Nr. 7. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrirter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Beitungss Preisliste für 1899 unter Dr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die fechsgespaltene Kolone geile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr Dormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Weberstreik in Krefeld. Sonntag, den 8. Januar 1899. haft zu erfüllen, jedenfalls haben sich schon Anzeichen Wie denken aber die Fabrikanten über die bemerkbar gemacht, die einer neuerlichen Provo Situation? kation der Arbeiter sehr ähnlich sehen. Es handelt Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3 mehr, der nicht einer der drei Organisationen angehörte. So Die bürgerlichen Zeitungen bieten wie immer zählt der Niederrheinische Weberverband jetzt über 4000, die alles auf, um die Arbeiter in Mißkredit zu bringen oder sie Filiale des Deutschen Textilarbeiter- Verbandes 2000, und der einzuschüchtern. Schon jetzt bringt die ultramontane„ NiederKrefeld, 5. Januar. christliche Textilarbeiter- Verband ca. 500( nur in Krefeld) Mit- rheinische Volkszeitung" eine Mittheilung, wonach sich ein Der Streit der Stoffweber ist durch den dreimonat glieder. Die Geschäftstonjunktur ist zwar um die Fabrikant aus Schlesien, der aber dort Baumwolle und Leinen lichen Waffenstillstand vorläufig beigelegt, und zwar unter Be- jezige Beit keine besonders günstige, imindestens aber so günstig, fabrizirt, sich bereit erklärte, Arbeiten für die hiesigen Sammetdingungen, die unter normalen Verhältnissen zu einem wie in früheren Jahren in derselben Jahreszeit, so fabrikanten anzufertigen. Damit sei die Gefahr vorhanden, längeren Frieden führen könnten. Allein hier in Strefeld be- daß die Bestellungen für die Sommeraufträge nun bald daß die Sammetindustrie von dem hiesigen Plaze verschwände! stehen eben keine normalen Verhältnisse. Schon während des Stoff- einlaufen müssen. Darum würden sich die Fabrikanten hüten, wir hätten das Gesicht des Vertreters des ultramontanen weber- Streits kam es bei dem Sammetfabrikanten Ebeling u. Ko. den Streit auf die lange Bank zu ziehen, um nicht die Kunden Blattes einmal sehen mögen, würde er den Spott gehört zur Arbeitseinstellung, deren weitere Entwickelung für die Mitte zu verlieren. Große Lagerbestände können nach Ansicht der haben, mit welchem gerade in den christlichen Januar den Massenausstand oder Aussperrung in Aussicht Arbeiter nicht vorhanden sein, da es sich meist um Mode- Arbeiterkreisen seine Weisheit aufgenommen wurde. stellt. Da nun in der verwandten Branche der Kampf aus- Artikel handele. Sie sind überzeugt, daß sie siegen werden, Die Arbeiter wissen, daß ein Baumwollen- und Leinenweber gebrochen ist, scheinen auch die Stofffabrikanten wenig Luft wenn sich die Arbeiterschaft nur ein paar Wochen über keinen Sammet webt und sich auch nicht dar..uf umarbeiten zu zeigen, die eingegangenen Verpflichtungen gewissen- Wasser hält. tann, so daß er ordentliche Arbeit liefern könnte. Die Haltung der Zeutrumsblätter hat auch schon lebhafte Auseinandersetzungen zwischen den Leitern des christlichen Verbandes und Es kommen nur 13 Fabrikanten in Betracht, drei kleinere der Volkszeitung" hervorgerufen. Es ist unwahr, wenn die sich dabei um die Firma Krahnen u. Gobberz. Da aber haben sich der Konvention nicht angeschlossen; bei ihnen wie Germania" schreibt, die christlichen Arbeiter wollten die neue das Gewerbegericht sich mit der Sache beschäftigen wird, wollen auch bei einigen anderen in Frage kommenden wird das Lohnliste annehmen; wohl mag dies der Wunsch nicht allein wir zunächst dessen Entscheidung abwarten. Es ist Zündstoff schon bezahlt, was die übrigen Arbeiter jetzt beanspruchen. der Zentrumsblätter, sondern auch so mancher Geistlichen fein. überall in Menge angesammelt. Die Sammetfabrikanten sind die" Patrizier" Krefelds; weil Die hiesigen Geistlichen hüten sich allerdings, in diesem Sinne ihre Bahl gering ist, war die Einigung leichter möglich wie zu wirken, wenigstens vorläufig, denn sie wissen, daß dadurch bei den Stofffabrikanten, die an Zahl größer und an Stapital ihr bekannter Einfluß auf die Arbeiter auch in sonstiger Hinweniger kräftig sind. Die Sammetfabrikanten freuen sich, daß sicht gefährdet werden könnte. durch den Streit eine Einigung unter ihnen erzielt worden, Ferner wurde das Gerücht verbreitet, der christliche und gestehen zu, daß dieselbe als Kampforganisation Verband, der bis jetzt die Unterstüßung seiner Mitglieder selbst Danach hat bis jetzt eine Anzahl der Fabrikanten die Vor- gegen die Arbeiter dienen soll. Besonders diejenigen, besorgte, fei nicht mehr leistungsfähig. Eine gestern Abend richtungen, das Andrehen besonders vergütet. So auch die welche bisher höhere Löhne als ihre Konkurrenten zahlten, stattgefundene Besprechung der Fabrikausschüsse und der Firma Ebeling u. Co. bis vor ca. 10 Wochen, von welchem Zeitpunkt find fest entschlossen, an der neuen Zohnliste festzuhalten. Sie Vertreter der Organisationen beschloß einstimmig, nicht allein ab die Firma die Zahlung dieser besonderen Vergütung ein- find es auch, welche in der Vereinigung durchgesetzt haben, an den Forderungen festzuhalten, sondern auch gegebenen stellte. Die Arbeiter verlangten die Herstellung des alten daß jede Vermittelung durch Dritte, wie es beim Stoffweber Falles die christlichen Arbeiter mit in die allgemeine UnterZustandes und vom 15. Januar ab für das Andrehen die- streit durch städtische Beamte geschehen ist, schroff zurückgewiesen stüßung einzubeziehen. Ferner erklärte man sich damit einfelbe Zahlung wie bei der Firma Pelzer. Darüber fam es werden soll. Sie wollen den Kampf durchführen und den berstanden, daß, sofern die Fabrikanten neben dem Andrehen zum Streit, der nicht allein heute noch anhält, sondern auch Arbeitern einmal ihre Macht" zeigen. Im Gegensatz die alte Lohnliste vorläufig zahlen, eine gemischte Kommission die Sammetfabrikanten veranlaßt hat, eine Vereinigung zu den Arbeitern behaupten sie, daß die Lager gefüllt seien, eine neue Lohnliste ausarbeiten solle. Da bei Beurtheilung der Situation eine Menge schwieriger technischer Fragen in Betracht kommen, so ist es für den Außen stehenden äußerst schwierig, sich ein richtiges Bild von dem Kampfe zu machen. Hören wir daher zunächst die Ansicht der Arbeiter. würden. fönnen. zu bilden, um- wie einer der Herren sich geschmackvoll aus- nicht allein hier, sondern auch in London und Amerika. Die Man wundert sich vielleicht, daß die katholischen Arbeiter gedrückt hat zu verhindern, daß sie nicht gleich den Stoff- Sommerbestellungen liefen erst gegen April ein. Wohl seien sich diesmal von dem Einfluß ihrer geistlichen Führer emanfabrikanten einer nach dem anderen abgeschlachtet jetzt schon Aufträge da, aber das feien zum Theil solche, die zipirt haben. Dies führt uns auf die Frage: Wie hoch ist jedes Jahr regelmäßig erneuert würden und die deshalb kaum das Durchschnitts Einkommen der Sammetweber? Die Fabrikanten arbeiteten eine neue Lohnliste aus und eilig seien. In Krefeld würden in der Sammetbranche schon Die Fabrikanten haben es auf 23-25 M. angegeben. Die bestimmten, daß diese bis spätestens 16. Januar in sämmt die höchsten Löhne gezahlt, sie könnten ohnedies nicht fon- Arbeiter bestreiten es. Einige Firmen haben vorsichtigerlichen Fabriken in Straft treten solle. Nach dieser Lohnliste furriren, was daraus hervorgehe, daß seit dem Jahre 1888 in weise bei der letzten Lohnzahlung entgegen der sonstigen wollen die Fabrikanten das Andrehen bezahlen, aber die Lohn- Krefeld die Zahl der Sammetfabriken um zwei Dußende zurück- Praris die auf zwei Jahre laufenden Lohnbücher zurückgehalten, säge sind wesentlich niedriger als bisher. Der Erfolg dieser gegangen sei. Die Ausgeschalteten hätten heute sämmtlich so daß die Arbeiter selbst keine genaue Berechnung anstellen neuen Lohnliste, sofern sie zur Einführung gelangt, läßt einen anderen Erwerb, seien Agenten oder sonstige GeschäftsEs giebt hier zwei Kategorien, die besser und die sich ziffernmäßig borher überhaupt nicht nachweisen. leute geworden. Die Thatsache stimmt; sie findet aber ihre schlechter Gestellten. Die besser Gestellten verdienen zum Theil Einstimmigkeit besteht unter den drei Arbeiter- Organi- Erklärung in der Ueberlegenheit des Großbetriebes, der die sogar über den von den Fabrikanten angegebenen Durch sationen darüber, daß die Arbeiter eine wesentliche Kleinen Betriebe verdrängte. schnittslohn, während der Lohn der schlecht Gestellten zwischen Einbuße ihres Verdienstes erleiden werden. Die Angaben Die Abmachungen der Fabrikanten gehen also dahin, daß 10-15 m. schwankt. Ja, es giebt verheirathete Arbeiter, über die Höhe der Einbuße schwanken zwischen 10 und sie in nichts nachgeben, auch nicht einmal zugeben wollen, daß die unter 10 m. verdienen. Die Zahl der besser Gestellten dürfte 25 pCt., die meisten Arbeiter geben aber 15-20 pCt. an. wieder zu den alten Bedingungen gearbeitet wird. Sie nicht die Hälfte der Arbeiter ausmachen. Die Arbeiter geben Bisher werden nämlich sehr verschiedene Löhne gezahlt, fo- wollen jetzt die neue Lohnliste einführen und wer den Vertrag den Durchschnittsverdienst auf 17-18 M. an. Nach dem Bewohl in den Fabriken, als auf den einzelnen Werken. Die- bricht, verfällt der Konventionalstrafe, welche jedes Mitglied richt der Handelskammer, welche ihre Informationen direkt jenige Fabrit oder die Werke, welche bisher am schlechtesten erlegt. Sie soll angeblich 10 000 m. betragen. Kommt es von den Fabrikanten hat, beträgt der Durchschnittslohn für lohnten, würden den Arbeitern keinen Schaden, einigen sogar in nur einer Fabrit zum Streit, so haben die andern die 1897: 20,10 m. Man bedenke indessen, daß im letzten Jahre eine kleine Besserung durch den neuen Tarif gewähren. Doch Pflicht, ihre Arbeiter auszusperren. Die Fabrikanten die Geschäftskonjunktur eine gute war. Nimmt man die letzten dies betrifft nur eine geringe Anzahl Arbeiter. behaupten auch, daß der Verdienst der Arbeiter durch die neue vier Jahre, so beträgt der Durchschnittslohn nach derselben Was die Arbeiter besonders abhält, den Tarif anzu- Lohnliste nicht reduzirt werde. Werde weniger oft als früher Quelle 18,70 M. Wahrscheinlich sind aber darin auch die erkennen und worin die Differenzen in den Angaben der Pol angedreht, so könnten die Arbeiter doch während der Zeit Meisterlöhne, wenigstens die unter 2000 M., enthalten. Arbeiter und der Fabrikanten zu suchen sind. ist weben, was an sich zweifellos richtig ist. Die Niedrigkeit dieses Durchschnitts- Einkommens, das nun Folgendes: Für die Fabrikanten besteht eine gewisse Willkür, Wir haben in obigem die Anschauungen wiedergegeben, noch durch Fabrikanten- Profitfucht gekürzt werden soll, hat wenn auch feine unbeschränkte, darin, das Andrehen mehr wie sie in beiden Lagern herrschen. Wollten wir noch die selbst die lammfrommsten unter den katholischen Arbeitern oder weniger oft zu veranlassen. Bisher brauchten sie Ansicht derer wiedergeben, welche sich bei dem Stoffweberstreit zum Anschluß an den Streit getrieben. es nicht zu bezahlen und fragten nichts danach, wie in anerkennenswerther Weise bemüht haben, eine für beide Schreiber dieser Zeilen hat schon manchem Streit bei. oft es geschah. Nach dem bisherigen Verlust der Ar- Seiten annehmbare Einigung herbeizuführen, so müßten wir gewohnt, aber er muß gestehen, noch niemals zugleich so viel beiter durch das Andrehen, und darüber hinaus sagen, daß auch von dieser Seite die Berechtigung des Kampfes Erbitterung gegen die Fabrikanten und soviel Ruhe und Behaben sie die Lohnreduktion vorgenommen. Die Arbeiter nicht ganz in dem Maße anerkannt wird, wie das bei dem sonnenheit bei den Verhandlungen angetroffen zu haben, als meinen nun, die Fabrikanten werden in Zukunft das An- Stoffweberstreit der Fall war und daß ferner diese bei dem Streit der Krefelder. drehen so selten wie möglich stattfinden lassen, um so einen Mittelspersonen auf dem Standpunkt stehen, daß die jetzige Diese Arbeiter wissen allerdings auch, was für fie auf bedeutenden Vortheil zu erzielen, indem sie entsprechend der Geschäftskonjunktur die Fabrikanten zum Nachgehen nicht dem Spiele steht; vor allen Dingen handelt es sich um ihre früheren Zeitversäumniß für das Andrehen und treibt. Organisation, die den Fabrikanten verhaßt ist. darüber hinaus die Löhne reduzirt haben. Es giebt Wir bemerken dies ausdrücklich, damit die Arbeiter sehen, Und darum sind es die Krefelder Weber werth, so lange Artikel, auf welche die Differenz zwischen dem bisherigen daß sie in dem bevorstehenden Kampfe zunächst ganz allein der Streit dauert, von den deutschen Arbeitern und moralisch unterstützt zu Lohn und der neuen Lohnliste bis zu 50 pCt. betragen wird. auf sich und die übrige Arbeiterschaft angewiesen sein werden. materiell Dazu kommt, daß die meisten Fabriken bis her schon das Daß der allgemeine Streit zum Ausbruch tommt, das werden. Andrehen, sogar zum Theil höher als jetzt vorgesehen ist, ist jeßt sicher. Da die Kündigungsfristen verschieden sind, Die Arbeiter sind in den Streit gejagt worden von den bezahlten, so daß in diesen Fabriken zweifellos eine be- einige Fabriken haben nur eintägige Kündigungsfrist Fabrikanten. Sie sind bereit, mit den Fabrikanten gemeindeutende Lohnreduktion stattfinden würde. so folgt eine Fabrik nach der anderen in den Streit, doch schaftlich eine Lohnliste auszuarbeiten. Wäre den Fabrikanten, Endlich wird in dem neuen Lohnsystem vergessen, daß die werden vom 16. Januar ab sämmtliche 13 toalirte Fa daran gelegen, den Frieden wiederherzustellen, dann ließe sich Fabrikanten für tadellose Arbeit Zuschläge von 1-10 Bf. pro briken stillstehen. Die Zahl der Streitenden wird dann eine Verständigung wohl herbeiführen. Meter zahlen können". Zu dieser Festsetzung behaupten die über 2000 betragen. Bis jetzt befinden sich im Ausstand Arbeiter, daß solche Zuschläge höchst selten vorkommen würden, zwei Fabriken, darunter Ebeling u. Ko. feit 5 Wochen. Am da in der Weberei sehr leicht und ohne Verschulden der Ar- Montag folgt die Firma Mottau u. Leanders, so daß sich dann beiter Fehler entstehen. Weil nach ihrer Ueberzeugung diese schon 225 Mann im Ausstande befinden. Zuschläge oder Prämien eher einem Geschent gleichen und nicht Von besonderer Bedeutung ist, daß der Streit eine einzuflagen sind, hat dieses Zugeständniß für sie feinen Werth. Masse anderer Arbeiter mit in den Kampf oder in Auch die Arbeiter vom christlichen Verband sind einig Mitleidenschaft zieht. Sofort werden die Hilfsarbeiterinnen, nur noch zwei Staaten der Erde, und zwar die beiden„ Neiche darüber, daß sie auf die neue Lohnliste nicht eingehen Scheererinnen, Winderinnen 2c. in den Streit treten, deren der Mitte" das europäische und das asiatische: tönnen. Zwar haben ultramontane Blätter und auch Zahl ca. drei Viertel der Gesammtzahl der Streifenden be- Preußisch Deutschland und China. Das asiatische Geistliche, besonders von auswärts, versucht, die Arbeiter tragen wird. Dauert der Streit bis vier Wochen und darüber, Reich der Mitte hat jedoch mit dem Ausweisen und der Fremdenhat umzustimmen, indessen bis jetzt ohne Erfolg. Die Arbeiter so folgen die Appreteure, Färber und Kartonnage- Arbeiter, so so schlechte Erfahrungen gemacht, daß es sich in neuerer Zeit nothfest überzeugt davon, daß diese Geschlossen- daß die Möglichkeit besteht, daß in fünf Wochen 7-8000 gedrungen anderer Praktiken befleißigt. Dafür treibt das heit auch bestehen bleibt und daß Streifbrecher fleißige Arbeiterfamilien auf den Hunger- europäische Reich der Mitte um so eifriger die sich nicht finden werden, Die Sammetweber waren etat gefegt sind, weil 13 propenhafte Fabrikanten fremden Teufel" aus. Wie Stöller köllert, ist in aller schon vor dem Streit die best Organisirten und jetzt sich darin gefallen, einmal eine Machtprobe" mit ihren Welt Mund. Der Name Köller ist Sprichwort und Charakte giebt es keinen der in Betracht kommenden Sammetweber Arbeitern zu machen. ristit eines Systems geworden und vom Köllern" wird noc find " Politische Uebersicht. Berlin, den 7. Januar. Fremdenhak in- Deutschland. Unter dem Zeichen der Ausweisungen stehen gegenwärtig # 3 die Rede sein, wenn der Regierungsrath Herr b. Köller und fägen. Es hat sich den Bankschwindlern und Großkornwucherern Bei der Abstimmung im Bundesrath stimmten nach der„ Köln. das Geschlecht derer v. Köller vergessen ist. Stöller ist kein ausliefern laffen, und diese treiben das Volk zur Verzweiflung Volkszeitung" Bayern, Medienburg, Hessen, Reuß Familienname mehr, es ist ein tollettiv name. Es giebt und Revolution. ältere Linie, sowie Lippe Detmold gegen den von Der Köller so viele in Preußisch Deutschland, nur heißen sie revolution binnen 4 Jahren. Und heute droht die Im vorigen Mai hatten wir bie zweite Hunger Preußen formulirten Antrag. nicht Alle fo. Hammerstein 0. Der Erfinder dieser Gleichung für den dritte. Wir verweisen auf unsere heutige Korrespondenz aus preußischen Landwirthschaftsminister ist, wie jezt die Königsb. Hart. Auch an der Spree glebt es Röller. Herr b. Windheim tomt. Dieselbe enthüllt auch die ebenso bedeutsame, als charakteristische 8tg." berichtet, der Reichstags- Abgeordnete v. d. Groeben Aren fträubt sich zwar hiergegen, allein so lieb uns Herr v. Wind- Thatsache, daß in Süd- Italien Hochrufe auf die alte Bouretein. Der Brief ist vom 4. Februar 1898 datirt. In dem Briefe heim ist, die Wahrheit ist uns lieber. bonen Monarchie ertönen. Das ist nicht zum Verwundern. heißt es, daß der Landwirthschaftsminister gleich Null sei, die Sache Wie der Köller an der Spree heißt, wissen wir nicht. So erbärmlich die Bourbonenwirthschaft war, unter den Bourbonen nicht verstehe und nur Ausstattungsstück set und daß die oftpreußische Möglicherweise hat die Mode der" Nebenregierungen" sich sind die Kerker nicht so gefüllt und die Massen nicht so gefchunden Landwirthschaftskammer aus Einsichtslosigkeit, Engherzigkeit und unter der Herrschaft des Zickzack Kurses auch im Reiche und geplündert worden, wie im„ neuen Italien" der Savoyer. Neid nicht herauskomme. Herr v. d. Groeben- Arenstein hat Under Polizei eingenistet. Aber was wir wissen: Auch glüd mit seinen Briefen. Wie erinnerlich, gelangte vor an der Spree ist es in ausgebehntem Maße Bitte, nach Ihnen! Mit herzlicher Zustimmung" hat Eng einigen Jahren ein Brief desselben Herrn in die Oeffentlichkeit, bersucht worden. land, wie jezt amtlich veröffentlicht wird, die Abrüstungs- welcher allerlei Bemerkungen enthielt über unseren hohen Wir haben das aus ganz sicherer Quelle. Herr von Wind- Fanfare Waterchens gehört. Es gebe wenige Wölfer, wenn es Chef", den damaligen Minister des Innern v. Stöller. heim wird gut thun, sich umzuschauen, ob nicht irgendwo folche überhaupt gebe, welchen sowohl aus Gefühlsgründen, wie aus mehr Ueber den Abschluß eines deutsch- englischen Handelsein unbefugter Doppelgänger sein Wesen treibt. Wie biel Interesse nicht an der Erhaltung des Friedens gelegen fei, als bertrages schreibt die" Voffische Zeitung":" Die von der deutschen Wie biel Großbritannient. In Deutschland pflegt man in folchen Fällen Regierung eingeleiteten Unterhandlungen dürften sich so in die Länge Personen ausgewiesen sind, können wir nicht sagen ber zu fagen:„ Wir stehen dem Vorschlag sympathisch gegenüber." Das ziehen, daß dem Reichstag in seiner laufenden Tagung, entgegen bürgt ist uns, daß siebzehn( 10+ 7) Ausweisungen Bild ist malerisch aber verpflichtet zu nichts. Man ist sehr, sehr früheren Mittheilungen, ber Entwurf über einen neuen Handelsrussischer Staatsangehörigen angeordnet höflich im diplomatischen Verkehr und darum wird Niemand durch vertrag noch nicht zugehen wird. Die deutsche Regierung worden sind. Nach den uns gewordenen positiven Mit- bie Abrüstungspforte gehen, weil vor lauter liebenswürdigen:" Bitte, hat zwar, wie wir mittheilten, ihre Vorschläge in London theilungen halten wir das formell aufrecht. nach Ihnen!" teiner so taktlos fein wird, die Schwelle zu über- interbreitet, doch sind die englischen Gegenvorschläge hier Allerdings find von den uns bekannten Ausgewiesenen bis schreiten. mit den Ausweisungen jest blos givet abgereist, und die übrigen 15 find noch hiermit dem Damoklesschwert über dem Haupt. Aber an der Thatsache der Ausweisungen ruffifcher Staatsangehörigen ist nicht zu rütteln. Der Beamte, der dies fagte, hat jedenfalls nicht erfahren, daß der preußische Eisenbahn- Minister ausbrücklich in einem während der legten Reichstags- Wahlkampagne veröffentlichten Erlaß die Eisenbahn- Behörden angewiesen hat, bei Erdarbeitent it. f. w. ausländischen Arbeitern den Vorzug bor deutschen zu geben- natürlich zum Schuß der nationalen Arbeit. • Deutsches Reich. Nationalliberale Massenpolitik. noch nicht eingegangen. Ueber deren Fassung finden zwischen den zuständigen englischen Behörden gegenwärtig noch Berhandlungen statt. Erst wenn diese abgeschlossen und die engfischen Gegenvorschläge hierher gelangt sind, fönnen Verhandlungen herüber und hinüber gepflogen werden. Der Reichstag wird daher einstweilen um Verlängerung des jezigen Handelsprovisoriums mit England von den verbündeten Regierungen angegangen werden. Der Entwurf eines endgültigen Handelsvertrages wird den Neichstag voraussichtlich erst in seiner nächsten Tagung beschäftigen. Die von schutzölnerischer Seite verbreitete Annahme, daß der Abschluß eines deutsch englischen Handelsvertrags erst geplant sei nach Ablauf der übrigen Handelsverträge, trifft feinesfalls zu." Kuriositätshalber sei noch erwähnt, daß als Grund der Nun findet die National- 8tg." eine Antwort auf die scharfen ScheltAusweisungen angegeben worden ist, die russischen worte des mächtigen Zentralverbands- Oberhaupts gegen die sozial. Arbeiter machten den deutschen durch allzu politischen Anläufe des Herrn Bassermannt. Die Nat.-tg." be billige Arbeit Konkurrenz. handelt den Generalsekretär Bueck, der keiner feindlichen Abficht gegen die nationalliberale Partei verbächtig fet", ſehr fanft, Sie vill es nicht verderben. Sie ſieht, wie die nationalliberale Partei verschlimmerit. in Uneinigkeiten allerlei Art zerfällt und möchte den Wirrwarr nicht Die Deutsche Tageszeitung" leitartikelt abermals mit Immerhin giebt die Nat- 8tg." dem Industriegewaltigen zu feurigen Schwung über die Nothwendigkeit, die Freizügigkeit bedenten, ob eine Sozialpolitik, die in einer Verbindung von zu beschränken. Die Edlen bedürfen der Unfreien! Wir wiederPatriarchalismus und Polizei" bestehe, gerecht und durchführbar sei, holen: die Herren Agrarier sollen die Medizin, die sie anderen vorund sie weist dent Bued'scheit Vorwurf zurüd, daß eine Sozialpolitik, schreiben, zunächst selber schluden. Sie mögen sich nur gefeßlich verAngesichts der von uns mitgetheilten Thatsachen erwarten wie sie Herr Baffermann vertreten habe, aus dem Wunsche entspringe, hindernt, die berühmte Sittlichkeit auf dem Lande zeitweilig mit der tir von Herrit v. Windheim mit Bestimmtheit eine Befich hinfort mehr auf die Maffen zu stützen und diesen daher, in großstädtischen Arbeitslosigkeit im Klub der Fröhlichen" zu verWettbewerb mit den anderen Parteien, möglichst viel zu bieten". richtigung feiner Berichtigung. Das Blatt tennzeichnet feine Stelling zu dieser Besichtigung, sich der Demagogie ergeben zu wollen, also: Agrarspekulanten. Den Beginn einer neuen agrarischen Spetulations ära im preußischen Osten meldet ein diesen Verhältnissen nahestehender Berichterstatter des Deutschen Oekonomist". Was er mittheilt, verdient, in weiteren Kreisen bekannt zu werden. Bewahrheitet es sich, so würde mancher notorische Bündler in einem höchst zweideutigen Lichte erscheinen. Denn dieselben Herren, die öffentlich über den wachsenden landwirthschaftlichen Nothstand jammern, würden es dann häufig sein, die in Ostelbien auf Steigerung der Landpreise spekuliren. Seit Jahresfrist soll in den Ostprovinzen sich eine starke Güterbewegung zeigen, gerade unter den Großgütern ,,, im Kreise der Rittergutsbesizer". Die etwas besseren Produkten. preise der letzten Zeit haben dazu den Anstoß gegeben und man rechnet damit, daß bei der nächsten Bolltarifänderung der Staat für noch bessere Preise sorgen werde. Die wieder beginnende großlandwirthschaftliche Spekulation fußt aus. gesprochener und eingestandenermaßen auf der künstlichen Steigerung des Bodenwerths durch weitere Erhöhungen der Getreide und Viehzölle, die man als gesichert ansieht oder hinstellt." " Will die zu tauschen. " Die Landrathskammer, genannt preußisches Abgeordnetenhaus, zählt gegenwärtig 33 Landräthe und steben inaktive LandIn dem Artifel der Deutschen Industrie- Btg." wird die in räthe. Da es in Preußen gegen 500 Sandräthe giebt, find also noch der Bassermann'schen Rede dargelegte Stellungnahme auf ein Ber- immer einige vorhanden, die nicht parlamentarisch versorgt sind. langen nach Fühlung mit den Massen" zurüidgeführt. Es tommt Die Regierungsfreundlichkeit der Zentrumsfraktion hat darauf an, was man hierunter versteht. Für eine Umschmeichelung bekanntlich in der rheinischen ultramontanen Preffe wiederholt der Waffen, für eine Unterwerfung unter willkürliche Forderungen scharfen Tabel erfahren. Zumal die Bonner Deutsche Reichs. derselben ist der Nationalliberalismus feinem ganzen Wesen nach gewiß so ungeeignet, daß er auf derartige Absichten wohl niemals zeitung" und der Aachener Volksfreund" erheben oft die mahnende verfallen wird. Aber grundsäglich auf die„ Massen" verzichten, das Stimme, um die Bewilligungseifrigen zur Umkehr von der behieße in einem Lande des allgemeinen Stimmrechts offenbar, auf schrittenen Bahn zu mahnen. Besonders auf den Dr. Lieber find die Betheiligung an der Politik verzichten. Ohne Massen" kann die theinischen Zentrumsblätter schlecht zu sprechen. Das zeigt ein artikel, ben der Aachener„ Voltsfreund" dieser Tage brachte. Es man wohl in Unternehmer- Verbänden Beschlüsse fassen, aber Artikel, den der Aachener„ Voltsfreund" dieser Tage brachte. Es nicht bei den Wahlen Erfolge erlangen und daher heißt da u. a.: Es scheint wohl die Regel werden zu sollen, daß fernerhin den auch nicht auf die Gesetzgebung Einfluß ausüben. Industrie, will berjenige Theil derselben, welcher im Zentral Reichsboten abwechselnd eine Marine- und eine Militärvorlage zur verband deutscher Industrieller vertreten ist, auf die Betheiligung Genehmigung vorgelegt werden wird. Die Herren sind einmal im an der Politit Verzicht leisten? Doch wohl kaum. Wenn aber Bug", sie können nicht mehr den Nacken steifen und im Intereffe der nicht, dann müssen die Unternehmer sich flar darüber werden, daß Steuerzahler und Wähler, denen sie tüchtig berguderten patriotieine Politit, welche ausschließlich Unternehmer- Intereffen, und wären hen Brei" um den Mund schmieren, nein" fagen, und so wurde es die berechtigsten, wahrnehmen wollte, in einem Lande mit all- denn unter. Dr. Lieber's glorreicher" Führung Ende März bie gemeinem Stimmrecht durchaus unmöglich wäre. Sie müffen sich& lottenvorlage genehmigt. Unterfeiner Anführung wird alfo einer Politit anschließen oder, wenn sie bisher schon dieselbe auch die bor etwa bierzehn Tagen angekündigte neue Militärborlage zur Annahme gelangen; interftligten, bei einer Politik ausharren, welche im Rahmen fett der Kaiser den deutschen Katholiken bie Dormition der allgemeinen nationalen Intereffen die unzweifelhaft sett der Kaifer den deutschen Katholiken überaus wichtigen und berechtigten der Großindustrie wahrt; au in Jerusalem..... zur Nutznießung überwiesen hat, sind die den allgemeinen nationalen Intereffen aber gehört auch die all- entrumsanführer zum großen Theil ganz reBumpgenossenschaften mit künstlich niedrigem Zinsfuß, mälige Einordnung der Arbeiterbewegung in das Ringen gleichlich er fast als die Gouvernementalen, und wenn gierungsfreundlich geworden, regierungsfreund die Hergabe beträchtlicher Staatsmittel zu spelulativen land- berechtigter Fattoren auf geseglichem Boden um die Ausgestaltung fie fo bleiben, tönnen wir in der nächsten Zeit noch Dinge wirthschaftlichen Geschäftsunternehmungen ohne ausreichende der staatlichen Einrichtungen." erleben, welche die alten Zentrumsstrategen von Mallinckrodt, Möglichkeit einer staatlichen Kontrolle", also doch wohl KleinAllerdings berührt die National- Beitung" hiermit den Kern Dr. Windthorst, Reichensperger zu Lebzeiten nicht für möglich gebahnen mit hoher persönlicher und staatlicher Protektion, der Fragen, um die es sich für die Bueck'schen Zentralverbändler halten hätten. Ob es wirklich ſtaatsmännisch war, daß ein großer handelt. So unlieb es dem nationalliberalen Organ sein mag, Stornhäuser mit Zuwendung eines vortheilhafteren Absatzes hier flafft ein tiefer Spalt im nationalliberalen Tager. Die Theil der Zentrumsabgeordneten im Reichstage in die Position ein für einzelne Güter, fördern diese Preistreiberei, die der National- Zeitung" neunt Deutschland„ ein Land des allgemeinen gerückt sind, welche in den siebziger Jahren die Nationalliberalent innes Berichterstatter bereits mit einem Gründungsfieber vergleicht. Stimmrechts", in dem eine Partei ohne„ Masse" bei den Wahlen gehabt haben, fann fich danach Jeder selbst beantworten. Wir Die Bestätigung dieser Mittheilungen wird abzuwarten feine Erfolge erlangen könne. Ja, das ist's eben, diese Voraus meinen aber, es sei die höchste Zeit, daß das alte Zentrumsfein. Doch selbst wenn sie manche Einschränkungen erfahren fegung reichsbürgerlicher Gleichberechtigung, welche bas beutiche programm, das bem Herrn Dr. Lieber aus dem Gebächtniß ge follten, so beweisen sie noch immer, daß von einem a II- Reichswahlrecht giebt, ihr gerade gilt der höchste Saß des groß- lommen zu sein scheint, wieder voll und ganz zur Geltung komme. Aehnlich äußert sich die Bonner Deutsche Reichszeitung". Sie gemeinen agrarischen Ruin, wie ihn die Bündler zu industriellen Feudalismus der Stumm und der Bueck. Bueck- Genossen erklärt, wer der kommenden Militärvorlage nicht zustimme, stehe„ auf schildern lieben, nur die ewig begehrliche Habsucht der oft waren es auch, die nach der Deynhausener Rede des Kaisers sofort dem Boden des guten, alten und bewährten Zentrumsprogramme, elbischen Junker, und zwar wider besseres Wissen, reden ihre Danks und Jubeltelegramme losließen. Der Nationalliberalismus birgt Gegensäge in sich, die bei Ge- wie es bis zum Jahre 1898 hochgehalten und durchgeführt wurde". Das Blatt hofft bon den bayerischen Zentrumsabgeordneten, daß sie legenheit zu völligem Auseinanderbersten des Parteigefüges führen eine ablehnende Stellung einnehmen und diese entschieden geltend müssen. Die Großkapitalisten der Industrie werden einer noch so machen. zart von sozialpolitischen Ideen angehauchten Politit nicht Folge Die genannten Organe werden tauben Ohren predigen; die der Anarchistentonferenz bestätigt nun auch die leisten, fie werden sich lieber von der nationalliberalen Partei ab- Militär- und Flottenenthusiasten im Zentrum sind in der Mehrheit.tapitalistische Rhein. Westf. 8 tg.". Sie schreibt: wenden, denn sie sind allerdings in ihres Herzens Grunde der Dresden, 7. Januar.( Eig. Ber.) Eine Sonderbesteuerung Die Beschlüsse werden geheim gehalten. Als Grund führt Meinung, daß Deutschland nicht ein Land des allgemeinen Wahlman an, daß man durch deren Beröffentlichung den Anarchisten nur rechts sein, und daß seine Entwickelung nicht von den Forderungen der Konsumvereine und Waarenhäuser- speziell abgesehen ist der Massen, sondern den Beschlüssen der es natürlich auf erstere werden die hiesigen städtischen Kollegien Fingerzeige dafür bieten würde, wie sie dem Nege der internationun doch noch austifteln. Seit zwei Jahren zerbricht man sich über nalen Polizeibehörden entschlüpfen könnten. Dieser Grund ließe Unternehmer- Verbände abhängig gemacht werden solle. fich hören, wenn er nur wirklich maßgebend wäre. In Kreisen, die Ein Glück für die nationalliberale Partei, daß wir eine Regie- die sich seeschlangenartig hinwindende Angelegenheit die Köpfe. Bisgewöhnlich über derartige Angelegenheiten gut unterrichtet find, rung haben, die nicht mit der Baffermann'schen Sozialpolitit, sondern her stritt man sich darüber, ob Filial oder Umfassteuer. Das eine giebt man allerdings einen ganz anderen Grund an. Man erklärt mit der Bueck'schen Polizeipolitit regieren will. Wollte die Regie- war dem Rath, das andere den Stadtverordneten nicht zwed bort das Schweigen daraus, daß es eben nichts zu berung einmal Neigung zu sozialpolitischen Thaten zeigen, dann würde entsprechend" genug. Deshalb konnte man sich nicht einigen und richten gebe. Die Konferenz hat getagt, hat berathen, hat die Rebellion der Schlotbarone wieder erwachen, wie sie sich einst mehrere diesbezügliche Vorlagen wurden abgelehnt. Und so konnte abgestimmt, hat einzelne Vorschläge angenommen, andere ver- gegen den geringfügigen Bergarbeiterschutz des Herrn v. Berlepich ein derartiges Ortsgefes, wie es schon bestimmt war, weder am worfen, aber das Ergebniß war lediglich, daß verschiedene Theil- erhob. Und dann wäre es aus mit dem faulen Frieden unter den 1. Januar 1898, noch am 1. Januar 1899 in Kraft treten. Nunmehr hat der Nath eine neue Vorlage ausgearbeitet, bon nehmer die gefaßten Beschlüsse in Vormerfung" nahmen und der er sich eine einigende Wirkung und positiven Ausgang verspricht. andere es nainens der Staaten, die sie vertreten haben, aus: Wie das Ding in seinen Einzelheiten aussieht, ist noch nicht bekannt. Die Vorlage wird aber da mit dem Bemerken avifirt, daß die Steuer so gerecht" bemessen sein soll, daß fie tein mittelbares Ver. bot(!) gewisser gewerblicher Betriebe enthält. Das soll das ChaDa tann man auf das Nähere gespannt sein. Vorläufig wird fann. Das internationale Polizei- Fiasko nationalliberalen Brüdern. " Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Vor der Straffammer des Landgerichts in Neustadt, Oberschlesien, wurde der Webermeister Nother in Neustadt zu drei Monaten Ges fängniß wegen Majestätsbeleidigung verurtheilt. Seine dagegen eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht verworfen. drücklich ablehnten, den gefaßten Beschlüssen beizutreten, Die bundesräthliche Verschleppung der Lippefrage wird von während allerdings eine Anzahl Vertreter sich sofort namens der Lippi'schen Landeszeitung" scharf fritijirt: ihrer Staaten zur Durchführung der gefaßten Beschlüsse" Für unser Land ist die gefallene Entscheidung so ziemlich die verpflichtet haben. Als diejenigen Staaten, deren Ver- schlimmste, welche überhaupt getroffen werden fomite. Sie be treter die Durchführung der Stonferenzbeschlüffe abgelehnt deutet für uns die Fortdauer eines Zustandes der Un- rafteriftifum der Gerechtigkeit" der geplanten Steuer fein! haben, werden England, die Niederlande und Belgien ruhe und des Unfriedens. Der Thronfolgestreit hat feit genannt, während Frankreich die Beschlüsse zunächst„ ad notam" Jahren in das politische, gesellschaftliche und wirthschaftliche Leben nur verrathen, daß man als Grundlage das System der Voraus genommen haben soll. Zu den Staaten, die sich mit den Be unseres Staates auf das Empfindlichste eingegriffen. Der wirth- besteuerung des Grundbefizes genommen hat. In nächster Zeit wird die Vorlage den Stadtverordneten zugehen. schlüssen vorbehaltlos einverstanden erklärt haben, dürfen Italien, schaftliche Niedergang, oder Stillstand unserer Residenz ist zum das Deutsche Reich, Oesterreich Ungarn und Ruß großen Theil auf die unsicheren politischen Verhältnisse zurückI and gehören. leber die Stellung der Schweiz und anderer zuführen. Für den Bundesrath wäre es unseres Erachtens in Staaten gehen die Meinungen auseinander. Doch glaubt man, daß erster Linie Pflicht gewesen, eine Entscheidung zu fällen, die auch die Schweiz vorläufig dem Beispiel Frankreichs gefolgt sei und der leidigen Sache ein Ende machte... eine abwartende Stellung gegenüber den Konferenzbeschlüssen ein Dieser Entscheidung ist der Bundesrath aus dem Wege gegenommen habe... Thatsächlich wird man hiernach die Konferenz als gangen, und somit wird es in unserem Lande voraussichtlich in der- Wie leicht man einen Majestätsbeleidigungs- Prozeß auf den gescheitert ansehen müssen. Die Voraussetzung des Erfolges war selben Weise fortgehen wie bisher. Mit Rücksicht hierauf aber er Hals bekommen kann, daß mußte zu seinem Nachtheil der Tischler unbestritten, daß es gelingen würde, eine Vereinbarung unter scheint es um so mehr als eine unerläßliche Pflicht der Bähr in Hannover erfahren. Im August vorigen Jahres war allen zivilisirten Staaten... herbeizuführen, gefeggebenden Faktoren unseres Landes, d. h. der Regierung Bähr eines Abends nach Feierabend auf Einladung seines damaligen Die Blamage liegt natürlich wesentlich auf Seiten des und des Landtages, die Thronfolge durch Landesgefez Arbeitgebers in ein Restaurant gegangen. Beide disputirten dann bald regeln, reaktionären Vierbundes: Deutschland, Oesterreich, Italien zu wie das auch in Meiningen bor Jahren über Lohn- bezw. Arbeitsverhältnisse in der Tischlerbranche, wobei auch den Landtag und Landtag einstimmig ohne Zögern ge- die Frage des Streits eine Rolle spielte. Bähr wies u. A. zur Bes und Rußland, und so hat sich auch anläßlich dieses Kon- burch gresses die Scheidung der Kultur- von den Barbarenstaaten schehen ist. Wird dann die Frage nach Ansicht des Bundesraths gründung einer höheren Lohnforderung auch darauf hin, daß, als das würde also bei dem Tode des Fürsten Alexander vor einigen Jahren die königl. Zivilliste erhöht sei, die damalige reinlich vollzogen. oder auch beim Tode des Grafregenten sein so hat der Bundes- Mehrforderung von 5 Millionen auch mit der theueren Lebenshaltung rath mit dem Geseze eines deutschen Bundesstaates au rechnen und begründet wurde. Diese Aeußerung hatte auch ein abseits fizzender wir glauben, er würde sich allein um des Präjudizes willen sehr Schumann gehört, der nichts Eiligeres zu thun hatte, als Anüberlegen, ob über ein solches Landesgesez hinweg, eine Entscheidung zeige über das Gehörte zu erstatten, worauf eine Anflage wegen gefällt werden darf." Majestätsbeleidigung gegen Bähr eingeleitet wurde. Schußmann Ite, der Hauptzeuge, befundete nun vor Gericht, in dem erwähnten Gespräche eine Aeußerung B.'s gehört zu haben, die von Seiten des Staatsanwalts wie auch von Seiten des Gerichts als MajestätsSturmzeichen in Italien. In Italien ist die Lage wieder sehr kritisch. Wieber? Aber sie Hat ja seit Jahren nicht aufgehört fritisch zu sein. Seit dem Augenblid, wo Crispi das von Mazzini ihm zugewiesene Amt eines Todtengräbers der Savoher Dynastie übernahm, arbeitet das italienische Königthum daran, den Ast, auf welchem es figt, abzu attuell, Die Lippe'sche Frage wird noch im Januar auf Grund einer volksparteilichen Resolution im Reichstag erörtert werden. Hier wird man wohl weniger bundesräthlich sprechen. Beleidigung angesehen wurde und die dem Angeklagten breijam besten burch bie groben Berleumdungs- und Schimpftwaffen der großen Generalstab sel ein Blan in Ausarbeitung, nach welchem ble Monate Gefängniß(!!) einbrachte. Als erschwerend Generalstabspreffe vertheidigt wird. Es ist eigentlich eine schwere russischen Streitkräfte am Bamir und an der britisch- indischen ward dem noch vollständig unbescholtenen Angeklagten zur Laft Beleidigung der Majestät bes Säbels, fie mit geistigem Rüstzeug Grenze eine völlig neue Organisation und eine wesentliche Ver gelegt, daß er als ehemaliger Unteroffizier ganz beschützen zu wollen. Es sei denn, daß die Ligagründer es fertig stärkung erhalten sollten. Auch beabsichtigt der Zar, die dortigen genau habe wissen müssen, wie Se. Majestät anbringen, die Schimpfartikel der Drumont und Rochefort in salon- Gebiete zu einem großen Generalgouvernement zusammenzulegen, zureden sei. Die von dem Angeklagten nach Aussage des fähige akademische Prosa umzubrechseln. in welchem ein Großfürst als Statthalter des garen mit möglichst Schußmanns angewandte Titulatur sei eine unpassende und sei nach dem Eril Aften. Susage des Schumanns auch ironisch gemeint gewesen. Nach seinen Bertheidiger& a bor i richtet, theilt er diesem mit, daß er solle. Es würde damit dem britischen Vizekönig ein russischer Bizezar Bola bleibt im Egil. In einem Briefe, den 8ola soeben an ausgedehnter Machtvollkommenheit und äußerem Glanze refidiren Ansicht des Staatsanwalts sollen fich die Arbeiter bei trängen feiner Freunde fügen und zunächst noch im Grit entgegengestellt werden. Gesprächen fiber den Kaifer meistens nur ironisch äußern. bleiben werde. In dem Briefe heißt es u. 2.:„ Ich bin müde des Die Frage des Vertreters der Staatsanwaltschaft an den Schuh Friedens und der Sicherheit. Wir scheint, ich bin zu nichts mehr mann Jte, ob Bähr als sozialdemokratischer Agitator" bekannt sei, Auf den Philippinen spist sich der Streit mit Nordamerita mußte dieser vereinen. Man geht wohl nicht fehl, daß, wenn gut, ich sei todt, während die anderen lämpfen. Der Sieg fcheint immer mehr zu und es scheint ein ernster Busammenstoß bevorzu der Schuhmann diese Frage bejaht hätte, das auch noch als er mir jet gewiß, aber ich bin überzeugt, daß die Banditen stehen. Aus Honkong wird berichtet: Die hier anwesenden Verich werend hervorgehoben sein würde. Bemerkt werden mag noch, parfei bis zum allerlegten Augenblide alles thun wird, um die treter der Regierung der Filipinos erklären, daß an der gegen daß von den Beugen nur einer annähernd dasselbe aus den Gerechtigkeit aufzuhalten. Dant Ihnen scheint der Held Picquart wärtigen schweren Krise die unbillige Behandlung der Aufständischen Aeußerungen B.'s herausgehört hatte, wie der Schuhmann. gerettet. Jetzt wird die Hazz hinter Urbain Gohier und Reinach her durch die Vereinigten Staaten allein die Schuld trage. Die Freisprechung des Genossen Weißmann, des ver- jein. Am Vorabend der Freisprechung Dreyfus' werden Sie noch antwortlichen Redakteurs des Salle'schen Wolfsblatts", seitens des irgend einen blödsinnigen und ungeheuerlichen Handstreichsversuch fehen. dortigen Landgerichts ist vom Reichsgericht bestätigt worden. Das „ Volksblatt" hatte aus der„ Reichsger. Korresp." einen Bericht ab= gedruckt, in welchem die Rede war von der Verurtheilung des Schuhmachers Dombrowski in Berlin wegen Majestätsbeleidigung und davon, was derselbe mit dem Bilde des Kaisers, das seine Tochter aus der Schule mitbrachte, vorgenommen hatte. Durch den Abdrud dieses durchaus objektiven und die Wiedergabe der beleidigenden Aeußerungen vermeidenden Berichts sollte sich Weißmann selbst der Beleidigung des Kaisers schuldig gemacht haben. In der Verhandlung vor der Straffammer erklärte Weißmann, er habe den Bericht nur deshalb abgedruckt, um die Leser des Boltsblattes" vor ähnlichem Beginnen zu warnen. Das Gericht erkannte auf Frei sprechung. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen bas Urtheil Revision eingelegt, die aber, wie bemerkt, sogar vom Reichsgericht als unbegründet verworfen wurde. Ausland. Stalien. Rom, 4. Januar.( Eig. Ber. des Vorwärts".) Während die Regierung fich unter dem Druck der öffentlichen Meinung zu einem, freilich höchst mangelhaften und ungenügenden Gnadenerlaß berstehen mußte, sind neue Ausbrüche des Hungers und der Verzweiflung im Süden Italiens erfolgt, von wo voriges Jahr der Funken des Aufruhrs geflogen fam. Die Filipinos sind entschloffen, die Amerikaner an der Landung in Jlo- Flo zu hindern und dürften vielleicht als legte Buflucht aus strategischen Gründen die Stadt zerstören. Der Abbruch der freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Nationalregierung der Filipinos und den amerikanischen Behörden steht nahe bevor und wird wahrscheinlich von Feindseligkeiten begleitet sein. Die Filipinos erklären, sie würden den Bruch tief bedauern, aber das, was ganz ohne ihre Schuld unvermeidlich geworden sei, hinnehmen. Filipinos erklären, sie würden den Bruch tief bedauern, aber das, Sie wenden sich an das amerikanische Bolt mit der Bitte, bie Menschenrechte aufrecht zu erhalten und Blutvergießen durch volltommen freundschaftliche Beilegung mittels Einsetzung eines une parteiischen Untersuchungsausschusses zu vermeiden. General Otis erhielt bon der amerikanischen Regierung den Befehl, die ganzen Philippinen zu nehmen; er hat vor fünf Tagen Truppen und Kriegsschiffe nach den süblichen Visayas- Inseln geTruppen und Kriegsschiffe nach den süblichen Visayas- Inseln gesandt. Parlamentarisches. In Minervino Murge( Proving Bari), dem Schauplaße wilder Szenen im Mai 1898, haben die Behörden neuerdings beinahe 600 Bauern verhaften lassen unter der Anklage, an den Unruhen their genommen zu haben. Erschreckt durch diese Nachricht und durch diese Verfolgungen fast dreiviertel Jahre nach den Ereignissen, haben viele Bauern die Flucht ergriffen und es herrscht eine unbeschreibliche Aufregung in jenen Gegenden. Es find Truppen nach Bari und Molfetta geschickt und beinahe tausend neue Verhaftungen vorgenommen worden. Einweihung des Abgeordnetenhauses. Das neue Gebäude In Partinico auf der Insel Sizilien ist es zu Aufläufen des Abgeordnetenhauses soll, wenn irgend möglich, noch vor dem Englisch französische Reibungen betreffs Madagaskar. gekommen die Bevölkerung fordert dort stürmisch die Abfchaffung 16. Januar an die Hausverwaltung übergeben werden. Eine be Ein in London am 6. Januar veröffentlichtes Blaubuch enthält der Steuer auf Mehl. In Niscemi( Caltanisetta) ist ein Haufe fondere Einweihungsfeier ist nicht vorgesehen, auch nicht bei Eröffnung den mit der französischen Regierung über die zum Schaden des von 4000 Personen Männer, Frauen und Kinder- herumgezogen des Landtags. Eine solche Feierlichkeit ist erst nach Fertigstellung englischen Handels auf Madagastar durchgeführten Handelsbe- unter dem Rufe: Es lebe der König! Nieder mit der Brot- des Herrenhauses mit den Präfidialwohnungen geplant. Darüber schränkungen geführten Schriftwechsel. Am 15. November wies Lord steuer! Die Menge zog vor die Bürgermeisterei, warf mit Salisbury den Botschafter in Paris, Sir E. Monson, an, bei der Steinen alle Fenster ein und verbrannte die Schilderhäuser der werden noch einige Jahre ins Land gehen. franzöfifchen Regierung deswegen vorstellig zu werden, daß der Bollbeamten; die Gendarmen wurden mit Steinwürfen empfangen legitime Handel auf Madagaskar dadurch gehemmt werde, daß und einer ernsthaft verwundet. schwere Steuern auf die Handelsoperationen britisch- indischer Staats angehöriger gelegt werden. Auch die englische Presse beschäftigt sich lebhaft und in scharfer Tonart mit dieser Angelegenheit. Die Times" fagen beispielsweise, Frankreich ignorire abfichtlich schon seit sechs Monaten die Beschwerden der Engländer, insbesondere die Klagen darüber, daß britische Kauflente andauernd boykottirt werden. Das Blatt bemerkt, die Franzofen sollten, weil die Engländer nicht toben und poltern, nur nicht denken, baß ben Engländern die Schäbigkeit der Politit der französischen Regierung nicht zum Bewußtsein gekommen ist, die unter großsprecherischen Phrasen gewohnheitsmäßig mit der Gier und List eines Bauern handle. Man erfieht aus alledem, daß die durch die französische Kolonialpolitit hervorgerufene Verstimmung zwischen England und Frankreich noch nicht erloschen ist. Nach der Beilegung der Faschoda- Angelegenheit wedt nun die egoistische Handelspolitik, die Frankreich auf Wabagastar betreibt, den Widerspruch Englands. Es scheint jedoch, daß Frankreich auch in diesem Fall einzulenten entschlossen ist, um einen afuten Strett mit England zu vermeiden. Defterreich- Ungarn. Die parlamentarische Krise Ungarns ist noch ungeklärt. Die Ministerkonferenzen unter Vorfis des Kaisers dauern in Wien noch fort. Vorläufig wird von amtlicher Seite eine Lösung der Schwierigkeiten durch den Sturz Banffy's noch rundweg bestritten. So meldet die amtliche Budapester Korrespondenz", Sie im Zusammenhange mit der Anwesenheit der ungarischen Minister in Wien verbreiteten Nachrichten über einen bevorstehenden Personenwechsel im ungarischen Kabinete seien durchaus unzutreffend. Ein Telegramm des Herold'schen Bureaus aus Budapest lautet jedoch folgendermaßen: Budapest, 7. Januar. Wie in hiesigen oppositionellen Kreisen bestimmt versichert wird, soll Baron Banffy bereits seines Amtes enthoben, und Finanzminister Lutacz mit der Neubildung des Kabinets betraut worden sein. Die Meldung ist zweifellos verfrüht. Doch ist allerdings anzunehmen, daß Banffy demnächst in der Versenkung verschwinden wird, da mur hierdurch der ungarische Staat zu normalen Zuständen zurüdgeführt werden kann. Frankreich. Paris, 6. Januar.( Eig. Ber.) Die in der Gründung begriffene Liga ,, La Patrie Françoise" ist ein neuer Beweis für den fittlich und geistig zersetzenden Einfluß des militärischen Gößenglaubens. Die Liga erscheint als eine würdige Fortsetzung der soeben geschlossenen Geldsammlung zu Ehren des Fälschers Henry. in Neu Stalien, namentlich den südlichen Provinzen. Es sind das Es ist das die typische Anfangsform der chronischen Aufstände Strawalle, die sich jeden Winter wiederholen, und von denen doch jest niemand sagen fann, die Mädelsführer", welche ja allesammt im Gefängniß sind, hätten sie angeſtiftet. Ein Dementi. Nicht nur die Nachricht von dem angeblichen Antrag Lieber betreffend Herabseßung der Besoldung des Staatsbegrünbet ist die Meldung eines Antrages des Abgeordneten sekretärs des Innern beruht auf Erfindung, sondern ebenso un Gröber betreffend Geheimhaltung der Namen von Petitionsunterzeichnern. Partei- Nachrichten. Ueber das Ergebnis der diesjährigen württembergischen Gemeindewahlen wird uns gefchrieben: Und die Regierung? Wohlan. Die Gesezentwürfe, welche von den Ministern Vacchelli und Cabeano vorgelegt werden sollen zum Zweck der Abschaffung des Oftrois der Gemeinden und der Zölle auf Getreide und Mehl werden, wie es scheint, aller Wahrscheinlichkeit Die Gemeindewahlen werden hier alljährlich im Laufe des nach von der Kanimer verworfen werden, es sei denn, daß die Furcht vor Schlimmerem die Majorität zurückhält. Herr Pellour ist damit Monats Dezember vorgenommen, und zwar in der Weise, daß in beschäftigt, an die Präfekten ein Rundschreiben zu versenden, das einem Jahre die Wahl des Gemeinderaths( hier soviel wie jede Form der Agitation verbietet. Der biedere Herr Bellong bergißt, Magistrat) und im andern Jahre die Wahl des Bürgerdaß in Italien seit langer Zeit jede Agitation verboten ist, und ausschusses( der Stadtverordneten) zu erfolgen hat. Seit daß es sogar den Abgeordneten verboten ist, zu ihren Wählern zu einigen Jahren betheiligt sich an den Gemeindewahlen auch die sprechen.( Was auch in Deutschland sehr wohl vorkommen kann Sozialdemokratie und zivar überall bort, wo eine geschlossene Organisation besteht. Im vorigen Jahre gelang es in einer ganzen und vorkommt. N. b. B.") Ober- Staatsanwalt am Kassationshof zu Rom gefagt, daß jebe was die Betheiligung an den diesjahrigen BürgerausschußUnd heute hat, anläßlich der Einweihung des Gerichtsjahres, der Reihe von Orten, Genossen in die Gemeinderäthe zu bringen, politische Vereinigung verhindert werden müsse, weil sie zur Stär- Wahlen sehr gefördert hat. Der Erfolg blieb nicht aus. 8war fung der Feinde bes Staates und aller staatlichen Einrichtungen ist in der Residenz Stuttgart, trozdem hier für unsere Partei dienen. Weit Neid muß man an die Richter des Kaffationshofes in 2262 unabgeänderte Stimmzettel, 830 mehr als im Vorjahr, Frankreich denken. abgegeben wurden, kein Sozialdemokrat gewählt worden, ebenso Bei der Gelegenheit der Neujahrsfeste im Quirinal hat der wenig in Eßlingen, Heilbronn, Heidenheim, Hall und Tuttlingen, dafür König auf die Nachrichten aus Afrika hin von dem drohenden Vor- hatten wir in einer ganzen Reihe anderer Orte Siege zu verzeichnen. marsch Menelir's gesagt, daß man die Lehren der Vergangenheit Gs wurden Sozialdemokraten gewählt in Cannstatt, Feuerbach und beherzigen werde. Trotzdem hat man drei Generäle, Overo, Heusch Jebenhausen je 4, Göppingen, Schwenningen, Bothnang und Kaltenund Baldissera nach Rom berufen, um über die militärische Lage in thal je 3, Degerloch 2, Neckargartach, Zuffenhausen, Möhringen, BerkAfrika zu berathen. Wir verdanken Menelik die Amnestie von 1894 heim, Deulendorf, Rohracker, Böckingen, Weil im Dorf je 1. Unsere und beinah eine richtige politische Stevolution. Bereitet er ein letztes ganze Lifte, auf welcher aber nicht blos eingeschriebene BarteiGeschenk für die italienische Regierung vor, die neue reaktionäre genossen standen, drang in Enzbach, Frankenbach, Steinheim, Birkach Geseze als Ausgleich für den unfreiwilligen Gnadenerlaß in Be- und Hohenstaufen durch. Mit den bisherigen sozialdemokratischen arbeitung hat? Gemeindevertretern bilden diese neugewählten eine ganz stattliche Der ganze Richterstand scheint wieder flerifal werden zu wollen. Bahl und es wäre wohl an der Zeit, auch einmal für Württemberg Die Ober Staatsanwälte von Neapel, Bologna, eine Besprechung aller sozialistischen GemeindeFlorenz und anderen Orten sind dem Beispiele des Kollegen in vertreter zu veranlassen, um Einheitlichkeit in die ganze VerRom gefolgt und haben sich im reaktionären Sinne gegen den Mißtretung zu bringen. Die beste Gelegenheit dazu dürfte die zu brauch des Vereinsrechts und der anderen bürgerlichen Freiheiten" Oster in Stuttgart abzuhaltende 2 andesversammlung ausgesprochen. Die italienische Monarchie muß sich sehr schwach geben. fühlen, daß sie sich der Kirche an den Hals wirft denn in Italien heißt Preisgeben der bürgerlichen Freiheit Unterwerfung unter den Bapst. Belgien. Antiklerikales Kartell in Belgien. Am nächsten Montag wird die erste Bersamnilung der neu gebildeten Gruppe der Sozialisten, Liberalen und Christlich- Demokraten stattfinden, deren Ziel es ist, eine Allianz auf der Basis der gleichmäßigen Vertretung au schließen, um auf diese Weise die jetzige flerifale Regierung zu stürzen. Spanien. Es ist bekannt, daß die Protestbewegung gegen den berbreches rischen Militärklüngel zu ihren hervorragendsten Trägern die In tellectuels" hat, die Schriftsteller, Gelehrten, Universitätslehrer und Künstler. Die neue Liga soll nun im Geiste ihrer Urheber zum Mittelpunkt der militärfrommen Intellectuels" werden. Dent Spanien scheint für die im letzten Kriege erlittenen Berluste bungenen Tintentulis, auch die Ritter vom Geifte zu Hilfe eilen. erhalten wir folgendes Telegramm: armen bebrängten Säbel sollen, neben den freiwilligen und ge- an feinen Generalen Nache nehmen zu wollen. Aus Madrid Die Ligagründer finden, daß die Armee" noch immer nicht genug geachtet werde. Es ist ja ihr trog alledem noch nicht gelungen, die Stimmen der Protestler zu erdrücken und den Kaffationshof zu Baaren zu treiben. Natürlich fällt für die Herren das Interesse der Armee" mit demjenigen des Vaterlandes zusammen. Sie sprechen gerade heraus davon, daß die Fälscherbande des Generalstabes die glorreiche Hüterin der Lebensinteressen des französischen Vaterlandes" sei. Oberst Sammartin, welcher den Amerikanern Portorieo übergab, wurde zu lebenslänglicher Gefängnißstrafe verurtheilt und wird in Teuta eingekerfert werden. Jm andern Fall werden sie eingelerkert. Die spanischen Generale scheinen demnach nur siegen zu dürfen. Holland. Polizeiliches, Gerichtlichtes ut. T. iv. " Von dem reaktionären Geiste, der insbesondere in Preußen den Strafvollzug durchweht, giebt eine Mittheilung der Magdeburger Boltsstimme nenes gengniß. Bisher erhielten die in der Strafanstalt Gonmern inhaftirten Redakteure der Volksstimme" auf Ersuchen einen Tag Urlaub, sobald sie in Magdeburg vor Gericht geladen waren. Gin Transporteur wurde ihnen nicht beigegeben. Seit Jahren ist in dieser Weise verfahren worden und nie kam es zu Unzuträglichkeiten. Jetzt hat man dem Redakteur Müller, der am Donnerstag und Freitag bor dem Landgericht in Magdeburg Termin hatte, das Gesuch um Urlaub abgeschlagen. Er wurde von einem Transporteur nach Magdeburg geführt und dort am Donnerstag, nach Beendigung des Termins, im Gefängniß untergebracht. Der Redakteur Maher von der Halberstädter Arbeiter Beitung", der in gleicher Sache wie Müller angeklagt war und gegenwärtig in Halberstadt eine Strafe verbüßt, ist ebenfalls von einem Transporteur nach Magdeburg gebracht worden. Die Voltsstimme" vermuthet, daß die Behörden in Halle, Halberstadt und Magdeburg nach bestimmiten Weisungen handeln.. W 48 Noch bezeichnender für den preußischen Strafvollzug ist eine Zur holländischen ,, Dreyfus- Affäre" wird uns geschrieben: Nachricht des Boltsblatts für alle". Deren Redakteur Der von ihr vertretenen Sache würdig, begann die Liga Während der Justizminister in seiner Antwort auf die Nede unseres Weißmann, der bis zum 25. Januar eine Gefängnißstrafe zu ihr halböffentliches Dasein mit einer ihren Charakter fälschenden Genossen Troelstra in der Zweiten Kammer erklärte, er würde Zweideutigkeit. Im Entwurf thres Manifests berief sie sich auf die nichts lieber sehen, als daß der Fall der Gebrüder Loogerhuis berbüßen hat, wurde bis vor einigen Tagen mit dem Anpatriotische Nothwendigkeit der Beschwichtigung der Gemüther. Das hat ihr den Anschluß einiger naiver Leute, wie des Professors baldigst erledigt würde, scheinen die Beamten der Leeuwarder Justiz fertigen bon Vogelbauern aus Draht beschäftigt. anderer Meinung zu sein. Erst am 4. ds. enthielt der Staats- Ein gefangener Redakteur, noch dazu ein sozialdemokratischer, Larronmet, eines glühenden Verehrers von Boltaire, eingebracht. Anzeiger" die Ablehnung der schon im September bei Gelegenheit dem vom Staate aufgegeben wird, Bastillen im Kleinen herzustellen, Auch de Kérohaut, der Redakteur des monarchischen Soleil", der im der Huldigung Wilhelmina's von liberaler und radikaler Seite ein- das ist eine so kostbare Satire auf die jetzigen Zustände, daß ihr Bicquart unterzeichnet hatte, beeilte sich, der Beschwichtigungs- gereichte Bittschrift, um die unschuldig Verurtheilten zu begnadigen. gegenüber selbst die schärfsten Pfeile, die die spottende Muse Heinrich Die Abweisung wird motivirt durch die Erklärung, die wirklich eine's einst gegen die Feinde der Freiheit richtete, matt und stumpf Liga beizutreten. Die Naiven wurden aber bald eines Schuldigen seien verurtheilt. Ganz natürlich scheint die Schuld den erscheinen könnten. Besseren belehrt. De Kérohaut wurde von den Urhebern der Liga für den Augenblick" die Thüre gewiesen, und Larroumet Justizbeamten doch nicht gewesen zu sein, sonst hätten sie sich hierüber Wegen Beleidigung des Fabrikdirigenten Alfons wohl nicht länger als 4 Monate zu befinnen brauchen. Damit erklärte öffentlich feinen Austritt, während andere nach allen dürfte aber die Sache durchaus noch nicht zu Ende sein; in der Müller in Stalbe a. G. hatten sich vor dem Landgericht in Seiten vorsichtige Mitglieder nach wie vor in öffentlichen Aeuße- nächsten Kammersession wird sie wieder zur Sprache gebracht werden. Magdeburg Redakteur Müller von der dortigen„ Bolksrungen an dem Beschwichtigungs- Charakter der militärfrommen roelstra, der wegen seiner Anschuldigungen, die er gegen die Stimme", Redakteur Meyer von der Halberstädter Arbeiterzeitung und Redakteur Goppelt vom Stadt- und Landboten" in Kalbe Justizbehörden erhoben hatte, und der deswegen, wie der Justizminister versicherte, verfolgt werden sollte, hat eine Anklage noch zu verantworten. Es handelte sich um Berichte über die Berliner Gerichtsverhandlung, durch welche der Fabrikdirigent Alfons nicht erhalten. Müller so unrühmlich bekannt geworden ist. Er hatte ein armes Mädchen verführt und mit ihr ein Kind erzeugt, dessen Versorgung er dann ablehnte. Auf die Unterstüßungsgesuche des Mädchens antwortete er schließlich mit einem Strafantrage wegen Erpressung. Das Mädchen mußte vom Berliner Landgericht verurtheilt werden; die Strafe eine Woche Gefängniß wurde ihm aber im Gnadens wege erlassen, nachdem der Staatsanwalt und die Richter selbst dies befürwortet hatten. Die Verhandlung vor dem Mag des burger Landgericht bedeutete für den Fabrikdirigenten Müller Vom russischen Vorrücken an der indischen Grenze. Der nichts weniger als eine Ehrenrettung. Der VorIntern. Korr." wird aus Petersburg gemeldet: Die Entsendung sigende des Gerichts erklärte dem Sinne nach: Die Lage, in der sich Der Hauptfehler der Liga, an dem ihre Bemühungen scheitern Curzon's als Bizetönig von Indien hat in den russischen das Mädchen befand, war sehr schlimm, es war taum im Stande, müssen, ist die Berkennung des Umstandes, daß der brutale Säbell militärischen Streifen großen Eindruck gemacht. Es verlautet jest, im für sich, geschweige für ein anderes Wesen zu sorgen. Die Sand Kampfliga festhalten. Türkei. Noch ein Wort über die leitenden Geiſter der Liga. Es find: der zum weinerlichen Betbruder gewordene Dichter und Akademiker François Coppée, der reuige Sünder eines zügellosen, schöngeistigen Skeptizismus, der Kritiker und Akademiker Jules Lemaître, und der bankerotte Verkünder des„ Bankerotts der Von der neuen Regierung auf Kreta. Ranea, 7. Januar. Wissenschaft", der bei dem päpstlichen Unfehlbarkeits- Dogma angelangte Brinz Georg ernannte eine Kommission von 12 Christen und vier Chefredakteur der„ Revue des deux Mondes", Brunetière. Dazu ge- Muselmännern, die die Aufgabe hat, Gesetzentwürfe sowie ein neues fellen fich jene unsterblichen" Mitglieder der Akademie, die man als organisches Statut auszuarbeiten, welche der Nationalversammlung „ Herzogspartei" bezeichnet, die Hüter der verschimmelten literarischen zur Berathung und Bestimmung unterbreitet werden sollen. und sozialen Ueberlieferungen, jener rückständige Generalstab des französischen Geistes, der zu wiederholten Malen bei den Wahlen in die Akademie den ersten besten salonfähigen Stribenten einem Zola borgezogen hatte. Rußland. Antrag " " 50 Urtheil 300 M. Geldstrafe Freisprechung. - Ans Oberschlesien. In dem Dorfe Wiese gräflich hatten mehrere Parteigenossen ein Vergnügen arrangirt, wobei einer nach einer kurzen Ansprache ein hoch auf die moderne Arbeiter bewegung ausbrachte. Dieser und der Leiter des Vergnügens wurden deshalb angeklagt, eine öffentliche Versammlung abgehalten zu haben, die der Anmeldung bedurft hätte. Das Schöffengericht in Neustadt D.-S. verurtheilte die beiden Missethäter dafür zu je 15 M. Geldstrafe. Das och auf die moderne Arbeiterbewegung sei ein Beweis dafür, daß öffentliche Angelegenheiten erörtert worden feien! Die Verurtheilten wollen Berufung einlegen, weil nicht beabsichtigt war, bei dem Vergnügen öffentliche Angelegenheiten zu erörtern. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " ungsweise Müller's gegenüber seinem Kinde kann vor dem Richter- 1Oberlandesgericht und zwar verwarf es die Revision, indem Berliner Schöffengericht zum Austrag gebracht werden weil stuhle der Moral nicht bestehen. Die Anträge des Staatsanwalts und die Urtheile gegenstehenden Verbote und Strafbestimmungen aufhebende)§ 152 Unter Anflage steht ein in der Münch. Fr. Br." vom 24. Mai ents es erklärte, der( die Koalitionsfreiheit garantirende und alle dieser ent- Eremplare der Münchener Freien Presse" auch nach Berlin gelangen. gegen die angeklagten Redakteure lauteten: der Gewerbe- Ordnung schließe nicht aus, daß auch die Anwendung haltener Artikel, der sich mit der Geschäftspraxis des Bundes der anderer als in§ 153 als strafbar bezeichneter Mittel( förperlicher Landwirthe" beschäftigte und der Berliner Zeitung" entnommen " Magdeburger Volksstimme" 6 Monate Gefängniß 50 M. Geldstrafe Zwang, Drohung, Ehrverlegung oder Verrufserklärung) zur Be- war. Es wurde darin mitgetheilt, daß der„ B. d. 2." an mehrere " Salberstädter Arbeiter- 3tg." 5 " Stadt- und Landbote" in einflussung Arbeitswilliger in Folge der Art der Anwendung oder seiner Mitglieder einen größeren Posten Leinkuchenmehl beranderer Umstände doch strafbar sei. Speziell sei eine„ bloße Auf- tauft habe und daß sich bei der Untersuchung durch eine landwirthKalbe forderung", wie die hier vorliegende, als grober Unfug zu schaftliche Verfuchsstation dieses Mehl als ein Gemisch von 15 pet. Leins Aufgehoben in Folge der Revision des Angeklagten wurde bestrafen, wenn sie eine den Rechten und den Interessen Anderer mehl und 85 pet. Unkrautfaat herausgestellt habe, so daß das Bundesbom Reichsgericht ein Urtheil des Kieler Landgerichts, wo- widerstrebende Handlung darstelle". Die Handlung des Taug's sei direktorium nach langem Hin und Wider schließlich einen Nachlaß von nach der Redakteur Alegander Lütjens von der Schleswig- eine arge Belästigung der fremden Maurer und ein unbefugter 50 pet. des Verkaufspreises gewähren mußte. Der Bund der LandHolsteinschen Volkszeitung" wegen eines Artikels über die Verhältniffe Eingriff in ihre Interessen gewesen, die dahin gingen, ihren Ent- wirthe behauptete gestern durch den Mund feines Vertreters, des Ent- wirthe im Armenhause zu Neumünster 100 m. Strafe zahlen hluß ungehindert auszuführen; die Handlung des Angeklagten Rechtsanwalts Dr. M. Hoffmann, daß an der Mittheilung fein wahres sollte. Die Sache wurde an dasselbe Gericht zurückverwiesen. richtete sich ferner gegen die Arbeitgeber, die sich des Wort sei. Justizrath Traeger bemängelte zunächst die Zus zur Stadt zu geleiten, die Arbeitgeber seien ungebührlicher juristischen Ausführungen gegen das neuerdings vom Reichsgericht halb selbst zur Bahn begeben hatten, um die Arbeiter ungehindert ständigkeit des hiesigen Gerichts und wandte sich in längeren weise geärgert und in ihren Interessen getränkt worden. festgehaltene Prinzip des ambulanten Gerichtsstandes der Presse, Schließlich werde die allgemeine ungewisse Be das zu den ungeheuerlichsten Folgerungen führen müßte, den unruhigung, welche ein Streit immer hervorrufe, durch solche Grundsatz ne bis in idem unter Umständen über den Haufen werfen Handlungen, wie die des Angeklagten, noch gesteigert. und für die Presse in rechtlicher Beziehung einen geradezu unleid Das Urtheil ist wieder eine ganz nette Bereicherung zum Thema lichen Ausnahmezustand herstellen würde. Er wies darauf hin, daß des groben Unfugs. Man kommt so langsam dahin, daß überhaupt in neuester Zeit gerade Berliner Amtsgerichts- Abtheilungen den durch auch der Streit selbst ein grober Unfug ist und nur noch das Koalitions- das Reichsgericht in dieser Beziehung geschaffenen Rechtszustand als recht der Unternehmer rechtliche Anerkennung findet. unhaltbar erklärt und in ganz ähnlichen Fällen die Unzuständigkeit der handwerkerstreik. Wie bereits mitgetheilt, haben Ende voriger Wahrheitsbeweis an und beantrage die Vorladung des Redakteurs Die Stellung der Unternehmer zum Flensburger Bau- Berliner Gerichte ausgesprochen haben. In der Sache selbst trete er den Woche die Maurer in Flensburg ihren Streit für beendigt erklärt. Georg Pusch von der„ Berl. Ztg."" Auch der Vertreter der Privatkläger Sie theilten ihren Entschluß, daß sie die Arbeit wieder zu den alten beantragte Vorladung von Zeugen. Der Gerichtshof nahm zu der Bedingungen aufnehmen wollten, dem Vorstand der vereinigten Bau- Buständigkeitsfrage noch keine Stellung, beschloß vielmehr, die vorgewerbe mit. Daraufhin fand eine Versammlung der betheiligten geschlagenen Zeugen vorzuladen und den nächsten Termin so weit Unternehmer unter Hinzuziehung von Vertretern der Baumaterialen hinauszuschieben, daß die von einigen Vorsitzenden hiesiger SchöffenFür die Weber in Krefeld gingen bei der Berliner Gewerk- händler, der Vereinigten Ziegeleien, der Holzfirmen sowie des Vor- gerichte angeschnittene Frage durch das Landgericht bezw. das Kammerfchafts- Kommission folgende Beiträge ein: Werkstatt R. W. 73 6,- stands des Arbeitgeber- Verbands statt, welche den einstimmigen Be- gericht inzwischen entschieden sein könne. Tischlerei Schaub u. Franz d. 2. 3,25. Klingenberg u. Karl 2,- schluß faßte, erst dann von der Erklärung der Maurergesellen Notiz Die Polizeiverordnung über den Straßenhandel vom Lederarbeiter v. Wilhelm Guzmann 4,50. Hempel u. Co., Saal Gr. zu nehmen, wenn auch die ausständigen Zimmerer bedingungslos 18. März 1898, durch die der Polizeipräsident jeden Straßenhandel 10, Mappenarbeiter v. Borchardt, Ritterstraße, 3,90. Slingen- die Arbeit wieder aufnehmen wollten. in gewissen in der Nähe von Markthallen gelegenen Straßen berg's Karl II. 2,50. Stockfabrik E. u. B. Noa 10,-( Liste). MöbelIn einer Düngerfabrik in Oschersleben waren die verboten hat, unterlag gestern der Prüfung der Straffabrik in der Gollnowstraße 6,20. Gef. auf einer Geburtstagsfeier Arbeiter in den Ausstand getreten, weil ihnen vom Lohn wöchentlich kammer 8 des Landgerichts I. Die Händlerin Frau Vogel 2,60. Schieppult 3,65. Werkstatt N. 2. 73, 5,-. Von den Stock- 30 Bf. einbehalten werden sollten. Die einbehaltene Summe sollte war vom Schöffengericht verurtheilt worden, weil sie in arbeitern Berlins( auf Listen) 33,10. Steinträger vom Bau Grune- dann am 1. April ausgezahlt werden. Die Arbeiter haben bereits der Straße an der Stadtbahn am Alexanderplatz mit Obst svaldstr. 27, 5,-.„ Ein Fleckchen Erde im Süden" durch Lubatsch anderwärts Beschäftigung gefunden, während einige fremde Arbeiter gehandelt hatte. In der Berufungsverhandlung zog der Ver17, Klingenberg's Karl III. 3,- Zentralverband der Vergolder wieder an die Arbeitsstätte zurückkehrten. Besonders unzufrieden theidiger Rechtsanwalt Wolfgang Heine die Rechtsgültigkeit Deutschlands d. Späthe 150,-. Handlungsgehilfen Berlins durch waren auch die Arbeiter mit folgendem§ 4 der Fabrikordnung, welcher dieser Verordnung in Frage. Zwar habe die Polizei die Befugniß den Vertrauensmann 30,- Buchdruckerei Otto Elsner d. M. 20, lautet: Gine Kündigung der im Wochenlohn stehenden Arbeiter zu Berordnungen über den Wochenmarkt- und Straßenverkehr, fie Ortsverein der Buchdrucker, Schriftgießer 2c. 20,- Verband der findet nicht statt, vielmehr sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu föme aber nicht dieſe Befugniß zu außerhalb der Verkehrsintereſſen Möbelpolirer Berlins d. Sch. 100,-. Ein Tintenkuli, Annen- ieder Zeit berechtigt, das Arbeitsverhältniß aufzulösen. Etwaige liegenden Zwecken benügen. Die Polizeiverordnung ſei nicht im Entlassungen werden von der Direktion oder in deren Auftrage allgemeinen Interesse erlassen, sondern direkt im persönlichen Für die Glasarbeiter in Hildburghausen gingen folgende durch die Borgesetzten bewirkt, jedoch darf dieses von Seiten des Interesse der Inhaber von Markthallen- Ständen. Diese hätten Beiträge ein: Stereotypeure Berlins 20,-. Bildhauer 50,-. Schmiede, Berlin West 30,- upferschmiede Arbeit geschehen. Eisenformer 50, Arbeitnehmers nur am Schluß der Arbeitszeit und nach vollendeter durch Petitionen und Zeitungsartikel so lange gedrängt und gebohrt, Supferschmiede Arbeit geschehen. Der Betriebsleiter selbst oder die damit und wären beim Polizeipräsidium so lange vorstellig geworden, bis 30,-. Borzellanarbeiter, Berlin II 20,- Metall.rbeiter 100,- beauftragten Beamten haben das Recht, jeder Zeit, auch während sich dieses bereit erklärt hätte, im Interesse dieser Standbesitzer den Goldarbeiter 20,-. Stiftenmacher 50,- Stucature 50,- Xylo- ber Arbeitszeit, jeden Arbeiter ſofort zu entlassen." – Wir möchten Straßenhandel an den bewußten Stellen zu verbieten. Das sei eine lebergraphen 12,60. Verband der Vergolder Deutschlands d. Späthe 50,- die Arbeiter darauf aufmerksam machen, daß dieser Paragraph un- schreitung der polizeilichen Machtbefugniß. Der Vertheidiger beantragte Schmiede, Berlin Nord 30,-. Weitere Beträge nimmt das Berliner Gewerkschafts- sündigungsfristen gestattet. giltig ist, da die Gewerbe Ordnung nur die Vereinbarung gleicher zum Beweise dieser Behauptung den Herrn Polizeipräsidenten selbst als Zeugen vernehmen zu lassen. Das Gericht lehnte nach längerer Bureau, Annenstr. 16 I, entgegen. Geöffnet von 9-1 und 6-8 Uhr: Die Frankfurter Handlungsgehilfen hielten am 5. Januar Berathung diese Beweisaufnahme ab und verwarf die Bes Es erklärte die Befugniß der Polizeibehörde zum eine überaus zahlreich besuchte Versammlung ab, die sich zu einer Sonntagsruhe gestaltete und die in dem einstimmigen Verlangen die Polizei die Befugniß der Berordnung in Straßenpolizeidie Polizeiverwaltung prüfen zu zu können. Da in diesem ausklang, für die Fabrik-, Engros- und Bankgeschäfte die voll und Wochenmarkts- Angelegenheiten erhalten habe, tönne das ständige Sonntagsruhe zu fordern. Bemerkenswerth ist, daß die Gericht nicht weiter fragen, ob im vorliegenden Falle zur Ausübung Versammlung, an der wohl 1000 Handlungsgehilfen theilnahmen, dieser Befugnisse vielleicht andere Beweggründe mitgewirkt hätten. sich die Mitglieder aus allen am Ort bestehenden Vereinen be- Die Verordnung bezeichne sich ausdrücklich als aus„ ordnungstheiligten. rufung. Die Tischler, welche im vorige Jahre bei der Firma Rüd Brotestfundgebung gegen die vom Magistrat geplante Regelung der Erlaß ihrer Verordnungen nur an der Hand des Geseges über wardt u. Riegel gestreift hatten, fanden sich am 27. Dezember zu einer Besprechung zusammen und faßten folgenden Beschluß: Da jetzt die Firma bei den ehemals dort beschäftigt gewesenen Arbeitern durch ihre Beauftragten hausen geht, halten es die Arbeiter für ihre Ehrenpflicht, die Arbeit in der Fabrik so lange zu meiden, bis fich die Firma zur Verhandlung bereit erklärt hat. Sozialdemokratischer Terrorismus. Unter dieser Spigmarke hatte vor einiger Zeit die Märkische Volkszeitung" berichtet, daß auf einem Bau in der Dieffenbachstraße 7 an drei Mitglieder des Vereins Arbeitersutz" und 8 unorganisirte Steinträger die Zumuthung geftet worden sei, dem Verband der Bauhilfsarbeiter beizutreten und als dies abgelehnt wurde, der Unternehmer gezwungen wurde, fän imtliche nichtorganisirten Arbeiter sowie die Mitglieder Des Arbiterschutz" zu entlassen. Wir hatten diesen Bericht ignorirt, da wir es nicht für angebracht hielten, auf jedes Gefafel des ultramontanen Blattes zu antworten. Nachträglich ist jedoch den Maurern auf dem hier genannten Bau der Bericht zu Händen gekommen und sie schicken uns mit dem Wunsch um Veröffentlichung folgende Richtigstellung: Streifvergehen. Vom Landgericht zu Dresden als Bebaran zu zweifeln, daß diese Angabe richtig sei. Diese für den Streifvergehen. Vom Landgericht zu Dresden als Be- polizeilichen" Gründen gegeben, und das Gericht habe" kein Recht, rufungsinstanz wurde der Maurer Goliſſa wegen„ Röthigung" im Straßenhändler ungemein wichtige Frage wird also wohl noch die wegen angen Sinne von§ 153 der Gewerbe- Ordnung zu 10 Tagen Gefängniß dritte Instanz zu beschäftigen haben. verurtheilt. Der Betreffende soll einem Mitarbeiter auf dem Bau gegenüber geäußert haben:„ Wenn Du nicht mehr mit in die Streik fasse steuerst, arbeiten wir nicht mehr mit Dir zusammen." In dieser Rebensart soll die Nöthigung liegen. Da ist es kein Wunder, wenn sich die Streifvergehen mehren. Die Filiale des Schneiderverbandes in Nürnberg, die vor drei Jahren aus nichtigen Gründen polizeilich geschlossen wurde, ist jetzt neu errichtet worden, nachdem der Polizeisenat sich längere Zeit mit der Sache beschäftigt hatte. Boziales. anDie Polizei stellt neuerdings an die Händler, die Margarine feilhalten, die Anforderung, daß sie die betreffenden Fässer nicht nur mit der Aufschrift Margarine" und dem bandförmigen Streifen von rother Farbe versehen, sondern auch so aufstellen, daß Inschrift und Streifen von den in dem Verkaufsraume weilenden Stäufern gesehen, werden können. Schöffengericht und Straffammer haben dieses Verlangen der Polizei als unberechtigt gesehen, weil eine solche ausdehnende Auslegung der Bestimmungen des Margarinegeseges in dem Geseze leinerlei Anhalt finde, die §§ 2 und 18 des Gesetzes vielmehr nur die Inschrift und den rothen bandförmigen Streifen an einer in die Augen springenden Stelle des Fasses" vorschreiben. Das Kammergericht als oberste Instanz hat jetzt die Entscheidung der Vorinstanzen bestätigt und gleichfalls entschieden, daß das weitergehende Verlangen der Polizei im Gesetze feine Begründung finde. Die Differenzen in der Metallwaaren- Fabrik von 2öblein Die Veranlassung zu dem oben geschilderten Konflikt war eine u. Krafft in Nürnberg find beendigt, nachdem die Firma die Maßandere, als die„ Märkische Volkszeitung" angiebt. Aufregelungen zurüdgenommen hat. dem Bau hatte ein Steinträger seine Entlassung genommen, weil von ihm gefordert wurde, er solle sein Mitgliedsbuch für den Verband der Bauhilfsarbeiter vernichten und aus der Organisation austreten. Dieses Verlangen ist wiederholt von seinen nichtorganisirten In Angelegenheiten der Fürsorge für Hinterbliebene haben Kollegen in unschöner Weise geltend gemacht worden, so daß er sich die preußischen Standesämter, nach einer Verfügung des Ministers Der in Plößensee angestellt gewefene Gefangenen- Aufseher der unliebsamen Bedrängniß von jener Seite durch Verlassen der des Innern, an Stelle der in den§§ 15 und 16 des Personenstands- Wladacz ist gestern von der ersten Strafkammer am Landgericht II Arbeitsstätte entzog. Sobald die dort beschäftigten organisirten Gesezes vom 6. Februar 1875 vorgeschriebenen Auszüge aus den zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Maurer dies in Erfahrung brachten, erklärten sie ihrerseits, daß sie Standesamts- Registern in Buhmft to stenfreie Bescheini die Arbeit einstellen würden und es ablehnen müßten mit diesen gungen in abgekürzter Form zu ertheilen, wie solche Lehte Nachrichten und Depeschen. Kollegen zusammenzuarbeiten, wenn nicht dieser Terrorismus" bereits für andere Fälle durch frühere Verfügungen vorgeschrieben gegen Mitglieder einer Arbeiterorganisation aufhöre. Auf die Vor- sind. Diese Bescheinigungen, zu denen die Formulare auf Kosten der Wien, 7. Januar.( W. T. B.) Die heutige Berathung der tellungen, die dem Unternehmer in der Sache hierauf gemacht Staatstafse herzustellen und an die Standesämter kostenfrei abzu- hier anwesenden Mitglieder des ungarischen Kabinets unter dem wurden, bestritten die Steinträger, irgend eine unbillige Bu- geben sind, haben die entscheidenden Thatsachen und die maßgeben- Vorsitz des Kaisers wird morgen, Sonntag, fortgesetzt. Später muthung an ihren Kollegen gestellt zu haben. Der Unter den Daten, in Buchstaben ausgeschrieben, zu enthalten, und sind unter nehmer gab deshalb die sehr verständige Weisung, man Siegel und Unterschrift des Standesbeamten auszufertigen. tehren die ungarischen Minister nach Budapest zurüd. möge den Arbeiter, der sich durch das Verhalten seiner Kollegen be- Nach dem Gebührentarif sind für jeden beglaubigten Auszug Paris, 7. Januar. W. T. B.) In Versailles ist der Ehrendetan drängt fühlte und die Arbeit verlassen hatte, herbeiholen, damit er 50 Pf.. und wenn er sich auf mehrere Eintragungen bezieht, bis der Pariser protestantisch theologischen Fakultät Friedrich Auguſt feine Angaben vor den übrigen Arbeitern bestätigen tönne. Damit 2 M. Gebühr zu bezahlen. Das Gesez erlaubt jedoch, daß im amt- Lichtenberger, ehemals Professor in Straßburg, gestorben. erklärten sich die Maurer einverstanden, nicht aber die Steinträger, lichen Interesse und bei Unvermögen der Betheiligten Gebühren- Paris, 7. Januar.( W. T. B.) Mit Bezug auf das englische da sie wohl mit recht vermutheten, daß diese Gegenüberstellung für sie freiheit gewährt werden kann. Blaubuch erklärt der„ Temps", die Publikation scheine wenigstens ungünstig verlaufen würde. Der Konflikt ist dann dadurch Unentgeltlichkeit der Lehrmittel in den Volksschulen. Was in der Form ein Anzeichen dafür zu bilden, daß die englischen beigelegt, daß die Steinträger die Arbeitsstätte verlassen mußten. der Gemeinderath in Fürth gut gemacht hatte, hat der Staatsmänner die Absicht hegen, die Mißhelligkeiten, welche seit Der Bericht der Märkischen Volkszeitung" stellt die Vor- Magistrat verdorben. Er lehnte die vom Gemeinderath beschlossene mehreren Monaten mur allzu sehr die französisch- englischen Betommnisse nahezu auf den Kopf und ist nur wieder ersichtlich, daß stufenweise Einführung der Lehrmittelfreiheit an den Volksschulen ziehungen trüben, noch zu verschlimmern. Das Blatt flagt sodann man fich in jenen Streisen nicht scheut, mit nichtsnukiger Verleum- mit 9 gegen 5 Stimmen ab. Die freifinnig- liberale Mehrheit brachte bitter über die Haltung der englischen Bresse in den Schanghai- und dung die Arbeiterbewegung zu begeifern. den Beschluß zu Fall. Im Herbste finden die Gemeindewahlen statt, Siam- Angelegenheiten. All' das verrathe eine Gemüthsverfassung, In Rigdorf hat das Gewerkschaftskartell zum Sonntag, den wobei voraussichtlich die Sozialdemokraten und Demokraten die welche unheilvoll werden könnte. Paris, 7. Januar.( W. T. B.) Blättermeldungen zufolge foll 8. d. M., Mittags 1 Uhr, in Gröpler's Salon, Bergstr. 147, eine Mehrheit. bekommen werden. Die Forderung wird dann im nächsten Protestversammlung einberufen, in der Genosse Rein über die Jahre in verschärfter Form wiederkehren. die Bildung einer neuen Vereinigung unter dem Titel„ Union Zustände in den Müllabfuhrunternehmungen referiren wird. Es ist Ein städtisches Arbeitersekretariat ist in UIm errichtet nationale" mit folgendem Programm im Gange sein: nothwendig, daß sich die Arbeiter, Hausdiener, Arbeits- und Müll- worden. Es ist mit dem städtischen Arbeits- und Wohnungs- Rückhaltloſe Unterwerfung unter die Entscheidungen des KajsationsKutscher sowie Mitfahrer, an dieser Versammlung zahlreich betheiligen. Bermittelungsamt verbunden und hat die Aufgabe, jedermann, ins- hofes, Bekämpfung der antisemitischen und antiprotestantischen BeDeutsches Reich. besondere Unbemittelten, Arbeitern, Dienstboten, Handwerkern, wegung und Vertheidigung der Grundlagen der Armee. Die Tabakarbeiter in Lübeck haben beschlossen, über die Händlern, fleinen Unternehmern u. f. w. Rath und Auskunft zu Gründungskomitee gehören, wie es heißt, Politiker, Gelehrte und Firma Rose und Schweighofer die Sperre zu verhängen. Seit dem gewähren, namentlich in Sachen der sozialpolitischen Gesetzgebung, Industrielle an. in Steuer, Schuls, Militär-, Unterstüßungs-, Vormundschafts-, Erb5. November stehen die Arbeiter der Firma im Ausstande und ist schafts- und dergleichen Fragen. Auch hat das Sekretariat Schrifteine gütliche Vereinbarung von der Firma abgelehnt. Infolge dieses Verhaltens wurde der Beschluß gefaßt, die Sperre über die fäße, Eingaben 2c. anzufertigen. Die Rathschläge und Auskünfte dieses Verhaltens wurde der Beschluß gefaßt, die Sperre über die werben fostenlos gegeben; für Schriftfäge ist eine Gebühr von 10 Pf. Firma zu verhängen und wird den Ausständigen Beschäftigung an für die Seite zu entrichten. anderen Orten nachgewiesen werden. Gerichts- Beifung. Vorboten des Zuchthauskurses. Unter dieser Spigmarke theilten wir am 22. Oftober mit, daß vom Schöffengericht in Flensburg der Maurer Lüthje zu 8 Tagen Gefängniß ver- 3nm Fall Ziethen. Der auf den 11. ds. Mts. vor der dritten urtheilt wurde, weil er einem Trupp Arbeitswilliger" zugerufen Straffammer des hiesigen Landgerichts anberaumte Termin zur hatte: eute hier ist Streit!" Dieselbe Notiz enthielt Hauptverhandlung gegen den Schriftsteller Landauer, in welchem ferner die Mittheilung eines Aufsehen erregenden Görliger die Angelegenheit des im Zuchthause fizenden Barbiers Biethen Urtheils, demzufolge der Maurer Taugs, welcher einen Arbeitswilligen" mit den Worten angeredet hatte: Rollege, eingehend zur Sprache gebracht werden sollte, ist wegen Erkrankung Arbeitswilligen" mit den Worten angeredet hatte:" ollege, bes Vorsitzenden, Landgerichtsdirektors Roesler, bis auf Weiteres ich mache Sie darauf aufmerksam, daß die Maurer hier streiken", ebenfalls vom Schöffengericht zu 30 M. Geld- bertagt worden Dem Paris, 7. Januar.( W. T. B.) Briffon, welcher heute im Palais Bourbon erschien, erklärte, er sei entschlossen, für die Präsidentschaft der Kammer zu kandidiren. der Attachee der österreichischen Botschaft, Graf& ta rol vi, gestern London, 7. Januar.( W. T. B.) Dem„ Globe" zufolge wurde Abend in seiner Wohnung mit einer Wunde in der Schläfe todt auf gefunden. Man vermuthet, daß Selbstmord vorliegt. Paris, 7. Januar.( B. H.) Nach einer Meldung des Droit de l'homme" soll Déroulède bei einem Degenduell mit dem Grafen Caftelane einen Stich durch die Eingeweide erhalten haben. Auch der Graf soll schwer verwundet sein. Krakau, 7. Januar.( B. H.) Der hier versammelte sechste Kongreß der galizischen Sozialdemokraten sprach auf Antrag Da szynski's den unter russischem und preußischem Joch leidenden Genossen seine Theilnahme aus. Weiter strafe verurtheilt wurde. Sowohl Taugs wie die Staats- Der ambulante Gerichtsstand der Presse gab gestern vor nahm der Kongreß eine Resolution an, in welcher die Wieder anwaltschaft legten seiner Zeit Berufung ein, und das Land- einer Abtheilung des hiesigen Amtsgerichts wiederum Veranlassung aufnahme bezw. Fortsetzung des Kampfes gegen den Klerikalismus gericht erkannte die Berufung des Staatsanwalts als zu Erörterungen. Der Bund der Landwirthe", vertreten durch in verstärktem Maße erklärt wird. Tunis, 7. Januar.( W. T. B.) Dreihundert Hafenarbeiter berechtigt an und verwandelte die Geldstrafe in eine fünf- feine drei Vorstandsmitglieder, hatte gegen den Redakteur G. Schwarz tägige Haftstrafe. Mit der dagegen vom Berurtheilten von der Münchener freien Breffe" wegen eines in dieser Zeitung haben die Arbeit eingestellt; dieselben verlangen Lohn eingelegten Revision beschäftigte sich das Breslauer enthaltenen Artikels die Privatflage erhoben und diese soll vor dem erhöhung. Berantwortlicher Redakteur: Anauit Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 7. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 8. Januar 1899. 1898 in England. zu anglo- amerikanischen Annäherung. thalerstraße gegen Austausch einer gleich großen Fläche des eisenbahns Am 30. Mai ward ein Vertrag geschlossen, traft dessen England fistalischen Geländes ertverben. 1. Die auswärtige Politik und die Kolonien. Der Magistrat beschloß, und die Vereinigten Staaten sich einigten, alle zwischen ihnen ob- daß städtischerseits dieser Angelegenheit nur näher getreten werden Das Jahr 1898 war für England in erster Reihe ein Jahr auf schwebenden Streitfragen durch friedliche Verständigung zu schlichten. fönne, wenn seitens der Kirchengemeinde auf alle etwaigen Anregender Ereignisse in seiner auswärtigen und Kolonialpolitik. Bu Eine gemischte Kommission ward eingesezt, welche alle diese Fragen sprüche aus der Konsistorialordnung von 1573 verzichtet würde, was seinem Beginn war England von Unruhen in West- und Ostafrika( die zumeist Britisch- Nordamerika betreffen) gemeinsam prüfen und umsomehr im vorliegenden Falle gerechtfertigt sei, als in Aussicht abgefehen mit zwei größeren Unternehmungen beschäftigt. entsprechende Vereinbarungen ausarbeiten soul. Ihre Arbeiten hatten genommen war, von der Erhebung der antheiligen Kosten für die In Indien galt es, die aufständischen muhamedanischen sich aber als keineswegs so einfach erwiesen, und während die Ver- Anlegung der Völker- und Grünthalerstraße in Veranlassung des Stänime ant der nordwestlichen Grenze zu unterwerfen, einigten Staaten sehr zufrieden sind, daß England in Asien durch Kirchenbaues städtischerseits Abstand zu nehmen. und in Afrita den Feldzug gegen die sudaneſiſchen seine Politik der offenen Thüren ihre Geschäfte besorgt, ist es noch Während die Kirchengemeinde St. Paul zum Abschluß eines Derwische, d. H. die Eroberung des Sudans, zu Ende zu führen. zweifelhaft, ob sie in den Spanien abgenommenen Befizungen folchen Abkommens mit der Stadtgemeinde bereit zu sein schien, Die indischen Grenzstämme waren schon im Frühjahr unterworfen, ihrerseits diese Politik beobachten oder als Schutzherren zulassen hat das Konsistorium bestimmt, daß für die Bautosten der Kirche die doch hatte der Kampf sehr viele Menschenleben gekostet und das werden. indische Budget mit über 50 Millionen Mark belastet. Ein im Stadtgemeinde in Anspruch zu nehmen sei. Bei dieser Sachlage hat das Magistratskollegium nunmehr beschlossen, die Verhandlungen mit November unternommener Versuch eines von heiligem Eifer beseffenen der Kirchengemeinde St. Paul wegen Ueberlassung städtischen GeMullah, die Stämme im Swat Thal zur Wiederaufnahme der der Kirchengemeinde St. Paul wegen Ueberlassung städtischen GeWaffen zu bewegen, schlug fehl, nachdem schon am 5. November die Afridi- Stämme einstimmig beschlossen hatten, di die von der anglo- indischen Regierung hinsichtlich dauernder Besetzung und Befestigung des Kyber Basses gestellten Bedingungen nehmen. Doch beschwert sich jetzt der Emir von Afghanistan über anz Einfälle von Grenzstämmen in sein Gebiet. Auf den Bergen des Hindukusch und im Pamirgebiet giebt es immer etwas zu pazifiziren. Der egyptisch- fudanefische Feldzug wurde, nach Unterbrechung während des Sommers und nach allerhand leineren Scharmüßelu, amt 2. September mit der Schlacht oder Schlächterei bei Omdurman Khartum zu einem vorläufigen Abschluß gebracht. Ueber 11 000 erschossene und 16 000 verwundete Derwische legten Zeugniß ab für die ileberlegenheit der zivilisatorischen über die barbarischen Kriegswert zeuge. Die egyptischen Soldaten verübten an verwundeten Derwischen allerhand entsetzliche Grausamkeiten wie behauptet wird, mit fträflicher Duldung von Seiten englischer Offiziere. Die Weiterverfolgung der Derwische und ihres Khalifen und die Ausnutzung des Sieges behufs völliger Sicherung des oberen Nilthales führte zum anglo französischen 8wischenfall, um ben gegen 80 Meilen süblich von Khartum gelegenen Fleden Fashoda. Diesen hatte der Leiter einer vom französischen Kongo her bordringenden Erpedition, Hauptmann Marchand, besetzt und England beanspruchte jetzt die Räumung, weil Fafchoda zum Gebiet des alten Khedivenreichs Egypten gehöre, als dessen Sachwalter ( Trustee") England auftritt. Ein heftiger diplomatischer Disput erhob sich, den die heppatriotische Presse hüben und trüben noch verschärfte. England setzte seine Flotte in Striegsbereitschaft und zeigte sich fest entschlossen, sein Verlangen gegebenenfalls mit Gewalt durchzusetzen. Unter diesen Umständen gab Frankreich nach. Am 3. November ward die Räumung im Prinzip zugestanden und am 11. Dezember ausgeführt. Prinzipiell ist damit auch die sehr viel wichtigere Frage über die Zugehörigkeit der theilweile sehr fruchtbaren und reich bevölkerten Provinz Bahr- el- Ghafal entschieden. Einen anderen Konflikt hatte England mit Frankreich in Afrika im unteren Gebiet des Niger( Westafrita) auszufechten. Es handelt fich theilweise um das Hinterland dortiger englischer und französischer Rüftenbesigungen Dahomey( frz.), Lagos und Nigeria( engl.). theils um die Ansprüche des großen französischen Kolonialgebiets im westlichen und mittelafrikanischen Sudan, der im Verein mit Senegambien feine Besizungen umschließt. Nach sehr bitteren und gereizten Auseinandersetzungen ward der Streit am 14. Juni durch die nos Saten Niger- Konvention zu einem vorläufigen Abschluß gebracht. Frankreich machte Engfand einige Bugeständnisse bezüglich des östlichen Grenzgebiets im Zululand von Dahomey und erhielt dafür Abtretungen, die ihm freie Schifffahrt im unteren Niger sicherstellten. Im Uebrigen dehnte Engs land feinen Kolonialbesig im Hinterland der genannten Besißungen weiter aus und hatte unzählige Konflikte mit auffässigen Stämmen dort und in Britisch Mittel- und Ost- Afrika auszufämpfen, wobei theils Sumpffieber und theils der Widerstand jener Stämme oft die Truppen der Engländer dezimirte. In Südafrika dauerte das gespannte Verhältniß zwischen den englischen Kolonien und den Burenstaaten fort. Rhodesia( Britisch- Südostafrika) erhielt eine neue Verfaffung, die dem heimischen Kolonialministerium stärkere Kontrolle der Verwaltung sichern soll, aber die Wiederwahl von Cecil Rhodes in das Direktorium( 21. April) erregte von Neuem den Zorn der Buren, die im Genannten ihren Erzfeind erblicken. Bei den Wahlen für das Barlament ber Raptolonie # Wie an die Vereinigten Staaten hat auch an Deutschland eine Annäherung stattgefunden, zu der die starke Interessengemeinschaft an der Offenhaltung der chinesischen Häfen hervorragend mit gewirkt hat. Ihr Produkt ist eine anglo- deutsche Abmachung betreffs der füd- ostafrikanischen Küstengebiete, deren Einzelheiten noch des dortigen deutschen Kolonialbefizes und stillschweigende zu nicht bekannt sind, bei der es sich aber offenbar um Vergrößerung stimmuung Deutschlands zur Erwerbung oder Pachtung der DelagoaBucht handelt. Schließlich ist noch der alte Neufundlandstreit mit Frankreich zu erwähnen, der gegen Ende des Jahres wieder akut geworden ist, nachdem die Bevölkerung von Neufundland erklärt hat, den jezigen Bustand nicht länger ertragen zu wollen. Es handelt sich um eine Fischereigerechtsame an der südöstlichen Küste der Insel, in der Frankreich einen Rechtstitel erblidt, den ganzen Küstenstrich selbst zu befeßen und zu befestigen. Es scheint jedoch, als sei es geneigt, seine Ansprüche gegen angemessene Entschädigung abzutreten. Das Verhältniß Englands zu seinen selbstregierenden Kolonien war durchweg ungetrübt. 2. Die innere Politik. Der wichtigste gesetzgeberische Alt war das neue lände abzubrechen. In seiner außerordentlichen Sigung am Sonnabend hat das Magistratskollegium an Stelle des verstorbenen BetriebsSchimming in Charlottenburg, den Leiter der zweiten Gasanſtalt direktor der städtischen Gas anstalten, Reisner, den Ingenieur daselbst gewählt. Ferner nahm das Kollegium mehrere Lehrerwahlen vor. Der Gemeindelehrer Janisch wurde zum Vorschullehrer an dem Köllnischen Gymnasium, der Gemeindelehrer Schwelden als Oberlehrer an dem Luisenstädtischen Realgymnasium, der Gemeindelehrer Bork zum ordentlichen Lehrer an der Margarethenschule gewählt. Zur Entlastung der städtischen Krantenhäuser hat das Magistratskollegium auf Vorschlag der Deputation für die städtischen Krantenhäuser und die öffentliche Gesundheitspflege beschlossen, im st ädtischen Obdach vorübergehend eine Krankenstation mit 100 Betten für leicht Erkrankte zu errichten, in welcher jedoch in erster Reihe solche Erkrankte Aufnahme finden sollen, die im nächtlichen Obdach genächtigt haben und für frank befunden worden sind. # Die Norddeutsche Lagerhaus Attiengesellschaft beabsichtigt als Besizerin des in der Tegelerstr. 29/50 belegenen Grundstücks auf Wenn auch nicht gerade fenfationell, war die innere Politik doch demselben drei Straßen anzulegen, um dadurch eine zwecknicht ohne bedeutungsvolle Vorgänge. mäßige Bebauung ihres umfangreichen Terrains zu ermöglichen. Das Magistratskollegium hat sich mit der Aufnahme der neuen Straßen, bei deren Anlage die üblichen Bedingungen Platz greifen sollen, in den Bebauungsplan einverstanden erklärt und wird der Stadtverordneten- Versammlung eine diesbezügliche Vorlage zur Genehmigung zugehen lassen. irische Lokalverwaltungs- Gesek. fuchen, fie möge genehmigen, daß in der nächsten Umgebung der Der Magistrat wird die Stadtverordneten- Versammlung erPotsdamer- bezw. Viktoria- Brücke zur Verstärkung der Beleuchtung vier Bogenlampen, welche die ganze Nacht brennen, aufgestellt werden. Zum ersten Mal erhält Irland eine demokratische Gemeinde- und Distriftsvertretung, deren Vollmachten allerdings noch sehr eingeschränkt sind, die aber von den Nationalisten selbst als Abschlags zahlung anerkannt wird. Als Kaufpreis willigten sie in die völlige Entlastung der Landlords von Beiträgen zur Armensteuer, die von mun an zur Hälfte vom Staat gedeckt wird. Das Gesetz soll die Homerule- Bewegung langsam einschläfern, wird aber wahr scheinlich nur die Schaffung eines irischen National- Parlaments vor bereiten. Einen fleinen Fortschritt bezeichnet auch das neue Ge- Die Deputation für die städtischen Krankenhäuser und die fängnißgefeß, das der meist noch sehr inhumanen und öffentliche Gesundheitspflege hat gestern unter Vorsiz des Stadtraths irrationellen Behandlung der Strafgefangenen etwas abhilft. Ein Bail die vom Stadtbaurath vorgelegten speziellen Entwürfe für die neues Gefeß über das gerichtliche Beweisverfahren Baracke und das Geschlechtskrankenhaus im neuen 4. städtischen erlaubt Angeklagten, wenn sie es ausdrücklich wünschen, Krankenhause in der Seestraße sowie der neuen Küchengebäude im Beugniß in eigener Sache abzulegen. Ein neues Impfgese Krankenhause Moabit genehmigt. befreit alle Eltern, die vor einem Friedensrichter zu Protokoll erflären, daß sie ernste Bedenken gegen das Impfen haben, von der Pflicht die Kinder impfen zu lassen. Am 19. Mai starb Gladstone und wurde am 26. Mai mit nationalen Ehren in der Westminster- Abtei beigefekt. Die Erregung über die chinesische Frage und die Konflikte mit Frankreich in Afrika stärkten den imperialistischen Geist und die 860 millionen Mart stieß im Parlament auf feinen ernsthaften Erhöhung des Haushalts für Heer und Flotte auf Widerstand. In Gegentheil gab es noch immer veute, denen die Forderungen nicht weit genug gingen. Von einer Oppofition im Parlament war fast nichts zu spüren. Der Konflikt der Führer und der Mangel an nennenswerthen Differenzpunkten zwischen ihnen und den Konservativ- Unionisten raubt den Liberalen im Parlament jede Schwungkraft. Dies wirkte auch auf das Land zurüd. In der ersten Hälfte des Jahres erzielten die Liberalen einige bemerkenswerthe Erfolge bei Nachwahlen, in der zweiten Hälfte aber blieben die Erfolge aus und in verschiedenen Kreisen ward der Kampf gar nicht erst aufgenommen. Bei den Munizipalwahlen am 1. November verloren die Liberalen verschiedene Size, während die W der Berliner Stadtverordnetenversammlung angehört hat, ist von Dem Stadtverordneten Neumann, der jetzt 40 Jahre lang dieser Körperschaft eine Adresse überreicht worden. Tokales. gliedstarten zur 6. Abtheilung gelangen von heute at be Achtung! Mitglieder der Freien Bolksbühne! Die Mitdie bereits aufgenommenen Mitglieder zur Ausgabe gegen Rückgabe der vom Zahlstelleninhaber erhaltenen Quittung. Die neuen Mitglieder werden daher gebeten, ihre Karten aus den Zahlstellen abzuholen. Es liegt im Interesie aller Mitglieder und Freunde der Boltsbühne, in ihrem Kreise für die baldige Füllung der 6. Abtheilung zu wirken. Zur Aufführung gelangt auch für die 6. Abtheilung Wallenstein's Tod. Heute Vorstellung der II. Abtheilung. Die Mitglieder werden gebeten, zum bevorstehenden Quartalsabschluß etwaige Beitragsreste zu begleichen( siehe Statut). Nachzügler anderer Abtheilungen erhalten nur, soweit Raum vorhanden, einen Stehplatz bei den Vorstellungen. Wahlen zum Londoner Grafschaftsrath Arbeiter- Bildungsschule. Heute Abend 7 Uhr in Cohn's am 8. März die Progressisten in die entschiedene Mehrheit ge- Festsaal, Beuthstr. 19/20, Vortrag des Reichstags- Abgeordneten am 15. September erlitt die Rhodes Partei eine bracht hatten.( 68 Progressisten und 48 Gemäßigte.) Eine der Wolfgang eine über: Die Schägung der Persönlichkeit im Niederlage. Der wesentlich holländische Afrikaner- Bund fezte bemerkenswerthesten Maßnahmen des neuen Grafschaftsraths ist der alten und neuen Recht. Die zu Dienstag angekündigte Versamm 40 Abgeordnete durch, die Rhodes'schen" Fortschrittler" nur 39, Südkauf des ganzen Straßenbahnne ses der Süd- lung in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29, wo Genosse Aug. Bebel vier Unabhängige halten mehr zu den Ersteren. Am 14. November Londoner Straßenbahn Gesellschaft zum Kostenwerth und der Vortrag hält, wird wahrscheinlich erst am Donnerstag stattfinden. ward ein Bondministerium gebildet mit dem Advokaten Schreiner Beschluß, das Unternehmen von jest ab in Eigenbetrieb zu Näheres in nächster Nummer. Das Stiftungsfest wird am ( Bruder der berühmten Schriftstellerin Oliva Schreiner) als Präfi- führen, was mit dem 1. Januar 1899 geschehen ist. Der Kaufpreis 21. Januar im" Böhmischen Brauhaus", Landsberger- Allee, durch deuten. Wenn auch nicht direkt anti- englisch, ist die Bond Partei betrug 17 Millionen Mart, während der Ertragswerth sehr viel Künstler- Konzert gefeiert. Nur erste Sträfte sind zur Mitwirkung doch ein Dorn im Fleisch der auf Errichtung eines großen füdafrika- höher ist. herangezogen. Genosse Wilh. Liebknecht wird die Festrede nischen Reiches abzielenden englischen Bestrebungen. Die Unzufriedenheit der liberalen Wählerschaft mit den Führern halten. Man wolle sich frühzeitig mit Billets versehen.( Siehe machte sich immer lauter Luft und die Anhänger Lord Rosebery's Inserat.) Wiederbeginn der Unterrichtskurse am 16. Januar in agitirten immer lebhafter für dessen Rückberufung an die Spize der der Annenstraße 16.( Siehe Lehrplan im Inseratentheil.), zu recht Bartei. Schließlich ward von einer Sektion der Partei an die Partei- zahlreichem Besuch dieser Veranstaltungen ladet höflichst ein Der Vorstand. konferenz der Antrag gestellt, die Frage des ersten Führers endgiltig zur Entscheidung zu bringen. Dies veranlaßte Sir William den Leiter Harcourt, meinen, der Partei im Haus der Ge zwei Tage vor der Konferenz( am 18. Dezember) Auskunftsbureaus im Bauwesen. Bon viel größerer Bedeutung aber waren für England die Veränderungen in China, die durch die Verpachtung der Kiautschou- Bucht an Deutschland formell eingeleitet wurden und thatsächlich in alten Gegensatz der russischen und englischen Bestrebungen in Ostasien wurzeln. Das Jahr eröffnete mit diplomatischen Feindseligkeiten bezüglich einer bon China benöthigten Anleihe. Beide Mächte wollten seinen Rücktritt bekannt zu geben. Die Konferenz fühlte sich Die vorgeftvige Schwurgerichts- Verhandlung gegen den GrundChina das Geld leihen, aber jede unter Bedingungen, die die weder veranlaßt, ihn zur Wiedererwägung seines Schrittes stücks- Agenten Bartschow, in der die Direktoren der Preußischen andere nicht dulden zu können erklärte. Juwischen war es aufzufordern, noch kam sie dem Verlangen jener Sektion nach. Soypotheken- Aktien bant teine beneidenswerthe Rolle spielten, klar, daß Rußland seine Absichten auf die mandschurischen Häfen steht diese einst so mächtige und noch immer starte Partei beim hat von Neuem den Blick der Deffentlichkeit auf die Gaunereien nicht aufgeben werde. Am 11. März proteſtirte Englands Vertreter Jahreswechsel führerlos und kampflos da. Die alten Schlagworte gelenkt, die von äußerlich wohlanständigen Leuten frech und froh in Peking gegen die Abtretung von Port Arthur an Rußland, und haben ihre Kraft eingebüßt, neue Probleme find aufgetaucht, über auf dem Baumarkt getrieben werden können, ehe der Staatsam 28. März bejezte Rußland Port Arthur und Talienwan unter die noch keine Ginigung erzielt ist und während immer mehr wohl- anwalt das Recht in sich fühlt, nur halbwegs so tapfer zuzugreifen, Buſagen( freier Zugang für alle), die es seitdem größtentheils hin- habende Mitglieder ins konservativ- unionistische Lager abschwenken, wie der Mann des Gesezes dies ausständigen Arbeitern gegenüber weginterpretirt hat. England, das dafür einige wirthschaftliche Stone gehen große Bruchtheile der Arbeitergefolgschaft der Liberalen zu thut, die einmal ein Wort zu viel sagen. geffionen die Bucht von Wei- hai- wei im Meerbusen von Pechili den Sozialisten über. in Bacht erhielt, verkündete nun am 5. April durch den Mund Lord widelung Die Konservativen sehen diese EntBahllos sind die Gaunertrics, die auf dem Baumarkte, dieſem mit einem heiteren und einem naffen Dinge weiten Tummelplage eines ebenso arbeiter wie arbeitsfeindlichen Salisbury's die Politik der Interessensphären und der geöffneten an. Denn wenn sie fich über die Schwächung ihrer Rivalen Raubgesindels, an hellichtem Tage ausgeführt werden und ungezählt Thüren in China, welche Erklärung am 1. Auguſt noch ergänzt freuen, so sagt ihnen der Verstand doch, daß mit dem Zusammen- find die anrüchigen Existenzen, die hier treuherzig und bieder das wurde. Der Miniſter erklärte, England werde jedem Versuch fremder bruch der liberalen Partei der ganze englische Parlamentarismus und Buchthaus mit dem Aermel streifen. Zu den interessantesten Erscheinungen unter diesem Gefindet ( Schluß folgt.) Kommunales. P Mächte, an Engländer oder englische Kompagnien verliehene Kon Konstitutionalismus einen Stoß erleiden würde, der ihn selbst arg wirten. Das ganze Gebiet der Yangtsekiang ward für die britische gut erfunden, daß die sehr geschäftstluge Königin Victoria den Lord das Bauwesen. Von den reellen Instituten dieser Art unterscheiden zeffionen zu entfräften, mit Ginseßung seiner ganzen Kraft entgegen- ins Wanken bringen würde. Wenn nicht wahr, so war es jedenfalls zählen aber die Inhaber gewisser Auskunftsbureaus für Intereſſensphäre in Anspruch genommen. Am 5. Juni erhielt Eng- tosebery bei dessen Rücktritt dringend ersucht haben soll, nicht auch sie fich durch einen auf den ersten Blick etwas verblüffenden land von China Küftenland gegenüber Hongkong zur Befestigung noch ins fonservative Lager überzugehen. Die„ Buffer- Staat" Gegensatz. dieses Hafens zugesprochen. Am 6. September ward der ruffen Theorie erfordert in der heimischen Politit eine lebensfähige libe- dafür bezahlt, daß sie über die persönliche und geschäftliche Ver Die anständigen Auskunftsbureaus werden von ihrer Kundschaft freundliche Li- Hung- Tichang entlassen, aber dieser Aft und ein rale Partei, Reformedikt des chinesischen Kaisers führte am 22. September zu trauenswürdigkeit von Hinz oder Kunz die Wahrheit einer Balastrevolution, der Kaiser wurde gefangen gesezt und mit ermitteln. Die Auskunftbureaus für das Schwindel Bauder Kaiserin- Regentin das alte System wieder hergestellt. Der von wesen hingegen werden von den Banken unterhalten, damit den vereinigten Handelskammern nach China entiandte ehemalige sie ihnen über die Personen, deren Verhältnisse erforscht" Admiral Lord Charles Beresford fonstatirte, daß im ganzen werden sollen, die unwahrheit berichten. nördlichen China der russische Einfluß überwiegt und auch Die Bant trifft Vorbereitungen zu dem üblichen Raubzug, und der Hafen von Nioutschwang fast völlig unter russischer Die Rechtsbegriffe unserer Kirchenfrommen. Die Kirchen- es gelingt ihr, was in der Großstadt ja Kinderspiel ist, einen StrohBotmäßigkeit stehe. In Shanghai wiederum steht England gemeinde St. Paul beabsichtigt, eine Kirche im Norden Berlin's zu mann für ihre Bauunternehmungen aufzugabeln. Nach außen hin in Konflikt mit Frankreich, das dort seine Niederlassung erbauen. Sie hatte hierfür einen Theil des zwischen der Völker- muß selbstverständlich alles gethan werden, damit die Bant torrett auf Kosten englischer, amerikanischer, deutscher 2c. Interessen ausstraße und der Grünthalerstraße belegenen eisenbahnfiskalischen Ge- und intakt dastehe. Dazu gehört, daß man die geschäftliche und persönliche gedehnt hat. Mit diesem Konflikt und einem ähnlichen Streit mit ländes in Aussicht genommen, welches durch die feiner Zeit erfolgte 8uverlässigkeit des für den Raubzug präparirten Strohmanns Rußland um Hautau am Yangtseliang tritt Englands chinesisches Berlegung der Stettiner Bahn für eisenbahnfistalische Swede ent- durch ein Auskunftsbureau konstatiren läßt. Dies Attest wird sauber Departement ins neue Jahr ein von der Bedrohung englischer behrlich geworden war. Da indessen dieses Gelände nicht die er aufgehoben. Handelsinteressen durch die Aufstände im südlichen und westlichen forderliche Breite für die Errichtung eines Kirchengebäudes besißt, Wozu? Ei nun, der Schwindel könnte später einmal außer China ganz abgesehen. waren seitens der Kirchengemeinde auch mit dem Magistrat Ver- dem Zivilrichter auch den Strafrichter beschäftigen, und da Der Krieg zwischen Spanien und den Vereingten Staaten führte handlungen angeknüpft, um für den Kirchenbau noch zwei neben macht sich nichts schöner, als wenn der Bankdirektor mit ehrbarem jenem Terrain belegenen Streifen der Völkerstraße und der Grün-| Geficht vor den Staatsanwalt oder den Untersuchungsrichter hintritt zu einer Stärkung der schon früher eingeleiteten und schwarz auf weiß konstatirt, daß man mit Strohmann Schufterle bemächtigt und sein einziger Gedanke sei gewesen:„ Weg aus 11/29 Uhr im Lokal des Herrn Settekorn in Nieder- Schönhausen statt. erst Beziehungen angeknüpft habe, nachdem vom Bureau" diese Berlin!" Schnell fei er in einer Drosche nach dem Schlesischen Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Der Vorstand. so vorzügliche Auskunft über ihn eingelaufen sei. So schützt das Bahnhof geeilt und habe den gerade zur Abfahrt bereitstehenden Auskunftsbureau den Bankdirektor gewissermaßen vor einer Bekannt Schnellzug, der über Breslau- Oderberg nach Budapest fährt, be orten gehen die Hauseigenthümer mit Miethssteigerungen Aus Treptow schreibt man uns: Auch in den öfilichen Vorschaft mit dem Zuchthause, und das ist immerhin schon ein stiegen. In Budapest, wo er ausgestiegen fei, habe er sich bis vor. In Treptow Baumschulenweg haben die Herren fogar einen Zwanzigmarkstück werth. Donnerstag aufgehalten. Da erst sei ihm plöglich der Gedanke ge- besonderen Grund gefunden, um die Miether zu zwiden. Hier ist Der Inhaber des Bureaus weiß natürlich, daß er nur sein fommen, in welche Sorge er seine Frau und Schwiegereltern durch endlich nach einer langen Zeit des Forderns der Anschluß an die Honorar erhält, wenn er schriftlich die Ehrlichkeit des Stroh sein plötzliches Verschwinden versezt habe. Sofort jei er von Best Berliner Wasserleitung vollzogen worden. Nicht genug konnte vordem manus Schufterle konstatirt; und die Geriebenheit mancher Bureau- denselben Weg nach Berlin zurückgefahren und habe, um die AnInhaber geht so weit, daß sie auf dem Wege zur Baubant beim gehörigen durch sein plögliches Wiedererscheinen nicht zu sehr zu er von den interessirten Grundbesigern in Versammlungen auseinander Strohmann eintehren, um von diesem, falls er dumm genug ist und schrecken, sich erst nach der Unfallstation begeben. Wie sehr die gesetzt werden, daß die Kosten des nothwendigen Wasseranschluſſes gerade Geld im Portemonnaie hat, für das ihm angedichtete Nerven des Professors überreizt gewesen sind, geht daraus hervor, sich der jährliche Verbrauch einer Familie an Wasser nur auf 9 oder für den Einzelnen kaum merkbar sein würden. In der That ſtellt Leumundszeugniß noch ein besonderes Zehnmarkstück zu ergattern. daß er sich auf seiner Reise den Vollbart abrasiren ließ, weil er sich 10 M. Dies hat aber die Hausbesizer nicht hindern können, bei Aus folchen Elementen besteht zum Theil die patriotische Ge- verfolgt und sich daher unkenntlich machen zu müssen glaubte. sellschaft, die in Petitionen an die Regierung die Vernichtung des Wohnungen im bisherigen Preise von 170 bis 225 M. den MiethsKoalitionsrechts verlangt und mit heißer Inbrunst das ZuchthausGuten Erfolg! An den Anschlagsfäulen wird morgen, wie preis um 18 bis 30 M. zu steigern. Rechnet man die Fahrtausgabe gesez für ehrenhafte Arbeiter herbeisehnt. Man wird sich eine Vor- wir erfahren, folgendes amtliche Plakat erscheinen: auf 30 M. jährlich, so kommt die für Proletarier übliche Wohnung stellung davon machen können, wie revolutionirend im fataliten von Stube und Küche in Treptow ebenso theuer zu stehen wie Sinne des Wortes es wirken muß, wenn ehrenhafte Arbeiter wegen in Berlin. Wie wird das nun erst werden, wenn die Zugs angeblicher Erpressung, Nöthigung und ähnlicher gemeiner Vergehen verbindungen namentlich an Sonntagen fich verbessert haben und heute schon zu schwerer Gefängnißstrafe verurtheilt werden, weil sie wenn die Kanalisations- und Beleuchtungsprojekte verwirklicht im Lohnkampfe gegen das Baulöwenthum und seine Nothknechte einworden sind?! mal ein Wort zuviel gesagt haben. Der Rohrpoftbetrieb in Berlin, Charlottenburg, Schöneberg und Rigdorf zeigt die auffallende Thatsache, daß die Zahl der von ihr beförderten Briefe und Karten zurückgeht, während sonst alle Zweige des hauptstädtischen Verkehrswesens( mit Ausnahme der Droschten zweiter Klasse) in einem mächtigen Aufschwung begriffen find. So betrug nach der neuen Statistik des Reichspostamts die Zahl der beförderten Briefe und Karten im Jahre 1896 noch 1172 938, im Jahre 1897 mur noch 1 170 004 Stück. Da die Zahl der durch die Rohrpost bestellten Telegramme von 4 404 599 vom Jahre 1896 auf 4 658 472 im Jahre 1897 gestiegen ist, so zeigt die Gesammtzahl der Rohrpostsendungen immer noch eine Zunahme von 4,5 pCt. Sie hatte 1896 5 577 537 Stück betragen und betrug 1897 5 828 472. Die Zahl der Rohrpostämter hat sich in den beiden Jahren von 51 auf 53 vermehrt. Die Länge des Röhrenneges ist bon 107,91 auf 108,66 Kilometer angewachsen. Ella Golk, die frühere Geliebte des Oberfaktors Grünenthal, sollte gestern im Olympia Theater auftreten. Die Polizei " 500 Mark Belohnung! Vermißt wird seit dem 1. Oftober 1898 der Oberbürgermeister von Berlin. Er wurde zuletzt in der Nähe des Friedrichshains von einem Kriminalbeamten gesehen, den er nach dem nächsten Wege zum Schlosse fragte. Man nimmt an, daß der Vermißte, der sich in der legten Zeit bei seinen Studien über Gitter- und Inschriftlunde überarbeitet hat, in nervöser Erregung den Weg nicht gefunden hat und seitdem in Berlin umherirrt. Der Vermißte ist gut gekleidet, trägt einen Vertrag mit der Elektrizitätsgesellschaft in der Tasche, sowie das Konzept zu einer Brandenburger Thorrede. Er spricht gebrochen byzantinisch! Die Angehörigen bitten dringend, alle Wahrnehmungen über den Verbleib des Bedauernswerthen schleunigst in dem Speditionsgeschäft bon Lucanus u. Co. mittheilen zu wollen. Unbekannt begraben worden ist ein Mann, der in Lichtenberg in der Nähe der Frrenanstalt mit einer schweren Schädelwunde aufgefunden wurde und bald darauf in der Frrenanstalt starb. Wem daran liegt, die Persönlichkeit des Mannes festzustellen, kann in der Anstalt sich eine Photographie des Todten ansehen. Die Maßregel der Ausweisung, so berichtet die„ Bolts- 8tg.", sollte unlängst in Spandau gegen eine russische Unterthanin, die Wittwe Rosenbaum geb. Bernstein, verhängt werden. Diese Frau lebt seit mehr als 20 Jahren in Spandau, zuletzt in allerdürftigsten Verhältnissen. Sie bezog Armengeld von der Stadt und, da sie leidend ist, mußte sie auch geraume Zeit im städtischen Krankenhause verpflegt werden, die Kosten dafür vermochte sie selbst nicht zu decken. Da sie nun eine Ausländerin ist, so hatte die Behörde ihre Ausweisung in Erwägung gezogen und die vorbereitenden Schritte auch schon gethan. Inzwischen hat sich die jüdische Gemeinde der bedauernswerthen Frau angenommen; sie deckte einen Theil der Verpflegungskosten im Krankenhause und gab die Zusicherung, daß die Frau der Stadt fortan nicht mehr zur Last fallen werde. Von der beabsichtigten Ausweisung wird nun wohl Abstand genommen werden. Vereine Schönebergs und der nächsten Nachbarorte bei der Reichspostverwaltung um eine möglichst baldige Einführung des neuen Umschaltungssystems vorstellig zu werden. hat aber das Debüt in letter Stunde verboten, offenbar in der Meinung, daß es ihre Pflicht sei, einem Skandal vorzubeugen. Einige Zeitungen thun furchtbar entrüstet, daß die Dame sie einUeber die Verbilligung des Fernsprech- Anschlusses durch geladen hat, gestern bei ihr zum 5 Uhr- Thee zu erscheinen. Das ist Einführung eines neuen Umschaltungssystems hielt gestern Abend in natürlich recht heuchlerische Mache. Ella Golg weiß, daß gewisse Blätter Erwähnt sei, daß sich bereits gestern auf der Unfallstation des Schöneberg der Ingenieur West einen Vortrag, in welchem er dar unterschiedslos berühmte und berüchtigte Personen mit Interviews be- Schloßviertels ein Herr meldete, der behauptete, er sei der Ober- legte, daß eine Berbilligung nur herbeizuführen sei durch eine ehren, sobald diese Blätter sich von einem solchen Interview eine Sensation bürgermeister. Wir geben die Nachricht nur unter Vorbehalt wieder. automatische Einrichtung, welche mehreren Theilnehmern die gemeins für ihr Publikum versprechen. Da hat das gute Kind denn gemeint, schaftliche Benuzung einer Leitung ermögliche. Eine solche von ihm daß man der bürgerlichen Presse die Sache leicht machen müsse, und alte Komptoiristin Martha Karczewsky aus der Bergstraße 74 ver- bereits zur Prüfung vor, und er hoffe, daß sie in naher Zeit zur EinVermiste Personen. Seit dem 2. d. M. ist die 18 Jahre erfundene Einrichtung liege mun der Reichs- Telegraphenverwaltung um niemanden zu verlegen, hat Ella die Einladung an alle Fabri- schwunden. Das Mädchen war in einem Geschäft in der Branden- führung kommen werde, umsomehr, als dabei trotz der sehr wesentkanten der öffentlichen Meinung ergehen lassen. Das war ihr Fehler. burgstraße angestellt. Am 2. d. M. ging fie morgens um 7 Uhr lichen Verbilligung der Fernsprechgebühren die Reichs- Postvers Eine Sensation, die für alle zugleich da ist, ist eben keine rechte von ihren Eltern weg, als ob sie wieder das Geschäft aufsuchen waltung noch eine bedeutende Erhöhung der Einnahmen erzielen Sensation. Hätte sie gewartet, bis die Reporter auf Geheiß der wollte. Als sie Abends nicht nach Hause zurückkehrte, erfuhren die würde. In der Besprechung der Angelegenheit wurde besonders Verleger vor ihre Thür schnorren gekommen wären, so hätte sie die Eltern durch Nachfrage beim Geschäftsherrn, daß ihre Tochter darauf hingewiesen, daß eine derartige Einrichtung namentlich für Wahl gehabt und ihre Reize wären auf vielen Bogen von Druc schon am Tage vorher ihre Papiere verlangt und ihre Stellung die Bewohner der Vororte von außerordentlichem Nuzen sein würde, papier dem Philister zum Kaffee offerirt worden. So aber ent- aufgegeben hatte. Vom Monatsgehalt hatte fte rüftet" man sich über sie. zu Haufe da fie den Fernsprecher wegen ihrer Beziehungen zu Berlin ganz bes nichts abgeliefert. Man befürchtet, daß das Mädchen in sonders dringend brauchten, andererseits aber der Anzahl der GeNach dem Reinfall mit dem letzten Bombenschwindel leichtsinnige Gesellschaft gerathen ist. Seit Dienstag Vormittag spräche nach nicht so voll ausnügen fönnten, daß die hohe Gebühr werden die Nachrichten über die anarchistische Attentäterei allmälig fehlt der 20 Jahre alte Kaufmann Hermann Ebel, der in der von 200 M. für ihre Anschlüsse sich rechtfertigen laffe. Es wurde harmloser. Der Roman fängt nur noch ein wenig haarsträubend Gartenstraße 163 bei dem Packetfahrt Kontrolleur Laabs wohnte. daher einstimmig beschlossen, in Gemeinschaft mit einer Reihe anderer an, verwandelt sich aber bald in ein liebliches Schäfer- Jdyll. Als Der junge Mann hatte seit zwei Monaten keine Stellung und verBeispiel diene die neueste Attentatsnachricht, die von der Potsd. ließ am Dienstag seine Wohnung, um sich nach Beschäftigung um Korr." der Welt offenbart wird. Wir drucken sie wörtlich ab: zusehen. Er ist nicht mehr zurückgekehrt, hat sich um seine Sachen Recherchen nach drei ausländischen Anarchisten, welche von der nicht bekümmert und auch nichts mehr von sich hören lassen. Londoner Polizei avisirt und dem Namen nach bekannt gegeben sind, Gegenüber der Meldung eines Spandauer Blattes von Warnungstafeln läßt jezt die Ober- Postdirektion bei Fern- der angeblichen Ermordung eines Militärpostens am Tegeler werden gegenwärtig von der Polizei in Berlin und namentlich in fprech- Theilnehmern anbringen, anscheinend zunächst bei solchen, die Schießplatz wird offiziös festgestellt: Am Donnerstag Abend wurde Potsdam durch genaue Kontrolle der Hotels und Gasthäuser aus die Einrichtungen start benutzen. geführt. Die Papptafeln enthalten die der Posten der Laboratoriumswache, Grenadier Hoffmann der Es handelt sich um drei italienische resp. französische Aufschrift:" Sämnitliche Fernsprech Apparate sind mit äußerst 4. Stompagnie des Elifabeth Regiments, von einent Unbekannten Anarchisten, welche schon, als der Kaiser von seiner Palästinareise empfindlichen Blitzschutz- Vorrichtungen versehen, welche etwaige Ent überfallen; durch eine Revolverkugel wurde ihm der Ringfinger der mit der Eisenbahn zurückkehrte, als verdächtig, nach Deutschland ge- ladungen atmosphärischer Elektrizität sicher auffangen und ableiten. rechten Hand durchschossen. Der Posten gab sofort Feuer, der Anreift zu sein, gemeldet waren. In Potsdam haben nun vor einigen Immerhin wird empfohlen, bei nahen und schweren Gewittern greifer entfam jedoch. Tagen die polizeilichen Recherchen zu der Festnahme eines Italiners die Fernsprech- Apparate und Leitungen nicht zu berühren. Der Grenadier Hoffmann dient bereits im geführt. In dem Gasthof" Zur Stadt Wittenberg" vor der Langenbrücke letzten Jahre. Bei dem Ueberfall hatte er Dienst am Pulverhatte derselbe Wohnung genommen und sich als Francesco Aurel Das Polizeipräsidium theilt mit: Der Oberpräsident zu magazin I, welches von einem Wall umgeben, jedoch von Die Posten stehen Razetti in das Fremdenbuch eingetragen. Da sich der Fremde Potsdam hat unterm 30. Dezember v. J. angeordnet, daß zum der Tegeler Chaussee aus zu erreichen ist. Als Hoffmann sich bedroht meistens in seinem Zimmer aufhielt, man auch bemerkt haben wollte, 1. Mai d. J. eine Zwangsinnung für das Posamentier und dort ohne geladenes Gewehr. daß er Besuch von noch zwei fremden verdächtigen Personen erhalten, Seidenknopfmacher Handwerk in dem Bezirke der Stadtgemeinde sah, lud er seine Waffe sofort, doch traf ihn, während er wurde er eines Morgens aus dem Bette geholt und aufgefordert, Berlin mit dem Site in Berlin errichtet werde. Von dem genannten noch damit beschäftigt war, der Revolverschuß des Angreifers. Mit unter Mitnahme seiner Papiere mit zum Polizeibureau zu tommen. Beitpunkte ab gehören alle Gewerbetreibende, welche das Posamentier der linken, verwundeten Hand konnte er sein Gewehr nicht mehr Der Jtaliener weigerte sich anfänglich mitzugehen und that dies und Seidenknopfmacher- Handwerk betreiben und Hilfskräfte( Gehilfen, stügen, legte es daher auf den Ellenbogen und gab einen Schuß erst, als ihm Fesselung unter Anwendung von Gewalt Lehrlinge, Facharbeiter oder Facharbeiterinnen) beschäftigen, dieser auf den fliehenden Burschen ab, ohne ihn aber in der Dunkelheit angedroht wurde. Auf dem Polizeibureau erwiesen sich die Innung an. Zugleich ist von dann ab die Schließung der zur Zeit zu treffen. Hoffmann zog nun die bei seinem Wachthause befind Papiere des Mannes in bester Ordnung, auch verfügte er hier bestehenden Posamentier- und Seidentnopfmacher Jnnung an- liche, zur Hauptwache an der Tegeler Chaussee führende Klingel. über größere Geldsummen, da er ein wohlfituirter Mann, der zu geordnet. Nach wenigen Minuten war auch der dienstthuende Sergeant Wizky seinem Vergnügen reiste, war. Selbstverständlich wurde er sofort mit einigen Leuten zur Stelle, doch konnte man den Flüchtling nicht wieder entlassen und blieb dann noch einige Zeit in Botsdam, überführt und festgestellt. Gestern wurden vor dem Zirkus Busch 2 Billethändler polizeilich mehr einholen. Ueber die Person des Angreifers hat Hoffmann, wohin er sich aus Berlin ein Reitpferd kommen ließ, um fast täglich der sich im Lazareth befindet, nur aussagen können, daß er einfach vor den Augen der Polizei spazieren zu reiten." gekleidet war. Es ist nicht das erste Mal, daß auf die Posten des Bulvermagazins geschossen worden ist. Im vorigen Jahre geschah dies zwei Mal. Allzu häufig darf man Ausländer, die sich ein Reitpferd leisten fönnen, natürlich nicht in der geschilderten Weise belästigen. Anderenfalls könnte die preußische Gastfreundschaft bei den ausländischen Kapitalisten ebenso in Verruf kommen, wie bei den ausländischen Arbeitern. Und das würde den staatserhaltenden Bürgern doch wohl fatal werden. - H # Die " " Der Korbmacher Friedrich Dräger versucht einen gestohlenen Chet über 2381 M. zu verwerthen. Der Chet ist in englischer Sprache ausgestellt von Carlowig u. So. in Hongkong und zahlbar bei der Hongkong and Shanghai Banting Corporation in Hamburg. Ueber eine neuanzulegende Pulverfabrik bei Kohlhasenbrüd hiesige Kriminalpolizei nimmt bezügliche Mittheilungen entgegen. gingen türzlich Mittheilungen durch die Presse, die wie folgt bes Ludwig Fulda's neuer Einafter, den der Dichter selbst am Donners: richtigt werden:„ Es handelt sich nicht um Anlage einer Pulvertag, den 12. Januar, zu Gunsten der Unterstützungskassen des Vereins fabrik der Firma Ludwig Loewe, sondern um die Bauten der Die Ferien der Gemeindeschulen für das Jahr 1899 hat die Beche". Eintrittskarten für diesen und die andern Abende des Vortrags: schaft mit beschränkter Haftpflicht, Neubabelsberg", welche von zehn Berliner Presse" im Architektenhaus vorlesen wird, betitelt sich: Die Bentralstelle für wissenschaftlich- technische Untersuchungen, Genossenstädtische Schuldeputation wie folgt festgesetzt: Osterferien: Schul- 3yklus find zu haben in den Buchhandlungen von Amelang( Potsdamer der bedeutendsten industriellen Unternehmungen Deutschlands zu dem schluß am Sonnabend, den 25. März, Schulbeginn am Dienstag, straße 126), Lazarus( Friedrichstr. 66), Speyer u. Peters( Unter d. Linden 43) Zweck ins Leben gerufen ist, alle für ihr Arbeitsgebiet wichtigen den 11. April; Pfingstferien: Schulschluß Freitag, den 19. Mai, und Trautwein( Leipzigerstr. 8). Schulbeginn Freitag, den 26. Mai; Sommerferien: Schulschluß neueren Erfindungen wissenschaftlich und praktisch zu erproben. Es Freitag, den 7. Juli, Schulbeginn Dienstag, den 8. August; Herbst- Donnerstag, Sonnabend und Sonntag die letzten Aufführungen des wissen: Schießversuche werden nicht in Neubabelsberg, sondern auf einem In der Urania, Taubenstraße, finden am Moutag, Dienstag, wird also hier nicht fabrizirt, sondern nur wissenschaftlich gearbeitet. ferien: Schulschluß Sonnabend, den 30. September, Schulanfang fchaftlichen Ausstattungsstücks Die Urzeit des Menschen" statt; und Beginn des neuen Halbjahrs Donnerstag, den 12. Oftober; an den übrigen Tagen der Woche wird im Theater der Vortrag zu diesem Zweck in Königs- Wusterhausen erworbenen Terrain verWeihnachtsferien: Schulschluß Mittwoch, den 20. Dezember, Anfang Reiseftizzen aus dem Orient, eine Erinnerung an die offizielle anstaltet. Die Leitung der Zentralstelle" untersteht dem Herrn Festfahrt auf Mitternachtssonne nach Jerusalem" gehalten. Professor Dr. Will, der zugleich Borstand der chemischen Abtheilung Im Hörsaal spricht am Montag Herr Dr. Schwahn über„ Das Wunder- ist, während die physikalisch- metallurgische Abtheilung durch Herru fand des Yellowstone", Dienstag Herr Dr. Naß über Die Professor Stribed geleitet wird. Der Vorsiz im Kuratorium" ist chemischen Urstoffe", am Mittwoch Herr Franz Görke über„ Helgoland dem Geheimen Kommerzienrath M. v. Duttenhofer in Rottweil und Sylt", ain Donnerstag Herr Dr. P. Spieß über Kraft und Maffe", übertragen." am Freitag Herr Dr. Heilborn über Familie und Staat der Natur völker", am Sonnabend Herr G. Witt über„ Eros, der neue Planet". des Unterrichts Donnerstag, den 4. Januar 1900. Verkehrsnachrichten. Die Aktiengesellschaft Siemens u. Halske hat neuerdings der städtischen Tiefbau- Deputation den Entwurf zur Ueberbrückung der elektrischen Hochbahn am Zusammenstoße der Luckenwalder und Schönebergerstraße zur Genehmigung unterbreitet. Die Große Berliner Straßenbahn hat unter Ueberreichung des Entwurfs die Genehmigung der städtischen Verkehrsdeputation zu einem zweigleisigen Ausbau in der Schwedenstraße zwischen Badstraße und Weichbildgrenze nachgesucht. der am " Schaustellungen der verschiedenen Kaninchen- Rassen, sowie von Pelzwerk, Steletten u. f. w. veranstaltet der Verein für Kaninchenzucht heute in seinen Vereinsräumen Alexanderstraße 30. Zweck der Ausstellung ist: Die Staninchenzucht bei uns ebenso populär zu gestalten, wie in England, Belgien und Frankreich. Zutritt frei für Jedermann. In Potsdam hat der Redakteur Rich. Beder sich mit Gift zu tödten versucht. Becker hat bis zum 1. Januar cr. das im Ver lage von A. 2. Hahn's Erben erscheinende Potsdamer Intelligenzblatt" redigirt. Er war vor etwa 3 Jahren nach Potsdam ge= kommen und hatte bald in verschiedenen Vereinen und Gesellschaften Elendsstatistik. Im städtischen Obdach befanden sich an Eingang gefunden. Mehrfache Konflikte, die er mit verschiedenen 1. Dezember 1898: 25 Familien mit 73 Personen, darunter Personen hatte, führten es aber dahin, daß ihm von dem Verlag des Fenerbericht. Die Brandstiftungen nehmen in lezter Zeit" Intelligenzbl." die Stellung zum 1. Januar gekündigt wurde. Angeblich 11 Säuglinge und 69 Einzelpersonen. Am 1. Januar 1899 war der überhand und wies deren die vorige Woche allein fünf auf. Als foll Becker mun bei einer Zeitung in Schöneberg Stellung gefunden Bestand 41 Familien mit 123 Personen, darunter 17 Säuglinge Freitag Abend 11 Uhr die Wehr nach Neue Hochstraße 28 ge haben; es hieß aber auch, er wolle als Journalist im Reichstage und 75 Einzelpersonen. Das Asyl für nächtliche Obdachlose daselbst rufen wurde und dort den Dachboden in Flanımen fand, konnte sie thätig sein. Beides scheint indessen nicht auf Thatsachen zu beruhen, benutten im Laufe des Monats Dezember 33 198 Personen, und noch mit Sicherheit feststellen, daß Thüren und der Fußboden an denn Becker hat seine in der Yorkstr. 9 in Potsdam belegene Jungalvar 32 312 Männer, 886 Frauen. Von diesen Personen wurden verschiedenen Stellen start mit Petroleum getränkt waren. gesellenwohnung nifht aufgegeben und hier am Freitag den Versuch 14 dem Krankenhause am Friedrichshain, 40 dem Krankenhause Das rechtzeitige Eingreifen brachte jedoch das Moabit, 14 der Charitee, 40 der Krankenstation des Obdachs, zum Stehen. gemacht, sich mit Strychnin zu vergiften. Er wurde nach Die Untersuchung ist eingeleitet. Ein weiterer 1 der Anstalt Wuhlgarten überwiesen. 377( 873 Männer, 4 Frauen) Dachstuhlbrand verursachte dem städtischen Krankenhause gebracht, wo er in großer Lebensverursachte turz vorher einen der Polizei vorgeführt, Gebadet haben während des Monats De- Wihelm str. 89. Sier wurde ein größerer Theil der Dachton- Botsdamer Schöffengericht Termin an und zwar in einer Privatflage, Alarm nachgefähr schwebt. Am Freitag Vormittag stand gegen Becker vor dem zember 15 476 Personen. struttion eingeäschert. Dresdenerstr. 97 gingen in einer bald Vom Professor Harnack. Der nach sieben Tagen zu den Rösterei mehrere Säde mit Staffee, sowie Verschläge und Kleider in die der Kaufmann Sobiegły, Vertreter von Wolff's Telegraphenbureau, Seinen zurückgekehrte Prof. Otto Harnack hat sich noch gestern in Flammen auf. Gardinenbrände waren Wilhelmshafenerstr. 5, wegen Beleidigung gegen ihn angestrengt hatte. Beide hatten eine Nerven- Heilanstalt, man nennt die Maison de Santé in Schöne- ange str. 7 und Louisen ufer 38 zu beseitigen, während sich am Tage der Reichstagswahl bei Feststellung des Wahlresultats berg, zur vollständigen Heilung aufnehmen lassen. Nach seiner Aus- Schlesische str. 38 Kleidungsstücke durch Feuer zerstört wurden. fage gegenüber seiner Frau und seinem Schwiegervater ist er nicht in München gewesen, trotz der bestimmten Befundung eines EisenbahnBeamten. Als er am Abend des 30. Dezember in die Wohnung seines Schwiegervaters in der Augsburgerstraße zurückkehren wollte, Pankow Nieder- Schönhausen. Der nächste Leseabend des habe sich seiner, so äußerte er sich, eine tiefe geistige Depression hiesigen Arbeitervereins findet am Dienstag, den 10. d. M., Abends Aus den Nachbarorten. gegenseitig Liebenswürdigkeiten gesagt, durch welche sich S. beleidigt fühlte. Als mun Becker zum Termin nicht erschien, beschloß das Schöffengericht, das noch nichts von seinem Vergiftungsversuch wußte, feine Vorführung zum nächsten Termin. Becker hat den Selbstmordversuch gerade an seinem Geburtstag unternommen, anscheinend wegen mißlicher Vermögensverhältnisse, da er sehr flott lebte und in Schulden gerieth. V Einen Revolverfchuß in die rechte Bruftfcite brachte fich läge fomit ein neues Arbeitsverhältniß vor, für das die gefet 16 Uhr sticß bei Station Blankenburg die Lokomotive des Güteram Freitag in der Vorhalle des städtischen Krankenhauses zu Potsdam liche Kündigungsfrist Geltung habe. Die Kammer VII des zuges 2896 auf den Schluß vagen des Güterzuges 9902. Personen in selbstmörderischer Absicht der Kaufmann Eggert aus Berlin bei. Gewerbegerichts stellte sich indessen auf den Standpunkt, daß bei find dabei nicht verletzt worden. Der durch den Anprall verursachte Er war schon am Tage vorher dort erschienen, aber abgewiesen einer mir achttägigen Arbeitsunterbrechung der frühere Kündi- Materialschaden ist unbedeutend; jedoch ist durch den Unfall eine worden. Sein Zustand ist äußerst besorgnißerregend. gungsausschluß noch maßgebend sei. Gewerberichter Meier geringe Verspätung der Züge eingetreten. Die Untersuchung über 18 8 führte nach dem Abschluß eines für den Kläger sehr ungünstigen die Schuld an demselben ist eingeleitet. Vergleichs aus, es sei anzunehmen(?), daß der Beklagte probe. " = " 11 Lumpacivagabundus". Als Nachmittags: Vorstellung geht sowohl am Folgen des früheren Infalls in tente no erfahren, daß die zu bestehen gehabt. Die Wegen haben 130 Rinder und mehrere " Am Versammlungen. Theater.spino) Tu auch diesmal die Kündigung habe ausschließen wollen, und Vermißte deutsche Tonriften. Seit dem 1. Januar werden, der Kläger hätte bei der Kürze der Unterbrechung wissen wie man aus Vern meldet, am Sustenpaß zwei deutsche Touristen Wochen Spielplan der hiesigen Bühnen. Opernhaus: müssen, daß diese Absicht bestand!! Etwas Anderes bermißt, welche am genannten Tage Vormittags 9 Uhr auf SchneeSolag: Nachmittags 3/2 Uhr: Kinder Vorstellung.„ Hänsel und Gretel." wäre es bei einer Erneuerung des Arbeitsverhältnisses schuhen von Gadmen im Oberhaslethal abgingen, um über den Die Puppenfee". Abends:„ Mignon". Montag: Lohengrin". Anfang 7 Uhr. Dienstag: Die Stumme von Portici". Mittwoch:" Bajazzi". nach einem Vierteljahr. Da wäre es eine Unbilligkeit, zu Sustenpaß nach Wassen im Reußthal zu gehen. Sie nahmen von " Cavalleria rusticana". Donnerstag: Bum 1. Male:„ Brifeis". Hierauf verlangen, daß der Arbeiter die früheren Arbeitsbedingungen Gadmen auch den Schlüssel zu dem auf der Pazhöhe gelegenen Robetanz". Freitag: Bastien und Bastienne". Zufluchtsort Steinwirthshaus" mit. Seitdem ist jede Spur der Die Entführung aus dem noch kenne. Serail". Sonnabend: ,, Briseis". Lobetanz". Sonntag: ,, Tannhäuser". Auf. Fürwahr ein sonderbarer Rechtsgrundfaz, der mit diesen Aus- selben verloren, und ist kaum zu hoffen, daß sie noch lebend auf 7 Uhr. Montag: 6. Symphonie- Abend der kgl. Stapelle. 12 Uhr: Deffentl. Haupt- führungen vertreten wird. Uebrigens haben verschiedene Kammern gefunden werden, weil die ersten Tage des Januar außerordentlich Schauspielhaus. Sonntag:„ Auf der Sonnenseite". Won des Gewerbegerichts in einer Reihe von Fällen den Kündigungs- stürmisch waren, und in den höheren Regionen viel zu LawinenTag:" Die Lustspielfirma". Dienstag:„ Auf der Sonnenseite". Mittwoch:„ Don ausschluß nicht ohne Weiteres für ein zweites Arbeitsverhältniß bildung neigender Schnee liegt. Ein Aufsuchen der Vermißten iſt Carlos", Anfang 7 Uhr. Donnerstag: Die Lustspielfirnta". Freitag: " Die Luftspielfirma". Sonnabend:„ Auf der Sonnenseite". Sonntag: Neu zum selben Unternehmer gelten lassen, wenn zwischen beiden Arbeits- daher sehr gefährlich. Zu diesem Zwecke entsandte Grpeditionen einstudirt: Julius Cäsar". Montag: Der Burggraf". Neues fönig verhältnissen 12 und 14 Lage lagen. gingen am 5. d. M. von Gadmen und Guttannen im Oberhaslethal liches Opern Theater. Sonntag, 8. Januar: Madame Sans- Gêne". ab. Nach weiteren Meldungen aus Wassen wurden die beiden ( Catherine Hübschér: Zur Kennzeichnung des Eisenbahnfiskus. Um ihre Unfall- Touristen auf der Urnerseite von einer Lawine überschüttet. Die Frau Niemann: Raabe. Napoleon I.: Herr Gustav Kober, als Gäste.) Sonntag, 15. Januar: Auf der Sonnenseite". rente tommen häufig leichter verlegte Arbeiter dadurch, daß sie sich Namen der Touristen sind Ehlert und Mönnichs. Das Deutsche Theater hat für diese Woche folgenden Spielplan durch die Ueberweisung leichterer Arbeit für den alten Lohn verfestgesetzt: Heute Abend, am Dienstag und Sonnabend:„ Cyrano von leiten lassen, vorläufig von der Geltendmachung eines Anspruchs ab- Sturmmachrichten. Aus Brüssel wird vom 6. Janitar bes Bergerac"; Montag, Mittwoch und Freitag: Fuhrmann Henschel"; zusehen. Sie werden später entlassen, müssen sich nach einer richtet: Der Sturm hält auf dem Meere an und in Antwerpen Donnerstag: Weh dent, der lügt"; nächstfolgenden Sonntag Abend anderen Stellung umsehen und merken nun erst, daß sie durch die sind böse Drahtberichte eingetroffen. Der aus Buenos- Ayres nach heutigen wie am nächstfolgenden Sonntag ihrem Fortkommen beschränkt Antwerpen abgegangene Dampfer Taylor" hat schreckliche Stürme " Die versunkene Glode" in werden. Sie verlangen schließlich eine Szene. Jm Berliner Theater wird heute, am Dienstag und Donnerstag Baza", am Montag„ Das Erbe" gegeben. zweijährige Wartefrist verstrichen und ihr Anspruch verjährt ist. So tausend Hammiel in das Meer geworfen. Der gleichfalls aus BuenosMittwoch geht„ Der Pfarrer von Kirchfeld", am Freitag( 22. Abonnements- erging es auch einem ehemaligen Hilfsbremser. Er verklagte den Ayres abgelassene Dampfer„ Ülnersion" hat unterwegs 114 Rinder Vorstellung)„ Don Carlos" in Szene. Die Erstaufführung von Hoyer's Eisenbahnfistus und machte in des Rekursinstanz geltend, er habe und 400 Hammel eingebüßt. Der aus Riga nach Gent abgegangene Bühnenarbeit Familie Jensen" in der Bearbeitung von Emil Jonas ist sich durch die Zuwendung leichter Arbeit hinhalten lassen". Das Dampfer Garnett" hat den größten Theil seiner Ladung verloren für Sonnabend angesetzt, die erste Wiederholung für nächsten Sonntag. Reich 3- Versicherungsamt ließ den Einwand nicht gelten, und mußte, da der Sturm ihn dienstunfähig gemacht hatte, in Die nächste Aufführung des Zaubermärchens„ Das tapfere Schneiderlein" sondern wies den Rekurs des Klägers zurück. findet am nächsten Sonnabend Nachmittag statt. Heute Nachmittag gelangt Kopenhagen einlaufen. In Antwerpen selbst tobte gestern ein „ Ein Wintermärchen", nächsten Sonntag Nachmittag" Renaissance" zur heftiger Sturm. Ein großes im Bau befindliches Gebäude, das als Darstellung. Im Schiller Theater wird heute Nachmittag als Gastwirthschaft dienen soll, stürzte zusammen; nicht eine Mauer sechste Vorstellung im Schiller Zyklus Maria Stuart" gegeben. Heute blieb stehen. Abend wird Wolzogen's Komödie„ Das Lumpengesindel" aufgeführt. Am Montag, Dienstag und Sonnabend finden Wiederholungen von Gerhart Vom Henkerbeile. Im Jahre 1898 wurden im Deutschen Hauptmann's Traumdichtung Hannele's Himmelfahrt" und Oskar Blumen In einer zweiten Versammlung der Droschkenkutscher für Reiche 29 Hinrichtungen vollzogen, davon 19 durch den Scharfrichter thal's Lustspiel„ Abu Seid" statt. Für Mittwoch ist die erste Aufführung den Norden Berlins, die am Freitag in der Norddeutschen Brauerei Reindel aus Magdeburg und 10 durch die Scharfrichter Brandt des Moser'schen Schwants" Die Leibrente" angefekt. Am Donnerstag stattfand und ebenfalls start besucht war, referirte nitter über aus Pfaffroda in Sachsen, Reinhardt aus München in Bayern und Freitag wird dieſes Stück wiederholt. Nächsten Sonntag Nach die bereits im ersten Bericht angegebene Tagesordnung. Bei, Be- und Siller aus Gabelnberg in Württemberg. Die schauerlichen mittag werden„ Die Räuber", Abends„ Hasemann's Töchter" gegeben. Im Bürgerſaale des Rathhauses findet morgen ein Heinrich Marschner Redner sprechung der durch Leibkontrakt entnommenen Mäntel ersuchte der Erekutionen haben in letterer Zeit im Deutschen Reiche stetig zu die Kutscher, beim Abend" statt. Im Theater des Westens sezt Madame Glenar verträge in Zukunft vorsichtig zu sein, da manche Kutscher, 17; Unterschreiben derartiger Leih- genommen. Im Jahre 1889 betrug die Zahl der Hinrichtungen de Tériane thr Gastspiel am Montag als Madeleine in André Chénier weil bon da ab stieg die Zahl stetig bis zum Jahre und am Freitag und nächsten Sonntag als Violetta in La Traviata" dieser Leihvertrag des im Besiz Händlers bleibt, 1895, int dessen Verlaufe 39 Hinrichtungen stattfanden. weiter fort. Am Dienstag wird Fra Diavolo" zum letzten Mal gar nicht leg. a. Damit die vielfach verbreitete Meinung. Nicht- unübertroffen da. Im Jahre 1896 waren 36 zu verzeichnen und im was fie eigentlich unterschrieben haben. Diese ungewöhnlich große Anzahl steht bisher im Deutschen Reiche wiederholt, während für Mittwoch Martha" und für Donnerstag Redner widerlegt und Sonnabend 3ar und Zimmermann" angesetzt sind. Als Nach organisirte bekämen keine Unterstützung, daß diese Unterstüßung für Jahre 1897 jant die Zahl auf 23, worauf wieder, eine Steigerung mittags Vorstellungen gehen heute" Der Troubadour", und nächsten alle gemaßregelten oder streitenden Kutscher in gleicher Höhe aus auf 29 erfolgte. Sonntag In den letzten 10 Jahren bis Ende 1898 find im Die weiße Dame" zu halben Preisen in Szene. Im Lessing Theater setzt sich der Spielplan der Woche folgender: fich der Organisation anzuschließen. Die in Stellung befindlichen Bergleicht man hiermit die Zahl der in Frankreich vollstreckten Todess gezahlt werde. Es müsse aber das Bestreben aller Kutscher sein, Deutschen Reiche insgesammt 284 Hinrichtungen vollzogen worden. maßen zusammen: Heute Abend und am Dienstag gelangt das Lustspiel Kutscher mögen es sich aber angelegen sein laffen, für den Streik urtheile, so wird man finden, daß das Deutsche Reich jenem„ wilden von Oskar Blumenthal und Max Bernstein Mathias Gollinger", am Montag, Mittwoch und Donnerstag das Bustspiel von Ostar Blumenthal fonds zu sammeln. Redner schließt seine mit lebhaftem Beifall auf- Lande in diesem Punkte weit voraus ist. In Frankecich amtirte bis und Mar Kadelburg Im weißen Röß'l" zur Aufführung. Am Freitag wird genommenen Ausführungen in der Erwartung, daß der einmal be- jetzt der Scharfrichter Deibler als Vollstrecker von Todesurtheilen zum ersten Male„ Das liebe Jch", Volksstück in drei Aften und einem Vor- gonnene Kampf einen günstigen Verlauf nehmen werde. In der Dis- und dieser hat seit dem 2. April 1882 bis 1898 also in 1634 Jahren spiel von C. Karlweis, gegeben. Die nächsten Wiederholungen dieses Stüdes fussion meldete sich von den anwesenden Fuhrherren, troz mehrfacher insgesamt 52 Eyefutionen vollzogen. Das wirft ein seltsames Richt finden am Sonnabend und am nächsten Sonntag Abend statt. Heute Nach: Aufforderung, feiner zum Wort. Von einigen Rednern wurden die auf Deutschland. mittag wird zu ermäßigten Preisen Nora", Schauspiel von Henrik Ibsen, Zustände bei einer Anzahl Fuhrherren in äußerst drastischer Weise und am nächsten Sonntag Nachmittag„ Das Glück im Winkel", Schauspiel geschildert. Schulz weist darauf hin, daß viele Fuhrherren durch Wandernde Hänser. Im Rücken ganzer Häuser von einem von Hermann Sudermann, aufgeführt. Jm Neuen Theater feiert das Lustspiel Hofgunst", welches an allen Abenden nächster Woche auf dem Einstellung von ungeübten Kutschern bereits einen großen Schaden am Ort zum andern hat man in Amerika, wo diese Jugenieurkunst Spielplan erscheint, am kommenden Dienstag bereits das Jubiläum Fuhrwerk und namentlich an den Pferden erlitten haben, wodurch sie entstand, geradezu erstaunliche Fortschritte gemacht. An der Willis der 100. Wiederholung. Am heutigen sowie am nächsten Sonntag Nach veranlaßt wurden, wieder ältere und organisirte Kutscher einzustellen und Avenue zu New York wurde fürzlich ein Stomplex von vier fünfmittag geht zu halben Preisen das Lustspiel„ Die Barbaren" in Szene. deren Forderungen zu bewilligen. Redner ermahnt die Kutscher, stöckigen massiven Backstein- Wohnhäusern gleichzeitig um 115 Fuß Im Belle Alliance: Theater kommt heute Gustav Freytag's Schau- gegen die ja immer gerichtlich geschützten Streitbrecher vorsichtig zu weitergerückt, und dieses Wagniz gelang so vorzüglich, daß die Gespiel„ Graf Waldemar“ erstmalig zur Aufführung und wird am Montag fein; im Uebrigen aber treu auszuharren, bis der Tarif vom bäude jest bereits bewohnbar sind. Die genannten Häuser sollten fowie am Freitag im Abonnement wiederholt. Am Dienstag findet eine noch Jahre 1896 und die übrigen Forderungen erlangt seien. Werde die im Frühjahr abgerissen werden; weil die Willis Avenue erweitert malige Wiederholung von„ Napoleon" mit Gustav Kober als Gast, und zwar zu ermäßigten Staffenpreisen, statt( I. Parquet 1 M. 2c.). Am Mittwoch wird Zuchthausvorlage Gesez und würde andererseits der gegenwärtige Gin Kontraktor übernahm es jedoch, die Häuser Sein Patent", am Donnerstag Breziosa" wiederholt. Für Sonnabend ist Streit wieder zu Ungunsten der Kutscher verlaufen, dann werden fortzurücken. Das Fundament wurde erst unter den Häusern die Erstaufführung von H. Lee's Lustspiel„ Der Schlagbaum" angesetzt. Als die Unternehmer in Zukunft noch unverschämter werden als bisher. entfernt und ant Stelle desselben 875 Windent gesetzt, Nachmittags- Vorstellung geht Der Struwwelpeter" am Sonntag um 3 Uhr Besonders mögen es sich auch die Frauen der Kutscher au- mittels deren die Häuser um 4 Fuß gehoben wurden. und am Weittwoch um 4 Uhr in Szene.- Das Repertoir des Residenz gelegen sein lassen, ihre Männer in diesem Kampf nicht zu hindern, Dann wurde unter denselben ein Rost aus Balken hergestellt, sowie Theaters wird bis zum Freitag nächster Woche von dem Schwank sondern zu unterstützen. " Mamsell Tourbillon" und dem Luftspiel" Der Küchenjunge" beherrscht. auch darin bestehen, an Stelle der bürgerlichen Schundblätter nur 12 Barrels Schmierseife schlüpfrig gemacht wurde. Ohne viel Mühe Eine der Hauptaufgaben müsse aber eine Gleitbahn aus starken Ballen, die mit 30 Risten harter und Am Sonnabend gelangt„ Der Schlafwagen- Kontrolleur" von Alexandre Briffon, deutsch von Benno Jacobson, erstmalig zur Aufführung. Heute Nach Arbeiterzeitungen zu lesen, auf den Vorwärts" wurden, sodann die Häuser mit Anwendung eines zweispännigen mittag geht Trilby" und am nächsten Sonntag Nachmittag Der Hütten zu abonniren und sich nicht nur der gewerkschaftlichen, Göpelverts und einer Spindel zuerst 40 Fuß in östlicher und dann befizer" zu halben Preisen in Szene. Im Thalia- Theater findet ſondern auch der politiimen Organisation anzuschließen. 75 Fuß in südlicher Nichtung gerückt und dann auf das bereits heute Nachmittag eine Vorstellung der Boffe" Der Eva- Apfel" bei Zum Schluß seiner ebenfalls mit lebhaftem Beifall aufgenommenen fertiggestellte neue Fundament herabgewunden. Die Häuser haben ermäßigten Preisen statt. So kosten z. B. die Plätze im Parquet Ausführungen weist Redner noch darauf hin, daß im Verlauf der dabei nicht den geringsten Riß erlitten. Die Kosten dieses eigens durchweg nur 1 M., Orchester und Parquetlogen nur 1,50 W. Die nächsten Woche eine Versammlung sämmtlicher Vertrauensmänner artigen Umzuges betrugen 10 000 Dollars. Diese Leiſtung bildet Tageskaffe ist bon 10 Uhr Vormittags an geöffnet. fest Herr Emil Thomas in„ Mein Leopold" sein Gastspiel fort. der Droschkenkutscher Berlins stattfinden werde. Man möge bis ein würdiges Gegenstück zu dem Rücken des Brighton Beach Hotels, Jim Luisen Theater bleibt für die Woche das Gißner'iche Boltsstück dahin seitens der Kutscher bemüht sein, für jeden Fuhrhof einen das, vom Vater Ocean bedroht, ebenfalls auf einen Rost gesetzt und Unt's liebe Geld" auf dem Spielplane. Am Sonnabend Abend kommt Vertrauensmann zu wählen und davon der Agitationskommission mittels Lokomotive 500 Fuß landeinwärts gezogen wurde. Die bezähmte Widerspänstige" von Shakespeare zu ersten Aufführung, Im Kenntniß geben. Der vom Vorsißenden verlesenen Resolution mit Bentral Theater geht am Sonntag Abend zum zweiten Male ,, Die Puppe" den schon früher bekannten Zusägen stimmte auch diese Versammlung in Szene; als Nachmittagsvorstellung findet zu halben Preisen eine Aufführung einhellig zu, worauf die Versaminlung mit einem begeisternden Hoch der unverwüstlichen Fledermaus" statt. Im Ostend Karl Weiß auf die Arbeiterbewegung geschlossen wurde. Theater geht heute Nachmittag bei kleinen Preisen Wilhelm Tell" in Szene. " " " " Boziale Rechtspflege. Abends Allgemeine Familien Sterbekasse. Heute Zahltag: Ackerstr. 12, bei Diefe. Arends'scher Arbeiter: Stenographen Verein Nord. Montag, den 9. Januar, Abends 9 Uhr, im Restaurant Geife, Swinemünderstr. 62. Berein Berliner Wohnungsmiether. Montag, den 9. Januar, Abends 8 Uhr, im Saale von Gerth, Blücherstr. 66. Vortrag des Ingenieurs 5. Nauck über das Gas zur Beleuchtung und zum Kochen im bürgerlichen Haushalt und die Meinung der Gasanstalts- Unternehmer über diese Ein: richtungen." 3Zutritt steht jedermann frei. Erneuerung eines Arbeitsverhältniffes und Kündigungsausschluß. Der Arbeiter H. war ohne vorherige Kündigung entLassen worden, er beanspruchte deshalb von seinem früheren Arbeit geber eine Lohnentschädigung. Der Kläger gab zu, daß die Kündigung ausgeschlossen worden sei, als er das erste Mal beim Veflagten in Arbeit trat. Dies Arbeitsverhältniß sei ausdrücklich gelöst worden. Acht Tage später sei er dann wieder in das Geschäft eingetreten, ohne daß vom Ausschluß der Kündigung oder davon geredet Ueber einen Zusammenstoß zweier Güterzüge auf der worden sei, daß die alten Bedingungen maßgebend sein sollten. Es Stettiner Bahn wird vom Sonnabend gemeldet: Heute Morgen um Dermischtes. werden sollte. Witterungsübersicht vom 7. Jannar 1899, Morgens 8 thr. Stationen Barometer: stand mm Wind: richtung Windstärke Swinemde. 769 SO Hamburg 765 OSO Berlin 769 SO Wiesbaden 767 23 München 7680 Wien Wetter Temp. 1.6 160 Do Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter 2 heiter-3 Daparanda 764 NNO 2 bedeckt 3bedeckt-1 Petersburg 3Nebel-1 Cort 755 OSO 5 bedeckt 760 26SW 1heiter 764 S 3 bedeckt 2 bedeckt 1 lberdeen 3 bedeckt-1 Baris 1Schnee-2 Temp. 11. G. F=" Do² -11 8 3 7 772 Wetter Prognose für Sonntag, den S. Jaunar 1899. Etwas wärmer, ziemlich trübe mit Niederschlägen und frischen süd: westlichen Winden. Berliner Wetterbit rea it. Land zum von Sommer: für 75 Mart verkauft ſchleb nach turzem Krantenlager unſere Bairisch- Bierlokal. Bereins- Fahrrad Evel, Bringenstr. 21 1 Strickwolle, Wenster gratis. Brobe: rauben, Q.- 9. 1,00, it auf 5 Jahre liebe Frau und Mutter, Schwester, zimmer mit Piano für Zahlstellen und Schwägerin und Tante, Frau 32916 Ernst Beyer, Bredowstr. 11. Lina Herrig geb. Tröger, aut zweiten Tage ihres vollendeten 45. Lebensjahres. Dies zeigen im Namen der trauernden Hinterbliebenen an [ 32936 Traugott Herrig nebst Töchtern. Berlin, den 7. Januar 1899. Die Beerdigung findet Dienstag, den 10. Januar, Nachmi. 3 Uhr, von der Leichenhalle der Bionsgemeinde bei Niederschönhausen aus statt. Goldene DamenUhren von 16 M. an. Uhren, Goldwaaren, reelle Waare, billige Preise. Staliker G. Wagner, ftraße 126. nahe Kottbuser Thor. Reparaturen gut und schnell. Billig! Knabenanzüge! Billig! Paletots, Mädchenkleider u. Mäntel 0. Hoffmann, Veteranenstr. 14.* monatlich 10 ME., liefere elegante Herren Garderobe nach Maaß( auch baar Staffe, billigste Preise). Fertige Garderobe wird zum Selbsttostenpreise ausverkauft. Tomporowski, Theilzahlung $ Vereine. Enorme Borräthe zurückgesetter Teppiche!! Portieren!! Gardinen!! Steppdecken!! erstaunlich billig. Teppich- Hans Emil Lefèvre, Berlin S Oranienstr. 158. Prachtkatalog mit buntfarbigen Teppich. 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Bertin Robe Januar, bei Ewald, Schönleinstraße 6: Oeffentliche Versammlung. Vortrag des Genoffen Lankow über Schule und Junterthum". Die Vertrauensperson: M. Wengels. Achtung! Genoffinnen und Genossen! Seffentliche Versammlung ( Osten). Dienstag, den 10. Januar, Abends 8 Uhr, bel Breuer, Grosse Frankfurterstrasse 117( Königsbank): Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Reichstags- Abgeordneten tasse, E. 5. 71, Nord. Vierteljährliche Mitglieder- Versammlung im Kaffenlokal, Ruppinerstraße 42, am Mittwoch, 11. Januar 1899, Abends 81/2 Uhr. Kaffenbericht. Wahl der gesammten Verwaltung. Kassenangelegenheiten 32856 Die Ortsverwaltung. Gaskocher, Sparsystem 2 M., Zweiloch 6 M., lich, 10 M. Plätteisen bill. Gasheizöfen 9 M. Theilzahl. J. Wohlauer, Wallnertheaterstr. 26/27, tein Laden. am Sonntag, den 8. Januar, Abends 6 Uhr, im„ Rösliner Gof", Paul Singer über:„ Die Vorlagen des Reichstages. 2. Diskussion. Dreiloch 10 mt. Gasbratöfen, vorzüg Köslinerstraße Nr. 8. 3. Verschiedenes. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Paul Jahn über: 242/2 " Die Kulturaufgaben des Sozialismus." 2. Distussion. 1/1 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Die Vertrauensperson. Genossinnen! Mittwoch, den 11. Januar, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Großze öffentl. Versammlung. Tages: Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Lily Braun über: " Die deutsche Frau am Ende des 19. Jahrhunderts." 2. Wie stellen sich die Berliner Arbeiterinnen zur Gründung eines Arbeiterinnen- Vereins? Die Einberuferin. 1/2 Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 9. 5. Mts., Abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27e: General- Versammlung. Tages Ordnung: Neuwahl des Gesammtvorstandes, Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. In anbetracht der Wichtigkeit der Vorstandswahl ist es Pflicht eines feben Mitgliedes, in dieser Versammlung zu erscheinen. 169/1 Die Ortsverwaltung. Rixdorf. Sozialdemokratischer Verein ,, Vorwärts". Dienstag, den 10. Januar 1899, Abends 8%, Uhr, im gr. Saale der Vereinsbrauerei, Hermannstr. 214-219: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung des Kassirers. 2. Bericht des Borstands. 3. Abrechnung vom Weihnachts Vergnügen. 4. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Rosenow über: Bürgerthum und Arbeiterthum im Anfang einer neuen Zeit. 5. Diskussion. 6. Vereinsangelegenheiten und Fragefasten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 232/1 Der Vorstand. Achtung! Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Atung! 2. Wahlkreis. Achtung! ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 9. Januar, Abends 84 Uhr: Bezirks= Versammlungen. Süden und Südoften:" apaljer. 15c. Sonntag, den 8. Januar 1899, Abends 5% Uhr, bel Zubeil, Lindenstrasse 106: Oeffentl. Dersammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Genoffen Dr. Paul Bernstein über:„ Der Nachher: Tanz. Alkoholismus eine Kulturgefahr." " Märkischer Hof", Admiralstr. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen P. Jahn über: Lebenshaltung und Bolfseinkommen." 2. Diskussion. 3. Verbands: Angelegenheiten. fowie Frauen haben ebenfalls Zutritt. 210/1 Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Wahlverein Die Kollegen werden erfucht, zahlreich zu erscheinen. Nichtmitglieder für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. bet Zühlke, Westen u. Südwesten: Dennewigstraße 13. Tages Ordnung: General- Versammlung 1. Vortrag des Genossen Körsten über:„ Das Unfall- und Invaliditäts- am Dienstag, den 10. Januar, Abends 83 Uhr, " gefet. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nichtmitglieder haben Zutritt und werden aufgenommen. Wedding und Gesundbrunnen: im Kolberger Salon, Solbergerstraße 23. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes, Kassenbericht und Bericht der Revisoren. im Lokale des Herrn Raabe( Rolberger Salon), Kolbergerstr. 23. 2. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Emanuel Wurm über: Die Gewerbe- Aufsicht im Deutschen Reiche. 3. Disfuffion. 4. Wahl eines Tages Ordnung: 246/1 Komitee's zum Stiftungsfeste. Der Vorstand. 1. Vortrag des Genoffen Th. Wegner über: Wenn Zwet baffelbe thun, ist es nicht daffelbe." 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich au erscheinen. Gäste willkommen. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: Schwedterstraße 23 bei Wernau. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wollheim über:" Naturerkenntniß und Weltsortschritt." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Verbands: Angelegenheiten. Frauen haben Zutritt. Die Bersammlung wird pünktlich um 29 Uhr eröffnet. bet Mann, Often und Nordosten: Strausbergerstr. 3. Achtung! 4. Berschiedenes. Rummelsburg. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Adolf Hoffmann über: Simmel und Hölle und ihre Bewohner." 2. Disfuffion. 3. Verbands- Angelegenheiten. Frauen und Nichtmitglieder haben Zutritt, lettere tönnen sich aufnehmen laffen. Die Versammlung wird präzise 812 1hr eröffnet. Pflicht aller Kollegen ist es, für regen und pünktlichen Besuch der Versammlung zu bei Heinecke, Mittwoch, den 11. Januar 1899, Abends 81% Uhr, im Lokal bes agitiren. Herrn Weigel, Ecke Thürrschmidt- und Goethestraße: Dolks- Dersammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Gemeindevertreters Th. Ritter über die Thätigkeit des Gemeinderaths. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten werden 10 Pf. Entree erhoben. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht 222/11 Der Vertrauensmann. Charlottenburg. Mittwoch, den 11. Januar 1899, Abends 8%, Uhr, in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39: Sozialdemokr. Versammlung für Männer und Frauen. Tagesordnung: Wie stellen wir uns zur Gründung eines Lokal202/1 Der Einberufer. Blattes? J.B Elegante Paletots. J. Baer, Berlin N., 540 [ 540L* uur Gesundbrunnen 26, Badstraße 26, Ecke Prinzen- Allee, empfiehlt, wie bekannt, in reellster Aus: führung und allerbilligsten Preisen Herren- u. KnabenGarderobe, Arbeitssachen. Anfertigung nach Maass. Elegante Rock und Jacket- Anzüge. Friedrichsberg: Friedrich Karlstr. U. Tages- Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten. bei Beutling, Rummelsburg: ant- u. Goethestraßen Ede. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Kunze. 2. Diskussion. 3. Verbands: Angelegenheiten. Da sehr wichtige Angelegenheiten vorliegen, ist es Pflicht eines Jeden, zu erscheinen. Frauen und Gäste haben Zutritt. Branche Korbmacher. Mittwoch, den 11. Januar, Abends 8 1hr, bei Herrn Mann, Straußbergerstraße 3: Außerordentliche Branchen- Versammlung. Tages- Ordnung: Verband deutscher Schneider u. Schneiderinnen Versammlung am Dienstag, den 10. Januar 1899, Abends 8½½ Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: = 1. Arbeiterschutz und Voltsgesundheit. Referent: Dr. Curt Freudenberg. 2. Diskussion. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Bildungsverein ,, Mehr Licht!" Hente, Sonntag, Abends 7 Uhr, im Lokale von Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Vortrag des Genossen Dr. Weyl über: Die Bekämpfung der Kurpfascherei. Diskussion. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. 120/1 Hierzu ladet höflichst ein Der Vorstand. Sonnabend, den 21. Januar 1899, bei Feuerstein, Alte Jakobstrasse 75( oberer Saal) Masken- Ball. Damen- Billets à 30 f. Herren- Billets à 50 3f. Verband der Zapezirer. Montag, den 9. Januar 1899, Abends 9 Uhr: Versammlung beider Filialen. Filiale Norden im 2otale des Herrn Gründel, Brunnenstr. 188. Tagesordnung: 1. Vortrag des Ingenieur Grempe. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Filiale Süden im Lokale des Herrn Zubell, Lindenstraße 106: Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Bruno Pörsch über: Soziale Bewegungen der Gegenwart. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Die Ortsverwaltungen. 1. Die Lohnabzüge in der Grünbranche. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 177/1 Um pünktliches Erscheinen der Kollegen wird gebeten. Achtung, Verlmutt- Arbeiter! Dienstag, den 10. Januar, Abends 8 Uhr: Dersammlung im Lokale des Herrn Fritz Wilke, Andreasstraße 26. Tages Ordnung: 1. Sur Lage der Berlmutt- Arbeiter. Referent: Dr. Sommerfelb 2. Diskussion. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Die Beleidigung, die ich der Frau Zühlte, Beuffelstr. 27, zugefügt, nehme ich hiermit zurück und erkläre diefelbe für eine ehrenhafte Frau. 32906 [ 76/6 Achtung! Zimmerer! Achtung! Dienstag, den 10. Januar, Abends 8 Uhr, in ,, Cohn's Festsälen", Beuthstrasse No. 21/22: Große allgemeine Versammlung der Zahlstellen des Verbandes der Zimmerer Berlin, Charlottenburg, Rigdorf, Friedrichsberg, Pankow, Weißensee und Groß- Lichterfelde. Ausschneiden! Giltig 1 M., 8ähne 2 M., festsiz. a.Wurzeln od.vollst.schmerzlos. Bahnzieh. Spezial. weich. Gaumen Platten, ohne Plat., Aluminiumplatte, schmerzl. Blomb. Umarbeit. schlechtfit. Maskenkostüme verleiht billig Gebisse, 10 Jahre Garant. 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Jahrgang. Dezember. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Inkerm neuesten Kurs. 1. Fürth. Die Tischler Leg und Frant wegen Bedrohung 14 Tage bezt. 3 Wochen Gefängniß. Ratibor. Genosse Nowat wegen Hausfriedensbruchs 6 Wochen Gefängniß. Magdeburg. Je 2 Monate Gefängniß die Bauarbeiter Lohburg und Fischer wegen Nöthigung. D V 0 " Halberstadt. 150 beziv. 300 Mark Geldstrafe die Genoffen Meher und Berg wegen Verübung groben Unfugs. 6. Breslau. 400 Mark Geldstrafe Genosse Bruhns wegen Beleidigung von Bergwerks- Direktoren. 7. Delmenhorst. Wegen mehrerer Beleidigungen Genosse Paper 3 Monate und Genosse Buchholz 3 Wochen Gefängniß. Mylau. Ein Weber wegen Verstoßes gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung 2 Wochen Gefängniß. " " Volle beschlossen. Sonntag, 8. Jannar 1899. gegen 176 293 Stimmen die Verstaatlichung der Eisenbahnen ein Monarch in ihrer Hand. Wie in der Monarchie die Junkerund in der andern Abstimmung mit 264 914 gegen 101 762 Stimmen gefchlechter sich um den Herrscher sammeln, um mit gutbezahlten 266 610 gegen 101 780 Stimmen die Vereinheitlichung des Schweiz die fapitalistischen Politiker und Streber mit eiserner die Vereinheitlichung des Zivilrechts, sowie mit und einflußreichen Posten versorgt zu werden, so halten auch in der Strafrechts beschlossen. Die wuchtigen Mehrheiten, mit denen Disziplin an der Herrschenden Partei fest, um ebenfalls nach Wunsch sowohl die Eisenbahn- Verstaatlichung wie die Einführung der Rechts- mit angenehmen Stellen versorgt zu werden. Auch der„ Bismarck" unt einheit beschlossen wurden, bekunden, daß es sich hier sozusagen fehlt in der Schweiz nicht, es ist der Führer der freisinnigen Partei die reife Früchte handelte, geschüttelt werden und Diktator des Nationalrathes, der Herr Forrer, der erklärt, 2. Berlin. Wegen des gleichen Delifts der Maurer Hahn- fortschrittlich gefinnter Politiker, die es mit Beharrlichkeit und und durften. Aber sie waren jahrzehntelang das Ziel weitsichtiger und wir haben die Macht und benutzen sie, wie wir wollen", der die Adlershof 1 Monat Gefängniß. oppositionellen Abgeordneten mit Drohungen Ausdauer verfolgen und darum den Kampf mit den Kapitalsmächten einzuschüchtern versucht. wie mit den Föderalisten führten. Welchen Antheil an dem schließ- Parlament das zahmste, fiillste und langweiligste Parlament der So ist jahrzehntelang das schweizerische Dresden. Genosse Beier 100 und 90 Mark Geldstrafe gegangene Aufklärung und welchen Antheil daran die Macht der Ver- pönt war. lichen glänzenden Siege die aus den langen Kämpfen hervor Welt gewesen, in dem geradezu jedes scharfe Wort der Kritik verwegen zwei Beleidigungen. hältnisse hatte, läßt sich schwer entscheiden; aber mit Gewißheit geht 5. Halberstadt. Wegen Beleidigung von Polizeibeamten Genosse daraus das eine hervor, daß Bestrebungen, welche dem Fortschritt herrschende Partei verewigen, und darum bekämpft sie mit den Diese für sie wahrhaft idyllischen Zustände möchte die Meyer 300 M. Geldstrafe. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Müller Magde- sosehr durch die Fehler der am Alten Festhaltenden gefördert raths wie die Proportionalwahl des Nationalrathes, welch lettere dienen, nicht allein durch die Agitation ihrer Träger, sondern eben nichtigsten Vorwänden und leersten Phrasen die Volkswahl des Bundesburg wegen Beleidigung eines Gutsbesitzers 100 Mart Geld- und schließlich durch die unwiderstehliche Macht der Verhältnisse zum die genial ausgeflügelte, auf die herrschende Partei zugeschnittene strafe. Effen. Genosse Schröder wegen Uebertretung des Vereins- Gegner noch so sehr gegen das Neue sträuben und alle ihre Kräfte Parteipapst Forrer im Nationalrath sogar mit der„ Revolution", Siege gebracht werden, mögen sich die am Bestehenden interessirten Wahlkreisgeometrie wirkungslos machen würde; darum drohte der gesetzes 15 Mark Geldstrafe. Agitation haben nicht die an den Eisenbahnen interessirten Stapi- finden follte, welche Aeußerung zeigt, daß die Herrschenden nur sodagegen aufbieten. Welche wilde, rücksichtslose und kostspielige wenn die Initiative für die Volkswahl des Bundesrathes Annahme talisten im In- und Auslande gegen die Eisenbahn Verstaatlichung lange für die Gefeßlichkeit sind, als sie ihnen paßt. Die Haltung betrieben und dennoch wurde sie mit mehr als Zweidrittel- Mehrheit der Radikalen zeigt auch, welchen Werth die schönen Probei außergewöhnlich starker Betheiligung an der Abstimmung vom gramme der bürgerlichen Parteien haben. Das„ radikaldemokratische" Parteiprogramm enthält ebenso wie das Programm Weniger erfreulich waren die Vorgänge anläßlich der Maider sozialdemokratischen Partei die Volkswahl des Bundesrathes; unruhen in Mailand. Die Urheber des Auszuges der da nun ihr eigener Programmpunkt verwirklicht werden soll, drohen 8. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Müller- Italiener aus der Schweiz waren gewissenlose, im günstigsten Falle sie mit Revolution. Schließlich geht daraus auch hervor, daß diese Magdeburg wegen Beleidigung eines Erfurter Staatsanwalts leichtfertige und urtheils lose Menschen. Diesen Eindruck mußte jeder Partei die Wahl des Bundesrathes als ihr besonderes Privilegium 2 Wochen Gefängniß. In gleicher Instanz Genosse erhalten, der diese Dinge verfolgte. Eben deshalb wäre es an- betrachtet und demselben eine kolossale Bedeutung beilegt. Rudolph Erfurt wegen Beleidigung eines Bürgermeisters gezeigt gewesen, gleich im Anfange einzugreifen und mit der den 100 M. Geldstrafe. Im gleichen Maße haben aber auf der anderen Seite die Magdeburg. 4 Monate Gefängniß Genosse Pistorius weitere Ausdehnung Schweizerbehörden eigenen Ruhe und dein bewährten Tatte die Minderheitsparteien, insbesondere die sozialdemokratische Partei, das der Bewegung zu verhindern. wegen Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen. Die größte Interesse an einer Aenderung dieser Verhältnisse, an der Sozialdemokraten haben dies in den Versammlungen wie in demokratischen Weiterentwickelung der Eidgenossenschaft. In diesem Neumünster. Ein Maurer wegen Verlegung des§ 158 der ihrer Presse gethan, leider ohne Erfolg und so nahm die un- Kampfe der Parteien, der im Grunde genommen nichts anderes als Gewerbe- Ordnung 3 Wochen Gefängniß. Zwei andere Maurer glückliche Bewegung ihren weiteren ungestörten Fortgang, bis ein Klaffenkampf zwischen den Besitzenden und Besiglosen ist, wird wegen Körperverlegung 10 Tage bezw. 10 Wochen Gefängniß. schließlich aus dem geplanten Auszuge der armen unwissenden und noch ein anderer Fortschritt gemacht werden, eine reinliche und saubere Bochum. Wegen Beleidigung zweier Knappschafts ältesten unüberlegten Italiener deren ebenso unüberlegte Auslieferung wurde. Ausscheidung der Parteien, wodurch die sozialdemokratische Partei Bergarbeiter Pokorny 100 m. Geldstrafe. Antrag: 4 Mo- Das war keine schöne That und daß damit der alten ruhmvollen an innerer Festigkeit, an Einheitlichkeit und Schlagfertigkeit nur genate Gefängniß. Schweizergeschichte tein neues Ruhmesblatt eingefügt wurde, dar- winnen tann. Darum muß auch von diesem Standpunkte aus jeber Dresden. Genosse Kühn- Mickten 30 M. Geldstrafe wegen er besteht wohl heute in der ganzen Schweiz ungetheilte ehrliche Freund des Fortschritts der Doppel- Initiative vollen Erfolg Einigkeit. München. In der Berufungsinstanz der Tischler Bauer Eine perfide und doppelzüngige Rolle spielte gegenüber den Wieder ziemlich arm war das verflossene Jahr an sozialwegen Bergehens gegen§ 158 der Gewerbe- Ordnung 20 Tage italienischen Aufständen die große fapitalistische Presse. Während sie politischen Leistungen. Auf eidgenössischem Gebiete wurde Gefängniß. Saalfeld. Wegen zwei Beleidigungen der frühere Redakteur Arbeitslöhne" Hinweist, die in Jlalien gezahlt werden; während sie von 3 ind hölzchen geschaffen, welches die völlige Beseitigung das ganze Jahr hindurch bei jeder Gelegenheit auf die„ billigen das Gesetz betreffend die Fabrikation und den Vertrieb des„ Volksblatts" 81 Tage Gefängniß. 9. Rostock. Vier Genossen wegen Theilnahme an einer nicht Industrie infolge ihrer schlechten Löhne der schweizerischen Industrie Gebrauchs von Phosphorzündhölzchen zum Zwecke hat. Das Gesez immer wieder die empfindliche Konkurrenz betont, welche die italienische der Phosphornekrose durch das Verbot der Fabrikation und des erlaubten Versammlung je 5 M. Geldstrafe. mit ihren guten Löhnen" macht und während sie das ganze Jahr wurde unterm 14. November publizirt, die Referendumsfrist läuft 10. Dresden. 20 M. Geldstrafe Genosse Beier wegen Be- hindurch die Genügsamkeit und Sparsamkeit der italienischen Ar- mit 14. Februar 1899 ab. Da offenbar von keiner Seite dagegen leidigung der Meißener Polizeibehörde. Hannover. Genosse Schramme Springe wegen Meineids empfiehlt, bestritt fie im verflossenen Frühjahr mit förmlicher Ent- abstimmung verlangt, so wird es im neuen Jahre in Kraft treten beiter lobt und sie den schweizerischen Arbeitern zur Nachahmung opponirt wird, was daraus hervorgeht, daß niemand die Volts3 Jahre Zuchthaus. rüstung, daß es sich um Hungerrevolten" handle, denn die Arbeiter können. Wider alles Erwarten ist die seit dem März 1885 Leipzig. Bauarbeiter Pietsch wegen Beleidigung 10 M. erhielten gute Arbeitslöhne", die ihnen ein rechtes Auskommen er- parlamentarisch anhängige er anken- und Unfallversiche Geldstrafe. 10. Rostock. In der Berufungsinstanz der Zimmerer Faß auf 39 Cts. für Kinder und Jugendliche, 80 Cts. für Arbeiterinnen, gearbeitet und noch ist nicht abzusehen, wann sie eingeführt werden möglichten. Die guten Löhne" betragen in Mailand bis herunter rung wiederum nicht erledigt worden. 14 Jahre wird daran schon Doberan, wegen Hausfriedensbruchs 14 Tage Gefängniß. 1,20, 1,50 bis 2 Fr. für Männer, die sich zu Mittag vor die wird. Am 26. Oftober 1890 nahm das Bolt mit 283 228 gegen 12. Dresden. Genosse Beier wegen Beleidigung eines Polizei- Fabrit in die Sonne legen und als„ Diner" ein Stid trockenes 92 200 Stimmen die neuen Verfassungsartikel an, welche dem Bunde Brot essen. Die verlogenen Darstellungen und Entstellungen das Recht zur Einführung der Versicherung geben; seitdem sind 13. Kaffel. Wegen Beleidigung eines Schulraths Genosse wurden zu dem Zwecke gemacht, um die Sozialisten als die frivolen, wieder acht volle Jahre verflossen, aber es besteht noch immer keine Garbe 300 M. Geldstrafe. gewissenlosen Hezer und Wühler, als die Urheber der Aufstände zu Versicherung. Die Berathung der Vorlagen ist in der Hauptsache beMagdeburg. 20 M. Geldstrafe Genosse Müller wegen denunziren und davon die praktische Nutzanwendung im Kampfe endet, aber mun soll kein Geld zur Subventionirung der Versicherung Beleidigung des Polizeipräsidenten. machen zu können. gegen die einheimische, gegen die schweizerische Sozialdemekratie vorhanden sein. Vor 2 Jahren wurde vom Bundesrath erklärt, daß bis 5 Millionen Franken aus den laufenden Einnahmen genommen werden könnten, nun scheint das nicht der Fall und vor Thorschluß wird erst die Finanzirungsfrage wieder aufgeworfen. Es mag das mit welche Bewandtniß immer haben, von sozialpolitischem Eifer und großer Arbeiterfreundlichkeit zeigt diese dilatorische Behandlung der Versicherung nicht. Sie ist übrigens auch noch dafür ein Beweis, Interessen genügend vertreten sind, nur nicht die zahlreichste Klasse daß in den eidgenössischen Parlamenten alle möglichen Kreise und " " " " D " unerlaubten Sammelns. beamten 20 m. Geldstrafe. = - Derselbe in der Revisionsinstanz wegen Beleidigung des Grafen v. Posadowsky 300 M. Geldstrafe. In der Berufungsinstanz die Genossen Gärtner, Kunze und Sabeli je 10 M. Geldstrafe wegen unerlaubten Sammelns. 15. Wolfenbüttel. Die Former Eier und Bührig je einen Monat Gefängniß wegen Bergehens gegen§ 153 der GewerbeOrdnung. 16. Hildburghausen. Wegen des gleichen Vergehens 7 Glasarbeiter je 5 Tage und einer 3 Tage Gefängniß. 20. Stettin. Die Zimmerer Neumann und Pieper wegen Nöthigung je 4 Monate Gefängniß. " " " OP Lübeck. Ebenfalls wegen Bergehens gegen§ 153 der GewerbeOrdnung ein Bauarbeiter 2 Monate Gefängniß. Gera. 40 M. Geldstrafe Genosse Seifarth wegen Beleidigung von Polizeibeamten. Erfurt. Der Dachdecker Herz- Mühlhausen wegen Haus friedensbruchs und Verübung groben Unfugs 9 Monate Gefängniß und 6 Wochen Haft. Mügeln. Ein Steinsetzer wegen Verübung groben Unfngs 14 Tage Haft. Waldheim. Wegen Beleidigung der Arbeitgeber- Bertreter der Orts- Krankenkasse Genosse Sachse 14 Tage Gefängniß. 21. Leipzig. In der Revisionsinstanz Genoffe e Bler Berlin wegen Anreizung verschiedener Bevölkerungsklassen zu Gewalt thätigkeiten gegen einander 1 Monat Gefängniß. Stuttgart. Wegen Beleidigung eines Schußmannes Genosse B Keil 30 M. und 2 andere je 15 M. Geldstrafe. Die gleiche Taftit wurde nach dem Genfer Attentat auf die österreichische Kaiserin versucht, aber bei der völligen AussichtsTosigkeit, damit irgendwie Eindruck zu machen, bald wieder auf gegeben. In der That kann man für den Genfer Mord das ganze offizielle Italien, die ganzen besigenden Klassen Italiens, die ganze Anarchismus, aber immermehr die Sozialdemokratie verantwortlich bestehende kapitalistische Weltordnung, unsertwegen auch noch den machen. wünschen. = der äußersten Linken ein bürgerlicher Demokrat die Anregung Diese Sachlage ist so klar, daß auf dem Luzerne Tage der Arbeiter. In den Kantonen und Gemeinden hatte die Sozialden Anarchisten bekämpfte, in Form einer Resolution die Gemeinschaft mit politik nicht mehr Erfolg, als in der Eidgenossenschaft. Das vorzügliche imd damit auch mit dem Genfer Mord Mobiliar versicherungs- Gesez des Kantons Zürich Demokratie zurückzuweisen, da das Schweizer Bolt ohnehin wisse, daß wurde in der Volksabstimmung verworfen, die Einführung der und Sozialdemokratie damit nichts zu thun Arbeitslosen Versicherung in der Stadt Zürich haben. gebung als überflüssig. Es unterblieb denn auch wirklich die angeregte Cund- vom Großen Stadtrath abgelehnt, die Einführung des städtischen Minimallohns in der Stadt Bern in der VolksDer Genfer Mord hat die politische Polizei der Schweiz abstimmung verworfen und vom Züricher Kantonsrathe zu Verfolgungen veranlaßt, wie sie in solchem Umfange feit fünfzig die Vorlage betreffend Gewerbe und ArbeiterschusJahren nicht mehr erlebt worden. Es dürften bis jetzt ca. 80, meist Gese verballhornifirt. In allen diesen Vorgängen bekundet sich feien, ausgewiesen worden sein. italienische Arbeiter unter der Beschuldigung, daß sie Anarchisten die zunehmende Schärfe des sozialen Klassenkampfs in der Schweiz. Unter diesen angeblichen des Kampfes zwischen Arbeiter und Arbeiter und Unternehmer, zwischen Anarchisten ist aber eine ganze Anzahl Sozialdemokraten, die in Ausgebeuteten und Ausbeutern, zwischen Arm und Kreich. ihrem italienischen Heimathlande wie in der Schweiz die Anarchisten marichirt aber die Sozialdemokratie erfreulich vorwärts, wie die bekämpft haben. Man kann die Ausweisung von Anarchisten, nachdem Wahlerfolge in Zürich, in Winterthur, in Bern, in Genf und sich der Genfer Attentäter mit eitler Ruhm- und Prahlsucht zu ihnen anderorts deutlich zeigen. bekannte, begreiflich finden: aber völlig unbegründet ist die Aus- Die wie in Deutschland so auch in der Schweiz seit 1895 anweisung von Sozialdemokraten, die, wo sie irrthümlich erfolgte, dauernde wirthschaftliche Prosperität hielt auch im verSpandau. In der Berufungsinstanz die Zimmerer Berle- nach geschchener Aufklärung sofort hätte zurückgenommen werden flossenen Jahre im Allgemeinen an, namentlich war auch die Maschinenwiz und Grühn 9 bezi. 2 Monate Gefängniß wegen sollen. Das Ansehen der politischen Polizei konnte dadurch nicht leiden, industrie gut beschäftigt. Die Gewerkschaftsbewegung hat Bedrohung 2c. sondern eher gewinnen, denn an ihre Unfehlbarkeit" glaubt so wie einige weitere Fortschritte gemacht. Doch wird sie keinen großen Aufso kein Mensch. In einem Lande, wo Sozialdemokraten als Minister schwung nehmen, so lange nicht die Arbeiterschaft mehr durcheinander ges in der Regierung, als Abgeordnete im eidgenössischen und in kantonalen rüttelt ist und viele Zehntausende von Arbeitern der Textil, Mas Parlamenten fizen, wo sie städtischen Magistraten angehören und in schinen-, Schuh-, Ihrenindustrie 2c. ihr Leben lang umunterbrochen allen Beamtensiellen anzutreffen sind, wo Sozialdemokraten an der am gleichen Orte zubringen, wo sie geboren und erzogen wurden Universität wie in der Bolfsschule lehren, Sozialdemokraten von der und in ihrem„ Brotgeber", der sie jede Woche ein kleines„ Löhnli" Kanzel in der Kirche predigen in einem Lande, wo die Sozial- verdienen läßt, den größten Wohlthäter der Menschheit feiern. Streits demokratie derart weit vorgeschritten ist, ist die Ausweisung von sind nur wenige vorgekommen, worunter der größte derjenige der Mannheim. 2 Monate Gefängniß Genosse Herzberg ungerechtfertigte Sozialdemokraten als solche ein Anachronismus, eine vollständig Bau- Arbeiter mit etwa 5000 Betheiligten in Genf, dagegen umsomehr Maßnahme. Bwedlos ist übrigens auch, Lohnbewegungen. Es wurden sowohl bezüglich der Arbeitswegen Beleidigung eines Kommerzienraths. praktisch betrachtet, tie Ausweisung von Anarchisten, denn zeit- Verkürzung als der Lohnerhöhung manche Erfolge errungen, 31. Effen. Wegen Beleidigung von Polizeibeamten Genosse Sa die Masse der Italiener auf niedrigster Stufe steht doch sind auch verschiedene Bewegungen resultatlos verlaufen. Alle Wegen des gleichen Delifts und ftets Zu Gewaltthätigkeiten bereit ist, so können die bezüglichen Erscheinungen: Maßregelung organisirter Arbeiter, von ihnen nach wie vor Mordthaten und Attentate ausgeführt schivarze Listen, Aussperrung, Streifbrecher 2c., kommen in der demo werden und wenn tausend Italiener als Anarchisten ausgewiesen fratischen Schweiz ebenso vor, wie anderwärts. worden wären. Hierin kann nur von Italien selbst die Besserung Das Jahr 1899 wird erfüllt sein von den Kämpfen um die Altenburg. Genosse Käppler 3 Wochen Gefängniß wegen fommen, an der aber bis jetzt einzig die Sozialdemokraten arbeiten, Doppel- Initiative, wozu im Herbst die Wahlbewegung für die Beleidigung eines Redakteurs. die zum Danke dafür von den Regierungs- Anarchisten in die Zucht- Nationalrathswahl kommt, so daß es ein richtiges Kampfjahr giebt. Potsdam. 4 Monate Gefängniß der Tischler Meißner- häuser geworfen und nach Afrika deportirt werden. Möge es die schweizerische Arbeiterbewegung um ein großes Stüd Ludenwalde wegen Majestätsbeleidigung. Wünschenswerth wäre es gewesen, wenn in der Dezemberfession vorwärts bringen! Dresden. Wegen Verübung groben Unfugs und Widerstandes der Bundesversammlung von sozialdemokratischer Seite die Ausgegen die Staatsgewalt 2c. der Steinmez Bielig 5 Monate weisungen sowie die Wahrung des Asylrechts zur Sprache gebracht Gefängniß und 2 Wochen Haft. und durch offene Kritik weitere Fehlgriffe und blinde Berfolgungen, wie sie erst in den letzten Wochen in Zürich vorgekommen, verhindert " 22. Berlin. 4 Monate bezt. 2 Wochen Gefängniß die Maurer Jänchen und Zinn wegen Erpressung. Magdeburg. Der Arbeiter Breitholz in Westerhüsen wegen Beleidigung von Polizeibeamten 1 Monat Gefängniß Breslau. Genosse 3 ahn wegen Beleidigung eines Pfarrers 2 Monate Gefängniß. l " " Bautzen. Genosse Diener Löbau wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz 15 M. Geldstrafe. Düwel 20 M. Geldstrafe. Genosse stamp 14 Tage Gefängniß. Berlin. In der Revisionsinstanz Genosse 8 u beil wegen des gleichen Vergehens 150 M. Geldstrafe. Neustadt Oberschl. Zwei Genossen wegen Bergehens gegen das Vereinsgefeß je 30 M. Geldstrafe. Insgesammt wurde erkannt auf 3 Jahre Zuchthaus, 6 Jahre, 2 Monate, 1 Woche und 1 Tag Gefängniß und 2720 M. Geldstrafe. Berlin, den 5. Januar 1899. Der Parteivorstand. Die Schweiz im Jahre 1898. Zürich, Ende Dezember. Das verflossene Jahr war für die Schweiz ereignißreich und bewegt. Auf dem Gebiete der eidgenössischen Politit ragen zwei Ereignisse, die auf den Jahresanfang und den Jahresschluß fallen, besonders hervor, nämlich die beiden Boltsabstimmungen vom 20. Februar und 13. November; in der ersten Abstimmung wurde mit 384 091 worden wären. Briefkasten der Redaktion. V Die juristische Sprechstunde wird Dienstags, Donnerstags und Reges, frisches Leben hat die Aufstellung der Doppel- Freitags abends von 7% bis 8½ 1hr abgehalten. Initiative für die Volkswahl des Bundesrathes J. K. Patent Verwerthungsgesellschaft, G. m. b. H., Berlin NW., sowie für die Proportionalwahl des National Unter den Linden 59. rathes in die Politik hineingebracht, das auch von H. K. 56. Beglaubigt vom Notar.- Niemeyer. Reklamiren Sie. längerer Dauer sein wird. Die Doppel Initiative ist voll Hannover. W. R. Hermannstr. Wiederholen Sie die Anfrage unter berechtigt, tausendmal berechtigt. So weit immer die wörtlicher Anführung der betreffenden Bestimmungen des Kontrakts. schweizerische Demokratie ausgebaut ist, es herrscht auch hier der M. B. 4. Nein. Prinzenstr. 19. Wenden Sie sich damit an die Despotismus. Es ist der Despotismus der regierenden Partei, der Reichs- Invaliditätsanstalt hier, Klosterstraße. Unterschlagung. 1. Ja. 2. Nein. R. B. 100. Nein. Radikal- Demokraten" oder Freisinnigen", wie sie sich nennen, die O. K. 1. ft strafbar mit GefängnißBayern. mit einer gewaltthätigen Ausschließlichkeit herrscht. Diese Partei trafe. 2. Nein. 3. Kommt auf den Gang des Prozesses an. 1. Fragen Sie bei der Münchener Post" an. 2. Ja. 3. Sie können sich verfügt über eine gewaltige Machtfülle. Sie wählt den Bundesrath, bie Baptere selbst beschaffen. Wernicke. Wir beantworten Fragen nicht natürlich aus ihrer Mitte, sie wählt die Bundesrichter, natürlich wieder schriftlich. Die Marke steht Ihnen zur Verfügung. Rechtsanwalt Markuse aus ihrer Mitte und sie vereinigt so die ganze Staatsmacht wie in Breslau. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Wublikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, 8. Januar. Freie Volksbühne. Friedrich: Wilhelmstädt. Theater: Wallenstein's Tob. 2. Abtheilung ( blaue Karten.) Anfang nach mittags 234 Uhr. Opernhaus. Wianon. Anf. 7. Nachm. 32 11hr: Kinder- Vorstellung. Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Montag: Lohengrin. Schauspielhaus. Auf der Sonnenfeite. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Die Lustspielfirma. Neues tgl. Opern Theater( Kroll). Madame Sans: Gène. Anfang 71 11hr. Deutsches. Cyrano von Bergerac. Anfang 72 Uhr. Nachun. 2½ Uhr: Die versunkene Glocke. Montag: Fuhrmann Henschel. Lessing. Mathias Gollinger. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Nora. Montag: Jm weißen Röß'l. Berliner. Baza. Anfang 72 Uhr. Nachut. 2 Uhr: Ein Winter märchen Montag: Das Erbe. Residenz. Mamselle Tourbillon. Vorher: Der Küchenjunge. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Trilby. Montag: Manselle Tourbillon. Vorher: Der Küchenjunge. Neues. Hofgunst. Anfang 7 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Barbaren. Montag: Hofgunst. Metropol. Die fleinen Michu's. Hierauf: Die Engelsjäger. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller. Das Lumpengesindel. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Montag: Hanneles Himmelfahrt. Abu Seid. Weiten. Fra Diavolo. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Troubadour. Montag: André Chénier. Central. Die Puppe. Anf. 7, Uhr. Nachm. 3 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Die Puppe. Luifen. Ums liebe Geld. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Kaufmann von Venedig. Montag: Um's liebe Geld. Thalia. Mein Leopold. Anfang 72 Uhr. Nachu. 3 Uhr: Der Eva- Apfel. Montag: Mein Leopold. Belle- Alliance. Graf Waldemar. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Struwwel peter. Montag: Graf Waldemar. Oftend. Der Brandstifter. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Der Brandstifter. Friedrich Wilhelmstädtisches. Onkel Toms Hütte oder: Sklavenleben in Amerika. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat. Verbotene Liebe. Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Hänsel und Gretel. Montag: Verbotene Liebe. Parodie. Emma von Falkenstein. Die eingemauerte Nonne. Anfang 7 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ansstellung. Täg lich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr:„ Die Urzeit des Menschen". Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte, Operntelephon." Apollo. Spezialitäten- Borstellung. Anfang 7 Uhr. Dieichshallen. Stettiner Sänger. Anfang 7 Uhr. Feen Palast. Spezialitäten: Vorstellung. Passage Panoptikum. Spezialt täten- Vorstellung. Schiller- Theater ( Wallner Theater). Sonntag Nach m. 3 Uhr: Maria Stnart. Abends 8 Uhr: Das Lumpengesindel, Montag 8 Uhr: Hanneles Himmelfahrt. Hierauf: Abu Seid. Dienstag 8 Uhr: Hanneles Himmelfahrt. Hierauf: Abn Seid. Central Theater Direktion: José Ferenczy. Nachm. 3 Uhr, zu halben Preisen: Die Fledermans. Operette in 3 Atten von Joh. Strauß. Abends 72 Uhr: Die Puppe( La Poupée) Operette in 3 Aften und einem Vorsptet von Ordonneau und Sturges. Musik von Ed. Audran. Montag und folgende Tage: Die Buppe( La Poupée). Ostend Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Reiseskizzen aus dem Orient. Montag: Die Urzeit des Menschen. Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Passage- Panopticum. Stündlich: Krieger des Mahdi. ( Männer, Frauen und Kinder.) 40 Leute vom Sudan. Castan's Panopticum. Die SIOUXINDIANER sind da! Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Nachm. 3 Uhr: Volks- Vorstellung zu kleinen Preisen. Der Kaufmann von Venedig. Porzia Hedwig Golandt vom Stadt- Theater in Augsburg a. D. Novität! Abends 8 Uhr: Novität! Um's liebe Geld. in vier Aften von Johannes Eißner. Boltsstück mit Gefang Musik von F. Krause. Montag und folgende Tage: Um's liebe Geld. Metropol- Theater. Behrenstr. 54/57. Dir. Rich. Schultz. Heute Sonntag, den 8. Januar: Bum 13. Male: Die kleinen Michu's. Operette in 3 Aften v. André Messager. Hierauf: Die Engelsjäger. Ballet in 14 Bildern von J. Negel und J. Bayer. Nachmittag fällt das Konzert aus. Anfang d. Abend Vorstellung 712 Uhr. Morgen Montag und folgende Tage: Diefelbe Borſtellung. Volks- Theater im Welt- Restaurant Dresdener: Straße 97. Dir.: A. Kollg. Art. Leiter: A. Runge Täglich: Große Gala Spezialitäten: und Theater Vorstellung. Novität! Durch die Blume. Große Ausstattungs- Operette. Unter Polizei- Aufsicht. Gesangsp. Rudi Saberto, phänomen. Jongleur., Rudinis, Zauberparodisten. Sonntags 6 Uhr. Wochent. 8 Uhr. Anfang: Ende 11 Uhr. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Neu! Neu! Täglich: Eine Sommerwohnung in Charlottenburg. Poffe von A. Anno. Grosser Erfolg der vorzüglichen Grotesque- Duettisten Les soeurs Bonheur. Auf allgemeines Verlangen: Zank- Tenfelchen! Liederspiel von R. Linderer. Musik von Kölle. Tägl. wechselndes Programm. Wochent. 72 Uhr. Anfang:• Sonntags 61 Uhr. Gutree: Wochentags 30 Pf. Sonntags 40 Pf. Freie Volksbühne. Zur 6. Abtheilung gelangen die Mitgliedskarten von heute an für die bereits aufgenommenen Mitglieder zur Ausgabe. Neue Mitglieder werden bei schleuniger Meldung noch in allen Zahlstellen aufgenommen. Eintrittsgeld 65 Pf. Beitrag 65 Pf. II. Abtheilung heute Nachmitt. 23 Uhr, im FriedrichWilhelmstädt. Theater: 228/1 Wallenstein's Tod. III. Abtheilung nächsten Sonntag: Dieselbe Vorstellung. Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Louis Keller's Festsäle. Koppenstraße 29. Koppenstraße 29. Grösstes u. schönstes Etablissement der Residenz. Heute, Sonntag: Grosse Spezialitäten- Vorstellung Konzert mit darauf folgendem Ball. Entree 30 Pf. 6752* 2 Orchester. Anfang 52 Uhr. Louis Keller. Molkenstrasse 12, ,, Alt Berlin",( Molkenmarkt). Montags: Wellfleisch. Dienstags: Frische Wurst. Hermann Gärtner. 675* Soeben beginnt neuer Jahrgang: IN- FREIEN STUNDEN Muitien ( Berolina- Festsäle, Shönhauser Allee 28 ILLUSTRIRTE ROMAN Wörtherstraße. Jnh.: Gustav Brochnow. Große und fleine Säle für Vereine und Versammlungen. Vereins Zimmer. 2 Kegelbahnen noch zu vergeben. 429L* Etablissement Süd- Ost, Waldemarstr. 75. Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen. [ 494L* Jeden Sonntag: Gr. Ball. H. Brüder. Oranien- Hallen. I Oranienstrasse 51- vis- à- vis der Prinzessinnenstrasse. Juhaber: Hermann Scholze. Täglich: Novität! Am Moritzplatz. Novität! Borzugsbillets haben Giltigkeit. Rübezahl's Berggeifter. Moabiter Gesellschaftshaus, Alt- Moabit 80-81. Jeden Sonntag u. Mittwoch: Ensemble- Szenen- Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Passe- partouts werden jetzt, für das ganze Jahr giltig, vergeben. 5 Solisten. Bei gänzlich freiem Entree. An Sonn- und Festtagen Anfang 5 Uhr, an Wochentagen 6 Uhr abends. Täglich von 12-2 Uhr mittags: 1 Frühschoppen- Konzert. Angenehmer Familien- Aufenthalt. Speisen à la carte. [ 527L* Solide Preise. Geöffnet bis 1 Uhr nachts. Apollo- Saal, Sebastianstraße Nr. 39, an der Alten Jakobstraße. Jeden Sonntag, Montag, Donnerstag und Sonnabend: Ball. Einige Otto Spiegelberg. Sonnabende noch an Vereine zu vergeben.[ 5982*] Beuthstrasse Cohn's Festsäle, Wochentags 7 Uhr. Thalia- Theater. Anfang: Sonntags 5 Uhr. Dresdenerstr. 72/73. Nachu 3 Uhr, bei ermäßigten Preisen: Der Eva- Apfel. Abends 72 Uhr: Gastspiel Emil Thomas Mein Leopold. Original Boltsstück mit Gesang in 3 Atten( 6 Bildern) v. Adolph L'Arronge. Musik v. N. Bial. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Olympia- Theater Karlstr.( Circus Renz) Karlstr. Heute: Zwei große Vorstellungen. Nachm. 32 Uhr: Dornröschen. Besonders herporzuheben: Die Bärenjagd. Der Kampf mit dem Riesendrachen. Der Hampelmännertanz. Die Bonbon- Kanone. Halbe Preise. 1 Kind frei. Abends 8 Uhr: Mene Tekel. Entree 30 Pf. C. Peters. Reichshallen. Stettiner Sänger ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Nöht, Schneider und Schrader.) Zum Schluß: Pepita vor Gericht. Ensemble von Meyfel. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pt. Num. Balkon 75 Pf. Balkon- Loge 1 M. Orch.- Loge 1,50. Fremden- Loge 2 M. Tageskaffe von 11-1 Uhr. Montag: Anfang 8 Uhr. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Concerthaus Direktion: J. M. Hütt. Täglich: Grosses Konzert der Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn Otto Görner und Grosse Spezialitäten- Vorstellung unter Regie des beliebten Humoristen Gustav Kluck. Das vollständig neue Januarprogramm. Anf. Wochent. 612 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. Entree Wochent. 10 Bf., Sonnt. 30 f Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Das erfolgreiche Januar- Programm. Neu! Um 82 Uhr: Neu! Endlich zu Zweien. Gesangspoffe von Joh. Eißner. Lehmann: Richard Winkler. Jm Spezialitätentheil besonders hervorzuheben: Fred Dewey. Gebr. Kleselly. Louise v. Dolffs. Gebr. Vero. Michaelainko- Gesellschaft, Ruff. Orig. Sänger u. Tänzer. Anfang 72, Sonntags 6 Uhr. Vorverkauf Vorm. v. 11-1 Uhr. Leipzigerstr. No. 48. Täglich: Hoffmann's Quartett Humoristen Anfang 8 Uhr. Sonntag 7 Uhr. Bum Schluß: Das Versprechen hinterm Herd. CIRCUS BUSCH Sonntag, den 8. Januar 1899: 2 gr. brillante Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr: ( 1 Kind unter 10 Jahren frei, weitere Kinder unter 10 Jahren zahlen auf allen Plätzen halbe Preise.) 1. a. fommt zur Aufführung: Bär und Schildwache, höchst tom. Inter mezzo. Vorführung von Schul: und Freiheitspferdent. Bal masqué. Oskar Lee mit seinen dressirten Thieren. In der Tanzstunde, große Quadrille, ge: ritten von 8 Damen und 8 Herren. Das lebende Monument. Auftreten sämmtlicher Nachu. 8 Ugr, ju treinen Breifen: Mähr's Theater frowns unb fuguſte wit 3 zu Wilhelm Tell. Abends 72 Uhr: Bum 15. Male: Der Brandstifter Sensationelles Ausstattungsstück mit Gesang in 5 Atten( 12 Bildern) von G. Ofontowsty. Musik von 2. Fall. Im Tunnel von 52 Uhr an Frei Konzert. Montag und folgende Tage: Der Brandstifter. Oranienste. 24. Schnapphahu, Finke& Schraube Poffe mit Gefang und Tanz. neu! Valori's Gesangsbuett. Neu! Fuchs mit selbstverfaßt. Schlagern. Anfang an den Wochentagen 8 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. Avis! Donnerstag, 19. d. Mts.: Benefiz für Willy Harnisch. ihren besten Späßen. Abends 712 Uhr: PERSIEN. Besonders hervorzuheben: Ritt über die hundert Fuss hohe Burgmauer. Außerdem: Die neuen Freiheits: dreſsuren des Dir. Busch. Auftreten des beliebten Schulreiters Herrn Burkhardt- Foottit. Aufttreten der besten Reitfünstlerinnen und Künstler mit den besten Nummern ihres Repertoirs. Elite: Afrobaten Relampagos. 62421 No. 19. Sonntag, der 29. Jannar, ist frei geworden. Vereinsbrauerei- Ausschank Rixdorf Herrlicher Garten und große Säle. 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Empfehle meinen großen Saal, Vereinszimmer f. 20-80 Personen, Restauration. Mittags: u. Abendtisch. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Carl Fischer. Die Lieder des Musikanten. 35L Voltsstück mit Gesang in 5 Aften von Rudolf Kneisel. Nach der Lanzkränzchen. Borstellung: Montag: Dieselbe Vorstellung. Urania Wrangelstrasse 10/11. Jeden Sonntag:[* Grosser Ball. Anf. 4 Uhr. Siehe Anschlagfäulen. Empfehle mein Lokal zu Fest: lichkeiten und Versammlungen. Die Festsäle und der Garten werden vom 1. April 1899 wieder an Gewerkschaften, Gesangs, Theater: und Bergnügungs: Vereine unter toulanten Bedingungen zu Festlichfeiten vergeben. Nechtzeitige Meldungen erwartet Julius Wernau, 6322*] Gastwirth, Schwedterstr. 23/24. Gr. Frühstücks-, Mittagsund Abendtisch. Liebehenschel, Mariannenstr. 48. H. Krieger's Festsäle * Dr. Lehrich, Spezialarst f. Sant: n. Haruld., Beingeschwüre und Lupus. An der Stadtbahn 24, ( am Bahnhof Alexanderplat.) Sprechst.: 9-12 und 3-6. Freitags teine. 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Tietz) und der Gesangshumoristen Gebrüder Oestreich. Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Wolfgang Heine. Theater- Vorstellung. Anfang 8 Uhr. 240/1 ( Nachzahlung für den Ball 30 Pf.) Ball. Billets à 25 Pf. auf allen Zahlstellen zu haben. Der Vorstand. Gedenk- Feier erfte zur Erinnerung an die vor 30 Jahren gegründete erfte Organisation der Maurer Deutschlands veranstaltet von den Bahlstellen Berlins u. Umgegend des Zentral- Verbandes der Maurer am Freitag, den 13. Januar 1899, in Keller's Festfälen, Koppenstraße 29, bestehend in Konzert unter Mitwirkung der Gesangvereine Meinen verehrlichen Kunden und Bereinen zur Nachricht, daß ich meine seit 1 Jahren verpachtete Maskenund Theater- Garderobe. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 8. Januar, Abends 7 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 19/20( grosser Saal): Vortrag des Reichstags- Abg. Wolfgang Heine über: Die Schätzung der Persönlichkeit im alten und neuen Recht. Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. wieder persönlich übernommen habe. Nach dem Vortrag: Gemüthl. Beisammensein und Tanz. Ww. Hulda Eimer, NO., Weberstr. 17, I. Achtung! Am 3. Februar er. beginnt ein neuer sechsmonatlicher Abendkursus f. Elektromonteure. Maschinisten, Installateure und Zeichner. Honorar monatlich 6 Mark. Stellungsnachweis Dienstag oder Donnerstag( Näheres in nächster Nummer), Abends 8 Uhr, in Keller's grossem Festsaale, Koppenstrasse 29: 4/1 Vortrag des Reichstags- Abgeordneten August Bebel. Eintritt 10 Pf. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Buchbinder! Achtung! Buchbinder! Zentral- Kranken- und Begräbnißkaffe der Buchbinder.( E. H. 33.) Verwaltungsstelle Berlin. Den Mitgliedern obiger Kasse zur Mittheilung, daß von mehreren nach Beendigung des Kursus bei den Mitgliedern am Sonnabend, den 21. Januar 1899, größten Firmen Deutschlands auf Grund schriftlicher Zujagen. Anmeldungen jederzeit im Bureau der Elektra, G. m. b. H, Prinzenstrasse 55, I. Man verlange Prospekte( gratis). 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Um rege Betheiligung der Kollegen bittet Freireligiöse Gemeinde zu Berlin. Sonnabend, den 21. Januar 1899, im gr. Festsaale des Elysiums, Landsberger Allee Nr. 40: Gr. Wiener Masken- Ball. = Billets à 50 Pf. find bei folgenden Komitee Mitgliedern zu haben: D. Jänide, Rirdorf, Reuterstr. 24, Stfl. 4 Tr.; P. Kuhirte, Prenzlauer Allee 204, H. 4 Tr.; Frau Kohlhardt, Alexandrinenstr. 41, H. 1 Tr.; G. Bohne, Brunnenstr. 141,§. 2 Tr.; E. Kornetky, Fürstenwalderftraße 11, v. 3 Tr.; A. Voigt, Neu Cölln a. W. Nr. 2 im Keller; J. Lüzler, Kl. Markusstr. 27 bei Schulz und an allen bekannten Verkaufs stellen und in unseren Versammlungen. [ 3247b Achtung! Andreas- Festsäle Adtung! 21 Andreasstraße( Inhaber: Stechert.) Andreasstraße 21. Sonntag, den 15. Januar 1899; 8. Stiftungs- Fest bes Lese- und Diskutirklub ,, Süd- Ost" bestehend in Vokal- und Instrumentalfonzert unter Mitwirtung der Gesangs Abtheilung adel", des berühmten Ult- Trio und The Boiset's fomisch- atlethisch. Balance: Alt. Feftrede, gehalten vom Genossen Dr. Paul Bernstein. Prolog, gesprochen vom Genossen Albert Massini. Von 5 Uhr im fleinen Saal: 100/1 Tanz. Nachdem: Grosser Ball. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang 4 Uhr. 100/1 Um recht zahlreichen Besuch bittet Programm 25 Pf. Das Komitee. Arbeiter- Radfahrerverein Berlin Sonnabend, den 14. Januar 1899, im ,, Böhmischen Brauhaus", Landsberger Allee 11-13: Grosser Maskenball. Bis Abends 9 Uhr geöffnet. Aufang 9 Uhr. 19/14 135/15 Spezialität: licher und empfind, Das Fest- Comitee. licher Personen. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, den 21. Januar 1899, in den Gesammträumen des ,, Böhmischen Brauhauses", Landsberger Allee 11-13: 8. Stiftungs- Fest. Streichquartett u. Instrumental- Soli- Solo- Gesänge. Mitwirkende: Herren Felix Schmidt, Emil Rietsch, Hugo Golisch, Paul Neumann., Herr Alex. Heinemann( Bariton). Frl. Martha Kröning( Sopran). Frl. Neumann( Klavierbegleitung). Herr Nelson( Klavierbegl.) Fest- Rede, gehalten von Wilhelm Liebknecht. Während der einzelnen Vorträge bleiben die Saalthüren geschlossen. Das Rauchen ist vor und während des Konzerts nicht gestattet. Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pf. incl. Programm und Liedertexte. Garderobe 15 Pf. Nach Beendigung des Konzerts in beiden Sälen: Tanz. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets sind in den Zahlstellen der Schule und der Freien Volksbühne" zu haben. Die Fest- Kommission. 4/3 Hülfe" Hülfe Unfallsachen, Klagen, Eingaben Shne ärztliche Untersuchung tann jede männliche sowie auch jede weibliche Person im Alter vom 14. bis 60. Jahre der Krankenkasse Hülfe“ für äußerst billige Monatsbeiträge bei: treten. Prospekte und Auskunft im Bureau der ,, Hülfe" fostenlos. Berlin SO., faligerstr. 82 I. ( Am Schlesischen Thor.) 5932* Bahlstellen und Agenten allerorts gesucht! Bis Abends 9 Uhr geöffnet. Stegliterstr. 65. 10/59 Conrad Eschenbach, [* Musikinstrum.- Fabrik, Markneukirchen Nr. 84. Garantie: Umtausch oder Geld zurück. Preisliste gratis und franko. Inventur- Ausverkauf. Nach Beendigung der Inventur habe ich das übernommene Lager in Herren- und Knaben- Garderoben, Schuhwaaren, Cigarren und Cigaretten, Manufacturwaaren, Hüte, Schirme etc. im Preise bedeutend heruntergesetzt und gewähre ausserdem wegen Schleuniger Räumung desselben, da es mir durch Einziehung sämmtlicher Filialen an Platz mangelt, auf die in Zahlen deutlich ausgezeichneten Preise einen Rabatt von 5-10 pct. Jeder Käufer erhält bei einem Einkauf von mindestens Mk. 3, eine Reiseflasche mit feinstem Liqueur nur eigenes gratis! Fabrikat) Jacques Raphaëli, Inh. Th. Büsing Berlin C., An der Spandauer Brücke 2. Bis Abends 9 Uhr geöffnet. 2 Bis Abends 9 Uhr geöffnet. in der Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57, ein Großer Wiener Maskenball veranstaltet wird, dessen Ueberschuß zum Besten franter ausgesteuerter Mitglieder bestimmt ist. In Anbetracht des guten Zweckes ist eine zahlreiche Betheiligung erwünscht. Ginlaßtarten à 50 Pf. find in sämmtlichen Zahlstellen, im Bureau des Verbandes, Annenstr. 50, sowie bei den Komiteemitgliedern zu haben. Abendtaffe findet nicht statt. Anfang 8 Uhr. Das Komitee. J. A.: Wilhelm Hinz, Prinzenftr. 66. NB. Die Zahlstellen bleiben an diesem Abend geschlossen. [ 23/2 Arbeiter- Bildungs- Schule Unterrichtsfach Annenstrasse 16, 1 Treppe. Lehrplan für das I. Quartal 1899. UnterLehrer richtsAbend Behandelter Lehrstoff NationalOekonomie. Haushalt und Konsum Lohneinkommen und Lohnbildung; Zahlungswesen, Check- und Ausgleichs- Verfahren; Produktionskosten im Grossbetrieb und gewerkschaftliche Aufgaben. Schriftsteller Richard Calwer Montag RedeReferate und Diskussion über Themata aus dem wirthschaftlichen, sozialen und gewerkschaftlichen Rechtsanwalt Dr. Roth. Donnerstag. Leben. Schriftsteller Dr.Rudolf Steiner. Freitag Uebung. Geschichte. Geschichte vom 16. Jahrhundert bis auf die Jetztzeit mit besonderer Berücksichtigung des geistigen Lebens. Der Unterricht beginnt in National Oekonomie Montag, den 16. Januar; Rede- Uebung Donnerstag, den 19. Januar; Geschichte Freitag, den 20. Januar. Jeder Kursus erstreckt sich auf 10 Abende und beginnt pünktlich um 9 Uhr und endet pünktlich um 211 Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an diesen Abenden von 8-9 Uhr und in der Pause geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf.; das Unterrichtsgeld für jedes Fach beträgt pro Kursus 1 M. und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Der erste Abend jedes Kurses steht jedermann zum unentgeltlichen Besuch frei. Ausserdem finden in kurzen Zwischenräumen SonntagsVersammlungen statt. Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt-am besten bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Annenstrasse 16 und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstr. 42; Schiller, Rosenthalerstrasse 57; Gleinert, Müllerstr. 7 a. Alle Zuschriften sind an den Vorsitzenden Hermann Lammé, Tempelhof- Berlin, Berlinerstr. 36, Geldsendungen an den Kassirer H. Königs, Berlin S. 59, Dieffenbachstr. 30, zu senden. 4/2 Der Vorstand. Achtung! Elektrotechnischer Unterricht. ,, Electron", Spezial- Lehranstalt für Elektrotechnik. Zweigniederlassung der Westfälischen Elektrizitätswerke Alleiniger Inhaber G. Jackson- Betriebsingenieur M. Frank. Ausbildung von Elektrotechnikern beziv. Elektromonteuren, Jite stallateuren, Maschinisten und Zeichnern, Vorbereitung für den elektrifchen Voll, Klein und Straßenbahnbetrieb. Da jahrelange Verbindung mit ersten Firmen, Stellennachweis nach Absolvirung angesichert. Aelteste, leichtfaßlichste Lehrmethode am Plate( System Frank). Honorar monatlich 5 Mart. Dauer des Kursus 5 Monate. Jede weitere Ausgabe als Honorar ausgeschlossen. Geräumige, urit elektrischem Bogenlicht ausgestattete Hör: und Zeichenfäle; erprobte tüchtige Lehrkräfte. Es werden fämmtliche für Praktiker zweckdienlichen Fächer der Starkstromtechnik praktisch gelehrt. Für vollständige, gewissenhafte Ausbildung wird garantirt. Der nächste Kursus beginnt am 15. Januar 1899. Der Unterricht findet wöchentlich Abends zweimal von 8 bis 10 Uhr statt. Anmeldungen baldigft Abends von 4-9 Uhr, Sonntags von 9-12 Uhr im Bureau des ,, Elektron", Lehranstalt für Elektrotechnik, 99. Alte Jakobstraße 24( Jakobshof). Es wird gebeten, meine Lehranstalt nicht mit ähnlichen in Berlin existirenden Anstalten zu verwechseln. teppdecken Stepp kauft man am 32766 Blaue Werkstatt- Anzilgé Qual. Hustuch- Anzug nur. 2,50 ff. Keper 99 19 92 99 99 4,50 Pilotanzüge, 6,50 Werkstatthose, rau gestr. 4, billig! besten und billigsten Mechaniker- Kittel enorm nur direkt in der Fabrik B. Strohmandel, Berlin S., wo 72, Wall- Strasse 72, C. Flan& Co., Spezialfabrisation, Ropnickerstr. 111. Kein Ladel e and alte Deden aufgearbeitet Maskengarderobe werden. 6728* Alte Fahrräder Gr. 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Täglich erscheinende Zeitungen. Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. Gewerkschaftspreffe Deutschlands., Burgstädt Die Boltsstimme" Augustusstraße. Chemnik Der Beobachter" Gartenstr. 29. Crefeld Niederrheinische Boltstribüne" Breitestr. 44. Dortmund Westfälische Boltstribüne" Lüdenscheid, Louisenstr. 7. Dresden„ Der Voltsfreund" Gerbergaffe 1. Falkenstein„ Vogtländische Volkszeitung", Anzeiger für Stadt und Land. Forst i. L. Märkische Voltsstimme" Frankfurterstr. 11. Gotha Voltsblatt für die Herzogthümer Coburg und Gotha" Mohrenberg 7. Greiz Reußische Bolts- Zeitung" Untere Silberstr. 1. Halberstadt Halberstädter Arbeiterzeitung" Batenstr. 37. Königsberg i. Pr. Volks- Tribüne" Knochenstr. 32 p. Offenburg i. B.„ Boltsfreund" Kesselstraße 12. Altenburg Altenburger Volkszeitung" Kunstgaffe 12. Rostock Mecklenburgische Volkszeitung" Hopfenmarkt 19. Baut Norddeutsches Voltsblatt" Neue Wilhelmshavener Solingen Bergische Arbeiterstimme" Raiserstr. 29. straße 38. Straßburg i. E. Frete Bresse für Elsaß- Lothringen" Schiltigheim, Bischweilerstr. 23. r. 20. Bielefeld„ Volkswacht" Schulstr. 20. Bochum Boltsblatt" Johanniterstr. 10. Brandenburg Brandenburger Zeitung, Märkisches Boltsblatt", St. Annenstr. 33. Braunschweig Braunschweiger Voltsfreund" Kannen gießerstr. 13. " " Zwickau i. S. Sächsisches Voltsblatt" Richardftr. 15. Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Aachen Aachener Boltsblatt" Kurhausstr. 14. Breslau„ Die Wahrheit" Neue Graupenstr. 5/6. " Langenbielau Der Proletarier aus dem Eulengebirge" Ober- Langenbielau, 2. Bezirk. I. Quartal 1899. Dreimal wöchentlich erscheinend. Correspondent für Deutschlands Buch bruder und Schriftgieß er", Salomonftr. 8. Leipzig Wöchentlich erscheinend. Altenburg Correspondent für die Arbeiter und Ar beiterinnen der Hut- und FilzwaarenIndustrie", Wilhelmstr. 2, parterre. Berlin Die Ametse", Organ des Porzellan arbeiter Verbandes, Charlottenburg, Marchstr. 22 I. " Bildhauer- Zeitung", Neanderstr. 3. " Die Einigkeit", Organ der VertrauensmännerBentralisationen Deutschlands, Reichenbergerstr. 15. Allg. Fahr: Zeitung", Schüßenstr. 58. " Der Gastwirthsgehilfe", Jüdenstr. 36. " Der Steinarbeiter", Rixdorf, Steinmezstr. 14. Bochum„ Deutsche Berg und gund Hütten arbeiter Beitung". Bremen Deutsche Böttcher Beitung", Langeftr. 100 I Gotha Schuhmacher- Fachblatt", Mohrenberg 7. Hamburg Correspondenzblatt der Generalfor mission der Gewerkschaften Deutschlands", Zollvereins- Niederlage, Wilhelmstr. 8 I. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Hankenstr. 21/22. Bremerhaven„ Norddeutsche Volksstimme" Am Markt 6. Delmenhorst Delmenhorster Boltsblatt" Koppelstr. 6. Burgstädt Der Textilarbeiter", Marienstr. 285. Breslau„ Volkswacht" Neue Graupenstr. 6. Caffel Boltsblatt für Hessen und Waldeck" Hohenthorstr. 2. Deffan Boltsblatt für Anhalt" Ballenstedterstr. 5. Dortmund Rheinisch- Westfälische Arbeiter- Zeitung" Westenhellweg 120. Dresden„ Sächsische Arbeiter Beitung" 8wingerstr. 22. Düsseldorf Niederrheinische Boltstribüne" Graf Adolphstraße 43. Elberfeld Barmen Freie Breffe" Kleine Klogbahn 10. Erfurt„ Tribüne" Futterstr. 7 p. Saalfeld Thüringer Boltsfreund"( Thür. Waldpost) Rosmaringaffe 15. " Thüringer Boltsblatt"( Schwarzburger Volksfreund) Rosmaringasse 15. Neustädter Voltsblatt" Rosmaringasse 15. Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Frankfurt a. M. Boltsstimme" Großer Hirschgraben 17. Bant Die Nord- Wacht" Neue Wilhelmshavenerstr. 38. Fürth Fürther Bürger- Zeitung" Königstr. 95. Gera Reußische Tribüne" Bichochern 54. " Halle a. S. Boltsblatt für Halle" Geiststr. 21. Hamburg Hamburger Echo" Gr. Theaterstr. 44. Harburg Boltsblatt" Großer Schippsee 4 p. Hannover„ Volkswille" Burgstr. 9. Hof Oberfräntische Volkszeitung" Lorenzstr. 23. Kiel Schleswig- Holstein'sche Volts- Zeitung" Bergstr. 11. Köln Rheinische Zeitung" St. Agatha 3. Leipzig Leipziger Boltszeitung" Mittelstr. 6/7. Ludwigshafen Pfälzische Post Dggersheimerstr. 10. Lübeck Lübeder Boltsbote" Johannisstr. 50. Lüneburg Lüneburger Boltsblatt" Altstadt 20. Magdeburg„ Boltsstimme" Breiteweg 127. Mainz Mainzer Boltszeitung"( Hessische Boltsstimme") Margarethengaffe 13. Mannheim Boltsstimme" R. 3, 14. München Münchener Post" und" Augsburger Bolts zeitung" Senefelderstr. 4 I. Berlin Gazeta Robotnicza" Andreasstr. 78a. Braunschweig„ Der Landbote" Kannengießerstr. 13. Effen Der Weckruf" Brüningstr. 8a. Gieken Mitteldeutsche Sonntags: Beitung" Kirchen play 11. Halberstadt Sonntags- Beitung" Bakenstr. 37. 09 Monatlich einmal erscheinend. Hanau Der Bauernfreund" Philipp Ludwigs- Anlage Wikblätter( Erscheinen aller 14 Tage). München„ Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Stuttgart" Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Jllustrirte Unterhaltungsblätter. " Der Arbeiter"( für Bau und Hilfsarbeiter) Eilbeck, Konventstr. 5. „ Glud auf!"( für& ormer), Hamburg- Gilbeck, Konventstr. 5. " Der Grundstein"( für Maurer), St. Georg, Nene Brennerstr. 19 I. " Holzarbeiter Beitung", Eimsbüttel, Bismard ftraße 10. " Bruder Schmied", Uhlenhorst, Herberstr. 21, Haus 8 II. Aller 14 Tage erscheinend. Altenburg Einigkeit", Publikationsorgan für die deutschen Müller und Konditoren, Pfeffer und Lebfüchler- Verbände, Mauergasse 4b. Berlin„ Der Courier", Bentralorgan für die Interessen der im Handels, Transport und Verkehrsgewerbe beschäftigten Arbeiter Deutschlands, C., Heiligegeiststraße 15, Hof part. " Die Gewerkschaft", Organ für die Intereffen der Arbeiter in Gasanstalten und sonstigen städtischen Betrieben, Berlin 14, Neue Jakobstr. 26. " Handlungsgehilfen Blatt", C. Linienstraße 25 II. „ Der Handels Hilfsarbeiter", Organ für alle im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter Deutschlands, C., Kommandantenstraße 25 I. „ Lederarbeiter Beitung", N., Prinzen- Allee 90. Sattler und Tapezirer Beitung", N., Jn validenstraße 118. " Allg. Steinfeger: Beitung", NW., Waldenserstr. 18. " Solidaritä t", Organ aller im graphischen Berufe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, ChauffeeStraße 52. Braunschweig Barbier- u. Friseur- Zeitung", Rosenhagen 5. Frankfurt a. M. ,, Neue Deutsche DachdeckerBeitung", Buchgaffe 10. " Hamburg Deutsche Bäder Beitung", Organ des Bäcker- Verbandes, Jdastr. 15/17. " Der Schiffszimmerer", Gilbeck, Konventstr. 5. Gärtner Beitung", Organ für die Interessen der Gärtner und ihrer freien Vereinigungen, Marktstraße 10, H. 1 p. Eilbeck, Wandsbecker " Der Kupferschmied", Chauffee 180 II. Der Seemann", Konventstr. 5. Hannover Der Proletarier"( für Fabrit 2c. Ar= beiter und Arbeiterinnen), Leinstr. 31 III. Leipzig Reudnik Zeitschrift für Graveure und Biseleure", Rohlgarten 30 I. Georg Wagner. „ Correspondenzblatt der Tapezirer", Ge meindeftr. 19 I. 2 " Fachzeitung für Schneider", Lehmweg 41 II. " Vereins- Anzeiger für Maler 2c.", Barinbeck, Bogel- Pforzheim„ Der Goldarbeiter", St. Georgenstr. 50. weide 19. Der Zimmerer", Barmbeck, Feßlerstr. 28 I. Leipzig Buchdrucker W a ch t", Mittelstr. 7. Leipzig" Der Tabatarbeiter"( für 3igarren arbeiter), Mittelstr. 7. 2 9. Leipzig- Schkeudit Graphische Presse", Schkeudig. Linden- Hannover Brauer Beitung", Burgstr. 9. Löbtau Dresden Der Fachgenoffe"( für Glass, Borzellan: u. Thonwaaren- Arbeiter), Reisewigerstr. 34. Nürnberg Deutsche Metallarbeiter Beitung", Weizen ftraße 12. Nürnberg Fräntische Tagespost" Weizenstr. 12. Offenbach Offenbacher Abendblatt" Große Marktftr. 25. Saalfeld Saalfelder Boltsblatt" Rosmaringasse 15. Stettin, Bolts- Bote" König Albertstr. 15. Berlin Jn freien Stunden" Beuthstr. 2 SW. 19. Gr Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. scheint in Wochenheften. Würzburg Fränkische Vollstribüne" Stifthaugerpfaffen- Hamburg Die Neue Welt" Große Theaterstr. 44. gaffe 3. fcheint wöchentlich einmal. Offenbach a. M. Die Glafer 8eitung". Stuttgart Buchbinder- 8eitung", Heusteigstr. 30. Der Handschuhmacher", Gierstr. 21 II. Zwickau Glück auf!"( für Bergarbeiter), Rosenstraße 25 II. " Monatlich dreimal erscheinend. Der Töpfer"( Fachblatt für Töpfer und Ziegler), Rosenthalerstr. 57. Er- Berlin Stuttgart" Die Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen, Furthbachstr. 12. Monatlich einmal erscheinend. Berlin Der Bäcker", Organ für die Interessen ber Bäckergesellen Berlins und Umgegend, Klosterstr. 101. " Correspondenz Blatt des Verbandes der im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands", Chauffeestr. 43, 4 Tr. Der Bureau- Angestellte", N., Arkonaplatz 3 II. " Deutscher Waschinist und Heizer", Organ der Maschinisten und Berufsgenossen Deutschlands, SO., Püdlerstr. 55. * Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir zu Beginn jeden Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Adreßoder sonstige Veränderungen bitten wir uns behufs Vormerfung mittheilen zu wollen. Berlin, den 2. Januar 1899. Der Parteivorstand. Ein lehrreicher Krankenkassen- Bericht. gewirt. Nun bemühte man fich, den kleineren Kassen Jahre auch eine Studienreise in Deutschland machen, um sich über B " ber Drechsler im Sinne bes dargelegten Planes seitens der Behörden gemacht wurden. Der Verband ließ in diesem die Geschäftsgebahrung zu erleichtern und in dieselbe Klarheit die Kasseneinrichtungen bei uns auf das Eingehendste informiren Auch in Oesterreich ist das Krankenkassenwesen vielgestaltig or- und Einheitlichkeit zu bringen, es wurde für die Angestellten der zu lassen. ganisirt, es giebt auch dort freie Hilfstassen, Genossenschafts- Kranten Verbandstassen ein Buchhaltungsfurs eingerichtet, eingerichtet, einheitliche Im Jahre 1895 hatte sich die Thätigkeit des Verbandes durch faffen( Innungs- Krantentassen), Bezirks- Krankenkassen( Orts- Kranken- Geschäftsbücher eingeführt und den Verbandsbeamten bei Anlegung das neu geschaffene, enge Startellverhältniß mehr als verdoppelt. faffen), Betriebs- Krantentassen 2c. der Bücher Unterstüßung gewährt. Schon damals war man bestrebt, 8u jener Zeit tauchte der nun auch bald in Erfüllung gebende Plan Entsprechend der wirthschaftlichen Rückständigkeit Desterreichs und für die fleineren Strantentassen gemeinschaftliche Kassenbeamten an- auf, ein eigenes Verbandshaus zu erbauen, dort alle Verbandswegen der dort seit weit mehr als einem Jahrzehnt bestehenden zustellen und gemeinsame Kaffenlofale aufzunehmen. Gegen Apotheken, bureaus zu zentralisiren und eine Poliklinik dabei zu errichten, Bwangsgenossenschaften, gewannen die Genossenschafts- Krankenkassen Aerzte, Behörden suchte man gemeinsam die Kasseninteressen zu ferner in den einzelnen Bezirken Ambulatorien zu schaffen, in Sort eine weit größere Bedeutung als die Innungs- Krankenkassen in wahren, man traf private Uebereinkommen mit den Unfallversicherungs- welchen alle nicht an das Bett gefeffelten Seranken ärztlich behandelt Deutschland. Vor allem in Wien mit seinem noch an Bahr Anstalten wegen der Behandlung der durch Betriebsunfälle ge- werden sollten, während den Kassenärzten die Behandlung der zu übermächtigen, wirthschaftlich aber rasch dem Verfalle ent- schädigten Mitglieder. Gemeinsam mit dem Verbande der Arbeiter Sause in Pflege befindlichen Versicherten belassen werden sollte. gegengehenden Handwerk mußten auf Grund des Ge- Kranten und Unterstützungsvereine( freie Hilfskaffen) wurde ein In diesem Jahre wurde auch in Wien ein Krankenkassentag abgehalten, seges über die Krankenversicherung der Arbeiter zahlreiche Ge- Blatt, der Arbeiterschus" gegründet, das die Intereffen der Ver- der die österreichischen Krankenkassen dem Ziele näher brachte:„ Die nossenschafts Krankenkassen gegründet werden. Die Mitgliederzahl sicherten wie der Krankenkassen gleichmäßig schützen sollte. E Krankenkassen für die Versicherten." Auch der Organisation des ärztschwankte bei der Gründung zwischen 100 und 12 000. Am 31. De- Im Jahre 1891 hat der Verband seinen Mitgliedern gegen lichen Nachtdienstes wurde in diesem Jahre seitens des Verbandes zember 1897 betrug die Gesammtzahl der in den 50 Wiener Ge- Bahlung bon 4 Kreuzern( ea. 6,7 f.) pro Woche ärzte Aufmerksamkeit geschenkt. Wie in früheren Jahren lenkte er die noffenschafts Strantenlassen versicherten Personen 108 490, hiervon liche Pflege und Bezüge von Medikamenten für die ganze Aufmerksamkeit der Behörden auf ungesunde Manipulationen und waren 19 229 Arbeiterinnen. Die niedrigste Mitgliederzahl war 81, Dauer ihres Leidens garantirt, also auch für die Zeit, wo sie Berwendung gesundheitsschädlicher und dabei doch entbehrlicher die höchste 16 998. Es verstand sich schon bei der Gründung von selbst, auf Grund des Gesetzes und der Statuten nicht weiter bezugs- Stoffe bei verschiedenen Arbeitsprozessen. Bei Enqueten über die daß die kleinen und mittleren Kassen nicht sachgemäß und den kompli berechtigt find. Eine gemeinsame Anlage der Vermögensbestände Reform der Arbeiterversicherung setzten die Vertreter des Verbandes zirten Anforderungen des Gesetzes entsprechend verwaltet werden könnten, wurde damals gleichfalls angeregt. In der nun geschilderten Zeit die Beamten und Unternehmer durch ihre Erfahrungen und Sachdaß die Krankentontrolle auf unüberwindliche Schwierigkeiten stoßen wurden auch sogenannte Chefärzte bestellt, welche eine Art Ober- fenntniß in Erstaunen. würde, daß es unmöglich sein werde, einen Flächenraum von aufsicht über die Aerzte führen, in strittigen Fragen entscheiden, bei So wie schon in früheren Jahren wurden auch 1896 eine Anzahl mehreren Quadratmeilen in solcher Bahl mit honorirten Aerzten zu Feststellung von Arbeitsunfähigkeit bezw. Simulation mitwirken, an Versicherter in verschiedene Kurorte gesandt. versorgen, daß der Kranke zum Arzt, der Arzt zum Kranten nicht ärztlichen Berathungen über schwere und komplizirte Krank Vor allem hat der Verband durch seine thatkräftige Kontrolle allzuweit habe. heitsfälle theilnehmen sollten u. j. tv. Die Thätigkeit des schlecht verwalteter Krankenkassen sich hoch verdient gemacht, er hat es Im Frühjahre 1889 wurde deshalb angeregt, sämmtliche Berbandes, sein Großbetrieb, wenn wir uns so ausdrücken dürfen, nie an strenger, ja oft schroff flingender Kritik der Kassenverwaltungen genossenschaftliche Krankenkassen möchten sich zur gemeinsamen erstieg eine höhere Stufenleiter durch seine Stoalition in der größten fehlen lassen, so gerade in dem eben erschienenen Berichte für 1897. Anstellung von Kassenärzten vereinigen. Bald wurde be- Hilfskasse Desterreichs, der Allgemeinen Arbeiter Kranken- und Nicht zu den zuletzt zu erwähnenden Leistungen gehören die schlossen, einen Verband der Genossenschafts Krankenkassen Unterstügungstasse. Es gelang dieser Vereinigung unter Zuziehung Jahresberichte des Verbandes, von denen nu neun mit zusammen für Wien und die Umgebung der Hauptstadt zu bilden. Die einiger außerhalb derselben stehenden Kassen, die Apotheken zur 946 Seiten und zahlreichen Tabellen jetzt vorliegen. Wir haben aus Aufgabe desselben sollte nicht lediglich in der Anstellung Herabießung ihrer Tage zu veranlassen. Dann wurde der Rekon- denselben blos das herausgezogen, was man die äußere Geschichte gemeinsamer Aerzte bestehen. Wie jeder fruchtbare Gedanke, valeszentenpflege Aufmerksamkeit geschenkt und die Schaffung des Verbandes nennen könnte. Sie enthalten aber weit mehr: so wuchs auch dieser unter der Hand; der Verband sollte auch die eines Retonvaleszentenhauses in Aussicht genommen.( Nunmehr, ein bedeutungsvolles Stück sozialer Geschichte Desterreichs, eine unGewährung der Medikamente und therapeutischen Behelfe über 1899, ist schon ein zweites Retonvaleszentenhaus im Bau.) unterbrochene Reihe von Berichten über Kämpfe, die der Verband nehmen, er sollte die Krankenkassen- Kontrolle durchführen, eine Bevor aber an den Bau eines Retonvaleszentenhauses gegangen mit den Behörden, dem christlich- sozialen Gemeinderathe, der niederpraktische und ordnungsmäßige Buchführung bei sämmtlichen werden konnte, wurde die Schaffung eines Fonds für Reton- österreichischen Landesverwaltung und dem Ministerium des Innern Stassen herbeiführen und zu diesem Behufe das. Recht auf valeszentenpflege vorgenommen, um sofort, wenn auch in beschränktem ju führen hatte, die durch nie ruhende Drangfalirungen den fich Bornahme von Revisionen erhalten; er erhielt ferner die Maße, dieser Aufgabe dienen zu können. mächtig entwickelnden Verband hemmen möchten, nicht zum mindesten Aufgabe, nothleidenden Kassen durch Unterstützungen beizuspringen, die Schneller als man hoffte, im Jahre 1898, fonnte das erste Ne deshalb, weil seine Verwaltung von Sozialdemokraten geführt wird. statistischen Arbeiten in die Hand zu nehmen u. f. w.") Da in Folge fonbaleszentenheim angefauft und eingerichtet werden, freilich vor- Bon ganz besonderer Bedeutung find die werthvollen sozialstatistischen der behördlichen Schwierigkeiten erst am 30. November 1890 Sie läufig blos für 50 Betten. Es wurde alten hygienischen und sani- Ergebnisse der Gebahrung des Verbandes, auf die wir vielleicht ein Konstituirung des Verbandes erfolgen konnte, wurde durch ein tären Vorschriften entsprechend eingerichtet, in lichten, luftigen Räumen anderes Mal zurückkommen werden. privates Abkommen bis dahin von der Genossenschafts- Krankenkasse wurden je zwei, blos in wenigen drei Betten aufgestellt, Nuzz- und Ist auch der Verband noch lange nicht an seinem Ziele der Trinkwasser Leitung sowie ein Badehaus wurden eingerichtet. Ein völligen Zentralifirung sämmtlicher genossenschaftlicher Krankenkassen *) Wir glauben, daß heute, wo die Diskussion über die Bentrali- großer Garten, Wiesen, Wald 2c., die zu dem vorzüglich gelegenen Wiens und seiner Umgebung, ist auch das von ihm erstrebte Zusation der Ortskrantentassen in Berlin zur Diskussion steht, diese Rekonvaleszentenheime gehören, stehen den Besuchern zur Verfügung. fammenwirken mit den anderen Wiener Krankenkassen noch nicht Mittheilungen von besonderem Interesse sein werden. Borstehende In demselben Jahre wurde angeregt, ärztliche Hilfe und Arznei auch so weit gedichen, als seine Leiter es wünschten, so hat er doch in Angaben sind ein Auszug aus dem werthvollen, Statuten, Regulative für die Angehörigen der Berficherten zu gewähren. den 9 Jahren seines Bestandes ganz außerordentliches geleistet und so weiter enthaltenden Jahresbericht des Verbandes der Ge und vieles Rüßliche für die Zukunft vorbereitet. nossenschafts- Krantentassen für 2ien und Umgebung, erstattet von der Genossenschafts- Krankenkasse der Drechsler in Wien für die Zeit vom 1. August 1889 bis 31. Juli 1890. Wien 1890. 26 S. lost sta 9 = M 1894 wurde ein Jnspektor für die Krantentassen angestellt. Der Verband trat zur besseren Erfüllung seiner Aufgaben mit der schon genannten Hilfskaffe und einigen anderen in noch engere Fühlung als bisher, obgleich ihm selbst hierbei die größten Schwierigkeiten Glühwein Johannisbeer- Wein ausgezeichnet à Liter Mt. 1,20 5 Liter 5,50, 10 Liter Mt. 10, Einzelne Flaschen senden durch unsere Gespanne frei Haus. Heidelbeer- u. Stachelbeer- Wein à Flasche/ Liter 75 Pf. Brombeer- u. Wermuth- Wein à Flaſche ¾ Liter mit. 1. Cognac deutscher à Literflasche Mt. 2,10, 2,50, 3,-. Cognac fine Champagne, 3/4 Biterft. à Mt. 3,50, 4,50, 5,50. Seine Gründung und seine Geschichte sind ein vollgiltiges Beugniß für die Fähigkeit einfacher Handarbeiter, überaus schwere Berivaltungsaufgaben geschickt zu erledigen. Rum anerkannt gut Biterflasche Mt. 1,10, 1,60, 2,10 bei Entnahme von 5 Flaschen à Flasche 10.Pf. billiger. Eugen Neumann& Co., Berlin SW. 68. Belle 6a, Amt IV, Neue 81. Oranienftr. 190. Detail- Verkaufsläden: Bottenburg: Kaiser Friedrichſtr. 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