Einzelpreis 70 Seller. Redaktion und Verwaltung: uno Detroalfu Prag. II., Netazania 18. Telephone: Sagesredaktion: 26795, 31469. Nachtrebattion: 26797. Postichedamt: 57544. Inferate werden aut Tarif billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 9. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowatischen Republit. Donnersta; 10. Oltober 1929. Barteitag der österreichischen Die Arbeits- und WirtschaftsgemeinSozialdemokratie. Bericht Starets: 730.834 Mitglieder. Bauer und Renner über die politische Situation. Wien, 9. Oktober.( Eigenbericht.) Auf dem Parteitage erstattete heute zunächst staret den Barteibericht. Die Partei zählt gegenwärtig 730.834 Mitglieder, um 44.000 mehr als im vorigen Jahr. Außerdem wurden mehr als 20.000 Jugendliche neuaufgenommen. Vom 15. Juli 1927 her genießen 18 vollinvalide Personen die Unterstützung der Partei. schaft für den Abbau des Mieterschutzes. Die offiziellen Vertreter der Partei der Herren Rosche und Kafka verlangen den Abbau des Mieterschutzes binnen 3 Jahren. der Abbau des Mieterschußes am fchärfsten von den Rednern der Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft gefordert die Beauftragte des Bank- und IndustrieTapitals. Wir haben bereits darüber berichtet, daß sich auf der Manifestationsversammlung der Das Referat über Partei und Demokratie Hausbesitzer, welche in Tepliß- Schönau am erstattete Otto Bauer. Er führte aus, daß Sonntag stattgefunden hat, jämtliche bür Sonntag stattgefunden hat, sämtliche bür Desterreich von allen Industriestaaten Europas gerliche Parteien für den Abbau das kapitalärmite und darauf angewiesen ist, mit des Mieterschues ausgesprochen haben. Hilfe ausländischen Rapitals seinen Produktions- Empörend aber ist es, daß apparat in Santg zu halten. Die Bürgerparteien, die so viel über das Los der Wirtschaft jammern, halten es für angezeigt, durch Putschdrohungen, unsere Wirtschaft noch mehr zu erschüttern. Aber die Ereignisse der letzten Woche haben gezeigt, daß die Krise der Demokratie notwendig zu einer wurde, einer Partei, die sich vielfach, insbeson Krise der Volkswirtschaft führe. Die Bürgerlichen dere in den größeren Städten als die Vertrete fonnten unser Wachstum nicht aufhalten. Sie rin von Angestellten und Beamten ausgibt, in haben den 15. Juli in der verlogensten Weise Wirklichkeit aber nichts anderes ist, als gegen uns auszunügen versucht. Jede Nachwah! hat aber bewiesen, daß wir weiterwachsen. Des halb versuchte die österreichische Bourgeoisie met ihrem Gelde die Aufrüstung des Fascismus, die In der angeführten Versammlung erschie bürgerlichen Parteien trieben ihre jungen Leute nen als die Vertreter der Arbeits- und Wirt den Fascisten zu. Die bürgerliche Regierung sorgte schaftsgemeinschaft Herr Dr. Peters aus offen für die Anlegung von Waffenmagazinen Prag und Herr Dr. Stradal aus Teplit. für die Fascisten, die öffentliche Schießübungen Ueber die Rede des Herrn Dr. Peters berich abhalten fonnten. Nun find die Bürgerlichen er- ten die bürgerlichen Blätter folgendes: staunt, daß sich die Fascisten gegen sie zu wenden beginnen und suchen einen Ausweg. Die fascisti fchen Truppen gegen die Sozialdemokratie zu benüßen, ohne dem Kapitalismus damit zu schaden. Wenn die Bürgerlichen von der großen Bolfsbe wegung der Seimwehr sprechen ,, so können wir ihnen einen Vorschlag machen: Wählen wir eine Konstituante! Aber es gibt in den Reihen der Bürgerparteien viele, die von Neuwahlen nichts wiffen wollen und täglich drohen, gestützt auf Heer und Heimwehr einen Staatsstreich zu ma chen. Wenn die Regierung selbst den Rechtsboden des Landes zerstört, so befindet sich dieses Land im Zustande der Revolution. Jeder Arbeiter wird dann verstehen daß wir uns nicht vergewaltigen lassen. Dann gibt es nur den Willen zum Siege, foste es, was wolle!" In der Debatte sprachen zahlreiche Redner aus der Provinz, die die Verkältnisse in ihren Gegenden schilderten und erzählten, daß die Arbeiter nirgends eingeschüchtert sind; selbst in Steiermark, wo der Terror der Alvine Mon tan herrscht, sind die Arbeiter standhaft. Dr. Peters, Prag nen in der Versammlung vorges tragenen Forderungen der Valorisierung der Mietzinse binnen drei Jahren gelangt. Wieterschußes Herr Dr. Stradal ein, über dessen Noch schärfer setzte sich für den Abbau des Auftreten die bürgerlichen Blätter folgendes er zählen: Dr. Stradal, Teplik, der für die Arbeits- und Wirtschafts gemeinschaft spricht, gerät vorerst in eine hef tige Kontroverse mit dem Vorsitzenden, als er über dessen parteipolitische Zugehörigkeit spricht. Er erklärt dann, die Kreisleitung der Arbeitsund Wirtschaftsgemeinschaft für den Wahlkreis Laun steht auf dem Standpunkte, daß der Ab bau des Mieterschutzes binnen 3 Jahren durch geführt sein müsse. Warum wir hier uns befon ders energisch für den Hausbesis einsehen, dafür ist entscheidend, daß wir hier den schwächsten Punkt der judetendeutschen Siedlung haben. Herr Dr. Stradal verlangt also bedingungslos den Abban des Mieterschußes in drei Jahren und odd Bezugs Bedingungen Bel Zustellung ins Haus ode bet Bezug durch die Post monatlich Kö 16. vierteljährlich... 48. halbjährig ganzjährig.. 98. 192. Rüdftellung von Manu tripten erfolgt nur bel Cl fenbung der Retourmarter Ericheint mit Ausnahme bes Montag täglich irib. Nr. 237. 3usammenbruch einer Wirtschaftspolitit. Unsere zollpolitischen Maßnah men haben vollständig versagt; nicht nur die Einfuhrscheine, fondern auch die Zölle haben einfach ihren Dienst versagt. ,, Vizepräsident Slavit des tschechischen Landeskulturrates. ,, Was nüßt uns alles Regieren, wenn die Landwirtschaft dabei zugrunde geht?" Abgeordneter Böhm. Man vernimmt in diesen von politischem Waffenlärm erfüllten Tagen, daß die Bürgerals eine Art„ Stahlbad" betrachtet und die koalition die parlamentarischen Neuwahlen feste Absicht hat, auch nach den Wahlen beijammen zu bleiben. Dem steht nur eine Seleinigkeit im Wege. Die Kleinigkeit nämlich, daß die Bürgerblockmehrheit mit ihrem alten Programm nach allen Seiten hin Schiffbruch erlitten hat und fein neues besißt. Daß fie sich staatspolitisch als impotent erwiesen hat, daß sie nationalpolitisch um Spaßenschritt vorwärts fam, solche„ Kleinig fetten" fönnten ja die Wähler noch hingehen lassen. Die Aufrechterhaltung der fostspieligen Militärverträge, die Vermehrung der Rüstuneslasten, die Schändung der Demokratic durch die Verwaltungsreform, das sind halt fleine Schönheitsfehler in ihrem Arbeitszeugnis, die der heilige Wenzel ficher mit einem Generalablas; austilgen wird. Viel bedenklicher steht es dagegen auf dem Gebiete keinen für die Deutsche Arbeits- und Wirtschaftsgemein behauptet, daß die Deutschen daran ein na- der Wirtschaftspolitik, wo nunmehr dic schaft verweist darauf, daß seine Partei mit dem bisherigen Geschehen in dieser Frage nichts zu tun hatte, diese daher von ihr nicht so sehr vom politischen, als vom wirtschaftlichen Standpunkte behandelt werden kann. Volkswirtschaftliche Erwä gungen führen dazu, daß der weitere Bestand des Mieterschußes gerade unter den Mietern zu sozialen ungerechtigkei ten führt. Stlar ist freilich, daß von einem plötzlichen Abbau leine Rede sein kann. Durch das Zusammenwirken mit den Führern der Wirtschaft lonnten wir feststellen, daß in wirts tionales hätten. Das gerade Gegenteil ist der Fall! Man denke nur an die deutschen Minderheiten im tschechischen Gebiet. Die ersten Opfer des Abbaucs des Mieterschutzes in den tschechischen Städten werden die deutschen Geschäftsleute und Gewerbetreibenden, die deutschen Micter im allgemeinen sein. Für die deutschen Minderheiten bedeutet also der Abbau dies Mieterschutzes eine nationale Ratastrophe. schaftlichen Kreisen eine Frist für den endgültigen Aehnlich wie die deutschen Aktivisten durch die Abbau von 3 bis 6 Jahren angenommen wird. Verwaltungsreform die deutschen Gemeinden an Wir sind überzeugt, daß es volkswirtschaftlich tragbar wäre, hier die Mitte anzunehmen. Was den Rand des Abgrundes gebracht haben, so Ihnen Herr Dr. Maresch vorgetragen hat, haben wir in mühseliger Arbeit in der Arbeitsgemeinschaft der wirtschaftlichen Verbände auf Grund reichen Materials ausgearbeitet. Wenn es mögAuch Dr. Renner kam zu Wort, der u. a. lich war, Ihnen dabei Konzessionen zu machen, darauf hinwies, daß man nicht muir an eine verdanken Sie das Ihrem Obmanne. Redner verweift schließlich darauf, daß diese Frage zu wenig Auseinanderse puna mit Waffen dente. Es fann sein. daß es dazu kommt und deshalb müssen wir publizistisch in fachlicher, gewissermaßen wilfen wilfen zur Abwehr rüsten. Aber es muk nicht dazu kom schaftlicher Form vovularifiert wurde. men. Wir wollen den Bürgerlichen den Ausweg Herr Dr. Peters erklärt also ofiziell für die Arzeigen und deshalb fordern wir die Abrüstung. beits- und Wirtschaftsgemeinschaft, daß Vor jeder Pfaffingsreform erheben wir erst die ein Abbau des Mieterschuhes in drei bis Forderung: eine private Gewalt! Wenn die sechs Jahren unbedingt notwendig Bürgerrarteien das ablehnen, dann bleibt uns.. nichts anderes übrig, als weiterzurüsten und beift. Er rühmt sich sogar noch dessen, daß das reit zu sein bis unsere Macht auch den Gea- Referat des Sekretärs der Hausbesißerorganisanern zu Bewußtsein kommt und auch sie zur Ab- tion, des Herrn Dr. Maresch. von ihm naherüstung bereit wären. Deshalb müssen wir Neu- stehenden Streisen ausgearbeitet worden ist. wablen verlangen, unter dem Schlagwort Abrüftung. Die Debatte wird morgen fortgesetzt. Stahlhelm in Rheinland- Westfalen aufgelöst. Auf Grund des Materials also, das die Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft zur Verfügung stellte, ist Herr Dr. Maresch zu feiGejebgebung aus Bürgerblock- Gesetzgebung reifen. Auch da hat sich die Ignoranz der Staatspächter so lange über die Tatsachen hinweggefeßt, bis sie darüber gestolbert ift. Der finanzielle Zusammenbruch der Gemeinden, der zunehmende Verbrauchssteuerdrud, die Existenznöte der Exportindustrie, die gedrückte Lebenshaltung der arbeitenden Be völkerungsschichten- all das hätte die Bürgerparteien noch nicht aus dem süßen Nichtstun, unterbrochen durch Selbstbeweihräucherung, aufgeschreckt. Was bewog jie plöylich, den Knödelschmaus zu unterbrechen und die Stränge aller verfügbaren Alarmalocen zu ziehen? Die Tatsache, daß sich die Schattenseiten ihrer Wirtschaftspolitik nun ihren treuesten Anhängern zuwenden, ist es cewesen. will nun die Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft durch ihren Neoaktivismus die deutschen Minderheiten umbringen. So wird jetzt die Oeffentlichkeit durch Jene Beamten und Angestellte, die noch am schrille Silferufe und laute Selbstanklagen 2. Dezember 1928 die Partei der Herrent Rosche der Agrarzöllner überrascht. Herr Böhm und Staffa gewählt haben, müssen sich ernstlich verkündet die Zwecklofiakeit des Regierens die Frage vorlegen, ob sie das noch einmal am die Frage vorlegen, ob sie das noch einmal am und ein hoher tichechischer Landeskulturrats27. Oftober 1929 tun können. Der Abbau des Mieterschußes bedeutet auch für den Mittelstand, auf dessen Stimmen die Arbeits- und Wirt schaftsgemeinschaft reflektiert, eine schwere Stata strophe und eine Gefährdung seiner Existenz. Wenn die tausende ehemaliger Wähler der Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft daran denken, daß ihnen die Gefahr droht, binnen drei Jahren auf die Straße zu flienen, dann wird feiner von ihnen den Herren Rosche und Nafta feine Stimme geben. Sie werden die jenige Partei wählen, welche rücksichtslos für die Interessen der Wieter eintritt und das ist die Sozialdemokratie. Stadtver.retung für einen Antrag stimmte, daß der deutschen Regierung aus Anlaß des Todes Dr. Stresemanns eine Beileidskundgebung geandt werden soll. funktionär jagt es rund heraus, daß alle zollpolitischen Maßnahmen des Bürgerblocs verjagt haben. Gegen eine Regierung, in der die acrarischen Parteien eine in Europa einzig dastehende Machtfülle befoßen, wird aus den eigenen Reihen der Vorwurf manelnder Obsorge selbst in landwirtichaftlichen Fragen erhoben. Freilich, es wäre demagogisch, die Regierung für Erscheinungen verantwortlich zu machen, die in weltwirtschaftlichen Vorgängen wurzeln. Keine europäische Renierung fann bestimmen, wie fich auf jden Weltbörsen die Getreidepreise ceftalten sollen. Die schwere Schuld unserer Bürgerblockparteien liegt darin, daß sie alles auf die Marte einer überlebten Hochschukzollpolitik geseßt. mit ihrer Steuer und Militärpolitik die innere Kauffraft geschwächt haben. Thre Paris, 9. Ct.ober. Matin" teilt mit, daß Ucberdies wurden zum Ausschlußz zahlreiche Wirtschaftspolitik war nicht auf das Wohl der neue Moskauer Diktator der kommunistischen kommunistische Bürgermeister und Stadträte von der breiten Massen eingestellt. sondern auf Auf Grund des§ 1 des Gesezes vom 22. März 1921 in Verbindung mit der Verord- Partei Frankreichs Florimond Bonte eine weitere Pariser Vorstädten wegen opportunisti- die Intereſſen einer kleinen Minderheit zuVerord- Reinigung in der kommunistischen Partei vorgefcher Tendenzen" vorgeschlagen. nung zur Ausführung dieses Geseves vom nommen bat. Zwei kommunistische Mitglieder In der kommunistischen Partei und, haupt12. Februar 1926 wird mit Zustimmung der des Varifer Stadtrates. die fich an der fürzlichen fächlich unter den führenden Persönlichkeiten Reichsregierung der Stahlhelm und der Frontsoldaten G. V. mit allen seinen Einrichtungen Exkursion der Parifer Muniziralräte nach Du- nimmt die Unzufriedenkeit start zu. und einschließlich seiner sämtlichen Unter- und dapeſt beteiligten. wurden aus der Partei ausgeschloffen, weil ste ohne Bewilligung der Partei Berlin, 9. Oktober. Der preußische Minister des Innern, Grzesinsti, hat unter dem 8. Ot tober folgenden Erlaß an die zuständigen Polizei präsidenten gerichtet: Die Pariser Kommunisten werden „ gereinigt“. geschnitten. In ieiner Rede, die der tschechische Vizepräsident Slavik dieser Tage im böhmischen Landeskulturrate gehalten hat, ist zum erstenImal das totale Fiasko der agrarischen WirtHilfsorganisationen, namentlich des ungstahl- dem Lande des weißen Terrors" einen Befuch Neuer Regent in Rumänien. schoftspolitik öffentlich einbekannt worden „ Wir haben so führte er aus zwar helmes und des Bundes Charlhorst, für den Be- abstatteten. Rwei weitere Mitalieder wurden auf- Bufarest, 9. Ottober.( Tsch. P.-B.) Der reich der Rheinprovinz und der Provinz West- aefordert, bis Sonn'aa ihre Démission zu geben. Rat beim Staffationshof Sarateanu ist mit ein Ministerium für Volksver falen aufgelöst. Die Beobachtungen' affen keinen Da fie dies jedoch nicht getan haben werden lie 445 Stimmen anstelle des verstorbenen Buzdu pflegung, Zweifel, daß die Mitglieder dazu ausgebildet automatisch aus der Partei ausgeschlossen. 445 Stimmen anstelle des verstorbenen Buzdu pflegung, wir haben Wuchergan zum Mitglied des Regentschaftsrates geämter, aber das ist alles. leber werden, eine Truppe zu schaffen, die in der Lage Außerdem wurde ein kommunistischer Stadt wählt worden. sein soll, als solche nach militärischen Gesichtsihre Tätigkeit wijien und hören puntten tämpfend aufzutreten." rat ausgeschlossen, der in der Sigung der Pariser mir nichts." Ja, wer hat denn das Ernäh " M 7 Geite 2. Hlinkas Wahlparolen. Die slowakische Volkspartei gibt anläßlich des Bauern wählt Kafka! Austrittes aus der Koalition ein Sommunique Städter wählt B. d. L.! rungsministerium aufs Aussterbeetat geſetzt, wer hat die Tätigkeit der Wucherämter lahmgelegt? Die löbliche Bürgerblockmehrheit und dies besonders mit Rücksicht auf die Gewerbeparteien, mit denen die Agrarier so dick befreundet find. oder ,, Ein unpolitisches Wahlabkommen" ,, Es dürfte dem Klerikalen Blatte übrigens| auch bekannt sein, daß der Bund der Landwirte mit der Rosche- Rafla- Gruppe tein politi sches Bündnis geschlossen, sondern nur ein Wahlabkommen getroffen hat, bei dem sich beide Parteien die politi. sche Handlungsfreiheit vorbehiel ten." Donnerstag, 10. Oktober 1929. Chriftlichsoziale Kandidaturen. Die Deutsche Presse" veröffentlicht die Kan didaturen der Christlichsozialen und der Gewerbepartei, die, wie bereits berichtet, gemeinsame Listen aufstellen. Es kandidieren fürs Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Prag A: Ripka, Prag B: Dr. Zahn, Pardubit: Krausch, Königgrät: Dehlinger, Jungbunzlau: Bobek, Leipa: Krumpe und Greif, Laun: „ Die deutsche Gewerbepartei fühlte fich beim Edert und Dr. Ritter, Karlsbad: Mayr- Harting Bund der Landwirte nicht mehr wohl, und da fie und Grimm, Bilfen: Scharnagl, Budweis: Peterallein nicht in die Wahlen gehen kann, weil sie in filta, Iglau: Sajiček, Brünn: Fritscher, Olrät: feinem einzigen Kreis die für ein Mandat nötige Kunz und Bartel, Ostrau: Dr. Luschka, Hradisch: Stimmenzahl zusammenbringt, ftredte sie ihre Tief. In den Senat: Prag: Latta, Rönionrät: Dr. Fühler aus: Beim Bund der Landwirte Medinger, Jungbunzlau: Böhr, Laun: Feierfeil und wäre sie angekommen, wenn sie seine Tschapel, Pilsen: Hilgenreiner, Brünn: Tichi, Bedingungen angenommen hätte. Aber Ostrau: Scholz und Stolberg. diese waren zu brüdend, da starke po= litische Bindungen für die kommende politische Arbeit verlangt wurden. Der Bund der Landwirte übte einen gewissen Druck durch die Drohung aus, die Gea werbetreibenden auf dem Lande durch BoyTott zum Anschlusse an den Bund zu zwvingen, wenn die Gewerbepartei nicht mit ihm gehe. Gleichzeitig drohte der Bund der ungarischen Nadie deutschen Anhänger aus dem Zipsergebiet wegzunehmen zu versuchen, wenn die ungarische Nationalpartei sich ihm nicht anpasse." hevaus, in dem es heißt, daß die Partei unerschütterlich auf der Kandidatur Tukas verharre und ihre Minister deshalb auch die Demission gegeben hätten. Die Staatstreue der Partei sei seitens der übrigen Koalitionsparwien nicht honoriert worden; man habe die Partei auch weiterhin als minderwertiges Element behandelt und alle ihre Forderungen feien von diesem Gefichtspunkt behandelt worden. Die Parici fei sich der Wichtigkeit ihres Schrittes bewußt. Sie müsse sich jetzt mit den Minderheiten, Ob aus christlicher Nächstenliebe oder um mit den Deutschen, Ungarn und allen ehrlich der schönen Augen des Herrn Raffa willen denkenden Tschechen zum Sturz der agrarischen jedenfalls aus den uncigennützigsten, aus rein Großgrundbesitzer zusammentun. Die Partei gehe idealen Gründen hat der Bund der Landwirte in die Wahlen mit der Parole: Gegen den schaft auf seine Liften genommen und sich der die mandatslüsternen Köpfe" der A.- W.- Gemein Prager Zentralismus, für die Autono- Gefahr ausgesetzt, den deutschen Bauern, die feit mie der Slowakei, gegen die agrarische Uner- Jahrzehnten mit antisemitischen Phrajen gefüt fättlichkeit, gegen die Diktaturgelüfte Sramets! tert werden und Juden höchstens in den leitenden Geschäftsfunktionen ihrer Genossenschaften zu sehen gewohnt sind, nun den Herrn Nafta als tionalpartei, in die Slowakei einzubringen und Führer des Bundes der Landwirte einmal find, Kandidaten zu empfehlen. Edelmütig wie die ließen sie ungeachtet der eigenen Not an Manda ten auf ihren grünen Listen Raum für zwei Her ren, die sonst nicht für Halm und Ahr' zu schwär Und derselbe Bund der Landwirte, der die men pflegten. Und nach den Wahlen, so wollen Gewerbepartei, deren er doch sicherer sein kann, fie den Wählern einreden, werden die Freunde weil sie feit vier Jahren mit ihm durch Did und Slavik faßte seine Anklagen mit den andern zur Linken abschwenken. Und dann soll sen wollte, soll den Herrn Raffa und Rosche gerührt scheiden, die einen zum Bürgerblod, die Dünn geht, zu unerträglichen Bindungen pref Worten zusammen:„ Wir sind in unse noch jemand sagen, daß der Bund der Landwirte feinerlei Bedingung gestellt haben?! Und man rer Handelspolitik veraltet, wir eine herrschfüchtige Partei sei; kann man mehr höre, was die ehemals mit Rosche verbündete sind in der Organisation des tun, als der fünftigen Opposition, als den Geg-" Sudetendeutsche Tageszeitung" inneren Marktes ungenügend nern zu Parlamentsmandaten zu verhelfen? über das Geschäft sagt: ausgerüstet und wir sind nach- Landbündler und Christlichsoziale, die mit Täffig in der Durchführung der ehrlichem Staunen sahen, daß ihnen überhaupt Maßnahmen gegen die Zeuerung." Das ist die vollinhaltliche Bestätigung deffen, was wir seit Jahr und Tag gegen die Wirt schaftspolitik des Bürçerblocks ins Treffen führten. Man vergleiche mit diesen' Bekennt nissen das hochmütige Gerede unserer Aktivi- Ab sich aber von den 120.000, die 1928 für sten, mit dem sie gegen die Arbeiterklasse zu Rosche und Raffa gestimmt haben, noch welche Felde gezogen find. Herr Spina ist mit dem finden, die das glauben, was ihnen die beiden Schlager von Versammlung zu Versammlung Versicherungspartner einreden, das ist doch mehr gewandert, daß die aktivistische Politik im als fraglich. wirtschaftlichen Interesse der Bauernschaft Wozu, wenn die gemeinsamen Kandidaten Feinde bleiben, wozu haben liege. Nicht einmal diese Entschuldigung ist dem Aktivismus für seine Untaten geblieben. fie dann einen gemeinsamen Seine Wirtschaftspolitit hat Wahlaufruf herausgegeben? auch die fleinbäuerliche MehrEinen Aufruf, in dem sie versichern, sie hät heit des Landvolkes empfindlichten sich zusammengeschloffen, weil sie in gewisgeschädigt. sen Kardinalfragen einig seien! Einen Man darf die Bedeutung solcher Be Aufruf, in dem Rosche und Raffa wider befferes sche Vergangenheit - wie der Vizepräsident Slavit Wissen dem Landbund bescheinigen, fenntnisse daß er die nationale Selbstverwaleines abgelegt hat nicht überschäßen. Die nicht überschäßen. Die tunganstrebe, die er doch schäbig verschachert offiziellen Führer der Agrarparteien stellen, hat! Wenn man nach den Wahlen wieder Strieg unbelehrt und unbelehrbar wie sie sind, schon machen will, darf man doch nicht vor den Wahwieder neue Zollforderungen zusammen und len versichern, man sei einer Meinung. Wenn rüsten damit zu einem frisch- fröhlichen Lizi- man seine Selbständigkeit wahrt, müßte dies tieren. Niemand wird das Ernährungs- doch auch in den Wahlaufrufen zum AusHat er doch sonst gegen die bisherige ministerium zu einer lebendigen Institution druck kommen. Doch man bat einen sehr guten Politik der deutschen der deutschen Regierungsmachen, niemand wird die Wucherämter aus eugen für die Uneigennüßigkeit des Bundes der deutschen ganz eindeutig Landwirte. Wer könnte besser als die Gewerbeganz eindeutig Stellung ihrem Schlafe weden, so lange Gewerbe- partei, die feinerzeit mit den Agrariern ge- genommen und sich scharf genug parteiler in der Regierung sind. Nur der meinfame Liste und Sache machte, über die Ge- ausgesprochen, daß wir Deutschen Wille der arbeitenden Wähler in Stadt und schäftsgebräuche bei Spina Auskunft geben. Nun, teine Ursache haben, zufrieden zu Land kann den Trümmerhaufen der agrari- man höre, was auf dem deutschnationalen Par- sein. Und nun marschiert er mit schen Wirtschaftspolitik hinwegfegen! teitag erzählt wurde: Sang und lang in das Ein brasilianisches Mietshaus. noch Wähler verblieben sind, worüber man sich ja wirklich wundern muß, iarieren die große Zahl der Wähler nun zu sehr nach jenen Schäflein, die nichts irremachen fann. Sie überbieten einander in schmeichelhaften Anpreisungen, die den wählern als dummen Gimpel erscheinen lassen. ,, Aber das große Geheimnis ist das, daß Rafla und Rosche sich fürchten, selbständig in die Wahlen zu gehen, unbedingt aber wenigstens für ihre eigene Person wieder Parlamentsluft um ihre Nase wehen lassen wollen, weshalb fie unter dem tönenden Wort vom Zusammenschluß eine Zwangsche eingehen, die, wenn man die Maske vom Gesichte reißt, nicht anders als mit dem Worte Mandatsversicherung bezeichnet werden muß." Ein anderes Blatt, das jahrelang das Sprachrohr Rosches war und die Motive sei ner Politik doch lennen muß, fein Stammblatt, die Rumburger Zeitung" schreibt: ,, Auffällig ist der Anschluß der Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft, weil damit wieder eine deutsche Partei offen in das Regierungs lager einschwenkt. Man hatte diesen Schritt noch nicht so schnell erwartet, erst bei einer Gelegenheit, die eine beffere Begründung gewesen wäre. Die verhältnismäßig furze politi Dr. Rosches war durchaus nicht regierungsfreundlich aufgemacht und wenn fie nach seinem Austritte aus der Nationalpartei den unverhüllten Altivisten sehen ließ, so lonnte man doch annehmen, daß sich Dr. Rosche der Regierung nicht sehr billig oder wohl gar be bingungslos ergeben würde. Regierungslager, denn fetw Anschluß an den Landbund ist doch für nichts anderes zu halten. Der Anschluß der A. W. G. hat allerdings etwas Logisches an fich.. G. Die Partei ist bekanntlich die Partei der Fabrikanten. Vor Jahr und Tag haben sich die deutschen Fabrikanten mit ihren tschechischen Standes. genossen verbunden und es wäre beinahe tider. finnig, wenn sich die Partei in Gegensaß zu ihren Mitgliedern stellen würde. Sie folgt durch ihren Anschluß an die Regierungspolitik eigentlich nur einem inneren Zwange, indem sie das Volt als Ganzes den Interessen des Standes ihrer Mitglieder unterordnet, wie es der Bund der Landwirte macht. Der Gedanke liegt nicht fern, daß die seinerzeitige Loslösung Dr. Rosches von der Nationalpartei schon von dem Gedanken eingegeben war, die Industrie so zu vertreten, auch im Parlamente, wie die landwirtschaftlichen Intereffen vom Bunde der Landwirte vertreten werden. Allerdings haben hier die fleinen Land. wirte von der Politit ihrer Standespartei wenig ober gar keinen Nußen und bei der Standespartei der Industrie wird es laum anders sein." Noch sicherer als das deutsche Lager, rechnet das tschechische mit dem Gewinn der A.- W.Gemeinschaft für den Bürgerblod. Der Ventov", also das Blatt des Ministerpräsidenten, hat Dienstag einen zu erhoffenden Mandatsgewinn der deutschen Regierungsparteien errechnet, indem es einfach die 120.000 A.- W.- Stimmen dem Bund der Landwirte zuzählte und erklärte, daß Rosche und Rafta den aktivistischen Blod ver stärken würden. # Es kann keinen Zweifel geben und es gibt für einen politisch denkenden Wähler keinen, daß die Rosche Kafta Gemeinschaft, um ihre Manbate zu sichern, ihre oppositionelle" Gesinnung verkauft und sich dem Bund der Landwirte für die neuen Bürgerblodpläne verschrieben hat. Sie ers zähle nichts von Unabhängigkeit und freiem Wahlbündnis, tvo fie einfach kapituliert hat. Und fie ändere, den Tatsachen entrechend ihre Firma: A. W. Gemeinschaft Jept: Mit Ach und Weh Mandatsversicherungs- A.- G. wieder einzuholen. Oben im Hause des Barons ihren Lippen berührte, um ihm etwas zu sagen, nahm das Fest immer größere Ausdehnung an, was die anderen nicht hören sollten, fuhr Firmo und ab und zu wurde eine leere Flasche in den dazwischen, starrte seinen Rivalen an und maß Hof hinunntergeworfen. was allgemeinen Wider- ihn mit herausforderndem Blick von Kopf bis zu spruch und Geschrei hervorrief. Fuß. " ,, Setzen, sehen!" Reine Prügelei." ,, Weiter tanzen." sich vor, wie alle sich ins Ohr flüsterten, was er für ein reicher und unabhängiger Mann sei, und malte sich im Geist aus, wie sie ihn anstarrten, Gelegenheit fuchten, mit ihm zu sprechen, und Roman von Aluizio Azevedo. 87 wie liebenswürdig sich die Damen, besonders die Mütter heiratsfähiger Töchter, ihm gegenüber Der Vollmond stand am Himmel, und die Auch der Portugiese erhob sich und erwiderte Alle bis auf die Kinder suchten Schuß unter benehmen würden. Nacht war nach dem Regen herrlich flar und den Blid. Die Musi brach ab, die Gesellschaft ihrem eigenen Dach. Die kleinen aber hüpften Mit diesen Gedanken im Kopf behandelte er frisch. Die Samba begannn früher und war verharrte in tiefem Schweigen, und niemand im Hof herum, liefen unter den Wasserfall, der die Stunden schroff und unhöflich, fuhr Bertoleza wilder als sonst, wahrscheinlich von der Fröhrührte sich von der Stelle. Der Mond schien hell von der Dachröhre herabströmte und legten sich ohne allen Grund rauh an, und als er schließlich lichkeit in Mirandas Haus angestedt. Rita Ba- auf die beiden Männer, die sich haßerfüllt anmanchmal auf die Erde, um Schwimmen zu Marcianna in einem Winkel des Ladens er- hiana ließ sich von der Begeisterung gleichsam starrten. spielen. blickte, wohin sie von zwei Negern geführt wor- fortreißen, sie war inspiriert, göttlich. Noch nie Jeronymo war groß und breit, gebaut wie Als Joao Romao in den Laden zurückkehrte, den war, die Mitleid mit ihrem traurigen Bu- hatte sie mit soviel Grazie und Hingebung ge- ein Bulle und mit einem hertulischen Naden; eine weil auch er vorm Regen floh, reichte ihm ein ftand draußen im Ren hatten, verlor er die tanzt. Hüne war er, seine Gelente waren aus Stahl, Angestellter eine Karte von Miranda, der ihn Beherrschung vollständig. Sie fang auch. Und jeder Vers, der ihren und mit seiner Faust konnte er einen Ochsen für den Abend zu einer Tasse Tee einlud. Zu Na so was! Warum bringt ihr denn zum roten Lippen entströmte, atmete Liebe, sie war niederschlagen. Der andere war eine Spur fleierſt war der Budiker erfreut und fühlte sich Teufel diese alte Idiotin hierherein? Ich freue wie eine Taube, die mit ihrem Täuberich girrt. ner, biegsam und schlang und behende wie eine durch die Einladung geschmeichelt, denn es war mich, wenn die Leute mit ihrem Eigentum wohl. Von Leidenschaft überwältigt, ließ Firmo seine Kaße. Brutale Straft stand hier gegen nervöse die erste dieser Art, die er in seinem ganzen tätig sind, aber nicht mit meinem. Ich hab' Gitarre schluchzen und wehtlagen. Das Instru- Energie und keiner von beiden hatte Angst. Leben bekam, aber nach einigem Ueberlegen hier doch kein Asyl für obdachlose Vagabunden." ment und Firmo zollten beide der Mulattin aus brannte sein Zorn nur noch heftiger als zuvor. Dann wandte er sich an einen Schußmann, der Bahia ihren Tribut stürmischer Ergebenheit. Diese Einladung war als List gedacht, als Hohn, hereingekommen war, um sich mit einem Glas Jeronymo tonnnte sich nicht mehr zurückder ihn reizen und herausfordern sollte. Parath gegen die Wirkung der Nässe zu schüßen halten, und als die Tänzerin feuchend und er- Piedade stürzte vor, um ihren Mann fort,, Warum ladet mich der alte Windbeutel und bemerkte: Hör' mal, mein Freund, die alte schöpft neben ihm hinfant, murmelte er ihr mit zuziehen, aber der Steinbrecher stieß sie beiseite, ein, wo er doch ganz genau weiß, daß ich nicht Landstreicherin da hat keine Bleibe, und wenn einer vor Erregung heiseren Stimme ins Ohr: ohne die Augen von dem Mulatten abzuwenden. tomme? Warum, wenn nicht, um den Unter- ich zumache, fann ich sie doch nicht im Laden Geliebte, wenn du mein werden wolltest, würde Mal sehen, was der Schafskopf von mir schied zwischen uns zu betonen? Zum Teufel lassen." ich meine Seele dem Teufel verschreiben." fvill," murmelte er. mit dem alten Miranda und seinen Titeln und Der Polizist ging fort, und eine Stunde Firmo hörte die Bemerkung nicht, aber er Ich werd' dich schon lehren, du hundsdämGesellschaften. Ich brauche nichts von ihm. Ich später kam ein anderer und führte Marcianna deute den Gesichtsausdruck, der sie begleitete und licher Einwanderer," erwiderte Firmo, hüpfte erst fann ohne solche Popanze auskommen. Wenn auf die Wache; sie leistete nicht den geringsten sah den Steinbrecher grimmig an. auf einem Fuß und dann auf dem anderen ich Gesellschaften haben wollte, würde ich selber Widerstand, sondern murmelte nach wie vor ihre Der heitere Abend jedoch verlief weiter un- herum, sah seinen Gegner fest an und ballte die welche geben." unverständlichen Laute vor sich hin. Ein Wagen gestört. Das Dores gefellte sich dazu, und eben- Fäuste, als wollte er mit dem großen Ker! Trotz dieser Versicherungen fing er an, sich von der städtischen Lumpensammlung lud ihre so Nênêm mit einer Freundin, die den Tag bei ringen. vorzustellen, wie es wäre, wenn er die geeigne- Sachen auf, denn einer Vorschrift gemäß mußten ihr verbracht hatte. Alle flatschten sie im Takt Jeronymo, wütend über diesen Schimps, ten Sachen hätte und die Einladung annähme. die Straßen gereinigt werden. Und der einzige der Musit in die Hände und applaudierten wild machte einen Schritt vorwärts und hob den Arm Er sah sich in einem gutsißenden Tuchanzug mit Mensch, der wirklich ergriffen war von der Tra- nach jedem Tanz. zu einem tödlichen Schlag. Firmo jedoch warf ciner schweren goldenen Kette über der Weste gödie, war die Here. Als Piedades Gatte sich ein zweites Mal sich plötzlich auf den Rücken, stützte sich auf die und einer Diamantnadel im Schlips. Wenn er Inzwischen hatte der Regen vollständig auf zu der Mulattin hinüberbeugte, um ihr etwas Arme und schleuderte seinen rechten Fuß hoch, den Salon betrat, würde er nach allen Seiten gehört, und die Sonnne kam, che sie unterging, zuzuflüstern, konnte sich Firmo nur mit aller so daß der wilde Schlag in die Luft ging und hin lächeln, ein paar Worte an den richten und noch einmal zumrschein. Die Vögel nahmen Mühe zurückhalten, dem Portugiefen nicht an die der Steinbrecher einen unerwarteten Stoß in den eine Bemerkung an jenen, nicht zu viel sprechen, ihren Gefang in den Bäumen wieder auf, und Gurgel zu springen. Aber al3 Nita das Ohr des Magen erhielt. aber zu jedermann freundlich sein. Er stellte die Siedlung rüstete sich, um die verlorene Zeit Tagelöhners unvorsichtigerweise beinahe mit Fortsetzung folgt.) " Donnerstag, 10. Oktober 1929. Die gemeinsame gewerkschaftliche Landeszentrale zu den Wahlen in die Nationalversammlung. Arbelter, Angestellte, Männer und Frauen, Gewerkschaftsmitglieder! zentrale in der Tschechoslowakei, daß Seite 3. I der Zentralrat der gemeinsamen Gewerkschafts- An die Mitglieder aller Berbände des Deutschen Gewerkschaftsbundes! alle Gewerkschaftsmitglieder ihre Pflicht tun. Unter Hinweis auf den von der gemeinDie Wahlen in die gesetzgebenden Körperschaften samen Landeszentrale an sämtliche Mitglieder sind für die Gewerkschaften so bedeutungsvoll, ber freien Gewerkschaften der Tschechoslowakei daß jeder organisierte Arbeiter, jede Arbeiterin gerichteten Aufruf zu den Barlamentswahlen, und jeder Angestellte von seiner staatsbürger- fordert die Zentralgewertschaftskommission die lichen Pflicht in seinem eigensten Interesse den Mitglieder er angeschlossenen Verbände zur Wahl der Kandidaten der deutschen sozialdemo fratischen Arbeiterpartei auf. Es darf nicht wie Das Parlament wurde wegen Zwiftigkeiten] Parlamentes zu bloßen Abstimmungsmaschinen richtigen Gebrauch machen muß. in der Regierungsmehrheit vorzeitig aufgelöst. degradiert. Ihre winzige Mehrheit mißbrau- Keine einzige Stimme darf verloren gehen! Die Neuwahlen für die Abgeordnetenkammer chend, ließ sie Vorlagen erledigen, die sie hinter Jede Stimme, die für die sozialdemokratischen der vorkommen, daß durch Arbeiterstimmen und und für den Senat finden am 27. Oftober statt. den Kulissen ausgepacelt hatte. Abgeordneten Kandidatenlisten abgegeben wird, verstärkt den Stimmen von Angestellten eine BürgerblodUnfähig dazu, die entstandenen Gegenfäßlich fammer und Senat standen so unter dem Diktat Einfluß der arbeitenden Klasse auf das zu regierung ermöglicht wird, die ein Werkzeug der leiten innerhalb des bürgerlichen, agrarisch der Koalitionsparteien. Den Intereffen der fünftige Parlament und damit auch ihren Ein- fapitalistiichen Selassen bildet. Arg genug haben flerifalen Regierungsblocks auszutragen, blieb Mehrheitsparteien blieb Mehrheitsparteien wurden rücksichtslos die fluß auf die Staatsverwaltung. Arbeiter und Angestellte darunter leiden müssen, der Regierung kein anderer Ausweg übrig, als Interessen des Volkes und des Staates unter- Die neuen Verhältnisse der Nachkriegszeit daß sich aus ihren Reihen im November 1925 Neuwahlen auszuschreiben. Doch nicht der geordnet. Ein solcher Zustand muß für die Zu- haben die arbeitende Klasse und die Gewerk- dazu verleiten ließen, ihren wirtschaftlichen und lächerliche Streit um einen Ministersiz, sondern kunft unmöglich gemacht werden, damit die Forschaften vor viele neue Pflichten gestellt. Sie politischen Gegnern die Stimme zu geben. Für grundsäßliche Unstimmigkeiten und scharfe derungen der arbeitenden Bevölkerung im Par sind mit verantwortlich für das, was für oder jene Partei aber zu stimmen, die zum Gaudium Interessengegensätze innerhalb der agrarisch lament endlich Beachtung finden. gegen die arbeitende Klasse im Staate geschieht, der Kapitalisten und Unternehmerklasse die Heritalen Regierungstoalition haben zum vor zeitigen Ende des im Jahre 1925 gewählten vereinigten freien Gewerkschaften der TschechoDie in der gemeinsamen Landeszentrale sie entscheiden selbst über ihr weiteres Schicksal. freien Gewerkschaften beschimst und gegen sie Barlamentes geführt. Die tschechisch- deutsche slowakei fordern vom Parlament, das Die am 27. Oktober stattfindenden Wah- hezt, das muß jedem Wähler und jeder Wählerin len müssen der kapitalistischen Bürgerregierung die Selbitachtung verbieten. Gewerkschaftsmitbürgerliche Regierungskoalition war unfähig, die 27. Oktober gewählt wird, die ein Ende machen. Die Entscheidung darüber glieder! Eure Losung für den 27. Oktober muß großen staatlichen Probleme zu lösen. Sie will liegt in den Händen der Arbeiter und An- sein: jedoch an der Macht bleiben, wozu ihr die Neugestellten. Rein Gewerkschaftsmitglied, das wahlen verhelfen sollen. Darüber haben nun die wahlberechtigt ist, darf an diesem Tage anders politischen Parteien zu entscheiden. wählen als sozialdemokratisch. Darin liegt die beste Sicherheit dafür, daß die zutünftige Nationalversammlung die Forderun gen der freien Gewerkschaften beachtet. Der Zentralrat der gemeinsamen Landeszentrale„ Tschechoslowakische Die Vertretung in den gesetzgebenden Körperschaften wird bestimmt durch die politiichen Parteien. Den Gewerkschaften aber können Wahlergebnisse nicht gleichgültig sein. Deshalb müssen sie mit ihrem ganzen Gewicht auf den Ausgang der Wahlen Einfluß nehmen.. Erhöhung des sozialen Schuhes, namentlich die Verbesserung der Sozialver sicherung. Sie fordern die Ausgestaltung des Gesetzes über die Betriebsausschüsse, die Rechtsverbindlichkeit der Kollektivverträge und die Einführung der Arbeitsgerichte. Die freien Gewerkschaften bestehen darauf, daß endlich die Arbeitslosenfürsorge ordentlich geregelt wird. Sie verlangen die Beistellung öffentlicher Mittel zur Unterstützung der Arbeitslosen. Die Novellierung des Gehaltsgesetzes der öffentlichen Angestellten ist unverzüglich in Angriff zu nehmen. Drin gend ist die Lösung der Wohnungsfrage und die Sicherung des Mieterschupes. Eine gefunde Wohnungspolitik muß endlich dem bisherigen Zustande der Wohnungsnot ein Ende machen. Gewerkschaftsvereinigung". Gegen den Bürgerblock, gegen die Zerstörer der Einheit der Arbeiterbewegung, für die deutsche Sozialdemokratic, im Interesse der wirtschaftlichen und sozialpolitischen Forderungen der freien Gewerk schaften! Die Zentralgewerkschaftskommission des Deutschen Gewerkschaftsbundes in der Tschechoslowakischen Republik. Der nationale Verrat der Landbündler und Christlichsozialen. Neue tschechische Schulen mit nur deutschen Kindern!- Reindeutsche Bezirke dürfen ihre Verhandlungssprache nicht bestimmen! Deutlich genug haben die letzten vier Jahre gezeigt, daß es sich bei Parlamentswahlen um wichtige wirtschaftliche und sozialpolitische Fragen handelt. Die antisozial eingestellte Negierungsmehrheit war vor allem darauf bedacht, in den beiden Kammern der Nationalversammlung die besitzenden Klassen zu befriedigen. Die Einführung der Getreidezölle lag lediglich im Interesse Außer diesen Forderungen des sozialen des Großbauerntums. Auf die Bedürfnisse der Schutzes verlangen die Gewerkschaften eine Befißenden war zugeschnitten die Steuerreform. unserer Wirtschaft entsprechende HandelsDer Mieterschuß ist verschlechtert worden. Gegen und Zollpolitit. Die Arbeitsverhältnisse die Sozialversicherung wurde von der bürger- und der Schutz der Arbeiter und Angestellten Auf dem sozialen und nationalen Sünden zeichnis dieser eingetschechten Kin lichen Parlamentsmehrheit ein scharfer Stampf sind abhängig von der Wirtschaftspolitik des register der deutschen Aktivisten" war schon fein der zu veröffentlichen und dieses Blatt ist geführt. Staates. Lohnerhöhungen bringen nur dann eine Play mehr, als die Wahlen ausgeschrieben wurdie Bohemia", Singegen blieben längst vorbereitete Ge- Verbesserung der Lebenshaltung der Arbeiter- den, ihr Schuldkonto ist erdrückend. Jedoch es seit einer Woche Publikationsorgan nicht nur sebesvorlagen unerledigt, bei denen es sich um klasse, wenn gleichzeitig durch eine den Bedürf- ereignet sich, daß sogar jetzt noch, gerade zum mehr des Herrn Ka fka, und seiner entmannten soziale oder wirtschaftliche Interessen der Arbei- niffen der Gesamtheit entsprechende Wirtschafts- Kapitel ihres nationalen Verrats, neues Ma- Deutschdemokratischen Partei, nicht nur mehr ⚫ter, der Angestellten oder der Beamten handelt. politik die Verteuerung der Lebensmittel und der terial nicht etwa bei den Haaren herbeigezogen" auch des Herrn Rosche und der MandatsverSo war es im Abgeordnetenhause nicht einmal Bedarfsartikel verhindert wird. Nur in einer durch die ewig unzufriedenen Sozialdemokraten, sicherungsgemeinschaft dieser beiden, sondern möglich, den verhältnismäßig geringfügigen andersgearteten als der bisherigen Wirtschafts- sondern Material, das die deutsche Bürgerpresse Publikationsorgan auch des Bundes der Gesetzentwurf über den politik liegt die Gewähr dafür, daß der Arbeiter zu veröffentlichen sich genötigt Landwirte, mit dem sich genannte Geselltlaffe Arbeitsmöglichkeiten und Beschäftigung ge- ficht und das sie, wie versichert wird, dok u schaft alliiert hat. Die Bohemia" hat zweifelmentarisch zu belegen bereit ist! Die los, indem sie diese Tschechisierungstatsachen fichert werden können. Parlamentes gehören die Handelsver- fierung der Schule unter Mitwirkung der zwei wollen: Zu den wichtigsten Aufgaben des neuen fes Material betrifft die fortdauernde Tschechi allerjüngsten Datums veröffentlichte, fagen träge, die auf Grund des Zolltarifes abge- deutschen Regierungsparteien und gründet sich schlossen werden. Auch die bisherige Zollpolitik auf folgende Tatsachen aus einem einzi= hat fich als verhängnisvoll herausgestellt. Dann gen Bezirk: find die parlamentarischen Entscheidungen in den Fragen der Wirtschaft von großer Trag weite. Auf die Einfluß zu nehmen, gehört z den dringlichsten Aufgaben der freien Gewerk schaften. Von den Jdeen der Wirtschaftsdemofratie erfüllt, müssen die freien Gewerkschaften alles aufbieten, um ihre wirtschaftlichen Forde rungen zur Geltung zu bringen. Der Weg zur Wirtschaftsdemokratie und zur Sozialisierung der Produktion führt aber nicht über wirtschaftlichen Zusammenbruch, sondern durch eine auf steigende Enttvidlung der gesamten Wirtschaft. Schuß der Arbeiter während der Krankheit zu beschließen. Noch immer besteht der§ 82 der Gewerbeordnung, wonach der Arbeiter nach vierwöchentlicher Strankheit fristlos entlassen werden kann. Unerledigt ist geblieben der Gefeßentwurf über die Arbeitsgerichte, obwohl bereits seit Jahren darüber verhandelt wird. Bergeblich haben die Gewerkschaften verlangt, daß endlich das Gesetz über den Staatsbeitrag zur gewerkschaftlichen Arbeitslofenunterstüßung verbessert wird. Wiederholt hat die Bürgerblod regierung die Erledigung des dazu eingebrachten Gefeßentwurfes angekündigt, sie hat aber immer wieder ihr Versprechen gebrochen. Ueberaus eilig aber hatte es dagegen die bürgerliche Parlaments mehrheit damit, die reaktionäre Vorlage zur Sozialversicherung Die freien Gewerkschaften können gegenüber zum Schaden von Millionen Arbeitern zu be- den Wahlen in die Nationalversammlung nicht raten. Ihr ging es darum, die Sozialversiche- gleichgültig bleiben. Sie müssen mit entscheiden rung zu verschlechtern, die Organisation der und darauf bedacht sein, daß nicht Parteien zur Krankenversicherung zu zersplittern und die Macht kommen oder an der Macht bleiben, die Arbeiter in den Krankenversicherungsanstalten eine rein fapitalistische Politik machen. Bestim um jahrzehntelang bestandene Rechte zu bringen. mend für das Vorgehen der freien Gewerkschaf Start ist ferner der unsoziale Geist des bürger- ten bei politischen Wahlen ist das Verhalten der lichen Regierungsblods bei der schäbigen gefeß- politischen Parteien und deren Programm. lichen Altersunterstüßung hervorgetreten, durch Nur mit jenen Parteien können die Mits die zehntausende armer Menschen mit einem Bettel abgespeist werden. Der vergangene vierjährige Parlamentsabschnitt weist teine Arbeiten auf, die eine Förderung gemein= nütiger, wirtschaftlicher und sozialer Interessen für die Allgemeinheit be deuten würden. Alle erledigten großen Gesetzesvorlagen der letzten Jahre, so vor allem die Steuerreform, tragen den Stempel des tapitalistischen Geistes, von dem die Regierungsmehrheit beseelt war. Diese Mehrheit verstand es aber nicht emmal, obwohl ihr Kern die tschechischen und deutschen Agrarier bildeten, die glieder der freien Gewerkschaften gehen, die auf dem Boden des Parlamentes die Arbeiten und Bestrebungen der freien Gewerkschaften vertreten, Ueber die gewaltsame Bertschechung des Schulwesens im Bezirk Bischofteiniz. Erstes Beispiel. In der Gemeinde Althütte wurde im August 1929 die Errichtung einer ische chischen Schule für elf Kinder verfügt, die alle wie ihre Eltern rein deutsch sind. Der Ort zählt unter 394 Einwohnern zwei Tschechen! Zweites Beispiel. In der Gemeinde Plöß wurde im Juni 1929 die Errichtung einer tschechischen Schule ( Ankauf eines Schulgebäudes) für neun Kinder bewilligt, die sämtlich rein deutsch und ohne jede Kenntnis des Tschedeutsch und ohne jede Kenntnis des Tschechischen sind! Laut amtlicher Volkszählung ein Tscheche unter 665 Deutschen! Drittes Beispiel. In der Gemeinde Unterhütten wurde eine tschechische Schule für vier Kinder gegründet, darunter das des Besizers des Schulhauses, den der Pachtbetrag von 6000 Stronen jährlich zur Entnationalifierung seines Kindes bestimmt hat. Unter 410 Einwohnern ein scheche! Wenn Ihr haben wollt, daß es so wie bisher beibt, dann wählt die Liste des Landbundes und der Kafkisten! Wir aber sagen: Die ,, verbesserte" nationale Atmosphäre! Im Bezirk Falkenau gehören 95 Prozent der Bevölkerung der deutschen Nation an. Selbstverständlich haben bei Zusammentritt der neuen Bezirksvertretung beutschen Sozialdemokraten die Festsetzung des Deutschen als Geschäftssprache beantragt. Der Bezirkshauptmann ließ die Abstimmung dieses Autrages nicht zu, unsere Genossen erhoben Beschwer de bei der Landesbehörde. Diese hat nun in einer Entscheidung vom 1. Oktober die Verfügung des Bezirkshauptmannes als zurecht erkannt und erklärt, daß der Beschwerde unserer Genossen keine Folge gegeben wird. Und diese Entscheidung ist endgültig! So sieht die Symbiose" des Herrn Spina aus! Rein deutsche Bezirke dürfen nicht bestimmen, in welcher Sprache ihre Vertretungen die Verhandlungen führen sollen! Symbiose heißt bei den Aktivisten, daß das tschechische Bürgertum national diftiert, wofür es sich mit dem deutschen Bürgert ut m friedlich in die Rechte der sozialen Ausbeutung und politischer Halbdiktatur über die Arbeiter teilt. Leat Euth 27. ober die Frane bor, ob er fo nie has fosiale nrecht auch die notionale BerneWaltiqua in Schule und Berivaltung moth" mer mitmachen molt g für die Befreiung der Arbeiterklasse aus der Lohnknechtschaft eintreten und für ihre Gleich stellung im Wirtschaftsleben die Voraussetzungen fchaffen. Die gemeinsame Landeszentrale der freien Gewerkschaften( Gewerkschaftliche VerDas Blatt, dem wir diese Daten entnehmen, einigung der Tschechoslowakei) fordert die Gewerkschaftsmitglieder auf, nicht bürgerlich, nicht erklärt sich bereit, das namentliche Verfommunistisch, nicht agrarisch oder klerikal, fommunistisch, nicht sondern fozialbemokratisch zu wählen und den Kandidaten der sozialdemokratischen Parteien die Stimme zu geben. Es ist schon eine tragische Ironie, daß eine fozialdemokratische Stimme die Tschechen jetzt mit den Wethoden arbeiten, die zum Zukapryzek. Die Volkszeitung für die Oberau si" ſchreibt u. a.: bringendsten landwirtschaftlichen Fragen zu lösen, Fragen, denen auch die Vertreter der Die sozialdemokratischen Parteien, die deut- Noch Arbeiter und Angestellten als Verbraucher Intereffe entgegenbringen. Sie mißachtete bei che ebenso wie die tschechische und die der anderen nationalen Arbeitergruppen wirken seit ihrer Agrarpolitit die Bedürfnisse der Gesamt Jahrzehnten an der Verbreitung der sozialistiheit. Auf die landwirtschaftlichen Arbeiter nahm schen Grundsäße und für die wirtschaftliche die Gesetzgebung keinerlei Rücksicht. Ebenso Besserstellung der Arbeiter und Angestellten. Sie„ Die tschechischen Politiker, die schließlich hinter schroff stellte sich die Regierung den Forderungen unterstüßen die freien Gewerkschaften nachbrückder Verbraucher entgegen. lichst in ihren Aktionen. Damit erfüllen sie ihr cigenes Programm, die Befreiung der Arbeiter Klasse aus den Fesseln des Kapitalismus. Ihre unfinnige Agrarpolitik hat der Landwirtschaft nichts genügt, sie hat aber den übrigen Zweigen des Wirtschaftslebens der Die sozialdemokratischen Parteien vertreten Industrie und dem Handel schweren Schaden die Unabhängigkeit der Gewerkschaften, sie rühren nicht an deren Selbstverwaltung und greifen Im Dienste großagrarischer und kapitalisti- nicht in die wirtschaftlichen Aktionen der Gescher Bedürfnisse hat die deutsch- tschechische werkschaften aus parteipolitischen Gründen ein, Regierungstoalition die beiden Kammern des wie das die Kommunisten tun. Daher erivartet . zugefügt. sie mit Recht im ehemals österreich- ungarischen Staat auss schärfste bekämpft und verurteilt haben. Sie enthüllen damit eine Schwäche des tschechoslowadiesem drakonischen, einem Justizmord gleichkommen- tischen Staatswesens, die dem Prestige des jungen den Urteil stehen, dürften nicht gut beraten gewesen Staates außerordentlich nachteilig sein wird. Whit sein, als sie diesen Schlag führten. Man hat bis jetzt diesem drakonischen Urteil haben die Nachfolger gerade die Tschechen für ein politisch besonders be- eines Masaryk dem Fascismus in ihrem Land gabtes und zur Staatsbildung geschicktes Volt an und in ganz Osteuropa Wasser auf die Müh. gesehen, und manches aus der Vergangenheit fprachen geleitet. Auch insofern hat das Urteil Befür diese Meinung. Mit diesem Urteil aber, scheint uns, haben die tschechischen Führer in nicht voraus deutung weit über die Grenzen des tschechoslowaki zusehendem Maße gerade das gefördert, was sie an- schen Staates hinaus und muß mit aller Schärfe geblich verhindern wollten... verurteilt werden." Seite 4. Wer' s glaubt wird selig! Der Bund der Landwirte fordert nachdrücklich tatkräftige Hilfe für die wirts schaftlich Schwachen bei Unwetterkatastrophen und Vichverlusten. Durch gefeßliche Förderung der Selbsthilfeorganisationen und durch Gewährung hinreichender öffentlicher Unterstüßungen au die wirtschaftlich und sozial Schwächeren vor muß vermieden werden, daß der Landwirt durch unverschuldete Schicksalsschläge in seiner Egi stenz gefährdet und der Not preisgegeben wird. Tagesneuigkeiten. Altweibersommer. Donnerstag, 10. Oktober 1929. Genossin! Ist Deine Nachbari, schon bei der Partei? weiter: Was den Standal in seiner vollen Grö Be beleuchtet, ist die Tatsache, daß die Firma nicht nur das Ausschließlichkeitsrecht hatte, sondern direkt ihr zuliebe und um ihr Millionenverdienste zuzuschanzen, überflüssige StraßenKlare, warme Tage verschönern jest die Na babnarbeiten, Umbauten und Reichsanlagen vor iur. Wunderbar ist der Frühherbst. Die Erde genommen wurden So hat die Firma dieses schmückt sich mit herrlichen Farben, bevor sie zur Jahr die Verlegung der nach Steglitz führenden Ruhe geht. Schimmernde Fäden fliegen durch die Straßenbahnlinie vom Bahnhof Hauptstraße bis Lüfte, legen sich schmeichelnd um Stirn und Schloß Steglik in die Mitte der Straße durch Wangen, spinnen seidig den spärlichen Blumen geführt. Nun weiß man aber, daß unter dieser schmuck der Wiesen ein, liegen glitzernd auf Baum Linie die Untergrundbahnstrecke Spittelmarkt auch die größte geistige Leuchte Deutschlands und Strauch. Altweibersommer.. Kleistpark- Steglitz führen soll. Es wird sich Ludendorff, für das Verfahren interessierte, Ich sinne über die tiefere Bedeutung des nun der Fall ereignen und es ist nur einer wahrscheinlich um die Freimaurer und die allem an die Kleinbauern und Häusler-- Wortes nach. Ja, schön wie der goldene Herbst von den vielen, daß man nach einiger Zeit Juden zu schnapsen, stellte sich heraus, daß es tag, so soll heiterer Ruhe und Abgekühltheit, die Straßenbahnlinie wieder aufreißt, um die mit der Goldmacherkunst des Klempnermeisters müßten die Frauen sein, die eben die Höhe des Untergrundbahnlinie bauen zu können. Die doch nur Blech sei. Und so wurde der Tausend Lebens überschritten, die Frauen so um fünfzig Straßenbahnschienen werden provisorisch wei- im Frühjahr wegen Betruges verhaftet. Gr Jahre herum bis sechzig; die Mütter, die gefäet terverlegt, um dann nach Vollendung des Um- wurde zunächst auf seinen Geisteszustand unter Das nimmt sich besonders gut aus in die- und die da ernten sollen. banes wieder natürlich von der Firma Butt sucht. Doch da er nach wie vor darauf beharri, Ich suche und suche unter den Arbeitern. Co. in die Mitte der Straße gelegt zu wer- daß es sich bei seiner Goldmacherkunst um eine bert, wogegen der Bund der Landwirte drei frauen und finde keine solche. In diesem Alter den. Die Strecke, um die es sich handelt, ist wissenschaftliche einwandfreie Angelegenheit Jahre lang gestimmt hat, und den man eine sind alle fchon hinfällige Greiſinnen, schon von etwa 3 Kilometer lang, das bedeutet für die handle, soll er nun an ein wissenschaftliches Abrechnung mit den eigenen Sünden nennen Winterſtürmen zerstört. Mitten im Kampf um Firma Butt u. Co. einen Auftrag in der Höhe Institut gebracht werden, wo er unter jach das nadie Leben stehend, um der bittersten Not von 1.5 Millionen. Wie ist nun die Firma Butt gemäßer Kontrolle seine Erfindung, aus Qued Eben noch haben die Agrarier die Unwetter zu wehren, ohne Aussicht auf einen friedlich stilu. Co. zu ihrer bevorzugten Stellung gekommen? filber Gold zu machen, vorführen soll.- Unterm geschädigten genarrt und betrogen, mit einem len Lebensabend. Zermürbt vor der Zeit von der Bei der Verkehrs- A.- G. fist ein Herr Direktor 9. Oktober wird dazu aus Berlin gemeldet: In Lüdicke, der Sohn des Verkehrsdirektors. Die der Affäre des„ Goldmachers" Franz Tausend, Bettel abgespeist und das Geld für Manöver Not. Wahrlich, der Kampf ums Dasein ist in der Firma Butt war bis vor zehn Jahren ein ganz der im Frühjahr unter dem Verdacht schwerer hinausgeworfen. Jetzt fordern" sie wieder. Wenn die Geprellien aus ihrem Unglück nur heutigen göttlichen" Geſellſchaftsordnung härter unbedeutendes Haus, dem man faum 10.000 Betrügereien auf seinem Schloß Eppan in Tirol einen Funken gesunden Menschenverstandes ge- und grausamer, als in der vernunftslosen Natur Mark kreditierte. Sie ist seit der Uebernahme verhaftet worden ist, ist jetzt eine sensatio rettet haben, werden sie auf diese Frozze und jene ist darum reif zu verschwinden, um der Straßenbahn durch die Stadt groß geworden. nelle Wendung eingetreten. Wie sein Vers ciner besseren Platz zu machen. Seute gehört sie zu den reichsten Firmen der teidiger mitteilt, ist es Tausend im Hauptmüns Ici die richtige Antwort geben! Natur soll uns beim Aufbau Branche. Vor furzem hat die Stadt Butt u. Co. aut in München unter amtlicher und fachver des Sozialismus Lehrmeisterin sein. noch einen besonderen Liebesdienst durch die ständiger Kontrolle nach vorhergehender förperUebernahme eines größeren Aktienpatets erlicher Untersuchung und genauer Durchsuchung Fönnte! Wieviel Ehrenerklärungen will der Herr Fieß noch abgeben? Die lezthin veröffentlichten Beschlüsse des Zentralverbandes der deutschen Kleinbauern und Häusler zur Strife in der Landwirtschaft nimmt der Schriftleiter Fie der Saazer agrarischen Heimat" zum Anlaß einer neuen persönlichen Anrempelung des Genossen Leibl. Das Blatt behauptet, der Kleinbauernverband cristiere nur auf dem Papier( wozu dann diese Angit, Herr Fiet?) und bestehe Klaffenlotterie. Ziehung vom 9. Oktober. 10.000 K: 89.381. 5000 K: 57.574, 106.781, 107.814, 155.093, 163.472, 167.578. 2000 K: 7986, 10.209, 12.105, 25.148, 28.636, 30.292, 89.521, 42.871, 44.870, 52.599, 58.840, 71.126, 78.077, 91.024, 98.200, 93.339, 98.862, 94.274, 94.953, 97.446, 99.977, 108.227, 111.274, 114.845, 118.295, ,, aus nicht einem einzigen Klein 118.547, 120.929, 123.577, 131.501, 137.333, 139.203, banern, außer Dominit Leibt, der aber fei- 142.568, 152.835, 166.418, 170.480, 172.253. ner ist, weil er seine Wirtschaft seit Jahrzehnten der Verdrießlichfeiten halber möglichst tener verpachtet hat." Man weiß nicht, soll man das herrlidhe Deutsch des agrarischen Schriftleiters mehr be wundern oder seine Inverfrorenheit, mit der er bewußt unwahrheiten in dic Welt jetzt. Damit die Landbündler aus der Behauptung, Leibl sei ein Kleinbauer, der fein Steinbauer ist, nicht einen fadenscheinigen Wahlschlager machen, sei sogleich festgestellt, daß die Seimat" gelogen hat. Genosse Leibl hat feine Landwirtschaft noch eine Zeit nach feiner 1920 erfolgten Wahl ins Abgeordnetenbaus betrieben und mußte sie dann wegen Ueberbürdung aufgeben. Jeder nicht von Haß und Verleum dungssucht verblendete Mensch wird zugeben, daß ein Sechzigjähriger nicht nur wegen Verdrieß lichkeit" die schwere landwirtschaftliche Arbeit auf geben muß. Seine Grundstücke hat Genoffe Leibt übrigens nicht möglichst tener" verpachtet, sondern zu Preisen, die kaum mehr als die Steuern Der betreffende Schriftleiter, der bisher mit allen derartigen Aurempelungen Bech gehabt hat, scheint Lust zu haben, dem Genossen Leibl dem nachit wieder eine de- und wehmütige Ehrenerklärung abzugeben. hereinbringen. Litwinow bedrohen. 1000 K: 1045, 4977, 5920, 5931, 8292, 9578, 11.921, 14.746, 14.862, 15.404, 16.220, 17.226, 17.755, 21.587, 24.259, 25.679, 28.674, 29.228, 29.313, 29.771, 30.838, 35.097, 39.942, 40.461, 40.589, 48.878, 51.531, wiesen. TOMBY BY TOMBY sind weich, man kann mit Herzenslust hineinbeissen und daran hauen. seiner Sleidungsstüde gelungen, echtes und reines Gold in einer Menge herzustellen, die in dem als Ausgangsmaterial verwendeten Blei und den Sonstigen Zutaten unmöglich schon vorher enthal ten fein konnte. Vom Erholungsheime des B. d. K. in Polik. Wit 30. September wurde das Erholungsheim in Politz an der Elbe des Bundes der Kriegsverlegten, mit dem Sige in Reichenberg, geschlossen. Eröffnet wird es wieder am 1. April nächsten Jahres. Das Heim hatte eine sehr starke Frequenz aufzuweisen, was ein Beweis dafür ist, wie groß das Bedürfnis nach einem entsprechenden Erholungsheimte in den 52.307, 53.998, 58.621, 58.696, 62.798, 68.073, 69.501, polnischen Stadt Sobolew in der Nähe der Stadt Schweres Zugsunglück in Polen. Bei der Reihen der deutschen Kriegsbeschädigten ist. Rache und dann in den Tod. Der Bauer 70.935, 71.460, 71.963, 72.266, 74.152, 76.000, 76.207, Demblin fuhr gestern früh gegen vier Uhr ein Joseph Gutscher, der vor Jahren wegen Biga0.595, 83.092, 86.923, 87.173, 87.870, 88.781, 89.645, Güterzug auf einen Personenzug, in dem sich auch mie verurteilt worden war, kehrte dieser Tage 91.494, 92.349, 93.450, 94.272, 96.949, 97.582, 98.110, zahlreiche Soldaten befanden. Bei dem Zusam aus dem Zuchthaus in seine Heimat nach Cham, 99.342, 100.269, 100.334, 101.883, 102.409, 103.861, menstoß wurden drei Personen getötet und 24 cinent oberbayrischen Dorf, zurück. Sein erster 103.963, 107.350, 109.406, 109.652, 111.396, 111.428, verlegt. Die Lokomotive des ersten Zuges und Gang galt der Wohnung seiner ersten Frau. Ohne 111.572, 115.287, 117.911, 119.247, 119.551, 120.726, mehrere Wagen wurden völlig zerstört. Die Ur- ein Wort zu sagen, griff er zum Beil und schlug 121.889, 128.505, 124.953, 125.528, 127.581, 127.791, fade ist auf Unachtsamkeit des Lokomotivführers fic nieder. Dann machte er auch feinem Leben sie durch Erhängen ein Ende. Mit schweren Verlet 128.200, 128.269, 129.132, 130.076, 182.223, 132.638, 132.934, 134.596, 140.502, 144.587, 144.716, 145.936, jungen wurde die Frau ins Krankenhaus über147.088, 149.148, 150.830, 151.131, 151.604, 156.196, 157.367, 158.669, 160.022, 160.082, 160.896, 163.069, fährt. Man hofft, fie am Leben zu erhalten. 163.756, 165.456, 165.463, 167.732, 168.372, 173.053. zurückzuführen. Eine Gattenmörderin verhaftet. Im Dorfe Opatowitz bei Budweis wurde gestern von der Endgültig aufgegeben. Als die verschiedenen Gendarmerie eine gewisse Marie Hruba verhaftet, welche am 29. September mit einem Küchenmes Silfsaktionen für den mit dem Luftschiffrumpf Verschüttete Bergleute. Im Betriebe der Ge- fer ihren Mann in Frauenberg ermordet hai abgetriebenen Teil der Mitglieder der Nobile. Verschüttete Bergleute. Im Betriebe der Ge- und seitdem verschollen war. Sie hielt sich wäh- Expedition ergebnislos abgebrochen waren, werkschaft" Diergardt Schacht 3" in Neuenkamp rend der letzten zehn Tage in den Wäldern auf rüstete die italienische Regierung eine neue Ex( Rheinproving) trug sich Dienstag nachts ein fol- und wurde durch Hunger genötigt, bei menschli pedition aus, um die Nachforschungen fortsetzen genschwerer Betriebsunfall zu. Durch plößlich ich chen Behausungen um Nahrung zu betteln. Sie zu lassen. Im Mai dieses Jahres hatte sich das lösendes Gestein wurden drei Bergleute verschüt- wurde aber dabei erkannt und festgenommen und Expeditionsschiff in die Arktis begeben. In schwer tet. Die sofort aufgenommenen Rettungsarbeiten dem Bezirksgericht in Frauenberg überstellt. Die havariertem Zustand ist es jetzt in Bergen eingeförderten alle drei zu Tage, doch war bei einem Gruba gibt an, sie hätte ihren Mann nicht er troffen. Von den Verschollenen hat man keine der Verunglückten der Tod bereits eingetreten, schlagen, sondern er wäre während des Streites Spur gefunden. Man hat die abgetriebenen Nowährend die beiden anderen so schwere Verlegun- ihr ins Messer gefallen und hätte dadurch den bile- Leute nunmehr endgültig aufgegeben. gen davongetragen hatten, daß sie dem Stranken- Tod gefunden. Die Untersuchungsorgane betrach haus zugeführt werden mußten. Die Memoiren des Marquis de Champeauten dies nur als eine Auswede, denn bei der Ver" " Bom Rundfunt. Prag: 11.15 Schallplattenmufit, 16.30-17.25 Ronzert, 17.25 burg) Zeitgenössische Musik. Brünn: 11.30 Schallplattenmusic. Der Standal in der Pariser Eine Arbeiterfamilie von dem einstürzenden hafteten wurde noch ein zweites Messer gefunden, bert. Im Walde von Verneuil, dicht neben der Haus erschlagen. In einem Dorfe bei Messina welches sie unter dem Kleid verstedt batte. Gestern Stelle, wo sich der Marquis de Champeaubert russischen Gesandtschaft. stürzte Dienstag nachts das Dach eines Arbeiter nachmittag wurde sie dem Gericht in Budiveis lebendig hatte begraben lassen, sind am Dienstag hauses ein. Zwei Kinder wurden getötet, die überstellt." auch die Memoiren des Schwindlers entdeckt wor SPD. Paris, 8. Oktober.( Eig. Drahtb.) anderen Kinder und die beiden Eheleute wurden den, für deren Reflame er sterben mußte. Die Betrügereien beim Marinedepot in Riel. Die einzelnen Rapitel- Ueberschriften zeigen deutlicher Der standalöse Hinauswurf des russi- mehr oder weniger schwer verleßt. Untersuchungen der Staatsanwaltschaft in der als alles andere, wes Geistes Sind dieses Meschen Geschäftsträgers Bessedowski aus Schweres Autobusunglück. Bei Salzburg der Pariser Sowjetbotschaft scheint sich zu einer stürzte ein mit neun Personen besetztes Mietsauto Angelegenheit der vor einiger Zeit aufgedeckten moirenwort ist:„ Mit 13 Jahren Liebhaber einer Affäre von höchster politischer Tragweite auszuüber die 20 Meter hohe Straßenböschung und ben, wie die„ Kieler Neuesten Nachrichten" mel- Der Abbruch des Eiffelturms."„ Die unsichtba Schiebungen beim Marinesperrdepot in Stiel ha- Gräfin,"" Der Einbruch in die Nudelfabrik," wachsen. Die Erschütterungen dieses Standals überschlug sich mehreremiale. Fünf Insassen und den, ergeben, daß die Haupttäter, Angestellte des ren Todesstrahlen"," Das Duell mit der amerisollen die Stellung nicht nur des Botschafters der Chauffeur wurden schwer verletzt. Sperrdepots, jahrelang, mindestens seit dem kanischen Polizei." Dowgalewski, sondern auch die des stellvertreten Als nächste Radio- Uebertragungen aus dem Jahre 1925-26 Marinegut in umfangreicher Weise den Stommiffars für auswärtige Angelegenheiten Prager deutschen Landestheater sind in Aussicht gestohlen und an Stieler Produktenhändler, sowie genommen: Für den 6. November Adam, an einige Stieler Geschäftsleute verkauft haben. Der Berliner Tscheta- Direktor Rösenmann, wenn ich König wäre"; für Anfang De Es handelt sich um Stappen, Dele, Tauwerk, Takder zur Bestrafung des Bessedowski nach Paris zember ein Einatter3yklus Sindemith ler, Anzüge, Kabeltrommeln, Drahtseile u. a. Die Empfehlenswertes aus den Programmen. gereist war, versammelte vor seiner Rückkehr nach und Křenek und für später die Neu- Einstudie- Behler boten in vielen Fällen die Ware wieder Berlin das gesamte Personal der Sowjet- Bot- rung von Mozarts„ Sulla". Samstag. dem Arsenal zum Kauf an, so daß das Arsenal schaft um sich und hielt eine wilde BrandKampf gegen Räuber in der Synagoge. In tatsächlich sein eigenes Gut wiederkaufte. Den Deutsche Prefsenachrichten, 17.30 Deutsche landwirtschaf rede gegen Dowgalewski, den er beschuldigte in dem Städtchen Jarhezow bei Lemberg drangen Gewinn teilten dann die Firmen mit den betri liche Sendung leber moderne Schweinesucht", 20.00 Slable: sträflicher Nachlässigkeit das Treiben des abtrün- zehn bewaffnete ukrainische Senechte in das dortige gerischen Angestellten des Depots. Der Gesamt- onzert, 20.55-29.15( Sendung nach Brünn, Mähr. Oftrau, Prek nigen Geschäftsträgers vertuscht zu haben. Außer- üdische Bethaus ein und versuchten, den dort schaden läßt sich noch nicht übersehen, wird aber 12.30-13.30( Sendung nach Brag und Preßburg) Konzert, 16.30 dem habe es Dowgalewski nicht fertig gebracht, befindlichen Jüdinnen ihre Juwelen zu rauben. auf etwa 100.000 Mart geschätzt. Von den als bis 17.25 Stonzert, 17.25 Deutice Preſenachrichten, 17.80 den Renegaten nach Moskau abzuschieben. Er Die Juden griffen die Knechte an. Es entstand Hehler überführten Geschäftsleuten hat einer so- Brof. Dr. E. Beifel: Der literarische Entwicklungsgang der Ju sei also in erster Linie verantwortlich für den ein Kampf, bei welchem von den Juden Messing- fort freiwillig 4000 Mart an die Marine zurückgend, 19.05-19.45( Sendung nach Brag und Mähr. Oftrau) Chor Standal, der durch die Flucht Bessedowsfi aus leuchter als Waffen benüßt wurden. Als die Po- gezahlt. Außer diesen Schäßungen sind auch noch Konzert, 15.00 Stonzert, 17.30 Stammermufit. Tongert. Mähr. Oftrau: 11.30 Schallplattenmufit, 12.30-13.30 der Botschaft entstanden sei, und der das Ansehen lizei an Ort und Stelle erschien, um dem blutigen Unterschlagungen bei der Kasse des Sperrdepots Schallplattenmufil. 13.30 Deutsche Breffenachrichten, 16.00 der Sowjet- Diplomatic schwer schädige. Stampfe ein Ende zu seßen, fand sie vier Leichen in Höhe von mehreren tausend Mark festgestellt Schallplattenmufil. 16.30 Stonzert 20.20-20.55( Sendung nad Dowgalewski hat seinerseits ein ausführliches der Senechte und zwei schwerverlette Knechte vor. worden. Insgesamt wurden 10 Personen sofort 19.45 Beethoven- Trios. Boag, Brünn, Mähr. Oftrau) Slowakische Bollslieder. London: Telegramm über die Angelegenheit nach Moskau Einige Juden wurden verwundet. verhaftet. Nachdem die Schiebungen nunmehr gesandt, ist dort aber auf eisiges Schweigen geNeuerlicher Skandal in Berlin. Das Tem- hinreichend geklärt sind, wurden fämtliche Haft- der Nationalmufit, 20.00 Symphoniekonzert. stoßen. In seiner Not hat er inzwischen unter Sinzuziehung einiger Juristen eine Besprechung das die Berliner Verkehrs- A.- G. mit po" berichtet von einem eigenartigen Geschäft, befehle wieder aufgehoben. Es wird demnächst Bolkstümliches Orchesterkonzert, 21.00 Der verwandelte Stomö Breslau: 21.15 Uebertragung mit den höheren Beamten der Botschaft abgehal- Firma betreibt und das in feinen finanziellen werden. das die Berliner Verkehrs- A.- G. mit einer gegen etiva 30 Beschuldigte Anklage erhoben diant, Spiel von Stefan Zweig. aus dem großen Konzerthaussaal. München 19.30 Unterhal tungstonzert, 20.30 Orginal- Musik für Rundfunt, 91.35 Das Lidy ten. Angeblich will er Bessedowski jest wegen Der Goldmacher Tausend soll dem Gericht im Turm, eine Szene aus der Zeit Richelieus von Balerian Tormius. Samburg: 20.00 Bollstümliches Stonzert. feiner Angriffe in der russischen Emigranten- umfängen vielleicht nicht weit hinter der Stlapresse entgegentreten und wegen Unterschlagung ret- Affäre zurückbleibt." Die bevorzugte Firma feine Kunft zeigen. Der Stlempnermeister Franzenberg: 18.30-18.50 Die ersteberifden Aufgaben ber Genoffen vor ein Pariser Gericht zu bringen versuchen. heißt nach dem" Tempo" F. Butt u. Co. und Tausend, der sich zu Höherem berufen fühlt als schaften des Sandels, 19.15-19.40 Die Frage der Elektrifizierung Bessedowski rächt sich unterdessen weiter, indem hat ihre Büros in Lichtenberg, Rittergutstraße. zur Beschäftigung mit Blech und sich statt mit deutschen Reparationspolitil, 20.00-20.45 Die unsterbliche er in der russischen Emigrantenzeitung„ Letzte Sie hat das Monopol für die Lieferung von der Herstellung von Waschtöpfen und Dach- Stimme. Sönigsberg: 18.45 Stompofitionen für flöte und Al Nachrichten" feststellt, daß in der russischen Bot- Material für Straßenbahnbauten, Kies, Schot- rinnen nach gutem alten Zauberermuster mit schaft eine wahre Spionage Abtei ter usw., aber auch für die Durchführung der der Fabrikation von Gold befaßte, sitt zurzeit Inng existiere. Diese Abteilung leite auch die Bauten. Tatsache ist, daß alle anderen Firmen im Untersuchungsgefängnis in München. Denn Propaganda in den französischen Kolonien, werbe bei Lieferangeboten an die Verkehrs- A.- G. im- obwohl er eine Reihe von österreichischen und geheime Mitarbeiter und habe die Demon- mer dieselbe Antwort bekommen:„ Wir arbei- deutschen Industriellen zur Herausgabe von stration zum 1. August vorbereitet. ten nur mit Butt u. Co." Das„ Tempo" schreibt Stapitalien zu bewegen vermochte, obwohl sich | Deutsche Sendung: Berg. Schulz, Mazedonische Bergfahrt. Breßburg: 11.50 Paris: 21.35 Beethoven: 9. Symphonic. Berlin: 20.00 Jad London, 20.40 Bläser Kammernuufit, 21.85 Feinderkrankheiten des Körpers, Stuttgart: 18.00 Vom Wesen Leipzig: 19.80 -ww Lan von Vollbahnen, 19.40-20.00 Die wirtschaftlichen Aussichten der vier, 19.15 Neues aus aller Welt. Frankfurt: 18.30 c Wohnung wie sie nicht ſein ſoll", 18.50„ Die Wohnuma, mié fir fein foll", 22.15-24.00 Wanbolinenkonzert. Balel: 20.20 bis 22.00 Sichtbares Hörspiel, 2.10-22.45 Bollstümliche Wuftf. Mailand: 20.30 Symphoniekonzert, 23.15-24.00 Stonzert. Reavel: 21.02„ Lutfa Willer", Oper von Berði,- Stopenhagen: Oslo: 20.00 Sym 20.00 Hebertragung ber Sper Freischit" phoniekonzert. Silversum: 20.41 a Cavalier Souriant", Ever von Roentgen.- Ratiowis: 20.15 Symphonisches Konzert. Donnerstag, 10. Oftober 1929. s Urheber bes großen Juwelendiefibahls in 1 der französischen Botschaft in Berlin ist der Pförtner der Botschaft, der frühere Oberst im russischen Generalstab Michaljow, festgestellt und vorläufig in Polizeigewahrsam genommen worden. Der/ 59jährige Mann hat die Juwelen, die ja, wie bereits gemeldet, inzwischen wieder vollzählig aufgetaucht find, nicht geraubt, um sich zu bereichern, sondern um sich an dem Botschafterchauffeur zu rächen, mit dem er nach anfänglicher Freundschaft sich verfeindet hatte. Er hatte den Diebstahl so inszeniert, daß der Chauffeur unbedingt in Berdacht geraten mußte. Au, der Chauffeur ist Russe und war früher Rittmeiter in der Zarenarmee. Stinktiere„ bergafen" eine Stadt. In Andover( New Jersey) ist der gesamte Geschäftsberkehr der Stadt dadurch eine Zeitlang lahmgelegt worden, daß eine Armee von mehreren hundert Stinktieren die Hauptstraße des Ortes als Zummelplatz aussuchte. Den Bewohnern blieb nichts anderes übrig, als sich in die Häuser zu flüchten und Fenster und Türen hermetisch zu schließen. Badeverbot in Wien. Der Magistrat der Stadt Wien hat eine Kundmachung erlassen, worin mit Rücksicht auf den noch nie beobachteten Tiefstand Empfindliche Zähne dürfen Sie nicht mit einer Zahnpasta behandeln, die durch ihre grobkörnige Substanz den Zahnschmelz angreift Nehmen Sie nur Odol- Zahnpasta; die Ihre Zähne schont, weil sie aus feinsten Materialien hergestellt wird. OdolZahnpasta macht die Zähne blendend weiß und schmeckt angenehm erfrischend. Die Tradition der weltbekannten Odol- Werke bürgt Ihnen für unerreichte Qualität der Odol- Zahnpasta. Odol ODOL Das abergläubische Indien. STA 05040 Seite B. Genoffen! Genoffinnen! In jeber Betriebsversammlung, jeber Gewerkschaftsversammlung. eber Genoffenfchaftsversammlung eber Wählerversammlung, jeber Frauenverfammlung, jeber volitischen Bersammlung, jeber Berfammlung oder Sibung einc proletarischen Organisation follt Ihr für die ſozialdemokratiſche Parteipreſſe intenfiofte Werbearbeit leiften lönnen. Außerdem wohnen die Algerier derart verstrent in allen möglichen Quartieren und Vororten, daß eine genaue Ueberwachung schon aus diesem Grunde unmöglich gemacht wird. Die Maroflaner und Neger unterscheiden sich in bezug auf ihren Anteil an der Kriminalstatistik überaus vorteilhaft von ihren Nachbarn, den AlDie Algerier Frage aber bereitet der Pariser unter ihrer Raffe durch Verschärfung der heimPolizei schweres Kopfzerbrechen. Vorläufig hat man es einmal versucht, der Häufigkeit der Verbrechen lichen Polizeiaufsicht und durch einige Verbote zu In keinem Lande der ganzen Welt findet man| diger Gefahr, von bösen Mächten überfallen zu geriern. der Zuflüsse aus beiden Hochquelleitungen von den Volksaberglauben so verbreitet und von derart werden. Das schlimmste Gespenst, das ihm je be- Die Maroflaner sind durchwegs als arbeitsame heute ab eine Reihe von Sparmaßnahmen getroffen verhängnisvoller Wirkung, wie in Indien. Die täg gegnen könnte, ist das sogenannte„ Churel", der deute bekannt und halten sich im großen und ganzen wird, darunter das Verbot der Benügung der lichen Zeitungsnotizen der englischen Kolonialpresse, böse Geist einer verstorbenen Frau, die sich nach der strikt an die Geſetze. Sie müssen das schon tun. Badeeinrichtungen in den Wohnhäusern mit Aus die von blutigen Zusammenstößen zwischen den Fa- Volksmeinung auf den einsamen Landstraßen auf Denn, da sie nicht, wie die Algerier französische nahme von Samstagen. Weiters ist in den Gast natikern gewisser sich feindlich gegenüberstehender zuhalten und dem nichtsahnenden Wanderer heim- Vollbürger find, sondern nur unter franzöſiſchem und Kaffeehäusern an die Gäſte nur über beson Selten zu berichten weiß, geben auch dem fernste- tüdische Schläge zu versetzen pflegt. Jeder Mann, Schute stehen, setzen sie sich bei Straffälligkeit soberes Verlangen Wasser zu verabreichen. henden europäischen Beobachter ein Bild von dem der dem„ Churel" begegnet, wird sein Leben lang fortiger Ausweisung aus der Hauptstadt aus. Internationale Diebsorganisation? Die Parijer Chaos der Weltanschauungen, das in dem indischen vom Unglüd verfolgt und soll nach dem indischen Aehnlich verhält es sich auch mit den Negern, die Blätter berichten in ausführlichen Artikeln, daß es Bolle herrscht. Wie aber der Forscher P. Janson Aberglauben niemals wieder in irgend welchen sich sehr gut in das soziale Leben einer europäischen der brasilianischen Polizei gelungen ist, mit Hilfe berichtet, sind die Dinge in Wirklichkeit noch viel Dingen Erfolg haben. Großstadt einzufügen vermocht haben. von Aufzeichnungen, die bei dem im Vorjahre schlimmer. Ein unentbehrlicher Zubehör für den Kampi in Brasilien verhafteten internationalen Dieb Der Durchschnittsindier lebt auch heute noch Bint gefunden wurden, die geheime internationale nach den Mitteilungen dieses Reiſenden in ständi der ein geweihter Dolch- Goſt dagger" auf eng gegen die hinterlistigen Gespenster sind für den In Gaunersprache zu entziffern. Pint hat nach länger Angst vor tausenderlei unheimlichen Mächten lisch-- auf deſſen zweiſeitig geschliffener Schneide gerem Zeugnen ausgesagt, daß die internationalen und in ewiger Furcht, auf Grund unzähliger Bor zahlreiche Zaubersprüche eingraviert sind. Die Diebe und Betrüger im Mai des Jahres 1926 in urteile, die für die europäische Kultur einfach unbe indische Voltsmeinung hält es für ratsam, dieſem eibe zu gehen. Der Pariser Polizeipräsident hat Zorida in Spanien einen internationalen Stongreß greiflich sind. Auch der gebildete Inder macht davon Dolch bei nächtlichen Wegen ständig zum Schuhe Strafe unterfagt. Nicht gestattet ist besonders der ihnen vor allem das Tragen von Waffen bei hoher veranstaltet hätten, bei dem eine internationale feine Ausnahme. Sehr häufig fommt es vor, daß gegen die Gespenster im Rüden zu halten. Aber Zentralorganisation der Gauner gegründet wurde, indische Gelehrte, die ihre Univerſitätsstudien in auch während des Schlafes pflegt der Eingeborene Besitz von Dolchen und Rasiermessern, mit denen die in verschiedene Sektionen eingeteilt sei, und zwar England gemacht haben und lange Reisen durch die Waffe in Bereitschaft zu halten, deren heilsame man mit Vorliebe Eifersuchtshändel auszutragen für Soteldiebe, Zugsdiebe, Banknotenfälscher, Staffen- Europa angetreten haben, bei ihrer Rückkehr in die Wirkung noch durch eine Anzahl Amulette, die der pflegt. Sollte das alles nichts fruchten, will die einbrecher, Schmuckräuber usw. Aus den Aufzeich- Heimat sich dem Berufe des" Dogy", des Wander- Betreffende um den Hals trägt, erhöht wird. Pariser Polizei sich ernsthaft mit dem Problem einer Beschränkung des Algerierzuzuges befassen. Die Zahl der bösen und gefährlichen Geister, Für die nichtfranzösischen Beobachter entbehrt farbigen Untertanen nicht eines interessanten Beigeschmackes. Es war eben von jeher schon schwer, Vornungen geht hervor, daß der Kongreß, der eine propheten, zuwenden, und dann selbst den engstirganze Woche dauerte, einen Vorstand und Sefretäre nigsten Fanatismus predigen, nachdem sie noch furz wählte und Zweigorganisationen in ganz Amerika zuvor sich in Westeuropa als Atheisten aufgespielt gegen die sich der Inder auf diese Weise schüßen zu dieser hartnädige Stampi Frankreichs mit ſeinen und Europa gründete, die über bedeutende Kapita- haben. Die europäische Kultur ist für den Inder, müssen glaubt, ist so groß und wechselt derart in lien verfügen sollen. Die brasilianische Polizei hat der sich in dem Occident aufhält, nur eine äußere den verschiedenen Landesgegenden, daß selbst einer alle Bentralpolizeiſtellen in allen Staaten ver- Tünche, die nicht tief unter die Oberfläche dringt. van den auf diesem Gebiete bewanderten Yogis ihr die Geister, die man einmal rief, wieder loszu ſtändigt und ihnen eine Uebersehung der Statuten Der Smoking wird bei der Rückkehr nach Indien Verzeichnis kaum auswendig weiß. Die beiden außer werben dieser Organisation übersandt. wieder mit den einheimischen Gewändern ver tauscht und alles bleibt beim Alten. fährlicher, böser Mächte, deren Namen je nach den Gegenden wechselt, bevölkert noch die indische Geisterwelt und macht dem armen Kuli das Leben schwer, so daß man die Inbrunst wohl verstehen fann, mit der er sich nach dem Aufhören alles Leides, dem Nirvana, sehnt. Phönix. Die Limonade. M. Sostschenko. Mehr als givei Flaschen auf einmal kann ich auf keinen Fall austrinken. Mein Gesundheitszustand erlaubt es mir nicht. Nur einmal an metnem Namenstage habe ich vier Flaschen ausge Icert. Dies geschah schon vor langem, als ich noch jung war, als das Herz in der Brust start schlug und im Gehirn Verschiedenes gärte. den Churel" gefürchtetsten unter diesen schlimmen Mächten sind nach Jansen's Mitteilung„ GuluEtwas vom schwedischen Tierschuh. Schweben Die Mehrzahl des indischen Volkes, zu der auch bazan", der Sohn der Elbis, der in den Schubbesist gegenwärtig die größte Bahl von Wisents, so ein großer Teil der sogenannten Gebildeten gehört, fächern der Bazare sein Quartier aufgeschlagen hat genannten europäischen Büffeln. Es ist zu hoffen, ist der Meinung, daß die Nächte von zahllosen Ge- und darin oft großes Unheil anrichten soll, ferner daß dieses Tier von der drohenden Aussterbung spenstern und unheimlichen Geistern belebt seien, Dulhan", ein Gespenst, das die Tempelgegenden SPD. Jch bin natürlich kein Trinker. Wenn gerettet werden kann. Die Wijents werden sorgfäl- die nur darauf warteten, dem armen Sterblichen unsicher macht und sich in den Pantoffeln zu ver- ich auch dann und wann etwas herunterschlucke, tig in einem eigenen Schuhparle in Engelsberg in einen Schabernad zuzufügen. Darum pflegt ein Ein- ſteden liebt, um die Gläubigen in die Füße zufo tue ich es nur austandshalber, sozusagen, um der Provinz Westmanland gehütet. Eine ähnliche geborener auf dem Lande und meistens auch in den 3widen und dadurch von der Andacht abzulenken. meine Gesellschaft nicht zu fränfen. Methode wird mit den Bibertieren angewendet, feit großen Städten, wenn ihn die Notwendigkeit zwingt, Eine Unmenge niederer und nicht minder geacht Jahren bemüht man sich, in etwa 20 eigenen nachts einen Gang anzutreten, mit halblauter Biberkolonien zu züchten, und man kann mit Stimme unaufhörlich Beschwörungsformeln vor sich Freude feststellen, daß auch dieses Tier durch seine hinzumurmeln, um die Geister zu bannen, vor, Stetige Vermehrung vom Aussterben gerettet werden allem aber, um die mahnende Stimme seiner eigedürfte. Auch deutsche Hasen und Fasanen werden nen Furcht zu betäuben. importiert und gedeihen in Schweden ausgezeichnet. Speziellen Schußes in den Jagdgesegen Schwedens erfreuen sich die Tiere schwedischen Ursprunges, das Elentier und der Bär. Das erstere darf mit Ausnahme zwier Wochen im Frühherbst überhaupt nicht geschossen werden und beweist seine Dankbarkeit durch außrordentliche Bermehrung. Der Bär, der König der Nordwälder, steht auch unter dem Schuße der schwedischen Jagdgesetze, er ist in Schweden als harmloses, gutmütiges Tier bekannt, wenn er nicht angegriffen wird. Auch der Adler und Schwan stehen unter solchem Staatsschuße. Jeder Durch schnittsschwede ist durch jahrhundertelange Tradition tierfreundlich, vereinzelte Grausamkeiten an Tieren rufen allgemeine Verachtung und Proteste hervor. Heiteres. Ihrift. J. R. Als nach dem Tode des Verfassers des berühmDer Inder glaubt sich auch am Tage in stänLeber 100.000 Afrikaner in Baris. Eine Gefahr für die Sicherheit der Stadt. ( Von unserem Pariser Mitarbeiter.) Jest altere ich. Einer meiner Bekannten, der Tierarzt Ptityn, untersuchte mich vorgestern und, wissen Sie, begann am ganzen Körper zu zittern. Bei Ihnen," sagte er, herrscht eine vollständige Devalation. Keine Möglichkeit, zu unterscheiden, wo sich Ihre Leber und wo sich Ihre Harnblase befindet. Sie find", fagte er, sehr abgetragen." Ich wollte diesem Tierarzt eine herunterhauen, fonnte mich aber zum Glück noch beherrschen. Werde einmal," dachte ich,„ einen guten Arzt " Nach der jüngsten Statistik leben etwa 70.000 genuß auf Grund ihrer Religion verboten. Solange Nordafrikaner in der französischen Hauptstadt, von die Algerier noch in der Heimat im Kreise der denen 50.000 aus Algier stammen. Die übrigen sind Ihren leben, pflegen sie sich an die Koranbestim- fonsultieren." Maroltaner. Diese Ziffer der in Paris ansässigen mungen zu halten. Haben sie aber einmal den harAfrikaner wird noch erhöht durch die Zahl von an- ten Boden der Wüste mit dem schlüpfrigen Pflaster vor. Die Organe sind bei Ihnen ziemlich in Der Arzt fand keine Devalvation bei mir nähernd 30.000 Negern, so daß man jagen tann, daß der Seine- Metropole vertauscht, geraten die Sitten Ordnung. Die Blase ist auch gut; noch ganz wasder schwarze Erdteil mit etwa 100.000 Seelen in der Väter in Vergessenheit. Die Söhne Afritas serdicht. Was das Herz anbelangt, so ist es vorter Seine Metropole vertreten ist. Schon vom ber langweilen sich, denn die Arbeit übt im allgemeinen üglich, ja sogar größer, als es sein sollte. Doch", völkerungspolitischen Standpunkt aus gesehen, ist wenig Anziehungskraft auf sie aus. Um von der fagte er, über das Trinken müssen Sie ein das eine Ziffer, die die französischen Politiker mit Heimat zu plaubern, finden sie sich in Scharen in Streuz schlagen; sonst fann ganz plößlich der Tod den Schenken zusammen. Die Algerier sind an den eintreten." Besorgnis erfüllt. In Priminalistischer Hinsicht da Alkohol nicht gewöhnt, vertragen nur ein paar Zu sterben habe ich keine Lust. Ich bin noch für die Sicherheit der Stadt derart verhängnisvoll Gange... Man muß also, denke ich mir, das Trinken Staub, Angehörige und Freunde über eine passende ausgewirkt, daß man allen Ernſtes daran denkt, Wenn nicht der liebe Alkohol, so ist es das aufgeben, mit dem Wodla Schluß machen. Ich Grabschrift berieten, sching der Kollege des Verstorbem Zustrom der Afrikaner, besonders der Spiel, das die Gemüter der Algerier erhißt. Schon trinke also nicht mehr. Eine Stunde geht vorbenen, Reichstansakgever Maximilian Remp Araber, eine gewisse Beschränkung aufzuerlegen. manche harmlos begonnene Partie wurde mit dem über, noch eine Stunde verstreicht, ich bin ner, nachstehenden Tert vor: Wenn man den Pariser Polizeibericht durch. Dolche beendet und der gewinnende Teilnehmer nüchtern. Um fünf Uhr gehe ich speisen. Ich ver„ Sier liegt Staub, blättert, fällt es fofort in die Augen, wie häufig büßte es mit dem Leben, seinem Gegner nicht groß- zehrte meine Suppe, beginne, das Rindfleisch zu der algerische Vorname Mohammed in dieser mütig den Vorrang im Spiel gelassen zu haben. vertilgen auf einmal empfinde ich heftigen ominöfen Rubrik zu finden ist. Besonders wenn es Die Hauptursache zu Streitigkeiten unter den Durst. sich um Messerstechereien, Ueberfälle und Schläge Nordafrikanern in Paris ist natürlich die Eifer- Statt eines starken Getränkes", denke ich, reien handelt, ist gewiß ein Algerier in die An- sucht. In ihrer Heimat dürfen die Araber sich nur werde ich was Wildes bestellen, Mineralwasser gelegenheit verwidelt. unter den Töchtern des Landes ihre Gefähriin er- oder eine Limonade." wählen. Man kann sich daher den Stolz des far- Man stellt mir die Limonade auf den Tisch. bigen Mannes vorstellen, wenn eine Weiße sich da- Ich schenke mir ein Gläschen ein und trinte es zu herbeiläßt, ihm ihre Gunst zuzuwenden. Mit aus, aber das Zeug schmedt genau so wie Wodka. findischer Eifersucht wacht der Araber über diesen Ich schente mir noch ein Gläschen ein, bei Gott: Schatz. Wehe dem Landsmann, der es wagt, seine Wodka. Zum Teufel! Ich leere den Rest aus, Augen zu der Geliebten zu erheben. Es gilt als echter Wodka! Ehrensache, in diesem Falle zur Sühne die Stirn in dem Blute des Rivalen zu baden... ten Kommentars zum Handelsgeschbuch, Justizrat aegen hat sich der Zuzug der Farbigen nach Paris Gläser Wein und bald ist eine solenne Steilerei im jung und will mein Leben genießen. Kommentar überflüssig!" Theater. Bei Doktor Zidel beschwerte sich einmal der Schauspieler B. Die Kollegen verulften ihn immer und er bäte um seinen direktorialen Schuß. Ja, ja, die Schauspieler," sagte Zidel, das ift' ne Bande! Seien Sie fren, lieber B., daß Sie leiner sind!" Mißverständnis. -Höchste Zeit, dak ihr heiratet!" Vom Seitenlvrung. Unter der Sonne Afrifas schlagen die Herzen stürmischer. Die äußerlich überaus harmlos aus sehenden Söhne Algiers greifen schon wegen einer unbedeutenden Beleidigung zum Dolch oder Rasier messer und wie bei den Männern des wilden We Dies Jahr habe ich meine Braut im Schwarztens fiten auch in ihren Revolvern die Kugeln verwald besucht. Wundervoll. Das Schönste, was ich dammt locker. Gerade in der letzten Zeit haben sich gesehen, war der Kniebis." derartige Affektverbrechen in erschreckender Anzahl gehäuft. Innerhalb eines Tones 3. B. gab es allein drei, jedesmal tödlich verlaufene. Schießereien zwi „ Die idealite Ehe ist doch inner noch, wenn der schen Farbigen auf dem Pont de Flandre in MonMann verliebt ist." trouge und in einer verrufenen Gasse im Zentrum der Stadt. Es ist tatsächlich so weit gekommen, daß die Neigung der afrikanischen Gäste zu Gewalttaten eine ernste Gefahr für die Sicherheit der Stadt bedeutet. Vor allem drei Dinge sind es, die die leidenschaftlichen Kinder des Südens ihre Zugehörigkeit zu einem Kulturstaat vergessen machen: Wein, Weib und Spiel. Da, solange die Frau nischt merfi!" Chewünsche. Wenn ich einmal heirate, möchte ich nur eine Fran haben, die mir jeden Tag meinen Kaffee ins Bett bringt." „ Wir wäre eine Frau lieber, die mir jeden Tag mein Bett ins Café bringt." ( Aus dem„ Ult".) Den Mohamedanern ist bekanntlich der AlkoholHallo, noch eine Portion!" Man bringt mir noch eine. Die Pariser Polizei hatte bisher allein 25 Be- Ich habe," sage ich. Limonade veramte, die sämtlich die Landessprache geläufig be- langt, und was hast du mir da gebracht. Briherrschen, mit der Beobachtung der Algerier, berchen?" No, des wird bei uns schon seit uralten den gefährlichsten unter allen Afritanern, betraut. Diese Zahl der Aufsichtsorgane Zeiten als Limonade verzapft. Echte Limonade, hat sich in den letzten Jahren als völlig unzurei- entschuldigen Sie, führen wir nicht. Niemand chend erwiesen. Wollte man gewissenhaft vorgehen, verlangt sie." müßte man jedem der 50.000 Algerier einen Tetel- st schon gut. Sol' mir noch eine Portion!" tiv auf die Fersen heften. Und auch dann wäre eine Seitdem trinke ich wieder. Der Wille war fest, Verhütung der Kapitalverbrechen nicht möglich. Die aber die Umstände haben mich an der Ausfüh Araber haben in den winkligen Gassen der alten rung meiner ehrlichen Absicht gehindert. Man Stadtteile ihre Schlupfwinkel, die vielfach nur unter muß sich schließlich in sein Schicksal fügen. Lebensgefahr von einem Weißen betreten werden( Ins Deutsche übertragen von S. Borissoff.) Bette 6. Eingriffen, fie glauben nur, durch ihre ErnährungsDer Vortron war interesant für den Laien Bollswirtschaft und Sozialpolitit. welfe die bisherigen Ergebniſſe noch verbessern zu denn denen, die sich im Turnweſen eingelebt haben, Gewerkschaftliche Konzentration in Deutschland. Tönnen. Es muß ferner darauf hingewiesen werden daß die kochsalzarme Ernährung ebenso viel Geduld und leberwindung seitens der Pflegeperson wie des Stranten verlangt. Die Menschen sind nun einmal feit Jahrtausenden an das Rodhjal; als Naprungswürze gewöhnt. Berlin, 9. Oktober.( Tsch. P.-B.) Der deutsche Verkehrsbund mit 400.000 Mitgliedern, der Verband für Gemeinde- und Staatsarbeiter mit 275.000 Mitgliedern und der Verband der Gärtner und Gärtnereiarbeiter mit 11.000 Duit Die Köchin muß also die schwere Stunst erlernen, Mitdie sonst mit Kochfalz gewürzten Speisen durch anbere Zutaten schmadhaft zu machen. Völlig läßt sich das Fehlen des Salzes nicht bei allen Gerichten verdecken. Es muß daher auch der Kranke, zumal wenn feine Gßluft nicht rege ist, eine beträchtliche Ueberwindung aufbringen, um die ungewohnt schmeckende Nahrung zu bewältigen. gliedern haben heute auf einer gemeinsamen Tagung die Zusammenlegung der Verbände zum Gesamtverband der Arbeitnehmer öffentlicher Betriebe und des Personen- und Warenverkehrs" beschlossen. Die neue Organisation tritt neben ihren gewerkschaftlichen Aufgaben besonders für die Förderung und den Aufbau der öffentlichen Wirtschaft und der Gemeinwirtschaft ein. Kleine Chronit. Das Rochfalz als Feind des Zuberkulösen. bot er nicht viel Neues, aber, und das wäre in der Hauptsache der wichtigere Teil gewesen, Niels Bukh hätte seinen Vortrag durch Vorführungen illustrien sollen. Zum Schluß eine Frage an die Leing der Urania": Warum bemüht man sich nicht, auch einmal die Arbeiter Bundesschule Beipzig --entinzulaben? Kunst und Wiſſen. Umberto Urbano veranstaltet am 20. Oktober im neuen großen Produktenbörsesaale ein Konzert mit ganz neuem Programm. Karten bei Weyler. Maurice Delobra veranstaltet einen Vortrag über seine Erlebnisse in Indien am 22. Oktober im Saale der Produktenbörse. Donnerstag, 10. Oktober 1929. VERLANGET UEBERALL VOLKS ZUNDER SOLO A.S.I. onizdal Das Innere der Erde. Man ist bisher noch nicht tief in das Innere der Erde vorgedrungen. Mehr als ein paar Kilometer tief hat sich auch der Spielplan des Nenen deutschen Theaters. Bergmann nicht hineingebohrt. Und nun forschen Donnerstag( 8-4). 7 Uhr:„ Romeo und die Gelehrten, wie es dort aussieht, wo der Mit Julia". Freitag( 9-1), 7% Uhr: Die Kino, telpunkt der Erde in stiller Unzulänglichkeit liegt. tönigin": Samstag( 10-2). HofmannsthalMan nahm gewöhnlich an, daß dort alles geschmol Feier, 7 Uhr: Der Schwierige". Sonntag, des Arbeiters, hygienischer Dienst an der Volks. Als Robert Koch den Tuberkelbazillus und in zen oder gar zu flüchtigem Gas geworden ist. Denn 2% Uhr: Arbeiter Vorstellung: Der gesundheit. Der ungeheure Aufschwung, den die Sport. ihm die unzweifelhafte Ursache der Tuberkuloje ent- je tiefer man sich in die Erdrinde hineinarbeitet, arme Jonathan". 7 Uhr( 12-4):„ Figaros deckt hatte, glaubte man, mit der Erkenntnis auch um so heißer wird es. Aber man vermutet heute ochzeit". Montag( 11-8), 7% ühr:" Der bewegung allgemein nach dem Kriege genommen hat, stellt für die Arbeitersportbewegung das Stredie Heilung der Krankheit in der Hand zu haben. auch, daß die Erde einen starren Kern hat. Das Schwierige". ben nach einer neuen förperlichen Lebensform Wenn es gelang, die Tuberkelbazillen im Körper zu ist schon wahrscheinlich geworden, als man bei ErdSpielplan der Kleinen Bühne. Donnerstag: dar, die von ihr selbst schon seit langem gefordert vernichten, so mußte die Strankheit von selbst auf- beben untersuchte, wie schnell sich die Erschütterun- Gastspiel Emmy Sturm:„ Ich betrüg dich nur worden war. Dieser Erscheinung darf die Arbeiter. bören. Aber die Hoffnung trog. Man fand kein gen fortpflanzten. Dabei hat man nämlich gefun- aus Liebe". Freitag: Rugby". Samstag welt aber nicht passiv gegenüberstehen in der ErBernichtungsmittel, feine materia magna sterili- den, daß nur feſte. Waſſen dieſe Zuckungen so gut Gastspiel Emmy Sturm:„ Ich betrüg' dich nur wart ing, daß sie eines Tages ebenso schnell wieder fans, das nicht zugleich auch den Körper geschädigt sortleiten können, wie es bei der Erde geschicht aus Liebe". Sonntag, 3 Uhr:„ Grandhotel" verschwindet, wie sie auftauchte. Gerade die RevoNeuerdings hat Professor Simon in Berlin ein 7% Uhr, Gastspiel Emmy Sturm:„ Ich betrüg' lution von 1918 hat der Entwicklung zu dieser neuen bätte; und man erkannte, daß es zwar keine Tuberwandfrei nachgewiesen, daß Gase unter hohem Druck dich nur aus Liebe." Montag( Bankbeamten I): Lebensform die stärksten Antriebe gegeben. Die tulosekrankheit ohne Tuberkelbazillen gab, aber auch die starre Form von Gestein oder Kristall anneh„ Der Filmstar". daß die Anwesenheit dieser Bazillen im Körper nicht men können. Bei seinen Versuchen benußte er ein gleichbedeutend mit Erkrankung ist. Die Bazillen sind ganz leines, sehr festes Gehäuse, das nur den zehnnur die eine Ursache der Erkrankung, die andere ten Teil eines Rubikzentimeters umschloß, und liegt in der Beschaffenheit des Körpers, feiner preßte 600 Kubitzentimeter Helium hinein, die daKrankheitsbereitschaft". Nur wenn der Körper dem durch die gewaltige Spannung von 6000 Atmosphä Wachstum der Bazillen günstige Bedingungen bieren erhielten. Dabei bildete sich eine steinige tet, können diese sich so entwickeln, daß ihre Gift Maije! Der Druck auf das Erdinnere beträgt rund wirkung die Erscheinungen der Tuberkelkrankheit zwei Millionen Kilogramm: sollte dieser Drud nicht hervorbringt. genügen, um das ganze Erdinnere zu einem harten Rern zu machen, der wie in einer weicheren Hülle ruht? Daher haben die neuzeitlichen Heilungsbestre bungen zum großen Teil das Ziel, den Bazillen den menschlichen Störper so ungenießbar wie möglich zu machen, also seine Beschaffenheit im Sinne der Ba * Sport- Spiel Körperpflegt Arbeitersport als Kulturaufgabe. neue politische Freiheit schuf auch die Grundlagen, Sport und Spiel völlig neue, für die Dauer be stimmte Lebensmöglichkeiten zu geben. Es erivies sich deutlich, daß lebensfreudiger Sport, daß alle vorwärtsdringende Körperkultur nur auf der voll. tommenen inneren und äußeren Freiheit der Staatsbürger beruhen kann. Die Arbeitersportbewegung schöpft ihre stärk Die bürgerliche Sportwelt versucht neuerdings sten Kräfte aus dem Gemeinschaftsgedanken ihrer ebenfalls, wenn auch vergeblich, den von ihr be Mitglieder, um die sich das gemeinsame feste Band triebenen Sport von den ihm anhaftenden Schlacken der gleichen Weltanschauung des des Sozialismus zu befreien, ihn zu eredeln. Aber die beobachteten schlingt, und diese weltanschauliche, geistige Ver- Vorkommnisse bei internationalen Veranstaltungen bundenheit unterscheidet die Arbeitersportbewegung beweisen immer mehr, daß der bürgerliche Sport am stärksten von der bürgerlichen Sportwelt, ganz bei feiner jebigen Einstellung sein Ziel nie errei lagern, wo die ausübenden Sportler lediglich Gla- die Höchstleistungen aufstellen sollen. Der Gedanke diatoren im modernen Gewande sind. Die fultur- der sportlichen Gemeinschaft ist der bürgerlichen politische Bedeutung des Sports tritt aber nirgends Sportwelt vollkommen fremd. die Arbeitersportbewegung so gebieterisch zutage, wie in der Arbeitersportwelt, zillenabwehr zu ändern. Dieser Behandlungsgedank: Verbreitet die Arbeiterpresse. zu schweigen von den ausgesprochenen Berufssportchen fann; er schickt Stars, Einzelpersönlichkeiten, Vorträge. ſcheinlich für die gesamten Lebenswege von aus Wege und Ziele der körperlichen Ertüchtigung." und nur ihr fann die große Aufgabe zufallen, den hat deshalb auf Grund ihres ganzen Aufbaus, ihrer Sport aus den Niederungen bloßer Bereinsmeierei, lebensgemeinschaftlichen Grundlage, die Straft, ein Reford. und Sensationssucht herauszuheben auf die wahres Körperideal zu verwirklichen und den Sport Höhe einer von einer schöpferischen Idee getragenen ou einer neuen Lebensform zu gestalten. So stellt der Erkenntnis dieser sich für die Arbeiterwelt der von den jugendlichen Arbeitern und Arbeiterinnen betriebene Sport ais eine Stulturaufgabe ersten Ranges und zugleich als ein Mittel für den Befreiungskampf der ArbeiterKlasse dar. Niels Bukh, der bekannte dänische GymSUEN LADEN LE8; itersportbewegung den Arbeitersport als Massensport. wiederholt und bestätigt in einer Beziehung alten Bolksglauben nämlich die Gewohnheit, dem Schwindsüchtigen in der Nahrung reichlich Feit zu geben. Darüber hinaus gehen Versuche, den Salzhaushalt des Körpers umzustellen. Man weiß, daß die elektrischen Spannungen im Körper, die wahrschlaggebender Bedeutung sind, durch den Gehal: an Salzen in den Gewebeflüssigkeiten bedingt sind. Besonders die Salze der Leichtmetalle, des Kaliums, nastiklehrer und Führer des modernen Turnens, Natriums, Kalziums, Magnesiums und anderer, mit hielt Dienstag in der Prager„ Urania" einen VorChlor scheinen dabei eine große Rolle zu spielen. trag über das obige Thema. Ausgehend von der Diese Aufgaben sind aber von der sozialistischen Hier setzen die Versuche ein, die mit den Namen förperlichen Erziehung für den arbeitenden Men Arbeiterschaft noch nicht voll erkannt worden. ImGerson, Sauerbrn, Hermannsdorfer schen behandelte er die verschiedenen Systeme der mer noch muß die Arbeitersportbewegung innerhalb verknüpft sind. Diese Aerzte glauben, beobachtet zu Gymnastik, die ihren Ursprung in Schweden der Arbeitnehmerschaft selbst um eine größere Be- Fußballvereine des 5. Rreises, Achtung! Sonn haben, daß eine möglichst tochsalzarme Ernähruitg, batte, dort aber nach vielversprechenden Anfängen achtung ihrer Aufgaben und Leistungen ringen, wie tag, den 27. Oktober, besteht absolutes Spiel. die zudem durch reichliche Beigabe von Pflanzentoft auf einen toten Punkt gelangte. Gymnastik sei der anderseits zahlreiche Proletarier noch bürgerlichen fich in ihren Orten an den Bablarbeiten verbot. Die Sportgenossen werden aufgefordert, viel Staliumfalze enthält, die Heilungsbedingungen rationalisierte Sport und ein guter Gym- Sportvereinen angehören. Zu Unrecht wird die sich in ihren Orten an den Wahlarbeiten des Körpers bei Tuberkulose verbessert. Sie geben naſtiker müsse daher auch ein guter Sportler oder Sportbetätigung auch in der Arveiterwelt lediglich Die Bezirksfußballtage haben in allen Bezirken am der sozialdemokratischen Partei zu beteiligen. außerdem noch tochsalzfreie Salzgmische als Arznei. umgekehrt sein. Die Methode, die Niels Bukh ver- beurteilt nach den in der bürgerlichen Sportivelt 1. Dezember stattzufinden.- Der Kreisfußballertag Diese Behandlung soll bei Stnochen- und Haut- folge, habe das steife Haltungsturnen durch Besich häufenden häßlichen Ausartungen. Die Arbei wurde auf den 15. Dezember nach Aussig,„ Boltstuberkulose günstige Ergebnisse gehabt haben, alfo wegung und Rhythmus ersetzt, die bedingt, tersportbewegung hat sich aber von Anfang an von haus", festgelegt. Anträge sind bis 8. Dezember bei Krankheitsformen, die an sich weniger bas ge- daß jede Muskel und Störpergruppe( Knochenbau derartigen Auswüchsen freigehalten; sie sieht und Nerven) in Tätigkeit gesetzt wird, im Gegensatz den Sport nicht als Selbstzwed an, sondern trachtet hen bedrohen als die Lungenerkrankung. Bei der zum rudweisen, nicht fließenden" Turnen. Ge- danach, die körperliche Ertüchtigung des ArbeiterLungentuberkulose sind die Versuche noch im Gange schmeidigkeit, Geschicklichkeit und Kraft bilden den sportlers für den Kampf um den Sozialismus zu und es muß dringend davor gewarnt werden, daß Inhalt einer richtig betriebenen Gymnastik und erstreben. Als eine ihrer ersten Aufgaben muß sie Pungentrante in ihrer bekannten Hoffnungslosigkei: wenn der Körper in der Uebungsweise gut studiert von dem neuen Berfahren Wunder erwarten. Auch werde, so kann die einseitige Haltung, hervorgerufen die Aerzte, die mit dieser Neuerung sich befassen, durch einseitige Arbeitsweise, beseitigt werden und verzichten keineswegs auf die bisher übliche Behand daraus resultiere indheit und bessere Arbeitslung mit Freiluftliegefur oder mit chirurgischen fähigkeit. Bom häuslichen Vorlesen. an den Kreis einzusenden. Der Kreisspielausschuß. Serausgeber: Dr. Ludwig Czech. Chefredakteur: Wilbelm Nießner. versuchen, die körperlichen Schäden des Berufslebens auszugleichen. Das tut sie, indem sie planmäßig Berantwortlicher Redakteur: Dr Emil Strauß Prag. jedes Sporttum ausmerzt, das auf Reforesucht und Druck: Rota A.G für Zeitung und Buchbruch, Brag Sportfeɣerei hinauszulaufen droht. Arbeitersport Für den Druch verantwortlich: Otto So. k. Brag. bedeutet so behutsames Walten mit der Körperkraft retton mit Erlaß r 127 431/ VII/ 27 am 14. Ma 192. bemillet. Ste Beitungsmarten rantatur wurde von der Bolt. a Telegrapben dann, wenn diese zur Ruhe gebracht sind, den[ politischen Teil nur nach strenger Sichtung zu und der Erklärer die gleiche Person sein Rest des Feierabends zur Selbsterziehung zu ver- verwenden sein. Die Politik soll möglichst nur in muß. Der Vorleser erfüllt eigentlich nur eine Ein Stüd Bildungsarbeit in der Familie. wenden. Was man lesen soll? Selbstre- ihren grundsätzlichen Fragen in den häuslichen recht mechanische Notwendigkeit, während dem Was in manchen Familien bereits gern und dend, was man ohne viel Umstände zur Hand Vorlesungen erörtert werden und diese sollen Erflärer die Hauptfunktion bei der Vorlesung oft geübter Brauch ist, das soll hier für andere hat und was allgemeines Interesse erregt. Un- erzieherijch zum Sozialismus, nicht so sehr durch zukommt. Er wird die Auswahl des Vorlesungs angeregt, für alle aber befruchtet werden: das zählig sind da die Artikel aus unseren Zeitungen, die Erläuterung des Parteiprogramms wirken, stoffes vornehmen, wird ihn schon vorher auf das häusliche Vorlejen. Besonders de langen Win Zeitschriften und Jahrbüchern( Stalendern), die als durch die weltanschaulich spezifisch- proleta- Vorhandensein von Fremdwörtern. terabende lassen es geraten scheinen, dem häus- sich zur Vorlesung eignen. Aber schon die Auf- rische Betrachtung aller Fragen des öffentlichen oder der Erklärung bedürftiger dunk lichen Vorlesen als Bildungsmittel größere Be- zählung der Vorlesestoffe wird nicht ohne Ein Lebens. Ier Stellen hin durchlesen müssen, wird sich achtung zu schenken. Wieviel Zeit wird nutzlos wendung bleiben, besonders wenn von der Zei- Mehr wird unsere Zeitschriftenliteratur also einigermaßen vorbereiten müssen. Nie wird vertan, die für die Erziehung besonders der hertung die Rede ist. Wenn im Hinblick darauf, daß heranzuziehen sein, die ja auch mit mehr Nuyen er ohne Fremdwörterbuch bei der Vorlesung er. anwachsenden Generation zweddienlich verwendet ja in die häuslichen Vorlesungen auch die Kinder für die prinzipielle Klärung der Gegenwarts- scheinen können.( Als brauchbare Verdeut. werden könnte. Wenn heut mit viel Berechtigung eingeschlossen werden sollen, die Nennung der fragen verwendet werden kann. Dasselbe gilt schungswörterbücher kommen in Betracht: behauptet wird, daß die Familie als Faftor in Zeitung in unserem Verzeichnis, das keineswegs von unseren Jahrbüchern, die als Vorlesestoffe Braun, Zeitungsfremdwörter und politische der Erziehungsarbeit des Sozialismus vielfach als abgeschlossen betrachtet werden soll, Kopf- eine hervorragende Rolle im Hause zu spielen Schlagworte, Liebknecht: Volksfremdwörterbuch ausscheidet man beachte nur die leider allzu schütteln bei Manchem erregen wird, so soll dem berufen sein werden. ( beide im Parteiverlage erschienen) und Köhler bielen Familien mit sozialistischen Eltern, deren entgegengehalten werden, daß ja hier vor allem Warum das? Weil durch die Kürze der Ar- Fremdwörterbuch"( bei Reclam in Leipzig er Kinder ganz unverholen nach der bürgerlichen dem persönlichen Taktgefühl des Vorlesenden tikel durch sie mit ein zweites Erfordernis un- chienen). Seite hinüberziehendem könnte die Grund- vertraut werden muk, wenn wir Mißgriffe be: serer Vorlesungen erfüllt wird, nämlich nie in Notwendig ist nach dem vorher Gesagten lage entzogen werden, wenn das häusliche Vor- der Auswahl des Vorlesungsstoffes möglichst Fortsetzungen vorzulesen. Was gegen wohl auch, daß der Erklärende über ein gewisses lesen in der Familie allgemein wieder zu Ehren vermeiden wollen. Dort, wo Kinder einen Teil die Zeitungsromane eingewendet werden kann Maß allgemeiner Kenntnisse und auch in politi kommt und wenn es bewußt für die Erziehung des Auditoriums bilden, wird man jedenfalls zu( umso weniger, je öfter die Zeitung erscheint), schen Fragen über eine gewisse Orientiertheit zum Sozialismus gestaltet wird. verhindern trachten, daß die Politik mehr als ge- daß der Stimmungsgehalt der Dichtungen, eben verfügt. Das wird in jeder Familie die SelbstMan wird die ganze Familie, legentlich den Gegenstand der Vorlesungen bil- weil sie in Fortsetzungen erscheinen, niemals erziehung des Vaters oder sonst einer ocalso einschließlich der Kinder, als det. Man wird die eine oder die andere politi- recht auf den Leser übergehen kann, das trifft eigneten Person notwendig machen und wird bei Teilnehmer an den Vorlesungen zu fche Nachricht nicht ganz umgehen können, man auch auf die Vorlesung von Dichtungen zu: das verständiger und zielbewukter Durchführung ver betrachten haben. Selbstverständlich wird wird aber dabei sehr sparsam sein müssen, vor bruchstückweise Vorlesen läßt eigentlich nur die Vorlesungen bald jede Familie zum Mittelman auf das Alter der Kinder bei der Auswahl allem aber nur die kurze Nachricht geben und Handlung( den Effett) zur Geltung kommen, puntte einer sozialistischen Keim- und Bildungsdes Vorlesungsstoffes Rücksicht zu nehmen haben. den Kommentar zu dieser lieber der freien Erwährend die psychologische Motivierung und zelle werden lassen. Hier werden sich die vädagogischen Fähigkeiten flärung überlassen, wodurch gerade durch diese Vertiefung überhört werden muß. Es wird dann nicht mehr möglich sein. daß der Eltern auswirken können. Und es besteht ja beweglichere Form der Erläuteruna die Mög Damit sind wir schon mitten im Wie" dann, wenn die Eltern durch den Einfluß der die Woche auch aus sieben Tagen, sodaß ohne beson lichkeit geboten sein wird, das zu sagen. was des Vorlesens darin. Umwelt und durch Selbsterziehuna Sozialisten dere Schwierinteiten ein oder der andere Abend man mit Berücksichtiouns der Hörer für zweckaeworden sind, die Kinder eigene Wege neben, der jungen Generation gewidmet werden kann. dienlich und notwendig hält. Grundfäßlich aber die hinweoführen von den Zielen des Befrei wenn man es nicht vorsieht. Die erſten Abend fei bemerkt hei Teilnahme von Kindern an den ungskampfes des Proletariats. stunden für die Kinder vorzubehalten und erst Vorlesungen wird die Zeitung in ihrem tagesAlso niemals in Fortsetzungen vorlesen. Und dann: nie über eine unverstanden gebliebene Stelle hinweglefen. Es ist nicht notwendig, daß der Vorleser Hans Honheiser.