Einzelpreis 70 Heffer. Titl. Dělnická akademie Praha II. Hybernská ul.7. Inferate werden laut Tarif billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 9. Jahrgang. Caldemokrat Jenicuivrgun der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Mittwoch, 23. Oktober 1929. Es geht um die Schule! fie an die Christlichsozialen zu verlieren fürchten, falls sie deren Forderungen zu troben wagen. Die Wahlen und die drohende Gefahr der Verklerikalisierung ment and mit deren Schulforderungen durch dick unserer Schule. soweit dies Voz dem Umsturz stand in alten Desterreich unterrichtet, erzogen und natürlich bie Samle vollständig im Banne des der Lehrer nicht imstande ist konfessio. Rleritalismus. Die Eltern waren nicht nell berheit und zur Ünduldsamkeit nur gezwungen, ihre Kinder in den Reli- gegen Andersgläubige und konfes gionsunterricht zu schicken, sondern fie mußten ionsIose erzogen werden. So sollen die Na fie ohne Rücksicht auf die Einstellung des El- tionen durch die konfessionelle Schule geistig verternhauses an allen religiösen llebungen teil- roht, die religiösen Gegensätze in der Bevölkerung nehmen lassen. Die Abwesenheit vont Sonn- oder wieder aufgerissen und fonfessioneller Haß unter feiertäglichen Gottesdienste, von Beicht oder das Volk getragen werden. Rommunion wurde mit denselben Strafen belegt, Die Nation soll nicht nur nach politischen, wie die Versäumnisse vom Schulunterricht. sondern überdies auch nach konfeffionellen BarReligion war nicht nur der erste Gegenstand feien gespalten werden! Daß durch eine solche auf dem Schulzeugnisse wie dies ja auch heute Berklüftung und durch das Emporlodern der noch der Fall ist sondern der Religionslehrer religiösen und fonfessionellen Zwietracht gerade nahm auch in der Lehrerkonferen; die erste Stel- die an Einfluß im Staate ohnedies jo arme lung ein, er beherrschte sozusagen den Lehrplan deutsche Nation bei uns noch mehr zurüd und eine Opposition gegen diese seine Vorrecht stellung galt geradezu als o chverrat. Wer erinnert sich nicht der ersten, zielbewußten Kämpfe, die der Verein Freie Schule" gegen diese Zustände, besonders aber gegen den Zwang der Teilnahme der Kinder an den reli giösen lebungen, geführt hat, die aber intellektuell Hochstehende Geister des deutschen Bürgertums waren mit an der Spitze gestanden - zu leinem praktischen Erfolg führten. Bezugs Bedingungen: Bei Juftellung ins Haus oder bel Bezug durch die Post: monatlich. oierteljährli halbjährig ganzjährig. Ke 16.48.90.192.Radftellung von Manu( tripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten. Ericheint mit Ausnahme des Montag täglich rig. Nr. 248. Bürgerblod und Wirtschaft. Die deutsche Gewerbepartei hat sich für die Wahlen vorweg mit den Christlichsozialen foaliert und wird naturgemäß dann im Parla Auf der Suche nach Wahlschlagern hat die und dünn gehen! christlichsoziale„ Deutsche Presse" am 17. Ofio. Diese beiden Regierungsparteien haben ja ber die Entdeckung gemacht, daß sich durch die auch für die Erhöhung der Kongrua gestimmt wirtschaftliche Tätigkeit des Bürgerblocks„ viel, und für die Gehaltserhöhung der Briefter ans sehr viel zum Besseren für die werftätige Beder Kirche! Sie werden also, wenn auch nicht als verwegene Behauptung bei den arbeitenden Staatsmitteln, anstatt aus den Reichtümern völkerung geändert hat". Obwohl diese mehr offen, für die fonfessionelle Schule und für alles, was damit verbunden ist, ein Menschen, deren Lebenshaltung sich unter dem treten, aber feinesfalls den anmaß- Blockregime fühlbar verschlechtert hat, nur ein lichen leritalen Ansprüchen ent- zorniges Lachen auslösen kann und dieser gegentreten! christliche Wahlbluff somit schon von vornher ein dazu verurteilt ist, an der gerechten Empö tion aufzudecken, mit der das christlichsoziale ung der Maffen zu scheitern, verlohnt es sich doch, die ganze Armseligkeit der ArgumentaZentralorgan seine Erzählungen vom Bürgerblockparadies begründen will. Und die deutsche Nationalpartei? Klerikalen Vorstoß nicht zu erwarten, denn diese Auch von dieser ist ein Rampf gegen einen Partei hat hinsichtlich ihrer Stellung zum Kleri falismus eine grundlegende Wandlung durchgemacht. Vor 30 Jahren, da waren die w Briand von der Kammer gestürzt. auch Beil er eine Debatte über den Young- Plan und die Rheinlandräumung nicht zulaffen wollte. Nach einer furzen Pause teilt der Kammerbräsident Bouisson mit, daß der Antrag des Deputierten Montigny mit 288 gegen 277 Stimmen angenommen wurde. Wir hatten, che wir das Glück genossen. von Mayr- Harting regiert zu werden, nach den Angaben der„ Deutschen Preffe" 50.000, 70.000, ja 100.000 Erwerbslose. Im Herbst 1926 trat die erste sozialistenfreie Regierung aus Ruder und mit einem Schlage änderte sich das Bild: die Arbeitslosenziffern gingen von Jahr zu Jahr zurück und erreichten ihren Tiefstand von rund 15.000, also von kaum einem Der Umsturz brachte da rasche Wandlung. Paris, 22. Oktober. In der heutigen Erftimmen geschlossen gegen die Regierung. In der Viertel Prozent der Bevölkerung." Mit den tschechischen sozialistischen Parteien und öffnungssigung der Rammer erlitt die Regie Mitte und auf der Rechten geben die meisten wohl auch mit den Nationaldemokraten und ticherung Briand mit 288 gegen 277 Stimmen eine Deputierten für die Regierung günftige Stimm- Dem volkswirtschaftlichen und sozialpolitischen Zunächst einige kleine Belehrungen aus chischen Agrariern von damals war ein frei Niederlage. zettel ab, doch stimmen einzelne, insbesondere ABE. Sie fönnen regierungsdeutschen Redalheitlicher Geist in die gesetzgebende stör Dies geschah nach einer erregten Debatte, Freunde Marins, gegen das Kabinett. perschaft des tschechoslowakischen Staates ge in welcher die oppositionellen Redner Mons Der Sozialistenführer Leon Blum, der das teuren nie schaden. Es geht nicht an, die Arjogen und der tschechische Sozialdemoigny, Mandel und Louis Marin forber an Hehab. frat pabrman wurde unterrichten, die kammer möge fofort an die Beh b.rgebnis der Abstimmung vorausfah, machte trafttreten des Genter Syſtems mit der Zahl beitslosenziffern aus der Zeit vor dem Inminister. Eine seiner ersten Taten war beiung der Interpellationen, betreffend die Haager bak die Stimmabgabe der Sozialisten gegen die der gewerkschaftlich unterstützten Arbeitsloübrigens in seiner Rede darauf aufmerksam, Aufhebung des Zwanges zu den Konferenz, den Joung- Plan, die Rheinlandreligiösen Uebungen und die Uebertra- räumung und die Saarfrage schreiten. Minister. Regierung Briand nicht als Berurteilung der sen zit vergleichen. Ueberdies betrug im Juli gung des Rechtes an die Lehrerfonferenz, zu hepräsident Briand widerfeßte sich dieser For- Haager Abkommen im Auslande angesehen were 1929 bloß die Zahl der gewerkschaftlich Unterstützten 16.789, die Zahl der bei den Arbeitsschließen, ob und inwieweit sich die Mitglieder des derung, indem er anführte, die Würde der Re- den dürfe. vermittlungsämtern gemeldeten Bewerber Lehrkörpers an der Ueberwachung der freiwillig gierung würde herabgesetzt, wenn das Parlazu den religiösen Uebungen erscheinenden Minder ment über die internationalen politischen Pro32.701 und auch diese Ziffer gibt feineswegs beteiligen wollen. Die Bestimmung des Reichsbieme verhandeln würde, über deren Lösung die bei weitem nicht den wirklichen Stand der Ar bollsschulgesetzes, daß der Leiter der Schule der Regierung gerade erst mit den Regierungen beitslosigkeit an, da wir feine obligatorische Alle Minister erheben sich sofort von ihren Arbeitsvermittlung haben, ihre Einführung felben Seonfession angehören müsse, wie die anderer Staaten verhandle. Schließlich einigt sich die Opposition auf die Sigen und verlaffen mit dem Ministerpräsiden vielmehr vom Mehrzahl seiner Schüler, wurde aufgehoben, vielmehr vom Bürgerblock sabotiert wird. durch den sogenannten„ Stanzelparagraph" der Forderung, daß die Aussprache über die Außen- ten Briand den Saal. Die Megierung redigierte ebenso wie sich die Mehrheit um das Schickial Mizbrauch der Kirche zu den politi- politik am 15. November beginne. Briand spricht sofort gemeinſam das Schreiben, mit dem fie der unglücklichen Ausgesteuerten einen Pfifferichen Zweden der Klerikalen verboten. sich gegen den Antrag aus und verlangt die Ver- ihre De mission einreicht. Um 19 Uhr 25 wurde Ministerpräsident ling schert. Aber abgesehen davon: was hat das Im Jahre 1922 wurde der Religionsunterschiebung der Debatte bis zu dem Zeitpunkt, richt für wahl frei erklärt und die Eltern von venn der Young- Plan von wenn der Young- Plan von den Regierungen Prinand in Begleitung der Minister im Elysee Sinken der Arbeitslosigkeit mit der sozialistender Verpflichtung, ihre Kinder in den Religions- definitiv angenommen sein werde. Er stellt des- Belois empfonoen, wo er dem Bräsidenten der freien" Regierung zu tun? In der zweiten hals die Vertrauensfrage. Rehvblik die Demission des Gesamt- Hälfte des Jahres 1926 war die Arbeitslosigunterricht schicken zu müssen, entbunden. Unter allgemeiner Aufregung und Unae- abinetts überreichte. Der Bräsident nahm feit sehr hoch, obwohl schon damals eine bür Es war auch dies ein Werk der tschechischen Sozialdemokraten, die damals noch in der Regie- bißheit schreitet das Haus zur Abstimmung. Die die Demiſſion on. Es werden moraen die Bera- gerliche Mehrheit die Wirtschaftspolitik be stimmte. Im Oftober 1926 traten Spina und rung gewesen sind, die letzte freiheitliche at Sozialistisch- Radikalen und die Kommunisten tungen zur Lösung der Strife beginnen. Mayr- Sarting an, aber noch bis zum Juni der allnationalen tschechischen Koalition. 1927 herrichte eine schwere Wirtschaftskrise. Unter der Herrschaft des Bürgerblods ist es Das Bild änderte sich also feineswegs mit einem Schlage" wegen der schönen Augen Spinas oder der in letzter Zeit so häufic in die Diskussion gezogenen Naje Mayr- Hartings. Mitte 1927 trat dann allerdings eine jähe I gewiesen wird, bedarf nicht erst eines Be- Alldeutschen", wie sie sich damals nannten, und Iveises. dann später auch noch die unter des Abgeordneten Wolf Führung stehende Deutschradikale Bar tei"- tatiächlich ſtranun antiklerikal. Sie in zenierten die„ Los von Rom" Bewegung und freilich wesentlich anders geworden. Die Verteidigung gemeinsamer Besißinteressen Und die Schrer? Sie sind nach dem llut hat bei den Nationaldemokraten wie bei den ische- ftur; von der tatsächlichen, wenn auch nicht mehr chischen Agrariern die einstmals freiheitliche und nejeßlich begründet geweſenen Abhängigkeit von gelöscht. Dazu kommt besonders bei den tiche der Kirche und den Religionsgenossenschaften, die wähnten damit den wirksamsten Schlag gegen den Konjunkturwelle ein. Als Frucht der Bürgerantiflerifale Gesinnung vollständig au 3- gefeßlich begründet gewesenen Abhängigkeit von chischen Agrariern die Furcht vor der Stontur im alten Oesterreich bestanden, befreit worden. renz der tschechischen Volkspartei, der tschechischen Stlerikalen, daß sie unter Spekulation auf den start religiösen Einschlag bei der tschechischen Landbevölkerung ihnen auf dem flachen Lande die Wähler ab agen könnten. Standidiert doch die tichechische Agrarpartei diesmal ins Parlament reichen Stellen! Genau so steht es mit den deutschen Agrariern. Die Schulpläne der lleritalen Parteien ohne Unterschieb der Nation, fic würden im Falle ihrer Berwirklichung die Lehrer in den Zustand zur Zeit der Konkordatsschule zurüidverseßen. österreichischen Stlerifalismus zu führen. Aber heute? Die deutsche Nationalpartei, der Rechts. blockpolitik? Es ist zum Lachen. Vielleicht innachfolger der ehemaligen Deutschradikalen in den folge der Agrarzölle, die unsere handelspoliSudetenländern, fie hat jeden Kampf gegen tische Situation wesentlich erschwerten, so daß den Seleritalismus vollständig ein wir heute weder mit dem verbündeten Jugos gestellt. Sie fämpft mit Haß und Eifer gegen ilawien noch mit unserem größten Lieferanten die deutschen Sozialdemokraten, aber in bezug auf und Abnehmer, Deutschland, einen Tarifverdie klerikalen Schulforderungen ist ihre Parole iraq haben und wo wir Verträge schließen tonnPriester, deren drei an sehr aussicht sicht der Staats, sondern der Kirchenbehorde schon seit dem Umstur; euereinstellen!" ten, wie etwa mit Desterreich oder Unçarn, So sind die nichttleritaten Regierungsparteien im Stampfe gegen die Klerikalen nun so gut wie lahmgelegt. Um so dreister wurden natürlich die l'erifalen Parteien in der Koalition, die tsche chische Volkspartei, die ilowatiiche Volkspartei und die deutschen Chriftlichiozialen! Die Schwäche ihrer..freiheitlichen"(!) Stoalitionsgenossen rüdlichtslos ansnüßend. treten sie immer schärfer und schärfer mit ihren Forderungen herbor! unterstellt, gerieten sie wieder in volle Abhängigteit vom Pfarrhofe, würden sogar Mesner- und Küsterdienste verrichten müssen und wenn man vielleicht auch diese Arbeiten" ihnen nicht mehr zuzumuten wagte: Nicht Voltsauftlärung, sondern Einschläferung der geistigen Anlagen der Kinder wären ihre Aufgaben. Und darum müssen die Wähler bedenken, daß es bei den kommenden Wahlen auch um die Aufrechterhaltung der Neuschule, um die weltliche Erziehung und den weltlichen Unterricht, wie auch um die Freiheit des Lehrers Sie begnügen fich nicht mehr damit, die und in weiterer Hinsicht um eine fort= Aufhebung der Habrmanschen Erschrittliche Schulreform geht! lässe über die religiösen Uebungen in fordern Von den bürgerlichen deutschen und die Wiedereinführung des obligaten Parteien fönnen, wie bereits festgestellt wor Religionsunterrichtes zu verlangen. Sen ist, die deutschen Agrarier zur Ab nein, offen und laut erheben sie wehr der fleritalen Schulvläne nicht in Betracht den Ruf nach der konfessionellen Schule! lommen, weil ihnen vor der klerikalen tonfur Die Kinder sollen nach Konfessionen ge- renz bei der sehr fonservativ einseiteilten deuttrennt nur durch Lehrer derselben Konfession schen Bevölkerung des flachen Landes bangt, die Die einzige deutsche Partei, die dies nach der Feststellung des damaligen Hantatkräftia und entschloffen gegen den katastro- delsministers Beroutka„ auf einem erhöhten phalen Rüdschritt, den die, wenn auch nur Bollniveau" geschah, so daß also unsere autonoteilweise Erfüllung der fleritalen Wünsche men Agrarzölle eine Erhöhung der verbedeuten würde. bis zum äußersten zu lämpfen tragsmäßigen Industriezölle der Nachbarstaagewillt ist, ist die deutsche sozialbemo ten nach sich zogen und unsere Ausfuhr erfratische Arbeiterpartei. Sie allein bildet in der deutschen Bevölkerung das mach tige Bollwert, an dem sich die fleritale Welle brechen wird. Für welche bürgerliche Partei auch immer die Stimme aboegeben wird, sie bedeutet unter allen Umständen eine dirette oder indirette Stärkung des ferita ( ismus. ichwerten. Oder infolge der Reform der direften PaSteuern? Die stand damals noch auf dem Ba pier und konnte überdies, wie Englis selbst im Budgetausschuß des Senates feststellte, auf Sie Sconfurrenzfähigkeit der Industrie nur einen indirekten Einfluß;" ausüben, das heißt auf out deutsch, sie war in dieser Hinsicht für Sie Say. Oder infolge der Erhöhung der Budersteuer? Oder dank den Militärvorlagen? Wer also will, daß die Bäume der schwar Genug, genug. Die wirtschaftspolitischen zen Gilde nicht in den Himmel wachsen und das Gespenst der Montorbatsichule ge- Maßnahmen des Bürgerbiods waren allesamt bannt wird, dem bleibt nichts übrig, als am nur Sindernisse für eine günstige WirtschaftsWohltag feine Stimme abuneben für die entwicklung und wenn es dennoch zur Konjunkdeutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei! tur fam, so ausschließlich deshalb, weil wir in Bette 2 eine Weltkonjunktur hineinfamen, die Haupt- 1 fächlich bedingt war durch den wirtschaftlichen Wideraufstieg Deutschlands, aber auch durch die Ueberwindung der Nachkriegsfolgen in aller Welt. Wenn nun die Deutsche Presse" das Verdienst daran für den Bürgerblock reklamieren möchte, indem fie schreibt: „ Es war kein Zufall, wenn mit diesen Tatfachen zeitlich auch die konjunkturbegünstigten Jahre im Staate seit seiner Gründung zusammen fallen" Agrarische Unflätigkeiten. Sinnlose Verleumdungen der Sozial emokratie. Donnerstag, 24. Oktober 1929. Auter folchen albernen Berbächtigungen be mögen die agrarischen Führer vom Schlage eine Plecher( daß Gott erbarm!) nichts Befferes hun. Die Bandwirtschaft, die solch geistreiche Sel den als Wegweiser besist, ist aufrichtig zu be dauern. Wir Sozialdemokraten brauchen un Die landbündlerische Presse widmet die Zeit, den Nebengang zurierten Wirtschaft. Wie um so weniger über die Bleschers aufzuregen die ihr im Abwehriampf gegen die Meritalen fich der eine Wloris demiges vorstellt! und Deutschnationalen noch übrig bleibt, mit als es hierzulande Agmarier gibt, die die Mög Jeder, der die fozialdemokratschen Agrar- lichkeiten eines Getreidemonopols durchaus nicht Vorliebe gegen uns Sozialdemokraten. programme fennt, weiß es, daß das Getreide- ablehnen. Beweis dafür ist ein diesbezüglicher Es ist der alte, dürre„ Schimmel", der hiebei monopol den Zrved hat, den Landevirten durch Artikel in der„ Prager Presse" vom 9. Oktober zu Tode geritten wird: die Sozialdemokraten find aus angemessene Preise zu sichern, 1929. Dort heißt es: Boll begrüßen fann so erweckt sie damit nur die hochkomische Vor- Todfeinde der Landwirtschaft und ihr zur Schau ihn also vor Schaden infolge Ber- bie Landwirtschaft nur eine Lösung, die es en stellung, wie etwa Herr Stenzl die Weltfon- getragenes Fittereffe für diesefbe fei nur Schavin- lust breifen zu schüßen. Dasselbe molien möglicht, daß für das Getreibe ein Breis er junktur schafft und macht damit ihre eigene in der Regel: her mit dem Besen oder monopol erreichen, wobei lediglich auf Profeffor Nicht mit Unrecht wird darauf hingewiesen, daß del, Gimpelfang. Das Ende des Sermons lautet auch bürgerliche Agrarpolitiker mit dem Getreide zielt wird, der den Bandwirt befriedigen Bann. Argumentation lächerlich. Drefchflegel gegen die Sozi! Michael Sainisch, den gewesenen österreichi- für eines der tvichtigsten Lebensmittel, den But. Für uns aber ist das Entscheidende, daß schen Bundespräsidenten hingewiefen fei. Deffenter, die Preise feftgefebt werden, ebenso diese Konjunktur lediglich den Rapitalisten ver- Um die„ Todfeindschaft" gegen die Landvirt- eingehende Begründung der Vorzüge des Ge- wird Spiritus zu festen Preisen verkauft. Das mehrte Gewinne gebracht hat, während die ar- fchaft nadzieifen", bruckt die agrarische Preſſe treidemonopols fann Blofcher im Werte Hainisch felbe fönnte bei Getreide ermöglicht werden... beitenden Menschen heute schlechter leben als einige Anträge der sozialdemokratischen Barla„ Die Landflucht" gefälligst felbst nachlesen. Die Eine Landwirtschaft, die mit stabilen erträg zuvor. Denn selbst die amtlichen Inderzahlen mit den damals so dringenden Ernährungs- tent auf das Getreidemonopol genomumen, fo wie Strudel der Schwankungen der Weltmarktlage mentsfraktionen aus dem Jahre 1920 ab, die sich Sozialdemokraten haben also durchaus kein Pa- lichen Preisen rechnen tann, fönnte im bestätigen, daß die Lebenshaltungskosten gegen fragen befaßten. Daraus konstruiert man die es die Agrarier mit den 8öllen taten, die sie auch für unsere Industrie sehr wert. wärtig höher sind, als vor dem agrarisch- fleri- Berleumdung, daß die Sozialdemokratie insbeson- als einziges Mittel" der Rettung darstellten, vo II sein. Praktische Erfolge werden in der gan. falen Zollerperiment, ja höher als unter der bere gegen die kleinen und mittleren wobei sie, wie Figura lehrt, elendlich berzen Frage nur dann erzielt werden können, wenn unmittelbaren Auswirkung dieses Experimentes Landvirte lämpfe. Die Herren Landbändler läten trachten. Ende 1926..Daran trägt auch die Steuerpolitik beffer, die unfelige Zeit der staatlichen ZwangsDas Entscheidende bei alledem ist jedoch die ftig emveifen follte. Diese Erfolge tönnen sich in fich die inner politische Sage biefür gündes Bürgerblocks ihr volles Maß an Schuld wirtschaft, die sie fälschlich als fozialistisch be- Tatsache, daß Plescher und die übrigen agrari- gleicher Weise zum Vorteil der Landwirtschaft, und wenn daher die„ Deutsche Presse" erzählt, zeichnen, nicht zur Sprache zu bringen. Während fchen Apostel in der Zeit wirklicher Not der Land- wie der Berbraucher einstellen. Verschiedene Andaß früher die Steuerlaſten von Jahr zu Jahr und darum a fun wat die wohl haben wirtschaft aus eigenem nicht einmal einen bereichen deuten darauf hin, daß fich dieſe günſtige wuchsen, so muß man ihr nur entgegenhalten, befiber zu svingen, ihrer gesehlichen Pflicht wirklich geholfen werden könnte. Auch der Artifel gelung des Getreideverkehres leichter her. den Bauern und reichen Großgrund nünftigen neuen Gedanken produzieren, wie ihr innerpolitische Lage bei der Verhandlung der Ros bag Umsatzsteuer, Verbrauchssteuern, Bölle und auf Versorgung der hungernden Bevölkerung Pleschers läßt in dieser Hinsicht alles vermiffen. Reingewinn der Tabakregie im Jahre 1926 nachzukommten, haben gerade die agrarischen tellen läßt, als dies vor drei Jahren bei der Wird der Agrarier, der diese Aeußerun fünfeinhalb Milliarden einbrachten, im Jahre Dorfproben die Häusler und Klein feines Schlages doch nur darum zu tun, die SoAber diesem Herrn ist es ebenso wie anderen Einführung fester Getreidezölle der Fall war." angialdemokratie waren; die armen alten Männer ihre Haut zu " Ein herrlicher Gemeindewahlfieg. 1928 über 7115 Millionen! Den Banken find landwirte am stärksten mit 3wangs feines Schlages doch nur darum zu tun, die Sofreilich Millionengeschenke gemacht worden. ablieferungen belastet. Die Zeit, wo sialdemokratie in den Augen der Landbevölkerung gen machte, von Blescher und der Deutschen Aber nicht nur im Rahmen des Staatshaushal- die Häuster und Kleinlandwirte in Schüßengra- möglichst herabzufeßen, um fie weiter an die agra- Bandpost" auch als Feind der Kleinen unto milttes verschoben sich die Basten von den Befißen- ben lagen und deren Frauen den Schikanen der riche Parteikarre zu fesseln. Deshalb auch die leren Landwirte denunziert?? Das Gelungenſte ben auf die Besiglosen, sondern durch das Ge- agrarischen Dorfgewaltigen rechtlos ausgeliefert für das Getreidemonopol, weil sie hofft, bei der Partei ist der Umstand, daß die agrarischen AnVerleumbing, die Sozialdemokratie sei deshalb bei diesen und ähnlichen Verleumdungen unserer meindefinanzgesetz und die in seinem Gefolge Markte tragen mußten, die reichen Bauersöhne Feftfebung der Monopolpreise mehr Bundesgenofgreifer bar jeder Initiative, schließlich gezwungen erlaffenen Abgabenordnungen wurden auch die infolge Zeichnung von Striegsanleihe aber heim- en gegen die kleine und mittlere Landwiri- fein werden, bei der sozialistischen Ideemvelt fommunalen Basten fast ausschließlich den Un fahren konnten, ist noch lange nicht vergessen! schaft zu finden". Auf diese Biberei zu antwoor- eine ansehnliche Anleihe zu machen, bemittelten aufgebürdet, während dieses Gesetz ten, fällt uns gar nicht ein; derartige Bolitif" wenn sie überhaupt etwas leisten wollen. Es gilt gleichzeitig die Gemeindewirtschaft ruinierte. Verleuandungen ist auch ein Artikel Blejchers schen von selbst. Ganz im Stile bewußter Verdrehungen und richtet sich in den Augen aller anständigen Men- auch hier das alte Sprichwort: wer shimpft, Die Berderblichkeit der Bürgerblodpolitik aus Rieber- bersdorf über das Getreidemonopol der fauft! J. Sch. für die Massen kann also durch feinerlei Be- unferer Sozialdemokraten" gehalten, den die mühungen der Deutschen Presse" wegdispu„ Deutsche Bandpost" vom 15. Oftober groß auf tiert werden. Aber wo bleiben ihre Ergebnisse macht. Darin macht der Herr Plescher, der sich für die wirtschaftliche Konjunktur? Denken felbst für einen großen Agrarpolitiker halten mag, wir an die schwere Agrarfrise, der die Land- Stimmung gegen das Staatsmonopol Die Schindlwalder Genoffen nehmen den Kommunisten fünf bündler nur seine Zollforderungen, die Christ- und verfurcht den Sozialdemokraten eins anzu Mandate, den Bürgerlichen ein Drittel ihrer Stimmen ab! lichsozialen nur Nebensarten entgegenzusetzen bängen. Die Schweizer Sozialdemokraten verdäch haben. Denken wir an die Buderpolitik des tigt er des Bündnisses mit dem Handelstapital Schind vald und die reichsdeutschen Sozialdemokraten beschul einer der hauptsächlichsten tretung neu gewählt. Die Wahl endete mit einem Bürgerblocks, die durch maßlose Ausbeutung bigt er, daß fie der Landwirtschaft nicht die nöti Wohnorte der Rothauer Eisenwerksarbeiter überwältigenden Erfolg der deutschen Sozialdes Inlandskonsumenten Erportförderung trei- gen Breise betvilligen wollen. Im Zusammen- wurde bisher zu den Hochburgen der während die Kommunisten zur Bedeutungslosig demokraten, die ihre Mandatszahl verdoppelte, ben wollte und doch nicht verhindern fonnten, hang bamit bezeichnet Plescher das Getreidemono Rommunisten in West böhmen gefcit herabsanten. daß unsere Zuckerausfuhr fatastrophal zurüd- pol als loftspielig, und unvationell; er behauptet, geht. Denken wir an die Krise der Textilindu- es wübe mur den Händlern Bortelle bieten und ählt. Dort gelang es den Kommunisten sehr strie, an der eine verfehlte Handelspolitik und dergleichen mehr. Bei den Sozialdemokraten sei rasch, nach der Spaltung Fuß zu faffen, indem die systematische Untergrabung der inländischen der Gedanke absolut nichts neues. Der Schlager fie die momentane Verwirrung innerhalb der Rauffraft gleichermaßen schuldig sind. Der werde„ oben" mur angewandt, wenn Aussicht vor Arbeiterschaft geschicht auszunüßen verstanden. handen ist, daß er zieht, wie z. B. jezt bei äußerst Bürgerblock hat die Weltkonjunktur nur zu niedrigen Getreide. Preisen oder bei Schon die letzte Betriebswahl im Rothauer Sozialdemokraten gunsten des ausbeuterischen Profites zu nußen den Wahlen. Also wiederum die Behauptung, Eisenwert aber zeigte, daß die Arbeiter es nunverstanden, zur Abwehr der drohenden Wirt die Sozialdemokratie treibe eine unredliche Po- mehr satt haben, für den kommunistischen Jrr- Rommunisten ( und Kleinbauern) 146 litik. Dabei haben wir über das Getreidemionopol sinn zu verbluten. Die sonntägige Gemeinde- Bürgerliche schaftsnöte aber nichts vorzukehren vermocht. Mit wirtschaftspolitischen Erwägungen als eines der Mittel zugunsten der Landwirt wird die Deutsche Preffe" den Bürgerblod schaft gefprochen und geschrieben, als die Preise wahl in Schindlwald ergänzte in herrlichster nicht retten. Sie flagen seine Politik nur um so des Getreides weit über 200 Kronen per Meter- Weise dieses Bild: Die Arbeiter geben der Lauter an und müffen den Entschluß der gentner standen und absolut feine Wahlen in Rommunisterei den längst reichlich verdienten Loren 123 Stimmen und 5 Mandate, arbeitenden Menschen noch bestär- Aussicht waren. Herr Plescher ist auch so freund- Fußtritt und sammeln sich lich, den bekannten Antrag Seliger, Cermak und zugleich auch die ten, allen Parteien, die diesem Genoffen aus dem Jahre 1920 zu zitieren, der die Bürgerlichen aufs Haupt schlagend Regime unter Preisgabe der Jn planvolle Organisierung der Getreide- der Sozialdemokratie. teressen ihrer Wähler gedient aufbringung mit Hilfe der landwirtschaftlichen haben, die wohlverdiente Nieder- Genossenschaften anstrebte. Dieser Antrag bezwedte In der Gemeinde Schindlwald im Bezirke date eroberten, ihre Stärke also Lage zu bereiten! Ein brasilianisches Mietshaus. Roman von Aluizio Azevedo. 48 „ Ach, nichts weiter. Ich hab' bloß nachgedacht. Trint doch was." Nachstehend das Wahlergebnis: 1927 1929 * Stim. Man. Stim: Wan. men bate men Date 10 2 260 189 7 66 97 3 69 3 Die Bürgerlichen berloren also 28 Stimmen, die Kommunisten ver also zwei Drittel ihres bisherigen im Lager Besißstandes, während die Sozial demokraten 114 Stimmen und 5 Man nach der Auffassung Plefchers nichts anderes als Neuber, wurde am Sonntag die Gemeindever- verdoppelten. nas Augen füllten sich mit unvergossenen, Trä-| herum. Ich will aber keinen Zant mit meinen nen. Piedade führte ihren Mann nach Hause. Nachbarn haben. Das müssen Sie einsehen." ,, Willst du ein bißchen Bouillon haben?" Jeronymo zuckte die Achseln. fragte fie. Sicher mußt du dich doch in der nächsten Zeit noch sehr schonen." ich Aber haben Sie denn jemand anders?" " Ich jemand anders? Schwerlich! Ich habe feinen und ich will feinen. Für mich ist's mit Männern Schluß!" einen, der Warum denn, Nita?" Weil es sich nicht lohnt." Aber wenn Sie einen fänden wirklich treu und aufrichtig ist." So einen gibt's ja nicht." ,, Aber ich tenne einen, der Sie mehr liebt Armes Ding, sie ist ein guter Kerl, aber fing er an. Oh nein, ich darf mich schon bewegen," be-„ Mund gehalten, Sie Bösewicht. Trinken Sie ruhigte er fie. Der Arzt hat mir gesagt, ich soll Ihren Kaffee und reden Sie nichts Schlechtes Es wurden zwei Gläser gebracht, und nach soviel als möglich laufen, um meine Beine zu weiter. Das ist das Laster der Portugiesen'-die einer Pause murmelte Firmo wieder: Das ist üben und wieder Kraft zu gewinnen. Ich war Leute heruntermachen." bestimmt der Grund. Darum war sie in letter so lange im Bett ich bin ja erst vor einer Der Steinbrecher grinste, während er den Zeit so fonderbar. Und jetzt heute- Sein Woche aufgestanden." föstlich duftenden Kaffee in fleinen Schluden ais ales auf der Welt. " Sagen Sie ihm, er solle nur eine ander Aber als sie neben ihn trat, um die leere " Passen Sie mal auf hören Sie mich Ach, lassen Sie das doch. Ihre Frau fönnte Ach tommen Sie doch näher." Geficht wurde gelb vor eifersüchtiger Wut.„ Aber Nachdem er ein paarmal im Zimmer auf trant. ich werd's ihr schon beweisen. Ich werd's ihnen und ab gelaufen war, blieb er stehen und be- ,, Oh, ich spreche doch nicht schlecht von ihr, lieben." beiden beweisen. Neulich hat es noch nicht tief merkte: Was ich haben möchte, ist eine Tasse ich sage nur, daß ich nicht viel an ihr finde, was genug gesessen. Aber laß mich ihn nur wieder- Kaffee, aber guten, wie ihn Rita macht. Frag' mir gefällt." Und er saugte an seinem tropfenden Taffe wegzuräumen, faßte er sie um die Taille. sehen. Und das wird noch heute der Fall sein." fie mal, ob sie mir nicht welchen machen will." Schnurrbart. Er goß die brennende Flüssigkeit mit einem Piedade seufzte schwer und ging unwillig nach ,, Sie sind genau so roh wie alle anderen. Die doch an" Schlud hinunter, sprang auf und starrte seinen Nummer neun, um die Bestellung auszurich: en, Frau, die einem Mann vertraut, ist verrückt. Ich Gefährten einen Augenblick an. sie war tief beleidigt, daß er den Kaffee der an- will ganz bestimmt nichts mehr von Männern es fehen." Kein Wort davon zu diesen verdammten deren bevorzugte. wissen. Mit dem anderen hab' ich schon Schluß Stockfischen, verstanden? Wenn du dein Mund- ,, Mein Mann möchte etwas von Ihrem gemacht." werk nicht hälst, bekommst du's mit mir zu tun. Kaffee, er rümpft die Nase über den, den wir zu Ein Zittern ging durch des Steinbrechers Du weißt doch, was das heißt." Hause haben," verkündete sie mürrisch.„ Er Körper. Der junge Mulatte beeilte sich, zu vermöchte, daß Sie welchen machen. Wollen Sie es sprechen, daß ihm fein Wort entfahren werde. tun?" " " Seine Aussagen entsprachen den Tatsachen. Ja gewiß; herzlich gern," erwiderte die BaJeronymo war an jenem Morgen aus dem hiana, ich fomm gleich hinüber." Krankenhaus gekommen. Er war dünn und blaß Aber sie brauchte ihn nicht hinzutragen, denn und lief an cinem Bambusstock. Haar und Bari furz darauf erschien der Steinbrecher selbst und waren während seiner Krankheit lang gewachsen, rief ihr von der Tür aus entgegen: und er hatte geschworen, sie nicht abschneiden Ich wollte Ihnen den Weg ersparen, des an laffen, ehe er nicht ein Gelübde erfüllt hätte, halb bin ich hergekommen. Ich darf doch einzu Mit was für einem anderen, mit Firmo?" Rita bereute, was sie gesagt hatte und fing an zu stammeln: Absolut wertloses Subjekt, ich will nichts mehr von ihm hören." Kommt er denn nicht mehr her?" erkundigte sich der Portugiese eifrig. ,, Der? Na, das würde ich ihm nicht raten. Gewiß tommen Sie nur herein, Jero- auch dabei." Jest nicht." " Wann denn?" " Etwas später." Aber too?" Ich weiß nicht." Aber ich muß doch mit Ihnen reden." Schön, aber nicht so das macht einen schlechten Eindruck." ,, Aber wo lönnen wir uns denn dann treffen?" Ach ich weiß-." auf der Türschwelle, und Rita wechselte den Ton, Aber in diesem Augenlid erschien Piedade als setzte sie ein ganz anderes Gespräch fort. Kalte Bäder sind ausgezeichnet dafür. Sie härten den Körper so gut ab." Ich würde ihm nicht die Tür aufmachen. Wenn ein Versprechen, daß er seinem Stolz und seiner treten?" ich mit jemand gebrochen habe, dann bleibt's Selbstachtung gegeben hatte. Seine Frau hatte ihn vom Stranfenhaus abgeholt. Sie lief schiet nhmo. Ist das wahr, Rita?" gend und deprimiert neben ihm her. Die Nach-„ Ich dachte, es würde hier unten besser Was? Daß ich nichts mehr von ihm wissen barn begrüßten ihn freundlich, aber es war kein schmeden," fügte er hinzu und sank in einen will? Das ist allerdings wahr. Nie wieder werde stürmischer Empfang. Im Gegenteil, als sie den Sessel. ich auf so einen hereinfallen." Invaliden sahen, verharrten alle in gedämpf em dann schon sein. Aber mir. scheint, Sie Was macht er denn?" Schweigen. haben's darauf abgesehen, Unruhe zu stiften. Ihre Weiß nicht; ist mir auch einerlei. Ich bin wollten. Frau ist wütend auf mich und redet allerhand fertig mit ihm." Alle senkten die Stimmen, und Rita Bahia Die niedergeschlagene Ehefrau kam herein und teilte ihrem Manne mit, daß Ze Carlos mit Pataca da sei und daß sie mit ihm sprechen ( Fortseyung folgt.) Mittwoch, 23. Oktober 1929. Macht Schluss mit dem Bürgerblock! Das Referat des Genossen Dr. Czech in der Teplitzer Massenversammlung. Straße aus gegen die im Hausflur versam| ion günstig sei und daß der Bürgerblod weiter melten Sozialdemokraten vorgehen wollten. m Amt bleiben werde. Noch drei Tage vor Auflösung des Barlamentes schrieb die christlichsoziale Bresse, die Situation sei günstig, und die tschechische Bresse hat das Wort immer wieder variiert, die Regierung stehe„ na beton". In der am Montag, den 21. Oktober, im „ Hotel Nep: un" in Tepliz- Schönau stattgefundenen Wählerversammlung provozierten die Kommunisten, wie wir bereits fur; meldeten, was die Kommunisten gegen die sozialdemokra einen schweren Zusammenstoß. Die Versammlung tische Bewegung inszenieren, ist wahnsinn war sehr gut besucht, der große Saal und die und führt zu schwerster Schädigung der gesamNebensale waren voll besetzt. Schon gegen 7 Uhr ten Arbeiterklasse. Einsichtsvolle Menschen, denen abends erschienen kommunistische Trupps, fie verlustig gegangen ist, müssen sich angesichts der das Gefühl proletarischer Solidarität noch nicht konnten jedoch nicht in den Saal, der erst ge- tommunistischen Bragis, wie sie in diesem Wahl- daß er nicht den leiſeſten Windhauch zu wider. öffnet wurde, als die„ Rote Wehr" erschien. tampje geübt wird, abwenden. Wir hoffen, daß stehen vermochte. Gegen 8 Uhr abends dürf en insgesamt gegen die Arbeiterschaft des Teplißer Bezirles am 50 Rommunisten im Saale anwesend gewesen brochenes Referat: Drei Tage darauf hat sich erwiesen, daß dieser Beton Pořičer Qualität war( Heiterkeit), Wie war es möglich, daß die RegierungsSette 8. 4 Ist die Listennummer der Deutschen Sozialdemokratie! sein, darunter auch Frauen. Als ihr Sprecher 27. Oktober den Kommunisten eine Antwort toalition so plöglich auseinanderfiel? Die Gefräßig war Stadtrat Sanzliček erschienen. Die geben wird, die sie nicht mehr verfeit der Roalitionsparteien, der politische Shänis. Kommunisten hatten ihre Anhänger im ganzen gessen werden! mus, der sie alle, auf deutscher wie auf tschechischer Bezirke aufgefordert, die Versammlung zu be fuchen; mit leinen vervielfältigten Handzet eln Nach Beendigung der kommunistischen Epi- Seite, beherrschte, war die Ursache; die Zumutung, haben sie die Verständigung durchgeführt. Es ist sobe erstattete Genoffe Dr. Czech folgendes, daß die kleinen Parteien den Vorspann zu bilden uns die sichere Mitteilung aus dem Munde eines wiederhol von stürmischer Zustimmung unter haben für die große Agrarpartei, für die Jizda, für die tschechische Bauernlavallerie, wie man so Kommunisten zugekommen, daß ihre Partei den jagte. Drei Tage, nachdem verkündet worden ist, Beschluß gefaßt hat, die Versammlung des Ges Genossinnen und Genossen! Sie können ver- daß die Situation für die Regierung günstig sei, nossen Dr. Czech zu besuchen und, wenn nicht sichert sein, daß es kein beglüdendes Geflog die Koalition auseinander. Das ist die erste volle Redefreiheit erlangt wird, dieselbe zu fühI iſt, Zeuge solcher Szenen zu sein, wie sie sich Etappe dieses Zusammenbruches. Was in den Sprengen. Ein paar Minuten nach 8 Uhr bier abgespielt haben. Aber ein anderer Ausweg nächsten Tagen geschehen ist, wissen Sie. Es kam nahm das Präsidium der Versammlung seinen ist leider nicht übriggeblieben. zumal der Kommu- der Tuka- Prozeß mit seinem Urteil, das Aus- nung mit den Imperialisten und Militariſten dieſes Blaß ein. Hanzliček kam nun zum Vorsitzenden ist an sliček, dem wir das Flugblatt vor scheiden der slowakischen Weinister aus der Regie- Landes. Genossen Lorenz und stellte das Verlangen lasen und von dem wir verlangten, daß er dazu rung, der Abbrödelungsprozeß bei den tschechischen nach Redefreiheit. Genosse Lorenz erwiderte hier- Stellung nimmt und erklärt, daß er sich mit diesem Klerikalen durch das Ausscheiden der Gruppe Cuřit. auf, daß über diefes Verlangen die Appell an die Gewalt nicht solidarisiert, eine solche Alles das hat der Regierung den letzten Rest ge Bersammlung entscheiden soll. Diese Erflärung abgelehnt hat. Er sagte, er könne geben und zur Auflösung und Neuwahl des Par Lösung gefiel Hanzličel nicht. Genosse Dr. höchstens darüber biskutieren, aus welchen laments geführt. Czech richtete nun an Hanzliček die Frage, ob Gründen ein solches Flugblatt notwendig geer sich zu dem Flugblatt belenne, worden ist. basin den letten Tagen in Nordwestböhmen verbreitet wurde und wie wir bereits mitteilten, folgenden Passus enthält: Tod den sozialfascistischen Lakaien der Bourgeoisie! Schlaget die Sozialfascisten, wo ihr fie trefft." " Mit Lenten dieses Schlages läßt sich also nicht mehr diskutieren. Für uns bedeutet die Wahl die Plattform zur Auseinanderseßung mit den Nationalisten aller Schattierungen und zur Abrechnung mit den gelben und roten Verfälschern des Sozialismus. ( Beifall.) In dem Augenblide, wo sich alles gegen uns erhebt, wo sich alle Kräfte gegen den Marrismus einigen und sich ein konzentrischer Angriff der Bourgeoisie und des Bolschewismus gegen die Sozialdemokratie richtet, haben wir nicht die Aufgabe, uns über parlamentarische oder politische Konstellationen den Kopf zu zerbrechen, sondern der Weltanschauung der anderen die unsere entgegenzusehen, unsere Weltanschauung mit unserem Herzblut zu verteidigen.( Starker Beifall.) Das ist der Sinn des Kampfes: Eine Wahlschlacht zu liefern, die unseren Gegnern undergeffen bleiben soll. Wir leben in einem merkwürdigen Bande. In einem Lande, in dem man sich politisch absolut nicht zu langweilen braucht. Bei uns wird seit dem Jahre 1923 fast ununterbrochen gewählt; 1923 Der beste Beweis, daß wir uns jedem Gegner barten wir die Gemeindewahl, 1925 Parlaments stellen und uns auch mit Sommunisten auswahl, 1927 wieder Gemeindewahl, 1928 Landeswahl im nächsten Jahre cinandersetzen wollen, ist wohl der Verlauf unserer und 1929 Parlamentswahl; Saazer Wählerversammlung, wo ich mich, trop sollen wir Krankenkassenvahlen und 1981 werden dem es unsere Genossen nicht wollten, dafür ein wir wieder Gemeindewahlen haben. Die Frage des Genoffen Dr. Czech berührte fette, daß auch der kommunistische Sprecher zum Sanzličet unangenehm. In die Enge ge- Worte fam. Die Saazer Genossen kamen dann auf die Maschinerie, das reinste Paternoster. Das ist das reinste perpetuum mobile in bezug trieben, erklärte er dann wörtlich: an meinem Wunsche nach. Allerdings wurde dem kom.( Seiterfeit.) Die Blüten sind die unglaublichsten, müßte eben darüber reden, warum munistischen Redner, nach der Art und Weise, wie die unmöglichsten Kombinationen sind zu verzeich es notwendig ist, ein solches Flug er sprach und die Bersammlung angriff, schon nach nen. Da gehen die Gewerbetreibenden ein blatt zu schreiben." Wit diesen Worten zehn Minuten das Wort entzogen. Das Ulligſte an mal als selbständige Gruppe in den Wahlkampf. Die Auswirkungen der Wahl in politiſcher und hat sich Hanzliček mit dieſem Flugblatt iden solchen Erscheinungen, wie wir sie heute erleben bann finden wie sie als Anhängsel bei den Agra- parlamentarischer Richtung wird sich dann von ſelbſt tifiziert und den Terror gegen die Sozial- mußten, ist aber wohl, daß sich die Kommunisten riern, dann wieder einmal bei den Christlich ergeben. Wir handeln so, indem wir die Bedeutung demokraten gutgeheißen. Hanzliček wurde dann plößlich auf demokratische Grundsäge be weiter gefragt, ob er die Garantie übernehmen rufen und für sich die Redefreiheit rella Wahlen Unterschlupf finden werden. Da haben wir affalle'schen Worte: Vorläufig alle Kräfte auf den lönne, daß die Versammlung ohne Störung zu mieren. Ich befize hier den Abdruck eines Flug- Wahlbündnisse mit gebundenen und ungebundenen einen Bunkt zu konzentrieren, das heißt auf die Ende gehe, wenn er rede und nach ihm Genoſſe blattes, das von der offiziellen Lommuniſtiſchen Listen, kandidaten auf Kündigung, die Niederwerfung des internationalen Bürgerblocks. Dr. Czech das Schlußwort spricht. Partei Deutschlands an ihre Vertrauensleute her von Haus aus sich in das Kündigungsverhältnis Die Bürgerlichen stellen die Frage anders. Sie ansgegeben wurde. Es wird darin erklärt, daß die begeben haben, Kandidaten zum Auf- und Ab- zerbrechen sich den Kopf, wie es die Sozialdemo tommunistischen Agitatoren während der Wahl die Inöpfeln. Da gibt es einen Standidaten in der fraten mit dem Eintritt in die Regierung machen Aleritalen besser behandeln mögen tschechischen Intelligenzpartei, der Narodni Demo- werden. Ich habe vor drei Tagen einen Artikel als die Sozialdemokraten( Pfuirufe) und fracic, der nicht lesen und schreiben in der Deutschen Landpost" gelesen, der mit vor allem bas religiöse Gefühl der christlichen Arfann und statt seiner Unterschrift drei Kreuze Riefenlettern schrieb:„ Dr. Czech, jetzt werden Sie beiter sorgfältig zu schonen haben. In einem Zirin einem Punkt d" wörtlich: Auf diese Frage blieb Hanzliček die Antwort schuldig. Sein Schweigen ist der Beweis, baß die Kommunisten von Anbeginn an die Abficht beseffen haben, die Versammlung zu Sprengen! sozialen und wer weiß, wo sie bei den nächsten der Wahl herauskristallisiert haben, nach dent Inzwischen steigerte sich die Unruhe der Ber- ular der KPD. an ihre Vertrauensleute heißt es inter feine Erklärung ſeken mußte. Drei Wahl springen!" Die Wahl," so sagen jie, heiße für uns: instanzen mußten zusammentreten, um darüber zu hic rodus, hic falta! Aber Genossen, vor allem entscheiden, daß dieser Herr doch in der Lage ist, springe ich, wenn ich will.( Heiterkeit.) Es ist noch ,, Möglichst keine Worterteilung an die Mit diese Intelligenzpartei im Parlament zu vertreten. ettvas anderes dort zu lesen, nämlich, daß, wenn glieder des Maslowbundes( das ist die fommu-( Seiterkeit.) Sie finden einen Kandidaten, der aus ich springe, die Sache schlecht ist, und wenn ich nistische Opposition) in den von Kommunisten geschäftlicher Gewohnheit die Erklärung nicht nur nicht springe, so ist sie auch schlecht. Was muß ich einberufenen öffentlichen Versammlungen. Ent- selbst unterschrieb, sondern sie von seinem Pro- also anders machen, als mir einen Strid laufen? turisten noch mit unterzeichnen ließ, ja jogar, ein Aber Genossen, da gebe ich lieber den anderen weber tief auf die Rednerliste seßen oder aber Zigeunerprimas befindet sich auf einer Standidaten den Strick. Ob wir springen werden, ist nebennach Schilderung des Charakters dieser Gruppe lisic. Die Parteibildung und Atomisierung ist hier sächlich, aber daß wir kein solches salto mortale, durch den Vorsitzenden die Versammlung schließen, zulande eine merkwürdige Erscheinung. In einem wie die Regierungspartei, machen werden, ift so daß die Mitglieder der kommunistischen Opo- Orte bei Trautenau fanden unlängst Gemeinde gewiß. wahlen statt. Dort ist eine Kanalpartei auf fition nicht zu Worte lommen." getreten, deren einziger Programmspunkt die Frage über fammlung. Hanzliček begab sich von der Bühne wieder in den Saal. In diesem Augenblick seßten die Kommunisten mit dem Sprechchor Wir Kommunisten wollen Redefreiheit!" ein. Genosse Lorenz erteilte in diesent Lärm dem Genossen Dr. Czech das Wort und versuche, Ruhe zu fchaffen. Als Genosse Dr. Czech die ersten Worte sprach, begannen die Kommunisten zut fingen. Die Erregung der Versamm lung wuchs nun mächtig. In dieser gefahrbollen Situation griff die Rote Wehr" cin Wenn wir so die Bedeutung der Wahlen umund drängte die Kommunisten zum Diese Partei getraut sich nach alledem hier der Kanalisierung des Ortes ist. Wir haben in schrieben haben, müssen wir als eine Arbeiterpartet Saal hinaus. In etwa zehn Minuten war dieses Werk vollbracht. Die Kommunisten griffen Redefreiheit zu fordern, die sie nicht einmal den diesem Staate auch einen Verein der Novake, der die Dinge nicht oberflächlich, nicht nur aus dent dabei unsere Ordner an, schlugen auf sie ein und weitgliedern ihrer kommunistischen Opposition geüber 11.000 Mitglieder haben soll, also beinahe einen politischen oder parlamentarischen Gesichtskreis beberlegten, wie wir schon kurz mi teilten, drei Gewährt? Das Beste aber wohl ist, daß wir uns darm halben Abgeordneten aufbrädte. Es würde mich trachten, sondern ihnen auf den Grund gehen, die nossen der„ Roten Wehr". Genosse Cerny, der diese Vorfälle unsere Laune nicht verderben lassen gar nicht wundern, wenn bei irgendeiner Wahl auch außenpolitische und internationale Lage prüfen, uns dieser Verein kandidieren würde. Dies ist die die wirtschaftlichen Verhältnisse durch den Kopf durch einen Stein erheblich verletzt wurde, muß und zum eigentlichen Gegenstand übergehen. Genoſſinnen und Genossen! Endlich ist der heitere, aber auch traurige Seite des Wahl gehen lassen, die innenpolitischen Zustände betrach das Bett hüten. Die Kommunisten hängten nun die Haustüre aus, zertrümmerten die Glas- Tag der Abrechnung mit unsern Gegnern von links lampjes. Es gibt aber auch eine ernste Sette, und ten, und zwar in einer Weise, daß sich feder scheiben und warfen Pflastersteine gegen das und rechts gekommen. Wir haben diesen Tag heiß das sind die Formen des Wahlf ampfes. Der Arbeiter selbst eine Meinung darüber zu bilden verBorhaus, in dem fi die„ Rote Wehr" versam- ersehnt, wir haben die Auseinandersetzung mit der Wahlkampf befindet sich auf einem abgrundtiefen mag, was richtig ist. Reden wir zunächst einmal Bourgeoisie und den Bolschewiken gewünscht. Die Niveau und zeitigt häßliche Erscheinungen. Ich rede melt hatte. Der Gastwirt rief telephonisch um Auflösung des Parlaments war schon im Jahre nicht davon daß man den Gegner nicht immer mit polizeilichen Schutz. Als Gendarmerie fam, er 1927 fällig. Es war schon zur Zeit der Genteinde Glacéhandschuhen anpact; aber es gibt Lügen, Vergriffen die Stommunisten die Flucht. Sie tamen aber immer wieder in fleineren wahlen, welche den Regierungsparteien eine schwere leumbungen, Trupps zurück und such en Gewalt zu verüben. Niederlage brachten, daß wir die Forderung er. Irridentabeschuldigungen, Apachenmethoden.( 3u3weifel, daß auf lange Zeit noch eine Befriedung Dabei wurden zwei Kommunisten ertappt und hoben, die Regierung solle aus dieser Tatsache ihre ſtimmung.) Und damit auch der Humor wieder auf Europas nicht zu erwarten ist, daß die Kriegs verhaftet, unter ihnen der Teplißer Kommunist Stonsequenzen ziehen. Aber die Regierung hat sich seine Rechnung fommt, will ich mir auf den Frosch gefahren nicht gebannt sind und daß es noch immer Weindl, der erwischt wurde, als er die einfach geweigert, die statistischen Daten des abge- mäufetrieg verweisen, der sich zwischen den Land- an einem oder dem anderen Bunft zu Zusammen Türeinfassung zertrümmerte. führten Gemeindewahlkampfes zu erheben und zu bündlern und Christlichsozialen um die Nase des ſtößen kommen kann. Es ist klar, daß am Militaerklärt, daß das überflüssig Herrn Ministers Mayr- Harting abspielt, von der rismus tein Mann und fein Groschen abgebaut zei wegen verschiedener Vergehen und Verbrechen wäre, da ohnehin offensichtlich die Stoalitionsparteien man behauptet, daß sie jüdiſch gekrümmt ist, worauf wurde und daß man auf lange Zeit hinaus vordie Mehrheit der Wähler hinter sich hätten. Auf Staftas Nase in die Diskussion tam, wobei sich dann läufig noch mit dem Militarismus, der grundjehr gut bekannt, derentwegen er schon wiederholt diese Weise hatte die Koalition eine Atempause herausstellte, daß beide, Mayr- Sarting und Kafka, legendsten Einrichtung des tapitalistischen Staates, bestraft wurde. bekommen. Mitte 1928 hätte die Landeswahl statt getaufte Juden sind. Darauf stritt man wieder, wer zu rechnen haben wird. Eines aber müssen wir Die Kommunisten werden am Montag hoffentlich eingesehen haben, daß die sozialdemo- finden sollen, aber die Regierung hatte nach den von den beiden länger getauft ist, wobei wieder die fagen: daß nämlich, seitdem die engliſche Arbeiter. fentlich eingesehen haben, daß die sozialdemo- Gemeindewahlergebnissen nicht den Mut, die Wahl Frage ungelöst blieb, wer beffer getauft ift. partei am Werke ist und an Stelle Baldwins Macfratische Arbei erschaft eines Bezirkes, in dem sich nahezu 20.000 Menschen zur Sozialdemokratie zu diesem Termin auszuschreiben und hat den Wahl. Dabei hat sich die Wahrheit des alten Spridwortes Donald getreten iſt, bekennen, die barbarischen Methoden des fom- termin auf gefeßlichem Wege hinausgeschoben. Da ergeben: es ist halt in diesem Lande jeber mit eine Entspannung der internationalen Situation munistischen Terrors nicht erträgt. Herr Hanz- mit hatte die Regierung eine zweite Atem- 3sraeliten verwandt.( Seiterfeit.) Nun etwas über die Bedeutung der Wahl: Die Reparationsfrage wurde geregelt, Deutschlands liček iſt der Führer der Kommunisten in diesem pause erwirkt. Die Landeswahlen endeten dann Bezirke und es wird sich zeigen, ob bei ihm die mit einer tatastrophalen Niederlage der Regie: Wenn jemand sagen wollte, daß für uns dieser Leistungen wurden endgültig festgesetzt, und wenn Einsicht siegen wird. daß eine sozialdemokratische rungsparteien. deren Minderheit nun offensichtlich Wahlgang nichts anderes bedeutet, als cinc politics auch richtig ist, daß die Hauptlast der ReparaDie internationale Gituation. Verdrehungen, Hochwerratsgeschrei, Ich möchte vorausschicken: Es unterliegt keinent cintrat. tionen die Arbeiter zu tragen haben, so war doch die frühere Lage viel schlimmer, weil die Gefahr bestand, daß sie endlos werdeit war. Aber wer ein richtiger tschechoslowakischer ſche oder parlamentarische seraftprobe, so würden Bewegung mit den Mit eln der Gewalt nicht zu Demokrat ist. weiß sich zu helfen, und so haben wir uns dagegen mit aller Entschiedenheit verhemmen ist. Die Stommunisten haben am Montag versucht fortzusehen, was sie gemäß Auf volttiiche Bedeutung haben, weil die Landesvertre und Regierungsbildung nach den Ergebnissen der die Herren gefunden. daß die Landeswahlen keine wahren. Es ist richtig, daß sich die Mehrheitstrages ihrer Partet in Niedergrund bei Warnsdorf begonnen haben. Dort haben sie tungen feine politischen Störperschaften seien. 3m Wahl vollziehen wird, aber Genossen, für uns hat aftenüberwälzung in Deutschland ist ein Problem, eine Wählerversammlung unserer Partei am 17. Oktober geforena und zwei Genoiien durch Messerstiche erheblich ver Tept. Es wurden auch am Montag Kommunisten beobachtet, die mit gezücktem Messer von der die Wahl eine ganz andere Bedeutung. Für uns bedeutet diese Wahl die Gelegenheit zur Auseinandersehung mit der kapitalistischen Bourgeoisie. fronen müssen Aber Genossen, die Frage der das die Arbeiterschaft selbst lösen kann. Finden die Arbeiter Deutschlands die Kraft, die Schädiger des Proletariats abzuschütteln, alle im Proletariat schlummernden Kräfte zu sammeln und gegen die dritten Male war die Koalition ge. rettet. Was sich seither zugetragen hat, wissen Sie. Die Regierungsparteien haben immer wieder erklärt, absolut nicht weichen zu wollen. weil in in der Verfassung eine sechsjährige Periode vorgesehen sei. Bis zu dem leßten Augenblick haben( Zwischenrufe: Schr richtig!) Für uns sind die kapitalistische Bourgeoisie zu führen, dann wird die Regierungsparteien behauptet, daß ihre Situa- Wahlen eine willkommene Gelegenheit zur Abrech- es ihnen möglich sein, einen großen Bette& bie Mittwoch, 28. Oktober 1929. Teil der Basten den befitenden Schich- 1927 in Neuder gefragt wurde, warum die Christ- I trostloser. Nach den Feststellungen eines tschechischen über den Eintritt der Sozialdemokraten in di ten aufzubürden. lichsozialen für die Getreidezölle gestimmt haben. Universitätsprofessors gibt es in diesem Staate Regierung au verhandeln!( Betterfeit.) Benc zu Wir sehen eine zweite Tatsache: Seit schn Darauf sagte er:„ Wir werden doch nicht die Henne 440.000 Tuberkulöse, von denen 140.000 arbeits- hat in Tabor eine Wahlrebe gehalten. In den Jahren bemühen sich alle Sträfte in Deutschland, schlachten, die uns goldene Eier legt." Wo aber sind unfähig sind. tommunistischen Zeitungen war zu lesen, daß Benes bas Rheinland freizubekommen. Aber alle Be- heute die goldenen Eier und die Henne geblieben? Die Masarykliga hat errechnet, baß in feber burch diese Rebe eine Bereinigung der Sozialdemo fraten mit den Rapitalisten zur Bergrößerung der mühungen waren vergebens. Nun kommt ein Ar- Da hat erst unlängst ein führender tschechischer 11. Minute ein Mensch an Tuberkulöse stirbt. beiter aus England daher, Henderson, und es ge- Agrarier, Slavik, erklärt, daß die zollpolitischen Troydem hat die Regierung ganz lächerliche Be- Ausbeutung der Arbeiternasse erzielen wolle. lingt ihm herbeizuführen, daß zuerst die englischen Maßnahmen völlig versagt haben. Vor einigen träge zur Bekämpfung der Boltskrankheiten eingeBei alledem bleibt einem doch der Berstand ste und dann die belgischen und französischen Soldaten Tagen hat Spina in Grulich eine Rede gehalten, stellt. In einer solchen Zeit trägt man sich mit dem hen und man begreift nicht, daß es noch Leute das deutsche Gebiet verlassen. Das ist ein deutlich in der er nicht mehr von dem Wohlbefinden der Gedanken, in dem nächsten Staatshaushalt gibt, bie folchen Unsinn glauben. sichtbarer Erfolg. Wir freuen uns darüber, diese Sandwirtschaft und dem Gedeihen der Wirtschaft Militärausgaben unt weitere 80 Millionen Kronen Die Kommunisten sprechen ja nicht mehr die geTatsache erlebt zu haben und vor allem ais einen überhaupt sprach, sondern sagte, daß die Landbündzu erhöhen. Jeden Tag werden in diesem Staate wöhnliche Sprache des Arbeiters, sondern reden zu Erfolg Hendersons., des Vorsitzenden der sozialiſtiler nur deshalb der Auflösung des Parlamentes Millionen Kronen für den Militarismus veraus- den Arbeitern nur noch in Sieroglyphen. Die schen Arbeiterinternationale, zu buchen. Wir wissen zugestimmt haben, gabt; 22.5 Milliarden hat der Militarismus seit Rommunisten tommen mir vor wie Automa. heute, daß Mitte nächsten Jahres das Rheinland dem Bestande dieses Staates verschlungen. In die- ten, denn sie führen ein ganz abstraktes Leben. ganz frei sein wird. ser Situation ist die Arbeiterschaft von von einer Wenn man mich fragt, was die lepte Parole der neuen Gefahr bedroht. Es sind Kräfte am Werke, Rommunisten: ob den Sozialfascisten, den Arbeitern und Kleingewerbetreibenden das schlagt sie nieber, wo ihr sie trefft" be Heim zu rauben. deutet, so fönnte ich mir antworten, daß das ein Tompletter Rerbenzusammenbruch ist. es nur noch die Heilanstalt! Man würde dazu ( Bustimmung.) Das ist pathologisch und dafür gibt nichts sagen, wenn aus der Politit der Kommuni sten mur für sie ein Schaben entstünde. weil nächstes Jahr eine noch schlechtere Wirtschaftskonjunktur und daher eine noch größere Unzufriedenheit herrschen werde. Ein anderes Beispiel: Die Saarfrage ist ein wunder Punkt im deutsch- französischen Problem. Die Unzufriedenheit wirke sich aber immer gegen Jetzt endlich wird über Betreiben der englischen die Regierungsparteien aus. Wir sehen eine Arbeiterregierung darüber ernstlich verhandelt. Zunahme der Arbeitslosigkeit, Der englische Ministerpräsident MacDonald be Es steht die Aufhebung des Mieterschußes bevor, findet sich jetzt in Amerika, um über den Anfang die nicht so sehr ihren Ausdruck findet in den stati- wenn die bürgerlichen Barteien noch einmal zur einer Abrüstung zur See zu verhandeln. stischen Erhebungen des Arbeitsamtes als vielmehr macht kommen. Unsere Partei tämpft für die Er Wenn die paar Kreuzer abgerüstet sein werden, die in der großen Zahl der Feierschichten und der sehr haltung des Mieterschutzes nicht erst jept und hat auf Grund dieser Verhandlung verschwinden sollen, großen Sturzarbeit. so ist die Abrüstung allerdings noch lange feine erledigte Sache, aber es ist doch eine deutlich sichtbare Etappe auf dem Wege zur Abrüstung geschehen. Das hauptsächlichste Verdienst der englischen Arbeiterregierung ist aber, der 8erfall der Entente cordiale. Es erfüllt uns mit Stolz, daß es eine Arbeiterpartei ist, die den ersten Schritt zur Befriedung der Welt gemacht hat. Es zeigt sich aber auch, daß die Arbeiterklasse über haupt der einzige Friedensfaktor in Europa ist. Selbstverständlich gefällt das alles den Kommuni sten nicht und MacDonald ist der Gegenstand Heftigster Angriffe der kommunistischen Parteien. Warum? Weil die Rommunisten für ihre Politik nicht die Befriedang der Welt brauchen können, sondern den Krieg wollen. ( Zustimmung.) Weil sich nach den Lenin'schen Lehren die bolschewistische Weltrevolution erst nach ei ner Serie von Kriegen einstellen wird, auf die wir mit„ brennender Ungeduld" warten, die uns für gestern und für heute versprochen wurde, aber nicht eingetreten ist. Spina, der sofort nach Eintritt in die Regierung erklärte, daß das Entscheidende an der neuen Regierung ihr Das Fürchterlichste ist, daß diese Arbeitslosigkeit als Folge der Verschlechterung der Wirtschaftsverhältnisse von den Parteien des Bürgerblods verschuldet wurde durch eine ganz verkehrte, nur auf das Anßenpolitische und Nationalistische ein. gestellte Handels- und Wirtschaftspolitik. sich den Mieterschuh nicht für diesen Wahlkampf als Schlager zurechtgelegt. Wir haben seit jeher den Mieterschuh betreut und es liegt an den bürgerlichen Parteien, uns diesen Wahlschlager an entwinden, indem sie sich endlich einmal mit der Eristens bes Mieterschußes abfinden. Vor Jahren hat der Finanzminister Englis den Wir werden uns gegen jeden Abbau des Mieterbürgerlichen Parteien zugerufen, daß es Zeit sei, schutes to ehren! Wir wollen aber nicht nur, daß einen Wirtschaftsplan aufzustellen, aber nichts ist der Mieterschus erhalten bleibt, sondern verlangen geschehen. Der Bürgerblod hat die Handelsverträge noch, daß er zum sozialen Wohnrecht ansWähler, fümmert euch um die Wahlpapiere! Nach dem Wahlgesetze hat in Gemeinden über tausend Einwohner ſpätestens drei Tage vor der Wahl Die Zuftellung der Wahl dokumente, und zwar der Kandidatenlisten für das Abgeordnetenhaus und den Senat sowie der Legitimation& tarten zu erfolgen. In Gemeinden unter tausend Einwohnern müssen diese Papiere spätestens zwei Tage vor der Wahl den wahlberechtigten Per sonen ausgehändigt werden. In vielen Gemeinden ist schon Anfang dieser Woche mit der Ausgabe der Wahldokumente begonnen worden. Alle Wähler, die bis zum gesetzlichen Termin die Kandidatenlisten sowie die Legitimationsfarte nicht zugestellt erhielten, haben diese Papiere sofort bei der Gemeinde zu reklamieren. Nach dem Gesetz sind die Wählerverzeich nisse acht Tage vor dem Wahltage zur öffentlichen Einsichtnahme aufzu legen, so daß sich jeder noch im letzten Augenblick überzeugen fann, ob er wahl. berechtigt ist. Reine proletarische Stimme darf durch Nachläffigkeit verloren gehen! fabotiert, vor allem den Bertrag mit Deutschland, gestaltet werde I und daß verfassungsmäßig Jugoslawien und Rumänien. Der Bürgerblod hat aber auch für die Kräftigung des inneren Marktes teine Vorsorge getroffen. Eine zweite Seite der Wirtschaftspolitik erwedt unsere Aufmerksamkeit. Die direkten Abgaben weisen bei uns eine fintende, die indirekten aber eine steigende Tenbenz auf. Die Steuerquote pro Kopf der Bevölkerung beträgt bei uns 740 K jährlich, das ist das 14fache gegenüber der Vorkriegszeit, während die Lebensmittel um das 10fache, die Löhne aber nur um das Sechßfache gestiegen find. Durch die Steuerreform wurde aus der Arbeiter flasse der legte Seller herausgeholt, während für die fei, hat vor längerer Zeit in Mährisch- Schön- Industrie die Steuern herabgesezt wurden. berg eine Rede gehalten, in der er fagte, daß während dem Arbeiter jeder Heller versteuert wird, mit dem Prinzip des scharfen Selassenkampfes ge sind die besigenden Klassen dem Staat nach einer brochen werden müsse und daß die Regierung ge- Feststellung für Ende 1924 8900 Millionen Kronen mäßigter geworden sei. Die Regierungsparteien Steuern schuldig gewesen, bas heißt also 1815 K spüren eben die Wahlen aus den Jahren 1927 pro Stopf der Bevölkerung. antifozialistischer Charakter jedem Staatsbürger das Recht auf ein Obbach gewahrt wird.( Stürmischer Beifall.) Die Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft führt in ihrem Aufruf aus, daß der Mieterschuß vor allem die Einkommensfrage sei; man müsse vor allem die Einkommensverhältnisse der Festbesoldeten bessern, um den Mieterschutz abzubauen. Ja glaubt man denn, daß die Massen der Arbeiter, der Privatangestellten, der Kriegsinvali den, der Ruheständler die Valorisierung der Mietzinse ertragen können? Genosse Dr. Czech befaßt sich dann mit den was hat sich an der Stellung der Deutschen in diesem Staate in Wirklichkeit geändert? Aber die Zeche dabei bezahlt ja die Arbeiter Haffe! ( Beifall.) Die Kommunisten find heute der sicherste und verläßlichste Faktor der Bourgeoisie. Im Parlament hatte die Regierung nur eine Mehrheit von einer Stimme. Oftmals war fie in der Minderheit Aber durch die Abwesenheit kommunistischer Parla. mentarier hat sich die Minderheit der Regierungsparteien in eine Mehrheit verwandelt. Ich habe ihnen nun gesagt, welche Bedeutung biese Wahlen haben. Es ist unsere Aufgabe, bie Kräfte zu messen in bezug auf bie Macht im Staate, im Rampfe um die Weltanschauungen, mit der Herr. schaft des internationalen Bürgerblods aufzuräu men. Diesen Kampf lann das deutsche Proletariat nicht allein, sondern nur mit dem Proletariat aller anderen Rationen dieses Staates führen( Bustimmung.). Gegen den konzentrischen Angriff von links und rechts muß die internationale Sozialdemokratie eine eiserne Rohorte des Proletariats aller Nationen dieses Staates schaffen. Im holländischen Befreiungskampf gegen die spanische Fremdherrschaft sind die Besitlosen unter der Parole in ben Rampf gegangen: Es ist geit, daß wir lämpfen. Es ist Zeit, daß wir uns zählen! Genossen, mit be mgleichen Rampfrufe gehen wir in die Entscheibung. Raffen wir alle räfte zusammen. Schmieden wir unsere Reihen fester und immer fester. Alarmieren wir Das gesamte Proletariat aller Natio: nen und holen wir dann am 27. Of: tober mit dem richtigen Griff zur Entscheidung aus. Dann werden wir auch in diesem Lande die rote Fahne hiffen können als Flammenzeichen des Sieges der sozialistischen Arbeiter: flaffe!( Stürmischer, minuten lang anhaltender Beifall.) Nach dem Referat des Genossen Dr. Czech Sprach noch Genoffe Dr. Heller, Wir gehen an der Tatsache der Fascisie. rung Europas nicht vorüber und sehen die Entwicklung in Italien, Spanien und auf dem Ballan. Wir beobachten auch die Entwidlung zum Fascismus in Desterreich und die Fascisierung der bürgerlichen Parteien in unserem Lande( Zustim mung), nicht nur der tschechischen Parteien! Man wug nar lefen, wie auch die deutschen bürgerlichen Barteien bei jeber Beste Mussolinis aufjaudzen und jede Aktion der österreichischen Heimwehren freudig begrüßen. Wir lassen uns aber nicht irreführen und sehen die Entwicklung far vor uns. In England verzeichnen wir den Sieg der Arbeiterpartei, in Australien bat die Arbeiterpartei einen überwälti genden Sieg errungen, und in Frankreich haben erst gestern die Linksparteien einen großen Erfolg errungen. In Deutschland sind unsere Genossen am Ruder, Woldemaras, der Diktator von Litauen, wurde abgeschüttelt, in Ungarn hat sich Sorthy bemüßigt gefühlt, führende Soztaldemo- In den Jahren 1926-1928 hat sich der Ertrag der fraten, die bisher im Egil lebten, wiederum über direkten Abgaben um 197 Millionen Kronen ermä die Grenze zu lassen. Wir sehen bei uns die Er- ßigt, jener der indirekten um 1.440,000.000 Sronen folge unserer Partei und der tschechischen Genossen erhöht. Das Verhältnis zwischen indirekten und bei den letzten Gemeindewahlen, den Wahlsteg der direkten Abgaben verändert sich immer mehr zu Un- nationalen Erfolgen" der deutschen Regierungs- der die Aufmerksamkeit der Versammlung auf die tschechischen Partei in Pilsen. Unsere Bürger- gunsten der indirekten. 78 Prozent der Abgaben parteien und weist darauf hin, daß im Gegensatz Bukunftspläne der Bürgerparteien lenkte und insbe lichen Parteien ahnen bereits, was ihnen bevor- werben vor allem von den großen Massen der arbei zu den Behauptungen der Regierungsparteien schon sondere darauf verwies, daß man sich mit dem Ge lange vor der Bildung des deutsch- tschechischen danken trägt, die Stüdzölle für das Vich in Gesteht, und stellen sich langsam darauf ein. Ste reden tenden Menschen bezahlt. Bürgerblods tschechische Politiker von der Gleichwichtszölle umzuwandeln, daß man den Mieterschuh herum, daß es ja nicht immer so sein muß wie bisher, und daß die Feinde von gestern die Freunde berechtigung aller Staatsbürger der Republik ge- in drei Jahren beseitigen möchte, wobei er aufzeigte, sprochen haben. Aber selbst wenn man annimmt, welche wirtschaftlichen, fulturellen und sittlichen von morgen sein werden. daß zum ersten Male das Prinzip der Gleichberech- Folgen der Abbau des Mieterschutzes nach sich ziehen tigung aller Staatsbürger unter der Herrschaft des müßte. Er führte weiter aus, daß die Christlichso. deutsch- tschechischen Bürgerblods ausgesprochen zialen die Auslieferung der Schulen an die Kirche worden ist, berlangen und daß, wie einzelne Roalitionspolitiker wiederholt feststellen, die bürgerlichen Parteien die Beseitigung des allgemeinen Wahlrechtes in die so oft der christlichsoziale Senator Silgenrei- Gemeinden anstreben. Genosse Dr. Heller befaßte er zum Wort gekommen ist, hat er selbst immer sich dann noch mit den Kommunisten und festgestellt, daß in nationaler Beziehung nichts zeigte auf, daß gerade Sotojetrußland mit dem itaerreicht wurde. Er selbst hat einmal im Senat er- lineischen Fascismus freundschaftliche Beziehungen flärt, daß unter 2500 Ministerialbeamten nur ein unterhält und daß ein italienisches Fluggeschwader Prozent Deutsche sind. Mayr- Harting allerdings in Odessa mit großen Feierlich! eiten begrüßt wurde. Sie spüren den Linkszug in den Gliedern behauptet, daß die Aktivisten doch ein Verdienst Die Kommunisten sind in Europa in und bemühen sich, ihren Stimmenverlust mit allerhaben, denn es sei ihnen gelungen, die Angriffe Wirklichkeit die Wegbereiter des hand Ausreden zu motivieren. Da schrieben z. B. Der Realiohn in unserem Lande steht an 11. Stelle der Tschechen gegen die Deutschen zum Stillstand Fascismus! Zum Schluß sagte Genosse Dr. die Landbündler nach der Landeswahl in der " Bandpost" einen Artikel, in dem sie erklärten, ten und weist von Jahr zu Jahr eine sinkende Fortschritt.( Seiterkeit.) 3a was soll uns denn noch eine einzige reaktionäre Masse bilden und daß Bandpost" einen Artikel, in dem sie erklärten, in der Reihe der Reallöhne der verschiedenen Staa- zu bringen und er fügte hinzu: Stillstand ist Seller, daß die bürgerlichen Parteien heute nur daß die Stulb an der Abnahme ihrer Stimmen die schlechten Witterungsverhältnisse Tendenz auf. Die Lage der Arbeiter ist also noch genommen werden, da doch das ganze ful- es die geschichtliche Aufgabe der Sozialdemokratie turelle Leben der deutschen Bevölkerung ohnedies und nur der Sozialdemokratie ist, die gewesen seien.( Heiterkeit.) Nach dem, was die Macht des Bürgertnms in diesem Staate zu brechen. Landbündler bei den jetzigen Wahlen zu erwarten Aber der Bürgerblod hat nicht nur die Arbei- ein Trümmerfeld ist? Wir sind überzeugt, daß am 27. Oktober Aber Es ist unser heißer Wunsch, am 27. Oktober haben, steht also ein sehr strenger Frost ter, sondern auch die öffentlichen Angestellten bedroht, obwohl man ihnen die ganze Zeit bie aktivistischen Parteien ein öffentliches Gericht den entscheidenden Schlag gegen die Bourgeoisie hindurch erzählte, daß ihre Bezüge aufgebessert gehalten wird.( Zustimmung.) Wir werben dieses Staates zu führen. Am 27. Oktober wollen werden. Man hat sie mit ein paar Groschen abge- ihnen die Rechnung quittieren, daß sie noch wir aber auch unser Scherflein beitragen zur die wirtschaftlichen Verhältnisse. speist, sie dafür aber um die Systemisierung gelange daran benken werden! Befestigung des Böllerfriedens!( StürmiErinnern Sie sich daran, daß das Jahr 1928 in bracht, ihre rechtliche Stellung verschlechtert und die Doch noch etwas zu den Kommuniste n. scher Beifall.) Zeichen der Hochkonjunktur stand und daß ein Leit Vorrüdung unmöglich gemacht. Die Lage der Es ist nicht gerade erquicklich, immer über die Der Borsigende Genosse 8orenz verwies in artikel der Deutschen Presse" in großen Lettern Pensionisten, die um die Gleichstellung ringen, kommunisten zu reden. Aber es ist doch notwendig, feinen abschließenden Worten darauf, daß die So verkündete, daß unsere Wirtschaft gedeiht und daß hat sich nicht gebessert. Die versprochene Gleich etwas zu ihrer Politik zu sagen. Die Kommunisten zialdemokratie es ablehnt, mit Gewaltmitteln man damals von einem Goldregen gesprochen hat. ftellung ist nicht gekommen. Das Schicksal der In- haben sich in diesem Jahrgange etwas an Wahl zu lämpfen und daß die Sozialdemokraten der Auf Jezt allerdings sind die Herren, die damals so validen schreit zum Himmel. Die volle Rente Equilibristik geleistet, daß man sagen kann, daß sie fassung sind, daß die Arbeiterklasse am stärksten ist, rebeten, klein mütiger geworden, weil die gol- eines verheirateten Invaliden mit 2 Kindern be- den Gipfel der Artistik erreicht haben. Ich wenn sie einig ist. Wir bedauern tief, daß es dene Zeit vorüber ist und die Konjunktur eine Ab- trägt in Deutschland 99 Prozent der ursprünglichen habe im Auftrage der Partei den unlängst statt in der Versammlung durch Verschulden der Kom schwächung gefunden hat. Die Textilindustrie geht Bezüge, in Oesterreich, 53 Prozent, in der Tschecho- gefundenen Unionstag der Tertilarbeiter begrüßt. munisten zu Tumulten tam. Der lachende trostlosen Verhältnissen entgegen und in der Baum- slowakei 31 Prozent. Eine Doppelwaise bekommt bei Die Kommunisten schrieben darauf hin, daß der Dritte im Bruderkampfe der Arbeiter ist die woll, Flachs, Bucker- und Glasindustrie Herrscht uns 1 Strone 50 Heller täglich. Die Regierung hat Vorsitzende der deutschen Sozialdemokraten dort Bourgeoisie. Darum wollen wir auch in diesem die Krise. es abgelehnt, die Lage der Arbeitslosen zu war, um für die Niederschlagung und Nieder- Wahlkampfe alle Kraft daransegen, die Arbeiter bessern, weil angeblich für die Arbeitslofenunter- werfung der Bolschewiken tätig zu sein. tlasse unter der Fahne der Sozialdemokratie zu stüßung feine Bededung da sei, zu gleicher Es war der Genosse Vandervelde hier an- einigen. Mit Worten des Dantes schloß er die Zeit wurden aber Millionen für die Stongrua flüßläßlich einer Reihe von Versammlungen, wobei er Versammlung. und schieben alle Schuld auf die internationale sig gemacht. auch mit Masaryk, den er von früher her kennt, Die Teilnehmer marschierten in größeren Situation. Tres der Zölle gibt es in der landwirt. Die Gesundheitsverhältnisse der Arbeiterschaft sprach). Die Kommunisten behaupteten, daß Ban- Truppen ab, weil die Gefahr bestand, daß die komschaft Krisenerscheinungen. Ich erinnere mich dabei und ihrer Angehörigen werden durch den Rationali- dervelde im Auftrage der Genossen Bechyně und munisten einzelne Bersammlungsteilnehmer über daran, daß Mayr- harting einmal im Jahre fierungsprozeß und durch Unterernährung immer Dr. Czech zu Masaryk gegangen ist, um mit ihm fallen tönnten. und 1928. bevor! Und nun betrachten wir Jeßt reden sie nicht davon, daß auch diese Erscheinungen ein Erfolg der aktivistischen Politik find Die Arbeiter schulden nichts, die besißenden Klassen haben wenig zu zahlen, bleiben aber den größten Teil noch schuldig! trost los. Rittwoch, 23. Oktober 1929. Bolschewistischer Wahlkampf. Die Kommunisten organisieren im deutschen Gebiet des Pardubiter Bahltrei es planmäßig die Störung unserer Wählerversammlungen durch Radaumacher. In Rieder- Lichwe entzieht der bolichemistische Borsigende un erem Referenten das Wort, weil er gegen die bolichewiftische Butschund Revolutionsmacherei Karl Marr zitiert. Seite 5. obwohl er felbft noch nicht das geringste Opfer| lage find, blieb erfolglos; es fiel ihnen nicht für die Arbeiterschaft gebracht hat, während Traum ein, der Koalition aus der Verlegenhe mancher von den sozialdemokratischen Versamm zu helfen. So mußte die bereits für morge lungsteilnehmern schon Verfolgungen wegen anberaumte Sigung auf die nächste Woch c feiner Ueberzeugung erleiden mußte, als Herr bertagt werden. Bis dahin werden die Scholz noch nicht einmal in den Windeln lag. Wahlresultate bekannt sein und das Gold Die Vorgangsweise der Bolschewiki in der währungsgesetz sowie das Budgetprovisorium Versammlung in Nieder- Bichwe zeigt ganz deut- somit schon unter ganz anderen Gesichtspunkten lich, daß die Auseinanderseßung mit ihnen nicht beurteilt werden. mitgeistigen Waffen erfolgen fann; gen Andersdenkende den Terror wüten; fie appellieren an die rohe Gewalt und lassen genicht einmal die Wahrheiten von Karl Marg Fönnen sie mehr bertragen. Keine Stimme Falkenau, Eger und Grasliß. Eine ganz niedrige Kampfesweise haben sich spruch erhoben. Als dann Gen. Bölzl gegen die Bolschewiki im deutschen Gebiet des die bolschewistische Butschtaktik und Revolutions. Barbubiger Wahlkreises zurecht gelegt. macherei, durch welche die Arbeiter immer wieder Da die Arbeiterschaft die von der kommunistischen vor die Gewehre der Gendarvien und der Polizei Es ist bezeichnend, daß einem alten Arbeiter die die Christlichsozialen, Landder Kriegsbeschädigten für Bartei einberufenen Wählerversammlungen mei ſowie in das Unglüd getrieben werden, zwei Tränen herabrollten, weil er das Benehmen der bet, weil sie die bolſchewistischen Phrasen fatt hat, 3itate aus den Schriften von Karl Marg vorlas, bolfchewiftischen Schreier als Schande empfand bündler und Gewerbepartel! organisieren die unentwegten Revoluzzer plan wurde ihm unter Geschrei einiger besonders qua- und ein zweiter unserem Gen. 318I beim Bermäßig die Störung der sozialdemo- lifizierter Rabaumacher das Wort endgültig ent- laffen des Saales die Hand schüttelte mit den Ein Beschluß der Kriegsbeschädigten der Bezirke tratischen Wählerversammlungen, zogen. Die Stimmung hierzu machte Herr War Worten: Das, was die Kommunisten in welcher sich unser Spizenkandidat Gen. Plz wan, der aus Angst, unser Referent wolle die in Lich we heute getan haben, wird der Arbeiterschaft vorstellt. Sie dirigieren die Versammlung totreden", auf Schluß drängte, ihnen teine guten Früchte bringen!" Gebietstonferenz der Kriegsbe Am letzten Sonntag tagte in Chodau dre ärgsten Schreier der ungebung in diese Ver- obwohl er selbst während seiner Ausführungen Wir sind auch überzeugt, daß sich die anständigen fchädigten aus den Bezirken Falkenau, Elbo fammlungen mit dem alleinigen Zweck, diefe recht neugierig war und viele Fragen stellte, auf Arbeiter und Arbeiterinnen mit der Zeit, angegen und Graslit: 32 Ortsgruppen waren durch Berfammlungen mit einem allgemeinen Tumult die er von unserem Referenten Annvort forderte efelt von solchen Treiben, von den Bolschehifi 65 Delegierte vertreten. Diefe nahmen mit Entenden zu lassen. Gen. Pölzl tonftatierte hierauf, da der So geschah dies bereits in Nieder- tommunistische Vorsisende in der abwenden und dem in Lichwe geübten Terror rüstung das verräterische Borgehen der RegieUllersborf, Tschernowir und am lepten sozialdemokratischen Wählerber- ein Ende gesetzt wird. rungsparteiler, insbesondere gegen die KriegsverSonntag in Rieber- Lichwe. In Nieber- fammlung den sozialdemokratischen Die sozialdemokratische Ar- legten zur Kenntnis und stimmten mit Begeis Ullersdorf und Tschernowir endete die bolfchewi- Standidaten am Sprechen hinderte, beiterschaft möge jedoch überal terung für die Parole Steine Stimme der stische Tattit mit einer restlosen Blamage worauf die foaialdemokratischen aus diesem unqualifzierbaren Vor- Striegsbeschädigten für die Chriftlichsozialen, Land für diese sonderbare Arbeiterpartei" und die Bersammlungsteilnehmer unter gehen der Bolschewiken in Lichwe bündler und Gewerbepartei!" Mit besonderer Bersammlungen endeten trotz aller Störungs. Proteft das Botal verließen, um die richtigen Sch üsse ziehen und Empörungnahm die Konferenz den Bericht der versuche mit einem vollen Erfolg für eine Schlägerei zu verhindern. Ortsgruppe Eibenberg Grünberg zur unsere Partei. Nach ihrer Niederlage in Bei dieser Gelegenheit benahmen sich die dalürsorgen, daß der Ruf zur Tat Renminis, aus dem hervorgeht, daß dem Benti Nieder- Ullersdorf wagten es die bolschewistischen Bolschewifi in der ordinärsten Weise. Beson hen um Bewilligung einer Sinolizenz für die anStörer nicht mehr in unserer ebenfalls sehr gut ders ein Betrunkener schrie aus Leibeskräften besuchten Wählerversammlung in Grulich das Keine Stimme am 27. Ok- geführten Orte von der Charitasvereiniund ein junger Mensch, namens Scholz, etober für die Listen der kom- interansschuß in Graslis( mit dem De chanten gung der Erzdiözöse Prag und deren Bort zu ergreifen und begnügten sich mit ebenso laubte fich die sozialdemokratischen Arbeiter mit abgedroschenen wie albernen Zwischenrufen, die Rerle" zu beschimpfen, munistischen Partei! Sen. Bölzl in seinem Schlußwort unter dem lebhaftesten Beifall der Versammlungsteilnehmer serpflüdte, wobei die berufsmäßigen Schädiger Der Arbeiterbewegung manche bittere Wahrheit zur Kenntnis nehmen mußten. Sie fannen daher auf Rache, die sie in unserer, am letzten Sonntag abends in Nieder- Bichwe stattgefundenen Wählerbersammlung ausführten. wird: Die Koalition mit ihrem Latein zu Ende! Genoffe Dr. Czech " ,, soziale Tat", an der Sviße) die schwersten Hindernisie in den Weg gestellt werden. Es besteht kein Zweifel, daß die Kriegsbeschä digten des genannten Gebietes ihre negative Parole gegen Christlichsoziale, Landbündler ind Gewerbeparteiler am 27. Oftober positiv so zur Durchführung bringen werden, daß sie sozialdemokratisch stimmen. Und auch überall sonst im Lande werden die Kriegsverletzten, wenn fie sich bei den Regierungstarteilern revanchieren und in Zukunft eine bessere Behandlung sich sichern wollen, sozialdemokratisch wählen. die Liste vier. Die Methoden der„ Bohemia." Goldwährung und Budgetprovisorinm bis nach den Wahlen vertagt. Nieder-, Mittel- und Ober- Lichwe sind BollDie Slowaken revanchieren fich für die Disziplierung ihrer Beamten. werke der kommunistischen Partei, weil in diesen Gemeinden leider noch viele Arbeiter, vom JrrBrag, 22. Oftober. Der Ständige Ausschuß Daß man die jeßige Vorlage wahlmäßig aus hum befangen, den bolschewistischen Maulhelden zunüßen versucht, Gefolgschaft leisten. Die Bolschewili trommelten brachie es heute nicht über die Verabschiedung in diesen Orten und aus der Umgebung ihre der Vorlage über die Krankenpflege der Rentner ergibt sich aus einer vor einigen Tagen erschteSchreier zusammen und diese erschienen, unter der Pensionsanstalt, für die nach Ablehnung nenen Notiz der„ Narodni Sisty", die die EinFührung eines Herrn Marwan vom Polit- weitergehender Verbesserungsanträge auch die bringung dieser Vorlage als einen Erfolg ihrer büro in Prag, schon lange vor Beginn der Ver- ſozialistischen Parteien stimmten, nicht hinau. Beamtenpoliti!" bezeichnet, welches gute Beispiel sammlung im Versammlungslokal. Da sie auf In der Debatte sprach nach dem Genossen nunmehr auch von den anderen Koalitionsparteien diese Art die Versammlung majorisierten, er Habrman befolgt werden dürfte. Charakteristisch dafür ist ein zwangen fie die Wahl des Bolschewilen Blast heute in großer Aufmachung erschienener Artikel der zum Borsigenden und dieser defretierte eine cin christlichsozialen Deutschen Presse", welche tündige Redezeit für unseren Referenten und der fich namentlich gegen den Mißbrauch zu die Verbesserung des Pensionsversicherungsgesetzes den bolichemistischen Rorreferenten, während für Wahlzweden wandte, den die Koalitionsparteien. die Debatteredner unbeschränkte Rebezeit vorge- von den Nationaldemokraten bis zu unseren sehen wurde. Nach dem Referat des Gen. Pölzl, Rlerifalen herab mit der schon längst fertigen in dem er sich mit den Sünden der Bürgerpar- und überreifen Vorlage treiben möchten. Er als einen großen Fortschritt in der Sozialgefeß- hätten in Bersammlungen erklärt, daß die deutteien und zum Schluß auch der Kommunisten erklärte daß es wohl selbstverständlich sei, daß gebung während der Zeit der sozialistenfreien Regtebeschäftigte, was von den spzialdemokratischen die deutschen Sozialdemokraten der Vorlage, weicherung" bezeichnet. Welches Bewandtnis es aber baBersammlungsbesuchern mit sehr starlem Beifall ben Rentnern eine eine Erleichterung bringen soll, mit hat, ergibt sich wohl ant deutlichsten aus der aufgenommen wurde, sprach Herr Marwan ihre Zustimmung geben. über„ proletarischen Stlaffenkampf", den Sum- natürlich nicht vorbehaltlos geschehen, da bug des Parlamentarismus", wobei er sich die die Borlage einer ganzen Reihe von unzweckmäßigen tühne Behauptung leistete, daß die Rationalisie- und nachteiligen Bestimunungen entfleidet werden rung in Rußland nut zugunsten der Arbeiter muß. Darum haben wir folgende zwei Anträge erfolgt, die tschechischen Sozialdemokraten für die überreicht: Zollgeseze gestimmt und dafür die Sozialversiche rung eingefchachert" haben und die Sozialdemo tratie von den Kommunisten schärfstens bekämpft wird, weil sie das unmittelbare Hindernis für den proletarischen Klassenkampf" darstellt. Dann folgten programmgemäß die Sprüchlein von drei fommunistischen Debatterednern" und des Vorsipenden, worauf gnädigst unserem Gen. Bölz! wieder das Wort erteilt wurde. Während es bis dahin in der Versammlung leiblich zuging, setzten nunmehr die bolschewisti schen Störungen ein. Gen. Pölzl wurde durch laute Zwischenrufe wiederholt am Sprethen behindert. Besonders der Vorsitzende Es wird dies Im Artikel 1 sind die Worte:„ Die Beschlüsse des Trägers der Pensionsversicherung bedürfen der Genehmigung des Ministers für joziale Fürsorge" zu streichen. Der durch Artikel 1 vorgeschlagene§ 48, Abs. 3, des Gefeßes 26/1929 erhält folgenden Zufat:„ Der Rentner hat das Recht, nach freier Wahl zu entscheiden, bei welcher Krankenber ficherungsanstalt die Heilbehandlung durchgeführt werden soll." Dieses Blatt der deutschen Intelligenz sinkt allmählich auf das Niveau etwa des„ Tag" oder der Internationale" herab. Wenn wir auch zugeben, daß man im Dienste seines Herrn manches tun nuß, was man sonst unterläßt, so sollten doch auch in diesem Bedienteneifer Grenzen bestehen. Bekanntlich brachte die Bohemia" ebenso wie die ganze bürgerliche und kommunistische Presse die Mitteilung, die Genossen Dr. Heller und Stremser fchen Sozialdemokraten in die Regierung eintreten wollen. Die beiden Genossen haben der Bohemia" Berichtigungen übersendet, die den Tatsache, daß, wie an der Hand des Schlußoperates Fall sogar für die Leser der„ Bohemia" einder ministeriellen Kommission zur Vorbereitung der wandfrei fargelegt hätten. Was tat nun dieses Pensionsversicherung erwiesen werden kann, die Organ der deutschen Intelligenz? Es reißt bezüglichen Borarbeiten zur Schaffung eines Ben wiederum einen oder zwei Säge aus dem Zu fionsversicherungsgesetzes schon im Jahre sammenhange, veröffentlicht die Berichtigung 1924, also zu einer Zeit in Angriff genommen nicht und stellt sich noch dimmer als es ist. Daß wurden, als das Fürsorgeministerium noch unter dabei unwahrheit auf unwahrheit gehäuft wird, der Leitung eines tschechisch- sozialist selbstverständlich. bemokratischen Ministers stand, der die eigentlichen Grundlagen für dieses soziale Gesetz geschaffen hat. Die Regierungsparteien und vor allem die deutschen aktivistischen Parteien schmüden sich da mit fremden Federn, was mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen werden muß. Nachdem Genosse Dr. Czech zum Schluß neuer lich der Erweiterung der Begünstigungen der RegieDie deutschen Sozialdemokraten werben felbft- rungsvorlage auf die Arbeiterrentner das Wort geredet hatte, schloß er mit der Erklärung, daß die deutsche sozialdemokratische Fraktion für das Gesep, das einer, wenn auch nur fleinen Rentnergruppe einige Erleichterungen in fogialer Richtung bringe, stimmen werde. selbst und ein am selben Tische jibender be- verständlich auch für alle anderen Berbesserungstruntener Bolsche wit brüllten am lautesten. Gen. Pölzl verwies in seinen Ausfüh- anträge stimmen. rungen selbstverständlich darauf, daß Wir sind der Meinung, daß die vorläufigen Vorsorgen, die die Regierungsvorlage für bie Pensionsrentner in Aussicht genommen hat, unbedingt auch für Arbeiterrentner getroffen werden müssen, da deren wirtschaftliche Ver. hältnisse ebenso trostlos find und auch fic einer Ergänzung der sozialen Silfseinrichtungen bedürfen. entbehrt, die Bolschewiti durch ihre Spaltungs- und Putschtaktit die Arbeiterschaft schwer schädigen, daß fie gerade jeht ihre Hauptaufgabe darin erbliden, den Rampf gegen die fojialdemokras tische Partei und ihre Bertrauensmänner zu organifieren, anstatt gegen die Parteien der Befiptlaffe Stellung zu nehmen, daß Sowjetrußland nach Deutschland Waffen und Gift Im übrigen möchte ich feststellen, daß mit dieser gasbomben lieferte, die sich schließlich einmal Borlage, die eines gewissen Wahl odeurs nicht gegen die deutschen und russischen Arbeiter richten tönnen, daß das heutige Rußland fein nur offene Türen eingerannt werden, Musterbeispiel proletarischer, sondern höchstens der Dittatur des Zentralbüro in Moskau ist, denn die Hilfseinrichtungen, die den Rentnern auf bor der die Arbeiter mit ihrer Meinung zu Grund dieses Gesezes zuteil werden sollen, wären rüdhallen müssen, daß sich die im Lager der auch ohne die heutige Regierungsvorlage Gefes Sozialdemokratie vereinigte österreichische Ar- geworden. Diese Feſtſtellungen müſſen den Herrn beiterschaft mit Erfolg gegen den drohenden Minister für soziale Fürsorge gegenüber gemacht Fascismus wehrt, während die bolichewvistische werden, welcher die Sache so dargestellt hat, ale Tattit in Bayern, Ungarn, Jugoslawien und ob die Krankenversicherung der Rentner nur durch Italien mit der völligen Niederfuüppelung der bas Butun der Regierungsfoalition schon am Arbeiterschaft endete, daß die Abgesandten der 1. November in Wirksamkeit gesetzt werden soll. Sowjetregierung in einen der ärgsten ScharfIn Wirklichkeit sind für diese Krankenversiche macherbetriebe Westböhmens, der Neudeker im Rahmen der rung alle Vorbereitungen Rammgarninnerei, die Rationalisierung sty Pensionsanstalten längst getroffen, dierten und der Weg, ben die fommunistische Bartei ging, mit Riederlagen für die Arbeiter die alle die Verwirklichung dieser Einrichtung beflaffe gepflastert ist. treffenden Fragen im Vereinbarungswege gelöst Schon nach einer viertelstündigen Redezeit haben und eben daran sind, sich über die noch entzog der kommunistische Vor- offen gebliebenen Fragen und vor allem über den ligende dem Gen. Bölzl das Wort; er Streis ber als Versicherungseinrichtung heranzu ließ ihn wieder weitersprechen als selbst einige ziehenden Stranfenfaffen mit den Interessenten und Rommuniften gegen die Wortentziehung Ein- ben Kaffen zu verständigen. Herr Minister Sramet machte sich die Antwort auf die sozialdemokratischen Verbesferungsanträge leicht, indem er einfach erklärte, bie Krankenversicherungsanstalten fonnten ohne dies ihren gefeßlichen Verpflichtungen laum nachkommen; man lönne daher zur Einbeziehung der Rentner der Sozialversicherung in bie Krankenpflege keine neuen Ausgaben betvilligen, folange feine neuen Einnahmen da seien. Nach einer Pause, die zu Verhandlungen mit den Slowaken bemüht wurde, nahm wan die Vorlage unverändert an. Es konnte dann noch Dr. Dolansky die Vorlage über die Goldwährung erstatten, bann war die Roalition mit ihrem Latein aber zu Ende. Die Slowaken wollten von der Behandlung der Goldwährung nichts wissen, und zwar als epreffalie dafür. daß man in den leßten Tagen einige ihrer Bezirkshauptleute verseßt und Kreisärzte entlaffen hat, die in der Slowakei nicht Hodžawahlen, sondern Hlinkawahlen machen wollten. Gin Anklopfen bei den tschechischen sozialistischen Parteien, die im Prinzipe nicht gegen bie BorDas Blatt tut sehr erstaunt, daß Genosse Dr. Heller gesagt hat, der Regierungseintritt sei eine Frage der Taktik und nicht des Prin zips. Daß schon am Parteitag in Kavlsbad im Jahre 1920 die Frage einer Stoalitionsregierung behandelt und durchaus nicht prinzipiell abgelehnt, sondern nur von der Erfüllung gewisser Bedingungen abhängig gemacht wurde, daß seither dieser Standpunkt von der Partei fonsequent festgehalten wurde, das alles weiß natürlich die Bohemia". Sie stellt sich nun so, als ob das von den Genossen Dr. Heller und Kremser jetzt erfundene Neuigkeiten wären. Ebenso unwahr ist es, wenn die Bohemia" glauben machen will, daß wir das Bündnis der Deutschen Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft mit den Agrariern deshalb angreifen, weil die Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft in die Regierung eintreten vill. Nein, daß sie sich mit einer Partei verbündet, die sie wegen ihres vollständigen Versagens in nationalen Dingen so oft angegriffen hat, die sie als Partei des städtischen Bürgertums auch in wirtschaftlichen Fragen häufig bekämpfte, deshalb greifen wir sie an. Bei dieser Gelegenheit sei eine andere Unwahrheit der Bohemia" festgestellt. Wir teilten mit, daß sich die Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft verpflichtete, dem Klub der agrarischen Abgeordneten beizutreten. Die Bo hemia" bestritt das. Nun hielt Herr Dr. Stradal, Advokat in Teplitz- Schönau, als Anhänger der Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft in Dug eine Rede, in der er sagte, sollte die Haltung der Agrarier in nationaler Hinsicht schwach sein, so hat die Arbeits- und WirtschaftsGemeinschaft das Recht, aus dem gemein= samen Slub auszutreten". Lügen haben turze Beine! Die Wahrheit ist eben einfach die: Die Arbeits- und Wirtschaftsgemeinschaft verschriebe sich auch dem Teufel, wenn diese Verbindung den Herren Kafta und Rosche Mandate verbürgt. Dafür werden alle nur erdenklichen politischen Angriffe unternommen, dafür wird gelogen, dafür muß man sich sogar noch unwissender stellen, als man schon ift. Seite 6. Vom kommunistischen Putsch in Nordwestböhmen. Die Wohnungslosen sind ,, Vagabunden“! So reden die Christlichsozialen von den ärmsten Opfern der Wohnungsnot! Brir, 22. Oftober. In großer Aufmachung berichtet die Internationale" vom Diens tag über die Erweiterung des Streits im Nordwestböhmischen Braunkohlenrevier. In derselbent Das christlichsoziale„ Volt" in Nummer wird aber zugleich geklagt, daß den Sozialfascisten Hilfstruppen aus den Rei- Jägerndorf veröffentlicht am Dienstag, den hen der kommunistischen Funktion 22. Oktober auf der ersten Seite einen Artikel näre und Betriebsräte erstanden sind. über den Mieterschuß, aus dem zum bleibenden Damit bestätigt eigentlich die Internationale" Gedächtnis folgende unerhörte Sätze über die felbst, daß der utsch am Berenden ist. Wohnungslosen festgehalten werden mögen: Die Situation selbst int Reviere ist gegen gestern unverändert. Am Himmelfürstschacht ist heute die Belegschaft voll angefahren; dafür trat ein Teil der Belcaschaft des Venusschachtes in Streit. Auf den elf Schächten, die teilweise im Streit stehen, find 990 Bergarbeiter am Streife beteiligt, also 326 weniger als am Montag. Enterm Schuße der Bolizei verfammeln sich Christlichsoziale und Gewerbeparteiler nach§ 2! Die verbündeten Christlichsozialen und Gewerbeparteiler unter Führung des Prälaten Dr. Feierfeil haben laut Bericht des Karlsbader Volkswille" ihren Wählern" in Karlsbad in einer nicht öffentlichen Parteiversammlung" im Kurhause also Rechenschaft gegeben: Polizei beseßte die Eingänge und die Aufgänge zum Kurhaus. Polizei patrouillierie in starken Trupps von der Stadtparkbrücke an über den Mühlbrunnkai hinauf bis zum Versammlungslokal. Polizei stand bereit bei den Zugängen zur Partstraße und Gartenzeile. Polizeibereitschaft stand beim Militärbadehaus. Polizei an allen Eden und Enden, damit niemand, der nicht mit Haut und Haar der Gewerbepartei und den Christlichsozialen verschrieben, damit vor allem fein Sozialdemokrat in diese Versamm lung fomme und den Feierseil frage, wofür er jeinen Arm im Parlament erhob. Versteckt hinter Polizeikitteln so steht die christlichsoziale Partei nach dreijähriger Regierungstätigkeit da! Braucht es da eigentlich noch Argumente gegen ihre und der anderen ,, attivistischen" Regierungsbrüder Politik? Sie richten sich selbst, wissen, daß sie nur vor elenden Kreaturen die Ammenmärchen über ihre Volkspolitit" unwidersprochen erzählen dürfen. Ra, zum Glück haben wir es noch nicht so weit gebracht, daß Polizeifuüttel auch die AbStimmung am 27. Oftober beeinflussen können. Dort sehen wir uns dann wieder, Herr Dr. Feierfeil! eil dem deutschen Pric fter!" Kommunistische Geständniffe. Warum die Arbeiter in Rußland nicht höhere Löhne Bekomm25. In einer Versammlung in Schmeil bei Stadt Liebau( am- vergangenen Samstag), in der ber Genosse Sahabfa forach, waren die Kommunisten von Groß- Waltersdorf durch ein starkes Rollkommando vertreten. Sie hatten sich auch eigens einen Referenten, namens Mälzer, mit gebracht. Um zu beweisen, daß Sowjetrußland wirklich das Vaterland der Arbeiter ist, erzählte der gute Mann, der erst vor kurzem in Rußland war, daß dort die Industrie gan; erstaunliche Fortschritte gemacht habe. Diese Industrie wäre aber auch im stande, noch viel höhere Löhne an die Arbeiter zu bezahlen, tut es aber nicht und zwar aus dem Grunde, weil dann die Ansprüche des russischen Arbei tere größere würden. Man wird sich dieses Eingeständnis eines kommunistischen Rußlandfahrers für alle Zukunft merfen müssen! · Gie reichen den Landbündlern die Hand Die Wohnungslosen. Unter denen hat es solche, die auf dem Standpunkte stehen: Für uns muß gesorgt werden; aber bezahlen werden wir nichts. Sic lagern in Baracken, in alten Eisenbahnwaggons, haufenweise, nach Bagabundenart, und was sie verdienen, wird verzehrt und vertrunten. Gibt's feinen Berdienst, dann muß eben die Gemeinde oder öffent: liche Fürsorge herhalten und fie auch noch fleiden. Für Wohnung und Kleidung etwas aufzuwenden, fällt ihnen nicht ein. Diese Leute fühlen oft gar nicht das Erniedrigende des Tierischen und Schmutzigen, in dem sie leben. Mittwoch, 23. Oftober 1929. Worten, wie er sich aus dieser Affäre wind: önne; es ist ihm aber nicht gelungen. So schaut der wirkliche Kampf der Sat freuzler gegen die Regierungsparteien aus! Sie sind nach wie vor die besten Schirm. truppen des Bürgertums und des Kapitalismus, weshalb ein denkender Arbeiter dieser Partei die Stimme nicht geben kann. Spina und Rothschild. In der Tschechoslowakei gibt es die hön, sten Kohlenpreise. Die Preise der Steinkohle sind etwa um ein Drittel höher als im Ausland, wobei die Löhne der Bergarbeiter Ihnen zu helfen ist mehr Aufgabe der Liebe und Erziehung, als der Wohnungsfürsorge, denn ohne diese Führung und ohne mehr oder weniger betonten 3wang und Aufsicht würden sie aud eine zugewic sene menschen würdige Wohnung verschmutzen. Die ärmisten Teufel also, die in Baraden niedriger sind als beispielsweise in Deutsch. und Waggons, in Erdlöchern und Buden hausen, land. Die Festsetzung der Kolhenpreise unter wagt das christlichsoziale Blatt als Vagabunden liegt dem Winisterium für öffentliche Arbeiten, hinzustellen, die das, was sie haben, verfressen also hat darüber der Herr Minister Spina und versaufen! Wem aber kommen die hohen Kohlenpreise zu gute? Dochy wozu diese abgrundtiefe Gemeinheit su entscheiden. noch kommentieren? Jedes Wort zeugt so sehr für sich allein für diese wahrhaft, christlich e" und soziale" Gesinnung der Klerikalen, daß fich jedes weitere Wort erübrigt. Die Bejißer der Ostrauer Gruben sind meistnes Ausländer. Rothschild, Larisch, Wilczeck usw., Jeder Arbeiter weiß: morgen fchon, alles Leute, die in Desterreich leben. Infolge der wenn er arbeitslos vom Unglück verfolgt wird, kann ihn das Los dieser„ Baga- höheren Kohlenpreise kann man den Mehr. bunden treffen. Wahrhaftig, der Ar- gewinn, den diese Herrschaften an der Kohle beiter müßte ein Gesinnungseinheimsen, auf 400 bis 450 millioner vagabund sein, wenn er seine Stimme Kronen schätzen, wovon allein auf Rothschild diesen Besudlern der proletarischen Ehre etwa 150 Millionen entfallen. Mit diesen Milgibt! Ertappte Demagogen. Die Christlichsozialen maßen sich das Verdienst an der Verbesserung der Pensionsversicherung an! entivurf: Dem Bürgerblock gebührt also das Verdienst, die Jugendlichen ebenso wie aus der Altersversicherung der Arbeiter auch aus der Pensionsversicherung hinausgeworfen zu haben. Dagegen heißt es im§ 3 des Kommissious entwurfes: Nach dem bekannten Grundsaße, daß eines Diese Bestimmung fehlt im Kommissionsfreche Stirne besser ist, als ein Meierhof, versuchen die Christlichsozialen mit den plumpesten und aufdringlichsten Mitteln der Demagogie sich jest, vor den Wahlen, als die Wohltäter der arbeitenden Menschen und als die Schöpfer oder wenigstens Mitschöpfer sosialer Gefeße hinzustellen. Da die Gesetz gebung des Bürgerblods dazu jedoch bei der größten Anstrengung und bei der geschicktesten Berdrehung der Tatsachen keine Möglichkeit bietet, möchten die Herren die Arbeiten der Fachlommission für die Novellierung der Pensionsversicherung für sich annettieren und sich auf die Berbesserer der Pensionsversi cherung hinausspielen. Es muß den Herren daher mit aller Deutlichkeit gesagt werden, daß die Kommission zur Novellierung der Pensionsversicherung bereits im Jahre 1924 unter dem sozialdemokratischen Minifter Habrman eingefeßt wurde, daß sie in langer, mühevoller Arbeit ein annehmbares Nom promiß zwischen Arbeitgebern und Angestellten zu Wege brachte und daß daher der Bürblock an der Verbesserung der Angestelltenversicherung nicht das mindeste Verdienst hat! Das wäre ja noch schöner, wenn die Mehrheitsparteien die Arbeiten der freigewerkschaftlichen Vertreter und der Fachmänner in dieser Stommission ungestraft als ihr Werk ausgeben dürften. Worin die Mitwirkung des Bürgerblods bei der Novellierung der Pensionsversicherung wirf lich besteht, kann man aus einer Vergleichung des Fachmännerelaborates mit dem Gefeße erkennen und 6. Ist der Versicherte auf Grund mehrerer, der Versicherungspflicht unterliegender Dienstverhältnisse beschäftigt, so ist er in die Gehaltsflasse nach der Summe der Dienstbezüge einzureihen." lionen, die Rothschild jährlich aus den tschecho slowakischen Ueberpreisen der Kohle herauswirt. schaftet, fauft er in Wien Banken auf und geht daran, sich ein Bankmonopol in Oesterreich zu errichten. Die Kohlenkonsumenten der Tschechoslowakei müssen also hohe Preise zahlen, damit der Herr Rothschild von Tag zu Tag reicher wird. Und das ermöglicht ihm der Herr Minister Spina, der Führer des Bundes der Landwirte! Wir fragen die Bauern, welches Interesse habt ihr, den Rothschild zum reichsten Mann Desterreichs zu machen? Der hunder.prozenug Revolutionär schmockt im Bourgeoisblatt. Ausgerechnet im Prager Tagblatt" Diese Bestimmung hat der Bürgerblock e Li- erschien vor einigen Tagen ein Artikel ,,, Moreminiert. Hunderte von Reisenden, Agenten fole, die Station der Toten;" der vom Eisbrecher und dergleichen dürfen sich also bei den Blockparteien einschließlich der Christlichsozialen bedan- erassin" mit 15. August 1929 datiert ist und ten, daß sie nur mit einem Bruchter vom Schicksal der Polar- Radiotelegraphisten ihres Einkommensversichert sind! handelt. Gezeichnet ist der Artikel mit O. H. Vor allem aber haben die älteren Angestell- Oho! Hinter diesen Buchstaben verbirgt sich, ten und die alten Rentner Grund zur Tants wenn wir nicht sehr irren, ein alter Bekannter barkeit dafür, daß ihnen der Bürgerblock dic Berbesserung ihrer Ansprüche durch Anrech aus der Zeit der Spaltung, nämlich der ,, Revonung der vor Inkrafttreten des urspünglichen lutionär" Otto Heller, der an der PolarPensionsversicherungs Gesetzes vollstreckten fahrt des Strassin" teilgenommen hat. Und just Dienstzeit versagt hat, im Prager Tagblatt" lagert er seine Produkte wie dies§ 194 des Kommissionsentwurfes vorge ab, nicht aber im ,, Vorwärts" oder der Inter sehen hatte. Die Bürgerparteien, mit der Auffütterung des Militarismus und der sozialen Für nationale", wie es einem aufrechten Kommuni sorge für die Zuderbarone beschäftigt, wollten sten immerhin ziemen würde. Der Grund dafür eben für diesen Zwed einen Staatsbeitrag ist sehr leicht festzustellen. Beim P. T." zahlen nicht zur Verfügung stellen. Rechnen wir dazu M die Einengung des Umfanges der Versiche rung, die Berschlechterung des Invaliditätsbegriffes, die Bürokratisierung der Verwaltung, die Unterwühlung der Lebensfähigkeit da ergibt sich, daß den bürger-... der deutschen Landesstelle in Mähren, lichen Partelen nicht das Verdienst fe müssen wir schon sagen, daß die Christlichan der Verbesserung. sondern die fozialen allen Grund hätten, ihren Anteil an der Schuld an vielen Verschlechter- Bensionsnovelle schamhaft zu ber ungen zuzuschreiben ist! schweigen. Wir greifen aus der Fülle des Materials nur Ihr Versuch, sich fremde Vereinige Punkte heraus. Im§ 2 des Gefezes dienste anzueignen, kann nur heißt es: mit der vernichtenden Fest,, Von der Versicherungspflicht sind ausge- 1 nommen: 1. Angestellte, die das 16. Lebensstellung ihrer eigenen Schuld jahr nicht überschritten haben." enden! sie eben ein höheres honorar, als bei den kommunistischen Blättern und das dürfte für den O. H. das entscheidende sein. Merkwürdiger Weise hat weder der Vorwärts", noch die In ternationale" die bürgerliche Abweichung ihres Lieblings wahrgenommen. Wie die Kommunisten eine ,, Hochburg" verteidigen. Stürzlich war nach Braunsdorf( im Elbogener Bezirt) eine sozialdemokratische Wählerversammlung einberufen worden. Braunsdorf war lange Zeit eine Tommunistische Bastion gewesen, aber in den letzten Monaten war unsere Partei dort wieder erstarkt, hatte eine beträcht liche Zahl neuer Mitglieder erhalten. Also zogen die Kommunisten, aus dem ganzen Chodauer Gebiet zusammengetrommelt, aus einer eigenen Nationalsozialistische Agitation[ Gegenvedner in die sozialdemokratische Versamu Bersammlung in Braunsdorf in das sozialdemo Tung nach Dittersbach zu schicken. Dazu dürfte tratische Versammlungslokal, für die Regierungsparteien. man im bündlerischen Sekretariat wenig Luſt ge- Spektakel die Wahl des Präsidiums verVersammlungslokal, wo sie unter Unsere Partei hielt Samstag, den 19. Otto- habt haben; man wollte aber die Sozialdemokra langten. Die Abstimmung ergab 65 Stimmen ber in Dittersbach bei Landskron eine wähten nicht ungestört lassen und da ist der Sekretär langten. Die Abstimmung ergab 65 Stimmen lerversammlung ab, in der auch einige National des Bundes der Landwirte auf die treffliche Idee für unseren Genossen Fuchs, 65 gegen ihn( so sozialisten erschienen. Das Referat des Genossen gekommen, den Hakenkreuzler Sembera zu erfu- biel Leute hatten die Kommunisten aus einem rem1, der die volksfeindlichen Taten der Bürchen, als Gegeuredner nach Dittersbach in die ganzen Bezirksteil den Genossen unserer kleinen gerregierung schilderte, wurde von der sehr gut rief zu diesem Zwecke die Druckerei Cerny in Selbstverständlich übernahm nun, da es sich um sozialdemokratische Versammlung zu gehen. Er Lokalorganisation entgegenzustellen vermocht!) besuchten Versammlung neit großer Zustimmung Landskron an, wo Herr Sembera beschäftigt ist, eine von unserer Partei einberufene Versammentgegengenommen. Nach Genossen Treml sprach und bat sich diesen zum Telephon. Serr Sem lung handelte, bei Stimmengleichheit unser Gein der Debatte der Hakenkreuzler Sem- bera willigte fofort ein und erschien nosse den Vorsitz. Als nun aber unser Referent bera aus Landskron, der sich fast ausschließlich mit einigen Landskroner Hafen- zu sprechen begann, setzten die Kommuniſten mit In einer am Sonntag, den 20. ds, stattge- in persönlichen Beschimpfungen des Genossen Frenzlern wirklich in der sozialde- einem ohrenbetäubenden Lärm ein, brüllten und fundenen Wählerversammlung unserer Partei in Treml und der sozialdemokratischen Partei erging. mokratischen Versammlung. Vom Ge- schrien und begannen ein wüstes Pfeiferl Epperswagen bei Sourbof cvflärte der Kom Von einer Auseinandersetzung mit den Regie- nossen Tremi wurden im Schlußwort die Amve- konzert, so daß die Versammlung geschlossen munist Alvis Simper, Schriftführer des Berungsparteien keine Spur. Herr Sembera konnte fenden informiert warum Herr Sembera so sehr werden mußte. triebsrates der Firma Moravia in Hombok, die Regierungsparteien auch nicht gut angreifen, gegen die Sozialdemokraten losgezogen. iſt und Es kann gar keine Frage sein, daß sich die die Regierungsparteien ungeschoren gelaffen hat. Braunsdorfer Kommunisten durch dieses AufDie Versammelten brachten ihre Empörung über treten noch um einen weiteren Teil ihres Andiese Handlungsweise der Nationalsozialisten un- schens im Ort gebracht haben und unsere Ge verhohlen zum Ausdrud. Herr Sembera, der aus- nossen geben dort der Ueberzeugung Ausdruck, Der Ortsvertrauensmann des Bundes der Land- gezogen war, um im Dienste der Regierungs- daß nach diesem Verhalten der abwirtschaftenden wirte in Dittersbach ließ am selben Tage, an dem parteien über die Sozialdemokraten einen Sieg at Bolschewisten der 27. Oktober auch in diesem die größten einde hin, mit denen fein Kommu- abends die Versammlung stattfand, den bündleri- erringen, mußte sich diese Feststellung, gan; in Gebiet der Sozialdemokratie cinen schen Parteisekretär in Landskron ersuchen, einen sich zitsanmuengesunken, anhören und rang nach erhöhten Erfolg bringen wird. daß die Kommunisten durchaus feine Gegner der Landbündler feien, daß sie im Gegenteil gerne den Landbündlern die Hand reichen würden und einträchtig mit ihnen zusam men arbeiten würden. Die Sozialdemokraten stellte er natürlich als nist in Berührung tonimen dürfe da er in die sozialdemokratische Versammlung auf Wunsch des landbündlerischen Parteisekretärs in Landskron gegangen ist. Mittwoch, 23. Oktober 1929. Wir brauchen die schnurgerade 0 entschiedene und energische www die biegsame and clastische www 0 0 S TRAPP einig einzige kommunistische Linie! Kenner für einverständliche Abrüftung Die Gewerkschalten gegen die Die Sozialdemokratie weicht einem Kampf auch außerhalb des Parlamentes nicht aus! Schoberverfassung. Geite T. then Boben verlassen werden, jeben Butsch und jeben Staatsstreich ablehnen und die Verfassung auf teinem anderen Wege abgeändert werden fann, als auf bem, ben sie selbst vorschreibt. Im Namen von Hunderttausenden Ar beitern und Angestellten, die infolge der wirtschaftlichen Beunruhigung der Arbeitslofigkeit bedroht sind, fordern die Gewerkschaften, daß durch eine solche fategorische Erklärung die wirtschaftliche Beruhigung hergestellt werde." Um den Youngplan. Reichsgericht zum Boltsbegehren. Leipzig, 22. Oftober. Heute vormittags be gann die mit großer Spannung erwartete Ver handlung vor dem Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich in der Verfassungsrechts- Streit fache der Fraktion der Deutschnationalen Volks partei im Preußischen Landtag gegen das Land Preußen. Die Selage geht auf Erlaß eines Fest stellungsurteils, durch das das Recht jedes Beant tex, fidh als wahlberechtigter Staatsbürger an einem verfassungsmäßig zugelassenen Volksbegeh ren zu beteiligen, ausdrücklich sichergestellt tverden foll, und auf Erloß einer einstweiligen Ver fügung, durch die dem preußischen Staatsmini( berium ausdrücklich untersagt werden soll, ve tere Sundgebungen gegen die Beteiligung der Beamten am Voltsbegehren zu erlassen. Die be reits erfolgten Anweisungen sollen zurüdgezogen werden. Die Klage wird durch Rechtsanwalt Dr. Seelmontat vertreten. Nach etwa eineinhalbstündiger Beratung verkündete der Staatsgerichtshof seinen Beschluß dahingehend: 1. Die Entschließung des Reichsausschusses für das Boltsbegehren wird zurid gewiesen. Nach der ständigen Rechtsprechung bes Staatsgerichtshofes feien Verfassungsstreitig Leiten innerhalb eines Landes nur folche Streitig feten, die zwischen den Stellen des Landes entste hen, der Reichsmusschuß beschränkt sich aber nicht oaf Preußen, sondern erstreckt seine Organisa tionstätigteit über das ganze Reich, er sei also feine preußische Landesstelle und könne deshalb feiner Verfassungsstreitigkeit innerhalb eines Landes als Partei beitreten. 2. Fenner hat der Staatsgerichtshof beschlossen, den Antrag der preußischen Regierung auf Vertagung abzulehnen. Entsprechend der bisherigen Rechtsprechung des Staatsgerichtshofes bezieht sich die Friſtbestim mung des§ 6 nicht auf Erledigung von Anträgen auf Erlaß von einstweiligen Verfügungen, es sei daher also in die Verhandlung einzutreten und zu verbuchen, den Antrag zur Erledigung zu brin gent. Fünf Todesurteile in Rußland. Wegen konterrevolutionärer Arbeit. Mostau, 22. Oktober.( Taß.) Die staatliche politische Verwaltung dedte eine fonterre bolutionäre Organisation auf, welche in der Heeresindustrie der Sowjetunion die Intervention seitens des AnsIandes durch Schädigung und Spionage zum Ziele hatte. Diese Geheimorganisation setzte sich zum größten Teile aus ehemaligen hohen Offizieren der zaristischen Armee zufammen. Die ehemaligen Generale der Zarenarmee Michailow, Wyssotschanski, Dyman, Dechanow und Schulga wur den zum Tode verurteilt. Die Urteile finb bereits vollstrect worden. Die übrigen Angeklagten wurden zur Internierung im Ronzentrationslager auf verschiedene Dauer verurteilt. Die Abberufung des italienischen Botschafters aus Berlin. Berlin, 22. Oktober. Die ,, Vossische Zeitung" meldet: Der italienische Botschafter Graf Aldro Wien, 22. Oftober.( Eigenbericht.) Der vandi- Marescotti hat einen Urlaub angetreten Borstand des Gewerkschaftsbundes beabsichtigt, und wird nicht mehr auf seinen Posten zurüd in ber morgen stattfindenden Vorständefonferens fehren. Gleichzeitig sind der bisherige Botder freien Gewerkschaften folgende Entschlichung schaftsrat Rocco und die drei Bot. vorzulegen: Wien, 22. Ottober.( Eigenbericht.) Heute be- Gesundung der Wirtschaft nicht möglich. Es gibt gann der Nationalrat die erste Lefung der Scho- unter den Sozialdemokraten über verschiedene berfchen Verfassungsvorlage. Als erster Redner Fragen auch verschiedene Anschauungen, aber Die Gewerkschaften betrachten die von der fprach Dr. Renner, der erklärte, der wahre über die Freiheitsfrage gibt es teine Differenz. Inhalt der Vorlage fei der, daß 57 Prozent der Saben wir beshalb 40 Jahre für die Regierung vorgelegte Verfassungsvorlage als Bevölkeung die andern 43 Prozent außerhalb des Freiheit getämpft, um sie jest für einen Versuch, die politischen Rechte der Arbeiter Gefeßes, jedenfalls aber außerhalb des gleichen nichts preiszugeben, weil ein paar laffe wesentlich einzuschränken und dadurch die Rechtes stellen wollen. Alle rechtlichen Sicherhei- Abenteurerbrohen? Mögen ble herrschen- politische und wirtschaftliche Machtstellung der ten werden in einem Augenblid in Frage gestellt, den Parteien nur ja nicht glauben, daß nicht Arbeiterklasse derart zu schwächen, daß die Berda die Wirtschaft in größter Unruhe ist. Die jeder von uns das Aeußerste auf sich nehmen treter der Arbeiter im Nationalrat nicht mehr Mehrheit habe sich durch ihre Prätorianergarde würde, wenn es gilt, unsere Freiheitsrechte zu imftande wären, die wichtigsten sozialen Rechte der Arbeiter und Angestellten wirksam zu vertei zu ihrer Politit zwingen lassen und sie habe verteidigen! Pflicht der Vertreter der Arbeiter die Verfassungsreform eingebracht, weil sie nicht Andauernde Abhebung von Sparkontis bigen. Die Gewerkschaften betrachten es als den Mut hat, sich zur einverständlichen Abrüstung zu belehren, die wir seit Jahren Wien, 22. Oftober.( Eigenbericht.) Wie schwer im Parlament, diesen Anschlag an vorschlagen. Wir lehnen die Verantwortung da- die österreichische Wirtschaft unter den gegenvär die Boltsrechte abzuwehren. Ange für ab, daß unser ganzes Volt durch den Ver- tigen gespannten politischen Verhältnissen leidet, fichts der Drohung, durch Putsch oder Staatsfassungskampf auf das tiefste erschüttert, daß eine zeigen die Ausweise der Sparkassen und Banken streich die Verfassungsänderung verfassungswidrig Brandsadel in das Volk geworfen wird, während über die Bewegung der Spareinlagen. Die Dro- zu oftronieren, wenn sie die Zweibrittelmehrheit wir mitten in der schwersten Wirtschaftskrise sind. hungen zum 29. September hatten die Wirkung im Nationalrat nicht findet, erklären die Gewerl Wir werden aber dem Kampf zu dem daß vom 1. bis 30. September die Spareinlagen schaften, daß sie gegen jeden solcher Ge wir gezwungen werden, nicht aus- in Wien um 16 Millionen Schilling zurückgeganwaltstreich die verfassungsmäßige Rechtsordweichen, weber hier noch außerhalb gen sind. Dabei gibt diese Zahl noch kein rechtes des Parlaments. Die Bürgerlichen behaup Bild, weil die Banken auch die Kaffenscheine, die hung und die Rechte der Arbeiter mit allen Mitteln verteidigen werden. Die Ge ten immer, daß der Staat stark genug ist. Wozu auf ausländische Valuten lauten, als Spareinla- werkschaften machen die Regierung, die parlamen dann diese Ueberspannung der Staatsmacht in gen ausveifen. In ganz Desterreich sind im SepUnterdrückungsmaßnahmen dieser Verfassungsre- tember insgesamt 47 Millionen Schilling abgeho- tarischen Parteien und die Unternehmer nachform und woher dann die Sapitulation dieser ben worden, so daß sich herausstellt, daß die an- brücklichst darauf aufmerksam, daß die Drohun Staatsmacht vor jedem privaten Gewalttäter? geblich heimwehrfreundliche Broving noch mehr gen mit einem Gewaltstreich eine BennrahiDiese starte Staatsgewalt muß die Augen ver- Abhebungen vorgenommen hat. As der 29. Sep- 8ung unter der Bevölkerung hervorgerufen schließen vor den Privatarmeen der feudalen Her- tember in Rube verlaufen war. befferte fich der haben, die eine furchtbare wirtschaftliche Rataren und der Industrieherren! Alle Verfassungs- Standber Spareinlagen wieder. Seit der Einbrin- trophe schon in der allernächsten Reit herbeignbeschlüsse, die Sie faffen, sind bloß Papier, gung der Verfassungsvorlage werden ständig wie- hren droht. Die Gewerkschaften erklären, bak wenn nicht vorher die Abrüstung kommt. Wir ber österreichische Guthaben abgehoben, so daß die das einzige Mittel, die Bevölkerung zu beruhi werden in die Verhandlungen über den Geset- österreichische Wirtschaft aufs neue schwer begen und dadurch die wirtschaftliche Katastrophe entourf natürlich eintreten, aber vor jeder Bera- unruhigt ist. Wenn diese Abhebungen weiter zu verhüten, eine Erkläruna, nicht nur der Netung steht die Frage, ob abgerüstet wird oder bauern, steht das ganze österreichische Geld- und inna., sondern aller harlamentarischen Barteien wäre, daß sie in leinem Falle den geseßlinicht. Ohne einverständliche Abrüstung ist eine| Streditwesen in der ernstesten Gefahr. chaftsfetretäre abberufen worden. Laut Bortvärts" erfolgte die Abberufung des Botschafters, weil vor furzer Zeit auf bisher ungeklärte Weise der geheime diplomatische Chiffernichlüffel der italienischen Botschaft entwendet wurde. An beiden Enden faß mich an.. nur auseinander ziehen und geöffnet ist das köstliche Weich TOMBY bombon Geite 8 Der internationale Rechnet mit ihnen ab wegen ihres Militarismus! Gedanke marschiert! Der Internationale Jugendtag, der om 6. Oktober gefeiert wurde, kann als ein voller Erfolg betrachtet werden. Es ist gelungen, viele Sunderte arbeitende Burschen und Mädeln und auch Erwachsene für unsere Sundgebungen zu inter effieren. Einige Wochen vorher feierte die kommunist sche Jugendorganisation ebenfalls ihren Internationalen Jugendtag. von dem aber weit und breit nichts zu sehen war. Auch in der proletarischen Jugendbewegung ist der Zusammenbruch der bolschewistischen Ideologie augenscheinlich und die Arbeiterjugend wendet sich von den Spaltern ab. Unser Internationaler Jugendtag war hiefür der beste Beweis. Mittwoch, 23. Oktober 1929. Bom Rundfunt. Donnerstag. Brag: 11.15 Schallplattenfil. 12.30-13.50( Sendung 11 Brünn und Breßbung) Ronger. 16.30-17.35( Sendung na Was haben Landbündler und Christlichsoziale dem Brünn) Rongen. Rommemust. 17.95 Donate Breffentadynid test. 17.30 Deutsche Sendung: Zahn Minuten für den Alltag. Dr. Trube Revelluf, Brag:„ Strafe oder Erziehung" tsdiechoslowakischen Militarismus gegeben? Dr. H. Mannheimer, Brog: Borlesung aus eigenen Werten". Brinn: 11.30 Schallplattenmusi!., 17.25 Deutsche Breffe Arbeiter und Angestellte, Franen und rungsparteien folgenden besonderen( nur teileiten. 17.30 Deute Sendung: Gerhabe weisen) Auszug aus den militärischen Taten der sie Jugend. 19.05-20.00( Sembung nach Preßburg und Deabr Bininger, Konzertfängerin gönelteber. 18.35-18.50 Mufit für Mütter, Jugendliche, Kriegsbeschädigte! Landbündler und Christlichsozialen vor Augen: Dat Ronsert. Mahr. Oftrau: 11 30 Schallplattenmufit. Wenn Ihr am 27. Oktober wählen geh:, Christlich soziale, Landbündker Breßburg: 11.30 Schell 20.00-20.45 Rongect dann haltet Euch aus dem Gesamtregister der und deutsche Gewerbeparteiler haben London: 19.45 Bod Paris: 21.00 Ronger Sünden des Bürgerblocks und der deutschen Regie- gestimmtt: Ber.in: 18.45 on für ein jährliches Militär budget von 1400 Millionen, für den geheimen Rüstungsfonds von jährlich 315 Millionen bis zum Jahre 1937, gegen die Herabseßung der Präsenzdienstzeit um vier Monate, gegen die normale Löhnung für frante Soldaten, für das Nach dienen der durch Krankheit oder Gesundheitsurlaub verjäumten Zeit, für die Aufhebung des Soldatenwahlrechts, gegen die Teuerungszulagen für die Mannschaft, gegen die Regelung der Unterhaltsbeiträge, für die zwangsweise Unterbringung längerdienender Unteroffiziere im Zivildienst, für die halbe Wiedereinführung des Einjährigenrechts, gegen die volle Entschädigung der im Militärdienst Verunglüdten, gegen die Erhöhung der Kriensbeschädigtenrenten, für die Her abseßung der Soldatenlöhnung, für die Erhöhung der Offiziersgehälter! Sie sieht das Schuldkontowir betonen nochmals, daß es nur ein Auszug daraus ist nach knapp drei Jahren ,, aftivistischer" Regierungstätigkeit allein auf dem Gebiete des Militarismus aus. grünen In Prag war eine grandiose Kundgebung, die viele tschechische und deutsche Genoffinnen und Genossen vereinte. Es sprach neben den deutschen nd tschechischen Jugendrednern noch der Vorsitzende der Sozialistischen Arbeiterinternationale, Genosse Gandervelde. Die kommunistischen Stänkerer wurden an die frische Luft gesetzt. Die Kundgebung am Site des Verbandes, in Teplit- Schönau, war eindrucksvoll und erhielt durch die Anwesenheit des Genossen Liebermann aus Dresden ein internationales Gepräge. Die anwesenden Stommunisten versuchten vergebens, die VersammTung zu stören. In Bilin und Brüy fanden Bffentliche Versammlungen statt, denen Propagandamärsche vorausgingen. In Dug gestaltete sich die rechnet ab mit den nun rotweiß gefärbten Feier zu einer schönen Kundgebung für den interSchwarzgelben, mit mit den nationalen Gedanken. Die Versammlung in Ko Agrariern, mit den Gewerberettern, motan war äußerst gut befucht und ein präch die in Wahrheit Voltsverderber find! tiger Erfolg. Alle Versamminugen wurden durch Wer den Militarismus bekämpfen, die Abrüstung Lieder, Musikvorträge und Resitationen ausgestaltet. Wenn Ihr die Fortseßung und Verschär fördern will, der hat zur Wahl weder Wahl noch Die Versammlungen in Nord böhmen verfung dieser militaristischen Politif, wie sie derzeit Qual, sondern der entscheidet sich für die ein Hefen eindrucksvoll und würdig. In Aussig ver- reaktionärer und rücksichtsloser in feinem, zige Friedenspartei in der Republik: fuchten die Hakenkreuzler, die schöne Bersammlung anderen Staate Europas mit demo- für die deutsche Sozialdemokratie! 311 stören. Die Schlappe, die sie sich famt ihrem fratischer Verfassung geübt wird, verhindern Streisführer holten, wird ihnen wohl lange Zeit vollt, Gegen den Militarismus In Erinnerung bleiben. In Marschen und bie Liste vier! EnIan fanden ebenfalls schöne Bersammlungen statt. In Polit und Bensen sprach neben unseren Rednern Genosse Günther aus Dresden. Beide Versammlungen hatten einen goßen agitatorischen Erfolg. Brächtig verlief die Feier in Tiefenbach in fergebirge, bei der auch Genosse Vitafet aus Prag sprach. Die kommanistischen Störenfriede wurden an die Luft gesetzt. In West böhmen sanden ebenfalls einige Feiern statt. In Elbogen war eine glänzend besuchte Feier. Aus den übrigen Orten, die meistens die Veranstaltungen am 13. Ottober hatten, sind noch die Berichte ausständig. Die Versammlung in Tachau war gut besucht und es wurden acht Nenbeitritte berzeichnet. Die Kundgebungen in Mähren und Schle. fien zeigten von dem Vormarsch) unserer Organi fation. In Brinn feierten viele Hunderte deutsche und tschechische Sungproletarier den Internationalen Jugendtag. In Sternberg und MährischSchönberg waren die Versammlungen sehr gut besucht und mit einer Filmvorführung verbunden. In Freudenthal, Bärn, Freiwaldau und Römer stadt sprachen Jugend und Parteigenossen zu den zahlreich erschienenen Jugendlichen und Erwachsenen. Eine schlichte Feier vereinte die Arbeiterjugend und ihre Freunde in Troppan. Die Kundgebung in pa chendorf war imposant und von einem prächtigen Kampfgeist getragen. In Fulnek sprach unser Redner vor vielen verfammelten jungen und alten Proletariern. Su Neu Titschein waren auch die Noten Falken erschienen, die Gäste aus Wien begrüßen fonnten. In Würbenthal und Wagstadt waren die Versammlungen glänzend besucht und von einem großen agitatorischen Erfolge begleitet. Die reisorganisation Trauten an feierte den Internationalen Jugendtag bereits am 8. September in Form eines Grensjugendtreffens am Spindlerpaß. Die Seundgebung war wahrhaft international, da neben unserem Redner auch reichsdeutsche und tschechische Genossen zu Worte kamen. Unsere Trautenauer können auf das Treffen stolz fein. Außerdem fand am 6. Oftober in Mastig eine schöne, gut besuchte Versammlung start, der am Tage vorher ein Fackelzug vorausging. Unsere Rundgebungen standen überall im Zeichen des Stampjes gegen Strieg, Militarismus und Reaktion. Sie waren Kampfansage an die Bürgerliche Weit. Die versammelte Jugend legte das glühende Bekenntnis zur Internationale, der Kampfgemeinschaft der Arbeiterklasse, ab. Sie gelobte, die Idee der Solidarität, der Völkerverbrüderung vorwärtszutragen bis zum Siege. Aber nicht nur das. Am 27. Oktober finden die Parlamentswahlen statt und die Jugend hat das größte Interesse an dem Siege der sozialdemokratischen Partei, da sie weiß, daß wirtschafts liche Not und Militarismus erst dann beseitigt werden können. In nahezu allen Kundgebungen nahm die sozialistische Jugend zu den Wahlen Stellung und gelobte, Schulter an Schulter mit ten Erwachsenen, alle Sträfte in den Dienst de Partei zu stellen. Noch in keinem Jahre wurde der Internationale Jugendtag so gefeiert. Im nächsten Jahre müssen die Kundgebungen noch größer werden! Smmer mehr jugendliche Arbeiterinnen und Arbeiter schließen sich der sozialdemokratischen Jugend an und fämpfen gegen Hakenkreuz uno Bolschewismus. Unser Jugendtag war ein erneuter Auftakt gu diesem Stampfe. Jugend, mit allen Kräften an die Arbeit, wir fchreiten vorwärts. Es lebe die Sozialistische Sugendinternationale! dann jagt die Schnldigen zum Tenfel, Der anständige Wahlkampf" der Bürgerlichen: Aus der agrarischen Sudelküche. Herr Minister Dr. Spina, schämen Sie sich! Die landbändlerische Heimat", dasselbe] Blatt, dem wir das geflügelte Wort von den großen Knödeln" danken, mit denen die Regierungsparteien für ihre Loyalität belohnt werden, trägt sein Scherflein zum Wahlkampf bei. Aus seinem Mistlistel sprieẞt folgende garte Pflange unverschämtester Lügenjournalistik: le gehalt net, sondern den größten Teil der Partei, so ist das halt auch so a Drch, denn auf der andern Seit schanzt ihnen die Geldgroßmacht a paar mal mehr zu. Gscheit muß ma sei!" Der Reporter wollte nichts weiter von dem redseligen Wagenführer wissen und jagte davon zuhaus bloß a bisserl was fet. ner Alten und die hats wieder nur einigen Nachbarinnen gejagt. Na und so ist die Sach doch auskommen, trotzdem sie der Berichterstatter nicht in die Zeitung einitan hat." ,, Merkwürdig ist es, daß von den sämtlichen roten Führern faum je einer aufzugabeln ist, der erstens ein Arbeiter ist und zweiteus sein Stüdlein Brot wie die von ihnen geschilderten Proleten mit Kummer ist. Der Wiener Mäntel Wir mußten diess dummdreiste SchauermärSinger war vielfacher Millionär. Die Viktor hen zur Gänge abdruden, um der breiteren Def Adler und Sohn Friedrich Adler schwer.fentlichkeit eine Vorstellung dessen zu geben, was reich. Als der ehemalige Tischler, dann sozial- die Landbündler als Argument, im Wahlkampf demokratische Führer August Bebel starb, hinter- ansehen und was sie den Bauern, die sie anschei ließ er ein Millionenvermögen. Der nend für Analphabeten halten, alles zu glauben Kommunist reibich ist mehrfacher Mil- zumuten. Eine Erwiderung erübrigt sich, hier ist lionär wie der Stommunist Smeral. So jedes Wort erstunken und erlogen, jede BehaupFönnte man die Liste beliebig fortseßen, tung aus den schmierigen Fingern eines gewissendoch müßte das ermüden. In Prag gab es vor losen Burschen gesogen. einigen Tagen eine leine Sensation. Vor einem Es würde uns doch interessieren, was man einigen Tagen eine feine Sensation. Vor einem im bürgerlichen Lager, wo es am foinsten" ist. der größten Luxushotels fuhren eine un= im übersehbare Reihe der teuersten Kraftwagen, je Wert von 120.000 bis 200.000 12.30-13.30 Rongert. 16.30 Rongert. plattenmufit. 16 00-17.30 Rongert. Daventry: 30.30 Simphoniclongert. Orgelmuftf. 22.35 Orgellonsert. Brüffel: 18.00 und 91 00 Rongerte. Stamm und Spradyftörungen" 19.30 Rogert auf sei Robieren, 20.00 Beitere ungreifdy Boltsmuft. 21.00 e Weifter. Stuttgart: 30.00 Solistentonsent. 92.34-94 00 Bopulares Nonger. Leipzig: 19.00 Das camerikanische Gewerbschaftswefen", 1. Teil. 20.50 Fahrt nach Fenterband. Gin beiteres Spiel bon Sidney Wells. Breslau: 20.30 Der Troubabour", Oper ven Adolf Abam. München: 19.30 Mus dem Nationaltheater. Hamburg: 20.00 Oberon", Romantische Oper von Weber, Langenberg: 18.30-18.50 Walter von Molo: Aus den Ronson Die, Scholbung".-Rönigsberg: 0.00 Bobulares Ordbeiter Consert. Frankfurt: 18.50 Aus der Arbeit des Gerichtschenifers. 20.00 Soliftenfongert. 22.45 Populäres Solistenkonzert. Wien: 19.30 lebertragung aus der Staatsober Zürich: 20.00 Ro gert. Bern: 19.00-19.38 Was die Technik Nenes bring. 20 00-23.00 Die Sochzeit des Figaro", Oper bon Mogort Rom: 21 02 23.15 Stalienische Mufit, Mailand: 30.30 Schwefter Angelica", Ober von Buccini. Ropenhagen: 0.15 bis 92.16 Danische Weusit. Anschließend flatpiche Wufil. Tagesneuigkeiten. Moru.. Einst ging ein Weiser über die Welt, der hatte lein Haus, leinen Orden, fein Geld. Er predigte Erbarmen - und ging zu den Kranken nnd Armen. Laut tönten feine Klagen. Er wurde ans Kreuz geschlagen. Inter Bliß und Donnerwetter chufen die Reichen sich andere Götter: tildish, brutal, verrucht, von allen guten Geistern verflucht, und hängten mit frommem Gesumm einen christlichen Mantel fich um. Das ist schon lange her mein Sohn. Sie jeßten das goldene Kalb auf den Thron. Was Menschlichkeit! Was Brüderlichkeit! Wie lächerlich: Wer zwei Röde hat, der forge für den, der keinen hat... Sei fing: und erb' and spekulier' oder du bleibst ein Arbeitstier Ich bin Altionär und lauf dich mir, Wehr' dich, ob du was bestvecft! Mein bist du, bis du verredst. So möchten Sie's ewig treiben. Wer Knecht ist, foll Knecht bleiben. Pfaffen und Polizisten erziehen geduldige Chriften und lehren dem Pöbel Bescheidenheit vor Gott und der hohen Obrigkeit. Karl A. Meher. Klaffenlotterie. Eine Million Rronen: 83.454. 20.000 K: 69.893. 5000 K: 6211, 45.304, 64.026, 78.009, 93.348, 95.887, 106.440, 108.705, 122.515, 124.566, 128.078, 147.455. 2000 K: 861, 2015, 8426, 10.079, 10.208, 36.313, 38.198, 38.354, 40.366, 48.564, 56.120, 60.136, 60.765, 76.630, 78.439, 88.530, 103.341, 107.039, 112.650, 116.801, 135.221, 139.954, 148.940, 147.273, 148.396, 151.742, 151.897, 158.655, 162.417, 165.995, 172.861. 1000 K: 1783, 5721, 9222, 9678, 13.912, 15.241, 16.890, 18.065, 18.915, 19.299, 19.520, 21.648, 21.869, 31.823, 31.454, 35.922, 37.148, 37.474, 41.868, 43.508, 48.888, 49.479, 50.320, 51.435, 52.712, 54.481, 60.441, Wir brauchen also vor einem einem sozialistischen Wahlsieg leine Befürchtungen zu hegen. Je grö größer wird auch die Verlegenheit bei ßer dieser Wahlsieg sein wird, umso den Sozialisten selber sein, denn dann tische Phrasenkomplex auf einmal zu ſ a m³ nach den Wahlen wird der ganze sozialdemokra menbrechen." 67.700, 68.774, 71.870, 80.491, 82.409, 88.146, 85.996, 89.946, 94.985, 95.289, 95.474, 96.829, 97.610, was man etva in der Bohemia" oder bei 101.343, 105.788, 110.117, 111.175, 118.649, 118.791, Rosche und Kafka, für die doch die Heimat" 119.289, 128.560, 124.624. 126.039, 126.087, 128.248, Stronen auf und die Zeitungsreporter brachten wirkt, deren Parteiorgan sie doch geworden ist, 128.369, 128.616, 130.408, 182.283, 188.881, 139.556, endlich heraus, daß es nicht etwa ausländische, was man in engsten Kreise des Herrn Spina 148.881, 143.993, 144.075, 145.172, 146.489, 147.612, erotische Fürsten seien oder gar eine Konferenz der von socher Polemik hält! Es vergeht fein Tag. 158.367, 159.425, 160.315, 160.525, 161.544, 163.825, Entente... nein, bloß die Führer der so ohne daß ein bürgerliches Blatt sich über die 164.998, 170.816, 171.211, 174.712. zialdemokratischen Partei, die zu einer Wahlkampfes ausläßt. Die Deutschpolitische Arzialdemokratischen Partei, die zu einer Notwendigkeit eines anständigen und fachlichen Wahlkonferenz zusammengekommen waren. Durch beitsstelle, das gemeinsame Institut der Aktivi- zu wählen... Dic and poſt" schrieb dieser Der B. d. 2. fordert auf, sozialdemokratisch wegs eigene Chauffeure, eigene Wagen. Zwarten und Negativisten hat einen Appell zum an- Tage: hieß es, daß viele dieser Luguswagen nicht von tändigen Wahlkampf ausgegeben. Versteht man eigenem Gehalt getauft worden seien, denn im bürgerlichen Lager unter anständigem sondern Destilate von Großzinduſtriekonzernen. Wahlkantpf" wirklich nichts anderes als knicweiche Sogar Banken sollen ein gutes Werk getan haben! Saliung vor dem Gegner, wie sie die BürgerliAls der vorwißige Zeitungsberichterstatter eines chen untereinander lieben? Wenn der Herr Dr. Prager Blattes, nachdem die Potentaten" im Medinger feinen Gegnern Somplimente Hotel verschwunden waren, einen der Kraftwagen nacht, die lediglich davon zeugen, daß der Herr führer gegen ein angemessenes Trinkgeld herum Medinger keine eigene Meinung hat oder daß brachte, einen der vornehmsten Wagen aufzuschlie- eben im bürgerlichen Lager im Grunde alles eins hen, um das Innere besichtigen zu föniit, so wird das als fachlicher Wahlkampf gepri nen, fand er zu seinem Erstaunen unter einem jen. Wenn aber eine landbündlere Zeitung, ihre Sache. Der denkende Bauer kann das nicht Rüdfiß ein leiderpatet von auffal- für die heute auch Rosche und Kafta mo- anders verstehen, als daß er nun, um den Sozia lender, unansehnlicher Abgetragen ralisch verantwortlich sind, sich in hem listen rechte Verlegenheit zu bereiten, sozialdemo heit. Als er den Wagenführer verdust fragte, mungslosen Verleumdungen der Sozialdemokratie fratisch wählt. Es wäre aber gut, wenn die was doch in so einem noblen Auto ein so schäbi ergeht, die den Stempel der schamlosen Lüge nur Landpost", die ihrer Sache so sicher ist, auch ges Gewandl zu tun habe, wollte der erst nicht zu deutlich an der Stirn tragen, so nimmt da- für den gedankenlosen Wähler, an den sie sich in herans, lachie aber dann verschmitt den Zeitungs- von mann an und raunte ihm ins Ohr: Ja, mei- bürgerliches Blatt Notiz. eins zu hundert gewettet! nicht ein der Regel wendet, die Erkenntnis klar formu nens denn, die fönnten sich vor ihren Arbeitern als vornehme Kavaliere fehen lassen, wenn sie ihre der Heimat" verbündete Kaita- Bresse vor allem, ihr zu einem Wahlfieg verhilft. Man sage alio lierte und es rundweg aussvräche, daß man die Wir fordern die bürgerliche Preise, die mit Sozialdemokratie am besten schädiat. indem man Wählerversammlungen abhalten? Da müffens ja zur Stellungnahme auf. Wir fragen fic, ob sich den Bauern, fie mögen fozialdemokratisch wäh Genossen sein! Und a wengerl schlimmer bestellt, die Haltung der Heimat" mit den Begriffen len und warte dann ruhig, bis der„ Phrasenwie die Zuhörer! Sowas zicht! Und wenns politischen und journalistischen Anstands verträgt. tombler auf einmal zusammenbrechen" wird! heißt die Moten kriegen halt den Abgeordneten- Mir fragen den Herrn Minister Spina: Schämen Sie sich, Herr Minister, als Politiker und Universitätsprofessor denn gar nicht, wenn Ihre Presse so faustdick, so ordinär lügt?! www Und wenn Sie einer Arbeiterpartei gegenüber keine moralischen Hemmungen haben, schämen Sie sich nicht, daß Sie vor aller Welt zu Argumenten greifen, denen auch der dümmste Ihrer Wähler anmerken muß, daß sie vom Anfang bis zum Ende erlogen sind?! Also erhofft sich die„ Landpost" von einem so zialdemokratischen Wahlsieg nur " Gewinn für Massentod unter eingestürzten Stadtmauern. Matin" berichtet aus Metnes in Marokko, daß dortselbst die alten Stadtmauern aus dem 17. Jahrhundert in einer Gesamtlänge von etwa 100 Metern einstürzten. Acht Häuser, deren hintere Mauern von den Stadtmauern acftüßt wurden, find zusammengefallen. Bisher wurden aus den Trümmern 11 tote Ginge borene hervorgezogen. Donnerstag, 24. Oktober 1929. Ehescheidungen im alten Rom. SPD. Aus faum einer weltgeschichtlichen steigenden Rom der " losigkeit des Kaiserreiches Seite Ein unzurechnungsfähiger Chauvinist. Derf neuen Berfahren nur ein Sechstel bes Mart ehemalige französische Soldat Grapin, der auf preises des natürlichen kosten, nämlich den rechtsstehenden Abgeordneten Doumaine 50 Centime pro Kilogramm, und dazu den natür am Sonntag ein mißglücktes Revolverattentat verübt hatte, erklärte bei seinem Verhör, daß überliefert worden, wie aus der des alten römischen äußeren Zwang abzustreifen und die einengenden bereits mit der Ausbeutung der Erfindung Kleibers, Epoche sind uns so zahlreiche Kulturdokumente wich, machte sich auch die Tendenz geltend, allen lichen Kautschuk an Elastizität noch übertreffen er auch Briand zu erschießen be ab- Weltreiches. Bei allen altrömischen Schriftstellern Schranken im privaten wie im öffentlichen Leben Angeblich beschäftigt sich ein deutsches Konsortium sichtigt habe. Nach dem Abschluß der Vo- findet man bewegliche Klagen über die weiteste niederzureißen. Die Frauen besuchten die Schau- der übrigens auch an der Herstellung von Petroleum carnoablommen im Jahre 1925 habe er einen Revolver gekauft, um Briand zu töten, der unheilvolle Folge der zu langen und zu zahlreichen Orgien ausarteten. Die Sitte fiel, daß die Frauen schuk, der aus Mineralölen und ihren Rückständen Streife zichende Entſittlichung, die nicht zuletzt eine spiele und die Gastmähler, die oft genug zu wilden und Benzin arbeitet. Der neue synthetische Kautzu leichtfertig auf die dem Intereſſe Frankreichs Seriege war. Die Beurteilung der damaligen sitt bei Tiſche ſaßen; schon zu Beginn der Staiſerzeit hergestellt wird, ist vulkaniſterbar und man verzutviderlaufenden engliſchen Interessen eingegan lichen Verhältnisse wird durch die Zaljage erleich- taten sie es den männern gleich und lagen, wie ſpricht sich eine epochemachende Umwälzung der gen fei. Er habe sich nach Calais begeben, um tert, daß die Berichterstatter den verschiedenen diese, bei den Gastmählern auf den die Tafel um- Gummiindustrie von der neuen Erfindung. Briand bei seiner Abreise nach London zu tref Perioden dieses Zeitalters angehörten; so tritt auch gebenden Polstern. Der forrumpierendste Einfluß ten. Er habe jedoch an Briand infolge der poli- der Fortschritt der Entſittlichung flar hervor. eilichen Absperrung nicht herankommen fönnen. aber ging vom Sllavenavesen aus, das auf die che. Vaterschaft und Blutgruppenforschung. Es hat den Anschein, daß es sich um die Tat Als Augustus im römischen Senat gegen die liche Sittlichkeit im höchsten Grade verderblich eineines unzurechnungsfähigen Menschen handelt. Ehelosigkeit wetterte und mit neuen und strengen, wirkte. Die eheliche Untreue des Mannes wurde Die wissenschaftlichen Ergebnisse der noch junDer Bllan Mont Belé auf Martinique ist Frauen entgegengehalten. Man schob überhaupt beurteilt; fein Wunder, daß mit der fortschreitenden Württemberg bereits dazu geführt, daß in Pro. Gesetzen drohte, wurde ihm die Zuchtlosigkeit der angesichts der Sklaverei in Rom stets sehr milde gen Blutgruppenforschung haben in Bayern und in ständig in Tätigkeit. Die Eruption des Bul- den Frauen ganz allgemein die Schulb am Berfall Emanzipation der Frauen diese gleiche Rechte für seffen um die uneheliche Baterschaft fans erreicht eine Höhe bis zu 20 Metern, der Ehen und an der Unjittlichketi zu. Das mutet sich reklamierten. Ein freches Epigramm Martials die Blutuntersuchungen regelmäßig in den Gerichts und die ganze Landschaft ist in dichten, undurch uns als eine rechte Uebertreibung an, aber tatsäch wirft ein grelles Schlaglicht auf die Zustände: und Sozialmedizin- Inſtituten der Landesunversitä bringlichen, schwarzen Rauch gehüllt. Nichts- lich entfällt damals auf die Frauen ein wesentlich Deine Frau nennt dich einen Liebhaber der Mägde ten vorgenommen werden. Auf eine solche Unterbestoweniger wird die Hoffnung gehegt, daß der größerer Schulbanteil als auf die Männer. Frei und ist doch selber das Liebchen ihrer Sänftenträ suchung des Würzburger Instituts früßt sich Höhepunkt der Tätigkeit des Bulkans, der am fich lag das in der Hauptsache an dem damaligen ger." In den Sklaven, wie aber auch in den Ab- auch das intereffante Urteil eines Sonntag verzeichnet wurde, etwas nachgelassen Erziehungssystem und an der Cheform, die beide der göttern der Zeit, den Schauspielern und Gladiato.bayerischen Landgerichts, dem folgenber Berrüttung weitgehendst Vorschub leisteten. ren, fanden die Frauen stets willige und vor allem Tatbestand zugrunde lag: Die Erziehung der Frauen endete viel zu früh. verschwiegene Liebhaber. Die Verhältnisse mit den Freitag von Bord des britischen Dampfers Raum dem zartesten Rindesalter entwachsen, wir derart anstößige Formen an, daß man die Banto. witweten Beamten auf Unterhaltspflicht für ihren Kiawo"( 1300 Tonnen) von Seeräubern 600 den die jungen Mädchen verlobt, und der viel zu mimen für längere Zeit aus ganz Italien verfrühe Eintritt in die Ehe war ein allzu jäher bannte. Wieder ein familienmordender Bater. In Uebergang aus der absoluten Abhängigkeit von den baß er während der Empfängniszeit mit der KindesSelbstverständlich bemühten sich die Gesetzgeber, Baterschaft mit dem Hinweis, daß er sich bei allen mutter geschlechtlich verkehrt habe, bestritt aber die Regina( Saskatchewan, Kanada) ermordete ein Eltern in die nahezu unbeschränkte Freiheit. Diese Farmer seine Frau und feine zwei in plöbliche und unendliche Erweiterung des Lebens- dem fortschreitenden Sittenverfall Cinhalt zu gebie feinen Beiwohnungen stets außerordentlich vorsich. der, legte die Leichen in einen Heuschober und horizontes richtete angesichts der großen Jugend der ten. Doch da es nie gelang, das Uebel an der Wur- tig verhalten habe, und daß im übrigen die Kläge zündete dieſen an. Dann spranger selbst Frauen die größten Berheerungen an, da sie an der gel zu paden, blieben alle derartigen Versuche verrin während der Empfängniszeit auch noch mit anin die Flammen. Die vier Leichen wurden Unzahl der Genüsse und der Berstreuungen durch geblich. Die Straßen, die Auguſtus über Eye- und beren Männern verlehrt habe. Das zuständige heute geborgen. Sitte und Herkommen teilnehmen durften, jedoch Kinderlosigkeit verhängte, wurden durch sogenannte Amtsgericht verurteilte ihn dennoch zur UnterhaltsAuf dem Ladoga- See fenterte im Schnee- mangels jeglicher Lebenserfahrung nicht in der Scheinehen umgangen, zu denen sich, besonders wenn leistung, weil es nicht ausgeschlossen sei, daß der BeSturm ein Kahn, wobei sechs Arbeiter er Lage waren, den Versuchungen und Gefahren an es sich um reiche oder zumindest wohlhabende Frauen klagte tatsächlich der Bater des Kindes sei, und weil ihrem Wege irgendwelchen Widerstand entgegen handelte, genügend unvermögende und ſtrupellose der Verkehr der Klägerin während der EmpfängnisEin Desterreicher in Meran verhaftet. Wie zusetzen. Die Frau nahm innerhalb ihres Hauses Männer fanden, die sich gern gegen flingende Münze zeit mit anderen Männern nicht erwiefen jei. die Innsbrucker Nachrichten" melden, wurde eine nahezu unbeschränkte Stellung ein, da die im beiraten ließen, ohne irgendwelche Rechte geltend zu im Bazenhäusel in Meran der Vergnü alten römischen Recht begründete Vormachtstellung machen. Solche Ehe waren natürlich niemals von gungsreisende Dr. Leo Maril aus Hall des Mannes sich im Laufe der Zeit gelockert hatte langer Dauer; der Zwed war erreicht, und die be in Tirol auf Veranlassung des Meraner Fasci- und tatsächlich einer Vornacht der Frau wich. Vom treffende Frau konnte bald die zügellofe Freiheit itenführers Puccini verhaftet, weil er im Laufe eigenen Manne, von der großen Zahl der Sklaven genießen, ohne ihre Bestrafung wegen Chelosigkeit einer Auseinandersetzung mit Fascisten, die sich und Klienten und sonstiger Untergebener mit dem befürchten zu müssen. in demselben Lokale befanden, sta at 8 feind ehrerbietigen Worte berrin" angeredet, war sie liche Aeußerungen gemacht habe. Markl befindet sich seit 14 Tagen in Haft. hat. Seeräuber. Auf dem Jangse sind am Pfund Sterling geraubt worden. tranten. Eine junge Arbeiterin Hagte gegen einen verneugeborenen Knaben. Der Beklagte gab zwar au Bor der stveiten Instanz ergab fid) im allgemeinen das gleiche Bild wie bei der amtsrichterlichen Beweisaufnahme. Von einem Beugen wurde außer dem bestätigt, daß er mit der Klägerin allerdings geschlechtlich verkehrt habe; es fonnte aber nicht festBezeichnend für die ungeheure Zahl der zerrüt gestellt werden, ob das in der fraglichen Zeit ge in der kleinen Welt, die ein Haus mit den zahlteten Ehen ist die Tatsache, daß sich auf Grund der schehen war. Vor allem aber kam das Ergebnis reichen Liegenschaften und dem Heer der. Sklaven von Severus erlassenen Gefeße über den Ehebruch der vom Landgericht in der Zwischenzeit angeordbildete, diejenige, deren Wille über Glüd und Un innerhalb weniger Wochen über 3500 Parteien als neten Blutgruppenuntersuchung beim Unglück bei einer Rettungsaktion. Am Sonn- glüd, ja, selbst über Leben und Tod entschied. Un- Kläger eintragen ließen. Die Ehescheidungen wur- Kinde, bei der Kindesmutter und bei dem angeb tag abends wurde bei Gütingen( bei Saar- geachtet etwaiger persönlicher Vorzüge war sie bei den mit der Zeit immer häufiger, da die leichte lichen Kindesvater hinzu. Nach sorgfältiger Beach brüden) auf der Saar das Schiff„ Avenir", das ihrem Eintritt in ihre neue Welt des glänzendsten Möglichkeit der Scheidung einen frevelhaften Leicht- tung aller wissenschaftlichen Erkenntnisse und ErfahErfolges sicher. Der Roletterie, Gefallsucht, Intrige, finn bei der Eingehung einer Ehe zur Folge hatte. rungen hatte das Würzburger Institut sein GutEisenherde für die Völklinger Hütte geladen den Beidenschaften und dem Ehrgeiz war der Boben So behauptet Juvenal, daß es Frauen gegeben habe, achten dahin abgegeben: es ist ausgeschlof hatte, led und drohte unterzugehen. Die Gütin- bereitet. Sie war Herrin ihrer selbst und ihres die innerhalb von fünf Jahren acht Ehemänner ge- sen, daß der Beklagte der Vater des Kindes ist, ger Freiwillige Feuerwehr pumpte das Wasser Vermögens, dessen Verwaltung ihr und nicht etwa habt hätten. Tertullian wieder sagt: die Frauen denn das Kind gehört zu einer Blutgruppe, die wohl bis auf einen geringen Rest aus dem Schiff ihrem Ehemann oblag, dem nicht einmal der Nich heiraten mur, um sich scheiden zu lassen. Ungezählt im Blute der Mutter, nicht aber in dem des Beheraus. Plötzlich brach das Deck durch, und die brauch der eingebrachten Mitgift zustand. So hiel- sind die Klagen über dieses traurige Kapitel und schuldigten vorkommt. Das Gutachten verneinte schwere Pumpe begrub sieben Feuten sich reiche Frauen und solche, die reich ſcheinen die Polemiken über den Verfall des staatserhalten. also, daß der Beklagte zu der Gruppe von Menschen wollten, einen eigenen Geschäftsführer( procurator). den Familienwesens. gehört, bei denen Verwandtschaft mit dem Kinde erwehrleute unter sich, von denen einige Die Procuratoren waren schon zu Ciceros Bei- Schon ein Bruchteil des überlieferten Materials biologisch möglich wäre. schwer verletzt wurden. Ein Motorboot der ten stets Gegenstand spöttischer Bemerkungen, be- zeigt mit Evidenz, daß der sittliche Verfall ein un- Darauf wies das Landgericht die Klage der Saarbrüdener Stromverwaltung kam dem Schiff ſonders, wenn sie jung, hübsch und geiswoll waren. geheurer, die Zahl der wegen tatsächlichen Berschul- Seindesmutter, die übrigens nicht zum Eide zugeDiese Unabhängigkeit der Frau brachte es mit sich, bens geschiedenen Ehen außerordentlich groß war. lassen wurde, ab, erklärte aber in der Begründung zu Hilfe. Der belgische Dampfer„ Lola" erlitt bei baß sie sich bald nicht nur zur umumschränkten Her. Alle Bersuche der Gesetzgeber, dem Verfall durd feines Urteils ausdrücklich, daß es seine Erkenntnis rin des Hauses, sondern auch ihres Mannes auf Schaffung neuer Ehegesepe Einhalt zu gebieten, nicht allein auf das Gutachten gestützt, Selsey Bill Schiffbruch und man befürchtet, warf. Der berühmte Satiriler Martial äußerte haben Schiffbruch erlitten, weil sie es nicht vermocht sondern auch das Ergebnis der Beweisaufnahme bei daß neun Mann der Besayung mit einmal:... ,, eine reiche Frau heiraten?... Ich haben, Ich haben, die Lebensgewohnheiten grundlegend zu der Instanzen gewürdigt habe. Das Gericht nahm find. Einige Ueberlebende, die sich an die Schiffa habe feine Lust, die Frau" meiner Frau zu sein." ändern, und so durch eine radikale Ablehr von den für sich in Anspruch, daß es lediglich bei der Ver Nun war aber die Schwelle ihres Hauses für befolgten Extremen eine Rückkehr zur alten sittlichen wertung der Blutgruppenuntersuchung die für die Stunden nach dem Unglück von dem schwedi- die Römerin nicht die Grenze ihrer Machtstellung, Strenge und zum Bewußtsein des moralischen Ver Anwendung dieses Beweismittels gebotene Sorgfalt schen Dampfer Standinavia" aufgefischt und in da sie auch int gesellschaftlichen Verkehr absolut antwortungsgeffth! des einzelnen zu erzwingen. dominierte. Als die Sittestrenge des alten aufDartmouth gelandet. trümmer geklammert hatten, wurden mehrere mir Pixavon- Shampoon Rolf C. Reiner. nicht außer Acht gelassen habe. J. V. Mord an einem Missionär. Petit Journal" meldet, daß der belgische Franziskaner- Missioin diesem Hause nicht. Hohenzollern- Lektüre! Bet. Der Heilfonds und die Gemeinden. när in China Cloodts in seine mWohnhause am türe für Frau Zoubloff und Stompagnie. Der Heilfonds der öffentlichen Angestellten Oberlaufe des Jangtse- Flusses von drei chiDie Flugjacht. Im gesegneten Amerifa, führt zur weiteren Erschwerung des ohnehin für nesischen Deserteuren ermordet worden wo Arbeiter, die um ein paar Groschen Lohn- seine Versicherten schon umständlichen Betriebes sei. Die drei Soldaten tamen in das Haus mit gibt dem Haar duftige Fülle. erhöhung streiken, von Pinkertons und Unter- mit 1. November 1929 eigene Zuschlagsmarken der Erklärung, sie seien verwundet worden, und nehmerpolizisten ausgepeitscht werden, dafür ein, welche auf Anweisungen zum Ärzte an baten um Pflege. Als der Missionär VerbandsDrei Millionen gewonnen. Das Haager Ge- aber die Finanz- und Induſtriekönige über so Stelle der bisher verwendeten Postwertze chen material vorbereitete, stürzten sie sich auf ihn, richt hat in einem Lizenzprozeß der schweizerischen viel Geld verfügen, daß einer von ihnen ganz aufgeklebt werden müffen. Mit dem Verkaufe ermordeten ihn und raubten ihm die Uhr, einen Gesellschaft ya los, der schweizerischen Filial- Desterreich auftaufen und es in einen Privat- dieser Marken will er auf Grund eines Rundphotographischen Apparat und einen kleinen Sya laufe firma der Osram- Glühlampengesellschaft, gegen park verwandeln könnte, ist jetzt eine neue schreibens vom 2. Oftober 1929, Zahl: Geldbetrag, den er bei sich hatte. die holländische Glühlampengesellschaft Philips Mode aufgekommen, das Geld standesgemäß 69.904/ 5/ Jy, die Dienstgeber der öffentlichen AnBei Bauarbeiten für eine Untergrundbahn- wegen widerrechtlicher Benußung eines Patentes wieder loszuwerden. Es versteht sich, daß dort, gestellten betrauen, also auch die Gemeinden. ftrede in Brooklyn stürzte das darüberlie- entschieden, daß die Klage der schweizerischen Ge- wo auch schon Arbeiter Autos haben, wenn es Dieses Rundschreiben erging selbstverständlich gende Straßenpflaster ein. Drei Arbeiter fellschaft zu Recht besteht und die beklagle Gefell gut geht, das Auto nicht mehr der Ausdruck des der in sprachlicher Hinsicht unnachgiebigen Halwurden verschüttet, einer fonnte nur als daft ihr einen Schadenersaß von drei der begüterten Menschheit gebührenden Lurus, tung des Heilfondes entsprechend auch an Leiche geborgen werden. Die Polizei ist der An- millionen Gulden zu entrichten habe. sondern nur mehr ein leidines Verkehrsmittel deutsche Gemeinden nur in tschechischer Sprache. Es besteht kein Zweifel darüber, daß sowohl sicht, daß Treibsand die Ursache des Einsturz- Opfer der Berge. Seit Anfang Oktober wer- ft. Aber auch die luxuriösen Jachten, die unglüdes war. den zwei Berliner, die sich zu einer Hochtour in schwimmenden Villen der Millionäre. sind nicht die Versicherten des Heilsondes, als auch deren 16 oder gar 43 Millionen unterschlagen. Die Silvretta- Gruppe( Engadin) begeben hat en, mehr das letzte Zeichen höchster Gesellschafts- Dienstgeber gegenüber dem Heilfonds Parteien Der Berliner Rechtsanwalt und Notar Dr. Sieg vermißt. In einer Schußhütte des Gebietes hat zugehörigkeit. Man geht nun bereits einen sind und daß daher der Heilfonds zur Korresponfried Aron ist, wie bereits gemeldet, mit seiner man jest Sachen gefunden, die die Beiden dort Schritt weiter und schafft fich fururiöse Flua- denz mit ihnen gemäß§ 3, Absas 4, unter den Frau unter aufsehenerregenden Umständen ver- zurüdgelassen haben. Es ist deshalb mit Sicher- iachten, eine Art fliegender Villen an, die die Voraussetzungen des§ 2 des Sprachengesetes in schwunden. In hinterlassenen Briefen teilte er beit anzunehmen, daß sie in den Bergen ver- ionäre in den Stunden, die sie nicht dem deutscher Sprache, soferne es sich um Angehörige mit, daß er sich außerhalb Berlins mit seiner unglückt find Frau das Leben nehmen werde. Aron hat große Hohenzollern- Lektüre.. Am Montag gelangte mieder ein amerikanischer Finanzmann he den Verpflichtung besteht, den Verkauf dieser MarUnterschlagungen begangen. Wie hoch die von auf der Auktion zoubkoff die Bibliothek des ihm veruntreuten Beträge sind, läßt sich noch Baiais Schaumburg, deren Hauptteil nach dem Dornierwerken in Friedrichshafen eine Privat- fen dem Wunsche des Heilfonds entsprechend zu Lurus- Fluoiacht in Auftrag gegeben, die ganz organisieren. Wenn aber der Heilfond schon nicht genau sagen. Es steht jedoch fest. daß Aron ausdrücklichen Vermerk des Kataloges aus dem nach den Bedürfnissen und den persönlichen An- einen solchen Wunsch an die deutschen Gemeinden felbst in einem Schreiben an einen seiner Kol- Besitz des ehemaligen Kaiser Friedrich III.aben des Bestellers ausgestattet werden wird. äußert, so hätte diefer wohl auch in der Gelegen die Summe der unterschlagenen Gelder auf stamint, zur Versteigerung. Die Bibliothek machte( Fine elektrische Süche. Inruriöse Schlaf- und Geschäftssprache diefer Gemeinden gestellt werden zwei Millionen Mark( etwa 16 Millionen K) be- einen erschütternden Eindruck durch ihre voll- voll- ine siffert. Die Staatsanwaltschaft hat einen Sted- tommene Nichtigkeit. Dide Wälzer über die Ab- chaftsräume werden dafür sorgen, dah der lönnen Im gewöhnlichen bürgerlichen Verkehre mann des vielen Geldes auch in den Lüften ist es üblich, daß man, wenn man von jemandem brief gegen Dr. Aron erlassen. Wie die Blätter stammung von Fürstenhäusern und Adelsge weiter melden, läßt sich noch nicht genau sagen, schlechtern, die Darstellung einzelner Leibregi- einerlei irdische Bequemlichkeit entbehren muß. eine Gefälligkeit erbittet, sich an den Betreffenwie hoch die von dem flüchtigen Berliner Notar menter der Hohenzollern. Monographien über und vier Motoren von 500 bis 600 Pferdefräfte den, wenn möglich, in deffen Sprache wendet. Dr. Aron veruntreuten Beträge sind. Doch fol- Kirchen, Orden, Ehrenzeichen und Waffenfammerden das ihrios tun, um ihn famt feinen Der Heilfonds scheint aber diese Verkehrsregel len schon Ansprüche angemeldet worden fein. Die fungen und Detektivgeschichten, das war alles. Ja Dienern. Klubieffeln und Nöchen mit möglichster nicht zu kennen. Reschleuniouns über die Kontinente zu schlevven. Die Gemeinden werden gut daran tun, dem fich auf 5.400.000 Mark( 43 200 000 KY belaufen. fo. billige Klaffikerausgaben von Goethe und Milliner inthetischer Kautschut? Ein Basler Heilfonds zu antworten, daß sie sich, zwar zur Die amerikanisch- europäische Luftverbinduna. Eller waren auch vorhanden, aber das war New Nork Serald Tribune" zufolge hat die Na auch wirklich alles was den Geist der Klaffiti Chemiker namens Sleiber, der in Lugano lebt, soll Erfüllung des Verlangens nicht verpflichtet er tional City Bank eine eppelin transport- dieser hochherrschaftlichen ibliother repräsen- der Voſſiſchen Beitung" zufolge ein Verfahren zur achten. daß sie aber gern bereit sind, den Wunsch gesellschaft mit dem i in Delaware fiere. Dak es daneben auch so etwas wie eine Herſtellung von ſynthetischem Stautschuk erfunden zu erfüllen, wenn er ihnen in deutscher Sprache für den Dienſt amischen den Vereinigten Staaten Nachklofif, daß es eine sehr bemerkenswerte mo haben das alle histerinen Vorfahren weit hinter vermittelt wird. und Europa gegründet. Geldmachen und Ausbeuten widnien, in luftice dieser Sprache handelt, verflichtet ist. Ebenso ist Söhen entführen sollen. Gerade dieser Tage bat es llar, daß für Dienstgeber( Gemeinden) teine derne Literatur gibt, das wußte man anscheinend sich läßt. Der fünstliche Kautschuk soll nach dem Bette Ein Schauerroman der Spionage. Ein höchst geheimnisvoller und beunruhi gender Zusammenhang wird jeg: hergestellt zwischen einer Reihe von Morden, die in Frankreich geschehen sind und bis heute unaufgeklärt blieben. Während des Krieges, im Jahre 1917, erregte der Tod des Redakteurs der anarchistischen Zeitschrift Le Bonnet rouge"( Die rote Müze") großes Aufsehen. Miguel Alme reyda, ein Spanier, der Herausgeber der Roten Müge", war nicht nur Anarchist, fontdern auch eifriger Geschäftsmann, und stand in Verbindung mit deutschen militärischen und Freitag, den 25. Oktober, 8 Uhr abends findet im Saale der Urania, Prag II., Smečkagaffe, eine öffentliche Wählerversammlung Sport* Spiel* Körperpflege Donnerstag, 24. Oktober 1929. VERLANGET UEBERALL VOLKS ZÜNDER A.S.I SOLO Ueberzeugung. Jezt ist das fommunistische Parade. pferd unter die Strümper geschidt worden. Es ist nicht das erste und wird nicht das letzte sein. Aus der Partei. Jugendbewegung. Vereinsnachrichten. Dentiger# cbeiter- Turn necem Prag Turnerinnen, Turner, Achtung! Don. nerstag, den 24. Oktober, halten wir unsere Turnstunden im GeeSpeisesaal, Prag II., Fügnerovo nám 4, ab. Beginn: Turnerinnen 7 Uhr, industriellen Streifen. Wegen Spionage und der deutschen Sozialdemokratie statt, in der die Kandidaten Genoffe Bandesverrates in Untersuchung gezogen, fand man eines Tages Almerevda in seiner Zelle im Dr. Emil Strauß, Mitglied der Landesvertretung, und Franz Gefängnis zu Fresnes mit seinen Schuhschnüren Nehyba, Bankbeamter, sprechen werden. erdrosselt vor. Man glaubte nicht an einen Selbstmord, die allgemeine Meinung war, daß Wähler, kommet, höret, urteilet! der Tiger" Clemenceau den anarchistischen Spion erdrosseln ließ, um den peinlichen Folgen einer öffentlichen Verhandlung in der Sache, in die sehr einflußreiche Kreise verwidelt waren, 31t enigeben. Nun fand man vor einigen Wochen in der französischen Brovinsstadt Lille in einem Reisekorb die Leiche eines ermordeten jungen Mannes. Der Ermordete war ein gewisser Frederic Rigandin. Wer den Mord begen gibts dort nicht! Friedmann fährt deshalb per Offizier und Bursche. gangen hatte, welches das Motiv des Mordes Auto von Berlin nach Leipzig Schönefeld- zum war, unter welchen Umständen die Tat geschah, Friedmann( Berlin), ein ehemaliger unga Vergnügen. Es hat ihm in Schönefeld so gut ge fonnte nicht erforscht werden. Diese zwei gerischer Offizier, hatte das Glück, bor Nebernahme fallen, daß er nach drei Tagen in der Dunkelheit Sozialistische Jugend, Prag: Mittwoch, den 23. heimnisvollen Mordfälle, zwischen denen die der Wucht durch Horthy aus Ungarn noch flüch nochmals kam. Ja, vor lauter Vergnügen kommen ds. in der Schwimmhalle( Selimentſla) Turn- und Zeit von zwölf Jahren liegt, sollen nun durch ten zu können. Wohlweislich rettete er vorher sein die Schönefelder nicht auf den Gedanken der Welt- Schwimmabend. Beginn 8 Uhr. Bringet Eure cinen dritten Mord in Zusammenhang gebracht Vermögen. Sein Leben ist deshalb nicht schlecht. revolution Friedmann, der Welterretter, der Mes- Turnvereinslegitimationen mit! Vorher( ab 6 werden. Vor ungefähr sechs Monaten fand man Er verfügt über ein neues, modernes Auto jias der geistig Minderwertigen, hilft selbstlos. Uhr) Wahlarbeiten im Verein deutscher Arbeiter. Be eine Frau Blanc mit einem Sandnich edros- Eigenbejis natürlich. Um den Arbeitersportlern Als Offizier hat Friedmann noch eine üble Anstimmt tommen! felt in ihrer Wohnung auf. Auch diese Tat konnte auf den Bläven, in den Heimen, auch in Dunkel gewohnheit beibehalten. Den Burschen. Sein nie geklärt werden. Frau Blane war aber feiner fammern( Bellen), Privatwohnungen die neue Seils Bursche ist jung, willig und froh, ihm zu dienen. eit die Zimmervermieterin des Anarchisten lehre des 6. Weltkongreſſes zu bringen, iſt ein Auto Sein Name? Er kommt vor dem Herbst". Ein Almereyda und in seine Geheimnisse eingeweiht. wohl selbstverständlich. Eine Sekretärin ist woh! Verein im Südosten Leipzigs hat diesen Burschen Es wird jogar behauptet, daß die Auftraggeber auch unbedingt erforderlich? Will mun der ſimple vor kurzem unsanft abgeschoben, weil er für eine Almereydas Frau Blanc im geheimen zur Arbeitersportler diese Lehre nicht begreifen, so anständige Arbeit im Arbeitersportlager nicht zu ge Ueberwachung des Spions benüvi hätten. Der biltf Geld nach. Friedmann hats, der Glückliche! brauchen war. Im Konjum und Gewerkschaft fam jezt als Leiche im Reiseforb gefundene Frederic Woher? Das kann dem gewöhnlichen Proleten egal er nicht unter. Sein Aufenthalt ist Leipzig. Aber Rigaudin ist aber niemand anderer- als der sein, denn dieser hat nach den Lehren der Komin der Bursche muß doch eigentlich beim Offizier wohSohn der Frau Blanc. Ein französisches Pro- tern feine Kapitalien anzusammeln. Um nach den nen, und letzterer wohnt doch in Berlin. Oh, keine vinzblatt bringt jest eine lange Darstellung Lehren der Komintern den Kapitalismus schlagen zu Angst.„ Die Stimme ſeines Herrn" wird ihm plat- Turner 8 Uhr." Erscheinet alle! Pünktlich sein! einer ungenannten Bersönlichkeit, die auf die können, ist besagter Friedmann in Berlin Häuser tenweise geliefert. Die Arbeit des Burschen SomZusammenhänge in diesen geheimnisvollen maller. Eine nette, einträgliche Beschäfti mer? Offiziersburschen haben immer die übelste Mordfällen hinweist und behaupiet, Frau Blanc gung, bei der Friedmann noch Zeit hat, den Ar- Arbeit verrichten müssen. und Frederic Rigaudin wären im Besige von beitersportlern cinzureden, daß die Arbeitersportler Dofumenten über die Geheimnisse Almerendas streiken müssen, um die Regierung zu zwingen, den gewesen und hätten deswegen sterben müssen. Arbeitslofen eine größere Unterstüßung zu geben. Ob der Tod dieser durch die Fäden einer Sieht man„ SHN" im Auto so siten und lens Spionagegeschichte verbundenen fen, so glaubt man gar nicht, daß dies ein„ idealer schmutzigen Menschen nur ein Zufall ist oder ob ihr Ende Weltrevolutionär" sei. Eher ist man der Auffassung, wirklich im Zusammenhang mit der Spionage- daß dieser Herr Friedmann in das Lager der Bom geschichte steht, ist eine Frage. die wahrschein benleger gehört. Wie lange wird wohl seine Gast lich nie geflärt werden kann. Aber der Verdacht rolle bei den Arbeitersportlern dauern? Der Herr allein genügt jedenfalls zur Unterſtügung der fühlt sich innerlich dort nicht wohl. Man sah es Anregung der enaliichen Arbeiterregierung. den ihm an, was er dachte, als er am Reinfalltage des unnühen und schändlichen Intrigen der inter- Scomitees für Uneinigkeit am Leipziger Rennbahnnationalen Militärspionage ein Ende zu machen. plake vorführ. Ungefähr folgendes verrieten seine Gesichtszüge:„ Ach, äh, was ist das für ein Pack, fein bißchen rrrevolutionärer Geist in ihnen." Am gleichen Tage besuchte Fr. sein„ Volt" auf der Schafwiese in Lindenau. Zur Reflame nahm er einen Proleten in sein Auto. Arm und reich lagen sich in den Armen. Vermerkt sei noch, daß Fried mann an alten Häusern im Stadtteil Lindenau anscheinend besonderes Interesse hat. Warum? Weshalb? Kann man es wissen? Von Berlin fährt er jonntäglich mit den notwendigen Begleitungen" ganz verzückt nach Lindenau zu dem alten Bau und wartet wartet vermutlich auf den Zusammen bruch der Grotte. Kunst und Wiſſen. Spielplan des Neuen Deutschen Theaters. Mittwoch( 18-2), 7 Uhr, Gastspiel Emmy Sturm: Die erste Best e". Donnerstag( 19-8), 7% Uhr:„ Tosca". Freitag( 20-4), 7 Uhr, Gastspiel Emmy Sturm: Die erste Best e". Samstag ( 21-1), 7% Uhr:„ Rivalen". Sonntag, halb 3 Uhr, Arbeitnehmervorstellg.: Stinotönigin"; 7 Uhr Gastspiel Emmy Sturm:„ Die erste Der Turnwart. Literatur. Aber Friedmanns Bursche darf auch schreiben oder auch stottern". Und so schrieb er sogar im Leipziger Rubelfähnchen, daß der Kampf der Re- Cin Lehrbuch der tschechoslowakischen formisten gegen die reformistische Presse entbrannt" Geschichte. Die Stimme sei. Fel in die... feines Herrn". Da, es war schon früher so, auf Snteiligens legten die Offiziere bei ihren Burschen keinen Wert. Es ist deshalb kein Wunder, wenn diese Burschen immer und immer wieder hineingelegt werden. Aber balt! Einen Trost hat er! Dem ungarischen Gulaich gings genau jo. dankte für Gulasch, das ungarische Offiziere zuſam Ernst Czuczka, der schon ein paar interessante Bücher zur Geschichte der Tschechoslowakei geschrieben hat, hat soeben ein Lehrbuch der Geschichte des tschechoslowakischen Staates für die unteren Stlaffen der Wittelschulen( erschienen Reichenberg 1929, Nordböhmischer Berlag) herausgegeben. Das Buch ist far geschrieben, der Stoff auf nicht ganz hundert Seiten zusammengedrängt; es Die Vorständekonferenz der Leipziger Fußballer wird nicht nur die politische, sondern auch die Wirte mengerührt haben. Ungenießbares Zeug! Sie dankt für Lenins Rezepte. Alle Vorstände wurden schafts- und Kulturgeschichte der böhmischen Länder getreu nach Faust gefragt:„ Erflärt euch, che thr erzählt, wobei allerdings die Wirtschaftsgeschichte zu weitergeht, was wählt ihr für eine Fafultat?" Die ben schwächeren Partien gehört. Vorstände hatten nun fein Verständnis für Faust Wogegen wir uns allerdings mit aller Schärfe und wollen von Abenteurern und Burschen ohne organisatorische Kenntnisse und Befähigung, ohne proletarisches Empfinden, nichts wissen. ( Aus Volkszeitung", Leipzig.) den tschechischen Ortsnamen durchwegs den Vorzug wenden müssen, ist, daß ein deutscher Schriftsteller vor der deutschen Bezeichnung gibt. Man ließe sich das bei Orten in rein tschechischen Gegenden gefallen, daß aber Czuczka sich sogar vor dem Ausdruck Die Fußballmannschaft Gartis bei Aussig weilte und nur in Klammern Prag hinzufügt, ist doch ein Prag" fürchtet, die Reichshauptstadt Praha nennt Samstag und Sonntag in Sachsen, und zwar im starkes Stück und übertrifft noch die Manieren der Dresdener Bezirk. Samstag spielte Gartis gegen Brager Presse". Der Verfasser kennt ebenso nur Friedmann ist als Offizier an mehrere Gänge 3auderode 2: 4 und Sonntag gegen Birtigt Stutná Hora, während ihm stuttenberg unbekannt Beste". Montag Gastspiel Fritz Wolff, 7 Uhr: beim Essen gewöhnt. Bei Zellensißungen der oppo- 3: 6. Gartis war technisch seinen Gegnern unter zu sein scheint, Svitavy( Bwittau nur in Klammern), sitionellen Arbeiterspoiler, an denen auch landprole- legen und ersetzte dies durch größeren Spieleifer, er fagt ausschließlich Plzen und Budějovice, Pilsen tarische Arbeitersportler teilnehmen, die arbeitslos dessen Erfolg ein gutes Abschneiden bildete. und Budweis sind ihm spanische Dörfer, Karlovy Spielplan der Kleinen Bühne. Mittwoch: Wee sind, diniert Fr. mit Behagen. Ihm schmeats umj Abgefägt. Wie das kommunistische Berliner Bary( Starlsbad cristiert nur in der Slammer), er Lend im Paradies". Donnerstag Stulturver- so besser, je mehr hungrige Profeten zusehen. Aber Blatt„ Sport und Spiel" mitteilt, hat die Leitung fennt nur Prachatice, aber nicht Prachatiy, Dobandsfreunde:„ Weekend im Paradies" bitte! Friedmann ist auch sehr, sehr seriös! Aber der Berliner SPD.- Sportbewegung den zweiten Ge- mažlice, aber nicht Taus, und sogar den deutschen Freitag: Premiere„ Irio". Samstag: rio". nur dann, wenn es gar nicht anders geht. Da rotll schäftsführer von„ Sport und Spiel", Sewelow, Städten Aussig und Tachau kann er nicht auf den Sonntag, 3 Uhr: Weekend im Paradies"; der Mubel: Wie sollt ihr ihn nach seiner Geldquelle abgesetzt. Bei der Spaltung in Berlin war Sewe- Namen fommen. In der ganzen deutschen Welt re7% Uhr: Grand Hotel". Montag: Weebefragen. tom linientreuer Wortführer unter den Ruderern det man von der Schlacht am Weißen Berge, Czuczka Tend im Paradies". Berlin ist nach Friedmann ein Dorf. Bergnü- und Babblern und plaßte fast vor„ revolutionärer" fagt Bilá Hora. Diese Manieren des Autors müssen Carmen". " Finale. Von Robertus. Das Dunkel der Nacht tat wohl. Ricardo hatte sich mit allen Sinnen in die Musit hineingesogen. Anfangs war ihm zwar vorgefommen, als tönne er von seinem in einer einzigen Richtung festgefahrenen Denfen nicht fort. Nun war er aber dennoch hinüber und fah starr lauschend da. Ein hoffnungsloser Wunsch wachte in ihm: das Spiel sollte nicht mehr auf hören. Die Stimme seines aufgepeitschten Blutes überschrie selbst das Rauschen der Brandung unten. Er sprang empor. Doch rechtzeitig noch schrat er vor dem wahnsinnfüßen Vernichtungswillen zurück, der unvermittelt in ihm aufgelodert war. Er nahm ruhig wieder Play. Nein, er wollte niemand mitreißen, er durfte keine Schuld auf sich laden. Etwas G. St. entschieden abgeurteilt und abgelehnt werden. Der selbe Geist spricht übrigens auch aus der Tatsache, schen auf der Terasje findlich mit seinem Leid Gefallen. Mochten fremde Menschen auch seine daß dem deutschböhmischen Bauernaufstande von 1680 anvertraut. Aber niemand beachtete ihn. Bald, Unmöglichkeit, weiterzuleben, noch so lächerlich ein Sag, dem Aufstand der tschechischen Choden aber scnfte er verzagt den Kopf, wußte jich sehr allein finden: die Gewalt seiner letzten Tat sollte sie ein ganzes Rapitel gewidmet ist. Auch die unkritische und ungeliebt. Er ballte ohnmächtig verzwei- alle verstummen lassen... felnd die gänſte, bis sich die nagel tich insernas Unerhörtes ist geschehen. Dem Ka- abzulehnen. Art, wie die Kaiser Josef- Legende serviert wird, ist Fleisch verbohrten. Tiere, dacht. er, schöne herz- pellmeister hat ein halbwüchsiger Junge den So ist Czuczkas Buch, im Gegensatz zu vielem, dose Tiere. Er haßte sie alle. Tattstock aus der Hand gerissen, hat den Ueber- was er früher geschrieben hat, keine erfreuliche Erraschten zur Seite gedrängt und dirigiert selbst scheinung. das„ Aida"-Finale weiter. Nach einem ganz furzen Zögern haben sich die Musiker dem neuen Führer gefügt, der die Partitur aus dem Gedächtnis beherrscht. Das Publikum hat nichts von dem Vorgang bemerkt. Nach Beendigung des Stüdes spendet es um so reicheren Beifall, als die Musik in einer begeistert aufwühlenden, neuartigen Auffassung gebracht worden war. Da die Nächstsigenden endlich begreifen, daß statt des Kapellmeisters ein unbekannter rothaariger Junge dirigiert hat, wird der Applaus zum Rasen. Der Kapellmeister steht neben dem Jungen und dankt für ihn, denn dieser rührt sich nicht. Staunen durchfährt die Menge. Lichte Frauenkleider, dunkle Smokings stoßen sich im Leuchten der Lampen, ein einziger Schrei nach Wiederholung erschallt: Da capo! Doch die Musiker gelangien zu Ende. Mit einem schweren Schyrci klang das Stück aus. Verstört und überreizt empfand Ricardo das Da setzte die Musit mächtig von neuem ein: Beifallsklatschen ringsum gleichsam mit ganzem das berühmte Finale aus Verdis„ Aida", zwetKörper. Der Kapellmeister neigte sich stol; läter Att... chelnd ins Licht der Lampione. Ricardo gerict Vier Posaunen stachen aus dem Orchester. darob unerklärlicherweise in solche Erregtheit, Ihr Hallen erschütterte ihn, wie nie ein Ton daß er mit einer nervösen Handbewegung sein zuvor. Alle Schwere sant. Und plößlich empfand Glas umstieß. Wütend bestellte er neuen Wein er sonderbar klar, dabei fast schmerzlos, daß er beim Stellner, der ihn geringschäßig maß, und nicht mehr leben könne. trant sinnlos viel während der langen Pause. Von der Musikschule ausgeschlossen, aller Doch wie er sich auch berauschen mochte, immer Mittel, bar, hatic er vor Wochenfrist seine Geige Kehrte der eine qualvoll zeriezende Gedanke wie- verkaufen müssen, und heute nacht noch dieser der; er hatte kein Geld mehr... Diebstahl, der ihn feines Teßten Geldes beraubte. Ricardo rang nach Luft. Eine furchtbare War er da irr geworden an sich und an der Angst war über ihn heraefallen. Er atmete sich Welt?- Gleichviel, er wollte nicht mehr in für den Moment noch Mut an. So blickte er Klavierstunden gegen die Unbegabung fremder herausfordernd umber, doch er hätte sich. das gepuyter Kinder fämpfen, nie wieder in Bars fühlte er, überaus gerne einem der vielen Menspielen, Dirnen und prozigen Wüstlingen zu 1 Doch der Junge schlägt ab mit beherrschter Handbewegung. Ohne sich um jemand zu fümmern, geht er wortios durch die ihm zuiubelnden Menschen, erreicht das Geländer am Rand der Teraffe und stürzt sich in die Tiefe. Das Meer dröhnt durch atemlose Stille: Finale... Herausgeber: Dr. Ludwig Czech. Ghefrebatteur: Wilhelm tener. Druch: Rote A.- für Zeitung und Buchdrudt. Brug Berantwortlicher Redakteur Dr Em: Sauß Brag Für den Drudi verantwortlich Otto 0.. reg Ee Beitungsmartenrzantatur wurde von der Bolt a zelegraphen retion mit Crich Nr 127 451/ V11/ 27 am 14. Do 193 bemilio Für Jünglinge 14-18 Jahre Winter- Raglans große Auswahl v. Kč 300.Blauer zwelrethiger Anzug v. Kč 360.Smoking- Anzug Schutzmarke. 1ür. Tanzstunden 42 HIRSCH, PRAG, Zelezná 14