, das unte Der Abend kam schnell und Bühl. Peter warf brenne in der Hölle. Ich büße für den Himmel." gefeiert. Bei sehr vielen Völkern des Altertums der geistigen Leitung eines Gandhi an sich selber noch einen umfassenden Blid auf Häuser, Acder und Dem Heiland erstarb das Herz. So schaffen sich finden wir es in überaus ähnlichen Formen. Sie zu glauben beginnt, nicht nur gegen die Kolonial Stirchturm und wandte sich dann mit schamvoller die Menschen", sprach er,„ die Hölle auf Erden, haben ihren die Erdschwere und das Leid des politik Englands, es will seine völlige Aufer- Rühvung ab, um den Rückweg anzutreten. Da um der Hölle ihres Wahns zu entfliehen. Sie Todes überwindenden Osterglauben in ihren fo stehung als vollwertiges Mitglied der Menschhe't bannten ihn die Klänge der Kirchenglocke, die den wissen nichts von Auferstehung. Ihre feigen Ge- genannten„ Heldensagen" die eigentlich My erleben. Wir sehen, wie die Schwarzen, von der Ostersamstag verabschiedete, und die Erde hielt seine müter sind voll Marter und Tod." und wie er then sind niedergelegt: in den Geschichten von Entente ihrer Heimat entzogen, um als Kanonen- Füße fest. Er verweilte unschlüssig einen Augenblick noch so fann, fand er sich muten unter finsteren den Helden ,. die für das Wohl und den Fortschritt futter auf europäischen Schlachtfeldern zu ver- und noch einen, eine Stinume war in ihm, die aus Vienschen. Die schleppten ein Weib, die großer der Menschheit für das Gute zu kämpfen und zu bluten, sich ihrer selbst bewußt werden und im der Kindheit, Beglückendes sprach und der er nachvor ihm fapitulierte. - Bette 8. Der Negerhandel. Von H. Bach. Sonntag, 31. März 1929. Die Junggesellen. Den Winden streuten wir ersten Brand und wollten nichts zurück. Wir wurden groß in Flitter und Tand, Gebärden auf gut Glüd. Blieb unser Sein jo den Frauen fern? Wir freuten uns ihrer Nähe und wähnten, Unrecht geschehe den andern, hatte man einen Stern. Doch die wir liebten, verjagten sich uns. Und die wir gewannen, gewöhnlichen Tuns, die heilten die Seele nimmer. Kalt blieben unfre Zimmer. Robert chic. geben mußte. Ach, er wollte ja nur das Haus, das 1 niedrige rote Haus in der Nähe sehn, vielleicht durch eint erhelltes Fenster einen kurzen verstohlenen Blick tunt, vielleicht einmal den Kopf des Hofhundes zwi schen die Hände nehmen, vielleicht das Pferdchen sehen, daß ein feuchtes Fohlen war, als er ging. Langsam, zwischen Verlangen und Widerstreben schwankend, nahut er die enge Furt zwischen den givet Gärten, die auf den Hof führte. Es war dun fel, Sterne leuchteten tar, aber sehr fern, der Hund ichtg leise an, niemand schien es zu hören, nur die Bferbe raffelten an den Kletten und einmal muhte tief und beunruhigt eine Stuth. Der Hof war wie ausgestorben, die ganze Hausfront lag finster da, tein Mensch zeigte sich. Peter umging Haus und Ställe und kam an die Schenne, die nur angelehnt war. Er konnte den Weg, der vom Kornspeicher durch einen Gerätejamappen in den hinteren Hausflur fithrie und wollte vorsichtig Umschau halten. In der Gesindestube wurde verhalten gesprochen, Peter unterschied eine männliche Stimme und die einer Fran. Aus zwei Fenstern der Hinterwand drang durch belle Vorhänge hindurch matter Lichtschein. Das mar die Schlaffanmer der Eltern, die eine Meine Falltür nach dem Kartoffelfeller hatte. Leise schlich jich der Vagabund heran und stand nun flopfenden Herzens vor der Tit, hielt das Ohr angelehnt und Horchte: Nein Laut. Dann fah er furz und mit hackenden Bulsen durch das Schlüsselloch, sah einen Sarg von Kerzen umgeben, öffnete und ging hinein. In dem Sarg lag jein Bruder Paul und Beter fab jeinen Tod ohne Exgriffenheit. Er dachte: da ist er Wer Neger sein Eigen nennt, der sorgt für also vor mir gestorben, wie er vor mir geboren ibre Vermehrung. Teils beteiligen sich die wurde... und dachte: da ist ja nun der Hof freiweißen selbst an den physiologischen lebungen, rnd ich bin gerade in der rechten Stunde zu meinem die der Vermehrung vorausgehen, teils organi Eibe gelommen. Aber der Gedanke freute ihn nicht. fieren sie in vorurteilsfreier Sintanseyung ihrer Stongo eine Eisenbahn von 120 Kilometer ge Die Société des Batignolles" hat Was sollte der Ausgestoßene, der Stromer und abendländischen, monogamen Prinzipien man baut. Berlust an Wienschen: siebzehntausend. Die Strolch bei den Aufrechten und Tugendhaften, fic nigfaltige Baarungen zwischen ihren Schußbe- leberlebenden betrachten Belgisch Stongo als ein würden sein Erbe mit Sohn und Gelächter vergiften fohlenen. Im Austausch erreichen Negerfrauen, irdisches Paradics; hier gab es auf 1200 Stilo Freilich, ein paar fräftige Arme hatte er nody und wie Warau berichtet, einen Handelspreis von meter nur 3000 Leichen. er hats mehr: Liebe und Verbundenheit zur Erde fünfundzwanzig bis fünfundsiebzig Franks. Trume, sur Aderscholle, samt Tier. Jetzt durfte er Die Zivilisation erscheint den Negern unter nicht mehr fort. Der Staat hat den fonzessionierten Gesell diesem Aspeft nicht als die leuchtende Fadei, Er ging ganz versunken auf und ab in dem schaften zur Exploitation der Naturschäße die als die sie unsere moralisch empfindungslosen Tolengemadhe, nahm hier ein Ding in die Hand, Lieferung menschlicher Arbeitskraft zugesichert. Intellektuellen in ihrer geistigen Anämie alle stellte da etwas zurecht, öffnete mechanisch die Kel- Funktion, indem er den Neger in die Hierarchie Cofio mit einer Feuersbrunſt. Auf diese Weise erfüllt er seine zivilisatorische" gorisieren. Treffender verglich sie Tagore in fertufe und sticg hinab. Ein wunderbar vertrauter der modernen Gesellschaft einordnet, ihm ein Wie das mun schon so ist. Man tanzte, flirtete, In A. E. F.( Afrique Equator. Franc) ist warf einander begehrliche Blide au, bis die StimGeruch nach Erde, Stühle und Feuchtigkeit schlug ihm bersteuerbares Einkommen verschafft, das versteuerbares Einkommen verschafft, das er nach dem französischen Abgeordneten Valude die er nach dent französischen Abgeordneten Valude die nung durch die verschiedensten, delikaten Gemüsse bis entgegen, er hob einige Startoffeln auf und umschloß noch vor der Lohnauszahlung zur Deckung der Einwohnerzahl seit dem Jahre 1910 von 9 Mil- zum Höhepunkt gestiegen war und einer der Herren jie mit den Fäusten. Ueber stay börte er jetzt Steuer Tonfisziert. Die Sache geht meist so aus, lionen auf 2,800.000 gesunken. Das Programm ben mit allgemeinem Jubel aufgenommenen Vorjdavere Schritte, ein Mann sagte: Du hast nichts ge- daß der Neger, falls er lebend von der Arbeits- der Kolonisation dürfte in diesem Tempo in schlag machte, die läftigen Kleidungsstüde ganz abjehen Anna? Wir wars doch, als ginge jemand ftätte( Stauischufernte, Solzfällen) zurückkehrt, sieben Jahren beendet sein. Der Rest der abend zulegen und fortan nur im Adams, und Evalostüm duras Haus. Eine Frau antwortete: Ich schlafe schuldenlos, jedoch ohne Geld sechs bis sieben ländischen Ethik unterwirft sich dem Stoizismus dem Tanzvergnügen zu huldigen. Ja, noch mehr! heut beim Rögler. In der Osternacht ist es nicht Tage lang nach seinem Dorf zurüdwandert. Der und schließt mit dem fartastischen Wit Mon- Es sei nur die Stonsequenz eines solchen Gedankens, gehener, da gehen die Toten um. Dann war wieder höchste Monatsverdienst bei den Holzfällern tesquiens: Sie sind schwarz von Scheitel bis Sille und Peter mußte lächeln. Wie fest diese Men es handelt sich um Mahagoni ichen an allem Ueberkommenen hielten. Der Aber- während eine Tonne Mahagoni 800 Frants wert Rase, daß es fast unmöglich ist, sie zu beklagen." boben betrachtet werden müsse und daß Eifersucht ist 73 Franks, zur Sohle, und sie haben eine so platigedrückte daß die eheliche Trene für diesen Abend als aufge Teine Seimstätte in diesem Lotal haben dürfe. Für die diversen Bedürfnisse" ständen im Nebenraun, Quadratmeter Größe Tuberkulose und Syphilis abgeteilt durch spanische Wände, Ruhegelegenheiten reiche Nahrung finden, wenn der junge Bettgeher zur Verfügung, die einer ausgiebigen Benüßung die Tochter der Mietfrau verführt, schwängert und harren. Es brauchen sich die heute zustandegekomansteckt, wenn der Vater sein Stind mißbraucht und menen Liebespaare nicht voreinander zu genieren, vergewaltigt, ohne darüber nachzudenken, daß es die es solle dem Gott Eros, unbeschränkt und unbeeingesellschaftlichen Zustände sind, welche solche grauen- flußt durch die sowieso nur für das niedere Volk haften Einzelheiten fördern... bestehenden Grundfäße von Moral und Sitte bis zur vollkommenen Erschöpfung gehuldigt werden. Die wirkjamste Propaganda für ein Buch ist und Bäume mit dreißig Tonnen feine Sel ist der Anstoß, den die Kritik nimmt. Soeben ist tenheit sind. eine Reportage Albert Londres über die afri- Die„ Companie Forestière Sangha- LabanFanischen Stolonien Frankreichs erschienen, deren ghi" treibt die Neger unter Regierungsassisten Auflage täglich steigt, und deren Inhalt dem auf eine Entfernung von 7 Tagesmärschen von Autor eine Flut von Insulten eingetragen hat. ihren Wohnstätten in die Wälder zur Kautschuk Die große Presse( Matin, Temps) schickt ihre de- ernte. Nach zwei bis drei Monaten gefahrvoller voteſten Berichterstatter nach den Kolonien, um entbehrungsreicher Suche bringen die Neger sich das Gegenteil berichten zu lassen. Der Kolo zehn Kilogramm Stautschuk zurück, wofür sie mit nialminister selbst, M. Magniot, verließ seine einem Frank per Kilogramm abgefertigt werden. tomfortablen Amtsräume und unternahm eine Die Gesellschaft hat z. B. im Jahre 1926 mit Rundreise in die ihm anvertrauten Domänen. einem Stapital von 21 Millionen 11 Millionen Nach Frankreich zurückgekehrt, erklärte er den verdient; ihre Attie ist von 100 auf 603 gestiegen. Bürgern von Marseille, die serbst für Lügen und Mit den Steuererträgnissen baut die Regica Uebertreibungen sprichwörtlich bekannt sind rung in der Verfolgung ihrer zivilisatorischen ( fiche Tartarin), man fönne mit vollem Recht beziele Straßen und Eisenbahnen. Jeder Stein, haupten, daß das französische Unternehmen in das gesamte Baumaterial wurde von den Negern Afrika das größte menschliche Unternehmen un auf dem Kopf herbeigeschleppt. Beförde seres Jahrhunderts sei, das gleichzeitig der Zirungsmittel, Waschinen, werkden Gasthause in der Nähe von F. fieberhafte Vorvilisation zur höchsten Ehre gereiche. eng gibt es nicht für den Neger. Er ist bereitungen für den Empfang von ganz besonderen Albert Londres, vor ihm André Gide die billigste Waschine, le moteur aur bananes" Gästen getroffen wurden. und der afrikanische Dichter René Wiaran( Gon- Dampfwalzen gibt es also nicht, hingegen wer- wurde im Steller verstant, Wein, Staviar, Lachs, courtpreis 1921) berichteten wesentlich anders. den die Straßen mit Musikbegleitung gebaut. Austern, Ananas in bunter Reihenfolge, verpad: it Londres Buch„ Terre d' Ebene" hat den bezeichDrei Trommler und eine Flöte begleiten von Stiften, Flaschent, Dosen und Fässern wanderten in menden Untertitel„ Negerhandel". Diese Institu Sonnenaufgang das Martyrium der einzelnen die Vorratskammern des an und für sich bescheidetion besteht wohl nur noch de facto, de jure ist sie Solonnen. Während eine Abteilung mit einer nen Gasthauses, dessen Besitzer allerdings eine Perbereits, wie wir in der Schule gelernt haben, olzleiste als einziges Werkzeug Steine in den jönlichkeit in der sogenannten bürgerlichen und befaufgehoben. Boden stampft, holt eine andere Solonne aus feren Gesellschaft ist. Als solcherart für auserlesensie einer Entfernung von fünfhundert Metern Speisen und Getränke vorgesorgt war, wurde auch Steine herbei. Wenn das Tempo der Winsik je die entsprechende Adaptierung des Lokales, das auf nem der Arbeit vorauseilt, hilft die Peitsche der den Glanz hergerichtet, faum noch wiederzuerkennen Ausscher nach. gewesen ist, beendet. glaube faß noch mit starken Wurzeln in ihren SeeJen. Er spann ohne Wissen und Willen das Gefagte fort, und plötzlich kam ihm ein Gedanke, der allen dunklen Wirrwarr der Stunde mit Licht erfüllte. Befreit, und schon von der Tat, die geschehen foffie, verwandelt, wartete er die tiefste Nacht ab, nahm den Zwilling aus dem Sarg, begrub ihn im meichen Boden des Kellers, machte sein Gesicht glatt und sauber und in den Sachen des Toten legte er Pfarrer, den man eilends geholt hatte, Tobie Gott, schüttelte Beter beide Hände und jagte mit Genug wung zum Bader: Wie ich sagte. Gar kein richtiges Schlagert, nur ein Kleiner Anfall. Aber beinahe hätten wir dich lebendig begraben, Wittig! fich in den leeren Zarg und fiel in einen ſeſten glüd. So lebten fie.... so so leben lichen Schlaf. fie.... Nach 9 Uhr abends trafen die ersten Gäste ein. Ein Teil unauffällig im Schlitten, der andere Teil im Auto, alle aber, insbesondere die Herren, in Ge sellschaftskleidung-- Smoking und Zylinder-, die Damen in ihren besten Toiletten, im großen und ganzen aber von bedeckten Flächen nicht allzuschr be schwert. Ein aus der Gesellschaft zusammengestelltes Quartett forgte für die entsprechende Stim mungsmusit. Jazz war zu dieser Zeit in unseren Breiten noch unbekannt. Und das Leben der bürgerlichen Welt? Ob wohl hier Geld im Ueberfluß alle Bequemlichkeiten Das Lokal dürfte einen ähnlichen frenetischen schafft und die soziale Lebenslage mir günstig auf Applaus nod) nie erlebt haben, wie er zum Schinß Der Bürger entrüstet sich oft über die Moral das gesellschaftliche Sein einwirken müßte, versinkt der Darlegungen des Fabrikanten D. aus B. einund Sittlichkeit minderbemittelter Volksschichten, sie immer tiefer in den Sumpf und liebt auf allen setzte. Und es dauerte keine fünf Minuten, da war höhnt die unehelichen Kinder und sucht schnell eine Gebieten die denkbar möglichste Perverſität. Foldie ganze illustre Gesellschaft nur mehr mit den Auswurfmöglichkeit, wenn er mal zufällig einen angende tatsächliche Begebenheit möge uns einen Blic Tanzschuhen bekleidet. Was jetzt folgte, läßt sich geheiterten Menschen auf der Straße trifft, der nicht in das Leben jener Streise gewähren. Es war gerade seiner Strasse angehört. schwer wiedergeben, ohne den diversen Sittlichkeitszwar, doch lebt überall auch gegenwärtig ähnliches forschern Anlaß zum Einschreiten zu bieten. Geschwür an unserer Gesellschaft. Er erwachte, als die Frauenstimme vom Abend fagte: Ein wenig verändert schaut er aus, als ob er lebte. Ach, er vergaß seine Totenrolle so ganz, daß er mitten in die melancholische Betrachtung der Um stehenden laut und herzhaft gähnte und erst lang sam dahinter Tam, warum alles mit entsetzten, bleichen Gesichtern und gerungenen Händen auseinanderstob. Es drängt den Spießbürger nie, sich im Spiegel Durch Haus und Hof gellte der Schrei: Wun- die Moral und Sittlichkeit der reichen Lebewelt, der der! Wunder! Der Wittigbauer ist am St. Ostern sepuderten Damen und der monofeltragenden Herauferstanden! Eine Menge Volls sammelte sich im ren zu beschauen; ihn empört nur die Verkommen Zimmer, unschlüssig, was zu tun sein, aber der Herr heit des Pöbels, wenn in Wohnlöchern von vier Chriſtus am Kreuz. Von Max Ed Troll. Es war im Frühjahr 1917. Im Feldiazarett des 13.( württembergischen) Armeekorps in Flandern. In Menin. Dieses Feldlazarett war in einer früheren Jesuitenschule untergebracht, die an einer Seitenfront des großen Marktplages lag. Eine schwere Nierenentzündung hatte mich in das Lazarett gebracht. Da ich eines Tages mich vom Bett erheben fonnte, ging ich über den langen Gang, um mir Das Lazarett zit beschauen. Eine Tür zu einem Raum stand offen. Ich schanderte, hielt die Hand vor meine Augen. In dem Raum stauden Badewannen. Die waren bis oben mit Wasser gefüllt Das Wasser aber war rot von Blut. Ein nadter Männerförper log in dem Wasser. Die Augen des Mannes waren geschlossen. Wäre das Wasser in der Wanne nicht vot bon frischem Blut gewesen, ich hätte ihn für tot gehalten. Leinenbänder waven am Rande der Wanne befestigt. Auf ihnen rubie der Stopf, der Störper und die Füße des Unglücklichen. Die Leinenbänder waren gerade so tief im Wasser, daß der Störper immter im Basser ivar, der Stopf aber zum Atmen über der Wasserfläche blieb. Der Oberstabsarzt des Lazareits kam den Gang entlang. Jch trat auf ihn zu und frug nach der Art der Verletzung des Mannes in der bluigefärbten Badewanne. Ein schwerer Fall! Es geschah in den StelLungen beim Stommelberg. Eine Granate hat dem Aermsten das ganze Gefäß. den Geschlechtsteil, ganze Muskelfezzen des Rückens und der Oberschenkel weggerissen. In ein Bett können) wir ihn nicht legen, da die Verletzungen durch sehr schmerzen würden. Wasser aber trägt! Da das Gewicht des übrig gebliebenen Körpers zu spürt der Arme nicht so sehr die Schmerzen." ,, Wie lange liegt er schon im Bade?" ,, An die drei Wochen!" Stalt läuft es mir über den Rüden, Frost schüttelt mich)." ,, Das Wasser wird immer auf gute Störpertemperatur gehalten. Das ist aber nicht der einsige Fall dieser Art. Solche Verletzte sind nicht transportfähig. Oft liegen derart Verwundete mehrere Monate im Bad." Das ist ja fürchterlich. Das ist ja schlimm stes Verbrechen. Ist der Mann verheiratet?" frug ich. Ja. Und vier unmündige Kinder werden den Vater wohl nicht wiedersehen. Ich gebe mir alle Wühe mit dem Berletzten und mit mir meine Assistenten. Ich fürchte aber, es wird vergebens sein." Der Herr Oberstabsarzt ging weiter. Ich blickte durch den Türspalt nach dem Verstümmelten im Bade. Der Aermste wandie seinen Kopf um ein paar Bentimeter. Seine Augen aber bleiben fest geschlossen. Die Lippen bewegten sich wie zum Gebet. Oder sprach er im Fieber mit seiner Frau? Oder mit seinen vier kleinen Kindern? Nahm er Abschied von Ihnen? Aus seinen schmerz- und gramdurchfurchten Zügen konnte ich nichts lesen. Sie lieben gleich. Unveränderlich gleich. *: Es war zur Zeit der Inflationskonjunktur in der Tschechoslowakischen Nepublik im Jahre 1921. Da begab es sich, daß in einem kleinen, alleinstehen Es war ein Bacchanal und endete, wie es nicht anders enden konnte: mit einem vollständigen physiichen Zusammenbruch vor allem der männlichen genus noch beschleunigt, früher eintrat, als den Festteilnehmer, der, durch den übermäßigen Alkohol Damen im allgemeinen recht war. Einige besonders Sein Antlitz war von einem hellblonden resolute Vertreterinnen des Schönen Geschlechts" verlichen dieser ihrer Meinung auch ganz underVollbart umrahmt. Ich dachte unsvillkürlich: Christus am Kreuz. hohlen Ausdruck, wobei die Herren von der InduJejus fonnte faum größere Schmerzen gelit- strie und die sonstigen Gäste aus der guten und haben wie dieses Opfer des fluchwürdigen besseren" Gesellschaft nicht gerade mit den salonKrieges. ten Dornentrönung? Geißelung? Gang nach Golgatha? Streuzigung? Hat solche Leiden nicht viel größer diefer civig blutende Strieger aus Zwang erlitten? Und leidet sie noch? am mit fähigsten Ausdrücken belegt wurden. In der Stimmung aber, in der sich ein Großteil der Herren der Schöpfung befand, ist einem alles egai und so ließ man die unbefriedigte Damenivelt schimpfen und gab sich anderen Vergnügungen hin... Als in den ersten Vormittagsstunden des nächsten Tages alles schlapp und Kaput war, wurde die Veranstaítung abgebrochen... Ich bin drei lange Wochen im Felblazarett das Unglüd passiert wäre, hoffnungsvoll" zu wer Wenn nicht zufällig einer unverheirateten Dame Marktplatz in Menin zu Flandern gewesen. den und in die unangenehme Lage zu kommen, sich Und jeden Tag mußte ich an dem Zimmer im Sanatorium cinen kunstgerechten Eingriff unter dem Gefreuzigien vorbei. ziehen zu müssen, wenn nicht das Konsortium be treffs der zu zahlenden Operationstosten als Folgen des Tuftigen Abends sehr erregt worden wäre, hätten wir von der Sache sicher nichts erfahren. Wer weiß, wo dann heute ein achtjähriger Menschenbürger den Lebenskampf beginnen würde... Drei Wochen noch das gleiche Bild: Der blonde Manneskopf, das vom civigen Bluten rot gefärbte Bad! Wie oft habe ich geweint, da ich dieses Bild menschlichen Jammers fah. Alber jedesmal habe ich mir gelobt: „ Schaffe, schreibe gegen den Strieg, gegen Uniform, gegen Rafernen, gegen Militär, gegen Sind sie berufen, solche Damen und Herren, der Wehrprogrammt, gegen Flotten, gegen Panzer- Welt auch weiterhin von Stultur und Sitte, Moral freuzer, gegen Waffenfabriken. Nieder mit den und Volkstum zu sprechen, haben sie das Recht, dent Militärs! Denn sie sind der Anfang vom Ende. betrunkenen Profeten zu höhnen und seinem Elend Die Vorbereitung zum Menschenmord". Wehltätigkeit zu heucheln? Nein! Ich dürfte tausend Jahre alt werden: Dieses Bild des Jammers menschlicher Kriegsverbrechen fönnte ich nie vergessen. lich, in jeder Minute dovngetrönten, gegeißelten Ich weiß nicht, was aus dem täglich, stündund gefreuzigten Stameraden geworden ist. Ich wurde vorher aus dem Feldlagarett entlassen. Zeit, es verjintt im Schlamm und Sot, trok Aul. Es verkommt moralisch, das Bürgertum unserer turwochen und Volkshochschulen, es wird bald berufen sein, die Worte Karl Krans zu erfüllen: schmutzig sind vom Tritt in die Aultur!" Wann endlich putzt das Pad Profetenschuhe, die fc. cl. Sonntag, 31. März 1929, Verbandstag des deutschen Musikerverbandes. Vom 27. bis 29. März tagte in Tepliz Schönau der VI. ordentliche Verbandstag des Deutschen Musiter- Verbandes. Aus allen größe ren Städten de Reiches waren Delegierte herbei gekommen, um an den Beratungen teilzunehmen. Als Vertreter der Zentralgewerkschaftskommission war Kirchhof, Reichenberg, und für die Streisgewerkschaft war Arbeiter, Teplitz, anwesend. handlungen gelangten sodann folgende Entschlic Bungen zur Annahme: Die Forderungen der organisierten Mufiter. Der 6. ordentliche Verbandstag des Deutschen Musiker Verbandes in der tschechoslow. Republif, der ant 27., 28. und 29 März 1929 in Teplis- Schönau tagte, stellt den äußerst man gelhaften Schutz der Berufsinteres sen der Musiker fest und fordert der Besei. Am Donnerstag, den 28. März fand cute Festversammlung aus Anlaß des 10jährigen Beigung der bestehenden Weißstände im Musikerberuf standes der Organisation statt. in arbeitsrechtlicher Hinsicht: 1. Die Schaffung eines Arbeitsrechtes für Musiker; Seite 9. Der VI. ordentliche Verbandstag des Deut- VERLANGET UEBERALL schen Musiker- Verbandes in Tepliz Schönau, der von 27. bis 29. März 1929 in Teplitz Schönan tagte, erhebt ganz entschieden Einspruch ge= gen die gewerbliche Betätigung der Militärfapellen und verlangt, daß das Ministeriumt für nationale Verteidigung alle zur Anzeige gebrachten Fälle auf das strengste u tersucht und jene Personen, die den Erlaß umgangen haben, zur Verantwortung zieht. Boltswirtschaft. Ueberstundenarbeit im Feber 1929. Wieviel nicht bewilligte wurden verwendet? Nach den vorläufigen Daten des Statistischen 2. sind die Musiker auch als Angestellte zu er Staatsamics wurden im Feber 300 Bewil flären und zu behandeln, wie dies bereits im Geligungen erteilt, u. zw. 263 Betrieben für set Nr. 26 vom 21. Feber 1929 betreffend die Pensionsversicherung der Privatangestellten in höheren 87.616 Arbeitnehmer, von denen 28.300 an der be Diensten zum Ausdrud gebracht ist; das Hand- willigten Ueberstundenarbeit teilnahmen. Durch Tungsgehilfengesez hat für Wensiler Anwendung zu finden; Der Vorsitzende Sint begrüßte die Auvefenben und besonders die als Gäste erschienenen Ver sammlungsteilnehmer Bürgermeister Russy, Musikdirektor Wille, die Getverkschaftsvertreter und die Presseberichterstatter. Nach Bekanntgabe mehrerer Begrüßungsschreiben gab er seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Tagung gerade int Teplitz, in der Stadt stattfinden konnte, in der die Mujiferschaft feit 6 Jahren um berechtigte und bescheidene Forderungen fämpfen mußte. Er bat den anwesenden Vertreter der Stadt, dem Stadtrate, der vor kurzem diesen Konflikt endlich zu- Sonntagsruhe eine ununterbrochene 36friedenstellend beilegte, den Dank der Teplitzer Musikerschaft und des ganzen Verbandes zum Ausdrud zu bringen. Der Vorsitzende schilderte sodann die Entstehung und die zeiveilig unter ungünstigen Verhältnissen vorwärtsschreitende Entwicklung des Verbandes, der sich zu einem auf 3. hat in jedem Falle der Betriebsinhaber auch zivilrechtlich als Arbeitgeber zu gelten; 4. ist dem Musiker durch Gesetz anstelle der stündige Arbeitsruhe zu gewährleisten; 5. jebem in einem Unternehmen ständig be schäftigten Musiker ist ein gesetzlicher Anspruch auf schäftigten Musiker ist ein gesetzlicher Anspruch auf einen alljährlich zu gewährenden Urlaub zuzucinen alljährlich zu gewährenden Urlaub zuzuerkennen; Der Verbandstag erwartet, daß die maßgeben den Stellen diesen berechtigten Wünschen Rech nung tragen und einer Berufsgruppe, die der Hebung der allgemeinen Volkskultur vient, durch Gesetz das gibt, was anderen Ständen schon längst gejeplich gewährleistet ist. 6. bie wöchentliche Höchstarbeits gewerkschaftlicher Grundlage aufgebauten Macht- eis für die Musiker ist auf 35 Stunden gefaktor entfaltet hat, heute ein Glied der Spizzen schlich zu begrenzen. organisationen der Musikerschaft in der Republik ist und der Internationalen Musikerorganisation als Mitglied angehört. Er gab noch einen furzen Aufschluß über das der Regierung vorgelegie Musifer- Schutzgesetz und schloß seine Ausführungen mit dem Wunsche, der Verband möge blühen und gedeihen, damit er in die Lage tomme, die Interessen der Musikerschaft mustergültig vertreten zu können. Gegen die gewerbliche Betätigung der Musikkapellen. VOLKS ZUNDER SOLO A.S.I. diese Bewilligungen wurden 1323 Wochen in sprochen, wobei besonders das Verhältnis zur einer Gesamtdauer von 1,400.205 Arbeits- Sozialistischen Internationale präzisiert und die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit be stunden, das ist 175.026 Arbeitstagen tont wurde. Siezu wurde folgender Beschluß gegewonnen. faßt:„ Die Sekretariate der S.A.J. und des J.G.B. werden beauftragt, miteinander in Fühlung zu bleiben und im Bedarfsfalle eine persönliche Aussprache herbeizuführen, zu der auch iveitere Pitglieder der beiderseitigen Vorstände hinzugezogen werden können. Gefaßte Beschlüsse bedürfen der Genehmigung der Vorstände der be treffenden Internationalen". In diesem Zusam menhang wurde auch beschlossen, zur Unterstüt zung der von der Sozialistischen Arbeiter- Internationale in der Abrüstungsfrage eingeleitetest Sampagne im Namen des J.G.B. ein Schreiben an den Völkerbund zu richten, in dem gegen die Sinauszögerung der internationalen Abrüstungsfonferenz protestiert wird. Von der Gesauntzahl der im Feber beiwillig ten Stunden wurden im selben Monate 427.829 verwendet, 2868 nicht verwendet und der Rest von 969.508 entfällt auf die folgenden Monate. Von der Gesamtzahl der erteilten Bewilligun gen entfallen auf die Textilindustrie 37 Prozent, von den übrigen Klassen erreicht die meisten Bewilligungen die Maschinenerzeugung 12 Prozent und die Bekleidungsindustrie 10 Prozent. so Rechnet man den Feber zu 24 Arbeitstagen, hätten also bei Einhaltung des 8- Stundentages um 7292 Arbeiter mehr einen ganzen Monat arbeiten können. Borstandsfizung des Internationalen Gewerkschaftsbundes. Wegen Erkrankung des Vorsitzenden Citrine fonnte erst auf dieser Sigung der endgültige Bericht über die Reise Citrines und Saffenbachs nach Italien behandelt werden. Nach einer ausführlichen Disfussion nahm der Vorstand hierzu folgende Entschließung an:. „ Der Vorstand des J. G. B. nimmt den Bericht des Genossen Citrine und Sassenbach über ihre Informationsreise nach Italien zur Kenntnis und spricht den beiden Genossen für ihre gründliche Untersuchung der Lage in Italien set, nen Dant aus. Er gibt der bestimmten Hoffnung Ausdruck, daß die Kulturidee der gewerkschaftlichen Freiheit mit der Zeit auch in Italien wieder über den Fascismus den Sieg erringen wird und beschließt, den Bericht der bevorstehenden Ausschußsihung in Prag zu unterbreiten." Die Sitzung behandelte hierauf verschiedene, mit der Ende Mai in Prag stattfindenden Ausschußigung Bürgermeister Russy begrüßte die Versammlung im Namen der Teplizer Stadtvertre Die Arbeitslosigkeit im Musiferberufe iung und sprach ihr die Glückwünsche anläßlich ist ständig im Steigen begriffen. Der Deutsche| Des 10jährigen Bestandes aus. Er sagte:" Ich An der am 21., 22. und 23. März in Am Mujiterverband in der tschechoslow. Republit, mit bin stolz darauf, daß die Differenzen gerade unter dem Site in Teplitz Schönan, der es sich zur Auf- ternationalen Gewerkschaftsbundes( J.G.B.) nahsterdam abgehaltenen Vorstandssitung des Inmeiner Führung beigelegt und die Wünsche der gabe machte, feine arbeitslos gewordenen Mitglie- men alle Mitglieder teil: W. Citrine, H. Jacob Teplitzer Musikerschaft zufriedenstellend zum Ab- der nach dem Genter Syſtem zu unterstüßen, sen, J. Jouhaur, Tb. Leipart. C. Mertens, R. schluß gebracht werden konnten. Ich bin gerne mußte, um mit den ihm zur Verfügung stehenden Tayerle und Generalsekretär J. Sassenbach. Den bereit, den zum Ausdrud gebrachten Dank an den finanziellen Mitteln fein Auskommen zu finden Beratungen über gewiffe Tagesordnungspunkte Stadtvat zu übermitteln. Ihr Verband ist nicht die gewerkschaftliche Unterstützung bedeutend einwohnte auch der Sekretär der Privatangestelltennur Zweckverband, sondern auch Allgemeinnu- schränken. Während Hunderte von Berufsmusikern Internationale, Genosse Smit, bei. Da bei dieser verband. Die Arbeit ihres Verbandes muß je stellenlos sind, verdienen die Militärfapellen durch Borstandssigung das wirtschaftliche Programm der wahre Mufitfreund begrüßen! Darauf cr ihre gewerbliche Betätigung immense Summen. des J. G. B. mit zur Beratung stand, hatten gegriff Kirchhof das Wort." Er begrüßte die Obwohl das Ministerium für nationale Bermäß einem in der lesten Vorstandssitung geBersammelten namens der Zentralgetvertschafts- teidigung mit dem Erlah vom 19. September faßten Beschluß verschiedene Vorstandsmitglieder Tommission, verivies darauf, daß der Gewerk- 1925, 31. 8349/16 die Berleihung der Militär Sachverständige hinzugezogen und zwar: Pugh schaftsbund ebenso wie der Musiferverband wäh mufifen im allgemeinen und ihre gewerbliche Be und Bailey( England), Sarmel( Frankreich), Egrend des ebenfalls 10jährigen Bestandes des Staa- tätigung im besonderen zu regeln suchte, wurde in gert und Arons( Deutschland), Sternheim( 3, G. tes so manches unliebsame erfahren mußte, schil verschiedenen Städten und Orten in der tschecho B.). Bei der Behandlung des wichtigsten Punktes derte den gewerkschaftlichen Aufstieg nach dem slowakischen Republik festgestellt, daß sich die Mi der Tagesordnung, d. h. des Umsturz, dem die Wirtschaftskrise in den Jahren sitärkapellen gerade in bezug auf die Ermt Zusammenhang stehende Fragen. Was die 1922 und 1923 nachfolgte, worauf die durch Kon- Taubniserteilung zum Abschlusse eines Spielge- wirtschaftlichen Programmes des J. G. B., Abhaltung des im Jahre 1930 anberaumien solidierung einsetzende, gegenwärtig noch anhal- schäftes an diesen Erlaß nicht halten. tende Stabilisierung folgte. In der Wirtschaftsfand zunächst über die vorliegenden Entwürfe Kongresses des J.G.B. betrifft, so soll dem AusDie Regimentsmusiken spielen in allen mög und Vorschläge eine Generaldebatte statt, in der schuß vorgeschlagen werden, den Kongreß in krise haben die Verbände arg gelitten. Es begann lichen Besehungen und auch oft unter dem zulässi alle Gesichtspunkte erläutert und verschiedene Stockholm abzuhalten. Für die verschiedenen, der Kampf um die Erhaltung des deutschen Argen Stand. So spielten z. B. drei Mann der Reg. Borschläge gemacht wurden. Danach tagten die damit verbundenen Tagungen wurden folgende beitsplatzes in unserem Staatc. In all diesen Mujit des Inf. Reg. Nr. 15 in Troppan bei einem Sachverständigen unter sich und arbeiteten auf Daten vorgesehen: Donnerstag, den 3. und FretFragen sei den einzelnen Gesverkschaftsverbänden Balle mit einer Dame am Klavier als Jazzkapelle. Grundlage der vorliegenden Entwürfe einen tag, den 4. Juli 1930: Vorstandssitung; Sonnohne Rücksicht auf Mitgliederzahl und Zugehö In einem anderen Falle ſtellte dieſelbe Regiments Programmentwurf aus, der am dritten Tage abend, den 5. und Sonntag, den 6. Juli: Ausrigkeitsdauer gleicher Schuß zuteil geworden; auch mujit vier M nn zur Verstärkung des Gesangver der Vorstandssitzung eingehend besprochen und schußsizung und Konferenz der Berusssekreta der kleinste Verband werde als vollivertiges Glied eins- Orchesters Frohsinn“ bei. Auch von der gutgeheißen wurde. Dieser Programmentwurf, riate; Sonnabend, den 5. und Sonntag den 6. betrachtet. Ihr Verband hat überhaupt außer Reg. Mujit 10 in Brünn spielten fünf Mann als der als Vorlage des Vorstandes der Ausschuß Juli: Internationale gewerkschaftliche Arbeiden gewerkschaftlichen Aufgaben auch noch andere Jazzbandmusik bei einem Balle. Auch wurde fest sisung in Prag vorgelegt wird, soll zunächst den terinnenkonferenz; Montag, den 7. bis Freitag, feſtigung zu erfüllen: sie schaffen keine greifbaren, sondern gestellt, daß die Kapelle des Inf Reg. Nr. 15 in angeschlossenen Landeszentralen unterbreitet den 11. Juli: Internationaler Gewerkschaftsideelle Werte. Das Problem ist also, den künft- Troppau Spielgeschäfte unter dom Tarif der Zivil- werden, die das Recht haben, Aenderungsanträge kongreß. Nach Erledigung einiger im Zuſam lerisch schaffenden Menschen einzugliedern in die große Angestellten- und Arbeiterbewegung. Wir wissen, das ihr Verband in dieser Beziehung schon gute Arbeit geleistet hat und hoffen, daß er auch weiterhin wertvolle Arbeit vollbringen wird. In den anschließend weitergeführten Ver „ Sachlichkeit“ und„ Romantit.“ Von Dr. G. Färber. Atendlos jagt der moderne Mensch durch sein Leben, das wie ein gewundener, rätselhafter Untergrundbahnschacht an technischen Pfeilern, an stehengelassenen Schmutzwasserkübeln, an rotbuchstabenen Warnungstafeln und ganz selten an hoffnungsvoll blinkenden elektrischen Birnen vorbeifließt... Er hat nicht mehr Zeit für die stillen Beschaulichkeiten goldgeschnittener Lyrif, rebenumcaniter Häuser, windfladernder Gaslaternen und anderer verstaubter Lächerlichkeiten. musiker ausführte. zu stellen. Berichterstatter zu diesem Punkt auf Die vom Deutschen Musiker Verband über der Tagung in Prag, ist Genosse Th. Lei part. alle bekannt gewordenen Fälle an das Ministerium für nationale Verteidigung erstatteten Anzeigen blieben unbeantwortet und und verfehlen vollständig ihre beabsichtigte Wirkung. hebt zu verstehen und bis auf das logisch Nötigste alles im neuen Kunstwerk zu verpönen, was man überflüssiges Gefühl nennen könnte. Das kommt daher, daß man seit den Kunstrevolutionen um die Jahrhundertwende nicht mehr von innen, sondern von außen, von der Form her die Kunst umschaffen möchte, außerdem ist dieses Verlangen nach Nüch ternheit ein Rückschlag auf das stilistisch und formalistisch Uebertriebene des Expressionismus In bezug auf die Frage der Belämpfung von Krieg und Militarismus wurden alle Aktionsmöglichkeiten eingehend b. menhang mit der Internationalen Arbeitskonferen; stehenden Fragen und der Behandlung einer Reihe innerorganisatorischer Angelegen heiten wurde die Sigung geschlossen. Die nächsic Vorstandssitzung findet am 22. Mai 1922 in Prag statt. lich zur„ Alleinkunst" erklärt. Allerdings können sie| men diese Ideen aus seinen eigenen widvollen allein das Beweismittel des Sapes Art pour Leben und wenn sie wie„ Nora" ein Weltproblem l'Art" dienen( die Stunst qis Selbstzwed), da sie erfassen und erschöpfen, dann beugen wir uns er zivedlos scheinen. fdhittert der Genialität des Dichters. Das ist nicht zu verwechseln mit fast mathematischen Abhandlun gen über irgendeine, wenn auch noch so aufrichtige Idee, die nie aus dem Herzen kommen und eine vorgefaßte Meinung verbreiten, sich also durch den Mangel an Erlebnismöglichkeit von wahrer Kunst unterscheiden. Die Sache hat aber einen Haken. Künstler sind sensiblere und feinere mechanische Instrumente, als alle übrigen Menschen, folglich erfaßt sie das, worunter afle Menschheit leidet, viel stärker, als uns Der Stünstler kann nun diese Leiden durch die Fluch Hat auch die eigentliche Romantik die Senti in ästhetisch, romantische Erlebnisse entkräftigen, oder mentalität bünstlerisch ausgeschrotet, hat sie auch dadurch, daß er ihren Ursachen nachspürt und diese Wie es scheint, mehren sich die Fälle, daß Künst Zusammenhänge mit dem Vergangenen, Unerreich mit seinen künstlerischen Mitteln zu bekämpfen ver- ler sich der sachlichen Seunst verschreiben und es ist baren, Weltabgeschiedenen, befruchtet sie mit ihren sucht! Dann wird sich das Kunsterlebnis aus der nicht von der Hand zu weisen, daß die Erlebnisse Ideen Philosophie, Naturwissenschaft und Seunst- Gegenwart gestalten, dann werden die realen des Krieges, der Revolutionen und Kämpfe des Prowissenschaft, davunter die Archäologie und vor allem Menschheitsprobleme und dichterischen Ideen ver- letariats, ferner der Zustrom aus Arbeiterkreisen Die Romantik ist nicht nur eine ums Jahr die Brüder Dessoir, so ist sie doch nur ein beschränkt klärt und ihr Stamps, gleichzeitig der Kampf eines zur Seunst diese Entwicklung beeinflussen und viel. 1805 in Jena von den Brüdern Schlegel begründete tunsthistorischer Ausdruck für die Anschauung einer leidenden Herzens, der Inhalt des Werks. Der Er- leicht stehen wir an der Schwelle ciner neuen geisti und von Tica, Brentano und Novalis fortgesetzie ganzen Epoche( 1805-1900), die den ästhetischen reger der Gefühle ist das Ziel dieses Stampfes, die gen Epoche, die entgegengesetzt der alten romantischen literarische Richtung, die ihre Höhepunkte in E. T. Genuß irgendeines Stunsimotivs mit einer unstill- Lösung des Wertes. Dieser Lösung dient alles am an Stelle der noch so verdeckten Wellsluch: den A. Hoffmann und leist hat, sondern vor allem auchbaren Schnsucht danach und einer Abgeschiedenheit Werk: das Leid des Künstlers, seine Ideen, seine Kampf mit den Weltproblemen durch die Person des eine weit über die engeren kunst- und literarhistori von allen anderen Dingen verbindet. Da sich die Gefühle, seine Gestaltung. Alles dies ist nicht mehr Künstlers setzt. schen Grenzen gepflogene Weltanschauung. Motive der Romantifer in einer ganz bestimmten dazu da, die Persönlichkeit, sondern die Sache aus- Vielleicht wird dann der Künstler, der zur Zeit dem realen Menschen noch immer ein überflüssiges Ihr gegenüber steht eine andere, die wir aus Sichtung bewegen: man denke an Novalis' Sehnzudrüden. weiter unten angeführten Grenzen und auch darum, sucht nach der blauen Blume, an die Sentimentali Beispiele dieser Kunst sind der zweite Teil des Suriosum erscheint, nach dem Aussterben der immer daß heute das Schlagwort„ neue Sachlichkeit" die tät eines Hungerpastors oder Gösta Berling, an" Faust", in dem Faust das größte Giüd dabei empfossiler werdenden Staffeehausliteratenrasse, die ein Ursache des Grundirrtums vicier ist, die sachliche Hamsuns Liebesprobleme und an Motive aus findet, dem Meere Land abzugewinnen, Ibsens romantisches Erbe ist, wirklich wieder breiteren Weltanschauung nennen. Ihr Ausgangspunkt Wanns Frühzeit, wobei die offizielle literarhistorische Nova" mit der Propagation des Persönlichkeits- Volksmassen etwas geben. Zur Zeit dor Romantit ist nicht wie im ersten Fall eine eigentliche Seunst Ginteilung in bestimmte Stile und Darstellungsrechts der Frau, Tolstois, Zolas und andere Werke. kamen die Kunsisalons auf und die Folge war eine richtung, sondern es finden sich schon sehr früh bei formen nicht stört, ist der Ausdruck Weltflucht, Wirk- Leicht kann man diese Art von Sunstoffenbarung ausgebildete Kunstaristokratie Es könnte nicht das näherer Betrachtung Beispiele dieser sachlichen lichkeitsflucht nicht ganz unangebracht! Kunstverte, mit gewollter Tendenzkunst verwechseln, da diese wie letzte Verdienst der sachlichen Epoche sein, an Stun st. die aus dieser Anschauung heraus geschaffen sind, sene feste Ideen behandelt. Der Unterschied besteht Stelle der Kunstsalens das ganze Voik haben daher etwas notwendig Zeitabgewandtes und auch nicht in einer Verschiedenheit der Kunstform, zu sehen. werden oft von geistigen Reaktionären mißverständ sondern in den Beweggninden! Dem Künstler fom Der Irrtum der meisten besteht darin, in der neuen Sachlich feit eine Art menter Nüchtern 리 Seite 10 ,, Eemberg 1914." Sonntag, 31. März 1929. ( Sie schweigen. Die Toteneskorte naht.) Hermann Schüßinger. ersten Rämpfen wahnsinnig zu steigern und die Ein Vierteljahr sind wir noch catf der Pritsche Chancen des Sieges selbst zu zerstören. gelegen, dann hat irgendein sentimentales Ramel Die Darstellung Pitreiths hebt zum ersten Mal einen Blumenstrauß auf meinen Bauch gelegt. Und 3ur Kriegsgefchichte des Einleitungsfeldzuges. in kritischer und militärwissenschaftlich diskutabler Seitdem bin ich der Inconnu Fast anderhalb Jahrzehnte trennen uns von den berg konnte die Armee retten. Bei der zweiten, der Weise die schweren Fehler des österreich i weiß nicht warum. Und jetzt! Jeßt liege ich da unter dem Arc eviten blutigen Schlachten zwischen zwei Armeen, Grodeker Schl a cht sicht Pitreich die Haupt- fchen Generalstabes im galisischen Einlei die beide der Vergangenheit angehören, der Armee schuld an dem Weißlingen darin, daß man die mungsfeldzug hervor. Es sind, was Bitreich zwar de Triomphe und jeden Mittag kommit irgendein des apostolischen Kaisers und Gönigs und der des Entscheidung durch umfassung suchte, nicht darlegt, was man aber nun erkennt, grotesker- General oder ein anderer betreßter Hanswurscht, Zaren aller Rengen. Striegsgeschichtlich ist das In den umfassenden Flügel( die von Norden einschwen weise fast die gleichen, die Benedek und macht immer diefelben Foxen und zündet die teresse an dem Vorgängen an der Weichsel und am kende 4. Aumee) dabei zu nahe an die Front heran- rismanić 1866 in Böhmen begingen. Da heilige Flamme an Ich sch... darauf! Eine Stunde bei mei Dajestr der Beschäftigung mit dem Feldzug an der zog und so selbst umfaßt wurde. Der Erfolg wäre mals wie 1914 wußte man die Defensive nicht rich Marne gewichen, dor das Schicksal des ganzen Krie- feiner Ansicht nach durch einen Massenstoß von tig einzuschätzen und ging auch dort, wo man nur ner Marie in Vauchelle! Eine Stunde nur!! ges nicht endgültig entscheiden, aber doch die Sie fünf bis sechs Divisionen längst der Grodek Lember- abzuwehren hatte, offensiv vor. Beide Male hatte Herr General, ich sage Ihnen! Das Mädel hat tuation der Mittelmächte von Grund auf ändern ger Chauffee zu erreichen gewesen. Die Idee des man den Vorteil der inneren Linie und erzielte eine Brust! Und ein Sinterchen! Gin Hinter sollte. Die anfangs vorherrschende Ueberzeugung, taktischen Stoßes" in der Schlacht war aber dem einige Anfangserfolge( Trautenant- Komarow).chen, Herr General!! Der Marschall: Salts Maul, du die 1. u. 1. Armeen hätten in den August- und Sep Generalstab verloren gegangen. Die spätere Ent. Beide Male schwankte man während der Schlacht. temberſchlachten eine schwere Niederlage erlitten, widlung gibt hier Pitreich Recht, denn tatsächlich auf welchem Flügel man die Entscheidung suchen Schwein!!!!! Und so einen Sterl haben wir zum für die vor allem die Führung verantwortlich zu wurden die großen Erfolge des Krieges, Gorlice, folle. Wie Benedek zwiſchen Iser und Elbe zögernd Unbekannten Soldaten gemacht!!! manövrierte, sich verzettelte und die Gelegenheiten machen sei, wich später, als Zahlen und Daten be- die rumänischen Schlachten, Starfreit, fann: wurden, als Conrads Memoiren erschienen, durch solche Stöße" erzielt. Ob freilich strate verpakte, so hat Conrad zwischen Weichsel und der Achtung vor der Leistung der Truppe, die gisch dom Stoß gegenüber der Umfassung so große Dnjestr einige Male geschwankt und auf keinem Flüjich gegen starke Uebermacht, vor allem artilleristische Bedeutung zukommt, wie er fie taktisch ohne gel eine Entscheidung erzielen fönnen. Bei ChlumKöniggrätz und bei Rawa Ruska Grodek stand Uebermacht, schlug, der größeren Achtung auch vor Zweifel befißt, bleibe dahingestellt. dem österreichischen Generalstab, der die russischen Sehr ausführlich fritisiert Pitreich die Anman in guter Ausgangsposition und wurde dann Das Gespenst des Nelion. Der Renia, cint Armeen von dem Wege nach Breslau und Berlin griffstaktik der österreichischen Armee und die auf dem Schlachtfelde den Nachteil der inneren, Linie gewahr, indem man umfaßt wurde. isolierter Gebirgsstod in der englischen Renia weg und auf sich zu ziehen wußte, ohne dabei ser Abschnitt seines Buches ist vor allem lehrreich die eigenen schwachen Armeen der vernichtenden und gerade für uns interessant. Er beweist, bei Es wäre also auch bei dem ungünstigen Ver- Kolonie, ist nach dem Kilimandscharo, der sich ihm Unfassung auszuseßen. Tatsächlich hat die öfter- allen Entschuldigungen, die der Autor selbst bei hältnis, in dem Truppenzahl und Artillerie der gegenüber erhebt, der größte Berg Afrikas. Es war reichisch ungarische Armee das einzige strategische bringt daß die ř. u. f. Armee 1914 ohne jede Desterreicher zu denen der Russen standen, bei bes- bisher nur gelungen, den einen der beiden Gipfel, Ziel, das sie sich bei dem gegebenen Kräfteverhält. Vorstellung vom modernen Kriege in ferer Führung, bei moderner Taktik, bei richtiger Er- den Batian, zu besteigen. Der andere, der von nis sehen konnte, erreicht. Im Oktober 1914 war den Kampf zog, daß der Konservativismus des Ge. Tenntnis der Bedeutung der ostgalizischen Flanke, dem ersten Eroberer des Berges Sir Halford Makdie Armee, ohne daß einer ihrer Teile durch Um- neralstabes, der Reglements, der höheren Offiziere und also bei systematischer Defensive in einer Reihe finder 1899„ Nelion" genannt wurde. bot so außerfassung vernichtet, ohne daß die Front irgendwo und die mangelnde Ausbildung der Subalternen befestigter Stellungen, wahrscheinlich gelungen, die ordentliche Schwierigkeiten, daß seine Besteigung erst durchbrochen worden wäre, in Westgalizien und vor Behntausende Opfer forderte, die leicht Russen von der Weichsel abzudrängen. jezt den drei Engländern Harris, Shipton und den Karpathenpässen zu neuer Aktion bereit, sie hatte hätten vermieden werden können. Das Vorstürmen Auch nach Pittreichs Studie bleibt Conrads Sommerfelt gelungen ist. Shipton gibt in der getvaltige russische Truppen gebunden und westlich gegen die befestigte Stellung des Gegners ohne Ar- Gesamtplan einerseits unangefochten, anderer- Tintes" einen ausführlichen Bericht der Besteigung, von San und Weichsel auf sich gezogen. Wäre tat- tillerievorbereitung, das Zusammendrängen der seits, was den Aufmarsch und die Versammlung star- die am 6. Jänner des Jahres ausgeführt wurde, fächlich in Frankreich im September die Entschei- Truppen in einer dichten Schwarmlinie, der Man- ter Sträfte auf dem serbischen Striegsschauplatz be- nachdem die Alpinisten am 4. schon vergeblich verdung gefallen, so hätten die Deutschen nunmehr in gel an Reserven, auf die man hochmütig verzichtete, trifft, noch zu kritisieren. 3wei Zote. den Kampf im Osten mit ausreichenden Kräften all das wirkte gusanimen, um die Verluste in den eingreifen und ihn entscheiden können. Ein deutscher Borstoß aus Preußen gegen Bialystok Siedlce hätte sich im Herbst 1914 zur vernichtenden Niederlage der Ruffen ausweiten müssen. Da aber die Entscheidung im Westen ausblieb, da die Front dort erstarrte und Sunderte der besten Bataillone weiter band, konn en auch im Osten die Möglichkeiten nicht genug menben " Dr. E. Franzel. Foth und ber ,, Unbekannte Golbat" unter bem ,, Arc de Triomphe." Es ist Nacht. Der Marschall ist neben dem Feldküche! Beim Bagagewagen oder bei der SaUnbekannten Soldaten" unter dem Triumphbogen nität! Verflucht noch mal! Zum Schluß hats aufgebahrt. Die Menschenmenge hat sich verlaufen. nrich doch noch erwischt! Blutsauerei! Totenstille ringsum. Die beiden kommen ins GeDer Unbekannte: He! He! Heee! Heda, Kamerad! Der Marscha II:( schweigt). -Der Marschall: Na hör mal, drück dich doch etwas gebildet aus, hier an dem geweihten Play! Welche Schlachten hast du denn mitgemacht, mein Sohn? Warst du in der ersten Marneschlacht dabei? Kleine Chronit. sucht hatten, von ihrem 4100 Meter hohen Lager bei Point Zenana die mehr als 1000 Meter bis zum Neliongipfel zu überwinden. Beim Abstieg nach diesem ersten mißglüdten Versuch wurden sie durch ein seltenes Schauspiel überrascht. Sie sahen nämlich das sogenannte Bredengespenst", eine merkwürdige, zuerst auf dem Broden beobachtete Erscheinung, durch die das start vergrößerte Schattenbild des Beobachters bei tiefstehender Sonne auf eine Nebelwand geworfen wird. Wir sahen plötzlich unsere eigenen riesigen Silhouetten," schreibt Shipton ,,, umgeben von einem Heiligenschein in allen Farben des Regenbogens. Es war einer jener großen Augenblide, die der Bergsteiger nur selten in der Alpenwelt erlebt und die allein genügen würden, um das Bergsteigen zu einer der größten Freuden des Lebens su machen." Die Schäße Tutanchamons. Neunzig Kisten mit Schätzen aus dem Grabe des Tutanchamon, die die Ergebnisse einer zweijährigen Ausgrabungsarbeit darstellen, sind jetzt aus Lugor in Rairo eingetroffen. darstellen, häße sind bereits in dent Tutanchamonsaal des Museums von Nairo ausgestellt. Darunter befindet sich ein goldenes Ruhelager, ein Schuh aus Alabaster, vier Kopfstützen, davon zwei in blauem Gayance und eine in Elfenbein, das erste Sichelschwert, das bisher gefunden wurbe, ein Spielbrett daß die Funde aus dem Grabe des Tutanchamon von herrlicher Arbeit 1. a. m. Es zeigt sich also, noch keineswegs erschöpft sind und daß gerabe die Eigenart aufweisen. Der Elefant im Zigarrenladen. In Köln kam es bei der Umladung der dem Zirkus HagenbedAltstoff angehörigen Elefantengruppe zu einemt tragifomischen Idyll. Ein junger Elefant trennte sich plöglich von seinen Gefährten und rannte in das Aber die vier Armeen, die Conrad nach den Schlachten vor Lublin, bei Komarow, vor- spräch. märts Lemberg und bei Grodek Rawv a Rusta hinter den San und dann den Dunajec zu üdführte, waren in wenigen Wochen furchtbar zugerichtet worden. Sie zählten kaum noch ein Drit- Der Unbekannte: Se! He! Heda! Hab Der Unbekannte: Oh verdammt noch tel der Bestände, hatten schwerste Verluste gerade dich doch nicht so, Herr General! Du bist jetzt mal und wie! Bei a Fere Champenoyse! Da bei den besten Mannschaften, starte Offiziersverluste, auch mausetot wie ich--- und da gibts keine hätt's mich beinah erwischt. Ein M.- G.- Schußz Einbußen an Material, Geschüßen und Trains erlit Gradunterschiede mehr vor dem Tod! ten. Mit rund 800.000 Mann war man im Auguft Der Marschall: durch die Schnauze und eine Schrapnellfugel in ( dreht mühsam den den Hintern! Das vergißt keiner, wenn er so ausgezogen, feine 300.000 Mann davon standen im Kopf Ah sooo! Da ist jaivoll der Inconnu! ein mistiges Nest wieder nennen hört! Oftober noch im Feld. Ob die Anfangsschlachten, Mach doch nicht so einen Strach, mein Sohn! Der Marschall: So so, du warst bei 2a der die doch nicht feldzugentscheidend sein konnten, so Der Unbekannte: Oh- bitte! Mich Fére Champenoyse. Da warst du also bei meiblutig, so verlitstreich enden, ob sie die Kampffraft haben sie mitten aus dem Leben herausgeholt! des Heeres so start beeinträchtigen mußten, das ist Mit fünfundzwanzig Jahren, Herr General! Danem Korps! Da haben wir zusammen Welteine Frage, die man bei der Beurteilung des gali. hat man eben noch etwas Temperament im Bauch! geschichte gemacht! zischen Feldzuges bisher zu wenig beachtet hat. Auch wenn man eben totgeschossen ist! Der Unbekannte: Weltgeschichte? Nicht, Ihrer Erörterung und zum großen Teil auch daß ich weiß, uns haben die Preußen so zugesetzt, Der Marschall: Ja ja- das mag daß wir allesamt in die Hosen gesch ihrer Klärung dient die Schrift cines ehemaligen sein! In meinem Alter, mit achtundsiebzig Le- haben. Verdammt noch mal, war das eine 7. u. f. Generalstaboffiziers, Max Frh. v. Pit- bensjahren, da stirbt man so ganz von selbst reid)(„ Lemberg 1914" 180 Seiten, 5 Starten, bei so- man braucht acht Tage dazu, bis man Schweinerei! Ich bin abgeschoben über Sézanne Ad. Holzhausens Nachf. Wien), die sich vor hinüber ist und dann will man eben nach Barbonne zurück. Herrgott noch mal, war Kleineren Gegenstände - besondere Schönheit und allem mit den Bergängen in Ostgalizien, mit den seine Ruhe haben( Legt sich herum). das ein Gedrängel auf der Straße! Und gefres Nämpfen der 3. und der 2. Armee befaßt, aber auch Der Unbekannte: Ich pfeife was aufsen haben wir in Barbonne! Zwei Tage und die Strategie des Generalstabes und die Taktik der seine Ruhe haben"! Ich nähme am liebsten die zwei Nächte lang! Einen Schinken, ich sag dir, Truppenführung auf dem Schlachtfelde fritischer Grabplatte und schmisse sie dem nächsten Boli- General. Erörterung unterzieht. zisten oder General aufs Dach-- und schöbe Der Marschall( wendet sich ab): Na Bitreich schildern sehr ausführlich die Ein- abzu meiner Marie nach Vanchelles am Ka- und an der Somme warst du auch? leitungstämpfe, die sich im Bereich des 11. Armeenal de la Somme! Einmal nur bei meiner Der Unbekannte: Aber natürlich! An große Schaufenster eines Bigarrenladens. Das Tier forps( Lemberg) ereigneten, die ersten Zusammen- Marie und ich pfeife auf die Unsterblichfet der Somme! In Amiens hab ich ein Mädel ge- brüdte die Scheibe ein, jagte den Ladeninhaber in stöße mit den Aussen, die Fernrefognossierung durch Der Marschall: Oho! Was ist das für habt, ein festes Weibsbild in der Straßenschänke die Flucht und blieb schließlich ratlos vor dem Ladendie Kavalleriedivisionen. In diesem ersten Abschnitt eine Sprache! Bitte etwas mehr Würde an dieser nach Longicau zu! Donnerwetter hat das Luder tisch stehen. Der Zirkusdirektor und 12 Angestellte der Kämpfe wurde das Ziel, das sich das AON. ge- geweihten Stelle- Wie heißt du denn, seine Sache gut gemacht! Die ganze Kompagnie hatten wenig Mühe, den inzwischen wieder sanft stellt hatte, erreicht. Die erwarteten Massencin mein Sohn? war schon bei ihr! Und das Mensch war am gewordenen Didhäuter zurückzuführen. brüche russischer Stavallerie blieben aus, es gelang Der Unbekannte: Käsemeier, Herr Schluß immer noch obenauf!--- Und in dem organisierten Grenzschus umso leichter, bie Mo- General. Corbie! Mensch! Da hatten wir ein Quartier! der italienische Boyer Perazzio an den Folgen Beim Bogen getötet. Jn Barcelona ist bilisierung des 11. r. zu decken, die eigenen Bewe Der Marschall: Stäse meier! Fünf Töchter hatte der Wirt! Und jede hab ich eines Borkampfes mit dem Spanier Franzisco gungen zu verschleiern, über die russischen durch Käse--- meier!!! Um Gatteswillen! Was dreimal mindestens gehabt! Und in Albert! Da Ros gestorben. Der Italiener hatte die schn die Stavallerie gute Nachrichten zu erhalten. Nach für ein Name! waren wir in einem Frauenkloster einquartiert Stampfrunden nur durchhalten können, weil ihm dem diese Aufgaben gelöst waren, versagten aber Der Unbekannte: Ja Säfemeier! Mensch, da hättest dabei sein sollen fein Manager schwere Stärkungsmittel verab das AON. und das 3. Armeckommando bei der Or- Gefreiter der Reserve im Territorialregiment Nr. Der Marschall: Sör auf mit dem Ge- reichte. ganisation der Verteidigung. Pitreich zeigt, wie die 395! Der Name Foch ist ja fürzer! Foch das schwätz! Bei Ypern warst du wohl auch dabei, Befehle einander widersprachen, durch Un- klingt wie eine Handgranate oder wie ein Kano- Sohn? Was ein Perferteppich erzählen kann. Die Warheiten die Unterführung verwirrten, über die nenschuß! Der Unbekannte: Bei pern? Und schon als Kinder in die Werkstätten verkauft und persischen Teppichweberinnen werden Ziele des AON. die verkehrtesten Anschauungen verDer Marschall: Woher bist du denn, nicht zu Enapp. Da hatten wir die Ruhr! Wir müssen dort neun bis elf Stunden ununterbrochen breiteten. Hier ist übrigens Pittreich nicht der mein Sohn, ich habe nicht recht gehört? lagen in Poperinghe in Quartier. Tagsüber bei fläglichem Lohn arbeiten. Biele von ihnen erste Kritiker. Schon Emil Seeliger hat in Der Unbekannte: Von Vauchelles Le foffen wir Cidre und Wein und nachts haben werden schon in früher Jugend fchwindfüchtig. seiner Schrift„ Conrad, der Retter Berlins", auf Quesnoy. Das ist ein kleines Staff bei Abbeville wir gesch.....! Gesch.....!! Herr Ge- Besonders gefährlich aber ist ihre Arbeitsweise die sconfusion in den Weisungen des AON. Hinge amt Sanal de la Somme. Da haben wir ein kleineral, großartig war das! Jeder zweite Mann für die Entwicklung des Beckens und die speziel miesen. Statt in Sitgalizien einige Verteidigungs- nes Aderhaus, ein Pferd und eine Stuh. Das ist tam ins Lazarett und bekam Heimaturlaub wegen len weiblichen Körperfunktionen, da die Webor linien zu schaffen und die Kavalleriedivisionen als alles. Daran zehrt die ganze Familie Stäfemeier! Dienstunfähigkeit. Vorhut zu benüßen, die schrittweise zurückzunehmen Ich habe am allerwenigsten von ihnen getaugt. nen auf schmalen, mit Schnüren an der Decke war, ließ man stavallerie und vorgeschobene Batch habe mich halt so durchgestromert als Hand- so ein Biest haben wir ausgerechnet zum unbe- 75 Prozent der gebärenden Teppichweberinnen Der Marschall( stöhnt): Mein Gott und befestigten Brettchen sitzen. Die Folge ist, daß bei taillone des 11. Storps regellos zurückgehen, sinnlos werksbursche und Gelegenheitsarbeiter zwischen kannten Soldaten gemacht! hin- und hermarschieren, so daß sie ermüdet, teil- Abbeville und Amiens! der Kaiserschnitt gemacht werden muß und dabei Der Unbekannte: Nu hören Sie mal, fast die Hälfte der Frauen stirbt. Dem, echten Herr General, was furzen Sie mich eigentlich so Perfer", der stattlich im schönen Heim des begüoder hat man mich dahergefchleppi? an! Hab ich mich freiwillig hierhergelegt terten europäischen Bürgers liegt, sieht man es ja nicht an, wieviele Qualen und Leiden in seine prächtigen Master mit eingewebt sind. weise kampsunfähig wurden und bei den beginnen- Der Marschall:( stöhnt auf seinem Kaden Kämpfen überall zu spät famen. Das XII. und iafalf) Um Gotteswillen! Ein Handwerksbursche des III. Storps, die von den Truppen der 3. und der als Inconnu! Ein Stromer! Womöglich wegen 2. Armee zuerst zur Stelle waren, waggonierte man Bettelei und Mundraub vorbestraft. wiederum weit hinter der Front aus und hezte ste Na hör nal, mein Sohn, wie lange hast du Der Merschall: Na- und wie bist du dann in Gewaltmärschen gegen die Zlota Lipa vor, denn an der Front mitgemacht? Dr bist doch gestorben? In Verdun hat man dich, glaube ich, Ein Verein der Fußgänger ist in dem Kölner ohne zu wissen, auf welchen Feind sie stoßen würden. hoffentlich dekoriert mit irgendeinem Kriegsfrenz aufgestöbert? Stadtteil Sülz- Tettenberg gegründet worIm eigenen Land fehlte den Truppen so eine feste der Republit? Der Unbekannte: Bei Verdun? Verden. Die Stadt Köln erhöht vom 1. April ab den Ausgangsstellung, fehlten Verteidigungslinien, fehlte Der Unbekannte: Dekoriert- ja dammt noch mal, da hats mich ja evivischt, in Straßenbahntarif für die Dauerfahrer, wobei sie bei nach dont 20, August jede sichere Nachricht über die Sch....! Deforiert? Weißt du denn nicht als der Zitadelle! Kein Mensch denkt, daß er gerade der neuten Festiebung des Fahrpreises einen UnterStärke und die Marschrichtung der Ruſſen. Auf Marschall, daß man die Striegskreuze hinten kriegt in der Zitadelle verrecken muß. Neben uns in schied macht zwischen den Fahrgästen, bie über 360 falschen Annahmen war denn auch der erste, Offen- und daß die Holzkreuze vorne wachsen! Vier einem Verschlag war der Oberkommandierende Wark und denen, die unter 350 mart monatlid sivstoß der 3. Armee, der vorwärts der Straße Zem Jahre hab ich den Schwindel mitgemacht und der General Pétain. Ich habe ihn jeden Tag geberg- Bloczow erfolgte, aufgebaut. Man stieß auf kein Bändchen dafür gefriegt! überlegene russische Sträfte in gut gedeckter Stellung Der Marschall: Mein Gott, noch nicht und nach dem Ueberrennen der russischen Vorhuten einmal dekoriert ist der Kerl! lief der Angriff feft. Die weite Dislozierung der Der Unbekannte: Ja, ja, nicht einmal Truppen machte auch ein rechtzeitiges Eingreifen des dekoriert! Ich hab mir übrigens nicht viel daraus beraneilenden VII. Storps unmöglich, beiderseitige gemacht, Herr General. Ich hab mich gedrückt, Umfassung drohte und nur der Rückzug hinter Lent wo es irgendwie gegangen ist! Möglichst bei der verdienen. Diese an sich vernünftige Einrichtung sehen, wenn er sich am Morgen gewaschen hat. eines Stlassensystems hat zu der Gründung des Ver. an sollte doch glauben, daß man dicht neben eins ,, Wer gonnzo Foß" geführt. Seine vorläufig einem Rommandierenden General nicht zu Scha- 67 Mitglieder haben sich verpflichtet, täglich die den kontmt! Und doch hats uns erwischt! Im Straßenbahn zu meiden und gemeinsam morgens zu Frühjahr Achtzehn! Da schlug ein ganz dickes Fuß in die Stadt zu marschieren. Ein Schild mit Geschoß die Dede der Zitadelle durch. Im Nu der Vereinsdevise soll dabei vorangetragen werden. waren wir hin, acht Mann, in unserm Loch. Der Karneval wird also fortgefeht.. Sonntag, 31. März 1929. Die deutsche Produktion geistiger Rahrungsmittel im Jahre 1928. Von Fritz Barth, Bodenbach. Arbeiter und Angestelltenkantmer in Wien, von der Sozialistischen Arbeiter- Internationale zur internationalen Sammelstelle sozialistischer Literatur bestimmt? Die Gruppe 4 weist gegenüber dem Jahre 1927 eine Steigerung von 41 auf, während sonst fast alle Gruppen hinter 1927 mehr oder weniger zurüdbleiben. Vielleicht läßt sich die Zunahme mit den Reichstagswahlen vom Mai 1928 in Verbindung bringen, da die einzelnen politischen Parteien eine Anzahl von Schriften herausgaben. ,, Sage mir, was du liest und ich sage dir, Unsere Parteiverlage gehorchen den gesetzlichen Was an dieser Aufstellung sofort ins Auge Bestimmungen und schicken Pflichtexemplare den in wer du bist!" Diese Kleine Variente mag wohl die fällt, ist der starke perzentuelle Anteil, welchen die Frage kommenden Aemtern und Bibliotheken ein. beste Einleitung der nachstehenden Betrachtung sein. Gruppe 2( Religionswissenschaft usw.) einnimmt. In noch höherem Maße müßten sie der proletariWas liest der Deutsche? Darüber gibt uns der soeben Angenommen, von jeder der 2.088 im Jahre 1928 fchen Ehrenpflicht gehorchen und je ein Exemplar erschienene Bericht über das Jahr 1928 der Deuterschienenen Schriften werden durchschnittlich 1000 ihrer Berlagswerte einer internationalen Sammelschen Bücherei") in Leipzig lehrreichen Auf- Stüd verkauft, so ergibt sich das Resultat von stelle überlassen! Selbstverständlich müßten dieser schluß. Zunächst noch einige Erklärungen, da 2,088.000. Deutschsprechende gibt es ca. 85,000.000 von der S. A. J. Mittel zur Verfügung gestellt das im folgenden Gesagte wohl als inter- auf der Welt, demnach kaufte jeder 40. Deutsche ein werden, damit die Bibliothek erhalten werden kann, effant, jedoch nicht als allgemein bekannt, an- Buch theologischen Inhalts. Immerhin hat sich das ihre Angestellten entlohnt werden können, außer genommen wird. Die Deutsche Bücherei" in Leip- Verhältnis gegenüber dem Jahre 1927 gebessert in halb der Parteiverlage erschienene, jedoch ins Samsig besteht seit 1914, sie dient dem Zwede, das ge- sofern, als diese Literaturgattung damals mit 2.566 melgebiet fallende Literatur gegen Bezahlung angefamte in Deutschland veröffentlichte Schrifttum, Publikationen 8.27 Proent der gesamten Jahres- schafft werden kann, damit sie Kataloge heraus gleichgültig, in welcher Sprache erschienen, sowie produktion beanspruchte, damals war also jeder 33. geben fann usw. Aber ich glaube, daß diese Mittel das gesamte deutsche Schrifttum, das außerhalb Deutsche ein Käufer religionswissenschaftlicher Lite- aufgebracht werden könnten, wichtiger wäre zu Deutschlands erscheint, zu sammeln. Die meisten Ber- ratur. Es wäre jedoch verfehlter Optimismus, an- nächst, sich mit der Frage der Errichtung dieser leger senden unaufgefordert sofort nach Erscheinen zunehmen, diese Aenderung wäre allein dem Fort- Bibliothek überhaupt einmal ernstlich zu befassen! je 1 Exemplar ihrer Verlagswerte unberechnet ein, schreiten der Aufklärung, sowie dem Wirken der andere müssen erst dazu aufgefordert werden. Die Freidenker zuzuschreiben. Die Gesamtproduktion des stige Schrifttum. Auch hier läßt sich leider nicht erDie stärkste Literaturgruppe ist das schöngei" D. B." sammelt nicht bloß Bücher aller Wissens- Jahres 1928 bleibt hinter der von 1927 zurück, die mitteln, welcher Anteil auf unsere Autoren entfällt. gebiete, sondern auch Landkarten, amtliche Publi- Gruppe Religionswissenschaft ist gleichfalls zahlen- Es wäre eine zwar mühevolle Arbeit, jedoch ihr fationen, Zeitschriften, Kataloge usw., auch wenn mäßig im Rüdgange befindlich, jedoch mehr, als Ergebnis jedenfalls von Interesse, festzustellen, was diese nicht in den Handel gelangen, sondern nur für dies dem allgemeinen Rückgange entspricht. 2299 für Tendenzen in der Belletristik herrschen und wie einen kleinen Streis bestimmt sind.( Daß von den Bücher hätten auf diesem Gebiete im Ihre 1928 start die einzelnen vertreten sind. Die L'art pour von unserer Partei herausgegebenen Zeitschriften erscheinen müssen, damit diese prozentuell die l'art" Annahme trifft auf die Literatur feineswegs weder die„ Tribüne", noch die Freundschaft", noch Stärke von 1927 aufweise. Es sind jedoch um 211 zu, so gerne bürgerliche Schriftsteller dies auch vordie Freie Gemeinde", sondern lediglich die Gleich Schriften weniger veröffentlicht worden, der allge- geben. heit" vorhanden ist, daran liegt die Schuld gewiß meine Rüdgang beträgt 10.4 Prozent, bei den Renicht an der„ D. B."). Die eingehenden Bücher wer- ligionswissenschaften jedoch 18.7 Prozent. Ihr Anden mit Verfasser-, Titel, Verlags-, Preis- und teil an der Gesamtproduktion beträgt jedoch immer sonstigen bibliographischen Angaben zunächst in das, noch 7.53 Prozent, diese Gruppe ist nach der schön im täglich erscheinenden Buchhändlerorgan Börsen- geistigen Literatur( 16.17) und den Schulbüchern blatt", veröffentlichte Tägliche Verzeichnis" aufge-( 8.21 Prozent) immer noch die stärkste, da von den nommen. Im„ Täglichen Verzeichnis" werden die insgesamt 27 Gruppen 18 unter dem Durchschnitt Bücher, nach Verlegern geordnet, aufgeführt. Aus liegen. Der Rüdgang mag zum Teile wirtschaftliche Wenn im zehnten Jahre nach dem Friedensdem bibliographischen Teil der sechs Börsenblätter Ursachen haben, zum Teile auch der Aufklärung zu schluß noch immer 207 friegswissenschaftliche Werke einer Woche wird das in 27 Fachgruppen unterge- geschrieben werden. Es darf aber nicht außer acht( Gr. 19) erscheinen konnten, so muß zumindest die teilte Wöchentliche Verzeichnis" zusammengestellt. gelassen werden, daß sich die Statistit nur auf Neu- geistige Abrüstung Deutschlands stark in Zweife! Am Schlusse jedes Wöchentlichen Verzeichnisses" be- erscheinungen und Neuauflagen bezieht. Wie viel gestellt werden. Kriegserinnerungen, friegsgeschichtfindet sich ein alphabetisches Verleger, Verfasser- im Jahre 1928 von früher erschienenen Veröffentliche Werte sind in dieser Zahl nicht mitinbegriffen, und Titelregister. Am Ende jedes Monats erscheint lichungen verkauft wurde, läßt sich nicht feststellen, da diese unter Gr. 18 eingereiht sind, ebenso find das„ Monatsregister", das in alphabetischer Reihen ebenso kann die angenommene Zahl von 1000 ver- Kriegserzählungen in Gr. 15 enthalten. Es fallen folge eine Verfasser- und Titelübersicht nebst Hin- lauften Exemplaren pro Publikation als zu niedrig unter Gr. 18 demnach nur rein friegswissenschaftweisen auf die betreffenden„ Wöchentlichen Verzeich gegriffen betrachtet werden, da die unter dieser liche, technische, taktische, strategische usw. Werke, nisse" bietet. Alle 6 Monate wird auf Grund der Gruppe fallenden Missionsschriften und Traktätchen die also nicht für den Durchschnittsleser in Wöchentl. Verzeichnisse" der Halbjahrs- Statalog" meist( leider!) eine weit größere Zahl von Abneh- Frage kommen. Wer sind nun die rund 210.000 zusammengestellt, der ein alphabetisches Autorenver- mern finden. Jedenfalls bleibt der Freidenkerbewe- Leser, die diese 207 Werke, von denen 191 Neuzeichnis ist. Mit diesem zugleich erscheint das dazu gung noch ein recht weites Arbeitsfeld offen. erscheinungen und 16 Neuauflagen waren, gekauft gehörige alphabetische Titel- und Schlagwortregi- Das sozialistische Schrifttum ist auf haben? Und wie viel in früheren Jahren veröffent ster. Um das Nachschlagen in den Katalogen zu ver- die Gruppen 3, 4, 8 und 18 verteilt, in welchen es lichte Literatur wurde außerdem im gleichen Zeiteinfachen, werden ie 10 Halbjahrskataloge zum neben der bürgerlichen Literatur vorkommt. Hier raume gekauft? Das sind Fragen, deren Beantalphabetischen Fünfjahrs- Ratalog" vereinigt. Eben muß festgestellt werden, daß die bibliographische wortung für uns Sozialisten von größter Bedeuso auch das Titel- und Schlagwortregister. Da die Festhaltung der sozialistischen Literatur sehr zu tung sind, leider bleibt sie uns versagt." von der„ D. B." herausgegebenen Verzeichnisse von wünschen übrig läßt, von der bibliothekarischen Er- Wenn auch noch immer gegen 600.000 offulfast allen größeren Bibliotheken der Welt bezogen fassung und Sammlung gar nicht zu reden. Die tistische und spiritistische Schriften( Gr. 27) gekauft werden, ist es sehr wichtig, daß alle von unserer Deutsche Bücherei" erhält, zum Unterschiede von worden sein mögen, kann man dennoch bei Betrach Partei herausgegebenen Schriften an die D. B." den Universitäts- und sonstigen Staatsbibliotheken, tung der Statistik nicht daran zweifeln, daß im gesandt werden, damit unsere Literatur auch in eine Pflich tegemplare, die meisten Veröffent- großen und ganzen die Deutschen das Volk der weiteren Streisen bekannt und verbreitet werden lichungen erhält sie freiwillig, unentgelt- Dichter und Denker" genannt werden können. Die lann; legen doch die meisten wissenschaftlichen lich, die übrigen werden käuflich erworben, damit Fülle des wissenschaftlichen Schrifttums wiegt derBibliotheken seit den letzten Jahren Wert darauf, nur die„ D. B." ihrer Aufgabe, Sammelstelle zu lei fleine Winkelliteratur reichlich auf. Es wäre das sozialistische Schrifttum möglichst vollständig zu sein, nachzukommen vermag. Was der bürgerliche nur im Interesse der arbeitenden Bevölkerung, die besitzen. Mit obigen Ausführungen dürfte der für Verlagsbuchhandel Deutschlands zuwegebringt, das ihren Wissensdrang und Lesehunger befriedigen diesmal in Betracht kommende Aufgabenkreis der müßten doch wir auch leisten können! Warum wird will, gegeben, wenn der Durchschnittsladenpreis D. B." umrissen sein. nicht eine größere Arbeiterbibliothek, wie etwa die niedriger gehalten wäre, als dies( 5.62 RM.) der Sozialwissenschaftliche Studienbibliother" bei der Fall ist. Im Jahre 1928 wurden von der D. V." 27.794 neu, oder in neuer Auflage, erschienener Bücher registriert. Gegenüber dem Jahre 1927 bedeutet dies eine Abnahme von 3232. Immerhin erschienen durchschnittlich 76 Bücher täglich. Interessant ist die Verteilung auf die einzelnen Wissens gebiete, wie nachstehende Uebersicht zeigt: Wissenschaftsgebiete: 1. Allgemeines. Sammelwerke. Buch- und Schriftwesen. Bibliothekswesen. Hochschulen. Gelehrte Gesellschaften. Wissenschaftskunde 2. Religionswissenschaft. Mythologie. Theologic 3. Rechtswissenschaft und Sozialwissenschaften. 4. WirtschaftsPolitif. Statistik 5. Heilwissenschaft. Tierheilkunde 6. Naturwissenschaften 7. Mathematit 8. Philosophie 9. Erziehung und Unterricht. Jugendbewegung 10. Schulbücher. Stenographie 11. Jugendschriften Literatur12. Allgemeine Sprach- und wissenschaft. Außereurop. Sprachen und Literaturen. Orientalische Sprachen und Literaturen 13. Klassische Sprachen und Literaturen 14. Neuere Sprachen und Literaturen: Darstellungen und Untersuchungen 15. Neuere Sprachen und Literaturen: Schöne Literatur 16. Musik. Tanz. Theater. Stino. 17. Kunst und Gewerbe 18. Geschichte. Histor. Hilfswissenschaften 19. Striegswissenschaft. 20. Kulturgeschichte. Volkskunde. Geheime Gesellschaften. Freimaurerei 21. u. 22. Erdkunde. Völkerkunde. Atlanten 23. Technische Wissenschaften. Handwerk 24. Handel und Verkehr. Industrie Insgesamt: 25. Land- und Forstwirtschaft. Jagd. Hanswirtschaft 26. Turnen. Sport. Spiele. Sammelwesen. Geselliger Verkehr 27. Geheimwissenschaften. Allgemeine Stalender. Verschiedenes • • " Der Film. Fräulein Else. Elekta- Verleih. Programm der Prager Lichtspielbühnen. Urania( deutsches) Stino:„ Eheurlaub mit Offi Oswalda und„ Die Durchgängerin". Lido:„ Das Grabmal einer großen Liebe".„ Ehe. bruchsfalle". Alma:„ Mikosch rückt ein“.„ Die große Abenteurerin" --Belvedere:„ Der Zarewitsch".„ rassin". Beseda:„ Schatten des Grauens".-„ Zirkus Wild. west". Rory: -Konvikt:" Unschuldsengel".„ Zirkus Wildweſt" Central:„ Flitterwochen zu Dritt". ,, Der Geiger von Florenz". ,, Modes Robes". Skaut:„ Das Geheimnis einer schönen Frau". Adria: Das verrusone Weib". N. Talmadge. Avion:„ Honky Tonk". Flora:„ Das Kainszeichen". Hvezda:„ Das verrufene Weib". Julis:„ Die Zirkusprinzessin". Kapitol: Honky Tonk". Koruna:„ New York um Mitternacht".- ,, Schneidige Jungens". Das ist wieder einmal ein Film, den man lange nicht vergißt. Große Filmtünstler Regisseur a. Schauspieler haben hier mit ihrer Arbeit ein bedeutendes Werk geschaffen, das sich wohltuend aus 627 dem Wust von Minderwertigem erhebt, mit dem uns sonst die Filmproduktion beglückt. In das Ver2.088 dienst teilen sich vor allem Paul Czinner, unter 1.662 dessen Leitung der Film entstand, ferner Elisabeth Bergner, Albert Bassermann und Albert 2.026 Steinrüd. Das Motiv ist der Novelle von 1.191 Arthur Schnitzler entlehnt. Allem voron steht die 925 Leistung der Bergner, die sämtliche Stars in den 207 Schatten stellt. Wie sie das lebensdurstige, findlich 534 naive Mädchen, die Tochter des durch Spekulacionen ruinierten Dr. Thalhof, spielt, das ist schlechthin 925 vollendet. Das ist ganz das Wesen, das t'ine Schlech 2.281 tigkeit fennt, das sich nur freuen lann an dem 1.548 Schönen, das das Leben bietet. Umso tiefer muß aber dann der Sturz sein, da sie erfährt, daß ihren Vater nur mit Mühe der Revolver ent vanden wurde, während sie sich in den Bergen von St. 123 Moris vergnügte. Da gibt es für sie nur eine 134 Möglichkeit das Opfer. Sie findet den Weg 34 dem Freunde ihres Vaters, der allei Rettung 597 bringen fann, dem Lebegreis Dorsday, dez 13 besondere seguelle Sensation fordert, daß sie sich ihm 4.491 nadt zeigen soll. In übergroßer Ziese zum Vater 676 erfüllt sie nach langem Ringen mit jich dieses Ver658 langen, vorher aber nimmt sie Gift, und ils fie 830 Dorsday inmitten einer gleichgearteten Gesellsweft 207 ihren göttlichen, von der Weihe der Unschuld umwehten nackten Störper zeigt, stürzt sie in der nächsten 547 Sekunde tot zusammen. Ungemein glaubhaft, bis 707 zur letzten Vollendung gesteigert, ist das Spiel der 1.697 Bergner. Da müssen natürlich die anderen zurüd werden 1.293 treten. Bassermann gibt den verspekulierten Thalhof mit knappen Gesten und dankensmecter 707 Surüdhaltung. Und der fürzlich verstorbene SteinSeite 11. Schember Die QUALITÄTSWAGE Bezugsquelle für Konsumvereine: > GEC< Großeinkaufsgenossenschaft für Konsumvereine, Prag II., Fügnerovo nám. G. WAGE" m. b. H. OLMUTZ, Litovelská 9. Ausstellung: Prag VII., neuer Messepalast 7L Telephon Nr 867-23. einen wertvollen Film, Paul Ezimers Fräulein mit Bassermann und Steinrüd. Die Kinobesitzer Else" nach Schnißlers Novelle mit der Bergner, scheinen der Ansicht zu sein, daß man zu Ostern, wo der Verkauf ohnehin gesichert erscheint, den größten Schmarren bieten fann. Aus der Partei. Deutsche sozialdemokratische Bezirksorganisation Prag. Dienstag, den 9. April 1929, um 8 Uhr abends in der Restauration des Gewerkschaftshauses, Prag I., Na Perštýně, Diskussions- Abend über: ,, Wehrproblem und Sozialdemokratic." Das einleitende Referat hält Genosse Dr. Emil Franzel. Die Genofsinnen und Genossen werden um sicheres und pünktliches Erscheinen ersucht. Der Vertrauensmann flest die Tribüne Monatsschrift Louvre:„ Honky Tonk" Lucerna:„ Das Kainszeichen" Metro:„ Der Mann mit 1000 Augen". Olympic:„ Der Junge vom Moldaufluß" Orient:„ Das verrufene Weib". N. Talmadge. Passage:" Fräulein Else". El. Bergner, Basser- trauensmann über die aktuellen Probleme des Internationale mann. Praha:„ Eisenbahnräuber in der Königsschlucht". ,, Der Mann mit 1000 Augen". Radio: Die Leiden Detektive". Světozor: Die beiden Detektive". Die gesperrt gedruckten Filme können empfohlen für Arbeiterpolitik und Arbelterkultur. Die Tribüne" unterrichtet den sozialistischen VerSozialismus. der Oekonomie und der Kulturpolitik. Jahresbezug 40 Kč, vierjährlich 10 Kč, Einzelheite 4 Kč. Bestellungen durch den Vertrauensmann, die Schriftenabtellamgen, Volksbuchhandlung oder direkt durch die Verwaltung in Prag II.. Nekazanka 18. Mittellungen aus dem Bublitum. Die vorteilhaft bekannte Firma Stránsky, Die Oster- Programme der Prager Kinos. Die Prag, Hybernska, veranstaltet soeben bis zum 6. 85a. Herausgeber: Dr. Ludwig Czech. rück hat sich in der echten, aber unauforinglichen Programme der Prager Lichtspieltheater lassen in April einen sehr beliebten Reklameverkauf, worauf 465 Darstellung des Dorsday ein Denkmal resezt. Zie der letzten Zeit sehr viel zu wünschen übrig. Auf wir unsere Laser aufmerksam machen. Regieführung befriedigt, besonders veshalb, da sie dem internationalen Film- Markt sind gerade im 648 fich zu feiner Konzession an das Publikum verftand letzten Vierteljahr zahlreiche sehr interessante und und den Film mit prächtiger Steigerung zu Ende gute Filme erschienen, von denen man aber keinen Insgesamt 27.794 führte. Wenn ein Wunsch offen bleibt, so ist es der, in Prag zu sehen bekam. Das Osterprogramm Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß, Prag. *) Ludwig Schönrock:„ Der deutsche Bücher- daß die Photographie hätte in den Außenaufnahmen der Prager Stinos ist geradezu trost los. Von den Druck: Rota A.-G. für Zeitung. und Buchbruch, Bong großen Bios, die sich jetzt selbst zu„ Premierentinos" Für den Druck verantwortlich: Otto Solih. Brag. markt im Jahre 1928"( Börsenblatt für den deut- ihrer Aufgabe ein wenig besser dienen mögen. Die Settungsmartenfrantatur wurde von der Bolt- u. Telegraphen G. P. ernannt haben, bringt das einzige Passage" bizettion mit Erlaß Nr. 127.451/ VII/ 27 am 14. 27a: 1927 bewing, schen Buchhandel Nr. 58 vom 9. März 1920). Seite 12. Sonntag, 31. März 1929. PHILIPS Osterstimmung im Rundfunk. Prag: Ostersonntag 9 h: Kirchenmusik, Chor der Dominikanerkirche. Wien: Ostersonntag 11 h: Konzert des Wiener Symphonieorchesters. Leipzig: Ostersonntag 19.30 h: Osteroratorium von Joh. Seb. Bach. Budapest: Ostersonntag 17.25 h: Orchesterkonzert. Millionen werden diesen sensationellen Osterprogrammen lauschen. Sie haben noch kein Radio? Bauen Sie sich doch rasch einen ,, PHILIPS- VOLKSEMPFÄNGER" In 60 Minuten sind Sie damit fertig und der komplette Baukasten kostet nur Kč 815.-. Philips- wie immer- auch mit dem „ Volksempfänger" 01 die führende Weltfirma. ŠKODA 125 505 506 Vierzylinder 30 PS, 60 Km/ St. Vierradbremsen. Ladefläche 2500x1660 mim. Normale oder vertiefte Plattform. Sehr leistungsfähiger Wagen für Eilfrachtbeförderung. Tragfähigkeit 1% bis max. 1%, T.- Lieferbar ab Lager. Vierzylinder 40 PS, 40 Km/ St. Ladefläche 3200 × 1940 mim. Geschlossene Lenkerbude. Erprobter, solider Wagen für den Transport schwererer Frachten. Normale Tragfähigkeit 2½ T.- Prompt lieferbar. Sechszylinder 60 PS, 35 Km/ St. Pneumatische Servo. bremse auf alle 4 Räder. Ladefläche 4000x2200 m/ m. Tragfähigkeit 5 T. mit Anhänger 10 T. Geeignet für Eilbeförderung. Für Normaltransporte empfehlen wir Type 504, Vierzylinder 40 PS, Tragfähigkeit 5 T. DAMPFWAGEN„ Škoda- Sentinel" für schwierige Betriebsverhält nisse und Frachten von 4 bis 7 Tonnen.- Lieferung ab Lager. Sämtliche Nutzwagen ,, Škoda" sind unseren misslichen Strassenverhältnissen speziell angepasst. Die Konstruktion dieser Wagen zeichnet sich durch die sorgfältigste Fabrikation unter Verwendung erstklassiger Rohstoffe aus. Sie sind kräftig, ausserordentlich dauerhaft und verbürgen höchste Betriebsrentabilität. Kostenloses Angebot auf Wunsch. Verkaufsbüros: Prag, Pilsen, Karlsbad, Teplitz- Schönau, Bodenbach, Saaz, Louny, Jungbunzlau. Königgrätz, Budweis. Brünn, Olmütz, Mähr.Schönberg, Troppau, Mähr.- Cara Bratislava, Báńská Bystrica, Žilina, Košice Vertretungen: Písek, Tábor, Rakovník, Reichenberg, Trautenau, Kolín, Pardubice, Iglau, Uherské Hradiště, Užhorod. Sharey IVON JEDEM LAIEN IN 60 MINUTEN ZU BAUEN Kunst und Wissen. Ensemblegastspiel des Kleinen Theaters in Ein Ensemble hervorragender Mitglieder des Kleinen Theaters in Berlin mit Mag Adalbert an der Spitze wird im Neuen Theater ein drei Abende umfassendes Gastspiel absolvieren, bei dem Der Didtop f", das neue Lustspiel, und„ MilIers", bekannter Schwant von Fritz FriedmannFrederich, zur Aufführung gelangen werden. Der Didtopf" wird Freitag, den 5. April, und Sonntag, den 7. April, in Szene gehen. Müllers" tommt Samstag, den 6. April, zur Aufführung. Anfang halb 8 Uhr. Alle Abende bei aufgehobenem Abonnement. * Sport* Spiel ✶ Körperpflege Geht das Geräteturnen zurück? Von K. Bühren( Leipzig). Verschiedene Theoretiker der Leibesübungen ver-| neuerung unserer Störperschule ist uns willkommen, suchen, durch fürzere oder längere Artikel den Nach sie darf jedoch nicht Theorie sein. weis zu führen, daß das Geräteturnen nicht nur Unser Weg im Geräteturnen ist flar vorgezeich zurückgeht, sondern in nicht allzu ferner Zeit var net. Wenn wir heute nicht den ganzen Abend am Gechenmaus". Freitag:„ Geld auf der schwinden wird. Diese Behauptung scheint mir sehr rät herumhängen, dann kann nicht von einem RückStraße". Samstag: Dreigroschenoper". oberflächlich aufgestellt zu werden. Wer die gang des Geräteturnens, sondern nur von einer neuSonntag, 3 Uhr:„ Aber Otty"; 7% Uhr: Entwidlung der Leibesübungen eifrig verfolgt, dem zeitlichen Einstellung beim Geräteturnen gesprochen. Broadway" Montag, Bankbeamten:„ Drei wird es verständlich erscheinen, daß heute nicht mehr werden. Unter Geräteturnen soll eben nicht nur gros chenoper". in der früheren Form die Geräte benutzt werden. Die das Turnen am Red, Barren und Pferd verstanden Vielseitigkeit unserer Hallenarbeit, nicht nur die werden. Umformung in das Neuzeitliche, bringt es schon mit fich, daß nicht, wie früher, die Hauptgeräte aus. schließlich benutzt werden. Es scheint mir, als wenn die Rüdgangsschreiber die neuzeitlichen Geräte und die neuzeitlichen Uebungsformen nicht feuten Herte heute." Bon Beting bis zur chinesischen Mauer. arbeit, kein Drillen von Kippen, Schibungstemmen glieder entspricht. Durch Gerätewettkämpfe erreichen Sonntag, halb 11 Uhr:„ China von erfolgt an den Geräten eine planmäßige Störper- auszunuzen verstehen, daß die Arbeit an ihnen den körperlichen und seelischen Beoürfnissen der WeitKulturfilm. und so weiter. Montag, halb 11 Uhr: China von Diese plann.äßige Störperarbeit an den Geräten, wir wohl eine seelische Wirkung auf die Zuschauer heute." Hongtong, Stanton, Shanghai, Hang- die sich in ethiften Nebungsforrien mit gelegent- einen aktiven Anreiz; dieser erfolgt nur durch verdurch die gezeigten Leistungen, aber nur bei wenigen Schnellebigkeit an, vor allen Dingen in tex Vereinsnachrichten. fau usw. bildern. „ Urania“. Wochenprogramm. Es ist auch irrig zu glauben oder zu empfehlen, zur Hebung des Geräteturnens Wetttämpfe veranſtalten zu mussen. Die beste Werbung für das Ge. räteturnen sind geschulte Leiter, welche die Geräte jo Neueinstudierung„ Martha". Am Donnerstag: Mittwoch, 3 Uhr: Kindernachmittag: Lustspiel. iichen Leibesübungen ausdritdt, paßt ith der heutigen ständnisvolle Arbeit in den Uebungsstunden. geht die neueinstudierte Oper: Martha" von Solche verständnisvolle Arbeit an den Geräten Flotow zum ersten Male in Szene. Dirigent: H. G. programm." Blondyn will zur Marine". Die tanzenden Puppen" usw. Dazu Dazu Großstadt. Schid. Regie: Ewald Schindler a. G Hauptpartien: Das Heideblümchen", erzählt mit Licht- Die Ansicht vom Rückgang des Geräteturnens wird heute nicht nur bei den Turnern gepflegt, sonDie Damen Engel, Sommer und die Herren Anderist deshalb irrig. Wir betreiben heute ein neuzeit- dern bei allen Sparten, die in der Halle üben. Wir fen, Dresdner, Reiter. Anfang 7 Uhr.( 148- IV.) Mittwoch, 8 Uhr: Photokurs, Dr. Li- liches Geräteturnen und sind der Ansicht, können deshalb nicht von einem Rückgang des Gedaß ohne Geräteturnen die Arbeiter- Turn- und räteturnens sprechen, sondern müssen eine zweckentSpielplan des Neuen Deutschen Theaters. bora. Donnerstag, 8 Uhr:„ Ein Ausflug nach Eportbewegung feine Existenzberechtigung mehr hat. sprechende Erweiterung darin erkennen. Sonntag, 2½ Uhr:„ Die Fledermaus"; 7 Uhr Dresden," Lichtbildervortrag. Am Lesepult: Wir brauchen keine künstlichen Mittel, um das Ge- Nur noch einige Worte zur Körperhaltung ( 145-1), Gastspiel Sturm- Thunis:„ Lady X" Anton Schalet. räteturnen zu erhalten. Eine gute Sache, die mit beim Geräteturnen. Durch Ausnutzung des Montag Gastspiel Richard Schubert, 5% Uhr: Freitag. 6 Uhr: Alte Möbel", Karoline Lehrgeschid an den Mann gebracht wird, wird sich Körperschwerpunktes sind wir in der Lage, fchivierige „ Parsifal". Dienstag( 146-2), 7½ Uhr:„ Ju- Schönau. Uebungen leichter zu erlernen. Die Spannung der gendfreunde". Mittwoch( 147-8), 7% Uhr: Freitag, 8 Uhr: Die Prager Burg", mit ohne Verjüngungsmittel erhalten. Unsere Landvereine sind in der Hauptsache Muskeln erfolgt nur für kurze Zeit. Es ist aber Die Frau, die jeder sucht". Donnerstag Lichtbildern, Dr. Armin Klein. Samstag, 3 Uhr: Batikan und Papst", auf das Turnen am Rect, Barren und Pferd ange- ein Irrtum, zu glauben, beim Geräteturnen tönnen ( 148-4), 7 1hr:„ Martha". Freitag Ensemblekunsthistorischer Kulturfilm. wiesen. Eine kräftige Störpergymnastik tann nicht die lockeren Störperformen Eingang finden. Nur durch gaftspiel des Seleinen Theaters in Berlin, 7½ Uhr: Karten zu allen Beranstaltungen täglich halb mit rhythmischen Uebungen oder unter dem Grund- Juanspruchnahme der gesamten Störperträste ist man Sidkops". Samstag Ensemblegastspiel des 10 bis halb 1 und 3 bis 7 Uhr: Urania Biokassa. sas„ Jede Bewegung gehe vom Rumpf aus und in der Lage, eine Uebung zu bewältigen. Bei jeder Sleinen Theaters in Berlin, 7% Uhr: Mül Telephon 20429. fließe in ihn zurüd"( Systemturnen) betrieben wer- Leistung setzt eine Spannung des Körpers ein, weil Ters". Sonntag, 2½ Uhr, Arbeiter.Vorstellung: den. Wir brauchen eine den Oberkörper kräftigende nur durch einen mit Energie geladenen Störper eine Verbrecher"; 7% Uhr Ensemblegastspiel des KleiGymnastik, und dazu ist das Turnen an den Geräten Leistung entwidelt werden kann. Das trifft auch nen Theaters in Berlin:„ Didfopf". Montag Wran- Urania- Kino. Zwei Lustspiele! Ehe- fehr gut geeignet. für den Leichtathleten zu. Jede überflüssige Span( 149-1). 7 Uhr: Die keusche Susanne". urlaub." Lassen sich da Seitensprünge vermeiden, Es ist leider in vielen Dingen so, daß in der nung sollte jedoch auch der Geräteturner unterlassen. Spielplan der Stleinen Bühne. Sonntag, 3 Uhr: wenn Offi Oswalda und Bavanelli mit heutigen Zeit nicht nur in der Politik und Wirtschaft Er soll mit seiner Straft rationell arbeiten. Jedes Aber Otty"; 7% Uhr:„ Geld auf der von der Partie sind? Dann:" Die Durch. Uebertreibungen auftauchen, sondern auch steife Turnen erfordert viel Kraft und wirkt unſchön. Straße". Montag, 3 Uhr:„ Unter Ge- gängerin". Käte von Nagy und Hans Braujewetter zeigen mit froher Laune ihren Auf- auf dem Gebiete der Körperpflege. Diesen muß früh Zwischen steif und straff soll ein Unterschied bestchen. schäftsaufsicht"; 7½ Uhr:„ Geld auf der stieg in Amerika. Täglich halb 6 und 8 Uhr. genug entgegengetreten werden. Auf dem Gebiet der Wir können, wenn das Geräteturnen seine törperStraße" Dienstag: 93". Mittwoch: ,, berstersonntag und Ostermontag auch 3 Uhr. Te- Leibesübungen herrscht noch große Untlarheit; diese lichen Werte nicht ganz verlieren soll, auf die natürOtty". Donnerstag: Arm mic cine Stir- lephon 20429. zu beseitigen, muß unsere Aufgabe sein. Jede Erliche straffe Form nicht verzichten. * Bran- Urania- Rino. 1 Sonntag, 31. März 1929. Kaiser Brust- Caramellen TANNEN< mit den 3. Von vielen Aerzten glänzend begut. achret Seit 40 Jahren bewährt als bestes Mittel bei Husten, Heiserkeit, Katarrh Verschlei o Mittel De bester Schutz ver jeder Erkaltung mung, Zu haben in Apohu.Drog Achten Sie auf die Schutzmarke Möchten Sie auf Steinen schlafen? Seite 13. EINGETRAGENE SCHUTZMARKE SEIFE Die weltbekannte Qualitätsmarke. Generalvertretung der Joachimsthaler Seifenfabrik J. Klinger Firma Václav und Vladimir Bayer. Prag II, Spálena ulice Nr. 21. Telephon Nr. 48-882 Ab 1. März im Palais der Mustermesso. Anzüge w homplette Herrenbekleidung Hie Straße, Sport and Abend um Qualität, Preis and 3 Tage zur Probe Pres Dadurch geben wir dem Käufer Gelegenheit, unsere Ware we dem Einkaufe beeinflußer beurteilen Unsere Zahlungs- Bedingungen sind se verteilhaft, dali zu geringen Monats- Raten geliefert werden kann. Die Ansichtsendung bedeutet hein Rialbe verlange Sie daher sofort easeren Spezial- Prespekt Nr 16 Versandhaws KARL BAUER, PRAG, Krahershed 9. Solange Sie Ihr gutes Bett haben, wohl kaum. Sehen Sie! Und auf harten, unelastischen Lederabsätzen, die jede Erschütterung auf den ganzen Körper übertragen, gehen Sie doch! Tragen Sie den elastischen Gummiabsatz Berson 750 er ist im Laufe des Tages, wenn Sie viel auf den Beinen sind das, was Ihr Bett des Nachts für Ihren Körper ist. . BERSON tragen ein Wohlbehagen 00 BER Eisenwerke- Aktiengesellschaft ROTHAU- NEUDEK Zentraldirektion Prag II., Hybernská 36. Blechwaizwerke Rothau, Schindlwald und Neudok( Böhmen) Blechwalzwerk Karlshütte der Berg- u. Hüttenwerke- Ges.( Schles.) C. T. Petzold& Co., Prag II.. Havličkovo nám. 3. Alleinverkaulsbüros: C. T. Petzold& Co.. Wien VI., Gumpendorferstraße 15. BUNDESFEST NÜRNBERG Schweizer Aufruf für Nürnberg. Der Arbeiter Turn- und Sportverband in der Schweiz erläßt in seinem Presseorgan einen flammenden Aufruf zum Besuch des 2. Bundesfestes in Nürnberg. Die Verbandsleitung schreibt:„ Ein Bundesfest des deutschen Bruderverbandes bringt Erlebnisse und Eindrücke, die nicht so leicht übersteigert werden können. Nürnberg rechnet mit mindestens 100.000 aktiven Festteilnehmern. Aus allen Ländern der Sozialistischen Arbeiter- SportInternationale werden Gäste erwartet. Da darf auch unser Verband nicht zurücstehen." Die Schwei zer werden in Nürnberg mit einem Ertragung von Basel eintreffen. Der Sportzirkus des Herrn Pyle. Zum wiederholtem Male organisiert der " Sport"-manager Pyle einen Lauf quer durc Nordamerika, um sich seine Taschen zu füllen. Herr Pyle gehört sicher zu den Geschäftsleuten, die der Phantasie anderer nicht bed..rfen. Er gleicht dem Tröbler, der von der Mausefalle bis zum Flugzeug alle Arten von Waren verkauft. Niemand möge sich deshalb von der Tatsache beirren lassen, daß Herr Pyle nicht nur gesalzenen Hering, oder Glaßensalbe feilbiete, sondern av einen Lauf quer durch den amerikanischen Kontinent von New York bis zu jenem noch unbekannten Teil des Pacific in Szene setzt. Um den Wettkampf für ihn zum Erfolg zu verhelfen, hat er großzügige Reklame getrieben. Es können an diesem Kampf alle teilnehmen, die die körperliche Kraft und einen guten Organismus für diesen unmenschlichen Marath Tauf von 5600 Kilometer( fünftausendsechshunder:) aufbringen und außerdem 300 Dollar für Heren Pyle haben. Diese Summe steckt der„ Sportsmann" ein als Meldegebühr. Aber auch der Mangel an Geld hindert wirklich talentierte Wettkämpfer nicht, an dem Lauf teilzn nehmen, da Herr Pyle nicht nur ein anfreundlicher Shylock ist, sondern auch ein begeisterter Sportfreund". Wettkämpfer die zwar fein S, sondern nur Talent und Glü haben- madt er gerne mit opferfreudigen" Sportfreunden bekannt, die für 50 bis 60 Prozent gerne die Meise- und die Meldefosten auslegen. Wan mu; nämlich wissen, daß mit diesem Wettkampf nicht nur Herr Pyle, sondern auch die Wettkämpfer verdienen könner, 60.000 Dellar werden unter den ersten fünfzehn Siegern aufgeteilt. Damit wollen die Organisatoren Teilnehmer für den Wettkampf anioden." Das Gichäft ist also gu. begrü.det Man kann verdienen. Menschen, weiße, ichmarze, gelbe, Ameri faner, Engländer, Feunzolen, Italiener und Vertre ter anderer Nationen spaner sich vor den Korren Molochs und laufen mit gerissenen Muskeln, schlot-| ternden Gelenken, bli arter.antenen und starren Augen durch den Kontinent, für die alles bedeutenden Banknoten. Aber über ihnen steht auch der Karen Wislachs Herr Pyle, der dickbäuchige Yankee, des Vertreters des Heute", der heute herrschenden Klasse, des Bärgertums. Geschäft, Profit, 100 Prozent sind der wirkt he Sinn der Sporttätigkeit des Herrn Pyle, seine Urväter trieben die Sklaven noch mit der Peitsche au, aber Herr Pyle treibt heute mit der Beitsche des Hungers und der Hungerlöhne, die Stlaven des laufenden Bandes", und die wenschenmaschinen trümmen sich auch unter seiner Peitsche. An den jungen Mann, der vorwärts will! Wenn Sie sich persönlich, sagen wir. um einen Posten bewerben, so werden Sie Ihre besten Kleider anziehen. Sic wissen, daß Sie repräsentieren missen. Doch weit wichtiger für Sie ist Ihre Korrespondenz, den Leute, an die Sie schreiben, gibt es weit mehr. Ihr Brief ist Ihr Kleid, Ihre Erscheinung. Ein handschriftlicher Brief ist in dieser Beziehung heute einfach unmöglich. CORONA gibt allem, was Sie schreiben, ein hübsches Gewand. Ihre geschmackvolle Schrift, die Sie auf der vielreihigen Tastatur spielend und schnell nieder tippen, wird überall eine günstige Aufmerksamkeit erwecken und bürgt Ihnen dafür. daß alles, was Sie schreiben, auch gelesen wird. Die CORONA hat alle Einrichtuen der großen Maschinen. Ist aber um die Hälite billiger. Ihr erster Schritt vorwärts eine eigene persönliche Schreibmaschine. Tun Sie ihn heute! Senden Sie uns den beigedruckten Kupon ein: Gibian& Co., Štěpánská 32, Prag II, Telephon 351-51 bis 53. Senden Sie mir nähere Auskunft und ein unverbindliches Angebot über die tragbare CORONA- Schreibmaschine. Name: Adresse: So Verlangen Sie in jeder Verkaufsstelle des Konsumvereines SELCHWAREN der Firma HEGNER& Cie.. PILSEN Selchwaren der Fa. HEGNER& Cle., PILSEN. SIND DIE ALLERBESTEN! Besonderen Erfolg bringen Wiederhole Anzeigen STEMPEL erzeugt schnell 68 Schöne, weiche Hände erzielen Sie nur durch Benützung von ,, PANAX" Toilette- Vaseline. Wirkt speziell nach dem Waschen mit warmem Wasser. Feinst part. mlert mit Flieder-. Mai glöckchen, Rosen- und Veilchengeruch. 1 kleine Dose K 1'50. I große Dose K 3In jeder Apotheke. Drogerie und Parfümerie zu haben. Erzeugt 4680 Fr. Vítek& Co. Parfümerie- Fabrik Prag II., Vodičkova 33. Wir senden überallhin solange der Vorrat reicht auser erstklassiges Tourenrad, Qualitätsmarke Touring". Luxusausstattung, TorpedoFreilauf, Innenlötung( nicht geschweißt) n. s. w. auf 3 Tage zur Ansicht mit bedingungslosem Rücksendungsrecht bei Nichtgefallen. Bezahlung in Monatsraten à Kč 108Verlangen Sie Einsendung durch tieferstehenden Kupon. An den Fahrrad- Großvertrieb KARL BAUER. Prag II., Krakovská 9. Senden Sie mir ein Fahrrad laut Offert per Nachnahme von Kč 180.-und weiteren 12 Monatsraten à Kč 108.-. Bei Nichtgefallen retourniere ich Ihnen das Rad innerhalb 3 Tagen ebenfalls per Nachnahme der von mir verauslagten Kč 180.-. Umsatzsteuer und Verpackung ist im Preise inbegriffen. Die effektiven Versandspesen trage ich. Das Rad bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Ihr Eigentum. Name: Beruf: Brüder Tauber In- und ausländische Weine in reichster Auswahl. Spezialität: Besonders gepflegte Flaschenweine. 60 Adresse: Post: Weingroßhandlung 82 Prag- Vysočan Allgemeine Genossenschafts- Bank ( Všeobecná družstevní banka) Bredauer Gasse 910-4n. PRAG II.( neben der Haupipost). Telephon: 22751-5. Exposituren; Brünn,„ U Solnice" Nr. 3n. 08 Mährisc- Ostrau ,,, Hornický dům". Durchführung aller Bankgeschäfte. Lose Kreditbriefe für das Ausland, namentlich für Rußland. Einlagen auf Einlagsbüchel und in laufender Rechnung. gegen Barzahlung und auf Raten.- Verkaufstelle der tschechoslow. Klassenlotterie. Vermietung von Schließfächern ( Safes). Eigenes Panzergewölbe. Expositur Prag II., Tešnov 3. Lose gegen bar und auf Kredit. Franz Chmel, Rauft bei unseren Inserenten! Prag II., Nekázanka 18, Beite 1 27 Sonntag, 31. März 1929. POLDISTAHL Vom 23.1. bis 6./IV. Schnellarbeitstähle höchster Leistungsfähigkeit Wergzeugstähle für alle Verwendungszwecke Präzisionssilberstähle Hochwertige Konstruktionsstähle speziell für den Automobil- und Flugzeugbau ANTICORRO- Stähle, rostsicher, säurefest und feuerbeständig Schmiedestücke und Gesenkschmiedestücke, Kurbelwellen, Kaltwalzen, Federn Klaviersaitendraht, Federguẞstahldrähte KLADNO WERKE: KOMOTAU VERKAUFSSTELLEN UND LAGER IN ALLEN INDUSTRIEPLÄTZEN POLDIHUTTE VERKAUFSSTELLE FÜR DAS INLAND: PRAG II., LUTZOWOVA 27 TELEPHON 23351, 23352. Frühjahrs- Reklameverkauf HerrenAnzüge. elegante Modemuster Anzüge, blauer Cheviot Anzüge. teiner Modecheviot Anzüge. blauer Kammgarn. Anzüge aus wollenem Covercoat Gummimantel. Reklamepreis Gummi- Raglans, farblo Waterproofs. reine Wolle Trenchcoats.. • Raglans. Reklameprets Raglans. Kasha. neueste Modelle Windlacken Lederrötke. braun Nappa Hosen, modern gestrelit.. Damen- Gummimäntel: blau. grün, rot.. KnabenCheviot- Sportanzüge. farbig, 2-12 Jahre Einheitspreis Cheviot- Matrosenanzüge, blau 2-12 Jahre Einheitspreis Hosen- Lederimitation, 2-12 Jahre Einheitspreis Ueberzieher, blau gelüttert, 2-10 Jahre Einheitspreis Anzüge mit Westen und kurzen Hosen( 10-12 Jahre). Anzüge mit Westen und langen Hosen( 12-18 Jahre) Mode- Raglans 12-18 Jahre. MODERNER HERRENHUT KC 28.Kt 125.165.250.9 350.99 $ 50.77.95.250. 290.9 185.250.9 20. 440.75. K. 99.. MI 50.75." 16.." 120.19 Von 00.19 ་ ་ . von 110.von 160.99 SPORT- KAPPE KC 9.Bessere Herren- und Knabenkleider jeder Art bis zur allerfeinsten Qualität, in großer Auswahl, sehr billig, lagernd. Herren- u. Damenwäsche, Stril mpfe Taschentücher, Krawatten, Hosenträger, Koffer, Stöcke usw. in größter Auswahl allerbilligst. Provinzversand gegen Nachnahme. STRANSKY H B ERN S KA BANKHAUS PETSCHEK& Co. PRAG II., BREDOVSKÁ 18. OSTAL DEJIN KSC TELEGRAMM- ADRESSE: PETSCHEKOMP Har 8728