Nr. 11. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrirter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post- BeitungsPretstifte für 1899 unter Mr. 7820. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 16. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel geile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. bertretern. Das Erwachen Englands. London, den 11. Januar. Freitag, den 13. Januar 1899. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Wiederaufbau der Opposition auf der alten Grundlage noch foll. Und in Frankreich schauen alle Freunde des Militarisschwieriger, als es gewesen wäre, wenn nur Fragen der mus nach St. Petersburg um Hilfe bei ihren reaktionären inneren Politit in Frage fämen. England ist ein Stier, der Anschlägen. H. M. Hyndmann. Magdeburger Justiz. " sich selbst für einen Ochsen hält," sagte Herr Guizot, der Die Entwickelung Englands muß sich in der entgegenWeder auf dem Festlande, noch hier in Großbritannien unser Volt gut kannte, vor einigen 60 Jahren. Es ist gesetzten Richtung vollziehen und es war sicherlich sehr bescheint der Wandel, der sich jetzt in der englischen Politik unmöglich, bei einem Rückblick auf die Ereignisse des letzten zeichnend und für demokratische Engländer äußerst ermuthigend, vollzieht oder vielmehr schon vollzogen hat, voll verstanden Jahres nicht an dieses Epigramm zu denken. Es ist noch daß in den Zeiten der Verwirrung und Gefahr, die jetzt zu werden. Man bemerkt wohl, daß die historische liberale" nicht allzu lange her, da waren nahezu alle auswärtigen hinter uns liegen, in der ganzen Welt die Hauptvertreter des Partei der Whigs sich offenbar in einer gefährlichen Lage be- Staatsmänner zu der umgekehrten Ueberzeugung gekommen, demokratischen Gedankens offen erklärt haben, trotz aller findet, erkennt aber nicht, daß die Arbeit dieser Partei gethan England sei ein Ochse, der sich selbst für einen Stier Fehler, die sie deutlicher erkennen als wir, sähen sie England ist, und daß den Whigs und dem englischen Liberalismus nie wieder halte. Immer und und immer wieder wurde verkündet, lieber start als schwach. auf die Beine geholfen werden kann. Die Wahrheit zu sagen, daß die Tage der Kriegskämpfe für uns borüber Meine festgewurzelte Ueberzeugung ist, daß wir in künftigen wir Engländer haben thatsächlich alle unsere frei- und wir nur ein Volf von Krämern seien, das jedem Jahren Vieles thun werden, um dieses Vertrauen zu rechtfertigen. heitlichen Forderungen verwirklicht. Wir haben Eroberer gutwillig nachgeben würde, um einem Kriege aus Wir sind am Ende eines Abschnitts im Leben unserer Nation Breßfreiheit, Redefreiheit, Vereins- und Versammlungsfreiheit, dem Wege zu gehen. Jetzt, da sich plötzlich ganz klar gezeigt und unseres Reiches. Die Hoffnung, daß England, wie es freien Handel und freie Kolonien. Da ist wenig übrig, für hat, daß unser eigenthümliches Volt völlig bereit war, den unglücklicherweise in den erflen Stadien eines unbeschränkten das man als eine Forderung politischer oder persönlicher Frei- Striegstanz zu eröffnen, und wenig danach fragte, wie viele und verworfenen Kapitalismus die Welt geführt hat, auch heit kämpfen könnte. Und die Verwirklichung sozialer Frei- Feinde es zugleich bekämpfen müsse, reiben sich unsere fest- unter den Ländern sein wird, welche in der Entwicklung heiten gehört nicht zur Mission der liberalen Partei, wie sie ländischen Freunde und Feinde verblüfft die Augen und rufen des nationalen und internationalen Sozia feit der Reform- Bill vom Jahre 1832 und seit Aufhebung der laut:" Was, das Biest ist ja doch ein Stier!" lismus eine führende Rolle haben, beschränkt sich nicht mehr Korn- Geseze im Jahre 1847 beschaffen ist. Die alten Whig- Peers Die Wahrheit hat die Engländer selbst erstaunt. Sie auf die wenigen Kämpfer gegen die Gleichgiltigkeit der Masse. Lord Rosebery, Lord Kimberley, Lord Spencer, Lord Carrington kannten ihre eigene Stärke nicht. Erst als sie sich der That- Die sozialistische Idee ist überall, so wenig erfreulich die augenu. A., die nach dem Ausscheiden des Herzogs von Devonshire, sache bewußt wurden, daß sie vielleicht gegen ein Bündniß blickliche Apathie auch sein mag. Die große Aufgabe, unser des Herzogs von Argyll und der liberalen Unionisten übrig festländischer Mächte zu fechten hatten, zu fechten nicht als ungeheures Weltreich zur Erkenntniß seiner Verantwortlichkeit geblieben sind, haben noch immer bestimmenden Einfluß auf Eroberer, sondern für ihre Existenz als Großmacht, und seiner Pflichten zu erwecken, bleibt dem jüngeren Geschlecht die Partei, mit Hilfe ihrer Anhänger im Hause der Gemeinen blickten sie um sich und schauten aus, was sie denn thun überlassen, dessen Angehörige sich jetzt stetig in das sozialistische Heer und des gewohnten Kontingents von Advokaten, titellüfternen tönnten, wenn sie ebenso unbarmherzig zum Handeln ge- einreihen. Der Imperialismus von heute, der bei all seiner Kapitalisten, ehrgeizigen Nonkonformisten( Freireligiösen), be- drängt würden, wie vorden ihre Väter. Nun erst dämmerte Rückständigkeit doch einen umfassenden Einblick in das Leben zahlten Geschäftspolitikern und gnädig unterstützten Arbeiter ihnen auf, daß die Grenzen des britischen Reiches 350 Millionen der Welt gestattet, wird unvermeidlich zu jener umfassenderen Menschen umschließen, darunter Weiße und Farbige Weltverbindung der Völker führen, in welcher durch Die Spaltungen, die hier und da vorkommen, sind rein einige der kriegerischsten Völker der Erde, daß wir nahezu alle demokratische und sozialistische Neugeburt und Organisation im persönlicher Natur. Sir William Harcourt hat für die Demo- für den Seekrieg wichtigen Punkte und Kohlenstationen auf Innern und durch furchtlosen Kampf für Freiheit und fratie nicht mehr Sympathien, als Lord Rosebery, und Mr. dem Erdball besaßen, daß die englische Flotte weit gewaltiger Industrialismus nach Außen Großbritannien und seine John Morley ebenso wenig, wie Sir Edward Grey. Einer war, als zwei und wahrscheinlich selbst drei beliebige andere Kolonien einen wichtigen Platz einnehmen werden. wie Alle sind sie ohne Politit, ohne Prinzipien und ohne Pro- Flotten zusammengenommen, und daß England ungeheuerer gramm, und seit dem Tode Gladstone's besigen sie auch keinen Reichthum und industrielle Hilfsquellen ersten Ranges zur einzigen Redner mehr, der das Volk glauben machen könnte, Verfügung standen, die, wenn für Kriegszwecke in einem es sei ihnen mit irgend etwas ernst. So in der Auflösung Kampf auf Leben und Tod benutt, zermalmend wirken begriffen zu sein, ist eine trübselige Lage für eine Partei, die mußten. All dies kam der Nation wie ein Blitz zum Die Magdeburger Volksstimme" schreibt über die Thäterschaft seiner Zeit das Haupt so hoch getragen hat und die vor nur Bewußtsein, und die volle Wirkung der Offenbarung hat sich des zu 4 Jahren einem Monat Gefängniß verurtheilten Redakteur zwölf Jahren eine der größten Majoritäten hatte, die je in der noch nicht gezeigt. Für den Augenblick hat dieses Vertrauen Müller: parlamentarischen Geschichte Englands erlebt worden sind. auf die eigene Kraft dazu gedient, nicht nur die Stellung Groß- Redakteur Müller behauptete, an der Herstellung der inJezt muß sie sich damit begnügen, die auswärtige Politik britanniens in Europa und der ganzen Welt erneut zu befestigen, friminirten Nunumer nicht betheiligt gewesen zu sein, da er ihrer Gegner zu unterstützen und gleich Mister Micamber sondern auch einen piratenhaften Imperialismus“ ins Leben sich in damaliger Zeit auf Urlaub in Wernigerode befunden, und in Dickens' Roman auf irgend etwas zu warten", das ihr zu rufen, dem unser Land in seinem wahnsinnigen Suchen am Tage der Herstellung fraglicher Nummer zwar infolge eines heraushelfen könnte. nach neuen Märkten" für seine Kapitalisten schon seit Langem Minuten in der Nedaktion sich aufgehalten hatte. Termins in Magdeburg zu thun gehabt habe, aber nur einige Inzwischen gehen die Konservativen und liberalen zugetrieben ist, während sein bester Markt, der " Diese Behauptung versuchte Müller durch Beweise zu Unionisten vergnüglich ihren Weg, und nichts hindert sie, die heimische, mißachtet und seine Landwirthschaft durch erhärten. Die als Zeugen geladenen Personen: Fabian, Harbaum Angelegenheiten der inneren Politik nach Herzenslust zu ver- übertrieben hohe Eisenbahnfrachten niedergedrückt wurde. Da und Schmidt bestätigten Müller's Aussagen; letterer erklärte nachlässigen. Und man kann auch nicht sie allein verantwort Indien ausgesogen war wie eine Orange und unfere west positiv, daß Müller nicht den geringsten Antheil an der lich machen für die Wendung, welche die Ereignisse neuerlich indischen Kolonien durch fremde Ausfuhrprämien ruinirt Herstellung inkriminirter Nummer habe, sowie daß keinerlei Vergenommen haben. Denn die Apathie und Gleichgiltigkeit der sind, so sah man sich nach neuen Absatzgebieten in einbarungen wegen Aufnahme des Artikels oder Zeichnung der Boltsmassen gegen ihr eigenes Wohl ist wirklich erschreckend. Nichts Afrika um. Bisher haben unsere Machthaber weder in inkriminirten Nummer stattgefunden haben. vermag die Massen zu bewegen, daß sie ihre politische Freiheit der Heimath noch in unferen tropischen Kolonien„ Die Zeugen sind nicht bereidigt worden. und Macht zur Verbesserung ihrer eigenen sozialen Lage be- begriffen, daß auf die Länge das Wohlbefinden der Masse hauptungen nicht gebracht, habe also nicht nachgewiesen, an der „ Das Gericht nahm an, Müller habe den Beweis für seine Benugen. Sie nehmen ihre Stellung im Leben als etwas Selbst der Bevölkerung für den Gesamintstaat der größte Herstellung infriminirter Nummer nicht betheiligt gewesen zu sein. verständliches hin und scheinen es für ganz natürlich zu halten, Vortheil ist. Die Männer, welche Gerechtigkeit für die Zu dieser Auffassung kam das Gericht, obwohl die geugen daß dreißig Prozent der arbeitenden Klasse im Arbeitshaus, 250 Millionen Menschen forderten, die in Asien unter unserer Harbaum und Schmidt sich selbst belasteten." im Armenhaus, im Irrenhaus der Paupers oder im Hospital direkten Herrschaft stehen, wurden als Klein Engländer" Die freisinnige Berliner Volks- Zeitung" urtheilt: sterben, daß ein großer Theil der Kinder der Armen ohne verspottet, und die schmähliche Tyrannei, die wir dort ausFrühstück zur Schule gehen muß und daß in der ganzen üben, auf eine Stufe gestellt mit der vollkommenen Freiheit, Industrie gleichmäßig für Erwachsene und Kinder die Intensität deren sich unsere Kolonien erfreuen. der Arbeit von Jahr zu Jahr wächst, ohne daß eine Ver- Das ist die schlimme Seite dieser veränderten Haltung. besserung der Löhne stattfindet. Doch es wird so nicht bleiben. Das demokratische Fühlen Wenn dies, trotz aller von den Gewerkschaftskongressen ist in England doch zu start, um Tyrannei und Räuberei im mit zwei Drittel- Majorität angenommener Resolutionen zu großen Stile dauernd in unserem Machtbereich zu dulden. Die Gunsten des Sozialismus, der im ganzen Lande herrschende Straft, welche entfaltet wurde, und die Erkenntniß, daß wir Bustand ist, kann man sich' da wundern, daß solche geriebenen, uns ins Zeug legen mußten, um unsere Stellung nicht zu verHandwerksmäßigen Politiker, wie Lord Salisbury und Mr. lieren das wird bald einen großen Einfluß in anderen Balfour, der Herzog von Devonshire und Mr. Chamberlain Richtungen ausüben. Alles in allem genommen hat nirgends unthätig an ihren Rudern sich ausruhen, oder an ihre in der Welt ein Mensch, sei er Einheimischer oder Fremder, Hilfstruppen, die Klerisei und die Landlords aus dem Staats- das Recht, gerade das zu thun, was ihm persönlich sädel fette Bissen vertheilen? Ihre einzige Sorge ist, sich das oder politisch gefällt, in höherem Maße als in Die neue Militärvorlage im Reichstag. Noch nie ist Amt und den hohen" Familien die Macht zu erhalten. Großbritannien und seinen freien Kolonien, die durch eine neue Militärvorlage im Reichstag so gleichgiltig, man Warum sich bemühen, um dem Volfe zu geben, woran ihm und durch demokratisch find. Es ist unmöglich, tönnte fast sagen, so stumpf aufgenommen worden. Wie die nichts liegt und was es nicht verlangt? Da sie also im daß diese Demokratie und der militaristische Budgetdebatte, so die Militärdebatte. Der junge Reichstag Innern feine Maßregeln vorzuschlagen und keine Opposition Imperialismus neben einander bestehen. hat keine Lust zu Haupt- und Staatsaktionen. Das war auch zu bekämpfen haben, so können sie sich den weit interessanteren Die eine oder der andere muß weichen, und, was zu weichen heute Mittag zu sehen. Das Haus lange nicht so besetzt wie Angelegenheiten der auswärtigen Politik und der hat, wird nicht die Demokratie sein. Deshalb bezweifle ich gestern. Heute giebt's teine fetten Bissen zu ergattern; und Kolonien widmen. auch nicht, daß der Gegensatz zwischen der russischen Regierung der kapitalistischen Reichstagsmehrheit, einerlei ob schlot- oder " Länger als vier Jahre muß der Verurtheilte im Kerker zubringen; eine Strafe, wie sie sonst nur für schwere Verbrechen verhängt zu werden pflegt. Nahezu ein halbes Hundert Monate im Gefängniß das bedeutet ein Auslöschen des fünfzehnten Theiles eines auf 60 Jahre angenommenen Menschenlebens aus dem bürgerlichen Dasein. Es bedarf nicht der Aufstachelung der Phantasie des Lesers zur Erfassung der Tragweite eines solchen Urtheils!" Selbst die liberale" National- Zeitung" findet die Verurtheilung Aufsehen erregend". Politische Weberlicht. Berlin, den 12. Januar. Daß dieser Zustand nicht lange andauern wird, ist gewiß. und Großbritannien, von dem einige englische Staatsmänner trautjunkerlich, ob geschoren oder gescheitelt, ergeht es wie den Die Windstille ist die Ruhe vor einem politischen Sturm. und viele englische Religionsschwärmer uns vorschwägen, er englischen Stirchenprälaten, für die ein Zehntel des Zehntens Aber es ist richtig, was der„ E. B."- Sorrespondent des Vorwärts" ließe sich überbrücken, in der Zukunft weit schärfer werden mehr Werth hat, als sämmtliche Glaubensartikel. Wirkliches sagt: die sozialdemokratische Partei ist noch nicht vorbereitet, wird, als er in der Vergangenheit war. Es ist nicht lediglich Interesse ist nur, wo etwas Solides zu fischen ist. Und bei die Liberalen bei Seite zu schieben, wie es in Deutschland ein Gegensatz der Handelsinteressen, sondern ein Gegensatz der Armee fallen zwar auch mancherlei Brocken ab, allein und Belgien bereits zum großen Theile geschehen ist und in der Prinzipien, der nur zu einem Ausgang führen verglichen mit den Millionen, welche die Grenzsperre Frankreich und Italien eben geschieht. Und die Radikalen, kann, wenn England wachsam bleibt und die Augen offen den Junkern einbringt, ist's doch eine Kleinigkeit. Und dazu die von den Liberalen abbröckeln, haben sich noch nicht zu hält für die Thatsachen. Denn Rußland, schwach wie es kommt noch, daß das Schicksal der neuen Militärvorlage von dem Entschluß aufschwingen können, gemeinsam mit den meiner Meinung nach im Vergleich mit jeder anderen vornherein absolut feststeht. Das Zentrum hat Ja! gesagt, und Sozialdemokraten vorzugehen. Die Folge wird sein, daß die europäischen Großmacht ist, vertritt unter seiner derzeitigen das Zentrum ist Trumpf. Centri voluntas suprema Sorte von Liberal- Konservativen, die fünf gerade sein lassen Regierung die politische Reaktion und die militärische Barbarei. lex der Wille des Zentrums ist oberstes Gesetz in und an die wir uns jetzt gewöhnt haben, während der Ueber- Sobald der Kampf zwischen Industrialismus und Militarismus, Preußisch- Deutschland. gangszeit ihre Stellung behaupten wird. Und möglicherweise zwischen Sozialismus und Despotismus zum offenen Ausbruch Der Herr Kriegsminister von Goßler legte sich auch wird sich auch die Masse der noch sich so nennenden ,, liberalen kommt, wird Rußland alle anti- demokratischen Elemente gar nicht ins Zeug. Er ist seiner Sache sicher. Nur das Partei" auf dieselbe Seite schlagen. Europa's auf seiner Seite haben. Wird doch deutscherseits Manifest des Baren mußte er erwähnen- als Höfling, Der Wandel, der sich während der lekten Monate in den schon versichert, daß unter keinen Umständen etwas dem welcher der Schuhmacht des Deutschen Reiches und deren auswärtigen Beziehungen Englands vollzogen hat, macht den" theuren Bruder", dem Zaren, Mißliebiges unternommen werden gnädigen Souverän Respekt schuldig ist. Gewiß an eines Baren Wort darf man nicht rütteln. Aber- und da fuhr zu unterbrüden. Nun haben die Staatsretter noch ein wunders ames| find", wird Herr von Miquel( denn er wird wohl die Kastanien ein Teufelchen materialistischer Geschichtsauffassung in den Mittelchen erblickt. Mit Polizei- Verkehrsordnungen will man die für Herrn v. d. Necke aus dem Feuer holen müssen) sagen ,. armen Kriegsminister aber der mächtigste Monarch Sozialdemokratie erschlagen. Aber nicht die Sozialdemokratie ver- möchte ich bitten, ihr Auge auf die hunderte von Fadeln richten, die an jenem Abend in Hadersleben dem tann sich über die Bedürfnisse und Forde nichtet man, sondern die Grundlagen des Reichsrechtes und den zu beliebten Oberpräsidenten einen so schönen Dank darbrachten, auf rungen des Voltes hinwegseßen. Das Wort letzten Glauben an deutsche Justiz. die hunderte von Menschen, die an jenem Abend im Schein könnte dem Herrn Kriegsminister ein böses Viertelstündchen der Fackeln in Freude und Stolz erglühten, weil sie mit bereiten. Ganz recht hatte er: Trotz des Friedensmanifestes, Das Geheimniß des Präsidentenempfanges dabei sein durften, als der Dank für die Nettung des Vaterlandes fehe ich überall Vermehrung der Armeen und ist immer noch undurchdringlich. Wie Ballestrem und im Rauch des Fackelzuges gen Himmel stieg". Und alle gekauften Flotten." Gewiß ist das wahr, und das Schönste Frege ausgesehen und was Herr Reinhart Schmidt dem Kaiser Blätter der Regierung werden dann im Chor heulen:" Seht, wie dabei, der Herr Herr Kriegsminister scheint keine Ahnung geantwortet- authentisch werden wir es erst in den posthumen sie sich in Hadersleben über die Ausweisungen freuen! Nun mag davon gehabt zu haben, welch blutige Satire er Ballestrem, Frege- und Schmidt- Memoiren erfahren. die dänische Presse nur wieder mit der Behauptung fommen, daß die ausgesprochen und welche Verurtheilung des Systems, dem Die Frankfurter Beitung" freilich zerrt wieder ein wenig Ausweisungen auch unter den Deutschen Nord- Schleswigs Mißstimmungen erzeugt haben." er dient! am Schleier. Sie schreibt zu der Elberfelder Darstellung: Wird nun der Fackelzug heute Abend so groß werden, daß die Nach unserer Kenntniß der Sache sind in der That bei den Regierung ihn begründeter Weise nennen kann? Ja, das unterliegt Schilderungen erhebliche Unrichtigkeiten untergelaufen, sowohl in gar feinem Zweifel. Es giebt nichts Leichteres, als einige Bezug auf den Wortlaut als auch namentlich in Bezug auf den Hunderte Menschen zusammen zu trommeln, die solchen Radau Ton der ganzen Ausführungen. Der Passus über die Militärborlage gewinnt dadurch ein anderes Aussehen, mitmachen mögent. Doppelt leicht wird die Sache, wenn die Parole, um nicht zu sagen die Ordre, von oben ausgegeben wird, wenn also daß auch der Kaiser selbst betont hat, daß er die die große Schaar von Abhängigen und Aengftlichen zu derjenigen Leistungsfähigkeit seines Voltes erwägen müsse; der Neugierigen stößt. In den letzten Tagen ist energisch daran darauf bezog sich dann die Bemerkung des freisinnigen Präfigearbeitet worden, einen großen Bug zu arrangiren und der Stadt denten, daß lediglich dieselbe Erwägung für die Stellung ein möglichst deutsches Aussehen zu geben. Es sind Fahnen an der Opposition gegenüber den Heeresvermehrungen be- Deutsche vertheilt, die keine haben, mit dem ausdrücklichen Wunsch, stimmend sei. Ebenso haben die Auslaffungen über die aussie heute zu hissen. In der Norderstraße allein sollen 28 Fahnen wärtige Politik, wenn auch die Worte zum Theil richtig vertheilt sein und einige hundert Stück sind auf das Land gesandt wiedergegeben sein mögen, doch in wesentlichen Punkten einen worden, um in den Landstrichen benutzt zu werden, die der Oberanderen Sinn gehabt. Das gilt auch von der Aeußerung präsident passirt. Beamte, die sonst nie geflaggt haben, wagen des Kaisers in Bezug auf die Unduldsamkeiten von griechisch es heute nicht zu unterlassen. Selbst dänischen Unterthanen katholischer Seite in Palästina. Diese richtete ihre Spiße nicht hat man deutsche Fahnen ausgeliefert, die sie hissen gegen die französische konsulatsvertretung, sondern können, um den Mann zu ehren, der seine Ehre darin sucht, ihre hatte gerade dieser gegenüber die Bereitwilligkeit behundet, auf gleichgestellten Landsleute aus dem Lande zu jagen. Die ganze Wunsch, wenn der französische Generalkonsul sich an seinen deutschen Maschinerie ist in Bewegung gesetzt und das mit einer Kraft, die Kollegen wenden würde, durch persönliches Einvernehmen mit dem nothwendig anschlagen muß... Zaren die Sache in Ordnung zu bringen. In diesem Zusammen hang gebrauchte der Kaiser die Worte:„ Unter Kollegen macht sich die Sache leichter." Die technisch en Details, in die er sich dann verlor, findet der Leser im Parlamentsbericht. Auf diese Details ging der erste Redner aus dem Haus, Eugen Richter, ausführlich ein, und da er sie besser kennt, als der Herr Kriegsminister, so wurde es den Herren Militärs bei seiner Rede schwül zu Muthe. Vom politischen Gebiet hielt Richter sich fern, und so war seine Rede, obgleich sie recht glückliche Momente hatte, doch ziemlich matt. Sträftiger wurde sie nur, als er vor den unabsehbaren Konsequenzen der Vorlage warnte, die uns auch für die fernste Zukunft auch über 1903 hinaus belaste. Erwähnt sei nur noch, daß Richter natürlich für die zweijährige Dienstzeit eintrat, und ihre dauernde gesetzliche Feststellung forderte. Dem Führer der Fortschrittspartei folgte der Führer der Freikonservativen, König Stumm, der feierlich auf die Rednerbühne schritt und sich bemühte das Amt eines freiwilligen RegierungsKommissars würdevoll auszuüben. Wenn Stumm poltert, ist er amüsant, wenn er sich aber ruhig und würdevoll stellt, dann berbreitet er eine Athmosphäre von Langweiligkeit um sich, die jeden einschläfert, der nicht rechtzeitig davonläuft. Aus der Rede des freiwilligen Regierungs- Kommissars ist nur der unfreiwillige Wit zu verzeichnen:„ Meine Herren! Ich rathe Ihnen in Ihrem Interesse, die Vorlage sans façon anzunehmen. Denn die Regierung hat viel zu wenig gefordert." Eine Warnung, für einen Regierungs- Kommissar allerdings weniger passend, als für den Verschacherer bei einem Kuhhandel. Reinhart Schmidt ist Fabrikbesiger in Elberfeld und Landtags- Abgeordneter für Frankfurt a. M. Aus beiden Städten kommen Berichte über jene Audienz, weil Reinhart Schmidt hier wie dort geschwiegen hat. 17 „ Es wird uns nicht wundern, wenn der Zug groß wird, aber es wird auch unsere Ueberzeugung nicht erschüttern. Und alle Deutsche, die der Vernunft Gehör geben, werden so gut wie wir verstehen, daß eine Huldigung, die auf diese Weise gemacht wird, nicht viel werth ist. Nicht genug damit nämlich, daß der Landrath von Hadersleben und feine untergeordneten Organe sich be Einwohner Haderslebens eine Ahnung davon hatten." Ausweisungen in den letzten beiden Monaten im Vergleich zu den hagen wird dem„ B. T." gemeldet, daß Deutſchland infolge der Borjahren 30 Millionen Mark an Handel einbüßte. An Hufmühen, dem Fadelzug Theilnehmer zu verschaffen, auch die Bei dieser Gelegenheit fei erwähnt, daß unsere Meinung, Initiative zu diesem Zug ist nicht von der Bevölkerung Haderslebens Den Reigen für heute beschloß der Führer der Konser Reinhart Schmidt fühle sich als ein kleiner Johann Jacoby, ausgegangen. Das Programm mit Fackelzug, Reden und all Den Reigen für heute beschloß der Führer der Konser von der Rheinisch- Westfälischen Zeitung" als dem itetrigen war fertig und in Kiel bekannt, bevor die bativen, Herr von Levezow, der an der Vorlage mancherlei eine Huldigung für den freisinnigen Vizepräsidenten auf Schädigungen durch die Ausweisungs- Köllerei. Aus Kopenauszusehen hatte, weil sie auch ihm zu wenig fordert, gefaßt wird. Leider Gottes habe der kleine Johann Jacoby" jedoch als militärfrommes Haupt einer militärfrommen Partei inzwischen diesen Ruhmesschleier zerrissen und zeige sich dem Morgen soll die Debatte schon um 12 Uhr fortgefekt Bolte, um mit dem„ Vorwärts" zu sprechen, als ruhmloser Reaktionär. werden, weil man sie morgen zu Ende bringen will, um Das Organ der Großindustriellen macht von seiner vielSonnabend einen Feiertag für das Plenum zu gewinnen. gepriesenen Unternehmerintelligenz offenbar nur in geschäftBebel ist als erster Redner vorgemierkt. Der zweite Tag lichen Angelegenheiten Gebrauch. der Militärdebatte wird also nicht so militärfromm sein, wie der erste. Verkehrsordnung gegen Wahlfreiheit. Deutsches Reich. Bom ,, Minifterium der Geiste@ freiheit". In Dresden hatten vor der letzten Reichstagswahl einige Arbeiter auf der Straße Wahlflugschriften vertheilt. Hierdurch sollten in die Berliner städtische Schuldeputation die BeBekanntlich hat fürzlich die Wahl unseres Parteigenossen Singer sie gegen die Dresdener„ Verkehrsordnung" verstoßen haben. Nicht als ob fie thatsächlich den Verkehr irgendwie gestört hätten, stätigung der Regierung nicht erhalten. Wohl aus Anlaß dieses aber jene Verkehrsordnung verbietet das Vertheilen von Druck Falles hat nunmehr der preußische Kultusminister eine allge schriften, Zetteln 2c. auf der Straße. meine Verfügung erlassen, wonach der Wahl von Personen, Schöffengericht und Landgericht sprachen die Angeklagten frei. Die der sozialdemokratischen Partei angehören Der reaktionärste aller deutschen Gerichtshöfe, das sächsische Ober- oder sich als Förderer biefer Partei bethätigen, Landesgericht, hat sich jedoch für Verurtheilung ausgesprochen und zu Mitgliedern von Schulvorständen oder städtischen Schulbeputationen die Angelegenheit an das Landgericht zurüdverwiesen. Und nun von Aufsichtswegen die Bestätigung grundfählich zu verfagen ist. endlich ist das hohe Ziel erreicht das Landgericht hat die Flugblattvertheiler zu einer Geldstrafe verurtheilt. = Wir halten die Verfügung des Herrn Boffe für rechtswidrig. § 43 der Reichs Gewerbeordnung fagt wörtlich: Wir begreifen anderseits vollkonunen, daß eine Regierung, die sogar einen Delbrück maßregeln will, nicht Männer in den Schul" Zur Vertheilung von Stimmzetteln und Druckschriften zuvorständen dulden mag, welche das Schulwesen reformeifrig ausWahlzwecken bei der Wahl zu gefeßgebenden Körperschaften ist eine polizeiliche Erlaubniß in der Zeit von der amtlichen Bekannt zugestalten als ihre Aufgabe ansehen. Ein Ministerium Bosse tann machung des Wahltages bis zur Beendigung des Wahlakts nicht lichteste„ Geistesfreiheit" zu preifen verstehen. nur mit Elementen arbeiten, welche die tiefste Verdunkelung als erforderlich. Dasselbe gilt auch bezüglich der nichtgewerbsmäßigen Vertheilung von Stimmzetteln und Drudschriften zu Wahlzwecken." Diese Bestimmung erscheint flar und feiner Deutelei zugänglich. Aber der Dresdener Richter juristische Kunst hat es verstanden, eine Polizei Verkehrsordnung obsiegen zu lassen über eine Grundbestimmung der Reichs- Gewerbeordnung, welche für die Vorbereitung einer freien Reichstagswahl von der höchsten Wichtigkeit ist. Der„ Grobe Unfugs"-Paragraph gab bisher das bequemste und beliebteste Mittel an die Hand, um unbequeme Bethätigungen der Arbeiterbewegung, die im übrigen gesetzlich durchaus erlaubt sind, Die Begeisterungsdressur. Aus der Manufaktur für Köllerbegeisterung liefert der Hejmdal" am Vorabend der gewaltigen Rundgebungen ahudevolle Schilderungen. Das in dänischer Sprache erscheinende, aber deutschfreundliche Blatt schreibt: " " Die Regierung wird dem Landtag im Brustton der lleber zeugung erzählen, daß es ihr im Innersten web gethan habe, so hart zugreifen zu müssen, daß indessen nichts anderes übrig geblieben wäre, wenn das Vaterland nicht zu Grunde gehen sollte." Und die Herren, die etwa meinen sollten, daß wir zu schroff vorgegangen So leben wir, so leben wir alle Tage welche grausame Satire haben die Musikanten da in ihrer rührenden Unschuld" ge= haben die Orientalen doch schneidiger los, als selbst das facel- blasen. Nur in dem für einige Tage gereinigten Palästina lebt man fragende Bolt von Hadersleben, wenn es seinem geliebten Köller so, sonst schleichen Noth und Verkommenheit über verödetes Trümmerhuldigt. Der Orientale läßt sich geduldig prügeln, ein- und ab- land, in dem sogar ein preußischer Hofbeamter größeres Versperren, er ist still und fügsam, nur von dem einen Drang be- ständniß für die Gestalt Christi zu gewinnen glaubt und in Botsherrscht, zu jubeln, d. h. zu lülülüen; es sind wahre Be- damer Mystik schwärint: geisterungsautomaten. Wenigstens ist das so, wenn der deutsche Raiser in Seleinasien reist und der OberHofmarschall Mirbach ihn begleitet, um in feinem Geiste treue Momentaufnahmen voit der orientalischen Vollsseele Die und Bollsseligkeit aufzunehmen. Türken find jedenfalls, wenn man Mirbach's Beobachtungsgabe für zuverlässig halten darf, unbedingt brauchbare Unterthanen, die sich in der edelsten Kunst, die allein den Menschen ziert: in der Technik monarchistischer Reisebejubelung durchaus bewähren und den höchsten und noch höheren Ansprüchen in allen Stücken genügen. Es ist deshalb ganz und gar erklärlich, wenn die deutsche Türkenfreundschaft gegenwärtig sehr innig ist; man hat eben Gelegenheit gehabt, den guten Charakter der Türken bei den festlichen Empfängen und Abreifen wahrzunehmen. eiseit allein wurden für eine Million Mark weniger eingeführt, die Norwegen lieferte. Ausweisungs- Sportbeluftigung. Zu den geschmacklosen Festen, die Herr v. Köller im Ausweisungsgebiet gefeiert hat, bes merkt die sehr nationale Münchener Allg. 8tg." Ueber die Festlichkeiten, die in Hadersleben zu Ehren des Obers präsidenten v. Röller veranstaltet werden und den harten Maßnahmen gegen die deutschfeindlichen Elemente den Charakter einer Art Sportbelustigung aufprägen, werden wohl auch viele von billigt haben. Selbst wenn solche Maßregeln zur Unterdrückung der denen feine rechte Freude empfinden, welche die Ausweisungen ge= dänischen Agitation nothwendig wären, blieben sie immer ein nothwendiges Uebel, und sollten nicht die Veranlassung zu geräusch vollen Festen geben, welche die Erbitterung steigern und von den Betroffenen wie ein hohn auf ihr unverdientes- Unglüd betrachtet werden müssen. " verdientes ober Die schönste Provinz. Ueber seine Ernennung zum Oberpräsidenten von Schleswig- Holstein hat sich Herr v. Köller in Hadersleben den Berliner Neuesten Nachrichten" zufolge wie folgt geäußert: Als ich im Jahre 1897 von Sr. Majestät dem Kaiser gefragt wurde, ob ich wieder Luft hätte, in den Staatsdienst einzutreten, sagte ich: Ja, wenn Ew. Majestät mir die Verwaltung der Broving Schleswig- Holstein übertragen wollen"." Das ist eben mein Wille", antwortete Se. Majestät. So kam ich nach der schönsten Provinz der preußischen Lande". be= Die schönste Provinz ist Schleswig- Holstein doch erst nach dem Regierungsantritt Köller's geworden! Die preußische Ausweisungspolitik sucht die" Post" gegen uns in Schuß zu nehmen. Um zu beweisen, daß wir Unrecht hatten, als das einzige Deutschland Land außer China zu zeichnen, daß die Fremden austreibe, führt das Stumni- Blatt die von uns selbst gebrandmarkten Fremden Ausweisungen aus und beruft sich dabei auf die Autorität des der Schweiz an Leipziger Tageblatis", des reaktionärsten Organs im reaktionären Königreich Sachsen. V selbst durch und durch Soldat ist, und mit einer sie liebenswürdig anredenden Kaiserin machte, war unverkennbar." Die Rückfahrt glich einem Triumphzuge. Vor der Stadt standen zu beiden Seiten des Weges nicht nur unzählige herbeigeströmte Bewohner der umliegenden Orte, sondern dort hielten in großer Zahl auch elegante Equipagen der reichen Griechen sowie Herren und Damen zu Pferde, alles in ununterbrochenem Jubel. Durch die ganze Stadt hindurch, welche glänzend illuminirt war, alle Einwohner auf den Straßen und an den Fenstern, sich in ihrem Enthusiasmus gegenseitig überbieten d... Wenn man so im Lande selbst das Leben und Wirken des Heilandes in feiner Armuth und Niedrigkeit betrachtet, so scheint er uns menschlich näher zu kommen, es ist, als ob wir ihn besser verständen. Aber gerade dadurch tritt uns seine gewaltige, unfaßbare Größe als Gottessohn doppelt vor Augen; nicht ein epochemachender Staatsmann, fein großer Gesetzgeber oder gewaltiger und Prophet eines einzelnen Volkes, sondern als Erlöser und Heiland der Welt, des Menschengeschlechtes und jedes einzelnen Menschen, Alles mit unendlicher Liebe umfassend, nicht für eine bestimmte Zeit, sondern für ewig, für Alle ohne Unterschied verständlich und doch die höchste Fülle der Weisheit, er, der niedrigste Mensch und doch der König aller Könige." In Zebedani waren die Einwohner besonders freundlich fröhlich." Einen solchen Jubelgesang der Mäuner, ein solches Jodelu der Frauen hatten wir noch nirgends gehört und waren doch bereits sehr verwöhnt. Es war jo überwältigend, daß Alle, auch der Kaiser und die Kaiserin, den Zug verließen, um aus der Nähe das eigenthümliche Schauspiel zu besehen. Als die Leute die freundlich grüßenden Majestäten erkannten, nahm der Jubel in solchem Maße zu, daß die Bahnbeamten durch Winke zum Schweigen aufforderten. Und wunderbar in wenig Augenbliden war dieses liebenswürdige und bescheidene Volk mäuschenstill, aber um so mächtiger erbrauste der Jubel Jubelgesang der Männer, Jodeln der Frauen überwältigend ein Be Welche Dreffur, welche erhabene Dreffur! " Doch die jüdischen Machthaber" so umschreibt Mirbach den Tert der Evangeliften- die Hohenpriester und Pharifäer, fürchteten Freiherr v. Mirbach hat in seinem dritten, und wohl legten ihn und seinen Einfluß und suchten ihn wiederholt aus dem Wege Vortrage über die Palästinareise diese angebliche türkische Gemüthswieder bei der Abfahrt." 3 räumen". Ach, auch auf dem erinnerungsschweren Boden eigenschaft zu Nuh und Frommen der fühlen Sprößlinge einer ent- Balästina's ist dem frommen Freiherrn nicht der Gedanke gekommen, arteten abendländischen Kultur wieder in leuchtenden Farben gepriesen. Daß es die Art der herrschenden Klaffen aller Zeiten ist, Christus Selbst Deutsche erscheinen in dieser Hinsicht orientalisch tätowirt. zu fürchten und aus dem Wege zu räumen. Das ward in Gethsemane bemerkt: Auch die Juden gehören in Palästina zu den entschieden Gutgesinnten. Beim Abschied von Jerusalem betheiligten auch sie sich an den schönen Kundgebungen: " amter winft er winkt wieder alles mäuschenstill der Jubel braust weiter. Kein Kapellmeister beherrscht so sein Orchester, wie ein schlichter Bahnbeamter jene Virtuosen des Voltsjubels. Wahrlich, es muß herrlich sein im Lande Zebedani. Selbst ein Fußbad scheut man nicht, wenn es gilt, den Gefühlen Ausdruck zu verleihen: Indessen, eigentlich wurde die Orientreise doch schöner, je „ Ein Franziskaner- Mönch führte die Majestäten und pflückte ihnen Blumen und Delzweige, mit tiefer Bewegung weiter man sich von Palästina entfernte. Was für ein Empfang feinem Kriegsherrn ins Antlig blickend. Er hat in Beirut! „ Der stürmische Jubel des Volkes kam durch die WohlAber mun gar die Tage in Damaskus. Die Superlativen als Paderborner Husar den Feldzug von 1870 mitgemacht und habenheit der Einwohner, durch ihre schönen Sonntagstrachten, langen nicht mehr aus, um den Glanz zu schildern.„ Wenn wir trug auf der Kutte, unter der ein braves preußisches Soldatenherz durch die im Gegensage zu den muhamedanischen lebhafteren und uns schon auf der ganzen Reise von Beirut an über die unschlug, mit Stolz die Kriegsdenkmünze." lärmenderen europäischen Manieren und durch die zahlreichen gewöhnliche Begeisterung des Volkes gewundert hatten, Christen im vollsten Maße zum Ausdruck. Die ganze Stadt fo reichte dies alles nicht an das heran, was uns in war wie eine gute Stube für hohen Besuch Damaskus erwartete." gründlich gesäubert und geschmückt, namentlich auch das Türkenviertel. Bon starker Kavallerie- Eskorte begleitet, fuhren die Majestäten durch die fröhlichen, jubelnden Menschenmassen..." Es war wirklich ein Selbst eine Kavallerietaserne gab es hier für den rührendes, herzliches Abschiednehmen seitens des ganzen Volkes. Alle Kinder, christliche, muhamedanische und füdische, Kaiser zu besichtigen- ein Ereigniß und eine Auszeichnung, welche waren schulenweise aufgestellt und sangen; wenige in ähnlicher Weise wohl noch niemals einem türkischen Regiment zu Am Bahnhof erwies theil geworden ist und bei den Soldaten tiefste Freude und Posten hatten die Straße besetzt. eine stärkere Truppen- Abtheilung die Honneurs, wobei die Dank erregte." Mufit als Präsentirmarsch in rührender Unschuld Sol Einmal fuhren die Majestäten nach einem bei der Stadt Beirut leben wir, so leben wir u. f. 1." spielte. Seit Mo-| gelegenen Vergnügungsgarten für die Offiziere der Garnison, und naten hatten die braven Musici die bekannten preußischen Märsche Mirbach, der Menschenkenner, reportirt: einüben müssen und thaten nun ihr Möglichstes, an richtiger Stelle! Bom Lager bis zum Bahnhof standen ungezählte Menschenmassen, von den ärmsten Juden der Kolonien vor dem Jaffathore an bis zu den türkischen Offizieren und hohen Beamten in goldstrogenden Uniformen am Bahnhof. auch den richtigen Zon zu treffen." mur " " Der tiefe Eindrud, welchen eine ihnen so vollständig unbekannte Berührung mit einem mächtigen Herrscher, welcher „ Zwischen Ehrenpforten, Fahnenmasten, Guirlanden und unübersehbaren Menschenmassen in orientalischen Trachten zogen wir langsam zur Stadt, eine Beit lang an dem von niedrigen Mauern eingedänuten, etwa sechzig Fuß breiten und jetzt nur zwei bis drei Fuß tiefen Barada entlang, dessen jenseitiges Ufer ebenfalls mit Schaulustigen überfüllt war. Hunderte von ihnen sprangen, als sie den Jubel an dem gegenüberliegenden Ufer bei dem Vorbeiziehen der Majestäten hörten, in den Fluß und durchliefen ihn in ihren langen Gewändern, um das Kaiserpaar zu fehen. Die ganze Stadt, welche, wie der Gouverneur uns fagte, heute fast eine halbe Million Menschen umschloß, war wie alarmirt." Also Deutschland steht nicht allein mit China auch dies Das neue Invalidenversicherungs- Gefeh hat in den Aus-| lichkeit stattfand, endete mit der Berurtheilung des Angeklagten zu Schweiz weist aus! Sehr schmeichelhaft beiläufig für die Schweiz. schüssen des Bundesraths mehrfache Abänderungen erfahren und wird neun Monaten Gefängniß, wobei der Vorsitzende betonte, daß der Doch was sollen wir von der Unwissenheit der" Post" fagen! frühestens in vierzehn Tagen an den Reichstag gelangen. Ausweisungen" fommen in allen Staaten der heutigen Welt vor, -Anderem: " 1 Gerichtshof eine Gefängnißstrafe von mehreren Jahren verhängt haben würde, wenn der Angeklagte nicht ein so unglaublich roher Mensch wäre, dessen Aeußerungen ein besonderes Gewicht nicht beizulegen sci. Ausland. Defterreich- Ungarn. Ausweisung und Ausweisung ist aber zweierlei und vielerlei. So Zu den gewagtesten diplomatischen Kombinationen führt wenig der Steuereinnehmer und der Taschendieb auf eine Stufe der Besuch des Kaisers beim französischen Botschafter. Dem in gestellt werden können, weil beide den Leuten das Geld Brüssel erscheinenden katholischen Blatte Patriote" wird aus Paris aus der Tasche nehmen, ebenso wenig kann man den Staat, berichtet:" Der neuliche Besuch Kaiser Wilhelms beim französischen welcher sich die von anderen Staaten gezüchteten und Botschafter in Berlin hat zu vertraulichen, diplomatischen Verhandihm auf den Hals gehesten Verbrecher vom Hals lungen zwischen Berlin und Paris geführt, die einen sehr freundschafthält, mit einem Staate vergleichen, der harmlose und lichen Charakter tragen. Der Besuch Kaiser Wilhelms im französischen unbescholtene Menschen austreibt, weil fie Botschafterpalais war durch den vorhergegangenen Besuch des Marquis Die Forderungen der ungarischen Oppofition. Die ungarische einer anderen Nationalität angehören. Die de Noailles im Potsdamer Stadtschloß veranlaßt worden. Im Opposition faßte ihre Forderungen in folgenden vier Punkten zuSchweiz ist in den Ausweisungen unzweifelhaft zu weit gegangen, Pariser Auswärtigen Amt glaubt man, daß der Kaiser dem franzö- sammen: allein hauptsächlich doch deshalb, weil sie sich von auswärtigen verfolge eine erfluſive Friedenspolitik, wenn Frankreich das für sechs Monate, so wie es von der Regierung gefordert sischen Botschafter gegenüber sich dahin ausgesprochen habe, Deutsch- 1. Die Opposition bewilligt ein Ausgleichsprovisorium Regierungen, darunter obenan die deutsche, land Bockshorn jagen ließ. Die Ausweisung von unbescholtenen felbe Ziel verfolge, dann könnten die Unterhandlungen zwischen Paris wird. Sie hat auch gegen die Durchführung des definitiven Menschen, blos deshalb, weil sie einer fremden Nationalität und Berlin vortreffliche Resultate zeitigen. Deutschland brauche den Ausgleiches nichts einzuwenden, wenn derselbe in Desterreich angehören, hat int der gefitteten Welt allezeit als Frieden, um seine geschäftlichen und industriellen Operationen aus auf verfassungsmäßigem Wege zu Stande tommen kann. Barbarei gegolten, und die Schweizer Ausweisungen, zuführen. Unter diesen Umständen, so meint das genannte Blatt, Sollte jedoch in Desterreich die verfassungsmäßige Durch welche die" Post" zur Entlastung der deutschen Regierung angeführt sei es unklug von England, Frankreich gegenüber den gegenwärtigen bringung der Ausgleichsvorlagen unmöglich sein, so hat die Oppohat, dienen umgekehrt noch zur weiteren Belastung der deutschen Bustand zu stören." fition auch dagegen nichts einzuwenden, daß der gegenwärtige ZuRegierung, deren Schuldkonto sie beschweren. Die„ Post" aber möge des schönen Verschens gedenken:" Hättest Du geschwiegen still, und wieder einmal über die Maßen gelobt Der sozialpolitische Kurs des Grafen Posadowsky wird stand auf der rechtlichen Grundlage des selbständigen Zollgebietes den Mund gehalten fein!" allerdings nur von der bis 1903 erhalten werde. Von diesem Zeitpunkte an würde Ungarn Essener Handelskammer. Es heißt in deren Jahresbericht unter bei den Verhandlungen den auswärtigen Staaten gegenüber als Statistik der Ausweisungen. Ueber den Umfang der Antsselbständige wirthschaftliche Individualität zu gelten haben. weisungen aus Nordschleswig hat der„ Hejmdal" eine Zuſammen materiellen Intereffen der Bevölkerung gefördert werden sollen, es des Entwurfes über die Wahlgerichtsbarkeit der königlichen Ferner haben wir der Ansicht Ausdruck gegeben, daß, wenn die 2. Die Opposition fordert die Durchberathung und Gesetzwerdung stellung aufgemacht. Kurie.- 3. Sie fordert die Revision des Wahlgesezes nicht darauf ankomme, daß fortgesetzt neue sozialpolitische Gesetze geplant und in überſtürzter Haft zur Verabschiedung gebracht werden, lediglich im Sinne einer Ausgleichung der jetzt bestehenden Ungleichheiten sondern darauf, daß dem Volke Zeit gegeben wird, sich mit den vor- des Zensus, ohne auf eine Erhöhung oder Herabfehung des Zensus einhandenen gesetzgeberischen Bestimmungen einzuleben und daß das Augen zugehen und ohne Neueintheilung der Wahlbezirke.- 4. Sie mert darauf gerichtet werden muß, dieſe, wo es nothwendig erscheint, fordert die strikte Durchführung des bestehenden Inkompatibilitätsweiter auszubauen. Gleichzeitig möge dem Wunsche und der gesetzes. nothgedrungen ihren Versorgern nachfolgten, beläuft sich auf zuversichtlichen Hoffnung Ausdruck gegeben werden, daß die Regies Banffy's und aller Mitglieder seines kabinets, Außerdem verlangt die Opposition unbedingt den Rüdtritt rung in ihrem Entschluß, mit weiteren Waßregeln sozialpolitischen ist aber nicht gegen die Aufnahme einzelner bisheriger Minister in fichtiger Abwägung auer in Betracht kommenden Interessen vor- ein neues Kabinet. Der künftige Ministerpräsident müſſe Garantien zugehen, sich durch das stürmische Drängen von gewissen Seiten nicht für eine günstige politische Fortentwickelung Ungarns bieten. Die Handelsverträge mit fremden Staaten seien in Zukunft durch die politik blasenden Erklärungen des Grafen Posadowsky zugestimmt. Es wird dann noch ausdrücklich den zum Rückzug in der Sozial- Minister separat für Ungarn und Oesterreich abzuschließen. Bir meinen, deutlicher kann der gegenwärtige sozialpolitische Kurs Spanien. nicht gezeichnet werden, als daß er die volle Zustimmung der hoffe, bald die Freilassung der Zivilgefangenen auf Madrid, 12. Januar.( Voff. 8tg.") General Nios tabelt, er rheinischen Großindustriellen erhält. Doch die Regierung wird mit den Philippinen zu erlangen; er werde hierauf auch die der diesem Einverständniß sehr zufrieden sein. Auf die Zufriedenstellung militärischen nachsuchen. Die Philippiner verlangen 25 Millioder Arbeiterbevölkerung legt sie eben keinen Werth. nen Besetas für Verpflegungskosten der Gefangenen. Die Regierung ist geneigt, diese oder eine noch größere Summe zu zahlen, um die fofortige Freilassung Aller zu erwirken, und kabelte in diesem Sinne nach Manila. 5. Dezember 1898 rund 300 Personen von den Ausweisungen in Nordschleswig betroffen. Direkt wurden ausgewiesen 115 Männer, 57 Frauen und 45 Kinder. Nach erhaltener Vorladung betreffs Ausweisung find ferner 55 Personen( 34 Männer, 18 Frauen insenging 55 und 3 Kinder abgereift, ohne erst eine Ausweisung abzuwarten, Die Anzahl derjenigen, die, ohne formell ausgewiesen zu sein, 7 Frauen und 26 Kinder. Die gesammte Anzahl der von der Köller'schen Ausweisungspolitik Betroffenen stellt sich somit auf 305 Personen. Voni 5. Dezember bis Jahresschluß ist diese Zahl noch erheblich gestiegen. Unter den Ausgewiesenen waren 73 Stuechte, 52 Mädchen, 8 Wittwen, 18 verheirathete Landarbeiter, 16 Lehrlinge und Dienstjungen, 6 Meieristen, 8 Kommis, 4 Maurer 3 Schriftfezer, 10 Handwerksgesellen, 1 Verwalter, 1 Bächter, fünf Süfuer, 1 Gastwirth und 1 Grossirer. Die übrigen 103 Personen waren verheirathete Frauen und Kinder. Politik in Kriegervereinen zu treiben, wird in aller Form von Vorstand des Anhaltischen Kriegerverbandes verlangt, und zwar handelt es sich um einen organisirten Kampf gegen die Sozialdemokratie. Im Einverständniß mit der herzoglichen Regierung erklärt der genannte Verbandsvorstand in einem Rundschreiben, die Ansicht sei grundfalsch, daß die Statuten der Kriegervereine ein Hinübergreifen auf das politische Gebiet verbieten. Die durch die Sagungen geforderte Pflege, Bethätigung und Stärkung des Geistes der Treue gegen Kaiser, Landesherrn und Vaterland, die Förderung des nationalen Bewußtseins, die Erinnerung an schafften den Vereinen die rechtliche Grundlage für ihr Verhalten den Treuschwur u. f. 1. in allen politischen Fragen, die das monarchische und vaterländische Interesse berührten; die Vereine seien berechtigt und daher ver pflichtet, Stellung zu nehmen gegen alle sozialdemokratischen Lügen und Irrthümer, soweit fie auf politisch- nationalem Gebiete lägen. Darum auf zum Kampf gegen sie und die Waffen in die Hand." " Charakters nur in gemäßigtem Tempo und unter vorbeirren lassen möge." Der Bund der Landwirthe hat auch vor den Thoren Berlins seine Gönner. In der zu Pankow erscheinenden„ Neuen VorortsBeitung" liest man: Der Bund der Landwirthe beabsichtigt, am Donnerstag, 12. Januar, Nachmittags 6 Uhr, im Jahn'schen Lokale hierselbst eine Versammlung abzuhalten, wozu hiermit einladet Der Gemeindevorsteher Witte. Der Bund darf mit großen Erwartungen nach Bankow Form für ihn agitirt wird. gehen, wenn in dieser start an amtliche Bekanntmachungen erinnernden Herbert Bismarck wurde am Donnerstag vom Kaiser in Berlin empfangen, um die Orden seines verstorbenen Vaters zurückzuliefern. Türkei. Von der Insel Kreta wird gemeldet: Der Oberkommissar Prinz Georg hat an die in Kandia sich aufhaltenden Flüchtlinge eine, Proklamation erlassen, in der er sie auffordert, zu ihren im Innern der Jusel befindlichen Befizungen zurückzukehren oder die Insel zu verlassen. Es ist eine neue Stommission eingesetzt worden, die sich mit dem Gerichtswesen befassen soll. Amerika. Die Philippinen- Frage im amerikanischen Senat. Die Eine fuiffliche Frage. Der„ Bunzlauer Generalanzeiger", in Trauben erscheinen den Amerikanern nun doch zu sauer, und man deffen Töpfen gut agrarische Kost gekocht wird, verzeichnet das Er will von einer gänzlichen Anmerion der Philippinen absehen. Im Obwohl das Rundschreiben im Gegensatz zu den politisch- nationalen" scheinen des von Bund der Landwirthe herausgegebenen Weißen Hause zu Washington erklärte der Senator Forater, Zielen der Sozialdemokratie die„ theilweise Berechtigung ihrer Reform a lenders unter der Rubrik, Ung lidsfälle und Verwie man annimmt, den Ansichten Mac Kinley's Ausbestrebungen auf wirthschaftlichem Gebiet nicht bestreitet", foll ferner brechen." Was ist mun der Kalender: ein Unglücksfall oder ein druck gebend, die Vereinigten Staaten seien entschlossen, die doch die Zugehörigkeit zu einer die Hebung der wirthschaftlichen Lage Verbrechen? Es kommt zur Beantwortung der Frage darauf an, Philippinen so lange in Besitz zu nehmen, bis die Bewohner im erstrebenden Organisation, zu Verbänden, Gewerkvereinen, Gewerk- ob man die Dummheit als ein Verhängniß, für das man nichts Stande feien, die Regierung selbst zu führen. Wenn auch die Verschaften und Arbeiterverbindungen, die den sozialdemokratischen fann, auffaßt, oder als eine Schuld, für die man verantwortlich ist. einigten Staaten volles Recht hätten, die Philippinen dauernd zu be Stempel nicht ausgeprägt an der Stirn trügen, aber unter verborgen wir neigen zur milderen Auffassung.halten, so erstrebe dies doch weder Mac Kinley noch irgend ein Mitglied gehaltener sozialdemokratischer Flagge segelten, zur Mitgliedschaft des Senats. Auf die Frage, weshalb mit den Philippinen nicht eines Kriegervereins unvärdig machen. Schutz vor Schuhleuten. Aus Straßburg i. E. fchreibt ebenso verfahren werden könnte, wie mit Kuba, erwiderte Foraker, man uns: Die hiesige kaiserl. Polizeidirektion sah sich veranlaßt, bei der tubanischen Frage kämen nur die Beziehungen der Verangesehenen Bürger, den Schiffsrheder Schey, in einem großen Philippinen andere Komplikationen in Frage kämen, über die nur den Kriminalschutzmann Müller, der vor einigen Wochen einen einigten Staaten zu Spanien in Betracht, während bei den bayerischen Bierlofal ohne jeden Grund schwer beschimpft und thät- in einer geheimen Sigung des Senats Aufschluß gegeben werden wogegen lich beleidigt hatte, seines Dienstes zu entheben. fönne. Wir haben nun nicht das Geringste dagegen einzuwenden, daß auch die den Kriegervereinen angehörenden Männer für ihre politischen Ueberzeugungen eintreten, auch wenn die ihnen empfohlene Politik der bare Unsinn wäre. Aber wir uns wenden, und was jeden rechtlich Denkenden empören muß, das ist die parteiische Behandlung der politischen Vereine. Während der Klinik wurde ein Bürger aus dem Vorort Ruprechtsau behandelt, wohl die diplomatischen Einsprüche der in Ostasien intereffirten Der Polizeibericht von Mittwoch meldet 11. A. lakonisch: In Die im Uebrigen annegionslustigen Amerifaner scheuen also man unseren Vereinen, sofern sie wirklich oder nur scheinbar politisch" find, den Zusammenschluß verbietet, muntert man die in dem ein Schutzmann ein Ohr abgehauen hatte. europäischen Mächte. In derselben Sigung des Senats brachte Senator strammen Verbänden organisirten Kriegervereine von oben herab Chronik der Majestätsbeleidigunge.Prozesse. Aeußerungen Bacon einen gemeinsamen Beschlußantrag ein, in welchem erklärt geradezu auf, sich in den politischen Kampf zu begeben. Wenigstens unfläthiger Natur, welche der 25jährige Möbelpolier Richard wird, der Krieg gegen Spanien sei nicht geführt worden, um fremdes sollten die„ Krieger" nicht so feig sein, sich eines solchen Privilegiums Jünger mit Bezug auf den Kaiser und Mitglieder des landes- Land zu erobern oder zu erwerben, sondern einzig zu dem Zweck, zu bedienen, sondern sie sollten dafür sorgen, daß auch ihren poli- herrlichen Hauses ausgestoßen hatte, führten ihn gestern unter der den Beschluß des Kongresses durch den der Krieg erklärt wurde, tischen Gegnern diefelbe Bewegungsfreiheit auf dem Kampfplatz ein- Anklage der Majestätsbeleidigung vor die 4. Strafkammer des durchzuführen. Die Vereinigten Staaten erkennen daher an, heißt geräumt würde, wie sie fie genießen.Landgerichts I. Die Verhandlung, die unter Ausschluß der Deffent es in dem Beschlußautrage, daß die Bevölkerung der Philippinen frei sein solle, verwerfen die Einrichtung, dort Souveränetätsrechte auszuüben und geben den Entschluß fund, den Filipinos zu übertragen." unter verständigen Bedingungen Regierung und Kontrolle der Inseln Man dente: alarmirt! Und bei Alledem wieder die erstaun- Hoch her ging es bei dem Saladin- Diner.„ Die Bevölkerung liche Dressur: Mit der vom Generalgouverneur geübten mili- war in größter Erregung und voll von Begeisterung tärischen Zucht, Ordnung und Pünktlichkeit herrschte bald nach 9 Uhr Die vieltausendköpfige Menge erhob ihr unablässiges Burufen, die Ruhe und Stille in der ganzen Stadt." Wo sonst in der Welt hat vom Feuer und Lärm unruhigen Pferde schrieen und wicherten." man das Auf und Ab der Gefühle so am Schnürchen wie in der Bei der Tafel hielt ein vornehmer junger Araber eine Lob- und Stadt, da einst aus einem Saulus ein Paulus ward: Dankesrede auf die Majestäten.„ Es ist hier eine Art Sport Die angenehmen Sörempfindungen, die brausender Jubel auf den Höhen ber menschlichen Gesellschaft erregen soll, wurden auch in Damastus nicht beeinträchtigt durch schlimme Nasen- und Augenreizungen. Man fährt zur Moschee der Omajjaden. Parlamentarisches. In der Budgetkommiffion der vornehmen jungen Leute... sich im Reden gründlich des Reichstages wurde heute die Berathung des Marine Etats zu üben. Von der Rede, die der Kaiser über Saladin, den Heerführer fortgesetzt. Vor Eintritt in die Tagesordnung giebt. Staatssekretär und Ritter ohne Furcht und Tadel hielt, waren die Türken tief Tirpib nähere Auskunft über die Benutzung fremder- Seekarten. " Die gesammte Bevölkerung bot dasselbe bunte und ergriffen. Wohl noch niemals mögen von so hoher Stelle Worte Eine solche sei bei allen Nationen üblich und durchaus kein lärmende Bild wie bei dem Einzuge. Straßen, Häuser und von solcher Bedeutung und Wärme an ihr Ohr gedrungen sein, im literarischer Diebstahl". Die Anerkennung der deutschen Seekarten Bazare von einer Sauberkeit, daß die Herren, welche vor Gegentheil, sie sind gewöhnt, von den Großen dieser Welt, nament- sei im Steigen. Welche Bedeutung übrigens das Kartenmaterial für einigen Wochen hierher vorausgereift waren, fie faum wieder er- lich von den fremden, viel Hartes zu hören. Manche Thräne die Kultur habe, beweise die Thatsache, daß die englischen Karten, kannten. Es fehlten die sonst die Gassen stopfenden Karawanen perlte aus den dunklen Augen auf die gebrännten Wangen." die über die ganze Welt verbreitet sind, viel zur Verbreitung der von Kameelen und Maulthieren, die umherziehenden schreienden Die Abreise am 10. November Vormittags gestaltete sich ebenso englischen Sprache beigetragen haben. Verkäufer, die sich wild durcheinanderdrängenden Orientalen, vor imposant wie unsere Ankunft, nur daß man bei dem herrlichen Allem die große Zahl Armer und Krüppel; es fehlten die Sonnenschein des Tages noch mehr sah und noch mehr staunte. widerlichen zahllosen Hunde, der Schmutz und die Unordnung Größeren Jubel und bewegteres Leben haben wir und damit der größte Theil des echt orientalischen Bildes; Alles selbst bei dem Einzuge 1871 nach dem Kriege in stand, wie bei einer Parade, wohin wir kamen, still und ab: Berlin nicht gehört und gesehen. Der allerdings tiefe gesperrt; nur brausender Jubel, wie man ihn wohl noch nie Unterschied zwischen damals und heute lag in den gewaltigen, er mals gehört, ertönte." hebenden Gefühlen des Herzens." Etwas anders geartet ist die Begeisterung in der Gegend der Bazare: „ Die uns seither entgegen getretene vornehme, bescheidene muhamedanische Zurückhaltung und Bescheidenheit finden wir hier nicht und oft genug theilten die begleitenden Polizisten un barmherzige, aber meist mit stiller Resignation aufgenommene Hiebe aus. Trotzdem war die Ordnung, welche in diesem Menschengewirr aufrecht erhalten wurde, erstaunlich." Wie weit ist man bei uns noch von dieser stillen Resignation entfernt, obwohl mancherlei Anzeichen darauf hindeuten, uns zu olcher Tugend zu erziehen! " Die Gefühle des Herzens- daran fehlt's eben im falten Norden! Bei Besprechung des Indiensthaltungsplans der Flotte bemerkt Referent Dr. Lieber, daß sich alles in den Grenzen des Flottengefezes gehalten habe. Der Auslandsdienst der Flotte sei in Folge der politischen Ereignisse verstärkt worden und fast voll besetzt. Das sei mit Freuden zu begrüßen. Die meisten Positionen werden ohne jede Debatte bewilligt. Ueber die Beschwerden der von der Prüfung ausgeschlossenen Marinezeichner referirt nochmals Dr. Lieber. Die Angelegenheit wird für erledigt erklärt. Die Tempelruinen von Baalbek wurden prächtig illuminirt. Schließlich wird der ganze Etat, ohne daß irgend ein AbEine große Marmortafel wurde enthüllt, welche den strich erfolgt, genehmigt. Die Berathung des Marine- Etats, Besuch des Kaisers und der Kaiserin fernen Ge- die in früheren Jahren gegen acht Tage in Anspruch zu nehmen schlechtern tünden soll."- Den Text erfahren wir pflegte, ist somit in zwei Sigungen zu Ende geführt worden. Zunn leider nicht. Referenten für das Plenum wird Dr. Lieber bestellt. Morgen tritt die Kommission in die Berathung des PostEtats ein. Herr v. Mirbach schloß seinen Vortrag mit einer höchst überraschenden„ Moral von der Geschichte": hat Großes an uns gethan, dess' find wir fröhlich." „ Möchten doch recht viele Deutsche so schöne, interessante Neisen. in das Ausland machen! Wie viele würden dann auch Im Reichstage soll versucht werden, am Freitag die Berathimg So bewundernswerth die Muhamedaner dem Freiherrn v. Mir- erkennen lernen, daß man es so schön und so gut, wie es der Militärvorlage zu Ende zu führen. Dann würde der bach erscheinen, so wenig gefallen ihm die Griechen. In einem bei uns ist, nirgends wiederfindet. Der Herr Sonnabend sizungsfrei sein und am Montag mit der Berathung des griechischen Hause hielt ein junger Herr eine lange, schwülstige Etats des Reichstags begonnen werden, an die sich dann sofort die französische Lobrede" auf den Kaiser, und Herr Mirbach mißbilligt Das ist fürwahr eine verblüffende Schlußpointe. Bei uns soll Berathung des Etats für das Reichsamt des Innern anschließen es start, daß nach gethaner Arbeit die praktischen Griechen baaren es schöner und besser sein, obwohl wir auf dem Gebiete der würde. Lohn forderten, indem sie um ein enormes Geldgeschenk" baten. Begeisterungsdressur, abgesehen von dem publizistisch um den Beachtenswerth ist es, daß es für den Oberhofmeister auch Schwarzen Adlerorden ringenden Chef des„ Kleinen Journals", doch schwülstige" Lobreden giebt, das sind wohl solche, die man sich erst in den dürftigsten Anfängen stecken? hernach bezahlen läßt. Nun Herr v. Mirbach ist wohl der Meinung, daß wir auch noch Von einem ausgezeichneten Roß hören wir. Ein Scheich das Empfangsjodeln lernen werden. Seine Schlußpointe ist daher schenkte der Kaiserin einen stolzen Schimmel. Die Kaijerin nahm die Anerkennung unseres guten Willens und unserer vielen Mühe, die das Geschenk nicht an, sondern theilte dem Spender nur nach Gefühle des Herzens zu orientalisiren. orientalischem Brauch mit, daß sie das Thier gestreichelt und geliebfost habe. Trogdem blieb der Scheich traurig. Herrn Mirbach's drei Palästina- Vorträge aber find ein wichtiges Blatt in der Kulturgeschichte Reichspreußens am Ausgang des 19. Jahrhunderts! buch werden dem Landtag auch ein Entwurf über die freiwillige Landtag. Außer dem Einführungsgesetz zum Bürgerlichen GesezGerichtsbarkeit, sowie Vorlagen zugehen, betreffend die ärztlichen Ehrengerichte und über die Betheiligung der schlesischen Gutsherrschaften an der Aufbringung der Schullaften. Eine wirthschaftliche Vereinigung soll auch im Abgeordnetenhause nach dem Muster derjenigen im Reichstage gebildet werden. Bisher ist die geplante wirthschaftliche Vereinigung im Reichstage. noch nicht zu Stande gekommen. Partei- Nachrichten. artige Bewilligung von militärischen Instanzen abhängig sei. I der Verschiedenartigkeit erwachse aber auch fein Nachtheil. Ein Be Die behaupteten Thatsachen seien ihm zuerst in einem von ihm den dürfniß zur Aenderung von bergrechtlichen Bestimmungen liege daher Auf dem Parteitage für die Provinz Hannover, der am Atten beigefügten anonymen Briefe zur Kenntniß gebracht worden, augenblicklich nicht vor, und sollte sich ein solches ergeben, dann könne vorigen Sonntag in Peine abgehalten wurde, waren 9 Wahlkreise und seine Recherchen hätten dann die Richtigkeit der Behauptungen dies füglich den Einzelstaaten überlassen bleiben. durch zusammen 33 Delegirte vertreten. Abgeordneter Meister ergeben. Herr Hilbdk, der selber dem Bergbau angehört, ist natürlich gab den Bericht über die Thätigkeit der Agitationskommission in den Als Zeuge war Seitens des Angeklagten der Direktor der nicht so naiv, daß er hätte annehmen können, der Vorstand der beiden letzten Jahren. Eine Stelle des Berichts beansprucht be- Kontinental- Eisenbahngesellschaft zu Berlin, Herr Hiedemann, Knappschafts- Berufsgenossenschaft werde sich für ein Reichs- Bergsonderes Interesse. Meister führte aus: beantragt und geladen worden. Herr Hiedemann hat aber der Vor- gesez entscheiden. Ebenso gut könnte man den Teufel bei seiner ladung nicht Folge geleistet. Großmutter verflagen. Herr Hilbd wird das Votum des BerufsDie Beweisaufnahme ergab zumeist die Richtigkeit der vom genossenschafts- Vorstandes nur eingeholt haben, um im Reichstage Angeklagten aufgestellten Behauptungen, aber nicht, daß der Minister wenigstens etwas gegen den für sich selbst sprechenden Antrag auf Die Zu v. Otto seinen amtlichen Einfluß zu Gunsten der Interessen des Erlaß eines Reichs- Berggesezes vorbringen zu können. Herrn v. Schwarz geltend gemacht hätte. stände im Bergbau, insbesondere im preußischen, sind aber so himmelschreiend, daß vielleicht selbst von den Konservativen nur ein verschwindender Theil die Blamage wird auf sich nehmen wollen, auch in diesem Falle gegen die Verbesserung des Arbeiterschutzes offen aufzutreten. Ein uns als braver Genosse und als ehrlicher und fleißiger Mensch bekannter, vollständig unbescholtener Mann soll angeblich im Intereffe einer Partei- Angelegenheit, herrührend von einer Flugblatt- Verbreitung, einen Meineid geleistet haben und muß dafür drei Jahre Zuchthaus verbüßen. Diejenigen, welche den Genossen näher kennen, trauen ihm unter teinen Umständen die ihm Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten auf Grund zur Last gelegte Handlung zu, auch seine Arbeitgeber des§ 186 des Str.-G.-B. für jeden Fall der Beleidigung 3 Monate, nicht, was gewiß viel heißen will, und wir sind deshalb der festen zusammen 5 Monate Gefängniß. Das Urtheil lautete demgemäß. Ueberzeugung, daß der Genosse unschuldig im Zuchthause sitt. Der Fall ist eine Erscheinung, wie sie öfter in unserer Zeit zu Tage tritt und wir können hieraus wieder lernen, wie vorsichtig und gewissenhaft gerade unsere Genossen bei der Agitation zu Werte gehen müssen. Versammlungen sind von der Agitationskommission veranlaßt worden: im Jahre 1897: 51, im Jahre 1898: 112. Von der periodischen Agitationsschrift„ Die Rundschau" wurden in den beiden Jahren 152 400 und 190 500 Exemplare vertheilt. Ferner wurde im letzten Jahre zum ersten Male ein Kalender und zwar in einer Auflage vou 42 000 Exemplaren verbreitet. Dem Beschluß des früheren Provinzial- Parteitages, wonach die Orte 10 pet. ihrer Einnahmen an die Agitationskommission abführen sollten, damit dieser Gelder für die Agitation zur Ver fügung ständen, find im Jahre 1897 mur 7 Städte und im letzten Jahre nur 3 nachgekommen. Im Ganzen betrugen die Einnahmen aus den 10 pet. der Lokaleinnahmen 1234,40 M. Davon sind nach Abzug der Ausgaben noch rund 400 M. übrig geblieben. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung! Brauerei- Arbeiter! Sonntag, den 15. d3. Mts. Mittags präzise 12 Uhr, findet im Saale der Aftienbrauerei Friedrichshain eine vom Kuratorium des Arbeitsnachweises ein berufene Versammlung aller in Ringbrauereien arbeitenden und auch der im Arbeitsnachweis eingetragenen Arbeiter statt. Zuerst soll über die abgeänderten Satzungen des Arbeitsnachweises Beschluß gefaßt werden, und daran werden sich unmittelbar die Wahlen für Arbeitnehmer- Mitglieder zum Kuratorium des Arbeitsnachweises der Ringbrauereien anschließen. V Kandidaten. Diese sind: Krankenversicherung. Der Kranken- und Begräbnißkasse des Verbandes deutscher Bureaubeamten zu Leipzig( E. H.) und der Zentral Krankenkasse der Maurer, Gipser, Weißbinder und Studateure Deutschlands, genannt, Grundstein zur Einigkeit",( E. H.) in Altona, ist vom Reichstanzleramt von neuem die Bescheinigung ertheilt worden, daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des Krankenversicherungs- Gesetzes genügen. bon Reform des Schulunterrichts in Hamburg. Einen wichtigen Beschluß hat die hamburgische Schulsynode gefaßt, indem sie der Regierung die Einführung der sogenannten Einheitsschule Brauerei- Arbeiter Berlins! Bedenkt die Wichtigkeit dieser alle empfahl. Grundlage der Einheitsschule soll die fünfstufige Boltszwei Jahre stattfindenden Wahl, erscheint vollzählig und pünktlich schule sein, an welche sich einerseits die dreistufige Ergänzungsschule, in dieser Versammlung und stimmt für die in der öffentlichen anderseits die höheren Schulen( Realschulen, Realgymnasium, Brauerei Arbeiter Versammlung vom 29. vor. Mts. aufgestellten Gymnasium, höhere Mädchenschule) anzuschließen hätten derart, daß der Uebergang der Volksschule zur Ergänzungsschule einfach durch Versetzung, der in die höheren Schulen nach Ablegung einer besonderen Reifeprüfung vor sich gehen soll. Weiter schlug die Schulsynode vor, daß der Unterricht in allen Hilfe- Schulen, auch den höheren, unentgeltlich ertheilt werde, damit die Erwerbung einer höheren Bildung nicht mehr von dem Umfange Erste Erfaßmänner: Turloff und Senftleben. des väterlichen Geldbeutels abhängig sei. Gerade die Lehrer der Zweite Erfaßmänner: Tezlaff und Herrmann Karl. höheren Schulen traten in der Synode am eifrigsten für die EinDie Wahlen finden für beide Kategorien getrennt statt. Wir beitsschule ein. erwarten, daß ein jeder Brauerei- Arbeiter nur für diese ArbeitsFür die Einführung des fakultativen und unentgeltlichen kollegen agitiren und stimmen wird, sowie am nächsten Sonntag Schwimm- Unterrichts in den Volksschulen hat sich die pünktlich zur Stelle iſt. Wahlzettel werden am Eingang zum Bürgerschaft in ihrer letzten Sigung erklärt. Lokal vertheilt. Die Agitationskommission. I. Für Brauer: W. Richter und Wirth. Erste Ersagmänner: Bauer und Heider. Zweite Ersagmänner: Gigler und Tröger. II. Für Böttcher, Maschinisten, Schloffer 2c. und sämmtlicher arbeiter: Lehmann und Bayes. Deutsches Reich. und Die Angestellten der Leipziger Ortskrankenkaffe haben die Gründung einer Pensionszuschuß-, Wittwen Waisenkasse beschlossen. Die Wirren in Frankreich. Ueber die Reichstagswahlen berichtete Breh aus Hannover. Wir könnten mit dem Ergebniß in der Provinz Hannover, abgesehen von 2 oder 3 Kreisen, zufrieden sein. Wenn trotz des Zuwachses von 16 000 Stimmen feine neuen Mandate erobert wurden, so liege das daran, daß bei den Stichwahlen, wo wir in Frage tamen, die bürgerliche Opposition versagte, während dort, wo Kandidaten der bürgerlichen Opposition in der Stichwahl standen, fie in Folge der musterhaften Haltung unserer Parteigenossen überall gewählt wurden. Redner empfahl die Gründung von Wahlvereinen an allen Orten, wo dies möglich, dadurch werde ein Stamm von zielbewußten Parteigenossen großgezogen werden. Rauch aus Limmer sprach über das Ergebniß der preußischen Landtags- Wahlen. Er bezeichnete den Ausfall der Wahl in Hannover- Linden als über Erwarten günstig. Kein FlugAchtung, Schuhmacher! Nachdem in der legten Generalblatt sei verbreitet, keine Versammlung abgehalten worden, und versammlung die Neuwahl des Vorstandes vollzogen wurde, überdennoch ein solches Resultat! Es sei geboten, in Zukunft mit allen nimmt derselbe nunmehr alle in der Agitation zu erledigenden Kräften in die Landtagswahl- Bewegung einzugreifen. Ewers aus Arbeiten; die Agitationskommissionen lösen sich auf. In allen die Hildesheim wandte sich gegen Rauch und vertheidigte den ablehnenden Organisation betreffenden Angelegenheiten haben sich die Kollegen Zu den Enthüllungen" Beaurepaire's hat bereits der Standpunkt der Hildesheimer Genossen. Auf Antrag Brey's an untenstehende Adresse zu wenden. Die Marken zum Lokalfonds wurde dann Schluß der Debatte beschlossen und festgesetzt, daß vor und die dazu gehörigen Quittungskarten sind von Sonnabend, den Ministerrath Stellung genommen und beschlossen, eine Untersuchung den nächsten Landtagswahlen ein Provinzial- Parteitag abzuhalten 14. Januar, ab in den bekannten Zahlstellen zu haben. Wir ersuchen vornehmen zu lassen. Es wird sich dann ja zeigen, was an den ist, der sich mit dieser Angelegenheit eingehend befassen solle. die Kollegen, ihren Verpflichtungen gewissenhaft nachzukommen. Da Behauptungen Wahres ist. Auläßlich der heutigen( Donnerstags-) Von den übrigen Beschlüssen seien erwähnt, daß der Provinzial- der Beitrag zum Lokalfonds einige Zeit nicht erhoben wurde, so Debatten in der Kammer richtete Beaurepaire einen Appell an Parteitag fünftig aller zwei Jahre im Monat Februar abgehalten mögen die Kollegen an Stelle dessen Sammlungen für die Krefelder die Deputirten, die er ermahnt, eine feierliche Enquete" anzuwerden soll, und daß der Sitz der Agitationskommission in Hannover Weber veranstalten, damit diese auch von unserer Seite in ihrem ordnen. Mit einem großen Phrasenschwall sucht er sich als Bebelassen wurde. Als Mitglieder der Agitationskommission wählte gerechten Kampfe unterstützt werden. Für die Zahlstelle Berlin I schüßer des Rechts und der lieben armen Offiziere" aufzuspielen. Ganz ohne Eindruck ist sein patriotisches Phrafengebimmel freilich man: Meister, Brey, Rauch, Lohrberg und Düvel. des Vereins deutscher Schuhmacher: Carl Hermann, Weberstr. 6. nicht geblieben, die Generalstäbler glauben nun wieder ein neues Von einer neuen Art des sozialdemokratischen TerroMittel gefunden zu haben, die Revision hinauszuschieben. Ihre rismus" hatte jüngst die Kreuz- Zeitung" fabulirt. Danach sollten Bei der Gewerbegerichtswahl in Köln haben die Gewerk- Presse hat sich der Sache bemächtigt und es wird von ihr der aufgetischt, um die Parteilichkeit im Rheinland die Sozialdemokraten des Sonntags an den schaften einen glänzenden Sieg errungen. Ihre Kandidaten wurden fleinlichste Slatsch Kirchen Bosten aufstellen, um zu fontrolliren, ob etwa mit 3500 Stinimen Majorität gegen die Kandidaten der christlichen der Richter des Kassationshofes nachzuweisen. Beaurepaire ein Parteigenosse sich am Gottesdienste betheilige. Der Rheinischen Vereine gewählt. Der Erfolg ist um so höher zu schäzen, da von selbst läßt sich für seine Schauergeschichten, die er für das„ Echo de Beitung" in Köln ist nun von einem Leser eine sehr amüsante Auf den Gegnern große Anstrengungen gemacht wurden, die Gewerk- Paris" schreibt, ein Jahresgehalt von 36 000 Franks zahlen, jedenflärung darüber gegeben worden, wie der Gewährsmann der„ Kreuzschaften aus dem Felde zu schlagen. falls ein weit höheres, als er als Richter des Kassatioushofes be Zeitung" zu seiner Behauptung gekommen sein mag. Der erwähnte Zur Lohnbewegung der Krefelder Weber. Wie der Vor- kommen hat. Leser der Rheinischen Zeitung" schreibt: Die Kammerdebatten über die„ Enthüllungen" Beaureschlag der Arbeiter, dem Einigungsamt des Gewerbegerichts die Ent" Gestatten Sie mir als geborenen Kölner und Katholiken eine, scheidung in dem Streit zu überlassen, von den Unternehmern auf- paire's werden voraussichtlich sehr heftige werden; es ist sehr ungewiß, wie ich denke, richtige Erklärung für das Postenstehen an den Kammer die AntiKirchenthüren und in den angrenzenden Straßen vor und nach dem genommen werden wird, ist noch nicht sicher zu ermitteln. Nach der welches Resultat sie haben. Die kürzlich stattgehabte Präsidenten„ Krefelder Zeitung" sollen die Fabrikanten gesonnen sein, wahl zeigt jedenfalls, daß in der Gottesdienste zu geben. Als wir noch jung waren und noch jede Vermittelung abzulehnen. Ist das der Fall, Damn Revisionisten noch die Mehrheit besigen. teine Sozialdemokraten fanuten, nannten die Kölner schon die um wird der Ausstand in den nächsten Tagen noch bedeutend Es wird uns darüber aus Paris vom 11. d. Mts. noch gehalb 12 Uhr stattfindende Messe allgemein auf gut Kölsch:" de an Ausdehnung gewinnen. Mit der Ablehnung des Vorschlages schrieben: Kareffirmeß". Wir als liebessehnsüchtige Jünglinge und Jungfrauen würden aber auch die Fabrikanten befunden, daß sie sich ihrer Sache Die Wiederwahl Deschanel's zum Kammerversprachen uns, vor, während oder nach dieser Messe uns zu treffen, nicht sicher fühlen und einem unparteiischen Schiedsgericht die Ent- präsidenten war vorauszusehen. Ueberraschend aber ist das und warteten in der Nähe des Einganges zum Dome auf unsere scheidung nicht überantworten können. Die Arbeiter sprechen in Stimmenverhältniß zwischen Deschanel und Brisson. Letzterer ers Liebsten, natürlich meiſtentheils hinter dem Rücken der Eltern und ihrer Resolution offen aus, daß sie sich dem Schiedsspruch fügen hielt nur 187 gegen 323 Stimmen. Demnach sind mindestens 50 bis Vormünder. Selbstredend waren andere Kirchen, Messen und ältere wollen, und es wird weiter die Zusicherung gegeben, daß sie die 60 Radikale von ihrem eigenen Parteikandidaten abJahrgänge der liebebedürftigen Männlein und Weiblein nicht aus Arbeit aufnehmen, sobald die unternehmer sich bereit erklären, gefallen, um fast sämmtlich für den Mann der Ordnungsparteien und geschlossen, wenn dem Rufe des Herzens Folge geleistet wurde. Wie vor dem Einigungsant zu erscheinen. Dieser Beschluß zeigt, insbesondere des Generalstab es zu stimmen. Denn die früher, wo es noch keine Sozialdemokraten hier gab, so wird es daß man auf Seiten der Arbeiter gewillt ist, in der weitgehendsten Präsidiumswahlen wurden auf dem Boden der Dreyfus- Revision wahrscheinlich noch heute gehandhabt werden. Bestimmt weiß ich es Weise die Hand zu einer Verständigung zu bieten. Lehnen die ausgefochten. Das Zusammenschrumpfen der Brisson'schen Mindernicht, doch denke ich heute noch manchmal mit Freude an die schöne Unternehmer dieses Entgegenkommen ab, dann ist es klar, daß sie heit, die bei den Präsidiumswahlen im Juni 1898 aus 278 AbZeit der frommen Liebe" zurück." den Streik wollen, um ganz bestimmte Zwecke zu verfolgen. geordneten bestand, erklärt sich einzig daraus, daß Brisson inzwischen Eine Versammlung von Sammetivebern( Hausweber) der Orts- die Revision eingeleitet hatte. Geschlossen als Partei hahen für gruppe Hüls, St. Hubert und Tönisberg( Orte in der Brisson, d. h. gegen den verbrecherischen Militärklüngel, nur die Paris, 12. Januar. arbeiter fand in Hüls statt. Webermeister Hüskes gab in längerer Nähe von Krefeld) des Niederrheinischen Verbandes christlicher Textil Sozialdemokraten gestimmt. Rede ein Bild von der Lage der Sammetweber, die eine recht traurige sei. Ein fleißiger Arbeiter könne jetzt wöchentlich nur 11 W. verdienen. Damit eine Familie zu ernähren, sei doch nicht möglich. Nach eingehender Debatte beschlossen die Versammelten einstimmig, eine fünfzehnprozentige Lohnerhöhung zu beantragen. einer Lohureduktion von 50 pct. ein Streit ausgebrochen. In Nürnberg ist in der Passauer Parkettboden- Fabrit wegen " Polizeiliches, Gerichtliches u. s. w. Das Reichsgericht verwarf die Revision des Redakteurs August Müller von der Magdeburger Volksstimme" August Müller von der Magdeburger Volts it imme" die derselbe gegen ein Erkenntniß des Magdeburger Landgerichts eingelegt hatte, wonach er wegen Beleidigung eines Wahlvorstehers im ostpreußischen Kreise Heydekrug zu 4 Wochen Gefängniß verurtheilt ist. Es handelte sich um einen Artikel, worin gesagt war, der Wahlvorsteher habe jeden Wahlzettel geöffnet, ehe er ihn in die Urne legte; als festgestellt ist dagegen erachtet worden, daß der Wahl vorsteher nur geprüft hat, ob nicht zwei Stimmzettel in einen zu fammengefaltet waren. Eine Zeitung darf jezt endlich der gefangene Redakteur Meher in Halberstadt lesen. Man bewilligte ihm großmüthig das„ Halberstädter Intelligenzblatt". " 1 Deputirtenkammer. Der Saal ist dicht gefüllt. Deschanel hält seine Antrittsrede als neuerwählter Präsident. Er führt darin aus, daß es die Pflicht des Präsidenten sei, sich der Unparteilichkeit zu befleißigen und versöhnend zu wirken. Am Schlusse seiner Rede sagt der Präsident, daß Frankreich das Heer, aber auch die Gerechtigkeit liebe, weist auf die Gefahren der inneren Zwiftigkeiten hin und fordert die Deputirten auf, ihre Ruhe und Kaltblütigkeit zu bewahren.( Beifall.) Auf das Verlangen des Ministerpräsidenten Dupuy beschließt dann die Kammer, sofort in die Debatte über die Interpellation bezüglich der Angelegenheit Baurepaire einzutreten. Unternehmer Terrorismus. Die Allgemeine Acetylen Ge sellschaft Prometheus, Gesellschaft mit beschr. Haftung zu Leipzig, hat in ihrer vom Rath der Stadt Leipzig geprüften und für zulässig befundenen Arbeitsordnung unter§ 10 folgende Bestimmung Millevoye weist auf die Erregung hin, welche durch die Dem Prozeß gegen den Braunschweiger Volksfreund", Außer den gesetzlich vorgeschriebenen Entlassungsgründen ist für uns von Beaurepaire gegen gewisse Richter vorgebrachte Anschuldigung über dessen Ergebniß in gestriger Nummer furz berichtet worden ist, noch Grund zur sofortigen Entlassung: Die Mitgliedschaft beim verursacht sei.( Lebhafte Zwischenrufe.) Er verlange eine UnterTag folgende Anklage zu Grunde: Der Redakteur Heymann habe Metallarbeiter- Verbande und die Beiwohnung einer Versammlung fuchung.( Tumult. Zwischen verschiedenen Deputirten kommt es zu in einer Versammlung am 29. November und dann in dem Bericht, desselben. Diese Arbeitsordnung ist am 27. Oftober 1898 vom einem Wortwechsel.) Millevoye hält es für unmöglich, die Revision den er über diefe Bersammlung im Volksfreund" veröffentlichte, hiesigen Stadtrath geprüft und für zulässig befunden worden und unter den gegenwärtigen Verhältnissen fortzusetzen, verliest unter gegen den braunschweigischen Staatsminister v. Otto den mit dem 1. November 1898 in Straft getreten. Wohl selten fortdauerndem Lärm der Deputirten die Erklärungen Beaurepaire, s Vorwurf erhoben, daß dieser in der Angelegenheit eines Bahnunter- wird dem den Arbeitern gesetzlich gewährleisteten Koalitionsrecht so in dem„ Echo de Paris" und verlangt schließlich Disziplinar nehmens Braunschweig- Schöppenstedt den Privatintereffen eines ungenirt Hohn gesprochen, wie es hier geschieht. Bei Strafe des maßregeln gegen die schuldigen Richter. Der Kammer und angeblichen Verwandten Einfluß auf ihm obliegende amtliche Ent- Berhungerns wird dem Arbeiter verboten, sein ihm zustehendes Recht, der Regierung liege es ob, die Gemüther wieder zu beruhigen. schließungen eingeräumt hätte und zwar einen solchen Einfluß, sich mit seinesgleichen zu vereinigen, zu gebrauchen. Daß ein der Lasies( Antisemit) meint, das Land habe genug von der Dreyfusburch welchen berechtigte Interessen anderer Personen benach- artiges Beginnen die hohe obrigkeitliche Genehmigung erhält, ist Angelegenheit( Beifall), man müsse eine ernste Untersuchung antheiligt worden seien. Der Angeklagte hatte in seinem Referat die bezeichnend für die politische Atmosphäre, in der wir uns befinden. stellen; der Redner greift sodann Loew, Bard nnd Maneau an. Es Interesselosigkeit und Gleichgiltigkeit des Bürgerthums getadelt, Die staatlichen Betriebe unter den verschiedenen Tirpizen haben mit erhebt sich lebhafter Protest. Dupuy protestirt gegen die Worte welches sich um Fragen der Verwaltung nicht fümmere, denn sonst diesem System den Anfang gemacht und die Privatkapitalisten haben Lafies'; der Präsident ruft Lafies zur Ordnung. Lafies wirft hätte man über den von ihm zu schildernden Vorgang etwas er- fie als Muster anerkannt. Und was man dent Staat als Unterschließlich unter großem Lärm der Kammer der Kriminalfahren müssen. Er sagte dann, daß von Braunschweig nach Schöppen- nehmer zubilligt, tann doch dem Privatkapital unmöglich verweigert fammer Parteilichkeit vor; die Dreyfuskampagne stedt über Rautheim Sidte eine Kleinbahn gebaut würde, zu der werden. werde mit fremdem Gelde unterhalten.( Lärm.) Der die Vermessungsarbeiten bereits stattfänden, woraus zu ent Justizminister Lebret besteigt die Tribüne. Lebret erklärte, es nehmen sei, daß die Arbeit bereits vergeben fei. Von einer öffent- In Stockholm befinden sich die Arbeiter der Neufilberfabrik sei seine erste Pflicht, den regelrechten Gang der Justiz zu sichern, lichen Ausschreibung des Bahnbaues habe man aber nichts gehört. Aktiengesellschaft A. Bröfes im Streit. Es wird gebeten, den Zuzug Da gegen gewisse Richter Vorwürfe erhoben worden seien, Die den Bahnbau ausführende Firma Lenz u. Comp. bediene fernzuhalten. habe er, der Minister, im Interesse des Richterstandes sich dabei der Truppen des Eisenbahn- Regiments. Als eine Erhebungen hinsichtlich dieser Vorwürfe anstellen lassen, diese Er bemerkenswerthe Thatsache stellte der Angeklagte damn hin, daß sich hebungen ieien umfafiende und loyale gewesen. Die Kammer werde Kenntniß von denselben erhalten. Der Minister spricht weiter. in dem Aufsichtsrathe der Firma ein Herr v. Schwarz befinde, der Ausland. Boziales. 黃 Paris, 12. Januar, 7 Uhr 30 Minuten Abends.( W. T. B.) ein Vetter des Ministers v. Otto sei. Im weiteren Verlauf seiner Gegen den Erlaß eines Reichs- Berggesetes hat sich der Rede sprach der Angeklagte dann die Meinung aus, daß, wenn im Vorstand der Deutschen Knappschafts- BerufsLandtag niemand in diese Fragen der Verwaltung Einsicht nähme, genossenschaft in einer Sizung ausgesprochen, die im Monat feine Partei in den Landtag hineingehöre. Es wäre keine Wahrung Dezember v. 3. in Berlin abgehalten wurde. Reichstags- Abgeordneter Die Deputirtenkammer nahm mit 423 gegen 125 Stimmen die von des Allgemein- Interesses, derartige Arbeiten ohne öffentliche Aus- Direktor Hil b d in Dortmund hatte die Erörterung dieser Angelegen der Regierung gebilligte einfache Tagesordnung an. schreibung zu vergeben und braunschweigische Arbeiter durch Mann- heit angeregt. Wie das Fachblatt„ Der Kompaß" berichtet, wurde in schaften des Eisenbahn- Regiments brotlos zu machen. der Sizung von allen Seiten, auch von den Vorstandsmitgliedern London, 12. Januar.( B. H.) Lord Salisbury verweigert gehoben: Er habe die Behauptung, daß v. Otto bei der Bewilligung eines einheitlichen Berggesetzes ganz entschieden verneint. Ber Eisenbahntruppen amtlich mitgewirkt hätte, garnicht aufgestellt, Vereinheitlichung des für die einzelnen Staaten geltenden Bergrechts die Annahme der Demiffion des englischen Botschafters in Paris, auch nie aufstellen können, da ihm bekannt sei, daß eine der würde man nicht ohne Weiteres vornehmen können und wollen, aus Manson. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Der Angeflagte hat in seiner Klagebeantwortung u. A. hervor- aus Bayern und Sachsen, die Nothwendigkeit, und zwedmäßigkeit Lehte Nachrichten und Depeschen. Gine Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 11. 16. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 9. Sigung, Donnerstag. 12. Januar 1899, 1 hr. Am Bundesrathstische: b. Go ßler. Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung der Militär. borlage. Vor Eintritt in die Tagesordnung bemerkt Freitag, 13. Januar 1899. lingt das, so schwinden die Nachtheile; gelingt es aber nicht. so wird Infanterist von seinem Leben entwarf, ließ ihn wirklich recht bes die Gesetzgebung eingreifen müssen und eine Quote festlegen flagenswerth erscheinen. Die Schilderung des Burschen aber ermüssen, die über das zweite Jahr hinaus der Armee innerte mich an das alte Lied:" Frei ist der Bursch".( Stürmische erhalten bleiben müssen. Man macht sich außerhalb der Armee Heiterfeit!) Ich meine, wir sollten von der Erhöhung der Präsenz doch kein rechtes Bild von den Schwierigkeiten, die die zweijährige stärte, auch nur von einem Bataillon, so lange Abstand nehmen, Dienstzeit mit sich gebracht hat. Borläufig wollen wir aber feine als uns nicht eine Untersuchung der Abkommandirung von Soldaten Aenderung herbeiführen und es bei dem bisherigen 3uzu ökonomischen Zwecken und zum Burschendienst vorliegt. Sicherlich stande belassen. kann der Umfang dieser Abkommandirungen eingeschränkt werden. Dann Abg. Lieber( 3.) Noch eine sehr ernste Frage will ich berühren. Die Güte der fann der zweite Jahrgang viel mehr zur Ausbildung herangezogen werden. zu der gestrigen Aeußerung des Abg. Eklinger, er habe vor armee hängt natürlich von der Güte des Materials ab. Nun hat Gewiß find mehr Ausgaben damit verknüpft, wenn der ökonomische Weihnachten tein warmes Herz für die Landwirthschaft gehabt: Davon kann keine Rede sein, wie der stenographische Bericht über die sich der Prozentsaz der borbestraften Personen, Dienst der Soldaten eingeschränkt wird. Aber solchen Ausgaben haben betreffende Sigung beweist. Wenn Herr Eßlinger weiter gefagt die ausgehoben worden sind, wesentlich vermehrt. Es mußten in wir nie widersprochen. Dazu sind wir viel mehr bereit, als fortden lezten 15 Jahren 12 700 Personen eingestellt werden, die 2 bis gesezt die Präsenz zu erhöhen. hat, ich hätte vielleicht jetzt, nachdem ich die Stellung 5 Mal bestraft waren und 1999 Bersonen, die 6 bis Soviel über die Einzelheiten. Sind mm allgemeine der Regierung kennen gelernt kennen gelernt habe, meine Meinung ge= 10 Mal bestraft waren. Das macht eine Zunahme von Gründe für die Vermehrung der Präsenzstärke um 26 000 Mann ändert, so habe ich keine Veranlassung, in diesem hohen Hause auf einen solchen Ton, der wohl in Versammlungen des 125 pet. bezw. 141 pet. und giebt zu schweren Bedenken Anlaß. Es vorhanden? In Deutschland ist die Friedenspräsenz 1893 um Bayerischen Bauernbundes paßt, weiter einzugehen.( Bravo! im find nur gerichtliche Strafen dabei gerechnet. Ich bitte die Vorlage 70 000 Mann erhöht. Die andern Staaten haben damit keineseiner Kommission zu überweisen, ich werde an den Berathungen wegs gleichen Schritt gehalten. Was zunächst die anderen DreibundZentrum.) gern theilnehmen und bin überzeugt, daß was der Reichstag be- Staaten anlangt: Desterreich hat eine Erhöhung von etwa 35 000, Hierauf beginnt die erste Berathung der Militärvorlage. schließt, wird zum Heile Deutschlands und der Armee ausschlagen. Italien um etwa 5000. In Frankreich stehen alles in allem etwa Kriegsminister v. Goßler: ( Lebhafter Beifall rechts.) 40 000 Mann weniger unter Waffen als bei uns. Frankreich ist bereits an der Grenze der Möglichkeit der Erhöhung des Aushebungsfontingents angelangt. Rußland freilich, das 8 mal so groß ist als Deutschland, könnte feine Aushebungsziffer noch gewaltig vergrößern. Aber haben wir denn ein Interesse daran, diese Schraube ohne Ende in Bewegung zu setzen? Rußland hat an sich ein Interesse daran, seine Kräfte, die es für die Erschließung Asiens in Anspruch nehmen will, nicht durch weitere Rüstungen im Westen zu zersplittern. Das beweist auch das 3 a ren- Manifest, das nicht etwa blos einer sentimentalen Anwandlung des Zaren entsprungen ist. Also: die Verhältnisse im Ausland gebieten nicht eine weitere Heeresverstärkung für uns. Abg. Richter( frf. Bp.): und wir haben wirklich alle Veranlassung, uns vor einer weiteren Refruteneinstellung in acht zu nehmen; denn man hat schon jetzt die Ansprüche an die Dienstuntauglichkeit sehr herabschrauben müssen, um überhaupt das Kontingent zu stande zu bringen. Was die von dem Herrn Kriegsminister erwähnte Quote anlangt, die für eine dreijährige Dienstzeit zurückbehalten werden sollte, so würde mit dieser Institution eine allgemeine Unsicherheit hervorgerufen werden, da ja jeder Einberufene zu dieser Quote gehören könnte. Die zweijährige Dienstzeit muß gefeßlich definitiv festgelegt werden; ich behalte mir einen dementsprechenden Antrag noch vor. Gerade der jetzige Zeitpunkt ist so ungeeignet wie möglich zur Einbringung der Vorlage. Bei dem allgemeinen Aufschwung der Industrie will man 26.000 deutsche Arbeiter dauernd der produktiven Arbeit entziehen, während man andererseits Polen und Italiener über die Grenze zieht, um sie in der Industrie zu verwenden?( Sehr richtig!) Abg. Frhr. v. Stumm( Reichspartei). Gegen die allgemeine Begründung der Vorlage seitens des Früher ist die Friedenspräsenzffärte immer auf sieben Jahre hinaus festgelegt worden, während jetzt dieses System aufgegeben ist, indem wir zu fünfjährigen Perioden übergegangen sind. Der Kriegsminister hat die vielen Borstrafen zulegt Hiermit ist zugleich den Wünschen des Reichstages Rechnung erwähnt aber eine Detaillirung dieser Strafen unterlaffen. Es getragen worden. Die jetzige Vorlage kommt ebenfalls den können da sehr geringfügige Strafen die Hauptzahl aus Wünschen dieses hohen Hauses weiter entgegen und zivar machen. Die Kriminalstatistik weist eine Abnahme der schweren erstens darin, daß nunmehr ein bestimmtes Ziel festgesezt ist, bis Vergehen nach. Ich kann aber diese Frage nicht weiter behandeln, zu dem die Heeresstärke vermehrt werden soll und dann dadurch, weil er sie gar nicht in Zusammenhang mit der Vorlage gedaß eine jährliche Bewilligung des Budgets durch den Reichstag bracht hat. stattfinden soll. Veranlaßt ist dieser Systemwechsel vor allem durch Der Kriegsminister hat es so dargestellt, als entspräche die das Friedes manifest des 3aren. Diese Kundgebung giebi Verlage den Wünschen des Hauses und als enthielte sie ein Entuns die Sicherheit, daß wir für abschbare Zeit von dieser gegenkommen des Hauses. Aber selbst die so militärfreundlichen Seite her einen Angriff nicht zu erwarten haben. Herren v. Kardorff und Rickert haben beim Etat ihrer Meinung Uebrigens hat auch die deutsche Heeresmacht durch die Vorlage dahin Ausdruck gegeben, daß sie jetzt eine solche Vorlage eine Stärke erreicht, die uns wohl gestattet, mit Ruhe der nicht erwartet haben. Die Erhöhung der Friedenspräsenzstärke Zukunft entgegen zu sehen. Natürlich fann eine so große beträgt 26 000 Mann, die fortdauernden Kosten 28%, Millionen, das Organisation niemals stillstehen, fleine Mängel ergeben ist 2/3 der Forderung von 1893, also eine ganz exorbitante Forderung. sich inimer. In Bezug auf das Friedensmanifest muß ich noch Der Kriegsminister hat es als ein Entgegenkommen bezeichnet, daß bemerken, daß schließlich auch der Wille des mächtigsten jetzt die Präsenzſtärke jährlich festgesezt werden soll. Aber dieser Monarchen nicht im Stande ist, die Existenz- Fortschritt besteht nur darin, daß wir das Recht und die Verbedingungen einer großen Nation zu ändern. pflichtung haben, die Friedensstärke in jedem Jahre zu erhöhen, und Wenn ein Volk unabhängig sein will vom Ausland, muß es eine nicht das Recht, sie zu vermindern.( Sehr gut! links.) Es ist sehr Macht besitzen, die geeignet ist, es vor allen Eventualitäten zu bedenklich, schon heute zu bestimmen, was 1902 und 1903 an For schüßen, wenn es darauf verzichtet, steigt es herab von der Höhe, mationen errichtet sein sollen. Wir haben ja den Zickzackfurs: an für die es berufen ist. Ich weiß auch keine Stelle der den Formationen ist ständig geändert worden. Redner erinnert an Erde, an der die Rüstungen eingestellt sind. Ueberall die Halbbataillone von 1893 2c. arbeitet man an der Stärkung der Land- und Seemacht. Was nun die Fragen im Einzelnen betrifft, so liegt der Schwer Auch wir sind daher zu diesen Forderungen gezwungen. Wir sind punkt der Vorlage auf dem Gebiete der Artillerie. Die rein dabei bestrebt gewesen, überall möglichst zu sparen. technischen Fragen und die Fragen der Organisation lasse ich bei Auch die finanzielle Unterlage ist zur Zeit nicht Gerade die Erfahrungen der letzten Jahre haben uns Seite. Was die Vermehrung der Batterien um 80 betrifft, so ist gegeben. Herr v. Thielmann hat sich gerühmit, daß es ihm gelungen veranlaßt, Ihnen mit diesen Vorschlägen zu kommen. Wenn auch vor dem Erscheinen der Vorlage in der Fachpresse nirgends vorausgefagt jei, 9 Millionen von den Forderungen des Kriegsministers abzuDeutschland von einem Kriege verschont geblieben ist, so brachte doch worden, daß die Einführung der neuen Geschüße auch eine Vermehrung fuapfen. Das hat er offenbar nur gethan, um die Daseinsdie verflossene Periode eine Reihe ernster Ereignisse, die für uns der Zahl der Stücke mit sich bringen werde. Gerade von militärischer nothwendigkeit des Reichs- Schabamtes zu beweisen.( Heiterkeit.) maßgebend sein mußten; ich meine den Krieg zwischen Japan Seite ist betont worden, daß mit der Einführung der neuen Ge- Denn der Kriegsminister wird selbstverständlich nach Annahme der und China, den Krieg zwischen Griechenland und der schüße eine Verminderung der Geschützahl bei veränderter Vorlage mit seiner Forderung wiederkommen. Ich will mich aber Türkei, den Feldzug im Sudan und den letzten Krieg Organisation eintreten müsse, um die Beweglichkeit der Armeekorps hier auf die Finanzautorität des Herrn v. Miquel berufen. Herr zwischen den Vereinigten Staaten und Spanien. Das Resultat war nicht zu stören. Diesen Standpunkt hat seiner Zeit hier der frühere v. Miquel hat im preußischen Abgeordnetenhause gesagt, daß nur überall das: Die Grundbedingung des Krieges ist, daß man im Kriegsminister von Kamede vertreten. Ja, man fann manchmal von diejenigen Staaten prosperiren können, deren Budget so wenig wie Frieden ganz genau die Mittel des Krieges kennt und seinen Folgen den Cifizieren eiwas lernen, das man nachher hier ver- möglich durch dauernde Ausgaben belastet sei. Ach, wäre er doch vorbeugt. Man kann die Fortschritte der Technik im Kriege nicht werthen kann.( Seiterfeit links.) In der gesammten Fachliteratur hier, um Ihnen das jetzt vorzuhalten! Aber hier läßt er sich nicht zur Geltung bringen, wenn man sie im Frieden nicht sorgsam benügt nahm man an, daß bei der Reorganisation der Artillerie eine ganz blicken.( Große Heiterfeit.) Freilich seine Finanznoth gilt ja ohnehat. Wir bereiten uns auf den Krieg durch sorgfames Studium vor bedeutende Verminderung der reitenden Artillerie eintreten werde. hin nur fürs Zivil.( Große Heiterfeit.) So gestatten Sie mir denn, und wir haben erreicht, daß uns der Frieden erhalten geblieben ist. Die reitende Artillerie, die viel von ihrer Bedeutung verloren hat, daß ich Sie an Stelle des Herrn v. Miquel jene Worte zu beherzigen Nummehr will ich zu den Einzelheiten übergehen: Die Haupt- ist aber nur sehr gering vermindert worden. Ich kann doch nicht bitte.( Lebhafter Beifall links.) forderung ist die der Bildung von fünf neuen Kommandos. Es annehmen, daß hier die Tradition im Spiele ist und daß man sich gilt in dieser Frage zunächst die Bedingungen zu studiren, unter oben von der reitenden Artillerie nicht trennen kann, weil Friedrich denen bei so gewaltigen Massen überhaupt eine Formation möglich der Große, glaube ich, fie eingeführt hat.( Heiterfeit links.) ist. Das ist flar, daß man die Massen des Heeres nicht in m Was die Vermehrung der Kavallerie anlangt, so ist hervor- Herrn Kriegsministers hat der Abg. Richter so gut wie gar nichts begrenzter Weise anwachsen lassen kann. Daher muß man das Heer zuheben, daß wir jetzt schon eine stärkere Kavallerie als Frankreich vorgebracht. Die neue Borlage ist die nothwendige Kontheilen in einzelne Armeen und diese wieder, und so handlich gliedern, haben. Wenn die Begründung aber richtig ist, dann, glaube ich, sequenz der Organisation, die man 1893 mit der verkürzten daß eine einheitliche Leitung des einzelnen Truppentheils möglich ist. wird das geforderte Quantum nicht ausreichen. Der Kriegsminister Dienstzeit geschaffen hat. Der Abrüstungsvorschlag ist gut gemeint Erreicht die Stärke eines Armeekorps eine solche Größe, daß die sagt, die Kavallerie ist sehr wichtig für den Aufklärungsdienst. Ge- aber sehr schwierig durchzuführen. Aber gesezt den Fall, es käme einheitliche Leitung schwierig ist, so muß man es in neue Theile wiß, aber andererseits ist doch die Kavallerie zu Attaden nicht zu einem Abkommen, daß alle Staaten einen gewissen Prozentsatz theilen. Im Kriege wäre das ohnehin nothwendig. Im Moment mehr zu verwenden. Freilich die Herren von der Kavallerie ihrer Rüstungen einstellten, gäbe es dann eine bessere Begründung Denn wird prozentual des Krieges aber fann man nur unter größten Schwierigkeiten zur wollen sich in die Minderung des Werthes ihrer Waffe nicht schicken. für die Vorlage als diefes Manifest? Rüstung vermindert, dann Bildung neuer Armeekorps schreiten. Es werden aber auch neue Das ist ja natürlich, der Reitersmann ist von einer gewissen Poesie die kommit doch der Staat Divifionen gebildet werden müssen, um die Gleichmäßigkeit herzu- umflossen( Heiterkeit) und ich kann mir die Liebhaberei hoher Herren am besten weg, der in den Rüstungen am weitesten vorgeschritten stellen, dann aber auch, um an der Ost- und Westgrenze Truppen- ganz gut erffären, im Manöver Kavallerie- Attaden zu veranstalten. ist.( Stürmische Heiterfeit links.) Wenn mum auch von Rußland förper in genügender Stärke und Zahl zur Verfügung zu halten.( Schr gut! links.) Im Ernstfalle werden sie das schön bleiben feine Gefahr droht, so besteht doch in Frankreich noch immer eine Bei der Kavallerie ist für das preußische Kontingent eine Vermehrung lassen.( Heiterkeit.) Die Vermehrung der Kavallerie halte ich also Kriegspartei. Gerade die Herren von der Linken sollten diesmal um drei Regimenter vorgesehen. Es giebt zwar eine Menge von nicht für gerechtfertigt. für die Vorlage eintreten, da die Vermehrung des RekrutenTheoretikern, welche behaupten, daß die Kavallerie in neuerer Zeit Die Verkehrstruppen- Vermehrung mag schon eher erwünscht fontingents die Chancen für die Aufrechterhaltung der zweijährigen an Bedeutung wesentlich verloren hat und im nächsten Kriege faum und gerechtfertigt sein. Aber es entsteht doch die Frage, ob nicht Dienstzeit wesentlich vergrößert. 1898 hat Richter ein noch viel zur Verwendung kommen wird. Ich will mich auf eine diesen Truppen zu Liebe audere Truppen vermindert schrecklicheres Bild von den Folgen der Heeresvermehrung entworfen. Erörterung dieser Frage hier nicht einlassen und nur bemerken, daß werden können. Ich denke an die Jäger, die bente nicht und doch hat sich der Nationalwohlstand in den letzten Jahren die Aufgabe der Kavallerie im Wesentlichen die ist, Zeit zu sparen, entfernt mehr die Bedeutung wie früher haben. Der Infanterie sehr vermehrt. Es wird behauptet, die 2 Milliarden Schulden was um so wichtiger wird, je breiter die Fronten, je größer die nimmt man zudem durch die Jägertruppe das beste Unterseien unproduktiv ausgegeben worden. Ich behaupte, es giebt gar Tiefe der Armeen werden. Die neuen Kavallerieregimenter sollen offigier Material, über dessen Mangel ja so lebhaft geklagt keine produktivere Anlage als die Ausgaben für die Arinee, die nur zu vier Eskadrons aufgestellt werden. Dafür sind zunächst wird. Die Grenzbataillone sollen stärker werden. Das kann ja ge- unsere Erwerbsthätigkeit schützt.( Widerspruch links; Zustimmung finanzielle Rücksichten maßgebend gewesen und wir glauben auch, schehen auf Kesten der Bataillone im Innern. Wir setzen ja nicht rechts.) Redner appellirt an das Zentrum, nicht immer von den daß die Regimenter dieser Formation vollkommen leistungsfähig die Bataillonsstärke fest, sondern mir die Zahl der Bataillone Forderungen der Regierung abzuknapfen. Diese schlimme Gewohnsein werden. und die Stärke des Heeres im Gauzeit. Ja, man braucht heit hätte die Folge, daß die Regierung immer vorschlagen müsse. Die wichtigste Organisationsänderung betrifft die Feldmur die Bataillone der Garde gleich stark mit denen der Heiterkeit links.) Er und seine Freunde würden vorbehaltlich einiger artillerie. Der Reichstag hat ja die Mittel zu einer Neu- Linie zu machen. Warum sind die Gardebataillone Einzelheiten für die Vorlage stimmen.( Bravo! rechts.) bewaffnung derselben bewilligt, sie wird am 1. April vollstärker? Doch nur wegen der Paraden, damit sie Abg. v. Levehow( f.): kommen durchgeführt sein. Wir stehen also nun vor der Frage, sich möglichst schön präsentiren.( Sehr richtig! links.) Die Tradition Welche Mittel nothwendig sind, um das Vaterland gegen Anob die bisherige Organisation der Feldartillerie auch noch zu der spielt eben auch hier eine viel zu große Rolle. Mit der Tradition Neubewaffnung ausreicht. Diese Frage muß durchaus verneint hängt auch der folosial hohe Prozentjazz der adeligen Offi- griffe von außen zu schüßen, das hat allein die Regierung zu entscheiden( Heiterfeit links), denn nach einem unglücklichen Kriege werden. Die gegenwärtige Organisation der Feldartillerie entspricht ziere zusammen. Nur die Zahlmeister sind bürgerlich.( Heiterkeit richtet sich der Volksumwille allein gegen sie, fie hat die alleinige in feiner Weise dem vervollkommneten Material, mit dem sie in Zu- links.) funft zu operiren hat. Wir müssen, um das Gefechtsfeld mit den 1893 sollten die neuen Halbbataillone den übrigen Bataillonen nenen Geschützen beherrschen zu können, jeder Division eine Brigade die Last der Abkommandirungen abnehmen. Als die Feldartillerie beigeben können. Um die Wirkung des Geschüßfeuers Halbbataillone zusammengezogen wurden, fragten wir: ja wie zu verstärken, sollen noch mehrere haubisbatterien gebildet wird's dann mit den Abkommandirungen? Man beruhigte werden. Die Waffen der Fußartillerie sollen nur geringe Aenderungen uns: die Generäle würden es schon machen. Jetzt aber, wo wir erfahren, auch bei den Pionieren und dem Train sind nur un- die Vollbataillone haben, erscheint in der Begründung wieder bedeutende Veränderungen vorgeschen. Eisenbahn-, Telegraphen- der Hinweis auf die Last der Abkommandirungen für den zweiten und Luftschiffertruppen sollen unter einer gemeinsamen Spitze zu Jahrgang. In einem Artikel des„ Milit.- Wochenbl." wird mitgetheilt, jammengefaßt werden. Die Luftschifferabtheilung soll eine Verstärkung daß für den Küchendienst in jedem Bataillone ein Unteroffizier und vier Mann abkommandirt werden und zwar in vierteljährlichem Nachdem ich nun die Waffengattungen durchgegangen bin, will Wechsel. Ich habe mir ausgerechnet, daß in der deutschen Armee ich noch die Frage der zweijährigen Dienstzeit erörtern etwa 1000 Unteroffiziere und viertausend Mann und die Nachtheile und Vortheile der verkürzten Dienstzeit ganz offen dem Vaterlande in der Küche dienen.( Heiterkeit.) besprechen. Die Verantwortung bei ihrer Einführung war eine Der Artikel meint, daß der Küchendienst Frauen übertragen werden zu wahren.( Beifall rechts.) große. Hat man sich geirrt, so hat man die Schlagfertigkeit der solle, die unter Leitung eines alten invaliden Unteroffiziers die Armee in Frage gestellt. Die Erfahrungen find bisher feine aus Küche versorgen könnten.( Große Heiterkeit.) Es wird auch reichenden, denn die zweijährige Dienstzeit besteht erst seit darauf hingewiefen, daß die Frauen zum die Frauen zum Kartoffelschälen 1. April 1897 allgemein. Wir verkennen die Vortheile viel geeigneter wären, als die Soldaten, die mit ihren dicken Fingern durchaus nicht. Der Wegfall unfähiger Elemente des dritten Jahr viel zu unvortheilhaft schälen.( Große Heiterkeit.) Auch in den ganges ist ein Vortheil. Der zweite Bortheil besteht in der früh Waschküchen werden Soldaten beschäftigt und man fann sagen, daß zeitigen Einstellung der Rekruten. Die Güte der Truppen hängt aber von unferer Armce etwa 10000 Soldaten in Berufen thätig Stadtverordneten Versammlung. wesentlich von dem Kern ab, an den sich die anderen anlehnen. Das sind, die eigentlich in die Erwerbssphäre des weiblichen Geschlechtes 2. Sigung vom Donnerstag, den 12. Januar 1899, Leben in der Kaserne hat aber eine Aenderung erfahren. Früher fallen.( Heiterkeit.) Vom Kapitel des Burschendienstes will Nachmittags 5 Uhr. war der dritte Jahrgang die beste Hilfe für den inneren Dienst, ich nicht ausführlich sprechen. Es giebt etwa 30000 Burschen Vor der Tagesordnung spricht der Stadtv. Dr. Neumann, der jezt müssen wir uns mit dem zweiten begnügen. Das Material von in der Armee.( Hört, hört! links.) Ich wohne in der Nähe der vor einigen Tagen den Gedenktag seiner 40jährigen Zugehörigkeit Unteroffizieren in der Reserve und Landwehr ist nicht so Artillerieschule und sehe täglich schaarenweise Burschen dahinziehen, zur Versammlung begehen konnte, dem Magistrat und den Stadtreichlich da wie früher. In wie weit das Ausbildungs die den Herren Offizieren die Schulmappe tragen.( Heiter verordneten seinen innigen Dank für die ihm aus diesem Anlaß personal ausreicht, dafür liegen Erfahrungen noch nicht genügend feit.) In der Stadtbahn belauschte ich einmal das Gespräch feitens beider Körperschaften erwiesenen Ehrungen aus. vor. Die Anstrengungen sind aber sehr große und es wird Abhilfe eines Infanteristen aus Posen und eines nach Berlin ab- Die Abtheilungen haben sich konstituirt, desgleichen die ständigen nöthig werden. Es soll jetzt der Versuch gemacht werden, Freiwillige fommandirten Burschen. Sie erzählten fich die Leiden Ausschüsse. Den Vorsiz in dem Ausschusse für die Wahl von ununter günstigen Urlaubsverhältnissen bei der Fahne zu halten. Ge- und Freuden des Soldatenstandes. Die Schilderung, die der besoldeten Gemeindebeamten, bezw. für die Anstellung und erfahren. Verantwortung. In der Kommission werden wir jedenfalls über die allerdings theilweise vorhandenen Intonsequenzen und widersprüche der Vorlage aufgeklärt werden. Es ſicht so aus, als sei eine Vermehrung der Kavallerie im Gange. enn man aber A sagt und weiß, daß man auch B sagen foll, möchte man doch gerne wissen, wie dies B aussehen soll.( Hört! hört! links.) Ueber die zweijährige Dienstzeit sind noch nicht genügend Erfahrungen gesammelt. Das Auskunftsmittel des Herrn Kriegsministers, die Zurückbehaltung der Quote, will mir Herrn Kriegsministers, die Zurückbehaltung der Quote, will mir nicht gefallen. Wie man bei der Kavallerievermehrung mit der Bildung von nur vier Schwadronen auskommen soll, kann ich als alter Kavallerist nicht begreifen. Wir stimmen nur für Vermehrung der Rüstungen, um den Frieden Die Beiterberathung wird hierauf auf Freitag, 12 Uhr, vertagt. Schluß 5 Uhr. Kommunales. = Bensionirung von besoldeten Gemeindebeamten, für Petitionen, Rechnungen und Wahlprüfungen bekleiden wie bisher die Stadtvv. W. Gericke, Meyer, Reichnow, Friederici und Horwiz. um ein Ju Sachen des Prozesses Landauer, der bekanntlich auf I Bon anderer Seite wird dagegen berichtet: 8u seinem Unglüc unbestimmte Zeit vertagt worden ist, berichten die Zeitungen über- machte der Graf die Bekanntschaft v. Kriegsheim's, der ihm mit einstimmend, die Vertagung sei wegen Erkrankung des Landgerichts- Wechseln, die er weiter gab, half. Noch verhängnißvoller wurde ihm In den Ausschuß für die Schularzt- Vorlage sind u. A. Direktors Röseler eingetreten. Wir wissen nicht, wie ein sehr die Bekanntschaft Kusserow's. Dieser hatte es im Schuldenmachen bie Stadtvv. Jacobey und Tolksdorf deputirt; dem Ausschuß gewissenhafter Arzt das Befinden des Vorsigenden der dritten Strafschon so weit gebracht, daß sein Vater, ein reicher Handelsherr, für die neuen Schulbauten gehört Stadtv. Bruns, demjenigen für kammer beurtheilt; auf weniger erfahrene Laien machte er dieser weitere Zahlungen verweigerte. Int persönlichen Verkehr mit die Volks- Badeanstalten Stadtv. Borgmann, demjenigen für den Tage den Eindruck eines gesunden Mannes. Jedenfalls aber wäre Sufferow lernte der Graf noch weitere Mittel und Wege kennen, Umbau der Roßstraßenbrüde Stadtv. eru au an; im Ausschusse der Prozeß auch ohne diese plötzliche Erkrankung vertagt worden, und sich Geld zu verschaffen, ein Loch anzubrechen, um für die Bibliothekvorlage sind die sozialdemokratischen Mitglieder zwar auf Wunsch der Staatsanwaltschaft selbst, die sich anderes zu ſtopfen. durch den Stadtv. Bruns vertreten. Sportpläge wurden allerwärts besucht, noch nicht für genügend vorbereitet hält und trotz des eröffneten und die Zeit, die der grüne Rasen frei ließ, widmete man dem Auf der Tagesordnung steht zunächst die Wahl des zweiten Hauptverfahrens noch neue Ermittelungen anstellt. Auch grünen Tische. Als Kusserow verschwand, bezog Graf Egloffftein und des dritten Beisiger Stellvertreters. Auf Vor- foll ein wichtiger Zeuge mit neuen Bekundungen über die frühere feine Wohnung. Wie viele Wechsel der Flüchtige diesseits des großen schlag des Stadtv. Spinola werden ohne Widerspruch die Thätigkeit des Kommissars Gottschalt hervorgetreten sein. Wassers zurückgelassen hat, weiß man noch nicht. Sonst hinterließ Stadtby. Liebenow und Reich now durch Akklamation gegen Wie wir hören, soll der früherr Elberfelder Staatsanwalt 11 Hles, er seinem Freunde nichts als eine Bibliothek. Schon diese ist be die Stimmen der neuen Fraktion der Linken und der Sozialdemo- der seiner Zeit die Todesstrafe gegen Ziethen beantragt hat, dieser zeichnend für ihn; sie enthält ausschließlich Werke über deutsches traten gewählt. Beuge sein. Strafrecht, Handels- und Wechselrecht und Zivilprozeß- Ordnung. Im In eine Reihe von Ausschüssen und Kuratorien werden für die borhandenen Vakanzen und Erfaßmänner gewählt. Der Telegrammverkehr Berlins ist naturgemäß der be- Spiel hat Graf Egloffstein stets Unglück gehabt, auch im Klub Wasserwerte liegt von drei Seiten der Antrag auf Ausschuß- Eigenthümlichkeit, daß weit mehr Telegramme in Berlin aufgegeben im Wesentlichen nur das, was er sich hier und dort, jedesmal nicht zur Vorlage wegen herabsezung des Tarifs der deutendste des Reiches. Auch er zeigt wie der Postverkehr die der Harmlosen. Möglich auch, daß ihm gegenüber das Glück forrigirt wurde. Viel zu verlieren hatte er zwar nicht. Es war berathung vor. werden, als eingehen. So wurden im Jahre 1897 nach der neuen Nachdem Stadtv. Na ft das Entgegenkommen des Magistrats amtlichen Statistik im Bezirk der Ober- Postdirektion Berlin ohne Mühe, zuſammenpumpte, um überhaupt den Klub und den gegen die Hauseigenthümer für ungenügend erklärt und auch aus 3702 115 Telegramme aufgegeben, während nur 3585 025 Tele- Spieltisch besuchen zu können. Aber seine Schulden wurden immer diesem Grunde Ausschußberathung empfohlen hat, wird dem ent- gramme eingingen. Der Telegrammverkehr Berlins umfaßt bei den größer. Seinen Vater ging er wiederholt an. Dieser weigerte sich sprechend beschlossen. aufgegebenen Depeschen etwa den achten Theil des Telegraphen- die Wechselfälschungen betrifft, so ist in einem Falle bereits feſtjedoch, zu zahlen, als ihm die Höhe der Schulden klar wurde. Was Die Vorlage wegen Aufnahme von drei auf dem Grundstücke verkehrs im Reichs- Postgebiet mit 29½ Millionen Telegrammen. gestellt, daß der Graf einen v. Kriegsheim'schen Wechsel in den Verder Norddeutschen Lagerhaus- Aktiengesellschaft, Tegelerstr. 29/50, an- Von den 30 Millionen eingegangenen Telegrammen entfällt nicht fehr gegeben hat, obwohl ihm von anderer Seite durch einen einzulegenden Straßen in den Bebauungsplan geht an einen Ausschuß. ganz der neunte Theil auf Berlin. geschriebenen Brief mitgetheilt worden war, daß er eine Fälschung Zum preußischen Städtetage, der in Berlin am 23. Eine Variation über das Thema„ Nicht Roß noch Reisige in Händen hatte. Der Verhaftete liegt gegenwärtig im Lazareth des und 24. Januar abgehalten werden soll, beabsichtigt der Magistrat schützen die steile Höh' 2c. bringt die„ Deutsche Tageszeitung" in Untersuchungsgefängnisses. Er leidet seit längerer Zeit, nachdem er vier feiner Mitglieder zu deputiren und stellt der Versammlung die folgender Meldung:" Das tönigliche Schloß wird während eine schwere Influenza durchgemacht hat, und hat sich wiederholt Wahl von fünf Stadtverordneten anheim. Stadtv. Kalisch schlägt des Winteraufenthalts der kaiserlichen Familie, welche heute nach am Halse müssen operiren lassen, so auch noch kurz vor seiner vor, die Mitglieder Dr. Langerhans, Meyer, M. Gericke, Singer hier übergesiedelt ist, einer äußerst strengen Beaufsichtigung Festnahme. und Kalisch durch Zuruf zu wählen. sowohl innen wie außen unterstehen. Die militärischen SicherheitsStadtv. Kyllmann schlägt den Stadtv. Virchow vor; Stadtv. und Ehrenposten werden des öfteren bei Tag und Nacht in Bezug Raffinement die Berliner Gauner arbeiten, zeigt recht deutlich Ein alter Schwindel in neuer Auflage. Mit welchem Cassel, von anderer Seite vorgeschlagen, lehnt ab. Es auf ihre Dienstinstruktion und sonstigen Dienstobliegenheiten werden außerdem die Stadtvv. Gerstenberg, Michelet, Schwalbe und revidirt werden, da es häufig vorkommt, daß der Kaiser folgende Episode, die sich in der' schen Kneipe in der Schadoweinige andere vorgeschlagen. Die Wahl durch Zuruf ist damit unmöglich gemacht worden; die Bettelwahl wird in der nächsten Sigung Dabei ist der Monarch kein Freund von der Frontdisziplin; er ver- einen Goldwaarenhändler aus und spielte den noblen Mann. Lezten an einen Posten herantritt und ihn nach seiner Instruktion fragt. Straße zugetragen hat. Seit Wochen verkehrte daselbst ein Mann, welcher viel Gol und Werthſachen mit sich führte. Er gab sich für borgenommen werden. langt vielmehr, daß der Posten möglichst mit der Hand die zu be- einen Goldwaarenhändler aus und spielte den noblen Mann. Lezten Nachdem noch die Aufstellung von vier die ganze Nacht hin- wachenden Gänge, Thüren oder Fenster bezeichnet und dazu die Sonntag Abend kam ein feingekleideter Herr in das Lokal, machte gebung der Potsdamer Brüde beschlossen ist, schließt die öffentliche von Ende, tritt demgemäß, wie man sich fast täglich persönlich über Brillantring mit dem Bemerken, ob er das Ding nicht brauchen durch brennenden elektriſchen Bogenlampen in der nächsten Um- Instruktion erläutert. Der Kommandant von Berlin, Generalmajor eine kleine Zeche und verwickelte den Wirth in eine Unterhaltung. Jm Laufe des Gesprächs zeigte er dem Wirth einen Sigung um 3/47 Uhr. zeugen kann, an einzelne Posten auch vor anderen königlichen Gebäuden heran und läßt sich die Instruktion hersagen. Bei tönne. Nach längerem Hin- und Herreden erklärte der Werth, den Ring dem„ Wachtdienstüben" vor Aufziehen der Wachen wird daher großes zu kaufen. Der scheinbar zufällig anwesende Goldwaarenhändler wurde Gewicht auf praktische Beispiele( Festnahme von Bernatürlich als Sachverständiger herangezogen, dieser erklärte den jonen, Verhalten dem Kaiser gegenüber u. a. m.) gelegt." geforderten Preis von 150 M. für nicht zu theuer. Schließlich wurde das Geschäft mit 130 m. perfekt und einige Fläschchen Sekt wurden außerdem noch gehoben. Am nächsten Tage bemerkte der Wirth an feinem Finger einen schwarzen Rand. Stußig geworden, ging er in ein größeres Juwelengeschäft, wo ihm der Bescheid wurde, daß der Ring aus Doublé- Gold verfertigt sei; der Stein sei ein ganz ge= wöhnlicher Similistein. Der Goldwaarenhändler hat sich seit diesem Tage nicht mehr sehen lassen. In der von ihm angegebenen Wohnung ist er nicht zu ermitteln. Vor den Schwindlern sei hier mit gewarnt, denn wahrscheinlich werden sie dasselbe Manöver auch in anderen Lokalen versuchen. Lokales. Den Parteigenossen und Genossinnen zur Nachricht, daß am Sonntag Abend 62 Uhr bei 3ubeil eine öffentliche Ver sammlung für Männer und Frauen stattfindet. Tagesordnung Der Kampf ums Dasein". Nach dem Vortrage: Gemüthliches Beifammensein. " Zur Berliner Wohnstatistik Zur Hochbahnfrage. Auf eine Eingabe mehrerer Vereine ist von dem Minister der öffentlichen Arbeiten erwidert worden, daß die Angelegenheit noch der polizeilichen Prüfung unterliegt. Gleichzeitig wird mitgetheilt, daß der Protest Schönebergs gegen die Anlage der Rampe behufs Ueberführung der Hoch- in eine Unterpflasterbahn, welche nach einem Abkommen der Gesellschaft mit dem Magistrat soll, Aussicht hat, durchzudringen. von Charlottenburg auf dem Nollendorfplaze ihren Anfang nehmen # Betheilt das neueste Berliner Statist. Jahrb." weitere Ergebnisse der legten Voltszählung mit, die recht geeignet sind, die Un gleichheit der Wohnverhältnisse bei Reich und Die Fleischnoth- Debatte im Reichstage fand Mittwoch Für Südwest Afrika sind wiederum zwölf Mädchen anArm zu beleuchten. 1895 wurden hier 408 644 bewohnte Wohnungen Abend bereits einen Nachklang in der Berliner Fleischerimmmg, die gezählt, ohne Schiffswohnungen und Anstalten( Hotels, Kranten- ihre Monatssigung abhielt. Inmungsmeister Helfert jr. bemerkte, geworben worden, die am Dienstag von Hamburg nach der neuen häuser, Kasernen u. s. w.). Sie bestanden aus 1234 715 Wohn- daß nach dem Verlaufe der Debatte im Reichstage keine Hoffnung Heimath abdampften. Außer freier Hin- und Rückfahrt ist ihnen räumen( Küchen und unheizbare Zimmer find gleichfalls als auf Aufhebung der Vichsperre sei. Die Minister glauben den Agra zunächst ein Monatslohn von 20 W. zugefichert, der nach sechs Wohnräume" gezählt), fowie 88 532 Gewerberäumen( Wohn- riern gern Alles. Man will in einem„ Offenen Briefe", der durch Monaten auf 25 M. und nach einem Jahre auf 30 m. steigt. räume, in denen auch gearbeitet wird, sind nicht hier, sondern die deutsche Presse gehen soll, die Angaben des Landwirthschafts- dingung ist jedoch eine Verpflichtung auf zwei Jahre. Hoffentlich bei den Wohnräumen" gezählt) und beherbergten 1623 658 Be- ministers v. Hammerstein im Reichstage statistisch und volkswirth- tehren sie mit nicht allzu großen Enttäuschungen heim. wohner( ohne die von Schiffen und Anstalten). Mindestens schaftlich widerlegen. Die Abholzungen im Thiergarten erfolgen jetzt auch im die Hälfte dieser Bevölkerung hauste in durch Wie die Verwaltung der städtischen Kanalisationswerke östlichen Theile des Parkes, unweit des Brandenburger aus unzureichenden Wohnungen. Unter obigen durch Säulenanschlag bekannt giebt, werden seit Kurzem vielfach die Thores. Hier sind südlich von der Charlottenburger Chaussee 408 644 Wohnungen waren z. B. 2605 Wohnungen, die nur Abdeckungen der Kanalisations- Einsteigeschachte gestohlen. Abgesehen zwischen dem Ahornsteig und der Sieges- Allee dieser Tage bereits aus einer Küche bestanden, und doch beherbergten diese sogenannten von dem Schaden, der der Kanalisations- Verwaltung zugefügt wird, eine große Anzahl Bäume aller Art gefällt worden, während Wohnküchen in ihren 2605 Räumen 4797 Bewohner, sodaß auf ist der Straßenverkehr in der Reichshauptstadt durch solche Dich weitere Abholzungen bevorstehen. Der Bevölkerung erscheint es jeden Raum durchschnittlich 2 Bewohner, genauer 1,84, auf jeden stähle argen Gefährdungen ausgesetzt, da Menschen oder Thiere in vollauf genug, daß in der Sieges- Allee" der schöne Baumbestand Bewohner durchschnittlich 1/2 Raum, genauer 0,54, fam. 1347 Wohn- die offenen Schächte hineinstürzen können. Bisher find der Polizei furiofen Marmorfiguren weichen mußte und möchte das Bischen küchen hatten allerdings nur je 1 Bewohner, aber in anderen hausien sechs solcher Diebstähle gemeldet. Die Gauner zertrümmern ver- Baumbestand in und um Berlin sehr gern erhalten sehen. dafür nicht 2, sondern 3, 4 u. f. w. bis 8 Bewohner, z. B. in 56 Küchen muthlich die Eisentheile der Deckel, um sie für wenige Pfennige als Ein Mann, auf den das Signalement des Mörders der je 5 Bewohner, in 21 je 6, in 4 je 7, in 1 Küche 8 Bewohner. Von Brucheisen zu verkaufen. Die Kanalisations- Verwaltung hat auf Bertha Singer paffen soll, ist in Templin verhaftet worden. Der den 4797 Bewohnern der Küchen wohnten, wie oben ersichtlich, 1347 Nachweisung der Diebe 100 M. Belohnung ausgesetzt. allein; ferner 1380 zu zwei, 948 zu drei, 680 zu vier, 280 zu fünf, Verdächtige heißt Johannes Gessel; der Arbeiter E. in Templin, 126 zu fechs, 28 zu sieben, 8 zu acht. Zu beachten ist jedoch, Privilegirte Heilssoldaten. Um den oft von allzuderbem welcher wegen seiner Aehnlichkeit mit dem muthmaßlichen Mörder daß 349 dieser 2605 Wohnküchen noch 392 dabei liegende und Humor begleiteten Handel mit„ Kriegsrufen" in den Gastwirthschaften der Singer in Berlin 14 Tage in Untersuchungshaft war, hat schon 5 Wohnküchen 5 getrennt liegende Gewerberäume hatten. Wenigstens einzuschränken, haben eine Anzahl Gastwirthe der Friedrichstadt bekundet, er kenne den Gessel und wisse, daß dieser mit der ErSomit mordeten verkehrt habe. Gessel dagegen bestreitet jede Bekanntschaft die dabei liegender: Gewerberäume dürften zum großen Theil zu Einlaßtarten für Mitglieder der Heilsarmee ausgestellt. gleich als Wohnräumte dienen, was freilich selten eine Verbesserung dürfen jezt nur noch mit derartigen Einlaßtarten versehene Heils mit E.( Nach den bisherigen Erfahrungen wird wohl auch diese " Spur" eine falsche sein.) und oft sogar eine weitere Verschlechterung der Wohnverhältnisse soldaten die betreffenden Lokalitäten betreten. bedeutet. Nicht viel besser als die Wohnküchen sind die Wohnungen, Der frühere Kriminalkommiffar von Tansch soll in die die neben der eventuell vorhandenen Küche mir noch ein oder Dienste einer Versicherungsgesellschaft getreten sein. Hoffentlich mehrere unheizbare Bimmer haben. 1950 solche Wohnungen nicht für immer, denn ein solcher Mann muß dem Staate erhalten beherbergten in 3522 Räumen 5364 Bewohner, macht pro Raum werden. 1,52 Bewohner, pro Bewohner 0,66 Raum; doch hatten 386 bezw. V Die Strafbehörden beschäftigt ein Selbstmord wegen der Durch Leuchtgas wurde in der Nacht zum Donnerstag der 19 jährige Barbiergehilfe R. Jungnidel vergiftet, der bei dem Barbier Herrn Tiez, Lindenstr. 67, in Stellung war. Er kam Mittwoch Nacht etwas spät nach Hause und legte, wie der Befund am andern Morgen ergab, seinen schweren Ueberzieher über den in 27 dieser Wohnungen noch 551 dabei liegende und 150 getrennt Blatt berichtet:„ Ein sicher noch nie dagewesener Zwischenfall ertheilweise geöffnet wurde. Als Ties früh gegen 5 Uhr erwachte, Aus dem Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater. Ein hiesiges der Schlafstelle befindlichen Gasfocher, wobei jedenfalls der Gashahn liegende Gewerberäume. Nur ein heizbares Zimmer, neben eventuell vorhandener Küche bezw. einem oder mehreren eignete sich am vorgestrigen Abend im Friedrich Wilhelmstädtischen verspürte er in der Wohnung einen starken Gasgeruch. Vorsichtig unheizbaren Zimmern, hatten fast die Hälfte aller be- Theater. In dem zweiten Akt des dort allabendlich zur Auf- öffnete er alle Fenster, zündete jedoch kein Licht an, um eine wohnten Wohnungen Berlins, nämlich 202 943. Sie beführung gelangenden Stückes" Onkel Toms Hütte" tritt die aus Explosion zu verhindern. Als er dann das Schlafzimmer des standen aus 402 777 Räumen, in denen 710 322 Bewohner vier Personen bestehende Neger Gesellschaft" Tom" auf und Jungnidel betrat, fand er diesen todt im Bette liegen. Der ebenlebten, pro Raum 1,76 Bewohner, pro Bewohner 0,57 Raum; produzirt sich in ihren Gesängen und Tänzen. Die Haupt- falls in der Kammer schlafende 15 jährige Lehrling lag röchelnd in darunter waren aber 14 898 bezw. 1594 Wohnungen, die noch 20 855 tänzerin zeigte sich nun gerade in ihren graziösen Schuur- dem Bette. Ein sofort herbeigerufener Arzt rettete den Lehrling aus bezw. 2601 dabei bezw. getrennt liegende Gewerberäume hatten. springen, als plößlich die weiße Hosenkante länger wurde. Das der Gefahr. Die Leiche des verstorbenen Gehilfen wurde noch im Unter diesen 202 943 Wohnungen befanden sich allein 31 150, die leise Richern im Hause nahm die Negerin als wohlverdienten Beifall Laufe des Vormittags zum Schauhanje überführt. thatsächlich nur ein einziges, heizbares Zimmer( also nur sogenannte entgegen. Plöglich erfüllten wahre Lachsalven das Haus: Die Hose Kochstube, nicht daneben noch Küche oder unheizbares Bimmer) war bis auf die Fußknöchel hinabgerutscht. Die Kollegin der waren, und 144 104, die nur aus einem heizbaren Zimmer und Schwarzen wurde nun auch aufmerksam und deutete auf die Füße merkwürdigen Umstände, unter denen er begangen worden ist. Der Küche bestanden. Die 31 150 och stuben hatten 59 982 Be- der Tänzerin. Hinuntersehen, das Unglüdsding aufraffen und von 48 Jahre alte Tischler Emil Pluschte aus der Swinemünderstr. 105 wohner, pro Raum 1,93 Bewohner, pro Bewohner 0,52 Raum, der Bühne verschwinden, war das Werk eines Hundertstel Augen- spielte am Dienstag Abend in der Schankwirthschaft von Halben in so daß hier die Wohndichtigkeit noch größer war als in blickes! Die Darsteller mußten mit der Fortsetzung geraume der Elbingerstraße 10 mit einem früheren Schankwirth Herkner eine den Wohnküchen. Zwar hatten 15 016 Kochstuben nur je Beit warten, denn die Lachmuskeln der Zuschauer wollten sich gar- große Weiße aus, gerieth mit ihm in Streit und erhielt, nachdem er 5. zuerst gestoßen hatte, einen Hieb mit einem Spazierstock über den Kopf. Weitere Thätlichkeiten verhinderte der Wirth. Pluschke, 8 Bewohner, 3 Kochstuben sogar je 9 Bewohner, eine 10 und eine Gegen vier Befiher von Animirkneipen soll, wie ein Beder eine blutende Wunde mitten auf dem Kopfe hatte, blieb noch 12 Bewohner. Von den 59 982 Bewohnern der Kochstuben hausten richterstatter zu melden weiß, ein Strafverfahren wegen Stuppelei eine Stunde in der Wirthschaft und ging dann nach Hause. Am 15 016 allein, 17 308 zu zwei, 12 555 zu drei, 7952 zu bier, 4250 zu eingeleitet sein. Den Geschäftsinhabern ist die Konzession bis zur folgenden Tage aß er mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen fünf, 1998 zu ſechs, 686 zu sieben, 168 zu acht, 27 zu neun, 10 zu Erledigung der Klagesache genommen. In einem Falle, welcher ein in der Küche zu Mittag und ging dann in die Stube. Seine Anzehn, 12 zu zwölf. Wie sehr durch solche Verhältnisse die Gesundheit im Südwesten belegenes Lokal betrifft, sind, der Mittheilung zufolge, gehörigen glaubten, daß er schlafen wolle, in Wirklichkeit aber verund auch die Sittlichkeit der Bewohner gefährdet wird, das liegt auf schon über 100 Zeugen vernommen worden. riegelte er die Thür und erhängte sich. Da Pluschke in guten Ver der Hand. Die erwähnten 144 104 Wohnungen aus 1 heizbaren hältnissen lebte und gar keinen Grund zum Selbstmord hatte, fo Zimmer und Küche hatten in 288 204 Räumen 535 324 Be- Zur Verhaftung des Majoratserben Grafen von und zu wohner, pro Raum 1,86 Bewohner, pro Bewohner 0,54 Raum. Egloffftein- Arklitten wird der„ Voff. Ztg." mitgetheilt: Graf glaubt man, daß der Hieb ihm das Gehirn verlegt und seine Etwa die Hälfte dieser Wohnungen hatten bis 3 Bewohner, die andere Egloffstein ist weder wegen Wechselfälschung noch wegen verbotenen Geistesthätigkeit gestört hat. Der Schautwirth allerdings behauptet, Hälfte darüber. Die Magima waren: 80 Wohnungen mit je 11 Be- Spielens in Haft genommen worden, sondern wegen Untreue. Der daß er schon vorher tiefsinnig gewesen sei und betäubt dagesessen wohnern, 18 mit je 12, 8 mit je 18, 1 mit 14 Bewohnern. Auch in Graf und ein gewisser Henry Schachtel, der auf allen Rennpläzen 1 Bewohner, aber andererseits hatten manche bis 7 oder nicht beruhigen. = habe. den Wohnungen, die aus 2 heizbaren3immern, mit oder ohne bekannt ist, hatten das Afzept eines Großgrundbesizers über Ein Entenjäger wurde gestern Nachmittag am Maybach- llfer Küche oder unheizbaren Zimmern, bestanden, war die Zahl der Bewohner 10 000 m. zur Diskontirung bekommen. Sie brachten den festgenommen. Seit einigen Jahren haben sich im Berliner Weichnoch größer als die der Räume( Küchen und Zimmer mitgezählt). Diese Wechsel in Breslau für 3000 m. unter und reisten mit dem bilde eine Anzahl Wildenten eingenistet, die sich im Laufe der Zeit Wohnungen, 111 778, hatten 345 177( ohne die Gewerberäume) mit Gelde im Sommer nach Bad Gastein. Der Großgrundbefizer start vermehrt haben und jetzt den Spreelauf, die Spree und Kanäle 479 370 Bewohnern, pro Raum 1,39 Bewohner, pro Be- mußte nun sein Akzept, für das er kein Geld bekommen stark bevölkern, da die Thiere innerhalb der Stadt den Schutz der Gestern Nachmittag wurde am wohner 0,72 Raum. Erst in den Wohnungen mit drei heiz hatte, einlösen und zeigte dann die beiden Empfänger an. Bürger und Schiffer genießen. baren Zimmern kam auf den Raum durchschnittlich ein Be- Diese wurden vom Untersuchungsrichter vernommen und nach Maybach- Ufer ein junger Mann beobachtet, der mit einem Tesching wohner, genauer 1,04, auf den Bewohner durchschnittlich ein Raum, der Vernehmung abgeführt. Die Verhafteten sind in den Kreisen nach den dort schwimmenden Enten schoß und eine derselben tödtete. genauer 0,96. Es tamen dann weiter in den theureren Wohnungen, der gewerbsmäßigen Spieler wohlbekannt, die Verhaftung hat aber hinzukommende Arbeiter nahmen den Mann fest und übergaben ihn benen mit 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10( oder mehr) heizbaren mit der von einem hiesigen Blatt aufgebauschten Spielerfache nichts einem Gendarmen. 3immern, auf den Raum 0,91, 0,81, 0,73, 0,68, 0,66, 0,61, 0,55 zu thun. Weder der Bankdirektor v. Kriegsheim, noch der aus dem Bewohner, auf den Bewohner 1,10, 1,23, 1,37, 1,46, 1,51, 1,64, 1,83 Hannover'schen Spielerprozeß bekannte Bucherer Kusserow, noch der Räume. Je größer und theurer die Wohnung ist, Spieler Wolff haben mit der Sache Egloffstein etwas zu thun. desto kleiner( verhältnismäßig) ist die Zahl der Ebenso unrichtig ist die Mittheilung einiger Blätter, daß die Bewohner. In dieser Verschiedenheit der Wohndichtigkeit bei Spielergeschichte dem Kaiser vorgetragen worden sei und dieser die Reich und Arm tritt ein Stüd laffengegensatz zu Tage; sie strengste Untersuchung angeordnet habe. Von der Entlassung bildet eines der lehrreichsten Kapitel der Berliner Wohnstatistik. mehrerer Offiziere aus diesem Anlaß ist an zuständiger Stelle nichts bekannt. Selbstmordverfuch. Mittwoch Bormittag stürzte sich die uns berehelichte Stickerin Margarethe S. aus dem Fenster ihrer im dritten Stockwert eines Quergebäudes der Gleditschstraße gelegenen Wohnung auf den Hof hinab. Sie fiel auf einen aus Drahtgeflecht hergestellten Hühnerstall und erlitt nur leichte Hautabschürfungen an den Unterschenkeln. Urania. Heute findet im Hörsaal der Urania der zweite Vortrag des Ethnologen Dr. A. Heilborn über„ Völkerkunde" statt. Das Thema lautet: Volksthümliche Kurse von Berliner Hochschullehrern. Montag, den 16. d. M., 8½½2 Uhr Abends, beginnt der Vortragskursus des Herrn Dr. Fischer über„ Kupfer, Zint und andere technisch wichtige Metalle" im Hörsaal I der Königlich Landwirthschaftlichen Hochschule, Invalidenstr. 42. Eintrittskarten zum Preise von 1 M. für den ganzen, sechs Vortragsabende umfassenden Kursus sind zu haben bei: Georg Belling, Bigarrenhandlung, Leipzigerstr. 135, S. Mund, Bigarrenhandlung, NW., Friedrichstr. 92 a, Ede der Dorotheenstraße, A. Schüz, Rendant, O., Holzmarktstr. 60 II( 10-1 und 461hr), Chr. Tischendörfer, C., Sophienftr. 19, Hof II( 9-1 und 3 bis 6 Uhr), Trautwein'sche Buchhandlung, W., Leipzigerstr. 8, Bentralstelle für Arbeiter- Wohlfahrts- Einrichtungen, W., Köthenerstr. 23( 8-3 Uhr). Feuerbericht. Wegen Explosion einer in die Kochmaschine ein gemauerten Wasserblase wurde die Feuerwehr Donnerstag Nach mittag nach Alt- Moabit 130 gerufen. Sie trat jedoch nicht in Thätigkeit, da Feuersgefahr nicht vorlag. Das Küchenmädchen hat leichte Verlegungen davongetragen, auch wurden verschiedene Küchengeräthe zertrünumert. Vormittags hatten sich Stralauer str. 34 im Keller Preẞkohlen entzündet und mußten umgeschichtet werden. Mittwoch Abend waren Friedrichstr. 105 und Oppelner straße 4 fleinere Zimmerbrände abgelöscht worden. Bur selben Seit gingen Landsbergerstr. 63 mehrere Kartons mit Müzen in Flammen auf. Familie und Staat" und wird unter anderem das häusliche Leben der hatte feine Erfahrungen gestern vor der 7. Straffammer des Land- 13. Die Wahl umfaßte nicht das Hamburger Stadtviertel, sondern Wilden von der Geburt bis zum Tode, die Entwickelung des Hauses, die gerichts I zum Besten zu geben. Kochkünste, die Musit der Wilden, die religiösen Anschauungen u. f. w. Berlin und genießt dann von dem großstädtischen Leben soviel als verein, dessen Vorsitzender Herr Raft ist und dessen Stellvertreter ich Er kommt im Jahre einmal nach den ganzen 13. Kommunal- Wahlbezirk. Der Hamburger Bezirksbehandeln. er nur irgend vertragen kann. Bei seinem Aufenthalt hierselbst im war, hat faum 50 Wähler des 13. Kommunal- Bezirks zu Mitgliedern. legten Sommer lernte lokale er in einem hiesigen Vergnügungs- Herr Rast hat hinter meinem Rücken, schon lange bevor die eine junge Rumänin, Fräulein Lola Lärmer Wahl angesetzt war, privatim durch obige Angaben agitirt, öffentlich fennen, die er gestern im Gerichtssaale in großer Toilette aber nur meine angebliche antiliberale Gesinnung gegen mich vorauf der Anklagebank wiedersah. Er hatte mit der interessanten gebracht. Hochachtungsvoll O. Weigert. Dame in einen Weinrestaurant schon mehr als einen Blauen" verjubelt und ihr auch noch einige Goldstücke aus persönlicher Liebens- ist der frühere Vorsigende des Freien Sparvereins vereinigter GeWegen Unterschlagung von 1809 Mark Vereinsgeldern würdigkeit gegeben und folgte gern ihrer Aufforderung, in einem Café noch einen Schlummerpunsch zum Schlusse zu genießen. Dort häftsleute zu Rigdorf, der Gärtner Hugo Linke geſtern von wußte Frl. Lola ihren Begleiter abermals durch Liebenswürdigkeit fängniß verurtheilt worden. Zu seiner Vertheidigung gab der der ersten Strafkammer am Landgericht II zu einem Jahr Ges zu umgarnen und es ihm als Ehrenpflicht nahe zu legen, ihr noch Gute an, er habe sich in der Agitation gegen die Rabatt- Spar10 m. zu schenken. Der Provinziale überzeugte fie, daß er nur bereine und im Kampfe gegen die Sozialdemokratie noch einen Hundertmarkschein bei sich habe, sie wußte aber sofort Rath und ließ sich diesen Schein verabfolgen, um ihn am Büffet zu aufgeopfert! wechseln. Sie vergaß aber das Wiederkommen und entwischte aus dem Lokal. Ihr Begleiter stürmte ihr sofort nach und es ent Bei den Webern in Nowawes. widelte fich eine wilde Jagd die Friedrichstraße hinunter. Die Rumänin hatte sich durch eine Droschke im schnellsten Tempo nach dem Café National bringen laffen, bald nach ihr der Reichshauptstadt", der hiesige" Lokal- Anzeiger" brachte dieser Uns wird geschrieben: Das„ bestunterrichtetste Zentralorgan langte auch ihr Begleiter dort au. Bei seinem Anblick stürmte sie Tage gemäß der von ihm beliebten Beschwichtigungsmanier einen aus dem hinteren Ausgange des Café's, sprang in eine Droschke Artikel, der das Leben und Wirken der Weber bevölkerung zu und trieb den Kutscher zur größten Eile an. Auch der Provinziale Now a wes in rosenrother Färbung erstrahlen ließ.. In dem hatte den Weg durch den zweiten Ausgang gefunden, sah sie nach Artikel liegt so etwas wie Märchenstimmung, die ja als der Friedrichstraße einbiegen, holte sich einen Schußmann und nahm Nachklang von Weihnachten ganz schön wäre, wenn durch sie nur mit diesem in einer zweiten Droschte die Verfolgung auf, die sich zu der Hunger der brotlosen Weber gestillt werden könnte. Wunderbar einer wilden Jagd gestaltete. Die Ausreißerin fonnte ihrem Schicksal dichterisch klingt schon die Meldung des unparteiischen" Artikelnicht entgehen; das Schöffengericht verurtheilte sie seiner Zeit zu schreibers, daß der patriarchalisch veranlagte Water jenes liebens 14 Tagen Gefängniß. Bald darauf erschien in den Zeitungen würdigen Mannes, der ihn auf der Recherche durchs Dorf begleitet eine Lokalnotiz des Inhalts, daß sich Fräul. Lola L., eine Rumänin habe, in der guten alten Zeit nicht weniger als tausend Webstühle aus guter Familie, die in dem Strudel des Berliner Lebens jeden in Gang gehabt hätte. Das ist eine hübsche, runde Zahl, eine Zahl, Halt verloren und sich eine Gefängnißstrafe zugezogen, den Versuch die sich namentlich im Märchen nicht schlecht ausnimmt. Im leidigen gemacht habe, sich mit Sublimat zu vergiften. Sie hat inzwischen Nowa wes der Wirklichkeit hat es aber, so lange die Welt steht, nie einen das kleine Intermezzo schon längst überwunden und stand ihrem Unternehmer mit 1000 Stühlen gegeben. Möglicherweise hat der Mann Begleiter von damals, der die Reise von Hannover zum Termin des„ Lokal- Anzeigers" vom Fabrikanten Koser gehört, der bereits in vor der Berufungsinstanz hatte zurücklegen müssen, mit sicgessicheren den sechziger Jahren die Produktion eingestellt hat. Dieser Herr kann Blicken gegenüber. Sie hatte sich aber in ihren Hoffnungen getäuscht, aber höchsten Falles hundert Webstühle beschäftigt haben. denn ihre Berufung wurde verworfen. nicht geringer Unkenntniß zeugt es auch, wenn für Nowawes die sechziger Jahre als die Blüthezeit der Weberei angenommen werden. Der Aufschwung am Orte trat erst 1872 ein, als die Berliner Fabrikanten sich der Wollenweberei zuwandten, und reichte seinen Höhepunkt um 1884. Bon da ging es allmälig wieder bergab, bis das Elend in diesem Winter am schlimmsten wurde. Aus den Nachbarorten. Der Arbeiter- Bildungsverein für Mariendorf und Umgegend hält am Sonntag, Rachmittag 3% Uhr, im Loiale des Herrn Teutschbein, Marienfelde, eine Mitgliederversammlung ab. Genoffe Koblenzer spricht über„ Das Krankenkassen- Gesetz". Am Dienstag, den 17. Januar, präzise 81% Uhr Abends, ist im Lokale des Herrn Gerth, Tempelhof, Dorfstr. 18, Generalversammlung. Die im Tempelhofer Ortstheil Hasenhaide wohnenden Parteigenossen werden ersucht, den Verein beizutreten. Anmeldungen nimmt der Vorsitzende M. Müller, Tempelhof, Berlinerstr. 41, entgegen. Die Zahlstellen befinden sich in Tempelhof bei Gerth, Dorfstr. 18, H. Kahl, Berlinerstr. 41, in Mariendorf bei Ebel, Chausseestraße, in Marien felde bei Teutschbein. Daselbst werden Sonntag Vormittags durch die Beitragssanumler Beiträge entgegen genommen. Der Vorstand. Zur Lokalliste. Der Gastwirthe- Verein Schöneberg veranstaltet Sonnabend in den Näumen des Schwarzen Adler"; Hauptstraße, ein Vergnügen. Wir machen darauf aufmerksam, daß Sies Lokal der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung steht. Die Lokalkommission. Von er ers Von unglaublicher Vertrauensseligkeit zeugte das Berhalten der 26jährigen unverehelichten Marie P., welche vom Artisten Johann Kalmbach um ihre Ersparnisse gebracht worden ist. Sie hatte gestern als Beugin vor der 6. Strafkammer des Landgerichts I die trübe Erfahrung, die sie mit dem Angeklagten Kalmbach gemacht hatte, vorzutragen. Im verflossenen Frühjahr sei sie Unter den Linden von dem Angeklagten angesprochen worden und Vom Allgemeinen wollen wir jetzt ins Einzelne gehen und uns habe ihm Nede gestanden. Aus Weißensee wird uns geschrieben: Anläßlich der letzten habe sie erzählt, daß sie Es ist Laufe der Unterhaltung der Hauptperson des„ Lokal- Anzeiger"-Märchens zuwenden. ein armes brustkrantes Dienst dies ein sechsundsiebzigjähriger Greis, der mit seiner Frau von Gemeindewahlen in Neu- Weißensee bildeten sich im Lager der bürger- mädchen fei, welches eine Stellung als solches faum mehr Morgens 6 Uhr bis Abends 8 Uhr am Webstuhl fißt und es in lichen Gegner zwei fich heftig befehdende Gruppen. Die Meinungs- auszufüllen vermöge. Da habe der Angeklagte ihr vor dieser Zeit auf monatlich 76 Mark bringt. Den Webern am Orte verschiedenheiten, soweit man von solchen reden kann, wurden haupt- geschlagen, Künstlerin zu werden. Er sei der Artist Longfellow und erscheint dieser Straftgewaltige als ein Aladin mit der Wunderlampe, sächlich in den Versammlungen der ersten und zweiten Wählerklasse bereit, sie innerhalb furzer Zeit zu einer leidlichen Trapezkünstlerin und bei aller ihrer Armuth gäben sie etwas drun, wenn sie den geheimnißmit solcher Forsche ausgefochten, daß einige Beleidigungsklagen auszubilden. Dann könne fie durch ihn Stellung in Paris, oder wo vollen Erzvater von Angesicht zu Angesicht schauen dürften. Solange er hinterherkamen. Unter Anderem war dem Gemeindesekretär sie sonst wolle, erhalten und monatlich bis zu 800 m. verdienen. aber nicht persönlich in die Erscheinung getreten ist, müssen sie dieſem Münchow vom Buchdruckereibesizer Bruhn der Vorwurf der Der Zeugin sei dies sehr verlockend vorgekommen; nachdem sie ihre Märchengebilde die zum Erbarmen nüchterne Wirklichkeit gegenüberWahlbeeinfluffung gemacht worden. M. strengte deshalb gegen B. Einwilligung gegeben, habe der Angeklagte einen Vertrag aufgesetzt. stellen. die Beleidigungsflage an, welche in den letzten Tagen die 4. Straf- Die lebungen sollten in seiner Privatwohnung vorgenommen Wir greifen aus der Schaar der Weber einen rüftigen Mann kammer des Landgerichts II als Berufungsinstanz beschäftigte, da der werden, er müsse dazu aber ein Doppel- Trapez für 75 M. von einigen fünfzig Jahren heraus und sehen uns seine Lohnliste Staatsanwalt gegen das freisprechende Urtheil des Schöffengerichts anschaffen und diese Kosten müsse die Schülerin tragen. Die Zeugin, an. Zählen wir den im Jahre 1897 in vier Monaten erzielten VerBerufung eingelegt hatte. Wider Erwarten zog jedoch der Kläger welche 100 m. auf der Sparkasse liegen hatte, hob das Geld ab und dienst zusammen, so kommt die Summe von 203 M. 50 Pf. Heraus; bor Beginn der Verhandlung den gestellten Strafantrag zurück. händigte es ihrem Lehrherrn ein. Es ist nie zu einer Anfangsstunde das macht für die Woche 11 M. 97 Pf. Im vorigen Jahre betrug Welche Gründe hierbei eine Rolle spielten, ob Großmuth oder gekommen, der Angeklagte hielt die Zengin von einem Tag zum der Verdienst im gleichen Zeitraum gar mur 178 M. 75 Pf. oder Nächstenliebe entzieht sich unserer Kenntniß; doch war dieser andern hin, bis er endlich ganz aus Berlin verschwand. Er hat eine wöchentlich 10 m. 51 Pfg. Um diesen Betrag herauszuschinden, Ausgang schließlich zu erwarten. Man war wohl in beiden Lagern Zeit lang in Holland seine Kunst ausgeübt und hat von dort aus mußte dem Weber natürlich ebenfalls eine Spulerin zur Seite des Kampfes müde. Die sogenannte bürgerliche Oppofition, der von eine Ansichtskarte an die Zeugin gerichtet. Diese hat ihn nach seiner stehen, so daß sich also auch hier die Summe auf zwei Menschen einigen Schwärmern sogar etwas Rüdgrat zugetraut wurde, und die Rückkunft angezeigt, worauf das Schöffengericht den Angeklagten zu vertheilt. in einigen Personen Einzug in das Gemeindeparlament gehalten einem Monat Gefängniß verurtheilte. Die Straftammer bestätigte hat, rafft sich höchstens einmal auf zur„ Opposition auf Befehl!" das erstrichterliche Urtheil. Bemerkt sei noch, daß auch ein anderer Ehrengreis des„ LokalAnzeigers", der 80jährige„ Vater Bach", eine Fabelgestalt ist; in Die Stadt Spandau ist in der Lage, den Preis für Wasser aus dem vor einem Jahre eröffneten städtischen Wasserwerk schon Geschwister sein? Diese Frage hatte das Gericht in einem Pro- glück der Weber ausmalt, muß entgegengehalten werden, daß eine Müssen Künstlerinnen, die als„ Geschwister" auftreten, auch ganz Nowawes giebt es keinen einzigen Mann dieses Namens. Auch dem anheimelnden Idyll, das der Lokal- Anzeiger" vom Familienjetzt zu ermäßigen. Der Anfangs auf 20 Bf. pro Stubikmeter be- zeffe, in dem ein Berliner Duettistinnenpaar als Kläger auftrat, zu Weberwohnung zu zwei Dritteln von einem einzigen Raum ausgefüllt messene Preis wird im neuen Etatsjahr auf 15 Pf. herabgejezt. entscheiden. Ein Herr J., Inhaber eines Spezialitätentheaters in wird, der zugleich Werkstätte, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Leider werden wie in Berlin so auch in Spandau die Hauswirthe R., hatte die Berliner Duettsängerinnen Geschwister N. Kontraktlich Speisezimmer ist. Ist die Familie groß, so schlafen die älteren den einzigen Vortheil von diesem Nachlaß haben. Die Miether für drei Monate engagirt. dürften aus Freude über das Entgegenkommen der Behörden mit eigentlich Mutter und Tochter feien, ließ er fic, da sie nach R. Es braucht wohl kaum gejagt zu werden, Als er erfuhr, daß die Geschwister Kinder vielfach in einem unheizbaren Bodenraum, der sog. Kalause. einer Miethssteigerung beglückt werden. daß nicht allein famen, um ihr Engagement zu beginnen, nicht auftreten und wies Behördliche Verfrommungs- Bestrebungen. Beim Schul- alle ihre Entschädigungsansprüche mit dem Bemerken ab, er hätte sie als Mann und Frau, sondern auch die Kinder jede freie Stunde opfern hausbau in Spandau vertheilte der städtische Bau- Geschwister" engagirt; da ihre Angaben nach dieser Richtung hin falsch müssen, damit der Hunger gestillt und der Fabrikant ein reicher Mann werde. leiter vor einigen Tagen an die dort beschäftigten Arbeiter gewesen seien, müßten sie sich selbst die Folgen zuschreiben. Die fromme Tratt ätchen Hülle'schen Kalibers und gab auch dem Geschwister" N. machten nun ihre Ansprüche gegen den Direktor bei aus ist; aber der ist arg auf dem Holzwege, der annimmt, Gewiß ist es richtig, daß es mit der Weberei bald gänzlich Bolier mehrere Eremplare zur Weiterverbreitung. Der Herr fand Gericht geltend. In erster Instanz wurden sie abgewiesen. In daß die Webersprößlinge zu träftigen Maurern und Gärtnern er bei den Arbeitern natürlich recht wenig Gegenliebe: zweiter Instanz jedoch verurtheilte das Gericht den Direktor zur blühen. Ein sonderbares Sparsystem hat die städtische Verwaltung In dem Urtheil wurde ausgesprochen, daß Direktor J. keine Bedem Artikel des unparteiischen Blattes wird natürlich auch ein Ein Handwerk lernen kostet Geld, und daher bleibt der Bahlung von 600 M. Gage und zur Tragung der gesammten Kosten. neuen Generation nichts übrig als in die Fabrik zu wandern. In in Potsdam mit Beginn des neuen Jahres eingeführt. Die rechtigung hatte, aus dem von ihm angegebenen Grunde den Kontrakt städtischen Straßenfeger werden nämlich nur noch einen Tag um den ohne weiteres zu lösen. Falsche Angaben der Kontrahenten hätten patriotisches Märchen losgelassen; die Bevölkerung von Nowawes anderen abweselnd beschäftigt, haben also nach jedem geleisteten Ar- ihn nur dann zur Lösung des Kontraktes berechtigt, wenn fie fich solche Geschichten sind wohl mit dem einfachen Hinweis auf die an macht eine Art Pilgerfahrt in den Schloßgarten von Babelsberg. beitstage einen Ruhetag. Diese Maßregel wäre gewiß jehr löblich, auf die Leistungen bezogen hätten. Ob die Engagirten Geschwister sehnliche Stimmenzahl abgethan, die am 16. Juni vorigen Jahres wenn sie lediglich in Interesse der Gesundheit der Straßenfeger gefeien oder nicht, sei aber für die Aufrechterhaltung des Engagements- in Nowawes für den Kandidaten der Sozialdemokratie abgegeben troffen worden wäre. Judessen ist dies durchaus nicht der Fall. Da verhältnisses irrelevant. die Straßenfeger vielmehr nur tageweise bezahlt werden, haben sie auch dem Ausfall an Arbeitstagen entsprechende Einbuße am Verdienste. Auf diese Weise werden die Weihnachtsgratifikationen, welche die Straßenfeger in Höhe von 4-6 M. erhalten haben, reichlich wieder eingebracht; außerdem aber werden die Materialien und die - Straßen geschont! 1 Die Stadtverordneten Versammlung von Fürstenwalde hat ein Ortsstatut genehmigt, durch welches der KrankenversicherungsZwang auf die städtischen Forst- und landwirthschaftlichen Arbeiter ausgedehnt wird. Gerichts- Beitung. wurde. Versammlungen. " Ungesehliche Beeinflussung einer Submission. Drei Schorn- Wie verhält es sich aber mit den Maßnahmen der Regierung, steinfeger, Wazzti, Frank und Wenneberg, waren beschuldigt worden, die den Zeitungsberichten zufolge doch vor einiger Zeit zur Linderung sich gegen den§ 270 des alten preußischen Strafgesetzbuches ver- des Elends ergriffen worden sind? Im Jahre 1897 hatte die gangen zu haben. Dieser Paragraph bedroht mit Strafe den, der Weberimmung von Nowawes sich entschlossen, selber zu fabriziren bei Versteigerungen 2c. andere Personen vom Witbieten oder Weiter- und die Regierung, die sich durch einen Kommissar von den Zuin Spandau auf den königlichen Justituten die Schornstein- Unterſtügung. bieten durch Gewalt oder Zusicherung eines Vortheils abhält. Als ständen am Orte hatte unterrichten lassen, versprach auch ihre reinigung vergeben werden sollte, trafen die Die Inmung erhielt 10 000 Meter Kartusche weben Angeklagten zu und dann war es mit der Unter mit ihren Kollegen Liebich und Brock eine Verabredung, stügung" vorbei. Es hatte sich nämlich herausgestellt, wonach diese so hohe Preise fordern sollten, daß ihnen daß die mechanischen Webereien noch ein wenig billiger die Arbeit auf keinen Fall zugesprochen würde. Frant sollte möglichst arbeiten konnten als die Handweber zu Nowawes. Zwar mußten den Zuschlag erhalten, weshalb Mazki und Wonneberger überhaupt die Vertreter der Regierung zugeben, daß die mechanisch gearbeitete nicht mitboten. Die Angeklagten wollten Liebich und Brock für ihr Waare an Güte nicht mit dem Produkt der Handweberei konturriren Ein kleines Sittenbild aus dem wegen seiner christlichen Verhalten durch Ueberweisung von Schornsteinfegerarbeiten in den konnte, aber dieser Umstand scheint oben nicht ausschlaggebend geSitten vielbelobten Mittelstand entrollte eine Anklage wegen Kajernen entschädigen. Der Kriegsminister bedachte denn auch that- wesen zu sein, und somit schnappte es mit der Hilfe des christlichen Ehebruchs, die gestern nicht weniger als acht Personen auf die fächlich den Schornsteinfegermeister Frant mit der Arbeit. Staates. Die hungernden Weber waren ja teine nothleidenden Anklagebank der ersten Straffammer des Landgerichts I führte. Das Landgericht II als Berufungsinstanz verurtheilte die Agrarier! Unter den Angeklagten befand sich nur eine Frau, die ehegeschiedene Angeklagten zu je 20 Mart Geldstrafe. Auf ihre ReFrau Bäckermeister H., die sieben männlichen Angeklagten waren vision hob gestern das Kammergericht die Entscheidung überwiegend Schlächtergesellen, dann ein Sattler, ein Kaufmann auf und verwies die Sache zu nochmaliger Aburtheilung an das und ein Bauerngutsbesizer. Frau H., eine von der Natur sehr Landgericht I. Der Präsident führte begründend aus: Der§ 270 freundlich bedachte noch jugendliche Frau ist die Tochter eines des preußischen Strafgesetzbuches befize noch die Rechtskraft, insBäckermeisters aus der Provinz, die sich mit einem hiesigen, schon besondere sei er nicht durch den§ 152 der Gewerbe- Ordnung beälteren Bäckermeister verheirathet hat. Letzterer strengte die Ehe- seitigt worden, denn dieser behandele nur den Kampf zwischen Arscheidungsklage gegen seine Ehefrau an und in dem Prozeß wurden beitern und Arbeitgebern. Der Vorderrichter habe aber den Begriff bie jetzigen Mitangeklagten als Beugen vernommen. Sie verweigerten, Abhalten vom Witbieten" verkannt, indem er unterlassen habe, fest nachdem ihnen bekannt gegeben worden war, daß ihnen möglicher zustellen, ob Liebich und Brock überhaupt hätten mitbieten wollen. Weise eine Anklage erblühen könnte, sämmtlich ihre Aussage, bis auf Das müsse erst noch nachgeprüft werden. figende Kiesel erstattete, zu entnehmen, daß im einen, der freiwillig zugab, mit Frau H. in unerlaubtem Verkehr legten Vierteljahr, in Rücksicht auf die stattgefundenen Parteigestanden zu haben. Letztere bestritt gestern durchweg jede Schuld Wir erhalten folgende Zuschrift: In der Nr. 9 Ihrer ge- Versammlungen, der Verein mur drei bezw. vier Versammlungen und behauptete, daß der Angeklagte, der sie einer Berlegung der schäßten Zeitung bringen Sie über die jüngste Stadtverordneten: abgehalten hat. Der Vorstand hat seine Geschäfte in 6 Sigungen ehelichen Treue bezichtigt habe, mit ihrem Ehemann ein abgekartetes Erjazwahl in Hamburger Stadtbezirk eine Mittheilung über die erledigt. Im lesten Quartal find dem Verein, der 7 Mitglieder durch ehelichen Treue bezichtigt habe, mit ihrem Ehemann ein abgekartetes von mir gegen den Klempnermeister und Stadtverordneten Rast an- den Tod verloren hatte und das Mitglied Herm. Gräschke mußte bekanntSpiel treibe, um sie zu verderben. Die übrigen männlichen Angeflagten bestritten gleichfalls, den§ 172 St.-G.-B. verlegt zu haben gestrengte Berleumdungsklage. Ich erlaube mir, Sie unter Bezug- lich ausgeschloffen werden, 382 Mitglieder neu beigetreten, so daß der getlagten bestritten gleichfalls, den§ 172 St.-G.-B. verlegt zu haben nahme auf§ 11 des Preßgesezes um gefällige Aufnahme nachstehender Mitgliederbestand 5587 beträgt. Nach dem Kassenbericht, den der Kaffiver und wollten übereinstimmend von der Zeugnißverweigerung mur deshalb Gebrauch gemacht haben, weil diese ihnen als ihr Recht an Berichtigung ergebenst zu ersuchen: 1. Es ist nicht zutreffend, daß Tauschel gab, betrugen die Einnahmen im letzten Quartal 2312 M., deshalb Gebrauch gemacht haben, weil diese ihnen als ihr Recht an die qu. Broschüre Herrn Nast zufällig zugestellt worden ist. die Ausgaben, darunter 1400 M. für Agitation, insgesammt die Hand gegeben worden sei. Die Verhandlung endete mit der Berurtheilung der Frau H. zu zwei Monaten und des einen bielmehr erklärte derselbe, daß sie ihm auf Wunsch von einem Mann 2299,40 W., fo daß ein Kaffenbestand von 12,60 m. verblieb. geständigen Angeklagten zu 14 Tagen Gefängniß. Die übrigen meiner Fabrik früher beschäftigter Wertmeister. Die Broschüre selbst an Stelle des durch Krankheit verhinderten Abg. Wurm der Reichstagsin seine Wohnung gebracht worden sei. Dieser Zuträger ist ein in Nach einer kurzen Debatte, die sich den Berichten anschloß, hielt hierauf wurden sämmtlich freigesprochen. ist seiner Zeit durch Diebstahl aus meinen Aften verschwunden. Abg. A. Baudert einen Vortrag über Arbeiterfürsorge in Theorie Nicht nur die vielbesungene Tante aus Polzien, sondern 2. Es ist unzutreffend, daß der Herr Rast nur in gutem Glauben und Pragis." Redner verwies eingangs auf die industrielle Entwicklung auch mancher andere Provinziale hat keine Ahnung davon, was sie und Erfüllung einer fittlichen Pflicht gehandelt hat, da dem- und beleuchtete in seinen weiteren Ausführungen die völlig unin der großen Kaiserstadt Berlin für Biden machen", bis er ſelbſt ſelben, wie er selber zugiebt, durch seinen Anwalt Kenntniß genügenden Waßnahmen auf dem Gebiete der sog. Sozialreform. Er einmal böse Erfahrungen in dieser Beziehung macht. Der Kauf von dem strafbaren Inhalt der Broschüre geworden, troy- erinnerte sodann daran, daß die ganze Arbeiterschutz- Gesetzgebung " Der sozialdemokratische Wahlverein für den 6. Berliner General Bersammlung, die sehr stark besucht war, im Kolberger Reichstags Wahlkreis hielt am Dienstag seine ordentliche Salon ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrten die Vers sammelten das Andenken der verstorbenen Mitglieder des Vereins in der üblichen Weise. Dem Bericht des Vorstandes, den der Vorwar mann H. in Hannover ist in diese schlimme Lage gekommen und dem aber seine Angaben bis zum Wahltage fortgesezt hat. überhaupt nur dem Vordringen der Sozialdemokratie zu verdanken ſet, " in erfolgte der Schluß der Versammlung mit einem begeisternden Hochgesammt 28 473,21 M. Die Ausgaben in derselben Zeit 17 899,11 M. Epoche habe in Vielem Aehnlichkeit mit der Gesellschaft des römischen erwerbsthätiger " welch Testere man dadurch einzudämmen glaubte, und das Geschreibsel| Herr Professor Dr. Baginsty, Direktor des Kaiserin Friedrich- der Saffirer und der Vorstand thren Nechenschaftsbericht, nach welchem und Gerede der bürgerlichen Parteien von der Arbeiterfürsorge", Strankenhauses, ersucht worden, den Versammelten seine der Verein im vierten Quartal des Vorjahres eine Einnahme die sie praktisch durchzuführen verhindern, lediglich den Zweck haben Ansicht in dieser strittigen Frage kundzuthun. Derselbe von 501,03 m. und eine Ausgabe von 259,10 M. zu verzeichnen soll, die vorwärts strebende Arbeiterschaft von ihrem Ziele ab- giebt in furzer Ausführung wohl Ausführung wohl den Naturbädern den hatte, so daß die Kasse einen Bestand von 281,93 M. aufwies. Der zulenten. Eine Diskussion über den mit lebhaften Beifall Borzug, jedoch ohne die fünstlichen als minderwerthige oder gar Berein zählt 500 Mitglieder, die sich über die verschiedensten aufgenommenen Vortrag wurde nicht beliebt. Für das im nachtheilige hinzustellen; habe er zwischen beiden die Wahl, so werde Berufe vertheilen. Nachdem noch der Kassirer eine vorläufige AbMonat März im Feenpalast stattfindende Stiftungsfest des er" wie zwischen Butter und Margarine seine Wahl treffen". Nach rechnung über das Weihnachtsvergnügen gegeben hatte, erhielt Wahlvereins wählte die Verfamnilung ein Komitee von nochmaliger umfangreicher Debatte bleibt die Direktion des Admirals Neichstags- Abgeordneter Emil Rosenow das Wort zu einem 18 Mitgliedern, das gemeinsam mit dem Vorstande die noth- garten- Bades auf ihrem bisher behaupteten Standpunkt, worauf die Vortrage über„ Bürgerthum und Arbeiterklasse am Anfang einer wendigen Arrangements zu treffen hat. Um einer Ueberfüllung vorzu- Bersammlung beschließt, die Frage, ob grund dessen von der Ge- neuen Beit". Der Vortragende erkannte den Beginn einer neuen beugen, wird nur eine beschränkte Anzahl Billets zur Ausgabe ge- sellschaft noch andere Bäder entnommen werden sollen, in der Epoche an den Umwälzungen auf den Gebieten der Technik, den langen. Wie bekannt gegeben wurde, wird seitens der Gegner versucht, nächsten Sigung zu debattiren. Es wird nun eine fiebengliedrige neuen Anschauungen der Gesellschaftswissenschaft, der Kunst, die Mandate von 2 Genoffen, die als Arbeitgeber zu Beisigern des Ges Beschwerdekommission gewählt. Die Vereinigung der Badeanstalts- der Literatur, wie überhaupt der vollständigen Wandwerbegerichts gewählt wurden, für ungiltig zu erklären. In der hierauf Inhaber stellt drei Vertreter und ebensoviel Stellvertreter; feitens lung unferen geistigen Die Vorstellungen. Beit, folgenden längeren Diskussion wurden verschiedene Vorschläge hinficht der Kassenvertreter werden Stuhlmann, Schlänker, die jezt dahinsterbe, sei die Epoche des Bürgerthums lich der Gewerbegerichts- Wahlen erörtert und das Vorgehen der Straube und Grünberg gewählt. geivesen. Auf den Trümmern der feudalen Gesellschaft habe Gegner, die zu Unrecht die betreffenden Mandate beanstanden, tritifirt. Die Maurer der lokalen Richtung hielten am Mittwoch eine bie bürgerliche Gesellschaft sich aufgebaut, in welcher ber Kapitalismus zur höchsten Entwicklung gelangen konnte. Den Verfall des Bürger24. Januar zwei Versammlungen geplant find, in denen Abgeordnete sehr gut besuchte öffentliche Versammlung bei Keller, Koppenstraße. thums wies der Redner an den verschiedenen Zeitereignissen nach, referiren werden und zur regen Agitation hierfür aufgefordert hatte, ab. Bunächst erstattete Matull ben Kassenbericht. Danach be- wie auch den Verfall der bürgerlichen Parteien. Die zu Ende gehende auf die Sozialdemokratie. fodaß ein Kassenbestand von 10 574,10 m. verblieb. Unter den fühn vorwärts und erringe sich immer größeren wirthschaftlichen und In einer sehr gut besuchten Volksversammlung, die am Ausgaben befinden fich 9 625,50 M. für Bausperren, 1297,50 M. für politischen Einfluß. Ihr und dem Sozialismus gehöre die Zukunft. An den Mittwoch in den Aminhallen tagte, hielt Frau Lily Braun Gemaßregelten- Unterſtügung, 305,63 M. für Prozeßkosten; Streit mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich keine Diseinen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag über die Frau Unterstützung nach Halle 300 M. und nach Rüdersdorf 500 M. Ferner fussion. Bei dem Punkte Vereinsangelegenheiten forderten der Vorzunächst die rechtliche Stellung, welche dem weiblichen Geschlecht auf firten Gewerkschaften zur Unterstützung von Streiks und Agitation die fiende Rezerau, Kokosky u. A. die Vereinsmitglieder energisch auf, Grund des Bürgerlichen Gesetzbuches angewiesen ist. Sie legte an Summe von 2300 M. abgeführt. Die Abrechnung wurde von den sich an der Agitation wie namentlich an der Flugblattverbreitung für die kommende Stadtverordnetenwahl zu betheiligen. Nachdem der Hand der einschlägigen Bestimmungen dar, daß die Frauen Revisoren als richtig bestätigt und dem Kassirer auf deren Antrag noch der Bibliothekar einen kurzen Bericht gegeben hatte, fand die auf dem Gebiet des Vermögensrechts, obgleich etwas freier die Decharge ertheilt. Den Bericht für die Lohnkommission gab Versammlung um zwölf Uhr ihr Ende. als bisher gestellt, doch der Abhängigkeit vom Manne nicht ganz Mette. Nach den Ausführungen des Redners haben in der oben entzogen find, und daß die Frau auch in ihrer Eigenschaft als angegebenen Beit 20 öffentliche Versammlungen stattgefunden. Die Whitter immer noch dem Manne untergeordnet sei. Die Stellung Lohnlommission hielt 24 Sigungen ab und ferner fanden drei Bauftatt. Vermischtes. Flugblätter famen 30 000 zur der unverheiratheten Mutter sei nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch deputirten Sigungen eine ebenso rechtlose geblieben, wie bisher. Aber nicht nur als Vertheilung. An den Sammlungen zu den Fonds betheiligten Eisenbahn- Unfall. Aus Halle wird amtlich gemeldet: Am Gattin und Mutter, sondern auch als Bürgerin sei die Frau rechtlos. fich 3242 Maurer. Die von der Lohnkommission vorgenommene 11. d. M. entgleiste der in Beeskow um 10 Uhr 10 Min. fällige geDer wirthschaftlichen Entwickelung, welche die Frauen mehr und Arbeitslosen- Statistit ergab, daß 1873 Maurer insgesammt mischte Zug auf der Strecke zwischen Budow und Beeŝtow. mehr zur Erwerbsarbeit zwingt, habe das Bürgerliche Gesetzbuch 8949 Wochen arbeitslos waren und dadurch einen Lohnausfall, die Die Lokomotive ist umgestürzt, zwei Personenwagen find beschädigt. nicht Rechnung getragen. Die Rednerin wies die Zunahme der Woche mit 30 M. berechnet, von 247 470 W. zu verzeichnen hatten. Der Heizer der Lokomotive erlitt einen Unterschenkelbruch, ein Reisender Frauenarbeit an der Hand statistischen Materials nach. Wir Die günstigste Zeit war die Woche vom 18. bis 23. Juli mit eine leichte Verlegung an der Stirn. Der Personenverkehr wird durch haben in Deutschland 612 Millionen jezt 42 Arbeitslosen, die ungünstigste Woche vom 14. bis 19. März, in Umsteigen an der Unfallstelle aufrecht erhalten. Frauen, das ist etwa ein Drittel aller erwachsenen Frauen der 574 Arbeitslose gemeldet waren. Des Weiteren hat die Statistik In einem Dampffägewerk in der Ortschaft Splitter bei überhaupt. Verschwindend flein fei die Zahl derjenigen ergeben, daß die älteren Maurer mit einer längeren und andauernden erwerbsthätigen Frauen, dle den bürgerlichen Klassen angehören: Arbeitslosigkeit zu rechnen haben, als die jüngeren. Auf 18 Bauten Tilfit fand eine Dampfteffelexplosion statt, wodurch zwei die überwiegende Mehrzahl rekrutire fich aus dem Proletariat und wurde durch die Verhandlungen der Lohnkommission mit den Unter- Personen schwer und zwei leicht verwundet wurden. sei in solchen Berufen thätig, wo die Frauen in Folge der ihnen ge- nehmern eine Lohnerhöhung erzielt, ohne daß es zur ArbeitsniederAnd dem Untersuchungsarrest find in Lößen( Ostpreußen) zahlten niedrigen Löhne mehr und mehr die Arbeit der Männer legung fam und auf 11 Bauten wurde in derselben Weise die verdrängen. Die deutsche Gesetzgebung thue fast nichts, um die Wiedereinstellung Gemaßregelter durchgesetzt. Bausperren haben 99 3ei Soldaten des ostpreußischen Infanterie- Regiments Nr. 45 ausweiblichen Arbeitskräfte vor übermäßiger Ausbeutung zu schüßen stattgefunden, die zum großen Theil zu Gunsten der Arbeiter gebrochen, die wegen eines Einbruchsdiebstahls in der Kantine verMan könne fich auch nicht entschließen, den Fabrikinspektoren gleich beendet wurden. Betheiligt waren hierbei 725 Maurer mit 32081/2 haftet worden waren. Man vermuthet, daß sie sich nach der russischen Grenze gewendet haben. gestellte weibliche Aufsichtspersonen anzustellen. Eine so felbst Tagen und verursachten die Sperren einen Kostenaufwand von Ueber einen durch durchgegangene Pferde herbeigeführten verständliche Forderung, wie das Wahlrecht zum Gewerbegericht, 9625,50 M. Mehrere Bausperren wurden durch die„ arbeitswilligen" werde den Frauen verweigert, obgleich doch in manchen Berufen Affordmaurer, deren Verein dafür von dem Bund der Bau-, Maurer- Unglücksfall wird dem Berl. Tagbl." aus Lissa, Provinz Posen, borwiegend Frauen arbeiten, und diese also besser wie die Männer und Zimmermeister und dessen Organ, der Baugewerks- Zeitung", gemeldet: Die Pferde eines Kutschwagens, in welchem sich die in der Lage wären, Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältniß des eine besondere Anerkennung zu theil wurde, illusorisch gemacht. beiden Rittergutsbesizer Opiz v. Boberfeld und v. Heydebrand und betreffenden Berufs zu beurtheilen. Während alle Bürger das Gemaßregelt wurden auf 61 Bauten 83 Maurer, die für 4322 Tag der Lasa befanden, gingen durch und rannten gegen einen LaternenDie beiden Der Redner, der noch mit ständer, wobei der Wagen vollständig zertrümmerte. Recht haben, Vereine zu bilden, ist die Frau von politischen Vereinen 1297,50 W. Unterstügung erhielten. ausgeschlossen. Mag fie auch das größte Interesse an den Fragen theilen konnte, daß mehrere Polire der Bewegung sympathisch Insassen des Wagens sowie der Kutscher wurden auf das Straßendes öffentlichen Lebens haben, die Frau muß nach wie vor schweigen gegenüber stehen und fogar vielfach für die Arbeitsbeschaffung pflaster geschleudert und erlitten erhebliche Verlegungen. Aerztliche in der Gemeinde. Weiter wies die Rednerin darauf hin, daß in von Gemaßregelten Sorge tragen, gab am Schluß seiner Aus- Hilfe war sofort zur Stelle. allen Kulturstaaten, sogar in Rußland, den Frauen die führungen der Meinung Ausdruck, daß allem Anschein nach in Schiffsbrand. Der Dampfer Viktoria" von der VeloceUniversitäten beziehungsweise der Zugang zu den höheren diesem Jahre noch schwerere Kämpfe bevorstehen und demzufolge Kompagnie, nach Buenos Aires bestimmt, mußte dem„ B. Tgbl." Berufszweigen, theils auch zu öffentlichen Aemtern offen alle Ursache vorhanden sei, recht rege im Interesse der Bewegung zufolge in Alicante anlaufen, da im Laderaum Feuer ausgebrochen ständen. Die deutsche Frau allein sei auch in dieser thätig zu fein. Hinsicht die rechtloseste unter den Frauen aller zivilisirten In die Lohnkommiffion wurden hierauf für dieses Jahr war; die Bemühungen, den Brand zu löschen, find bis jetzt vergeblich. 450 Passagiere und die Besjagung mußten infolge dessen landen. Länder. Die bürgerliche Frauenbewegung habe für die Arbeiterinnen meste, Kater, Bredered. Matull, Brätsch und Der Brand ist durch vier blinde Passagiere" entstanden. Die vier nichts erreicht, diese hätten auch längst eingesehen, daß sie, wenn sie G. Behrend gewählt. Als Revisoren fungiren Kaufmann Personen, welche sich auf den Dampfer geschlichen hatten, um die für sich etwas erringen wollen, fich mir auf sich selbst verlassen und Bonn. Die Neuwahl der Beitragsammler ergab folgendes Fahrt gratis mitzumachen, hatten in der unmittelbaren Nähe von dürfen. Das wirthschaftliche Interesse der Arbeiterin erfordere zu- Resultat: Norden: Jeske, Nord- Ost: Schulze, Often: Baber, Schwefelsäcken, die zur Ladung gehörten, Zigarren angezündet und nächst den Anschluß an die gewerkschaftliche Organisation. Da diese Süd- Ost: Nährig, Süden: Gottfr. Schulz, Westen: Wein- geraucht. aber vielfach von den Behörden als politische Vereine angesehen hold, Moabit: Ismar, Wedding: O. Zeidler, Oranienburger In Linden bei Hannover find sämmtliche Bürgerschulen werden, so sei den Frauen der Eintritt in die Gewerkschaft Vorstadt: Löwinstein, Friedrichsberg: Nedel, Rummelsburg: oft unmöglich gemacht, und dieser Umstand möge mit Marquardt, Weißensee: Schilling, Pantow- N.- Schönhausen: wegen ansteckender Augenkrankheiten der Kinder( Augenliddazu beitragen, daß erst 15 000 Frauen gewerkschaftlich Rippler, Nixdorf: BoB, Charlottenburg: Albrecht und Bindehautkatarrh) auf polizeiliche Anordnung bis auf Weiteres geschlossen worden. Der Polizeibericht giebt die Zahl der erorganisirt sind. Um die Franen über ihre Jutereffen, ihre Rechte Friedrichshagen: Subiti. und Pflichten anfzuklären und Verständniß zu erweden für alle die Beschlossen wurde sodann, daß die neuen Sammelfarten für frankten Kinder auf ungefähr 2000 an. Es hat sich herausgestellt, Dinge, von denen die Frau, obgleich sie sie lebhaft angehen, nichts dieses Jahr von Montag, den 16. d. M. ab, bautenweise zur Aus- daß in vielen Fällen eine ärztliche Behandlung unterblieben war. zu hören bekommt, sei es nothwendig, die Bildungsbestrebungen der gabe gelangen. Zu diesem Zweck hat die Lohnkommission Listen Deshalb hat jezt die Behörde eine ärztliche Untersuchung und BeFranen zu fördern. Weil aber die Proletarierin durch eine tiefe anfertigen lassen, in die jeder Baudeputirte sämmtliche Namen, handlung derjenigen Kinder angeordnet, die nicht schon durch ihre Kluft von den bürgerlichen Frauen getrennt ist, können sie ihren Wohnung, Nummer der früheren Sammelkarten, das Alter der Familie in die Behandlung eines Arztes gegeben sind. Diese Be= Es wird also hier das Wissensdurst nicht in den Vereinen der letzteren befriedigen, sondern Betreffenden und die Organisationsnummer einzutragen hat. Die aus- handlung wird mientgeltlich erfolgen. dazu bedürfe es besonderer Vereine für die Arbeiterinnen. Das gefüllten Listen sind an die Kommission zurückzuliefern und erhalten die Prinzip des Schularztes" aus Anlaß eines bestimmten Falles Problem der Frauenfrage liege auf wirthschaftlichem Gebiet, es Bandeputirten hierauf später die Karten ausgehändigt. Nach längerer Dis- ins Praktische übersetzt. Wäre diese überaus nothwendige Einbestehe darin, die durch die wirthschaftliche Entwickelung be- fussion gelangte ein Antrag zur Annahme, wonach mit den Sammlungen richtung bereits in Thätigkeit gewesen, so würde die Epidemie, trob dingte Losreißung der Frau vom Hause in Einklang zu zum Streitsfonds in der Woche vom 30. Januar bis 4. Februar be- der großen Ansteckungsfähigkeit der erwähnten Erkrankung, wohl bringen mit ihren Pflichten als Mutter. Dieses Problem, das nur gonnen werden soll. Der wöchentliche Beitrag beträgt 25 Pf. Die- faum eine so ungeheure Ausdehnung erreicht haben. Der Plan der Stadt Rom, durch den Quirinalhügel einen von der Sozialdemokratie in feiner wahren Bedeutung erkannt und jenigen, die arbeitslos find, sind verpflichtet, an einem der letzten gewürdigt wird, werde gelöst durch die Befreiung des Proletariats drei Tage in der Woche ihre Sammelkarte der Lohnkommission zur Tunnel zu bohren, um die Verkehrsverhältnisse der Stadt zu vers aus den Fesseln des Kapitalismus. Frau Ihrer erinnerte Abstempelung vorzulegen, damit am Schlusse des Jahres die bessern, wird in absehbarer Zeit verwirklicht werden. Der Tumel foll 16 Meter breit werden und für Fußgänger, Wagen und eine hierauf an die früheren Versuche zur Gründung proletarischer Arbeitslosigkeit der Betheiligten genau festgestellt werden kann. Frauenvereine, sowie an die Schwierigkeiten, denen diefe Verfuche Zum Schluß beschloß die Versammlung, der Geschäftskommission elektrische Straßenbahn dienen. Die Ausführung des Tunnels wird begegneten, und die namentlich hervorgerufen werden durch das der durch Vertrauensmänner zentralisirten Gewerkschaften 1000 M. etwa 7 Monate in Anspruch nehmen und von der Stadt an private Unternehmer vergeben werden. Der Tunnel wird nicht horizontal geführt, Vereinsgesetz. Es solle jetzt, wenn die Arbeiterinnen damit einver- zur Unterstützung der streikenden Weber in Krefeld zu überweisen. standen sind, ein neuer Versuch zur Gründung eines Vereins gemacht Eine Charlottenburger sozialdemokratische Versammlung, sondern ansteigend, sodaß er durch den Quirinalhügel hindurch die werden. Dabei werde man sich natürlich streng an die gefeßlichen die am 11. Januar tagte, nahm folgende, von Hirsch eingereichte Höhe des Viminal und des Esquilin gewinnt. Auf diese Weise wird Bestimmungen halten. Selbstverständlich könne und solle der Verein Resolution an: Die Parteigenossen Charlottenburgs halten die es möglich, eine elektrische Straßenbahn zu erbauen, die das auf den fein sozialdemokratischer Arbeiterinnen- Verein sein, denn die Frauen Gründung eines Organs für nothwendig, das die Interessen Char- Hügeln gelegene Rom mit den in der Ebene sich ausbreitenden soll ihren Anfang außer dürfen nun einmal keine politischen Vereine bilden. Es sollen nur lottenburgs, namentlich auf kommunalem Gebiete, besser wahrnehmen Stadttheilen verbindet. Die Straßenbahn soll ihren Anfang außer Bildungsbestrebungen verfolgt werden. Als Bezeichnung für den zu gründenden Verein schlug die Rednerin vor: Verein für fan, als es heute der Fall ist. Sie sind der Ueberzeugung, daß ein halb der Porta del Popolo im Norden der Stadt nehmen und füdlich solches Organ spätestens am 1. April dieses Jahres ins Leben treten an der Porta San Giovanni enden. Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. muß, sehen jedoch mit Rücksicht darauf, daß von maßgebender Die Verpachtung der Oftender Spielfäle wird gegenwärtig. einem vorgelegten Statutenentwurf ist der Zweck des Vereins: Seite die Gründung eines Boltsblattes für Teltow Beeskow" vom dortigen Gemeinderath öffentlich ausgeschrieben. Der ZuFörderung des Wissens und Pflege der Geselligkeit. Das Eintrittsgeld foll 20 ¥ f., der monatliche Beitrag gleichfalls 20 Bf. geplant ist, von einer endgiltigen Beschlußfaffung für heute ab und schlag erfolgt auf vier Jahre an den Meistbietenden. Folgende vier erklären sich bereit, falls das Teltow- Beeskower Blatt bis zum Angebote sind eingegangen. Es boten an, jährlich zu zahlen: Ohne Debatte erklärte sich die Versammlung für Gründung des 1. April ins Leben tritt, von der Gründung eines Charlottenburger Corberon de Lannoy( Ostende) 1755 550 Fr., Baron de Cates Vereins. Es wurde ein provisorisches Komitee eingesetzt, bestehend Organs zu Gunsten eines Organs für den gesammten Kreis Abstand( Paris) 1530 000 Fr., Dellohe( Fontainebleau) 1 359 000 Fr. und zu nehmen. Sollte das Projekt bezüglich des Kreisblattes jedoch Blanc( Paris) 1 375 000 Fr. Der Gemeinderath wird in dieser Woche aus folgenden Personen: Frau Panzeram, Frau Stod, Frau nicht bis zum 1. April verwirklicht werden können, so erscheint es den Zuschlag ertheilen. Klotsch, Fräulein Bahl, Fräulein Ha ase. angebracht, mit der Schaffung eines Organs für Charlottenburg Die Vorsitzende schloß die Versammlung mit dem Wunsche, daß und Spandau selbständig vorzugehen. Die definitive Entscheidung der soeben gegründete Verein wachsen und gedeihen möge. e Verein wird einer neuen, spätestens bis Mitte Februar einzuberufenden VerDie Vertreter derjenigen Krankenkaffen, die seinerzeit mit ſammlung überlassen. Der Referent a bor hatte betont, daß das neue Blatt fein der Freien Vereinigung der Badeanstaltsbefizer" kontraktlich einen Konkurrenzblatt des„ Vorwärts", sondern dessen Ergänzung werden gemeinsamen Tarif für Bäder festlegten, hielten am Mittwoch Abend solle. Das beabsichtigte Kreisblatt sei nach seiner Ansicht nicht im„ Dresdener Garten" eine Sigung ab, zu der auch Mitglieder lebensfähig, da von ihm zu viel verlangt werden würde. Redaktionsobiger Vereinigung, sowie die Direktion des" Admiralsgarten- Bades" und Verwaltungskosten würden nicht entstehen, da sich schon Personen erschienen waren. Obwohl diesem Tarif eine ganze Anzahl von zur unentgeltlichen Verrichtung der nöthigen Arbeiten gemeldet Kassen beitraten, waren diesmal nur 8 vertreten, und zwar: Bild hätten. In der äußerst lebhaften Diskussion, an der sich die Ge- bei Stramm, Ritterstraße 123. Tagesordnung: Einführung der Vereins: hauer, Bierbrauer( Hilfskaffe), Graveure, Kaufleute, noffen Hirsch, Sadekow, Sigrist, Menge, Eberhard, Mechaniter, Steindrucker, Instrumentenmacher Sellin, Gehrte, Kube, Dittmar und Otto Kleinund vereinigte Freie Hilfstasien. Bevor man den eigent Rigdorf betheiligten, wurde besonders die vom Referenten aufgestellte Belichen Punkt der Tagesordnung Wahl einer gemischten Beschwerde rechnung bezweifelt. Die 2000 Abonnenten und 2 Seiten Annoncen, die bei kommission" erledigte, tam es zu einer ausgedehnten Debatte einer Auflage von 5000 nöthig seien, würden sich kaum schaffen über die Vorzüge der natürlichen und künstlichen Salz= bäder. Für lettere wird laut Tarif 60 Pf. entrichtet; die Direktion laffen. Ein Wochenblatt könne schließlich auch nur solche furze des Admiralsgarten- Bades jedoch trat diesem Abkommen nicht bei, in- Berichte bringen, wie der„ Vorwärts". Besser seien turze, zeitige Notizen, als lange Berichte, die zu spät kommen, wie das bei einem dem- wie die Herren Direktoren Norden und Bauer verschiedent Wochenblatt oft geschehe. Andere Redner meinten, daß es nöthig sei, Swinembe. 754 lich versicherten, es ihrer Gesellschaft abfolut unmöglich sei, bie Zäffigkeit auch in politischer und gewerkschaftlicher Beziehung zu Samburg ihre Natursoolbäder zum selben Preise abzugeben; wenn ihrerseits pro Bad 70 Pf. erhoben werde, so sei dies ein Preis, bei beseitigen. Sie glauben, daß ein Wochenblatt dazu im Stande ist. Berlin Die gelegentlichen Flugblätter könnten nicht die Wirkung ausüben. Wiesbaden 761 SW dem noch Geld zugegeben werde, im llebrigen fönnen fünstliche Ein dadurch erzielter Aufschwung der Parteiverhältnisse in den Vor- min Bäder keineswegs mit Naturbädern konkurriren. Dieser Behauptung orten fäme auch der übrigen Partei zu Gute. wird seitens der Freien Vereinigung mit Gutachten des Professors Fresenius Staßfurt und des Chemikers Dr. Bischof- Der fozialdemokratische Verein ,, Vorwärts" in Rigdorf Warm und zeitweise heiter, vielfach wolkig mit etwas Regen und Berlin entgegengetreten, in denen die Vorzüge der künstlichen Bäder hielt vorgestern seine Generalversammlung im großen Saale der frischen füdwestlichen Winden. betont werden. Von der Direktion des Admiralsgarten- Bades war Vereinsbrauerei ab. Sie war sehr gut besucht. Zunächst erstatteten betragen. Nach d In Kalkutta find mehrere Bestfälle vorgekommen. Der Staatssekretär für Indien und die auswärtigen Regierungen wurden hiervon in Kenntniß gesetzt. Berliner Kranken Unterstützungs- und Begräbniß- Verein für Frauen und Mädchen, gegr. 1892. Jeden Freitag, Abends 7 Uhr. Bahlabend bei Mehrwald, Alte Jakobstr. 54/55. Neue Mitglieder werden daselbst aufgenommen. Elektrotechnischer Gewerkverein. Sonnabend, den 14. Januar, Bilderrahmenmacher. Bersammlung am Montag, den 16. Januar, Abends 8½ Uhr, Schillingstr. 36: Sizung. zeitung. Witterungsübersicht vom 12. Januar 1899, Morgens 8 Uhr. Stotionen Wien Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° 4° R. Stationen stand mm Barometer Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 6° 6.= 4° R.J 4wolfig 1 Haparanda 746 11 4 bededt 3 3 Petersburg Cork 742 WSW 8wolfig Aberdeen 738 S 2woltig 3 Paris 760 753 WSW 4heiter 756 SSW 4 bedeckt 764 S 763 Still 2wolfig 5hlb. bed. Nebel 3 Regen Wetter Prognose für Freitag, den 13. Januar 1899. Berliner Wetterbureau. 125 Verantwortlicher Redakteur: Anauft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin Nr. 11. 16. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 13. Januar 1899. Zweiter deutscher Seemanns- Kongreß. M Hamburg, 11. Januar 1899. = theilungen " mitteln. mit eigenen Pumpen vorgesehen werden. Jezt stets mit Proviant und Anderem vollgestopft sind und immer erst sehen wir, daß in den großen eisernen Segelschiffen sich nur entleert werden müssen, wenn einmal etwas passirt. vorn und hinten je ein Kollisionsschott befindet, während der un- Nach dem Schlußwort des Referenten werden folgende Regeheuere Raum in der Mitte nicht abgetheilt ist. Des Weiteren folutionen angenommen: Die Debatte über„ Arbeiterschußgeseze" wird fortgefegt. Reichs- müssen die Innenspanten und die eiserne Decke mit Holz bekleidet Aus Seemannskreisen ist die Reichsregierung wiederholt ersucht tags= Abgeordneter Schwarz- Lübeck: Es liegt eine große Un- und die Volkslogis so gebaut werden, daß sie allen sanitären An- worden, zum Schutz der Schiffsbesaßungen und Passagiere eine gerechtigkeit darin, daß Angehörigen keine Unfallrente gezahlt wird, sprüchen genügen. Auf dem Oberdeck und in der Takelage sind reichsgesetzliche Kontrolle über den Schiffbau inklusive sanitärer Einsobald sie im Auslande wohnen. Ich habe im Reichstage darauf Sicherheitsvorrichtungen anzubringen, welche geeignet erscheinen, den richtungen, sowie über die Seetüchtigkeit der in Fahrt befindlichen aufmerksam gemacht und da ist mir vom Minister v. Boetticher ge- Seemann gegen Gefahr zu schützen. Nachdem der Referent der An- Schiffe einzuführen. Ame derartigen Anträge sind seitens der fagt, man könne nicht die Angehörigen von Ausländern unterstützen. lage von Waschanstalten das Wort geredet, fordert er, daß nament- Reichsregierung nach Einholung der Gutachten aus den Kreisen Ich sage, bei dem heutigen Umfang des Konsulatsystems ist es lich die Aufmerksamkeit auf die Rettungsboote und deren Bedienung der Rheder bisher schroff abgewiesen worden. Die Profitgier der mindestens sehr häufig möglich. Recht bedauerlich ist es, gerichtet werden müsse. Die Boote befinden sich auf den modernen Herren Schiffsbauer und Schiffsaktionäre bietet aber keine genügende daß die Seeleute fast stets auf ihr Recht verzichten von Dampfern in einer solchen Höhe, daß sie im Falle der Gefahr gar Gewähr für das Leben und die Gesundheit der Schiffsbesagungen dem Rheder noch drei Monate nach Ankunft des Schiffes nicht zu Wasser gebracht werden können. Redner schlägt vor, daß das und Passagiere und daher fordert der zweite deutsche Seemannsim Falle von Krankheit unterhalten zu werden. Es wäre Patent desKapitäns Storm- Vorrichtungen, welche das schnelle Zuwasser- Kongreß reichsgefeßliche Einrichtungen zur Ueberwachung der Schiffe durchaus nöthig, daß die Seeleute dem Krankenversicherungs- Gesetz bringen der Boote ermöglichen- überall zur Einführung gelange. Unter und des Schiffsbaues, und beauftragt die sozialdemokratische unterstellt werden. Schulz Stettin macht darauf aufmerksam, dem Beifall der Versammlung führt Redner aus, daß zur Durch Reichstags- Fraktion, zu ihr geeignet erscheinender Zeit diese Redaß die Seeleute, wenn sie verunglückt sind, sehr viel dadurch in führung dieser Forderungen entsprechende Bestimmungen erlassen solution in Form eines Antrages der Reichsregierung zu überRoth gerathen, weil sich die Gutachten der Aerzte und damit die werden müßten. Auszahlung der Unfallrente so verzögere. Störmer Hamburg: Auf Antrag wird der 8. Punkt der Tagesordnung: Die Be- In Erwägung dessen, daß die Erhaltung von Schiff, Ladung, Die Rheder arbeiten jetzt darauf hin, daß die Bestimmung der mannung der Schiffe", mit diesem Punkt verbunden. Hierzu be- Leben und Effekten sowohl der Mannschaft wie auch der Passagiere Seemanns- Ordnung, wonach bei Krankheit an Bord dem Seemann merkt: von einer guten und den Verhältnissen entsprechenden Mannschaft die Heuer weiter bezahlt werden muß, wegfällt. Die Berechnung des B. Müller Hamburg: Die Frage der Bemannung ist bereits abhängig sind, fordert der zweite deutsche Seemanns- Kongreß reichsJahresverdienstes der Seeleute ist eine höchst ungerechte. Geradezu ein angeschnitten worden, was ja in der Natur der Sache liegt. Die gesetzliche Bestimmungen bezüglich der Bemannung deutscher KaufSkandal ist es, mit welchen nichtigen Gründen man sich von Seiten der Bemannung ist sowohl auf den Nordsees als auch den Ostsee- fahrteischiffe. Bis dato ist durch das Nichtvorhandensein reichsgesetzSeeberufsgenossenschaft der Forderung der organisirten Seeleute, die Schiffen überall eine zu schwache. Auf dem Schnelldampfer Fürstlicher Bestimmungen der Willfür der Rheder bezüglich der Bemannung Unfallverhütungs- Vorschriften im Volkslogis auszuhängen, widersetzt. Bismard" setzte sich die Mannschaft aus 42 Mann Decks-, der Schiffe Thür und Thor geöffnet. Der Kongreß hält es für eine Man fürchtet, das Buch könnte zerrissen und beschmutzt werden. Die 160 Mann Maschinen- Personal und 111 Aufwärtern zusammen. Es unbestreitbare Thatsache, daß die meisten deutschen Kauffahrteischiffe, Vorgesezten würden sich doch nicht hineinreden lassen in ihre An- ist doch völlig ausgeschlossen, daß 42 Mann Deckspersonal die Boote Segel- sowie Dampfschiffe, speziell die der transatlantischen Linien, ordnungen. Die Vorschriften enthielten nur Verpflichtungen der so bedienen können, wie es im Falle einer Katastrophe erforderlich sowohl mit Deck als auch Maschinenpersonal Jungenügend bemanni Rheder und Schiffer, gar keine Strafbestimmungen für die ist. Wie sieht es nun mit den Boots- Manövern aus? An praktischer find. Der Kongreß erblickt hierin den Hauptgrund der vielen Selbst. Mannschaft ut. f. w. Nach einiger weiterer Debatte, an der Ausbildung fehlt es hierin gänzlich. Mit dem Subventions- Dampfer morde sowie Desertionen. Ferner hält es der Kongreß für erwiesen, sich auch Pastor Jungclaussen von der Hamburger See- König"( Östafrika- Linie) wurde, als er in Lissabon lag, ein Boots- daß durch die ungenügende Bemannung und durch die vielen un manns- Mission betheiligte, wird folgende Resolution einstimmig an- Manöver" vorgenommen. Das Boot wäre mit Mann und befahrenen Mannschaften die Rettungsböte nicht genügend bemannt genommen:" Da der Seemann bei der Arbeiterschutz- Gesetzgebung Maus untergegangen, wenn nicht ein Marineboot hinzu- und mit bootskundigen Leuten versehen werden können und daß arg zurüdgefekt ist, erklärt der Kongreß es für durchaus nöthig, gekommen wäre und die Mannschaft gerettet hätte. Aus hierdurch bei Eintritt einer Katastrophe Menschenleben leichtfertig dem Seemann mehr Schutz und Rechte zu gewähren. Insbesondere" Humanität" werden, so behaupten die heder, farbige Leute gefährdet werden. Auch hält der Kongreß die Bemanmung deutscher ist darauf zu wirken, daß bei der Festlegung der Unterlagen zur zur Bedienung der Heizräume angestellt. Daß der Beweggrund Schiffe mit Ausländern, die der deutschen Sprache nicht mächtig Rentenabrechnung seitens des Reichskanzlers die in Wirklichkeit ver- hierzu lediglich die Profitsucht ist, wird verschwiegen. Jeder Kundige sind und aus diesem Grunde gegebene Kommandos nicht pünktlich diente Heuer inklusive Kostgeld und Ueberstunden zur Anrechnung weiß, daß der Farbige nicht so leistungsfähig ist wie der deutsche ausführen können, unter Umständen für gefahrbringend. fomme. Der Kongreß erflärt das um so nöthiger, als die Heizer oder Trimmer. Für die Ausbildung der Leute wird nichts Kongreß stellt daher sowohl im Interesse der Seeleute, wie Heuer an und für sich schon eine sehr geringe ist. gethan, denn es heißt nur immer schaffen, ob das Schiff im Hafen der gesammiten Schifffahrt folgende Forderungen auf: Ferner erklärt der Kongreß, daß die Unfallverhütungs- Vorschriften liegt oder sich auf See befindet. Bekannt ist, daß Farbige dreimal 1. Die deutschen Rhedereien werden nach einer durch von der Reichsregierung erlassen und von Reichs- Inspektoren soviel Selbstmord begehen als Weiße, mithin sind erstere der die Reichsregierung bestimmenden Bemannings Stala kontrollirt, sowie daß diefelben bedeutend erweitert und schärfer Arbeit auch in den Tropen nicht so gewachsen wie lettere. verpflichtet, ihre Schiffe zu bemannen. präzisirt und auch den Schiffsleuten durch Aushang in den Schiffs- Die Ueberanstrengung jagt die Leute in den Tod. Durch Reichs- werden durch ein Reichsgesetz angewiesen, diejenigen Ausländer von Logis zur Kenntniß gebracht werden. Alsdann fordert der Kongreß, gesez müssen die von mir angedeuteten Mißstände beseitigt werden. der Anmusterung retour zu weisen, welche der deutschen Sprache daß bei der Reform des Alters- und Invalidenversicherung den See( Lebhafter Beifall.) nicht soweit mächtig sind, daß sie die gegebenen Kommandos pünktleuten die Invalidenrente wesentlich erhöht und die Altersgrenze zivecs In der Debatte über diese beiden Punkte erwähnt Mahnlich ausführen können. Bezuges der Altersgrenze von 70 auf 60 Jahre herabgesetzt wird. Hamburg, daß er auf einem Schiffe gewesen sei, auf dem sich ein Zum 7. Punkt der Tagesordnung:„ Das Verlangen der Schiffs- im Backbordbunker ausgebrochenes Feuer bis nach dem Laderaum Yeute nach einer reichsgesetzlichen Kontrolle des Schiffsbanes und der durchgefressen habe. Deshalb ist es durchaus nöthig, daß das Schiff Echiffe", führt der Referent, Schiffszimmermann W. Müller- durch dichte Schotten in mehrere Abtheilungen getheilt werden kann. Hamburg, aus: Schon oft haben wir dem Reichskanzler unsere Dann kann man eine Abtheilung ohne Gefahr für das Ganze erForderungen überreicht, vom Germanischen Lloyd", der sich aus fäufen, wenn Feuer darin ausbricht. Maklern, Rhedern, Ober- Inspektoren zusammensetzt, sind sie beantwortet worden. In der Antwort heißt es, es liege im Interesse der Rheder selbst, daß sie ihre Schiffe nicht vernachlässigen. Wir wissen aber, daß die jetzige Kontrolle, welche von den Leuten des Germanischen Aloyd" ausgeübt wird, nur als Nebensache betrieben wird. Wir müssen verlangen, daß genügende dichte, nicht mit einander in Verbindung stehende Schotte Ab= Mehrere Redner führten Klage darüber, daß die Rettungsboote Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Sonntag, den 15. Jannar, Nachmittags 126 Uhr: = Heinrich Hamburg: Die Bemannung ist bei unseren modernen Schnelldampfern zwar meist vollzählig, aber wie sieht sie aus. Ich habe einmal auf einem Schnelldampfer, der auch mit voller Mannschaft von hier ausfuhr, zusammen mit dem Stornheeper in der Beit von 12 bis 4 Uhr 28 Mann aus dem Raum an Deck getragen, weil sie bewußtlos geworden waren. 0 Der 2. Die Seemannsämter leber den letzten Punkt der Tagesordnung: Die Internationalität der Seeleute" referirt Störmer Hamburg. Der Redner empfiehlt den Ausbau und die Erweiterung der bisher schon von einzelnen organisirten Seeleuten gepflogenen internatio nalen Beziehungen. Die Arbeitgeber organisiren fich international, dasselbe müssen die Arbeiter thun. Nach kurzer Diskussion wird eine im Sinne des Referats gehaltene Resolution einstimmig angenommen. Mit einer kurzen Ansprache, die in einem dreifachen, begeistert aufgenommenen Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung ausklingt, schließt der Vorsitzende Hoffmann sodann den Kongreß. Donnerstag und Freitag findet die Generalversammlung des Verbandes statt. Achtung, Maurer! Oeffentl. Versammlung Am Sonntag, den 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, in Keller's Feſtsälen, Koppenstraße 29: für Männer und Frauen im„ Rösliner Hof", Köslinerstraße Nr. 8. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Ad. Hoffmann über: Modernes Raubritter thum." 2. Diskussion. 219/11 Nach der Versammlung: Gemüthliches Veisammensein. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein Der Vertrauensmann. Grosse Generalversammlung der Filialen Berlin II und III des Zentral- Verbandes der Maurer Deutschlands. = Tages Ordnung: Für die zahlreiche Betheiligung bet der Beerdigung meines durch Mörderhand dahingeschiedenen lieben Mannes Karl Haseloff sage ich hiermit allen Freunden und Bekannten, Herrn Dr. Elkan, dem Somptoir und Babritperſonal, ber Bereinigung, der Maſchiniſten und Heizer sowie sämmtlichen Hausbe: Die trauernde Wittwe nebst Kindern. 1. Diskussion über die Beitragserhöhung des Verbandes. 2. Diverse Anträge zum Verbandstag und Wahl wohnern meinen innigsten Dant. der Delegirten. 3. Gewerkschaftliches. 136/2 Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen sämmtlicher Kollegen. J. A.: W. Fritzsch. Fachverein der Deutscher Holzarbeiter- Verband. eie Bereinigung der Bauarbeiter Berlins und Umg. Aug. Stranken- u. Sterbekasse Musikinstrumenten Arbeiter. ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 16. Januar 1899, Abends 8 11hr: Branchen- Versammlung der Telephonkasten- Tischler in Rautenberg's Festsälen, Oranienstraße Nr. 180. Tages Ordnung: Die gegenwärtige Lage in dieser Branche. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 76/12 Kollegen! Es liegt im Intereffe jeder Werkstatt, voll und ganz zu er scheinen. Sonntag, den 15. Januar 1899, Vormittags 10 1hr: Branchen- Versammlung der Bürsten- und Pinselmacher im Lokal des Herrn Schiller, Rosenthalerstraße 57. Tages Ordnung: Bericht und Neuwahl der Werkstatt- Kontrollfommission. Sämmtliche Kollegen werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Aufnahme neuer Mitglieder findet in der Versammlung statt. Zentralverband der Zimmerer Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 15. Januar 1899, Vormittags 10 Uhr: Mitglieder- Versammlung in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1898. 2. Die Arbeitslosen- Unterstützungsfrage. 3. Die bevorstehende Generalversammlung. 4. Wahl der Delegirten zu derselben. 5. Verschiedenes. Freie Sonntag, den 15. Januar, Vormittags 10 thr: Mitglieder- Versammlung im Lokal des Herrn Wilke, Andreasstr. 26. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1898. 2. Diskussion. 3. Vereins- Angelegenheiten und Verschiedenes. 31/1 Der Vorstand. | der Metallarbeiter Filiale Berlin III. Sonntag, den 15. Januar cr., Vorm. 10 Uhr, Manteuffelstr. 47: Mitglieder Versammlung. = Tages Ordnung: Den Kollegen zur Nachricht, daß am 10. Januar unser Kollege, May Wöllner verstorben ist. 141/2 Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. Januar, Vormittags 10 Uhr, vom Zentral- Friedhof( Friedrichsfelde) aus statt. Um rege Betheiligung Der Vorstand. Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschl.ber Die Arbeiter Versicherungs: bittet Zahlstelle Berlin V. ( Gruppe Rabitzspanner und Berufsgenossen.) Sonntag, den 15. Januar, Vormittags 10% Uhr, im Lokal des Herrn Zubeil, Lindenstrasse No. 106: Mitglieder- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Gutheit Gesetze. 2. Kaffenbericht. 3. Ver schiedenes. 119/1 In Anbetracht der wichtigen Tages Ordnung ist es Pflicht aller Mitglieder, in diefer Versammlung pünktlich zu erscheinen. Allen Freunden und Kollegen die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Bater, Bruder, Schwager und Onkel, der Metallschleifer Gustav Patsch Allen Verwandten und Bekannten, sowie den Kollegen der Pianoforte am Mittwoch, den 11. Januar 1899, früh 73 Uhr, fanft entschlafen ist. fabrik von F. G. Dittmann und dem Die trauernden Hinterbliebenen: Deutschen Holzarbeiter Verband sagen Anna Batsch geb. Grunert u. Kinder. wir für die vielen Beweise der Theil- Die Beerdigung findet am Sonn 1. Stellungnahme zum Bau eines Gewerkschaftshauses. 2. Jahresbericht fabrit von Lehmann& Co., der Wagendes Kassirers und der Revisoren. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. 261/1 Achtung! Achtung! Rabikputer. Achtung! Sonntag, den 15. Januar 1899, vormittags 11 Uhr, in Keller's Festfälen, Koppenstraße 29: Kombinirte Mitglieder- Versammlung der Zahlstellen II 1. III des Verbandes deutscher Maurer. Tagesordnung: 1. Delegirtenwahl zum Verbandstag. 2. BeitragsWir ersuchen die Kameraden, in Anbetracht der reichhaltigen Tages: an der Beschichung des Verbandstages haben. frage. Kollegen, Euer Erscheinen ist nothwendig, da auch wir ein Intereffe ordnung sich recht zahlreich und pünktlich einzufinden. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Verband der Sattler und Tapezirer. Sonnabend, den 14. Januar, Abends 9 Uhr: General- Versammlung im„ Englischen Garten", Alexanderstraße Nr. 27 c. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Neuwahl des gesammten Borstandes. 3. Abrechnung vom 4. Quartal. 5. Bericht der Delegirten von der Bezirks: tonferenz. 6. Diskussion. 7. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Kollegen, die sich bereit erklären dem Verbande beizutreten, sind will: tommen. 156/1 Der Vorstand. Sonnabend, den 28. Januar 1899: Grosser Wiener Maskenball in Cohn's Festfälen, Beuthstraße 19. Anfang 9 Uhr. Billets à 50 Pf. find in allen Filialen Berlins des Verbandes der Sattler und Tapezirer zu haben. Das Komitee. ,, Jägerhaus", Schönhauser Allee 103. Die Ortsverwaltung. 252/1 name bei der Beerdigung meines tag, den 15., Nachmittags 3 Uhr, vom lieben unvergeßlichen Mannes und Trauerhause Putbuserstr. 36 nach dem unseres guten Vaters unseren herz- Katholischen Kirchhof in Weißensee statt. lichsten Danf. 446 Emilie Brüss geb. Marschall Verkaufe Phönig- Maschine Schulz, Elisabethstr. 65 III leimstr. 17. nebst stindern. Verein deutscher Schuhmacher. Schäftebranche. Sonnabend, den 14. Jannar, Abends 9 1hr: Schäftebranche. Kranken- Unterstützungs- und Begräbnißverein der Bau- Letzte Filial- Versammlung und gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins. Sonntag, den 15. Januar, Vormittags 10% Uhr, Langestr. 65: General- Versammlung. Tages Ordnung: 37/1 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1898. 2. Wahl des gesammten Vorstandes. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Jedes Mitglied, das Interesse an seiner eigenen Sache hat, ist ver: pflichtet zu erscheinen. Der Vorstand. Achtung, Bauarbeiter! Sonntag, den 15. Januar 1899,' Mittags 12 Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthstraße Nr. 19: Oeffentliche Versammlung der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins und Umg. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht der Kommission. 2. Abrechnung des Kassirers. 3. NeuEmpfehle den Genossen meinen neurenovirten Saal für Vereine sowie wahl der Kommission. 4. Verschiedenes. für Privatfestlichkeiten. Ein Vereinszimmer ist noch zu vergeben. Da die Tagesordnung eine wichtige, ersucht um rege Betheiligung 6389* Karl Köhn. 30/1 Die Lohnkommiffion. J. A. W. Noack. bei Schiller, Rosenthalerstr. 57. Tagesordnung: Abrechnung vom letzten Quartal. Pankow! E 169/2 Nieder- Schönhausen! Maurer, Bimmerer! Sonntag, den 15. Jannar, Nachmittags 22 Uhr, im Lokale r Wwe. Röll, fr. Bärwald, Pankow, Spandauer u. Krenzstr.- Ecke: Oeffentliche Versammlung Tages Ordnung: 416 1. Das Koalitionsrecht und die Arbeiter. Referent Fr. Kater Berlin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht für alle Maurer und Zimmerer von Pankow und Umgegend, zu erscheinen. Charlottenburg! Grosses Lager![ 517L* Reparaturen gut und billig. Uhrmacher F. Kunstmann, Wallstrasse 1. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, 13. Januar. Opernhaus. Bastien und Bastienne. Die Entführung aus dem Serail. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Die Luftspielfirma. Anfang 7 Uhr. Deutsches. Fuhrmann Henschel. Aufang 7 Uhr. Lessing. Urania Taubenstrasse 48/49. Im Theater: Reiseskizzen aus dem Orient. Im Hörsaal: Dr. Hellborn: Familie und Staat."( Völkerkunde, II.) Invalidenstr. 57/62: Tägl. Sternwarte. Das liebe ich. Anfang Passage- Panopticum. 71 11hr. Berliner. Don Carlos. Anfang 7½½ 116r. Nejidenz. Mamselle Tourbillon. Borher: Der Küchenjunge. Anfang 72 Uhr. Neues. Hofgunst. Anfang 71% Uhr. Metropol. Die kleinen Michu's. Hierauf: Die Engelsjäger. Anfang 72 Uhr. Schiller. Die Beibrente. 8 Uhr. Anfang Weiten. La Traviata( Violetta). Anfang 7 Uhr. Central. Die Puppe. Auf. 71 11hr. Luifen. Ums liebe Geld. Anfang S 115r. Thalia. Mein Leopold. 72 Uhr. Belle Alliance. Anfang 8 Uhr. Anfang Graf Waldemar. Oftend. Der Brandstifter. Anfang 8 lthr. B Friedrich Wilhelmstädtisches. Oniel Toms Hütte oder: Sklavenleben in Amerika. Anfang 8 1hr. Alexanderplatz. Verbotene Liebe. Anfang 8 Uhr. Barodie. Emma von Falkenstein. Die eingemanerte Nonne. Anfang 7 Uhr. Urania. Zaubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr Vormittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 1hr: Die Urzeit des Menschen". Stündlich: Krieger des Mahdi. ( Männer, Frauen und Kinder.) 40 Leute vom Sudan. Castan's Panopticum. Die SIOUXINDIANER sind da! Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Invalidensiraje 57/62. Täglich Gastspiel Emil Thomas Abends von 5-10 11hr: Stern warte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten- Borstellung. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Anfang 8 Uhr. Stettiner Sänger. Feen Palast. Spezialitäten: Vorftelling. Bajjage Panoptifum. Spezialis täten Vorstellung. Mein Leopold. Original Volksstück mit Gesang in 3 Aften( 6 Bildern) v. Adolph L'Arronge. Musik v. R. Bial. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, den 15. Januar, Nachm. 3 Uhr, bei bedeutend ermäßigten Breisen: Der Eva- Apfel. Central- Theater Direttion: José Ferenczy. Schiller Theater Die uppe La ( Wallner Theater). Freitag 8 Uhr: Die Leibrente. Sonnabend 8 Uhr: Hanneles Himmelfahrt. Hierauf: Abu Seid. Sonntag Nach m. 3 Uhr: Die Ränber. Abends 8 Uhr: Hasemanns Töchter. Ostend Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Wohlthätigkeits- Vorstellung des Vereins für häusliche Gesundheitspflege( Stralauer und Königsviertel). Zum 20. Male: Der Brandstifter Senfationelles Ausstattungsstück mit Gesang in 5 Aften( 12 Bildern) bon G. Okonkowsky. Mufit von L. Fall. Jm Tunnel voit 61/2 Uhr an Frei Konzert. Anfang der Borst. 72 Uhr. Morgen und folgende Tage: Der Brandstifter. Sonnabend: 6. Schüler- Vorstellung: Wilhelm Tell. Anfang 22 Uhr. Kleine Preise. Luisen- Theater 31. Meichenbergerstraße 34. Novität! Abends 8 Uhr: Novität! Um's liebe Geld. Voltsstück mit Gesang in vier Aften von Johannes Eißner. Mufit von F. Krause. Sonnabend, 14. Januar, abends 8 Uhr: Zum 1. Male: Die bezähmte Widerspenstige. Sonntag Nachu. 3 Uhr: Volks- Vorstellung zu kleinen Preisen. Kean ober Genie n. Leidenschaft Abends 8 Uhr: Die bezähmte Widerspenstige. Metropol- Theater. Behrenstr. 54/37. Dir. Rich. Schultz. Bum 18. Male: Die kleinen Michu's. Operette in 3 Aften v. André Messager. Hierauf: Die Engelsjäger. Ballet in 14 Bildern von J. Regel und J. Bayer. Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr. Morgen und folgende Tage: Defelbe Borstellung. Poupée) Operette in 3 Aften und einem Vorspiel von Ordonneau und Sturges. Musik von Ed. Audran. Die Pausen finden nach dem zweiten und dritten Bilde statt. Morgen und folgende Tage: Die Puppe( La Poupée). Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, zu halben Preisen: Der Bettelstudent. Operette von Karl Millöcker. Feen- Palast- Apollo- Theater. Theater Burgstr. 22. Burgstr. 22, Das erfolgreiche Januar- Programm. Neu! Um 82 Uhr: Neu! Endlich zu Zweien. Gesangsposse von Joh. Eißner. Lehmann: Richard Winkler. Jm Spezialitätentheil besonders hervorzuheben: Fred Dewey. Gebr. Kieselly. Louise v. Dolffs. Gebr. Vero. Michaelainko- Gesellschaft, Russ. Orig.- Sänger u. Tänzer. Anfang 72, Sonntags 6 Uhr. Vorverkauf Vorut. v. 11-1 Uhr. Reichshallen. Stettiner Sänger ( Menfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röht, Schneider und Schrader.) Bum Schluß: Pepita vor Gericht. Ensemble von Meysel. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Num. Balkon 75 Pf. Balkon- Loge1 M. Orch.- Loge 1,50. Fremden- Loge 2 M. Tagestasse von 11-1 Uhr. Neichshallen Restaurant. Mittags und Abends: Konzert. Mittwoch, 18. Januar: Benefiz für das Reichshallen- Orchester. Alcazar- Theater Neu! Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Neu! Täglich: Eine Sommerwohnung in Charlottenburg. Posse von A. Auno, Grosser Erfolg der vorzüglichen Grotesque- Duettisten Les soeurs Bonheur. Auf allgemeines Verlangen: Direktion E. Waldmann. Carola Débriège Alexia und 15 auserlesene Spezialitäten. Anfang 72 Uhr. Mähr's Theater Oranienstr. 24. Schnapphahn, Jinke& Schraube Boffe mit Gefang und Tanz. Reu! Valori's Gesangsduett. Neu! Fuchs mit selbstverfaßt. Schlagern. Anfang an den Wochentagen 8 Uhr, Sonntags Uhr. Bons haben Wochentags Giltigkeit. Avis! Donnerstag, 19. d. Mts.: Moabiter Soeben beginnt neuer Gesellschaftshaus, Jahrgang: Alt- Moabit 80-81. Jeden Sonntag u. Mittwoch: Ensemble- Szenen, Konzert und Spezialitäten Vorstellung. Passe- partouts werden jetzt, für das ganze Jahr giltig, vergeben. Wochentags 7 Uhr. Anfang: Sonntags 5 ugr. Uhr. Entree 30 Pf. C. Peters. Die Festsäle und der Garten werden von 1. April 1899 wieder an Gewerkschaften, Gesang, Theaterund Vergnügungs- Vereine unter toulanten Bedingungen zu Festlichfeiten vergeben. Rechtzeitige Meldungen erwartet Julius Wernau, 6322] Gastwirth, Schwedterstr. 23/24. Wohl fühlt sich bei jeziger Witterung, wer Brunnenstrasse 110 ( neben dem Pferdebahn: Depot) bei Ignatz Sello bezieht anerkannt volt Benefiz für Willy Harnisch. guten R 90 Pf. an, Concerthaus Leipzigerstr. No. 48. Täglich: Hoffmann's vorzüglich. Glühwein- Extrakt, 1/1 Fl. infl. l. v. 1,10 M. an. Stonsdorfer intl. Orig.- Flasche( 3/4 Ltr.) à 80 Pf., Halb u. Halb, 90 f. mischung, per/ Champagner- Flasche intl., alten Quartett Humoristen Nordhäuser per Liter 50 Pf., füher Freitag: Heinrich Heine. Sonnabend: Das Versprechen hinterm Herd. Ungarwein, Orig.. tr.) intl. von 90 Pf. an, sowie sämmtl. Sorten Weine, Cognacs u. f. w. Spirituosen auch im Einzelverkauf nur zu Engros preisen. 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Sonntags 40 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. umreitet, erhält eine Prämie von 50 M. Auftreten der Elite- Akrobaten Relampagos. Auftr. des berühmtten Schul reiters Burkhardt- Foottit. Zum ersten Male: Gigerl Clown Alfred Daniels als Thierbändiger. Morgen 71/2 Uhr: Persien. Achtung![ 6179* Die weltbekannte Bettfedern- fabrik GustavLuftig, BerlinS., Prinzenstraße 46, verjendet gegen Nachnahme garant.neue Bettfedern d. Pfd. 55 Pf., chinesische Halbbdunen d. Bfb. M.1,25, beijere Halbdaunen d. Pfd. M. 1,75, vorzügliche Daunen b. Pfd. M. 2,85. Bon diesen Daunen genügen 3 bis 4 Pfund zum großen Oberbett. Berpadung frei. Preist. u. Proben gratis. Biele Anerkennungsschr. S ophastoffe auch Reffe in Nips, Damast, Crêpe, Phantasie, Gobelin und [ 6129* Plüsch spottbillig! Proben franko! in allen Qualitäten Läuferstoffe zu Fabritpreisen. Volkshochschule Humboldt- Akademie. Eröffnung der Lehrstätten S. ( Luisenstadt) und NO.( Königs. stadt) beide mit Volksthümlichen Vortragsreihen" à 50 Pf., Montag, 16. ds., in der Viktoriaschule, Brinzen straße 51, Ab. präz. 8 Uhr, bezw. im Königst.Nealgymnafiuin, Elisabethfraße 57/58, Ab. präz. 9 Uhr. Der Besuch der Ansprachen und aller Vorträge der 1. Woche( bis Freitag) find frei. Programme gratis in den Bureaus: Selmar Hahne, Prinzen: straße 54 u. Th. Fröhlich, Landsbergerstr. 32. Unserm Freunde und Genoffen Hermann Görke zum heutigen Wiegens feste die herzlichsten Glückwünsche! Die Freunde aus der Naunynstraße. 65/3 Unserm Sangesbruder Georg Hildenhagen ein dreimal donnerndes Hoch! Die Sangesbrüder des ArbeiterGesangvereins Vorwärts I, Südost, Ich habe im November vorigen Jahres Frl. Regina Weingarten Berlin S., ehrenrührigen Aeußerungen beOranienstr. leidigt, ich alles zurück, weil Nr. 158. mir Frl. Weingarten als ein anstäns [ 376 diges Mädchen bekannt ist. Auguste Ressat, Mariannenftr. 46. Olympia- Theater W. Noack's Theater Vereine. Emil Lefèvre, l. ing., 60 meter of the van de mett Karlstr.( Circus Renz) Karlstr. Heute, sowie Sonntag und die folgenden Tage Abends 8 Uhr: Mene Tekel. Jeden Sonntag Nachu. 312 Uhr: Dornröschen. Halbe Preise. 1 Kind frei. Morgen Sonnabend, 14. Januar: Keine Vorstellung. Abends 10 Uhr: I. Gr. Masken- Ball. Neue orig. Balletüberraschungen. Kolossal- Ballet ausgeführt vont gesammten Ballpersonal. 6 Musik- Kapellen. Einmaliges Gastspiel Johann Lumpe. Emma von Falkenstein oder: Die eingemauerte Nonue. II. Aft: Die berühmte Gefechtsszene bei Klavierbegleitung und feenhafter bengalische: Beleuchtung. Das geehrte Publikum wird gebeten, beim Aufbau des Theaters behilflich zu sein. Oekonomie: J. Schaurté, Monopol- Hôtel und J. Hütt, Olympia- Theater. Entree: Serrenkarte 10 Mr. Damenkarte 5 M. Jun Vorverkauf: Herrentarte 7 M., Zuschauerfarte 3 M. Eintritt nur in Maske oder Balltoilette. Dominos in der Garderobe erhältlich. Circus Renz- Riesen- Tunnel. Direftion: J. M. Hutt. Wolks- Theater zäglich: Grosses Konzert im Welt- Restaurant Dresdener: Straße 97. der Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors Herrn Otto Görner und Grosse Dir.: A. Kollg. Art. Leiter: A. Runge Spezialitäten- Vorstellung Täglich: Brannenstr. 16. Hente, Freitag, den 13. Januar: Alpen- Röschen. Märchen- Poffe mit Gesang in 3 Aften von E. Linderer. Mufif von Conradi. Die Sonntage der Winter: Saison sind an Bereine zu ver geben. Frik Nagel, Feldschlößchen", Müllerstr. 142. Maskenball Schuhe und Stiefel werden verliehen Sorauerstr. 25.[ 6412* 110179 400 750 53 65 970 111189 309 25 587 667 3. Ziehung d.1. Klaffe 200. Kgl. Preuß. Lotterie.( 200) 78 919 112184 224 99 505 96 819 32 113260 427 Biebung vom 12. Januar 1899. Nur die Gewinne über 60 Mart find den betreffenden Summern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 32 62 535 684 715 923 73 114040 60 989 115011 20 31[ 150] 62 192 341 427 570 772 917 31 116075 94 347 96 647 52 66 710 830 993 117136 65 222 88 97 472 75 90[ 800] 820 48 50 118020 70 80 109 10 60 255 82 541 119028 62 199 209 680 85 757 850 80 120295 333[ 100] 491 526 923 2109 19 195 509 86 123206 122006 39[ 1001 184 201 83 654 750 871 971 160 78 839[ 100] 416 614 907 47 52 1994 13 314 3307774( 150) 9280211 494 628 711 77 850 2100 449 666 99 779 94 834 974 [ 200] 3254 379 482 766 815 929 4127[ 150] 84 405 746 822 3184 39 85 289 391 488 793 6018 23 45 173[ 800] 612 765 82 7024 38 271 594 611 96 813 974 S035 298 [ 100] 677 798 9001 72 260 840 58 435 585 646 941 10028 313 494 549 51 608 701 17 11780 946 12044 344 642 741 54 62 903 13146 284 306 16 533 772 95 855 944 14078 104 66 223 29 99 373 611 97 811 15190 259 301 434 510 670 824 16055 352 632 725 78 942 17117 78[ 150] 218 358 458 606 838 1049 271 359 512 606 35 944 76 19179 384 88 658 838 948[ 150] 20196 471 648 885 989 93 21080 364 469 83 601 944 56 22020 52 304 431 716 804 23025 405[ 300] 40 516 46 639 826 24064 98 178 223 98 309 60 699 707 18 879 944 25310 94 610[ 200] 74 777 26880 421 96[ 150] 733 822 27046 122[ 100] 70 221 756 28183 262 526 794 29017 48[ 100] 244 61 333 740 76 901[ 100] 18 73[ 100] 30318 419 34[ 150] 632 982 31145 215 356 71 412 505 982 32140 214[ 800] 407 78 567 709 73 900 33724 34043 172 372 456 998 35044 197 235 873 538[ 150] 728 36024 128 37 317 645 59 712 803 37045 93 374 85 691 761 847 98 38887 98 406 67 540 748 52 58 847 39391 455 519 839 72 935 40063 127 327 56 596 768 89 915 66 41306 40 409 88 650 760 42021 41 67 82 109 10 830 611 41[ 150] 739 820 43200 353 490 588 683 715 825 44094 478 632 70 919[ 100] 95 45004 58 825 681[ 150] 740 896 961 46065 14472 98[ 1001 217 57 557 686 830 960 47018 124407 33 96 530 816 42 62 48022 130 540 59 87 649 61 915 88 49115 244 574 654 755 840 933 47 71 50089 172 231 323 60 502 658 775 848 968 76 51162 68 278 512 607 700 917 52106 46 250 68 480 53218 77 802 422 57 520 616 789 836 945[ 300] 54116 [ 150] 59 246 91 311 733 63 55219 339 469 836 98 983 50118 210 317 745 59 829 83 938 57160 62 275 420 755 79 881 900 34 49 84 58079 551 88 59141 240 337 466 529[ 100] 620[ 100] 866 949 60237 366 596 783 963 61018 166 812 924 62036 47 70 152[ 100] 94 400 33 544 672 909 80 63022 37 285 428 43 632 76 991 64048 250 387 471 522 52 759 876 65097 104 43 310 682 900 53 66136 324 65 464 803 63 986 67182 87 208 380 506 695 68388 665 817 85 69218 494 750 821 37 910 65 70033 103[ 500] 333 578 660 702 834 71022 106 79 426 99 72123 90 230 350 787 828 73077 220 87 315 486 511 32 616 775 982 74146 70 295 314 82 914[ 100] 75815 590 654 57 978 70142 262 68 512 671 804 77019 699 962 63 78117 231 538 749 57 79103 80 229 329 816 97 914 010011 16 90 80011 16 90 338 46 57 95 407 29 583 622 751 840 81108 28 295 742 58 810 82024 123 65 250[ 150] 358 483 89 525 721 818 79 88048 232 556 611 48[ 100] 89 S4465 903 85058 290 471 744 46 76[ 150] 834 86208 19 485 524 657 87611 44 98 747 801 31 88 90 88336 416 962 89052 133 376 667 723 90144 71 385 461 561 69 91020 155 272 325 42 92362 448 852 [ 100] 472 555[ 100] 678 820 36 76 929 94384[ 100] 926 93142 219 587[ 100] 92 800 941 52 554 965 85 95358 486 618 706 984 960838286 781 97078 258 369 479( 100) 584 65 603 98524 945 99118 70 333 52 691[ 200] 708 75 852 Große Gala Spezialitäten und unter Regie des beliebten Humoristen Gustav Kluck. Theater Vorstellung. 100017 472 91 533 874 994 101056 88 172 289 43 Novität! Durch die Blume. Große Das vollständig neue Januarprogramm. 822 501 680 719 102065 214[ 100] 319 875 954 97 Ausstattungs- Operette. Anf. Wochent. 6/2 Uhr, Sonnt. 5 Uhr. 103086 342 469 581 659 807 104170 372 92 550 749 Unter Polizei- Aufsicht. Gesangsp. Entree Wochent. 10 Pf., Sonnt. 30 Pf. 105156 90 250 58 404 557 881 939 106057 138 39 242 308 412[ 100] 559[ 150] 746 896 107062 267 540 880 Rudi Saberto, phänomen. Jongleur. Rudinis, Bauberparodisten. Vereinszimmer, nach dem Garten 985 108117 77 86 87 299 751 975 109002 19 225 83 Sonntags 6 Uhr. Ende 11 Uhr. gelegen, Montag und Mittwoch frei. 489 518 617 36 747 994. 436[ R. Scholz, Naunynstr. 6. Anfang: Wochent. 8 Uhr. 54 484 631 721 981 124077 132 64 90 332 555( 500) 688 Masken- Garderobe. Größte Auswahl. Billigste Preise. Berein. Preisermäßigung. Fr. Panknin, Oranienstraße Nr. 178 II. Adalbertstraße 91, Ecke Oranienstraße. W. Pahr 51 907 125154 877 128566 77 718 91 824 927 48 Arbeitsanzüge, 127028 415 509 24 680 753 806 63 128058 165[ 200] 216 358 75 419 547 89 703[ 100] 129044 74 301 642 721 130074 101 60 366 439 47 539 726 805 977 131076 248 304 489 568 721 132679 745 882 133125 334 56 86 134021 235 81 833 921 135057 94 146 235 85 329 [ 100] 488 522 659 801 136271 444 65 574-934 137023 260 357 433 565 81 731 36 826[ 150] 55 138028 45 257 5S 476 806 34 932 89 139452 828 Arbeitsanzüge Brunnenitr. 112. Moritzplatz, i.Haus v.Aschinger 2 Treppen rechts. Spezialarzt f. Haut u.Harnleiden. 10-2, 5-7. 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I. Mühlenstr. Nr. 8 nahe Schlesisch. Bahnhof und Station Warschauerstr., sind vom 1. April 1899 ab freundl. Vorder: und Hofwohnungen von 1 und 2 Stuben nebst Küche, Korridor, Kloset u. Zu behör billig zu vermiethen. Näheres daselbst beim Verwalter. 510L* Schlafst. Admiralstr. 34, H. 2 Tr. 1. Arbeitsmarkt. Achtung, Holzarbeiter! 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In der Lifle vom 12. Januar vormit tags lies 222 212 ftatt 202 212. Die Ziehung der zweiten Klaffe der 200ften Königlich Preußischen Klaffenlotterie findet ftatt am 10., 11. u. 13. Februar. Barnimstr. 13, ( Magazin Jannowig Brücke), haben fämmtliche Tischler wegen Diffe renzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug fernhalten! 108 Die Ortsverwaltung. Redakteur- Gesuch. An tägl. erscheinendem Parteiblatt wird per 1. April erster Redakteur gesucht. Anerbieten unter J. 8 mit Gehaltsforderung an die Exped. d. Bl. erbeten. 6799* Tüchtiger Schlosser auf Bratkasten und Ofenthüren per sofort gesucht. Nur solche Leute, die auf diese Artikel eingearbeitet sind, wollen fich melden. Gollnowstr, 39 im Fabrikgebäude. Drechsler mit eigener Drehbant verlangt 48/10 Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für ben Inferatentheil verantwortlich: Tb. Glode in Berlin. Druck und Berlag von May Bading in Berlin. Waldemarstr. 55, 3 Tr.