Nr. 306. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 t., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BettungsPreisliste für 1899 unter Br. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonei zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Jnferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Bmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bezugs- Einladung. Am 1. Januar 1899 beginnt ein neues Abonnement auf den „ Vorwärts" mit Unterhaltungsblatt und der illustrirten Sonntags- Beilage „ Die Neue Welt". Im Unterhaltungsblatt beginnen wir am 1. Januar 1899 mit dem Abdruck des Original- Romans: Herrn Bickendraths Pensionäre. Von O. Eugen Thossan. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennigen frei ins Hans. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3 Mart 30 Pfennigen Sonnabend, den 31. Dezember 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Lettere Ansicht bestätigt der Beamte für Lothringen Eine solche Nichtbeachtung der Gewerbe- Aufsichtsbeamten durch folgendes Vorkommniß: muß zur völligen Nichtachtung der Arbeiterschutz- Geseze führen. " In einer Konservenfabrit fümmerte sich der Besitzer In Hessen hat deshalb der Justiz minister die Staatsweder um die gesetzlichen Bestimmungen noch umi die Aufsichtsanwaltschaften des Großherzogthums angewiesen, in allen Strafbehörden. Wohl nur in anbetracht der geringen fachen wegen Verfehlungen gegen die Arbeiterschutz- Geseze gerichtlichen Strafen hielt es derselbe in diesem Jahre" dem zuständinen Fabrianspektor den Inhalt des Strafbefehls nicht einmal für nöthig, für die erforderliche Ueberarbeit der oder die Urtheils formel nach Eintritt der Rechtskraft mitArbeiterinnen während des Kampagnebetriebes die gesetzlich vorgeschriebene Genehmigung einzuholen." zutheilen." Der Beamte für Frankfurt a. O. schreibt: „ Nach Ansicht der Gewerbe- Aufsichtsbeamten ist das verhängte Strafmaß in vielen Fällen sehr gering, selbst bei erheblichen Verstößen gegen die ArbeiterschutzGefeße." Sehr zutreffend sagt der Bericht aus Saarbrücken: So lange die gerichtlichen Strafen für Uebertretungen der Arbeiterschuß- Geseze so niedrig bleiben, ist wenig Aussicht vorhanden, daß diese Geseze überall genau befolgt werden. Wenn die Staatsanwaltschaft die Erhebung der öffentlichen Klage, oder das Gericht die Eröffnung des Hauptverfahrens ablehnt, oder wenn dann Freisprechung des Angeklagten erfolgt, fo ist hiervon unter Darlegung der Gründe bezw. Üebersendung einer Abschrift des Gerichtsbeschlusses oder Urtheils dem Fabritinspettor unverzüglich Mittheilung zu machen und in lezteren Fällen anzugeben, ob ein Rechts= mittel eingelegt worden sei oder aus welchen Gründen das nicht beabsichtigt werde." Der Düsseldorfer Aufsichtsbeamte hat bewirkt, daß Die geringen gerichtlichen Strafen erwecken bei der Regierungspräsident den Ersten Staatsanwalt den Arbeitgebern die Ansicht, daß die Bestimmungen( der Arbeiter- ersuchte, die Amtsanwälte dahin anzuweisen, daß sie bei Verschutz- Geseze) nur von geringer Bedeutung sind. Die gerichtliche hängung allzu niedriger Geldstrafen seitens der Schöffengerichte Strafe dürfte eigentlich nicht geringer ausfallen, als der Vor- in jedem Falle Berufung einlegen. Dies einzutheil, welchen die Fabrik durch die Nichtbeachtung der Gesetzes- führen ist im ganzen Reiche nothwendig, wenn bestimmungen gehabt hat; sonst wird die Fabrik leicht ver- die Gewerbe- Aussicht nicht zum Gespött der Unternehmer anlagt, trop der in Aussicht stehenden Beherabsinken soll! Außerdem ist zu fordern, daß die erstrafung die Uebertretung wieder zu begehen." Wie weit aber die Gerichte von dieser doch eigentlich folgten Urheile, am besten mit Namensangabe des Unternehmers, ist Eure Pflicht gegen Euch selbst, ist Eure Pflichtstehende Gerichts urtheile: Genoffinnen und Genossen! Die Verbreitung des„ Vorwärts" selbstverständlichen Anschauung entfernt sind, zeigen nach- sammt der gerichtlich festgestellten Vergehen in einer be. nach- sonderen Uebersicht der Reichsberichte all. gegen die Partei. für die Monate Januar, Februar und März entgegen.( Eingetragen ist der Vorwärts" in der Post- Zeitungsliste für 1899 unter Nummer 7820.) Der Vorwärts" wird nach besten Kräften seine Schuldigkeit thun. Thut Ihr die Eure! Die Redaktion des Vorwärts". Die Unternehmer und die Gerichte. Schon bei Besprechung der preußischen GewerbeAufsichts Berichte( Nr. 157 vom 8. Juli 1898) hatten wir darauf hingewiesen, daß auch in diesem Jahre[ wie in den vorhergehenden selbst die Gewerbe Aufsichtsbeamten darüber flagen, die Urtheile der Gerichte gegen Unternehmer, welche die Vorschriften der Gewerbe Ordnung gröblich mißachten, seien viel zu milde! Nun leidet die deutsche Gewerbe Aufsicht schon dadurch, daß infolge der zu geringen Anzahl von Beamten viel zu wenig Revisionen stattfinden. Um den legten Rest von Wirksamkeit und Ansehen muß sie aber gebracht werden, sobald die Unternehmer erst merken, sie werden, selbst wenn der seltene Fall eintritt, daß ein Auffichtsbeamter ihr Vergehen entdeckt, ganz milde bestraft oder gar freigesprochen. " In einer Weberei wurden zwei Arbeiterinnen in zwei Nächten jährlich mitgetheilt werden. Jezt kommen nur verbis 12 Uhr und an den Sonnabenden bis 7 und 8 Uhr abends einzelte Fälle in den Aufsichtsberichten zur Sprache und der beschäftigt. Der Inhaber der Fabrit erhielt infolge dessen eine Reichsbericht giebt nicht einmal alle wieder. Doch theilt er Strafe bon 10 Mart!"( Düsseldorf.) mit, daß einzelne Aufsichtsbeamten die gerichtlichen Entscheidungen nach wie vor einer abfälligen Kritik unterziehen". Wie berechtigt dieselbe ist, zeigen die gegebenen Beispiele. Nur so weiter und das Unternehmerthum wird das 0 " Die Inhaberin eines Damenkleider Geschäfts hatte ihre Arbeiterinnen an mehreren Sonntagen bis tief in den Nachmittag hinein und an manchen Sonnabenden bis Sonntags früh 2 Uhr, ja jogar bis 32 Uhr beschäftigt. Das Urtheil lautete auf 135 Mart Geldstrafe, eventuell 19 Tage Saft." Deutsche Reich für ein Paradies erlären! ( Schwaben.) Die Leiter und Haupthesizer einer der größten Aftienbrauereien wurden nur mit 20 Mart bestraft, nachdem sie in wissentlicher Uebertretung der Vorschriften während einer größeren Anzahl von Sonntagen den ganzen Tag über hatten brauen lassen."( Baden). Politische Webersicht. Berlin, den 30. Dezember. Politische Amnestic giebt es nicht mehr, seit die Staaten das Bewußtsein haben Klassenstaaten zu sein. In " In einer Druckerei fand der Gewerbe- Inspektor in Echleswig an einem Feiertage vormittags sämmtliche 5 Arbeiter be- Deutschland hat es keine Amnestie gegeben seit dem Kriege schäftigt und ließ Strafantrag stellen. Das Gericht verurtheilte Kategorien von Strafgefangenen, oder für einzelne verurtheilte mit Frankreich. Seitdem nur Gnadenerlasse für einzelne den Besitzer zu nur 3 Mart Geldstrafe"( Schleswig). Eine Berliner Juwelierfirma hatte an einige Pforzheimer Personen, und zwar wesentlich wesentlich für nicht politische, Fabrikanten geringwerthige Uhren in Zahlung gegeben. Ihr Absatz nach gewöhnlichem Begriffe sogar zum theil ehrenrühriger Veran die Arbeiter( unter Kreditgewährung, also Verstoß gegen das gehen. In Italien befolgt man das Beispiel Deutschlands. Trudverbot!) war nicht schwer, da diese im Glauben waren, gute Die Regierung des Königs Umberto hat sich nicht dazu entUhren um billigen Preis zu bekommen. Erwiesenermaßen schließen können, die Opfer ihrer unheilvollen Politik und der waren aber die Uhren sehr minderwerthig, da sie unrepassirt Der Reichsbericht über die deutsche GewerbeAufsicht zeigt, daß diese Milde der Gerichte gegen ungefeßlich und ohne Garantie abgegeben wurden. In einigen Fällen wurden durch sie hervorgerufenen Mai- Mezeleien einfach in Freiheit diese Uhren sogar den Arbeitern um 2 m. bis 4 m. zu ſehen sie will blos den leichter Bestraften im Gnadenausbeutende Unternehmer nicht nur eine preußische Ge höher abgegeben, als sie den Fabrikanten berechnet worden wege die Strafe schenken. Wer bis zu zwei Jahren hat, soll pflogenheit ist, sondern trotz aller Reichsverdroffenheit in waren. Wegen des Kreditirens wurden die Fabrikanten zu mäßigen frei werden; und denen, die zu 8, 9, 10, 12, 16 Jahren manchen Partitularstaaten zur Reichsgewohnheit wird. Natür- Geldstrafen von 5 M. bis zu 25 m. verurtheilt." Kerkers verurtheilt sind, werden gnädig zwei Jahre abgezogen. lich giebt der diesmal so kurze Reichsbericht nicht alle in den ( Baden.) O diese Gnade! O diese-Angst! Landesberichten mitgetheilten Fälle genau wieder. So Hier, wo eine direkte Bereicherung der Fabrikanten auf Wie ein Telegramm der Frankfurter Zeitung" aus fehlt die Mittheilung aus Berlin- Charlotten- Rosten der armen Arbeiter erfolgt ist, wenn nicht unter Vor- Rom mittheilt, erklärt der„ Avanti" den Gnadenerlaß für burg( preußische Berichte S. 109):„ Verstöße gegen spiegelung falscher Thatsachen, so doch unter Umständen, die ganz ungenügend, und geht die Bewegung für eine undie Sonntagsruhe famen meist nur in fleineren einer Betrügerei ganz ähnlich sehen, verhängt das Gericht beschränkte Amnestie mächtig voran. Möge sie ihr Anlagen vor. Die zur Anzeige gebrachten Vergehen eine Strafe, die nicht einmal die Höhe des Gewinnes an Biel erreichen! wurden von den Gerichten durch weg sehr mtl de bediesem Uhrenhandel hat ganz abgesehen davon, daß auch Die Abrüftungskonferenz wird, wie die Blätter melden, vorurtheilt." Ferner fehlt in den Mittheilungen aus die Gewerbe- Ordnung durch dieses Truckgeschäft verletzt wurde. aussichtlich Mitte Februar in Petersburg zusammenZrier Saarbrüden die im preußischen Berichte be- In anderen Fällen scheinen die Gerichte den verurtheilten treten. Vielleicht will es die Ironie der Geschichte, daß um diefindliche und sehr bezeichnende Ansicht:" Es ist nach dem Unternehmer beinahe um Entschuldigung zu bitten, daß sie selbe Beit in den Barlamenten aller, Seulturstaaten" über die sechsjährigen Bestehen der hiesigen Gewerbe- Inspektion nicht ihn verurtheilen! Schon im vorigen Jahresbericht wurde ein Vermehrung der Armeen und Flotten debattirt wird. anzunehmen, daß ein Arbeitgeber aus untenntniß derartiges Urtheil gegen einen Konservenfabrikanten aus dem gegen das Gesetz verstößt." Aufsichtsbezirk Hildesheim erwähnt. Welche Folgen Die Mehrzahl der Mittheilungen der Landesbeamten ist solche Gerichtssprüche haben, zeigt die diesjährige Bemerkung aber im Reichsbericht enthalten und zeigt ein Bild, bas zu bauer der Arbeiterinnen ist seltener geworden und nur in soll bekanntlich nach einem tonjervativen Antrage bestraft werden. desselben Hildesheimer Beamten:„ Eine zu lange Beschäftigungsdem Verfolgungseifer, der gegen Vergehen der Arbeiter bei Lohntämpfen üblich ist, in schroffstem Gegensate steht. den Konservenfabriken des Bezirks Hildes. Man hat diesen Antrag allgemein so aufgefaßt, daß von der Sehr richtig schreibt über diese milde Praris der heim festgestellt worden." Gerichte der Aufsichtsbeamte für Arnsberg: Ueberhaupt fritt in der Beurtheilung der Hebertretungen der Arbeiterschutz- Gesetze bei den Polizeibehörden wie bei den Gerichten meist eine der Industrie günstige Auffassung au tage, welche geneigt scheint, der sozialen Gesezgebung keine besondere Wichtigkeit für das Wohl der arbeitenden Slaffe beizulegen und Zuwiderhandlungen als mehr oder weniger belanglos anzusehen. Das Strafverfahren gegen einen Steinbruchbefizer wegen ungesetzlicher Beschäftigung schulpflichtiger inder fand mit der Berurtheilung des Unternehmers und des Bruchmeisters zu je 60 M. Geldstrafe feinen Abschluß. Das sind die höchsten Strafen, die von den Gerichten verhängt worden sind; im allgemeinen schwankten sie zwischen 8 und 20 M." Die günstige Auffassung für die Industrie" muß heißen: Für die Industriellen! Der Bericht aus Düsseldorf meldet: " Die im vorigen Jahresberichte mitgetheilte unmenschliche Ausungung jugendlicher Arbeiter in einer Kabelfabrik des Duisburger Aufsichtsbezirks, wo häufige Nachtarbeit, 24 stündige Arbeitszeiten mit nur 2 Stunden Ruhepause u. a. m. gerichtlich festgestellt wurden, hat durch die Bestrafung des Direktors und des Betriebsingenieurs mit je 50 M. eine Sühne erfahren, welche wenig geeignet erscheint, ge wissenlose Unternehmer von der Begehung gleich schwerer Gejegesverlegungen zurüdzu schreden," Warum auch nicht? Es foftet ja wenig oder gar keine Strafe. Aehnliche Erfahrungen muß der Aufsichtsbeamte für Westpreußen gemacht haben, denn er schreibt im dies. jährigen Bericht: # Für Vergehen gegen die Arbeiterschutz- Bestimmungen legen die Gerichte in der Regel so niedrige Strafen fest, daß sie nicht als angemessene Sühne für die Strafthat angesehen werden können. Die Arbeiterschuß Gesezgebung und die zu ihrer Einführung berufenen Organe werden den Gewerbetreibenden gegenüber in Mißkredit gebracht, wenn bei Vergehen, deren Bestrafung fie herbeigeführt haben, die Straffeftfegung gewissermaßen unter dem Ausdruck des Bedauerns erfolgt." Wie es ihm mit seinen Strafanträgen erging, schildert der Beamte für Westpreußen an folgendem kennzeichnenden Falle: * Deutsches Reich. Die Veröffentlichung geheimer Aktenstücke Strafe auch diejenigen großen bürgerlichen Zeitungen betroffen werden sollen, die Regierungsvorlagen, Etats und dergleichen vorzeitig veröffentlichen. Auch hat die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" erklärt, daß die Regierung selbst den Antrag so auffasse und daß er der Regierung in diesem Sinne genehm wäre. So haben es aber die konservativen Herrn Antragsteller gar. nicht gemeint. Sie lassen ihre Anficht in der Kreuz- Zeitung" folgendermaßen bekannt machen: Der bekannte Antrag der konservativen Abgeordneten Graf Klindowström und Dietrich ist von einigen Zeitungen so aufgefaßt worden, als ob er durch die vorzeitige Veröffentlichung von EtatsStücken seitens eines süddeutschen Blattes veranlaßt worden wäre. Diese Auffassung ist durchaus unzutreffend; ein derartiges Motiv hat den Antragstellern völlig ferngelegen; auf grund bester Jne formationen tönnen wir erklären, daß die Abgg. Kelindowström und Dietrich ihren Antrag gestellt haben, weil der sozialdemokratischen Presse wiederholt durch gewissenlose Beamte geheime Aftenstücke zur Veröffentlichung zugestellt Trotzdem noch in dem Strafantrage( Sonntagsarbeit jugend- worden sind. licher Arbeiter in einer Buchdruckerei) auf die vorher- Das ist ein sehr ehrenwerther Standpunkt! Wenn Aftenstücke gegangenen Verurtheilungen des Betriebs- Unter- für große bürgerliche Zeitungen gestohlen werden zu keinen andern nehmers und auf die früheren Warnungen fo- als Geschäftszweden, so bleibt das straflos. Wenn aber in wie darauf bezug genommen war, daß der Betriebs- sozialdemokratischen Blättern Verfügungen oder dergleichen ver. Unternehmer auch sonst seine Arbeiter in rücksichts- öffentlicht werden, nicht aus Lust oder Interesse an der Sensation, lofer Weise ausbeute, sprach das Schöffengericht sondern weil deren Juhalt auf keine andere Weise ans Tageslicht den Angeklagten frei."„ Der Gewerbe In- fäme und es nöthig ist, daß das Volk die gegen es gerichteten An spettor war als Zeuge geladen, wurde aber nicht vernommen schläge kennen lerne, dann soll der Staatsanwalt einschreiten. und erfuhr den Ausgang erst nach Ablauf der Das ist eine Anschauung, die sich in den Augen aller anständigen Berufungsfrist.". Leute selbst richtet. 0 auf einer a faiſert. Muſteranſtalt es bon Wozu die preußische Ausweisungspolitik zwingt. fozialdemokratischen Agitatoren" dulde. Sum Ueberfluß drückt dies Schuh vor Schuhleuten. Aus Straßburg i. E. fchreibt An die dänische Kundschaft haben die Inhaber zweier beden- bereits die im Monat vorher auf der Werft eingeführte neue Arbeits- man uns: Ein Polizeistücklein, das denn doch über das Bohnenlied tender deutschen Exportfirmen: Blell u. Söhne, Brandenburg a. 5. ordnung aus, welche überdies Bestimmungen enthält, die es der geht, macht hier viel von sich reden. In einer der letzten Nächte ( Inhaber Handelskammer- Präsident Blel) und M. Hiller Nachf. erftverwaltung freistellen, auch auf grund von Ermittelungen, die erschienen in der Wohnung eines hier ansässigen Herrn zwei SchutzBerlin, das nachstehende Zirkular versandt:" sich auf das Vorleben der eingestellten Arbeiter erstreden, gegen leute, um den Mann zu verhaften. Auf die Frage nach dem Angesichts der Aufregung, welche sich infolge der Maßnahmen diese vorzugehen. Grunde dieser Maßregel erklärten sie, es geschehe lediglich, um feft= der preußischen Regierung in Schleswig Holstein des dänischen j Auf grund dieser letzteren Bestimmungen muß die Entlassung zustellen, daß der Betreffende auch thatsächlich an der von ihm an Boltes bemächtigt hat, erlauben sich die ergebenst Unterzeichneten des Klempners T. erfolgt sein, der seit ungefähr fünf Wochen auf gegebenen Adresse wohne. Die Beamten führten dann ihr Vorhaben darauf hinzuweisen, daß in weiten Kreisen des deutschen der Torpedo- Reparaturwerkstatt der Werft beschäftigt war. 2. fand aus, obwohl der Hauswirth ihnen vorher ausdrücklich verfichert. Volkes diese Erregung als vollkommen berechtigt anerkannt wird. gestern seine Entlassung am schwarzen Brett seines Refforts an hatte, daß die Wohnungsangabe seines Miethers der Wahrheit entEs find nicht nur Handeltreibende, es find Männer aller Berufs- geschlagen weil er ein fozialdemokratischer Agitator" fei. Der fpreche. Der Mann wurde mitten in der Nacht zum nächsten Polizeiarten, es ist die deutsche Presse mit wenig Ausnahmen, es find effortdirektor, den T. wegen der näheren Gründe anging, gab ihm revier geführt, von wo man ihn jedoch bald wieder entließ. Seinem hervorragende Profefforen der deutschen Hochschulen, welche ein zu verstehen, daß er als Schriftführer des sozialdemokratischen Wahl- energischen Ersuchen um Angabe der beiden Schugleute wurde nicht müthig und entschieden die Härte mißbilligen, mit welcher in vereins und weil er politische Reden halte", entlassen werde. Nun stattgegeben. Eine an zuständiger Stelle eingereichte Beschwerde Schleswig- Holstein gegen harmlose Leute vorgegangen wird, welche hat aber T. weder öffentlich noch in Vereinen je geredet und Schrift- dürfte die erwünschte Aufklärung des mehr als seltsamen Falles politisch indifferent sind und sich niemals einen Verstoß gegen die führer des sozialdemokratischen Wahlvereins ist er auch nie gewesen. bringen. Staatsordnung haben zu Schulden kommen lassen. Wohl aber ist er vor seinem Eintritt in die Werft Auch im deutschen Reichstage ist von verschiedenen Rednern Schriftführer im Metallarbeiter Fachberein gewesen. Vom Großherzog von Baden. Eine Aeußerung des Großunter dem Beifall der Mehrheit die Angelegenheit zur Sprache Sollte nun wirklich ein kaiserl. Werftdirektor den politischen herzogs von Baden aus dem Jahre 1887 über die Sozialgebracht und das Verhalten des preußischen Oberpräsidenten be- Wahlverein mit der Gewerkschaft verwechseln? Oder will bemokratie wird jezt bekannt. Der Großherzog ließ sich flagt und als ein solches bezeichnet worden, welches den Frieden man- auf einer kaiserl. Musteranstalt gegen das bischen gegenüber dem Schriftsteller Dagobert v. Gerhardt, wie dieser in und das bestehende freundliche Einvernehmen zwischen den beiden Koalitionsfreiheit der Arbeiter, den Gewerk- feinem Werke„ D Das Stizzenbuch meines Lebens" III. Theil, Völkern stören muß. Wir werden gemeinschaftlich mit unseren schaften repräsentirt wird, vorgehen? Interessant wäre es auch Breslau 1899) mittheilt, am 15. Dezember 1887 wie folgt aus: Freunden und der großen Mehrheit des deutschen Wolfes nichts zu erfahren, wer eigentlich im Auftrage der kaiserlichen„ Sie haben auch des öfteren die soziale Frage berührt. unversucht lassen, um die Abstellung der getroffenen harten Maß- Werftverwaltung die Ermittelungen" über das Vorleben der neu Die Art und regeln herbeizuführen. Sie dagegen erfuchen wir freundlicht, eintretenden Arbeiter anstellt, ob die Polizeibehörden oder die meise, wie Sie dies thaten, hat mich durchaus angesprochen: man muß bei der Besprechung dieser Frage auch dahin wirken zu wollen, daß das dänische Bolt eine Mißstimmung Amateurdenunzianten unter den sogenannten„ nationalen" Arbeitern, den Reichen und Vornehmen derb die Wahrheit sagen. Nichts ist gegen die preußische Regierung nicht auf das deutsche Volt über die der Kurs Tirpitz gezüchtet hat. verkehrter, als den Sozialdemokraten bei Bekämpfung der Doktrinen trägt. Hochachtungsvoll ac. mur als ihr hochmüthiger und leidenschaftlicher Feind gegenüberWie bezeichnend ist es, daß deutsche Geschäftsleute ihre auszutreten.n Man muß als ihr wohlwollender Helfer auftreten und ländischen Kollegen wegen der preußischen Politik um Entschuldigung fann dann um so wirksamer das Verkehrte ihrer Forderungen bekämpfen. Es sind Menschen wie wir, und sie wollen, wie wir, als Menschen leben, nur die Mittel, die sie zur Erreichung auch ihrer diskutirbaren Forderungen anvenden wollen, find thöricht und verwerflich. Am verkehrtesten ist es aber, ihnen darin nachzuahmen, daß man im Kampf gegen fie auch jene Art von Agitation betreibt, die nur Haß und Feindschaft säet, und in der ihre Wortführer geradezu Meister sind; ich begreife die Leute hier inrin Berlin nicht, die von solchem Vorgehen das Heil erwarten. Die soziale Frage wird nur durch die freiesten Köpfe und die reinsten Herzen aus dem Volt selbst zu lösen sein. Und da werden fich freilich auch unsere oberen Stände gewaltig ändern müssen. Hier in Berlin herrscht ein Lurus, ein lebermuth des Geldes, der uns mit schwerer Sorge wegen der Zukunft erfüllen fann; ich bitte Sie, fahren Sie fort, Ihre wohlmeinenden Rathschläge immer wieder an jene höheren Gesellschaftsschichten zu ertheilen, die in kurzsichtigster Genußsucht für die Sturmzeichen unferer Tage gar kein Auge zu haben scheinen." lis bitten müssen. Russische Repreffalten. Die Nuffische Telegraphenagentur" in Petersburg hat am 25. d. M. in das außerdeutsche Ausland nach stehende Meldung versandt: Infolge der Ausweisungen russischer Unterthanen aus dem deutschen Reiche soll wie gerichtweise verlautet die Absicht bestehen, die gleiche Maßregel auf deutsche Unterthanen, welche in Stußland nicht nur ihr Brot verdienen, sondern große Reichthümer erwerben, anzuwenden. Eine nur theilweise Ausführung dieser Maßregel würde Deutschland enorme Berluste verursachen. Die preußischen Ausweisungspolitiker werden ihr ebenso thörichtes wie brutales Unterfangen noch zu bereuen haben. Sur Frage der Fleischtheuerung. Verschiedene Frauenbereine Berlins haben die folgende Petition an den Reichstanzler eingesandt: " Die zweite Maßregelung betraf den Schiffbauer Sch., der am Abend des 1. Mai wegen Singens der Marseillaise in den Straßen des benachbarten Ellerbed von Polizeibeamten notirt und dann vom Kieler Schöffengericht zu 15 M. Geldstrafe verurtheilt worden war. Obwohl die Verurtheilung bereits vor 21/2 Monaten stattgefunden hat, erhielt gestern Sch. seine Kündigung mit der Motivirung, er habe den ersten Mai gefeiert! Sch. machte vergebens geltend, er habe nicht der Demonstrationsfeier der Sozialdemokraten, sondern lediglich einem an jenem Sonntag abgehaltenen Ball der Metallarbeiter beigewohnt es es blieb bei der EntTassung. . für das Deutsche Reich enthält bekanntlich eine Bestimmung, wonach Lohnauszahlung an Minderjährige. Die Gewerbe- Ordnung eine Gemeinde oder ein weiterer Kommunalverband für alle Gevon minderjährigen Arbeitern verdiente Lohn an die Eltern oder werbebetriebe oder gewisse Arten desselben festsetzen kann, daß der Vormünder und nur mit deren schriftlicher Zustimmung oder nach deren Bescheinigung über den Empfang der letzten Lohnzahlung un mittelbar an die Minderjährigen gezahlt wird. Auf grund dieser Bestimmung hat die Biegniger Stegterung an die GewerbeWir verlangen von dem Großherzogi teine unparteiische " Die Mitglieder der unterzeichneten Frauenbereine haben in Inspektion eine Verfügung erlassen, worin die ortsstatutarische Re- Würdigung der Sozialdemokratie, wir wundern uns auch nicht über ihren eigenen Hausständen die Erfahrung machen müffen, gelung der Lohnzahlung an Minderjährige angeregt wird, und zwar seine seltsame Auffassung, daß die Wortführer dieser Partei„ Haz wie schwer es bei den auf eine bisher unbekannte Höhe im Hinblick auf den unter den„ minderjährigen Arbeitern um sich und Feindschaft" jäen, obwohl doch gerade das systematische gestiegenen Fleischpreisen selbst Familien in sonst geordneten greifenden Hang zum Lurus und zur Verschwendung". In politische Kapitalismus es ist, das auch Unterdrückungs- und wirthschaftliche Ausbeutungsdes Sanftesten in gährend Drachengift verwandeln muß. Weit sonderbarer erscheint uns das Verhalten des Großherzogs von Baden gegenüber den mannigfaltigen Knebelgesezen, mit denen feit 1887 die deutschen Arbeiter bedacht worden sind, sofern er wirk ich solchen Anschauungen zuneigt, wie sie ihm der oben zitirte Wie reimt sich das zu von dieser Gesezesbestimmung Gebrauch gemacht, um bald wieder Blut davon Abstand zu nehmen. Berhältnissen wird, eine angemessene Lebenshaltung zu er möglichen. Andererseits haben sie in ihrer über ganz Berlin ausgedehnten privaten Fürsorge für Krante und Arme vielfach Gelegenheit zu beobachten, welch schwerer Schaden allen Boltstreifen durch diese Theuerung an ihrer Gesundheit er- wieder durch einen Fall in Dresden Lehrernoth. Das fast sprichwörtliche Lehrerelend erfährt fett twächft. Sie bitten daher Ew. Durchlaucht, Hochdieselben mögen Illustration. Dort starb ein mit einer starten Familie gefegneter Schriftsteller in den Mund schreibt. eine recht deutliche die fofortige Aufhebung der jest bestehenden Einfuhrverbote für Schlachtvieh aller Art verfügen Lehrer und im Nachlasse befanden sich an baarem Gelde im ganzen sammen? und zugleich verordnen, daß nach Bichhöfen mit direkten Bahn- fünf Pfennige vor. Der sehr solide Mann hat, wie berichtet Es scheint fast, als habe der Schriftsteller Dagobert v. Gerhardt anschlüssen die Einfuhr von Schlachtthieren mit der Berpflichtung wird, stets mit Noth und Sorgen zu kämpfen gehabt und konnte sich seine Phantasie etwas gar frei spielen laffen. Die bekannten Kriegeralsbaldiger Abschlachtung gestattet sei." nur mit Hilfe von Unterstügungen und Borschüssen von befreundeter vereinsansprachen des badischen Großherzogs flangen doch ganz anders Seite über Waffer halten. Für die in bitterster Noth zurückgelassene als diese Predigt an die Reichen und Vornehmen. Wittwe und Familie- acht Kinder- hat die Dresdener Lehrerschaft nunmehr 1200 M. zusammengebracht. So konnte den Wermsten wenigstens durch das Mitleid anderer noch eine Weihnachtsfreude bereitet werdent. Schifffahrtsweg Berlin- Stettin. Der brandenburgische Provinzialausschuß hat eine Anfrage wegen Betheiligung der Provinz an der Hebernahme einer Garantiepflicht für eine neue Schifffahrtsstraße Berlin- Stettin in a blehnendem Sinne beantwortet. 0 Die Verhältnisse in Elsaß Lothringen werden von bösen Von der Ausweisungspolitik. Aus Oberschlesien wird uns Nörglern in den schwärzesten Farben geschildert. Aber wir können berichtet: an einem Heinen Beispiel zeigen, wie unberechtigt diese absprechenden Sehr unangenehmes Aufsehen macht hier die Ausweisung eines Urtheile und welch' idyllische Zustände thatsächlich in den Reichslanden feit längerer Zeit in Beuthen in Stellung befindlichen Handels- herrschen. Da wollte der Borstand des Striegervereins zu gehilfen Silbiger, der zwar österreichischer Staatsangehöriger eter chen eine Weihnachtsfeier abhalten und hatte kein ihm recht ist, aber nicht im geringsten Anlaß zur Ausweisung gegeben hat. paffendes Lokal zur Verfügung. Flugs wandte er fich an die Sogar die Hafatiftenblätter wundern sich über die Maßregel, da S. Eisenbahn Verwaltung und diese stellte am zweiten ganz deutsch" ist. Weihnachtstage von abends 8 Uhr bis morgens 6 Uhr den Warte ja al zweiter Klasse zur Verfügung. Dort wurde dann wirklich deklamirt, gefungen und getanzt, Nichtmitglieder hatten natürlich feinen Eintritt. Früh morgens vor 5 Uhr trifft zwar schon ein Zug auf der Station ein, aber das machte nichts, der Wartesaal blieb für das Publikum gesperrt. Was thut eine Behörde nicht alles für einen braven Kriegerverein. Und da sage noch einer, in den Reichslanden gehe es nicht gemüthlich her! Arbeiter Maßregelungen in den Musteranstalten des Serru Tirpin. Aus Kiel wird uns unterm 29. Dezbr. geschrieben: Ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk hat die faiserliche Werftverwaltung ihrem obersten Chef in der gestern verfügten Entlaffung zweier Arbeiter gemacht. Herr Tirpitz hat es bekanntlich im Mai dieses Jahres fundgegeben, daß er unter seinen" Arbeitern keine " Die Agrarfrage. „ Eine Uebersicht über die Tendenzen der modernen Landwirthschaft und die Agrarpolitik der Sozialdemokratie" so nennt sich Karl Kautsky's 455 Seiten starkes neues Buch, das in den nächsten Tagen dem Buchhandel übergeben werden wird. Wir sind in der Lage, unseren Lesern bereits heute einen Ueberblick über den reichen Inhalt des Werkes und einige Bitate aus besonders bemerkenswerthen Kapiteln zu geben. Eine Besprechung und Würdigung deffelben behalten wir uns bor. schen, daß es die städtische Industrie war, die die Einheit von Industrie und Landwirthschaft auf dem Lande zerstörte, die den Landmann zum einseitigen Landwirth machte, zum Waaren produzenten, welcher von den Launen des Marktes abhängt, die die Möglichkeit seiner Proletarifirung schuf. aid du Fünfzig Schlöffer befitt der Kaiser. Davon sind in Berlin bret: das fönigl. Schloß, das Schloß Bellevue und Schloß Monbijou. In Potsdam befinden sich 18: Stadtschloß, Nenes Palais, Babelsberg, Sanssouci, Marmorpalais, Orangerie, Jagdschloß Stern, Belvedere, Sacro, Charlottenhof, bayerisches Haus im Wildpark, Landhaus Alexandrowska und das Schloß auf der Pfaueninsel; in Kassel das Stadtschloß, die Löwenburg und Wilhelmshöhe: in Hanover das Residenzschloß. Ferner gehören dem Kaiser die Schlösser in Wiesbaden, Urville, Straßburg i. E., Stolzenfels, Springe, Burg Sonneck a. Rh., Rominten, Schönhausen, Schwedt a. D., Benrath, Breslau, Brühl, Jagdschloß Grimewald, Celle, Charlottenburg, Erdmannsdorf, Freienwalde a. D., Jagdschloß in der Görde, Schloß Georgsgarten, Burg Hohenzollern, Homburg v. d. Höhe, Hubertusstod, Jägernhof bei Düsseldorf, Königsberg i. Br., Kadinen, KönigsWusterhausen, Lezzlingen, Osnabrück, Oliva und das Stadtschloß in Stoblenz. Wie man sieht, befinden sich unter den Schlössern nicht wenige, die früher im Besiz anderer, angestammter Herrscherhäuser" waren. In jenen Gegenden aber, die rein landwirthschaftlich bleiben, die, sei es wegen der Unzulänglichkeit ihrer Gebiete oder ihrer Be wohner, dem Eindringen der Industrie verschlossen bleiben, dort geht die Bevölkerung zurück an Bahl, an Kraft, an Intelligenz, an Wohl stand, und mit ihr verarmt der Boden, verkommt der landwirthschaftliche Betrieb. Die reine Landwirthschaft hört in der kapitalistischen Gesellschaft auf, ein Element des Wohlstandes zu bilden. Damit hört aber auch die Möglichkeit für die Bauernschaft auf, wieder auf einen grünen Zweig zu tommen. Wie die landwirthschaftliche Bevölkerung der Feudalzeit, gerathen auch diese Elemente in eine Sadgaffe, aus der fie durch eigenen Anstoß sich nicht befreien tönnen, in der fie immer angstboller und verzweifelnder sich zusammendrängen. Wie am Ende des 18. Jahrhunderts wird es auch diesmal die revolutionäre Bevölkerung der Städte sein müssen, die ihnen die Erlösung bringt und ihnen die Bahn eröffnet zur weiteren Entwickelung. Während die kapitalistische Produktionsweise auf dem Lande die Bedingungen der Bildung einer revolutionären Klasse zusehends erschwert, fördert sie sie in den Städten. Sie konzentrirt in diesen die Arbeitermassen, schafft dort günstige Vorbedingungen ihrer Organi fation, ihrer geistigen Entwickelung, ihres Klassentampfes. Sie entvollert das flache Land, zerstreut die Landarbeiter über weite Flächen, isolirt fie, raubt ihnen die Mittel der geistigen Entwickelung und des Widerstands gegen den Ausbeuter. Sie tonzentrirt in den Städten die Kapitalien in immer weniger Händen und drängt so förmlich zur Expropriation der Expropriateure. In der Landwirthschaft führt sie nur theilweise zur Konzentration der Betriebe, auf der anderen Seite zu ihrer Bersplitterung. In ihrem Fortschritt macht die kapitalistische Produktionsweise in jedem Lande früher oder später die Industrie zur Exportindustrie, der der innere Markt nicht genügt, die für den gesammten Weltmarkt produzirt. In demselben Maße reduzirt fie die reine Landwirthschaft zu einem Gewerbe, das nicht einmal den heimischen Martt behaupten fann, dessen Bedeutung neben der Weltproduktion immer mehr zurücktritt. Wir haben weiter gefunden, daß die Landwirthschaft der Feudalzeit sich in einer Eadgasse verrannte, aus der sie durch eigene Straft fich nicht herausarbeiten konnte. Es war die städtische Industrie, welche die revolutionären Krafte schuf, die gezwungen und im stande waren, das feudale Regime niederzureißen und damit nicht nur der Jndustrie, sondern auch der Landwirthschaft neue Bahnen zu eröffnen. Das Buch zerfällt in zwei Haupttheile. Der erste behandelt Es war die Industrie, die dann die technischen und wissenschaft. die Entwickelung der Landwirthschaft in der lichen Bedingungen der neuen, rationellen Landwirthschaft erzeugte, tapitalistischen Gesellschaft. Der Verfaffer giebt eine sie durch Maschinen und Kunstdünger, durch das Mikroskop und das Schilderung der Landwirthschaft der Feudalzeit( Dreifelder- Wirth- chemische Laboratorium revolutionirte und dadurch die technische schaft; Einengung derselben durch den Großbetrieb des Grund- Ueberlegenheit des kapitalistischen Großbetriebes über den bäuerlichen herrn; der Bauer wird Hungerleider; das Dreifelder Kleinbetrieb herbeiführte. System wird zu einer unerträglichen Feffel der Landwirth- Aber dieselbe industrielle Entwickelung, welche diese landwirth schaft), aus der die moderne Landwirthschaft erwächst. schaftlichen Verhältnisse geschaffen, wälzt sie noch weiter um durch Diese wird zunächst in ihren technischen Bedingungen dar Ausdehnung des Weltverkehrs und erzeugt die überseeische gestellt: Fruchtwechsel- Wirthschaft, Arbeitstheilung; die Majchine in Lebensmittelkonkurrenz. Wo der Grundbesiß nicht stark gemig, da der Landwirthschaft; Dünger, Batterien; die Landwirthschaft eine stürzt sie sich mit voller Wucht auf ihn, wie in England, mildert Wissenschaft. In einem weiteren Kapitel wird in Anlehnung an die aber gerade dadurch den Gegensatz zwischen ihm und der Masse der Marg'sche Grundrenten- Theorie der kapitalistische Charakter der Konsumenten. Wo der Grundbesitz die Staatsgewalt sich dienstbar modernen Landwirthschaft erörtert; die Differentialrente, die abfolute machen kann, da versucht er durch eine künstliche Lebensmittel Grundrente, der Bodenpreis lauten die Titel der Untertheile Bertheuerung die Preise wieder auf die alte Höhe der Produktionsdieses theoretisch grundlegenden Kapitels. Kapitel VI behandelt die kosten hinaufzuschrauben, was ihm bei dem heutigen Weltverkehr und Konkurrenz der Betriebe in der Landwirthschaft, die technische Ueber- der internationalen Konkurrenz jedoch nirgends in genügender Weise legenheit des Großbetriebes, die Ueberarbeit und Unterfonsumtion gelingt und gelingen kann und blos dazu führt, den schon hochim Kleinbetrieb, das Genossenschaftswesen. Stapitel VII die Schranken gespannten Gegensatz zwischen dem Grundbesiz und der Masse der der kapitalistischen Landwirthschaft: die Beschränktheit des Bodens; Konsumenten, namentlich des Proletariats, noch mehr zu steigern. der größere Betrieb nicht nothwendig der beffere; das Latifundium; Aber neben dem Grundbesitz leidet auch die Landwirthschaft, am der Mangel an an Arbeitskräften. Kapitel VIII die Prole- meisten natürlich dort, wo der Landwirth auch der nominelle Grundtarifirung der Banern: Die Tendenz zur Bodenzerstückelung; befizer ist; sie greift nach den verschiedensten Produktionsmethoden, die Formen des bäuerlichen Nebenerwerbes. Kapitel IX die um die Produktion den neuen Verhältnissen anzupassen, fehrt hier Je mehr also die kapitalistischen Eigenthume und Aneignungswachsenden Schwierigkeiten der waarenproduzirenden Landwirthschaft: zu ertensiver Weidewirthschaft zurück und geht dort zu intensivstem formen und Interessen in Widerspruch gerathen mit den Bedürfnissen die Grundrente; das Erbrecht; Fideikommiß und Anerbenrecht; die Gartenbetrieb vor, fchließlich aber findet sie überall als das ratio- der Landwirthschaft, je mehr sie diese belasten, ja herabdrücken, je Ausbeutung des Landes durch die Stadt; die Entwicklung des flachen nellste Mittel die Vereinigung von Industrie und Landwirthschaft. dringender für diese die Zertrümmerung der tapitalistischen Forment, Landes. Kapitel X die überseeische Lebensmittelfonfurrenz und So fehrt die moderne Produktionsweise- allerdings in zwei die Niederwerfung der kapitalistischen Interessen wird, desto weniger die Industrialifirung der Landwirthschaft: die Exportindustrie; das Formen, der industriellen Lohnarbeit des Kleinbauern und der land- ist sie im stande, die nöthigen Kräfte und Organisationsteime aus Eisenbahnwesen; die Gebiete der Lebensmittelfonfurrenz; der Rüd- wirthschaftlichen Industrie des größeren Landwirths- am Ende wieder sich selbst zu entwideln, desto mehr bedarf sie des Anstoßes durch gang der Körnerproduktion; Vereinigung von Industrie und Land- zu ihrem Ausgangspunkt zurüd: zur Aufhebung der die revolutionären Kräfte der Industrie. wirthschaft; Verdrängung der Landwirthschaft durch die Industrie. Scheidung von Industrie und Landwirthschaft. Und an diesem Anstoß wird es nicht fehlen. Das industrielle Den Schluß dieses ersten Haupttheils bildet im 11. Kapitel ein Aber war im primitiven bäuerlichen Betrieb die Landwirthschaft das Proletariat kann sich nicht selbst befreien, ohne die landwirthschaftAusblick in die Zukunft. Hier werden zunächst nochmals ökonomisch entscheidende und führende Element, so hat sich jetzt das liche Bevölkerung mit zu befreien. zusammenfassend die Triebkräfte der Entwidelung ver- Verhältniß umgefehrt. Die fapitalistische Großindustrie herrscht und Die menschliche Gesellschaft ist ein Organismus, tein thierischer anschaulicht. Wo, fragt der Verfasser, haben wir das die Land- die Landwirthschaft hat ihren Geboten Folge zu leisten, ihren Be- oder pflanzlicher, sondern ein eigenartiger, aber nichtsdestoweniger wirthschaft revolutionirendesMoment zu suchen? Und er antwortet dürfnissen sich anzupassen. Die Richtung der industriellen Ents ein Organismus und fein bloßes Aggregat von Individuen, und als folgendermachen: widelung wird maßgebend für die landwirthschaftliche. Ist die erstere ein Organismus muß fie einheitlich organisirt sein. Es ist eine Die Industrie bildet die Triebfraft nicht nur ihrer eigenen, dem Sozialismus zugewandt, so muß auch die lettere fich ihm zu Absurdität, zu glauben, in einer Gesellschaft tönne ein Theil sich in sondern auch der landwirthschaftlichen Entwickelung. Wir haben gewenden. der einen Richtung entwickeln und ein anderer, ebenso wichtiger, in Ueber den Fall Biethen schreibt die Könische Zeitung":" W か Hier in Nom ist die erste Nummer einer„ Rivista critica del Cayenne zu beauftragen, Dreyfus gewiffe Fragen zu unterbreiten, die Beseitigung der städtischen Mehlaölle beantragt, und sie zieht es " Der Prozeß Biethen ist seinerzeit in voller Deffentlichkeit vor welche er sofort beantworten folle. deshalb vor, den Ministern des Schatzes und der Finanzen Barrdem Schwurgericht in Elberfeld verhandelt worden. Die Entscheidung des Schwurgerichts ist auf grund der sorgfältigsten und Die Mittheilung der Geheimpapiere an das höchste fran- elli und Carrano den Abschied zu geben. Diese beiden waren bis ins einzelne gehenden Beweisführung erfolgt, und sie ist um öfische Gericht erfolgt unter eigenthümlichen und bemerkenswerthen aber gerade der liberale Bestandtheil im Bunde der Reaktionäre so schwerwiegender, als eine alte Erfahrung lehrt, daß Ge- Umständen. Ursprünglich war Hauptmann Cuignet bestimmt, zu den Pelloux u. f. tv. schworene sich nur äußerst ungern auf grund eines Indizienbeweises sie den Richtern nach der Annahme des Generalstabs unverständlich selbst die Preſſe fängt wieder an zu erscheinen. In Forli ist eben toftbaren Papieren die mündliche Erläuterung zu liefern, ohne die Die sozialistische Partei vollzieht langfam ihre Neuorganisation. zur Bejahung der Schuldfrage entschließen. Seitdem ist kein Beweismoment durch irgend eine erhebliche neue Thatsache in seiner Kraft bleiben würden; Guignet ist der Offizier, der nach Henry's Ge-" Der Wedruf"( Il Risveglio) unter der Redaktion des Abgeordneten erschüttert worden, und es ist in der That ein sehr bedauerliches ständniß einem Ausfrager der Generalstabspreffe gegenfiber feierlich Margari herausgekommen; in Jest Jl Cigno"; in Avezzano„ La Beginnen, daß ernste Männer, welche seinerzeit nicht der Schwur- erklärte:" Jezt ist Dreyfus' Suld unzweifelhafter Marica"; in Galatina„ l Salento"; in Florenz„ La Difesa"; in Sienna La Riscossa" u. a. m. gerichts Verhandlung beigewohnt haben, heutzutage vor Bolts- als je". Man fand nach Ueberlegung, daß Aufklärungen eines Geschworenen nicht nach vollem Rechte und den Thatsachen ent- machen würden und gab ihm General Chamoin zum Aus- Merlino redigirt, der früher Anarchist war und den man jetzt bersammlungen den Glauben erweden wollen, daß seinerzeit die Hauptmanns auf Richter des höchsten Gerichts nicht genug Eindrud Socialismo"( Kritische Revue des Sozialismus") erschienen, von sprechend ihren Schuldspruch gefällt hätten. Jedenfalls muß es legungsdienste bei. einen Fabier", d. h. Milch- und Wasser- Sozialist nach dem Muster Blättermeldungen zufolge wird abaignac, der frühere der englischen Fabians, nennen tönnte. Der Hauptzweck scheint die von vornherein ausgeschlossen sein, daß solche Beschlüsse von Volksversammlungen irgendwie die Entschließung eines preußischen Kriegsminister, vom Kaffationshofe verlangen, neuerdings als Beuge Bekämpfung des Marrismus zu sein; deshalb veröffentlicht sie einen Gerichtes zum Zwecke der Genehmigung der Wiederaufnahme be- bernommen zu werden, um über das Geheim Attenstüt& aus- Artifel von Sorel unter der Spigmarke:„ Wohin führt der Margismus". Das ist einer der vielen Artikel, die aus der Feder Die Patriotenliga fucht fortgefekt der Revisionsbewegung ent- Sorel's alle europäischen Revuen überfluthen, um die Marristen zu gegenzuwirken. Am Freitag hielt sie eine Generalversammlung ab, ertränken. an welcher 4000 Personen theilnahmen. Zahlreiche Redner betonten Türkei. die Nothwendigkeit, angesichts der durch die Dreyfus- Angelegenheit geschaffenen Lage eine neue Liga zu bilden. Die Versammlung herumgedoktert hat und der im Prinzen Georg von Griechen Die unglückliche Jufel Kreta, an der alle Welt Jahre lang nahm schließlich eine Tagesordnung an, welche die Statuten land nun der rechte Arzt verordnet worden sein sollte, scheint noch der neuen Liga billigt, und wählte Déroulèbe zum Präfi- längst nicht zur Gesundung zu kommen. Das griechische Pringlein scheint eine sehr merkwürdige Auffassung von seiner Aufgabe zu haben. Italien. Er tritt als Autokrat auf, verweigert die geforderte Selbstverwaltung, einflussen könnten." So die„ Kölnische Zeitung". zufagen.Falsch ist, daß die Verurtheilung Biethen's auf grund forg fältigster Beweisführung" erfolgt sei die Untersuchung der Blutspuren z. B. war genau das Gegentheil von sorgfältig". Falsch ist auch, daß seit der Verurtheilung keine erheblich neuen Thatsachen bekannt geworden seien. Die Geständnisse Wilhelm's waren eine Thatsache von feltener Erheblichkeit" und auch sonst fehlt es nicht an erheblichen denten. neuen Thatsachen." Daran, durch Bolfsversammlungsbeschlüsse die Entschließung " 734 eines preußischen Gerichtshofes zu beeinflussen", hat bis jetzt wohl Rom, 27. Dezember.( Eig. Ber.) Die Deputirtenkammer will die Nationalversammlung einmal einberufen, dann aber auf 5 Jahre niemand gedacht aber in Wolfsversammlungsbeschlüssen brückt wurde vor den Weihnachtsferien noch mit einer geistreichen Rede des nicht wieder zusammentreten laffen. Der bisherige Präsident der fich doch das öffentliche Gefühl aus, und auch preußische Ministerpräsidenten beglückt, in welcher er fagte, man brauche die provisorischen Regierung Sphatiomatis ist daher in einer Gerichtshöfe beweisen jeden Tag, daß sie dem Ein- reaktionären Gesetze und müsse sie für tommende Fälle beibehalten Unterredung start mit dem Prinzen zusammengerathen; solche Anfluß kräftig ausgedrückter Meinungen und Gefühle sehr wohl und hinzufügte, daß die republikanischen Bereinigungen zu verbieten schauungen, erklärte derfelbe, würden sich die Kretenser teinesfalls zugänglich find. Es ist nicht schön, einer Bewegung zu seien und zwar allein deshalb, weil sie dazu dienen, Republikaner gefallen lassen, am wenigsten von einem Prinzen, der nur von der gunsten eines Unglücklichen, der nach der Ueberzeugung weiter Be- zu machen und Mund republikaner! Der Saal hallte wieder von Gnade der Großmächte, nicht dem Willen des Inselvoltes seine Ervölkerungsfreise unschuldig ist, entgegen zu treten. Indeß, von ironischem Beifall. nennung verdante. Der Prinz trennte sich im Born von dem freider„ Kölnischen Zeitung", die stets mit ben Machthabern geht, find betrübend waren, und als der radikale Abgeordnete von Mailand, nöthigt, ihn telegraphisch zurückzuberufen, da er keinen Ersatz für Nachher aber gab es Abstimmungen, die für die Regierung sehr müthigen Jufulaner, sah sich jedoch, wie jezt gemeldet wird, gewir das gewohnt. Mussi, die Lügen des reaktionären Klüngels( der Consorteria) von ihn hat. Mailand, betreffend die Maivorgänge, zurüdwies, und als er, bei Aften. Erwähmung der Opfer des Straßengemegelser selbst hat in Europäische Zivilisation im Orient. Aus Paris wird Bavia einen Sohn durch eine Soldatenkugel verloren unter vom 30. Dezember gemeldet: Die heute früh in Marseille einThränen die Worte hervorstieß: Das Blut der Opfer, die getroffene Poft aus Tontin meldet, daß 200 französische MarineQualen aller Verfolgten und Verurtheilten foldaten in Kuang landeten und ein chinesisches Dorf vollfallen auf Sie zurück", da war die Kanımer wie nieder- ständig zerstörten, weil die Eingeborenen die französischen geschmettert, und niemand rührte sich! Das war die Nemesis der Soldaten mit Revolverschüssen empfangen hatten. Geschichte, die ihr Urtheil aussprach. Ausland. Oesterreich- Ungarn. Das letzte Bollwerk der Einheitlichkeit der österreichischen Monarchie, die Armee, ist, wie schon mancherlei Anzeichen lehrten, von Nationalitätenstreit erfaßt. In czechischen Kreisen scheint man diesen Streit jetzt systematisch führen zu wollen. Wie der Boff. 8tg." gemeldet wird, fandten die czechischen Bürgermeister und Gemeindevorstände des Bezirkes Libochowig in Böhmen eine Erklärung an die Be Am Schluß der letzten Sigung richtete der sozialistische Dezirkshauptmannschaft, worin es heißt:" Wir dulden bei Kontroll- putirte Cost a an die politischen Verurtheilten dieses Unglücksjahres bersammlungen teine Beleidigungen der czechischen einen Neujahrsgruß in Gestalt einer Amnestie- Petition, welche die Sprache und verweigern sofort unsere Mithilfe, Unterschrift von faft einer Million italienischer Bürger trug. wenn die sich Meldenden sich einer ihnen und uns unverständ. Der Präfident nahm die Petition in Empfang, aber die Pellour'sche lichen Sprache bedienen müßten. Wir werden auch von nun Regierung will nicht die Stimme des Landes hören. ant weder bon militärischen Behörden noch von Selbst in der Weihnachtszeit hat eine neue Kundgebung für die itaatlichen Aemtern Buschriften in deutscher Amnestie stattgefunden: alle diejenigen, welche für die Anmestie ein Sprache entgegennehmen, vielmehr jede derselben abtreten, haben den Verurtheilten von Finalborgo, Alessandria, weisen. Wir ersuchen die Bezirkshauptmannschaft, diese unsere Ent- Pallano, Mailand Bost tarten, Briefe und Telegramme schließung, den Militärbehörden mit dem Wunsche bekannt zu geben, zum Glückwunsch geschickt; und die Bahl ist so groß gewesen, daß daß sie in unsere Gemeinden nur Vertreter entfenden mögen, die hier in Nom in den Postämtern die gewöhnlichen Geschäfte nicht der czechischen Sprache mächtig sind. Schließlich geben wir die Er- erledigt werden komiten und man Hilfskräfte einstellen mußte. Ilärung ab, daß, falls unseren Forderungen bis 1. März nicht ent sprochen werden sollte, wir daraus alle gefeßlichen Konsequenzen ziehen werden, zu denen uns auch unser nationaler Stolz und unser nationales Chrgefühl zwingen." Amerika. Bon der amerikanischen Herrschaft auf Kuba. Aus Havana wird gemeldet: In der ersten Woche des Januar werden tubanischen Soldaten weder Aufzüge noch Versammlungen unter freiem Himmel gestattet werden. Sollte Gomez versuchen, mit einem bewaffneten Gefolge die Stadt zu betreten, so wird er baran verhindert werden. Die Amerikaner werden nicht das Eintreten von Verhältnissen zulassen, welche Gewaltthätigkeiten begünstigen, und sind entschlossen, Ausschreitungen gegen Spanier sowie die Plünderung spanischer Geschäfte zu verhindern. Parlamentarisches. Selbst der Kaffationshof hat erklärt, daß für die Verurtheilungen Eine Ehrung ist vom Reichstage seinem langjährigen Altersin contumaciam, die durch die Militärgerichte ausgesprochen präsidenten Christian Dieden erwiesen worden. Der Präsident find, die Berufung nicht ausgeschlossen ist, sondern daß man gegen des Reichstags, Graf Ballestrem, hat den Hinterbliebenen einen Kranz fte Revision einlegen kann. Allein die Regierung giebt nicht nach übersenden laffen mit der Widmung: Seinem ältesten Mitgliede mag, um die öffentliche Meinung zu befriedigen. Und Gnade, und bewilligt mur tropfenweise, was sie nicht auf einmal bewilligen Chriftian Dieden. In treuem Andenken der deutsche Reichstag. nicht Amnestie. Budapest, 80. Dezember. Es gilt nunmehr als feftftehend, baß ber außergefegliche 8ufta nb am 1. Januar mit allen seinen Das uene Reichstage- Handbuch für die zehnte Legislatur periode enthält, obwohl es vom Reichstags- Bureau herausgegeben Konsequenzen eintreten wird. Die Opposition ist dieserhalb sehr er So hat sie nur die verurtheilten Franen begnadigt. ist, einen offenbaren Fehler in der Geschäftsordnung. Bei der Beregt und gedenkt nunmehr, im ganzen Lande eine Monstre- Protest Ein Dienstmädchen aus Neapel, Waran, das zu 12 Jahren Ge- rathung des Bürgerlichen Gesetzbuches war die Frage aufgeworfen fundgebung wegen des von der Regierung beabsichtigten Verfassungs- fängniß verurtheilt war, ist schon entlassen worden. Unsere Genoffin worden, ob Anträge auf namentliche Abstimmung auch von solchen bruches zu inszeniren. Im Abgeordnetenhause will die Opposition Anna Kulischoff wird in den ersten Tagen des Abgeordneten unterstützt werden dürften, die in dem Augenblicke, bruches zu inszeniren. Im Abgeordnetenhause will die Opposition neuen Jahres aus dem Gefängniß tommen. Und in welchem die Abstimmung selbst vor sich gehen sollte, nicht aneinen Antrag auf Versetzung der Regierung in den Antlage- bas ist auch die höchste Zeit; denn die legten Nachrichten wefend waren. Nach längerer Berathung in der Geschäftsordnungszust and einbringen. über ihr Frankreich. förperliches Befinden flangen sehr trübe und Kommission hatte sich der Reichstag in seiner Mehrheit dahin beängstigend. Die Knochentuberkulose, die Kälte und die entschieden, daß bei Anträgen auf Vertagung oder Schluß der Dreyfus bleibt vorläufig auf der Teufelsinsel. Aus Baris ungenügende Ernährung haben ihren Organismus, der nur dant Debatte die namentliche Abstimmung nur von fünfzig wirklich wird vom Freitag berichtet: Gegenüber einer Meldung des New- der Nervenstärke dieser tapferen Frau sich aufrecht hält, furchtbar anwesenden Reichstags- Abgeordneten sollte verlangt werden können. York Herald", nach welcher Dreyfus bereits am 4. Dezember nach angegriffen. Und alle übrigen!?( S. die Pol. Uebersicht.) Der Sarauf sich beziehende Beschluß wurde als Busat zum§ 57 Frankreich eingefchifft sein sollte, erklärt der Minister für die Kolonien, Am Ende dieses Jahres werden auch die Eisenbahn Arbeiter, gefaßt. In dem im neuen Reichstags- Handbuche enthaltenen Abes sei allgemein bekannt, daß die Rüdfehr des Dreyfus nur auf die aus Furcht vor einem Generalstreit unter die Waffen gerufen brude der Geschäftsordnung ist aber die Henderung nicht enthalten, offiziellen Antrag des Rasfationshofes erfolgen waren, wieder entlassen und in den Dienst der Eisenbahn- Gesell- obgleich die gleichzeitig damit beschlossene Aenderung des§ 35 der fönne; wenn der Kaffationshof den Beschluß faffe, die Nickkehr des schaften aufgenommen. Geschäftsordnung bezüglich der Anträge aus dem Hause und der Dreyfus zu verlangen, fo werde dieser Beschluß der Oeffentlichkeit Wahrscheinlich wird uns am Ende des Jahres noch eine theil- Reihenfolge der Verhandlung dieser Anträge Berücksichtigung gein Paris eher bekannt fein, als den Behörden in Cayenne. Der weise sabinetstrisis bescheert. Die Regierung fürchtet funden hat. Es wird wohl eine amtliche Berichtigung dieses Fehlers Staffationshof soll beschlossen haben, den Untersuchungsrichter in eine Abstimmung über das gesammte Finanzbudget, welche erfolgen müssen. • entgegengesetter Richtung. Sie kann sich nur in einer Richtung bauern zu den Zuckerfabriken. Ebenso muß sich das Verhältniß lieren dann aber jede Anziehungskraft für ihre Besizer. Heute entivideln. Aber es ist nicht nothwendig, daß jeder Theil des zwischen Getreideproduzenten und gesellschaftlichen Mahlmühlen, schon ist die Lage des städtischen Proletariats dem fleinbäuerlichen Organismus aus sich selbst die zu seiner Entwvidelung nöthige Trieb- zwischen Weinbauern und gesellschaftlichen Weinkellern u. f. w. ge- Barbarenthum so weit überlegen, daß die junge bäuerliche Generation traft hervorbringt, es genügt, daß eine Stelle des Organismus die stalteit erforderlichen Kräfte für die Gesammtheit erzeugt. ebenso gut die Landflucht ergreift, wie die ländliche LohnEndlich aber muß ein proletarisches Regime auch zur Verarbeiterschaft. Wenn rings um sie herum sozialistische Latifundien Geht die Entwicklung der Großindustrie in der Richtung zum gesellschaftlichung der landwirthschaftlichen Großbetriebe führen, die erstehen, die nicht mehr von dürftigen Lohnsllaven bebaut werden, Sozialismus und ist sie die Herrschende Macht in der heutigen Gesell- auf der Ausbeutung von Lohnarbeitern beruhen. Es ist richtig, daß sondern von wohlhabenden Genossenschaften freier, froher Menschen, schaft, dann wird sie auch jene Gebiete für den Sozialismus ergreifen der Großbetrieb in der Landwirthschaft nicht in gleicher Weise im dann wird an Stelle der Flucht von der Barzelle in die Stadt die und seinen Bedürfnissen anpassen, die nicht fähig sind, aus sich selbst Vordringen ist, wie in der Industrie. Aber es ist entschieden falsch, noch viel raschere Flucht von der Barzelle zum genossenschaftlichen heraus die Vorbedingungen dieser Umwälzung zu erzeugen. Sie eine Verdrängung des Großbetriebes durch den bäuerlichen Betrieb Großbetrieb treten und die Barbarei aus ihren lezten Festungen ver muß dies thun, im eigenen Interesse, im Interesse der Einheitlich zu erwarten. Großbetrieb und Kleinbetrieb bedingen einander in der trieben werden, in denen sie heute inmitten der Zivilisation sich un feit, der Harmonie der Gesellschaft. tapitalistischen Landwirthschaft. nahbar breit macht. Niemand fönnte der modernen Gesellschaft ein schlimmeres Die große Bodenfläche des landwirthschaftlichen Großbetriebes, Prognostikon stellen, als jene bürgerlichen Dekonomen, die da dessen kapitalistischer Charakter sich immer mehr entwickelt, die Zutriumphirend verkünden: der Weg der Industrie mag zum Sozialismus nahme des Pacht- und Hypothekenwesens, die Industrialisirung der führen, der Weg der Landwirthschaft führt zum Indivi- Landwirthschaft, das sind die Elemente, die den Boden vorbereiten dualismus". Wäre dies richtig und erwiese sich die Landwirthschaft für die Vergesellschaftlichung der landwirthschaftlichen Produktion, als start genug, den Sozialismus von sich abzuwehren, ohne doch welche aus der Herrschaft des Proletariats ebenso sicher entspringen der Industrie den„ Individualismus" aufdrängen zu können, dann muß, wie die Vergesellschaftlichung der industriellen Produktion, mit bedeutete das nicht die Rettung, sondern den Untergang der Ge- der sie immer mehr zu einer höheren Einheit verschmilzt. sellschaft, den Bürgerkrieg in Permanenz. Zum Glück für die menschliche Gesellschaft findet dieser letzte Nothanker in der kapitalistischen Ausbeutung feinen Boden, in dem er haften könnte." Nicht seine Expropriation wird der sozialistische Großbetrieb dem Kleinbauern bringen, sondern die Erlösung aus einer Hölle, an die ihn sein Privateigenthum heute fesselt. derselben Richtung, wie in der Industrie. Die gesellschaftlichen Die gesellschaftliche Entwickelung geht in der Landwirthschaft in Bedürfnisse wie die gesellschaftlichen Bedingungen drängen hier wie dort zum gesellschaftlichen Großbetrieb, dessen höchste Form Landwirthschaft und Industrie zu einer festen Einheit vereinigt." Die Landflucht hört auf, sobald der Arbeiter auf dem Lande Der zweite Hauptabschnitt des Werkes behandelt die ausreichende Arbeit findet und diese ihm den gleichen Wohlstand, die Sozialdemokratische Agrarpolitit". Hier geht der gleichen Stultusbedingungen verschafft, wie die städtische Arbeit. Sie hört Berfasser eingehend auf die Fragen ein, welche in den Diskussionen um so mehr auf, je mehr die Industrie sich mit der Landwirthschaft ver- unserer Partei schon früher lebhaft erörtert wurden. Er wendet sich In einem zweiten Baragraphen bes Bukunftsausblides beutet bindet und an stelle der Waarenproduktion und des Handels, die nach im ersten Kapitel dieses Abschnitts gegen die Möglichkeit eines der Berfasser an, wie die Eroberung der politischen Macht durch ökonomischer Bentralisation in den Großstädten streben, die Produktion" Bauernprogramms" für die Sozialdemokratie. 8wei Seelen das Proletariat und die daraus folgende Bergesellschaftlichung der durch die Gesellschaft und für die Gesellschaft tritt, was eine gleich wohnen in der Brust des Zwergwirths: eine bäuerliche und eine Industrie auf die Landwirthschaft wirken muß". Auch aus dieser mäßige Vertheilung der Produktionsstätten über das ganze Land proletarische." Durch die Verheißung eines wirksamen Bauernschutzes Darlegung feien einige Stellen furz zitirt: ermöglicht und so dem mörderischen Zusammendrängen der Be- muß die proletarische Seele im Zwergbauern erschlagen und die Erstreckt sich die Vergesellschaftlichung zunächst auch nur auf völkerung in den Großstädten ein Ende zu machen erlaubt. Die Ver- bäuerliche zur Alleinherrscherin in seiner Brust machen". Die Sozialdie kapitalistische Großindustrie, so ist es doch llar, daß sie dadurch einigung von Industrie und Landwirthschaft, die in der industriellen demokratie fann den Bauern nicht Schuß des bäuerlichen Eigenthums auch jene Landwirthe, die von ihrer Landwirthschaft allein nicht Lohnarbeit der Kleinbauern und Häusler die erste dürftigste Form gewähren, das ja gerade die Hauptursache der Verelendung des leben können, die zu einem Nebenerwerb gezwungen sind, in ge- ihres Wiederauflebens findet, die in dem industriellen Nebengewerbe Bauern ist. sellschaftliche Arbeiter verwandelt, auch wenn sie deren Grundeigen- des Landwirths, das seine Rohprodukte verarbeitet, bereits vollkommener Es ist jedoch auch nicht entfernt möglich, hier auch eine einiger thum nicht im geringsten antastet. Die Bergesellschaftlichung der Berg- auftritt und heute ihren Höhepunkt erreicht im modernen Latifundium, maßen hinreichende Darstellung des weiteren Inhalts des Buches werte und Ziegelhütten 3. B. verwandelt die hunderttausende von gwerg- wird dann allgemeines Gesetz der gesammten gesellschaftlichen Bro- zu geben. Wir müssen uns borläufig an ganz flüchtiger Stizzirung wirthen, die auf Bergarbeit oder Zieglerarbeit angewiesen sind, um duktion werden. des Inhalts genügen lassen. In den folgenden Unterfapiteln werden das Defizit ihres landwirthschaftlichen Betriebes zu decken, aus tapitalisti- Der selbständige landwirthschaftliche Kleinbetrieb verliert nun die Fragen der Verstaatlichung des Bodens und des Getreidehandels, schen Lohnarbeitern in Arbeiter der Gesellschaft. Auf der anderen seinen letzten Halt. Wir haben die brei Formen feinen gelernt, von Wald und Wasser behandelt. Sodann behandelt der Verfasser Seite werden ohne jede Expropriirung durch einfache Vergesellschaft unter denen er sich behauptet: durch einen industriellen Nebenerwerb, in drei Kapiteln den Schutz des ländlichen Proletariats lichung der Zuckerfabriken die Rübenbauern aus Theilarbeitern eines burch Lohnarbeit beim landwirthschaftlichen Großbetrieb, und, wo( Koalitionsrecht; Gesinde Ordnungen; Schulen; Frauenarbeit; fapitalistischen zu Theilarbeitern eines gesellschaftlichen Betriebes. das eine wie das andere mangelt, wo der Kleinbauer reiner Land- Wanderarbeit; Normalarbeitstag; Sonntagsruhe; Wohnungsfrage; Das gleiche gilt für das Verhältniß der Milchproduzenten gegenüber wirth bleibt, wo er dem Großbetrieb nicht als Lohnarbeiter Pachtzins), den Schutz der Landwirthschaft( die feudalen den Butter- und Käsefabriken, die heute immer mehr kapitalistischen sondern als Konkurrent entgegentritt, durch Ueberarbeit und Privilegien; die Gemenglage; die Landeskultur; die Bekämpfung Charakter annehmen müssen 2c. Aber die Vergesellschaftlichung der Unterkonsumtion, durch die Barbarei, wie Marg fagt. Durch der Seuchen; die staatliche Versicherung; Bildungswesen), industriellen Großbetriebe muß durch ihre Vereinigung in einer den Uebergang der tapitalistischen Betriebe in gesellschaftliches und den Schuß der Landbevölkerung( Selbstverwaltung; Hand auch Landwirthe in gesellschaftliche Theilarbeiter verwandeln, Eigenthum gerathen auch die landwirthschaftlichen Kleinbetriebe der Militarismus; Rechtspflege; Steuerpolitit; Neutralisirung der die heute unter der freien Konkurrenz selbständig auf dem Markte ersteren wie die der zweiten Art in Abhängigkeit von der gesell- Bauernschaft). auftreten. Sind alle Bierbrauereien in einer Hand vereinigt, so fchaftlichen Produktion, werden von dieser aufgesogen oder in ihre find die Hopfen und Malzproduzenten dadurch ohne weiteres in Anhängjel verwandelt. baffelbe Verhältniß zu den Brauereien gebracht, wie die Rüben- Die selbständigen, rein landwirthschaftlichen Kleinbetriebe verDas Schlußkapitel handelt von der sozialen Revolution und der Expropriirung der Grundbesizer( Sozialismus und Klein betrieb; die Zukunft des eigenen Heims). Indem wir jeboch ber Partei- Nachrichten. Eine Zimmererfonferenz für die beiden Medienburg und Iministers, über den neulich im Vorwärts" furz berichtet wurde, übed sollte während der Weihnachtsfeiertage in Bütow statt ist ein werthvolles Beugniß für die große Nüglichkeit der In die Redaktion der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" wird, finden. Unter anderem wollte sich die Konferenz auch mit dem neuen Anstellung von Schulärzten. Es heißt in dem Erlag: wie diese mittheilt, Mitte Januar der Parteigenosse Konrad Handwerksgesetz beschäftigen. Das hat nun noch zur rechten Zeit die Durch schulärztliche Untersuchungen in Wiesbaden ist außer Hänisch eintreten, der zuletzt Redakteur an der Pfälzischen Post" Behörde verhindern können, denn sintemal politische Versammlungen Zweifel gestellt, daß bei den Kindern in den Volksschulen der in Ludwigshafen war. in Mecklenburg einer Genehmigung bedürfen und daß Großstädte mancherlei Gebrechen, Krankheiten und KrankheitsAus Holland. Ueber den Kongreß des Sozialisten diese Genehmigung bei einem so gefährlichen Beginnen, über Reichs aulagen bereits beim Eintritt in die Schule sich vorfinden, bundes" wird uns noch geschrieben: Da über die Frage, ob und gefeße zu konferiren oder gar zu konspiriren, im Lande des Ochsen- welche bei späterer Erkennung einerseits unberechtigterweise dem inwieweit man sich am Parlamentarismus betheiligen solle, teine topfs ausbleiben mußte, ist selbstverständlich. Die Konferenz hat Schulbesuche zur Last gelegt werden, andererseits auch eine Gefähr Einigung zu stande kam, verließ der bekannteste Wortführer des trotzdem getagt, allerdings nicht in Büßow. Schließlich ist auch ohne dung der Mitschüler in sich bergen. Für den Kultusminister ist es Bundes, Hermans, den Kongreß und schloß sich in einer Ver- Referate über deutsche Gesetze schon die Anwendung medlenburgischer nun von Interesse, einen Einblick in den Gesundheitszustand der fammlung, wo unser Parteigenosse Troelstra über eine neue, Berwaltungsmaßnahmen eine Aufklärung oder besser Aufreizung Kinder auch in ländlichen Bezirken durch die ärztliche Untersuchung einheitliche Organisirung der politischen und gewerkschaftlichen zur politischen Thätigkeit. einer größeren Zahl zu erhalten, und zwar sowohl der Kinder, Arbeitervereine sprach, der Sozialdemokratischen Ar- Wegen Beleidigung des Direktor Bied wurde der Redakteur welche in die Schule eintreten, als derjenigen, welche dieselbe beiterpartei an. Hermans war im vorigen Jahre Redakteur der graphischen Bresse, Konrad Müller von der Straffammer in längere Zeit besucht haben, damit auf grund dieser Festdes„ Necht voor Allen". Der Sozialistenbund" hat sein Programm Halle zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt. Der Angeklagte hatte eine ſtellungen beurtheilt werden fann, об die ärztliche ungeändert gelassen, und nochmals die Freiheit in der propagan- angebliche Aeußerung, die Bued als Sefretär des Verbandes der Prüfung des Gesundheitsstandes bei der distischen Taktik betont. VoltsIndustriellen gegen die Arbeiter gethan haben sollte, wiedergegeben. Aufnahme der Kinder in ländlichen Todtenliste der Partei. In Bielefeld ist der Partei- Diese Rede ging seiner Zeit fast durch die gesammte Presse, erwies schulen, sowie bei der gesundheitlichen Uebergenoffe Peter Heinrich Grundmann im Alter von fast fich aber später als eine unrichtige Wiedergabe. wachung überhaupt und in welchem Umfange erforder= 78 Jahren gestorben. Er betheiligte sich lebhaft an den Freiheitsih ist. Die Regierungspräsidenten werden deshalb ersucht, die fämpfen der 40er Jahre, war- wie die jetzige Erzellenz v. Miquel zum Schulbesuche angemeldeten Kinder an etwa sechs für diesen Mitglied des Kommunisten- Bundes, blieb aber im Gegensatz zu jenem 3wed geeigneten Schulen jedes Regierungsbezirkes, bei deren Ausden Idealen seiner Jugend bis zum Tode treu. Er war in Biele berücksichtigen ist, durch den zuständigen Medizinalbeamten unter Bu wahl auch die etwaige Verschiedenheit der Bevölkerung möglichst zu feld einer der thätigsten Anhänger des Allgemeinen deutschen Arbeiter vereins, schloß sich der sozialdemokratischen Partei an und trat nach ziehung des Kreis- Schulinspektors und mit Unterstützung des Lehrers dem Fall des Sozialistengesezes wiederum als einer der ersten dem ( Hauptlehrers) darauf untersuchen zu lassen, ob dieselben 1. ohne fozialdemokratischen Verein bei, in welchem er auch zu den eifrigsten Gefährdung ihrer Mitschüler zum Eintritt in die Schule zugelassen und regelmäßigsten Versammlungsbesuchern gehörte. Ehre seinem Entwickelung an dem Unterricht uneingeschränkt oder bedingungswerden und 2. voraussichtlich ohne Nachtheil für ihre förperliche weise( Plazanweisen, Dispensation vom Turnen u. s. w.) theilnehmen können. Hinsichtlich des ersten Punktes hat sich die Untersuchung zu Achtung, Former! Die Firma F. Haase, Maschinenfabrik in erstrecken auf Ungeziefer und ansteckende Krankheiten, insbesondere Döbeln, hat sämmtliche Former ausgesperrt. Zuzug ist daher zu Scharlach, Masern, Keuchhusten, Diphtherie. Bezüglich des zweiten vermeiden. Die Ortsverwaltung Berlin des Deutschen Wietall- Bunttes find zu beachten: die allgemeine Körperbeschaffenheit, die arbeiter- Verbandes. geistige Entwidelung, tonstitutionelle Krankheiten und körperliche Andenken! Polizeiliches, Gerichtliches u. f. w. - Eine sechswöchige Gefängnißftrafe hat in Kiel der Parteigenosse Aler. Lütjens, Redakteur an der„ SchleswigHolstein'schen Volkszeitung", am 28. Dezember angetreten. Er ist wegen Beleidigung eines Flensburger Staatsanwalts sowie wegen Beleidigung des Direktors der Torpedowerkstatt Friedrichsort zu je 1 Monat Gefängniß verurtheilt, welche Strafen durch Zusammenlegung auf 6 Wochen reduzirt wurden. -Aus Oberschlesien wird uns geschrieben: Der polnische Parteigenosse Dylong in Königshütte ist schon wieder dem Gefängniß verfallen. Unmittelbar nach seiner Rückkehr vom polnischen Parteitage in Berlin fand er zu Hause eine Einladung in das Königshütter Gerichtsgefängniß vor, wo er eine sechswöchige Gefängnißstrafe abbißen soll, die ihm vor einigen Monaten von der Beuthener Straffammer wegen unerlaubter Veranstaltung einer Lotterie auferlegt wurde. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. " Verhängung der Sperre" strafbar. Das Schöffengericht in Hannover verurtheilte den Zimmerer Finsel zu 10 M. Geldstrafe, weil er den Antrag gestellt hatte, über ein Zimmergeschäft die Sperre zu verhängen. Das Urtheil stützt sich auf eine ältere hannoversche Polizeiverordnung. Die Bergarbeiter in Clausthal im Harz wollen in den nächsten Tagen eine Deputation an den Kaiser entsenden, welche um Erhöhung des Schichtlohnes und Verlegung der Lohntermine bitten soll. Die Frankfurter Zeitung" bemerkt dazu: Da diese Wünsche bereits vom Handelsminister abschlägig beschieden worden sind, dürfte die Deputation schwerlich Erfolg haben. Die Konferenz der Metallarbeiter in Südbayern nahm zu Gebrechen. der Einführung der Arbeitslosen- Unterstüßung gegen 6 Stimmen Im Anschluffe hieran ordnet der Minister eine Besichtigung folgende Resolution an:" Die Konferenz der Metallarbeiter Süd- des Schulzimmers an, wobei zu beachten seien: Anzahl der bayerns erklärt sich mit der Einführung der Arbeitslosen- Unter- Kinder, Rauminhalt der Klasse, die Reinlichkeit, natürliche und fünft fügung einverstanden. Die Konferenz ersucht die Generalversammliche Beleuchtung, Fenstervorhänge, Temperatur, Lüftungs- und lung in Halle, dem Vorstandsantrag die Zustimmung zu ertheilen." Heizungsvorrichtungen, Luftbeschaffenheit, die Schulbänke und sonstige Ausstattungsgegenstände. An die Besichtigung der Schulzimmer soll sich eine solche des ganzen Schulgrundstüds anschließen, wobei namentlich auf die Beschaffenheit des Trinkwassers, die Beseitigung der Abfallstoffe( Latrinen) und auf Gewerbebetriebe in unmittelbarer Nachbarschaft zu achten ist. Ausland. Soziale Rechtspflege. Mikstände im Prager Bäckergewerbe. Die Aufhebung der Nachtarbeit und Einführung eines Maximal- Arbeitstages verlangen die Bäderarbeiter Prage in einem Memorandum, das dem Ministerium und dem Reichsrath überreicht wurde. Sie flügen ihre Forderung mit Gründen der Arbeiterhygiene und deren Einfluß auf die Erzeugnisse und die konsumirenden Klassen. So wurde be hördlich festgestellt, daß im Jahre 1897 in Prag und Umgebung von 241 Werkstätten 75 in Kellerräumen untergebracht waren. Von Eine Konventionalstrafe von 150 Mark verlangte der Zur Lohnbewegung der Weber in Krefeld. Die Stellung den Werkstätten waren 83 feucht und licht, 72 feucht und dunkel. Butzfederfabrikant Heßtel von der siebzehnjährigen Arbeiterin B., der Tertilarbeiter des christlichen Verbandes in dem gegenwärtigen In 29 Werkstätten hatten die Arbeiter dunkle und feuchte Schlaf- die ihn auf Herausgabe ihres Arbeitsbuches beim Gewerbes Kampf ist nicht ohne Interesse. Wir hatten gestern schon einen stätten, in 18 Fällen schliefen die Arbeiter in den Werkstätten. gericht verklagt hatte. Heßkel begründete die Verweigerung des Bericht der„ Germania" abgedruckt, der im vollständigen Gegensatz Weiter wird angeführt, daß sich bei der nächtlichen Erzeugung des Arbeitsbuches und seine Forderung damit, daß die Klägerin kontraktsteht zu der in der Zentrumspresse allgemein vertretenen Auf- Gebäcks in den zumeist schlecht ventilirten Backstuben sanitätswidrige brüchig geworden sei. Er berief sich auf einen schriftlichen Vertrag, fassung über den Streit. Auch die am Ort erscheinende Gase entwickeln und der von der langen und schweren Tages- und durch den das junge Mädchen sich verpflichtet hatte, bis zum Da sie trogs Presse befindet sich in diesem Gegensatz zu den Arbeitern. Hierüber Nachtarbeit erschöpfte Arbeiter teine Zeit hat, seinem Körper die 1. Dezember 1899 bei ihm zu arbeiten. schreibt unser Parteiorgan in Elberfeld: nöthige Reinlichkeit angedeihen zu lassen. Die üblen Folgen dieser dem kürzlich die Arbeit niedergelegt hat, lift nach Meinung " Die Mitgliederversammlung des christlichen Textilarbeiter- Ver- Sanitätswidrigkeiten haben das konsumirende Publikum und die des Beklagten und Widerklägers die im Vertrage vorgesehene Kon bandes hat sich mit den Streifenden solidarisch erklärt, wogegen Arbeiter zu tragen. Im Jahre 1897 zählte man unter 746 Bäcker- ventionalstrafe von 150 M. fällig geworden. Im Termin vor der die„ Niederrheinische Boltszeitung" fast in jeder Nummer Notizen arbeiter- Erkrankungen in Prag 119 Jufektionskrankheitsfälle mit Stammer II des Gewerbegerichts wurde Fräulein B. durch ihre bringt, worin aufgefordert wird, die Liste anzuerkennen. Selbst- 2772 Krankentagen und 7 Todesfällen. An Krankheiten der Mutter und durch ihren Vormund vertreten. Die Mutter machte verständlich wäre dann Ruhe über allen Gewässern, aber die Streifenden Athmungswerkzeuge und der Lunge zählte man 219 Fälle mit geltend, ihre Tochter habe mit Rücksicht auf ihre Gesundheit hätten eine totale Niederlage erlitten. Der Artikelschreiber der 3328 Krankentagen und 2 Todesfällen, an Hautkrankheiten zählte die Der Arzt habe ihr- das Stellung aufgeben müssen. Niederrheinischen Volkszeitung" ist in der Versammlung des christ- man 64 Fälle mit 859 Krankentagen. Auf Krankheiten, die einen Attest liegt vor die Thätigkeit in staubigen Räumen verboten. lichen Textilarbeiter Verbandes gehörig zerzaust worden und hat üblen Einfluß auf die Gebädserzeugung haben können, entfallen Staubten mun Federn an und für sich schon, so sei das im ArbeitsBesserung" versprochen. Aber der arme Teufel fann auch nicht, also 64 pet. faal des Herrn Heßkel ganz besonders der Fall gewesen, denn darin feien wie er will, denn Dr. Bachem, welcher vorige Woche hier war, hat etwa 35 Arbeiterinnen beschäftigt auch versucht, die Streikenden auseinander zu bringen. Das ist worden, obwohl der Raum nur sieben Meter lang und drei Meter breit sei. Frau B. wollte ferner den ihm nicht gelungen, und nun soll der Artikelschreiber das Wert fortfegen." Die Vereinigung der märkischen Ziegeleibefizer, welche es Vertrag überhaupt nicht anerkennen, weil ihre unmündige Tochter Den Herren vom Zentrum wird eben zum Verständniß gebracht zu stande gebracht hatte, den Preis für Hintermauerungssteine fast das Schriftstück ohne ihr Vorwissen und ohne Zustimmung des Vorwerden, wollen sie Gewerkschaftsorganisationen leiten, dann kommen um 10 M. pro Tausend zu steigern, wird, wie die„ Voff. 8tg." erfährt, mundes unterzeichnet habe. Der Gerichtshof, dem Gewerberichter fie ohne ernste Konflikte mit den Unternehmern nicht davon. Bisher nicht wieder in Wirksamkeit treten. Da verschiedene Ziegeleibefizer v. Schulz vorsaß, ließ diesen Einwand jedoch nicht gelten, sondern haben sie immer zeitig den Weg zur Umkehr gefunden und fanden Verträge nicht wieder verlängern wollen, und zwar nicht etwa aus beschloß, den Stadtphysilus zu ersuchen, nach eventueller Besichtigung der sich schließlich im Lager der Unternehmer ein. Wie sich diesmal dem Grunde, weil ihnen diese Einrichtung nicht zusagte, sondern Arbeitsräume des Fabrikanten Hepfel ein ärztliches Gutachten über zeigt, bleibt aber die Gefolgschaft aus. deswegen, weil sie für sich noch größere Vortheile herausschlagen den Zustand der Klägerin zu erstatten. Der Phyfitus foll sich inswollen. Dadurch ist ein Zustandekommen dieser Wiedervereinigung besondere über die Frage äußern, ob bei Erfüllung des Vertrages Der Delegirtentag der Bergarbeiter des Ruhrgebiets konnte nach einer Bekanntmachung des Berg- und Hüttenarbeiter- unmöglich gemacht worden. Das Zentral- Verkaufstomptoir behauptet das Leben oder die Gesundheit der Klägerin einer erweislichen Gefonnte nach einer Bekanntmachung des Berg- und Hüttenarbeiter- fogar, daß, wenn es auch gelingen sollte, die bisherigen Mitglieder fahr ausgesetzt gewesen wäre, welche vor dem Abschluß des Vertrages Verbandes nicht vor Weihnachten stattfinden und wird nunmehr zum der Konvention zur Verlängerung ihrer Verträge zu bewegen, es nicht zu erkennen war. 1. Januar nach Boch um einberufen. Auf der Tagesordnung steht doch unmöglich sei, die Geschäfte weiterzuführen, wenn sich nicht die 1. Unsere Lohnforderung und die Antwort der Bergwerksbefizer. bisher noch außenstehenden Ziegeleibesiger der Vereinigung ebenfalls Referent: Otto Hué. 2. Der innere Ausbau des Verbandes. anschlössen. Referent: Wilhelm Schürholt. Unternehmer- Verbände. Soziales. 1 Klarte eine Lohnentschädigung, weil er von ihm engagirt, nachher Der Barbiergehilfe N. verlangte von dem Barbierherrn aber nicht beschäftigt worden wäre. Der Beklagte wandte vor dem Gewerbegericht dagegen folgendes ein: Er habe den Kläger um 12 Uhr mittags angenommen und ihm gesagt, daß er sich sofort nach dem Geschäft bemühen solle. Der Kläger sei jedoch erst kurz nach 2 Uhr erschienen und da ſei die Stelle schon durch einen anderen besetzt gewesen, der sich inzwischen gemeldet habe. Dis 2 Uhr habe er auf den Kläger gewartet. Der Gerichtshof bernahm den Bermittler Schade als Zeugen. Auf Befragen des Vorfißenden Strauſe erklärte Schade, daß N. um 1/22 Uhr im Geschäft hätte sein tönnen; indessen könnte er es nicht als anständig bezeichnen, daß ein Gehilfe, der gleichwohl erst drei Minuten nach 2 Uhr ins Ge schäft komme, gleich entlassen werde. Der Beklagte wurde daraufhin verurtheilt, dem Kläger die Entschädigung zu zahlen. Der Vorfizende führte aus, es fönne hier ein unbefugtes Verlassen der Arbeit oder ein sonstiger Entlassungsgrund nicht angenommen werden. Eingelaufene Druckschriften. zichten müssen, aus diesen ebenfalls höchst interessanten abschließenden und in die Zukunft weisenden Erörterungen einiges wiederzugeben, Vom Harze wird uns geschrieben: Wie wichtig unter Umwollen wir noch zum Schluß die Forderungen verzeichnen, ständen Leichenöffnungen sein können, lehren zwei Vordie sich für den Verfasser aus der gesammten Untersuchung er- fommnisse, über die ich im Interesse der Arbeiter hiermit berichte. geben haben: 1. Der Kalfarbeiter Fischer aus Elbingerode hatte Nachtschicht I. Maßregeln zu Gunsten des ländlichen gehabt und war mit einem anderen Arbeiter nach Hause geProletariats. gangen. Nach einem halbstündigen Marsche stürzte er, vom a) Aufhebung der Gesinde- Ordnungen; völlige Koalitionsfreiheit Schlage getroffen, nieder und starb furze Zeit darauf. Die Berufsauch auf dem flachen Lande; Sicherung der Freizügigkeit; b) Verbot genossenschaft bestritt, daß der Tod die Folge eines Betriebsunfalles der Lohnarbeit der Kinder bis zum 14. Jahre; Verbot der land- fei, die Wittwe ließ aber die Leiche öffnen, wobei festgestellt wurde, wirthschaftlichen Arbeit von 7 Uhr abends bis 7 Uhr morgens für daß Fischer, der vor dem Kalfofen zu thun hatte, infolge des Einalle Kinder und jugendlichen Personen ohne Ausnahme; Verbot der athmens von Steinkohlengafen gestorben ist. Nach nochmaligem Wanderarbeit jugendlicher Personen bis zum 18. Jahre; Schulzwang für Ueberlegen will mun die Knappschafts- Berufsgenossenschaft zahlen. 2. Der Kalfarbeiter Bauer aus Elbingerode hatte einen Bruch die Elementarschule und die Fortbildungsschule: c) Schuß der Wanderarbeiter; Verbot der Wanderarbeit von Mädchen vor dem 21. Lebens- erlitten, wurde aber mit seinem Entschädigungsanspruch auch vom Der Guttentag'sche Verlag in Berlin bringt in seiner Guttentag. jahr: Verbot des Gangsystems, Ersetzung der Werbe- Agenten durch Reichs- Versicherungsamt zurückgewiesen, weil Brüche allmälig entfchen Sammlung Deutscher Reichsgeseze folgende zwei Die Frau ließ die Leiche Bändchen zur Versendung: öffentliche Arbeitsvermittelung; d) Einführung eines Normal- ständen. Ein Jahr darauf starb er. arbeitstages, der im Jahresdurchschnitt acht Stunden beträgt, für öffnen. Nach dem Gutachten des Arztes Dr. Köster in Elbingerode Reichs Gewerbe Ordnung nebst Ausführungsbestimmungen unter besonderer Berücksichtigung der Bestimmungen über den Arbeiterschutz, die die Feldarbeiten, mit Gestattung von Ueberzeitarbeit während der wurde bei der Untersuchung folgendes ermittelt: Ernte und bei dringenden Arbeiten, die durch Elementarereignisse „ Es stellte sich heraus, daß die Todesursache ein Magen- Organisation des Handwerks und das Lehrlingswesen. Von T. Ph. Berger. Diese Thatsache wirft nunmehr ein helles Fortgeführt von Dr. Wilhelmi, Geh. Ober: Regierungsrath. Fünfzehnte herbeigeführt werden; Sicherstellung der Sonntagsruhe für das rebs gewesen ist. Gesinde; e) Feststellung der im Interesse der Gesundheit und Sitt- Licht auf die letzten Jahre seines Leidens und die Ursache desselben. Auflage. Taschenformat, fartonnirt Preis 2,80 M. Reichsgeseh, betr. die Gewerbegerichte. Vom 29. Juli 1890. Von lichkeit unerläßlichen Bedingungen für die Landarbeiter- Wohnungen; Am 3. April 1895 hat Bauer beim Heben einen großen Stein e. Mugdau, Stadtrath. Vierte vermehrte Auflage, herausgegeben von Cuno, energische Wohnungspolizei auf dem Lande; f) Reduzirung über gegen feine Brust gedrückt und ist dann fast bewußtlos Stadtrath und stellvertretender Vorsitzender des Gewerbegerichts in Königs mit ihm zusammen gestürzt. Bis zu diesem Tage war mäßiger Pachtzinsen durch dazu eingesetzte Gerichtshöfe. er berg i. Pr. Preis 1,80 Mt. ftets völlig gesund. Die gegentheiligen Aeußerungen bor 1895 3. April ant hat Bauer stets a) Aufhebung der Fideikommisse; b) Aufhebung der Gutsbezirke, Vom getränkelt. ihre Einverleibung in die Landgemeindens, c) Aufhebung der Jagd- Er war infolge des Unfalles 14 Tage bettlägerig, dann hat er mit bezirke des großen Grundbefiges und ihre Einverleibung in die Land- fortwährender Unterbrechung gearbeitet. Der behandelnde Arzt hatte gemeinden; d) Einschränkung der Rechte des Privateigenthums am einige Beit nach dem Unfall einen Magenbruch festgestellt, dessen Boden zur Förderung: 1. der Separation, der Aufhebung der Gemeng Ursache auf den Unfall vom 3. April 1895 zurückzuführen sei. Lage; 2. der Landeskultur; 3. der Seuchenverhütung; e) Verstaat- Für die wissenschaftliche Beurtheilung der Krankengeschichte er lichung der Hagelversicherung, eventuell auch der Viehversicherung, giebt sich aus dem Sektionsbefund: Letztere jedoch ohne Beitragsleistung des Staates; f) Erleichterung I. Daß der Bruch von Anfang an ein geringer Faftor in bes genossenschaftlichen Zusammenschlusses durch die Gesetzgebung; dem Leiden des Bauer war; derselbe mag schon früher bestanden g) staatliche Förderung des landwirthschaftlichen Bildungswesens; haben, er mag durch den Unfall entstanden sein, er ist an der h) Verstaatlichung des Waldes und der Wasserkräfte. Erwerbsunfähigkeit und dem Tode des Bauer nicht schuld. II. Maßregeln zum Schuße der Landwirthschaft. Gericht haben als falsch zurüdgezogen werden miffen. Tekte Nachrichten und Depelthen. lichen Bevölkerung. II. Die Ursache der Erwerbsunfähigkeit und des Todes war III, Maßregeln im Interesse der landwirthschaft allein das Magencarcinom( der Wagenkrebs). III. Da durch alle medizinischen Autoritäten angenommen Streben nach Beseitigung der Ausbeutung des flachen Landes burch die Stadt und nach Aufhebung des fulturellen Gegensages wird, daß ein den Magen treffender Infult die Ursache eines Magencarcinoms werden kann, so ist für den Fall Bauer auf grund der von Stadt und Land durch a) Durchführung vollster Selbstverwaltung obigen Ausführungen der Anfall vom 3. April 1895 als direkte in der Gemeinde und der Provinz; b) Ersetzung des stehenden Heeres durch eine Boltswehr; c) Verstaatlichung der Schul-, Armen- Ursache des Magencarcinoms anzusehen." Dieses Gutachten ist sofort an die zuständige Berufsgenossenund Wegelasten; d) Verstaatlichung des Heilwesens; e) unentgelt schaft mit dem Antrage abgesandt worden, nun der Wittive eine lichkeit der Rechtspflege; f) Ersetzung des bestehenden Steuersystems tente zu bewilligen. Hoffen wir, daß nun die Wittwe recht bald zu burch progressive Einkommens-, Vermögens- und Erbschaftssteuern ihrem Rechte kommt. und durch die billige Verstaatlichung resp. Kommunalisirung der ihrem Rechte kommt. profitablen privaten Monopole und Startelle. Wien, 30. Dezember. Die Wiener Zeitung" wird morgen taiserliche Verordnung en publiziren, durch welche auf grund des§ 14 die Ausgleichsprovisoriumsquote in der bisherigen Höhe und das Budgetprovisorium auf die Dauer von sechs Monaten verfügt wird. Die Verordnungen erfolgen in der Form kaiserlicher Handschreiben an die Minister. Brüffel, 30. Dezember.( B. S.) Auf der Eisenbahnlinie zwischen Brüffel und Antwerpen wurde in letzter Nacht ein Bug von un bekannten Individuen angehalten. Dieselben erbrachen den Gepäcks wagen und raubten daraus Gegenstände im Werthe von 30 000 Fr. London, 30. Dezember.( B. H.) Man befürchtet in Cap. stadt für den 2. Januar große Unruhen, da die Buren beschlossen haben, an diesem Tage, als dem Jahrestage des Einfalls Dr. James fon's, das Bildniß desselben zu verbrennen. London, 30. Dezember:( W. T. B.) Nach einer bei Lloyds eingegangenen Depesche aus Hongkong ist der Londoner Dampfer Glenavon" auf einen Felsen aufgestoßen und gesunken. Ein Theil der Mannschaft ist gerettet und in Hongkong gelandet. Konftantinopel, 30. Dezember.( B. H.) Gegen die von den Engländern beabsichtigte Befestigung Alexandriens wird der Sultan energis protestiren und eventuell die Mächte anrufen, damit diese sofort und endgiltig über die egyptische Frage Hierzu 2 Beilagen. Aerztliche Untersuchung von Schulkindern in Preußen. Der diese Angelegenheit betreffende Erlaß des Kultus lentscheiden. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Br. 306. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 31. Dezember 1898. fen Kommunales. Tokales. : aus der in berEs Berlin wird noch und Erzieher um das gebracht werden, was ihnen von Telegrammen in berabredeter Sprache nur noch im Interesse der Erziehung längst hätte gewährt Wörter dem amtlichen Wörterverzeichniß werden sollen. wendet werden dürfen. Alle anderen Wörter, mögen sie den bis Aus der Magistratssitzung am Freitag. Dem ablehnenden dahin benutzten Privatwörterbüchern oder dem bisherigen amtlichen Beschlusse der Stadtverordneten- Bersammlung wegen Annahme des Sturm im Glase Wasser. Die Eifersüchteleien unter den Wörterverzeichnisse entnommen werden, sollen dann unzulässig sein. Baron'schen Vermächtnisses ist das Magistratskollegium Kommunalfreisinnigen nehmen ihren Fortgang. Eine Anzahl Männer Voraussichtlich wird das neue Wörterverzeichniß wenigstens 280 Drudbeigetreten. Aus diesem Grunde erübrigt sich auch die Weiterführung der weisen Mäßigung, denen die Unentwegtheit des kürzlich von uns bogen in 3 Bänden umfassen, und jeder der beiden ersten Bände der Verhandlungen in bezug auf das Anerbieten des Herrn Securius, erwähnten kommunalvereins des Westens zu weit geht, wenden sich wird etwa den Umfang des gegenwärtigen amtlichen Wörterda die Securius'sche Stiftung in Verbindung mit der ersteren ge- in einem Rundschreiben gegen diese neue Organisation zur Wieder verzeichnisses erhalten. Der erste Band soll im November 1899, der bracht werden sollte und sollen dieselben daher beendet werden. belebung des liberalen Gedankens. Es heißt in dem Schriftstück: zweite im Juli 1900 und der dritte Ende Dezember 1900 oder Der Oberbürgermeister von Köln, Becker, hat die Bestimmung„ Ein Komitee, dem elf Stadtverordnete, sämmtlich Mitglieder der spätestens im Januar 1901 erscheinen. getroffen, daß der Städtetag am 23. und 24. Januar in Berlin" Neuen Fraktion der Linken", angehören, versendet einen Aufruf, durch Die Beobachtung, daß der geborene Berliner in Berlin zufammentreten soll. Das Magistratskollegium hat daher beschlossen, welchen zum Beitritt zu einem neu zu bildenden Kommunalverein an der Minderheit gehört, bestätigen die Ergebnisse der letzten aus seiner Mitte vier Mitglieder zu diesem Städtetag zu deputiren des Westens" aufgefordert wird. Die Unterzeichneten nehmen zu diesem Bolkszählung in dem so e ben erschienenen Jahrbuch der Stadt und die Stadtverordneten- Versammlung zu ersuchen, ihrerseits fünf Aufrufe folgende Stellung ein: Als Zweck des Vereins erscheint in erster Berlin. Von allen männlichen Berlinern waren nur 332 767 in Mitglieder zu entsenden. Linie eine Einwirtung auf die im nächsten Jahre bevorstehenden Berlin geboren, 464 539 dagegen auswärts. Bei den Frauen ist das Gemeindeschulwesen. Nach dem Stande vom 1. Nov. 1898 Stadtverordneten- Wahlen mit der Absicht, die Bestimmung über die Verhältniß der geborenen Berlinerinnen noch ungünstiger. bestehen im laufenden Winterhalbjahr 225 Gemeindeschulen mit zu Auswahl der Kandidaten in die Hände des Vereins zu spielen, waren nur 367 157 geborene Berlinerinnen und nicht weniger fammen 3949 Klaſſen( einschließlich 22 Nebenklassen). Die Gesammt- statt dieselben durch die Wählerschaft der einzelnen Bezirke ernennen als 512 841, ein Beweis, daß bedeutend mehr junge Mädchen zahl der verfügbaren Klassenzimmer ist 3845, davon sind 13 unbesetzt. zu laffen. Das Programm des Vereins ist keine geeignete Grund- als junge Männer in Berlin ihr Glück versuchen. Das Von den Klassenzimmern befinden sich 3590( inkl. 8 unbesepter) in lage für die Thätigkeit im kommunalen Leben Berlins. Dasselbe leberwiegen Auswärtigen eigenen Schulhäusern der Stadtgemeinde, 255( inkl. 5 unbesetzter) in Riberalen selbstverständliche Dinge und bewegt sich in Allgemeinheiten, tracht zieht, da hier die Ortsbewegung der Bevölkerung wenig erstreckt sich zum theil auf bereits erledigte, zum theil auf für alle deutlicher, wenn man die jugendlichen Jahresklassen in be gemietheten Räumen. In wirklicher Benukung sind demnach 8832 Klassenzimmer. Die Zahl der sogenannten fliegenden Klaffen schmur nicht bilden. Wir erblicken in der Begründung des Vereins meist nicht zu denken pflegt. Von den Berlinern, die über 20 Jahre welche für die Verwaltung der Stadt irgend eine sachliche Richt- in betracht kommt und an die man bei den geborenen Berlinern ( d. h. überzähligen) ist 117; es wird also im ganzen in 3949 Klaffen unterrichtet." Die Gesammtzahl der in lediglich das Bestreben, einen unheilvollen Kampf alt sind, mit welchem Alter die Wanderung einsetzt, sind nur 106 872 bemuzten Klassenräumen Klassenräumen( einschließlich 117 in die liberalen Gruppen der Stadtverordneten Versammlung in Berlin geboren, beinahe viermal so viel, d. h. 397 390, fliegenden Klassen) vorhandenen Sitzpläße betrug 217 787. und damit in die Wählerschaft hineinzutragen, und zwar, um einer auswärts. Deutlich ist der Gegensatz gleich in den ersten In den Gemeindeschulen waren eingeschult: am 1. November 1898: einzelnen Fraktion der Versammlung neue Mitglieder zuzuführen. Zwanzigern. Zweiundzwanzig Jahre alte geborene Berliner gab es 202 188 Kinder( 100 737 Sinaben, 101 451 Mädchen), am 1. Mai Erreicht der Verein sein Ziel, so wird die Folge sein, daß die es nur 5261, auswärts geborene dagegen 15 196. Er steigt mit 1898: 199 767 Kinder( 97 774 Knaben, 100 393 Mädchen), daher am leitenden Persönlichkeiten desselben den entscheidenden Einfluß bei den Jahresklassen fortgesetzt. Dreißigjährige geborene Berliner gab 1898: 199 767 Kinder( 97 774 Knaben, 100 393 Mädchen), daher am ben Wahlen erlangen und daß dadurch die Gefahr des Ein- ca. 3319, auswärts geborene 12 975, vierzigjährige geborene Berliner 1. November gegen den 1. Mai mehr 2421 Kinder( 1363 Knaben, 1058 Mädchen). Der Zugang am 1. Mai betrug 3206 Kinder( 1570 bringens un selbständiger Elemente in die Stadt- etwa 2160, auswärts geborene 8528. Vierzig bis fünfundvierzigKnaben, 1636 Mädchen). Danach betrug der Zugang eines Jahres verordneten- Versammlung wesentlich erhöht würde. Wir halten ein jährige geborene Berliner gab es 9778, zugezogene 41 881. Ganz 5627 Kinder( 2933 Knaben, 2694 Mädchen). Die Zahl der fliegenden derartiges Vorgehen nicht förderlich für die fortschreitende liberale alte" echte" Berliner find überhaupt eine Seltenheit. Ueber 70 Jahre Klaffen stieg von 77 auf 117, also um 40; der Grund Entwickelung unseres Gemeinwesens, und treten deshalb dem Vereine alte geborene Berliner gab es nur 261, dagegen 1070 zugezogene. Hierfür ist in dem Umstande zu suchen, daß eigene Schulhäuſer nicht bei." Die Mehrzahl aller geborenen Berliner hat es vorgezogen, seit ihrer zum 1. Oktober d. J. nicht in Benugung genommen werden konnten. Unterzeichnet ist das Rundschreiben n. a. von Rudolf Virchow, Geburt in ihrer Vaterstadt zu bleiben. Von den 332 767 echten Wann wird das für den Unterricht so leidige lebel endlich beseitigt Louis Ravené und dem neuerdings nicht allzuvortheilhaft bekannt Berlinern Berlins find mur 26 460 nach außerhalb verzogen, um werden? Bur Unterbringung von Gemeindeschulen und zur Be- gewordenen Elektrizitäts- Mommsen. wieder nach Berlin zurückzukehren. Von diesen 26 460 Berlinern, feitigung der fliegenden Klassen hat die städtische Schuldeputation Zum Tode des Oberstlieutenants v. Egidh wird aus die es außerhalb Berlins versucht haben, ist etwa der fünfte Theil auf grund eines früheren Beschlusses wieder eine Anzahl größerer Botsdam noch folgendes mitgetheilt: Herr v. Egidy, der sonst eine oder 5104 schon 1880 und früher wieder nach Berlin zurückRäume in den Gegenden Moabit, Warschauer Brücke und Ostbahnhof fräftige Natur war und noch vor seiner Reise nach Süddeutschland wieder in ihre Waterstadt gezogen. gekehrt. J Jahre 1895 find allein 6300 geborene Berliner gemiethet. Ist es wirklich so schwer, definitive Schulräume recht weite Spaziergänge in Potsdams Umgegend machte, hatte sich auf Ganz ähnliche Ver zeitig in ausreichendem Umfange zu beschaffen? diefer Reise eine starke Erkältung zugezogen, welche zu einer Rippenfell- Bon den 367 157 hältnisse herrschen beim weiblichen Geschlechte Berlins. echten Berlinerinnen haben jedoch nur und Herzbeutelentzündung ausartete. Sofort nach seiner Rückfehr in 21 435 ihr Glüd auswärts versucht, um reuig nach Berlin zurüd feine am Fuße des Pfingstberges, Große Weinmeisterstr. 44 belegene, dem Prinzen Friedrich Leopold gehörige Villa mußte der Leidende das zukommen. Der stärksten Jahresklasse der Zugezogenen, den Sechsdem Prinzen Friedrich Leopold gehörige Billa mußte der Leidende das Bett aufsuchen. Oberstabsarzt Dr. Riedel, der hinzugezogen wurde, undzwanzigjährigen, mit 14 118, stehen mur 4913 echte Berlinerinnen Titelblatt und Juhaltsverzeichniß des Jahrgangs 1898 sah von vornherein die Krankheit als sehr gefährlich an, hoffte aber, gegenüber. Im fritischen Alter von dreißig Jahren stehen 3983 Ber linerinnen und 13 106 auswärtige Frauen. Auch ganz alte echte der ,, Neuen Welt" sind erschienen und werden gratis in der daß die gute Natur des Patienten sie überwinden würde. Am Mitt Berlinerinnen gab es nur wenige. leber 70 Jahre alt waren 686 Expedition des Vorwärts" abgegeben. woch Abend, nachdem die auswärtigen Familienmitglieder telegraphisch geborene. Berlinerinnen und 2589 Zugezogene. Von den verEbenfalls sind die herbeigerufen waren, konnte aber der Arzt ihnen nur noch wenig heiratheten Frauen Berlins waren nur 64 813 geborene Berline Original Einband decken für den nunmehr abgeschloffenen Hoffnung auf Erhaltung des Lebens des Kranken machen. Der rinnen, dagegen 237 767, die erst ihr Glück in Berlin gesucht und Jahrgang bereits angefertigt und zum Preise von 1 Mart in der Kranke litt heftige Schmerzen, und als der neue Tag zu grauen rinnen, dagegen 237 767, die erst ihr Glück in Berlin gesucht und Expedition erhältlich. anfing, war Egidy todt. Den Verstorbenen betrauern mit der gefunden(?) hatten. Wittwe zehn Kinder. Die beiden ältesten Söhne find Offiziere der Eine brave Arbeit haben die Parteigenoffen von Berlin und Marine, der dritte steht zur Zeit bei den Potsdamer Gardejägern Entlassung von etwa 40 Streckenarbeitern der Großen Berliner Lebhafted Befremden erregte die gestern plöglich erfolgte den Vororten in den letzten Tagen geleistet. Es galt, nicht weniger als Einjährig- Freiwilliger, während drei andere Söhne noch Straßenbahn. Angeblich soll gegenwärtig tein Arbeitsmaterial vorals 640 000 Exemplare eines ternigen Flugblattes zu vertheilen, unerwachsen sind. Von den vier Töchtern ist die älteste handen sein. Die Maßregel wirkte um so seltsamer, als die Arbeiter das die volksfeindlichen Pläne des Zuchthauskurses rücksichts- Leiterin einer Anstalt für schwedische Heilgymnastik in Berlin, in der letzten Zeit nicht allein die übliche Tagesschicht arbeiten, los bloßlegte und die Bevölkerung ingleichen über eine der kräftigsten die zweite ist Malerin in München, während die beiden sondern nach vollbrachter Tagesarbeit noch recht oft eine siebenStüßen der Reaktion, über die unpartei ische Verdummungs- jüngsten noch im Kindesalter stehen. Herr v. Egidy war stündige Nachtschicht vollenden mußten. presse gebührend aufflärte. Die Verbreitung ging mit gewohnter Thätigkeit große Berluste durch seine Betheiligung an Unter- dieser Tage scharfe Zensur geübt. Karten mit schlüpfrigen Verfen und ehemals reich. Er hat aber in den Jahren seiner öffentlichen Die Polizei hat bei den fliegenden" Neujahrstarten- Händlern Pünktlichkeit von statten; das Flugblatt wird, wie wir überzeugt nehmungen erlitten, für welche seine Gutgläubigkeit gemißbraucht dieser Tage scharfe Zensur geübt. Karten mit schlüpfrigen Werfen und find, für die Partei zahlreiche neue Anhänger und für das Partei- wurde. Die Schwiegermutter des Verstorbenen ist eine Prinzessin anstößigen Juſtrationen wurden beschlagnahmt. organ abermals eine stattliche Schaar neuer Leser werben. von Schwarzburg- Rudolstadt. Die Bestattung des verstorbenen Jufolge zahlreicher bei dem Berliner Thierschutzverein Oberstlieutenants v. Egidh findet in Potsdam heute, Sonnabend, cingelaufener Beschwerden wegen Tödtung der von den Hundenachmittags 4 Uhr, auf dem alten Kirchhof in der Teltower Vorfängern auf der Straße aufgegriffenen und nicht rechtzeitig einGegen das Spielen auf den Schulhöfen stadt statt. gelösten Thiere ist der Vorstand des genannten Vereins veranlaßt fommen Bedenken und Proteste aus den Kreisen der Gemeindeschul- Rektoren, denen auch die vom Verein der Wie einem hiesigen Blatte zufolge verlautet, hat der Ehren- Gerichts- Hunde drei Tage lang aufgehoben und müssen, falls ihre Auslösung Ausschluß eines Rechtsanwalts and dem Anwaltsstande. worden, das Polizeipräsidium um Aenderung der Fangbestimmungen zu bitten. Nach der giltigen Verfügung werden die eingelieferten Berliner Gemeindeschullehrer herausgegebene Pädagog. 3tg." zu hof in Leipzig, die höchste Instanz für Disziplinarprozesse gegen nicht innerhalb dieser Zeit erfolgt, am vierten spätestens am fünften stimmt. Das darf natürlich kein Grund sein, den spielenden stimmt. Das darf natürlich kein Grund sein, den spielenden Rechtsanwälte, auf Ausschluß des hiesigen Rechtsanwalts CoB- Tage vergiftet werden. Fast täglich kommt es vor, daß Hundebefizer, Kinderri die Schulhöfe noch länger vorzuenthalten. Es fann fich in dieser mann aus dem Anwaltsstande erkannt. Coßmann war vor einigen die zu spät im Bureau des Thierschutzvereins erscheinen, die Nachricht erganzen Angelegenheit nur darum handeln, ob die Freigabe der Schulhöfe noth- Geldstrafe von 3000 m. verurtheilt worden; diese Strafe habe nun mißfallen über eine derartige Handlungsweise aus und geben dent Monaten von Ehrenamte der hiesigen Anwaltskammer zu einer halten, daß ihre Thiere getödtet sind. Die Interessenten sprechen ihr wendig ist, und ob die Schulhöfe sich zu Spielplägen die höhere Instanz bis auf das höchste zulässige Strafmaß erhöht. Wunsche Ausdruck, daß die nicht eingelösten Thiere lieber verkauft eignen, ellenfalls noch darum, ob es dem Wesen der Schule entspricht, der schulpflichtigen( und eventuell auch der Die Verfehlungen des Rechtsanwalts Coßmann seien in seinem werden möchten, damit der Eigenthümer wenigstens Gelegenheit noch nicht schulpflichtigen) Jugend für die schulfreie Zeit die Höfe zu Annahme des Gerichts unzulässige Verträge mit seinen Klienten ab- Deutschen Thierschutzvereins hat bereits vor einiger Reit unter Bes Verhalten in einem Wucherprozeß gefunden worden, wo er nach fände, seinen Hund zurückerwerben zu können. Der Vorstand des Spielen zu überlassen. Die Nothwendigkeit einer solchen Maßregel wagt wohl niemand mehr zu bestreiten, und auch an der geschlossen habe. zugnahme auf die oben angeführten Thatsachen das Polizeipräsidium Berwendbarkeit wenigstens einer Anzahl von Höfen ist nicht Zur freien Arztwahl. Die vereinigte wirthschaftliche Kommission ersucht, die Aufbewahrungszeit der gefangenen Hunde zu verlängern zu zweifeln. Selbst wenn, worauf von den Rektoren hin- der Berliner Aerztevereine stimmte in ihrer legten Sizung vom und zu gestatten, daß nach dieser Frist nicht eingelöste Thiere zu gewiesen wird, wegen des Nachmittags-, Turn- und Fort- 28. Dezember cr. über den fürzlich von uns erwähnten Antrag ab, billigen Preisen verkauft werden dürfen. Eine Antwort auf dieses bildungs- Unterrichts nur wenige verwendbar sind, und wenn welcher die gesetzliche Festlegung der freien Arztwahl betraf. vor mehreren Monaten abgesandte Gesuch ist bisher noch nicht einfie wegen ihrer geringen Ausdehnung nur einem feinen Der Antrag wurde in der Kommission mit 9 gegen 4 Stimmen an- getroffent. heile der Kinder Raum zu unbehindertem Spiel gewähren, so ist genommen. auch das schon ein Gewinn. Es werden und können ja ohnedies Ella Golk, die vielgenannte Geliebte des Oberfaktors GrünenHeber Spieleraffären wird fortgesetzt in der bürgerlichen thal, hat sich der Staatsbürger- Beitung" zufolge mit einem Arzte nicht alle Kinder zum Spiel kommen, da viele durch Handreichungen Bresse berichtet. Um angeblich beschönigende Mittheilungen anderer Dr. D. in Bukarest verlobt. Dieser Mann mit dem sonderbaren tim Hause, durch Beaufsichtigung jüngerer Geschwister oder durch Blätter zu entkräften, meldet das„ Berl. Tagebl.", daß im„ Slub Geschmad hatte infolge des Prozesses" ein derartiges Interesse an Erwerbsarbeit in Anspruch genommen find. Bliebe noch die Frage, der Fröhlichen", von dem neuerdings oft die Rede war, in den Ella gefunden, daß er bei ihr schriftlich um ein Photogramm bat Fob die Sache dem Wesen der Schule entspricht. Auf diese Frage legten Jahren mehr als 200 Offiziere in Uniform ge- und sodann, ohne sie weiter zu kennen, ebenfalls schriftlich um ihre aber sollten gerade die Schulmänner mit einem lauten und spielt haben. Hand anhielt! Auf Zureden der Verwandten hat die Genannte ihr freudigen Ja antworten. Sie betonen ja so oft mit Stolz und auch mit Recht, daß die Schule nicht blos lleber eine andere Spieleraffäre, die allerdings von der oben Jawort gegeben und am ersten Feiertage sind bereits die Ringe unterrichten, sondern auch erziehen soll. Ob das Spiel der Kinder erwähnten sehr verschieden ist, wurde aus dem Westen Berlins schon ausgetauscht worden. Ueber die Geschmäcker läßt sich bekanntlich auf den Höfen mit einer Belästigung der Rettoren bereit Monaten mehrfach berichtet. Die Hauptbetheiligten, ein gewiffer nicht streiten. bunden ist, das darf nur sehr nebenbei in betracht gezogen werden. Ist und Grabowski, hatten anscheinend Wind von der Sache Warnung vor der Heizung mit Tannenbäumen. Zur bekommen und flüchteten ins Ausland. Jetzt kommt aus Monte was geeignet scheint, die Schulbeamten in der schulfreien Zeit zu Der flotte Ungar, der den Banthaltern wegen seines verblüffenden bäume in Oefen oder Kochherden zu verbrennen. Bekanntlich sind Carlo die Nachricht, daß dem Jost ein großer Gewinn zugefallen infommodiren, wohin täme man da! Dann müßten auch Glückes so schwere Sorgen bereitete, ist identisch mit dem Bäcker der in Verbindung mit der heißen Luft starke Gase entwickelt. Durch Bäder- Nadelbäume sehr harzhaltig. Dieses Harz enthält Kohlenwaſſerſtoff, die Kinderhorte und die Schulfüchen, die Voltsbibliotheken und Lesehallen und, wer weiß, was sonst noch, aus den gesellen Joſt, der in Berlin in Spielerkreifen einen gewiffen Ruf diese Gase kann unter Umständen leicht der Ofen oder die Maschine Schulhäusern und Rektor- Wohngebäuden heraus. genoß. J. war lange Zeit hindurch auf den Rennplätzen eine wohnen die Gemeindeschul- Rettoren meist so ruhig und behaglich, Fortuna außerordentlich bevorzugt worden sein. Im übrigen bekannte Persönlichkeit, er soll damals schon von der Göttin gesprengt werden. Man kann sich von der Kraft dieser Gase leicht selbst überzeugen, wenn man einen Tannenzweig über brennendes wie wenig andere Einwohner Berlins. Durch keinen Wirth in ihrer luftreten verschaffte ihm selbst in solchen Kreisen Zutritt, löschen. Man soll also stets nur fleine Theile des Baumes auf ein Licht hält. Das Licht wird unter dem Drucke der Ausströmung era Bewegungsfreiheit gehemmt, durch keinen unbequemen Mitbewohner für die seine mangelhafte Bildung eigentlich nicht ausbelästigt, find fie vollständig Herr im Hause. Auch der Lärm der Fabriken dringt weniger laut zu den Schuls In Gemeinschaft mit seinem Freunde und Kollegen mal verbrennen, nicht größere Stücke. Kein Sylvester- Urlaub für Soldaten. Die Berliner Truppen grundstücken. Bekommen die Rektoren den Lärm der spielenden Grabowski operirte Joſt eine geraume Weile, ohne daß das Treiben Kinder, so wohnen sie immer noch ruhiger und behaglicher als viele entdeckt wurde. Die Spielverluste wurden zumeist nur von kleinen theile find angewiesen worden, am heutigen Sylvesterabend den Leuten selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerksmeistern- Unteroffizieren und Mannschaften im allgemeinen feinen Urlaub tausend anderer Leute. Anders als sie denken manche ihrer getragen, mit denen die Bankhalter auf den Rennplägen und den über Zapfenstreich( den Unteroffizieren über 10 Uhr) hinaus zu ge Kollegen an den höheren Lehranstalten. Gymnafien und Realgymnasien Berlins bezw. Charlottenburgs wird besuchten Restaurants Bekanntschaft anknüpften. Die Furcht der währen. Nur in besonderen Ausnahmefällen darf Urlaub ertheilt feit längerer Zeit nachmittags auf den Höfen gespielt. Das geht Theilnehmer am Spiel, in eine Untersuchung verwidelt zu werden, werden. boch auch nicht ohne Lärm ab. Die Direktoren haben das Spiel ficht stehende Prozeß wird nach manchen Richtungen hin einen Einblick Komptoristin Antonie Klint aus der Manteuffelstraße 29 mit einer hat die Nachforschungen der Behörden sehr erschwert. Der in Aus- Verschwunden ist seit Mittwoch die sechzehn Jahre alte nicht nur erlaubt, sondern begünstigen es fortgesetzt: ein Beweis, in das Treiben der gewerbsmäßigen Spieler gewähren. Daß die größeren Geldsumme. Das Mädchen war in einem Geschäft der daß man dabei ganz gut eristiren, feine Berufsgeschäfte er vornehme" Spieleraffäre sich auch zu einem Prozeß verdichten wird, köpenickerstraße angestellt und hatte am Mittwoch Nachmittag einen ledigen und noch wissenschaftlich arbeiten tann. Daß am Friedrichs Realgymnasium jogar ist nicht anzunehmen. am Vormittag während Posten von 377 M. einzufassiren. Als es das Geld ablieferte, des wissenschaftlichen Unterrichts draußen von den turnenden Das amtliche Wörterverzeichniß zum Gebrauch bei Abfaffung fehlten 10 M. an dem Betrage. Der Geschäftsinhaber schickte die Klaffen gespielt wird, haben wir bereits kürzlich erwähnt. von Telegrammen in verabredeter Sprache wird gegenwärtig Stomptoristin zweimal mit dem Gelde zurück, damit sie die 10 M. Es wäre bedauerlich, wenn sich die Schuldeputation gemäß einem Beschlusse der letzten internationalen Telegraphen- nachhole; es wurde ihr aber jedesmal bedeutet, daß sie den vollen durch die Proteste der Rektoren bestimmen ließe, der spielenden Konferenz von dem Internationalen Bureau der Telegraphen- Ver- Betrag erhalten habe. Das in der Nachbarschaft als ordentlich und Jugend selbst diejenigen Höfe zu verweigern, die ohne jede Störung waltung zu Bern einer wesentlichen Vermehrung und Verbesserung ehrlich bekannte Mädchen hat sich mun wohl nicht wieder zu seinem von Nachmittags-, Turn- oder Fortbildungs- Unterricht freigegeben unterzogen. Von einem Zeitpunkte ab, der wahrscheinlich durch die Dienstherrn zurückgetraut und auch von seiten der Pflege- Eltern Unwerden könnten. Wir hätten dann das eigenartige Schauspiel, daß nächste, im Jahre 1901 in London stattfindende Telegraphen- annehmlichkeiten befürchtet. Es ist weder in das Geschäft, noch nach die Berliner Kinder durch ihre eigenen Lehrer Konferenz festgesetzt werden wird, sollen zur Abfassung Hause zurückgekehrt. D reichte. Sein nobles " Von einem elektrischen Straßenbahnwagen überfahren wurde vorgestern Nachmittag auf dem Alexanderplage die 50 Jahre alte Wäscherin Pauline Müller aus der Griebenowfir 14. Die Veruuglidte wurde mit einem gebrochenen Beine zunächst in ihre Woh nung gebracht. Gestern jedoch mußte sie einem Krankenhause zu geführt werden, da sich herausstellte, daß sie auch innerlich schwer verlegt worden war. Am Weihnachtsbaum hat sich das vierjährige Töchterchen des Reifenden Kobel aus der Mariannenstraße schwer verbrannt. Das Mädchen befand sich mit seinem um zwei Jahre jüngeren Brüderchen allein in der Wohnung. Als es zu dunkeln begann, ohne daß die abwesenden Eltern zurückkehrten, tam das Kind auf den Einfall, die Kerzen des Weihnachtsbaumes zu entzünden, damit es in der Stube hell werde. Nachdem die unteren Kerzen entflammt waren, bemühte fich die Kleine, auch die oberen Kerzen zu entzünden, wobei die Kleider des Mädchens Fener fingen. Nachbarsleute, welche durch bas Gefchrei der Kinder herbeigelodi wurden, erstichten zwar das Feuer, doch hatte das Mädchen bereits so schwere Brandwunden erlitten, daß dasselbe in ein Krankenhaus geschafft werden mußte, woselbst es nun hoffnungslos darniederliegt. = Bei der Arbeit verunglückt ist vorgestern Nachmittag um zehn Martein Fünf, Dreis und Zweimartstid- zu entwenden. J Anerkennung der Revisionsgründe, die auch der Oberstaatsanwalt 31/4 Uhr der 80 Jahre alte Schloffer Paul Gottwalt, der am Nachdem er das Geld auf die Kochmaschine gelegt, habe er ihr die für stichhaltig hielt, freigesprochen, und die Kosten der Staats Bahnhof Westend Nr. 4 wohnt. Gottwalt hatte an der Leitung der vereinbarten 1,50 m. gegeben. Hierbei habe sie min wahrgenommen, taffe auferlegt. Das Urtheil führt aus, daß die ärztliche Bestätigung elettrijchen Straßenbahn in der Schönhauser Allee zu thun, stürzte daß ihr das Geld abgenommen worden sei, und es von ihm zurüd der Arbeitsunfähigkeit unter allen Umständen die Rechtmäßig. aus einer Höhe von fteben Metern auf das Straßenpflaster herab verlangt. Schreiend und schimpfend sei sie auf ihn eingedrungen. teit des Anspruchs auf das Krankengeld begründe, gleich viel und zog fich einen Beinbruch und schwere innere Verlegungen zu. Um fie zum Schweigen zu bringen, habe er ihr zunächst gedroht ob der Betreffende weiter arbeite. Für solche einer Ein Arzt ließ ihn mit einem Rettungswagen nach der Charitce und dann gleich darauf eine Ohrfeige gegeben. Da sie jezt nur Krankenkasse nachtheilige Fälle habe diese das Recht, mit statutarisch bringen. dt noch lauter geschrieen habe, so sei er in der Besorgniß, im ganzen zu bestimmenden Ordnungsstrafen vorzugehen oder solche Im Gewerbegericht wurde der Schiffer Lüdicke verhaftet. Die Hause blamirt zu werden, in Wuth gerathen, habe sie gewürgt und Praktiken übende Mitglieder in eine Krantenanstalt zu stecken. Eine Polizei fuchte ihn schon längere Zeit wegen einer Unterschlagung, geschlagen und so ohne Abficht getödtet. strafrechtliche Verfolgung sei aber nicht angängig. tonnte aber bisher seiner nicht habhaft werden. Zufällig erfuhr sie, Gin früherer Schluß der Ladengeschäfte soll jezt in Char- Der Amtsvorsteher v. Oppen hat abermals eine Niederdaß er sich als Zeuge auf dem Gewerbegericht befinde. Sowie er lottenburg zur Ausführung fommen und zwar bei den Ge- Tage vor Gericht erlitten. Dem stellvertretenden Vorsitzenden des den Verhandlungssaal verlassen hatte, nahm ihn ein Schuhmann in schäften, deren Angestellte am schwersten unter einer übermäßig Verbandes der Stodarbeiter, Genossen Zorn in Berlin, war voi Empfang. langen Arbeitszeit zu leiden haben, bei den Läden der Kolonial- diesem Sozialistentödter ein auf 30 M. lautendes Strafmandat zus Wegen schwerer Vergehen gegen Mädchen unter 14 Jahren waaren Branche. Der Verein Charlottenburger Kaufleute der gegangen, weil Born nach der Behauptung des Amtsvorstehers bei ist der in der Schönhauser Vorstadt wohnende Kaufmann R. in Haft Kolonialwaaren- Branche hat beſchloſſen, vom 2. Januar, also nächsten dent hart bedrängten Gastwirth& indenhayn unerlaubt ein genommen worden. Der Angefchuldigte ist derartiger strafbarer Montag, an die Geschäfte abends 9 Uhr zu schließen. Eine Aus- öffentliches Tanzvergnügen abgehalten haben sollte. Natür Der Angeschuldigte ist derartiger strafbarernahme foll allein der Sonnabend machen, an welchem Tage eine lich stellte sich, wie schon häufig, so Natile, Handlungen in vier Fällen überführt. auch diesmal wieder Beschränkung nicht eintreten soll. Dem Vorhaben sind die nam die Haltlosigkeit solcher Behauptungen vor Gericht heraus und hafteren Spezialgeschäfte und Droguenhandlungen bereits beigetreten. so mußte denn selbst der Amtsanwalt Freisprechung beantragen. Dauernden Werth haben derartige Beschlüsse natürlich nicht. Sobald Der Gerichtshof erkannte nach diesem Antrage und legte die Kostenr irgend ein schäbiger Konkurrent seinen Laden länger als sein Nachbar des Verfahrens der Staatstaffe auf. In derselben Angelegenheit geöffnet hält, glaubt auch dieser sich nicht mehr an die Vereinbarung war der Gastwirth Lindenhayn schon früher freigesprochen worden. fehren zu brauchen. Da kann nur staatlicher Zwang helfen. Wie lange soll noch nach allen diesen Niederlagen das gegenwärtige Die Wilmersdorfer Gemeindeschul- Verhältnisse follen jetzt, Regiment des Amtsvorstehers von Oppen fortdauern? wie von der dortigen Gemeindevertretung gestern beschlossen worden ist, ein wenig verbessert worden. Wilmersdorf besitzt zur Zeit in der gestern die unverehelichte Anna Grabs unter der Anklage der Uumenschliche Behandlung eines achtjährigen Knaben führte Nähe des Nathhauses eine große neuerbaute Doppelanstalt mit je einer schweren Körperverlegung vor die erste Strafkammer des LandSchule für Mädchen und Knaben und mit zusammen über 80 be- gerichts I. Die Angeklagte führt seit etwa einem Jahre dem Baus feiten Klassen, welche durchschnittlich von sucht werden. 55 Kindern bearbeiter Stübener, welcher von seiner Ehefrau getrennt lebt, die Eine Filiale dieser Anstalt, dieser Anstalt, die nur eine Wirthschaft. Stübener war den Tag über nicht zu Hause. Die Pflege bon Knaben und Mädchen gemeinsam besuchte Grundklasse seines achtjährigen Sohnes Otto mußte er umfaßt, ist in einem Privathause der Durlacherstraße untergebracht. überlassen, er ertheilte ihr auch die Berechtigung, den Knaben zu er der Angeklagten Dazu kommt drittens noch eine für die zu Wilmersdorf gehörende züchtigen, wenn es nothwendig sei. Diese Veranlassung soll nun stolonie bestimmte und aus sieben Klassen bestehende Gemeinde- nach der Behauptung fast täglich vorgelegen haben. Sie hat dann aber schule, welche sich in einer Miethsfaserne in der Johann Sigismund das Büchtigungsrecht in barbarischer Weise gehandhabt. Der Knabe kam straße befindet. An der Spizze der großen Doppelschule stand bisher eines Tages in einem Zustande zur Schule, daß der Lehrer ihn zur Polizei nur ein Zeiter, nämlich der Hauptlehrer Krumrey, welcher schon brachte. Der Arzt, der das Kind untersuchte, schilderte im Termine, früher lange Jahre hindurch in Wilmersdorf unterrichtet hat. Jetzt daß dasselbe dasselbe ein geradezu bejammernswerthes Bild geboten aber hat die Gemeindevertretung beschlossen, für diese Anstalt zum habe. Es sei ihm nicht möglich, alle die Verlegungen, Beulen, 1. April 1899 eine Rektorstelle einzurichten und zwar soll der neue Wunden und blutunterlaufenen Stellen anzugeben, die das Kind Nektor die Leitung der einen von den beiden Schulen dieser Doppelanstalt auf dem Kopf und im Gesicht gehabt habe. Der Rüden sei vollund die der anderen der bisherige Oberleiter, Hauptlehrer Krumrey, ständig braun und blau, Gesäß und Beine seien mit Striemen be übernehmen, der seit dem 1. April d. J. bereits das volle Rektor- deckt gewesen. Die Angeklagte müsse einen schweren Stock zum gehalt bezieht. Außerdem werden im Laufe des Jahres 1899 an Schlagen benutzt haben. Das Kind sei schwerhörig und zeige den Wilhelmsdorfer Volksschulen noch 3 Lehrer und 5 Lehrerinnen Anfänge von Rückgratsverkrümmung, es sei wohl anzunehmen, angestellt werden, wozu die Gemeinde- Vertretung gestern ebenfalls daß dies Folgen der Mißhandlung seien. Das arme Kind die erforderlichen Mittel bewilligt hat. Desgleichen genehmigte sie jetzt anderweitig in Pflege gegeben worden, wo es gedeiht. G die Anstellung des Oberlehrers Heinrich aus Effen für das Gym- zeigte dem Vorsitzenden die Narben mit den Worten: nasium und die des Mittelschullehrers Otto Schulze aus Charist noch alles zu sehen." Der Staatsanwalt beantragte gegen die Das Kunstgewerbe- Museum veranstaltet in den Monaten lottenburg für die höhere Mädchenschule zum 1. April 1899. Angeklagte, die eine Rohheit und Gefühllosigkeit sondergleichen ges Januar- März die nachstehenden Vorträge: Grundzüge einer Formen- Ein Antrag der Wilmersdorfer Volksschullehrer, ihnen die zeigt habe, eine Gefängnißstrafe von 10 Monaten. Der Gerichtshof lehre für Buchdruder. Direktor Dr. Jeffen, 10 Vorträge, Mon- Miethsentschädigung von jährlich 500 auf 600 Mart zu erkannte auf sechs Monate Gefängniß, wovon 1 Monat tag abends 81/ 2-92 Uhr. Beginn: Montag, den 9. Januar. erhöhen, wurde dagegen abgelehnt, angeblich weil erst vor durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurde. Die Goldschmiedekunst vom Mittelalter bis zur Neuzeit. einiger Zeit die Neuregelung der Gehaltsverhältnisse der Lehrer erfolgt Dr. Ernst Schwedler- Meyer, 10 Vorträge, Donnerstag abends 81/2 ist. Höchst nothwendig wäre es, daß endlich die Gemeindeschule in Droschfenfuhrherrn Start Cordaan aus Rigdorf vor der zweiten Ein gefährlicher Kinderfreund stand in der Person des bis 9/2 Uhr. Beginn: Donnerstag, den 12. Januar. Entwicklung Salenfee in einem eigenen Schulgebäude untergebracht würde. In Straffammer am Landgericht II. Obwohl der Mann erst 36 Jahre und Verwendung der dekorativen Formen im Alterthum. bem jezigen in jeder Beziehung ungenügenden Miethshause wird der alt, verheirathet und Familienvater ist, so ist er doch von einer bere Entwicklung Halenfee in einem eigenen Schulgebäude untergebracht würde. In Droschfenfuhrherrn Karl Cordaan aus Rigdorf vor der zweiten Dr. Botho Graef, 10 Vorträge, Freitag abends 8-91/ 2 Uhr. Be- Unterricht Lehrern wie Schülern zur Qual ginn: Freitag, den 13. Januar. Die Vorträge finden im Hörsaal brecherischen Leidenschaft besessen. Den Kindern macht es stets eine große des Museums statt und werden durch ausgestellte Gegenstände und Freude, ein Stüd Weges in einer Droschke fahren zu können. In dieser BeAbbildungen, sowie durch Lichtbilder mittels des elektrischen Bildziehung war der Angeklagte den Kindern sehr entgegenkommend, namentwerfers erläutert. Der Zutritt ist unentgeltlich. lich wenn es fleine Mädchen waren, aber wenn er einen solchen kleinen Passagier hatte, dann fuhr er denselben in eine einsame Gegend und fuchte ihn zum Opfer feiner Leidenschaft zu machen. Solche Straf thaten wurden dem Angeklagten durch die geladenen 26 Bengen zehn nachgewiesen. Dafür wurde er zu fünf Jahren Zuchthaus und sechs Jahren Ehrverlust verurtheilt. Sternkreuzbüchsen" für Volks- Lungenheilstätten vom Rothen Kreuz werden unentgeltlich von Frau Joseph Stern, Behrenstraße 59, abgegeben. Die Sammelbüchsen sollen in Kaufhäusern, Wergnügungsstätten, Restaurationen, Fabriken zc. aufgestellt werden; die darin gesammelten milden Gaben dienen zur Unterhaltung der immer mehr in Anspruch genommenen Lungenheilstätten. Frau Joseph Stern sendet die Büchsen auf vorhergegangene schriftliche Bestellung auch frei ins Haus. Auskunft über Heilstätten- Angelegenheiten werden im Bureau des Heilstättenvereins vom Rothen Kreuz, Charlottenburg, Knesebeckstr. 29 I, ertheilt. Im Museum für Naturkunde sind in lezter Beit sehr intereffante Schauftücke zur Ausstellung gelangt, welche zumal für Landwirthe sehr lehrreich sein dürften. Es find Wurzeln und Blätter des Weinstocs mit Stebläufen aufgestellt worden, neben ihnen Bilder der Entwicklungsformen der legteren mit Erklärungen. Auch die San José- Schildlaus und andere an Früchten lebende Schildläufe werden vorgeführt. Die Sammlung der deutschen Käfer ist bedeutend vermehrt worden. Neben den meisten ausgestellten Käfern findet man ihre Fraßstücke und Angaben über die Lebensweise. Seinen Verlegungen ist der am zweiten Feiertag gegen Abend in der Hauptstraße zu Schöneberg von einem Straßenbahnwagen überfahrene Knabe Heinrich Hennig bereits erlegen. Von den beiden Füßen war ihm der linte gänzlich abgefahren, und der rechte Fuß war ebenfalls so zerquetscht, daß er abgenommen werden mußte. Diesen furchtbaren Verlegungen hat der Körper des armen Knaben nicht standhalten können, denn vorgestern gegen Abend ist er seinen Leiden im Krankenhause erlegen. Es Wegen Vergehens gegen 8 10 des alten prenkischen Preßgefches waren der Arbeiter Bernstein und der jugendliche Rohtamm angeklagt worden. Man warf ihnen vor, daß sie ohne polizeiliche Erlaubniß öffentlich Plakate angeheftet hätten. Bernstein wurde in zweiter Instanz zu einer Geldstrafe verurtheilt, Nohlamm dagegar mit der Maßgabe freigesprochen, daß er einer Familie u über weisen sei. Beide legten Revision ein, das Rechtsmittel wurde aber aus folgenden Gründen gestern vom Kainmergericht zurückgewiesen: Auf die Revision des Angeklagten Bernstein tonne beigebracht habe, obwohl Bernstein in den Vorinftanzen nicht von nicht eingegangen werden, weil sein Vertreter, der Rechtsantvalt Lansberg, für die Revisionsinstanz eine Wollmacht ihm bertreten worden fei. Die Revision Nohtamm's dagegen fei überhaupt unzulässig. Rohtanum sei ja freigesprochen und nur einer Familie überwiesen worden, was nicht als Strafe anzusehen fei. Ein Angeklagter, der nicht bestraft sei, könne auch kein Rechtsmittel einlegen. A18 Neberarbeitstage in den Betrieben der Bäckereien und Konditoreien des Niederbarnimer Kreises hat der Landrath v. Trescow für das Kalenderjahr 1899 die folgenden Tage fest gefett: 28., 29., 30. März, 1. April, 18., 19., 20. Mai, 20., 21., 22., 23., 29. und 80. Dezember. Die Festsetzung von sieben weiteren Die Deutsche Gesellschaft für volksthümliche Naturkunde Heberarbeitstagen hat sich der Landrath für besondere Gelegenheiten eröffnet am Dienstag, den 3. Januar, in dem chemischen Hörfale des vorbehalten. Außerdem haben die Arbeitgeber das Recht, selbständig Dorotheenstädtischen Realgymnasiums ihren 5. Vortragszyklus über noch Ueberarbeitstage höchstens 20- zu bestimmen. Technische Chemie. Es ist dem Vorstand gelungen, in der Person des Herrn Prof. Dr. H. Böttger eine bewährte Straft für Durch die Geistesgegenwart der Lokomotivführer EckenAnschluß an die Vorträge find für die Theilnehmer des Zyklus Be- die entsetzlichsten Folgen hätte nach fich ziehen können. Der Berdie zu veranstaltenden Experimentalvorträge zu gewinnen. Im hof und Madrotsch ist ein Eisenbahnunfall verhindert worden, ber fichtigungen einschlägiger industrieller Anlagen ins Auge gefaßt, wie fonenzug Berlin- Stralsund, welcher furz nach 3 Uhr nachmittags in der kunheim'schen chemischen Fabrik, der Glasfabrit Marienhütte", Oranienburg mit einem von Neustrelitz kommenden Zuge zu freuzen der Stearin- und Seifenfabrit von Spielhagen u. f. w. zu weiterer hat, erhielt am Dienstag, den 27. d. W., die Nachricht, daß infolge Auskunft ist gern bereit der 1. Schriftführer der Gesellschaft, Ober- Verspätung des Neustrelitzer Zuges die Kreuzung mit dieſem nach der lehrer Dr. Greif, Köpeniderstr. 142. Station Naffenhaide verlegt worden sei. Der Stralfunder Bug fuhr daher von Oranienburg weiter. Er Theater. Im Schiller Theater beginnt die heutige Borstellung eine größere Strecke von hier fort, als ihm in der Nähe der Halteausnahmsweise, und zwar nur des Sylvesterabends wegen, bereits um 7 Uhr. Zur Aufführung kommt das Lustspiel Mauerblümchen" von stelle Fichtengrund auf dem eingeleisigen Bahnftrang der Neustreliter Blumenthal und Kadelburg. Im Olympia Theater wurde Mene: Bug bereits entgegenkam. Beide Führer erkannten sofort die Tetel" Donnerstag zum 100. Male gegeben. Heute, Sonntag und Montag ihren vollbesetzten Zügen drohende Gefahr und boten nun alles auf, Nachmittag geht" Dornröschen" in Szene. Im Thalia Theater die Züge zum Stehen zu bringen. Glücklicherweise gelang es ihuen, spielt Emil Thomas Sonntag zum ersten Male in Mein Leopold". Im die Züge auf eine Entfernung von nur etwa 250 Metern festzu- in einer öffentlichen Versammlung Stellung zu den bevorstehenden Baffage Panoptitum tritt Adrienne Gaston, eine Rivalin der legen. Hätte aber zu jener Zeit nebeliges Wetter geherrscht oder Yvette Guilbert vont 1. Januar ab in einem furzen Gastspiel auf. hätten sonstige Umstände den Lokomotivführern es unmöglich geFeuerbericht. Am Donnerstag war Berlin vollständig feuerfrei, macht, die Situation rechtzeitig zu erkennen, so wäre eine Stataso daß keine einzige Alarmirung erfolgte. Freitag früh hatten strophe eingetreten, deren Folgen bei der großen Schnelligkeit der Senefelderst r. 1 Lumpen Feuer gefangen, das aber noch im Steime Büge garnicht abzusehen gewesen wären. war Versammlungen. Tie Brauer und Brauerei: Arbeiter nahmen am Donnerstag Wahlen zum Kuratorium des Arbeitsnachweises des Vereins der Brauereien. Tröger, welcher über diesen Bunft referirte, führte unter anderem aus: Schon vor 14 Monaten sei eine Kommission eingesetzt worden, die den Auftrag hatte, eine den Wünschen der Arbeiter entsprechende Alenderung der Statuten des Arbeitsnachweises herbeis erstidt werden konnte. Eine Alarmirung nach Schwedter str. 12 Ter Brandenburgische Provinzial- Ausschuß hat eine Anzuführen. Wenn es so lange gedauert habe, ehe in dieser Hin betraf einen Schaaldecken- und Balkenlagebrand. Nachmittags 4 Uhr frage wegen Betheiligung der Proving an der llebernahme einer ficht etwas geschehen ist, so liege die Schuld an den Arbeit wurde die Wehr nach Albenslebenstr. 24 gerufen, wo Keller- Garantiepflicht für eine neue Schifffahrtsstraße Berlin- Stettin ab- gebern und dem Kuratorium. Jezt endlich hätten die Unternehmer verschläge und Brennhölzer in Flammen standen. Bei großer Ver- lehnend beantwortet. verschiedenen Statutenänderungen zugestimmt, die den Forderungen qualmung war ein Vordringen zum Brandherde nur mittels Rauch der Arbeiter ein wenig entgegenkommen. Bisher verlangte man" helms möglich, worauf dann die Gefahr mit zwei Nohren beseitigt Die schwarzen Pocken sind auf dem Auswandererbahnhof von jedem gelernten Arbeiter, der in den Listen des Nachweises einwerden konnte. Kurz darauf wurden Gneisena u str. 65 ein Stuhleben bei Spandau festgestellt worden. Das Kind eines getragen werden wollte, die Beibringung eines Lehrs Weihnachtsbaum und Gardinen eingeäschert. aus Rußland gekommenen Ehepaares, das nach Bremen wollte, um zeugnisses. Von dieser Bedingung soll nach dem neuen nach Nordamerika zu reisen, ist daran erkrankt. Die Familie wurde Statut in den Fällen abgesehen werden, wo der Betreffende zurückgehalten und auf dem Bahnhof in einer Jsolirbarade unter- uachweisen kann, daß er bereits längere Zeit in seinem gebracht. Beruf gearbeitet hat. Während jetzt für jede Vakanz dem Arbeits nur so viele Arbeiter gesandt werden, als derselbe einzustellen beabgeber mehrere Arbeiter zur Auswahl zugeschickt werden, verlangte die Kommission, daß diese Bestimmung fortfalle, und dem Betriebe sichtigt. Diese Forderung ist aber an dem Widerstande der Unter nehmer gescheitert. Ferner verlangte die Kommission, daß das nehmer gescheitert. der im Betriebe Beschäftigten festgefeht und dieses Prozentverhältniß Bermittelung des Arbeitsnachweises einstellen dürfen, auf 5 pet wollten jedoch die Unternehmer nichts wissen, dagegen seien fie den auf alle Arbeiterkategorien gleichmäßig vertheilt werde. Davon Wünschen der Arbeiter ein klein wenig entgegengekommen, indem sie die Zahl der ohne Inanspruchnahme des Nachiveises einzustellenden Arbeiter im ganzen von 393 auf 304 herabgesezt haben. Ganz be sonders sei es der Kommission darum zu thun gewesen, daß im Statut festgesetzt werde, daß jeder, der zur Zeit der Kuratoriumswahl in den Listen des Arbeitsnachweises eingetragen ist, das Wahlrecht zu Ein für Krankenkassen wichtiges Urtheil, das auch all dieser Körperschaft hat. Die Unternehmer haben dagegen nur den Ueber die Bernehmung des Buffe geht uns noch folgender Be- gemeines Interesse haben dürfte, hat jest das fächsische Oberlandes- jenigen das Wahlrecht zugestanden, die zur Zeit der Wahl im Nach richt zu: Nachdem bei Buffe in der sogenannten Revolvertasche der gericht gefällt. Ein Arbeiter war laut Beugniß zweier Rassenärzte weis eingetragen find, und innerhalb der letzten sechs Monate in Beinkleider Geld gefunden worden war, über dessen Erwerb er sich der in Frage kommenden Krankenkasse Auerbach i. V. durch einer zum Verein gehörenden Brauerei gearbeitet haben. → nicht ausweisen fonnte, räumte er im Laufe der heutigen Verhöre Strankheit arbeitsunfähig geworden. Er hat aber während Ferner ist im Statut eine Bestimmung aufgenommen, ein, daß er es der Sidonie Hermann genommen habe. der viereinhalbwöchigen Dauer der Krankheit bezw. Arbeitsunfähig wonach ein Unternehmer, der in einem Jahre mehr Arbeiter Buffe ist, wie die Ermittelungen ergeben haben, am zweiten Feier- teit in einer Fabrit weiter gearbeitet und während dieser ohne Bermittelung des Nachweises einstellt, wie ihm zustehen, im tage abends mit Angehörigen seiner Familie in Berlin in einer Beit 78 m. verdient, gleichzeitig aber auf grund der ärztlichen Beug- folgenden Jahre ebenso viele Arbeiter weniger ohne den Nachweis Gastwirthschaft am Wörther Blaze gewesen. Er behauptet mun, daß nisse das ihm als Mitglied der Kasse zukommende Kranken- annehmen darf. Ueberschreitet er auch im zweiten Jahre den er auf dem Heimwege die Hermann um 12 Uhr an der Ede der gelb erhoben. Der betreffende wurde deshalb vom Schöffen- Prozentjazz, dann hat er eine Stonventionalstrafe von 50 M. zu Stant- und Wilmersdorferstraße getroffen habe. Sie habe ihn an und darauf auch vom Landgericht wegen Betruges verzahlen. Diese Bestimmung bietet aber nach Anficht des Referenten gesprochen und sich angeboten, ihn in seine Wohnung zu begleiten. urtheilt. Auf dagegen beantragte Revision wurde aber vom feine genügende Garantie für Innehaltung des jetzt so häufig Dort babe er Gelegenheit gefunden, ihr aus dem Portemonnaie Straffenat dieses Urtheil aufgehoben und der Angeklagte unter überschrittenen Prozentverhältnisses. Der Redner Aus den Nachbarorten. Zur Aufklärung des Mordes in der Wilmersdorferstraße zu gierung in Potsdam, die städtische Polizeiverwaltung in tonig Aus Spandau wird berichtet: 8u dem Antrag der kgl. NeCharlottenburg fanden gestern wieder zahlreiche Vernehmungen statt. fiche Polizei umzuwandeln, hat der Magistrat beschlossen, Der Barbier Buſſe wurde, nachdem ihn zunächst der Untersuchungs- bie Angelegenheit in gemischter Kommission mit der Stadtverordneten richter noch einmal vernommen hatte, vormittags um 1/210 Uhr Versammlung vorzuberathen. Der Plan, die Militärzur Kriminalpolizei gebracht. Hier wurde er im Polizeidienstgebäude neuerdings wieder von der Militärverwaltung in Erwägung gezogen mit einer Droschke vom Untersuchungsgefängniß nach Charlottenburg Schießschule von Rubleben nach Jüterbog zu verlegen, ift Berhältniß der Zahl derjenigen Arbeiter, welche die Brauereien ohne allen Personen, die bisher als Beugen in betracht kamen, gegen worden. übergestellt, namentlich den Kellnerinnen, die mit der Ermordeten Spandauer Garnison zugetheilt werden, die infolge der bevor Die dadurch frei werdenden Kasernements sollen der bekannt und zugleich in Stellung waren. Neuerdings rechnet man stehenden Verstärkung der neuen Regimenter mehr Räumlichkeiten auch mit der Möglichkeit eines Raubmordes und bringt Buffe braucht, die in Spandau selbst nicht vorhanden sind. auch in Zusammenhang mit Blutthaten, die in Berlin verübt worden find. Ob dahingehende Vermuthungen sich bestätigen, wird wohl schon die nächste Beit lehren. Busse, ein mittelgroßer Mann mit blondem, welligem Haar und einem Anfluge von Schnurrbart, fah sehr niedergedrückt aus. Er bleibt immer noch bei seiner urSpringlichen Darstellung. Gerichts- Beifung. befür 1 wortete die Annahme des geänderten Statuts, ba baffelbe, müssen am Ende des 2. Quartals an den Gauvorstand berichtet des Bezirksgerichts verfügte hierauf die Berhaftung bes im wenn es auch die Forderungen der Arbeiter nicht ganz erfülle, werden. Saale anwesenden Publikums, mit Ausnahme der doch immerhin eine fleine Verbesserung gegenüber dem jezigen Bus Der nächste Gautag foll Weihnachten 1899 stattfinden. Ein Damen, auf die Dauer von 2 Stunden.stand darstelle. In den nächsten zwei Jahren sei an eine abermalige Antrag der Bahlstelle Ruppin, Marken zur Errichtung einer Arbeits- Im Jahre 1898 find in England 204 Personen im Alter Statutenänderung nicht zu denken. Jetzt komme es darauf an, in losen- Unterstützung zu verkaufen, wurde abgelehnt. Sodann über- von über 90 Jahren gestorben. 17 Personen haben ein Alter das Kuratorium solche Vertreter zu entfenden, welche auf eine wies man folgenden Antrag der Berliner Zahlstelle zur Berüc- von über 100 Jahren erreicht, einer ist sogar 112 Jahre alt ftritte Innehaltung der geltenden Bestimmungen sehen und sich die sichtigung: Die Vororte von Berlin haben das Recht, Mitglieder geworden. energische Wahrnehmung der Interessen der Arbeiter angelegen in die Kommission zu entsenden. Eine längere Debatte rief ein Am 2. Januar werden zwei der größten Lokomotiven sein lassen.- Die Diskussionsredner stimmten im all- Antrag der Rigdorfer Zahlstelle hervor, der verlangt, daß in 8u- der beiden ersten Eisenbahn- Gesellschaften der Union eine Wett gemeinen den Ausführungen des Referenten 81, ferner funft bei der Agitation die Abschaffung des Affordsystems mehr befahrt von Chilago nach Omaha, d. h. über eine Entfernung von wurde das Verhalten eines dem Kuratorium angehörenden tont werden müsse. Zum Schluß wurde ein Antrag Bleed an- 400 englischen Meilen machen. Die eine zieht 2 Postwaggons und Arbeiters von einer Seite abfällig beurtheilt, von anderer Seite genommen, zum Frühjahr in der Provinz Brandenburg ein Flugblatt einen Salonwagen, der andere 4 Poſtwagen. Der Preis der Wett, aber zu rechtfertigen versucht. Für die Wahlen zum Kuratorium auszugeben. Damit waren die Verhandlungen erledigt und der fahrt ist der Regierungs- Postvertrag, der derjenigen Eisenbahnwurden folgende Kandidaten aufgestellt: Als Mitglieder: Richter, Vorsitzende schloß die Konferenz mit einem Hoch auf den Holz- Gesellschaft zufällt, deren Maschine als Sieger aus dem Rennen Wirth, Lehmann, Beiß. Als Ersatzmänner: Bauer, arbeiter- Verband. hervorgeht.Heider, Idler, Tröger, Turloff, Tezlaff, Senfts Die Stuckateure nahmen in ihrer Filialversammlung am Leben, Karl. In die Revisionskommission für die Kaffe wählte 19. Dezember den Bericht der Delegirten vom Verbandstag man: od opp, Beiß, Norascheck. Deutscher Solzarbeiter- Verband. Der erste Gautag wurde am 27. Dezember im Lokal von Zubeil, Lindenstr. 106, abgehalten. Der Vorsitzende des Gaues, Stusche, eröffnet die Konferenz um 102 Uhr und heißt die Delegirten herzlich will tommen. Die Aufstellung der Präsenzliste ergab, daß 40 Delegirte aus der Provinz und 8 aus Berlin anwesend waren. Außerdem nahmen an den Verhandlungen theil der Vorsitzende und Kassirer des Gauvorstandes. Dem Bericht des Gauvorstandes, der von Stusche gegeben wurde, ist zu entnehmen, daß in der Zeit vom 15. Juli bis jetzt 45 Verfammlungen stattgefunden haben. In Oranienburg und Berlinchen wurden Zahlstellen gegründet. Eingekommen find 71 Briefe, 16 Karten, 3 Telegramme und 16 Badete. Bersandt wurden 111 Briefe, 75 Karten und 2 Telegramme. Zu Arbeitseinstellungen tam es in Landsberg a. 2. Den Kassenbericht erstattete Mirte- Berlin. Danach ist eine Einnahme von 1117,58 m. und eine Ausgabe von 879,95 M. zu verzeichnen. Unter den Einnahmen befinden sich 234,31 M. Bestand, der dem Gauberband überwiesen wurde, und 879,95 m. Beitrag der Berliner Zahlstelle. M Die hierauf folgende Diskussion war eine sehr lebhafte. Bleed Charlottenburg wünscht, daß die Versammlungen in der Provinz regelmäßiger abgehalten werden. Er warnt vor Gründungen von Zahlstellen, die nicht lebensfähig sind. Redner wünscht, daß der Gauvorstand vergrößert wird und erklärt sich mit der bisherigen Thätigkeit desselben zufrieden. E card- Brandenburg und Köster Schöneberg theilen dieselbe Ansicht. Die nächstfolgenden Redner Beiste- Berlin und Lind Charlottenburg halten es schließlich für nothwendig, daß ein besoldeter Beamter angestellt wird. entgegen. Der Berichterstatter Inüpfte einige kritische Be merkungen an die Verhandlungen und wurde sodann beschlossen, die Debatte in der nächsten Versammlung fortzusetzen. Bildungsverein Mehr Licht". Morgen Sonntag, abends 7 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c: Vortrag des Genossen Paul ahn. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bahn anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll und die letzte Abonnements quittung beizulegen. Fragen ohne solche werden nicht beantwortet und schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Reclam's Bibliothek, fostet 60 Pf. In jeder Buchhandlung erhältlich. Freitags abends von 7 bis 8% Uhr abgehalten. Wenzel 300. Kaufen Sie sich Knigge's Umgang mit Menschen", 11 Uhr, im großen Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenstr 57: Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 1. Januar, vormittags Festvortrag des Herrn Dr. Bruno Wille. Gäste willkommen. Nothes Kreuz. Das können wir Ihnen nicht sagen. Landsmannschaft der Schleswig Holsteiner. Heute, abends 9 Uhr in G. Feuerstein's Festsälen, Alte Jakobstr. 75, Sylvester- Bergnügen, bestehend in Berloojung, Vorträgen und Tanz. Gäste sind willkommen. Vermischtes vom Tage. Hahn. An wen foll die Sache abgetreten werden? 1000 W. Ja. G. 5. 193. Ja, wenn die Abrede genügend bestimmt war, AnitsA. 2. 31. 5. 99. Nein. R. S. 84. Hier unbekannt. gericht. Nein. Alimente. 1. Ja. R. F. Die Frage ist nicht verständlich. 2. Jst ganz zwecklos. Es genügt, daß Sie im Falle der Pfändung das Eigenthum Ihrer Frau nachweisen tönnen. E. 3., Hammm. Ja. Beiden. Bödickerstraße. die 64. Dr. Burchard, Hermann Bahr und E. Kart weis Wohnung nicht aufzugeben." dega 1. Nein 2. Ug Tommit 3. Nein. haben, dem„ B. B.-C." zufolge, zusammen einen Fastnachtsdarauf an, um was für Forderungen es sich handelt. Schnaase. Ja. F. F. Nein. Der Amtsanwalt kann nicht abschwant gedichtet. G. V. Sie haften nur, wenn Sie ein Verschulden gelehnt werden. trifft. Jeden Tag. W. Das Schriftstück ist ungiltig. Es bleibt nur N. 16. Da das Urtheil rechtskräftig ist, Klage gegen die Erben übrig. läßt sich nichts mehr machen. Harris. 1. Nein. 2. Geldstrafe bis 3000 m. oder Gefängniß bis zu 1 Jahr. 3. Kommt darauf an, ob durch Hohenfee. Es richterliche Handlungen die Verjährung unterbrochen ist. ist zu warten, bis die 235 Marten geklebt find. Adlershof. Eine Lohns St. Ja, aber nicht ausbeuten türzung deshalb ist unzulässig. Eine Stilblüthe aus dem Bürgerlichen Gefeßbuch. Der erste Absatz des§ 919 lautet:„ Der Eigenthümer eines Grundstüds kann von dem Eigenthümer eines Nachbargrundstücks verlangen, daß dieser zur Errichtung fester Grenzzeichen und, wenn ein Grenzzeichen verrüdt oder unkenntlich geworden ist, zur Wiederherstellung mitwirft." In Altendorf( Rheinland) versezte ein Mann im Verlauf eines Streites seinem jüngeren Bruder einen tödtlichen Stich ins Herz. Bei dem Brande eines Droguenlagers in Notterdam tam eine Frau mit ihren beiden Kindern in den Flammen um. Der Mann rettete sich durch einen Sprung aus dem Fenster der im zweiten Stock gelegenen Räume. Witterungsübersicht vom 30. Dezember 1898, morgens 8 1hr. Stationen Barometer stand mm richtung WindWindstärte 746 Dieser Anregung folgte eine sehr rege Debatte, in der besonders Würzburg ist eine der ältesten deutschen Städte. Röster eingehend die Anstellung eines Beamten begründete. Die Schon vor dem Jahre 100 v. Chr. ist eine Niederlassung an seiner Versammlung lehnte jedoch einen dahingehenden Antrag Köster's mit heutigen Stelle gewesen, so daß das Alter Würzburgs auf Swinemde. Hamburg 742 SSW 33 gegen 17 Stimmen ab. Sodann wurde folgender von den mindestens 2000 Jahre zu schätzen ist. 747 Berliner Delegirten gestellter Antrag dem Gauvorstand überwiesen: r. Dem Pariser städtischen Museum haben die Erben Berlin Wiesbaden 746 Die im Verband organisirten Musikinstrumentenarbeiter Berlins des verstorbenen Malers Buvis de Chavannes 163 Zeichnungen München 751S stellen folgenden Antrag: Die Ortsverwaltungen des Gaues sind überwiesen. berpflichtet, innerhalb des 1. und 2. Quartals 1899 überall da, wo c. e. Jm Bach muter Bezirksgericht( Gouvernement Jekateri obige Branche in betracht kommt, besondere Branchenversammlungen noslaw) fällten die Geschworenen in einem Prozeß gegen zwei Checkeventuell Werkstattsizungen abzuhalten zwecks Anschluß zur Organi- biebe ein freisprechendes Urtheil, das von dem zahlreich versammelten fation der betreffenden Kollegen; die hieraus gewonnenen Resultate Bublikum mit stürmischem Beifall aufgenommen wurde. Der Präsident' Sozialdemokratischer Wahlverein f. den 6. Berliner Reichstags Wahlkreis. Den Genoffen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Allen Freunden und Verwandten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Schriftsezer Heute Abend Wilhelm Schurig. Gr. Sylvester- Feier am 28. d. M. berstorben ist. Die Be erdigung findet am Sonntag Nachm. Rudolf Montag, Baulstirchhof, Seestraße, aus statt. 3 Uhr von der Leichenhalle des St. Rostoderstr. 21 a, am 28. b.. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag Vormittag 11 Uhr vom Trauerhause aus statt. Bahlreiches Erscheinen erwartet 248/5 Der Vorstand. Nach schweren Leiden entschlief sanft unser lieber Sohn, der Maurerlehrling Reinhold Schliwenz, im 17. Lebensjahre. Die Beerdigung findet Sonntag, den 1. Januar, nach: mittags 2 Uhr, von der Leichenhalle der tgl. Klinit, Biegelstraße, aus nach dem Zions- Kirchhof in Weißensee statt. Die trauernden Eltern u. Geschwister Fritz Schliwenz, Puzzer. Nonnenberg's Restaur. Treptow, Parkstrasse. Großer Saal. Großer Garten. Jeben Sonntag: Ball.[ 62779* Empfehle mein Lokal zu Festlichkeiten [ 31926 Um stilles Beileid bittet Wwe. Klara Schurig u. Kinder. Danksagung. Für die zahlreiche Theilnahme und vielen Kranzspenden bei d. Beerdigung unferes lieben Sohnes Ewald Gonell, sagen wir hiermit allen Berwandten, Freunden und Bekannten, sowie dent Flöter'schen Gesangverein, insbesondere meinen Stanımgästen und Ewald's Freunden unseren innigsten Dant. Fritz Gonell und Frau. 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Die zwischen den Interessenten gepflogenen Verhandlungen vermochten nicht, den Konflikt gänzlich zu beseitigen, so daß es schließlich zu einer theilweisen Aussperrung der Arbeiter tam, und zu Gegenmaßregeln seitens dieser. Das erste Todesopfer im neuen Jahre war der sowohl in der Droschkenkutscher- Bewegung wie auch im 6. Wahlkreise allbekannte und bewährte Droschkentutscher August Stiller, dessen arbeitsreichem Leben am 6. Januar ein plögliches Ziel gesezt wurde. Am 9. wurde Stiller unter allgemeiner Theilnahme zu Grabe geTeitet. Das parlamentarische Leben begann am 11. wiederum, an welchem Lage Reichstag sowohl wie Landtag ihre Thätigkeit nach furzer Unterbrechung durch die Weihnachtsferien wieder aufnahmen. Der 1. Mai fiel diesmal auf einen Sonntag und wurde als Arbeiterfest tag in gewohnter würdiger Weise gefeiert. Arbeiterschaft in allgemeinen, von der Berliner Gewerkschaftstommission einberufenen Protestversammlungen. fanden die Erfazwahlen für die Beisiger zum Gewerbegericht Der 22. war abermals ein Wahltag für Berlin, an diesem Tage ſtatt. am 24. die Tischler Meyer und Nowack ebenfalls wegen Bergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung zu drei Wochen bezw. einem Monat Gefängniß, sein Dasein, am Abend dieses Tages fanden 16 öffentliche WählerNach fünfjähriger Thätigkeit beendete am 5. der Reichstag versammlungen statt, um für den neuen Reichstag zu agitiren. Wegen Beleidigung hatte sich am 16. der Redakteur des„ Handels- Jm Neste des Monats waltete die Justiz noch in strenger Weise angestellten", Genosse Swienty, vor Gericht zu verantworten. Er ihres Amites. Es wurden am 23. die Maler Großmann und wurde ob seines Bergehens mit 50 M. Geldstrafe bedacht. Niederjahn wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung Um das Interesse für die Reichstagswahl auch bei den Frauen zu je drei Monaten Gefängniß, der Zimmerer Lindner zu zwei zu erwecken, fanden am 17. drei öffentliche Frauenversamm- Monaten Gefängniß, Iungen statt, welche ihre agitatorische Wirkung nicht verfehlten. Am 27. erlebte die Welt das erhebende Schauspiel eines Massen prozesses in Köpenick wegen der stattgehabten Ilumination am 18. März in Adlershof. Nicht weniger als 122 Ein- am 27. der Maurer Hoppe wegen Nöthigung zu neun Monaten wohner Adlerhofs waren vom Anitsvorsteher v. Oppen, welcher in Gefängniß, dem Illuminiren die Verübung groben Unfugs erblickte, mit einem Strafmandate beglückt worden, gegen welches diese Widerspruch er- am 27. der Zigarrenarbeiter Fengler zu einem Jahr Gefängniß wegen Nöthigung, Beleidigung und Hausfriedensbruch ebenfalls hoben und richterliche Entscheidung beantragten. Der Erfolg war, verurtheilt. daß das Strafmandat des Herrn v. Oppen 15 M. oder 3 Tage Haft Der Monat Oktober war ebenfalls reich an bemerkenswerthen vom Gerichte bestätigt wurde. Ereignissen. Der Monat begann unter dem Zeichen des ParteiDas auf den 29. und 30. fallende Pfingstfest bot eine tages zu Stuttgart, welcher am 3. seine wichtigen Verhandlungen günstige Gelegenheit, dies Urtheil agitatorisch zu verwerthen. eröffnete. Der Monat Juni kann als richtiger Wahlmonat bezeichnet werden. Am 7. nahmen die Prozesse gegen den Reichstags- Abgeordneten Stadthagen ihren Anfang. Die erste Verurtheilung erfolgte In der ersten Hälfte des Monats Konzentrirte sich das öffent- wegen Beleidigung von Polizeibeamten. Es wurde auf 300 m. liche Interesse vornehmlich auf die bevorstehenden Reichstags- Geldstrafe erkannt. wahlen, deren Hauptwahl am 16. ftattfand, deren Ergebnis für viele insofern eine Enttäuschung brachte, als nur der 4. und silberer Berlins erreichte seinen Höhepunkt in der am 10. bes Der gewerkschaftliche Kampf der Vergolder und Wer 6. Wahlkreis siegreich behauptet wurde, während für den 2., 3. und ginnenden Aussperrung der Arbeiter. Am Abend desselben Tages protestirten die Frauen und 5. Wahlkreis sich eine Stichwahl mit dem Freisinu ergab. Mädchen Berlins in einer im Saale der Brauerei FriedrichsIn der Berufungsinstanz wurde am 12. Reichstags- Abgeordneter Der 17. brachte ferner die Gemeindevertreter- Wahl in Ober- 8ubeil wegen Beleidigung eines Polizeibeamten zu 150 M. Geldhain abgehaltenen großen Versammlung gegen die polizei- Schöneweide, und der 24. die Stichwahlen für den Neichstag, strafe verurtheilt. lichen Uebergriffe, wie sie durch Thatsachen bekannt ge- welche den vorläufigen Verlust des 2. und 5. Wahlkreises ergaben, worden waren, die allgemeine Entrüstung hervorgerufen hatten. während der 3. Wahlkreis uns erhalten war. Zur legten Ruhestätte auf dem Elisabethlirchhof in der Prinzen Verlangt wurde Schuß anständiger Frauen und Mädchen; Allee geleiteten am 16. die Parteigenossen des 6. Wahlkreises den Jm unmittelbaren Anschluß an die Reichstags- Wahlen war die verstorbenen Genossen Buchdruckereibesizer Max Schrinner. es referirten in der Versammlung Reichstags- Abgeordneter Stadt- Berliner Arbeiterschaft genöthigt, in die Agitation für die Ge= hagen und Frau Lily Braun. Die Berichterstattung der Delegirten vom Parteis werbegerichtswahlen einzutreten, da der Schluß der Wähler- tage in Stuttgart nahm am 17. ihren Anfang. An diesem Tage listen bereits mit Schluß des Monats erfolgte. erstatteten die weiblichen Delegirten ihren Wählern Bericht. Jm Monat Juli entwidelte die Justiz, welche im vorhergehenden Diesen folgten am 19. die männlichen Delegirten in zu diesem Monate etwas geruht hatte, wieder mit frischen Kräften eine umfang- Behufe und zur Erledigung von anderen Partei- Angelegenheiten in reiche Thätigkeit. sechs für alle Wahlkreise einberufenen artei VersammEingeleitet wurde der Monat zunächst mit einer am 3. statt- lungen. gehabten proletarischen Gedenkfeier. An diesem Tage fand die Ent- Am 23. hielten die Vertrauensleute der organisirten Bädereihüllung des vom Verbande der Glasarbeiter Deutschlands dem im Arbeiter der Provinz Brandenburg in Sachen der einzuleitenden Januar verstorbenen Genossen Clemens Mager auf dem Friedhofe Lohnbewegung in Berlin eine Konferenz ab. der freireligiösen Gemeinde gesetzten Gedenksteins in Berbindung mit einer furzen würdevollen Feier statt. Den Reigen der gerichtlichen Verurtheilungen von Parteigenossen eröffnete die an dem gleichen Tage erfolgte Verurtheilung des Maurers Karl Peters wegen Beschimpfung einer Einrichtung der christlichen Kirche" zu 14 Tagen Gefängniß. Am 12. fand ein erneuter Einigungsversuch zwischen den Berliner Mauern lokaler und zentraler Richtung statt und zwar in der Tonhalle. Auch dieser Versuch scheiterte. Auch für die Buchdruckerbewegung war der 12. insofern von Bedeutung, als an diesem Tage die Gegner der Tarifgemeinschaft der Berliner Buchdrucker die Gründung einer lokalen Vereinigung beschlossen. In Charlottenburg fanden am 17. die Wahlen zum Gewerbegericht statt. Eine zweite Protestbersammlung der Frauen und Mädchen Berlins gegen die Uebergriffe der Polizei fand am 18. statt, welcher am 19. gleiche Versammlungen in Charlottenburg und Rigdorf folgten. Einen herben Verlust erlitt der 5. Wahlkreis durch den am 18. erfolgten Tod des unermüdlichen Genossen Clemens Mager. Am 28. wurde dieser auf dem Friedhofe der freireligiösen Gemeinde zur Ruhe bestattet. Die Differenzen der Fabrikschuhmacher mit den Fabrifanten erreichten am 25. ihren Höhepunkt, indem an diesem Tage der allgemeine Streit proklamirt wurde, welcher am 26. in fraft trat. Den§§ 152 und 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung zum Opfer fiel am 26. der Maurer Burgemeister, welcher wegen Vergehens gegen dieselben mit einem Monat Gefängniß bestraft wurde. Mit Schluß des Monats Januar, am 31., erfolgte auch die Beendigung des Schuhmacherausstandes. 0 Am 5. stand Genosse Bendisch, Redakteur der„ Gazeta Robotnicza", wegen Beleidigung durch die Presse angeklagt, vor Gericht; er wurde für seine Frevelthat mit 100 M. Geldstrafe belegt. In den Schlingen des§ 153 der Gewerbe Ordnung wurde am 6. der Zimmerer Neumann( Spandau) gefangen, welcher 4 Wochen Gefängniß davontrug. Wegen- Beleidigung der Charlottenburger Polizeibehörde wurde am 9. der Reichstags- Abg. Bubeil zu 150 m. Geldstrafe verurtheilt, während am 14. in der Revisionsinstanz Genosse 3 appah sechs Wochen Gefängniß wegen Beleidigung eines Polizeibeamten aufgebrummt erhielt. Eine Unterbrechung erhielt dieses Walten der Gerechtigkeit durch eine Studentenversammlung, in welcher Wilhelm Liebknecht als Referent fungirte. Ein weiterer Prozeß gegen den Reichstags Abgeordneten Stadthagen wegen Beleidigung Magdeburger Richter, sowie wegen Beleidigung des Bürgermeisters in Staßfurt endete mit einer Berurtheilung des Angeklagten zu 300 M. Geldstrafe. Der 26. brachte wieder zwei Protestversammlungen, welche von Frauen einberufen und gegen die künstliche Fleischbertheue rung gerichtet waren. Die Wahlen zum preußischen Abgeordnetenhause( Landtagswahlen), an denen sich indessen die Berliner Genossen laut Beschluß der Feenpalast- Versammlung nicht betheiligten, wurden am 27. boll zogen. Wegen Beleidigung der Verwaltung des Armenhauses bon Weißensee wurde am 29. der Tischler Dehnert dortselbst mit einer Gefängnißstrafe von 3 Monaten belegt. Am 30. tagte in Berlin eine Konferenz der Vertrauensleute der Provinz Brandenburg des Verbandes deutscher 8immerleute in Sachen der Lohnbewegung. Der Monat November bildete eine fast umunterbrochene Kette von Prozessen und gerichtlichen Verurtheilungen. Bereits am 29. fanden in Sachen des Schuhmacherausstandes Verhandlungen vor dem Einigungsante( Gewerbegericht) statt. Der 21. brachte dagegen wiederum eine gerichtliche VerAn demselben Tage fanden die Wahlen zum Gewerbe- urtheilung, und zwar diesmal wegen Gotteslästerung. Der Gottgericht in Schöneberg statt; auch feierte abends im Saale lose war der Genosse Ferdinand Wegener, Redakteur des„ Gastdes Böhmischen Brauhauses die Arbeiter Bildungsschule wirthsgehilfen", welcher als Strafe für sein durch die Bresse beihr 7. Stiftungsfest. Das gegen die Kaiserin von Oesterreich verübte anarchistische gangenes Verbrechen einen Monat Gefängniß zudiktirt erhielt. Attentat veranlaßte zunächst am 2. eine Voltsversammlung, die bei Einen würdigen Abschluß erhielt der Monat Juli durch zwei Steller tagte und in welcher Reichstags- Abgeordneter Bebel über am 30. erledigte Prozesse. Attentate und Sozialdemokratie sprach. Der Monat Februar war gewissermaßen ein Protestmonat und In dem einen wurden die Maurer Buchholz, Bater und Der 3. brachte zwei gerichtliche Verurtheilungen, und begann gleich mit einer am 1. im Saale der Brauerei Friedrichs- Sohn, wegen Bergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung zu zwar in der Berufungsinstanz die des Zimmerers Reinte hain abgehaltenen Protestversammlung gegen die Flotten 4 beziv. 2 Wochen Gefängniß verurtheilt; in dem andern würden Spandau einer Woche Gefängniß borlage, in welcher Genossin Frau Klara Zetkin referirte. wegen Ausübung die Genossen Förster und Andres aus Grünau wegen Ueber von Zwang gegen Arbeitswillige, und die der Zimmerer Die Vorbereitung für die bevorstehenden Reichstags- tretung des Vereinsgefeges mit je 15 M. Geldstrafe belegt. woahlen nahm am 10. ihren offiziellen Anfang, indem in allen Perlewiß und Grühn wegen Bedrohung, Beleidigung 2c. von In der ersten Hälfte des Monats August machte sich auch in Streifbrechern( Arbeitswilligen) zu neun bezw. sechs Monaten Gesechs Berliner Reichstags- Wahlkreisen Versammlungen abgehalten der nie rastenden Arbeiterbewegung eine gewisse sommerliche Stille fängniß. wurden, in welchen die Aufstellung der Kandidaten für die Reichs- bemerkbar. tagswahl erfolgte. Am 19. hatten sich die Genossen oft und Scholz wegen Eine weitere Protestkundgebung erfolgte am 21., an welchem unerlaubten Kollektirens beim Stiftungsfest des sozialdemokratischen Tage die Berliner Gewerkschafts- Kommission fünf all- Arbeitervereins vor Gericht zu verantworten. Dasselbe nahm beide gemeine Protestversammlungen abhielt, welche gegen den Posa- Uebelthäter in eine Geldstrafe von je 20 M. bowsky'schen Erlaß gerichtet waren. Gleichzeitig mit diesen Am 23. fiel der Zinimerer Reinke zu Spandau dem§ 153 tagten Protestversammlungen in Charlottenburg und Schöneberg, der Gewerbe- Ordnung zum Opfer. Der Beschuldigte trug 1 Woche welchen sich am 22. ein Protest der Gewerkschaften in Rirdorf und Gefängniß davon. am 24. ein Protest der Gewerkschaften in Spandau anschloß. Der Rest des Monats war der Agitation, besonders unter den Frauen und Mädchen gewidmet; zu diesem Zwecke begann Genossin Luise Bieg aus Hamburg am 28. einen längeren Vortragszyklus. Der Monat März stand unter dem Zeichen der Gemeinderathswahlen in den Vororten. Den Reigen derselben eröffnete Bantow, woselbst am 2. die Gemeinderathswahlen stattfanden. Der 5. brachte die Verurtheilung des Steinträgers Ganzlin wegen Nöthigung zu zwei Monaten Gefängniß. Die Frage der Betheiligung an den bevorstehenden 2andtags wahlen wurde am 23. in einer Versammlung im Feenpalast entschieden; es wurde hierselbst die Nichtbetheiligung prokamirt. Der Beleidigung der Polizeibehörde in Spremberg beschuldigt, wurde am 25. Genosse Autrick in eine Geldstrafe von 300 M. genommen. Die Lassalle Feier wurde in den einzelnen Wahlkreisen am 27. und 28. in üblicher Weise begangen. Der in der Stadtverordneten Versammlung geführte Kampf um die Uebernahme der Berliner Elettrizitätswerte in städtische Regie veranlaßte am 7. eine Voltsversammlung zu gunsten dieser Uebernahme bei Keller, in welcher Stadtverordneter Singer referirte. Der Kommunal- Freisinn lehnte indessen trotz alledem die Uebernahme ab und schloß einen neuen Vertrag mit den Berliner Elektrizitätswerfen. Wegen Beleidigung des stellvertretenden Vorsitzenden des Bundes der Landwirthe, Dr. Rösice, hatte sich weiter am 7. Redakteur a cobey( Borwärts") vor dem Kadi zu verantworten. Das ge fällte Urtheil lautete auf 100 M. Geldstrafe. Am 8. protestirten die Schöneberger Parteigenoffen in einer. Boltsversammlung gegen die fünstliche Fleisch Ver. theuerung. Frau Emma Ihrer referirte. Ani 9. fand der denkwürdige Prozeß gegen 122 Einwohner von Adlershof wegen der Illumination zur Feier des 18. März statt. Der sozialistentödtende Amtsvorsteher v. Oppen hatte 122 Straf befehle à 15 M. wegen Verübung groben Unfugs erlassen; sämmt liche 122 Angeklagte" wurden vom Gerichte freigesprochen. Der§ 153 der Gewerbe- Ordnung forderte am 10. abermals ein Opfer. Wegen Vergehens gegen denselben erhielt der Stellmacher Baum eine Woche Gefängniß. • Am 28. trat ferner die Kreis- Konferenz des ReichstagsWahlkreises Teltowv- Beeskow- Charlottenburg im Lokale von Zubeil Am 8. wurde in Stegliz der gemeinderäthliche Wahlkampf in Berlin zusammen. ausgefochten. Zur bevorstehenden Brandenburger Parteikonferenz Der im Januar ausgebrochene Streit der Schuh wurden am 30. die Delegirtenwahlen vollzogen; es fanden zu diesem macher hatte am 9. ein gerichtlichliches Nachspiel; es wurden die Zwecke in allen Berliner Wahlkreisen Parteiversammlungen statt. Schuhmacher Ganzer und Büschel wegen Vergehens gegen Der 30. brachte ferner zwei gerichtliche Berurtheilungen: Erstens Ein staunenswerthes Produkt polizeilicher Staatsretterei gebar § 153 der Gewerbe Ordnung zu je einem Tage Gefängniß ver- hatte sich August Jacobey, Redakteur des„ Vorwärts", wegen der 11. d. M. An diesem Tage erhielt der politische Redakteur des urtheilt. Beleidigung des antisemitischen Redakteurs Sedlazed vor Gericht Vorwärts". Dr. A d. Braun, als österreichischer Unterthan" den Am 14. fand die Gemeinderaths- Stichwahl in Pantow statt. zu verantworten; die Beleidigung wurde durch Verhängung Ausweisungsbefehl aus dem preußischen Staatsgebiete. Die Gemeinderaths Wahlen in Weißensee, wurden am 15. einer Geldstrafe von 50 m. für gefühnt erachtet; zweitens Einem Opfer des verruchten Sozialistengeseges, dem am 16. Novollzogen. wurde der Maurer Wuttke wegen Bedrohung eines Arbeits- vember 1887 verstorbenen Genossen Schneider Winters, galt die willigen" zur Rechenschaft gezogen. Die schwere Misscthat wurde stille Feier auf dent Charitee- Kirchhofe am 16. d. W., welche von mit einem Monat Gefängniß geahndet. Berliner Parteigenossen veranstaltet wurde. 0 An demselben Tage wurde der Maurer Thümen mit 3 Monaten Gefängniß wegen Nöthigung belegt. Am 16. fanden wiederum Gemeinderaths: Wahlen statt, und zwar in Friedrichshagen und Stralau. Am 18. wurde die 50jährige Gedenkfeier der März revolution in entsprechend würdiger Weise begangen. An diesem Tage öffneten sich auch für Wilhelm Liebknecht die Thore des Gefängnisses, in welchen derselbe 4 Monate wegen angeblicher Majestätsbeleidigung( dolus eventualis), begangen in einer Rede auf dem Breslauer Parteitage, zugebracht hatte. Am 22. fanden in Rummelsburg die Gemeinderathswahlen statt. Ein drakonisches Urtheil wurde am 23. gefällt. Wegen Be drohung und Mißhandlung von Streitbrechern wurde den Maurern Gäde 3 Monate, Scherfe 6 Monate und Vogt 1 Jahr Gefängniß auferlegt. Der Monat April verlief im allgemeinen still und wurde als Oftermonat vornehnilich zur Abhaltung von Verbandstagen, Kongressen und Konferenzen benußt. Am 11., dem zweiten Osterfeiertage, trat der dritte ProvinzialVerbandstag der zentralorganisirten Bimmerer der Provinz Brandenburg zu seinen Berathungen zusammen. Gleichzeitig tagte im Lofale Bismarckhöhe" in Charlottenburg die dritte Provinzial- Konferenz der Maurer der Provinz Brandenburg, und am 12. wurde der zweite Stongreß der durch Vertrauensmänner zentralisirten Gewerkschaften Dem Monat Mat drüdte vorzugsweise die Reichstags- Wahl bewegung das Gepräge auf. Auch der Monat September stand unter dem Zeichen der Wahlen und der unausgesetzt rächenden Justiz. " Eingeleitet wurde der Monat durch die Ankündigung des 3uchthausgeseßes" am 6., welche der Arbeiterschaft recht erbauliche Aussichten für die Zukunft eröffnete. Eine lebertretung des Vereinsgefeßes hatte am 6. Genosse Se Iein- Rigdorf mit 20 M. Geldstrafe zu büßen. Am 11. trat der Parteitag der Provinz Branden burg in Berlin zu seinen Berathungen zusammen. Die Berichterstattung vom Parteitage erfolgte am 13. in Parteiversammlungen, welche in allen Berliner Wahlkreisen gleich zeitig tagten. In diesen Versammlungen wurden auch die Wahlen der Delegirten zum Parteitage in Stuttgart voll zogen. " Der Redakteur des„ Vorwärts", Jacobey, faß am 17. wiederum auf der Anklagebant, diesmal wegen Offiziersbeleidigung. Die Beleidigung wurde durch Verhängung einer Geldstrafe von 150 M gefühnt. Am gleichen Tage wurde Genosse Kaczmaret wegen Be leidigung des Oberpräsidenten der Provinz Posen mit einer Ges fängnißstrafe von vier Monaten und wegen Veleidigung eines Guts. beamten mit einer Geldstrafe von 50 M. belegt. " Der große Prozeß des Bundes der Landwirthe gegen den Vorwärts" in der Thomasmehl- Angelegenheit wurde am 18. zum Austrag gebracht. Der verantwortliche Redakteur des Vorwärts", Jacobey, wurde zur Zahlung von 150 M. Geldstrafe verurtheilt. Die Mißhandlung von Streibrechern brachte am. 22. den Opfer des§153. der Gewerbe- Ordnung wurden am 14. die Malern Großmann, Lindner und Niederfahn je fechs Zimmerer Geride und Neumann. Sie wurden mit einer Wochen Gefängniß ein. Strafe von 3 Monaten beztv. 6 Wochen Gefängniß belegt. Die Beleidigung des praktischen Arztes Dr. Evens hatte, der Zur Agitation für die Gewerbegerichts- Wahlen fanden Redakteur des Vorwärts", Jacobcy, am 23. mit 30 M. Geldstrafe am 14. und 15. besondere Bersammlungen für Frauen und zu fühnen. Mädchen statt. Wegen Gotteslästerung wurde am 16. Genoffe Jahn wieder einmal gerichtet und mit zwei Monaten Gefängniß bestraft. Am 18. trat in Berlin der internationale Glas. arbeiter Kongreß zu seinen Verhandlungen zusammen. Gegen die Beschränkung des Koalitionsrechtes der Arbeiter durch hohe Buchthausstrafen protestirte in Beantwortung der Ankündigung des Buchthausgefeßes die Berliner Ebenfalls wegen Beleidigung wurde am 28. Genosse Grempe Berlin zu 50 W. Geldstrafe verurtheilt. Gegenstand der Beleidigung war ein Köpenicker Gendarm. Den Beschluß der gerichtlichen Verurtheilungen bildete diejenige des Maurers Rudolf Hahn am 30. wegen versuchter Nöthigung und Beleidigung des Maurers Karl Schulz aus Köpenick zu einem Monat Gefängniß. Das Verbrechen des Verbrechers soll darin be standen haben, daß er den Beleidigten einen Nachtwächter geheißen, und demselben gedroht haben soll, baß es etwas raus gebe", wenn der Streit der dortigen Porzellanarbeiter ein Nachspiel. Eine Weihnachtsbescheernng erhielten am 22. die Maurer derselbe nicht dem Verbande beitrete. größere Anzahl Dreher und Arbeiter wurde wegen Verübung Janchen und 8inn. Sie wurden wegen versuchter Erpressung Im Monat Dezember begann das parlamentarische Leben groben Unfugs( Streitposten stehen) au je 10 M. Geldstrafe ver zu vier Monaten bezw. zwei Wochen Gefängniß verurtheilt. wieder. Nach Beendigung der Palästinareise des Staatsoberhauptes urtheilt. Die Konferenz der sozialdemokratischen Ges wurde der neu gewählte Reichstag am 6. eröffnet. Am 15. ging der kaum eröffnete Reichstag bereits wieder in meindevertreter der Provinz Brandenburg trat Am 11. trat wiederum eine reistonferenz des Wahl- die Weihnachtsferien. am 27. bei Wilfe in der Andreasstraße zu ihren Berathungen zu freises Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg bei Zubeil in Berlin An demselben Tage schied der treue Parteigenosse Böttcher sammen. zusammen. Herman Balte aus dem Leben. Am 18. wurde er zu Grabe Damit hatten die bemerkenswerthen Begebenheiten des Jahres 1898 ihr Ende erreicht. Vor dem Schöffengericht in Charlottenburg hatte am 12. geleitet. Burgunder- Punsch anerkannt vorzüglich à Ltrfl. Mt. 3,50. 1190 Einzelne Flaschen senden burch Rum and No. 3 Faç. ca. 50% stark. à Liter Mk. 1.5 Liter Mk. 4,50, 100 Liter Mk. 85,00. Jamaica Rum echt and echt verschnitt à Literflasche Mark 1,60, 2,10, 3,10, 4,50. Glühwein- Extract shinds soferaus deutschem Wein, ausgezeichnet im Geschmack, à Liter Mk. 1,20, 5 Liter Mk. 5,50, 10 Liter Mk. 10,-. unsere Gespanne frei Haus! on exter Punsch-, Grog- Extract wohlschmeckend und kräftig Eugen Neumann& Co. à Ltrfl. Mt. 1,60. Genthinerstraße 29. Oranienftraße 190. Landsbergerstraße 88. Fernsprecher ( 512L Amt IV. 9676 und 3679. Verkaufsläden: Wilsnackerstraße 25, Amt II, 2632.- Kommandantenstraße 67. Elfafferstraße 19. Charlottenburg: Kaiser Friedrichstraße 48. 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Sonntag Nachm. zu halben Preisen: Nanon, die Wirthin vom goldenen Lamm. Operette in 3 Atten von R. Genée. Abends 72 Uhr: Die Geisha. In Vorbereitung: Die Puppe ( La Poupée). Operette in 3 Atten und einem Vorspiel von Orbonneau und Sturgeß. Musik von Ed. Andresen. Metropol- Theater. Behrenstr. 57/58. Dir. Rich. Schultz. Heute, Sonnabend, 31. Dezember: Eine tolle Sylvesternacht Naturkundliche Ausstellung. Täg des lich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 Uhr:„ Die Urzeit des Menschen". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 6-10 Uhr: Stern warte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten Borstellung. Anfang 7 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. % Feen Palast. Spezialitäten Bor stellung. Passage Panoptikum. Spezialis täten Vorstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonnabend 7 Uhr: Mauerblümchen. Sonntag Nach m. 3 Uhr: Don Carlos. Abends 8 Uhr: Der Widerspenstigen Zähmung. Montag 8 Uhr: Hanneles Himmelfahrt. Hierauf: Abu Seid. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Gastspiel Helmerding. Der Eva Apfel. Poffe in 3 Aufzügen von B. Jacobson. Anfang 72 Uhr. Sonntag, den 1. Januar 1899: Erstes Gastspiel Emil Thomas Bum 1. Male: Mein Leopold. Weigelt.. Emil Thomas a. G. Ostend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. 8um 7. Male: Wirkliches Waffer! Wirkliches Waffer! Der Brandstifter Senfationelles Ausstattungsstüd mit Gesang in 5 Aften( 12 Bildern) bon G. Okonkowsky. Musik von 2. Fall. Anfang 8 Uhr. Borzugsbillets haben Giltigkeit. unter Mitwirkung gesammten Metropol Ensemble. Anfang 28 Uhr. Tausend Ueberraschungen. Vier Musikkapellen. Ein vollständiges Spezialitäten Programm bargeftellt durch die Mitgliteber bes barges for belieber bes Metropol- Theaters. Gerner: Fledermaus, II. Att. Die Klabrias- Partie. Berliner Hofsänger. Charleys Tante u. s. w. Morgen Sonntag: Neue Friedrichstraße 81. Niederlagen: Putbuserstraße 35. - Grüner Weg 56. Potsdam: Bäckerstraße 7. Volks- Theater Verband der Möbelpolirer. Urania im Welt- Restaurant Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Um 5 Uhr: Reiseskizzen aus dem Orient. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Passage- Panopticum. 2 Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Von 6 bis 10 Uhr: Théâtre variété. Letzter Tag. Um 8 Uhr: Das Flammenweib. Um 9 Uhr: Der VerwandlungsSchauspieler Ugo Paladini. Heute 25 Pf. Entree. Castan's Panopticum. Die SIOUXINDIANER sind da! Apollo- Theater. Direktion E. Waldmann. Heute: Grosse humoristische Sylvesterfeier. Zum ersten und einzigen Male: Clara die Dresdener: Straße 97. Dir.: A. Kolig. Art. Leiter: A. Runge Täglich: Groke Gala- Spezialitäten und Theater Vorstellung. Novität! Durch die Blume. Große Ausstattungs- Operette. Unter Polizei- Aufsicht. Gesangsp. Rudi aberto, phänomen. Jongleur. Rudinis, Bauberparodisten. Anfang 6 Uhr. Ende 11 Uhr. A. Frankl's Théâtre Variété Köllnischer Fischmarkt 6. Grosse Spezialitäten Vorstellung. D Neues Dezember- Programm. Auftreten der russ. Fürstin von Dragomann. Anfang 72 Uhr, Sonntags 5 Uhr Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Abschieds- Vorstellung des gesammten Spezialitäten Personals. Abschied des alten Jahres, Begrüßung des neuen Jahres durch Direktor Wilh. Fröbel. Prolog und lebendes Bild. = Sylvester- Tanz. Verstärktes Tanz- Orchester. Ein urfidele Sylvester- Nacht. Große Ueberraschungen. Anf. 7 Uhr. Tanz 11 Uhr. Ende? jiebts ja jarnich. Entree 50 Pf. Tanz frei. Masten freien Eintritt. Reichshallen. Heute: ber Grosse Sylvester- Ulk- Soirée Montag, den 2. Januar, abends 8½ Uhr, Hermannstraße 197: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Stollegen zur Aenderung des Krankenzuschusses? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 148/6 Die Kollegen, welche ihre Kontrollfarten noch nicht abgeliefert haben, werden ersucht, dieselben an die Bevollmächtigten, Arbeitsnachweisvermittler, Der Vorstand. oder an H. Schulz, Memelerstr. 60 b, abzuliefern. Verband der in Buchbindereien etc. ( Zahlstelle Berlin.) Heute, Sonnabend, den 31. Dezember 1898, in Stechert's Festsälen, Andreasstr. 21: this Gr. Sylvester- Ball. Gesangs u. humoristische Vorträge vom Buchbinder- Männer- Chor und Volkshumoristen Schwarz. Sylvester- Scherze. Neujahrs- Post. Anfang abends 9 Uhr. Billets für Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. Staffeepause findet nicht statt. 96/9 Billets find bis heute Abend im Bureau, Annenftr. 50, of part., sowie bei E. Winter, Lucauerstr. 7, Keller, zu haben. Abendkasse findet nicht statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Das Komitee. Arbeiter- Radfahrerverein Berlin Sonnabend, den 14. Januar 1899 ,. im„, Böhmischen Brauhaus", Landsberger Allee 11-13: Grosser Maskenball. Aufang 9 Uhr. 19/14 NB. Am 1. Januar Weihnachts: Vergnügen bei Wilke. Anf. 7 Úhr. Märkischer Hof, Admiral- Strasse 18 c. Hente Sylvester Abend u. Neujahrstag, sowie jeden Sonntag: Grosser Fest- Ball. Die Restaurationsräume stehen den geehrten Familien am Neujahrstag, sowie jeden Sonntag zur Verfügung. Ein Saal ist noch Sonnabends und Sonntags fret. Breuer's Ball- Salon Zur Königsbank" Grosse Frankfurterstr. 117 empfiehlt seine Festsäle mit Theaterbühne und Garten zu Bers sammlungen und zu jeder Privatfestlichkeit( bis 1000 Personen). Jeden Sonntag: Grosser Ball. Anfang 4 Uhr. Mähr's Theater W. Oranienstr. 24. Täglich: Gr. Vorstellung. Clara die Marode. Stettiner Sänger Sonnabend, den 31. Dezember 1868: Kasseneröffnung 6½ Uhr. Anfang 8 Uhr. Sonntag, 1. Januar 1899: Vollständig neues Programm. Die kleinen Michu's. Cäcilie Carola Die Engelsjäger. Anf. 28 Uhr. Nachm. tein Konzert. Olympia- Theater Karlstr.( Circus Renz) Karlstr. Heute Nachm. 31 Uhr: Dornröschen. Besonders hervorzuheben: Die Bärenjagd. Der Kampf mit dem Drachen. Die Bonbon- Kanone. Halbe Preise. 1 Kind frel, Abends 8 Uhr: 8um 102. Male: Mene Tekel. Morgen Nachmittag 31%, Uhr: Dornröschen. Abends 8 Uhr: Mene Tekel. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Direktion: J. M. Hutt. Täglich: Grosses Konzert der Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn Otto Görner und Extra Gustav Kluck. Spezialitäten- Vorstellung unter Regie des beliebten Humoristen Das vorzügl. neue Weihnachts. Programm. Ernst und Scherz. Anf. Wochent. 6 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Entree Wochent. 10 Bf., Sonnt. 30 Bf Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81. Heute: Morgen und folgende Tage: Der Grosser Sylvester- Ball. Brandstifter. Sonntag Nachmittag: Gratisvertheilung von Neujahrstarten. Anfang 8 Uhr. C. Peters. Onkel Jonas. Albany- Débriège und 15 Debuts. Concerthaus Leipzigerstr. No. 48. Heute Sonnabend: Gr. humoristische Sylvesterfeier. Morgen Sonntag: Hoffmann's Quartettu Humoristen Anfang 7 Uhr. CIRCUS ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Nöht, Schneider und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Nach der Soirée: Tanzkränzchen. Alcazar- Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Täglich mit großem Lacherfolg: Höllenqualen oder Der kalte Leichnam. Schwank von Bernhard. Zum Schluß, neu: BUSCH Bank- Teufelchen! Sonnabend, den 31. Dezember, abends 72 Uhr: Parade- Gala- Vorstellung PERSIEN. Besonders hervorzuheben: Ritt des Prinzen Mirza Schaffy über die hundert Fuss hohe Burgmauer. Außerdem: Zum 1. Male: Auftreten der Elitetrobaten Relampagos. Die neuen Freiheitsdreffuren des Dir. Busch. Moderne Reiterspiele, ger. v.4 Damen Der neu dreff. Elephant, höchst kom. Intermezzo. Auftreten der beliebten Schulreiterin Mdme. Doré. Auftreten der Gigerl- Klown Alf. Daniels. Morgen Sonntag: Liederspiel von R. Linderer. Musik von Colle. Gesammt- Auftreten des neu engagirten Schauspiel- und Spezialitäten- Personals. Wochent. 71/2 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 30 Pf. Sonntags 40 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Urania Wrangelstrasse 10/11. Sonnabend, 31. Dezember: Gr. Sylvester- Ball. 2 gr. brillante Vorstellungen. Anf. 8 Uhr. Siehe Anſchlagfäulen. Nachmittags 4 Uhr: Komiker Vorstellung. 4 Abends 72 Uhr: Persien. Morgen, Neujahr:[ 3191b Grosser Ball. Gr. Sylvester- Vorstellung und BALL. Lebendes Bild. Prolog. Großer Sylvester- Ult. Schneegestöber. Neujahrstartenregen. Entree inkl. Vorstellung und Ball 20 Pf. ten! ( 2979 Noack's Theater Brunnenstr. 16. Heute am Sylvefter: 1130 Grosser Familien- Ball. Um 12 Uhr: Groke Pfannkuchen und Punsch. Polonaise. Bertheilung von Neujahrs- Wünschen. nfallfachen. Klagen, Eingaben Putzger. Stegliberite. 65. Neu! Reu! Fanfaren- Harmonika. Renartige Zug- Harmonike mit 2 Reihen brillanten Trompeten Claviatur- Berded mit 16 Ringen, 2 Sternen gut und dauerhaft gebaut mit den neuesten and feinften Verzierungen ausgestattet. Mufit groß artig, chörig, Orgelton. Die Claviatur mit meiner nenen, garantiet ungers brechlichen Spiralfebers ung, welche in verschie benen Ländern patentirt, in Deutschland unter D. R. G. W. No. 47462 gefeklich geschütt ift. Außerdem ist der Clas biatur- Griff mit abnehm barem Rückentheil. 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